Nr. 23. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Prets pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. SonntagsNummer mit illuftrirter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Posts Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft Bettungss Preisliste für 1899 unter r. 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. % Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts injured Berliner Volksblatt. 16. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgefpaltene Solonels gelle ober deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. adrotinos 03 Mernsprecher: Amt 1, Mr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. " Freitag, den 27. Januar 1899. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. " fratischer Polizeicharakter ihrer Natur zuwider ist. Und weil Es entspann sich nun über die Bäckereiverordnung eine Englische und deutsche Sozialreform. fie etwas haben, das hundertmal mehr werth ist als unsere Debatte, welche beinahe die ganze Sigung ausfüllte. Der Versicherungsgesete- das freie Koalitionsrecht. Bündler Oertel, der Innungsbäder Schwarz brachten Im Laufe der sozialpolitischen Debatte, die sich jetzt Mit der Waffe des Koalitionsrechts haben die englischen die bekannten Gründe gegen die Verordnung vor, wurden wieder im Reichstage abgespielt hat, ist von vielen Rednern Arbeiter sich bessere Lohnbedingungen und eine aber von Bebel und Molkenbuhr widerlegt. Graf wieder in allen Zonarten das alte Leierlied abgefungen höhere Lebenshaltung erkämpft als die Posadowsky erklärte, daß die Reichsregierung nicht die worden:" Deutschland ist auf dem Gebiete der Sozialreform beutschen Arbeiter besigen. Es ist das eine That- Macht befize, die Bundesregierungen in der Handhabung der allen übrigen Ländern der Erde weit voraus." Es ist das sache, die von allen Statistikern und Nationalökonomen Verordnung zu beeinflussen- eine Aeußerung, die verdientem nur eine Variation der alten Melodie auf unsere vielgerühmte festgestellt und anerkannt ist. Spott anheimfiel. Stumm benutte die Gelegenheit, um - wohl gemerkt: bon uns selbst biel gerühmte In England gilt das Koalitionsrecht als unantast seinem Aerger über die Kommission für Arbeiterstatistik Luft Zivilisation, an deren Spitze wir zu marschiren behaupten. bares Grundrecht der Arbeiter, an dem auch die konservativste zu machen. Genosse Seifert bertheidigte die bon Und genau ebenso wahr. Regierung nicht rüttelt. In Deutschland wird die Aus- Sozialdemokraten geleiteten Konsumvereine, die in die Stellen wir zunächst fest, was Sozialreform" ist. Im übung als grober Unfug, als Erpressung bestraft, und soll sie Debatte hineingezogen wurden, gegen den Vor fozialistischen, wir fönnen getrost sagen: im wissenschaft- hinfür mit Zuchthaus bestraft werden. wurf, ihr Personal auszubeuten und den Mittelstand" zu lichen Sinn heißt Sozialreform: Beseitigung der sozialen In England schreitet die Regierung- wie vor zwei ruiniren, während Bebel und Moltenbuhr den Spieß Uebelſtände und Ungerechtigkeiten auf dem Wege der Jahren bei dem drohenden Eisenbahnarbeiter- Streit zu Gunsten umdrehten und den Herrn Agrariern das Heuchlerische ihrer Gesetzgebung. Dem Inhalte nach bedeutet also Sozial- der Arbeiter ein, wenn die Arbeitgeber das Koalitionsrecht Mittelstands- Freundlichkeit nachwiesen. Wer den" Zwischenreform genau dasselbe wie Sozial revolution: die Be- unterdrücken wollen. In Deutschland wirft die Re handel" beseitigen wolle und Verkaufs- Genossenschaften gründe, seitigung der Ursachen der sozialen Uebelſtände und Un- gierung das ganze Gewicht ihres Einflusses in die Waagschale habe kein Recht, sich einen Freund des Mittelstands zu nennen. gerechtigkeiten. Mit anderen Worten: wenn die Sozialreform zu Gunsten der Arbeitgeber, wenn diefe, wie bei dem Kaplan Hite vertheidigte, wenn auch nur lau, die Bäckereiau nicht ein Schwindel ist, sondern ernsthaft gemeint, so heißt Streit der Hamburger Hafenarbeiter, die Ausübung des verordnung. Es kam noch zu einer sprungweiſen Debatte über Sozialreform: Sozialrevolution auf gesetzgeberischem Wege. Koalitionsrechts als ein todeswürdiges Verbrechen mit dem verschiedene minder wichtige Punkte, bis die Sigung um Hungertode bestrafen wollen. 6 Uhr geschlossen wurde. Morgen kein Reichstag. Sonnabend Und abgesehen von der Arbeitergesetzgebung, in die Fortsehung der Etatsberathung. Deutschland so weit hinter England zurück ist wie steht in Bezug auf die allgemeinen staatsbürgerlichen fehler eingefchlichen. Unser Antrag betreffend die obligatorischen In den gestrigen Bericht hat sich ein Irrthum und ein Drud Rechte der englische Arbeiter zu dem deutschen? Gewerbegerichte wurde nicht in eine Kommission gegeben, sondern Der reden er sondern 20. Lebensjahr. Eine solche Sozialreform haben wir weder in Deutsch Yand noch in England, und folglich können wir sie in Deutschland auch nicht besser haben als in England. Was in Deutsch land, amtlich und halbamtlich, sowie auch sonst von nicht klar denkenden Leuten ,, Sozialreform" genannt wird, hat mit wirklicher Sozialreform gerade so wenig gemein, wie ein Stück Glas mit " Recke- Bomben. Herr v. d. Recke, dem man fälschlich schon GesundWohnung, mit dem Recht, jeden Eindringling, auch die Polizei, heitsrücksichten nachsagt- denn wessen Konstitution ist fo zur Thüre hinauszuwerfen und im Falle der Gewaltthätigkeit prächtig dem heutigen Regierungsklima gewachsen? erklärte ihn niederzuschlagen und niederzuschießen. vor ein paar Tagen im preußischen Abgeordnetenhause zu dem Alexandrinischen Bombenschwindel: Leider muß ich hier fonstatiren, daß dieser Angelegenheit ein sehr ernstes Faktum zu Grunde liegt. Meine Nachrichten reichen allerdings noch nicht so weit, wie die des Herrn Richter, welche bereits von einer leberweisung der Sache an das Schwurs gericht in Ancona sprechen; meine letzten Nachrichten schließen aber doch wenigstens mit der Anzeige ab, daß aller Wahrscheinlichkeit nach in nicht sehr langer Zeit die Sache dem Schwurgericht in Ancona werde überwiesen werden. einem Diamant. Wir meinen die Versicherungsgesete. sich mit seinen Mitbürgern versammeln, wann, wo und wie er berworfen; und die von uns befürwortete Altersgrenze ist nicht das Diese Geseze berühren die Wurzel der sozialen Uebelstände will, kann schreiben was er will, kann sich organisiren wie er und Ungerechtigkeiten gar nicht. Sie beseitigen was gern will- furz, er ist ein freier Mann, der politisch keine zugegeben sei diesen und jenen Uebelstand, diese und jene Maßregelungen, keine Prozesse zu fürchten hat, gegen Eingriffe Ungerechtigkeit- jedoch nichts Wesentliches, nichts, dessen in seine persönliche Freiheit gesichert, unverletzlich in seiner Defettigung eine tiefergehende, gründliche Besserung der fazialer Lebensbedingungen herbeiführen müßte. Die Ver idung, für unterstützungsbedürftige krante( wozu auch die Opfer von Unfällen" gehören) und Arbeits. Der deutsche Arbeiter des freien Versammlungs. unfähige zu sorgen, ist seit Jahrtausenden, feit es über- rechts beraubt, das er nur unter polizeilicher Aufsicht ausüben haupt eine menschliche Gesellschaft giebt, als eine Pflicht der darf; bei jedem Wort, δας er redet oder schreibt, menschlichen Gesellschaft des Staats oder der Gemeinde in Gefahr eines Prozesses, jeden Augenblick in Gefahr ver betrachtet worden. Durch unsere, reklamenhaft zu einer haftet zu werden, stets an der Schwelle des Gefängnisse " Sozialreform" aufgepufften Arbeiterversicherungs- Gesetze tausende von Prozessen alljährlich, die in England unmöglich ist das haben wir schon des Defteren dargelegt, und wären, weil die Anklagen sich gegen Aeußerungen des neuerdings ist es durch den früheren Chef des Reichs- Ber natürlichen Freiheits- und Rechtsgefühls richten. ficherungsamts, Herr Bödiker rückhaltlos bestätigt worden- Die englischen Gewerkschafts Organi. Als Herr v. d. Recke diese entsehliche Kunde von dem nicht einem einzigen Staatsangehörigen Unterſtüßung gefationen, auf Grund des freien Koalitionsrechtes ganz sehr ernsten Faktum dem hohen Hause vorſezte, sträubten worden, dem sie nicht auch nach der früheren Gesetzgebung England umspannend, ein Staat im Staat, eine selbständige sich sichtbarlich seine Haare, in der grausenden Erinnerung hätte werden müssen. Es handelt sich, wie Liebknecht bei Gin- Macht, ebenbürtig und gleichberechtigt, wenn auch nicht gleich an jenes Entfezen seiner Kollegen und Freunde, das die bringung des ersten Versicherungsgesetzes bereits im Reichstag der Macht des Kapitalismus, start genug, die Lebenshaltung Bombennachricht, dem Zeugniß des Frhrn. v. Mirbach zufolge, aussprach und wie Herr Bödiker es 12 Jahre später zu des Arbeiters über das Niveau hinaus zu heben, welches der während der Palästinareise hervorgerufen. gestand, nur um eine Reform der Armen Gesetzgebung: schrankenlose, unfontrollirte Stapitalismus ihr zuweisen würde. Und die Armen- Gesetzgebung bewegt sich allerdings auf Die deutschen Gewerkschaften gemaßregelt, verfolgt, sozialem Gebiet, ist eine sozial politische Angelegenheit, unter Polizei- Aufsicht, vogelfrei. jedoch keine sozial reformatorische, teine, welche auf BeDer englische Arbeiter ein freier Mann, im freien feitigung der Ursachen des sozialen Elends hinzielt. Diese Besitz aller politischen Rechte und des Koalitionsrechts, und Ursachen sind im Wesen des Kapitalismus begründet, sind von dadurch der freie Schmied feines Schicksals. ihm untrennbar, und ihre Beseitigung sett folgerichtig Der deutsche Arbeiter bevormundet, an Händen die Beseitigung des Kapitalismus, die sozia und Füßen gebunden, mit Rechten, die er ansehen, listische Organisation der Gesellschaft voraus. jedoch nicht benutzen darf bei Strafe. Bei Geldstrafe, Sozialreform ist deshalb ein sozialistischer Umgestaltungsbei Gefängniß strafe und bald bei Strafe des Zuchtprozeß, und außerhalb der sozialistischen Partei find Sozialreformer hauses. undenkbar; was sich außerhalb unserer Partei mit dem Titel Und der englische Arbeiter sollte den deutschen Arbrüstet, das fällt zur kleineren Hälfte in die Kategorie beiter beneiden sollte, was die Stumm, Möller und philanthropischer Phantasten und Utopiſten, zur weitaus Konsorten die Stirn hatten uns zu sagen, schlechter gestellt größeren Hälfte in die der Charlatane, Kurpfuscher und sein als der deutsche Arbeiter? Reklamemacher. Das sagen ist Hohn, Wir müssen daher das Wort Sozialreform hier in dem Das glauben moralische Farbenbindheit beschränkten Sinn nehmen, in welchem allein es ge- oder Prozenwahnsinn, der ein Zwillingsbruder ist des nommen werden kann, wenn man nicht falsche Vorstellungen 8äjaren wahnsinns. erweden will nämlich in dem Sinne der Sozialgesek. gebung, oder präziser und verständlicher ausgedrückt: der Arbeiter Gesezgebung. Da haben wir vor allem die Fabrikgesetze, den Arbeiterschutz diejenigen Geseze, durch welche die Arbeitszeit geregelt, Unfällen bei der Arbeit vorgebeugt, für Arbeiterhygiene gesorgt wird. wer die Geschichte und den Umfang der Politische Neberlicht. Berlin, den 26. Januar. Der Reichstag Das sehr ernste Faktum enthüllt sich nunmehr. Dem B. T." wird aus Rom telegraphirt: Nach Mittheilungen des Ministers des Aeußeren Canebaro erklärt sich der„ Don Chisciotte" in die Lage versetzt, die Ge schichte des angeblichen egyptischen Komplots absolut in's Fabelreich zu verweisen. Der Don Chisciotte" belegt seine Erklärung mit folgenden Beweisen: Das fog. Attentat war lediglich das Wert eines im Dienste der Geheimpolizei von Alexandria stehenden italienischen Spitels, der munmehr auf Veranlassung des italienischen Konsuls verhaftet worden ist. Um seinen Plan auszuführen, sandte der Spizel einen Araber nach der Liqueurbude des Italieners Parrini. Der Araber trank ein Glas und gab dem Wirth eine kleine Kiste zur Aufbewahrung. Eine Stunde darauf erschien bereits die Polizei und tonfiszirte die eine Bombe enthaltende Kiste und entdeckte das famose„ Komplot". Die Verhafteten sind, so sagt der Don Chisciotte", zwar sos genannte Anarchisten, aber sie wären nicht im Stande, auch nur die geringste That" auszuführen. Es sei merkwürdig, daß ein greußischer Minister im Landtage die Lügen der egyptischen Bolizei bestätige, während eine Untersuchung im Gange sei, welche die Dinge in ihrer wahren Gestalt zeigen werde. Nach der„ Voss. 3tg." sind die verhafteten Verschwörer" bereits ausnahmslos wieder entlassen worden, da sich jeder Verdacht als unbegründet erwiesen hat. " 1 Wenn wir Herrn v. d. Recke freilich richtig kennen, so wird er auch ferner an die Bomben glauben und glauben zu machen versuchen. Nach seinem philosophischen Sprachgebrauch wird er zwar einräumen, daß es subjektiv kein Wohlan Bombenattentat gewesen sei, wohl aber objektiv. modernen Fabrikgesetzgebung fennt, kann zwischen Eng- gestattete sich heute zunächst den Lurus einer ästhetischen Vor- Hoffentlich korrigirt Herr v. d. Recke feine subjektiv- objektive land und Deutschland gar keinen Vergleich lesung über Goethe durch den Prinzen Carolath Glanzstelle nicht aus dem Stenogramm seiner Ausweisungsziehen. Schönaich, der dem jungen Goethe ein Standbild in rede heraus; denn die Korrektur dieser Rede ist so umfang. Und wer die Geschichte der Fabrikgesetzgebung nicht Straßburg wünscht- ein Wunsch, dem die Reichstags reich und schwierig, daß das Recke'sche Stenogramm auch kennt, der lese sie im ersten Bande des Kapital" von Marr. mehrheit nicht geneigt scheint, der aber aus Höflichkeit ob für die Donnerstagnummer des Reichs. Anzeigers" Verglichen mit dem gewaltigen Bau der englischen Fabrik für Goethe oder den Vorleser, das bleibe dahingestellt noch nicht druckfertig ist. Bosse's und Miquel's Reden Nach Erledigung findet man bereits in Lebensgröße reichsanzeigerlich ver gesetzgebung ist die deutsche Nachahmung eine klägliche vor die Budgettommission geschickt ward. der StöllerAber hinsichtlich der Kundgabe der Bretterbaracke. dieser Angelegenheit wandte der Reichstag sich weniger ewigt. In England seit einem halben Jahrhundert der poetischen, aber nüßlichen Dingen zu. Genosse eine Verherrlichung Rede's vertröstet das amtliche Blatt die unBehnstundentag und in vielen Industriezweigen noch brachte den Nothstand unter den Bureauschreibern geduldig wartenden Leser auf die Zukunft. und Welches sehr ernste Faktum mag subjektiv oder objektiv fürzere Arbeitszeit in Deutschland fein Normal zur Sprache, die schmählich ausgebeutet werden Arbeitstag und das bischen vierzehnstündiger Normal- jedes gesetzlichen Schutzes entbehren, obgleich über die dieser unerhörten Verzögerung Hintergrund bilden? Hälfte noch unerwachsen sind. Hierauf rügte Bebel Arbeitstag für die Bäcker noch zu viel! Sollte wirklich Herr v. d. Recke unvorsichtigerweise ein Arbeiterstatistik", daß Opfer der Geistesbomben- Verschwörung geworden sein, durch bei dem Titel„ Kommission für Arbeiterstatistit", die Kommission so wenig zusammenberufen werde; es fehle die er andere zu zerschmettern gedachte? Ist er an doch wahrhaftig nicht an Arbeit für eine ehrliche Arbeiter intellektueller Selbstvergiftung gestorben? Wir würden trauern statistik. Bebel berührte dann die Bäckereiberordnung um dieses unglückliche objektive Ende einer subjektiven Minister und geißelte die schwächliche Durchführung feitens der Be- herrlichkeit, und als Gedenkzeichen ihm die alexandrinischen hörden, sowie den Widerstand und Ungehorsam eines Theiles Bomben tief ergriffen auf den Grabeshügel pflanzen. In England ein fräftig entwickeltes Fabrik und Bergwerks Inspektorat, von dem wir in Deutsch land erst verzwergte Anfänge haben. 0 In England organische, freie Entwickelung. In Deutschland die polizeiliche Bevrmundung. Es ist wahr, die Engländer haben keine Arbeiterversiche rungs- Gesetze. Aber sie haben sie nicht, weil deren bureau- l der Meister. Die wahren Staatsfeinde. = " freien Weife betreiben. Ihren Hauptangriff richten sie gegen die für einen Prinzen gefordert wurden. Um dieser Miffethat willen Die Steuertvilligen find seltener als die Steuerbewilliger, bie Kassenverwaltungen der Orts Strankenkassen, und ohne Beweise darf der Mann nicht wieder kandidiren und sein Wahlkreis ist von schleudern fie die Behauptung in die Welt, diese Ver- einem zuverlässigeren Konservativen in Beschlag genommen worden, und der patriotische Opfermuth erlischt im feuersicheren Geld- waltungen, die sich vielfach in Händen von sozialdemokratischen der auch für die nothleidenden Prinzen ein warmes Mittelstandsherz fchrank. Aus einer vom preußischen Finanzministerium heraus- Arbeitern befinden, arbeiteten dem Intereffe des ärztlichen Standes hat. Herr Wehner will zwar wieder in den Landtag, aber das gegebenen Uebersicht geht hervor, daß allein in Berlin von entgegen. Wir neigen sehr zu der Ansicht, daß bei den Vertheidigern Vaterland" nimmt drohend an, daß von keiner Seite der Versuch 53 100 Steuer- Erklärungen 17 655 beanstandet und 11 318 mit der erwähnten Maßnahmen politische Tendenzen mitspielen. Denn soviel einer Gegenkandidatur gewagt wird die unter den gegebenen VerErfolg beanstandet worden sind. Die Deklarenten hatten nur ein in der bürgerlichen Bresse die Kaffenverwaltungen auch beschimpft hältnissen nur mit einem Fiasko endigen würde." Einfonimen von insgesammt 151543305 M. angegeben, während wurden, stichhaltige Gründe für eine Aenderung des Krankenkassen- Die Prinzen werden nun, nach dieser politischen Standrechtung Die Miquel'schen X- Strahlen 192151881 M. ermittelten. Dadurch Gesetzes nach der gewünschten Seite find nicht vorgebracht worden. einer mißgünstigen Ordmungsstüße, nicht mehr Nahrungssorgen zu erhöhte sich der Steuerbetrag von 4831 302 m. auf 6367934 M. Die Einführung der freien Arztwahl würden die Aerzte beschleunigen, befürchten brauchen. Durch die Wachsamkeit der Steuerbehörde ist demnach für die sie in den Verdacht bringen, das Verwaltungsrecht der Arbeiter wenn sie fich für ihre Agitation nicht solcher Mittel bedienen wollten, Berlin der Staat vor einer Schädigung um 1586 682 M. in ihren Kaffen anzutaften und reaktionären Strömungen Borschub behütet worden. ett zu leisten. Verüber deren Verlauf wir berichtet haben, ist, wie uns von dort ge Kommunalfreifinn. Die Straßenbahn- Frage in Nürnberg, schrieben wird, geregelt" worden. Ohne daß die übliche Bera fündigung der Tagesordnung im Amtsblatte der Stadt erfolgt wäre, hat das Gemeindekollegium sich in seiner legten Sigung für den Brivatbetrieb der neuen Linien ausgesprochen. Nur vier Gemeindevertreter haben gegen diesen Beschluß gestimmt, nicht ohne eine scharfe Kritik des Kommunalfreisinns daranzufügen. Dieser Die konservative Partei in erster Linie hat die Pflicht, den Ausgang war vorauszusehen und hat niemanden überrascht; der Kommunalfreifinn nügt eben nach dem Grundsaze:" Nach uns die Stampf gegen die Sozialdemokratie zu führen( Lebhafter Beifall) Sintfluth" die Macht aus, so lange er sie noch befigt. Der Eindruck mit aller Schärfe und Schneidigkeit!( Beifall.) Autorität und unserer Agitation gegen diese Sorte von„ Freifinn“ konnte durch nicht Majorität foll gelten.( Beifall.) Man soll die Im Staat Preußen wurden 148 268( unter 456 694 abgegebenen) Steuer- Erklärungen beanstandet. Das sind Gewichtige Stimmen. Ein tonservativer Parteitag 32,5 pet. Mit Erfolg wurden 112 225 beanstandet der Provinz Brandenburg hat durch Herrn v. Löbell die große gleich 75,7 pct. der Beanstandeten. Das steuerpflichtige Ein- Acht über die durchaus nicht gemauserte Sozialdemokratie aus tommen erhöhte sich dadurch von 678 878 056 W. auf fprechen lassen. Man wurde sogar klassisch: von 844 auf 260943492 1. unther Steuerberg, og 16185616 Gewinn für den gleich 32,8 pCt. Da die Mehrermittelung des zu versteuernden Einkommens nur 27,1 pct. beträgt, so ergiebt sich daraus, daß gerade die Inhaber der größten Einkommen, bei denen der Steuersatz 4 pCt. beträgt, die stärksten Irr thümer zu Ungunsten des Staates begangen haben. Hätten wir statt des ungerechten, progressiv nach unten drückenden Systems der indirekten Steuern nur direkte nach dem Maß der Leistungsfähigkeit abgestufte Steuern, so würden wir noch mehr Beweise für die„ Staatsfreundlichkeit" unserer herrschenden Klassen erleben. Dann würde es dort alsbald heißen: Reinen Mann und feinen Groschen für das Heer, fort mit der Flotte; und vor allem: Nieder mit der Steuer. Deklaration. icipant tishi 978 siegt und unverstand en het( Roehrheit Stimmen wägen und nicht zählen! Der Staat diesen Beschluß nur noch verstärkt werden. muß untergehen früh Aus Heffen, 25. Januar.( Eig. Ber.) Dem fürzlich besprochenen Beifall.) Reformplan für die direkten Staats steiern ist nun auch als ErDie Junter spenden dem großen Revolutionär Friedrich Schiller, gänzung eine Regierungsvorlage, die Reform der Gemeindeftenern Man sieht also, daß gerade die Leute vom Besige nicht der das Wort gegen die polnischen Junker schleuderte, mit derselben betreffend, gefolgt. In ihr kommt der Geist, der dem ganzen Werke Man sieht also, daß gerade die Leute vom Besitze nicht Sarmlosigkeit Beifall, mit der einst der französische Adel den zer- neuten nicht weh, die von ihren Zinsen und Renten leben, damit sie nur nicht das Blut, sondern nicht einmal das Gut, zu dem wohnt, am unverhülltesten zum Ausdruck. Thut ja den lieben störenden Bosheiten Beaumarchais zujubelte. sie gefeßmäßig verpflichtet sind, dem Vaterlande opfern. Hier Wir haben garnichts dagegen, wenn man die Stimmen unserer nicht den Staub von ihren Pantoffeln schütteln und uns schnöde find die eigentlichen Vaterlandslosen zu suchen, denen edlen Junker wiegt, auf der einzigen Waage, die nicht trügt, auf verlassen! das ist das Leitmotiv. Die Hauptsteuer soll auch für am Staat nichts liegt, sondern die nur ihr Interesse fennen der Waage der Vernunft, der Wissenschaft, des Kulturgewissens. Wir die Gemeinden die schon seither erhobene allgemeine Einkommenund fördern. Das sind die eigentlichen gefährlichen Stats. möchten aber dringend den Herren von diesem Versuch abrathen; ste ner sein. Daneben sollen Grund und Gewerbesteuer feinde, die den Staat fogar um die paar Pfennige betrügen, denn das Ergebnis würde sein: Gewogen und zu leicht bebeibehalten werden, denn die Landwirthe und Gewerbetreibenden die sie von ihrem aus den Arbeitern erbeuteten Mehrwerth funden. fönnen ja nicht so leicht fortlaufen. Die Rentner aber können das, an den Staat ausliefern sollen. Die Stimme einer Null wird nicht dadurch gewichtig, daß fie und darum soll erstens die seitherige Kapital Renteneinzeln ist, und, nicht wahr, Herr v. Löbell, int Vertrauen: Auch steuer aufgehoben, und zweitens eine Vermögens. ein Minister ist gelegentlich= 0.? steuer für die Gemeinden nicht eingeführt werden. Also Auch der bekannte Baumeister Felisch ließ seine Stimme Steuererleichterung für alle Sentiers und solche, die anf wiegen und er tam zu der Einsicht, daß nach dem, was die Konser dem Wege sind, es zu werden. vativen meinen, kein Mensch was fragt: inion alo pidir Eine weitere, den Landständen zugegangene Vorlage bringt die „ Es fällt mir auf, daß man in den Kreisen der Regierung überraschende Wittheilung, daß die Regierung gern einen Theil des mit der größten Aufmerksamkeit verfolgt, was z. B. der Domanialgutes verkonsen will. Sie bietet rund 1012 hektare ,, Vorwärts" sagt, und wegen mancher seiner Aeußerungen die Landwirthschaftlich benutztes Gelände, das in 33 Gemar-. ganze Regierungsmaschine in Bewegung fezt. Die fonjervativen tungen zerstreut liegt, zum Verkauf aus. Je weniger Gelände der Mensch nach." Blätter können schreiben, was sie wollen, da fragt kein Staat besigt, desto weniger Arbeit und Aerger erfordert die Ver. 193rwaltung. Was dürfte der ausschlaggebende Beweggrund für dieses. Die Anwesenden begrüßten es mit lebhaftem Beifall, daß kein Vorgehen sein? Die beigegebene Begründung spricht allerdings nur Mensch nach ihnen fragt. Sie wissen es also selbst, was dabei her: von der wohlwollenden Absicht, der Nachfrage nach Land in den be austommt, wenn man ihre Stimme wiegt. Da fragt kein Mensch treffenden Gemeinden entgegenzukommen. Ein fomischer Zufall ist An diesen Unterschlagungen sind natürlich in ganz nach! es, daß just zur selben Zeit die Meldung einläuft, die Bürger der hervorragendem Maße die Junter betheiligt. Die Jagd Kleine Trinkgelder. Die Regierung erweist dem allmächtigen auf dem höchsten Vogelsberg gelegenen Gemeinde Herchenhain gründe unserer Oftelbier sind zugleich die Bezirke der Zentrum allerlei Liebenswürdigkeiten. Wie das„ Echo der Gegen hätten der Regierung ihr gesammtes Gelände zum Kauf angetragen. gekennzeichneten Einschätzungen. An der Spike steht der wart" meldet, ist dem Provinzial der Redemptoristen vom Ober- Man will den auf unwirthsamer Höhe gelegenen Ort ganz aufgeben Regierungsbezirk Marienwerder, in dem nicht weniger als präsidenten von Westfalen die amtliche Mittheilung zugegangen, daß und empfiehlt die Aufforstung der ganzen Gemarkung. der Kultusminister und der Minister des Innern am 12. d. M. die Induſtrie- und Gewerbe Ausstellung für Rheinland und 53 pCt. des Steuerbetrags weniger eingeschätzt worden ist, Genehmigung zu einer neuen Rieberlassung der Westfalen, Der vom Wirthschaftlichen Verein für Rheinland und als nach der Beanstandung herausgeholt wurde. Auch hier Redemptoristen in Bochum ertheilt haben. ergiebt der Vergleich des prozentualen Mehrertrags der Soldaten find schon ein paar Redemptoristen werth. Westfalen, der norddeutschen Gruppe und dem Verein deutscher Eisenhüttenleute eingesezte gemeinsame Ausschuß hat beschlossen, im Steuer mit der prozentualen Mehrschäzung des Einkommens, daß an den Mogeleien zumeist die größten schullehrer hat der Reichstanzler entschieden, daß den nicht in und Westfalen und benachbarte Bezirke in Düsseldorf zu ver Ueber den einjährig- freiwilligen Militärdienst der Volks. Jahre 1902 eine Industrie- und Gewerbeausstellung für Rheinland Besizer betheiligt sind. Nächst Marienwerder kommt itaatlichen Lehrerseminaren vorgebildeten Lehramtskandidaten, anstalten und für eine glanzvolle Inszenirung mit allen ihr zu Gumbinnen, dessen Agrarier ihren geliebten Staat um welche zur Seminarentlassungsprüfung zugelassen werden und sie Gebote stehenden Mitteln einzutreten. 