Nr. 19. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit ilustrirter Sonntagss Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Zeitungss Preisliste für 1899 unter Br. 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 16. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel getle ober deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins: und Versammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Mr. 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die sozialpolitische Windstille. Beim Etat des Reichsamts des Innern pflegt sich all jährlich die Debatte über die deutsche Sozialpolitik zu ent wickeln. Im vorigen Jahre stand die nämliche Debatte durch aus unter dem Eindruck der Veröffentlichung des bekannten Posadowsky Erlasses, jenes Scheinwerfers", dessen Licht die dunkelen Pläne des Unternehmerthums und der Regierung magisch erhellte. Und in der damaligen Debatte entlud sich Leidenschaftsvolle Erregung, die durch das Bevorstehen der Wahl erhöht wurde. " Sonntag, den 22. Jaunar 1899. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Im verflossenen Jahre gedachte Graf Posadowsky die wählt zu haben schien, die Richtigkeit des Pernerstorffer'schen Sozialreform fordernde Sozialdemokratie mit donnernder Wortes zu beweisen:" Der Antisemitismus ist der Sozialismus Philippifa niederzuwettern. Diesmal war er ganz mild, ganz der Dummen." = sanft, streute Liebenswürdigkeiten aus und Versprechungen. Die bedeutendste Nede des Tages war die Röside's, Er wollte diese und jene Anregung in Erwägung ziehen", der mit Stumm grausam ins Gericht ging, Stumm's in„ ernste Erwägung". Nur gegen ein zu schnelles Tempo" Wort: die kaiserlichen Februar Erlasse seien erfüllt, mit der Sozialreform verwahrte er sich, nur" nervöser Dilettantis beißendem Hohn abfertigte, und Stumm ſelbſt anklagte, mus" folle nicht Platz greifen, nur die„ Studierlampe" folle die Sozialreform verhindert und auf die Entfernung nicht in den Fragen der Praxis Uebereiligkeiten herbeiführen. Berlepich's und Bödifer's hingewirkt zu haben. Ein Mitglied Wie harmlos, wie wohlmeinend, wie arbeiterfreundlich das des Bundes der Landwirthe, Oertel, blies in das Vielhabenalles flang! Schrempf'sche Reaktionshorn und schimpfte auf die BäckereiUns aber dünkt, die Fragen der Sozialpolitik seien zu verordnung, die den Herren Sozialreaktionären ein ganz beAnders in diesem Jahre. Es herrscht Windstille. Nicht ernst und zu dringlich, als daß fades Wortgespiel sich sonders schmerzhafter Dorn im Fleisch ist. dazu vertrüge. Eröffnung neuer Für Kochschulen, Frauenstudium die Stille fachlichen Gedankenaustausches, ehrlich strebender Arbeit, die gefördert wird durch die frohe Hoffnung gemein- gerostet. Wenn schon die Anläufe, die man in den 80 er 3dealist und Prinz Carolath Längst ist die deutsche Sozialreform ein Thätigkeitsgebiete für die Frauen brachen der vilde" fowie der Fortnützigen Fortschritts. Mehr eine müde Stille, eine Stille der und Anfang der 90 er Jahren nahm, überaus schwächlich- schrittler Schrader ein paar Lanzen. Tekterer Hoffnungslosigkeit, der schalen Empfindung, daß bedeutet doch wahrlich jene ganze vielgepriesene soziale Gesetz mit obligater Reichsverdroffenheit. Nach einer Antwort nichts zu vollbringen ist. Aber auch die Stille vor dem gebung nicht mehr als einen noth dürftigen Ausgleich der im des Grafen Posadowsky auf verschiedene Fragen und nach) Gewitter, jene schwüle Stimmung vor dem herauf- fapitalistischen Wirthschaftssystem stets wachsenden Gefährdung einigen ziemlich dunklen Aussprüchen desselben Herrn über ziehenden Unwetter, das sich in Donner und Blitz entladen des Lebens und der Gesundheit der Arbeiter so ist seit die Verabschiedung der Herren v. Berlepsch und Bödekersoll, denn das Gesez naht sich seiner der Verabschiedung des sogenannten Arbeiterschutz- Gefeßes so Aussprüchen, in denen u. A. der kühne Satz vorkam:" Die Vollendung"; das Zuchthausgeset" steht vor der gut wie nichts auf dem Gebiete der sozialen beste Interpretin der Februar Erlasse Thür. Wenige Verhandlungen des Reichsparlaments haben für herrscht, warnt Graf Bosadowsky vor zu schnellem Tempo"! daß die neueſte Sozialreform Gesezgebung geschehen. Wo absoluter Stillstand ist die Reichsregierung, und sie ist der Meinung, mit ihnen übereindie Gesammtheit der Arbeiterklasse, für die Arbeiter aller und wo die Arbeiter Forderungen stellen, deren Durch- stimmt"- gab es noch eine stark anarchistische AusBerufe und Betriebsarten, für männliche und weibliche ein so führbarkeit Wissenschaft und alltägliche Praxis gleichermaßen einandersetzung zwischen den Herren Stumm, Hize und besonderes und brennendes Gegenwartsinteresse als die Debatten erwiesen, da spöttelt der Regierungsvertreter über Vorschläge, Rösicke, der die Sozialdemokraten lächelnd zuhörten und über die Sozialpolitik. Hier gilt es in praktischer Nüchternheit die unter der Studirlampe ausgeflügelt sein. Kleinarbeit zu vollbringen. Hier handelt es sich nicht um Auch von„ Dilettantismus" will der sa ch Nächste Sigung Montag: Interpellation über das Wein. Aufgaben, deren Erfüllung weitab liegen könnte, sondern um verständige Graf Posadowsky nichts wissen. Aber die gesez, die voraussichtlich längere Zeit erheischen wird Anknüpfungen an gegebene Verhältnisse, um Abhilfe vor Arbeiter, denen das Mark der Knochen in gesundheitsgefähr- außerdem etliche unbedeutende Punkte und nach deren ErAugen stehender schwerer Nothstände. Man sollte meinen: lichen Betrieben verzehrt wird, die in überlanger Arbeitszeit ledigung: Fortsetzung der sozialpolitischen Debatte. Hier könne kein Zweifel mehr bestehen, hier müßten Alle Alle Jahre und Jahrzehnte ihres Lebens opfern müssen, sind keine tommen und mithelfen wollen am Kulturwerk des Schutzes sozialpolitische Dilettanten, sondern Menschen, denen die Noth und der Hebung der Millionen Mühbeladener und Leidender. und die brennende Sehnsucht nach höherer Lebensart den Ruf Die Etatsdebatte im Abgeordnetenhause. Und wirklich, fast scheint es, als dürfe man eine all- nach Hilfe und Rettung aus dem Herzen preßt. Die einen sogenannten„ großen Tag" versprochen hatte, wurde bitter Wer sich von der heutigen Etatsberathung im Abgeordnetenhause gemeine Bereitwilligkeit der politischen Parteien in diesen Werken Dilettanten der Gesetzgebung sind anderswo zu suchen. enttäuscht. Genug Zündstoff hatte sich allerdings zwischen dem der sozialen Politit feststellen Ja beinahe das Schauspiel eines während die soziale Reform zermahlen ist am Stumm'schen Schluß der vorigen und dem Beginn der jetzigen Seſſion anges fozialreformerischen Wettlaufs schien der Reichstag in diesen Schleifstein, treibt die soziale Unterdrückungssammelt; wir erinnern mun an die Attentate auf die Freiheit der Tagen zu bieten. Nur wenige Hürden und Hindernisse politik um so lustiger ihr Spiel. Stein Jahr beinahe ohne Wissenschaft, an den Recke'schen Schießerlaß, die Uebergriffe voit schienen den sozialpolitisch beschwingten Wettläufern im ein neues Umsturzgesetz, eine lex Recke, ohne kleine und große Polizeibeamten und die mit dem Volksbewußtsein im WiderWege zu stehen. Die geschworenen blindwüthigen Feinde Ausnahme- und Knebelgesete. jeder Volksselbständigkeit, die Stumm und die Möller, nichts von zu schnellem Tempo, von Studirlampe, von einem anderen Parlament zu heftigen Zusammenstößen zwischen Da weiß die Regierung spruch stehenden häufigen Begnadigungen dieser Beamten, an die neueste preußische Ausweisungspolitik- alles Thaten, die in sie schienen wie verloren in dem Chorus all derer, die laut Dilettantismus. in Arbeiterfreundlichkeit redeten. Volksvertretung und Regierung Veranlassung gegeben hätten. Und jetzt? Von Sozialreform sprechen die Reichstags- Aber im preußischen Abgeordnetenhause regt man fich Herr Röside erschien fast als Sprachrohr einer großen parteien, von Sozialreform spricht selbst die Regierung. Aber über solche Stleinigkeiten nicht auf, und selbst die äußerste Reichstags- Mehrheit. Des gewiß ernst meinenden Mannes sozialreformerische Thaten sind nicht zu erwarten. inte läßt in Bezug auf die Schärfe der Kritik vieles zu wünschen scharfe Absagen an den König von Neunkirchen fanden ein An deren Stelle wartet unser: das Zuchthausgese! übrig. bielstimmiges Echo im ganzen Hause. Das Zentrum macht ja seit Langem in Sozialreform. Und o Wunder der Wunder der hartgesottene Kapitalismus der Nationalliberalen ist weich zerflossen vor dem Evangelium der Sozialpolitik, das ein Bassermann und selbst ein Hey I zu Herrnsheim kündigt. Politische Uebersicht. Berlin, den 21. Januar.. Reichstag. zuschauten. " " Von demselben friedlichen Geiste wie die Richter'sche Rede war Der erste Redner aus dem Hause, der Abg. Richter, brachte zwar alle die von uns erwähnten Mißstände und noch vieles mehr zur Sprache, aber man vermißte heute an ihm die Schärfe, die sonst feine Etatsreden so interessant macht. Fast schien es so, als wollte er in das neue Gebäude als Friedensapostel einziehen und die alte Streitagt begraben. Erst am Schluß seiner fast zweistündigen Ausführungen, als er den Minister des Geistes" Dr. Bosse und den Eine große Majorität für eine ernsthafte Fortführung Die Fortsetzung der Debatte über Sozialpolitik und Ver- Polizeiminister Frhrn. b. d. Rede" ins Gebet nahm, zeigte er sich der sozialen Reformgesetze schien im Reichstage vorhanden zu wandtes ward heute vor fast leerem Hause geführt. Es ist als der gefürchtete Barlamentarier, der seine Gegner mit beißendem sein. Die Sozialdemokratie, die Ruferin im Streite, Sonnabend, wo jeder gerne nach Hause eilt. Und Hohn und Spott überhäuft. Im Allgemeinen wurde seine Rede schien einen Schwarm von Freunden für ihre Arbeiterpolitit das Interesse des Hauses für diese Fragen ist, außer für die ruhig mit angehört; nur bei seinen Ausfällen gegen die Agrarier gewonnen zu haben. Der Vertrauensvolle und der Nicht Interessenten, ohnehin ein sehr mäßiges, und ohne den erhob sich auf der Rechten ohrenbetäubender Lärm. fenner unserer parlamentarischen Verhältnisse dürfte glauben, moralischen Drud Terrorismus würde der schreck die Erwiderung des Finanzministers v. Miquel beseelt, der die goldene Zeit der Aufrichtung des niedergedrückten und gespensterhafte König Stumm es nennen, welchen die einige Ausführungen des Vorrebners auf dem Gebiete des Finanzins Elend gestoßenen Arbeitergeschlechtes sei im Anbrechen. Sozialdemokratie ausübt, würden immer mit Ausnahme wesens zu widerlegen fuchte und dabei in gewohnter Weise für Niemand aber, der Schein und Wirklichkeit, der Worte der Interessenten keine zehn Abgeordnete solchen Debatten feine Finanzreform Reklame machte. In seiner Eigenschaft als Vizeund Thaten zu unterscheiden weiß, kann sich so solchem Wahn beiwohnen. Heute hatten wir eine sozialpolitische Debatte präsident des Staatsministeriums berührte Herr v. Miquel nur die hingeben. ohne Sozialdemokratie. Wir Sozialdemokraten waren das Ausweisungen aus Schleswig- Holstein, die er als einen Att der NothWohl ringen zivet Elemente in der nationalliberalen Publikum, vor dem die bürgerlichen Parteien sich wehr bezeichnete, und bei welcher Gelegenheit er nach bekanntem Partei. Wohl waren es ungewohnte Töne, die Herr Basser- tummelten und- zanften. Muster der bösen Presse eins auswischte, deren Verhalten uns dent Die in feine mann zu Gunsten der Sozialpolitik und im scharfen Gegensat Zuerst stieg in die Arena der Pole Czarlinski, der Auslande gegenüber geschadet haben soll. Rede eingeflochtenen agrarpolitischen Bemerkungen berührten zu seinem Parteigenossen Möller bei der Etatsdebatte ge fich über Härten des Unfallgesetzes beschwerte( er brachte seine agrarischen Freunde so wohlthuend, daß einige Mitglieder funden hatte und für die ihm jetzt allerlei Stomplimente gefagt einige trasse Fälle zur Sprache) und, anknüpfend an einen des Chors der Landräthe sich nicht enthalten konnten, Beifall zu wurden. Aber man überschätze das nicht. Die armen Vorwurf Wurm's, die Forderung aufstellte, daß alle die flatschen- ein Verfahren, das der Vizepräsident Frhr. v. Heereman Nationalliberalen stecken in einer bösen Situation, ihre Zahl Arbeiter angehenden Verordnungen und Bestimmungen mit Recht als parlamentarisch unzulässig bezeichnete. ist zusammengeschrumpft und damit ist die Regierungsgunst fünftig auch in polnischer Sprache veröffentlicht Nach Miquel fam der konservative Führer und Er- Diplomat von ihnen gewichen; das Zentrum ist an ihre Stelle getreten, werden. Dem Polen folgte der antisemitische Bünstler Graf zu Limburg Stirum an die Reihe. Der edle Graf hatte sie sind bei Seite geschoben und kritische Launen machen sich Vielhaben, der gegen die Bäckerei- Verordnung Bech; als ihm das Wort ertheilt wurde, war es gerade zwei Uhr, geltend. Sturm lief. Nach dem Zünftler der Freisinnige Freihändler die Stunde, um welche die meisten Mitglieder zu speisen pflegen, und da selbst seine engeren Parteifreunde diesen Genuß dem Anhören Die umgekehrte Entwickelung aber nahm das Wiemer, der die Lösung der sozialen Frage ohne politische der Rede ihres Führers vorziehen, so mußte der Graf vor fast leerem Zentrum. Es will seine Vergangenheit nicht verleugnen Freiheit nicht für möglich hält, auf die Reichsverdrossenheit Hause sprechen. Verloren hat niemand etwas, der diese Rede nicht und läßt Herrn Hiße nach wie vor das Bekenntniß un- tommt und dabei der Deynhäuser Rede erwähnt. mit angehört hat, zumal da er sie in den stenographischen Berichten verdrossenen sozialpolitischen Eifers ablegen. Aber nachdem früherer Jahre fast im Wortlaut nachlesen kann. Es war die cs in Militär- und Marinefragen seinen Frieden mit der alte reaktionäre Nede, das Loblied auf den absoluten Staat, die Regierung gemacht hat, sucht es auch in Fragen der SozialKlage darüber, daß ein Mann wie Krupp bei den Reichstagswahlen politit noch mehr als bisher durch schöne Worte von nicht mehr zu sagen hat als seine Arbeiter, das Jammern über den der Aussöhnung der Klassen feine sozialpolitische Unthätigkeit ländlichen Arbeitermangel und namentlich darüber, daß auch jugendzu beschönigen und Anschluß an die Kapitalistenwünsche zu liche Arbeiter infolge der Freizügigkeit ihre Arbeitskraft in anderen Gegenden als im gelobten ostelbischen Junkerparadiese verwerthen gewinnen. Denn wollte die Zentrumspartei ernstlich den tönnen. Aber das soll bei Leibe feinen Angriff auf das allgemeine Ausbau der Arbeiterschutz- Gesetzgebung und die Gewinnung Wahlrecht und auf die Freizügigkeit bedeuten! Der Herr Graf hat der Koalitionsfreiheit der Arbeiter, so hätte es die Macht es ja ausdrücklich betont, daß er diese Volksrechte nicht antaſten dazu. Statt aber die Regierung mit fanfter Gewalt zu Der freisinnige Redner ließ die Dehhäuser Nede links wolle, und an eines Edelmannes Worten darf man bekanntlich nicht nöthigen, daß sie den Stumm'schen Eingebungen ihr Ohr ver- liegen, fritisirte aber genug die inneren Zustände Deutschlands zweifeln. Inzwischen hatte der Kultusminister Dr. Bosse Zeit gefunden, sage, begnügt sich die regierende Partei, dem Volfe Worte zu sehr scharf und polemisirte scharf gegen die autokratischen Gebieten statt Thaten. lüfte Stumm's. Einen etwas komischen Beigeschmack erhielt sich auf eine Erividerung gegen Richter vorzubereiten. Mit geUnd dieser jesuitische Grundsatz hat sich bisher so trefflich die Debatte durch den schwäbischen Antisemiten, Zünstler und wohntem Redeichwall brachte er die größten Gemeinplätze hervor und suchte das Verhalten der Regierung besonders im bewährt, daß auch die Regierung selbst ihn sich zu Sozialreaktionär Schrempf, Redakteur eines unter Aus- Falle Delbrück zu vertheidigen. Die Regierung fürchte die eigen gemacht hat. Graf Posadowsky im Mäntelchen der schluß der Oeffentlichkeit erscheinenden Blättchens, der gegen Kritik ihrer Handlungen nicht, aber die Form, in die Delbritek seine Jejuiterei! Welch reizvoller Anblick! die Bäckereiverordnung losdonnerte und sich die Aufgabe er- Kritik gekleidet habe, könne sie unmöglich ertragen. Wenn man " Bei dem Wort: Deynhäuser Rede" schnellt der Präsident empor und verkündet feierlich: er wolle die Freiheit der Dis fussion nicht beeinträchtigen, er habe auch nichts dagegen, daß amtliche Akte oder amtlich im Reichs- Anzeiger" oder sonst authentisch festgestellte Aeußerungen des Kaisers im Reichstag erörtert werden, allein er könne nicht dulden, daß dies mit solchen Aeußerungen geschehe, die amtlich nicht festgestellt feien oder keinen amtlichen Charakter hätten und sich blos in den Zeitungen finden. gearbeitet. etwas biete. herrscht. " 1 0 Fragen kann jede Partei immerhonderlich. fleinen Gütchen zu erwerbeit. I wa am jest gegenüber diesen maßlosen Beschimpfungen die Hände in den wenn der verantwortliche Redakteur angeflagt wird? Man nenne ist. Für den Rechnungshof handelt es sich nun darum, festzustellen, er Schooß lege, woher sollte man dann wohl die Kraft und die uns nur ein einziges Beispiel! Was sollte es denn auch sonst für ob und inwieweit etwa diejenigen Beamten der ReichsAutorität bekommen, um gegen die Unterbeamten vorzugehen? einen Sinn haben, daß neben dem Chefredakteur ein verantwort- bruderei, durch deren Verschulden die Veruntreuungen Grünen" Ich brauche nicht zu erinnern, nach welcher Seite hin es dringend licher Redakteur zur Erfüllung der preßgefeßlichen Vorschriften ein- thats möglich gemacht worden sind, dem Reichsfistus regreßpflichtig nöthig ist, die Disziplin hter in eiserne Hand zu nehmen." Also gesezt zu werden pflegt? eine Profefforenmaßregelung als abschreckendes Beispiel für wider zu machen sind. Zentrum und Wirthschaftspolitik. As die Agrarier des fpenftige Unterbeamte! Besonders geistreich ist das nicht, wenn Reichstages ihre wirthschaftliche Bereinigung gründeten, hofften fie, Dekorationsmaler asert war heute Mittag vor den Oberbürger Erfurt, 20. Januar. Die Tribüne" theilt mit: Der man auch dieser Argumentation den Reiz der Neuheit nicht ab auch Zentrumsabgeordnete hinzuziehen zu können. sprechen kann. Aber will denn Herr Boffe überhaupt geistreich fein? Bentrum hält seine Schäflein beifammen und hat es verstanden, die Mittheilung machte, daß die gegen ihn ergangene AusAber das meister beschieden, der ihm im Auftrage des Regierungspräsidenten Nein, er hat ja heute ausdrücklich erklärt, daß er zwar den Namen eine Scheibelinie gegen das Bündlerthum zu ziehen. Es hat weisungsverfügung zurüdgenommen sei. Man er Minister des Geistes" gern afzeptire, aber nicht etwa in dem dagegen aus eigener Mitte Sinne, daß er besonders geistreiche Reden zu halten habe, sondern gebildet, die sich mit den besonderen wirthschaftspolitischen Natürlich wird Hasert trotzdem nach wie vor seine Pflicht als aufeine Bentrums Vereinigung warte, daß er sich in Zukunft vom öffentlichen Leben zurückhalte. in dem Sinne, daß er auf kulturellem Gebiete und auf Fragen beschäftigt. dem Gebiete der Kirche dem Geiste gab der Kreuz- Zeitung" Anlaß geklärter, tlassenbewußter und organisirter Arbeiter erfüllen. essant wäre es übrigens, zu erfahren, Inter zu der Behauptung, daß es doch mit der Einigkeit im Zentrum übrigens, zu erfahren, ob der Geheimrath, nicht so glänzend bestellt fein fönne, wie behauptet werde; es handele Der bayerische Landtag ist auf den 7. Februar einberufen.-von dem der Titel„ Minister des Geistes" herrührte, damals schon sich ohne Zweifel um nichts anderes, als um das Bemühen, die Aus Ostpreußen, 18. Januar.( Eig. Ber.) Von den zahleine Ahnung von den zukünftigen Thaten des Herrn Bosse jenigen Zentrumsmitglieder, die mit der allgemeinen wirthschaft reichen Vorschlägen zur Linderung der Lentenoth hat derjenige der gehabt hat. Als legter Redner aus dem Hause kam der nationalliberale und vom Beitritt zu der allgemeinen wirthschaftlichen Ver- Einrichtung von kleinen Gütern zur Ansiedelung von Arbeitern fichen Haltung der Partei nicht zufrieden seien, zu vereinigen Kölnischen Zeitung", einen Hundertmillionen Fonds zur Abg. Dr. Sattler zu Worte, der sich selbst sehr gern reden hört, einigung( das heißt der konservativ- agrarischen) abzuhalten. bei einem Theil der ostpreußischen Presse und einer Anzahl Gutsund wenn er irgendwo um eine Rede gekommen ist, diese bei Gegen diese Auffassung wendet sich die„ Germania". Die Vereinigung besitzer begeisterten Wiederhall gefunden. Neu ist das nicht, da schon nächster Gelegenheit an den Mann zu bringen sucht. Kürzlich war stehe in feinerlei Gegensatz zu der Politit der Zentrumspartei, es mit der Schaffung von Rentengütern Aehnliches erstrebt wird. Es an zu Kürzlich bei er im Reichstage als Etatsredner vorgemerkt; durch einen Schluß- handle fich lediglich um eine freie Zusammenkunft von Mitgliedern, fann aber feinem Zweifel unterliegen, daß sich die Landarbeiter in antrag aber wurde ihm das Wort abgeschnitten, und nun rächte er sich, die sich für wirthschaftliche Fragen besonders intereffiren. indem er heute im Abgeordnetenhause ein und eine halbe Stunde lang Zukunft noch weniger wie bisher bereit finden lassen werden, solche ununterbrochen von dem ausgeprägten Nationalgefühl feiner Partei- Die wirthschaftlichen ihrer Diese Darlegung der Germania" klingt recht der Germania", flingt freunde und von der Nothwendigkeit sprach, die Dänen aus Nordschleswig Fraktionsorganisationen erledigen; zu einer besonderen Gründung leiten ließen, fleine Barzellen zu erwerben, recht schlechte Erfahrungen In Litthauen haben eine ganze Anzahl Leute, welche sich verauszuweisen. Von seinen übrigen Ausführungen ist nur das eine zu fann kaum ein Anlaß vorliegen, so lange nicht entweder Mitglieder gemacht. Eine Menge fleiner Besizungen find in Litthauen infolge erwähnen, daß er gegenüber dem allgemeinen Wahlrecht im Reiche mehrerer Parteien sich zusammenschließen wollen oder innerhalb einer zahlreicher Parzellirungen von Gütern und größeren bäuerlichen Bedie Nothwendigkeit eines Wahlrechts in den Einzelstaaten betonte, Bartei Sonderbestrebungen auftauchen. welches den Einfluß von Bildung und Besiz sichern. Vor den sigungen entstanden. 8u den fleinsten Gütern wird das ant Budem weiß man, daß in wirthschaftlichen Fragen im Zentrum wenigsten ertragreiche, sogenannte Außenland genommen. Darauf Wahlen haben die Nationalliberalen ihrem Widerwillen gegen das ungefähr das Gegentheil von Einheitlichkeit der Anschauungen lassen sich nur geringe Ernteerträge trotz der größten aufgewendeten allgemeine Wahlrecht nicht so offen Ausdruck zu verleihen gewagt. Charakteristisch war es, daß der Minister des Innern, Freiherr Auid officut Mühe erzielen. Da diese kleinen Besiger hur über ganz geringes b. d. Rede, troß der schweren Vorwürfe gegen ihn, heute nicht veröffentlichung über den an die ehemaligen Kavallerie- Offiziere" furg oder lang müffen eine ganze Anzahl der Leute, die sich jetzt Wie man für Militärvorlagen agitirt! Unsere gestrige Anlagekapital verfügen, müssen die Schulden schnell wachsen. Ueber das Wort ergriff. Hoffentlich hat ihm einer seiner Näthe bis zum gerichteten Aufruf veranlaßt einen unserer Leser, uns folgenden faum noch halten können, die Besizung aufgeben. Das wenige Montag, wo die Debatte fortgesetzt wird, eine Erwiderung aus Borfall zur Veröffentlichung mitzutheilen: Im Jahre 1893, als Geld, das sie vorher hatten, ist verloren. Diese Erfahrungen werdet man wieder die Alarm- Trommel zu Gunsten der chronisch ge- bei andern Landarbeitern die Lust,„ Gutsbesizer" zu werden, nicht Die irischen Gemeinderathswahlen. Arbeitern der Staatswerkstätten in Spandau eine an den Reichstag Bestens nach dem Often ist in legter Beit mehrfach befürwortet. sa on zo wordenen„ Militärvermehrungs- Vorlage" rührte, zirkulirte unter den verstärken. Die Verschickung von Waisenkindern aus den Städten des London, den 18. Jannar. gerichtete Petition folgenden Inhalts zur Unterschrift: Die ersten Wahlen nach dem neuen, demokratischen Wahlrecht Der hohe Reichstag, wolle es hochgeneigtest gestatten das die Kinder werden schon jetzt im größten Umfange zu Arbeiten in zu den Gemeindevertretungen in Irland haben am Montag stattzeigen, wie gefunden, und das Resultat überrascht vor allem durch die große Unterthänigst gehorsamit unterzeichneten Arbeiter der Königlichen der Landwirthschaft herangezogen. Um zu in der ostpreußischen Institute in Spandau es wagen, Hochdenselben nachstehende Bitte groß die Leutenoth ist, werden Zahl der gewählten Arbeitervertreter. In allen borzutragen: Die dem hohen deutschen Reichstag Seitens der Provinzpresse öfter Fälle angeführt, daß Besitzer, die früber mehrere namhaften und vielen kleineren Städten Jrlands hat die Arbeiter- Königlichen Regierung zugegangenen Militärvorlage und deren Dienstboten hatten, nun nur noch mit Kindern wirthschaften. Eine schaft Gewerkschaften und Arbeiterbereine eigene bisherigen Betrachtungen in der Militär- Commission desselben hat Anzahl von Verurtheilungen von Kindern, welche in legter Zeit vorKandidaten aufgestellt, und von diesen sind ein Theil mit uns mit Besorgniß erfüllt(!), weil nach den ausgesprochenen Ur- gekommen find, zeigen, wohin die frühzeitige Verwendung der meist großen Mehrheiten gewählt worden, während selbst theilen unserer Strategen dem Vaterlande im Falle eines Krieges Kinder, besonders beim Hüten führt. Wegen Brandstiftung und die Masse der Unterlegenen sehr bedeutende Stimmenzahlen Gefahren drohen, wenn unsere Armee nicht die Sicherung des Gefährdung von Eisenbahnzügen find 13, 14 und 15 jährige Hütteerhielten. Angesehene Führer der nationalistischen Parteien wurden Friedens unseres geliebten Vaterlandes einerseits sowie auch jungen zu sehr schweren Strafen verurtheilt. theils von Arbeiterkandidaten geschlagen, theils mit geringeren Mehr- das siegreiche Vorgehen unserer Armee im Kriegsfalle andererseits um einen leberblick über die Zahl der im letzten Jahre in der heiten als diese gewählt. Letzteres ist der Fall mit W. Redmond, berbürgt, machen es jedem deutschen Manne zur Pflicht, die ver- Proving in den einzelnen Streisen beschäftigten ruffisch- polnischen einem der Führer der irischen Unabhängigen( Parnelliten), der in stärkung unserer Armee auf seine Schultern zu nehmen und daher Arbeiter zu gewinnen, wird vom Oberpräsidium Ostpreußens einem der Wahlbezirke Dublins weniger Stimmen erhielt, wie der bitten wir einen hohen deutschen Reichstag Unterthänigst gehorsamst statistisches Material zusammengestellt werden. In den Kreisen sind Erstgewählte der Arbeiterkandidaten, und mit Redmond's Parteidie Militär- Vorlage im Sinne der Regierungsvorlage annehmen zu die zuständigen Stellen angewiesen, Erhebungen anzustellen. Es ist genoffen und Parlamentskollegen J. Harrington, dem in einem wollen, zum Ruhm und zur Ehre des deutschen Reichstages und zum anzunehmen, daß die russische Regierung nicht mehr gewillt ist, Arbeiter anderen Bezirke von Dublin das Gleiche passirte. Im Ganzen Schutze unseres geliebten deutschen Vaterlandes. in dem Umfange wie bisher nach Deutschland gehen zu lassen. wurden in Dublin 14 Arbeiter in den Gemeindererath gewählt, Murades zodi Einem hohen deutschen Reichstags unterthänigst Tegter Beit ist es mehrfach vorgekommen, daß russische Arbeiter, die neben 39 Nationalisten und 7 Unionisten; während der frühere Zusammen alopgehorsamste Arbeiter." dat nach Rußland gingen, um ihre abgelaufene Grenztarte zu erneuern, fegung 45 Nationalisten, 12 Unionisten und 3 Arbeitervertreter war. Diese Petition im Arbeiterstil" durfte wieder alle sonstige von den russischen Beamten teine neue Karte ausgestellt erhielten. Sechs Arbeiter werden als" Alderman"( Aelteſte) in den engeren Gepflogenheit innerhalb der Arbeitszeit zur Unterschrift zirkuliren. Möglich ist, daß die russische Regierung mit der Erschwerung der Stadtrath kommen, gemäß der Vorschrift, daß diese Würde denjenigen Man weiß ja immer die„ lieben, braven, guten" Arbeiter zu finden, Abwanderung von Landarbeitern nach Deutschland den auch schon Vertretern zufällt, die bei der Wahl die meisten Stimmen erhielten. wenn es gilt ihre Stimme zu gewinnen. über Arbeitermangel lagenden russischen Gutsbesitzern gefällig sein Weiter ist von der Wahl in Dublin bemerkenswerth, daß, während Die Arbeiter als Staffage für staatserhaltende Unternehmungen will; aber auch als Repressivmaßregel gegen die Auss in dieser Stadt das Bier- und Whisky- Intereffe allmächtig war, die sind willkommen. Sonst werden sie unter der Rubrik" Terroristen", weisung von Russen aus Deutschland ist ihr Vorgehen aufzufassen. größte Stimmenzahl auf einen Arbeiter entfiel, der ein bekannter Umstürzler" oder nach schlimmere Gattungsnamen gebucht. Ueberflüssig ist die Anweisung des Oberpräsidiums an die AmtsVertreter der Abstinenzbewegung ist. vorsteher, fünftig strenge darauf zu achten, daß sich nicht russischEinen noch größeren Erfolg als in Dublin erzielte die Arbeiter- Gesetzlicher Ladenschluß. In der Novelle zur Gewerbeord- polnische Arbeiterfamilien, sondern nur ledige Personen in der Provinz partei in Limerick, der Hauptstadt der Grafschaft gleichen Namens mung, die dem Bundesrath jetzt vorliegt, wird, wie berichtet wird, aufhalten, wenn, wie leicht erwartet werden kann, die russische in West- Irland. Dort find von 40 gewählten Gemeindevertretern der 2 a denschluß nicht allgemein geregelt. Vielmehr foll Regierung feinen Arbeiter mehr über die Grenze gehen läßt. Für 24 oder 25 Mitglieder der Arbeiterpartei, an ihrer Spizze John