Einzelpreis 70 Heffer. Redaktion und Verwaltung: Prag, II., Nelajanta 18. Telephone: Tages redattion: 26795, 31469. Nachtrebattion: 26797. Poftschedamt: 57544 Inferate werden laut Tarif billigst berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 10. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republit. Wirtschaftlicher Ministerrat. Noch teine Entscheidung. eine Sigung der Wirtschaftsminister statt. Beratungsgegenstand war der ganze Komplex von wirtschaftlichen und sozialpolitischen Fragen, Donnerstag, 20. Feber 1930. Beim Hakenkreuz gelandet. Prag, 19. Feber. Heute nachmittag fand Hauptarrangeure der tommunistischen Gewerkschaſstsorganisation in Reichenau bereits im Lager der Hakenkreuzler. Die neun fommunistischen Gemeindevertreter wollen ihre Mandate niederlegen! deren Lösung einerseits vom Landwirtschafts- wurde bereits mitgeteilt, daß Franz Reiche noch einer besonderen Sendung innerhalb dieser Faltenau, 19. Feber. Unseren Lesern ser Organisation geworden und harrt minister, andererseits vom Fürsorgeminifter als nauer als anerkannter hundertprozentiger Gewerkschaft. Dies nur eine feine Auslese. Es dringlich erklärt wird. Beschlüsse wurden Kommunist nunmehr zum Obmann der christ- find nicht die einzigen, die bisher den Mund nicht noch nicht gefaßt. Die Berhandlungen wer- lichsozialen Glasarbeitergewerkschaft von Unter- voll genug nehmen konnten, um auf die Fascisten Reichenau avanciert ist. Wenn auch nicht den- und Sozialfascisten zu schimpfen, um heute im den in den nächsten Tagen fortgesetzt. felben, so doch einen ähnlichen Weg sind nun Lager der Völkischen zu landen. Morgen findet eine Sigung des politischen Ministerrates statt. Bezugs- Bedingungen: Bel Zustellung ins Haus oder bel Bezug durch die Post: monatlich Ke 16.olerteljährlich... 48.halbjährig. 96.ganzjährig.... 192.Rüdftellung von Manutripten erfolgt nur bel Ein fendung der Retourmarten. Gricheint mit Ausnahme des Montag täglich( rüih. Nr. 44. Lächerlichkeit tötet. Seitdem die Christlichsozialen die Regierungsmehrheit verlassen mußten, hat sich die Milch ihrer frommen Denfungsart in gärend Drachengift verwandelt. Und sie glauben, weil sie sich an ihrer Politik den Magen verdorben stand, in den sie durch ihr eigenes Verschul haben, so müsse nun alle Welt mit ihrem Zuden geraten sind, Mitleid und keine andere Sorge als jene haben, ihnen bei der Betätigung ihrer Rachebedürfnisse beizustehen. Neben der Politik des verdorbenen Magens beffen Genossen gegangen. Soeben wird uns von Von weiterer Wichtigkeit für die Beurteilung haben sie sich ganz auch auf die Politit dort zuverlässig mitgeteilt, daß der über die der Ereignisse von Reichenau ist, daß die dort des Wählerfangs eingerichtet. Wenn Grenzen Reichenaus bekannte, seinerzeit ganz aus neun Bertretern bestehende tom- erst ihre schütterer gewordenen Wählerreihen Für die Novellierung des Gefeßes besonders tätige Spalter der freien Ge- munistische Frattion entfchloffen wieder aufgefüllt sind, wird sich ihre Partei, wertschaftsorganisation, Johann ist, ihre Mandate zurüdzulegen, da, so falkulieren sie, den Zutritt zur geliebten über die Altersunterſtüßung. Frant, Obmann der Salentreugler wo fein Heer ist, auch kein Generalstab zu sein Ministerbank wieder erzwingen. Sie brennen gewertschaft ist, der nicht minder befannte braucht. noch immer ungeschwächt darauf, in einem Ein Antrag unserer Senatoren. Kommunist Nitsche Schriftführer Die Arbeiter von Unter- Reichenau ersehen neuen Bürgerblock zur höheren Ehre des GotPrag, 19. Feber. Im Senat haben Dr. bei den Halenkreuzlern und der Dritte aus diesen Beispielen neuerlich, welchen Men- tes Mammon einen wichtigen Tragpfeiler zu Seller und Genossen einen Antrag betref im Bunde, der Kommunist Strateel, ist schen sie sich mit ihren Existenzen anvertraut bilden. Zu diesem Zwecke erinnern sie sich fend die Novellierung des Gesetzes über die ebenfalls strammes Mitglied bic- hatten. jetzt an vieles, dem sie fast vier Jahre hinStaatliche Altersunterstübungen eingebracht. durch ihre werte Aufmerksamkeit entzogen Darin heißt es, daß das Gesetz in keiner Weise Soweit unsere Meldung aus Faltenau, die lichsozialem Scheingewand verbergen, Gegner hatten. Sie erinnern sich sogar, daß sie in den Bedürfnissen der Bevölkerung entspricht aber wahrhaftig nicht nur für die Arbeiter von der Arbeiter, aber nicht Gegner die ihrem Firmenschild die Worte„ christlich" und zumal die Auslegungspragis durch bie Bürokratie den Rahmen noch enger Reichenau und Bleistadt, sondern für die ge- ser Sommunisten selbst. Immer deut sozial" tragen und was nur irgendwo in zieht, als dies an und für sich durch das Gefeß unterschied der Parteizugehörigkeit geradezu ein zwischen den Kapetschisten und den Hafenkreuz- und arbeiterfreundlichen Forderungen enthal samte Arbeiterschaft des Landes ohne licher werden die Spuren, die Verbindungslinien einem Parteiprogramm an volkstümlichen schon geschehen ist. Ueberalterte, Er werbsunfähige werden abgewiesen Menetekel iſt. Dieselben Wortführer, die die Ar- lern. In den Augen der Arbeiter, die sich von ten ist, das schleppen sie herbei. So engberweil sie, um nicht verhungern zu müssen, gele- beiter in Reichenau und Bleiſtadt mit elenden den Kommunisten noch nicht losgesagt haben, mag sig, antifozial und inhuman sie sich als Teilgentlich entlohnte Verrichtungen machen. Die revolutionären" Phrasen unter wüsteſten Be- und muß solches Renegatentum als abscheulicher sig, antisozial und inhuman sie sich als TeilAnwendung des Gesezes lähtie chimpfungen der Sozialfascisten" in eine aus- Sprung von einem ins andere Extrem erscheinen. haber an der Bürgerblockmehrheit erwiesen, ben sozialen Geist und jedes Wohlichtslose Streitbewegung hineinheßten, diese sel In Wirklichkeit aber, in der politischen Praris, so eifrig sind sie jetzt bereit, alles was gut und wollen vermissen. Auch wenn die Ren- ben Leute stehen ein paar Wochen später im ist es längst nur mehr ein leiner Schritt den Bliden wohlgefällig ist, auf ihrem GabenSatentreuzlager, also bei jenen wahren Fasci- geworden, denn von scheinlinks nach tisch zur gefälligen Auswahl aufzuhäufen. ten zuerkannt werden, ſind ſie ſo need to ſten, die sich den deutschen Arbeitern in der rechts ist's eben nur eine kleine Leider nur in papierenen Anträgen daß davon niemand leben kann. Oft werden da Tschechoslowakei bieten! Es ist immer dasselbe Spanne. kann. Oft da und ebenso papierenen Resolutionen, von noch Abzüge gemacht. Alles das läßt es als Lieb, dieselbe Erscheinung: anzünden und dann dringend notwendig erscheinen, das Gesetz einer davonlaufen; erst die radikalen Maulaufreißer ihrem die bisherige Nun also ist die Lehre über Reichenau und denen erst dann einiger Wert zufäme, wenn Novellierung zu unterziehen. Es wird daher be- spielen und dann, wenn's schief gegangen ist, sich hätte. brücken, die Opfer ihrem Schicksal überlassen! nicht mehr oft ereignen wird. Aber nicht genug damit: wenn die irregeführten Arbeiter durch Not und Opfer zur Erkenntnis kommen, dann verkriechen sich diese Kommunisten" nicht nur zuerst ins leyte Wintert, sondern die ragendsten Helden unter ihnen bringen sogar die Stirn auf, zum Gegner überzulaufen und so die preisgegebene Arbeiterschaft noch blutig zu antragt: Die Regierung wird aufgefordert, in türsester Zeit die Novelle zum Gesetze Nr. 43/1929 zu unterbreiten, wobei folgende Gesichtspunkte zu beachten sind: 1. Anerkennung des Anspruches auf Rente für alle mittellofen und erwerbsunfähigen Personen, die von einer Zwangsversicherung ausgeschlossen sind, 2. Erhöhung und ungekürzte Auszahlung ber Renten, berhöhnen! Zum Gegner! Prüfen wir das Wort! Jawohl, zu den reaktionärsten Gegnern der Ar 3. bei Ehepaaren gleich hohe Rentenbezüge bei- beiterschaft, die sich unter national- oder christ der Teile, 4. Erledigung jedes Ansuchens um eine Rente innerhalb 14 Tagen vom Ueberreichstage, 5. bei Zuerkennung einer Rente fofortige An. weisung des Betrages. In formaler Beziehung wird die Zuwei jung des Antrages an den Budget- und sozialpolitischen Ausschuß beantragt. Die 20 Millionen- Zuwendung zu Majarhis Geburtstag. jet hat nur zwei Paragraphe und lautet:§1.1 2. G. Majaryf hat sich um den Staat verdient gemacht. Dieser Ausspruch wird zum ewigen Gedächt nis in beiden Säusern der Nationalversammlung in Stein gehauen. § 2. Dieses Gesetz führt die Regierung durch. Bleistadt gänzlich abgeschlossen. Sie ist so ein- ciento freilich ist nur Zur organisatorischen, politi schen, ideologischen und finan ziellen Abwirschaftung der Kommunisten tritt nun immer deutlicher die entscheidende, die moralische Abwirtschaftung in den Augen der Arbeiter. schade um das Papier, auf dem sie stehen. Und hier ist die Tür, durch die der Weg ins Regierungszeit ihr an Freie für das Proletariat führt! Aus diesem stürmischen Reflamebedürfnis heraus hat die christlichsoziale Partei auch bei der im Zuge befindlichen Verhandlung des Staatsvoranschlages Anträge und Resolutionen sonder Zahl produziert. Gleich dutzend und schocweise. Damit will sie beweisen, wie ungerecht alles war, was während ihrer Ueblem nachgesagt wurde. Würden Werturteile weniger nach Taten als nach Worten und schönen Gesten gefällt, müßte man den Christlichsozialen „ Primaner"!- ,, Büberei"! nach ihrer fabriksmäßigen Erzeugung von Berlin, 19. Feber.( Eigenbericht.) Heute Anträgen wirklich bestätigen, daß ihnen ein kam es im Hauptausschuß des Reichstages Unrecht geschah, als ihnen ein Teil ihrer zu einem scharfen Zusammenstoß zwischen dem Wähler enttäuscht und verbittert davonlief. Minister für die besetzten Gebiete, Wirth, und Was wollen sie mit ihren haufenweisen Andem deutschnational- völlischen Abgeordneten von trägen, deren Inhalt sie nie in ihrem sündFreytag- Lorringhoven. Dieser hatte haften Leben, auch jetzt nicht, ernst genommen in der nationalistischen Deutschen Zeitung" haben? Sie werden von der RegierungsmehrAls Demonstration gegen die Präsidenten- einen Bericht über die vertraulichen Verhandgefotze haben die Slowatischtleritalen und die lungen im Ausschuß veröffentlicht, die eine heit abgelehnt werden aber gerade darum Biga einen weiteren Antrag eingebracht, auch grobe Entstellung der Tatsachen enthielt. und nicht um ihre Annahme ist es ihnen zu die Verdienste des Generals Stefanit und Als nun Wirth sagte, durch diesen Bericht seien tun, oder wie dies Herr Dr. Mayr- Sarting Prag, 19. Jeber. Im Senat, der heute des ersten Finanzministers Rasin in glei die Interessen des Deutschen Reiches geschädigt ausdrückte: sie sollen der Oeffentlichkeit zeinachmittags einige unbedeutende internationale Berträge in furzer Sigung erledigte, tündige formell vom Initiativausschuß den zuständigen ſter benehme ich wie ein Brimaner. gierung gezwungen find, Waſſer in ihren Verträge in furzer Sigung erledigte, und ebenso cher Weise zu verewigen. Dieser Antrag wird worden, meinte Freiherr Freytag, der Mini- gen, daß auch Oppositionsparteien in der Reim Abgeordnetenhaus Ausschüssen zugewiesen werden. Darauf bezeichnete Wirth das Verhalten Wein zu tun". Nicht also weil sie es mit dem Regierungsantrag auf Aufwendung von des deutschnationalen Abgeordne Inhalte der Anträge ernst meinen, haben 20 willionen zur Feier des 80. Geburtstages des ten als eine Büberei. Es ist wahr sie diese eingebracht, es geht ihnen nach KomPräsidenten aufgelegt. Der§ 1 des Antrags jetzt scheinlich, daß die Deutschnationalen diefen Rivi- munistenart nur um ein Entlarvungsmanöfest, daß zur Feier des aajtzigsten Geburtstages Wajaryes aus staatlichen weittein ein Betrag von Berlin, 19. Feber.( Eigenbericht.) Seit einischenfall dazu benüßen werden, um ein parla20 Willionen gewidmet wird, den der Präji- gen Tagen werden Mitteilungen veröffentlicht, mentarisches Nachspiel zu inszenieren.( ver", natürlich gegen die deutschen Sozialdemofraten! Diese werden durch diesen Taschendent nach seinem freien Ermessen Sie auf sehr eigentümliche Verhältnisse im Hause spielertrid gar nicht erschüttert sein, um so verwenden tann; sowohl diese Zuwen- Ullstein, dem größten deutschen Zei Bertagung der Flottenkonferenz. mehr dagegen werden die Wähler den frivo bung als auch ihre Verwendung durch den Prä- tungstonzern, schließen lassen. Darnach London, 19. Feber.( Eigenbericht.). Heute len Betrug erfennen, der mit ihnen von den sidenten wird auf seiten des Empfängers von soll der Generaldirektor Franz ullallen Steuern, Stempeln und Gebühren befreit; ite in deshalb zum Ausscheiden aus der nachmittags wurde bekanntgegeben, daß nach Christlichsozialen getrieben wird. Diese er§2 jetzt fest, daß Beträge zur Bermehrung dieser irma genötigt worden sein, weil er eine Da- einer Besprechung der Delegationsführer im Sin hoffen und wünschen nach eigenem Geständnis ſtaatlichen Widmung ebenso von allen Gebühre.te geheiratet habe, die früher als blick auf die französische Kabinettskrise die Lon- nicht die Zustimmung der Mehrheit zu ihren befreit sind, wobei analog die Bestimmungen deranzösische Spion in tätig gewesen sei. Doner Stonferenz bis zum 23. Feber vertagt Anträgen, sie wollen nur die Dummen damit §3 des Gesetzes vom 12. Juni 1928 über die es wird nun behauptet, daß hinter dieser Sache worden ist." Gebühren befreiung von Scheniungen anläßlich der Chefredakteur der„ Voffischen Zeitung" und der Feier des zehnjährigen Bestandes der Repu- demokratische Reichstagsabgeordnete Georg Die bulgarischen Gemeindewahlen. Nicht nur mit fünstlichen und bunt herblit anzuwenden sind; nach§ 3 genießen sonstige Bernhard stehe, der Gelegenheit suche, um Sofia, 19. Feber.