Nr. 14. Abonnements- Bedingungen: # Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mr., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Ginzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illustrirter Sonntags: Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- BettungsPreisliste für 1899 unter Br. 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. = Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 16. Jahrg. Die Insertions- Gebühe beträgt für die fechsgespaltene Solonei getle oder beren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Mernsprecher: Mmt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: „ Bozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Der preußische Landtag wurde heute, am lekten verfassungsmäßig zulässigen Termin, in der üblichen pruntvollen Weise im weißen Saale mit folgender Thronrede eröffnet: Erlauchte, edle und geehrte Herren von beiden Häusern des Landtages! Indem ich Ihnen beim Beginn eines neuen Abschnitts der parlamentarischen Arbeiten meinen föniglichen Gruß entbiete, gebe ich meinem Vertrauen Ausdrud, auf Ihre verständnißvolle Unterstützung auch bei den bevorstehenden wichtigen Aufgaben rechnen zu fönnen. Dienstag, den 17. Januar 1899. Expedition: SW. 19, Beuth- Strake 3. Meine Herren! Die wirthschaftlichen und politischen Gegen- neue Auflage der lex Rede beabsichtigt ist sätze, von denen unsere Zeit erfüllt ist, legen der Verwaltung oder ob sie auf andere Weise endlich ihr feierliches Wort einund Gesetzgebung in besonderem Maße die Pflicht auf, unbeirrt lösen will. von dem Streite des Tages, die staatlichen Einrichtungen im Interesse aller Klassen der Bevölkerung zu sichern und auszubauen. Legislaturperiode des Klassen Parlaments nicht Irgend welche Hoffnungen darf das Volk auch auf diese Die Grundlagen unseres Staats- und Voltslebens sind gesund und festgefügt. In ernſtem Streben wird an der Entfaltung der geistigen setzen. Denn wenn auch das Zustandekommen einer rein und fittlichen Kräfte des Volkes gearbeitet. Auf wirthschaftlichem konservativen Mehrheit verhindert ist, so sind doch die Volkswidelung; der Wohlstand des Landes ist sichtlich im Wachsen. Mit konservativ- flerikale Mehrheit, die darauf lauert, die Schule Gebiete zeigt sich gesteigerte Schaffensfreudigkeit und stetige Ent rechte im höchsten Maße gefährdet. Auf der einen Seite die Zuversicht blice ich deshalb in die Zukunft. Ihren Arbeiten, die unter die Herrschaft der Kirche zu bringen, auf der anderen Gott segnen möge, wünsche ich vollen Erfolg zum Wohle des Bater Seite die konservativ- freitonservativ- nationalliberale Mehrheit, landes." die für jede Schmälerung der Volksrechte zu haben ist, die Die Finanzlage des Staates ist fortdauernd eine günstige. Neues ist in der Thronrede nicht enthalten. Schon seit ihnen selbst nichts schadet, sondern nur die Arbeiterklasse Die Rechnung des Jahres 1897/98 hat ebenso wie die der Vorjahre Monaten sind ja die Miquel- Offiziösen eifrig an der Arbeit, schädigt. Und zu alledem noch die agrarischen Schreihälse, mit einem beträchtlichen Ueberschuß abgeschlossen. Auch das laufende in der Presse Stimmung zu machen für die Pläne der Re- die die Tribüne des Parlaments benutzen, um hier den BeuteJahr wird ein befriedigendes Ergebniß bringen. In dem Staats- gierung. Daß die Finanzlage des Staates eine fortdauernd zug auf das arbeitende Volk vorzubereiten! Haushalts- Etats für 1899 hat, entsprechend zu den erwartenden günstige ist und daß auch das laufende Jahr wieder ein höheren Einnahmen, namentlich bei den Betriebsverwaltungen, dem befriedigendes Ergebniß haben wird, ist allgemein bekannt. vertreter" eingezogen. Aber mit ihnen ist auch eingezogen der In ein neues prunkhaftes Gebäude sind die„ Volkssteigenden Ausgabebedarf wiederum in weitem Maße Rechnung ge- Aber ebenso bekannt ist es auch, daß Herr Miquel trotz dieser alte Geist, der Geist der Voltsausbeutung und tragen werden können. Insbesondere sind für die von der Staats glänzenden Finanzlage das berechtigte Verlangen der Unter- Boltsunterdrückung. Jener Geist, der ein halbes regierung in Aussicht genommene, von dem Landtage befürwortete beamten nach Gehaltsaufbesserung nicht erfüllen wird. Daß Jahrhundert hindurch die herrschenden Kassen in Preußen Neuregelung der Gehaltsverhältnisse einzelner Klassen von Unterbeamten die erforderlichen Mittel für einzelne Klassen von Unterbeamten eine Neuregelung der beseelt hat, er wird auch im neuen Abgeordnetenhause vorbereit gestellt, und zwar und zwar in einem Umfange, welcher über Gehaltsverhältnisse beabsichtigt ist, kann nicht genügen. Die herrschen. die gegebene Anregung hinausgeht. Mit dieser abermaligen Thronrede bezeichnet die im Jahre 1890 begonnenen allAufwendung für die Unterbeamten, welche auf einige bisher gemeine Aufbesserung der Beamtenbesoldungen als abnicht berüdfichtigte Kategorien von mittleren Beamten ausgedehnt geschlossen und nimmt somit den diesmal nicht berücksichtigten wird, ist die im Jahre 1890 begonnene allgemeine Aufbefferung der Beamten für absehbare Zeit jede Aussicht auf Besserung Beamtenbesoldungen abgeschlossen. Ein seltsamer Zufall fügt es, daß an einem Tage der Telegraph Nach dem Vorbilde der Fürsorge für die Hinterbliebenen der ihrer Lage. die Kunde von dem Hinscheiden zweier Persönlichkeiten bringt, die unmittelbaren Staatsbeamten soll ferner die Wittwen- und Lebhafte Debatten werden indeß weder die angekündigte in den Verfall der bürgerlichen Parteien als altmodische ErWaisenversorgung der Volksschullehrer anderweit Besoldungsvorlage noch die Geseze betr. Neuregelung der scheinungen von starkem Eigenwuchs, charaktervoller Gesinnung und geordnet werden. Wittwen- und Waisenversorgung der Lehrer oder die Regelung großer Begabung hineinragen: Die Anstellung und Versorgung der Kommunalbeamten der Anstellung und Versorgung der Kommunalbeamten her der letzte Stonservative, sind gestorben. Guido Weiß, der letzte Demokrat, und Rudolf Meyer, bedarf allgemein, sowohl im Interesse der Beamten als auch der vorrufen. Erst bei der Berathung des Gesezes betreffend Gemeinden, einer gefeßlichen Regelung, welche sich gleichfalls an die Aenderung des Gemeinde Wahlrechts dürfte Guido Weiß. für die unmittelbaren Staatsbeamten geltenden Bestimmungen an- es zu schärferen Auseinandersetzungen zwischen den Parteien thums sterben aus die Männer, welche noch an die bürgerlichen lehnen wird. Die Medizinalverfassung des Staates wird in der tommen. Und doch handelt es sich bei der ganzen Frage nur Freiheiten und an die Freiheit durch das Bürgerthum geglaubt. Lokalinstanz in um die Beseitigung fundheitspflege entsprechenden Weise gesetzlich auszugestalten sein. Dreitklassen- Wahlsystems. Zu einer Beseitigung dieses Systems Auch sollen im Interesse der Hebung des ärztlichen Standes ehren- der Ungerechtigkeit wird sich nicht einmal die äußerste Linke gerichtliche Einrichtungen ins Leben gerufen und den des Hauses entschließen, da ihre Schwärmerei für das Aerztekammern erweiterte Befugnisse gegeben werden. allgemeine, gleiche, direkte und geheime Wahlrecht erwiesener Auf dem Gebiete des Gemeinde Wahlrechts hat die maßen nur eine platonische ist. im Jahre 1891 eingeleitete Steuerreform Verschiebungen verursacht, welche durch das Gesetz wegen Aenderung des Wahlverfahrens vom 29. Juni 1893, wie sich schon jetzt übersehen läßt, nur zum Theil beseitigt sind und einen weiteren Ausgleich erwünscht erscheinen lassen. Zu diesem Zwecke wird ein Gesezentwurf Ihrer Beschlußfassung unterbreitet werden. = # Zwei Männer. Les dieux s'en vout die alten Jdealisten des BürgerJetzt ist auch Guido Weiß todt, der Freund und LieblingsSchüler Jacoby's, der jedoch nicht gleich dieſem der bürgerlichen Demokratie Valet gesagt und der Sozial demokratie öffentlich beigetreten ist, sondern sich von dem Glauben, daß die bürgerliche Demokratie noch lebensfähig sei, nicht Tosmachen konnte. Freilich, sein Glaube ist auch erschüttert worden, nicht mehr geglaubt. und an die Demokratie des deutschen Bürgerthums hat auch er " sie gingen entweder unter im Sumpfe realpolitischer Ges sinnungslosigkeit oder sie stiegen auf zur Sozialdemokratie. Die meisten seiner Freunde waren Sozialdemokraten- das Bürgerthum daß Weiß die Berechtigung und Nothwendigkeit der Sozialdemokratie tonnte es nicht verstehen und nach einiger Zeit auch nicht verzeihen, rückhaltlos anerkannte. der Waarenhäuser denkt, ist aus der Thronrede nicht In welcher Weise die Regierung sich die Besteuerung zu ersehen. Nach den Verhandlungen, die in der letzten studirte Medizin. In die Journalistit warf ihn das Revolutionsjahr 1848, Guido Weiß ward am 18. August 1822 in Schlesien geboren; er Session darüber gepflogen sind, ist anzunehmen, daß die Be- das keinen begeisterteren Freiheitsschwärmer fand als den jungen steuerung den Gemeinden überlassen wird. Herr Miquel hat feurigen Arzt, der in seinem Beruf das Elend des Volkes kennen gelernt Die tommunale Besteuerung der in neuerer Zeit ent- im vorigen Jahre bei der Berathung des Antrages v. Brock hatte. Der Demokratie blieb Weiß treu, obgleich er als Redakteur standenen großen Waarenhäuser entspricht nicht ihrer Be- hausen keinen Zweifel darüber gelassen, daß er persönlich der„ Bossischen Zeitung" das fortschrittliche Erwachen des Bürgerdeutung und Stellung im gewerblichen Verkehr; sie bedarf einer von der Wirkungslosigkeit der Erdrosselungssteuer überzeugt thums zu Ende der 50er Jahre warm begrüßte. Nach Anbruch der Aera besonderen Regelung, welche die gerechtere Heranziehung dieser Be- ist, er hat damals den Gedanken einer derartigen Steuer Bismard, welche die Ohnmacht der Fortschrittelei darlegte, übernahm für den Wettbewerb einen wirksameren Schuß gewährt. Ein bezüg- Gebiete unternimmt, so hat er sich anscheinend von seinen Anderen trennte er sich von der Fortschrittspartei, ohne mit ihr triebe sichert und dadurch zugleich den kleineren Gewerbetreibenden sogar verhöhnt. Wenn er nun doch einen Versuch auf diesem Weiß die Redaktion der demokratischen„ Reform", die der Lassalle'schen Bewegung gegenüber sich objektiv verhielt. Nebst Jacoby und licher Gesezentwurf wird Ihnen voraussichtlich noch in dieser Tagung agrarischen Freunden breitschlagen lassen, denen zu Liebe er borgelegt werden. zu brechen. Die demokratische Gruppe gründete 1866 eint Die auf fast allen wirthschaftlichen Gebieten eingetretene kraft- selbst vor einer kleinen Blamage nicht zurückschreckt. neues Blatt,„ Die Bukunft", ant dessen Spike Weiß bolle Entwickelung hat auch an die Staatseisenbahn- Von weittragenderer Bedeutung, als es auf den ersten gestellt ward. In der Zukunft" brachte er sein großes Verwaltung außergewöhnliche Anforderungen gestellt. Dant Blick scheinen könnte, sind die geplanten Ehrengerichte journalistisches Talent und die vornehme Eigenart seines der bereitwilligen Unterstützung des vorigen Landtages haben be- für Aerzte und die Erweiterung der Befug- Wesens zur Geltung und erwarb sich den wohlverdienten Ruf eines sondere Maßregeln in die Wege geleitet werden können, deren Durch- nisse der Aerztekammern. Der ärztliche Stand ist heute der ersten Journalisten und politischen Schriftsteller Deutschlands. führung es ermöglichen wird, dem steigenden Verkehrsbedürfniß zu fast der einzige gelehrte Beruf, der in politischer Beziehung schaft führte, vernichtete die Zukunft", für die es im Waffengetöse Das Kriegsjahr 1870, das Jacoby nach Lözen in Kriegsgefangen entsprechen. Zur Erweiterung des Staats- Eisenbahnnezes, sowie zur noch nicht unter der Vermundschaft der Regierung steht; auch und in den Orgien des Mordspatriotismus fein Gehör gab. Förderung der Kleinbahn- Unternehmungen wird auch in diesem seine Vertreter mundtodt zu machen, auch in diesen Kreisen Jahre Ihre Mitwirkung in Anspruch genommen werden. Es gelang aber Weiß nach etwa zweijähriger Bause, ein Wochens Bereits bei dem Bau eines Kanals von Dortmund nach den die freie Meinungsäußerung zu unterdrücken, ist das Ziel, das blatt: Die Waage", zu gründen, in der er bis zum Jahre 1879 Emshäfen ist die Herstellung einer leistungsfähigen Wasser der Minister für Geist, Herr Bosse, erstrebt, und der Landtag Meisterstücke der Publizistit lieferte, ohne indes irgend erheblichen berbindung zwischen dem Rhein, der Weser und wird ihm teine allzugroßen Hindernisse in den Weg Einfluß auf das politische Leben auszuüben. Die Zahl der bürgerElbe im Interesse des Verkehrs und der heimischen Güter legen. Dieselben Herren, die die lex Arons geschaffen lichen Elemente, die ihm folgten, schmolz mehr und mehr zusammen erzeugung als nothwendig erkannt worden. Die seither eingetretene haben, werden auch Mittel und Wege finden, ehrenhaften außerordentliche Steigerung des Verkehrs, insbesondere das Be Vertretern des ärztlichen Standes, selbst Leuchten der Wissendürfniß, für Massengüter leistungsfähige, billige Verkehrswege zu schaft, der politischen Maßregelung zu unterwerfen. schaffen, lassen den unverzüglichen Ausbau einer neuen Die neue Kanalvorlage ist der einzige Entwurf, bei Wasserstraße zwischen diesen großen Strömen und damit die Herstellung eines für den Westen und den Osten gleich vortheilhaften dessen Berathung die tonangebende Partei des Hauses, die Junker, Berbindungsweges dringlich erscheinen. Demselben wird zugleich der Regierung Schwierigkeiten bereiten wird. Wie früheren Stanal In frischem Gedächtniß ist der Kühne und prächtig geschriebene die wichtige Aufgabe zufallen, das Landeskultur- Interesse der an- bauten, so werden sie sich auch dem neuen Plane anfangs Auffaz der Waage", in welchem er die Pariser Kommune liegenden Gebiete durch Verbesserung der Wasserverhältnisse zu auf's heftigste widersehen, um am Ende doch noch im ent- vertheidigte und und ihre feigen und gewissenlosen Verleumder fördern. Auf Grund der bisherigen Verhandlungen ist zu erwarten, scheidenden Moment umzufallen. Natürlich werden sie sich an den Pranger stellte. Im Attentatsjahre 1878 war weiß einer daß die Nächstbetheiligten durch lebernahme der geforderten ihren Umfall theuer bezahlen lassen, die nimmersatten Agrarier der Wenigen, die den Kopf fühl behielten; über die Nobiling'schen Garantien ihr Intereffe genügend befunden werden. Es wird Ihnen daher eine Vorlage zugehen, welche den Bau von wird diese Forderungen um des lieben Friedens willen Die Schande des Sozialistengejeges empfand er bitter, und Schrotschüsse schrieb er das berühmt gewordene Wort:„ Der Kaiser werden maßlose Forderungen erheben, und die Regierung hat die Wunde, das deutsche Bolt hat das wundfieber." Schifffahrtskanälen von dem Dortmund- Ems- Kanale einerseits nach dem Rheine, andererseits nach der Weser und der Elbe vorsieht, gewähren. Die Regierung wird es nicht nur, wie es in der fein Sozialdemokrat hat diese schmachvolle Episode zorniger und welche ich Ihrer thätigen Unterſtüßung anempfehle. Thronrede heißt, für ihre Pflicht erachten, fortgesetzt auf die gebrandmarkt als Guido Weiß. Doch er war ein Prediger Die schwierigen Verhältnisse, mit denen die 2 andwirth. Hebung der Landwirthschaft bedacht zu sein, sie wird in der Wüste. Die Sozialdemokratie stand im Rampf auf Leben fchaft noch immer zu fämpfen hat, nehmen meine Theilnahme darüber hinausgehen und wie bisher so auch in Zukunft und Tod gegen die Bismard' sche Polizei- Diktatur und das Bürgernach wie vor in Anspruch. Meine Regierung erachtet es als ihre ihren Freunden Liebesgaben auf Kosten des thum hatte kein Verständniß für die reine, in Aetherhöhen schwebende ernste Pflicht, fortgesezt auf die Hebung der Landwirthschaft bedacht Boltes bewilligen. Demokratie eines Guido Weiß. zu fein. Viel wichtiger aber als alles das, was in der Thronrede wie in der legten Nummer ausdrücklich gesagt ist. Die Waage" ging 1879 ein aus Mangel an Abonnenten". Die Sicherung der im Jahre 1897 von Hochwasser= schäden schwer heimgesuchten Landestheile gegen die Wiederkehr steht, ist das, was nicht darin steht. Kein Wort vom Weiter und weiter entfernte Guido Weiß sich von den Kämpfen von einer Verbesserung ähnlicher Verheerungen ist Gegenstand umfangreicher technischer Vor- Arbeiterschuk, des der Gegenwart, die er aber, bis zu den letzten Augenblicken, als arbeiten gewesen, nach deren Abschluß Verhandlungen mit den Berggesezes, bon einer Vermehrung der Fabrik- Zuschauer genau und mit Eifer verfolgte. Er hat nach dem Eingehen Provinzialvertretungen über die als nothwendig erkannten Ab- inspektoren, vom Schuß des ländlichen Pro- der Waage" nur noch wenig geschrieben. hilfemaßregeln eingeleitet sind. Letariats; fein Wort von der Einlösung des Versprechens, Anfangs der achtziger Jahre siedelte er nach Frankfurt a. M. Das Bürgerliche Gesetzbuch und die gleichzeitig am das Verbot des Inverbindungtretens poli- über, wohin sein einziges Kind sich verheirathet hatte, und dort ist 1. Januar 1900 in Kraft tretenden Reichsgejeze machen eine Reihe tischer Vereine aufzuheben. Und doch ist es höchste er auch gestorben. Von Zeit zu Beit, jedoch sehr selten, brachte die von Vorschriften nothwendig, um das neue Reichsrecht auf den dem Zeit, daß dies Versprechen endlich erfüllt wird, wenn die von seinem Schwiegersohn Dr. Stern redigirte Frankfurter Zeitung". Landesrechte vorbehaltenen Gebieten zu ergänzen und ältere LandesStizzen und Erinnerungen von ihm. Ob er, dessen Gedächtniß wahr gejeze ihm anzupassen. Ihrer Beschlußfassung werden die Entwürfe Regierung Werth darauf legt, nicht als wortbrüchig vor dem haft staunenswerth war und der die Menschen und Dinge in Berlin und der hierzu bestimmten Geseze unterliegen, deren rechtzeitige Verab- Volke zu erscheinen. Jedenfalls wird es Pflicht des Parla Deutschland von 1848 an bis zum Ende des Jahrhunderts beobachtet schiedung zur Durchführung des großen Gesetzgebungswertes er ments fein, fchon bei der Etatsberathung die Minister zu und gefannt hat wie wohl kein Zweiter, ob er seine Lebenseiner flaren Aeußerung darüber zu zwingen, ob etwa einelerinnerungen niedergeschrieben hat, was von seinen Freunden ihm forderlich ist. fo oft aus Herz gelegt ward, das wissen wir nicht. Hat er es gethan, I sprechen. Mit dem Reichstage ist sie ja auch lange nicht so so erhält Deutschland das beste Memoirenwert unserer Zeit, das zufrieden, wie mit dem Abgeordnetenhause, welches mit der imjere Literatur aufzuweisen hat. Hat er es nicht gethan, fo Regierung stets auf bestem Fuße steht. ist der Verlust unerfeßlich. Dann hat er ein Stück Geschichte mit ins Grab genommen. Trog der scharfen, auf's äußerste zugespitzten Feder, die er führte, hat Guido Weiß schwerlich je einen persönlichen Feind gehabt, denn er war zugleich von bestridender Liebenswürdigkeit und von rührender Herzensgüte. Obgleich er nie Parteigenoffe war, so war er seinem ganzen Wesen nach doch Sozialdemokrat und hat der Sozialdemokratie große Dienste geleistet; unter den Kränzen, die aufs Grab gelegt werden, sind auch Kränze der deutschen • Rudolf Meyer. Mit Rudolf Meyer geht der Tette Stobbertufianer dahin, der letzte Vertreter einer Richtung, die einst das sozialpolitische Denken in Deutschland aufs Tiefste beeinflußte, dann aber durch die ökonomische Entwickelung vollständig weggefegt worden ist. " Morgen wird unmittelbar nach der Präsidenten wahl der Finanzminister den Etat einbringen. Das Herrenhaus, das bis zur Fertigstellung seines Palastes" das bisherige, etwas aufgebesserte Abgeordnetenhaus bezogen hat, nahm heute bereits die Wahl des Präsidiums vor. Das Ergebniß ist die Neuwahl der bisherigen drei Präsidenten Fürst zu Wied, Freiherr von Manteuffel und Oberbürgermeister B ed er. Der Präsident gedachte sodann der verstorbenen Mitglieder, wobei er besonders die Verdienste" des Fürsten Bismarck hervorhob. Morgen wird das Haus einige gefchäftliche Formalitäten erledigen und sich dann vor aussichtlich auf unbestimmte Zeit vertagen. Die zweite Auflage. Wir unterbreiten diese Zuschrift der öffentlichen Meinung, die übrigens nicht aus der Welt geschafft wird, wenn etwa amtlich nichts bekannt ist. Amtlich sind derlei Dinge Uns liegt an der Ermittelung der Wahrniemals bekannt. heit, der einfachen, nackten, unamtlichen Wahrheit.-d Deutsches Reich. Der Bundesrath den hat in seiner Plenarsizung am Montag dem Ausschußprotokoll, betreffend Aenderung des Postzollregulativs, die Zustimmung ertheilt; ebenso dem Ausschußantrag, betreffend den Entwurf eines Invalidenversicherungs- Gesezes, und Ausschußberichten über Aenderungen der Anlage B zur Verkehrsordnung für die Eisenbahnen Deutschlands, über die Verleihung von Korporationsrechten an die Gesellschaft Süd- Kamerun und über den Gesezentwurf für Elsaß- Lothringen, betreffend die Disziplin der Richter. Den zuständigen Ausschüssen wurden überwiesen die VorAehnlich wie in England trafen auch in Preußen die Anfänge Eine Wiederholung der zaristischen Heilslagen, betreffend den Gesezentwurf wegen Feststellung des Landesder proletarischen Bewegung im Großgrundbefiz auf eine ihnen botschaft fündigen der Voss. 8tg." zufolge die" Times" haushalts- Etats von Elsaß- Lothringen für das Rechnungsjahr 1899, sympathische Richtung. Der fonservative, patriarchalische Groß an. Ein neues Rundschreiben des russischen ausivärtigen betreffend den Gesezentwurf über die Abänderung der grundbefizer haßte ebenso sehr das Kapital, wie irgend ein Amts besagt: Gewerbe Ordnung und betreffend die Ausprägung von Eins Proletarier, aber freilich aus dem entgegengejezten Grunde. Er Obwohl seit dem Rundschreiben vom Anguft der politische pfennigftüden. Schließlich wurde über einen Antrag, betreffend die haßte es als revolutionäre Macht, Horizont sich etwas bewölkt und einige Mächte sogar Verfügung über einen Arbeitsplatz bei der zoologischen Station in allen fenbalen Verhältnissen ch die auch auf dem flachen Lande Schritte zur Vergrößerung ihrer Rüstungen ergriffen haben, werde Rovigno, und über eine Reihe von Eingaben Beschluß gefaßt. hoffentlich die allgemeine Lage sich wieder günstig für den Erfolg des großen humanitären Unternehmens desgaren gestalten. Inzwischen halte die russische Regierung einen Meinungsaustausch zwischen den kabinetten über den Gegenstand für räth lich, um die diplomatische Erörterung anzubahnen. Wünschenswerth sei eine Verständigung über zehn Punkte. Die Hauptpunkte find, ein Abkommen, die Heere und Flotten für einen bestimmten Beitraum nicht zu vergrößern, desgleichen nicht die Militär- und Marinebudgets, ferner der Versuch, Mittel ausfindig zu machen, um diese Streitkräfte und deren Bubgets fünftighin zu vermindern, Interfagung des Gebrauches neuer Waffent ind Sprengstoffe oder neuer Pulversorten, bie mächtiger als die jetzt im Gebrauch befindlichen wirten, Berständigung fiber Vermittlerdienste und Schiedsgerichte in gewiffen Fällen zur Vermeidung des Krieges. Ende machte. Er haßte es aber auch als seinen Ausbeuter, als Schmäler der Grundrente, oder vielmehr als deren Aneigner durch das Mittel der Hypothekenverschuldung. Kampf gegen das Kapital, war daher die Losung bei einem Theil bes Agrarierthums; die logische Konsequenz davon aber war die Vereinigung mit dem schärfsten Gegner des Kapitals, dem Proletariat. Das haben unerschrockene und weitsichtige Mitglieder des preußischen Großgrundbestyes sehr wohl erkannt unter ihnen der weitfichtigste und unerschrockenste odbertus. Derjenige unter seinen Schülern, der feine Lehre ant eifrigften verbreitete, prattisch am meisten und selbst lofesten für sie wirkte und am treuesten an ihr festhielt, war Dr. Rudolf Meyer. Ihm war es ernst mit dem Bündniß zwischen Proletariat und Konservatismus und ebenso erust mit dem unerbittlichen Kampfe gegen das Kapital. Er war der erste, der die Geschichte der sozialdemokratischen Bewegung und vor allem der deutschen Sozials demokratie vorurtheilslos schrieb in feinem„ Emanzipationslampf des vierten Standes"( 1872/74), er war der erste bürgerliche Gelehrte, der mit den Vorkämpfern des Proletariats in freundschaftlichen Berkehr trat, darunter mit Mary and Engels selbst, die ihn stets gern bei sich faben, und er war der einzige von den Konfervativen, Ser den Kampf gegen die kapitalistische Korruption, den Gründungs schwindel und seinen Pflegevater, den Fürsten Bismard, unerschrocken aufnahm in feiner Schrift Politische Gründer und die Korruption in Deutschland"( 1877). Schweinburg, der Spaßmacher. Die famosen„ Berl. Bot. Nachr." weisen zur Abwechselung einmal wieder nach, daß in England die Trades Unions nicht die Gesammtheit der Arbeiter vertreten. In diesem Zusammenhange sagt der Schweinburg: Man wird in der Annahme nicht fehlgehen, daß bei uns die einfchlägigen Verhältnisse im Großen und Ganzen analog liegen, daß die Hauptmasse der deutschen Arbeiter im Grunde ihres Herzens von der Sozialdemokratie nichts wissen will, sich nur aus Furcht vor Drangfalirungen und Brutalitäten seitens einer zu Allem fähigen Minderheit von, Propagandisten der That" zu, Mitläufern" pressen läßt und eine gefeggeberische Initiative, die diesen Alpdruck von ihr nähme, als eine Erlösung vom Joche sozialdemokratischer Tyrannei begrüßen würde. Das wissen die führenden Genossen", daher die Wuth, womit sie immer und immer wieder über das" Zuchthausgeset" herfallen. " Wian möchte die„ Times" Meldung als eine Satire auf den Abrüstungsukas auffassen. Jedenfalls wird die