Daly, der nur in den Orten eine bestimmte Stunde für den Schluß aller Ver- die ostpreußischen Gutsbesizer wäre das ein schlimmer Schlag. Er- Dynamiter. Es wird als fast ficher erachtet, daß Daly, der bis laufsläden vorgeschrieben werden, wo sich die Mehrheit aller Diebesprämien.inical vor zwei Jahren im Zuchthaus zu Portland saß, zum Mayor von Gewerbetreibenden dafür erklärt hat. Limevick gewählt werden wird. Wenn schon die Regelung des Ladenschlusses nach dem Willen In Cork, der Hauptstadt der der Betheiligten erfolgen soll, so müßten unseres Erachtens nicht nur Provinz Munster( Süd- Irland), wurden 18 Arbeiter gewählt gegen die Geschäftsinhaber, sondern vor allen Dingen auch die Ange38 Nationalisten. Auch hier waren es meist Barnelliten, welche der stellten nach ihrer Meinung gefragt werden. Denn die Angestellten Arbeiterpartei weichen mußten. In Dundalk find die Arbeiter die Mehrheit im Gemeinderath; der Kampf spielte sich dort als find es in erster Linie, die unter einer übertrieben langen GeschäftsSelassentampf des Arbeiterbundes gegen den Hausbesizerbund ab. zeit zu leiden haben, während sich die Geschäftsinhaber viel eher gerichts und des Berg- Gewerbegerichts daselbst wird die AnfSonst überwog in vielen Orten die politische Stampfparole. gelegentlich von der Thätigkeit im Laden zurückziehen können. merksamkeit auf diese niedliche Bestimmung hingelenkt. Nationalisten gegen Unionisten( Vertreter der legislativen Union mit England), oder, wo keine Unionisten in Betracht kommen, Dilloniten egen Healhiten und Redmonditen. Die Arbeiterpartei steht fast überall den Dilloniten am nächsten. Daly ist Alliirter von Michel Davitt, der mit Dillon geht, und Michel Davitt ist einer der anerkannten Führer der irischen Arbeiterbewegung. In Dublin, das bisher eine der Festungen der Parnelliten war, werden die Anhänger Dillons in den meisten Distritten für die Arbeitervertreter gestimmt haben. Die irische Arbeiterpartei ist nicht mit dem irischen sozialistischrepublikanischen Bund zu verwechseln, von deren Gründung vor einiger Zeit berichtet wurde. Der Kandidat dieses Bundes ist viel mehr bei der Wahl unterlegen. stoid 19 In Die Arbeiterfreundlichkeit der rheinisch- westfälischen Industriellen wird treffend durch eine Bestimmung gekennzeichnet, die sich fast in allen Arbeitsordnungen der rheinisch- westfälischen Bergwerks- Betriebe findet, bisher aber in weiteren Streifen ziemlich Bergwerks- Betriebe findet, bisher aber in weiteren Kreifen ziemlich unbekannt blieb. Durch ein Urtheil des Bochumer Lands Charfreitag mud Zentrum. Dem Herrenhause ist vom Stultus- Es ist klar, daß unter den annähernd 200 000 Bergarbeitern des minister ein Gesezentwurf betreffend den Charfreitag zugegangen. Ober- Bergamtsbezirks Dortmund sich auch Leute befinden, die es Der Entwurf bestimmt, daß der Charfreitag für den ganzen Umfang mit dem Mein und Dein ihrer Kollegen nicht so sehr des Staatsgebiets die Geltung eines allgemeinen Feiertags haben soll. ernst nehmen. Sie gehen namentlich darauf aus durch Die statholiken kennen aber den Charfreitag als tirchlichen Diebstahl von Lohnbüchern am am Lohntage den Verdienst Feiertag nicht, und deswegen wendet sich die„ Germania" heftig gegen von Mitarbeitern einzukaffiren. Dadurch kamen nun in früherer die Abficht der Staatsregierung, den Charfreitag zum allgemeinen Beit einzelne Zechen in die unangenehme Situation, manchen LohnAbt, Feiertag zu machen. Sie schreibt: betrag doppelt zahlen zu müssen, einmal dem Dieb, der das richtige Die Klausel am Schlusse der Begründung, daß die kirch- Lohnbuch vorwies, und nachher dem wirklich zum Lohnempfang belichen Vorschriften durch diese staatliche Maßregel rechtigten Arbeiter. Die Berluste, die den Bergwerks- Verwaltungen nicht berührt werden, ist nach berühmten Mustern gehalten, will aber dadurch erwuchsen, waren aber verhältnißmäßig gering. Umjo wenig besagen, denn die Erkenntniß, daß der Staat für das rigoroser erscheint daher ihr glücklich gemachter Versuch, diese Bei alledem hat die Wahl der vielen Arbeiter das größte Auf- tirchliche Gebiet teine Gefeße geben tann, ist infolge ohnverluste auf die Arbeiter abzuwälzen. den sehen gemacht und ist sicher das bedentsamste Resultat diefer Wahl. der Vorgänge im Kulturkampfe zu lebenbig, als daß die Regierung Arbeiter, auf deffen gestohlenes Lohnbuch der Verdienst bereits ausConst hat das demokratische Wahlrecht die Zahl der Unionisten in diese Grenze überschreiten könnte. Wir haben jelbstverständlich nichts das gezahlt war, um seinen fauer verdienten Lohn zu bringen. den irischen Gemeindevertretungen überall, in den drei katholischen gegen einzuwenden, wenn die Protestanten den Todestag des Heilandes Provinzen bedeutend verringert, vielfach fast ganz aufgehoben, was mit größtmöglicher Feierlichkeit begehen. Wogegen wir uns aber indeß vorherzusehen war. Es ist nun abzuwarten, welches das mit aller Entschiedenheit verwahren müssen, ist, daß konfessionell Resultat der Grafschaftswahlen sein wird, die am 25. März statt- protestantische Einrichtungen für den katholischen Vollstheil finden, aber so viel ist sicher, Jrland's Verlangen nach einem obligatorisch gemacht werden sollen." eigenen Parlament wird auch durch diese Wahlen nicht desavouirt werden. Deutsches Reich. sind Nach den Bestimmungen des Allgemeinen Landrechts ist der Lohn zunächst den Berechtigten zu bezahlen; es befindet sich aber eine Klausel in den gesetzlichen Bestimmungen, wonach die Zahlung einer Berbindlichkeit auch an jemand anders als an den Gläubiger geTeistet werden kann, wenn in dem Vertrage, aus welchem die VerEin großes Verdienst würden sich die Zentrumspartei und die bindlichkeit entspringt, jemand genannt ist, welchem die Zahlung Germania" dadurch erwerben, wenn sie dafür eintreten wollten, giltig folle geleistet werden können. Diesen Passus haben die daß der Staat seine Machtmittel den konfessionellen Bestrebungen rheinisch- westfälischen Zechenverwaltungen sich zu muze gemacht und überhaupt nicht leihen dürfte. Aber da haperts. Die ganze Thätig in ihren Arbeitsordnungen die Bestimmung aufgenommen, daß die teit der Zentrumspartei ist ja darauf gerichtet, die staatlichen Macht- Auszahlung des Lohnes giltig an diejenige Person erfolgt, mittel für die katholische Kirche zu erobern. afford agit welche das Lohnbuch bei der Auslöhnung vorlegt"(§ 19 Zur Magdeburger Juftizangelegenheit haben wir gegenüber mittel für die katholische Kirche zu erobern. ofjord egt einigem Thorengerede bürgerlicher Blätter ein paar Bemerkungen ionl Ende September in Breslau mit folgender Tagesordnung statt Lohnbuches ausdrücklich zur Erhebung des Lohnes legitimirt, und der Die Generalversammlung des Vereins für Sozialpolitik der Arbeitsordnung). Hierdurch ist der eventuelle Dieb des zu machen. Der„ Hann. Kourier" schreibt: soll Wenn die Magdeburger Sozialdemokraten dem„ Genossen" finden: 1) die Hausindustrie, ihre gegenwärtige Lage und die Schutz- ehrliche Arbeiter wird in Form allen Rechtes um seinen sauer verEs wird zwar von der den ZechenSchmidt besonders stürmisch zugejubelt haben, so betwiesen sie gesetzgebung für ihre Arbeiter; 2) das Haufirgewerbe und die Ent dienten Lohn gebracht. damit, daß fie in bezug auf die Erfüllung moralischer Pflichten wickelungstendenzen im Kleinhandel( Bazare, Konsumvereine 2c.), verwaltungen wohl gefinnten Presse darauf hingewiesen, daß die sehr genügsam find; denn sie wußten, in welchem Verhältniß wobei über die zwei Glieder dieses Themas je gesondert für sich Arbeiter, denen ihr Lohubuch gestohlen werde, sich vor dem LohnGenosse" Schmidt zu dem„ verantwortlichen" und ver verhandelt werden soll. Für eine fünftige Verhandlung betreffend verlust ja dadurch sichern könnten, daß sie den Diebstahl umgehend, Genoffen" Müller stand. Der Vorwärts" hat sich die Wohnungsfrage wurde befchloffen, in einem Sammelband das noch vor der Lohnauszahlung der Zechenverwaltung refp. den zur Das ist sehr ebenso wie die meisten anderen sozialdemokratischen Blätter ge- gesammte vorhandene Material durch eine Reihe von Referenten Lohnauszahlung bestimmten Beamten anzeigen. fra und the schön gejagt; aber wer den praktischen Geschäftsgang der Lohnhüitet, über dieses Verhältniß Licht zu verbreiten; er hat furz und zusammenfassend behandeln zu lassen. Gho erhebung und Lohnauszahlung tennt, der bedingt, daß die Bergbisher verschwiegen, daß Genosse" Schmidt der Chefredakteur der Im Zirkus Busch findet am 13. Februar, Nachmittags leute über ihr Lohnbuch garnicht immer verfügen, daß es vielmehr Magdeburger Voltsstimme" ist! Welcher bürgerliche Chefredakteur 12 Uhr, die Generalversammlung des Bundes der Land- nothwendig durch andere Hände gehen muß, dem wird die Zu leistet sich überhaupt einen Sigredakteur? Und welcher bürger- wirthe statt. muthung an den einzelnen Arbeiter, daß er jeder Zeit wissen soll. urtheilten meldete." # 16.15Ausland. liche Chefredakteur wird säumen, sich dem Staatsanwalt zu stellen, Gin kleines Mittel. Wir hatten gestern berichtet, daß eine ob fein Lohnbuch gestohlen oder nur nach den Regeln des Geschäftssobald wegen einer von ihm begangenen Handlung fein Wit- hauptsächlich landwirthschaftlichen Erzeugnissen zu gute tom- ganges augenblicklich nicht in seinem Besitz ist, äußerst befremdlich redakteur auch nur unter Anflage gestellt wird? Nachdem„ Ge- mende Frachtermäßigung verfügt worden sei. Die Deutsche Tages- lingen. Der ganze§ 19 der Arbeitsordnung der rheinisch- westnoffe" Schmidt sich nicht als Thäter gemeldet hat, als gegen Zeitung" schreibt num:„ Darüber ärgert sich der Vorwärts", ob fälischen Rechen kennzeichnet sich als ein Ausfluß des Klassenfeinen Sigredakteur die Anklage erhoben wurde, war es das Mindeste, daß er nach der Verurtheilung seines Sigredakteurs fich wohl es ihn wegen der billigeren Ernährung und der sicheren und egoismus des Unternehmerthums. frischeren Zufuhr, die jetzt durch Eilfracht bewerkstelligt werden wird, im Interesse der ärmeren Bevölkerung freuen sollte." Darüber Das ist alles von A bis Z falsch und verlogen. 31 England. England. ali jog n Wir haben nicht verschwiegen, daß unser Parteigenosse Schmidt freuen wir uns auch, hochgeehrte Kollegin. Aber ärgern thun wir uns darüber, daß die Regierung nur noch für Reformen zu haben Teitenber Redakteur ber Boltsstimme" ist. Für uns gilt diese Eigen ist, die wenn nicht ausschließlich, so doch hauptsächlich dem mit dem Beschlusse des Internationalen Friedenstreuzzuges", it Der Friedenskreuzzug" in England. In Uebereinstimmig schaft unseres Genoffen seit langen Jahren als so bekannt, daß wir beutegierigen Agrarierthum Vortheile bringen. garnicht nöthig hatten, die Thatsache besonders zu betonen. Weiter allen Hauptstädten der Provinz Bersammlungen abzuhalten, fand ist der verurtheilte Genosse Miller fein„ Sißredakteur," sondern ein Mit dem Falle Grünenthal beschäftigt sich jetzt der Rechnungs- am Freitag in Ripon( orkshire) ein großes Meeting statt. Lord Redakteur, der nur am Tage der Aufnahme des in Frage kommenden hof des Deutschen Reiches. Der Staatssekretär v. Podbielsti theilte Ripon, der frühere Vizekönig von Indien, hielt eine Rede, in Artikels beurlaubt war. Sodanu fragen wir dent, Hann. Kour." und in der Budgetkommission am Donnerstag mit, daß die Reichsdruckerei welcher er für eine Resolution eintrat, in der dem Kaiser von Rußdie zahlreichen Blätter, die seine Ausführungen abbruden: Wo ist für den Betrag von 145 300 m. aufkommen werde, der durch die land dafür gedankt wird, daß er die Frage der ins Unermeßliche der bürgerliche Chefredakteur, der sich selbst dem Gerichte übergiebt, Beschlagnahme des Grünenthal'schen Vermögens nicht gedeckt worden wachsenden Nüstungen aufgeworfen habe. Dänemark. Serbien. Von den- Philippinen. Einem Telegramm der New Yort World" aus Washington zufolge ist dort eine Kabelmeldung des Generals Otis aus Manila eingetroffen, nach welcher die Erpedition des Generals Miller auf der Insel Guimaras, drei Meilen von Flo- Flo gelandet ist, ohne auf Widerstand zu stoßen. " Delbrück's Beweismaterial. " Aangeblichen Abhaltens unangemeldeter Versammlungen beantragt. Gerbefferung des Wahlrechts in Dänemart. Der Die Polizei kann doch nicht ohne begründeten Verdacht, Prof. Dr. Delbrüd erklärt, daß in dem Artikel des Herrn bim Landesthing eingefekte Ausschuß zur Berathung des Wahl- daß Versammlungen abgehalten werden, die Benutzung des Lotals Garden vier sehr schwere Beleidigungen gegen ihn enthalten seien. reformgefeges reform gejeges( Einführung der geheimen Abstim- auch zu Privatzwecken verhindern. Die Verdachtsgründe der Es sei eine unerhörte Infinuation, ihm ein Plagiat unterzuschieben, mung) hat in feiner Berathung einstimmig die wichtigsten Polizei müßten also doch auch die Einleitung der strafrechtlichen es sei schwer beleidigend, wenn behauptet werde, er habe zum Punkte dieses Gefeßes gebilligt." Die Stimmzettel sollen also in Verfolgung begründen. Lehnt die Staatsanwaltschaft das Ein- gwede der Täuschung Artitel in den„ Preuß. Jahrb." veröffentlicht, Zukunft in verschlossenen Kouverts, die im Wahllokal geliefert werden, schreiten ab, so nimmt sie dadurch auch der Polizei die Be um den Schein zu erwecken, als habe der Artikel über die abgegeben werden, und auch die Stimmzettel felbst völlig gleichartig rechtigung, fich ferner in Dinge zu mischen, die sie nichts angehen. Sozialdemokratie" Herrn Bebel und der Polen- Artikel einen fein. Da demgemäß zu hoffen ist, daß sich im Plenum des LandesAls der Bürgermeister Mochmann von Kiefer- Deutschen zum Verfasser. Alle diese Beschuldigungen hätten absolut things eine große Majorität finden wird, dürfte Dänemark in Kürze städt I bei Gleiwitz am Himmelfahrtstage mehrere Parteigenoffen feinen Untergrund. Schwer beleidigend müsse es auch für ihn sein, wenn ein verbessertes Wahlgefez haben. an der Vertheilung von Flugblättern gehindert hatte der Thatsache, daß er seinen Studenten gesagt, sie tönnen sette und diese Genossen vom Schöffengericht in Gleiwit wegen groben Werke zu ermäßigten Preisen erwerben, der Zusaß gegeben wäre, daß lately Unfugs und Sonntagsruhe störung verurtheilt worden die Studenten diese Werke zu ihrem Studium nicht brauchen. Belgrad, 18. Januar.]( Eig. Ver.) Trotz der Bittschriften, waren, der Landrath von Gleiwiß eine Beschwerde Was den Vorwurf der Jufamie" betrifft, den Prof. Delbrüd die von angesehenen Mitgliedern aller politischen Parteien unter der Genossen gegen Mochmann zurüd, indem er fich auf als Vorwurf der Ehrenrührigteit" ausgelegt wissen will, so bringt zeichnet waren, wollte sich König Alexander des armen gebrochenen die Feststellung des Gerichts berief. Als nun der Beklagte folgende vier Punkte vor: 1. Herr Harden habe ihn Greises Vassa Pelagitsch nicht erbarmen. Dieser wadere Ver- diese Genossent in der Berufungsinstanz glänzend frei. 8. wiederholt zur Mitarbeit bei der Zukunft" aufgefordert uitd theidiger der Volksrechte, diefer opfermuthige Vertreter der serbischen gesprochen worden waren und somit erwiesen war, daß in dem Briefe, den er fiberreicht, als den beinahe einzigen fozialdemokratischen Bestrebungen, endete vorigen Sonnabend, den Mochmann unrechtmäßig gehandelt hatte, wurde die Be- Bublizisten großen Stils in Deutschland" gepriesen. Herr Harden 11. d. M., sein mit edlen Stämpfen, aber auch mit schweren Ent- schwerde erneuert. Statt eines Bescheides ging dem Beschwerde- habe ihn später, als das Umsturzgesetz auf der Tagesordning behrungen erfülltes Leben im Pozarevazer Gefängniß, führer ein Schreiben des Gleiwizer Landrathsamtes zu, nach dem stand, nochmals ersucht, seine Meinung darüber in der Zukunft" in welchem er ſeine vierjährige Strafe, die er sich wegen der Landrath keine Veranlassung" findet, auf die Anzu äußern. Wenn dann Herr Harden in der Zukunft" erkläre, Majestätsbeleidigung zugezogen hatte, absigen sollte. gelegenheit einzugehen. Nunmehr wird sich die Oppelner Regierung er habe ihn( Delbrück) schon damals, als er die Aufforderung an mit Mochmann's Vorgehen zu beschäftigen haben. Ob übrigens ihn gerichtet, für eine„ fläglich komische Figur" gehalten und habe shund defe von Aften. durch jene Flugblatt- Verbreitung in der That die Sonntagsruhe ge- ihm Gelegenheit geben wollen, sich im hellsten Lichte zu blamiren. stört worden ist, also die bei der Strafverfolgung angeführte Wenn er ihn in dieser Weise durch den Röder bewußt wahrheitsPolizeiverordnung als Sonntags Sozialistengese be- widriger Schmeichelei zur Mitarbeit für seine Wochenschrift zu verstätigt werden soll, darüber wird das Kammergericht am 16. Februar locken gesucht habe, so sei dies eine ehrenrührige Handlung. entscheiden. 2. Er behaupte ferner, daß die von Herrn Harden zur Schau geWegen öffentlicher Beleidigung von Polizeibeamten ist tragene Bismard Verehrung mit seiner wirklichen eriremBezüglich der Huruhen auf Samoa wird der„ Voſi. Ztg." im Jahre 1807 der Parteigenoſie Berger in Danzig vom Land- demokratischen Anschauung nicht zu vereinbaren sei und aus London gemeldet: Während des Ministerrathes am Freitag gericht zu 3 Monaten Gefängniß verurtheilt worden. Er foll in nur als Mittel zum Zweck diente. Denn im Jahre 1890 habe Harden sprach der deutsche Botschafter Graf Hazfeld vor; dieser ungewöhn- einer öffentlichen Barteiversammlung in Beziehung auf die Thätig- mit Herrn Dr. Franz Mehring in der Bolts- 8tg." eine gemeinliche Besuch wird mit der Samoakrisis in Zusammenhang gebracht. teit des Kommiffars Eisenblätter und des Schußmanns Ivan, schaftliche Aftion gegen Paul Lindau betrieben, die thatsächlich eine Eine Washingtoner Times"- Drahtung befagt: Die britische und die die Versammlung überwachten, beleidigende Ausbrüde gebraucht Spitze gegen den Fürsten Bismarck enthielt. Der Artikel, den Herr Harden die amerikanische Regierung sind entschloffen, auf der Beobachtung haben, die aber, wie die Verhandlung ergab, mur von den beiden geschrieben, sei anonym gefaßt gewesen und habe dieselbe lleberder Berliner Afte zu bestehen, aber sie hoffen auf einen freundlichen Beamten, sonst von feinem Versammlungstheilnehmer gehört worden schrift gehabt, die ein vorhergegangener Artikel des Dr. Mehring Ausgleich mit Deutschland. Es werden Vorkehrungen getroffen für find. Die beiden Beamten widersprachen sich zudem in ihrer Aus- in dieser Sache trug: Ein kleiner von den Seinen". Der eine wahrscheinlich in Berlin abzuhaltende Konferenz zwischen Ver- fage. Der Kommiffar bekundete ,, Berger habe die beleidigenden Dr. Mehring'sche Artikel" habe mit den Worten begonnen: Den tretern der drei Mächte über die Samoafrage, die stattfinden soll, Worte gang leise gesprochen, während der Schußmann behauptete, Bismard find wir los, die Bismärder find geblieben". Er halte es sobald amtliche Berichte über die jüngsten Borgänge eingelaufen die beleidigenden Worte feien recht laut gesagt worden. Berger, für ehrenrührig, daß jemand zur ſelben Zeit, in welcher er den find. der fich unschuldig fühlte, mußte dennoch die Strafe verbüßen, da Fürsten Bismarck glorifizirte und dessen Abgang schmerzlich bedas Reichsgericht seine Revision verwarf. Er denunzirte dann den dauerte, sich mit einem so extrem- demokratischen Manne und ausKommissar Eisenblätter und den Schuhmann Jvan wegen Meineids. gesprochen allerintimsten Gegner des Fürsten, wie Dr. Mehring, zur Sowohl der Staatsanwalt wie der Oberstaatsanwalt lehnten es aber Herausgabe der Zukunft" vereinigen wollte. 3. Nach dem ab, gegen die beiden Beamten einzuschreiten. Tode des Professors v. Treitschte sei ein Nachruf in der Zukunft Parteiversammlung, die wieder von den beiden Beamten überwacht reitschte sein ihm gegebenes Versprechen, ihm einen Beitrag zu Run wagte Berger einen außergewöhnlichen Schritt. In einer erschienen, in welchem er u. A. das Bedauern aussprach, daß wurde, erklärte er, die Polizeibeamten, die in jenem Prozeß im liefern, nicht mehr habe erfüllen können. Darauf habe Professor Aus Abessynien. Am Donnerstag ist der Friede zwischen Ras hörten wegen Meineids ins Zuchthaus. Die Folge war eine neue gedacht habe, Hrn. Harden ein solches Versprechen zu Gegensatz zu allen übrigen Zeugen gegen ihn ausgesagt hätten, ge- Schiemann öffentlich erklärt, daß Prof. Treitschte niemals baran Makonnen und Ras Mangascha in der Kirche von Enda Mariam be- Anklage, die am 3. Juli 1898 vor der Straffammer verhandelt geben. Harden aber sei trotz alledem bei seiner Behauptung ge schworen worden unter dem Vorbehalt, daß der Negus denselben wurde. Auch bei dieser Gelegenheit standen die beiden Beamten blieben und habe Hrn. Prof. Schiemann mit Angriffen überschüttet. billigt. Menelik ist durch Boten benachrichtigt worden. Es scheint mit ihrer Behauptung, Berger habe in der Versammlung im Dagegen habe Harden selbst einen Brief des Prof. Treitschke verfo, als habe Ras Mangascha um Frieden nachgesucht, da ihm die Jahre 1897 die inkriminirten Worte gebraucht, allein da, während öffentlicht, aus dem klar hervorgehe, daß Prof. Treitschte ihm keineswegs Bertheidigung von Ada Agamus heikel erschien, nachdem Ras Ma- drei Zeugen übereinstimmend mit größter Sicherheit das Gegentheil eine Busage, sondern eine Absage gegeben habe. Wenn Hr. Harden founen eine Stellung auf dem Alequa- Berge bezogen hatte. Die aussagten. Berger wurde zu 6 Monaten Gefängniß verurtheilt. trotz der heftigen Fehde, die er mit Prof. Schiemann gehabt, Truppen Makonnens beginnen schon in südlicher Richtung abzu: Das Urtheil fertigte die Aussagen der vernommenen drei Zeugen niemals den höchst einfachen Schritt gethan, den Brief mit der angeb ziehen. Es gewinnt also den Anschein, als ob die Absicht, in Adat dadurch ab, daß es erklärte, die Zeugen gehörten den unteren, lichen Busage des Herrn v. Treitschte zu produziren, so zeige dies Agamus zu bleiben, aufgegeben ist. Die tigrenischen Häuptlinge weniger gebildeten Bevölkerungsklassen an, die erfahrungsgemäß im doch deutlich, daß er niemals die behauptete Zusage von Treitschke ehren nach ihren Wohnsigen zurüd. Allgemeinen nicht in der Lage sind, die Tragweite ihrer Aussage voll erhalten habe. 4. Der Schriftsteller Otto Erich Hartleben sei zu erfassen." Gegen dieses Urtheil legte Berger Revision ein. Wie feiner Zeit Mitarbeiter des Vorwärts" gewesen. Dort seien nun die Königsberger Boltstribüne" mittheilt, hat das Reichs- mehrere anonyme Denunziationen gegen Hartleben eingericht am 1. November 1898 das Urtheil der Straffammer vom gegangen, die schwere falsche Beschuldigungen enthielten und vom 3. Juli 1898 nebst den zu Grunde liegenden. Feststellungen auf- läger herrührten. In jeder anständigen Gesellschaft habe es gehoben und die Sache zur nochmaligen Verhandlung an die immer für unanständig gegolten, mit solchen anonymen Borderinstanz zurückverwiesen. Denunziationen vorzugehen. Siis adHarden's Entgegnung. Ans China wird über England gemeldet, 8000 Aufständische in der Provinz Nganhui hätten am 10. Januar die Stadt Kuyung angegriffen. 200 Mann von den die Stadt vertheidigenden Truppen feien getödtet worden. Zur Zeit werde die Stadt von den Aufständischen belagert. Der Vizekönig von Nanking habe Verstärkungen nach Kuyung beordert. Afrika. letop Parlamentarisches. Der Seniorenkonvent des Abgeordnetenhauses war am Sonnabend zusammengetreten, um die Zusammenstellung der ständigen Kommissionen nach dem Verhältniß der Stärke der Fraktionen und die Besetzung des Vorsizes in den Kommissionen zu bestimmen. Der Seniorentonvent beschloß, den Konservativen den Vorsitz in der " " Prozeß Harden- Delbrück. " Budgetkommission. Wahlprüfungs- Kommiffion und UnterrichtsHerr Harden beantwortete diese Behauptungen im Allgemeinen it gu tommission einzuräumen, den Nationalliberalen in der Gemeinde- Vor der 147. Abtheilung des hiesigen Schöffengerichts fand er bis dahin politisch noch gar nicht hervorgetreten. Er sei in liberalen bahin: Als er 1892 den Entschluß faßte, die Zukunft" zu begründen, sei und Geschäftsordnungs- Kommission, dem Zentrum und Polen in gestern abermals Termin zur Hauptverhandlung in der Privat- Anschauungen emporgewachsen, habe dann aber schon durch das der Petitionskommission und Agrarfommission, den Freikonservativen beleidigungsklage des Herausgebers der Zukunft", Maximilian Pseudonym„ Apoftata", welches er für seine schriftstellerischen in der Justizkommission, den Freifinnigen in der Rechnungskommissionar den gegen den Herausgeber der Preußischen Jahrbücher" Arbeiten gewählt, angedeutet, daß eine Wandlung mit ihm vorBefreiung vom Religionsunterricht. Die Humanistische Prof. Dr. Hans Delbrück statt. Es handelt sich bekanntlich um gegangen sei. Nach seinem Plane sollten in der Zukunft" bie berGemeinde zu Berlin hat eine Petition an das Abgeordneten- den Vorwurf der Infamie", den der Verklagte in einem Artikel der schiedensten Anschauungen zum Worte tonen und er habe sich desbatts gerichtet wegen& reigabe bes Religionsunter- Preußischen Jahrbücher" bem Privatläger gemacht hat. Die halb an Männer der verschiedensten Richtungen gewandt, um fie zur richts für die Diffidentenkinder. Es wird darin aus- Parteien find persönlich zur Stelle, Herrn Harden steht Rechtsantvalt Mitarbeiterschaft aufzufordern. Bei dieser Gelegenheit habe er auch geführt, das allgemeine preußische Landrecht ertenue die vollkommene Dr. Suse Hamburg, Herrn Prof. Delbrück Justizrath Dr. Sello an Prof. Delbrüd geschrieben, dem er damals noch ziemlich fern Glaubens und Gewissensfreiheit" als ein ursprüngliches Necht zur Seite. Als Sachverständige find Geh. Ober- Reg.