( Bulag.) Die definitive ausstaffierten Attrappen, auch mit dem Rüstunentgeltliche Widmungen zwischen Lebenden, die fich zum Alleinherrscher im Ullsteinim Jahre 1930 zur Feier des Geburtstages Konzern aufzuwerfen. Die Ullstein- Zählung der bei den Gemeindewahlen in Bulzeug des Wortes rücken die deutschen ChristMasaryts getätigt werden, analog Gebühren- presse, die bisher zu dieser Mitteilung geschwie- garien abgegebenen Stimmen ergibt, daß die lichsozialen in einen neuen Kreuzzug und niebefreiungen, wie sie in den§§ 1 und 2 des oben gen hat, veröffentlicht jetzt eine Erklärung, in Kandidatenliſten der Regierungspartei mand anderer als der reisige Mayr- Harzitierten Gesetzes vorgesehen sind. Ser die auf Franz Ullstein zurückgehenden Mit- 565.000 timmen und jene der Opposi teilungen als falsch oder entstellt bezeichnet tion 370.000 Stimmen erhalten haben. Dieting reitet an der Spitze des schwarzen Bu gleicher Zeit wurde in beiden Häusern werden. Die Erklärung geb: allerdings auf Ein- Regierungspartei hat ihre Position be- Fähnleins daher. Er hat es nicht erwarten ein Initiativantrag der Koalitionsparteien einzelheiten nicht ein: man folle die slärung bauptet, indem sie insgesamt etwa 62 Profönnen und ist gleich als erster in der Debatte gebracht, der em Gesey über die Ver- vor Gericht abwarten, an das Franz Ullzent aller Gemeindemandate er über den Staatsvoranschlag angetreten. Mächlangte. tig schlug der Held um sich, aber er säbelte Dienste T. G. Masaryts enthält. Das Ge- stein sich gewendet hat. Standal im Hause Ulstein. födern und bedenken nicht, daß sie sich nur selber dabei lächerlich machen. Seite 2 Donnerstag, 20. Feber 1980. Rr. 44. Rann man das als„ nationale" Bolttik de zeichnen, in derselben Zeit für den Abbau des Mieterschußes einzutreten, we hunderttausende Arbeiter unter eine gewaltigen Lohnbrud Steben? nicht die Köpfe der Regierung, wie er es Ueber dieses Thema wird man sich mit ihm| Voranschlag des Bürgerblods ist, irgendwie was man unter dem Begriff beimat" aufammen. gerne möchte, es geschah nur, daß sich sein und seiner Partei schon noch zu rechter Zeit begründen müssen. Aber daß diese Begrün- faffen tann, mur um einer Minderheit leichte BerBisier im Eifer verschob und darunter das unterhalten, aber schon heute, nach acht Wo- dung gerade durch Mayr- Harting erfolgen dienstmöglichkeit zu schaffen. Wan spekuliert auf Gesicht unseres lieben Herrn Mayr- Harting chen, halten die Leistungen dieser Regierung muß, dessen Namen allein schon wie bas eine volle Balorisierung des Mietzinses und verfichtbar wurde. Schwertstreiche tönnen tötlich mit dem„ Positiven" was die Bürgerblod Symbol eines von Deutschen geftützten Sy- tröftet die Mieter damit, daß sie sich durch entprechende Bohnforderungen und Sohnfämpfe treffen, aber sie dürfen nicht in die Luft und regierung auf ihr Gewissen geladen hat, ge- stems der nationalen Unterdrückung der natio wieber schablos halten können. Dies zu einer Zeit, zu spät geführt werden. In der bloßen Luft trost jeden Vergleich aus. nalen Minderheiten und als das Symbol für wo die Industrie überall die Industriekrise dazn ans. richten sie keinerlei Schaden an. Schaden Im allgemeinen sei zu des christlichsozia- ein antisoziales Regierungssystem erscheint, zunüßen versucht, um die Söhne herunternimmt dann höchstens der Schwertschwinger, len Führers Speech gesagt: wer andere er kommt uns doch als ein zu großes Std von zubrüden. denn ihn ereilt, was einen Helden am schwer- ziehen will, muß beweisen können, daß er Selbstentäußerung der Christlichsozialen vor. sten treffen kann, er wirkt komisch. Der selber erzogen ist. Wer kritisiert, muß in der Für uns, denen die großkalibrigsten schoffe verhinderte Herr Minister ließ an der Regie Zeit, da ihm Gelegenheit dazu geboten war, Mayr- Hartings in der Wirkung nur Knallrung fein gutes Haar wie sollte er auch bewiesen haben ,. daß er es selber so trifft, wie erbsen gleichkommen, besteht kein Anleh, den in seinem Schmerze Schonung üben! Dennoch er es von den anderen haben möchte. Man Christlichsozialen Ratschläge zu geben, aber fann man es nur mit stiller Heiterfeit quit begreift, daß die Christlichsozialen in der von ihre Freunde sollten der christlichsozialen Bartieren, wenn er erklärt, daß er gegen die heu- ihnen nicht gerne und nicht freiwillig bezo- lamentsfraktion raten, an der Wand ihres tige Regierung und Mehrheit politische genen Oppositionsstellung die Ablehnung des Klubzimmers mit Riefenlettern die Warnung Bedenken hege". Selbstverständlich! Er Staatsvoranschlags, obwohl dieser noch der anzubringen: Lächerlichkeit tötet! wird gegen je de Regierung, hegen", in der er nicht fitt. Sonst ist er im Hegen von Be denken nicht so eilfertig und sißt er mal erst auf dem Ministerstuhl, dann fennt er überhaupt keine Bedenken mehr und er hegt" nur das eine, sich möglichst lange gegen Gegen Wirtschaftsnot.- Für nationalen Frieden! Was nottat auf diesem Gebiete, ist vielmehr eine entsprechende Banförderung. Wir wiffen, daß wir in diesem Staate nicht die Beistungen der Gemeinde Wien werben erreichen tönnen, aber wir versprechen, alles daranzusehen, um den Menschen ihr Obbach zu erhalten und jenen, die heute ein solches entbehren, es schaffen au helfen! Das vorliegenbe Budget ist noch ein Wert Rede des Genoffen de Witte in der Budgetdebatte des Abgeordnetenhauses.es Bürgerblods, ist bestimmt durch die wir lönnen feinen Schritt tun, der einseitige Hilfsmaßnahmen für den Augenblid, zugleich aber eine schwere Schädigung anderer großer Bollomaffen zur Folge hätte. Aber was ist das alles, was die Landwirte erleiben, dem gegenüber, was die Industrie arbeiterschaft betroffen hat! Gs verlohnt fich, wenigstens mit einigen Worten auf die Budgetkritik des Herrn Kollegen Marrs Sarting einzugehen und aufzuzeigen, wie fich barin feine auffallende Vergeßlichkeit in bezug auf die Rolle widerspiegelt, die er selbst und feine Partei bei der Herstellung diefes Budgets gespielt hat. alle Bedenken sein Blazerl zu erhalten. Prag, 19. Feber. In der gestrigen Situng des ten einen großen Nugen für unsere Bandwirtschaft Gesetze, die der Bürgerblod geschaffen hat. Es Ob man das politische Bedenken nennen Abgeordnetenhauses nahm, wie wir bereits turz bringen könnte. Wir sind auch gerne bereit, burch atmet in bezug auf die Berteilung der Lasten den fann, ist fraglich. Er sagte auch, die heutige meldeten, Genosse de Witte in fast einstündiger entsprechende Versorgung mit Futtermit. Geift oder beffer den Unge ist dieses Bürgerblods. Regierung sei nichts anderes, als eine allna Rede die Gelegenheit wahr, um nach einer Ab- tein den Viehzüchtern und den fleineren Land. Dies muß fonstatiert werden, um die außerordenttionale Regierung, in der sich auch zwei fuhr des Herrn Mayr- Harting ernst und flar wirten zu helfen und in bezug auf die Steuer- lich fomische Situation zu beleuchten, in die sich deutsche Vertreter befinden, deren Einfluß aufzuzeigen, aus welchen bestimmten Gründen gefeggebung helfend einzugreifen. Aber getpiffe Parteien begeben, die dem Bürgerblock che aber verschwindend flein sei". wir uns zum Regierungseintritt entschlossen bem angehörten und deshalb für dieses Budget no ch Hier hört die politische Auseinanderset- haben und was die deutsche Sozialdemokratie berantwortlich sind, sich aber trotzdem nicht zung auf und das Kabarett beginnt. Man innerhalb der Koalition in der nächsten Zeit penieren, hier gegen diefes Budget zu sprechen, merkt die Absicht: Mayr- Sarting will nur zum Besten der notleidenden Arbeiterklaffe Abänderungsanträge zu stellen oder gar entrüstet. zu sein, daß es so und nicht anders aussieht. auf die Lachmuskeln wirken, denn er ist sich durchführen will. Ungeheuer groß sind die neuen Aufgaben, die der Partei harren, ebenso groß doch bewußt, daß sogar das einfältigste Rer- jedoch die Entschlossenheit, alle Sträfte zu ihrer zelweib im Staate so viel an Erinnerungsver- befriedigenden Lösung einzusetzen. Keineswegs mögen besißt, um zu wissen, daß die nationale untergeordnet ist dabei der Kampf um den naZusammensetzung der früheren Regierung im tionalen Frieden und um eine gerechte Lösung Grunde genommen eine für die Herbeifüh- der kulturellen Forderung der deutschen Bevöl rung gerechterer nationaler Verhältnisse weit ferung, die in dem Verlangen nach der natioschlechtere war, als die der gegenwärtigen Re- nalen Schulautonomie gipfeln. gierung. Trotzdem fanden Mayr- Harting und sein schwarzer Troß alles in bester Ordnung und sie betätigten sich sogar als Reflametrompeter dieser Koalition, von der, unter Mitwirkung der bürgerlichen Regierungsdeut- die schon heute in ihrem Anfang furchtbare schen, dreieinhalb Jahre lang in nationaler or men angenommen hat und von der wir be fürchten müssen, daß sie von langer Dauer sein und Beziehung nur Böses ausging. Der christlich weite Bevölkerungsfreise in der schwersten Weife soziale Strititer ist unzufrieden, weil die zwei bebrüden wird. Borerst war allerdings mur von deutschen Minister in der Regierung nur einer Sandwirtschaftsfrise die Rebe; bie geringen" Einfluß haben. Er ist eben Beitungen waren davon voll und es ist nach und nur mit einem Zustand zufrieden, bei dem die nach in das Denken eingebämmert worden, Deutschen überhaupt teinen Ein- baß eine entschliche Not die Landwirtschaft bedrücke. fluß besitzen, wie er während seiner Mini- Als es so weil war, fam sterherrlichkeit genugsam bewiesen hat. Wären ats De Witte führte in seiner oft von Zuſtimmung begleiteten Rebe unter anderem aus: Unsere größte Sorge jedoch ift die Tatsache ber Wirtschaftskrise, der bekannte agrarische Zollantrag, Teucres Brot und Arbeitslosigkeit, neues Sinken der Kaufkraft der Bevölkerung, weitere Zer ftörung des inneren Marltes, Erhöhung der Not des Volkes ohne bleibenden Gewinn für die gesamte Landwirtschaft wären die Folgen geoefen. Im Budgetausschuß hat der Fürsorgeminifter auf gezeigt, daß die Zahl der Arbeitslosen bereits in die underttausende geht und daß weitere große Gruppen von Arbeitern nurmehr Kurzarbeit leisten fönnen und infolgedessen bittere Rot leiden müssen. Wie diese Menschen leben, davon Seine Kritik an der Höhe der Militärausgaben wird allerdings in den Zeitungen, bie so viel über mutet humoristisch an, wenn man sich erinnert, daß die Krife der Landwirtschaft zu berichten wußten, feine Partet dem Rüftungsfonds und der Verlänge. wenig ober nichts geschrieben. Wenn wir rung ber militärischen Dienstzeit zugeheute sehen, wie diese Leute heute auf das Niveau uns vergegentvärtigen, welch entfchliches Beid den von Bettlern herabgebrüdt werden, wenn wir Frauen und Kindern dieser Menschen beschieden ist, bann miffen wir aus vollem Bergen bie Maßnahmen begrüßen, die der Fürsorgeminister als erste Bilfeleistung in Aussicht genommen hat, und es sehr bedauern, daß früher in der Zeit ber guten Ronjunktur die verantwortlichen Stellen es nicht verstanden haben, entsprechende Borfeh rungen für Strifenzeiten zu treffen. Wir wiffen, daß diese vorläufigen Hilfsmaßnahmen nur einen leinen Bruteil von dem ausmachen, was notwendig wäre, und daß man später au burch greifenderen Maßnahmen wird tommen müssen. Wir begrüßen die Erklärung des Ministers, daß man heute auch nicht daran benten lann, etwa den Mieterschuh abzubauen. Ich verstehe in diefer Frage das Verhalten der Nationalpartei nicht, nicht die Ministertitel gewesen, mit denen die der, wenn er tatsächlich voll honoriert worden wäre, Versammlungen der deutschen Regierungs- von wirklich schweren Folgen für die ganze Bevölparteien aufgeputzt wurden, so hätte man ferung begleitet gewesen wäre. überhaupt nicht gewußt, daß Deutsche mitregieren, denn schlimmer hätte es auch ohne diese nicht kommen können. Zwei Monate ist die neue Regierung, die natürlich auch von uns weniger als ein Jdeal denn als Notbehelf angesehen wird, am Ruder, den größten wir übersehen die Landwirtschaftskrise durchaus deren Wohmungsreferent für den nächsten Sonntag Teil dieser kurzen Zeit nahmen die Vorberei- nicht und find nicht agrarfeindlich, aber wir sehen eine Konferenz nach Reichenberg einberuft, ble Vorberei- Wir tungen für die neue Legislaturperiode und die in den Zöllen lein Allheilmittel für die Landwirt- eine Protestfundgebung gegen die Verlängerung tungen für die neue Legislaturperiode und die Ausschußverhandlungen über den Staatsvor- schaft. Wir können uns aber vorstellen, daß unsere der gebundenen Wohnungswirtschaft sein soll. Ben anschlag in Anspruch, aber ausgerechnet Bandwirte durch eine Planwirtschaft, durch eine nügt denn die Aufhebung des Mieterschutes? Doch Mayr- Harting glaubt berechtigt zu fein, hägetviffe Produktionsumstellung ihre Rentabilität nur einer geringen Minderheit des Bolles! Man misch darauf hinweisen zu können, die Regie: steigern tönnten und daß auch eine Erleichterung predigt da Seimatliebe, zerstört aber einem rung habe ,, noch nichts Positives" geleistet. des Verkehrs zwischen Produzenten and Ronsumen- großen Teil der Bolksgenossen bedenkenlos all das, 34) Ich oder Ich? Roman von Herman Hilgendorff. Copyright by Greiner& Co.. Berlin NW 6. ( Rachorud verboten.) Bürschchen, dich sollte man sich ein wenig näher anschauen. Irgend etwas ist da nicht ganz sauber. Rolainschieber?" murmelte Staffla und beschleunigte seine Schritte. ,, Teufel, du sollst mir nicht entkommen!" Der andere griff in die Tasche. Such: e er nach einer Waffe? He, Sie da!", rief Raffta. Eine Taschenlampe leuchtete dem jungen Mann ins Gesicht. Wie von einem Schlag getroffen fuhr Kaffla zurüd. Das hatte er nicht erwartet. Unwillfürlich fuhr er grüßend an den Hut. Arams Braut, Inge von Grabow!... Jm Smoking... Ich glaube, ich werde verrüd.", flüsterte Raffta beijer... Der junge Mann im Smoting war in der Bar verschwunden. 