50,4 pct. des Steuerbetrages zu beschwindeln trachteten. Es bestehen, die wissenschaftliche Befähigung für den einjährig- freiwilligen folgt Frankfurt mit 50,3 pct., Röslin mit 48,1 pct., Posen Militärdienst nicht zuzuerkennen ist. Warum diese Ausnahme anmit 46,6 pct., denen ein Zentrum der Großindustrie Düssel- geordnet wird, ist unbekannt. de dar sonic stellten am Dienstag ihre Funktionen ein. Veranlassung zu diesem dorf mit 46,2 pCt. Am niedrigsten ist die Unterschlagungsquote in Aachen mit 18,2 pt. Der Staat ist für unsere herrschenden Klassen wahrlich nicht mehr blos der Nachtwächter; wenigstens ist sein Horn zum Füllhorn geworden, aus dem den Lieblingskindern Schäze in unermeßlichem Reichthum quellen. " Deutsches Reich. Magdeburger Polizei. 191 26 500 D Aerzte- Streik. Man berichtet uns: Die fämmtlichen Staffen ärzte der gemeinsamen Orts Krantentasse Colmari. Elf. Schritte ist die Weigerung des Vorstandes der Orts- Krankenkasse Colmar- Land, mit dem Vorstand des Aerzte- Syndikates wegen ber Abschließung von Verträgen in Verhandlungen einzutreten. Die Aerzte verlangen eine Erhöhung ihrer Honorare, die von der Leitung der genannten Kasse nicht zugestanden wird.stound Ter im letzten Epätjahr ,, vertagte" Landesandschuß für Elsan- Lothringen tritt, wie uns geschrieben wird, am 2. Februar wieder zu einer Sigung zusammen. Sie ist nach der unter den be faunten eigenthümlichen Umständen erfolgten Bertagung" des Parlamentes an Stelle des sonst üblichen Schlusses der Session nunmehr die 33. Plenarsigung der 25., statt die 1. der 26. Session.Die Sachsengängerci wird, wie der„ Boff. 8tg." aus Posen geschrieben wird, voraussichtlich in diesem Jahre einen Umfang wie Herr Miquel würde sich sehr verdient machen, wenn er noch nie zuvor gewinnen. Ein einziges Arbeitervermittlungsbureau fünftig genau nachweisen würde, in welchen Steuerklassen in Oberschlesien hat bisher schon nahezu 20.000 Galizier gemiethet. die größten Staatsfeinde" und" Vaterlandslosen" zu finden Andere Bureaus in Schlesien, Pofen und Westpreußen, die im versind, wenn er Stadt und Land scheiden und die Ge- gangenen Jahre mir je 300 bis 900 Arbeitskräfte vermittelten, rechnen biete des Latifundienbefizes, die Zentren der Großindustrie dieses Jahr auf eine Unterbringung von je 2000 bis 5000 Arbeitsfräften. Und dabei ist die Zahl diejer Bureaus eine ganz und des Großhandels besonders aufführen würde. gewaltige. Allein in dem unmittelbaren Grenzsaume, der sich von Dann befäßen wir ein naturgetreues Stonterfei des Herby und Landsberg in Oberschlesien über Wilhelmsbrück und Thorn Patriotismus unserer besitzenden Klassen. bis nach Soldau und Lyd zieht, befinden sich viele Dugende, die meist von ehemaligen Wirthschaftsbeamten eingerichtet worden sind. Die Inhaber einiger großen Bureaus dürfen sogar mit Erlaubniß Musterschuh auf der Pariser Weltausstellung. Ein Er der russischen Regierung auf russischem Gebiete Leute fenntniß des Appellations- Gerichtshofes zu Paris vom 20. Mai v. J., öffentlich anwerben. Dazu kommen noch die vielen Hunderte von das einem in der Schweiz ansässigen Gewerbetreibenden den Schutz Winkelagenten im Grenzbezirt, ferner die Vermiethungsbureaus in für seine in Frankreich eingetragenen Muster versagte, hatte in den Bor Kurzem fam aus Magdeburg die erstaunliche Mittheilung, den großen und größeren Städten der vier östlichen Provinzen Kreisen derer, die sich für die Beschickung der bevorstehenden Weltdie Polizei habe im Jnteresse der öffentlichen Ordnung und Sicher und die Arbeitsnachweis- Bürcaus der Landwirthschaftskammern ausstellung in Paris entschieden haben, Besorgnisse hervorgerufen. heit" es für gut befunden, alle anarchistisch gesinnten Personen einer in Breslau, Posen und anderen Orten. Ueberdies durch- Auf eine aus diesem Anlaß in Paris gestellte Anfrage hat die franKörpermessung zu unterziehen. Dies burch keinerlei gefegliche ziehen aus allen Theilen des Reiches Agenten Oberschlesien, zösische Regierung, nach dem„ Reichsanz.", erklären lassen, daß sie Bestimmung gerechtfertigte Verfahren rief allgemein Unwillen hervor. Bosen, West- und Ostpreußen, um Leute für die diesjährige demnächst beim Parlament einen Gesetzentwurf einbringen werde, der Jedoch hat sich die Polizeibehörde mit dieser ihre Rechte über- Feldarbeit zu miethen. Vor allem fehlt es an Frauen und Mädchen, im Hinblick auf die Weltausstellung den bestehenden gejeglichen Schutz fchreitenden Aufnahme der Personalien nicht zufrieden gegeben. und die sogenannten befferen Arbeitskräfte, d. h. folche aus Ober- des gewerblichen Eigenthums weiter ausgestalten und insbesondere Offenbar in der Annahme, noch weitere Personen, die anarchistischen schlesien, aus der Provinz Bosen und allenfalls noch aus West- den im Auslande ansässigen Gewerbetreibenden jede Sicherheit geIdeen anhängen, ausfindig machen zu können, begab sich am preußen, find etwa nur zur Hälfte zu beschaffen. Der Mangel an währen solle. Sonntag, den 22. d. M. und am Mittwoch, den 25. d. M. eine Galizianern ist nicht so groß, aber diese sind von den Landwirthen und Chronik der Majestätsbeleidigungs. Prozesse. Wegen große Anzahl von Kriminalbeamten unter Führung uni Arbeitgebern in Mittel- und Westdeutschland bei Weitem nicht so ge- majestätsbeleidigung ist der Dienstknecht Evald in Rost, formirter und nicht uniformirter Kommissare in das Verfucht, wie die preußischen Polen, die als zuverlässiger und fleißiger dänischer Unterthan, verhaftet worden. fammlungslokal der Anarchisten, wartete daselbst das Ende der gelten. Die Arbeitskräfte aus Russisch- Polen nehmen hinsichtlich ihrer unter Ausschluß der Oeffentlichkeit wurde vor Bersammlungen ab und notirte alsdann die Personalien aller zu Leistungsfähigkeit eine mittlere Stellung ein. Aber es ist die Frage, ob der Dortmunder Straffammer gegen den Handelsmann Wilhelm den Versammlungen erschienenen Personen. Rußland den Maffenabzug von Arbeitskräften nach Deutschland noch Brüggerhoff aus Bittermart wegen Majestätsbeleidigung lange geftatten wird. Die polnischen Großgrundbesizer in West- verhandelt. Der Angeklagte wurde zu einem Jahr Gerußland haben schon vor mehreren Wochen dem Ministerium in fängniß verurtheilt und sofort abgeführt. Petersburg Vorträge über die Leutenoth in den westlichen russisch- Wegen Majestätsbeleidigung ist am 26. Oftober v. J. von der polnischen Regierungsbezirken gehalten, und jetzt wollen sie eine Straffammer in Eberswalde der Molkereibefizer Wilhelm große Abordnung an den Baren schicken, damit die russische Grenze sulide zu zwei Monaten Gefängniß verurtheilt worden. für Massenauswanderer nach Deutschland geschlossen werde. Im Bei einer Kontrollversammlung fam das Gespräch darauf, daß im dreimeiligen russischen Grenzbezirk erhalten schon jegt die Leute keine Striege manchmal auch Ratten gegessen werden müßten. Kulide Grenzlegitimationspapiere mehr, um als Sachsengänger für längere machte hierauf eine Bemerkung, in der der Kaiser erwähnt wurde. Zeit Rußland verlassen zu können. Er hatte geglaubt, er habe nur einen Scherz gemacht, fügte dann ,, Ueber die Waarenhaus- Umsatzsteuer zum Schutz des Kleine aber, bedenklich geworden, sogleich hinzu, man folle aus handels und des Kleingewerbes" hat der hauptsächlich aus fleineren einen Worten teine Majestätsbeleidigung machen. Eine Aenderung des Krankenkassen- Gesetzes Staufleuten bestehende Bund der Handels- und Gewerbetreibenden Seine Revision wurde als unbegründet vom Reichsgericht wird jest mit vielem Eifer von den Aerzten angestrebt. Im in Berlin eine Dentschrift herausgegeben, die den Mitgliedern des verworfen. Aus Güstrow( Mecklenburg) wird uns berichtet: Die hiesige Allgemeinen gehen die Forderungen der Aerzte dahin, die Verwal Reichstages zugestellt worden ist. Sie schildert die Geschäftstungsrechte der Mitglieder der Krankenkassen einzuengen und die freie grundsätze der Großbazare und fegt auseinander, wie Straffammer verurtheilte den Dachdecker Jürgens zu Penzlin, der Arztwahl gefeßlich festzulegen. Ein solcher Antrag liegt z. B. der Durch die Großbazare das Kleingewerbe verdrängt, Die fich in zwei Fällen der Majestätsbeleidigung schuldig gemacht hatte, Brandenburger Aerztekammer zur Berathung vor, ebenso ist man Arbeitsgelegenheit in den Handelsbetrieben vermindert und die indem er zu zwei verschiedenen Malen beleidigende Aeußerungen anderwärts bemüht, die ärztlichen Standesvertretungen diesem fleinen Gewerbetreibenden mit unerbittlicher Nothwendigkeit einer über den deutschen Kaiser ausstieß, zu drei Monaten und Projekt bienstbar zu machen. En god traurigen Zutunft entgegengeführt werden. Die Flugschrift gipfelt awei Wochen Gefängniß, sowie in die Kosten des Verfahrens. Bei der Plenarversammlung des Königlich fächsischen Medizinal- in einent Borschlage der Branchensteuer. Wenn ein Klein Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt.+ Iollegiums ist ein Antrag eingereicht worden, die Blenarversammlung handels- Geschäft drei Branchen hat, dann soll es, gleichviel welchen dorobile 96 ph wolle erklären: Eine baldige Revision des Krankenversicherungs Umsatz es hat, steuerfrei bleiben. Erst wenn Waaren einer vierten Gesetzes ift erforderlich in der Richtung, daß Bestimmungen in das Branche hinzugenommen werden, foll eine staffelmäßige UmfagGefeß aufgenommen werden zum Schuße der Aerzte gegcit Maß steuer je nach der Zahl der Branchen und der Höhe des Umfages t nahmen der Krankenkassen, die geeignet sind, die Existenzbedingungen eintreten. für den ärztlichen Stand zu gefährden. Die Plenarbersammlung bittet die königliche Staatsregierung, im Bundesrathe eine Revision Gebiete forbert pie„ Sorrespondenz des Bundes der Landwirthe" die auf dem Boden der Gleichberechtigung fich in AusgleichsZum Kampfe gegen Dänemark auf wirthschaftlichem Kommissionen der Rechten erklärten die Czechen, sie seien bereit, des Krankenversicherungs- Geseges im vorstehenden Sinne anzuregen Regierung auf, vorzugehen. Man folle nicht Deutschland fortgefekt verhandlungen mit den Deutschen einzulaſſen. und die hierauf gerichteten Bestrebungen der Aerzte unterstützen zu mit dem Bezuge der Produkte der dänischen Landwirthschaft über- Bertreter der übrigen Parteien begrüßten die Erklärung; hervorwollen." Jm Merzil. Vereinsbl.", dem Organ des Deutschen Aerzte- schütten lassen". Das wäre, so meint die Korrespondenz, eine Kraft gehoben wurde, daß die Ausgleichsverhandlungen nur unter der vereinsbundes, werden die ärztlichen Standesvertretungen der anderen volle, nationale Wirthschaftspolitik.- Der Hintergrund dieser Bermittelung der Regierung stattfinden können. Der Klub der Staaten aufgefordert, auch bei ihren Regierungen im gleichen Sinne nationalen Gefimming" ist das Bestreben, in der Preistreiberei, 3taliener beschloß die entschiedenste Opposition gegen die ReWir halten es für das Beste, wenn in diesen Fragen die insbesondere von Bich und Fleisch durch die dänische Einfuhr nicht spricht ihr lebhaftes Bedauern und ihre schärfste Berurtheilung gierung. Ein Communiqué der katholischen Volkspartei behindert zu sein. aus gegenüber allen Aeußerungen und Demonstrationen, welche Rand! Raus! Der tonservative fächsische Landtags Abgeordnete die religiösen Gefühle der Katholiken verlegen. Der Klub bedauert Wehner hatte im vorigen Landtag gegen die 50 000 m. geftimmt, die Vorgänge im Abgeordnetenhause, durch welche die Thätigkeit Dies ist das Neneste aus Magdeburg. Ein Recht der Polizei zu einem solchen Verfahren besteht nicht, ein Verfahren, das übrigens seltsam absticht von dem liebenswürdigen Verhalten gegen dieselben Anarchisten zur Zeit der sog. Unabhängigenbewegung, als man noch hoffte, daß von dieser Seite die Sozialdemokratie geschädigt werden könnte. Wir sind aber der Meinung, daß das Verhalten der Polizei nicht von zeitlichen Stimmungen abhängen darf, sondern von den gefeßlichen Bestimmungen. Und zu dem obigen Verfahren giebt das Gesez teine Berechtigung. vorstellig zu werden. Mitglieder der Krankenkassen selbst zu bestimmen haben. Die Abfichten der Aerzte müssen jeden Arbeiter schon deshalb stugig machen, weil die Herren ihre Propaganda in einer keineswegs einwands. Ausland. Oesterreich- Ungarn. bibbid Zur Lage in Wien wird gemeldet: In den parlamentarischen Die beffelben feit bald zwei Jahren vollständig lahmgelegt und die Schlußabstimmung über den Friebensvertrag bor Bu§ 62 des Entwurfs beantragte der Abg. 2enzmann bie Staatsrechtlichen und volkswirthschaftlichen Grundlagen des Reiches zunehmen. Desgleichen beschloß er, die Berathung der Vertrages Bestimmung zu streichen, wonach zu Mitgliedern der Strafkammern erschüttert werden. Er ist der Ansicht, daß die Aenderung dieses in geheimer Sigung bis dahin fortzusetzen. Im Repräsentanten- und Schwurgerichte sowie zu deren Vertreter nur ständig angestellte Zustandes nur durch die Verständigung zwischen den hause richtete der Republikaner Johnson einen lebhaften Appell an Stichter bestimmt werden dürfen, während der Abg. Dr. Stephan treitenden Boltsstämmen herbeigeführt werden kann und das Haus, den Filipinos die Il nabhängigkeit zu gewähren, beantragte, statt Vertretern zu sagen" regelmäßigen Vertretern. ift bereit, jebe Attion, welche dahin zielt, die nationalen Rechte der und protestirte gegen die Vergewaltigung, mit der die Regierung Beide Anträge bezwecken, den Entwurf der Regierung amnehmbar zu Staatsbürger im Wege der Gesetzgebung und auf Grund der gegen ein starkes und freies Volt vorgehe. Gleichberechtigung der Nationen zu regeln, mit allem Nachdruck zu machen. Die Diskussion und Beschlußfassung über diese Anträge unterstügen. wurden auf Dienstag, 31. Januar vertagt. Frankreich. Waris, 25. Januar.( Eig. Ber.) Eine Friedensfundgebung Tönnte die zweitägige General debatte über das Budget des auswärtigen genannt werden. Die Redner aller Parteien stimmten darin überein, daß ein Krieg zwischen Frankreich und EngLand ein Verbrechen gegen die Bivilisation wäre. Die gewerbs mäßigen Chauvinisten, die in der Preffe in einem fort die Hay gegen England betreiben, hielten sich mäuschenstill. Die Drumont und Cassagnac wagten nicht einmal durch eine Unterbrechung zu protestiren. : Von der Insel Kuba wird berichtet, Gomez beabsichtige, alle tubanischen Streitkräfte in der Provinz Santa Clara rüden. Dort wolle er ein Lager beziehen und die weitere Ente zusammenzuziehen, um von da in die Nähe von Havana gu wickelung der Dinge abwarten. Die Mehrzahl der tubanischen Offiziere habe Havana verlassen, um ihre Posten unter Gomez zu übernehmen. Die Lage werde stündlich ernster. Madrid auf 80 000 gefchäßt. Die Zahl der in Kuba gefallenen spanischen Soldaten wird in Militäretat. eat hat bei dem Der preußische Kultusetat. In dem Etat des Kultusministeriums erhöhen sich die dauernden Ausgaben um 7 800 144 m., während das Extraordinarium, das fich auf 14 178 377 m. beläuft, 2015 405 m. weniger erfordert als im vorigen Jahre. in anstalten. Die Dotationen für die Universitäten erhöhen sich um 335 746. Es ist u. A. vorgesehen für Königsberg ein Ersatzordinariat für Philosophie und ein Extraordinariat für Stulturtechnik Was die Regierung betrifft, so hatte sie schon durch die That sowie eines in der juristischen Fakultät; für Berlin je ein Extraim Fashoda Streit bewiesen, wie sehr fie auf friedliche Bedes Extraordinariums des Militäretats fortgefekt. Eine große e ein Auftos für die zoologische Sammlung des Muſeums für In der Budgetfommiffion des Reichstages wurde die Berathung vorsteher beim ersten chemischen Institut, ein neuer Bibliothekar, ordinariat für Staatswissenschaft und Archäologie, ein Abtheilungsziehungen zu England hält. Die Kammer billigte die Haltung der Regierung, indem sie den betreffenden Ausführungen des Ministers Bahl von Titeln pafsiren ohne wesentliche Debatte. Bu größeren Naturkunde und für den Botanischen Garten; für Greifswald Borbehalte des Ministers, das nachträgliche Betonen der Berechtigung Baurate von 178 050 M. gefordert. Wie der Referent Gröber je ein Extraordinariat in der medizinischen und in der philosophischen der Marchand- Expedition, bedeuten weiter nichts. Es ist eine unum darlegt, haben sich die Erträge so gesteigert, daß die Zahl der Fakultät und die Umwandlung einer außerordentlichen Professur gängliche Verfügung der bitteren Bille. Der Schwerpunkt der eigenen, auf den Depots wohnenden Arbeiter nicht mehr ordinariat in der katholisch- theologischen Fakultät und eins in für Geographie in eine ordentliche; für Breslau ein Ertraministeriellen Rede liegt in den Worten:„ Der werthvollste Dienst, den ausreicht. Es milßten fogenannte Fremdarbeiter aus der juristischen Fakultät; für siel je ein Extraordinariat ich geleistet habe, besteht darin, einen Konflikt verhütet und gewissermaßen benachbarten Dörfern und kleinen fleinen Städten zur Ergänzung für Theologie, Hygiene, Ohrenheilkunde und Ohrenheilkunde und Staatswissenunmöglich gemacht zu haben, der für die Welt ein Unglüd wäre und herangezogen werden. Das Arbeitsangebot diefer Fremddieser Fremdschaft eine lange Zeit hindurch auf der Politik der beiden Länder lasten allgemein in der Landwirthschaft schaft fowie Umwandlung des Extraordinariats für Geschichte würde." ein Ordinariat; für Göttingen ein Ordinariat in Herrschenden Arbeitermangel erheblich nachgelassen. Es fei der juristischen und je ein Extra- Ordinariat für Rechts- und für leber die weiteren zwischen Frankreich und England schwebenden daher nothwendig, durch Errichtung von Familienhäusern Staatswissenschaften, für Marburg ein Extra- Ordinariat in der Streitpunkte, die Bonfrage auf Madagaskar und die Neufundland- einem Nothstande vorzubeugen und seien 14 solche Bauten juristischen Fakultät. Fischerei, hat Delcassé nach bekannten diplomatischen Mustern nur auf verschiedenen Vorwerken in Aussicht genommen. Abg. Bei den höheren Lehranstalten begegnen wir u. A. einem vage Andeutungen gemacht. Es unterliegt aber feinem Zweifel, Graf Iindow ström ist mit dem Zweck einverstanden, glaubt neuen Titel von 10 000 W., aus dem Schulamtskandidaten unterdaß diese untergeordneten Fragen ohne Mühe zur beiderseitigen Be- aber, daß sich billiger bauen laffe. 18-20 000 w. für ein solches fügt werden sollen bei Benachtheiligung infolge einer vorüberfriedigung werden geschlichtet werden. In Bezug namentlich auf Haus sei zu theuer, es müsse sich mit 10-12 000 m. herstellen Madagascar gewinnt hier die Meinung Oberhand, daß der rabiate lassen. Geh. Nath Appelius widerspricht dieser Auffassung. Die gehenden dienstlichen Verwendung, namentlich wenn sie einer Protektionismus die Entwickelung der Insel und die Interessen der Kommission habe die Frage in ähnlichen Fällen bereits vor 12 Jahren sonstigen Erwerbsgelegenheit verlustig gehen. Ebenfalls neu einfranzösischen Herrschaft selbst schädigt. geprüft und die Baukosten entsprechend gefunden. Die Arbeiten gestellt sind 7200 M. zur Stemunerirung von Oberlehrern für HilfeAm konſequentesten und rüchaltlosesten brachten den Friedens- werden submittirt und an den Mindestfordernden gegeben. Abg. leistungen behufs Entlastung von Direktoren größerer Staatsgedanken natürlich die sozialistischen Redner, Vaillant und Singer hält auch die Baukosten für zu hoch und wünscht Auskunft Fournière, zum Ausdruck. Genosse Vaillant wird seinen Miliz über das Verhältniß der Verwaltung zu den miethenden Arbeitern, die Schaffung von 20 neuen Kreisschulinspektorenstellen, darunter in Für das Elementar Unterrichtswesen ist geplant vorschlag ausführlich gelegentlich der Debatte über das Striegs- ob nicht etwa aus dem Miethsverhältniß sich ein Hörigkeits- Berlin für die Umgegend von Köpenid und Rigdorf. 12 Stellen budget begründen. In der auswärtigen Debatte legte er insbesondere verhältniß herausbilde. Geh. Nath Appelius versucht darzu entfallen auf den Regierungsbezirk Posen. Der Fonds für nebendie Wünsche der sozialistischen Partei bezüglich der Abrüstungs- legen, daß die Militärverwaltung nicht theurer, sondern meist billiger amtliche Verwaltung der Schulinspektion soll um 25 000 M. erhöht tonferenz dar. Er faßte sie in vier Punkte zusammen: baue, als andere Ressorts. Geh. Rath Gadow erklärt, mit den werden. Der Fonds zur allgemeinen Erleichterung der Volksschulen 1. Schaffung eines internationalen Schiedsgerichts Arbeitern werde ein Dienstvertrag abgeschlossen und die zur Schlichtung aller Streitigkeiten zwischen den auf der Wohnung als Deputat angerechnet. Me it IIer- Fulda findet den erfährt eine Bermehrung um 300 000 92., der Fonds zu Beihilfen Konferenz vertretenen Staaten. 2. Almälige und gleichzeitige Miethspreis zu hoch. Mit dem anfgewendeten Gelde müsse etwas an Volksschulverbände wegen Unvermögens für die laufenden AusIlmuwandlung der stehenden Armeen der stehenden Armeen in Volksmili zen. Besseres hergestellt werden. Zunächst lehne er die Forderung ab. gaben eine Vermehrung um 160 815 M., die Zuschüsse für die Alters8. Gutsprechende Herabsetzung der Rüstungen und der Militär- bg. v. Tiedemann verweist darauf, daß sich die Ansiedlungszulagekassen erhöhen fich um 340000 M.; behufs Errichtung neuer Schulausgaben als Folge der Einführung der Miliz. 4. Periodische inter- fommission für Posen und Westpreußen davon überzeugt habe, daß 250 000 m. mehr und für Reliften von Elementarlehrern 50 000 m. stellen sind 33 190 M. mehr, für Pensionen für Lehrer und Lehrerinnen nationale Konferenzen zum Zweck des internationalen die Ansiedler selbst billiger bauen als der Fiskus rbeiterschutes, sowie zur Regelung der internationalen Be- Der Staat baue meist zu theuer. Nach weiterer Debatte resumirt mehr ausgeworfen. Referent Gröber: dingungen der Produktion, des Handels, des Verkehrs, des Aus der Referent Die Kommission sei einig Für Kunst und Wissenschaft beträgt die Forderung des tausches und überhaupt aller internationalen Beziehungen. der Anerkennung der Nothwendigkeit der Arbeiterwohnungen unterrichtswesen 61 662 M. mehr, für das MedizinalExtra Ordinariums 138 459 M. mehr, für das technische Daß diese Vorschläge in der Kammer eine Mehrheit erzielen und beanstande nur die Höhe der Kosten. Er be= werden, dachte natürlich der Antragsteller nicht. Das Kammervotum antrage, den Titel für dieses Jahr ganz wefen 37 877 M. mehr als im laufenden Etat. An Zuschüssen an git streichen. ist aber nicht minder bezeichnend. Während der Milizvorschlag nebst Nach Ablehnung eines Vermittelungsvorschlages des Vorsitzenden Geistlichen beider Konfeffionen werden auf Grund des in der letzten Kirchengemeinden und zur Verbesserung des Dienſteinkommens der der fortschreitenden Abrüstung 75 gegen 440 Stimmen vereinigte, b. Kardorff, von der Forderung von 178 050 M. die Summe erhielt das Schiedsgericht eine achtungswerthe Minderheit von von 38 050 M. abzusehen und nur 140 000 m. zu bewilligen, wird Session angenommenen Gesezes 5523 000 m. mehr verlangt: 216 gegen 282 und der internationale Arbeiterschutz u. f. w. eine bauten beim Kadettenhaus in Oranienst ein wird als erste Nate besondere der Reformirten und Altkatholiken, auf deren Pfarrstellen Für und Umfolche von 176 gegen 328 Stimmen. Die große Minderheit für das Schiedsgericht ist allerdings aufs 285 000 m. gefordert( im Ganzen 490 000 m.), bon militärischer jenes Gesetz keine Anwendung findet. Die große Minderheit für das Schiedsgericht ist allerdings aufs Seite die unbedingte Nothwendigkeit der Umbauten, vornehmlich Konto des zarischen Abrüstungsvorschlages zu sehen. Betreffs des legteren gingen Delcaffé's Ertlärungen nicht über den aus Gesundheitsridfichten, betont und die ganze Forderung mit Rahmen der obligatorischen Komplimente an die glorreiche 15 gegen 10 Stimmen bewilligt.