Ur. 26. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Prets pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. Nummer mit illustrirter Sonntagss Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft Beitungss Breislifte für 1899 unter Br. 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich anker Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 16. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonels geile oder beren Raum 40 Pfg.. für polttische und gewerkschaftliche Bereinsund Bersammlungs- Anzeigen, fomie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, nr. 1508. Telegramm Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Dienstag, den 31. Januar 1899. " Die bescheidenen Agrarier! nahm! Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. antwortlich halten. Von der Zeit seines dritten Parlaments an war er sein eigener Premierminister." " hat es noch nicht für nöthig gehalten, über den im vorigen Ist der Arbeiter ein Sklave? Jahre festgesetten Plan" hinauszugehen- und so lag kein Das war die Frage, welche in der Montags- Sigung des Grund zu parlamentarischen Kämpfen vor. Den unglücklichen Die erwähnte Petition des Rechts, zu der Karl I. sich Reichstags zur Debatte tam. Singer hatte bei der Be- Versuch des Königs Stumm, eine Sozialistendebatte und rathung des Marine- Etats zwei geradezu unerhörte„ Tages Orte behandelt. Erwähnenswerth sind nur noch die Dar- große Urkunde der englischen Freiheiten. Sie führte das unSozialistentödtung zu veranstalten, haben wir an anderem verstehen mußte, ist neben der„ magna charta" die zweite befehle" von Ober- Werftdirektoren zur Verlesung gebracht; deren einer die Werftarbeiter vor der letzten Reichstagswahl legungen Moltenbuhr's über die zum Theil elenden bedingte Geldbewilligungsrecht des Parlaments ein, sie unterin aufforderte, gegen den sozialdemokratischen Reichstagstandidaten ohnverhältnisse und über das Spikelwesen in den Werften, fagte die willkürliche Einterferung einer Person, außer im in Danzig zu stimmen, und deren anderer die Werftarbeiter bei welcher Gelegenheit auch die Thaten des Stumm'schen geordneten Rechtswege, und nahm dem König die Befugniß, das Volk unter ein Kriegsgericht zu stellen. in Wilhelmshaven, welche mit ihren Steuern im Rüd- Musterarbeiters Lorenzen zur Sprache kamen. Die getreue Achtung dieser Petition des Rechts" hätte stande sind, mit Entlassung bedrohte. jogar Karl vor dem Schaffot bewahrt. Aber Treulosigkeit war Der Staatssekretär des Reichs- Marine- Amts, Admiral wie Macaulay sagt die Hauptursache seiner Mißgeschicke. Tirpik, stand nicht an, beide Tagesbefehle, wenn auch in Belches Geschrei haben nicht unsere armen Nothleidenden" bei Er ward in Wahrheit durch eine unheilbare Neigung zu milder Form, zu mißbilligen; und er theilte auch mit, daß der jedesmaligen Berathung des landwirthschaftlichen Etats im finsteren und krummen Wegen getrieben... Er scheint von er dem Verfasser des ersten Ukas, den Ober- Werftdirektor Abgeordnetenhause in früheren Jahren angeſtimmt! Wie herz- den Theologen, die er am meisten achtete, gelernt zu haben, von Danzig, Herrn v. Wietersheim, seine Mißbilligung zerreißend flang ihr Gejammer und Gezeter über den Niedergang daß er, selbst wenn er wolle, sich seiner despotischen Autorität ausgedrückt habe. der Landwirthschaft, über zu niedrige Kornpreise, zu billiges Fleisch, nicht entkleiden könne, und daß in jedem Versprechen, das cr Für uns Sozialdemokraten war mit der Erklärung des über die Goldwährung und all die sonstigen Fragen, die ein echtes mache, ein stillschweigender Vorbehalt liege, wonach ein obersten Marinebeamten die Sache erledigt. Junkergemüth in beständiger Aufregung erhalten! Und wie still Nicht so für die Vertreter des Prozenthums und der find sie im Gegensatz dazu bei der diesmaligen Debatte, folches Versprechen im Falle der Noth gebrochen werden fapitalistisch- junterlichen Selbstherrlichkeit. Herr v. Stumm die heute ihren Anfang nahm! Zwar haben sie auch fönnte, während über das Vorhandensein des Nothfalles er erhob sich grollend gegen den obersten Marinebeamten, wie jetzt noch manchen Wunsch, der noch nicht erfüllt ist, aber allein der Richter sei." So handelte er in Allem der von ihm beschworenen Verer sich, unter ähnlichen Umständen, meist gegen dessen Vor- Bundesmitgliede den Rücken kehrte und den Sigungssaal verließ, fassung entgegen. Er schrieb Steuern aus, ohne die Gegänger v. Hollmann erhoben hatte. Der Arbeitgeber, so find vorbei. Heute ist Regierung und Agrarierthum nehmigung des Parlaments nachzusuchen, er erhob die Willkür verkündete der Zar von Saarabien, hat allerdings das Recht, ein Herz und eine Seele, und dieses innige Verhältniß zum Recht, und versuchte, das Volk unter die Diktatur des ja er hat die Pflicht, seinen" Arbeitern bei Wahlen einen vermag selbst Herr v. d. Gröben- Arenstein nicht zu triben. Militarismus zu stellen, indem er auf die Schaffung eines. Rath" zu geben, sich um ihre politischen Anschauungen zu Der einzige konservative Redner, der zum Landwirthschafts- Etat fümmern, auch ihr Privatleben zu überwachen, und vor das Wort ergriff, Frhr. v. Erffa, polemifirte hauptsächlich gegen stehenden Heeres ausging, um die Herrschaft der Reaktion im allem hat der Arbeitgeber das Recht und die Pflicht, Sozial die Freifimigen, denen gegenüber er das Vorhandensein einer Innern zu erobern und zu behaupten. und verlangte im übrigen im Interesse der Durch diese verrätherische Politik beranlaßte er jene demokraten, welche die Grundlagen des Staats und der Ge- uderindustriellen Rückkehr zu der Wiaterialsteuer, da eine wachsende Erbitterung im Wolke, die schließlich zum Aufstand sellschaft zerstören wollen, aus der Arbeit zu entlassen. In internationale Abschaffung der Prämien doch nicht zu erwarten und zur furchtbaren Rache führte. Insonderheit waren es Bezug auf lekteren Punkt namentlich fand Herr v. Stumm fei. Das Einzige, was er der Regierung vorwarf, war die Ein- die Justiz frevet, die sich dann wider ihn selbst kehrten. einen würdigen Helfershelfer in dem konservativen enfant bringung der Kanalvorlage, die der Landwirthschaft noch Die Sternfammer, der politische, und die hohe terrible: Graf v. StIindowström, der an seiner neulichen mehr Leute entziehen würde. Aus der Erwiderung des Land Kommission, der religiöse Gerichtshof, übten im Namen Blamage bei Vertretung des Antrages gegen Veröffentlichung wirthschaftsministers Frhrn. v. Hammerstein ist hervorzuheben, des Königs eine Schreckensherrschaft, deren Macht nur durch von Geheimerlassen nicht genug hatte und sich durchaus daß er im Gegensatz zu der Aenßerung des Echassekretärs im noch eine Blamage holen wollte. Daß, wie Singer die Herren Reichstage die unserer Zuderindustrie von Amerika und überhaupt ihre Schamlosigkeit übertroffen wurde. „ Befreit von der parlamentarischen Kontrolle entfalteten fic Stumm und Kindowström belehrte, die Entziehung des Arbeits- vom Auslande drohende Gefahr als eine akute bezeichnete und erklärte, er würde, falls die Vereinbarungen zur allgemeinen Abeine Raubsucht, eine Gewaltthätigkeit, cine boshafte Energic, rechts die Entziehung des Rechts". Steuern zu zahlen und schaffung der Prämien scheitern follten, was jedoch nicht wahrschein Thre welche früheren Zeitaltern unbekannt gewesen waren. Soldat zu werden, zur logischen Konsequenz haben würde, lich sei, vor einer Her absezung der Stonsumstener nicht Dienstfertigkeit setzte die Regierung in den Stand, schrankenlos das war jedem im Reichstage flar, jedem, mit Ausnahme zurückschreden. Geldstrafen aufzulegen, einzuferfern, an den Pranger zu stellen Ein besonderer Rath war dem Gesch der Herren Schlot- und Krautjunker. Doch die Klinckowströmund zu verstümmeln. Die Kosten der Debatte trugen diesmal hauptsächlich die zum Troß, durch einen bloßen Aft königlicher Prärogative, mit fajt Stumm'sche Anschauung ist so grotest, so anti- diluvianisch, 3entrumsagrarier, die zwei Redner, den Grafen Strach grenzenloser Gewalt über die nördlichen Grafschaften aus daß es genügt, sie einfach anzunageln. Wollten die Herren wiz und den Freiherrn v. Eynatten, vorichidten. Ersterer gerüstet. Arbeitgeber und wollte das Reich als Arbeitgeber nach forderte eine Revision der Handelsverträge, die Aufhebung der Sonderlaften der Landwirthschaft und erhöhten Schuß für die diesem Grundsatze handeln, dann gäbe es bald kein Reich deutsche Viehzucht, während Testerer zur Beseitigung des Arbeiter- Das Gejez wurde zum Henker und der Militarismus wurde mehr und keinen Arbeitgeber im Reich. Hier ist der Progen- mangels auf dem Lande die Serabjegung der Schul- als Wehr und Waffen für die Erzesse despotischer Selbstherrhochmuth zum Proßen wahnsinn geworden. pflicht von 14 auf 13 Jahre verlangte. Sonst betheiligten fich lichkeit auserschen und ausgerüstet. an der Debatte die Abgg. Dr. Crüger( frs. Vp.), v. Sanden ( natl.) und Ehlers( fr. g.). gegen Die Sternfamumer trieb Politif, in dem sie Recht sprach. Esoterisches. Nur ein Wort über den Grundgedanken, der dieser Die Hinrichtung des Königs, der nur einmal würde Stumm- Klindotström'schen Anschauung zu Grunde liegt. Das Verhältniß des Arbeiters zum Arbeitgeber wird von uns Der Berathung des Etats der landwirthschaftlichen Verwaltung zeigte, damals, als er sich unter das Beil legte, war die häufig als Lohnsflaverei bezeichnet und nicht mit Unrecht; denn ging die Berathung des Domänenetats voran. Hierbei kam es Nemesis des zertretenen Rechts. der Mensch, welcher zu einem Mitmenschen in dem Ver- gelegentlich der Etatsforderung von 500 000 Mart für Arbeiterwohnungen zu einem interessanten Scharmüßel zwischen hältniß des Arbeitens um Lohn steht, ist von dem John- ben Junkern und dem Abg. Dr. Hirsch( fri. Vp.). Dieser regte zahlenden Mitmenschen abhängig. Allein zwischen unter Hinweis auf die mangelhaften Arbeiterwohnungen im Osten Wie ein hiesiges Blatt mittheilt, pflegt der Landrath des der 2ohn sklaverei und der persönlichen Sklaverei, die Veranstaltung einer Enquete über ländliche Artreises Wanzleben, Herr v. Koze, ein Vetter des in den wie sie im Alterthume bestand und als Neger beiterwohnungen an und erregte dadurch den Unwillen der letzten Jahren so viel genannten Koze, in seinem Kaisersklaverei sich bis in die neueste Zeit erhalten hat, ist der sehr Herren Gamp, Frhr. von Erffa, Szmula und anderer geburtstags- Toast persönliche Erinnerungen und Erlebnisse aus wesentliche Unterschied, daß der persönliche Sflave ganz und Junker, die die Wohnungen ihrer Arbeiter als wahrhaft paradiesisch dem verflossenen Jahre zu verflechten. So auch diesmal. mit feiner ganzen Person seinem„ Herrn" gehört, in schilderten und eine Enquete für überflüssig erklärten. Man weiß, Herr v. Stoke plaudert folgende Esoterika, d. h. eigentlich nur allem seinem Denken und Thun von ihm abhängig ist, für Eingeweihte bestimmte Dinge aus: während der Lohnstlave nur für eine bestimmte Zeit und nur in Bezug auf die Arbeit, welche er um Lohn verrichten hat, bom Lohnherrn abhängig, im übrigen aber ein freier Mann ist. Daß es mit dieser Freiheit" seinen Haken hat, daß politische und soziale Freiheit Am 30. Januar vor 250 Jahren fiel das Haupt des mit ökonomischer Abhängigkeit sich nicht verträgt, durch sie Königs Karl I. von England. Nachdem sein Heer im Bürgeraufs Schwerste beeinträchtigt wird das wissen wir allerdings, frieg, Berufsfoldaten von begeisterten Milizen, und haben es in unserem Programm mit Schärfe betont. besiegt, wurde er von einem revolutionären Tribunal als Aber gesetzlich hat kein Arbeitgeber das Recht, sich Tyrann, Verräther, Mörder und Staatsfeind verurtheilt und außerhalb des Arbeitsverhältnisses guin Herrn hingerichtet. aut warum. Morgen: Fortsetzung der Etatsberathung. Eine chriftliche Revolution. der " Guillotine des Arbeiters aufzuwerfen, und das allgemeine Das Volk jubelte und Gottes Gnade" wurde amtlich Stimmrecht hat, indem es dem Arbeiter das gepriesen für die Wiederherstellung der Freiheit. Der Despot, gleiche Stimmrecht im Staat giebt wie dem Arbeitgeber, der Wortbrüchige, der Papist wurde durch den Ansturm der die politische Gleichheit beider und damit die frommen Puritaner zerschmettert, die in strenger Selbstzucht politische Unabhängigkeit des Arbeiters ihrem Gotte dienten, die beteten und tödteten. Und aus dem bom Arbeitgeber anerkannt. Die Anschauung der Blut wuchs in Wahrheit die unbezwingliche englische BürgerStumm- Klindowström, welche darauf hinausläuft, den Arbeiter freiheit heran. Wie anderthalb Jahrhunderte später ein zum Sklaven zu machen, steht also nicht blos mit der König im Namen Vernunft der modernen Kultur im Widerspruch, sondern auch ausgeliefert wurde, so so ward ward hier hier im Namen des mit dem Gesetz und der Verfassung. Sie ist denn rechten Glaubens der Tod eines Monarchen gefordert. auch gestern von allen Parteien des Reichstags, mit Aus- leber das persönliche Verschulden Karls I. urtheilt der nahme der reaktionären Schlot- und Krautjunker, nachdrück- große liberale Historiker Englands, Macaulay: lich zurückgewiesen worden, und Freiherr von Stumm ist dem Gelächter des deutschen Reichstages verfallen für den Zar von Saarabien vielleicht die härteste Strafe.Politische Ueberlicht. Berlin, den 30. Januar. Der Reichstag erledigte heute den ganzen Etat der Reichs- Marine. Eine Marine Debatte gab es nicht. Die Budgetkommission hatte am Etat nichts Wesentliches geändert, die Regierung " Nach seinen Informationen sei die Ausweisungspolitit des Herrn v. Stöller, die straffe Haltung der Regierung gegenüber den Anmaßungen des Polenthums und die bisherige Nichtbestätigung des Berliner Oberbürgermeisters auf die eigenste Jnitiative des Kaisers zurückzuführen. In lekterer Sache sei es überhaupt wahrscheinlich, daß der neue Oberbürgermeister der Reichshauptstadt nicht bestätigt werden würde, da die bekannten Beschlüsse der freifinnigen Stadt vertretung über die Ehrung der Märzgefallenen den Kaiser. fehr verstimmt hätten und diese den Hauptgrund für die berzögerte Bestätigung bildeten." Spätes Geständniß. Bisher pflegten die Konservativen über Verläumbing zu zetern, wenn wir ihnen vorwarfen, daß die ganze gewaltige Sozialreform nichts als ein Mittel des Stimmen fangs gewefen fei. Man pochte auf das gute Herz, das sozial politische Gewissen und die christliche Gesinnung. Jetzt beichtet mun die Kreuz- Zeitung", deren Wochenschauer also schreibt: Die Sozialdemokratie wird dadurch( die Sozialreform) nicht schwächer, sondern immer stärker, und eben das hat die Kou. servativen veranlaßt, ihrem ursprünglichen sozialreformatorischen Eifer Zügel anzulegen, insoweit es sich dabei um die ausschließliche Berücksichtigung von Forderungen des Arbeiterstandes im engeren Sinne handelt. Manche englische Könige hatten gelegentlich verfassungswidrige Afte begangen, aber feiner hatte jemals systematisch versucht, sich zu einem Despoten zu machen und das Parlament zu einem Nichts Die Sozialreform war also nur ein Schaufenster. zurückzuführen. Das aber war das Ziel, das sich Karl ganz Anreißer, um einem bankrotten Geschäft Kunden zu ködern deutlich vorstedte. Vom März 1629 bis zum April 1640 wurden und sie dem gegenüber aufblühenden Riesenbetrieb wegzuschnappen. die Häuser nicht zusammenberufen.. Es ist bewiesen durch Die Kunden tamen nicht, fie liefen in ihrer Verblendung immer das Zeugniß der eifrigsten Anhänger des Königs, daß während noch dem glücklicheren Nachbar zu, und jetzt zieht das solide Handdieses Theils seiner Regierung die Bestimmungen der Betition wert" die kostspieligen Dekorationen ein und verlangt, was billiger des Rechts von ihm nicht blos gelegentlich, fondern fortwährend ist, lieber Ausnahmegesetze gegen die„ volsverwüstende" Sonkurrenz. und systematisch verlegt worden sind; daß ein großer Theil des Die Politit des unlauteren Wettbewerbes hat sich bei den Konserso geben sie sich nicht mehr die Mühe, Einkommens ohne irgend eine gesetzliche Ermächtigung erhoben wurde vativen nicht rentirt und daß der Regierung mißliebig gewordene Personen Jahre lang im geriffen" zu sein und begnügen sich mit der brutalen Gewalt, die Sterfer schmachteten, ohne jemals porgeladen zu werden, um vor nicht einmal den Scharfsinn erfordert, den man zur Ausübung eines einem Gerichtshofe sich zu vertheidigen. Für diese Dinge Boltsbetruges immerhin bedarf. muß die Geschichte den König persönlich ver 川 Deutsches Reich. Doch von Gottes Gnaden. Des Kaisers Geburtstag ist auch in Lippe gefeiert worden, obwohl des Graf- Negenten Landesvaterschaft, wie bekannt, start ants gefochten worden ist. Der Biesterfelder hat der Nat.- 8tg." zufolge folgende Rede gehalten: " Ich habe Sie auch in diesem Jahre zur Feier des Geburtstages Sr. Majestät des deutschen Staisers an festlicher Tafel um mich vereinigt. Es ist für mich selbstverständlich, daß persön Tiche Erfahrungen noch so schmerzlicher Art, wie solche mir das legtverfloffene Jahr gebracht hat und wie sie zu nicinem tiefsten Bedauern auch der Oeffentlichkeit preisgegeben worden find, tommen. den Fehlern und Vergehen ihrer Vorgänger ziehen müßten? Jeder Der Entivurf ist ein echt agrarisch tleinbürgerliches staatliche Mißstand, jedes schlechte Gesez könnte auf Grund dieser Erzeugniß aller Feindseligkeit gegen Handel und Industrie. falschen Maxime verewigt werden. Keine Sophistit, am aller- Die Gewerbesteuer soll in eine Normalanlage und in wenigsten die durchsichtige eines Höflings, tann dagegen auf eine Betriebsanlage zerfallen. Für die Bemessung der Betriebsanlage sollen als Anhaltspunkte dienen: a) Die Zahl Die Frage: was dann werden würde, wenn das Zentrum der in einem Gewerbe verwendeten Gehilfen und Arbeiter; gegen das Hauptquantum der neuen Militärvorlage stimmen b) die Menge des Verbrauchs oder der Erzeugnisse; c) die Zahl und würde, und wenn diese mitsammit bereits bestehenden, auf Art der Waaren und Einrichtungen des Betriebes, der Maschinen zc. Grund des Gesetzes Gesetzes von 1893 geschaffenen Formationen Gewerbliche Unternehmungen von außergewöhnlicher dadurch zu Boden fallen würde, kümmert von rechtlichen Ausdehnung sind mit einer nach dem Geschäftsund christlichen und selbst vom politischen Standpunkte umfange steigenden Normalanlage zu belegen, welche das Zentrum gar nicht. Hier heißt es auch: da sich unter Hinzurechnung der Betriebsanlage nicht unter 1/2 pét." Du zu, Du Reichsregierung, Du fervilistischer Reichstagsmischmasch, und nicht über 3 pt. des Geschäftsumfahes betragen soll. der Du gegen den Willen und gegen das Wohl, gegen Diese Ansnahmebestimmung( Umsatzsteuer), welche der Ausschuß in das Intereffe des deutschen Boltes das Quin die Vorlage der Regierung hineingebracht hat, soll Waarenhäuser, quenmats- Militärgefeß von 1893 mit seinen übergroßen Forde- Großmagazine, Abzahlungs-, Versteigerungs- und Versandtgeschäfte rungen und mit seiner Verachtung des Reichstags- Budgetrechts treffen. Für Geschäftshäuser mit mehreren Berkaufsstellen soll eine geschaffen hast! Der Militarismus muß eben aller- Berstärkung der Normalanlage für jede einzelne Verkaufsstelle, wege mit berfelben Rüdsichtslosigkeit bekämpft erfolgen. und mattgesezt werden, mit welcher er das Bedenkt man, daß die Gemeinde- und Kreissteuern nach dem ErLand auspowert, das Recht erdrüdt und den trage der direkten Staatssteuern bemessen werden, so ist vorauszusehen, bürgerlichen Rechtsstaat tuinitt."-ol daß die Umsatzsteuer sich bis zu 8 pet. erhöhen wird. Im Ausschuß Regierung eine Dentschrift zugegangen. Sie enthält die einschlagenden Ueber die bedingte Begnadigung ist dem Reichstag von der ist offen ausgesprochen worden, daß man die großen Waarenhäuser vernichten wolle. Bestimmungen, die in den einzelnen größeren Staaten des Reiches schiedene große Juduſtriebetriebe mit der Abficht umgehen, ihre Die geplante Steuerbelastung ist thatsächlich derartig, daß vererlassen find, ferner die zahlenmäßigen Ergebnisse, zu welchen die Betriebe außerhalb Bayerns zu verlegen. Jedenfalls würde die en die Anwendung dieser Borschriften geführt hat, und ein kurzes Resumee, industrielle Entwidlung ungemein gehemmt werden, wenn diese das dies Zahlenmaterial beleuchtet. Steuerreform Gesegestraft erlangt. Ausland. anvertraut. Ein. und nimmermehr einen Einfluß ausüben tönnen auf das frendige Bekenntniß meiner Trene zu Kaiser und Reich. Reichsverdrossenheit und partikularistische Unterströmungen haben in meinem Hause und Herzen keine Stätte! In allen Schwierigkeiten und Kämpfen, welche meiner Regierung bereitet werden, bewahre ich ein festes, ruhiges Vertrauen auf Gott, pflichtgemäßes Festhalten an meinem Recht und unerschütterlichen Glauben an feinen Sieg. Ob dieses Recht noch durch einen Att der Landesgefeggebung ausdrücklich zu deklariren sei, ist für mich eine Sorge rein landesväterlicher Art. So wünschenswerth und erfprießlich es auch wohl für die endliche Beruhigung meines Landes erscheinen dürfte, das, was längst in demselben als das Recht meines Hauses erlaint und bezeugt ist, gesetzlich festzulegen, so wenig bedarf meine Familie eines solchen gefeggeberischen Attes. Unser Recht bon Gottes Gnaden steht auch ohne dies absolut fest und hat nach meinem Vertrauen seine stärkste Garantie im Bestande des Ein erster preußischer Gemeindebeamten- Tag, der von Deutschen Reiches selbst. Soweit dieses Recht einer Anerkennung zirka 800 Delegirten besucht war, hat am Sonntag in Berlin stattdurch menschliche Autoritäten bedurfte, ist ihm solche reichlich zu gefunden. Man tam zu teinem rechten Beschluß, weil die Ansichten theil geworden. Völlig erschöpfend schon in dem hohen Schieds- über das von der Regierung geplante Gemeindebeamten- Geſetz Der Staatsstreich gegen die Nevifion. Paris, 29. Januar. spruche von 1897! Zugleich denke ich mit tiefer Ergriffenheit in auseinandergingen. Deswegen begnügte man sich damit, den diesem Augenblick unseres heimgegangenen großen Bismard, der Verbandsvorstand zu ermächtigen, eine Petition an den Landtag Das Ministerium Dupuy hat nun den Rekord der seit mir wiederholt und gerade in den legten Jahren seine feste Ueber auszuarbeiten, die die Wünsche der Gemeindebeamten bezüglich der fünfzehn Monaten getriebenen Staatsstreichs. Beugung von dem Rechte meines Hauses bestätigt hat. Endlich kann Austellung. Besoldung, Pensionirung und Relittenberechtigung der Wirthschaft geschlagen. Von allen Einrichtungen der fran ich mittheilen, daß erst vor wenigen Wochen noch eine der höchst- Gemeindebeamten farlegt. Vor allen Dingen soll darauf zösischen Republik war einzig die Kriminallammer des Staffations angesehenen deutschen Juristenfatultäten, die der Uni- hingewirkt werden, daß den Beamten der ordent hofes unversehrt auf dem Rechtsboden geblieben. Auch diejes letzte versität Leipzig, in einem ansführlich begründeten wiffen- liche Rechtsweg nicht abgeschnitten werde. Bollwerk des Rechts soll nim auf Befehl des Generalstabes ger trümmert werden! schaftlichen Gutachten ihre einmüthige Rechtsüberzeugung dahin Das ist die Bedeutung des ministeriellen ausgesprochen hat, daß jede Anfechtung des Rechts meiner Söhne bericht zu, in welchem die Regierung um die Vorlegung eines neuen fämmlichen Kammern des Kaffationshofes Dem Landtage von Braunschweig ging der Justizkommissions- Gesezentwurfes, der die Entscheidung über die Revision auf die Thronfolge im Fürstenthum Lippe aus mehreren Gründen Wahlgefeßes ersucht wird, bafirend auf dem geheimen, in- Gelegenheitsgesez, ein Gesetz ad hoc mit rüdwirtender Kraft, die zu verwerfen sei, von denen jeder für sich start genug wäre, diefe diretten Dreitlassen- Wahlsystem. Stadt- und Landgemeinden sollen Veränderung der Zusammensetzung eines Gerichts Berwerfung allein zu tragen. Die Verwirklichung dieses von jo je fünfzehn, geistliche, landwirthschaftliche, gewerbliche und wissen mitten in einem schwebenden Prozeß, ein Aus vielen und hohen menschlichen Autoritäten anerkannten Rechtes schaftliche Berufsstände zusammen achtzehn Abgeordnete wählen.uah megericht zweds Abänderung des bon lege ich getrost in Gottes Hand. Sollte mir aber auch die er hoffte Freude nicht mehr beschieden sein, seine allge Aufhebung von Beamtenkautionen. Dem Landesausschus Generalstabe befürchteten Urtheils- furz, Alles, meine Anerkennung selbst zu erleben, so wird mich für Elsaß- Lothringen ist der Entwurf eines Gesezes, betreffend die was fehr felten, selbst in Bürgerkriegs Beiten vorlam, ist im das nicht abhalten, mit voller landesväterlicher Liebe der Aufhebung der Die dittatorischen oder Rautionspflicht der Landesministeriellen