22. Kapitel. Bei ,, Madame Angele". In der Bar der„ Madume Angele" war Hochbetrieb. Eine Stapelle, bestehend aus drei Mann, spielte die neuesten Schlager. Der Neger am Schlagzeug sang die Refrains: Juhuhu my dear, Juhuhuhu And always Juhuhuhu with you!" Er heulte dies Juhu in einen Trichter. Menschen saßen in fleinen Gruppen an Tischen zufammen, weiße Hemdbrüste leuchteten, nadte Frauenschultern lodten. Irgendwo aus einer der verhangenen Ni shen tlangen flüsternde, kosende Worte und plöhlich freischte eine Frau hell auf. Settpfropfen knallten, Eis flirrte in dens Rübeln. He, einen Ohio!" Blad and withe!" Katja schüttelte den Mixbecher, daß ihre Loden flogen. Sie trug ein tief ausgeschnittenes Seidenkleid mit blißendem Straß besest. Ihr hand tätschelte einem diden älteren Herrn, der schon reichlich dem Alkohol zugesprochen hatte, zärtlich die Glaze. Schymedt's Diderchen?" Der Dide nidte félig, goß ein Glas voll Sekt ein und schob es Katja hin. Diese blickte achtlos über das Glas hinweg. ,, Gud mal, Mia, ein Neuling!" " Scheint gerade aus der Schule entpounzu sein." gen " " Aber' nen pidfeinen Smoking!" Sunststüd bei der Figur." Inge hatte unterdeffen einen Barschemel erklettert und sah sich etwas unsicher um. gewesen. Sie war noch nie in einer richtigen Bar ,, Halleluja Halleluja!" gröhlte der Neger und schlug flatschend auf die Metallbeden. Sa Kleiner, dich ham'se wohl heut zum ersten Male losgelassen? Was willst du denn trinken?" mußte fich erst sammeln. Inge blidte trampshaft geradeaus. Sie Katja ichob ihren Arm näher und wollte Inge über die Wange streicheln. Erschrocken wich Inge zurüd. ,, Na, na Kleiner. nicht so schüchtern!" Die schwarze Mia schob einen herüber. Proft. Kleiner!" Kognat Inge tippte den Rognat auf einen Schlud herunter Dann sagte fie fest. gleichsam, als ob sie sich selber Mut machen wollte: stimmt hat. Er hat hier Klage geführt über Abwenigen Tagen erft der Minister für soziale Für triche am Sozialbudget, trobem vor forge ausbrüdlich an der Sand von Ziffern nach gewiesen hat, daß von solchen Streichungen keine Rebe fein fann. Er hat über die Söhe der 3uder. fteuer geflagt, tropbem feine Partet seinerzeit der Erhöhung der Steuer zugestimmt hat. er hat Rlage geführt über die Steuernachlässe, die zahlungsfähigen Steuerschuldnern gemacht wer ben, und hat dabei übersehen, daß seine Partei mit bas Steuergefes des Bürgerblods gemacht hat auf Grund beffen diese Abstriche erst möglich waren. Auf jeden Fall möchte ich hier feinen wohlgemeinen Rat mit Dankbarkeit ablehnen, daß wir uns im Interesse des Deutschtums weniger um die bürgerlichen Parteien, sondern etwas mehr um die Kommunisten befümmern sollten. Die fommunistische Partei schaufelt sich durch ihre Methoden schon selbst ihr Grab; gerade im Zeitalter des Bürger. blods ist aber von Regierungswegen alles Ertent liche unternommen worden, um diese Partei zu galvanisieren und ihr zu helfen. Der 27. Oktober des Borjahres hat das System des Bürgerblocks erledigt, nachdem es schon ein Jahr früher einen schweren Schlag erlitten hatte. Unser Eintritt in die Regierungsmehrheit war vor allem durch die Erkenntnis der Notwendig feit bebingt, daß wir eine ganze Reihe von " Nun trinfen wir alle zusammen eine auch ein Henker mit einer hanffeidenen SchlinPulle Champus!" ge? Für ihn... Aram? Aram stürzte svei, Ui ja", quitschte Statja, der geht aber drei Gläser Whisky wie Wasser herunter. ' ran an' Sped! Haste denn auch genügend Uff", die Welt fah wieder anders aus. Pinke- Pinte?" Da waren taufend Wege, um dem Fluch seines Schicksals zu entrinnen! Gleich würde Lestmann fommen. Auch ein Salunke, aber trobem Er würde Guld bringen, und dann würde e Aram, fliehen. Sie machte eine auffordernde Bewegung des Geldzählens. Inge griff nachläffig in die Sosentasche. um einen Geldschein herauszuziehen. Dabei Streiften ihre Finger das fühle Metall des Revolvers. Und plöglich war sie wieder gang falt unb nüchtern. Der Haß frak in ihr wie ein fchive lendes Feuer. Doch Vorsicht, mit einer Unbor fichtigkeit konnte sie sich alles verderben. Syfte matisch vorgehen, war die asuptsache! Ein blauer Geldschein flatterte auf den Tisch. Trinkt, Kinder, wir wollen rasend vergnügt sein!" Katja stieß Mia heimlich an: -OMO Irgendwo ein neues Leben beginnen Brasilien Australien... Costa Rica Melbourne... Irgendwo, wo das rollende Gold Macht und Herrschaft war... Dort leben mit einer schönen, heißblütgien Frau! Kennst du das Meine Haus am Michiganfee? fang der Neger füß und lodenb... Aram trant und trant... Toller treiste fein Blast... Du, den Kleinen nehmen wir hoch! Scheint Schöne Frauen waren hier in der Bar. ein reiches Bürschchen zu sein und' ne tesse Frauen mit fäuflichen Herzen, aber bankbar unb Nummer nebenbei. Baß mich man machen, wenn gut zu jedem, der sie nett behandelte unb er blau ist, nehmen wir ihm das Geld ab und dann teilen wir uns den Ramsch!" Inge nidte Katja lachend zu: Prost, mein blondes Glüd!" Ich glaube, ich wäre eine fabelhafte Schaus spielerin geworden, dachte sie, über sich selbst erstaunt. Noch hatte sie den Mann, den sie suchte, nicht entdeckt. zahlte. -W Da war die rotblonde Marie! Rellenmarie nannte man fie, weil sie cine sonderbare Bor. liebe für weiße Nellen hatte. Sie war raffiniert Seibenticid, nur mit einer weißen Nelle ge einfach gelleibet, ein erg anliegendes, schwarzes schmidt, aber ihr robgeschminkter und brannte wie eine Wunde. Sie tanzte im Arm eines nichtesagenben Aram saß etwas verborgen hinter einer blonden Jünglings einen wundervollen spani Säule. Er brütete dumpf vor sich bin. Bin ichen Tango. Ihr Störper bog sich weich und Säule. Er brütete dumpf vor sich hin. Bin Bestmann, oder bin ich Aram, Hölle und Teuschmiegsam, sie verschmolz mit den Takten der Teu- wildmelancholischen Musit. fel, was ist besser? Die Polizei war ihm auf der Spur. Als Aram? Als Bestmann? Et Das Blut rauschte heißer in Arams Abern. wagte den Gedanken nicht zu Ende zu denken. Er sab die schlanken, wirbelnben Beine... Das Ende dieses Gedankens war grauenhaft. Er hob sein Glas und trant ihr zu. Stand am Ende dieses Gedankens nicht ( Fortepung folgt.) Str. 44. Donnerstag, 20. Feber 1930. in der Schulfrage, das ist die Herstellung der nationalen Schulautonomie! Das ist für uns feine nebenfächliche Angelegenheit, die Forderung nach Selbstverwaltung im Schulwesen niemals fallen lassen! Schöpfungen des Bürgerblocks wieder aufzuheben haben und baß gewaltige Gefahren für das Bolt abzuwenden find, die mit einer nochmaligen Alles, was innerhalb der Koalition geschaffen Etablierung des Bürgerblocks eingetreten wären. nicht nur eine Frage fachmännischer Erwägungen, werden wird, wird natürlich das Zeichen des Ich erinnere nur an die Verwaltungs- es ist für uns die Frage der nationalen Scompromisses tragen und mit seinen Mänreform. Als dieser Schlag gegen die Autonomie Befriedung überhaupt. geln behaftet sein. Das Parlament sieht eben so vom Bürgerblock beschlossen wurde, hat es vielleicht Allerdings beschäftigen uns gegenwärtig wejente aus, wie die Wähler es wollen, und die Vertretung Menschen gegeben, die noch nicht ahnten, worum es lich dringlichere Fragen: Brot und Arbeit für eigentlich ging. Als das Gefeh dann aber praktisch Sunderttausende sicherzustellen und für ihr Obdach in Rraft getreten ist, hat man draußen allgemein zu sorgen. Aber die nächste Frage nach Brot und bemerkt, daß ein ingemein wichtiges Recht des Obdach ist doch die Frage nach geistiger Bolles zertrümmert war und daß alles, was man Sultur! Niemand soll sich darüber täuschen: feinerzeit von Regierungsseite gesagt hatte, um die Die bentsche Sozialdemokratie, die deutsche Berwaltungsreform einigermaßen schmackhaft zu Arbeiterschaft überhaupt wird sich niemals bazn machen, finnlos gewesen ist und durch die Tate fachen in feiner Weise gerechtfertigt wurde. hergeben, in dieser Frage nachzugeben, sie wird Gift eine der Aufgaben, die wir uns beim Regierungseintritt gestellt haben, die Wieder. herstellung der zerstörten Autonomic mit zu belverkstelligen. Ein anderes Wert des Bürgerblocks, das Gemeinde finanzgefes, hat die Gemeinden von der Bürokratie vollständig abhängig gemacht und es dahin gebracht, daß überhaupt feine Gemeinde mehr heute ordentlich budgetteren kann. In den Landesder Arbeiterinteressen ist eben um die 30 Mandate schwächer, die an die Kommunisten weg. geworfen sind. Aber all die Straft, die wir beigen, wollen wir dem Volte nutzbar machen, heute innerhalb dieser Stoalition und morgen, wenn es not tut, anders! Unsere Aufgabe wird es sein, dem bedrängten Volle beizustehen und alles daran zu setzen, um es aufwärts und vorwärts zu bringen!( Bebhafter Beifa II.) Der zweite Tag der Budget- e andern schon alles verpayt hatten, und hat dann Debatte. ganze Rede abgestimmt: Er ist erst gekommen, als gerettet, was noch zu retten war. Alles wäre ja ganz anders gekommen, wenn man ihm und nur Aramar holt seine Reparationsrede ihm immer brav gefolgt hätte! nach. * Nach zwei weiteren Rednern wurde die Debatte Prag, 19. Feber. Der zweite Tag der Bud getdebatte im Plenum gestaltete fich völlig ruhig um 8 Uhr abends auf morgen 10 Uhr früh vertagt. und, von der flammenden Rede des Herrn Stern abgesehen, ziemlich fachlich. stuben wird am laufenden Band gearbeitet und die Boranschläge einfach nacheinander zusammen gestrichen, ohne daß die betreffenden Beamten im stande wären, sich mit der Materie auch nur einigerAus seiner Rede nur einen Schlager:„ Die Remaßen zu befassen. Dann kommat es dazu, daß zum gierung plant auf allen Gebieten eine weitere Beispiel eine Gemeinde einen vom Landespräsiden. Wer schlechterung der Lage der Arbeiter, der ten ubat unterschriebenen Auftrag bekommt, aus Staatsangestellten, der Invaliden, der Arbeitslosen; fanitären Gründen einen Injektionspavillon man muß sich wundern über die eichtgläubig bauen, daß dann dieser Posten aus dem Gemeinde- eit dieser Schichten." budget von der Landesverwaltung aber wieder Dr. Rosche( AWG.) hält Optimismus für gestrichen wird, wobei die Unterschrift desselben nötig; man werde lernen müssen, hochgrabigen BüroLandespräsidenten ubat auf dem betreffenden tratismus zu überwinden und wirtschaftlich zu den Alt prangt! Die Gemeinden müssen schon bei der ken. Die Zeit der Revolution sei vorbei; man könne Abfaffung des Boranschlages auf die zu erwartenden die Methoden der Revolution im evolutionären StaStreichungen Rüdsicht nehmen und müssen sich daher dium nicht fortführen. Auf tschechischer Seite möge aufs Handeln einrichten. Das Allerjanverste man bedenken, daß der gute Wille endlich einmal in von dem allen ist natürlich die Tatsache, daß das die Tat umgesetzt werden müsse. Gemeindefinanzgeseh gerade heute in der Zeit der Wirtschaftskrise die soziale Fürsorgetätigkeit in den Gemeinden nahezu unmöglich macht. Die soziale Fürsorge läßt überhaupt sehr vieles zu wünschen übrig. Ich erinnere an die Unterstügungen für die Ueberalterten, diese lächerlichen Zuwendungen, die man von vielerlei Rautelen abhängig gemacht hat, weiters an die Unterhaltungsbeiträge für die Angehörigen der zu Waffenübungen Eingerüdten, die pro Person und Lag 1 Krone 80 Heller, in größeren Städten Stronen ausmachen. Auch über Genat. Internationale Verträge. Debatte um die deutsche Universität. Seite 3. Faschings- Krapfen 50 dkg Mehl werden warm gestellt, 3 dkg Hefe in etwas lauwarmer Milch aufgelöst und daraus mit einem kleinen Teil des Mehles ein Hefendampfel gemacht, das man an einem warmen Orte aufgehen läßt. Inzwischen rührt man 10 dkg Zucker mit 3 Eigelb schaumig, fügt einen Kaffeelöffel Salz, Zitronenschale, ein Likörgläschen Rum und 10 dkg zerlassenes Visan dazu. Nun gibt man alles mit dem restlichen Mehl zu dem Dampfel, macht mit warmer Milch einen festen Kuchenteig und läßt diesen wieder etwas gehen. Dann rollt man den Teig daumendick aus. Auf die eine Hälfte werden kleine Marmeladenhäufchen verteilt, aus dem übrigen Teig Plätzchen gestochen und auf die Marmeladetupfen gelegt. Dann sticht man die Krapfen aus, läßt sie aufgehen und bäckt sie in Ceresfett schwimmend schön gold gelb aus. VISAN in die Speisen, zum Ausbacken CERES 1031/ Ceres Prag, 19. Feber. Der Senat verhandelte heute Nachmittag in seiner Sigung mehrere internationale Verträge. Ein Vertrag mit Dänemark erweitert die Meistbegünstigungslaufel des Handelsvertrages auch auf Gröna land, von wo wir hauptsächlich Fischtran und Felle beziehen. Ein zweiter Regierungsantrag betraf die Ratifizierung einiger zolltariflicher Vereinbarungen zwischen der Tschechoslowakei und Deutschland. Es handelt sich um zwei Posten des tschechischen und drei Posten des deutschen Mičura, der den slowalischen Flügel der Tsche Zolltarifs, die vorläufig geregelt werden, da chischklerikalen repräsentiert, bedauert, daß zwei in absehbarer Zeit infolge der befannten SchwieDrittel der Slowaken in Opposition stehen. Seine rigkeiten an eine definitive Regelung unserer Ausführungen sind ausschließlich slowakischen Fra- Handelsbeziehungen zu Deutschland nicht zu recha gen gewidmet. nen ist. Die Verembarung setzt auf tschechi Bergler( Liga) tritt als strenger Sensor auf und ichyer Seite die Zollfreiheit von Bü rügt die Teilnahmslosigkeit bei der Debatte. Dann chern und Musikalien feit, auch wenn sie folgen feine üblichen Angriffe auf den Außenmini- ganz oder zum Teil in Leinen gebunden sind. ster, die sein politisches Credo völlig ausschöpfen. Diesbezüglich hat es bisher zahlreiche Stritte ge Halle( B. d. L.) verlangt vom Staat Hilfe gegen geben. Dafür wird von deutscher Seite der die Konkurrenz des Auslandes. Die Großindustrie Boll auf gewisse Materialien zur Herstellung von könne sich durch Startelle helfen, die Arbeiterschaft Taschenbatterien und der Zoll für a ßburch Lohn- und Stollektivverträge, aber beim Land- pech aufgehoben. Ferner wird Qualitätswirt stünde die Sache anders; der sei auf Staats tabI, der bisher auf Grund des Bruttogewichtes der Bundeskanzler mit, daß die Regierung fic ift in der Zeit des Bürgerblods viel gesprochen hilfe und auf das Verständnis der breiten Massen verzollt wurde, nunmehr deutscherseits nach dem bemühe, durch Einflußnahme auf die Streditinsti worden, es ist aber immer bei Versprechungen ge- der Berbraucherschaft angewiesen. Eine engere Nettogewicht verzollt werden, was