- Die Berathungen werden Zuitiative" hinaus. nächsten Dienstag fortgesetzt. Parlamentarisches. in Unendlich deutlicher und wahrheitsgemäßer sind die Kommentare der französischen Presse zum neuesten Rundschreiben des Grafen Murawiew. Es werden da die nachdrücklichsten Vorbehalte gentacht. Namentlich wird übel vermerkt der Punkt des Rundschreibens über Der Bundesrath hat in seiner Sigung vom Donnerstag den die Richtverwendung der unterseeischen Torpedoboote. Die neuesten Ausschußbericht über den Entwurf von Vorschriften betreffend die erfolgreichen Versuche der französischen Marine auf diesem Gebiete Sulaffung zur Führung von Hochsee- Fischereifahrzeugen in Heiner haben ja hier die Köpfe gewaltig erhitzt. Man erblickt in der neuen Erfindung eine unfehlbare Bertheidigungswaffe gegen die stärkste Flotte der Welt. Ferner wird mit einem deutlichen Wink auf die absolutistische Verfassung Rußlands die Unmöglichkeit betont, die wirkliche Durchführung der Konferenzbeschlüsse in allen Ländern zu sichern. Belgien. Madrid, 26. Januar. Wie der" Liberal" versichert, wird der Minister des Junern Capdepon in dem Ministerrathe, der heute Abend stattfinden soll, den Antrag auf Wiedereinführung der konstitutionellen Garantien stellen. Schweden. universitätszwede 4 296 513 m. gegen 4 402 448 W. im Aus dem Extra Ordinarium erwähnen wir für Universitätszwede 4296 513 m. gegen 4 402 448. im vorigen Etat; zur Förderung der Voltsbibliotheken, als einer wichtigen sozialen Aufgabe der Gegenwart" 50 000 m., aur Fortführung der Baulichkeiten auf der Museumsinsel in Berlin zur Erweiterung der Kunstmuseen 2 Millionen, zur weiteren Förderung von Untersuchungen mit Röntgenstrahlen, insbesondere an der Berliner Universität 15000 M., zur Beschaffung von wissenschaftlichen Instrumenten und Modellen sowie zur Unterstützung von Industriellen behufs Förderung der Deutschen auf der Barijer Weltausstellung 50 000 M., als erste Nate für und in der Islandfahrt, und dem Ausschußbericht über den Entwurf den Eriveiterungsbau der Technischen Hochschule in Berlin 400 000., von Bestimmungen, betreffend die Beseitigung von Ansteckungsstoffen zur Errichtung eines Fortbildungskursus für 3eichenbei der Beförderung von lebendem Geflügel auf Eisenbahnen die Lehrer an höheren Lehranstalten und Seminarien 45 750 M., Zustimmung ertheilt. Ferner wurde über die Vorlage vom 13. Ja zur Errichtung eines hygienischen Instituts in Bosen nuar 1899, betreffend die Erweiterung der der Hamburg- Amerifa 24 000 M., zur Bekämpfung der Lepra, namentlich zur Hera Linie ertheilten Erlaubniß zur Beförderung von Auswanderern stellung eines Lepra- Krankenheims in Memel 30 000 m., zur und über die Vorlage, betreffend die Beförderung von Auswanderern Untersuchung der Maul- und Klauenseuch e 30 000 m., durch die Compagnie Générale Transatlantique" in Havre und zur Bekämpfung der Granuloje 350 000 m. Von dieser Summe Paris, Beschluß gefaßt. follen einer großen Zahl von Kreisen in Ostpreußen zur geregelten, intensiven Bekämpfung der dort auftretenden gefährlichen Augenfrankheit Beihilfen gewährt werden. Endlich sei aus dem Extras ordinarium noch hervorgehoben die geplante Erhöhung des Fonds zur Einrichtung von Fortbildungskursen in der Psychiatrie für Medi zinalräthe und Streisphysiker auf 40 000 m. Partei- Nachrichten. " Brüffel, 25. Januar.( Eigener Bericht.) Gegen den König und fein Programm der Wahlrechtsverschlechterung macht sich eine tief gehende Bewegung bemerkbar. Die Erregung beschränkt sich nicht Postgeset. In der Donnerstagsizung des Bundesraths ist die auf die radikalen und sozialistischen Kreise, sondern auch die klerikale Novelle zum Postgeset nach den Borschägen der Ausschüsse anWählerschaft ist zum Theil sehr unzufrieden. Der König hat durch genommen worden und soll morgen dem Reichstage zugehen. fein jeziges Vorgehen das bischen Popularität, deffen er fich noch erfreute, eingebüßt und man diskutirt ernstlich Die VI. Kommiffion des Reichstages trat heute zur Be die Abschaffung des Königthums und Errichtung der rathung des ihr überwiesenen Antrages tintelen( Novelle zur Republit. Das antiklerikale Kartell ist zu einem antiroyalistischen Gerichtsverfassung, Strafprozeß und Strafgesez) Kartell geworden. Die an demselben betheiligten Parteien richten zusammen. Abg. Rintelen führte den Vorfiz. Abg. 2enzmann an thre Anhängerschaft geharnischte Aufrufe, die ihre Spige gegen zu hoffen sei, daß die Regierung demnächst einen analogen Entwurf richtete an den Staatssekretär des Reichsjustizamtes die Frage, ob den König kehren. In der Kammer nnd im Senat ist der neue vorlegen werde, oder ob bei ihr die Neigung bestehe, auf den ringens wurde am verflossenen Sonntag in Straßburg ab Eine Landeskonferenz der Sozialdemokratie Elfak- LothMinisterpräsident den Interpellationen ausgewichen; er hat erklärt, daß vorliegenden Antrag einzugehen. Von der Beantwortung dieser gehalten. Dieselbe tagte als réunion privée( private guſammen. das jezige Stabinet noch nicht wisse, für welches Wahlsystem es sich das jezige Kabinet noch nicht wisse, für welches Wahlsystem es fich Frage werde Art und Umfang der Kommissionsberathung abhängig funft), da wir im Lande der wiedergewonnenen Brüder" immer entscheiden werde. Jebenfalls geht das belgische Voll großen poli- ein müssen. Staatsjefretär Nieberding erwidert in längeren noch nicht so weit sind, daß die Partei ihre Angelegenheiten öffent poli- Frage tischen Kämpfen entgegen und diese können manche Ueberraschungen Ausführungen, die in der Hauptsache dahin gehen: Nach dem ver- lich, mit Genehmigung einer hohen Polizeibehörde, berathen barf. bringen.Spanien. unglückten Verlauf, den die Berathung der Justiznovelle 1896/97 Die Konferenz war von 14 Orten durch 27 Delegirte beschickt; sie genommen, fei die Regierung nicht in der Lage, dem wurde von Emmel aus Saargemünd geleitet. Wunsche nach einer neuen Vorlage ohne Weiteres ent sprechen. Das Reichsjustizanit jei infolge Einführung des Bürger- handlungen bildete die Diskussion über das ſeit 1. Dezember v. J. Den wichtigsten und zugleich umfangreichsten Theil der Verlichen Gesetzbuchs mit Arbeit überlastet. Aber auch auf den im Parteiverlag in Straßburg täglich erscheinende neue reichsländische Antrag Rintelen könne die Regierung in Rücksicht auf Parteiorgan, die Freie Preise für Elsaß- Lothringen". Gegens die bestehenden bekannten Differenzpunkte nicht eingehen. über den Ansprüchen der Straßburger Parteigenossen machte besonders Große Erbitterung herrscht in Schweden, daß die Thron- Insbesondere der Vorschlag des Fünfrichterkollegiums sei unan- Mülhausen mit seiner zahlreichen Arbeiterschaft, das der Drucks rebe kein Wort über eine Wahlreform enthält. Es wurde nehmbar für die verbündeten Regierungen. Doch bestehe die Ab- und Erscheinungsort der von Köller im Jahre 1894 verbotenen„ Elsaßganz fürzlich dem König und der Regierung eine Petition über- ficht, im Anschluß an die lex Salisch eine Vorlage zu machen, Lothring. Volksztg." war, seine Rechte auf eine weitergehende reicht, die von mehr als 400 000 Personen unterzeichnet war und eine welche die Gidesfrage im Straf- und Bivilprozeß regelt. Berücksichtigung der dortigen lokalen Verhältnisse im nenen ParteiErweiterung des Stimmrechts verlangte. Es wurde auch eine Uebrigens werde die Regierung die Berathungen der Kom- Organ geltend, während andererseits die Vertreter von Me, der Deputation an den König gesandt, die ihm das dringende Verlangen mission genau verfolgen, beziehungsweise ihre Vertreter an Hauptstadt Lothringens, auf die für die Verbreitung der Fr. Presse" des Wolfes vortrug, und die er freilich mit leeren Worten abspeiste; denselben theilnehmen laffen, zumal bei ihr selbst die so außerordentlich ungünstigen Verhältnisse hinwiesen, die sich dort aber dennoch hatte man erwartet, in der Thronrede ein Gesetz in leberzeugung bestehe, daß eine Reform der Strafprozeß- aus dem Vorherrschen des militärischen Elementes( Metz hat bei Aussicht gestellt zu sehen. Da die Wahlreform mit keinem Wort Ordmung allerdings nothwendig fei. Vor Ab einer Zivilbevölkerung von ca. 50 000 Seelen eine Befagung von erwähnt ist, werden große Bolfskundgebungen zu Gunsten der Wahl- lauf von zwei bis drei Jahren werde jedoch die gegen 22 000 Mann), aus der nur schwach entwickelten Induſtrie reform geplant. Vorlage eines bezüglichen Gefeßentwurfs nicht und der Zwiesprachigkeit der Bevölkerung ergäben. Man Asien. möglich fein. Abg. tintelen spricht gleichwohl die Hoffnung werde aus diesen Gründen nicht unhin tönnen, dem Gedanken Zur Situation auf den Philippinen wird der Inter- aus, daß sich schon früher eine Verständigung zwischen Regierung der Schaffung einer besonderen parteigenössischen Wochenschrift in nationalen Korrespondenz" aus Madrid gemeldet: General Rios und Reichstag, zunächst wenigstens in der Frage der Berufung, französischer Sprache für die lothringischen Grenzbezirke näher zu berichtet, die Aufständischen hätten seit dem Rückzuge der Spanier werde erzielen lassen. Es wird darauf beschlossen, von einer treten. so bedeutende Fortschritte gemacht, daß ein erfolgreicher Feldzug Generalbebatte abzusehen und zwei Lesungen abzuhalten. Die Der Vorsitzende glaubt, dem Wunsche der Mülhauser Genoffen der Nordamerikaner gegen Aguinaldo mit den gegenwärtig auf Kommission wird wöchentlich drei Sizungen abhalten. Zum Bericht- dadurch am besten entsprechen zu können, daß der bisher in Straß den Philippinen vorhandenen Truppen undenkbar sei. Die erstatter wird Abg. Lenzmann bestellt. burg bestehenden Breßlonmission nur] der Charakter eines geschäftserforderlichen Verstärkungen aber würden bis Ende März, dem Die§§ 27 und 28 des Entwurfs über die Zuständigkeit der führenden Ausschusses beigelegt wird; dieser Ausschuß müsse dann Beginne der Regenzeit, nicht zur Stelle sein können, jodaß bis zum Schöffengerichte wurden ohne Debatte angenommen. Durch die durch weitere Vertreter aus der Provinz ergänzt werden; über der= Herbst von einer thatsächlichen Befizergreifung der Inseln durch die selben wird die Zuständigkeit der Schöffengerichte insbesondere auf artige Konflikte zwischen den Ansprüchen einzelner Orte habe dann Amerikaner nicht die Stede sein könne.- Aguinaldo dehnt nach der Hausfriedensbruch im Falle des§ 123 Abs. 3 St.-G.-B., auf Be- die gesammte Preßkommission zu entscheiden. Der Antrag der felben Mittheilung inzwischen die von ihm eingesetzte Verwaltung drohung mit einem Verbrechen(§ 241 St.-G.-B.), auf strafbaren Meter Delegirten sei darin sei wohl die Konferenz einig immer weiter aus, er hat auch bereits als Bertreter der philippinischen Eigennus(§ 286 Abs. 2 und§§ 290, 291, 298 St.-G.-B.) und auf a limine abzulehnen. Republit für alle Staaten Europas, sowie für die füd- und mittel- alle Fälle ausgedehnt, in denen die Verfolgung im Wege der Bei der Abstimmung wurde der Antrag Colmars, der eine mög amerikanischen Republiken besondere Agenten ernannt, welche vor- Stimmen der Sozialdemokraten und eines Theiles des Zentrums fordert, einstimmig angenommen. Eine Resolution, die sich für die Privatklage geschieht. Auf Antrag Bech wurde gegen die lichst frühzeitige Absendung der nach auswärts bestimmten Zeitungen läufig ihr Amt inoffiziell" ausüben sollen. Anstellung eines bewährten technischen Leiters der Druderei der Fr. Preffe" ausspricht, fand ebenfalls Annahme. In der Frage der Kompetenz der Breßkommission einigte sich die Konferenz einmüthig auf folgenden Beschluß Amerika. Washington, 25. Januar. Der Senat hat heute in geheimer Sizing beschlossen, am 6. Februar um 3 Uhr Nachmittags die beschlossen, nachdem der Staatssekretär Dr. Nieberding erklärt hatte, daß die Regierungen diese Bestimmungen für unerläßlich halten, dem Präsidium des Landgerichts die Besetzung auch des stellvertretenden Vorfizenden in den Straftammern zu übertragen. Die Straßburger Breßlommission hat die Funktionen des ges fchäftsführenden Ausschusses wahrzunehmen; dazu werden noch fünf auswärtige Parteigenossen gewählt, die in Beschwerdefällen seitens anderer Partei- Orte und in Konflikten zwischen Druckerei und Nedaktion mit der Straßburger Preßkommission zu entscheiden haben. Gemeinsame Sigungen finden nach Bedarf statt." Zur Ausführung dieses Beschlusses wurden als Mitglieder der erweiterten Preẞkommission gewählt: Weinzorn- Mülhausen, Haug- Mülhausen, Emmel- Saargemünd, Meyer- Colmar und Bruschinski- Mey. Zum Vorort der Landesorganisation bestimmte man für das Taufende Jahr wieder Straßburg. Die Neuwahl des Landeskomitees ergab folgendes Resultat: Böhle Borsigender, Hoffmann Kassirer, Martin Schriftführer, Emmel Saargemünd und Weinzoru Mülhausen Kontrolleure. D Boziales. 1ben Angeklagten 1 Jahr Gefängniß bei fofortiger Verhaftung. Der Gerichtshof billigte ihm indessen mildernde Umstände zu und erAuswärtiger Handel Deutschlands im Jahre 1898. Nach fannte auf 50 M. Geldstrafe. Hiergegen legte der Staatsanwalt dem Dezember Heft der Monatlichen Nachweise" des Kaiserlichen Berufung ein und beantragte im gestrigen Termine vor der Statistischen Amts, das die Summen für das Jahr 1898 bringt, Berufungsinstanz einen Monat Gefängniß. Der Gerichtshof verwarf sind die Werthe noch nach den für 1897 festgestellten Einheitswerthen nicht nur die Berufung des Staatsanwalts, sondern fegte sogar auf berechnet mit Ausnahme derjenigen der Haupt- Getreide- und Mehl- den Antrag des Vertheidigers, Rechtsanwalt Becker, die Strafe auf arten, für die besondere Bewerthungen im Laufe des Jahres 1898 10 m. herab, da sich inzwischen herausgestellt hat, daß die Mißstattfanden. handelte feineswegs einen vorwurfsfreien Lebenswandel führte, sodaß 4864 644 im Jahre 1897, baber mehr 613 004. Hierunter Edel- Uebertretung des Vereinsgesetzes wurde dem Kupferschmied Werth der Einfuhr in 1000 Mart: 5 477 648 gegen der Angeklagte die Scheidungsklage angestrengt hat. metalle 859 119 gegen 183 947, übrige Artikel 5118 529 gegen itt elopf zur Last gelegt. Dieser war eine Zeit lang Borsitzender 4 680 697. 1 aus, Gestiegen ist Hauptsächlich der Einfuhrwerth von Baumwolle der hiesigen Filiale des Unterstügungsvereins der Kupferund Baumwollenwaaren, Getreide und anderen Landbau- Erzeugnissen ich mie de Deutschlands. Die Polizei hatte ihn aufgefordert, ein Nach einem kurzen Referat Böhle's diskutirte man über die( 151 Millionen Mark), Holz 2c., sowie Waaren daraus, Material- Verzeichniß der sämmtlichen Mitglieder einzureichen. Er war aber bestehenden vereinsgefeßlichen Zustände in Elsaß- 2c. Waaren, Del und Fetten, Wolle und Wollenwaaren. dieser Aufforderung nicht nachgekommen. In der Hauptverhandlung Lothringen. Zum Schluß macht der Parteikaffirer offmann als Werth der Ausfuhr in 1000 MW.: 4001746 gegen 8786 241 führte Rechtsanwalt Heine sein Vertheidiger eine Reihe von geschäftlichen Mittheilungen über Außenstände des im Jahre 1897, daher mehr 215 505. Hierunter Edelmetalle 255 118 daß der Verein überhaupt nicht zu den sogenannten öffentlichen früheren Parteiorgans, der reichsländischen Ausgabe der Mannheimer gegen 151 266, übrige Artikel 3 746 628 gegen 3 634 975. Vereinen gehöre, die nach§ 2 des Vereinsgesetzes zur EinVolksstimme", worauf die Verhandlungen mit einem Hoch auf die Gestiegen ist hauptsächlich der Ausfuhrwerth von Drogueries, reichung der Mitgliederliste verpflichtet wären. Nach dem Wortlaut Sozialdemokratie geschlossen werden. Apotheker- und Farbewaaren, Eisen und Eisenwaaren, Instrumenten, der Statuten erstrebe der Verein Befferung der Lohnverhältnisse und Maschinen und Fahrzeugen der Einfuhrwerth der Instrumente 2c. Förderung der geistigen und materiellen Interessen nur für seine Polizeiliches, Gerichtliches u. f. w. ist gleichfalls erheblich gestiegen-, Seide und Seidenwaaren, Kohlen, Mitglieder". Außerdem sei der Angeklagte nicht verpflichtet, Wegen Beleidigung des preußischen Staatsministerinms während der Werth der ausgeführten Material- 2c. Waaren und Wolle die Mitgliederliste einzureichen; das brauche blos der Vorfizende, wurde vom Landgericht in Königsberg i. Pr. der verantwort- und Wollenwaaren erheblich zurückgegangen ist. der bei der Gründung des Vereins dabei gewesen sei. Der Anliche Redakteur der Königsberger Vollstribüne", Genosse Rtakutt, geklagte habe dies Amt aber mehr als zehn Jahre nach der der zur Zeit eine sechswöchige Freiheitsstrafe verbüßt, einschließlich preußischen Staatsbahnen betrug nach offiziellen Angaben halb diese Verpflichtung nicht. Ueberbürdung der Eisenbahn: Bediensteten. Auf Auf den Gründung für einige Monate übernommen, ihn treffe desderselben zu einer Gesammtstrafe von zwei Monaten Gefängniß ver- des Ministeriums im Etatsjahre 1897/98 die tägliche Dauer diesen Ausführungen an und beantragte Freisprechung; das Gericht Der Amtsanwalt schloß sich urtheilt. Er hatte einen Artikel über die Fleischvertheuerung ver- des planmäßigen Dienstes bei öffentlicht, worin der Regierung u. a. vorgeworfen ist, fie muße ihre verurtheilte aber den Angeklagten zu 3 M. Geldstrafe. Aus der Macht dazu aus, den Agrariern durch die Grenzsperre Extraprofite Begründung war nur zu erkennen, daß es den Verein für einen zu sichern. öffentlichen hielt, weil es in§ 1 der Statuten heißt, daß erstrebt wird die Erzielung eines solchen Arbeitslohnes, der jedem Arbeiter Damit sei der Verein über eine menschliche Eristenz sichert". die Grenzen seiner Mitglieder hinausgegangen. Zu vers stehen ist dies Urtheil nicht, denn wenn der Verein für seine Mitglieder etwas erstrebt, was an allgemeinen Gesichtspunkten gemessen wird, so bleibt er doch immer mit seiner Thätigfeit auf die Mitglieder beschränkt. Ueber die andere Frage, die schon häufig im Sinne des Angeklagten vom Kammergericht entschieden worden ist, ließ das Amtsgericht sich überhaupt nicht aus. Die Sache dürfte noch die höheren Instanzen beschäftigen. - Ans Magdeburg. Wie die„ Volfsstimme" mittheilt, steht das Ermittelungsverfahren, bei welchem ihr Geschäftsführer Fabian als Zeuge vernommen wurde, mit dem Majestätsbeleidigungs- Prozeß gegen den Redakteur Müller in Verbindung. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. In der Glasschleiferei von A. Melcher, Berlin, Oranien straße 21, waren zwei Glasschleifer wegen Differenzen über die Arbeit entlassen worden. Die übrigen Glasschleifer betrachteten die Entlaffung als eine Maßregelung und legten zur selben Zeit die Arbeit ebenfalls nieder. Sie bitten um Fernhaltung des Zuzugs. Dentsches Reich. 11 403 Bediensteten mehr als 12-13 Stunden 7473 3032 2295 " 13-14 " 14-15 15-16 " " Den mehr als elfftündigen Dienst hatten hauptsächlich zu leisten das Bugbegleitungspersonal, das Lokomotivpersonal, die Bahnwärter, die Weichensteller und die Stationsbeamten, also der Theil des Eisenbahnpersonals, von dessen Leistungsfähigkeit die Sicherheit des Bahnbetriebes abhängt. Jedenfalls zeigt die Tabelle, daß, vom Standpunkte der Arbeiter fürsorge aus betrachtet, die preußischen Staatsbahnen noch weit davon entfernt find, Musterbetriebe zu sein. Arbeiter: Risiko. Bei den Vorarbeiten zum Bau des Tunnels bei Förste- Harz wurden durch einstürzende Erdmassen drei Arbeiter verschüttet. Der eine ist bereits infolge der erlittenen Verlegungen gestorben. Die beiden anderen kamen mit leichteren Verwundungen davon. Krankenkassen- Wesen. Aus Sachsen wird berichtet: " In Hamburg hat gestern das Schwurgericht den Hafenarbeiter Ignaz Robat wegen Ermordung seiner Ehefrau zum Tode verurtheilt. Robad war jener Mann, den die Hamburger Nachrichten" Ende vorigen Jahres herzimmiglich an ihren Busengeschlossen haben, weil er als einer der angeblich Großen beim Safenarbeiterstreit gewirkt und nun, wie das Blatt glückstrahlend verkündete, gemordet hatte. Leider mußte das hanseatische Organ für Knutenwirthschaft erleben, daß ihm vom Hamburger Echo" am nächsten Tage die Lügenhaftigkeit seiner Heilsbotschaft nachgewiesen wurde. Das Ders Armenpflege in Erfurt. In Erfurt mußten auf Anzeige der Der Verband der Berg- und Hüttenarbeiter beruft seiner mendirektion zwei alte Leute, die bei dem Gesuch um Generalversammlung am 1. April nach Halle ein. Die Tages- Armenunterstützung ihr Einkommen zu gering angegeben hatten, vom ordnung lautet: 1. Wahl des Bureaus und der Kommissionen. Schöffengericht verurtheilt werden. In der Verhandlung soll 2. Bericht des Vorstandes über den Stand des Verbandes. festgestellt worden sein, daß ein alleinstehendes Ehepaar, 3. Bericht der Kontrollkommission. 4. Der Stand unserer Presse. das noch im Stande ist, wöchentlich sechs Mark zu ver Im Wiederaufnahmeverfahren wurde am Dienstag von der 5. Der Ausbau des Verbandes. a) Auszahlung eines Sterbegeldes; dienen, teinen Anspruch auf Armen unterstügung b) Festsetzung der Agitationsbezirke. 6. Der deutsche Gewerkschaftse ha be. Diese„ Regel" scheint doch so unglaublich, daß man an einen Straffammer in Königsberg i. Pr. der Volksschullehrer Heinrich tongreß. 7. Neuwahl des Vorstandes, der Preßleitung und Be- Irrthum des Berichterstatters glauben möchte. Ist die Nachricht indenau freigesprochen, der am 25. Juli 1896 von der stimmung des Ortes der nächsten Generalversammlung. wirklich zutreffend, dann werden fich die Erfurter Gemeindevertretungen Mädchen unter 14 Jahren, zu 8 Monaten Gefängniß verurtheilt Straffammer wegen Sittlichkeitsverbrechen, begangen an einem hoffentlich der Pflicht nicht entschlagen, die Grundsätze ihrer Armien= Der Rheinisch- Westfälische Verband evangelischer Arbeiter- direktion vom Standpunkte einer wirklichen Armenfürsorge aus recht wurde, wovon ein Monat auf die erlittene Untersuchungshaft in bereine weist im verflossenen Jahre eine Einnahme von 5693,29 W. bald der nothwendigen Reform zu unterziehen. Anrechnung tam. Die Strafe hat Lindenau verbüßt. bem die und eine Ausgabe von 5469,08 M. auf. Die Ausgaben vertheilen gegen ihn eingeleitete Disziplinarverfahren, in fich folgendermaßen: Fischer, Gehalt 2100 M., Bureautosten 200 M., letzte Entscheidung vom Staatsministerium getroffen wurde, Rentenversicherung 300 M., Reisevergütung 356,05 M., Fahrgeld an Die bei Durchführung des Krankenversicherungs- Gesetzes ge- endete mit der Freisprechung des Beschuldigten. Borstand, Ausschuß, Delegirte, Rechnungsprüfer 713,65 W., Porto machten Erfahrungen haben gezeigt, wie das Entstehen von selbe wurde wieder als Lehrer auf dem Nassen Garten angestellt. und Verwaltungstosten 323,89 M., Drucksachen, Papier 291,65 M., Innungs- Krantentassen häufig den Bestand der Orts- Lange Zeit waren die Bemühungen der Rechtsanwälte Als cher In die Spartaffe gelegt 400 M., an den Gesammtverband Deutsch- rankenkassen in Frage gestellt und zu einer 3ersplitte und Haase, ein Wiederaufnahme- Verfahren herbeizuführen, vers lands 788,84 M. Auffallend ist die hohe Ausgabe für Verwaltungs- rung der Kräfte geführt hat, die für beide Theile unerwünscht geblich. Bekanntlich wies Reichstags- Abgeordneter Haase im vorigen Losten und die sehr geringe Aufwendung von Mitteln für eigentliche und der allgemeinen Entwickelung der Krankenversicherung nicht Jahre im Reichstage auch auf diesen Fall hin, als er die Eins Straffammer Urtheilen forderte. Aufgaben einer Arbeiterorganisation. förderlich war. Infolge erhobener Beschwerde hat das Ministe führung der Berufung bei rium des Innern deshalb neuerdings verordnet, daß vor Endlich am 7. Dezember 1898 wurde das Wiederaufnahmes der Genehmigung zur Errichtung von Jnnungs- Krankenkassen ein- Verfahren angeordnet. Die Verhandlung fand am Dienstag gehend zu prüfen ist, ob hierdurch nicht die im Innungsbezirke be- unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. Die damalige findlichen Orts Krankenkassen in ihrer Lebensfähigkeit Belastungszeugin, ein jezt 16jähriges Mädchen, hat zu oder doch ihrem Leistungsvermögen gefährdet werden, gegeben, daß ihre Aussagen, welche zur Verurtheilung des und ob die Leistungen der geplanten Jnnungs- Krankenkasse denjenigen Lehrers führten, von Anfang bis zu Ende erlogen waren. Ihre der dort bereits vorhandenen Orts- Krankenkassen wenigstens Stiefmutter habe ihr alles eingeredet. Der Gerichtshof hob das gleich tommt. frühere Urtheil auf, sprach den Angeklagten frei, weil fein Es wäre sehr vernünftig, wenn die sächsische Regierung wirklich genügender Verdant vorliege. Die Kosten, einschließlich der dem eine solche Verordnung erlassen hätte. Aber nicht nur die Innungs- Angeklagten erwachsenen persönlichen Ausgaben, wurden der StaatsKrankenkassen, sondern auch die Fabrit- Krankenkassen schädigen tasse auferlegt. Wird der Mann, der fast ein Jahr unschuldig die Orts- Krankenkassen. hinter Gefängnißmauern gesessen hat, nun auch, soweit wie das Der Zentral- Kranten und Sterbetasse der möglich ist, entschädigt werden? Bäcker und verwandten Berufsgenossen Deutschlands( E. H.) zu Dresden ist vom Reichskanzler von Neuem die Bescheinigung er theilt worden, daß sie, vorbehaltlich der Höhe des Krankengeldes, genügt. In der Bronzewaaren- und Kronleuchterfabrik von K. M. Seifert in Dresden haben 68 Mann wegen Differenzen die Arbeit niedergelegt. In der Zuckerraffinerie in alle haben 250 Personen, darunter 30-40 Mädchen, die Arbeit eingestellt. Die Arbeiter verlangten bei dem geringen Stundenlohn von 22 Pf. eine kleine Zulage und die Einstellung derjenigen Arbeiter, die bei einer früheren Differenz gemaßregelt wurden. Die Vorstellungen wurden von der Direktion furz zurückgewiesen, worauf mit wenigen Ausnahmen sämmtliche dort Beschäftigten die Arbeit niederlegten. Jn Schönebeck legten 18 Mälzer der Kaiserbrauerei von A. und W. Allendorf die Arbeit nieder, weil sie von dem Braumeister einer Behandlung ausgesetzt waren, die ein Fortsetzen der Arbeit fast unmöglich machte. Ausland. = Die drohende Aussperrung von 30 000-40 000 Arben Anforderungen des§ 75 des Krantenversicherungs- Gesezes Lehte Nachrichten und Depelthen. beitern in Dänemark und das Verfahren des ArbeitgeberVereins erregt nicht nur die Empörung unserer Parteigenossen, selbst die liberalen Bourgeoisblätter geben ihrer Meinung dentlichen Ausdruck. So schreibt die Folket's Avis":" Daß das Auftreten der Arbeitgeber bei dieser Gelegenheit ein Bruch von Treu und Glauben ist, zu dem man ein Pendant lange wird suchen können". Und zum Schluß wird gesagt:" Selbst wenn die Arbeitgeber siegen, das Resultat würde solcher Haß und solche Wuth der Besiegten sein, daß ein dauernder Frieden daraus nicht erEin zweiter großer Streit ist in Kopenhagen aus gebrochen, indem der weibliche Fachberein für herrenschneiderei" den Beschluß gefaßt hat, die Arbeit einzustellen, da der Herrenschneider Fabritantenverein" den neuen Lohntarif erst zum 1. April, statt, wie vereinbart, zum 1. Februar einführen will und außerdem an dem Tarif unannehm bare Aenderungen vorgenommen hat. Die Zahl der streifenden Arbeiterinnen beträgt ca. 1000. wachfen fönne". Unternehmer- Verbände. Gerichts- Beitung. Wien, 26. Januar.