- Nath Dr. Heinrich stand. Prinzipiell müsse er er den Standpunkt vertreten, daß jedes Preußen an. Ferner bestimme es in§ 78, Theil II, stofer, Staatsarchivar Dr. Granier, Prof. Dr. Liesegang, eine solche Aufforderung zur Mitarbeit keineswegs den AufTitel 2, daß, so lange Eltern über den ihren Kindern zu ertheilen: Prof. Dr. Brunner, Geh. Rath Prof. Dr. Gierte geladen, geforderten in eine günstigere Lage ihm gegenüber bringe. den Religionsunterricht einig sind, kein Dritter ein Recht habe, miter den Zengen befinden sich Professor Dr. Lamprecht, die Er selbst erweise demselben durch die Aufforderung dieihnen darin zu widersprechen. Entgegen diesem Tlaren Wortlaut Schriftsteller Dr. Th. Barth, Hartleben, Dr. Franz felben Dienste, wie jener ihm. Die günstige Ansicht, die er über der Verfaffung würden nach einem Ministerialreftript vom Mehring, Kurt Baate u. A. Den Vorsiz führt Assessor Professor Delbrück anfänglich gehabt, sei in der Folge allerdings 16. Januar 1892 Dissidenten, die in gesetzlicher Form aus der Dr. Karsten. Der kaum 20 Perfonen faffende Staum ist natürlich start alterirt worden, er habe gesehen, daß Delbrück in gewissen Landeskirche ausgeschieden sind, gegen ihr ausdrückliches Einver- sofort gefüllt, für sämmtliche Vertreter der Presse steht ein einziger politischen Dingen nachgerade manche fomischen Anschauständniß gezwungen, ihre Kinder an dem tonfessionellen Religions- ganz kleiner Tisch zur Verfügung. Nach Zeugenaufruf wird auf das ungen vertreten und werde von manchen maßgebenden Personen unterricht der öffentlichen Schulen theilnehmen zu lassen. Die durch Gutachten des Herrn Professor Brummer verzichtet. Auf einen Ver- als ein Querkopf angesehen. Wenn er damals Herrn Delbrück, obdie Verfassung gewährten Rechte dürften nicht durch Ministerial- gleich erklärt Professor Dr. Delbrück nicht eingehen zu können, weil gleich er ihn schon für eine fomische Figur gehalten, zur Mitarbeit restripte im Verwaltungswege aufgehoben werden. Within sei diese der Kläger erklärt habe, einem von ihnen beiden müsse es den aufgefordert habe, so habe er dabei keineswegs einen infamen HinterMinisterialverfügung rechtsungiltig. Es sei dringend nothwendig, Kopf tosten. Seitens des Professors Delbrück ist Widerklage er- gedanken gehabt, sondern sei im Rahmen seines Prinzips geblieben. daß das Abgeordnetenhaus hierzu Stellung nehme und Abhilfe hoben, weil Herr Harden in einem Artikel der" Butunft" was fein Verhältniß zu Dr. Mehring betreffe, fo herbeiführe. Profihm den Vorwurf machte, er habe ans einem Werte wolle er zunächst vorausschicken, daß er bis zum Tode des Partei- Nachrichten. Der Sozialdemokratische Verein in Altona hatte Ende des borigen Jahres 1930 Mitglieder, gegen 1753 im Jahre 1897. Einnahme betrug 9399,04 M., die Ausgabe 8486,60 m. Die Das. Wochenblatt Der Weckruf" in Effen wird, wie Verlag und Redaktion mittheilen, spätestens vom 1. März d. J. ab täglich erscheinen. white noted den Der Sozialdemokratische Verein in Stuttgart hatte am Schlusse des vorigen Jahres 1806 Mitglieder, gegen 1465 im Jahre 1897 und gegen 1295 im Jahre 1896. Die Einnahmen und Ausgaben im Jahre 1898 bilanzirten mit 8492,86 m. Bei der Reichstagswahl vermehrte sich die Bahl unserer Stimmen in der Stadt um 26 pCt., in den Landorten aber um 90 pet. " # des Professors Lamprecht einen Gedanken übernommen, ohne Fürsten Bismard ein liebenswürdig aufgenommener ihn zu zitiven, also gewissermaßen einen literarischen Dieb- Gast desselben geblieben sei. Die über ihn ausgeftrente Verstahl begangen; er habe außerdem in zwei bestimmten lembung, er habe gesehen, daß in Friedrichsruh für ihn nichts mehr Fällen die publizistischen Anstandspflichten verletzt und auch zu holen sei, sei absolut unwahr. Die Entlassung des Fürsten Bisin seinen Vorlesungen an der Universität die Anstandspflicht insofern mard habe er für einen schweren politischen Fehler gehalten, da er verlegt, als er feinen Zuhörern gesagt habe, daß sie seine Werke zu gefühlt, daß mit ihm ein ungeheurer Schatz politischen Geistes und ermäßigten Preisen kaufen können. Den Ausgangspunkt des ganzen Prestige verloren gegangen fei. Siemals sei er ein blinder BeStreites bildet eine sehr scharfe Kritit, die Professor Onden in den wunderer des Fürsten Vismard in allen seinen politischen BePreußischen Jahrbüchern" an der„ Deutschen Geschichte" des Pro- thätigungen gewesen, er habe ihn leider sogar mehrere Male fessor Lamprecht geübt hat. Darauf erwiderte Professor Lamprecht publizistisch angreifen müssen. Fürst Bismard habe dies durchaus in der Zukunft mit Angriffen gegen Delbrück, den er als mit- gewußt und ihm gesagt:„ Sie haben gewisse sozialdemo verantwortlich für die Veröffentlichung des Profeffor Oncken erklärte fratische Anwandlungen, aber Sie find doch mein und ihn zugleich eines Plagiats beschuldigte, indem er behauptete, Freund!" Im Jahre 1890, als er politisch noch gar nicht Professor Delbrück habe einen ihm entnommenen Gedanken als thätig war, sei die Affäre Lindau Schabelsti eigenen benutzt. Nun nahm Professor Delbrück in den Preußischen aufgetaucht. Dr. Mehring habe mit einem Artikel„ Ein kleiner von Jahrbüchern" wieder das Wort und führte nun auch seinezeits aus, den Seinen" gegen Baul Lindau Front gemacht und in diesem daß Lamprecht's Deutscher Geschichte" ein wissenschaftlicher Werth Artikel für den Fall Lindan gewissermaßen den Fürsten Bismarck nicht mehr zuzuerkennen sei. Er möge seine Profeffur niederiegen verantwortlich gemacht. Er selbst sei damals in Helgoland gewesen. In einem Epilog" Bei seiner Rückkehr habe Dr. Mehring den Wunsch gehabt, ihn kennen Aus Magdeburg. Der Redakteur August Müller war und in die Redaktion der Zukunft" eintreten. wegen Veröffentlichung eines Inserats in der„ Volksstimme", überschriebenen Artikel der Zukunft" antwortete Prof. Dr. Lamprecht zu lernen, er habe dem Wunche entsprochen und sei von Dr. Mehworin das Präparat, Glanbulen" empfohlen war, vom Schöffen- mit der Bemerkung, daß dieser Schmutz nicht an ihn heranreiche ring aufgefordert worden, doch einmal die Sache Lindau- Schabelsti gericht zu 15 M. Geldstrafe verurtheilt worden, weil nach Ansicht Dann folgte ein längerer, sehr scharfer Artikel des Herrn Harden, vom literarisch- theatralischen Standpunkte zu behandeln. Richtig dieser Instanz das Glandulen ein Geheimmittel sein sollte. Das der fich direkt gegen Prof. Delbrück richtete und ihm aus seiner sei es, daß er in dem betreffenden Artikel die Doppelstellung dieser Instanz das Glandulen ein Geheimmittel sein sollte. Das publizistischen und akademischen Thätigkeit schwere Vorwürfe machte, des Dr. Paul Lindau als Leibjournalist des Fürsten Landgericht dagegen erkannte auf Freisprechung. Wegen Veröffentlichung des Artikels, überschrieben: Eine Greifin erschossen!" die zur Widerklage Veranlassung gegeben haben. Er beschuldigte darin Bismard und Strititer des Berliner Tageblattes" ge= wurde der Redakteur Pistorius auch vom Landgericht des groben.. den Beklagten, daß er in seinen„ Preuß. Jahrb." einen Artikel über geißelt habe. Der Artikel enthalte teinen Angriff auf den Dr. Mehring habe durchaus gewußt, daß er Unfugs schuldig erklärt und zu 50 M. Geldstrafe verurtheilt. Der intime Vorgänge in der Sozialdemokratie mit den Fürsten Bismard. Die UeberStaatsanwalt hatte, wie schon vorm Schöffengericht, die höchste Buchstaben A. B. habe zeichnen lassen, so daß der falsche Glaube politisch nicht mit ihm auf dem gleichen Boden stand. erweckt sei, daß Bebel der Verfasser sei. Herr Harden erklärte schrift des Artikels rühre von Dr. Mehring her. Er habe mit Strafe, 6 Wochen Haft, beantragt. ferner, daß er es für unanständig halte, Artikel über die Polen- Wehring, der ein alter, erfahrener Journalist gewesen und ihm viel Wegen Verächtlichmachung von Einrichtungen der frage in einer Form zu veröffentlichen, daß jeder Leser glauben Wohlwollen entgegengebracht habe, manche Dinge, unter Anderem chriftlichen Kirche hatte die Staatsanwaltschaft in Essen ein müsse, fie rühren von einem Deutschen her, während thatsächlich auch die Herausgabe der Zukunft" besprochen. Er habe niemals Strafverfahren gegen Frau Steinbach aus Hamburg ein Herr von Koscielsti- Admiralski der Verfasser sei 2c. den Gedanken gehabt, mit ihm zusammen die Zukunft" herausgeleitet. Dieselbe sollte sich des Vergehens gelegentlich einer Darauf antwortete Prof. Dr. Delbrüd:„ Daß Herr Lamprecht selbst zugeben, aber selbst wenn er diese Absicht gehabt hätte, witßte er Agitationstour am Niederrhein schuldig gemacht haben. Auf Antrag die Bumuthung, in die Redaktion der Zukunft" einzutreten, als Schmutz nicht, welche Infamie darin liegen sollte. Er selbst Polizeiliches, Gerichtliches u. f. fv. " hat jetzt die Staatsanwaltschaft in Effendershausen in Hamburg, auffaßt, ist eine Aufwallung des Ehrgefühls, die anzuerkennen ist. Daß sei damals das rothe Tuch für die Sozialdemokratie das Verfahren eingestellt. Harden dies Urtheil in seiner eigenen Zeitschrift abdruckt, zeugt von gewesen und sei mit Verleumdungen aller Art angegriffent Oberschlesisches. Man schreibt uns: Da die Beuthener dem Grade feiner Selbstachtung. Was den Charakter des Herrn worden. So habe man die absolute Verleumdung verbreitet, BisPolizei den dortigen Parteigenossen die Benutzung des Harden betrifft, so ist die öffentliche Meinung über ihn wohl mard habe sich mit seinem Gelde an der Zukunft" betheiligt. Das Winter'schen Lokals zu privaten, nicht Vereins- oder allmälig flar geworden. Ich will aber auch nicht berhehlen, daß ich habe Fürst Bismard nie gethan und würde es auch nie Bersammlungszwecken, verbietet, weil sie glaubt, daß dort unan- für seine Infamie- ich meine damit eine ehrenrührige Handlungs- gethan haben, dazu sei er ein viel zu vorsichtiger Hausgemeldete Versammlungen abgehalten werden, hat Genoffe Winter weise einen tundlichen Beweis in Händen habe." Darauf halter getvesen. Er habe lediglich an Herrn Dr. Mehring jegt seine eigene strafrechtliche Verfolgung wegen des hat Garden die Privatklage angestrengt. Rods das Ersuchen gerichtet, auch für die Zutunft" zu schreiben. Der Vorgang mit Hartleben " Die Artikel = Justizrath Dr. Sello: Der Beklagte stehe auf dem seiner mehreren Hundert Hörer, die sich in diese Dinge zu vertiefen Scher! gewandt, um ihm den Sachverhalt wahrheitsgetreu Standpunkte, daß wenn Dr. Mehring das dringende Ersuchen des wünschten, habe er gesagt, daß sie den„ Gneisenau" zu ermäßigten zu schildern. Herr Scherl lehnte jede Berhandlung mit den ent Herrn Harden erfüllt und fich an der Herausgabe der Zukunft" Preisen haben könnten. Was dabei unanständig sein solle, wisse laffenen Buchdruckern ab, er bekundet damit eine Auffassung über betheiligt hätte, der Kläger nicht mit dem Pfluge Bismard, sondern er nicht. das Arbeitsverhältniß, wie sie nur von einem äußerst reaktionär mit dem Pfluge Mehring gepflügt haben würde. Harden er- Bezüglich der sogenannten Denkschrift" über die gesinnten Vertreter des Geldjacks geäußert werden fam. widert: Er müsse für diese haltlose und schwer beleidigende Sozialdemokratie wird nur die Einleitung zu der Denk- Die Firma Nauck n. Hartmann hat wieder die Zensurbehörde Infinuation Beweise verlangen. Mit demselben Rechte könnte er schrift verlesen. Es heißt darin, daß derselbe nedische Kobold, der gespielt. Auf den Plakaten, die zu der heut stattfindenden BoltsHerrn Justizrath Sello sagen: Wenn Sie nicht zufällig für Professor fo oft geheime Altenstü de in die Redaktionszimmer der sozial- versammlung einluden, ist zu lesen:„ Die wahren Ursachen des AusDelbrüd sich verpflichtet hätten, würden Sie mich mit demselben demokratischen Blätter flattern laffe, auch einmal die Redaktion der standes der Buchdrucker einer hiesigen Zeitung." Der Einberufer der Bruftton der Ueberzeugung vertreten! Was Herrn v. Treitschte Preuß. Jahrbücher" bedacht und auf ihren Redaktionstisch Versammlung hatte, als er die plakate bei der genannten Firma betrifft, so bleibe er bei seiner Behauptung. Prof. Schiemann habe eine sozialdemokratische Denkschrift niedergelegt habe, dessen bestellte, als Thema der Versammlung angegeben: Die wahren ihn in der ärgsten Weise beleidigt, ohne auch mir eine wirkliche Verfasser nicht schwer zu errathen sei.- Rechtsanwv. Dr. Duse be- Ursachen des Ausstandes der Buchdrucker des„ Lokal- Anzeigers". Thatsache für seine Behauptungen beibringen zu können. tont, daß die Denkschrift aus München dadirt sei und nicht erkennbar Der Vertreter der Firma Naud u. Hartmann erklärte aber, die sei, worin die große Satire" liegen solle. Dr. Delbrück hält Plakate könnten nur angeschlagen werden, wenn der Name der stehe auch wieder mit der Lindau- Affäre in Verbindung. Damals es nicht für zweifelhaft, daß jeder, der den Artikel lese, diesen als Beitung nicht genannt werde, und deshalb erfolgte die Aenderung. feien die Kreuz- 8tg." und der„ Vorwärts" anti- lindauisch und für einen fatirischen erkennen mußte. Das arbeiterfeindliche Vorgehen des Herrn August Scherl wird Dr. Mehring gewesen. Herr Hartleben sei damals im Vorwärts" des Deutschthums in den Ostmarken wird über die in den„ Preuß. u. Hartmann der weitesten Deffentlichkeit bekannt werden. Major v. Tiedemann, der Leiter des Vereins zur Förderung ja auch trotz des Schutzes durch die Zensoren der Firma Naud aufgetaucht und habe für das Blatt Theaterkritiken ge- Jahrbüchern" enthalten gewesenen Polen- Artikel vernommen. Er schrieben. Als„ Der Leibeigene" in der Schabelski'fchen Uebersetzung befundet, daß, als die Artikel im Jahre 1893 erschienen seien, diese aufgeführt worden, habe Hartleben eine nach seinem Gefühl überall bei den Deutschen in den Ostmarken großen Anstoß erregt Gewerkschaftliches. gehässige und ungerechte Kritik erscheinen laffen. damals das Gefühl gehabt, daß mun Hartleben von der deutsch- und preußisch- nationale Zeitschrift galten. Er habe haben, weil damals noch die„ Preußischen Jahrbücher" als eine Berlin und Umgegend. Lindau'schen Klique als Mittelsmann zur Einschmuggelung feien E. L. unterzeichnet gewesen und man habe allgemein 1. Am Mittwoch, den 1. Februar 1899, Abends Achtung, Gewerbegerichts- Beifiker Berlins! folcher Maßnahmen gegen Frl. Schabelsti benutzt werden solle. Da es als unerhört bezeichnet, daß ein Deutscher eine solche Stellung in aberlich hingeſetzt und eine Starte an die Redaktion des der Bolenfrage einnehmen könne. Dieses Urtheil sei in Bosen und 8 Il hr, findet im Bürgerfaale des Berliner Rathhauses, Ein" Borwärts" geschrieben, worin er diese auf die gefärbte Kritik auf Westpreußen allgemein und übereinstimmend gewesen. Schließlich gang Königstraße Hauptportal die Versammlung der merksam machte. charakteristischen Handschrift geschrieben gewesen. Hart Die Karte fei von ihm mit seiner sehr hätten es die Spaßen von& den Dächern gepffiffen, daß Herr Gewerbegerichts- Beisitzer( Arbeitnehmer) statt. Tagesordnung: Wahl von 10 Mitgliedern zum Ausschuß für Gutachten und Anträge. leben habe sich bei ihm über die Karte beschwert und er habe darauf v. Koszielsti,„ der gefährlichste Gegner des Deutschthums, der je ge- Wahl von 10 Mitgliedern zum Ausschuß für Gutachten und Anträge. legt habe", der Verfasser sei. geantwortet. Mit der Karte sei Hartleben dann zur„ „ Nation" ge Prof. Dr. Delbrück erklärt: er Alle Beisiger haben zu erscheinen. 2. Am Dienstag, den 31. Januar 1899, Abends 8 Uhr, findet gangen, für die er, Harden, damals Kritik schrieb. Dr. Barth habe glaube, die wahren preußischen bezw. deutsch- nationalen Intereffen damals keineswegs bekundet, daß er das Schreiben der Karte, die ebenso gut zu vertreten, wie Herr v. Tiedemann. Er bestreite, daß in demselben Saal des Rathhauses die Wahl der Arbeitgeber- Beisitzer er heute nicht schreiben würde, die er aber damals, als er noch so eine irgendwo außerhalb der Hakatistenkreise die falsche Ansicht statt. Es sind ebenfalls 10 Mitglieder zu wählen. Erscheinen aller er heute nicht schreiben würde, die er aber damals, als er noch so eine Blag gegriffen habe, daß er geflissentlich habe die Meinung Betheiligten iſt nothwendig. Art Windhund war, zu schreiben für seine Pflicht gehalten, für verbreiten wollen, daß der Verfasser der Artikel ein Deutscher sei. Plaz Die Ausschußmitglieder. J. A.: Rud. Millarg. eine Infamie" ansehe. Er habe ihm nur an die Hand gegeben, sich doch mit der Schabelsti'schen Angelegenheit nicht weiter einzu- Deutschen in den Ostmarken um ihre Existenz kämpften, wie eine schafts- Kommission folgende Beiträge ein: Zentralverein deutscher Zeuge v. Tiedemann: Die Artikel schlugen damals, wo die Für die Weber in Krefeld gingen bei der Berliner Gewerk Tassen, denn er sehe doch, was dabei herauskomme. Auch Herr Hart Bombe ein, zumal man hörte, daß Herr v. Koszielski der Verfasser Böttcher, Filiale Berlin, 50,-. Klingenberg's Karl 1,70. leben habe später, als er mit diesem über seine Mitarbeiterschaft bei sei, der damals einen sehr weitgehenden Einfluß auf die Regierung bearbeitungsmaschinen- Arbeiter durch Vertrauensmann 25,- Bon der Zukunft" Rücksprache genommen, seine Bereitwilligkeit erklärt, diese alte Sache zu begraben. Er selbst meine, daß dieser Vorfall ausübte und man deshalb in den Artikeln den Niederschlag der einem Danziger Genossen 3,-. Streitfonds der Berl. Kürschner 50,-. nichts gegen ihn und seinen damaligen Charakter beweise und heute verderblichen Caprivi'schen Politik erkennen zu Von den organisirten Berl. Hutmachern d. Streich 50,-. Gürtler von den Vorfall der Infamie absolut nicht rechtfertige. müssen glaubte. Es wird nochmals Prof. Dr. Liesegang Mosert, Ritterstraße, 3,-. Biseleure E.. 1,75. Spielverein HoffH. Auch bezüglich der Widerklage äußert sich der Kläger in ein- aufgerufen, da der Kläger Harden dabei verbleibt, daß er bezüglich nung 3,85. Buchdruckerei Strauß mit einigen Ausnahmen 7,10. Auch bezüglich der Widerklage äußert sich der Kläger in ein- der Empfehlung eigener Bücher durch Prof. Delbrück von Professor Möbelfabrik G. Klug, Fruchtstr. 31/32, 31,05. Freie Bereinigung gehender Weise über die einzelnen Punkte; ihm wird darin von Prof. Delbrück in jedem Punkte widersprochen. Harden bleibt trot iesegang unterrichtet worden, daß er von diesem gewissermaßen in der Bauarbeiter Berlins 15,- Möbelfabr. v. Equiß, II. Rate, 12,55. die ganze Sache hineingehetzt worden sei. Prof. Liesegang Möbelpolirer J. C. Pfaff( Lifte 831) 12,20. Dietrich( Lifte 833) 14,40. aller lebhaften Einreden des Beklagten und Widerklägers dabei, daß er es nicht für richtig halte, daß ein akademischer Lehrer giebt auch jezt keine bestimmte Erklärung darüber, was er eigentlich Maler b. Bazenhofer 3,50. Rothe Buchbinder aus d. Grünstraße 10,-. feinen Horern feine eigenen Werte zu ermäßigten Preisen zur Ver- Herrn Harden gesagt hat. Justizrath Dr. Sello: Da hier die Schuhwaaren- Fabrik Karl Jacobi 6,10. Buchdruckerei Gebr. II. 10,30. fügung stelle. In dem Vorwurfe, daß Delbrüd ein guter Geschäfts- ungeheure Thatsache hervortritt, daß ein Professor der Universität, der Mag Gerner 13,80. Drahtzaun- Fabrik Köpniderstr. 109a, Schlosserei mann sei und aus seinem Geschäftssinn heraus vielleicht auch die theilungen gemacht habe, die dieser zu dem Vorwurf der Unanständig- Schirmstock- Fabrik A. Wendt 20,-. Berliner Modellfabrik, Kastanienmur Zeuge vom Hörensagen sei. dennoch einem Journalisten Mit 10,-. Möbelfabrik von Stein 6,55. Bezirk V Charlottenburg 7,50. Bekämpfung der Lamprecht' schen„ Deutschen Geschichte" ihren Ursprung feit glaubte zuspißen zu dürfen, so halte er es doch für ge- Allee 77 8,55. G. R. A. 5,- Zahlstelle Moabit vom Borzellan habe, erblicke er feine Beleidung. Er halte es auch nicht für fair, boten, einen Sachverständigen aus dem Lehrkörper der Universität arbeiter- Verband 20,30. daß Delbrück jene angebliche sozialdemokratische Phönig Schöneberg 3,-. Vergolder hören. zu es sich doch um Hier handle es Denkschrift, die angeblich auf den Redaktionstisch der Preuß. einen deutschen Professor erhobenen ungemein schweren Vorwurf, Grunewaldstr. 27, 6,-. Holzbearbeitungs- Fabrik Hoffmann, Blüchereinen gegen Berlins durch den Vertrauensmann 50,-. Steinträger, Bau Jahrb." durch den 3ufall gewebt worden sei, in der aufgeklärt werden müsse. Der Gerichtshof lehnte die Vor- ftraße. 10,- Steinbildhauer Berlins, d. Göz 24,-. Kommiffion einer Weise veröffentlicht habe, daß jedermann des Glaubens sein müsse, sie stamme von Herrn v. Vollmar( nicht, wie er sich die Frage der Anständigkeit oder Ünanständigkeit entscheiden zu müßen- Arbeiter 20,-. Gebr. Bergas, Schillingstr. 12, 10,-. Rabizladung eines derartigen Sachverständigen ab, da er glaube, selbst der Tabatarbeiter Berlins 30,-. Freie Vereinigung der Militärirrthümlich ausgedrückt, von Bebel) in München her. Letzterer habe tönnen. Der Vorsitzende legte hierauf den Parteien dringend ans puger Berlins 50,-. Organis. Schuhmacher Berlins 95,55. Buchdruckerei fogar fich genöthigt gesehen, sich öffentlich gegen diese Annahme zu Herz, die Streitart zu begraben und einen Vergleich abzuschließen. S. W. Meyer 4, Holzarbeiterverband Bahlstelle Steglig 20,-. wenden. Ebenso sei es nach seiner Ansicht publizistisch nicht anständig, einen von einem so ausgesprochenen Polen wie Herrn Widerklage zurückgenommen. Nach achtstündiger Verhandlung be- Nachtschicht der Mälzer des Böhmischen Brauhauſes 2,30. urbeiter Nach kurzer Verhandlung zwischen den Parteien wird Klage und Personal der Druckerei von H. S. Hermann 20,-... 4, v. Koszielski herrührenden Artikel ohne dessen Unterschrift und in schließt der Gerichtshof die Einstellung des Verfahrens. Bildungsverein Steglitz 10,-. Einige Arbeiter von Siemens u. Halste, einer Form zu veröffentlichen, daß man annehmen mußte, er stamme Jede der Parteien hat die Kosten der Klage bezw. der Widerklage Markgrafenstr. 6,75. von einem Deutschen her. Prof. Delbrück erklärt alle diese Vorwürfe für gänzlich haltlos. Was speziell das sozialbemo- zu tragen. fratische Attenstid betrifft, so habe es sich hier unt eine drastische Perfiflage und Satire gehandelt, er habe sich höchlichst darüber amüsirt, daß einzelne öffentliche Organe das Aktenstüd als wirklich egistent betrachtet haben. Bezüglich des Bolenartikels, von dem nicht feststehe, daß ihn Herr v. Koszielski daß er von einem Polen verfaßt sei. zu nennen. Die Beweisaufnahme " zum Streit der Seher im Berliner ,, Lokal- Anzeiger". M HolzWeitere Beiträge nimmt im Berliner Gewerkschaftsbüreau Rud. Millarg, Annenstr. 16 I, entgegen. Geöffnet: Wochentags von 9-1 und 6-8 Uhr. Für die Krefelder Weber sind folgende Beiträge von dem Rigdorfer Gewerkschaftskartell abgesandt: Aus der Kartellkasse 50,-. Auf Listen, die vom Kartell ausgegeben sind, gesammelt 75, Bont dem Holzarbeiterverband, Bahlstelle Rigdorf 25,-. Summa 150,- M. Weitere Gelder nimmt entgegen der Vertrauensmann der Gewerk schaften: August Nierich, Rigdorf, Steinmetstr. 85, Hof II. Deutsches Reich. Uns wird geschrieben: Die Ausständigen halten Mann für Mann berfaßt habe, behaupte er, daß der Inhalt durchaus darauf hindeute, tren zusammen. Darin liegt die große moralische Wirkung für den Verband. Auch nicht ein einziger Abtrünniger unter den Mitgliedern! Herr Scherl ist von den Ersagreservisten, die er bis erstreckt sich zunächst auf den Ausgangspunkt des ganzen Streites, iegt auftreiben konnte, enig erbaut: Er sucht Erjah im den in der Zukunft" von Prof. Lamprecht dem Beklagten gemachten Klimsch'schen Anzeiger". Zwei Inserate verkünden in dem Vorwurf des Jdeen- Plagiats. Es handelt sich um Wesen und Be- felben, Die Zwicker der Schuhfabrik von Wiluner in Liegnig daß Nichtverbandsmitglieder bei guter" werden am Montag, bis zu welchem Termin die Kündigungsfrist abdeutung der alten Hundertschaften, die Prof. Lamprecht als die Entlohnung bei ihm Kondition finden. Wir nehmen an, daß gelaufen ist, die Arbeit einstellen. Die Ursachen des Ausstandes ursprüngliche und alleinige Wirthschaftsgemeinschaft ansehen will. kein deutscher Buchdrucker, der von dem Inhalte Kenntniſt find Lohndifferenzen und wird um Fernhalten des Zuzugs gebeten. Der als Zeuge vernommene Professor Dr. Lamprecht erhält, fich zum Rausreißer für Herrn Scherl wird gebrauchen entwickelt des Längeren seine wissenschaftliche Ueberzeugung, laffen und den Berliner Buchdruckern im Kampfe um ihre Polizei und Arbeitersekretariat. Die Politik der Nadelstiche, daß Professor Delbrück diesen Gedanken, den er in einem Menschenrechte in den Rücken fallen wird. Der„ Typo- die seit einiger Zeit gegen die Gewerkschaften in Frankfurt a. M. Auffage entwickelt, von ihm entnommen habe, ohne ihn als Quelle graph", das Organ des Gutenbergbundes derjenigen beliebt wird, findet eine Fortsetzung auch gegenüber dem neueröffneten Bande seiner„ Deutschen Geschichte" gratulirt. Prof. Delbrück be- bildet haben- nimmt in einer unerhörten Weise Stellung gegen den Vor- folgende Aktion der Polizei: Uebrigens habe ihm Prof. Delbrück zu dem ersten Buchdrucker, die nach dem 1891/92 er Streit eine eigene„ Vereinigung" ge- Arbeitersekretariat. Unser Frankfurter Partei- Organ berichtet über streitet dies. Geh. Nath Prof. Dr. Gierke, der über diese sitzenden des Berliner Gauvereins und macht diesen verantwortlich für den" In allen Wirthschaften beschlagnahmten am Donnerstag SchutzStreitfrage als Gutachter vernommen wird, äußert sich in längerem frivolen" Streit. Der Vorsitzende des Berliner Vereins hat mit leute die bekannten Platate, welche nichts enthalten, als die Adresse wissenschaftlichem Vortrage, der zu dem Schlusse kommt: Der oben der ganzen Angelegenheit nur soviel zu thun, als er auf Einladung des Sekretariats und einen turzen Auszug aus der Geschäftsord angedeutete Gedanke jei weder Lamprecht's noch Delbrück's der Mitglieder des Verbandes in der von dem Gehilfen mung. Für heute waren die beiden Sekretäre beim Kommissar Hapie Original- Erfindung. Es sei kein Grund für die Behauptung vertreter für den Kreis Brandenburg einberufenen Besprechung zur jelben Stunde vorgeladen. Da sie wegen dieser Aufmerksamkeit der vorhanden, daß Delbrüd jenen allgemeinen Gedanken gerade der Setzer des Berliner Lokal- Anzeigers" er Polizei doch nicht das Bureau schließen konnten, folgte nur Genosse Rechtsanwalt Dr. Suse gab schienen war, um sich über die Angelegenheit zu informiren. Gräf der freundlichen Aufforderung. Ihm erklärte nun wieder anheim, in eine Beweisaufnahme nicht weiter einzutreten. In der Debatte legte er allen Anwesenden nahe, die Verhältnisse Hapte, daß er von der Beschlagnahme der Blakate absolut nichts Justizrath Dr. Sello verharrte bei dem Verlangen, die vorge- genau zu prüfen und danach ihre Entscheidung zu treffen. Und wenn nun wisse, dagegen zu erfahren wünsche, weshalb die Karten für organisirte ladenen Beugen zu bernehmen. Dies sei namentlich bezüglich des alle Anwesenden sich mit den 24 entlassenen Segern solidarisch er- Arbeiter, auf denen Zwecke und Ziele des Arbeiterfekretariats erhochpolitischen Punktes der Fall, der den Fürsten Bismarck betreffe. flärten, so zeigt das nicht nur ein echtes Gefühl der Kollegialität, läutert sind, nicht die Angabe des Verlegers enthielten!" Ebenso halte er es für durchaus nothwendig, den Fall Hartleben sondern gleichzeitig eine vernichtende Kritik an der Praris des Herrn Wir können wohl annehmen, daß aus einem ähnlichen Grunde aufzuklären, denn von Seiten des Beklagten werde wohl nicht mit August Scherl, des Besizers des„ Berliner Lokal- Anzeigers". 95 Buch- die Beschlagnahme der Plakate erfolgte. Wenn das der Grund der Unrecht behauptet, daß solche anonymen Anschuldigungen mit bruder erklären sich mit 24 in brutaler Weise auf die Straße Beschlagnahme ist, muß diefes Eingreifen der Polizei als recht starken unzutreffenden Verdächtigungen eines britten mit gesetzten Kollegen solidarisch! Weiß der Gutenbergbund, sonderbar bezeichnet werden. Wir verlangen gewiß nicht von jener der möglichen Wirkung, diesen aus feiner Stellung zu was das zu bedeuten hat? Nein! Ihm ist jeder Simt für echte Seite eine Förderung der Bestrebungen, die die Arbeiter zur Erbringen, als ehrenrührige Handlung zu betrachten sei. Rechtsanwalt Kollegialität nicht nur von jeher verhaßt gewesen, sondern er hat langung ihres Rechts unternehmen, aber das dürfen wir fordern, Dr. Suse erwidert, daß garnicht davon die Rede sein könne, daß in ganz offener Weise für jeden Streitbruch eine Entschuldigung daß die Behörden solchen Bestrebungen nicht hindernd in den Weg Herr Hartleben aus seinem Brote gebracht werden sollte, da er bei und Bertheidigung gehabt. Der Typograph" wendet sich Der Typograph" wendet sich treten, nur weil sie von Arbeitern ausgehen. Die Polizei mag ihren Sem„ Borwärts" garnicht angestellt gewesen sei. Der Gerichtshof weiter gegen den Vorwärts" und erklärt, warum meldet der Eifer auf anderem Gebiet zeigen und nicht Unternehmungen stören, stellte sich auf den Standpunkt des Klägerischen Anwalts und des" V." nichts von der dritten Forderung der Verbändler: der Ent- die von den edelsten und besten Absichten getragen sind. Restripts des Justizministers und meinte, daß der Wahrheitsbeweis laffung sämmtlicher im„ 2ot.- Anz." thätigen Nichtmitglieder? von Lamprecht entlehnt habe. " " " auf die Beibringung der urkundlichen Beweise der Infamie des Schämt er sich?!"- Wir sind erstaunt über diese Unverfrorenheit Lehte Nachrichten und Depelchen. Klägers zu beschränken sei und nahm deshalb von der Vernehmung des" Typograph". Nie haben unsere Mitglieder der Zeugen Dr. Mehring, Barth, Hartleben und Baate eine derartige Forderung gestellt- obwohl sie Wien, 21. Januar.( W. T. B.) Wie die Neue Freie Presse" berechtigt gewesen wäre. Mit dieser Verleumdung sucht der Typ." meldet, beabsichtige das Kabinet eine Verständigungsaktion erst Abstand. " " 1 # Es werden darauf Zeugen bezüglich der Widerklage bernommen. eine Erklärung dafür, daß sich seine Mitglieder nicht am Ausstande einzuleiten, wenn sich die Parteien der deutschen Opposition über ihr Archivar- Assistent Dr. Granier soll befunden, daß Prof. Delbrück betheiligten, sondern mit stumpfer Ergebenheit ihr elendes Joch weiter gemeinsames Programm geeinigt haben. Vor Beginn der gelegentlich seiner Vorlesungen über den Krieg 1870-71 seinen Hörern| tragen. Aber noch mehr, er sucht damit Propaganda Aktion werde der Reichsrath vertagt werden; sollte die Obstruktion fein Wert Gneisenau", von dem eine 2. Auflage bevorstand, zu ermäßigten zum Streitbruch zu machen. Bereits haben bei ayn's jedoch einen stürmischen Verlauf nehmen, so werde die Vertagung Preisen angeboten habe. Der Zeuge bestätigt, daß Prof. Delbrück Erben und in der Buchdruckerei Preuß 15 Guten fofort ausgesprochen werden. gelegentlich seinen Hörern gesagt habe, fie tönnten seinen„ Gneisenau" bergbündler" aufgehört und im„ Lokal- Anzeiger" angefangen. Prag, 21. Januar.( B. H.) Morgen wird hier eine allgemeine zu ermäßigten Preisen beziehen. Daß dies in unanständiger oder Herr Scherl magnun stolz auf seine Mitarbeiter" czechische Studentenversammlung stattfinden, in welcher die aufdringlicher Weise geschehen sei, lönne er nicht behaupten. Er sein.. Affäre Lienhart Biberle erörtert und über das fünftige Ver selbst halte eine solche Empfehlung eigener Bücher seitens eines Von Herrn Dr. Sandstein erhalten wir in bezug auf unsere halten der czechischen zur deutschen Studentenschaft Beschluß gefaßt werden soll. Professors nicht für angemessen und habe aus dieser seiner gestrige Notiz folgende Zuschrift: Privatmeinung fein Hehl gemacht. Geh. Reg.- Rath Dr. Poser„ Es ist unzutreffend, daß ich der Schriftseger- Kommission Paris, 21. Januar.( W. T. B.) Heute Nachmittag fand die tann zu dem Beweisthema selbst nichts Thatsächliches sagen. am 18. dieses Monats die Kellner des Lotals, in dem die zweite Versteigerung des Mobiliars Rola's statt, deren Ertrag Prof. Dr. Liesegang, auf den sich der Kläger in dieser Beziehung Versammlung am 8. dieses Monats stattfand, als diejenigen dazu bestimmt ist, die 2500 Frants betragenden Kosten der erstei auch berufen hat, bekundet, daß er selbst nicht Zeuge solcher Buch- bezeichnet habe, von denen die Geschäftsleitung des„ Berliner Lokal- vor einigen Monaten vorgenommenen Versteigerung zur Bezahlung Anempfehlungen gewesen sei, aber von verschiedenen Seiten Klagen Anzeigers" Mittheilungen über den Verlauf jener Versammlung der Schreibsachverständigen zu decken. Freunde gola's erboten sich, darüber gehört habe, daß Hörer des Prof. Delbrück insofern hinein- erhalten habe. Ich habe eine Quelle, aus der die Geschäftsleitung die erforderliche Summe zu zahlen, doch wurde dieses Auerbieten gefallen feien, als sie auf Grund der Empfehlung des Prof. Delbrück jene Kenntniß geschöpft hat, überhaupt nicht angegeben, wie schon von dem Richter abgelehnt. Bei dem ersten zur Versteigerung gesich die erste Auflage des„ Gneisenau" angeschafft haben und dann daraus hervorgeht, daß die Schriftseger Inhalts der beiden seitens stellten Gegenstande, einem Spiegel, zahlte der Verleger Fasquelle die zweite Auflage sehr bald erschienen sei. Harden erklärt auf ihres Vertrauensmannes an Herrn Scherl gerichteten Schreiben die erforderliche Summe. Etwa 100 Personen waren bei der Verdas Bestimmteste, daß er den Vorwurf nicht leichtsinnig erhoben habe, vom 19. und 20. d. Mts. diese Quelle auch später noch nicht steigerung anwesend. sondern auf Grund gerade der Mittheilungen des Prof. Dr. Liesegang. tannten". Paris, 21. Januar.