Gefeßentwurf enthalten. Regierung meines Landes zu walten und in der Bundes- beamten, zugegangen. Die geplante Maßregel soll sich jedoch staatsstreichlerischen Ausnahmegerichte, einschließlich der bluttriefenden treue zu wetteifern mit allen Gliedern des Deutschen Reiches. nur auf solche Stautionen erstrecken, die zur Sicherheit des Staates gemischten Stommission" des Dezembermörders Napolon III., Wie ich hiernach alle Zeit meinem Volte ein Vorbild hingebender vorgeschrieben sind; unberührt bleibt die Verpflichtung der Landes- waren wenigstens nicht mitten in einem schwebenden Prozeß einVaterlandsliebe und unerschütterlicher Reichstreue zu sein wünsche, beamten zur Stautionsleistung, soweit dieselbe die Sicherstellung von gefegt. fo erhebe ich nunmehr das Glas und trinke auf das Wohl des Privaten, Gemeinden und öffentlichen Anstalten, ausschließlich oder Und die Begründung" des Staatsstreichs? Hat etiva die deutschen Kaisers, dessen Regierung Gott allezeit jegnen wolle. neben derjenigen des Staates bezivedt. Für diese Beamten kann an übrigens an fich ungefeßliche Untersuchung wegen der Klatschgeschichten Se. Majestät der deutsche Kaiser lebe hoch!" stelle der jetzigen Sautionsbestellung eine andere Form der Sicher- D. de Beaurepaire's gravirende Thatsachen gegen die KriminalOb diesmal der richtige„ Ton" getroffen ist? Jedenfalls ist der heitsleistung, insbesondere die lebernahme einer Gesammthaftung fammer zu Tage gefördert? Mit nichten! Das Gutachten des Ton diefer Rede eines Richtbestätigten" würdiger als etwa der, den durch eine Vereinigung von Beamten, zugelassen werden. Die ersten Präsidenten des gesammten Staffationshofes erklärt ausdrücklich der gedulderprobte Nicht- Oberbürgermeister von Berlin an dem bereits gestellten Kautionen haften für alle diejenigen Erfazansprüche, die vollkommene Ehrenhaftigkeit der Kriminaltanimer außer jedem gleichen Tage für nothwendig gehalten hat. Der Grafregent verzichtet, die vor dem durch das Ministerium zu bestimmenden Rüdgabetermin Berdacht". Es fügt aber trotzdem hinzu, es wäre, weise, das Urtheil wenn es durchaus nöthig ist, schließlich auch auf eine allgemeine bekannt geworden sind. nicht der Kriminalfammer allein zu überlassen!" Das offene Geheimnig dieser Weisheit" ist eben der diktatorische Wille des Generalstabes, die Anerkennung; er wird doch regieren. Herr Kirschner aber scheint von seinem guten Nechte weniger tief durchdrungen zu sein. Hoffnung des letzteren auf die klerikal- revolutionäre Mehrheit des gefammten Raffationshofes. Mehrere Generalstabsblätter plandern das weitere Geheimniß Das oftpreußische Defizit. Eine der wichtigsten Reformen", welche die Novelle zum Invaliden- Versicherungsgefes bringt, ist die aus, daß die Kriminalkammer jept offiziell disqualifizirt", daß folglich ihre bisherige Revisions Enquete null und Errichtung des Gemeinvermögens", wodurch die Anstalt in agrarischen nichtig fei. Dieselben Leiborgane der Fälscherbande betrachten Ladestheilen auf Kosten der industriellen unterstützt werden sollen. daher den Gesezentwurf blos als eine Abschlagszahlung und bes Besonders ist diese Art Theilerei- Jdee entstanden infolge des Defi gimen eine neue Stampagne für die Vernichtung der Revisions zits der ostpreußischen Versicherungsanstalt. Nun haben wir schon Dem Abgeordnetenhause ist der lang erwartete Entwurf eines Enquete. Erst dann wäre die Rettung des Generalftabés vollständig mogeleien im umfassendsten Maße betrieben worden sind, wie Staffen der Herztekammern zugegangen. Die wichtigsten Bestimmungen, der gesammten Enquete zu erfüllen. Der ebenso zynische wie ſtupide darauf hingewiesen, daß gerade in Ostpreußen die Steuer- Gejeges betr. die ärztlichen Ehrengerichte, das Umlagerecht und die gesichert. Aus demselben Grunde weigert sich der generalſtäblerische Justizminister, die Forderung der Kriminalfammer nach Veröffentlichung die neue Miquel'sche Statistik gezeigt hat. Im Regierungsbezirt die Ehrengerichte betreffend, lauten: Gumbinnen mußten 50,4 pct. mehr an Einkommensteuer bezahlt Für den Bezirk jeder Aerztekammer wird ein ärztliches Ehren- Hampelmann des Militärtlingels beruft sich dabei auf die Wahrung werden als deklarirt waren. Sollte, so meint die Köln. Voltsztg.", gericht, für den Umfang der Monarchie ein ärztlicher Ehrengerichtshof des Staatsgeheinmisses" und auf die zu großen Druckkoſten. zwischen dieser Thatsache und dem Umstande, daß von allen Ingebildet. Er möchte deshalb Auswahl unter den Zeugenaussagen getroffen validen Versicherungsanstalten die ostpreußische Die Zuständigkeit des Ehrengerichts erstreckt sich auf die sehen weitaus am schlechtesten steht, nicht auch ein 3ufam approbirten Aerzte mit Ausnahme 1, der beamteten Aerzte, 2. der Was das Parlament betrifft, so giebt es im Revisionsmenhang zu erkennen sein? Nach dem soeben mit Militär- und Marine- Aerzte, 3. der Militär- und Marine- Aerzte des lager Optimisten, die das Scheitern des Staatsstreichs wenigstens der Invalidengejeknovelle mitgetheilten Material wird die ost- Beurlaubtenstandes während ihrer Einziehung zur Dienstleistung. am Widerstand des Senats, wo nicht der Kammer, erivarten. preußische Invaliden- Versicherungsanstalt am 1. Januar 1900 eine Die der Zuständigkeit des Ehrengerichts nicht unterworfenen Aerzte Es ist wahr, die zwei zahlreicheren Senatsgruppen haben Unterbilanz von 10 288 500 m. haben, während alle benachbarten find bei den Wahlen für das Ehrengericht weder wahlberechtigt noch sich dieser Tage gegen einen ähnlichen von einem Senator einAnstalten immer noch eine Ueberbilanz haben, so Westpreußen wählbar. gebrachten Gejegentwurf ausgesprochen. Aber die Regierung selber 501 900 M., Posen 542 600 M., Pommern gar 5 844 100 m. Be Das Ehrengericht hat über Verstöße gegen die ärztliche Standes- hatte vor Kurzem ein Gelegenheitsgesetz dieser Act in einem Kammerkanntlich haben alle Anstalten Ueberbilang außer Ostpreußen und ehre und Mit einem Wort, es müßte mit Wundern zu gegen das Verhalten, welches der Beruf des ausschuß bekämpft. Niederbayern, welch letzteres aber am 1. Januar 1900 nur ein Arztes erfordert, zu entscheiden. Zu diesem Zwede hat das gehen, wenn die Kammer das Ministerium stürzen oder der Senat Defizit von 1 320 400 m. haben wird, also gegen Ostpreußen noch Ehrengericht die ehrengerichtliche Strafgewalt zu handhaben, 2. die in einen Stonflitt mit der Kantmer gerathen sollte in einer Frage, recht bescheiden. Es scheint daher in Ostpreußen manches nicht Beilegung von Streitigkeiten zu vermitteln, welche sich aus dem in welcher die Regierung den Willen des Generalstabes ausführt. in Ordnung zu sein. Zweifellos wird das Defizit von Ost- ärztlichen Berufsverhältnisse zwischen Aerzten oder zwischen einem preußen in den bevorstehenden Debatten fiber die Invalidengejez- Arzte und einer anderen Person ergeben. Bei Streitigkeiten zwischen England und Amerika. novelle eine hervorragende Rolle spielen. einem Arzte und einer anderen Person findet das chrengerichtliche Nach einer Depesche aus New- york fagte der frühere Ein Schutzgefeh für die kaufmännischen Angestellten soll Vermittelungsverfahren nur auf Antrag der letzteren statt." amerikanische Gesandte in Madrid, Woodford in einer Rede, die das Reichsamt des Innern soeben im Entwurf fertiggestellt haben. Das Ehrengericht besteht: 1. aus dem Vorsitzenden und drei er Sonnabend Abend im dortigen Army and navy Klub" hielt: Danach sollen die Angestellten in kaufmännischen Geschäften täglich Mitgliedern der Aerztekammer. Die Aerztekammer wählt die Als die Maine" in Habana in die Luft flog, war weder an Bord obligatorisch zehn Stunden ununterbrochene Ruhe zeit erhalten, legteren sowie drei Stellvertreter für sie für die Dauer ihrer Amts- der amerikanischen Kriegsschiffe noch in den Kriegsdepots Pulver mit jedem Geschütz zwei Schüsse zwei Schüsse abfeuern ferner eine Stunde Mittagspause, falls sie nicht im Geschäft effen. zeit und bestimmt die Reihenfolge, in welcher die Stellvertreter zu genug, Ausnahmen sollen nur bei der Sonntagsruhe zu Weihnachten, an den berufen sind; 2. aus einem von dem Vorstande der Aerztekammer für zu können. Er( Woodford) wurde daher beauftragt, alle Inventurtagen zc. zulässig fein. Vor allen Dingen follen aber auf Antrag die Daner feines Hauptamts gewählten richterlichen Mitgliede eines Mittel anzuwenden, einen Bruch zwei Monate lang dies nicht möglich von zwei Dritteln der Geschäftsinhaber einer Stadt die Kommunal- ordentlichen Gerichts, für welches zugleich ein richterlicher Stellvertreter zu verzögern; doch würde er behörden( also nicht die Ortspolizeibehörden) befugt sein, während der zu wählen ist. Das richterliche Mitglied des Ehrengerichts erhält, gemacht haben, ohne die unwandelbare loyale dessen Vertreter int Zeit von 8 Uhr Abends bis 6 1hr Vormittags oder während bestimmter neben einer Bergütung aus der Kasse der Aerztekammer, Tage- reundschaft Englands, Stunden dieser Zeit abfoluten Geschäftsschluß mit gleich gelder und Reisekosten für Dienstreifen nach den ihm in seinem Madrid eine europäische Roalition gegen Amerita zeitigem Verbot jeder Art von Feilbietung und des Hausirens in den Hauptamte zustehenden Säßen. Die Geschäfte des Ehrengerichts verhinderte. Sueipen anzuordnen. werden von den ärztlichen Mitgliedern unentgeltlich geführt; baare Woodford sagt uns hier nichts Neutes. Daß Amerika schon vor Auslagen werden ihnen jedoch erstattet; außerdem erhalten sie Tage- dem Krieg im Einverständniß mit England war, und daß seitens gelder und Reisekosten nach den von der Aerztekammer zu be- verschiedener europäischer Mächte, auch Deutschlands, eine Intervention zu Gunsten Spaniens geplant wurde, die an England stimmenden Säßen. scheitert, das war allen Politikern bekannt, die Augen haben, zu fehen, und Ohren, zu hören. = Ein rechtzeitiger Geschäftsschluß würde danach nur zu erreichen fein, wenn der größte Theil der Geschäftsinhaber mit einem solchen einverstanden ist und ihn beantragt. Diese Bestimmung könnte den Taufmännischen Angestellten die ihrerseits natürlich nicht über ihre Meinung betreffs des Geschäftsschluffes gefragt werden keine großen Hoffnungen erwecken. Im Uebrigen wollen wir uns eine Stritit aufsparen, bis der in Aussicht gestellte Entwurf selbst vor liegt. Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Der Hut macher Hugo Neumann aus Striegan in Schlesien, der sich in der Wirthschaft zur Silbernen Kanne in Nürnberg erlaubte. gelegentlich einer Erörterung über die Bielefelder Kaiserrede einige scharfe lich einer Grörterung über die Bielefelder Kaiserrede einige scharfe Bemerkungen über Wilhelm II. zu machen, wurde dafür vom Can gericht Nürnberg zu vier Monaten Gefängniß verurtheilt. Aerztliche Ehrengerichte. Die allgemeine Staatsaufiicht über den Geschäftsbetrieb des Ehrengerichts führt der Oberpräsident. Jm ehrengerichtlichen Strafverfahren wird derselbe durch einen von ihm dauernd oder für den einzelnen Fall bestellten Beauftragten vertreten. " " " Am nämlichen Tage, wo Wooford in Amerika dieses Zeugniß für die englisch amerikanische Freundschaft abgab, hielt in England Ein Arzt, welcher die Pflichten feines Berufs verlegt oder sich( Birmingham) der Stolonialminister Chamberlain eine Rede, it durch sein Berhalten der Achtung und des Vertrauens umvirdig welcher er die Sympathien Englands für Amerika betonte, und Zentrum und Militärforderungen. Redne rund Preffe der zeigt, welche ber ärztliche Beruf erfordert, hat die ehrengerichtliche emphatisch erklärte:" Die Briten der ganzen Welt sind Zentrumspartei begründen ihre bewilligungs lustige Haltung mit der Bestrafung verwirkt. von denselben Bestrebungen befeelt und bahnen Behauptung, das Zentrum als politische Partei könne sich den Die ehrengerichtlichen Strafen sind: 1. Warnung, 2. Verweis, der größeren größeren Vereinigung den Beg, elche. Konsequenzen des Militärgesetzes von 1893 nicht entziehen, 3. Geldstrafe bis zu 3000 M., 4. auf Zeit beschränkte oder dauernde wie ich glaube, schon der praktischen Bolitit angehört." obwohl dieses gegen seinen Widerspruch zu stande gekommen sei. Es Entziehung des attiven oder passiven Wahlrechts zur Aerztekammer. Herr Chamberlain, dem Großbritannien nicht groß genug liegt auf der Hand, daß das weiter nichts als ein ganz haltloser Beriveis, Geldstrafe und Entziehung des Wahlrechts tömmen gleich ist, der seit Jahren eifrigst für das Größere Britannien Vorwand ist, der die volksfeindliche Politit der regierenden Partei" zeitig ausgesprochen werden. In besonders geeigneten Fällen eintritt. das heißt, die enge Verschmelzung Engbeschönigen soll. Der Aachener, Voltsfreund" will diese Argumentirung tann auf Veröffentlichung der ehrengerichtlichen Entscheidung erfannt Lands mit all seinen Kolonien, hat also jetzt schon an auffeinen Fall gelten laffen. Er meint, eine politische Partei dürfeniemals werben. dem Größeren Britannien nicht mehr genug, und will ein AII= den Konsequenzen der schlechten oder aus irgend einem Grunde verwerf- Ist gegen einen Arzt wegen einer strafbaren Handlung die britannien( Panbritannien), welches das Größere lichen Handlung eines Anderen zustimmen. Das ultramontane Blatt öffentliche Silage erhoben oder das Verfahren auf Zurücknahme der Britannien mitsammt den Vereinigten Staaten schreibt u. A.: Approbation eingeleitet, so ist während der Dauer jenes Verfahrens umfaßt. Diejenigen, welche 1893 die Militärvorlage betrieben, und wegen der nämlichen Thatsachen das ehrengerichtliche Verfahren Das wäre allerdings ein Weltreich, wie die Welt nach keines diejenigen, welche im Reichstage dieselbe annahmen, bleiben nicht zu eröffnen und das eröffnete auszusetzen. Wird nach Er- gesehen. allein für dieselbe verantwortlich; stimmte damals, und das öffnung oder Aussegung des ehrengerichtlichen Verfahrens die war der Fall, die Zentrumsfraktion in ihrer ganz überwältigenden Approbation des Angeschuldigten dauernd zurüdgenommen, so ist Mehrheit gegen diefelbe, so hat dieselbe das Recht und auch das ehrengerichtliche Verfahren einzustellen. die Pflicht, jezt ebenso gegen alle Folgen derselben anzu gehen und zu stimmen, dann um so mehr, wenn die neue Vorlage noch weit stärkere Belastungen auferlegen und Kosten verursachen wird als die frühere. Das ist logisch, das ist eine unabweisbare München, 29. Januar 1899. Konsequenz des unerbittlichen, christlichen Gesezes. Wohin follte es Der Steuerausschuß der Abgeordnetenkammer hat nun auch den auch führen, wenn die Nachfolger immer die Konsequenzen aus Entwurf einer Gewerbesteuer in zweiter Lesung verabschiedet. Bayerische Gewerbesteuer- Reform. Frankreich. Paris, 28. Januar. Die Vertagung des Prozesses HenryReinach hat der Generalstabspartei das Spiel verdorben. In diesem Augenblid wäre der Prozeß eine Komödie gewesen. Dennt erstens ist die Enquete des Kassationshofes über die Dreyfus- Revision noch nicht abgeschloffen eine Enquete, deren Ergebniß das wichtigste Beweismaterial gegen Henry liefern muß. Und zweitens hat die Regierung den als Zeugen vorgeladenen Militärs und Zivilbeamten mit dem Amtsgeheimniß" widerrechtlich den Mund geschlossen. Aus diesen Gründen hat Reinach im Interesse des Wahrheitsbeweises die Vertagung durchfeßen müffen. Gs war ein Kampf zwischen dem Wertheidiger Labori und dem Gerichtshof, ähnlich wie in den Bola- Prozessen. So viel und so wichtiges seitdem geschehen ist, die Richter stehen nach wie vor im Dienſte des verbrecherischen Militärklüngels. Sie wollten um jeden Preis die Gerichtspoffe sofort aufführen, die ohne jeden Vortheil für die Ermittelung der Wahrheit mit Reinach's Verurtheilung und folglich mit der Reinwaschung des Fälschers Henry vom Verdacht des Landesverraths enden würde. Und noch eine weitere Absicht wurde mit der fofortigen Gerichtsverhandlung verknüpft die Erzielung eines Geschtvorenen- Urtheils, welche der Entscheidung des Staffationshofes zuvorgekommen wäre. All diese„ patriotischen" Pläne sind nun vereitelt worden. Auch der chauvinistische Straßen- Radau um das Justizpalais mit der wohlwollenden Hilfe der Polizei hat nur einen Nachmittag die Volksmeimung" vorgestellt. Er ist auf spätere, das heißt für dessen Veranstalter schlimmere Zeiten vertagt, indem bis dahin der Kajsationshof volles Licht geschafft haben wird. Die Generalstabspresse tröstet sich über den Mißerfolg mit einent Triumph- Geschimpfe über die feige Flucht Reinach's". In Wirk lichkeit gehörte, wie Labori mit Recht sagte, ein gewisser Muth dazu, uni des Wahrheitsbeweises willen die Vertagung zu verlangen. Persönlich kann ja der Angeklagte so gut wie nichts von der Vertagung erhoffen. Die französischen Geschworenen sind noch erst zu finden, welche in diejen Zeitläuften dem verhaßten deutschen Juden" Reinach, dem Neffen des Barons Reinach von der Panama- Affäre, gegen den Generalstab Recht geben würden. abtreiberei steht hoch in Blüthe; Geistlichkeit und Polizei arbeiten sich hierbei in die Hand. Die Organisation hat Fortschritte gemacht, wenn auch noch manches zu wünschen übrig bleibt. Trotz aller Schwierigkeiten fomute in den früher für uns todten Wahlkreisen Bedum, Lippstadt und Hörter Anschluß gewonnen und der Grundstein zu einer Kreisorganisation gelegt werden. Dagegen gelang es nicht, im Kreise Baderborn eine Organisation zu schaffen. Die Parteigenossen, die fich dort der Agitation widmeten, verloren, infolge der gegnerischen Machinationen die Arbeit und mußten den Ort verlassen. Das Resultat der Reichstagswahl veranschaulicht folgende Tabelle: Abgegebene Stimmen Bunahme 611+ 26 165+223 2179+ 504 Name des Wahlkreises. 1898 1893 Sozialdemokr Stimmen 1898 1893 1898 23 127 23 788 333 380 47 15 599 17 798 637 16 221 15 626 388 17.052 14 586 2 683 16 657 15 004 2 931 25 245 21 629 7892 11 844 11 868 81 10 766 12 799 404 10 850 11 458 259 7123 Tecklenburg Münster Beckum. Minden Bielefeld. Herford Paderborn Warburg Lippstadt Lippe- Detmold Schaumburg- Lippe 6835 11 013 1 569 +1342 auch die Steinfeger durch einen Delegirten vertreten sein werden, sollen diese Anträge ebenfalls vorgelegt werden. In der Lederfabrik von Karplus u. Herzberger, Berlin, Prinzenallee 82, haben die Färber wegen Lohndifferenzen ihre Entlassung genommen. Der Verein ,, Arbeiterschuh", eine Gründung für katholische Arbeiter, giebt in feiner legten Generalversammlung die Mitglieder zahl auf 700 an. Wie es im Bericht heißt, hat der Verein die in ben Streit„ gerissenen" Mitglieder in derselben Höhe unterstützt als die gegnerischen Organisationen. Bis jetzt sind 5 Sektionen gebildet, und zwar die der Bauarbeiter, Holzarbeiter, Schneider, Schneiderinnen und verwandte Berufe, und Schlächter. Der Verein hatte eine Einnahme von 1243,65 M. und eine Ausgabe von 492,81 M. zu verzeichnen. Die Sektion der Bauarbeiter verfügte über eine Einnahme von 1340 M. und verausgabte 201,50 M. Deutsches Reich. In der Silberwaarenfabrik der Firma Paul Sandig in iegnig befinden sich die Arbeiter im Ausstand. Der Zuzug ist fernzuhalten. theaugti( com Die Parkettbodenleger in Dresden haben ben Unternehmern einen Lohntarif unterbreitet. Bei der Firma Heine sind bereits 5413+2479 Parkettbodenleger aus Leipzig herangezogen worden, um schnell ihre Arbeiten fertigzustellen. Wlan will so einer Lohnbewegung zuvor tommen. Es wird deshalb gebeten, den Zuzug fernzuhalten. 49+ 32 31 182+ 77 1 304 67 1287 Zur Lohnbewegung der Krefelder Weber. Die„ Nieders 12 956 1973 1 201+ 772 rheinische Voltstribüne schreibt: " Die Führer des christlichen Textilarbeiter Verbandes suchen mit allen Mitteln die streifenden Sammetweber in die Fabriken zu treiben. Schon in mehreren Versammlungen traten diefelben für Wiederaufnahme der Arbeit ein. Aber jedes Mal wurden die Anträge von den Webern einstimmig abgelehnt. Am Donnerstag Nachmittag fand wieder eine Versammlung statt, zu welcher der Bor sigende des christlichen Bergarbeiter- Berbaudes, August Brust, erschienen war. Zuerst wurde zu den Beschlüssen des Zentralvorstandes Stellung genommen. Paris, 29. Januar. Die Bonapartisten haben sich dieser Tage Der Agitationsbezirk|| 165 209| 164 640|| 18 818| 13 104+5714 im Nouveau- Theater" eine lärmende Demonstration geleistet, die In dem hannöverfchen Wahlkreise Meppen, der dem AgitationsBefürchtungen auf der einen Seite, Hoffnungen auf der anderen komitee noch zugewiesen worden war, ist die Zahl der sozialdemoSeite dahin erweckte, es könnte zu einer bonapartistischen Schild- kratischen Stimmen von 67 im Jahre 1893 auf 130 im Jahre 1898 erhebung kommen. In dem genannten Theater gelangte das Stüd gewachsen. Roi de Rome" zur Aufführung und es waren gegen 1500 Anhänger des Kaiserreichs anwesend, die bei den zahlreichen, im byzantinischen Geiste gehaltenen Stellen Bravo brüllten. Viel Bedeutung werden indeß die Kundgebungen nicht haben. Immerhin ist die Thatsache, daß die Imperialisten sich so dreift hervorwagen, ein Zeichen von den starten inneren Mirren. Dänemark. Ein fozialpolitischer Tag im dänischen Reichstag. Unsere Bruderpartei in Dänemark hat dem Foltething drei bedeutsame Anträge eingereicht, die zur ersten Berathung standen; 1. Staatsbeitrag für Unterstügungsfaffen für Arbeitsloje. 2. Einführung des Achtstunden- Arbeitstages. 3. Berathung der Arbeitszeit in den Bädereien. wiejen. Der Kaffenbericht des Agitations Komitees wies an Einnahme 5975,95 M. auf, darunter 8250 M. vom Parteivorstand. m. Die Ausgabe betrug 5900,50 M. Nur die Kreise Bielefeld- Wieden brüd und Herford- Halle bringen ihre Kosten selber auf. Das Parteiorgan, die Volkswacht", hat bedeutend an Abonnenten gewonnen. Polizeiliches, Gerichtliches ut. J. w. " Dieselben lauteten: a) Der Zentralvorstand bedauert den Ausbruch des allgemeinen Streits in der Sammetbranche; b) er erklärt, daß die einseitige Ausarbeitung der Lohnliste durch die Fabrikanten vom Standpunkt der gefunden Sozialpolitit ein großer Fehler war und Grund zu berechtigten Klagen giebt, ba thatsächlich zum großen Theil diese Lohnlifte eine Benachtheiligung der Arbeiter bedeutet; c) wenn auch der Grund zu dem gegenwärtigen Streit nicht als unberechtigt anertannt werden kann, so ist derselbe jedoch nach den augenblicklichen Verhältnissen nicht nur in der Konjunktur, sondern auch nach unseren Verbandsmitteln als höchst unklug zu bezeichnen; d) der Zentralvorstand erklärt sich deshalb zur Zeit gegen den Streit und weist die Mitglieder an, die Arbeit versuchsweise auf die neue Lohnliste aufzunehmen bis zum 1. Mai d. J. Zeigt dieselbe für unsere Mitglieder gegen die alte Lobuliste pro Wert dann einen Ausfall, so kann dieser aus der Verbandskasse auf Wunsch vergütet werden. Der Zentralvorstand beauftragt den Vorsitzenden, durch die Ausschußmitglieder eine Kommission wählen zu lassen, welche mit den Fabrikanten verhandelt; e) nach Ablauf dieser probeweisen Arbeitsfrist ist der Verband auf grund der objektiven und thatsächlichen Feststellungen und besserer materieller Verhältnisse in der Lage, nachdrücklich nnd erfolg reich vorzugehen. " Ueber diese Beschlüsse entspann sich eine lebhafte Debatte, darauf bor der wilden Profitjagd des Kapitalismus, dann ist der Folkething Redakteur des früheren Wählers" vom Schöffengericht zu brei bebingungsloses Aufnehmen der Arbeit hinzielen, läßt mit Sicher nicht zu haben." Türkei. der Parteigenosse Otto Krüger vom Chemniger Schöffen-Wegen Beleidigung des Hilbersdorfer Gemeinderaths wurde gericht zu 5 Tagen Haft verurtheilt. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Von den geistigen" Waffen des Zentrums. Man schreibt uns aus dem Rheinland: Vor etiva fechs Jahren wurde in Minden Gladbach ein fozialdemokratischer Volksverein ge. gründet. Er hatte unter der Unduldsamkeit der Zentrumspartei viel zu leiden. Die Gegner waren vor allem bedacht, ihm das Versammlungslokal abzutreiben. Als das in der ersten Zeit trot vieler Mühe nicht gelang, griffen die Erbpächter der christlichen Nächsten Unser Parteigenosse J. Jensen lieferte eine ausführliche liebe zur rohen Gewalt; eines Tages brangen fie in die Begründung der drei Anträge, ohne jedoch den Foltething für diese Sigung des Vereins ein und schließlich demolirten fie wichtigen fozialreformatorischen Fragen sonderlich erwärmen zu in dem Lokal, was ihnen unter die Hände tam. Endlich gelang es tönnen. Nur der Liberale G. Philipsen drüdte feine Sympathie auch, den Verein obdachlos zu machen. Und nun sorgten die Ultrafür den ersten Antrag aus; die Unterstügung im Falle der Arbeits- montanen mit all' der Macht, die ihnen in den meisten Orten des Tofigkeit sei eine Frage, die gelöst werden müsse. Er forderte zu- Rheinlandes zu Gebote steht, dafür, daß kein Wirth in der ganzen nächst eine ordentliche Statistik über die Frage der Arbeitslosigkeit, Stadt den Verein wieder aufnahm. Jezt hat der Volksverein ferner die Vergebung von öffentlichen Arbeiten an Arbeitslose, gezwungenermaßen feine gesammte Thätigkeit bis auf unbestimmte die Errichtung von offiziellen Arbeitsnachweise- Bureaus, auch hat er Beit fiftirt. nichts gegen Unterstüßungskaffen mit Staatszuschuß, nur müßten dieselben im Streit- und Aussperrungsfalle außer Betrieb treten. Jensen dankte für das Intereffe, das Philipsen dem Antrag er wurden, wie der Brandenburger Zeitung" aus Wittenberge ge 337 Exemplare des ,, Märkischen Volks Kalender8" wiesen. Mit seiner Bedingung für Streitfälle 2c. ist seine Bartei melbet wird, einem Barteigenossen bei der Vertheilung in dem Orte wurden dieselben einstimmig abgelehnt. Auch probeweise könne einverstanden, da dies eigentlich selbstverständlich sei, weil sonst die Groß- Berge vom Gendarm weggenommen, und zwar auf man die Liste nicht annehmen. Den Arbeitern wäre großes UnKaffen sofort zu Grunde gehen müßten. Eine Statistik sei durch die Grund einer Verfügung des Landraths in Perleberg, wonach der recht geschehen, und infolge dessen könnten sie nicht nach Fachbereine bereits geschaffen worden. Vertrieb des Kalenders vom Handel im Umherziehen ausgeschloffen ist. geben. Das christliche christliche Streitfomitee Streitfomitee hatte nun auf BeUeber die anderen Anträge fand gar keine Debatte statt. Da aber der Kalender nicht verkauft, sondern unentgeltlich abgegeben schluß des Zentralvorstandes an die vereinigten 13 SammetAlle drei Anträge wurden einem Ausschuß von 11 Mitgliedern über wird, so tommt diese Verfügung des Landraths gar nicht in Frage; fabrikanten eine Zuſchrift gerichtet betr. Unterhandlung über die Um fo lebhafter wurde die Debatte über ein paar winzige führer erklärt, daß er die Beschlagnahme aufrecht erhalte, bis die war die Zuſchrift abgegangen, Abends hatten fie schon von den dennoch hat der Amtsvorsteher Winterfeld in Neuhof dem Beschwerde Bedingungen zur event. Wiederaufnahme der Arbeit. Am 24. Januar Aenderungen, die zum Jagdgesez beantragt waren. Gutsbesißer Angelegenheit durch die Staatsanwaltschaft in Neu- Ruppin er- Herren Antwort. Und was schrieben die humanen Leutchen? Sie und Bauern traten um die Wette auf den Kampfplak. Writ allen ledigt sei. wären bereit, dem Ausschuß die neue Lohnliste zu erläutern, auch Stimmen gegen die der Gutsbefizer wurde beschlossen, die Rübenfelder der Bauern vor der Jagd zu schützen und die Hajenschonzeit zu verlängern. fchrieben: Bor Hunger gestürzt", hat der verantwortliche Redakteur in Berhandlungen über die Abänderung der neuen Lohnliſte. Also Ein polizeiliches Strafmandat wegen einer Notiz, fiber- betreffs der Wiederaufnahme der Arbeit zu verhandeln, aber nicht Die Parteien fielen auseinander und man stimmte ganz nach per- bes fönlichen Interessen! Mit Recht bemerkt unser dänisches Bruderorgan zahlen. Natürlich wird nichts daraus, denn für Preßvergehen ist christlichen Führer alles, um die Arbeiter in die Fabriken hineinzuWedrufs in Effen erhalten. Er soll 30 M. Strafe an der nicht gerüttelt werden. Natürlich versuchen nicht allein die in Bezug auf diesen Barlamentstag: Dafür intereffist sich der nicht die Polizei, sondern das Gericht zuständig. Follething, wenn es gilt, Rüben und Hasen zu schüßen; aber wenn treiben, sondern es werden auch allerhand Lügenberichte in die von Arbeiterschutz die Rede ist und von Schonzeit der Arbeitskraft-Wegen Beleidigung des Wertmeisters Herrmann in 8eitungen lanzirt, nur um die Arbeiter wantelmüthig zu machen." Altenburg wurde der Parteigenosse Sahnt als verantwortlicher Diese einmüthige Ablehnung aller Vorschläge, welche auf ein Wochen Gefängniß verurtheilt. heit die Schlußfolgerung zu, daß durch die neuen Lohnlisten die Arbeiter thatsächlich schwer geschädigt werden. Sonst wäre ein In Makedonien zeigt sich wieder eine lebhaftere antitürkische denen doch so fleißig die Kapitel vom Gehorsam und christlicher Widerstand, wie er sich hier in bem Streife der christlichen Arbeiter, Bewegung. Das Schicksal Kreta's ermuntert zu neuen Versuchen, die Bevölkerung von der türkischen Herrschaft zu befreien. Diefen Dukdung gelesen werden, einfach undenkbar. Beachtenswerth ist, Bestrebungen tritt jezt die russische Regierung entgegen, indem sie wie der chriftliche Verband in einem Aufruf zur Unterstüßung der in offiziellen ,, Stegierungsboten" ertlären läßt, daß Rußland und alle Streifenden die Situation selbst schildert. Es heißt in diesem anderen europäischen Mächte jede revolutionäre Erhebung streng Aufruf: mißbillige und für die Aufrechterhaltung der Anhe auf der BalkanWerthe Freunde! Mit der vollen Ueberzeugung, nur eine halbinsel eintreten werde. Der Regierungsbote" fordert die Maledoner auf, die Hoffnung festzuhalten, daß die türkische Re- verband der vereinigten Steinfeger( Pflasterer) und Berufsgenossen Euch alle, um in gedrängter Lage Eure schon oft erprobte OpferZum Schute der Arbeiter im Straßenbau wird der Zentral- ganz gerechte und durchaus wichtige Sache zu vertreten, wenden sich hiermit zirka 600 Mitglieder des christlichen Textilverbandes an gierung Reformen schaffen werde. Deutschlands bei den städtischen Behörden um den Erlaß von BeDa können die Makedonier allerdings lange warten und sſtimmungen vorstellig werden, welche in brei Anträgen präzisirt find. willigkeit in Anspruch zu nehmen. hoffen. Der erste Antrag betrifft den Schutz vor Ueberfahrenwerden durch deutendsten Sammifirmen Krefelds den hiesigen Sammetwebern eine Zum 15. Januar dieses Jahres wurde nämlich von 13 der beelektrische Straßenbahnwagen, und werden in demselben folgende Parlamentarisches. Forderungen gestellt: Durch Polizeiverordnung ist zu bestimmen, neue, ganz einseitig ausgearbeitete Lohnliste vorgelegt, welche nach daß die Führer elektrischer Straßenbahnwagen verpflichtet sind, an genauer Prüfung von der gesammten Arbeiterschaft in der vorDie Konfiftorialordnung von 1573. Der im Abgeordneten Stellen, wo das Straßenpflaster innerhalb oder in unmittelbarer gelegten Fassung als durchaus unannehmbar bezeichnet wurde, theils haufe eingegangene Antrag Langerhans lautet: Die auf dem Nähe der Geleise umgearbeitet oder reparirt wird oder dergleichen, wegen der bedeutenden Verluste vieler unserer Arbeitskollegen. Trok Märkischen Provinzialrecht, insbesondere der Visitations- und nur in langsamstem Tempo zu fahren, und zwar hat das Anziehen dieses allgemeinen Widerspruches der ganzen Arbeiterschaft wurde Sonfiftorialordnung des Kurfürsten Johann George von 1573( Mylius, der Bremse mindestens 50 Meter vor der Baustelle zu gens bis jetzt auch nicht die kleinste Aenderung der LohnBand I Abtheilung I Seite 278) und der Fleden, Dorf- und Acer- fchehen. Die Direktionen der Straßenbahnen sind verpflichtet, zeit zu vernünftigen Verhandlungen bereit war und es noch lifte zugestanden, obschon der christliche Verband jederordnung vom 16. Dezember 1702 beruhenden Verpflichtungen der den Wagenführern diese Bestimmung von Zeit zu Zeit in Erinnerung heute ist; vielmehr erging an uns alle die harte Aufforderung, ent bürgerlichen Gemeinden bezüglich der Bauten und Reparaturen zu bringen. Auf Streden mit stärkerer Frequenz oder in fehr engen weder diefe Liste unveröndert anzuerkennen, oder aber die Fabriken von Kirchen, Pfarr- und Küstergebäuden werden aufgehoben. Straßen sind etwaige Umpflasterungen oder Reparaturen des Pflasters Die bezüglichen zur Zeit bestehenden Verpflichtungen der bürgerlichen grundsäglich in die Zeit zu verlegen, in welcher der Betrieb ruht. zu verlassen." Gemeinden gehen auf die Kirchengemeinden über." Der zweite Antrag betrifft die Schaffung von Baubuden bei allen Arbeiten, welche voraussichtlich länger als eine Woche andauern, zum das Abgeordnetenhaus wie an das Herrenhaus eine Eingabe ge und der in Folge ungünstiger Witterung eintretenden vorüber und einzelne Personen dieses Beispiel möglichst nachahmen. Werthe und zum Schuße der Arbeiter während der Essenspausen richtet, die dahin geht, den§ 16 der Städte- Ordnung von 1853 au beseitigen, wonach bei den Gemeindewahlen die Haus befiber gehenden Arbeitspausen. Die Baubuden sollen Raum gewähren für Freunde, gedentet Eurer kämpfenden Brüder in Krefeld! Wer schnell das Recht haben, in jeder der drei Wahlabtheilungen die Hälfte ausreichend versehen, sowie heizbar sein und in der Zeit vom 1. Oktober fchaft angelegen sein, laffen, für die Unterſtügung der ausständigen fämmtliche beschäftigten Arbeiter, mit Fenstern, Tischen und Bänken gibt, doppelt giebt!" Wir wollen hinzufügen, mag es sich auch die übrige Arbeiterder Stadtverordneten Mandate zu besetzen. bis 15. April, sofern gearbeitet wird, auf Kosten der Unternehmer Weber zu sorgen, denn es gilt einer Arbeiterschaft Schutz und Rückhalt täglich geheizt werden. Ferner wird verlangt, daß in der Nähe für ausreichende Waschgelegenheiten zum Waschen der Hände Sorge zu gewähren, die mit einer hochmüthigen tapitalträftigen Untergetragen wird. Der dritte Antrag betrifft Bedürfniß- Anstalten. nehmerschaft zu kämpfen hat. Nach demselben soll jeder Straßenbau- Unternehmer die Pflicht straße 16, zu richten. Gelder find in Berlin an R. Millarg, Gewerkschaftsbureau, Annenhaben, mit Ausnahme bei sogenannten fliegenden Kolonnen straße 16, zu richten. auf jedem Straßenbau dafür zu sorgen, daß entweder auf der Ausland. Baustelle selbst ein den fittlichen und hygienischen Ansprüchen Mit der Riesen- Arbeitssperre im englischen Baugewerbe, entsprechender Abort( vielleicht nach Art der auf den Bauten die einige Blätter schon mit Sicherheit prophezeien zu dürfen der Berliner städtischen Wasserwerke befindlichen) vorhanden ist, oder glaubten, scheint es auch nichts zu werden. Das Baugewerbe steht daß durch verbindliches Abkommen mit benachbarten Grundbefizern augenblicklich in London und an anderen Orten Englands in vollster die Arbeiter berechtigt sein sollen, die entsprechenden Lokalitäten auf Blüthe. Die Löhne sind ziemlich hoch, und viele Meister zahlen den Grundstücken derselben zu benutzen, ohne daß ihnen, wie es jetzt noch Prämien, wenn sie nur genug Arbeiter bekommen können. der Fall ist, aus derartigen Gelegenheiten direkte oder indirette Unter diesen Umständen haben einige Zweigvereine der gut organiDas Agitationskomitee für das öftliche Westfalen und Untoften, z. B. in Gastwirthschaften durch Konsum von Gefirten Bauarbeiter sich etliche Uebertreibungen zu Schulden kommen beide Lippe hat im letzten Jahre eine sehr lebhafte Thätigkeit ent- tränken 2c. erwachsen. Die in den Anträgen 2 und 3 auf- lassen. So haben die Gipser von drei großen Firmen das Verlangen widelt. Außer der Vertheilung von 36 000 Broschüren war die Ver- gestellten Forderungen sollen in die Kontratte der Bauunter- gestellt, daß die Wertführer und Geschäftsleiter der Gewerkschaft beibreitung von mehr als 409 000 Flugblättern und 398 000 Stimm- nehmer aufgenommen werden, auch soll die zur Ausstellung treten, und haben, weil dem nicht Folge geleistet wurde, über die bezetteln zu beforgen. Weiter wurde, zur Unterſtüßung der Agitation, der Bau- Anmeldebescheinigung verpflichtete Behörde vor der Aus- treffenden Bauten und Werkstätten die Sperre verhängt. Der in der Zeit vom 21. Mai bis 25. Juni die Bielefelder Vollswacht" stellung dieser Bescheinigung durch Kontrolle an Ort und Stelle fich Schritt und mehr noch die Art, wie er ausgeführt an 150 Adressen versandt. Die Aufnahme unserer Genossen bei der davon zu überzeugen gehalten fein, daß den gestellten Anforderungen wurde, hat sehr viel böses Blut gemacht und die organisirten Agitation auf dem Lande war im Ganzen gut. Indessen sind auch entsprochen ist, auch soll die Baubehörde sich für die Dauer des Baufirmen haben es an Protesten gegen das Vorgehen der Arbeiter Fälle von fanatischer Berhezung vorgekommen. So wurden Biele- Kontraktes durch eine ständige Kontrolle von der Innehaltung dieser und Erklärungen ihrer Solidarität mit den gesperrten Firmen nicht felder Genossen auf einer Tour nach Verl- Ktamiz angefallen und Bestimmungen überzeugen. Dem am 20. März d. 3. in Berlin fehlen lassen. Sie haben auch in einer großen Versammlung in arg mißhandelt, auch zerbrach man ihnen die Fahrräder. Die Saal- zusammentretenden Kongreffe für Bauarbeiter- Schuß, auf welchem St. Martins Town Hall die Bildung eines Kampffonds beschlossen, Partei- Machrichten. In dem märkischen Dorfe Plögin wurde der Parteigenoffe Albert Behrend als Vertreter der dritten Klaffe in den Gemeinderath gewählt. Die Probe Nummer eines Partei- Organs für Görlig, der Probe- Nummer dreimal wöchentlich erscheinenden Görliger Voltszeitung", ist am Sonntag in einer Auflage von 15 000 Gremplaren unter der Bevölkerung der Oberlausit vertheilt worden. Das Blatt erscheint vom 1. Februar an zum Preise von monatlich 50 Bf.( ohne Bestellgeld). Die Expedition befindet sich in Görlig, Teichstr. 2. " " bereits 1000 M. zur Verfügung gestellt, wofür wir den wackeren Der Gewerkverein christlicher Bergarbeiter Deutschlands hat uns um den übermüthigen und herausfordernden" Ansprüchen der Arbeiter demokratischen Versammlungen diefelben Personen gefchen Das neueste Attentat auf die Unabhängigkeit der Justiz vor der französischen Kammer. Siderstand zu leisten. Indeß haben sie die Entscheidung, was zu hätten. Dem Bezirksausschuß in Magdeburg lagen die tbun, bis auf nächste Woche verschoben, wo in Bradford ein nationaler Bolizei- Aften vor. Der Bezirksausschus wies die Klage des Rongreß von Bau- Unternehmern stattfindet. In der Zwischenzeit Greiner ab, indem er auf Grund der Polizei- Akten und der Ausfindet in der Gewerkschaft der Gipser eine Urabstimmung fagen der drei Beamten die Versammlung vom 6. Februar 1898 Paris, 30. Januar. Der heute in der Deputirten darüber statt, ob das Vorgehen der betreffenden Zweigvereine für die Versammlung eines politischen Vereins tammer und im Senat zur Verhandlung fomniende Gesetzanerkannt werden soll oder nicht, und es ist nicht ausgeschlossen, er tlärte. Gr führte aus, der Verein habe zwvar feine Statuten entwurf betreffend die Aburtheilung von Revisionssachen durch daß die Mehrheit der Antworten verneinend ausfällt, und damit und sich auch sonst nicht nach außen kenntlich gemacht, er sei aber den ganzen Kassationshof hält die Bevölkerung in athemloser die ganze Frage der Arbeitssperre zu Boden fiele. Einflußreiche doch da und an seiner Spize stehe der Vertrauensmann Greiner. Spannung. Die Feinde der Revision billigen natürlich den EntGewerkschaftsführer hatten mit der Ansicht, daß dies das einzig Der Bezirksausschuß sprach dann weiter seine Ueberzeugung dahin schluß Dupuy's, der in der That weiter nichts bedeutet, als Richtige wäre, nicht hinterm Berge gehalten, und auch der Vorstand aus, daß die vom Kläger geleitete Sozialdemokratie in Aschersleben eine Stapitulation vor den Nationalisten und Generalstäblern, die der Gipsergewerkschaft scheint dieser Ansicht zu sein. Die Geivert: nur aus dem Grunde jede nach außen sich bemerkbar machende um jeden Preis die Revision verhindern möchten. Von der anderen schaft hätte die Sperre nicht zu fürchten, denn an ihre allgemeine Organisation zu vermeiden bestrebt sei, um nicht als politischer Seite wird mit Recht diese Maßnahme der Regierung als ein Durchführung wäre im Moment gar nicht zu denken, aber sie zieht Verein angesehen zu werden. Dieses scheinbar negative Ver- Attentat auf die Unabhängigkeit der Justiz bea vernünftigerweise auch andere Gesichtspunkte als die bloße Machtfrage halten ändere aber nichts am Wesen der Sache. Die zeichnet. in Betracht. äußeren Formen find gleichgiltig. Es genügt, daß sich Ueber die Kammerverhandlungen selbst liegen folgende Französische Streits im Dezember. Das Arbeitsamt ver- eine Mehrzahl von Menschen dauernd vereinigt hat, um auf telegraphische Meldungen vor: Lebret verlangte die Ueberweisung des Gesetzentwurfs an die zeichnet im Dezember 18 Streits mit 1365 Theilnehmern. In dieser öffentliche Angelegenheiten an einem Orte oder von ihm aus in Kammerkommission, die bereits mit der Prüfung ähnlicher Anträge Zahl find aber die einigen tausend Kolonialwaaren- Angestellten einem mehr oder weniger bestimmten Umkreise einzuwirken. nicht einbegriffen. Ebenso hatte das Arbeitsamt interlassen, die Gegen dieses Urtheil legte der Kläger die Berufung ein, zu betraut ist. Der Justizminister verlas sodann unter lautloser Stille Zahl der Theilnehmer des Massenstreits der Pariser Bauarbeiter deren Begründung er durch seinen Vertreter, R.-A. Dr. Heinemann im Saale den Motivenbericht zum Gefeßentwurf, in welchem betont ( September- Oftober) mitzurechnen. Es scheint also Methode in dem geltend machte, daß die Angaben der Polizeiverwaltung wird, daß es sich hier nicht um ein Gelegenheitsgesetz handele, feltsamen Verschweigen zu liegen... Im Dezember des vorlegten und die Aussagen der Beamten nur auf Vermuthung beruhten. Im sondern vielmehr um ein Gesez, welches eine Nothwendigkeit ge Jahres gab es 19 Streits mit blos 385 Theilnehmern. Von den Uebrigen wurde in der Berufungsbegründung, das prinzipiell Ver- worden sei und dazu dienen werde, eine allgemeine Beruhigung im 18 Streifs haben nur 4 sich mehr als auf einen Betrieb erstredt. fehlte der rechtlichen Auffassung des Bezirksausschusses eingehend Lande herbeizuführen.( Beifall im Zentrum. Murren auf der Ursachen der Streits: in 8 Fällen Kampf um Lohnerhöhung, in dargelegt und Bezug genommen auf die gegenseitigen Ausführungen äußersten Linken.) Berry sagte, die Kammer kenne die Gründe nicht, welche die 4 Fällen Abwehr gegen eine Lohnherabseßung, in je einem Fall ver- der höchsten Gerichte, insbesondere auch des Reichsgerichts, zulegt Regierung zur Einbringung der Vorlage veranlaßt hätten, deshalb spätete Lohnauszahlung, Kampf um Verkürzung der Arbeitszeit, noch in dem bekannten Urtheile Auer und Genoffen. Forderung der Entlassung ausländischer Erdarbeiter u. a. m. Aus= Die Polizeiverwaltung gab in ihrer Gegenerklärung zu, daß sei es nothwendig, daß die Ergebnisse der Untersuchung Mazeau's gang von 17 im Dezember und 1 vorher begonnenen Streit: den Versammlungen auch Leute beiwohnten, die nicht der Partei amtlich veröffentlicht würden.( Beifall.) Dupuy erwiderte, er 4 Erfolge, 7 Ausgleiche( darunter der Streit der Kolonialwaaren- angehörten. Dies fei aber nur zufällig und gelegentlich ge- wolle nicht, daß die Kammer in Unkenntniß der Sachlage ihre Er werde deshalb der schehen. Angestellten um Verkürzung der Arbeitszeit) und 7 Mißerfolge. Der erste Senat des Ober- Verwaltungs- Entscheidung treffe, er wolle Klarheit. gerichtes erkannte dahin, daß die Entscheidung des Kommission gleich in ihrer ersten Sigung die gesainmfen Aften der Bezirksausschusses in Magdeburg aufzuheben aufzuheben und die Untersuchung zustellen lassen.( Beifall.) Miller and warf der Auflösung der Versammlung für ungerecht- Regierung vor, daß sie den Gang der Justiz unterbreche. Daraus, Erhebungen bei den Schneidermeistern der Konfektions: fertigt au erklären sei. Präsident Perfius führte daß die Angelegenheit in die Hand der Kammer gelegt werde, folge, industrie werden gegenwärtig in Berlin von der Polizei an- begründend furz aus, es könne nicht aus dem von der daß es fünftighin unmöglich sein werde, der Beffentlichkeit etwas gestellt, und zwar nach der Richtung hin, ob die Meister während Polizeiverwaltung beigebrachten Beweismaterial entnommen werden, vorzuenthalten; man werde also Alles veröffentlichen müssen. des ganzen Jahres ohne Unterbrechung Arbeite- daß die Versammlung von 6. Februar 1898 eine Versammlung( Beifall auf der äußersten Linken.) rinnen beschäftigen und wie viele derselben. Wie eines Vereins gewesen sei, der bezwecke, politische Gegenstände in Nachdem noch mehrere Redner die Veriveisung des Gefeßentivurfs uns einer unserer Leser mittheilt, soll beabsichtigt sein, für die Versammlungen zu erörtern. Die Merkmale eines Vereins seien an die Spezialfommission bekämpft, wird zur Abstimmung gejenigen Meister, die nur eine geringe Zahl Arbeiterinnen und diese als gegeben nicht anzusehen. Das Nähere wird in der schriftlichen schritten. Die Ueberweisung des Gesezentwurfes an einen benur faisonweise beschäftigen, die Bundesrathsverordnung Urtheilsbegründung largelegt werden. sonderen Ausschuß wird mit 346 gegen 189 Stimmen ab= außer Kraft zu fezen. Dazu bemerkt unser Gewährsmann: gelehnt, somit ist der Gefeßentwurf an diejenige Kommission Ein Aufsehen erregendes Verfahren wegen Verleitung zum verwiesen, welche sich bereits mit ähnlichen Gesezentwürfen be= Das würde einer Aufhebung der Bundesrathsverordnung gleich- Verrath von Fabritgeheimnissen ist gegen den Direktor schäftigt hat. Zur Erklärung diene, daß durch diesen Gesezkommen, denn von 100 Meistern der Damenmäntel- Branche können sicher der Deutschen Gasglühlicht-( Auer-) Gesellschaft, Herrn Krüger ver- entwurf jedes Revisionsverfahren, nachdem es von 90 den Nachweis liefern, daß sie nur saisonweise Arbeiterinnen anlaßt worden. Herr Krüger wird beschuldigt, eine feiner Arbeite- Kriminalkammer untersucht, an die vereinigten drei Kammern beschäftigen; selbst große Betriebe haben in der sogenannten stillen rinnen veranlaßt zu haben, bei der chemischen Fabrik von Max des Kassationshofes überwiesen und dann erst einem bea Zeit entweder gar keine oder nur 1 oder 2 Arbeiterinnen in Be- Jasper in Bernau, die eine neue Erfindung zur Fabrikation stoß- sonderen Gerichtshofe zur Aburtheilung übergeben wird. Im Falle schäftigung, und zwar auf Stunden. Die Erhebungen werden übrigens nicht einmal in einwandsfreier fester Glühtörper gemacht hat, eine Stellung als Abbrennerin Dreyfus ist dies ein Kriegsgericht. In den Wandelgängen der anzunehmen, um, wie behauptet wird, die Herstellungsgeheim- Kammer herrschte über das Ergebniß der heutigen Sigung große Weise vorgenommen. Unser Gewährsmann schreibt: In der Werkstatt, wo ich als Bügler beschäftigt bin, sind zur ferner die Behauptung aufgestellt, daß die Arbeiterin dafür es so fortgeht, steuern wir mit Bolldampf zur nisse alsdann der Auer- Gesellschaft zu übermitteln. Es wird Erregung. Ein anwesender Advokat machte die Aeußerung:" Zeit 9 Arbeiterinnen thätig. Der Beamte tam Freitag Abend gegen eine besondere Belohnung erhalten habe. Der Beschuldigte Revolution." 