( Telegramm des Telegr.- Korrespondenz Bureaus.) Eine Petersburger Zuschrist der„ Politischen Korrespondenz". erachtet die Meinung, eine Einladung zur Abrüstungs- Konferenz Wie man in Berlin zu einem Messerstich kommen kann, werde auch an den Vatican ergehen, als irrig, da eine Einladung zeigte eine Verhandlung, welche gestern vor der 130. Abtheilung des an den Papst als weltlichen Souverain nicht ergehen könne, ohne Schöffengerichts unter dem Vorsitze des Amtsgerichtsraths Brestel daß Rußland damit offiziell das Bestehen einer römischen Frage stattfand. An einem Sonntag- Nachmittage im Oktober v. J. standen anerkenne; daß dagegen einer Einladung des Papstes als Obervier unter sich bekannte Personen, der Tischlermeister Mertens, seine hauptes der katholischen Kirche das Bedenken entgegenstehe, daß auch Ehefrau und noch zwei andere Personen, an einer Haltestelle in der die Häupter anderer Kirchen eingeladen werden müßten. Paris, 26. Januar.( B. H.) Zum Schuße der Zeugen, welche Restauration hervor gestürzt und versetzte dem ihm zunächst vernommen werden sollen, hat die Polizei umfassende SicherheitsStehenden, dem Tischlermeister Mertens mit den Worten: Was maßregeln getroffen. Die Offiziere und Beamten, welche in diesem wollt Ihr denn noch?" einen Messerstich in den Oberarm. Der so Prozeß Henry- Reinach als Zeugen vernommen werden sollen, ahnungslos Ueberfallene wollte dem Angreifer mit seinem Stod find von ihrem Diensteid nicht dispensirt worden, weil es sich nur über den Kopf schlagen, der Regtere fiel ihm aber in den Arm um einen Privatprozeß handelt. Sie werden dengemäß in Bezug und bemächtigte sich des Stockes. Bei dem Hin und Herzerren auf Dienstgeheimnisse ihre Aussage verweigern. tam Mertens zu Falle und nun holte der Angreifer zum zweiten Male mit gezüdtem Messer zum Schlagen aus. Er würde diesmal London, 26. Januar. Dem Reuter'schen Bureau" wird aus Prenzlauer Allee und warteten auf die Pferdebahn. Plötzlich fam ein Mensch aus einer in der Nähe gelegenen in dem morgen zur Verhandlung stehenden Prozeß Henry- Reinach den Kopf des am Boden liegenden Mertens getroffen haben, wenn Manila unter dem 21. d. M. gemeldet: Das Amtsblatt nicht ein Herr aus dem Publifum den Stoß aufgefangen hätte, Republica" theilt mit, daß der Kongreß in Malolos die Ein Spiritus Monopol ist in der Gründung begriffen. So- wobei er selbst eine Verlegung an der Hand erhielt. Nun ergriff viel aus den bis jetzt an die Deffentlichkeit gelangten Mittheilungen der Messerstecher die Flucht, eilte wieder in die Restauration hinein Berfassung genehmigt und ein Vertrauensvotum für Aguinaldo zu entnehmen ist, will die Gesellschaft den Verkauf des Spiritus und suchte von dort durch den hinteren Ausgang zu entkommen. angenommen habe; er habe letteren ermächtigt, den Amerikanern leiten, aber auch Spiritus rettifiziren. Die Gesellschaft erhält nur Das empörte Publikum hatte ihn aber verfolgt und seine Ver- den Krieg zu erklären, wenn immer er es für rathsam halte. gewisse Prozentjäße aus dem Verkauf, die in einer Stala so ab- haftung bewirkt. Es war der Former Albert Dittrich, welcher Rom, 26. Januar.( W. T. B.) Die Kammer fette heute gestuft sind, daß bei verlustbringenden Preisen für Brenner auch die sich gestern wegen des brutalen Ueberfalls vor Gericht zu ber zunächst die Berathung des italienisch: französischen Handels. Spiritusfabrikanten keinen Nugen mehr haben, bei höheren Preisen antworten hatte. Er behauptete im Termin, daß er zuerst der Gewinn der Letteren sich entsprechend erhöht. angegriffen worden sei und sich im Zustande der Noth- abkommens fort. Sämmtliche Redner sprachen sich für dasselbe Ein Kartell in der Filzwaarenbranche. Aus Brünn wird wehr befunden habe. Sämmtliche Zeugen stellten dies entschieden aus. Giusso fordert die Regierung auf, auch einen Handels. geschrieben: Zwischen der Attiengesellschaft der österreichischen Filz in Abrede. Ohne irgend eine Veranlassung sei der Angeklagte auf bertrag mit Rusland und einen solchen mit den Bereinigten Staaten abzuschließen. fabriten und der Aktiengesellschaft für Wollindustrie in Brünn ist den Verletzten zugestürzt und habe ihm den Messerstich versetzt. Der Rom, 26. Januar.( W. Z. B.) Kammer.( Bei Schluß der eine Vereinbarung dahin zu stande gekommen, daß fünftighin für Staatsanwalt konnte keinen anderen Beweggrund als wüste Raufdie von diesen Fabriken erzeugten Maschinenfilze ein gemeinsames luft zu der Handlung des Angeklagten finden, er beantragte gegen Sigung stellt Dr. Nicolo eine Anfrage wegen der anarchistischen Der Gerichtshof ging mit der Be- Verbindung in Alexandria. Canevaro erklärt, nicht darauf Verkaufsbureau in Brünn und Wien unter einheitlicher Leitung er- ihn ein Jahr Gefängniß. richtet und für den Verkauf dieser Artikel einheitliche Bedingungen gründung, daß ruhige Bürger vor dergleichen brutalen Ueberfällen antworten zu können, da der deswegen eingeleitete Prozeß noch im festgestellt werden. Die beiden Gesellschaften haben sich hierzu aus geschützt werden müßten, weit über den Antrag hinaus, indem auf Gange sei. dem Grunde veranlaßt gesehen, weil infolge der bisher ungeregelten 2 Jahre Gefängniß bei sofortiger Verhaftung erkannt wurde. Madrid, 26. Januar.( Meldung der„ Agencia Fabra".) Im Produktion und der Konkurrenz eine Unterbietung der Waare unter Ein Schuhmann erhielt eines Tages nach der Wache einen Ministerrath erklärte der Ministerpräsident Sagasta, er glaube, die Produktionskosten stattfand, welche die Fabriken in ihrer Existenz Brief ohne Unterschrift, worin ihm mitgetheilt wurde, daß seine daß die Annegionspolitik der Amerikaner Angesichts der auf den zu gefährden geeignet war. Ehefrau in seiner Abwesenheit Herrenbesuche empfange. Der Schutz- Philippinen einen Mißerfolg haben werden. Der Kriegsa Keine Betriebsreduktion in der österreichischen Baumwoll- mann eilte sofort nach Hause, hielt seiner Ehefrau den Brief vor minister Correa bestätigte, daß General Jaudenes, welcher spinnerei. Die Spinnerfettion des Verbandes der Baumwoll- und fragte, ob der Inhalt auf Wahrheit beruhe. Die Frau gab seiner Zeit Manila übergab, sich seit gestern auf Befehl des obersten industriellen Oesterreichs theilt in einem Zirkular den Verbands- ausweichende Antworten, woraus der Eifersüchtige auf ihr Schulde Kriegsgerichtes in Haft befindet. angehörigen mit, daß das Komitee der Spinnersektion die Aktion zur bewußtsein schloß. Washington, 26. Januar.( Meldung des„ Reuter'schen Bureaus".) gemeinsamen Betriebseinschränkung fallen gelassen hat, da sich im Kavalleriesäbel Laufe der letzten Wochen die Absatzverhältnisse in der Baumwoll- Weise. Er wurde wegen schwerer Körperverlegung angeklagt aus Manila wird gemeldet, daß am 22. d. M. die Philippinische spinnerei gebessert haben und die meisten Fabriken auf einige Monate und da vor dem Schöffengerichte nicht erwiesen wurde, daß seine Republik ausgerufen worden ist und daß die Mächte hiervon beEifersucht begründet war, beantragte der Staatsanwalt gegen nachrichtigt werden. fontrattlich zu Lieferungen verpflichtet sind. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Kür den Inseratentheil verantwortlich: Tb. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Er verschloß die Thüren, nahm seinen und verprügelte fie damit in barbarischer Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Br. 23. 16. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. mda bilReichstag. ist Freitag, 27. Januar 1899. erwartenden wandelt. In daß inzwischen, namentlich vor zwei bis drei Jahren, ein förmlicher gelangt zu sein.( Abgeordneter Hige schüttelt den Kopf.) Sturmlauf gegen die Kommission unternommen wurde, zu dem Dringend geboten ist, daß man in der zu Bahnen Bed, ihre Thätigkeit lahm zu legen. Es hieß da, die Kommission Müllereiverordnung nicht diefelben 19. Sizung, Donnerstag, 26. Januar 1899, 1 hr. ei nicht dazu da, um Thatsachen über die Beschäftigung der Arbeiter Einem hat Herr Bebel recht, es giebt noch viele Betrieben Am Tische des Bundesraths: v. Posadowsky.limitzutheilen, sondern lediglich, um statistische Berechnungen an denen man Erhebungen über allzu große Beschäftigungszeit anstellen Auf der Tagesordnung steht die Fortsetzung der zweiten Etats- aufstellen. Eine Erklärung in diesem Sinne hat auch vor einigen follte: 3. B. über die in den sozialdemokratischen Konsum berathung( Reichsamt des Innern). Zur Erörterung kommt Tagen der Abgeordnete Möller hier abgegeben. Diese Auffassung bereinen, in denen eine Arbeitszeit von 16 Stunden vorkommt zunächst der zu dem bereits bewilligten Titel Staatssekretär ein- der Thätigkeit der Kommission ist aber eine durchaus irrthümliche. und die Angestellten gezwungen werden, von der Feier des 1. Mai gebrachte Antrag des Prinzen Schonaich Carolath, nach Als wir 1891-92 die verschiedenen Mißstände, namentlich im abzugehen! Redner ersucht sodann nochmals die Regierung, bei welchen noch in diesem Etatsjahre im Nachtragsetat ein Beitrag des Bädereibetriebe, behandelten, da hat das damals Vor- all ihren sozialen Reformen vor allem das Interesse des MittelReichs zu dem Straßburger Goethe Denkmal in Höhe von gebrachte wesentlich dazu beigetragen, daß die Gründung der standes zu wahren. 50 000 Mark bewilligt werden soll. Kommission für Arbeiter Statistik erfolgte Wir haben dem disgrundad Abg. Möller( natl.) Abg. Prinz zu Schönaich- Carolath( Hosp. bei den Nationallib.): natürlich zugestimmt und gesagt, daß wir so etwas stets erklärt, der Kommission dürfe überhaupt nie die Initiative überlassen Abg. Prinz zu Schönaich- Carolath( Hosp. bei den Nationallib.): unterstügen werden, weil uns immer daran gelegen ist, die werden; fie dürfe nur als Sachverständig en- Beirath verwandt werden. Straßburg, die wunderschöne Stadt, deren Straßen sonnendurch Wahrheit über die Zustände in den einzelnen Gewerben zu erfahren. Mit der Bäckereiverordnung sei die Regierung zu übereilt vora fluthet dem Beschauer entgegenlachen, ist wie fein anderer Bunft im Ich hatte damals in einer Broschüre über das Bädereigewerbe eine gegangen. In großen Betrieben könne sie durchgeführt werden, in Deutschen Reich geeignet, ein Denkmal unseres Goethe zu beherbergen. Anzahl von Thatsachen angeführt, die ein außerordentliches Aufsehen fleinen und mittleren schwerlich. Die Kommission für ArbeiterIn Straßburg stehen die Denkmäler der tapfersten Heerführer Napo- erregten und dazu führten, daß eine Reihe von Polizeibehörden an- statistit folle mit Erhebungen darüber betraut werden, wie man am leon's I.; da soll auch das Denkmal eines Deutschen stehen, als Sinnbild gewiesen wurden, die Bäckereiverhältnisse zu untersuchen. Und da besten den Konsequenzen dieser Verordnung begegnen könne. In der festen Zusammengehörigkeit der Reichslande mit dem deutschen Geist. ergab sich denn, daß mir auch nicht in einem einzigen Falle eine anderen Ländern nehme man bei dem Erlaß solcher Verordnungen Dieses Denkmal foll gewissermassen ein Zeichen sein, daß wir den uebertreibung nachgewiesen werden konnte. Im Gegentheil: die auf die in Frage kommenden Berufszweige ganz anders Rücksicht Geist dieses Jahrhunderts, der so viele Ideale, auch politische Zustände waren zum Theil viel schlimmer, als ich sie in meiner als bei uns. Ideale, verwirklicht hat, hinüberretten in das neue Jahrhundert, an Broschüre dargestellt hatte. Und was dann aus den Untersuchungen g dessen Schwelle leider aber nur scheinbar, hoffe ich Abg. Bebel( Soz.): Materialismus steht. Ich bin überzeugt, daß der Reichstag diese Huldigung den Manen des großen Dichters nicht versagen wird. Abg. Riff( Hosp. d. fcf. Vp.) spricht für den Antrag. Abg. Schädler( 8.) hat Bedenken gegen denselben. Der Antrag wird darauf gegen die Stimmen des Zentrums der Budgetkommission überwiesen. Bum Titel ,, Kommission für Arbeiterstatistik" erhält das Abg. Heine( Soz.): Wort der der der betonen ich bereits ausgeführt, und dies Material gab dann dem habung der Reichsgesetze und Verordnungen zu überwachen. Möge Graf er Kommiſſion herauskam, das sprach nur für das, was Ich halte das Reichsamt des Innern für verpflichtet, die HandBundesrath die Veranlassung, eine Bäckereiverordnung zu erlassen. Posadowsky doch im Bundesrathe reden: Das wird schon wirksam Diese Bäckereiverordnung und das will ich gerade den neuerein. Im Reichsamt des Innern sind so heterogene Gegenfäße mit lichen Ausführungen der Herren Oertel und Vielhaben gegenüber einander vereinigt, daß es das Begriffsvermögen eines Mannes weit daß sich einzelne Behörden noch zu besonderen ergänzenden Vor- Vielleicht ist der Herr Staatssekretär aus diesen Erfahrungen heraus hat sich als nicht ausreichend erwiesen, so übersteigt, auf all dieſen Gebieten gleichmäßig beschlagen zu sein. schriften veranlaßt sahen. So z. B. der Senat von Hamburg und vielleicht ist der Herr Staatssekretär aus diesen Erfahrungen heraus die Dresdener Amtshauptmannschaft. Glauben Sie mir, meine heute geneigt, die alte Forderung nach einem Reichs- ArbeitsHerren, keine dieser Behörden hätte sich entschlossen, so weit zu gehen, amt, die wir schon im Jahre 1884 erhoben haben, auch seinerseits wenn nicht durch amtliche Berichte die geradezu standalösen Zustände zu unterſtügen. Das wäre eine wesentliche Verbesserung in der Lage unserer ganzen Sozialpolitik. Wenn Herr Graf Posadowsky zu Tage getreten wären.ee and Der Ich möchte die Aufmerksamkeit des Hauses auf eine Eingabe Tenten, die vor einer Reihe von Jahren von den Bureau- Angestellten Es besteht nun die wunderbare Thatsache, daß der Bundesrath uns auf die einzelnen Landtage verweist, in denen wir, wie er genau der Rechtsanwälte, Gerichtsvollzieher u. f. w., kurz von dem fo- auf Grund genauer Untersuchungen der Kommission für Arbeiter- weiß, so gut wie gar nicht vertreten waren, vor allem in Preußen genannten Schreiberstande an den Reichstag gerichtet wurde statistik zu der Bäckereiverordnung geschritten ist, und daß nicht, so klingt das etwas nach Ironie. Vieles würde gebessert und auch an die Reichskommission für Arbeiterstatistik gegangen ist. Diese heute nur noch auf dem Papier steht. Die werden, wenn das Haus sich entschließen könnte, einem allge Die Sache ist dann auch so weit gediehen, daß seiner Zeit in der Bäder sagen: Wir können diese Verordnung nicht halten, sie schädigt meinen Normal- Arbeitstag für die Gewerbe seine Zuletzten Sizung, der Herr v. Rottenburg präsidirte, beschlossen wurde, uns in unserer Existenz. Es ist aber nichts nachgewiesen, was dieſe ſtimmung zu geben. auf die Tagesordnung der nächsten Sigung die Frage zu setzen, ob Behauptung rechtfertigen könnte. Und der beste Gegenbeweis liegt nicht verständigen fönnen. Unsere Anschauungen über das, was Mit dem Abg. Oertel und den Herren drüben werden wir uns die Kommiſſion für diese Sache zuständig sei. Seit der Zeit ist in der Thatsache, daß ein Theil der Bäcker diese Verordnung that nicht verſtändigen können. Unsere Anschauungen über das, was der Arbeiter als Mensch dann nichts weiter in der Sache geschehen. Ich wollte daher die sächlich streng hält. Also müßten sie doch auch die anderen halten den Ihrigen verschieden. Sie wollen, dem braucht, find himmelweit von Arbeiter nur Anregung geben, daß man sich wieder in erhöhtem Maße dieser fönnen, und sie würden es auch thun, wenn die Polizeibehörden mit so weit entgegenkommen Angelegenheit zuwenden möge. Es handelt sich hier um einen er aller Strenge darauf dringen würden. Es wäre auch absurd, anzu- der Unternehmer den geringsten Schaden erleidet. Wir meinen, weit entgegenkommen, als geschehen kann, ohne daß heblichen Kreis von Personen, die sich in einer ganz außerordentlich nehmen, daß der Bundesrath so leichtsinnig eine Verordnung erlassen daß der Staat in erster Linie zum Schutz der Schwachen und großen rechtlichen und wirthschaftlichen Rothlage könnte, die den Unternehmern schadet! Aber trotz der erwiesenen Schwächsten da ist und daß er diese Pflicht erfüllen muß, selbst auf befinden. Es gehören dazu die Bureaugehilfen der Rechtsanwälte, Durchführbarkeit der Bäderei- Verordnung sorgen die Behörden die Gefahr hin, den Unternehmern wehe zu thun. Der Abg. Oertel Notare, Krankenkassen, Berufsgenossenschaften, Versicherungs- nicht im Mindesten dafür, daß sie refpeftirt wird. gesellschaften, sowie auch Buchhalter, die bei landwirthschaftlichen Verband der fächsischen Bäckerinnungen hat offen erklärt: daß seit Erhaltung des Mittelstandes ist. Da möchte ich den Herren Agrariern hat mit besonderer Emphase darauf hingewiesen, wie nothwendig die Unternehmern thätig sind. Erlaß jener Verordnung kein Bäckermeister mehr unbestraft sein Am besten stehen sich zur Zeit noch die betreffenden Angestellten würde, wenn die Polizei auf ihre genaue Einhaltung bringen würde. doch zu erwägen geben, daß sie auf ihren Kongressen ständig zu der Berufsgenossenschaften und einiger Krankenkassen, merkwürdiger Wie würden die Behörden sich wohl verhalten haben, wenn auf einem Gründungen von Bäckereigenossenschaften, Schlachtgenossenschaften und Molkereigenossenschaften auffordern, die den Mittelstand Weise gerade solcher, die horribile dictu( schrecklich, es zu sagen!) sozialdemokratischen Parteitage so etwas in Bezug auf ein Gesez besonders schädigen müssen. Wer untergräbt ihn also? unter sozialdemokratischer Leitung stehen. Am schlimmsten steht gegen die Arbeiter erklärt werden würde! Mit welcher Energie ſie Sch erinnere auch ant die Läden, die hier in der es dagegen mit den Schreibern, was sich auch daraus erklärt, daß da eingegriffen hätten! zumeist Personen, die es sonst zu nichts bringen konnten, in diesen Das ist ein unhaltbarer Zustand; es sind nur zwei Fälle mög- mit ihren Produkten aufmachen und dadurch den Kaufleuten dieser Potsdamerstraße Rittergutsbesitzer aus Pommern und Westpreußen Stand hineingedrängt werden. Im übrigen aber herrscht vor allem lich: entweder die Verordnung wird ordentlich eingehalten oder Branche tödtliche Konkurrenz machen. Uns ist das ja recht. Uns ist in den Bureaus der Rechtsanwälte eine über alles man schafft sie ab.( Sehr richtig.) Ich bin allerdings Maaß gehende Kinderausbeutung. So standen nach der Ansicht, daß sie entschieden durchgeführt werden kann. Es ist es natürlich ganz gleich, auf welche Weise die kapitalistische Wirtheiner Enquete von 1545 in Berlin versicherten Schreibern 785, also bekannt, daß man in anderen Ländern viel weiter gegangen ist als schaft ihren Höhepunkt erreicht, Sie arbeiten ja doch nur der Sozialdemokratie in die Hände. über die Hälfte, im Alter von 14 bis 18 Jahren( hört! hört! bei uns. Gehen Sie nach England, gehen Sie nach den Vereinigten Weiter hat Herr Dertel von sozialdemokratischen Konsumvereinen links); 412 Personen waren 18 bis 25 Jahre alt, und nur Staaten von Nordamerika, gehen Sie nach der Schweiz, gehen Sie 348 über 25 Jahre alt, woraus hervorgeht, daß man hier nach Dänemark, gehen Sie nach Australien!( Heiterfeit.) Ueberal gesprochen. Zunächst muß ich es leugnen, daß es sozialdemokratische massenhaft junge Leute einstellt und Konsumvereine überhaupt giebt.( Widerspruch rechts.) Gewiß, es fie abjiößt, wenn bestehen weit schärfere Verordnungen, ohne daß das Bäckereigenverbe giebt Konfumvereine, in denen nur Sozialdemokraten thätig sind, man sie nicht mehr braucht. Die Gehaltsverhältnisse dieser darüber zu Grunde gegangen ist. Wir können daher mit Recht aber die Sozialdemokratie selbst hat es bisher stets abgelehnt, sich Leute sind natürlich gleichfalls außerordentlich schlecht, wie die darauf dringen, daß von Seiten des Reichsamts des Innern strikte an diesen Gründungsgeschäften zu betheiligen, ein Barteitag hat Petitionen der Angestellten dieser Berufszweige beweisen, die seiner darauf gesehen wird, daß die Polizeibehörden angehalten werden, sich klar und dentlich darüber ausgesprochen. Dagegen ist es Zeit an den Reichstag tamen. Der Berliner Anwalt- Verein hat sich für die Durchführung der Verordnung Sorge zu tragen. allerdings den Sozialdemokraten zu verdanten, wenn Mißstände, vor ein paar Jahren die Mühe genommen, eine Privatenquete zu In dieser Hinsicht hat die Stuttgarter Polizeibehörde mich erfreut. die in Konsumvereinen bestanden, abgestellt wurden. So wird veranstalten, um die Angaben der Angestellten zu prüfen. Die Sie hat sich veranlaßt geſehen, eine Verordnung zu veröffentlichen, neuerdings in den fächsischen Konjumvereinen die Sonntagsruhe Bahlen sollen zwar vertraulich bleiben, aber das eine ist allgemein die eine strenge Bestrafung für die Uebertretung der Bäckerei ftrenge eingehalten, der 8 Uhr- Ladenschluß wird trotz der Konkurrenz bekannt geworden, daß die Verhältnisse sich als noch schlechter heraus- verordnung in Aussicht stellt, mit dem ausdrücklichen Bemerken: die trenge eingehalten, der 8 Uhr- Ladenschluß wird troß der Konkurrenz gestellt haben, als nach den Angaben der Gehilfen zu erwarten war. Nachlässigkeit in der Einhaltung derselben scheine daher zu rühren, höchstens elf Stunden und außerdem haben die Arbeiter in jeder der anderen Kaufleute durchgeführt, die Arbeitszeit beträgt jest Noch schlimmer sind die Verhältnisse in den Bureaus der daß die Hoffnung auf Aenderung derselben vorhanden sei; die Woche einen Nachmittag frei. Und sollten die Behörden von den Gerichtsvollzieher. Die Arbeitszeit ist eine überaus lange, Bolizei werde sie aber so lange streng durchführen, als sie eben be- Sonjumvereinen noch mehr, etwa den zehnstündigen Arbeitstag und sie dauert meist von 8 Uhr Morgens bis 1/210 Uhr Abends. Daß steht!( Bravo!) So gehört es sich. Bei uns in Preußen aber den 7 Uhr- Ladenschluß verlangen, so werden wir Sozialdemokraten ein fo langes Sigen in der Schreibstube den jugendlichen Körper huldigt man ganz anderen Grundsätzen. Das geht nicht fo fort! sicher nichts dagegen haben. naturgemäß auch nicht besser, denn ein Kind, daß tags- Strieg zwischen den Meistern und ihren Angestellten, beständige genannt. Siuni, es ist wahr, daß von dem Augenblick an, wo meine ruiniren muß, ist selbstverständlich. Die moralischen Folgen find Was ist denn die Folge dieser steten Uebertretungen? Ein beständiger ficher nichts dagegen haben. Herr Oertel hat mich den Großvater der Bäckereiverordnung über der Familie entzogen ist, geht schließlich zu Grunde, Denunziationen. Die Arbeiter können sich eben nicht anders Broschüre erschien, man überall in Deutschland auf die Lage dieser zumal das, was es im Bureau tennen lernt, nicht gerade helfen, sie müssen Anzeige erstatten. Arbeiterkategorie aufmerksam wurde, und ich rechne mir dies als geeignet ist, feine Moral zu heben. Bir Sozialdemokraten sind gegenüber der Bäckereiverordnung ein Verdienst an, denn die angestellten Untersuchungen haben ergeben, Die Behörden haben zur Besserung dieser Verhältnisse bisher in einer ganz merkwürdigen Lage. Sie geht uns auch nicht entfernt daß die Verhältnisse in den Bäckereien noch weit schlechter waren, nichts gethan. Erst neuerdings erließ der preußische Justiz- weit genug. Und doch sind wir die einzige Partei im Reichstage, als ich sie dargestellt hatte. So lange die Herren von der Rechten minister ein Rundschreiben, um sich über die Lage dieser Angestellten welche für sie eintreten muß, weil alle übrigen Parteien ihre nicht beweisen, daß die Bäckereien durch die erlaffenen Verordnungen zu informiren. Natürlich hieß es in diesem amtlichen Schreiben: Aenderung oder gänzliche Aufhebung wünschen. Wir sind also die geschädigt sind, find offenbar ihre Lamentationen über die Bäckerei wenn auch die Klagen vielfach übertrieben sein werden". Der einzigen Vertheidiger dieses Regierungsaktes! Herr Minister wußte also schon im voraus, wonach er fragte. Die Üm nochmals auf die Thätigkeit der Kommission für Bestimmungen derselben unbequem sind. In anderen Ländern beauf die Thätigkeit der Kommiffion für verordning nur dadurch veranlaßt, daß den Bäckermeistern einzelne Klagen waren jedoch nicht übertrieben, denn ein Jahr darauf erließ Arbeiterstatistit zu kommen, so kann ich nur dringend wünschen, stehen noch viel weitgehendere Bestimmungen. der Justizminister einen neuen Erlaß, durch den wenigstens die daß ein anderes Tempo in ihren Berathungen eintrete. Ferner hat Herr Oertel gemeint, die neuen Verordnungen erGerichtsvollzieher gezwungen werden sollten, ihre Angestellten nicht Die Kommission soll die Regierung und den Reichstag mehr so auszubeuten und zu diesem Zwede jährlich verschiedene über alle Arbeiterverhältnisse aufklären. zeugten eine Denunziationswuth unter den Arbeitern. Demgegenüber Sie hat nicht blos möchte ich doch darauf hinweisen, daß die Arbeiter das gute Recht Schemata ausfüllen sollten. Nun, erstens werden die Ver- statistische Arbeiten herzustellen, sondern vor allem auch Thatsachen haben müssen, darauf zu achten, daß die minimalen Wohlthaten, die hältnisse der Angestellten durch Ausfüllen von Schematen über die Lebensweise der Arbeiter 2c. zu bringen. Bis jetzt ist aber ihnen durch das Gesetz eingeräumt werden, ihnen von den Unterunt nichts gebessert, und außerdem ist auch der Justize nur für die Bäckerei und Konfektion etwas Greifbares herausnehmern auch gewährt werden. Denn die Bäckermeister können sehr minister gar nicht in der Lage, auf die Rechtsanwälte gekommen. Und in vielen Gewerben sind sie eben so nothwendig, wohl die Bestimmungen einhalten, wenn sie es nur wollen, das einen Einfluß auszuüben. Ebenso ist die Selbsthilfe der so im Verkehrsgeiverbe, in der chemischen Industrie, in gewissen hat seiner Zeit in den Fragebogen auch ein Theil der BäckerPrinzipale außer Stande, hier Abhilfe zu schaffen. Der Berliner Hausindustrien, z. B. in der Tabathansindustrie. Wenn die Anwaltverein hat das versucht, indem er seine Mitglieder auf- Nommission das alles thun wollte, dann müßte sie Wochen und systematisch die Bestimmungen übertritt, so haben die Arbeiter wohl meister erklärt. Und wenn troßdem ein Theil der Arbeitgeber forderte, sich zu verpflichten, ihren Leuten einen anständigen Minimal Wochen zusammenfißen: Arbeit hätte sie in sülle und Fülle! das Recht, dies den Behörden zur Anzeige zu bringen. John zu zahlen; die große Majorität der Mitglieder aber sprach sich( Beifall bei den Sozialdemokraten.) Die Thätigkeit der Kommission für Arbeiterstatistik ist durchaus dagegen aus, natürlich im Interesse der Freiheit" des Einzelnen. bostaisin Staatssekretär Graf Pofadowsky forrett und ſegensreich. Zunächst muß es fich für fie darunt Vielleicht wäre es auch garnicht zu den genauen Untersuchungen des erwidert, das von der Kommission für Arbeiterstatistik erbrachte handeln, Material zu schaffen für den§ 120e, der von dem hygieniAnvaltvereins gekommen, wenn nicht seiner Zeit der ehrwürdige material werde gegenwärtig bearbeitet. Sobald die Vorarbeiten schen Normal- Arbeitstag handelt. Auch hier werden die UnterVorsitzende desselben, Justizrath Levy, von seinem Schreiber ermordet wäre, dessen gänzliche Verlotterung sich durch diese That traurig abgeschlossen sein werden, würden die Vorschläge zur Abschaffung uchungen noch viel Mißstände an den Tag bringen. So z. B. in genug offenbarte. Vor allem also ist es dringend nothwendig, daß vorhandenen Mißstände der Kommiffion mitgetheilt werden. den hansindustriellen Zweigen der Tabaksindustrie, deren Abschaffung sich die Kommission für Arbeiterstatistik über ihre Zuständigkeit klar die mangelhafte Ausführung Bädereiverordnung jogar die Tabaksindustriellen selbst fordern, allerdings nur aus dem wird, eine Enquete aufnimmt und daß dann diese Zustände gefez- anlangt, so müssen diese Beschwerden bei den Einzellandtagen Grunde, weil sie unter der Schmuskonkurrenz dieser Hausindusnie lich geregelt werden. Man hat gesagt, diese Kommission sei ge- befugniß in vorgebracht werden; der Neichskanzler hat keine Erefutiv- 3u leiden haben.