( W. T. B.) Aus Tamatave wird gemeldet, daß die Pest dort in Abnahme begriffen ist. Vom 6. bis zum 15. Januar famen mir 28 Todesfälle vor. Unter den Todten befindet sich kein Europäer. Letzterer ist bei der Bekundung dessen, was er zu Harden gesagt Demgegenüber wird uns nochmals von den Mitgliedern der hat, bei der weiteren Vernehmung sehr unbestimmt. Profeffor Kommission, die die Unterredung mit Herrn Dr. Sandstein hatten, Delbrüd betont, daß er bei seinen Borlesungen einen besonderen auf das Bestimmteste versichert, daß Herr Dr. Sandstein im Laufe Nachdruck auf die Verschiedenheit der Strategie des vorigen und des des Gesprächs angegeben hat, seine Information rühre von dem jezigen Jahrhunderts zu legen und die systematische Darlegung der Kellner des Lokals her. Jedes weitere Wort erübrigt sich. strategischen Grundsätze zu entwickeln pflege. Nur für diejenigen Die Buchdrucker haben sich am Sonnabend schriftlich an Herrn Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Kairo, 21. Januar.( Meldung des Reuter'schen Bureaus".) Ein Defret ist unterzeichnet worden, durch welches General Kit chener zum General- Gouverneur des Sudan ernannt wird. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 19. 16. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 22. Januar 1899. Reichstag. hr. 15. Sigung, Sonnabend, 21. Januar 1899, 1 Am Tische des Bundesraths: Graf v. Posadowsky. Die zweite Berathung des Etats wird beim Reichsamt des Innern, Titel Staatssekretär, fortgesetzt. Abg. v. Czarlinski( Pole) erklärt, der Entwickelung der sozialreformatorischen Maßnahmen sympathisch gegenüber zu stehen. Des Weiteren schließt er sich den Beschwerden über die Mißstände in den Ziegeleien an und rügt es vor allem, daß nicht überall, wo polnische Arbeiter beschäftigt sind, die Arbeitsordnung auch in polnischer Sprache ausgehängt wird. Abg. Vielhaben( Reformp.): " Interpreten der Februarerlasse hin. Gewiß hat Herr v. Stumm die Stolzes weichen, daß wir eine große, starte, einige Nation geworden Aeußerungen des Herrn v. Berlepsch richtig zitirt, aber doch sind, die stets größere Anerkennung im Auslande gewinnt.( Bravo! einige recht wichtige Aeußerungen weggelassen. Herr v. Ber- rechts.) lepsch hat z. B. gegenüber Herrn Lieber gesagt, daß er an der Abg. Frhr. v. Stumm( Rp.): Inhalt derselben als sein Programm betrachte. In dem Augenblid, der Unfallversicherungsgesetz- Novelle zurück und beruft sich auf den Schaffung der betreffenden Erlasse nicht mitgewirkt habe, aber den kommt nochmals auf seine Behauptung über das Nichtzustandekommen wo er nicht in der Lage sein würde, dies Programm zur Ausführung früheren Präsidenten des Reichsversicherungs- Amtes Dr. Bödiker, zu bringen, werde er zurücktreten. Nun, Herr v. Berlepsch ist zurück von dem er einige Briefe verliest. Ferner muß ich noch einmal getreten und hat dadurch zu erkennen gegeben, daß es ihm nicht erklären, daß ich für die Artikel der Post" nicht verantwortlich bin; möglich war, den Sinn der kaiserlichen Erlasse, wie er sie auffaßte, das habe ich schon oft den Sozialdemokraten gegenüber betont, in der Praxis durchzuführen. Ebenso sprechen die späteren Ver- wenn sie mich angriffen, was sie freilich in maßvollerer Weise that en, öffentlichungen des Herrn v. Berlepsch in der Sozialen Praris" als Herr Röfice( Große Heiterkeit). In Bezug auf die Berufsvereine gegen die Auffassung des Herrn v. Stumm, sowie auch die öffent- hat übrigens Herr v. Heyl genau dieselbe Ansicht wie ich; ich möchte lichen Auslassungen des Kaiser Wilhelm II. in der Zeit, als Herr ihn von dem Verdacht reinigen, auf dem Standpunkt des Herrn v. Stumm noch nicht sein einziger Rathgeber in der Sozialpolitik Rösicke zu stehen.( Große Heiterkeit.) war. Der einzige Grund, daß Herr v. Berlepsch ging, war demnach, Die gestrigen Ausführungen des Herrn v. Hehl werden wohl wie gesagt, die Ünmöglichkeit für ihn, weiter im Sinne der FebruarAbg. Rösicke( Wildlib.) schwerlich auf die Dauer die Richtschnur für die nationalliberale Erlasse als Minister zu wirken. Daher trifft auch die Behauptung erklärt' auch die soeben vorgebrachten Beweise des Herrn v. Stumm Bartei abgeben können. Die Nationalliberalen sind nun einmal des Herrn v. Stumm nicht zu, daß die Beschlüsse der früheren Kom- für hinfällig. Auf den Inhalt von Privatbriefen gehe er freilich die Partei der Großindustriellen und deren Interessen sind mission des Reichstags zur Berathung der Novelle zum Unfallver- nicht ein. mit den Prinzipien des Herrn v. Hehl nicht verträglich. ficherungsgesetz den Sturz des Herrn von Berlepsch herbeigeführt Redner fragt fodann, wie es mit der Sozialpolitik im Reichs= hätten. post amt steht. Der Post, Telegraphen- und Fernsprechdienst sei äußerst aufreibend, und er habe erst kürzlich Damen vom Telephondienst kennen gelernt, die sämmtlich auf Reichskosten in Kaltwasser heilanstalten zu entsenden seien. Ferner sind auch völlig unbefriedigt geblieben alle sozialpolitischen Erwartungen, die sich an die Hebung des Mittelstandes und des Kleingewerbes knüpften. Ganz besondere Mißstimmung hat die Bäckereiberordnung erregt. Wir haben dieſe wiederholt beklagt, und es ist sehr bedauerlich, daß wir in dieser Frage gerade auch vom Zentrum im Stich gelassen werden. Präsident Graf Ballestrem: Ich mache den Herrn Redner darauf aufmerksam, daß es hier im Hauſe nicht üblich ist, seine Mitglieder mit den Titeln anzureden, die sie außerhalb des Hauses führen. Der Herr Redner hätte daher nicht vom Herrn Professor Hige, sondern vom Herrn Abg. Hize sprechen müssen. Abg. Wiemer( frs. Vp.): qu Besonders interessant waren für mich gestern die Anisführungen des Herrn v. Heyl, die in einem gewissen Gegensatz der Rede seines Parteigenossen Möller standen. Wir hoffen also, daß die Nationalliberalen in ihrer Mehrheit doch auf dent Boden des Herrn Abg. Bassermann stehen und stets für die Koalitionsfreiheit der Arbeiter eintreten werden. Und das ist gerade jezt von höchster Wichtigkeit, angesichts der zu erwartenden Vorlage, die sich an die Oeynhausener Kundgebung... Abg. Dr. Dertel( t.): Abg. Schrader( freis. Bgg.) fonstatirt gegenüber Herrn von Posadowsky, daß sich in allen Parteien ein beträchtliches Quantum von Unzufriedenheit finde. Und Redner befürwortet sodann die Förderung des Haushaltungsschul diese wird nur durch die Richtung unserer Politik hervorgerufen. wesens und die Zulassung der Frauen zum Studium. Staatssekretär Graf Posadowsky: von Bosadowsky begrüßt, daß die Regierung nicht vom grünen Tisch Ich habe mit Freuden das treffende Wort des Herrn Grafen aus soziale Gesetzgebung treiben werde; ich habe auch mit Freuden begrüßt das Wort des Herrn von Berlepfch, daß man alle Maßnahmen von dem Gesichtspunkt aus prüfen würde, ob durch sie nicht eine hegerische Agitation gefördert werde. Ich bedauere es aber, Der Abg. Frhr. v. Stumm hat einen Privatbrief des Herrn daß die trefflichen Grundsäge noch nicht in der Praxis durchgeführt Dr. Bödiker verlesen, in dem es heißt:" Sie wissen, in welch' unsind. Das sieht man so recht an der Bäckereiverordnung, die in der glaublicher Weise ich aus meinem Amt herausgedrängt bin." PrivatThat zu Unzuträglichkeiten gröbster Art führt. Die überwiegende briefe gehen mich nichts an; aber umt einer mißverständlichen AufAnzahl der Bäckermeister hält ihre Durchführung für unmöglich. fassung vorzubeugen, will ich hier aus den Aften nachweisen, daß nicht aus naheliegenden Gründen gerade diese Verordnung äußerst seine Entlassung eingekommen ist.( Große Heiterkeit links.) Das würde noch krasser zu Tage treten, wenn die Behörden Herr Dr. Bödiker lediglich aus Gesundheitsrücksichten um milde handhaben würden. Durch die Bäckereiverordnung wird es Abg. Size( 3.) dem Kleinmeister nahezu unmöglich gemacht, sich gegen den Groß- entgegnet dem Abg. Vielhaben, daß er prinzipiell stets auf dem betrieb zu halten. Wenn das so bleibt, so muß sich ja das Kleingewerbe als Stieftind der Regierung ansehen. Was die anderen hier Standpunkt der Bäckereiverordnung gestanden habe, daß er aber behandelten Fragen anlangt, so halte ich die Einstellung von weiblichen auch für die berechtigten Wünsche der Bäckermeister Verständniß Fabrikinspektoren für diskutabel. Freilich gehe ich nicht so weit habe. darin, wie der Abg. Zubeil, der auf allen Gebieten Gleichstellung der Frau verlangt. Herr Zubeil sollte ja von sozialdemokratischen Parteitagen wissen, daß die Frau ein nur mit Vorsicht zu genießender Genosse iſt. Staatssekretär Graf Posadowsky: Andere Abg. Frhr. v. Stumm( Reichsp.) entgegnet dem Staatssekretär Grafen Posadowsky, er bestreite es absolut nicht, daß Dr.( Bödiker aus Gefundheitsrücksichten um seinen Abschied eingekommen sei; es sei aber leicht möglich, daß der beständige Widerstand gegen seine Bestrebungen ihn so angegriffen habe, daß er schließlich aus Gesundheitsrücksichten um seinen Abschied einkommen mußte.( Große Heiterkeit.) Darauf wird die Sigung vertagt. Nächste Sizung: Montag 1 Uhr.( Kleinere Vorlagen. Antrag Rintelen betr. Aenderung der Strafprozeß- Ordnung; Interpellation Schmidt u. Genossen betr. Wirkungen des Weingefezes; Fortsetzung der heutigen Berathung.) Schluß 54 Uhr. Abgeordnetenhaus. 3. Sigung vom 21. Januar. 1 Uhr. Am Ministertische: v. Miquel, Thielen, v. d. Recke. Auf der Tagesordnung steht die erste Lesung des Etats. Abg. Richter: Der Herr Finanzminister nannte die FinanzAbg. Prinz zu Schönaich- Carolath( Hosp. bei den Natl.) tritt für völlige Freigabe des Frauenstudiums ein. Präsident Graf Ballestrem: Meine Herren, ich will feinen Ebenso ist die Förderung der Hochschulen sehr von Bedeutung; in Redner verhindern, auf Reden Sr. Majestät des Kaisers oder anderer dieser Hinsicht haben die Bemühungen des Herrn Fürstbischofs Kopp Bundesfürsten hier einzugehen. Jedoch, meine Herren, setzt dieses segensreich gewirkt. Die Frau gehört in erster Linie ins Haus und voraus, daß solche Reden dieser höchsten und hohen Personen dem hat dort ihre Befriedigung zu suchen( Sehr richtig! Bravo! rechts). Reichstage authentisch bekannt geworden sind. Unter authentisch Daneben aber giebt es auch Frauen, freilich in der Minderheit, verstehe ich, entweder daß sie uns auf geschäftsordnungsmäßigem die über diese Thätigkeit hinausgehen müssen. Und auch Wege zugehen, wie die Thronrede z. B., oder daß sie im Reichs- diesen muß die Laufbahn völlig eröffnet werden. Anzeiger" in ihrem Wortlaut reproduzirt sind. Ich glaube, die Ehr- Staaten, auch Rußland, sind in dieser Hinsicht uns bedeutend vorfurcht, die wir Sr. Majestät dem Kaiser und den hohen Bundes- aus. Man könnte sich da auf den Standpunkt stellen: Frauen raus! fürsten schuldig sind, ebenso wie die Würde des Reichstags selbst Darüber ließe sich dann streiten. Aber das geht doch jedenfalls erfordert, daß sonstige Aeußerungen hier nicht besprochen werden. nicht, daß man die Damen zuerst das Abiturienten- Examen machen Abg. Wiemer( fortfahrend): läßt, ihnen dann aber den Zutritt zu den Universitäten erschwert. Bedauerlich bleibt es, daß eine Beschränkung der Koalitions- Freilich muß auch ich sagen: Chi va piano, va sano. Aber nach lage auf fester Grundlage bestehend, Weshalb auch nicht? Es freiheit beabsichtigt wird. Die Ausschreitungen, von denen man und nach müssen doch die berechtigten Wünsche erfüllt werden. ist das die Folge einer Thesaurirungspolitik, indem man hier, spricht, wird man nicht vertheidigen wollen. Aber ein gefeglicher Nichts fann uns, den maßvollen Förderern dieser Sache, im Gegensaze zum Reiche, bor allen Ausgaben warnt. Eingriff ist vollständig überflüssig. Vermehrte Strafbestimmungen schädlicher sein, als die Verwechselung dieser Bestrebungen mit der Dort im Reiche unablässige Reiche unablässige Steigerung der militärischen find nur geeignet, die Erzedenten mit dem Schein des Märtyrer- Frauenemanzipation. Von Emanzipation kann bei uns gar keine Ausgaben, hier Sparsamkeit in Bezug auf die wichtigsten Gebiete. thums zu umgeben. Herr v. Stumm hat gestern bestritten, daß er Rede sein.( Sehr richtig! links.) Es ist ja richtig: die Thesaurirung kommt der Zukunft zu gut. auf Spaziergängen im Thiergarten Sozialpolitik treibe. Ihm ist Aber die Lebenden wollen doch auch leben. Wir bekommen keine natürlich zu glauben. Aber Herr v. Stumm ist ein einflußreicher Reformen in Güter und Personen- Tarifen. Der Mann, und so ist zu fürchten, daß die neue Vorlage, ausfallen wird Ich lege den größten Werth darauf, daß die Arbeiter das Be Finanzminister sagt: man muß sich der Interessenten erim Sinne des Herrn v. Stumm, d. h. gegen die Koalitionsfreiheit, wußtsein erhalten, daß die Wahrung ihrer Interessen durch die Re- wehren. Ja, gewiß, aber ich möchte mir wünschen, daß der Minister die ihm ja ein Dorn im Auge ist. gierung objektiv und schnell durchgeführt wird. Redner sucht hierauf sich der agrarischen Interessenten erwehrte!( Beifall.) Wir treten unter allen Umständen für die Koalitionsfreiheit eine Beschwerde des Abg. v. Czarlinsti, betr. Verzögerung der Aus- Der Herr Finanzminister preist die Unterbeamten glücklich wegen der ein. Dazu gehört auch die Anerkennung der Berufsvereine. zahlung einer Unfallversicherungsrente an einen polnischen Arbeiter ihnen zugedachten Besoldungsverbesserungen. Aber diese sind doch Wir haben daher beantragt, daß die Bestimmungen des Bürgerlichen zu entfräften. Die Beschäftigung der Frauen im Postdienst ist durch nur ein Ausgleich für die Lebensmittel- Bertheuerung, auf die ja Gesetzbuches im Speziellen erweitert werden für die Berufsvereine. aus von keinen nachtheiligen Folgen für ihre Gesundheit begleitet. unsere ganze Politit im Reiche zugeschnitten ist. Ich las dieser Tage Wir hoffen, daß das Zentrum uns helfen wird, diesen Antrag durch- Im Gegentheil: wenn ich den Schlag der Beit richtig verstehe, eine anscheinend offiziöse Notiz, in welcher statt der Dienstalterszubringen. Wir sind durchaus für soziale Gesetzgebung, unseren fo ist es gerade sehr nüglich, daß, da doch nun einmal zulagen wieder die Stellenzulagen empfohlen wurden, aber Standpuntt zum Kinderschutz hat mein Kollege Zwid Ihnen ja schon nicht alle Frauen Heirathen tönnen, fie eine Arbeit diese würden wieder nur die Streberei fördern. dargethan. Ebenso sind wir für einen Ausbau der Gewerbegerichte finden, die ihnen ihre Selbständigkeit sichert. Die vom Herrn In der Thronrede heißt es, der Wohlstand sei im Wachsen. zu Ginigungsämtern. Speziell möchte ich den Herrn Minister um Abg. von Schönaich- Carolath berührte Frage der Zulassung der Das wäre doch nicht möglich, wenn es der Landwirthschaft so schlecht nähere Auskunft über seine Stellung zu den Arbeiterausschüssen Frauen zum Studium bildet gerade zur Zeit den Gegenstand ernster ginge. Der Arbeitermangel liegt nur an dem zu großen Umfange bitten. Nach einer Aeußerung des Herrn Miquel scheint die Re- Erwägung. In Bezug auf die Bäckereiverordnung und ein des Großgrundbesizes. Erhalten wollen Sie denselben nur wegen gierung in letzter Zeit denselben weniger sympathisch gegenüber eventuelles weiteres Borgehen auf diesem Gebiet fam ich nichts des politischen Einflusses, den er Ihnen gewährt. Nur deshalb zustehen. Sehr wichtig ist auch die Ausdehnung der Sozialpolitik aussagen. Auf die Frage der Interpretation der kaiserlichen Erlasse wollen Sie auch das Fideikommißwesen nicht einschränken, sondern auf die Landbezirke, zum Beispiel eine Revision der Gesinde will ich nicht eingehen. Bisher war ich allerdings der Ansicht, daß wenmöglich noch erweitern. Und der Finanzminister, statt den Ordnung. Gewiß soll man nichts überſtürzen, aber auch nichts ver- der authentische Interpret dieser Erlasse der Träger der Krone selbst Grundbesitz des Staates zu veräußern, fucht er ihn zu erhalten. schleppen. Wir sind der Meinung, daß die richtige Mittellinie ist. Es ist zwar nicht meine Sache und entspricht auch nicht den Er will Musterwirthschaften im Osten auf den Domänen einrichten sich leicht wird finden lassen. Herr v. Posadowsky hat sehr richtig Gewohnheiten der Regierung, sich darüber zu äußern, wes- und rühmt den Erfolg davon schon im Voraus. Ich war vor dem„ nervösen Dilettantismus" auf diesem Gebiete gewarnt. halb zu irgend einer Zeit ein Minister Se. Majestät fast erschreckt darüber. Es war das ein Hymnus auf Ich möchte nur daran erinnern, daß die Gesezgebung im Sinne der m seine Entlassung gebeten hat. Aber ich kann es die Verstaatlichung im Allgemeinen. Mit anderen Worten sagen das Regierung auf anderen Gebieten leider ebenfalls unter dem Zeichen nicht unwidersprochen lassen, daß ein Personenwechsel statt die Sozialdemokraten auch.( Heiterkeit.) des nervösen Dilettantismus steht, so z. B. das Margarinegesetz, das gefunden habe aus dem Grunde, weil die kaiserlichen Erlasse Und nun zum Minister des Geistes. Welche Schwierigkeiten Börsengesetz und die Zuchthausvorlage.( Oho! rechts.) Das Bestehen nicht weiter durchgeführt werden sollten. In der Sozialen Praxis" bereitet er den Städten, indem er sich weigert, den Stadtschulräthen der„ Reichsverdrossenheit" ist von Herrn v. Posadowsky in Abrede habe ich neulich eine Aeußerung gefunden, die mich sehr überrascht auch die Kreisschulaufsicht zu übertragen, wie eben erst in Charlottengestellt worden. Wir wissen, dazu gehört eine von rosenrothem hat. Es heißt dort:" Was die volle Umwandlung der Sozialdemo- burg. Unbegreiflich ist mir ferner die Taktik, ein Gesetz über die Optimismus gefärbte Brille, und wir sind der Ansicht, daß der fratie in eine Reformpartei aufhält, ist ihr tiefes Mißtrauen gegen Bolfsschulunterhaltung so zu verzögern aus konfeffionellen Rücksichten, freiheitliche Ausbau des Deutschen Reiches noch sehr viel zu wünschen die Regierung und die in ihr augenblicklich herrschenden reaktionären weil man rechts ein allgemeines Voltsschulgesetz haben will. Ich übrig läßt. Auch von den„ vollendeten Rechtsgarantien" ist leider Tendenzen." Ich habe gestern hereits ausdrücklich erklärt, wir werden begreife Sie( nach rechts) dabei um so weniger, als Herr Bosse ja recht wenig zu bemerken. Nicht einmal für einen deutschen Bundes- auf dem Wege der sozialpolitischen Fürsorge fortschreiten, aber daß schon Alles thut, um auf dem bloßen Verwaltungswege Ihren fürsten sind sie vorhanden.( Sehr gut! links.) Also die„ Reichs- das Mißtrauen gegen die gegenwärtige Regierung der Grund sein Wünschen zu entsprechen. Wie sucht er nicht jetzt auf die, ich muß verdrossenheit" ist leider recht wohl begründet und sie wird nur durch solle, weshalb die sozialdemokratische Partei sich nicht flugs in eine fagen, Kleinlichste Weise jüdische Lehrerinnen herauszugraufen! eine durchgreifende Gesundung unserer inneren Verhältnisse beseitigt Reformpartei umwandle, das glauben doch die Sozialdemokraten und nun die Disziplinirung des Herrn Delbrück. Ich habe nie werden.( Lebhaftes Bravo! links.) ſicher ſelbſt nicht. Wäre dent 10, bann hätten doch die Sozial- gehört, daß man profeſſoren disziplinirt hat, wenn sie nicht demokraten früher Zeit genug dazu gehabt, als angeblich die die Regierung, sondern andere politische Parteien betrittelteit. reaktionären Tendenzen in der Regierung noch nicht vorhanden Mit der Notiz über Herrn Delbrück amtlich im Reichs- Anzeiger" hat Herr Wiemer hat unsere Bestrebungen als Auswüchse des waren. Der Beweis also dafür, daß die jetzige revolutionäre man offenbar abschreckend auf andere Professoren einwirten wollen. nervösen Dilettantismus bezeichnet. Auf dem Gebiete der land- Stellung der Sozialdemokratie mit der gegenwärtigen Stellung der Für die Aerzte will man jetzt gefeßliche Ehrengerichte cin wirthschaftlichen Gesetzgebung ist davon jedenfalls nichts zu bemerken, Regierung zusammenhänge, wird nicht erbracht werden können. Ich führen, während doch die Aerztekammern selber nur auf Verordnung die Regierung ist da nur unsern allerberechtigtsten Forderungen nach- betone nochmals, daß auch die gegenwärtige Regierung vollständig beruhen. Ich bedauere die Aerzte, die dem zustimmen. Wenn erst gekommen. Daß die Regierung mit der Sozialreform nicht all zu auf dem Boden der Februar- Erlasse steht. für sie das ruere in servitium, die Versklaving, Thatsache sein schnell vorgeht, ist ganz verständlich. Wird doch jeder Vortheil, den Heute ist wieder von der„ Reichsverdrossenheit" die Rede gewesen. wird, werden sie anders darüber denken. die Arbeiter durch dieselbe erhalten, von ihnen in agitatorischer Weise Meine Herren, ich bitte Sie, doch mal dies Wort durchzudenken. Jetzt zum Minister des Junern. Die Selbstverwaltung ausgenützt. Zufrieden zu stellen sind die Arbeiter doch nicht, während Ich glaube, es giebt niemand, der nicht ernstliche Befriedigung der Gemeinden soll jetzt wieder geschmälert werden in einent andererseits schon heute die Laften der Sozialreform sich besonders darüber empfindet, daß sich die deutschen Staaten zum, Deutschen Gesez über die Rechtsverhältnisse der Gemeindebeamten. für den Mittelstand sehr fühlbar machen. Der Mittelstand aber ist Reiche vereinigt haben. Wenn noch mancher abseits steht, so beruht Minister sollte lieber daran denken, endlich das Gemeinde- und der Boden, auf dem das Gebäude der Sozialreform beruht. Daß das auf alten historischen Erinnerungen. Man verwechselt nach das Landtags- Wahlrecht zu reformiren, das seit der letzten die Arbeiter sich in Organisationen verbinden dürfen, halte ich auch meiner Meinung Reichsverdroffenheit mit Staatsverdrossen Steuerreform noch unhaltbarer ist, als es früher war. Minister für eine ganz selbstverständliche Forderung, die Arbeiter sollen nur heit. Bei dem Uebergang der wichtigsten gesetzgeberischen Funktionen wähler in der dritten Klasse.( Heiterkeit.) Die politische Polizei nicht glauben, daß sie durch ihre Organisationen allein ihre aus den Einzelstaaten auf das Reich haben sich naturgemäß in der bedarf einer Reform. Bei dieser Gelegenheit möchte ich den BolizeiLage verbessern können. Das ist eine Täuschung. Sie müssen Bevölkerung lebhafte Wünsche und Hoffnungen auf Reformen auf minister fragen: wie steht es denn eigentlich mit der Verschwörung sich mit den Organisationen der Arbeitgeber zu gemeinsamem Birken allen Gebieten geregt. Und ich glaube, man hat dabei vielfach die in Alexandria? Erst schrieb die Norddeutsche Allgemeine" wer vereinigen. Alle Stände müssen zur Herstellung des sozialen Friedens Staatsmacht und die Staatsomnipotenz überschäßt.( Sehr weiß was darüber. Nachher ist Alles still geworden. Waren es zusammenarbeiten unter Mitwirkung der Regierung. Diese darf richtig.) Daher sind mit diesen Wünschen und Hoffnungen bent wirklich Bomben oder nur ein Bombenschwindel?( Heiterkeit.) nicht das Odium auf sich nehmen, daß sie einseitig für die Unter- auch vielfach Enttäuschungen verbunden gewesen, wir tornten Redner tritisirt weiter den Schießerlas, betr. Waffengebrauch der nehmer Partei nehmen, jezt ist sie leider noch in dieser verteufelten eben nicht Alles erfüllen, was auts der breiten Deffent Polizei, der selbst die Traditionen der absolutistischen Zeit durch Lage. Der Arbeiter foll tein Stlave des Kapitals, aber auch fein lichkeit heraus von Wünschen geäußert wurde. Diese Enttäuschungen Strenge übertrumpfe. Wenn die Gendarmen nach solchen GrundStlave des sozialdemokratischen Zukunftsstaates sein. In diesem werden aber mit der steigenden politischen Reife der Bevölkerung fätzen instruirt werden, dann Gnade Gott den wehrlosen Bürgern. Sinne des sozialen Friedens sind wir geneigt, an der Sozialreform immer mehr schwinden. Denn ich meine, wer Staatsverdrossenheit"( Lebhafter Beifall; Unruhe rechts.) mitzuarbeiten.( Bravo! rechts.) hat, der ist bis zu einem gewiffen Grade nicht politisch reif genug, Seit acht Monaten wartet der Berliner Magistrat auf Antwort Abg. Rösicke( wildlib.) un beurtheilen zu können, was der Staat leisten kann und was in Bezug auf seine Absicht, den Friedhof der Märzgefallenen mit polemisirt gegen die gestrigen Ausführungen des Frhr. v. Stumm. nicht. Bei steigender politischer Reife wird aber das Gefühl der einem Gitter und einem Portal zu versehen. So wird hier die Herr v. Stumm stellte Herrn v. Berlepsch als den einzig berechtigten Reichsverdroffenheit immer mehr dem Gefühl der Freude und des Verwaltungsgerichtsbarkeit estamotirt. Ebenso liegt die Bestätigung Abg. Schrempf( f.): Der bes Oberbürgermeisters Kirschner seit acht Monaten still. Beide Jm Etat der landwirthschaftlichen Verwaltung 500 M., Serrn Hermann Edert, Verwalter des städtischen Die Sache hat allgemeine erfährt der Fonds zur Gewährung von Beihilfen zu den bei den Arbeitsnachweises in Freiburg i. Br., der II. Preis, 300 M., Frau politische Bedeutung. Der Minister allein ist dafür verantwortlich, Auseinanderfeßungsgeschäften vortoninienden sogenannten Folge- enriette Fürth, Frankfurt a. M., und der III. Preis, 200 M., nicht nur für das, was geschieht, sondern auch für das, was nicht Einrichtungskosten eine Erhöhung um 25 000 M. An Beihilfen zur Herrn Robert Jahn, Köln- Nippes, zuerkannt. geschieht, was unterbleibt. Die Inschrift, die Inschrift", Errichtung und Unterhaltung von landwirthschaftlichen Mittelschulen Die 1. Preisarbeit gipfelt darin, daß die berufsgenossensoll daran schuld sein. Aber die Worte Ruhestätte der März werden 21 700 m., an Zuschüssen für die ländlichen Fortbildungs- schaftlichen Arbeitsnachweise einseitige Interessen verfolgten und den gefallenen" bekunden doch nur eine historische Thatsache. schulen 40 000 m. mehr ausgesezt. Im 10 000 27. wird der Dis- Charakter des Streites in sich frügen, wogegen die städtischen Die Beerdigung erfolgte damals unter Theilnahme Friedrich positionsfonds zu wissenschaftlichen und Lehrzwecken, um 25 000 m. beziehentlich gemeinnügigen Arbeitsnachweise sich in friedlicheren Wilhelms IV. Und went man da darauf besteht, daß der Dispositionsfonds zu Prämien für die Pferdezucht, um Bahnen bewegten und einen unparteiischen Charakter hätten. Es Die Verwahrlosung der Ruhestätte fortdauern soll, so ist 80 000 m. der Fonds zur wissenschaftlichen Erforschung von Thier- sei dabei aber Sorge zu tragen, daß Arbeitern und Unternehmern Das eine Kleinlichkeit der Auffassung, die ich nicht verstehen krankheiten und für Versuche zu deren Bekämpfung erhöht. Nen gleichmäßiger Einfluß auf die Verwaltung eingeräumt wird. tann, ebenso wenig wie die Nichtbestätigung des Oberbürger eingestellt sind 20 000 M. zur Förderung der Geflügelzucht, besonders In der II. Preisarbeit wird die Ansicht vertreten, daß meisters. Aus folchen Vorgängen kann man beurtheilen, wie im in den bäuerlichen Wirthschaften, 10 000 m2. zur Förderung anderer den kommunalen Arbeitsnachweisen zwar noch Mängel anhaften, Lande regiert wird!( Beifall.) landwirthschaftlicher Thiergattungen und 20 000 W. mehr zur Unter- wormter in erster Linie, daß den Leitern derselben die erforderlichen Finanzminister v. Miguel: Den Etat hat Herr Nichter nicht stüßung der landwirthschaftlichen Vereine. Zur Förderung des Kenntnisse der einzelnen Branchen abgehen. Diese Uebelſtände seien bemängelt, sondern nur die Thesaurirung, sowie Geseze bekrittelt, Obst-, Wein- und Gartenbaues sind 10 000 M. mehr, zur Förderung aber zu überwinden, sobald die Machtvollkommenheit der gemeindie noch nicht einmal vorliegen. Wir erheben ihm zu viel Steuern der Wald- und Wiesenkultur, insbesondere zur Aufforstung der Ded- nügigen Arbeitsnachweise absoluter und umfassender ausgestaltet und tilgen ihm zu viel Schulden. Ich glaube nicht, daß irgend ein ländereien in Schleswig- Holstein und Hannover 20 000 M. mehr würde. Aus diesem Grunde wird obligatorische Einführung kommuGeschäftsmann in unserer Schuldentilgung ein lebermaß finden würde. eingestellt. Die einmaligen Ausgaben weisen gegen das naler Arbeitsnachweise empfohlen, in denen unparteiische Vertretung Herr Richter hat dann von der Begehrlichkeit gewisser Kreise, der Vorjahr eine Vermehrung unt 664 765 D. auf; fie belaufen sich jetzt der einzelnen Gewerbe vorgesehen iſt. grarier, an den Staat gesprochen. Ich selbst habe aber niemals, auf 4340 250 m. Darunter begegnen wir Forderungen von Die III. Preisarbeit wendet sich entschieden gegen die wie mir Herr Richter nachsagt, von den ländlichen Genossenschaften 6000 m. zur Gewährung von Verwaltungszuschüssen für ein in einseitigen Fabrikanten Arbeitsnachweise, weil als Bumpgenossenschaften gesprochen. Nicht zu leugnen ist, daß der Berlin errichtetes Versuchs- Kornlagerhaus, 154 400 M. zum Neubau dieselben leicht zu unberechtigten Maßregelungen Ridgang der Domänenpächter ein bedenkliches Zeichen für die Lage der eines hygienischen Instituts der Berliner thierärztlichen Hochschule, führen und Augendienerei und Schmarokerthum Landwirthschaft ist. Stichtig ist ja, daß der allgemeine Wohlstand 60 000 W. zur Förderung der Land- und Forstwirthschaft in den unter den Arbeitern erzeugen. fich gehoben, aber die Lage der Landwirthschaft bleibt fortgesetzt westlichen Provinzen, 120 000 m. als erste Rate für ein in Poppels- Englands Außenhandel. Im Jahre 1898 find in England schwierig. An Auftauf Kleiner Wirthschaften seitens des Staats wird dorf zu errichtendes Institut für Boden- und Pflanzenlehre und für 470,6 Millionen Pfd. Sterl. Waaren eingeführt, während gar nicht gedacht, es handelt sich angenblicklich blos um Errichtung eines für Thierpsychologie. 