Nr. 17. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Prets pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrirter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Zeitungss Preisliste für 1899 unter Er. 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts dal sd wont Berliner Volksblatt. 16. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonelgeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Bereinsund Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Rmt 1, Mr. 1508. Telegramm Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die ungarische Krise. Freitag, den 20. Januar 1899. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. lassen sich nicht die Oppositionsparteien des Parlaments bei den Wahlen durch Militär, Polizei und Geld wehrlos machen, vor allem aber kann sich die brutale Alleinherrschaft und Despotie der magyarischen Minderheit gegen die nichtmagyarische Mehrheit aufrechterhalten. Was sich heute in Ungarn abspielt, ist blos der Vorläufer viel größerer und schwererer Katastrophen. Politische Mebericht. Berlin, den 19. Januar. Der Reichstag Banffy brüskirte die gegnerischen Fraktionen des Parla ments, so bei der Affäre der Wiederaufstellung des Denkmals Budapest, 17. Januar. Henzi's, des Mannes, der im Kampfe gegen die revolutionären Obgleich Ungarn noch immer zu den zivilisirten Staaten Ungarn 1849 bei der Vertheidigung Ofens gefallen war. Europa's gerechnet wird, giebt es nächst der Türkei, Serbien Bei den Ausgleichsverhandlungen täuschte er das Parlament und Rußland in Europa kein despotischer und ungerechter fortwährend und veranlaßte damit die beiden Unabhängigkeitsregiertes and als gerade die Länder der heiligen Stephans parteien, die äußerste Linke", ihre programmatische Forde trone". Freilich, wenn man den Firniß blos betrachtet, der rung der völligen Trennung Oesterreichs von Ungarn und durch eine aus geheimen Fonds wohlgenährte Presse im Lande die Beschränkung der Verbindung auf die Personalunion und in frem den Staaten stets frisch erneuert wird, so meint der Dynastie mit Feuereifer zu vertreten. Banffy hatte daman, daß in Ungarn der Liberalismus, also eine moderne gegen kein anderes Mittel als die rücksichtslose Ausnügung Regierungsform, die Gewalt in Händen hat, daß die politische feiner forrupten Parlamentsmehrheit, die aber die verFreiheit dort zu Hause ist und im Lande gesunde wirthschaft- zweifelte Gegenwehr der die Obstruktion zuerst meisterhaft liche Zustände herrschen! Aber all dies ist blos eine raffinirte flug, dann mit von Tag zu Tag sich steigernder Schärfe hand- hatte heute zu Anfang der Debatte über den Etat des Täuschung. habenden Opposition hervorrief. Im ungarischen Parlamente Ministeriums des Innern das Schauspiel eines weißen In Ungarn herrscht der Absolutismus der herrschenden ist die Opposition und damit auch die Obstruktion eine ganz Raben". Herr Rösicke, der Großkapitalist und GroßunterKlassen, des niedrigen und höheren Adels und des Klerus des andere Macht als im österreichischen Abgeordnetenhause. Die nehmer, der zum Entfegen seiner Kollegen Stumm, Möller, magyarischen Stammes, der wenig zahlreichen Bourgeois, die Geschäftsordnung und das fast völlige Fehlen bedenklicher Hilbek und Kompagnie die Gleichberechtigung der Arbeiter meist jüdischen oder deutschen Ursprunges ist, aber sich völlig Bräzedenzfälle gewährt der Opposition große Macht und einen anerkannt und den Arbeiter nicht als Menschen zweiter Klasse magyarisch geberdet. Durch ein komplizirtes Wahlsystem sind Nothverordnungs- Paragraphen, wie den vielberufenen§ 14 betrachtet, sprach für seinen, zusammen mit Pa chnicke eindie Nichtbefizenden und die kleinen und mittleren Steuer- der österreichischen Verfassung, besitzt das ungarische Grund- gebrachten Antrag auf Errichtung von Arbeits- Nachzahler vom Stimmrecht ausgeschlossen und durch rücksichts- gesetz nicht. Eine Verhüllung des Verfassungsbruches, ein weisen. Herr Nöfice entwickelte dabei so liberale und Loses, Gesetz, Recht und Moral mit Füßen tretendes Beein- verschleierter Absolutismus ist in Ungarn nicht möglich, hier humane Grundsäße, daß König Stumm auf seinem Thronflussungs- und Erpressungssystem der Verwaltungsbehörden heißt es parlamentarisch regieren oder den Absolutismus ohne seffel herumrutschte, als wäre es der glühende Noft des Inka's werden die nichtmagyarischen Nationalitäten, die die Mehr- Feigenblatt! Montezuma. " heit der Bevölkerung bilden, von fast jeder Ver- Die Verfassung ermöglicht es der Regierung auch nicht, Noch übler wurde dem Herrn aber zu Muth, als Genosse tretung im Parlamente ausgeschlossen. Jede Bethätigung nach Belieben das Parlament aufzulösen. Wenn der Reichs- Wurm das Wort ergriff, um an der Hand der Fabrikder Nichtmagyaren wird brutal unterdrückt, schon tag früher aufgelöst, vertagt oder geschlossen würde, ehe er Inspektoren- Berichte und des sonstigen amtlichen Materials, die Schulkinder sucht man ihrer Nationalität gewalt über die Schlußrechnungen und den Voranschlag für das das er beherrscht wie nur wenige außer ihm, gegen das sam zu entfremden; Gericht und Verwaltung amtiren nächste Jahr Beschluß fassen konnte, so muß er noch im Laufe kapitalistische System und den Klassenstaat, der es stützt selbst in den Bezirken, in denen die Magyaren auch noch nicht des Jahres und zwar zu solcher Zeit einberufen werden, daß und fördert, eine wuchtige und flammende Anklagerede zu den zwanzigsten Theil der Bevölkerung bilden, in magya- sowohl die Schlußrechnungen als auch der Voranschlag des halten. Er zeigte, wie ein wirksamer Arbeiterschuh nur möglich rischer Sprache. Die berühmte ungarische Preßfreiheit existirt nächsten Jahres bis zum Schlusse des Etatsjahres, das in ist bei wirksamen Arbeiterorganisationen. Ohne solche find auch blos für die magyarischen Parteien, nicht aber für die Ungarn mit dem Kalenderjahre zusammenfällt, im Reichstage auch die besten Geseze todte Buchstaben. Die Arbeitgebes Presse der Sozialdemokraten und der Slaven und Rumänen. verhandelt werden können. Nach einem 1874 erlassenen sind in ihrer großen Mehrzahl Gegner des Arbeiterschutzes und Um tein Haar besser steht es mit dem Versammlungsrecht. Geseze muß im Falle der Neuwahlen zwischen der die Behörden sind mehr auf Seiten der Arbeitgeber als der Theoretisch ist es das beste der Welt, denn Ungarn befizt Auflösung des alten und der Eröffnung des neuen Reichstags Arbeiter. Die Gewerbe Aufsicht ist durchaus ungenügend, ein sol ches Gesetz nicht, demnach müßte die unbeschränkte Freiheit ein Zeitraum von mindestens 40 Tagen verstreichen. Banffy namentlich in Preußen, wo die Inspektoren am wenigsten sich zu versammeln existiren, in der Praxis herrscht aber die durchschaute die vorsichtige, ruhige Obstruktion der Opposition Werth auf die Unterstützung der Arbeiter legen, was Redner reinste Willkür der Behörden. Unsere Parteigenossen müssen nicht, er ließ die Zeit verstreichen und verpaßte die Gelegen- durch zahlreiche Beispiele belegt. In den polnischen Landeseinen unausgefekten Kampf um jede Versammlung führen. heit, in einer von der Verfassung zugelassenen Art das theilen werden für die Arbeiter, welche kein Deutsch können, Noch schwieriger gestaltet sich für die nichtmagyarischen Parlament aufzulösen und Neuwahlen auszuschreiben. Er die Arbeiterschutz- Bestimmungen thatsächlich illusorisch gemacht, Nationalitäten die Abhaltung von Versammlungen. Während mußte dann einsehen, daß der Obstruktion nicht mehr bei- indem man sie in deutscher Sprache veröffentlicht. Redner der agrarfozialistischen Bewegung hat man viele hunderte von zukommen war und er hätte dem klaren Sinne der auch von stellt dann das Märchen vom Arbeiterterrorismus richtig, Ver einen ohne jeden Grund aufgelöst, Bibliotheken und ihm beschworenen Verfassung entsprechend zurücktreten müssen, indem er nachweist, daß es ein Terrorismus gegen die ArVer einsvermögen einfach konfiszirt. da er ohne Budget und Ausgleich oder provisorische Geseze beiter ist. Uebermäßige Arbeitszeit besteht in vielen ArbeitsSo sind es Gewaltmittel aller Art, welche die herrschenden über diese beiden keine Minute regieren, feinen Streuzer aus zweigen und was die Löhne betrifft, so sind dieselben nur Klassen der magyarischen Minorität anvenden, um die Bildung geben, feine Gehälter und Zinsen zahlen, keine Steuergelder theilweise gestiegen und auch nicht so, daß eine bessere Lebensei ner öffentlichen Meinung und einer Organisation der unter- einnehmen und feinen Refruten ausheben konnte. Er haltung ermöglicht wäre. In der Glasfabrik von Löbtau z. B. drückten Klassen und der Nationalitäten zu verhindern. hätte die Verantwortung für diese Verhältnisse formell, sind die Löhne so niedrig, daß voll beschäftigte Arbeiter der Die Stärke der herrschenden Klassen magyarischen Stammes wenn auch nicht faktisch der Opposition überlassen müssen. Armenunterstützung bedürfen, bedürfen, während die Aktionäre be steht in der Zähigkeit und Rücksichtslosigkeit, mit der sie Statt das zu thun, was jeder seinem Eide getreue Minister fette Dividenden beziehen. Die Mängel der Arbeiterhygiene, ihre eigenen Interessen wahren, und in der Ausnüßung gethan hätte, hoffte er durch einen politischen Koup die die unzulänglichen Schutzvorrichtungen für Leib und Leben, jeden eigenen Vortheils und jeder fremden Schwäche. Da die Opposition zu überwinden. Der frühere Ministerpräsident die Hekatomben, welche in Deutschland allwöchentlich auf dem fünf magharischen Parteien, die liberale( Regierungs-) Partei, Tisza, der Banffy durch seinen Sohn Stephan Tisza bald erfekt Schlachtfelde der Industrie geopfert werden nichts wurde die ka tholische Volts( flerikale) Partei, die vereinigte Opposition, fehen möchte, heckte den Plan aus, daß die Mitglieder der den Priestern und Anwälten des Kapitalismus geschenkt. die der Graf Apponyi führt, und die beiden die völlige Regierungspartei durch ihre Unterschrift befunden sollen, daß Kurz, der Arbeiterschutz ist gegenwärtig ganz ungenügend Trenn ung von Oesterreich erstrebenden und die Tradition von sie der Regierung das Budget und das Recht der weiteren darin gipfelten die Ausführungen des Redners statt aber 1848/49 bertretenden Unabhängigkeitsparteien, stets völlig Steuererhebung und Refrutenaushebung provisorisch be- auf eine Besserung bedacht zu sein, finnen die Arbeitgeber einig waren bei der Durchsetzung von Vortheilen gegenüber willigen. Auf Grund dieser famosen„ lex Tisza" sollte nun und Regierungen nur darauf, die Arbeiter noch mehr Desterreich und gegenüber den nichtmagyarischen Nationalitäten, in Ungarn weiter regiert werden. Ein Sturm der Entrüstung zu fnebeln, und das bischen Arbeiterschuh noch zu beschneiden. da endlich die Krone aus Furcht vor der Wiederholung der erhob sich nun im ganzen Lande und auch bei allen an- Der Nationalliberale Großindustrielle Möller, dessen Ereignisse von 1848/49 stets für Ungarn und in inneren ständigen Parlamentariern, selbst in den Reihen der Ne- Mandat regelmäßig vom Reichstag wegen frasser BeeinFragen für die Magyaren entschied, so konnten die herrschenden gierungspartei, über den über alle Maßen frechen Anschlag flussungen und Mogeleien tafsirt werden muß, und der jüngst Klassen in Ungarn von Erfolg zu Erfolg schreiten. gegen die den Ungarn angeblich so theuern Verfassung, in bei der Verhaftung eines der Majestätsbeleidigung an Der Nationalitätenkampf und die trostlose Berfahrenheit deren Geiste freilich noch nie regiert wurde. Banffy fand geschuldigten Amerikaners eine sehr bedenkliche Rolle gespielt bes österreichischen Parlamentarismus haben dazu geführt, zwar in seiner Partei genug von ihm völlig abhängige hat, bemühte sich, den Eindruck der Nede seiner zwei Vordaß die Machtstellung der Ungarn ihren Höhepunkt erreicht( 240) Mameluken, die der Zahl nach mehr als gänger abzuschwächen, was ihm jedoch um so weniger hat. Bei den Ausgleichsverhandlungen mit der österreichischen die Hälfte der Kammer bildeten, aber er wagte gelang, als er abgesehen davon, daß die Thatsachen wider Reg ierung hat sich das Ministerium Banffy, fußend auf seine es doch nicht, die lex Tisza als Feigenblatt seines Absolutis- ihn sind, von Allem, was zum Redner gehört, nichts, M achtstellung, alles irgendwie Erreichbare gesichert. mus zu benügen. Dreißig der angesehenften Mitglieder seiner aber noch gar nichts besitzt. Von fast klassischer Ungeschicklichkeit Der Kampf, der heute Ungarn erfüllt, ist ein Kampf Partei, darunter ein Mitglied seines Rabinets, sowie auch war die Art, wie er sich unter frampfhaften Windungen und unt er den magyarischen Interessengruppen, in den die anderen einige der wenigen unbestechlichen Parlamentarier traten aus Verklausulirungen für das noch ungeborene Zuchthausgesetz Nati onalitäten vorläufig noch nicht eingreifen, dem sie aber der liberalen Partei aus, und die sämmtlichen Präsidenten erklärte. nicht theilnahmslos gegenüberstehen, während die Sozial- des Parlamentes legten ihre Stellen nieder, weil sie den nun Graf Posadowsty war von der Minderwerthigkeit der demo kratie an den oppositionellen Volksfundgebungen sich zu offen ungefeßlichen Zustand nicht decken wollten. Möller'schen Logik und Argumentation so tief durchdrungen, bethe iligen beginnt. Die Vorgänger des Grafen Banffy, vor Dem Parlamente präsidirte nun ein Alterspräsident, der daß er selbst auf den Plan trat und sowohl für seine Fabrikall em Tisza und Weckerle, rechneten stets mit der parla- zu den schärssten politischen Gegnern des Chefs der Regierung berichte als auch für die Sozialpolitik der Regierung eine Lanze me ntarischen Opposition, sie hüteten sich, sie topfscheu gehört, die Obstruktion verhindert die Wahl des Präsidiums, brach. Er gestand zu, daß er der sozialdemokratischen Presse zu machen, weil sie von dem richtigen Gedanken aus- die jeder weiteren Arbeit der Kammer vorangehen muß, und schäzbare Anregungen verdante und macht für die Zukunft gin gen, daß in einem Lande, wo das gesammte Banffy läßt zwar keine Steuern einheben, er verwendet aber, allerhand, freilich sehr vage Versprechungen. Betreffs der Bar lam ent nur eine fleine Minorität der Bevölkerung ohne irgendwie dazu berechtigt zu sein, die Kassenbestände des Sozialreform, meinte er, sie müsse langsam sein wie der und langsam bild et, die Gegensätze in der sogenannten Volksvertretung Staates zu Gehalts., Binszahlungen und zu allen sonstigen Krähwinkler Landsturm werde nicht zu groß werden dürfen, daß doch ein einigendes Band laufenden Ausgaben des Staates. Es wird ,, Ex lex"( außer Strähwinkler and sturm die Regierung die Parlamentsparteien umschließen müsse. Baron Banffy, halb des Gesezes) regiert. vorgehen, unbeirrt durch die Träumereien von„ Theoretikern der zum ungarischen Obergespan( unserem Landrathe ent Unter diesen Umständen blieb dem Kaiser nichts übrig, hinter der Studirlampe". Ob er Herrn v. Berlepsch unter sprechend) genug Begabung haben mag, der aber nicht das als das Ministerium Banffy fallen zu lassen. Es sind Kom- die Theoretiker hinter der Studirlampe zählt, hat er uns leider diplomatische Geschick und den weiten Blick befigt, um ein promißverhandlungen mit der Opposition eingeleitet worden nicht gefagt. Inzwischen war es fünf Uhr geworden, das Haus Land zu regieren und ein Parlament zu führen, pochte auf und über furz oder lang wird eine Einigung erzielt werden. war müde, und Genosse Ag ster, der heute seine Jungfernrede feine Mehrheit und auf das ihm im Uebermaße befundete Es handelt sich um den Preis, für den die Opposition den hielt, hatte einen schweren Stand. Ueber ein reiches Material Vertrauen der Krone. Ich kann im Parlamente Alles durch- Ausgleich mit der anderen Reichshälfte parlamentarisch zu verfügend, widerlegte er leicht die Sophismen und Schön. setzen", war der Trumpf, den er bei den Ausgleichs- stande kommen lassen will. färbereien des Herrn Möller, und legte die Schäden auf verhandlungen den nicht so sieges sicheren österreichischen Ift aber auch die gegenwärtige Arise beseitigt, so sozialpolitischem Gebiete klar, durch die Gründlichkeit seiner Ministern entgegenstellte. Baron Banffy sollte aber diesen wird damit für Ungarn feine Ruhe geschaffen sein. Ausführungen erzwang er sich schließlich die Aufmerksamkeit Trumpf, den er dem Monarchen und den österreichischen Die schwereren Stämpfe stehen dem Lande noch bevor. Auf des anfangs recht unaufmerksamen Hauses. Ministern gegenüber stets ausspielte, aus den Händen ver- die Dauer tönnen nicht bei einer Bevölkerung von 16 Millionen Morgen Fortsetzung. blos 600 000 Personen wahlberechtigt fein, auf die Dauer lieren. wie der 01 Freifinn! 11 # Magdeburger Justiz. In dem Majestätsbeleidigungs- Prozeß, der zur Ver" Ausland. Defterreich- Ungarn. das Zentrum ungünstigen Ausfall der Kölner Gewerbe-|( Benfuswahlen.) In der Sigung vom 17. Januar cr. wurde der Die Regierungs- und Hoffähigkeit des Freisinns ist er- gerichtswahl auf die militärische Haltung der Lieber- Männer Antrag mit großer Majorität abgelehnt. Natürlich, es handelte sich ja um eine Klasse von Bürgern, die keine politischen Rechte haben. wiesen! Die Reichsfeinde von ehemals lassen sich in den zurückführt. Triumphwagen Köller's einschirren. Und unter den gelentigen Fackeltänzern, die des schleswig- Holsteiner Oberpräsidenten Haupt int feurigen Glanze erstrahlen lassen, fchlängeln sich am behendesten die Freisinnigen, um aller Welt urtheilung Müller's zu vier Jahren führte, traten als Zeugen Ins österreichische Abgeordnetenhaus ist nun wieder die zu zeigen, daß sie auch einmal- Leuchten sein können. Aber neben Schmidt auch der Geschäftsführer Fabian und der Ver- Obstruttions Politit der deutschen Oppofition eingezogen. es find nicht etwa gleichgiltige Parteinullen, die sich an der leger Harbaum auf. Gleich zu Beginn der Sizung vom Donnerstag beanstandet AbDefilirtour vor dem Selbstherrscher aller Schleswig- Holsteiner Die Zeugen hatten behauptet, daß Müller mit der Her- geordneter Groß das Protokoll der legten Sigung, stelt mehrere betheiligen. die Wahlvorstände selbst der freifinnigen stellung der inkriminirten Nummer nichts zu thun, sein Name formelle Anträge zur Richtigstellung des Protokolls und beantragt Vereinigung und freifinnigen Volkspartei haben beschlossen, als verantwortlicher Redakteur versehentlich im Kopfe des darüber namentliche Abstimmung. Zwei namentliche Abstimmungen wurden veranlaßt, in welchen die Anträge des Abgeordneten Groß an dem Arrangement des für Schleswig geplanten Fackel- Blattes geführt wurde. Die Aussagen schienen dem Gericht mit 156 gegen 67 und 129 gegen 43 Stimmen abgelehnt wurden. zuges für Köller mitzuwirken. für Müller nicht entlastend. Nachdem mehrere Anträge auf Versegung des Ministeriums in Nunmehr ist aber, wie die Magdeburger Volksstimme" den Anklagezustand gestellt waren, wiederholte der Sozialmeldet, gegen Harbaum auf Grund seines Geständnisses ein demokrat Rieger den Antrag, daß der Preßausschuß über die Verfahren eingeleitet. Er ist angeklagt, eine Person fälschlich Aufhebung des Beitungsstempels binnen 48 Stunden als Redakteur genannt zu haben. zu berichten habe und dieser Bericht als erster Gegenstand auf die Tagesordnung der nächsten Sigung gelange. Darüber Abg. Kaiser entſpinnt sich eine längere lebhafte Debatte. betont, fo dringend auch die Aufhebung des Zeitungsstempels sei, müsse dieselbe vor den nationalen Forderungen der Deutschen zurüdtreten, und beantragt, daß der Bericht des Preßausschusses nach den Ministeranklagen auf die Tagesordnung tomme. Abg. Schönerer beantragt, die nächste Sigung morgen mit der Tagesordnung Minister Anklagen" abzuhalten. Sämmtliche Tagesordnungs- Anträge werden abgelehnt. Es verbleibt beim Vorschlage des Präsidenten, wonach die nächste Sigung Dienstag mit d der Tagesordnung Fortsetzung der heutigen Tagesordnung"" stattDahin ist es mit dem deutschen Bürgerthum gekommen. Juterpellation über Arbeitermangel auf dem Lande. Der Die Obmänner der deutschen Oppositions. Um das goldene Kalb tanzt es längst, jegt braucht es nicht Zentrumsabgeordnete Samula, der schon in der vorigen Tagung parteien sind zu einer Einigung in dem Vorgehen gegen die einmal von Gold zu sein, wenn es nur überhaupt ein großes den Arbeitermangel auf dem Lande im Abgeordnetenhause zum Regierung gelangt. Nach eingehender Erörterung der politischen und Thier ist, um das herum genügend Platz für ein polizeilich Gegenstande einer Interpellation gemacht hatte, wird der„ Germania" nationalen Lage der Deutschen in Desterreich erflärten die Parteiun geduldetes Tanzvergnügen in loyaler Gesinnung ist. Dieses ufolge demnächſt ſeine Interpellation wiederholen und die Regierung vorstände die dringende Nothwendigkeit, gemeinsam die nationalen Bürgerthum ist reif, daß eine scherzhafte Laune ihm, wie den agent, was sie zur Abhilfe des Mangels an landwirthschaftlichen und politischen Forderungen der Deutschen aufzustellen und zu verDienstboten und Arbeitern zu thun gedente. Im vorigen Jahre treten. Behufs Durchführung dieser Angelegenheit sollen die BeNarren von chemingerthum iſt es Narren von ehemals, lustig- quälerische Geduldproben" auf erwiderte die Regierung bekanntlich, daß Maßregeln zur Beschränkung rathungen an den nächsten Tagen fortgesetzt werden. the daß erlegt. Dieses Bürgerthum ist es werth, daß man ihm der Freizügigkeit geplant werden. ist Peitschenschläge verfekt zur Aufmunterung und Belohnung Schweiz. feines Wohlverhaltenstamine. 50 Dieser Zug von nationaler" Gesinnung war denn selbst der tüchtig gezähmten blaß liberalen Kieler Zeitung" zu start. Sie erlaubte fich, das Unternehmen nicht schön zu finden, Darauf aber recte sich der Freifinn in seiner ganzen Mannesgröße stolz auf und erflärte in einem Manifest der Schleswiger Nachrichten", die Rieler Zeitung" tönnte ihnen sonst was". Die Leiter des Schleswiger Freisinns die Erklärung war unterzeichnet von drei Personen namens der Freisinnigen Vereinigung und fünf Personen namens der Freisinnigen Berfonen namens der Volkspartei- tangeri Volkspartei tanzen voll und ganz" vor Hern v. Stöller, ohne um die Erlaubniß ihres Parteiblattes zu fragen. Das Preßgesetz bestimmt für den Verleger, der wissentlich geschehen läßt, daß eine Person fälschlich als Rebatteur eines Blattes genannt wird, Geldstrafen bis zur Höhe von 1000 m. oder Haft oder Gefängniß bis zu sechs Monaten. Es ist zweifellos, daß für den Fall der Bestrafung Harbaum's auf Grund des§ 18 des Preßgesetzes, das Urtheil gegen Müller aufgehoben werden muß. Es steht zu erwarten, daß v. Köller demnächst zum Ehrend money mitglied des wiedervereinigten Freisinns ernannt werden wird, zur Belohnung seiner Ausweisungspolitik. Man tanzt um öIIer! " Eugen Richter mag wohl anfangen, müde zu werden, wenn er die neueste Parteinachricht" aus Schleswig- Holstein liest, dessen Provinzial- Hauptstadt eine Hochburg" des Freifinns ist.Vom zweifarbigen Zentrumstuch. Unter dem Einfluß der neuen Militärbegeisterung zeigt das bisher einheitlich schwarze Zentrumstuch rothe Streifen. Den Meinungsmachern in der Presse wird es nicht ebenso leicht, den Bruch mit allen bisherigen Traditionen zu voll ziehen, wie den nur an den Tag und seine Ausbeutung denkenden parlamentarischen Führern der regierenden Partei. Die Bedenken, die von der Kölnischen Volkszeitung" neulich gegen die Militärvorlage geäußert worden sind, stellten zwar nur einen Scheinangriff dar, um die schmähliche Kapitulation Blättern die Mißstimmung über den„ Lieberalismus“ des Zentrums gegenüber Regierung und Militär ernsthafter zum Ausdruck. So schreibt der Aachener, Boitsfreund": s schaffen. Schatten voraus! and Deutsches Deutsches Reich. Reich. enor vom Kaiser und der Kaiserin wurden am Mittwoch Abend 1-2 Minuten. " die Präsidien beider Häuser des Landtages empfangen. Bern, 17. Januar.( Eig. Ber.) Hier herrscht diesen Winter Die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" ist in der Lage mittheilen eine außergewöhnlich große Arbeitslosigkeit. zu können, daß der Kaiser an die Präsidien des Abgeordneten- und Gegen 1000 Personen find ohne Arbeit, davon allein über 350, des Herrenhauses leutselige Worte" gerichtet habe. Der Empfang welche der städtischen Arbeitslosentasje als Mitglieder angehören. dauerte mit Rücksicht auf die sogleich folgende höfifche Defilirkour Arbeitersekretär Dr. Wassilieff veranstaltete vorige Woche einen Zug der Arbeitslosen vor das Stadthaus, um darSozialdemokraten in Schuldeputationen. Wie man uns zuthim, daß das Vorhandensein ausgedehnter Arbeitslosigkeit teine aus Mainz mittheilt, befindet sich dort Genosse Haas in der leere Behauptung ist und um womöglich öffentliche Arbeit für die Der Beschäftigungslosen zu erhalten. Deputation für Schulangelegenheiten und Genosse Tiefel im 2indt empfing eine Abordnung und versprach Abhilfe. Dr. Waffilieff Stadtpräsident Schulvorstande. Das Deutsche Reich ist also doch nicht ganz ließ gleichzeitig in der ganzen Stadt Blafate anschlagen, in welchen verprenẞt".