praktisch einer tute das Leihkapital zu verbilligen. Die Anleiheblieben. Wir bagegen hoffen zuwersichtlich, es so Verbindung der Produzenten mit der weit zu bringen, daß diesen Mtpensionisten ihr konsumentenschaft sieht er als notwendig Bollherablebung gleich/ tommt. verhandlungen, die durch die Haager Konferenz Recht werbe! Aber auch jenen, die noch im aktiven an; auch das Genossenschaftswesen bedürfe einer der deutsche Christlichsoziale Silgenreiner stig, so daß in absehbarer Zeit eine Erhöhung In der Debatte sprachen nur zwei Redner, eingeleitet wurden, stehen verhältnismäßig gün Staatsdienst stehen, gebührt eine andere Vorsorge weitgehenden Förderung. als jene, bie in der Zeit der Bürgerblocks üblich Bon Roalitionsseite sprechen weiter Sorak( Ge- und der tschechische Nationaldemokrat Dyk. Die der Produition zu erwarten sei. Die Regierung getvesen ist. werbe- Part.) und Pit( tsch. Soz. Dem.). Lepterer Debatte ging aber nicht um den betreffenden Punkt gedente dann sofort den Banien die Schuld der Ich möchte weiters ein Wort zur nationalen erinnert an das Programm, mit dem seine Bartei der Tagesordnung, sondern um die deutsche Bundesbahnen in der Höhe von 110 Millionen Frage fagen. Jeber, der unsere Geschichte tennt, in die Wahlen gegangen ist und das sie nun in der Universität. Hilgenreiner erinnerte daran, Schilling zurückzuzahlen, damit sie diesen Betrag weiß, daß wir schon im alten Oesterreich gegen Regierung durchzusehen bestrebt ist. Es fehle der daß vor zehn Jahren in diesem Saale das be- für die Belebung der Industrie zur Verfügung jebe nationale Entrechtung gekämpft Partei auch nicht am guten Willen, der Landwirt- fannte Universitätsgesetz beschlossen wurde, das haben. Der Bundeslanzler teilte ferner mit, daß haben. Jeber national Unterdrückte im alten schaftstrife abzuhelfen. Diese Krife betreffe ja in der deutschen Universität den Zusammenhang mit der letzte Ministerrat die Hindernisse weggeräumi Desterreich hat in den deutschen Sozialdemokraten erster Linie die Kleinlandwirte und Häusler, also der alten Karls- Universität abspricht. Er erklärt habe, die einer energischen Durchführung der. Kampfgenossen gegen diese die sozial Schwächsten. Bon chrlicher und zwed- das Gesetz als Provokation und fordert seine Auf- Wohnbauauktion im Wege stehen. Dadurch iſt nationale Unterdrückung gefunden. So wollen wir auch hier in diesem Staat Kämpfer für den nationalen Frieden sein. Vor. ausschung für diesen Frieben ist natürlich die Herstellung eines wirllichen Rechtszustandes. Es ist uns nicht gedient mit schönen Redensarten und Bersprechungen, es muß vielmehr der Wille die Not der Altpensionisten Es wurden noch einige Immunitätsange- tuung darüber Ausdruck, daß die Regierung das legenheiten erledigt und dann in einer formalen Abbauprogramm der Handelskammern ablehne zweiten Sitzung die beiden Anträge einer Zwanzig- und sagt der Regierung ihre Mitarbeit an der Millionen Widmung für den Präsidenten und die Ausarbeitung des Wirtschaftsprogrammes zu. Erklärung der Verdienste des Präsidenten um den Staat betreffend den diesbezüglichen Ausschüssen zugewiesen. Nächste Sitzung Freitag, 10 Uhr früh. Bor einem neuen PanzerkreuzerKonflikt? Günstige Wendung im Länderbank- eich stabinett hatte zwar die Forderung tonflitt. mäßiger Kritit dürfe sich die Regierungsmacht nie- hebung. Eine solche Maßnahme würde sich sicher auch die Durchführung des Wohnbauprogramms mals getroffen fühlen; in diesem Zusammenhang würdig in die Feierlichkeiten anläßlich des achtzig- der Gemeinde Wien ermöglicht worden. Vom erklärt Bif neuerdings, daß seine Partei hinter der ſten Geburtstages des Präsidenten einreihen. Ihm Finanzministerium seien Maßnahmen vorge Kritik stehe, die Genosse Nečas an der Wirtschaft erwiderte Senator Dhi, der den bekannten unverschlagen, die einigen tausenden Arbeitslosen in den karpathorussischen Staatsgütern und Forsten föhnlichen Standpunkt des tschechisch- nationalisti Arbeitsgelegenheit verschaffen werden. Die Ver geübt hat, und verlangt nochmals eingehende Unter- fchen Lagers darlegte. treter der Gewerkschaften gaben ihrer Genugfuchung. Das Hauptereignis des Tages war die nun 3 dieser nationalen Befriedung in diesem Staate folgende Rede Dr. Kramais, der heute erst zum lebenbig sein und er muß sich in die Tat um. Exposé des Außenministers über die Reparations seben. Wir wissen, daß vom nationalen Kampf frage Stellung nimmt, weil er während der seiner ganze Parteien leben und daß die Armen aller zeitigen Reparationsdebatte vielleicht nicht unab Nationen die Roften dieses Stampfes bezahlen. Weil sichtlich irgendwo im Süden weilte. Er betont dem so ist, muß die Arbeiterklasse im ureigensten analog mit Benes, daß eine Staatspartei die UnterInteresse für die nationale Befriedung fämpfen und schrift ihrer Vertreter in der Fremde natürlich sie wird ihr Wert sein! honorieren müsse. Das Recht der Kritik müsse man Berlin, 19. Feber.( Eigenbericht.) Das Es ist eine der großen Hoffnungen der Chau- ich aber wahren. Er persönlich ſei auf der drie vinisten aller Nationen gewesen, daß es ihnen gedenskonferenz in die ganzen Verhandlungen über des Reichswehrministers auf Einstellung einer lingen werde, die Arbeiterschaft national dauernd die finanziellen Opfer der Tschechoslowakei erst am Anerkennungsrate für den Bau des Panzerzu spalten. Diese Soffnung ist bereits vor zwei 23. Wai 1919 eingeweiht worden, zu einer Zeit, Brager Länderbank eine Wendung eingetreten. man, unter welchen Bedingungen das Wie wir erfahren, ist im Konflikt in der treuzers B abgelehnt, aber heute erfährt Jahren auf dem Smichower Stongreß zu als bereits in der Finanztommission Durch eine Intervention des Abg. Ge- geschehen sei. Es wird nämlich mitgeteilt, daß chanden geworden. Wir haben gewußt, daß wir der Friedenstonferens, in der er nicht nossen Taub tam es zu einer Annähe- bas Rabinett im nächsten Jahre ein damit nicht nur die Arbeiterschaft ein gutes Stüd war, die eigentliche Entscheidung gerung in den materiellen Punkten. Marinebauprogramm auf lange nach vorwärts bringen, sondern auch in der wich fallen sei. Er habe vorher nicht gewußt, daß zu den Gegenständen der Vereinbarung wird sicht vorlegen will, in dem auch der tigen Frage der nationalen Befriedung einen ent- man auch für die Staatsgüter und die Befreiungs- auch die Aufhebung der Kündigung Erfaß der alten Linienschiffe geregelt sprechenden Borstoß zu machen imſiande sein werden. taxe werde zahlen sollen. Von diesem Zeitpuntte des Vertrauensmannes R. gehören. werden soll. Das bedeutet nichts anderes, als Aus ähnlichen Gründen sind die deutschen und tsche- habe er sich an den Verhandlungen allerdings mit Die Verhandlungen werden fortgesetzt. chischen Sozialdemokraten gemeinsam in die Regie aller Energie beteiligt und er glaube, daß er an daß dem vielumstrittenen Panzerfreuzer A noch rung gegangen, um gemeinsam dem Volle zu dienen; dem Endergebnis einen großen Anteil habe. Schober macht große Bersprechungen fell, entsprechend der Zahl der älteren Linieneine Serie von Panzerkreuzern folgen sie werden auch gemeinsam aus dieser Re- Seine Stellung war allerdings schlecht, weil die gierung hinausgehen und Schulter an Dinge schon entschieden waren. Er schildert daun Wien, 19. Feber.( Eigenbericht.) Heute nachschiffe. Das Kabinett beruft sich darauf, daß der Schulter draußen in der Opposition ben ganz gewöhnlichen Sande!" namentlich mit mittag fand wieder eine Besprechung der Ver- Reichstag im Vorjahr den Beschluß gefaßt hat, fämpfen, falls es sich als notwendig erweisen Lloyd George über die Höhe unserer Zahlungen; treter der Arbeiterkammern und der freien Geber auf einen demokratischen Antrag anfangs seien märchenhafte Summen für die Bewertschaften mit dem Bundeskanzler statt, 31 legt werden soll. Dieser Beschluß war aber wie zurüdging, wonach dieses Bauprogramm vorge Die bisherigen Regierungsmethoden haben freiung gefordert worden. Polen habe allerdings der diesmal auch die Vertreter der christlichen gt werden soll. Dieser Beschluß war aber wie allerdings vielen Tausenden und Abertausenden eine geschicktere Politik gemacht, sich die Rettung und der völkischen Gewerkschaften beigezogen was so viele ähnlicher Art längst in Bergessenheit ge deutschen Arbeitern und Angestellten ihren Ar Europas vor dem Bolschewismus sugeschrieben und ren. Der Bundeskanzler gab zunächst die Erkläraten und wenn er jetzt wieder hervorgeholt wird, beitsplatz gelostet. Dieses System muß der Tschechoslowakei unterschoben, daß sie dem Bol- rung ab, daß das auf dem letzten Handels noch dazu in einer Zeit, wo der der ReidysfinanzBol- rung aufhören. Es sind schwere Sünden beschewismus Tür und Tor öffne. Dafür habe Volen fammertag beschlossene sozialpolitische Abbaupro- miniſter vor allem an den Ausgaben für gangen worden auf dem Gebiete der deutschen Oberschlesien und einen großen Teil des Teschener gramm den Intentionen der Regierung nicht soziale 3wede sparen will, so bedeutet Schule. Viele unserer Stinder müssen stunden- Gobietes bekommen, während die Tschechoslowatet entspreche. Er hofft, daß diese Erklärung zur das die Heraufbeschwörung einer weite Wege machen, um überhaupt die Schule die Befreiungstage zahlen mußte. Weiter gepatt Beruhigung der Arbeiter beitragen werde. Die neuen konfliktsgefahr. Die Sozialbesuchen zu können, weil man ihnen im Heimats wurde in unserer Außenpolitik natürlich auch in Regierung werde für den 28. Feber eine wirt- demokratie hat im Vorjahr den Panzer orte ihre Schule gesperrt hat. Wan hat von tiche. bezug auf das Verhältnis zu Rußland und zu schaftstonferenz einberufen und zu ihr die Ver- freuzer A abgelehnt, sie wird auch den Verfitch, sischer Seite eine Minderheitsschulpolitik Stalien. Man hätte sich in die inneren Vertreter der Arbeiter und der Unternehmer einla- ein großes Flottenbauprogramm durzuführen, betrieben, die geradezu lächerlich wirten mußte hältnisse Staliens hineingemischt( eine Anspielung den. Dieser Konferenz würden ein Wirtschafts- auf das Entschiedenste verwerfen. und keinesfalls im Interesse des tschechischen Boltes auf eine seinerzeitige Rede des Genossen Dr. Son programm der Regierung sowie das Wirtschaftsgelegen war; man schreckte im deutschen Gebiete up! D. Red.), dagegen geglaubt, nichts für Ruß programm der Gewerkschaften sowie andere Vornicht einmal davor zurück, geradezu Seelenranb land( d. h. cine Intervention gegen die Sowjets!) schläge vorgelegt und dann in engeren Ausschüszu begehen. burchführen zu müssen. Der Ausgang dieser Politit ist nach Dr. Stramar flar: die 80 Millionen, die vir jährlich zahlen müssen.- Darauf ist seine Sollte! Auf diese Weise Tann man den nationalen Frieden nicht schaffen. Es gibt nur einen Weg Friede, Brot, Arbeit sen beraten werden. Die Regierung werde darauf sind die Paroleu am Frauentag! Alle drängen, daß die Beratungen schon innerhalb Frauen und Männer nehmen daran teil! einer Woche abgeschlossen werden. Ferner teilte Seite 4. Tagesneuigkeiten. 1300 organisierte Sozialdemokraten in Altrohlau! Donnerstag, 20. Feber 1980. Französisches Monopol für den Transozean- Luftverkehr? Amerita und Deutschland protestieren. Mr. 44. Der Bankrott der K. P. De. Wien, 19. Feber.( Eigenbericht.) Der geive jene Obmann der kommunistischen Partei Defter reichs Alfred Ziegler, der vor einiger Zeit die kommunistische Partei verlassen hat, ist jetzt Aus dem Bericht, der fürzlich in der Genes Berlin, 18. Feber. Einer Blättermeldung zwischen Europa und Amerika an sich mit einer Gruppe von ehemaligen kommunisti. ralversammlung der Lokalorganisation Altrohlan zufolge hat die portugiesische Regierung bringen. Der Vertrag verbietet allen Flugschen Parteifunktionären der sozialdemokratischen erstattet wurde, geht hervor: Die Altrohlauer mit einer portugiesischen Luftverzeugen, die nicht der Monopolgesellschaft gehören, Partei beigetreten. In den Beschluß einer Ston Lokalorganisation hat aus eigenem Antrieb im tehrsgesellschaft, hinter der französi- auf portugiesischen Flugplähen zu landen. Der ferenz dieser Gruppe, der morgen in der„ Arbei abgelaufenen Jahre drei Werbeaktionen durch iche Interessen stehen, einen Bertrag ab- Bertrag ist bisher noch nicht veröffentlicht, da terzeitung" veröffentlicht wird, legen fie die geführt, von denen eine der Partei galt, die 300 geschlossen, der der Gesellschaft auf die Dauer von noch einige Schwierigkeiten aus dem Wege zu Gründe dieses Austrittes dar. Sic erflären, neue Mitglieder gewann, die zweite den dreißig Jahren ein Monopol für den geräumen sind. Die Blättermeldung besagt weiter, daß die österreichische kommunistische Partei Kinderfreunden, die einen Zuwachs Zuwachsamten 2uftverfchr über portugie da; der Gesandte der Vereinigten Staataum tausend Mitglieder zähle, eine einflußlose von 100 Mitgliedern buchen, und eine sischen Boden geben soll. Auf Grundten in Lissabon gegen die Durchführung der Sette sei, die nur fünstlich von Misokau vor dem dritte für die Arbeiter fürsorge, der 200 bicje Bertrages würde Frankreich Vereinbarungen über das Luftmonopol einen ent völligen Verschwinden bewahrt werde. Die Un Mitglieder beitraten. In der Parteiorgani ſation ſtanden am Jahresschlusse 530 Männer unbeschränkter Herr in den Luftschiedenen Protest eingelegt habe. Auch und 780 Frauen, zusammen 1310 mitraum über alle portugiesischen Be. Deutschland, das ein großes Interesse an glieder. Dreizehnhundert Männer und Frau Bungen werden und das Monopol für der Aufrechterhaltung eines freien Weltluftver den Transoze anluftverkehr zwifchrs hat, werde entschieden gegen diesen Vertrag en bekennen sich in Altrohlau zur Partei, der Fiicherner Parteiorganisation, der stärksten in der hen Europa und Afrika fowie protestieren. Republik, den ersten Platz streitig machend. Daß es sich bei unserer Anhängerschaft nicht um Papiersoldaten handelt, die allmonatlich der Partei einen