187 500 M. sind ausgesezt zur Unter- die Ausfuhr 294,0 Millionen Pfd. Sterl. betrug. Gegen das einiger Musterwirthschaften in der Eifel und Nord- Schleswig. Herr stüßung von Deichverbänden im Kreise Torgau, 500 000 m. als Jahr 1897 ist die Einfuhr um 19,5 Millionen gestiegen, die Ausfuhr Richter bemängelt die Stellenzulagen, bei denen Alles in Darlehnsfonds zur Förderung gemeinsamer Versuchs- und Muster- um 164 tausend Pfd. Sterl. gefallen. das Ermessen der Verwaltung gestellt sei, aber Stellenzulagen haben wir ja schon bei der Eisenbahn- Verwaltung in anderen Ressorts. Ich kann nur wünschen, daß der Etat auch sonst so wenig Anfechtungen erfährt, wie seitens des Abg. Richter.( Große Heiterkeit, rechts Beifall und vereinzeltes Klatschen.) Politiche ehen im Zusammenhang die cache at erfährt ber gonda aur von zu den bei den in Br.b, 5 Vizepräsident v. Heereman: Beifallsbezeugungen durch Händeklatschen sind unzulässig. Abg. Graf Limburg- Stirum( konf.) anlagen und Einrichtungen zur Hebung der landwirthschaftlichen Produktion und der besseren Verwerthung landwirthschaftlicher Produkte. 25, Kommunales. Die städtische Verkehrsdeputation berieth gestern in dreistündiger Sigung unter Vorsitz des Bürgermeisters Kirschner die Vorschläge, welche die zur Vorbereitung des Baues neuer elektrischer Straßenbahnlinien eingesezte Subkommission gemacht hat. Die Anträge der Kommission gingen neuen Linien für Rechnung der Stadt beschließen möge, vorausdahin, daß die Deputation grundsätzlich den Bau und Betrieb der gesetzt, daß keine finanziellen Nachtheile für die Stadt entstehen, bezw. keine Zuschüsse geleistet werden müssen, und daß der einzusegenden Betriebsverwaltung die Möglichkeit schneller, nicht durch bureaukratische Vorschriften eingeengter selbständiger Entschließungen gegeben wird. Im Etat der Justizverwaltung erhöhen sich die Ein nahmen im Ganzen um ca. 30 Mill., darunter die Einnahmen aus den Koften um 1,8 Mill., die aus der Beschäftigung der Gefangenen um 1,3 Millionen. Die fortlaufenden Ausgaben erhöhen sich um 21/2 Millionen, die einmaligen um 108 700 m. Neue Stellen werden geschaffen für einen Senatspräsidenten und fünf Räthe wendet fich gegen Richter's Bemerkungen über agrarische Begehrlich Gleiwig und Danzig, für 18 neue Landrichter, und zwar 3 beim Landbeim Kammergericht, für je einen Landgerichtsdirektor in Berlin II, teit. Parlamente find im Allgemeinen nicht geeignet, auf Sparsamkeit gericht II in Berlin, je 2 beim Landgericht I in Berlin und in hinzuwirken. Im abfoluten Staat war man viel sparsamer. Er sei Hannover, und je eine bei den Landgerichten in Beuthen, Gleiwiß, nicht Gegner der Freizügigteit, aber daß auch jugendliche Aachen, Köln, Düsseldorf, Elberfeld, Saarbrüden, Frankfurt a. M., Arbeiter frei feien und hingehen könnten, wohin sie wollen, das Bochum, Essen und Altona. halte er doch für einen Uebelstand. In Bezug auf Beamtenpetitionen richtet werden An Amtsrichterstellen sollen neu erhoffe er, daß jest Ruhe im Lande sein werde, nachdem die Gehalts- furt a. M. und Stettin, je eine in Brandenburg, Charlottenburg, und zwar je 2 in Berlin II, Frant verbefferungen jetzt in so großem Umfange stattgefunden. Diplo Potsdam, Senftenberg, Beuthen, Kattowis, Königshütte, Rybnit, ihrer Berathungen in einer längeren Denkschrift und einer BeUeber die Arbeiten der Subkommission, welche die Ergebnisse maten seien die landwirthschaftlichen Fragen oft recht unbequem, Zabrze, Hannover, wie er aus eigener Erfahrung wisse. Aber er müsse doch wünschen, Dortmund, Köln, Düsseldorf, Wiesbaden, rechnung der muthmaßlichen Bau- und Betriebskosten sowie der zu Gelsenkirchen, Tilsit, daß die Leitung unserer auswärtigen Politik dem Auslande gegenüber Neue Staatsanwaltstellen werden geschaffen in Köln, Berlin I und II, und Magistrats- Affeffor Alberti, aus deren Vorträgen fich ergab, Quedlinburg, Bromberg. erwartenden Einnahmen vorlegte, referirten Stadtbaurath Krauje unsere Landwirthschaft schüßen möge. Dem Fürsten Bismard sei es Breslau, Gleiwik, Elberfeld, Essen und Graudenz. Nene Amtsgerichte daß ein finanzielles Risiko oder gar Zuschüsse der Stadt bei dem zu statten gekommen, daß er Landwirth war und die Verhältnisse sollen in Köpenick, Perleberg, Posen, Inowrazlaw, Dienstwohnungs- geplanten Unternehmen nicht zu erwarten seien. kannte. Mit dem Bau von Kanälen müsse mit größter Vorsicht vor- gebäude für Amtsrichter in Koschmin, Wreschen, Obornit, Jutroschin, gegangen werden. Denn unsere Finanzen würden dadurch gefährdet. Jarotschin und Kolmar i. P., neue Amtsgerichtsgebäude in Mittelwegen des Einnahme- Ausfalls für die Eisenbahnen. In Bezug auf walde, Loslau, Myslowis, Lügen, Alfeld, Dortmund, Andernach, die Ausweisungen aus Schleswig- Holstein stehe seine Montjoie und Stolberg bei Aachen gebaut werden. Partei vollkommen hinter der Politik der Regierung. Die freisinnige Politit hierbei könne erfalsleine nationale nicht ansehen. Nothwendig sei eine wohlwollende, aber stetige Gesinnung der Regierung, kein Bidzadkurs. Kultusminister Bosse: Bonn, Stadtv. Jacoby empfahl, von Konzessionen an andere Gesellschaften abzusehen, glaubt jedoch das finanzielle Interesse der Stadt am besten dadurch zu wahren, daß der Großen Straßenbahn die neuen Linien ebenfalls gegeben werden, wobei nach seiner Ansicht auch das Publikum den größten Vortheil hat. Baurath Krause erläutert die finanziellen Unterlagen und empfiehlt, die neuen Linien in städtischen Betrieb zu nehmen, um die Position der Stadt gegenüber der Gesellschaft dadurch zu stärken. finanziellen Nachtheile entstehen, dem Antrage der Subkommission zustimmen, um zu erproben, ob die Stadt im Stande ist, einen Straßenbahnbetrieb ertragreich und ohne nachtheilige Wirkungen auf die Gemeindeverwaltung zu führen. Stadtv. Kyllmann verhält sich grundsäßlich ablehnend und befürchtet eine erhebliche Belastung des städtischen Etats durch den Bau und Betrieb der in Aussicht genommenen Linien. trag der Subkommission ein. Er führte aus, daß der Großen StraßenIn der Diskussion trat Stadtv. Singer energisch für den Anbahn gegenüber eine Konkurrenz geschaffen werden müsse, daß die Ertheilung von Konzessionen an andere Gesellschaften aber zur Fusion die Mehreinstellung von Bediensteten eine Mehrausgabe von Monopols derselben führen müsse. Wolle man nicht den gesammten Im Etat der Eisenbahnverwaltung entsteht durch mit der Großen Straßenbahn und damit zu einer Verstärkung des 12,8 Millionen, durch die Erhöhung des Einkommens des Dienst Verkehr auf den Straßenbahnen der Großen Gesellschaft bezw. ihren personals eine weitere von 7,7 millionen, darunter 1,7 Millionen durch Tochter- Gesellschaften und Gründungen ausliefern, so bliebe nur Erhöhung der Löhne der Betriebsarbeiter. Für Wohlfahrtszwecke ist städtischer Betrieb übrig. Das Lettere empfehle fich aber auch aus Ich würde der Regierung etwas vergeben, wenn ich Herrn Richter 1 Million mehr vorgesehen. Die Gesammtkosten für Neubeschaffungen finanziellen Gründen und zur Verhütung von Steuer- Erhöhungen, nicht wenigstens auf einige seiner Angriffe antwortete. Eine Regelung betragen 49 Millionen, 8,8 Millionen mehr als die wirklichen die bei den stets wachsenden kommunalen Aufgaben und den nothder Volksschulunterhaltungspflicht ist dringend zu wünschen. Aber ich bin Ausgaben des Jahres 1897/98. An Bauten sind vorgesehen für wendigen Reformen auf vielen städtischen Gebieten sonst unausbleib noch nicht genau im Stande, die Lasten zu übersehen, die Berlin und Umgegend: 1 Million zum Ausbau der an den lich wären. Schließlich sei der städtische Betrieb der neuen Linien auch um auts dem Besoldungsgeseze erwachsen. Das ist der einzige Schlesischen Bahnhof angrenzenden Streden, 2 Millionen für Her- deshalb dringend zu empfehlen, damit die Stadt Erfahrungen fammle Grund, weshalb ich eine Vorlage noch nicht vorlegen konnte. Herr stellung besonderer Vorortsgeleise der Anhalter Bahn bis Lichter- und gerüstet sei, bei Ablauf des Vertrages im Jahre 1919 den geRichter beklagt ferner die Nichtaufnahme jüdischer Kinder in hiesigen felde, 1/2 Millouen für Herstellung besonderer Vorortgeleise der sammten Straßenbahnbetrieb zu übernehmen. Privatschulen. Aber was habe ich denn für einen Anlaß. einer Vor- Schlesischen Bahn bis Erfner, 150 000 M. zum Ausbau der Ringbahn, steherin vorzuschreiben, welches Kind sie aufnehmen soll oder nicht. 1 Million m Ausbau der Görliger Bahn von der Ringbahn bis Meine Räthe haben gemeint, daß eine einmal tonzessionirte Vor- Grünau, 1.0000 M. für Herstellung besonderer Vorortgeleise auf steherin darin freie Hand hat. Was die jüdischen Lehrerinnen der Strecke Berlin- Blankenburg, 500 000 m. für ein zweites Geleise in Volksschulen betrifft, so. haben sich Eltern beschwert, daß ihre auf der Strecke Schönholz- Tegel, 500 000 m. für besondere VorortKinder in Klassen, wo kein jüdisches Kind ist, eine jüdische Lehrerin geleise auf der Nordbahn bis Schönholz, 146 000 m. für Erweiterung haben als Ordinarier. Ich habe in dieser Frage ganz richtig, des Güterschuppens auf dem Anhalter Bahnhof. gewissenhaft, ohne jede Tendenz gehandelt, und erkläre das aus- Jm Etat der allgemeinen Finanzverwaltung ist brücklich gegenüber einer exorbitant heftigen Verhandlung in der der Antheil an dem Ertrage der Zölle und der Tabaksteuer auf Stadtv. Cassel will unter der Voraussetzung, daß keine hiefigen Stadtverordneten- Versammlung, die hauptsächlich von zwei 20,7 Millionen mehr, der Branntweinverbrauchs Abgabe auf jüdischen Herren geführt wurde.( Beifall rechts.) Weiter erklärt ca. 0,8 Million mehr, die Zinsen von der preußischen Bentralder Minister: Der Fall Delbrüd liegt nicht auf dem Gebiete der Genossenschaftstasse 0,4 Million mehr veranschlagt. Das Mehr der Lehrfreiheit, sondern auf dem des Beamten Rechts und des Matrikularbeiträge an das Reich beträgt 201/2 Millionen. Beamten Tatts. Die Professoren find zweifellos Staatsbeamte. Im Etat der Verwaltung der direkten Steuern Delbrück hat seine Kritik der Ausweisungen in einer Form sind 12 Millionen Mark Mehreinnahmen aus der Einkommensteuer, ausgesprochen, welche dieselbe Regierung, die ihn in eine 1/2 Million mehr aus der Ergänzungssteuer, 177 900 m. mehr aus so hohe Vertrauensstellung berufen hat, unmöglich ertragen konnte, der Steuer vom Gewerbebetrieb im Umherziehen vorgesehen. Stadtb. Dinse wünscht mit einigen Vorrednern nochmalige wenn sie nicht allen Anspruch auf Autorität verlieren wollte,- auch Im Etat der Verwaltung der indiretten Steuern genaue Prüfung des Projekts in wirthschaftlicher Beziehung, tritt im Auslande, wo man Gift aus solchen Aeußerungen ſaugt. Wo find 1/2 Million mehr an Erhebungseinnahmen aus den Zöllen, 182 080 im übrigen aber lebhaft für den städtischen Bau und Betrieb ein, hätten wir, wenn wir solche Beschimpfungen eines solchen Mannes aus der Zuckersteuer, 105 150 M. aus der Brausteuer, insgesammt weil nur dadurch auf die Große Straßenbahn der im Verkehrsgeduldet hätten, die Kraft hernehmen sollen, gegen untere Beamten aus Reichssteuern 671 970 M. mehr eingesetzt. interesse nothwendige Druck ausgeübt werden könne. in Fällen von Judisziplin vorzugehen? Der Etat des Finanzministeriums sieht zwölf neue Bürgermeister Kirschner empfiehlt die Annahme des Regierungsstellen bei den Bezirksregierungen vor, um das Ver- Kommissionsantrages in Rücksicht auf die nothwendige Konkurrenz konstatirt zunächst die günstige Finanzlage und die günstigen wirth- hältniß zwischen der Zahl der etatsmäßigen Regierungsmitglieder und namentlich im Hinblick auf die Nothwendigkeit, im Jahre 1919 und der Assessoren günstiger zu gestalten Um auch dem einen städtischen Straßenbahnbetrieb zu haben, um dadurch etwaigen schaftlichen Verhältnisse. Bei dem Wahlrecht wollen feine Oberpräsidenten von Schleswig- Holstein, errn Ansprüchen der Gesellschaft zu jener Zeit erfolgreich entgegentreten Freunde Besiz und Bildung besser berüdsichtigt von Köller, die Möglichkeit zu bieten, die im Inter zu fönnen. fehen, im Allgemeinen aber an der Art des Wahlrechts festhalten. effe der Förderung des Deutschthums dort gebotenen Sehr einverstanden sind wir mit dem Worte des Finanzministers: Maßnahmen durchzuführen, ist der Dispositionsmann weisen die Rentabilität des geplanten Unternehmens nach. Baurath Gottheiner und Stadt- Elektrifer Dr. Kall wir wollen die Kultur nach dem Often tragen. Im Anschluß hieran fonds für Förderung und Befestigung des Stadtv. Rosenow hält eine weitere finanzielle Prüfung erklärt Redner seine Zustimmung zur Polenpolitik der Regierung, Deutschthums von 400 000 auf 420 000 m. erhöht. Der definitive Zahlen nicht gegeben werden können nicht für geboten ebenso zu Kanalbauten. Er flagt lebhaft darüber, was aus der Pensionsfonds der Zivilverwaltung soll um 2 Millionen, der Fonds und hält die Etablirung eines städtischen Betriebes aus allgemeinen Medizinalreform geworden sei, und empfiehlt Eisenbahntarif- für die gesetzlichen Wittwen- und Waisengelder um dieselbe Summe, wirthschaftlichen und Verkehrsinteressen für nothwendig. Reformen. Was den Fall Delbrück betrifft, so kann ich dem der Unterſtügungsfonds der Wittwen und Waisen von vor dem Minister objektiv die Einleitung des Disziplinarverfahrens nicht 1. April 1897 verstorbenen Beamten um 14 Million erhöht werden. verdenken, aber er hätte doch besser gethan, das Verfahren zu unterlaffen. Denn einmal ist Herr Delbrüd, so verdient er als Historiker ist, als Politiker nicht ernst zu nehmen. Und außerdem würde ohne Disziplinirung das öffentliche Urtheil über Herrn Delbrück's Auslaffungen noch viel schärfer ausfallen, als jetzt. Zu bedauern sei der Für die Ausfindigmachung eines Mittels zur Desinfektion Schießerlaß, er könne nur annehmen, daß er nicht ganz so schroff gemeint fei, als er aussehe. Wolle fich Herr v. d. Nede nicht darüber thierischer Rohhaare wird in der Fachzeitschrift„ Schuh und Leder" äußern? Redner billigt die dänischen Ausweisungen und bestreitet, daß in- ein Preisausschreiben beröffentlicht. Es werden für ein derartiges folge derselben irgendwo eine Schädigung unserer Industrie erfolgt sei. geeignetes Mittel zwei Preise im Betrage von 2000 Mart und Wenn es gelinge, der dänischen Agitation endlich ein Ziel zu sehen, 1000 Mart ausgefeßt. Bewerber haben die Darstellung des bon so könne man zwar noch fragen, ob nicht vielleicht Härten zu mildern feien, aber im Ganzen thue die Regierung mit ihrem jezigen Vor- ihnen vorgeschlagenen Verfahrens unter Anfügung der Versuchsgehen nur ihre Schuldigkeit. Und man folle die Regierung daran resultate bis spätestens 1. März 1899 dem Vorstande der nicht hindern, sondern sie unterstützen. Lederindustrie Berufsgenossenschaft in Main einzusenden. isin Abg. Sattler( natl.) Hierauf erfolgt Vertagung. Montag 11 Uhr Fortsetzung. Schluß 5 Uhr. Weiteres aus dem preußischen Staatshaushalts- Etat. " Soziales. 3 weil Stadtv. Eßmann ist Gegner städtischer Verkehrsbetriebe, weil nach seiner Meinung die Stadt thenerer verivalte als Privatgesellschaften und höheren Ansprüchen der Angestellten ausgesetzt sei. Stadtrath Me ubrink erklärt sich für den Kommissionsantrag und bittet, die Subkommission mit den weiteren Vorarbeiten zu be auftragen. Bei der Abstimmung wird der Antrag der Subkommission fast gegen die Stimme des Stadtv. Kyllmann einstimmig genommen und damit beschlossen, den städtischen Behörden unter den beiden oben bezeichneten Voraussetzungen zu empfehlen: Den Bau der nach dem ausgearbeiteten Plan zu errichtenden elektrischen Straßenbahnlinien für städtische Rechnung auszuführen und den Betrieb in städtische Regie zu nehmen. alt= Mit den weiteren Vorarbeiten( Aufstellung des Finanz-, Betriebs- und Bauplanes sowie der Verwaltungsvorschriften u. f. wv.) wurde die aus den Stadträthen Meubrint und Krause, den Stadtvv. Cassel und Singer, sowie dem Magistratsassessor Alberti bestehende Subkommission beauftragt. ,, Wie ist die Arbeitsvermittelung für die Schuh- und Leder- Juduftrie zur Förderung des sozialen Friedens zwi schen Arbeitgeber und Arbeitnehmer am besten zu organi Vorbereitungen zum Zu- Kreuze Kriechen. Der Ausschuß firen?" so lautete eine Preisfrage, die von der Fachzeitschrift zur Vorberathung der Vorlage über die anderweitige Wahl eines Schuh und Leder" im vorigen Jahre ausgeschrieben wurde. Von Mitgliedes der städtischen Schul deputation an ſtelle des für den vielen Arbeiten, die hierauf eingegangen sind, wurde durch das dieses Amt gewählten, vom Provinzial- Schulkollegium aber nicht bePreisrichterfollegium, bestehend aus den Herren: Freiherr HeyIau ftätigten Stadtverordneten Singer, wird am nächsten Dienstag Wus dem Etat des Ministeriums des Innern herrnsheim, Reichstags- Abgeordneter, Worms; Professer Dr. Nachmittag im fleinen Sigungszimmer der Stadtverordneten- Verfind bedeutende Mehrforderungen für die Verstärkung des Size, Reichstags- Abgeordneter, Münster i W.; Wilhelm fammlung zu seiner ersten Berathung zusammentreten. Vorsitzender Polizeipersonals zu erwähnen. In den Provinzen foll das Bod, Reichstags- Abgeordneter, Gotha; Profeffor Dr. Paasche, dieses Ausschusses ist der Stadtv. Meyer, sein Stellvertreter Stadtv. Polizeipersonal um 186, das Gendarmeriepersonal um 24 Stellen Reichstags- Abgeordneter, Berlin; Kommerzienrath Roeside, Spinola. und um einen Oberwachtmeister vermehrt werden. Zur intensiveren Reichstags- Abgeordneter, Berlin: W. Kattwinkel, Handels- Der allgemeine preußische Städtetag, welcher bekanntlich am Handhabung des Kriminaldienstes wird in Schöneberg und tamumer- Präsident, Wermelskirchen; J. Siebert, Vorsitzender Rigdorf je ein Direktor neu angestellt werden. Soweit Berlin und des Vereins deutscher Schuhmacher, Nürnberg; Otto Hera, nächsten Montag im Sigungsfaal der Stadtverordneten- Verfamnilung die Vororte von den Neuforderungen für die Polizei betroffen werden, Schuhfabrikant, Frankfurt a. M.; G. Busse,' Vorsitzender des zusammentritt, beginnt seine Tagung Vormittags um 11 hr. haben wir bereits gestern darüber berichtet. Von anderen Städten Zentralvereins der Lederarbeiter Deutschlands, Berlin; Dr. C. Möller, Behufs Verbreiterung der Wallstraße hat der Magistrat bei soll Königsberg 10, Breslau 35, Köln 47, Hannover 34 neue Schutz- Lederfabrikant, Brackwede, Westf., und Dr. N. Freund, Vorsitzender der Stadtverordneten- Versammlung den Antrag gestellt, dieselbe leute erhalten. der Invaliditäts- und Altersversicherungs- Anstalt Berlin, der 1. Breis, Imöge fich damit einverstanden erklären, daß die von den Grund 0 rod thun fod Tokales. D dooden Die nächste Lokalliste erscheint am 19. Februar. Die Mit Die nächste Lokalliste erscheint am 19. Februar. Die Mit glieder der Lokalkommissionen in Berlin und Umgegend werden ersucht, Aenderungen oder Neu- Aufnahmen spätestens zum 14. Februar an den Unterzeichneten einzusenden. Im Auftrage der Berliner Lokalkommission: Karl Scholz, Berlin SO., Wrangelstr. 110. Freie Volksbühne. Die Generalversammlung am Donnerstag Abend findet in Cohn's Festsälen statt, Anfang 8 Uhr. Frau Dr. J. Zadek hält einen einleitenden Vortrag über: Der literarische Werth der von der Freien Volts bühne aufgeführten Stüde. Den zweiten Bunft der Tagesordnung wird der Geschäfts- und Kassenbericht des Vorstandes und der Revisoren bilden. Der Eintritt ist nur Mitgliedern gegen Vorzeigung der Karte gestattet. Heute Rachmittag 23/4 Uhr findet die Aufführung„ Wallenstein's Tod" für die 4. Abtheilung im Friedrich- Wilhelmstädtischen Theater statt. Der Vorstand. J. A.: G. Winkler. Sechster Reichstags- Wahlkreis. Von der Reichstagswahl steht noch die Sammelliste Nr. 9946, und vom Stuttgarter Parteitag die Sammelliste Nr. 230 aus. Die Juhaber werden dringend er fucht, umgehend abzurechnen. H. Raschte, Berlin N., Hochstr. 32b. Vertrauensmann der Rosenthaler Borstadt und Gesundbrunnen. 319 lublac dun rodas stüden Wallfir. 90/91 zur Verbreiterung der Straße erforderliche überhaupt 23 pct. der Bewohner dieser Wohnungen, in den Kleinen die Töpfer das Unternehmerthum mir durch häufige Ausstände ver. Fläche von ungefähr 237 Quadratmetern enteignet werde. Wohnungen mehr( bis hinauf zu 43 pet.), in den großen weniger anlassen, auf Leben und Gesundheit ihrer Ausgebeuteten einige Rück Ferner möge dieselbe genehmigen, daß die auf dem Grundstücke stehenden( bis hinab zu 18 pct.). Die Haushaltungsvorstände waren meist sicht zu nehmen. Baulichkeiten gegen Wieistgebot zum Abbruche verkauft werden und der männlich; Gewerbegehilfen, Einmiether und Schlafleute tam mur Zuschlag ertheilt wird, wenn die Tage der zuständigen Bau- Jufpektion vereinzelt vor. Die Verhältnisse lagen bei den Wohnungen mit Welder hat jetzt der Untersuchungsrichter bei dem Landgericht I Einen Steckbrief gegen den flüchtigen Ingenieur Hermann erreicht ist. Ferner beantragt der Magistrat bei der Versammlung die Gewerberäumen, wie man sieht, weniger ungünstig. Aber es handelt erlassen. Genehmigung zu dem Erwerben des zur Regulirung der sich freilich hierbei nur um einen kleinen Theil der von HausKolonnenstraße zwischen Bellealliance- und Kaplerstraße er industriellen u. s. w. bewohnten Wohnungen. Die Mehrzahl der And der Gefangenenabtheilung der Charitee ist vorgestern forderlichen fiskalischen Landes und zur Erwerbung einer von den Wohnungen bestätigt durchaus die Erfahrung, daß in dieser Ge- Abend die 33 Jahre alte, aus Bromberg gebürtige Wittive Karoline Grundstrücken Inselstraße 11 u. 12 zu Straßenzweden sellschaftsschicht, die sich vielfach in einer sehr traurigen Stefansti geb. Hübner aus der Manteuffelstr. 119 entwichen. freigelegten Fläche. wirthschaftlichen Lage befindet, die Wohnungs- Frau Stefanski hatte ein Verhältniß mit einem Maler Hoffmann, Der Magistrat hat der Stadtverordneten Versammlung ein berhältnisse meist ganz besonders ungünstig sind. mit dem sie ein Jahr lang in der Manteuffelstraße zusammen Verzeichniß von 74 Bureau- Hilfsarbeitern und Standesamtswohnte. Da fie die Kriminalpolizei zu fürchten hatte, so verSchreibern mit dem Erfuchen eingereicht, dieselbe möge sich damit Aus der Arbeiter- Bildungsschule wird uns berichtet: Die schwand fie am 30. September vorigen Jahres und ließ die einverstanden erklären, daß die im Verzeichniß namentlich auf neuen Kurse, welche die Schule eingerichtet hat, erregen in der beiden Zwillingskinder, die aus dem Verhältniß mit Hoffmann Arbeiterschaft lebhaftes Interesse. Der erste Abend, an dem Ge- hervorgegangen waren, hilflos zurück. Da auch der Bater sich leicht geführten Bureau Hilfsarbeiter und Standesamts- Schreiber als Gemeindebeamte anerkannt und zwar bei 55, mit mechanischen noſſe alwer über Nationalökonomie sprach, und die Umwälzungen um die Verlassenen fümmerte, so brachte der Hausverwalter fie in Frau Stefansti fand Unterkunft bei einer Dienstleistungen Beschäftigten, unter Umwandlung der mit ihnen beleuchtete, die sich innerhalb des Haushaltes und der Familie voll- das Waisenhaus. sichen, bestehenden vierwöchentlichen Kündigungsfrist in eine dreimonatliche. ziehen, war in jeder Beziehung von belehrendem Werth. Weitere Freundin in der Mustauerstraße. Zum Dank für ihre GastfreundVorträge über neue, soziale und wirthschaftliche Erscheinungen schaft stahl sie ihr gleich ein Sparkassenbuch. Als sie jedoch am Nach amtlicher Zusammenstellung sind bei dem Stadt werden jeden Montag stattfinden. Reges Interesse scheinen 3. Oftober Geld darauf abheben wollte, wurde die Diebin festansschuß in Berlin im Geschäftsjahr 1898 neue Beschlußsachen die Mittglieder auch den Rede- lebungen darzubringen. Der Vor- genommen. Während der Verbüßung einer Gefängnißstrafe von eingegangen 8418. Von diesen betrafen 31 Armenangelegenheiten, tragende Rechtsanwalt Roth ging zunächst in kurzen Worten auf fechs Monaten behauptete fie, daß sie unmittelbar vor einem 8887 die Gewerbepolizei und zwar: 135 Anträge zur Aufstellung die Bedeutung der Rede ein und erörterte, wie das Material zu freudigen Ereigniß stehe, und wurde daher nach der Charitee feststehender Dampffefsel, 72 zur Inbetriebfegung beweglicher Dampf- Referaten anzuordnen ist. Die weiteren Vorträge in diesem Fach gebracht. Diese Uebersiedelung war jedoch nach dem Gutachten teffel, 13 Echiffsteffel, 29 zur Einrichtung gewerblicher Anlagen, werden jeden Donnerstag stattfinden; die Schüler haben fleine der Aerzte noch sehr verfrüht und die Gefangene sollte daher in das 232 zum Betriebe der Gastwirthschaft, 6729 zum Betriebe der Referate zu halten, denen sich eine Diskussion und Kritik anschließen Gefängniß in der Barnimstraße zurückgebracht werden. Schantwirthschaft, 905 zum Ausschank von Wein und Bier, 70 zum Aus- wird. Wer sich schließlich dafür interessirt, wie fich die Abend jedoch gelang es ihr, aus der Anstalt zu entkommen. Um sich schant von Kaffee, Mineralwasser und nicht geistigen Getränken, 945 Lebensweise der Völker in den letzten vier Jahrhunderten nicht durch die Anstaltskleidung zu verrathen, hatte sie sich ein Tuch zum Kleinhandel mit Branntwein und Spiritus, 8 zum Betriebe des und die Beziehungen der Klaffen zu einander auch im geistigen einer Hebamme umgeschlagen. Schankgewerbes, 195 zum Gifthandel und 84 zur Veranstaltung von Sing- Leben wiederspiegeln, dem dem werden die Vorträge des Herrn spielen ze.( Tingeltangel). Da aus dem Vorjahre 783 Sachen uns Dr. Steiner nicht unwillkommen sein. Diese Vorträge erfolgen der Chausseestraße einen großen Menschenauflauf. Ein Arbeiter zog Ein Möbelwagenbrand veranlaßte Sonnabend Vormittag in erledigt übernommen waren, so bezifferte fich die Gesammtzahl der Freitags. Wie wir hören, werden auch in den nächsten Unterrichts von Reinidendorf nach Rirdorf um und hatte seine ganze Habe auf zu erledigenden Sachen auf 9201. Erledigt wurden: durch Beschluß stunden noch Schüler für die Kurse aufgenommen. Möchten recht einen zweispännigen offenen Möbelwagen des Fuhrherrn Otto aus 6509, auf andere Weise 1879 zusammen 8388 Sachen, so daß un viele davon Gebrauch machen; dann werden diese Unterrichtskurse der Stettinerstr. 24 geladen. Den Boden des Wagens hatte er zur erledigt auf das neue Geschäftsjahr 713 übernommen worden find. nach allen Seiten lehrreiche und brauchbare Anregungen geben. Die Zahl der neu eingegangenen Streitfachen betrug 622, Schonung der Möbel mit Stroh bedeckt. Mitten zwischen den anderen dazu aus dem Vorjahre unerledigt übernommen 123, zusammen des Personals thätig sind und mit welchen Befugnissen, wird vom worden war. Auf dem Wege durch die Chausseestraße gerieth ber Ob für hiesige Großbazare Kontrollärzte zur Ueberwachung Einrichtungsstücken stand ein Grude Ofen, der nicht ganz geleert 745 Sachen. Davon sind erledigt: durch Endurtheil 509, durch Geschäftsausschusse der hiesigen ärztlichen Standesvereine untersucht Wagen an der Invalidenstraße in Brand. Unter der Asche Zurücknahme der Klage, Vergleich 2c. 93, zusammen 602, so daß das sich nun 143 unerledigt in das neue Geschäftsjahr übernommen worden sind. werden. Es geschieht dies auf eine Anregung des Breslauer ärzt des Ofens hatte noch Feuer geglommen, Die Zahl der Sigungen betrug 24, in welcher 797 Termine in lichen Vereins. Nach einer in der Berl. Aerzte- Sorresp." ver- im Freien, durch den Zugwind angefacht, zunächst dem mündlicher Verhandlung abgehalten wurden ins öffentlichten Zuschrift flagen die Breslauer Großbazare über eine Stroh mittheilte. Der Wagenführer und der Eigenthümer der große gesundheitliche Unbeständigkeit ihrer An- Sachen saßen vorn auf dem Wagen und merkten den Ausbruch des gestellten und über eine oft wiederkehrende turzzeitige Feuers nicht. Sie hielten erst vor dem Hause Chauffeestraße 111 Erkrankung und Dienstunfähigkeit des einzelnen. In der Meinung, an, als das Publikum ihnen zurief. Nun hatte aber das Feuer schon daß bei diesen furgen Erkrankungen Simulation oder Mangel an start um sich gegriffen. Leute aus den benachbarten Häusern trugen tritt, haben sie zur Wahrung ihrer Interessen Kontrollärzte angestellt. man auch noch die Feuerwehr. Als jedoch zwei Züge aus der TieckKörperenergie an die Stelle der wirklichen materiellen Erfrantung Wasser herbei und suchten den Brand zu löschen. Schließlich rief Diese Kontrollärzte sollen auf Ersuchen des Geschäftsinhabers die straße antamen, war das Feuer schon aus; die ganze Ladung war frant Gemeldeten aufsuchen und feststellen, ob eine Erkrankung aber zerstört, so daß der Arbeiter durch den merkwürdigen Brand vorliegt oder nicht. Ob der Kontrollarzt den Besuch bei dem Kranten um sein ganzes ab und Gut gekommen ist. Auch der im Einverständniß mit dem behandelnden Kaffenarzte machen will, Möbelwagen war schon angebrannt. Die Pferde, die man gleich ausist seinem Ermessen überlassen. Der Breslauer Aerzteverein will gespannt hatte, tamen unversehrt davon. die Anstellung von Kontrollärzten bekämpfen, weil dadurch MißhelligDen dritten Selbstmordverfuch machte gestern Morgen der feiten für die Kaffenärzte entstehen, insbesondere deren Ansehen beim 39 Jahre alte Droschkentutscher Karl B. aus der Köpenickerstr. 