Komödie Unsere Leser wären berechtigt, schwere Vorwürfe wider uns zu dadurch nicht besser, daß man sie wiederholt. Das feudal- erheben, wenn wir ihnen diese galtzische Scherzhaftigkeit unterschlagen bourgeoise Europa ist sich darüber einig, daß die Jdee der würden. Der Schweinburg, der politischen Ingrimm zur Schau Abrüstung oder gar des ewigen Friedens ein Traum ist, und trägt, ist eine nicht unspaßige Figur. nur in dem Punkt herrscht eine Meinungsverschiedenheit, ob Gine Mannesthat sinnt die Volts- Beitung" dem Berliner der Traum schön sei oder nicht. Die Philosophen aus der Magiftratus an. Der Bürgermeister folle ohne Rücksicht auf die Moltteschule schaudern bekanntlich vor einer Zukunft, in der Bestätigung fachlich als Oberbürgermeister feines Amites walten, sich die Menschen nicht mehr gegenseitig abschlachten. und so bie Gebulbsprobe" burch ein Definitivum einer lettenben allen Repräsentationen fehlen. Der pofitive Theil des Vorschlags, Thätigkeit großen Stils aus eigener Straft beendigen. Andererfeits sollte man fürberhin unter Hiniveis auf ben mangelnder Titel bei die Arbeit großen Stils, ist in dem gegenwärtigen Zustand ber bürgerlichen Gefimuung ebenso utopisch wie der gewünschte Feterlichkeiten Streit. Wir müßten uns sehr täuschen, ober die legten Ritter des Bürgerthums werden keine Nachfolger finden in einer Gesellschaft, die nach dem Labsal der Geduldsproben lechzt. Wir befürchten also nicht im Mindesten, daß etwa die demnächst wieder fällige Bertram Ode ausbleiben ober einige Hindentingen auf die bejammernswürdige Leutenoth" im Magiftrat enthalten wird. Barum stellt man sich dort so, als ob schon die Zeit gekommen Aber warum träumt man in Petersburg so hartnäckig? fei, in der die Bölter Europa's geeinigt den Kriegshegen der herrschenden Klassen ein Ende bereiten? In den Prozessen, welche diese Schrift ihm brachte, erlebte er feine erste große Enttäuschung. Die geugen aus dem konser vativen Lager, auf bie er gerechnet, ließen ihn im Stich, er wurde verurtheilt. Der Strafe entzog er sich durch die Flucht und wandte sich zu nächst nach Oesterreich, uni unter dem dortigen Adel in gleichem Sinne zu wirken, zu wirken, wie in Preußen. Die Situation Ivar Der mächtigste Herrscher der Welt verkündet die Abrüftung ihm Anfangs günstig. Eben als er nach Cesterreich tam, bereitete fich der Bankeroit der liberalen Partei und ihre Berdrängung durch Die feudale Reaktion vor, die sich aber noch nicht sicher im Sattel ffihlte, noch nach Popularität haschte. Da fand die Nodbertus'iche Lehre fruchtbaren Boden. Wenn sich unter dem österreichischen Hoch adel eine fozialreformerische Richtung bildete, wenn diese den zehn ftindigen Normalarbeitstag für Fabriken forderte und 1885 ben elf stündigen durchsetzte, so darf man Dr. N. Meyer ganz erheblichen Antheil zuschreiben. Gerade sie aber sollte ihm seine zweite große Enttäuschung bringen. Denn au ihr zeigte sich am deutlichsten die Unvereinbarkeit der proletarischen Interessen mit denen des Großgrundbesizes. Diese riefen nach Agrarzöllen, jene verlangten nach Freihandel in LebensMeyer hatte seinen österreichischen Freunden gegenüber gut reden, fie blieben taub, wenn er ihnen die Nothwendigkeit verkündete, Sem Proletariat billige Lebensmittel zu liefert. initteln. und den ewigen Frieden, andere minder mächtige Herrscher begrüßen den großherzigen Vorschlag mit Inbrunst, und die Staaten rüsten ab, indem sie ihr menschliches und technisches Striegsmaterial ins Ungemessene vermehren.finge Der internationale Friedenshymnus mit Kanonenbegleitung! Welche Schändung der heiligen Jdee des Völkerfriedens! Die moralische Heuchelei " $ 153. Das Oberlandesgericht in tel hat wieder einmal dem § 158 der Gewerbe- Ordnung eine Auslegung gegeben, die eine weitere Einschränkung des Koalitionsrechts bedeutet. " Bom Flensburger Landgericht war der 8immerer Nielsen auf eine von der Staatsanwaltschaft eingelegte Berufung gegen ein freisprechendes Urtheil des dortigen Schöffengerichts zu 2 Monaten Gefängniß verurtheilt worden. Gelegentlich des dortigen Zimmererstreifs hat Nielsen zu mit der Bahn angekommenen Arbeitern gefagt: Ihr seid ja noch jung und fennt es nicht, aber nehnit Euch in acht!" Während das Schöffengericht in diesen Worten eine Warnung erblickt, sah das Landgericht darin eine Drohung mit Gewaltthätig teiten. Gegen diese Verurtheilung legte Nielsen beim Oberlandesgericht Berufung ein. Sein Vertheidiger vermißte die Feststellung, daß die angebliche Drohung auch von den Bedrohten verstanden sei, und auch, daß eine Berabredung zur Erlangung günstiger Lohn- und Arbeitsbedingungen vorliege. - zwei Nebst dem Bestreben, dem österreichischen Abel sozialpolitisches Denken beizubringen, beschäftigte ihn in jener Zeit auch das Studium der reaktionären Preffe offenbart sich wieder einmal in thren der amerikanischen Lebensmittel- Konkurrenz, deren revolutionirende Wirkung für die europäische Landwirthschaft er als einer der ersten Tiraden über den Grügmacher Prozeß. Natürlich erkannte und die hinfort den Hauptgegenstand seiner literarischen hat man wieder große Neigung, eine lex Grühmacher Thätigkeit bildete. in die Welt zu sehen. Unsere Gesetzbücher werden, wenn unsere behenden Gelegenheitsmacher Erfolg haben, nächstens eine vollständige Sammlung der Namen interessanter Berbrecher darstellen. Ein urkomisch veranlagter Stopfequilibrist der Staatsbürgerin" hat es bereits heraus, wer die Schuld an den Greif" Fällen hat: Die jüdische Moral. Die lex Grügmacher, nach der Staatsbürger" Façon, wird also ver Das Oberlandesgericht verwarf die Berufung. Es sei nicht ermuthlich die Bestimmung enthalten, daß nur ehemalige- PolizeiNoch weniger Erfolg hatte er in Frankreich, wo er ebenfalls auf leutnants die Konzeffion für Detektivbureaus erhalten dürfen. forderlich, daß eine vom Borderrichter thatsächlich festgestellte Drohung den Adel sozialpolitisch einzuwirken suchte und wo schon der Indessen ist es schon der Indessen ist es nicht unsere Sache, wie die Herr- auch zur Kenntniß der Bedrohten gekommen sei und um eine Ver höheren industriellen Entwidelung wegen das Streben nach künftschaften sich mit dieser neuesten„ Giterbeule" abfinden. abredung im Sinne des§ 152 zum Ausdruck zu bringen, genüge, daß der Zweck der Drohung gewesen, die arbeitswilligen Arbeiter licher Brotvertheuerung noch weit mächtiger auftrat. Die ganze Entrüstung ist ja nur ein Ausfluß des von der Annahme der Arbeit abzuhalten. Ueberall enttäuscht, wendete er dem alten Europa den Rücken in schlechten Gewissens. Man möchte das Urtheil ablenken Da lenne fich einer aus in dieser Rechtsprechung. Also: Wenn der Absicht, in Amerita als Farmer feinen Lebensabend zu be- und verwirren, indent man seine Angriffe lediglich gegen jemand etwas ausspricht, was der erste Richter als Warnung, der schließen. Aber Krankheit zwang ihn binnen wenigen Jahren wieder nach Europa zurüd. Dort war der Traum der konservativen das private Detektivwesen richtet, während die privaten zweite als Drohung mit Gewaltthätigkeit auffaßt und wenn derArbeiterfreundlichkeit, der Allianz zwischen Grundrente und Arbeits- Unternehmungen doch nur ein ähnliches Syftemt erkennen jenige, den die ausgesprochenen Worte gegolten, diese gar nicht John gegen den Brofit inzwischen gänzlich ausgeträumt worden. lassen, das staatlich geduldet und gefördert, von uns längst einmal verstanden hat, dann genügt dieser Thatbestand, dem Betreffenden aus dem§ 153 der Gewerbe- Ordnung einen Prozeß zu Rudolf Meyer fand sich politisch so einsam und so gänzlich unver- erkannt und bekämpft worden ist. standen, als hätte er, ein neuer Nip van Winkle, hundert Jahre Der innerliche, geistige Zusammenhang des privaten mit Und wenn man von der juristischen Tüftelei absieht So einfam war er, daß diesem durch und durch konservativen bem staatlichen Detektivwesen wäre auch dann nicht zu vermonate ins Gefängniß wegen einer an sich völlig harmfennen, wenn thatsächliche Zusammenhänge und persönliche losen Aeußerung! Manne eine Zeit lang feine andere Zeitschrift thre Spalten öffnete, Beziehungen nicht nachweisbar wären. Aber gerade im Falle als die sozialdemokratische Neue Zeit", die den ehrlichen Freund Für die Schweigfamkeit des beinahe Kleinen Johann des arbeitenden Wolfes nicht mundtodi gemacht sehen wollte. Er Grützmacher scheinen solche persönlichen Beziehungen zwischen Jacoby engagirt sich die Frankfurter Beitung", die ver hat dort noch eine Reihe von Artikeln, namentlich gegen die Ge- Detektivbureaus und Polizei bestanden zu haben, wenn sich sichert, daß ihre Mittheilungen über den berühmten Empfang des treidezölle, veröffentlicht, in einer Reihe interessanter und anregender die Angaben bewahrheiten. Reichstags- Präsidiums nicht von dem freifinnigen zweiten Bize Schriften noch seine Anschanungen zusammengefaßt, aber er fand Wir erhalten nämlich folgende Buschrift: präsidenten Reinhard Schmidt stammen. Die Sache birgt ein Räthsel. Theilnehmer der Unterhaltung waren tein Echo mehr. Die Zeit des Rodbertusianismus war vorbei. Der Kriminalfommissar a. D. Grüßmacher, dessen Thätigkeit ber amüsantes nur der Kaiser. drei Präsidenten Das PräSchwurgerichtspräsident als eine wirklich schmachvolle" brandmarkte, außer scheint auch nach seiner Entfernung aus dem Amte noch gelegentlich fidium hat sich zur Diskretion verpflichtet. Daß insbesondere oder regelmäßig der Polizei Dienste geleistet zu haben. Wenigstens ist, die Frff. 3tg." zu inspiriren, ist selbstverständlich. Herr Reinhart Schmidt aber hat nach der Bethenerung des Blattes so eifrig spricht dafür die folgende Geschichte. Die im Prozeß Grüßmacher mitangeklagte Angestellte des Bureau geschwiegen, wie das in Frankfurt sehr bekannte„ Sarche", als es auf Greif" Klara Beder knüpfte im Herbst des Jahres 1897 ein Verber Babre lag. Wo ist also min die geheime Quelle der Informationen hältniß mit einem Studenten der Berliner Universität an, welcher der Frff. Btg." zu suchen? Die drei Präsidenten find stumm geblieben, sich zu den Lehren des Anarchismus bekannte, im Uebrigen aber ein es ist nur noch eine Möglichkeit denkbar, und wir nehmen folglich überaus harmloser und vertrauensseliger Mensch war. Von diesen an, daß das Frankfurter Blatt mit seiner Leugmung der freisimmigen Eigenschaften legte der junge Mann ein glänzendes Beugniß dadurch direkten oder indiretten Quelle bescheiden andeuten wollte, daß ihre ab, daß er den Entschluß faßte, die Klara Becker zu heirathen, Mittheilungen aus einem sehr viel höher gelegenen Orte hinabtrotzdem ihm ihre Thätigkeit im Dienste des Bureau" Greif" und wunderung für die vorzüglichen Informationen des demokratischen trotzdem ihm ihre Thätigkeit im Dienste des Bureau Greif" und gefickert find. Bei dieser Gelegenheit äußern wir gern unsere Bespeziell ihr Wirten im Ehescheidungsprozesse des Konfuls P. bekannt Organs. Es ist nämlich in der Lage, uns gegenüber festzustellen, geworden war. daß Reinhart Schmidt nicht Landtagsabgeordneter für Frankfurt am Main ist. Das ist äußerst zutreffend. Schmidt ist zwar für Frankfurt gewählt, hat aber für Hagen angenommen. geschlafen. Heute, wo die Arbeiter im Vordergrunde des Stampfes gegen die Agrarzölle stehen, wo die Landwirthschaft sich immer mehr mit wirthschaft nicht die Hypothekenverschuldung, sondern der Mangel an Arbeitern ist, heute ist der Großgrundbefiz mit dem Kapital aufs Innigste vereint, heute führt er mit gleicher Bucht wie dieses den Kampf gegen das Proletariat; da haben alle Voraussetzungen auf gehört, aus denen der Rodbertusianismus seine Straft zog. Umsomehr wird die sozialistische Arbeiterschaft die Charakter festigkeit des Mannes achten, der ihr Freund blieb, als alle seine Genossen ringsumher sich in bittere Feinde des Proletariats bers wandelten, und der unter ihnen aus seinen proletarischen Sympathien nie ein sehr machte. Das Proletariat wird ihm ein ehrenvolles Andenken bewahren. Politische Uebersicht. 19100 den weder Herr Als er diese Absicht der Beder mittheilte, eröffnete ihm diefe, daß das Zusammentreffen, welches die Grundlage des beiderseitigen Berlin, den 16. Januar. Verhältnisses geschaffen hatte, kein zufälliges gewesen, sondern daß Richterverabschiedung en gros. Mit der Einführung des Beginn der Landtags- Seffion. sie von dem bekannten Kriminaltommissar Bösel Bürgerlichen Gesetzbuches am 1. Januar 1900 foll, wie Im Anschluß an die feierliche Eröffnung des Landtages beauftragt gewesen sei, den. als Anarchisten berichtet wird, einer größeren Anzahl älterer Richter eine hielten beide Häuser turze geschäftliche Sigungen ab. Be- zu beobachten; um diesen Auftrag zu erfüllen, habe sie das günstige Gelegenheit gegeben werden, sich zu verabschieden. Herr v. Miquel hat mit der Ausarbeitung der betreffenden Vorlage eine fonders feierlich gestaltete sich die Sigung des Abgeordneten. Verhältniß angeknüpft. hauses, die erste in dem neuen Gebäude an der verlängerten Wir wissen natürlich nicht, inwieweit diese Angabe der Beder Anzahl Räthe beauftragt. Im Allgemeinen neigt man der Ansicht Zimmerstraße. Sämmtliche Minister, an der Spize Fürst auf Wahrheit beruht, aber vielleicht veranlassen diese Mittheilungen zu, daß den Richtern, welche am 1. Januar 1900 ein Alter von 65 Jahren erreicht haben werden und der Regel nach auch wohl den zu Hohenlohe, hatten sich eingefunden. Nachdem der die vorgesetzte Behörde des Herrn Kriminalkommiffars zu diesbezüge höchsten Pensionssatz von 45/60, durch Gewährung des vollen Gehaltes Alterspräsident, der freifonservative Abg. von Voß, die lichen Nachforschungen. Erweist sich dabei die Behauptung der Becker als Pension auf die Dauer von fünf Jahren Gelegenheit geboten Sigung mit dem üblichen Hoch auf den Stönig er als wahr, so würde es recht flar werden, woher die Privatdetektiv- werden solle, sich zu verabschieden. Es hängen diese Pläne wohl öffnet hatte, erhob sich der Ministerpräsident, um der Ministerpräsident, um im Bureaus ihre" Triks" beziehen, und man würde ferner erkennen, mit der Ansicht zusammen, daß die älteren Richter nicht mehr in Namen der Regierung dem Wunsche Ausdruck zu geben, daß daß die Hüter von Religion, Sitte und Ordnung in ihrem der Lage sind, sich in das Bürgerliche Gesetzbuch hineinzuarbeiten. auch im neuen Hause die Verhandlungen stets von demselben Kampfe gegen den Umsturz nicht allein der Hilfe von„ NichtGeifte getragen sein mögen, wie im alten. Bei der Ueber Gentlemen" bedürfen, sondern daß sie auch Nicht- Ladies verwenden nahme des neuen Reichstags- Gebäudes sah sich die Regierung und zwar in einer Weise, die kaum den Anforderungen der Religion, einer Zeit nicht veranlaßt, einen ähnlichen Wunsch auszu der Sitte und der Ordnung entsprechen dürfte. Betreffe der Waarenhaus- Beftenerung giebt sich auch ein Theil der Konservativen anscheinend feiner Täuschung hin. So schreibt der„ Reichsbote", der im llebrigen für ein vollständiges Werbot der Anhäufungsgeschäfte" eintritt, folgendermaßen: " Man fürchtet die Konsequenzen gegen andere als taufmännische große Geschäfte, aber man will doch etwas thun, um den Klagen der Kleineren Geschäftsleute gegenüber sagen zu können, daß etwas geschehen sei. So thut man etwas, was den Schein der Hilfe hat aber auch nur den Schein, und nicht mehr. Die Folgen werden sein, daß die großen Geschäfte verstimmt werden wegen der erhöhten Steuer und die kleinen wegen der bitteren Enttäuschung, daß ihnen an statt Hilfe nur Erschwerung ihrer Lage ge. bracht ist. Es ist bezeichnend für unsere Bustände, daß sich die zünftlerifchen Konservativen als weitsichtiger erweisen, wie die auf aus gleichende Gerechtigkeit" finnende Regierung. Amerikanische Repreffalien gegen deutsche Einfuhrschwierigfeiten werden angekündigt. So wird aus Washington gemeldet, wemt man in Deutschland ein die amerikanische Fleischausfuhr start belästigendes Fleischschau- Gesetz einführe, dann werde im Kongreß beantragt werden, die Einfuhr deutscher Weine, Spielsachen und anderer Artikel zu verbieten, deren Einfuhrwerth im vorigen Jahr 300 Millionen Mark betragen habe. Agrarische Statistik. In der Zeit vom 1. bis 10. Februar d. J. wird wieder eine Ermittelung des Ernte- Ertrages für das Vorjahr im deutschen Neiche stattfinden. Gleichzeitig mit diesen Ere mittelungen soll eine Erhebung über den Umfang der durch Hagel fchlag verursachten Ernteschäden verbunden werden. Wir bewundern den kriegsministeriellen Glauben, auf diese Art den Soldaten Zufriedenheit beibringen zu können. Da die Agrarier durch die Regierung in jeber erdenklichen Weise begünstigt sind, damit sie ihre Produkte so theuer wie nur möglich verkaufen können, werden sie es auch wohl möglich machen können, ihren Arbeitern eine ausfömmliche und auch sonst wohlgeordnete Gristenz Auch ein Schiedsgericht. Die Berliner Bol. Nachrichten" veröffentlichen folgende Notiz, die nun durch sämmtliche Reaktions- und Polizeiblätter die übliche Runde macht: Die fozialdemokratische Schwärmerei für Schiedsgerichte dauert zu gewähren. Wie der Bericht des Querfurter Streisphyfifus zeigt, vernachlässigen aber schon die Grundbesitzer einer im Herzen genau so lange, als die Sache lohnend erscheint, verwandelt sich Deutschlands liegenden Landschaft ihre sozialen Pflichten in einer aber sofort in ihr Gegentheil, wenn der Spruch des Schiedsgerichtes zum Himmel schreienden Weise. Wie arg müssen nun erst die Berzu Ungunsten des sozialdemokratischen Theils ausfällt. Vor etlichen hältnisse auf den Gütern der Gegenden sein, wo die Sachsengänger Monaten wurde der englische Arbeiterheber Ben Tillet, als er sich in Antwerpen damit unterhielt, die dortigen Hafenarbeiter zum Streit herkommen? Die Mittheilungen des Querfurter Kreisphyfifus zeigen aber aufzuwiegeln, von der Polizei erwischt und aus Belgien ausgewiesen, noch, wie nöthig die Schaffung eines Landarbeiter gerade als ob er kein sozialdemokratischer Berufsheher, sondern schußes von Reichs wegen ist. Von der preußischen Regieein gewöhnliches, zum Gehorsam gegen das Gesetz verpflichtetes Menschenkind wäre. Darob geriethen Herr Ben Tillet und die rung kann, wie in so vielen Dingen, so auch in Beziehung auf die Landarbeiterfrage teine Maßregel erwartet werden, die eine Besfergesammte internationale Umsturzpropaganda in nicht geringe stellung dieser ärmisten der Proletarier zur Folge haben könnte. Aufregung man machte sogar das Londoner Auswärtige Amt mobil, und nach längeren Verhandlungen mit der belgischen Regierung wurde ein internationales Schiedsgericht angerufen. Dieses urtheilte nach sorgfältiger de sorgfältigeridoot Prüfung des Falles, daß Herrn Ben Tillet nur geschehen sei, was er verdient habe. Statt sich nun mit Würde in sein Schicksal zu finden, beschwert sich Genosse Ben Tillet auf das heftigste über fchlechte Behandlung", und die geheiligte Sache der internationalen Schiedsgerichte" hat einen Anhänger weniger. Ausland. Defterreich- Ungarn. Der gefenlose Zustand in Ungarn ist noch nicht behoben und die Ministerfrage auf dem alten Fled. In Wien finden Miniſtertonferenzen in der Angelegenheit statt. Am Sonntag und Montag hatten die ungarischen Minister Banffy, Fejervary und Lukacs unter dem Borsige bes Kaifers eine Berathung, der auch der Minister des Aeußern Graf Thun und der Minister a latere Graf Szechenyi beiwohnte. Dies die Notiz. Wer dies lieft, und den Sachverhalt nicht aus anderen Quellen tennt, muß sich einbilden, Ben Tillet sei unzufrieden Immer schneidig. Durch triegsministerielle Ver- mit dem Spruch eines Schiedsgerichts, auf dessen Zusammensetzung fügung ist den Unteroffizieren und Mannschaften des Heeres und der er Einfluß gehabt und das mit seiner Zustimmung zusammen Aus der Montagssigung wird berichtet, es feien gewisse GrundMarine die in Darmstadt erscheinende Militär- Invaliden getreten sei. Die Sache verhält sich aber anders. säge für die mit ben Oppositionsgruppen fortzus und Anwärter Beitung" zu lesen verboten worden, weil Im Jahre 1896 wurde Ben Tilett, der wegen des Dodarbeiter- feßenden Verhandlungen aufgestellt worden. Die ungafie in ihren Artikeln regierungsfeindliche Tendenzen verfolgen, die streits nach Antwerpen gekommen war, von der belgischen Polizei rischen Minister sind sodann wieder nach Budapest abgereift. Unteroffiziere und Militäranwärter mit der Versorgung, welche die verhaftet, in ein abscheuliches Loch, starrend von Schmutz, ein- Inzwischen finden in Ungarn imposante Voltsproteste statt. Am Regierung ihnen nach Ablauf ihrer zwölfjährigen Dienstzeit zu gesperrt und dann ausgewiesen. Dieses brutale Vorgehen Sonntag fand in Budapest eine von der Unabhängigkeitspartei einbieren im Stande ist, unzufrieden machen und ihnen ferner unerfüll- gegen einen englischen Staatsangehörigen machte in England großes berufene Proteftversammlung statt, an welcher etwa 10000 Personen, bare Illufionen in den Kopf setzen" foll. Aufsehen, der Fall kam bor das Parlament und die englische größtentheils Sozialisten, theilnahmen. Die VersammRegierung erklärte, Schritte bei der belgischen Regierung thun lung proteftirte gegen den ungefeglichen Zustand und nahm eine zu wollen. Das geschah auch. Die belgische Regierung bedauerte Resolution hinsichtlich des allgemeinen Wahlrechtes ant. Die Rechtsschußkommiffion des Vereins Berliner Preffe durch einen Unparteiischen( einen umpire) entscheiden zu lassen. Ben Borgang und erklärte fich bereit, die Angelegenheit In Galizien fehren nunmehr nach und nach gesetzliche Zustände richtet in einem Aufruf an die deutschen Zeitungen, Schriftsteller und Die englische Regierung, willigte ein, und der französische Rechts zurüid. Die Wiener Zeitung" beröffentlicht Verordnungen des ge Journalistens bezw. Schriftstellervereine die Bitte, der Kommission bei Erfüllung ihrer Aufgabe: eine Bentralstelle au bilden zur gelehrte Desjardins, Mitglied des Instituts und Generalabbolat jammten Ministeriums, durch welche die Einstellung der Wirksamkeit Sammlung und Sichtung von Material zur Vorbereitung und Be- am Raffationshof, wurde zum Umpire ernannt! Dieser hat mum der Geschworenengerichte des Sprengels Neu- Sandee und die Auseinflussung der Gesetzgebung auf dem Gebiete des Pre- seinen Spruch bahin abgegeben, daß die Polizei von Antwerpen nahme- Verfügungen hinsichtlich der noch in Betracht kommenden acht, wesens, des Urheberrechts, des Verlagsrechts durchaus gefeßlich verfahren sei. Und das ist auch richtig; Bezirke Galiziens aufgehoben werden. und des Strafvollauges durch Uebersendung von gefahren hat, so nieberträchtig, daß ber Frembe abfolut rechtlos ist denn die belgische Fremdengefeßgebung ist, wie schon Mary erBelgien. eignetem Material behilflich zu sein. Berichte über Breßprozesse nebenbei bemerkt ein ähnlicher Zustand, wie in China und dem Brüssel, 15. Jamuar.( Eig. Ber.) Die antiklerikale„ Alliance" von besonderem grundsätzlichen Interesse, sowie über Gerichtsentscheidungen in givilstreitigkeiten zwischen Schriftstellern und Ber- preußisch deutschen Köllerreich. Nur mit dem Unterschiede, daß wird wahrscheinlich auf Grundlage folgender Programmpunkte zu Tegern, Beschlüsse von Schriftsteller- und Verlegervereinigungen in Belgien wenigftens für bie eigenen Staatsangehörigen ein fretes fammentreten: 1. Das allgemeine Wahlrecht; 2. bie proportionelle Land ist. Vertretung; 3. Durchführung der Arbeiter- Versicherung; 4. die und anderen Fachzeitschriften über Breß- und Berlagsangelegenheitent blos bie englische Regierung, daß fie fich einzig auf biefen formellen unterricht. Sachen des gesammten Schriftthums, Vorträge, Aufsäge in juristischen Formell läßt der Schiedsspruch sich nicht angreifen; anzugreifen Kleidung und Nahrung der Volksschüler; 5. obligatorischer Schulbittet die Stonimiffion, ihr vollständig oder in zwedmäßigen Anst blos bie englische Regierung, daß fie fich einzig auf biefen formellen unterricht. Die Bewegung gegen die Heritale Weiswirthschaft zieht Aus- Standpunkt gestellt hat. Daß Ben Tillet mit ber Erledigung ber immer weitere Kreise und bringt Gruppen und Korporationen, zügen zu übermitteln unter der Adresse: Rechtsschutz Kommission Angelegenheit nicht zufrieden ist, versteht sich einfach von selbst. Ist die sich bisher feindlich gegenüberstanden, einander näher. So haben Des Vereins„ Berliner Presse", Berlin W., Unter den Linden 33. et boch weit schimpflicher behandelt worden, als vor Jahresfrist der sich liberale und sozialistische Studenten vereinigt und ein radikales Breuken's Rache. Ueber den schnellen Schluß des deutsche Konful in Haiti, für dessen angebliche Beschimpfung Blatt macht den Vorschlag, die Frete"( liberale) und die Neue" Tippischen Landtag& werden folgende recht intereffante Mit- unter dem Jubel der Berl. Pol. Nachr." ein beutsches Kriegsschiff( fozialistische) Universität zu verschmelzen. Die Klerikalen scheinen theilungen gemacht: Der Landtag mußte seine Berathungen über unter Androhung eines sofortigen Bombardements Sühne er bennt auch zu fürchten, ihre Alleinherrschaft im Barlament und das Eisenbahnprojekt Paderborn- Niehaben, zu denen er einberufen heischte. Apropos, wir hätten einmal sehen wollen, wie Regierung bald zu verlieren, und versuchen, ihr Schäfchen möglichst war, abbrechen, weil bei der Regierung ein Telegramm der West- bie Berliner Politischen Nachr." Beter geschrieen hätten, wenn ein noch ins Trockene zu bringen. Sie haben in der Kammer den fälischen Eisenbahn- Gesellschaft, mit welcher der Bau vereinbart war, englisches Kriegsschiff plöglich vor Antwerpen erschienen wäre, um Antrag gestellt, das Privilegium der Nationalbank" einlief, daß sie den Bau ablehne. Mußte es schon überraschen, daß für Ben Tiller's Einsperrung Sühne zu fordern! Wohl gemerkt: erneuern, obwohl das Vorrecht erst im Jahre 1903 zu Ende geht. die Gesellschaft erst den Landtag zusammentreten und feine Be- formell war die Regierung von Haiti ebenso gut im Recht wie Die Eile erklärt sich nur aus der Furcht, daß im Jahre 1903 wohl rathungen nahe bis zum Abschluß gelangen ließ, bevor fie ihre Abfage jetzt die belgische Regierung. Allein barbarische Sitten und ein rabital sozialistisches Ministerium am Studer sein werde. Die mittheilte, so ist die Begründung, die ihr so spät erst eingefallen ist, barbarisches Recht braucht fein aivilifirter Staat fich gefallen au Nationalbant" bringt den Kapitalisten fette Dividenden, für die noch sonderbarer: die Gesellschaft lehnt den Bau ab, weil der größere laffen. Und auf welch gefährliches Terrain sie sich begeben haben, merten Verbilligung des Krebits hat sie nichts gethan. Sie bietet außerdem Theil der Strecke auf lippischem Boden liegt. Es barf nicht die Berl. Bot. Nachr." vielleicht durch die Frage, welche wir ihnen abgegangenen Ministern feindotirte Boften als Direktoren u. f. w. Wunder nehmen, wenn man in dem Ländchen diesen Handstreich auf biermit vorlegen: Würde die deutsche Reichsregierung die„ Stöllerei" Darum das Verlangen, dies Institut für Jahre hinaus der eine Seite zurüdführt, wo man ihm gegenwärtig nicht geduldet haben, wenn Dänemark so groß wäre wie- tußland? parlamentarischen Stontrolle zu entziehen. Ob es ihnen gelingen wohl will Die Lippische Landeszeitung" bemerkt:„ Der Grund ivird, werden die bevorstehenden Verhandlungen in der Kammer Der Ablehnung ist ein recht eigenthümlicher und weckt lebhaft die Gezeigen. Danken an politische Gegenfäße." urgern und zu schädigen. W 1 er Die Arbeiterfreundlichkeit der Agrarier " 1 Frankreich. ชน Die nicht wohlwollende Seite, das sind natürlich irgendwelche ist bekanntlich so groß, daß der deutsche Arbeiter ihnen am liebsten Baris vont 15. Januar gemeldet: Das Komitee der verEine Friedenskundgebung. Der Frankf. 