Nr. 21. Abonnements- Bedingungen: M Abonnements Prets pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Summer mit illuftrirter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Posts Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft Bettungss Preislifte für 1899 unter Mr. 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 16. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel zetle ober deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen, ſowie. Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, nr. 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. 5 17 Mittwoch, den 25. Januar 1899. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. * Deutsches Reich. Hofkonservativismus. bringen. Es ist eine demonstratio ad oculos. Uebrigens Eindruck machten, und Abg. Schmieding( natl.) legte die Sonde Der Eiertanz um das Schreckgespenst. haben wir dem Reichstag gestern unrecht gethan. Er hat sich der Kritik an die Eiſenbahn- Politik des Finanzminiſters. Aber doch nicht so ganz leichtsinnig frivol in die Weindiskussion hinein- keiner dieser Redner fand das Ohr des Hauses, da alles gespannt Der Edle von Klindowström, der für die Regie- gestürzt. Er hat sich durch eine ernste Handlung das Recht der auf den Schluß des Dramas, die Abrechnung des freifinnigen rung den arg mißglückten Versuch unternahm, ob der Reichs- bacchischen Fröhlichkeit erkauft. Die ernste Handlung war die Abg. Richter mit dem Minister des Innern lauerte. Eugen Richter enttäuschte die auf ihn gesetzten Hoffnungen nicht. tag für ein kleines Ausnahmegesetz gegen die sozialistische Verweisung des Antrages Rintelen auf Abänderung Schlag auf Schlag widerlegte er die gestrige Rede des Ministers, Presse zu haben sein möchte, hat aus Anlaß seines gesetz- der Strafprozeß- Ordnung vor eine Kommission. Dieser An- der nicht den Muth fand, nach einmal zu erwidern. Auch die Rechte geberischen Staats- Rettungsversuchs im Reichstag neulich trag enthält die vom Reichstag wiederholt verhandelten, zum zog es vor, statt einer fachlichen Entgegnung dem Redner durch barmlos, wie ein Junker manchmal ist, verrathen, welche Theil angenommenen, von der Reichsregierung aber nach be- Bischen ihre Mißbilligung auszudrücken. Auch dem Präsidenten Aufgabe eigentlich die Parlaments- Präsidenten nach kon- fannter Sitte in den Papierforb geworfenen Anträge zu v. Kröcher versetzte Richter für sein gestriges Vorgehen gegen ihn servativer Anschauung zu erfüllen haben: Sie sollen den Gunsten der Entschädigung unschuldig Verurtheilter, der Be- einen kleinen Hieb: Er sprach von dem„ Salat", den der fargen Ronſtitutionalismus, den wir in Deutschland besigen, rufung in Straffachen u. s. w. Zu einer Debatte kam es nicht. Minister des Innern angerührt habe; als ihm darauf zu völlig ersticken, die verruchte Immunität des freien Wortes Die Parteien hatten sich dahin geeinigt, nur kurze Erklärungen parodirte er:" Das kommt ganz auf die Auffassung des jeweiligen gerufen wurde, das Wort gerufen wurde, das Wort„ Salat" fei nicht parlamentarisch, dadurch aufheben, daß sie Zensor, Staatsanwalt, Richter und abgeben zu lassen. Unsererseits geschah dies durch Frohme, Präsidenten ant." Gefängnißwärter in einer Person sind. Der Präsident erklärt der in kurzen kräftigen Worten die Nothwendigkeit der ge- Wie üblich wurde der Etat an die Budgetkommission über einfach jede Kritik, die den herrschenden Gewalten nicht forderten, so überaus bescheidenen Reformen Sarlegte und wiesen. Auffallend ist es, daß während der ganzen Etatsberathung lieblich in die Ohren flingt, für unparlamentarisch und auf die deutsche Rechtspflege hinwies, die sich durch die die Agrarier, was sonst nicht ihre Gewohnheit ist, fein Klagelico so ist auf dem Wege der Hausordnung der immer dreister drakonischen Strafurtheile wegen verhältnißmäßig gering- über ihre Noth augestimmt haben. Was mag hinter den Koulissen fich geberdende Absolutismus der regierenden Parteien vor fügiger Vergehen und durch die Majestätsbeleidigungs- Prozesse vorgegangen sein? Um welchen Preis, den schließlich das Volk den fatalen Pfeilen des freien Wortes geschützt. Die unab- den Stempel der Klassenjustiz aufgeprägt habe. zahlen muß, ist den Nothleidenden" ihr Mund gestopft? Also heute ein Bußtag. Wenigstens ein Buß prediger. Mittwoch findet die Besprechung der freisinnigen Interpellation hängige Presse kann alsdann, so viel sie nur mag, die Reden der Abgeordneten verbreiten, sie wird damit keinen Stöder auf der Kanzel. Er geht noch um als- Edred über die Ausweisungen aus Nord- Schleswig statt. Schreckanderen Eindruck erzielen, als wenn sie die amtlichen gespenst, darf man nicht sagen, seit Herr Frege Nachrichten des Reichs- Anzeigers" abdruckt denn diese das Wort aus der Parlamentssprache verbannt hat Meldung aus Petersburg vor: Zur Abrüstungskonferenz des Zaren liegt heute die folgende Reden werden ohne Kraft und Kühnheit sein, dieweil aber als Geist geht er noch um, der einstige Vertrauens Nach den bisher gemachten Wahrnehmungen scheint es, daß das jede Spike abgebrochen, jeder Funke ausgetreten ist mann Bismarcks, der Original- Organisator der Judenhaz, Programm der Abrüstungskonferenz nirgends auf prinzipielle Einvon dem allgewaltigen Präsidenten, der mit der Sturmglocke und Virtuos der christlichen Sozialdemagogie. Als Geist auf wendungen stoßen wird. Man hegt hier die Hoffnung, daß der des Unparlamentarischen selbst den gellenden Weckruf der den Trümmern vergangener Herrlichkeit, melancholischer Blick, Bujammentritt der Stonferenz Anfang März möglich) sein werde. Wahrheit zu übertönen vermag. melancholische Stimmegeisterhaft die ganze Erscheinung. Und aus Paris wird berichtet: In hiesigen diplomatischen Dieses Gemälde des junkerlichen Zukunftsstaats ist leider Herzzerreißend sein Jammer, daß die Freudigkeit der Sozial- Streifen hält man es für wahrscheinlich, daß die Wahl von Brüssel nicht das Phantasie Eigenthum des Herrn v. Klindowström. reform" geschwunden sei- herzzerreißend seine Stage, daß Falls dies eintritt, so würden fich die betheiligten Mächte in der Der Mann hat nur unvorsichtig ausgeplaudert, was nach der agrarische Zug" die Sozialreform geschädigt habe. Konferenz nicht durch den Botschafter am russischen Hofe, wie es int einer stillschweigenden Uebereinkunft die Praxis der Präsidenten Und die Zeit sei der Sozialreform doch so günstig meinte Falle der Abhaltung der Konferenz in Petersburg geschehen wäre, sein zu sollen scheint. Es wäre sehr unrichtig, die letzten Vor der Geiſt Stöcker's habe doch der Stuttgarter Kongreß ge- sondern durch speziell zu diesem Zwecke ernannte Delegirte vertreten gänge im Reichstag und im preußischen Abgeordnetenhause zeigt, daß die Sozialdemokratie auf dem Wege ist, eine sozial- laffen. von der humoristischen Seite zu nehmen. Denn es handelt sich reformatorische Partei zu werden; man dente nur an Nach Berichten aus London soll das Zirkular des Zaren in dent um nichts weniger als die Anmaßung des Präsidiums, reaktionäre Vollmar und Schippel!! Ein Zuchthausgesetz sei deshalb Vorschlag eines Schiedsgerichtes gipfeln, ohne daß die Politik zu treiben, die parlamentarische Freiheit der Rede und auch nicht opportuit. Ach der Geist Stöcker's Staaten an den Schiedsspruch für ihre Entschlüsse gebunden wären. der Kritik durch die formalen Mittel der Hausordnung auf- fand nicht die mitleidigen Herzen, die er gesucht, und er der Zar sei aber überzeugt, daß die Macht der öffentlichen Meinung derart start sein werde, daß kein Staat es wagen zuheben oder wenigstens zu beengen. verließ fenfzend die Kanzel, nachdem er, verzweifelnd würde, sich dem Schiedsspruch zu entziehen. Der internationale Der katholische Junker v. Ballestrem und der pro- an dem Geschlecht der Erwachsenen, pathetisch sich an die politische status quo soll nach denselben Quellen in der Konferenz testantische Junker v. Kröcher- sie beide haben Auffassungen Jugend" gewandt, aus der Jugend aber, durch alte Gewohn- nicht berührt werden. über das ihnen von Volkes Gnaden verliehene Recht befundet, heit verführt, Inden" gemacht, und dadurch einen Sturm als ob sie sich von Gottes Gnaden fühlten. Die neuliche wenig erwünschter Heiterfeit entfesselt hatte. Anerkennung der guten Disziplin des Reichstags durch die Nach einemt kurzen Zwischenspiel, in welchem der Fort,, Kreuz- Zeitung" verrieth dieselbe Meinung von den präsidialen schrittler Müller sich für Musterschutz und gegen unlauteren Pflichten, die Ballestrem und Kröcher, der den Ausdruck Eier- Wettbewerb, der Antisemit Bö del für eine NationalDie hösische, durch Helldorf's Führung gekennzeichnete Richtanz unzulässig fand, durch die That geltend gemacht haben, Bibliothek( nicht ein National- Zuchthaus) und der National tung der tonservativen Partei ist Jahre lang zurückgedrängt gewefeit. und Herr v. Frege bereits als lustige Person travestirt hat, liberale asse für eine Südpol- Expedition begeisterte Was fich fonfervativ nannte, war junterliches Rebellenthum, das in als er das Wort Schreckgespenst für unparlamentarisch wurde die Debatte über Sozialreform wieder in Ernst den Antisemiten und Landwirthsbündlern willige Hände für die Ers erklärte. aufgenommen. Vier sozialdemokratische Redner bestiegen nach ledigung der allzu unfeinen Arbeiten fand. Die wohlfrifirten Besonders wichtig ist die Ballestrem'sche Theorie von der einander die Rednerbühne und jede der vier Reden war eine Parkettläufer wagten sich faum noch hervor, das lärmende Unzulässigkeit der parlamentarischen Erörterung kaiserlicher Anklagerede gegen die heutige Gesellschaft und gegen die laye Byzantinerthum vertrug sich trefflich mit dem intimen Kultus heftiger Majestätsbeleidigungen, Kanzler und Minister erftenten Stundgebungen, sofern sie nicht dem Reichstag amtlich zur Handhabung der ohnehin so mangelhaften Arbeiterschutz- sich der respektlosesten Behandlung, die Hammerstein, Plög, Kenntniß gelangt sind. Das Veto des Präsidenten betraf die Geseze. Horn führte aus der Glasindustrie, Hoch aus der Liebermann, von Sonnenberg, lieferten den Geist der konservativen Oeynhauser Rede, obwohl sie sowohl das amtliche Telegraphen Bauindustrie, Albrecht aus der Konfektionsindustrie und Parteipolitik und der grollende Hasier in Friedrichsruh war Gözens bureau verbreitet, als auch der Reichs- Anzeiger" veröffent- Schneiderei geradezu grauenhafte Bilder sozialer Unterdrückung bild und Orakel für die feudale Fronde, der auch ein großer Theil licht hat. Herr v. Ballestrem muthet also dem Reichstag zu, und sozialen Elends war. Tödtlich lange Arbeitszeit, mangelnder der Verwaltungsbeamten, namentlich der Landräthe, unbedingte Folge über eine Rede zu schweigen, die nicht nur alle Welt auf Schuß gegen Verunglückung, Vernachlässigung aller hygienischen und förderliche Dienste leistete; der neue Kurs glaubte sich nicht start das Lebhafteste beschäftigt hat, sondern von der offenbar der Maßregeln und die Behörden thun entweder nichts, oder genug, um den revolutionirenden Anhängern des alten mit den soust Kaiser selbst gewünscht hat, daß sie so weit wie möglich be- was sie thun, wird in die Länge gezogen und ist unwirksam. beliebten Mitteln der Gewaltpolitik entgegen zu treten. Die neuen Herren fühlten sich isolirt, oben und unten feindselig belauert, und kannt werden möchte, weil sie seine innersten Herzens- Den drei Rednern, von denen zwei, Hoch und Albrecht, ihre die peinliche Sorge der völligen Verlassenheit drängte den ingrimmigen meinungen aussprach. Der Reichstag aber weiß nichts von Jungfernreden" hielten, stand eine Fülle statistischen Materials Saß so weit zurück, daß man sich selbst zu den bekannten Berlinder Rede, er muß sich selbst zum besten halten und eine zu Gebote, gegen das Herr v. Posadowsky nicht ankämpfen Friedrichsruher Verföhnungsszenen hergab. unwürdige Komödie künstlicher Taubstummheit spielen das konnte. Zum Schluß gab Genosse Schwarz aus Lübeck Dieses Verhältniß hat sich in der legten Zeit von Grund aus geändert. ist, nach Herrn Ballestrem, allein parlamentarisch zulässig. ein schlagendes Beispiel von Unternehmer Terrorismus Der sozialpolitische Reformeifer war ein unüberlegter Einfall von Wir schließen uns denen an, die angesichts solcher beispiel- und rügte das auf die Langebankschieben der so lange schon gestern geworden. Die Regierung wurde Mann für Mann von den liberaler oder auch nur wohlwollender Ideen verdächtigen Männern losen präsidialen Uebergriffe gemeint haben, das Parlament versprochenen Seemannsordnung. müsse die geschäftsordnungsmäßigen Befugnisse des Präsidiums Um 6 Uhr schließt die Debatte über den Staatssekretär gesäubert. Die neuen Männer segelten längst zwischen den alten Tonnen und hatten den Ehrgeiz aufgegeben, eine andere Fahrstraße in der Richtung revidiren, daß sie genau und unzweideutig des Innern und die Sizung. durch Klippen und Untiefen sich zu bahnen. Bismarck'sche Reaktions Morgen Schwerinstag: Jesuiten Antrag; Antrag über weisheit wurde epigonenhaft nachgestümpert. Dazu stiegen die Gez abgegrenzt werden. Der Präsident hat für die äußere Ordnung Sorge zu tragen. Er hat aber kein Recht, die Kritik irgend- Gewerbegerichte. treidepreise, und der Alte im Sachsenwalde fchied durch seinen Tod wie einzuschränken, und vor allem ist es nicht seine Sache, aus allen persönlichen drohenden Kombinationen aus. Schred die verantwortliche oder unverantwortliche Regierung gegen gespenster, die auch nicht ein bischen mehr leben, sind für die kons die Kritik zu schüßen. Die Schärfe der Kritik aber wird be- Der letzte Tag der Etatsberathung im Abgeordnetenhause brachte jervativen Heute und Beutepolitiker unverwerthbar. Endlich aber dingt durch die Wucht des Temperaments und die Energie feine Ueberraschungen mehr. Fast alle Parteien und die Minister zeigte sich eine sehr bedenkliche Sonkurrenz: das Zentrum wurde der Ueberzeugung auch das steht dem Präsidenten nicht zu, haben sich bereits geäußert, so daß die Redner, die heute zu Worte fo fehr Regierungspartei, daß die Konservativen fürchten mußten, am Ende entbehrlich zu werden. Und so ist man heute wieder bei Helldorf den Stil der Reden nach höfifchen Schönheitsregeln zu tamen, sich fast nur in Wiederholungen ergingen. Den Reigen eröffnete der bekannte Zeitungs Geheimrath angelangt. bändigen. Der Präsident darf eben kein Zensor und kein Frhr. v. 3edlis( freit.), der, wie alljährlich, als seine Aufgabe Die Konservativen schwänzeln wieder im Loyalitätsfrac, und sie Hofmeister sein. Wird das Recht der freien Aussprache verbetrachtete, die Regierung zu schneidigem und energischem wetteifern mit denen um Lieber, oben wohlgefällig zu duften. Die fümmert, so ist der Parlamentarismus geistig todt. Der Vorgehen in allen Fragen des Staatslebens anzufeuern. Zivischen Flegeljahre sind vergessen und, statt im Schreien den Inbegriff einer Abgeordnete aber wird zu jener tiefunjittlichen Methode der ihm und dem konservativen Redner Dr. b. Heydebrandt, der zielbewußten Bolitik zu sehen, lispeln sie höfifch und blinzeln den berhüllenden Andeutung genöthigt, die leider unsere Publizistit später zu Worte fam, trat eine bemerkenswerthe grundsäßliche Ver- Staatsmännern in den Ministerhotels treuergeben zu. Sie sind wieder demoralisirt. Und in der Sache, wenn auch nicht in der schiedenheit in der Auffassung über die parlamentarische Kritit des einig, einig, einig, die Regierenden und Nebenregierenden der Realtion. Ein kleines Geschehniß illustrirt diese Wandlung der fou Form, unparlamentarisch ist der Eiertanz um das Begnadigungs- und Bestätigungsrechtes zu Tage. Schreckgespenst- der Wahrheit. Während Frhr. v. Bedliß diese Handlungen als Regierungsakte bezeichnete, fervativen Partei. Der Reichstags- Abgeordnete v. d. Gröben der tonservative Mathematiker, der neulich meinte v. Heydebrandt, daß Begnadigung und Bestätigung lediglich Arenstein, Sache des Königs sei und daß das Parlament hierüber nicht mit den Landwirthschaftsminister b. Hammerstein in einer gereden dürfe. Wenn der Minister für diese Handlungen lungenen Gleichung als Null ermittelte, hat aus der verantwortlich sei, so sei er es höchstens vor sich selbst, nicht aber rattion ausscheiden müssen. Und das wegen der vor der Volksvertretung, und er habe nicht die Pflicht, dieser Stede lumpigen brieflichen Aeußerung: Hammerstein 01 Jn der Aera Caprivi wäre der Mann wegen einer derartigen Kritik zum VorDer Reichstag that heute Buße in Sack und Asche für und Antwort zu stehen. die gestrige Weinsizung er hörte eine halbstündige Predigt der Bolenpolitik der Regierung seitens des Abg. Motty und als Nach einer scharfen, aber durchaus berechtigten Berurtheilung sizenden der konservativen Partei ernannt worden. Hente gilt Parteipflicht, die wahren Gefühle schen zu des verstorbenen Hofpredigers und Sozialreformators Stöcker einer ebenso scharfen Erwiderung des Ministers Miquel, der sich schließen und dem demokratischen Gesindel in der himmelnan. Und Reden Verstorbener, namentlich wenn sie als zweite vergeblich bemühte, fachliche Gründe für das Verhalten der Regierung den Verehrung der Autoritäten ein gutes Beispiel zu geben. Luther" auf der Erde gewandelt haben, besigen etwas ganz anzuführen, folgte eine Reihe langweiliger Reden. Abg. v. Staudy( 1) Auch ein fonservativer Mann muß sich immer nach der Mode zu besonders Eindringliches, weil sie die Vergänglichkeit alles brach eine Lanze für den Hakatistenverein; Abg. v. Eynern( natl.) fleiden verstehen. Der umstürzlerische Bruder Bauer mit dem zus Jrdischen so recht augenfällig zur Anschauung und Empfindung erzählte eine Stunde lang Wige, die selbst auf dieses Haus teinen fälligen Grafentitel hat den groben, blauen Hemdtittel wieder mit Politische Weberlicht. Berlin, den 24. Januar. T Der Schluß der preußischen Etatsdebatte. V : ber dem solid gepolsterten Gehrock loyalster Ueberzeugung vertauscht, der fich gemäß dem von den bestgesinnten Watton- Gefühlen geschwellten deutschen Bufen imponirend bläht. v. d. Gröben- Arenstein ist ein Opfer der Mode geworden, die heute in der Heuchelei das Kennzeichen vornehmsten Geschmacks sieht. 3. Um diese Verforging ficher zu stellen, sollte von ber nach| Nach einer eindringlichen Diskussion in der Presse war auf den dem angegebenen Gesetzesparagraphen zugelassenen Maßregel des letzten Sonntag eine neue Versammlung einberufen worden, die mit Einfuhrverbots nur unter möglichster zeitlicher und örtlicher Be- dem Kommunalfreifinn und seinen Machenschaften streng ins Gericht schränkung und nur zur Abwehr einer unmittelbaren und in größerem ging. Es sollen alle gesetzlichen Schritte unternommen werden, um Umfange bedrohlichen Seuche des angrenzenden Auslandes Gebrauch den Beschluß des Magistrates wirkungslos zu machen, das Gemeindegemacht werden. kollegium ist nochmals aufgefordert worden, ihm die Zustimmung zu 4. Die möglichst baldige und einheitliche Durchführung einer versagen und sich für Regiebetrieb auszusprechen. Der Kampf ist strengen Fleischschau ist für das Deutsche Reich nothwendig. Die jetzt auf seinem Höhepuntte angelangt: eine bessere Einleitung zu Fleischschau hat sich auf inländische wie auf ausländische Schlacht- den bevorstehenden Gemeindewahlen, die hoffentlich auch uns produkte zu erstrecken. wenigstens einige fleine Erfolge bringen werden, war gar nicht 5. Der Vorstand wird ersucht, bei dem Herrn Reichskanzler und denkbar. dem königlich preußischen Staatsministerium im Sinne der vorstehenden Beschlüsse vorstellig zu werden. Stuttgart, 24. Januar. In der Kammer der Abgeordneten. zum Präsidenten und Dr. Kiene mit 73 Stimmen zum Vize- Präſiwurde der Demokrat Payer mit 82 von 84 abgegebenen Stimmen Senten wiedergewählt. In die Seele Sohenlohe's, der zuverlässigen Gerüchten zu folge seit einigen Jahren die Stellung eines deutschen Reichskanzlers verficht, hat ein Frankfurter Lokalblatt einen tiefen Einblick genommen. Wie es nämlich von absolut eingeweihter" Seite hört, wird der alte Mann im Frühjahr d. J. bestimmt so müde sein, daß er seinen Titel nicht mehr tragen kann. So etwas nennen die absolut eingeweihten Seiten entweder eine Krisis oder eine Falschmeldung Daß Fürst Hohenlohe im Frühjahr müde des Amtes sein wird, bezweifeln wir nicht; das ist er schon seit seiner Ernennung. Ob aber klein gewerbes gegen die Waarenhäuser". Es fand Sodann beschäftigte sich der Städtetag mit dem Schutz des das Amt alsdann seiner schon so müde geworden sein wird, daß es eine lebhafte Debatte statt, bis schließlich folgender Antrag Adickeseine andere Persönlichkeit beglücken wird, das vermag niemand zu Frankfurt a. M. fast einstimmig angenommen wurde. ermessen. Das wird bestimmt durch das Plötzliche und seine 1. Es fann nicht die Aufgabe der Gesetzgebung sein, die fortDie Stenerreform in Bayern. Zudungen. Das Frankfurter Blatt denunzirt bereits als Hohenlohe's schreitende Entwickelung des Kleinhandels- Großbetriebes, soweit sie Nachfolger den Oberpräsidenten von Hessen- Nassau, Redlig- dem Entwickelungsgange des gesammten Wirthschaftslebens entspricht, München, 22. Januar. Trüßschler, den Mann der allerchriftlichsten Boltsschule. Uns mit gesetzgeberischen Maßregeln zu bekämpfen. 2. Dagegen ist eine in Aussicht genommen. Wie bereits berichtet, wird sich das bayerische Die Einberufung der Abgeordnetenkammer ist für den 7. Februar ist jeder Name das gleiche Programm der Programm- der wirthschaftlichen Bedeutung und Leistungsfähigkeit der Handels- Abgeordnetenhaus zunächst mit den Steuergesetzen zu befassen Tofigkeit. Hohenlohe vollendet übrigens am 31. März das 80. Lebensjahr. als eine Anforderung der Billigkeit und Gerechtigkeit zu bezeichnen. wirthschaftlichen Standpunkt betrachtet, nicht mehr länger aufrecht zu betriebe entsprechende Umgestaltung der gewerblichen Besteuerung haben. Die jetzige Steuergesetzgebung ist, vom technischen und Die am Webstuhl der Zeit fißenden Krifenpropheten vermuthen, daß 3. Die Festsetzung der Einzelheiten einer solchen Besteuerung muß erhalten. Es werden erhoben: Grundsteuer, Haussteuer, Einkommen, der Fürst sich seine Demission auf den Geburtstagstisch zu legen wegen der örtlichen Verhältnisse den Gemeinden überlassen bleiben. Kapitalrenten- und Gewerbesteuer. Außerdem eine Hundesteuer, wünscht.Dazu ist jedoch erforderlich, daß durch Staatsgesetz eine anderweite welche, wegen ihrer Bedeutungslosigkeit, außer Betracht bleiben kann. Sozialistenheze. Wie die„ Neußische Tribüne" in Gera mit- Grundlage der gewerblichen Besteuerung gefchaffen werde. 