Beitrag leisten, sondern um selbstbewußte Sozialdemokraten, zeigt der Absatz unserer Par teipresse. Der Volkswille" wird täglich in 760 remplaren verbreitet. In fait 800 Arbeiterfamilien wird das Blatt des Blutige Maffentragödie in der Fabrit. Bon 65 Opfern einer Explosion werden ,, nur wenig mit dem Leben Dabontommen!" terzeichner des Aufrufes erklären, daß sie alle langjährigen Funktionäre der kommunistischen Partei vielfad) Mitglieder seit ihrer Gründung scien und fordern alle kommunistischen Arbeiter auf, ihrem Beispiel zu folgen und zu den aufrechten lasserbewußten Arbeitern in der öster reichischen sozialdemokratischen Partei zurüdi fehren. Die franzöfifche Regierungskrise. Paris, 19. Feber. Der Präsident ver Republik segte heute die Beratungen mit den Arbeiters gelesen, daneben noch viele andere Durch eine Explosion in der Altoholabtei und völlig geblendet in die Stacheldrahtrüdfgetretenen Ministerpräsidenten Tardieu, Elizabeth( Newjeersey), 19. Feber. gehüllt, aus dem Gebäude stürzten politischen Persönlichkeiten, u. a. mit dem zuBlatter, die bewußte sozialistische Erziehungs- lung der Standard Oil Company- zäune liefen, die das Fabriksgelände um fort. Wie versichert wird, deutete der zurüdge und Aufklärungsarbeit zum Ziele haben. Anlagen wurden zwei Personen gegeben, und dort hängen blieben. tötet und 63 verlegt. Die Aerzte des Krankenhauses, in das die verlegten 68 Perso Mädchenmord bei Pilsen. B Explosion eines Pulvermagazins tretene Ministerpräsident dem Präsidenten der Republit flar an, daß der neue Stabi werden müsse, welche die Regierung am tetts chef der Mehrheit entnommen Montag zu Falle brachte. Der Präsident der Republik betonte nichtsdestoweniger, daß die Bondoner Verhandlungen ohne Verzug und unter fen. Wenn, was unwahrscheinlich scheint, die Sontinuität der Ansichten fortgesetzt werden müs Entscheidung Tardicus unwiderruflich wäre, müßte die Orientierung für die Lösung der Strise in einer anderen Richtung erfolgen und da würde offenbar vormittags der Vorfißende der sozialistisch radikalen Fraktion, Deputierter Chautemps, in das ElyséeAthen, 17. Feber. Ein im Athener Balais berufen werden. In der Voraussetzung, Borort Liojia gelegenes Pulvermagazin ist daß Deputierter Chautemps die Aufgabe der nachts aus unbekannter Ursache in die Luft ge- Stabinettsbildung übernehmen würde, würde er flogen. 3ahlreiche Soldaten, die das wahrscheinlich bestrebt sein, sich die Mitarbeit Lager bewachten, sollen umgekommen fein. Tardieus zu sichern, der in diesem Falle an der Der Schaden ist außerordentlich groß. Die Feuerwehr ist noch mit der Belämpfung des Spitze der französischen Delegation bei der Londo ner Marinekonferenz bleiben würde. Freunde des Brandes beschäftigt. zurüdgetretenen Ministerpräsidenten versichern aber, daß dieser aus Gesundheitsgründen das Anbot ablehnen werde. Biljen, 19. Feber. Heute früh wurde im nen gebracht wurden, erklärten, bei der Mehr- Zahl der bei der Explosionstatastrophe in EliElizabeth( New Jersey), 19. Feber. Die Walde bei Manetin die 18 Jahre alte Wil- zahl der Berleßten feien die Brandwunden so zabeth ums Leben gekommen en Personen helmine Bandarek aus Teplig- Schönau schwer, daß nur wenige mit dem Leben hat sich auf schnerhöht. Von den Verlegten mit einer Schußwunde im Kopfe und davonkommen und auch diese meist durchschnittenem Halse tot aufgefun erblinden dürften. Etwa 14 der Ber- dürften noch nenn weiter faum mit den. Des Wordes verdächtig wurde der Ge- lesten rangen bereits heute nachts gen zwanzig fürchten die Aerzte undem Leben davonkommen, bei eini liebte des Mädchens, der 20 Jahre alte mit dem Tode. Schmiedegehilfe Wenzel Vyvart in Mane- Die Explosion ist auf das Plaßen eines beilbare Erblindung. tin verhaftet, der auch den Word bereits einge- Hochdrucnaphtha Gasrohres zu= standen hat. Ueber das Motiv der Tat ist bis- rüdzuführen. Die Gase entzündeten sich und her nichts bekannt, doch wird angenommen, daß brachten einen Alkoholteffel zur Explo das Paar die Absicht hatte, gemeinsam aus dem fion, von dem sich ein wahres Flammenmeer nach allen Seiten ausbreitete. Die unLeben zu scheiden, dem Burschen jedoch der Mut versehrt entkommenen Augenzeugen der Kata fehlte, selbst Hand an sich zu legen. strophe erklärten, daß brei Explosionen rasch aufeinander folgten. Für die im Raume befind lichen Personen war ein Entrinnen nur durch Zufall möglich. Als sie sich ins Freie gerettet hatten und umblidten, fahen fie, wie zahlreiche Arbeiter, ganz in Flammen tötet viele Soldaten. Das tünstliche Geficht. Meisterleistung eines Budapester Chirurgen. Dem Pesti Naplo" zufolge ist es einem Arzt der Budapester chirurgischen Stlinit nach sechsjährigen Bemühungen gelungen, das Gesicht eines Mädchens zu einigen Tagen in einem der Schächte des rekonstruieren, das vor sieben Jahren von st ran- Karminer Reviers abgespielt Eisenbahnlinien in Sowjetrußland zusammensie den Zweck hat, einige mit dem Bau von hängende Fragen zu beraten, für welche Linien die Sowjetregierung einen Gesamtaufwand von 500 Millionen Pfund Sterling bestimmt hat. melbet, welche in New Yort allein 17 Den Aus Amerila werden starte Fröste ge fchenopfer forderten. Ein Polizeipräfett foltert einen Untersuchungsgefangenen Flugzeugtatastrophe in Neutra. einer besonderen Art Krebs befallen war, der hat. Ein Hundestößer und ein Häuer ihr das Antlitz außer den Augen und der Stirne waren gemeinsam an die Arbeit gegangen, doch bis auf die Knochen zerfraß. Nach zahlreichen entfernte sich in einer Pause der Hundestößer und Operationen gelang es dem Arzt, von den lehrte auffallend lange Zeit nicht zurüd. Der Proletenlos im Steinbruch. Nach einer und lommt mit einer Geldstrafe davon! Armen und dem Rücken des Mäd- Häuer entfann sich, daß in der Nähe eine gefähr- Meldung des Petit Parisien" aus Clermont chens Muskelfleisch zu transplan- liche Stelle, die von Giftgafen erfüllt ist, find in einem Steinbruch bei Montigny in- Bukarest, 19. Feber. In dem Prozeß tieren und es mit der Haut zu überdecken, die sei und vermutete, daß der noch nicht lange in folge eines Erbrutsches vier Ar- gegen den gewesenen Polizeipräfekten Milozivi er durch; Dehnung der Halshaut und der der Grube tätige Sundestößer aus Unachtjam beiter verschüttet worden. 3 wei tonn- der angeflagt war, einen im Zusammenhang gefunden Gesichtspartien gelvann. Das neuge- feit die Warnungszeichen übersehen habe. Sofort ten nur als Zeichen geborgen werden. Sie mit dent Attentatsversuch auf den Innenniinibildete Antlig ist jetzt fertiggestellt und das Mäd begab er sich auf die Suche nach dem Vermißten beiden anderen haben Berlegungen davonge- ſter Dr. Vaida- Vocbob in Untersuchung chen wird in den nächsten Tagen die Selinit ver- und gelangte auch zu ihm, wobei er wiederholt tragen. stehenden Mann gefoltert zu haben, wurde laffen. Der einzige Unterschied zwischen diesem unter der Einwirkung der Giftgase ohnmäch Einer, der seine Frau verkaufte. In Badas Urteil gefällt. Milozi wurde zu einer künstlichen und dem natürlichen Gesicht ist der, tig zusammenbrach. Er brachte den lebris fand eine interessante Gerichtsverhandlung Geldstrafe von 5000 Lei und zu einer daß es vollkommen bewegungslos wie los scheinenden Kameraden und sich selbst wie gegen den lettländischen Staatsangehörigen ntschädigung von 3000 Lei für den cine Waste ist, so daß das Mädchen niemals der zurück. Beide wurden in bewußtlosem Zu Michael Leppir statt, welcher einem anderen Privatbeteiligten verurteilt. lachen oder weinen kann. stande kurze Zeit darauf von einem Grubenauf Lettländer, namens Mischel, seine Frau für feher aufgefunden und ins Leben zurüdgebracht. 2100 Frants verkauft hatte. Nach einer geTeuerer Hausierhandel mit Margarinebut- Der Heldenmut des Lebensretters ist umso mehr wissen Zeit überlegte sich aber Leppit die fer. Eine neue Art des Wiargarinegeschäftes hat zu bewundern, da der Mann genau wakte, in Sache und forderte von Mischet die Ridgabe Der Beobachter getötet. fich eine reichsdeutsche Firma zurechtgelegt. Diese welche Gefahr er sich begab und nicht erst Silfe seiner Frau. Zwischen den beiden kam es hiebei Prag, 19. Feber. Das Preßdepartement des Firma hat in einzelnen Gebieten unseres Lan- herbeiholte, da die Gefahr bestand, daß diese zu zu einer Rauferei, bei welcher sich die ver- Ministeriums für Nationalverteidigung teilt des Agenturen eingerichtet und unterhält dort spät fommen würde. taufte Frau" auf die Seite Mischels stellte. Lep- mit: Sente früh wurde das Flugzeug", in Lager ihrer Margarinebutter. Diese Margarine Auf der Kohlengrube Ferdinand" bei Stat pit wurde zu einem Monat Gefängnis dem der Pilot- Bugsführer Kraus und der Beob wird nicht in den Geschäften verkauft, sondern to wit stürzte gestern nachts eine Sohlenwand und zu einer Geldstrafe von 100 Frants achter Unterleutnant Ed. Sokolovsty saken, von durch Agenten von Haus zu Haus verhausiert. ein und verschhüttete vier Bergarbei verurteilt. Diese Art des Handels ist natürlich sehr ver- ter. Ein Bergarbeiter fand den Tod, drei erlitten zu lanben anschidte, verfing es fich infolge einem Unglüdsfall betroffen. Als das Flugzeug unmittelbar an der Stadtgrenze von Neutra sich teuernd. Die Konsumenten zahlen aber die schwere Verlegungen. In der staatlichen KaliSosten reichlich und noch einiges dazu. Um grube von Wittenheim bei Mühlhausen erDurchfallens an Telephondrähten und stürzte einen guten Stöder für die Hausfrauen zu haben, eignete sich gestern eine folgenschwere Statafirophe, auf eine Gasse. Der Pilot wurde nur wird den Abnehmern von dieser Margarine eine der fünf Personen zum Opfer fielen. Beim Ausleicht verlebt, der Beobachter SotolobSparkarte ausgefolgt und für jeden bezoge- probieren einer neuen Fördermaschine, bei der ty ist tot. nen Margarinewicfel eine Sparmarte gegeben, wei Ingenieure, ein Wonteur und die auf die Karte zu leben ist. Wenn 50 Mar- drei Bergarbeiter beschäftigt waren, risgarinewürfel gelauft sind, bekommt die Haus- sen plötzlich die Drahtseile. Die Decke des Schach fran ein Ersparnis von 75 K, oder aber acht tes, an der sie befestigt waren, fiel herunter und Würfel gratis. Wer da nun das bessere Ge- begrub die beiden Ingenieure, den Monteur und schäft macht. der Sändler oder die Hausfrau, zwei Arbeiter unter sich. möge folgende Rechnung Klarstellen. Ein WürSchweres Autounglüd. Auf der Chaussee fel von dieser Wargarine namens Boeld" toſtet 10 K, ein gleichgroßer Würfel ber inlän- vischen Warschau und Wilanow stieß das Gendarmen gesucht. Das Ministerium des Automobil des mexikanischen SonInnern teilt mit: In das tschechoslowakische befferer Qualität kostet durchschnittlich fuls in Warschau, Rodriguez Duarte, in Gendarmerickorps werden mit 1. September 7 K. Es besteht eine Preisdifferenz bei einem welchem sich der Stonſul mit fünf anderen Per- 1930 eine größere Zahl von Probegendar Würfel von 3 K. Wenn die Hausfrau nun 50 sonen befand, gegen einen Baum. Das Auto- men aufgenommen werden. Als Probegendarm Würfel gekauft hai, hat sie dem Lieferanten um mobil wurde vollkommen zertrümmert und ge- tann aufgenommen werden ein unbescholtener 150 K mehr bezahlt, davon bekommt sie 75 K riet infolge der Explosion des Benzinbehälters großjähriger geistig geeigneter tschechoslowakischer sett. 13.5: Wie Brag. 16.30: Wie Brag. 18.20: Granöf hir zurück und die restlichen, mehr bezahlten 75 K in Brand. Der Chauffeur wurde an Ort Staatsbürger vom 21. bis 35. Lebensjahr, der fille audithe Delfosti: Soneri bajo: Duerche vedenten eine Eriparnis für den Lieferanten. und Stelle getötet. Der Konsul Duarte ledig oder tinderloser Witwer ist und entspre Suite: Beethoven: Erfte Symphonie, 20: Janacel Ronzert. 21.90; Dazu kommt noch, daß die Qualität der inlän- starb infolge eines Schädelbruches auf dem chende Störperstärke besitzt, die tschechoslowakische Langmuit. 22: le rag. Breiburg, 279, 11.30: Schallplatten. 12: Wie Brag. 12.35: dischen Margarine wesentlich besser ist. Der Wege ins Spital. Alle anderen Passa- Sprache in Wort und Schrift beherrscht, sich wie Brian. 18.30: Deutsche und ungarische Breffenachrichten. Durchschnittsfettgehalt der guten inländischen giere, darunter der merikanische Ehrenkonsul über die Volksschulbildung ausweist und den Stunde, 1820:% ie Brünn. 19. ale drug. 19.02 miche Margarine beträgt jirka 85 Prozent. Eine Brygiewicz mit seiner Gattin und seinem Bru- militärischen Präsenzdienst absolviert hat. Auf- 1: Bie Rafbau. 22: Wie Brag. nahmsgesuche, denen eine von zwei Zeugen ge- Börsen. 16.30: Basmufit. 17.30: Mozart: Stonzert für Flöte und Mähr. Oftrau, 263, 11.30: Schallplatten. 12.30: Rongert. 16: Untersuchung des Boeldwürfels hat nur 80.1 der, erlitten schwere Verlegungen. Prozent Fettgehalt aufgewiesen. Es besteht auch Unglid beim Rodeln. Heute mittags ver- fertigte Verpflichtung zu mindestens vierjähri- Orchester Nr. 2. 18.20: Wie Brünn. 19: Wie Brag. 19.06: te die Möglichkeit, daß die Sausfrau um ihre Ergnügten sich mehrere Schüler der dritten Bolts- ger Dienstpflicht bei der Gendarmerie beigefügt Brünn, 20: Mic Brag. Bien, 516, 15.30: Schallplatten. 16.30: Stammermusik: Haydn: sparnisse tommt, denn eine Garantie dafür, fuitasse auf einem Sang in Reichenberg nuit, sind bis 15. April beim Landesgendarmerie Streichquartett Nr. 2, pp. 1; Reidinger: C.Roll Riobiczquarie, daß die Sparmarken eingelöst werden, besteht Modeln. Tie beiden Schüler Ernst Müller ominando, in dessen Bezirk der Gesuchsteller op. 8. 17.45: Sport, 18: Stinb unb pielacura. 18.20: Berbrader seinen Wohnsitz hat, einzureichen. In den Ge- Beride. aberglaube. 20: Alavierkonzert Tibor Szatmari. 21: Retfred und doch nirgends. Es handelt sich um eine Irre- und Sturt Soldan stürzten dabei über eine führung der Konsumenten und wir hoffen, daß tiefe Felswand in einen Hof und wurden schwer bei dem der Gesuchsteller eingereiht werden wie Leipzig. 17.30: Bon Schiffen. 