8tg." wird aus einflußreiche Elemente in Preußen, denen der bekannte Bundesraths- den Rücken lehrt. Selbst das noch um vieles geringere Maß von beschluß nicht gefallen hat und die num ihren Einfluß dazu ge- Ansprüchen, die der polnische und auffische Arbeiter stellt, vermag der einigten sozialistischen Gruppen beschloß heute, einen brauchen, um das schwache Ländchen Lippe durch allerlei Streiche zu Edelfimm der Herren Grundbefizer jenseits und diesseits der Elbe aufruf an die englischen Arbeiter im Intereſſe der Erhaltung nicht ungeschmälert zu erfüllen. Alljährlich ziehen viele Zehntausendees Friedens zu richten. Der Aufruf tritifirt die Politik der Stuttgart, 16. Januar.( Privattelegramm des Vort.") Die von Arbeitern und Arbeiterinnen des Ostens nach dem Westen herrschenden Klaffen in Frankreich und England, die die Arbeiter Abgeordnetenkammer lehnte mit großer Mehrheit die Weiterberathung Deutschlands, insbesondere in die durch den Reichthum ihrer Grund- täusche, fordert zur Propaganda für Erhaltung des Friedens auf des Steuergesetzes ab, weil die Verschlechterungen der Vorlage durch befizer bekannte Provinz Sachsen. Wie es ihnen dort ergeht, zeigt und schließt: Es lebe der Frieden unter den Völkern, es lebe das Weltproletariat! die erste Kammer unannehmbar erschienen. Damit ist auch die ein Bericht, den der Kreis phyfitus Dr. Schilling in Steuerreform endgiltig gescheitert. Querfurt in der Zeitschrift für Medizinalbeamite" veröffent- Paris, 16. Januar. Beaurepaire fährt mit seinen„ Ent Chronik der Majestätsbeleidigungs: Prozeffe. Wegen lichte. hüllungen" fort, sie werden jedoch mit jedem Tage Kleinlicher. Majestätsbeleidigung hatte sich am Montag der Arbeiter Die Nahrung der Sachfengänger, fagt Dr. Schilling, Andrerseits wird gemeldet, daß noch zwei Nichter der Straffammer Albert Stendara vor der ersten Straftammer am Landgericht II ist sehr mäßig und für die zu leistende Arbeit nicht immer die Abficht gehabt hätten, in so geräuschvoller Weise abzutreten, wie Berlin zu verantworten. Der Angeklagte ist ein Pole und dabei ein genügend. Morgens giebt es wohl warmen Kaffee, aber nicht Beaurepaire es gethan.- Esterhazy dürfte als Zeuge vor gedankenloser Schwäger. Im November war in der Fabrik von trodenes Brot, wenn nicht warme Kost ins Feld gebracht wird und der Kriminalkammer des Kaffationshofes, Loew, dem Justizüberall, und dann ohne Zubrot: Mittags ist der Arbeiter vielfach dem Kassationshofe erscheinen tönnen, denn, nachdem der Präsident Siemens u. Halste in Charlottenburg, in welcher der Angeklagte arbeitete, von dem Attentat die Rede, welches der Italiener Abends wird wieder kalt gegessen oder, wenn Mittags warme minister Lebret brieflich die Wichtigkeit des Erscheinens EſterLuccheni an der Kaiserin Elisabeth verübt hat. Der Angeklagte warf Soft fehlt, Startoffeln mit Hering, Hülsenfrüchte oder Reis auf hazy's dargelegt hatte, beauftragte der Minister den Generaleinige Redensarten dazwischen, welche schwere Beleidigungen des den Tisch gebracht. Fleisch gehört meist nur Somitgs zur Nahrung. staatsanwalt, dem Richter Bertulus den Brief Loews mitzutheilen. In Betracht kommen noch Schäden, die den katholischen Ar- Bertulus ließ wiffen, daß Esterhazy ohne jebe Furcht für Kaisers enthielten und dabei eine völlige Billigung derartiger Blut- beitern ihre fatholischen Sitten bringen. Sonntags machen die feine Freiheit für die geit, welche die Straftammer für thaten zum Ausdruck brachten. Die Sache wurde sofort zur Anzeige gebracht, der Mann wurde in Untersuchungshaft genommen, teine katholische Kirche am Orte ift ober fein Gottesdienst bort votat Cabannes wird Efterhazy hiervon unterrichten. Esterhazy, der Arbeiter einen weiten, oft stundenweiten Weg zur Kirche, wenn nöthig erachten würde, nach Paris tommen könnte. Der Adin welcher er zwei Monate zugebracht hat. Wegen der Gröblichkeit stattfindet, von der sie erst spät Nachmittags oder Abends zurüd- fich zur Beit in Amsterdam aufhält, foll erklärt haben, daß er ber Beleidigung erkannte der Gerichtshof nach dem Antrage des fehren, anstatt tagsüber auszuruhen. Staatsanwalts auf ein Jahr Gefängniß. gewillt fei, nach Paris zu gehen, falls er freies Geleit" er Ich habe öfter Arbeiter und Mädchen gefehen, bie nur halte. Am legten Sonntag haben in Paris und in den Provinzen unferen 12jährigen Schulkindern an Wuchs und zahlreiche Kundgebungen für und wider die Revision stattStärke gleich tommen; sie sind außer Stande, unter un- gefunden. günstigen Außenverhältnissen schwere Feld- und Landarbeit zu verSpanien. richten und verkommen geistig und sittlich. Verkauf spanischer Kolonien. Aus Madrid telegraphirt man unterm 15. Januar: Reforma" meldet, die Regierung werde den Kortes die Ers mächtigung zum Verkaufe der Mariannen, Karolinens und Palau- Inseln nachsuchen, denn man würde dort sonst 4000 Mann Truppen und mehrere Kriegsschiffe unterhalten müssen. Spanien dankt also als Kolonialmacht definitiv ab. Leider ist Bayerischer Landtag. 1 " Min chen, 15. Januar. Nachdem der Steuerausschuß die 2. Lesung des Gewerbesteuergefez Entwurfes erledigt hat, wird die Einberufung des Landtages Die Einstellung zu schwacher, jugendlicher Arbeiter verursacht noch zur Nachsession in den nächsten Tagen erwartet. Die Eröffnung des einen anderen schweren Schaden. Er steigert die Zahl der Un= Landtages wird in der ersten Februarwoche erfolgen. Der Landtag fälle. Manches Unglück, herbeigeführt durch die Maschinen und wird zunächst die Steuergesegentwürfe berathen und soll den Verkehr mit Pferden und Ochsen, würde verhütet, wenn dann auf vier Wochen vertagt werden, um dem Justizgesetzgebungs- die unerfahrenen, leicht ermüdenden, zu jungen Knechte und Ausschuß Zeit zur Beendigung seiner Arbeiten zu lassen. Mit dieser Mädchen nicht zu ländlichen Arbeiten herangezogen würden." Ordnung der Dinge ist ein im Ministerium ausgebrochener Konflikt leber alle Maßen schlecht ist es mit der Krantenpflege zu fürchten, daß die deutsche Regierung die günstige Gelegenheit zu Gunsten des Finanzminifters v. Riedel gelöst, der unter bestellt. Unter den ungünstigsten hygienischen Verhältnissen und bei nicht vorübergehen laffen wird, dem Steiche einige neue„ deutsche allen Umständen seine Steuerreform unter Dach und Fach bringen bem vielfach minderwerthigen Menschenmaterial hat der Arzt reichliche Niederlassungen" an den Hals zu hängen. will. Noch in der Mittwochssigung des Justizgefeßgebungs- Ausschusses Arbeit. Er betommt eine wahre Musterkarte ein erklärte der Justizminister v. Leonard die Mittheilung von der heimischer Krankheiten nebst eingeschleppten, Rußland. Einberufung des Landtages zu Anfang Februar für müßige wie der Körnertrantheit, beständig zu Gesicht. Verhaftungen and politischen Gründen haben in der letzten Beitungsfombinationen", zwei Tage später mußte er auf eine An 8u Zeiten mehren sich die Brechdurchfälle zu Dußenden auf zapfung des Abgeordneten Casselmann eingestehen, daß er mit einem Gute. Magen- Darm- Ertranfungen find auch sonst Beit in beträchtlicher Zahl nicht nur in Petersburg, sondern auch feinem Plane, den Landtag Mitte März zu berufen, im Gesammt häufig.„ Einige Tage Bettruhe und geordnete Diät, fagt in Moskau und Odessa stattgefunden. Einzelne Verhaftungen ministerium unterlegen ist. Solche Zwischenfälle ereignen sich in Dr. Schilling, würden sicherlich viel zur schnellen Genesung sind auch in Westrußland vorgenommen worden. unserer Ministerrepublik häufiger. Die jetzt gefundene Lösung ist beitragen, wenn in der Küche eine einfache Wasser, Amerika. zweifellos die richtige, wenn die Steuergesetz- Entwürfe verabschiedet Schleim und Mehlsuppe verabreicht würde. In dessen Krankenwerden sollen. Finanziell erwachsen dadurch dem Lande allerdings to st giebt es nur in Ausnahmefällen, denn die Surro- Zur Philippinenfrage brachte der Senator Hoar im Senat nicht unbedeutende kosten. Während der Vertagung des Landtages gate dazu fehlen der Köchin der Arbeiterkaserne in dem Speiſeetat. zu Washington einen Beschlußantrag ein, dahingehend, daß die Bemüssen den Abgeordneten die Diäten bezahlt werden; eider fümmern sich nur wenige Arbeitgeber in bölferung der Philippinen falls sie frei und unabhängig zu sein das es entsteht also, wenn der Landtag auf vier Wochen dieser Hinsicht um die Krantenpflege. Schon schimpft Recht habe und auch befreit sein solle von allen Beziehungen zur vertagt wird, eine Ausgabe von mindestens 350 000 Mart, der Gutsinspektor, wenn der Arbeiter frank wird und zu Hause bleibt, spanischen Krone, infolge hiervon auch die Vollmacht haben müsse, wofür nichts geleistet wird. Dabei muß im Justizgesetzgebungs- noch ungehaltener wird er, wenn der Kranke nach dem Arzt verlangt, zu thun und zu lassen, was unabhängigen Staaten zukomme; Ausschuß mit Dampf gearbeitet werden, wenn in vier Wochen die da dieser in der Regel Schonung und Bettrube anordnet. Kommt wenn sie daher das Recht hätte, so zu handeln, so sei es auch ihr noch ausstehenden Gesezentwürfe für das Notariat und das der Kassenarzt, dann wird sofort gefragt, wie lange wird es dauern, Recht, sich selbst eine Regierung zu schaffen und in Gebührenwesen, sowie die Uebergangsbestimmungen zum bis der Patient wieder an die Arbeit gehen kann, oder schnell heißt solche Rechte werde sich das Volk der Vereinigten Staaten nicht Bürgerlichen Gesetzbuch fertiggestellt werden sollen. Eres:„ Doktor, bringen Sie doch den Kranten in's Krantenhaus!"" einzumischen versuchen. ledigt das Plenum des Landtages die fünf Gesetzentwürfe der Justiz, Die Krankenkassen werden durch die hohe Zahl der Möglich, daß auch die amerikanischen Regierungskreise anfangen, welche zu berathen find, in vier Wochen, was wir bezweifeln möchten, Krankheitsfälle ungemein belastet. Die Durchficht der Kranken- die Sache etwas vorsichtiger zu behandeln, daß sie sich vielleicht auch bringt man für die übrigen noch zu erledigenden Gefeßentwürfe nur journale der 14 Stafsenärzte, die für die Querfurter landwirthschaft der demokratischen Vergangenheit der Vereinigten Staaten erinnern. eine Woche in Ansatz, so wird der Landtag bis Ende Mai ver- liche Kreiskrankenversicherung thätig find, ergab für das Jahr 1896, Der Präfident Mac Kinley hat den Admiral Dewey, den General sammelt sein, während im Juni die Neuwahlen stattfinden daß von den 6000 Sassenmitgliedern, nur wenige Otis, den General Whittier, welcher in letzter Zeit auf den müssen. Es wird deshalb der Wunsch unserer Agrarier, die Neu- im Laufe des Jahres nicht, die meisten ein oder mehrm all Philippinen gedient hat, den ehemaligen Gesandten in China, wahlen vor der Heuernte zu vollziehen, nicht erfüllt werden.- ertrantten". Denby, und den Präsidenten der Universität von Cornell, Schur 1 mann, aufgefordert, eine Sommission zu bilden, um die Lage Verbänden in Verbindung zu treten sei, um eine Zentralorganisation| In Algier befinden sich seit Sonnabend die Bäder im Streif. auf den Philippinen zu studiren und ihr Urtheil über die für Deutschland zu gründen. Wie berichtet wird, sollen in der Nacht zwischen den Ausständigen Politit abzugeben, welche die Vereinigten Staaten befolgen müßten. Bur Lohnbewegung der Krefelder Weber. Beachtenswerth und der Polizei ernste Sonflitte entstanden sein. Die Streifenden Auf den Philippinen selbst ist die Lage nach wie vor kriegerisch. 14. Januar sprach Herr Rektor Thoß in einer Verbandsversamm und wurden 13 Personen ausgewiesen. Die Militärbäckereien beAuf den Philippinen selbst ist die Lage nach wie vor kriegerisch. ist die Stimmung im Verband der christlichen Textilarbeiter. Am suchten die noch arbeitenden Bäckergesellen zum Niederlegen der Arbeit zu zwingen. Es sind mehrere Verhaftungen vorgekommen Aus Manila wird berichtet:„ Die Filipinos in Jlo- Flo find Tag und Nacht geschäftig und bereiten sich auf den Angriff der Amerikaner ung über den Streit. Redner legte besonders dar, wie schwierig es und wurden 13 Personen ausgewiesen. Die Militärbäckereien bebor. Am letzten Sonnabend wurden Lichterschiffe mit Steinen be- sei, die Unterstützungsgelder für die Ausständigen aufzubringen. mühen sich, den Bedarf an Brot zu decken. laden und in der Mündung des Flusses versenkt. Nur kleine Boote Redner hielt es für seine Pflicht, folgenden Vorschlag zu machen. können jetzt noch durch die enge Wasserstraße fahren. Nachts werden Die Mitglieder des Verbandes erklären sich bereit, die neue Partei- Nachrichten. sondern ausschließlich eine Probe; b) eine Kommission von Soziales. halten. Wer dagegen verstößt, wird erschossen. Die Gebildeten unter a) Es ist keine endgiltige Anerkennung der neuen Liste, schrieben: Die Unglüdsfälle im Bergbau mehren sich. Nicht alle die Lichter ausgelöscht. Die allerstrengste Zucht wird aufrecht er- Lohnliste probeweise anzunehmen, unter folgenden Bedingungen: Arbeiter- Risiko. Aus dem Ruhrrevier wird uns geden Filipinos hoffen jedoch, daß es nicht zu einem Zusammenstoß 13 Mitgliedern unseres Verbandes' prüft und vergleicht, zugleich werden bekannt; die Häufigkeit ſtumpft ab. Nur noch Massenunglücke kommen und die Militärpartei nachgeben werde". mit der Geschäftsstelle, die neue Liste mit der alten und stellt deren nehmen auf einige Tage die allgemeine Theilnahme in Anspruch. Mängel fest; c) nach Wunsch kann jedem Mitglied aus der Verbands- Aber die Opfer der kleinen Unglüdsfälle übersteigen an Bahl die der faffe der Verlust vergütet werden, den diese Kommission bei dem Maffenkatastrophen ganz bedeutend. Im Laufe der letzten Woche Wert des betreffenden Webers konstatirt hat. Redner meint, auf sind allein im Bezirke des engeren Ruhrbeckens 5 Unglücksfälle bes diese Weise könne man dem aussichtslosen Ausstand sicher vorbeugen kannt geworden, bei denen 8 Knappen schwer verletzt und 4 getödtet Ein Parteitag für den niederrheinischen Agitationsbezirk und fein einziger der Weber habe über Verlust zu klagen. Mittler- wurden. Sofort todt blieb ein Bergmann auf Beche Johann wurde am 15. Januar in Ohligs abgehalten. Grimpe aus weile fönne man dann mit den Fabrikanten über die thatsächlichen Deimelsberg" bei Steele; schwer verletzt wurde ein Hauer auf Beche Elberfeld berichtete über die Thätigkeit des Agitationskomitees. Mängel der Liste berathen und dieselben nach Möglichkeit abstellen." Julia" bei Herne; schwere Verlegungen, die alsbald den Tod im Er bezeichnete das Resultat der Reichstagswahlen im Die Kölnische Volkszeitung" berichtet über die Stimmung Gefolge hatten, zog sich ein Bergmann zu auf Reche Graf Molkte" niederrheinischen Bezirk trotz des Zuwachses von 12 402 Stimmen in der Versammlung: In der Besprechung dieses Vorschlages bei Bochum zu. Alle drei Unglücksfälle waren die Folge des Hereinals unbefriedigend. Allerdings fei in Betracht zu ziehen, wurde die gute Absicht desselben anerkannt, aber für die bruches von Gestein oder Kohlen. Ein Wasserdurchbruch auf Reche daß der Kampf durch die Gegnerschaft des Zentrums sehr erschwert Ausführung desselben erhob sich kaum eine einzige Stimme;" Julius Philipp" bei Bochum kostete zwei Knappen das Leben, einer ist. Selbst in dem industriell hoch entwickelten Wahlkreis Duisburg vielmehr drang die Ansicht durch, die Mitglieder sollten wurde schwer verletzt. Sechs Bergleute erlitten schwere Verhabe unsere Partei nicht genügend Fuß fassen können, so daß dieser vorläufig die Kündigung aufrecht erhalten, da die neue Liste legungen bei einer Explosion in der Theerkokerei auf Beche Wahlkreis nach wie vor eine arbeiterfeindliche Vertretung hat. besonders in einigen besseren Fabriken zu große Nachtheile für die Konsolidation" bei Gelsenkirchen. Diese sogenannten„ kleinen" UnIn mehreren Wahlkreisen am Niederrhein sei die Agitation Beber habe; andererseits erklärten sich die Mitglieder bereit, vor glüdsfälle sind schwerwiegende Glieder in der Kette der Beweise für dadurch erschwert gewesen, daß Versammlungslokale und auch Täufig auf jede Unterstügung zu verzichten. die unbedingte Nothwendigkeit der Berginspektionsreform. die zur Kleinagitation nöthigen Kräfte fehlten. Immerhin Aus dem Bericht ist ersichtlich, daß die Arbeiter mit einem Wie unbehaglich sich manche Kreise des Unternehmerthums mache sich in den letzten Jahren ein langfames, aber sicheres An- feltenen Opfermuth für ihre Sache eintreten, die Zahl der Aus- fühlen, wenn es einmal darauf ankommt, den Arbeitern etwas zu schwellen unserer Stimmenzahl bemerkbar. Abgegeben wurden für ständigen ist nun auf 2000 angewachsen und haben die Unternehmer geben, ohne dabei einen saftigen Profit herausschlagen zu können, unsere Partei 84 751, für das Zentrum 152 465, für den Freifinn bisher ihren streng ablehnenden Standpunkt nicht aufgegeben. 20 545 und für die Nationalliberalen 52 756 Stimmen. das zeigt sich recht deutlich in einem Zirkular, das dem Offenburger nöthigen Arbeit hätten es unsere Parteigenossen nicht fehlen lassen. Beträge aus Berlin und den Vororten gespendet werden, an genossenschaft aus und lautet: Geldsendungen für die streikenden Weber find, soweit die" Volksfreund" in die Hände gefallen ist. Es geht von einer BerufsKarlsruhe, Flugblätter wurden 1425 600, darunter 284 000 vom Agitations R. Millarg, Gewerkschafts- Bureau, Annenstraße 16, fomitee, verbreitet. Wahlversammlungen wurden 175 arrangirt. zu richten. Die Beiträge aus den übrigen Orten möge man an den Von den Parteigenossen in den einzelnen Wahlkreisen wurden Saffirer des Zentralverbandes der Textilarbeiter 22 549,85 Mart Mart aufgebracht, außerdem ein Zuschuß bon Georg Treue, Berlin O 34, Kronprinzenstraße 7 2586,40 Mart verwendet. Redner tadelte es, daß auch senden. bei dieser Wahl Doppelkandidaturen aufgestellt wurden, trotz dem diese von früheren Parteitagen verurtheilt worden sind. Bur Lohnbewegung der Steinfeger. Die Mainzer Pflasterer, Namentlich verweist er auf die Doppelkandidatur des Genossen welche, wie wir vor einiger Zeit berichteten, im verflossenen Sommer Hengsbach in Duisburg und Krefeld, zwei aussichtsvollen Wahl: die Beseitigung der Affordarbeit erzielt hatten, bei Eintritt des Winters kreisen. An den Landtagswahlen betheiligten sich nur die jedoch das Herrichten der Pflastersteine wieder in Akkord ausführen Elberfeld- Barmer Genossen. Bei den Stadtverordneten sollten, haben mit ihrem Widerstand gegen diese Zumuthung inwahlen waren Erfolge in Haan und Gräfrath zu verzeichnen. sofern schon einen Erfolg erzielt, als bon den in Be Kösser aus Elberfeld gab den Kassenbericht. Hiernach betracht kommenden drei Meistern zwei einen Theil ihrer Leute diese trugen die Einnahmen für die Reichstagswahl 4707,75 m., für die sonstige Arbeit jezt ebenfalls im Tagelohn ausführen lassen. Nur der dritte Agitation 1417,01 M.; die Ausgaben für die Reichstagswahl Meister weigert sich; dieser beschäftigt jedoch keine Arbeiter. 3728,95 M., für die sonstige Agitation 1943,45 M. Die Gesammt So half eine gute Organisation den Arbeitern selbst in der Einnahme belief sich auf 6124,76 m., die Gesammt- Ausgabe auf allerschlechtesten Arbeitsperiode, wie es der Winter für die Pflasterer 5672,40 M., somit blieb ein Bestand von 452,36 M. ist, die in günstiger Zeit errungenen Vortheile erhalten. An der In Leipzig und Wolfenbüttel sind die Steinfeger ebenfalls in die Lohnbewegung eingetreten. In Leipzig fordern die ſelben außer einem Stundenlohn von 55 Pfennigen die neunstündige Arbeitszeit, wegen der bereits 1895 ein Streit stattfand, der jedoch nur eine Lohnerhöhung zur Folge hatte. Die Wolfenbütteler Steinfeßer fordern 45 Pf. Stundenlohn. V = An den Vertrauensmann des... Bezirks Herrn. 