- s er die Erhöhung der städtischen Jahresfubvention an die Arbeitslosenkasse Ewige Treue. In Wien weilt zur Zeit eine Offiziers- Ab- von 7000 auf 10 000 Fr., die Bildung eines Komitees aus allen ordnung des Berliner Regiments, dessen Chef" der österreichische Kreisen zur Veranstaltung öffentlicher Geldsammlungen und die BeKaiser feit 50 Jahren ist. Beim Diner erwiderte der preußische schäftigung der Arbeitslosen mit Straßenreinigungs- Arbeiten vorOberst von Schwarzkoppen auf einen Trinkspruch Franz Josef's: schlug. Auf Einladung des Stadtpräsidenten fand eine Versammlung " Das Regiment fühle sich glücklich und stolz, den Kaiser von Delegirten der verschiedensten Vereine statt, die ein Komitee zur Franz Joseph, das leuchtende Beispiel eines erhabenen Monarchen, Bornahme von Geldsammlungen bestellte. Auch die Regierung hat Grenadier des Regiments werde bis zu feinem legten fapitalistischen Wirthschaftsordnung und die Nothwendigkeit ihrer als Chef zu besitzen. Jeder Offizier und jeder die Beschaffung von Arbeit versprochen. Die Mangelhaftigkeit der Athemzuge in der Treue für den Kaiser von umgestaltung wird durch diese Maffen- Arbeitslosigkeit mit ihrer UnWährend des Jahres 1866 haben die Offiziere und Grenadiere me von Noth, Elend und moralischen Schäden überzeugend demonstrict. des Regiments offenbar den Athem angehalten, um feinen Athemzug der Intreue thun zu müssen. Oesterreich ausharren." lo our di Frankreich. Paris, 19. Januar. Wie verlautet, plane der Kaffationshof, Dreyfus nicht vor ein neues Kriegsgericht, sondern vor den Senat als Ausnahmegericht zu stellen. Dem„ Echo de Paris" zufolge beharrten die als Sachverständige von dem Kriegsgericht vom Jahre 1894 vernommenen Personen bei ihrem gestrigen Ver höre vor der Kriminalkammer des Kassationshofes dabei, daß das Bordereau bon Dreyfus herrühre, während die in dem Prozesse Esterhazy vernommenen Sachverständigen auf das Bestimmteste die Ansicht aufrecht erhielten, daß das Bordereau nicht vou Esterhazy herrühre. Erdrosselungssteuer für Müller. Zu der letzten Sigung des Ausschusses und des Vorstandes des Verbandes deutscher Müller wurde eine an den Reichskanzler und den Reichstag zu richtende Eingabe wegen Einführung einer staffelförmigen Umfa bla ya steuer für Mühlen beschlossen. England. Bis zum Jahre 1898 galt es als etwas Selbstverständliches, daß vor jeder Reichstagswahl das Zentrum flar und deutlich auch Hoch und Hurrah. Bei einent Berliner Festkommiers des dem Militarismus gegenüber Stellung nahm. Wir haben uns die Mühe genommen, vom Ende der siebziger Jahre an, von Bereins deutscher Studenten hat man den verstorbenen welchem Zeitpunkt an die Militärforderungen immer mehr in den Bismarck dreimal och leben lassen. Der deutschen Flotte wurde Vordergrund traten, die Wahlaufrufe der Zentrumsfraktion ein dreimaliges Hurrah gewidmet. Im neudeutschen Studenten zu den Reichstagswahlen durchzugehen. In allen ohne Aus- jargon scheint man demnach für die Todten das Hoch leben zu nahme wird eine Beschränkung der Reichsausgaben, und zwar referviren, während man das Gedeihen staatlicher Einrichtungen an erster Stelle beim Heerwesen, flipp und flar gefordert. Ja, diese durch Hurrahs zu fördern fuchyt. Forderung ist stets im Druck der Wahlaufrufe der Zentrumsfraktion besonders hervorgehoben, jonach auch dadurch als eine der vor nehmsten des Zentrums gekennzeichnet. Besonders nachdrücklich ist fie z. B. gestellt in den Jahren 1887 und 1893, in denen ein heftiger Streit um die Heeresvermehrung zwischen dem Reichstag Chamberlain, der englische Groß- England- Minister, hat wieder und den Regierungen entbrannt war. Es fönnte uns reizen, aus Es ist auch garnicht einzusehen, warum die Mittelstands- Müller eine Tischrede gehalten, in welcher er, in seiner polternd renommistischen dem 1898er Wahlaufruf die Stellen hier wiederzugeben, die gerade blos für die Waarenhausbesteuerung zu Gunsten der Mittelstands- Weise, die Politit der offenen Thür verfocht, Frankreich allerhand Sauers auf Veranlassung des Mitgliedes unserer Fraktion in Händler Propaganda machen sollen. Warum sollen sie nicht auch füßigkeiten sagte und abermals that, als wolle er Deutschland kajoliren. den Wahlaufruf aufgenommen wurden, der heute als eines der felber etwas von der Erdroffelungssteuerpolitit profitiren? Auf dem Die deutschen Kolonien, meinte der englische Kolonialminister, hätten bewilligungsluftigen Mitglieder des Reichstags Gebiet kann Herr Miquel noch mancherlei erleben ausführlichen Telegramım, welches uns zugegangen ist, brauchen doch auch von der„ Offenen- Thür- Politit" großen Vortheil. Aus dem bekannt ift. Wir widerstehen aber der Versuchung, Russisches Fleisch. Aus Tarnowitz in Schlesien wird gewir blos den auf Madagaskar und Neufundland bezig die Genugthung dieser blutigen Ironie zu ver schrieben: Der vor den letzten Reichstagswahlen erlassene Aufruf unserer Fraktion enthielt die Ereignisse warfen bereits ihre Seit 14 Tagen werden die Schweine, die wir aus Polen ein- lichen Basjus zum Abdruck zu bringen, da dies das einzige Neue in -die bis dahin übliche Forderung nicht führen und im hiesigen Schlachthofe schlachten, außer mit den der Rede ist. Herr Chamberlain sagte da: Stempeln Trichinenfrei" und" Städt. Schlachthaus Tarnowit" Was Madagaskar angehe, so sei die englische Regierung der Anmehr. Allerdings, wie hätten auch nach dem bei der Wearine- noch mit einem 20 Zentimeter langen und faft 2 Bentimeter breiten ficht, daß hier ein Treubruch vorliege. Feierliche Verpflichtungen borlage begonnenen neuen Entwickelungsgang" gewisser Politiker. so altfränkische" Ausbrüde wie zum Beispiel derjenige von der Stempel von rother Farbe Russisches Fleisch" be feien ignorirt und umgangen worden, England sei um Bertragsunerträglichen Belastung des Voltes", der sich noch im 1893er tempelt und zivar fo, daß jedes Schwein 60 bis 96 folcher rechte gebracht worden, der britische Handel habe hierdurch beträchtlichen Fleisch der einer Wahlaufruf findet, zu der jetzigen Situation gepaßt!? Das wäre schweine überhaupt vollständig roth von Farbestempeln ist. Die für beide Länder annehmbaren Weise ihre Billigung ja nach der Ansicht unserer Gegner nicht national" gewesen! Mit dem so viel und so plump mißbrauchten Schlagwort Schwarte ist jetzt mit diesen Stempeln nicht zu gebrauchen und wirkt finden werde. Die Thatsachen, betreffend Neufundland, so legte Chamberlain weiter dar, böten ein typisches Beispiel einer national" möchte man übrigens nachgerade auch in unseren das Ganze geradezu etelerregend. Reihen so manche unliebſame Erscheinung, so manchen schlimmen größtmöglichen Merger und Schaden für Andere mit möglichst geringen boshaften Politik, die augenscheinlich darauf ausgehe, den Borgang, ja den ganzen fatalen militaristischen Mauserungs: Vortheilen für ihre Urheber zu verbinden. England wünsche indessen, prozeß flüglich bedecken! Das Zentrum liebt natürlich bei aller Schwärmerei für daß die Frankreich durch den Utrechter Friedensvertrag zugestandenen Rechte eine genaue Auslegung erfahren, nicht ausgedehnt das bunte Tuch die Zweifarbigkeit nicht in der eigenen Partei. und zu Englands Echaden mißbraucht werden. Wenn diese Und die„ Kölnische Volkszeitung" sucht mit fanftem Bureden Nechte einer genauen Durchsicht unterworfen werden und wenn Frankreich glaube, die schwarze Einheitlichkeit wieder herzustellen, unfrei nach daß sie Werth für Frankreich besigen, und willens fei, Anlaß und Quelle der Erregung zu bes dem Vorbild des Frhrn. v. Hertling, der mit seinen Doppelfeitigen, dann werde England bereit sein, die Aufhebung dieser griffen den geübtesten Geiger übertraf und in seiner Person ein Duett vereinigt. Auch die„ Kölnische Volkszeitung" übt Rechte durch Gewährung einer billigen Entschädigung zu sich in der ultramontanen Modernisirung des alten Wortes: Ihr Wort ist ja nein, ja nein! Man bekenne sich auch jetzt noch zu den antimilitaristischen Kundgebungen der früheren Zeit. Daraus folge aber nicht, daß jede Militärvorlage von bornherein abgelehnt werden müsse: " " Stänkerei zurückzuführen, da die Agrarier ja ein Interesse daran Vermuthlich ist diese Maßregel auf irgend eine agrarische haben, den deutschen Konsumenten das„ ruffische Fleisch" zu vereteln. an hofft, die russischen Schweine durch deutsche Sitten" zu erzählt aus dem Steiche Köller: Staatsgefährliche Betten. Der Nordmarkreisende des B. T." bertreiben. Weil eine Frau Betten über den Zaun gehängt hat, ein weißes Oberbett immer neben ein rothes Unterbett, so hat sie ein Strafmandat bekommen, da das die Farben des Danebrog find. Wie viel Strafmandate mögen da die jungen Damen der Nordmark bekommen, die das Unglück haben, so gesund zu sein, daß Weiß und Roth auf ihren Wangen sich hochverrätherisch gefellt. " 1 Vom Nationalitätskampf gegen die Polen. Nach einer Mittheilung der Schlesischen Volkszeitung" find die beiden an der Breslauer Universität bestehenden polnischen akademischen Vereine Concordia" und Verein der Oberschlefier" aufgelöst worden. Man hat durch die Auflösung ihrer Vereine die jungen Leute ganz sicher zu überzeugten Deutschen und Preußen gemacht. joid sell vereinbaren." Dieser Paffus ist ein typisches Beispiel" Chamberlain'scher Beredfamteit, die mit Grobheiten beginnt und mit Freundlichkeiten oder wenigstens mit friedlichen Worten endigt. Serbien. Belgrad, 19. Januar. Die Stuptschina nahm mit großer Majorität das neue Wahlgefez an, denzufolge munmehr jede Stup tschina- Session anstatt drei, fünf Jahre zu dauern hat. Amerika. Regelung der Grenzstreitigkeiten zwischen ArgenMit dem Volfsfreund" halten wir den Militarismus, welcher übrigens auf allen europäischen Staaten lastet und auch auf den außereuropäischen Staaten zu lasten beginnt, unter verschiedenen Gesichtspunkten für ein großes Uebel; aber es will uns Uebrigens soll den Vorsitzenden der beiden aufgelösten Vereine zuweilen scheinen, daß derselbe, nach der ganzen Entwickelung, mitgetheilt worden sein, daß durch Ministerial- Verordnung generell bis in seine lehten Konsequenzen fich wird ausleben müssen, die Auflösung jämmtlicher auf preußischen Universitäten be- tinien und Chile. Aus Buenos Aires wird gemeldet: Der Präfiehe Wandel eintritt. Jedenfalls ist einleuchtend, daß ein einzelnes stehenden polnischen Studentenvereine angeordnet sei. bent von Argentinien toca wird am nächsten Dienstag eine auf Land oder gar eine einzelne Partei Wandel zu schaffen nicht in Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Wegen etwa 30 Tage berechnete Reise nach der patagonischen Küfte unterder Lage ist." Majestätsbeleidigung ist vom Landgericht 8 widau ber nehmen; der Präsident von Chile Errazuris wird sich an dem= Der Militarismus muß sich ausleben. Das fromme Blatt 45 jährige, vorbestrafte Handarbeiter Eduard Künzel zu 7 Monaten felben Tage in Valparaiso ebendahin einschiffen. Beide Präsidenten befolgt die Moral jener frivolen Eltern, die da der Meinung Gefängniß verurtheilt worden. find, daß ihre Söhne sich austoben, sich ihre Hörner ablaufen müssen. Das Laster muß es erst bis zum Erbrechen bringen, Kein Steuer. Erlaß. Aus Luremburg wird uns geschrieben: ehe sich die Tugend zu Tische sehen kann. Und das Zentrum Die Abgeordneten Welter und Genossen hatten den Antrag ein stopft dem nimmersatten Militarismus den Rachen, auf daß Das jene rettende Explosion eintreten möchte. arme Bentrum! Es muß den Satansfult fördern, weil der liebe Gott nicht mehr in der Mode ist, und es als schwache Bartei nicht start genug ist, Wandel zu schaffen. Bei der lex Heinze wird man die Anwälte des Teufels an diese Moral des Auslebenmüssens erinnern. Interessant ist, daß der Aachener Boltsfreund" den für werden in der Gegend der Magalhans- Straße eine Zusammenkunft haben und werden den Versuch machen, die Grenzfrage ohne In. anspruchnahme eines Schiedsgerichts zu regeln. Grünenthal und Kiantschon in der Budgetkommission. gebracht, die direkten Steuern bis zum Betrage von 10 Frants während des laufenden Jahres außer Sebung zu feßen. Die Luremburger Staatstaffen fließen über in Folge der indirekten leine Kompensation zu bieten und da Luxemburg absolut keinen Steuern und hauptsächlich der Zölle. Um den ärmeren Klassen eine Einfluß auf die Einnahmen des Zollvereins hat, so versuchten die der Etat der Reichsdruckerei zur Berathung. Abg. Müller In der Budgetkommission des Reichstags stand heute zunächst Antragsteller, die Entlastung auf einem Umwege zu bewerkstelligen. Fulba( 8.) bringt den Fall Grünenthal" zur Sprache und Die Entlastung sollte sich blos auf die Steuerquoten bis zu 10 Frants erbittet Aufflärung darüber, wie es möglich gewesen sei, daß Grünenerstrecken, damit kein Wähler des Stimmrechtes verlustig ginge, thal undurchlochte Scheine sich angeeignet habe, während doch alle Wieder to is, 1 am Gewerkschaftliches. Deutsches Reich. Da die werthlofen Scheine durchlocht werden sollen. Er fragt ferner, welchen hinsichtlich der kommunalen Besteuerung des Weines, Bieres und Wie weit diese Angaben auf Wahrheit beruhen, erhellt daraus, Umfang die Defraudation angenommen, wer den Schaden außer Branntweins. Apotheker, Droguisten und Zahnkünstler wünschen daß seit Jahren bei Herrn Scherl Mitglieder des Verbandes der Grünenthal's Nachlaßgedeckt, ob jetzt die erforderliche Kontrolle reichsgesetzliche Regelung ihrer Gewerbeverhältnisse, Droschten Buchdruder arbeiteten, ohne daß je eine Störung deshalb bor gesichert sei, wie fich die anderen Kontrolbeamten gerechtfertigt haben, tutscher in Leipzig verlangen für ihre Berufsgenossen einen regel- gekommen wäre. Erst als jetzt Herr Scherl erfuhr, daß sein Befehl: und welche Vorkehrungen getroffen feien, um Fälle à la Grünenthal mäßigen wöchentlichen Ruhetag, die Schiffer plädiren für eine diesem Verbande darf tein Schriftfeger angehören, umgangen war, für die Zukunft unmöglich zu machen. Staatssekretär v. Podbielski: Marimal- Nachtruhezeit in ihrem Gewerbe. Die Frauenvereine entließ er sofort die Angestellten. Es ist also nur der UnternehmerDie Reichsbank habe eine genaue Prüfung der Scheine vor- fordern die Approbirung weiblicher Aerzte, der Norddeutsche Gast- dünkel, der bei dem Besizer des„ Lokal- Anzeiger" eine Erklärung genommen. Es handle sich um zwei betrügerische Vorgänge. Im wirthsverband will das Inventar der Gastwirthschaften in für sein Verhalten abgeben kann. Ganzen habe sich Grünenthal 489 300 m. angeeignet. 44 000 2. der Bivilprozeß Ordnung für unpfändbar erklärt wissen. Herr Scherl versucht weiter die Entlassung der 24 Schriftsezer feien auf dem Kirchhof gefunden worden. Also handle es sich noch begegnen wir dem Gesuch um 8oll auf Quebracho- mit allgemeinen Redensarten zu rechtfertigen. Aber worauf es ihm am 445 800 M. Aus dem Vermögen Grünenthal's hätten sich ho 13, aber auch die Einfuhr von Weißkoht, von Zwiebeln, auch hierbei im Wesentlichen antommt, mag folgende Stelle der 282.000 m. baar, sowie an Schmucksachen und dergleichen 18 000 m., Gemüse und Heu soll durch einen Boll befämpft werden. Die Berichtigung fund thun: im Ganzen also 300 000 M. ergeben. Es bleiben also noch 145 300 Rechtskonsulenten wollen eine gefeßliche Gebührenordnung, Ueberdies waren diese 24 Schriftseger Mitglieder des Ver Mart zu decken, wofür die Reichsdruderei auftomme. Der Staats- die freien Gemeinden eine für Dissidenten geeignete Gibes bandes" und hatten somit hierdurch der von ihnen bei ihrer Ein. sekretär giebt sodann eine Darstellung der Entdeckung des Falles, formiel eingeführt wissen. Der Jimungsverband der deutschen stellung in meiner Offizin übernommenen schriftlichen Versicherung, wie sie bereits bekannt ist, und tonstatirt, daß es lediglich fleine Baugewerksmeister will für fahrlässige Tödtung oder Körper- dem Verband nicht anzugehören und während der Be Nachlässigkeiten Anderer waren, die Grünenthal sich zu nutze ge- verlegung neben Gefängnißstrafe auch Festungshaft zugelassen haben. fchäftigung in meiner Offizin nicht beizutreten, entgegen macht. Aber eine pflichtwidrige Handlungsweise Außerdem tritt der Verband für Verstaatlichung des gesammten gehandelt. Durch diesen Wortbruch, der mich zur fofortigen anderer Beamten der Neichsdruckerei sei nicht nachgewiesen. privaten Feuerbersicherungswesens ein. Sehr zahlreich Entlaffung ohne Auszahlung des Lohues für die Kündigungsfrist Es sei aber die strengste Kontrolle eingeführt, und Fälle sind die Petitionen, welche die Fleisch zufuhr betreffen, doch bei berechtigt hätte, haben sich die 24 Schriftseher auch event. rechtsà la Grünenthal feien für die Zukunft ausgeschlossen. weitem am zahlreichsten die Gesuche um Anbahnung von Maßregeln widrige petuniäre Vortheile verschafft, insofern, als ich, um die Schriftfezer Abgeordneter Müller- Fulda bemerkt, daß die vom Staats- gegen den Massenfang der 8ugvögel in Südtirol und meiner Offizin nicht schlechter zu stellen, als die Verbändler sich fetretär im vorigen Jahre im Plenum abgegebene Erklärung Stalien. Die verschiedensten Vorschläge liegen bereits vor für das stehen, denselben Zuschuß zum Krankengeld zahle, wie der Verband".. nicht ganz zutreffend gewesen sei, da in der Reichsdruckerei die im Reichstag erwartete Invalidenversicherungs- Gesez, Dies der zur Sache gehörige Theil der Lokal- AnzeigerKontrolle borher ungenügend gewesen sei. Staatssekretär für die Postgesez- Novelle, auch den Gesuchen verschiedener Berichtigung". Wahrhaft idyllische Zustände. In der Reichshauptv. Podbielski weist den Vorwurf zurück. Er habe ganz forreft ge- Beamtenkategorien um Gehaltserhöhung begegnen wir nach wie vor. stadt darf ein Druckereibefizer es wagen, 26 000 organisirte des sogenannten" Verbandes, so lautet die Redensart handelt und das Interesse der Erhaltung des Werthes unserer Noten Schließlich fehlen auch nicht die Betitionen um Reform des Jrren- Arbeiter im Auge gehabt. Die Diskussion ist damit geschlossen. Der Etat der wesens und die Beschwerden Einzelner wegen angeblicher Rechts- des Herrn Scherl, gemeint ist der Verband der deutschen BuchReichsbruckerei wird bewilligt. berlegungen und Rechtsverweigerungen, sowie die Bitten um Auf- drucker auf den Inder zu setzen. Aber nicht nur die HandlungsAufdrucker Es folgt die Berathung des Etats für die Verwaltung des hebung von Entmündigungen. weise selbst wirft frappirend; die Thatsache, daß der Vollzieher der Gouvernements Kiantschou. Einnahmen liegen noch Goethe Denkmal. Im Reichstage hat zur weiteren Be- herbeilafsen darf, in der er die von ihm beliebte Methode, Arbeiter aus Arbeiterknebelung in der Reichshauptstadt sich zu einer Berichtigung nicht vor. Der Etat fordert nur in Ausgabe als Extraordinarium: rathung des Etats Brinz Schönaich- Carolath den Antrag ihrer Organisation zu peitfchen, öffentlich rechtfertigt, zeigt, zur Einrichtung Kiautschou's als wirthschaftlicher und maritimer Stükpunkt S 500 000 M. Die Bereitstellung einer Bauschsumme gestellt, den Reichskanzler zu ersuchen, zur Errichtung eines wie es mit der Koalitionsfreiheit" in dem bürgerlich Stützpunkt 8 500 000 m. Die Bereitstellung einer Bauschsumme Goethe- Denkmals ist gefordert, weil für die Aufstellung eines gegliederten Etats die Goethe Denkmals in Straßburg einen Beitrag von 50 000 m. unpolitischen Blatte aussieht. Hinter diesem unpolitischen Blatte verbirgt sich brutale Unternehmerwilltür. nothwendigen Unterlagen fehlen. Der gestellten Forderung liegt in Form eines Nachtragsetats gewähren zu wollen. eine spezialisirte Schägung zu Grunde. Das Gouvernement er- Der Gesetzentwurf betreffend die Abänderung des Kommunal- Ueber den Ausstand ist noch zu berichten, daß Herr Dr. Sandfordert danach 79 500 M.( Gouverneurgehalt 36 000 m., ein wahlrechts soll erst dem Herrenhause zugehen, aber bis zu seiner stein, der juristische Beirath des Herrn August Scherl, der Adjutant 9110 M., ein Intendant 10 335 M.), die Zivilverwaltung Einbringung dürfte noch einige Zeit verstreichen. Kommission der Sezer gegenüber erklärte: die 24 Sezer feien des316 600 m., die Militärverwaltung 1 542 040 M., außerdem gemeinsame Einrichtungen für Militär- und Zivilverwaltung Aufhebung der alten Konsistorialordnung von 1573 hat der Abg. Martgrafenſtr. 83, beleidigt hätten und andererseits eine„ Bewegung" Konfiftorialordnung von 1573. Den Antrag, betreffend die wegen entlassen worden, weil sie Herrn August Scherl in ihrer Bufammenkunft am Sonntag. den 4. Jantar, im Restaurant Lorenz, 1 286 567 W. Dazu kommen für Hafenbauten einschließlich Langerhans im Abgeordnetenhauſe in dieser Session wieber ein- planten, als die Kommission ihn eindringlichst ersuchte, den Namen Landerwerb 1 500 000 m., für Hochbauten inkl. Landerwerb 2c. eben- Langerhans desjenigen zu nemen, der ihm diese Mittheilung habe zugehen lassen, wesen und Vermessungen 1086 400 m. und für unvorhergesehene aur unentgeltlichen Hergabe von Bauland zur Errichtung von Kirchen erwiderte Herr Dr. Sandstein, die Kellner des Lokals! Eine falls 1 500 000 M., Armirungsausgaben 800 000 M., Seezeichen- Aebracht. Auf Grund der alten Bestimmung soll bekanntlich Berlin planten, als die Kommission ihn eindringlichst ersuchte, den Namen verpflichtet werden. Ausgaben 388 800 m. eingehende Rücksprache mit den Kellnern im Lokale des Wirths ergab, Referent Dr. Lieber empfiehlt die Bewilligung der ge- Akustik im Abgeordnetenhause. Im Abgeordnetenhause wird daß diese Angabe nicht den Thatsachen entsprechen könne, denn die forderten Bauschsumme. Inzwischen habe man auch Einnahmen die sigungsfreie Zeit dazu ausgenugt, den Mängeln der Afustit ab- Kellner versicherten auf Ehrenwort, daß sie niemand danach gehabt durch Landverkäufe, dazu tomme Grund- und Gewerbesteuer, zuhelfen, die sich in der ersten Sigung herausgestellt haben. Die gefragt habe und daß fie auch von der ganzen Verhandlung nichts mun die Unwahrheit?! Miethen 2c. Wer spricht Bei den Landverkäufen habe der Erlös meist die Bauleiter hatten durch Zusammenschaarung aller auf dem umfassen- wüßten. Schäßung überstiegen. Die Firmen, welche Land erworben, seien den Bauplatz beschäftigten Arbeiter in dem Sigungssaale vorher Seher nicht gesonnen find, sich so ohne weiteres beschuldigen von der besten Meinung über die Zukunft der Kolonie durch eine Probe veranstaltet, die zu völliger Zufriedenheit ausgefallen zu lassen, so werden fie Herrn Dr. Sandstein an anderer Stelle Gedrungen. Staatssekretär Tirpik hebt hervor, daß sich die ersten sein sollte. Aus diesem Grunde neigt Geheimrath Schulz, der Gr- legenheit geben, den Beweis für seine Behauptungen beizubringen. Firmen Ostasiens in der Kolonie angekauft haben. Dr. Lieber be bauer des Hauses, z. 8. noch zu der Annahme, daß an der mangel- Zum Ausstand selbst sei bemerkt, daß es nur noch wenige Buchrichtet ferner, daß große Striche Dedland in der Kolonie aufgeforstet haften Verständlichkeit der Ausführungen des Finanzministers be- bruder in Berlin giebt, die noch keine Karte vom Faktor werden sollen. Die Chinesen haben allen Wald niedergeschlagen, sondere Umstände die Schuld tragen, die daraus entspringen, daß es Wolten bekommen haben mit dem Aufdruck: Kommen Sie es gebe in Folge deffen bis jetzt dort mur Gesträuch. Es solle jo der erste Sigungstag der Tagung in einem neu bezogenen Hause gefälligst behufs Müdsprache sofort!" Das bisher einige genanntes Krongut" aufgeforstet werden. Der Preis für Kulturland war. Die Vorkehrungen zur Abhilfe bestehen lediglich in einer Wilde" und" Gutenbergbündler" auf diesen Leim gegangen sind, schwanke zwischen 3, 4 und 10 Cents pro Quadratmeter. Auf weitere Ueberkleidung der Wände mit rauhem Stoff von grauer Farbe; auch ja sogar ihre bisherigen Konditionen verlassen haben, um im Anfrage erwidert Staatssekretär Tirpik, daß bis jetzt 8 Todesfälle das bereits vorhandene Marinebild wird verhüllt. In den Kreisen Lokal- Anzeiger" anzufangen, nimmt uns nichts. Tariftreue, unter der europäischen Bevölkerung vorgekommen feien, davon 2 an der Abgeordneten glaubt man vielfach, die mangelhafte Afustit sei organisirte und auf Ansehen haltende Gehilfen meiden diese Nach Ansicht kompetenter Aerzte dürfte nach dadurch hervorgerufen, daß über dem eigentlichen Saalraum, in den Stätte so lange, bis den ausstehenden Gehilfen Genugthuung ge Einführung der erforderlichen hygienischen Anlagent Kiautschou der der Nedner hineinspricht, noch ein mehr als doppelt so großer Raum geben ist. gefüindeste Ort an der ganzen chinesischen Küste werden. Von Lepra- liegt, der selbständig Schallwellen entwickelt und die des unteren mladiationde 202 fällen sei absolut nichts bekannt geworden. Referent Dr. Lieber Raumes beeinflußt. Außerdent glaubt man die Beobachtung gemacht empfiehlt aur wirthschaftlichen Entwidelung der Kolonie möglichste zu haben, daß selbst bei völliger Suhe dauernd ein starkes surrendes Burüdhaltung ber staatlichen Organe. Man solle dem Geräusch zu hören ist, das von einem vielleicht etwas zu starten Brivatfapital Freiheit lassen, der Eisenbahnbau hänge davon ab, ob Gange der Ventilation herrührt. fich ertragreiche mineralogische Gebiete erschließen. Man Hoffe Die Lohnbewegung der Krefelder Weber. Am Montag Kohlenfelder zu finden. Bei Ertheilung der Bahnkonzeffion hielten die Streifenden eine überaus start besuchte Versammlung fei mit Vorsicht das Reichsintereffe zu wahren. Staatsab, in der von allen Rednern in Uebereinstimmung die sekretär Tirpin bestätigt, daß daß ihm günstige Nachrichten Situation der Streifenden als günstig geschildert wurde. Die Die Debatte über Kohlenfunde in Kiautschou zugegangen jeien. Graf Arnim Stimmung der Streifenden war eine begeisterte. wünscht, daß sich das Reich seinen Antheil bei dem zu erwartenden - Der Redakteur der ,, Brandenburger Zeitung", Genosse drehte sich mehr um eine unrichtige Darstellung eines Redners im Nußen der Eisenbahnen sichere. Abg. Bebel ist der Ansicht, daß Suth, wurde vom Landgericht in Brandenburg a. H. wegen Bebekannt, Zum Schluß christlichen Verband. machte Bär die Chinesen fich bald als tüchtige Arbeiter bewähren und man leidigung des Gerichtsafieiiors Hirschberg zu einer daß die Weber der Firma vom Brud Söhne in Rheydt sich mit deutsche Arbeiter in Siautschon nicht mehr brauchen sechswöchigen Freiheitsstrafe verurtheilt. Der Staatsanwalt den hiesigen Arbeitern der nämlichen Firma solidarisch erklären würde. Er fragt an: ob die Stonzeffion zum Eisenbahnbau dort hatte ebensoviel Monate beantragt. Der Assessor Hirschberg war würden. Außerdem erläuterte er noch die Haltung des Streiffomitees bereits ertheilt sei. Auf Begünstigungen an das Reich für die Kohlen- Vorsitzender des Schöffengerichts, das über den Streitposten- Prozeß den Arbeitern der Hilfsindustrie gegenüber. Dieselben würden jetzt lieferungen an die Marine würden sich Kapitalisten wohl nicht ein- verhandelt hat. Die Brandenburger Beitung" besprach das Urtheil auch entlassen werden.