( Bravo! bei den Sozialdemokraten.) Wo den Einzelstaaten. gründet, um die Uebertreibungen der Sozialdemokraten als solche Innern die Exekutivbefugniß hat, übt es sie auch kräftig aus. Ueber das Reichsamt des md Abg. Oertel( f.) alist is zurückzuweisen. Da ist es doch merkwürdig, daß gerade die Sozial das Gastwirths Gewerbe find bereits über 70 Vertrauenspersonen ist unmöglich. Ich bin auch seiner Ansicht, daß die Rücksicht auf die Ich gebe zu, eine Verständigung zwischen mir und Herrn Bebel demokratie immer Prüfung ihrer Angaben durch diese Kommiſſion vernommen worden; die Protokolle werden in den nächsten Tagen wirthschaftlich Schwächsten das Tempo der Sozialreform bestimmen verlangt.( Sehr richtig! und Bravo! bei den Sozialdemokraten.) dem Referenten der Kommission, Herrn Molfenbuhr, zugehen. Erhebungen über andere Gewerbe: Glasschleifereien, Metallschleifereien, muß; aber das sind neben den Lohnarbeitern die kleinen GewerbeThomasschlacke- Fabriken, Blei- und Zinkbetrieben u. s. w. sind in als Mittelstandstödter bezeichnet, weil wir angeblich Bäckerei und treibenden.( Sehr richtig! rechts.) Herr Bebel hat uns Agrarier Aussicht genommen. andere Genossenschaften gründeten. Wir nehmen aber stets dagegen Erhaltung des Mittelstandes ist nothwendig. Da die Bäckerei- VerStellung, Unfere Sozialpolitik soll die Gegensätze versöhnen. Die ordnung einen großen Theil dieses Standes schädigt, fordern wir ihre Aufhebung.( Beifall rechts.) Abg. Bebel( Soz.): " Was Abg. Dertel( f.): der Der Etat für die Kommission für Arbeiterstatistik ist vielleicht der einzige, der stets Ueberschüsse ergiebt. Die 39 000 m. find bei Weitem nicht aufgebraucht worden, sondern lediglich 5985 M.; also ein Ueberschuß von 33 015 M. 1 Woher kommt diese seltene Wenn der Bundesrath der Vater der Bäckereiverordnung ist, so Etats- Ersparniß? Im Jahre 1897/98 haben nur wenig Sigungen fönnte man Herrn Bebel als ihren Großvater bezeichnen.( Heiterkeit.) stattgefunden; und das war bereits im Jahre vorher der Fall. Herr Bebel weist auf den Beschluß der sächsischen Bäcker- Innungen hin; Wenn wir uns mun fragen: Warum kommt denn die Kom- das ist doch kein Beschluß, das ist einfach eine Thatsache; die Bäcker mission so selten zusammen? Die nächstliegende Antwort wäre da: tönnen eben die Bäckereiverordnung nicht halten. Die Bäckerei Sie hat leine Arbeit, feine Gelegenheit, sich zu bethätigen. Aber das verordnung hat ein völliges Spionir- und Denunzier- System gescheint wenig plausibel. Vor etwa 4-5 Jahren prüfte die Kom- züchtet. Sie ist nach jeder Richtung hin unhaltbar und muß aufmission die Arbeiterverhältnisse und hat sie dann in den vier gehoben werden. Herr Bebel glaubt, die Ausführungen seiner Schrift folgenden Jahren nicht weiter geprüft. Es würde also schwer feien nicht widerlegt. Aber die Gegnerschaft des gesammten Hauses, zu verstehen sein, daß die Kommission wirklich so wenig Ge- abgesehen vom Zentrum, hätte ihn eines Besseren belehren sollen. nur legenheit gehabt hat, zusammenzukommen, wenn man nicht wüßte, und auch das Zentrum scheint jest zu einer anderen Ansicht im ganzen Reich.( Lachen links.) Eine Verkürzung der Arbeitszeit Abg. Schwarz( wildlib.) wundert sich, daß schon seit einem Jahre Erhebungen gepflogen werden, ohne daß ein Resultat, betr. die Bäckereiverordnung, zu sehen sei. Abg. Freiherr von Stumm( Rp.): Die Kommission für Arbeiterstatistik sollte sich damit begnügen, Material zu sammeln. Das Bäckereigewerbe ist das gesundeste 1 nur dann nothwendig, wenn sie die Gesundheit schädigt. Sonst das Beispiel der Konsumvereine Ihrer Nacheiferung!( Bravo! bei tommen wir eben zum Normalarbeitstag, den wir doch prinzipiell den Sozialdemokraten.) verwerfen. Die Bäckerei- Verordnung schädigt besonders die mittleren Die Position: Kommission für Arbeiterstatistik, wird hierauf beund Heinen Meister. Merkwürdig ist es, daß die Sozialdemokraten sich bei willigt. der Bäckerei- Verordmung so als Hüter der Gesetzlichkeit aufipielen. fuch Beim Kapitel: Statistisches Amt entspinnt sich ein fleines das Sozialistengejez haben sie geschaffen und jede Majestäts- Scharmügel zwischen den Abgg. Nöfice( Bund der Landwirthe), Frh. beleidigung verherrlichen sie.( Lachen bei den Sozialdemokraten.) v. Stumm( Neichsp.) und Graf Posadowsky über das Bild der Im Bäckereigewerbe ist der Schwache nicht der Gejelle, sondern Handelsbilanz. der Meister. Ihn müssen wir schützen und ihn nicht in noch größere Abhängigkeit vom Gesellen bringen. Herr Bebel hat sich mit solchem Eifer für den Schutz der Schwachen ausgesprochen. Schvache sind für den Staat auch die Arbeitswilligen. Und daher Boffe ich, daß Herr Bebel auch für das Gesch zum Schute der Arbeitswilligen eintreten wird.( Bravo! rechts; Lachen bei den Sozialdemokraten.) Abg. Molkenbuhr( Soz.): Das Kapitel wird hierauf betvilligt. Der Titel: Stanzleisekretär des statistischen Amts wird nach einer Bemerkung des Abg. Röside( wildliberal) an die Budgetkommission zurückverwiesen. Die Weiterberathimg wird auf Sonnabend 1 1hr vertagt. ( Außerdem zweite 2ejung des Marines, Riautschouund Forst Etats.) Schluß 64 Uhr. 416 Kommunales. Stadtverordneten Versammlung. Nachmittags 5 Uhr. Es war mir interessant, daß gerade Herr v. Stumm den Haupt grund der Bäckermeister gegen die bekannte Verordmmg verrieth.add Er wics darauf hin, daß die chitanöje lleberwachung der Polizei wie er sich ausdrückte- so große Bitterkeit in den Kreisen der Bädermeister hervorgerufen hat. Gewiß, diese Ueberwachung der Betriebe war es vor allem, die die Bädermeister nicht wollten, 4. Sigung vom Donnerstag, den 26. Januar 1899, und weshalb der Sturmlauf gegen die ganze Verordnung aus ihren Kreisen hervorging. Die Bäckermeister sagen immer, sie seien in einer schlechten Lage, sie seien die Gedrückten, diejenigen, die ihre Arbeiter beneiden. haus- Bauten. Warum begeben sich denn die Meister nicht selbst in die beneidenswerthe Stellung eines Gesellen zurüd; das müßte ihnen doch sehr Teicht werden, vorausgefeßt, daß fie etwas von ihrem Handwert verstehen.( Schr gut! bei den Sozialdemokraten.) Der Arbeiter ſchutz in diesem Gewerbe ist auch deshalb so besonders nöthig, weil in ihm unter 114 922 Arbeitern 42 855 unter 18 Jahren alt find. Ferner sagen Sic, eine ganze Masse Meister gehen an der Verordnung zu Grunde, und auf einem Innungstage wurde einmal behauptet, daß in einem einzigen Jahre 240 Bädermeister in Berlin allein wegen diefer Verordnung bankerott gemacht hätten. Als ich aber die amtliche Konkursstatistik nachlas, mußte ich zu meinem ErHannen sehen, daß, wenn alle Konkurse, die im Laufe des betreffenden Jahres in Berlin vorgekommen find, von Bäckermeistern Stadtv. Ulrich beantragt die Ablehnung der Vorlage. gemacht worden wären, dann die angegebene Zahl immer noch zu bedauert lebhaft, daß der vom Kuratorium wie von der Versamm groß war. Aber die Herren Bädermeister operiren gern mit der- lung einstimmig ausgesprochene Wunsch nicht erfüllt sei. Es handle drtigen Uebertreibungen. 13/2 Stunden haben die Bäckergesellen fich dabei nicht um die Bequemlichkeit des Direttors, sondern im früher durchschnittlich gearbeitet. Jezt ist diese übermäßige Arbeits- das Intereffe der Schule selbst, die des festen Lehrerstammns entzeit reduzirt worden, und wenn die Meister über schwere Schädigung behre, viel mehr Schüler als eine Gemeindeschule zähle und daher jehreien, jo können Sie ermejien, wie schwer die Ausbeutung vorher einer ständigen Beaufsichtigung durch den Leiter im Interesse der war, denn die ganze Schädigung besteht für sie nur in der Ver- Disziplin und der Sicherheit des Inventars( auch an werthfürzung der Arbeitszeit der Gesellen. vollen Zeichnungen u. dergl.) durchaus bedürfe. 68 700 M.) werden ohne Debatte genehmigt. in allen Zahlstellen, sowie beim Saffirer Otto Franke, Pallisadenstraße 9, die Broschüre„ Der Kampf gegen die Arbeiterkoalitionen" von Paul Hirsch unentgeltlich verabfolgt wird. Ferner werden die Mitglieder ersucht, beim Bezahlen der Beiträge ihre Wohnung anzugeben. Der Empfang der Broschüre bedingt selbstverständlich, daß auch die Beiträge für Dezember bezahlt find. Der Vorstand. Achtung, zweiter Wahlkreis. Bei Zubeil, Lindenstr. 106, findet am Sonntag Abend 61.2 Uhr eine öffentliche Versammlung für Männer und Frauen statt, in der Genosse Reimann über: katastrophen im Weltenraum" sprechen wird. Nach dem Vortrage gemüthliches Beiſammenſein. Das vierzigfte Lebensjahr des deutschen Kaisers. Heute, am Geburtstage des deutschen Kaisers, geziemt es sich wohl, von einigen Reden und Thaten desselben Kenntniß zu nehmen, soweit die Presse von ihnen seit dem 27. Januar vorigen Jahres zu berichten wußte. Wir führen die Geschehnisse aus dem 40. Lebensjahre des Monarchen in möglichst chronologischer Reihenfolge auf: Am 10. Februar berichtet die„ Berl. 3tg.", daß der Kaiser dem Herzog von Cambridge ein Spiel Karten geschenkt habe, zu dem der Kaiser die Zeichnungen, die Bildnisse lebender Herrscher darstellen, selbst entworfen hätte. Am 28. Februar hält der Kaiser an die Marinerekruten eine Auf der heutigen Tagesordnung stehen die Ausschußberichte über eine Reihe von Schul-, Brücken-, Badeanstalts- und Kranken: Rede, in der er sagt, daß Schwarz die Arbeit, Weiß Feiertag und Roth das Blut bedeute, das die Vorfahren vergossen haben. Am 6. Mai hält der Kaiser zum Abschied des Reichstages eine Der spezielle Entwurf zum Neubau der Gemeinde- Doppelschule nebst Straßenreinigungs- Depot in der Christiania straße Thronrede, in der er erklärt, für die Erwerbsgelegenheit der ( Softenanschlag 622 000 m.) und der infolge Errichtung einer Lesehalle arbeitenden lassen zu sorgen. Bei dem Festmahl am neu aufgestellte spezielle Entwurf für das Turnhallengebäude auf Abend sagt er zu den anwesenden Reichsboten, daß jeder von ihnen, dem Schulgrundstück in der Glogauerstraße( Kostenanschlag er möge sein, wer er wolle, feine Aufgabe so auffassen möge, daß er dereinst beim himmlischen Appell mit gutem Gewissen vor seinen alten Gott und seinen Kaiser treten könne. Zum zehnjährigen Regierungsjubiläum des Kaisers am 15. Juni trifft die Firma Bong u. Ko. zeitig Vorbereitungen, indem sie eine Lebensbeschreibung Wilhelms II. anpreist, an der 2. Pietsch und Prediger Hülle mitgearbeitet haben. Das Verzeichniß der Besteller dieses Buches werde der Kaiserin unterbreitet werden. Am 14. Juni hält der Kaiser zum Jubiläum der Berliner Schußmannschaft eine Rede, in der er sagt, daß die Schuleute der starke Arm seien, den er brauche, um sich Gehorsam zu erzwingen. Bei dem Festmahl am Abend sagt der Kaiser:" Berlin wird doch noch einmal die schönste Stadt der Welt." Am 16. Juni, dem Tage der Reichstagswahlen, sagt der Kaiser in einer Ansprache an das Kunstpersonal der Kgl. Schauspiele, daß das Königliche Theater ein Werkzeug des Monarchen sein solle; das Theater sei auch eine seiner Waffen. Mit 6 gegen 2 Stimmen hat der Ausschuß auch den speziellen Entwurf, sowie den mit 754 000 M. abschließenden Kostenanschlag für den Neubau der II. Handwerkerjule Stralauerplay 24 genehmigt. Dem Wunsche der Versammlung, auch die Direktorwohnung in das Gebäude hineinzuverlegen, hat der Magistrat nicht entsprechen zu können geglaubt. Er Unter Ablehnung des Antrags Ulrich wird der Entwurf nach der Vorlage genehmigt und eine erste Bavrate von 250 000 W. zur Verfügung gestellt. Throne. " Am 17. Juni schickt der Kaiser dem Graf- Regenten zu Herr Schwarz hat heute dieselben Einwendungen erhoben, die Stadtbaurath Soffmann weist auf die unverhältnißmäßig die Bäckermeister ſeiner Zeit vor der Kommission erhoben haben. hohen Kosten der Wohnungsanlage in dem monumental geplanten ippe ein Telegramm: Dem Regenten was dem Regenten Die Gesellen, die gleichfalls vernommen wurden, bereiteten den Gebäude und auf die unpraktische Gestaltung hin, die man ihr würde zukommt, weiter nichts. Im llebrigen will ich mir den Ton, Meistern einige Niederlagen durch Widerlegung ihrer Einwände. geben müssen. Auch habe sich gezeigt, daß der Betrieb der I. Hand- in welchem Sie an mich zu schreiben für gut befunden haben, Sie sagten den Meistern über die technische Seite des Handwerks werkerschule, obwohl auch deren Direktor nicht in der Anstalt wohne, ein für alle Male verbeten haben. Am 30. Juni berichtet ein hiesiges Blatt, daß Sarah Bern Bescheid, sagten ihnen, wie manche Schwierigkeiten zu umgehen jeien, trozdem sehr gut von statten gehe. belehrten sie über den Einfluß der Witterung auf die Hefe 2c. Herr Etadtv. Kleefeld schließt sich dem Stadtv. Ulrich an; auch hard gejagt habe, der deutsche Kaiser sei in seiner Genialität der einem europäischen Echwarz meinte, der Meister könne doch nicht hinter jedem Gesellen Stadtv. Dr. Schwalbe hält die Direktorwohnung im Gebäude hervorragendste Herrscher auf stehen und seine Arbeit kontrolliren. Es ist allerdings eine schwere selbst aus Gründen der Schuldisziplin für nöthig. Am 6. Juli erhält die Kreuz- 8eitung" auf das anläßlich Zumuthung, daß der Meister in die Badstube gehen und seine Für den Ausschußantrag auf unveränderte Annahme der Vorlage Leute überwachen soll. Das ist schon etwas viel verlangt. Die erklären fich die Stadtvv. Es mann, Cremer, Spinola und ihres 50jährigen Jubiläums an den Kaiser abgesandte Huldigungstelegramm eine ganz furze Danksagung. Herren lieben es natürlich mehr, daß die Arbeiter ganz für sich Dinje. Am 11. Juli berichtet die Staatsb. 8tg.", daß auf der Kieler arbeiten, ohne leberwachung, und daß am Morgen alles fertig ist, sonst wird er sofort entlassen. Ob der Arbeiter feine Arbeit hinRegatta ein Engländer das Mißfallen des Kaisers erregt habe, weil er die Matrosen aus dem von ihm gewonnenen Kaisers fänglich thut, tann man in jedem Arbeits zweige am fertigen Produkt erkennen. Es ist da nicht nothwendig, daß hinter jedem Arbeiter ein potal trinken ließ. Aufpasser steht. Wennt die Bäckergej ellen vielleicht von geringerer moralischer Qualität als die anderen Arbeiter sind, so liegt das darin, daß sie durch die unverschämt lange Arbeitszeit bereits geistig und törperlich degenerirt sind. Jedenfalls wird die Qualität der Gesellen sich Am 2. September spricht der Kaiser in Hannover und lobt, heben, wenn sie beffer gestellt werden. Noch kein Gewerbe ist daran zu Grunde gegangen, daß seine Arbeiter gut gestellt sind. Ohne Debatte tritt die Versammlung den Ausschußanträgen bei. daß die Stadt sich ihm zu Ehren in einem Gewande gezeigt habe, Herr Dr. Oertel hat behauptet, daß die Herren vom Bunde der Auch der umgeänderte spezielle Entwurf zum Neubau des wie keine andere Stadt. Am folgenden Tage trinkt der Kaiser auf die Waffenbrüderschaft der Engländer und Deutschen. Landwirthe sich dem Genossenschaftswesen gegenüber immer ab- Wohnhauses auf dem Grundstücke Ju Oeynhausen hält der Kaiser am 6. September eine Stebe, ichnend verhalten hätten. Doch nicht in allen Fällen! Sind Ihre anstalt in der Dennewitzstraße( Stoſtenanschlag 188 000 22.) wird in der er sagte, daß das Gesetz sich seiner Vollendung nahe, nach Einkaufsgenossenschaften, Ihre Thomasschlacken- Bezugsgenossenschaften genehmigt, desgleichen der Entwurf und der mit 819 000 m. abqueine Streitanreizt, mit Butetva teine Genossenschaften? schließende Kostenanichlag zum Neubau der Volks Bade- welchem jeder, der zu anstalt Oderbergerstraße 57/59. Die erste Baurate wird zur Ver- haus bestraft werden foll Am 7. September spricht Wilhelm II. gegenüber dem Westfügung gestellt. Endlich werden auch die speziellen Entwürfe für mehrere Neubauten auf dem Krankenhaus- Grundstücke fälischen Bauernverein von den Phrasen und hohlen Redensarten, mit denen man der Landwirthschaft zu dienen glaubt. Moabit genehmigt. Ich bin ganz sicher, ihre Mitt elstandsfreundlichkeit geht nicht folveit, daß Sie in der Genossenschaftsbildung Halt machen, wenn Sie fich sagen müssen: dadurch werden wir die Bäckermeister ruiniren. Nein, meine Herren, wenn Sie den Verdienst der Bäckermeister den Landwirthen zuführen können, werden sie sich ebenso wenig bedenken, wie unsere Großindustri ellen, wenn es durch Einführung neuer technischer Erfindungen den Profit zu ver bessern galt. Herr Dr. Oertel hob hervor, daß die Müller so schlecht gestellt find. Ist es ihm unbekannt, daß die Verschlechterung in der Sage der Müllereien zum großen Theil dadurch herbeigeführt ist, daß in den Genossenschaftsmeiereien, wo man Dampfbetrieb hat, dieser Dampfbetrieb gleichzeitig ausgenügt wird, um irgend eine Mühle it Bewegung zu setzen zum Wahlen des Vichfutters? So gut wie Sie da A gesagt haben, werden Sie auch B sagen, und weiter in der Genossenschaftsbildung fortfahren.( Bravo! bei den Sozialdemokraten.) Abg. Dr. Hitze( 8.): Mit dem Entwurf für den Umbau der Roßstraßen- Brüde ist der Ausschuß einverstanden gewesen; es soll jedoch die Beschlußfajung über die Errichtung der Säule mit dem springenden 9toise so lange ausgesetzt werden, bis der Magistrat durch ein Modell in natürlicher Größe, auf der Brüde selbst errichtet, die architektonische Wirkung derselben veranschaulicht hat. der Volts Bade= = Die vom Grundstücke Wallstraße 90/91 zur Straßenverbreiterung erforderliche Fläche soll nach einem Magistratsantrage enteignet werden. Stadtv. Wallach ist erfreut, daß mit der Regulirung der Wallstraße endlich Ernst gemacht werden soll und wünscht, daß auch mit den Besitzern der Grundstücke Wallstr. 15 und 15 a Verhandlungen wegen Abtretung des erforderlichen Straßenlandes getreten werde. Die Vorlage und der Antrag Wallach werden angenommen. Schluß 7 Uhr. 2 steffancial In Erwägung: Der von der Stadtverordneten- Versammlung eingejezte Ausschuß, der mit der Aufgabe betraut war, zu prüfen, ob die Eine fruchtbare Diskussion wird erst möglich sein, wenn das nicht bestätigung der Wahl des Stadtverordneten Singer Material der Enquete vorliegt, die die Regierung über die Wirkungen in die Schuldeputation giltig sei, hat am Dienstag eine der Verordnungen veranstaltet hat. Die Reichskommission für Arbeiterstatistit hat ihre Kompetenz durchaus nicht überschritten und Sigung abgehalten, in der Stadtv. Dr. Preuß referirte. fich ganz in dem Rahmen ihrer Befugnisse gehalten. Die Nach einem anderthalb Stunden währenden Vortrage, der durch Bäckermeister beschwerden sich sehr zu Unrecht über die feinen auf genaues Studium der Aften gegründeten Inhalt überaus polizeiliche Kontrolle. Wenn eine Verordnung erlassen ist, muß werthvoll war, beschloß der Ausschuß, das Referat des Stadtv. Preuß fte auch durchgeführt werden. In den polizeilichen Revisionen liegt vervielfältigen zu lassen und bis zur Fertigstellung der Druckschrift nichts Entwürdigendes. Alle die, die gegen die Bäckereiverordnung die Verhandlungen auszusehen. Der Referent hatte folgenden Angesprochen, haben nicht ein Wort gegen die enormen Mißstände im trag eingebracht: Lehrlingswesen im Bäckereibetriebe gefagt. Die Bädermeister müßten sich doch wenigstens bereit erklären, die offenkundigen Mißstände abzustellen. Aber nichts von alledem. Hätten sie das gethan, würden wir viel eher bereit sein, in weitere Erörterungen darüber einzutreten, als wir es jetzt sind. Die Verordnung selbst enthält ja wirklich eine Menge Ausnahmebestimmungen, die den Bäckermeistern entgegenkommen. In der Kommission sind ja auch Meister bernommen worden. die sich gar nicht so schroff ablehnend verhalten Haben. Immerhin kann man ja heute über manche Bestimmungen der Verordnung noch diskutiren, aber der Schuß der BäckereiArbeiter darf nicht aus dem Auge verloren werden. Man kann doch Herrn Bebel teinen Vorwurf machen, daß er die Mißstände aufgedeckt hat. Der Vorwurf ist den Innungen und Verbänden zu machen, die seit Jahren bestehen, aber nie etwas gethan haben, um die Mißstände zu beseitigen.( Sehr richtig, lints.). Abg. Seifert( Soz.): 1955 1. daß das dem Magistrat durch die Verordnung vom 20. Juni 1829 beigelegte Bestätigungsrecht seine gefeßliche Begründung lediglich in§ 175 der Städte- Ordnung vom 19. November 1808 fand; daß diese gesetzliche Grundlage aber durch die StädteOrdnung vom 30. Mai 1853 aufgehoben ist; 2. daß an den Bestimmungen des Grundgesetzes unserer Gemeindeverfassung Verordnungen und Ministerialreffripte nichts zu ändern vermögen; 3. daß daher der Erlaß des Herrn Kultusministers Dr. Bosse vont 29. August 1898- ebenso wie die auf das gleiche Ziel gerichteten Erlasse seiner Herren Amtsvorgänger von Raumer vom 17. Februar und 8. September 1854 und von Mühler vom 10. September 1866 dem Geseze widersprechen und demgemäß für die städtischen Behörden unverbindlich sind, Kein Mensch bestreitet, daß es auch in den Konsumvereinen lehnt die Stadtverordneten- Versammlung den Antrag des Magistrats Uebelſtände giebt, die noch beseitigt werden müssen. Die politische auf Vornahme einer anderweitigen Wahl in die Schuldeputation ab, Partei hat mit Konsumvercinen, auch wenn sie unter Leitung von Genossen stehen, an sich nichts zu schaffen. Ich selber habe die Ehre, erklärt vielmehr, daß die am 17. Juni 1898 vollzogene Wahl des der Verwaltung eines Konsumvereins anzugehören. Da will ich Stadtverordneten Singer rechts giltig ist, ohne einer Bestätigung aber doch auf die Fortschritte hinweisen, die wir im Verhältniß zu zu bedürfen und ersucht den Magiftrat, nunmehr baldigst die Einanderen Geschäften im Handelsgewerbe aufzuweisen haben: Achtuhr- führung des Gewählten in sein Amt zu veranlassen. ladenschluß, einstündige, auch anderthalbstündige Mittagspausen, voll ständige Sonntagsruhe, ein freier Tag im Monat, achttägiger Sommer urlaub für das Personal unter voller Bezahlung. Bon all' diesen Fortschritten ist in andern Geschäften keine Rede. Rennen Sie uns doch eiten Fall der Maßregelung eines Lagerhalters, einer Verkäuferin, In einer Volksversammlung für Männer und Frauen, cines Markthelfers bei uns wegen freier Meinungsäußerung, oder die am 6. Februar in Keller's Festsälen, Koppenstr. 29, stattfindet, einen Fall der Verweigerung des Koalitionsrechtes! Sie können es nicht. Wir werden immer mit gutem Beispiel vorangehen. Wir sind spricht Genosse August Bebel über die neue Militärnicht. Wir werden immer mit gutem Beispiel vorangehen. Wir sind vorlage und das Friedensmanifest des Zaren. Die bereit, wenn der Achtuhr- Ladenschluß eingeführt wird, um 7 oder Vertrauensperson. 