4. Außer Grund- und Haussteuer beruhen auf den Gesezen des Jahres 1850 theilt, ist Genosse Dr. Help hand( Barvus) auch aus Reuß j. 2. dem ist es Sache des Staates, die steuerliche Bevorzugung der und sind von der inzwischen eingetretenen wirthschaftlichen Verausgewiesen worden, wohin er sich nach seiner Ausweisung aus Genossenschaften aufzuheben und der unmittelbaren und mittelbaren änderung völlig unberührt geblieben. Grund- und Bodenwerthe find Sachsen begeben hatte. In dem Ausweisungsbefehl heißt es, daß Forderung großkapitalistischer Kleinhandelsbetriebe auch in der Form im Verlaufe von 50 Jahren um 100 bis 200 pCt. gestiegen, die das Ministerium erfahren habe, Dr. Helphand sei wegen seiner der Genossenschaften vorzubeugen. Steuer wird immer noch nach den im Jahre 1850 festgelegten Grundfozialrevolutionären Gesinnung aus Preußen und Sachsen ausBu bemerken ist, daß kein Regierungsbeamter den säzen erhoben. Die Haussteuer wird nach dem eingeschäßten Werth gewiesen. Weiter, daß nach Erkundigungen über seine hiesige Lebens- Verhandlungen des Städtetages beiwohnte. Zu jeder Versammlung der Gebäude erhoben, die Schulden, die auf einem Anwesen ruhen, weise er dieselbe Gesinnung bethätigt und er deshalb innerhalb der Agrarier und Innungszöpfler werden deren zwei und drei bleiben unberücksichtigt, sodaß der Besizer, dem kein Ziegel auf deni 24 Stunden unser Staatsgebiet zu verlassen habe. entfandt.Dache gehört, dieselbe Steuer zu tragen hat, wie sein Nachbar mit Kein Zweifel, daß diese Ausweisung ihren Ursprung bei der Berliner Zentralstelle zur Ueberwachung der sozialistischen infolge von Dienst vergehen im Disziplinarberfahren auch die jetzige Vorlage unbeachtet vorüber. Reformirt werden mir Betreffs der Pensionsgewährung an solche Beamten, die einem schuldenfreien Anwesen. An diesen beiden Steuergattungen geht Bewegung hat. Es ist sehr bezeichnend, daß selbst ein Bundesstaat, entlassen werden müſſen, hat der Miniſter für öffentliche Ar Einkommen, Gewerbe- und Kapitalrentensteuer. Jetzt findet die der ſonſt ſeine Unabhängigkeit gegenüber Preußen betont, sich den beiten eine neue Verfügung erlassen, dergemäß bei der Dienst- Einsteuerung dieser Objekte auf Grund des Geſetzes vom Jahre 1881 Berliner Wünschen beugt, sobald es sich darum handelt, einen Ver- entlassung eines pensionsberechtigten Beamten, dessen Bergehen in- statt. Die Einkommensteuer wird angelegt in der 1. Abtheilung treter der Arbeiterbewegung zu verfolgen und heimathlos zu folge besonderer Umstände eine mildere Beurtheilung zuläßt 80 f.; in der II. Abtheilung nach Klaffen. Es sind 20 Klaffen nach vier Abstufungen mit 60 Pf.. 90 Pf., 1 Mr. 40 Bf. und 1 90: und dem deshalb auf Lebenszeit oder auf gewisse Jahre ein Pf.; machen. nicht drei Monate alten Kälbern und Schweinen, wenn die Thiere angestellt. und mit An Der höchste Steuersaz 3f., 1 M. Der angefil digte Gefchentwurf, betr. die Schlachtvich. Theil seines Pensionsanspruches als Unterstügung vorgesehen. Steuerfreiheit kennt man in Bayern bei einem etatsund Fleischbeschau, ist nunmehr dem Bundesrath zugegangen. zugebilligt werden kann, in Zukunft nach folgenden Gesichtspunkten ver mäßigen Einkommen nur für Arbeiter unter 18 Jahren. Von einem Danach unterliegen Rindvieh, Schweine, Schafe, Ziegen und Pferde, fahren werden soll:" Als Umstände, welche eine mildere Beurtheilung einem Einkommen zwischen 10 200 und 12 000 27. 118 M. und so Einkommen bis zu 350 M. find 90 Pf. Steuer zu entrichten, von deren Fleisch zum Genuß von Menschen verwendet werden soll, vor zulassen, können alle diejenigen Thatsachen in Betracht kommen, und nach der Schlachtung einer amtlichen Unter- welche überhaupt für die Strafzumessung von Erheblichkeit sind. Ins- fort in der Weise, daß jede weiteren 1800 M eine weitere Klaffe fuchung. Bei Nothschlachtungen darf die Untersuchung vor der besondere können dabei auch berücksichtigt werden, 3. B. bisherige mit einer Steuervermehrung von je 18 M. bilden; in der III. Abtheilung tadellose Führung; ind die höchsten Einkommen inbegriffen, die Steuer wird nach einem bleiben die Untersuchung von Schafen und Ziegen, sowie von noch strafthat wieder gut zu machen und dergleichen. Ferner spricht das des betreffenden Einkommens mit 1/3 pet.( oder 1 Pf. von je 3 M.), Schlachtung unterbleiben. Vor und nach der Schlachtung darf unterworbene besondere Verdienste; eifriges Bemühen, die Folgen der festen Prozentmaße erhoben, in der Art, daß jeweilig die ersten 1020 m. feine Merkmale einer Krankheit zeigen und das Fleisch ausschließlich Gesetz aus, daß die in Rede stehende Bewilligung als Unter- die nächsten 510 M. mit 2/3 pct.( oder 2 Pf. von je 3 M.) und jeder im eigenen Haushalt des Besizers des Thieres verwendet werden soll. äußeren Verhältnisse des Angeschuldigten ebenfalls in also jetzt 1 pCt. des Einkommens. Die hohen Einkommen sind tüung" erfolgt und giebt dadurch zu erkennen, daß die weitere Betrag mit 1 pet. besteuert wird. Zur Vornahme der Untersuchungen werden, Beschaubezirke" gebildet und für jeden Bezirk mindestens ein Beschauer und Betracht gezogen werden sollen. Hiernach würde es z. B. nicht somit sehr gering bestenert. ein Stellvertreter thunlichst approbirte Thierärzte Die Anlage der Kapitalrentensteuer erfolgt mit 11/2 pet. bei gerechtfertigt sein, verhältnißmäßig jungen und völlig Ohne ertheilte Genehmigung darf kein Thier geschlachtet werden. erwerbsfähigen Beamten erhebliche Bruchtheile der gefeßlichen einer Jahresrente von 40 bis 100 Mart und steigt bis 3/2 pt. bei einer Jahresrente von mehr als 1000 Mart. Dabei endet die Ein solches VerNach der Schlachtung untauglich befundenes Fleisch ist von Pension, wohl gar auf Lebenszeit, zu bewilligen. Steigerung. der Polizeibehörde in unschädlicher Weise zu beseitigen, soweit nicht fahren würde die Bedeutung und Wirkung der Dienstentlassung als Die nunmehr zu berathenden Gefeße sind auf der Grundlage feine Verwendung zu anderen Zwecken polizeilich zugelassen ist. des schwersten Disziplinarmittels illusorisch machen und einem unBedingt tauglich befundenes Fleisch kann unter vorgeschriebenen würdigen Beamten die Vortheile der Penfionirung mittels Dienst- aufgebaut, die kleinen und mittleren Ginkommen zu entlasten, die Sicherungsmaßregeln zum Genusse für Menschen brauchbar gemacht vergehens erreichbar erscheinen lassen unter Umständen, unter denen größeren Einkommen stärker heranzuziehen. Steuerfreiheit für Erwerbswerden, der Vertrieb solchen Fleisches ist aber nur unter einer die dieselben einem würdigen" zum Rücktritt vom Staatsdienste einkommen ist auch im neuen Gesetzentwurf nur für Personen Beschaffenheit unter 18 Jahren, hinsichtlich ihres Arbeitsverdienstes, vorgesehen. des Fleisches erkennbar machenden Bezeichnung geneigten Beamten versagt bleiben müssen." zulässig. Solches Fleisch darf nicht mit anderem zusammen Für die bisherige Einsteuerung der Einkommen waren 20 Klassen feil gehalten werden und von Gastwirthen nur unter besonderer Komitee zur Veranstaltung von Sympathie- Kundgebungen einigen Beispielen wollen wir die Grundlagen des vorliegenden Sonderbare Friedens apostel. In München hat sich ein vorgesehen, der neue Gejegentwurf enthält 32 Klaffen. Nur an bringung eines besonders deutlichen Anschlags, der an in die Anderen an der Präsident der Akademie der Wissenschaften, v. Petten- giltigen Gefeße enthaltenen Ziffern in Klammern bei. für die Friedenstonferenz gebildet. Es gehören ihm unter Geschentwurfes feststellen, zum Vergleiche fügen wir die im jezt Augen fallender Stelle die Beschaffenheit des Fleisches bekannt kofer, der erste Bürgermeister v. Borscht, der erste Borstand des giebt. Denselben Vorschriften unterliegt Fleisch, das zwar zum Sollegiums der Gemeindebevollmächtigten, Landtags- Abgeordneter stufungen( 4) mit 50 Pf., 1 M. und 2 M.( 60 Pf., 90 Einkommensteuer I. Abtheilung. Die Steuer wird nach 3 AbGenusse für Menschen tauglich, aber nur einen niedrigeren Friedrich Seyboth, der erzbischöfliche Generalvikar Dr. Stigleffer, 40 f., 1 w. 80 Pf.) erhoben. II. Abtheilung 32 Klaffen( 20). Nahrungs- oder Genußwerth besitzt. Fleisch, welches in der liberale Reichstags- Abg. für München I, Schwarz 2c. Nach ausdas Zollinland eingeführt wird, unterliegt bei der Einfuhr einer wärts ist Fühlung genommen und die Gründung ähnlicher Komitees amtlichen Untersuchung unter Mitwirkung der Zollbehörden. Zur in anderen Orten eingeleitet. Ausführung des Gesezes stehen dem Bundesrath weitgehende Vollmachten zu. Die Uebertretung der Bestimmungen soll mit Ge- bewilligen instig jede Militärvorlage und wirken mit an der AufDie meisten der Herren, die sich hier für den Frieden einschwören, fängniß bis sechs Monat und mit Geldstrafe bis rechterhaltung alles militaristischen Ünivesens. 1500 M. oder mit einer dieser Strafan geahndet werden. Die Frage der Bestätigung des Berliner Oberbürger- sammenstellung der vom Statistischen Bureau in Berlin heraus Das Schweinefleisch im Kleinhandel loftete nach einer Zu meisters wird immer räthselhafter, oder richtiger ausgedrückt immer weniger räthselhaft. Der Minister des Innern hatte die Ver- schnitt des ganzen Königreichs Preußen 1,39 M. pro Kilo, das sind gegebenen Statist. Storr." im Kalenderjahr 1898 für den Durch zögerung darauf zurückgeführt, daß eine nothwendige mündliche Pf. mehr als im Vorjahr und im Erntejahr 1897/98 durchRücksprache wegen Abwesenheit der betreffenden Personen auf Urlaub schnittlich 1,38 m. oder 12 f. mehr als im Vorjahr. Was nicht habe abgehalten werden können. Aber alle Personen in amt- wollen angesichts dieser amtlich festgestellten Thatsache, daß im schließlich 41 000 M. beträgt die Steuer 1000 M. Bei höherem Bei einem Einkommen von mehr als 40 000. bis eins licher Stellung, so versichert das„ Berl. Tagebl.", die in irgend einer Durchschnitt des ganzen Jahres für das ganze Königreich das Einkommen steigen die Klassen um je 1000 M. und es beträgt die Weise mit der Bestätigungsfrage in Verbindung gebracht werden Schweinefleisch pro Pfund 7 Pf. theurer war als im Vorjahr, alle Steuer jeweils zweieinhalb vom Hundert; bei einem Einkommen könnten, find zur Beit im Dienst und auch in der letzten Zeit agrarischen Ableugnungen der Fleischtheuerung bedeuten! nicht in Urlaub gewesen. Man steht also einem neuen über 50 000 m. aber drei vom Hundert, mit welchem die vorausRäthsel gegenüber. Der Anarchisten will sich auch die Halle'sche Polizei ver- gehende Klasse endet. Drei Prozent( bisher 1 pet.) ist der höchste Eine Novelle zur Gewerbe- Ordnung wird Beitungsnach- archisten nach dem Bolizeibureau bestellt, wo ihre Bersonalien genau Tantiemen zur Steuer herangezogen werden, was bisher nicht gegewissern. Vor einigen Tagen wurde eine Anzahl dortiger An- Stenerfag. Eine Verbesserung ist auch insofern vorgesehen, als richten zufolge von der Reichsregierung vorbereitet, welche für Gefestgestellt wurden. Auch eine Handschriftenprobe wurde schehen ist. ichäftsangestellte eine zehnstündige, ununterbrochene verlangt und merkwürdigerweise erklärten sich auch sämmtliche der Bei der Kapitalrentensteuer ist eine weitergehende Ruhezeit und einstündige Tischzeit, falls außerhalb des Geschäfts ge- Bitirten bereit, eine solche zu geben. Das Anfinnen, Messungen Steuerbefreiung als jetzt vorgesehen. Jahresrenten bis 70 W.( bisspeist wird, vorschreibt. Ausnahmen werden für Weihnachten, zur vorzunehmen, wurde nicht gestellt. Inventur 2c. zugelassen. Falls zwei bis drei Geschäftsinhaber es beantragen, tann von der Ortsbehörde ein obligatorischer Geschäftsschluß von 8 Uhr Abends bis 6 1hr Morgens mit dem Verbot des Haufirhandels während dieser Zeit verfügt haben. Man wird abzuwarten haben, welche thatsächlichen Absichten der Regierung diesen Zeitungsmeldungen zu Grunde liegen. 1 1. Klasse: Einkommen bis zu 500 W. 50 Pf. Steuer( bisher M. 80 Bf.). 5. Stlaffe: Einkommen zwischen 1050 und 1200 4 M.( bisher 5 M. 40 Pf.). 12. Klasse: Einkommen zwischen 2400 und zwischen 5500 und 6000 W. 57 W.( bisher 54 M.). 30. Stlafſe: 2700 M. 18 M.( bisher 19 M. 50 Pf.). 20. Klasse: Einkommen Einkommen zwischen 11 000 und 12 000 m. 165 M.( bisher 118 M.). Die Stener steigt bei einem Einkommen von mehr als bis einschl. in Klassen von 14.000. 22 000 M. 1000 M. 22 000 34 000 40 000 34 000 " " " 1000 1000 " " Dänische Lieber. um je 20 M. 30 " 40 her 40 M.) find steuerfrei, in der Steuerstala ist eine stärkere Progession der Renten, von 30 000 M. aufwärts, beantragt, der Ein vernichtendes Urtheil über die patriotische Reklame: höchste Steuerbetrag endet mit 4%, pet.( bisher 4 pct.) Literatur fällt die„ Kölnische Zeitung". Sie erwähnt die von Jm Großen und Ganzen ist die in Aussicht genommene Steuerder katholischen Preffe vorgebrachten lagen über buchhändlerische reform, im Vergleich zu den jezigen Zuständen, ein nicht zu unterSpekulationen auf religiöse Boltskreise und schreibt dazu:„ Wir schätzender Fortschritt. Wenn die direkte progressive Einkommenſtener glauben diesen durchaus berechtigten Klagen schon um deswillen jezt noch nicht zu erreichen ist, wird man als Nothbehelf wohl dieser weitere Verbreitung schaffen zu sollen, weil auch auf nationalem Reform zustimmen können. Preußischer Städtetag. In der heutigen zweiten und letzten Gebiete sich ein ähnlicher Mißbrauch in den letzten Jahren Gewerbesteuer. Darüber werden wir uns ein anderes Mal äußern. Anders liegen die Verhältnisse bei der Sigung beschäftigte sich der Städtetag mit der Frage der Fleisch- breit zu machen begonnen hat. Wir brauchen mur an die mannigversorgung der Städte. Berichterstatter Stadtrath Dr. fachen„ buchhändlerischen" oder„ künstlerischen" Unternehmungen zu Weigert- Berlin brachte einen Antrag ein, dessen Begründung sich erinnern, welche versucht haben, hervorragende deutsche Gedenktage, mit der bekannten Denkschrift des Berliner Magistrats dedte. Ober- so den 25jährigen Erinnerungstag der Errichtung des Deutschen bürgermeister Delbrid Danzig und Oberbürgermeister Fuß- Reiches, den 100jährigen Geburtstag Kaiser Wilhelms des Sieg Aus Schleswig wird uns geschrieben: Stiel befürworteten jedoch einen der Regierung weit mehr entgegen- reichen, den Todestag des Fürsten Bismard für solche rein geschäft handlung abgespielt, deren Gegenstand noch bis zur höchsten Justang Vor dem Harburger Amtsgericht hat sich dieser Tage eine Verfommenden Antrag, zu dessen Gunsten der Berliner Antrag dann lichen Spekulationen auszuschlachten." Wenn bisher die Sozial- bie Gerichte beschäftigen dürfte und die typisch ist für die Art der zurüdgezogen wurde. Der Antrag Delbrück- Fuß, der einstimmig demokraten den Schwindel dieser patriotischen Schundliteratur auf- jetzt in Nordschleswig geübten Pragis den Dänen gegenüber. Ein angenommen wurde, lautet: deckten, dann wurden sie natürlich zum vaterlandslosen Gesindel Müller Niels Hansen hatte im November 1898 Hochzeit gehalten, zu Der Städtetag wolle beschließen: geworfen. 1) Die Vertreter der preußischen Städte sind von der Nothdessen Feier er einige Tage später eine Festlichkeit veranstaltete. tvendigkeit wirksamer veterinärpolizeilicher Maßregeln gegen die Weimar, 24. Januar. Der weimarische Landtag ist zur Hierbei wurden dänische und deutsche Lieder gesungen, was zur Folge Der weimarische Landtag ist zur hatte, daß etwa 12 Gäste einen Strafbefehl wegen Singens aufEinschleppung von Viehseuchen aus dem Auslande überzeugt und Erledigung der im vorigen Jahre unerledigt gebliebenen Borlagen reizender dänischer Lieder, der Festgeber selbst wegen Aufforderung halten dieselben nicht nur im allgemeinen Landesinteresse, sondern und Initiativanträge auf Montag, den 6. Februar, einberufen hierzu, erhielten. lleber diese Strafbefehle hatte nun das obige auch im wirthschaftlichen Interesse der Städte selbst für geboten. worden. Amtsgericht zu befinden. Das Ergebniß der Verhandlung war, Sie erachten aber auch eine ausgiebige Fleischversorgung der Städte, Nürnberger Rathhausfreifium. Aus Nürnberg wird uns ge- daß der Amtsanwalt gegen den Müller 120 M. und gegen welche den minderbegüterten und insbesondere den von Handarbeit schrieben: Hier wird bekanntlich seit Langem darum gekämpft, ob die Uebrigen je 60 M. Geldstrafe beantragte und das Gericht lebenden Klassen der städtischen Bevölkerung den Fleischgenuß in eine Reihe neuer Straßenbahnlinien in städtische Regie übernommen auf 60-10 M. erkannte. Die Höhe der Strafen, 60, 40 m. einem Umfange, einer Art und zu Preisen gewährleistet, welche der ober, wie der Nathhausfreifinn wünscht, einer Privatgesellschaft, einer wegen Singens eines dänischen Liedes in geschlossener Gesellschaft ist Lebenshaltung und den Löhnen dieser Bevölkerungsklassen entsprechen, Tochtergesellschaft des Schuckert'schen Unternehmens, überlassen nun weniger verwunderlich. Was der Verhandlung weiteres für wirthschaftlich gleich bedeutungsvoll. werden soll. Unter dem Eindruck einer großen Demonstrations- Interesse giebt, war die Aufrollung der Frage, ob die Polizeis 2. Da sich in einer Anzahl von preußischen Städten die Fleisch- Versammlung der Arbeiterschaft im November v. J. wagte das Ge- verordnung, die das Singen aufreizender Lieder mit Strafe bedroht, preise, namentlich die Preise des Schweinefleisches, seit geraumer meindekollegium nicht, den Vertrag mit der Schuckertgesellschaft zu noch giltig sei. Nach dem Vertheidiger, Rechtsanwalt Dr. Aye aus Beit auf einer Höhe erhalten haben, welche eine derartige Fleisch genehmigen. Es wurde nochmalige eingehende Prüfung" be- Flensburg, stellt sich die Sache wie folgt: Die fragliche Verordversorgung der minderbegüterten und der arbeitenden Klassen in schlossen. Der Ausschuß, dem die Sache übertragen wurde, entschied mung ist 1865 erlassen, zu einer Zeit, wo die Herzogthümer eben Frage stellt und die Ursache dieser Preise in erster Linie in Art und sich jedoch nach ganz kurzer Berathung wiederum für Privatbetrieb. durch Waffengewalt von Dänemark losgerissen waren. Die hierüber bei Umfang der an den Grenzen getroffenen veterinärpolizeilichen Schutz Das Hauptargument des manchesterlichen Referenten bildet der Hin- einem großen Theil der Bevölkerung herrschende Erbitterung machte maßregeln zu suchen ist, erscheint es geboten, daß bei Ausübung der weis auf den Berliner Beschluß über das Elektrizitätswert. sich in allerlei Demonstrationen Luft, unter Anderem auch durch§ 7 des Reichsgesetzes vom 23. Juni 1980 gegebenen Boll- Der Magistrat trat eiligst ohne Diskussion dem Beschlusse des in dem Abfingen dänischer Lieder. Zur Unterdrückung dieser 1. Mai 1894 Ausschusses bei. Demonstrationen erfolgten polizeiliche Maßnahmen, so auch das machten und bei der Auswahl der zu ihrer Durchführung zur Ver- Aber die sozialdemokratische Partei, die in dieser Frage auch Berbot des Abfingens dänischer Lieder, die aufreizend oder in fügung stehenden Mittel einer ausgiebigen Versorgung der Städte breite Schichten des anders wählenden Kleinbürgerthums hinter sich hat, nationaler Beziehung beleidigend waren. Dieses Verbot wurde bis mit Fleisch thunlichst Rechnung getragen wird. war weit entfernt, sich ein derartiges Verfahren bieten zu lassen. auf Weiteres" erlassen, woraus erhelle, daß der Zustand kein haben. Ausland. N Die Lage in Belgien. Afrika. Eisenbahn- Etat. dauernder sein solle. Die Verordnung gerieth bann in Bergessenheit, der Gemeinlaſt dem Gemeinvermögen zuzuführen ist. Der andere bis sie endlich vor einigen Jahren von diesem oder jenem Beamten wieder ausgegraben sei. Sie hätte jedoch ohne vorherige Erneuerung Batriote" meldet von neuen Stämpfen mit den Aufständischen, in Aufstände im Rongostaat. Der in Brüssel erscheinende Theil der Beiträge wird dem Sondervermögen zugeführt. Jede Versicherungsanstalt verwaltet den für die Gemeinlast bes nicht wieder benutzt werden dürfen. Fraglich sei es auch, ob nicht welchen europäische Offiziere und zahlreiche Soldaten getödtet stimmten Theil ihres Vermögens sowie ihr Sondervermögen felbdurch die Bestimmungen des Reichs Strafgesetzbuches gegen wurden. Die Aufständischen von Mongola hätten durch die beständig. Der Bundesrath bestimmt unabhängig von der jeweiligen Störungen der öffentlichen Ordnung diese Verordnung ungiltig nachbarten Stämme Verstärkung erhalten; fie wären im Besi Rapitalbelegung einheitlich den Binsfuß, nach welchem jede Bergeworden fei. Wie gesagt, werden sich voraussichtlich die höheren zahlreicher Gewehre und Patronen. Ein Theil der Wahrheit werde sicherungsanstalt den für die Gemeinlaft bestimmten Theil ihres Stanzen mit der Giltigkeit der Verordnung noch zu beschäftigen verschwiegen, die Berluste seien beträchtlicher als man mittheile. Vermögens zu verzinsen hat. Dieser Zinsbetrag fließt dem GemeinDer ganze Landstrich, der zwischen dem Zusammenfluß des Ubanghi vermögen, die sonst erzielten Zinsen fließen dem Sondervermögen mit dem Kongo und dem Taganyika- See liege, sei in höchst er ieder Anstalt zu. Gährung begriffen. Die Aufständischen in Luluaburg seien noch nicht vernichtet, sondern fezten den Kampf fort. Die Truppen Brüssel, 23. Januar.( Eig. Ver.) Die Ministerkrisis schienen weitere Aufstände zu fürchten, da das Ansehen der ist beendet, die Herren de Nayer und Nyssens, in dem Europäer sehr erschüttert sei. Der Patriote" schließt fleritalen Ministerium immer noch die liberalsten und die Be- seinen Artikel mit den Worten, der Kongostaat befinde sich in einer fähigtesten, find durch die Abgeordneten& ibaert und Cooreman schwierigen Lage; er sei im Innern und von außen her bedroht. erste State von 5 600 000 m. gefordert( im Ganzen 19 Millionen). eriegt. Der Kriegsminister Bandenpeereboom, der Soldat des Königs" hat provisorisch die Ministerpräsidentschaft übernommen. Die im Amte gebliebenen Minister und ihre zwei neu eingetretenen rechts- Berschlechterungen vor der Kammer zu vertreten. Der faubere Plan geht dahin, durch eine neue Wahlkreiseintheilung die Zahl der demokratischen und sozialistischen Abgeordneten zu vermindern. Das reaktionäre Land soll den Städten gegenüber bevorzugt werden. So würde z. B. die Stadt Gent mit etwa 180 000 Einwohnern Stollegen find also bereit, die von Leopold II geplanten Wahl21 Aus dem Entwurf mur drei Abgeordnete erhalten, während die flerifale Umgebung mit meister und Techniker, Lehrer und Erzieher( bei Jahres- bg. Möller( natl.) und Dr. Lieber Ausdrud. Zur Anlage ihrer Bewohnerzahl von 160 000 deren fünf zu wählen hätte. Die nächsten Wahlen bringen durch die Gründung der Allianz aller oppositionellen Parteien, sofern an dem jezigen Wahlrecht nichs geändert wird, den Klerikalen ohne Zweifel eine riesige Schlappe; es würden ihnen wenigstens 48 Size verloren gehen. Das ist es, was der König fürchtet, er weiß, daß er unter einem radikal- ſozialiſtiſchen Ministerium noch weniger wie jest irgend welchen Einfluß ausüben könnte. Mit dem Verpulvern der Millionen für die Kongo- Abenteuer des Königs wäre es dann endgiltig vorüber. Die Sozialdemokraten haben beschlossen, daß, wenn der König feine reaktionären Pläne verwirklicht, fie dann sofort in eine Agitation eintreten zu Gunsten einer Revision der Verfassung, soweit sie die Stellung des Königthums bestimmt. Berechtigung zur Selbstversicherung begründenden Verhältniß ausBersonen, welche aus einem die Versicherungspflicht oder die scheiden, sind befugt, die Versicherung freiwillig fortzusehen oder zu In der Budgetkommission des Reichstages stand gestern zunächst das Extra- Ordinarium des Eisenbahn- Etats zur Verhandlung. Zur Bermehrung der Betriebsmittel in den Reichslanden ist eine Abg. Hans( Elf.) beantragt eine Reihe neuer Bauten, und auch Abg. Riff Straßburg( frs. Vg.) befürwortet Verbesserung der reichsländischen Eisenbahn- Verhältnisse. Jetzt sei Alles unzulänglich, eines Invalidenversicherungs- Gesetzes. wiederholt feien Wiehwagen zur Beförderung der Arbeiter bewerber verwendet Im Anschluß an unsere gestrigen Mittheilungen geben wir im hingewiesen, daß die Reichs- Eisenbahnen nur eine Berzinsung des worden. Regierungsfeitig wird dies bestritten und darauf Folgenden die übrigen wichtigsten Bestimmungen der Novelle wieder. Stapitals von 4% pet. ergeben. Auch Abg. Müller- Fulda( C.) C. Der Kreis der Versicherungspflichtigen. erklärt die ausgeworfene Summe von 19 Millionen zur Vermehrung ber Als versicherungspflichtig sollen fünftig gelten auch Wert Betriebsmittel für durchaus hinreichend. Dieser Auffassung geben auch einer elektrischen Zentrale in Mülhausen wird eine verdienst unter 2000 Mart). Freiwillige Versicherung. Personen, auf welche die erste Rate von 400 000 W. gefordert. Die Gesammtkosten sind auf Versicherungspflicht gemäß§ 2 Abs. 1 des Gefches durch Be 1742 000 m. veranschlagt. Nach längerer Diskussion wird die Position einstimmig abgelehnt. Zur Anlage eines Rangir chluß des Bundesraths erstreckt werden darf, find, so lange dies nicht geschehen ist und so lange sie das vierzigste Lebens- bahnhofs bei Straßburg und zum viergleisigen Ausbau der Bersicherung einzutreten. Dies gilt auch für diejenigen 3 110 000 m. veranschlagt, die Gesammtkosten des Rangirbahnhofs und jahr noch nicht vollendet haben, befugt, freiwillig in die Strecke Straßburg- Vendenheim find als erste Rate für Grunderiverb Bersonen, welche auf Grund des§ 3 Abs. 2,§ 3a Abs. 1, 2 der ber Anschlußstreden sind auf 15 240 000 M. geschätzt. Ferner find für 2 Millionen Mark gefordert. Im Ganzen ist der Grunderwerb auf Versicherungspflicht nicht unterliegen. burg als erste Rate 300 000 M. gefordert.