17.55: Die amerikaniſche Shut suchen ist das Landesgendarmeriefommando, 14.30: Kinderstunde. 16.40: Das Erlebnis am Sunstwert. 16,30: die zuständigen Behörden, vor allem das Ernäh- verlegt. rungsministerium und das Wucheramt, die notwill, anzuführen, das Ministerium des Innern volitif. 18.40: Englisch). 19.30: Merztevortrag. 20: Wie Leipzig. Rußland baut Bahnen für 500 Millionen behält sich jedoch das Recht vor, denselben nach wendigen Schritte einleiten, um Benachteiligun= Pfund. In New Yort ist eine Sowjet- Bedarf auch bei ceinem anderen Landesgendar- ugendstunde. 17.30: Alte Flötenmufil. 19: Fasifoliſten. 18.50: Berlin, 419. 14: Gestern und beute 16.30: Zanatee. 17: gen der Stonjamenten abzuschaffen. delegation aus 70 Fachleuten eingetroffen, meriekommando cinzureihen. Auf Gesuche län 22.30: Tangmuir. Nantes Erben. 20.30: Der Troubatuur", Oper von Berdi. an deren Spiße der Vertreter des Volkskommis- gerdienender Unteroffiziere wird unter gleichen Frankfurt, 390, 12.30 unb 18.30: Schallplatten. 15.15: fariats für Verkehr steht. Man nimmt an, daß Bedingungen besonders Rücksicht genommen. gendstunde. 16.30: 2ie Stuttgart. 18.03: Buch und Film. 19.30 bis 92.50: Bic Stuttgart. 33.50: Tenguni. Heldenhajte Kameradschaft. Die„ Morgenzeitung" berichtet folgenden Vorfall, der sich vor Rene Fälle von Papageienkrankheit. In Amsterdam und in der Umgebung der Stadt haben sich neue Fälle von Papageienkrankheit ereignet, die in den letzten Tagen allein wei Todesopfer gefordert haben. Auf Anordsechs Papageien, die mit einem Dampfer aus nung des städtischen Gesundheitsamtes wurden Westafrila eintrafen, getötet und ihre Nadaver verbrannt, ebenso wie die Ueberreste von 34 anderen Papageien, die bereits während der Sccreise verendet waren. Bom Rundfunt. Freitag. rellenachrichten. Landwirtschaft. 12.85: Wie Brünn. 13.55 unb Brag, 187. 11.15: Beethoven Schallplatten. 12: Beitfigmal. 15.55: Börsen. 16: Briefmarken. 16.30: Kammermusik: Stebroń: Streichquartett op. 1; Zschaikowitij: F- Dur- Streichquartett op. 32. 17.25: Deutsche Sendung. Breffenachrichten. Zehn Minu ten für die Frau: Dr. Räthe Saar, Brag: Frauen in Algier. Deutsche landwirtschaftliche Sendung. Hermanu Bothring. berrat der deutschen Seftion des Landestulturrates, Brag: Cin cimataben auf dem Dorfe: 18.20: Die Brünn. 10: umu Bieber. 130: Alaviertonger, Brof. 3. Serinen: Beerbaber: Dur- Sonate, op. 109. 22: Beitfignol, Brellenachrichten, Sport. Breffenachrichten. 19.05: Unterhaltungsmufit. 21: Mahler 22.15: Konzert Brünn, 342, 11.30: Schallplatten. 12: Bie Brag. 12.35: Son Anfänger. 19: Prag. 19.06: Konzert: Mendelssohn: Wleeres 16: 16.30: Soliftentonzert. Ungarische Rönigsmusterhausen, 165, 12: Schallplatten. 14: Wie Berlin. 22.30: Wie Berlin. Str. 44. Das Ende des Berliner Chauffeurstreifs. Nach dem gefällten Schiedsspruch in dem Kampf im Berliner Droschtengewerbe, der für beide Barteien bindend ist, erhalten die Kraftdroschfenführer u. a. 33 ein Drittel Prozent der Bruttoeinnahme, mindestens jedoch pro Schicht 4.50 Mart. Damit ist der Konflikt beigelegt. Donnerstag, 20. Feber 1930. Der Znaimer Doppelmordprozeß. Schwere Belaftung Ellingers. Er erklärt sich als triegsverlegt und unzurechnungsfähig. Seite 5. Ausgebeutete! Die bürgerliche Brefte febt im Solde Curer Ausbeuter In die Hand des Ar beiters das Arbeiterblatt AND Sozialpolitit Boltswirtschaft end Das Gebührenäquivalent. Bei der Steuerberatungsstelle unserer Pa. Znaim, 18. Feber. Der zweite Tag der Verhand- niederstredte, als sie vor ihm niete und viel Die Arbeiter Abftinenten im Aufstieg ung gegen Ellinger und Baloun war mit dem Zou- leicht um Gnode bat. Das werde am besten genverhör und der Aktenverlesung ausgefüllt. Der dadurch bewiesen, daß Frau Florian viel größer war Kreistonferenz Mähren- Schlesien des Arbeiter- Gemeinderat von Zerotik, Horot, bestätigte voll- als Ellinger und daß der Schuß trosdem in ihren Abstinentenbundes. kommen die Anklage und gab an, daß er am friti Rumpf an der Halsbasis eindrang und das Geschoß In der tonstituierenden Kreisschen Tage mit dem sechsjährigen Sohne Trojan in den Körper beim Beden verließ, also die Richtung konferens in Mähr.- Erü bau waren alle der Stüche eingesperrt war, wohin der Attentäter von oben nach unten hatte. Die Frau mußte alfo Gruppen des Gebietes mit einer einzigen auch einbringen wollte. Er erkannte Ellinger be- als Ellinger auf sie schoß, viel niedriger als er selbst Ausnahme vertreten. Zunächst wurde des stimmt nach der Stimme. Der Arbeiter Karl Horal gewesen sein. Diese Aussage rief große Bewegung Geschäftsführers des Bundes, Genossen Rid 1, aus 3naim und seine Frau Theresia bestätigen, daß unter den Geschworenen und auch im Auditorium welcher leider an der Konferenz nicht teilnehmen ihnen Ellinger die Pistole gezeigt und gesagt habe, hervor. fonnte, gedacht und ihm ein Begrüßungsschreiben er werde dies jemanden zum Austrinken" geben. Beim Verhör des Stabswachtmeisters tei in Bodenbach laufen Anfragen von Ortsübermittelt. Sodann erstatteten die Vertreter der Dasselbe bestätigen auch andere Zeugen. Smutny fragte der Vorsitzende den Ellinger, war- gruppen verschiedener Verbände ein, einzelnen Ortsgruppen und Zahlstellen ihre Der Gemeindevorsteher von Zerotik, štastnyum er diesen Gendarmen ermorden wollte. GII in fun jei gegen Aufforderungen der Finanzbehör Berichte. Genoffe Prof. Dr. Ernst Bloch- Brünn schildert Ellinger als vollkommen arbeitsscheues Inger erklärte, er wiffe nicht, er habe dazu keine de, das Vereinsvermögen wegen Bemessung des referierte über" Die Aufgaben des Arbeiter- dividuum und als Mensch, der sich von dem Ergeb- Gründe gehabt, er sei trant, habe im Seriege eine Gebührenäquivalents einzubekennen. Abstinentenbundes im allgemeinen sowie die der nis seiner Straftaten ernährte. Alle Bewohner fürchtopfperlegung davongetragen und sei seit die- Die Aufforderungen werden von der Fifünftigen Kreisorganisation im besonderen". teten Ellinger. fer Zeit unzurechnungsfähig. nanzbezirksdirektion in Leitmerip( GebührenZum Sitz der Kreisleitung wurde Mähr.- Trübau Geradezu senfationell wirfte das Verhör des Der Gefangenen aufseher vejba umb bemessungsamt) erlassen und stüßen sich dieselgewählt und die Kreisvertretung folgendermaßen Gendarmerieftabskapitans Kopečny der Znaimer Gefangenhausbirektor Stybr ben auf das Gesetz( Regierungsverordnung) vom tonstituiert: Obmann Genosse Hanz Serzog, aus Snaim, der die ganze Untersuchung geleitet hat. schilderten, wie Ellinger einen Fluchtversuch aus 19. Oftober 1920, Sg. Nr. 587. Nach dieser Ver Mähr. Trübou; Stellvertreter Genoffe Prof. Dr. Dieser Zeuge bestätigt, daß Ellinger ihm selbst ein- dem Gefängnis unternahm, indem er den Gefangenen ordnung sind zur Einbekennung des äquivalent Ernst Bloch, Brünn, und Genosse Ernst gestanden habe, daß er den Gjährigen Sohn Milan Sipan anstiftete, den Gefangenenausscher zu überfal- pflichtigen Vermögens von Vereinen, Fachver Schwarzer, Mähr.- Schönberg; Kassier Genosse Florian damals nicht nur sah, sondern sogar mit ihm len, ihm die Schlüssel zu nehmen, ihn dann in die bäuden usw. die Vorstände und gesetzlichen Karl Eibl, Undangs; Schriftführer Genoffe Franz gesprochen habe. Nach den Schußspuren fei ca fider, Belle einzusperren oder zu erwürgen und so Ellinger Bertreter( also Obmann und Kassier) verpflich Rolenda, Mähr.- Trübau; Kontrolle Genossin baß Ellinger den Knaben bis auf den Gang berfolur Freiheit zu verhelfen. Wer ist schuld an der Teuerung? Die Entwidlung der Groß( A)- und Kleinhandelspreise( V), der Lebenss mittel in den Jahren 1920-1929. Steffi Fider, Mähr.- Trübau, und Genosse Karl gen mußte und erft bort nach ihm schoß. Was das Sierauf wurde nach Einvernahme des ärztlichen Filg, Mähr.- Schönberg. Weiter gehören der erf.hoffene hevcar Florian anbelangt, erahtet es Berichtssachverständigen die Verhandlung auf morKreisvertretung Genosse Franz Treml( Lands- Zeuge als sicher, daß Ellinger die Frau Florians gen vertagt, wo auch das Urteil gefällt werden wird. fron) sowie je ein Genoffe aus Brünn und Mähr. Schönberg an. Beim Punkt Freie Anträge und Allfälliges" wurde eine uasführliche Debatte abgeführt, an der sich die Genossen Schwarzer, Elbl, Dr. Bloch und Herzog beteiligten. Weiter wurden in Bezug auf die finanzielle Sicherftellung des Kreises Beschlüsse gefaßt und die herrliche und hoffnungsvoll verlaufene Konferenz bom Borsigenden mit dem Wunsche zu eifriger Tätigkeit im Interesse des Arbeiter- Abstinentenbundes und der Arbeiterschaft des mährischschlesischen Gebietes geschlossen. An alle Genoffen und Genossinnen, die im erwähnten Gebiete sowie im Gebiete der Kreisorganisation Landskron- Grulich wohnen und den im wahren Interesse des Proletariates gelegenen Kampf gegen den Voltsfeind Alkoholismus als not vendig erkannt haben, ergeht die Mahnung, sich in die Reihen des Arbeiter Abstinentenbundes einzureihen. Anmeldungen und Beitritte un die Adresse Hans Herzog, Mähr.- Trübau, Volkshaus. Der Mann mit den sechzehn Gefichtern. Der Millionenbetrüger aus Griechenland und Cela's schwarze Augen. On Brüssel ist Herr Carifallis verhaftet wor ben, ein würdiger etwas, beleibter Herr, Typ eines Generaldirektors, 53 Jahre alt. Er hat unter 16 falschen Namen während der letzten Jahre in ganz Europa Millionenbetrügereien verübt, indem er für verkaufte, aber niemals existierende Ware gefälschte Frachtbriefe vorlegte, um dadurch ihren Versand zn beweisen und lächelnd den Gegenwert in barem Geld einzulaffieren. Dann verschwand er jedesmal und ward nicht mehr gesehen. Das letzte Weal glüdte Herrn Carifallis das Manöver in Lausanne zum Nachteil eines chinesi schen Handelshauses, aber dann wurde er in Belgien mitsamt feiner Freundin Cela de Santi durch einen dummen Zufall erwischt und hinter Schloß und Riegel gesetzt. Seine Rolle ist einstweilen aus gespielt; augenblicklich ist man dabei, die Taten die ses Griechen zu registrieren. Die Liste seiner Bieu donyme, ein wahres Kulturdokument, umfaßt folEin Mastenball. MO 1936 1925 39.36 Grundlage Juli 1914-100 1927 1938 1929 Die obige Tabelle zeigt die Berschiedenheit der Entwicklung der Groß- und Kleinhan delspreise. Man beachte insbesondere, wie im Jahre 1929 die Großhandelspreise viel stärker gesunken sind, als die Kleinhandelspreise. gende herrliche Namen: 2. D. Baird, Charles Bellot, J. A. Crafter, Collins, S. Dale- Dawson, Sir John 3. Dennis, Frank R. Siller, Hudson, Charles Sunter, Xenophoj Kallis, Sir John Kerr, Knogen, Senopp( oder Snoop), Knock( oder Knox), LaleDowson und John Tobb. So lautet auch der Sted brief, der gegenwärtig an alle großen europäischen Banken bekannt gegeben wurde. Französische, schwei. zerische und englische Staatsanwälte haben schon die Auslieferung des Mannes mit den 16 Gesichtern", wie man Herrn Carifallis nennt, beantragt. fallis gleichfalls zur Rechenschaft und vor den Kadi gezogen werden. Die Person des Verhafteten weist natürlich all die Eigenschaften auf, die ein erfahrener Hochstapler befizen muß. Er spricht geläufig mehrere Sprachen, trägt ein harmloses„ bertraueneinflößendes" Aeuße res zur Schau und, was besonders half, in seiner Begleitung war stets eine bildhübsche, mondäne Frau, eben jene Cela de Santi, zu sehen, die mit dem Schmelz ihrer tiefschwarzen Augen auch man chen Leichtgläubigen in die Falle lodte. Carifallis Auch in Deutschland ist der menschenkundige besaß in allen Städten Europas Absteigequartiere Grieche fein Unbekannter. Die Hamburger Polizei und hatte auf vielen Poſtämern Schließfächer, in glaubt in ihm jenen Betrüger zu erkennen, der im denen seine anonyme Korrespondenz zusammenlief. Jahre 1925 ein hanscatisches Geschäftshaus um Die Untersuchung ist in vollen Gange. Sie soll 800.000 Mart preflte. In Genf, Kairo und Athen noch manche Ueberraschungen mit sich bringen, wie sind die Leute nicht schlauer gewesen; dort soll Cari- die belgische Polizei versichert. tet. Einzubekennen ist das gesamte unbewegliche und bewegliche Vermögen. Zur Einbekennung find amtliche Druckjorten zu verwenden, die bei Den Steuerämtern um den Preis von 30 Hellern per Bogen zu haben sind. Eine Belehrung über bie Verfassung der Vermögensbekenntnisse sind um den Preis von 2 Kronen zu haben. Da die Ortsgruppen der Fachverbände, der Kleinhäusler etc. fein unbewegliches, sondern nur bewegliches Vermögen besißen, ist natürlich nur dieses einzubekennen. In Betracht kann da wohl nur ein bescheidenes Inventar fommen. Der bare Kassastand am 1. Jänner 1921 ist ohne Rücksicht auf dessen Zweck und Verwen dung in das Bekenntnis einzustellen. Das bewegliche Vermögen der Vereine zu Unterrichts-, Wohltätigkeits- und Humanitätszweden fann vom Aequivalent befreit werden, wenn es nach den Statuten den erwähntent Zweden ausschließlich und dauernd dient. gewerkschaftlichen Ortsgruppen und die der Kleinhäusler fönnen sich auf diese gesetzliche Be stimmung(§ 27 der Verordnung vom 19. Ottober 1920, Sg. Nr. 587) berufen. Das Vermögen der Gewerkschaftsortsgruppen dient ja keinem anderen Zwede als den: die Mitglieder bei Arbeitslosigkeit, Krankheit, in Notfällen, auf der Reise zu unterstützen und sie durch Vorträge, Kurse usw. zu fördern und zu unterstützen. Die Ortsgruppen der Kleinhäusler fönnen sich auf den Artikel II P. 4. 5, 7, 8, 11 und Artikel III der Vereinssagungen berufen; die von der Förderung der Wissenschaft, der Hebung landwirtschaftl. Unterrichtes, des Fortbildungsschul wesens, ferner von Vorträgen über Landwirt schaft und Handel und der Gründung von Bü chereien handeln. Einzubringen sind die Bekenntnisse bis spä testens 30. Dezember 1930, und zwar bei der jeweils zuständigen Finanzbezirksdirektion( Ge bührenabteilung). Für unser Gebiet ist an die Finanzbezirksdirektion Leitmerit das Bekenntnis einzuschicken. Wird die rechtzeitige und ordnungsmäßige Einbetennung unterlassen, so wird die zweifach Gebühr für die 10 Jahre eingehoben. Unrichtige Angaben unterliegen der Vehandlung nach dent Strafgefehe über Gefälls übertretun " Unverschämtheit!" stehen lassen und gebrummt: Die ist auch nicht leicht hat er sich auch maskiert, so daß weder er besser als die andern. Läßt sich auch von jedem fie, noch sie ihn erkennen konnte. Je weiter der Ach, Berzeihung! Du bist's ja gar nicht." SPD. In der ganzen Nachbarschaft waren Affen einladen." Daß die Marie spitbübisch Beiger der Uhr vorrüdte, desto nervöser wurde Der frühere Begleiter der Maste trat her schon die Sichter erloschen. Nur oben im vier- hinter ihm drein lachte, hatte er in seinem fie. Sie tanzte nicht mehr. Sie wies jeden zu an. Was fällt Ihnen ein? Sie unverschämter rüd, der sich heranwagte. Ihre gute Laune war Bümmel!" fauchte er Heinrich an. ten Stod, im Stübchen von Marie, der lustigen Merger nicht bemerkt. Der ersehnte Abend war da. Der Blumen- verschwunden. Fünf Minuten vor zwölf Uhr. nicht wissen, was sich achört, dann bleiben Sie Schneiderin, wie sie wegen ihrer Munterfeit von allen Bekannten genannt wurde, war noch Vicht. faal, der größte Saal der Stadt, wo der Volts. Die Tränen standen ihr in den Augen. Die an- gefälligst zu Hause!" Die Nähmaschine ratterte wichtigtuerisch, als chor seinen Maskenball veranstaltete, wimmelte dern brauchten nicht zu sehen, daß sie allein hier Ein Wort gab das andere. Ein Standal wollte sie dem übrigen armseligen Hausrat be- von frohen Menschen, die einmal im Jahre alle war. Sie ging in die Garderobe, holte ihren schien sich zu entwickeln. Der Tanzordner und einige Vorstandsmitglieder des Vereins traten weisen, daß sie das wichtigste Stück der ganzen Not und Sorge vergessen wollten. Einmal lustig Mantel und ging. Einrichtung sei. Mit ihrer Silfe erwarb sich und übermütig sein. Sich in der ungezwun- Auf dem Maskenball im. Harmoniesaal hinzu und schoben den Rabiaten zur Tür hinaus. ihre Herrin ihren Unterhalt. Heute Abend aller- genen Narretei des Maskenballs die Straft holen, langweilte sich ein junger Mann, der mit seinem Die frische Luft brachte den Eifersüchtigen wiedings stimmte bas nicht. Heute wurde nicht an um ein weiteres Jahr auszuhalten in der Tret- einfachen schwarzen Anzuge unter den Smokings der zu sich. Entschuldigend wandte er sich an einem kunstvollen seidenen Kleide für die Frau mühle des Lebens. Wasken wogten durcheinan- und Fräden auffiel. Verlegen schritt er von einen der Herren und verschwand im Nebel, der Direktor oder an einem wollenen Sleidchen für der mit schwarzen Anzügen. Einfache Masken einem Ende des Saales zum andern. Seine zwischen den Häusern hing. die Nachbarschaft gearbeitet. Nein, heute Abend in der Hauptsache. Doch eine Maske fiel auf. verbiffene, zornige Miene paßte gar nicht in die Biellos trieb er eine halbe Stunde lang noch mußte das schidste aller Mastenkostüme Mit Schick und Grazie bewegte sich die lustige lustige Maskenballſtimmung, die im ganzen durch die Straßen. Er, der sonst so ruhige und fertig werden, das jemals auf einem hiesigen Schneiderin, sprudelnd vor übermütiger Laune, Saale herrschte. Mancher schiefe Blick traf ihn. bedächtige Mensch, hatte sich zu Handlungen hin Mastenballe zu sehen war. Morgen Abend hatte durch den Wirrwarr und flog von einem Tänzer Was hatte auch der hier zu suchen! Was er reißen lassen, die ihn lächerlich gemacht hatten. der Vollschor seinen Maskenball. Und im zum andern. Endlich war es ihr gelungen, den fuchte, das wußte Heinrich genau. Marie suchte und alles wegen der Marie. Er konnte nicht Boltschor sang ja der Heinrich mit. Also war vielen Verehrern auf Augenblide zu entschlüp er. Sechs Mart hatte der Eintritt gelostet. Aber anders. Nach kurzer Zeit stand er vor ihren: er bestimmt bort. Im übrigen hatte er sie auch fen. Sie stand auf der Galerie und sah suchend nicht nur dies. Auch den Maskenball seines Hause. Oben im letzten Stod, in ihrem Zim dazu eingeladen. Er war doch ein lieber Kerl, in den Saal.„ Wo nur der Heinrich steckt?" Vereins, des Vollschores, hatte er verfäumt. mer, war Licht. Sie war also zu Hause. Heinindore des der Seinrich. In dem kostüm würde er sie Seit drei Stunden suchte sie ihn vergeblich. Das Alles nur thretwegen.„ Es muß doch bald zwölf rich schüttelte den Kopf. Genarri hat sie did) dich ficher nicht erkennen. Oh, wie sie ihn an der war doch zu dumm." Sie fühlte, Sie fühlte, ihre gute Uhr sein? Zeit zur Demastierung." Da, was also. Allerdings ist ja Fasching." Ganz dumm Nase herumziehen wollte! Bis zur Demaskie- Laune war im Schwinden. Direkt ärgerlich war war das? Dort hinter der Säule stand eine tam er sich vor, wandte sich und wollte beschämt rung wollte sie unerkannt bleiben. Dann, ja, bas. Der Hauptspaß des Abends schien ihr zu Maske, die zu ihm herüber fab. Ein junger davonschleichen. Da hörte er durch die Still: dann..., denn würde sie ibn schon entschädi- entgehen. Es war jest 11 Uhr. Um 12 Uhr Serr im Frac hatte den Arm um sie geschlun- der Nacht sich oben ein Fenster öffnen. gen und recht lieb zu ihm sein. Um Heinrich war Demastierung. Wenn fie Heinrich nicht gen. Das Blut begann heiß durch seine Abern Bevor sie das Licht auslöschte, wohie Marie auf eine falsche Fährte zu bringen, vielleicht bis fünf Minuten vor zwölf gefunden haben zu brausen. Das war fie. Die Kröte! Den nur noch einmal in die Nacht hinaussehen, um auch, um ferne Eifersucht cavas aufzustacheln, würde, darn würde sie heimgehen. Heimgehen ganzen end hatte sie ihn hier herumstehen las- ihre brennenden Auger zu fühlen. Sie var schon hatte sie ihm lächelno erklärt:„ Ja, Heinrich, es und... weinen. Sie wußte schon im voraus, fen und sich mit andern amüsiert. Wart, das halb entkleidet und redte die Arme an dem Fenist sehr schön von dir, daß bu mich einladen wie es kommen würde. Wie hatte sie sich dar will ich dir ankreiden." Unbegreiflich, daß e willst, aber weißt du, ich hab' leider für den auf gefreut, den Heinrich zappeln lassen zu fön sie nicht schon lange erkannt hatte. Wie erſterkreuz hoch. In tiefem Atemzuge sog sie die zum frische Nachtluft ein. Als sie auf die Straße gleichen Abend schon eine Einladung angenom- nen! Bis zur Demaskierung. Und nachher. Sohn löfte sie sich auch noch aus dem Arme ihres hinunterblickte, erschrat sie. Da unten vor dem Tänzers und trat auf ihn zu: Was ist. Kleiner? Hause steht er ja!" Bums, fuhr das Fenster men. Der Frau Direktor ihr Aeltester hat mir das ging niemanden was an. eine Starte geschenkt für den Ball im Harmonie- Marie ging wieder hinunter in den Tanz Tanz mal mit mir! Und schau nicht so gries- wieder zu, und das Licht erlosch. Heinrich hatte faal. Ich konnte nicht gut ablehnen. Der Stund- faal. Sie schritt die Tischreihen an den Wän- grämig brein!" die Situation richtig erfaßt und ging quietsch schaft wegen. Du mußt diesmal schon allein ben ab, wo sich die Herren in den kurzen Pausen Wirklich, das war auch ihre Stimme. Haß- vergnügt nach Hause. Das Happy End" der gehen. Ein andermal gehe ich mit dir." Wit gern aufhielten. Sie suchte in jedem Winkel. erfüllt blisten seine Augen. Mit hartem Griff Geschichte, das sich am nächsten Tage ergab, kann argerlicher Miene hatte Heinrich sie daraufhin Nichts, nirgends eine Spur von Heinrich. Viel- riß er ihr die Larve vom Gesicht. sich jeder selbst ausmalen. " " Karl Eule. Geite 6. Kuckuck 300 $ 6 Die größte iffustrierte Woensdrift Erscheint jeden Samstag Überall erhältlich Der Kampf der Geidenarbeiter in Nordmähren. Donnerstag, 20. Feber 1980. Die Aufführung war gut genug besucht, um zu beweisen, daß der völlige Verzicht auf das klassische Repertoir feineswegs den Notwendigkeiten einer rationellen Bühnenführung, sondern eher einer gewissen Bequemlichkeit entspringt, der Beifall war echt und herzlich; er wurde verdientermaßen vor allem Rösner zuteil! Dr. E. Franzel. Kunst und Wissen. Str. 44. VERLANGET UEBERALL VOLKS ZÜNDER SOLO A.S.I. Wollte man aus dem Göy" ein Revolutions des übermütigen Reiterburschen Georg. Dagegen was drama machen, man müßte ihm Zwang antun; ren Renner( Lerfe) und Reinhardt( Selbit) wollte man die Dichtung in ein Bekenntnis zur Re- Figuren aus einem Guß. Es seien noch Schmeraktion umdeuten, man beginge am Dichter ein Uzenreich( Kaiserlicher Rat und Bauer Link), recht. Ihm ging es nur um eines, um den Konflikt Bauer( Stumpf) und Beit( Snappe) sowie der des eigenwilligen, sich selbst verantwortlichen und zu Bruder Martin Ströhlins genannt. tiefst fittlichen Menschen mit den toten Rechtsforment Unter den weiblichen Rollen vermißte man eine seiner Zeit. Dieser Konflikt ist bis heute ein bühnen- gleich markante Erscheinung, wie Rösner sie stellte. fähiges Problem; indem man ihn dramatisch an Frau Reinete fehlte das Herzliche und Mütterschaulich macht, rückt man die Dichtung in Zeitliche nicht, aber es war doch mit einem Schuß Bitnähe. Sie bleibt freilich problematisch und die Lö terfeit bersetzt. Man wurde nicht recht warm unter fung des Dichters ist keine ganze Lösung, weil swi den strengen Augen der Schloßherrin von Jartschen der Geburt der Dichtung und ihrer Wiedergabe hausen. Trude Eger( Marie) war gut in fonben auf der gegenwärtigen Bühne die Revolution liegt, tioneller Auffassung der Rolle, Tilde Ondra Zusammenstöße mit der Gendarmerie. die sich im Gög" mur ankündigt. Als Goethe aus hatte die dämonische Maste und die Erscheinung Der Kampf der Seidenarbeiter in Römer- den Chroniken des 16. Jahrhunderts das Bild des einer Adelheid, aber doch nicht das Teuflische der bestadt dauert weiter. Eine Verschärfung der Lage urwüdfigen, erdverbundenen Kraftmenschen herauf- rechnenden Intrigantin. Erst in der Sterbeszene trat Montag den 17. Feber ein. Beim Schicht beschwor, bliesen noch alle Herolde der bürgerlichen wuchs sie zum rechten Maß der Gestalt empor. Des wechsel der Firma Flemmich belagerten hunderte Revolution die Fanfare des Naturrechts. Der Na- fleinen Lederer, der sehr brav die Rollen des streitende Arbeiter die Fabrikstore. Eine Ver- men Rousseaus stand auf den Fahnen der Stürmer Buben Karl spielte, sei anerkennend gedacht. sammlung, die die Kommunisten für diese Ar- und Dränger und eine ganze Generation betete das beiter einberufen batten, wurde verboter Die Idol des Kraftkerls, des Originalgenies an. Wer Bemühungen, die Arbeiter dieses Betriebes für wollte und sollte diesen Jungen gegenüber die Autoden Streik zu gewinnen, schlugen fehl. Die Her- rität der bestehenden Ordnung, die sittliche Mission ausnahme der Arbeiter dieses Betriebes wäre des Staates oder der Gesellschaft verteidigen, da er breitbeinig, hodig, verkrampft, mühselig, hat die auch ein Verbrechen, da der Geschäftsgang sehr Staat und Gesellschaft morsch, verderbt und nur die Augen stier im Schnee und den Atem verstockt. Es schlecht ist und Herrn Flemmich dadurch nur Hüter einer verlogenen Unrechtsordnung waren?! gilt doch wahrhaftig nicht nur, die Tour möglichst eine Gefälligkeit erwiesen würde. Die Kommuni- Vom Standpunkt des Historikers aus betrachtet, ist bald auszuführen, sondern das wundersame Er. sten versuchten ferner die Arbeiter der Seiden- Göz im Unrecht als der Verteidiger eines veralteten leben und Ausleben im Winterland erfahren zu fabriken in Branseifen und Bergstadt für den Rechtsprinzips, als Vertreter des ritterlichen Fausttönnen. Je mehr Entspannung, desto mehr Streit zu gewinnen, was jedoch im Reime er rechts gegen das höhere Prinzip des Landfriedens. Erlebnis in Leib und Seele. Der Stilauf soll nicht stickt wurde. In diesen beiden Betrieben ist Den Zeitgenossen des jungen Goethe mußte er als Novitätenkonzert der tschechischen Philharmonic. Rennzwed werden, sondern belebendes Ideal blei. ebenfalls sehr schlechter Geschäftsgang. In Freiheitsheld erscheinen, der gegen das Willkürregime Talich hat heuer noch nicht viel für Neues Zeit Braunfeifen ist schon durch ein hr die Sturz- despotischer Fürsten anstürmte, das sich nur schlecht gehabt; umso angenehmer überraschte dieses Nach- ben. Wir laufen Sti, um aus unserem Dunkel in arbeit eingeführt. Zu schweren Zusammenstößen hinter papierener Autorität und hinter erschlichenen mittagskonzert, das mit der effektvollen Ouvertüre die Helle und Offenbarung der Natur zu gleiten und mit der Gendarmerie fam es am Montag an Rechten verbarg. Saßen doch die Nachfolger ber zu Rietas in Brünn uraufgeführter Oper„ Alter ihren Rhythmus und ihre Kraft aufrecht oder verschiedenen Stellen der Stadt, vor allem bei Bamberger und Würzburger Widersacher Gößens als Geist und die neue Welt"- nach Oscar Wildes zwanglos geneigt, uns selber entlöst, aufzunehmen der Fabrik Flemmich und vor der Bezirksbehörde. Blutsauger und Gewalttäter noch immer auf Thro- Erzählung„ Das Gespenst von Canterville-einDie Janowigerstraße wurde verschiedenemale nen, Thrönchen und Bischofsstühlen und sperrten bie fette. Neue Gedanken kontrastieren mit Altem, ge- Reuel und glaubt, daß sie auf dem rechten Weg find. Der Schweizer Roelli ermuntert Dahinden und durch Gendarmeriekordone mit gefälltem Bajo- Schubart und Schiller in Turm und Starzer! Die mütliche Nachdenklichkeit mit raffiniertem Humor, net geräumt. Dabei wurde ein Streikender ver- tragische Schuld Gözens in einem historischen Drama nur erscheint das Gedankliche zu betont: jedenfalls Wir Talmenschen aber wollen uns befleißigen, ihren wundet, ebenso ein Gendarm erlitt Verlegungen. wäre es, daß er in der besten Absicht, als ehrlicher ist aber die Novität interessant.- 81ch& Lieber- Spuren nachzufahren mit Reuelscher Leichtigkeit und Mehrere Personen wurden verhaftet. Schließlich Mann, ein verlorenes und lebensunfähiges Staats- syflus Bom Mütterchen" ist zudem über zwei Dahindens Schönheitssinn. Eins fehlt uns nur wurden die Streifenden durch ein großes Aufprinzip verteidigt. Goethe, ber auch aus anderen Jahrzehnte alt, gefällt aber durch volkstümliche Me- noch: Schnee in ausreichendem Maße als Grundgebot der Gendarmerie aus der Stadt verdrängt. Gründen seinen Selden felten eine wirkliche Schulb lodik und die echte, schwer sentimentale der Tschechen lage jeglicher Stitechnik. Mit allen Mitteln werden die Streikenden auf auflud, konnte sich zu dieser Lösung nicht durchrin- findet wirklich faum ihresgleichen!