( Ist schon in einigen Sammetscheerereien gelaffen. Redner rügt die Pauschalwirthschaft. Man müsse und soll dabei den genannten Richter beleidigt haben. schehen. D. B.) Diese Leute zu unterstützen, wäre unmöglich, die Fabridoch einmal erfahren, was die ganze Anlage von Kiautschou koste. Aus Magdeburg. Reichstagsabgeordneter Albert Schmidt tanten hätten den Streit verschuldet. Deshalb wäre er dafür, daß man Staatssekretär Tirpit erwidert, daß Verhandlungen mit Synditaten hat am Dienstag an den Ersten Staatsanwalt die schriftliche Be- diese Leute an die Armenverwaltung verweise. Die Armenverwaltung schweben wegen Eisenbahnbauten, ein Abschluß sei noch nicht erfolgt. gründung seines Gesuchs abgesandt, wonach wegen Veröffentlichung fömie sich dann bei den Fabrikanten für diese Bescheerung bedanken. Im nächsten Jahre Hoffe er einen richtigen Etat für des Artikels: Wie die Alten sungen" das Strafverfahren gegen ihn Bom menschlichen Standpunkt wäre er auch für Unterstützung der Siautschou vorlegen zu fönnen. Hinsichtlich der Hafen eingeleitet werden soll. Die Verurtheilung des Redakteurs Müller Hilfsarbeiter, aber dies ließe sich nicht durchführen. bauten werden zunächst leinere Anlagen geplant, doch und die Selbstbezichtigung Schmidt's ist in Magdeburg Tages- In den nächsten Tagen dürfte die Zahl der Streifenden fort müsse dafür gesorgt sein, im Falle größerer Entwickelung gespräch. Ueber den Ausgang der Sache ist, wie die„ Boltsstimme" gesezt vermehrt werden, da die Fabrikanten die Hilfsarbeiter ges der Kolonie größere Anlagen anschließen zu können. Abg. Möller mittheilt, die Meinung getheilt. Es wird angenommen, daß die kündigt haben. ( natl.) meint, die Arbeiterfrage in China brauche uns feine Verurtheilumg Müller's nicht aufgehoben werden wird, Schmidt sich Die ungenügende Bezahlung der Gewerkschaftsbeamten Sorge zu machen. An chinesischen Arbeitern werde es nicht also miglos geopfert hat. Man schließt dies aus dem Vorgehen der fehlen. Er warne vor zu großem Mißtrauen gegen das Kapital, Behörde, den Verfasser des inkriminirten Artikels zu ermitteln. wird von der Naumann'schen Hilfe kritisirt. Das Blatt schreibt darüber:„ Einigermaßen günstig stehen noch die Hirsch- Duncker'schen das in Kiautschou arbeiten soll. Von erfahrenen Leuten habe er Andererseits hegt man die bestimmte Erwartung, daß das freimüthige Gewerkvereinsbeamten da. Dort beziehen die Beamten in der Regel gehört, daß die dortige Kohle von bester Qualität sei. Abg. Frese Geständniß Schmidt's den verurtheilten Müller vollkommen entlasten ( fr. g.) pflichtet dem Borredner bei. Er freue fich, daß das Kapital und Schmidt nicht so hoch bestraft werden wird, da, wie er nach nicht nur auskömmliche Gehälter, sondern man diskutirt auch jezt Man diskutirt über sie, fich in Kiautschou betheilige, man dürfe es aber nicht durch zu frühe weisen kann, der Artikel gar nicht für die Oeffentlichkeit bestimmt schon über ihre Pensionsberechtigung. aber man hat sie noch nicht. mit Schlimmer steht es Steuerpläne verscheuchen. war und seine Veröffentlichung nur auf eine Fahrlässigkeit zurückzu den Beamten der Gewerkschaften. Ihr Gehalt fann wohl führen ist. Die beschlagnahmten Geschäftsbücher der, Bolts. durchgehends als vollgiltiges Aequivalent für ihren Arbeitsaufwand Er bewegt sich in der Regel zwischen stimme" werden am tommenden Sonnabend auf dem Sekretariat nicht angesehen werden. 1800 und 2000 m. jährlich. Bedenkt man, daß diese Summe für der königlichen Staatsanwaltschaft entfiegelt. Dem Geschäftsführer Großstädte wie Berlin, Hamburg, Frankfurt a. M. 2c. ist anheimgegeben, diesem Afte beizuwohnen. üblich ist und daß die Anforderungen an die Arbeitskraft der Beamten so hochgehend sind, daß keinerlei Nebenverdienst mehr möglich ist, so wird man solche Entlohnung feineswegs für ausreichend halten. Solche Verhältnisse sind aber nicht nur unwürdig, sie sind auch im höchsten Grade unpraktisch. Damit ist das höchsten Grade unpraktisch. Intelligente Arbeiter werden gar oft ihre Arbeitskraft lieber in ihrem Beruf veriverthen, als an die Berufsorganisationen verkaufen. Dort verdienen sie nicht nur mehr Geld, sondern sie sind auch unabhängiger als hier, wo sie nur zu oft unter den unbilligen Ansprüchen ihrer Vereinsgenossen zu leiden haben. So kommt es, daß so viele mittelmäßig Veranlagte in Beamtenstellen find, wo sie natürlich auch nur mittelmäßige Leistungen aufweisen können. Dieser Krebsschaden macht sich wohl am stärksten bei den christlichen" Arbeitervereinigungen geltend. Dort ist es ganz durchgängig Regel, daß alle Vereinsarbeit ehrenamtlich gethan wird und höchstens Baarauslagen ver lich leidet die peinliche Korrektheit, Die nun einmal alle Herr August Scherl bestätigt in einer uns zugegangenen preß wirkjame Vereinsthätigkeit erfordert, aufs Schlimmste unter gefeßlichen Berichtigung die in unserem Artikel gemachten Angaben diesen unhaltbaren Zuständen. Darum sollten alle unabhängigen Das neue Bankgesetz ist in der heutigen Sigung des über die unerhörte Behandlung organisirter Arbeiter voll und ganz. Freunde einer träftigen Entfaltung unserer deutschen Arbeiterbewegung Warum wir die Zuschrift erhielten, ist uns deshalb nicht immer wieder auf diesen wunden Punkt aufmerksam machen und Bundesraths nach den Vorschlägen der Ausschüsse, denen die recht erklärlich, da wir selbst davon überzeugt waren, daß Vorlage zur Prüfung überwiesen war, angenommen worden und soll wir gut unterrichtet wurden. Einige Stellen aus dieser Berichtigung Bfennighnauferei den eigenen Beamten gegenüber herauslämen, so an ihrem Theil mithelfen, daß die deutschen Arbeiter aus ihrer unverzüglich dem Reichstag zugehen. find aber so bezeichnend für die Auffassung des pfiffigen ReklameNicht weniger als 3619 Petitionen find bis jetzt beim mannes, daß wir sie im Auszuge wiedergeben. Es heißt in der verständlich natürlich diese falsche Sparsamkeit sonst auch sein mag." -Was fagen zu Vorstehendem jene ordnungsparteilichen" Blätter Reichstage eingegangen. Außer den bereits ihrem Juhalt nach Berichtigung: bekannt gegebenen weist das foeben erschienene amtliche Verzeichniß Es ist unrichtig, daß die bei mir beschäftigten Arbeiter feiner die ihren Lesern von Zeit zu Zeit von den Genüssen zu erzählen eine große Zahl von Eingaben nach, die ein öffentliches Interesse Organisation angehören dürfen. Das Gegentheil geht jetzt schon wissen, in denen die Arbeiterführer" durch die Arbeitergrofchen" schwelgen? beanspruchen. Wieder kommen die Magistrate verschiedener Städte daraus hervor, daß die Arbeitnehmer meiner Offizin Mitglieder mit der Bitte um Erlaß eines Gesezes über die Heranziehung der verschiedenartigsten Verbände und Vereine sind, zum des Reichsfiskus zu den Gemeinde lasten, wieder Beispiel zahlreiche Schriftsezer dem Gutenberg- eine petitioniren Mäßigkeitsvereine um ein Gefeß gegen die Trunt- Bunde angehören. Nur bezüglich des sogenannten Verbandes fucht. Neu ist dagegen das Gesuch von Aerzten aus halte ich daran fest, Mitglieder desselben nicht einzustellen, da Frankfurt a. M. um Ausdehnung der Krankenver der Verband sich mir und dem„ Berliner Lokal- Anzeiger" wiedersicherung auf alle Staatsbürger mit einem Einkommen holt als feindselig(!!!) bewiesen, überdies die ihm nicht anDer Magistrat Dresden bon bittet gehörigen Schriftfezer meiner Offizin an der Arbeitsstätte felbft des 8ollvereinigungs- Vertrages befehdet hat." Der Etat wird darauf genehmigt und Dr. Lieber zum Referenten für das Plenum bestellt. Morgen steht der Etat des Reichs Eisenbahnamts zur Berathung, auf welchen unmittelbar der Militär Etat folgen soll. Parlamentarisches. 1 Partei- Nachrichten. Polizeiliches, Gerichtliches u. 1. w. " Eingestellt wurde von der Staatsanwaltschaft in Stettin ein Verfahren, das gegen den Redakteur des Stettiner Voltsboten", Genoffen Friz Herbert, wegen angeblicher Be Die dem Bundesrath vorliegende Novelle zur Gewerbe: leidigung eines Lehrers anhängig gemacht war. Damit ist das Ordnung nimmt zunächst, wie wir erfahren, eine Kontrolle der Jahr 1898 für den„ Voltsboten" erfreulicherweise ohne gerichtliche Gesindevermiether und Stellenvermittler in Aussicht. Der Be- Opfer verlaufen, was seit den ersten anderthalb Jahren seines Betrieb dieses Gewerbes soll von besonderer polizeilicher Son- stehens noch nicht zu verzeichnen war. Im Jahre 1897 hatte er zwar zession abhängig gemacht werden. Ferner fchlägt die Novelle auch keinen Prozeß, doch mußte eine aus dem Jahre 1896 datirende neue Bestimmungen vor über die Einführung von Lohnbüchern dreiwöchige Gefängnißstrafe verbüßt werden. Bis dahin hatte das und Arbeitszetteln, sowie über die Mitgabe von Arbeit nach Stettiner Parteiorgan seit der aufgelösten Wählerversammlung vom Hause an Arbeiter und jugendliche Arbeiterinnen, namentlich im 7. Februar 1887, bie den Belagerungszustand nach sich zog, fort Konfektionsbetriebe. Sodann werden eingehende Vorschriften während mit Prozessen zu kämpfen. borgeschlagen über die Beschäftigung der Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter in offenen Läden. Schließlich enthält die Gewerbe- Ordnungs- Novelle eine Ergänzung der Bestimmungen Wie Herr Auguft Scherl berichtigt! itet oder fleine„ Remunerationen" gegeben werden. Natür über das Verfahren bei Errichtung genehmigungspflichtiger Anlagen und Erweiterung der Zahl der vom Gewerbebetrieb im Umberziehen ausgeschlossenen Gegenstände. bis 2000 zu um Abänderung M. " " Die Gewerkvereine( Sirsch- Dunder) haben an den Reichstag Petition gerichtet, die folgenden Wortlaut hat: Der Hohe Neichstag wolle beschließen: die verbündeten Regierungen zu erfuchen, dem Reichstage baldigst eine Novelle zu dem Gesetze, betreffend die Gewerbegerichte, vom 29. Juli 1890 vorzulegen, durch welche 1. Gewerbegerichte für alle Gemeinden bezto. Bezirke mit ents wideltem Gewerbebetrieb obligatorisch eingeführt werden; 2. das Wahlrecht und die Wählbarkeit zu den Gewerbegerichten| lichen Kreditbedürfnisses haben, fommt es in erster Linie auf das| suchte mehrfach, sich in Häusern zu versteden, fand aber auf die weiblichen Arbeitgeber und Arbeiter erstreckt werden; Verhältniß der Beleihung zum Werthe der Grundstüde an. schulden auf 1 M. Grundsteuer Reinertrag fommen Sypotheken und Grundschulden M. 3. die Gewerbegerichte verpflichtet werden, auf Anrufung auch Es betrugen zu Ende des Jahres 1897 beziehentlich 1897/98: nur eines Theiles als Einigungsamt thätig zu sein, und das Recht erhalten, auch ohne Anrufung Schritte zur Verhütung oder Beilegung von Arbeitsstreitigkeiten zu thun. Die Petition unterscheidet sich von einem dieselbe Materie be rührenden Antrag der sozialdemokratischen Fraktion dadurch, daß diefer das Wahlrecht und die Wählbarkeit für beide Geschlechter mit Vollendung des zwanzigsten Lebensjahres eintreten lassen will, während jene nur verlangt, daß auch die Frauen Ostpreußen die Frauen Bosen attives und passives Wahlrecht erhalten. Die Erweiterung Westpreußen der Befugnisse der Gewerbegerichte als Einigungsamt ist in dem Antrag der sozialdemokratischen Fraktion nicht enthalten, weil Schlesien in den Kreisen der Arbeiter selbst die Meinung über eine solche ErBrandenburg. weiterung der Machtbefugnisse des Gewerbegerichts sehr getheilt ist. Pommern. Hessen- Nassau Dagegen verlangt der sozialdemokratische Antrag eine wichtige Er weiterung der Zuständigkeit der Gewerbegerichte. Er will, daß alle Rheinland Streitigkeiten, die aus dem Lohn- und Arbeitsverhältniß entstehen, Sachsen auch die im Bergbau, in der Land-, Forstwirthschaft und Fischerei, Schleswig- Holstein Hannover im Handel und Verkehr und Dienstvertrag ohne Ausnahme der Rechtsprechung des Gewerbegerichts unterworfen werden. Der Streik in der Zuckerraffinerie in Halle hat nachträglich einen größeren Umfang angenommen. Den 15 Ausständigen folgten die übrigen Arbeiter, fodaß sich gegenwärtig 50 Arbeiter im Ausstand befinden. Am Montag verhandelte der Fabrikant mit einer Kommission der Arbeiter. Die Streitigkeiten wären beseitigt ges die 15 Arbeiter, die zunächst in den Ausstand traten, ausgesperrt wesen, wenn nicht der Fabrikant die Bedingung gestellt hätte, daß bleiben. Der Streit wird in den nächsten Tagen an Ausdehnung gewinnen, da die Arbeiter der Siederei sich dem Ausstand anschließen werden. Die Differenzen sind wegen der Lohnabzüge entstanden. Ausland. Aus der Schweiz. In Basel stehen die Kaminfegergehilfen in einer 2ohnbewegung mit folgenden Forde rungen: Tagelohn von 5 Fr. und Abschaffung von Kost und Logis bei den Meistern, 70 Cts. Stundenlohn bei Nach- und 1 Fr. bei Sonntagsarbeit. Der Streit der Schuhmacher( 8wider) in Kreuzlingen ist infolge der Gefälligkeit von Streifbrechern verloren gegangen. In Bellinzona ist eine Gewerkschaft der Wertstätten Arbeiter der Gotthardbahn gegründet worden, der sich sofort 470 als Mitglieder anschlossen. # Titerarisches. Soziales. Westfalen in Millionen die ländlichen der GrundHypotheken steuer und Grund- Reinertrag auf dem Lande Millionen M. M. 13,83 24,71 0,56 21,10 22,33 0,95 19,69 18,37 1,07 82,86 53,40 1,55 65,51 34,57 1,90 58,24 26,65 2,19 45,50 20,81 2,19 113,43 47,19 2,40 188,68 49,42 3,82 239,26 46,49 5,15 201,39 36,39 5,53 265,77 9,87 3,23 26,91 407,24 die Thüren verschlossen und infolge dieses Aufenthalts war es den Verfolgern möglich, den Votel schließlich doch zu erreichen. Als er wieder aufgefordert wurde, zur Wache mitzukommen, zog er einen Revolver, hielt ihn dem Wagner entgegen mit den Worten: Gehen Sie zurück oder ich schieße." Das Publikum ließ sich aber durch diese Drohung nicht einschüchtern; Botel steckte den Revolver ein und wurde nun nach der Wache gebracht. Beim Eintritt in das das Wachlokal rief Botel dem diensthabenden Beamten sogleich entgegen:„ Herr Kollege, sagen Sie doch diesen Kerls, wer ich bin." Soweit der Sachverhalt nach Angabe einiger an dem Vorfall unmittelbar betheiligter Zeugen. Einem unbetheiligten Beobachter des Herganges, der als Beuge mit zur Wache gegangen war, hat Botel im Wachlokal Schläge angeboten. Nach Aussage der Prostituirten hat Botel, als er fie auf der Straße anhielt, ihr zu verstehen gegeben, daß er unter einer bestimmten Bedingung nicht so streng gegen sie sein würde. Der Staatsanwalt ließ die Anklage wegen Körperverlegung und Bedrohung fallen; er sah das Schlagen mit dem Stod, sowie die Drohung mit dem Revolver als einen Aft der Nothwehr an, und hielt nur eine Beleidigung für vorliegend, im Staat außer Hohenzollern 1315,15 für die sich auch noch Milderungsgründe geltend machen δαξ schulden nur wenig über die Hälfte des Grundsteuer- Reinertrages dieser Handlung behindert werde, so sei seine Erregung zu Während in Ostpreußen die ländlichen Hypotheken und Grund- ließen, denn der Beamte sei berechtigt gewesen, Mädchen zu fistiren, und wenn er in der Ausübung ausmachen, in Posen und Westpreußen ihm ungefähr gleichkommen, sind sie in Westfalen mehr denn neunmal so hoch als dieser, sodaß verstehen. Der Staatsanwalt beantragte eine Geldstrafe von 50 M. die Beleihung in Westfalen über siebzehnfach so hoch als in OstDer Vertheidiger, Rechtsanwalt Rosenstock, plädirte für Freistimmt, ist die Beleihung in den west- und nordelbischen Provinzen die Polizeibeamten, dadurch sei bei einem großen Theil des preußen ist. Bis auf Hessen- Nassau, welches mit Bommern überein- sprechung des Angeklagten. Eine gewisse Presse hege unter der Rubrik Schuß gegen Schußleute", fortgefegt gegen durchweg höher als in den ostelbischen. Publikums der Blautoller erzeugt worden, der auch in diesem Falle die Ursache des Vorganges des Publikums gegen den Beamten der Sachbeschädigung und der Körperverlegung frei, und verurtheilte gewesen seil- Der Gerichtshof sprach den Angeklagten des Vergehens ihn nur wegen öffentlicher Beleidigung des Zeugen Wagner und wegen Bedrohung mit einem Verbrechen durch Vorhalten des Revolvers. Als strafmildernd wurde angenommen, daß Botel aufgeregt war, weil aus dem Publikum an ihn das unberechtigte(?) Verlangen gestellt wurde, sich zu legitimiren. Wegen der Beleidigung erkannte der Gerichtshof auf 20 m. und Bublikationsbefugniß des Beleidigten, wegen der Bedrohung auf 50 M. Also eine Geldstrafe von 70 M. wegen öffentlicher Beleidigung und Bedrohung mit einem Verbrechen, verübt durch einen als Hüter der öffentlichen Ordnung bestellten attiven Schuhmann! Von sämmtlichen Zinsanlagen haben die Sparkassen 46,78 Millionen Mark oder 0,90 pet. Ueberschüsse erzielt. Diesen Einnahmen stehen 8,75 Millionen Mark Verwaltungskosten gegenüber. Gerichts- Beifung. Prozeß Zeglin und Genoffen. " Streikende Arbeiter, die sich in durchaus begreiflicher Erregung über das verwerfliche Treiben von Streikbechern zu einer der Schugmann Votel begangen hat, tommen bekanntlich bei weitem nicht so schweren Ansschreitung hinreißen lassen, wie sie nicht so glimflich davon. Aus dem Lande der Friedensbotschaften. Vor dem Schwurgericht am Landgericht II sollte am Donners tag ein Landfriedensbruchs- Prozeß verhandelt werden, dessen Wurzeln in dem Kampfe der Arbeiter um die Wahrung ihrer berechtigten Interessen zu suchen sind. Auf der Anklagebank standen die acht Maurer Beglin, Podrust, Kühlblod, Hasse, Lenger, Jähner, Benzer und Fritsch, vertreten durch die Rechtsanwälte Wolfgang Heine, az und Herzfeld. Die Angeklagten Beglin, Kühlblock, Lenzer und Jähner befinden sich seit Oftober 1898 Neues Parteiorgan in Frankreich. Die erste Nummer der fünfviertel Jahr verflossen sind. Es handelte sich um einen Vorfall, in Untersuchungshaft, während seit der inkriminirten That schon neuen sozialistischen Revue:„ Mouvement Social"( Soziale welcher sich am 5. Oktober 1897 vor einem Neubau des MaurerBewegung) ist jetzt erschienen. Sie ist von einer Gruppe junger meisters Streckenbach in der Nähe des Kurfürstendammes zutrug. Sozialisten gegründet, die sich nicht in das Prokrustesbett der alten Der Maurermeister Frizz Streckenbach führte im Oktober v. J. zu In den Revisionssachen der Garantiefonds- Zeichner der Schul- und Seltenweisheit haben einzwängen lassen und nur eine gleicher Zeit drei Neubauten auf Charlottenburger Gebiet am Stur Berliner Gewerbe- Ausstellung, die gestern vor dem Reichsgericht Sozialdemokratie und nur einen Sozialismus kennen. Sie haben fürstendamm auf. Mit den Leistungen der Maurer auf dem einen anstanden, wurde Nachmittags 4 Uhr durch den Senatspräsidenten Fühlung mit allen vorhandenen Gruppen, haben die Unterſtüßung Neubau war Herr Streckenbach unzufrieden und zwar sollen, wie be- des Ersten Zivilsenats, Bolze, das Urtheil dahin verkündet, daß die von Männern aller Gruppen, und haben das Programm: die Ein- hauptet geringeren Leistungen darauf zurück- Revision der Zeichner gegen die Urtheile des Kammergerichts zurückheit der franzöſiſchen Sozialdemokratie herbeizuführen. Die erſte zuführen gewesen sein, daß nach einem Beschlusse der Lohn- gewiesen werde und ihnen auch die Kosten der Revisionsinstanz zur Numuner entspricht unseren höchsten Erwartungen. Wir wünschen fommission kein Maurer im Tagelohn mehr als fünfhundert Last fielen. dem Unternehmen, das unter sehr günstigen Auspicien beginnt, bestes Steine vermauern solle. Herr Stredenbach drohte mit Entlassung Gedeihen und vollen Erfolg! der Maurer, falls sie sich nicht ärger ausnuten lassen wollten. Er trat dann mit der Streifbrecher- Organisation, dem Verein arbeitswilliger Maurer, in Verbindung, und unter diesen Herren fand sich Petersburg, 19. Januar. Das Marineminifterium denn auch ein Kolonnenführer mit 22 Arbeitern, die in Afford arbeiten hat beschlossen, den Bau eines Kreuzers ersten Ranges von Der Ausschuß des Vereins für Sozialpolitik hat nebst und am 5. Oktober die Arbeit beginnen sollten. Am 2. Oktober wurden 6250 Tons Wasserverdrängung der Schiffswerft des„ Vulkan" mehreren seiner Unterausschüsse am 2. und 3. Januar in Berlin etwa 50 Maurer entlassen. Darauf wurde die Lohnkommission bei in Stettin und den Bau zweier Torpedoboote bon getagt. Ueber die Verhandlungen berichtet die Soziale Praxis": ihm vorstellig und erklärte, daß sämmtliche entlassenen Maurer sofort je 350 Tons Wasserverdrängung der Schidau'schen Werft in Es wurde festgestellt, daß von den im Gange befindlichen wieder beschäftigt werden sollten, widrigenfalls auch die Maurer auf Elbing zu übertragen. Die Kosten für den Kreuzer find Arbeiten des Vereins 1. die Bände 3, 4 und 6 über das Hausirer den anderen Bauten die Arbeit einstellen würden. Eine Einigung kam nicht gewerbe bis 1. April, die Bände 5 und 7 bis 1. August; 2. die zu stande und deshalb legten thatsächlich sämmtliche Maurer die Arbeit auf über vier Millionen Rubel festgesetzt. Die Schiffe müssen Bände über die Haus industrie ebenfalls bis dahin fertig nieder. Als nun die neu engagirten Attordarbeiter auf dem Bau antraten, im nächsten Jahre fertig sein. Alle in Petersburg werden, während die Untersuchungen über die deutschen soll es zu einer förmlichen Schlacht gekommen sein. Am Mittag im Bau befindlichen Panzerschiffe sollen in diesem Jahre und Wasserstraßen nicht vor etwa zwei Jahren geliefert werden wiederholte sich der Streit. Der Maurer 3e glin soll den Maurer 22 Torpedoboote im nächsten Jahre fertiggestellt werden. können, diejenigen über die Arbeiter der Verkehrsgewerbe Giese von der Partei der Affordarbeiter gemißhandelt haben Ferner wurde beschlossen, in diesem Jahre auf den Werften zunächst wegen der ablehnenden Haltung der preußischen Eisenbahn- und daraus entwickelte sich eine große Prügelei, die von der der neuen Admiralität zwei Geschwaderpanzer von ungefähr behörde vertagt wurden." Staatsanwaltschaft wie auch später von der Beschlußkammer als 12 700 Tons Wasserverdrängung zu bauen, sowie auf der Werft der Die Generalversammlung des Vereins soll Gude Landfriedensbruch qualifizirt wurde. Es waren nämlich, da es September in Breslau mit folgender Tagesordnung abgehalten gerade in der Mittagszeit war, zahlreiche Arbeiter aus näherer und Russischen Lokomotivenfabrik ein Banzerschiff von 12 700 Tons, einen worden: 1. Die Hausindustrie, ihre gegenwärtige Lage und weiterer Entfernung herbeigeeilt und so hatte sich eine große Kreuzer von 6000 Tons und einen solchen von 3000 Tons. die Schutzgesetzgebung für ihre Arbeiter; 2. das Hausirer- Menschenmenge angesammelt. Am nächsten Tage hat sich das gewerbe und die Entwickelungstendenzen im Kleinhandel Schauspiel noch einmal wiederholt. Aus diesen Vorgängen heraus Lehte Nachrichten und Depelihen. Bazare, Konsumvereine u. f. w.), wobei über die zwei Glieder dieses ist die Anklage entstanden. Zur Verhandlung kam es aber nicht, denn Themas je gesondert für sich verhandelt werden soll. Die Referenten noch bevor die Geschworenenbank gebildet wurde, theilte der Vor- Aus der Wahlprüfungs- Kommiffion. Berlin, 19. Januar. find noch nicht definitiv bestimmt. sigende mit, daß die Vertheidiger Anträge gestellt hätten, außer den In der heute Abend unter dem Vorsitz des Abg. Dr. Spahn ab 50 Beugen, die bereits geladen seien, noch eine ganze Reihe Beugen gehaltenen Sigung der Wahlprüfungs- Kommission des zu laden. Da diese Anträge erst am 15., 16. und 17. gestellt worden Reichstages wurden die Wahlen folgender Abgeordneten nach feien, habe er die Ladung nicht mehr verfügen können, zumal er die Prüfung der eingegangenen Proteste für giltig giltig erklärt: Aften selbst erst gestern Abend zu Gesicht bekommen habe. Wenn also 1. Beet( 3.) 3. Ober- Bayern: Aichach. 2. Fahle die Vertheidiger auf die Zeugen nicht verzichten wollten, dann müsse( frs. Vg.) 6. Frankfurt: Züllichau- Kroffen.- 8. Faller( natl.). die Verhandlung vertagt werden. Gegen den Vorwurf des Präsidenten 2. Baden: Donaueschingen.- 4. Fiz( natl.). 5. Pfalz: und des Staatsanwaltes, daß der heutige Termin bereits seit vier Homburg. 5. v. Grand Ry( 3.). 6. Koblenz: Kochem Wochen angefeßt, die Ladung der Zeugen aber doch bis zur letzten Stunde Bell.- 6. Dr. Hahn( Bund der Landwirthe). 19. Hannoververzögert worden sei, verwahrten sich die Zeugen damit, daß es auch Sedingen- Neuhaus. 7. Herrmann( 8.). 9. Könige ihnen erst in den lezten Tagen möglich geworden sei, berg: Allenstein- Röffel. 8. Hofmann- Dillenburg( natl.).' Einsicht in die Akten zu verlangen. Sie schlugen aber 5. Wiesbaden: Dillfreis- Ober- Westerwald. 9. Jacobsen vor, in die Verhandlung einzutreten und gleichzeitig zu versuchen,( Hofp. d. freis. Volksp.). 3. Schleswig- Holstein: Schleswig- Eckern 10. Schmidt Aschersleben( Soz.). 7. Magdeburgdie Zeugen durch Boten heranzuholen. Darauf ließ sich der Vor- förde. sitzende nicht ein, der darauf bestand, entweder definitiv auf die Aschersleben. 11. Schrader( freis. Verein.). 2. Frankfurt Personen 12. Dr. Weissenhagen( 8.). Ladung der neuen Zeugen zu verzichten oder 11 897 zu vertagen. Landsberg- Soldin. In den Verzicht mochten aber selbst die betheiligten Angeklagten, 2. Schwaben: Donauwörth. 13. Weigel von Muders. die sich unschuldig fühlen und dies beweisen wollen, nicht bach( f.). 8. Königsberg: Osterode- Neidenburg.- 14. izl willigen, selbst auf die Gefahr hin, bis zur nächsten Schwurgerichts- sperger( 8.). 4. Oberpfalz: Neuenburg. periode, die erst im März statifindet, in Untersuchungshaft bleiben zu müssen. Die Bertheidiger beantragten 11un wenigstens Hanau, 19. Januar. In der elektrotechnischen Fabrik von die Haftentlaffung, da die Angeschuldigten von der Zeit ab, in Schneeweiß und Engel explodirte heute Vormittag ein Luftkeffel, welcher die Gefährlichkeit der Sache erkannt war, noch einen Monat wobei ein Ingenieur und ein Arbeiter sofort getödtet wurden. Das auf freiem Fuß geblieben seien und sich doch nicht dem Gericht Dach des Arbeitshauses wurde von dem Deckel des Kessels durchentzogen hätten. Der Gerichtshof erkannte dann auch nach längerer schlagen. Berathung auf Bertagung, hob aber gleichzeitig fämmt Tiche Haftbefehle auf, weil nach Lage der Sache weder Kollisionsgefahr noch Fluchtverdacht vorliege. Für eine fünftige Verhandlung, betr. die Wohnunngsfrage, wurde beschlossen, in einem Sammelband das gesammte vorhandene Material durch eine Reihe von Referenten kurz und zusammenfassend behandeln zu lassen. Die Jahresberichte der städtischen Arbeitsämter von München und Stuttgart liegen vor. Beide Arbeitsämter hatten eine bedeutende Vermehrung des Zuspruchs zu verzeichnen. Wir registriren hier die hauptsächlichsten Daten. Stellenangebote an männl. weibl. Arbeitsamt München. Stellengesuche von männl. weibl. Stellenbesetzungen männl. weibl. Personen 18 843 20 439 gegen das Jahr 1897 mit: 15 598 36 151 Personen 23 393 20 572 13 880 2821 1718 10 611 Stellenangebote 25 540 15 462 mehr: 1818 3 381 Arbeitsamt Stuttgart. 186 2253 10 669 1 228 Stellengesuche Stellenbesetzungen männl. 18 233 weibl. 16 053 2180 männl. weibl. männl. 6 329 21 343 4 169 13 602 gegen das Jahr 1897 mit: 3 825 12 041 mehr: 344 weibl. 3 309 2925 384 277 6 062 19 559 1784 1561 Von den Kapitalien der preußischen Sparkaffen waren im Rechnungsjahre 1897( beziehentlich 1897/98) 78,14 Millionen Mark baar in Kasse und 5208,39 Millionen zinsbar angelegt, und zwar: in Hypotheken und städtischen 1568,50 Min. M. 30,11 pCt., Grundschulden " Inhaberpapieren ländlichen Echuldscheinen ohne Bürgschaft mit P „ Wechseln gegen Fauftpfand 1824,38 1588,77 25,43 29,45 " " 0,95 0,19 " 154,89 2,97 " 77,08 69,98 1,48 1,34 " " • 438,77 31,07 " 8,42 = 0,60 " " " bei öffentlichen Instituten und Kors porationen Prag, 19. Januar.( B. W.) Vor dem anatomischen Institut sammelte sich heute Nachmittag eine große Menschenmenge an, welche bei dem Leichenbegängniß des erschossenen czechischen Studenten Linhart demonstriren wollte. Hierzu tam es aber nicht, weil die Beerdigung auf morgen verschoben ist. Der tapfere Schuhmann Votel. Wegen Beleidigung, vor- Prag, 19. Januar.