( Im Ganzen 600 000 M2.) Anlage eines Anschlußbahnhofs für den neuen Rheinhafen bei Straß nehmigt und die dazu von den Abgg. Sauß und Riff bes Diese Position des Etats wird unverändert ges ben Reichslanden herbeizuführen 1. durch Beseitigung der Uebel antragten Resolutionen angenommen. Der Antrag Riff fordert, im nächsten Etat Verbesserungen der Verkehrsverhältnisse in stände auf dem Güterbahnhofe zu Straßburg dadurch, daß ein Theil des Güterverkehrs nach dem zu erweiternden Bahnhofe zu Neudorf D. Gegenstand der Versicherung. verlegt wird; 2. durch entsprechende Abänderung der NiveauInvalidenrente erhält der Versicherte, der dauernd ertverbs Uebergänge der Linie Straßburg- Kehl; 3. durch Abänderung bezw. unfähig ist. Nach dem jetzigen Gesetz gilt als dauernd erwerbs- Herabjegung der Personen- und Gütertarife( Einführung von unfähig derjenige, welchernicht mehr im Stande ist, durch eine seinen Silometerheften oder von Abonnementskarten und Herstellung gleicher Kräften und Fähigkeiten entsprechende Lohnarbeit mindestens ein Einheitssäge in Bezug auf die Frachten im Umschlagverkehr; 4. durch Die Neue Freie Presse" schreibt: Den Audienzen Koloman Drittel des für seine Beschäftigungsart festgesetzten Tagelohnes ge- jährliche Verwendung eines Theiles der Einnahme- Ueberschüsse zur Szell's beim Kaiser wird die größte politische Wichtigkeit beigelegt. wöhnlicher Tage- Arbeiter zu verdienen. Diese Bestimmung soll da- Ausbesserung der Bahnanlagen und des Materials und zur ErSzell wurde am Sonntag und Montag vom Kaiser empfangen, die hin abgeändert werden: Invalidenrente erhält derjenige Versicherte, höhung der Beamtengehälter. Abg. Hanz verlangt Abhilfe der Testere Audienz war von ungewöhnlich langer Dauer. beffen Erwerbsunfähigkeit infolge von Alter, Krankheit oder anderen Verkehrsstörungen in Straßburg und Colmar und außerdem den In Budapester liberalen Streifen will man allerdings, nach einem Gebrechen dauernd auf weniger als ein Drittel herabgefeßt ist. Bau von 8 Eisenbahnlinien. Morgen beginnt die Berathung des Drahtbericht der„ Bofi. 8tg.", wissen, die vermittelnden Vorschläge Dies ist dann anzunehmen, wenn der Betreffende nicht mehr im Militär- Stats. Szell's hätten die Zustimmung der Krone nicht ge- Stande ist, durch eine seinen Kräften und Fähigkeiten entsprechende funden und Baron Banffy mache keine Miene den Platz zu Borbildung und bisherigen Berufsthätigkeit Lohnarbeit, die ihm unter billiger Berücksichtigung seiner räumen, so lange nicht eine vollständige Regelung der parlamen tarischen Verhältnisse gesichert fei. Allein da Bauffy, wie die 8ugemuthet werden kann, ein Drittel desjenigen zu erwerben, Ju Bezug auf die Sonntagsruhe sind dem Reichstage verMeldung hinzufügt, nicht mehr die ganze liberale Partei hinter was törperlich und geistig gesunde Lohnarbeiter derselben Art sich hat, vielmehr ein sehr ansehnlicher und einflußreicher Theil durch Arbeit zu verdienen pflegen. der Liberalen zu wesentlichen Zugeständnissen an die Opposition Invalidenrente erhält auch derjenige nicht dauernd erwerbsbereit ist, sei die Stellung des Ministerpräsidenten doch höchst unsicher unfähige Versicherte, welcher während 26 Wochen( bisher 1 Jahr) ununterbrochen erwerbsunfähig gewesen ist, für die weitere Dauer feiner Erwerbsunfähigkeit. Defterreich- Ungarn. In Ungarn gilt jetzt Koloman zelf als der kommende Mani. Szell wird als erste Autorität für alle finanziellen und wirthschaftlichen Fragen des Ausgleichs betrachtet. Er war 1875 bis 1878 ungarischer Finanzminister, machte große Ersparnisse und trat zurück, weil er den Kosten der bosnischen Öffupation nicht zustimmen fonnte. Er ist Präsident der Ungarischen Kreditbank. Er lehnte seitdem wiederholt die Berufung in das Kabinet ab. geworden. Frankreich. Paris, 24. Januar. Esterhazy ist am Montag, bom Kaffationshof vernommen worden, zunächst über seine Beziehungen zu dem Generalstabe' und wird nun noch verhört werden über seine Beziehungen zu den fremden Militär- Attachees. tate Belgien. Fall Moineau. Der Vorstand der Sozialdemokratischen Partei hat beschloffen, daß ein Abgeordneter der Partei sein Mandat niederlege, damit Moineau, der wegen angeblich anarchistischer Attennach der Auffassung weiter Kreise unschuldig 20 jähriger Buchthausstrafe verurtheilt ist, Gelegenheit hat, zu kan didiren. Die Barteigenossenschaft von Charleroi ist dazu ausersehen, einen ihrer Abgeordneten dazu zu bestimmen. ( Rußland. ernenern. die Erwerbsunfähigkeit ununterbrochen 26 Wochen gewährt hat Die freiwillige Versicherung( Abs. 1, 2) ist ausgeschlossen, sobald (§ 10) oder dauernde Erwerbsunfähigkeit im Sinne des§ 4 Abs. 2 eingetreten ist, E. Heilverfahren. Der bisherige§ 12 giebt der Versicherungsanstalt die Befugniß, für solche Erkrankten, die der reichsgesetzlichen Krankenfürsorge nicht unterliegen, das Heilverfahren zu übernehmen, sofern Erwerbs unfähigkeit zu besorgen ist. Dieser§ 12 wird nun auf fämmtliche Versicherte a usgedehnt; er lautet: Parlamentarisches. Partei- Nachrichten. schiedene Petitionen zugegangen. Eine in Leipzig abgehaltene öffentliche Versammlung der dortigen Droschkentutscher petitiouirt um Grlaß geseglicher Bestimmungen, wonach den Droschkentutschern in jeder Woche ein arbeitsfreier Tag gewährt wird, welcher in jeder driften Woche auf den Sonntag fallen soll. Der Verein der Dienstag Abend läuft noch die folgende Depesche des Bureau Kölner Spezialgeschäfte der Zigarrenbranche fordert, daß den SchankHerold ein: wirthen an Sonntagen der Verkauf von Zigarren nur in den für Budapest, 24. Jamar. Wie bestimmt verlautet, hat Ministerdie Zigarrengeschäfte selbst festgesetzten Verkaufsstunden gestattet werde. Der Verband deutscher Barbier, Friseur- und Berrückenpräsident Baron Banffy heute demissionirt und Kaiser macher- Innungen sendet eine mit 7977 Unterschriften bedeckte Franz Josef die Demission angenommen. Koloman Szell soll bereits Petition, welche fordert, daß eine Bestimmung in die Gewerbezum Nachfolger Banffy's ernannt sein. Amtlich soll der KabinetsOrdnung aufgenommen wird, wonach die Barbiergeschäfte an den wechsel erst Ende dieser Woche bekannt gegeben werden. Es heißt, Szell habe eine Formel gefunden, durch welche der definitive AusSonntagen zu dem Zeitpunkt geschlossen werden müssen, an welchem gleich gefichert und die Opposition zum Aufgeben der Obstruktion der Krankheit Erwerbsunfähigkeit zu besorgen ist, weldje einen An Anch vom bayerischen Landesverband der Bader und Friseure ist Ist ein Versicherter dergestalt erkrankt, daß als Folge fie gefeylich verpflichtet sind, ihr Geschäftspersonal zu entlassen. veranlaßt werden dürfte. Szell ist für zwei Tage auf seine Güter spruch auf reichsgefegliche Juvalidenrente begründet, so ist die Vereine Betition eingegangen, welche dieselbe Forderung enthält. gereift. Banffy wird sich heute Abend wieder nach Wien begeben.ficherungsanstalt befugt, zur Abwendung dieses Nachtheils ein heilDie konservative Fraktion des Reichstages hat zu ihrem verfahren in dem ihr geeignet erscheinenden Umfange Vorstand gewählt die Abgg. v. Levezow, Rettich, v. Staudy, eintreten zu lassen. Abs. 1 des Krankenversicherungs- Gesezes bezeichneten Voraussetzungen Die Versicherungsanftalt kann das Heilverfahren unter den im§ 7 v. Normann und Graf Kanig. sowie dann, wenn der Erkrankte sich bereits früheren zum Zweck des Heilverfahrens von der Versicherungsanstalt getroffenen Maßregeln entzogen hat, durch Unterbringung in einem Krankenhause oder in Bei den Gemeinderaths- Wahlen in der fächsischen Obereiner Anstalt für Genesende gewähren. Während des Heil- aufik hat, wie man uns schreibt, die Sozialdemokratie recht erverfahrens ist für solche Angehörigen des Versicherten, freuliche Erfolge errungen. Eine vollständige Uebersicht der einzelnen beren unterhalt dieser bisher aus seinen Arbeitsverdienste be- Resultate liegt zwar nicht vor, aber die Berichte aus 20 Orten( zuftritten hat, die Sälfte des Krantengeldes auch dann meist aus dem ersten sächsischen Reichstags- Wahlkreise Zittau) zeigen, lichen Krankenfürsorge nicht unterliegt. Dabei wird, sofern gefaßt hat. In Bertsdorf bei Zittau gelang es unseren Parteiuzu zahlen, wenn der Versicherte der reichs- oder landesgesetz- daß die Sozialdemokratie in jener Gegend überall festen Fuß er dieser bis zum Eingreifen der Versicherungsanstalt unterlag, das genossen, ihre fieben Kandidaten in allen Klaffen durchzubringen. für ihn während der gefeßlichen Dauer der Krankenunterstützung in einigen Orten besteht sogar noch eine Art Ständevertretung, der= maßgebend gewesene Krankengeld, im Uebrigen der für den Ort Von der sibirischen Eisenbahn und der ruffischen Aus- gebende ortsübliche Tagelohn gewöhnlicher Tagearbeiter zu Grunde figen), die Hausbefizer, die Arbeiter u. 1. w. besondere Vertreter seiner letzten Beschäftigung oder seines legten Aufenthalts maß- art, daß die Gutsbesitzer, die Gärtner( Bauern, die kein Vieh be wanderung. Die transsibirische Eisenbahn wird infolge der neuern politischen Renderungen nicht in Wladivostok, sondern in Port gelegt. Die Angehörigen Unterstügung fällt fort, wenn der Wer wählen. Trotzdem gelang es uns z. B. in 2üdendorf bei gittau, Arthur münden. Von der alten Linie, die schon bis Pretenst nachträglich für denselben Zeitraum angewiesen wird, angerechnet natürlich Vertreter für die Unansässigen. In Markersdorf ficherte Invalidenrente erhält; fie fann auf eine Invalidenrente, die in der Klasse der Gutsbesizer durchzudringen, indem dort unser Vertrauensmann, Gutsbefizer Richter, gewählt wurde, außerdem nivellirt war, wird die neue fich schon bei Tschita, 600 Kilometer bom Bailal- See entfernt, abzweigen. Die Schienen sind bis brachten wir in der Klasse der Hausbefizer 2 Vertreter und den Vertreter Liftwenitschoi am Baital- See gelegt. Dort soll eine gewaltige der Unansässigen durch. In Großschönau, einem großen Dampffähre, die mit Eisbrechern ausgerüstet ist, den Zug aufs Fortfall des bisherigen§ 21. Die Novelle bringt hierzu folgende neue Bestimmungen unter Industriedorfe, wo die Nationalliberalen einen unglaublichen Terro jenseitige Ufer übersehen; doch wird auch eine Umgebungsstrede um Fortfall des bisherigen§ 21. rismus gegen die sozialdemokratischen Arbeiter ausüben, gelang es den See herumgeführt werden. Der Personen und Güterverkehr uns, und zwar zum ersten Male, drei Vertreter in den Gemeindeauf der transfibirischen Bahn nach Europa beginnt in Irkutst. Bis Krasnojarst ist die Linie noch nicht ganz fertig; die Oka und der Durch die Beiträge sind die von allen Versicherungsträgern rath zu bringen. Ferner ist unsere Partei durch ein oder mehrere Jeniffei werden auf Dampffähren überschritten. Von Krasnojars! Bersicherungsträgern verbleibende besondere Last( Sonderlast) irschfelde, Rohnau, Oberleutersdorf, Saine Jeniffer werden auf Dampffähren überschritten. Von Krasnojarst gemeinsam zu tragende Last( Gemeinlaft) und die den einzelnen Mitglieder in Jonsdorf, Wallersdorf, Reichenau, Wittgendorf, Olbersdorf, Altstadt, Hörniz. fahren allwöchentlich Luruszüge nach Tomst; zwischen Tomst und Jrfutst verkehren drei Züge wöchentlich. Die Reisetosten betragen für die zwölftägige Fahrt etwa 100 m. Der Güter- und Personen- jenigen Zahlungen, welche die Versicherungsanstalten für AltersDie Gemeinla st wird gebildet durch den Kapitalwerth der- alde, lauter Orte im I. sächsischen Wahlkreis, sowie Alt und Neugersdorf, Ebersbach, Eibau, Spremberg heute die Bahn dazu, unzählige Auswanderersaaren steigerungen infolge von Krankheitswochen und für Rentenabrundung der beiden Leipziger Reichstags- Wahlkreise beschloß die Aus verkehr decken schon die Betriebskosten. Hauptsächlich dient aber renten und die Grundbeträge für Invalidenrenten, für Renten-( II. Wahlkreis) und Seidau bei Bauzen( III. Wahlkreis) vertreten. Eine Konferenz der sozialdemokratischen Gemeindevertreter nach der Mandschurei zu befördern. Die Regierung leitet diese Auswanderung planmäßig. 200 000 Familien sind im ver zu leisten haben. Alle übrigen Verpflichtungen bilden die Sonderlast jeder arbeitung eines einheitlichenkommunalen Programms gangenen Jahre dort angesiedelt worden. Ebensoviel find schon für Versicherungsanstalt; dazu gehören der Kapitalwerth der Steigerungs- für die Ortschaften beider Kreise. Den sozialdemokratischen Vereinen dieses Jahr vorgemerkt. beträge der Invalidenrente für die der Anstalt zugeflossenen an- in den einzelnen Orten wurde empfohlen, besondere Kommissionen Afien. rechnungsfähigen Beiträge, die Beitragserstattungen, die Verwaltungs- einzusetzen, die die Agitation für die Erwerbung der fächsischen tosten und die Aufwendungen für das Heilverfahren. Staatsangehörigkeit und, soweit Städte mit revidirter Städteordnung in Betracht kommen, die Agitation für die Erwerbung des Bürgerrechts zu betreiben. werden." zu decken. F. Bertheilung der Rentenlaften. § 20a. Gemein last. Sonderlast. Gewählt wird in allen Gemeinden nach einem Klassenwahlsystem; 26 Orten besucht. Die Konferenz war von 63 Gemeinderaths- Mitgliedern aus Todtenliste der Partei. In Dortmund ist der Brauer Leben geschieden. Auch in der Organisation seines Berufe hat er Gottfried Beder, einer unserer treuesten Anhänger, aus dem seine Pflicht voll erfüllt Ehre seinem Andenken! Polizeiliches, Gerichtliches u. T. iv. Von Feindseligkeiten gegen die Spanier auf der Insel Palawan( an der Nordostküste Borneos, zum spanischen Gouverne § 21a. Gemeinvermögen, Sondervermögen. ment der Philippinen gehörig) berichtet die folgende Drahtmeldung: Der Dampfer Labuan", welcher in Labuan aus Port Royalist auf Versicherungsanstalt, zu welchem auch die bisher als besondere NeDas am 31. Dezember 1899 vorhandene Vermögen jeder Balawan eingetroffen ist, bringt die Meldung, der spanische fervefonbs angesammelten Beträge abzuführen sind, wird durch den Gouverneur und feine Offiziere feien beim Verlaffen der Kirche von Eingeborenen ermordet worden. Diese hätten sich der einzelnen Vermögensstücke buchmäßig in zwei Theile ger Dasselbe wird sodann ohne Ausscheidung Bundesrath festgestellt. sodann in die Berge zurückgezogen, wohin sie Weiber und Kinder, legt, nämlich denjenigen, welcher zur Bestreitung des Antheils an sowie einige Männer gefangen mitgeführt hätten. Ein spanisches der Gemeinlast aller Versicherungsanstalten bestimmt ist( GemeinverKanonenboot und ein Postdampfer seien zur Hilfe herbeigerufen worden, hätten den Play aber wieder verlassen. Der Kapitän des mögen), und denjenigen, welcher zur Dedung der Sonderlaft der ein" Labuan" berichtet, daß sich die Gemahlin des spanischen Gouver- Beise wird jeder fünftig geleistete Beitrag getheilt und dem anwaltschaft dem Genossen Schmidt anheimgegeben, durch die sozialVersicherungsanstalten dient( Sondervermögen). In derselben In der Magdeburger Justizangelegenheit hat die Staatsneurs und die übrigen Gefangenen nunmehr in Sandakan( Britisch Gemein beziehungsweise Sondervermögen der einzelnen Anstalt zu demokratische Fraktion gemäß des Artikels 31 der Reichsverfassung Nord- Borneo) in Sicherheit befänden. einen Beschluß herbeizuführen, welcher die Genehmigung zu Zum Aufstand in China wird aus Shanghai gemeldet, daß Von dem Vermögen jeder Versicherungsanstalt werden bem feiner strafrechtlichen Verfolgung ausspricht. Der die Aufständischen Kuyang in der Proving Anhui einnahmen und die Gemeinvermögen drei Fünftel, dem Sondervermögen zwei Abg. Schmidt hat sich sogleich an den Fraktionsvorstand gewandt, Hinrichtung aller Zivil- und Militärbeamten befahlen. Eine andere Fünftel zugewiesen. welcher das Weitere veranlassen wird. Kreisstadt derselben Präfektur fiel am 22. Januar in die Hände der Daffelbe Verhältniß ist bis zu anderweiter Beschlußfassung bes Redakteur Pistorius von der Volksstimme" sollte die Aufständischen und öffnete ihnen die Thore. Die Rebellen sind mun Bundesraths für die Theilung der Beitragseinnahmen maß Religion geschmäht haben. Der Staatsanwalt beantragte im Marsche begriffen, um die Kreisstädte Schucher(?) und Kantschau gebend. Dabei ist nach dem gleichen Verhältniß für die einzelnen Lohn- 6 Wochen Gefängniß, das Landgericht erkannte auf Freiau belagern.laffen derjenige Theil der Beiträge festzusehen, welcher zur Deckungsprechung. geführt. " In Antwerpen befinden sich 60 Zigarrenarbeiter der Fabrik von Grewal wegen Lohnabzug im Streif. Boziales. -Aus dem Gefängniß entlaffen wird heute in Halle a. S. die Verhandlung mit dem Gesellenausschuß in der Angelegenheit haben, aber nicht selbständiges Bestimmungsrecht gefordert. De der Parteigenosse Weißmann, Redakteur am Voltsblatt eine sehr friedliche war. In der Diskussion gab man der Meinung Ausschuß der vereinigten Fachverbände wird den ganzen Vorstan für Halle". Er hat wegen mehrerer Preßvergehen darunter ausdruck, daß die Abschaffung des Mittagsessen beim Meister gegen einberufen, damit ein Beschluß der Gesammt- Organisation zu stande wegen einer Majestätsbeleidigung- eine Freiheitsstrafe von sechs eine Vergütigung von 50 Pf. durchgeführt werden könne. Dagegen kommt. Monaten weniger zwei Tagen verbüßt. Ohne ersichtlichen Anlaß wurde die Abschaffung des Arbeitsnachweises der Innung als unwurde ihm Ende November auf Anordnung des Oberstaatsanwalts durchführbar bezeichnet. Woytasch in Naumburg plößlich die sogenannte Selbstbeschäftigung Achtung, Metalldreher! In der Metallwaarenfabrik von entzogen, worauf er Vogelbauer aus Draht anfertigen mußte. Run, Th. Drigals fi, Berlin, Weberstr. 7, haben sämmtliche Arbeiter unser Parteigenoffe hat die Qual überstanden und wird nach einem furzen die Arbeit niedergelegt, da die ohnehin mäßigen Akkordpreise noch Erholungsurlaub wieder in die Redaktion zurückkehren, um mit derfelben Treue und Energie wie bisher für die Interessen der weiter herabgesetzt worden sind bezw. werden sollen. Ein Bild giebt die nachstehende Uebersicht: Arbeiterschaft zu kämpfen. Lyra, Obertheile, Lyra, Untertheile, Gashähne Schlauchhähne Druckhähne, Obertheile, - Schon durch einen Musik- Automaten kann der bürgerliche Staat in Gefahr gerathen. In Calbe a. S. sind, wie die„ Halberstädter Arbeiter- Zeitung" mittheilt, einem Restaurateur zwei Platten seines Musik- Automaten tonfiszirt worden. Die fürchterlichen Dinger enthielten die Melodien der Marseillaise" und des Pfeil'schen Liedes: Ein Sohn des Volkes will ich sein und bleiben." " . bisher 4,- Mt. 13, jezt 3,50 Mt. 12, " " " 21,50 " " B 。 21, " D " 13, " 20, 20, 10, " " ( immer pro 100 Stück) " Einen Antrag auf reichsgesetzliche Regelung der Haus: arbeit in der Zigarrenindustrie hat die Handelskammer in Minden an den Staatssekretär des Innern gerichtet. Zugleich bittet die Handelskammer, Erhebungen über die gesammte ZigarrenHausindustrie im Reiche verfügen zu wollen. Der nationalliberale Abgeordnete Freiherr v. Heyl zu Herrnsheim hat neulich im Reichstage behauptet, in essen gäbe es wenig oder gar keine Gewerkschaften. Darauf erwidert die„ Mainzer Volkszeitung": Dies wollen wir Herrn v. Hehl für den Ort, über den seine Hofhähne pro 10 Stück bisher 1,- Mt. jetzt 0,85 mt. Etagenhähne ( 0,90 0,85 " -Durch den Bericht über eine Gerichtsverhandlung zu berücksichtigen" ist hierbei," daß vielfach nur Aftorde von Allmacht herrscht, zugeben, denn in Worms find die Gewerksollte die Meininger Boltszeitung" den Domrechner 25 bis 30 Stück in Arbeit gegeben werden. Nach Angabe schaften noch schlecht vertreten. Wehe auch dem Arbeiter, der Probst beleidigt haben. Dieser strengte gegen den Redakteur der Firma betrug der Durchschnittsverdienst angeblich 27 M. in irgend einem Abhängigkeitsverhältniß zu dem Wormser Herrscher Haas Klage vorm Schöffengericht an. Das Urtheil lautete auf pro Woche. Hierbei kommt jedoch in Betracht, daß Ueber- steht seine Stellung wäre daselbst unmöglich, went Freisprechung, weil der Artikel, der allerdings Beleidigungen stunden in diesem Betrieb zu Hause sind; vielfach wurde er es wagte, einer gewerkschaftlichen oder gar politienthalte, im Ganzen nur die Ausführungen des Ersten Staats- Abends bis 9 Uhr gearbeitet, einige Kollegen mußten fogar schen Organisation beizutreten. Aber außerhalb anwalts wiedergebe; die Gerichtsverhandlung sei von öffentlichem Sonntags Vormittags arbeiten. Wie überall, so wurde auch hier des Machtbereiches des Herrn v. Heyl gedeiht in Hessen die Interesse gewesen und deshalb stehe dem Angeklagten der Schutz des als Grund der Lohnreduktion die Konkurrenz angeführt. Aber Gewerkschaftsbewegung recht gut, und wenn Heir §193 zur Seite. Der Erste Staatsanwalt hatte, wie noch bemerkt damit bei der Sache die humanitäre Seite der Firma in ein gutes v. Heyl noch lange lebt, wird er es erleben, daß auch seine untersei, als Zeuge deponirt, daß er zu seinen Aeußerungen vor der Licht werden sollte, wollte die Firma von den den Drehern ge- jochten Arbeiter dem Einfluß der sozialdemokratischen Bewegung Ziviltammer auf Grund des Materials, das ihm damals vorlag, machten Abzügen einen Theil zur Aufbesserung des Lohnes des nicht widerstehen und einsehen, daß ihre und der ihrigen Zukunft wohlberechtigt gewesen sei, daß sich aber die Sache in der Zwischen Revolverdrehers verwenden, der jetzt vielfach mit nur 10 M. pro nicht durch die Arbeiterwohlfahrtsbestrebungen" des Herrn v. Heyl zeit geklärt und er seine Ansicht geändert habe. Woche nach Hause geht. Die Arbeiter halten indeß eine Lohn- gesichert ist, sondern durch den Sozialismus, der schon Stärkere aufbesserung dieses Arbeiters für möglich, ohne daß ihre Löhne des überwunden hat, als Herrn v. Heyl. halb gekürzt werden müssen. Deutsches Reich. Herr August Scherl berichtet! Da alle Verhandlungen zur friedlichen Beilegung dieser Das Schweigen ist gebrochen der Lokal- Anzeiger" giebt Differenzen gescheitert sind, befinden sich sämmtliche Kollegen im seinen Lefern selbst eine Darstellung des Streits. Man denke, Ausstand und erwarten die moralische Unterstützung der Kollegen. nachdem eine ganze Woche vergangen ist, fommt jezt erst das so gut informirte Blatt dazu, über einen Ausstand, an dem zirka 120 Buchdrucker betheiligt sind, zu berichten. Vorsichtig sagt Herr Scherl in der Einleitung, er will nur einige Aufklärung geben; warum nicht die ganze, Herr Scherl? Ist es vielleicht nothwendig, einiges zu verschweigen? an Kurz den Bericht wiedergegeben, enthält er die Mittheilung, daß in der Offizin von Herrn Scherl kein Buchdrucker Mitglied des Verbandes der Buchdrucker sein darf, und 24 Buchdrucker wegen Zuwiderhandelns gegen diesen Utas hinausgeworfen wurden. Warum das geschah, wird einer Stelle in folgender Weise begründet: Herr Scherl hatte bisher Setzer dieser Vereinigung nicht eingestellt, weil solche in früheren Jahren wiederholt unter der falschen Versicherung, Nicht- Verbändler zu sein, alsdann einen ständigen in die Offizin eingedrungen waren, Terrorismus ausübten, sich den außerhalb jenes Verbandes stehenden Segern( Gutenbergbündler und Nichtverbändler) feindlich gegenüber stellten, mit einem Worte, die Sicherheit und Ruhe des Betriebes unablässig störten." Mit anderen Worten sagt eigentlich Herr Scherl, er stellt jetzt feine Mitglieder des Verbandes ein, weil er schon früher keine einstellte. Herr Scherl beweist damit, daß man ein geriffener Geschäftsmann sein kann, ohne eine Spur von Logit im Leibe zu haben. 〃 Metallarbeiter- Konferenzen. Am 15. Januar fanden sieben Konferenzen von Verwaltungsstellen des D. M.-V. statt, auf denen unter anderem über die Einführung der Arbeitslosen- Unterstützung berathen wurde. Für die Einführung entschieden sich: die Konferenz in Neumünster mit 24 gegen 3 Stimmen Velbert Breslau " fam ein Arbeiter Risiko. Aus dem Ruhrrevier wurden uns in der verflossenen Woche 12 Unglücksfälle gemeldet, die sich in Berg= werken ereigneten. 