- reif ist die die Gendarmerie gehezt. Junge Mädchen und sen, weil das Bild einer Ordnung fehlte, zu der er Technik der Instrumentation.- Das Klavierkon- Bunte Sportnachrichten. Burschen wurden direkt in die Bajonette getrie- ich hätte bekennen mögen. So taucht der Rechtsstaat zert des Schweden Stenhammer ist ein Reißer Treffer, bei denen es wirllic; knallt. ben, während die kommunistischen Funktionäre nur als Utopie Gögens in der schönen Szene mit unoriginellster Art, wenn auch glüdlich zusammenfich im Hintergrunde verborgen hielten. Es ist derse und Georg auf. Wie sehr vom Mittelalter bis gestellt und dem Ohr ſehr gefällig; schließlich wurde Blutrache, aber auch sonst sind die Verhältnisse auf Auf Korjita herrscht befanntlich noch die nicht zu leugnen, daß die Kommunisten die Absicht haben, ein Blutbad anzurichten. Dabei hüter dennoch fortlebte, beweist Goethe- Gößens immer musikalisch einwandfreie Wiedergabe der begabten eine dortige Zeitung darüber Klage, daß die Fußzur neuesten Zeit die Fiktion des Staates als Rechts- aber auch diese Nummer durch die technisch und dieser Insel nicht gerade die idealsten. So jührte schwillt die Not von Tag zu Tag an. Die Stim- wieder erneuertes Bekenntnis zum Kaiser. Es war Planiftin Anna Krčmař zu einem großen Erfolg. mung wird täglich eine gereiztere. Bis jest war die legale Form, in der man wider die Fürsten Den Abschluß bildete Schönbergs gedankentiefe, im Sojenjad behalten und bei erzielten Toren die baller selbst bei Wettspielen ihre Schießwaffen die Stimmung der Arbeiter eine ruhige, sie ist opponieren konnte. Und auch da hatte sich wenig unendlich komplizierte Kammersymphonie, die sämt- im Hoſenſack behalten und bei erzielten Toren die jedoch durch die heutigen Vorfälle furchtbar er- geändert. Wie die Fürsten Maximilian tujonierten, liche Sayformen der alten Symphonie in einen Satz für ihre Kameraden und Zuschauer gewiß nicht u so sprangen ihre Nachfolger mit Franz I. und vereint und wohl das Subtilste der Arbeit des heute gefährliche Gewohnheit haben, ihre Freude durch Joseph II. um und in Goethes Vaterhaus mochte nicht mehr jungen Meisters darstellt. Allerdings Abgabe von Revolverschüssen auszudrüden. Es ist zwischen dem„ laiserlichen" Großvater Tertor und erscheinen die Öhren des ublikums an Sieben und aber faum zu befürchten, daß diese niedliche fors dem fritischen" Bater auch um Friedrichs II. Pa- Neunflänge noch nicht gewöhnt, trotzdem Talich fanische Sitte sich über die Insel hinaus verbreiten role,.e: pfeife auf die Reichsverfassung", gestritten durch Verstärkung der Streicher und Vereinfachung worden sein. der Originalbesetzung starte Konzessionen machte, und der Beifall hielt sich in mäßigen Grenzen, wiewohl die geradezu großartige Wiedergabe Applaus orfane verdient hätte. bittert. ,, Götz von Berlichingen“. Aufführung in der Kayßlerschen Bearbeitung im Neuen Deutschen Theater. Die Kayßlersche Bühnenbearbeitung des Göß Um aber Göz doch in einer Art tragischer Schuld von Berlichingen" beabsichtigt zweierlei: aus der ge mit seinem Verhängnis fausal zu verketten, läßt ihn waltigen Fülle dramatischer Szenen, die sich in den Goethe zum Bauernführer werden, um in derverschiedenen Goetheschen Bearbeitungen des Schau- selben Szene, die ihn schuldig macht, den Helden auch spiels finden, das dramatisch Wesentliche, Wirkungs- schon zu entschuldigen: er will ja Fürsten und Reich vollste herauszuholen, und zugleich das für die Bühne dienen, indem er die Bauern zur Vernunft bringen zu retten, was geistig unserer Zeit am nächsten steht. will( Piscator würde den Göz demgemäß als Friedrich Kayler hat mit gutem Grunde auf„ Sozialverräter" auf die Bühne stellen). Er ist also sinzelne Szenen des Ur- Göz zurückgegriffen und sie wieder unschuldig= schuldig und heute sicht diese wieder zu Ehren gebracht, wo Goethe später schwä- Peripetie doppelt brüchig aus, da wir ja eher gechere, Softheater- gemäße Fassungen eingefügt hatte. neigt sind, die Bauernrevolution als die Rebellion Dramatisch und als Bekenntnisdichtung gewinnt das des Raubritters als„ rechtmäßig" anzuschen. WelWert durch diese Bearbeitung( immer im Hinblid cher Kontrast zwischen Goethe, der den Göy wegen auf die Bühnenfähigkeit gesprochen, denn zur Lel- feines Pattierens mit den Bauern entschuldigt, und türe bedarf es keiner kürzenden und zusammenfassen- a uptmann, der im Florian Geyer" Gößens den Bearbeitung). Man kann sie ruhigen Gewissens Abfall von den Bauern mit dem Kommentar mel um so mehr bejahen, als sie das Wort bes Dichters den läßt, Götz sei zu den Bündischen gegangen und nirgends vergewaltigt. ein Hundsfott" geworden. W. L. Spielplan des Neuen Deutschen Theaters. Donnerstag( 117-1), 7 Uhr: Die Sachertorte". Freitag( 118-2), 7 Uhr: Der Tenor der Her3ogin". Samstag( 119-3), 7 Uhr: Rigoletto" Sonntag, 11 Uhr: Sammermusit; halb 3 Uhr: Frau Vidal hat einen Geliebten"; 7 Uhr Das Land des Lächelns". Montag( 120-4), halb 8 Uhr: Fidelio". Spielplan der Kleinen Bühne. Donnerstag: Spiel der Sommerlüfte". Freitag:„ Spiel der Sommerlüfte". Samstag: Vater sein dagegen sehr". Sonntag, 3 Uhr: Die hei lige Flamme"; halb 8 Uhr: Frau Vidal hat einen Geliebten". Montag( Bantbeamten 1): Frau Vidal hat einen Gelieb ten". Sport- Spiel Körperpflege * * Wie sage ich es dem Stianfänger? und weiterzugeben. wird. 3. W. Und das alles als Amateur. Sonja Henie, die Weltmeisterin in Sanfteislaufen, hält sich gegenwärtig in den Vereinigten Staaten auf. In Begleitung ihrer Eltern hat jich die kleine Berühmtheit in Amerika wie eine Dollarprinzessin mit allerhand Pomp und Staat umgeben, macht kostspielige Reisen und läßt durch ihren Bazer, der als ihr bester Reflamevertreter für jie tätig ist, gehörig Propaganda machen. Als neuesten Erfolg fann sie nunmehr ein Filmengagement für Bollywood verzeichnen. Natürlich, Amateur bleibt sie weiterhin. Am Sport kann man auch reich werden. Der Jahresbericht der Harvard Univer. fität( U. S. A.) weist aus, daß innerhalb eines Jahres bei den Sportveranstaltungen der Universität 1,070.617 Dollar eingenommen wurden. Nach Abzug aller Unkosten verblieb ein Reingewinn von 217.171 Dollar. Die Einnahmen waren um 56.000 Dollar höher als im vorigen Jahre. Bemerkenswert ist, daß nur im Rugby„ verdient" wurde und daß alle andern Sportarten mit Verlust ..gearbeitet" haben. Anläßlich einer Zivillage in New York auf Schadenersab wegen kontraktbruches gegen den ehe. maligen Weltbogmeister Tunney und dessen Es ist wirklich nicht leicht, auf die Frage des Manager wurden interessante Zahlen über das Anfängers, wie man es mit der Technik hält, eine Einkommen des Boxers bekannt. Danach belief allfeits befriedigende Antwort zu geben. Die Fülle sich das Einkommen Tunneys aus seinen Kämpfen in der Arten ist erdrückend. Kaum glaubt man nun den Jahren 1927 und 1928 auf insgesamt 1,715.000 mit der mühsamen Erlernung dieses oder jenes Dollar. Seine Ausgaben, Prozente, Manager, VerSchwunges für eine Saison Ruhe zu haben, erscheint pflichtungen und andres, werden für die Zeit auf schon wieder ein neues Lehrbuch, werden neue Mög- etwa 500.000 Dollar geschäßt. Seine Einnahmen lichkeiten des Stilaufes entdeckt. Man staunt dann durch Schaubogen auf der Bühne und Filmvorfüh immer, wie wenig man von den Feinheiten dieses rungen werden mit 350.000 Dollar beziffert. Im Sportes eigentlich eine Ahnung hatte. Es hilft aber Jahre 1928 verdiente Tunney an Zeitungsartikeln alles nichts; in Wort und Bild, im Lichtbild und etwa 250.000 Dollar. im Film und bei jeder Bahnfahrt zu und von einem Wintersportplatz wird man umgarnt und gegen seinen Willen belehrt. Es scheint sich beim Slifahren die Mode herausgebildet zu haben, nur noch in Schulen" zu denken. In den Tendenzen Rayßlers bewegte fich die Die große bürgerliche Revolution erst hat auch Inszenierung Hölzlins. Sie beschleunigte das die Ethik der Revolution begründet und dem PrinTempo nach Kräften, verzichtete auf breite Expo- zip des Faustrechts jenseits der blanken Staatsautositionen und Milieuschilderungen, wie sie die episch- rität das Gegenprinzip der sittlichen Pflicht zur Gechronistische Dichtung Goethes gibt, und steigerte meinschaft entgegengestellt. Zwischen dem Göz" und durch rasche Szenenfolge, durch Herausarbeitung der der Gegenwart liegt eben die Philosophie Kant3 dramatisch wirksamsten Elemente jeder Szene die und ich tes, die den herkömmlichen ethischen WerBühnenwirkung. Ohne Verluste an dichterischen ten Recht und Treue den neuen der Pflicht im Sinne Berten geht es bei solcher Operation ſelbſtverſtänd. des Kategoriſchen Imperativs beifügte. Genug lich nicht ab. Wo der große Realist Goethe das Schwierigkeiten also, ein Zeitdrama aus dem Göß Leben in breiter Behäbigkeit sich entfalten läßt, wo zu machen, in den nun einmal untilgbar das 18. er in Kleinmalerei mit der echten Freude des le- Jahrhundert seine Spur gegraben hat! bensbejahenden Gestalters schwelgt(.... und wo Was bei der Aufführung wirkte, war troß alledem ihrs faßt, da ist es interessant"), fällt manch wert das Dramatische, das Theatralische, das Unvergäng voller Span dem Hobel des Dramaturgen zum Opliche der Dichtung, das die Schöpferhand des Dichters fer. Um jo erfreulicher ist es, daß Hölzlin mit sicherer verrät, die wir bewundern, was immer ihr zu bauen Band die Momente festhielt, wo das Verweilen im gefällt. Nicht bewußt und gefünftelt zeitnah, sondern Bilde, die beschauliche Ruhe der breiten Szene mit einfach menschlich gab Willy Rösner den Göß, dem dramatischen Zwed, der ein Retardieren ver- wobei ihm von neuem alles zustatten kam, was ihn langt, vereinbar war: beim Mahle auf Jagthausen auch sonst als Darsteller auszeichnet: die schlichte, oder vorher in der Szene zwischen Marie und dem unpathetische Sprache, die Wärme des Gefühls, das Knaben. Trotz der Knappheit der Einzelszenen und alle seine Gestalten durchdringt, die würdige Gemesder raichen Folge, in der sie( wenn der Schauplatz fenheit des Spiels, das sich nie im Ausdrucksmittel wechselt, oft beinahe zu rasch, filmartig) ablaufen, vergreift. Hier war ein Mann, der, zu Recht oder hat das ganze Drama noch immer seine beträchtliche Unrecht, eine Sache vertritt, mit der er aus innerBänge, und da es nach der Vernichtung der Böse- stem Wesen verwachsen ist, ein gutmütiger, bärenhaf wichter in den sanften Tod des Helden austlingt, ter Kerl, dem man bei allen seinen Schrullen und ohne Katastrophe nur in Resignation verebbt, hilft Raubrittermuden eine gute Sache schon anvertrauen ihm keine Dramaturgie zu Shakespearischer Gewalt. Könnte. So formte Rösner das Bild des MenEs bleibt Historie, Chronit, dramatisiertes Epos. Es schen, mit besonderer Plastik vor allem in der Szene wäre ebendarum vergebene Mühe und ein schlechter mit dem Buben oder im Ratssaal zu Heilbronn. Ein Dienst am Dichter, wollte man auch das noch Zeit- Göy, der im Mittelpunkt stand, ganz Hauptrolle gemäße oder Zeitnahe der Dichtung allzu trampf- war und doch nie vordrängte, eine sicher ausgewohaft herausarbeiten. Für Goethe war die Bühne nie- gene, fein ausgeglichene Leistung! mals das öffentliche Forum großer Auseinanderset- Stöd Is Weislingen vermochte, war er auch zungen mit seiner Zeit; er war nicht wie Schiller kein Versager, doch nicht zu überzeugen; zu spröde, ein Publizist größten Stils, er rang mit dem Dä- wo er weid), zu falopp, wo er hart sein soll; viel mon in sich und im Kleinsten erschloß sich ihm ein liegt wohl an der leidigen Gewohnheit, partout das Gleichnis. Deffentliche Anklage, Werbung und Auf- Geficht zu verzichen, auch wo es ganz und gar über ruf, zu denen von Bessing über Schiller und flüssig ist! Auch Jantschs Sidingen hatte nicht göttlich, sich auf den Ski zu wiegen, mit den Sti leist bis auf ebbel den großen Dramatikern ganz das Format, mit dem ihn der Dichter bedenkt. Durch den Schnee zu tanzen Heute soll der Anfändie Bühne vorwiegend diente, waren ihm wesens Frisch und lebendig Leitgeb( Franz); Pable- ger nach wenigen Stunden so schneefest" sein, daß fremd. fat fand stellenweise, aber nicht immer, den Ton man ihn auf die Tour mitschleppen kann, also ist " Bereinsnachrichten. Arbeiter- Turn- und Sportverein Prag. Heute Donnerstag, den 20. Feber, halb 8 Uhr abends, veranstalten wir im„ Odunseren Turnerinnen und Turnern ausgeführten Werbeabend: ,, Unsere Arbeit“. Die Literatur über die Skitechnik wächst lawinenartig an. Man hat schon eine Lawinenschnur nötig, um sich vor dem Versiufen zu retten In Deutschland schreitet Reuel mit seinen„ Neuenboroby dum", Na Perštyně, einen von Möglichkeiten des Stilaufs" allen voran, in der Schweiz fährt Josef Da hinden in seinen Spuren, und man erzählt sich in eingeweihten Streisen Wunderdinge von Reuels Leichtigkeit und Dahindens Schönheitssinn. Reuels Stischritte lehrt uns der Einleitender Vortrag: Die geistigen Grundlagen Schweizer Roelli in einem schwungvollen Aufsatz im proletarischer Körperkultur." Parteigenofsinnen und Jubiläumsjahrbuch des Schweizer Stiverbandes, sein genossen! Besuchet unseren Werbeabend und überEntrüden vom Boden, sein Beschwingtsein dürfen zeugt Guch von unserem Schaffen und Können nicht mit ein paar hingeworfenen Worten von der Eintritt frei! Hand gewiesen werden. Der ganze Mensch soll am Stilauf teilhaben. Man spottet: Zirkus, Theater. Gewiegte lächeln sogar: Laban. Herausgeber: Siegfrieb Taub. Chefredakteur Wilhelm Nießner. Berantwortlicher Redakteur: Dr Emil Straub Prag Druck: Nota A.-G. für Zeitung und Buchbruch. Prog Für den Truch verantwortlich Otto Free Zeitungsmarlentrantatur wurde von de: Post u Telegraphen direktion mit Erlaß Nr. 13.800/ VII- 1930 bewilligt.