( B. H.) Narodni Listy" zufolge ist die fäßlicher Eachbeschädigung und Körperverlegung, sowie wegen Be- Regierung entschlossen, das Refrutengesch auf parlamentarischem drohung mit einem Verbrechen hatte sich am Donnerstag der frühere Wege zu erledigen. Sollte dieses Vorhaben durch die Opposition Sergeant Votel, welcher im vorigen Jahre bei der Berliner verhindert werden, dann werde die Auflösung des Reichsrathes Schutzmannschaft probeweise angestellt war, vor der neunten Straf erfolgen. Ebenso sei die Regierung entschlossen, trop des Kampffammer zu verantworten. Der Angeklagte paffirte, zur Zeit als er getöses der deutschen Opposition die Beseitigung der in Bezug aktiver Schutzmann war, in der Nacht zum 20. Juli v. J. und zwar in auf die nationalen Rechte noch bestehenden Ünbilligkeiten fortzuZivilkleidung die Neanderstraße. Da hörte er, daß eine Prostituirte auf setzen. der Straße laut schimpfte; er gebot ihr Ruhe und drohte mit Sistirung. Paris, 19. Januar. Deputirtentammer. Der Deputirte Das Mädchen verlangte, daß Botel sich als Beamter ausweise. Andere Vaillant erklärt, er wünsche über die Abrüftungskonferenz zu Personen, die nun sahen, wie der Mann in Zivilkleidung das Mädchen interpelliren. Der Minister des Aeußern Delcassé entgegnet, er werde festhielt, traten hinzu und forderten ihn gleichfalls auf, sich, wenn er bei Berathung des Budgets des Auswärtigen Amtes Erklärungen abs in sonstigen Anlagen Beamter sei, als solcher auszuweisen. Botel kam diesem Verlangen geben. Vaillant nimmt hierauf von der Interpellation Abstand. Berhältnißmäßig am höchsten war der Bestand an Inhaber nicht nach, er bezeichnete vielmehr einen der Männer aus dem Grousset verlangt die Ernennung einer parlamentarischen Kom Papieren in Berlin mit 71,21 pet. der zinsbar angelegten Publikum, den Hutmacher Wagner, als Ludewig"," Schlumps", miffion zur Prüfung der Frage der Unterseeboote. Marineminister Lodrobi Kapitalien, am niedrigsten in Schleswig- Holstein mit 8,61 pet. Die Strolch", und meinte, dieser wäre wohl der Zuhälter des Mädchens. erwidert, eine parlamentarische Kommission könne nicht werkthätig Anlage in städtischen Grundschulden hält sich zwischen Hierdurch fühlte sich Wagner beleidigt, er forderte nunmehr bei Versuchen mitwirken, die von Fachleuten kontrollirt worden seien. 40,77 pet. in Hessen- Nassau und 5,78 pet. in Hohenzollern. Der den angeblichen Beamten auf, ihm behufs Feststellung seiner Grouffet besteht auf seinem Antrag und verlangt die Dringlichkeit Antheil der ländlichen Hypotheken und Grund Persönlichkeit zur Revierwache zu folgen. Botel stieß darauf für denselben; dieselbe wird aber mit 351 gegen 121 Stimmen abschulden ist am höchsten in Hohenzollern mit 61,21, am niedrigsten den Wagner zurück und versuchte, zu entfliehen. Wagner gelehnt. Das Haus sezt hierauf die Generaldebatte über das in Ostpreußen mit 13,91 pCt. Dabei wird von Berlin abgesehen, aber, der seinen Beleidiger nicht unerkannt entkommen lassen wollte, Budget fort. wo sie ganz fehlen. In sämmtlichen östlichen Provinzen erreicht die lief in Gesellschaft einiger Begleiter hinter Votel her und versuchte, Madrid, 19. Jamuar.( W. T. B) Eine Depesche des Generals Anlage in ländlichen Grundbuchschulden nicht den Staatsdurchschnitt ihn aufzuhalten. Da drehte sich Votel um, und führte einen Rios meldet, die Lage in Manila sei unverändert, dagegen mache der von 25,43 pet.; in den westlichen, außer in Hessen- Nassau und Rhein- Schlag mit feinem Spazierstod nach Wagner, Aufstand in Mindanao große Fortschritte. Die Muselmanen land, übertrifft sie ihn. Betreffs der Bedeutung, die die Sparkassen- so daß dessen Hut beschädigt wurde und Wagner zu Boden stürzte. predigten den heiligen Krieg, die Insel 3ebu sei in vollem Aufgelder in den einzelnen Provinzen für die Befriedigung des Tänd- Botel lief nun eiligen Schrittes davon; er ver- ftande. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mar Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Br. 17. 16. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Reichstag. 13. Sigung, Donnerstag, 19. Januar 1899, 1 hr. Am Tische des Bundesraths: Graf v. Posadowsth. Die zweite Berathung des Etats wird beim Reichsamt des Innern fortgesetzt und zwar beim Titel„ Staatssekretär". Abg. Nösicke( wildlib.) Freitag, 20. Januar 1899. durch welche die Herren Unternehmer sich gegenseitig über miß darüber. In Bayern hat die Regierung erst vorige Woche wieder liebige Arbeiter benachrichtigen, um fie brotlos zu machen ausdrücklich die Aufsichtsbeamten aufgefordert, in direkte Verbindung und zu verfolgen. Dieser Macht der Unternehmer tritt der mit den Arbeitern zu treten, damit sie erfahren, wie es in den Bes Antrag der Herren Rösicke und Dr. Pachnicke entgegen. Wir betrieben aussieht. Bei uns in Preußen geht's aber nach der bureaugrüßen ihn freudig und stehen ihm sympathisch gegen- fratischen Schablone uid in Folge dessen sieht es auch in den über, weil er die Absicht hat, durchzuführen, daß die Arbeitsnach- Fabriken danach aus. Unsere Arbeiter haben eben weniger Möglichweise unparteiisch geführt werden. Obgleich Herr Rösicke, der keit, den Aufsichtsbeamten mitzutheilen, was alles in den preußischen selbst ein Unternehmer ist, hier so warm für die Nachweise eintritt, Fabriken verbesserungsbedürftig wäre. 1 W glauben wir nicht, daß seitens der anderen Unternehmer Dazu kommt noch, daß es in einem Landestheile Preußens den findet es sehr erfreulich, daß die Regierung die Schonzeit in dem feinen Wünschen Rechnung getragen werden wird. Er ist bekannt- Arbeitern zum größten Theil überhaupt unmöglich gemacht ist, die Ausbau der sozialen Gesetzgebung beenden wolle und neue Gesez- lich ein weißer tabe unter ihnen, auf den von den anderen, zu ihrem Schuß erlassenen Geseze kennen zu lernen, und sich mit zu setzen. Das trifft entwürfe vorbereite; vor allem wichtig sei die angekündigte Novelle den schwarzen, weiblich gehackt wird.( Heiterkeit links.) Wir ben Aufsichtsbeamten in Verbindung Der Posener Aufsichtszum Alters- und Invaliditätsgesez, die leider noch wollten bereits im Jahre 1884 solche Nachweise einführen und schlugen alle polnisch sprechenden Arbeiter. auch dies fehlt im Reichsaus dem Bundesrathe nicht hervorgegangen ist. Auch die anderen sie in unserem Entwurf eines Arbeiterschuß- Gesetzes 1890 vor. Die beamte erwähnt dies in seinem Bericht in der Thronrede erwähnten Anträge sind ja sehr wünschenswerth. Berliner Arbeiter haben bei einer Konferenz sich für den Antrag bericht. Also weil der polnische Arbeiter nicht deutsch kann, folglich Aber noch größer als diese positiven Thaten find leider die nega- ausgesprochen. Der Borsigende gab dabei folgende Erklärung ab: existiren für ihn die Geseze nicht, unter denen er lebt.( Hört, hört! tiven. So schwebt z. B. die Novelle zum Unfallversicherungs- Durch ihren Eintritt in den Vorstand des Zentralvereins für die bei den Sozialdemokraten.) Nein, meine Herren, da müßte es doch geses immer noch zwischen Himmel und Erde. Ferner erinnere Arbeiternachweise hatten die Arbeiter bereits ihre Stellungnahme in heißen: folglich hat die Regierung die Pflicht, dafür zu ich daran, daß der Bundesrath alle die Anträge abgelehnt hat, die dieser Frage festgesetzt. Sie stehen voll und ganz auf dem Boden forgen, daß die Geseze, die zum Schutze der Arbeiter bestehen, den die Sicherung der Koalitionsfreiheit und den Ausbau der der Bestrebungen des Zentralvereins, welche auf die Organisirung polnischen Arbeitern in polnischer Sprache zugänglich Berufsvereine betreffen; vor Allem auch, daß das Verbindungs- von Fachnachweisen hinzielen. Die Arbeiter werden ihre eigenen gemacht werden und daß mindestens polnisch sprechende AufsichtsDie Herren Polen, die so für berbot für politische Vereine immer noch nicht auf- Arbeitsnachweise zu Gunsten der neuen auflösen, wenn die Arbeit- beamte dort vorhanden sind. das Nationalitätsprinzip eintreten, haben merkwürdigeriveise in gehoben ist. Die ablehnende Haltung gegenüber den Berufsvereinen geber dasselbe bei den ihrigen thun." Es ist selbstverständlich, daß wir nur einem Arbeitsnachweis zu ihrer Presse davon keine Kenntniß genommen. Freilich, rechtfertigt die Regierung immer mit dem Hintveis auf das allgemeine Wahlrecht, das den Arbeitern genügend Waffen biete. Es stimmen können, dessen gesetzliche Regelung uns verbürgt, daß die den polnischen Unternehmern wird es sehr recht sein, wenn ihre ist doch aber seltsam, daß man auf der einen Seite den Arbeitern Arbeiter in ihm dieselbe Vertretung haben, wie die Arbeitgeber. Arbeiter möglichst wenig von den ihnen zustehenden Rechten era räth, sich um ihre materiellen Interessen zu kümmern und Freilich, Herr v. Stumm hat gestern wieder erklärt, daß er es nicht fahren. fich nicht der Parteithätigkeit in die Arme zu werfen, für berechtigt halte, daß der Arbeiter z. B. in den Gewerbegerichten Bei der Erwiderung auf die Vorwürfe des Kollegen Bebel hat auf der andern Seite fie aber direkt auf die Politik dasselbe Recht hat, wie der Arbeitgeber, und auf dieser Arbeits- der Herr Staatssekretär darauf hingewiesen, was im vergangenen zur Wahrung ihrer Interessen Hinweist. Dagegen ist ein Streit nachweis- Konferenz ist ebenfalls von den unberechtigten An- Jahr alles für die Arbeiter geschehen sei. Er erwähnt aber nicht, den Kürschnereien den Herren Unternehmern gese angekündigt gegen den Terrorismus der Streikenden. Sprüchen der Arbeiter auf Gleichberechtigung die Rede ge- daß worden sind Wenn wir aufrichtig sein wollen, so müssen wir zugeben, daß ein wesen. Wir wollen aber abwarten, ob sich hier im Reichstage eine statt vier jezt sechs Sonntage frei gegeben ebensowenig, daß seine Verordnung zum Schußze solcher Terrorismus in gewisser Hinsicht unvermeidlich ist, und nicht Majorität findet, welche den Arbeitern in den Arbeitsnachweisen und Arbeiterinnen in den Konserven Fabriten zum wenigsten gerade von uns, von den Arbeitgebern das gleiche Recht gewährt wie den Arbeitgebern und welche gegen der ausgeübt wird. Nur haben wir andere Mittel, den Terrorismus den Terrorismus der Arbeitgeber Front machen will. Dieser Terro- zu Gunsten der steinreichen Fabrikanten abgeändert worden ist, daß auszuüben, als Gewaltthätigkeiten. Es ist nun die Frage, ob rismus ist auf Gebieten vorhanden; das beweisen man die Arbeitszeit der Arbeiterinnen von 11 auf 13 Stunden verüberhaupt noch ein besonderes Gesetz gegen diesen Zwang auf die Berichte der Gewerbe Aufsichtsbeamten, die auch längert hat. Der Herr Staatssekretär beruft sich auf seine VerArbeitswillige nothwendig ist. Und das bestreite ich entschieden. im Gegensatz zu dem Grafen Posadowsky konstatiren, wie nüßlich ordnungen, die Chamottefabriken betreffend. Ich erkläre Daß die Arbeiter in der That einen besonderen Zwang auf Arbeits- die Arbeiterorganisationen, in Baden speziell, zur Herbeiführung aber, daß diese den berechtigten Ansprüchen nicht entsprechen. ie willige immer feltener ausüben können, das beweist die immer friedlicher Verhältnisse innerhalb des Arbeitsgebietes sind. Die geringfügig ist alles das, was angekündigt wurde, im Ver größer werdende Zahl der verlorenen Streiks, die doch eben blos sächsischen Beamten wissen davon freilich nichts zu erzählen; das gleich zu den, was die Gewerbe- Aufsichtsbeamten fordern! 3. B. dadurch verloren gingen, daß Arbeitswillige eingesprungen find. Aber fann nicht wunder nehmen, wenn man erfährt, daß die sächsische Re- harrt die Verordnung für die Zigarrenfabriten noch immer man erwartet eben durch solche Maßnahmen eine gewisse Gin- gierung von den gesetzlich gewährleisteten Einrichtungen der Arbeiter einer Verbesserung. Von allen Seiten wird anerkannt, daß man schüchterung der Arbeiter, die dann überhaupt nicht so leicht in einen schaft, von den Arbeiterausschüssen nicht einmal etwas wissen will. Nichts 11-13 Kubikmeter Luftraum für jeden Arbeiter fordern muß; in Streit eintreten, also auch die günstigere wirthschaftliche ist charakteristischer, als das. Die sächsische Bahnverwaltung hat im Ein- den Zigarrenfabriken hat jeder Arbeiter nur 7 Kubikmeter für sich. Stonjunttur nicht ausnügen werden. Darin liegt sicherlich eine verständniß mit dem Ministerium das Ersuchen ihrer Arbeiter, Und doch ist gerade hier die ungesundeste Luft und giftiger Staub. Beeinträchtigung der Koalitionsfreiheit der Arbeiter. Arbeiterausschüsse einzurichten, direkt abgeschlagen, weil diese dazu Dann hat uns der Herr Staatssekretär auch die Streik Wer heute noch auf dem Standpunkte der Februarerlasse steht, gilt den beitragen würden, sozialdemokratischen Forderungen mehr Gewicht statistik nicht mitgetheilt, die er machen läßt, und die besonders Unternehmern als Keper( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten). zu geben. In derselben Weise stellten sich die Arbeitgeber in einem deswegen sehr intereffant ist, weil sie in Deutschland gemacht wird Das ist vielleicht nie so deutlich hervorgetreten, als auf jener großen Theile Deutschlands den Arbeiterausschüssen gegenüber. Wir entgegen den Anschauungen, die von amtlicher Seite als richtig für Leipziger Versammlung der Unternehmer, die die Arbeitsna chweinen ja diesen Arbeiterausschüssen keine Thräne nach, denn ihre die Erhebung einer solchen Statistik ausgesprochen sind. Bei uns weise als Sache des Unternehmerthums bezeichnete. Die Arbeits- ganze Anlage war von vornherein verfehlt; aber die Sache kenn- wird nämlich eine solche Statistit von der Polizei gemacht; nachweise dürfen aber nicht ein Kampfmittel in den Händen einer zeichnet doch das Unternehmerthum. die Arbeiter fragt man nicht. Nun ist im letzten Vierteljahrsheft Partei sein. Sie müssen auf paritätischer Grundlage Weiter: Aus den preußischen Beric, ten ersehen wir sehr wenig der Statistik des Deutschen Reiches eine Uebersicht erschienen über errichtet sein und einen Unparteiischen zum Vorsitzenden über die Thätigkeit der Arbeiterorganisationen, während Süddeutsch- die Streikstatistiken der anderen Staaten; da heißt es von England, haben. Erfreulich ist es, daß die Sozialdemokraten sich land davon viel zu berichten weiß. Aber das, was aus Preußen daß man dort die bei den Streiks betheiligten Kreise der Arbeitdiesem Grundsatze anzuschließen beginnen. Daß die Herren, erzählt wird, ist auch recht charakteristisch. So theilt der Beamte geber und Arbeitnehmer frage und daraufhin die Statistik aufdie in Leipzig versammelt waren, den Arbeisnachweis als für Arnsberg mit, daß ein Arbeiter entlassen worden sei, weil er zum nehme, und dieses Vierteljahrsheft schreibt: Mit den Erfolgen des cin Mittel betrachteten, um den Arbeitern entgegenzutreten, geht Eintritt in den gewiß nicht sehr radikalen Hirsch- Duncker'schen Ge- englischen Verfahrens ist man der amtlichen Statistik zufolge im aus den Verhandlungen deutlich hervor. Der Sekretär des Ber- werkverein aufgefordert hätte! Aber der famose Reichsbericht, den Ganzen zufrieden. Obgleich man also von amtlicher Seite das bandes Berliner Metallindustriellen, ein früherer Hauptmann, er- wir dieses Jahr bekommen haben, dieser dünne schwindsüchtige Band, englische Verfahren als ein gutes fchildert, holt mai bei uns die flärte offen, daß die Arbeitsvermittelungsstelle drakonische vergißt diese für die Arbeiterbestrebungen wichtige Mittheilung zu liebe Polizei. Was bei dieser Polizeistatistik herauskommt, werden Mittel gegen miẞliebige Arbeiter anwenden bringen. Ich werde Ihnen noch verschiedentlich den Nachweis bringen, wie wir ja sehen. Aber kennzeichnend für diese Sozialreform ist es, müsse. Sogar von dem dauernden Ausschluß eines Miß- merkwürdig der Reichsbericht es immer vergessen hat, alles für die daß Sie bei einer so wichtigen Frage, die Sie zur Grundlage einer liebigen aus den Arbeitsstätten der ganzen Branche wurde Arbeiterbestrebungen Bedeutungsvolle mitzutheilen. Aus Celle hat einschneidenden Gesetzgebung gegen die Arbeiter machen wollen, die mumwunden gesprochen. Die Reden in Leipzig geben eine feltsame er z. B. nicht mitgetheilt, daß ein dort beabsichtigter Ausstand Arbeiter selber zu fragen nicht für nothwendig Illustration zu der Deynhausener Rede des Kaisers. Wenn man durch das Eingreifen des Holzarbeiter Verbandes verhütet worden gehalten haben.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) von Terrorismus sprechen will, so kann man nur von einem ist, was doch angesichts der in den höchsten Kreisen verbreiteten Ich will auch nicht davon reden, wie wenig man für den Terrorismus der Unternehmer reden. Ich möchte den Anschauung, daß die Arbeitervereine Streifvereine seien, gewiß wichtig Schuß der Bergarbeiter trog der furchtbaren Unfälle, die Grafen Posadowsky dringend bitten, den Bericht über die Leipziger ist. Da ist Süddeutschland weit besser unterrichtet; in dem Bericht vorgekommen sind, gethan hat, und daß offiziell bisher nichts verVersammlung dem Kaiser zu überreichen, damit er Kenntniß nimmt von Baden schreibt Dr. Wörishoffer, daß gerade durch die Arbeiter verlautet, daß man etwas thun will. Wenn unser Antrag auf Einvon den Anschauungen, die dort ausgesprochen worden sind. Dann organisationen unberechtigte und unvernünftige Streits verhindert führung der Bergaufsicht unter Buziehung von Bergarbeitern hier wird es vielleicht noch gelingen, die Novelle zum Schutz der Arbeits- werden, die Zahl der Streiks sich also vermindere. Wörishoffer er zur Verhandlung kommen wird, werden wir weiter darüber reden. willigen in letter Stunde noch zurüdzuhalten, was wohl auch dem kennt ferner an, daß die Bertheidigung mindestens der jetzigen Meine Herren, das Allerwichtigste noch! Im Jahre 1891 haben wir der Arbeiter für Wunsch der großen Mehrheit des Reichstages entsprechen würde. Lebenshaltung die gesanimte Volkswirth eine Gewerbe- Ordnung gemacht und bis heutigen Tages ist einer schaft von ( Beifall links.) und der größten Bedeutung sei, gerade die der wichtigsten Paragraphen noch immer nicht in Kraft getreten, der Ich gebe zu, daß auf dem Gebiete des Arbeiterschutzes und der Arbeiterorganisationen am besten dafür sorgen. Ja, er spricht§ 154 Absatz 3 und 4, der erst durch kaiserliche Verordnung in Kraft aus, daß der Arbeiterversicherungen bei uns viel geschehen ist. Aber es bleibt offen Fortschritt der gesammiten Kultur treten kann. Dieser Paragraph würde hunderttausenden von Arnoch viel zu thun übrig. Die Kommission für Arbeiter von dem Fortschritt der immer zahlreicher werdenden Arbeiterklasse beitern, die jetzt so gut wie vogelfrei sind, den ihnen gesetzlich statistik hat gewiß sehr viel Segensreiches gewirkt; aber sie war in abhängt; ihm sind die Arbeiterorganisationen ein gewährleisteten Schuß geben. Jetzt sucht man sogar von Seiten der 4 Jahren nur während 42 Tagen zusammen. Wie kann man in so Mittel für den Kulturfortschritt, nicht wie der Herr Staats- Behörden die Grenzen der Gewerbe- Aufsicht einzuengen, indem man furzer Zeitspanne auf einem so verwickelten Gebiet, wie die sekretär meint, ein Mittel, um die Industrie zu ruiniren. Deshalb erklärt, daß Fabriken, die der Gewerbe- Aufsicht unterliegen, nicht Arbeiterfrage es ist, etwas ausrichten? Ich fordere deshalb wie beklagt auch Dr. Wörishoffer nicht, daß die Arbeiterorganisationen alle die Betriebe seien, die von den Gewerbe- Aufsichtsbeamten die Nationalliberalen, daß ein besonderes Reichs- Arbeits- existiren, sondern daß sie zu schwach sind. Und der Muth, dafür erklärt werden. So hat das Hamburger Landgericht und amt errichtet wird. Wenn wir sehen, was in Belgien, dies auszusprechen, ist anerkennenswerth in einer Zeit, wo die Re- später das Reichsgericht dahin entschieden, daß zu den Betrieben, Frankreich, England und der Schweiz auf diesem Gebiete gierung mit aller Kraft bestrebt ist, die Arbeiterorganisationen zu die nicht der Gewerbe- Aufsicht unterliegen, diejenigen gehören, in schon geschehen ist, welche Summen dort für diese Zwecke ausgeben unterdrücken. Auf dem Papier werden Sie wahrscheinlich die Or- denen feine Theilarbeit vorgenommen wird. Also eine Zigarrenwerden, dann muß uns ein Gefühl der Beschämnng er- ganisationen bestehen lassen, aber den Galgen für den gleich daneben fabrik, möge sie noch so viel Arbeiter beschäftigen, in der die Zigarre von demselben Arbeiter von Anfang bis zu Ende herfassen, daß wir nicht schon längst mehr gethan haben.( Sehr richtig! setzen, der davon Gebrauch macht. bei den Sozialdemokraten.) Im Uebrigen hoffe ich, daß die große Auch bayerische Beamten treten für die Arbeiterorganisationen gestellt wird, würde dann nicht der Gewerbe- Aufsicht unterliegen. Bahl von Initiativ- Anträgen, die die soziale Frage betreffen und ein. Der Beamte für Mittelfranken weist ausdrücklich darauf hin, Dadurch würden wir einen großen Theil der Betriebe, nicht zum mindesten auch die vortreffliche Rede des Abg. Basser- wie auffallend die geringe Zahl der Ausstände sei; das hänge zum die dringend die Gewerbe- Aufsicht brauchen, mann der Regierung den Beweis geliefert haben, daß es Theil mit der guten Disziplin in den Reihen der organisirten derfelben entziehen. Die Grenzen sind da sogar innerhalb im Reichstag feine Majorität giebt, die von irgend einer Arbeiter zusammen( Hört! hört! bei den Sozialdemokraten), deren der verschiedenen Aufsichtsbezirke so verschieden gezogen und dem Schonzeit auf dem Gebiete der sozialen Reform etwas Leiter keine Ausstände wünschen.( hört! hört! bei den Sozialdemowissen will. Wir, die Majorität, sind nicht der Ansicht, daß der Reichstag nur dazu da ist, die Interessen der oberen Zehntausend zu fördern. Der Schuh der Schwachen ist die besondere Pflicht des Staates und zu diesen Schwachen rechne ich in erster Linie die arbeitenden Klassen. Deshalb ist es die Pflicht der Regierung und des Reichstages, für Besserung auf sozialem Gebiet zu sorgen. ( Beifall links und bei den Soz.) Abg. Wurm( Soz.): fraten.) Auch der Bericht aus Mecklenburg besagt, daß die Arbeiterorganisationen sich als streifverhindernd bewährt haben. Das klingt anders, als das, was wir hier von der Regierung über die Organi fationen zu hören bekommen. muß endlich durch jene kaiserliche Verordnung ein Ende gemacht werden. Jezt sind z. B. in Sachsen, das mit seiner Höhe der Gewerbe- Aufsicht paradiert, obwohl es viel zu wenig Beamte hat, auch die Grenzen für die Gewerbe- Aufsicht ant allerengsten gezogen, während Bayern, das anscheinend die schlechteste Gewerbe- Aufsicht Andererseits sprachen die Berichte von der Terrorifirung der hat, weil dort verhältnißmäßig am wenigsten Betriebe revidirt Arbeiter durch die Unternehmer. Im Reichsbericht sind die bezeich wurden, weit bessere Revisionen hat, weil dort alle Handwerke nendsten Stellen allerdings vergessen, z. B. das Urtheil des Mainzer in die Gewerbe- Aufsicht hineinbezogen sind. Dazu kommt, daß Beamten. Wenn auch ein kleiner Theil der Unternehmer organisirte in Süddeutschland die Gewerbe- Aufsicht einheitlich geregelt ist, weil Das fennt Arbeiter in ihre Betriebe einstellen, so entläßt ein großer Theil der dort die Beamten Konferenzen untereinander abhalten. Den Optimismus des Herrn Vorredners theilen wir nicht. Wir Unternehmer jeden Arbeiter, von dem sie ermitteln, daß er Mitglied man in Preußen nicht und doch ist es sehr nöthig, denn die Beamten glauben nicht, daß die Mittheilung der Leipziger Verhandlungen an einer Organisation ist."( hört! Hört! bei den Sozialdemokraten.) lagen felber darüber, daß über die Auslegung einzelner Ben Kaiser noch die Einbringung des Zuchthausgesetzes zu verhindern Daher mag es denn auch kommen, sagt der Mainzer Beamte, daß Bestimmingen, z. B. über die hygienische Bestimmung des Dazu kommt noch, daß vermag. Wir sind der Ueberzeugung, daß die Reichsregierung verhältnißmäßig so wenig Arbeiter sich an die Aufsichtsbeamten§ 120, teine Verständigung herrsche. nur die kapitalistischen Interessen wahrnimmt. Herr Stumm wenden, aus Furcht, man fönne fie für organisirte Arbeiter halten. Die Zahl der Aufsichtsbeamten eine lächerlich geringe ist ste zu erfüllen haben. braucht keine Angst zu haben. Sein Wille ist vorläufig noch maß- Weshalb unterdrückt der Reichsbericht diese wichtige Stelle? Die gegenüber den Aufgaben, die gebend, bis die Arbeiterklasse stärker geworden ist und mehr Macht Beamten berichten: sogar in unseren Sprechstunden erscheinen die Man sagt wohl, wieviel Betriebe sie revidirt haben, verschweigt als heut auszuüben vermag. Der Terrorismus der Arbeitgeber auf Arbeiter nicht; sie haben die berechtigte Furcht, daß die Unternehmer aber, wieviel Betriebe sie hätten revidiren müssen. Der Neichsbericht dem Gebiete des Arbeitsnachweises, von dem Herr Abg. Röfice Spigel nachsenden, die vor der Thür des Aufsichtsbeamten herum- bringt eine Tabelle darüber, warum fehlt diese aber im preußischen gesprochen hat, ist nicht nur ein frommer Wunsch geblieben. Wir haben spioniren. Erscheint ein Aufsichtsbeamter auf Grund einer Bericht? Ueberdies sind alle diese Tabellen mit raffinirter UnKeine Prozentverhältnisse sind Beweise über Beweise, daß er auf allen Gebieten ausgeübt wird, und daß Anzeige zur Revision in einer Fabrik, dann fagt der Unternehmer: übersichtlichkeit zusammengestellt. übersehen könnte, könnte, wie sich ber= die Unternehmer den Arbeitsnachweis benutzen, um die Arbeiter ge- Aha, hier hat einer meiner Arbeiter Anzeige gemacht, und dann ent- angegeben, daß man die Gewerbe- Aufsicht in einzelnen Theilen fügig zu machen. Auch die Großindustriellen, die anfänglich nicht läßt er zunächst denjenigen Arbeiter, auf den der Verdacht fällt und hältnißmäßig Ihre Absicht, nicht flar werden zu lassen, wie wenig der Meinung waren, daß sie sich den Bedingungen dieser Arbeit das sind gewöhnlich die Organisirten. So wirkt der Terrorismus stellt. revidirt wird, erreichen Sie dadurch nicht, denn die sozialdemo geber- Koalition zu fügen hätten, beugen sich ihnen nun. Ich habe der Kapitalisten. erfahren, daß ein Arbeiter, der in einer Lübecker Maschinenbau- Nun haben sich die Arbeiter Beschwerdekommissionen fratische Presse rechnet Ihnen doch Alles nach. Von 268 000 An Gesellschaft gekündigt hatte, um sich wo anders eine bessere Stellung geschaffen. Ihre Vertrauensleute prüfen erst die Anzeigen und lagen mit 3 834 000 Arbeitern, die wir im Deutschen Reich haben, zu suchen, dadurch brotlos wurde, daß die Lübecker Maschinenbau- theilen sie dann den Aufsichtsbeamten mit. In Preußen lehnen es sind nur 30 pet. revidirt worden, allerdings mit 82 pet. der Ars Gesellschaft seinen neuen Chefs eine Buschrift schickte, wo unter aber die Herren Beamten zum großen Theil ab, mit den beiter; aber in den nicht revidirten Betrieben, den 70 pct., wo Androhung von Konventionalstrafe jedes Engagement dieses Arbeiters Beschwerdekommissionen in Verbindung zu treten. So haben 18 pCt. Arbeiter beschäftigt sind, handelt es sich um jene kleinen die am allernothwendigsten der die Berliner Arbeiterinnen eine Beschwerdekommission gebildet. Betriebe, Revision bea Auf der Hauptversammlung des Vereins der Metallindustriellen Diese Bertrauenspersonen theilen den Berliner Gewerbe- Aufsichts- dürfen. Gerade der fleine Unternehmer verletzt, durch die Noth der Proving Hannover hat der Generalsekretär des Verbandes, Herr beamten mit, was sie erfahren haben. Der Berliner Gewerbe- lage getrieben, die Geseze am häufigsten. Dr. Oskar Mertens, ausdrücklich erklärt, daß dieser Arbeitsnachweis Aufsichtsbeamte hat es aber abgelehnt, der Uebermittlerin der Beschwerde stätten hat im vergangenen Jahre kein Gewerbe- Aufsichtsbeamter der Unternehmer etwa Opponirende gefügig machen solle, d. h. also, Auskunft über die stattgefundenen Revisionen zu geben, da eine betreten. In einzelnen Bundesstaaten hat man jetzt die Kesseldaß die Arbeiter willenlose Sllaven, willenlose Werkzeuge solche Mittheilung über seine Befugnisse hinausgehe. Ist es denn revision von der Fabrikinspektion getrennt, so in Bayern, natürlich der Arbeitgeber werden sollen. Selbstverständlich werden solche etwas des Beamten Unwürdiges in Preußen, mit den Arbeitern in aber nicht in Preußen. Man hat wohl infolge der fortwährenden Arbeitsnachweise dann nur noch zu Maßregelungsbureaus, Verbindung zu treten? In ganz Süddeutschland denkt man anders Proteste, die von unserer Seite ausgingen, einen Theil der Kesselberboten wurde. 