13 Knappen, die zum Theil tödtlich verwundet wurden, hat diesmal das Unfallregister zu verzeichnen. Durch hereinbrechendes Gestein wurde schwer verletzt je ein Mann auf Zeche Kaiserstuhl" bei Dortmund und auf Beche Monopol" bei Stamen. Auf letterer Zeche verunglückte außerdem ein Tagesarbeiter. Derselbe wurde in der Kohlenwäsche von einem Transmissionsriemen erfaßt, wobei er beide Beine und einen Arm verlor. Tödtliche Verlegungen erlitt ferner, durch Sturz aus dem Hangenden, je ein Knappe auf Zeche Vereinigte Vereinigte Wische" bei Meißen und Schacht 11" bei Bruckhausen. Durch auf Neumühl frühes Inbetriebsezen des Förder- Korbes Mann auf Zeche Shamrot III/ I" bei Eickel zu Schaden. Zwischen Kohlenwagen geriethen 3 Mann: einer auf Zeche„ Bernet" bei Wiemelhausen, der schwer verletzt wurde, 2 auf Beche„ Gutehoffnungshütte" bei Oberhausen, wovon einer schwere Verlegungen erfitt, während der andere starb. Auf der Zeche Fröhliche Morgensonne" bei Wattenscheid zog sich ein Wagenschieber infolge von Unordnung im Bremsberge schwere Verlegungen zu. Durch Herabfallen des Fördertübels wurde auf Zeche„ Rosenblumendella" bei Meißen ein Bergmann sofort getödtet. Sodann kamen noch zu Tode durch Sturz in den Schacht ein Knappe auf Zeche Neumühl" bei Duis burg, und einer auf einer Zeche bei Merten. Das sind wieder eine ganze Reihe von Unglücksfällen, die nach Ansicht von Fachleuten bei gründlicher Inspektion fast sämmtlich hätten vermieden werden 25 15 . " 19 13 " 2 B D D " " Bielefeld Rostock 17 10 3 zu " " einstimmig. Gegen die Einführung votirten: " " " " 23 " 14 die Konferenz in Mainz mit 31 gegen 14 Stimmen Karlsruhe Die Barmer Gewerkschaften haben beschlossen, ein Gewerkschafts- und Versammlungshaus zu errichten. Die Ausführung des Planes wurde einer Kommission überlassen. " Die Textilarbeiter der Firma Gebr. Sanders in Bramsche bei Osnabrück hatten, wie wir bereits mittheilten, vor einiger Zeit das Verlangen gestellt, daß in der Fabrik die Lohntabellen aus gehängt werden sollen. Der Wunsch wurde damit begründet, daß die Entlohnung bei der Firma eine ziemlich willkürliche fönnen. Näher auf die Darstellung des Herrn Scherl geht eine Buschrift ist und niemand recht weiß, was er für die Arbeit beein, die zu gleicher Zeit dem Lokal- Anzeiger" als Berichtigung zu fommt, In das Mufterregister des Deutschen Reichs find im wenn er sie übernimmt. Die Arbeiter fündigten, Jahre 1898 nach den Bekanntmachungen des Reichs- Anzeigers" gesandt wurde. Wir geben damit den Arbeitern selbst das Wort: da ihrem Verlangen nicht gewillfahrt wurde. MittlerGeehrte Redaktion! Gestatten Sie uns, auf den Artikel des weile scheint der Firma die Veranlassung zu dem Ausstand doch must er und Modelle eingetragen worden. bei 408 Amtsgerichten insgesammt 131 154 neu geschützte Davon waren Lokal- Anzeigers" In eigener Sache" Folgendes zu erwidern. Herr etwas bedenklich zu sein, denn sie hat nunmehr eine Lohntabelle 29 322 plastische Muster und 101 832 Flächenmuster. Die meisten Scherl schreibt:„ Die Entlassung der 24 Setzer erfolgte unter Aus- festgestellt. Dabei stellt sich aber heraus, daß bei den am meisten neuen Wuster, 20 667, hatte das Amtsgericht in Plauen i. B. einzahlung des Lohnes für die Kündigungsfrist, nachdem festgestellt angefertigten Waaren sehr niedere Löhne angesetzt wurden und nur zutragen. Dann folgt Berlin mit zusammen 11 571, an dritter worden war, daß diese Setzer in einer Versammlung die Geschäfts- bei einigen seltener vorkommenden Fabrikaten bis zu 15 Prozent Stelle steht Leipzig mit 7889, an vierter Meerane i. S. leitung angegriffen und geplant hätten, im Herbst, zu einer Lohnzulage erfolgte. Damit sind die Arbeiter nicht zufrieden. mit 5966. Diesem schließen sich an: Mülhausen i. E. mit Zeit, wo eine Steigerung des ganzen Geschäftsbetriebes ein- Gegenwärtig bemüht sich der Landrath, eine Einigung herbeizu 4564, Glauchau i. S. mit 4319, Dresden mit 3640, zutreten pflegt, mit Hilfe des Buchdrucker- Verbandes einen führen. Der Vorschlag des Herrn Landrath geht dahin, ein Einigungs- ottbus mit 3452, Chemnis mit 3163, Aachen mit 2102 Ausstand ins Werk zu setzen, um Herrn Scherl zu zwingen, ferner amt einzufeßen, vor welchem die Angelegenheit geregelt werden nur sogenannte Vereins- Seger in seiner Offizin zu beschäftigen." möge. Die Arbeiter sprachen sich dahin aus, daß sie hiermit voll die Zahl der Eintragungen weniger als 2000. Die Zahl der Urheber voll- neu geschützten Mustern. Bei allen übrigen Amtsgerichten betrug Wir stellen hiermit richtig, daß die 24 sofort entlassenen Seger fommen einverstanden seien. Bu bedauern ist, daß für den start betrug 2616, darunter befanden sich 44 Ausländer. weder die Geschäftsleitung angegriffen noch einen Ausman im vorliegenden Falle als Einigungsamt hätte anrufen können. 1711 062 Muster und Modelle im Reichs- Anzeiger" als neu geschütt ehrenwörtlich erklären, in der fraglichen Berathung am 8. d. Mts. industriellen Bezirk bislang fein Gewerbegericht errichtet ist, welches betrug 2616, darunter befanden sich 44 Ausländer. Seit der Eröffnung des Musterregisters am 1. April 1876 find stand zu Gunsten des Verbandes geplant haben. Die Hamburger Rheder versuchen ihren Arbeitsnachweis mit bekannt gemacht worden, davon waren 473 669 plastische und Abgesehen davon, daß bei einem Personal von zirka 130 Segern Mitteln in die Höhe zu bringen, die, wenn sie von Arbeitern benüßt 1 237 393 Flächenmuster. 17 452 rührten von Ausländern her. diese 24 Mann unmöglich daran denken können, einen evenSamburger Hafenarbeiter haben in einem Flugblatt einen Brief des werden, ein Halloh der Entrüstung in diesen Kreisen entfesseln. Die sicht gelegen, die Initiative dazu schon im November vergangenen Jahres anläßlich der Lohndifferenzen und des Ausstandes der bekannt gegeben, in welcher mit großer Entschiedenheit der Boykott Herrn Woermann an das englische Kapitalistenblatt Flaioplay" Der Kaiser ist heute, Dienstag, gegen 12 Uhr in Hannover Adreßbuch- Sezer ergreifen können. Es hat uns weiter ferngelegen, die anderen Vereinigungen angehörenden sowie nicht von ihnen errichteten Arbeitsnachweis theilnehmen. über alle Stauerbaas ausgesprochen wird, die nicht an dem eingetroffen, hat dort die Offiziere des 10. Armeekorps um sich An einer versammelt, ihnen eine Stabinetsordre verlesen, später eine Anorganisirten Kollegen in irgend einer Weise zu befehden, geschweige Stelle des Briefes heißt es:„ Einige Nichtmitglieder, darunter ein sprache an die Offiziere der Hannoverschen Regimenter gehalten, denn einen Terrorismus auf diese auszuüben. Es ist ferner un Stauerbaas, der aus dem Verein austrat, um freie Hand zu be- sodann Parade abgenommen, an die sich eine große Galatafel schloß, richtig, daß die 24 Sezer durchgehends mit Auszahlung ihres fommen, agitiren nun bei englischen Rhedern und bemühen fich, bei welcher er an die Theilnehmer eine Ansprache hielt, stattere Lohnes für die Kündigungsfrist entlassen sind, da ein Theil dieselben zur Unterzeichnung von Kontrakten zu veranlassen, die hierauf dem Grafen Waldersee einen Besuch ab und traf um derselben sich schon veranlaßt sehen mußte, eine diesbezügliche sich etwas unter den üblichen Sägen bewegen, worauf die 7 Uhr wieder in Berlin ein. tuellen Ausstand zu inszeniren, so hätten sie, wenn es in ihrer Ab= Klage beim Gewerbegericht anzuſtrengen. Weiter schreiben Lehte Nachrichten und Depeschen. Sie, daß bisher Sezer des Verbandes nicht eingestellt wurden, Vereinigung beschloß, ihre Preise auf die gleiche Stufe herabzufezen. Diese Sachlage veranlaßt uns, die britischen Halle a. S., 24. Januar.( W. T. B.) Amtlich wird gemeldet: " Geschäft thätig waren, wie auch seitens des vor ungefähr andert- Man bedente nur, was die Herren für einen Spektakel machten, halb Jahren entlassenen und nach wenigen Stunden wieder ein- als beim Hafenarbeiterstreik die Ausständigen sich der Zufuhr Arbeitsgestellten Druckerei Ausschusses selbst Herrn Scherl mitgetheilt wurde, daß die in seiner Offizin beschäftigten Vereinsmitglieder williger erwehren wollten. ganz ruhige und besonnene Leute wären und nur dem Verbande In München unternahmen die Schneider eine größere Aftion angehörten, um in allen Vorkommnissen des Lebens geschützt zur Einführung der Betriebswerkstätten. Am Sonntag wurde ein zu sein. Daß die die betreffenden Sezer Erklärung Flugblatt in 30 000 Exemplaren verbreitet, in welchem die Uebelabgaben, Nichtvereinsmitglieder zu sein, geschah doch nur deshalb, stände der Hausindustrie treffend geschildert werden. Einige Meister um nicht schon damals dem Terrorismus des Herrn Scherl haben bereits Werkstätten eingerichtet und wird von den Arbeitern ausgesetzt zu sein und nicht, vollständig aller Mittel entblößt, auf bis zum 1. März an die übrigen Arbeitgeber die Erfüllung des gleichen die Straße geworfen zu werden. Wenn Herr Scherl die ganze Verlangens gestellt. Angelegenheit zu einer Machtfrage gestaltet, so hat er doch nur Ausland. Der weil solche in früheren Jahren unter der falschen Versicherung, heder dringend zu ersuchen, sich nicht verleiten zu lassen, ihnen vor- Auf Bahnhof Beeskow fuhr heute früh 6 Uhr 25 Min. ein von Nichtmitglieder zu sein, in die Offizin eingedrungen wären." Hierzu gelegte Kontratte zu unterzeichnen, welche zwar Vortheile zu bieten Grunow fommender Arbeitszug infolge falscher Weichenstellung in erklären wir, daß es der Geschäftsleitung, speziell dem tech- scheinen, aber wahrscheinlich zu des Rheders Nachtheil ausschlagen das zum Lokomotivschuppen führende Geleis ein, fuhr sodann, ohne nischen Leiter Herrn Wolten, nach seinen eigenen Worten werden, entweder durch Extra- Aufschläge oder durch minderwerthige zum Halten zu kommen, auf zwei im Lokomotivschuppen stehende Lokowohl bekannt gewesen ist, daß 86 Vereinsmitglieder im Arbeit." motiven auf und durchbrach die Giebelwand des Schuppens. Alle drei Lokomotiven einschließlich der Zug- Lokomotive entgleisten und wurden beschädigt; ebenso wurden drei Kieswagen zertrümmert.Der Hilfsheizer Meißner aus Beeskow wurde getödtet. Verkehr auf der Nebenbahn Grunow- Beeskow- Königswusterhausen ist durch den Unfall nicht gestört. Wien, 24. Januar.( W. T. B.) Wie die„ Politische Korresp." erfährt, hat der Lektor für die neugriechische Sprache an der hiesigen Universität und Lehrer an der Lehranstalt für orientalische Sprachen in Wien, Christomanos, beide Stellen freiwillig niedergelegt. Paris, 24. Januar.( W. T. B.) Deputirtentammer. Die Stammer fegt die Berathung des Budgets des Aeußeren fort. Vaillant( Soz.) beglückwünscht die Regierung, weil sie einen Krieg selbst dieselbe dazu gestempelt, indem er 24 nichts ahnende Der Leiter der englischen Refselschmiede- Union, Robert mit England vermieden hat. Er verlangt zu wissen, welche Juſtruktionen und sich keiner Schuld bewußt fühlende Kollegen, welche zum über- Knight, ist von seinem Posten, den er 28 Jahre lang inne hatte, den franzöfifchen Delegirten für die Abrüftungskonferenz ertheilt wiegenden Theile Familienväter find, auf brutalſte Weise, ohne zurückgetreten. Als er die Leitung des Verbandes übernahm, zählte werden. Fourniere giebt im Namen der sozialistischen Partei dieselben gehört zu haben, auf die Straße fette, mit welchen sich dann derselbe 94 Zweigvereine mit 7000 Mitgliedern und sein Vermögen seiner Freude über den Vorschlag des Zaren Ausdruc. Delcassé natürlich noch 94 Kollegen solidarisch erklären mußten, da eine von Gewisse Rechte in Neufundland sind unanfechtbar, denselben gewählte Kommission seitens der Geschäftsleitung mit den betrug 180 000 M.; Heute gehören dem Verband 40 776 Mitglieder erwidert. in 258 Zweigvereinen an; die Fonds belaufen sich auf über Niemand bestreitet fte und nichts hindert die Auss Worten:" Soweit Sie sich als Vereinsmitglieder fühlen, find 35 Millionen Mark. Diese Entwickelung ist zum Theil dem um- übung dieser Rechte.( Beifall.) Die Generaldebatte wird sodann Sie entlassen!" ebenfalls an die Luft gesetzt wurde. Zum Schluß sichtigen Führer zu danken. geschlossen. Ein Antrag Vaillant's, in welchem die Regierung wollen wir noch richtig stellen, daß im Ganzen 118 Stollegen inDie Maschinenarbeiter der Eisengießerei Titan in open aufgefordert wird, auf der Abrüstungskonferenz die Einsetzung eines folge diefer Aufforderung entlassen sind, denen sich in den letzten hagen hatten in Streit treten müssen, weil die Fabrik, ohne die Schiedsgerichts und die Verminderung der stehenden Heere in Tagen noch eine größere Anzahl von Neuangestellten anschloß. Der Vorschlag zu bringen, wird mit großer Majorität abgelehnt. Die Wir können uns der Schlußbemerkung des Herrn Scherl nur Arbeiter zu fragen, ein neues Lohnregulativ einführen wollte. anschließen und überlassen allen Ständen und Schichten der Be- Verband der Fachvereine versuchte gemäß seiner Aufgabe zu ver- Kammer beginnt hierauf die Berathung der einzelnen Artikel. Das völkerung Berlins sich selbst ein Urtheil über die Angelegenheit zu mitteln, aber der Verein der Arbeitgeber hat nun dem Ausschuß des Amendement Sembart wird mit 323 Stimmen gegen 198 abgelehnt. bilden. Erwähnt sei, daß die angegebenen Lohnfäße von 50 bis Berbandes der Fachvereine mittheilen lassen, daß in allen Dejeante( Sozialist) verlangt eine Herabsetzung der den französischen 60 M. bei einer 80 bis 90 stündigen wöchentlichen Arbeitszeit nur einen Fabriken die Arbeit eingestellt würde, Niederlaffungen im Orient bewilligten Subventionen, da nur die falls die Titan- Arbeiter nicht bis zum 25. die Arbeit aufgenommen fremden Missionäre aus denselben Nußen ziehen. Delcassé amzum Theil erreicht wurden. hätten, da der Arbeitgeberverein das den Fabrikanten unentbehrliche wortet, daß es angebracht wäre, diesen Kredit zu erhöhen, aber nicht Die Kommission der Ausständigen. Selbstbestimmungsrecht" schirmen müsse. Diese Aussperrung ihn herabzusetzen. Das Amendement Dejeante wird mit 401 Stinnen würde 30000-40000 Arbeiter treffen, außerdem ist die gegen 138 abgelehnt. Ablehnung des Arbeitgeberverbandes, mit dem Ausschuß des Zentral- Kopenhagen, 24. Januar.( W. T. B.) Der Landwirth fachverbandes zu berhandeln, ein Bruch der Uebereinkunft schafts- Minister erließ heute eine sofort in Kraft tretende vom September lezten Jahres, in der der Arbeit- Verfügung, in welcher die Einführung der schon gesetzlich vorDie Berliner Bäckermeister beschäftigten sich am Montag in geberverband zugestimmt hatte, daß über alle Streitigkeiten die gesehenen Tuberkulinprobe für eingeführtes Vich angeordnet wird. der Bäckerinnung„ Germania" mit der Lohnbewegung der Gesellen. beiden großen Organisationen erst verhandeln sollten. Es hat sich Die Einfuhr darf nur in Kopenhagen, Helsingör und Frederikshafen Obermeister Bernard berichtete, daß die Meister gesonnen feien, schon mehrmals gezeigt, daß man von den Arbeiterorganisationen stattfinden. Petersburg, 24. Januar.( B. H.) Der französische Botschafter den Gesellen Konzeffionen zu machen. Die Abschaffung von Kost Befolgung der Uebereinkunft bis aufs Tüpfelchen fordert, daß die und Logis beim Meister wolle man den verheiratheten Gesellen Arbeitgeber sich aber garnicht daran halten. Natürlich haben die überreichte dem Zaren ein auf die Abrüftungskonferenz bezügliches gegenüber zur Durchführung bringen. Redner betonte ferner, daß Arbeiter nur verlangt, daß fie über Lohnverhältnisse mit zureden Handschreiben des Präsidenten& a ure. shon Inseratentheil verantwortlich: Th. Glode in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt, Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin Br. 21. 16. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwo, 25. Januar 1899. Reichstag. 17. Sigung, Dienstag, 24. Januar 1899, 1 hr. Am Tische des Bundesraths: Graf v. Posadowsky. Die zweite Berathung des Etats wird fortgefegt beim SpezialDie zweite Berathung des Etats wird fortgesezt beim SpezialEtat des Reichsamts des Innern, Titel Staatssekretär, zu dem ein Antrag des Abg. Prinz zu Schönaich- Carolath ( Hosp. b. d. Nationall.) vorliegt:" Der Reichstag wolle beschließen, den Reichskanzler zu ersuchen, der Beihilfe zu den Kosten der Errichtung eines Goethe- Denkmals in Straßburg( Elsaß) den Betrag von 50 000 M. durch Nachforderung in einem Ergänzungsetat für das Rechnungsjahr 1899 einzustellen." Abg. Stöcker( wild- kons.): entziehen. Abg. Haffe( nat.- lib.) Staatsminister Graf Posadowsky: wicht fällt., ob arbeiter für nothwendig erachtet worden sind, einfach auf dem Die Polizei hätte nun wenigstens die lenkt das Jutereffe des Hauses auf die Südpolarforschung. Papiere stehen. die, von privater Seite begonnen und gefördert, teine Unterstügung Pflicht, für die Ausführung der Schutzbestimmungen zu sorgen, aber von Seiten des Reichs gefunden hat. Als erste Nate für Aus- die Polizei erfüllt diesen ihren Zweck und ihre Pflicht in feiner rüstung einer Südpol- Expedition würden 200 000 M. genügen. Weise. Das ganze Gesetz ist todter Buchstabe geblieben.( Sehr Das Reich darf sich derartigen moralischen Verpflichtungen nicht richtig! bei den Sozialdemokraten.) Selbſt Herr v. Stumm hat es anerkannt, daß die Polizei die ihr in dem Gesetz zugewiesene Aufgabe nicht erfüllen tann, er sagte, die Frage, ein SachAuch die Regierung hat den lebhaften Wunsch, daß Deutschland der die Polizei dieser Aufgabe gewachsen ist, kann Herr v. Stumm internationalen Batentunion beitritt. Seit dem vorigen Jahre schweben verständiger ehrlicherweise garnicht bejahen. hierüber Unterhandlungen, die vermuthlich bald zu einem günstigen Er- steht doch gewiß nicht in dem Verdacht, zu schwarz gebniß führen werden. Was das Gesez über den unlauteren Wettbewerb über Klage geführt, daß die Polizei ihre Pflicht vernachlässige und zu malen. In allen Berichten der Gewerbe- Inspektoren wird dar anlangt, so ist dies ja noch neu und die Nechtsprechung daher noch Die Chriftlich- Sozialen, die ich hier vertrete, find der Ueber- nicht überall gleichmäßig und sicher. Der Wunsch einer Expedition gar nichts thue, um die Vorschriften zur Durchführung zu bringen. wenn den sozialen Bedürfnissen des Volkes nicht Genüge geschieht. verbündeten Regierungen ge: vesen. Das wissenschaftliche Bedürfniß vorschriften an, es kommt darauf an zu prüfen, welche EinBeugung, daß es unmöglich ist, die Sozialdemokratie zu bekämpfen, nach dem Südpol ist noch nicht Gegenstand der Berathung bei den Höchstens wird die Führung einiger Listen kontrollirt. Beim Bauarbeiterschutz kommt es aber hauptsächlich auf UnfallverhütungsSie wünschen die Erfüllung der Februar- Erlasse, die Anerkennung wird aber von dem Herrn Reichskanzler anerkannt. Die Kosten der Berufsvereine, aber auch die Errichtung von Einigungsämtern. würden etwa 1 100 000 W. betragen, die auf fünf Etatsjahre zu verrichtungen gefährlich find. Dazu gehört aber ein sachverständiges Dagegen wollen sie die Koalitionsfreiheit nicht angetastet wissen, da theilen wären. Auch England und Amerika bereiten derartige Expeditionen Auge. Das kann ein früherer Unteroffizier nicht, der hat die Fachdas nur Wasser auf die Mühle der Sozialdemokraten bringen würde. für 1901 vor, so daß diese 3 Expeditionen konzentrisch vorgehen könnten. fenntnisse nicht.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) In einer Die bessere Stellung der Arbeiterwelt macht auch unsere Industrie Also nochmals: Das wissenschaftliche Bedürfniß steht auch für uns Reihe von Stadten sind besondere Beamte eingesetzt worden, aber beſſer und tüchtiger. In den letzten Jahren ist aber der Gang der fest. Nur über die finanzielle Seite werden wir uns noch tar es ist eine so verschwindend geringe Anzahl, daß sie nicht ins Gefozialen Reform ein überaus schleppender gewesen. Es ist nicht das werden müssen. Tempo, sondern die Temperatur, an der die soziale Gesetzgebung frankt. Was herrschte doch 1881-1893 für eine Begeisterung und dabei doch ein ausgesprochen christlicher Geist! Die Losung lautete: So viel Glück für Alle schaffen, als auf dieser armen Erde überhaupt möglich ist. Damals war die Forderung der Sozialgesetz gebung eine Gewissenssache, für unsern alten Kaiser, für unsern jungen Kaiser. Jetzt ist eine gewisse Stälte eingetreten. Mit einem falten Herzen kann man teine Reform machen. Aber die Sozialdemokratie! Wir können, das gebe ich zu, die Sozialdemokratie in unserem Staatskörper nicht brauchen. Betrachten wir einmal die geschichtliche Entwickelung: Die englische Sozialdemokratie hat eine blutige Revolution gemacht, der deutsche Liberalismus hat eine Revolution geniacht, die deutsche Sozialdemokratie hat aber noch keine Revolution gemacht, sie hat blos immer damit gedroht. Und jetzt hat sie eingesehen, daß bei diesen beständigen Drohungen nichts herauskommt; sie hat einen vollständigen Frontwechsel durchgemacht; auf dem Stuttgarter Parteitag hat Herr v. Vollmar gesagt: Die Kommunarden hätten dem Vaterlande besser gedient, wenn sie geschlafen hätten. So entwickelt sich jetzt die Sozialdemokratie positiv. Herr Schippel ist ganz offen für Schutzzoll eingetreten. Das ist doch immerhin ein Anfang, und nichts ist gefährlicher, als den Gegner durch solche Maßnahmen, wie Umsturzgesez, Vereinsgesetz oder das Gesetz, das uns bevorsteht, wieder in jene alte Richtung hineinzutreiben. Herr Graf Posadowsky warnte vor nervösem Dilettantismus, Derartige Anträge entspringen gerade einem nervösen Dilettantismus.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Man wußte, daß sie nicht durch gehen werden, wozu also diese Erregung der Gemüther hervorrufen? Der Terrorismus der Arbeiter ist gewiß sehr zu beklagen. Mehr noch als die Bedrohung der Arbeitswilligen vielleicht der Terrorismus in fittlicher, in religiöser Hinsicht. Es ist mir durch Viele bezeugt worden, daß unsere Arbeiter nicht den Muth haben, ihre religiösen Pflichten zu erfüllen, weil sie dann von ihren Kollegen verachtet und verspottet werden.( Lachen bei den Soz.) Der betreffende Abschnitt des Unfallversicherungs- Gesetzes ist Abg. Horn- Sachsen( Soz.).: Wir haben es gestern erlebt, wie durch die Einstimmigkeit weiter wurf fand sich dieser Punkt gar nicht, ichließlich ist er angenomment ja nur auf sozialdemokratische Anregung entstanden. Im ersten Ent Kreise des Volkes ein Gesetz verurtheilt wurde, welches seit 1892 worden, aber nicht ganz in unserem Sinne, deshalb mußten wir besteht, sich aber nicht bewährt hat. einig, daß das Gesetz ganz abgeschafft oder stark abgeändert werden Ausführung des Gesetzes den Berufsgenossenschaften zu überlassen, Darüber waren alle Redner dagegen stimmen. Der Hauptfehler war der, die Kontrolle und müßte. Und auch der Staatssekretär, Herr Graf Pojadowsky, hatte also den Unternehmern selbst. Was haben die Unternehmer denn dagegen nichts einzuwenden. Wenn man das fieht, dann begreift geleistet? Sie haben eine Anzahl Unfallverhütungsvorschriften er man es nicht, warum nicht auch auf andere Wünsche dieselbe Rück- lassen, das ist ja ein billiges Vergnügen. Papier ist geduldig. Aber sicht genommen wird, wie auf die der Weinproduzenten und Wein- für die Durchführung der Vorschriften haben sie nicht gesorgt. Es trinker. Es fiel hier das goldene Wort: Wo ein Wille ist, da ist ist ein reiner Hohn und Spott auf die Unfallverhütung, was die auch ein Weg. Ein anderes Wort sagt: Was dem Einen recht ist, Berufsgenossenschaften geleistet haben.