6 Uhr revidiren. Statt zu fragen, wieviel Arbeiterinnen beschäftigt Die Deputirtentammer genehmigte im Fortgange der werden, zählte er einfach die zufällig anwesenden; es waren dies bestreitet diese Behauptungen entschieden. Die Eröffnung des Hauptmur 5. Also 5 Arbeiterinnen beschäftigen Sie? fragte er den Meister. berfahrens war ursprünglich vom Schöffengericht abgelehnt. Auf die Sigung das Budget des Innern und begann die Berathung des Ja! Haben sie immer Arbeit oder nur in der Saison? Die Ant- dagegen eingelegte Beschwerde alsdann aber vom Landgericht er- Kultusbudgets. Allard verlangt dessen Streichung. Der wort lautete: Natürlich nur in der Saison. Der Beamte schrieb fich öffnet worden. Die Angelegenheit wird bereits am 1. Februar vor Antrag Allard's wurde schließlich mit 335 gegen 188 Stimmen ab= wort lautete: Natürlich nur in der Saison. Der Beamte schrieb sich dem Schöffengericht verhandelt werden. Die Privatklägerin wird gelehnt und die Sitzung sodann aufgehoben. nun das Resultat in sein Buch und ging. In ähnlicher Weise werden vom Rechtsanwalt Dr. Lubszynski, der Privatbeklagte vom die Erhebungen wohl auch in anderen Betrieben vorgenommen werden. Justizrath Meyer vertreten sein. Für die Einführung der Seidenweberei in die Graf fchaft Glaz hat die Schweidnitzer Handelskammer einem Konfortium von Interessenten die Orte Reinerz und 2cwin empfohlen. Boziales. Herr August Scherl " der Wenn Paris, 30. Januar. Die Kommission der Deputirtenkammer, an welche die Vorlage betreffend den Kassationshof heute verwiesen wurde, wird morgen zusammentreten, den Justizminister Lebret hören und die Aktenstücke über die Enquete betr. den Kaſſationshof in Empfang nehmen. Mehrere Mitglieder der Kommiſſion wollen verlangen, daß die beschuldigten Justizbeamten von der Kommission verhört werden. Paris, 30. Januar. Miller and hat angekündigt, daß er bei der Berathung des Budgets eine Forderung auf Erhöhung der Kredite der Nationaldruckerei einbringen werde, weil der Justizminister für die Ablehnung der von der Kriminaltammer verlangten Drucklegung aller in der Revisions enquete abgegebenen Zeugenaussagen Ersparnißrücksichten geltend gemacht habe. Der frühere Mitinhaber des Theaters des Westens, der Kunstmaler Wilhelm Franz Dvorat, hatte sich gestern vor der ersten Strafkammer des Landgerichts II wegen einer ganzen Reihe Strafthaten zu verantworten. Die Anklage lautet auf Untreue, Der Entwurf des Statuts des Konsum, Bau- und unterschlagung, wiederholten Betrug und Arrest bruch. Sparvereins ,, Produktion" in Hamburg ist von einer zahlreich Die Verhaftung des Angeklagten, welche am 25. Mai v. J. erfolgte, besuchten Versammlung, die am 24. Januar in dem Schwaff'schen erregte im Bublifum Aufsehen, weniger bei denjenigen Personen, welche Lokale tagte, nach geringen Abänderungen einstimmig angenommen die Verhältnisse des Theaters des Westens und die Lebensweise des Anworden. Ein Antrag, die Bekanntmachungen des Vereins nur im geklagten kannten. Die Verfehlungen, die zur Erhebung der An" Hamburger Echo", nicht auch, wie es im Statutenentwurf bor- flage Veranlassung gegeben haben, sollen auf folgenden Thatsachen geschlagen war, in den bürgerlichen Blättern Hamburgischer beruhen: Am 13. September 1897 wurden der Angeklagte und der Korrespondent" und" Generalanzeiger" veröffentlichen zu lassen, zu Magdeburg wohnende Buchdruckereibefizer Hermann Sehring, wurde gegen zwei Stimmen abgelehnt, weil es sich hier nicht um der Bruder des Erbauers des Theaters, gemeinschaftliche Inhaber eine parteipolitische Angelegenheit handle. Mit einem dreimaligen desselben. Hermann Sehring trat als Geldgeber ein und ertheilte dem begeisterten Hoch auf das neue Unternehmen ging man Angeklagten Vollmacht Erledigung der finanziellen Schwierigauseinander. Zu der Versammlung waren Begrüßungstelegramme teiten. Um 3. Oftober 1897 erhielt Dvorat bonſeidem Geſellſchaft: Lehte Nachrichten und Depelthen. eingelaufen von Prof. Dr. Förster in Zürich, Landgerichtsrath Strecke 60 000 und am 12. Dezember gegen 70 800 M., um diese Posten zur Die Budgetkommission des Abgeordnetenhauses fezte am ( namens des Vereins für soziales Genossenschaftswesen), von der Sanirung der Vermögensverhältnisse des Baumeisters Bernh. Sehring Montag ihre Berathungen fort. Zur Besprechung stand die DenkGroßeinkaufs- Gesellschaft deutscher Konsumvereine zu Hamburg, so- bezw. des Theaters des Westens zu verwenden. Der Angeklagte soll nun schrift, betr. Dienst- Einkommen- Verbesserungen für Unterwie von der Englischen Großeinkaufs- Gesellschaft, ferner von Tom diefe Beträge nicht im vollen Umfange in der ihm vorgeschriebenen Weise, beamten und einzelnen Kategorien von mittleren Beamten nebst den Mann und den Gesinnungsgenossen in Rochdale in England. sondern mehrere tausend Mark dazu verwendet haben, seine PrivatArbeiter Risiko. Aus dem Waldenburger Bergschulden aus früherer Zeit zu decken. Am 13. Dezember 1897 sollte entsprechenden Forderungen im Etat des Finanzministeriums. Bei den Werkführern der Eisenbahn- Verwaltung soll ein eine Aufbesserung revier. Im Fürstl. Hermannschachte wurde der Häuer Paul die Auflassung des Theaters an Dvorak und den Druckereibefizer in der Weise erfolgen, daß ihr Höchstgehalt von 1600 auf 1800 207. Kozzecke vom hangenden Gestein erschlagen. Auf ähnliche Weise fand Hermann Sehring erfolgen. Der Lettere übergab am Tage steigt und die Aufsteigefrist von 15 auf 12 Jahre abgekürzt wird. im Juliusschacht der Lehrhäner Richter seinen Tod. In der Fuchs zuvor dem Angeschuldigten eine Anzahl Werthpapiere zum Die Nothwendigkeit einer Aufbesserung dieser Beamtentlajie grube wurde der Häner Scherke durch niedergehendes Erdreich schwer Nennwerthe bon 75 000 Mart. Die Papiere follten auf wurde anerkannt, jedoch nicht für angängig erachtet, über die Säße verletzt. Sehring's Namen bei der Darmstädtischen Bank hinterlegt der Denkschrift hinauszugehen. Bei den Grenz- und Steuerwerden, um auf diese Sicherheit hin die Bank zu veranlassen, den aufsehern soll eine Aufbesserung von 1200 auf 1600 M. erfolgen Betrag des Kaufstempels, der etwa 42 000 m. betrug, vorzustrecken. und die Aufsteigefrist von 18 auf 14 Jahre abgekürzt werden. Nach Sehring soll dem Angeklagten dabei ausdrücklich verboten Annahme noch einiger weiterer Pofitionen vertagte sich die Kommission am Ende seines Lateins! haben, in anderer Weise über das Geld zu verfügen. der auf Dienstag Abend. Diese Papiere soll der Angeklagte trotz dessen bei Unter dieser Ueberschrift wird in einem Flugblatt, das der Bank auf seinen eigenen Namen hinterlegt haben, wodurch Heutigen Nummer des Borwärts" beiliegt, nochmals einer bei derselben einen Kredit erhielt, den er in den nächsten gehend die Maßregelung der Schriftseyer im Berliner Königsberg, 30. Januar.( W. T. B.) Nach einer Meldung der ofal Anzeiger" von der Organisation der Buchdrucker ein Guthaben von 5 Monaten in dem Umfange ausnußte, daß ihm schließlich nur noch„ Königsberger Hartung'schen Zeitung" sollen in dem Kirchdorfe 5 Mark verblieb. Mit dem einen der besprochen. Wir empfehlen die Flugschrift unseren Lesern zur Betrugsfälle hat es folgende Bewandtniß: Im Jamiar 1894 Barpuhnen bei Rhein beim Schlittschuhlaufen auf dem Dorfbruche Beachtung und sehr viele Kinder eingebrochen sein. Ueber zwanzig feien zur möglichsten Weiterverbreitung, damit hatte der Angeschuldigte dem Kaufmann Scheibler einen allerorts die Behandlung, die dem Personal im Geschäft des ans 11 Bildern bestehenden Cyklus„ Der Todtentanz" verkauft und ertrunken. Nähere Einzelheiten fehlen noch. unpolitischen Lokal Anzeigers" Wien, 30. Januar.( B. H.) Der Finanzminister erübergeben. Einige Monate später ließ Dvorak die Bilder, unter theil wird, bekannt werde. Daffelbe Flugblatt ist heute auch dem Vorwande, daß er etwas daran ändern wolle, wieder in sein flärte gegenüber einer Deputation von Borstehern österreichischer statiren, daß das„ Berliner Tageblatt", das Organ des Longer, dem Kaufmann. Steller, gegen ein Darlehn von 300 M. stempels sei in absehbarer Zeit nicht zu erwarten. einigen bürgerlichen Blättern beigegeben und wir können dabei kon- Atelier bringen. Er hat die Bilder dann dem Inhaber der Firma Buchdruckereien, die Aufhebung des Zeitungs- und KalenderHerru Mofje, es abgelehnt hat, dieses Flugblatt beizulegen. verpfändet, unter der falschen Vorspiegelung, daß sie sein Eigenthum Eine Krähe hackt der andern die Augen nicht aus. seien. Einen Arrestbruch soll der Angeklagte dadurch begangen haben, daß er Siegel des Gerichtsvollziehers von einigen gepfändeten Kunst gegenständen entfernen ließ. In den weiteren Betrugsfällen handelt es sich um die Schädigung der Modistin Frau Gieseke. Eine neue Auflage des Prozesses Auer und Genoffen. Diese hatte der Schauspielerin Fräulein Baumbach für etwa 1700 W. Der sozialdemokratische Vertrauensmann in Aschersleben, Garderobe geliefert, ohne Zahlung erhalten zu können. Der An Zigarrenhändler Robert Greiner, hatte zum 3. Februar 1898 eine geklagte foll zur Frau Giesele gekommen sein, sich als" Professor" öffentliche Volksversammlung einberufen, zu der sich auch 60 Frauen vorgestellt haben, der bei der Deutschen Bant 50 000 m. hinterlegt einfanden. Der Polizeiinspektor Becker löste die Versammlung auf, und auch sonst noch reichliche Mittel zur Verfügung habe. Er wolle als seinem Verlangen nach Entfernung der Frauen nicht Folge geleistet fämmtliche Schulden des Frl. B. bezahlen und auch für weitere Lieferung wurde. Greiner flagte darauf gegen die Polizeiverwaltung von an dieselbe auffommen. Frau Giejeke hat der Schauspielerin denn auch antwortung einer Anfrage des Abg. Fracassi erklärt der Miniſter Aschersleben beim Bezirksausschuß und beantragte, daß die Aus- weiter Garderobe geliefert, aber bisher feine Zahlung erhalten. Sie weisung der Frauen und die Auflösung der Versammlung für un- büßt etwa 3000 M. ein. Schließlich soll der Angeklagte noch einen des Aeußern Canevaro, er halte er für rathjam, keine Dokumente gesetzlich erklärt werde. Hierauf antwortete die Polizeiverwaltung Arbeiter Nauer unter Anwendung von falschen Vorspiegelungen um über die erythräische Kolonie zu veröffentlichen. Glüdlicherweise ctiva Folgendes: Die Versammlungen der Sozialdemokratie in 260 M. angeborgt und geschädigt haben. Dvorat, der ein recht ständen die Angelegenheiten in Afrika gut und die Thatsachen hätten Aschersleben fänden regelmäßig fast jeden Monat statt und flottes Leben geführt und nach dem Zusammenbruch des Theaters die Erwartungen und die ganze Haltung der Regierung bestätigt. würden immer in demselben Lokal abgehalten. Mit wenigen Aus eine Hypothekenschuld von 2 Millionen Mark auf sich geladen hatte ,. Der Ministerpräsident und Minister des Innern Belloug, erklärte nahmen berufe der Kläger die Versammlungen ein und meistens bestritt jegliche Schuld. leite er sie auch. Die Theilnehmer seien stets dieselben. Aus den Parteitreisen hätten sich ein Arbeiter- Gesangverein und ein ArbeiterDer Vorsitzende, Landgerichtsdirektor Meerscheim, verkündete Turnverein gebildet, welche die Vergnügungen der Partei arrangirten. Auch der gesellige Verkehr der Leute erstrecke sich das Urtheil in später Abendstunde. Der Gerichtshof hatte den Anſeit neun Jahren fast ausschließlich auf das nämliche Lotal. geklagten schuldig befunden der Untreue, der unter Die sozialdemokratische Partei in Aschersleben bilde somit einen fest schlagung und des Arrest bruchs in je einem Falle umgrenzten Kreis von innerlich mit einander verbundenen Personen und des Betruges in zwei Fällen, dagegen nicht- Gesegentwurf der Kommission für Handelsverträge überwiesen. und jei deshalb als ein unter Leitung des Klägers stehender politischer schuldig in einem Falle des Betruges.( Fall Scheibler.) Das Verein anzusehen. Demnach handele es sich aber auch bei den von Urtheil lautete auf eine Gefängnißstrafe von ein Jahr sechs schaft ist die Kommission zum Bau und Betrieb eines TelegraphenGreiner einberufenen öffentlichen Volksversammlungen um Versamm lungen eines politischen Vereins, an denen Frauen nicht theilnehmen Monaten, wovon vier Monate durch die erlittene Unter- kabels von Konstantinopel nach Konstanz ertheilt worden. dürften. Der Kläger bestritt die polizeilichen Angaben ganz ent- fuchungshaft für verbüßt erachtet worden seien. Dem An- Die anatolischen Bahnen erhielten die Konzession zum Bau einer schieden, wogegen der Polizeiinspektor und zwei Wachtmeister be- geklagten seien die bürgerlichen Ehrenrechte belassen worden, Lokalbahn nach Stutari, sowie diejenige zu Hafen- und Quaibauten fundeten, daß sie regelmäßig in Haidar Pascha. in den öffentlichen sozial- da er lediglich aus bodenlosem Leichtsinn gehandelt habe. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin, Drud und Berlag von Mar Bading in Berlin. " Gerichts- Beitung. Zürich, 30. Jannar.( B. H.) Hier starb der Verlagsbuchhändler Schabelig. Derselbe war dadurch weltbekannt geworden, t fast alle Schriften, welche in Deutschland und Oesterreich verbo.cit wurden, später in seinem Verlage erschienen. Paris, 30. Januar.( W. T. B.) Esterhazy wurde heute von der Kriminalkammer des Kaffationshofes vernommen. Es heißt, Esterhazy habe die Absicht, mit Rücksicht auf den von der Regierung eingebrachten Gesetzentwurf es abzulehnen, noch weitere Aussagen vor der Kriminalfammer zu machen, und wolle verlangen, von allen Stammern des Kaffationshofes gemeinsam vernommen zu werden. Rom, 30. Januar.( W. T. B.)( Deputirtenkammer.) In Bea in Beantwortung einer Interpellation des Deputirten Prampolini, er werde im Laufe der Woche einen Gefeßentwurf, betreffend die Regelung des Vereins- und Versammlungsrechtes, vorlegen. Diese Erklärung wurde beifällig aufgenommen. Senat. Der Finanzminister brachte den Gesezentwurf, betreffend das italienisch- französische Handelsabkomunen ein und beantragte die Dringlichkeit der Berathung; dieselbe wurde genehmigt und der Konstantinopel, 30. Jantar.( B. H.) Einer deutschen GesellHierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 26. iß. mm. i Deilllge des LllMiilts" Kerlim WlksdlÄ. mn, A. ZMtt!89S. -- i—--■_ i.- i Reichskag« 21. Sitzung. Montag, 30. Januar 1839, 1 Uhr. Anl Bundesrathstische: T i r p i tz. � Zunächst wird ein schleuniger Antrag A g st e r(Soz.) und Ge- Nossen angenommen auf Einstellung der gegen den Abgeordneten Thiele(Soz.) bei dein königl. Landgericht' in Halle a. d. Saale tchwebenden Strafverfahren für die Dauer der Session. Ferner liegt ein Antrag A g st e r und Genossen vor: Der Reichstag wolle beschließen, dem Eliten Staatsanwalt beim könig- lichen Landgericht Magdeburg wird die Genehmigung zur Strafverfolgung des Abg. S chmid t(Aschersleben) wegen angeblicher Majestätsbeleidigung und Beleidigung eines Mitgliedes des königlichen.Hauses ertheilt. Abg. Giuger(Soz.): �. Unser Antrag steht in, Gegensatz zu den sonstigen Anträgen dieser Art, die E i n st e l l u n g eines Strafverfahrens gegen einen Abgeordneten verlangen. Die Ursachen unseres Antrages sind kurz folgende. Vor einiger Zeit wurde in Magdeburg der verantwortliche Redakteur des dortigen sozialdemokratischen Blattes wegen Majestätsbeleidigung u. s. w. zu der geradezu exorbitanten Strafe von zirka 4 Jahren verurtheilt. Die Verurthcilung erfolgte, trotzdem drei Kollegen des Angeklagten bezeugten, daß dieser an den betreffenden Tagen gar nicht in Magdeburg anwesend war, sondern sich nur, von einer Reise zurückgekehrt, 10 Minuten in der Redaktion der„Volksstimme" aufgehalten hatte. Diesen Zeugen wurde nicht geglaubt, sie wurden nicht vereidigt. Welchen Eindruck aber ihre Aussagen trotzdem gemacht haben,' geht daraus hervor, daß einem dieser Zeugen jetzt eine Anklage wegen desselben Ver- gehens zugestellt worden ist. Das rigorose Urtheil wird in Magde- bürg aus der gegen die Sozialdemokratie beim dortigen Gericht herrschenden Stimmung erklärt. Nachdem nun das Urtheil ver- kündet war, ließ es unserem Kollegen Schmidt- Aschcrsleben, der zu jener Zeit den verantwortlichen Redakteur vertrat, keine Ruhe. Er konnte es nicht mit seinem Gewissen und seiner Ehre vereinbaren, daß ein völlig Unschuldiger auf diese entsetzliche Weise 4 Jahre seines Lebens mit durch ihn beraubt werden sollte. Cr hat sich daher als Thäter angegeben und ersucht, die Klage gegen ihn anzustrengen. Der Staatsamvalt hat dies vorläufig abgelehnt mit der Begründung, daß. da Schmidt Reichstags-Abgeordne'ler sei, das Strafverfahren doch während der Dauer der Session nicht eröffnet werden könnte. Daher unser Antrag. Wir verkennen nicht, daß es etwas Außergewöhnliches ist. dem Reichstag zuzumuthen, das Privilegium der Immunität seiner Mitglieder in einem einzelnen Falle aufzugeben, hoffen aber, daß der Reichstag diesmal eine Aus- «ahme machen wird. Um den Abgeordneten aller Parteien Gelegen- heit zu geben, die Sache ganz eingehend zn prüfen, beantrage ich Ucberweisung unseres Antrages an die Geschäftsordnuiigs- k o m in i s s i o n. Das Haus beschließt diesem Antrage gemäß. Das Haus tritt sodann in die zweite Berathung des Etats ein, die bei dem Etat der Marineverwaltung fortgesetzt wird. Abg. Lieber(Z.) befürwortet als Berichterstatter die unveränderte Annahme des Etats. Beim Titel Staatssekretär bemerkt Abg. Tinger(Soz.): Ich will dem Herrn Staatssekretär deS Reichs- Marine- Amts Gelegenheit geben, sich über einzelne Handlungen der ihn, unter- gebenen Beamten auszusprechen, die ein gewaltiges Befremden hervorrufen muhten. Der Ober- Werstdircktor von Danzig, ein Herr von Wietersheim, hat es für gut befunden, durch einen Erlaß an die ihm unterstellten Arbeiter sich bei den letzten Reichstagswahlen in den Wahlkampf einzumischen. Er hat einen Tagesbefehl erlassen, der vom 21. Juni 1898 datirt ist und folgendermaßen lautet:„Nochmals wird von Euch Arbeitern verlangt, zu einer Stichwahl an die Wahl- urne zu treten. Wem von beiden Kandidaten Ihr Eure Stimme geben sollt, kann Euch nach dem, was ich Euch tn, Tagesbefehl vom 10. Juni d. I. gesagt habe, nicht zweifelhaft sein. Ich möchte aber vor dieser Stichwahl nochmals die wahren Ziele der Sozialdemo- kratie ettvaS niedriger hängen, da Ihr durch die letzthin ver- theiltcn, harmlos erscheinenden Flugblätter verleitet werden könntet, den Verlockungen und Versprechungen dieser Partei zu folgen." Der Herr Ober-Werftdirektor gicbt sodann eine Schilderung der letzten Ziele der Sozialdemokratie mit einer durch keine Sach'kenntniß ge- trübten Unbefangenheit. Er äußert sich da, wie folgt:„Die Sozial- demokratie strebt den Umsturz der von Gott eingesetzten Welt- orduung(Ruf rechts, vornehmlich vom Abg. v. Stumm: Sehr richtig I), der Vernichtung der christlichen Familie(Sehr richtig!) und des Staates an."(Sehr richtig!) Ich glaube Ihnen(nach rechts) gern, daß dieser Erlaß auch Ihre Ansichten vertritt. Dadurch werden sie aber nicht richtiger! Es heißt dann weiter:„Sie leugnet Glauben und Religion und will die Monarchie stürzen. Und nur durch eine kräftige Monarchie ist das deutsche Reich in seiner Vereinigung stark und mächtig zu erhalten(Ruf, wie oben: Sehr richtig!) und dauernd gegen Angriffe von außen zu be- wahren." ES heißt doch wirklich, das ABC der sozialdemokratischen Grund- sätze nicht keimen, wenn nian derartige Behauptungen ausstellt, wie die, daß die Sozialdemokratie das Deutsche Reich zerstören will. Aus ivelcher Druchache, aus welcher Schrift, aus welcher Zeitung, aus welcher Rede kann das nachgewiesen werden? Das Gcgentheil trifft hier zu. Die Sozialdemokratie will all die Vortheile, die die Er- richtniig des Deutschen Reiches wenigen geschaffen, den Millionen der deutschen Arbeiterklasse zugänglich machen.(Sehr richtig! links.) Nachdem also Herr v. Wietersheim solchermaßen die Arbeiter über die wahren Ziele der Sozialdemokratie aufgeklärt hat, richtet er an sie die Ausforderung:„Wer noch einen Funken von Liebe für sein deutsches Vaterland hat, wer noch in Treue zu Kaiser und Reich steht, der trete mannhaft am 24. an die Wahlume und gebe seine Stimme dem sta a t s e rh a l t e n d e n Kandidaten Danzigs, dem treuen Bürger dieser Stadt."(Ruf rechts, vornehmlich Abg. v. S t u m m: Sehr richtig I Ruf von anderer Seite: Ri'ckertl Große Heiterkeit.) Ja,' meine Herren, so drollig dieser Satz in dem Schreiben auch klingt, so ist die ganze Sache doch viel zu ernst, als daß man in dieser gemüthlicheu Weise über sie hinweggehen könnte. Es ist Sache des Reichstags, dafür zu sorgen, daß der Unfug endlich ein Ende findet, daß die ChcfS der BcKvaltungsstcllen ihren Angestellten vorzuschreiben haben, welcher politischen Ileberzcugung sie sein sollen l(Sehr richtig I links.) Es ist für den Arbeiter einfach unerträglich, auf der einen Seite vor- geredet zu bekommen:„Ihr habt ja das allgemeine Wahlrecht. Ihr könnt also zur Genüge Eure Interessen vertreten." und auf der anderen Seite sich vorschreiben lassen zu müssen, wie sie dies Wahl- recht ausüben sollen. Das ist einfach moderne Sklaverei (Sehr richtig! links), das ist ein Zustand, der in einem Kulturstaat nicht geduldet werden darf.(Sehr richtig! links.) Es muß klar und deutlich hier erklärt werden: Es geht die Ver- waltung gar nichts an. wen die Arbeiter wählen. Indem der Ar- beiter seine Arbeitskraft an die Verwaltung vermiethet, verzichtet er nicht auf die Ausübung seiner staatsbürgerlichen Rechte. Wie ich gehört habe, befindet sich Herr von Wietersheim nicht mehr an jener Stelle. Nach den Gepflogenheiten des letzten Jahres muß ich an- nehmen, daß er für seine Heldenthat befördert worden ist.(Heiterkeit und Sehr richtig I links.) � Noch einen zivciten Tagesbefehl will ich hier anführen, der„n Laufe des letzten Jahres von einem Verlvaltungsbeamten des Rcichs-Marine-AmtS erlassen worden ist. Er stammt aus Wilhelms- bauen, hat zum Autor den Ober-Werftdirektor von Schuchmann. ist datirt vom 7. Mai 1898 und lautet: Tagesbefehl zum Aushang Montag, 7. März 1398. Ständiger Aushang: Die sich mehrenden Anträge der Steuerbehörden auf Lohnbeschlagnahme der Arbeiter wegen rückständiger Steuern geben Veranlassung zur Vermeidung der durch Erledigung der Restanten- listen enlsichenden zeitraubenden Arbeit, die betreffenden Arbeiter aufzufordern, für rechtzeitige Entrichtnng der Steuern Sorge zu tragen. Außerdem liegt eine rechtzeitige Entrichtung der Steueri, um so mehr im wirthschastlichen Interesse der Arbeiter, als die Kosten der Zwangsvollstreckung öfters so erheblich sind, daß sie fast die Höhe des Steuerbetrages erreichen. Ich bestinime hiernach, daß diejenigen Arbeiter, welche ohne ge- nügende Entschuldigung in einem Jahre dreimal die Steuern nicht rechtzeitig entrichtet haben, so daß deren Einbeziehung durch die Werst hat erfolgen müssen, aus der Werftarbeit zu entlassen sind." Dieser Erlaß bedeutet einen derartig unerhörten Eingriff in die privatrcchtlichen Verpflichtungen der Arbeiter, daß ich ihn einfach nicht begreifen kann. Da scheint es mir doch absolut nothwendig, daß der Herr Staatssekretär eilien Tagesbefehl erläßt, in dem er seine Be- amten anweist, ihre Erlasse nicht eher zu veröffentlichen, als bis er sie selbst geprüft hat.(Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Denn ich kann nicht annehmen, daß auch der Staatssekretär der Ansicht ist, nian müsse durch einen solchen Ukas an die Untergebenen, z. B. an die Herren Offiziere— denn auch bei denen sollen manchmal Zwangs- Vollstreckungen vorkommen(Heiterkeit)— die Steuerbehörde unter- stützen. Die Steuerbehörden geben keine Auskunst über die Verhältnisse der Steuerzahler, von allen Seiten ist betont worden, daß die Einzeichnung in die Stcuerlisten nicht zu Denunziationen benutzt werden dürfe, und hier benutzt ein Vorgesetzter seine tvirthschaftliche Macht, um Denunziationen der Steuerbehörde nachzukonime». Auf Ivelchem Recht basirt denn ein solches Vorgehen? Welcher Privat-Jndustrielle würde sich zum Büttel der Steuerbehörde abgeben? Und die Marine- behörde soll zu solchen Diensten in Anspruch genommen werden? Ich will aber jetzt noch nicht die Hoffnung aufgeben, daß die Erwiderung des Herrn Staatssekretärs derart sein wird, daß das verletzte Rcchtsgefühl der Arbeiter Gcnugthuung erhält.(Beifall links.) Staatssekretär Tirpitz: Ich glaube im Einverständniß mit dem hohen Hause zu handeln, wem, ich mich nicht auf eine Sozialistendebntte einlasse. Von dem Tagesbefehl des Herrn v. Wietersheim habe ich erst post festum Kenntniß erhalten und bin allerdings der Ansicht, daß der Herr nicht in dieser Weise bei den Wahlen hätte hervortreten sollen. (Hört! hört! links.) Ich habe diese Ansicht ihm gegenüber auch ent- sprechend l,im Ausdruck gebracht. Bezüglich der Konsequenzen möchte ich nur bemerken, daß die Slbkomniand'irung des Herrn v. Mieters- heim mit dieser Angelegenheit nichts zu thun hat. Was die zweite Angelegenheit betrifft, die Herr Singer erwähnt hat, so handelt es sich hier nicht um eine privatrechtliche Angelegenheit, sondern um eine staatliche Verpflichtung. Die Behörden sind ver- pflichtet, rückständige Steuern einzutreiben, und dies ist in Wilhelms- Häven ganz besonders schwierig, da es sich hier un, Steuern von zwei verschiedenen Staaten handelt. Zweifelsohne ist der Tages- bcfehl von einem Wohlwollen gegen die Arbeiter diktirt, weil der Ober-Werstdirektor ein großes Interesse daran haben muß, daß die Vermögensverhältnisse seiner Arbeiter geordnete sind.(Lachen links.) Im Uc'brigen finde ich, daß der Passus, her von der Entlassung handelt, etwas hart ist, bin jedoch nicht geliiigeud über die Sache oricntirt, um zu ersehen, ob er durch besondere- Gründe gerecht- fertigt ist. Abg. Rickert(frs. Vg.): DaS Vorgehen des Herrn v. Wietersheim hat Ihre Heiterkeit erregt und ich muß gestehen, daß auch mir so etwas Komisches noch nicht vorgekommen ist. Die„Kreuzzeitung" hat behauptet, daß ich diese amtliche Wahlbeeinflussung über mich habe ergchen lassen und dadurch einigen Stimmenzuwachs erhalten habe.(Heiter- keit links.) Ich nniß das ans das entschiedenste bestreiten. Wie wollen Sie überhaupt die Stimmen der Arbeiter in einer großen Stadt kontrolliren? Das ist ja gar nicht möglich. Die Erklärung des Herrn Staatssekretärs hat mich vollständig befriedigt. Jedes Eingreifen der Staatsbehörde bei den Wahlen kann nur die staat- liche Autorität schädigen und ich wäre glücklich, wenn diese An- schauung auf allen Seiten des Hauses immer mehr Platz greifen würde. Abg. Lingens(Z.) fordert, daß immer mehr dafür gesorgt werde, daß die Angehörigen des Heeres und der Marine ihren gottesdien st lichen Pflichten nachkommen können, natürlich unter strenger Wahrung des paritätischen Standpunktes. In Kiel müßten sich aber die Sol- dateu mit außerordentlich engen Räumen begnügen. Staatssekretär Tirpitz: Die Schiffskommandantcn haben eingehende Instruktionen über die Abhaltung von Gottesdiensten für Katholiken, die auch streng gchaudhabt iverden. Wegen der Schwierigkeiten, die durch die engeü Räume der Siinultankirche in Kiel entstanden sind, schweben bereits Verhandlungen. Abg. Frhr. v. Stumm: Wir auf der Rechten haben jeder Zeit den Standpunkt ver- treten, daß bei Wahlen auch jeder Vorgesetzte das Recht haben muß, seine Ansicht auszusprechen. Den Tagesbefehl des Herrn v. Wietersheim können wir nicht als Wahlbeeinflussung auf- fassen, es ist lediglich ein wohlgemeinter Rath dieses Herrn an seine Arbeiter.