187 500 Werks wir nichts. Der In revisionen den preußischen Beamten abgenommen: die landwirth| sorgen, daß bessere Zustände nicht erst allmälig, sondern der Erlahmung begriffen ist. Ein snelleres Tempo ist schaftlichen Kessel; aber immerhin haben die preußischen Beamten schleunigst geschaffen werden, indem sie mindestens für die nicht möglich. Zur Gesetzgebung gehören Erfahrungen von noch so viel Kesselrevisionen auszuführen, daß dadurch Betriebe, deren Gesundheitsschädlichkeit die Gewerbeaufsichts- praktischen Männern. Das gilt von allen Gesezen, aber besonders ihre Aufgabe, die Fabriken zu revidiren, außerordentlich beamten besonders erwähnen, den sanitären Arbeits- von den sozialpolitischen Gesezen. Es werden auf diesem Gebiete beeinträchtigt wird.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) tag einführt. Die uns in voriger Woche zugegangene so thörichte Forderungen aufgestellt, die sehr stark nach der Studir Dazu kommt noch, daß die Beamten auch Auskünfte über Unter- Statistit der Berufsgenossenschaften zeigt gleich auf der lampe riechen und ganz unausführbar sind von einer Regierung, nehmer ertheilen müssen u. s. w. Dazu gehört aber ein größeres ersten Seite folgende Uebersicht. Auf 1000 versicherte Personen wenn sie nicht die bestehende Gesellschaft mit unreifen Gesezen Personal, als heute zur Verfügung steht. Da hören wir mun in der famen 1896 4,84 überhaupt Verlegte, 1897 bereits 5,08, der Durch desorganisiren will. Der Abg. Wurm ist auf die Inspektorenberichte Thronrede, daß auf wirthschaftlichem Gebiete sich gesteigerte schnitt der letzten 11 Jahre, 1886 bis 1896, betrug nur 3,37. Die eingegangen. Ich weise darauf hin, daß wir jetzt schon viel weiter sind Schaffensfreudigkeit und stetige Entwickelung zeige; aber daß man Zahl der Verletzten hat also im letzten Jahre zugenommen. Ge- in der Veröffentlichung der Berichte, als das Gesetz verlangt. Wir höhere Summen für die Gewerbeaufsicht übrig hat, davon hören tödtet wurden 1896 0,39, 1897 0,41 und der Durchschnitt der letzten legen die Jahresberichte im Original vor und den Auszug. Also 11 Jahre zeigt 0,38 also auch hier eine Zunahme der Todesfälle von einer Fleckenreinigungs- Anstalt ist keine Rede. Wem der Auszug In der" Christlichen Welt" des Pastors Rade schreibt ein Herr der Arbeiter. Die Zahl der dauernd völlig verlegten betrug 1896 nicht genügt, fann sich aus den Originalberichten unterrichten. Bode über die grauenvollen Zustände der Erdarbeiter bei preußischen 0,09, 1897 0,08, ist also etwas zurückgegangen; dagegen ist die Zahl Die Berichte sind gewiß objektiv und nach bestem Gewissen abgefaßt. Staatsbauten.( Hört! Hört! bei den Sozialdemokraten.) Er erzählt, der theilweise Verlegten von 2,52 für 1896 auf 2,59 für 1897 ge- Die Herren, die sonst jede Thätigkeit eines Beamten geringschäßig daß er bei Unna i. W. von Leuten gehört hätte, daß Vich hätte es stiegen, und die Zahl der vorübergehend Verlegten von 1,84 auf behandeln, schwören auf diese Berichte, wenn es sich um einen Tadel besser als die Arbeiter in jener Kantine( hört! Hört!); und er fügte selbst 2,00, obwohl in den letzten 11 Jahren nur 0,99 vorübergehend ver- von Arbeitgebern handelt. Ich meine, man könnte ebenso gut Kritik Hinzu: Ich wunderte mich, daß sich die Arbeiter nicht lieber in ein legt worden, sodaß wir jetzt beinahe das Doppelte von dem Durch auch nach der anderen Seite üben. Jch wiederhole aber, Buchthaus bringen lassen. In einem Ort hat ein Wirth, der zugleich schnitt der letzten 11 Jahre haben. Gemeindevorsteher ist, 50 Leute auf seinem Hofe untergebracht, je es liegt mir fern, den Beamten irgend welchen Vorwurf Sie sehen also aus diesen Ziffern, daß die Unfälle in den letzten zu machen. Daß ein zusammenfassender Reichsbericht heraus4-10 in einem Schweinekoben( hört, hört); denn fagt Herr Bode 11 Jahren zugenommen haben und ganz speziell in den Jahren des gegeben wird, beruht auf einem Wunsche des Reichstages auf größeren Gütern sind diese Sälle luftiger und gesünder. Daß geschäftlichen Aufschwunges. So ist also auf allen Gebieten im Jahre 1897. Eine systematische Zusammenstellung wünschte dadiese Menschen nur Arbeitsthiere sind, sieht man ihnen am Gesicht an. des sozialen Lebens nicht ein Fortschritt, sondern ein mals auch der sozialdemokratische Abg. Fischer. Ich bin diesem Solche Zustände herrschen bei Arbeitern, die bei preußischen Rückschritt zu verzeichnen und von dem Aufschwung der Industrie, Wunsche nachgekommen. Um den Verdacht der Parteilichkeit zu ver Staatsbahnbauten beschäftigt sind! von dieser Milliarden- Zunahme des Kapitals, von hüten, ist immer die Quelle im Einzelbericht angegeben. Wenn die Vom Handwerk berichtet uns der größte Theil der Gewerbe- dieser großartigen Vermehrung des Unternehmergewinns der letzten Aeußerung eines schwäbischen Beamten über die Furcht der Arbeiter, beamten gar nichts. Selbstverständlich weiß unsere Gewerbe- Jahre haben die Arbeiter nichts erhalten als eine größere sich an die Gewerbe- Inspektoren zu wenden, nicht zitirt ist, so desAufsicht auch nichts von dem Elend der Hausindustrie zu Summe von Krankheiten, eine größere Summe von Unglücks- halb, weil dieser Beamte keine Einzelbelege für seine Behauptung erzählen, nichts von der immer entseglicher werdenden Ausgefahr, eine größere Summe von Elend. Der Profit für die beigebracht hat. Auch lautete diese Aeußerung des schwäbischen beutung der Kinder. Und doch sind das Zustände, die jetzt Arbeiter ist das Elend. Das ist der soziale Zustand, den wir bei Berichts anders, als der Abg. Wurm angegeben hat. selbst in den Kreisen, die bisher stillschweigend dem immer mehr uns haben und den Sie bei uns noch durch eine Knebelung des Ar- schwäbische Beamte hat nur darauf hingewiesen, daß die Arbeiter jetzt wachsenden Elend des Volkes durch den Kapitalismus zusahen, Auf- beiters verschlechtern wollen!( Bravo! bei den Sozialdemokraten.) Beschwerdekommissionen gebildet hätten, um die früheren Unzu fchen erregen, so daß selbst auch dort Proteste erhoben werden. Abg. Möller- Dortmund( natl.): Abg. Röside hat bedauert, daß träglichkeiten der Einzelbeschwerden zu verhüten. Ich halte es Ja, Herr von Hehl, auch Sie haben endlich gegen gewisse Aus- die Novelle zur Unfallversicherung noch immer zwischen Himmel und ebenso wie der Abg. Wurm für unwürdig, wenn die Unternehmer beutungen der Kinderarbeit und der Hausindustrie protestirt. Erde schwebt. Gegen den ursprünglichen Entwurf der Regierung durch Manipulationen die Aufsichtsbeamten zu täuschen suchen. Die Arbeiter wissen recht wohl, wem sie das zu danken sprachen die schwersten Bedenken, die nicht nur von der rheinisch- Hierfür ist Strafe nöthig, und ich weiß, daß der Handelsminister haben: nur uns, die wir seit Jahren und Jahrzehnten westfälischen Großindustrie, sondern von fast allen Berufsgenossen- den Justizminister gebeten hat, die preußischen Gerichte entsprechend Sie hierauf aufmerksam gemacht haben.( Heiterkeit bei den schaften erhoben wurden. Daß die Arbeiter bei der Bemessung der anzuweisen. Der fanitäre Magimal- Arbeitstag ist Nationalliberalen. Sehr richtig! lints.) lnfallrenten in erster Instanz mitsprechen sollen, widerspricht diesmal das eigentliche Thema der Berichte gewesen. Ein Rigdorfer Schullehrer, Herr Agath, der schon seit Jahren jedem Rechtsgefühl, denn die Arbeiter sind Partei, und die Ich bin gewillt, diese Frage in sehr ernste Er für den Schutz der Schultinder eintritt, hat festgestellt, daß von Kosten der Unfallversicherung werden ausschließlich bon wägung zu nehmen. Was die Ausdehnung der Schutzeiner Million Schulkinder im Deutschen Reich die Hälfte den Unternehmern aufgebracht. Wer die Verhandlungen von 1890/91 bestimmungen der Gewerbe- Ordnung auf solche Arbeiter betrifft, die erwerbsthätig sind, während 3/4 Millionen arbeitslose Er- über die Gewerbe- Ordnung mitgemacht hat, wird sich erinnern, daß in nicht fabritsmäßigen Betrieben mit Motorenbetrieb arbeiten, so wachsene vorhanden find.( Hört! hört! links.) Für die Er- ich die Abänderung des§ 153, die die Regierung vorschlug, liegt, wie die Sachverständigen wissen, die Frage sehr schwierig. wachfenen kein Brot, für die armen Schulkinder die Aus: als Kompensation für die Lasten betrachtete, die der Industrie auf Doch hoffe ich, daß über eine allgemeine Richtungsbentung! Hier müßte die Reichsgesetzgebung energisch eingreifen gebürdet wurden. Für die Mehrzahl der Fälle mag der jegige linie fich die Regierungen verständigen werden. Wir und die Erwerbsarbeit schulpflichtiger Kinder durchweg verbieten.§ 153 ausreichen, aber er reicht nicht völlig aus, das ist die werden in unserer Fürsorge für die Arbeiterklasse nicht erRedner beschwert sich ferner über das späte Erscheinen der Be- Empfindung weiter Kreise. Die Terrorifirung der Arbeits- müden, werden uns aber durch nervösen Dilettantismus nicht zu richte und darüber, daß der Bericht für Anhalt nicht der willigen darf nicht ungestraft weiter bestehen; das ist gesetzgeberischen Maßregeln treiben lassen, die wir für unpraktisch Oeffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Und warum ist z. B. der die Ueberzeugung der Mehrzahl des deutschen Volkes. halten.( Lebhaftes Bravo! rechts.) Bericht von 1897 dreißig bis vierzig Prozent fürzer als die früheren( Sehr richtig! bei den Nationalliberalen.) Biel wäre schon geholfen, Abg. Agster( Soz.): Berichte? Dadurch haben Sie sich in den Verdacht gebracht, daß wenn die Gerichte den jetzigen§ 153 schärfer anwenden wollten. Sie eine Schönfärberei und Fleckenreinigungs- Anstalt für Unter-( Abg. Förster, Soz.: Geschicht jetzt schon!) In freien Ländern wie Was die Gewerbe- lufsicht aulangt, so möchte ich betonen, daß nehmersünden im Reichsamt des Junern eingerichtet haben. Denn in England wird der Terrorismus viel härter bestraft. Zwischen das Verhältniß zwischen Aufsichtsbeamten und Arbeitgebern nicht der Zufall will es, daß gerade solche Stellen weggelassen sind, die Arbeitern und Unternehmern ist infolge der schweren Streits der so ist, wie es eigentlich sein sollte. Es sind da Vorfälle zu verden Unternehmern wehe thum fönnten. Da braucht man sich über Gegensatz nicht milder, wie der Optimismus des Abg. Nöfice meint, zeichnen, aus denen hervorgeht, hervorgeht, daß die Revision der die Haltung der Gerichte nicht zu wundern. Dann ist es ja selbst- sondern schärfer geworden, so in Hamburg, wo die Konflikte zwischen Aufsichtsbeamten so gut wie illusorisch gemacht wird. einer verständlich, daß die Herren Unternehmer auf das Gesez pfeifen, Unternehmern und Arbeitern zu reinen Machtfragen geworden sind. ganzen Reihe von Fällen ist nachgewiesen worden, denn sie verdienen mehr Geld dabei, wenn sie das Gesetz mit Füßen So wird es ewig bleiben und ein Eingreifen von außen durch Schieds- daß der Fabrikbefizer von dem Erscheinen der Beamten vorher treten und wenn sie sich verurtheilen laffen, als wenn sie das Gejez gerichte vermag diese Gegensätze nicht zu schlichten. In weitesten tenntniß erhielt; natürlich ist dann dafür gesorgt worden, befolgen. Streifen geben die Unternehmer beim Aufschwung der Industrie mehr daß dieser nichts zu sehen bekam. Die außerordentliche Toleranz Ferner ist es ein Uebelstand, daß die Gewerbe- Aufsichtsbeamten Lohn, einfach, weil sie die Arbeiter brauchen. Das wird ewig so der Gerichte Arbeitgebern gegenüber ist ja bereits genügend nicht einmal erfahren, ob und welche Verurtheilungen erfolgt sind. bleiben, es sei denn, Ihr utopistischer Zukunftsstaat erschiene auf hervorgehoben worden. Es macht sich eben auch bei den Richtern Sie wissen also nicht, ob sie das nächste Mal auf die Durchführung der Bildfläche. Wenn die Gegensäße sich so verschärft haben, wie in immer mehr und mehr die Empfindung bemerkbar, daß sie Ander betreffenden Verordnungen bestehen können oder nicht. Hamburg, dann ist ein gemeinsamer Arbeitsnachweis unter tom- gehörige der herrschenden Klassen abzuurtheilen haben. Was ist nun die natürliche Folge all dieser Dinge? Die Unter- munaler Führung undenkbar. In den Städten, wo ein solch( Sehr richtig!) nehmer glauben, sie können thun, was sie wollen; und der viel- latenter Strieg wie in Hamburg nicht geführt wird, können Es ist ein alter Streitpunkt, ob dieser und jener Betrieb unter gerühmte Aufschwung der Industrie hat für die Arbeiter weiter nichts folche paritätische Arbeitsnachweise übrigens fegensreich wirken. Die Beſtimmungen der Gewerbe- Ordnung fällt oder nicht. Selbst gebracht als längere Arbeitszeit, größere Krankheitsgefahren und In Bezug auf die Arbeiterversicherung marschiren wir allen anderen die Fachgelehrten sind über die Begriffsbestimmung der mehr unglücksfälle als früher. Was die höheren Löhne anlangt, so Ländern der Welt mit Siebenmeilenstiefeln voran. Nirgends ist so& abrik nicht einig. Bei dieser Unsicherheit in der Definition find diese zumeist durch Ueberstundenarbeit herbeigeführt worden für die Arbeiter gesorgt, wie bei uns. Das müssen wir betonen wäre die einzig richtige Konsequenz, alle diejenigen Betriebe, die ( Widerspruch bei den Nationalliberalen), so daß die Aufsichtsbeamten gegenüber der Nede des Abg. Wurm, der wieder die alte Ber- irgendwie über den Rahmen des geringfügigsten Kleinhandwerks sagen: das führt zur Verelendung der Arbeiter! elendungs- Theorie predigte, von der ich glaubte, daß sie bei Ihrer hinausgehen, unter die Arbeiter- Schutzbestimmungen der GewerbeHöhere Löhne find ja hier und da vorgekommen; aber auf der legten Häutung abgestreift worden wäre. Die Wohlthaten der Ordnung zu stellen. So lange dies nicht geschieht, wird der Kleinanderen Seite haben wir geradezu skandalöse Zustände zu verzeichnen. Versicherungsgefeße beziffern sich auf eine Million pro Tag. Gewerbetreibende immer eine Hinterthür haben, um sich dem Gesetze In der Glasfabrik von Siemens in Löbtau werden die Arbeiter so Vom Abg. Wurm habe ich etwas vollständig Neues gehört, die zu entziehen. In nächster Zeit muß hierin etwas geschehen. Wenn schlecht bezahlt, daß zwei Arbeiter um Armienunterstützung ein- Versicherungsgesetze sollen wir den Sozialdemokraten zu verdanken wir aber hören, daß das jezige Tempo der Sozialreform das normale tommen mußten; weil sie mit Hilfe ihres Arbeitslohnes haben. Die Sozialdemokraten haben doch stets gegen die Gesetze ist, dann werden wir noch lange auf die Erfüllung unserer ihre Familie nicht ernähren könnten.( Hört! hört! bei den gestimmt.( Sehr richtig! rechts.) Kollege Röside hat bedauert, daß Wünsche warten können.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Sozialdemokraten.) Das ist eine Fabrik, die bei einem Aktienkapital Die Stommission für Arbeiterstatistik einen zu engen Wirkungsfreis Redner berührt das Gebiet der Arbeiterhygiene und von 9 Millionen Mark im Jahre 1897 einen Reingewinn von hat. Ich habe mir bei der Schaffung dieser Kommission auch etwas findet es unbegreiflich, wenn alte Aerzte erklären, sie könnten nicht 11/2 Millionen abwarf und ihren Aktionären 14 pCt. Dividende Anderes gedacht als daraus geworden ist. Mir schwebte eine gut- entscheiden, ob eine Krankheit die unmittelbare Konsequenz des zahlte.( Hört, hört! bei den Sozialdemokraten.) In dem amtlichen achtliche Stelle für die Aufnahme sicherer Statistiken vor, ähnlich Gewerbehygiene auch ist, so fest sind doch ihre Grundlagen. Gewerbebetriebes sei oder nicht. So jung die Disziplin der Bericht des Gemeinderaths von Löbtau heißt es:„ Es tamen die wie die Institution, die in England besteht. Eine solche traurigen Zustände in den Wohnungen und das wirthschaftliche Institution würde die Sozialreform sehr fördern. Wenn Aber gerade hierbei tritt die Abhängigkeit eines großen Theils der Elend eines großen Theiles der in der Glasfabrik beschäftigten und Herr Wurm ein schnelles Tempo verlangt, so sage ich, der Aerzte vom Kapital klar zu Tage. Auf diese Abhängigkeit wirkt bein deren Wohnhäusern wohnhaften Arbeitern eingehend zur Sprache Apparat, Berufes mit ein. der für Sozialpolitik vorhanden ist, arbeitet sonders die Ueberfüllung des ärztlichen Vertrauensärzte der und besonders wurde einhellig das Bedauern darüber zum Ausdruck mit aller Anstrengung. Es muß mit Vorsicht vorgegangen werden. Die Berufsgenossenschaften fühlen sich als objektive Beurtheiler. Die Heils gebracht, daß infolge dieser durchaus ungünstigen Verhältnisse Herr Wurm ist Spezialist für die Gewerbe- Inspektions- Berichte in als Beamte und nicht dienen bald sich niemand der Berufsgenossenschaften nur noch in der Einwohnerschaft finden mag, der für seiner Fraktion und hat viel daran auszusehen gehabt. Seine Kritik institute den betreffenden Armenbezirk das Amt eines Armenpflegers über- war indeß nicht berechtigt. Die Berichte wahren die Objektivität bei dem Zwede, die Renten zu drücken. Wenn gesagt wurde, wir seien nehmen will."( hört, hört! bei den Sozialdemokraten.) Dann hat Abwägung der Interessen von Arbeitern und Arbeitgebern in vollſtem in Deutschland besonders weit voran in der Sozialgesetzgebung, so der Reichsbericht auch eine merkwürdige Busanmenstellung über die Maße. Gewundert hat mich die Aeußerung Wurm's, daß für die frage man doch einmal die englischen oder amerikanischen Arbeiter, Lohnerhöhungen gebracht. Es wird gesagt, daß vielfach Lohn- polnischen Arbeiter die Berichte auch in polnischer Sprache heraus- ob sie mit den deutschen Arbeitern tauschen wollen; sie werden sich erhöhungen eingetreten feien, die zum Theil als recht gegeben werden sollten. Das verträgt sich nicht mit dem nationalen schön bedanken.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) bedeutend" zu bezeichnen wären. Daraufhin habe ich die Bewußtsein. In jedem Lande herrscht nur eine Sprache.( Abg. Die Weiterberathung wird hierauf vertagt. Landesberichte mir angesehen und gefunden, daß keines- Hize ruft: Belgien; Abg. Wurm ruft: Schweiz.) Diese Nächste Sigung: Freitag 1 Uhr: Fortsetzung der recht bedeutenden Lohnerhöhungen die Rede ist. Forderung geht entschieden zu weit. Herr Wurm hat die heutigen Berathung. Man hat auf die vermehrte Arbeitsgelegenheit infolge des jetzigen Ausnahme Bestimmungen in Tabaksfabriken bemängelt. Weiß Geschäftsaufschwunges hingewiesen, aber welche Massen von Italienern, er denn nicht, daß auch in seiner Fraktion fleine Bolen u. f. v. sind von den Unternehmern als Lohndrücker herbei- Tabacsfabrikanten ſizen, die man habe schonen wollen. geholt worden. Außerdem ist die Zahl der weiblichen Arbeiter und( Warum: Wir wollen keine Schonung.) Das sagen Sie jetzt. Aber Ser in Fabriken beschäftigten Kinder bedeutend gestiegen. Dazu die Heinen Eristenzen können sich nicht so große Lokale schaffen. Aus tommt die große Zahl von Ueberstunden, die geleistet werden müssen. der Rede des Abg. Wurm flang es durch, was auch Herr Bebel Darüber bekommen wir ja eine Tabelle, die scheinbar einen Rück- schon einmal anerkannt hat, daß die Anlagen der großen Fabriten wurde gestern vor dem Ober- Verwaltungsgericht lebhaft gang in der Bewilligung der Ueberstunden zeigt. Aber die Zahl der im Großen und Ganzen überall zufriedenstellend find. Was den erörtert. Der Schauspiel- Direktor Sam st vom Friedrich- Wilhelmauf eine einzelne Arbeiterin fallenden Ueberstunden betrug 1896 Arbeiterschuh im Handwerk anlangt, so liegt hier für die Regierung städtischen Theater beabsichtigte im Jahre 1897 ein Drama, Das 18,9 und 1897 18,8. Das ist doch wirklich kein großer noch ein großes Arbeitsfeld. Aber man kann das Handwerk nicht te cht" von einem Herrn Hermani Haas aufzuführen. Am Unterschied. Auch haben die Behörden 1896 25 pCt. der wegen mit der Großindustrie über denselben Kamm scheeren. Für weibliche 8. Dezember desselben Jahres wurde ihm jedoch vom PolizeiUeberstunden gestellten Anträge zurückgewiesen, 1897 aber Fabrifinspektoren sind einige meiner Freunde, namentlich in Süd- präsidenten die öffentliche Aufführung des Stüdes mit der Bemur 20 pCt. Wie die Ueberstunden zerrüttend auf die Gesundheit deutschland. Ich gehöre nicht zu diesen Freunden. Den weiblichen gründung untersagt, daß davon eine Störung der öffent der Arbeiter wirken, zeigen ja die Berichte der Aufsichtsbeamten. Inspektoren wird doch die nöthige Objektivität fehen.( Seiterfeit undlichen Ordnung zu befürchten wäre. In dem Stücke wird ein Freilich sind diese Berichte noch sehr unvollständig, da z. B. die Widerspruch links.) Herr Wurm hat auch die Neberarbeit erwähnt. In guter Restaurateur Ziegler unschuldig wegen Gattenmordes zum Tode vers Aerzte nicht mitwirken. Es hat sich gezeigt, daß der Kapitalismus Beit sind noch nie so wenig Heberarbeiten gemacht worden, wie urtheilt und dann zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigt. Nur die Aerzte so in der Gewalt hat, daß ein Theil derselben sich ge- gerade jetzt. Die Löhne sind gestiegen, sagt Herr Wurm, aber nicht durch einen Zufall kommt schließlich heraus, daß er unschuldig weigert hat, Angaben über den Einfluß der Arbeitszeit auf die in dem richtigen Verhältniß zur günstigen Konjunktur. Es giebt und daß der eigentliche Mörder sein ehemaliger Hausdiener Karl ist. Gesundheit der Arbeiter zu machen, weil sie den Verlust der Kund- einige Industrien, wie die thüringische Wollweberei, wo elende Ziegler geht dann, unterstützt von einem Amerikaner, mit seiner Geschaft der Kapitalisten fürchten. Aber auch die Aerzte an den Zustände herrschen, dort ist ja Herr Wurm gewählt, aber dort ist liebten nach Amerifa. Im Laufe der Handlung hält ein Anwalt Krankenkassen haben sich zum Theil in Schweigen gehüllt, weil sie auch die Arbeitszeit kurz.( Widerspruch des Abg. Wurm.) Aber im in dem Stüde große Reden gegen Juſtizirrthümer; auch plädirt er mit den Vorständen der Kasse nicht in Konflift kommen wollten. Allgemeinen sind die Löhne ganz erheblich gestiegen, ganz im Sinne für die Entschädigung unschuldig Verurtheilter. In dem Inhalt des Ferner hat sich gezeigt, daß die Buchführung der Krankenkassen der allgemeinen Prosperität. Sehen Sie sich nur die Löhne der Schauspiels erblickte der Polizeipräsident eine tendenziöse Verwerthung über Krankheiten und Krautheitsdauer der Arbeiter absolut un Bergarbeiter im Ruhrrevier ist. Dort sind die Löhne in den letzten des Falles Biethen, deffen öffentliche Darstellung geeignet wäre, das zulänglich ist. Aber, meine Herren, für diesen Theil der Betriebe Jahren fortgesetzt gestiegen, der Lohn beträgt im Jahre jetzt durch Bublifum außerordentlich zu beunruhigen. Auf die Klage des Herrn ist dennoch die ruinirende Wirkung des Betriebes resp. der Arbeits- schnittlich 1200 M. Das sind doch keine kümmerlichen Löhne. Ihre Samst hob indessen der Bezirksausschuß die Verzeit auf die Gesundheit der Arbeiter festgestellt und da hätte doch Freunde( nach den Sozialdemokraten) haben ja schon zweimal fügung des Polizeipräsidenten wieder auf. Der die Regierung die Pflicht gehabt, ganz energisch dafür zu sorgen, einen Anlauf genommen, eine Lohnbewegung zu entfachen, sie sind Polizeipräsident legte nunmehr die Berufung ein. Sein Vertreter vor daß wenn man nicht unseren Antrag auf Berkürzung der Arbeitszeit aber stets aus Arbeiterkreisen selbst belehrt worden, daß die Lohn- dem Ober- Verwaltungsgericht suchte das Verbot hauptsächlich mit im Allgemeinen annimmt, man sie dann wenigstens für männliche verhältnisse sehr gesunde sind. Die Leute wollen jetzt selbst keinen Hinweisen auf die Agitation zu Gunsten des Barbiers Albert Biethen erwachsene Arbeiter aus Gefundheitsrüdsichten in einzelnen Be- Streit anfangen. Ebenso find die Löhne z. B. der preußischen Eisen- zu rechtfertigen. Diese Agitation gehe vor allem von Berlin aus trieben energisch durchführt. Auch hier hat der Reichsbericht es ver- bahnarbeiter gestiegen. Alles in Allem muß ich sagen, wir können und sei hier in letzter Zeit ganz besonders von Egidy, dem sich fäumt, eine Zusammenstellung derjenigen Betriebe zu liefern, für die von uns freuen über die guten wirthschaftlichen Zustände und sollten uns die Anarchisten an die Rodschöße gehängt hätten, wieder in Seiten der Aufsichtsbeamten ein Magimalarbeitstag verlangt worden ist. bemühen, diese guten Zustände zu erhalten und den Frieden zwischen Schwung gebracht worden. Dann habe sich die Presse viel damit Und was ersehen wir aus diesen Berichten vor allem? Daß überall Arbeitern und Arbeitgebern wahren.