192, Bublifum geschädigt wird. Der Breslauer Herzteverein hat die Aerzte- der bei dem Fuhrherrn E. in der Görlizerstraße fährt. Vor zwei vereinigungen in den Großstädten aufgefordert, sich mit der Kontroll- Jahren zankte sich B. einmal auf dem Halteplatz am Schlesischen arztfrage zu beschäftigen. Unseres Erachtens würde sich die große gesundheitliche Un- Thor, lief im Aerger nach der Oberbaum- Brücke und stürzte sich in Un- bie Spree. Zwei Kollegen retteten ihn. Im vergangenen Sommer beständigkeit" der Angestellten schnell bessern, wenn die Unternehmer, gerieth er zu Hause mit seiner Frau in Streit und erhängte sich mit die sich jetzt nicht scheuen, den erkrankten Verkäufern Simulation gerieth er zu Hause mit seiner Frau in Streit und erhängte sich mit einem Strick an einem Mörtelwagen, der auf dem Hofe stand. vorzuwerfen, ihre Ausbeutungswuth ein wenig zu zügeln vermöchten. Nachbaren schnitten ihn noch rechtzeitig ab. Gestern Morgen spielte Als geradezu verwerflich müssen wir aber das System der Kontrollärzte" bezeichnen. Diese Aerzte würden im diretten Dienst des B. in einer Schautwirthschaft am Laufiger Blaze mit mehreren Großunternehmerthums bald eine ähnliche Rolle spielen müffen, wie Sollegen Karten. Dabei war er so aufgeregt, daß die Mitspieler ihn vom Weiterspielen ausschlossen. Sofort erhob er sich, zog sein die Mediziner in Dienste mancher Organe der Unfallversicherung. Taschenmesser und stieß es sich mit den Worten Heut ist mein Man dente nur an die Rentenquetschen, deren Wirken den Arbeitern letzter Tag", in die linte Seite. Die Kollegen entrissen ihm nun das das bischen Sympathie, das für die Sozialgesetzgebung vorhanden Messer und brachten ihn mit einer Droschte nach Hause. Von hier fein mochte, schnell und gründlich verleidet hat. Die Aerzte sollten ließ ein Arzt ihn dem Krankenhause Bethanien zuführen. es ihrer unwürdig finden, sich zu der neuen, ihnen vom GroßDie Wohnungsverhältnisse der Hausindustriellen u. f. w. unternehmerthum zugemutheten Arbeit herzugeben. Feuerbericht. Ein Dachstuhlbrand rief die Wehr Sonnabend find im Berliner Statist. Jahrb." nach den Ergebnissen der Ieg ten Früh 1 Uhr nach Landwehrstraße 31. Nur dem Umstande, Volkszählung besonders behandelt. 1895 wurden in Berlin Berlin 19 580 Chen geschlossen worden, davon im Januar 955, Ausbruch des Feuters zur Stelle war, ist es zuzuschreiben, daß das Berliner Chefchließungen 1898. Jm Jahre 1898 find in daß der Löschzug aus der nahen Keibelstraße wenige Minuten nach ( außer 5 Anstalten, die unter ihren 2689 Bewohnern angeblich nur Februar 1120, März 1757, April 2728, Mai 1656, Juni 1164, Juli zweistödige Haus, eine alte Barade, nicht vollständig niederbrannte 6 männliche und 8 weibliche hausindustriell beschäftigte Personen 1241, August 1098, September 1617, Oftober 3168, November 1526, und die Hausbewohner in große Gefahr brachte. Kurz vorher ging hatten) 20 732 von Hausindustriellen bezw. Heim arbeitern bewohnte Wohnungen gezählt, und zwar bier 16 820, 17 238, 18 642, 19 329 Chen geschlossen worden, macht auf. Georgenkirchstraße 4 explodirte eine Tischlampe und Dezember 1530. In den Jahren 1894, 1895, 1896, 1897 waren Holzmarktstraße 6/7 ein Spind in einer Werkstatt in Flammen ohne Gewerberäume 19 432 Wohnungen( davon im Hinterhaus 9866). 20,47, 20,76, 21,94, 22,28 Heirathende auf je 1000 Personen der verursachte einen kleinen Zimmerbrand, während Belforters mit Gewerberäumen 1300 Wohnungen( im Hinterhaus 498). Die durchschnittlichen Bevölkerung der betreffenden Jahre.( Sierbei ist ftraße 29 ein Posten Rohr im Keller eingeafchert wurde. Nach 19 482 Wohnungen ohne Gewerberäume umfaßten 53 304 Räume, macht pro Wohnung durchschnittlich 2,74 Räume. Es be jedoch zu beachten, daß ein Theil der in Berlin Heirathenden mittags 2 Uhr mußte Schilling straße 63 noch ein Zimmerstanden aber 1840 dieser Wohnungen nur aus einem einzigen Raum, außerhalb wohnt und ein Theil der in Berlin Wohnenden außerhalb brand abgelöscht werden, heirathet.) Im Jahre 1898 ist zwar die absolute Zahl der Chenämlich nur aus einer Küche 101( davon im Hinterhause 100), ichließungen weiter gestiegen, aber so wenig, daß sich relativ, bei nur aus einem unheizbaren Zimmer 25( Hinterhaus 17), Vergleichung mit der durchschnittlichen Bevölkerung, ein Rückgang mir aus einem heizbaren 8immer 1714( Hinterhaus 974). Aus zwei Räumen bestanden 6612 Wohnungen, nämlich aus Küche nicht genau fest, doch läßt sich bereits jetzt übersehen, daß die Zahl ergiebt. Die durchschnittliche Bevölkerungszahl für 1898 steht noch Zur Lokallifte. In Teltow steht das Lokal von Heinrich und einem Zimmer 6451( Hinterhaus 4222), aus sonstigen der Heirathenben in diesem Jahre noch unter 22,00 auf je 1000 Ber- Anthauer der Arbeiterschaft zur Verfügung. Die Lokalkommission. zwei Räumen 161( Hinterhaus 78). Es bestanden ferner ausjonen ald drei Räumen 7401 Wohnungen( Hinterhaus 3921), aus vier sonen der durchschnittlichen Bevölkerung geblieben sein dürfte. An die Parteigenoffen von Groß- Lichterfelde. Der sozial Räumen 2470( Hinterhaus 469), aus fünf Räumen 694 Kultivirung der militärischen Verhaftungen. Durch einen demokratische Agitationsverein für Groß- Lichterfelde- Behlendorf hat ( Hinterhaus 66), aus sechs( oder mehr) Räumen 415( inters Erlaß des Kriegsministeriums ist für die Behandlung der durch sich in feiner letzten Verſanunlung einstimmig für die Bes haus 19). Bei den erbärmlichsten Wohnungen, denen aus nur 1 militärische Posten und Patrouillen verhafteten( d. h. vorläufig fest- theiligung an den im März stattfindenden Gemeindewahlen in oder 2 Räumen, überwog die Hinterhauslage. Sie lagen genommenen) Personen eine neue Anordnung getroffen worden. Groß- Lichterfelde ausgesprochen. Wir fordern die Parteigenossen natürlich auch vorwiegend in den oberen Stodwerten. Diese Bisher wurden durch Posten verhaftete Militär- und Zivilpersonen auf, die Wählerlisten, die bis zum 30. Januar im Rath19 432 Wohnungen beherbergten in ihren 53304 Räumen 35138 männ ins Schilderhaus gesteckt und durch zwei von der Wache haus 3immer Nr. 8 ausliegen, einzusehen. Auf eine liche, 41 510 weibliche, zusammen 76 648 Bewohner. Es requirirte Leute mit aufgepflanztem Seitengewehr zur Anfrage beim Herrn Gemeindevorstand theilte derselbe mit, daß famen also durchschnittlich auf jeden Raum im Allgemeinen Wache gebracht. Von hier aus erfolgte der Transport von Bibil diese Einsichtnahme nur Wochentags von 8-3 Uhr stattfinden 1,44 Bewohner, aber speziell in den Wohnungen aus mir einer personen durch zwei Begleitleute zur nächsten Bolizeiwache, während könne. Die Auffassung des Herrn Amtsvorstehers, daß die Listen Küche 1,92 Bewohner, nur einem unheizbaren Zimmer 1,68, nur militärpersonen mittelst Droschte dem Militärarrest zugeführt Sonntags nicht zur Einsichtnahme auszuliegen brauchen, scheint einem heizbaren Zimmer 1,91, aus Küche und einem Bimmer 1,77, wurden. Die Patrouillen lieferten ihre Verhafteten ebenfalls ihrer jedoch eine irrthümliche zu sein. Ein Antrag beim Landrathsaus sonstigen 2 Räumen 1,67, aus 3, 4, 5 und 6( oder mehr) Wache ab, von der dann mit ihnen in gleicher Weise verfahren amt um Interpretation der bezüglichen gesetzlichen Vorschriften Räumen 1,45, 1,17, 1,04 und 0,88 Bewohner. Die weiblichen wurde. Von jetzt ab gestalten sich die Transporte folgendermaßen: ist wegen der Kürze der Zeit nicht erfolgversprechend, um so weniger, Bewohner waren besonders in den Wohnungen aus nur einem Hat ein Bosten eine Verhaftung vorgenommen, so requirirt die von als der Agitationsverein auf eine Beschwerde über den Amtsvorsteher Raum viel zahlreicher als die männlichen; 3. B. wohnten in den der Wache gefandte Abholungspatrouille eine Droiche 2. Klaffe v. Milinowski in Zehlendorf vom Juli 1897- alfo feit einWohnungen aus einer Küche 139 weibliche und 55 männliche, einem und fährt mit dem Arrestanten zur Wache. Zivilpersonen werden einhalb Jahren vergeblich auf einen Bescheid seitens des unheizbaren Zimmer 30 weibliche und 12 männliche, einem heizbaren dann mittels Droschke dem nächsten Polizeirebier zugeführt, Militär- Serrn Landrathes wartet. Zimmet 2313 weibliche und 955 männliche. Auch unter den Haushalts personen ebenfalls mittels Droschke ins Militärarrest transportirt. Die Parteigenossen müssen also während der kommenden Woche Borständen dieser lleinsten Wohnungen überwogen bei weitem Patrouillen haben ebenso zu verfahren. Trifft es sich, daß eine von der Einsichtnahme der Liste fleißig Gebrauch machen. Dies die weiblichen( vermuthlich vielfach Wittwen und alleinstehende Bostenablösung bei einem Bosten einen Festgenommenen vorfindet, jenigen, die daran abfolut verhindert find, wollen ihre Frauen). Die Zahl der als Hau sindustrielle beziehungsfo wird das Ablösen" sofort unterbrochen, d. h. der aufführende vollständige Adresse bei den Genossen Wenzel, borenen weise Heimarbeiter thätigen Berfonen stellte sich in Gefreite handelt im oben angeführten Sinne. Besteht die Ablösung Lantwigstraße 6/1, und Plätrich, Lorenzstrraße 67, für den Wohnungen ohne Gewerberäume auf 10 600 männliche und indessen fünf Mann, so bestimmt der auf die Anhalter Seite und bei Gastwirth Bagel, Chausseestr. 104, 10 988 weibliche, überhaupt 21 588, das find rund 80 pét. und führende Gefreite zwei Leute zum Transporte des zum Transporte des Ver- für die Potsdamer Seite abgeben. Dieselben werden die Einsicht26 pet., überhaupt 28 pet. der( weiter oben angegebenen) Bahr hafteten mittels Droschke zur Wache. Durch diese neue Vornahme veranlassen. Wahlberechtigt ist jeder selbständige Ge aller Bewohner dieser Wohnungen. Die Hausindustriellen u. 1. w.schrift werden die durch das Aufpflanzen der Seitengewehre meinde- Angehörige, welcher 1. Angehöriger des Deutschen Reiches ist; waren aber speziell unter den Bewohnern der Wohnungen aus nur hervorgerufenen oft unliebſamen Vorgänge beim Transport der Ver- 2. die bürgerlichen Ehrenrechte besigt; 3. feit einem Jahre in dem einer Stüche 58 pet., einem unheizbaren Zimmer 62 pet., einem heiz hafteten in Fortfall tommen. Zum Bestreiten der Droschfenfahrgelder Gemeindebezirk seinen Wohnsitz hat; 4. keine Armenunterstügung aus baren Zimmer 56 pCt., Küche und einem Zimmer 31 pCt., sonstigen erhält jeder Wachthabende vor dem Aufziehen der Wache von seinem 2 Räumen 32 pet., aus 3, 4, 5 und 6( oder mehr) Räumen Stompagniefeldwebel 4 M. ausgezahlt, die im Nichtverivendungsfalle 26, 24, 21 und 19 pet. Auch Gewerbegehilfen, Einmiether und auf der Wache zurückzuzahlen find. Schlafleute befanden sich in diesen Wohnungen, sogar in denen aus Die 1300 wohnungen mit Ein schnellerer Betrieb auf der Wannseebahn soll zufolge nur einem einzigen Raume. Gewerberäumen( 231 davon hatten getrennt liegende Gewerbe- einer Zusage bes Eisenbahnministers an das Wannseebahn- Komitee räume) befanden sich mehr in Vorderhäusern und in den unteren und vom nächsten Sommer ab eingeführt werden. mittleren Stodwerfen. Sie bestanden aus 4316 Wohnräumen( Ge werberäume natürlich nicht mitgezählt), macht pro Wohnung durch schnittlich 3,32 Räume. Die Wohnungen mit 1 und 2 Räumen( 40 und 239 Wohnungen) waren hier verhältnismäßig felten, die mit B, 4 u. f. w. Räumen( 559, 287 u. f. w. Wohnungen) verhältnißmäßig Während der Winterzeit pflegen solche Koatstörbe auch vielfach zum der Kandidaten erfolgen. häufig. Auch die Wohndichtigkeit war in den Wohnungen Aufthauen eingefrorener Wafferleitungs- und Abflußröhren, sowie Nieder- Schönhausen. Der nächste Lese- Abend des Arbeitermit Gewerberäumen geringer. Die 1800 Wohnungen beherbergten bei sonstigen Arbeiten benutzt zu werden. Es sind dabei mehrfach Bildungsvereins findet am Dienstag Abenb 8/8 Uhr bei Setteforn in ihren 4316 Räumen 2914 männliche, 3028 weibliche, zusammen Unglüdsfälle( Betäubungen, ja selbst Todesfälle) vorgekommen, die Der Vorstand. 5942 Bewohner. Es tamen also durchschnittlich auf jeden auf die den Koatstörben entströmenden giftigen Gase zurückzuführen Raum im Allgemeinen 1,38 Belohner, speziell in speziell in den find. Das betheiligte Publitum wird deshalb abermals vom Polizei- Wilmersdorf. Die am ersten Weihnachts- Feiertage vom Amts. fleinen Wohnungen mehr, in den großen weniger. Als präsidium auf die gesundheitlichen Gefahren der Verwendung von vorsteher untersagte Theater Vorstellung, durch deren Hausindustrielle 2c. bezeichneten fich hier 1089 männliche, brennenden Roatstörben bei dem Aufthauen von Röhren oder Inhibirung der Wirth Klingenberg sehr geschädigt wurde, findet 289 weibliche, überhaupt 1378 Personen, rund 37 pet. und 9%, pet., sonstigen Arbeiten warnend aufmerksam gemacht. Bekanntlich konnten am heutigen Sonntag statt. Der Einlaß ist schon 24 Uhr, 3. B. aus Die Roafskörbe. Schon früher ist auf die erheblichen Nach theile und Gefahren hingewiesen worden, die durch die Benutzung von Roatstörben zum Zwecke der rascheren Austrocknung von Neubauten für die Gesundheit der Bauarbeiter herbeigeführt werden. gans nos par da bi asshol jos 200 Aus den Nachbarorten. öffentlichen Mitteln empfängt; 5. die Gemeinde- Abgaben gezahlt hat und 6... aur Staatseinkommensteuer veranlagt ist oder zu den Gemeinde- Abgaben nach einem Jahreseinkommen von mehr als 660 M. herangezogen wird. Als selbständig wird nach vollendetem vierundzwanzigsten Lebensjahre jeder betrachtet, der einen berundzwanzigsten Lebensjahre jeder betrachtet, der einen eigenen Hausstand hat. Armemunterstügung, die vor länger als fechs Monaten gegeben oder die zurückgezahlt wurde, ist tein Grund zur Entziehung des Wahlrechts. Sobald die Zahl der zu wählenden Gemeindevertreter bekannt ist, wird in einer öffentlichen Parteiversammlung die Nominirung nis( box alipt ftatt. jme di line nicht, wie irrthümlich auf den Plakaten vermerkt ist, 1/25 Uhr. Um zahlreichen Besuch, schon aus angeführtem Grunde, bittet Der Vorstand. Wilmersdorf und Halensee. Die Parteigenossen werden auf Auf dem Terrain des neuen Botanischen Gartens bei die morgen Abend 8 Uhr im„ Volksgarten" stattfindende Volts- Steglich ist jetzt das Becken eines Gees hergestellt worden. Nach ber versammlung ganz besonders aufmerksam gemacht. Speziell der Dahlener Chaussee zu erheben sich langgestreckte„ Gebirgstetten", auf 3. Punkt der Tagesordnung( Siehe auch Inserat in der heutigen denen sich nach ihrer Bepflanzung mit Alpengewächsen aller Art eine Vorwärts"-Nummer")" Betheiligung an den Kommunalwahlen" reiche Flora entwickeln wird. dürfte großes Intereffe beanspruchen. Zahlreichen Besuch sieht enti Der Vertrauensmann. gegen " " Theater. " " Hasemann's Töchter" wiederholt. Am Dienstag findet die erste Aufführung 1 " Vermischtes. war. beiter nicht erst durch Kirchensteuern noch mehr zu erregen; man steht| war, daß böswillige Brandstiftung vorlag, denn der erwähnte vielmehr davon ab, von denjenigen, die ein gewisses Einkommen Italiener hatte einen Menschen von der Brandstelle davonlaufen nicht erreichen, überhaupt Kirchensteuern zu fordern. fehen. Mehrere Italiener wurden dermaßen von Furchter griffen, daß sie, vielleicht auch aus Scham über die schimpsliche Rolle, die sie spielten, Spandau am folgenden Morgen berließen. Die Uebrigen stellten von nun ab Wachen aus. Der Verdacht der Thäterschaft lenkte sich auf den Augeklagten, weil er sich seit mehreren Nächten in der Nähe des Schuppens umbergetrieben hatte. Er legte auch bald ein Geständniß ab, daß er bor Sen Geschworenen wiederholte. Er spielte sich als held auf und gab an, daß er in der Nähe des Schuppens habe nächtigen wollen. Die Parteigenoffen von Tempelhof, Mariendorf und Da sei ihm plötzlich der Gedanke gekommen, den Schuppen an Marienfelde werden darauf aufmerksam gemacht, daß heute zustecken, da durch den Streit und die Italiener nicht allein die Nachmittag 3 1hr im Lokale des Genossen F. Zubeil, Lindenſtraße 106, eine Partei versammlung stattfindet, in der Sonntage Der fliegende Holländer. Montag:„ Don Juan". Dienstag: in seiner Eigenſchaft als Wochen: Spielplan der hiesigen Bühnen. Opernhaus: Maurer und Zimmerleute geschädigt würden, sondern auch er selbst Arbeiter! Am Schuppen lag Stroh, Bericht über die Kreiskonferenz erfolgt und eine Besprechung der Bajazzi." Davalleria rusticana". Mittwog:" Dignon"" Donnerstag: etwa 1/2 Zentner, welches von den Schlafsäcken zusammengefegt Lokalfrage und Stellungnahme zu derselben stattfinden soll. Da die" Bar und Zimmermann". Freitag: Feſtvorstellung. Neu einstudirt:„ Die und durch eine Lute nach außen geworfen worden Lokalfrage der wichtigste Punkt ist, der uns berührt, ist das Er- weiße Dame". Anfang 8 Uhr. Sonnabend:„ Die Afrikanerin". Sonntag: Dieses Stroh habe er mit einem Streichhölzchen in Brand fcheinen aller Parteigenossen, auch aus dem zweiten Berliner Die weiße Dame". Montag: 7. Symphonie- Abend der königlichen gesteckt und sei dann davon gelaufen. Aller dieser Vorgänge will der Wahlkreise, nothwendig. Nach Schluß der Versammlung findet Stapelle. Mittags 12 Uhr: Oeffentliche Hauptprobe.-Schauspiel Angeklagte sich nur dunkel entfinnen, da er start be= gemüthliches Beisammensein mit Tanz statt. Der Vertrauensmann. haus. Sonntag: Leffing's Geburtstag. Minna von Barnhelm". trunten gewesen sei. Die Beweisaufnahme beschränkte Franziska: Frau Hedwig Niemann- Raabe als Gast. Montag: „ Julius Rigdorf. Der Rektor Zemle von der hiesigen höheren Knaben- Cafar". Dienstag: Die Lustspielfirma". Mittwoch: Julius" Cäsar". fich auf die Vernehmung weniger Zeugen. Kriminalkommissar fchule hat an die Gemeindevertretung ein Gesuch gerichtet, ihn für Donnerstag: Neu einstudirt:" Prinz Friedrich von Homburg". Frei Wangelin, der den Thäter ermittelt hat, glaubte nicht, daß den Verlust zu entschädigen, der ihn aus der bevorstehenden Er- tag:" Prinz Friedrich von Homburg". Sonnabend: Julius Cäsar". der Angeklagte Mitthäter gehabt habe, wie zuerst von der öffnung der kommunalen Realschule voraussichtlich erwachsen dürfte. Sonntag:„ Auf der Sonnenseite". Montag:" Bur Erinnerung arbeiterfeindlichen Presse angenommen worden war. Der Angeklagte an die erste Aufführung der Piccolomini" in Weimar vor 100 Jahren: gehöre nicht der sozialdemokratischen Partei an. Der ausführlichen Begründung des Gesuchs ist Folgendes zu ent- Wallenstein's Lager". Die Piccolomini". Dienstag:" Wallenstein's Tod". nehmen: Bei der Uebernahme des Instituts im Juli 1895 habe er Der Vater des Angeklagten, ein kleiner verkümmerter Mann, ermur 39 Schüler gehabt, jet seien es 171, die der öffentlichen RealNeues tönigl. Opern Theater: Sonntag, den 22. Januar: flärte einfach und gleichmüthig, er habe seinen Sohn hinaus Auf der Sonnenseite". Dienstag: Wohlthätigkeits: Vorstellung: Madame ichule zu gute fämen. Große Mühen und Opfer habe es gekostet, Sans Gêne". Sonntag, den 29. Jan.:„ Madame Sans- Géne".( Catherine geschmissen, weil derselbe keine Lust zur Arbeit die Schule auf den jetzigen Stand zu bringen, und erst jetzt könne Hübscher: Frau Niemann- Raabe, Napoleon I.: Herr Gust. Kober, als Gäfte.) hatte. er daran denken, Verpflichtungen zu erfüllen, die er in den ver- Das Deutsche Theater bringt in der nächsten Woche Wiederholungen Der Staatsanwalt schilderte die Ungeheuerlichkeit des Verfloffenen Jahren wegen der Schule habe eingehen müssen. Gewissen Ein- des neuen dramatischen Gedichts„ Die brei Reiherfedern" von Herrmann brechens, welches durch die schwerste Strafe zu ahnden sei. wänden, die sich gegen eine Entschädigung erheben ließen, sei ent- nächstfolgenden Sonntag Abend; Aufführungen von„ Fuhrmann Henschel" Schuldfrage, worauf der Staatsanwalt gegen den Angeklagten eine Sudermann außer heute Abend noch am Montag, Mittwoch, Freitag und Nach kurzer Berathung bejahten die Geschworenen die einzige gegen zu halten, daß er nach einem mit der Gemeinde geschlossenen finden am Dienstag und Sonnabend statt; am Donnerstag geht Cyrano Buchthausstrafe von zehn Jahren, zehn Jahre EhrBertrage auf feine Konzession verzichten müsse, wenn die Gemeinde von Bergerac" mit Josef Kainz in der Titelrolle in Szene. Als Nach eine höhere Lehranstalt errichte. Auch habe er die Schule feiner mittags- Borstellung ist für heute„ Die verfunkene Glocke", für nächstfolgenden verlust und Stellung unter Polizeiaufsicht beantragte. Zeit nicht einfach gekauft, wie irgend ein Gewerbetreibender, sondern Sonntag" Johannes" angefeßt. Im Berliner Theater geht heute, Das Urtheil lautete auf acht Jahre Zuchthaus, Chr Gemeindevorstand und Schulvorstand hätten in einer gemeinschaftm Dienstag, Donnerstag und nächsten Sonntag, Familie Jensen in Szene. Am verlust und Polizeiaufsicht. lichen Bekanntmachung in der„ Pädagogischen Vakanzen- Zeitung" die Mittwoch und Sonnabend wird Zaza", am Montag„ Der Pfarrer von Kirchfeld", Schule öffentlich ausgeschrieben. Die Bewerber hätten sich vor- nächsten Sonntag Nachmittag„ Das Erbe" aufgeführt. am Freitag König Heinrich" gegeben. Heute Nachmittag wird, Don Carlos", Die Erst stellen müssen und ihm, Zemke, sei dann vom Oberschulinspektor aufführung von GE. v. Wildenbruch's Tragödie„ Gewitternacht" ist für den amtlich mitgetheilt worden, daß die Wahl auf ihn gefallen 31. Januar, Wiederholungen derselben find für den 1. und 2. Februar fei. Das spreche für ein gewisses offizielles Verhältniß zur angesetzt. Jm Schiller Theater wird heute Nachmittag Der Wafferftand am gesammten Mittel- und Oberrhein Gemeinde. Wäre in der damaligen Bekanntmachung in der das Anzengruber'sche Boltsstück„ Das vierte Gebot", Abends die Gesangs geht zurück. Aus dem Ruhrgebiet wird auch gemeldet, daß der Rhein Vakanzen- Zeitung" mitgetheilt worden, daß die Schule schon sobald poffe„ Ehrliche Arbeit" gegeben." Am Montag wird der Schwank Die langsam, die Ruhr rapide zurückgeht, so daß auch dort die Wiederals öffentliche Realschule von der Gemeinde übernommen werden Beibrente", Donnerstag Hannele's Himmelfahrt und„ Abu Seid", Freitag aufnahme des gesammten Berkehrs beginnt. folle, dann hätte er das Unternehmen nicht gewagt, ohne sich durch von„ Othello", am Mittwoch und Sonnabend fülben Wiederholungen dieser Kohlenverfrachtungen finden statt, da die Schifffahrt angesichts des ganz bestimmte Abmachungen für den Fall des Ueberganges der Vorstellung statt. Am Mittwoch Nachmittag wird eine Frei- Vorstellung" hohen Waſſerſtandes auf längere Zeit hinaus bis Straßburg ansSchule auf die Gemeinde zu sichern. Herr Zemke verweist auf eine veranstaltet, in welcher E. v. Wildenbruch's Schauspiel„ Die Haubenterche" gedehnt werden kann. Reihe Beispiele aus verschiedenen Städten, wo in ähnlichen Fällen, in Szene geht. Nächsten Sonntag Nachmittag wird Grillparzer's dramatisches Aus Stockholm berichtet man: Freitag Abend wüthete eine wie dem seinen, die Inhaber von Privatschulen entschädigt wurden Märchen„ Der Traum ein Leben" gegeben. Jm Bürgersaale des RathDer Spielplan des Feuersbrunst im Hotel„ Continental", das gegenwärtig umund spricht die Bitte aus, ihm wenigstens aus Billigkeitsgründen hauses findet morgen ein Uhland- Abend statt. die Entschädigung nicht zu versagen. Die Festsetzung ihrer Höhe populärsten Opern und Gastspiele. Am Montag geht„ Die Jüdin" mit Herrn zu Schaden gekommen; über die Entstehung des Feuers verMenschen sind, soweit bis jetzt bekannt ist, nicht Theaters des Westens bringt in dieser Woche Wiederholungen der gebaut wird. überläßt er dem Wohlwollen der Gemeinde- Vertretung. M. Schlaffenberg a. G., am Freitag" Die Hugenotten" mit Herrn Alfred lautet nichts. Rittershaus als Gast in Szene. Am Donnerstag wird André Chénier" Streben des Negus nach europäischer Kultur. Wie gegeben. Als Vorstellungen zu halben Kassenpreisen gelangen am Sonnebenfalls zu ermäßigten Preisen„ Die Regimentstochter", abends wird„ Der Ernst abend Die lustigen Weiber zur Aufführung. Heute Nachmittag wird Alexandriner Blätter man weiß nicht, ob int Scherz oder int Freischütz" gegeben. aus Harrar melden, hat das Eheleben des Negus, das erste Vorstellung der vier Einafter von Ludwig Fulda und Max Dreyer, erlitten, und die Schuld daran trägt die ehemalige Pariser Ballerine Jm Leffing Theater findet heute Abend die bisher ein glüdliches war, in der letzten Zeit eine starke Trübung Die Zeche"," Unter blonden Bestien"," Ein Ehrenhandel" und Liebes Fräulein Blanche Deslys. Sie hatte erst vor Kurzem den Prinzen träume", statt. Wiederholungen von dieser Vorstellung sind für Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und nächsten Sonntag Abend angesetzt. Am Montag Heinrich von Orleans auf seiner Forschungsreise nach Abessynien beund Freitag wird das Lustspiel Jm weißen Röß't" aufgeführt, daß am letzt gleitet. In der abessynischen Residenzstadt Adis- Abeba machte sie die genannten Tage das Jubiläum der 250. Aufführung feiert. Am Sonnabend Bekanntschaft eines dortigen Hofbeamten, und bald darauf erhielt sie Mit 9 gegen erscheint, zum ersten Wale wieder neu einstudirt, der Schwank von die Einladung, vor dem Negus und seiner Gattin, der Königin Taitu, 5 Stimmen erklärte man sich im Prinzip mit der Einführung einer Dstar Blumenthal und Gustav Kadelburg Hans Huckebein" auf dem Spiel- ihre Tanzfertigkeit zu zeigen. Trotz der Einsprache des Prinzen Kanalisations- und Wasseranlage, nach dem System der Firma plan des Lessing- Theaters und gelangt ant nächsten Sonntag Nachmittag zu Heinrich nahm Fräulein Deslys die schmeichelhafte Einladung an. Erich, Mertens u. Komp., einverstanden. Eine Kommission wurde ermäßigten Preisen noch einmal zur Aufführung, während heute Nachmittag Ihre Schönheit und ihre Tanzkunst entzückten aber den Negus derart, beauftragt, mit der Firma einen entsprechenden Vertrag abzuschließen. Senrit Ibsen's Schauspiel„ Nora" in Szene geht. Im Neuen Theater In den Vertrag soll jedoch aufgenommen werden, daß die ist der Spielplan der Woche folgendermaßen zusammengestellt: Heute und daß er sie einlud, in seiner Residenzstadt zu bleiben, wo er ihr ein Gemeinde Briz sich vorbehalte, den Ausbau der am Montag geht als 21. Abonnements- Borstellung das" Schauspiel von zu heftigen Auftritten zwischen dem Negus und seiner Gemahlin, die von Dienstag bis inkl. Freitag finden Wiederholungen von Hofgunst" statt. Haus anwvies und sie mit Geschenken überhäufte. Dadurch fam es Kanalisation selbst zu besorgen. Beschlossen wurde Mar Krezer„ Der Sohn der Frau" in Szene, welches am Sonnabend bald in der Residenz bekannt wurden. Um nun den ewigen Eiferferner, die Armenbezirke zu verkleinern und auf acht zu vermehren. Abend wiederholt wird. Heute und aut nächsten Sonntag Nach fuchtsszenen feiner Gemahlin zu entgehen, unternahm Menelik einen Die Einrichtung einer Schuldeputation und das entsprechende Ortsmittag finden zu halben Preisen Aufführungen von Stobiger's Lust Kriegszug nach dem Norden, auf dem ihm Fräulein Desyls treue statut wurden genehmigt. Die Versammlung stimmte dann auch spiel Die Barbaren" statt. Im Belle: Alliance Theater geht dem Antrage zu, den Gemeinde- Kassenrendanten Steffin auf Lebens-. Lee's Lustspiel„ Der Schlagbaum" heute, am Montag( Abonnement), Gefolgschaft leistet und ihm hier und da auch die Kriegssorgen verscheucht. zeit anzustellen. Das Gehalt beträgt jegt 2300 W.; es soll inner- Freitag( Abonnement) und Sonnabend nächster Woche in Szene; am halb 20 Jahren auf 4000 m. steigen. Dienstag wird Kabale und Liebe", Mittwoch zum letzten Mal„ Graf Waldemar"( ermäßige Preise) gegeben. Die Tuberkulose in New- York. Der Spezialist für LungenAm Donnerstag geht zum ersten Lichtenberg Friedrichsberg. Wie in vielen Orten, so zeigte Mal Lindner's Trauerspiel Die Bluthochzeit" in Szene und wird am frankheiten, Dr. Guerard, welcher von der Legislatur des Staates auch bei uns die Gemeindevertretung in ihrer letzten Sigung, ein darauffolgenden Sonntag wiederholt." Napoleon" wird als Nachmittags- New- York damit beauftragt worden war, die Verbreitung der TuberVorstellung heute sowie ant Freitag als Schüler Vorstellung zu tulose in der Stadt New- York zu untersuchen, hat seinen Bericht eins wie großes Verständniß und Interesse sie für die Bedürfnisse der halben Kassenpreisen wiederholt. arbeitenden Klasse entwickelt. Stand da unter anderem auch die Theaters werden in der Woche ausschließlich Bisson's Schwank Der„ Schlaf- In drei Jahren kamen in diesen Häusern 541 Fälle von Tuberkel Das Rerpertoir des Residenz gereicht. Von 663 Häusern waren 248 mit Tuberkulose verseucht. Vermehrung der Schulklassen und Lehrkräfte auf der Tagesordnung. wagen- Kontrolleur" und das Lustspiel„ Zum Einsiedler" von Benno Jacobson frankheit vor. In vielen Häusern frat die Krankheit in jedem von Die Schulinspektion schlug eine Vermehrung um 16 Lehrer vor; der beherrschen. Als Nachmittags- Vorstellung geht heute und am nächsten ben drei Jahren auf. Dr. Guerard's Rath ist, schlimm mit der Schulvorstand begnügte sich mit sieben, und einzelnen Vertretern Sonntag Halbe's Schauspiel Jugend" zu ermäßigten Preisen in Szene. war auch diese Zahl noch zu hoch; ja einer der Herren Schöffen Im Thalia Theater findet heute Abend die Erstaufführung von Seuche behaftete Häuser niederzureißen, um die Verbreitung der meinte, er sei bon der Nothwendigkeit der Vermehrung Schiddebold's Engel", Posse mit Gesang in 4 Aften von W. Mannstädt, Krankheit zu verhindern. In der ganzen Stadt New- York hatten der Lehrkräfte um so weniger überzeugt, als ja nach einer Verfügung Schiddebold gaſtirt Herr Emil Thomas, während außerdem in größeren Rollen starben. Die Darlegungen Dr. Guerard's haben in New- York unstatt. In der komischen Hauptrolle des Flickschneiders Friedrich Wilhelm fast 23 pet. aller Häuser Bewohner, welche an der Tuberkulose die Frequenz einer Klasse bis 80 Schüler betragen dürfe und die die Damen Junker- Schatz, Horting, Sigl und Wünsch, die Herren Junkermann, gemeines Aufsehen erregt. felbe jetzt nur 50-60 aufweise. Kaiser und Worlitsch beschäftigt find. Die Vorstellung beginnt um 7/2 Uhr. Die Lehrer werden über diese Frage ganz anderer Ansicht sein, Das Luisen Theater bringt heute Abend noch eine Wiederholung denn man denke 80 Schüler! Wo bleibt da die individuelle des Voltsstückes um' s liebe Geld" und heute Nachmittag zum ersten Behandlung der einzelnen Kinder und welches Maß von Wissen wird da Male zu fleinen Preisen„ Die bezähmte Widerspänstige". Montag findet wohl verabreicht werden können? Originell, wenn auch für die Ge- eine Vorstellung von„ Die Räuber" statt; Dienstag zum letzten Male„ Um's meinde nicht angenehm, sind die Unzuträglichkeiten, die sich aus dem von Yvette Guilbert hat der Vorverkauf von Billets an der Theaterkaffe be Apollo Theater. Für das bevorstehende Gastspiel Patronatsrechte des Gutes Lichtenberg, resp. dessen jeweiligen Besizers, Jm Ostend Karl Weiß- Theater gelangt heute als ergeben, die Lehrer zu berufen. Ist da z. B. seit Neujahr ein Nachmittags: Vorstellung„ Lorbeerbaut und Bettelstab" zum letzten Lehrer thätig, ohne daß man den Schulvorstand um dessen An- Male zur Aufführung. Abends geht„ Der Brandstifter" in Szene. stellung befragt hat; der Patron hat ihn bestellt und die Gemeinde Im Olympia- Theater finden die Aufführungen des Berliner muß bezahlen. Um diesen Dingen ein Ende zu machen, soll der Ausstattungsstückes Mene Tetel" nur noch bis Ende des Monats Swinembe. Klageveg beschritten werden, wie auch die Gemeinde die Gehalts- statt. Am 1. Februar verwandelt sich die größte Bühne Berlins Hamburg zahlung für diesen Lehrer verweigert. Auch die Anstellung eines findet bereits die 25. Aufführung ein Spezialitäten Theater. Am heutigen Sonntag Nachmittag Wiesbaden bon Dornröschen" statt. Schularztes stand auf der Tagesordnung. Man liebäugelte mif Repertoir der Urania: Im Theater wird täglich" Das Land der München dem Antrage; am Schlusse aber hieß es, die Gemeinde dürfe sich zu Fiorde" aufgeführt. Wien Im Hörsaal: Dienstag: Dr. G. Naß„ Die Elemente solchen Experimenten nicht hergeben die Kosten seien zu groß; der Luft". Mittwoch: Professor Müller„ Die Bakterien". Donnerstag: und man wolle die Ergebnisse der anderen Gemeinden, die Schul- Dr. Spieß Das Gleichgewicht der Flüssigkeiten". Sonnabend: Frau Cäcilie ärzte bereits angestellt haben, erst abwarten. Mit diesen leichten Seler Auf alten Wegen in Merito und Guatemala". Worten wurde die Frage begraben. Auf wie lange ist das möglich? Die Kontinental- Wasserwerke zu Berlin konnten in letzter Zeit die Wasserversorgung der Gemeinde nicht völlig betvirken. Laut Befanntmachung des Gemeindevorstandes hat auf Grund eines vorläufig vollstreckbaren Urtheils die Gemeinde für Rechnung der genannten Gesellschaft nach Hinterlegung einer Kaution von 5000 m. den Betrieb übernommen. Brit. Die hiesige Gemeindevertretung beschäftigte sich in ihrer Sigung vom 20. Januar mit der Einführung einer Kanalisation und mit der Wasserversorgung des Ortes. Verschiedene Redner erkannten das Bedürfniß nach einer Kanalisation und einer Wasserleitungs- Anlage nicht an, indem sie geltend machten, die Briger Verhältnisse ließen in gesundheitlicher Beziehung nichts zu wünschen übrig. Auf der anderen Seite wünschte man gerade aus Gesundheitsrücksichten die Einführung der projektirten Anlagen. Auch wurde betont, daß man bestrebt sein müsse, steuerkräftige Leute an den Ort zu fesseln. = liebe Geld". gonnen. in " " " Gerichts- Beitung. = Witterungsübersicht vom 21. Januar 1899, Morgens 8 1hr. Stationen Berlin Barometerstand mm richtung Wind Windstärke Wetter 5° G. 4° R. Temp. n. G. Stationen stand mm Winds richtung Windstärke 6 Haparanda 756 Wetter Temp. n. 6. BS 16° C.= 4° N. bebedt-23 6 Regen 9 Petersburg 752 N 2 bedeckt -11 3 bedeckt 8 Cort 739 SW 6 Regen 10 2 bedeckt 3beiter 45lb.bed. -heiter 8 Aberdeen 737 ONO 5 bedeckt 2 Paris 760 S 3 756 SSW 5Regen 753 SW 758 S 762 SW 766 23 767 Wetter Prognose für Sonntag, den 22. Januar 1899. Warm, zeitweise aufflarend, vorwiegend trübe und regnerisch bei ziemlic frischen südwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Freie Volksbühne. Heute Nachmittag 2% Uhr: IV. Abtheilung. Wallenstein's Tod. Donnerstag, 26. Januar, abends 8 Uhr, in Cohn's Festsälen, Beuthstr. 20; General- Versammlung. Der Spandauer Brandstiftungsfall beschäftigte gestern das Schwurgericht des Landgerichts II. Der 19 jährige Arbeiter Karl In der Schulgeld. Frage ist der Magistrat von Charlotten- Engel war der vorsätzlichen Brandstiftung beschuldigt und geburg zu dem Beschluß gekommen, der Stadtverordnetenversammlung havelland stammt, genießt nicht des besten Leumunds. Er wird als bösständig. Der Angeklagte, der aus einem Dorfe im Streise Oft mitzutheilen, daß er dem Beschluß zu Gunsten einer Schulgeld- havelland Tagesordnung: 1. Vortrag: Frau Dr. J. Zadek: Der literarische erhöhung nicht beigetreten ist und die bisher an den städtischen artig und arbeitsschen geschildert, der mit diesen Eigenschaften eine Werth der von der Freien Volksbühne" aufgeführten Stücke. 2. Gehöheren Lehranstalten geltenden Schulgeldsäge in den Etat eingestellt auffallend niedrige Intelligenz verbindet. Nur hier- schäfts- und Kassenbericht des Vorstandes und der Revisoren, hat. Der Magistrat weist, wie die" Charlottenb. Ztg." mittheilt, durch ist es erklärlich, daß er eine That beging, wodurch er gegen 3. Wahl des Obmanns der Ordner der 6. Abtheilung. Menschen dem Verbrennungstode aussette. Als die Spandauer zur Begründung seines Beschlusses, der, falls die Stadtverordneten Maurermeister durch den Maurerstreif in Berlegenheit geriethen, suchten mehrheit nicht nachgeben sollte, die Einleitung eines Konflikts be sie sich nach deutsch- nationalem Unternehmerbrauch dadurch Ersatz zu deutet, auf die große Minderheit der Stadtverordneten und auf die verschaffen, daß sie eine Anzahl italienischer Maurer tommen ließen. Stimmung in der Bürgerschaft, die sich gegen die geplante Steigerung um sie zu schüßen", wurde ein vor dem Thore stehender leerer des Schulgeldes ausgesprochen haben. Der Magiftrat glaubt, daß, Schuppen als Schlaffaal für die Italiener eingerichtet. Am Abende wenn er in dieser die Bürgerschaft seit einem Jahre in Spannung des 13. September v. J., kurz nach 10 Uhr, begab sich einer der haltenden Angelegenheit Nachgiebigkeit an den Tag legte, ihm diese als Schwäche ausgelegt würde. Nur Mitglieder haben gegen Vorzeigung der Mitgliedskarte Zutritt. V. Abtheilung. Nächsten Sonntag: Wallenstein's Tod. In Vorbereitung für die nächste Serie: In Behandlung. Von Max Dreyer. ( Am 12., 19., 26. Februar, 5., 12. und 19. März.) ( Wallenstein's Tod) stattfindet, können neue Mitglieder nur noch Da die Vorstellung der VI. Abtheilung bereits am 5. Februar bei schleuniger Anmeldung in allen Zahlstellen aufgenommen werden. Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Italiener aus dem Schuppen vor die Thür. Als er sich nach einigen Minuten wieder hinein begab, bemerkte er, daß ein In Spandan sollen nach einer Bekanntmachung des evangelischen Haufen Stroh, der unmittelbar neben dem Schuppen lag, lichterloh Gemeinde- Kirchenraths zum ersten Male seirchen steuern er brannte. Die Flamme schlug zu einer der Lufen hinein, die zum hoben werden; hierüber sind die Arbeiter, die kein Interesse an der Zwecke der Ventilation angebracht waren. Der Italiener weckte gegenwärtig so eifrig geförderten Kirchenbaulust haben, in be- feine schlafenden Mitstreifbrecher, in wilder Haft stürmte Alles hinaus greifliche Erregung gerathen und halten mit ihren Ansichten über die und feiner tam zu Schaden. Einige Besonnene rafften das Bedeutung" der Kirche für die Arbeiterklasse nicht hinter dem Berge. brennende Stroh bei Seite und löschten das Feuer mittels einiger loren gegangen. Der rebliche Finder Ein Massenaustritt aus der Landeskirche steht deshalb in Spandau Eimer Wasser. Wäre das Feuer einige Minuten später entdeckt wird ersucht, sie Schöneberg. Sedan 0. Helfrich, W., Steinmetzstr. 22 Ein Hauptbuch, ein Plazzbuch und 2stödiges massives Wohnhaus in der Organisationsbücher auf die Stein- Nähe Potsdams, mit gutgehenden mezen Reiche und Kalwelah" find Barbiergeschäft, ist umständehalber soam Sonnabend Abend im Südring fort preiswerth zu verkaufen. Näheres ( Treptow Potsdamer Bahnhof) ver- b. Thiel, Staligerstr. 35 part.( 225b zu erivarten. In Berlin zieht man es flugerweise vor, die Ar- worden, hätte ein entseßliches Unglück entstehen können. Zweifellos straße 53 bei Reiche, abzugeben. lagen, Eingaben, Unfallsachen ze Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. " 〃 Dr. 19. 16. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 22. Januar 1899. Italienische Gefängniß- Barbarei. V zügeln. Sofort wurden etwa 500 Bagnofträflinge nach dem für ein Thier nicht genügen würde. Außer einem aus verdorbenem benachbarten weit gesunder gelegenen Finalmarina über Mehl nur halbgebadenen Kommißbrot, das inwendig sofort schimmelt Wir haben schon mehrfach Gelegenheit genommen, auf die die Abgeordneten De Andreis, Turati, Lazzari- die Chefredakteure versetzte Minestra( Suppe), ein wahrer Hohn auf Menschlichkeit und geführt; sie wurden ersetzt durch 460 verurtheilte Insurgenten", darunter erhält jeder täglich nur einmal eine warme, mit Gemüse- Abfällen barbarischen Zustände hinzuweisen, unter denen die wegen der Mai- Nomusiu( Secolo), Chiesi( Italia del Popolo) und Dr. theol. Davide Hygiene. Schmutzige Mitgefangene vertheilen dieselbe aus riesigen Revolten von den Kriegsgerichten Verurtheilten in den Gefängnissen Albertario( Offervatore Cattolico). Um diese moralisch aber noch übeln in großen Blechschöpfern, und zwar stets direkt in jeden zu leiden haben. Sind schon die Gefängnisse und Zuchthäuser, in tiefer zu fuicken, beließ man absichtlich einige Hundert frühere Blechnapf, den der Gefangene selbst hinzuhalten hat. Außerdem verdenen die gemeinen Verbrecher gehalten werden, gewiß keine Muster- Mörder, Diebe und Wegelagerer in ihrer Gesellschaft, und legte in abfolgt man wöchentlich einmal einige hundert Gramm schlechtes anstalten, so hat die italienische Regierung für die politischen jede der länglichen halbdunkeln, gar nicht ventilirten Zellen etwa Stochfleisch, das von den Mitgefangenen einfach mit den Fingern Verbrecher" mit geradezu teuflischer Grausamkeit das aller- ein Dugend zusammen. fcheußlichste der ihr zur Verfügung stehenden Zuchthäuser herausgereicht wird, so daß ein Gebildeter unmöglich davon essen mag. gesucht, um diese dort einzukerkern. Die engen, kaum zivei Fuß breiten Fenster sperren dreifache arm- Die Suppe ist meistens so ranzig und nur zu oft so stark mit allerlei Finalborgo, unweit Savona, wo seit der Hunger- Revolte im Damit aber niemand etwas vom blauen Himmel sehen kann, sind wandert. Es ist dies das„ Bagno" von dicke auswendig noch durch enge Drahtgitter verdeckte Eisentraillen. Käfern, Fliegen 2c. durchsetzt, daß sie gewöhnlich in den Kübel Mai beinahe ein halbes tausend Verurtheilte die ihnen zudiktirten draußen noch folossale Holzverschläge angebracht. Es fehlt in der drakonischen Strafen abbüßen. Mit Recht hat der berühmte Arzt und Senator Prof. Porro in Ueber diese Hölle wird der Anstalt absolut an Defen und Aborten. Schweizerischen Wochen- Zeitung" geschrieben: Die Insassen find einem öffentlichen Protest darauf hingewiesen, daß selbst der Gesundeste " Finalborgo, ein uraltes figurgisches Städtchen, liegt inmitten der erstidenden Hige wehrlos ausgesetzt. Die aus einem schlechten Grunde gerichtet wird. denmach allen Einwirkungen der Nässe, der Kälte und im Sommer bei dieser Kost und solcher unwürdigen Behandlung langsam zu Die Senatoren Tommasi Crudeli und kahler Granitberge, in einem engen Thalkessel, der sich schon seit Strohsack und einer elenden dünnen Pferdedecke bestehenden Betten Bianchi haben sich vor der hohen Kammer genau in demselben Menschengedenken wegen feines rauhen Klimas und höchst ungesunder sind im Winter dauernd so durchnäßt, daß niemand darin Ruhe zu Sinne ausgesprochen. Selbst offiziöse Blätter, wie" l'Italie", be Beschaffenheit unvortheilhaft auszeichnete. Im Winter fangen die finden vermag. Ueberdies wird der Schlaf Nachts viermal durch die lagten soviel inmenschliche Härte, und beschworen die Krone, die überhängenden steilen Berge fast jeden freundlichen Sonnenstrahl Ronde gestört, welche in jedem Raum mit eisernen Hämmern allzu aufgeregte öffentliche Meinung schleunigst durch eine General auf, und seit eine kurzfichtige, habgierige Verwaltung diese völlig minutenlang die eisernen Gitter prüft und jedem Gefangenen ins Amnestie zu versöhnen. Dabei wurde erörtert, daß der Prälat entwaldet hat, ist es dort während des Winters selbst in Gesicht leuchtet. Jeder trägt die Zuchthauskleidung, d. h. einen Albertario überhaupt gar nicht zur Reklusion, sondern nur zur den besseren Bürgerhäusern kaum auszuhalten. Hier hatten nothdürftig zusammengeflicten Behang aus sadartigem, überans Detention die Dominikaner ein großes Kloster errichtet. verurtheilt sei, und mant daß ihn mangels aber bezog, wurde es rauhem Zeng, das gegen die Kälte so gut wie gar keinen Schutz einer solchen milderen Strafanstalt einfach ebenfalls ins ZuchtMönche ohne ernsthafte Gefährdung ihrer Gesundheit unmöglich austheilte, worin schon allerlei Mörder und andere schwere Ver Alle großen italienischen Muizipalverwaltungen, Neapel, Rom, 31 bald gewahr, daß die bietet. Dazu kommt noch, daß man prinzipiell mur getragene Sachen haus geschickt habe, wo er jetzt schwer frank darnieder liegt. bleiben könnten. Von den meterdicken, aus Tuff erbauten Wänden brecher Jahre lang gearbeitet haben. Athletische Lente, wie der Genua und Mailand voran, legten durch besondere Resolutionen troff bei feuchtem Wetter, besonders went es regnete oder thaute, Prälat Albertario, vermögen damit nur theilweis ihre Blößen zu ebenfalls Verwahrung ein gegen so viel Ungerechtigkeit, so drakonische das Wasser in Strömen auf die mit rohen Ziegeln bedeckten Fuß- decken. Die Hosenbeine reichen ihm kaum bis unter die Knie. Statt Härte und empfahlen dem König dringend Milde und Gnade, böden, so daß selbst die festeste Körperverfassung auf die Dauer der Aborte hat jede Zelle einen meterhohen, roh aus Holz gearbeiteten, welche in dieser peinlichen Lage allein beruhigend und vera folchen verheerenden Einwirkungen nicht widerstehen konnte. Dem- nur mit einem Holzdeckel bedeckten Kübel, welcher vorn, an föhnend wirken können. gemäß verfügte der Ordensgeneral einfach, das Kloster, auf das der Thür aufgestellt und täglich nur einmal geleert wird. Hierin welche im Umsehen fast 300 000 Unterschriften für eine Ueberall entstanden große Komitees, fein Stäufer reflektirte, sofort zu räumen und den betreffenden verrichten stets vor den Augen der Mitgefangenen die Unglücklichen große Anmestie- Petition sammelten, und bis auf diese Stunde Befigtitel der Steuern wegen zu Gunsten des Fiskus zu löschen. ihre Bedürfnisse. Von einer sorgfältigen Ausspülung ist gar keine bauert die allgemeine Erregtheit in Italien in allen Klassen der Dieser legte sofort seine gierige Faust darauf, und nach einem zwed- Rede, wie überhaupt von keiner Lüftung und Reinigung der Bellen. Gesellschaft fort, ohne daß die turzsichtige übel berathene Regierung entsprechenden innern Neubau, wobei den hygienischen Mißständen Die Kübel strömen stets wahrhaft pestilenzialische Gerüche aus, und sich zum Einlenten entschlossen hätte." gar keine Rechnung getragen ward, richtete man darin ein großes es ist begreiflich, daß diese unerträglichen Miasmen die Gesundheit Bagno für lebenslänglich Verurtheilte ein. Erst als die Stand der meisten Gefangenen in wenigen Monaten total intergraben Strafen Belegten; die Regierung hat bisher den Wünschen des gerichte die Gefängnisse mit tausenden von Opfern über- haben. Nur einmal, und zwar höchstens eine halbe Stunde, dürfen Volkes zu troben gewagt und läßt die besten Männer Italiens schwemmten, tam irgend ein raffinirter Minister auf den Gedanken, fie in einem verdedten, durch riesige Mauern flantirten Hofraum weiter in dem schenßlichen Bagno schmachten. Wie lange wird sie int diesem modernen Inferno die" Politischen" besser zu" Aria"( Luft) schöpfen. Dementsprechend ist das Essen, das selbst der Stimme des Volkes ihr Ohr noch zu verschließen wagen? man nur Glühwein ausgezeichnet à Liter Mt. 1,20 5 Liter 5,50, 10 Liter Mt. 10,-. Einzelne Flaschen senden durch unsere Gespanne frei Haus.' Detail Verkaufsläden: Als man Johannisbeer- Wein Heidelbeer- u. Stachelbeer- Wein à Flasche 3/4 Liter 75 Bf. Brombeer- u. Wermuth- Wein à Flasche 3 Liter Mr. 1,-. Cognac deutscher à Literflasche Mt. 2,10, 2,50, 3,-. Cognac fine Champagne, 34 Literft. à Mt. 3,50, 4,50, 5,50. Die Amnestie erstreckt sich bekanntlich nur auf die mit geringeren Rum auerkannt gut Literflasche Mt. 1,10, 1,60, 2,10 bet Entnahme von 5 Flaschen à Flasche 10 Pf. billiger. Eugen Neumann& Co., Berlin SW. 68. Stonsdorfer Likör, à Ltr. 1,20, 5 Str. 5,50. Echt. alt. 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Die Diagnose im Charlottenburger Kranfen hause lautete auf Rückenmarklähmung; die Beine waren voll ständig gebrauchsunfähig geworden und hatten die Empfindung völlig verloren. Sprache, Gehör und Augen waren ebenfalls beeinflußt, die Ernährung sehr schwach; schließlich nahm der Magen fast nichts mehr an, die Kranke magerte fast bis zur Stelettform ab; auch die inneren Organe, wie namentlich die Schließmuskeln an Darm und Blase, begannen ihren Dienst zu bersagen, sodaß die Entleerungen sich ohne Wissen und gegen den Willen der Kranken vollzogen. In diesem Zustande wurde sie von ihrer Mutter in Münsek's Loh- Tanin- Bade- Anstalt, Wallstraße 70-71, gebracht, und nach mehrmonatiger sur fonnte die Kranfe am 13. Oftober im völligen Besitz ihrer früheren Be wegungsfähigkeit sich nach Hause begeben, derart geheilt, daß sie während der Kur neu um 6 Kilo Körpergewicht zugenommen hatte. Prospette gratis und frauto. Bäder auch für Krankenkassen. 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Montag: Das Land der Fjorde. Invalidenstr. 57/62: ( Braune Karten.) Anfang Rach: Tägl. Sternwarte. Opernhaus. Der fliegende Holländer. Anfang 72 Uhr. Montag: Don Juan. Schauspielhaus. Minna von Barnhelm. Anfang 72 Uhr. Montag: Julius Casar. Neues tgl. Opern- Theater( Kroll). Auf der Sonnenseite. 71 Uhr. Anfang Deutsches. Die drei Reiherfedern. Anfang 7 Uhr. Nachm. 22 Uhr: Die versunkene Glocke. Montag: Die drei Reiherfedern. Leffing. Die Zeche. Unter blonden Bestien. Ein Ehrenhandel. Liebes: träume. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Nora. Montag: Im weißen Röß't. Passage- Panopticum. Im Kaisersaal nur noch wenige Tage: Adrienne Gaston. Im Völkersaal stündlich: 40 Krieger des Mahdi. Berliner. Familie Jensen. Anfang Castan's 72 11hr. Nachin. 22 Uhr: Don Carlos. Montag: Der Pfarrer von Kirchfeld. Residenz. Der Schlafwagen: Kon trolleur. Vorher: Zum Einsiedler. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Jugend. Montag: Der Schlafwagen Kontrolleur. Vorher: Der Einsiedler. Neues. Hofgunst. Anfang 72 Uhr. 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Genossinnen und Genossen! Sonntag, 22. Januar, Abends 6 Uhr, bei Ewald, Schönleinstr. 6: 1/6 Oeffentl. Versammlung. Tages Ordnung: Vortrag der Genossin Ottilie Baader über Proletarierkinder". Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein. Die Vertrauensperson. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 24. Januar, Abends 8 Uhr, bei Habel's, Bergmannstr. 5-7: Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 238/2 1. Bortrag des Reichstage- Abgeordneten Albrecht. 2. Diskussion. Die Mitglieder werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen, damit die Versammlung pünktlich eröffnet werden kann. Der Vorstand. L.- D.: Der Ausstand der Buchdrucker im„ ,, Berliner Lokal- Anzeiger" find 3. Berſchiedenes.- Gäſte ſehr willkommen. der Terrorismus des Herrn August Scherl. Zu dieser Versammlung ladet namentlich die Leser des ,, Verliner Lokal- Anzeiger" fowie die noch in der Buchdruckerei des Herrn August Scherl thätigen Setzer, Maschinenmeister, Stereotypenre, Hilfsarbeiter und Hilfsarbeiterinnen ein 271,2 Der Ausschuss der Berliner Gewerkschaftskommission. R. Millarg, Sekretär. Orts- Krankenkasse für das Allgemeine Ortskrankenkasse gewerblicher Buchdrudgewerbe zu Berlin. Arbeiter und Arbeiterinnen. Die für die Wahlpertode 1898 und 1899 gewählten Delegirten der Arbeit: Ausserordentlichen Auf Grund des§ 62 des Kassenstatuts theilen wir mit, daß der Vorgeber werden hierdurch zu einer stand in feiner Sigung vom 3. b. M. fich folgendermaßen tonstituirt hat: Borsitzender: Herr Gustav Günther, Greifswalderstr. 8. Stellvertreter: Herr Buchbruckerei- Befiger W. Röwer, Elsasserstr. 5. Schriftführer: Herr Robert Thiele, Kolbergerstr. 23. Stellvertreter: Herr Albert Rietdorf, Hussitenstr. 41. Kaffenkontrolleure: Herr Ernst Tübbecke, Oberbergerstr. 27, und Herr Rich. Schürlein, Reichenbergerstr. 20. Beisitzer: Herr Buchdruckerei- Besiger Carl Langenscheidt, Halleschestr. 17. Herr Buchdruckerei Besiger Arthur Scholem, Noßstr. 3, und Fräulein Clara Bien, Manteuffelstr. 100. Der Vorstand. Gustav Günther, Vorsitzender. 158b Robert Thiele, Schriftführer. Deutscher Holzarbeiter- Verband Achtung! Drechsler. Achtung! Dienstag, den 24. Januar, Abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstraße 27c: Bertrauensmänner- Versammlung für sämmtliche Bezirke. Tages Ordnung: 1. Die Einführung der Zwangs- Innung. 2. Diskussion. 3. Branchen Angelegenheiten. 4. Verschiedenes. Jebe Werkstatt muß vertreten sein. Brauchen- Versammlung der Korbmacher am Montag, den 23. Januar, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Wilke, Andreasstraße 26. Tagesordnung: 1. Bortrag des Kollegen Mohs über:„ Die Zwangs Jnnung in unserem Gewerbe." = 2. Diskussion. Angelegenheiten. 4. Verschiedenes. 5. Fragekasten. zahlreiches Erscheinen der Kollegen wird gebeten. 3. Branchen Um pünktliches und 76/19 Parkettbodenleger! General- Versammlung am Montag, den 30. Januar 1899, Abends 8 Uhr, im Lokale von Schneider, Oranienstr. 36, ergebenst eingeladen. 265/4 Tagesordnung: Wahl von zwei Borstandsmitgliedern auf zwei Jahre( für 1899-1900) aus der Bahl der Arbeitgeber. ( Es scheiden aus die Herren Göte und Klinkenstein.) Die Wahl ist von der Aufsichts: behörde angeordnet worden. Berlin, den 20. Januar 1899. Der Vorstand. P. Löbe, Vorsitzender. Zentral- Kranken- u. Sterbe4. Wahlkreis Süd- Ost. Dienstag, den 24. Januar, Abends 8% Uhr, in der Urania, Wrangelstrasse 9/10: Volks- Versammlung. Tages- Ordnung: Die Stebeiter und die Reaktion. Referent: Reichstags- Abgeordneter Genosse Karl Frohme. Diskussion. Nm zahlreiches Erscheinen der Genossen nebst Frauen ersucht 215/1 Die Vertrauensperson. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 24. Jaunar, Abends 8% Uhr: Versammlungen 246/3 für Moabit bei Fischer, Beuffelstraße 9; für Gesundbrunnen bei Schirm, Badstr. 19. Tagesordnung in beiden Bersammlungen: 1. Bortrag. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Referenten Reichstags- Abgeordneten Genossen Rosenow und Sachse. Der Vorstand. NB. Der nächste Diskutirabend findet Mittwoch, den 25. d. M., im Weddingpart statt. Soeben beginnt neuer Jahrgang: IN- FREIEN STUNDEN MLilien reice ILLUSTRIRTE ROMAN BIBLIOTHEK 3 JAHRG HEFT 10- PFENNIC DIE TOCHTER DES SUDENS Zu beziehen durch alle Colporteure und Spediteure. Männer! Wilmersdorf, Halensee. Frauen! Achtung! Vereine! Montag, den 23. Jannar, Abends 8 Uhr, im Volksgarten, Berlinerstr. 40: fasse der Tischler 2c. Volks- Versammlung ( Certliche Verwaltung Berlin A.) Montag, den 23. Januar, Abends 8 Uhr: Mitglieder Versammlung im Lokale des Hrn. Roll, Adalbertstr. 21. Tagesordnung: 1. Kassenbericht vom 4. Quart. 1898. 2. Verschiedene wichtige Kassen- An gelegenheiten. Um zahlreiches und pünktliches Er scheinen ersucht 181/2 Die Ortsverwaltung. für Männer und Frauen. Tages Ordnung: 1. Die Militärvorlage und die Parteien im deutschen Reichstage. Referent: Reichstags: Abgeordneter Seifert. 2. Die fussion. 3. Sind die Parteigenoffen gewillt, sich an ben diesjährigen Gemeindewahlen zu betheiligen? 4. Verschiedenes. 18. und 25. März Saal frei Englischer Garten, Alexanderstraße Nr. 27 c. 3 Jahre Garantie. Echt Schweizer Fabrikat. Gold. Damen202/2 Uhren von 16 M. an. Die wichtige Tagesordnung macht das Erscheinen aller Parteigenossen Der Vertrauensmann. zur Pflicht. Verband deutscher Gold- und Silberarbeiter und verw. Berufsgenossen.( Mitgliedschaft Berlin.), Dienstag, den 24. Jannar, Abends 8½ Uhr: Große öffentl. Versammlung rts- Krankenkasse Mitglieder- Versammlung Dienstag, den 24. Januar 1899, Abends 8 Uhr, bei Zubeil, Lindenstr. 106. der Posamentiere, Seiler, Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Wollheim über:„ Naturerkenntniß und 76/18 Seidenknopf- u. Bandmacher. Weltfortschritt." 2. Diskussion. 3. Kassenbericht vom 4. Quartal 1898. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Kollegen, erscheint alle Mann! Der Einberufer. Adtung! Maurer. Achtung! Dienstag, 24. Januar, Abends 8 Uhr, Die großjährigen Mitglieder und 4. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Grscheinen ersucht die Arbeitgeber, welche Beiträge aus 70/3 Die Ortsverwaltung. eigenen Mitteln zur Kasse zahlen, Sonnabend, 11. Februar, in der Berliner Ressource, Kommandantenstr. 57: werden hiermit zu einer Bersamm lung eingeladen. 1606 Diese Versammlung findet am Dienstag, den 31. Januar cr., Abends 8 Uhr, Annenstr. 16, im Restaurant im Lokal Stechert( früher Joël), Andreasstr. 21: tatt. Große öffentliche Versammlung T. O.: Wahl der Vertreter zur General- Versammlung. Zur besonderen Beachtung. Die Versammlung beginnt mit einem der Maurer Berlins und Umgegend Vortrage des Herrn Dr. Feld über: ( Vertrauensmänner- Zentralisation). Tages Ordnung: 131/4 1. Sozialpolitische Fragen unserer Beit. Referent: Reichstags: Abgeordneter Seifert( 8widau). 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. Putzer. Achtung! Putzer. Achtung! Mittwoch, den 25. Januar, abends 6 1hr, in Cohn's Festfälen ( großer Saal), Beuthstrafte 20-21: Oeffentl. Dersammlung der Puzer Berlins und Umgegend. Tages Ordnung: 1. Wie soll sich in diesem Jahre unsere Lohnbewegung gestalten und wie stärken wir unsere Organisation? Referent Kollege August Dähne. 2. Wahl eines Delegirten zum Bauarbeiter- Kongreß. 3. Verschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung wegen ersuchen wir sämmtliche Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. 131/5 Die Lohnkommission. Quartals- Versammlungen des Verbandes der Tapezirer and Berufsgenossen( Filialen Berlin) am Dienstag, den 24. Jannar, Abends 82 Uhr: Filiale Süd bei Zubeil, Lindenstraße 106. Tages Ordnung: 1. Bericht der Ortsverwaltung. 2. Diskussion. 3. Neuwahl der Orts: berwaltung. 4. Vereinsangelegenheiten. Filiale Nord bei Gründel, Brunnenstraße 187. Tages Ordnung: 1. Bericht der Ortsverwaltung. 2. Diskussion. 3. Neuwahl der Orts: beriwaltung. 4. Vereinsangelegenheiten. Der Vorstand. 177/2 ,, Die Vorgänge der Ernährung im menschlichen Organismus". Der Borstand. 3. A.: Leonard Winden, Vorsitzender, Alexandrinenstraße 32, III. Großer Wiener Maskenball. Achtung! Achtung! Verband deutscher Schneider u. Schneiderinnen Kollegen u. Kolleginnen von Moabit, Wedding u. Norden! Versammlung am Sonntag, den 22. Januar 1899, Abends 6 Uhr, bei Bergemann, Basewalkerstraße 3. Tages Ordnung: 162/2 1. Vortrag:„ Arbeit ist des Bürgers Zierde, Segen ist der Mühe Preis". Referent: Kollege Peste. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Kollegen und Kolleginnen werden ersucht, zahlreich zu erscheinen. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein verbunden Die Ortsverwaltung. Zentral- Kranken- u. Sterbefasse d. deutschen Wagenbauer. mit ans. Sonntag, ben 22. b. M., Vormittags 9 Uhr: 150b Mitgliederversammlung bei Bergemann, Basewalterstr. 3. Die Ortsverwaltung. Die Festsäle und der Garten werden vom 1. April 1899 wieder an Gewerkschaften, Gesang, Theater: und Vergnügings: Bereine unter toulanten Bedingungen zu Festlichteiten vergeben. Rechtzeitige Meldungen erwartet Julius Wernau, 6322] Gastwirth, Schwedterstr. 23/24. Achtung! Meinen werthen Freunden und Be Markusstrasse 47 ein fannten theile hierdurch mit, daß to Weiß- u. Bairisch- Bier- Lokal eröffnet habe, und bitte um geneigten Ein freundl. Bereins: 8ufprch. simmer steht noch einige Tage in der Woche zur Verfügung. 45b Albert Kanfeld. Wegen ber außerordentlichen Wichtigkeit der Tagesordnung ist Achtung! Vereine. bas Erscheinen aller Mitglieder unbedingt nothwendig. Lichtenberg- Friedrichsberg. Dienstag, den 24. Jannar, Abends 81% Uhr, im Saale des Herrn E. Höflich( Schwarzer Adler), Frankfurter Chauffee 120: Zwei Zimmer, 20 u. 40 Personen fassend, empfiehlt Ernst Lier, Alte Jakobstraße 119. Achtung! Meinen werthen Freunden und Ge noffen theile hierdurch mit, daß ich bas Volksversammlung. Beiß- u. Bairisch- Bierlokal von R. Streit, Raunynſtr. 86, fäu Tages Ordnung: 1. Die politische Lage. Referent: Genoffe Richard Fischer. übernommen habe und bitte unt ge 222/2 neigten Zuspruch. Oskar Martin. 2 Diskussion. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann. Der große Saal mit Bühne ist am BalmSonntag noch an Vereine zu vergeben. Vereinszimmer 2046 mit Pianino, für jeden Verein passend, Mag azinstr. 17. Aug. Dohmeier. ufallfachen, Klagen, Eingaben Schnegelsberg's Festsäle, gajenhaide 21. Patzger, Steglierftr. 65. Zentral- Krankenkasse der Maurer w. ,, Grundstein zur Einigkeit".( Verwaltungsstelle Berlin.) Sonntag, 29. Januar, Vorm. 10 Uhr, in Cohn's Festfälen( gr. Saal), Beuthstraße 20: Ordentliche Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: ( 149/1 1. Kaffen und Revisionsbericht vom 4. Quartal 1898. 2. Wahl des ersten Bevollmächtigten, zweiten Saffirers, ersten Schriftführers und eines Revisors. 3. Etwaige Beschwerden gegen die Verwaltung. 4. Verschiedenes. Ohne Mitgliedsbuch keinen Zutritt. Die Verwaltung. I. A.: Wilh. Garbe. Achtung! Riftenmacher. Achtung! Montag, den 23. Januar, Abends 81, 1hr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20: General- Verlammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1898. 2. Jahresbericht des Borstandes. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. NB. Die Kollegen der Firma Fehse sind hierdurch ganz befonders eingeladen. Achtung! 92/2 Silberne Herren- Uhren von 9 M. an. Gold. Ringe von 2 M. an. Gold. Broches v. 6 M. an. Trauringe 2 Duk. 21 M. Wenn Sie gut Goldwaaren 11. und billig Uhren kaufen wollen, so besichtigen Sie unsere permanente mit Muster- Ausstellung Originalpreisnotirung ( da jedes Stück deutlich sichtbar in Zahlen ausgezeichnet) vor dem Hause Königstr. 22. 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Bessere Schlafstelle, Reichenberger: 2346 straße 61a, 1 Tr. rechts. Schlafstelle f. Herrn zu vermiethen b. Ww. Lützow, Koppenstr. 70, S. III. Saub. frol. Schlafstelle an 2. 3. berm., Manteuffelstr. 51 v. III, Nickel. Freundl. Schlafstelle für 2 Herren, Ww. Guichard, Manteuffelstr. 70 II. Angenehme Schlafstelle für Herrn, Flureing., b. Schulz, Manteuffelstr. 94, vorn 4 Tr. 2326 Eine möbl. Schlafft. z. verm., sep. Ging., Stalizerstr. 24a, b. III b.Teßmer: Schlafstelle, Naunynstr. 48, 1 Tr.. am Oranienplay. 2276 Eine frol. Schlafstelle ist zu verm., f. Herrn, bei Schumann.( 7 M.) Man teuffelstr. 47, b. I I. 2306 Schlafstelle für Herrn, Manteuffel straße 53 v. II, Ww. Lehmann. 2356 Möbl. Zimmer f. 1 od. 2 Personen, mit oder ohne Pension, Frau Frank, Naunynstr. 61 I. 2286 Möbl. Schlafft., 1 oder Herren, Reichenbergerstr. 167, IV. Ww. Oswald. Wäschenäherinnen auf Leinene Matrosenkragen, Duzend 1,80 m., geschnitten, verlangt Jaenicke, Prinz Eugenſtr. 8. 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Unterrock Garniererinnen, Stepperinnen verlangt V M Schrul, Gr. Frankfurterstr. 14. Schlafſt. Baßmannſtr. 35. Ww.Gofiniad. Mehrere Stellmacher( geübte tüchtige Absezer finden dauernde und lohnende Be schäftigung. Eine Schlafft. an Herrn zu verm Rastenmacher, sowie auch mehrere bei Reich), Naunynstr. 72, Querg. III Freundl. Schlafst. bei Ww. Hanisch, Landsbergerstr. 16, Querg. II. 213b Möbl. Schlafft., Flur z., Prinzen ftraße 12, b. IV I. Möbl. Schlafft. f. Herrn Oranien: straße 197, v. III I. 2126. 2206 Möbl. Schlafstelle, sep. Eing., bei Bigahn, Fürstenstr. 16, of II.( 2396 Möbl. Schlafft. zu verm. Fürsten straße 16, H. 4 Tr. L. b. Weglewski.[ 1476 Prinzenstr. 105, v. 4 Tr. r. möbl. Schlafstelle. 176b Waggonfabrik der Deutschen Gasbahn, Gesellschaft m. b. H., Dessau. Geübte Belegerinnen verlangt Deutsch& Lachmann, Büschingstr. 4. Arbeiterin auf Wäsche, auch zunt Lernen, verlangt Matthes, Dieden: hofenerstr. 5. 167b Fleißige und strebsame Vermittler in Berlin und den Vororten für Möblirte Schlafstelle bei Neuwirth, Feuerversicherungen gesucht. Durch 1726 hohe Provision und Kostenantheil Reichenbergerstr. 49 II. 44/ 4* hoher Verdienst. Offerten sub J. V. 6935 Rudolf Mosse, Berlin SW. Möbl. fep. Zimm. f. H. od. D., 1. Febr. Dresdenerstr. 135. v. 3 Tr., L. Aufg. r. E. frdl. Schlafft. f. Herrn zu berut Marfiliusstr. 15, Hof 1 Tr. rechts. Mbl. Schlafft., f.E. Fürstenstr. 16, H.III Mol. Zimm. Stalizerstr. 141a, IV L. Schlafft. Meyer, Lausitzerstr. 40, H. I. E. gute Schlafft. f. 1 Herrn b. Eichner, Kaiser Franz- Grenadier- Pl. 3, H. L. III. Separat 1716 Tüchtiger Papierschneider, ber auch gleichzeitig zuschneider für Starionnagen ist, wird für eine erste hiesige Cigarettenfabrik 164b zum sofortigen Antritt gesucht. Nur maarte Schlafstelle für 2-3 Herren folche, die bereits längere Zeit in Bücklerstr. 2, v. 2 Tr. r., Artelt. ähnlichen Stellungen thätig ware, Oranienſtr. 14, v. IV I., Seinrichsplatz. an die Erped. dieſes Blattes richten. Bergmannstr.92, Möbl. Schlafft. f. sep., Pr. 7 M. wollen ihre Offert. unter Chiffre Z. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Br. 19. 16. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 22. Jaunar 1899. 21 Versammlungen. = der als ant Da die Ver Es war eine Einnahme bereits darüber geeinigt, ein ähnliches Vorgehen, wie im ver- wirthsgehilfen Sorge zu tragen, um auf diese Weise bessere gangenen Jahre, einzuschlagen. In eine allgemeine Be- Lohn- und Arbeitsbedingungen zu schaffen und um die Beseitigung wegung fönne man nicht eintreten, da keine Anzeichen für des standalösen Stellenwuchers, unter dem die Gastwirthsgehilfen Der Wahlverein für den 1. Wahlkreis hielt am Donnerstag eine ausnahmsweise günstige Konjunktur vorhanden seien. Diejenigen außerordentlich leiden, zu ermöglichen. in Cohn's Festjälen" eine öffentliche Versammlung ab. Auf der Werkstellen, in denen die 52 stündige Arbeitszeit noch immer nicht Tagesordnung stand ein Vortrag des Reichstags- Abg. Rosenow eingeführt sei, müssen in erster Linie ins Auge gefaßt werden, ferner am 19. Januar seine Mitgliederversammlung ab. Der Verband der Fabrik-, Land- und Hilfearbeiter hielt über„ Bürgerthum und Arbeiterklasse am Anfang einer neuen Zeit". alle solche, in denen niedrige Löhne gezahlt würden und nicht gesammlung so schwach besucht war, wurde vom Vortrag Abstand An den beifällig aufgenommenen Vortrag schloß sich eine rege Dis- nügendes Werkzeug sowie sonstige Mißstände vorhanden feien. fusion, in der sich auch ein Geguer, Herr Kunz, zum Wort dem größten Gleiß müffe, weiter gearbeitet werden, ooit genommen und gleich zum dritten Punkt der Tagesordnung übermeldete, um gegenüber der Internationalität der Sozialdemokratie an der Lage Hebung unferer Kollegen, gegangen: Sassenbericht vom 4. Quartal. Den nationalen Standpunkt hervorzukehren. Sowohl Täterow als dem Ausbau der Organisation und der Ansammlung eines von 584,891,2 M. und eine Ausgabe von 505,33 M. zu verzeichnen. der Referent traten der Anschauung, daß der Nationalität und nicht Fonds, um in einer, in furzer oder fernerer Zeit ausbrechenden damit die verlorenen Mitglieder bald wieder gewonnen werden. Sodann forderte der Vorsitzende zur regen Agitation für den Verband auf, dem Internationalismus der Sozialdemokratie die Zukunft gehöre, Krise mit allem Nachdruck das bis dahin Erreichte festzuhalten. Es wurden hierauf Nühle zum Schriftführer und Sterĭ zum erfolgreich entgegen. Bohne brachte die Vorgänge in der Offizin der Diskussion sprachen sich eine Reihe von Rednern in Bezug auf auf des" Berliner Lokalanzeigers" zur Sprache und Täterow fnüpfte Werkstattstreit für ein gleiches Vorgehen wie im Vorjahr aus. Die Nevisor gewählt. daran eine energische Kritik, die darin gipfelte, noch mehr als bisher Versammlung erklärte sich mit dem Vorschlag der Ortsverwaltung Der Verein sozialdemokratischer Gast- und Schankwirthe für die Verbreitung des„ Vorwärts" einzutreten, damit die Klatsch- einverstanden. Der Vertrauensmann der Werkstatt Krause u. Corilla hielt am 20. Januar in den Apollojälen in Nigdorf seine regelpresse ersetzt werde durch unser Zentralorgan. Damit fand die schildert die Vorgänge in seiner Werkstatt, die in dem Flugblatt des mäßige General- Versammlung ab, in der Frik Zubeil über das Diskussion und die Versammlung ihren Schluß. Vereins der Tischler zu einem Angriff auf den Verband be- Thema: Welche Pflichten legt der Verein seinen Mitgliedern Der fozialdemokratische Wahlverein für den dritten nugt sind. Er erklärt die Darstellung als unwahr. Der auf? referirte. Redner resumirt seine mit Beifall aufgenommenen Berliner Reichstags- Wahlkreis nahm am 19. Januar in den Arbeitsvermittler berichtete sodann über eine ganze Reihe von Ausführungen dahin, daß jedes Mitglied verpflichtet ist, alle AngelegenZentral- Festjälen den Bericht des Vorstandes entgegen. Der Vor- Werkstattdifferenzen im neuen Jahre. Ein Arbeiter der Werkstatt heiten in Staat und Kommune zu beachten und sich an allen Wahlen figende kräker machte bekannt, daß im vergangenen Jahre arbeitenden Kollegen die Erklärung ab, daß diese mit dem im Einnahme von 999 M. und eine Ausgabe von 624,74 M., ſodaß ein Karl Müller, Schönhauser- Allee, gab im Namen der daselbst zu betheiligen. Die Kassenabrechnung ergab in legten Quartal eine 12 Versammlungen abgehalten worden sind, darunter vier Generalversammlungen und eine außerordentliche. Er wies Annoncentheil des" Vorwärts" veröffentlichten Nachruf beim Ab- Bestand von 4792,95 M. am 1. Quartal 1899 verblieb. Betreffs auf das nächste Vereinsjahr hin, das wieder tüchtige Arbeit verleben des Inhabers der Firma nichts zu thun haben. Hierauf des rigorofen Vorgehens des Herrn Scherl gegen seine Arbeiter langen werde durch die Neuwahl von Stadtverordneten und die wahr erfolgte der Schluß der Versammlung. beschloß der Verein cinstimmig, daß die Kollegen, welche noch auf scheinliche Nachwahl im zweiten Berliner Wahlkreis, Der Kassirer den Lokal- Anzeiger" abonnirt sind, zum nächsten Monat das Blatt Harndt gab dann eine Statistik über die Mitglieder des Wahlkreises.schaft Berlin nahm in der Generalversammlung vom 10. Januar zu- daß das Blatt nicht mehr gelesen wird. Der Gewerkschaftskommission Verband der Bäcker und Berufsgenossen. Die Mitglied- abzubestellen haben und auch in anderen Kreiſen dahin wirken sollen, Danach zählt der Wahlverein jest 815 Mitglieder, und zwar sind nächst den Bericht des Kassirers entgegen. Laut Jahresabrechnung wurden 200 W. zur leberweisung an die Krefelder Weber bewilligt. davon 64: 21-25 Jahre alt, 149: 26-30 Jahre, 230: 31 bis betrugen die Gesammteinnahmen 1133,70 m., die Ausgaben Aufgenommen wurden 11 neue Mitglieder. 35 Jahre, 130: 36-40 Jahre, 100: 41-45 Jahre, 78: 46 bis 904,10 m., mithin ergiebt sich ein Ueberschuß im Geschäftsjahr 1898 50 Jahre, 42: 51-55 Jahre, 12: 56-60 Jahre, 8: 61-65 Jahre, von 229,60 M. Die Revisoren bestätigten die Richtigkeit der Ab2: 65-70 Jahre. Dem Berufe nach find die Mitglieder: Tischler 95, rechnung, worauf dem Nassirer Entlastung ertheilt wurde. Der Arbeiter 68, Buchdrucker und Schriftfezer 51, Schneider 51, Schank- Vorsitzende Hetschold gab alsdann eine Uebersicht über die wirthe 46, Buchbinder 45, Hausdiener 43, Schuhmacher 36, Thätigkeit des Vorstandes und sprach den Wunsch aus, daß die Schloffer 32, Klempner 30, Kaufmann 22, Gürtler 21, Drechsler 18, Mitglieder auch im neuen Jahre treu zur Organisation halten mögen. eine sehr lebhafte. Maler 14, Former 14, Gold- und Silberarbeiter 13, Bildhauer 13, Metalldreher 12, Mechaniker 10, Metallarbeiter 10, Reppmann, zweiter Vorsitzender; Die Neuwahlen ergaben folgendes Resultat: Hetsch old erster, Arbeiter Bildungsschule, Annenstr. 16, Hof 1 Tr. Unterrichtsfurse Sattler 9, Barbier, Handelsmann, Schleifer und Keller je 6, Leichsenring zweiter Kassirer: Gyerschewsky erster, finden statt Montags, Donnerstags und Freitags. Die Bibliothek ist an Merkle erster, Oberdiesen Tagen von 8-9 Uhr und während der Pausen geöffnet. Moning: Zigarrenhändler, Lederarbeiter, Metalldrücker, Kistenmacher, Möbel- reicher zweiter Schriftführer; Weiß, Lehmann und Kayler Nationalökonomie: Haushalt und Konsum; kohnen probuftions: polier, Graveur, Bäcker und Konditor sowie Tapezier je 5, Uhr Stevisoren; Isma, Czepanit und Schmollinsky Beifizer; Lohnbildung; Zahlungswesen, Check- und Ausgleichsverfahren; Bedor Mich. macher, Korbmacher, Ziseleur, Bosamentier und Holzarbeiter je 4, Nette und Sulzer Bibliothekare. Die Gewählten versprachen, fosten im Großbetrieb und gewerkschaftliche Aufgaben. Schriftsteller Rich. Töpfer, Galvaniseur, Schmied, Kaffenbeamter, Schnittarbeiter, ihre Pflicht voll und ganz zu erfüllen, worauf die Versammlung der Lithograph, Zigarrenarbeiter, Arzt und Maurer je 3, Hutmacher, vorgerückten Zeit wegen geschlossen wurde. Mitgliedsbeitrag monatlich 25 Pf., Kursus( 10 Abende) 1 M. pro Fach. Schriftgießer, Steindrucker, Porzellanmaler, Agent, Kürschner, SilberTheilnehmer werden aufgenommen in der Schule und in folgenden Stellen: polirer, Fabrikbefizer, Vergolder, Gelbgießer und Stellmacher je 2, Die Freie Vereinigung der Militärmützen Arbeiter hielt Gottfr. Schulz, Admiralstr. 40a; Reul, Barnimstr. 42; Schiller, Rosenthalerstraße 57; Gleinert, Müllerstr. 7a, und in den Sonntags- Versammlungen. Defateur, Kupferschmied, Rechtsanwalt, Schirmmacher, Tanz am 14. d. Mts. ihre Generalversammlung ab. Der Kaffenbericht Borsitzender: Herm. Lammé, Tempelhof Berlin, Berlinerstr. 36. lehrer, Nadler, Musiker, Möbelhändler, Schmelzer, Porzellan- ergab einen Bestand von 212,58 M. In den Vorstand wurden Allgemeine Kranken und Sterbekasse der Metallarbeiter dreher, Wasch- und Plättereibefizer, Handschuhmacher, Tuch- gewählt: 1. Vorsitzender: Laue; 2. Vorsitzender: Weng; 1. Schrift: Filiale Berlin 8). Mitgliederversammlung heute Vormittag 10 Uhr macher, Klavierstimmer, Stepper, Böttcher, Bandagist, Büchsen- führer: Gerewiß; 2. Schriftführer: Haag; 1. Kassirer: Kramer; im Marienbad, Badſtr. 35-36. macher, Stuckateur, Bresser, Maschinist, Glaser, Stereotypeur, 2. Kassirer: Srader; als Beifizer: Frid; zu Revisoren: Walter, Samariter Kursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Schnitzer, Zimmermann je einer. Von vier Mitgliedern ende, Binger. Da in letzter Zeit die Mitglieder sich so lau Montag, 23. Januar, in der Filiale Brunnenstr. 150: Vortrag des Herin ist der Beruf unbekannt. Die Einnahmen stellten sich im eriviesen hatten, war in der Versammlung im Dezember die Frage Dr. Christeller:„ Ertränken, Erstichung und Sitzschlag mit praktischen vierten Quartal mit einem übernommenen Bestand von 448,27 m. angeregt worden, zur Organisation der Kürschner überzutreten. Der Uebungen". Die Mitglieder der Zentrale sind hiermit eingeladen. Der auf 933,97 M. Ausgegeben wurden 721,80 m., darunter 365 M. Beschluß war dieser Versammlung vorbehalten. Von den Rednern Vorstand. Allgemeine Familien Sterbe- Kasse. Heute Zahltag: Ackerstraße 123 für Broschüren und Agitation. Mithin bleibt ein Kassenbestand von war keiner für den Nebertritt; jeder wollte sein Möglichstes ein- bei Diefe und Oranienstr. 185 bei Bukow. 212,17 M. Dem Kassirer wurde Decharge ertheilt und dem Vorstand setzen, damit die Organisation auch ferner als selbständig bestehen Cercle de Conversation ,, Molière". Lundi, Séance à 9 h auf Antrag Klinger 150 M. zur Agitation überwiesen. Bei der kann. Nachdem den Webern in Krefeld 20 M. aus der Kasse be- dans son local: Leipzigerstr. 44. Les hôtes sont les bienvenus. folgenden Vorstandswahl wurde der bisherige Vorsitzende willigt und auf die öffentliche Versammlung der Kürschner am 29. ds. Kräfer wiedergewählt, ebenso der Kaffirer Harndt und der hingewiesen war, wurde die Versammlung geschlossen. Schriftführer König; zum Beisigenden wurde Wichmann ge Die Bauarbeiter( Bahlstelle 5) bewilligten in ihrer Versammwählt. Bei der Vorstandswahl entspann sich eine Diskussion über lung am 15. Januar 25 M. für den Bau des Gewerkschaftshauses, Getverkschaft angehörten. Von der einen Seite machte Fris darauf gefügt wurden. Zu Revisoren wählte hierauf die Versammlung die aufmerksam, daß diese Frage statutenwidrig sei, da sie nicht vor- Mitglieder Woiwode, Redlich und Sto stock und zum Spegeschrieben wäre. Dagegen vertraten Kohn und Andere den Stand- diteur des Vereinsorgans Breiste. punkt, daß die Frage trotzdem erlaubt sei und daß sie = Friedrichshagen. Am 14. Jamar hielt im hiesigen ArbeiterBildungsverein Genoffe Wagner einen Vortrag über das Thema: Schule und Erziehung". Die intereſſanten Ausführungen des Referenten wurden mit Beifall aufgenommen. Die Diskussion war Calwer. Ant Berliner Arbeitervertreter: Verein tagt jeden Dienstag nach dem geltlicher Rath wird ertheilt: ersten im Monat bei Buske, Grenadierſtr. 33, Abends 8½ Uhr. UnentIm Norden Berlins: Für Unfall, Invaliditäts- und Alters: versicherung Abends von 7-9 Uhr: A. Daehne, Dentminerſtr. 36, v. 3 Tr. . Gutheit, Wiesenstr. 29a, von 8-9 Uhr Abends. F. Pieschel, Gartenstr. 55, v. 2 Tr. E. Simanowsti, Gartenstr. 78, Portal 2, 2 Tr. M. Stuhlmann, Oberbergerstr. 37, 4 Tr., von 6-9 Uhr Abends. A. Voigt, Wiesenstraße 41/42. E. Warnst, Kolbergerstr. 7, von 6-7 Uhr Abends. P. Reimann, Bellermannstr. 83. J. Krause, Gartenstraße 13, 2. sing. part.- Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: F. Blume, Streligerstraße 58. F. Trapp, Schulstraße 59, von 7 bis 8 Uhr Abends W. Mohs, Swinemünderſtr. 64, vorn linker Aufgang. Im Osten: Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: E. Bader, Gr. Frankfurterstr. 34, v. 4 Tr. Für Unfall, Invaliditätsund Altersversicherung: A. Schüz, Holzmarktstr. 60 I. Im Süd- Osten: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: Schalthoff, Michaeltirchstr. 18. Nur für Invaliditäts- und Alters: versicherung: W. Kühne, Pfuelsir. 1. auch im Interesse der Entwickelung der Partei nöthig sei. Zentralverein der Bildhauer. In der gut besuchten GeneralEine Bedingung sei damit feineswegs gestellt. Immer versammlung am 17. d. M. wurde im Geschäftlichen mitgetheilt, daß hin könnten fich die Wähler nach der erfolgten Antwort das Weihnachtsfest einen Ueberschuß von 11,30 M. ergeben hat. Der richten, wenigstens bei denen, für deren Berufe eine Gewerkschaft Rechenschaftsbericht für das Jahr 1898 ergab an Bestand 627,67 M., existire. Darauf wurde auf ein Anerbieten der Gesellschaft Treptow- Ginahmen 21 506,25 M., Ausgaben 17 872, M., an die ZentralSternwarte beschlossen, für den 19. März 500 Billets zu nehmen. fasse abgeführt 3425,- M., bleibt Bestand 836,92 M. Der Lotal tassenbericht ergiebt an Einnahmen einschließlich des Bestandes von 470,09 m. 5510,72 M. und eine Ausgabe von 4774,50 M., bleibt ein Bestand von 736,22 M. Mitgliederzahl am Beginn des Jahres 796, am Schluß des Jahres 832. In den Vorstand wurden gewählt: Gallasch erster, Diederichsen zweiter Vorsitzender, Traut vetter Stassirer, Lindner und Alvermann Schrift F. führer, Welter und Paasch Beisiger. Zu Revisoren wurden Im Süd Westen: Nur für Unfallversicherung: G. Hänel, Solmsstr. 44. Im Nord- Westen: Für Unfall, Juvaliditäts- und Alters: Oskar Schmidt und Koberger ernannt, als Verwalter versicherung: M. Stephan, Curhafenerstr. 2. Nur für Invaliditäts: Otto Meyer bestätigt. Die Wahl der Kommission wurde der und Altersversicherung: R. Rehbein, Rostockerstr. 43. C. Guse, vorgeschrittenen Zeit wegen vertagi. Im Süden: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: Stügelmaier, Grimmiſtr. 30. Rostockerstr. 43. Im Nord: Osten: Nur für Unfallversicherung: E. Löffler, Briefkasten der Redaktion. Wir bitten, bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Bahr anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll und die letzte Abonnementsquittung beizulegen. Fragen ohne solche werden nicht beaut wortet und schriftliche Antwort wird nicht ertheilt. Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und Freitags abends von 7 bis 8 1hr abgehalten. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Eine sehr zahlreich besuchte Vertrauensmänner- Bersammlung tagte am Mittwoch bei Cohn, Beuthstraße. Glo de referirte über:„ Unsere Thätigkeit im neuen Jahre." Die erste Vertrauensmänner- Versammlung im neuen Jahre müsse sich schlüssig werden, welche Tattik eingeschlagen werden solle. Das Ziel unserer Berufsorganisation sei immer darauf gerichtet gewesen, die Eriſtenzbedingungen der Kollegen zu heben. Es gewinne ja hin und wieder den Anschein, als ob wir nach Erringung von Vortheilen für die Kollegen nach furzer Zeit wieder zurüdgeworfen würden. Es sei dies jedoch nur zum Theil in einzelnen Werkstellen der Fall. Die stets schärfere Formen annehmende Konkurrenz der Unternehmer Eine Generalversammlung der Graveure und Ziseleure Wadzechstr. 15, vorn part.( Abends 8 Uhr). G. Günther, Greifswalderunter einander, im Bunde mit den indifferenten Arbeitern, bringe tagte am 17. d. M. im Dresdener Garten. Nach einigen geschäftstraße 8, II lints. Statt- Jut 3entrum: Für Unfall, Juvaliditäts- und Altersversicherung Rückschläge hervor. Gine alle Kollegen umfassende Organisation lichen Mittheilungen folgte der Bericht des Vorstandes. fönnte fehr wohl diese Rückschläge pariren. Wir haben mit der gefunden haben im letzten Vierteljahre vier Versammlungen, außer A. Sattler, K. Hamburgerstr. 2. Bei sämmtlichen vorgenannten Personen, bei denen hier keine Sprechzeit steigenden Einsicht der Kollegen, daß ohne Organisation ihre Lage dem vier Vorstands und drei Vertrauensmänner- Sigungen. Die nicht gebeffert werden kann, Fortschritte zu verzeichnen. Nach dem Einnahme der Filiale pro 1898 beträgt 1088,42 m., die Ausgabe angegeben, ist dieselbe Wochentags von 7-9 Uhr. 96 er Streik hat der Verband durch die rastlose Thätigkeit der 972,07 M., mithin verbleibt ein Bestand von 96,35 M. Die BiblioZentralfommission überall da eingesetzt, wo damals die Kollegen thef wurde 210 Mal benutzt; der Bestand der Bibliothekkasie beträgt noch nicht den Muth gefunden hatten, um Schulter an Schulter mit den 2,40 M. Bei der mun folgenden Vorstandswahl wurden fünf Aemter organisirten Kollegen die Forderung auf 52 stündige Arbeitszeit und neu besetzt. Zum Vorsitzenden wurde Keiling, Ziseleur, BödikerErhöhung der ganz unzureichenden Löhne zu stellen. In hunderten straße 35, zum Kassirer Bergener, Ziseleur, Schönleinstr. 33, von Werkstellen sind in dieser Weise bessere Verhältnisse geschaffen. gewählt. Die Mitgliederzaht nimmt Grund dessen auch stetig zu; über 8000 Die Handels- Hilfsarbeiter hielten am 18. Januar eine gut Kollegen gehörten am Schluß des Jahres der Berliner Zahlstelle an. besuchte Generalversammlung ab, um sich hauptsächlich mit der In demselben Maße wie der Verband zunimmt, muß auch das Einigungsfrage zu beschäftigen. Nach Erledigung einiger gefchäftReichstagswahl. Anonyme Anfragen können wir nicht beantworten. Unternehmerthum mit ihm rechnen. Sie sehen vielfach ein, licher Angelegenheiten wurde ein Antrag Dobotka, welcher mit H. M. 1. 1. Das am 16. Juni 1898 von den meisten Staaten daß mit organisirten Arbeitern eine schnellere Verständi- dem Beschluß der letzten Versammlung( in Sachen Grauer) nicht Europa's abgeschlossene Zusatzübereinkommen zu dem Uebereinkommen über gung herbeizuführen ist, als wie mit unorganisirten. Es finden zufrieden war, abgelehnt. Es erhielt hierauf Alboldt das Wort den Eisenbahn- Frachtverkehr vom 14. Oftober 1890 betrifft eine Reihe von deshalb auch stets Verhandlungen zwischen Vertretern des als Berichterstatter der Einigungskonferenz, welche zu Weihnachten Verbesserungen im internationalen Eisenbahnverkehr, wie Erweiterung des Vereins der Industriellen und dem Holzarbeiter- Verband bei jedem vorigen Jahres zwischen Anhängern der lokalen und zentralen Rechts des Absenders, nachträgliche Verfügung über das abgesandte Gut Werkstattstreit, sofern die Inhaber dieser Werkstellen der Unternehmer- Richtung und einigen Mitgliedern der Generalfommission statt- 3u treffen, Verlängerung der Frist für das Einbringen von Verspätungs reklamationen und Revision der Vorschriften über die Verjährung der An vereinigung angehören, statt. In jüngster Zeit suchte die Unter- gefunden hatte. alboldt legte ausführlich dar, daß die Ver- sprüche aus dem Frachtvertrage. 2. Die Genehmigung des Etatstitels nehmer- Vereinigung mit uns die Errichtung eines gemeinsamen einbarungen auf der Konferenz wohl anzunehmen seien. Fehler Reichskanzler und Reichskanzlei, erfolgt, da eine besondere Beanstandung Arbeitsnachweises anzubahnen. Demgegenüber steht freilich die wären hier wie dort vorgekommen und wir sollten nicht nicht erfolgt war, ohne Abstimmung. Inmung noch immer auf einem engherzigen Standpunkt, der drastisch in die letzten sein, welche einer gedeihlichen Entwickelung unserer N. S. Nachdem Sie einmal Ihre Einwilligung ertheilt haben, bedar ciner Nummer ihres Organs, der„ D. Tischl.- 8tg." zum Ausdruck kommt. guten Gewerkschaften hinderlich wären. Redner schlug so- es Ihrer Zustimmung auch nicht. Otto G. 1. Bom Tage der Urtheilss Hier wird die Zahlstelle Berlin mit der ganzen Wuth eines bornirten Sann der Versammlung eine in diesem Sinne gehaltene Resolution zustellung 4 Wochen. 2. Ja. 3. Reichs- Versicherungsamt. 4. Ja. 5. Ja. Unternehmerstandpunktes begeifert. Der Redner geht hier des vor. Uthes ist nicht so ganz deznit einverstanden und meinte, an kommen Sie in die Sprechstunde. A. W. 26. Die Fragen sind völlig unverständlich. D. N. 36. Rücktritt ist nicht zu= Näheren darauf ein und verweist auf die Nummer vom 4. Dezember ein gedeihliches Zusammenwirtez wäre nicht zu denken, die Kollegen lässig. A. 3. 11. Nein. Wohnung. Dagegen läßt sich nichts thun. der„ Holzarbeiter- Zeitung", in der diefer Sorte von Meistern der Tert würden es wohl nicht vergehen, in welcher Weise die Zentralisten 1999 R. Am besten thum Sie, wenn Ihnen sofort der Betrag, den gelesen wird. Trotz dieses Angriffes seitens der Meister geniert es nach der Trennung gegen uns agitirten. Es sprachen sodann noch Sie zu fordern haben, übereignet wird, eventuell lassen Sie sich einer Gruppe von Kollegen im Often Berlins nicht, auch gegen den einige Redner für und gegen die Einigung und wurde schließlich ein eine Urkunde über die Schuld und Anerkenntniß derselben ausstellen. Verband zu agitiren. Ein Beschluß des Verbandes, unorganisirte Kollegen Bertagungsantrag angenommen. Die Debatte wird am Dienstag K. 45. Sie können höchstens gegen Zurverfügungstellung des Sophas auf die Rückzahlung der 30 M. Klagen. H. R. 1. Ist nicht zulässig. zu unterstützen, hat es ihnen angethan. Sie haben bisher abseits gestanden Abend in den Arminhallen fortgesetzt. 2. Wegen aller Steuern. R. A. Pech I. 1. Ja. 2. Nein. und die organisirte Kollegenschaft allein den Kampf führen lassen um Sie haben bei Vermeidung von Zucht Besserstellung der Lebenslage der Holzarbeiter. Jezt, wo der Die Gaftwirthsgehilfen hielten am Donnerstag, den 19. 8. M., Frage 3: Ist unverständlich. A. M. Nein. Verband verlangt: Organifirt Euch! da taugt der Verband nichts; eine gut besuchte öffentliche Versammlung in den„ Arminhallen" ab, hausstrafe alles Ihnen gehörige anzugeben. 4. Ja. A. 100. 1. Ja. 2. Läßt sich alles nicht vorher sagen, sondern kommt nur eine Lokalorganisation könne den Kampf führen, resolviren fie. in der an stelle des verhinderten Reichstags- Abgeordneten v. Elm ganz auf die Umstände des Einzelfalles an. Raserei und Wahnsinn be Zwar haben diese Herren in einer ihrer Vereinsversammlungen den der Reichstags- Abgeordnete Rose now referirte. Das Referat, in gründen die Scheidung nur, wenn sie über ein Jahr ohne wahrscheinliche W. R. Hermannstraße. Es sind Verbandsmitgliedern gegenüber erklärt, sie beabsichtigen nicht gegen dem der Redner in sehr treffender Weise die Bedeutung der Klassen Hoffnung zur Befferung fortdauern. A. B. Gleiwik. Wiederholen Sie die Frage den Verband zu agitiren, sie wollten nur denjenigen der Kollegen, bewußten Arbeiterbewegung schilderte und auf die Nothwendigkeit fest 600 m. zu zahlen. die mit der Verbandsorganisation nicht zufrieden feien, Gelegenheit des festen Zusammenschlusses und der regen Bethätigung in der unter Angabe, ob Sie beim Miethen der ersten Wohnung einen schrift geben, sich zu organisiren, doch sucht ein von ihnen dieser Organisation hinwies, wurde von den Versammelten mit stürmischem lichen Vertrag gemacht haben. Eventuell fügen Sie denselben bei. M. M. 90. 1. Ja. 2. Nein. Alimente. 1. 60 und 14 M. 2. Nein. Tage verbreitetes Flugblatt den Verband nach allen Seiten zu Beifall aufgenommen. Ohne Diskussion gelangte sodann eine R. 1877. Nein. Schwabe 43. Auch daran steht den Vermiether diskreditiren. Nedner bespricht jodann die Tattit des Verbandes im Resolution zur Annahme, in der sich die Anwesenden mit den Aus- das Retentionsrecht zu. Klage ist aussichtslos. Hermann 7. 1. Nein. vergangenen Jahr und empfiehlt sodann für das laufende Jahr, führungen des Referenten einverstanden erklären und sich verpflichten, 2. Sit unmöglich nachdem die Ortsverwaltung und die Kontrollkommission sich für die weitere Ausbreitung des Verbandes deutscher Gast- möglich.- G. R. 100. 1. Ja. 2. Antrag an die Armenfommission. 6. R. a. Nein. 2. 5. Es ist nur der Weg der Klage Warenhaus Wilhelm Stein Chaussee- Str. 66. BERLIN, N. Chaussee- St66. Tages- Angebot. Montag, d. 23., Dienstag, d. 24., Mittwoch, d. 25. Januar. Kurzwaaren. Kurzwaaren. 1000/ fach Untergarn Rolle 13 Pt. Bettlitzen Piquetmuster schwarz, weiss u. farbig. 1000%, tach Obergarn( Kronen) Rolle 23 Pi 1000/ fach Obergarn( Chadw. Stck 10 Meter 26 Pf. Bettlitzen, Schnurmuster Kurzwaaren. Schmuckhaarnadeln 1 Dutzend im Carton 8 Pf. Lockenhaarnadeln, gewellt, 20 Bd. 10 Pf. Kurzwaaren. Leinen Rolleauxschnur Stück 40 Meter 70 Pt Sicherheitsnad., schwarz u weiss, Cart. 3 Dtzd 5 Pt. Stck 10 Meter 44 Pf. 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