(Lachen links.) Mit der Erklärung des Herrn Staatssekretärs bin ich nicht ganz e i n v e r st a u d e n. denn wenn es unbestritten ist, daß kein Sozialdemokrat in einem staat- lichen Betriebe Stellung finden darf, so muß man logischerweise der Behörde das Recht zugestehen, ihre Arbeiter zu warnen, daß sie Gcsahr liefen, eirtlasse'n zu werden, wenn sie für Sozialdemokraten stimmten. Herr Singer hat die Aeußerungen des Herrn v. Mieters- heim in seinem Tagesbefehl als völlige Entstellung der Ziele der Sozialdemokratie bezeichnet. Darauf möchte ich noch kurz eingehen, wenn es auch kaum lohnt, bei so schwach besetztem Hause eine Sozialistendebatte anzufangen. Die Herren mausern sich ja aller- dings von Jahr zu Jahr, so daß es nicht ganz leicht ist, sich über ihre eigentlichen Bestrebungen klar zu werden. Aber was Herr v. Wietersheim ausgesprochen hat, ist jedenfalls die Grundlage der sozialdemokratischen'Anschauungen und ich habe selten etwas gehört, Ivas so präzise und schlagend die Anschauungen und Ziele der Sozialdemokratie klar legt.(Lachen bei den Sozraldeniokrate».) Auf den Kongressen dieser Partei wird es ja auch jedesmal von Neuem festgestellt: Wir sind, Ivas wir waren, und werden bleiben, was wir sind!(Sehr richtig I bei den Sozialdemokraten.) Herr Singer hat heute speziell bestritten, daß die Sozialdemokraten Feinde des Deutschen Reiches sind. Ich verweise da nur z. B. auf einen Artikel in dem Januarheft des„Sozialistischen Akademikers" vom Jahre 1895: Was ist unser Vaterland? Dort heißt es:„Nicht jedes beliebige Fleckchen Erde, das ein Regent oder eine beute- gierige Bourgeoisie abgegrenzt hat, sondern die Stätte Aller, die menschlich fühlen und denken, ist unser Vaterland." Was ist denn schließlich die Liebe zum Deutschen Reich ohne Liebe zum Vater- land? dann ist sie eben ein leeres Wort. Ferner verweise ich wieder auf den rothen Kalender der Sozial- demokratie, in dem fortgesetzt anarchistische Mordthaten verherrlicht werden. Den Zweck dieses Kalenders hat der„Vorwärts" selbst in einem Artikel deutlich genug bezeichnet, wenn er sagt: dieser Kalender solle den Arbeitern, wenn sie verzweifeln wollten, Muth einflößen, Muth zu schweren Kämpfen. Ebenso find Aeußerungen von Bebel und Engels bekannt, daß die Sozialdemokratie vor keinen Gewalt« thaten, auch nicht einer gewaltsamen Revolution, zurückschrecke, wie sie ja auch stets die Blutthaten der Pariser Kommune verherrlicht. Die grundsätzliche Gegnerschaft zwischen Anarchisten und Sozialisten, die d,e Sozialdemokratie immer behauptet, ist demnach nichts als Heuchelei. Ich habe hier Material genug, Ihnen das zu beweisen, und wenn Sie mich provoziren— ich bin bereit, Ihnen Rede zu stehen.(Lachen bei den Sozialdemokraten.) Abg. Molkenbnhr(Soz.): Daß Herr v. Stumm jede Dummheit, die über die Sozial-, demokratie irgendwo geschrieben wird, gegen dieselbe ausnützt, ist! uns ja bekannt.(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Ich erinnere nur an den Herrn Lorentzen, dessen Broschüre ja auch den vollen Beifall des Herrn v. Stumm hatte und der jetzt nicht etwa wegen sozialdemokratischer Gesinnung, sondern wegen ganz anderer moralischer Vergehen hat entlasse» werden müssen. Zu* dem ständigen Repertoir des Herrn v. Stumm gehört ja auch der rothe Kalender des„Vorwärts", der, glaube ich, in mehr als 50 pCt. seiner Reden erwähnt wird und zwar jedes mal mit der Be- hauptung, der Kalender sei lediglich eine Verherrlichung anarchisti- scher Verbrechen. Herrn v. Stumm dürfte es doch aber auch be- kannt sein, daß auch andere Daten, wie z. B. der Tag, an dem der bekannte Posadowsky-Erlaß datirt ist, sowie die Daten sämmtlicher' Kaiscrreden dort ausgeführt sind.(Heiterkeit links.) Weiter hat Herr v. Stumm gemeint, Vorgesetzte müßten ihren Untergebenen mit Rath bei den Wahlen zur Seite stehen dürfen. Nun der Rath eines Vorgesetzten seinem Untergebenen gegenüber kommt einen, Befehle gleich, durch den die Freiheit des Wählers wesentlich ein- geschränkt wird. Das ist aber verfassungsgemätz durchaus unzulässig. Nun geht Herr v. Stumm von der Ansicht aus, daß Sozial- demokraten in den Staatsbetrieben nicht beschäftigt werden dürfen. Wenn Sie die Sozialdemokraten auf immer aus diesen Staatswerk- stätten herausnehmen würden, glauben Sie denn, daß Sie dann die Eisenbahnen und den Schiffsbau in Betrieb erhalten können 1 Speziell auf den Werften ist die Zahl der Sozial- demokraten so überwiegend, daß Sie den Betrieb ganz einstellen inüßten. Unter den Entlassenen würden nämlich gerade die intelligentesten Arbeiter sein(Widerspruch rechts, sehr richtig! links.) Doch ich will mich mit Herrn v. Stumm nicht mehr länger beschäftigen, dazu ist ja noch oft Gelegenheit und es wäre heute schade, die Zeit damit zu vertrödeln.(Sehr richtig! links.) Ich will zu einer anderen Materie übergehen. Im vorige» Jahre ist eine Lohnstatistik von der Marine-Verwaltung heraus- gegeben worden. Die Mittheilungcn über die Arbeitslöhne sind darin zu summarisch, so daß der Zweck einer Lohnstatistik durchaus nicht erreicht wird. Die Arbeiter sind da in neun Kategorien ein» getheilt und von denen ist der Durchschnittslohn»ntgetheilt. Der Durchschnittslohn ist nur in der Weise ermittelt, daß man von den einzelnen Dicnstgruppcn das erste Halbjahr genommen hat, wo dann auch Akkordarbeit und Verdienst aus Ueberstunden mit eingerechnet worden ist. Im ersten Halbjahr aber werden die Schiffe zur Indienststellung ausgerüstet, es sind sehr viele Ueberstunden und auch mehr' Akkordarbeit nothwendig: dadurch wird der Durchschnittslohn schon an und für sich ein höherer. Das Bild wird noch dadurch unrichtiger und unübersichtlicher, daß man zu große Gruppen Handiverker zusammen genommen hat und viel zu summarisch verfahren worden ist. Nun ist es doch bekannt, daß es auf der Werft ganz bestimmte Lohnklasscn giebt und zwar sind die Arbeiter im Allgemeinen in 8 Lohnklaffen eingetheilt. Sieht man nun die Lohnklassen näher an, so findet man, daß in der zweiten Kategorie, die in der Statistik mit einem Durch- � schnittslohn von 4,30 M. angegeben ist, sich Leute mit befinden, die wie die Blockmacher einen Verdienst von 24 bis 30 Pf. pro Stunde, haben. 30 Pf. ist also die höchste Lohnklasse, bis zu welcher es ein Blockmachcr bringen kann. Dasselbe ist bei den Böttchern und Metall- arbeitcrn, den sogenannten Zuschlägern der Fall. 30 Pf. pro Stunde kommt einem Tagesverdienst von 3 M. und einem Jahresvcrdienst von 900 M. gleich, was gar nicht mit den Ziffern der Lohnstatistik stimmt. Diese aber sind, wie gesagt, eiuinal dadurch entstanden, daß man das erste Halbjahr zur Durchschnitts- bcrcchnung herangezogen hat, zweitens dadurch, daß Ueber- stimdcnverdienst mit eingerechnet ist, und drittens daß die Löhne der Vorarbeiter, die ja höher sind, mit eingerechnet worden sind. Rechnet man nun von den 300 M. Verdienst 200 M. für Miethe und Kassenbeiträge ab, so verbleiben 700 M. für den Lebens- unterhalt im Jahr oder bei einer Familie von fünf Köpfen 38 Pf. pro Tag und Kopf, das ist eine Summe, von der mair sich n i c!: z satt essen kann und solche Sozialpolitik sollte die M a r i n e v e r w a l t u n g nicht treiben.(Sehr richtig I links.) Steuerrückstände sind da begreiflich und der Tagesbefehl des Herrn v. Schuchmann ist eine grobe Rücksichtslosigkeit.(Sehr richtig I links.) Ein weiterer Mißstand auf den Werften ist das Spitzclthum. Durch den Fürsten Bismarck sind ja Spitzel im Deutschen Reiche in Masscnkulturen gezüchtet worden.(Widerspruch rechts. Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Selbst die Minister sind nicht ganz sicher, hier und da bespitzelt zu werden, wie seiner Zeit der Prozeß Tausch gezeigt hat. Für den Minister ist es nicht gefährlich, wen» er durch einen Spitzel zu Fall gebracht wurde. Er bezieht nachher eine ansehnliche Pension, be- konimt sogar auch häufig ein gut besoldetes Amt, wo er politisch thäiig sein kann, wie Herr v. Köster, ein Amt, wo er seine ganze Fähigkeit und Unfähigkeit im vollsten Maße beweisen kann.(Sehr gut! bei den Sozialdemokraten,) Wenn aber diese Spitzelwirthschast unter den Arbeitern um sich greift, dann werden bei der Werft- direktion stets Leute denunzirt werden, die persönliche Feinde der Spitzel sind, die es verschmähen, Bier für sie zu bezahlen, die aber offene und ehrliche Leute sind. Das wäre erträglich, wenn wenigstens den Arbeiten, gesagt würde, weshalb sie entlassen werden. Aber es wird immer nur angegeben„wegen Mangels an Arbeit".. So sind im vorigen Jahre in Wilhelmshaven Arbeiter entlassen worden, die 10, 13 und 16 Jahre angestellt waren. Ist in Wirklich- keit Mangel an Arbeit der Entlassungsgrund, so sollte die Werft-' Verwaltung nicht gerade so alte Arbeiter entlassen, sondern sie be- halten, wenn ihre Kräfte abzunehmen beginnen. Liegt aber ein politischer Grund vor, dann müßte män's ihnen ins Gesicht sagen und nicht als Lügner vor sie hintreten. Das geziemt einer solchen Leitung nicht. Jedenfalls wäre es wünschenswerth, wenn für die Besserstellung der Werftarbeiter etwas gethan würde. Das würde die Leistungsfähigkeit der Arbeiter heben und indirekt den Werften zu gute kommen; daß die ganze Spitzelwirthschast beseitigt wird, daß die Werftleitung den Zwischenträgern fern bliebe, das wäre nur anständig I Ich kenne viele Arbeitgeber, die auf derartige Zwischenträgereien nichts geben und die in ihre», Betriebe dabei besser fortkonime» als die, welche ein solches System eingeführt haben. Denn wer auf Spitzel etwas giebt, muß damit rechnen, daß sie ihre Stellung ausnützen, um ihre persönlichen Feinde heraus- zutreiben, damit sie ein Schmarotzerlcben führen können. Und die Werften sollten nicht für die Unterhaltung von Schmarotzern da sein. (Bravo l bei den Sozialdemokraten.) Kontrc-Admiral v. Büchscl: Der Vorredner hat an der vorjährigen Lohnstatistik Kritik ge- übt. Die vorjährige Statistik war nur ein Anfang, in diesem Jnbre wird sie vollkommen ausfallen. Der Arbeiter Lorenzen ist eutlaffen worden, weil er sich gegen einen Vorgesetzten vergangen hat: seine politische Gesinnung spielte bei der Entlassnng nicht init(Hört. hört. links). Für das Spitzelwesen hat der Vorredner keinen Beweis erbracht. Die Entlassungen wegen Mangels an Arbeit kommen nur selten vor. Von 13 000 Arbeitern sind nur 51 aus diesem Grunde entlassen worden. Das Reichs-Marine-Amt wird bemüht sein, die Lohnverhältnisse der Arbeiter stetig zu bessern und sie zufrieden zu stellen. Das wird uns umsomehr gelingen, je weniger unsere Maß- nahmen von anderer Seite schlecht gemacht werden.(Beifall rechts.) Abg. Werner(Reform-P.) verurtheilt die Danziger Wahl- beeil, flussungen. Abg. Baffermaim(imtl.): Rein menschlich kann ich das Verhalten des Werftdirektors von Danzig ja verstehen. Aber wir halten diese Einmischung doch für Ein Tagesbefehl ist kein wohlgemeinter Rath, in Wahlsachen ist auch solch wohlgemeinter Rath überflüssig. Das Eintreten der Bebörden für die sogenannten staatserhaltenden Parteien ist unzulässig. Der Begriff staatserhaltend wechselt zudem fortwährend. Die ganze Geschichte hat schließlich nur den Erfolg, daß die Wahl des Abg. Rickert tafsirt werden muß. non des Jot zulässig. Der Staatsjefretär hat sich ganz unzweideutig dahin gefestigt, daß sie anderen Parteien Vorwürfe machen dürfen? nach Beginn des Jahres in die Liste aufgenommen werden beziv. ausgesprochen, daß er das Verhalten des Herrn v. Bietersheim nicht wenn die Herren dann weiter behaupten, wir verhüllten jezt unsere schon vor Schluß des Jahres ausscheiden, bekommen natürbilligt und daß er Maßnahmen getroffen hat, eine Wiederholung Ziele, weil wir in den großen Städten unseren Kulminationspunkt lich weniger als 12 Monatsportionen im Jahre. Für 1897/98 jolchen Vorgehens zu verhindern. Nun hat Herr v. Shumm diese überschritten hätten und mit unserem eigentlichen Programm auf( bezw. 96/97) ist durchschnittlich jeder der 31 332( 30 135) ver Erklärung bemängelt und wir halten es für angezeigt, unser Ein- dem Lande keine Geschäfte machen könnten, so beweisen die letzten schiedenen Almofenempfänger als nur mit 106/10( 105/10) Monatsverständniß mit der Erklärung des Staatssekretärs ausdrücklich hier Wahlen gerade das Gegentheil. Wir haben, um den Ausdruck der portionen und ca. 147( 145) M., jedes der 11 674( 11 324) verzu bekunden.( Beifall.) Herren von der Rechten anzuwenden, dort die besten Geschäfte ge- fchiedenen Pflegekinder als nur mit 95/10( 95/10) Monatsportionen Abg. Gröber( 3.): macht. Und das ist sehr natürlich. Die politische Unterdrückung, und ca. 61( 60/2) M. unterstügt anzusehen. Neben den laufenden die bie Konservativen predigen, die ökonomische Ausbeutung der Unterstützungen wurden noch 675 066( 612 237) M. in 79 450 breiten Massen durch ihre Zoll- und Liebesgabenpolitik muß die Wähler( 74 862) Portionen für außerordentliche Unterstügungen nothwendig in die Sozialdemokratie hineintreiben.( Sehr richtig!) ausgegeben, nämlich an ständige Almojenempfänger 123 3661/2 Auch auf dem Lande gehen den Leuten schließlich die Augen auf( 114 451) M. in 18 250( 17 182) Portionen, an ständige Pflegegeldüber dem Treiben der Agrarier und der Reaktion.( Unruhe rechts.) empfänger 58 007( 52 429) M. in 7363( 6911) Portionen, an nur Was nun die angebliche Aeußerung eines unserer Kandidaten über vorübergehend Unterstützte 493 6921/2( 445 357) M. in 53 837 seine Königstrene anlangt, so hat er damit den Grafen Klindow-( 50 819) Portionen. Die Zunahme, die in allen diesen Zahlen Vielleicht hat er gemeint, daß die konservative Politit mit wirklicher Von besonderem Interesse ist die Durchschnittszahl der laufend ström, wenn sie wirklich so gefallen ist, doch mur ironifiren wollen. hervortritt, ist nicht blos eine absolute, sondern auch eine relative. Königstreue nicht in Einklang zu bringen ist. Unterstützten. Auf je 10 000 Personen kamen 1897/98( beztv. 96/97 Es ist eine eigenthümliche Erscheinung, daß die Herren von der und weiter zurück bis 91/92) pro Monat durchschnittlich 215( 211, Rechten feine Gelegenheit unbenutzt lassen, um hier eine 209, 202, 198, 188, 178) Portionen Almofen- und Pflegegeld. Troy Debatte über die Sozialdemokratie heraufzuführen.( Widerspruch dieser Zumahme bleibt die Zahl der Unterstüßten ebenso wie die rechts.) Uns fann das jedenfalls nur recht sein. Sie( zur Rechten) Höhe der Unterstützungen noch weit hinter dem wirklichen verrathen, aber damit nur Ihre eigene Schwäche.( Sehr richtig! Bedürfniß zurüd bei den Sozialdemokraten.) Sie suchen offenbar nach jeder GelegenAbg. Rickert( frs. Vg.): Herr Gröber wird hoffentlich nicht so graufam fein, meine Wahl zu tafsiren.( Heiterfeit.) Dem Abg. Frhin. von Stumm erwidere ich, daß die Wahlprüfungs- Kommission stets und ständig die Beeinflussungen von Beamten für unstatthaft erklärte. Abg. Graf Klinckowström( fons.): Auf die Zweckmäßigkeit des Erlasses will ich nicht eingehen, aber ich möchte der Regierung doch das Recht einräumen, gegen die staatsunstürzenden Tendenzen der Sozialdemokratie Front zu machen. Der Erlaß des Herrn von Wietersheim mag nicht ganz geschickt sein, heit, um nach oben hin Ihre Tapferkeit im Stampfe gegen die Nichts einfacher, als so was! Mehrere staatserhaltende er richtete fich aber doch nur gegen die nicht staats- Sozialdemokratie zu beweisen und sich dafür oben Dankbarkeit zu Blätter berichten:" Der Kampf gegen die Prostitution wird, erhaltenden Parteien. Die Charalterifirung der Partei des sichern in der Förderung Ihrer wirthschaftlichen Interessen.( Unruhe wie man uns schreibt, in Berlin neue Formen annehmen. Bon Herrn Singer ist in dem Erlaffe ganz zutreffend. Herr Singer rechts.) Diesen Eindruck muß Ihre Haltung auf jeden Un- Seiten des königl. Polizeipräsidiums ist den jämmtlichen hat sich 11111 feine Stellung zur Monarchie herumgedrückt. befangenen machen. Die ganze heutige Diskussion ging von dem Berliner Kirchengemeinden ein Schreiben zugegangen, das sich mit Sind Sie antimonarchisch oder nicht?( Rufe links: Ja!) Nun also, Tagesbefehl aus. 7/8 des Reichstages hat ihn als Eingriff der Frage der Bekämpfung der Brostitution beschäftigt. Das Polizeiwir sagen Ihnen, daß für uns Deutschland und Monarchie uns in die Wahlfreiheit gemißbilligt. Diese Thatsache wollen Sie( nach präsidium erklärt sich bereit, den Kirchengemeinden regelzertrennliche Begriffe sind und nur über unsere Leichen geht der rechts) verwischen durch Halloh und Hurrah gegen die Sozial- mäßig genaue Listen der in den Gemeinden wohnenden und unter Weg zur Republit.( Lachen links.) Ihre Partei ist revolutionär, wie demokratie!( Unruhe rechts. Sehr richtig bei den Sozialdemo- fittenpolizeilicher Kontrolle stehenden Personen zu übermitteln, unter erit aus den Aeußerungen Kautsky's hervorgeht, die dieser auf dem fraten.) Es ist Ihnen in diesem Falle nicht gelungen und wird der Voraussetzung, daß die einzelnen Gemeinden ihrerseits das PolizeiStuttgarter Parteitag gethan hat und den Sie ja hoffentlich als Ihnen auch später nicht gelingen. Bir aber find zufrieden, daß der präsidium zu unterstützen bereit sind. Es wird also ein Hand Autorität anerkennen werden. Das geht auch aus ihrer Viteratur Tagesbefehl von zuständiger Stelle aus verurtheilt worden ist und in Handgehen geplant. Das Polizeipräsidium ist von hoher hervor, die sehr gefchickt abgefaßt ist, so daß sie immer hart am wünschen nur, daß Herr Tirpitz genügend Festigkeit besist, um dem Stelle zu diesem Schritt veranlaßt, er fußt auf einem SynodalStaatsanwalt vorbeirutscht.( Heiterfeit.) Es paßt Ihnen nur nicht, Austurm des Herrn v. Stumm zu widerstehen!( Bravo! links). beschluß aus Anlaß der bekannten Aeußerung des Predigers Berlin, gerade jezt die antimonarchische Taktik hervorzukehren, weil sic Abg. Frhr. v. Stumm( Rp.): die so unliebfames Aufsehen erregt hat. Wehrere Kirchengemeinden, jelbst darüber klar sind, daß Sie in den großen Städten Ihren Wir haben durchaus nicht die Sozialistendebatte heraufgeführt, wie z. B. St. Jakobi, Simeon 2c. haben zu dieser wichtigen, Höhepunkt erreicht haben und auf dem Lande mit revolutionären sondern die Sozialdemokraten. Wenn die Sozialdemokratie auf dem praktisches Christenthum erfordernden Frage schon im Bhrasen keine Stimmen zu fangen sind.( Sehr richtig! rechts; Lande besondere Erfolge erzielt hat, so beweist das nur, wie gefähr- Brinzip Stellung genommen, sie sind bereit, die vorgeschlagene Widerspruch links.) Mein Gegenkandidat, auch ein Sozialdemokrat, lich die Sozialdemokratie ist und wie nothwendig ihre Bekämpfung Organisation ins Leben zu rufen." hat erklärt, er sei ebenso königstreu wie wir Konservative.( Rufe mit allen gesetzlichen Mitteln ist. Vom Monarchismus versteht der Dies die erste Hälfte der Mittheilung, die wir wörtlich nach Der Herr heißt Braun- Memel. Herr Abg. Singer nicht das ABC. Eine feindselige Haltung zur Marine- den Berl. N. Nachr." wiedergeben. Bolizei und Kirchengemeinde Singer muß doch der Behörde das Recht zugestehen, Arbeiter, die verwaltung liegt mir durchaus fern. Aber wir können auch einmal bilden einen Bund gegen die Prostitution in der Einsicht, jagen, es würden dann keine Arbeiter zu haben sein, so sage ich, noch lange teine Denunzianten. ich als Sozialdemokraten bekennen, zu entlassen, und wenn Sie mit der Regierung nicht einverstanden sein. Deswegen sind wir daß der Kampf gegen diese Eiterbeule am Körper der göttglauben Sie nur nicht, daß Alle, die für Sie stimmen, Sozial Demokraten find. Sie sind Mitläufer und laufen von Ihnen weg. fobald sie sehen, daß die Behörden ernsthaft gegen die Sozialdemokratie vorzugchen entschlossen find.( Beifall rechts.) links: Namen nennen!). Abg. Frhr. v. Stumm( Rp.): Jch bleibe dabei, daß die Staatsverwaltung feine notorischen Sozialdemokraten in ihren Diensten behalten darf; das hat auch ein zu Werke gehen kann. Abg Graf Kliucowström( f.): Die Aeußerung des Herrn Braun- Memel war keineswegs ironisch gemeint. Die Sozialdemokratie ist nur deshalb auf dem Lande in Steigen begriffent, weil sie ihre wahren Ziele verbirgt. Ohne weitere wesentliche Debatte wird hierauf der Nest des Marine- Etats bewilligt. Hierauf vertagt sich das Haus. lichen Weltordnung praktisches Christenthum und eine bereits vor Wie wird der Bund sein geschlagene Organisation erfordere. praktisches Christer tjum bethätigen? Wird er sich mühen, die Ura chen zu beseitigen, die tausende und abertausende Mädchen in die Prostitution hineinpeitschen? Wird er dafür sorgen, daß kein Mädchen mehr nöthig hat, in der Nähwerkstatt oder auf seiner Dachkammer von früh bis in die sinkende Nacht für ungerlöhne zu arbeiten, wird er die Arbeiterinnen Urtheil des Ober- Verwaltungsgerichts ausgesprochen. Daz in jeder nächste Sigung: Dienstag 1 Uhr( Antrag Bachem über Abgewertschaftlich organijiren, damit sie sich aus sich selber heraus materiell und sittlich heben? Aeußerung eines Beamten bei den Wahlen eine Wahlbeeinflussung ändermung des Bolltarifes. Etat für Kiautschou, Poſtetat). Schluß liegt, ist durchaus nicht die konstante Pragis der Wahlprüfungs- 6 Uhr. Ach nein! Wie kann man der Polizei, und den Kirchengemeinden Kommission gewesen. Sollte jeder Wähler nur dem eigenen Genur so etwas zutrauen! Wie die Mittheilung in der staatswissen und der eigenen Ueberzeugung folgen dürfen, so müßte auch and audio Usd erhaltenden Bresse weiter besagt, handelt es sich einfach um Folgendes: die Agitation der Parteien verboten werden, die eine viel gefähr- long sho Kommunales. " Zunächst wird es sich für die Kirchengemeinden darum handeln, lichere Waffe zur Beeinflussung der Wähler ist, als die Außerungen durch die Mitglieder des Kirchenrathes die Hauswirthe, in eines Beamten, der doch immer nur mit einer gewiffen Borjicht berathung der Magistratsvorlage betreffend die kontrattliche ihnen zu sprechen. Auch tönnen die Hauswirthe in Zukunft Der Ausschuß der Stadtverordneten- Versammlung zur Vor- deren Häuser Sittentontrollpflichtige wohnen, aufzusuchen und mit Abg. Singer( Soz.): Annahme von Schulärzten für 20-25 Gemeindeschulen hat bei dem in ihrem Bezirk wohnenden Mitgliede des Kirchengestern Abend unter Vorsiz des Stadtverordneten Schwalbe und in An- raths oder dem Borsigenden stets Auskunft über die in Die Aeußerungen der beiden Vorredner zwingen mich zu einer wesenheit des Bürgermeisters Kirschner und des Stadtschulraths Bertram ihren Häusern wohnenden Personen erhalten, während jett Furzen Erwiderung. Ich kann nur konstatiren, daß mit Ausnahme eine eigung abgehalten, welche durch die Generaldebatte aus eine solche Auskunft weder auf den Polizeibureaus noch an anderen der Herren von der Rechten die übrigen Parteien ein Eingreifen von gefüllt wurde. Nach Beendigung derselben hat der Ausschuß be- Stellen zu bekommen ist. Die Hauswirthe, die in Zukunft unfitta Beamten bei den politischen Wahlen, wie es der Tagesbefehl vor- schlossen, sich im Prinzip versuchsweise mit der kontrattlichen liches Treiben in ihren Häusern dulden, können dann bei Anklagen stellt, auf das Entschiedenste verurtheilt haben, und ich erkenne gern Annahme von 20 Schulärzten einverstanden zu erklären, welche wegen kuppelei nicht mehr vor Gericht vorschüßen, daß sie von an, daß Herr Tirpik in durchaus richtiger Weite den Standpunkt ver- auf die bestehenden 10 Schulkreise vertheilt werden sollen. Es dem Treiben in ihren Häusern keine Kenntniß gehabt und sich nicht treten hat, daß es nicht Aufgabe der Marineverwaltung sei, die politische soll dann dem Magistrat überlassen werden, Freiheit ihrer Arbeiter zu beeinträchtigen. Herr v. Stumm aber hat die Schultreise zwei, jedoch höchstens drei Aerzte zuzuweisen. jedem der davor hätten schützen können." Eigenschaft eines Staatsanwalts entwickelt und aus dem Tagesbefehr Spezialdebatte wird in der nächsten Sitzung des Ausschusses statt berausdeduzirt, daß es sich hier um einen Rath handelt. Ich bin finden, in der Hauptsächlich der Entwurf über die Aufgaben und nicht weiter erstaunt darüber, daß sich Herr v. Stumm im Gegensatz Stellung der Schulärzte, welchen der Magistrat der Vorlage an die zu Herrn Tirpitz befindet. Es ist eigenthümlich, daß gerade die Stadtverordneten- Versammlung beigefügt hat, zur Berathung geMarineverwaltung sich so sehr seines Mißfallens erfreut. Auch mit Auch mit langen soll. Herrn Hollmann hat er ja gekämpft und ist zu unserm Bedauern dabei Sieger geblieben. Charakteristisch für Herrn v. Stumm ist es, daß er es nicht verschmäht, in einer Art von versteckter Denunziation..