( Beifall rechts und bei den beschäftigt, namentlich habe der Vorwärts" in Dußenden von da, wo die Arbeitszeit über 10 bis 11 Stunden, in anderen Be- Nationalliberalen.) Auffägen den Standpunkt vertreten, daß Ziethen unzweifelhaft trieben, wo sie über 8 bis 9 Stunden hinausgeht, die Arbeiter unschuldig berurtheilt sei. Hieraus laffe fich der Schluß förperlich und geistig berelenden. Die Schwindsucht ziehen, daß die Genossen" die Aufführung des Stückes zu ist die Proletarierkrankheit, das beweisen auch die Konferenzen der Ich halte es nicht für richtig, auf die Gesetzesvorlagen einzugehen, einer großartigen Demonstration" benußen und in Invaliditätsversicherungs- Anstalten, die Konferenzen der Kranken- die dem hohen Hause noch nicht zugegangen find. Ich kann nicht Sch to är men nach dem Friedrich Wilhelmstädtischen fassen. Hier hat die Reichsregierung die Pflicht, energisch dafür zu zugeben, daß unsere sozialpolitische Gesetzgebung in einem Zustande Theater ziehen würden, zumal in dem Stücke gerade ein wegs Staatssekretär Graf v. Posadowsky: " Schluß 5% Uhr. Der Fall Ziethen = Rechtsanwalt in den schärfsten Ausbrüden unsere Justizpflege tritifire. I 114 Man sieht, daß der Polizeipräsident sich im Reiche der Phantasie scheiden wartet er ab, bis sie ihn wieder heranrufen und ihn Verfahren noch größere Streise ziehen wird, steht noch dahin. Der Händler legt einige Bädchen Karten auf die Tische. Be- sdem Kriminalfommiffar Lazar weitere Vernehmungen statt. Ob bas heimischer fühlt als auf dem Boden der Thatsachen, auf dem ihn fragen was eine Karte fostet. Zehn Minuten hat er gewartet. unser Parteigenosse Stadthagen in seiner befannten Gerichtsver- Wenn er eine Starte verkauft, hat er fünf Pfennige verdient. Nun, 19 jährige Chansonnette Hulda B. gesprungen. Das junge Mäbchen, In die Fluthen der Oberspree ist gestern gegen sechs Uhr die Handlung vom 7. Oftober v. J. zitirt hatte. Die Folge aller dieser immer noch besser als nichts! Aber da sagen sie, sie wollen lieber das bis vor kurzem in einem Weißwaaren- Geschäft beschäftigt war, Schrednisse, so schloß der Polizeipräsident, wäre eine Beunruhigung feine. Und unter großem Gelächter über den tapitalen is muß batte eine fleine Erbschaft gemacht, die ihr die Möglichkeit bot, ihrer weitester Kreise. Direttors Samst bestritt, daß das allerdings sehr gesch madlo je auch, wie es manchmal vorkommt, einzelne Karten in Bier zus jedoch furz vor Weihnachten ihre Geldmittel zu Ende gingen und Rechtsanwalt Roſen ſto d als Vertreter des der Händler wieder seine Starten einstecken. Ein feiner Wig ist es hatte eine fleine Erbschaft gemacht, die ihr die Möglichkeit bot, ihrer Vorliebe für die Bühne zu folgen und Gesangsunterricht zu nehmen Stück geeignet fei, die ihm vom Polizeipräsidenten beigelegte Wirkung tauchen und dann, zwischen den anderen, wieder zurückzugeben. auszuüben. Es sei in Deutschland an über 100 Bühnen mehr als 1000 Mal aufgeführt worden; ein paar Mal auch in Kiel, und poltern der Kegel. Das Gerufe der Kegeljungen wird plöglich von Lebensweise ihrer Kolleginnen nicht gewöhnen wollte, wurde sie in In den im Keller liegen den Regelbahnen rollen die Kugeln und Chantant als Liedersängerin auftreten. Da sie sich jedoch an die 10 das weitere Studium unmöglich wurde, mußte fie in einem nirgends habe die öffentliche oder innere Ordnung darunter Gejubele unterbrochen. Mutter Kranzler! Mutter Strangler Die der vorigen Woche bei ihrem Auftreten ausgezischt und verlor dadurch gelitten. Der Kommissar des Ministers des Frau mit Kuchen und Salzbregeln ist erschienen. Der Spaßmacher Innern, Regierungsrath des Bezirksausschusses Raub, bekämpfte das Urtheil des Klubs, der dicke Fabrikant, benäßt seinen Beigefinger mit ihre Stellung. Völlig mittellos suchte sie wieder in einem Geschäft in der gleichen Weise wie Vertreter des Polizeipräsidenten. Er berief der Speichel und tippt auf alle Kuchenstücken, sodaß der Finger deutlich Stellung, doch fand sie teine. Gegen sechs Uhr Abends bemerkten sprechungen der Erstaufführung im föniglichen Theater am feiner was ab. Wenn ihr auch das Beinen näher ist als das in den Strom sprang. Es gelang, schnell ein Boot flott zu machen sich auf Be- zu sehen ist. Wutter Kranzler muß dazu lächeln, sonst fauft ihr Bassanten, wie unweit der Stralauer Dorfkirche eine Frauensperson Gärtnerplatz in München, die in der Allgemeinen Zeitung" und in Lachen, denn sie tann nun die übrigen Bregeln alle felbft effen. und die Unglückliche zu retten. Die Lebensmüde wurde nach einem der ,, Germania" erschienen sind und worin„ Das Recht" zu der Solche großen, erhabenen Wise müssen die Nachthändler immer Berliner Krankenhaus übergeführt. rohen Gattung der dramatisirten blutrünstigen Schauerdramen über sich ergehen lassen. Jeder von ihnen kann die oben erzählten gerechnet wird. Im Anschluß hieran meinte der Regierungsrath. zu Dußenden ergänzen. Und wehe, wenn sie sich solcher Spaße erder Vorwärts" und ähnliche Blätter würden schon bei wehren! Wie nur solch armer Kerl dazu tommt, auch Menschen ciner öffentlichen Aufführung in Berlin für das richtige würde besigen zu wollen?!-Bublifum" sorgen. " Wagner am Freitag, den 20 Januar, einen Vortrag über Fragen bep Im sozialwissenschaftlichen Studentenverein wird Prof. Adolf Steuerreform halten. Der Vortrag findet in dem Lokal des genannten Vereins, im Hause des Handwerfervereins C, Sophienstr. 15, statt; Beginn gegen 3/9 Uhr. Urania. Am Freitag findet im Hörsaal der dritte Vortrag des Ethnos) logen Dr. A. Heilborn über Völlerkunde statt. Das Thema behandelt die Kolonialhaus Antelmann hat dem Vortragenden diesmal auch die Vers Kleidung, den Schmuck und die Bewaffnung der Wilden. Neben dem waltung der föniglichen Sammlungen ihre Schäße zur Verfügung gestellt. Eine große Anzahl von Projektionsbildern wird den Vortrag wesentlich erläutern helfen. Im Anschluß an den Vortrag finden an den beiden folgenden Sonntagen Ertursionen nach dem Bölterkunde Museum statt. Bevor Regierungsrath und Polizeipräsident uns solche geradezu Auch eine Folge der ,, Nichtbestätigung." Einer Deputation beleidigenden Geschmadlosigkeiten vorwerfen, sollten der in städtischen Diensten befindlichen Militäranwärter, welche vor sie sich doch vergewissern, ob sie auch verantworten können, was sie nunmehr Jahresfrist eine Beschwerde wegen angeblich unrichtiger jagen. Und da ersuchen wir sie denn dringend, uns doch aus den Auslegung des Militäranwärter- Anstellungsgesetzes vom 21. Juli 1892 in unserem Blatte gebrachten Theaterkritiken Beispiele anzuführen, bei dem Oberpräsidium eingereicht hatten, die noch jetzt in der woraus zu entnehmen ist, daß wir die widerwärtigen Pro- Ministerialinstanz schwebt, wurde der National- Beitung" zufolge im dukte der vont Herrn Samst gepflegten Kunstgattung" Ministerium der vorläufige Bescheid zu theil, daß erst nach Injemals anders als mit den schärfsten Worten gerügt stallation des Oberbürgermeisters die Entscheidung erfolgen würde. haben. Sonst mag man über uns reden, was man will, aber Die Beschwerdepunkte der Militäranwärter sind sehr mannigfaltig unsern guten Ruf in Fragen des künstlerischen Urtheils möchten wir und beziehen sich theils auf die Anstellung derselben überhaupt. uns denn doch nicht gerne verunglimpfen lassen. Also Beweise, theils auf die Beförderung der bereits Angestellten in besser besoldete meine Herren; Sie wissen doch, was Sie Ihrem Namen Stellungen. schuldig sind! Ueber den weiteren Verlauf der Verhandlung ist noch zu sagen, allem Vorbehalt wiedergeben, theilt die„ Spandauer Korrespondenz" Bestrafung der Höflichkeit? Eine Nachricht, die wir mit daß Herr Rechtsanwalt Rosenstod in seiner Erwiderung darauf mit: Eines Tages geht ein Zeugfeld we be I vom Artilleriebepot hinwies, daß das Etüd garnicht in Preußen, sondern in Desterreich Spandau in Begleitung einer jungen Dame durch eine verkehrsDer dritte Senat des Ober- Verwaltungsgerichts fällte folgendes reiche Straße Berlins. Als höflicher Mann hatte er auf einen Urtheil: Die Art und Weise, wie in dem Stück der Irrthum Plöglich wurde er in militärischem Ton angerufen: vor ihm stand Augenblick den Mantel seiner Gefährtin über den Arm genommen. der Geschworenen über die Thatfrage dazu benutzt wird, die ganze der Stadtkommandant von Berlin, Generalmajor v. Ende, der ihn Stavanger". ferner die Rechtspflege herabzusehen, macht es ungeeignet, öffentlich aufgeführt zu werden, ganz abgesehen von der Gefähr auf das Unmilitärische seiner Haltung hinwies und seinen Namen dämmerung"„ Odde" dung der äußeren Ordnung. Die Entscheidung des Bezirks- feststellte. Der Zeugfeldwebel wurde ein paar Tage nach diesem Ausschusses ist deshalb aufzuheben und das Verbot für be- 3wischenfall von seiner vorgesezten Dienststelle in Spandau benach: Suphelagletscher, die Lofoten und das Nordkap im Scheine rechtigt zu erklären. richtigt, daß ihm der Stadtkommandant von Berlin drei Tage gelinden Arrest zudiktirt habe. Wäre diese Nachricht richtig, dann müßten ja auch die Offiziersburschen, die mit Körben u. s. w. auf der Straße stolziren, wegen" unmilitärischer Haltung" ins Loch wan dern. Ebenfalls würden die Offiziere, die sich gleich dem Feld webel ihrer Damen annehmen bestraft werden müssen. spiele. deputirt. Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. = " Herr Dr. P. S ch w ahn im wissenschaftlichen Theater der Urania Mit einem neuen Ausstattungsvortrag trat gestern Mittag hervor. Das neue Stüd schildert unter dem Titel:„ Das Land der Fiorde" eine Reise nach Norwegen. Zu unserer Freude können wir konstatiren, daß die Urania, die in der letzten Zeit in ihren frei war, mit dem neuen Stücke Ausstattungsvorträgen von einer gewiffen Einförmigkeit nicht ganz hin vortreffliche Leistung hervorgebracht hat. Sowohl im Gehalt cine nach jeder Richtung des erläuternden Wortes als in der Szenerie zeigte sich die Urania von ihrer besten Seite; ja es läßt sich sagen, daß einzelne der vorwir nennen da das Wandelbild" Fahrt durch die Schären bei geführten Bilder von einer bisher kaum gesehenen Schönheit waren. Bilder Der Sörfjord bei AbendIm Thal des Buargletschers", das Naeröthal, die Rundfahrt auf dem Sognefjord, der Mitternachtssonne. Die Aufzählung dieser Szenerien läßt schon erkennen, daß sowohl die eigentliche Fjordlandschaft, die erhabene Verkettung von Meer und Hochgebirge, als auch die Natur im Innern des seltsamen Landes auf der Nordlandsfahrt der Urania vollauf gewürdigt worden ist. Wir sind überzeugt, daß der neue. Ausstattungsvortrag in Arbeiterkreisen gebührende Anerkennung finden wird. " den An 8. Sigung vom Donnerstag, den 19. Januar 1899. In einem unweit des Alexanderplates gelegenen Schlächterladen Der Bazillus der Sozialdemokratie im Schlächterladen. Nachmittags 5 Uhr. Theater. In Sudermann's neuem dramatischen Gedicht„ Die drei Der Vorsteher Dr. Langerhans eröffnet die Sigung nach in Papier einzuschlagen. Da fiel ihr prüfender Blid auf das Ein- Sonnabend, den 21. d. M. stattfindet, find die Hauptrollen wie folgt besetzt: war die Meisterin eben dabei, das von einer Kundin getaufte Fleisch Reiherfedern", dessen erste Aufführung im Deutschen Theater am 1/26 Uhr. In die Schul deputation sind die Stadtvv. Alb. Schulze, Himmels Willen, komme ich denn zu einer sozialdemokratischen Dienerin: Else Heims; Coeleftin, der Majordom: Emanuel Reicher; der widelpapier und ganz erschreckt rief die Frau aus: Wie, um des Kl. Lotti Rothe, später: Julius Geisendörfer; Unna Goldhaar, ihre Die Königin von Samland: Teresina Geßner; der junge Prinz, ihr Sohn: Jden und Dr. Preuß gewählt. Dem Ausschuß zur Vorberathung der Vorlage wegen Herab- apier als eine Unterhaltungsbeilage des Zeitung!" Bei genauerem Hinsehen stellte sich das ominöse Stück Kanzler: Mar Reinhardt; Widwolf, der Herzog von Gothland: Hermann fegung des Tarifs der Wasserwerke gehören unter Anderen Papier als eine Unterhaltungsbeilage des" Vorwärts" heraus. Müller; Prinz Witte: Josef Kainz; Hans Lorbak, deſſen Knecht: Hermann die Stadtvv. Bruns und Singer an; in den Ausschuß für die Aber warum erschrecken Sie denn so, fragte die Kundin, hat denn Nissen; Stöll, Ottar, Gylf, Mannen des Herzogs: Adolf Kurth, Bruno Anlage dreier neuer Straßen auf dem Terrain der Lagerhaus- schädliche Wirkung auf die Waare, die man darin einwideft? Das Bauer: Richard Ballentein; ein alter Fischer: Baul Schwaiger. Diele das Papier, auf welchem der Vorwärts" gedruckt wird, irgend eine Biener, Emil Ludwig; die Begräbnißfrau: Louise Dumont; Miklas, ein Gesellschaft an der Tegelerstraße ist unter Anderen Stadtv. Bernau mun gerade nicht, meinte die Schlächterfrau, aber wissen Sie, ich muß dem„ Uhland- Abend", der am Sonntag, den 22. Januar, abends 8 Uhr, im Vorstellung fängt ausnahmsweise um 7 Uhr an. Auf der Tagesordnung steht die Wahl von fünf Mit mit dem Papier sehr vorsichtig umgehen. Verschiedene Beamte des Bürgersaale des Nathhauses stattfindet, wirten von Mitgliedern des gliedern für den am 23. und 24. Januar er. in Berlin Polizeipräsidiums gehören zu meinen Kunden, und schon Schiller Theaters Alwine Wieck, Ewald Bach, Max Laurence und fagenden Städtetag. Borgeschlagen sind: Dr. Langerhans. aß ich ja teine jozialdemokratischen Zeitungen öfter hat mich ein höherer Beamter darauf aufmerksam gemacht. Georg Paeschke mit. W. Gericke, Meyer, Kalisch, Singer, Gerstenberg, Spinola, Salge, Schwalbe und Virchow. zum Ein wideln verwenden möge, denn das könne für theile im Gefolge haben.- Sprachs und durchsuchte sorgfältig ihren tapelle Schöneberg veranstaltet am Sonnabend bei Mering in die Beamten, in deren Wohnung ein solches Blatt tommt, NachZur Lokalliste. Die aus Bauhandwerkern bestehende Zigeuners Matulaturvorrath nach weiteren Exemplaren des gefährlichen Papiers, damit nicht der sozialdemokratische Bazillus auf dem Um- der Stegligerstraße einen Maskenball, wozu auch in Arbeiterkreisen wege durch den Schlächterladen in das treue Gemüth eines braven Starten vertrieben werden. Das betreffende Lotal ist gesperrt. Polizeibeamten eingeschmuggelt werde. Die Lokalkommission von Schöneberg. Sozialdemokratischen Vereins zur Kenntniß, daß die nächste VerJohannisthal- Nicder: Schöneweide. Den Mitgliedern bes sammlung am Sonnabend bei Bastian stattfindet. Es wird ein Vor der Wahl erklärt Stadtv. Spinola, daß er, Salge und Gerstenberg eine Wahl auf keinen Fall annehmen werden. Die Wahl erfolgt mittels Stinimzettel. Die Vorlagen 1) wegen Verkaufs eines Grundstücks in Kleinbeeren, 2) wegen Belassung des Ausstellungsgebäudes des Vereins für Feuerbestattung im Treptower Park, 3) wegen Bewilligung eines Ehrenpreises an den Verein Berliner Geflügelzüchter Fortuna" werden ohne Debatte genehmigt. " Nach Verlauf einer Viertelstunde wird das Ergebniß der Wahl verkündet. Es haben erhalten: Dr. Langerhans 87 Stimmen, E. Geride 58, Meyer 60, Kalisch 78, Virchow 58, Schwalbe 10, Singer 39 Stimmen. Zu Mitgliedern des Städtetages sind daher die fünf Erst genannten gewählt. Schluß 6½ Uhr. Lokales. Vierter Wahlkreis Südost. Dienstag, den 24. Januar, Abends 8 1hr, findet in der Urania", Wrangelstraße 9-10, für den Bezirk Südost eine Boltsversammlung statt, in welcher wird. Die Genossen werden ersucht, in dieser Versammlung zahlder Genosse K. Frohme über die Arbeiter und die Reaktion sprechen reich mit ihren Frauen zu erscheinen. Die Vertrauensperson. Arbeiter- Bildungsschule. Heute Abend 9 Uhr beginnt in der Annenstraße 16 der Kursus in Geschichte( Geschichte vom 16. Jahrhundert bis auf die Jehtzeit, mit besonderer Berücksichtigung des geistigen Lebens). Vortrag des Schriftstellers Dr. Rudolf Steiner. Die Bibliothel wird um 8 Uhr geöffnet. Morgen Stiftungsfest im Böhmischen Brauhause"( siehe Inferat). Zahlreichen Besuch Der Vorstand. " erwartet Nachthändler. Die Gesellschaft Normalzeit schreibt uns: In den letzen Tagen hat die zentrale Regulirung in Berlin mannigfaltige Störungen durch die außergewöhnlichen Wind- und Feuchtigkeitsverhältnisse er littent. Es wird in Zukunft sicher gelingen mit Hilfe der schon im Gange befindlichen Ersetzung der längeren oberirdischen Leitungen durch unterirdische, auch gegen solche Störungen Abhilfe und Sicherheit zu verschaffen. = Aus den Nachbarorten. Vortrag gehalten. Der Vorstand. Wilmersdorf. Die Parteigenossen werden darauf aufmerksam gemacht, daß in diesem Jahre eine Vermehrung der Zahl der Gemeindevertreter für unseren Ort stattfinden soll. Es Die Tollwuth- Schutzstation beim Koch'schen Institut haben werden wahrscheinlich( aus der Bekanntmachung des Gemeindegestern drei Personen aus Bayern aufgesucht, die 20 und 19 Jahre vorstehers ist dies nicht ersichtlich) auch in der 3. Abtheilung ein alten Bäckergesellen Michael Koller und Anton Gerner und die oder zwei Gemeindevertreter neu zu wählen sein. lleber die Wahl17 jährige Dienstmagd Katharina Zaimer. Alle drei find auf dem betheiligung unserer Partei wird sich eine demnächst stattfindende Voltseinem Hunde gebissen worden, der dann davonlief und in Niederalm schon jetzt sich zu überzeugen, ob sie in den GemeindeGeschäft ihres Bäckermeisters und Dienstherrn in Berchtesgaden von versammlung aussprechen. Ich ersuche jedoch die Parteigenossen, in Deftereich als tollwuthverdächtig erschossen wurde. Nachdem in Wählerlisten eingetragen sind. Für solche Personen, denen es einer Thierarzneischule die Tollwuth bei dem getödteten Sunde fest- an Zeit mangelt, die Listen einzusehen, find folgende Genossen bereit, ab, um die Hilfe der Station in Anspruch zu nehmen. Hiermit hat gestellt worden war, reisten die Gebissenen unverzüglich nach Berlin die Zahl der Patienten 150 erreicht. Die letzten vor den drei Bayern sind ein Leutnant von M. und sein Diener, die auf dem Landgute des Offiziers von einem tollwuthkranken Hunde gebissen wurden. Herr J. Glück, der ehemalige Direktor des hiesigen Apollotheaters ist von der Apollotheater- Geſellſchaft zu Düsseldorf zum Direktor Glid tritt seinen neuen Posten am 1. Juli an. Direktor des Neiten Apollotheaters in Düsseldorf erwählt worden. Während seiner Berufsthätigkeit wurde gestern Mittag gegen zwei Uhr der Kursmakler Herr May Halberstädter vom Schlage getroffen. Er war gerade bei der antlichen Kursfestsetzung beschäftigt, als er plötzlich todt zusammenbrach. burgerstr. 67. Ehrenfache eines jeden Wählers ist es, sich davon zu dies zu thun: Heinrich Klingenberg, Volksgarten; Gottfried Kübler, Sigmaringenstr. 34'; Georg Kraft, Bariserstraße; Otto Nerre, Pfalzüberzeugen, ob er in den Wählerlisten eingetragen ist; die Listen liegen bis zu Ende d. M. im Rathhause aus. Aus versammlung am 17. Januar, Abends in Grewolds Gesellschaftshaus Die Wohnungsnoth in Charlottenburg. In einer Volks. in Charlottenburg sprach Dr. A. Bernstein über die in Charlottenburg herrschende Wohnungsnoth. feinem eingehenden Berichte ging hervor, daß in der That ein Nothstand vorhanden ist, der zu den schwersten Bedenken Veranlassung giebt, wenn nicht schleunigst Maßregeln zur Abhilfe getroffen werden. Ein Beweis, wie viele Menschen trotz aller Errungenschaften der Einstimmig angenommen wurde folgende Erklärung: Die Kultur noch mit dem nothdürftig gefristeten Dasein vorlieb nehmen heute nach dem Gesellschaftshause einberufene Bolts- Vermüssen, find jene zahlreichen Frauen und Männer, die bei Anbruch zu den Waarendiebstählen in dem Jandorf'schen Rauf: in Charlottenburg herrschende Wohnungsnoth in sozialer, fittlicher fammlung beschließt: In anbetracht, daß die gegenwärtig Der Nacht die Straßen durchziehen, einen Korb an der Hand oder haus am Spittelmarkt erfahren wir folgende Einzelheiten. Am und hygienischer Beziehung die schwersten Schäden für das ganze einen Kasten um den Hals gehängt. Die Frauen haben in ihren verflossenen Montag erschien in dem Jandorf'schen Waarenhaus in Gemeinwesen herbeizuführen geeignet ist, erscheint es dringend nöthig, fangen Körben meist kleine Sträußchen, Apfelsinen oder Suchenwaare. der Bellealliancestraße eine Frau und theilte dem Geschäftsführer H. daß seitens der städtischen Behörden unverzüglich die erforderlichen Die Männer handeln mehr mit keinen Industrie- Artikeln wie: Notiz mit, daß ein früherer Hausdiener Theodor Mayer oft mit großen Mittel zur Anwendung gelangen, den Nothstand zu beseitigen. Als büchern, Bortemonnaies. Taschentämmen, Taschenspiegeln und Ansichts- Packeten nach Hause gekommen sei. Da er außerdem beim Umzuge ein folches Hilfsmittel dürfte sich vor allen Dingen empfehlen, die farten. Ihr Absatzgebiet sind die Tanzlokale, Vereinsvergnügungen und große Kisten aus dem Keller geholt und in seine Wohnung geschafft noch nicht fanalisirten Theile der Stadt schleunigst an die Schwemm besonders die Lokale der Friedrichstadt und die Staminkneipen der habe, so vermuthe sie, daß er in seiner früheren Thätigkeit große fanalisation anzuschließen, damit neue Straßenzüge daselbst an Studenten und Bürger. Diebstähle verübt und später Hehlerei betrieben habe. Der Lokal zu Lotal, um ihr bischen Waare umzusetzen und zum Schluß die denn auch ein ganzes Waarenlager: Trifotagen, feidene verordneten- Bersammlung mit dem Ersuchen, den Magistrat aufDa laufen sie nun in Schnee und Regen, Sturm und Kälte von Geschäftsführer veranlaßte sofort eine Haussuchung bei Mayer, gelegt und Wohnhäuser nach Bedarf erbaut werden können. Die Bersammlung wendet sich zu diesen Behufe an die Stadtvielleicht ein bis zwei Mart verdient zu haben. Und selbst dies Halstücher, Taschentücher zu Duzenden verpadt, wollene Kleidungszufordern, die hierzu erforderlichen Arbeiten schleunigst in Angriff zu verordneten- Versammlung mit dem Ersuchen, den Magistrat aufwenige wird ihnen noch geschmälert. Denn viele Wirthe ſtücke und Nippessachen zu Tage förderte. In dem eingehenden Jassen den Hausirer nicht im Lokal seine Waare aus Verhör legte M. nach und nach ein umfassendes Geständniß bieten, der nicht wenigstens ein Schnäpschen getrunken hat. ab. Als feine Helfershelfer gab er einen Hausdiener an, Um das Publikum zum Kaufen anzureizen, lassen viele der Nacht der schon fünf Jahre bei Jandorf beschäftigt war und sich bersammlung beschloß des Weiteren, die Fuhrleistungen für Die geftrige Stadtverordneten. händler auch ihre Waare auswürfeln. Wenn sie gerade Bech haben, in so hohem Maße das Vertrauen erworben hatte, daß ihm die Straßenreinigung, die Parkverwaltung und die Feuerwehr wird dabei ihr schon so kleiner Verdienst noch geringer. So fommit die Aufsicht über die anderen Hausdiener übertragen wurde. Der wieder dem bisherigen Unternehmer, dem Fuhrherrn Nichard Gehl, es denn, daß sie in ihren dürftigen Kleidern, durchnäßt und müde, Vertraute wurde der Hauptschuldige, indem er nicht nur felbft ftahl, auf ein Jahr mit der Maßgabe zu übertragen, daß der Stadt oft in fröhliche, vor Verschwendung übermüthige, übersättigte Gesell sondern nach dem Ausscheiden Mayer's aus dem Geschäft mit noch gemeinde drei Monate vor Ablauf des einen Jahres die Option schaften gerathen. Wie nun alle Degenerirten feine ernste Sache drei anderen Hausdienern für Maher, der die Rolle des Hehlers auf weitere zwei Jahre unter denselben Bedingungen zustehen soll. erfassen können und sich mit billigen Witzen über Alles hinweghelfen, übernahm, Diebstähle beging. Einer der Betheiligten war Radfahrer Von der Uebernahme der Fuhrleistungen in eigene Regie hatte der so auch sie. Hier einige Beispiele dafür: des Geschäfts. Ihm packten die Anderen in den Kasten hinein, was Magistrat bereits früher abgesehen, und er hat sich auch jetzt nicht dazu In ein Lokal einer Burschenschaft in dem berüchtigten Viertel sie wegschaffen wollten. Kleinere Sachen, die leicht unter den entschließen tönnen, obwohl der Unternehmer seine Forderungen von an der Elsasserstraße tommt ein Mann, der die Schäbigkeit seiner Kleidern zu verbergen waren, nahm ein jeder für sich mit, daher 66 400 auf 102 780 M. erhöht hat. Einem Ausschusse überwiesen wurde Kleidung durch saubere Wäsche und gemessene Bewegungen weg förderten die Haussuchungen auch noch vier fleinere Lager zu Tage, die Vorlage betreffend den Bau einer elettrischen Unter täuscht. Die Herren Studenten sind bereits in vollster, gelehrtefter die jeder Dieb für sich in seiner Wohnung angelegt hatte, durchweg grundbahn, wobei es sich um die von der Firma Siemens und Bierbegeisterung. Mehrere vollbringen eben die Glanzleistung eines Speziallager in Socken, feidenen Tüchern ze. Die fünf Diebe, die Halste auszuführende Unterpflasterbahn vom Nollendorfplatz bis zum wissenschaftlich gebildeten Menschen, mit einem Rud stürzen fie bis jetzt überführt find, wurden verhaftet und sofort dem Unter Stadtbahnhof Zoologischer Garten und weiter bis zum Wilhelms Ben ganzen Inhalt eines vollen großen Seidels in den Hals hinein. suchungsrichter in Moabit vorgeführt. Gestern Vormittag fanden vor plaz handelt. Eine längere Debatte entspann fich über die Bore nehmen." Charlottenburg. Tage betreffend den Bau und den Betrieb des städtischen im vollen Ernst eine Schule auf Kosten der Gemeinde gebaut| baß die Gastwirthe dem Ortsoberhaupt zu diesem Ereignis Elektrizitätswertes. Die zur Vorberathung eingefekte ge- Der Artikel der katholischen Zeitung schließt mit den Worten: Alle eine Glückwunsch und Dantadresse zusenden möchten. Und mischte Deputation hat das Angebot der Firma Siemens u. Halste Vorbedingungen für die Gründung einer eigenen fatholischen Schule, richtig erklärten auch alle Wirthe, bis auf einen, Namens zurückgewiesen und das der Firma Lahmeyer u. Co. in Frankfurt a. M. eines fatholischen Schulsystems sind also gegeben. Sache der Saß, sich zu dieser Huldigung bereit, ungeachtet der Erbevorzugt. Verschiedene Redner sprachen fich für nochmalige Kommissions- fatholischen Eltern in Pankow wird es sein, auf die Erfüllung ihrer innerung an die Thatsache, daß ste allen möglichen Scheerereien berathung aus, u. A. unser Genosse Beyer, der der Befürchtung Aus gerechten Forderungen zu bringen, also zunächst in einer Eingabe ausgesezt sind, sobald sie z. B. in der Versammlungsfrage nicht druck gab, die Frankfurter Firma fönne sich eventuell chinesischer bei der Gemeindebehörde von Bankowo um die Gründung einer nach der Pfeife des Amtsvorstehers tanzen. Die Wirthe habent Kulis bei dem Bau des Werkes bedienen und so die heimischen fatholischen Schule in Pankow vorstellig zu werden. wahrlich feine Ursache, Herr von Oppen zu feiern. Anders liegt Arbeiter um eine Arbeitsgelegenheit bringen. Das schließliche Wegen diefer Agitation herrscht selbst in den fatholischen Kreisen die Sache mit den Arbeitern! Die würden aus Erkenntlichkeit Resultat der Debatte war die Annahme der Vorlage. Beds der Bevölkerung nicht geringes Befremden. Denn man muß wissen, dafür, daß Herr o. Oppen sich Jahre lang als ein wenn auch Redigirung der Vorlage erhielt der Magistrat die Ermächtigung. daß unter den 1000 Kattolifen, die in Bankow wohnen, zwar sehr unfreiwilliger, so doch nicht minder erfolgreicher Förderer der einen schriftlichen Vertrag aufzusehen unter Hinzufügung eines aus die Meinung verbreitet ist, daß die Einpferchung der Gemeinde Sozialdemokratie bethätigt hat, sehr gerne am Jubiläumstage Mitgliedern der Stadtverordneten Versammlung bestehenden Schulkinder durch den Bau neuer Schulhaufer beseitigt werden muß, illuminiren und selbst vor einem Fackelzug nicht zurückschrecken, Redaktionsausschusses von fünf Mitgliedern. Endlich nahm die das aber nicht die geringste Neigung besteht an der modernen wenn sie ficher wären, daß Herr v. Oppen sie in diesem Falle Berjammlung noch einen Antrag auf Verstärkung der Zahl der Mit Religionevethegung, wie sie durch das gemeinschaftliche Wirken der nicht abermals mit dem groben Unfug- Paragraphen behelligte! glieder des Wahlausschusses um zwei Mitglieder debattelos an. An Ueberfrommen geübt wird, irgendwie theilzunehmen. Das beste die öffentliche Sigung schloß sich eine geheime. Zeugniß für den tüchtigen und allen Sonderbestrebungen abgeneigten Charakter der fatholischen Bevölkerung ist wohl durch die letzten Reichstagswahlen erbracht worden. Denn unter den 1000 katho lischen Einwohnern haben nur 35 für den Bentrumsfandidaten gestimmt. Wollen die Ultramontanen partout thre eigene Schule baben, fo mögen sie das Gebäude aus den eigenen Witteln ihrer reichen Kirche errichten. Den Gemeindefädel sollen sie aber hübsch in Ruhe laffen. Zwei Fahrraddiebe find in Charlottenburg fefigenommen worden. Bei dem Fabrikanten Plüß in der Bismardstr. 20 hatten Diebe nach einem vergeblichen Versuche, durch die Kellerflappe ein zudringen, die Thür erbrochen und Herrenräder und ein Frauenrad im Werthe von 800 M. gestohlen. Einer der Spigbuben hatte sich einen Finger verlegt und Blutspuren hinterlassen. Der Verdacht fiel auf einen Arbeiter Georg Leuß, der früher bei Plüß beschäftigt war. Die Kriminalpolizei erwischte diesen und brachte ihn auch zum Ge ständniß. Ein Freund von Leuß. der Schmiere gestanden" hatte wurde ebenfalls verhaftet. Bei ihm fand man in der Wohnung. Krummestr. 5, die beiden Herrenräder, die auseinander genommen waren. Das Frauenrad hatten die Einbrecher in Berlin für 60 m bereits verkauft. snip the Aus Weißenfee wird uns berichtet: Die Gemeindevorstände von Malchow Lindenberg und Wartenberg, sowie die Anwohner und Interessenten der Berlinerstraße zu Weißenfee wollen bei der Großen Berliner Straßenbahn um Verlängerung der Pferdebahnlinie Spittel markt- Weißensee bis Malchow einkommen. Sollten die Betenten in der Lage sein, zahlenmäßig nachzuweisen, daß bei diefer Sache für die Gesellschaft ein anständiger" Profit herausschaut, so dürften sie bei der bekannten Vorliebe der Straßenbahn- Gesellschaft für reale Dinge ganz gewiß Entgegenkommen finden. Der hart an der Grenze Weißensee's, auf Berliner Gebiet liegende Schleipfuhl", der eine ständige Gefahr für die Kinder der Bewohner der angrenzenden Straßen bildet wird jest endlich verschwinden Der Fuhr Unter: nehmer Mehnert in Berlin, der mit der Zuschüttung des Pfuhls beauftragt ist. zahlt für die theilweise Benutzung der zu Weißenice gehörigen Gürtelstraße an die Gemeindetafie des Ortes 200 M " 1 Das Munitions Laboratorium des Artilleriedepots in Spandau, das sich noch mitten in der Stadt befindet, soll nach Stück Land in der Stadtforft in Aussicht genommen, welches die Stadt als Austausch für das jezige Grundstud des Laboratoriums hetgeben will Einen Entwurf neuer städtischer Submiffionsbestimmungen hat der Verein selbständiger Handwerker zu Schöneberg aus. gearbeitet. Der Entwurf soll dem Magistrat und den Stadt verordneten zur Annahme unterbreitet werden. Hält er sich nun auch im Allgemeinen in den Grenzen des Verſtändlichen so muß doch gegen einzelne Paragraphen im Interesse der arbeitenden Be völkerung Schönebergs energisch protestirt werden. Zum befieren Verständniß lassen wir die wichtigsten Bunfte folgen:§ 2 Die Eröffnung der eingegangenen Offerten soll in Gegenwart der Bewerber erfolgen.§ 5. Um den unsoliden Unternehmungen vorzubeugen, foll nicht immer derjenige den Zuschlag erhalten, der den geringsten Preis von den übrigen Angeboten sich zeigt und die Preisforderung in offenbarem Mißverhältniß zu der Arbeit und Lieferung steht. In diefem Falle soll unter den drei geringsten Angeboten derjenige den Zuschlag erhalten, bei dem die Gewähr vorhanden ist, daß er eine gute Arbeit Die angeblich dem Unwetter zum Opfer gefallenen beiden oder Waare liefert.§ 8. Soweit die auszuführenden Arbeiten nicht Söhne des Schießbuden- Besizers Win Schildhorn leben. Die dringender Natur sind, sollen dieselben in die stille Zeit der beiden jungen Leute, die man längst auf dem Grunde des Gatower betreffenden Gewerbe gelegt werden und die Lie Sees glaubte, haben eine improvifirte Sprizfahrt nach Berlin unterferung und Ausführungszeit, soweit es angehend, ausreichend nommen, von der sie später wohlbehalten zurückkehrten Das„ Unbemessen werden.§ 13. Beim Eintreten allgemeiner Arbeitswetter" ist dann nach ihrer Rückkehr zu Hause über sie hereine'nstellungen oder Streits ist der Unternehmer, solange dieselben an: gebrochen. dauern, von der Fortführung seiner Arbeiten zu entbinden. Unsere Schöneberger Stadtverordneten werden bei der Berathung dieser eigenartigen Bedingungen nicht verfehlen, besonders den§ 13 auf seinen wahren Werth zu prüfen. d Der Kreisausschuß von Teltow Beeskow Siorkow hat auf Grund des§ 18 des Viehseuchen Gesezes für das Jahr 1899 folgende Personen zu Schiedsmännern ernannt: Rieter und Götsch zu Schöneberg; Jansa, Schudoma und Niemiz zu Nixdorf; Andersen und Rühl zu Köpenick; Dehlert, Mariendorf; Marggraf, Gr. Lichter: felde; Gottfr. Hagen, Nowawes; E. Ring, Düppel; Nichnow und Lehne, Tempelhof; Faltenstein und Mehliz, Wilmersdorf; Dubrow und Zinnow, Zehlendorf, und Kühn und Mitschrich, Bossen. Die Kühnheit der ultramontauen Presse tritt recht deutlich in einem Artikel hervor, den die„ Märk. Voltsztg." in diesen Tagen über die Schulzustände in Pantow gebracht hat. In diesem Orte find unter 4500 Schulkindern 70-85, die katholisch getauft und fatholischen Religionsunterricht erhalten. Und da verlangt das Blatt Kranken- u. Begräbniß1 Dermischtes. In Laibach wurde Mittwoch Abend 93/4 Uhr ein ziemlich heftiger zwei Gefunden anhaltender Erd stoß verspürt; Schaden wurde nicht angerichtet. Ans Warichau wird berichtet: Aus der Gouvernementsstadt Shitomir wird gemeldet. daß in der Droguerie von Willens eine furchtbare Benzin Explosion stattgefunden hat. Das Gebäude wurde fast gänzlich zertrümmert, vier Angestellte des Droguerie- Geschäfts, ein Brandmeister, fünf Feuerwehrleute sind todt, der Polizeimeister und zwei Polizeikommissare erlitten Brandwunden. Das Spielen mit Schußwaffen hat zu Rosenberg( Ob.- Schl.) ein schweres Unglüd hervorgerufen Der 18jährige Sohn des Haus befizers Kochmann beschäftigte sich mit einem Revolver und suchte mit diesem die Wohnung des Arbeiters Lukaschek auf. In derselben traf er die Frau desselben, welche mit Plätten beschäftigt war. Er noorte fie crichreden pielte auf sie, brückte am Bahn, und ein Schußz Inallte. Die Frau fiel fofort tödtlich getroffen zu Boden. Kugel war ihr hinter dem Ohr in den Kopf gedrungen und beim Auge wieder herausgekommen. Der junge Mann hatte nicht gewußt, daß die Waffe geladen war. Im Hafen von Antwerpen stieß der von Buenos- Aires ges tommene deutsche Dampfer Harzburg auf das mit 200 Tonnen Getreide beladene Binnenboot Hortense und bohrte es in den Grund. Ein Arbeiter ertrank. Wenige Augenblicke nachher fant das Binnens boot Braia nach einem Zuſammenstoß mit einem Rheinboot, und etwa eine Stunde später prallte der Dampfer Harzburg noch einmal mit dem Pionierdampfer Torpille zusammen, wobei eine Petroleumlampe im Maschinenraum des leztern in Trümmer ging; Torpille stand alsbald in Flammen; die Soldaten an Bord wurden mit Noth gerettet. Nach Meldungen and Palermo dauerten die Ruhestörungen an der dortigen Universität fort; die Berichte hierüber gaben auch an der Universität zu Neapel Veranlassung zu Ruhestörungen. Witterungsübersicht vom 19. Januar 1899, Morgens 8 Uhr. l collah i oltariamidintre and bulligoff 2 Aus Treptow- Baumschulenweg meldet man uns: Diefer Tage wurden die Eheleute Görberg in tiefe Trauer versetzt. Ihre zehnjährige Tochter, die sich mit Schaufeln vergnügte, verlor das Gleichgewicht und stürzte so unglücklich, daß sie nach Verlauf von vier Tagen an Gchirnerschütterung star b. Seltsame Strafen verhängen einige Lehrer in der Gemeindeschule. Kommt einem Kinde außerhalb der Bause ein Bedürfniß an, so wird es zuweilen heruntergejezt, wenn es sich diesertwegen beim Lehrer meldet. Es ist schon vorgekommen, daß die Kinder sich aus Furcht vor Strafe in der Klasse verunreinigten. Wie schädlich eine derartige Behandlung Swinemde. 755 SS 3Dunst der Echüler ist braucht wohl nicht erst ausgeführt zu werden. Aus Alt: Glicnecke schreibt man uns: Was die hiesigen Gastwirthe unter Mannhaftigkeit verstehen, erkennt man an dem Erfolg einer furiofen Aufforderung, die man vor Kurzem an sie gerichtet hatte. Am 12 Februar feiert Herr v. Oppen, Amtsvorsteher und unfreiwilliger Förderer der Sozialdemokratie seines Zeichens, sein 25jähriges Dienſtjubiläum. Die Aufforderung ging num dahin. Stationen Hamburg Berlin Wiesbaden München Wien Barometer stand mm Wind: Bunpa Windstarte Wetter 755 WSW 7 bedeckt 758 W 762 SW 76623 765 28 4 bedeckt 1wolfig 2hlb bed Temp. n. G 5° 4° R. Stationen Barometerstand mm Wind richtung Windstärke 3 Haparanda 759 Still 8 Petersburg 6 Cort Wetter Temp. n. 6. GALI 6.= 4° R. woltig 24 7 Aberdeen 4 Baris 749 23 740 762 S 4 heiter 7 1 bedeckt 4 3h1b bed. Б 3 bedeckt Wetter Prognose für Freitag, den 20. Januar 1899. Ein wenig fühler, zeitweise heiter, vielfach wolkig mit geringen Niederschlägen und frischen westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Free State Beri Deutscher Holzarbeiter- Verband Verein der Zimmerer Kasse der Schuhmacher ( E. H. Nr. 27). Das Mitglied Curt Aust 1396 wird am Freitag, 20. Januar, Nach: mittags 22 Uhr, vom Trauerhause ( Zahlstelle Berlin). Heute Freitag, Abends 8%, lhr. bet Cohn, Beuthstraße 20/21: mais touted Berlins und Umgegend. Sonntag, den 22. Januar, Vormittags 10 Uhr, bei Cohn, Sitzung der Ortsverwaltung. Sonntag, den Beuthstraße 22, 1 Treppe: Langestr. 106 aus nach dem St. Markus: Sonntag. den 22. Januar. Vorm. 10 Uhr, im Feen Palast, Kirchhof in Wilhelmsberg beerdigt. Das Mitglied Paul Wels ist am 18. d. M. im städt. Krankenhaus Burg: und Wolfgangstraßen- Ecke: General- Versammlung. Erste ordentliche General- Versammlung. Tages Ordnung: V Tagesordnung. 1 Vereinsangelegenheiten. 2. Abrechnung vom 4. Quartal 1898 und des am Moabit verstorben und wird von dort Kassenbericht vom 4. Quartal. Bericht des Vorstandes, der Bezirks: 27. November stattgefundenen Projektions Vortrages. 3. Vortrag des Stadtverordneten Kamerad E. Obst. aus am Sonntag, 22. Januar, beerbigt. leiter, des Arbeitsvermittlers und der Werkstatt- Kontrollfommiffion. Bericht 4 Diskussion. 5. Verschiedenes. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung erwartet pünktliches und voll J. Ege, Vorf., Roßstr. 12. des Gauvorstandes und der Delegirten vom Gautag Grfazwahlen für zähliges Erscheinen der Mitglieder Der Vorstand, Zur Notiz! Die neu erweiterte Vereins- Bibliothek steht den Mitgliedern zur Verfügung.[ 257/1 Theile Allen, welche meinen unver: die Ortsverwaltung Wahl des Gauvorstandes. Verbandsangelegenheiten Eintritt nur mit Mitgliedsbuch. Um pünftliches und zahlreiches Grischeinen ersucht Die Ortsverwaltung. geßlichen Sohn Arthur gefannt haben, die traurige Nachricht mit, daß derselbe am 17. d. M. in der Charitee 76/17 am Scharlach verstorben ist. Die Be: erdigung findet von dort aus nach Sonnabend, den 11. Februar, in Keller's Festfälen. Koppenstr. 29: dem Charitee Kirchhof am V 20. b. M., Machur. 3 Uhr statt. Alex Schaefer nebst Frau. Danksagung. Für die uns beim Hinscheiben meines lieben Sohnes, unseres guten Bruders [ 1316 Gustav Schröder erwiefene große Theilnahme u. Blumen fpenden, insbesondere den Kollegen der Firma Holy unseren herzlichsten Dank. Bittive Schröder und Geschwister. Danksagung. Für die rege Theilnahme und die zahlreichen Kranzspenden bei der Be: erdigung meines lieben Mannes, fage ich allen seinen Freunden, Kollegen und Bekannten meinen herzlichen Dant. 145b Wive. Klinkmanu. Danksagung. 1326 Großer Wiener Maskenball. Achtung! Maurer. Achtung! Sonntag, 22. Jannar, Vorm. pünktlich 10 Uhr, im ,, Englischen Garten", Alexanderstr. 270: Achtung! Tertilarbeiter. Achtung! Drts- Krantenlaffed. Drechsler Sonntag, den 22. Januar. Vormittags 11 1hr, im oberen Saale des„ Englischen Garten". Alexanderstraße 27c: Große öffentliche Versammlung alter in der Textil- Induſtrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins. Tagesordnung: 1 Der Krefelder Streit. Referent: Kollege Karl Hübsch( Berlin). 2. Diskussion. Indem wir hierdurch die Vertreter der organisirten Arbeiterschaft Berlins reich in dieser Versammlung zu erscheinen, 197/2 Das Agitationskomitee. J. A.: Franz Kotzke, Marienburgerstr. 31 und verwandter Gewerbe. Sonntag, den 29. Jannar 1899, Vormittags von 10-12 Uhr, Wahlversammlungen in den Arminhallen, Kommandanten straße 20. I. Verfammlung sämmtlicher groß fähriger Mitglieder der Kaffe nach $ 49 des Statuts behufs Wahl von 143 Vertretern derselben pro 1899. II. General- Verlammlung höflicht einladen, machen wir es den Berufsangehörigen zur Pflicht, zahl Arbeitgeber ber Raffe, welche Beitdes Vereins zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins und Umgegend. 4. Bericht des Mariendorf- Tempelhof- Marienfelde. Lindenstr. 106: träge für die Mitglieder aus eigenen Mitteln zahlen, findet am 29. Januar 1899, Morgens 10 Uhr, in den Armin hallen, Kommandantenítr 20, statt 1286 NB. Die Mitglieder des Vereins werden aufgefordert, zahlreich und Grosse Partei- Versammlung. Raffenbuch für Arbeitgeber die feste pünktlich zu erscheinen. 129/1 JA. Der Vorstand. F. Schulze, Tischler- Verein. Tages Ordnung 1. Berichterstattung von der Krets fonferenz Benofie Lammé. 2. Bericht der Lokalkommission und Stellungnahme zur Cotalfrage 3 Diskussion. 4. Verschiedenes. 1366 Tagesordnung: 1 Abrechnung des Kassirers vom 4 Quartal 1898 und Jahresbericht derselben 2 Berit der Revisoren 3. Wahl sämmtlicher Sonntag, den 22. Januar, Nachmittags 3 Uhr bei F. Zubeil, beufs Wahl von 63 Vertretern der felben pro 1899 Hilfskaffirer, eines Revisors und der Thürfontrolleure. Für die Mitglieder legitimirt das Bibliothefars und Neuwahl derfelben 5 Vereinsangelegenheiten. Quittung der Kaffe über gezahlte Mitgliedsbuch legitimirt. Beiträge. Abends Suhr, findet in den Armins Dienstag, den 24. Januar 1899. hallen, Kommandantenstr. 20, eine Versammlung fämmtlicher großjähriger Mitglieder der Kaffe behufe Aufstellung von Kandidaten zur Vertreterwahl pro 1899 statt. Verleih- Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. J. A.: G. Liebenow, Vorsitzender. Zentral- Kranken- und Sterbekajje der Dachdecker Deutschlands ,, Einigkeit", Filiale Berlin, Sonnabend, den 21. Januar. Abends 8 Uhr. Melchiorstraße 15: Versammlung. Für die zahlreiche Theilnahme und vielen Kranzspenden bei der Beerdi: gung meines lieben Mannes und Baters Emil Pluschke sagen wir hiermit allen Verwandten, Freun Dant. Wwe. Pluschke nebst Stindern. angelegenheiten Damen haben Zutritt. Der diesjährige den und stollegen unsern herzlichsten Hafen, blutfrische 2,50 M. gespidt 3 M. 25, 30, 40 f.; Blatt 50 Pf. Gänse, Hühner, Enten, Tauben billigst. Dresdenerstraße 61, Hirschfleisch A. Ritschl, itu. Geflügelhdl. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Dr. Weyl über: Der Kampf Nach der Versammlung. Gemüthlichrs Beitammeniein mit Tanz. Bur Deckung der Unkosten 10 Bf Entree. Der wichtigen Tagesordnung balber ersucht um recht zahlreichen Besuch gegen das Pfuscherthum. Abrechnung com Weihnachtsvergnügen. Vereins: Achtung! Vereine. Masken- Ball 193/2 Zwei Zimmer, 20 u. 40 Personen faffend, empfiehlt Ernst Lier, findet am 11. Februar in den Andreas Festfalen, Anbreastraße 21, flattite Jakobstraße 119. Einlaßkarten sind in der Bersammlung zu haben Der Vorstand. Lichtenberg- Friedrichsberg. Dienstag, den 24. Januar. Abends 81%, Uhr, im Saale des Herrn E. Höflich( Schwarzer Adler). Frankfurter Chauffee 120: 5000 M. und mehr kann jeder Herr und jede Dame durch Uebernahme unAgentur serer ( ohneFachkennt nisse, keine verdienen. Der Vertrauensmann. Masken- Garderoben institut Fr. C. Frommholz Elsasserstr. 78, Ecke Ackerstr. Reizende Neuheiten der Saison, historische, Phantasie: und National Trachten. Dominos in allen Farben Versammlung in Atlas von 1 Mr. 50 ab. Höchst am Sonntag, den 22. Januar, Vorfolide Preise. Vereine Ermäßigung.* mittags 10 Uhr, bei Feind, Weins straße 11. Mühlenstr. Nr. 8 Bahnhof und IV. Quartal 1898. 2. Berſchiedenes Lose) jährl. Schlesisch. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom Betten, Steppb, Gardin, Bortieren, Volksversammlung. Wäsche, Waffeldecken. Anzüge, Hosen. Winterpaletots, Regulat., Remon Offerten unter, M. F. 37" poste restante Wien, Hauptpost. in Kaffenangelegenheiten. 1. Die politische Lage. Referent: Genoſe Richard Fischer. Naturbutter, f. Bienentionis 3,90. nebi fide, Sorridor, stofel the Sue Zähne v. toir Uhren, Operngl. verkauft fpottbillig 2. Diskussion. Pfandleihe Neanderstraße 6.* Um zahlreiches Erscheinen ersucht Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. 54/1 Station Warschauerstr., sind vom 1. April 1899 ab freundl. Vorder- und Der Vorstand. 10 M. 5,50, Hofwohnungen von 1 und 2 Stuben Tlustenkie Spitzer, 8, Probuzna, Mark event. Theils behör billig zu vermiethen. Näheres zahlung. baselbst beim Verwalter. Galizien. 510L* Olga Jacobson, Jnvalidenst. 145. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Der Vertrauensmann. 32496 Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. der Ur. 17. 16. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 20. Januar 1899. Versammlungen. neuen Beit". Die gezwungen, Deutscher Holzarbeiter: Verband. Am Montag, den 16. d. M. Schöneberg. Der Holzarbeiter Verband nahm in seiner fand in Rautenberg's Saal, Oranienstraße 180, eine Branchen- Ver- Sigung am 12. Januar den Bericht des Vorstandes über das letzte Eine öffentliche Versammlung fand Mittwoch Abend im fammlung der Telephontasten- Tischler statt, in der Rohtohl die Halbjahr entgegen. Es haben in der Zeit 6 Mitgliederversammlungen fechsten Wahlkreis in den Borussia- Sälen", Aderstraße, statt. Die gegenwärtige Lage schilderte. Da jetzt eine Aenderung der Kasten und 8 Vorstandssigungen stattgefunden. Der Kaffenabschluß weist Genoffen haben dieses Lokal neu erobert und sie können mit diesem stattfindet und die Meister wie immer den größten Antheil für sich eine Einnahme von 246,57 M. und eine Ausgabe von 234,50 m. ihrem Erfolg sehr zufrieden sein, denn der neue Saal mit seiner behalten wollen, so wäre es an der Zeit, daß die Kollegen sich ver- auf. prächtigen Wand- und Deckenmalerei und guten Afustit eignet sich ständigen und einheitliche Breise fordern. Es wurde, um im fleineren 2 Bertrauensmänner Versammlungen ab. Die Werkstatt Kontrollfommission hielt 3 Werkstatt und borzüglich zur Abhaltung von Versammlungen und Vergnügungen. Kreise dieses zu berathen, ein Delegirter aus jeder Werkstatt ge- zogene Vorstandswahl ergab folgendes Resultat: oratshed Die hierauf vollAm Mittwoch Abend war der Saal bereits zeitig dicht gefüllt. Nach wählt und soll im Laufe dieser Woche die erste Sigung abgehalten zweiter Borsigender, dem die Versammlung eröffnet und das Bureau gewählt worden werden. Im Weiteren fand eine sehr rege Diskussion statt über führer; Reiche Kassirer; Herr, Schriftwar, erhielt der Reichstags- Abgeordnete Rosenow das Wort einzelne Werkstattangelegenheiten. Mardwardt, Revisor. In die Kommission zu seinem Vortrage über wurden Meyer, Diez und Huhn delegirt. Nach einem Bericht Bürgerthum und Arbeiterklasse am Anfang einer Der Allgemeine Arbeiter und Arbeiterinnen- Verein über den Gautag wurden Raue und Reiche zu Delegirten geAusführungen des Redners fanden reichen Beifall. Eine Diskussion Generalversammlung ab. Nach dem Bericht über die Thätigkeit des Den Anschluß an die Berliner Zahlstelle lehnte die Versammlung eineinhalbstündigen Berlins und Umgegend hielt am 16. Januar seine ordentliche wählt und öster als Mitglied in den Gauvorstand vorgeschlagen. wurde seitens der Versammlung nicht beliebt. Saschke forderte in einem träftigen Schlußwort die Genossen auf, 20 Borstandssigungen und 11 Mitgliederversammlungen stattgefunden. tüßungen bis zu 20 M. an hilfsbedürftige Mitglieder gewähren zu Der Vorsitzende Vorstandes im Geschäftsjahr 1898, den weiße erstattete, haben ab. Es wurde sodann dem Vorstand die Vollmacht ertheilt, Unterdem Wahlverein für den 6. Wahlkreis beizutreten. Da uns in diesem Die Jahreseinnahme betrug 27 M., hierzu der alte Bestand in Höhe tönnen. Zur nächsten Versammlung sollen einige Kollegen einJahre die Stadtverordnetenwahlen bevorständen und zu diesen im von 33,80 M., ergiebt eine Gesammteinnahme von 60,80 M. Die geladen werden, die sich unkollegialisch benommen haben. 6. Reichstags- Wahlkreise elf Wahlbezirke in Betracht kämen, sei viel Ausgaben beliefen sich auf 8 M., mithin verbleibt ein Bestand per Arbeit zu bewältigen. Ebenso müßten die Genossen unserer Partei- erstes Quartal 1899 von 52,80 M. Der Kassirerin wurde einstimmig lung des Brit. Am 13. d. M. fand eine gut besuchte Generalversammliteratur ihre Aufmerksamkeit mehr zuwenden und namentlich stets Decharge ertheilt. Die Vorstandswahl ergab folgendes Resultat: Weiße, erstattete der Vorstand den Vierteljahrs- Bericht. Danach beträgt die Volksbildungs- Vereins" statt. In derselben für eine rege Verbreitung des Vorwärts" eintreten. erster, aupt, zweiter Vorsitzender; Frau Keller, erste Kassirerin Mitgliederzahl 56 gegen 51 im vorigen Vierteljahr. Die Einnahmen Die angedrohte Aussperrung der Droschkenkutscher feitens 8ittler, Stellvertreter derfelben; Fräulein Erode und Seelig betrugen mit dem alten Bestande 77,18 M., die Ausgaben 41,50 M., der Ringfuhrherren bildete den Gegenstand der Verhandlungen Schriftführerinnen. Ms Bibliothekare wurden Bittler und Seelig, mithin Kaffenbestand 185,68 M. Die Bibliothek enthält 48 Bände am Mittwoch in Keller's Festsälen, Koppenstraße, ab- als Revisoren Fräulein Schmidt und Ende gewählt. Die Wahl gegen 44 im vorigen Vierteljahr, entliehen wurden 32 Bände. Ein Antrag gehaltenen, bon etta 1000 Personen besuchten Kutscher der Rechtsschutz- Kommission wurde bis zur nächsten Versammlung des Vorstandes, Mitglieder, welche das 50. Lebensjahr erreicht haben Bersammlung. Schulz referirte über den Verlauf der Ber- vertagt. Ein Antrag, bei Rieb, Schliemannstr. 48, eine Zahlstelle und ein Jahr der politischen Organisation angehört haben, von den handlungen mit der Agitationstommission, die damit endeten, daß des Verbandes einzurichten, gelangte zur Annahme. die Ringfuhrherren, wie gestern schon gemeldet, die Aussperrung Beiträgen zu befreien, wurde angenommen mit dem Zusatz, daß einfach unterließen, weil sich die Kutscher nicht im Geringsten ein- die am 15. Januar in Cohn's Feſtſälen tagte, nahm den Rechenschafts- Beibringung genügender Entschuldigungsgründe 3 Monate hindurch Eine stark besuchte öffentliche Banarbeiter- Versammlung, folche Mitglieder der Mitgliedschaft verlustig gehen, wenn sie ohne ſchüchtern ließen. Der Beschluß der Fuhrherren war bericht der Lohnkommission entgegen. Den Ausführungen No ad's teine Versammlung besucht haben. also für sie selbst nur eine gründliche Blamage. ist zu entnehmen, daß die Lohnkommission eine äußerst rege und Die Droschtenbefizer waren nummehr Jur die Weißensee. Der Verein zur Wahrung der Interessen der bereits ausgesperrten Kutscher wieder einzustellen, auf dem Gebiete der Lohnbewegung waren von mannigfachem Er- Wanderversammlung ab. Beiersdorf referirte über das Thema nicht nüßliche Thätigkeit entfaltet hat. Die Bemühungen der Kommission Maurer Berlins und der Umgegend hielt hier am 15. d. Mts. eine fondern größtentheils die Forderungen zu bewilligen. Daß die folg getrönt. Stattgefunden haben 106 Baukontrollen, bei denen Der Kampf ums Dasein. Eine Diskussion über den mit Reifall Fuhrherren nebenbei zu den schofelsten Witteln greifen, um 40 Lohnforderungen in Betracht famen. Eine Lohnforderung fonnte aufgenommenen Vortrag fand nicht statt. Unter Verschiebenem in Streitbrecher zu erlangen, bezw. ganz untundige Elemente einzu- mit Hilfe der Kommission in Zehlendorf zu Gunsten der Arbeiter forderte Beiersdorf die Maurer auf, sich die neue Sammelfarte für stellen, tann täglich wahrgenommen werden. Für die Kutscher aber durchgesetzt werden. Für die Cementarbeiter in der Philharmonie, dieses Jahr zu besorgen und träftig für den Verein zu agitiren, müsse der Verlauf dieser nicht ausgeführten Androhung ein welche sämmtlich unorganisirt waren, wurde durch das Ein- sowie sich besser an den Versammlungen zu betheiligen. Ansporn sein, in der bisherigen Weise weiter zu kämpfen. greifen der Kommission eine Erhöhung des Lohnes von 30 auf Da die neueingestellten Streifbrecher größtentheils wieder entlassen feien, sei es 40 Pf. pro Stunde erreicht. Streiffonds- Karten wurden 3380 Neu Weißensee. Am 10. Januar fand die vierteljährliche innegehabten Stellen wieder zu besetzen und Vertrauensmänner zu legen mit 790 Kindern. Oeffentliche Versammlungen wurden 12 Weißensee und Umgegend" statt. Laut Kaſſenbericht war ein Bestand Pflicht der Kutscher, diefe früher von der Kommission entnommen. Unterstügung erhielten 464 Stol- Generalversammlung des sozialdemokratischen Arbeitervereins für In späterer Zeit werde man für die Kutscher auch einen und Baudeputirten- Versammlungen 2 abgehalten. Neben 6 Morgen- von 375 M. 80 Pf. vorhanden. Von dieser Sumine wurden 100 m. Ruhetag in der Woche verlangen, wie ihn die gesammte Arbeiter- sprachen fanden 45 ordentliche und 5 außerordentliche Sigungen zur Agitation bewilligt, weitere 100 M. den Krefelder Webern überschaft genießt. Zunächst handelt es sich darum, an den bereits er- tatt. Agitationstouren in die Provinz wurden unternommen: 3 nach wiesen. Als Vorsitzender wurde Peutert wiedergewählt. Die rungenen Forderungen festzuhalten und auch fernerhin thatkräftig Frankfurt a. O., 2 Nauen, 1 Landsberg a. W., 1 Eberswalde, weiteren Wahlen ergaben: Paul Saad, Schriftführer, Batnes, für den Streitfond zu sammeln, damit der Sieg vollständig werde. I Friedrichshagen, 2 Lichterfelde und 1 nach Wusterhausen. ( Lebhafter Beifall.) Die Kassirer, Großmann, Schillert, Mar Schröder, Buchholz Einige andere Redner und Knütter er- Abrechnung gab Sprenger. Der Einnahme von 21 620,90 m. steht und Possin, Beisitzer; Richard Kirchner, Nöpke und Oley, gänzten die Ausführungen des Vorredners dahin, daß man auch eine Ausgabe von 11 794,40 m. gegenüber, somit bleibt ein Bestand von Revisoren. Der Barbier Ernst Ott wurde wegen Zuwiderhandlung ebenso vorsichtig sein möge, ohne sich in Sicherheit zu wiegen, 9826,50 W. Der Kommission sowie dem Staffirer wurde Decharge ertheilt. gegen die Prinzipien des Vereins ausgeschlossen. Der Vorsitzende da man namentlich im Frühjahr bon den Fuhrherren erwarten Schachzug Die Wiederwahl der Kommission erfolgte möglichst unter Berüd- gab ferner bekannt, daß am Dienstag, 24. Januar, Abends 9 Uhr, es aber die Autscher für ihre Ehrenpflicht halten, die Stellen bei träger, Affordarbeiter, Lohnarbeiter und Rabitspanner. Guts& abgeordneter Wilhelm Liebknecht referiren wird. Andererseits mögen fichtigung aller Branchen. Vertreten in derselben sind die Butzer- eine öffentliche Versammlung stattfindet, in welcher Reichstagsden sog. Kleineren Fuhrherren, welche die Forderungen zuerst be- gab hierauf bekannt, daß alle Berichte über Vorkommnisse auf Bersammlung willigt haben, wieder zu besezen. Vor allem aber stärke man die Bauten, Unfälle u. f. w. an seine Person, Eisenbahnstr. 