( Sehr richtig! bei den ist dem Andern billig. Warum verfährt man nicht danach? Dasselbe Sozialdemokraten.) Die Arbeiter müssen auf waclige Gerüste, zer Recht wie die Weinproduzenten und Weintrinker haben auch die brechliche Leitern steigen, es kümmert sich niemand darum, ob Arbeiter. Aber wenn es sich darum handelt, deren wirthschaft- sie sich die Schwindsucht holen, wenn sie bei offenen Fensterit liche und politische Rechte zu schützen, da hört man stets, das ist im Winter arbeiten müssen. gar nicht nothwendig, den Arbeitern braucht man nicht mehr Rechte 203 806 Versicherten haben überhaupt keine solchen Vorschriften erDrei Berufsgenossenschaften mit zuzugestehen, die Rechte der Arbeiter sind ohnehin schon viel zu weit lassen. Beamte sind nur in geringer Zahl zur Kontrolle angestellt. gediehen. Bei der einen 3, bei der anderen 4-6, bei derjenigen, die am Ich will mich heute nur mit einer speziellen Seite des all- meisten Beamte hat, der rheinisch- westfälischen Bauberufsgenossenschaft, gemeinen Arbeiterschußes beschäftigen, mit dem Schuß der Arbeiter find 12 Beamte angestellt. Aber auch hier kommen auf jeden in der Glas- und Porzellan- Industrie. Redner giebt hierauf Kontrolleur 1638 Betriebe mit 69 000 Arbeitern. Man wird die eine detaillirte Darstellung der Zustände in der Glasbranche. Die Unzulänglichkeit der Kontrolle alfo zugeben müssen. Es ergiebt sich Glasindustriellen haben stets geleugnet, daß ihre Industrie die hieraus, daß die Unternehmer nicht den guten Willen haben, etwas Gesundheit der Arbeiter schädige. Derartige Behauptungen werden aber durch die Pragis täglich widerlegt. Und zwar haben gerade einfach versäumt. Herr Bödiker jagte seiner Zeit zu einer Deputation zu thun. Sie hatten zehn Jahre Gelegenheit, sie haben fie bürgerliche Sozialökonomen da die meisten Beweise geliefert. Der der Bauarbeiter. Ich erkenne die Nothwendigkeit des gesetzlichen fast undurchsichtige Staub, der stets in der Werkstatt herrscht, Eingreifens zum Schuße der Bauarbeiter durchaus an und bin per bedeckt in wenigen Minuten die Lunge, verursacht einen fönlich erbötig, Alles zu thun, was in meinen Kräften steht. Er hat beständigen Hustenreiz, der die Arbeiter quält und aufreibt. Ein diese Zusage dann noch schriftlich wiederholt. Geschehen ist aber Arzt, Dr. Holländer, der chemische Untersuchungen in solchen Werk- nichts. Die Deputation war auch beim Reichskanzler. Am Schlusse stätten angestellt hat, hat die Gefährlichkeit des Aufenthalts in diesen der Unterredung wurde ihr gesagt: Wir haben mit großem Interesse Räumen nachdrücklichst konstatirt. Aus allen Glasbezirken hören wir Ihre Wünsche verfolgt. Haben Sie Vertrauen zur Regierung, dann dieselben Urtheile. Ich weise Sie auf die Broschüre des Kollegen wird sich Alles machen! Ja, was sich da gemacht hat! Die Ver Schoenlant hin, der den Nachweis geführt hat, wie schlimm hältnisse sind da nach keiner Richtung besser geworden. Das ergiebt es in den Quecksilber- Spiegelbelegen aussieht. Die bestehenden sich aus der Zahl der Unfälle, aus den vielen Prozessen, die gegen Ich habe in den letzten Monaten von großen Strafen gelesen, Schutzvorschriften reichen in gar keiner Weise aus, sie bedürfen einer Unternehmer stattfinden, die gewissenlos es an den nöthigen Schutz die Arbeiter für ihre Bedrohung Arbeitswilliger erhalten haben. Umgestaltung von Grund aus. Die sanitären Verhältnisse in diesen vorrichtungen fehlen ließen. Ein Charakteriſtikum will ich Ihnen Und da habe ich das Gefühl bekommen, daß wir doch nicht so Betrieben sind geradezu jammervoll; infolge des ungenügenden Lichtes, für Gesinnung in schwach dastehen. Aber der Terrorismus ist doch nicht blos in der der schlechten Ventilation, des stetig vorhandenen Schwefeldunftes In einer Petition an den Reichstag ist der Wunsch aus den Unternehmerfreisen anführen: Sozialdemokratie vorhanden. In weiten Kreisen des Volkes, und und des Aschenstaubes find Rheumatismus, Katarrh, Schwind- gesprochen worden, daß für die fahrlässige Tödtung die Festungshaft gerade in den fittlich, religiös und monarchisch empfindenden ist man fucht unter den Arbeitern außerordentlich verbreitet. fich noch garnicht flar darüber, ob die eigentliche Wurzel unseres einer Nach neben der Gefängnißhaft zugelassen werden solle!!! Jeder Kom Statistit beträgt die durchschnittliche Lebensdauer mentar ist da wohl überflüssig. Elends die Sozialdemokratie oder die Plutokratie ist. Wenn eines Arbeiters in den Glashütten und Porzellanfabriken wir gegen die Gewaltthätigkeiten der Arbeiter vorgehen, so müssen nur Eine Uebersicht über die Verhältnisse auf den Berliner Bauten 35 Jahre.( Hört, hört! bei den Sozialdemo- zeigt zur Genüge, wie die Sachen stehen. Dabei muß man noch wir auch die der Synditate, der Ringe bekämpfen, traten.) Redner führt noch verschiedene Fälle an, die ein grelles berücksichtigen, daß hier große Bauarbeiter- Organisationen bestehen, dann müssen wir die Arbeiter auch schützen gegen schwarze Licht auf die ganz ungenügenden Einrichtungen für Leben und Ge- die mit den Mißständen doch bereits so weit aufgeräumt haben, als Listen, auch gegen Arbeitslosigkeit, dann dürften wir sundheit der Arbeiter in den Glashütten und Porzellanfabriken sie nur konnten. Und auch da sind noch bei mehr als 1/3 aller auch nicht die Meinung aufkommen lassen, daß Alles nur im Inter- werfen. Ebenso schlecht steht es mit dem wirthschaftlichen Schutz der Bauten auch nicht die elementarsten Unfallvorschriften durchgeführt. esse der Arbeitgeber geschieht. betreffenden Arbeiter. Die Arbeitsordnungen enthalten oft Bestim- Nur bei 85 Bauten war ein Kasten mit Material für die erste HilfeEs ist wahr: Die Streits der letzten Zeit haben zugenommen, mungen, die geradezu ungefeßlich sind. Redner beweist auch dies an leistung vorhanden, bei 253 war davon gar keine Rede. Der Herr wenigstens an Anzahl, wenn auch nicht an Zahl der einer Reihe von einzelnen Fällen. So sollen Schulden an den Staatssekretär v. Posadowsky hat selbst hier im Reichstage erklärt: Streifenden. Und die meisten, etwa 63 pct., sind für die Streifenden Kantinenwirth mit dem Arbeitslohn bei Lösung des Arbeits- die Zustände im Baugewerbe sind schlecht, die Klagen find durchaus günstig verlaufen. Da waren aber auch Streits darunter, bei denen verhältnisses verrechnet werden, während doch die Gewerbe- berechtigt; wir haben uns entschlossen, von Reichswegen eine Aufman wirklich sagen kann, daß die Sympathien Aller auf Seiten der Ordnung bestimmt, daß in soliden Fällen der Lohn ohne Weiteres forderung an die Einzelregierungen ergehen zu lassen zur strengeren Streitenden standen. Ich erinnere nur an den großen Mäntel- und ohne Abzug ausbezahlt werden muß. Also nicht einmal die Durchführung des Gesezes. Das klingt ja sehr arbeiterfreundlich. näherinnen- Streit. Da muß man doch sagen: an sich find Streits geringen geseglichen Bestimmungen zum Schutz der Arbeiter, die Aber was für einen Zwed sollte denn diese Aufforderung haben? nicht so ohne Weiteres zu verwerfen und am allerwenigsten gar als bereits bestehen, werden von den Unternehmern beachtet. Sehr Wenn die Einzelregierungen etwas hätten thun wollen, warun efrios zu bezeichnen. Auch ist der Schaden für unsere Industrie drückend ist ferner die Bestimmung, wonach die Arbeiter nur das haben sie es denn nicht gethan? Das Recht dazu hatten sie ja steta. nicht gar zu groß. Von den 2 000 000 000 Arbeitstagen sind Recht haben, die ihnen angewiesenen Arbeiterwohnungen eine so-( Sehr richtig! bei den Soz.) Zum Theil haben sie sich ja auch etwa 1 250 000 verloren gegangen; das ist doch wenig genamite Wohlfahrtseinrichtung der Unternehmer- an bestimmten Mühe gegeben; z. B. hat die bayerische Regierung am 27. November genug, vom Standpunkt der Volkswirthschaft aus betrachtet. Terminen zu fündigen, während sie drei Tage nach Lösung des 1895 den ersten Versuch dazu gemacht; aber schon am 20. Oktober 1897 Die Arbeiterorganisationen sind ein werthvolles Mittel zur Ver- Arbeitsverhältnisses feinen Anspruch mehr auf diese Wohnung haben. mußte eine neue und verschärfte Berordnung erlassen werden. Und hütung von Streits, wie England beweist. Wir halten daher die Zudem müssen sie die Miethe vierteljährlich vorausbezahlen, gehen auch jetzt wiederum heißt es dort: all das genügt nicht, es muß Schaffung einer Arbeitervertretung im Sinne der Februarerlasse für aber trotzdem der Wohnung verlustig, sobald die Lösung des Arbeits: mehr geschehen. Und die preußische Regierung, was thut denn die? ganz unerläßlich, vor allem darf auch der Gefeßentwurf betreffend verhältnisses eintritt, auch wenn das vorausbezahlte Quartal noch Und was hat sie seit dem Ersuchen des Herrn Staatssekretärs ge die Berufsvereine nicht wieder auf die lange Bank geschoben werden. nicht verflossen ist.( Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) than? Ich habe vergeblich den Etat durchstudirt, ich habe keinen Wir wollen gewiß ein friedliches Zusammenwirken der Unternehmer- Endlich will ich doch noch bemerken, daß auch die Innehaltung Bosten für eine kräftige Durchführung des Bauarbeiterschutzes in und Arbeiterorganisationen, aber gesonderte Arbeiterorganisationen der Sonntagsruhe in den Glashütten und Porzellanfabriken den einzelnen Landestheilen gefunden. find durchaus nothwendig, haben doch auch in früheren Zeiten noch sehr viel zu wünschen übrig läßt. Eine Sonntagsruhe von Gefellen Vereinigungen bestanden. Ein gewisser relativer Gegen vier bis fünf Stunden kann überhaupt nicht als eine solche bezeichnet satz zwischen Kapitalisten und Arbeitern kann eben nicht geleugnet werden. Auch die Arbeiter haben ein Recht, ihre Interessen zu wahren. Weder Kirche noch Staat allein können die vorhandenen Uebel Verkümmern Sie dem Arbeiter das Koalitionsrecht, so nehmen Sie von Grund aus beseitigen, wenn nicht die sittliche Grundlage des ihm die Möglichkeit, gegen solche Zustände sich zu wehren.( Bravo! Staates, das Familienleben gesichert ist. Leider aber find eine große bei den Sozialdemokraten.) Wir sollen Vertrauen zur hohen Regierung haben. Wir haben Menge von Frauen heute gezwungen, den Tag über in der Fabrik Abg. Hoch( Soz.): es gehabt. Und die Folgen? Nach jener Unterredung mit dem zu arbeiten. Auch die sittliche Erziehung der Juden( stürmische Der bisherige Verlauf der Debatte über die Sozialpolitik hat Direttor des Reichs Gesundheitsamtes erhielt die Deputation ein Heiterkeit) ich bitte um Entschuldigung, wenn ich mich versprochen ergeben, daß mit der Art, wie die Regierung Sozialpolitik treibt, Schreiben des Juhalts: Die bei jener Angelegenheit zu Tage geder Jugend natürlich, ist von nicht zu überschäßendem Werth. eigentlich kein Mensch im Hause, von Herrn v. Stumm und der tretenen Mißstände sind dem Reichsamt des Junern als Material Ich appellire an das Gewissen aller Stände, mitzuwirken an dem Rechten etwa abgesehen, vollständig einverstanden ist. Auf den für eine eventuelle Revision des Unfallversicherungs- Gesetzes über Ausbau der Sozialreform auf sittlicher christlicher Grundlage. Grafen Posadowsky scheinen aber die Beschwerden, die hier wiesen worden. In dem Entwurf jener Novelle war aber von all vorgetragen wurden, eigentlich gar keinen Eindruck gemacht diesen Dingen nicht im Geringsten die Rede. Und als dann in der Ich möchte an die Reichsregierung die Anregung richten, daß teine Ursache vorliege, daß die Reichsverdrossenheit höchstens wurden, da wurden diese sämmtlich abgelehnt. zu haben. Er hat erklärt, daß zur Unzufriedenheit gar Kommission von den Sozialdemokraten entsprechende Anträge gestellt Deutschland endlich der internationalen Union zum Staatsverdrossenheit sei; Berdrossenheit darüber, daß der Sie sehen: die Arbeiter haben Alles gethan, was sie nur thum Schuß des gewerblichen Eigenthums, der sogenannten Staat, an den unerfüllbare Wünsche gestellt würden, nicht alle zu fonnten. Sie haben sich nicht damit begnügt, die Mißstände aufzu internationalen Patentunion beitreten möchte. Außer Deutschland ge befriedigen vermöge. Gewiß fordern manche Leute mehr, als der decken; sie haben ganz positiv an ihrer Beseitigung mitarbeiten hört zur Zeit mir Rußland noch nicht zu dieser Union. Redner geht Staat leisten kami. dann auf einige Mängel des Gesetzes gegen den unlauteren mühungen, die Sozialdemokratie zu vernichten. Ich denke dabei an seine vergeblichen Be- wollen. Das Verlangen nach einer strengen Beaufsichtigung der Für die Arbeiter Bau- und Arbeitsplätze, der Gerüste 2c. ist durch einen Beschluß des Wettbewerb ein. So hatte ein Buchhalter einen Brief mit einer aber hat das Wort des Grafen Posadowsky gar keine Geltung. Reichstages der Regierung offiziell vorgelegt worden. Im Anschluß Offerte an einen anderen Kaufmann geöffnet und diese Offerte dann Sie wissen genau, was sie vom Staat zu fordern haben an die Berathung einer Petition des Arbeiters Josef Fischer aus für sich nuzbar gemacht. Nach dem Wortlaut des§ 9 Abs. 2 dieſes und bestehen darauf, daß er seine Versprechungen auch erfüllt. München erklärte Bebel: Angesichts der geradezu ungeheuerlichen Gesetzes konnte er aber nicht verurtheilt werden, weil durch diesen Wenn aber ihre bescheidensten Forderungen nicht erfüllt Thatsachen müsse die Petition dem Reichskanzler als Material zu nur die unrechtmäßige Erlangung, nicht aber Verwerthung von Ge schäftsgeheimnissen mit Strafe belegt wird und der Buchhalter nach werden, haben sie wahrhaftig Grund zur allerſtärksten Unzufrieden- einer künftigen Aenderung des Unfallversicherungs- Gesetzes überwiesen heit. Ich will das an einem wichtigen Fall nachweisen, der eine werden. An diesem Tage traten die Redner der verschiedensten weisen konnte, daß er nur aus Versehen den Brief geöffnet hatte. Million deutscher Arbeiter betrifft. Hier hat die Re- Parteien auf und erklärten sämmtlich ihr volles Einverständniß mit Redner führt aus seiner Erfahrung noch eine Anzahl ähnlicher Fälle gierung eine Forderung nicht erfüllt, deren Berechtigung von feiner dem Inhalt der Petition. Der Antrag Bebel wurde einstimmig an an, die die Unzulänglichkeit des Gesetzes beweisen sollen, und wünscht Seite bestritten wird. Alle Parteien des Hauses stimmen darin genommen. Und was geschah hierauf? Der Reichskanzler entsprechende Abänderungen. Sehr erwünscht wäre eine amtliche überein, daß die Gewerbe- Aufsicht an sich eine überaus segensreiche hat veranlaßt, daß eine Erhebung angestellt werde. Aber eine Uebersicht über die bisherigen Wirkungen dieses Gesetzes. Einrichtung ist. Um so weniger können es die Bauarbeiter be- Erhebung, wie sie eben nur in Deutschland möglich ist, wie sie it greifen, daß sie bis heute von der Gewerbe- Aufsicht ausgeschlossen der ganzen zivilisirten Welt einfach unmöglich ist. Wer wurde bei sind und daß die Regierung ihr Versprechen nicht erfüllt hat. dieser Erhebung gefragt? Die Arbeiter überhaupt nicht! Nur die Berufsgenossenschaften, die doch gezeigt hatten, daß sie nicht helfen wollten. Und noch mehr: Es gab bereits eine Anzahl Städte, in denen die organisirten Arbeiter von der Verwaltung eine Bauaufsicht erzwungen hatten: z. B. Frankfurt, Mülhausen. Dir'e Berwaltungen gerade hat man nicht befragt. Warum? Weil m..t unbequeme Antworten vermeiden wollte; denn die Aufsicht hat sich werden. habe Abg. Dr. Müller- Meiningen( frf. Volksp.): Abg. Böckel( wild. Ant.) befürwortet die Einrichtung einer deutschen Nationalbibliothek. Es ist sehr bedauerlich, daß sich as deutsche Volk noch nicht zu einer Wir haben die Gewerbe- Aufsicht etwa seit 1878. Damals wurde Massenpetition für dies natio. ale Werk begeistert hat, wie es Frank- an die Bauarbeiter nicht gedacht. Erst im Jahre 1890/91 hat man reich und England längst aben. Die einzelnen Landes- und Ihnen versprochen, sie unter die Gewerbe- Aufsicht zu stellen. Ob Provinzialbibliotheken sind ni. jt in der Lage, die Werke der deutschen wohl fast 10 Jahre darüber verflossen sind, ist das Versprechen noch Literatur gesammelt aufzuftapeln. Viele Schäße der Literatur gingen nicht erfüllt worden. Die Folge davon ist, daß die Einrichtungen, sogar ganz verloren, weil sie in keiner Bibliothek Aufnahme fänden. welche für den Schutz des Lebens und der Gesundheit der BauDa sieht man aber wieder, was das mit dem Ueberweisen an die Einzelregierungen auf sich hat. Da tönnen die städtischen Vers waltungen schon besser eingreifen. Einige von ihnen haben etwas gethan; aber das sind ja nur verschwindend wenige Fälle. Was die Arbeiter verlangen und was sie brauchen, das ist genaue Kontrolle überall. M Hier ist viel von der kaiserlichen Botschaft gesprochen worden. Uns geht sie ja nichts an. Wir stellen unsere Forderungen, weil wir sie für nothwendig erachten. Aber das werden Sie ja doch alle zugeben müssen, daß der Bauarbeiterschutz unbedingt dazu gehört. ( Beifall bei den Sozialdemokraten.) Staatssekretär Graf Posadowsky: V Abg. v. Heydebrand( f.): Es handelt sich doch sehr gut betwährt. Da müssen sich doch die Arbeiter sagen: 1 sonnenheit und Ruhe ihr gutes Recht zu verfechten.( Sehr richtig!| ständlich; denn zu diesen Erweiterungen sind stets Anleihen aufDiese Erhebung zeigt nur, daß man die Sache hinans- bei den Sozialdemokraten.) Wie steht es aber mit dem Terrorismus genommen worden. schleppen will. der Unternehmer in Lübeck? Ein Former war auf einer Eisengießerei beschäftigt, die Lübecker Maschinenbau- Anstalt bot ihm bessere Arbeit und höheren Verdienst an. Der Mann wollte seine Lage ver- erheben, als ob Ganz entschieden müsse er gegen die Meinung Einspruch bessern, gab die alte Stelle auf und nahm die neue an. Es ist doch nur das Begnadigungs- und Bestätigungsrecht tein Terrorismus, wenn ein Arbeiter seine Lage verbessern will sei als Regierungsakte aufgefaßt werden können. Das ganz undurchführbar. Was aber thaten die Unternehmer? Am 4. Juni 1897 richtete durchaus persönliches Recht, und wohin kämen wir, wenn wir die Das Begnadigungsrecht sei ein der Lübecker Arbeitgeberverband ein Schreiben an die Lübecker persönlichen Angelegenheiten, die bei Bestätigungen in Betracht Gestatten Sie, daß ich bei der vorgerückten Zeit auf die so leb- innerhalb dreier Monate den Former nicht zu be= Maschinenbau Anstalt, worin ihr aufgegeben wurde, kommen, etwa hier öffentlich diskutiren wollten. haften Ausführungen des Vorredners( Große Heiterkeit rechts) nur schäftigen( hört! hört! bei den Sozialdemokraten), weil er ohne Abg. Richter( frs. Vp.): furz erwidere. Ich habe bereits in der vorigen Session erklärt, daß jeden Grund die alte Arbeit verlassen hätte( hört! hört! bei den hätte, auf die Inhaber der Privat- Töchterschulen einzuwirken, die auch nach meiner Ansicht auf diesem Gebiete erhebliche Mißstände Sozialdemofraten). Ich möchte gern einmal die Meinung des Herrn nicht jüdische Schülerinnen aufnehmen wollen. Das habe Der Minister Bosse hat es so dargestellt, als ob ich verlangt vorliegen. Am 30. Juni 1898 habe ich ein längeres Rundschreiben Staatssekretärs über diesen Fall hören. Ist das hier in dieser Angelegenheit an die verbündeten Regierungen erlaffen, Terrorismus, oder ist das teiner?( Sehr gut! bei den Sozialdem.) ich nicht gethan, sondern nur daraus gefolgert, daß dann ein Bedas die Nothwendigkeit eines vermehrten Schutzes der Arbeiter auf Redner spricht weiter gegen Bemerkungen des Abg. Möller über die dürfniß zur weiteren Konzeſſionirung von Töchterschulen vorliegt. Es Bauten betont. Die Regierungen haben das Bestehen von Miß- Formerbewegung und kommt sodann auf die Erklärung des Staats- sei nicht angängig, meinte der Miniſter, daß jüdische Lehrermit ständen ausnahmslos anerkannt, ausnahmslos aber auch die Unter- fekretärs bezüglich einer neuen Seemannsordnung zu sprechen. denselben Kindern von Klasse zu Klasse durch die ganze Schule aufstellung der Bauten unter die Gewerbe- Aufsicht als unausführbar Er könne sein Bebauern über die Erklärung des Staatssekretärs stiegen. Das ist in Berlin überhaupt nur in drei Klaſſen vorgekommen. bezeichnet. Bauten entstehen ja täglich nicht nur in den großen nicht zurückhalten, daß eine neue Seemanns- Ordnung dem Hause nicht in Solche Vorkommnisse sind überdies jetzt durch die MiniſterialStädten, sondern auch in entfernten vom Verkehr abliegenden Orten. dieser, sondern erst in der nächsten Session zugehen soll. Die Frage ist bis zum 1. April 1899 von 54 jüdischen Lehrern 42 ihr Ordinariat Ein Bau verändert sich täglich; heute ist er ungefährlich, morgen kann längst spruchreif. Schon 1897 hat Herr v. Bötticher erklärt, daß verlieren müssen und nur 12 es behalten dürfen. verfügungen ausgeschlossen. Es handelt sich darum, daß möglichst er gefährlich sein. Da können die Gewerbe- Inspektoren keine Aufsicht die neue Seemanns- Ordnung das Stadium der Berathungen ver- also um eine generelle Maßregel, die geeignet ist, die jüdischen Lehrüben. Die Bau- Aufsicht kann nur durch lokale Organe ge- lassen habe und sich auf dem Wege zu den verbündeten Regierungen fräfte zu degradiren. Der Minister wandte ein, in Berlin feien führt werden. Im Rundschreiben wird weiter darauf hingewiesen, befände. Das ist jetzt zwei Jahre her. Graf Posadowsky meinte, die Schulen fonfessionell. Es find jetzt in Berlin 18 latholische ob nicht eine Verschärfung der Unfall- Verhütungs- daß man sich den Vorbereitungen zu der Südpolexpedition seit und 6 andere konfessionelle Schulen vorhanden. Vorschriften der Bau- Berufsgenossenschaften am Blake wäre. zwei Jahren widme. Die Schaffung einer Seemanns- Ordnung Die anderen Mehrere Berufsgenossenschaften haben eine solche Verschärfung bereits scheint wirklich schwieriger zu sein, Schulen find in dent Sinne als Volksschulen, die beschlossen, und das Reichsversicherungsamt hat diese neuen Vor- des Südpols?( Heiterkeit.) die Erforschung Kinder nicht nach der Konfession, sondern nach den Wohnschriften bestätigt. Im Rundschreiben ist weiter darauf hingewiesen, wichtige Vorlagen jo auf die lange Bank geschoben werden! orten eingeschult werden. An diesem Zustand Jm daß auch die Geſundheit der Bauarbeiter mehr geschützt werden müſſe 44 000 Seeleute warten darauf seit Jahren, daß dieses Gefeß dem jetzt. Der Frhr. v. Bedliß meinte, warum ich nicht die Verals bisher, daß z. B. die Arbeiter, die den inneren Auspuh des Reichstag vorgelegt wird. Die Aufgabe für die Regierung ist ja singer als Mitglied der Schuldeputation erwähnt hätte. Ja, ich jagung der Bestätigung des Reichstags- Abgeordneten Hauses besorgen, nicht bei Koatsfeuer oder in Räumen arbeiten auch nicht zu schwer. Herr v. Berlepich hat ja schon erklärt, daß müßten, die noch nicht mit Fenstern versehen sind. Ferner habe ich die neue Seemanns- Ordnung bereits im Jahre 1897 fertig gestellt habe noch ein ganzes Regiſter von Beschwerden. Außerdem tagt das Ersuchen an die Regierungen gerichtet, lokal- oder bezirks- worden ist.( Beifall bei den Sozialdemokraten.) heute ein Ausschuß der städtischen Behörde, um in dieser Frage polizeiliche Bau Vorschriften, wo sie noch nicht bestehen, alsbald Die Diskussion wird hierauf geschlossen. Titel I„ Staatssekretär" unser Eintreten für Herrn Singer gewiß nicht gelegen, denn wir weitere Stellung zu nehmen.( Hört! hört!) Im Wahlinteresse hat zu erlassen. Damit ist alles geschehen, was nach ist genehmigt. Lage der Sache geschehen könnte. Die Ausführung ist Sache ber: Einzelregierung, Zwang und Aufsicht ſteht dem Reiche auf hebung des Jesuitengeseges; 2. Fortsezung der Berathung traten und es hätte uns im Wahlintereſſe mehr an der Freundſchaft Nächste Sigung Mittwoch 1 Uhr( 1. Antrag Hompesch( 8.): Auf- waren damals bekanntlich in der Stichwahl mit den Sozialdemo diesem Gebiete nicht zu. Glaubt man, daß hier und da nicht genug des Antrags Agster( Soz.) betr. die obligatorische Einführung der der Konservativen gelegen. geschieht, so sind die Einzel- Landtage für solche Beschwerden der Gewerbegerichte; 3. Antrag Ridert( frs. Bg.) auf Schutz des mir zu antworten. Er hat sich einen Salat zurecht gemacht. Der Minister v. d. Rede hat bis zum Montag gewartet, um richtige Ort. Ich habe schließlich die verbündeten Regierungen noch wahlgeheimnisses; 4. Antrag Heyl( natl.) auf Einfegung( Zuruf: Salat ist nicht parlamentarisch! Heiterkeit.) ersucht, mir bis zum 1. April 1899 mitzutheilen, welche Maßnahmen einer Reichskommission zur Beaufsichtigung der mehreren Staaten kommt auf den jeweiligen Präsidenten an.( Große Heitersie auf diesem Gebiete ergriffen haben, damit wir die Gestaltung gemeinsamen Wasserstraßen. der Arbeiterschutzmaßregeln für die Bauarbeiter genau verfolgen tönnen. Ich bitte auch die Herren von der Sozialdemokratie, zunächst das Resultat meines Rundschreibens abzuwarten. = Abg. Augst fordert Einrichtungen zur Hebung der Lage der Tändlichen Arbeiter, besonders im Wohnungswejen. Staatssekretär Graf v. Posadowsky: Ich sehe nicht ein, wie man den Wunsch nach Arbeiterwohnungen von Reichs wegen erfüllen soll. Herrn Abg. Hoch möchte ich noch erwidern, daß vom Reichsamt des Innern die Anregung ausgegangen ist, daß die Bauunternehmer der Polizeibehörde Arbeiter präsentiren, welche die Kontrolle ausüben, und wenn der Polier die Ansprüche nicht erfüllt, die das Gesetz an ihn stellt, der Polizei davon Kenntniß geben können. Wir hoffen damit den Wünschen der Bauarbeiter entgegenAbg. Albrecht( Soz.): zukommen. er als Wo tämen wir hin, wenn Schluß 64 Uhr. Abgeordnetenhaus. 5. Sizung vom 24. Januar. 11 Uhr. rüttelt man Das teit.) Sehr schmachaft ist der Salat allerdings nicht geworden. Die Veröffentlichung des Schieß- Erlaffes im Borwärts" nennt der Minister unsauber. Wie kann er denn im selben Athemzuge ausführen, er hätte den Erlaß der Oeffentlichkeit unterbreiten wollen? ( Sehr richtig! links.) Wenn eingegriffen werden solle, müsse„ wirtfam" eingegriffen werden. Das ist doch blos ein Spielen mit Worten. Am Ministertische: b. Miquel, b. b. Rede. Denn es ist doch sehr die Frage, was im einzelnen Falle wirksamer Die erste Berathung des Etats wird fortgefegt. ist, sofort Scharfschießen und mit blanker Waffe hauen oder ein Abg. Freiherr v. Bedlin( fr.) geht auf die Ausweisung der Schreckschuß und ein flacher Hieb. Der Minister meinte, was fein Dänen näher ein; was dort gegen die Dänen geschieht, das ist Erlaß beabsichtige, sei das zweckmäßigste und humanste. Hat er die dänische Regierung gegen Deutsche anwendet. Die Kanalfrage darf Der Pastor Köhler hat da ausgesagt, daß er über das Verfahren verschwindend unbedeutend gegenüber den Maßnahmen, welche die Zeugenaussagen im Erfurter Krawallprozeß nicht gelesen? feinesfalls vom einseitigen Interessenstandpunkt aus beurtheilt werden. Der Polizeibeamten geradezu empört gewesen sei. Der Großgrundbesig ist eine sozialpolitische Nothwendigkeit im Osten beamten hätten rücksichtslos auf friedliche Bürger losgeschlagen, Die Polizeider Monarchie und wer sie beseitigen will, hat keine Ahnung von denen man es hätte ansehen können, daß sie am Krawall garnicht den dortigen Verhältnissen( Sehr richtig! rechts!). Jedenfalls müsse betheiligt waren, sondern nur nach Hause wollten. Er habe noch Es wird ja gewiß vielen von Ihnen( nach rechts) schwer werden, die Regierung Alles thun, um die Rentabilität des Getreidebaues einige Bassanten vor den Säbelhieben geschützt. Die Leute, die aus unsere Klagen anzuhören, aber ich mache Sie darauf aufmerksam, im Osten zu sichern und diesen maßgebenden Gesichtspunkt bei dem der Ferne von den jetzigen weittragenden Geschossen getroffen werden, daß ja auch wir Ihre Klagen über die Noth der Landwirthschaft an- Abschlusse von Handelsverträgen festhalten. hören müssen, die ja sehr häufig hier laut werden.( Sehr Waffen Erlaß des Ministers des Innern anbelangt, so ist die Was den werden dies Vorgehen ebenfalls wenig human finden. richtig links). Wenn Wenn Herr Stöder gesagt hat, Die Friedhofsfrage hätte doch im Handumdrehen gelöst werden fich, daß wir Sozialdemokraten nicht mehr so revolutionär einmal die Nothwendigkeit gegeben ist, die Waffe anzuwenden, da darüber konferiren müssen. Es war mir bisher unbekannt, daß sich freue Auffassung der Abgg. Richter und Rickert unverständlich. Wo fönnen. Der Minister sagt, es hätten erst verschiedene Ministerien find, sondern mehr reformatorisch wirken wollen, So muß es mit Nachdruck und vollem Ernste geschehen. über ein einfaches eisernes Thor verschiedene Ministerien ins Eintönnte ich mit Recht sagen, der ganze Reichstag scheint Was Herr Richter über die Dentmals und Oberbürgermeister- An- vernehmen sezen müssen und dazu über 8 Monate brauchen. Es muß fozialdemokratisch werden zu wollen. Es war ja hier ein förmliches gelegenheit mitgetheilt hat, beruht auf ganz privaten Aeußerungen da doch hohe Politik mit im Spiele sein. Der Zusammenhang zwischen Wettlaufen um die Gunft des armen Mannes bei allen Parteien. und machte deshalb den Eindruck der Taftlosigkeit. Allerdings ist die der Friedhofsfrage und der ausstehenden Bestätigung des Bürger Wie jazt in diesen Tagen, so stelle ich mir ungefähr die Stimmung Bestätigung der Kommunalbeamten ein Regierungsaft und die meisters soll grundloser Klatsch sein. Das ist tein Klatsch, denn bei im Hause war, als vor drei Jahren der Streit der Konfektions- entgegengesetzte Anschauung des Ministers könne er nicht billigen; der Unterrednung zwischen Lucanus und Kirschner waren auch arbeiter hier verhandelt wurde. Es wurde damals die Möglichkeit ebenso feien auch die Begnadigungen Regierungsatte. Das diszipli- andere Personen zugegen, auf die es ankommt, die gar keinen Anlaß der Krankheitsübertragungen durch Batterien ärztlich festgestellt. Ich narische Einschreiten der Regierung gegen Delbrück ist formelt hatten, falsche Gerüchte zu verbreiten. Uebrigens haben ähnliche glaube, die allgemeine Sympathie ist damals hauptsächlich der Furcht zweifellos gerechtfertigt; aber er ist ein zweifellos patriotischer Mann bedeutungsvolle Unterredungen zwischen dem Oberbürgermeister vor diesen Krankheitsübertragungen entsprungen( Lachen rechts), denn und man hätte ein Einschreiten lieber unterlaffen sollen. Gegen die 3 elle und dem Oberpräsidenten Achenbach stattgefunden. es herrscht heute noch das gleiche Elend, wie vor drei jüdischen Lehrerinnen in Berlin, darin stimme er mit Richter Jahren in der Konfektionsindustrie. Man sollte meinen, wenn alle überein, hätte man in milderer Form vorgehen können. Die Berliner ist es eine merkwürdige Entschuldigung, daß das betreffende AltenWas nun die lange Verzögerung der Bestätigung anlangt, so bürgerlichen Parteien einig sind, daß den gräßlichen Mißständen Schulen sind ja allerdings nicht simultan, aber eine mildere Braris hätte ftüd nicht eher hätte ausgefertigt werden können. Allerdings konnte abgeholfen werden muß, die bürgerlichen Kapitalisten müßten felbft sich wohl empfohlen. Herr Richter hat übrigens die Nicht- ia der Gewählte unterdessen sterben und dann hätte sich das etwas thun und nicht erst auf die Regierung warten. Aus der bestätigung Singer's als Mitglied der Schuldeputation Ministerium unnöthige Arbeit gemacht. Sind die Herren so Enquete geht hervor, daß die Arbeitszeit theilweise 16 Stunden nicht erwähnt. Der Grund ist leicht ersichtlich. Vor den Landtags- arbeitsschen?( Heiterkeit.) beträgt; 25 pet. der Krankheiten in dieser Industrie wahlen, als die Freifinnigen auf die Hilfe der Sozialdemokraten Grundsägen des Herrn Ministers sechs sechs Wochen mit der feien Krankheiten der Athmungsorgane. Aus meiner Kenntniß angewiesen waren, da traten fie für Herrn Singer ein. Jest nach Bestätigung warten müßte, so sind doch jetzt schon 5/2 Monate berder Dinge sage ich, das ist noch zu wenig, man fanm 50-60 pet. ben Wahlen brauchen fie feine Hilfe nicht mehr, und da heißt es ftrichen. Der Minister meint, es hätten erst langwierige Unterannehmen. Die Verordnung der Regierung hat ihren benn: Singer hat seine Schuldigkeit gethan, Singer kann gehen! redungen über diese Frage stattfinden müssen. 3wed nicht erfüllt, weil sie nur die größeren Wert( Sehr wahr rechts.) Wir werden mit allem Gifer darauf hinwirken, stätten berücksichtigt. Durch die Verordnung ist die Arbeit aus daß die Eisenbahnen die Grundlagen unseres nationalen Erwerbs den größeren Werkstätten in die Heimarbeit übergeführt worden. lebens werden.( Beifall.) So wußten sich die Unternehmer zu helfen. Die Regierung beruft Abg. Motty( Bole): sich nun darauf, daß die Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung maß gebend sein mußten. Reicht aber die Gewerbe- Ordnung nicht aus, thue, diene lediglich den Germanifiringszwecken. Alles, was man für die Förderung der Bildung in Polen fo hätte die Regierung die Initiative zu ergreifen, um diese schlechte nenne der Finanzminister das Bestreben nach Friede und Verföhnung! Und das Gewerbe Ordnung zu ändern. Es hat sich in der KonfektionsIndustrie nichts gebeffert, die übermäßige Heranziehung der weib- Der Finanzminister kämpft, um den Frieden des Friedhofes zu er langen. Dagegen protestiren wir Polen. Wie kann man von uns lichen Arbeitskräfte iſt allgemein. Der Bericht aus Württemberg Erfüllung unserer Pflichten verlangen, wenn man uns in dieser meldet, die Heranziehung der Heimarbeit wird dort systematisch Beise behandelt, wenn man uns das Theuerste, unsere Mutter betrieben. Und welchen Lohn erhalten diese Arbeiterinnen? Während der 14 Tage lang dauernden Lehrzeit gerade 50 Pf. pro Tag!( Hört!) Sprache, raubt. Was würden Sie thun, wenn man Ihnen derartiges Ein Unternehmer beschäftigt nur 120 bis 140 männliche und weib- zumuthete? Doch dasselbe, was wir jetzt thun; sie würden Wider liche Arbeiter in Wertstätten, dagegen etwa 400 in Heimarbeit. feierlich gegebenen Versprechungen der preußischen Könige; in allen Wir kommen immer darauf zurück, auf die uns ( Hört! hört 1) Meine Herren, wenn man weiß, wie vor drei Jahren diesen Urkunden wird den Polen Schutz und Hilfe in ihren nationalen hier im Hause eine so große Sympathie für die Opfer dieser Angelegenheiten augesichert. Wer an diesen Versprechungen rüttelt, der Industrie vorhanden war, und nun sieht, daß bis heute noch nichts rüttelt an den Grundlagen der Monarchie.( Lebhafter Beifall bei Greifbares zum Schuße dieser Arbeiterkategorie geschehen ist, so den Polen.) muß man wohl mißtrauisch werden, wenn in diesem Jahre wieder alle Parteien von ihrem warmen Herzen für die Arbeiter stand leisten. Wenn man nun auch nach den Fremde( Heiterkeit), über das man erst lange Nachforschungen Ja, ist denn der Herr Oberbürgermeister ein Mädchen aus der anstellen muß? Der Minister hat mit jeiner Behauptung, daß die Bestätigung oder Nichtbestätigung der Stritit des Hauses nicht unterstehe, von verschiedenen Seiten des Hauses Widerspruch wicht fällt, als dieser Herr nicht blos mit der parlamentarischen erfahren, auch vom Freiherrn v. Zedlig, was um so mehr ins GeAuffassung bekannt ist, sondern auch mit der ministeriellen Auffassung. Das ist der herbste Vorwurf, der den Herrn Minister treffen konnte.( Beifall links.) Wenn die Entscheidung nicht im Sinne des Herrn Rede ausfällt, so muß er die konstitutionellen Konsequenzen daraus ziehen, sonst degradirt er sich und sein Ministerium zu vortragenden Räthen.( Sehr richtig! links, Widerspruch rechts.) Gesinnung abgesprochen. Wohin soll das führen, wenn das so fort Den Gegnern der Ausweisungspolitit wird die nationale geht, daß die eine Seite des Hauses die andere einer geringeren nationalen Gesinnung bezichtigt? Wir werden dann zu solchen Erzessen kommen, wie wir sie in Wien und Paris ſehen.( Lärm. Bischen rechts, Beifall links.) Der Herr Präsident muß sich über die Grundsäge schlüssig werden, nach denen ein solches Anzweifeln von nationaler Gesinnung überhaupt zulässig ist.( Schr richtig! links.) Gerade weil ich das volle Bewußtsein von der Stärkung der Macht des Deutschen Reiches habe, bin ich der Meinung, wenn irgend ein der gegen diese agitirt. ist im fremden freundlich zu stellen und sie nicht durch ungerechte Vorwürfe zu und Gerechtigkeit zu theil werden zu lassen.( Lebhafter Beifall links. Zischen rechts.) tränken. Die Debatte wird geschlossen. Minister Dr. v. Miquel: Nach einer Reihe persönlicher Bemerkungen werden die üblichen Theile des Etats der Budget Kommission zur Vorberathung überwiesen. Mittwoch 11 Uhr: Interpellation Barth( frs. Bg.) betreffend die Ausweisungen in Nordschleswig. Abg. v. Standy( k.) gesprochen haben. Herr v. Posadowsth hat ein allmäliges Vor- wendet sich gegen Motty. Der H. K. T. Verein hat streng jedes gehen in der Sozialreform empfohlen, Nun, wenn sie dasselbe agressive Vorgehen zurückgewiesen. Nie haben wir die Vereinigung Tempo einhalten wollen, wie in der Konfektionsindustrie, dann der Polen in Vereinen bekämpft; Sie aber haben vom ersten werden allerdings noch Generationen darüber im Elend verkommen, sie thäten gut, fich den Staaten gegenüber, denen sie angehören, Nationalitäten, die seine Grenzen umschließen, Gleichberechtigung Noch Einiges über den Jahresbericht im Allgemeinen möchte ich fagen. Die Beamten im Reichsamt des Innern haben denn doch bei ihren Aufstellungen allzu sehr die rosa Farbe benüßt. So steht in dem Bericht über die Verhältnisse des Bezirks Anhalt, den ich Die polnischen Verhältnisse sind doch allmälig so weit bekannt vertrete, mur die Thatsache verzeichnet, daß die Arbeiter der dortigen geworden, daß es heute nicht mehr gelingt, die Polen als die Schultheiß- Brauerei des Herrn Röside eine gewisse Gewinnprämie Lämmer zu schildern, denen Unrecht geschieht. Daß man den Polen erhalten. Aus den Originalberichten, auf die uns ja Herr v. Posa- die Muttersprache rauben will, glaubt man auch in Polen nicht. dowsky verwies, ersieht man indeß, daß in Anhalt 1185 Betriebe Mit all Ihren Agitationen ist der Hintergedante der Lostrennung mit 24 000 Arbeitern der Gewerbe- Ordnung unterstehen. Was haben von Preußen verbunden.( Sehr richtig!) Aber das müssen Sie sich diese Arbeiter von den guten Verhältnissen in der Schultheiß doch sagen, daß eine Provinz, die kaum eine Tagereise von Berlin Brauerei? Der Gewerbe- Inspektor dort hat sich gewiß alle Mühe entfernt liegt, von uns bis zum letzten Blutstropfen vertheidigt wird gegeben, hat aber von den 1200 Betrieben nur zirka 300( Sehr richtig!) und auf ewige Zeiten mit uns vereinigt bleiben muß. revidiren können, während er selbst anerkennt, daß es nöthig( Beifall.) wäre, viele Betriebe unter fortwährende Kontrolle zu stellen. Was ist das für eine Gewerbe- Inspektion? Da muß eine Aenderung eintreten, wenn man überhaupt noch von sozialer Reform reden will. ( Bravo! bei den Sozialdemokraten.) Abg. Schwarz- Lübeck( Soz.): Abg. b. Eynern( natl.) Tokales. An die Gewerkschaften, sowie überhaupt an die Arbeiter und Parteigenoffen in Berlin und den Vororten richtet der Ausschuß widerspricht der Ansicht des Ministers v. d. Nede, daß die Beder Berliner Gewerkschafts- Kommission das Ersuchen, sich an der stätigung der Kommunalbeamten der Kritik des Hauses nicht unter- heute, Mittwoch Abend, erfolgenden Flugblattverbreitung ſtehe. Diese Bestätigung sei, wie auch die Begnadigung, ein pünktlich und zahlreich zu betheiligen, Ein jeder stecke eine Regierungsaft. Die Eisenbahn- Entwickelung hält nicht Schritt mit den wirthschaftlichen Bedürfnissen des Landes. Die hohen Kommunal- egitimation zu sich und melde sich an den unten bekannt gegebenen steuer- Buschläge im Westen der Monarchie seien eine bedenkliche Er- Stellen zur Hilfeleistung. scheinung; wie solle das erst bei einem wirthschaftlichen Niedergange Minister Dr. v. Miquel: werden? Der Abg. Möller- Dortmund hat die Behauptung aufgestellt, der Terrorismus der Arbeitgeber in Lübeck sei eine Folge des Terrorismus der Lübecker Arbeiter. Dieser Behauptung muß ich auf das Nachdrücklichste widersprechen. Die Lübecker Arbeiterschaft ist nichts weniger als terroristisch gesinnt. Wohl ist sie stolz auf ihr ent wickeltes Klassenbewußtsein und ihr Solidaritätsgefühl, aber sie hat Der Vorwurf, daß die Bahnerweiterung nicht genügend berücksichtigt eine viel zu gute Schule durchgemacht, als anders denn mit Be- werde so wie die Finanzen es wohl gestatteten, ist mir nicht verFerner wird der bekannte Beschluß der Berliner GewerkschaftsKommission nochmals bekannt gegeben: Bei allgemeinen öffentlichen Sammlungen für Streits giebt nur die Berliner Gewerkschafts- Kommission Listen heraus und sind dieselben dann mit dem Stempel der Berliner Gewerkschafts- Stommission versehen. 11 J. A.: Rud. Millarg. Listen ohne den Stempel der Kommission find zurückzuweisen, un- sirgend eben zeigen will; und dann schlagen sie drauf, bis fruhig zeigte, fekte fie das niedliche Thier dem Knaben als bekümmert um die Gewerkschaft, die eventuell Listen zu obigem alles mausetost ist und so friedlich- stille wie vorher! Ein paar Spielzeug in die Wiege. Das Kind schlief darauf ein und 3ivede herausgiebt. Nur die auf den Listen der Kommiffion ge- Mal bin ich dagewesen, bis ich's nicht mehr aushielt und aus der die Urgroßmutter betimmerte sich nicht weiter um dasselbe. fammelten Gelder werden öffentlich im Vorwärts" quittirt und Sigung lief, dem Präsidenten zurufend: Mann Gottes, der Tod Als nun die Eltern von dem Begräbniß zurückkamen, eilte durch die Kommission abgerechnet. ist in Deinem Topf!" Ich halt's mit dem grünen Wald statt mit Frau T. sogleich an das Lager ihres Söhnchens, wo sie munteren Seifensteder: ich würde alle meine Lieder verlernen. verscheuchte das Thier und wollte den Knaben in einer leidenschaftdem grünen Tisch mir würd' es da drin gehen wie Johann, dem den Hund auf dem Gesicht des Kindes liegend vorfand. Sie wer mich lieb hat, der beweint seinen alten Pastor, daß der das gerufenen Bewegung an fich pressen, brach aber ohnmächtig zuEr wurde Ober- Konsistorialrath. Ich gratulirte.„ Mein Sohn, lichen, durch das Begräbniß ihres verstorbenen Kindes hervornoch erleben muß." fammen, als fie gewahr wurde, daß sie in ihren Armen eine Leiche Die Atten wurden ihm in's Haus gebracht, als er stellvertreten hielt. Herr T. eilte nun mit dem Kinde zu einem Arzt, der aber der Feldprobst war. Der vortragende Hilfsprediger wird gemeldet. nur noch den durch Erstickung herbeigeführten Tod konstatiren konnte. Arbeiten der Feldprobstei für mindestens eine Woche er daß ihn der Hund im Schlafe ersticht hat. Nun paß mal auf", sagte er luftig schmunzelnd, wie ich die Da der Knabe stets munter und gesund war, ist nur anzunehmen, Sie mal her- machen Sie mal das Dings auf! So wo soll lebige! Herein! Guten Morgen, mein Sohn. Die Aften! Kommen Der Ausschuß der Berliner Gewerkschafts- Kommission. Die Flugblatt Verbreitung erfolgt heute von folgenden Lokalen aus: Erster Wahlkreis, Abends 61/2 Uhr, bei Mörschel, Jüdenſtr. 35; Sommer, Grünstr. 20; Stodfish, Holzgartenſtraße 5; Glaue, Strauſenstraße 18; Sad, Franzöfifchestraße 6; Schmidt, Flensburgerstr. 24. Aber Herr Hofprediger, ich ich-" 3weiter Wahlkreis, Abends 7/2 Uhr: Sonheim, Gräfestr. 8; Müller, Gräfeſtr. 31; Ewald, Schönleinstr. 6; ich unterschreiben?" Raumann, Blücherstr. 42; Lüdke, Zoffenerstr. 10; 8ubeil, Lindenstr. 106; Saß, Markgrafenstr. 102; Lindemann, Morigstraße 9; Kizing, Belle- Allianceftr. 74; Faller, Ballasstr. 16; Werner, Bülowstr. 59. Dritter Wahlkreis, Abends 7 Uhr: Schnirber, Admiralstr. 21; Stramm, Ritterstr. 123;$ ornoff, Elisabeth Ulfer 52; Beutert, Stöpuiderstr. 38; Richter, Franzstr. 1, Ede Schmidstraße; Goßlau, Sebastianstr. 81; enz. Alte Jakobstraße 69; Ladewig, Kommandantenstraße 65; Wörner, Stüraffierstr. 10a; lid, Simeonstr. 23. " Ach, Sie wollen wohl Vortrag halten? Wollen Sie mich todt machen? Laffen Sie nur- es wird schon gut sein. 203- joll ich hierhin schreiben?" Hilflos wie ein Kind folgte er mit seiner breiten Feder dem Finger des„ Vortragenden", unterschrieb 6-12 Mal; in fünf Minuten war Alles wieder verschnürt. Er lachte übermüthig unb mun fein Wort mehr von diesen Dummheiten! Hier haben Sie eine Zigarre, nun erzählen Sie mal, wie es Ihnen geht." Da war er ganz Ohr und Herz. War der Vortragende fort, so fagte er: Sichst Du und dafür schlucken die Kerle das viele Geld; das ist doch schnell gegangen!" Baldeau des Eisenbahn- Regimenis Nr. 1 in Berlin. Der Flüchtling Nach dem Auslande defertirt ist fürzlich der Pionier Frig trug bei seiner Entfernung die Uniform des Regiments und hat diese Sachen einige Tage nach seiner Flucht aus Belgien seinem Truppentheil zurückgesandt. Kuponsfälscher versuchen zur Zeit gefälschte Kupons der 4 prozentigen unifizirten ägyptischen Anleihe" an den Mann zu bringen. Die falschen Scheine sind wenig geschickt gearbeitet, daher gerathen, die grüne Farbe matt und verwischt, was besonders auf auch bei genauem Ansehen leicht erkenntlich. Der Druck ist schlecht der Rückseite der Fall ist. Das beste Merkzeichen der falschen Kupons besteht darin, daß die Nummer durch elf schraffirte Striche hergestellt ist. Die Nummern der echten Scheine weisen nur zehn Striche auf. Fünfter Wahlkreis, Abends 7 Uhr: Knötsch, Hirten Straße 10; Wittschow, Kleine Hamburger- und Elsasserstraßen- Der neue Waffertarif. Der Ausschuß der StadtverordnetenDie Direktion des Luisen- Theaters schreibt uns, daß trop Ecke; Schmidt, Louisenstr. 5; Eichhorn, Greifswalderstr. 3 Versammlung zur Vorberathung der Magistratsvorlage wegen des( gestern erwähnten) Brandes die Nachmittags- Vorstellung, welche Kunow, Mendelssohnstr. 16. Herabjegung des Tarifs der städtischen Wasserwerke für die Ent- von 900 Personen besucht war, ruhig zu Ende gespielt wurde, ohne Sechster Wahlkreis, Abends 8 Uhr: Johannnahme von Leitungswasser hat in seiner letzten Sigung beschlossen, daß auch nur eine Person das Haus verlassen hatte. Ebenso fand Pfarr, Butligstr. 10; Schulz, Schwarzkopffstr. 11; Franz Regulativs der städtischen Wasserwerke wie folgt zur Feststellung zu in Abänderung des Magistratsantrages, den§ 2 des Tarifs und die Abendvorstellung in aller Ordnung. Gleinert, Müllerstr. 7a; Bachgänger, Swinemünder bringen: Die Berechnung der zu leistenden Zahlungen für ge Straße 96; Rosin, Schönholzer- und Ruppinerſtraßen- Ede; liefertes Wasser erfolgt unter Zugrundelegung folgender Preise: Es Hoppe, Aderstr. 145; Hermann, Putbuserstr. 45; Brint- find zu zahlen für jedes Vierteljahr, unabhängig von der Menge mann, Prinzen- Allee 21; Schönfeld, Fehrbellinerstr. 9, Ecke des verbrauchten Wassers der Einheitspreis von 15 Pf. für das Christinenstraße. Kubikmeter; außerdem eine Grundtage von 4 M. als ein Minimalbetrag für jedes Quartal, mithin 16 M. für das Jahr. 9 Die Parteigenoffinnen und Genossen werden darauf aufmerksam gemacht, daß am nächsten Sonntag im Kösliner Hof eine öffentliche Versammlung stattfindet, in der ReichstagsAbgeordneter Emil Rosenow über den Kampf der Frau um ihre wirthschaftliche und soziale Befreiung sprechen wird. Die Vertrauensperson der Berliner Parteigenoffinnen. Der Radfahrerverein„ Nordstern" hält am 28. Januar in dem gesperrten Lokal von Sachon, Müllerstr. 136, einen Mastenball und versucht dazu in Arbeiterkreisen Karten abzusehen. Die Parteigenoffen wollen dies beachten. Die Lokalfommission. Ein von Soldaten hochgehobener Pferdebahnwagen verurfachte am Montag an der Ecke der Chauffee- und Keſſelſtraße einen großen Auflauf, dem ein leider recht schwerer Unfall zu Grunde lag. Ein etwa vierzig Jahre alter Herr wollte auf den Vorderperron eines langsam fahrenden Pferdebahnwagens der Linie Reinidendorf- Charlottenburg aufspringen. Im Moment des Aufspringens tam aber von rückwärts her ein Postpacetwagen in flottem Eine Reihe neuer Verkehrsverbindungen ist für den äußersten Tempo angefahren. Da er sich nun zu dicht an den PferdebahnOften geplant. Dort hat sich um den neuen Viehhof herinn ein recht wagen hielt, so stieß er an den aufspringenden Fahrgast an und riß belebtes neues Stadtviertel gebildet, dessen Verkehr mittels der ihn zu Boden. Bei dem Fall gerieth der Mann mit dem rechten beiden vorhandenen Pferdebahnlinien Bentralviehhof- Morigplak Bein zwischen Vorderrad und Bremse und konnte nicht eher aus und Friedrichsberg- Dönhoffsplay keineswegs bewältigt werden seiner schrecklichen Lage befreit werden, als bis eine Anzahl„ Maiwesten fehlt. Das Gleiche ist bei den zahlreichen, an Bevölkerung wurde zunächst in das Haus Chauffeeftr. 30 getragen und dann fam, zumal jede Berbindung nach dem Norden, Nordwesten, Süd- fäfer" hinzusprangen und den Wagen hochhoben. Der Verunglückte ständig zunehmenden Straßen jenseits der Ringbahn, in der Fort mittels eines Krankenwagens in die Charitee transportirt. Der fegung der sog. Frankfurter Linden, der Fall. Um diesem Uebel- Kutscher des Wagens zog nach dem Unfall die Bremse an, um den stande abzuhelfen, sind zunächst ins Auge gefaßt: 1. Die Errichtung Wagen zum Stehen zu bringen, und hierdurch war dem BedauernsFreie Volksbühne. Die Generalversammlung am Donnerstag einer Omnibuslinie vom Neuen Biehhof nach dem Nenen Wartt, werthen, allerdings ohne direttes Verschulden des Kutschers, das Abend findet in Cohn's Festsälen statt, Anfang 8 Uhr. Frau 2. eine Verbindung vom Bahnhof Warschauer Brücke nach dem Bein unterhalb des Knie's zerquetscht worden. Dr. J. 3 adet hält einen einleitenden Vortrag über: Der Rosenthaler Thor über die Memelerstraße mit Anschluß an die literarische Werth der von der Freien Volts- elektrische Ringbahn, 3. eine noch nicht näher festgesetzte Linie zur bühne aufgeführten Stüde. Den zweiten Punkt der Verbindung des äußersten Osten mit dem Nordwesten. Tagesordnung wird der Geschäfts- und Kassenbericht des Borstandes und der Revisoren bilden. Der Eintritt ist nur Mitgliedern gegen Borzeigung der Karte gestattet. Sonntag Nachmittag 23/4 Uhr findet die Aufführung Wallenstein's Tod" für die 5. Abtheilung im Friedrich- Wilhelmstädtischen Theater statt. Der Vorstand. J. A.: G. Winkler. von etwa 18 bis 20 Jahren, das von der Möckernbrücke in den Den Tod im Waffer suchte gestern Vormittag ein Mädchen Landwehrkanal sprang. Die Lebensmüde wurde von Schiffern und Schußmännern gerettet und nach der Charitee gebracht. Die Schauspielerin Heidenreich aus Berlin und der Schauspieler Martens aus Charlottenburg, die vor einigen Wochen in Hamburg einem Landmann aus Dithmarschen 30 000 Mart stahlen und dann mit dem Gelde flüchtig wurden, sind in Paris verhaftet worden. Im Besize der Festgenommenen befanden sich noch 9000 Mart. Die Auslieferungs- Verhandlungen sind bereits eingeleitet worden. Der Besuch der voltsthümlichen Kunst- Ausstellung im BürgerDie Polizei gegen die leeren Droschken. Das Polizei- Präsidium hat dem Magistrat folgende PolizeiVerordnung zur Zustimmung unterbreitet: Auf Grund der§§ 5 und des Gesezes über die Polizeiverwaltung vom 11. März 1850 und der blümchen haben schon ihre blauen Köpfchen gegen das Licht gedreht. reich. Das Juteresse der Besucher ist offenbar im Steigen, das be= 6 rosa Blätter. Die faal des Rathhauses war auch am letzten Sonntag wieder sehr zahlweisen die zahlreichen Fragen, die von Frauen und Männern an Sonntags, Frizz Stahl, legte ein besonderes Gewicht darauf die Vortragenden gestellt werden. Der Vortragende des letzten den Fragestellern auseinander zu setzen, daß, wer Schlagworte wie: modern"," realistisch" u. s. w. im Munde führe, die er sich angelesen haben kann, sich von vornherein den naiven Genuß des stunstwerks zerstört. Besonderes Interesses erregten wieder die Grläuterungen Otto Felds über die Technik des Holzschnitts. Theater. Das Schiller Theater wiederholt heute zum ersten Aus den Nachbarorten. Buchdrucker im„ Lokal- Anzeiger" und Bericht unserer Stadtverordneten erfordert zahlreiches Erscheinen. Vertrauensmann. Schöneberg. Unentgeltliche Auskunft in Getverbegerichts- Angelegenheiten ertheilt für Schöneberg der Parteigenosse Gustav Däumig, Belzigerstr. 1, v. 4 Tr. Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht: den ordent Verleihung von Orden. Im Reichs- Anzeiger" steht zu lesen: lichen Professor in der philosophischen Fakultät der Universität Berlin und Historiographen der brandenburgischen Geschichte, Dr. Gustav Schmoller, sowie den Professor Dr. Joseph Joachim in Berlin nach stattgehabter Wahl zum stimmberechtigten Ritter des Ordens pour le mérite für Wissenschaften und Künste zu ernennen. Was haben die beiden Herren gethan, auf daß ihnen solches geschah? Die Vorboten des Frühlings haben sich schon jetzt eingestellt. In einigen Vorgärten sieht man den Seidelbaſtstrauch mit zarten, eifrige Leber§§ 143 und 144 des Gesezes über die Allgemeine Landesverwaltung vom Vieler Bäume Blattknospen beginnen saftig zu schwellen. 20. Juli 1888 wird für den Stadtbezirk Berlin mit Zustimmung des Blutbirnensträuche tragen an geschützten Orten einzelne entwickelte Gemeindevorstandes Nachstehendes verordnet:§ 1. Das Befahren der Leipzigerstraße, der Friedrichstraße und der Weidendammer Brüde sowie der Südseite der Straße Unter den Linden" einschließlich Menschenquälerei. Wenn man die Straßen der Stadt durchdes Lasiweges mit unbefepten Droschken ist während der Stunden wandert, hat man oft Gelegenheit zu beobachten, wie kleine schmächtige von 10 Uhr Vormittags bis 9 Uhr Abends grundsäglich verboten Bürschlein von 12-15 Jahren, Lehrlinge und Laufburschen sich mit und nur in der aus§ 2 sich ergebenden Art statthaft.§ 2. Droschten schweren Packeten oder schwer belasteten Handwagen abmühen, daß führer, welche in den genannten Straßen Fahrgäste abjeßen, müssen es zum Erbarmen ist. Oft nimmt sich das Publikum solcher armer diese Straßen bei der nächsten Querstraße nach rechts verlassen. Die Jungen an und ist ihnen behilflich noch viel öfter aber geht man male Shakespeare's Trauerspiel Othello, der Mohr von Venedig". Nach im§ 29 des Droschten- Polizeireglements vom 20. Januar 1873 ge- achtlos an ihnen vorüber; man ist eben an den Anblick solcher mittags geht Wildenbruch's Schauspiel„ Die Haubenlerche" als Freigebene Vorschrift, die nächste Haltestelle aufzusuchen, tritt außer Straft Menschenquälerei zu sehr gewöhnt, als daß sie besonders auffiele. Borstellung in Szene. Ueber die Billets zu dieser Vorstellung wurde bereits bezüglich derjenigen Haltestellen, die bei den genannten Straßen Ein für diese Art der Ausbeutung recht bezeichnender Fall ereignete verfügt. Am heutigen Mittwoch findet im Metropol Theater das links von der Fahrrichtung liegen. Droschtenführer, welche zur fich gestern Vormittag in der Nähe des Spittelmarktes. Dort nühte Benefiz für Herrn Eduard Steinberger statt, welcher in der Operette:" Die Abholung von Fahrgästen nach einer der genannten Straßen bestellt sich ein kleiner Schlosserlehrling feuchend ab, einen mit Eisentheilen kleinen Michu“ den Papa Michu ſpielt. find, dürfen in diese erst durch die nächste dem Beſtellort belegene beladenen Handwagen die Steigung der Getraudtenbrücke hinanQuerstraße einbiegen.§ 3. Der mittlere Fahrdamm des Leipziger zuziehen, während der biedere Meister gemüthlich feine Blazes darf von unbesetzten Droschten nicht befahren werden. Die Bigarre rauchend auf dem Trottoir nebenher ging. Einige Ausnahme des§ 2 findet hier keine Anwendung. Die Droschtenführer mitleidige Baffanten faßten mit zu und halfen dem Jungen den Schöneberg. Die Parteigenossen werden auf die morgen haben sich vielmehr unter allen Umständen auf dem Fahrdamm Wagen vorwärts bewegen. Als man die Mitte der Brücke erreicht Abend 8 1hr, in der Schloßbrauerei stattfindende Volksver= längs der Häuser zu halten.§ 4. Durch polizeiliche Bekanntmachung hatte, trat plößlich der ehrenwerthe Meister heran und schrie die sammlung aufmerksam gemacht( siehe Inserat in der heutigen kann das im§ 1 festgesetzte Berbot auch auf andere Straßen aus hilfsbereiten Männer an, was sie eigentlich an dem Wagen zu suchen Vorwärts"-Summer). Die beiden Punkte: Der Ausstand der gedehnt werden.§ 5. Zuwiderhandlungen gegen diese Polizei- hätten. Diese Nohheit machte das Publikum so erbittert, daß man verordnung werden gemäß§ 366 Nr. 10 des Strafgesetzbuches mit den sauberen Prinzipal gelyncht hätte, wäre er nicht durch die Polizei Geldstrafe bis zu 6 M. oder mit Haft bis zu 14 Tagen bestraft. in Schuß genommen worden. Ja, die Polizei hat ein wachsames § 6. Die Verordnung tritt am 1. Februar cr. in Kraft. Auge; fie fümmert sich auch darum, daß die Zugthiere nicht geNach unserer Meinung ist eine solche Verordnung weder für das quält werden. Wer aber steuert dem Unfug solcher Menschenquälerei? Bublifum, noch für die Droschkentutscher von besonderem Vortheil. Wer nimmt in unserm Zeitalter der" Humanität" diese kleinen Gerade in den von Fußgängern belebten Hauptstraßen der Stadt Sklaven in Schutz? ist den Kutschern vielfach Gelegenheit zum Verdienst gegeben, denn Ein Eifersuchtsdrama. In einer Kellerwohnung des Hauses Friedenau- Steglit. Heute, Mittwoch, findet in einer wichtigen eine just vorbeifahrende Droschte wird immer eher in Benutzung Hochstr. 29a lebte der frühere Schneider Friedrich Kunst zusammen Angelegenheit Flugblatt- Verbreitung statt. Treffpunkt genommen als eine, die erst auf dem Halteplatz aufgesucht werden mit der 35 Jahre alten geschiedenen Frau Marie Schneider geb. Abends 7 Uhr in Stegliz, Ahornstr. 15a, bei Schellhaſe, in muß. Und was die sonstigen Rücksichten auf Sicherheit und Be- Hoffmann und deren sechsjähriger Tochter. Das Verhältniß bestand& riedenau bei Grube, Kaiser- Allee 37. Barteigenossen! Es ist quemlichkeit des Verkehrs betrifft, die das neue Verbot etwa recht schon seit fünf Jahren. Kunst, der sich öfter betrant, hatte seinen Eure Pflicht, für pünktliche und zahlreiche Betheiligung Sorge zit fertigen sollen, so ist es bei der Breite der Berliner Straßen mit Beruf aufgegeben und war zuletzt Mülltutscher. Eine Schwester tragen. den Gefahren lange nicht so schlimm, wie in anderen Groß seiner Geliebten, Frau Nerlich aus der Hermsdorferstraße, ebenfalls Brit. Am Donnerstag Abend 81/2 Uhr findet im Landhaus, städten. Von den 4781 Unfällen, die hier im Jahre eine geschiedene Frau, kam häufig zu Besuch. Frau Schneider glaubte Chauffeestr. 97, eine Voltsversammlung für Männer und Frauen 1896 durch öffentliches und privates Straßenfuhrwert verursacht nun, daß Kunst diefer zuletzt mehr zugethan war als ihr selbst. statt, in der Reichstags- Abgeordneter Frik Zubeil über die Ver= worden sind, famen 429 auf Droschten, die wahrscheinlich meistens Daher gab es immer häufiger Eifersuchtsauftritte. Für diese rächte handlungen des deutschen Reichstages und die neue Militärvorlage besetzt gewesen sein werden. Den einzigen Vortheil hätten am Ende sich Kunst, indem er seine Geliebte prügelte, so oft er betrunken nach referiren wird. Zahlreichen Besuch erwartet die Schußleute, denen der Straßendienst erleichtert würde oder Haufe tam. Das Alles mußte das sechsjährige Mädchen mit ans Der Vertrauensmann, auch nicht. Denn die Aufgabe, auf noch mehr Fahrkontraventionen hören und ansehen. Vorgestern Abend war Kunst zu Hause. Als zu fahnden, würde die Polizeibeamten von der nützlicheren Bestim aber Frau Nerlich wieder zu Besuch tam, ging er mit dieser aus. berathung der Uebernahme einer Garantieleistung für den Charlottenburg. Der Stadtverordneten- Ausschuß zur Vormung, auf die Sicherheit der Straßenpassanten acht zu geben, offen- Später kehrte er auch mit ihr zurüd. Das versette feine Geliebte, Mittellandkanal empfiehlt der Stadtverordneten- Versammbar unnöthig abhalten. eine geistig etwas beschränkte Person, in die höchste lung, die Vorlage mit der durch das Schreiben des Berliner Intimes von den Trägern der Religion, die dem Volke Buth. Von gegenseitigen Schimpfereien tam es bald zu Thätlich- Magistrats bedingten Aenderung anzunehmen, dabei aber den erhalten werden muß. In den persönlichen Erinnerungen an den feiten. Frau Schneider schlug auf ihre Schwester und ihren Ge- Magistrat Berlin aufzufordern, bezüglich der von den Aeltesten der verstorbenen Hofprediger Frommel, die Th. Kappstein im„ Deutschen liebten ein, beide auf sie, das Kind lief schreiend in ihrer Woh Kaufmannschaft inzwischen bewilligten 15 000 m. jährlich eine VerWochenblatt" veröffentlicht, liest man: nung umber. In ihrer Buth ergriff endlich Frau Schneider ein theilung auf die Theilnehmer an dem Garantiebetrage von 9,4 pct. Bezeichnend für seine Auffassung der Predigt ist ein fleiner langes, abgeschliffenes Brotmeffer und rannte es ihrem Geliebten in in Erwägung zu ziehen, ferner bei den zuständigen Behörden auf Zug, den er mir einmal erzählte. Ein General fagt ihm die linke Brust. Frau Nerlich ergriff die Flucht und lief nach Hause, eine Beseitigung der durch die Spandauer Eisenbahnbrüden hervor ungnädig:" Sie müssen nicht so milde predigen, sondern die Stunft brach blutüberströmt zusammen und schleppte fich mühjam auf gerufenen Schifffahrtsheminiffe hinzuwirken, damit eine ungehinderte Kerls( die" Soldaten) ordentlich anfaffen und ihnen den Kopf seine in der Küche liegende Matrage, seine Geliebte ging wieder Durchführung der für den Mittellandkanal zulässigen Fahrzeuge waschen!" Darauf grommel:" Herr General, die Leute haben sechs an die Arbeit und kümmerte sich nicht weiter um den Schwer- ermöglicht wird. Tage in der Woche das schwarze Donnerwetter über sich; gestatten verlegten. Bis gestern Mittag lag der Mann hilflos da. Nun erst Der Bau der beiden städtischen Lehranstalten( Reform Sie mir, daß ich ihnen am siebenten ein Stückchen blauen Himmel erfuhren die Nachbarn die ganze Sache des blutigen Auftritts. Sie zeige." holten die Polizei des 92. Reviers, und diese ließ den Verwundeten gymnasium und Gemeindeschule) am Savygniplazz, der bereits im Auf Kirchenbehörden war er schlimm zu sprechen so mit einem Stopp'schen Rettungswagen nach der Charitee bringen. Juni 1897 beschlossen war, hat sich bisher verzögert, da die Regieschlimm wie auf die Verleger! Der im Ganzen fanfte Mann konnte Kunst war nicht mehr vernehmungsfähig; seine Verlegung ist lebens- rung in Potsdam, welche für die Gemeindeschule zulässig ist, das Projekt abgelehnt hatte. Das Projekt ist nunmehr ausgearbeitet in hellem Zorn auflodern, wenn er an die Konsistorien fam. gefährlich. Vom Schicksal hart betroffen wurden die in der Adalbertstraße Gemeindeschule in General- Entreprise billiger werden würde, als in worden. Der Magistrat will den Versuch machen, ob der Bau einer Ich erzählte ihm von der Ernennung eines ihm bekannten Geistlichen zum Konsistorialrath. Aber mein Gott", ruft Frommel, der wohnhaften Tümmler'schen Eheleute. Denselben starb in der ver- ber bisher üblichen Weise in Vergebung der Arbeiten in SpezialMann war doch noch immer ganz frisch!?" gangenen Woche eins ihrer beiden Kinder, ein zweijähriges Töchterchen. Submissionen. Die Schule soll einmal in General- Entreprise und Gehen Sie denn nicht mehr in die Sigungen als Konfiftorial- Während man die Kleine nun zu Grabe trug, ließen die Eltern das zweite Mal in der bisherigen Weise ausgeschrieben werden. rath?" fragte ich eines Tages. ihren nunmehr feinzigen Sprößling, einen 3 Monate alten Knaben, „ Konsistorium nein! Gott soll mich behüten! Keinen Schritt in der Obhut ihrer Großmutter zurüd. Die alte Frau, die für ge- Zur Erweiterung des Bahnhofes Charlottenburg beabsichtigt mehr! Weißt Du, was die da drin thun? Sie sißen an einem langen wöhnlich bei einer Schwester des Herrn T. wohnt, hatte ihren Hund, die Eisenbahn- Direktion Berlin einen Theil des auf der Südseite des grünen Tisch mit dürren flapfigen Fingern und passen auf, wo sich einen tieinen Seidenfpig, mitgebracht und da sich das Kind un- I Bahntörpers westlich von der Holzendorffstraße belegenen 17 Meter breiten P Benutzung genommen werden können. = Gerichts- Beifung. der darunter 4 den 4 fich der 7 Barallelweges in das eigentliche Bahnterrain einzubeziehen. Da die zug 3003 und dadurch das Schienengeleise auf eine Strede von schäftigte sich mit dent Streit ber Buchbruder im Berl Nordgrenze des Paralleliveges gleichzeitig Nordgrenze der 22,6 Meter über 1000 Meter demolirt, sowie ein Güterwagen beschädigt worden. Lokal- Anzeiger". Folgende Resolution wurde einstimmig an breiten Straße 17b ist, so ist infolge dieser Grenzveränderung zum Außerdem wurden erhebliche Verspätungen bei den letzten nach genommen:" Der Berliner Arbeiter- Verein verurtheilt auf das Zwecke der Beibehaltung der Straßenbreite von 22,6 Meter auch Ertner verkehrenden und dem ersten Frühvorortzuge nach Friedrichs- Entschiedenste das Vorgehen des Besizers des„ Berliner Lokaleine Veränderung der Fluchtlinie der Straße 17b erforderlich. Der hagen veranlaßt, da der Betrieb bis auf Weiteres eingeleifig erfolgen Anzeigers" gegen seine Arbeiter, spricht den ausständigen Buchdruckern Stadtverordneten- Versammlung ist für die nächste Sigung ein mußte. feine vollste Zustimmung aus und verpflichtet sich, dieselben mit allen Fluchtlinienprojekt für die Straßen 17b, 20b und 19b( tüstriner Straße) vom Magistrat vorgelegt. Der Lehrer H. aus Pankow, über dessen Selbstmordversuch zulässigen Mitteln zu unterstützen." wir berichteten, wird voraussichtlich am Leben bleiben. Die Kugel Die Lederarbeiter( Portefeuiller 2c.) hielten am Montag eine Rigdorf. Aus Nahrungssorgen hat sich der frühere Eisenbahn- ist aus dem Wundkanale durch eine Operation bereits entfernt start besuchte öffentliche Versammlung ab, in der Genosse A. HoffWerkzeugmacher, jezige Zigarrenhändler Karl Kniestädt aus der worden. Die Befürchtung, daß das Augenlicht des Verlegten ge- mann über das Thema:„ Auf was wir stolz sind" unter lebhaftem Hermannstr. 55, erhängt. Infolge eines erlittenen Unfalles war fährdet sei, hat sich leider bestätigt. Der Unglückliche ist auf beiden Beifall der Anwesenden referirte. Hierauf erstattete Brückner als St. gezwungen, aus dem Eisenbahndienste auszuscheiden, und da die Augen erblindet. Vertrauensmann Bericht über den Verlauf der Arbeitseinstellung bei ihm gewährte Unfallrente zum Unterhalte für sich und seine Familie der Firma Th. Marschall. Hier war der in der Lederwaarennicht ausreichte, so eröffnete er ein Zigarrengeschäft. Trozdem hatte Industrie fast allgemein herrschende Mißbrauch: die Heimarbeiter er stets mit großen Sorgen zu kämpfen, welche sein Gemüth schwer schlechter zu bezahlen als die in der Fabrik Beschäftigten, Ursache belasteten. Am Montag Abend entfernte er sich aus seiner Unter dem Zuchthauskurse kommt es zu recht drastischen An- des Streits. Während Herr Marschall, nebenbei angeregt durch Wohnung; er wurde am folgenden Morgen auf freiem Felde klagen. Wegen öffentlicher Aufforderung zur Körperverlegung in andere Fabrikanten, anfänglich den Vertrauensleuten gegen hat er an einem Statetenzaun einer Laube erhängt aufgefunden. idealer Konkurrenz mit Verlegung des§ 153 der Gewerbe- Ordnung über sich äußerst schroff ablehnend zeigte, Der Boykott des„ Berliner Verlaufe Lokal- Anzeiger", hatte sich gestern der Maurer Otto Sche Iste vor der I. Straf im Verhandlungen Forderungen der fich hier eines ausgedehnten Leserkreises erfreute, wird fammer am Landgericht II zu verantworten. Der Antlage lag fol- Arbeiter: gleiche Preise zu zahlen, nicht nur gefügt, sondern den mit ersichtlichem Nachdrucke betrieben. Aus einer großen gender Thatbestand zu Grunde: Am 1. Dezember v. J. hielten die Heimarbeitern eine Extravergütung von 2 pet. des Jahresverdienstes, Anzahl Gastwirthschaften ist das Blatt des Herrn Scherl be- Maurer von Steglit eine öffentliche Versammlung im Tiede'schen im allgemeinen einen Lohnaufschlag von 5 bis 8 pCt. bewilligt. reits spurlos verschwunden und auch von vielen Familien ist Lokale ab. In der Diskussion tam unter Anderem eine Streitfrage Die bereits eingestellten Streifbrecher wurden entlassen mit der BeDas Organ für Arbeitervergewaltigung abbestellt worden. zur Sprache, welche nur einen einzelnen Bau betraf, aber doch ge- bingung, daß die alten Arbeiter durchweg wieder beschäftigt werden. Sowohl die Lohn- und Arbeitsverhältnisse, als auch andere Miß- wissermaßen von prinzipieller Bedeutung war. Auf dem betreffenden Auch hierin mußte Herr Marschall nachgeben, weil seine an die Stände in der hiesigen Linoleumfabrit geben der Arbeiterschaft Bau arbeiteten 16 Bentralisten" und 5„ Lokalisten". Erstere zahlten streitenden Arbeiter gerichteten Drohbriefe keinen Erfolg hatten. au lebhaften Klagen Veranlassung. Eine Voltsversammlung wird ihre Beiträge an die Zahlstelle in Steglitz und verlangten, daß Der kurze Ausstand endete mit einem völligen Sieg der jich in nächster Zeit mit diesen Dingen zu beschäftigen haben. dies die Lokalisten ebenfalls thun sollten, wogegen sich leztere, die Arbeiter, weil denselben die Organisation zur Seite Redner sprach am Schluß seines mit lebhaftem an die Berliner Lokaltasse zahlen wollten, ganz energisch sträubten. Nun stand. Ein eigenes Schulhaus wird nun endlich Salensee erhalten. follte die Bersammlung entscheiden, auf welcher Seite das Recht sei. Beifall aufgenommenen Referats die Erwartung aus, daß die Leber Regter Tage hat die Grundsteinlegung stattgefunden. Der Bau, welcher ein dreietagiger Backsteinbau werden wird, soll so gefördert In dieser Angelegenheit hat nun auch der Angeklagte das Wort erarbeiter in fünftigen Fällen mit gleichem Erfolg für ihr eigenes griffen und soll nach der Angabe des Gendarmen, der darauf die Wohl und für die Organisation wirken werden. Weinschild und werden, daß bereits zum Oktober d. J. einige Klassenzimmer in Anzeige erstattet hat, u. A. gesagt haben:" Haut doch die Fremden Wunscheď äußerten sich in gleichem Sinne mit dem Hinzufügen, auf die Sch. wie ich es gemacht habe und bringt sie mit daß man gegen Mißbräuche in zahlreichen anderen Werkstätten in Aus Britz wird berichtet: In der Johannisthalerstr. 8 zu Brig Gewalt vom Bau! Das wäre doch ein Standal, wenn sich 16 von derselben Weise vorgehen möge. Unter" Verschiedenes" wurde auf wohnte der Gärtnerei- Arbeiter Klingebeil mit seiner Frau und 5 Mann majorisiren lassen sollten!" Der Gendarm hat in diesen den am 14. Februar in Kellers Festsälen in der Koppenstraße statteiner siebenjährigen Tochter, die die Frau in die seit vier Jahren Worten eine Aufforderung zur Körperverlegung erblickt und hat die findenden Projektions- Vortrag:" Die Reise nach dem Orient" hinbestehende Ehe mitgebracht hatte. Die Leute lebten in geordneten Versammlung aufgelöst! Der Angeklagte behauptete vor gewiesen und die Versammlung alsdann mit einem Hoch auf die Verhältnissen, da der Mann in einer großen Baumschule gute Arbeit Gericht, der Gendarm habe seine Worte entschieden falsch aufgefaßt. An Arbeiterbewegung geſchloſſen. hat, und in Eintracht, bis die Frau die Eifersucht plagte. Die ganze eine Körperverlegung habe er nicht im Entferntesten gedacht. Schon daß Rigdorf. Am 18. Januar hielt die hiesige Zahlstelle des Nachbarschaft schildert Klingebeil als einen ordentlichen Menschen er gesagt, man folle die Fremden auf die Sch. hauen, lasse deutschen Holzarbeiter- Verbandes eine Generalversammlung ab, in und hielt die Vermuthungen der Frau für durchaus unbegründet. darauf schließen, daß er, wie das in Wirklichkeit der Fall sei, gemeint der die Ortsverwaltung Bericht über ihre Thätigkeit im verflossenen Die eifersüchtige Frau aber wollte sich Gewißheit verschaffen habe, man solle die Fremden mit Worten schlagen, wie man, wenn Jahre gab. Die Zahl der Mitglieder betrug zu Beginn des verund ging zur Die Karten sprachen zu man sagt:" über's Ohr hauen", auch nicht an Ohrfeigen denkt. In Ungunsten des Mannes, und nun stand es für die Frau unumstößlich demselben Sinne habe er auch das„ vom Bau bringen" gemeint. Der flossenen Jahres 220, am Schluß 275. Bersammlungen wurden 11 abgehalten, General Versammlungen, fest, daß ihr Mann sie betrügt. Die Nachbaren kannten sie bald Staatsanwalt beantragte trotzdem eine Gefängnißstrafe von 1 Monat, Vertrauensmänner und 13 Vorstands Sigungen. Hierauf nicht wieder. Wie geistesabwesend ging fie oft durch die Straße von der irrigen Ansicht ausgehend, es seien hier Arbeiter bedroht worden, erstattete der Kassirer Bericht über Einnahme und Ausgabe und führte wirre Reden. Am Sonntag Vormittag verschwand sie weil sie sich weigerten, Gelder zur Streiftaffe zu bezahlen. Der Vertheidiger des legten Quartals und Jahres, worauf die Wahl der mit dem Kinde aus der Wohnung. Stundenlang irrte sie mit Rechtsanwalt Herzfeld belehrte den Staatsanwalt über die Irrig- Ortsverwaltung vollzogen wurde. Als Bevollmächtigter wurde dem Mädchen umher. Nachmittags kam sie, wie wir in der feit seiner Auffassung. Der Gerichtshof nahm nicht an, daß der Henning, als Kassirer Rothe und als Schriftführer Volkgestrigen Nummer schon mittheilten, an das Kottbuser Ufer und Angeklagte mit einer Körperverlegung gedroht habe. Wenn man mann gewählt. Bracht, Voges und Rosenbaum übertrug den Landwehrkanal. Heftig sträubte sich das Kind, der Mutter in sagt ,,, in die Sch....." oder, in die Fr.. hauen", so be- man das Amt der Revisoren. Zu Beitragssammlern wurden Lusch, das Wasser zu folgen, aber mit Gewalt zog sie es mit sich hinab. deutet das eine Körperverlegung, nicht aber auf die Sch Beide wurden gerettet und dem Krankenhaus am Urban zugeführt. Hauen", denn das heißt soviel, als ich habe sie mit Worten auf die Saß, Premte und Dras do ernannt, und in die WerkstattDie Wahrsagerin, die das Unheil angerichtet hat, ist noch nicht er- Schgeschlagen; mundtodt gemacht oder„ ich habe eine Rede- und Franzke delegirt. Hierauf gab Kurkowsky Bericht über schlacht gewonnen!" Das ist etwas ganz Anderes wie KörperEine Einbrecherbande macht schon seit einiger Zeit Panto wberlegung. Wenn 16 Mann auf einem Bau 5 anderen gegenüber die Verhandlungen des Gautages, der mit Befriedigung entgegenunsicher. Mit welcher Frechheit die Spizbuben, die vorher schon stehen und eine drohende Haltung einnehmen, um jene vom Bau genommen wurde. drei Schlächtermeister und Staufleute heimgesucht hatten, zu Werke 3 bringen, so ist das zwar Gewalt, aber nicht nothwendigerweise gehen, zeigt ein Fall, über den nachträglich berichtet wird. Die Ge- eine Gewalt, die mit Körperverlegung zu identifiziren ist. Der Anschwister Else, die in der Wollantstr. 28 im zweiten Stod wohnen, geflagte war somit freizusprechen. sahen vor einigen Tagen, daß man ihre Wohnungsthür an zwei Die Sabbathordnung gegen die Arbeiter- Turnvereine. Stellen angebohrt hatte, achteten aber nicht weiter darauf. Als sie Am Vormittag des 21. August 1898, einem Sonntage, übte der am bergangenen Sonnabend von einem Ausgange heimkehrten, fanden Harburger Arbeiter Turnverein in einem Restaufie die Wohnung erbrochen und alle Behältnisse durchwühlt. Die Ein- rationsgarten, der durch einen etwa meterhohen Zaun von der brecher hatten das Schlüffelschild von der Wohnungsthür abgeschraubt Straße abgesperrt ist. Der Parteigenofie Adler, Redakteur des und dann die Thür mit einem Nachschlüssel geöffnet. Die Diebe erbeuteten Volksblattes für Harburg und Umgegend", leitete die Uebung. 187 m. baares Geld, fünf Broschen und vier Armbänder und eine Er wurde bald mit einem Strajmandat bedacht, weil er als Ver- Ueber ein Eisenbahnunglück wird aus Leipzig berichtet: goldene Kette und anderen Schmuck. Die Einbrecher hatten sich viel anstalter einer Turnübung während der Zeit des Hauptgottes- Dienstag Morgen 7 Uhr 35 Minuten wurde ein Fuhrwerk des Beit genommen, mit einem Licht Alles gründlich abgesucht und sogar dienstes die Hannoversche Sabbathordnung vom 25. Januar 1822 Oekonomieraths Wollfac aus Groß- Bichoches am Wegeübergange bei die Taschen der Kleidungsstücke umgekehrt. Als am Sonntag Nach- übertreten haben sollte. Es wurde ihm vorgeworfen, die Bestimmung Göhrenz- Albersdorf der Nebenbahnlinie Plagwig- Lindenau- Lüzen mittag die Bestohlenen sich bei Verwandten befanden, um mit ihnen verletzt zu haben, nach welcher während der Kirchzeit Alles und vom Zuge überfahren, wobei der Anspanner Wilhelm Geißler aus zu berathschlagen, was zu thun sei, kehrten die Spizbuben, die Jedes verboten ist, was eine besondere Störung der Andacht ver- Groß- Bichoches getödtet wurde. fämmtliche Schlüssel mitgenommen hatten, noch einmal in die Woh- ursacht. Das Schöffengericht sprach ihn indessen frei, während das Schwere Klagen kommen von den Halligen und kleineren nung zurück und wiederholten die Durchsuchung, da sie noch nicht Landgericht in Stade auf die Berufung der Staatsanwaltschaft ihn Inseln herüber, daß der jetzige Winter mit seinen so ungewöhnlich alle Werthsachen bekommen zu haben glaubten. Als sie sich kurz zu einer Geldstrafe verurtheilte. Die Straffammer stützte ihr Urtheil häufigen und oft besonders heftigen Weſtſtürmen unwiederbringlichen nach 6 Uhr entfernten, begegneten ihnen auf der Treppe zwei Herren besonders darauf, daß die Kommando's des Angeklagten laut und Schaden an Land und Strand verursacht. So wird, der„ Kiel. 3tg." aus dem Hause. Einer der Einbrecher hielt sich ein rothfarrirtes deutlich auf der Straße gehört worden seien. Sie führte aus, es zufolge, von der größten Hallig, Langeneß, vorzugsweise über Taschentuch vor Mund und Nase, um seine Züge zu verdecken, der sei gleich giltig, ob eine besondere Störung thatsächlich Strandbruch am Westende, bei Nordmarsch, geklagt, und die kleine Andere aber war nicht im geringsten verlegen, sondern grüßte harm durch das Turnen bei lauten Kommando's verursacht worden Hallig Gröde, obgleich doch gerade durch das vorliegende Langeneß Ios. Beide waren gut gekleidet. fei. Die Verordnung von 1822 sei schon dann anzuwenden, recht gut geschützt, soll so schwer betroffen sein, daß man befürchtet, wenn die fragliche Handlung geeignet sei, eine derartige Störung fie bald aufgeben zu müssen. Auch Hooge soll viel Strand verloren zu veranlassen. Dieser Fall liege hier aber vor. Adler legte haben, und wenn auch das Frühjahr viele starke Weststürme bringt ,. Revision ein und machte geltend, das Landgericht habe die Sabbath- dann wird manche Arbeit, die zum Schutz der Hallig in den letzten ordnung durch falsche Anwendung verletzt. Der Oberstaatsanwalt Jahren vorgenommen ist, vergeblich gemacht sein. Auch von Bellworm am Kammergericht beantragte in der mündlichen Verhandlung die und Nordstrand kommen Klagen, denn man fürchtet ernsthaft für Verwerfung der Revision aus den Gründen des Landgerichts. Der Norderoog, Süderoog und Südfall. Es wird im ganzen HalligStraffenat folgte jedoch dem Antrage des Angeklagten und sprach gebiet jedenfalls start gearbeitet werden müssen, wenn man für die ihn unter Aufhebung des landgerichtlichen Urtheils frei. Der folgenden Jahre weitere verhängnißvolle Abbrüche verhüten will; Präsident führte begründend aus: Die Sabbathordnung ist rechts- an ein Wiedergewinnen des Verlorenen ist gar nicht zu denken. irrthümlich angewendet worden. Das Turnen ist eine nützliche und nothwendige Leibesübung und es kann, auch wenn es unter lautem Kommando erfolge, als eine die Andacht störende Thätigkeit überhaupt nicht angesehen mittelt. Selbstmord beging im Vorort Schlachtensee, Friedrich Wilhelmstr. 3, die 21jährige Margarethe Wolf, die dort als Stüße der Hausfrau thätig war. Sie war allein zu Hause geblieben und wurde von den zurückkehrenden Hausgenossen als Leiche vorgefunden. Sie hatte Oleum getrunken und sich außerdem erhängt. Telegraphisch wurde sofort der Vater der Lebensmüden, ein Eisenbahn- Wagenmeister aus Neu- Brandenburg, herbeigerufen. Das Mädchen hat keinerlei Mittheilungen hinterlassen, aus welchen der Beweggrund zu dem Selbstmord ersichtlich wäre. u werden. Der Gutspächter Brest Landsmannschaft der Schleswig Holsteiner. Heute, Abends 81%, Uhr General- Versammlung in G. Feuerstein's Festsälen( Inh.: M. Herzberg), Alte Jakobstr. 75. Bericht über die Aufforderung des Kgl. Polizei82 Uhr General- Versammlung in G. Feuerstein's Feſtsälen( Inh.: M. Herzpräsidiums betreffs Einreichung der Mitgliederliste". Erscheinen der Mit-. glieder dringend erforderlich! Theater- und Vergnügungsverein„ Helgoland". Heute Abend 92 Uhr Ackerstraße 144: Sigung. Vermischtes. Ueber das Erdbeben im Peloponnes wird weiter aus then gemeldet: Sonntag früh 92 Uhr wurde in dem ganzen Peloponnes, namentlich in den südwestlichen Departements ein starkes Erdbeben verspürt. In der Stadt Philiatra find sämmtliche Häuser geborsten. Die Einwohner kampiren unter freiem Himmel. Zwei Ortschaften in der Umgegend von Philiatra sind vollständig Aus Adlershof wird uns geschrieben: Die Wirthe zu AltGlienice, die Herrn v. Oppen zu seinem Amtsjubiläum feiern sollten, haben sich doch eines anderen besonnen. Der Einladung, die Angelegenheit patriotisch zu besprechen, waren im Ganzen nur zwei Mann gefolgt, so daß die Stiftung eines Geschenkes an den Eine Polizeiverordnung zum Vortheil der oftelbischen braven Amtsvorsteher wohl als abgethan betrachtet werden kann. Gefindefklavenhalter hat das Kammergericht für un- zerstört. Verluste an Menschenleben sind nicht vorgekommen, dagegen Ob die Behauptung richtig ist, daß der eine der beiden Versammlungs- giltig erklärt. Der Regierungspräsident zu Stralsund hatte am erlitten mehrere Personen Verlegungen. In der Stadt Kypariffia besucher gerade von Arbeitern unterstützt wird, trotzdem er den„ Vorwärts" 21. August 1896 eine Polizeiverordnung für seinen Bezirk erlaffen, find ebenfalls sämmtliche Gebäude beschädigt, einige find nicht auslegt, können wir nicht untersuchen. Im Ganzen verdient worin es unter Anderem heißt: Fremde Ernte- und Rübenarbeiter eingestürzt. In den Departements Ayparisfia und Philiatra aber das Verhalten der Glienicker Wirthe in einer Zeit, wo alles im( Schnitter, sogenannte Sachsengänger) dürfen von den Arbeitgebern dauern die Erschütterungen fort. In einer Ortschaft wurden etwa Bürgerthum nach oben schielt, volle und rückhaltlose Anerkennung. nur in Dienst genommen werden, wenn sie durch Vorzeigung eines 50 Kinder verletzt. Die Ortschaft Staso ist zerstört; ob dort PerDie vom Kommunalverein in Adlershof nach Schmauser ein- Entlassungs- oder Kündigungsscheines den Nachweis liefern, daß sonen ums Leben gekommen sind, ist noch nicht bekannt; in Navarin berufene Versammlung war zahlreich besucht. Von allen Seiten das frühere Dienstverhältniß der Von allen Seiten das frühere Dienstverhältniß der anderen Vermiethung nicht und Calamanta sind einige Häuser beschädigt, doch kennt man die wurde die gegenwärtige Wirthschaft in der Gemeindeverwaltung ent- hinderlich ist. Murchin Höhe des Schadens noch nicht. In der Umgegend von Zante wurde fchieden gegeißelt. Das Defizit aus den Jahren 1896-98 beträgt wurde Schöffengericht in Wolgast und später auch das Erdbeben sehr stark verspürt, doch wurde kein Schaden angeungeführ 85 000 M.; die Etatsüberschreitungen sind aus anderen vom Landgericht in Greifswald des Vergehens gegen diese richtet. Die Erdstöße folgten gestern vom frühen Morgen ab unDepots gedeckt worden. Besonders wurde der Titel„ Ins- Bestimmung für schuldig befunden. Er hatte es zugelassen. daß sein aufhörlich aufeinander. Da die Einwohner nicht wagen, in ihre gemein" angegriffen; alle Redner verlangten nähere Auskunft Vorarbeiter im Juni 1898 zu den schon vorhandenen noch 16 neue Wohnungen zurückzukehren, verlangten sie Zelte und Unterstützungen, über die Art der Verwendung der hierunter verausgabten Gelder. Schnitter annahm, die von einem anderen Gute kamen, ohne von welche die Regierung abgesandt hat. Der Vereinsvorstand wurde schließlich von der Versammlung be- den Leuten den Entlassungsschein des früheren Arbeitgebers zu auftragt, an den Landrath des Kreises das Ersuchen zu richten, daß fordern. Dem Vorarbeiter war bekannt, daß die Leute auf jenem er die Rechnungslegung der Gemeinde nochmals prüfen möge. Gute wegen schlechter Verpflegung die Arbeit niederFerner wurden die Revisoren Köhler und Leopold aufgefordert, ihre gelegt hatten. Auf die Revision des Angeklagten hat jetzt das Aemter niederzulegen. Das vom Arbeiter Bildungs- Kammergericht die Vorentscheidung aufgehoben und B. freiverein zum letzten Sonnabend bei Schmauser veranstaltete gesprochen. Der Straffenat erklärte die Regierungs- PolizeiMastenfest ist wider Erwarten nicht vom Amtsvorsteher verboten verordnung vom 21. August 1896 für rechtsungiltig und worden. Die von über 200 Personen besuchte Veranstaltung nahm führte aus, der Regierungspräsident habe mit seinem Erla ß Verordnungsrecht den besten Verlauf und dauerte bis zum frühen Morgen. polizeiliches Eine neue Eisenbahn- Haltestelle wird laut Entschließung der Königlichen Eisenbahn- Direktion bei Staaten, einem Dorfe unweit Spandau, und zwar bei Station 16,6 am Falkenhagener Wege errichtet werden. Der Gemeinderath von Staaten ist sich dahin schlüssig geworden, die als Beitrag geforderten 2000 M. aufzubringen und dieselben mit 1/8 pro Jahr zu amortisiren, ohne daß Hieraus der Gemeinde erhöhte Steuern erwachsen sollen. Aus Beeskow berichtet man uns: Dienstag früh fuhr hier ein Kieszug mit solcher Gewalt auf die im Maschinenhause befindlichen beiden Reservemaschinen, daß zwei Wände durchbrochen wurden. Ein hierbei schwerverlegter Hilfsheizer starb nach zwei Stunden. Das Signal war nicht gezogen, die Weichen nicht gestellt und der 3ng überhaupt nicht angemeldet worden. Wen die Schuld an dem Unglücksfall trifft, ist noch nicht ermittelt. fein bom schritten. über Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und Freitags abends von 72 bis 8½ 1hr abgehalten. Kunow, Neuendorf. Sie hätten ungefähr 14 Tage früher den Bericht einsenden sollen. Jetzt müssen wir den Abbruck ablehnen. M. K. Etwas mehr als 3 M. zahlt Ihnen ein Münzensammler, sonst Niemand. Wir wissen keinen. E. H. 68. Wenden Sie sich mündlich an eine Eisenbahn- Direktion, In dem Verfahren gegen den Grafen Klaus v. Egloffstein ist die Voruntersuchung geschloffen. Die Anschuldigung lautet Potsdamer oder Anhalter Bahnhof. auf Betrug und Untreue. Mit der neuerdings bekannt gewordenen Spielergeschichte hat die Angelegenheit nichts zu schaffen. Die von den Geschworenen für die vom Verbrechen des versuchten Mordes freigesprochene unverehelichte Anna Raabe gesammelten 250 M. find dem Geschworenen, Schriftsteller und Ver leger Adolf Hinrichsen, in Pankow, übergeben worden, um sie der Raabe nach und nach zukommen zu lassen. Herr Hinrichsen ist gern bereit, auch weitere Zuwendungen für das bedauernswerthe Mädchen entgegenzunehmen. Versammlungen. 99 B. Die Wartezeit beträgt an fich 1410 Beitragswochen. Für die jenigen, welche aber zur Zeit des Infrafttretens des Gesetzes das 40. Lebensjahr vollendet haben und nachweisen, daß sie während der dem Inkrafttreten des Gesetzes unmittelbar vorangegangenen 3 Kalenderjahre mindestens 141 Wochen in einem die Versicherungspflicht begründenden Arbeitsverhältniß gestanden haben, vermindert sich die Wartezeit um so viele Beitragsjahre und überschießende Beitragswochen, als ihr Lebensalter am 1. Januar 1891 an Jahren und vollen Wochen das vollendete 40. Jahr überſtiegen hat. Dabei werden für jedes vollendete Lebensjahr 47 Beitragswochen in Ansatz gebracht. Weißenburgerstr. 7. Beides zulässig. 2. E. Arndt. Kommen Sie in die Sprechstunde. A. A. Jawohl. Wetter Prognose für Mittwoch, den 25. Januar 1899. Etwas tälter, ziemlich trübe und nebelig bei schwachen nördlichen Winden; teine erheblichen Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Eine Versammlung des demokratischen Berliner Arbeiter Eine Zugentgleisung hat vorgestern Nacht auf der Strede zwischen Karlshorst und Sadowa stattgefunden. Verunglückt ist der Güter- Vereins, die am Montag Abend in den Arminhallen tagte, beBerantwortlicher Redakteur: August Jacobeh in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Br. 21. 16. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwo, 25. Jaunar 1899. Amerikanisch- deutsche Zollplänkeleien. berfauft werden müſſen. Es liegt eine indirette Exportprämie vot. Deutſchland dazu berechtigt, den amerikaniſchen Behörden die Ausum deretwillen wir können, als die gleichen Waaren, die in Deutschland bleiben und da ein Erfolg dieser Entrüstung abzusehen wäre. Denn unmöglich ist Seit Dezember vorigen Jahres verlangen nun die Zollbeamten von legung ihrer Gesetze vorschreiben zu wollen; der ganze Vorgang Die Zollplänkeleien zwischen Deutschland und den Vereinigten New- Yort, daß das Einfuhrhaus bei der Werthdeklaration auch den zeigt vielmehr nur, wohin die auf hohen Schutzzöllen beruhende Staaten von Nordamerika hören nicht auf. Die neueste in Deutsch deutschen Boll für das berarbeitete Rohmaterial bernde Bollpolitik zweier Staaten, die gegenseitig aufeinander angewiesen land erbitternde Maßregel ist zunächst rein zolltechnischer Natur, fichtige, obwohl ein solcher thatsächlich ja garnicht bezahlt sind, führt. Für die hohen Schußzölle, die wir um die deutschen wird aber, wenn sie in Kraft bleibt, den Export einzelner deutscher worden war. Der oberste Gerichtshof in Washington Grenzen aufgerichtet haben, wird jetzt der deutsche Export gestraft. Gewerbe, wenn nicht ganz unmöglich machen, so doch erschweren. hat sich mit diesem Verlangen der Zollbeamten einverstanden erklärt. Und weil heutzutage in der Exportindustrie ein guter Theil Bisher war es üblich, daß die amerikanischen Zollbehörden die ein- Es wird in der Entscheidung desselben sogar darauf hingewiesen, daß unserer wirthschaftlichen Kraft stedt, gehenden Waaren nach dem Werthe verzollten, wie sie in Amerika die Zollgesete den Beamten anweisen, sich über den Marktwerth der auf diesen zu verzichten nicht im Stande sind, so darf, selbst verkauft werden sollten. Um nun die Maßregel der amerikani- Waaren in dem Lande, welches sie exportirt, zur Zeit des Exportes wenigstens aus solchen Vorkommnissen wie dem vorliegenden schen Zollbehörden zu verstehen, muß man berücksichtigen, daß es in zu vergewissern. Am härtesten werden durch diese Entscheidung die Zuversicht geschöpft werden, daß infolge des Schadens, Deutschland Fabriken giebt, die in Deutschland verzollbares Rohmaterial Baumwollwaaren, Chokoladen- und Zuderwaaren getroffen. Denn der aus solchen gegenseitigen Placereien dem Handel der beiden verarbeiten, für dies Rohmaterial aber keinen Boll zu zahlen brauchen, indem der auf dem Rohmaterial in Deutschland ruhende Zoll dem Länder erwächst, die Erkenntniß ersteht, daß die zu weit getriebene weil sie eben den Nachweis erbringen, daß sie das fertige Fabritat Werthe zugeschlagen und dann erst der amerikanische Zoll berechnet Abschlußpolitik zum Nachtheil des eigenen Wirthschaftslebens führen wieder ausführen. Es liegt hier ohne 3Zweifel eine erhebliche Be- wird, erhöht sich letzterer so wesentlich, daß die Konkurrenz mit der muß. Die Kollision der Juteressen der Schutzzöllner mit denen der borzugung der deutschen Exportindustrie vor, und es ist an den amerikanischen Waare so gut wie unmöglich wird. Ueber das Vorgehen Exportindustriellen läßt die gegenseitige handelspolitische Abschließung fünf Fingern abzuzählen, daß auf diese Weise hergestellte Waaren der Vereinigten Staaten, das allerdings recht eigenartig berührt, ist unter hochentwickelter Industrieländer je länger, desto unhaltbarer werden. in den Vereinigten Staaten ganz erheblich billiger verkauft werden den deutschen Exportfirmen heller Unwille ausgebrochen, ohne daß Für den Inhalt der Jujerate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, 25. Januar. Opernhaus. Mignon. Anf. 71/2 Uhr. Schauspielhaus. Julius Cäsar. Anfang 72 Uhr. Deutsches. Die drei Reiherfedern. Anfang 7 Uhr. Urania Taubenstrasse 48/49. Im Theater: 0 Metropol- Theater. Verein der Berliner Buchdrucker Behrenstr. 55/57. Dir. Rich. Schultz. Heute, Mittwoch: Benefiz für Herrn Eduard Steinberger. Zum 30. Male: Das Land der Fjorde. Die kleinen Michn's. Im Hörsaal: Prof. Dr. Müller: Die Bakterien." ( Biologie II.) Invalidenstr. 57/62: Operette in 3 Aften v. André Messager. Hierauf: Die Engelsjäger. Tanzpoëm in 14 Bildern von H. Regel und J. Bayer. Morgen und folgende Tage: Die Nachmittags täglich 5-10 Uhr fleinen Michu's und Die Engels: jäger. Lessing. Die Zeche. Unter blonden Tägl. Sternwarte. Bestien. Ein Ehrenhandel. Liebes: träume. Anfang 72 Uhr. Berliner. Zaza. Anfang 7/2 Uhr. Residenz. Der Schlafwagen Kontrolleur. Vorher: Zum Einsiedler. Anfang 72 Uhr. Neues. Hofgunst. Anfang 72 Uhr. Metropol. Die fleinen Michu's Hierauf: Die Engelsjäger. Anfang 7 Uhr. Schiller. Othello, der Mohr von Venedig. Anfang 8 Uhr." Nachm. 3 Uhr: Die Haubenlerche. Westen. Fra Diavolo. Anfang 71 Uhr. Central. Die Puppe. Anf. 72 Uhr. Thalia. Schiddebold's Engel. Anfang 7 Uhr. Luisen. Wildes Blut. Hierauf: All Heil! Anfang 8 Uhr. Castan's Panopticum. Die SIOUXINDIANER sind da! Belle Alliance. Graf Waldemar. Passage- Panopticum. Anfang 8 Uhr. Oftend. Der Brandstifter. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Onkel Toms Hütte oder: Sklaven: leben in Amerika. Anfang 8 Uhr. Alexanderplatz. Berliner Mädel. Anfang 8 Uhr. Parodie. Genovefa, Pfalzgräfin am Rhein. Anfang 72 Uhr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Täglich geöffnet von 10 Uhr Vor: mittags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr:" Das Land der Fiorde". Invalidenstraße 57/62. Täglich Abends von 5-10 Uhr: Stern warte, Operutelephon. Im Kaisersaal nur noch wenige Tage: Adrienne Gaston. Im Völkersaal stündlich: 40 Krieger des Mahdi. Heute 25 Pf. Entree. Apollo. Spezialitäten- Vorstellung. Ostend- Carl Weiß- Theater. Anfang 72 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Feen Palast. Spezialitäten Vor: = stellung. Gr. Frankfurterstr. 132. Zum 32. Mate: Wirkliches Wasser! Novität! Baffage Panoptikum. Speziali Der Brandstifter täten- Vorstellung. Schiller Theater ( Wallner Theater). Mittwoch Nachmittags 3 Uhr: Freivorstellung: Die Haubeulerche. Abends 8 Uhr: Othello. Donnerstag 8 Uhr: Hanneles Himmelfahrt.. Hierauf: Abu Seid. Central Theater Direktion: José Ferenczy. Die Puppe( La Poupée) Operette in 3 Atten und einem Vorspiel bon Ordonneau und Sturgeß. Musik von Ed. Audran. Die Pausen finden nach dem zweiten und dritten Bilde statt. Morgen und folgende Tage: Die Puppe( La Poupée). Sonntag Nachmittag 3 Uhr zu Sensationelles Ausstattungsstück mit Gesang in 5 Aften( 12 Bildern) von G. Ofonkowsky. Musik von L. Fall. Anfang 8 Uhr. Im Tunnel von 7 Úhr an FreiKonzert. Borzugsbillets haben Giltigkeit. Morgen und folgende Tage: Der Brandstifter. Sonntag Nachmittag: Onkel Jonas. Olympia- Theater Karlstr.( Circus Renz) Karlstr. Nur noch kurze Zeit! Abends 8 Uhr: Mene Tekel. Jeden Sonntag Nachm. 3/2 Uhr: Dornröschen. Halbe Preise. 1 Kind frei. Sonnabend, den 28. Januar: II. Gr. Maskenball. Reichshallen. und Schriftgiesser. Koppenstr. 29: Sonnabend, den 28. Januar, in Louis Keller's Festsälen, Grosser Wiener Maskenball. Eintritt 50 Pf. Am 23. Januar entschlief sanft nach langen, schwerem Leiden mein innigst geliebter Mann, unser guter, lieber Vater, der Restaurateur Leopold Made! im Alter von 51 Jahren. Dies zeigt mit der Bitte um stilles Beileid tief: betrübt an Besondere Ueberraschungen, u. A.: Reigenfahren von Mitgliedern des Die trauernde Wittive Marie Madel, Arbeiter- Radfahrer- Vereins Berlin". Anfang 9 Uhr. Einlasskarten sind bei Herrn Graumann, N. Rykestrasse 23, Hof IV, im Setzersaal des„ Vorwärts" und auf der Verwaltung, Ritterstr. 88 I zu haben. geb. Hörnice nebft Kindern. Die Beerdigung findet Donnerstag, ben 26. Januar, Nachmittags 3 Uhr, vom Reichenhause der kgl. Charitee aus nach dem Alten Nazareth- Kirchhof in der Seestraße statt. Berolina- Festsäle, Suhauſer Allee 28 Kranten- Unterſtüähungsbund Juh.: Gustav Brochnow. 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Wallenstein's Tod. Morgen Donnerstag, Abends 8 Uhr, in Cohn's Festsälen, Beuthstr. 20: General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag: Frau Dr. J. Zadek: Der literarische Werth der von der Freien Volksbühne" aufgeführten Stücke und Dis35/5 kussion. 2. Geschäfts- und Kassenbericht des Vorstandes und der Nur Mitglieder haben gegen Vorzeigung der Mitgliedskarte Zutritt. 2.D.: Der Terrorismus des Berliner Lokal- Anzeiger" und des Verbandes. Revisoren. 8. Wahl des Obmanns der Ordner der 6. Abtheilung. Bahlreiches Erscheinen erwartet Referent: Kollege Kitzler. Schöneberg. Der Einberufer: R. Schulze, Oranienſtr. 27. Donnerstag, den 26. Januar 1899, Abends 8 Uhr, Schloßbrauerei, Hauptstr. 112: In der Privatklagesache der Wittwe Anna Werthmann VI. Abtheilung. Sonntag, den 5. Februar: Wallenstein's Tod. In Vorbereitung für die nächste Serie: 1961 In Behandlung. Von Max Dreyer. ( Am 12., 19., 26. Februar, 5., 12. und 19. März.) ( Wallenstein's Tod) stattfindet, können neue Mitglieder nur noch Da die Vorstellung der VI. Abtheilung bereits am 5. Februar hier, Privatflägers, gegen den bei schleuniger Anmeldung in allen Zahlstellen aufgenommen werden. Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Volks- Versammlung Kaufmann Albert Nicolai hier, für Männer und Frauen. T.- D.: 1. Der Ausstand der Buchdruder im Berliner Lokal- Anzeiger". Referent: Buchdruder Albert Massini. 2. Bericht unserer Stadt berordneten. Der Vertrauensmann. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Achtung! Britz. 2596 Achtung! Donnerstag, 26. Jammar, Abends 8½ Uhr, in Püschel's Landhaus, Chauffeeftr. 97: Angeklagten, wegen Beleidigung hat das königliche Schöffengericht I Krankenkasse der Hutmachergesellen zu Berlin. Abth. 149 zu Berlin am 3. Januar 1899 für Recht erkannt, daß der Angeklagte der öffentlichen Beleidigung schuldig, deshalb fostenpflichtig mit 20 zwanzig Mark Geldstrafe, im Nichtbeitreibungsfalle mit 4 bier Tagen Gefängniß zu bestrafen, der Privatklägerin auch die Befugniß zu urtheils binnen 4 Wochen nach Zuzusprechen, den erkennenden Theil des stellung des rechtskräftigen Urtheils wärts" und Staatsbürger- Zeitung" auf Kosten des Angeklagten öffentlich 2536 bekannt zu machen. Große öffentliche Volfs- Versammlung durch einmaliges Einrüden im Vorfür Männer und Frauen. Tages Ordnung: 1. Die Verhandlungen des deutschen Reichstages und die neue Militärbolage. Referent Neichstags- Abgeordneter Frit Zubeil. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 202/3 Zur Deckung der Unkosten wird ein Entree von 10 Pf. erhoben. Der Vertrauensmann. Verband der Maler c. Filiale I. Sonnabend, den 28. Januar 1899: Großer Wiener Masken- Ball Eingang: Quarg's Festsäle( Hotel Alexanderplah) eue Königſtr. 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