( Unruhe rechts, Glocke des Präsidenten.) Bizepräsident v. Frege: Herr Abg. Singer, in diesem Zufammenhange ist das Wort: Denunziation doch wohl nicht parlamentarisch? Abg. Singer( fortfahrend): so will ich sagen, es ist charakteristisch, daß Herr v. Stumm es verstanden hat, über den Staatssekretär hinaus an eine höhere Stelle zu appelliren. Tokales. Der Wahlverein des dritten Kreises tagt morgen, Mittwoch, Abends 8 1hr, im Märlischen Hof". Admiralstr. 18e. Reichstags: abgeordneter Bau dert- Apolda wird die sozialpolitischen Debatten im neuen Reichstag fritisch beleuchten. Gäste haben Zutritt. Rege Betheiligung erwartet Der Vorstand. Aus der städtischen Armenpflege. n Das ist vorläufig Alles. Die Kirchengemeinden arbeiten mit der Polizei Hand in Hand und liefern den Staatsanwälten Material zu Kuppelei- Anklagen. Und diese Denunziationsthätigkeit, die die unglücklichen Prostituirten vollends zu gehezten wilden Thieren machen würde, wird in der mit harmloser Miene in Drud gegebenen Zuschrift: Prattisches Christenthum genannt. Wenn unseren Enkeln mur dies eine Dokument aus den letzten Zeiten einer dem Untergang geweihten Weltordnung übrig bliebe, es genügte, um ihnen begreiflich zu machen, daß an der Gesellschaftsordnung von heute wirklich Hopfen und Malz verloren war. Die gestrige Todtenfeier zum Gedächtnisse Egidy's gestaltete sich zu einer imposanten Kundgebung. Der große Saal des Konzerthauses faninit den Gallerien war überfüllt und das Publikum setzte sich aus Angehörigen aller Schichten der Gesellschaft und aller Parteien zusammen. Die Gedächtnißrede des freireligiösen Predigers Ziegler von Königsberg war warm und betonte mit Glück das Streben Egidy's nach Einheit des Denkens, Redens und Handelns und nach Wahrheit. Sie vermochte jedoch nicht die kraftbolle und eigenartige Natur des verstorbenen Volksmannes zu voller Anschauung und Geltung zu bringen. Egidy war bedeutender und von festerem Stoff als die Rede ihn erscheinen ließ. Die städtische Gasdeputation hat unter Vorsiz des StadtWenn man die Sozialdemokraten aus den Reichsbetrieben entfernt und wenn man weiter auch, wie Herr v. Stumm meint, in Der eben erschienene neueste Bericht der Armendirektion über der Privatindustrie keine Sozialdemokraten mehr beschäftigen soll, den ihr verbliebenen Theil des städtischen Armenwesens d. i. fast dann rückt der Zeitpunkt immer näher, wo Sie einen Gefeßentwurf nur die sogenannte offene" Armenpflege( welche bloße machen müssen, daß die Sozialdemokraten keine Steuern mehr zu Unterstützungen durch Geld oder durch Nahrung, Kleidung, Feuerung, bezahlen und überhaupt keine öffentlichen Pflichten mehr zu über- ärztliche Behandlung u. s. w. unter Belassung der Unter nehmen haben. Es ist kaum der Mühe werth, den thatsächlichen st ühten in ihrer Wohnung gewährt) zeigt wiederum, daß Verhältnissen gegenüber sich mit solchen Behauptungen herumzu- von der seit Jahren in Aussicht gestellten Entlastung des Armenetats streiten. Die ganzen Zustände bringen es mit sich, daß noch immer nichts zu merken ist. Auch das Jahr 1897/98 hat teine unsere Industrie heute in immer umfangreicherem Maaße Abnahme der Zahl der Unterstützten bezw. der Summe der Unter- raths Namslan endgiltig beschlossen, den Betrieb der Gasanstalt I auf sozialdemokratische Arbeiter angewiesen ist. Ja, sagen stügungen, sondern eine weitere Zunahme gebracht. Im Jahre auf dem Stralauerplag einzustellen. Ferner beschloß die Deputation, Sie, die Wähler, die sozialdemokratische Stimmen abgeben, find 1897/98( beztv. im Vorjahre 96/97) beliefen sich die gesammten Ausfür die II. und III. Anstalt Koatsbrechmaschinen einzuführen, da noch keine Sozialdemokraten. Aber abgesehen davon, daß diese gaben der Armendirektion auf 7880 876( 7581 724) M. Nur ein die Nachfrage nach gebrochenem Koats sich fortdauernd steigert. Thatsache richtig ist, die Leute wählen doch sozialdemokratisch und ganz geringer Theil davon, 621 486( 645 413) 2., wurde durch das reicht Ihrer Auffaffung nach ja schon hin, um fie die bürger- Einnahmen gebedt. Das Weifte, 7 259 890( 6 936 811) M., mußte Welche ungehenerlichen Zumuthungen sich die Angestellten lichen Rechte verlieren zu machen. Diese Auffaffung ist geradezu aus Gemeindemitteln zugeschossen werden. Von den der Packetfahrt- Gesellschaft gefallen lassen müssen, zeigt folgender in antidiluvianisch. Ihre Hoffnungen und Wünsche an die Regierung Ausgaben tamen allein 5 988 899( 5 656 472) M. auf die durch die den Bureaus ausgehängte Direktionsbefehl: aber leiden Sie wie immer in Anklagen gegen die Sozialdemokratie. Ar mentommissionen geleisteten Unterstügungen. Jm Bureau VIII ist am Sonntag, den 8. d. M., durch Einbruch Wir haben wiederholt ausgeführt, daß wir innerhalb der heutigen Diese Unterstügungen find theils laufende( monatliche), theils außer eine Summe von über 400 M. geraubt worden. Zum Ersay derVerhältniffe durchaus nicht Feinde des Reiches find. Wir haben ordentliche( meist einmalige). Die laufend unterstüten selben müssen der Bureauvorsteher Blant und der Bureauschaffner uns immer gegen den Partikularismus gewandt und haben häufig Personen zerfallen in Almojenempfänger und Pflegefinder Albrecht herangezogen werden, weil beide gegen ihre diesim Gegensatz zur Rechten, Anträge, die von der Regierung tamen,( Waisen, die gegen ein Pflegegeld bei der Mutter als ihrer Pflegerin bezügliche Instruktion gehandelt haben, und zwar Ersterer dadurch, unterstügt. Ohne unserer prinzipiellen Auffassung etwas zu ver- gelassen werden.) Zu Anfang des Jahres 1897/98( bezw. 1896/97), daß er nicht flir Anwesenheit eines Beamten im Bureau geben, fönnen wir die Behauptung ruhig zurückweisen, also am 1. April 1897( beziv. 1896), standen in den Liften 27 027 forgte, wie dies nach der Vorschrift vom 23. September cr. geschehen Saß unsere Bestrebungen zur Zeit gegen das Deutsche Reich gerichtet( 26 069) Almojenempfänger und 9897( 9202) Pflegefinder. Im Laufe des foll, wenn größere Summen vorhanden sind, Leyterer dadurch, daß find.( Rufe rechts: Zur Zeit, zur Zeit!) Wir leben doch eben in Jahres wurden neu aufgenommen 4305( 4066) Almosen- er nicht, wie in der angezogenen Vorschrift ebenfalls bestimmt, um der Zeit. Dagegen haben wir gar feine Veranlassung, unfere anti- empfänger und 2277( 2122) Pflegekinder, so daß im ganzen Jahre 10 Uhr feinen Dienst angetreten hatte. So ungern wir sonst eine monarchische Gesinnung zu verbergen. Wir haben niemals behauptet, 31 832( 80 135) verschiedene Almofenempfänger und 11 674( 11 324) weitere Belastung der Bureau- Angestellten eintreten lassen, so müssen daß wir Monarchisten sind.( Heiterkeit bei den Sozialdemokraten.) verschiedene Pflegefinder unterstüßt wurden. In demselben Zeit- wir doch bei Vermeidung derartiger Vorkommnisse nunmehr bestimmen, Wir haben uns stets als Republikaner bekannt und Sie können uns raum schieden aus von den Almofenempfängern 3193( 3108), daß bon jetzt ab auch an allen Sonn- und Feiertagen unanter doch die Meinung nun einmal nicht nehmen, daß die Republik die nämlich durch Tod 1512( 1501), leberweisung an Krankenhäuser 2c. brochen zwei Beamte in jedem Bureau anwesend befte Staatsform innerhalb der bürgerlichen Gesellschaft ist. Wenn 913( 948), Umzug nach außerhalb 159( 121), Verzichtleistung oder zu sein haben, so daß es also in Zukunft überhaupt ausHerr v. Klindowström mun emphatisch erklärt, Sie feien für die Entziehung der Unterstüßung 609( 588), und von den Pflegefindern geschlossen, daß niemand im Bureau anwesend ist. Alle aus der Monarchie und nur über Ihre Leichen hinweg führe der Weg zur 2098( 1927), nämlich nach Zurücklegung des 14. Lebensjahres 766 Nichtbefolgung dieses Befehls entstehenden Nachtheile werden Republik, so möchte ich doch an einige historische Thatsachen er-( 757), durch Tod, Ueberweisung an Krankenhäuser, Aufnahme ins den in Betracht kommenden Beamten zur Last gelegt innern. Ueber welche konservativen Leichen hinweg ist denn 1866 Waisenhaus, Umzug nach außerhalb, wegen Wiederverheirathung der werden. die Bertrümmerung einiger Monarchien erfolgt? Preußen hat Mutter, Besserung der Verhältnisse 2c. 1327( 1170), so daß bei Schluß. Den Betriebsvorsteher H., sowie die Herren St., K. und M. ja bamals ziemlich aufgeräumt.( Heiterkeit lints, Unruhe des Jahres, also am 31. März 1898( beziv. 97), noch 28 139( 27 027) beauftragen wir hiermit, sich durch geeignete Kontrolle von der rechts.) Weiter; haben Sie nicht in Ihrer eigenen Partei Leute, die Almosenempfänger und 9581( 9397) Pflegefinder in den Listen standen. Anwesenheit der diensthabenden Beamten in den Bureaus an Sonn- und empfohlen haben, unter die Sozialdemokraten zu gehen, wenn die Laufende Unterstügungen wurden durch die Kommiffionen Feiertagen von 2 Uhr Nachmittags bis 12 Uhr Abends zu überzeugen Regierung nicht Ihre Wünsche erfüllt? Jch erinnere Sie nur an gezahlt: an Almosen- Empfänger 4 601 856( 4 359 767) Mart in und etwaige Uebertretungen sofort der Direktion zu melden. Herrn Ruprecht aus Ransern; und Sie haben noch einen andern 382 218( 317 587) monatlichen Portionen also durchschnittlich Auch die Herren Bureauvorsteher ersuchen wir, sich gelegentlich von Herrn, der von den Ministern, die doch nur den Willen des Monarchen pro Monat 27 685( 26 446) Portionen von durchschnittlich 13,85 der ordnungsmäßigen Ausführung ihrer diesbezüglich gegebenen Bezum Ausdruck bringen, gesagt hat, sie könnten ihm sonst was".( 13,73) Mart( im Einzelfalle von unter 3 M. bis über 30 M.); fehle zu überführen. Berlin, den 12. Januar 1899. Die Direktion. ( Große Heiterfeit lints, Unruhe rechts.) Ihr alter Wahlspruch für Pflegetinder 711 977( 684 468) Mart in 111 212( 107 970) monat Starde. Stephan. bleibt eben:„ llnd der König absolut, wenn er unsern lichen Portionen also durchschnittlich pro Monat 9268( 8997) Man sieht, wie schwer es fich rächt, daß die Angestellten der 28illen thut". Da frage, ich, find wirklich die Herren Portionen von durchschnittlich 6,40( 6,34) Mart( im Einzelfalle Badetfahrt ihre Organisationspflicht nicht im genitgenden Maße erder Rechten in ihrer monarchischen Ueberzeugung solvon 3 bis über 10 M.). Diejenigen laufend Unterstützten, die erst füllen. rou Surch Glatteis wurden in der Nacht zum Sonntag in den Straßen Berlins erhebliche Verkehrsstörungen und zahlreiche Unfälle herbeigeführt. Profeffor Dr. Otto Harnack ist aus der Maison de santé als genesen entlassen worden und hat Sonnabend in Begleitung feiner Frau eine Reise nach Südtirol angetreten, um alsdann seine Lehrthätigkeit an der Technischen Hochschule in Darmstadt wieder aufzunehmen. hatte, angefallen und durch einen Messerstich in die linke Brust Moabiter Naturheil- Verein. Seute Abend 8%, Uhr im großen verlegt. In dem vorläufig entkommenen Thäter wird der vielfach Saale der Aktien- Brauerei Moabit, Thurmistr. 26, Ede Stromstraße. Dis: vorbestrafte Schlächter May Schulze vermuthet, der in der Verbrecher- fussions Abend. Arbeiter Bildungsverein für Mariendorf und Umgegend. Heute welt als Schindermar" bekannt ist. Abend 8 Uhr im Lokale des Herrn Lehmann, Tempelhof, Berlinerstr. 71, Lese- und Diskutier- Abend. Thema:" Die Volksschule und das preußische Junkerthum". Zahlreichen Besuch erwartet der Vorstand. Auf der Straße wurde am Sonntag Abend gegen 10 Uhr der 78 Jahre alte Seidenwirter David Knoll aus der Andreasstr. 41 vom Tode ereilt. Er befand sich in der Megerstraße, als er plötzlich zusammenbrach und todt liegen blieb. Vorübergehende nahmen sich der Leiche an und benachrichtigten die Polizei, von der Tages darauf die Angehörigen, die sich das Ausbleiben des alten Mannes nicht erklären fonnten, in Kenntniß gesezt wurden. Die Vorstände sowie Verwaltungsbeamten sämmtlicher Krankenfaffen Berlins werden hiermit zu der am Dienstag, den 31. 6. M., Abends Berliner Ressource", Kommandantenstr. 57 2 Uhr, in der In der Angelegenheit Mag Effer, über die wir dieser Tage Ordnung: 1. a) Jahresbericht der Bentral- Kommiffion: Herr E. Simastattfindenden Versammlung ganz ergebenst eingeladen. Tagesberichteten, veröffentlichen die Herren Vittor Hösch und Dr. Esser eine Erklärung, in der sie sagen: Die Unterzeichneten haben nie den nowsti; b) Kaffenbericht der Zentral- Kommission: Herr A. Dähne; Anspruch erhoben, als wissenschaftliche Geographen zu gelten, ihre Feuerbericht. Nach der„ Philharmonie" wurde die c) Funktionen der Zentral- Kommission: Herr Dr. R. Friedeberg; d) Neuwahl der Zentral- Kommission. 2. Antrag von fünf Krantenfassen zur Expeditionen in Kamerun und Angola dienten vornehmlich wirth- Feuerwehr Sonntag gegen Abend gerufen, da hier und zwar in dem Milderung einiger Härten des Krankenversicherungs- Gefeßes: Herr M. schaftlichen Zwecken, was allein schon aus dem Zusage zu dem Titel Theile an der Köthenerstraße ein kleiner Brand ausgebrochen Stuhlmann. 3. Besprechung resp. Beschlußfaffung über die von den Berliner des Eſſer'schen Reisebuches:„ Wirthschaftliche und Jagdstreifzüge" war. Der Fußboden und die Balkenlage unter der Kochmaschine Kassenärzten abzuhaltenden Vorträge in Krantenfaffenmitglieder- Berſammhervorgeht. Ebenso sagt Esser in den Anfangsworten seines Bor- hatten Feuer gefangen, das aber mit Leichtigkeit abgelöscht werden lungen: Herr Dr. Friedeberg. Da hier definitive endgültige Beſchlüſſe getrages:„ Wir hatten uns auf geographische Ortsaufnahmen nicht fonnte. Ein Alarm, der Mittags nach dem Brandenburger faßt werden, ist die Betheiligung einer jeben Krankenkasse erwünscht und im vorbereitet. Ich halte mich für verpflichtet, dies mit Rücksicht auf die Thor erfolgte, betraf einen durch Kurzschluß herbeigeführten Brand Intereſſe ihrer Mitglieder, wie ihrer gedeihlichen Entwickelung durchaus entworfene Stizze, bei welcher lediglich die auf Dienstleistungen im eines Affumulatorenwagens. Nachdem der Strom ausgeschaltet war, G. Gimanowati, Gartenstr. 78. Felddienst erworbenen Kenntnisse und Erfahrungen uns zu Hilfe fonnten die Flammen schnell beseitigt werden. Den Fahrgästen tamen, zu erklären." Viktor Hösch. Dr. Esser. drohte keinerlei Gefahr. Der Wagen mußte außer Betrieb gesetzt werden. Putbuserstraße 38 war in einer Schlächterei ein größerer Posten Fleisch in Brand gerathen, der erheblichen Schaden verursachte und die Mehr längere Zeit beschäftigte. Schwer verunglückt ist am Sonntag der diensthabende Bahnassistent Spielmann auf dem Vorortbahnhof der BerlinStettiner Eisenbahn, als der um 7 Uhr 40 Minuten fällige Zug nach Oranienburg sich eben in Bewegung setzte. Im legten Augen- direttors Dienet in der Marienkirche am Mittwoch, den 1. Februar, Orgelfonzert. Als Mitwirkende beim Orgelvortrag des Mufit blic schwang sich noch ein älterer Herr in ein Wagenabtheil, als Mittags 12 Uhr, werden genannt: Komtesse Hertha von Hardenberg, FräuSpielmann hinzusprang, um die Wagenthür zu schließen. Hierbei lein Marie Rabewald, der Violinist Herr Karl Meyer und Herr Karl Wendt. glitt er aus und kam so unglücklich zwischen Trittbrett und die Der Eintritt ist frei. steinerne Einfassung des Bahnsteigs zu liegen, daß es erst nach langen Bemühungen dem Bahnpersonal gelang, ihn freizumachen. Er wurde in seine Wohnung Wollinerstr. 23 gebracht. Der schnell gerufene Arzt hat schwere Fleischwunden festgestellt, die immerhin erhoffen lassen, daß Spielmann nach einigen Wochen Krankenlager fcinen Dienst wird wieder aufnehmen tönnen. b Aus den Nachbarorten. 9.09 erforderlich. Die Zentral- Kommission der Krankentassen Berlins. J. A.: Vermischkes. Aus Flatow in Westpreußen wird uns berichtet: Als die Frau ihres Gatten am Sonntag Morgen über das Geleise am Bahnhof des am Orte wohnhaften Oberamtmanns Petrich in Begleitung ging, um den 10 Uhr 15 Minuten nach Krojanke abfahrenden Zug zu benugen, wurde sie von einer Maschine erfaßt und sofort getödtet. Man 30g den Körper der Berunglückten in gräßlich ber stümmeltem Zustande unter den Rädern hervor. Beim Abtragen eines Berges, des sogenannten Apfelberges, Bildungsvereins erst am 8. Februar bei Klingenberg statt. In Wilmersdorf findet die Versammlung des Arbeiter- wurden, wie die„ Braunschwv. Neuesten Nachr." melden, am Montag in Wolfenbüttel drei Arbeiter durch herabstürzende Erdmassen ver Der in Mainz verhaftete Juwelendicb heißt H. Reif, ist erst steuer ergreift hier immer weitere Kreise. Wie aus dem JujeratenSpandau. Die Entrüstung über die neu eingeführte Kirchen- Schüttet. Als man die Verunglückten wieder zu Tage förderte, waren sie bereits todt. 23 Jahre alt und stammt aus einer geachteten Berliner Familie. theil dieser Nummer hervorgeht, wird am Mittwoch eine BoltsTron seiner Jugend hat er schon eine bewegte Bergangenheit hinter versammlung zu den Gelüsten der Kirchenbehörden Stellung nehmen. Erich v. Samson feuerte Sonnabend, wie das„ Echo der Gegenwart" Aus Aachen meldet der Telegraph: Der russische Student sich. Reif hat mehrere Jahre in Amerika gelebt und war in Brooklyn Zeitungsberichterstatter. Dort lernte er die Tochter einer Das Projekt der Errichtung einer ,, Prachtstraße" in meldet, auf den Rechtsanwalt Francken in dessen Amtsstube einen Wohlhabenden Familie kennen und überredete sie, mit ihm nach Deutsch Wilmersdorf kann nummehr als enbgiltig gescheitert be- Revolverschuß ab, durch welchen Francen schwer verletzt wurde. Willint auf und als ihm die Geldmittel ausgingen, verübte er bei in privatem Befize befindlichem Terrain an der Nachod-, Bariſer- unzurechnungsfähig freigesprochen. Samson hat die That anscheinend In Dresden trat er unter dem Namen trachtet werden. Zur Anlage besagter Straße war die Hergabe von Durch einen zweiten Schuß tödte fich Samson selbst. Franden hatte Samson wegen Beleidigung angeklagt, Samson wurde jedoch als dem Hof- Juwelier Man den schon gemeldeten Juwelen- Diebstahl, und Meierottostraße erforderlich, für welches die Besitzer die kleinig in einem Anfalle von Geistesgestörtheit verübt. Samson studierte wobei ihm Juwelen im Werthe von ca. 10 000 m. in die Hände feit von 3-400 000 M. Entschädigung beanspruchten. Die Unterfielen. Sierauf reiste er mit seiner Geliebten nach Mainz und vernehmer der projektirt gewefenen Prachtstraße haben sich indessen am Polytechnikum zu Aachen. Der Prozeß, der für ihn die Ursache suchte die Juwelen dort zu verpfänden. Hierbei wurde er aber ab nicht entschließen können, die geforderte Summe zu zahlen, und sa abgab, auf den gegnerischen Anwalt ein Attentat zu berüben, drehte gefaßt und verhaftet. Die junge Amerikanerin, die mit ihm reiste auch die Gemeinde sich hierzu in keiner Weise veranlaßt sieht, so für den der Schneider des Studenten Bezahlung haben wollte. ich nach einer privaten Weldung, die uns zuging, um einen Anzug, und angeblich von der verbrecherischen Thätigkeit ihres Geliebten muß nun Deutsch- Wilmersdorf sich ohne„ Prachtstraße" behelfen. Samson weigerte sich zu zahlen, weil ihm der Anzug seiner Meinung feine Kenntniß hatte, wurde zuerst auf freien Fuß gefeßt, dann aber auch in Haft genommen. Weißenfee. Marg und Engels haben's ihnen angethan, näm- nach nicht faß. Durch den abgefeuerten Schuß wurde das Knie des Von den in Dresden gestohlenen lich den Helden der hiesigen Barbierimuug. Weil in deren bis- Rechtsanwalts zerschmettert; die Verwundung soll jedoch nicht lebensBrillanten fehlten mir ein Paar Ohrringe, die Reif bereits ver- herigem Verkehrslokal, bei Spedmann, Königs- Chaussee, die gefährlich sein. tauft hatte. Bilder der beiden Geistesheroen aushingen, beschlossen die Mitglieder Mit einem Selbstmordverfuch endete der Sektrausch eines der Innung dort nicht mehr ihre Sigungen abzuhalten. Ein Beweis, Ein größeres ll ng lid ereignete fich gestern in dem am See ge Aus Guesen wird der Kreuz- 8tg." vom 28. Januar berichtet: jungen Mannes, der wenige Minuten vorher noch im Kreise fröh- wie sehr die Herren bestrebt sind, das in ihren Köpfen anheimelnde legenen Gawell'schen Etablissement, in welchem ein Bataillon des licher Becher geweilt hatte. Zu den Besuchern eines großen Masten- Dunkel feiner gefährdenden Einwirkung auszusetzen. Daß 49. Infanterie- Regiments seine Feier zum Geburtstage des Kaisers balles in der Karlstraße zählte in der Nacht zum Sonntag der in die Zustände des Nordens von Berlin in jeder Beziehung einem Bautgeschäft angestellte Emil H. Der junge Mann hatte in denen des Westens der Stadt nachstehen, dürfte allgemein abhielt. Der große Saal, in welchem die Feier vor angetrunkenem Zustande eine Ballbesucherin belästigt und war von bekannt sein, und daß die Klagen der Bewohner dieser Stadttheile, sich ging, ist ein über dem Wasser auf Pfählen dem Begleiter derfelben geohrfeigt worden. Im nächsten Augenblick sowie der angrenzenden Vororte nicht mit allzu großem Entgegen- der den errichtetes Gebäude. Unter der aut großen Last war das Paar jedoch in dem Maskengewühl verschwunden, H. war tommen behandelt werden, ist ebenfalls feststehend. Von einer Bergab plöglich, während auf der Bühne gerade ein Theaterstück Saal dicht füllenden Soldaten und ihrer Gäste num garnicht zu beruhigen, er riß sich von den Freunden los und wöhnung kann man also bei irgend welchen auftauchenden Klagen vorgeführt wurde, der Fußboden auf einer Seite nach. Alles stürzte rannte spornstreichs die Karlstraße hinab bis zur nächsten Spreebrüde, nicht reden. Lebhaften Unwillen erregt, namentlich bei dem in diefem in wilder Sast nach den Ausgängen. In dem Gedränge wurden von der aus er sich in die Fluthen stürzte. Das eiskalte Waffer Winter herrschenden nassen Wetter, der Zustand des noch nicht regu- viele Personen, theilweise schwer verlegt. aber scheint H. bald ernüchtert zu haben, er schwamm zur Landungs- lirten Theiles der Greifswalderstraße. Die nach Taufenden ist noch nicht festgestellt, getödtet wurde jedoch niemand. Der Die Zahl der Verletzten treppe und kam zähneklappernd wieder ans Ufer. Hier brach er zählenden Weißenseer Arbeiter, welche Morgens und Abends den bewußtlos zusammen und wurde nach einent Krankenhause gebracht. Weg vom Wohnorte zur Ningbahn und zurück gehen müſſen, tönnen fahlbau, der das Unglück verursachte, war vor ungefähr fieben Jahren im Anschluß an zwei Säle zunächst als Kolonnade über Schreckliche Brandwunden erlitt Montag früh 8 Uhr die 16jähr. von dem auf den Fußwegen dieser Straße herrschenden Schmutz ein dem See errichtet worden und war im Sommer ein herrlicher Meta Rush, die in der mechanischen Werkstatt und Gravir- bestimmt möglich, hier Abhilfe zu schaffen. Oder sollten diejenigen artiges zu schaffen und den größten Saal in der Stadt zu Lied fingen. Bei einigermaßen gutem Willen ist es ganz Aufenthaltsort. Das Bestreben des Besizers, etwas Eigen Anstalt von W. Heidenhain, Prinzenstr. 