36b, einzu- Bereins, welch letzteres durch polizeiliche Fürsorge illusorisch folle gleichzeitig eine Demonstration ſein zur Organisation, als den Hort der ganzen Bewegung.( Lebhafter senden sind, die er alsdann der Kommission für Arbeiterschutz" Feier des Stiftungsfestes des sozialdemokratischen Arbeiter Beifall.) Bur einstimmigen Annahme gelangte schließlich nachstehende übermitteln werde. Nach Erledigung diverser Angelegenheiten wurde gemacht wurde. Zur Agitation für diese Versammlung soll ein Resolution: Die Versammlung der Droschkenkutscher beschließt: Da die die imposante Versammlung mit einem dreifachen Hoch auf die zweckentsprechendes Flugblatt in der Auflage von 5000 Gremplaren Ringfuhrherren die angedrohte Einstellung des Betriebes und Aussperrung moderne Arbeiterbewegung geschlossen. der Kutscher infolge der Zurückweisung durch die Agitationskommission nicht zur Ausführung brachten, haben alle streifenden bezw. bereits Der Zentralverband der Zimmerer hatte am 15. Januar ausgesperrten Stutscher, soweit sie nicht anderweitig beschäftigt sind, seine Generalversammlung anberaumt. Nach der Wahl eines überall da, wo die Forderungen bewilligt find, ihre Arbeit wieder Schriftführers, für welches Amt das Mitglied Tappert bestimmt aufzunehmen. Wo aber die geforderte Lohnerhöhung noch nicht be- wurde, verlas der Kassirer Rickert die Abrechnung. Diese ergab willigt ist, find die in den bisherigen Versammlungen gefaßten Be- in der Einnahme die Summe von 2499,23 M. und in der Ausgabe schlüsse aufrecht zu erhalten. Sollte in absehbarer Zeit seitens der den Betrag von 928,79 M. Der örtliche Fonds hatte eine Einnahme daselbst aufgenommen. Fuhrherren wieder eine Lohnherabseßung geplant werden, ist es von 4799,30 m. und eine Ausgabe von 3120,94 M. zu verzeichnen. Allgemeine Kranten und Sterbekaffe der Metallarbeiter Pflicht eines jeden Vertrauensmannes, der Agitationstommission fo- Mit einem Bestand vom 3. Quartal in Höhe von 3044,25 M. beläuft sich( G. 5. 29, Hamburg). Filiale Berlin 6. Sonnabend, 21. Januar, fort davon Mittheilung zu machen, damit von dieser die weiteren der gegenwärtige Bestand auf 4722,61 M. In der Ausgabe be- Abends 81/2 Uhr, bei Diefe, Ackerstr. 123: Mitgliederversammlung. Schritte veranlaßt werden können. In begeisterter Stimmung finden sich 1500 M., die dem Streitfonds des Hauptvorstandes überüber den errungenen Erfolg wurde die Versammlung mit einem wiesen wurden. träftigen Hoch geschlossen. ernennen. tönne. Die verbreitet werden. Dem weiteren Bericht ist zu entnehmen, daß die Vereins- Bibliothek 156 Bände enthält und aus derselben im verfloffenem Jahre 148 Bücher entlichen wurden. Janz und Schmidt wurden als Bibliothekare gewählt. Frauen und Mädchen, gegr. 1892. eden Freitag, Abends 7 Uhr, Berliner Kranken Unterstützungs- und Begräbniß- Verein für Bahlabend bei mehrwald, Alte Jakobstr. 54/55. Neue Mitglieder werden Briefkasten der Redaktion. Abonnementsquittung beizulegen. Fragen ohne solche werden nicht beant: Wir bitten, bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Zahv anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll und die letzte wortet und schriftliche Antwort wird nicht ertheilt. Freitags abends von 7 bis 8 1hr abgehalten. Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und F. Sh. Die Firma ist uns nicht bekannt. Kgl. A. W. Betriebs- Krankenkasse der Chokoladenfabrik von Hildes 2. E.( Arndt.) 1. Steht noch aus. 2. Ja. Sprechen Sie in der BuchS. S. Kunersdorf Regierungs- und Amtsgerichts- Bezirk Frankfurt a./D., brandt. Zur Arbeitslosen- Unterstützungsfrage übernahm Knüpfer das Die Vergolder hörten in ihrer Generalversammlung vom dem Schluß, daß man vom materiellen Standpunkt aus dieser Frage Referat. An der Hand einer ausführlichen Statistik kommt er zu 16. d. Mts. zunächst den Jahresbericht des Filialvorstandes. Aus noch nicht näher treten kann, im Prinzip sie jedoch im Auge bedemselben ist zu entnehmen, daß das verflossene Jahr ein sehr halten soll. Von den Anträgen zum Verbandstag erhielten folgende arbeitsreiches gewesen ist. Es haben stattgefunden: 1 General die allgemeine Zustimmung der Versammlung: Dem Verbandsbersammlung, 10 Mitgliederversammlungen, 3 Vertrauensmänner- statut sollen die berühmten§§ 152 und 153 der Reichs- Gewerbe Sigungen, 19 Vorstandssitzungen, darunter 3 fombinirte. Der Raffirer Ordnung nebst Kommentar beigefügt werden, und der§ 19 brachte hierauf die Abrechnung vom vierten Quartal zur Verlesung des Verbandsstatuts, entsprechend einer vom Vorstand ausgearbeiteten und wurde demselben Decharge ertheilt. In den Vorstand wurden Resolution, dahingehend umgeändert werden, daß das proportionale gewählt: Dehlert, erster, Hedmann, zweiter Vorsitzender; Wahlsystem mehr zur Geltung tommt, da die größeren Städte fizer; Langner, Nicolei und Steidel, Revisoren; ache wurden sube und knüpfer gewählt. Bekanntgegeben wird Str. Weststernberg. und Bög, Bibliothekare. In die Kommission wurden Späthe, noch, daß der Bezirk 12 eingerichtet worden ist, und der Unternehmer Hedmann und Langner delegirt. Beschlossen wurde, auf einen Bardow 60 Pfennige Stundenlohn zahlt. borhergegangenen Vortrag, am 19. Februar, Abends 5 Uhr, das Riesenfernrohr in Treptow zu besuchen. Ferner wurde auf das Stiftungsfest, das am 4. Februar im Grand Hotel Alexanderplas stattfindet, aufmerksam gemacht und um allseitigen Besuch desselben gebeten. Die Filiale zählt 560 Mitglieder. handlung vor. Arbeiter- Bildungs- Schule UnterAnnenstrasse 16, 1 Treppe. Lehrplan für das I. Quartal 1899. UnterBehandelter Lehrstoff Lehrer richtsAbend NationalOekonomie. Haushalt und Konsum; Lohneinkommen und Lohnbildung; SchriftZahlungswesen, Check- und Aus- steller gleichs- Verfahren; Produktions- Richard kosten im Grossbetrieb und ge-. Calwer werkschaftliche Aufgaben. Montag RedeReferate und Diskussion über Themata aus dem wirthschaftlichen, sozialen und gewerkschaftlichen Rechtsanwalt Dr. Roth. Donnerstag. Schriftsteller Uebung. Leben. rinnen der Kontobuch- Branche fand am Mittwoch Abend bei Eine Branchenversammlung der Arbeiter und ArbeiteBaster, Inselstraße statt. Sie war gut besucht. Zunächst hielt Reichstags- Abgeordneter Rosenow einen Vortrag über„ Arbeiter bewegung früher und jetzt". Der Redner schilderte die Entwickelung Zentralverband deutscher Maurer. In der General- des Handwerks aus der germanischen Bauernwirthschaft, die Erbersammlung der Filialen Berlin II und III, die am 15. Januar startung und Organisation desselben in den günften und das Auftagte, referirte Silberschmidt über die vom Zentralverband tommen der Lohnarbeiterschaft des Mittelalters, des Handwerks. geplante Beitragserhöhung. Redner gab die Gründe bekannt, die gesellen. In dem Maße, wie die Gefellenschaft aufhörte, Ueber richtsfach dem Vorstand des Verbandes bewogen haben, mit der Frage der gangsstadium zur Meisterschaft zu sein und dauernder Zustand des Beitragserhöhung an die Mitglieder heranzutreten. Von den Gesellen wurde, steigerten sich die Kämpfe der Handwerksgefellen Rednern, die in der Diskussion das Wort ergriffen, sprachen sich mit den Meistern, deren Schilderung einen großen Theil einige für, andere gegen die Beitragserhöhung aus. Ein von des Vortrages ausfüllte. Der Verfall des Handwerks 28. Schulz gestellter Antrag, wonach eine Erhöhung der brachte auch den Verfall der Gesellen- Organisationen. AlsBeiträge" als nothwendig anerkannt und dem Verbandstag dann schilderte der Vortragende die Lage, des modernen überlassen wird, in welcher Form dies zu geschehen habe, gelangte Lohnarbeiters, forderte zu energischer Agitation für die Organi gegen zwei Stimmen zur Annahme. Ein weiterer von Fritsch fationen auf und schloß unter dem lebhaften Beifall der Anwesenden. gestellter Antrag, betreffend die„ Regelung der Wahlabtheilungen für Hierauf gab der Vertrauensmann Lent seinen Bericht über das Sie Delegirtenwahlen zum Verbandstag" wurde einstimmig an- verflossene Geschäftsjahr, während welchem zwölf Delegirtenfigungen genommen. Die zu wählenden Delegirten wurden beauftragt, dafür ein- und elf Werkstatt Bersammlungen abgehalten worden sind. Aus zutreten, daß die Mitglieder verpflichtet werden sich der Beitragsleistung dem Rechenschaftsbericht war zu entnehmen, wie sehr die Zustände unterzuordnen, die an dem Orte üblich ist, wo sie event. in Arbeit stehen. in den in Frage kommenden Werkstätten noch der Verbesserung beDen Nabigpuzern( Filiale III) wurde auf einen dahingehenden An- dürfen. Da Lent eine Wiederwahl ablehnte, wurde Donat mit trag, eine spezielle Vertretung ihrer Branche auf dem Verbandstag dem Amte des Vertrauensmannes und Teichert mit der Stell- schichte. zugestanden und Niete mit 349 Stimmen für diese Gruppe ge- vertretung desselben betraut. Bu erwähnen ist noch die Bekanntgabe wählt. Als definitiv gewählt find ferner zu betrachten: 8öllner des Vorsitzenden Brückner, daß am 14. Februar in Keller's Festmit 212, anser mit 290, Schulz mit 273, Silber sälen, Koppenstraße, ein Projektionsvortrag stattfindet, zu welchem den 16. Januar; Rede- Uebung Donnerstag, den 19. Januar; Der Unterricht beginnt in National Oekonomie Montag, schmidt mit 322 und Fritsch mit 229 Stimmen. die Versammelten besonders eingeladen wurden. Geschichte Freitag, den 20. Januar. Jeder Kursus erstreckt Ein Wahlgang blieb unerledigt, da bon den in Frage stehenden sechs Kandidaten keiner die nothwendige Stimmenzahl auf tigte sich in ihrer legten Sigung mit der Aenderung des Kranten- diesen Abenden von 8-9 Uhr und in der Pause geöffnet. Die Versammlung der Möbelpolirer( Filiale Often) beschäf- pünktlich um 11 Uhr. Die reichhaltige Bibliothek ist an sich auf 10 Abende und beginnt pünktlich um 9 Uhr und endet fich vereinigte. Der vorgerückten Zeit wegen wurde die endgiltige zuschusses. Nach einer kurzen Einleitung des Vorsitzenden, in welcher Erledigung dieser Wahl bis zur nächsten Versammlung vertagt. Die berselbe auf die in dieser Sache gefaßten Beschlüsse anderer Filialen geld für jedes Fach beträgt pro Kursus 1 M. und ist spätestens Der Mitgliedsbeitrag beträgt pro Monat 25 Pf.; das UnterrichtsVersammlung beschloß alsdann, daß die zum Verbandstage ge= wählten Delegirten auch an der Konferenz der Provinz Branden hinwies, wurde nach langer Debatte der Antrag Weber angenommen, am zweiten Abend zu zahlen. burg", welche am 19. Februar stattfindet, theilnehmen. Nach Er- welcher einen Zuschuß von 4,50 Mt. pro Woche mit der üblichen geltlichen Besuch frei. lebigung einiger gewerkschaftlichen Angelegenheiten, erreichte die Verschiedenem ersucht Lederhause diejenigen, die in Folge ihrer arenzzeit und ohne Erhöhung der Beiträge fordert. Unter Versammlung mit der Aufforderung an die Anwesenden, sich an der Berufsthätigkeit an Hautausschlag leiden, sich bei H. Schulz. politischen Bewegung rege zu betheiligen, ihren Schluß. Memelerstr. 60a, zu melden. Die Kranken werden unentgeltlich seitens Der Fachverein der Holz- und Bretterträger nahm in des Herrn Dr. Blaschko untersucht. Man gedenkt auf diese Weise feiner Versammlung am 8. Januar den Bericht über die Abrechnung Material zu erlangen, das den Beweis führt, daß die Denaturirung entgegen. Danach betrugen die Einnahmen 134,55 M., die Aus- des Spiritus die Ursache der Krankheit ist. Der Vorsitzende ermahnt gaben 75,50 M. Mit dem alten Bestand ist ein Vermögen von hierauf die Kollegen, die Kontrollfarten schneller wie bisher abzu894,47 M. vorhanden. Dem Vorstand wurden 50 M. zur Unter- liefern und die am 30. Januar stattfindende Generalversammlung zu stügung Streifender überwiesen. befuchen. Am 4. März findet der Maskenball statt. GeGeschichte vom 16. Jahrhundert bis auf die Jetztzeit mit besonderer Berücksichtigung des geistigen Lebens. Versammlungen statt. Dr.Rudolf Freitag Steiner. Der erste Abend jedes Kurses steht jedermann zum unentAusserdem finden in kurzen Zwischenräumen SonntagsDie Aufnahme neuer Mitglieder und Schüler erfolgt am besten bei Beginn jedes Kursus im Schullokal Annenstrasse 16 und in nachstehenden Zahlstellen: Gottfr. Schulz, Admiralstr. 40a; Reul, Barnimstr. 42; Schiller, Rosenthalerstrasse 57; Gleinert, Müllerstr. 7 a. Alle Zuschriften sind an den Vorsitzenden Hermann Lammé, Tempelhof- Berlin, Berlinerstr. 36, Geldsendungen an den Kassirer H. Königs, Berlin S. 59, Dieffenbachstr. 30, zu senden. 4/2 Der Vorstand. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater.ating Freitag, 20. Januar. Opernhaus, Undine. Anfang 7 Uhr. Urania Taubenstrasse 48/49. Im Theater: Festsäle, Soeben beginnt neuer Volks- Theater M. Cohn's Beuthstr. 21. Jahrgang im Welt- Restaurant Dresdener: Straße 97. Folgende Sonntage find fret geworden und unter toulanten Bedingungen Dir.: A. Kolig. Art. Beiter: A. Runge zu Mastenbällen 2c. zu vergeben: 19. u. 26. Februar, 12. u. 19. März. Täglich: Große Gala Svezialitäten und Theater Vorstellung. Das Land der Fjorde. Neu! Schütenbrider. Neu! Im Hörsaal: Scheuspielhaus. Auf der Sonnen: Dr. Heilborn: Die Trachten offe mit Gesang von Fritz Waldau. feite. Anfang 712 Uhr. Neues kgl. Opern- Theater( roll). Madame Sans Gêne. Anfang 7% Uhr. Deutsches. Fuhrmann Henschel. Anfang 72 Uhr. der Naturvölker. Invalidenstr. 57/62: Tägl. Sternwarte. Musik von Thiele. Stille Liebe mit Hindernissen. Origin Boffe mit Gefang v. Mylius. Sensationell! Sensationell! Klown Bobby Leffhias Bollinger. Anfang Passage- Panoplieum. mit feinen wunderbar breſſ. Hunden. Passage- Panopticum. mit seinen wunderbar dreſſ. Hunden. 7 Uhr. Berliner. Familie Jensen. Anfang 71/2 hr. Residenz. Der Schlafwagen Rontrolleur. Vorher: Zum Einsiedler. Anfang 72 Uhr. Neues. Der Sohn der Frau. Anfang 72 Uhr. Metropol. Die feinen Michu's. Hierauf: Die Engelsjäger. Anfang 7% 11hr. Schiller. Die Leibrente. 8 Uhr. Weiten. 7 thr. Anfang Die Ahnfrau. Anfang Central. Die Puppe. Anf. 71/2 11hr. Luisen. Die bezähmte Widerspänstige. Anfang 8 Uhr Thalia. Mein Leopold. Anfang 72 Uhr. Belle Alliance. Ueber Land und Meer. Anfang 8 1hr. Oftend. Der Brandstifter. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Onkel Toms Hütte oder: Sklavenleben in Amerika. Anfang 8 1hr. Meganderplatz. Verbotene Liebe. Anfang 8 Uhr. Parodie. Genovefa, Pfalzgräfin am Rhein. Anfang 72 Uhr. Urania. Taubeustraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Täg lich geöffnet von 10 Uhr Bor: mittags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr:„ Die Urzeit des Menschen". Juvalidenstraße 57/62. Täglich Abends von 5-10 1hr: Stern warte, Operutelephon. Apollo. Spezialitäten Borstellung. Anfang 7 1hr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Pinfang 8 Uhr. 3 Teen Balajt. Spezialitäten Vorstellung. Passage Panoplifum. Speziali: 3 täten Borstellung. Im Kaisersaal nur noch wenige Tage: ** Adrienne Gaston. Im Völkersaal stündlich: 40 Krieger des Mahdi. Castan's Panopticum. Die SIOUXINDIANER sind da! Central Theater Direktion: José Ferenczy. Die Puppe( La Poupée) Operette in 3 Atten und einem Vorspiel von Ordonneau und Sturgeß. Musik von Ed. Audran. Die Pausen finden nach dem zweiten und dritten Bilde statt.isor Morgen und folgende Tage: Die Puppe( La Poupée). Sonntag Nachmittag 3 Uhr zu halben Preisen: Der Vogelhändler. Bon Karl Zeller. Schiller Theater Olympia- Theater ( Wallner- Theater). Freitag 8 Uhr: Die Leibrente. Sonnabend 8 Uhr: Die Leibrente. Sonntag Na ch m. 3 Uhr: Das vierte Gebot. Abends 8 Uhr: de Ehrliche Arbeit. Karlstr.( Circus Renz) Karlstr. Nur noch kurze Zeit. Abends 8 Uhr; Mene Tekel. Jeden Sonntag Nachm. 31%, Uhr: Dornröschen. Halbe Preise, 1 Kind frei. Sonnabend, den 28. Januar: II. Gr. Maskenball. Inisen- Theater Circus Renz- Riesen- Tunnel. 34. Reichenbergerstrasse 31. Abends 8 Uhr: Die bezähmte Widerspänstige. Suftspiel in 4 Aften von William Shakespeare. Mit Benutzung einiger Theile der Uebersetzung des Grafen Baudissin v. J.L. Deinhardstein. Sonnabend Nachm. 3 Uhr: Schüler: Vorstellung zu besonders ermäßigten Preisen: Wilhelm Tell. Abends 8 Uhr: Der Kaufmann von Venedig. Sonntag Nachm. 3 Uhr: Volks. Vorstellung zu kleinen Preisen: Die bezähmte Widerspänstige. Abends 8 11hr: Auf vielseitiges Verlangen: Um's liebe Geld. Metropol- Theater. Behrenstr. 55/57. Dir. Rich. Schultz. Heute Freitag: Zum 25. Male: Die kleinen Michn's. Operette in 3 Aften v. André Messager. Hierauf: Die Engelsjäger. Tanzpoëm in 14 Bildern von H. Negel und R. Bayer. Morgen Sonnabend: Zweiter grosser flodazd Metropol- Maskenball. ( Berliner Redoute). Sonntag und die folgenden Tage: Die kleinen Michu's und Die Engels: jäger. Direktion: J. M. Hütt. Täglich: Grosses Konzert Musikdirektors Herrn Otto Görner und der Hauskapelle unter Leitung des Grosse Spezialitäten- Vorstellung unter Regie des beliebten Humoristen Gustav Kluck. Das vollständig neue Januarprogramm. Auf. Wochent. 61/2 Uhr, Sonnt. 5 Uhr. Entree Wochent. 10 Pf., Sonnt. 30 Bf. Feen- PalastTheater Burgstr. 22. Burgstr. 22. Wiederauftreten der beliebten Soubrette Helene Voss. Neu! Der Heldenten. Schmidt. Um 8 Uhr: Gr. Lacherfolg: Rich. Winkler und Wilhelm Fröbel in der unverwüstlichen Posse Endlich zu Zweien. Koloffaler Beifallsjubel! Fred Dewey. Gebr. Kieselly. Gebr. Vero. Louise v. Dolffs. Alexandro Michaelainko, Muff. Gesang u. Tanz- Gesellschaft. Anfang 72, Sonntags 6 Uhr. Vorverkauf Vorm. v. 11-1 Uhr. Quarg's 6 Uhr. Anfang: Wochent. 8 Uhr. Ende 11 Uhr. Moabiter Gesellschaftshaus, Alt- Moabit 80-81. da Arbeiter- Bildungs- Schule. IN- FREIEN STUNDEN 4/7 Morgen Sonnabend, 21. d. M., Abends 8 Uhr, in den Gesammträumen des Böhmischen Brauhauses, Landsberger Allee 11-13 vald dunt 8. Stiftungsfest bestehend in Künstler- Konzert. Festrede: Wilhelm Liebknecht. Nach dem Konzert: Tanz. Billets à 50 Pf. incl. Programm und Liedertexten sind in der Schule, Annenstr. 16, sowie in den Zahlstellen der Schule und der Freien Volksbühne" zu haben.( Näheres siehe in No. 18 des, Vorwärts" vom Sonntag, Inseratentheil.) Jeden Sonntag u. Mittwoch: Die Produktiv- und Einkaufs- Genossenschaft für Radfahrer Ensemble- Szenen, Konzert und Spezialitäten Vorstellung. bas ganze Jahr giltig, vergeben. Passe- partouts werden jetzt, für Wochentags Uhr. Anfang: Sonntags 5 Uhr. Entree 30 Pf. C. Peters. Reichshallen. Stettiner Sänger ( Meyfel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Nöhl, Schneider und Schrader.) Heute Freitag: Neues Programm! Anfang 8 Uhr. Entree( Barquet durchweg) 50 Pf. Vorverkauf 40 Pf. Num. Balkon 75 Pf., Balkon- Logen 1 M., Orchesterlogen 1,50, Fremdenlogen 2 M. Tageskaffe von 11-1 Uhr. Morgen Sonnabend( nur noch furze Zeit): Pepita vor Gericht. Concerthaus Leipzigerstr. No. 48. Täglich: Hoffmann's Quartetta.Humoristen Zum Schluß: Das Versprechen hinterm Herd. Mähr's Theater Oranienstr. 24. Täglich Vorstellung. Täglich: Unser Helgoland." Auftreten sämmtlicher Spezialitäten. Otto Gregor a. G. Sonntags 6 Uhr. Bons haben Wochentags Giltigkeit. W. Noack's Theater Brunnenstr. 16. Heute, Freitag, den 20. Januar: Die Waise aus Loowood. Schauspiel in 2 Abtheilungen( 4 Aften) von Charl. Birch- feiffer. CIRCUS BUSCH Freitag, den 20. Januar 1899, Abends 72 Uhr: Gr. komische Vorstellung. PERSIEN. Besonders hervorzuheben: Ritt über die hundert Fuss hohe Burgmauer. Spezialitäten Theater. Außerdem: Amateur- KonturrenzThalia- Theater. Spezialitäten Theater, Dresdenerstr. 72/73. = Grand Hôtel Alexanderplatz. Täglich: Reiten. Wer dreimal stehend die Manège umreitet, erhält eine Prämie von 50 M. In der Tanzstunde. Gr. Quadrifle von 6 Damen u. 6 Herren. 100 Clowns, männliche und weibliche, der Gesellschaft. Auftreten des Gigerl Clowns Alfred Daniels als Bauberer, Direttor Busch mit seinen neuen Freiheitsdreffuren. umb Hans Bellini.- The Mikrograph etc. barunter die besten Parterrespringer Vorlekte Aufführung! Cona Pilotti's Hunde- u. Kaken: Gastspiel Emil Thomas Birtus.- Hedwig Günther. Amanda Mein Leopold. Bolfsstück mit Gesang in 6 Bildern von Adolph L'Arronge. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntag, den 22. Januar: Gastspiel Emil Thomas. Bim 1. Male: Schiddebold's Engel. Große Poffe in 4 Aften von W. Mannftädt. Anfang 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Avis! Die Feit und Konzertjäle des Grand Hôtel Alexanderplatz find unter tonlanten Bedingungen zu Versammlungen, Privatfestlichkeiten zu vermiethen. end- Garl Weiß- Theater. Apollo- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Bum 26. Male: Wirkliches Wasser! Novität! Der Brandstifter Sensationelles Ausstattungsstück mit Gesang in 5 Affen( 12 Bildern) bon G. Otontowsky. Musik von 2. Fall. Anfang 8 Uhr. Im Tuunel von 7 Uhr an FreiKonzert. Borzugsbillets haben Giltigkeit. Morgen und folgende Tage: Der Brandstifter. Sonntag Nachmittag: Lorbeerbaum und Bettelstab. Direktion E. Waldmann. Carola Débriège Alexia Anfang 72 Uhr. Sonnabend, den 4. Februar 1999: Yvette Guilbert. Billet- Vorverkauf ab Montag, den 23. Januar. Morgen 71/2 Uhr: Persien. Die Festsäle und der Garten werden vom 1. April 1899 wieder an Gewerkschaften, Gesang, Theater: und Vergnügungs Vereine unter toulanten Bedingungen zu Festlich teiten vergeben. Rechtzeitige Meldungen erwartet Julius Wernau, 6322 Gastwirth, Schwedterstr. 23/24. Achtung! [ 6179* Vereine. Die Sonntage ber WinterSaison find an Vereine zu ver geben. Fritz Nagel, Feldschlößchen", Müllerstr. 142. ermöglicht Jedermann, durch ihr Spar- und Theilzahlungs- System in den Befiz eines guten und billigen Fahrrades und aller Bedarfsartikel zu fommen, wenn man derselben als Mitglied beitritt. Geschäftsstelle: Sickingenstraße 7. 140b Charlottenburg! Grosses Lager![ 517L* Reparaturen gut und billig. Uhrmacher F. Kunstmann, Wallstrasse 1. Brauerei Oswald Berliner Brunnenstrasse 141-143. Hierdurch beehre ich mich ergebenst mitzutheilen, dass ich mit dem Ausstoss meines diesjährigen Bock- Bieres am Sonnabend, den 21. Januar d. J., beginne und werden gefl. Bestellungen auf Gebinde und Flaschen prompt ausgeführt. Telephon Amt III 681. 39 III 8867. Hochachtungsvoll Oswald Berliner. Deutsche Schuh- Fabrik vorm. G. Markus& Co., Ges. m. beschr. H. Erfurt- Ilversgehofen Renommirtes Fabrikat. MACHT S EINIGKEIT GESETZL DEUTSCHE STARK GESCH BAIK ERFURT SCHUHFA Wir empfehlen: Herren- Zugstiefel, gewaltt, Spezialität.. 99 99 99 99 Beste Zuthaten. Milien ILLUSTRIRTE ROMAN BIBLIOTHEK 3 JAHRG HEFT 10- PFENNIC DIE TOCHTER DESSUDENS Zu beziehen durch alle Colporteure und Spediteure. Masken- Garderobe. Größte Auswahl. Billigste Preise. Verein. Preisermäßigung. Fr. Panknin, Oranienstraße Nr. 178 II. Adalbertstraße 91, Ecke Oranienstraße. Deutscher Porter Dessert: n. Malzkraftbier 1. Nang. Brauerei Burghalter, gegr. 1736, 70/ 1* befond. für Blut arme, Brustkrante Bleichs., Wöchn., Refonv.ac. d. leicht bekömml., nahrh fräftigste Bier. Ist blutbild., desh. beff. Gesichtsf. u. Gewichtszunahm. überr. 14 Fl. brei, 50 gehn M. erft. In Geb.( 8 1/16) zum Selbstabz. wesentlich billiger. Allein. Versandtst. für Berlin u. Prob. Porterfellerei Ringler, Berlin, Brunnenstr. 152. Ferner gr. Lager bon echt en gl. Porter unb Pale- Aale Nicht Flaschenzahl, Qual. entscheidet! S ophastoffe auch Relfe in Nips, Damast, Crêpe, Phantasie, Gobelin und Plüsch spottbillig![ 6129* Proben franko! Läuferstoffe 7902. ohne Naht, Spiegel 8,50 M. in allen Qualitäten 31 Fabrifpreifen. Berlin S., Bejak u. Knopfverzierung 3,90, 450, Emil Lefèvre, Orauienftr. 5,50, 6,50, 7,50 bis 15 M. Agraffenstiefel, Befah, 6,50, 7,50, 8,50 bis 18 M. Schnür, Zug-, Haus-, Kellnerschuhe in den verschiedensten Dessins und Pretslagen. Arbeitsschuhe, recll, solid, kräftig, 4,50 bis 6,50 m. Schaftstiefel, Reitstiefel. 99 Damen- Zugstiefel 2,60, 3,50, 4,50, 5,50 bis 14 M. Knopf- u.Schnürstiefel, elegant, mit Besag ut. Kappe, von 5,50 M. an. bon 3,50 M. an. bon 3,00 M. an. 99 99 Schnürschuhe Hausschuhe . Knaben-, Mädchen- u. Kinder Stiefel u. Schuhe, To enter whmäußerst solid gearbeitet, zu anerkannt sehr billigen Preisen. Ballschuhe in den geschmackvollsten Mustern von 2,50 M. an. Größte Auswahl in Gummi-, Turn-, Reise- u. Filzschuhen, fowie Pantoffeln in allen Preislagen. Die Verkaufspreise werden von der Fabrik aus auf die Sohlen aufgestempelt, daher jede Uebervortheilung ausgeschlossen. Verkaufsstellen: Berlin SW, Belle Antancestraße 102. " W., Schillstraße 12. Stettin, Reiffchlägerstraße 14. Hannover, Klagesmarkt 7a. Hamburg, Steinstraße 16. Margarethenstr. 5. Bremen, Faulenstraße 75. Düffeldorf, Schadowstraße 57. Uhren! [ 640 Köln a. Nh., Eigelstein 66. Frankfurt a. M., Liebfrauen berg 26. Beil 67. München, Sendlingerstraße 10. Dachauerstraße 83. Landsbergerstraße 7. Humboldstr. 22. Amalienftr. 28, Emil Lefèvre, 198 Nr. 158. Arbeitsmarkt. Achtung! Holzarbeiter. Vei der Firma Carl Lutze ( Adlershof) haben sämmtliche Tischler wegen Differenzen die Arbeit eingestellt. 1436 Zuzug ist feruzuhalten. Die Ortsverwaltung. Achtung, Holzarbeiter! Bei der Firma Fork, Kretzschmar& Co. Barnimstr. 13, ( Magazin Janowis- Brücke), haben sämmtliche Tischler wegen Diffe renzen die Arbeit niedergelegt. Zuzug fernhalten! 108 Die Ortsverwaltung. Achtung! Lederarbeiter! In der Lederwaarenfabrik von Th. Marschall, Ritterstraße 92, haben sämmtliche Arbeiter wegen Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. Buzug fernhalten. 23/5 Die Vertrauensleute. Versilberer werden verlangt bei R. Biering, Koloniestr. 5. 1386 Goldwaaren! Mamsells auf gute verſchnürte und Elegante Neuheiten in jeder Preislage. Opt. Artikel, Brillen auch nach ärztl. Vorschrift. Eint. für 2 eigene Gefchäfte. Reparatur- Werkstatt im Hause. Uhrmacher. Konrad Friese. Juwelier. 1. Geſchäft: Müllerstr. 4. direkt am Weddingplak. 2. Geschäft: Wennstr. 61. Mein Lager in Musikwerken befindet sich Müllerstr. 4. Symphonion: Spielbosen von 7 M. an. Herophons werden billig verliehen.[ 6372* glatte Jadets verlangt Sass, Reinickendorferstr. 7a, Eingang Ravenéstraße, III. Tücht. Ballirer auf Goldleisten gef. Goldleistenfabrik, Biegnizerstr. 15. Komptoirist( Stenogr) fucht Stell Gefl. Offerten erb. Walther, Swinemünderſtr. 95. Schuhmacher 10 Bib. 20. Naunynstr. 17 Schnitzel& fb. 1 M., prima auf Reiſeſchuhe verlangt Rückenfett à Pfd. 1346* An der Stadtbahn 41. Stuckateurlehrling verlangt Sauder, Kastanien- Allee 31 im Keller. Offen v. 8 Uhr Morgens 60 Pf., Liesen à Pfd. 50 f.[ 1306* bis 2 Uhr, Sonnabend b. 9 Uhr Abends. C. Schubert, Prinzenstr. 25. 1336 Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von May Bading in Berlin.