17 zu schließen! In der Bäckerei des Stonsumvereins Leipzig- Plagwig ist die achtstündige Arbeitszeit eingeführt, und Sie wettern gegen die zwölfstündige Arbeitszeit der Bädereiverordmmg! Wir empfehlen Tokales. Den Mitgliedern des Wahlvereins für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis die Mittheilung, daß von Sonnabend ab Ant 27. Juli wird gemeldet, daß die in Eisenach versammelten Vertreter der Burschenschafter die Absendung eines Huldigungstelegramms abgelehnt haben, nachdem der Kaiser frühere Telegramme diefer Art unbeantwortet gelaffen habe. Am 20. September bringen Nordd. Allg. Ztg." und andere boltsfeindliche Blätter anläßlich der Palästina- Reise des Kaisers Gruselgeschichten von dem in Alexandria entdeckten Bomben attentat. Im Dezember erklärt Freiherr v. Mirbach die ganze Attentatsgeschichte für Schwindel. " Am 31. Oftober veröffentlicht die Wiener Arbeiter- 3tg." den Tert der Urkunde, die der Kaiser bei der Kircheneinweihung in Jerusalem hinterlegt. Am 7. November feiert der Kaiser in Damaskus den Sultan Saladin. Ende November wird bekannt, daß der Kaiser in Bethlehem erklärt habe, er sei von den Eindrücken der letzten Tage jehr enttäuscht gewesen. Am 11. November wird in Wien die Denkschrift des Grafregenten von Lippe veröffentlicht. Am 1. Dezember hält der Kaiser seinen Einzug durchs Brandenburger Thor und redet den unbestätigten Herrn Kirschner Mein lieber Bürgermeister" an. V Am 1. Dezember wird bekannt, daß der Militär Schriftsteller Oberst Keim von Palästina aus zur Einreichung seines Abschiedsgesuchs veranlaßt worden jei. Am 21. Dezember nimmt der Kaiser das Protektorat über die Striegervereine an. Am 30. Dezember wird berichtet, daß der Kaijer ein Predigts buch für die Marine herstellen lasse. " Am 24. Januar 1899 chrt der Kaiser die Hannovertegimenter in der gestern berichteten Weise. Am 26. Januar Abends bringen viele Blätter GlückwunschArtikel. Die Deutsche Tageszeitung" schreibt zum Geburtstag: Vor allen Dingen aber wünschen wir dem Kaiser in dieser ernsten entscheidenden Zeit Rathgeber, die von dem Ernste ihrer Stellung, von der Schwere ihrer Verantwortung tief durch= drungen sind, Männer, die ohne Schen und Schminke den reinen Wein der Wahrheit ihrem Herrn einschenken, die ihm die alte deutsche, freie und feste Mannentreue wahren und beweisen! An dem Festmahl, das heute zu Ehren Kaiser Wilhelms II. aus Anlaß seines Geburtstages im Festsaale des Nathhauses stattfindet, werden auch fünf Stadtverordnete theilnehmen. Vom Kaiser Wilhelm II. berichtet das„ Berliner Tageblatt" das Neueste wie folgt:" Bekanntlich trug vor einiger Zeit der oftpreußische Dialektdichter Robert Johannes den Kaiser einige feiner Musentinder vor. Bei dieser Gelegenheit hat er auch erfahren, wodurch der Kaiser bei solchen Anlässen seinen Beifau zu erfeinen zu geben pflegt. Der Oberhofmarschall Graf zu Eulen= burg gab dem Dichter vor dem Vortrage einige Instruktionen und erklärte ihm hierbei: Wenn der Kaiser sich mit der rechten Hand auf den Schenkel schlägt, dann sind Sie durch, das ist nämlich das Zeichen des Beifalls Sr. Majestät. Und schon bei der ersten Vortragsnummer lachte der Kaiser und gab das erwähnte Beifallszeichen. Bei lustigen Stücken im Theater kann man häuftg beim Kaiser daffelbe Symptom einer heiteren Stimmung beobachten." Polizeipoefie. Die Beamten der vierten Polizeihauptmannschaft feierten gestern den Geburtstag des Kaisers und fangen dabei ein Lieb mit folgendem Refrain:" Die Schußmannschaft, die Schuhmannfchaft Ist immer auf dem Damm, Ein jeder war ein Unters offizier, Drum find wir auch so stramm. Die Ruhe ist bald Das weiß ein jedermann, Wenn so im strammen hergestellt, Schritt- Die Schugmannschaft tritt an."-Die Begabung mancher " Schußleute für gefangliche und poetische Leistungen ist ja nicht ganz| Charlottenburg. Die Stadtverordneten- Versammlung berieth Unter der Lentenoth. Die Staatsb. 8tg." berichtet: Des unbekannt. Im Monftreprozeß Stadthagen z. B. find Zeugen auf- in ihrer Sigung vom Mittwoch zunächst den Antrag des Magistrats Hungertodes gestorben ist in einer Schonung bei Steinhöfel nahe getreten, die, wenn auch nicht wörtlich, so doch dem Sinne nach er betr. Betheiligung an der Aufbringung der Kosten des Mittel- Fürstenwalde das unverehelichte Dienstmädchen Nt. Das Mädchen Härt haben, es wäre ihnen bei den auf Polizeiwachen erlebten land kanals. Der Referent befürwortete die Annahme des war seit Oktober v. J. außer Stellung. Abenteuern gewesen, als hätten sie die Engel im Himmel singen von uns bereits mitgetheilten Antrages des Ausschusses, der auch gehört. allgemeine Zustimmung fand. Doch wurde auf Antrag Ströhler Wagen von Moabit nach Dalldorf fuhr, verunglidte auf eigen Ein Garde- Ulan, der vorgestern einen mit Stroh hochbeladenen Eine schwere Anschuldigung erhebt Dr. Hans Wagner- Char- an die lebernahme der Gewähr für die Aufbringung von 1,7 pet. artige Weise. Der Wagen schlug nämlich in Dalldorf um, und der lottenburg in der„ Tgl. Rundschau" gegen Dr. May Effer, der bekanntlich Charlottenburg und den Landwehrkanal zu erweitern. Bürgermeister gefchlendert, wo er, aus einer tiefen Stopfwunde blutend, liegen die Bedingung geknüpft, den Stichkanal zwischen Plögensee und Illan wurde über eine Mauer in den Hof eines anstoßenden Gehöfts vor Kurzem vom deutschen Kaiser einen Orden erhielt. Dr. Wagner Matting und Stadtbaurath Bredtschneider widersprachen dem Antrag blieb. Man brachte ihn nach Anlegung eines Nothverbandes nach behauptet, daß Dr. Effer in dem Vortrag, in welchem er am Ströhler, indem sie der Befürchtung Ausdruck gaben, daß durch die Berlin in das Garnisonlazareth. 6. Februar 1897 vor der hiesigen Gesellschaft für Erdkunde über Annahme dieser Bedingungen das ganze Kanalprojekt gefährdet seine Reise nach dem Kunene im nördlichen Gebiet von Deutsch werden könnte. Das Ergebniß der Debatte war die Annahme des Südwest- Afrika berichtete,„ einen wahrheitswidrigen Bericht gegeben" Antrags Ströhler in namentlicher Abstimmung mit 28 gegen 23 habe. Dr. Effer, so behauptet Dr. Wagner auf Grund von, wie er erklärt, unanfechtbaren" Daten, hätte die etwa 1000 Kilometer lange Reiferonte in 10 Tagen zurüdlegen müssen, wenn er die Reise thatsächlich ausgeführt hätte. Ein neuer Rettungsapparat, welcher das höchste Jntereffe auch weiterer Streise für sich in Anspruch nehmen darf, gelangte in der Generalversammlung der Rigdorfer freiwilligen Feuerwehr zur Vorführung und zugleich zur praktischen Bethätigung. Befagter Apparat ist dazu bestimmt, vom Feuer erfaßte Menschen zu retten und besteht aus einem großen, bicredigen Stück Tuch, welches, mit Knebel 2c. versehen, nach Art eines gerollten Militärmantels vom Feuerwehrmanne über die rechte Schulter gehängt getragen wird. Der Träger vermag das Tuch in wenigen Sefunden sich von der Schulter zu reißen, dasselbe zu entfalten und der brennenden Person um den Körper zu schlingen, worauf er diefelbe zur Erde wirft und das Feuer vollends erstickt. Eine an Ort und Stelle ausgeführte praktische Probe erivies die vorzügliche Branchbarkeit dieses Rettungsapparates. Stimmen. Wendenfürsten auf der Schildhornspize hatte seit einiger Zeit Soziale Rechtspflege. Aus der besten der Welten. Nahe beim Denkmal des ein unglücklicher, mit der Welt zerfallener Mann unter einem Haufen betreffend den Bau einer elettrischen Untergrundbahn. ein, um zu nächtigen. Am Dienstag hat sich der Lebensmüde vor Sodann trat die Versammlung in die Berathung der Vorlage Schilfrohr sein Lager aufgeschlagen; hier fand er sich allabendlich Der Antrag des Ausschusses ging dahin, den Magistrat zu den Augen vorüberfahrender Schiffer von dem steilen Ufer in den ermächtigen, die städtischen Straßen nach Maßgabe der Vor- Gatower See gestürzt und ist nicht wieder zum Vorschein gelage zum Bau einer Unterpflasterbahn der Firma Siemens kommen. u. Hulste zur Verfügung zu stellen und mit der Firma einen Vertrag abzuschließen, der nicht wie der vorliegende Entwurf als ein Nachtrag zu dem am 23. Juni 1896 abgeschlossenen Vertrage anzusehen fei, sondern mit diesem ein einheitliches Ganzes darstelle. Der Aus- Aus dem Kellnerleben. schuß hatte ferner beschlossen, die Firma beim Bau weiterer Unter- Restaurateur Mischkan in der Straße An der Stadtbahn eine Anfang Dezember eröffnete der pflasterbahnlinien zu einer prozentualen Abgabe von dem Gewinne Weihnachtsausstellung", bei der natürlich das Restaurant nicht zu veranlassen. Ein weiterer Beschluß des Ausschusses, die Redak- wenig bedeutete. tion des Vertrages einem Ausschusse zu überweisen, wurde von dem führer des Wirthes den Auftrag, etwa 12 Kellner zu engagiren. Ahlert Der Buffetier Ahlert erhielt von dem GeschäftsReferenten nicht befürwortet. Dr. Jastrow für diesen Beschluß ein. Er und seine Freunde einem ganzen Heer dienstbefliffener Leute heran, und that so, als sei er in Dagegen trat Stadtverordneter überließ dies dem Kommissionär Mielke. Der Agent rückte darauf mit wünschten eine besondere Berücksichtigung des Schutzes der Hand- dem Restaurant zu Hause; zum Beispiel kommandirte er die mitgebrachten werfer und Arbeiter, die von der Gesellschaft bei dem geplanten Kellner zu gewissen Vorbereitungen, die eigentlich den Buffetiers obs Die Errichtung einer Personen- und Lohnfuhrwert wird von dem Fachverein wägen, in wie weit Bestimmungen über den Schutz der bei dem tönnten, meinte Mielte, Ahlert folle es nur gut sein laſſen, die Leute neuen Fuhrherrn- Junung für Unternehmen werden beschäftigt werden. In diesem Sinne be- gelegen hätten. Als Ahlert ihn darauf hinwies, daß er 22 statt Fuhrherrn- Junung für antragte er, die Versammlung wolle den Magistrat einchen, zu er 12 Sellner besorgt habe und daß so viel nicht beschäftigt werden Berliner Droschkenbejizer" und der„ Berliner Droschtenbesitzer Unternehmen beschäftigten Handwerker und Arbeiter in den Vertrag wären fleißig und bekämen immer noch Arbeit. Die überzähligen Vereinigung"( eingetragene Genossenschaft) geplant. aufgenommen werden können. Stadtv. Peters sprach sich gegen den 10 Kellner brückten sich" dann auch vom 2. bis zum 8. Dezember Antrag aus, die Redaktion des Vertrages einem Ausschusse zu in und bei dem Lokal herum, ohne zu wissen, was dent überweisen. Diese Versammlung solle vielmehr den Magistrat eigentlich aus ihnen werden solle, bis schließlich der ersuchen, ihr einen fertigen Entwurf vorzulegen, und die etwa Oberkellner feststellte, daß sie nicht beschäftigt werden erforderliche Redaktion selbst vornehmen. Stadtv. Beyer sprach seine tönnten. Jetzt strengten die arg Enttäuschten beim GewerbeZustimmung zu dem Antrage Jastrow aus, über den er sich um so gericht eine Klage gegen Mischkan an. Sie verlangten eine Entmehr freue, als er die Hoffnung auf Annahme zulasie. Wäre der schädigung für die Zeit vom 2. bis zum 8. Dezember und Antrag von seiner Seite gestellt worden, so würde er wahrscheinlich außerdem eine solche wegen unberechtigter Entlassung. Vor der abgelehnt werden. Im Gegensatz zu Herrn Beyer wandte sich Herr Kammer VI wandte der Beklagte ein, daß Mielke gar kein Recht geHoppe gegen den Antrag Jastrow, der durch die staatliche Gesez habt habe, mehr als 12 Stellier zu engagiren. Wie die Verhandlung gebung bereits überholt sei. Die Versammlung ertheilte den An ergab, hat Mielke sogar einen Theil der Stellner auf seinen Namen trägen des Ausschusses die Zustimmung, lehnte jedrch den Antrag bei der Krankenkaffe angemeldet. Seine vorläufige VermittelungsJastrow in namentlicher Abstimmung mit 17 gegen 16 Stimmen ab. gebühr betrug 3 Wart. Der Oberkellner R. sprach als Zeuge die Der nächste Punkt der Tagesordnung, die Vorlage betreffend den Ansicht aus, daß es Mielke nur 11111 die Gebühr zu thun Bau der beiden städtischen Lehranstalten am Savigny gewesen wäre. Der Agent sollte als Zeuge geladen von Schultlassen für Schiffertinderings play wurde vertagt, ebenso die Vorlage betreffend die Errichtung werden; er war aber nicht zu ermitteln. Die Kammer verurtheilte den Beklagten Mischkan, die Kläger für die Die Untersuchung gegen den Mörder Busse in Char Tage vom 2. bis zum 8. Dezember zu entschädigen, weil sie sich lottenburg, welcher am zweiten Weihnachtsfeiertage die Kellnerin ihm während dieser Zeit, ohne daß er widersprach, zur Verfügung Sidonie Herrmann erwürgte, ist bereits geschlossen; gegenwärtig gehalten hätten. Die Beträge schwanken zwischen 15 und 22 M. wird die Anllagefchrift, die auf Raubmord lautet, ausgearbeitet. Wit dem wegen unberechtigter Entlassung erhobenen Mehranspruche wird der Von der Vertheidigung find Zweifel an der Zurechnungsfähigkeit des wurden die Kläger abgewiesen. Gewerberichter Krause bemerkte Busse erhoben worden. hierzu, diesen Anspruch fönnten sie höchstens gegen Mielke geltend Gegen die neue Polizeiverordnung, durch welche das Befahren der Leipzigerstraße, der Friedrichstraße und der Weidendammer Brücke, sowie der Straße Unter den Linden während der Stunden von 10 Uhr Vormittags bis 9 Uhr Abends vom 1. Februar dieses Jahres ab verboten werden soll, wurde in der am Dienstag stattgehabten Generalversammlung des Es tiner Droschtenbejizer" energisch Protest erhoben. wurde erklärt, daß jede Einschränkung der Bewegungsfreiheit für das Droschkentutscher- Gewerbe, welches durch die heutige Ausdehnung des Straßenbahnvesens ohnehin schon schwer zu kämpfen habe, von großem Nachtheil fein würde. Die Versammlung beauftragte den Vorstand, in einer an das Polizeipräsidium und den Magistrat zu richtenden Petition um Nichteinführung bezw. Aufhebung dieser Verordnung vorstellig zu werden. Durch ein Brandnnglück ist der greise Historienmaler Friedrich Schaller, Hafenplay 9, zu Tode gekommen. Schaller, der aus Königsberg stammt und 86 Jahre alt war, lebte seit Jahren ziemlich einfam. Eine Wirthschafterin führte ihm den Haushalt. Am Donnerstag voriger Woche um 6½½ Uhr abends, wollte sich der Greis auf einem Spirituskocher Kaffee machen. In seiner Unbeholfenheit stieß er den auf dem Tische in seinem Zimmer stehenden Kocher un, der brennende Spiritus ergoß sich über den Tisch und setzte die Decke in Brand, an der wiederum sich die Kleider des alten Herrn entDer Waffenhändler als Lebensretter. Gestern Mittag verfuchte der Kirchhofsverwalter Ludgarus E., auf dem Flur eines Haufes der Alexanderstraße sich durch drei Revolverschiffe in den Kopf zu tödten; er verlegte fich jedoch nur verhältnißmäßig leicht, da die Patronen nur eine sehr schwache Ladung hatten. Auf ärzt. liche Anordnung erfolgte seine Ueberführung in das Krankenhaus am Friedrichshain. Die erwähnten Selbstmörderpatronen pflegen die hiesigen Waffenhändler solchen Personen zu verabfolgen, die beim Einkauf durch aufgeregtes Wesen u. s. w. die Befürchtung erwecken, daß sie sich ein Leid authun wollen. Versammlungen. zündeten. Echaller zog fich schwere Wunden am Hals, an der Anschauungen unserer Herren Inningsmeister ist ein Ausspruch deschritten und sie in einen Irrthum versezt habe. Ein gebildeter Handwerksmeifter. Necht bezeichnend für die machen, da er mit ihrer Annahme feinen Auftrag eigenmächtig überBrust und an den Händen zu. Obwohl ihm zwei Aerzte gleich zu stellvertretenden Obermeisters der Hilfe tamen, so war sein Leben doch nicht mehr zu retten. Gestern Innung. In einem Vortrage über Fortbildungsschulen" legte Obermeisters der Stegliger Tischler= Nachmittag wurde die Leiche des Verunglüdten auf dem Matthäi- er die Wünsche der Meister über den weiteren Ausbau dieser Schulen.99 tirchhofe zur legten Ruhe bestattet. dar. Vor allen Dingen, so erklärte er, wünsche man die Abstellung Stuckateure. In der am 16. Januar abgehaltenen General eines Ucbelstandes, der mehr ſittlicher Natur sei. Das Zuspät versammlung erstattete zum 1. Punkt: Abrechnung vom IV. Quartal, kommen der Schüler werde für das Winterhalbjahr fummirt to hrbach als Revisor folgenden Bericht: Die Einnahme für die und dem Gemeindevorstand zur Anzeige gebracht. Zable der Hauptfafie betrug abzüglich einer Ausgabe von 21,70 m., 379,85 m. Meister die Strafe von 3 W. nicht, weil er an dem Zuspätkommen Der Bestand der Filiallasie vom vorigen Quartal 110,46 M. Cin Im Gefängniß fomme er aber oft mit Menschen zusammen, die ge- Ginnahmen 85,70 M., macht in Summa 390,06, M., die Ausgabe teine Schuld trage, so müsse der Lehrling seine Strafe abbrummen". genommene 35 pet. Beiträge in diesem Quartal 193,90 m. Sonstige stohlen hätten. Eine solche Berührung fönne möglich erzieherisch betrug 169,80, 169,80 m, bleibt als Filialvermögen 220,26 M. wirken. Einige wohlgezielte Jagdhiebe würden hier In der Fortsetzung der Diskussion über den über den Verbandstag bon ungleich besserer Wirkung sein. Seiterfeit und kamen folgende Anträge zur Abstimmung: Der erste von Grünenberg Beifall folgte diefen Worten in der Versammlung. Hierzu erscheint unterzeichnet, lautet folgendermaßen: Nach Bericht der Delegirten wohl jeder Kommentar überflüssig. Eine Aufsehen erregende Angelegenheit dürfte demnächst über den auf dem Verbandstag festgesetzten Modus zur Erhebung die Gerichte beschäftigen. Gegen den Juhaber eines bekannten Der Kleinhandel wird durch die Bedrängniß. in der er sich der Beiträge für den Streitfonds stellen die Berliner Kollegen den Berliner Lotteriegeschäfts schwebt ein Ermittelungsverfahren. Der überall befindet, zuweilen zu verzweifelten Maßnahmen getrieben. Antrag, gemäß der Berliner Motivirung, in affen Filialen eine felbe wird beschuldigt, das große Loos einer auswärtigen Lotterie Gegen die Schädigung des Milchhandels durch die Aerzte hat am gleiche Beitragssteuer pro Woche festzusetzen, ebenso die gleiche durch Betrug an sich gebracht zu haben, wobei die Angestellten der Dienstag der Verein der Milchhändler von Schöneberg und Unterstützungshöhe durchzuführen. Der zweite Antrag lautet:" Die Firma ihrem Chef behilflich gewesen sein sollen. Gegenwärtig finden Umgegend" Stellung zu nehmen beschlossen. Es wurde von vielen Berliner Kollegen protestiren entschieden dagegen, daß die Nr. 17 dieserhalb in Schwerin Vernehmungen statt. Seiten erklärt, daß seitens der Aerzte bei Erkrankung Kleiner Kinder des Streifreglements in Geltung kommt und fordert den HauptBrandstiftung. in den meisten Fällen der Milch die Schuld beigemessen werde, so- vorstand auf, diese Bestimmung entweder selbst oder durch UrVerhaftet wurde der Pelzwaarenhändler bald die Aerzte erfahren, daß die Milch von einem fleineren Händler abstimmung zu streichen." Beide Anträge wurden einstimmig anF. Trinczek, bei dem es in der Nacht zum vorigen Sonntag brannte, bezogen werde. Hierauf werde dann stets eine der großen Kinder- genommen. Den streikenden Webern in Krefeld wurden 100 M. wobei der Inhalt des Ladens an Pelzwaaren in Flammen aufging. milchfabriken empfohlen.(???) Ferner wurde beschlossen, an den überwiesen. Wie die Kriminalpolizei annimmt, hat Trinczek das Feuer vorjäglich Schöneberger Magistrat eine Petition zu richten, in der erneut um angelegt. Sie wird darin durch die Wahrnehmungen der Feuerwehr den Erlaß eines Verbots des Austlingelns beim Verkauf von und die Vorstrafen des Trinczek beſtärkt. Die Voruntersuchung Milch ersucht wird, wie dies auch in Rigdorf geschehen ist. gegen das Kaufmann Wölfel'sche Ehepaar, das sich unter dem Verdachte der vorfäßlichen Brandstiftung seit geraumer Zeit in Untersuchungshaft befindet, ist jetzt abgeschlossen. Die Beschuldigten bestreiten nach wie vor die ihnen zur Last gelegte That und bezichtigen andere, ihren Laden angezündet zu haben. -Sigung am 16. Januar den Kassenbericht entgegen. Derselbe wies Die freie Vereinigung selbständiger Barbiere nahm in ihrer in Einnahme 311,37 M. und in Ausgabe 269,09 M. auf. Der Arbeitsnachweis hatte im legten Quartal eine Einnahme von 95,45 M. und eine Ausgabe von 45,60 M. Zur Besprechung kam sodann die Aenderung in der Krankenkasse, deren Siz nach Köln verlegt worden ist. Das Eintrittsgeld in den Verein wurde von 0,75 M. auf 1,50 M. erhöht. Treptow- Baumschulenweg sehnt sich schon seit Langem na besseren Verkehrsverbindungen und hat bis jetzt leider vergeblich bei der im Zeichen des Verkehrs bremsenden Eisenbahn- Direktion immerfort um das Halten sämmtlicher Sonntagszüge petitionirt. Die Bahnverwaltung, die derartige Gesuche stets aus betriebsSeinen Verletzungen erlegen ist jener Willy Krause aus der technischen Gründen" abgelehnt hat, muß nun erleben, daß ihr von Der Textilarbeiter- Verband( Filiale II) beschäftigte sich in der Gerichtstraße 63, der vor einigen Tagen von einem Pferdebahn- privater Seite mit gutem Beispiel vorangegangen wird. Die Packet- Versammlung am 17. Januar mit der Regelung einiger geschäftlicher wagen überfahren wurde. Er hatte einen doppelten Becken- fahrt- Gesellschaft will eine ständige Personenbeförderung derart ein Angelegenheiten. Die Abrechnung wurde von der Versammlung ohne bruch und innerliche Zerreißungen erlitten und starb im Baul richten, daß man alle anderthalb Stunden für 20 Pf. entweder nach Ausstellungen entgegen genommen. Den Arbeitsnachweis nahmen Gerhardtstift. Bahnhof Nixdorf oder nach der ersten Haltestelle der elektrischen im legten Quartal 100 Personen in Anspruch. 58 Arbeitssuchende Bahn fahren kann. Der angesezte Preis erscheint etwas hoch, und erhielten Stellung. Angebote von Arbeitgebern waren 122 bor wir meinen, daß 10 Pf. für die Fahrt auch genügen würden. Ob handen. 90 in Berlin, 32 von außerhalb. Bei der Neuwahl des endlich ihrer Pflicht zu gedenken? num die private Konkurrenz die Eisenbahn- Direktion austacheln wird, Borstandes wurde Wilke zum 2. Vorsitzenden, Schulz zum Kassirer und Falkenhagen zum Schriftführer gewählt. Feuerbericht. Mittwoch Abend gegen 12 Uhr wurde die Feuerwehr nach Feilnerstr. 2a gerufen, wo in der Kartonfabrik von Günther Regale und Fußboden brannten. Die Feuerwehrmänner mußten wegen großer Verqualmung auf Steckleitern zum Feuerherde vordringen, worauf das Feuer mit einem Rohre abgelöscht werden Aus Rigdorf. Ein bemerkenswerther Unglüdsfall ereignete Die Stockarbeiter tagten am 19. Januar bei Keller, Koppenkonnte. Donnerstag früh ging Holzmarttstraße 21 ein Posten sich Donnerstag Vormittag in der 12. Stunde auf dem Grundstück straße 29. Nachdem die Anwesenden die verstorbenen Mitglieder Baumwolle und Garn in Flammen auf. Am Ostbahnhofe 2 Hermannstr. 206. Im zweiten Stockwert des Seitenflügels wohnt Kobbert und Winkel durch Erheben von den Bläßen geehrt, wurde war ein fleiner Zimmerbrand abzulöschen. Nach Müller str. 66 daselbst die Arbeiterfamilie Czarnotta. Der Mann ist trant an stelle Steinicke's Gifler zum Schriftführer gewählt. erfolgte ein Alarm, weil dort der Inhalt einer Badestube brannte. und war zum Arzt gegangen, während die Fran sich nach der Hierauf referirte Genosse Link über die Aufgaben der GewerkFeuer im Märkischen Museum. Donnerstag Abend Krankenkasse begeben hatte, um Krankengeld abzuheben. Inzwischen schaften. Redner wies die Anschuldigungen gewiffer bürgerlicher gegen 7 Uhr wurde die Wehr nach der Breitenstraße gerufen, waren die Kinder der C.'schen Eheleute im Alter von 6 und 8 Jahren Streise und Beitungen, als wären die Gewerkschaften( nur Streits weil angeblich durch Unvorsichtigkeit im großen Sigungssaale eine allein in der Wohnung. Das achtjährige Mädchen wollte Feuer im vereine, entschieden zurück. Im Gegentheil, führte er aus, betrachten hinter dem Ofen befindliche Partie Brennholz in Brand gerathen Herd machen, wobei ihr jedoch unglücklicherweise das brennende die Gewerkschaften es als ihre erste Aufgabe, ihre Mitglieder auf war. Jedenfalls hatte das Holz schon stundenlang geglimmt, denn Streichholz auf das wollene Hemd fiel, und im Moment ein höheres geistiges und sittliches Niveau zu heben und in be als das Feuer bemerkt wurde, war bereits eine starte Berqualmung stand das Kind in hellen Flammen. Auf das Hilfegeschrei soumener Weise bei günstiger Konjunktur die Vortheile für die Arder Räume eingetreten. Der Feuerwehr gelang es leicht, die Gefahr herbeieilende Nachbarn erstickten das Feuer, doch hatte das Mädchen beiter herbeizuführen, hingegen bei schlechtem Geschäftszu beseitigen. Der verursachte Schaden ist unbedeutend; Akten oder schon am ganzen Körper so schwere Brandwunden erlitten, daß es gang die drohende Berkümmerung der Existenz nach andere Schriftstücke sind nicht zerstört. taum mit dem Leben davonkommen wird. Nach Anlegung von Möglichkeit abzuwehren. Lambed gab dann den Bericht Nothverbänden wurde die Verlegte nach dem Brizer Kreis- Kranken- über den Ludwig'schen Streit. Eine lebhafte Debatte entspann sich haus transportirt. über das Verhalten einzelner Kollegen in der Gembicki'schen Wertstatt, wobei einige der Vorwurf traf, nicht mit der Mehrzahl solidarisch gehandelt zu haben. Um dem späterhin vorzubeugen, wurde folgende Resolution vorgeschlagen und angenommen: " In Erwägung, daß bei mangelnder Arbeit einzelne Arbeiter durch Entlassung schwer geschädigt werden, daß es hingegen vielfach möglich ist, durch vorübergehende Verkürzung der Arbeitszeit oder ihrer Arbeit zu erhalten, spricht die heutige Versammlung die Er. wartung aus, daß in Zukunft diese Tattit strikte befolgt wird." Zum Schluß machte der Vorsitzende auf den am 11. Februar stattfindenden Maskenball aufmerksam. Aus den Nachbarorten. Die Gemeindevertretung von Zehlendorf hatte sich in ihrer vorgestrigen Sitzung mit dem Erlaß einer Ordnung zur Erhebung Schöneberg. Die Genoffen werden ersucht, sich recht rege an Debatte wurde die vom Gemeindevorstande ausgearbeitete Ordnung von Brau und Biersteuer zu befassen. Nach lebhafter der am Sonntag früh 8 Uhr stattfindenden Flugblatt mit unwesentlichen Aenderungen angenommen. Nachdem die staat berbreitung zu betheiligen und pünktlich an den hier bezeichnetenliche Anerkennung des Progymnasiums erfolgt ist, hatte sich die Stellen anwesend zu sein: Steppuhn, Hohenstaufenſtr. 