22, beschäftigt war. recht haben, die der Meinung Ausdruck geben, daß man erſt Sie hatte in einem fleinen Zimmer des im zweiten Stock belegenen einige fürstliche Palais nach hier verpflanzen müsse, bevor an eine besigen, bewog ihn später, die Kolonnade in einen Saal zu verwandeln, Fabritraumes Metallschablonen zu reinigen, was mit Petroleum ge= und die Seeseite wurde nun durch eine mit vielen Fenstern versehene schah. Bei dieser Verrichtung sind früher schon wiederholt kleine enderung dieser Zustände zu denken wäre? Die Antisemiten Brände in dieser Fabrit entstanden, die aber stets im Keim ersticht scheinen ihre ausgesprochene Absicht, die Sozialdemokraten von war dadurch zu einem recht schönen Festlokale geworden und hat Wand geschlossen. Der neue Raum zusammen mit den alten Sälen wurden und keinerlei Berlegungen herbeiführten. Wie diesmal das ernstlich durchführen zu wollen. Für nächsten Mittwoch ist von diesen traten barin wiederholt auf. Nach einigen Jahren verzog fich das Weißensee im Handumdrehen in Judenfresser zu verwandeln, oft große Versammlungen aufgenommen. Auch Theatergesellschaften Unglück geschah, tonnte noch nicht festgestellt werden, 8 die Schwerverletzte sich allein in dem Zimmer befand, ſonderbaren Schwärmern wiederum eine Volksversammlung nach Gebäude jedoch schon und zeigte bedenklich geschwungene Linien. während mehrere Arbeiterinnen in den anstoßenden Fabrikräumen Hähling's Lokal einberufen worden. Solches zu machen, ist natürlich Das ging so weit, daß im Herbst v. J. polizeilich die Benutzung des hantirten. Kurz nach 8 Uhr stürzte die Rusch lichterloh brennend ihr gutes Recht, daß diese Herren aber die ihnen eigene Naivetät Pfahlbaues verboten wurde. Die Pfähle, auf welche sich das Geund um Hilfe schreiend aus ihrem Zimmer, die Treppe hinab. Zwei und Beschränktheit auch bei sozialdemokratischen Arbeitern voraus- bäude stügt, scheinen inzwischen morsch geworden zu sein. Das Arbeiter, die gerade die Treppe herauffamen, rissen das brennende fezen, hätte man ihnen nicht zutrauen sollen. Mädchen zu Boden und erstickten durch Aufwerfen von KleidungsUnglüd, welches sich gestern ereignete, ist darauf zurückzuführen, daß drei von den Phälen nachgegeben haben. ſtücken die Flammen. Es hatte jedoch namentlich an den Händen und am Halse so starke Brandwunden erlitten, daß es nach Anlegung eines Nothverbandes von den Samaritern der Feuerwehr nach dem Krankenhause am Urban geschafft werden mußte. Das entstandene Feuer beschädigte den Fußboden und die Dede, konnte aber von der Wehr bald abgelöscht werden. Witterungsübersicht vom 30. Januar 1899, Morgens 8 Uhr. Stationen Wetter Stationen Barometerstand mm Wind: richtung Windstärke In Friedrichshagen wird nach einem von der Aufsichtsbehörde genehmigten Tarif eine Sturtage erhoben. In dem Ortsstatut befindet sich auch die Bestimmung, daß gegen die Heranziehung zur Kurtage das Verwaltungsstreitverfahren beschritten werden könne. Zwei Berliner Magistratssekretäre, die im Jahre 1897 in Friedrichshagen Sommerwohnung inne hatten, machten von dieser Bestimmung Gebrauch und flagten beim Kreisausschuß des Kreises Das Polizeipräsidium theilt mit: Der bereits seit Monaten wies die Kläger aus materiellen Gründen ab. Insbesondere nahm Niederbarnim auf Freistellung von der Kurtare. Das Kreisgericht von der Kriminalpolizei gesuchte Rechtskonsulent Franz Deter, es an, daß Friedrichshagen ein Kurort sei. Bezirksausschuß und Swinemde. 760 923 15lb.bed.- 3 Haparanda 747 Still welcher in der Nähe des Kriminalgerichtsgebäudes ein Rechtsbureau Ober- Verwaltungsgericht erkannten dann ebenfalls zu Ungunsten der Hamburg besaß, dort jedoch nie anzutreffen war, ist Sonnabend verhaftet Kläger, indessen aus einem ganz anderen Grunde. Sie erklärten es Berlin worden. Deter hat zunächst eine wegen Betruges gegen ihn er für unzulässig, die heranziehung zur Kurtage im Ver- Wiesbaden 760 S tanute Gefängnißstrafe von 9 Monaten zu verbüßen, außerdem waltungsstreitberfahren anzufechten. Das Ober- Ver- München liegen gegen ihn neue Anzeigen wegen Betruges vor. Da mit Be- waltungsgericht führte aus, die Kurtare gehöre nach ihrem Wesen stimmtheit anzunehmen ist, daß Deter noch eine größere Anzahl nicht zu den Steuern und sie sei auch keine Gebühr im Sinne des Betrügereien begangen hat, die bisher noch nicht zur Kenntniß der Kommunal- Abgabengejeges. Die Kläger hätten sich an die ordent Behörden gelangt sind, so wird denjenigen Personen, die fich von lichen Gerichte wenden müssen. ihm betrogen glauben, empfohlen, etwaige Anzeigen im nächsten Polizeirevier oder bei der Kriminalpolizei zu erstatten. Aus Groß- Lichterfelde wird uns berichtet: Einen guten Fang machte in vergangener Woche der hiesige Polizeikommissar Mohr. Durch einen Einbruchsdiebstahl wurden in der Nacht zum Dieser Beamte begegnete an einem Abend in der Stegligerstraße Montag die Räumlichkeiten des Schuhwaaren- Geschäfts der Wittwe einer Frauensperson, in welcher er eine aus Lichterfelde ausgewiesene Brick in der Seydelstr. 29 heimgesucht. Den Dieben, die zwei mit Prostituirte vermuthete; er sprach sie an und bedeutete ihr, schleunigst Sicherheitsschlössern versehene Doppelthüren durchbrachen, fiel eine den Ort zu verlassen. Die Person widersprach jedoch, und dabei fiel Wien 761 Still 758 2 Wetter Temp. n. 6. 167= 90 91 Hlb. bed. 1Schnee- 14 3wolfig 6 2 bebedt 3 Nebel 1 Petersburg 754 Nebel-1 Cort 764 NNO 1 bedeckt-1 Aberdeen 765 NW 2Nebel-6 Paris 758 OSO 2Schnee- L 758 92 1 bedeckt Wetter Prognose für Dienstag, den 31. Januar 1899. Zunächst ziemlich heiter, etwas tälter bei mäßigen westlichen Winden; nachher neue Erwärmung, Trübung und geringe Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Beim Monatswechsel empfehlen sich folgende Partei- Speditionen: Beute im Werthe von ca. 2000 m. in die Hände. Von den Thätern dem Polizeibeamten der männliche Ton der Sprache auf Arabe 30, of II. Die Berlin vierter Wahlkreis O.: Robert Wengels, Fruchts fehlt bis jetzt jede Spur. Für den Schaden hat eine Versicherungs- Dame" wurde festgenommen und entpuppte sich auf der Wache gesellschaft aufzukommen. der Kellner Karl Röseler aus Berlin. Röseler ist ein vielfach Ein größerer Fabrikbrand brach Sonnabend Abend gegen vorbestrafter Mann, der am 3. d. M. aus der Strafanstalt Glas 10 1hr in der Belzwaarenfabrik von Steinlein u. Ludwig, entlassen worden war, wo er eine zweijährige Gefängnißstrafe wegen Prenzlauer str. 42 aus. Die im ersten und zweiten Stock be- Erpressung und widernatürlicher Unzucht zu verbüßen hatte. Der findlichen Rohstoffe und fertigen Fabrikate wurden theils durch die Verhaftete wurde der Berliner Polizei zugeführt. Flammen, theils durch das Wasser entwerthet beziehungsweise zerstört. Der entstandene Schaden ist erheblich, aber durch Versicherung gedeckt. Am Sonntag waren außerdem noch mehrere fleinere Versammlungen. am SO.: Friz Thiel, Stalizerstr. 35 v. part. Sechster Wahlkreis( Moabit): Sarl Anders, SalzwedelerVorstadt: Emil Stolzenburg, Wiesenstraße 14. straße 8, part. im Laden. Wedding und Oranienburger Gesundbrunnen: Wilhelm Gaßmann, Grünthalerstr. 64/65.- Rosenthaler Vorstadt und Schönhauser Vorstadt: Karl Mars, Kastanien Allee 95/96. Charlottenburg: Gustav Scharnberg, Schillerstr. 94, v. 1 Treppe. Deutsch- Wilmersdorf: Frau Kübler, Sigmaringenstr. 34, und Frau Heinemann, Sigmaringenstr. 35.( Hier ist auch die Brandenburgische Volks- Zeitung" zu Brände abzulöschen und zwar Friedrichstr. 101 ein Zimmer- Charlottenburg. erhalten.) Rixdorf: Ostermann, Erkstraße 6. SchöneIm Lokale„ Bismardshöhe" fand berg: Wilhelm Bäumler, Belzigerstr. 59, Seitenflügel part. straße 13 in einer Tischlerei Hobelspähne in Flammen aufgingen. Der Keßler über folgendes Thema referirte: Wie und warum ftellen:' Nieder- Schöneweide: Karl Weber, Bigarrengeschäft. Johannis brand und Butbuferstr. 13 ein Kellerbrand, während Mulack- 25. 5. Wits. eine öffentliche Bauhandwerker- Versammlung statt, in Johannisthal- Nieder- und Ober- Schöneweide: Otto John, Ober- Schöneweide, Siemensstraße 7, Bigarrengeschäft. AnnahmeHagelsbergerstr. 39 brannten Fußboden und die Balkenlage. organisiren wir uns? Auf Rirdorfer Gebiet wurde die Feuerwehr gerufen, da Schinke Gewerkschafts- Organisation und empfiehlt das Vertrauensmänner- Bernjee, Kirchstraße 15 in Friedenau. Bestellungen nehmen entgegen in Redner erläuterte die Entstehung der that: Senftleben, Restaurateur. Friedenau- Steglitz:. ſtraße 10-11 in einer Tischlerei ein kleiner Brand ausgebrochen System, da bei einer solchen Organisation auch Politik getrieben Steglitz: S. Mohr, Düppelstraße 8, und& r. Schellhaſe hom var. Hornstr. 7 brannten Gardinen und ein Korb mit Baumschulenweg: God el, Baumschulstr. 32 v. III. Wäsche. Wolliner str. 68 ging ein Posten Holz in einer Bäderei werden könne, was im Verbande nicht gestattet ist. Diese Ansicht straße 15a. vertrat auch der Maurer Kater, wohingegen W. Schulze und Werte dort zu haben. Auch werden Juserate für den Vorwärts Außerdem find sämmtliche Parteiliteratur sowie alle wissenschaftlichen in Flammen auf. Maurer für unmoralisch bezeichneten und gegen die Ausführungen Schönborn die Handlungsweise der Berliner lokalorganisirten entgegengenommen. Seßler's und Kater's polemifirten. Nachdem sich noch mehrere Rebner gegen die Taktik der Lokalisten ausgesprochen hatten, tamen folgende Refolutionen mit großer Majorität zur Annahme: 1. Die Versammlung berurtheilt es entschieden, daß einige unbekannte Bersonen sich unterstanden haben, hier eine Versammlung einzuberufen, ohne die Vertrauensleute davon in Kenntniß zu sehen. Sie wünschen, daß dies in Zukunft unterbleibe. Fener im Residenz- Theater. Montag Nachmittag erging de Ruf Mittelfeuer" vom Residenz- Theater aus. Es zeigte sich jedoch, daß eine Gefahr für das Theater nicht vorhanden war. Einige Arbeiter hatten eine Regenvorrichtung für die Bühne herzustellen, wobei ein dides Theerseil aus noch nicht ermittelter Ursache in Brand gerieth, der auch einige Verschläge unter der Bühnenhaustreppe er be faßte. Beim Eintreffen der Feuerwehr war jedoch schon die Gefahr bereits beseitigt. Der Oberkutscher Kennig bei dem Fuhrherrn Werner in der 2. Die Versammlung verpflichtet sich, dem Zentralverband Simeonstraße 10 wurde Sonntag früh bei seinem Besuch der deutscher Maurer treu zu bleiben und ständig für denselben zu Stallungen von einem Menschen, der dort auscheinend genächtigt lagitiren. buld dringend gebeten. Um genaue Angabe der Adresse wird Bitte ausschneiden! Ehrenerklärung. gegen Frau Nehe zurück und erkläre Hiermit nehme ich die Beleidigung dieselbe als anständige Frau. W. Schuppan. Betten, schöner Stand, neu, fof. 20 M. Nitterstr. 118, v. 2 r. t. Ed- Destillation und Fremdenlogis, 3. verk. Näh. Görlitzerstr. 63, Cig Lad. rentabl. Geschäft, krankheitsh. sof. bill. Nußbaum- Einrichtung, wenig gebraucht, Sopha, Bettstellen, Schränke und Anderes billigst verfäuss lich Admiralstr. 8, vorn I lints. *** Warenhaus A. Wertheim * Berlin, Leipzigerstr.132/ 33 Probeerd bentofrel. Rosenthalerstr. 27/29, 54/55 Oranienstr. 53/54 Elsasser Hemdentuch, ca. 80 cm breit, Meter 30 Pf. Elsasser Linon, Stück von 20 Mtr. 5.75 Mk. breit, Meter 35 Pf. 6.75 Mk. Stück von 20 Meter Bettsatin, modern. Streifenmust., cm # Versand- Abteilung u. Preislisten KüchenVorgezeichnet * WirtschaftsSchürzen gestreift Satin mit Tasche Hunger ist der Handtücher არ beste Koch ca. 80 cm 95 Pf. 55 Pf. Ginghamschürzen gestreift 90 Pf. 1 Mk. Wirtschaftsschürzen cm breit, Mtr. 50, breit, Mtr. 80 Pr. Tischläufer mit Hohl- 1 Mk. Dowlas und Cretonne für Bettlaken, 95 Pf. ca. 160 cm breit, Meter Bettköper, rot/ rosa gestreift, federdicht, ca. 84 cm breit, Mtr. ca. 130 cm breit, Meter 1 MK Mk 1.55 Mk. Engl. BatistTaschentücher, mit buntem Hohlsaum, Dutzend 2.75 Mk. STaschentücher, mit bunt bedrucktem 1.40 Mk. Rande, Dutzend Linon- Taschentücher mit bunter Kante, Dutzend 2.75, saum, vorgezeichnet Wirtschaftsschürzen Tablettedecken mit 20 pf. weiss, mit u. ohne Achselband Hohlsaum, vorgez. 28, Bestecktaschen, für 12 Paar, vorgezeich. 1.50 Mk. Damen- Korsetts, Satin Drell mit aufgesetztem Gurt und Stahl- 2.75 Mk. stangen Drell, halbhoch 3.50M. HerrenOberhemden mit glattem ieinenen Einsatz 4.50, 3.25 Mk. Knaben- Oberhemden 2.50 Mk. 2 Mk. Herren- Kragen in allen 30 Pf. Küchen- Handtücher, 3.50Mk. Dutzend 6., 4.50, Stuben- Handtücher, 5.50Mk. Dutzend 6.Regenschirme für Damen und Herren, 2.75 Mk. Gloria mit Futteral Halbseide mit Futteral 5.25 Mk. und Paragongestell Portemonnaie für Herren und Damen, Saffianleder aus einem Stück 1.40 Mk. Sport- Portemonnaies, ( Reitertäschchen) 2 Mk. Moutonleder 2.50, Columbus- Tasche, schwarz Ledertuch, in 3 Grössen zu verwandeln 2.75 Mk. Grösse I. Grösse III. PhotographieRahmen, bronziert oder grün patiniert, Kabinett 30 Pf, Visit 20 Pf. Likör- Service, bronziertes Tablette mit 6 Gläsern 375 75 P. Bowlenkühler mit Eiseinsatz, Kupfer galvanisiert 9.50 Mk. Tischlampe, galvanisierter Fuss, 14" Brenner Formen 55, 40, Batist Kravatten, weiss mit Achselband Gingham 1.60 Mk. gestreift Satin 1.50 Mk. Blaudruckschürzen mit Bordüre Damen- GlacéHandschuhe, farbig 1 MK. 95 PP. DamenSalon- Schuhe Kalblackleder 3.25 Mk., Gems- 2.50MK. leder 25, 15 Pf. Damen- Filzschuhe 1.35 Mk. Herren- Kravatten, hell und dunkel gemustert 2.25, 1.75, Gummischuhe f. Damen Schleifen 40 pf. Regattes 40 Pf. 3.50,3.15 1.90, Heren 3.40 Mk. 70, 85, Kaffeeservice, Tafelservice, Porzellan, verschiedene Formen Blumenmuster 16 Teile f. 12 Pers. 5.50MK. Porzellan m. Blumen- u. Golddekor., 40 Teile 30 Mk. 6.12 40 M f. 6 Pers. 60 Teile Mk. f. 12Pers. Blumentöpfe, Majolika 1.10MK. mit modern. Blumenmust. Vernickeltes Service für Kaffee u. Thee, 5Teile 9.75 Mk. Tablette mit durchbrochen. Rande und dekorirter Fayence- Platte 95 Pf. Reibemaschinen, 3.25, 2.75, 1.25 Mk. Emaille- Eimer, mit Deckel, dekoriert 2.25 Mk. Kinder- Bettstelle 2.25 MK. mit einem abschlagbarem Seitenbronziert m. Rollen 4.60 Atelier- Staffelei braun gebeizt 3.50 Mk. Paravents DamenHemden, Hemdentuch mit Spitze, Achselschluss 1.75, Priesenform 1.50 MK. Mit Handstickerei 3 Mk. Parchend Beinkleider Korsettschoner, weiss und farbig 60, 33, 15 Pf. Seidene Kopffichus in verschiedenen 1.25 Mk. Farben 3.25, 2.40, mit Stickerei 2.- 1.90, 1.45 Mk. Ball- Echarpes mit Spitze Nachtjacken, Parchend mit Stickerei in verschiedenen 2.25 Mk. Farben 5, 3.50, 2.25, mit Spitze 1.50, 1.30 Mk. Damenstrümpfe, Parchendröcke, weiss, m. Handlanguett. 2.50 Mk. 3.-, mit Spitze Stickereiröcke, mit gemustert. Stoffeinsätzen verschied. für Ausführungen 15, 12, 10.75, 8.75 Mk. Bauerntische, massiv Eiche, 3 Grössen 10.50, 5.75, 4.50 MK. DamenSchreibTisch, amerikan. Eiche, grün, rot und braun 28 Mk. AquarelldruckBild, Landschaften in grün mit Gold verzierten Rahmen, Gr. ca. 44/74 cm, hohes und langes Format 2,75 MK. Eiserne Bettstelle 3.25, 2.50, 1.75 Mk Herren- Hüte. Filz, schwarz und farbig 4.75, 3.-, 2.40 Mk. HerrenBeinkleider, grau gestreift schwarz, englische 30 Pf. Länge 65, 42, Damenschleife, farbiger Seidenchiffon 90, 65 Pf. Damen- Jabot mit seidener Spitze 1.50 MK. Buckskin 6, 3Mk. Gesichtsmasken Knabenfür Damen und Herren, 12 Pf. Atlas 25, Gaze Armspangen 35, 20, 15 Pf. Anzüge, Münzenketten 38, 25, 18 Pf. dunkelblau mit Diademe 60, 45 Pf. Satin- Ueberkrag. Damen- Strumpfhalter 50Pf. für ca. 2-8 Jahre, 8.- 7.50, 7.-, 6.50, 6.-, 5.50 Mk. Platina- Brennapparat Holzbrand- Malerei 7 MY. 9.- 9 Operngläser, Perlmutter 10.-, schwarz 6 M Mk. Elektr. Feuerzeuge m.Uhrhalter 16.75 11.25 Mk. Bürsten- Körbe 45 Pf. Papierkörbe 90 Pf. Handtuchhalter, 90.Pf. Nussbaum imitiert 90 Pf HolzVogelkäfig mit Glasscheiben 2.90 Mk. Ständer dazu Nussbaum imitiert. 4.75 Mk. i Divandecke. Fantasiestoff mit Fransen, persisch. teile, doppelzen Spielen 17Mk. doppelten, bronziert 9 Mk. Muster 140 x 190 cm 7.50 Mk. mit Gurt Schweissblätter mit Gummi 28, 23, 20 Pf. Tourniquet- Zwirn, 20 Pf. best. Fabrikat, 3 Knäule Taschen- Uhren Herren- Uhren Stahl Silber 6.50 Mk. 11.50 Mk. Damen- Uhren 6 Mk. 10.50 Mk. Wecker- Uhren 1.95 Mk. Mit Repetier- Wecker 2.50 Mk. ** Silb. Broche verschied. Formen 35 Pf. Mosaik- Broche verschied. 75 Pf. Formen Damen- Uhrkette ( Halskette) vergoldet 2.85 Mk. mit Perlen 3.50 Mk. Augesta Reach AugustaKochbuch, 472 Seiten mit über 1000 Kochrezepten, elegant gebunden 85 Pf. Ueber den Wellen, Walzer v. Juventino Rosas, 24 Pf. für Klavier zu 2 Händen Knallbonbons 15 PP Dutzend 38, Reine pilirte FETTSEIFE inassarlichangiamengelucht Pf. FamilienFettseife 5 Stück 55 Pf. Indische Blumen- Seife Jadische Blumenseife AWERTHEIM BERLIN 3 Stück 1.25 MK, 444 Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Ir. 26. 16. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Versammlungen. Reinickendorf. Am 22. Januar hatte der Arbeiter- Bildungsverein Zukunft" seine Generalversammlung anberaumt. Nachdem der Vorstand Bericht erstattet, schritt man zur Wahl des gesammten Vorstandes, der einstimmig wiedergewählt wurde. Zum Schluß wurde nachfolgende Resolution einstimmig angenommen:" Die Versammlung verurtheilt aufs schärfste das Verhalten des Herrn August Scherl vom„ Berliner Lokal- Anzeiger" gegen seine Angestellten und richtet einen App ell an die Arbeiterschaft von Reinickendorf, diesen Angriff auf das Koalitionsrecht der Arbeiter dadurch zu beantworten, daß überall der Berliner Lokal- Anzeiger" aus den Kreisen der Arbeiter verschwindet. " Arbeiter: Sängerbund Berlins und der Umgegend. Vorsitzender: Adol Neumann, Brunnenstr. 150. Alle Aenderungen im Vereinskalender find zu richten an Friedr. Kortum, Manteuffelstr. 50, vorn II. Dienstag, abends 9-11: Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder: Steineiche", Klap: schuß, Manteuffelstr. 91. Senefelder I". Schiller, Rosenthalerstr. 57. Gerechtigkeit"( Westen), Werner, Bülowstr. 59." Olympia", Streit, Naunynſtr. 86. Hand in Hand I", Drathschmidt, Skalizerstr. 102. Kreuzberg", Eckhardt, Solmsstr. 5. Edelweiß", Stehmann, Melchiorstr. 15. Echo II", Mündner, Linienstr. 19. Wiederhall", Schnieber, Admiral ftraße 21. Freiheit II", Herrguth, Adlershof, Oppenstraße. Myrthen blätter", Blume, Prenzlauer Allee 14. Unverzagt II", Beusselstr. 9. Freies Lied", Friedrichsberg, Schuhmann, Frankfurter Allee 181. Rothe Nelke I", Obst, Schöneberg, Grunewaldstr. 110. Rothe Nelte II"," Rosin, Ruppinerstr. 42. Vorwärts IV", Engel, Rathenow, Jägerstr. 25. Alpenglocke", Gold, Große Frankfurterstr. 133.„ Eichenkranz", Jean Boillon, Prenzlau, Schnellestr. 67.- ,, Weddinger Harmonic", Milbrodt, Müller: Straße 7a. Vorwärts VIII", Schurbaum, Marwig in der Mark." Freie Sänger III", Heegermühle bei Eberswalde." Frohsinn I", Mertens, Rummelsburg, Goethe: und Kantstraßen- Ecke. Atazie"( gemischter Chor), Megner, Oranienſtr. 184. Sangeslust II", Bergmann, Basewalker straße 3. Weiße Rose", Malchin, Reinickendorf, Residenzstr. 101a. Arbeiter: Maibund", Hiemke, Nowawes, Wallstraße. Alliance" ( Maler), Restaurant, Kaiser Franz Grenadierplatz 7. Glas: Für den Inhalt der Juserate übernimmt die Redaktion dem " 1 Central Theater Direktion: José Ferenczy. Publikum gegenüber keinerlei Die Puppe( La Poupée) Verantwortung. Thraker. Dienstag, 31. Januar. Opernhaus. Der Prophet. Anfang 72 Uhr. Schauspielhaus. Wallenstein's Tod. Anfang 72 Uhr. Operette in 3 Aften und einem Vorspiel von Ordonneau und Sturgeß. Musik von Ed. Audran. Morgen und folgende Tage: Die Puppe( La Poupée). Sonntag Nachmittag zu halben Preisen: Die schöne Helena. Operette in 3 Akten von J. Offenbach. Deutsches. Cyrano von Bergerac. Enisen- Theater Anfang 72 Uhr. Leffing. Die Beche. Unter blonden Bestien. Ein Ehrenhandel. Liebes: " 1 " " Dienflag, 31. Januar 1899. " arbeiter", Zeidler, Köpenick, Müggelheimstraße 29.„ Esmeralda", Flugtaubenv.„ Vorwärts- Nord", Ackerstr. 17, Reuter. Vergnügungsv. Baatz, Cotheniusstraße 3. Kreuzberger Harmonie", Möhring, Admiral Fortuna", Blumenstr. 36, Weiß. Musikv.„ Norddeutsche Klänge", Swine: straße 18 c. Sangesblüthen", Böttcher, Strautstr. 6. Melodia II", münderstraße 51, Renter.- Musikv.„ Tusch", Nebelin, Langestr. 108. Musikv. Bappel- Allee 114. Nord- Ost", Göbel, Landsberger Allee 156. Alpen Einigkeit", Grünthalerstr. 3, Hemmerling. Quartettv.„ Wedding", Chauffee: glühen", Klopsch, Faldenſteinſtr. 38. Freie Feldblume", Vatterroth, Sta straße 72, Meißner. Theaterv.„ Concordia", Elisabethstr. 30, Scholz. lizerſtr. 51/52. Grüne Giche", Babenschneider, Rixdorf, Hermannstr. 197. Wünsch'scher gem. Chor", Rosenthalerstr. 57, Schiller.- Gefelliger Slub„ Don Freiheitsklänge I", Sommer, Grünstr. 20. Harmonie III", Banjelow, Juan", Lindenstr. 106, 3ubeil.- Vergnügungsv. ,, Feldblume", Manteuffelstr. 9, Rixdorf, Kirchhofstr. 29. roth"( gem. Chor), Rummelsburg, Thiele, Türrschmidt- und Mozartstraßen Lehrl.- Abth. abds. 8½ Uhr, Blumenstr. 63 a. Einig", Scheere, Blumenstr. 38. Morgen: Nawad. Gesangv. ,, Schildhorn", Usedomstr. 33, Olböter.- Turnv.„ Osten", Gɗe. Cäcilia"( gem. Chor), Brandenburg a./H., Bettermann, Wilhelms: Aderstr. 144, Vorst. Kasino. Theater. Afchenbrübel II, Musikv. dorferstr. 111. " Thalia", Stalizerstr. 95, Jechow. Ruf", Kieburg, Dresdenerstr. 58. Schneeglöckchen II", Musikv. Preziosa", Schädler, Putbuserstr. 32. Stattlub Schlechte Potsdamt, Vogt, Spandauerstr. 33." Tertilia", Restaurant Waldemar: Karte", Rattner, Oberbaumstr. 5. Mundharmonikaverein Symphonie", straße 27." Froh- Hoffnung", Faller, Pallasstr. 16. Byra II", Char: Freund, Schulstr. 104. Gesangv. Endlich Vereint"( gem. Chor), Schwarz, lottenburg, Bartsch, Seesenheimerstr. 11. Elsasserstr. 16. Gesangv. Maiglöckchen Nord", Krauz, Dunkerstr. 8. Arbeiter- Rancherbund Berlins und der Umgegend. Renderungen Arbeiter- Theaterverein„ Charlottenburger Bühnentlub", Bayer, Charlotten im Vereinskalender sind zu richten an Hermann Braunschweig, Dresdener: burg, Wallstr. 96. Ihn'scher Gesangverein„ Humor", Mann, Strausberger straße 80, 2. Hof. Dienstag: Rauchil.„ Eldorado", Grüner Weg 120, straße 3. Bitherklub Frohsinn", Zimmermann, Grüner Weg 29. Ebeling. Grüne Eiche", Urbanstr. 87, Grieger. Ambalema", Forster Arbeiter- Turnb. Weißensee", Uebungsstunde abends 8-10 Uhr Albrechtsftraße 19, del. Neuer Berliner Rauchklub", Reichenbergerstr. 146, hof, Parkstraße. Drogge. Phönir". Schöneberg, Hauptstraße 97, Donath. Arbeiter Schwimmerbund. Anfragen an E. Bratke, Schulstr. 24. " Domingo", Waldemarstr. 16, Tauchert. Rothe Rose", Boechstr. 21, Dienstag: Schwimmklub Vorwärts". Uebungsstunde abends 7 Uhr, Krebs. Kollegia", Reichenbergerstr. 157, Bergner. Ginigfeit I", Bad der Wasserfreunde, Kommandantenſtr. 7/8. Rirdorf, Münchenerstr. 49. Rauchan", Simeonftr. 13, Nitsche. Kamerun", Weidenweg 22, Fialkowsky.-" Palmerio", Lamprecht, Stastanien: 8-10 thr: 2. Männerabth.: Stalizerstr. 55/56; 4. Männerabth.: Stephan: nien Arbeiter Turnerbund. Dienstag: Tummy. Fichte“, Berlin, abbs, Allee 95. Korea" Weidenweg 90, Junge." Waldmeister", Marienburgerstraße 3; 5. Männerabth.: Aderstr. 67; 6. Männerabth.: Stallschreiberstr. 54; straße 16, Göz.„ Neuer Hain", Langenbeckstr. 4, Techtmeier. Bruder 1. Lehrlings abth.: Friedenstr. 37; 3. Lehrlings abth.: Boedſtr. 21; 1. Damenbund", Grünauerstr. 5, Gallowsky. Blüthenduft", Cotheniusstr. 1, Fedtke. abtheilung: Mariannenufer la. Ruhiga", Brizerstraße 46, Herzog. Männer- Turnv.„ Eiche", Köpenid, Klein's " Lange Pfeife", Friedrichsberg, Hotel( Wilhelmsplatz), abds. 8-10 Uhr: Uebungsst. Rummelsburgerstr. 23, Neizel. " Freie Turnerschaft Pfeifenkopf", Caprivistr. 4, Wolf. Stambyl", Neu- Weißensee, Strenstr. 3, Stegemann. Rirdorf- Briz", Wirsing, Knesebecstr. 113, 612-812 Uhr: 1. Schülerabtheilg, „ Gemüthlichkeit I", Wienerstr. 7, Gläser." Diana", Schöz, Bremerstr. 71. Turnerschaft d. V. 81/ 2-102 Uhr: 1. Männer- und Lehrlingsabtheilg. Immergrün", Manegold, Liegnigerstr. 18. Stairo", Buttmannstr. 9, Engler. Nereus", Männerabth., Reichenbergerstr. 131/132, abds. 8-10 Uhr. Blaue Wolfe IV", Butbuferstr. 30, Reimann. Blaue Wolfe II", Rigaerstr. 126, Lese: und Diskutirklubs. Dienstag: Süden", Ewald, SchönleinVogt. Morgenroth", Landsberger Allee 44, Rolland. Gemüthlich firaße 6. teit II", Wrangelstr. 86, Ludwig. Arbeiter- Stenographenvereine. Stolze"( Einigungssystem), Louisens Nordpol", Hennigsdorferstr. 25, Fride.„ Beilchenblau", Winsstr. 56, Dimke. städtisches Klubhaus, Annenstr. 16, abends 82 Uhr. Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Dienstag: Gesangverein Fester Wille", Alerandrinenstr. 32, Dietrich. Arbeiter Bitherv.„ Einigkeit", Reichenbergerstr. 19, Lehmann. Musikv. Osiris". Wrangelstr. 11, Blum. " Urania Taubenstrasse 48/49. Im Theater: Das Land der Fjorde. Im Hörsaal: Dr. Nass: Die Salzbildner. ( Experimentalchemie IV.) Invalidenstr. 57/62: 34. Reichenbergerstraße 34. Tägl. Sternwarte. Abends 8 Uhr: Berliner. Gewitternacht. Anfang Othello, der Mohr von Benedig Passage- Panopticum. 72 Uhr. Residenz. Der Schlafwagen Kon trolleur. Vorher: Zum Einsiedler. Anfang 72 Uhr. Neues. Hofgunst. Anfang 72 Uhr. Metropol. Die kleinen Michu's. Hierauf: Die Engelsjäger. Anfang 72 Uhr. Schiller. Othello, ber Mohr von Venedig. Anfang 8 Uhr. Weften. Der Waffenschmied. Anfang 72 Uhr. Gentral. Die Buppe. Anf. 72 Uhr. Thalia. Schiddebold's Engel. An fang 72 Uhr. Luifen. Othello, der Mohr von Venedig. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Die Bluthochzeit. Anfang 8 Uhr. Oftend. Der Brandstifter. Anfang 1/28 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Onkel Toms Hütte oder: Silaven: leben in Amerika. Anfang 8 Uhr. Alexanderplat. Berliner Mädel. Anfang 8 Uhr. Parodie. Johann Büdler( Schinder hannes), der Räuberhauptmann am Rhein. Anfang 7 1hr. Urania. Taubenstraße 48-49. Trauerspiel in 5 Aufzügen von William Shakespeare. Morgen Mittwoch: Zum 1. Male: Wildes Blut. Lebensbild in 3 Aften von M. Schwab. Hierauf: Zum 1. Male: All Heil. Schwank in 1 Att von Meo Breo. Donnerstag: Kean oder Genie und Leidenschaft. Blut und All Heil. Freitag und Sonnabend: Wildes Metropol- Theater. Behrenstr. 