18.. Wir beehren uns, Ihnen umstehend ein Verzeichniß der in Ihrem Bezirk ansässigen Verlegten, welche zur Zeit im Genusse von Renten sind, zur gefälligen Kenntnißnahme ergebenst zu übersenden. Wir bitten Sie, dieselben soweit als thunlich zu überwachen und uns sofern nach Lage der Verhältnisse eine Herabsetzung oder Aufhebung der Rente angezeigt erscheint, Mittheilung zu machen, worauf wir das Weitere veranlassen werden. Hochachtend Der Vorstand. Hierauf folgt das genaue Signalement der im Bezirk wohnenden Verletzten, Art, Tag und Ort des Unfalls, Höhe der Rente u. f. w. Das Ergebnis der Ermittelung des Bevölkerungsstandes und der Wohnungsverhältniffe in Hamburg, welche Anfang Dezember begonnen wurde, hat nach der vom Statistischen Bureau der Steuerdeputation veröffentlichten Uebersicht folgende Daten gebracht: Es hat sich im Jahre 1898 für die Stadt die Zahl sämmtlicher Gelasse( bewohnter, nur gewerblich benutter und leerstehender) um 2426 oder 1,38 pet. vermehrt; dagegen ist die Bahl der leerstehenden Gelasse wiederum zurückgegangen und beträgt nur noch 3,51 pCt., gegen 4,53 pet. im Jahre 1897 und 6,37 pet. im Jahre 1896. In der Diskussion bemängelte Eberle aus Barmen, daß außer in Barmen- Elberfeld der Fortschritt an Stimmen trotz bedeutender Zunahme der Zahl der Wahlberechtigten so gering gewesen sei. Hoster aus Strefeld rechtfertigte die Haltung der Krefelder Genoffen in Beziehung auf die Doppelfandidatur bamit, daß man sich damals in einer Zwangslage befunden habe. Gegen den Vorwurf, Die Zahl der benutten Wohnungen ist im letzten Jahre die Essener Genossen hätten eine zu zentrumsfreundliche Haltung Die Wiesbadener Pflasterer verlangen vom 1. April ab int 369 Stüd stärker gewachsen, als die Zahl der Hausbeobachtet, wandte sich Wenzel aus Effen, der es als für Junggesellen 40-48 Pf., für ältere Gesellen 50 Pf. Stundenlohn. haltungen, woraus zu schließen ist, daß die Fälle, in welchen Pflicht der Parteigenossen bezeichnete, bei den eigenartigen Die Metallarbeiter Schleswig Holsteins, Lübecks und Ham- mehr als eine Familie eine gemeinsame Wohnung benutzt, im ZurückEffener Verhältnissen für eine Verdrängung des kapitalistischen Ein- burgs hielten Sonntag, den 15. Januar, in Neumünster eine gehen begriffen sind. flusses, der sich in der Person Strupp's vertörpere, zu sorgen. Konferenz ab, die außerordentlich gut besucht war. Die für den Die ortsanwesende Bevölkerung der Stadt( mit Beim Punkt Agitation und Organisation verlangte Metallarbeiter- Verband zur Zeit zu einer aktuellen Frage gewordene Ausnahme der Personen auf den Schiffen in den Häfen, deren Anzahl Gewehr eine größere Demokratifirung der Agitation, damit die Arbeitslosen- Unterstützung wurde eingehend erörtert. Nach einem nur bei den allgemeinen Volkszählungen festgestellt wird) weist für im Vordergrund stehenden Genossen die Arbeitslast nicht allein zu Referate wissells Kiel für und Rohr hirsch-Izehoe gegen die das Jahr 1898 eine geringere Zunahme als im Vorjahre auf... Es tragen haben. Deshalb sei der Ausbau der Organisation zu Bezirks- Arbeitslosen- Unterstügung wurde mit 24 gegen 3 Stimmen ein An- wurden überhaupt 667 936 Personen gezählt, und zwar 322 272 männ organisationen nöthig. Er und Eberle bekämpften die Meinung, trug zu Gunsten derselben angenommen. liche und 345 664 weibliche. Das ergiebt gegen das Vorjahr einen als ob das Zentrum förmlich unbesiegbar sei. Es liege zum großen Zuwachs von 6757 männlichen und 7219 weiblichen, zusammen Theil daran, daß die Genossen zu ihren eigenen Kräften ein zu geringes 13 976 Personen oder 2,14 pCt. Für denselben Zeitraum betrug der Zutrauen hätten. Auch haberland vertrat diese Meinung. Die leberschuß der Lebendgeborenen über die Gestorbenen 9894 Pergegenwärtige politische Situation biete die beste Gelegenheit, erfolgsonen; der Unterschied zwischen dieser Zahl und der wirklichen Ver reich gegen das Zentrum anzufämpfen. Moog berichtet vom Kreise mehrung ergiebt den Ueberschuß der Zugezogenen über die WegMettmann, daß die Zentrumsredner Himmel und Hölle beschworen, gezogenen, der fich fonach auf 4082 Personen belief, gegen 8505 im um die Wahl unseres Genossen Meist zu verhindern. Kahl aus Borjahre und 5233 im Jahre 1896. Duisburg und Rör aus Mühlheim erklärten die geringen Erfolge in verschiedenen industriellen Wahlkreisen aus dem Umstand, daß die aufstrebende Industrie vorzugsweise ihre Arbeitskräfte aus dem Osten ergänze und dadurch Arbeitermassen nach dem Westen ziehen, die uns vorläufig noch sehr unzugänglich sind. Die ArDie Aenderung in der Zahl der Gelasse sowie der Bewohner in den letzten vierzehn Jahren zeigt für das Stadtgebiet in seinem jezigen Umfange( jedoch ohne die Schiffe in den Häfen) die folgende Uebersicht: Es wird beschlossen, den 1892 in Koblenz angenommenen Antrag mehr zu berücksichtigen, wonach wenn möglich alle Vierteljahre ein geeigneter Parteigenosse eine Agitationstour unternehmen soll, um namentlich auch in solchen Orten, wo Lokale fehlen, mit den Parteigenossen in Fühlung zu treten. Weiter wird beschlossen, die eine Art Grundriß für die Organisation auszuarbeiten, den sich die und wo es Genossen an den einzelnen Orten den Verhältnissen entsprechend Anderen im als Richtschnur zu nehmen haben. Die Weber der Baumwollenweberei Gebrüder Sanders in Bramsche( Prov. Hannover) haben ihre Kündigung eingereicht und dürfte, wie uns geschrieben wird, am 28. Januar nach Ablauf der Kündigungsfrist das gesammte Personal in den Ausstand treten. Der Konflikt ist ein für die Firma recht beschämender. beiterschaft wünschte nur zu wissen, welcher Stücklohn gezahlt werde und verlangte deshalb unzweideutig fefte Lohntabellen. Diese werden gefordert, weil es nicht selten vorkam, daß die Firma die Arbeiterschaft dadurch übervortheilte, daß fie für eine und dieselbe Waare je nach Belieben verschiedene Löhne aus zahlte. Eine ungerechtigkeit, die ihres Gleichen sucht, und wogegen die Arbeiterschaft mit Recht Front machte. Gegen diese Wünsche lehnt sich der Unternehmertroz auf. Deshalb muß es wegen so fleinlicher Dinge zum Stampfe tommen. Die Arbeiter werden den Jahr hingeworfenen Fehdehandschuh aufnehmen, im Vertrauen auf Wo Solidarität der deutschen Arbeiterschaft. es galt möglich war, Hat die hiesige Arbeiterschaft wirthschaftlichen Kampfe und geholfen nicht nur in der eigenen, der Textilbranche, sondern auch in anderen. Die Beim Punkt Presse" wurde beschlossen, vierteljährlich einmal in den Kampf ziehenden hoffen deshalb zuversichtlich, nicht vergebens von den in den verschiedenen Kreisen erscheinenden Partei- Organen an das Solidaritätsgefühl der deutschen Arbeiter zu appelliren. eine ausschließlich zum Zwecke der Agitation ausgestattete Nummer Alle Sendungen sind zu richten an Friedrich Ernst Wiemann, in Massenauflage herstellen zu lassen und den Parteigenossen unent- Bramsche bei Osnabrück. geltlich zur Verfügung zu stellen. Ferner wurde beschlossen, das Die Arbeiterpresse wird um Abdruck gebeten. bisher im Verlage der Elberfelder Genossen erscheinende monatliche Agitationsorgan Morgenroth" als Bindeglied des Bezirks in den Verlag des Agitationskomitees überzuführen. Zum Vorort des Agitationskomitees wurde wieder Elberfeld bestimmt und als Ort des nächsten Parteitages Mühlheim a. Ruhr gewählt. Gelasse leerstehende Anzahl Bewohner überhaupt Anzahl 1885 1886 119 492 119 830 3 237 in%/ 0 2,71 Zunahme Personen in%/ 470 480 16 650 2 994 2,50 480 937 10 457 3,67 2,22 1887 122 520 2918 2,38 495 273 14 336 2,98 1888 127 460 3 590 2,82 519 266 23 393 4,84 1889 135 250 4657 3,44 544 035 24 769 4,77 1890 144 300 6 694 4,64 568 666 14 631 4,53 1891 1892 1895 151 207 158 223 163 633 168 246 171 472 173 785 175 990 8858 5,86 583 964 15 298 13 255 8,38 581 314 +2 650 2,69 +0,45 14 749 9,01 593 838 12 524 15137 9,00 603 719 9 881 2,15 1,66 13 686 7,98 619 217 15 498 2,57 11 075 6,37 7978 178 416 6261 4,53 3,51 635 085 653 960 667 936 15 868 2,56 18 875 18 976 2,971 2,14 1893 1894 1897 Das Auskunftsbureau der Gewerkschaften in Magde: burg veröffentlicht soeben seinen Bericht für das Jahr 1898. Üleber die Arbeitsvermittelung heißt es, daß im Jahre 1898 3405 Arbeitslose sich meldeten; davon waren 569 verheirathet. Organisirt 1896 waren 919. Verlangt wurden von 1526 Unternehmern 1754 Arbeiter, 1002 wurde Arbeit nachgewiesen. Durchgereist und Reiseunterstützung 1898 Eine neue Revue unter dem Namen, Mouvement socialiste"( Sozialistische Bewegung") wird demnächst von den erhielten 1768, an welche 1571 M. ausgezahlt wurden. Auf den Schiffen in den zum Stadtgebiete gehörenden Häfen Auskunft wurde ertheilt: in Arbeits- und Lohnstreitigkeit wurden im Jahre 1895 5335 Personen gezählt; für das Jahr 1898 französischen Parteigenossen herausgegeben werden. Zur Mitarbeit haben sich die bekannteren Parteiführer aller sozialistischen 202 Fälle, Unfall- und Invaliditätssachen 107, Privatsachen 29, berechnete sich diese Anzahl auf 7415, so daß die Gesammt. Gruppen bereit erklärt. Die neue Zeitschrift, die auch mit zur An- Lehrlingsverhältnisse 12, Strafsachen 8, Armenrechte 4, Kranken- bevölkerung der Stadt Anfang Dezember 1898: 675 851 betrug. tassensachen 29, Dienstbotenverhältnisse 22, Miethsverhältnisse 15, näherung der verschiedenen Gruppen dienen soll, wird zunächst Alimentenfachen 4, Vormundschafts- und Erbschaftssachen 5, Steuermonatlich zweimal im Berlage von Georges Bellais, 17 Rue fachen 4 und Hypothekenfachen 3; in Summa 444 Fälle. Die Lehte Nachrichten und Depeschen. Cujas in Paris, erscheinen. Geschäftstasse ergab einen Ueberschuß von 135,01 m. Köln, 16. Januar.( W. T. B.) Wie der Kölnischen Zeitung" Todtenliste der Partet. In Untertürkheim ist Mitte voriger hat der Verband der Die Bergarbeiter in 8 widau haben am Sonntag in einer aus Krefeld gemeldet wird, Woche die langjährige treue Gefährtin des im Jahre 1884 verstorbenen Parteigenoffen Dr. Albert Dult, Frau Else Dult, gut besuchten Versammlung beschlossen, Schritte zu unternehmen, Sam met fabritanten einstimmig die von den Arbeitern geeinem langjährigen Leiden erlegen. Sie hat das Andenten ihres um die zehnstündige Schicht und eine 10prozentige Lohnerhöhung forderte Anrufung des Gewerbegerichts als Einigungsamt ab durchzuführen. Gatten mit rührender Pietät gepflegt. Ihre Leiche wird ebenfalls in Gotha verbrannt und die Urne mit der Asche der Entschlafenen Die Auflösung der Bahlstelle des Verbandes ber nicht an der Seite der Urne aufgestellt werden, die die Ueberreste ihres gewerblichen Arbeiter in Frankfurt a. M. ist vom Gatten birgt. Gericht vorläufig aufgehoben, weil das Polizeipräsidium die gefeßEin Borkämpfer der Sozialdemokratie Dänemarts, der liche Frist, in welcher dem Gericht nach§ 16 Abs. IV die Schließung ehemalige Maurer Nils Theodor Nielsen, ist im Alter von des Vereins angezeigt werden mußte, nicht innegehalten hat. Die 682 Jahren gestorben. Neben seinem Berufe beschäftigte er sich Entscheidung, ob in dem Verband politische Gegenstände erörtert Iange Beit mit literarischen Arbeiten, namentlich mit der Ueber- find, bleibt dem Gericht vorbehalten. fegung von französischen, deutschen und englischen sozialistischen Schriften. Auch gehörte er zu den Mitarbeitern des„ Sozialdemokraten". Die dänische Bruderpartei hat in Nielsen einen hochbegabten Kämpfer verloren. Ehre seinem Andenken! Gewerkschaftliches. Deutsches Reich. Ausland. Aus Norwegen wird uns geschrieben: Seit sechs Wochen befinden sich die Former des Wertes Stöberi u. Dot in Stavanger im Streit. Die Direktion hat einen Vorschlag um Einigung zurückgewiesen und hat versucht, in Norwegen, Schweden und Dänemart Streitbrecher anzuwerben, jedoch ohne den geringsten Erfolg. ! Der Verein der Elektro- Monteure in Hamburg hat in einer Generalversammlung, an der zwei Vertreter aus Dresden theilnahmen, folgende Resolution angenommen:" Die Generalversammlung der Elektro- Monteure Hamburgs ist der Ansicht, daß eine Verbesserung und Sicherstellung der Monteure nur durch eine Zentralorganisation Deutschlands möglich ist und beschließt gleichzeitig mit den Vertretern des Dresdener Verbandes, daß mit den übrigen Alle Arbeiterblätter werden um Nachdrud gebeten. Ein Agent, der sich auf der Reise nach Deutschland befindet, wird in nächster Zeit versuchen, dort Former zu engagiren. Kollegen Gelingt es der Direktion nicht, in Deutschland Ersatz zu bekommen, dann wird der Sieg uns sicher zufallen. Hoch die internationale Die streitenden Former. Solidarität. Etwaige Anfragen sind zu richten an A. Nösen, Stavanger, Norwegen, Overe Strandgd. 107. gelehnt. Triest, 16. Januar.( B. H.) Die gestern hier versammelt geweſenen italienischen Bürgermeister beschlossen, mit den Deutschen eine Allianz einzugehen, um ein weiteres Vordringen des Slavismus zu bekämpfen. Budapest, 16. Januar.( W. Z. B.) In der Kammer einer hiesigen„ Gemischtwaarenhandlung" erfolgte heute eine große BenzinExplosion. Bier Feuerwehrleute wurden sehr schwer verlegt; das Haus wurde erheblich beschädigt; selbst in dem gegenüber liegenden Hause wurden Scheiben und Thüren zertrümmert. Paris, 16. Januar.( W. T. B.) Deputirtentammer. Der antisemitische Deputirte Faure wünscht die Regierung über die Verzögerung zu interpelliren, welche die Verhandlung des Kriegsgerichts gegen Picquart erfahre. Ministerpräsident Dupuy beantragt Verschiebung der Interpellation um einen Monat. Diese wird mit 422 gegen 74 Stimmen beschlossen. Die Kammer begann sodann mit der Budgetberathung. London, 16. Januar.( B. H.) Auf dem hiesigen Auswärtigen Amt ist bisher keine Meldung über angeblich in Johannesburg ausgebrochene Unruhen eingetroffen. Petersburg, 16. Januar.( B. H.) Das Programm der Abrüftungskonferenz wurde bereits dem Zaren zur Genehmigung unterbreitet. Sobald die Genehmigung erfolgt ist, wird die Einladung zur Konferenz an die Mächte ergehen.( Vergl. Polit. Uebersicht.) Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mar Bading in Berlin. Nr. 14. 16. Jahrgang. Shut 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Abgeordnetenhaus. fun abit. Sigung vom 16. Januar. 1 Uhr. genommen. präsidenten. Parlamentarisches. Innern soll von der freisimmigen Volkspartei die lippefche Lippe. Bei der Berathung des Etats für das Reichsamt des Frage angeregt werden. Petitionen an den Reichstag müssen von jetzt ab, wenn sie Berücksichtigung finden sollen, an das Bureau des Reichstages, nicht au einzelne Abgeordnete gerichtet werden. Kommunales. " so Dienstag, 17. Jaunar 1899. Junge, der Morgens um 3 aufstehen mußte, schlief in der Sechs davon, die von Angestellten bezw. anscheinend von AnShule Vormittags um 9 ein, schlief um 10 noch, durch gehörigen und Verwandten Angestellter herrühren, bestätigen in schlief trotz allem Lärm die große Pause und war auch bei vollstem Umfange, was über die schlechten Ero 13 Um Punkt 1 Uhr ergreift, während der designirte Alterspräfident in der Friedrichstraße Schäfchen feilhielt, brach plöblich auf worden war. Beginn der nächsten Stunde noch nicht erwacht. Ein Kind, das fahrungen mit der englischen" Tischzeit gesagt v. Von an der Treppe Posto gefaßt hat, der Abg. Imwalle die der Straße zusammen Unter vier Buschriften von Geschäftsinhabern auf dem Präsidententische befindliche Glocke, worauf lautlose Stille gewesen zu sein mit den Worten: Ein Sechser das Schäfchen!" erklären sich mit der englischen" Tischzeit einverstanden( aber nur Herr A. versicherte, selber dabei empfiehlt eine, die Geschäfte über Mittag zu schließen; zwei andere in dem überaus gefüllten Hause eintritt. Am Miniſtertische haben Fürst Hohenlohe, v. Miquel, Gegenüber so furchtbarem Elend glaubten auch die Damen des stellten sich wohl dabei fühlen). Eine vierte Zuschrift endlich schimpft wurde in eine Droschke gepackt und nach der Unfallstation geschafft. einer dieser Briefschreiber wagt zu versichern, daß seine AngeBoise, Thielen, v. d. Rede, Brefeld, Schönstedt Play Berliner Frauenvereins" etwas thun" zu müssen Herr A. darüber, daß das stellungsuchende Personal immer zuerst nach der legte ihnen eine Resolution vor, die, in Anlehnung an die Länge der Arbeitszeit fragt, Abg. v. Vo fragt zunächst an, ob einer der Anwesenden vor Beschlüsse der 1898 er deutschen Lehrerversammlung, die Arbeit schul- von den kaufmännischen Angestellten nie versäumt werden darf, eine Frage, die bekanntlich gerade dem November 1816 geboren sei, somit älter fei, als er selbst. Da pflichtiger Kinder gegen Lohn für verwerflich erklärt, im Prinzip und die bei dem schimpfenden Briefschreiber wahrscheinlich besonders darauf eine Antwort aus dem Hause nicht erfolgt, so begiebt sich ihre völlige Beseitigung fordert, zunächst aber, so lange die sozialen nöthig ist. Uebrigens wollen wir die Zweifler, die unsere unter Abg. v. Voß auf den Präsidentensis, um das Alterspräsidium zu Berhältnisie das ummöglich machen, eine erhebliche Einschränkung Quellenangabe gemachte Mittheilung nicht recht glauben wollten, übernehmen. Er hielt eine kurze Ansprache, die mit einem Hoch auf vorschlägt( Ausschluß bestimmter Altersklassen und Tageszeiten, für zukünftige Fälle darauf hinweisen, daß der Vorstand besagten den König endete. Der Alterspräsident beruft sodann zu provisorischen Schriftführern rufe u. f. w.) und eine entsprechende Ausdehnung der staatlichen äußert, unbedenklich als zuverlässiger Gewährsmann ferner der Affordarbeit, der Doppelbeschäftigung, bestimmter Be- Hilfsvereins, wenn er sich über die Geschäftsinhaber ungünstig die Abgg. I mr walle, Jürgensen, Bode und Weyerbusch Aufsicht bezw. eine Erweiterung der Arbeiterschuß- Geseze empfiehlt. angesehen werden darf. Er entschließt sich dazu ja nur in den aller Der Präsident bemerkt weiter: Wir sind hier in ein neues von anderer Seite wurde beantragt, den in diesem Monat zu dringendsten Fällen, da er das Prinzip hat, die" Harmonie" Gebäude eingetreten, ein glänzend ausgestattetes, deffen Räume zunächst fammentretenden Städtetag um Berathung dieser Frage und zwischen Geschäftsinhabern und Personal mög nur einen Theil einer großen Gejantanlage bilden. Zunächst Prüfung von Mitteln zur Abhilfe( eventuell Beschaffung von Lichst zu fördern. Was aber bei solcher Harmonieduselei fühlen wir uns durch den Glanz und die Pracht und die weiten Erwerbsgelegenheit) zu ersuchen; außerdem sollten die Mitglieder herauskommt, das zeigen gerade die Arbeitsbedingungen, die sich die Dimensionen dennoch fast beengt, so daß wir uns fast in die alten des Vereins eine Sperre über diejenigen Geschäftsleute ver- Mitglieder des Vereins bieten laffen müffen, das zeigt auch die famose Räume zurückwünschen möchten. Hoffen wir, daß die Weite der hängen, welche Milch, Badwaare, Zeitungen 11. f. w. durch Kinder Art von englischer" Tischzeit, die man ihnen aufzwingt. Stämme uns einander nicht ferner rückt, und hoffen wir, daß, was austragen lassen. In der Diskussion wurde die übliche Privati wir in diesem neuen schönen Gebäude thun, zum Segen des Landes wohlthätigkeit( Besuche bei den Eltern beschäftigter Kinder, Miethsräume für Gemeindeschulen werden schon wieder gereiche.( Beifall.) Ich gebe das Wort dem Herrn Miniſter- nöthigenfalls unterſtügungen) empfohlen. Lehrer Fechner( der auf einmal von der städtischen Schuldeputation gesucht, in der Gegend Ministerpräsident Fürst Hohenlohe: Gestatten Sie mir, die Lohnarbeit schulpflichtiger Kinder hatte) erklärte ebenso, boldthain und in der Gegend zwischen Frankfurter Allee und der 1898er deutschen Lehrerversammlung das Referat über Gegend zwischen Brunnen, Hussiten, Stralsunderstraße und Hum Referat über zwischen Brunnen, Ramler, Graun- und Lorgingstraße, in der meine Herren, Ihnen beim Eintritt in Glück zu wünschen im Namen des Staatsministeriums. Möge der eine Forderung der Gerechtigkeit handele, von bloßen, Brunnenstraße hat man sich seit einer Reihe von Jahren immer dieses neue Haus wie in seinem Vortrage Herr Agahd- daß hier, wo es sich umboldthain und in der Gegend zwischen Frankfurter Allee und Samariter Kirche, sämmtlich zum 1. Oktober d. J. Gerade in der Geist der Treue und der Hingebung an das Baterland, wie er in Werten der Liebe" nicht die Rede sein könne. Die Agahd'sche wieder mit Miethsräumen und oft auch mit fliegenden" Klassen dem alten Jahrhundert Ihre Beschlüsse in dem alten Haus geleitet Resolution sowie die Petition an den Städtetag wurden angenommen, bat, möge er auch in diesem Hause Ihre Beschlüsse zum Wohle und doch wurden dem Vorstande textliche Aenderungen vorbehalten. Den 8 behelfen gesucht. Hätte man in diefer Gegend bei Zeiten heile Preußens lenten. Antrag auf Sperre ließ die Vorsigende Frl. Helene Lange unter den eine genügende Zahl eigener Schulhäuser errichtet, so brauchte erfolgten Hinscheidens der Abag. Krech, Beibezahn, Pieschel sich weiter mit der Sache beschäftigen soll. Wir sind nicht ge- Schulhäuser manchmal beschaffen sind, dafür haben wir im letzten Präsident v. Voß gedenkt sodann des seit der Neuwahl bereits Tisch fallen. Schließlich wurde noch eine Kommission gewählt, die man nicht jetzt von neuem zu dem durchaus nicht so unbedenklichen Nothbehelf der Miethsräume zu greifen. Wie die Miethsund Dieden, sowie des Geh.- Nath Kleinschmidt, dem sein spannt darauf, was die Damen aushecken werden. Daß sie das Sommer in einer Schilderung des Miethshauses Weißenburgerstr. 36 Herzenswunsch versagt geblieben sei, mit uns heute hier einzuziehen. Einzige, was hier helfen kann eine gründliche Besserung( Schule Nr. 200) ein drastisches Beispiel beigebracht. Auch in der Auf Aufforderung des Präsidenten erhebt sich das Haus zu der wirthschaftlichen Lage der Arbeiterklasse- Brunnenstraße hat es einmal einen eigenartigen Berliner Schul Chren des Angedenkens der Dahingeschiedenen. Der Präsident konstatirt dann noch, daß bei dem Bureau benicht empfehlen werden, das steht im Voraus fest. palast" gegeben. Im August 1893 mmißte die 13. Gemeindeschule, reits 355 Abgeordnete angemeldet sind, ordnet die übliche Vers die seit April desselben Jahres das Miethshaus Brunnenstr. 39 loojung in Abtheilungen an und beraumt die nächste Sigung an auf 3nr Lehrerinnenfrage bringt die„ Päd. 3tg." einen Auffazz, benuste, diefes wieder verlassen, weil die Näume als nicht feuerficher Dienstag 21/2 hr mit der Tagesordnung: Wahl des der auf die fortschreitende Zunahme der Verwendung angesehen wurden. Die 12 Klassen der genannten Schule wurden Präsidiums und Entgegennahme von Vorlagen der Staats- weiblicher Lehrkräfte hinweist und eine baldige Stellung dann als" fliegende" bei den benachbarten Schulen, von der Gartenregierung. nahme der Lehrerschaft zu dieser Angelegenheit straße bis zur Stralsunderstraße, untergebracht. Schluß gegen 1½ Uhr. erwartet. Nach der neuesten preußischen Schulstatistik hat in Preußen in den letzten 10 Jahren die Zahl der Lehrerinnen um Bezüglich der Beförderung von Fahrrädern auf den mehr als die Hälfte, die der Lehrer nur um reichlich ein Viertel zu Die ani 1. d. M. dafür in Kraft getretenen allgemeinen Be preußischen Staatseisenbahnen hat unter Hinweis auf genommen. Besonders in den Städten sind die Lehrerinnen Drittel auf dem Lande, ein Drittel in den Städten, von den Lehrerinnen Leichterungen publigirt, welche durch jene Bestimmungen für die immer zahlreicher geworden. Von den Lehrern amtiren jetzt zwei Stimmungen jetzt die Eisenbahn- Direktion Altona( Berlin- Hamburger Bahn) eine besondere ausführliche Darlegung der Era dagegen zwei Drittel in den Städten, ein Drittel auf dem Lande. Gerade da also, wo die Gehaltsverhältnisse vergleichsweise günstig sind, tritt die Radfahrer geschaffen sind. Die Erleichterungen bestehen hauptsächlich in folgenden Bunften: Will ein Reisender, der im Befig eines für alle Lehrerin am meisten als Wettbewerberin auf. Sie bevorzugt auch die folgenden Punkten: Will ein Reisender, der im Besiz eines für alle westlichen Provinzen, die ihr günstigere Bedingungen bieten, während Büge giltigen Fahrtausweises ist, einen von der Beförderung unsie in Ostelbien feltener ist. Der Auffaz behandelt besonders die verpackter einfiziger Zweiräder ausgeschlossenen Schnellzug benutzen, leberhandnahme der Lehrerinnen in Berlin. Es wird darin aus kann das Nad mit einem diesem Schnellzuge voraus der Statistit der Sommerhalbjahre 1888 und 1898 nachgewiesen, ahrradtarten tönnen auch im Vorverkauf, gelöst fahrenden oder nachfolgenden Personenzuge befördert werden. daß in dem dazwischen liegenden Jahrzehnt an den Berliner Gemeinde- werden. Sie gelten auf jeder preußischen StaatsbahnDie Potsdamer Brücke. In seiner außerordentlichen Sigung schulen die Zahl der Lehrer nur um 25,6 pCt.( einschl. Vertreter um station zur Aufgabe von Fahrrädern. Hat ein Reisender beschäftigte sich das Magistratskollegium gestern wiederum mit der 28,7 pct.), die der Lehrerinnen aber um 45,0 pct.( einschl. Vertation zur Aufgabe von Fahrrädern. Ausschmüdung der Potsdamer Brücke. Das Kollegium treterinnen um 56,0 pt.) zugenommen hat.( Wir haben bereits im unterlassen, das Rad vom Backwagen abzuholen, fo können beschloß, dem Vorschlage des für diese Angelegenheit eingefeßten Sommer 1898 eine ähnliche Aufstellung für die Jahre 1892, 1895, befördert werden. Wird die Fassung der Depesche dem Stations zur Wiedererlangung des Rades Depeschen mit dem Bahntelegraphen Ausschusses nicht beizutreten, vielmehr von einem Konkurrenz- Ans- 1898 gebracht und daran die stärkere Zunahme der Lehrerinnen beamten überlassen, so ist ohne Rücksicht auf deren Wortzahl ei schreiben abzusehen, da eine Abänderung des Dreiecks auch eine Ver- gezeigt.) Die Lehrerinnen erobern auch in den Knabenklassen Gebühr von 50 Pfg. zu erheben. änderung des Fundaments zur Folge haben müßte, wodurch ver- immer mehr Terrain. 1888 hatten erst 4.34 pet., 1898 da- weis darauf, daß die Beförderung unverpackter Fahrräder auch ohne Besonders wichtig ist der Hinhältnißmäßig zu hohe Kosten und unangenehme Berkehrsstörungen gegen bereits bereits 8,55 pet. aller Knabentlassen entstehen würden. Auch von der Abänderung der Siemens'schen Gemeindeschulen weibliche Ordinarien. Der Verfasser des Auffages Vorortverkehrs) nach den Bestimmungen des Staatsbahn- Personen aller Knabenklassen der Berliner Lösung von Fahrtausweisen( mit alleiniger Ausnahme des Berliner Figur wurde Abstand genommen. sagt, das sei vom pädagogischen Standpunkte aus zu ber- und Gepäd Tarifs wieder gestattet wird. Die Beförderung un 2091 Brände, durch welche Beschädigungen lan Gebäuden werfen. Die Lehrerin besige einem Berliner Straßenjungen gegen verpadt aufgegebener einfigiger Zweiräder als Expreßgut er stattgefunden haben, sind in der Zeit vom 1. Oftober 1897 bis über weniger Autorität als ein Lehrer, und sie reibe fich dabei auch folgt mit allen Schnellzügen, für die weder ein allgemeines 30. September 1898 bei der städtischen Feuersozietät zur Anzeige ge- früher auf. Er hebt auch die wirthschaftliche Seite der Sache noch ein streckenweises Verbot der Mitnahme von Expreßgütern langt. Für diese Brände wurden im Ganzen 1 267 957,83 Mart hervor, aber er beklagt( mit schlecht verhaltenem Grimm) nur, daß überhaupt besteht, d. h. insbesondere auch mit den Schnellzügen, Entschädigungsgelder gezahlt. Zur Deckung dieser Kosten, sowie der denjenigen Lehrern, die im Osten und auf dem Lande auf schlecht welche für die Beförderung einfiziger unverpadter Zweiräder zur sonstigen der städtischen Feuersozietät zur Last fallenden Verwaltungs die Möglichkeit genommen wird, einmal eine besser bezahlte Beit nicht freigegeben sind. Um das radfahrende Publikum mit den und anderen Kosten soll auf Beschluß der Gemeindebehörden von der am 30. September 1898 für sämmtliche Grundstücke Berlins Stelle in der Stadt und im Westen zu bekommen und so 1. d. M. seitens der Staatsbahnverwaltung herausgegebene Dienstneuen Bestimmungen eingehend vertraut zu machen, wird die am 3 881 796 300 22. betragenden Gesammt- Versicherungssumme ein ihre Einkommens- und Lebensverhältnisse zu verbessern. Daß anweisung seitens der Fahrkarten- Ausgabe und Gepäc- AbfertigungsBeitrag von sechs Pfennig für je 100 m. der Bersicherungssumme die Lehrerinnen, da sie sich mit einem geringeren Gehalte als die stellen für den Radverkehr wichtigerer Bahnhöfe auf Verlangen von den Grundstücksbesigern erhoben werden. Lehrer begnügen, in den Städten und im Westen das Tempo an Radfahrverbände und Vereine, sowie auch an einzelne Radfahrer der Lehrergehalts- Aufbefferung ungünstig betostenfrei abgegeben. Das Magistrats- Kollegium hat beschlossen, sich an der einflussen, das übergeht er. Er will denen nicht glauben( oder Garantieleistung für den Mittelland Kanal in er thut wenigstens so, als ob er ihnen nicht glaube), die da vom Mit Genehmigung der Schuldeputation find in der Höhe von 9,4 pct. zu betheiligen unter der Voraussetzung, daß davon Manchesterstandpunkt, von billigen Arbeitskräften und städtischen Taubst ummenschule, Markusstr. 49, seit Bes 2,9 pet. von den vier Städten Potsdam, Charlottenburg, Spandau und dergleichen" reden, will vielmehr annehmen, daß es einer Stadt ginn des laufenden Winterhalbjahres Elternstunden" eingeführt, Brandenburg aufgebracht werden und ferner 15 000 m. jährlich auf wie Berlin auf ein paar Millionen garnicht ankommt, wenn es gilt, eine Einrichtung, die Nachahmung verdient. Jede Klasse hat eine fieben Jahre von den Aeltesten der Kaufmannschaft beigetragen ihr Schulwesen zu fördern". Stunde in der Woche, in welcher Eltern, Pfleger oder auch erwerden. Da die Gesammtgarantie 738 000 m. beträgt, so würde wachsene Geschwister der Schüler dem Unterrichte beiwohnen dürfen. auf die Stadtgemeinde Berlin die Summe von 405 300 m. auf In diesem Jahre find sechzig neue Stadtverordnete zu In dieser Stunde soll die Familie insonderheit interesfirt und neun Jahre vertheilt, kommen. wählen. Dies Ereigniß giebt der Partei Schwachmatikus, die sich belehrt werden, mit dem taubstummen Kinde daheim aus von oben herab bekanntlich Alles gefallen läßt, den Wagemuth, an schließlich in der Wortsprache zu verkehren, welche ihm solche Personen, die sie für ihre Anhänger hält, mit Bettelbriefen in der Schule mit so viel Sorgfalt und Mühe angeeignet heranzutreten. Gelder sind beim Stadtverordneten Leopold Jacobi wird. Die Verkehrsfähigkeit der Taubstumment int Achtung, Parteigenossen! Am 21. Januar veranstaltet der abzuliefern. In den Zuſchriften wird unter dem Zeichen der Ober- Wortsprache( Sprachen und Ablesen des Gesprochenen) ist eine HauptGesangverein Frohsinn einen Maskenball und zwar in den Arminius- bürgermeister- Frage und der Angriffe auf die jüdischen Lehrkräfte bedingung für ihre spätere Selbständigkeit im beruflichen und sozialen Hallen, Bremerstraße. Wie bekannt ist, steht dies Lokal der Arbeiter- immer noch schüchtern an der Fiktion von der Selbstverwaltung fest Leben. Daß aus dieser engen Verbindung zwischen Schule und schaft zu Versammlungen nicht zur Verfügung. Ebenso veranstalten gehalten, die einerseits" vor unberechtigten Eingriffen geschützt Haus sich auch noch Vortheile für Erziehung und Unterricht im AllArbeiter von Siemens u. Halske, die Abtheilungen 9, 10 und 16, werden müsse. Andererseits" wollen die Geldsammler, unter denen gemeinen ergeben, liegt auf der Hand. Welchen Anklang diese Eineine Festlichkeit und zwar im Logen- Restaurant in Charlottenburg, fich neben Virchow u. A. die Herren Spinola, Schwalbe, richtung bei den Eltern gefunden hat, geht aus der BesuchsBerlinerstr. 62. Auch dies Lokal steht der Arbeiterschaft nicht zu Ver- Mommsen jr. und Horwitz befinden, die Intereffen unserer Stadt- ziffer der Elternstunden hervor, die über Erwarten hoch ist. sammlungen zur Verfügung. Genoffen, es ist Eure Pflicht und Auf- gemeinde aber auch im Sinne einer besonnenen Entwickelung vor Man darf die Palästinareise besingen. Infolge mehrfacher gabe, derartige Lokale zu meiden und darauf zu achten, daß die demagogischen Forderungen der immer fühner auf Beschwerden wurde das polizeiliche Verbot, Kouplets über die Lotalliste in jeder Hinsicht beachtet wird. tretenden sozialdemokratischen Partei" schüßen. Mit Palästinareise des Kaisers in Spezialitätentheatern zum Vortrag zu In Reinickendorf ist irrthümlich Wolfram als Mitglied der diesem Schuße meinen es die Herren allerdings viel bringen, aufgehoben. Das Potpourri des Humoristen Otto Reutter Lokalfommission aufgeführt. Nicht dieser, sondern Genosse Franz ernster als mit dem Schutze vor den hageldicht von oben über die Orientreise, welches eigentlich den Anstoß zu dem PolizeiOtto, Justusstr. 57, ist gewählt worden. Die Lokal- Kommission. herniedersausenden Eingriffen. Daher auch die vage Behauptung, verbot gegeben hatte, ist gleichfalls freigegeben worden. Die Be daß die Sozialdemokratie im Rathhause mit demagogischen Forde hörde hat sich veranlaßt gesehen, von dem Ausschluß bestimmter Ueber die Lohnarbeit schulpflichtiger Rinder rungen tomme. Sobald der Tag der Wahl näher herangerückt ist, Stoffe von der Behandlung in Koupletform mangels einer gesetzwurde am Sonnabend im„ Berliner Frauenverein" ver- werden die Mommsen und Horwiße von der Gefahr, die der Stadt lichen Handhabe hierzu abzusehen und sich lediglich auf die Prüfung handelt. Das Referat hatte Lehrer St. A gahb( Rigdorf), der be- von Seiten der Regierung droht, wahrscheinlich ganz schweigen, desto der Stoupletterte in den einzelnen Fällen zu beschränken.- Und da fannte unermüdliche Vorkämpfer auf diesem Gebiete, übernommen. lebhafter aber gegen die Arbeiterpartei lospaufen. Geschieht dies flage noch einer über den Mangel an Geistesfreiheit. Um den Umfang und die Schäden der erwerbsmäßigen Kinderarbeit mit dem nöthigen Applomb, so daß Posadowsky und v. d. Recke zu zeigen und die Nothwendigkeit einer Abhilfe zu begründen, gab solches Wohlverhalten am Ende doch noch seinen Oberbürgermeister. des alten Jahres der Betrieb dort vollständig eingestellt worden ist. Beifall niden, so erwirbt sich der Kommunal Liberalismus durch in ihrer ganzen Ausdehnung abgebrochen, nachdem mit dem Schluffe Die Borsig'sche Fabrikanlage an der Kirchstraße wird jetzt er einen Ueberblick über das hierher gehörige, jetzt reichlich genug vorhandene statistische Material, auf deffen nochmalige Wiedergabe Englische" Tischzeit. Ueber schlechte Erfahrungen Die großen Wesselschmieden an der Wasserseite sind bereits zum wir verzichten, da es auch den Vefern des Vorwärts" aus wieder mit ber englischen" Tischzeit, die in Berlin gemacht worden sind, größten Theil niedergelegt worden, da über das Terrain derselben Holten Besprechungen hinreichend geläufig sein dürfte. Bemerkens- hatten wir fürzlich eine Mittheilung gebracht. Wir hatten uns dabei hinweg das Helgoländer Ufer, welches bei der Lüneburgerstraße werth ist, daß Herr A. festgestellt hat, daß die Kinder von den auf ein Gutachten des hiesigen Kaufmännischen und ge- beginnt und augenblicklich noch eine Sackgasse bildet, bis zur Kirch fremden Arbeitgebern mehr ausgenugt werden werblichen Hilfsvereins für weibliche Angestraße durchgeführt werden soll. Auch mit dem Abbruch der anderen als von den Eltern. Bekanntlich wird vielfach behauptet ste IIte" gestützt, das uns zwar nichts Neues sagte, sondern ledig Gebäude der Borsig'schen Fabrikanlage, welche die Grundstücke ( auch in der auf den Vortrag folgenden Diskussion wurde wieder Aehnlich bestätigte, was wir früher gesagt hatten, das uns aber deshalb Kirchstraße 6-14 und Alt- Moabit 108-110 umfaßt, ist jetzt beliches vorgebracht), daß in der Mehrzahl der Fälle die Eltern ohne bemerkenswerth erschien, weil es von dieser Seite tam. Unsere gonnen worden. Darunter befindet sich auch das ehemalige Moabiter Noth ihre Kinder zur Erwerbsarbeit anhielten und ausbeuteten. Mittheilung ist von mehreren Berliner Blättern übernommen, jedoch Chausseehaus, welches die Nummer Alt- Moabit 108 trägt. Ferner Aus den Beispielen, durch die der Referent die Schäden solcher mit dem Zusage versehen worden: Es wird abzuwarten sein, ob sind in dem Park, welcher sich an der Kirchstraße von der Straße Erwerbsarbeit in gesundheitlicher, unterrichtlicher und fittlicher Hin die Darstellung des der wirt Alt- Moabit bis zum Eingangsportale der Fabrik erstreckt, sämmtliche = Tokales. " " der ficht zu beleuchten suchte, seien drei mitgetheilt. Herr A. hat unter lichen Sachlage entspricht." Das Berliner Tageblatt" Bäume gefällt worden. Mitten durch das Terrain, welches mit Anderem ein Kind kennen gelernt, das von Morgens um 4 richtete zugleich an seine Leser die Bitte, ihm eigene Erfahrungen modernen Wohnhäusern bebaut werden soll, wird von Norden nach bis Nachts um 1 thätig sein mußte, arbeitend, am Schul- darüber mitzutheilen. Das ist inzwischen geschehen, und das Süden bis zum Helgoländer Ufer im Zuge der Wilsnackerstraße eine unterricht theilnehmend und wieder arbeitend. Ein dreizehnjähriger Blatt veröffentlicht jest mehrere ihm zugegangene Buschriften. neue Straße angelegt werden. = ordentlich verdient gemacht. 0 mit Delen werden. Aus den Nachbarorten. war Am Sonntag war Ordensfest in Berlin. Dies Ereignis| Noad vom Maybach- Ulfer 4, wurde hierbei derart an den Augen vers| aber nach fast einstündiger Löschthätigkeit auf den Laden und einen macht der lieben Jugend immer viel Pläfir, indem sie sich über die letzt, daß er in ein Krankenhaus gebracht werden mußte. 3. wurde Nebenraum beschränkt werden, die allerdings ausbrannten. Ein fer in ein Reihen der Unter den Linden fahrenden Staatskutschen von aben- verhaftet. anderer größerer Brand, der in einer Metallschleiferei ausgebrochen teuerlichster Form und dessen lebendigen und todten Aufpuz lebhaft Seinem Transporteur ist gestern Morgen in der Invaliden- war, verursachte Mittags 12 Uhr einen Alarm nach Adalbert. amüfirt. Natürlich giebt es auch viele Leute, für die das Ordens- straße in Diab, et Barbier Stammaczin, entſprungen. Es gelang straße 40. Wegen starker Berqualmung, die durch glimmende getränkte Puglappen hervorgerufen wurde, fest ein durchaus würdige Erscheinung ist. Ihnen war der vorein Vordringen zum Brandherde sehr erschwert, doch gelang geftrige Sonntag reich gesegnet, denn es wurden im Ganzen 2498 nicht, des Flüchtigen habhaft zu werden. Orden und Ehrenzeichen vertheilt, 590 mehr als im Vorjahre. Der in Arbeiterkreisen sehr bekannte Schwimmberein es in verhältnißmäßig furzer Zeit, die Gefahr zu beseitigen. Selbstverständlich fiel der erdrückende Hauptantheil auf Militärs Nord" hat am Sonntag im Admiralsgarten- Bad sein Wett- Heilige geist str. 39 gingen Kleidungsstücke und Wäsche auf und Beamte; aber auch einige andere Leute wurden beglückt, schwimmen abgehalten. Das vielseitige Programm dieser Ver- einem Hängeboden in Flammen auf, während Reinidendorfer allerdings 1tur mit Orden vierter Klasse. Wir nennen anstaltung und der zahlreiche Besuch, der ihr zu theil wurde, legt straße 6 die Klosetverpadung eingeäschert wurde. Montag früh da den Schauspieler Haase, sowie den Chefredakteur der Zeugniß davon ab, daß die Schwimmfunft auch in der Arbeiterschaft 4 Uhr mußte am Nordhafen ein auf dem Hofe des Hauses Kreuz- Zeitung", Herrn Kropatscheck. Auch der Verleger allmälig die Beachtung findet, die ihr gebührt. Um die Pro- Nr. 5 befindlicher in Brand gerathener Strohwagen abgelöscht der urreaktionären Schlesischen Zeitung", ein Herr v. Korn, wäre paganda für diese heilsame und nützliche Üebung hat der Arbeiter werden. Ladung sammt Wagen fielen den Flammen zum Opfer zu erwähnen. Desgleichen der Zentrumsabgeordnete Amtsgerichts- Schwimmerbund, dem auch der Verein" Nord" angehört, sich außer doch konnten die in der Nähe befindlichen Ställe rechtzeitig gesichert rath Letocha und der aus der selbst in Deutschland sonderbaren Anwendung des dolus eventualis bekannt gewordene Landgerichtsrath Leonhardt. Die auf das„ Kl. Journal" eingeschworenen Juden wird es erfreuen, daß in der Aera des Kampfes gegen die jüdische Lehrerschaft auch zwei ihrer Glaubensgenossen, nämlich ein Arzt Dr. Lewy in Straßburg und der Kommerzienrath Hugo Landau in Berlin mit Orden vierter Klasse bedacht worden sind. Ein Orden von derselben Güte wurde dein zu Bütow herrschenden Landrath v. Putttamer Hans Johannes Miquel in allen Gaffen. Ein Korrespondent schreibt uns: Diesen Morgen begab ich mich auf die Bolizei, um für die Anmeldung eines Sohnes zum Einjährig- Frei willigendienst ein Zeugniß zu holen, daß ich auch fähig sei, meinen Sohn ein Jahr lang zu erhalten 2c. Ich hatte die betreffende Anmeldung schon viermal gemacht, ohne daß die Bescheinigung einen Pfennig gekostet hätte. Diesmal mußte ich 1,50 M. Stempelsteuer bezahlen. Das sei in neuester Zeit angeordnet worden. Das Miquel'sche Besteuerungs- Auge hat also auch diese Einnahmequelle entdeckt, obgleich man wahrhaftig denten sollte, die Opfer, welche der Militärdienst den Staatsbürgern auflegt, feien ohnedies schon schier genug. Aber Miquel wacht, und er wird nicht eher ruhen, als bis Alles vermiquelt ist. zu theil. " Ueber den Verlauf der vorgestrigen Konkurrenzen erwähnen wir Folgendes: Im Jugend Brustschwimmen wurde Erster: B. Grahlmann, Zweiter: G. Köpte. Im Rückenschwimmen wurde Treptow, Baumschulenweg. Die Parteigenossen werden Erster: F. Steinte, Zweiter: R. Tönnis. Im Schwimmen der Mitglieder, welche im letzten halben Jahre das Schwimmen erlernt nochmals auf die vom Verein„ Vorwärts" zum Mittwoch, Abends haben: Erster: E. Schwedler, Zweiter R. Hippler. Im Gast- Bruſt- 8/2 Uhr in Ackermann's Restaurant einberufene Versammlung auf schwimmen: Erster: W. Klaud, Schwimmklub" Vorwärts"; 3weiter: mertjam gemacht. Genosse Adolf Hoffmann hält einen Vortrag M. Bach, Schwimmklub„ Neptun"( Weißensee). Im Jugendspringen: über Arbeiterelend und die zukünftigen Zuchthäusler". Um zahl Der Vorstand. Erster: R. Grahlmann. Im Hauptschwimmen: Erster: N. Röhl. reichen und pünktlichen Besuch ersucht In Wilmersdorf ist am Mittwoch bei Klingenberg General Im Jugend- Gastschwimmen: Erster: W. Schneider, Schwimmklub Borwärts", weiter: O. Rehmann, Schwimmklub" Vorwärts". Jm versammlung des Arbeiter- Bildungsvereins, zu welcher zahlreicher Schwimmen älterer Herren über 35 Jahre: Erster: E. Bratte. Besuch erbeten wird. Gladow gewann damit Im Junior- Mehrkampf: P. Gladow. Der Ausschuß zur Vorbereitung der Wahl eines Stadtersten Male den von der Verwaltung des AdmiralsgartenBades gestifteten Wanderpreis. Im Gastspringen wurde Erster: schulraths in Charlottenburg hat beschlossen, der Stadtverordneten M. Bach vom Schwimmklub„ Neptun"( Weißensee), Zweiter: E. Kiel Bersammlung drei Kandidaten vorzuschlagen. Es sind dies Dr. J. vom Schwimmklub„ Vorwärts". Im Hechttauchen: Eriter: R. Spigler. Kaute, Kreis- und Stadtschulinspektor des fünften Berliner SchulIm Kürspringen: Erster: P. Gladow, Zweiter: N. Tönnis. Jm treises und die beiden schon im vorigen Jahr in Vorschlag gebrachten Schwimmen in Kleidern: Erſter: R. Tausch. Ein vorzüglich ausgeführter Kandidaten, Dr. v. Gizycki, Kreis- und Stadtschulinspektor des neunten Berliner Schulfreises, und Dr. Neufert, Oberlehrer an der Reigen bildete den Schluß des interessanten Programms. Ober- Realschule in Charlottenburg. Aus der Praxis eines chriftlichen Maurerpoliers. Unter Die Einverleibung von Wilmersdorf, Schmargendorf und dieser Ueberschrift haben wir am 11. Januar das verurtheilenswerthe Grunewald in Charlottenburg wird in kommunalen Kreisen Wer ist ,, Kollege X."? Ein Berichterstatter meldet uns: Verhalten des Maurerpoliers B. Groß gegenüber dem Schankwirth Charlottenburgs bereits erwogen. Eine Petition des Kommunal Aus eigenartiger Veranlassung ist ein neues Ermittelungs- Beutler besprochen. Die Märkische Volks- 3kg.", der es begreiflicher- vereins der östlichen Stadtbezirke, d. H. Berlin W., bezeichnet die verfahren wegen der Durchstechereien im Bentralgefängniß weise sehr unbequem ist, daß wir einen ihrer Anhänger kennzeichneten, Gingemeindung nur als eine Frage der Zeit. Diese wäre auch beim Blößensee eingeleitet worden. Der jetzt flüchtige und in der versucht nun in ihrer Sonntags- Nummer, den Herrn Groß rein zu Bau des neuen Amtsgerichtsgebäudes in Charlottenburg bereits vorgastfreundlichen Schweiz befindliche Buchdrucker und Re- waschen. Das genannte Blatt stüßt sich auf eine Erklärung des gesehen. Die Petition richtet sich demgemäß gegen die geplante dakteur Oswald Knorr, der sich Bestrafungen wegen öffentlicher Poliers Groß, welche Alles, was wir über seine Person gesagt haben, Abtrenmung eines Theils dieser Stadtbezirke( zwischen dem RollenBeleidigung zugezogen hat, veröffentlichte in seinem Blatte und als unwahr hinstellt. Wir verzichten darauf, auf den Artikel der später in einer Broschüre die Erfahrungen, welche er während Märk. Volts- ẞtg." des Näheren einzugehen und bemerken mur, daß alle dorfplatz und der Fasanenstraße) und deren Vereinigung mit einem neuen Amtsgericht Schöneberg. Die Abtrennung würde, nach den der Verbüßung seiner ersten Bestrafungen wegen öffentlicher Angaben, die wir in unserer Mittheilung vom 11. Januar bezüglich Ausführungen der Petition, nur die bestehende Verkehrsunsicherheit Beleidigung in" Plößensee" gesammelt haben wollte. Unter des Herrn Groß gebracht haben, durchaus der Wahrheit entsprechen vermehren. Anderem erzählte er, daß er durch seinen Kollegen X. in alle und Wort für Wort durch Zeugen vor Gericht erwiesen werden Die Verlängerung der elektrischen Hochbahn als Unter Geheimnisse von Blößensee" eingeweiht worden sei. Derselbe habe können. Danach zu richten. ihm gesagt, daß für Geld in Plößensee Alles zu haben sei, und derKraft und Maffe betitelte Herr Dr. Spieß den Vortrag, mit grundbahn in Charlottenburg erhält, nach den Vereinbarungen selbe sei thatsächlich auch mit einem ganzen Schinken, mit Wurst, welchem er in der Urania einen Cyklus von 10 Experimental- bes Magistrats mit der Gesellschaft für Hoch- und Untergrundbahnen, Wein und Zigarren versehen gewesen. Nun hat die Staatsanwalt- Vorträgen aus den verschiedenen Gebieten der Physik( mit Ausnahme Haltestellen am Zoologischen Garten, am Knie, Ende der Bismarc und Krummestraße, sowie am Wilhelmplatz. Die Eröffnung der schaft aber ein dringendes Interesse daran, zu erfahren, wer der Elektrizität) begann. Um die Begriffe, welche von den Physikern Bahnverlängerung soll womöglich gleichzeitig mit der Eröffnung des " Kollege X." ist, um von diesem zu hören, wie alles das gemacht mit den Begriffen Kraft und Masse verbunden werden, klar und Betriebes auf der Strecke Nollendorff- plaz- Wilhelms. wird. Gestern Vormittag waren allein drei Redakteure von drei deutlich aufzufassen, ist ein nicht allzu geringes Abstraktionsvermögen Platz erfolgen. Im Interesse des Baumstandes der von der Bahn verschiedenen Blättern vor den Untersuchungsrichter des Amts- nöthig; deshalb ist es ungemein schwierig, diese grundlegenden Begriffe, benutzten Straßen wird die Bahn nicht als Unterpflaster gerichts I geladen, die zu gleicher Zeit mit Knorr gesessen" haben, und deren Verständniß zur Auffassung der physikalischen Vorgänge der bahn, sondern 70 Zentimeter unter der Erde geführt werden. An feder von diesen wurde befragt, ob er den„ Kollegen X." kenne, allerverschiedensten Art unumgänglich nothwendig ist, in allgemein ver- den Haltestellen kann diese Deckung auf eine Strecke von 120 Meter oder es etwa selbst sei. Kollege X. war aber nicht dabei. ständlicher und leicht faßlicher Weise darzulegen. Herr Dr. Spieß Länge bis zu 40 Zentimeter ermäßigt werden. Als Abgabe an erledigte diese Aufgabe mit großem Geschick und wußte die Zuhörer die Stadtgemeinde Charlottenburg hat der dortige Magistrat 5/9 pCt. bis zuletzt zu fesseln, trotzdem verhältnißmäßig wenig Experimente der Brutto- Einnahme aus dem Verkehr der Gesammtlinie von der vorgeführt wurden und der Natur der Sache nach auch nur vor- Warschauer Brücke bis zum Wilhelmsplatz in Charlottenburg eingeführt werden konnten. schließlich der Abzweigung nach dem Potsdamer Bahnhof bei den Stadtverordneten vorgeschlagen. Schneider- Zwangsinnung. Im Amtsblatt des Regierungsbezirts Potsdam vom 13. Januar cr. werden die Anordnungen des Oberpräsidenten veröffentlicht, nach welchen für die Berliner Schneider, welche der Regel nach Gesellen oder Lehrlinge halten, aber nicht zum Damenmäntelschneider- Handwerk gehören, sowie für die Maler, welche der Regel nach Gesellen oder Lehrlinge beschäftigen, zum 1. Mai 1899 Zwangsinnungen gebildet werden. Bisher find Zwangsinnungen angeordnet für Sattler, Schornsteinfeger und Korbmacher zum 1. April und für Posamentiere, Seidenfnopfmacher, Drechsler, Buchdrucker, Schneider und Maler zum 1. Mai cr. Was den Inhalt des Vortrages anlangt, so sei nur an den Gegensatz der antiken und der modernen, vor allem an die Namen Galilei und Newton anknüpfenden Anschauung über die Bewegung der Körper und der ihnen zu Grunde liegenden Kräfte erinnert. Für die Einverleibung Friede: ans in Schöneberg find die Arbeiten der Kommission, welche im Oktober v. J. von der Wo immer eine Bewegung stattfindet, da ſetzten die Alten auch großen Mehrheit der Friedenauer Gemeinde- Vertretung eingesetzt eine bewegende Kraft voraus; fehlt diese, so muß nach ihrer An- worden ist, um die Angliederungsfrage genau zu prüfen und dann nahme der bewegte Körper sehr bald zur Ruhe kommen. Nächst mit der Stadt Schöneberg zu verhandeln, jezt soweit gediehen, daß der Größe der bewegten Masse war es daher vor allem ihre Ge- zwischen dem Schöneberger Magistrat und der Kommission über die Ein Liebesdrama, in dem ein 64jähriger Mann und eine Frau schwindigkeit, die als Maß für die bewegende Kraft in Anspruch gegenseitigen Eingemeindungsbedingungen fast vollständiges Ein bon 46 Jahren die Rollen spielten, hat sich in der Lothringerstr. 9 genommen wurde. Mit der Ueberwindung dieser Anschauung, welche verständniß erzielt worden ist, und man daher nun mit der Ausereignet. Dort hat der Lacirermeister A. Wolfztynski ſeine Gewährend mehr als zwei Jahrtausenden ganz allgemein galt, begann arbeitung des Vertragsentwurfs begonnen hat. liebte, die Ehefrau des Knitschers Teichler, und sich selbst erschossen. eigentlich erst die moderne Naturwissenschaft; man erkannte, daß ein Es geht doch nicht wie beim Militär. Aus Friedenau Wolfztynski wohnte mit seiner Frau seit fünf Jahren in dem Hause in Bewegung befindlicher Körper jeder Aenderung seiner Geschwindig- wird berichtet: Die merkwürdige Maßregelung, welche der Lothringerstr. 9 im 1. Hof im Erdgeschoß und hatte seine Werkstatt feit in gleicher Weise einen Widerstand entgegen sege, wie wenn er Friedenauer Gemeinde Vorsteher, Major a. D. im 2. Hofe. Seit vier Jahren wohnt im 1. Stock des Quergebäudes aus dem Zustand der Ruhe heraus in Bewegung gesezt werden Rönneberg, dem Fried. Lokal- Anz." zugedacht hatte, hat für nach dem 2. Hofe zu der Kutscher Teichler, der in dem Mehl- soll. Wenn im Allgemeinen beim Ziehen eines Wagens auf ebener ihn selbst durch das einstimmige Votum der Gemeindegeschäfte von Lindemann in der Alten Schönhauserstraße angestellt Bahn die Pferde fortdauernd Arbeit leisten müssen, um die Be- Vertretung in dieser Sache einen sehr bedenklichen Rückschlag Dem vor fünf Jahren begründeten Blatte war fit, mit seiner Ehefrau und einem Sohne, einem jest 18 Jahre wegung zu unterhalten, so liegt das daran, daß ein die Bewegung zur Folge gehabt. alten Arbeitsburschen. Frau Wolfztyuski ist seit Jahren so frank, hemmender Widerstand bei der Reibung der Räder auf dem Boden damals vom Gemeinde- Vorstand schriftlich die Erlaubniß ertheilt daß sie die Wohnung nicht verlassen kann. Daher half Frau andauernd überwunden werden muß. Je glatter der Boden ist und worden, sich als„ Amtliches Verkündigungsblatt" des Amts- und Teichler in der Wirthschaft, machte dem Mann Morgens den Kaffee 2c. je kleiner damit dieser Widerstand wird, um so geringer wird auch Gemeinde- Borstandes von Friedenau zu bezeichnen, und es waren W. wieder zeigte sich dafür erkenntlich, indem er der Frau die Anstrengung der Pferde; beim Rollen auf Steinen ist der Reibungs- demgemäß die amtlichen Bekanntmachungen dieser Behörden bisher Teichler öfter Geschenke machte und allerhand Aufmerksamkeiten widerstand verhältnißmäßig flein, und daher sehen wir, daß bei in dem genannten Blatte zum Abdruck gelangt. Durch einige erwies. Aus diesen Beziehungen erwuchs ein Liebesverhältniß, der Pferdebahn die Pferde beim Anziehen zwar sich sehr anstrengen Veröffentlichungen hatte sich dasselbe dann aber bei dem Ortsvorsteher das nach kurzer Zeit im ganzen Hause bekannt war, auch müssen, dann aber läuft der Wagen fast von selbst weiter. Nur, wenn Teichler und sein Sohn wußten es wohl, schwiegen aber dazu. die Geschwindigkeit wächst, wächst auch die Anstrengung der Pferde; Das Geschäft des Wolfztynski war in der legten Zeit zurüd- aber ebenso wächst sie, wenn die Geschwindigkeit geringer wird. Soll gegangen und er fonnte seiner Geliebten nicht mehr so große der rollende Wagen zum Halten gebracht werden, so ist hierzu ebenso gut Zuwendungen machen wie früher. Das hat wohl dazu eine Anstrengung nöthig, wie beim Anziehen. Somit ist es nicht die beigetragen, ihn auf Selbstmordgedanken zu bringen und darin zu Geschwindigkeit, sondern ihre Aenderung, die sogenannte Be bestärken. Gestern Morgen, nachdem Teichler ausgefahren war, schleunigung, die in erster Linie für die Größe der Kraft maßbrachte seine Frau wie gewöhnlich Wolfztynski wieder den Morgen- gebend ist. taffee in den Keller hinunter. Das war etwa um 7 Uhr. Als sie Von den sonstigen Ausführungen wollen wir noch die Vor länger ausblieb als sonst, ging ihr ihr Sohn nach, um sich nach führung der Methoden erwähnen, mit welchen man sehr fleine ihrem Verbleib umzusehen. Er fand die Thür ins Schloß Längen- und Zeitgrößen, Tausendstel eines Millimeters, sowie geworfen, sah Licht in Keller brennen, hörte aber nichts und Tausendstel einer Sefunde, mit vollkommener Sicherheit messen kann. erhielt auf sein Rufen und Pochen auch keine Antwort. Deshalb Dieselben erregten sowohl bei ihrer Darlegung als bei ihrer stemmte er die Thür auf. Zu seinem Schrecken sah er in praktischen Anwendung, z. B. beim Messen der Geschwindigkeit eines ihrem Blute schwimmend seine Mutter als Leiche daliegen. Sie Geschosses, das höchste Interesse der Zuhörer. hatte eine Schußwunde in der linken Schläfe. In der Nähe An den folgenden Donnerstagen werden diese Vorträge, die zum des Fensters lag auf dem Rücken Wolfztynski, ebenfalls in die linke ersten Male in der Urania gehalten werden, fortgesetzt. Wer sich Schläfe getroffen und todt. Neben ihm fand der junge Leichler an der Hand von elegant ausgeführten Experimenten durch klare einen Vorderlader großen Kalibers, aus dem die todbringenden Darlegungen zu einem Verständniß der mechanischen Geseze, die ein Schüsse abgefeuert waren. Teichler benachrichtigte die Polizei, die Verständniß der modernen Naturauffassung überhaupt erst ermög jedoch bei dem einfachen Thatbestande nicht viel zu thun hatte. Nach der Sachlage ist es wahrscheinlich, daß Wolsztynski seine Geliebte ohne ihre Einwilligung erschossen, also ermordet hat. Er hat fie in den Tod, in den er freiwillig zu gehen beschlossen hatte, aus Eifersucht mitgenommen, weil er sie feinem Anderen gönnte. Bald nach dem Auffinden der Leichen erschien ein Briefträger, der von W. einen Bostauftrag einziehen wollte. mißliebig gemacht, worauf derselbe den Gemeinde- Vorstand vers anlaßte, dem Blatte die amtlichen Bekanntmachungen zu entziehen. Gleichzeitig aber wurde von dem Gemeindevorsteher ohne Zu ftimmung des Gemeindevorstandes durch Säulenanschlag und durch Anzeige in anderen Blättern öffentlich bekannt gegeben, daß fortan die amtlichen Bekanntmachungen in der Fried. 8tg." erscheinen würden. Dies führte nun in der letzten Sigung der Friedenauer Gemeindevertretung zu einer längeren Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern der Vertretung wie des Gemeindevorstandes und dem Vorsteher selbst. Und schließlich stellte sich die Gemeindevertretung auf den Standpunkt, daß die Maßregelung des betreffenden Blattes 3u Unrecht geschehen sei, und beschloß mit allen Stimmen gegen diejenige des Gemeindevorstehers, daß die öffentlichen Bekannt machungen des Gemeindevorstandes in Friedenau den beiden dortigen Blättern gleichzeitig, also auch wieder dem Fried. Lokal- Anz." zum kostenfreien Abdruck zu übergeben feien. Aus Ober- Schöneweide wird berichtet: Der Schlächtergeselle Konrad Brozka, der in der Fleischwaaren- Fabrik von König in OberSchöneweide beschäftigt ist, wollte bei der Arbeit durch Drehung eines Hebels den elektrischen Strom, welcher die Geschäftsmaschinen lichen, hinführen lassen will, dem seien die nächsten Vorträge an treibt, ausschalten. Er glitt dabei mit der fettigen Hand von dem gelegentlichst empfohlen. Freilich gehört außer dem Anhören noch Holzgriff auf den Metallhebel ab und führte so den Strom auf eine wiederholte Beschäftigung mit den behandelten Gegenständen seinen Körper über. Die Hand umspannte trampfhaft den Kupferdazu, wenn sie in dauernden geistigen Besitz übergehen sollen. hebel und konnte auch durch die Anstrengungen des auf das Ges Volksthümliche Kurse von Berliner Hochschullehreru. Am schrei des Verunglückten herbeigeeilten Kollegen nicht geöffnet werden. Donnerstag, den 19. 6. W., Abends 8 Uhr, beginnt Herr Professor Da niemand wußte, wie P. aus der furchtbaren Lage befreit werden Dr. Freiherr v. Soden in der Aula des Friedrich- Werder'schen Gymnasiums, könnte, wurde an die Zentrale um Abstellung des Stromes teles Zu der Angelegenheit des von einem Kriminalbeamten Dorotheenstr. 13/14, seinen Vortragskursus über" Palästina und seine Gephonirt. Es vergingen aber etwa 15 Minuten, bis sich die Hand erschoffenen Arbeiters Drogowski, über welchen Vorfall wir vor schichte". Gintrittskarten zum Preise von 1 t. He began blue bes Unglücklichen nach Ausschaltung des Stromes von selbst öffnete. umfassenden stursus sind zu haben bei: Georg Belling, Bigarrenhandlung, acht Tagen berichteten, wird uns mitgetheilt, daß die später ge- Leipzigerstr. 135. H. Mund, Bigarrenhandlung, NW. Friedrichstr. 92a, Ede. brach dann sofort zusammen, er war an allen Gliedern wie gebrachte Nachricht, wonach die drei Begleiter des Erschossenen ver- der Dorotheenstraße. A. Schüß, Rendant, O. Holzmarktstr. 60 II.( 10-1 lähmt; auch zeigte die betreffende Hand erhebliche Brandwunden. haftet sein sollen, in feiner Weise zutrifft. Zu einer solchen Ver- und 4-6 Uhr). Chr. Tischendörfer, C. Sophienstr. 19 Sof II.( 9-1 und Nachdem er gelabt worden war, wurde P. nach dem Krankenhause haftung lag auch nicht der geringste Grund vor. Die Leiche des er- 3-6 Uhr). Trautwein'sche Buchhandlung, W. Leipzigerstr. 8. Zentralstelle am Friedrichshain transportirt. schoffenen Arbeiters ist am Sonntag auf dem Sebastian- Kirchhof zur für Arbeiter- Wohlfahrts Einrichtungen, W. Röthenerstr. 23( 8-3 Uhr). Für Naturfreunde steht ein interessantes Ereigniß bevor. In legten Ruhe bestattet worden. Die Ans Profeffor Dr. Hans Delbrück wird am nächsten Donnerstag, dem 19. 8. M., im Berein„ Berliner Preffe" eine Kriegserinnerung" General der sogenannten Königshaide bei Nieder- Schöneweide, welche jetzt Der Aufklärung bedarf noch ein schwerer Unfall, der am Berber vor Belfort" zum Vortrag bringen. Eintrittskarten zum Preise bereits ein beliebter Bielpunkt für Ausflügler ist, foll nämlich ein Sonntag Abend um 7/2 1hr auf einem Vergnügungsplay an der von 12 M. für alle Vorträge( noch einige gute Borderplätze) und zu 3 M. Eichenwald angelegt werden, und zwar auf einem 16 Morgen Müller- und Triftstraße dem 17 jährigen Arbeitsburschen Ferdinand und 1,50 M. für den einzelnen Vortrag, find zu haben in den Buchhandlungen großen, im verflossenen Jahre abgeholzten Terrain. Wedelmeister aus der Putbuserstraße 31 zustieß. Als der junge von Amelang, Potsdamerstr. 126, Lazarus, Friedrichstr. 66, Speyer u. pflanzung der Eichen wird bereits im kommenden Frühjahr ihren Anfang nehmen. Auch die Elsbrüche sollen mit Eichbäumen einMann in der Nähe eines Karoussels stand, flog im plöglich eine Peters, Unter den Linden 43 und Trautwein, Leipzigerstr. 8. Mistgabel so wuchtig gegen die rechte Schläfe, daß er bewußtlos Orgeltonzert. Der bei freiem Eintritt in der Marienkirche Mittwoch, gefriedigt werden. zufammenbrach. Mit einem Kopp'schen Rettungswagen mußte man den 18. Januar, Mittags 12 Uhr, von Herrn Otto Dienel zu haltende ihn nach der nächsten Unfallstation und dann in das Moabiter Orgelvortrag wird unterstützt von Frl. Hedwig Schiefer, Frl. Anna Bromberg, Herrn Franz Schmidt und Herrn Organist Heuer." Krankenhaus bringen. Feuerbericht. Ein Petroleumbrand in einem Seifenladen rief Der Todschlag, der am 19. Oftober v. J. in Wolters. Bei einer Prügelet im Hause Wrangelstr. 115 schleuderte am Sonntag einer der Betheiligten, der Drechsler Benszorowicz, seinem die Feuerwehr Sonntag Abend 9 Uhr nach Lehrterstraße 45. dorf bei Ertner verübt worden ist, beschäftigte heute das Schwurs Gegner eine mit Alaun gefüllte Flasche ins Gesicht. Der Arbeiter Das Feuer bedrohte die Bewohner der oberen Stockwerke, tonnte gericht am Landgericht II unter Vorsiz des Landgerichts- Direktors Gerichts- Beitung. Versammlungen. straße 12: Vortrag des Herrn Dr. Dammholz. Vermischtes. mersheim. Die Verhandlung bot ein abschredendes Bild von p Nunmehr erhielt Adolf Hoffmann das Wort zu seinem sehr| Ebenfalls würde er für den Neubau eines Rathhauses stimmen, in dem Unheil, welches der Schnapsteufel anrichten kann. Der An- interessanten und humorvollen Vortrag: Hinel und Hölle und dem dann die Räume, welche von der Gemeindeverwaltung im getlagte, Gutsarbeiter Robert Bees dow wurde beschuldigt, seine ihre Bewohner. Redner wurde am Schlusse seiner Ausführungen Schulhause benutzt würden, für Schulzivecke frei würden. Es wäre Ehefrau im Streite erschlagen zu haben. Er stammt aus Rußland durch stürmischen Beifall belohnt. und war in zweiter Ehe nit der um sieben Jahre älteren dann nicht mehr nöthig, daß 60-70 Schüler in einer Klasse zuDie Brauche der Einsezer hatte ihre Versammlung am 8. b. M. fammengedrängt würden. Frau, geb. Kühl, welche aus Jägerhof bei Bromberg stammt, anberaumt. Zunächst gab der Obmann den Jahresbericht. Es haben Arbeitszeit der Bureaubeamten zu verkürzen, wurde im GemeindeEin vom Redner gestellter Antrag, die berheirathet. Seit zwei Monaten wohnte er in Woltersdorf bei stattgefunden 17 Versammlungen und ebenso viel Kommissions- rath abgelehnt. Redner kritisirt scharf die Interessenpolitik, welche Ertner und arbeitete bei der Wittwe Ried zu Neu- Rahnsdorf. Die figungen. Im Allgemeinen kann der Verband mit dem Fortschritt von dem größten Theil der Gemeindevertreter getrieben wird, indem Ehe des Angeklagten war sehr unglücklich, denn er war in hohem zufrieden sein. Hierauf wurde die Neuwahl der Kommission vor die meisten an Lieferungen und Arbeiten für die Gemeinde betheiligt sind. Maße dem Schnapsgenusse ergeben und vertrank den größten Theil genommen. Aus derselben ging hervor: als Kassirer: Abert; Weiter bespricht Redner eine Reihe von Forderungen, welche von feines Arbeitsverdienstes. Nach seiner Behauptung soll auch die Frau Hilfskassirer: Lehmann; Kommissionsmitglieder: Schönberg, unserer Partei an die Gemeindevertretungen zu stellen sind. In dem Alkoholgenusse zugethan gewesen sein, und es kam zwischen Beiden Groschinski, Wache, Elshols, Albe, Heinrich Schmidt der sehr lebhaften Diskussion sprachen sich alle Stedner zustimmend häufig zu Bant und Schlägerei, sodaß es den Hausbewohnern gar und Marts. Ehman stellte den Antrag, zur nächsten Bauperiode zu dem Bericht des Genoffen Ritter aus. Trotzdem einige Gegner nicht mehr auffiel, daß auch am 19. Oktober ein Höllen- möge man in eine allgemeine Lohnbewegung in der Branche der anwesend waren, erklärte sich die Versammlung zum Schluß einlärm sich in der Wohnung des Angeklagten entwickelte. Als später Einsetzer eintreten. Die Angelegenheit wurde der Kommission über stimmig mit der Thätigkeit unseres Genossen einverstanden. ein Hausbewohner in die Wohnung des Angeklagten fam, bemerkte lassen. er, daß dessen Frau auf einem Strohsack lag und sich nicht rührte. Der Verein der Arbeiter und Arbeiterinnen der Wäsche hier am 12. Januar tagte, sprach Paul Hirsch über die EinCharlottenburg. In einer Metallarbeiter- Versammlung, die Beesdow fagte, seine Frau schlafe, da aber die Dachkammer in größter und Kravattenbranche hielt am 10. Januar feine ordentliche führung der Arbeitslosen- Unterstützung. In der Diskussion_befürUnordnung war und auch eine Blutlache auf dem Boden sich zeigte, Generalversammlung ab. Trints als Vorfigender erstattete Be- wortete Bräutigam, zur Generalversammlung nach Halle nur so schöpfte der Besucher Verdacht und machte sich auf den Weg, um den richt über die Thätigkeit des Vorstandes. Danach wurden im ver- einen Delegirten zu entsenden, der gegen die Arbeitslosen- UnterGendarm Müller herbeizuholen. Als letzterer in der Wohnung des An- gangenen Jahre 10 Vorstandssigungen und getlagten erschien, fand er diesen nicht mehr vor. Das kleine Zimmer Bersammlungen abgehalten. 9 Mitglieder- ftigung votirt. Dem traten der Referent und Guzinsti entbot den Anblick der größten Verwahrlosung; es starrte alles von IV. Quartal 1898 ergab eine Einnahme inkl. des Bestandes vom hatten. Hierauf erfolgte der Bericht der Delegirten vom GewerkDer Bericht des Kassirers für das gegen, die anscheinend auch die Mehrheit der Versammlung für sich Schmutz und es fehlte eigentlich jegliches Mobiliar. Boden lag ein Strohlad, auf welchent die Zeiche der Chefrau lag, Die Jahreseinnahme war 1706,98 M., die Ausgabe 1146,45 m., Delegirten ber stommiſſion gewählt. Der Anschluß an das Berliner Auf dem III. Quartal von 777,34 M. und eine Ausgabe von 216,86 M. fchaftskartell, und wurden sodann Menger und Spörer zu Stroh war auf dem Fußboden zerstreut, außer einer größeren Blut- somit betrug das Vereinsvermögen am 31. Dezember 1898 Startell wurde abgelehnt. lache zeigten sich verschiedene andere Blutspuren. Neben der Reiche 1067,23 M. Nach dem Bericht des Bibliothekars haben die lag ein dider blutgetränkter Strick und ein zweibeiniger Schemel, Bibliothek 49 Mitglieder benutzt. Die hierauf vollzogene Neuwahl 8 Uhr im Restaurant Miegel, Stralauerstr. 57: Mitglieder- Versammlung Deutscher Senefelder- Bund. Mitgliedschaft Berlin. Heute Abend dessen einer Fuß gleichfalls start mit Blut besudelt war. des Vorstandes gestaltete sich folgendermaßen: 1. Vorsitzender: und Vorstandssitzung. E3 wurde festgestellt, daß der Schädel der Frau an Gustav Trints, 2. Vorsitzende: Frl. Langerbach, 1. Schrifteiner Stelle durchgeschlagen war und diese noch mehrere führer: Wilh. Eue, 2. Schriftführerin: Frl. Koncat, 1. Kassirer: Gehilfen. Verband deutscher Barbiere, Friseure und Verrückenmacher. blutige Stellen am Munde und am Halse hatte. Der Angeklagte Stanowsky, Heute Abend 9 Uhr im Restaurant Pohl, Rosenthaler2. Kassirerin: Frau Hahnhold, Beifizer: straße 11-12: Eröffnung des Fachschul- Unterrichts( Abtheilung Damengefeffet den Gendarmen Müller kurz vor Rahnsdorf verhaftet und ünchen, Bogasch und Frau Rosenst en gel, Revisoren: friſten). Bepanhedhura bett ft. Die Fachschut somnifion. Die Geschworenen Sobelt, Leopold, Frau Schild und Frl. Burghardt. Homöopathischer Verein Hanemann. Heute Abend 9 Uhr Badgaben ihren Wahrspruch auf Schuldig unter Versagung mildernder Als Arbeitsvermittler wurde Umstände ab. Der Staatsanwalt beantragte 12 Jahre Zuchthaus gewählt. Das Arbeitsnachweis- Lokal ist bei Hergt, Landwehrstr. 1, Hergt einstimmig wiederund 10 Jahre Ehrverlust, der Gerichtshof erkannte auf zehn Ecke der Gollnowstraße. Die Bibliothek wurde mehr nach dem Jahre Zuchthaus und 10 Jahre Ehrverlust. Zentrum verlegt und zum Bibliothekar wurde Nerlich, wohnhaft Zuzug ist strengstens fernzuhalten. Dieser selbstverständliche Weberstr. 17, of I., gewählt; dort befindet sich auch die Bibliothek Sochwasser wird von allen Flüssen des südlichen Badens geBujas an Streitnachrichten wird jetzt nach einem vom Schöffengericht vom 1. Februar ab. Ant 4. Februar veranstaltet der Verein ein meldet. Auch der Rhein steigt start. Der Betrieb auf der BregSalle gefällten Urtheil wieder nicht mehr als Verübung groben Vergnügen im Schweizer Garten, und wird um rege Betheiligung thalbahn zwischen Donaueschingen und Hammereisenbach mußte Unfugs angesehen. Unser Parteigenosse Redakteur Swienty vom gebeten. „ Volksblatt", der dieserhalb angeklagt war, wurde frei wegen starker Beschädigung des Bahndammes durch Hochwasser einIm Verband der in Buchbindereien 2c. beschäftigten gestellt werden. Auch auf der Donauthalbahn ist der Betrieb gestört. gesprochen, obwohl das Ober- Landesgericht in Naumburg in Arbeiter und Arbeiterinnen sprach am 10. Januar in Neustadt im Schwarzwald ertrant ein Arbeiter. Die neue der Sache des Genossen Redakteur Weißmann, in der es sich ebenfalls um 3. Sassenbach über das Thema: Freimaurerei. Im Folgenden Straße von Todtmoos nach Wehr wurde durch Hochwasser start " Buzug fernhalten" handelte, Direktive zum Verurtheilen gegeben hat. wurde ein Vorschlag der Ortsverwaltung, zu einem Projektions- beschädigt und streckenweise total zerrissen. Wie der„ Schwäbische Der Vertreter der Anklage, Ober- Polizei- Inspektor Weydentann vortrage Herrn Eigner zu engagiren, angenommen und soll Näheres Merkur" meldet, hat die Kinzig bei Alpirsbach das ganze Thal übererblickte in der in Frage kommenden Notiz eine Beunruhigung und später bekannt gegeben werden. Nachdem noch um schleunige Abfluthet. Die Feuerwehr mußte aufgeboten werden. Der Schaden Rechtlosmachung der Arbeitswilligen und beantragte 1 Woche haft. rechnung der noch ausstehenden Billets vom Sylveftervergnügen er ist bedeutend. Der Neckar hat gleichfalls Hochwasser. Der Gerichtshof erkannte aber auf Freisprechung mit der Begründung, sucht worden war, wurde er vermöge sich dem Urtheile des Ober- Landesgerichts nicht anzu- 17. und zum regen Besuch der am Der Direktor der Nordböhmischen Kohlenwerks- Gesellschließen. Selbstverständlich wird mit diesem verständigen Schöffen- aufgefordert. Es findet am 17. Januar die Versammlung der Buch- wird, am Sonnabend im Eisenbahnzuge. Man glaubt an einen 18. Januar stattfindenden Branchenversammlungen schaft, Bergrath Scholz, erschoß sich, wie aus Brür gemeldet gerichts- Urtheil die weitere Unterdrüdung der Arbeiterschaft teines- binder in den Arminhallen, in welcher Reichstags Abgeordneter Anfall von Geistesstörung. wegs ein Ende nehmen. Albrecht, und die Versammlung der Kartonarbeiter im Englischen Garten, in welcher Ad. Hoffmann referiren wird, statt. Am Schiffsunglück. Der französische Dampfer„ Auber", der aus 18. Januar werden die Versammlungen der Luruspapier- Arbeiter Hamburg tam, ist in der Themse gescheitert. Man hofft, ihn wieder Alte Jakobstr. 75, sowie der Kartonbranche Inselstr. 10 abgehalten flott machen zu können. Die Brauer und Brauerei- Hilfsarbeiter waren am Sonntag werden, in welchen die Reichstags- Abgeordneten Schwarz und Die Duellschießerei steht auch außerhalb Preußen- Deutschlands bom Kuratorium des Arbeitsnachweises des Vereins der Brauereien Rosenow sprechen werden. Gleichzeitig wird am 17. Januar eine in herrlichster Blüthe. Aus Lemberg wird dem„ Berl. Tgbl." gemeldet, Sonntagoien zu einer Versammlung nach der Brauerei Friedrichshain berufen Delegirtenfißung der Lederarbeiter abgehalten werden. Graf Roman Potocki habe auf seinem Gut in Lancut in Galizien ein worden und in sehr großer Zahl erschienen. Es handelte sich um Der Verband aller im Handel und Transport beschäftigten Sabei getödtet worden. Graf Potodi joll sofort nach Frankreich abBistolenduell mit seinem Oberförster gehabt, und der Oberförster set die Abstimmung über das abgeänderte Statut des Arbeitsnachweises Hilfearbeiter hielt am 10. d. M. seine Generalversammlung ab. gereift sei. Man glaubt, daß eine Frau, vielleicht die Gattin des und um die Wahl von Arbeitervertretern zum Kuratorium. Nach einigen geschäftlichen Mittheilungen durch den Vorsitzenden er- Oberförsters, die Ursache des Duells gewesen sei. 150 Nachdem Dr. Freund, der den Vorsiz in der Ver- stattete der Schriftführer the ß den Geschäftsbericht von 1898. Oberförsters, die Ursache des Duells gewesen sei. sammlung führte, das Statut in der von den Arbeit Aus dem Bericht, der in klarer und übersichtlicher Form gegeben Aus Wien wird vom Montag berichtet: In der letzten Nacht gebern angenommenen Form verlesen hatte, entstand eine wurde, ist hervorzuheben, daß die geschäftlichen Angelegenheiten nahm der Sturm, der im Laufe des gestrigen Tages etwas nachDebatte darüber, ob die Eintragung in die Listen des Arbeits des Verbandes 48 Vorstandssigungen beanspruchten. Im Monat gelassen hatte, wieder an Gewalt zu. Nach den schon heute früh 45 nachweises, wie es früher der Fall war, von der Beibringung eines Februar und Oktober wurde unter den Berufsgenossen ein aus der Umgegend eingelaufenen Nachrichten ist bedeutender Schaden Lehrzeugnisses abhängig gemacht werden solle, oder ob, wie es nach Flugblatt in je 5000 Exemplaren vertheilt, welches zum Eintritt in angerichtet worden. den neuen Bestimmungen der Fall ist, ein Lehrzeugniß nicht mehr den Verband auffordert. Desgleichen wurde am 1. Juni der berlangt werden kann. Da, wie Dr. Freund bemerkte, von Handels- Hilfsarbeiter" als Agitationsnummer zur Reichstagswahl teiner Seite Widerspruch gegen die Abschaffung des Lehr- in einer Auflage von 7000 Exemplaren unter den Berufskollegen verzeugnisses erhoben werde, wurde die Debatte geschlossen theilt. Versammlungen wurden insgesammt 18 abgehalten und zwar 9 und das Statut in der vorgelegten Fajiung en bloc mit agitatorischen, 4 mit gefchichtlichen und wissenschaftlichen Vorträgen, das Wiener Frdbl." allerlei erstaunliche Geschichten. Wie schwer Das melancholische Ballet. Vom Berliner Ballet erzählt gegen einige Stimmen angenommen. Hierauf drüdte Direktor außerdem fanden 5 größere Festlichkeiten und 3 gesellige Abende statt. ist es im Allgemeinen," so flagt ein Kenner, die reichsdeutschen Roside seine Befriedigung aus über das Resultat der Verhand- Ferner führte der Verband im September bei einer größeren Firma Ballerinen auf die Höhe der ungezwungenen, sonnigen Heiterfeit zu Jungen, die wegen der Statutenänderung zwischen Arbeitern und eine siegreiche Lohnbewegung durch; die bereits gemaßregelten heben, die dem Wiener Tanzkorps sozusagen angeboren ist! Im Arbeitgebern stattgefunden haben. Das Statut habe Alenderungen Kollegen wurden wieder eingestellt. An Mitgliedern zählte der Reich der strengen Zucht und Sitte ist auch das Ballet nach zu Gunsten der Arbeiter erfahren, die auch den Arbeitgebern nicht Verband am Schluß des Jahres 1700. Die Agitation wurde mit Wiener freiheitlichen Begriffen wenigstens zu streng erzogen. zum Nachtheil gereichen. Bei den Verhandlungen habe sich ein großem Eifer betrieben und ließen sich insgesammt 1001 Kollegen neu und daran sind die allzu rigorosen, peinlich wachenden, kleinen und Entgegenkommen auf beiden Seiten gezeigt. Möge es immer aufnehmen. Der Redner dankte am Schlusse des Berichts den Mitgliedern großen Hof- Intendanturen schuld. Sie sind zumeist von schredlichem so sein, dann würden Kämpfe vermieden werden und der Arbeits- für die thatkräftige Unterstüßung in der Agitation. Der Verband Mißtrauen gegen nachweis ein Hort des Friedens sein. Dr. Freund versicherte, steht frog aller Hindernisse, die demselben bereitet wurden, heute ge- in die Damen vom Ballet erfüllt, das sich daß er auch in Zukunft das Amt eines Vorsitzenden im Kuratorium stärkt und gekräftigt nach innen und außen da. Hierauf gab der ausdrückt, wie es an vielen deutschen Hofbühnen besteht. Als Josef einer Art militärischen Ballet Reglements unparteiisch führen werde. Er hoffe, daß durch die Statutenänderung Stassirer Stein zunächst den Kassenbericht vont legten Quartal 1898. Haßreiter vor einigen Jahren die Puppenfee" an der Berliner manche Mißstände, die im Arbeitsnachweis vorhanden waren, bes Die Einnahmen beliefen sich auf 3689,22 M., die Ausgaben auf 3090,47. töniglichen Oper inszenirte, da war er ganz verzweifelt über die seitigt worden sind. Nunmehr wurden die Wahlen vorgenommen, Die mun folgende Jahresabrechnung ergiebt eine gesammte Ein- Traurigkeit, mit der ihn dieses Werk bei den Proben ansah. Und und zwar durch Stimmzettel. Bei den Brauergesellen standen sich nahme von 13 614,82 M., der eine Ausgabe von 11 126,93 m. gegen doch tanzten die Berliner Damen ganz vortrefflich und zeigten zivci Richtungen gegenüber,„ Rothe" und" Blane"( Hirsch übersteht; somit ist ein Ueberschuß von 2487,89 9. vorhanden. glänzende Technik. Endlich erkannte der gewiegte Balletregisseur Dunder'sche). Von 658 abgegebenen Stimmen erhielt die Am 1. Januar 1898 betrug der Kassenbestand 2174,79 M., derselbe Bie Ursache des Wirkungsfehlers.„ Aber meine Damen," rief er Liste der Hirsch Dunder'schen 368, somit haben die Vertreter hat sich somit am 1. Januar auf 4662,68 M. erhöht. Im Anschluß endlich erleichtert aus, Dieser Richtung gefiegt. Bei den Hilfsarbeitern gab es keine hieran gab Rein den Bericht des Arbeitsnachweises vom letzten dringendst, machen Sie doch nicht so lange Gefi hter und " jest weiß ich wo's fehlt: ich bitte blancn" Kandidaten, so daß hier die Liste der„ Rothen" durchkam. Quartal. Geneldet wurden 246 Stellen, von Mitgliedern 56 lächeln Sie doch, um Gottes willen, wenigstens ein bischen!" Gewählt sind: Von den Brauern: Linduer und Junk als Mit- und von Unternehmern 190 Stellen. Hiervon konnten 96 für„ Oho", tönte es Herrn Haßreiter nun aus dem Chorus der glieder; Brand, Henschel, Sch musch und Wa che als Erjazz- fest und 46 zur Aushilfe besezt werden. Nicht zu beseßen Balletdamen entgegen, det dürfen wir nich! det is verboten!" männer.- Von den Hilfsarbeitern: Lehmann und Bayes als waren 104 Stellen. Die Gründe hierzu waren folgende: Es mußten Ja, von wem denn?" fragte der Choreograph weiter. Mitglieder; Turloff. Senftleben, Tezlaff und StarI als abgewiesen werden: wegen schlechter Löhne 30 Stellen, „ Von Ersatzmänner. 25 Stellen waren keine passenden Kräfte für die Branche vorhanden, warum denn?" Bon wegen dem Kokettiren halber mit dem bei Erzellenz Grafen Hochberg", antwortete ihm der Chorus. Und Wie uns mitgetheilt wird, hatte die Viktoria Brauerei in 15 Arbeitsuchenden sollte später eine Antwort zu theil werden, zu Publikum!" lautete die Antwort unisono. Da war nun nichts zu Stralau ihren Arbeitern die zur Wahl erforderliche Legitimations- spät hatten sich 14 gemeldet und zu lange Arbeitszeit war auf machen, wenigstens während der Probe nicht. Denn Hausgefeße arte nicht ausgestellt, so daß diese Arbeiter ihr Wahlrecht nicht aus- 6 Stellen vorhanden, für die übrigen 14 Stellen waren verschiedene der Intendanz müssen eingehalten werden, selbst wenn sie TraurigGründe maßgebend. Der vom Unternehmer angebotene Lohn be- feit beim Die Zahlstelle I des Verbandes der Bauarbeiter tagte leber die Dauer der Arbeitszeit, Pausen und sonstige Bedingungen stempeln und als Rubrum auf ein Gesuch stellen kann: Er bat um trug im Höchstfalle 22 M. und sant bis auf 10 und 12 M. die Woche. Teiter zum Intendanten selbst. Er bat um etwas, was man nicht Tanze anbefehlen. Aber nach der Probe ging Hazam 8. d. M. Aus dem Geschäftsbericht, welchen der Bevollmächtigte verweigerten die Unternehmer gemeinhin, nähere Angaben zu machen. Freude, um Heiterkeit, um Sonne, um ein bischen Lächeln. Und gab, ist folgendes zu entnehmen: Es fanden im verflossenen Stellungslos meldeten sich vom 1. Oktober bis 31. Dezember der oberste Hoftheater- Direktor hatte ein Einsehen. Beglückt verließ Sahre 13 Versammlungen und 15 Borstandssigungen statt. Nach dem 119 Kollegen, davon gingen 118 in Stellung und zwar 96 für fest der Balletregisseur die Intendanz, um den Damen bei der nächsten Kassenbericht sind in den drei letzten Quartalen 306,90 M.an die Hauptkasse und 17 zur Aushilfe. Die längste Arbeitslosigkeit betrug 9 Wochen, Probe mitzutheilen, daß sie alle in der Puppenfee" mit Bewilligung gesandt. Die Mitgliederzahl beläuft sich auf 600. Die Abrechnung die kürzeste einen halben Tag, durchschnittlich 3-4 Wochen. Den der vorgesetzten Behörde lächeln dürfen, aber um Himmels für das vierte Quartal ergab mit einem vorhandenen Bestand von 111111 226 M. eine Einnahme von 1525,70 M. und eine Ausgabe von Danach sind 700 Bände vorhanden, gelesen wurden im Ganzen Munde lachen. folgenden Bibliotheks Bericht = erstattete Strelow. willen, nur mit den Lippen lächeln, nicht etwa mit dem ganzen 1320,41 M. Die hierauf vollzogene Wahl der Ortsverwaltung ergab 807 Bände. folgendes Resultat: Heidemann und Schönrod, Bevoll- Redner ihre Befriedigung über die Berichte zu erkennen, und Publikum umfassendes Lächeln sein, das die Freude am Weltall ausIn der kurzen Diskussion gaben Was aber die Hauptsache sei: das Lächeln dürfe sämmtliche niemals eine Adresse haben, es müsie ein allgemeines, das ganze mächtigte; Otto Rennthaler und Böttcher, Kassirer; wurde nach Bestätigung des Kassenberichts Schaube, Echriftführer; Fischer, Schäfer und Körner, foren dem Kassirer und dem Gesammtvorstand Decharge ertheilt. Stuß der ganzen Welt" durch die Revi- drückt, wie etwa ein Ausdruck der Schiller'schen Freude: „ Diesen Nevisoren. Für die Krefelder Weber bewilligte die Versammlung zu der nun folgenden Vorstandswahl wurde beantragt, daß der Damen lächelten gleichmäßig, und die" Puppenfee" hatte auch in aber niemals einem Einzelnen. Die 60 M. und zum Bau des Gewerkschaftshauses 300 m. jetzige Vorstand die Geschäfte bis nach erfolgter Tagung des zu Berlin einen großartigen Erfolg. Zwei Wochen später fam Holzarbeiter Verband. Am 8. d. M. tagte für den Bezirt Ostern stattfindenden Kongresses weiterführen solle. Dieser Antrag Frl. Bergé, die treffliche Tänzerin, die vor einigen Jahren am Moabit in der Stromstraße 38 eine Versammlung, in der das Mit- fand Annahme und wurden nur einige Erſazwahlen vorgenommen. Hofoperntheater wirkte, von einer Berliner Reise zurück. Wie haben glied Noltemeier Bericht über die im vergangenen Jahre statt- Sodamn wurde das Gehalt für den Bureaubeamten auf 33 M. pro Woche Sie meine" Puppenfee" in Berlin gefunden?" fragte sie Herr Haßreiter. gehabten Sigungen erstattete. Sodann sprach Grempe in einem festgesezt und für die Krefelder Weber als II. Rate nochmals 50 M. Ganz ausgezeichnet," antwortete die Künstlerin, aber bei uns ist es intereffanten Vortrag über den in der Gitschinerstraße erbauten bewilligt. Zum Schluß gelangte nach kurzer Diskussion gegen nur boch ganz anders. fen für Müllverbrennung. Dem Vortrag schloß sich eine rege wenige Stimmen von der start bejnchten Versammlung folgender famos! Ich tönnt' gar nicht begreifen, daß die„ Puppenfee" dort Aber das Berliner Ballet tanzt doch ganz Diskussion an. Antrag zur Annahme: Die Generalversammlung des Verbandes schlechter wär' als in Wien," fuhr Herr Haßreiter fort. In einer Bezirksversammlung der Rosenthaler- und Schönhauser hebt den Beschluß gegen den Kollegen Oswald Grauer bom nicht," erwiderte die Tänzerin, aber wissen', lieber Balletmeister, Borstadt sprach Herr Wollheim über das Thema:" Weltfort- 6. Dezember 1896 in allen seinen Theilen auf. die Damen dorten sind halt alle gar so fritt". Der Vortrag enthielt einen interessanten tulturhistorischen wie soll ich denn nur Rummelsburg. In einer start besuchten Versammlung, die fagen? traurig!" Also schon wieder?" rief Haßreiter Rückblick, in welchem der Vortragende den Fortschritt unserer Kultur hier am 11. Januar tagte, referirte der Gemeindevertreter Ritter refignirt aus. Dann läßt sich nichts mehr machen." Und damit den Zuhörern vor Augen führte. Sodann beschäftigte sich die Ver- über die Thätigkeit des Gemeinderaths im verflossenen Jahre. hatte der Balletmeister entschieden recht. Die Damen hatten sich fammlung mit internen Vereinsangelegenheiten. Redner führte aus, daß er es für seine Pflicht halte, mindestens alle inzwischen die Heiterkeit wieder abgewöhnt. Sie konnten doch nicht Die Versammlung für den Bezirk O. und NO. tagte am Jahre einmal feinen Wählern öffentlich Rechenschaft über seine auf die Dauer im ganzen Repertoire traurig und nur in der 8. Januar. Zur Erledigung gelangte eine geschäftliche An- Thätigkeit abzulegen. Es seien im Laufe des Jahres in der Gemeinde- Puppenfee" luftig sein! Und am Ende ist es doch eine riskante gelegenheit. Zum Beitragssammler für die Bahlstelle bei vertretung äußerst wichtige Beschlüsse gefaßt worden. Er erwähne Sache, wegen eines etwa mißlungenen Lächelns, das man ganz Frante, Ede Löwe- und Zorndorferstraße wird Paul Falt und als dabei den Bau der Kanalisation, Errichtung eines Wafferwerks und unwillkürlich mit einer Adresse versehen hat, durch eine Geldbuße Silfstaffirer bei Babel Adolf Sagan gewählt. In die Kontroll- Aufnahme einer Anleihe von 2 200 000 m. Er habe für die Anleihe bestraft zu werden. Solch eine Dame vom Ballet hat dann ihre tommission wurden Franz Schmidt, Otto Krenzlin, Rudolf Hecker, gestimmt, weil es dadurch möglich sei, die jetzige Schuldenlast Conduite unliebsam belastet: Nämlich mit einer Geldstrafe wegen Richard Ruppert und Adolf Seidenschnur gewählt. abzulösen und Geld zu niederem Binsfuß zu erhalten. Liebäugelns." üben konnten. D Sonntagsruhe in Paris. Jufolge eines von den Geschäfts leuten getroffenen Uebereinkommens werden dieselben ihre Geschäfte von jegt an Sonntags geschlossen halten. " " " " " " Das = R. G., Hollmannstraße. 1. Frankreich Staatsmonopol. 2. Die Guzmann. städtische Taubstummen- Schule befindet fich O., Markusstr. 49. Direktor O. 2., Naumerstraße. Möglich ist Alles. geordneten ist: Berlin, Reichstag u. f. w. C. K. Eine durchaus genügende Adresse für unsere Reichstags: Abs A. Ch. Uns ist nicht bekannt, daß man durch die von Ihnen erwähnte Lotterie raffinirter um sein Geld gebracht wird, als durch andere Institute gleicher Art. Uebrigens ist das Spielen in der genannten Lotterie unseres Wissens in Preußen verboten. Witterungsübersicht vom 16. Januar 1899, Morgens 8 Uhr. - Die zehn Gebote als modernes Gesetzbuch. Gewisse| Rundschau: Ergebnisse öffentlicher Arbeitsnachweise im Dezember. angelfächsische Politiker lassen sich von ihrem religiösen Eifer oft zu Blägen und Ländern: Reichenberg i. B., deutscher Arbeitsmarkt und Ar: Situationsberichte aus einzelnen Gewerben. Situationsberichte aus wunderbaren Ideen verführen. Ein Mitglied der Legislatur von Kanſas, der durch seinen Pietismus bekannte Abgeordnete Walters, beitsnachweis; Augsburg; Halle a. S; Neumünster; Frankreich; Belgien bat in einer der letzten Sigungen dieser hohen Versammlung ums des Beföstigungsgeldes für die preußische Armee; Einführung des Kaninchen: Haushaltskosten, Konsum: Konsumgenossenschaft in Hamburg; Festseßung Wort. Mit der ernsthaftesten Miene von der Welt brachte er einen fleisches in Berlin; Konsumstatistik der Arbeiter Nürnbergs; LebensmittelAntrag ein, der eine Revision der Verfassung des Staates Kansas preise im Januar. Lohnbewegungen: Streifs in Deutschland, Defter: im Geiste des Dekalogs bezweckt. Walters suchte mit wahrem Feuer- reich Ungarn, Schweiz im Dezember; Internationale Streitstatistit Noeifer die Kollegen für seinen Antrag zu gewinnen; kein Gesetzgeber vember Dezember- Verwaltung der Berwaltung der Arbeitsnachweise: Deutsches Reichs: der Welt, so behauptete er, habe ein bedeutenderes Werf geleistet geses über öffentliche Arbeitsnachweise, Initiativantrag; Nachweise für landals Moses, und das mosaische Gesetz sei immer und überall die wirthschaftliche Arbeiter; Arbeiter Annahmestellen im Bez. Dortmund; Gehöchste irdische Justiz gewesen. Wenn Kansas von diesem ehr Solothurn; Dauertafel der Arbeitslosigleit in Berlin, mathematische Grund: werbsmäßiger Nachweis unter Aufsicht der organisirten Arbeiterschaft in würdigsten aller Gesezbücher regiert werden würde. würde es rasch lagen der Arbeitslosen- Versicherung; Versicherungstaffe gegen Arbeitslosig der blühendste Staat der nordamerikanischen Union werden. Das feit in Köln. Mittheilungen aus deutschen Arbeitsnachweis- Verbänden: bon Walters eingereichte Projekt umfaßt zehn Kapitel. von denen Berband deutscher Arbeitsnachweise, Beitrittserklärungen; Verband deutscher Stationen jedes einem der zehn Gebote entspricht. Es handelt sich übrigens Arbeitsnachweise, Einsendung der Mitgliederbeiträge; Rhein- Main- Verband nicht um den ersten Versuch des frommen Abgeordneten auf diesem Verbandsversammlung. Gebiete; schon während der vorigen Legilatur hatte er einen ähn lichen Versuch gemacht. Antrag, aus Spott, der„ Kommission für die öffentlichen Wege" z Wir bitten, bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Zahl Wiesbaden 757 S Damals begnügte man sich damit, ſeinen Briefkasten der Redaktion. weiteren Prüfung zu überlassen. Diesmal hielt man es für gut, die Debatte ,, ad calendas graecas" zu verschieben. anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll und die letzte München Abonnementsquittung beizulegen. Fragen ohne solche werden nicht beant Eingelaufene Druckschriften. wortet und schriftliche Antwort wird nicht ertheilt. Der Arbeitsmarkt", Monatsschrift der Bentralstelle für Arbeits- Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und markt- Berichte( Herausgeber Dr. Jastrow), Berlin, Verlag von H. S. Her: Freitags abends von 7 bis 8 1hr abgehalten. mann. Die als Organ des„ Verbandes deutscher Arbeitsnachweise" er: G. S. 83. Unter 800, Günther" Ihren herauszufinden sind wir nicht scheinende Zeitschrift enthält in Nr. 4: Krankenkassen und Arbeitsmarkt. im Stande. " Sozialdemokratischer Wahlverein f. den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis, Den Genossen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Tischler Emil Pluschke Achtung! Wetter Stationen Wetter Swinemide. 747 SSD Hamburg 745 SW Berlin 4Regen Regen 3 Haparanda 745 2 bedeckt -11 9 Petersburg 749 3 Regen 9 Cort 744 23SW 7wollig 10 2 bedeckt 10 Aberdeen 734 3h16. bed. 3 761 SW 7 bedeckt 757 23 5 Regen 7 Parts 9. Wien Wetter Prognose für Dienstag, den 17. Jannar 1899. Ziemlich warm, zeitweise aufflarend, vorwiegend trübe mit Niederschlägen und frischen westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Soeben beginnt neuer Bekanntmachung. Orts- Krankenkasse Jahrgang: Achtung! 6. Wahlkreis. der Bildhauer, Stuckateure Dienstag, den 17. Jannar, Abends 8 Uhr, in der Borussia, Aderstr. 6/7: u. verw. Gewerbe zu Berlin. Allgemeine Volks- Versammlung. Ritter Serjammlung, Swinemünderstr. 105, am 11. Januar verstorben ist. Die Beerdigung findet t am Mittwoch den 18. Januar, Nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des St. Hedwigs- Kirchhofes in Weißen see aus statt. Am Sonntag, den 15. Januar, starb unser Mitglied, der Maler Karl Klinkmann Tages Ordnung: Mitglieder- Berjammlung, betreffend die Delegirtenwahl Generalversammlung 1. Bürgerthum und Arbeiterklasse am Anfang einer neuen Zeit. Referent: am Dienstag, den 24. Januar cr., Reichstags- Abgeordneter Rosenow. 2. Diskussion. ni zahlreiches Erscheinen, auch der Frauen, ersucht Achtung! Der Vertrauensmann. Guiduk 119 Manrer. Achtung! 219/2 Abends SUhr: für die Herren Arbeit nehmer im Lofal Köpenickerstr. 62; für die Herren Arbeitgeber im Lokal Kommandantenstr. 50. 33: fahr Wählbar sind: die Herren Arbeit nehmer, die im Besize der bürgerlichen Ehrenrechte sind und das 21. Lebens [ 20/1 Die Herren Arbeitgeber, welche Bei träge z.Staffe aus eigenen Mitteln zahlen. Der Vorstand. Wollinerstraße 33. Die Beerdigung Mittwoch, 18. Jannar, Abends 8% Uhr, im Lokale des Herrn Buske, Grenadierstr. 33: jahr vollendet haben. findet am Mittwoch, den 18. Januar, Nachmittags 3 Uhr, von der Halle der Friedensgemeinde in NiederSchönhausen aus statt. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. Nachruf. Am 4. Januar verstarb unser mit glied, der Arbeiter Gustav Gründel Ramlerstr. 15. 246/3 Ehre seinem Andenken! Der Vorstand. Deutscher Baudeputirten- Versammlung. 131/3 Tagesordnung: Regelung wichtiger Angelegenheiten betr. unsere Lohnbewegung. Jeder Bau muß durch mindestens einen Kollegen vertreten sein.mies Die Lohnkommission. J. A.: H. Metzke. Achtung, Parteigenossinnen und Genossen Moabits! J. A.: J. Söfner, Borsitzender. Berlin, den 16. Januar 1899. Doppel- Quartett fucht einen guten Näheres bei P. Volz, Staligerstr. 138. zweiten Bass. Dienftag, den 17. Januar 1899, Abends 8 1hr, Deffentliche Versammlung im Moabiter Gesellschaftshaus, Alt- Moabit 80/81: Holzarbeiter Verband. Volks- Versammlung. ( Rixdorf.) Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege, Tischler Johann Scherer ant 13. d. Mr. verstorben ist. Die Beerdigung findet Dienstag, den 17. d. M., Nachmittags 3 Uhr, von der Halle des Neuen Nixdorfer Kirch hofes statt. Um rege Betheiligung ersucht 76/15 Die Ortsverwaltung. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß ber Kollege Tischler Emil Pluschke am 11. d. M. plötzlich verstorben ist. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 18. ds. Mts., Nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle der St. Hedwigs: Gemeinde in Weißensee aus statt. Uut rege Betheiligung ersucht 76/13 Die Ortsverwaltung. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Tages Ordnung: 1/5 1. Bortrag des Reichstags- Abgeordneten Sachse über:" Soziale Gefetgebung im Deutschen Reiche." 2. Diskussion. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht bind Die Vertrauensperson. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 3. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Donnerstag, den 19. Januar, Abends 8½ Uhr: General- Dersammlung in Müller's Zentral- Festsälen, Alte Jakobstr. 32. Tages Ordnung: 1. Bericht des Borstandes. 2. Bericht des Kassirers für das 4. Quartal 1898. 3. Borstandswahlen. Die Zahlstellen befinden sich bei folgenden Genoffen: Wilhelm Börner, Bigarren- Fabritant, Nitterstraße 15; Gottfried Schulz, Zigarren- Geschäft, Admiralstraße 40a; Emil Götte, Brandenburgstraße 18; Ernst Lier, Alte Jakobstraße 129; Flick, Simeonstraße 23. 240/2 Die Mitgliedsbücher müssen an der Kontrolle vorgezeigt werden. Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( Süd- Ost) Dienstag, den 17. Januar, Abends 8½ 1hr, Mann, unser guter Bater, Bruder, im Lokale des Herrn Graumann, Nannynstraße 27: Schwager und Onkel, der Tischler Emil Pluschke, Versammlung. Tagesordnung: 1. Vorträge der Genossen Dr. Alfred Bernam 11. d. M. plöglich verstorben ist.stein und Dr. Weyl über: Schulmedizin und das Naturheil Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 18. d. M., Stachm. 3 Uhr, von der verfahren." 2. Distusfion. 3. Vereinsangelegenheiten. Leichenhalle d. St. Hedwigs- Gemeinde in Weißensee aus statt. [ 1016 Die trauernden Hinterbliebenen. Am Sonntag, den 15, d. M., Morgens 612 Uhr, verschied nach schweren Leiden mein innigft geliebter Mann, unser guter Bater, Bruder und Schwager, der Former Robert Metsch im 48. Lebensjahre. 1086 Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 18. b. M., Nachm. 3 Uhr, vom Trauerhause, Ballis sadenstr. 43, aus statt. Danksagung. Sage allen Freunden und Kollegen, insbesondere dem Berein der Metal Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der Vorstand. Achtung! Stockarbeiter. Achtung! Mittwoch, 18. Januar, abends 82 Uhr, bei Keller, Koppenstr. 29: Mitglieder- Derlammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen Linke. 2. Disfuffion. 3. Bericht über den Ludwig'schen Streit. 4. Werkstattangelegenheiten. 5. Verschiedenes. Um pünktliches Erscheinen bittet Der Vorstand. Wir machen ferner bekannt, daß Billets zu dem am 11. Februar statt: findenden Maskenball bei den Kollegen Liebe, Frankfurter Allee 4a; Dietze, Linienstraße 202a und Berneburg, Aderstraße 158, sowie in der Bahl stelle bet Mörschel, Jüdenstraße 35, Sonnabends von 8-10 Uhr Abends zu haben sind. Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlftelle Berlin). 175/1 Morgen Mittwwoch, Abends 8%, Uhr, in Cohn's Festsälen, Beuthstrasse 20/21: Vertrauensmänner- Versammlung schleifer, die meinem lieben Mann, unserm guten Vater, dem Metallfür sämmtliche Bezirke und Branchen. fchleifer Gustav Patsch die letzte Ehre erwiesen haben, meinen besten Tagesordnung: Unsere Thätigkeit im neuen Jahre. Werkstatts ( 1056 ftreits und Differenzen. Berbaubsangelegenheiten. Ausgabe des Jahres: Dant. Die Ortsverwaltung. Ww. Anna Patsch u. Rinder. berichts. E Jede Werkstatt muß vertreten sein. Die im Jahre 1893 erledigten Aften 76/14 sollen tafsirt werden, falls unsere Auftraggeber solche nicht bis 30. Ja nuar abverlangen. Dr. Carl Cannedt, Nechtsanwalt u. Notar. ( 100b Dr. Georg Mühsam, Rechtsanwalt. Berlin W., Mohrenstr. 37, II. Achtung! Vereine. Zwei Zimmer, 20 u. 40 Personen faffend, empfiehlt Ernst Lier, Alte Jakobstraße 119. Verein der Lithographen, Steindrucker und Berufsgenossen Deutschlands( Filiale Berlin). Donnerstag, den 19. Januar 1899, Abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstraße 27c: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Kassenbericht. 2. Jahresbericht mit besonderer Berücksichtigung bes 111b am Donnerstag, den 19. Januar, Abends 8% Uhr, im Swinemünder Gesellschaftshaus, Swinemünderstr. 42. Tages Ordnung: 1. Rabatt- Sparverein oder Konsumverein? 2. Diskussion. Referent: Dr. Leo Arons. Zahlreiches Erscheinen erwartet Rixdorf. Der Einberufer. Deutscher Holzarbeiter- Verband. General- Derlammlung 265/3 am Mittwoch, 18. Januar, Abend3 S½, 1hr, bei pett Klemke, 0005 Bergstr. 137. Tages Ordnung: 1. Rassenbericht und Bericht der Kommission. 2. Neuwahl der Orts: verwaltung. 3. Bericht des Delegirten vom Gautag. 76/6 Das Erscheinen sämmtlicher Mitglieder ist dringend erwünscht. Mitgliedsbuch legitimirt. Die Lokalverwaltung. Die Mitglieder werden zugleich anf den am Sonnabend, den 11. Februar im Apollo Theater stattfindenden Maskenball auf: D. D. merksam gemacht. Molkenstrasse 12, ( Molkenmarkt). ,, Alt Berlin", Montags: Wellfleisch. Dienstags: Frische Wurst. Zähne 2 M. Hermann Gärtner. 6750* 10 Jahre Garantie. Vollkommen schmerzloses Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Theilzahl. wöchentl. 1 M. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 22. Sprechst. 9-7. IN- FREIEN STUNDEN iMLilien ILLUSTRIRTE ROMANY BIBLIOTHEK 3- JAHRC HEFT 10 PFENNIC DIE TOCHTER DES SUDENS Zu beziehen durch alle Colporteure und Spediteure. Schönstes Botal Trebbins, Bahns hofstr. 3, gr. neu. Tanzsaal, Kegelb., Garten 2c.( Brauerei ist verpachtet) fof. preisw. zu vert. Dort. Arbeiter, ca. 600, wünschen das Lokal für sich. Näh. Berlin, Gitschinerstr. 64, Baum lumenhandlung B. Günzel, Lothringerstr. 52. 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Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Friedrichstraße 114, I.[ 590L* PATENTE erwirkt und verwerthet F. W. Chrometzka Patent- Bureau Berlin N. 4, Chausseestr. 20. Reparaturen. Zähne 1,50 M., 2 Dei, webterift. 245 a, Gde toir Uhren, Operngl. verkauft fpottbillig Pfandleihe Neanderstraße 6. Mühlenstr. Nr. 8 nahe Schlesisch. Bahnhof und Station Warschauerstr., sind vom 1. April 1899 ab freundl. Vorder- und Hofwohnungen von 1 und 2 Stuben nebst Küche, Korridor, Kloset u. Bu behör billig zu vermiethen. Näheres daselbst beim Verwalter. 510L Schlafft. Dresdenerstr. 38, 4 Tr. r. Dentist, Schwedterstr. 245 a. Edereundl. mbl. Schlafft. f. S., sep. Ging.; Kastanien- Allee. 6332* Budowerstr. 13, b. IV. b. Klaffer, Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Nr. 14. 16. Jahrgang. 2. Beilage des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dicuſlag, 17. Jaxxar 1899. Die Gesundheitsschädigung der Arbeiter. sowie auch rheumatische Erkrankungen auf. Oberbayern fordert Arbeitszeit jetzt bis zu 20 Stunden betrage, fordert Heſſen I einen ( Schluß.) VIII. Forstwirthschaftliche Nebenprodukte, Leuchtstoffe, Fette, Dele und Firnisse. Gasarbeitern vorkommen. " " " XIV. Bekleidung und Reinigung. mit vorgebeugtem Oberkörper Hauptsächlich Lungen- und Magenleiden franken, 10 stündige Württemberg III. Für die Bierfahrer, deren zehnstündige Arbeitszeit, Mittagspause von einer Stunde, Vor- 11 stündigen Marimal- Arbeitstag. mittagspause von einer halben Stunde. Wie die Orts- Krankenkasse Die Spiritusbrennereien bedürfen ebenfalls einer Regelung zu Berlin mittheilt, haben die Militäreffekten- Arbeiter zu Zeiten der Arbeitszeit( Schwaben, Reuß j. 2.). guten Geschäftsganges eine ungebührlich lange Arbeitszeit, die ihren Für Zigarrenfabriken fordert Potsdam 10 stündige Arbeitszeit Gesundheitszustand sehr nachtheilig beeinflußt." 16-18 stündige ausschließlich der Pausen; Arbeiterinnen und Jugendliche sollen In den Gasanstalten zu Potsdam, Posen, Magdeburg, Zittau Arbeitsschichten sind keine Seltenheit. Gesetzliche Beschränkung der hier zugelassen werden; Wiesbaden, Hessen I fordert ebenwird über die Länge der Arbeitszeit und namentlich der Wechsel- Arbeitszeit ist nothwendig, doch muß dabei verhindert werden, daß falls 10 Stunden und auch für Rauchtabak, Kautabak: und schichten geklagt, die in Potsdam 24 Stunden dauert; wenn die Arbeit dann nicht erst recht in die unkontrollirbare Hausindustrie Schnupftabak Fabriken. Für die ganze Industrie der Nahrungsgelegentlich ein Nachtarbeiter fehlt, wird die Nachtschicht gedrängt wird. Die auftraggebenden Militärbehörden könnten einer und Genußmittel fordert Neuß j. 2. 12ftündige Arbeitszeit sowie bon einem Tagearbeiter übernommen, der in solchen Fällen Regelung der Verhältnisse in dieser Industrie erheblich Vorschub gesetzliche Regelung der Pausen, soweit der Beamte nicht für einzelne Techsunddreißig Stunden hintereinander arbeitet! leisten, wenn sie die Lieferungsfristen nicht so kurz, wie üblich, be- Berufsarten noch besondere Forderungen erhob. Potsdam fordert für Gasanstalts- und Retortenarbeiter 8 Stunden messen." einschließlich 1/2 stündiger Pause, sowie den Ausschluß von ArbeiteFür die Tapezirerei fordert Hessen I sechsstündige Arbeitszeit, rinnen und jugendlichen Arbeitern. Reuß i. 2. wünscht gesetzliche wo staubhaltiges Polstermaterial wie Stabok oder Lumpenwolle ver- Oberbayern empfiehlt eine Regelung der Arbeitszeit ganz Regelung der Bausen und weist auf die bei Gasanstaltsarbeitern arbeitet wird; Lungenkrankheiten und Angenentzündungen sind dort allgemein für die Arbeiter und Arbeiterinnen der Bekleidungsborhandenen Hauts, Magen- und Darmkrankheiten hin. Grobe häufig. und Reinigungs- Industrie( Blumenmacherei, Stickerei, Ausbeutung der Arbeitstraft" herrscht, wie Düsseldorf Für Gummifabriken, in denen mit Schwefeltohlenstoff Näherei, Schneiderei, Schuhmacherei, Wäscherei), wo jezt berichtet, in den Delmühlen der Stadt Neuß. Da dort 12 stündige und Chlorichwefel gearbeitet wird, besteht in Berlin seit 14-16stündige Arbeitszeit herrscht. Die Folgen der Ueberanstrengung Wechselschichten Mittags beginnen, hat kein Arbeiter während der 1896 die polizeiliche Anordnung, daß in den Vulfanisir- und Trocken- äußern sich bei den Arbeiterinnen in Fußleiden( bei den Wäscherinnen), ganzen Woche eine ungestörte Nachtruhe.„ Diese ungewöhnliche räumen jugendliche Arbeiter überhaupt nicht, Arbeiterinnen höchstens Bleichsucht, Unterleibs- und Lungenkrankheiten, auch Magen Schichteneintheilung hat darin ihren Grund, daß man die um Mitternacht bis zu 1½ und erwachsene männliche Arbeiter höchstens bis zu Herz- und Augenleiden; der Krankenſtand ist ein außerordentlich abgehenden Leute bereits des Morgens wieder mit schweren 2 Stunden täglich beschäftigt werden dürfen; in der übrigen hoher, namentlich bei jugendlichen Arbeiterinnen. Die Arbeitszeit Transportarbeiten beim Ausladen der Saat aus Schiffen und Eisen- Beit, bis zu 10 Stunden täglich, werden die Arbeiter mit anderen für außer dem Hause beschäftigte Personen sei auf 11 Stunden festbahnwagen und dem Einspeichern beschäftigen will." die Leute im Ganzen 17-18 Stunden täglich, davon ebenso in Weißensee. So arbeiten Arbeiten betraut. Die Maßregel hat guten Erfolg gehabt, zusetzen, in Großstädten mit Mittagspause von 11/2 Stunden. Bei Für das Vulkanisiren dünner den männlichen Arbeitern verursacht die sitzende Arbeitsweise in 12 in den heißen Fabrikräumen. Der Aufsichtsbeamte fordert zur Gummiplatten durch bestreichen mit Schwefelfohlenstoff, was Verbindung mit der langen Beschäftigungsdauer Magen- und LungenAbstellung der vorhandenen Mißbräuche" Schichtenwechsel am durch Arbeiterinnen geschieht, fordert der Beamte für Berlin leiden; 9stündige Arbeitszeit( von 8-12, 2-7) wird angestrebt. Morgen und Abend. Regelung der Pausen fordert Reuß i. 2. für Beschränkung auf täglich 5 Stunden mit einstündiger Bause, nach Sämmtliche dieser Berufsarten leiden auch unter schlechten Sel, Fett- und Firnißfabriken, in denen Krankheiten wie bei den dem Vorbilde des englischen Gesetzes vom 1. Mai 1898; Potsdam Betriebsräumen. Wie Ostpreußen ausführlich schildert, hat fordert dasselbe. Auch Oberbayern, Leipzig, Hildesheim fordern im Schneidergewerbe der niedrige Stück- oder Affordlohn eine überIX. Textil- Juduftrie. Regelung der Arbeitszeit. mäßig lange Arbeitszeit zur Folge. mitumter bis 16 Stunden. Dieselben Zwei Aachener Ortstassen berichten über Berufskrankheiten der, XII. Holz- und Schnitzstoffe. Klagen kommen aus Schwaben, Dresden, Württemberg III und Bremen. Textilarbeiter. Besonders in der Appretur sei die Arbeitszeit Aehnliche Verhältnisse bestehen im Schustergewerbe, über das Posen, Seffen II fordert Marimalarbeitszeit mit Rücksicht auf die Ostpreußen, Hessen II, Baden und Lothringen eingehend berichten. bon gesundheitsschädlicher Länge. In Montjoie ist die Schwind durch Stauberzeugung bedingten Gefahren bei der trocknen Für Näherinnen, Puhmacherinnen und Schneiderinnen befür sucht unter den Textilarbeitern verbreiteter als unter den holzbearbeitung. übrigen Bewohnern. Außerordentlich lange, gesundheits- wortet Unterfranken eine 10ftündige Arbeitsdauer, ausschließlich der Der elfstündige Maximalarbeitstag der fchädigende Arbeitszeit herrscht in Schneidemühlen und Säge- Baufen. Bis zum 20. Lebensjahre wären 8 Stunden als Maximum Arbeiterinnen hat auch auf den der Männer entsprechend werken, wie Ostpreußen, Oppeln, Niederbayern, Württemberg II, zu betrachten. eingewirkt, doch beschäftigen Aachener Tuch fabriken und Baden und Lothringen mittheilen. Au Stelle der bis 161/2 stündigen Spinnereien ihre Arbeiter bis zu 14 und 15 Stunden, und Arbeitszeit wird 12 stündige gefordert, von Ostpreußen im Sommer schuh- und Hutmacherinnen des Bezirks Hannover find gleichfalls Unter den Damenschneiderinnen, Puhmacherinnen, Handzwar von 6 Uhr Morgens bis 10 und 11 Uhr Abends, in eine 14stündige mit einer Stunde Mittagspause, im Winter von Erkrankungen beobachtet worden, welche nach Ansicht der KassenTrockenräumen auch von 7 Uhr Morgens bis Nachts 12, 1 und 13 Stunden mit gleicher Pause. Gesetzliche Regelung der Pausen ärzte durch die übermäßige Dauer der Arbeitszeit hervorgerufen fogar 3 Uhr, und zwar nicht nur an einzelnen Tagen, fordert Reuß j. 2. für Tischlerei, Glaserei, Holz werden". Während des besten Geschäftsganges dauert die Arbeit fondern an einer ganzen Reihe von Tagen hinter einander. Die waaren- Fabrikation und Böttcherei; die Arbeitszeit 14 bis 17 Stunden! Sie wird ſizend, in gebückter Haltung, Arbeiter gingen dann nicht nach Hause, sondern schliefen auf beträgt dort 12 Stunden, in Baden 15 Stunden, was Schwindfucht meist in mangelhaft beleuchteten und ungenügend ventilirten Tuchstücken innerhalb der Arbeitsräume, 111 nächsten zur Folge hat; 12stündige Maximaldauer wird gefordert. Schäd- Räumen vorgenommen. Aehnlich berichten Schwaben und Pfalz. Morgen um 7 Uhr ihre Arbeit wieder aufzunehmen." lichent Staub und Dunst sind die Schäffler( Böttcher) ausgesetzt. Die Gesundheitsverhältnisse der Arbeiterimen der Hausindustrie int Besonders in den Eupener Fabriken und in den kleineren fie fordern 8-9stündige Arbeitszeit mit je 3/ 4stündiger Bor- und Kleider- und Wäschekonfektion werden im Bezirk Minden von Betrieben herrscht zwölf- und zwölfeinhalbstündige Arbeitszeit. Der Nachmittagspause und 1/ 2-2 Stunden Mittagspause; die Ver- den meisten Kaffenärzten als geradezu erschreckend darBeamte sagt:" In Interesse der Gesundheit der Arbeiter ist es zu gestellt, besonders bei Näherinnen und Plätterinnen zwischen dem bedauern, daß diefe lange Arbeitszeit noch so vielfach, meist in Webereien, beibehalten wird, zumal auch im hiesigen Bezirke häufig 14. und 20. Lebensjahre. Bleichsucht, Schwindsucht, Bluthusten, Ers frankungen des Nervensystems und Zerrüttung des Genitalapparats die Erfahrung gemacht worden ist, daß nach Herabsetzung der Arsind die Folgen. Da die vom Bundesrath am 31. Mai 1897 erbeitszeit auf elf Stunden die Arbeitsleistung der Weber gar nicht oder nur unwesentlich abnahm. lassene Konfettionsverordnung sich nur auf Werkstätten erstrect, in In Schwaben müssen die Arbeiter oft drei bis vier Webstühle denen die Anfertigung von Konfektionsartikeln im Großen" gleichzeitig bedienen, so daß sich der Arbeiter den Die fehr langen Arbeitszeiten in den Mühlenbetrieben erfolgt, ferner nicht auf Werkstätten, in denen die Herstellung u. s. w. ganzen Tag nicht aufzurichten vermag, da er feine( 14, 16 bis 18 Stunden) werden aus fast allen Theilen des Reiches nur gelegentlich" oder durch Familienangehörige erfolgt, so tömmen Stühle im Laufen erhalten muß". Potsdam fordert 10 Stunden als gesundheitsschädigend bezeichnet. Die Kommission für ich eine sehr beträchtliche Zahl von Betrieben der Verordnung entArbeitszeit, ausschließlich der Pausen, für Arbeiterinnen; Regelung Arbeiterstatistit hat sich wiederholt mit den Zuständen in zichen. Leipzig schreibt:" In vielen Unternehmungen der Kleiderund Wäschekonfektion, in den Damenschneidereien, der Arbeitszeit auch für männliche Arbeiter in Shoddyfabriken und diesen Betrieben beschäftigt; ihre Beschlüsse sind aber so zahm, daß Puhmachereien und verwandten Betrieben entbehren die ArJutespinnereien, in letzteren Ausschluß der jugendlichen sie an den traurigen Zuständen nicht viel ändern werden, denn sie beiterinnen des gesetzlichen Schutzes, da sie sich weder den Arbeiter, außerdem noch den der Arbeiterinnen für Karbonifir- fordert für Getreide Mahlmühlen, welche nicht lediglich Windanstalten, die 10ftündige Arbeitszeit und 2 Stunden Baufen er- mühlen sind, innerhalb 24 Stunden nur eine ununterbrochene Ruhezeit ordnen lassen, weil immer mir einzelne Stüde auf Be Fabriken noch den Wertstätten aus dem Grunde unterhalten sollen. Hessen 11 bezeichnet Beschränkung der Arbeitszeit auf von 8 Stunden(!) und für größere Betriebe( mit mehr als 10 Stunden für die Textilindustrie, besonders Spinnerei und Weberei, 3 Hilfspersonen) 14 stündige Arbeitszeit, die aber an 30 Tagen im tellung nach Maaß gearbeitet oder aus Fabriken bezogene fertige als unumgänglich nothwendig"; auch Baden fordert dies. Jahre auf 16 Stunden ausgedehnt werden kann. Einige GewerbeStücke passend gemacht werden." Die 11stündige Arbeitszeit sei besonders für Arbeiterinnen Aufsichtsbeamten machen bedeutend weitergehende Vorschläge als zehnstündigen Arbeitszeit. Für Wäschefabriken fordert Berlin das Verbot einer längeren zu lang, vom 30. Lebensjahre ab feien sie entkräftet und chronisch als die Kommission für Arbeiterstatistik. So fordert Potsdam für als zehnstündigen Arbeitszeit. übermüdet. Vom Staub haben die Arbeiter in Flachs, Hauf alle Betriebe der Getreidemüllerei 10 Stunden mit 2stündiger Pause, Köln bemerkt hierzu, daß solche Arbeitszeit, auch wenn sie wöchent In Wäschereien wird 18 Stunden und darüber gearbeitet; und Jutespinnereien sehr zu leiden( Württemberg III, Minden); unter Ausschluß der Frauen und jugendlichen Arbeiter. Wurzen lich nur zwei- bis dreimal vorkommt, den weiblichen Organismus Schwindsucht sehr häufig; 11 Stunden Magimalarbeitszeit erforder- 12 Stunden und eine Ruhepause von mindestens 12 Stunden auf die Dauer schädigt.„ Der Nachweis einer thatsächlichen lich. In Reuß 1. 2. herrscht durchschnittlich 11½stündige Arbeitszeit; zwischen 2 Schichten für solche Betriebe, in denen von 10 Abends Schädigung ist schwer zu erbringen, da die Wäscherinnen häufig ihre als Folgen werden Nerven und Lungenertrantungen bis 5 Uhr Morgens gearbeitet wird. Auch Reuß j. 2. schlägt angegeben, die nach Mittheilungen einer Orts- Krankenkasse im Bezirk 12 stündige Arbeitszeit vor, Sachsen- Altenburg 13 Stunden Stellung wechseln und in den Gesindedienst übergehen." Auch Baden Chemniz bei Webern und Tuchmachern mit 13stündiger einschließlich 4 Pausen von zusammen 21/2 21/2 Stunden, wo flagt über die übermäßige Arbeitszeit in Wäschereien und Bügeleien, ebenso Leipzig. Arbeitszeit beobachtet wurden. Zehnstündiger Maximalarbeitstag mit regelmäßig Tag und Nachtbetrieb ist; wo nur Tagbetrieb Der Aufsichts- 15 Stunden einschließlich 21/2 Stunden Pause, für Mühlen an kleineren Dresdens wird bis 18 Stunden täglich gearbeitet. Für Hasen- und 1stündiger Mittagspause erscheint geboten". In der Blumenmacheret, Strohflechterei und Strohhutnäheret beamte für Chemnik dagegen meint, meint, daß nach den An- Wasserläufen vom 1. Mai bis 31. Oftober mindestens 6 Stunden Kaninchenfell Zurichtereien fordert Hessen I 10 Stunden, für gaben der bon ihm befragten Kassenärzte ver- Ruhezeit täglich, vom 1. November bis 30. April mindestens acht ilztuch- Fabriken Reuß j. 2. 11 Stunden und Ausschließung ver einzelt Berufserkrankungen vorgekommen feien. Reuß ältere Stunden. Linie hält hält den Wollstaub nicht für gesundheitsschädlich, Für Zuckerraffinerien fordert Potsdam 8 Stunden einschließ- heiratheter Frauen von der Ueberarbeit. " " ant golder müssen den ganzen Tag stehend Dunst einathmen, ihre Arbeitszeit sollte 10 Stunden nicht übersteigen( Oberbayern). Für Korkmüllereibetriebe fordert Potsdam 10 Stunden Arbeitszeit und zwei Stunden für Pausen, sowie Ausschluß der Arbeiterinnen und jugendlichen Arbeiter. XIII. Nahrungs- und Gennsmittel. " XV. Baugewerbe. " Baumwoll und Jutefaser sei schlimmer; auch seien die Arbeits- lich 2 Stunde Pause sowie Ausschluß von Arbeiterinnen und jugendräume meist weit und luftig. Dagegen werden dort in den lichen Arbeitern. Dreischichtiger Betrieb mit achtstündiger Arbeits- Bei Arbeiten in komprimirter Luft( in Caissons), wie Strumpffärbereien die Diamantschwarzfärber durch dauer und Pausen von einer Stunde fordert Hildesheim. In der sie beim Fundiren von Brückenpfeilern, Abtäufen von Bergwerks Chlordämpfe und Chrombeizen krank gemacht, so daß der Beamte dortigen Melasse Entzuderungs- Anstalt wird in Tag- Schächten ut. dergl. stattfindet, tritt die sog. Caissonkrankheit auf, 9 ftündige Marimalarbeitszeit fordert und zwar je 1 Stunde am und Nachtbetrieb mit 12stündigen Schichten gearbeitet; auf 100 Mit( Schwindel, Erbrechen, Berlangsamung des Pulses, Schwer Farbfaß und 1 Stunde bei anderen, gesundheitlich unschädlichen glieder der Strankenkasse tamen 69,3 Erkrankungen mit 901 Strant- hörigkeit, Gelent- und Brustschmerzen). Die Tiefbau- BerufsArbeiten. Die Ortskrankenkasse I zu Greiz hat zur Beantwortung beitstagen bei männlichen, 66,7 Erkrankungen mit 787 Krankheits- genossenschaft hat Vorschriften erlassen, die eine achtstündige. der dem Aufsichtsbeamten des Bezirkes Reuß a. 2. mitgetheilten tagen bei weiblichen. Etwa über 20 pet. der Erkrankungen sind Arbeitszeit fordern. Hessen II erklärt dies nicht für auss Fragen eine Kommission eingesetzt, welche erklärt, daß in die Folgen von Unfällen; der ganze Betrieb macht den Eindruck, reichend, da sich die Arbeitszeit in Druckluft nach deren Druck der Färberet durch die Beschäftigung mit den verschiedensten als ob die Anspannung der Arbeitskräfte zu intensiv betrieben richten müsse, zweimal 4 Stunden täglich bei 13% Atmosphäre. giftigen Farben die Gesundheit der Arbeiter unter- werde." leberdruck, bis zweimal 1 Stunde bei 31/2 Atmosphäre; bei größerem graben werde, zumal 11 Stunden täglich, und während der In Oppeln wurde in einer Buderfabrit regelmäßige leberdruck soll nur ausnahmsweise gearbeitet werden. Saison, 1/2 Jahr lang, bis 16 Stunden gearbeitet werde; die Ein- 18 st i ndige Arbeitsschicht eingeführt! In Magdeburg und Für Zimmerplätze und Bauhöfe fordert Reuß i. 2. Kürzung führung eines sanitären Magimal- Arbeitstages sei dringend noth- Bojen kommen 18- oder 24 stündige Wechselschichten vor. Bosen der Arbeitszeit, Oberbayern für Maler, welche 81stündige fordern wendig. Der Beamte für Reuß i. 2. fordert für Färberei- und und Potsdam fordern Verbot längerer Arbeitsschichten mit je 1 Stunde Vor- und Nachmittagspause sowie 11/2 Stunden Appretur Anstalten Kürzung der Arbeitszeit auf höchstens als 18 Stunden! Mittagspause; für Stuckateure seien 9-10 Stunden und 11/ 2stündige 11 Stunden. Als Berufskrankheit wird Anämie( Blutarmuth) be= Auch in Fleisch- und Wurstgeschäften wird 13 bis 14, häufig mittagspause wünschenswerth; für Schieferdecker fordert Reuß j.. zeichnet als Folge der Einathmung organischen Staubes. Die im bis 16 Stunden gearbeitet. Die Sterblichkeit ist, trotzdem junge und Kürzung der jetzt 10%-11 Stunden dauernden Arbeitszeit, da Bezirk Berlin beschäftigten Dekatur- und Appretur- Arbeiter wohlgenährte Leute verwendet werden, nahe derjenigen der Glas- Knieschwamm, Strankheiten des Halses und der Athmungsorgane find während der Saison oft von 6 Uhr Morgens mit zwei arbeiter! Lothringen fordert ähnliche Bestimmungen wie für die hervortreten. Stunden Pause bis 11 oder 12 Uhr Nachts thätig, zudem Bäckereien. noch unter gesundheitlich ungünstigen Verhältnissen". Der amt- Für Gefrierhallen der Schlachthäuser und Brauereien liche Bericht enthält hierbei einen einen bedeutsamen Hinweis fordert Potsdam 8 stündige Arbeitszeit mit ½ stündigen Pausen und Arbeitszeit von 9 Stunden gefeßlich festzulegen; Beffen II fordert auf den Werth der Organisation, Es heißt da: Ausschluß der Frauen und jugendlichen Arbeiter. " Zwar wurde zu Beginn des Jahres 1895 auf Drängen der Ar- In den Käsereien Westpreußens wird in der Regel von 4 Uhr 8 Stunden, für tadellose Betriebe 10 Stunden. Für Buchbeiter, welche fich organifirt hatten, die Arbeitszeit in den meisten früh bis 11 Uhr Abends gearbeitet; doch sei, wie der Beamte für druckereien fordert Oberbayern auf Grund ärztlicher Gutachten Anlagen auf 10-11 Stunden täglich herabgesetzt, doch scheint diese Westpreußen meint, eine Regelung oder Kürzung der Arbeitszeit 1/2 Stunde Vor- und Nachmittags. Die Aerzte zu Bielefeld weisen 8-9 Stunden mit zweistündiger Mittagspause, eventuell auch je -9 Stunden mit zweistündiger Mittagspause, eventuell auch je Errungenschaft wieder verloren gegangen zu sein, da etwa nicht empfehlenswerth, auch von den Arbeitern nicht verlangt! nur 50 pct. der Arbeiter organisirt sind." Der Be= In den Mälzereien ist, wie Berlin berichtet, die tägliche auf die große Zahl der Schwindsichtskranken unter den Schriftamte fordert fanitären Magimal Arbeitstag. Auch Wiesbaden, Arbeit der Mälzer auf den heißen Darren eine so lange und feiern hin. Die Orts- Krantentasse zu Greiz fordert 10 Stunden Aachen, Chemniz, Zwidau weisen auf die lange Arbeitszeit in schwere, daß sie ohne Einbuße auf die Dauer nicht ausgeführt werden Arbeitszeit, was der Beamte für Reuß ä. 2. nicht für begründet Appreturanstalten( Bleichraum, Färberei) hin. Reuß ä. 2. fann." Er fordert Beschränkung der Arbeitszeit, mindestens aber hält, da nur die Sezer dem Einathmen giftigen Bleistaubs ausfordert für Rahmenhäuser, Trodenräume und häufigen Wechsel der Arbeiter. Potsdam verlangt 8stündige Arbeits- gesezt seien, durch anderweitige Vorkehrungen aber geschützt seien. Bressereien der Appreturanstalten, wo vielfach eine bedeutende zeit mit astindiger Bause und Ausschluß der Frauen und Jugend- Buch- und Steindruckereien, gesetzliche Regelung der Bausen, Für die Musterzeichnereien fordert Reuß j. Linie, ebenso für Wärme, 11 Stunden Arbeitszeit und 18% Stunden tägliche lichen. Oberfranten hält die jetzt übliche Arbeitszeit von 18 und sowie Verbot der Hausarbeit; die Arbeitszeit schwante Arbeitsschicht.mehr Stunden als zu hoch, während Mittelfranken bei 13-15stün zwischen 9 und 11 Stunden; Lungenschwindfucht, Blutarmuth und diger Arbeitsdauer keine Gesundheitsschädigungen beobachtete. Reuß Bleikolit feien häufig beobachtet. jüngere Linie fordert 12 Stunden Arbeitszeit und gesetzliche Regelung der Bauſen; Rheumatismus und Lungenschwindsucht seien die Berufskrankheiten. X. Papierindustrie. Das Sortiren, Auftrennen und Zerkleinern der Lumpen ruft durch Staubentwickelung und gekrümmte Körperhaltung Erkrankung der Athmungsorgane, Augenentzündung und HautIrantheiten hervor. Botsdam, Minden, Hessen I fordern 10 stündige Arbeitszeit; in Reuß i. 2., wo 12 Stunden gearbeitet wird, verlangt j. der Beamte nur gefegliche Regelung der Pausen. XVI. Polygraphische Gewerbe. Für Schriftgießereien fordert Hessen I die jetzt dort übliche XVIII. Fabrikarbeiter, Gesellen und Gehilfen in verschiedenen Gewerbezweigen. 15 Stunden; die Verhältnisse der Arbeiter seien mindestens so Ausführungen ein; sie würden in ungefunden Aufenthaltsräumen Die Arbeitszeit in den Brauereien ist im Unter- Elsaß 12 bis Für die Heizer und Maschiniften tritt Ostpreußen in längeren übel wie in der Ziegelindustrie! Der Beamte schlägt, da die großen überarbeitet, zumal fie eine eigentliche Ruhepause nicht haben. Falls Brauereien mit 10/ 2-11 Stunden austommen, 13 Stunden und für ihr täglicher Dienst 14 Stunden übersteigt, müßte außer dem Sonntage Mälzer, Sieder und Fahrer 14 Stunden Höchstdauer vor; dazu seien auch noch ein halber Ruhetag in der Woche, bei länger als 16 Stunden In Reuß j. 2. find Entzündungen der Knie und Hände sowie drei Pausen von zusammen zwei Stunden zu gewähren. Auch in ein ganz besonderer Ruhetag festgesezt werden. Oberbayern berichtet Infektionstrantheiten beobachtet; mittlere Arbeitsdauer 10 und 9, Bosen, Hannover, Oberfranken, Mittelfranken, Leipzig, Plauen, von Arbeitsdauer bis 18 Stunden, bei Wechselschichten bis 24 Stunden! höchste 12 Stunden; wünschenswerth: gesetzliche Regelung der Döbeln, Württemberg III, Reuß ä. 2. und Lothringen find sehr Der Beamte fordert höchstens 14 Stunden, Heffen I für Dampf. Paufen. Bei Sattlern treten als Folgen des andauernden Sizens lange Arbeitszeiten üblich. 11-12 ftündige Arbeitszeit fordert Ober- teffelheizer 8 Stunden Gest 8-12 Stunden). Seffen II erklärt, XI. Lederindustrie. baß schon im Interesse der Betriebssicherheit mehr wie 12 Stunden| nicht zugelassen werden dürften. Neuß f. 2. fordert für die Feuer Teute im Dampfteffelbetriebe gefehliche Regelung der Pausen und das Verbot der Verrichtung von Nebenarbeiten; die Arbeitszeit beträgt 13-14 Stunden. Für Speditionsgeschäfte verlangt Schwaben einen Magimal arbeitstag. XXI. Berkehrsgewerbe. Die hier im Auszuge wiedergegebenen Schilderungen der Gewerbe- Aufsichtsbeamten werden von diesen selbst aus den anfangs angeführten Gründen als unvollkommen und unzuläng lich bezeichnet, weil sie nicht alle Berufsschädigungen und gefundheitsgefährlichen Betriebe umfassen konnten. Was aber in diesen Berichten mitgetheilt wird, ist eine so Koblenz berichtet, daß ein Arzt über Gesundheitsschädigung bei Für das Kleinhandwerk befürwortet Württemberg I einen In Mannheim haben die Pferdebahukutscher und Schaffner Dienst der Eisenbahn beschäftigter Personen durch zu lange Arbeitszeit flage. Magimalarbeitstag von 11 Stunden, der dort noch von 1/7 1hr Morgens bis 1/211 Uhr Abends mit 15 Minuten wünschenswerther ſei als für Fabriken. Auch Württemberg II spricht Pause für Mittageſſen. Außerdem find noch Extratouren abwechselnd furchtbare Antlage gegen die Rüdsigtslosigkeit fich dafür aus; die körperliche Anstrengung der jugendlichen Arbeiter zu fahren, so daß dann die 16stündige Arbeitszeit noch verlängert des Unternehmerthums und eine ſo zwingende Mahnung rei in zahlreichen Handwerksarten bedeutend größer als in Fabriken wird; der Dienst der Stallleute dauert 18-19 Stunden mit an die Gesetzgeber, hier nun schleunigst durch entsprechende und die Arbeitsräume oft noch ungefunder. Baufen von zusammen 2 Stunden. Aehnlich in Heidelberg und Gesetzesvorschriften einzuschreiten, daß es der offenkundigsten Bankrott Starlsruhe. Die Folgen feien Husten, Heiserkeit, Augenentzündung erklärung der deutschen Sozialreform gleichläme, wenn Graf und Rheumatismus. Gefegliche Regelung der Arbeitszeit sei dringend Posadowsky nicht bei den Etatsberathungen im Namen des erforderlich, was auch Neuß j. 2. befürwortet, wo jezt bis 14 Stunden Bundesraths die Erklärung abgegen kann, daß dieser in allernächster tägliche Arbeitszeit üblich ist. Auch hier können fast aus allen Orten, in denen Straßen- Beit das seit 1891 Bersäumte nachholen und die Arbeitszeit wenigstens bahnen beſtehen, ähnliche Klagen über unmenschliche Arbeitszeiten aus gesundheitlichen Gründen verkürzen wird. der Schaffner und Kutscher gebracht werden! XIX. Handelsgewerbe. XXII. Beherbergung und Erquickung. Für die Verkäuferinnen in Ladengeschäften fordert Minden den Erlaß von Bestimmungen ähnlich denen für die Konfektionsarbeiterinnen, ausgenommen das Verbot der Beschäftigung nach 51/2 1hr an den Vorabenden der Sonn- und Festtage. 15 Stunden feien sie jetzt beschäftigt. Die Folgen find nach den 12 bis Ausführungen des Kreisphyfitus zu Bielefeld: Bleichsucht, Blutarmuth, Krampfadern, Lageveränderung der Gebärmutter. Aehnlich Reuß j. 2. tritt für Arbeitszeitverkürzung der Gastwirths: berichtet Baden. Eine Orts- Krankenkasse theilt mit, daß in Sturz- Gehilfen ein, die auch durch schlechte Luft sowie Lehrlingswaaren- und in Damenkleider- Geschäften die Mädchen Abends nach zich terei und Stellen vermittelungs- Wucher leiden. Schluß des Ladens noch bis 10, 11 Uhr und theils noch über Mitter- An Stelle der jetzt bis 16 Stunden dauernden Arbeitszeit sei sie nacht zum Arbeiten angehalten würden. Dagegen feien sie auf 12 Stunden zu begrenzen und die Pausen gesetzlich zu regeln. fo gering bezahlt, daß sie ihr Leben absolut Dresden theilt mit, daß die Ortstrankenkasse für die Angestellten nicht zu fristen vermögen." Auch Oberfranken, Schwaben des Gast und Schankgewerbes eine Beschränkung der Arbeitszeit auf und Württemberg III weisen auf die lange Arbeitszeit hin. 10 Stunden als erwünscht bezeichne. Für den Inhalt der Juserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Thraker. Dienstag, 17. Januar. Opernhaus. Der Evangelimann. Phantasien im Bremer Raths: feller. Anfang 72 Uhr. Schauspielhaus. Anfang 72 Uhr. Julius Cäsar. Deutsches. Fuhrmann Anfang 72 Uhr. Leffing. 712 11hr. Henschel. Das liebe ich. Anfang Berliner. Familie Jensen. Anfang 72 11hr. Urania Taubenstrasse 48/49. Im Theater: Reiseskizzen aus dem Orient. Im Hörsaal: Dr. Nass: Die Elemente des Wassers." chemie II.) ( ExperimentalInvalidenstr. 57/62: Tägl. Sternwarte. Residenz. Der Schlafwagen Ron Passage- Panopticum. trolleur. Vorher: Zum Einsiedler. Anfang 72 Uhr. Neues. Der Sohn der Frau. Anfang 7 Uhr. Metropol. Die feinen Michu's. Hierauf: Die Engelsjäger. Aufang 72 11hr. Schiller. Die Leibrente. 8 1hr. 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Donnerstag 8 Uhr: Das Lumpengesindel. Central Theater Direktion: José Ferenczy. Die Puppe( La Poupée) Operette in 3 Atten und einem Borspiel von Ordonneau und Sturgeß. Musik von Ed. Audran. Die Pausen finden nach dem zweiten und dritten Bilde statt. Morgen und folgende Tage: Die Puppe( La Poupée), Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72/73. Letzte Woche! Gastspiel Emil Thomas Mein Leopold. Boltssind mit Gefang in 6 Bildern von Adolph L'Arronge. Morgen: Dieselbe Vorstellung. In Vorbereitung: Gastspiel Emil Thomas. 8. 1. M.: Schibdebold's Engel. Große Boffe in 4 Aften von M. Mannstädt. Luisen- Theater 34. Reichenbergerstraße 34. Abends 8 Uhr: Die bezähmte Widerspänstige. Lustspiel in 4 Aften von William Shakespeare. Mit Benugung einiger Theile der Uebersezung des Grafen Baudissin v. J.L. Deinhardstein. Mittwoch: Wilhelm Tell. Donnerstag: Othello. Freitag: Die bezähmte Widerspänstige. Sonnabend: Nachmittag: Wilhelm Tell. Abends: Der Kaufmann von Venedig. Im Kaisersaal nur noch wenige Tage: Adrienne Gaston. Im Völkersaal stündlich: 40 Krieger des Mahdi. Castan's Panopticum. Die SIOUXINDIANER sind da! Metropol- Theater. Behrenstr. 55/57. Dir. Rich. Schultz. Bum 22. Male: Die kleinen Michu's. Operette in 3 Atten v. André Messager. Sierauf: Die Engelsjäger. Tanzpoëm in 14 Bildern von J. Regel und J. Bayer. Morgen und folgende Tage: Dic: selbe Vorstellung. Anfang der Vorstellung 72 Uhr. Sonnabend, den 21. Januar: Zweiter grosser Maskenball. ( Berliner Redoute). * W. In dem vorigen Artikel über„ Die Gesundheitsschädigung der Arbeiter" find einige Druckfehler unterlaufen: In Gruppe VI( Maschinen u. s. w.) muß es beim Bezirk Oppelit nicht heißen, daß die längste Schicht der Woche höchstens 29 Stunden betragen darf, sondern 24 Stunden. In Gruppe VII( Chemische Judustrie) muß es bei gündholzfabriken heißen: Eine Bundesraths- Verordnung schließt aber weder Arbeiterimen u. s. w. von der Beschäftigung aus, noch setzt sie eine Marimal- Arbeitszeit fest; anstatt: do ch setzt sie. Das beliebteste Getränk! Nordlicht& Original- Literflasche. Nordlicht- Magenwein mit süssem Ungarwein M.& W. Müllers Apollo- Theater. Direktion E. Waldmann. Carola Débriège Alexia und 15 auserlesene Spezialitäten. Anfang 72 Uhr. Concerthaus Leipzigerstr. No. 48. Täglich: Hoffmann's Quartett Humoristen 8um Schluß: Das Versprechen hinterm Herd. Feen- PalastTheater Burgstr. 22. Burgstr. 22. Wiederauftreten der beliebten Soubrette Helene Voss. Neu! Der Heldenten. Schmidt. Um 8 Uhr: Gr. Lacherfolg: Rich. Winkler und Wilhelm Fröbel in der unverwüstlichen Posse Endlich zu Zweien. Kolossaler Beifallsjubel! Fred Dewey. Gebr. Kieselly. Gebr. Vero. Louise v. Dolffs. Alexandro Michaelainko, Ruff. Gefang: u. Tanz- Gesellschaft. Anfang 7 Sonntags 6 Uhr. 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