83; Gemeindevertretung weiter mit dem Voranschlage für dasselbe zu anderweitige Eintheilung der Arbeit die betreffenden Kollegen in Schilling, Kyffhäuſerſtr. 16; Obst, Grunewaldstr. 110; Klein, beschäftigen. Hierzu wurde der Antrag gestellt, das Schulgeld für Merseburgerstr. 7; Shine de, Bahnstr. 10; Grimm, Siegfried- auswärtige Schüler zu erhöhen, doch fand dieser Antrag nicht die straße 8; aufer, Sedanstr. 31; Büschel, Guzkowstr. 9; Billigung der Versammlung. Beschloffen wurde dagegen, Freistellen Moll, Sponholzstr. 34. Der Vertrauensmann. und Schulgeld- Ermäßigungen mur einheimischen Schülern zu geHalensee. Die in Halensee wohnenden Parteigenossen, währen. Das Kuratorium für das Progymnasium ist vom Provinzial- Der Zentralverein der Bureau Angestellten hielt am welche feine Zeit haben, die Wählerlisten zur Gemeindewahl Schulfollegium bestätigt worden, der Voranschlag bedarf noch dessen 19. d. M. eine Versammlung ab. In derselben referirte Herr einzusehen, werden ersucht, sich behufs Abgabe ihrer Adresse am Bestätigung. Zur Pflasterung der Berliner Chauffee von der Brille über: Die Kunst im Dienste der Voltsbewegung." Der Sonntag, den 29., Vormittags 11 1hr, im Lotal von Franz Schieffer, Gartenstraße bis zum östlichen Ausgange des Dorfes wurden Vortrag fand allgemeinen Beifall. Der Bericht über den ArbeitsRingbahnstr. 116, einzufinden. Der Vertrauensmann. 5500 m. bewilligt. nachweis zeitigte, mit Stücksicht auf sein halbjähriges Bestehen, ein 1 ziemlich erfreuliches Resultat. Nachdem noch die Bibliotheks bezeichnete. Allerdings werde der geforderte Lohn von 7 M. täglich,| Der Verhaftete ift Spezialarzt für Gicht und rheumatische Leiden. kommission Bericht erstattet hatte und verschiedene Internas erledigt allgemein bezahlt, sowie die wöchentliche Lohnauszahlung des Sonn- Auch er figt bereits in Elberfeld hinter Schloß und Riegel. waren, erfolgte Schluß der Versammlung. Gleichzeitig sei an dieser abends, abgesehen von etwaigen wenigen Ausnahmen, innegehalten. Stelle noch bemerkt, daß die Vorlesungen über das Bürgerliche Auch die neunstündige Arbeitszeit ist als feststehend zu betrachten der seit Jahren ein Berhältniß mit der verheiratheten Beherbergerin In Hamburg hat am 24. bs. Mts. der Maurergeselle Dertel, Gesetzbuch am Sonntag, den 29. d. M., Vormittags 9, Uhr präzise und die Ueberstundenarbeit kann mit Leichtigkeit vermieden werden, Garrm unterhielt, in einer Wirthschaft seine Geliebte durch einen beginnen und jeden Sonntag fortgesetzt werden, und zwar in der wenn es die in Betracht kommenden Buzer an der notwendigen Revolverschuß getödtet und sich sodann selbst durch einen Schuß Aula des Friedrich- Realgymnasiumis, Albrechtstraße. Energie und dem guten Willen, die Ueberstundenarbeit zu beseitigen, eine tödtliche Verlegung beigebracht. Die Garrm hatte ihrem Ges Die freie Vereinigung der Händler und Händlerinnen nicht fehlen lassen. Aber andererseits ist es nicht gelungen, den geliebten den Abschied geben wollen, dad and beschäftigte sich am 20. Januar mit der Regelung geschäftlicher An- forderten Alfordpreis aufrecht zu erhalten, beziehungsweise durchgelegenheiten. Der Kassenbericht weist im legten Quartal 84,95 m. zuführen, so daß nach wie vor die gegenseitigen Ünterbietungen In der Nacht zum 20. ds. Mts. besuchte der Eigenthümersohn bei der Annahme von Arbeiten vorherrschen. Auch die Klatt aus Schneidemühlchen im Kreise Filehne seine Schwester Einnahmen und 68,45 Mr. Ausgaben auf. Vom Weihnachts- Vergnügen ist ein Ueberschuß von 25 M. zu verzeichnen. Zum Schluß wurde Durchführung einer der Hauptforderungen, Beseitigung der Puzz- aus Vorwerk Schneidemühlchen. Auf dem Rückwege ist Klatt, der meister, war nicht möglich, da sich für diejenigen, die Ostd. Presse" zufolge, durch einen Schuß durch Arm und Brust auf die Versammlung, die am 27. Januar im Englischen Garten dieses Zwischenmeistergewerbe aufgaben, wieder andere gefunden getödtet worden. Der Vater fand feinen Sohn am nächsten Morgen stattfindet, hingewiesen. haben, die dem Unternehmer Rüstungen u. f. w. lieferten. Der als Leiche auf dem besagten Wege vor. Der Verband der Tapezirer( Filiale Nord) nahm in feiner Redner kommt zu dem Schluß, daß eine andere Taktik als bisher in Die Braunschweiger Kriminalpolizei hat den Barschen, der letzten Versammlung den Bericht des Vorstandes entgegen. Danach der Bewegung der Buzer Plaz greifen müsse, um bessere Zustände auf der Steinthorpromenade eine Dame gestochen hatte, in der haben im vergangenen Quartal 7 Versammlungen und 6 Sigungen herbeizuführen. Die weiteren Ausführungen und die diesbezüglichen Berson des Sattlers Karl Römer aus Holzwickede, Kreis Hörde in der Ortsverwaltung stattgefunden. Gegenwärtig beträgt die Mits Vorschläge des Referenten find in nachstehender Resolution zusammengliederzahl 334. Der Kaffenbestand beziffert sich auf 403,24. Es gefaßt. In der hierauf folgenden längeren Diskussion, an der sich Weſtfalen, dingfest gemacht. Auf die Spur des Thäters wurde die wurden bereinnahmt 382,35 M., ferner 279, 35 M. örtliche Bei- unter anderen Dietrich, Irmer, Lenner, Lempfuhl, Polizei durch ein junges Mädchen gelenkt, das von St. mit Liebesanträgen behelligt wurde, und als es sich ablehnend verhielt, einen träge; die Ausgabe betrug 148,06 M. Die Jahreseinnahme beläuft sr. Schulz und Silberschmidt betheiligten, äußerten fich Drohbrief mit der Ankündigung empfing, daß ihm R. den Leib auffich auf 929,27 M. und die Ausgabe auf 612,03 m. Die fämmtliche Redner im Sinne des Referenten. Folgende Resolution Neuwahl der Ortsverwaltung ergab folgendes Resultat: Pape und gelangte einstimmig zur Annahme: DieVersammlung erklärt sich mit ſchligen werde. Die Bedrohte erstattete Anzeige, und der Polizei off, Bevollmächtigte; Mooskopf und Müller, Saffirer; dem Referenten einverstanden. Sie hält es angesichts der Zuchthaus- gelang es, den Briefschreiber festzunehmen. Es wurde festgestellt, Hirsch, Schriftführer; Barnikow und Fent, Revisoren. Der vorlage und des Zusammenschlusses aller Arbeitgeber Berlins zu einem daß die Ueberfallene mit dem bedrohten Mädchen eine auffallende Bevollmächtigte macht darauf aufmerksam, daß die Tapezirer in Arbeitgeber- Verband, sowie angesichts der schweren Bestrafungen, welche die Neberfallene den Römer bestimmt als den Thäter. Aehnlichkeit besitzt, und ferner bezeichnete bei einer Gegenüberstellung Dortmund streiken. Am 12. Februar veranstaltet der Verband bei diejenigen Kollegen treffen, welche die Säumigen auf den Bauten die Neberfallene den Römer bestimmt als den Thäter. Gründel einen Familienabend. an ihre Pflichten mahnen, für unumgänglich nothwendig, daß sofort Benzin- Explosion. In dem zu ebener Erde gelegenen Probieralle Kollegen, welche sich mit Buzarbeiten beschäftigen, dem Ver- raum der Gasolfabrik von Böhm, Gerson u. Rosenthal in Wien, Zentralverband der Maurer. Die Zahlstelle IV, Branche der bande der Maurer Deutschlands, Bahlstelle Berlin I( Buzer) bei welche sich in einem neu erbauten Haufe des vierten Bezirks beBementirer, hatte am 22. Januar ihre erste Versammlung antreten, und daß seitens dieser Organisation in Zukunft energisch findet, fand eine Benzin- Explosion statt. Drei Personen beraumt. Zunächst wurden die Wahlen vollzogen. Gewählt wurden: die Rechte der Kollegen vertreten werden. Zur Organisation find wurden getödtet, der Probierraum ist gänzlich demolirt, im ganzen zu Bevollmächtigten Heidemann und Brandt, zu Kassirern alle diejenigen Kollegen zugelassen, welche sich verpflichten, nicht Hause sind die Fenster gesprungen. Der entstandene Brand konnte Himton und Haese, zum Schriftführer Fliege. Für die unter 7 M. pro Tag bei wöchentlicher Lohnzahlung zu arbeiten, die bald gelöscht werden. Die Ursache der Explosion iſt nicht bekannt. Brandenburger Konferenz entfendet die Zahlstelle Karl Fliege 9 stündige Arbeitszeit innehalten und den Lohn dementsprechend verals Delegirten. Die Mitgliederzahl ist von 82 auf 123 gestiegen. einbaren. Alle diejenigen, welche Rüstung liefern, auf Raten arbeiten oder das große Tapeten, Linoleum- und Farbgeschäft von Wilhelm In der Nacht zum 25. Januar brannte in M.- Gladbach Bur Morgensprache wurde das Lokal von Schiller, Rosenthaler- fich weigern, den Kollegen den Vertrag oder die abgeschlossenen Arbeits- Braders ab. Sämmtliche Vorräthe wurden zerstört, der Schaden ist vouchaben straße 57, bestimmt. bedingungen mitzutheilen, oder Prozente beziehen, sind als Unter- Brader ab. Sämmtliche Vorräthe wurden zerstört, der Schaden ist nehmer zu betrachten und demgemäß zu behandeln. Die Lohnfommission wird beauftragt, entsprechend obigen Beschlüssen, weitere Der internationale Eisenbahnzug Ostende- Wien ent Vorschläge für die Lohnbewegung zu machen." gleiste Mittwoch Nachmittag auf dem Bahnhof Berchem bei Als Delegirter der Puzer zu dem in nächster Zeit stattfindenden Brüssel. Die Lokomotive und zwei Wagen kamen aus dem Geleiſe. Bauarbeiter- Kongreß wurde mit großer Majorität Aug. Dähne Der Lokomotivführer, der Heizer sowie einige Reisende erlitten leichte gewählt. Nachdem Dietrich noch über den Verlauf der ver- Verlegungen. fchiedenen Differenzen auf den einzelnen Bauten, welche die Lohnfommission beschäftigten, Bericht erstattet hatte, erfolgte der Schluß der Versammlung. Der Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer hielt am 22. Januar seine Generalversammlung ab. Nach einer turzen Ansprache des Vorsitzenden an die Mitglieder, auch in diesem Jahre recht thätig für den Verein zu sein, gab der Kassirer August Dietrich den Kaffenbericht vom IV. Quartal 1898. Nach einer furzen Diskussion folgte der Bericht des Bibliothekars. Danach wurden in der Zeit vom 5. Juli 1898 bis 20. Januar 1899 38 Bücher von der Bibliothek entnommen, und beläuft sich der Kassenbestand auf 20,10 M. Derselbe weist in Einnahme 2991,31 M. und in Ausgabe 2316,49 M. auf. Mit einem alten Bestand verfügt Bichoch. Moabit: Grünert. Käppel. und „ Die Generalbedeutend. 300 = " Die Tochter der Lola Montez. In New- Orleans starb im Briefkasten der Redaktion. 305 In Paris ist der Romanschriftsteller und dramatische Dichter Adolphe Dennery im Alter von 88 Jahren gestorben. Nachdem er Maler und Journalist gewesen, wandte er sich 1831 der dramatischen Die Handels: Hilfsarbeiter setzten am 24. Jamiar die Debatte Dichtung zu, auf welchem Gebiet er eine ungemeine Fruchtbarkeit der Verein über 3270,99 Mart. Die Jahresabrechnung über die Einigung beider Organisationen fort. Zunächst wurde ein entwickelte. Theils allein, theils mit anderen Dramatikern schrieb giebt in Einnahme 9003,76 Mart und in Ausgabe Antrag des Vorstandes, erst den Bericht der Statuten- Kommission er eine große Zahl von Volksstücken, Lustspielen, Vaudevilles 2c., 7163,30 Mark alt. Die Mitgliederzahl beträgt 2554. Nachdem die Revisoren die Richtigkeit dieser Abrechnung bestätigt, Redner gab einen furzen Ueberblick über die Einigungskonferenz vom das Leiermädchen"." Marie Ai ne, eine Mutter aus dem Bolte". entgegenzunehmen, angenommen. Darüber erstattete ein Bericht. von denen mehrere auch ins Deutsche überfest wurden, so Fanchon, wurde Blauro d, Gipsstr. 16, wieder zum Bibliothekar gewählt. 11. Dezember. Die Statuten seien von der Kommission Numehr schritt man zur Wahl sämmtlicher Hilfskaffirer; aus der In Mexiko fand Dienstag Nachmittag ein Erdbeben statt, forgfältig geprüft und alles eingehend erörtert worden, selben gingen hervor: Für den Norden: Carl Löwenste in. sorgfältig damit man bei flar durch welches eine größere Anzahl Häuser beschädigt wurde; mehrere dem Kongreß flipp auch Oranienburger Vorstadt: August Löwenstein. Wedding: dastehe und zum Besten gereichen möge. Kräcker ist der Admiralski- Zigarren. Herr v. Koscielski hat, wie die„ Berl. Leideriz. Süd- Ost: Dittmann. on: appel Süden: Dich in die in die Wege geleitete Einigungsfrage der find ganz eingestürzt. Biele Personen find verlegt. Oft: Karge. Friedrichsberg: Schaale. Friedrichsfelde: Ko= Meinung, daß eine derartige Bekämpfung unmöglich weiter gehen N. Nachr." melden, das am Markt zu Miloslaw belegene Staphan'sche bigki. Weißensee: Schilling. Pankow- Niederschönhausen: kann, und ersucht, den Kongreß zu beschicken, um dort die Ve- Grundstück für 32 000 m. erworben und errichtet darauf in GeRippler. dingungen zu stellen. Straube empfiehlt, den Kongreß von beiden meinschaft mit den Herren Smodlibowski- Breslau und v. ZambrzizkiCharlottenburg: Albrecht. Rigdorf: Berndt. Theilen gleichmäßig zu beschicken. Nachdem sich noch einige Redner Miloslaw eine mit den modernsten Einrichtungen versehene BigarrenNowaves: Schulz. für und gegen eine Einigung gewandt, werden die beiden Re- fabrik. Die Korbmacher besprachen am Montag, den 23. d. M., die folutionen von Alboldt und Üthes noch einmal verlesen und ergab in ihrem Gewerbe zu errichtende Zwangsimmung. Der Referent die Abstimmung die Annahme der Resolution Alboldt's mit allen größten Elend die 70 jährige Frau Alice Deveux, die infolge zahl Mohs vertrat den Standpunkt, man möge sich an den Wahlen zu gegen 2 Stimmen. Die Resolution lautet: dem Gesellenausschuß und Schiedsgericht betheiligen. Die Diskussion versammlung der Berliner Organisation erklärt sich mit Haltung loser Entbehrungen zu einem wahren Stelet abgemagert war. Sie bewegte sich in zustimmendem Sinne. Nach Bekanntgabe der Ab- und Thätigkeit ihrer Mitglieder auf der Konferenz vom 11. Dez. 1898 war die einzige Tochter der Lola Montez, jener berühmten" rechnung gelangten die Werkstattstreiks bei Rösemann, Brückenstr. 1a, einverstanden und verspricht, auf Grund der nun einmal bestehenden Tänzerin, deren Name einst die ganze Welt erfüllte, als sie durch und Robert Schmidt, Krautstraße, zur Besprechung. Vogt empfiehlt, Verhältnisse mit aller Energie dahin wirken zu wollen, daß in ihre Extravaganzen ihren Liebhaber, den König Ludwig von Bayern, man möge sich in nächster Versammlung mit der Arbeitszeit im fürzester Zeit, spätestens am 1. Juli 1899, eine Verschmelzung fämmt- um den Thron brachte. Beruf beschäftigen, da in nächster Zeit wieder eine Kommission licher im Handels, Transport und Verkehrsgewerbe bestehenden In Blaydon, Northumberland, ist ein alter Mann gestorbent, Geschoßkörbe vergeben werde. Organisationen Deutschlands zu stande kommt. Um nun diesen welcher 136 lebende Nachkommen hinterlassen hat. Er hatte Die Maurer der lokalen Richtung hatten am Dienstag eine Zweck zu erreichen, ist es nothwendig, daß auch der jetzige bestehende 5 Söhne, 2 Töchter, 60 Entelfinder und 69 Urenkelfinder. öffentliche Versammlung bei Stechert, Andreasstraße, einberufen, in Bentralverband unseres Berufes resp. dessen Organe den lokalder der Reichstags- Abgeordnete Seifert Bwidau über: Sozial- allen Dingen müssen, und organisirten Kollegen in jeder Weise lentgegenkommt; bor zwar unter allen Umständen, mmisd politische Fragen unserer Zeit" referirte. In eingehender Weise erörterte der Redner die Einrichtungen und Wirkungen der sozialen unabhängigkeit und Bewegungsfreiheit gewährleistet werden. den größeren Organisationen( Bahlstellen) die weitgehendste Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und Gesetzgebung und wies nach, daß es mit der, von der herrschenden An das seit vielen Jahren in der Berliner Vereinigung zum Wohle Freitags abends von 7 bis 8 Uhr abgehalten. Selaffe so sehr gerühmten Arbeiterfürsorge auch in Deutschland sehr ihrer Mitglieder bestehende Unterstüßungswesen, gleich viel welcher Kirche. Um Ihre Fragen zu beantworten, müssen wir einen langen schlecht bestellt ist, daß die ganze sogenannte Sozialreform, mit der Art, darf nicht gerüttelt werden, eventuell kann eine Erweiterung er- Artikel schreiben. Falls die Angelegenheit für Sie von großer Wichtigkeit man die Arbeiter der Sozialdemokratie abwendig zu machen glaubte, in allen Zweigen völlig unzulänglich ist und besonders deshalb, weil folgen. Das Vermögen sowie Bibliothek des Verbandes aller im ist, so follten Sie z. B. in der Städtischen Bibliothek in der Mohrenstr. 41 man angeblich für diesen Zweck wie für alle anderen Kulturaufgaben keine Handels- und Transportgewerbe beschäftigten Hilfsarbeiter verbleibt das Statistische Jahrbuch der Stadt Berlin nachschlagen, das Ihnen zum Mittel zur Verfügung hat, während andererseits die Ausgaben für als dauerndes Eigenthum im Besiz der Berliner Vereinigung( Orts- großen Theil die nöthigen Daten liefern wird. den Militarismus fortwährend um viele Millionen gesteigert verwaltung und darf an die Hauptkasse des Zentralverbandes der werden. Der 1½½stündige interessante Vortrag, in dem der Nedner Handels-, Transport- und Verkehrsarbeiter Deutschlands nicht ausnoch auf die geplante Beschränkung des Koalitionsrechts hinwies, die geliefert werden. Die Berliner Organisation ist demzu folge damit E. F., Kirchhain. Wenden Sie sich an Dr. Friedeberg, Brüden A. M. 80. Sie erhalten nähere Ausfunft im ArbeitsVallendar. Es liegt im große Bedeutung der Presse hervorhob und zum festen Zusammen- einverstanden, daß zu Ostern 1899 behufs Einigung beider Gruppen ein straße 10 a. gemeinsamer Kongreß mit den zentralorganisirten Kollegen stattfindet nachweis der Metallarbeiter, Annenstraße 39. schluß in der Organisation aufforderte, wurde von den Bersammelten and beauftragt den Berliner Vertrauensmann, zwecks Vornahme der Ermessen des Richters, ob er einen solchen Stoner für bribauten eine Metzte die Nothwendigkeit der obligatorischen Errichtung von Tagesordnung dieses Kongresses, baldmöglichst eine öffentliche Ber- G. H. R. Ja. P. B. 100. 1. mit lebhaftem Beifall aufgenommen. Im Anschluß hieran beleuchtete Delegirtenwahlen und Aussprache über die einzelnen Punkte der Straft fann der Stontrattbruch nicht werden, wohl aber kann vom Fabrikanten eine Konventionalstrafe, wenn sie int Kontrakt ausbedungen ist, eingeklagt werden. 2. B. 100. 1. Nein. 2. Vier Jahre. J. H. Gewerbegerichten, wobei er gleichzeitig an einige drakonische fammlung einzuberufen. Der Vertrauensmann für Deutschland Der Verurtheilte hat die vollen Kosten zu tragen. 61 5. J. Dagegen Urtheile erinnerte, die in lezter Zeit von ordentlichen Ge- wird ebenfalls beauftragt, dafür sorge zu tragen, daß die in der läßt sich nichts thum. J. B., Bredow. 1. Von dem Zeitpunkt der Theilrichten auch ohne Zuchthaus Gesetz gefällt wurden. Kater heutigen sowie in späteren Versammlungen angenommenen Re- zahlung an läuft eine neue Verjährungsfrist. 2. Ja, nicht aber wenn die tritijirt die mangelhafte Beaufsichtigung der Unfallverhütungs- folutionen, Anträge und Wünsche der Mitglieder, gleichviel, ob die aare für den Gewerbebetrieb des Betreffenden geliefert iſt.- 5. G. 47. maßregeln und weist darauf hin, daß bei dem Bau der Hochbahn selben für das Statut bestimmt sind oder nicht, in den beiden Bei W. O. 42. Ja. M. 1. Entscheidet endgiltig. S. S. 444. Nein. C. S. 1. Nein. 2. Sie müssen die F. S. Polizeipräsidium. handen seien und die dortselbst beschäftigten Arbeiter bei dem Hantiren Organen, dem„ Handels- hilfsarbeiter" und" ourier", Entsagungserklärung beim Amtsgericht I hier abgeben. Berlin. Ja. Lassalle 57. Es gilt hier an sich schon gesetzlich Güters der schweren Eisenstücke beständig der Gefahr ausgesetzt sind, awei zum Abdruck gebracht werden." Stock hoch abzustürzen und von den schweren Eiſenbalten zum Friedrichsberg. In der hier am 17. Januar abgehaltenen Krüppel geschlagen zu werden. Generalversammlung des Arbeiter- Bildungsvereins sprach Genosse Beim nächsten Punkt der Tagesordnung schildert Kater die Riesel über das Thema: Friedrich Schiller, ein deutscher Dichter. stjsou Eingelaufene Druckschriften. Ursachen des Ausstandes in der Druckerei des" Berliner Lokal- Ueber den mit Beifall aufgenommenen Vortrag wurde eine Diskussion Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, Diez' Verlag) ist soeben das Anzeiger", wobei er das Verhalten der im Verbande organisirten nicht beliebt. Nach der Abrechnung vom IV. Quartal hatte der 18. Heft des 17. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Die Holzspielwaaren- Hausindustrie im oberen Erzgebirge. Buchdrucker, weil sie den bekannten Revers unterschrieben haben, um Verein eine Einnahme von 45,60 M. und eine Ausgabe von 19 M., Zwei Nachrufe. Molinella. Von A. O. Olivetti. Notizen: Das nur in dieser Offizin beschäftigt zu werden und nach den eigenen fodaß inklusive der Ueberschüsse von den vorigen 3 Vierteljahren im Bon Emil Rosenow. Ein Parteiarchiv und seine Benutzung. Von Mar Nettlau. Die neue Ueber Angaben fogar 14 bis 18 Stunden arbeiteten, einer herben Betrage von 94 M. ein Bestand von 120,60 m. verbleibt. Kritik unterzog. Es gelangte schließlich eine Resolution Antrag des Vorstandes, die feiner Zeit an Kopp ver äußerte Bibliothek, brückung der Stromschnellen des Niagara. Von F. M. Grempe. Staatss hilfe für die Baumwollspinnereibesizer in Japan. Feuilleton: Aesthetische Annahme, in der die Versammlung das Vorgehen wenn möglich, wieder für den Verein zu erwerben, wurde an- Streifzüge. Von Franz Mehring.( Fortsetzung.) Berliner Lokal- Anzeiger" genommen. Herrn Scherl, Inhaber des Die Bücher sollen im Restaurant von Bernhard Lange, Süddeutscher Postillon, Nr. 2, Preis 10 Pfg.( Verlag M. Ernst, auf das Entschiedenste verurtheilt, aber auch das Verhalten der Wartenbergstraße, aufgestellt werden und findet Bücherwechsel Montags München). Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Aus unserem Buchdrucker mißbilligt. Des Weiteren verpflichten sich die Ver- Abends von 8-10 Uhr statt. Als Bibliothekar wurde Liepe ge- gothaischen Kalender II( Sofrath Ackermann)( Illust.]. Die Sauhaz im sammelten dahin zu wirken, daß der„ Lokal- Anzeiger" in Arbeiter wählt. Des Ferneren fand der Antrag, den Arbeiter- Bildungs- Reichstag( Illustration). Vor dem Gesetze sind Alle gleich( Illuft.]. Ausfreisen keine Verbreitung mehr findet. Bekannt gegeben wurde, daß verein in: Sozialdemokratischer Wahlverein für Lichtenberg- ländische Satire( Illust.]. Köller's Triumphzug. Briefe aus Sachsen. Acerstempel am nächsten Sonnabend, den 28. Januar abläuft. Das fegung, daß für den Verein infolge der bestimmter en Betonung Gedanken eines arbeitslosen Philosophen. Aphorismen u. f. w. der Termin zur Abstempelung der Sammeltarten mit dem Schluß- Friedrichsberg umzutaufen, einstimmige Annahme, in der Voraus- mann mit der weißen Weste. Ein Menschenfreund( Erzählung). Min goode Postillon!"( Eine Hamburger Stizze). Wie man Anarchisten fängt. Nante. Sammeln zum Fonds beginnt mit der nächsten Woche und sind die feiner Thätigkeit unliebsame Verwechselung mit anderen sogenannten Die nächste Nummer( 3) trägt den Charakter einer Faschingsnummer und wird textlich wie illustrativ besonders reich ausgestattet sein. Listen für die neuen Sammelfarten in allen Zahlstellen zu haben. Bildungsvereinen am Orte vermieden werden. Ferner wurde mitgetheilt, daß am Sonntag, den 29. Januar, bei Cohn, Beuthstr., eine Mitglieder Versammlung der Krankenkasse Grundstein zur Einigkeit" und am 5. Februar im Englischen Garten" eine Versammlung der Bauhandwerker- Krankentasse stattfindet und zur regen Betheiligung eingeladen. zur des 0 = " itbit sind radiold d Vermischtes. # adis 12 pich soprano Ueber einen großen Skandalprozeß, an dem auch viele Die Puter hielten am Mittwoch bei Cohn, Beuthstraße, eine Elberfelder betheiligt sind, berichtet die Elberf. 8tg.": Unter dem öffentliche Versammlung ab, in der über die Gestaltung der Lohn- dringenden Verdacht, junge Leute vom Militärdienst durch bewegung in diesem Jahre diskutirt wurde. Nach dem einleitenden allerlei Manipulationen befreit zu haben, wurde vor einigen Referat von Aug. Dähne, der eine eingehende Schilderung von Wochen der in der Vondelstraße in Köln wohnende Kaufmann Otto den früheren und jezigen Zuständen im Baugewerbe gab, sind bei Strucksberg auf Requisition der Staatsanwaltschaft zu Elberfeld ver, den Lohn- und Arbeitsbedingungen der Puter seit Bestehen dieser haftet und hierher gebracht. In derselben Affäre ist auch der Wirth Spezialbranche ganz erhebliche Schwankungen zu verzeichnen. Immer Gustav B. zu Holz vor den Untersuchungsrichter zu Elberfeld geladen nach den jeweiligen guten oder schlechten Organisationsverhältnissen, und verhaftet worden. Freitag mun wurde ebenfalls auf Requisition gestalteten sich die Lohn- und Arbeitsbedingungen, wobei aller der Elberfelder Staatsanwaltschaft ein Kölner Arzt, der in der bings auch die Geschäftstonjunktur ihren Einfluß ausübte. Poststraße wohnende Dr. Cl. Aug. Ziel, unter dem Verdachte der Der Redner schilderte sodann den Verlauf der Lohnbewegung im Beihilfe zu dem Verbrechen aus§§ 141 und 143 des Strafgesez verflossenen Jahre, deren Resultat er als nicht zufriedenstellend buches( Versuch der Befreiung vom Militärdienst) festgenommen. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. N. 2. 20. Hat der Monat 31 Tage, muß er so lange auch fizzen. 5. 31. Die Adresse ist: Lindenstr. 44. Rennthierkoller. Infl. Desterreich noch nicht 1000. trennnng. " quotin J. G. 99, Witterungsübersicht vom 26. Januar 1899, Morgens 8 1hr. Stationen Swinembe. 781 SM Hamburg Berlin Wiesbaden München Wetter Stationen 1 heiter-5 Haparanda 763 Still 1 Mebel-3 Petersburg 764 23 3wolfenl- 3 Cort 781 NO 780 NO 774 NO 769 4hlb. bed.- 0 Aberdeen 780 2 5 bedeckt 0 Paris 773 Bien 773 NNO 2 bedeckt Wetter wolfig Temp. n. 6. 1267-99719 4 bedeckt 778 SSO 61voltig 2 heiter 3hlb.beb. Wetter- Prognose für Freitag, den 27. Januar 1899. Theils heiter, theils wolkig, Nachts ziemlich strenger Frost, am Tage etwas wärmer bei mäßigen nordwestlichen Winden; keine wesentlichen Berliner Wetterbureau. Niederschläge. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin. Nr. 23. 16. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 27. Januar 1899. Versammlungen. beanstandeten Stückes sich solidarisch zu erklären und jammt und Lokal- Anzeiger" zur Sprache und forderte die Anwesenden sonders in den Ausstand zu treten. Sonderbarerweise wurde am auf, gegen dieses Blatt überall da zu agitiren, wo sie irgend welchen tommenden Montag seitens des Meisters erklärt, daß nur ruhig, weiter Einfluß haben. Der Bund der Landwirthe versteht sich bekanntlich ausgearbeitet werden möge, es solle auch die beanstandete Zahlung er- Im Verein der Tischler sprach am 19. Januar Reßlet gezeichnet auf das Bauerneinfangen. Daß er es, wenn die Gelegen folgen. über das neue Handwerkergesetz. Der Vortrag wurde zustimmend heit sich bietet, auch nicht verschmäht, den gewerblichen und Der Ausstand ist also jetzt verhütet, jedoch operire man gegen aufgenommen. Den Mitgliedern wurde bekannt gegeben, daß bei kaufmännischen Mittelstand zu födern und vor seinen Wagen zu die Unliebsamen so, daß man ihnen Arbeiten zuweise, an Gundelach, Manteuffelstr. 31, eine neue Zahlstelle gegründet, spannen, das zeigte sich in einer Versammlung, die der Bund der denen drei Former und ein Lehrling in 2 Tagen etwa 9 M. ber- wurde. Handel und Gewerbetreibenden am Mittwoch in den Armin- Hallen dienen. Weißensee. Eine imposante Demonstration für die gleichabhielt. Der Vorsitzende dieses dieses Bundes, Kommerzienrath Näther und Müller ergänzen die Ausführungen der Vor- mäßige Handhabung des Vereins- und Verfammlungsrechtes bildete Lissauer, ein Mannt, der als Inhaber eines großen redner nach den verschiedenen Richtungen hin, betonend, daß der die Festversammlung, welche der sozialdemokratische Arbeiterverein" Geschäftshauses ein Vermögen erworben hat und feine Mußezeit als Führer des kaufmännischen Mittelstandes hin nun seitens der Kühnemänner„ gearbeitet" werden solle. durch landräthliche und polizeiliche Fürsorge unmöglich, ein im Stampfe gegen die Waarenhäuser verwendet, trat Charakteristisch sei auch, daß Wolter gelegentlich der Stiftungsfest. des genannten Vereins wenn Frauen daran in feinem Referat für scharfe Besteuerung der Bazare ein und be- Verhandlung den Ausspruch that, daß für den Former theilnehmen, Former theilnehmen, abzuhalten, es tonnte deshalb dieses Fest zeichnete die Resolution, die der Städtetag zu dieser Sache ange- Blath in leiner Metall Wertstelle seitens des Verbandes nur in dieser dieser Weise gefeiert werden. Der Festredner nommen hat, als gänzlich unzureichend. Nun trat der Vorstand des ein Play sei; so gehe es jedoch nicht nut bem einen, vielmehr 2i e bine cht führte vor einer Zuhörerschaft von etwa 1000 Berz Bundes der Landwirthe, vertreten durch die Herren v. Wangen tönne man tros der Verhandlungen am Gewerbegericht hunderte sonen Folgendes aus: Der Verein sei einer derjenigen, welche unter heim, Dr. Röside und Diederich Hahn für den kauf von gleichen Fällen aufführen. Die Versammlung nimmt eine dem Sozialistengesetz, unter des todten Bismard's Herrschaft ins männischen und gewerblichen Mittelstand in die heim, Dr. Röside und Diederich Schranken. Die Resolution gegen eine Stimme an, in der sie sich verpflichtet, nach Leben getreten feien: er habe schon seine Geschichte, reich an Ers Bertreter des oftelbischen Agrarierthums erklärten in längeren jeder Richtung hin für die Stärkung der Organisation zu wirken fahrungen mannigfaltigster Art. Die organisirte und gut disziplinirte Reden, daß die Bestrebungen des Bundes der Landwirthe und allen Anforderungen zu genügen, die von dieser an den Sozialdemokratie habe das Sozialistengesetz überwunden, sie sei als und des Bundes der Handel- und Gewerbetreibenden etwas Gemein- Einzelnen gestellt werden. Sieger über Bismard, dem alle Machtmittel zu Ges fames hätten, indem beide sich gegen die Umschlinguug des Großbote standen, hervorgegangen und nehme auch siegesbewußt fapitals wehren, und daß sie, die Vertreter des Bundes der Land- Der Zentralverband der Handels., Transport und und siegessicher den Kampf auf gegen seine Nachfolger. wirthe, mit Vergnügen auch die Vertretung der Bestrebungen der Verkehrs- Arbeiter hielt am Sonntag feine Generalversammlung Letztere haben gezeigt, daß sie sehr wenig gelernt und sehr wenig Handel und Gewerbetreibenden im Reichstag und Landtag ab. Eingangs der Versammlung erstatteten die Delegirten von der vergessen haben. Redner verbreitete fich des Weiteren eingehend übernehmen würden. Der Zentrums Abgeordnete Henze Generalversammlung in Kaffel Bericht von derselben. In der Dis- über das Gebiet der Sozialreform. Die heutigen Reformen auf diesem stellte sich der Versammlung gleichfalls als Mittelstandsretter fussion hierüber wurden nur von wenigen Seiten unbedeutende Ein- Gebiete seien nur als verbesserte Armenpflege zu betrachten. Die Sozial und Befürworter der Waarenhausbesteuerung vor. Es wurde eine wendungen gemacht, im Ganzen zeigte sich eine allgemeine Zu demofratie sei jeder Zeit eingetreten für wirkliche, durchgreifende SozialResolution angenommen, in der die Versammlung über die in der friedenheit. Aus dem hierauf von Oertel gegebenen Bericht über reform. Wer heute noch nicht eingesehen habe, daß zwei Klassen Thronrede verheißene Besteuerung der Waarenhäuser ihre Freude die Thätigkeit der Ortsverwaltung im vergangenen Jahre ist hervor- unversöhnlich sich gegenüberstehen, sei blind, und dem sei nicht zu ausdrückt und die Erwartung ausspricht, die Staatsregierung möge zuheben, daß dieselbe in 48 Sigungen ihre Geschäfte er helfen. Die Junker und Kapitalisten in ihrer lleberhebung halten sich baldigst einen den Wünschen der Handel- und Gewerbetreibenden ledigt hat. Ferner fanden 35 Versammlungen statt, wäh als Vertreter aller Wissenschaft und Bildung, leiten hieraus ihre zu ges entsprechenden Gesezentwurf einbringen. rend in den einzelnen Bezirken bersucht wurde, durch währenden Sonderrechte her und finden für diese ihre Bestrebungen 98 fleinere Bersammlungen die fernstehenden Kollegen zum Verbande durch Herrn von Stumm bei der Regierung mir allzu Das Verhalten der Metall: Juduftriellen den Abheranzuziehen. Die im vergangenen Frühjahr stattgefundene Lohn- geneigte Ohren. Die Arbeiterklasse habe nur zwei Waffen zu ihrer machungen gegenüber, welche das Einigungsamt bewegung der Möbeltransportarbeiter, durch welche theilweise Er- Wertheidigung, das allgemeine gleiche Wahlrecht und das Koalitions des Gewerbegerichts bei Beendigung des legten folge erzielt wurden, hatte der Ortsverwaltung viel Arbeit gekostet. recht. Beides wolle man uns rauben oder illusorisch machen. Man Formerstreits getroffen hat und welche von Mühe verursachte auch die im Herbste veranstaltete Agitation unter habe diese Waffen uns gegeben, der Gebrauch derselben oder die beiden Seiten unterschrieben sind, beschäftigte am den Straßenbahnern, welche wegen der Eigenthümlichkeit dieser Aufforderung zum Gebrauch werde bestraft. Redner zeigt durch Dienstag Abend eine zahlreich besuchte Formerversammlung in Berufsbranche mit großen Schwierigkeiten verbunden war. Der Ernäheres Eingehen auf einige politische Stämpfe, wie zuletzt immer Raabe's Salon, Kolbergerstraße. Plath führte aus: Was die folg dieser Arbeit ist nicht ausgeblieben und sind im Laufe des ver- die Gewalthaber ihren Frieden mit den Unterdrückten schließen müſſen. augenblickliche Lage der Former anbetreffe, so habe es den An- gangenen Jahres dem Verbande 1019 neue Mitglieder beigetreten. Zur Vorbereitung des Sieges aber gehöre Organisation. Warum find es schein, als sollen die Beschlüsse der Arbeitsnachweis- Konferenz" der Gegenwärtig beträgt die Mitgliederzahl der Verwaltungsstelle fragt Redner, statt der 300 oder 400 Mitglieder, die der hiesige Fabrikanten in Leipzig jezt auf das stritteste durchgeführt werden, 1250 Mann. Um das zahlreichere Ausscheiden der ge- Verein ausweise, nicht deren 3000? Der Deutsche habe gewiß indem„ Agitatoren" und" Unbotmäßige" mit der Hungerpeitsche zur wonnenen Mitglieder zu verhindern, ist ein Systent in Durch- Tugende und Vortheile, aber er müsse sagen, so bescheiden und so Raison gebracht werden müssen. Ihm, Plath, sei vor Kurzem ein führung begriffen, wonach die Beiträge direkt in den schwer beweglich sei sobald kein zweites Volt. Nicht genüge es, zur Schein zur Arbeit ausgehändigt worden; im Bureau der Kühne- Wohnungen der Mitglieder tafsirt werden. Soweit durchgeführt, hat Zeit der Wahlen sich hervorholen zu lassen zur Abgabe des Stimmzettels, männer jedoch, an welches er sich wenden mußte, habe man ihm dieses System bereits gute Erfolge gezeitigt. Laut Bericht des nein, durch immerwährende praktische Mitarbeit erfülle man seine die Bestätigung zur Arbeit verweigert. Am Gewerbegericht, an das Saffirers wurden im legten Quartal 3060,02 M. eingenommen Pflicht. Zum Schluß erinnert Redner darau, auch am heutigen Tage des er fich wandte, wurde ihm die Mittheilung, daß hier wohl faum etivas und 2755,45 M. ausgegeben. Der Jahresbericht stellt sich recht Vertreters des Streises, Genossen Stadthagen, zu gedenken, der nicht zu machen sei", jedoch möge er sich noch einmal schriftlich an das Gericht erfreulich. Hier betrugen die Einnahmen 10 725,13 M., die Aus- etwa wegen unehrenhafter Handlungen, wohl aber für sein Einwenden, was auch geschehen ist. Eine Antwort ist bis heute nicht gaben 10 420,56 M. Unter den Einnahmen find 29 091 Wochen- treten für die Rechte des Volkes im Gefängniß fize. Ihr Ein erfolgt. Bei Beendigung des legten Streits bei der Firnta Gru- beiträge à 20 Pf.= 5818,20 W. und außerdem 8804 Extras reip. verständniß mit den gemachten Ausführungen zeigte die Bernauer vor dem Gewerbegericht das als Einigungsamt fungirte Agitationsbeiträge in Summe von 496,60 M. zu verzeichnen. An sammlung, die, wie bemerkt werden muß, von sehr viel Gegnern wurde seitens der Unternehmer die Erklärung abgegeben, daß die Hauptfaffe fonnten 4544,90 2. abgeliefert werden. Für Unter- besucht war, durch den äußerst lebhaft gespendeten Beifall am Maßregelungen nicht stattfinden und daß für poröse Gußstücken, so- stützungen aus der Ortskasse wurden 1131,80 m. aus Schlusse des Vortrages. Eine begreifliche Erregung bemächtigte fern der Former an deren Poröfität schuldlos ist, der Lohn gegeben. Der Bestand der Ortskaffe beträgt 304,57 M. Dem fich der Versammlung, als der Vorsitzende bekannt gab, bezahlt werden soll. Nunmehr hat man eine Tattit einge Stassirer wurden 50 M. Mantogeld bewilligt. Der Bericht über daß, wie ihm mitgetheilt sei, für heute Abend die Polizeistumde für schlagen, die mit der Maßregelung vollauf fich deckt. Wohl den Arbeitsnachweis im vierten Quartal ergab folgendes das betreffende Lotal auf 10 1hr festgesetzt sei. War schon vorher werden poröse Gußstücke bezahlt, doch werden diejenigen, die Bes Resultat: Gemeldet wurden 238 Stellen, davon direkt durch Chefs der agitatorische Zweck der Versammlung vollkommen erreicht, so zahlung verlangen, in der Regel entlassen. Redner resumirt, daß 226, durch Kollegen 12. Der Branche nach wurden verlangt: forgte die Behörde durch diese Maßnahme in ganz auffälliger Weise mehr denn je allerfeits für eine kräftige Organisation gesorgt werden 105 Kutscher, 82 Hausdiener, 19 Kohlenarbeiter und 31 Laufburschen. dafür, daß die Begeisterung für die Organisation und deren Bestrebungen müsse, wolle man das Errungene und seit Jahren Vertheidigte Besetzt wurden für fest 74, zur Aushilfe 31 Stellen. 93 Stellen eine anhaltende und dauernde bleibt. Außerdem gelangte noch eine von nicht durch einen Gewaltstreich der Fabrikanten mit einem Male fonnten nicht befeßt werden, weil passende Kräfte fehlten. Bei Bajewaldt eingebrachte, gegen den Lokal Anzeiger" gerichtete berlieren. Die animirte Diskussion, an der sich ein 34 Stellen war der Lohn zu niedrig. Bei den besetzten Stellen be- tesolution zur einstimmigen Annahme. Die Arbeiter Weißensee's großer Theil der Anwesenden betheiligte, legte dafür Zeugniß trug der Höchstlohn 24 M., der niedrigste 15 M., der Durchschnitts- werden dafür sorgen, daß dieser Beschluß in die That umab, daß die Arbeits- und Lohnverhältnisse für Former in lohn betrug 19,34 M., die Arbeitszeit im Höchstfalle 173/4 Stunden; gefegt wird. Nach einem begeistert aufgenommenen Hoch auf die u letzter Zeit sich bedeutend verschlechtert haben, so daß ein plan- im niedrigsten Falle neun Stunden; Durchschnitts Arbeitszeit Sozialdemokratie und nachdem die Arbeiter- Gesangvereine zwei des mäßiges Vorgehen für Abschaffung der Mißstände absolut angezeigt 14/3 Stunden. Bei 34 besetzten Stellen wurde Sonntagsarbeit bis Tages entsprechende Gefänge aufgeführt, hatte das Fest sein Ende erscheine. Eine umfangreiche Debatte entspann sich über" Die zu fünf Stunden verlangt. Dem Zentralvorstand wurde die bisDifferenzen bei der Firma Wolter, Müllerstraße 13. herige Ortsverwaltung zur weiteren Bestätigung vorgeschlagen resp. Arbeiter Bildungsschule. Freitags: Gefchichte( Geschichte vom Seitens der Kommission, die mit dem Fabrikanten verhandelte, wird durch Schiele als 11. Bevollmächtigten, Werner als Kajfirer 16. Jahrhundert bis auf die Jektzeit, mit besonderer Berücksichtigung des berichtet, daß es sich um eine Aussperrung nicht handele, vielmehr und Schertel als Bezirkskassirer ergänzt. Zu Revisoren geistigen Lebens). Echriftsteller Dr. Rudolph Steiner. um indirekte Maßregelung. Für ein poröses Gußstück wurde am wurden Fuchs, Werthmann und Neumann gewählt. Berliner Kranfen Unterstützungs- und Begräbniß- Verein für Sonnabend von vier Formern Bezahlung verlangt, nachdem In den Zentralvorstand wurden als 2. Vorsitzender Möbeltransport Frauen und Mädchen, gegr. 1892. Jeden Freitag, Abends 7 Uhr, der Meister eine diesbezügliche Frage an Betreffende ge- Arbeiter Bachmann, ferner Karl Schulz, öfelbarth und Bablabend bei Mehrwald, Alte Jakobstr. 54/55. Neue Mitglieder werden richtet. Kurz nachdem kam die Erklärung seitens der Firma, daß Kiesche als Beisiger deleğirt. Als Revisoren der Hauptkasse Zentral- Kranken und Sterbekaffe der deutschen Wagenbauer nichts bezahlt werde, worauf in einer Sigung die Kollegen der fungiren Aug. Meyer, Streitner und Wolf. Hoffmann Berlin 4. Sonntag, den 29. Jannar, Vormittags 9%, Uhr, Manteuffelbetreffenden Firma sich dahin aussprachen, bei Nichtbezahlung des bringt noch die Aussperrung der Buchdrucker im Berlinerl straße 47, bei Liewaldi: Mitglieder- Versammlung. Todes- Anzeige. Am Mittwoch früh verstarb plötzlich mein lieber Mann, der Tischler Ernst Skaliks. Achtung! Maurer.all " Achtung! Die Beerdigung findet Sonntag, den Montag, den 30. Januar, Abends 8 Uhr, in Keller's Festfälen, Koppenstr. 29: 29. d. M., Nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Gethsemane- Kirchhofs ( Nieder- Schönhausen) aus statt.[ 280b Die trauernde Wittwe und Sohn. Die Festsäle und der Garten werben vom 1. April 1899 wieder an Große daselbst aufgenommen. Zentralverband der Zimmerer Zahlstelle Berlin. 02 Sonntag, den 29. Januar 1899, Vormittag3 10 Uhr: Versammlung Maurer- Versammlung für Westen, Süd- Westen und Schöneberg der Filialen Berlins und Umgegend. im Königshof", Bülowstraße Tages- Ordnung: 1. Wie ist es möglich in unserem Beruf, für Berlin und die Vororte fefte Lohn- und Arbeits- Bedingungen zu erzielen, mit besonderer Berüc Kameraden. Die Wichtigkeit der Tagesordnung erfordert das Erscheinen aller 254/3 Der Vorstand. Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht und Abrechnung über unsere Lohnbewegung im fichtigung der örtlichen Verhältnisse. Referent: H. Kube. 2. Disfuffion. Gewerkschaften, Gesang, Theater: Jahre 1898. 2. Neuwahl der Lohnkommission. und Vergnügungs: Vereine unter Die Wichtigkeit der Tagesordnung gebietet es, daß alle Kollegen, welche ein Interesse an unserer foulanten Bedingungen zu Festlich: Lohnbewegung haben, vollzählig zu dieser Versammlung zur Stelle sind. Die gedruckte Abrechnung wird dort an feiten vergeben. Rechtzeitige Meldungen die Kollegen vertheilt. 136/4 erwartet Julius Wernau, 6328*] Gastwirth, Schwedterstr. 23/24. Die Lohnkommission. I. A: W. Fritzsch. Achtung! Genossinnen und Genossen! Sonntag, den 29. Jannar, Abends 6 Uhr, im Kösliner Hof", Röslinerstr. 8: Deutscher Holzarbeiter- Berband Heute Freitag, Abends 8 Uhr, bei Cohn, Beuthstraße 20-21: Sitzung der Ortsverwaltung. Oeffentl. Versammlung. T.- O.: Vortrag des Reichstags- Abgeordnetent Emil Rosenow über: NB. In den Gauvorstand find gewählt die Kollegen Stusche, Der Kampf der Frau um ihre wirthschaftliche und soziale Befreiung. Marienfeld, Güth, Mohs und Mothes. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein. Um zahlreiches Erscheinen, besonders der Frauen, ersucht Die Vertrauensperson. Sonnabend, den 28. Januar, Abends 82 Uhr, bei Möhring( Märkischer Hof), Admiralstraße 18e: 1/7 Branchen- Versammlung der Musikinstrumenten- Arbeiter. Bentral- Krankenkasse der Maurer 2. Tages- Ordnung: ,, Grundstein zur Einigkeit".( Verwaltungsstelle Berlin.) Beuthstraße 20: Zentral- Kranken- u. Sterbetasse der Tischler u. Fingeſchr. Hilfslaffe Nr. 3, Hamburg) Filiale Berlin C. Sonntag, den 29. Januar, Vor mittags 10 Uhr, im Lokal Werner, Bülowstraße 59: Mitglieder- Versammlung Tagesordnung: Schyia's Familien- Restaurant Dresdenerstr. 111.[ 2736 Jeden Abend. Unterhaltungsmusit. 3wei Vereinszimmer zu vergeben. Achtung! Vereine. Zwei Simmer, 20 u. 40 Personen faffend, empfiehlt Ernst Lier, 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1898. Alte Jakobstraße 119. 2. Verschiedene Kassenangelegenheiten. * Die Mitglieder werden ersucht, zahl: Schnitzel à fb. 1 M., prima reich zu erscheinen. 182/1 Die Ortsverwaltung. Zentral- Kranken- n. Sterbe1. Jahresbericht der Kommission und Neuwahl derfelben. 2. Branden. Sonntag, 29. Januar, Vorm. 10 Uhr, in Cohn's Festfälen( gr. Saal), tane der Tischler zc. Angelegenheit und Verschiedenes. 77/1 Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Die Schuldentilgungs- Marken werden an diesem Abend in der Versammlung, nicht bei Zubeil, ausgegeben. Achtung! Einsetzer. Sonntag, den 29. Januar, Vormittags 10 Uhr, bei Zube Lindenstr. 106: Derlammlung. Tages Ordnung: V 1. Besprechung des Lohntarifs. 2. Verschiedenes. Ordentliche Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: [ 149/1 1. Rassen und Revisionsbericht vont 4. Quartal 1898. 2. Wahl des ersten Bevollmächtigten, zweiten Rafsirers, ersten Schriftführers und eines Ohne Mitgliedsbuch keinen Zutritt. ( Oertliche Verwaltung Berlin F.) Montag, den 30. Jannar, Abends Rückenfett à Pfd. 60 Pf., Liesen à Pfd. 50 Pf.[ 1306* C. Schubert, Prinzenstr. 25. gespickt 3 M. Hafen, blutfrische 2,50 M. Hirschfleischt 0. Pf. Kaninchen, 8 Uhr, im Lokal von Neumann, Gänse, Hühner, Enten, Tauben billigst, Brunnenſtr. 150. Revisors. 3. Etwaige Beschwerden gegen die Verwaltung. 4. Berichtedenes Mitglieder- Versammlung. Die Verwaltung. I. A.: Wilh. Garbe. Zentral- Krankenkasse der Buchbinder Verwaltungsstelle Berlin. Es ist Pflicht jedes Verbandsmitgliedes, welches als Einsetzer arbeitet, Sonnabend, den 28. Janucr., Abends 8½ 11hr, in Feuerstein's zu erscheinen. Zähne 2 M. Die Ortsverwaltung. 10 Jahre Garantie. Vollkommen schmerzloses Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Thellzahl. wöchentl. 1 M. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 22. Sprechst. 9-7: 123/9 Salon, Alte Jakobstr. 75: Haupt- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Raffen und Kontrollbericht. 2. Mittheilung. 3. Verschiedenes. Die Ortsverwaltung. Tages Ordnung: Dresdenerstraße 61. A. Ritschl, ib. Geflügelhöl. Masken- Garderobe gr. Auswahl, folide Preise, empfiehlt Stenzel, Rottbuser Damm 8. Der Arbeiter- Stenographen- Verein 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1898. 2. Verschiedenes. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß die Zahlstelle von Märker, Bergstraße 10, nach Bergstraße 60 Stolze( Einigungssystem) bei Silgenfeld verlegt worden ist. Mitgliedsbuch legitimirt. 183/1 Die Ortsverwaltung. eröffnet neue Unterrichtsturse in der Bereinfachten deutsch. Stenographic" ( Syst. Stolze- Schrey) ant Montag, den 6. Februar, bei Gleinert, Müllerstr. 7a, am Dienstag, den 7. Februar, inc Ich warne hiermit jedermann, meiner Frau auf meinen Namen etwas zu borgen. Julius Sobozinski. Louisenstädt. Clubhaus, Annenstr. 16, Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Wublikum gegenüber keinerfei Verantwortung. Thrater. Freitag, 27. Januar. Schauspielhaus. Prinz Friedrich Volks- Theater Urania im Welt- Restaurant Tanbenstrasse 48/19. Im Theater: Arbeiter- Bildungsschule. Dresdener: Strakes 97. Sonntag, 29. Januar 1899, Abends 7 Uhr, im ,, Mess- Palast", Dir: A. Kollg. Art. Leiter: A. Runge Täglich: Große Gala: Svezialitäten und Vortrag Theater Das Land der Fjorde. Neu!* Gügenbrüder. Neu! Im Hörsaal: von Homburg. Anfang 7 Uhr. Dr. Hellborn: Das Erwerbsleben Pofie mit Gefang von Friz Waldau Deutsches. Die drei Reiherfedern. Anfang 72 Uhr. Leffing. Im weißen Rößt. Anfang 72 11hr. der Naturvölker. ( Völkerkunde IV) Invalidenstr. 57/62: Verliner. König Heinrich. Anfang Tagl. Sternwarte. 7 Uhr. Rejidenz. Der Schlafwagen: Ron: trolleur. Borher: Zum Einsiedler. Anfang 72 Uhr. Neues. Hofgunst. Aufang 7 Uhr. Metropol. Die fleinen Michu's. Hierauf: Die Engelsjäger. AuTang 7 1hr. Schiller. Safemann's Töchter. Anfang 8 Uhr. Weiten. Die Hugenotten. Anfang 7 Uhr. Sentral. Die Buppe. Auf. 71/2 Uhr. Thalia. Schiddebold's Engel. An fang 7 Uhr. Luijen. Ums liebe Geld. Anfang 8 1hr. Behe Alliance. Der Schlagbaum. Anfang 8 1hr. Oftend. Der Brandstifter. Anfang 8 1hr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Onkel Toms Hütte oder: Silaven: leben in Amerita. Anfang 8 Uhr. Alexanderplay. Berliner Mädel. Anfang 8 1hr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Täglich geöffnet von 10 Uhr Vormittags ab. Gintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr:„ Das Land der Fiorde". Invalidenstraße 57/62. Täglich Abends von 5-10 1hr: Steru warte, Operntelephon. Passage- Panopticum. 2 Im Kaisersaal nur noch wenige 792 Tage: Adrienne Gaston. Im Völkersaal stündlich: 40 Krieger od des Mahdi. Castan's Panopticum. A Die Mufit von Thiele. Stille Liebe mit Hindernissen. Origin. Posse mit Gejang v. Mylius. Sensationell! cufationell! Klown Bobby mit seinen wunderbar dress. Hunden. Sonntags 6 Uhr Ende 11 Uhr. anfang: Bochent. 8 Uhr. Alcazar- Theater Dresdenerstr.52/ 53.City- Passage. Direktion: Richard Winkler. Nur noch wenige Aufführungen der hochlomischen Posse: Eine Sommerwohnung in Charlottenburg und des Liederspiels Bank- Tenfelchen! Aufang: Wochent. 7%, sr. Sonntage 61 Uhr. Entree: Wochentags 30 Pf. Sonntags 40 Pf. Vorzugsbillets haben Giltigkeit. SIOUX- Mähr's Theater INDIANER sind da! 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Boltsstück mit Gesang und Tanz in 4 Aften von Johannes Eißner. Musit vou Frik Krause. Sonnabend, Nachmittags 3 Uhr: 14. Schüler- Vorstellung u besonders ermäßigten Preisen: Maria Stuart. Abends 8 Uhr: Zum Besten des unter dem Brotektorat Sr. Maj. des Kaisers stehenden Nationaldantes für Veteranen: Die bezähmte Widerspänstige. Central Thrater Direttion: José Ferenczy. Jubel- Ouverture bon Carl Maria von Weber. Hierauf zum 21. Male: Die Puppe( La Poupée) Operette in 3 Aften und einem Vorspiel von Ordonneau und Sturgeß. Musik von Ed. Audran. Kouplets von Alfred Bender. Anfang 72 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Olympia- Theater Karlstr.( Circus Renz) Karlstr. Grosse Jubel- Fest- Vorstellung. Abends 8 Uhr: Mene Tekel. Jeden Sonntag Nachut. 3½½ Uhr: Dornröschen. Halbe Preise. 1 Kind frei. Morgen, Sonnabend: II. Gr. Maskenball. Beginn der Spezialitäten- Saison amt 1. Februar, u. A. Gastspiel Joseph Strohschneider. Die Bauſen finden nach dem veiten Circus Renz- Riesen- Tunnel. und dritten Bilde statt." Morgen und folgende Tage: Die Puppe( La Poupée). Sonntag Nachmittag 3 Uhr zu halben Kaffenpreisen: Die Fleder: maus. Musit von Johann Strauß. Metropol- Theater. Behrenstr. 55/57. Dir. Rich. Schultz. 8um 32. Male: Die kleinen Michu's. Operette in 3 Aften v. André Messager. Hierauf: Die Engelsjäger. Tanzpoëm in 14 Bildern von H. Regel und J. Bayer. Morgen und folgende Tage: Die Kleinen Michn's und Die Engels: jäger. CIRCUS BUSCH Freitag, den 27. Januar 1899, Abends 72 Uhr: Parade- Gala- Vorstellung. Bum 73. Male: PERSIEN. Besonders hervorzuheben: Ritt über die hundert Fuss hohe Burgmauer. Außerdent: Quadrille aus der Zeit Friedrich des Großen, geritten von 4 Damen und 4 Herren mit 8 Schul pferden. Dir. Busch mit seinen neuen Fretheitsdreffuren. Riesen- Potpourri ber edelsten, schönsten und bestdress. Direftion: J. M. Hutt, Täglich: Konzert- u. SpezialitätenVorstellung. Sonnabend, den 28. 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