55/57. Dir. Rich. Schultz. Heute Sonntag: 3um 33. Male: Die kleinen Michu's. Operette in 3 Atten v. André Messager. Hierauf: Die Engelsjäger. Tanzpoëm in 14 Bildern von H. Regel und J. Bayer. Morgen und folgende Tage: Die kleinen Michn's und Die Engels: jäger. Sonnabend, den 4. Februar: Grosses Berliner Naturkundliche Ausstellung. g: Carneval- Ballfest. lich geöffnet von 10 Uhr Vor: mittags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr:„ Das Land der Fiorde". Invalidenstraße 57/62. Täglich Abends von 5-10 1hr: Stern warte, Operntelephon. Apollo. Spezialitäten- Vorstellung. Anfang 7 1hr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. = Feen Palast. Spezialitäten: Borstellung. Paffage Panoptifum. Speziali: täten Borstellung. ( Maskenball). Geöffn. v. 9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends. Nur noch kurze Zeit: 40 Krieger des Mahdi. Im Theatersaal von 6 Uhr ab: " Reichshallen. Stettiner Sänger ( Mensel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl, Schneider und Schrader.) Zum Schluß: Frauen- Emanzipation Neuestes Ensemble von Meyfel. Anfang 8 Uhr. Entree( Saal durchweg) 50 Pf. Vorverkauf 40 Pf. Num. Balkon 75 Pf., Balkon- Logen 1 M., Orchesterlogen 1,50, Fremdenl. 2 M. Tageskasse von 11-1 Uhr. " Schneider nud Schneiderinnen. Heute Versammlung in den Arminhallen", Kommandantenstr. 20. Referent: Reichstags: Abgeordneter Kollege Albrecht. " Moabiter Gesellschaftshaus, Alt- Moabit 80-81. Jeden Sonntag: Ball. Anfang 4 Uhr. Jeden Mittwoch: Hippel's Stettiner Gesellschaft. Anfang 8 Uhr. Passe- partouts haben Giltigfeit. C. Peters. Concerthaus Leipzigerstr. No. 48. Täglich: Hoffmann's Quartett Humoristen Zum Schluß: Das Versprechen hinterm Herd. Mittwoch: Guten Morgen Herr Fischer. Donnerstag: Geschlossen. Théâtre Volks- Theater reitag: Guten Morgen Herr Fischer. variété. Castan's Panopticum. im Welt- Restaurant Quarg's Dresdener: Straße 97. Spezialitäten- Theater, Dir.: A. Kolig. Art. Leiter: A. Runge Täglich: Große Gala Spezialitäten: und Theater Vorstellung. Novität! Novität! Grand Hôtel Alexanderplatz. Täglich: Cona Pilotti's Hunde: u. Razen Amanda Birfus. Hedwig Günther. und Hans Bellini.- The Mikrograph etc. Die italienische Sänger- Manseschwänzchen! Anfang 8 Uhr.- Sonntags 7 Uhr. und Tänzer- Gesellschaft ,, Santa Lucia." Apollo- Theater. Direktion E. Waldmann. Olympia- Theater Carola Karlstr.( Circus Renz) Karlstr. Abends 8 Uhr: Mene Tekel. Jeden Sonntag Nachm. 31/2 Uhr: Dornröschen. Halbe Preise. 1 Kind frei. der Schiller Theater Spezialitäten- Saison ( Wallner Theater). Dienstag 8 Uhr: Othello. Mittwoch 8 1hr: Ehrliche Arbeit. Donnerstag 8 Uhr: Die Leibrente. v. Hanlons 2c. Circus Renz- Riesen- Tunnel. Direktion: J. M. Hütt. Täglich: Grosses Posse mit Gefang und Tanz von O. Mylius. Sensationeller Lacherfolg! Avis! Die Feit- und Konzertfäle des Grand Hôtel Alexanderplatz find unter toulanten Bedingungen zu Neu! Der rasende Roland. Bersammlungen, PrivatSensationeller Lacherfolg! Sensationell! Sensationell! Klown Bobby mit seinen wunderbar dress. Hunden. Sonntags 6 Uhr. Anfang: Ende 11 Uhr. Wochent. 8 1hr. como W. Noack's Theater Débriège Brunnenstr. 16. Alexia Sente, Dienstag, den 31. Januar: Dorf und Stadt. Anfang 7 Uhr. Sonnabend, den 4. Februar 1899: Yvette Guilbert. 9 Billet Vorverkauf täglich von 10-1 Uhr Vormittags und an der Abendkasse. Mähr's Theater Oranienstr. 24. Täglich Vorstellung. Täglich: Konzert u. Spezialitäten Unser Helgoland." Vorstellung Ostend Carl Weiß- Theater. holung des mit so großem Beifall Gr. Frankfurterstr. 132. Zum 38. Male: mit stets wechselndem Programm. Sonnabend, den 4. Februar: Wieder aufgenommenen: Karnevalistisch. UlkAbends mit neuen Ueberraschungen. Der Brandstifter Feen- PalastSensationelles Ausstattungsstüc mit Gesang in 5 Aften( 12 Bildern) von G. Ofonkowsky. Musik von L. Fall. Anfang 8 Uhr. Jm Tunnel von 7 Uhr an Frei Konzert. Vorzugsbillets haben Giltigkeit. Morgen und folgende Tage: Der Brandstifter. Sonntag Nachmittag: Wilhelm Tell. Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72/73. Gastspiel Emil Thomas Schiddebold's Engel. Poffe mit Gesang in 4 Alten von W. Mannstädt. Musik von demselben. Kouplets von Alfred Bender. Anfang 72 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung Theater Burgstr. 22. Burgstr. 22. Dienstag, den 31. Januar, 3. letzten Male: Rich. Winkler u. Wilh. Fröbel in der urfomischen Gesangsposse Endlich zu Zweien. Letztes Auftreten d. gesammten fo erfolgreichen, Künstler Personals. Mittwoch, den 1. Februar: Neue Spezialitäten. Durchweg neues Programm. Zum 1. Male: Berliner Konfektioneusen. Rikeberg aus Kalau: Direktor Fröbel. Anfang 72, Sonntags 6 Uhr. Otto Gregor a. G. Auftreten sämmtlicher Spezialitäten. Sonntags 6 Uhr. Bons haben Wochentags Giltigkeit. CIRCUS BUSCH Dienstag, den 31. Januar 1899, Abends 7 Uhr: We Elite- Abend. Zum 79. Male: PERSIEN. Besonders hervorzuheben: Ritt über die hundert Fuss hohe Burgmauer. Außerdem: Amateur: Konkurrenz reiten.( Wer dreimal die Manège stehend umreitet, erhält eine Prämie bon 50 M.) Mlle. Lola als Gärtnerin. Der Apfel des Paris, geritten von 4 Damen. Direktor Busch mit seinen neuen Freiheitsdresſuren. Auftreten ber berühmten Klowns Daniels und Boganowsky und Anderer. Schauspiel in 4 Auszügen festlichkeiten zu vermiethen. Soeben beginnt neuer Jahrgang: IN- FREIEN STUNDEN OMLilien ILLUSTRIRTE ROMAN BIBLIOTHEK 3 JAHRC HEFT 10- PFENNIC DIE TOCHTER DES SUDENS Zu beziehen durch Zähne 1 M., äuß. haltbar, festigend, Garantie, Bezahl. erst bei vollst. Zu friedenheit, feine Nebenunfosten. Spe alle Colporteure und Spediteure. zialität: weiche Gaumenplatten, ohne Platte, Aluminiumplatte, Umarbeit. schlechtsitz Gebisse.Rep., Ichmerzl. Blomb. 6 Arnd'sches Zahnatl. Dresdenerst. 105. Deutscher Porter Dessert: u. Malzkraftbier 1. Nang. Wirthshaus z. eichenen Stab. Brauerei Burghafter, gegr. 1738, Weiß und Bairischbier- Lokal, 2 Vereinszimmer, 15 auch 50 Personen. C. Schöning, Weidenweg 38. von Charlotte Birch Pfeiffer. Achtung! Vereine. Nach der Borstellung: Tanzkränzchen. Alcazar Theater 9 Dresdenerstr.52/ 53.City- Passage. Direttion: Richard Winkler. Ganz neu! Täglich: Markthalle VII oder: Ein Kostüm fest. Burleste von D. Victor Roeder. Vorher: 3wei Zimmer, 20 u. 40 Personen fassend, empfiehlt Ernst Lier, Alte Jakobstraße 119. Masken- Garderobe Dr. Simmel 70/ 1* besond. für Blul: arme, Brustkrante Bleichs., Wöchu., Refonv.zc. d. leicht bekömml., nahrh fräftigste Bier. Ist blutbild., desh. beff. Gesichtsf. 11. Gewichtszunahm überr. 14 Fl. drei, 50 zehn M. erft. In Geb.( 8. gr. Auswahl, folide Preise, empfiehlt Stenzel, Rottbuser Damm 8. 1/16) zum Selbstabz. wesentlich billiger. Moritzplatz, Allein. Versandtst. für Berlin 1. Prov. i.baus v.Aschinger Porterfellerei Ringler, Berlin, 2 Treppen rechts. Brunnenstr. 152. Ferner gr. Lager Spezialarzt f.Hant- n.Harnleiden. von echt engl. Porter und Pale- Aale 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4.* Nicht Flaschenzahl, Qual. entscheidet! Die Kneipptur. M. Cohn's Festsäle, Bosse von P. Großmann. Auftreten des gesammten neu engagirten Künstler- u. Spezialitäten- Personals. Aufang: Wochent. 7% Uhr. Sonntags 61%, Uhr. Entree: Wochentags 30 Pf. Sonntags 40 Pf. Vorzugsbillets haben Giltigkeit. Wedding- Park Müller- Strasse 178. Jeden Dienstag: Jeden Dienstag: Norddeutsche Sänger. Biegler, Wolf, Hohenberg etc. Morgen Abend 7/2 Uhr: Persien. Entree 20 Bf., Vorzugsbillets 15 Pf Beuthstr. 21. Folgende Sonntage sind frei geworden und unter toulanten Bedingungen zu Maskenbällen 2c. zu vergeben: 19. u. 26. Februar. 12. u. 19. März. Oranke- Bock. Der Ausstoss unseres diesjährigen Bockbieres beginnt am Sonnabend, den 28. d. Mts. Hohen- Schönhausen, 25. Januar 1899. Actienbrauerei Hohen- Schönhausen. Wilh. Starck. Siebert. 44/ 19* Achtung! Genossinnen und Genossen! Achtung!] Achtung! Donnerstag, den 2. Februar, Abends 8 Uhr: Volks- Versammlung bei Kliem, Hafenhaide Nr. 14| 15. Tages Ordnung: 1. Vortrag der Genojjin Klara Zetkin( Stuttgart) über: Die nene Militärvorlage und die Frauen. 2. Diskussion. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 1/9 Klempner. Die Vertrauensperson. Mittwoch, den 1. Februar 1899, Abends 81/2 Uhr in Cohn's Festsälen, Beuthstraße Nr. 20( großer Saal): Oeffentl. Versammlung der Klempner. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Hoch über: Die Arbeiterschutz: Gesetzgebung unter besonderer Berücksichtigung des Bauhandwerkerschutzes. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Sämmtliche Battlempner sowie die Kollegen folgender Firmen sind zu dieser Versammlung besonders ein geladen: Puppel& Schulz, Thielemann, Fauter& Baade, Moosdorf& Hochhäusler, Mulack, F. Peters Nachfl., Heinrich, Geisler, Quand, Kunitz, Vogt& Urpmann, Dresler, Pietschmann, Karney. 115/3 II. Wahlkreis. Der Vertrauensmann. Orts- Krankenkasse für die in den Geschäftsbetrieben der Dienstag, den 31. Januar 1899, Abends 8½ Uhr: Anwälte, Rotare und Gerichts. Volksversammlung für Männer und Frauen im„ Friedrichstädtischen Kasino". Friedrichstr. 236( früher: Martens). Tages Ordnung: 1. Unsere wirthschaftlichen und politischen Zustände. Ref.: Reichstags: Abgeordneter A. Bebel. 2. Diskussion. Einem zahlreichen Erscheinen sieht entgegen 210/5 Die Vertrauensperson. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Bezirk Süden. Mittwoch, den 1. Februar, Abends 8 Uhr: Vertrauensmänner- Versammlung bei Krieger, Wafferthorstraße Nr. 68. Tagesordnung: 1. Die Lage der Sizmöbel- Tischler. 2. Bericht der Kommission. 3. Verbandsangelegenheiten. 77/3 Die Vertrauenslente der Tariffommission der Sigmöbel= Branche der Bezirke Süd- Ost und Süden sind insbesondere hindurch eingeladen. Mittwoch, den 1. Februar. Abends 8 1hr, im Wedding- Park, Müllerstraße Nr. 178: Danksagung. Für die vielen Beweise inniger Theilnahme sowie für die reichen Kranzspenden bei der Beerdigung Allen Berliner Vertrauensleuten der Buchdrucke- meines lieben Mannes, unseres guten reien, sowie sämmtlichen Vereinen und Gesellschaften Vaters sprechen wir allen Freunden, Bekannten und Kollegen unsern innig: 4696 die Mittheilung, daß Flugblätter zur Aufklärung über sten Dant aus. den Setzerausstand im ,, Berliner Lokal- Anzeiger" in der Buchdruckerei von Max Bading, Beuthstr. 2, sowie im Bureau der Buchdrucker, Ritterstr. 88, zu haben sind. Der Vorstand 35/6 des Vereins der Berl. Buchdrucker n. Schriftgiesser. Chemigraphen. Am Donnerstag, den 2. Februar, Abends 8½ Uhr, in den Armiu: Hallen, Kommandantenstraße 20: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: Anna Bartsch nebst Kindern. Danksagung. Allen, die meinem lieben Manne die letzte Ehre erwiesen haben, ins besondere dem Herrn Chef und den Kollegen der Firma Schuster u. Bär, sowie dem Verein der Heizer und Maschinisten, hiermit den herzlichsten Dant. 438b Fran Spangenberg u. Kindern. Danksagung. Für die so liebevolle Theilnahue bei der Beerdigung meines lieben Mannes und unseres Bruders sagen wir allen Freunden und Betannten, 1. Projektions- Vortrag des Herrn A. Wagner über:„ Die Photo: besonders den Meistern und Kollegen graphie in natürlichen Farben"( durch Experimente und Demonstrationen der Firma Semmler u. Bleiberg, 96/4 erläutert). 2. Vereinsangelegenheiten. unseren herzlichsten Dank. Gäste willkommen. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Wwe. Ferdinand Die Verwaltung. 4656 nebst Kindern u. Geschwistern. Spandau. des„ Rothen Adler": Mittwoch, den 1. Februar er., Abends 8 Uhr, im großen Saal Deffentliche Volks- Versammlung für Frauen u. Männer. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Profeffor Dr. Albert Gehrke: Die Betenner " des Christenthums in alten und neuen Tagen." 2. Wozu ist die neue Kirchenftener nothwendig? 3. Distuſſion. 265/8 Der Einberufer. Für Vereine, Versammlungen, Hochzeiten 2c. vollzieher, der Krankenkassen, Berufsgenossenschaften und Ver: ist mein Saal( 150 Personen) mit Parkettboden nebst anschließendem Ver: ficherungsanstalten beschäftigten einszimmer( 70 Personen) noch an mehreren Sonnabenden, Wochen- und zu Berlin. Sonntagen unter foulantesten Bedingungen zu vergeben. Glas Bier 10 Pf. und Aut Donneriſing, ben 2. März 1899, 8169* Abends 8 Uhr, findet im Restaurant Arminhallen", Stommandantenstr. 20, die von den Herren Bauer und Gen. auf Grund 53 des Kassenstatuts beantragte außerordentliche General- Versammlung statt. Tagesordnung: 1. Inter pellation pp. Bauer und Genossen. 2. Statutenabänderungen. Berlin, den 28. Januar 1899. Der Vorstand. B. Astor. 71 Jmbs' Festsäle, Rüdersdorfer Straße 71, am Küstriner Plaz. Jeden Dienstag: Norddeutsche Sänger Branchen- Versammlung der Modell- und Fabrik- Tischler. Serren: Game, Cahnbley, Zimmermann, Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Georg Wagner über:„ Volksbildung und Klassen: Stangenberg, Grubow und Raake. Nachher: [ 455b bewußtsein 2. Distuffion. 3. Brauchenangelegenheiten und Berſchiedenes. Frei- Tanzkränzchen. Das Erscheinen fämmtlicher Kollegen ist dringend nothwendig. Gäste haben Zutritt. Beiträge werden entgegengenommen. Die Ortsverwaltung. Achtung, Kollegen! Dienstag, den 31. Januar 1899, Abends 9 1hr, bei Fritz Zubeil, Lindenstraße Nr. 106: Oeffentliche Versammlung der Droschken- Kutscher Berlins. Tages Ordnung: 1. Unsere Erfolge in der Lohnbewegung und unser weiteres Berhalten. Referent: Nollege H. Schulz. 2. Diskussion. Die Kollegen von Schöneberg, Rirdorf und am Kreuzberg werden er fucht, fämmtlich zu erscheinen. Das Agitationskomitee. 52/6 Zentralverband der Zimmerer ( Zahlstelle Berlin). Mittwoch, den 1. Februar 1899, Abends 8 Uhr, in Graumann's Festfälen, Nannynstraße Nr. 27: Derlammlung für Süden und Süd- Osten. Donnerstag, den 2. Februar, Abends 8 Uhr, im winemünder Gesellschaftshans, Swinemünderstraße Nr. 42: Versammlung für Wedding u. Gesundbrunnen. Tages- Ordnung in beiden Bersammlungen: 1. Wie ist es möglich, in unserem Beruf für Berlin und den Vororten feste Lohn- und Arbeitsbedingungen zu erzielen, mit besonderer Berücksichti gung der örtlichen Verhältnisje. Referent H. Kube. 2. Diskussion. Die Wichtigkeit der Tagesordnung erfordert das Erscheinen aller Sameraden. Gäste sind willkommen. Auch werden neue Mitglieder aufgenommen. 254/5 Der Vorstand. Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter und Berufsgenossen Berlins und Umgegend. Mittwoch, den 1. Februar, Abends 8% Uhr, Oranienstraße 180 bei Herrn Rautenberg: Delegirten- Versammlung. Es ist Pflicht, daß jeder Delegirte erscheint. Die Kollegen im Norden werden ganz besonders auf die Bersammlung am Sonntag, den 12. Februar, aufmerkjant gemacht und es wird jedem Einzelnen ans Herz gelegt, in der Versammlung zu erscheinen. Ferner hat der Vorstand beschlossen, den Kollegen im Norden eine Zahlstelle einzurichten und zwar in der Gips: straße bei Blaurock. Dort können jeden Sonnabend Beiträge bezahlt werden und Kollegen sich in den Verein aufnehmen lassen. Sonnabend, 18. Februar 1899: Masken- Ball bei Schnegelsberg, in der Hafenhaide 21. Billets sind bei den Kollegen Hensel, Reichenbergerstr. 59; beim Vor fitenden G. Darsow, Grünauerstr. 25, und im Arbeitsnachweis Naunynstr. 78 bei Heinrich zu haben. Der Vorstand. Zähne 2 M. 141/4 10 Jahre Garantie. Vollkommen schmerzloses Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Theilzahl. wöchentl. 1 M. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 22. Sprechst. 9-7. Großes Lager Gediegene Möbel and Polsterwaaren. Arbeit, äußerst billige A. Schulz, Preise, empfiehlt Reichenbergerstr. 5. Auch Theilzahlung!(* Achtung![ 6179* Arbeitsmarkt. Achtung, Holzarbeiter! Fork, Kretzschmar& Co. Bei der Firma Barnimstr. 13, ( Magazin Jannowitz Brücke), haben fämmtliche Tischler wegen Diffe: renzen die Arbeit niedergelegt. Zuzug fernhalten! Die Ortsverwaltung. sub die große Weiße nur 20 Bf. Fritz Wilke, Andreasitraße 26. Achtung! Holzarbeiter. sozialistischer Führer,* B. Günzel, Lothringerstr. 52. Spezialität: Porträts assalle, Mary 2c. in Cigarrenspitzen, Pfeifen, Nadeln, Brochen, Knöpfen, Büsten, Bildern u. dgl., sowie jede Drechslerwaare u. Repar.( Man verl. Preisfurant.) Möbel auf Theilzahl. Oranienstr. 131. Koulante Bahl. Bed. H.& M. Lewent. Beamten ohne Anzahl. Benutzt zum Waschen der Wäsche nur Karol Weil's Seifenpulver. keinen Stoff hat Bei der Firma Carl Lutze ( Adlershof) haben sämmtliche Tischler wegen Differenzen die Arbeit eingestellt Zuzug ist fernzuhalten. 76/20 Die Ortsverwaltung. Fleißige und strebsame Vermittler in Berlin und den Vororten für Feuerversicherungen gesucht. Durch hohe Provision und Koſtenantheil 44/ 4* hoher Verdienst. Offerten sub J. V. 6935 Rudolf Mosse, Berlin SW. Stellenlose Personen: fönnen durch den Vertrieb eines gut gehenden Saison- Artikels bei feſtem einfaufe. Stoff zum Herren- Anzug 9 M., reine Wolle neueste Hosen Reste, schönste Muster zu 4-5-6 m. Wer zum Anzug, Baletot oder Hose, kauft bei mir billiger wie beim Tuch fabrikanten, da ich große Posten Partie- Waaren per Kaffe spottbillig zuſter, ff. auch, Stammgarnfoſſe, nie glänzend werbend, in schwarz Reffe Knaben- Anzügen. - u teichzeitig Schneiderei! Auzug zu fertigen 20 M. Feinſte Butjaten, zwei Anproben, nur unter Garantie für guten Sitz. [ 7562 Ludwig Enge Herren- Beleidung, Münzstr. 26 part. F.-A. III. 1815. bei Riefenstahl, Zumpe& Comp., GeVereine. D. Wurzel& Co., Die Sonntage der Winter: Saison find an Vereine zu ver geben. Fritz Nagel, " Feldschlößchen", Müllerstr. 142. Wrangelstr. 17, Ecke Manteuffelstraße. Wäsche ausschließl. eigenes Fabrikat. Spezialität: Arbeiter Berufs: fleidung: Blau Cöper- Jacken M. 1,65, steigend je Größe um 10 Pf, blau allen M. 1,65. plumenhandlung Arbeiterhemden, Blonjen, WalerP. Abromeit, Berlin SW., Blücherstr. 7, Eing. 3offenerstr. 8148* Kränze, Bouquets. Topfgewächse, Guirlanden etc. Billigste( Markthallen) Preise bei geschmackvoller Ausführung. Kranzbinderei u. Blumenhandlung bolt Monteurhemden. D. Wurzel& Co., Wrangelstr. 17. 5% Pfd. Brot 50 Pfg. 4 H. Albrecht's Bäckerei rangelſtr.9. Krautstr.19. Falckensteinstr. 28. Lausitzerstr. 2. 5762* Robert Meyer, No. 2. Mariannenstr. No. 2. Widmungs- Kränze, Guirlanden, Ball: sträußchen, Bouquets 2c. werden sehr geschmackvoll und preiswerth geliefert Gänsefedern 60 Pf. pr. ft.( gröbere zum Reißen). Schlachtfedern, wie sie v. d. Gans fallen, mit allen Daunen m. 1.50, füllfertiger Gänferupf m. 2.00, beffere daunige Waare M. 2,50, 3.00, bete fchneeweiße M. 3.50, ruffische Tannen m, 3.50, weiße böhm. Daunen m. 5.00, ge riffene Federu m. 1.50, 2.00, 3.50. Prima geriffene m. 3.00, 2.50. Derfand gegen Nachnahme. Prinzentraße 46a. Erste Bettfedernfabrik m. electr. Betriebe. Diele Anerkennungsschreib. Gustav Lustig, Berlin S., DEEPI THOEN Stempel Fabrit Dr. med. Schaper, praft. homöopath. Arzt u. Spezialarzt f. Hant, Harn, Geschlechtsleiden, Frauenkrankheiten. Spr. 9-1, 4-8 Schöneberger Ufer 25. PATENTE erwirkt und verwerthet F. W. Chrometzka Patent Bureau Berlin N. 4. Chausseestr. 20. Gehalt und hoher Provision reich: liches Einkommen erlangen. Näheres 346b Prinzenstr. 89 im Laden links. Liniirer, zuverlässige, auf Leip ziger Maschinen, wollen sich melden schäftsbücherfabrik, Holzmarktstr. 67. Bolzenplätterinnen auf Damen oberhemden find. sof. Lohnende und dauernde Beschäftig. Emil Riese, 284b Leipzigerstr. 72. Plättlehrlinge lernen unentgeltlich u. finden dauernde und lohnende Beschäftigung.[ 285b Leipziger ophastoffe Emil Riese, auch Refe in Nips, Damast, Crêpe, Phantasie, Gobelin und Plüsch spottbillig![ 6129* Proben franko: zit Fabrifpreifen. Berlin S., fra 72. Geübte Belegerinnen verlangen Deutsch u. Lachmann, Büschingstr. 4 Mami. auf Damen- Jaquets verl. Orlowsky, Görlitzerstr. 70, v. II. Fantasie- Federn. Geübte Arbeiterinnen finden lohnende und dauernde Beschäftigung bei[ 45/ 8* Wilhelm Freystadt, Kommandantenftr. 80/81, II. Gtage. Nr. 158. Musikunterr. Boechstr. 5, Pücklerstr. 52. Reparaturen Arbeiterinnen auf Mädchen- Jackets 2., schmerzlin und außer dem Hause, verlangt Zahnzieh.1M., 436b Boecker, Roppenſtr. 56. Sohn e. Gen. f. Stell. a. Laufbursche. Läuferstoffe in allen Dualitäten Emil Lefèvre, Oranienstr. Zähne 1,50 M. Plomben 1 M. 2c. E. Fuhrmann, Poliklinik: Homöopath. Poliklinik: Ratantentee. Montag, Mittwoch, Sonnabend 26. 7-8. Friedrichstraße 114, 1.[ 590L* Kastanien- Allee. 6339 anten Rittee. Näheres Büdlerstr. 12, Seifeng.[ 456b Unser HausbackenIch suche per sofort ein Lehrfräulein Warenhaus H. Weiss, Lorkingstr. 19, Nach beendeter Inventur! Brot wiegt jcht 5 Pfd. Tüchtigen Beleger( Preffer) für Gardinen- Fabrik Lager von 7749* Wilhelma", Dampforotfabrik, 80.290b Bruno Güther, Grüner Weg Paterre, kein Laden. Einziges seit 29 Jahren bestehendes Spezialgeschäft offerirt neue Muster in gestickt. Tüll-, Mull mit Tüll und Andreasstr. 32.[ 2896 MaterialwaarenGeschäft mit Deftillations- Niederlage trantheitshalber sofort zu verkaufen Lessingstr. 15. Schlafft. Admiralſtr. 34, H. II. Möbl. Schlafstelle. Naunynftr. 48, 1 Tr.( ant Oranien- Platz). Fr. möbl. Schlafft. f. H. Brizer straße 31, v. 1 Tr. b. Richter.[ 441b Schlafft. f. Damen. Reichenberger Robert Hecht, engl. Tüllgardinen etc. fraße 170, v. 4 Er. r., b. Gleier. in garantirt dauerhafter Waare. von 1 bis 4 Ebenso Reste Fenster Berlin S.. Oranienstr. 142, liefert schnell und billig alle Arten Stempel in bester Ausführung. Kautschut Typen„ Perfekt zum Zusammenfeßen einzelner Wörter owie ganzer Säße von 1,50 M. an. NECHT BERLIN spottbillig. Neuheiten treffen täglich ein! Proben nach ausserhalb portofrei. Günstige Omnibus- u. PferdebahnVerbindung. Sonntags geöffnet von 8-10 und 12-2 Uhr. Neu- Weißensee, the 24 Masten- Garderobe. Bäckerei Größte Auswahl. Billigste Preise. Berein. Preisermäßigung. Fr. Panknin, Oranienstraße Nr. 178 11. Adalbertstraße 91, Ecke Oranienstraße. Das beliebteste Getränk! M.& W.Müller's ist die billig fofort zu vermiethen. Bis zum 1. April d. J. ist die Bäckerei miethefrei. Näheres beim Verwalter Nerger. -44/18 Die beste Cigarre 8019* taufen Sie bei Binneböse, Schillingitr. 36, 4336 Möblirtes Zimmer billig zu verm. Mariannenstr. 2, 2 Tr. b. Lehnig. Anständ. Schlafst. z. veru. Miegner, Kaiser Franz- Grenadier- Platz 14, III Schlafstelle mit fep. Ging. zu verm. bei Zigahn, Fürstenstr. 16, H. 2 Tr. r. Möbl. Schlafft. f. 2 Hrn. Elisabeth Ufer 36, am Oranieupl., Frau Block. Fabrikanten beleihe tourante Waare, postlag. Postamt 59 23. 100.[ 451b Beffere Schlafft. findet anst. Herr. Brehmer, Stralsunderstr. 59. Schlafft. f. H. bei Wwe. Lützow, 466b Koppenstr. 70 H. 3 Tr. Schlafft. Bieleich, Kochstr. 20 H. III. Frol. Schlafft., fep., Sebastian straße 66 III r. Nordlicht à Original- Literflasche. 3196 Schlafft. Waßmannstr. 35 bei Wwe. Gofiniat. 4646 Schlafft. für Herrn bei Neumann, 3045 Oranienstr. 24, 4 Tr. v. . • 00 1, ºº Mark. Nordlicht- Magenwein besteht aus Nordlicht käuflich in allen besseren Colonialmit süssem Ungarwein 744Lund Destillations- Geschäften à Originalflasche 1,25 Mark. Kornbranntweinbrennerei Berlin, Waldemar- Strasse 29. Goldleisten verlangt 452b Probst, Röpniderstr. 37. Vergolder für bessere Leisten außer dem Hause, dauernde Beschäftigung, F. Wehner, Oranienstr. 119. 50 Mamfells auf glatte Jackets, hohe Preise, verl. Pohle, Bluntenstr. 35 b. Frl. fucht Stell. als Wirthschafterin bei einz. Herrn. Kohnert, Kleine 459b Hamburgerstr. 8. Kinderkleidch. Arbeiterinn. b. Schröder, Pantow ,, Kaiser Friedrichstr. 19.[ 440b Junger Mann, zuverlässig, gute Beugnisse, sucht Stellung als Kaffenbote. Klaus, Dennewigstr. 19.[ 4376 Leichte Kostüm- Arbeiterin Piesnad, Forsterstr. 22. [ 4396 Celluloid Arbeiter anf Schirmgriffe, spez. Bieger, verlangt Ludwig, Brandenburgstr. 6. Mädchen zum Beizen für Schirmgriffe verlangt Ludwig, 4446 Brandenburgstr. 6. Prägerinnen auf Hutplatten und Kravatten finden hohen Verdienst Röpniderstr. 80/81 b. Schmeißer. Schürzen Näherinnen, geübte, berlangt. Faldensteinſtr. 32, V. r. Mädchen, die flott nähen tönnen, sucht Wolinski, Wörtherstr. 22.[ 448b Blusenhemdena Blusen und 4586 Arbeiterinnen, hoher Verdienst, fucht Wolinski, Wörtherstr. 22. Mamsells auf gute Jaquets verf. Sommerfeld, Ziousfirchstr. 18, 3 Tr. Monogrammstickerinnen verl. Winkler, Joachimstr. 18, 3 Tr. Mädchen für Nachmittag bei 1 Kind berl. Kubat, Brinzessinnenstr. 6. Klavierspieler zu Tang verlangt. Brizerstr. 8, im Cigarren- Laden. Aelfl. Frau. Ansh. 1 Tag i. d. Woche. Peters, Weberstr. 29, Hof Versilber. v. Klinte, Eisenbahnstr. 1*./ Berantwortlicher Redakteur: Angust Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin.