28. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftrirter Sonntags: Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft 8eitungsPreisliste für 1899 unter Br, 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montags. 街 Sand bird modal drum@ Vorwärts Berliner Volksblatt. 16. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonelzeile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernpredjer: Rmt I, Br. 1508. Telegramm Adresse: " Bozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Form! Es ist das Kennzeichen einer zugleich impotenten und unehrlichen Politik, die Form statt der Dinge zum Motiv politischer Entscheidungen zu machen. Der GouvernantenAnstand, die Etiquettenfeinheit des Zeremonienmeisters, die einfältige Sorge innerlich unmündiger Mütter, daß ihre fleinen Mädchen die äußerlichen Regeln der Schicklichkeit nicht verlezen, diese lächerlichen Nichtigkeiten werden zum Werthmaß in Fragen, wo es sich nur darum handeln sollte: Wahrheit oder Lüge? Wer Anlaß hat, die Macht der Wahrheit zu fürchten, der sucht sie mit der Seidenschnur der Form" zu erwürgen. - Schon im Falle Delbrüd beriefen sich die Sach walter der Köller Bosse Politik wir hatten diese Taktik vorausgesagt- nicht auf die anstößige fachliche Meinung des Professors, sondern auf die verlegende Form, in die er seine Ansicht gekleidet. Donnerstag, den 2. Februar 1899. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Asylrecht ihnen vielleicht einstens noch sehr willkommen sein Monopol mit ganz besonderem Alarm auftritt. Aber wir halten, werde, durchaus nicht zu gefallen. dafür, daß die Erregung gerade über dieses Monopol in keiner Weise begründeter ist, als über jeden anderen Zusammenschluß von Probuzenten. Man möge sich doch endlich mit der Thatsache vertraut Monopolen feineswegs auf persönliche Motive allein zurückzuführen machen, daß die Bildung von Kartellen, Syndikaten, Ringen und ist, sondern Folge- Erscheinungen der ganzen heutigen wirthschaftlichen Entwickelung sind. Ueberhaupt war der heutige Tag kein Glückstag für die Herren Konservativen. Die Debatte über die freisinnigen Anträge zur Ermöglichung einer freien Wahl gestaltete sich zu einer Reihe von Anklagereden gegen die Regierungsparteien, in erster Linie gegen die Konservativen. Freifinnige, Nationalliberale, Zentrumsleute, Sozialdemokraten wetteiferten darin, die Wir sind nicht gegen den Zusammenschluß der Produzenten an heutigen Zustände des Wahlwesens als aller Vernunft und sich. Wir sehen in ihm sogar einen wirthschaftlichen Fortschritt, der Gerechtigkeit widersprechend zu kennzeichnen. Am eingehend- allerdings heutzutage in den meisten Fällen dem Interesse Weniger sten und gründlichsten behandelte Genosse Auer das Thema, zu gute fommt. Aber dieser Umstand veranlaßt uns nicht zu einer der als langjähriges Mitglied der Wahlprüfungs- Kommission grundsäglichen Opposition gegen das Kartellwesen überhaupt, vieldas umfassende Stoffgebiet vollständig beherrscht. Die Auf- Bildung der Kartelle so zu regeln, daß alle Auswüchse möglichst mehr zu der Forderung, daß die Gefeßgebung genöthigt wird, die hebung des Wahlgeheimnisses durch an Farbe, Größe und Dicke ausgeschlossen, daß namentlich die Interessen der Konsumenten nicht von einander verschiedene Stimmzettel, durch Kontrolle in den verlegt werden. Gründe zu einer vollständigen Unterdrückung und Wahllokalen 2c.; die Beeinflussungen, der Terrorismus, nament Verfehmung des Kartellismus fönnen wir nicht anerkennen. lich in den Domänen der Schlot- und Krautjunker, die Ungleichheit Mag das neueste Projekt auch einen agrarischen Charakter der Wahlkreise, die Sucht, unbequeme Wahlagitation zu grobem tragen, so behandeln wir es doch von dem nämlichen StandWie wir für das letztere Unfug zu stempeln die Agitation gegen das allgemeine punft aus, wie z. B. das Kohlensyndikat. Wahlrecht nichts blieb unerwähnt. eine scharfe Aufsicht seitens des Staates verlangen, so würden wir freiheit, sondern auch ein Fanatiker der feinen Form. Nur Natürlich konnte Herr v. Stumm nicht schweigen. Er sie auch für das Spirituskartell fordern. So lange man aber in Deutschland die Nothwendigkeit gesezgeberischen Eingreifens auf im Frack und weißer Binde, durchtränkt mit allen machte seinem Groll gegen das allgemeine Wahlrecht Luft, diesem Gebiete nicht anerkennt, so lange werden wir uns darauf Wohlgerüchen der Salons, zierlich und zahm, das das durch die geheime Stimmabgabe zur Schule der Un- beschränken müssen, nicht die Kartelle als solche zu bekämpfen, Haupt und die Beinkleider gescheitelt fo nur männlichkeit und Korruption werde. Dem Zar von Saarabien sondern vielmehr ihre Auswüchse den Konsumenten und auch den darf sich eine Meinung in die Oeffentlichkeit wagen. Die erging es aber schlecht. Er wurde von dem streitbaren Kaplan Arbeitern in ihrer Stellung als Produzenten gegenüber aufzuzeigen gesammte Literatur der Welt, die Bibel und Luther's Streit. Dasbach, der Stumm's saubere Praktiken bei der letzten und dadurch zu der Erkenntniß beizutragen, daß Kartelle unfere schriften an der Spize, leiden zum Erbarmen an grauenvollen Wahl enthüllte, geradezu geschunden. Umsonst polterte er heutige bestehende wirthschaftliche Ordnung in ihrem Prinzip negiren Unschicklichkeiten. Wenn sie vor dem Minister Bosse Gnade und flagte über Verleumdungen- es war eine förmliche und daher einer besonderen legislatorischen und öffentlich rechtlichen finden sollen, so müssen sie erst in eine Fleckenreinigungs- Abschlachtung. Als der Stampf zu Ende war, lag eine Leiche Behandlung bedürfen. anstalt auf's Bügelbrett und unter die Brennscheere. Geistes- auf dem Schlachtfeld. Und es war nicht der sterbenslustige freiheit ist gut, aber es muß eine salonfähig geölte, reichstags- Graf Klindkomström, sondern der besiegte König von Neunpräsidial zulässige Geistesfreiheit sein. Die Form, die Form! Kirchen, der die Wahlstatt schmückte und auf dessen unglückliches Wahlrechts. Umstürzler. Bor den Wahlen war niemand Wenn die Frf. 8tg." recht unterrichtet ist, so will man Haupt schließlich noch ein Ordnungsruf niedergesaust war. mittels der Form" auch der Privatdozentenschaft unseres Mitleidig betrachtete Graf Limburg- Stirum den todten Genossen Arons ein Ende bereiten. Es flingt wie eine Freund, nachdem er selber durch feierliches Abschwöreu aller ergögliche Satire, aber es mag blutige Wahrheit sein, was Verschwörungspläne gegen das allgemeine Wahlrecht sich in das Blatt schreibt: die Sicherheit des Mauselochs gebracht hatte. Herr Bosse aber ist nicht nur ein Freund der Geistes" " Morgen katholischer Feiertag und folglich keine Sigung. Freitag: Post- Etat. Abgeordnetenhaus. „ Das preußische Privatbozentengeses wurde Mit großer Mehrheit ging der Antrag Rickert durch. Nicht hauptsächlich mit der Nothwendigkeit begründet, den fozial das erste Mal und nicht das letzte Mal. Die freie Wahl demokratischen Privatdozenten Arons von der Berliner Universität gehört nicht zu den theoretischen Fragen sie ist eine der zu beseitigen. Nun ist es vielfach aufgefallen, daß die lex acht fragen, die nicht diskutirt, die dekretirt werden, Arons" bereits seit länger als einen halben Jahre in Kraft steht, und daß gegen den Mann, welcher dem Gesez seinen Namen ge- sobald das Volk die Macht hat. geben, fein Gebrauch davon gemacht wird. Wir sind heute in der Lage, den Grund dafür anzugeben. Von einer Seite, an deren Zuverlässigkeit zu zweifeln nicht wohl möglich ist, geht uns die Mittheilung zu, daß die Absicht, Dr. Arons wegen feiner Zugehörigkeit zur sozialdemokratischen Das Abgeordnetenhaus hat heute endlich den Etat der I andPartei zu diszipliniren, aufgegeben ist. Und wirthschaftlichen Verwaltung zu Ende berathen, nachdem awar ist sie deswegen aufgegeben, weil die Regierung sich hoff bei dem Titel" Ministergehalt" noch einige Stunden hindurch das mung macht, auf einem Umwege zu ihrem Ziele zu gelangen. agrarische Gerede der legten Tage fortgesetzt war. Neues brachte Die Anklage soll nicht sowohl auf die Parteizugehörigkeit, als auf fein Redner mehr vor. Bei den übrigen Etatspofitionen beeinzelne Aeußerungen begründet werden. Thatsache ist, daß schränkte sich die Debatte fast ausschließlich auf lokale Wünsche. im Ministerium ein Aktenstück besteht, in welchem Auch der Forst- Etat wurde ohne Zwischenfall in zweiter jede zu erlangende Neußerung des Verfolgten in öffent: Berathung erledigt. lichen Angelegenheiten gesammelt wird, nicht nur Druckschriften, sondern auch polizeiliche Berichte über mündliche Aeußerungen." Wehe, wenn nun Genosse Arons einmal von einem Schreckgespenst oder gar einem Eiertanz gesprochen haben sollte Bosse's Bartnervigkeit würde es nicht ertragen, und Arons müßte hinaus! Auf der Tagesordnung der nächsten Sigung, die erst am Freitag stattfindet, steht die zweite Lesung des Gestüt- Etats, fleinere Vorlagen und das Lehrer- Reliktengesetz. Der Spiritusring. Es wird uns geschrieben: Noch ist das Spiritusmonopol nicht fertig. Noch tobt der Streit. Da jedoch nun die Form Sache des Geschmade ist, und Bezeichnend ist da das Verhalten der freisinnigen Blätter. Wir sind gewiß die letzten, die die Auswüchse der heutigen Kartellauch das nach oben schärfste Gehör nicht im Stande ist, mit bildungen ruhig hinnehmen würden, die nicht gegen alle Angriffe Sicherheit zu ermessen, wo die zulässige Form aufhört und auf die Taschen der Konsumenten Opposition machten, aber gerade die disziplinarreife Unform beginnt, so wird sich Herr Bosse weil wir diesen Konsumenten- Standpunkt vertreten, muß es uns aufwohl entschließen müssen, mit Unterstüßung der Herren fallen, wie die liberale Presse allen Startellbildungen auf industriellem Ballestrem, Frege und Kröcher ein maßgebendes Handbuch des und gewerblichem Gebiete gegenüber den Mund hält, während sie guten Tons zu verfassen, dann weiß wenigstens jeder, wie er jetzt ein Geschrei erhebt, als ob eine Haupt- und Staatsaktion vor feine Meinungen zu kostümiren hat. fich ginge. Da muß man denn doch fragen: Was ist der Grund Uebrigens erinnern wir uns, daß Herr Bosse, bevor er au der verschiedenen Behandlung des Zusammenschlusses wirthschaft. licher Interessenten? Kultusminister ward, einmal eine formell äußerst scharfe Ist es diesmal etwa die erbitterte Feindschaft gegen die Junker, Rede gegen die Lüderlichkeit der Rechtsstudenten gehalten denn in der That find bei dem geplanten Spiritusmonopol- Projekt hat ein Fall, der tröstlich beweist, daß auch ein Sünder auch Schnapsbrenner betheiligt. Das ist kaum anzunehmen, denn der Form nach besserungsfähig ist, wenigstens wenn man ihn zum Minister macht. Politische Webersicht. in der Hauptsache sind es städtische Spritfabrikanten, von denen der ganze Plan ausgegangen ist. Die Sache liegt wohl anders. Nach Sem Projekt bilden sich zwei geschlossene Gruppen, diejenige der Brenner und diejenige der Spritfabrikanten. Die ersteren liefern den letzteren die Rohwaaren, für welche die Spritfabrikanten einen angemessenen Vorschuß zahlen, der zum größeren Theil den einzelnen Berlin, den 1. Februar. Brennereien für ihre Lieferung zugetheilt wird. Ein bestimmter Preis wird den Brennereien nicht garantirt, vielmehr erhalten sie Der Reichstag außer ihrem Vorschuß erst nach Abrechnung des Geschäftsganges verdankte dem Jesuitenantrag heute eine scharfe der ganzen Kampagne den auf sie entfallenden vollen Antheil. Bei Debatte über Asylrecht, Anarchismus, Spigelei. Scharf und dieser Neuordnung der Dinge würde der Spiritus direkt von der furz. Es war wie eines jener Sommergewitter, die plötzlich am Brennerei zum Spritfabrikanten gehen. Den Vertrieb zwischen heiteren Himmel aufsteigen, sich plötzlich entladen und ebenso Brennerei und Spritfabrik übernimmt ausschließlich die sogenannte Verwerthungsgesellschaft, die im Mittelpunkt des ganzen Spiritus plöglich wieder verschwinden. Herr Lieber war's, der durch monopols steht. Gelingt der hier gezeichnete Plan, so ist klar, daß feine, vom Uebereifer der Regierungsfreundlichkeit hervor sämmtliche bisherigen 8 wischenhändler, die sich zwischen gerufene Denunziation der Schweiz, dieser Mördergrube, den Brennerei und Spritfabrit einschoben, in Zukunft ausgeschaltet Sturm entfesselt hatte. werden. Die Produktenhändler und der eigentliche Spiritushandel Ridert und, fräftiger als dieser, Bebel hielten Ab- würden durch Verwirklichung des Planes einfach an die Wand gerechnung mit Herrn Lieber, der einen wenig tapferen und drückt. Die Zahl der am Spiritushandel intereffirten Firmen und noch weniger geschickten Rückzug antrat. Im Uebrigen wurde Ginzelpersonen ist aber gerade in Berlin eine ungemein starte. Daß so gut wie nichts vom Jesuitenantrag gesprochen, der glatt diese sich daher aus allen Kräften wehren, daß sie dazu in Berlin durchging und in den Papierkorb des Bundesraths wanderte, die günstigste Gelegenheit haben, durch die Presse ihre Opposition von wo das Zentrum den alten Ladenhüter nächstes Jahr geltend zu machen, das macht den Sturm der liberalen Presse gegen das Monopol so außergewöhnlich lebhaft. wieder hervorholen wird, um seine Wähler glauben zu machen, Nun verdenken wir es feineswegs irgend welchen wirthschaftes gebe noch einen Stulturkampf. Den Konservativen schien lichen Interessengruppen, daß sie sich ihrer Haut wehren. Wir verdie von Bebel freundlich eröffnete Aussicht, daß das Schweizer denken es auch der liberalen Presse nicht, daß sie gegen dieses " Deutsches Reich. auch nur in Gedanken fähig, das Reichstags- Wahlrect anzutasten. Konservative Kandidaten erklärten öffentlich mit Namensunterschrift, daß sie für die Aufrechterhaltung des bestehenden Rechts immerdar eintreten würden. Nach den Wahlen darf man wieder sagen, was man denkt, und die Wahlrechtswächter versprizen wieder ihren Geist gegen die verhaßte Einrichtung. So schreibt die Schlesische Zeitung": „ Der Vergleich mit dem Abgeordnetenhause muß mit der Zeit bei allen besonnenen Bürgern die Sozialdemokratie selbstverständlich immer ausgenommen gar zu sehr zum Nachtheil des Reichstages ausfallen. Müßte die öffentliche Meinung den Eindruck haben, daß das bestehende Wahlrecht mir auf Kosten des Ernstes und der Gewissenhaftigkeit in der Auffassung und der Erfüllung der parlamentarischen Aufgaben aufrecht zu erhalten sei, so würde es doch wohl recht fraglich werden, ob ihr das Wahlrecht für alle Ewigkeit unantastbar erscheinen würde." Die wärtig Orgien. Niemals haben sich die Feinde der Vollsfreiheit sp Im preußischen Abgeordnetenhause feiert die Reaktion gegen feck fed hervorgewagt und so start gefühlt wie gerade jetzt. felbeit Staatsmänner, die im Reichstage dem Kultus der verschämten Geistesarmuth huldigen, geben sich im preußischen Abgeordnetenhause in der ganzen hüllenlosen Nacktheit ihres schönen Menschenthums hin. Und auch die Parteien erscheinen im Abgeordnetenhause um mindestens 50 pet. reaktionärer als im Reichstag. Insonderheit sind die Nationalliberalen, die am Königs plaz gelegentlich sogar liberal schillern, in der verlängerten Zimmerstraße so rückständig, daß sie getrost unter die vergangensten" Alterthümer des benachbarten Museums für Völkerkunde aufgenommen. werden können. Die preußische Landrathskammer ist das Jdeal unserer Rückwärtser, das finnlos- brutale Wahlrecht ist ihnen das Biel tiefster Sehnsucht. an hat allen Anlaß, diesen stetigen Wühlereien gespannte Aufmerksamkeit zu widmen. Auf dem Index. Die Bismärdischen Leipziger Neuesten Nachrichten" schreiben: In der Zeit, in der der General- Feldmarschall von Manteuffel Statthalter von Elsaß- Lothringen war, führte Fürst Bismard eine lebhafte Korrespondenz mit ihm über die wichtigsten politischen Fragen. Die Briefe waren fast durchweg privater Natur, und so tam es, daß sie im Besitz des Feld= marschalls verblieben und nach dessen Tode mit seinem übrigen tostbaren Besitz den Erben anheimfielen. Ein Berliner Bankier und Autographensammler erstand sie von den Erben für den Preis von 40 000 m. Das tam zur Kenntniß eines in der Bismarck- Literatur sehr bekannten Mannes. Er wandte fich an den Besitzer des kostbaren Materials mit der Bitte, ihm die Durchsicht der Briefe zu gestatten; nicht nur diese Erlaubniß, sondern sogar die Anfertigung von Abschriften wurde in Aussicht gestellt. Ehe aber an die Ausführung geschritten wurde, wandte sich der Bantier, der außer mit einem Theile. des hohen Adels auch mit dem preußischen Hofe zu thun hat, an das preußische Hausministerium mit der vertraulichen Anfrage, ob von dieser Seite nichts im Wege stehe. Da wurde ihm der Bescheid, er würde durch die Ermöglichung einer Veröffentlichung jener Briefe des Fürsten Bismarck allerdings seine geschäftlichen Beziehungen zum Hausministerium gefährden. Infolge dessen bat der Bankier den Forscher höflich um Entschuldigung, daß er seine Zusage nicht erfüllen könne; jene geschäftlichen Beziehungen seien für ihn aber doch zu werthvoll, und so wolle er den eigenartigen Schatz von Bismarckbriefen dann lieber unbenutzt in seiner kostbaren Autographensammlung liegen lassen." " Der Manteuffel'sche Nachlaß, der wegen des auch durch die reiche Kriegsdotation und die Ueberlassung des einträglichsten Verwaltungsbeamten Postens nicht verhinderten Vermögensverfalls verhöfert worden ist, soll überhaupt die gefährlichsten Papierchen" enthalten, vor deren Veröffentlichung die Interessenten reichsdeutscher Legendenpolitit stetig zu zittern haben. Insonderheit wird der Schmied des Deutschen Reiches" heute mit allen Mitteln der Möglichkeit beraubt, seinem Volte das Vermächtniß seines Genius zu offenbaren. Die Schreiberzeugnisse Bismarck's stehen heute obenan auf dem Inder Oberster. " " Belgien. ber verbotenen Schriften. Der Geist des Sozialistengesetzes fehrt| Stellung des Bundes der Landwirthe zur gegenwärtigen wirthsich nun wider feinen Schöpfer und Bismard gilt als der Umstürzler schafspolitischen Lage in Deutschland. Alsdann spricht voraussichtlich Brüffel, 80. Jan.( Eigener Bericht.) Die Minister be der Reichstags- Abg. Schrempf über: Die wirthschaftlichen Beziehungen und hiens sind bekanntlich deswegen aus dem Mini So erklärt sich auch die Unterdrückung des dritten Bandes der Deutschlands zum Ausland und ihre Nückwirkung auf die deutsche ausgetreten, weil sie die Leopold'sche Wahlrechtsverschlechter. Memoiren", der zwar von der Kölnischen Zeitung" offiziös aus Landwirthschaft. nicht mitmachen wollten. Zuerst sollten die Abgehenden durch zu ei der Welt geredet ist, der aber eristirt und droht. Krieg und Eisenbahn. Eine große Konferenz fand unter dem der reaktionärsten Kammermitglieder ersetzt werden. Schließlich hat Der Leiter der Stuttgarter" union", die Bismard's Memoiren Vorsitz des Chefs des Generalstabes Grafen Schlieffen statt, an der man es aber doch wohl nicht gewagt, und das neuformirte verlegt hat, Kommerzienrath Kröner erläßt eine längere Erzahlreiche höhere Offiziere und Beamte des Ministeriums für öffent Ministerium erklärte, daß es durch keine Formel gebunden sei, das klärung, in der er die Vorwürfe zurückzuweisen sucht, daß er Werke liche Arbeiten theilnahmen. Es handelte sich um die Erörterung der Uninominalsystem" vertreten zu müssen. Noch mehr! Die zwei zu thener vertaufe und geschmacklos ausgestattet habe. Von dem Frage, ob die Eisenbahnen im Stande find, im Kriegsfalle allen neuen Minister erklärten, Gegner dieses Systems zu sein. Die Projekte 3. Band der Memoiren fagt der Herr nichts, obwohl die Rolle des militärischen Ansprüchen zu genügen. des Königs haben überall, auch im flerifalen Lager, allgemeinen Wider Verlags in dieser Angelegenheit merkwürdig gemig ist. Von der dritten Note des Baren weiß man der Boft" spruch hervorgerufen. Jegt will er, wie es heißt, dem Wolfe, einBinominal Ein neuer Fall Kohe. Die Familie Roge hat Unglüd. Ihre zufolge an unterrichteter Stelle nichts. Sie wird schon kommen; wahlsystem" aufzwingen, das natürlich auf eben soviel Widerstand stößt. Familienmitglieder kommen entweder in den Verdacht, unpassende denn das Notenschreiben ist eine angenehme Beschäftigung, die den Die Fütang in dieser Protestbewegung haben die Sozialdemokraten. Dinge zu schreiben, oder man sagt ihnen dito Reden nach. Geist schärft und das Gemüth erhebt. Der Aufsichtsrath der Partei hat in feiner heutigen Sigung eine Der Landrath v. Koze, ein Verwandter des Zeremonienmeisters, Ueber neue Uniformzeichen werden, wie es heißt, Er- Parole ausgegeben, in der es heißt, daß die Partei gegen alle von foll, wie wir neulich erwähnten, eine sta i fer- Geburtstagsrede wägungen" gepflogen. Danach sollen wieder einmal die Rang- dem König in Vorschlag gebrachten Systeme proteſtirt. Sie alle Monarchen Vertrauliches zu berichtet i haten und Meinungen des abzeichen, Gradsterne. Epauletts auf den Mäntein perfomenta bene su Die wußte. beziv. Paletots der Offiziere geändert werden. Um ein entsprechendes Parlamente zu Stande zu bringen. Die sozialdemokratische Partei Herr v. Stoke irrt mun berzweifelt in Berlin umher und dementirt Abzeichen zum Parade- Anzug zu haben, ist in Erwägung genommen, werde nur das Proportional- Wahlsystem, kombinirt mit Koze fich durch alle Sammelstellen der öffentlichen Meinung hindurch. Auch daß die Offiziere filberne Fangschnüre erhalten, wie sie von den dem allgemeinen Wahlrecht, anerkennen und energiſch für die" Kreuz- Zeitung" erklärt auf das Bestimmteste, daß sich die Flügeladjutanten getragen werden. Man ist sich noch nicht schlüssig, die Erringung desselben kämpfen. politischen Auslaſſungen jener Rede lediglich auf eine Wiedergabe ob man nach ruffischer oder nach österreichischer Art reformiren" der letzten Etatsberathungen des Abgeordnetenhauses beschränkten, soll. Für die Steuerzahler sind diese" hochwichtigen Streitfragen" und daß die weiteren hineingeflochtenen Bemerkungen auf einem ziemlich gleichgiltig, sicher ist für sie nur soviel, daß sie wieder neues Kabinet wie folgt zu bilden: Gretow Präsidium und Die Ministerkrisis ist gehoben, nachdem es gelungen ist, ein Mißverständniß des Berichterstatters beruhen." Koze pomps liegen. Herr v. Stoße hat die Kunst des Dementirens offenbar Herrn zahlen müſſen für Neuerungen, die nur im Intereſſe des Parade- Auswärtiges, Radoslawow Inneres, Direktor des statistischen Bureaus vants chow Unterricht, Tontsche w öffentliche ArKanalbaut. Der Provinzial- Landtag der Rheinproving hat die beiten, Direktor der Nationalbant Tenew Finanzen, Natscho= Beschew Justiz, Oberst Vorlage betreffend den Verbindungskanal vom Dortmund- Emiskanal witsch Handel und Ackerbau, zum Rhein heute mit großer Mehrheit angenommen. Papritow Krieg; dem neuen Kabinet gehören 4 Radoslawowisten Braunschweig, 1. Februar. Der Landtag lehnte den Antrag und 4 Parteiloſe an, auf besondere Be steuerung der Waarenhäuser ab, weil Asien. der vorliegende Antrag praktisch undurchführbar sowie das Vorgehen Preußens abzuwarten sei. Reinhart Schmidt abgelauscht. Aber warum berichtigt er nicht auf Grund des§ 11 in der " National Zeitung", der wir die Rede verdanken, die Mißverständnisse? Eine Statistik der Majestätsbeleidigungs- Verurtheilungen veröffentlicht die Volls- 8tg." für den Monat Januar. Die Liste verzeichnet für diesen Monat 48 verschiedene Fälle, kann aber natürlich auf Vollständigkeit keinen Anspruch machen, da nicht alle in Deutschland verhandelten Fälle zur Kenntniß weiterer Kreise zu ge Tangen pflegen. Immerhin würde diefer eine Monat, troß der Unvollständigkeit der Liste, auf einen Jahresdurchschnitt von 576 Verurtheilungen wegen Majestätsbeleidigung schließen lassen. Die verhängten Strafen übersteigen 17 Jahre, was auf ein Jahresquantum von ca. 200 Jahren Gefängniß strafe schließen lassen würde. Stumm als fozialistischer Agitator. Die" Post" will fünftig für die Sozialdemokratie agitiren. Sie schreibt aus Anlaß der letzten Zukunftsstaats"-Debatte im Reichstage: Auch dieser Vorfall beweist aufs Neue, wo im Augenblid der wundeſte Punkt der Sozialdemokratie zu finden ist, und daß es demgemäß die richtige Zattit sein wird, immer wieder die letten Biele der Sozialdemokratie zu beleuchten und damit die Ueberzeugung wach zu erhalten, daß diese nur durch gewaltsamen Umsturz zu erreichen sind." Obwohl wir nicht hoffen, daß wir in dem Lesertreis der„ Post" Anhänger finden werden, so wollen wir doch nicht undankbar für dieje angebotene Hilfe sein. Als bestes Mittel, die letzten Ziele der Sozialdemokratie immer wieder zu beleuchten, empfehlen wir der " Post", allwöchentlich unser Programm abzudrucken. Sie wird dann bald sehen, daß fie sich die Mühe der Beleuchtung ganz ersparen kann, weil das Programm über ausreichende eigene Leuchttraft verfügt. Militärpatrouillen in Wirthshäusern. Darf die Militärbehörde wider den Willen des Wirths Gasthäuser durchsuchen? Die Frage ist von der Darmstädter Straftammer in Hessen verneint worden. Das dortige Gasthaus zur Goldenen Rose" steht unter Militärbokott. Ant 9. Oktober v. J. kam in das Lokal eine Militärpatrouille, um zu revidiren. Der Wirth weigerte sich, die nach seiner Ansicht unrechtmäßige Revision zu dulden und wies den führenden Unteroffizier furzer Hand aus dem Lokal. Dabei soll er- nach der Franff. 8tg." mit einem Druck auf dessen Schulter nachgeholfen haben. Die Folge war auf Antrag der Stadtkommandantur eine Anflage wegen Widerstandes. Der Staatsanwalt stellte fest, daß nach Artikel 13 der Militärkonvention und nach Artikel 4 und Folge des Gesetzes vom 27. November 1872 die Militärbehörde nicht berechtigt sei, im Großherzog thum Hessen die Revision von Lokalen durch Batrouillen auzu befehlen, und daß alle Garnisonsvorschriften und Wachinstruktionen, soweit sie jenen Bestimmungen nicht entsprächen, für Hessen un giltig feien. Der Gerichtshof kam demgemäß zu einem freisprechenden Urtheil, da der Patrouillenführer sich nicht mehr in der rechtmäßigen Ausübung der Amtsgewalt befunden habe, nachdem der Wirth eine Durchsuchung seines Lokals nicht gestattete. Stuttgart, 1. Februar. Der Landtag ist heute auf mehrere Wochen vertagt worden. Soldaten- Selbstmord. Ein Soldat des in 8abern( Eliaß) garnisonirenden Infanterieregiments Nr. 99 hatte sich vor einigen Tagen krank gemeldet. Der untersuchende Militärarzt glaubte jedoch den Angaben des Mannes über die Art feiner Erkrankung feinen Glauben schenken zu dürfen und erklärte ihn für einen Simulanten. Die Folge hiervon war eine mehrtägige Arreststrafe. Dies nahm fich der junge Waterlandsvertheidiger jo zu Herzen, daß er sich am Abend von Kaisers Geburtstag, während seine Kameraden beim est tanz waren, mit dem Dienstgewehr erschoß. Die Kunft zu hängen. Der Graf Goluchowsli foll dem öfters reichischen Konsul in Sansibar, Baumann, wegen seiner Galgen iz zen eine scharfe Rüge zu theil werden lassen. Die Feststellung des Thatbestandes scheint uns wichtiger als ein noch so ungnädiges Ministerialrestript. Ausgewiesen sind am Dienstag in der Umgegend von Loftlund 19 Dienstboten, dänische Unterthanen, deren Arbeitgeber einer dänischen Versammlung in Branderup beigewohnt hatten. Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Bei der legten Reichstagswahl hatte ein Töpfer in Freiwaldau( Schlesien) fich eine Anklage wegen Majestätsbeleidigung zugezogen, weil er in einer konservativen Wählerversammlung beim Hoch auf den Kaiser figen geblieben sein sollte. Da der Betreffende jedoch nach weifen konnte, daß er überhaupt nicht in der Versammlung gefesien hatte, sondern, weil er zu spät kam, während der ganzen Dauer der Verhandlung stehen mußte, wurde das Verfahren gegen ihn eingestellt. Und der Denunziant? Der Dachdecker Jürgens aus Penzlin wurde vom Landgericht Güstrow wegen Majestätsbeleidigung zu brei Monaten zwei Wochen Gefängniß verurtheilt. Ausland. Oesterreich- Ungarn. Bertagung des Neichsraths. Ans Wien wird unterm 1. Februar gemeldet: Mittels Zuschrift des Ministerpräsidenten an die Präsidien der beiden Häufer des Reichsraths vom heutigen Tage wird die Ver tagung des Reichsraths auf Grund allerhöchsten Auftrages ausgesprochen. Nach der„ Neuen Freien Presse" nimmt man in politischen Kreisen an, daß die Bertagung bis zum Herbst dauern wird. Inzwischen wird der Ausgleich mit Ungarn auf Grund des§ 14 erlassen werden. Auch sonstige legislative Alte werden auf Grund des§ 14 im Falle von Dringlichkeit promulgirt werden. Ende Ein Judendrescher. Wie bürgerliche Blätter melden, Hat Februar sollen die Landtage zusammentreten. Die Delegationssession der schlesische Großgrundbefizer und Amtsvorsteher Graf wird erst für Ende November in Aussicht genommen. Püdler in Klein- Tschirne ein Flugblatt verbreiten lassen, in dem Schweiz. es heißt: Bulgarien. Freilaffung der spanischen Gefangenen. Eine Depesche des General Nios meldat nach Madrid, die gefangenen Offiziere und Soldaten auf der Insel Negros seien in Freiheit gesezt worden; die Schritte zur Freilassung der Gefangenen in Flo- Flo würden fortgesetzt. Auf den Philippinen dürften die Amerikaner, falls fte nicht eine Verständigung suchen, noch manche Schwierigkeit zu überwinden haben. Das Komitee der Filipinos verlangt, wie aus Manila berichtet wird, daß zu den Untersuchungen über die Lage, die von einer amerikanischen Kommission gepflogen werden, auch Vertreter der Nationalregierung beigefellt werden. Ohne die freundschaftliche Mitarbeit der Nationalregierung sei es unmöglich, zu einem richtigen Verständniß der gegenwärtigen Lage und der auf die Selbstverwaltung gerichteten Bestrebungen des gesammten Volles zu ges langen. Zur Begründung dieses Verlangens wird angeführt, daß von Seiten der amerikanischen Besatzungstruppen fortgesetzt Gewaltthätigkeiten gegen die Einwohner begangen würden, ohne, daß die betreffenden Soldaten bestraft worden feien. Ju der Mittheilung des Komitees der Filipinos werden noch die Ende Dezember vom„ N.-Y. Her." verbreiteten Gerüchte über eine Freibeutererpedition der Filipinos und der allgemein herrschenden Anarchie bestritten. Das ganze Land gewähre feine volle und bedingungslose Unterstügung Aguinaldo, dessen Autorität überall anerkannt werde. Alle Provinzen des Archipels seien auf dem Kongreß der Filipinos vertreten. In den Vereinigten Staaten selbst herrscht eine starke Strömung gegen die Amegionsbestrebungen. Senator Berry machte in der legten Sitzung heftige Ausfälle gegen Mac Kinley und sagte u.., hinter dem ganzen Anneriousplan stehe das Grundkapital. Die Regierung fährt aber fort, weitere Truppenmassen nach den Philippinen zu senden.-Wie der Intern. Korresp." aus Madrid gemeldet wird, soll die Regierung der Vereinigten Staaten bei den Großmächten vertraulich angefragt haben, ob diefelben die von der aufständischen Regierung den Mächten zugesandte Notifizirung" an nehmen und die neue Republik anerkennen würden. Hierauf hätten fämmtliche Regierungen, einschließlich Deutschlands, geantwortet, daß fie zu Aguinaldo und dessen Regierung in feinerlei wie immer ge artete. amtliche Beziehung treten würden, ehe sich nicht lettere mit den Bereinigten Staaten verständigt hätten. Das Eisenbahnwesen in China nimmt einen stetigen Aufschtung. Ueber die chinesische 5prozentige Eisenbahn- Anleihe von 26 Millionen Mart ist, wie die" Times" zu melden wissen, nunmehr cin endgiltiges Abkommen getroffen. Die Anleihe werde von der chinesischen Regierung ohne irgend welchen Vorbehalt garantirt und sei noch besonders sicher gestellt durch die nördlichen Bahnlinien, von denen ein großer Theil bereits gebaut sei. Der Prospekt werde wahrscheinlich Ende der Woche von der Songlong and Shanghai Banting Corporation" veröffentlicht werden. Die chinesische Regierung habe sich dem englischen Gesandten Macs donald gegenüber zudem verpflichtet, die Eisenbahnen, welche die Bürgschaft für die Anleihe bilden, nicht an irgend eine auswärtige Macht zu veräußern. langen 30 Millionen. Amerika. Militäretat. " Washington, 31. Januar. Robert Borter ist in besonderer " Der Deutsche ist gutmüthig und geduldig, freundlich und Zürich, 31. Januar.( Gig. Ber.) In Ulster bei Zürich fand Miffien nach Kuba gegangen, um festzustellen, ob die fubanisches Langmüthig lange Beit; aber wenn sein Zorn einmal erwacht, am Sonntag eine von zirka 400 Personen besuchte" demokratische" Truppen bereit sind, sich aufzulösen, wenn sie einen Sold im Bes dann ist er furchtbar und nicht mehr zu bändigen; dann er- Versammlung zur Besprechung der Doppelinitiative und zur trage von 3 Millionen Dollars empfangen. Die Kubaner ver hebt er die gewaltige Rechte zum Schlage und drischt Stellungnahme der ganzer fantonalen Partei dazu statt. Der abund drischt und drischt, so lange, bis es nichts trünnige Streber Dr. Amsler von Zürich präsidirte, der freisinnige Aus Havana wird hierzu gemeldet: Da die militärischen mehr zum 8erhauen giebt, giebt, bis das Judenthum Parteipapst Forrer referirte über die Bollswahl des Bundesvernichtet und zerschmettert im Staube liegt. Dann wehe rathes und Nationalrath Geilinger von Winterthur über Chefs der Kubaner sich entschieden weigern, drei Millionen Dollars als völlige Befriedigung der Ansprüche der Soldaten anzunehmen, unferen Feinden vor diesem Ansturm der deutschen Männer; lange die Proportionalwahl des Nationalrathes. Nachdem die Vertheidiger ist die Regierung in Washington entschlossen, den Kubanern viel genug hat der Bauer gelitten unter dem schurtischen Börsenspiel der Doppelinitiative geradezu vergewaltigt und zum großen Theil mehr, selbst 15 millionen, anzubieten, wenn sie fich nicht mit der jüdischen Spekulanten, lange genug hat der Handwerker geseufzt an der Abstimmung verhindert wurden, verwarf die Bersammlung einen geringeren Betrage begnügen. Die Kubaner find fich flar unter der furchtbaren Konkurrenz der Judenbande. Der Tag der mit 176 gegen 81 resp. mit 157 gegen 66 Stimmen die Doppel- darüber, daß ein derartiges Abkommen die amerikanische Ottupation Abrechnung ist gekommen." initiative. Unter den Gegnern waren auch zahlreiche Konservative, Wie gesagt, der Mann ist Amtsvorsteher, alfo Gefeßes- die unbeanstandet mitstimmen durften. Die demokratische Partei des verlängern könnte. Da es aber ihr ernſter Wunsch zu sein scheint, wächter. Das scheint ihn aber in seinen zornesmuthigen Drescher Stantons Zürich hat damit aufgehört zu egistiren, es giebt nur noch eine Washington bereit, nachzugeben und nach der letzteren Nichtung Verdaß das Heer eine große Summe erhalte, ist die Regierung in gelüften zum Zerhauen der Juden bande nicht weiter zu stören. freifinnig- radikale". Die sozialdemokratische Initiative auf EinfühZum Kapitel vom groben Unfug. Die Fräntische Tages- ung der Proportionalwahl des Großen Stadtrathes handlungen einzuleiten. Man sieht, ganz billig wird den Amerikanern der Besitz Kuba's nicht gemacht. post" in Nürnberg hatte am 10. Dezember vor. Js. ein satirisches in 2uzern wurde am Sonntag in der Volksabstimmung mit 2060 gegen 1669 Stimmen verworfen. Für unsere Genossen ist Gedicht gebracht, betitelt:„ Rezepte für Redakteure", worin der Eifer, dieses Resultat ein glänzender Achtungserfolg., Washington, 1. februar. Das Repräsentantenhaus hat gestern Die rohen und die Bill betreffend die Erhöhung der Präsenzstärke der Ärmee den gewisse Staatsanwälte gegenüber der Presse zeigen, ins Lächerliche gezogen und den Redakteuren angerathen wird, wie sie sich, gänzlich unmotivirten Ausfälle Dr. Lieber's im Reichstage auf angenommen mit der Maßgabe, daß die Präsenzärke im Minimum um die Klippen der Strafparagraphen zu vermeiden, auszudrücken wild herumlaufen lasse" hat in der ganzen Schweiz viel wo man Königs und Frauenmörder 57 000 und im Maximum 95 000 Mann betragen soll. hätten, wenn ihnen z. B. von einem franken Fürsten, deffen Magen böses Blut gemacht und auch von fatholischer Seite in der Presse ihm viel Beschwerde macht, telegraphirt werde, was man in dem scharfe Zurüdweisung gefunden. Die St. Galler Ostschweiz er revolutionirenden Darm gehört habe. Die Schlußverse lauteten: innert an das kräftige Pfui", das das Zentrum 1875 Bismard ent- In der Budgettommission des Reichstags stand heute " Ja, so was hat seine Rücken und Lücken; wie würdest Du es gegenschleuderte, als er Kullmann der Partei anhängen wollte. Der das Ordinarium des Militäretats zur Verhandlung. mun wohl ausdrücken? Schau, ich fag' Dir's gut und kurz: Hoheit ließ einen Seufzer." Darin nun erblickte der Staatsanwalt Rifinger Attentäter rangirte aber wenigstens äußerlich zum Zentrum, Berichterstatter Graf Roon erklärt, auch dieser Theil des Etats halte Hoheit ließ einen Seufzer." Darin nun erblickte der Staatsanwalt während die Königsmörder der Schweiz nicht angehören. Und was sich durchaus in maßvollen Grenzen. Die Mehrausgabe gegen voriges in& ürth groben Unfug und auf feine Veranlassung wurde dem die Frauenmörder angeht, so ist der Schutz der Frau in der Schweiz Jahr betrage 1 854 000 M. und sei hauptsächlich veranlaßt durch Verberantwortlichen Redakteur Genossen Gärtner ein Strafbefehl ein weit besserer und ausreichenderer als in Deutschland. Der stärkung des Sanitätskorps und durch die Aenderung der Dienst zugestellt, der auf 100 M. Geldstrafe oder 20 Tage Gefängniß Grund des Ausfalles sei der Aerger darüber, daß nicht deutsche altersstufen. Grundsägliche Bedenken gegen die Anfäße des Etats Lautete. Die Nürnberger Staatsanwaltschaft hat das Gedicht unbeanstandet gelassen. Gegen den Strafbefehl wird Einspruch er- Jesuiten an die katholische Universität in Freiburg berufen wurden.liegen nicht vor. Der Korreferent Freiherr v. Hertling erklärt ebenfalls, der Etat sei so vorsichtig aufgestellt, daß er feine Streichung hoben werden. Frankreich. beantragen fönne. Die Einnahmen passiren darauf ohne Debatte. Bei dem Gehalt des Kriegsministers fragt Müller- Sagan( frf. p.), ob die Zeitungsnachricht wahr sei, daß Detmold Garnison verlieren soll. Striegsminister v. Goßler hält diese Meldungen für falsch. In der Militärkonvention, die Breußen stets streng gehalten habe, sei zugesichert, daß in Detmold eine Garnison bleibe. Im Uebrigen habe bisher überhaupt teine Storrespondenz zwischen dem Lippeschen Ministerium und dem preußischen Kriegsministerium stattgefunden. Abg. Baffermann( natt.) bringt die Spieleraffäre in Hannover und im Zentralhotel in Berlin zur Sprache. Es müsse der Militärverwaltung möglich sein, folche Vorkommnisse wie in Hannover zu verhindern. Es sei bekannt gewesen, daß in Hannover hoch gespielt werde. Die Kommandeure müßten Offiziere, welche zum Spiel neigen, zurüdhalten. Minister v. Goßler: Offiziere, deren Verschulden nachweisbar fei, würden seitens des Kaisers streng gestraft, ohne Rücksicht auf die Familie, Das Spiel in Offizierstreifen habe thatsächlich " Last alle Hoffnung fahren! Massenhaft Taufen Im Bureau Paris, 1. Februar. Est er ha 39 wurde gestern Abend von bes Abgeordnetenhauses und bei den einzelnen Abgeordneten des dem Generalprokurator Manan davon in Kenntniß gesezt, daß sein Hauses Petitionen der Unterbeamten und der mittleren Verhör vor der Kriminalkammer beendet sei und das ihm zu Beamten ein bezüglich der zur Verhandlung stehenden Besoldungs- gesicherte freie Geleit innerhalb 24 Stunden auf verbesserungen. Aus den Verhandlungen der Budgetkommiffion aber höre. Nach Ablauf dieser Frift werde die von Bertulus gegen tritt schon jetzt deutlich hervor, daß der scharfen Weifung des Finanz- ihn geführte Untersuchung wieder aufgenommen. Esterhazy reiste ministers v. Miquel folgend, die konservativen Parteien, überhaupt um 9 Uhr Abends ab. Quesnay de Beaurepaire verlangt in dem die Mehrheit der Kommission, entschloffen find, alle Aenderungen Echo de Paris" Disziplinarmaßregeln gegen gewisse Mitglieder der an dem von der Regierung aufgestellten Besoldungsplan abzu- Sriminalfammer, welche fich offenfundig gegen die Amisehre vergangen hätten. Mangle ofgifmi i England. Für die Generalversammlung des Bundes der Land: 19 wirthe im Zirkus am Montag, den 13. t. m., 12% 1hr, veröffent Das Haus Stuart hat immer noch in England Anhänger. licht die Deutsche Tageszeitung" folgendes Programm: Nach der Sie haben das Jubiläum der Hinrichtung Karls I. nicht vorüber Begrüßung durch den Bundesvorfigenden v. Wangenheim wird der gehen lassen, ohne sein Denkmal feftlich zu befrängen. Gegen solche Vorfizende Dr. Röfide die Gedächtnißrede auf Herrn v. Plög halten. hochverrätherischen" Thaten haben in England Polizei und Gericht Dr. Hahn bringt den Geschäftsbericht und eine Darlegung der nichts einzuwenden. Lehnen. " Der die " Partet- Nachrichten. Friedrich Engels und das Milizsystem. " abgenommen. Leider fei bie Bersuchung fehr groß. Das Leistung. Und das 2o ist damit schon von felber entschieben: im, Spiel sei ein Krebsschaden, der sehr schwer zu befämpfen sei. stehenden Heere wenn man sich darunter das denkt, was ver- j An Ernst in der Bekämpfung des Spielwesens fehle es der Militärnünftigerweise bei allgemeiner Wehrpflicht allein darunter gedacht verwaltung nicht. Abg. Dr. Lieber( 8.): Er wünsche, daß das werden kann. Offizierstorps aus den heutigen Worten des Kriegsministers eine der ,, Neuen Unter diesem Titel veröffentlicht May Schippet in dem Von der Loslaffung der Unteroffiziersschivärme auf die SchulLehre ziehe und das Spiel verabscheuen lerne. Abg. Singer freut soeben erschienenen 19. Hefte der„ Neuen Zeit" den Anfang eines jugend verspreche ich mir militärisch sehr wenig und politisch nichts sich, daß der Kriegsminister die Spieler und ihre Helfershelfer der Artikels, worin er zunächst mittheilt, daß er der Verfasser des unter Gutes. Welche Empfindlichkeit haben wir sonst mitunter verrathen, öffentlichen Schande sichere. Hier stehe ihm die Sympathie aller dem Pseudonym Jiegrim in den Sozialistischen Monatsheften" went in den Volksschulen auch nur so etwas wie Volkswirthschaft in ben nur etwas ibliselts Parteien zur Seite. Minister v. Goßler theilt noch mit, daß auch erschienenen Artikels ist: War Friedrich Engels miliz- oder Politik gelehrt werden sollte; selbst die üblichen GeschichtsBar miliz- ober mit Geld versehene Frauenzimmer aus dem Auslande gefchickt gläubish?" Dann wendet sich Schippel gegen Kautsky's Er- erzählungen und die Religion hielten wir für Gift. Nun soll auf würden, um die Offiziere zum Spiel zu verloden. Die Militär, widerung auf diesen Artikel. Wir müssen uns mit einigen Aus- einmal der Feind der Demokratie und des Proletariats" sein, wer verwaltung habe dafür bestimmte Anzeichen und Vermuthungen. zügen begnügen und verweisen wegen des übrigen die Leser nicht in jedem Dorfe und Weiler die Jugend zu fleinen KriegerAbg. Gröber( 8.) meint, daß viele Opfer der Spieler in ihrer des„ Vorwärts" auf die Lektüre der„ Neuen Zeit" felbst. Schippel sagt: vereinen von Unteroffizieren erzogen sehen möchte. Offen gestanden, Unerfahrenheit ohne es zu merten in die Netze der Verführer fallen. Eine eingehende Belehrung über diese Gefahren sollte bereits den meinen, ich hätte„ das deutsche Proletariat" aufgefordert, auf einige der sozialdemokratischen Großgarnisonstadt zubringt, ist uns zugängKadetten gegeben werden. Minister v. Gokler begrüßt diese Anregung. politische Scheinkonzessionen" seitens der Reaktion mit der Be- licher, wie der von Kindesbeinen an irgendwo im Hinterland vom UnterDas Gehalt des Ministers wird darauf bewilligt. willigung von Kanonen zu antworten". Indeß jenes heiße Veroffizier dressirte Miligsoldat, der nur auf den Husch die Großstadt einmal Die weitere Berathung vollzieht sich ziemlich schnell, mehrere langen, dem herrschenden Regime neue Machtmittel zu bewilligen", erblickt. Darum sehe ich, neben den wirthschaftlichen, auch die Kapitel passiren debattelos. Bei dem Kapitel ,, Militär- Geistlich das nach Kautsky„ unser nationalgesinnter Wehrwolf empfindet", politischen Wirkungen des Milizsystems, wie es bei uns allenfalls keit" wünscht Abg. Dr. Lingens( 3.), daß den jüdischen Sol war wirklich nicht blos ihm", das heißt Engels, fremd. Mir ist benkbar wäre, etwas anders an wie üblich. Aber von jeder Feinddaten die Betheiligung an ihrem Gottesdienst mehr als bisher ge= stattet werde und ihre Vereidigung in der Synagoge erfolge. schaft gegen die Demokratie und das Proletariat fühle ich mich dabei Auch die Thorheit, zu behaupten, daß wer sich für die Milia frei. Ich mache nur nicht jedem Hute sofort meine Reverenz, weil Minister v. Goßler erklärt, daß den jüdischen Soldaten alles ge- nicht besonders erwärme", Anhänger des Militarismus" sei, begehe eine rothe Hahnenfeder auf ihm steckt. währt würde in Bezug auf ihren Gottesdienst, was ohne nicht ich. Es giebt Milizich wärmer, die das heutige Erwerbs- Schon die Geschichte der Jugendwehr Bestrebungen sollte die Schädigung des Dienstes möglich sei. Manchmal würden jedoch zu leben mit endlos ewigen Störungen und Unterbrechungen heim- hier in der Partei übliche Vertrauensseligkeit etwas erschüttern, weit gehende Forderungen bezüglich der Berücksichtigung ihrer Feste suchen und den Unteroffiziersgeist selbst bis in die letzten Schulflaffen Denn immer und immer wieder wird die militärische Jugendunserer Knaben und Knäblein hineinverpflanzen wollen viel erziehung angepriesen auch als konservative Heilsthat, als Waffe int Die Berathungen werden nächsten Dienstag, 7. Februar, shing, die jeder und wohends einer derartigen neberwucherung der Stampfe gegen den Umsturz." schlimmer als heutige Es giebt Gegner der gestellt. fortgefekt. Parlamentarisches. Bundesrath. In der heutigen Mittwoch- Sigung des Bundesrathes wurden der Entwurf von Bestimmungen über Ausnahmen von dem Verbo te der Sonntagsarbeit im Gewerbebetriebe und der Entwurf einer taiserlichen Verordnung über die Hauptmängel und Gewährfristen beim Viehhandel den zuständigen Ausschüssen überviesen. Den Ausschußanträgen zu den Entwürfen: a) eines Gefeges, betreffend die gemeinsamen Rechte der Befizer von Schuldversicherungen, b) eines Hypothenbant- Gesezes, c) eines Gefeßes, betreffend Renderungen der Zivilprozeß- Ordnung und der Strafprozeß- Ordnung, sowie die Bestrafung falscher uneidlicher Aussagen, d) eines Gesetzes betreffend Alenderungen und Ergänzungen des Strafgesetzbuches wurde die Zustimmug ertheilt. " es auch durchaus unbekannt. Miliz, militärischen Eingriffe und Anforderungen todtfeind find. Stautsty hatte ausgeführt, daß die Miliz bei der einfährigen Dienstzeit anfange und daß der Unterschied zwischen einem Berufssoldaten und einem Milizfoldaten nicht der sei zwischen einem ausgebildeten und einem nichtausgebildeten Soldaten, sondern daß er darin liege, wann und wo die Ausbildung stattfindet. Hier der Soldat, der für Jahre in die Kaserne eingeschlossen, vom Wolfe abgelöst wird... dort der Soldat, deffen Ausbildung in einer Beruf entfremdet, daß sie ihm nie das Bewußtsein feiner staatsWeise geschieht, daß sie ihn nicht vom Volfe trennt, nicht seinem bürgerlichen Pflichten und Rechte raubt. = " An das fürstlich Reuß j. L. Ministerium, Abtheilung für das Junere. Verschiedene Zeitungen bringen die Nachricht, daß laut polizeis licher Drahtmeldung aus Gera meine Ausweisung aus Reuß 1. 2. deshalb erfolgte, weil ich Mitglied einer Anarchisten Ber einigung gewesen sein soll. Ich war aber niemals Anarchist und gehörte in Gera feiner anarchistischen, überhaupt feiner politischen und auch keiner gefelligen Vereinigung an. Sollte das wirklich der Grund der Ausweisung gewesen sein, so beruht diese mit der Verfügung: binnen 24 Stunden das Land zu berlassen und wenige Tage, nachdem meine Familie aus Dresden zu mir zog auf einer argen Werleumdung. In diesem Falle bin ich gern bereit, die Polizeibeamten, von denen jene Mittheilung ausgegangen sein sollte, der Lüge zu überweisen, und ersuche um die Erlaubniß, zu diesem Zwecke nach Gera zurückkehren zu dürfen. Mein näherer Bekanntenkreis in Gera bestand aus einigen Mitgliedern des reußischen Landtags, sowie der Gemeinderäthe in Gera und in Untermhaus. Auch sonst verkehrte ich mur unter ehrlichen Arbeitern, die zwar mühsam ihr Brot erwerben und Reichthümer für Andere häufen, aber in ihren persönlichen und sozialen Beziehungen so viel Gerechtigkeitsfinn und Rücksichtnahme auf das Wohl und Wehe ihrer Mitmenschen entwickeln, daß anarchistische Grausamkeifen ihrem sittlichen Empfinden nicht minder widersprechen, als etwa die Brutalitäten einer Polizeiwilltür. Ergebenst Dr. phil. e Iphand." Grund der falschen Bezichtigung erfolgt sein sollte, er sei Mitglied Sofern Dr. Helphand's Ausweisung aus Reuß wirklich auf Pflicht ist, dem Beschwerdeführer Gelegenheit zu geben, die SchulRegierung hoffentlich bewußt sein, daß es ihre moralische einer anarchistischen Vereinigung gewesen, so wird sich die reußische bigen zur Rechenschaft ziehen zu können. Ist die Ausweisung aber aus dem Grunde erfolgt, daß Dr. Helphand ein aus dem Auslande reußischen Regierung schon die Selbstachtung gebieten, diesen Grund gebürtiger Sozialdemokrat ist, so müßte es, unseres Grachtens, der unziveideutig bekannt zu geben. Und endlich, der mir zugeschriebene Gedanke, die Sozial- Sächsische Landtagswahlen. Der sozialdemokratische Verein demokratie solle fich hüten, den Militarismus zu bekämpfen, ohne für den Reichstagswahlkreis Pirna beschloß, sich an der im vierten dessen Fachleute um Erlaubniß zu fragen", ist so absurd, daß ich mir Landtagswahlkreise vorzunehmenden Wahl zu betheiligen. jedes Wort der Widerlegung sparen fann. Der Meinung bin ich Dieser Landtagswahlkreis besteht aus den Städten Birna, Sebnik, freilich, daß man ein militärisches System um so erfolgreicher und Schandau, Königstein, Neustadt, Wehlen und Hohnstein. überhaupt nur dann mit Erfolg bekämpfen kann, wenn man sich vorher Sozialdemokratenheze unter anarchistischem Deckmantel? bemüht hat, es in seinen geschichtlichen Voraussetzungen, in feiner Verschiedene Zeitungen, deren polizei- offiziöse Beziehungen bekannt historischen Nothwendigkeit zu verstehen, es in dem inneren Aufbau sind, hatten die Nachricht gebracht, daß der aus Reuß i. 2. ausfeiner Organisation zu verfolgen und nicht rein äußerliche Zufällig gewiefene Genoffe Parvus( Dr. Help hand) in Gera Mitglied teiten und sehr nebensächliche, freilich auch sehr auffällige Rüdeiner Anarchisten Bereinigung gewesen wäre. Barbus, wirkungen auf die übrigen gesellschaftlichen Gebiete für sein Wesen der noch vor wenigen Monaten Redakteur der Sächsischen Arbeiterund seinen Kern zu nehmen. Zu diesem Zwede wird man allerdings Beitung" in Dresden war und dort als solcher ausgewiesen niemals die Fachliteratur umgehen können- womit natürlich nicht wurde, verwahrt sich gegen die Verdächtigung, er fei Anarchist, mit gesagt sein soll, daß jeder Fachmann Uniform tragen und staatlich aller Entschiedenheit in folgendem, an das reußische Ministerium geangestellt sein müsse. Ich schätze die Engels'schen Schriften darum richteten Schreiben: Die Petitionskommiffion hielt Mittwoch Morgen Sigung ab. so hoch und empfehle fie immer und immer wieder den ParteiAnter den 18 Petitionen, die vorlagen, wurden zwei unter Buziehung genossen zum Studium, weil sie in einer, sonst in der Partei unbon Regierungskommissarien verhandelt. Die eine Sache betraf eine erreichten Weise, auf umfassender Kenntniß auch der eigentlichen Petition des freifinnigen Berliner Arbeitervereins, das Verbot der Fachliteratur fußen. gewerblichen Kinderarbeit betreffend. Es wurde beschlossen, diese Dann stelle ich mit aller Bestimmtheit noch fest, daß ich auf Petition dem Reichskanzler zur Erwägung zu überweisen. Die zweite a softsheer" als 8iel, als Endziel, auch bei Engels, Sache betraf vier Petitionen, die die Sonntagsruhe behandelten. ans drücklich und wiederholt hingewiefen habe. Und Eine Leipziger Droschkentutscher- Versammlung verlangt Kenderung auch nicht eine Silbe von mir berechtigt Kautsky zu der Rededer Gewerbe Ordnung dahin, daß ihnen in jeder Woche ein wendung, ich gehöre zu der Spezies, ber der Begriff des Endziels freier Tag, der in der dritten Woche ein Sonntag sein gleichbedeutend ist mit dem des unerreichbaren". Ich habe mur besolle, gegeben werde. Der Verband der Barbier-, Friseur- tont, daß wer für die Gegenwart selbst das Schifflein der zweiund Berrückenmacher- Innungen petitionirte um Berschärfung veranfert zu fehen wünscht, weil sonst der erste Windstoß den gejährigen Dienstzeit noch mit internationalen Ketten der Bestimmungen über die Sonntagsruhe. die Sonntagsruhe. Die Barbier geschäfte sollen zu derselben Zeit des Sonntags, da sie die fährdetsten Großstaat Europa's wieder in den uferlosen Militarismus Gehilfen entlassen, schließen müssen. So scheinen fich jetzt die daß der das Endziel in recht weite hineintreiben könnte Meister dieses Kleingewerbes so an die anfangs bekämpfte Sonntags- erne rüdt". Ich möchte auch heute noch der Meinung sein, rube gewöhnt zu haben, daß sie sie jetzt auch für sich fordern. Auch daß die Maffe unserer Parteigenossen sich die Sache viel weniger die Bigarrengeschäfts- Inhaber von Köln und Aachen fordern Ber- umständlich und zeitraubend denkt, als sie von einem solchen Standschärfungen der Bestimmungen über die Sonntagsruhe. Sie wollen, punft aus folgerichtig gedacht werden muß." daß die Schankwirthschaften nur während der Sonntags- Geschäftsstunden der Bigarrenhändler Bigarren verkaufen dürfen. Endlich verlangte die Streissynode zu Pr.- Gylau, daß die Bestimmungen über die Sonntagsruhe auch auf die Schantgeschäfte ausgedehnt werben follten. Auch diese Petitionen werden, auf Beschluß der Kommission, bem Reichskanzler als Material überwiesen. Zu der Sache des Berliner Arbeitervereins als auch der Betitionen, die Sonntagsruhe betreffend, war der Konfervative Jacobstötter Berichterstatter. Da er jedoch nicht erschienen war, trotzdem über eine Innungspetition" Bericht zu erstatten war, übernahmen dies die Sozialdemokraten Schwarz und ist an sich keine Annäherung an die Miliz in dem bezeichneten Sinne Hierauf erwidert chippel: Die Verkürzung der Dienstzeit Tuyauer. Ferner lagen zwei Petitionen des Innungsverbandes deutscher Baugewerksmeister vor, betreffend 1. Immobiliar- Feuer- des Wortes. Im Verhältniß zur Präsenzſtärke wird die Verkürzung der versicherungszwang, 2. Versicherung gegen Arbeitslosigkeit. Die Dienstzeit heute immer auf eine Bermehrung des BerufsKommission trat jedoch nicht in die Verhandlung darüber, sondern laufen, also von der Miliz, immer im bezeichneten Sinne, abführen. latenthums, dieses Grundstocks der stehenden Heere, hinaus beschloß, zunächst einen Regierungskommissar zuzuziehen. Eine Anzahl weiterer Betitionen, darunter auch die Petition des Vereins enn 3. B. die Caprivi'sche Militärreform- die Engels meines deutscher Bahnkünftler, die Regelung ihrer Rechtsverhältnisse betreffend, 1893 in den Grundzügen für richtig hielt wenn die Verstärkung Erachtens Mitte der sechziger Jahre befürwortete und die er auch wurden nach längerer Debatte als ungeeignet zur Erörterung im ber vorhandenen Friedenstadres und die Bildung neuer Sabres nicht 1893 in den Grundzügen für richtig hielt Polizeiliches, Gerichtliches u. 1. w. Plenum erklärt. Wegen Beleidigung dreier Rittergutsbesitzer im Kreise mit einer ganz außerordentlichen Vermehrung des Aus- Landsberg a. W. wurde der Redakteur der Märkischen VoltsJustiznovelle. In der sechsten Kommiffion des Reichstags bildungspersonals, bes Berufsfoldatenthums stimme" in Forst, Genosse 8appay, vom dortigen Schöffenwurde heute die Berathung der vom Abg. Rintelen beantragten abschloß, jo tag das nur daran, daß die zweijährige Dienstzeit in gericht zu sechs Wochen Gefängniß verurtheilt. Die Beleidigungen Justiznovelle fortgesezt. Zunächst stand der Antrag Simburg der Praxis der deutschen Armee schon vorher so ziemlich er- follen in einem während der Reichstagswahl in der Volksstimme" zu§ 78 des Gerichtsverfassungs- Gesezes, der die Buständigkeit reicht war. Aber nahezu 80 000 Unteroffiziere, die jetzt veröffentlichten Artikel enthalten sein, der unter dem Stichwort der Straflammern betrifft, zur Verhandlung, der das Ver- im Etat stehen, sind auch schon eine recht schöne Ziffer Wozu die Grenzsperre?" eine Petition des in Landsberg bestehenden brechen der Unzucht in allen Fällen den Straflammern zuweisen und die Motive vorliegenden Militärgesezes enthaltene u märkischen Viehhändler- Vereins wiedergab. In will. Nachdem der Regierungsvertreter sich mit dem Antrag ein- die verdächtige Andeutung, daß, unt einer Ueberbürdung dieser Petition war behauptet, daß die Verschleppung der Seuchen verstanden erklärt, wird er mit 9 gegen die 6 Stimmen der Frei- des Ausbildungspersonals vorzubeugen, eine Erhöhung der Baht nicht immer durch die Schuld der Viehhändler, sondern auch die finnigen, Sozialdemokraten und eines Zentrumsmitgliedes an der Unteroffiziere wohl vertretbar" sei, daß man sich vorläufig Nichtbeachtung der gesetzlichen Vorschriften seitens der Gutsbesizer genommen. Ebenso wird der Antrag Rintelen angenommen, jedoch mit Heranziehung dreijährig dienender Hilfskräfte" be gefördert werde. Es wurden zum Beweise für diese Angaben bere ber für Urkundenfälschung, Verbrechen im Amte und Verbrechen nach gnügen wolle. schiedene Namen angeführt. Die Beweisaufnahme ergab nun, daß der Konkursordnung die Straffammern für zuständig erklärt.§ 75, Ja, um diese Vermehrung und intensivere Anspannung des Lehr- fich die Petenten in einem Falle geirrt, indem sie die Einder unter Umständen die Verweisung gewisser Delifte von den personals bei fürzerer Dienstzeit möglichst abzuschwächen, dazu verführung von gesundem Vieh als strafbar bezeichnet hatten, Straflammern an die Schöffengerichte vorsieht, wird nach dem langen wir eben weiter noch die militärische Jugenderziehung mit und in zwei Fällen die Vorgänge insofern ungenau berichteten, als Antrage Rintelen genehmigt. Bu§ 80 beantragt Be dh( fri. Bg.) zweckentsprechend nachgebildeten Waffen, Rekognoszirungsmärschen es sich nicht um Vieh der betreffenden Befizer, sondern um Vieh der die Verweisung der Breßvergehen an die Schwurgerichte. Mit 11 gegen und Felddienst- Uebungen vom vollendeten elften oder zwölften Arbeiter handelte. Der vierte Fall wurde bewiesen. 5 Stimmen wird der Antrag abgelehnt. Dagegen gelangt ein An- Lebensjahr an, unter gedienten Unteroffizieren." trag b. Strombed( 8.) zur Annahme, wonach zu dem Präsidium stets die beiden ältesten Mitglieder des Gerichts zuzuziehen sind. § 123 macht nach dem Antrage Nintelen die Oberlandesgerichte zuständig für die Berufung. Geh. Rath Lenthe bemerkt hierzu, baß die Mehrheit der verbündeten Regierungen fich für den Fall der anderweiten Regelung der Berufung dahin entschieden habe, daß die Berufung an die Oberlandesgerichte zu leiten sei, während eine fühlen." Minderheit bei den Landgerichten Berufungskammern eingerichtet Zum Schluß bemerkt Schipper: wissen will. Der Antrag Nintelen wird darauf mit 14 gegen st es bei den grundliegenden heutigen wirthschaftlichen Ver1 Stimme angenommen. Die§§ 124 und 136 betreffen die Bildung hältnissen erträglicher, den Militärdienst möglichst in einen zu der Senate der Oberlandesgerichte und die Zuständigkeit des Reichs- fammenhängenden Zeitraum zusammenzudrängen, oder ist es gerichts in Straffachen. Beide Paragraphen werden nach dem Antrage erträglicher, ihn in eine Reihe jährlicher Theilleistungen zu Rintelen angenommen. Damit ist die erste Lesung der Anträge zerzetteln? Wenn, Im ein tonfretes Beispiel zu nehmen, zum Gerichtsverfassungs- Gesez erledigt. eine einjährige Schulung den ausgebildeten" Soldaten macht, Die Verhandlung wendet sich nun zu den Anträgen, betreffend und wenn zwischen stehendem Heer und Miliz nur das der Unterschied die Strafprozeß Ordnung. Die Punkte bezüglich der sein soll, wann und wo die Ausbildung stattfindet", so frage ich Eidesfrage werden auf Borschlag des Abg. v. Salisch zu einfach: Ist es beffer, jeden Bürger von vornherein darauf gefaßt nächst ausgeschlossen, da, wie Geh. Rath v. enthe bestätigt, zu machen, daß er vom zwanzigsten bis zum einundzwanzigsten eine diesbezügliche Vorlage nächster Tage dem Reichstage zugehen Jahre seinem Beruf entfremdet, in die Kaserne eingeschlossen" sein Achtung, Maßschneider! Heute Abend 81/2 Uhr findet in den werde.§ 8a, der nach dem Vorschlage Nintelen's den fliegen wird, oder ist es richtiger, vom vierzehnten bis vielleicht zum sechs- Arminhallen, Kommandantenstr. 20, eine Werkstatt- und Geschäftsden Gerichtsstand der Preise" beseitigt und den Gerichts- undzwanzigsten Jahre jährliche Einberufungen von vier und mehr belegirten- Sigung statt. Tagesordnung: Wie stellen sich die Kollegen stand der begangenen That nur bei demjenigen Gericht begründet, Wochen einzuführen? Der Kastengeist" mag im letzten Falle in der Maßbranche zu einer Lohnbewegung im Frühjahr". Die in dessen Bezirk die Druckschrift erschienen ist, wurde nach dem An- weniger großgezogen werden, aber diese fortwährende Störung und Stollegen werden erfucht, darauf hinzuwirken, daß mindestens ein trage Rintelen angenommen. Die Berathungen werden Freitag Unterbrechung wäre für das heutige Erwerbsleben geradezu eine Sollege aus jedem Maßgeschäft anwesend ist, damit die Lohnverhält fortgesetzt. Tortur. Für den Großbetrieb und für die großindustrielle Arbeiterklasse nisse aus allen Geschäften bekannt werden und die Meinung über Die Wahlprüfungs- Kommiffion des Reichstages hat am vielleicht noch am wenigsten. Aber wie viele kleine Ladner und Hand- eine eventuelle Lohnbewegung voll zum Ausdruck kommt. Dienstag die Wahlen von zehn Abgeordneten für giltig erklärt und werker, deren Betrieb auf zwei Augen ruht, müßten einfach die Bude Der Vertrauensmann. beschlossen, über die Wahl des Sozialdemokraten Sachſe in schließen, wenn Jahr für Jahr dieses Damoklesschwert auf sie niederfiele? Auf das eine Jahr, während dessen man seinen Sohn für die Armee Waldenburg Beweis zu erheben. Deutsches Reich. beansprucht, kann sich der Bauer am Ende einrichten Jahr; für Jahr In dem Konflikt der Gewerbegerichts- Beisiger in Elber. Dem Abgeordnetenhaus ist der Entwurf eines Ausfeine hervorragendste, vielleicht seine einzige Arbeitskraft zeitweise feld hat nunmehr auch der Regierungspräsident seine Entscheidung führungsgefeges zum Bürgerlichen Gesetzbuch einbüßen zu müssen, wäre für ihn der Ruin. Was also das„ Wann getroffen. Auf ihre eingelegte Beschneide erhielten Sie Beifizer und der Entwurf eines Gesetzes über die freiwillige Geund Wo" der Ausbildung anbelangt, das nach Kautsky über Berufs- folgenden Bescheid: richtsbarkeit zugegangen. soldat und Milizsoldat unterscheidet, so antworte ich, was die erwerbsDer Vorsitzende des föniglichen Gewerbegerichts, Herr Beis thätige, also die der Volksschule entivachsene Bevölkerung anbelangt, geordneter Diege, hat bereits einer mir erstatteten Anzeige zuunbedenklich: am besten in einer, zeitlich übersehbaren Dienst- folge aus Anlaß des in Ihrer Eingabe erwähnten Vorfalles mit des " Vor allem heißt es doch, was den Kampf gegen die Berufsfoldaten" angeht, am Kern der Sache garnichts ändern, sondern nur eine Unzahl von Unteroffizieren- Preußen allein besaß z. B. 1885 weit über 50 000 ländliche Gemeinden inkl. Gutsbezirke statt in die Garnisonszentren in die Schulgemeinden setzen. Besser werden fie auch da nicht werden, und als Berufssoldaten werden sie sich weiter " " -Wegen Beleidigung der Polizei in Meißen wurde in Dresden Genosse Beyer, der verantwortliche Redakteur des " Volksfreunds", eines Kopfblattes der Sächsischen Arbeiter- Zeitung", zu 75 M. Geldstrafe verurtheilt. Es handelte sich um eine Notiz, vorin mitgetheilt war, daß in Meißen ein Wirth durch die Polizei beeinflußt worden sei, sein 2okal, das er Arbeitern zur Abhaltung eines Vergnügens versprochen hatte, wieder zurückzuziehen. Vor Gericht wurde nun zwar festgestellt, daß der Wirth, um sich den Arbeitern gegenüber weiß zu waschen, die Sache übertrieben hatte, anderseits wurde aber auch erwiesen, daß der Wirth von einem Stadtrath auf die Folgen aufmerksam gemacht worden ist, die aus der Ueberlassung des Lokals für ihn entstehen würden, und der Stadtrath selbst erklärte, daß es die Polizeibehörde für ihre Pflicht erachte, von politischen" Arbeitervergnügungen der Militärbehörde Kenntniß zu geben. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. ben Herren stellvertretenden Vorsitzenden vereinbart, daß fünftig in allen Fällen vor der Verkündigung eines Urtheils eine Berathung und Abstimmung vorgenommen wird, sobald ein Besitzer es beantragt. Den Platz des Protokollführers in den Sizungen zu bestimmen, muß dem jeweiligen Vorsitzenden überlaffen bleiben, namentlich muß es ihm freistehen, dem Protokollführer einen Plaz an seiner Seite anzuweisen, falls er dies für die Leitung der Verhandlungen für zweckmäßig erachtet. Sollten die Beisiger aus dem Arbeiterstande darin eine Zurückfetzung erblicken, daß der Protokollführer zwischen ihnen und dem Borsigenden seinen Platz hat, so wird der Vorsigende voraussichtlich bereit sein, dem Protokollführer zuweilen den Platz zwischen sich und den Beisigern aus dem Arbeiterstande anzuweisen. Freiherr v. Rheinbaben. haben. Arbeitsnachweise abgelehnt. Beleidigungen der verbändlerischen Buchdrucker strogt und Herrn arbeiten. Dieses wurde von Herrn. rundweg abgelehnt. Als Scherl's Partei so energisch ergreift, daß der„ Lokal- Anzeiger" dieses dann die Arbeiter Herrn S. baten, ihnen acht Tage Bedenfzeit zu Machwerk seiner Berliner Auflage einfach als Beilage mitgab! Das lassen, damit sie sich mit ihrer Organisation verständigen könnten, schreit zum Himmel! Hoffentlich wird solches ganz unqualifizirbare antwortete Herr K. damit, daß die Lederfärber am Sonnabend Benehmen des Gutenbergbundes bis in die entlegenſten Wintel entlassen wurden. Von den meisten Rednern wurde das Verhalten der Deutschlands bekannt und für alle Zeiten gehörig gebrannt- Ausgesperrten als forrett anerkannt und die Angelegenheit zur weiteren Verfolgung einer Kommission übergeben. Die Kommission selbst bemartt!" steht aus folgenden Mitgliedern: noblich, Bürsch, Brinkmann, Tennee, Busse und Beiswenger. In der Handschuh- Industrie macht sich seit Anfang dieses Jahres schon wieder ein geschäftlicher Nüdgang bemerkbar. Aus verschiedenen Orten laufen Klagen über zunehmende Arbeitslosigkeit ein. In Hahnau wurde am Sonnabend in den Fabriken Franke und Kippermann sämmtlichen Handschuhmachern gekündigt, nachdem treter bereinzelte Entlassungen schon seit Neujahr stattfanden. Auch die Firma Thomas hat der Hälfte ihrer Arbeiter das Arbeitsverhältniß gekündigt. Sollte sich bis Ablauf der vierzehntägigen Frist die Geschäftslage nicht mehr bessern, so werden ungefähr 180 HandSchuhmacher arbeitslos, außer den in Mitleidenschaft gezogenen Hilfsarbeitern und-Arbeiterinnen. Auch aus Breslauer Etablissements tommen Nachrichten von Kündigungen. Bei Jungmann sehen viele Familienväter, die erst seit kurzer Zeit aus der Provinz nach Breslau zurückkehrten, weil sie auf dauernde Arbeit rechneten, aufs Neue Zeiten langer Arbeitslosigkeit entgegen. Versammlungen. = " Die Stuckateure hielten am Montag eine gut besuchte öffent Eine Versammlung der Krankenkassen: Vorstände und ordnung: Bauarbeiter- Schuh, referirte Reichstags- AbVerwaltungsbeamten, die von der Zentraltommission einberufen liche Versammlung ab. Ueber den Hauptgegenstand der Tagesworden war, tagte am Dienstag in der Berliner Reſſource, Komman- geordneter Hoch, der an der Hand eines reichhaltigen statistischen dantenstraße. Bertreten waren 66 Strankenkassen. Zunächst erstattete Materials die Schäden im Baugewerbe kritisirte. In der folgenden der Vorsitzende der Kommission, E. Simanowski, den Jahres Diskussion wurden von Rösener, Dashütt, Kleinert, Aus der Antwort ergiebt sich also, baß die Beisitzer fachlich im bericht, dem der detaillirte Kaffenbericht, den A. Dähne gab, Krebs, Gulz, Kraus, Marten u. 2. bie bereits seit Die Einnahmen der Kommission pro 1898 betrugen Recht sind. Und trotzdem haben sie die Ordnungsstrafe von je 30 m. folgte. einer lebhaften und ausführlichen Besprechung unterzogen und der erhalten. Diese Angelegenheit ist mit der vorliegenden Antwort insgesammt 491,52 m., die Ausgaben 386,41 m., so daß ein langen Jahren gerügten Zustände, namentlich auf Berliner Bauten, bon 105,11 m. berblieb. Ueber die Funktionen Wunsch ausgesprochen, daß die Arbeiter auf den verschiedenen Bauten noch nicht erledigt, vielmehr kommt die Sache vor das Landgericht, Bestand indem die Beisiger gegen das Strafmandat Berufung eingelegt der Zentralfommission referirte Herr Dr. Friedeberg. Der felbft für Einführung geregelter Zustände mit allem Nachdrud einRedner führte an, daß sich das Gebiet der Thätigkeit der Zentral- treten sollen. Dies könne u. A. auch dadurch geschehen, daß man Der Hirsch- Duncker'sche Zentralrath, die oberste Gewerk- tommission, die zunächst nur die Aufgabe hatte, die Tuberkulinfrage der für ganz Berlin geschaffenen Bauarbeiterschutz- Kommission ein vereinsbehörde nach dem Verbandstag, hat am 12. Januar den zu behandeln, die Errichtung von Volksheilstätten für Lungenkranke reichhaltiges Material zustellt. Es gelangte schließlich eine SteAnschluß der Gewerkvereine an den Verband der( unparteiischen) zu propagiren und überhaupt ein einheitliches gemeinsames Vorgehen solution zur einstimmigen Annahme, wodurch obige Forderung Ser Krankenkassen und Aerzte mit den Invaliditätsanstalten anzubahnen, mit der Zeit wesentlich erweitert habe. Aus den weiteren gestellt und gleichzeitig der Wunsch ausgesprochen wurde, diese Zur Lohnbewegung der Krefelder Weber. Wie bekannt Ausführungen des Referenten, der auch seinem Bedauern darüber Aus: Kommission auch materiell zu unterstützen. Als Revisoren wurden wird, hat der Streikausschuß der christlichen Weber mit den brud gab, daß immer noch einige Krankenkassen sich nicht genügend alsdann uhlemann, lögel und Büchner gewählt. Friedrichsfelde. Am Montag Abend fand hier bei Bube, Fabrikanten eine Zusammenkunft vereinbart. Bei der Hartnädigkeit, für die dem Wohle der Versicherten dienenden Bestrebungen in mit der die Fabrikanten auf ihrem Standpunkt beharren, war aber tereffiren, war zu entnehmen, daß die Thätigkeit der Kom- Prinzen- Allee, eine Volksversammlung statt, die von Genossinnen nicht anzunehmen, daß von dieser Seite gegenwärtig Bugeständnisse mission nicht nur die Sympathie weiter Kreise sich erworben und Genossen sehr stark besucht war. Die bürgerliche Gesellschaft zu erwarten sind. Diese Annahme hat sich bestätigt, denn ein hat und von den meisten der in Betracht kommenden Körper- und die Sozialdemokratie" lautete das Thema, zu dessen Behandlung Telegramm meldet uns, daß die von den christlichen Webern schaften gefördert wird, sondern auch schon erhebliche Erfolge erzielt Reichstags- Abgeordneter Rosenow als Referent erschienen war. und ihrer Organisation eingeleiteten Verhandlungen resultat los worden find. In der hierauffolgenden Diskussion sprach sich nur Derselbe schilderte zunächst die gegenwärtige politische Situation, die verlaufen sind. Weitere Verhandlungen werden vom Textil- Herr Amann gegen die Erweiterungen der Funktionen der Zerfahrenheit und den Niedergang der bürgerlichen Parteien, die die arbeiter- Verband geführt werden. Zahlreiche Anhänger der christ- Kommission aus, während alle übrigen Redner sich dafür äußerten, Führung des Boltes längst verloren hätten an die Sozialdemokratie. lichen Organisation gehen zu unseren Gewerkschaften über. Gegen zwei Stimunen gelangte schließlich ein Antrag zur Annahme, Dies sei eine Folge der wirthschaftlichen Schwierigkeiten, in denen sich wonach sich die Zentralfommission für die Folge mit sämmtlichen die bürgerliche Gesellschaft befinde. Eine Schilderung der wirthschaftlichen von den Kassenvorständen an ste gestellten Anträge befassen soll. Lage gab ein anschauliches Bild all' dieser Schwierigkeiten, die die Die hierauf vorgenommene Neuwahl der Kommission ergab folgendes fapitalistische schrankenlose Produktionsweise hervorgerufen hat. Das Resultat: Stuhlmann, Helbig und Wegener als Ver- Ende werde sein der Zusammenbruch des kapitalistischen Systems, der Orts Krankenkassen; Schindler, Gruse und welches abgelöst werde durch die sozialistische Produktion und die 3 ander als Vertreter der freien Hilfstassen; Säger und sozialistische Gesellschaft. Der Vortrag fand vielen Beifall. In der Gries und sich an ihn anschließenden Diskussion spielte namentlich der Streit in Bus ad für die Innungs Krantentassen; Baubert für die Betriebs Strantentaffen. Als Vertrauens- der Offizin von August Scherl und das Verhalten des„ Berliner arzt wurde einstimmig Herr Dr. Friedeberg wiedergewählt. Lokal- Anzeigers" hierzu die Hauptrolle. Alle Redner, die das Wort Sodann wurde von Herrn Stuhlmann darauf hingewiesen, daß ergriffen, waren sich einig in einer scharfen Verurtheilung des Gebahrens zahlreiche Arbeiter infolge des häufigen Wechsels des Arbeits- des Lokal- Anzeigers". Charlottenburg. In der Gambrinus- Brauerei fand am verhältnisses immer nur furze Zeit dieser oder jener Kasse angehören und folgedessen, trotzdem sie oft Jahre lang Krankengeld steuern, Dienstag, den 31. Januar, eine Versammlung aller Fabrik, gewerbdoch nicht in den Genuß der etwa von den Kassen erst nach längerer lichen Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen statt, die zahlreich besucht Ohne Dis- war. Ueber das Thema:„ Die Lage der arbeitenden Klassen in Karenzzeit gewährten höheren Leistungen kommen. vielem Beifall auf fussion wurde beschlossen, folgenden von fünf Kaffen eingebrachten Deutschland und die Mittel zu ihrer Verbesserung" hielt ReichstagsAntrag sämmtlichen Krankenkassen zur Berathung zu überweisen. Abgeordneter Rosenow einen mit Denjenigen Mitgliedern, welche bis zu ihrem Eintritt mindestens genommenen Vortrag. In der dem Vortrag folgenden Diskussion 13 Wochen ununterbrochen zahlendes Mitglied einer der sich auf Gegen- kritisirte zunächst Schumann Fabrikzustände, die lange Arbeitszeit, feitigkeit verpflichtenden Ortslasse waren und hierfür den Nachweis bei- die Behandlung der Arbeiter, die Entlohnung, worauf Bohl die Anbringen, werden vorgenannte 13 Wochen als zu der diesseitigen Stasse wesenden aufforderte, energisch für den Verband einzutreten. Zum gehörig in Anrechnung gebracht." Beim nächsten Punkt der Tages- dritten Punkte der Tagesordnung: Bericht und Neuwahl der ordnung berichtete Herr Dr. Friedeberg, daß der Magistrats- Kom- Delegirten zur Gewerkschaftskommission, erhielt Opitz das Wort, der kurz missar für die Orls- und Betriebs- Krankenkassen auf eine diesbezüge Bahlen mittheilte über die von der Gewerkschaftskommission abgehaltenen liche Anfrage geantwortet habe, daß er gegen die Aushändigung des Versammlungen und den finanziellen Stand. Bu legterem ist zu Buches Aerztliche Zimmergyninastit von Professor Schreber" an verzeichnen, daß die Einnahmen der Kommission intl. des Bestandes staffenmitglieder auf ärztliche Verordnung hin, nichts einzuwenden 429,67 m. betrugen, denen Ausgaben in Höhe von 410,60 M. babe. Dem Wunsche einer Anzahl Kassen entsprechend, hat sich die gegenüberstanden, so daß am Beschlusse des Geschäftsjahres noch ein Kommission gleichfalls an den Magistrats- Kommissar gewandt mit Kassenbestand von 18,67 M. vorhanden war. Die Neuwahl ergab, der Anfrage, ob die Dedung der Kosten für eine Reihe von Kassen- daß Opis und Rasten der Gewerkschaftskommission beitreten. Die große Anssperrung der dänischen Arbeiter ist definitiv mitglieder Versammlungen, die den gwed haben sollen, durch Beim legten Punkt der Tagesordnung empfahl Spörer den namentlich auf Arbeitslosen den Charlottenburger städtischen Arbeitsnachweis zur abgewendet. Der Hauptpunkt des Vergleichs ist, daß anerkannt wird, populär gehaltene wissenschaftliche Borträge, über die etwa nothwendige Lohnänderung solle mit dem Arbeiter- dem Gebiete der Hygiene, auf die Mitglieder aufklärend Benutzung, damit wenigstens so die Zahl der vorhandenen Arbeitsverbande vorher verhandelt werden. Es ist abermals festgestellt, zu wirken, durch die Kassen zulässig ist. In einem ausführlichen lofen festgestellt werden könne. Nachdem noch auf die Vorgänge im daß die Arbeitgeber nicht ohne Weiteres, nach Belieben, die Löhne Schreiben an die Kommission bedauert der Magistratskommissar, daß Berliner Lokal- Anzeiger" hingewiesen und die Anwesenden zur bestimmen können. Aber wenn über dieses Resultat in der Arbeiter- er im Allgemeinen seine Zustimmung hierzu nicht geben könne. Agitation für den Vorwärts" aufgefordert worden waren, erreichte welt eine gewisse Befriedigung herrscht, ist es erst nach schweren Er halte es für durchaus wünschenswerth, die Unkenntniß breiter die Versammlung ihr Ende. Kämpfen im Arbeitgeberverbande errungen worden und Voltsschichten über Ursachen, Entstehung, Wesen und Verlauf der wollen. scheint dort zu einer Krisis führen zu Nachdem Krankheiten und ihre Verbreitung und in welcher Weise man durch der Vorsitzende dieses Verbandes sich mit dem Ausschuß der hygienische Maßregeln der Ausbreitung entgegentreten fann, zu beArbeiterorganisation geeinigt hatte, scheint es, daß der Arbeit- fämpfen. Auch den vorgeschlagenen Weg halte er für durchaus gegeberberein selbst den Vergleich nicht anerkennen wollte, worauf der eignet, leider aber verhindere der§ 29 des Krankenversicherungsgesetzes Borsigende mit seinem Rücktritt drohte und der ganze Vorstand sich die petuniäre Unterstügung dieser Bestrebungen durch die Krankenkassen. mit ihm solidarisch erklärte. Erst da stimmte auch der Verein bei; Dies schließe aber nicht aus, daß im Einzelfalle die Organe einer aber es heißt, daß der Vorsitzende doch geht. Er gehört zu der Krankenkasse eine Mitgliederversammlung für nothwendig erachten Richtung des Vereins, die für einen versöhnlichen Verkehr mit den und einberufen können, um ihre Mitglieder über das Wesen einer Arbeitern ist, aber mehr und mehr gewinnt die andere Richtung, die Kasse vielleicht besonders schädigenden Berufskrankheit auf unter der namentlich die großen Eisenschmiede- Fabrikanten sind, die zuklären und ihnen die Mittel zu ihrer Bekämpfung an die Hand zu geben. Eine solche Einladung würde sich als ein durchaus zu Oberhand, die die Arbeiterorganisationen zerschmettern möchte. lässiger Verwaltungsalt darstellen und es tönne feinem Zweifel unterliegen, daß die Kosten hierfür aus den Kassenmitteln bestritten Die mecklenburger Behörde bemüht sich jetzt sehr eifrig, der Arbeiterbewegung Hindernisse zu bereiten. Allem Anschein nach liegt System in diesem Verhalten und ist es kein zufälliger Uebereifer eines Polizeibeamten, da in letzter Zeit gleiche Vorkommnisse sich häufen. In Dassow haussuchte dieser Tage die Polizei bei einigen Vorstandsmitgliedern der Zahlstelle des Verbandes der Fabrik- und Hilfsarbeiter und beschlagnahmte einige Broschüren. Der Zweck dieser Aktion ist nicht klar, wahrscheinlich handelt es sich um die Abhaltung einer Bersammlung. Der Erfolg ist vorläufig der, daß die Mitgliederzahl wächst. In der Baumwollenweberei der Firma Gebr. Sanders in Bramsche bei Osnabrid ist es zur Arbeitseinstellung getomumen. Betheiligt sind 102 Arbeiter und Arbeiterinnen. Ausland. Der ,, Lokal- Anzeiger" in Nöthen. OP " " = werden dürfen. Lehte Nachrichten und Depeschen. Wien, 1. Febr.( B. H.) Die Vertagung des Reichsrathes, welche heute auf kaiserlichen Befehl erfolgte, hat unter den Abgeordneten aller Parteien große Aufregung hervorgerufen. Die ant die Wählerschaft richten. Die Linte will eine gemeinsame Protestlundgebung der deutschen Oppositions Parteien deutschen Oppositionsblätter fündigen an, daß die Deutschen, ohne welche zu regieren in Desterreich unmöglich sei, nunmehr alle Wege, welche gegen sie führten, rücksichtslos versperren werden, um den gerechten und viel zu lange verkannten Wünschen der deutschen Bölker in Oesterreich die ihnen gebührende volle Geltung zu ber schaffen. Prerau, 1. Februar.( B. H.) Das hiesige Attien- Brauhaus, das bedeutendste in Mähren, ist heute früh niedergebrannt. Budapest, 1. februar.( B. H.) Die politische Situation ist hier andauernd ungünstig. Koloman Szell wird morgen einen legten Versuch zu einer Berständigung der Opposition mit der Regierung machen. Nachdem noch mitgetheilt worden war, daß schon über Hundert Die Entrüftung über seine Handlungsweise wird jezt Herrn Scherl in etwas deutlicher Weise zum Bewußtsein geführt. Der Aerzte fich zur Uebernahme derartiger Vorträge bereit erklärt und Lokal Anzeiger" unpolitische" bon ist zahlreichen mehrere Stajien bereits im Interesse der Versicherten und der Kassen und haben damit biele Abonnenten abbestellt, Bersonen selbst, Versammlungen in obigem Sinne abgehalten haben, war die aus allen Kreisen der Bevölkerung gezeigt, daß sie nicht reichhaltige Tagesordnung erledigt. In einer öffentlichen Lederarbeiter Versammlung, welche am gewillt sind, ein Unternehmen zu fördern, in welchem die Arbeiter eines wichtigen staatsbürgerlichen Rechtes beraubt werden. 31. Januar im Lokale Badstr. 12 stattfand, erstattete der VertrauensBudapest, 1. Februar.( W. T. B.) Jit der Ortschaft Nagha Jedoch Herr Scherl wäre fein großes Geschäftsgenie, wenn er sich man den Kassenbericht. Derselbe ergab einschließlich eines alten durch solche kleine Mißhelligkeiten in seinem Geschäftsprinzip stören Bestandes von 1302,49 M. eine Einnahme von 2495,49 M., welcher Bobrocz( Liptauer Komitat) brach in der vergangenen Nacht bei ließe. Er hält es in diesem Falle für gut, die Tattit gewisser Leute eine Ausgabe von 625,65 M. gegenüberstand. Unter den Ausgaben Sturmwind Feuer aus, welches 300 Häuser in Asche legte. Zahlzu befolgen, die, wenn man sie zur Hinterthür hinauswirft, vorn befinden sich 100 m. zur Unterstützung der Streits in Schleswig, reiche Menschenleben fielen den Flammen zum Opfer. Weber in Krefeld und 75 Mart für wieder hereintreten. Und so hat er die Ordre gegeben, daß der 50 Mart an die Paris, 1. Februar.( B. H.) In der heutigen Kammerfigung Lotal- Anzeiger", wo er abbestellt wird, unentgeltlich Agitation. Der gegenwärtige Kassen Bestand stellt sich auf weiter geliefert wird. Wenn die übrigen Abonnenten fich 1868,84 m. As stellvertretender Delegirter in die Gewerkschafts- wurde die Dringlichkeit für den Gesezentwurf angenommen, der von diese Verfügung zu Nuge machen, tönnten sie das Abonnementsgeld Kommission wird Beling( Lederfärber) gewählt. Sodann trat dem Abgeordneten Lehercise eingebracht wurde, und wonach den für einen Monat sparen. Diejenigen, die das Blatt wegen der die Versammlung in die Diskussion über eine bereits in der vorigen Mitgliedern der Expedition Marchand ein Nationalgeschenk in Form gerügten Vorgänge nicht mehr abonniren wollen, werden sich kaum Versammlung vorgelegte Resolution, durch deren Annahme eine einer lebenslänglichen Benfion zugetheilt werden soll. Paris, 1. Februar.( W. T. B.) Nach einer Zeitungsmeldung geänderte Tattit in dem Vorgehen bei einzelnen Werkstattdifferenzen durch den Trik irreführen lassen. Erwähnen möchten wir, daß neben Herrn Mosse auch Herr erzielt werden soll. Unter dem Druck der ungünstigen Konjunktur aus Cayenne weigerte sich Dreyfus, die Fragen der Kriminal Ilstein, der Verleger der Berliner haben nämlich sehr viele Fabrikanten fortgesezt versucht, von den tammer des Kaffationshofes schriftlich zu beantworten und erklärte, freisinnigen Beitung" und der Morgenpost", es abgelehnt hat, das früher vereinbarten Preisen Abzüge zu machen. Wurden dann die er wolle nur in Paris sprechen. Brüffel, 1. Februar.( B. H.) Das hiesige Schwurgericht ver Flugblatt der Buchdrucker beizulegen. Echt freisinnig! Arbeiter durch ihre gewählten Vertreter bei den Fabrikanten vorDie unerhörte Gewaltthat des Herrn Scherl findet in Blättern, die stellig, so war fast immer die Folge, daß die Kommissionsmitglieder urtheilte heute den Anarchisten Willems zu 15 Jahren Zuchthaus. Die Zahl der von der Organisation zu Bekanntlich hat der Anarchist, als er von der Polizei berhaftet der Arbeiterbewegung sympathisch gegenüberstehen, entschieden Miß gemaßregelt wurden. war deshalb oftmals eine wer den sollte, einen Polizisten und zehn andere Personen durch billigung. In sehr scharfer Stritit wendet sich die Hilfe", das Organ unterstützenden Gemaßregelten In Zukunft soll deshalb bei vorkommenden Revolverschüsse verletzt. der National- Sozialen", gegen die Unduldsamkeit in der Offizin ziemlich große. Differenzen das Hauptgewicht darauf gelegt werden, Rom, 1. Februar. Deputirtentammer. Auf der Tageseines unpolitischen" Blattes. Sie schreibt: betrauen, die außerhalb ordnung steht die Berathung des Berichts der WahlprüfungsEin gewertschaftlicher Standal ist in Berliner Buch den Unterhandlungen Kollegen zu bruderkreisen gegenwärtig zu beobachten. Herr Scherl, der Eigen des Machtbereiches der Fabrikanten stehen. Erst dann, wenn dieses tommission, welcher vorschlägt, einen Siz in Mailand und thümer des gelesensten Blattes Deutschlands für Mord- und Sensations- nicht möglich ist, sollen die Arbeiter der betreffenden- Betriebe aus einen zweiten in Ravenna für erledigt zu Zurati Deputirten und de Andreis wegen geschichten, des Berliner Lokal- Anzeiger", hat 24 seiner Buchdrucker- ihrer Mitte die Unterhändler wählen, jedoch nicht mehr als zwei den Mai- Unruhen verurtheilt wurden, gehilfen aufs Pflaster geworfen, weil sie dem in seinem Geschäft verbotenen Mann, damit erstens eine Maßregelung leichter kontrollirbar und die Berenini beantragt, Entscheidung auszusetzen. Verband Deutscher Buchdrucker" angehören und ohne vorherige zweitens die Zahl der Gemaßregelten möglichst gering ist. Von allen ihrer Theilnahme an Genehmigung in einer internen Besprechung ihrer Lage nicht in vorkommenden Differenzen haben die Fabrikdeputirten möglichst( Sozialist) verlangt, daß die Kammer sich zu Gunsten einer falonfähigen Ausdrücken über Herrn Scherl geredet haben. Daß sofort dem Vertrauensmann Kenntniß zu geben; dieser hat sich dann( Sozialiſt) verlangt, daß die Kammer sich zu Gunsten einer Herr Scherl seinen Arbeitern gefegliche in erster Linie an den Fabrikanten zu wenden. Die in diesem Sinne amnestie erkläre. Ministerpräsident Bellour erklärt, die Regierung gehaltene Resolution gelangte zur einstimmigen Annahme. Unter lehne die Anträge Bovio und Verenini ab, weil dieselben den VorKoalitionsrecht einfach wegdekretirt, ist ungeheuerlich; daß er ihnen das gesegliche Ver- Gewerkschaftlichem entspann sich eine rege Debatte über die rechten der Krone zuwiderlaufen. Ueber den Antrag Bovio's, dem jammlungsrecht einfach untersagt, ist mehr Differenzen in der Fabrik von Karplus 1. Herzberger. i Berenini anschließt, wird namentlich abgestimmt. Derselbe wird Rotterdam, 1. Februar.( W. T. B.) Esterhazy ist heute früh als Stumm". Die Verbandskollegen der Gemaßregelten haben Seit Monaten schon haben die Lederfärber der genannten Fabrit mit 214 gegen 45 Stimmen abgelehnt. einfach ihrer solidarischen Pflicht genügt, als sie unter diesen Um- fich in anbetracht der ungünstigen Konjunktur mit Wochenlöhnen ständen gleichfalls die Arbeit im„ Lotal Anzeiger" niederlegten. von 8, 10-12 m. begnügt. Immer wurden sie besonders von von Paris hier eingetroffen und um 11 Uhr nach dem Haag weiter Hoffentlich hat die ausgesprochene Boykottirung des Weltblattes" Herrn Karplus auf die zu erwartende bessere Konjumftur vertröstet. gereist. Bukarest, 1. Februar.( B. 5.) Gerüchtweise verlautet, daß durch die Arbeiterschaft soviel Erfolg, daß Herr Scherl ähnliche Maß- Als diese endlich eintrat, da versuchte es der Genannte fast täglich, Doch der größte Skandal von den von ihm selbst unterschriftlich anerkannten Stücklohnsägen der ehemalige Ministerpräsident Stoilow Sofia verlassen will. Er regelungen für immer verleidet werden. rührt nicht von Herrn Schert her, sondern von den eigenen Buch- Abzüge von 11-25, ja in einzelnen Fällen sogar von 30 pet. zu soll erklärt haben, daß, wenn man ihn für die finanzielle Korruption bruder- Kollegen der Ausständigen. Der„ Typograph", das machen. Als die Arbeiter fich dagegen wehrten, sollte die Arbeit verantwortlich machen würde, er über die Vermögenslage des offizielle Organ des Gutenbergbundes, eines Auch- Gehilfenverbandes, im Tagelohn bei 35 Pf. Stundenlohn ausgeführt werden. Schließ- Fürsten Ferdinand Mittheilungen machen werde, die manches erklären Leistet sich einen Leitartikel über die ganze Angelegenheit, der von lich erklärten sich die Arbeiter bereit, für 40 Pf. pro Stunde zu würden. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. das " " mit die Bovio erklären, weil Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 28. 16. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnertag, 2. februar 1899. Reichstag. 23. Sigung, Mittwoch, 1. februar 1899, 1 Uhr. Am Bundesrathstisch: Niemand. Auf der Tagesordnung steht zunächst die dritte Lesung des Antrags Sompei( 8.) betr. Aufhebung des Jesuitengesetzes in Verbindung mit den Anträgen Limburg- Stirum und Ridert, die nur die Aufhebung des Internirungs- und Expatriirungsparagraphen des Jesuitengesezes verlangen. Abg. Schädler( 8.): = der Standpunkt, den wir von vornherein Ihrem Antrag auf Auf- die Thatsache wiederlegt, daß bei verschiedenen Landtagswahlen die hebung des Jesuitengesezes gegenüber eingenommen haben, sollte Altersgrenze sehr verschieden festgelegt ist, so daß wir da von Ihnen doch keinen Zweifel darüber lassen, welches Schicksal Sie im 21 Jahren ab alle Abstufungen haben. Selbst wenn wir zugeben Butunftsstaat erwartet. Wir werden uns freuen, wenn Herr Lieber wollten, daß in Bezug auf das passive Wahlrecht eine höhere im Zukunftsstaat in Ruhe seine Tage beschließt und sich dann ge- Altersgrenze am Blake ist, so hat doch dieser Einwand feine steht, es war doch viel schöner, als ich es mir gedacht habe. praktische Bedeutung, denn die Wähler werden einen 21jährigen ( Stürmische Heiterkeit.) Einstmals herrschte wohl in der Schweiz jungen Mann ohnehin nicht als Kandidaten aufstellen, wenn ihn ein so weitgehendes Asylrecht, daß auch Königsmörder, sofern sie nicht ganz spezielle Eigenschaften dazu befähigt erscheinen lassen. És nur politische Motive zu ihrer That hatten, dort eine Freistätte ist oft gesagt worden, wenn man mit 18 Jahren reif ist, einen fanden, heute ist dies aber nur noch in England der Fall. Also Thron zu besteigen, dann müßte man auch reif sein zu wählen. Was Die Gesetzgeber, die auch nach dieser Richtung hin sind die Anschuldigungen des Herrn mich betrifft, so bin ich dieser Ansicht nicht. Nachdem unser Antrag bereits mehrere Male auch in der dritten Rieber gegen die Schweiz unberechtigt.( Bravo! bei den Sozial die Altersgrenze für die Thronbesteigung auf 18 Jahre festgelegt haben, sind eben von der Ansicht ausgegangen, daß zu diesem Amt Lesung vom Hause angenommen worden ist, halten wir es für über- demokraten.) Abg. Dr. Lieber( 3.): weniger Einsicht und Erfahrung nothwendig ist, als zur Ausübung flüffig, nochmals in eine Diskussion einzutreten. Am Bundesrath wird es sein, unsern Antrag nun endlich zum Gesetz zu erheben. Gegenüber Herrn Bebel will ich nur noch bemerken, daß die des politischen Wahlrechts.( Heiterfeit.) Dagegen erscheint auch ( Bravo! im Zentrum.) sula Schweiz zwar anderen Ausländern ein Asylrecht gewährt, dagegen mir die Herabsetzung der Altersgrenze von 25 auf 21 Jahre durchaus geboten. Abg. Rickert( frs. Bg.): gerade den Jesuiten nicht. toul Wir find ferner der Meinung, daß es endlich an der Zeit wäre, Während der letzten Berathung dieses Antrags hat Herr Abg. Damit schließt die Generaldiskussion. In der Abstimmung über Dr. Lieber eine Aeußerung gethan, wonach die Schweiz ein den Antrag Hompesch wird dieser gegen die Stimmen der Rechten die Zusage, die im Reichs- Wahlgesetz selber uns gegeben ist, zu ers Land sei, in dem Königs- und Frauenmörder frei herumlaufen. Das und der großen Mehrheit der Nationalliberalen angenommen; füllen, nämlich von Zeit zu Zeit eine neue Eintheilung der Die Statistiken über die Schweizer Volt hat sich, wie wie aus den Preise- Aeußerungen ebenso mit großer Mehrheit die Anträge Limburg- Stirum Wahlkreise eintreten zu lassen. Reichstagswahlen zeigen ganz ungeheuerliche Unterschiede der Wählerhervorgeht, dadurch direkt beleidigt gefühlt und sich dar- und Rickert.o über gewundert, daß im Reichstage dem bon feiner Hierauf wird der Antrag Dr. Bachem, Münch Ferber zahlen in den einzelnen Wahlkreisen. Man kann das an allen Seite widersprochen worden ist. Nun zweifle ich feinen Augenblid betreffend Abänderung des Bolltarifs in dritter Lesung in der Wahlkreisen ein und desselben Regierungsbezirks nachweisen. Das ungehenerlichste in dieser Beziehung finden wir bekanntlich in Berlin. daran, daß die Gefühle Deutschlands gegenüber der Schweiz durch- Gesammtabstimmung einstimmig angenommen. aus freundschaftliche sind und halte daher eine solche Aeußerung für wenig angebracht. Abg. Dr. Lieber( 8.): Abg. Rickert( frf. Bg.) = Es folgt die erste Berathung des Antrages Ridert Da wählen im ersten Wahlkreise 18 037 Wähler, im sechsten 143 226. ( frf. Wg.) auf Aenderung des Wahlgefehes. Derselbe bezwedt Das ist eine solche Anomalie, daß man sie einfach nicht für möglich eine gleichmäßige Eintheilung der Wahlbezirke halten sollte. Aber ganz ebenso liegt die Sache in dem Kreise Ein Vergleich der Wählerund die Sicherung des Wahlgeheimnisses durch Ost- Priegnis und Teltow- Beeskow. Kouverts für den Stimmzettel und Sicherung des Wahlgeheimnisses zahl von Schaumburg- Lippe und Berlin ergiebt, daß der Schaumdurch Abgabe der Stimmzettel in einem abgeschlossenen burg'sche Wähler 16 mal so viel Rechte hat, wie ein Wähler in Berlin.( Hört! hört!) Ein weiterer Wunsch, der bis jetzt noch nicht in Erfüllung ges gangen ist, ist die Verlegung des Wahltages auf einen Sonntag. In Frankreich ist dies gefeßlich festgelegt, und auch bei uns haben einzelne Regierungen diese Nothwendigkeit anerkannt. Alle diese Wünsche erfüllt der vorliegende Antrag nicht. Er bes schränkt sich auf die beffere Sicherung des Wahlgeheimnisses. Ich begreife die Gründe, warum die Antragsteller sich zu dieser Bes Graf Limburg- Stirum( f.): bezieht sich auf seine früheren Reden zu diesem Antrage, die feine schränkung veranlaßt gesehen haben; aber wir können deswegen Ich stimme mit dem Herrn Borredner vollkommen überein. abweichende Stellung Harlegten. Der Antrag Ridert schüte das unsere weitergehenden Wünsche nicht aufgeben. Die Sicherung des Wahlgeheimnisses soll in dem vorliegenden Eingehen möchte ich nur auf die Aeußerung des Herrn Ridert, der Wahlgeheimniß nicht absolut, er trage aber nur dazu bei, die Ber- Gefeßentwurfe zunächst durch die Aenderung des§ 6 erreicht werden, hier wieder die freundschaftlichen Beziehungen Deutschlands mit der hegung unter den Wählern zu vermehren. Der Antrag Schweiz als Grund anführt, weshalb eine solche Aeußerung nicht heiße im Bolksmunde„ Klosetantrag". Der abgeschlossene Raum sei dadurch, daß für die Wahlkreise eine Minimalzahl von 125 Eina In der That find jetzt auf dem hätte fallen dürfen. Diese Berufung auf das freundschaftliche Ver- einfach komisch. Weshalb er aber besonders gegen den Antrag wohnern vorgeschrieben wird. hältniß hat auch in der Besprechung der Ausweisungspolitik gegen sei, das geschehe aus dem Grunde, weil er vorläufig das Wahlgefes Lande, wo einige fleine Güter einen Wahlkreis bilden, die Wähler, Dänemark eine große Rolle gespielt. Ich muß sagen, das deutsche nicht ändern wolle. Er halte das Wahlgesch für einen wesentlichen die auf dem Gutshofe wählen, von dem Gutsbefizer, der meistens Parlament steht einzig darin da, und in einem auswärtigen Theil der Reichsverfassung und sei mit dem allgemeinen Wahlrecht zugleich Wahlvorsteher ist, dermaßen abhängig, daß von einer Parlament würde es niemandem einfallen, sich der Kritik deutscher einverstanden, dagegen halte er das geheime Wahlrecht für einen geheimen Abstimmung gar nicht die Rede ſein kann. Ein weiterer Versuch zur besseren Wahrung des WahlgeheimBustände zu enthalten mit Rücksicht auf das freundschaftliche Ver- ganz nachtheiligen Auswuchs für unser politisches Leben. nisses wird gemacht durch die Alenderung des§ 10, und vor halten seines Landes zu Deutschland. ( Hört, hört! links.) Ihr Widerspruch zeigt mir, daß Sie Abg. Bebel( Soz.): ein sehr furzes Gedächtniß haben. Auch Windthorst war allem durch§ 11a, der die Abgabe des Stimmzettels in einem mit mit feinem Kennzeichen versehenen Ich bitte Sie doch, die Kirche beim Dorfe zu lassen. Herr gegen die geheime Stimmabgabe, freilich hat er dann später aus amtlich abgestempelten, Lieber hat thatsächlich in sehr erregter Weise behauptet, daß in der faftischen Gründen eine entgegengesetzte Stellung eingenommen. Umschlag vorschreibt. Ueber die Verschiedenheit der Wahlzettel ist hier schon oft gesprochen worden. Wir wissen, daß Stimmzettel in Schweiz Frauen- und Königsmörder gezüchtet werden.( Widerspruch( Beifall rechts.) allen Größen zur Verwendung kommen. In den westfälischen und Lärm im Zentrum. Rufe links: Frei herum laufen!) Also ich Abg. Dr. Schädler( 8.): Industriebezirken gab es früher ausdrückliche Vorschriften, die be berichtige mich, Herr Lieber hat den Ausdruck gebraucht: ein Land, Wir stehen auf dem entgegengesetzten Standpunkt wie Herr sagten, daß in gewissen Stunden bestimmte Wahlzettel von be Alle diese in dem Frauen- und Königsmörder frei herumlaufen dürfen. Diese v. Stumm und wünschen, daß der Antrag dickert, den wir mun stinumter Form und Farbe vertheilt werden sollten. Behauptung des Herrn Lieber widerspricht doch aller geschichtlichen schon so oft angenommen haben, auch von den verbündeten Re Zustände sind von jeher bedauert worden, und nie hat ein AbWahrheit. Ein Königsmörder, der heute nach der Schweiz täme, gierungen angenommen werden möchte. Aber die Bundesrathsbänke geordneter es gewagt, sie zu vertheidigen. Draußen im Lande sind würde unzweifelhaft ausgewiesen werden. Als im vorigen Herbst sind wieder leer. Wir lassen am allgemeinen gleichen, geheimen aber diese Praktiken immer und immer wieder ausgeübt die Blutthat in Genf geschah, gaben alle Parteien ohne und direkten Wahlrecht nicht rütteln. Herrn v. Stumm erwidere worden. Der Herr Abgeordnete Rickert hat hier Zettel auf den Tisch des Ausnahme ihrer Entrüstung darüber Ausdruck. Angesichts ich, daß Windthorst nicht aus taktischen Erwägungen, sondern Hauses niedergelegt, die in der That in Bezug auf ihre Größe eine ganz dieser Thatsache Thatsache mußte mußte also diese Aeußerung des Herrn durch die traurigen Thatsachen belehrt, seine Ansicht über das geaugenfällige Verschiedenheit zeigen. Damit aber auch die Leser der Lieber in seinem Schlußreferat übrigens, so daß niemand heime Wahlrecht geändert hat. Windthorft ist auch für Wahl- Reichstagsberichte diese kennen lernen, will ich die Größenverhältnisse mehr darauf erwidern konnte in der Schweiz Verstimmung fouverts eingetreten. Der Antrag Ridert ist ein Mittel zur loyalen angeben. Der größte der vorliegenden Bettel ist 22 Zentimeter lang erregen. Daß dem Grafen Limburg- Stirum das freie Asylrecht ein Durchführung des allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten angeben. Der größte der vorliegenden Bettel ist 22 Zentimeter lang und 5 Zentimeter breit, der zweitgrößte 13 Zentimeter lang und Dorn im Auge ist, wissen wir ja längst, aber, meine Herren( nach Wahlrechts. Wer es ehrlich damit meint, soll für die loyale Durch 5,4 Zentimeter breit, der drittgrößte 6 Bentimeter lang und 4 Benti rechts), denken Sie daran, daß auch Sie vielleicht eines Tages in führung die Hand bieten. Ich sehe darin nicht nur eine politische meter breit.( Hört! hört!) Diese Zahlen stellen geradezu einen die Lage kommen könnten, das Asylrecht für sich in Anspruch zu nehmen. Frage, sondern auch eine Frage der moralischen Verantwortlichkeit Sohn auf das geheime Wahlrecht dar.( Sehr richtig!) Das Asylrecht der Schweiz ist übrigens von hochstehenden Persönlich und des politischen Anstandes. Deshalb stimmen wir für den Antrag Aber die Verschiedenheit beruht nicht allein auf der Größe teiten und Aristokraten bereits öfter in Anspruch genommen. Ich Rickert.( Beifall.)" comist der Stimmzettel. Sie liegt auch in der Farbe und in dem Papier. erinnere z. B. an Graf Arnim, die Bourbonen, Bonapartisten u. f. w.yo Das Gesetz schreibt freilich ausdrücklich die weiße Farbe der Stimm Wir sind nach wie vor für den Antrag und bedauern die ab- zettel vor. Aber wir haben gesehen, daß die Meinungen darüber, Abg. Rickert( frs. Vg.): lehnende Haltung der Regierung. Die Einivendungen des Herrn was man unter weißem Papier zu verstehen hat, weit auseinander von Stumm sind haltlos. In Baden und Württemberg besteht der gehen. Die älteren Kollegen werden sich noch der Prüfung der Wahl Rickert'sche Jiolirraum und hat sich dort bewährt. Niemand hat eines konservativen Abgeordneten erinnern, wo wir, die wir die Wahl etwas komisches dabei gefunden und ist es auf dem Lande vor- desselben beanstandeten, aber in der Minorität blieben, es außergekommen, daß einmal zur besseren Aufrechterhaltung der Ordnung ordentlich bedauerten, daß sich eine solche Farbenblindheit der Mehrvon einem Bürgermeister der Polizist in den Isolirraum gesteckt heit des Hauses bemächtigt hatte( Heiterkeit). Hellgrüne Bettel wurden worden ist.( Große Heiterkeit.) Wir sind aus Gründen des politischen durch den Beschluß der Majorität als weiß festgesetzt.( Heiterkeit.) Anstandes für gleiche Stimmzettel und wollen den Jfolir- Da ist natürlich, Wahlbeeinflussungen Thür und Thor geöffnet. raum wegen des Terrorismus, der von den verschiedensten Ich erinnere an die vielen Wahlbeeinflussungen, die gerichtlich Seiten, auch Sozialdemokratie ausgeübt wird. festgestellt worden sind. Erst letthin ging ein solcher Prozeß Wohl niemand im Reichstage wird daran zweifeln, daß mir mit meiner Aeußerung nichts ferner gelegen hat, als das Schweizer Bolt zu beleidigen. Ich habe nur gefagt:" Die Verweisung auf das Asylrecht der Schweiz in einem Augenblick, wo wir noch alle aume. unter dem furchtbaren Eindruck des Genfer Mordes stehen, sei nicht am Blaze." Jm lebrigen aber finde ich es lästig, wenn derartige begründet seinen Antrag kurz und bittet um die Annahme mit der Empfindlichkeiten einer ausländischen Presse auf die freie Meinungs- früheren Mehrheit. Zum Beweise dafür, wie das Wahlgeheimnis äußerung im deutschen Reichstage irgend welchen Eindruck machen jetzt durchbrochen wird, zeigt Redner drei Zettel von ganz ber sollen. Wohin kämen wir denn, wenn wir Rüdsicht nehmen sollten schiedener Größe für die einzelnen politischen Kandidaten, auf Schweizer Zeitungsredakteure? Abg. Frhr. v. Stumm( f.) Ich hatte durch meine Ausführungen nur Herrn Lieber GeTegenheit geben wollen, seinen damaligen Worten eine Interpretation zu geben, die ihnen die verletzende Schärfe nimmt. Das Baseler Blatt hatte behauptet, daß die Worte des Herrn Lieber nur vom Hajfe gegen die Schweiz diktirt seien, und daher hielt ich es für meine Pflicht in nationalen Interesse, diese Interpellation herbeizuführen, da es einer großen Nation sehr wohl ansteht, einen fremden Staat nicht ohne Grund zu beleidigen. Abg. Lieber( 8.): Zunächst muß ich fonstatiren, daß der Abg. Bebel mir Worte in den Mund gelegt hat, die ich nicht gebraucht habe. Ich habe nicht gejagt, daß in der Echweiz Königsmörder gezüchtet würden( Großze Unruhe links. Abg. Bebel: Ich habe mich sofort verbessert!), davon habe ich nichts gehört.( Große Unruhe links.) Nun, wenn Herr Bebel das Wort zurückgenommen hat, dann ist für mich die Sache erledigt. In Bezug darauf, daß wir selbst mal in die Lage kommen könnten, das Asylrecht zu beanspruchen, möchte ich Herrn Bebel nur bemerken, daß ich nach Einrichtung des Zukunftsstaates nicht das Asylrecht der Schweiz in Anspruch nehmen werde, sondern mich gern einer Besserungstolonie überweisen lasse.( Heiterteit rechts.) Uebrigens habe ich meine Aeußerung am Schlusse der ersten Lesung gethan, sodaß Herr Dr. Sattler wohl Gelegenheit gehabt hätte, bei der zeiten Lesung darauf zurückzukommen, Abg. Dr. Sattler( natl.): Ich habe die betr. Aeußerung des Herrn Lieber garnicht so fragisch genommen, wie Herr Rickert und habe damit nach seinen heutigen Ausführungen ja auch recht gehabt. Im Uebrigen halte ich es für die Pflicht jedes Abgeordneten, über die Angelegenheiten aus wärtiger Staaten möglichst wenig zu reden. Abg. Bebel( Soz.): Bei der vergleichsweise strengen Handhabung der parlamenfarischen Ordnung seitens des Herrn Präsidenten hat es mich überrascht, daß Herr Lieber fagen durfte: die Vorgänge in der vorigen Sigung hätten meine Ausführungen Lügen gestraft...( Glode des Präsidenten.) Präsident Graf Ballestrem: Herr Lieber hat mit diesem Ansbrud nur eine ganz gewöhnliche Redewendung gebraucht; natürlich werde ich es nie zulassen, daß jemand dem Abg. Bebel eine Lüge unterstellt. bon Abg. Baffermann( natl.): der diat Nach Annahme des Antrags Rickert wird die Wahlprüfungs- Kommission weniger zu thun haben. Herrn Stumm's Schwärmerei für die öffent liche Stimmabgabe theile ich nicht, wir wollen am geheimen Stimmrecht nicht rütteln. Abg. Kopsch( freif. Vp.): in static Int 514 bericht durch die Zeitungen. Es handelte sich um die Wahl in dem elsässischen Wahlkreise Erstein und um die Wahl des Kreisdirektors Böhlmann. Ein Drudereibefizer gab unter seinem Eide an, daß er sich die Gunst des Kreisdirektors verscherzt habe, weil er nicht 1500 erkennbare Wahlzettel hergestellt habe, die den Zweck haben Die heutige Stellung der nationalliberalen Partei ist sehr er sollten, festzustellen, wer sozialistisch gewählt habe. Nun verlangt freulich, früher hat der Abg. Osann und ein Theil seiner Freunde der Antrag Ridert einen solirraum für die Abgabe der Stimm gegen den Antrag gestimmt. Herr von Stumm hat den Einwand zettel. Ueber diesen Isolirraum ist früher viel gespottet worden. der Zeitvergeudung gegen den Antrag gemacht. Nun, die Arbeiter Sie haben aber von Herrn Bassermann gehört, wie gut er sich in Süddeutschland bei den dortigen Landtagswahlen bewährt nehmen sich gern Zeit zur Ausübung ihrer bürgerlichen Rechte. Wer Von tonservativer Seite ist gesagt worden, besonders innerhalb fünf Jahren nicht einmal ein paar Viertelstunden für die hat. werde Ost Deutschland der Antrag undurchführbar Ausübung seines höchsten Bürgerrechts übrig habe, sei nicht werth, sein, die Wähler seien dazu zu unbeholfen und was Bürger zu heißen. Die zahlreichen Wahlbeeinflussungen, die in der Wahlprüfungskommission amtlich festgestellt worden sind, machen die noch weiter vorgebracht wurde. In einigen zurückgebliebenen Annahme des Antrages Ridert nothwendig. Herr von Stumm hat Winkeln Ostpreußens mag das ja zutreffen, aber es tann uns nicht heute wieder einmal feine Abneigung gegen das geheime Wahl- beranlassen, auf diese zurückgebliebenen, von der Kultur nicht be Aber gerade durch die öffentliche Stimmabgabe leckten Winkel Rücksicht zu nehmen und etwas zu unterlassen, was recht offenbart. wird die Heuchelei mehr gezüchtet als durch die geheime Wahl. In Millionen von deutschen Staatsbürgern frommt.( Sehr richtig! Bezirken, wo bei der Neichstagswahl fast mur sozialistische Stimm- lints.) Herr von Stumm, dessen warm schlagendes Herz für die zettel abgegeben worden sind, wurden bei der öffentlichen Landtags- Arbeiter wir ja Alle kennen( Heiterkeit), hat hier ein wehleidvolles wahl fast nur konservative Stimmzettel abgegeben. Wo die Heuchelei Lied über den Zeitverlust angestimmt, den die Arbeiter durch das stattgehabt hat, werden Sie sich selbst beantworten können.( Heiter verzögerte Wahlgeschäft erleiden würden. Alle Achtung vor der feit.) Auf dem konservativen Parteitag in Brandenburg ist gesagt Fürsorge des Herrn von Stumm, aber diese Sorge überlasse er den worden: Man muß die Stimmen wägen und nicht zählen! Ja, Arbeitern selbst. Wenn er sie fragen würde, sie würden alle sagen, aber nach welchem Maßstabe soll dieses Wägen erfolgen? Nach dem daß sie diesen Zeitverlust gerne ertragen wollen, wenn ihnen nur Vermögen, der Geburt, der Intelligenz, den Kenntnissen? Wenn die freies geheimes Wahlrecht zugesichert würde. Sollte aber wirklich letzten beiden Eigenschaften den Maßstab abgeben sollen, dann eine Verzögerung des Wahlgeschäfts durch den Antrag Ridert einwürden die Konservativen schwerlich dabei gut abschneiden.( Heiterkeit.) treteu, so wird sie durch die im Antrag vorgesehene Verlängerung Ich hoffe, daß dieser Antrag hier angenommen wird und, wenn der der Wahlzeit bis Abends 7 Uhr ausgeglichen. Auch die Bestimmung Bundesrath nicht seine Zustimmung giebt, wie das Mädchen aus der ist mir besonders sympathisch, daß alle Wähler, welche um 7 Uhr Fremde mit jedem neuen Jahre wiederkehren wird.( Beifall links.) fich im Wahllokal befinden, das Wahlrecht ausüben dürfen. Bisher war es einfach der Willkür der Wahlvorsteher überlassen, ob diese Abg. Auer( Soz.): Wähler ihre Bettel noch abgeben dürfen oder nicht. Wer auf dem Abg. Bebel( fortfahrend): Wenn der Präsident hiermit sagen tvill, daß er fünftig der Kritik in diesem Hause freie Bewegung Wenn der Wunsch des Antragstellers in Erfüllung gehen und Boden des geheimen, gleichen Wahlrechts steht, muß meines Er laffen will, so bin ich befriedigt. Kein Schweizer Blatt hat daran der Antrag selbst wie das Mädchen aus der Fremde in jedem Jahre achtens dem Antrag zustimmen. Herr von Posadowsky hat es als gedacht, sich in die Freiheit der parlamentarischen Verhandlungen wiederkehren wird, so möchte ich hier noch den Wunsch hinzufügen, einen unverbrüchlichen Grundsay aller Verwaltungen hingeDieses Hauses zu mischen, jedes Blatt im In- und Auslande muß daß der Antrag auch in verbesserter Gestalt wiederkehrt. Wir können stellt, daß die Gefeße und Anordnungen, welche einmal bestehen, aber das Recht haben, sich gegen derartige Aeußerungen zu ver- es nicht unterlassen, auch heute zu betonen, daß der Antrag doch nach auch durchgeführt werden müssen. Wir haben nun einmal das ges wahren.( Sehr richtig! links.) Herr Lieber sollte doch nicht ver- mancher Richtung hin uns sehr unvollkommen erscheint. Der An- heime und gleiche Wahlrecht, das Deutsche Reich steht auf dieser gessen, daß seine Presse es vor garnicht langer Beit mit trag sollte noch verschiedenes mehr enthalten. Es sind auch einzelne Institution und es muß also mit allen nur möglichen Mitteln durch= Freuden begrüßt hat, wenn die ausländische Preffe ihre grundlegende Aenderungen an dem bestehenden Wahlgesetz vorzu- geführt werden. Zweifellos wird diese Durchführung jetzt sehr erschwert. Das Bestrebungen unterstütze.( Sehr gut! links.) Ich habe nehmen. In erster Linie meine ich damit die Herabsehung der mich gewundert, daß Herr Lieber nicht für das Asylrecht Wahlrechts- Grenze. Es ist bei verschiedenen Gelegenheiten, wie allgemeine, gleiche und geheime Wahlrecht hat mächtige Gegner. eingetreten ist; gerade der Gefeßentwurf, ber uns jetzt beschäftigt, diefer Wunsch laut wurde, uns der Einwurf gemacht worden, daß Fürst Bismard selbst hat ja aus seiner Gegnerschaft tein Hehl ges zeigt doch, wie Anhänger seiner Partei genöthigt find, das Asylrecht eine gewisse Reife und Erfahrung zur Ausübung der staatsbürger- macht und offen erklärt. er habe es nur gegeben, um einen Schach fremder Staaten in Anspruch zu nehmen.( Sehr wahr! links.) Herrlichen Pflichten nothwendig sei und man daher von der Altersgrenze zug gegen die liberale Demokratie auszuführen. Wenn wir es nicht Lieber sprach dann von seinem Verhalten im Zukunftsstaat. Nun, von 25 Jahren nicht abgehen könne. Dieser Einwurf wird aber durch schon gewußt hätten, so hätten wir es heute wieder erfahren, daß Abg. Eraft( frf. Bg.): Abg. Limburg- Stirum( f.): Abg. Dasbach( Str.); Abg. Frhr. v. Stumm( Np.): Abg. Gröber( 3.): Lokales. Am 19. Februar erscheint die nächste Lokalliste. Die Mitglieder der Lokalkommissionen Berlins und der Umgegend werden ersucht, Neu- Aufnahmen resp. Aenderungen spätestens bis zum 14. d. M. an Karl Scholz, Berlin S.O., Wrangelstr. 110, einzusenden. Am 18. Februar veranstaltet der Rauchflub FliederSuft"( Mitglied des Arb.- R.- B.) einen Maskenball im Klubhaus „ Nordost", Gr. Frankfurterstr. 58. Desgleichen wird von den Arbeitern des Lagers Nr. 1 der Allgemeinen Elektrizitäts- Gesellschaft am 18. Februar ein Maskenball und zwar im Eisteller, Chausseestraße, veranstaltet. Wie bekannt, stehen diese beiden Lokale der Arbeiterschaft zu Versammlungen nicht zur Verfügung. Die Lokalkommission. Achtung, sechster Wahlkreis! Am Sonntag, den 5. Februar, Nachmittags 5 Uhr, findet im Kösliner Hof, Röslinerstr. 8, eine Volksversammlung für Männer und Frauen statt, in welcher der Reichstags- Abgeordnete G. Horn Dresden über die Sozialpolitik im deutschen Reichstag" referiren wird. Nach der Versammlung geselliges Beisammensein. Zu recht zahlreichem Besuch ladet ein Der Vertrauensmann. Frau Klara Zetkin hält heute Abend in Kliem's Voltsgarten, Hasenhaide 14/15, einen Vortrag:" Die neue Militärvorlage und Die Frauen". Zahlreichen Besuch erwartet Die Vertrauensperson. Freie Volksbühne. Die Vorstellung der 6. Abtheilung findet Sonntag Nachmittag 23/4 Uhr im Friedrich- Wilhelmstädtischen Theater statt. Zur Aufführung gelangt Wallenstein's Tod. Der Schlußtermin für die Anmeldung neuer Mitglieder für die Vors stellung der 6. Abtheilung ist am Freitag, den 2. Februar. Alle Zahlstellen sind ermächtigt, bis zum 2. Februar er. Meldungen neuer Mitglieder entgegen zu nehmen. Für die folgende Serie der Vorstellungen am 12., 19., 26. Februar und 5., 12., 19. März, Mar Dreyer's dreiaktige Komödien Behandlung" steht ein sechsmaliges Gastspiel der Frau Prasch- Grevenberg vom Berliner Theater, welche die weibliche Hauptrolle des Stüdes übernommen hat, bevor. Der Vorstand. J. A.: G. Wintler. Sehnsucht nach einem Talar. gethan in den Sigungen erscheinen. Zur Begründung dieses Antrages führte der Herr die von wenig Eachkenntniß zengende Meinung ins Feld, daß die ungebildeten Arbeiter, Schiffer 2c. vor einem in der Uniform dasigenden Richter mehr Respekt haben würden, als vor einem Borsigenden in gewöhnlichem Zivil. anzuge. Herr v. Siumm eine unversöhnliche Abneigung gegen dieses Grundrecht Abg. v. Scheele- Wunstorf( Welfe): heutigen Sigung beschlossen, bei der Stadtverordneten- Versammlung der deutschen Staatsbürger hat und ich erinnere daran, daß Graf Mir- Die Betheiligung an den Wahlen wird nach Annahme des die Bewilligung von 2000 M. zur Speisung der Insassen des bach, der Führer der Konservativen, nicht davor zurückgeschredt ist, Ridert'schen Antrages zunehmen, denn viele Wähler enthalten sich Hospitals und 500 M. zur Ausschmückung 2c. der Anstalt am Jubelgewaltsame Mittel für die Beseitigung des allgemeinen heute der Wahl, weil sie sich abhängig und kontrollirt fühlen. Die tage zu beantragen. Wahlrechts vorzuschlagen. Er zitirte in seiner damaligen Rede das Hannoverschen Nationalliberalen weigern sich beständig, die FordeSchivert Merander des Großen, mit dem der gordische Knoten rung gleicher Stimmzettel für alle Parteien, die auch Herr Basserdurchhauen worden ist. Ich will heute darauf nicht eingehen, ob, mann heute vertrat, zu erfüllen. wenn einmal ein solcher Staatsstreich von oben geschieht, nicht auch ein Staatsstreich von unten berechtigt wäre, sondern nur darauf hinweisen, daß gerade das allgemeine Wahlrecht alle Ich bin mit Herrn v. Stumm für die öffentliche Wahl, sobald diejenigen mit dem Reiche aussöhnt, welche sonst die soziale Position jedes deutschen Wähles der des Herrn v. Stumm an ihm wegen des herrschenden Militarismus und anderer Dinge entsprechen wird. Aber jetzt kommt durch die geheime Abstimmung wenig Geschmack finden. Ich möchte mir hervorheben, daß gerade die wahre Meinung des Volkes zum Ausdruck. das allgemeine gleiche Wahlrecht zwei Seiten hat, auch für die jogenannten staatserhaltenden Parteien. Rudolph b.. Bennigsen Die ganze Debatte heute ist humoristisch. Die Mehrheit des hat es hier einmal ausgesprochen: das deutsche Parlament mit dem Hauses will das Wahlrecht ändern, wir wollen es aufrecht erallgemeinen gleichen Wahlrecht ist an demselben Tage geboren, wie halten, und die Redner der Mehrheit werfen uns vor, wir wollen das deutsche Kaiserthum, und ich möchte Ihnen rathen, das Volt das Wahlrecht abschaffen.( Große Heiterkeit links.) Woher wissen Sie nicht vor die Frage zu stellen, was ihm werthvoller erscheint, das Par: das?( Viele Zurufe.) Ja natürlich, eine Kritik des Wahlrechts üben auch lament mit dem allgemeinen Wahlrecht oder das Kaiserthum. wir aus; aber wir fügen uns dem bestehenden Zustande. Es ist Herr Bassermann hat sich heute hier als Freund des allgemeinen durch nichts bewiesen, daß unser Wahlrecht kein geheimes ist. Was Wahlrechts erklärt; aber die Presse seiner Partei war nicht immer der Abg. Auer vorgebracht hat, dürfte wohl in seinem größten Theil der gleichen Meinung. Die Kölnische Zeitung" schrieb noch vor gar nicht zutreffen, sondern genau so übertrieben sein, wie das, was der nicht langer Zeit: das allgemeine Wahlrecht hat wohl noch blinde Abg. Bebel über angebliche militärische Mißstände seiner Zeit an Berehrer, aber feine verstandesklaren Eiferer mehr. In der konser geführt hat.( Lachen links und viele zurufe.) Das, was eventuell vativen Presse ist das Wahlrecht ein Uebel, dessen Einschränkung wahr daran ist, hat mit der Geheimhaltung des Wahlrechts geboten ist, genannt worden. Auch sonst machen sich Bestrebungen nichts zu thun; jedenfalls ist eine fundamentale Aenderung des zur Beseitigung des Wahlrechts überall geltend. Ich erinnere nur Wahlrechts dadurch nicht im geringsten als nothwendig erwiesen. an den Vorgang im letzten Wahlkampfe, an die Aeußerung des Ab- Sie wollen gewaltsam gegen das Wahlrecht vorgehen und geordneten Müller- Fulda, daß ein Gefeßentwurf, der diese beab- werfen uns vor, daß wir eine Revolution von oben machen wollen. sichtigte Verfümmerung enthalte, fig und fertig im Ministerium Sie werfen der Regierung vor, daß sie Ihren Gesezen nicht bereit liegt und sofort eingebracht werden würde, ivenn zustimmt, aber Bundesrath und Reichstag find zwei gleichberechtigte cine bewilligungsluftige Mehrheit im Reichstage vorhanden wäre. Faktoren; der Bundesrath hat durchaus nicht die Verpflichtung, sich Die Richtigkeit dieser Aeußerung ist zwar bestritten worden, aber um Ihre Beschlüsse zu kümmern.( Ironisches Bravo! links.) niemals widerlegt worden. Ich habe also recht, wenn ich fage, auch die Verwaltung nimmt Theil an den Bestrebungen, welche auf die Verkümmerung oder Beftätigung des Wahlrechts ausgehen. Als Gegentandidat des Herrn v. Stumm 1890, habe ich ihm anAber nicht nur die Verwaltung, auch die Rechtsprechung geboten, gleiche Stinunzettel für meine und seine Bartei herstellen stimmt an diesen Bestrebungen theil, die Agitation für das all 3 lassen. Herr Stumm hat das abgelehnt und als ich seine Stimmgemeine Wahlrecht illusorisch zu machen. Als Vertreter eines zettel nachzuahmen suchte, veranstaltete er sofort eine neue Ausgabe fächsischen Wahlkreises werden Sie es begreiflich finden, wenn ich hört! hört! große Heiterkeit, links). Wir wollen keine Aenderung hier auf einige Urtheile sächsischer Gerichte überhaupt auf jächsische des Wahlgefeßes, sondern mur, daß endlich einmal wahr werde, was Berwaltungsmaßnahmen eingehe. Sie kennen ja die sächsische Praxis aus in der Verfassung steht: daß die Wahl geheim vor sich gehen solle. früheren Verhandlungen zur Genüge, Sie wissen, wie dort Vereine ver- Aus dem Fernbleiben der Regierungsvertreter ziehe ich den Schluß, boten, Versammlungen aufgelöst, Säle gewissen politischen Barteien ab- daß ihre Gründe gegen dieses Gesetz so fadenscheinig sind, daß sie spenstig gemacht worden. Bei der letzten Wahl find zahlreiche fich schämen müssen, fie uns mitzutheilen.( Große Unruhe rechts; Stimmzettel- Bertheiler verhaftet oder auf andere Weise belästigt lebhafter Beifall links und im Zentrum.) worden. Bei der Flugblatt- Wertheilung aber mußte das juristische Präsident Graf Ballestrem ruft den Redner wegen dieser Die Wahlen des Ausschusses der Arbeitgeber des Gewerbe= Mädchen für Alles, der grobe Infugsparagraph herhalten. Sm Aeußerung zur Ordiumg. gerichts, die am Dienstag Abend erfolgten, hatten das erivartete 2. sächsischen Wahlkreise hat ein Gericht ein Urtheil gefällt, das alles Resultat, daß die zehn Kandidaten des Arbeitgebervereins bisher Dagewesene übersteigt und ich fann wohl sagen: Sollte dieses Herr Dasbach hat viel Persönliches vorgebracht, was objektiv mit 86 bis 89 Stimmen gewählt wurden. Die sozialdemokratischen Urtheil Nachfolge finden, so wird es fast zur Ünmöglichkeit werden unwahr ist. Ich behaupte, daß feiner meiner Beamten sich um- Arbeitgeber Beisiger hatten Stimmenthaltung beschlossen und geübt. noch mit Flugschriften an die Wähler heranzutreten. In dem Flug- berechtigter Wahlbeeinflussungen hat zu Schulden kommen laffen. blatte waren die Konservativen Nach Echluß der Wahlen trat ein kaufmännischer Beisiger Unterdrücker und Aus( Nuf lints: Was nennen Sie unberechtigt?) Was Herr Dasbach auf, un benter genannt und den Antrag zu stellen, die Vorsitzenden und das Gericht hat erkannt, daß damit hier behauptet hat.( Lachen links.) Bon seiner Seite aus find viele tretäre des Gewerbegerichts möchten mit einem Talar an die nicht der sozialdemokratischen Partei angehörenden mehr die unerhörten Wahlbeeinflussungen verübt worden. Man hat Personen, bei bei denen das Flugblatt vertheilt belästigt worden sind. worden ist, den Wählern gesagt: Wer Dasbach nicht wählt, begehe eine Sünde ( Hört, hört, links.) Das durch gegen Gott. Ich habe das Angebot des Herrn Dasbach abgelehnt, die Gewerbe- Ordnung gewährleistete Recht des Flugblatt- veil ich glaubte, er wolle mir damit eine Falle stellen. bertheilens existirte für das Gericht nicht. Obwohl der Inhalt nichts Präsident Graf v. Ballestrem: Ich fann es nicht zulassen, daß Strafbares enthielt, konstatirte das Gericht die Belästigung und da behauptet wird, ein Mitglied des Hauses habe Herrn v. Stumm eine mit war die Anwendung des groben Unfug- Paragraphen gegeben. Falle gestellt.( Stürmische Heiterfeit.) Herr Weigert und einige andere Beisiger schlugen in dieselbe Nun gebe ich ja zu, das Flugblatt enthielt keine Schmeicheleien für die Gegner( Heiterkeit), aber dazu werden auch Flugblätter nicht geKerbe. Herr Weigert erwähnte mit einer gewissen Wehmuth, daß fchrieben. Und was wird uns in tonservativen Blättern nicht alles Jah meine, die Wahlproteste hätten eigentlich nicht hierhergehört, ein ähnlicher Antrag, auf den der Magistrat bis heute leider nicht vorgeworfen! Aller Verbrechen, von der Blutschande bis zum Landes- aber die Debatte hat nun einmal diesen Gang genommen. Die zurückgekommen sei, schon vor vier Jahren gestellt worden wäre; verrath, werden wir bezichtigt. Glauben Sie denn, daß das unsere Thatsachen dieser Wahlbeeinflussungen beweisen, wie nothwendig der es sei mithin in Erwägung zu ziehen, ob man sich nicht an Parteigenoffen nicht auch unangenehm berührt?( Sehr richtig! linis.) Antrag Rickert ist.( Sehr richtig!) Herr v. Stummmt hat dem Abg. Dasbach die höhere Berwaltungsbehörde oder gar an den Justiz Was heißt also das fächsische Ürtheil anderes, als die Unterbindung vorgeworfen, er habe unbewiesene Behauptungen aufgestellt, dasselbe aber minister wenden müsse. Der Beisiger Hinge bekämpfte den Antrag. Die Beisiger jeder Agitation für die Ausübung einer der Grundrechte der Nationen. hat doch schließlich Herr v. Etumm auch gethau.( Sehr richtig.) Die Diese Rechtsprechung stellt sich dabei ganz in den Dienst der Behörden, die Wahlbeeinflussungen kommen besonders in Industriebezirken vor sollten nicht päpstlicher sein als der Papst. Der Vorsitzende des ein wesentliches Recht der Bürger mutergraben. In Sachsen wird( Ruf Singer's: Bochum und Dortmund) Bochum und Dortmund Gewerbegerichts und ebenso die Vorsigenden der einzelnen Kammern systematisch der Versuch von oben gemacht, uns Sozialdemokraten find dafür typische Fälle. Dort wiederholen sich Wahl für Wahl die hätten bisher auch unter dem Beifall des Herrn Weigert die Würde alle Wahllokale abspenstig zu machen. Daß wir trozdem noch ein Vorgänge, wir mögen beschließen, was wir wollen. Die Herren und das Ansehen des Gewerbegerichts zu wahren gewußt, ohne daß paar Säle bekommen, ist den Amtshauptmannschaften sehr unan- von der Rechten nennen den Antrag eine Wahlrechtsänderung. Der sie im Geringsten des Talars bedurft hätten; und die Fälle, in genehm, und sie haben ein neues Aushilfsmittel erfonnen und Vor- Antrag ist keine Aenderung, sondern nur ein Schuß für das bestehende denen das Gericht zur Verhängung von Strafen wegen Ungebühr schriften für die Versammlungssäle erlassen. Nach diesen Vor- Recht. Windthorst hat nicht aus tattischen Gründen sondern aus hätte schreiten müssen, seien außerordentlich selten gewesen. Im schriften muß nicht nur in der Mitte des Saales ein anderthalb der praktischen Erfahrung, daß der wirthschaftlich Schwache letzten Jahre z. B. seien bei mehr denn 13 000 verhandelten muß, seinen Stand Klagen im Ganzen nur 23 Personen wegen Ungebühr bestraft Meter breiter Gang bleiben, ob sonst noch freier Raum gelassen in seinen Wahlrecht geschützt werden werden muß, hängt von dem Belieben des überwachenden Beamten punkt geändert. Herr Bassermann hat den Gedanken an worden. Zu einer Abstimmung über den Antrag kam es nicht. ab, also eines beliebigen Gendarmen.( Hört! hört! links.) Die Tische geregt, ob die Wahlprüfungen nicht in anderer Weise erledigt werden Wer die außerordentliche Gleichgiltigkeit kennt, mit der die müssen anderthalb Meter von einanander entfernt stehen( Heiterfeit tönnen, als bisher. Er hat selbst die Uebertragung an einen außer und Hört! hört! lints), zu eng also brauchen die fächsischen Weber halb des Reichstages stehenden Gerichtshof abgelehnt. Ich halte auch Berliner Arbeiter den Uniformen und sonstigen Zierden begegnen, nicht ſizen( Heiterkeit), einen solchen Gerichtshof für ausgeschlossen. Unparteiischer würden mit denen der Klassenstaat seine Beamten und anderen treuen Diener Wenn in dieser ungeheuerlichen Weise Wahlbeeinflussung getrieben dam die Urtheile nicht werden.( Sehr richtig! links und im schmückt, wird den Worten des Beisitzers Hinge beistimmen müssen. wird, dann muß jeder, dem an der Erhaltung des Wahlrechts liegt, Bentrum.) So objektiv urtheilen wir selbst auch.( Schr richtig!) Jeder Richter, dem ernsthaft daran gelegen ist. sich die Achtung der wir Arbeiterschaft zu erringen, hat nur Eines nöthig: Er muß an den für den Schuß eintreten, den der Rickert'sche Antrag bietet. Soweit das möglich ist natürlich,( Sehr richtig) denn, Beschlüsse Der Wahlprüfungs Kommission helfen 11113 da wollen uns darüber nicht täuschen, niemand von uns tann ihm vorgelegten Fall unparteiisch und ohne Klassennichts. Wohl hat diese Kommission ihre maßgebenden Be- aus seiner Haut heraus.( Sehr richtig! links und im Zentrum.) vorurtheil Herantreten. schlüsse. denen der gesammite Reichstag beigetreten ist, Die Einſegung einer besonderen Wahlprüfungs- Kommission ist gezusammengestellt und veröffentlicht. In der Praxis aber fümmert fchehen nach den üblen Erfahrungen, die wir mit den Zufälligkeits- Zeichen der Zeit. Vor Kurzem wurde auf der Quartalss man sich gar nicht um diese Beschlüsse; und zwar nicht blos in Ost- Entscheidungen über Wahlproteste in den Abtheilungen gemacht Versammlung der Schuhmacher- Innung über einen aufelbien. In den achtziger Jahren bereits hat die Wahlprüfungs- haben. Nur in einer besonderen Kommission kann die juristische fallenden Mangel an Lehrlingen geklagt. Der Jnnungsvorstand hat Kommission beschlossen, daß für die Saisonarbeiter der Arbeitsort Tradition aufrecht erhalten werden. Gewiß lastet eine schwere deshalb den Erziehungsbeirath für schulentlassene Waisen als Wahlort gelten soll; durch drei Legislaturperioden hat sie diesen Arbeit auf der Kommission, fie thut aber gut daran, wenn sie frische ersucht, dem Schuhmacherhandwerk Lehrlinge zuzuführen, und der Beschluß aufrecht erhalten und der Reichstag hat ihn wiederholt an- Arbeitskraft nicht gleich an die schwierigsten Aufgaben feßt. Das wollte Erziehungsbeirath hat auch zugesagt, dem Wunsche der Schuhmacherzu tragen. Wenn der erfant. Trotzdem sehen wir in einem der ersten Wahlkreise Deutschlands, ich hervorheben. Ob wir eine Aenderung in der Geschäftsführung der Imung nach Möglichkeit Rechnung in dem Wahlkreise Leipzig die Wahlbehörde und zwar mit voller Wahlprüfungs- Kommission eintreten lassen sollen, das tönnen wir Erziehungsbeirath den unter seinen Einfluß stehenden Waisen Kenntniß dieses Beschlusses gegen ihn handeln. Der Leipziger mit gutem Gewissen den Mitgliedern dieser Kommission überlassen. tnaben die Aussichten, welche ein Schuhmacherlehrling für Stadtrath Ludwig Wolf, der Leiter des Wahlgeschäftes, hat in einem Der Antrag Rickert liegt so einfach, daß wir ihn ohne Kommissions- die Zukunft hat, nicht etwa in rosigem Lichte schildert, dann dürfte es ihm faum gelingen, dem Lehrlingsmangel im Schuhmacheroffenen Eingesandt Front gegen den Beschluß der Kommission ge- berathung annehmen können.( Bravo! im Zentrum.) macht und ihn als das demagogische Bestreben des Reichstags, den Abg. Bindewald( Reform- P.) hält den Antrag Ridert für sehr gewerbe merklich abzuhelfen. Die Schuhmacherei ist eines der jenigen Gewerbe, die durch die maschinelle Produktion mehr und Massen zu schmeicheln, bezeichnet. Gleichzeitig macht er aus seiner vernünftig. Abneigung gegen das allgemeine Wahlrecht überhaupt kein Hehl. Herr Ein Bertagungsantrag wird abgelehnt. mehr zurückgedrängt werden. Abgesehen von den verhältnißmäßig Nach einer weiteren Debette zwischen Abg. Bolh( natlb.), Abg. wenigen Werkstellen, in das elegante Schuhwerk für Wolf ist nationalliberaler Parteiführer in Leipzig.( hört! hört!) Herr Bassermann wird also sehen, daß nicht alle seiner Freunde so denken Dasbach( Zent.), Abg. Liebermann von Sonnenberg( Autis.) die allerzahlungsfähigsten Leute nach Maaß gearbeitet wird, fich die meisten Schuhmacher heutzutage fast wie er. In Leipzig sind also die Saisonarbeiter in die Wählerlisten nicht Abg. Eruft( frj. Vg.) und Abg. von Stumm schließt die Dis- müssen ausschließlich mit Flickarbeit beschäftigen, die aber so aufgenommen worden, obwohl die Wahlprüfungs- Kommission fussion. das Gegentheil wiederholt beschlossen hat. Aehnliche Erfahrungen dumpfen Kellerwenig einträgt, daß die Schuhmacher in löchern, oder in engen dunklen Hofwohnungen Hausend, ein recht liegen über die Oeffentlichkeit der Wahlhandlung vor. Minister Herrfurth hat seiner Zeit die Behörden angewiesen, daß timmerliches Dasein führen. Besser fituirte Meister, die in der glücklichen Lage sind, so viel Arbeit zu haben, daß sie Hilfskräfte allen wahlberechtigten Deutschen die Anwesenheit bei der Wahl Schluß 63/4 Uhr. brauchen, können oder mögen einen Gesellen nicht zahlen, obwohl Handlung gestattet ist. Fortgesetzt wird gegen diese Vorschrift verdie Löhne der Schuhmacher- Gesellen mit zu den allerniedrigsten stoßen. So hat der Regierungspräsident von Schleswig Zimmergehören. Diese Meister behelfen sich gern mit Lehrlingen; mann ausdrücklich erklärt, es fönne gar nicht die Rede davon sein, daß jeder Zutritt zum Wahllotal habe. Das sind Chikanen, meine Herren, und eine Mißachtung der Beschlüsse des Reichstages. Vorberathung der Magistratsvorlage wegen anderweiter Fest ehrlingen ist die eine Ursache des Lehrlingsmangels. Die andere Der Ausschuß der Stadtverordneten Versammlung zur weniger um fie auszubilden, als um aus ihrer Arbeit Nugen zu ziehen. Die hierdurch bedingte größere Nachfrage nach In Eschwege hat unser Wahlkomitee den Vertrauenspersonen, die sehung der Dienstalterszulagen für verschiedene Be- ehrlingen ist die eine Ursache des Lehrlingsmangels. Die andere es in die Wahllokale gesandt hat, Karten vom Bürgermeister antenkategorien und die Bewilligung von Stellen besteht darin, daß im Hinblick auf die schlechte Lage des Gewerbes ausstellen lassen, die die Bestätigung enthielten, daß der Inhaber zulagen hat unter Vorsiz des Stadtverordneten- Vorsteher- Stell- fich die Eltern natürlich nicht geneigt zeigen, ihre Söhne dent der Karte Wähler sei. Es ging ja auch ganz gut, mancher wurde vertreters Michelet und in Anwesenheit des Bürgermeisters genöthigt ist, von vornherein als Fabritarbeiter, Laufbursche oder Schuhmachergewerbe zuzuführen. Wer nicht aus petuniären Gründen ja freilich trotz der Karte hinausgeworfen.( Heiterkeit.) Der bittere Kirschner und des Stadtsyndikus Weise wiederum eine mehr- Bergleichen sein Brot zu verdienen, der sucht als Lehrling in einem derNachgeschmad aber tam nach. Dem Wahlkomitee ist jest eine stündige Sigung abgehalten. Die Anträge des Magistrats beRechnung über 90 M. präsentirt worden, weil die amtliche züglich der Gehaltsfestsetzungen für die ehemaligen Sekretäre lenigen Gewerbe unterzukommen, die eine Zukunft haben, wie beispielsStempelung der 60 Starten à 1,50 M. jo viel ausmache.( Heiter- II. Klaffe, die Titular Sekretäre, die Kassen Stevisoren, die weise die Elektrotechnik. In dieser Branche ist das Angebot von Lehrlingen teit.) Diese Dinge paffiren nicht in China, sondern leider bei uns Rendanten, die Ober- Stadtsekretäre und die Bureaudirektoren wurden so groß, daß es zur Unterbringung eines jungen Mannes besonderer in Deutschland. Ich empfehle nochmals, den Antrag Ridert an unverändert genehmigt. Die Gehaltsstala für die Bureau- Affiftenten Empfehlungen und des Nachweises einer gewissen Schulbildung be zunehmen; sollte ihn die Regierung auch wieder ablehnen, er wird hat der Ausschuß in nachstehender Weise festgestellt: Anfangsgehalt barf. Ja, man geht noch weiter. Eine der größten hiesigen elektrodoch so lange wiederkehren, bis er endlich zur Durchführung kommt. 1800 W., nach 2 Jahren 2000 M., nach 4 Jahren 2200 M., nach 6 technischen Anstalten stellt keinen Lehrling ein, der nicht ein Kon ( Bravo! bei den Sozialdemokraten.) 2400 M., nach 9 2600 W., nach 12 2800 M., nach 15 3000 m., nach firmationszeugniß aufweisen kann. 18 3200 M., nach 21 Jahren 3400 M. Es ist somit hier über die Industrie, die wie keine andere auf den Grundlagen der NaturwissenStadtjergeanten, Magistratsdiener und Arbeitshaus Aufseher find Produktion und des Verkehrs hervorgerufen hat, fühlt sich bewogen, dem Anträge des Magistrats hinausgegangen. Für die Steuererheber, schaft beruht und eine gewaltige Revolution auf dem Gebiete der die Gehaltsaufbesserungen nach den Magistratsanträgen genehmigt bräuche konserviren zu helfen, denen ein sehr großer Theil der Hauptfrömmelnden Zuge der Zeit Rechnung zu tragen und kirchliche Gestädtischen Bevölkerung gleichgiltig gegenübersteht, während die zünftlerischen, tonservativen Vertreter eines altehrwürdigen Handwerks Lehrlinge gerne annehmen würden ohne nach Taufe, Kon Der Antrag Rickert wird sofort in zweiter Berathung an Der genommen mit allen Stimmen gegen die der Rechten. Nächste Sigung Freitag 1 Uhr. Bostetat, Etat der Reichsdruckerei. Abg. Werner( Reform- P.) bittet um sofortige Annahme des Rickert'schen Antrages ohne Stone bittet um sofortige Annahme des Nicert'schen Antrages ohne Kone missionsberathung und bedauert, daß vom Bundesrath niemand an wesend ist. Wir sollten wirklich bei den Ministergehältern einmal Schwierigkeiten machen: dann würden die Herren schon erscheinen. Die Voltsvertretung hat Anspruch darauf, daß vom Bundesrath jemand hier ist, wenn Initiativanträge berathen werden. worden. Kommunales. g • Zur Feier des hundertjährigen Bestehens des Friedrich- Wilhelms- Hospitals am 6. d. M. hat das Magistratskollegium in seiner Also die modernste " 1 Die Lokalkommission. Der neue Oberbürgermeister von Charlottenburg, Herr uste hrus, ist gestern in einer gemeinschaftlichen Sigung des agistrats und der Stadtverordneten in fein Amt eingeführt worden. Herr Schustehrus fühlte sich in seiner Antrittsrede zum besonderen Dank an die Aufsichtsbehörde verpflichtet, die seine Betätigung an allerhöchster Stelle" be fürwortet habe.„ Der taun lachen!" wird es im Berliner Kommunalfreisinn heißen, wenn man dort von der unbewußten, aber darum nicht minder schneidenden Satire vernimmt, mit der Herr Schustehrus das krüppelhafte Wesen glossirt hat, das man in Preußen immer noch das hohe Gut der Selbstverwaltung" nennt. firmation und nlichen Dingen zu fragen. Ihnen wären wohl Zeit vom 1. April 1897 bis 31. März 1898 insgesamt 62 190 962 ilhelmstraße. Wir machen darauf aufmerksam, daß genanntes felbst die Kinder von Heiden und Ungläubigen recht, wenn sie nur Kilogramm( gegen 51 336 800 Kilogramm im Vorjahre). Die Aus- Lokal gesperrt ist. brauchbare Aus eutungsobjekte abgeben. Auch das find Zeichen fuhr per Eisenbahn stellte sich im Berichtsjahr 1897-98 auf der Zeit. 3 274460 Kilogramun( gegen 2404 660 Silogramm im Jahre 1896 Zur Schuinoth in Berlin Nord, über die wir kürzlich be- bis 1897). Die Verwaltung der städtischen Markthallen zahlte 1897-98 richteten, their die" Pädagog. 8tg." mit, daß in der nördlichen an die königliche Eisenbahn für Betriebskosten 81 686,48 M., ferner Rosenthaler Borstadt, obwohl dort fast sämmtliche Schulen schon mit an Rollgeld 552,05 M. Die sonstigen Ausgaben für Unterhaltung fliegenden Klassen versehen sind, doch im Sommer noch der Eisenbahn- Anlage, Beleuchtung der Bureauräume 2c. betrugen Fine Reihe nater hinzukommen soll. Das Blatt sagt spottend:" Es 1479,52 M. Dagegen find an städtischen Bahngebühren für die Bird fortgeflogen! Das ist die Parole, die auch für das kommende Verwaltung der Markthallen 78 629,40 m. erhoben worden. Sommerhalbjahr bereits ausgegeben worden ist." Die Suche nach In der Sache Esser Wagner erklärt die„ Tägl. Rundschau" Miethsräumen, die nach einem Beschlusse der Schul- heute, daß die Angelegenheit vor eine Instanz gebracht ist, die deputation dort schon zum April beschafft werden sollten, scheinen eine öffentliche Erörterung zur Zeit als unzulässig erscheinen läßt". bisher feinen Erfolg gehabt zu haben, darum würden jetzt aufs mit Hilfe des Verbrecheralbums ist es gelungen, den Neue in der Umgegend der Brunnenstraße Miethsräume zum Speditionsschwindler zu ermitteln, über welchen vor kurzem be- der 40 Jahre alte Wagenpuger Vogel aus der Kantstr. 54 zu Char Mit zerschmettertem Schädel wurde Dienstag Abend um 7 Uhr Oftober gesucht. Die Pädagog. 8tg." nennt diese Zustände bedauerlich und beklagt, daß noch nicht abzusehen sei, wann richtet worden ist. Derselbe, ein alter vielfach vorbestrafter Fälscher, lottenburg zwischen den Geleifen der Ringbahnzüge Halensee und bedauerlich und beklagt, daß noch nicht abzusehen sei, wann ist bereits zur Haft gebracht und in das Untersuchungsgefängniß Westend, dicht am Bahnhof Charlottenburg, aufgefunden. Der Too man ihnen ein Ende bereiten werde. Die städtische Schulverwaltung wird diesem Urtheil schwerlich zustimmen. Die Benutzung gemietheter eingeliefert worden. Er operirte bekanntlich in der Weise, daß er war bereits eingetreten. Vogel war vorher in den Werkstellen geRäume und die Einrichtung fliegender" Klassen erleichtern das bei Privatleuten einen mit dem Quittungsstempel einer be- wesen und war auf dem Wege über die Schienen von einem Zuge finanzielle Gelingen" des Schulwesens, und in erster Linie fannten Speditionsfirma gefälschten Frachtbrief vorlegte und gefaßt worden. Er hinterläßt eine Frau mit fünf Kindern. darauf kommt es unserer städtischen Schulverwaltung an, so sehr, die Spesen für Nachnahme, Provision und Fracht, meist Unter in beträchtlicher Höhe erhob. daß sie diesem Gesichtspunkte alles Andere unteranderem hat er einer Friedrichshagen. Infolge der Eingemeindung der Kolonie Danie vom Theater 20 Mart auf Grund Hirschgarten und der Jagen 295, 307-310 des königlichen Köpnicer ordnet. Namentlich die Einrichtung der fliegenden" Klassen hat abgeschwindelt ihr stets als eine besonders geniale Idee gegolten, weil dadurch eine eines Frachtbriefes, auf welchem die Absendung einer kostbaren Forstreviers in den Gemeindebezirk Friedrichshagen, ist durch Beschluß des kollegialischen Gemeindevorstandes eine Neneintheilung der gründlichere Ausnutzung der von den untersten Klassen nur für einige Robe durch einen Ravalier fingirt war. Einen Geistlichen hat er Grenzen der Gemeinde- Wahlbezirke in der dritten Wählerabtheilung um 40 Mark geschädigt, bei einem bekannten Theateragenten find feine Bemühungen erfolglos gewesen, da der Betreffende den erfolgt. Dieser Beschluß hat jetzt die Bestätigung des Kreisaus Die dritte WahlDie Vorstände von Vereinen und Gewerkschaften werden Schwindel durchschaute. Der Gauner ist in 3 Fällen geständig, schusses vom Kreise Niederbarnim erhalten. darauf aufmerksam gemacht, daß es zweckmäßig ist, bei Festen oder dürfte sein Manöver jedoch noch öfters mit Erfolg ausgeführt haben. abtheilung besteht aus zwei Bezirken; die Zahl der von den größeren Versammlungen Samariter zur Hand zu haben, die, Weitere Anzeigen werden bei der Kriminalpolizei, Zimmer 43, in Wählern der beiden Bezirke zu wählenden Gemeindeverordneten ist mit Verbandsmaterial 2c. versehen, bei eintretenden Unglücksfällen den Vormittagsstunden und in den Polizeirevieren entgegen- nicht abgeändert worden, sodaß der erste Wahlbezirk wie bisher die erste Hilfe leisten können. Vorstände, welche die von Berliner genommen. zwei Verordnete, der ziveite Wahlbezirk dagegen drei VerArbeitern gebildete Samariter Kolonne unter den erwähnten Umordnete zu wählen hat. Am Dienstag berunglückte auf Schon wieder hat ein Zusammenstoß auf der Straßenbahn dem hiesigen Güterbahnhofe beim Abladen fleiner ständen in Anspruch nehmen wollen, werden ersucht, sich schriftlich an den Obmann Georg Hellmuth, Langestr. 22, zu wenden. Die stattgefunden: An der Ecke der Charlotten- und Schüßenstraße fuhr Sand beladener Kippwagen ein Arbeiter aus Ertner. Dienstleistung erfolgt unentgeltlich. der Wagen 1300 der Linie Behrenstraße- Kreuzberg auf den Anhänge- erheblich verlegt.- Unser Ort zählt gegenwärtig( einschließlich Hirschwagen 62 der Siemens u. Halskebahn von der Linie Behrenstraße- garten) ca. 10 250 GEinwohner. Nach einem fürzlich veröffentlichten Wienerbrücke. Der letztere Wagen hatte die Charlottenstraße Bericht betrug im Jahre 1765 die Seelenzahl der Kolonie Friedrichsnoch nicht durchfahren, als der erstere ihn in der Seite hagen 411; es wohnten am Orte 98 Familien, davon waren traf. Der Anhängewagen wurde aus dem Geleise heraus- 65 deutsche und 33 böhmische. Gegründet wurde die Kolonie im geworfen und namentlich an der hinteren Seite start beschädigt. Der Jahre 1753 von Friedrich II. Demnach kann der Ort im Jahre 1903 Wagen der Kreuzberg- Linie trug am Vordertheil bedeutenden Schaden auf sein 150 jähriges Bestehen zurückblicken. davon und mußte später außer Betrieb gesetzt werden. Die Verlegungen der Fahrgäste, die durch umherfliegende Glassplitter verursacht wurden, waren nur leichter Natur, so daß niemand sofortiger ärztlicher Hilfe bedurfte. Stunden benutten Räume ermöglicht wird. mit Er wurde Der erste Unfall auf der Eisbahn hat sich am vorgestrigen Rigdorf werden von der dortigen Jugend als willkommene GisbahnTage ereignet. Die überschwemmten großen Wiesenflächen bei fläche betrachtet und hunderte von Kindern tummeln fich lustig auf derartig auf einander, daß beide zu Fall kamen. Während der eine den ausgedehnten Bahnen. Vorgestern Nachmittag liefen zwei Knaben Knabe ohne jegliche Verlegung davon kam, erlitt der zweite, der 11 jährige Schüler Mente einen Bruch des rechten Unterschenkels und mußte nach einem Krankenhause gebracht werden. Amtsvorsteher v. Oppen sich bestimmter Gastwirthe annimmt, zeigt Aus Adlershof schreibt man uns: Mit welcher Fürsorge der folgender Fall. Vor einigen Tagen fam eine Berliner Theatergesellschaft nach unserem Orte, um dem hiesigen Publikum so etwas wie einen Stunstgenuß zu bieten. Die Leute hatten sich das Lokal Bestrafter Byzantinismus. Ein polizeioffiziöses Blatt meldet: Der Garten des Schloffes Monbijou ist vom gestrigen Tage ab für die Dauer des Aufenthaltes der kaiserlichen Familien in Berlin für das Publikum gesperrt worden. Diese Maßnahme ist zurückzuführen auf Vorgänge, die sich am legten Sonntag abgespielt haben, als das Kaiserpaar mit seinen fürstlichen Gästen nach dem Gottesdienst in der Dom- Jnterimskirche yon dem vom Garten aus zur Hofloge führenden Aufgang abfahren wollte. Das Publikum hatte die Ausfahrt asu dem Garten fast ganz versperrt und sich dem kaiserlichen Gefährt in der Weise genähert, daß es für den Kutscher fast unmöglich war, es in Be- städtischen Markthallen haben in der Zeit vom 1. April 1897 bis Die im Samariterdienst ausgebildeten Beamten der vegung zu sehen. Einige Damen, die sich allzuweit vorEs handelte drängten, entgingen nur mit knapper Noth der Gefahr, überfahren 31. März 1898 in 424 Fällen die erste Hilfe geleistet. zu werden. Daß diese schon so häufig getadelte Zudringlichkeit des sich um 28 Quetschungen, 45 Rißwunden, 35 Stichwunden, 14 StoßPublikums das Kaiserpaar peinlich berührt, zumal wenn es in wunden, 238 Schnittwunden, 46 Hiebwunden, 1 Verrentung, 4 Strampfernster Stimmung das Gotteshaus verläßt, zeigt deutlich obige Ber 6 Schlagwunden, 1 Bruch, 1 Blutvergiftung und Deffnung eines Ver- anfälle, 2 Krampfaderbrüche, i Entzündung, 6 Ohnmachtsanfälle, fügung. Besonders wird die Schließung des Gartens von den mit Karbunkels. Kindern gesegneten Familien der Umgebung des Schlosses Monbijou bedauert werden, da er auch jetzt wegen des milden Winters einen Kollidiebe find in jüngster Zeit im Südwesten Berlins wieder ebenso gefunden wie gegen die Gefahren des Straßenverkehrs in Thätigkeit. Innerhalb weniger Tage sind fünf Fälle zur Anzeige ficheren Aufenthalt für die Kleinen bot." Es ist bedauerlich, daß gekommen, in denen Frachtstüde von Rollwagen fortgestohlen wurden. von Schmauser ausgesucht, weil hier der stärkste Verkehr ist. Das auch die nicht byzantinischen Einwohner Berlins unter dieser Maß- Der letzte dieser Diebstähle war für die Thäter besonders günstig. war Herrn v. Oppen nicht recht. Er setzte den Schauspielern aus regel zu leiden haben. Es gelang, von dem vor der Wasserthorstr. 58 haltenden Wagen, einander, daß er sich nunmehr erst genau erkundigen müsse, ob bessen Führer Podzuweit ein Komptoir betreten hatte, einen 69 kilo- der Direktor auch Konzession habe, ob die Künstler unbestraft gramm schweren Ballen Leinwand im Werthe von 200 M. unbemerkt feien; und auch das Programm müsie von ihm, dem Amtsvorsteher, zu erbeuten und in Sicherheit zu bringen. genau geprüft werden. Und wenn in diesen Punkten alles in Ordnung wäre, müsse er auch die Bühne im Lokal von Schmauser genau revidiren lassen... ob sie nicht lieber bei Wölftein spielen wollten? Die armen Schauspieler gingen natürlich zu Wöllstein, der ihnen fofort erklärte, daß er schon alles besorgen werde, sie brauchten sich um nichts zu timmern. Am Donnerstag schon konnten sie zu spielen beginnen. Es ist begreiflich, daß der Gastwirth Wöllstein Herrn v. Oppen für einen bedeutenden Mann hält. Er legte in seiner Begeisterung für den Amtsvorsteher den übrigen Wirthen am Orte eine Dank adresse zum Amtsjubiläum vor, doch wollte anfangs feiner recht unterschreiben. Herr Wöllstein wußte sich aber zu helfen. arrangirte zunächst selber die Unterschrift einiger Kollegen und als die übrigen jahen, daß etwelche Namen unter der Adresse standen, unterschrieben sie auch aus eigenen Stücken. Bald klärte sich aber der Irrthum auf. Herr Wöllstein wurde wegen der ersten Unterschriften zur Rede gestellt und antwortete, daß die von ihm verzeichneten Namen nicht die wirklichen Unterschriften, sondern nur Vermerke, mit denen er nach keiner Seite Anstoß zu erregen glaubte, aus seiner Hand seien. Tableau! Eine vertrauliche Sigung der Magistratsmitglieder, die bon dem ältesten Stadtrath, Herrn a ad, einberufen war, fand gestern Mittag im Rathhause statt. Der Bürgermeister Stirschner nahm daran nicht theil. Es liegt, wie die„ Berl. 8tg." schreibt, die Vermuthung nahe, daß die Ünzuträglichkeiten, die sich für die städtische Verwaltung aus dem Ausbleiben der Bestätigung der Oberbürgermeisterwahl ergeben, die Veranlassung zu der Zusammen funft gebildet haben. Ueber die Verhandlungen und ihr Ergebniß wird strenges Stillschweigen beobachtet. Vermißt wird das 18 Jahre alte Dienstmädchen Antonie Drinte, das seit Weihnachten bei dem Staatssekretär des Reichspostamts in Stellung war. Unter dem Vorgeben, ihre Mutter besuchen zu wollen, ging das Mädchen am Sonnabend Abend aus. Da es nicht zurüdfehrte, wurde Nachfrage gehalten und ermittelt, daß es nicht bei der Mutter gewesen ist. Zur weiteren Heiligung des Eigenthums. Das Polizeipräsidium theilt mit: Die Vorstände der Handelsverbände in Hamburg und Berlin haben wie in den vorangegangen Jahren, auch für das Jahr 1899 eine Geldsumme bereit gestellt, um aus derselben demjenigen, welcher im Laufe dieses Jahres eine Beruntreuung oder Unterschlagung an Kaufmannsgütern auf der Schifffahrtsstrecke zwischen Hamburg und Berlin mit dem Erfolge einer rechtsträftigen gerichtlichen Bestrafung des Thäters oder mit dem Erfolge des Schadenersatzes zur Anzeige bringt, eine Belohnung von 50 bis 100 M. zu gewähren. Er Der Lohnausfall im Deutschen Offiziersverein. Unsere geftrige Mittheilung über die merkwürdige Art, wie der Geburtstag des deutschen Kaisers in diesem Institut an den Arbeitern begangen wurde, erregte unter den Leitern des Vereins einige Aufregung. Man hätte gar zu gern die Personen, welche die Geschichte an die Deffentlichkeit gebracht haben, gemaßregelt. Da dies aber seine Schwierigkeiten hat, so versuchte man es mit einer Berichtigung", die uns, mit den Unterschriften von drei Schneidern und drei Sattlern versehen, in der Abendstunde zuging. Diese Zuschrift Tautet: " Der Redaktion theilen wir unter Bezugnahme auf die Mit theilung in der Beilage 1 zu Nr. 27 Jhres Blattes vom 1. Februar Daß die Dummen nicht alle werden, lehrt folgende amtliche dieses Jahres hierdurch ergebenst mit, daß die von Ihnen gebrachte Mittheilung: In verschiedenen Drogenhandlungen werden fo Mittheilung betreffs des Lohnausfalles vom Geburtstage Seiner ,, Prachtstraßen" Projekte schwirren neuerdings vielfach durch Majestät des Kaisers und Königs auf unwahrheit beruht. Wir genannte Volta kreuze zum Preise von 1,25 W. bis 2 M. feil- die Luft. Das neueste ist folgendes: Eine Prachtstraße nach dem haben keinen Lohnausfall erlitten und ersuchen unter Bezugnahme gehalten. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß das Voltakreuz Grunewald soll auf Anregung der betheiligten Gemeinden vom auf§ 11 des Breß- Gesezes Ihre Mittheilung richtig zu stellen. ein lediglich auf Täuschung berechnetes Mittel ist, dem nach dem Nollendorf- Blaze aus angelegt werden. Das Projekt wird damit Namens der Werkstätten des Deutschen Offiziervereins. With. Giese, Urtheil maßgebender Sachverständiger jedwede Heilwirkung abgeht begründet, daß die einzige Verbindung der Reichshauptstadt mit Sattler. Auguft Sechland, Sattler. F. Berg, Schneider. F. Schön und dessen reeller Werth 10 Pf. beträgt. dem Grunewald, der Kurfürstendamm, schon jetzt so überlastet ist, lein, Schneider. Paul Ließ, Sattler. A. Stoller, Schneider." Diebstähle. Das Polizeipräsidium theilt mit: Bei einem fürz- daß die Polizeibehörde wiederholt mit verkehrbeschränkenden VerEs ist vorsichtig von den Unterzeichnern, daß sie nur von fich lich wegen Einbruchs- Diebstahls in Haft genommenen Menschen ist fügungen hat eingreifen müssen. Die neue Brachtstraße soll vom felber reden. Ein starkes Stüd, an dem sie persönlich hoffentlich ein graugrüner Winterüberzieher mit gleichfarbigem Sammettragen Nollendorf- Platze aus direkt nach Hundekehle führen, würde also erdas geringere Maß von Verschuldung trifft, bleibt es aber, daß die und olivgrünem Satinfutter vorgefunden worden, der zweifellos heblich länger werden, als die jezige Verbindung zwischen 300Unterzeichner uns der Unwahrheit zeihen angesichts des nicht weg- aus einem Diebstahl herrührt. Eigenthümer wollen sich in logischem Garten und Halensee. Die hauptsächlich betheiligten Ges zuleugnenden Umstandes, daß die im Offiziersverein beschäftigten den Vormittagsstunden bon 9 bis 1 Uhr im Präsidial- meinden Wilmersdorf und Schmargendorf betreiben die Angelegen Städarbeiter im Unterschied von den Unterzeichnern als gebäude, Eingang Stadtbahn, Zimmer Zimmer 37, melden.-heit angeblich mit Eifer. Arbeitern im Tagelohn noch nicht den Lohn empfangen Im Laufe der letzten 8 Tage, besonders am Kaisersgeburtstage, find haben, den die Geschäftsleitung ihnen für den 27. Januar verschiedenen Taschendieben eine Anzahl Portemonnaies abgenommen fchuldete. Die sechs Arbeiter, denen wir selbstverständlich aus be- worden, zu denen die Eigenthümer bisher nicht haben ermittelt tannten Gründen verzeihen, sollten sich bei ähnlicher Gelegenheit werden können. Behufs Rekognoszirung dieser Portemonnaies Zuchthauskurs in Sachsen. Der Löbtauer Bauarbeiters aber vorsehen in dem, was sie unterschreiben. Die Verwaltung des Strawall" stand am Mittwoch vor dem Schwurgericht Dresden Offiziersvereins jedoch thäte gut daran, den gestern in unserem zur Verhandlung. Die Anklage ist erhoben gegen 11 Bauarbeiter Blatt fundgegebenen Wunsch zu befolgen und die betroffenen wegen Landfriedensbruchs, versuchten Todtschlags, gefährlicher KörperStückarbeiter für den erlittenen Ausfall an Arbeitsverdienst nachverlegung und Vergehens gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung. Der träglich zu entschädigen. der Anklage zu Grunde liegende Vorgang ereignete sich am 6. Juli, eines Mittwochs im vorigen Jahre nach Feierabend auf einem Neubau in Löbtau. Arbeit kommend an einem anderen Bau vorüber, auf welchem Eine Anzahl Banarbeiter gingen von noch gearbeitet,„ lleberstunden" gemacht wurden. Die Borbeigehens Von der elektrischen Hochbahn. Wieder werden zwei moderne Wohnhäuser dem Bau der Hochbahn zum Opfer fallen, das Haus Tempelhofernfer 30, Ede Trebbinerstraße, und das Haus Trebbiner ftraße 4. Die zwischen diesen beiden Häusern liegenden Gebäude, Trebbinerstr. 1 bis 3, sind bereits vom Erdboden verschwunden, so werden Bestohlene ersucht, sich Wochentags Vormittags im Zimmer 97 des Polizei- Dienstgebäudes, Alexanderstr. 3-6, Eingang Stadtbahnfeite, einzufinden. Bei einem Schaukaften- Diebstahl find dem Uhrmacher Bernh. Dähne in der Reichenbergerstr. 17 vergangene Nacht etwa 20 Taschen uhren gestohlen worden. Gerichts- Beifung. den riefen den auf dem Bau Arbeitenden zu, sie sollten doch auch einigen Es tam zu In der Urania wird Herr Oberleutnant Wensky seinen Vortrag über Klondyke am Sonnabend, sowie auch am Sonntag und Montag wiederholen. Fenerbericht. Mittwoch früh lam Stralauerstraße 50 daß die ganze Westseite der kurzen Trebbinerstraße für die Hoch in einer parterre belegenen Tischlerei ein Schadenfeuer aus, das die aufhören und die zehnstündige Arbeitszeit einhalten. bahu freigelegt werden wird. An dieser Stelle soll ein großer Bahnhof der Hochbahn erbaut werden und etwas weiter hin, Bewohner des ersten Stockes gefährdete. Der Inhalt einer Wohnung einmal feuerte der Polier Klemm, der Leiter des Baues nach der Luckenwalderstraße zu, die Ueberbrückung der Potsdamer Gleichfalls in einer Tischlerei und zwar Friedrichstr. 53 war anf die untenstehenden Arbeiter ab, blinde Schüffe wurde fast ganz bernichtet, bebor es gelang, die Flamme zu löschen. ganz unvermittelt einige Schüsse aus einem Revolver Bahn stattfinden. Die Ueberbrückung des Landwehrkanals am Wasserthorbeden wird ebenfalls in der nächsten Zeit vorgenommen zerstörte. Vormittags 10 Uhr hatte Stommandantenstraße 35 beshalb in den Bau und auf den Polier ein, diesen mit Wasserthorbecken wird ebenfalls in der nächsten Zeit vorgenommen kurz darauf ein Brand zu beseitigen, der Hobelspähne und Nuzhol allerdings. Die Arbeiter glaubten sich aber bedroht und drangen der Fußboden Feuer gefangen, während gegen 11 Uhr Stralauer Schirmen und Stöcken so bearbeitend, daß er anscheinend bewußtlos Die Weichen bei den Geleisen der Großen Berliner Straße 50 das Zwischengebält brannte. Am Dienstag wurde Straßenbahn- Gesellschaft. Der Pferdebahukutscher Kathud, dem saiser str. 13 der Inhalt einer Mansardenwohnung und Heilige liegen blieb. Es kam aber, wie es bei solchen Gelegenheiten geht, zum allgemeinen Handgemenge; auch die angreifenden Arbeiter die Schuld an dem traurigen Unglücksfall am Halleschen Thor beigeist straße 15 eine Stifte eingeäschert. Nach Friedenstr. 53 wurden verlegt. Polizei und Staatsanwalt bemächtigten sich des gemessen wird, erklärte bei seiner Vernehmung, daß die Weiche in und Fruchtstr. 8 wurde die Wehr ebenfalls gerufen, doch handelte Falles, gingen aber nicht gegen den provozirenden Ser Königgrägerstraße richtig gestanden habe und durch irgend welche es sich in beiden Fällen um unbedeutende Brände. Revolverhelden, sondern gegen die Arbeiter vor. besondere Umstände, möglicherweise durch die Hufe der Pferde, deren Eisen sich in die Bunge zwängten, umgeworfen worden sei. Eine derartige Möglichkeit ist allerdings nicht von der Hand zu weisen, umsoiveniger, als ähnliche Vorkommnisse schon öfter beobachtet worden sind. werden. Aus den Nachbarorten. Es wurden gegen 30 Verhaftungen vorgenommen. Der Polier fam bei seiner Provokation ganz außerordentlich gelinde davon. Am andern Tage hat er vom Balkon den Arbeitern schon wieder AnAuf die heute in Charlottenburg, Bismardshöhe, Wilmers weisungen ertheilt. Wichtig ist ferner, daß Herr Klemm außer Die Tollwuth- Schutzstation ist gegenwärtig wieder sehr in dorferstraße 39, stattfindende Boltsversammlung machen wir ordentlich zum Schießen geneigt zu sein scheint. Er soll sich öfter auf feinem Bau im Schießen geübt und Anspruch genommen. Zu den Patienten gehört der Kreis- Thierarzt unsere Leser aufmerksam. Wermiten aus Niederholland, der sich bei der Sezirung eines toll- Parteigenoffen Schöneberge! Um allen Schichten der Bes früher einigen Arbeitern schon einmal damit gedroht haben, weil wüthigen Hundes an der Hand verlegt hatte. Ferner find drei völkerung das brutale Benehmen des Herrn Angust her seinen diese sich abfällig darüber äußerten, daß sie am Lohntag ihren Lohn nicht befamen. Personen aus Mittel- Herbisdorf eingeliefert, die von einem wüthenden Arbeitern gegenüber flar zu machen, findet am heutigen Abend von Von den Angeklagten find neun berheirathet und meist Familien Stettenhund gebissen worden sind. Endlich sind noch der Lehrer den bekannten Stellen aus eine zweite Flugblatt- erbäter; acht der Angeklagten sind seit dem Vorgang in UntersuchungsWinkelmann und ein Fräulein hier eingetroffen, die in Fürst- Eilsgut theilung statt. Ein jeder organisirte Arbeiter hat die Pflicht, haft. Die Vertheidigung liegt in den Händen von fünf hiesigen von einem tollwuthverdächtigen Hunde gebissen wurden. dazu zu erscheinen. Der Vertrauensmann. Rechtsanwälten, und des Rechtsanwalts Heine aus Berlin. Die Die Einfuhr von Marktgütern in der Berliner Zentral- Groß- Lichterfelde. Die Arbeiter der hiesigen Gasanstalt ver- Antlage vertreten Oberstaatsantvalt Dr. Bär und ein Assessor. Die Markthalle, soweit sie mittelst der Eisenbahn erfolgte, betrug in der anstalten am 4. Februar einen Ball in Richter's Lotal, verlängerte Vertheidigung, sowie Staatsanwaltschaft machten in ausgiebiger Weise von dem Ablehnungsrecht in Bezug auf die Geschworenen] Gebrauch. Von ersteren wurden z. B. sämmtliche Offiziere a. D. abgelehnt. Unter dem Zuchthauskurs. In Halle sind vorgestern die Handformer Ziepler und Gottschlich zu zwei resp. sechs Monaten Gefängniß verurtheilt worden, weil sie einen Streitbrecher als solchen gescholten und an den Hals gepackt haben. Versammlungen. 39 1 " " Gesangv. Ruderv. " Andreasstr. 26. Zentralverein der Bureau- Angestellten Deutschlands.( Mitglied: schaft Berlin.) Heute Abend 8½ Uhr, bei Schiller, Rosenthalerstraße 57: Bortrag des Herrn Theodor Völker:" Der Vegetarismus in Theorie und Praris". Gäste willkommen. Zentralverband der Konditoren.( Mitgliedschaft Berlin.) Heute Abend 8½ Ubr bei Schiller, Rosenthalerstr. 57: Mitglieder- Versammlung. Wichtige Tagesordnung. Vermischtes. Senefelder II", Brandenburg a. S., Behann, Kl. Gartens Karlstr. 34. " Süd- Weft", Prinzer, Schützenftr. 18/19." Felsenburg", straße 1 a. Scheere, Blumenſtr. 38. Arbeiter- Naucherbund Berlins und der Umgege s. Aenderungen Nach Vernehmung der Personalien der Angeklagten beantragte im Vereinskalender sind zu richten an Hermann Braunschnig, Dresdener: Oberstaatsanwalt Dr. Bär den Ausschluß der Oeffentlichstraße 80, 2. Hof. Donnerstag: Mehr Licht", Weitensee, Sorrer, Straßburgstr. 56." Columbus", Conrad, Kamphaufenstrate 3.-„ Glüh teit bei den Verhandlungen. Diesem Antrag, über welchen eben licht II", Burmann, Liebenwalderstr. 27. Morgengrauen, Brinkmann, falls geheim debattirt wurde, entsprach das Gericht. Elbingerstr. 17. Kamerun", Müller, Weidenweg 97. Glühlicht I" Nicht einmal die Anklage wurde öffentlich verlesen, so daß über -Unverzagt, Lehmann, Einzelheiten nicht berichtet werden kann. Auch die Wertreter Eine Volksversammlung für den zweiten Wahlkreis wurde Neu- Weißensee, Stegemann, Streuftr. 3. Roppenstr. 17. Grüner Hain", Heide, Elbingerstr. 14.- Beronika", der Presse find während der Beweisaufnahme aus geam Dienstag im Friedrichstädtischen Kajino( Martens) abgehalten. Weber, Görligerstr. 33b. Feste Brüber", Nixdorf, Schönteg, Hermann schlossen. Der Besuch war so start, daß der bis in den äußersten Winkel dicht straße 232. Gesangs, Turns und gesellige Vereine. Donnerstag, Gefeliget In einer umfangreichen Anklage wegen betrügerischen gefüllte Saal polizeilich abgesperrt wurde. Reichstags- Abgeordneter Orchesterverein Allegro", Bankrotts, Urkundenfälschung, Betruges 2c. begannen gestern Bebel, bei seinem Erscheinen mit Beifall begrüßt, sprach über Berein„ Unter Uns", Fischer, Beuſſelſtr. 66. Rauchtl.„ Süd- West", Michaelis, Simeon Skatklub die auf mehrere Tage berechneten Verhandlungen vor dem Schwur- unsere wirthschaftlichen und politischen Zustände. Der Redner Richter, Dresdenerstr. 116. Rauchtt. Kernspize", Böhl, Rüdersdorferstr. 8. der sich die Industrie feit straße 13. gerichte des Landgerichts I. Angeklagt find: 1. Der 47 Jahre alte schilderte die günstige Lage, in Unter Uns", Bauer, Eisenbahnstr. 7. Orchesterchor Vorwärts", Rirdorf, Die gegenwärtige Bictoria- Säle, Hermannstr. Stattt. ,, Süd", Krebs, Boechstr. 21. Kaufmann Julius Goldmann, wegen schwerer Urkunden- den Teßten 3 bis 4 Jahren befindet. fälschung mit 4 Jahren Gefängniß vorbestraft, seit dem 29. März v. J. in Periode der Prosperität übertreffe noch bei Weitem den wirth-" Sängerfreis"( Musikinstrumenten- Arbeiter), Raabe, Fichteftr. 29. Untersuchungshaft; 2. der 66 Jahre alte Kaufmann Simon Cohn, schaftlichen Aufschwung am Anfang der siebenziger Jahre. Wie" Vorwärts", Arminhallen, Kommandantenftr. 20. Stattl. ,, Gemütht. Ramsch", Statfl., Grand- Schwarz", Stein, Christburgerstr. 47, seit dem 27. Juli verhaftet; 3. der Buchhalter Gustav Matthias, lange sie noch anhalten werde, wisse man nicht. Die gegenwärtige Jonas, Blumenstr. 21a. Rauchklub Ohne Gesangv.„ Eintracht", Mauß, Schönhauser Allee 139. seit dem 16. April v. Js. in Untersuchungshaft, 4. der Kaufmann Epoche der Prosperität unterscheide sich von früheren besonders Gefangv. Ritterhof", Zubeil, Lindens Heimann Hirschfeld und 5. der Händler Hermann dadurch, daß die Unternehmer der Gegenwart den Werth der forge", Münsberg, Louisenufer 52. Straße 106. Pflanzerv. Veilchen". Nixdorf. Jeden Donnerstag nach dem Brandt. Die beiden ersten Angeklagten werden beschuldigt, als Organisation begriffen haben und dieselbe zu ihrem Nußen an- 15. Elfenſtr. 73. Tanzkl.„ Union", jed. Donnerstag nach dem 1. u. 15. Perles Musikv. Harmonie", Brizerstr. 19. Schachtl.„ Nordstern", Schuldner, die ihre Zahlungen eingestellt, Vermögensstücke beseitigt, wenden. In allen bedeutenden Industrien sehen wir, daß sich Ringe, bergerstr. 23, Berliner Schachverein", Kommandantenstr. 20. Musikv. Handlungsbücher vernichtet, Lieferanten betrogen und Urkunden gefälscht Startelle, Trusts bilden, zu dem Zwed, die Konkurrenz aus der Fennstr. 3. Statil. Karo Sieben", zu haben, Matthias steht unter der Anklage, in 18 Fällen Beihilfe Welt zu schaffen und die Preise hoch zu halten. Solche Unter- Kosad scher Bläserchor", Genz, Kolbergerstr. 2. Gefango. Hoffnung", Friedrichsberg, Frey, geleistet, ferner in Gemeinschaft mit Brandt sich des Betruges nehmerorganisationen sind auch in der Lage, da sie ihre Produktion Kürsten, Koppenstr. 28. Theaterv.„ Edelweiß", Altmann, Neue Hochstr. 49. schuldig gemacht zu haben; Hirschfeld soll durch verschiedene nach dem Absatz regeln können, eine Krise leichter zu ertragen, als Friedrich- Karlstr. 34. Vergnügungsv.„ Glocke", Benharzig, Insterburgerstr. 6. Handlungen Beihilfe zum betrügerischen Banterott geleistet haben. das früher den Einzelunternehmern möglich war. Bebel führte Arbeiter: Turnerbund. Donnerstag: Turno. Fichte", Berlin, Die Angeklagten haben sich nach der Anklageschrift Waaren auf weiter ans, daß die Unternehmer ihre wirthschaftlichen Organi abbs. von 8-10 Uhr: 7. Männer- Abth., Reichenbergerstr. 131; 2. DamenKredit zu verschaffen gewußt und sie dann verschleudert. Goldmann fationen zur Unterdrückung der Arbeiter benutzen, was ja auch in Abtheilung, Aderstr. 67; 7. Lehrlings- Abth., Wasserthorstr. 31. Arbeiter Radfahrerverein Berlin. Monatsversammlungen: Bes verzog sich bald nach London, von wo er später ausgeliefert großen Privatbetrieben von Einzelnen geschehe, wie bei den Herren Bezirk II", jeden wurde; als die Unternehmungen der Angeklagten zusammen- Stumm, Krupp, Heyl, ja man brauche garnicht in die Ferne schweifen, denn zirt I", jeden 1. Donnerstag, Wilke, Andreasstr. 26. " Bezirk III", jeden 3. Donnerstag, brachen, mußte die Konturseröffnung wegen Mangels an Masse ab- das Böse liegt so nahe. Haben wir es doch selbst in Berlin erlebt, 2. Donnerstag, Raabe, Kolbergerstr. 23. gelehnt werden. Die Angeklagten bestreiten ihre Schuld, namentlich daß Herr Scherl, der Befizer des Lokal- Anzeigers" feinen Arbeitern Ewald, Schönleinstr. 6. Hauptversammlung, jeden 4. Donnerstag, Wilte, behaupten Goldmann und Cohn, daß die Anklage vielfach von falschen das Koalitionsrecht nimmt. Kann man sich eine größere Brutalität Voraussetzungen ausgehe und sie feineswegs ihre Gläubiger wissentlich be- denken, als wenn ein Unternehmer seinen Arbeitern sagt: Ihr dürft nachtheiligt hätten. Da es sich um sehr verwickelte Verhältnisse der und der Organisation nicht angehören und Ihr dürft Euch ohne handelt, hat der Vorsitzende jedem der Geschworenen die Schuld- meine Einwilligung nicht versammeln. Wenn das möglich ist in Berlin fragen, die sich in 91 Hauptfragen und 60 Nebenfragen und gegenüber einer so alten und gut fundirten Organisation wie die gliedern, in Abschrift überreichen lassen. Die Zahl der vorgeladenen der Buchdruder, was mag dann alles erst in der Provinz geschehen. Zeugen beträgt 80, die Verhandlung wird voraussichtlich vier Tage Der Redner wies darauf hin, daß, während die Unternehmer in den dauern. Wir werden das Urtheil seinerzeit mittheilen. letzten Jahren im Ueberfluß schwelgen, die Arbeiter von der Prosperität außer reichlicherer Arbeitsgelegenheit feinen nennenswerthen Wegen Vergehend gegen dasNahrungsmittel- und dasmargarine- Vortheil gehabt haben. Im weiteren Berlauf seiner Rede beleuchtete gesetz war der Butterhändler Ernst Demmert vom Schöffengericht zu Redner die Unzulänglichkeit unserer Sozialreform, er erinnerte an Infolge einer Kohlenoxydgas. Vergiftung ist das Brau 500 Mark Geldstrafe verurtheilt worden. Bei einer aus 5 Butter- die drohende Beschränkung des Koalitionsrechts, des Wahlrechts, sowie personal der Friedländer'schen Schloßbrauerei zu Oppeln schwer fässern des Angeklagten entnommenen Probe hatte sich herausgestellt, an die Staatsstreichgelüfte, die unmöglich wären, wenn wir ein freies verunglückt. Der Geselle Johann Krum und der Lehrling daß in drei Faffern die Butter mit Margarine vermischt war. Gegen Volt wären, welches sich selbst regiert und erforderlichenfalls Schramet sind bereits gestorben, sechs Personen schweben in ernster das schöffengerichtliche Erkenntniß hatte der Staatsanwalt die Be- auch selbst vertheidigt. Dann besprach der Redner ein Lebensgefahr, rufung eingelegt und beantragte gestern vor der Straftammer neben gehend die ungeheuere Entwickelung des Militarismus und Aus Föln berichtet man: Ein im Vororte Sülz wohnendes der Geldstrafe auch noch eine Gefängnißstrafe von 14 Tagen aus- Marinismus, die allmälig einen Zustand herbeigeführt habe, daß die zusprechen. Der Gerichtshof hielt auch eine Erhöhung der Strafe Niesenarmeen der Gegenwart, ousgerüstet mit den verheerendsten Ehepaar fand Nachts bei der Rückkehr vom Maskenballe fein kleines für geboten, sah aber von einer Gefängnißftrafe ab und verhängte Waffen, gar nicht in Attion treten tonnen, ohne daß eine fürchter- aufsichtslos zurückgelassenes Kind blutüberströmt im Bette vor. über den Angeklagten eine Geldstrafe von 1000 Mart. liche Statastrophe herbeigeführt werde. Es wird Zeit so schloß während der Nachtstunden hatte ein im Käfige befindliches Frettchen Gleichzeitig wurde eine Veröffentlichung des Urtheils verfügt. der Redner seinen zweistündigen, mit großem Beifall aufgenommenen sich herausgeschlichen, dem Kinde das Gesichtchen, beide Wangen und Vortrag daß das Volk dahin arbeitet, daß solche der Menschheit die Nase start angefressen, sowie einen Finger vollständig abgenagt. Einem ungeheuerlichen Zufall will der Briefträger Fiedler, unwürdige Zustände ein für allemal ein Ende nehmen. Zur Die Aerzte haben wenig Hoffnung auf Erhaltung des Lebens. der gestern wegen Amtsunterschlagung vor der I. Straffammer des Diskussion meldete sich niemand. Der Vorsitzende schloß die Der ruffische Student Erich von Samson, der das Attentat Landgerichts I stand, zum Opfer gefallen sein. Der feit einer langen imposante Versammlung mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie. auf den Rechtsanwalt Franden in Aachen verübt und sich dann selbst Reihe von Jahren im Poststienste stehende Angeklagte, der von seinen Vorgesezten ein nicht ungünstiges Zeugniß erhält, ist im Bostamt 7 Tie Droschkentutscher hielten am Dienstag eine öffentliche erschossen hat, war( nach einer Bekundung seines Anwalts) nicht angestellt gewesen und hat namentlich auch die Postbestellungen in der Bersammlung bei Zubeil, Lindenstraße, ab, in der Schult über nur erblich belastet, er war auch vom Juni 1896 bis April 1897 Bauhofstraße, am Hegelplatz zc. auszuführen. Eines Tages war beim„ die Erfolge der Lohnbewegung der Kutscher und deren weiteres in der Nervenanstalt des Dr. Tiling in Riga; auf Grund eines Bostante Beschwerde darüber eingelaufen, daß ein mit 3 Koupons Berhalten" referirte. Nachdem Redner auf die Ursachen der Be Gutachens des genannten Arztes ist gegen ihn durch Beschluß der ein Verfahren wegen Mordversuchs niedergeschlagen worden. Auch beschwerter, undeklarirter Brief, dessen Bestellung in die Tour des wegung erwiesen, giebt er der Meinung Ausdruck, daß man mit dem Straffammer zu Frankenthal in der Rheinpfalz im Jahre 1896 Angeklagten gefallen wäre, nicht an seine Adreſſe gelangt war. Die Erfolg der Bewegung nur zufrieden sein könne; trotzdem aber möge sonst war Gamson wiederholt mit dem Strafgeset in Konflikt geangestellten Nachforschungen ergaben, daß einer der abhanden ge- niemand glauben, daß der Streik endgiltig erledigt jei er nimmt Iommenen Koupons im Betrage von 8,75 M, durch den Angeklagten gewissermaßen noch an Ausdehnung zu, indem in letzter Zeit den tommen. Eine Gefängnißftrafe von 67 Tagen ist ihm im Gnadenbei dem Bankhause Rothschild, bei dem die Forderungen er täglich Brief- hartnädigsten Fuhrunternehmern Wofür die englischen Offiziere nicht verantwortlich sind. bestellungen auszurichten hatte, eingewechselt worden war. Energischste unterbreitet wurden, nachdem es gelungen, den Bei seiner ersten Vernehmung durch den Postkassirer bestritt famosen Ring" der Herren zu sprengen. Das augenblick- Jedes Jahr, am dritten Dienstag des Januar, kann man in den der Angeklagte zunächst, etwas von dem Koupon zu wissen, liche Verhalten der Fuhrherren gebe jedoch nach gewissen englischen Kasernen eine eigenartige Beremonie beobachten. Gegen dann aber erinnerte er sich, daß ihm eines Tages ein ihm Richtungen hin zu denken; schon das Bemühen, nun eine Mittag begiebt sich ein Hauptmann vor das Thor einer jeden Kaserne, unbekannter junger Mann auf der Straße die Bitte unterbreitet 3wangsinnung*) für Berlin zu gründen, zeigt, daß man alle Unter- von Trommlern und Trompetern begleitet, die so lange trommeln habe, ihm den Koupon in dem Bankgeschäft, wo er doch bekannt nehmer unter einen Hut zu bringen sucht, um so geschlossen und ge- und blasen, bis eine große Volksmenge versammelt ist. Dann ber sei, einzuwechseln. Er habe dies auch gethan und ein kleines stärkt gegen die Arbeiter bei passender Gelegenheit vorzugehen. Um liest der Hauptmann eine von dem kommandirenden General des Trinkgeld dafür erhalten. Weiter will der Angeklagte von dem Schlusse ersucht Redner, die Arbeiterschaft in ihrem Kampfe gegen Bezirks unterzeichnete Benachrichtigung, laut welcher die Offiziere Koupon nichts wissen. Eine bei ihm abgehaltene Haussuchung den Lokal- Anzeiger" thatkräftig zu unterstüßen. In der Diskussion nicht verantwortlich sind für die von den Unteroffizieren und förderte Belastendes nicht zu Tage, der Angeklagte wurde aber in wird die Mittheilung gemacht, daß der Fuhrherr Thien, Schiffbauer Soldaten gemachten Schulden. Das Volk wird aufgefordert, dem 15 an der Zahl gemeinen Soldaten nicht mehr zu borgen, als er von seinem Solde Haft genommen und während seiner Haft wurden die beiden Damm 11, am Dienstag seinen Kutschern noch fehlenden Koupons in zwei anderen Bankgeschäften habe eröffnen lassen, daß er die gestellten Forderungen bewillige, bezahlen kann. Diese alte Sitte ist auch in diesem Jahre in allen eingewechselt. Der Angeklagte blieb gestern dabei, daß er unter jedoch sollte der„ Rädelsführer" entlassen werden, was jedoch später Kasernen Englands wiederholt worden. keinen Umständen den abhanden gekommenen Brief zur Bestellung zurückgezogen wurde, nachdem alle Kutscher ihr Solidaritätsgefühl erhalten habe; dieser müsse vielmehr in die Hände eines Unbekannten zum Ausdruck gebracht hatten. gefallen sein, der genau gewußt habe, daß ihm eigentlich die BeDie Parkettbodenleger hielten am 24. Januar eine stark be stellung oblag und der junge Mann müsse planmäßig gerade ihn fuchte Versammlung ab, in der Genosse Obst in einem beifällig zum Einwechseln des Koupons benutzt haben, um den Verdacht aufgenommenen Vortrag über den Kampf der Arbeiter um das desto leichter auf ihn fallen zu lassen. Der Gerichtshof Koalitionsrecht und die Zuchthausvorlage sprach. Der Vortragende glaubte dieser Kombination, namentlich auch dem Gedanken, führte den Anwesenden treffend den Nugen der Organisation vor daß der Dieb gerade auf den Angeklagten gestoßen sein sollte, nicht Augen und ließen sich nach dem Vortrag mehrere Personen in den zu folgen; er glaubte nach der ganzen Sachlage, daß mur der An- Holzarbeiter- Verband aufnehmen. geklagte den Brief unterschlagen haben könne und verurtheilte ihn auf das wege erlassen worden. zu 4 Monaten Gefängniß und zweijähriger Unfähigkeit zur kollegen AI Imann. Redner sprach in eingehender Weise über die Bekleidung öffentlicher Aemter. " Die Bäcker hörten am 24. Januar einen Vortrag ihres BerufsLage der Bäckerei- Arbeiter und begründete im Einzelnen die Forderungen, welche die Bäckergesellen an die Unternehmer gestellt haben. Zum Schluß wurde den Bersammlungstheilnehmern empfohlen, den„ Lotal- Anzeiger" abzubestellen. plaz 2. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und Freitags abends von 7% bis 8 1hr abgehalten. J. 1. 1. Ja! aber nur sehr schwer. 2. An das Heuerbureau Bremerhaven. Im allgemeinen ist abzurathen, da Scheuerfrauendienst und wenig zu lernen. O. J. Hoffm. Toussaint Langenscheidt ist als eine gute Methode bekannt. Wegen eines Lehrers wenden Sie sich an eine höhere Schule( Gymnasium 2c.). reservisten bei den Maikäfern können wir leider nicht beantworten Charlottenburg. Ihre Anfrage betreffs Ausbildung von ErsatzBech 111. Auf die Beantwortung von Spielfragen können wir uns nicht einlassen. E. P. Selbstverständlich darf der genaue stenographische Bericht" der Reichtagsverhandlungen veröffentlicht werden. Reichstag. 1. Die Giltigkeit der Wahl im 2. Berliner Wahlkreis steht auf der Tagesordnung der Wahlprüfungs- Kommission für Freitag dieser Woche. Ob die Angelegenheit an diesem Tage bereits verhandelt werden wird, ist nicht sicher. 2. Daß Abg. Bassermann in den Ruhestand treten will, ist uns nicht bekannt. 3. Durch Antwort unter 2. erledigt. 4. und 5. Hierüber ist genaues nicht zu erfahren. Durch Verbreiten von Flugblättern an Sonntagen sollten sich mehrere Parteigenossen aus dem Wahlkreise Landsberg- Soldin strafbar gemacht haben; sie waren deshalb auf grund der neuen Sonntagsruhe- Ordmmg, die öffentlich bemerkbare Arbeiten" an Lefe: und Diskutirklubs. Donnerstag. Neue Beit", Gießel, Sonntagen verbietet, von den Schöffengerichten in Berlinchen, Boyenstr. 40.„ Süd- Ost", Tolksdorf, Sorauer und Görligerstraßen- Ecke. Soldin und Landsberg a. W. zu Geldstrafen verurtheilt worden. Klub der Freunde", Burghause, Buttbuserstr. 32. Sozialist. Lese- und Einige der Anklagen beschäftigten bereits einmal das Landgericht Diskutirkl.", Reichenbergerstr. 157. August Geib", Streit, Naunynstr. 87. und das Kammergericht. Während das Landgericht die Thätigkeit„ Ost", Schumann, Tilsiterstr. 85( jeden Donnerstag vor dem 1. und 15.). O. S. 3. Nein. G. 2. 48. Die Kündigung ist giltig. W. V. 78, der Angeklagten nicht für eine Arbeit erachtete und Morgenroth", Wilte, Liebenwalderstr. 43( jeden Donnerstag nach dem 1. „ Brüderlichkeit", Haseloff, Landsbergerstr. 8( jeden Donnerstag Das Mädchen kann sofort flagen. C. K. Amtsgericht I., Neue Friedrichs deshalb auf Freisprechung erkannte, verlangte das Kammergericht noch und 15.). " Friedrich Engels II", Thäder, Görligerstr. 40. straße. Ganz geringe Kosten. E. K. 100. Sier unbekannt. D. L. Nein, eine nähere Prüfung des Sachverhalts und verwies die Sachen nach dem 1. und 15.). Gleiches Recht", Lange, Reichenbergerstr. 83. Freies Wort", jeden A. B. 1. Kommt auf die Statuten der betreffenden Sparkasse an. nochmals an das Landgericht. Dabei stellte das Kammergericht Donnerstag nach' dent 1. u. 15. im Monat, Urban, Friedrichsbergerstr. 11. 2. Der Vater fann das Kind verlangen. Sie haben das Besuchsrecht. 2. 100. Ja. folgende Grundsäge auf: Als öffentlich bemerkbare Arbeit im Sinne" Emanzipation", Spät, Weinstr. 28. 3. G. 97. 1. Acht Jahre lang. 2. Ja. 4. Lade: 2. M. Nur die wirklichen Versäumnißfosten dürfen bes der Polizeiverordnung stellten sich solche von Menschen ausgeführte Arbeiter- Sängerbund Berlins und der Umgegend. Vorf.: Ad. Neu- burg. Nein. 2. 100. Naunynstraße. Nein. Thätigkeiten dar, welche durch die Art, wie sie von der Oeffentlichkeit mann, Brunnenstr. 150. Alle Aenderungen im Vereinskalender find zu ansprucht werden und Fahrgeld. 1. Justizminister. 2. Sofort. 3. Vater und Vormund. in die äußere Erscheinung träten, einerseits geeignet wären, die richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 50, v. 2 Tr. Donnerstag. W. K. 100. 4. Landgericht. 2. P. Ja. T. J. 4. Dazu ist der Wirth nicht Aufmerksamkeit des Publikums zu erregen, andererseits aber zugleich abends 9-11 Uhr: Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. „ Rienzi", Schecht, Lausitzer: berechtigt. Bertha. Wenn der Verstorbene in Berlin gewohnt hat, auch das religiöse Gefühl derer, die sie wahrnähmen, zu verlegen und" St. Urban", Pros, Annenſtr. 9. " Borwärts II", Neumann, Brunnenstr. 150. Süd- Ost I", die Geschwister. R. F. 100. 1. Sie haben ihm das Geld zu überbringen. damit die Feiertagsstimmung in ihrer Allgemeinheit zu stören.... Becker, Köpnickerstr. 191.„ Frühlingsluft", Berner, Bülowstr. 59. 2. Sofort Klage zulässig. 3. Sie haften für die ganze Dauer des Vertrages. Das bloße Beisichführen der Flugblätter sei hierzu freilich nicht ge- Boray", Scholz, Naunynstr. 6." Flöter'scher Gesangv.", Wiedemann, Dresden. 1. Nein. 2. Ja. J. B. Reichs- Invaliditätsanstalt, Gustav Klosterstraße, Berlin. W. K. 35. Ja.-F. S. 4. Nein. nügend, wohl aber, wenn das Austragen derselben mit Ausrufen, Friedenstr. 67. Gesangv. Berliner Kürschner", Feindt, Weinstr. 11. Liedeßluft I", Schulze. Kreisgericht Verlin. M. 35. 1. Nein. 2. Nein. E. L., Anpreisen oder Vorzeigen verbunden gewesen wäre, desgleichen, Einigkeit III", Gr- Lichterfelde, Pagel, Chauffeeftr. 104. wenn sie auf öffentlichen Straßen von Hand zu Hand vertheilt Fürstenwalde a. d. Spree, Schloßfellerei. Morgenroth IV", Köpenid, Schulz, Nieder Schönhausen. 1. Nein. 2. Nach dem geltenden Recht hat der Butunft III", Welten 1, b. M. Gntnow, Wilhelmi ann an dem Bermögen der Grau Berwaltung und Nießbrauch, 9. Stein worden seien, nicht aber, wenn die Angeklagten blos in die Schönerlinderstr. 9. O. G., Charlottenburg. 1. Ja. Aber H. F. 27. Nein. straße 19." Fröhlich", Rummelsburg, Schröter, Mozartstr. 7.Bineta", 4. Nein. Häufer eingetreten seien und die Blätter innerhalb derselben ver- Schmidt, Swinemünderftr. 65. Alpenröslein", Hilgenfeld, Bergstr. 60 das Vormundschaftsgericht fann anordnen, wenn es dem Kinde nachtheilig theilt hätten. Alpenrose", Kunze, Forsterstr. 22. Sangesluft I", Reimann, Buttbu.fer ist, daß das Kind bei der Mutter bleibt. 2. und 3. Ja. 4. Angemessene Am 30. Januar stand wiederum Termin vor dem Landgericht straße 30.- Deutsche Eiche II", Brandenburg a. S., Winter's Salon, Hauptstraße. Kleidung. 5. Dann braucht er nicht weiter zu zahlen. 3. 3. 70 000 m. in Landsberg a. 2. an, und es wurden die vom Kammergericht" Freiheit III", Neu- Weißensee, Königchaussee 38. ,, Loreley", Hemmerling, Witterungsübersicht vom 1. Februar 1899, Morgens 8 Uhr. Sangestreue", Brandenburg a. H., Wollenweberstr. 3. zurückverwiesenen Sachen zusammen mit den anderen verhandelt, Grünthalerstr. 3-4. Kornblume", Gold, Gr. Frankfurterstr. 133. Sängerhort", Liebehenschel, in denen das Verfahren einstweilen ausgesetzt worden war. Den Mariannenstr. 48." Liebes: Echo", Drathschmidt, Stalizerstr. 102. Angeklagten stand Rechtsanwalt eine aus Berlin, der sie auch schon früher vertheidigt hatte, zur Seite. Das Landgericht konnte Oberon", Gründer, Köpniderftr. 100.- Sorgenfrei", Möhring, Admiralstr. 18c. Morgengrauen"( Bäcker), Neumann, Brunnenstr. 150( nachm. 4-6 Uhr). bei keinem der Angeklagten finden, daß er gegen die vom KammerSüd- Ost II", Ludwig, Wrangelstr. 86. Möbelpolirer", Kautsch, Frucht gericht aufgestellten Grundsäge verstoßen habe und sprach alle ftraße 61." Fortschritt", Peutert, Köpnickerstr. 38. Vereinigte Sänger", frei. Wilmersdorf, Volksgarten, Berlinerftr. 40. Gerstenähre", Sommer, GrünWaldfapelle", Krüger, Seydelftr. 30. Vorwärts IX.", Char: Swinembe. 747 SW 2wolkig-2 Haparanda 757 NNW 2woltent- 24 Die Genoffen werden es nicht schier finden, bei der Verbreitung ftraße 21.Liederlust II", Rempfer, Hamburg -0 Petersburg von Flugblättern schädliches und unnöthiges Aufsehen zu vermeiden. lottenburg, Bismarckshöhe, Wilmersdorferstr. 39. Berlin 748 Still -2 Cort 750 OSO 3bedeckt Oranienburger Borstadt", Dieke, Aderstr. 123. Wiesbaden 748 SO -0. Aberdeen 751 NA 5 wolfig Tragen fie die Blätter in nicht zu großen Packeten zusammengefnifft Moabit, Beuſſelſtr. 25. München 748 SW -4 Paris 751 NNO 1 bedeckt in einer inneren Tasche, nehmen sie auf der Straße teine Blätter Arbeiter- Gesangverein Freiheit III", Bernau, Elysium, Berliner Thor. Sängerlust" Werder a. S., „ Steinnelfe", Sachs, Lindowerstr. 26. heraus, sondern mur in den Häusern und immer nur soviel auf Martin, Kugelweg 58. 749 SSO 2bedeckt Hoffnung II", Friedrichsberg, Böter, Friedrich einmal, als sie im Hause wirklich bertheilen, und hüten sie sich, auf Wetter Prognose für Mittwoch, den 2. Februar 1899. der Straße Blätter wegzugeben, so darf sie tein Mensch bei*) Eine Zwangsinnung für den Fuhrwerksbetrieb ist nach der Ruhig, borwiegend nebelig oder wolkig mit leichten Schneefällen und Gewerbeordnung unzulässig. gelindem Frost. Berliner Wetterbureau. ihrer nüglichen Thätigkeit stören. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Tb. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. " " "' " " 21 1 Stationen Wetter Stationen 747 WSW 3bedeckt Mebel 2 bedeckt 3Schnee Wien stand mm Winds richtung Windstärke Wetter Temp. n. C. 15°.= 4°. Nr. 28. 16. Jahrgang. Jahrgang. 2. Beilage 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 2. Jebruar 1899. Das Arbeitersekretariat in Nürnberg. Renten balidenrente Mißstände im Baugewerbe. fallendem Material oder anderen Gegenständen. Dort im Ausbau Gewerkschaftliches. 3 2. Die rothe Brots Am Sonntag tagte in Nürnberg eine Versammlung, in der Für die Weber in Krefeld gingen bei der Berliner Gewerks Genosse Segi den Jahresbericht der Sekretäre erstattete. Aus An die Bauhandwerker Berlins und der Umgegend! schafts- Kommission folgende Beiträge ein: dem Bericht geht hervor, daß dem Institut sich im fortgesett Unsere Berufsgenossen haben in den letzten Jahren ganz erheb Lapezirer der Firma A. Schäfer, Oranienstraße 5,-. Firma Knopffabrit Manasse, steigenden Maße die Aufmerksamkeit und das Vertrauen nicht allein liche Anstrengungen zur Verbesserung ihrer Lage gemacht. Im Krüger, Michaelkirchplatz, Saal III 4,30. der Arbeiterschaft, sondern auch der ganzen Nürnberger Bevölkerung Algemeinen ist im Baugewerbe eine Bresche gelegt für die Ver- Wallstraße 7,65. Former, Wasserthorstr. 8, 3, Kollegen der Pianozuwendet, was sowohl die Personenfrequenz als auch die allgemeinen fürzung der Arbeitszeit; die größten Berufe arbeiten heute nur noch fortefabrit Lehmann u. Ko. 10,-. Tischlerei Krausenstr. 31 7,10. Geschäftsleistungen beweisen. Nicht weniger als 13 938 Personen 9 Stunden pro Tag, ebenfans ist ein Ausgleich durch eine ent- Tischlerei Hilsenbed u. Kroll, Königsbergerstraße, 1. Rate 29, von Holzwürmer Siemens 11. Halste B. haben im vergangenen Jahr das Sekretariat in Anspruch genommen. sprechende Erhöhung des Stundenlohnes durchgeführt worden. Das Mehrere Von 50 S. 12,55. „ Solidarität“ Das ist 20 pet. mehr als im Vorjahre. Tanzlehrer Verein wäre die materielle Seite unserer Bewegung; aber neben dieser 6,0. MöbelSeine Hauptthätigkeit entfaltete das Sekretariat auf dem Gebiete haben wir noch das hohe Biel, Abschaffung der Mißstände im Bau- tischlerei B. G., Plögensee, mit Ausnahme eines Fraisers 9,15. 12,- Buchdruckerei von Maurer u. Dimmid 14, der Sozialgesetzgebung, wobei die Beobachtung gemacht wurde, daß gewerbe zu erstreben. In dieser Hinsicht ist leider bis heute noch Mitglieder des Verbandes deutscher Buchdruder im„ Borwärts" 30,-. die Unfallversicherung den Arbeitern in immer verstärktem wenig zu unseren Gunsten erreicht worden. Es liegt dies Maße Anlaß zu Beschwerden giebt wegen der rücksichtslosen Be an der Eigenartigkeit des Gewerbes. Wir haben keine festen Bentralisirte Maurer in Stegliz 50,- Lithographen und Steins. Tischlerei Eberhardt, Michaelkirchstr., 16,05. Verband der Stuckahandlung der Verletzten durch die Berufsgenossenschaften, willkürliche Wertstätten, sondern gehen von Baustelle zu Baustelle. Wollte man brucker der Firma Aberle u. Co. 15,50. Affenbrüder, Möckernstr., 7,-. Kürzung der Renten u. f. tv. Es besteht das Bestreben, die kleinen auf den einzelnen Bauten in Form von Aufstellung einer Forderung teure, Filiale Berlin, 100,-. Interessenverein der Produktenhändler überhaupt abzuschaffen, und dieses Bestreben wird die Mißstände beseitigen, so würde dieser Kampf ein unendlicher teure, Filiale Berlin, 100, Interessenverein der Produktenhändler bonden Aerzten nach Kräften unterstützt. Berlegte können sein. Kaum haben wir auf dem einen Bau die gröbsten Mißstände Berlins 11,50. Die Hälfte der Tellersammlung vom 22. 1. 99 bei Steller selbst gegen entsprechende Bezahlungen tein Gutachten er- beseitigt, so geht derselbe seiner Vollendung entgegen und wir fangen 60, Morgenpost 4,05. Berliner Zeitung 6,40. Verband deutscher langen. Die Art und Weise, wie die Aerzte mit den Verlegten um- auf dem nächsten Bau denselben Kampf von neuem an. Nun finden Buchdrucker durch Ef. 1000,-. Tapezirer der Firma Eberhardt mit gehen, ist geradezu empörend; es hat deshalb eine Konferenz der wir gerade im Baugewerbe die meisten, und man kann wohl jagen, Ausnahme von 4 Kollegen 8,-. Tischlerei v. Schaub u. Franz 21,10. Krankenvorstände mit dem ärztlichen Verein stattgefunden, der ver- geradezu erschreckende Mißstände. Da fehlt es an der nothwendigen Personal Janiszewski u. Quitt 5,- Tischlerei Sauer, Manteuffelsprach, die, Beschwerden zu prüfen. In derselben Richtung bewegten Rüstung, die Abdeckungen derfelben, der Lauf- und die Leitergänge find ſtraße, 1. Rate 6,65. Drechsler A., Manteuffelstraße, gemüthliches fich die Klagen über Einweisung in die Heilanstalten, die ganz primitiver Natur, wenn sie nicht ganz fehlen. Dort sehen wir den Beisammensein( darunter 3, Arzthonorar) 10,-. Friedrichsberger Müzenfabrik sogenannten Rentenquetschen, die nur den Zwed haben, die Klempner oder Dachdecker in schwindelnder Höhe sein Lagewerk voll- Geburtstagsfeier 1,75. 5 Biseleure von F. 10, Verlegten mürbe zu machen. In der Nürnberger Heil- führen, ohne auch nur im Geringsten gegen den Herabsturz gesichert G. H. Hoffmann 28,60. Tischlerei Joneleit u. Pfaff, Gewerbehof, anstalt wird hauptsächlich über mangelhafte Beköstigung getlagt. zu sein. Hier arbeitet der Maurer oder Zimmermann über einer Strautstraße, 10, Tischlerei Barofeti- Hartmann 11,50. Gesang National Zeitung"( Werk und Bezüglich der Unfallverhütung machte das Sekretariat die Deffnung, die unter ihm der Bauarbeiter mit seiner Last passiren verein Liedesfreiheit II" 10,-. Rollmopsklub Pfiff" 5,-. Stockfabrik von Beobachtung, daß auf diesem Gebiete außerordentlich wenig ge- muß; kein schüßendes Dach bewahrt den unten Laufenden vor herab- Beitung) 17,70. Goldbach 10,-. Werkstatt Schmidt u. Co., Stallschreiberschicht. Das Sekretariat kam zu der Ueberzeugung, daß eine Reform Arbeiter und Arbeiterinnen der Blechplakats der Unfallgesetzgebung unbedingt nothwendig ist. Bezüglich der Invaliditäts- und Altersversiche Gesundheit gefahrvollen Luftzug oder trok polizeilichen Verbots bei Fabrik Otto Luke 13,50. ist der Töpfer und Stuckateur gezwungen, bei einem für Leben und Straße 18, 3, Luruspapier Fabrik Heimann u. Co. rung fommen nicht so häufige Klagen, da das Nürnberger amtliche offenen Stoatstörben zu arbeiten. Und wie steht es erst in fanitärer 9,50. Tischlerei A. Schulz, Elisabeth- Ufer 5,25. Buchdruderei Krebs Bureau in dieser Beziehung seine Schuldigkeit thut, nur find die und fittlicher Beziehung auf den Bauten? Die Kontrollen ber 1. Rate 4, Tischfabrik Geelhaar, Rüdersdorferstraße 7,-. Gießerei Beschwerden wegen Einbehaltung der Karten sehr häufig, welcher Maurer 1897 und im vergangenen Jahre haben bewiesen, daß auf Engel u. Hegewald 7,- Buchdruckerei D. Drewitz 5,65. Schuth Uebelstand um so schlimmer ist, da das Nürnberger Gewerbegericht einen großen Theil der Bauten die Aborte in standalösem Zustande fabrit Jacobi, Brunnenstraße 6,70. Silbermann, Metallarbeiter 25, sich in diesen Sachen für unzuständig erklärt und deshalb beim find. Sie sind theils so dicht an der Baubude, daß es den Arbeitern sehr Möbelfabrik von Equiz 3. Rate 11,75. Pianofabrit von H. Schulz Amtsgericht geklagt werden muß. Außerordentlich groß ist auch die oft unmöglich ist, in letzteren ihr färgliches Mahl einzunehmen. Wan 12,- Geburtstagsfeier bei Olson 3,- Arbeiter Koſchte u. Sto., Defraudation der Marken, namentlich im Baugewerbe; findet heute ja auf den Nohbauten meist immer noch eine Baubude Charlottenburg, Gutenbergstraße 17,- Buchdruckerei Hempel u. Sto. die Marken sollten deshalb nicht durch einen einfachen Strich, sondern aber wie sieht sie aus? Bu klein, ohne Fußboden, defektes Dach, 2. Nate 24,20. Christoph Heim u. Sohn, Schuhfabrik, Reichendurch Einsetzung des Datums entwerthet werden. Der größte durchsichtige Seitenwände, ohne Licht von außen, ohne Tisch und bergerstraße, 10,- Herr Griefert 4,50. Mangel ist, außer der färglichen Rente, der Umstand, daß die In- Bänke, überall andere und größere Mängel. Wie steht es nun aber frau Sch. 3, Holz- und Bretterträger Berlins d. C. 20,-. Laciver erst nach einjähriger Krankheit gewährt wird. mit den Buden in den inneren Bauten? In den seltensten Fällen von Menzenhauer und Ko. 3,45. Theodor Schneider, Schlosser außer Der neue Entwurf bringt auch in dieser Beziehung keine genügende findet man hier einen abgegrenzten, zu diesem Zwede eingerichteten Diensten 1, Arbeiter- Sängerbund d. K. 200,-. Dr. C. Freuden Raum. Die Kleider der betreffenden Arbeiter hängen überall umher. berg, für ein Referat bei den Schneidern 6,-. Männer- GefangDie Krankenversicherung betreffend wurde das Sefre- Wie oft hört man nicht, daß Kleider oder Stiefel gestohlen find. verein Edelweiß I" 10,-. Tischlerei Stein, 3. Rate 6,20. Küchentariat viel mit Beschwerden von Arbeitern beschäftigt, die von den Bollen sich unsere Brüder in den Bauſen nicht im sugigen möbelfabrik Schwarzer 3,- Grausprenkelchen und noch ein altes Unternehmern abgemeldet wurden, wenn sie wegen Krankheit von Bau aushalten, so sind sie gezwungen, in Kneipen zu ver- Huhn 6, Tischlerei v. Often, Brunnenstr., 5, Holzarbeiterder Arbeit wegblieben, ohne sich sofort frank zu melden. lehren, ihre Ausgaben und so gegen ihren Willen das Haus verband, Bahlstelle Weißenfee 50,- Verband der Vergolder, Filiale: Berlin 100,- Arbeiter und Arbeiterinnen der Buchbinderei Die 59 an den Fabrikinspektor übermittelten Beschwerden haltungsbudget der Familie zu erhöhen. Ebenso geht es den Stein M. Bading 10,-. Statffub" Gemüthlichkeit II" 15, Verband der bilden eines der traurigsten Kapitel des Berichtes. Ueber die Er setzern. ledigung der Beschwerden, sowie über die ganze Gewerbe- Aufsicht Dies sind die gröbsten Mißstände im Baugewerbe. Wie ist nun Gold- und Silberarbeiter, Berlin, d. Br. 100,- Spielverein Hoffwurde beim Sekretariat lebhaft Klage geführt. Der Besuch der diesem abzuhelfen? Wir haben oben geschen, daß wir trok rühriger nung 2,70. Buchdruckerei Gebr. 1. 10,50. Dr. Leo Arons 50, Betriebe durch den Fabrikinspektor erfolgt nur in Begleitung des Agitation bis heute eine Aenderung nicht herbeiführen konnten. Das Arbeiter- Gesangverein" Freiheit III" in Weißensee 10,- Verein Unternehmers, so daß Arbeiter keine Beschwerden anbringen können. einzige wirksame Mittel, diese Schäden zu beseitigen, kann nur ein der Wäsche und Kravattenbranche d. St. 25,- Arbeiter- BildungsDie nordbayerische Konferenz der Metallarbeiter, die Kurzem in Nürnberg tagte, hat den Fabrikinspettor erfucht, ausreichenden Kontrolle sein. Auf diesem Gebiete haben wir uns 2. State 8,25. Möbelfabrik J. C. Pfaff, Benghofftr., Tischlersaal I 9,50. vor umfassendes Bauarbeiterschutz- Gesez mit einer nothwendigen und verein Schöneberg 20,- Buchdruckerei Felgentreff 6,60. Firma Bolzani d. Rud. Balfe 49,35. Möbelpolirer J. C. Pfaff, Zeughofstr., fich bei seinem Besuche einem Arbeiter anzubertrauen, nun zu bethätigen. Wir müssen Material Heranschaffen, die was dieser versprach; bis jetzt hat man aber noch nichts davon ge- Mißstände in unserem Berufe müssen der Welt offenfundig Möbelfabrik v. Barth 13,70. Ein Amberger Genosse 2, ZentralTischlersaal II 10,-. Tischlersaal III 11,90. Tischlersaal IV 14,05. merit. Viele Klagen wurden auch erhoben über die mangelhafte vor Augen geführt werden. Wir haben unseren Ver Baukontrolle, trotzdem hat der Magistrat wiederholte Gesuche der tretern im Reichstage gewichtiges Material zu einer unseren verband deutscher Brauer u. Berufsgenossen, Zweigverein Berlin 50, Bauhandwerker, um Beiziehung der Arbeiter zur Kontrolle, abgelehnt. Wünschen entsprechenden Vorlage zu verschaffen. Jedoch wird hier deutsche Buchdruckerei, Saal I, 15,- Ein Berliner Arzt 10, Gesangverein der Möbelpolirer 10,-. Tischendörfer 3,-. NordAuch das Verhältniß zwischen Gesinde und, Dienstherrschaft noch eine geraume Zeit verstreichen, bis ein derartiges Gesetz zu Gesangverein Allegro 7,50. Bijeleure der Silberwaarenfabrik G. H. beschäftigte das Arbeiterfekretariat sehr häufig. stande tonit. Unser erstes Ziel muß es deshalb sein, für Berlin. Die Gewerkschaftsorganisationen, deren Entwicke- und seine Vororte bessere, zu unserem Schutz bestimmte baupolizei- Union- Druckerei, 2. Rate 5,60. Verein sozialdemokratischer Gast- und 1,75. Tischlerei von Wiehr, Friedenstraße, 2,90. Mitglieder der Tung das Sekretariat aufmerksam verfolgt, haben im vergangenen liche Verordnungen zu erstreben. Zu diesem Zwecke hat am Jahre einen erfreulichen Fortschritt gemacht. Soweit die Ab- 15. Dezember 1898 eine große Bauhandwerker- Bersammlung eine Schankwirthe Berlins und Umgegend 200, F. G. 1, Mastenrechnungen vorliegen, läßt sich mit Sicherheit erkennen, daß die aus allen Berufsgruppen unseres Gewerbes zusammengesetzte Bau- ball ani 21. Januar vom Rauchklub Arkona und Neuer Berliner Gewerkschaften einen Zuwachs von 2000 Mitgliedern aufweisen arbeiterschutz- Kommission gewählt. Dieselbe hat in einer Sigung einen 12,50. Buchdruckerei F. W. Meyer, 2. Rate 3,50. engeren Ausschuß eingesetzt, welcher sich nunmehr konstituirt hat. Wir Berichtigung: In der vorigen Quittung muß es heißen: Die Lohn- und Arbeitsdifferenzen waren sehr zahl- haben uns nun zur Pflicht gemacht, einleitende Schritte zur Er- Buchdruckerei H. S. Hermann statt 20 M. 30 M. reich, doch kam es nicht zu lang andauernden Kämpfen; bei den langung vorgenannter Verordnungen zu thun. Weitere Beiträge nimmt im Berliner Gewerkschaftsbureau Rud. Ueber unsere Unterhandlungen machte sich die höhere Leistungsfähigkeit der Thätigkeit werden wir von Zeit zu Zeit unseren Mandatgebern 9-1 d 6-8 Uhr. größeren Gewerkschaften in sehr günstiger Weise fühlbar. Mit den Bericht erstatten. Wir ersuchen munt alle Bauhandwerker Berlins Erfolgen können die Arbeiter im Allgemeinen zufrieden sein. Ver- und der Umgegend, soweit es ihnen möglich ist, uns zu unterstützen. fuche, die Löhne zu drüden 2c., sind erfolgreich abgewehrt worden; Wenn auf unsere Anregung in den einzelnen Gewerben Kontrollen zur in mehreren Fällen wurde Verkürzung der Arbeitszeit und Lohn- Ergründung der Mißstände ausgeführt werden, so bitten wir darum, daß erhöhung erreicht. den Beauftragten bereitwilligst das gewünschte Material zur Verfügung gestellt und denselben mit Nath und That zur Seite gegangen wird. Be hufs Veröffentlichung der krassfesten Mißstände sowie der durch dieselben verursachten Unglücksfälle ist uns von der Redaktion des„ Bortvärts" eine besondere Rubrik für Mißstände im Baugewerbe" zur Verfügung gestellt worden. Wir ersuchen nun unsere Berufsgenossen, alle vorgenannten Uebelstände, sowie Unglücksfälle und deren Ursachen sofort an den Obmann der Kommission: Karl Panser, Lindenstr. 106 oder an einen der Unterzeichneten, wahrheitsgemäß zu berichten, und wenn möglich, einen derselben so schnell als angängig nach der Unglücksstelle zu rufen. Besserung. tönnen. Was den offensichtlichen Erfolg des Sekretariats anbetrifft, so wurde wiederum in zahlreichen Fällen den Rechtsuchenden auf dem Gebiete der Sozialgesetzgebung ,. Armenpflege 2c. zu ihrem Recht verhelfen. Der materielle Gewinn, der für die Arbeiter erzielt wird, beziffert sich auf tausende von Mark. In vielen Fällen wurden Arbeiter von aussichtslosen Prozessen zurückgehalten und vielfach wurde vermittelnd eingegriffen. Vermehrte Arbeit wird dem Sekretär die Einführung des Bürgerlichen Gesetzbuches bringen. Der Sozialgesetzgebung soll von nun an besondere Aufmerksamkeit zugewendet werden ein Gebiet, das der neu angestellte Sekretär Dr. A. Braun zu bearbeiten hat. Die finanziellen Verhältnisse des Sekretariats sind, trok des Der Ausschuß der Mißstandskommission: niedrigen Wochenbeitrages von 2 Pfg., sehr gute. Die Einnahmen B. Guth, Töpfer, Weberstr. 88. G. 2int, Maler, Prinzenstr. 79. betrugen im vorigen Jahre 10 089 W. und überstiegen die von 1897. no II, Steinsetzer, Waldenserstr. 18. J. Dietrich, Buzzer, um über 3300 M. Die Ausgaben beliefen sich auf 8057 m., so daß über 2000 m. Ueberschuß verbleiben. Der Bericht wird auch heuer Schwedterstr. 29. K. Panser, Maurer, Lindenstr. 106. wieder in Druck erscheinen und zu dem Preise von 5 Pfg. herausgegeben werden. KF Achtung! Vereine und Gewerkschaften. Die Arbeiter- Samariter- Kolonne hat Herrn Georg Hellmuth, Langestraße 22, als Obmann gewählt, welcher Aufträge zur Sendung von Samaritern bei Arbeiterfesten oder größeren Versammlungen entgegen nimmt. 155/2 Zähne 2 M. 106. Millarg, Amenftr. 16, I entgegen. Geöffnet Wochentags von Bom 21.- 25. Jannar find bei dem Rigdorfer Gewerkschaftskartell eingegangen und bereits abgesandt: Von den Bau- und gewerblichen Hilfsarbeitern 50,-. Auf Listen gesammelt 50, Weitere Beiträge nimmt der Vertrauensmann der Gewerkschaften August Nierich, Nixdorf, Steinmetzstr. 85, entgegen. * Internehmer- Verbände. Nener Kohlenhändler- Ring. Eine Anzahl von Firmen in Essen, Dortmund, Bochum, Hamm, Bielefeld, Minden, Münster, 2itten, Osnabrück, Unna und Recklinghausen haben, um einerseits eine rationelle Ausmuzung des Verkehrs auf dem Dortmund- EmsKanal zu ermöglichen und andererseits eine Verminderung ihrer bisherigen hohen Geschäftsunfosten herbeizuführen", im Einverständniß mit dem Rheinisch- Westfälischen Kohlen Syndikat unter der Firma Westfälische Kohlenhandels- Gesellschaft mit beschränkter Haftpflicht" eine gemeinsame Berkaufsstelle mit dem Siz in Dortmund gebildet. Dieser für bestimmte Landbezirke vom 1. April d. J. ab übertragen worden. Gesellschaft ist vom Rheinisch- Westfälischen Kohlen- Syndikat der Verkauf 14 schweizerische Kalkfabriken mit einer Jahresproduktion von 10 000 Waggons hydraulischen Kalt haben ein Syndikat mit Verkaufsstelle in Zürich errichtet. Offerten an Langefeldt, MaskenDr. med. Schaper, Achtung! Holzarbeiter.Tücht. Dirigenten f. ein gr. GeVerleih- Juftitut. ratt. homöopath. Arzt u. Spezialarzt Masken von 1,- Mark an. f. Haut, Harus, Geschlechtsleiden. Frauenkrankheiten. Spr. 9-1, 4-8. Schöneberger Ufer 25. Ferdinand Hente, Homöopath. Poliklinik: Dennewigstr. 1. Empfehle allen Freunden u. Bekannten mein Weiss-, BairischbierBei der Firma Carl Lutze Marftr. 6, Schöneberg. ( Adlershof) haben sämmtliche Tischler wegen Differenzen die Arbeit eingestellt 76/20 Buzug ist fernzuhalten. Die Ortsverwaltung. Montag, Mittwoch, Sonnabend 26. 7-8. 10 Jahre Garantie. Vollkommen schmerzloses ZahnFleißige und Iftrebfame Vermittler Friedrichstraße 114, I.[ 829L* in Berlin und den Vororten für ziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Theilzahl. wöchentl. 1 M. Durch Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 22. Sprechst. 9-7 Reparaturen Feuerversicherungen gesucht. auf Theilzahl. Oranienstr. 131. Bahnzieh.19., hoher Verdienst. haltiges Frühstück von 30 Pf., Mittag mit Bier 50 Bf. sowie Abendtisch à la Plomben 1 M. 2c. E. Fuhrmann, Möbel Beamten und gr. Speisegeschäft. ReichReffelschmied, [ 4956 tüchtig und erfahren, auch in Repas ratur- Arbeiten, sofort gesucht. Gelernte Schloffer werden bevorzugt. Offerten sub E. 9 bef. d. Exp. d.„ Vorw."[ 491b Lehrling Zähne 1,50 M. 2 M., schmerzt. Hohe Provision und Kostenantheit für das Posamentir- Handwerk vers 44/4 langt unter günstigen Bedingungen, Anfang 4,50 M., sofort oder später Kekler, Elisabeth- Ufer 19. Offerten sub J. V. 6935 Rudolf Konlante& M. Lewen. ohne Anzahl. carte von 30 Pf. an. 2 Vereinszimmer Dentist, Schwedterstr. 245 a, Gde Mosse, Berlin SW. Zahl.- Bed. Sterbekaffe chemals Pflug'scher Arbeiter. ( Hehel'sche Kasse.) Den Mitgliedern zur Kenntniß, daß bie erste Abfertigung in Sterbefällen von heute ab bei dem neugewählten Schriftführer Eduard Tiek, Wol gafterstr. 8, vorn 3 Tr. stattfindet. Sprechzeit 1/ 21-1/ 23 Uhr Mittags und 28-9 Uhr Abends. Der Vorstand. J. A.: Otto Winkler. Destillation, ☑ 8302* * Hans Kayser Görliker Bahnhof, Plak 6. Billigste Bezugsquelle für Press- u. Steinkohlen. 3055 Achtung! Vereine. gangbar, Umstands halber sofort ver äuflich. Näheres Martusstr. 12 im Lotal 4936 Zwei Zimmer, 20 u. 40 Personen faffend, empfiehlt Ernst Lier, Alte Jakobstraße 119. Krankheitshalber ein fast neues Geschäftsrad zu verk. Rummelsburg, Prinz Albertstr. 5a, bet Forgbert. mit Klavier für 20-50 Personen. H. Stramm, Rest., Nitterstr. 123. Kaftanien- Allee. * 8282* Schlafstelle für Herren billig Ritter: Wirthshaus z. cichenen Stab. fraße 110, Burbad. Weiß und Bairischbier- Lokal, 2 Vereinszimmer, 15 auch 50 Personen. C. Schöning, Weidenweg 38. ist die Neu- Weißensee, tr. 24 Bäckerei billig sofort zu vermiethen. Bis zum 1. April d. J. ist die Bäckerei miethefrei. Näheres beim Verwalter Nerger. 44/18 [ 4896 Arbeitsmarkt. Achtung, Holzarbeiter! Bei der Firma Fork, Kretzschmar& Co. Barnimstr. 13, Tüchtigen Beleger( Preffer) für Goldleisten verlangt 452b Stepperin auf Hosen im Hause, Kaiser, Kastanien- Allee 36, I, 4.[ 4996 Maschinennäherin auf Wäsche in u. außerm Haufe v. Bernite, Wiesenstr.9. Mamsells u. Verschnürerin auf Jackets v. Rosenberg, Kommandanten straße 27. [ 4986 Probst, Röpniderstr. 37. Liniirer, zuverlässige, auf Leipziger Maschinen, wollen sich melden bei Riefenstahl, Zumpe& Comp., Ge schäftsbücherfabrik, Holzmarktstr. 67. Kinderkleidch. Arbeiterinn. b. Schröder, Bankow, Kaiser Friedrichstr. 19.[ 440b Mamfells auf bessere Regensachen vert. Diefer, Mams. auf Damen- Jaquets verl. Lausitzerstr. 39, v. I. [ 4926 Orlowsky, Görlitzerstr. 70, v. II. Tedermodelleure ( Magazin Jannowiz Brüde), haben fämmtliche Tischler wegen Diffe finden bet gutem Lohn Zuzug fernhalten! 6 anständige Herren finden fräftigen| renzen die Arbeit niedergelegt. Privat Mittagstisch. Vorherige Anmeldung. Weberstr. 1, II I.[ 4946 Die Ortsverwaltung. Phantasie- Federn. Geübte Arbeiterinnen finden dauernde Stellung. Wilhelm Freystadt, ( 81/ 9* Kommandantenstr. 80/81, II.[ 45/ 7* fofort dauernde Beschäftigung Mädchen, bie flott nähen können, bei O. Schellin, Wilhelmstr. 55, Berlin. fucht Wolinski, Wörtherstr. 22.[ 4486 Für den Inhalt der Juierate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, 2. februar. Opernhaus. Die lustigen Weiber von Windsor. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. Auf der Sonnen: feite. Anfang 7 1hr. Deutsches. Die drei Reiherfebern. Anfang 71/2 Uhr. Leffing. Im weißen RößBT. Anfang 72 Uhr. Berliner. Zaza. Anfang 71 Uhr. Residenz. Der Schlafwagen Ron trolleur. Vorher: Zum Einsiedler. Anfang 7% Uhr. Menes. Hofgunst. Anfang 71/2 Uhr. Metropol. Die kleinen Michu's. Hierauf: Die Engelsjäger. An fang 7% 11hr. Schiller. Die Leibrente. Anfang 8 Uhr. Westen. Eugen Onégin. Anfang 72 Uhr. Central. Die Puppe. Auf. 71/2 Uhr. Thalia. Schibdebold's Engel. An: fang 72 Uhr. Luisen. Kean, oder: Genie und Leidenschaft. Anfang 8 Uhr. Belle- Alliance. Der Schlagbaum. Anfang 8 Uhr. Ostend. Der Brandstifter. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Onkel Toms Hütte oder: Sklaven: leben in Amerita. Anfang 8 Uhr. Meganderplay. Berliner Mädel. Anfang 8 Uhr. Parodie. Die schöne Klosterbäuerin, ober: Der Lawinensturz bei St. Anna. Anfang 72 Uhr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Täglich geöffnet von 10 Uhr Vormittags ab. Eintritt 50 f. Urania Taubenstrasse 48/49. Im Theater: Das Land der Fjorde. Im Hörsaal: Dr. Spies:„ Ueber Luftdruck" ( Experimentalphysik IV). Invalidenstr. 57/62: Tagl. Sternwarte. Passage- Panopticum. Geöffn. v. 9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends. Nur noch kurze Zeit: 40 Krieger Feen- Palast- Achtung! Genossinnen und Genossen! Achtung! Theater Burgstr. 22. Burgstr. 22. Das neue großartige Februar Programm. Neu! Berliner Neu! 0 Konfektioneusen. Gesangsposse von W Geride. Riseberg aus Kalau: Direktor Fröbel. Durchweg neue Spezialitäten. Felicitas Truppe. Beo Ba. Gebrüder Alfredo. Osadasan. Roberty Trio. Teo Pilotti. Marletta Berndt. Helene Voss. Lebende Photographien, das Interessanteste der Neuzeit. Anfang 7, Sonntags 6 Uhr. Billet Vorv. Vorm. v. 11-1 Uhr. des Mahdi Apollo- Theater. Jm Theatersaal von 6 Uhr ab: Théâtre variété. Castan's Panopticum. Jtal. Sänger- u. Tänzer- Gesellsch. ,, Santa Lucia". Die berühmten ,, lebenden Bilder". Direktion E. Waldmann. 10 neue Debuts. Me. Carmen Faur The black Troubadours Mr. Segommer Geschw. Alexia !! Prolongirt!! Anfang der Vorstellung 72 Uhr. Sonnabend, den 4. Februar 1899: Donnerstag, den 2. Februar, Abends 8 Uhr: Volks- Versammlung bei Kliem, Hafenhaide Nr. 14| 15. Tages Ordnung: 1. Vortrag der Genosin Klara Zetkin( Stuttgart) über: Die neue Militärvorlage und die Frauen. 2. Diskussion. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 1/9 Freie Volksbühne. Sonntag, den 5. Februar, Nachmittags 234 Uhr: 6. Abtheilung ( grüne Karten) im Friedrich- Wilhelmstädtischen Theater: IF Wallenstein's Tod. Meldungen neuer Mitglieder müssen bis spätestens Freitag Abend in einer Zahlstelle des Vereins erfolgen. Nach Aufnahme durch den Vorstand erhalten die neuen Mitglieder ihre Karte, welche 2 Marken à 65 Pf. in Rubrik I und VI( Januar) enthalten muss. Die Verloosung der Plätze beginnt um 2 Uhr. Die Mitglieder werden dringend gebeten, pünktlich zu erscheinen. Sonntag, den 12. Februar: I. Abtheilung im Friedrich- Wilhelmstädtischen Theater: In Behandlung. Von Max Dreyer. Regie: Herr Ober- Regisseur A. Steinert. Sechsmaliges Gastspiel von Frau Prasch- Grevenberg vom Berliner Theater. Neu! Dreyfus- Esterhazy Me. Yvette Guilbert. Andreas- Festsäle Abends 8 Uhr:„ Das Land der Thalia- Theater. Fiorde". Invalidenstraße 57/62. Täglich Abends von 5-10 Uhr: Stern tvarte, Operntelephon. Apollo. Spezialitäten- Borstellung. Anfang 72 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Feen Palast. Spezialitäten Vorstellung. # 0 Passage Panoptikum. Speziali täten- Borstellung. Schiller Theater ( Wallner Theater). Donnerstag 8 Uhr: Die Leibrente. Freitag 8 Uhr: Bum 1. Mal: Die Bürgermeisterwahl. Unter vier Augen. Sonnabend 8 Uhr: Die Bürgermeisterwahl. Unter vier Augen. Oftend- Carl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. S8um 40. Male: Der Brandstifter Sensationelles tsstattungsstück mit Gesang in 5 Aften( 12 Bildern) von G. Otonkowsky. Musik von L. Fall. Anfang 8 Uhr. Jm Tunnel von 7 Uhr an Frei Konzert. Borzugsbillets haben Giltigkeit. Morgen und folgende Tage: Der Brandstifter. Sonntag Nachmittag: Wilhelm Tell. Metropol- Theater. Behrenstr. 55/57. Dir. Rich. Schultz. Heute Donnerstag: Bum 35. Male: Die kleinen Micu's. Operette in 3 Akten v. André Messager. Hierauf: Die Engelsjäger. Tanzpoöm in 14 Bildern von H. Regel und J. Bayer. Morgen und folgende Tage: Die Kleinen Michu's und Die Engels jäger. Sonnabend, ben 4. Februar: Grosses Berliner Carneval- Ballfest. ( Maskenball). Luisen- Theater 34. Neichenbergerstraße 34. Abends 8 Uhr: Dresdenerstr. 72/73. Gastspiel Emil Thomas Schiddebold's Engel. Bosse mit Gesang in 4 Aften von W. Mannstädt. Musik von demselben. Kouplets von Alfred Bender. Anfang 72 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Central Thrater Diveftion: José Ferenczy. Die Puppe( La Poupée) Operette in 3 Aften und einem Vorspiel von Ordonneaut und Sturgeß. Musik von Ed. Audran. Morgen und folgende Tage: Die Puppe( La Poupée). Sonntag Nachmittag zu halben Breisen: Die schöne Selena. Operette in 3 Aften von J. Offenbach. Olympia Ververkauf an der Theaterkasse von 10-1 Uhr u. beim ,, Künstlerdank ,,, Unter den Linden 69. Alcazar Theater Dresdenerstr.52/ 53.City- Passage. Direttion: Richard Winkler. Sensationell! Hochinteressant! Neu! Neu! Der beste Mimiter der Jestzeit Andreasstr. 21.( Inh.: Carl Stechert.) Am Andreasplatz. Jeden Freitag: Neu! Ziegler- Konzert BO Neu! Elite- Vokal-. Instrumental-, Solisten- und Orchester- Vereinigung unter Direktion des Opernsängers Herrn Bernh. Ziegler und unter Mitwirkung eines hervorragenden Solo Schauspiel-, [ 783L* Soubretten- und Humoristen- Ensembles. Entree 25 Pf. Anfang 8 Uhr. Nach Schluss des Konzerts: Familienkränzchen. Freitag, den 3. Februar 1899, Abends 8½ Uhr: Carl Jörgensen, Seffentl.Volks- Versammlung unerreicht in seinem Bismard 8yklus: Bismarck vom Jüng ling bis zum Greife. Großer Erfolg der urtomischen Wafferpoffe Die Kneippkur. Täglich wechselndes hochorigin. Spezialitäten- Programm. Anfang: 11hr. 1hr. Wochent. 7/2 Sonntags 6 Vorzugsbillets haben Giltigkeit. Spezialitäten- Theater Mähr's Theater Karlstr.( Circus Renz) Karlstr. Grosse Spezialitäten- Vorstellung zu volksthümlichen Preisen. Gastspiel Josef Strohschneider. Hanlon Cleo Hanlon die Adler der Lüfte. Bergère- Quartett und das übrige tolossale Spezialitäten- Programm. Bum 142, Male: Mene Tekel. Rauchen im ganzen Theater gestattet. Parquet 1,25, Gallerie 30 Pf. etc. Jeden Sonntag Nachm. 3/2 Uhr: Dornröschen. Preise wie bekannt. 1 Kind frei. Anfang 28 Uhr. Oranienstr. 21. Täglich Vorstellung. Heute: Benefiz für Paul Frey: im Saale der Harmonie", Invalidenstr. 1a( Ede der Brunnenstr.). Tages Ordnung: Der Arbeiterschuh im Reichstag. Ref.: Redakteur v. Gerlach. Darnach: Freie Aussprache. Jedermann ist eingeladen. Der Einberufer: Chr. Tischendörfer, Achtung! 4976 Musikinstrumenten- Arbeiter. Oeffentliche Versammlung Die Vertrauensperson. W. Noack's Theater Brunnenstr. 16. Jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag: Groke Extra Theater Vorstellung Dorf und Stadt. Schauspiel in 4 Aufzügen bon Charlotte Birch Pfeiffer. Nach der Vorstellung: Lanzkränzchen. Großer Möbelverkauf Oranienstraße 73, an der Konts mandantenstraße( früh. Schützenftr. 2), in meinem vier Etagen hohen Fabrit gebäude, großes Möbel- Spezialgeschäft für kleine und mittlere WohnungsEinrichtungen. Brautleute, welche eine dauerhafte und billige Einrichtung faufen wollen, bitte ich, ohne jeden Raufzwang mein folossales Lager vor Einkauf zu besichtigen. Verlangen Sie) mein Musterbuch gratis und franto. Durch größere Masseneinfäufe und Ersparung der theuren Ladenmiethe bin ich im stande, hübsche und geschmackvolle Wohnungseinrichtungen schon für 100, 200, 300-400 Mart, hochelegante von 500-5000 Mart zu liefern. Fertige Musterzimmer zur Ansicht. Wohnungseinrichtungen auf Theilzahlung unter den toulantesten Bedingungen. Beamten ohne Ans zahlung. Eigene Tapeziers und Des forateurwerkstatt. Brautleute erhalten hübsches Lurus- Möbelstück als Zugabe. Kleiderspind 18, Waschtoilette, Stüchens spind 18, Kommode 15, Spiegel 7, Muschelfieiderspind 35, Sopha 25, Bettstelle mit Matrage 18 M., Nuß baut ut. Mahagoni fournirte Kleiders fpinden, Vertikow 32 M., Muschelbettstelle mit Sprungfederboden 40, elegante Säulentrumeaur 45 W., Salongarnitur 60, 75 und 105 m., Baneelfophas mit Satteltaschen 75, Herrenschreibtisch 45, reichgeschnigtes Buffet 100 m. Bu ganz billigen Breifen werden die großen Vorräthe berliehen gewesener, sum theil sehr wenig benutzter Möbel verkauft, dars am Sonntag, den 5. Februar er., Mittags 12 Uhr, im Deutschen unter ganze Speisezimmer, Salons Wirthshaus in Nigdorf, Bergstraße 137, Tages- Ordnung: 77/5 Unsere gegenwärtige Lage und wie können wir dieselbe verbeffern? Der Vertrauensmann der Holzarbeiter. Sonntag, den 5. Februar, Nachmittags 2½ Uhr: Große öffentliche und Schlafzimmer. Täglicher Eingang gebrauchter, einfacher ut. feiner Möbel. Gekaufte Möbel werden 3 Monate fostenfrei aufbewahrt, durch eigene Gespanne in die Wohnung gebracht und aufgestellt, auch außerhalb. Gediegene Gesellschaft. Versammlung der Kupferschmiede Berlins Deutscher Porter Schwant von Leopold Gly. Bedeutende Gäste und das gesammte Personal. Sonntags 6 Uhr. Bons haben Wochentags Giltigkeit. Quarg's Spezialitäten- Theater, im Grand Hôtel Alexanderplatz. Neues Februar- Programm! Frieda Schwarz. Louis Höhn. Neue Bilderserie bes Micrograph etc. Anfang S Uhr. Sonntags 7 Uhr. Avis! Die Fest- und Konzertfüle des Grand Hotel Alexanderplatz find unter foulanten Bedingungen zu Versammlungen, Privats festlichkeiten: c. zu vermiethen. Moabiter Circus Renz- Riesen- Tunnel. Gesellschaftshaus, Direktion: J. M. Hütt. Täglich: Grosses Konzert u. SpezialitätenVorstellung mit stets wechselndem Programm. Sonnabend, den 4. Februar: Wieder: holung des mit so großem Beifall Alt- Moabit 80-81. Jeden Sonntag: IF Ball. Anfang 4 Uhr. Jeden Mittwoch: aufgenommenen: Karnevalistisch. Ulk- Hippel's Stettiner Sean oder Benicu.Leidenschaft. Abends mit neuen Ueberraschungen. Lustspiel in 5 Aften nach dem Franzö sischen des Alexander Dumas ( Bater) von Ludwig Barnay. Freitag: 8uut 2. Male: Wildes Blut. Lebensbild in 3 Aften von M. Schwab. Hierauf: Zum 2. Male: All Heil. Schwant in 1 Aft von Meo Breo. Sonnabend, Nachm. 3 Uhr: 15. Schüler- Vorstellung zu besonders ermäßigten Preisen: Die Räuber. Abends 8 Uhr: Wildes Blut. Hierauf: All Heil. Concerthaus Leipzigerstr. No. 48. Täglich: Hoffmann's Quartett Humoristen Donnerstag: Geschlossen. Freitag: Guten Morgen Herr Fischer. Sonnabend: Geschlossen. Reichshallen. Stettiner Sänger ( Meyfel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Möht, Schneider und Schrader.) 8um Schluß: Frauen- Emanzipation Neuestes Ensemble von Deysel. Anfang 8 Uhr. Entree( Saal burchiveg) 50 Pf. Vorverkauf 40 Pf. Num. Balkon 75 Pf., Balkon- Logen 1 M., Orchesterlogen 1,50, Fremdenl. 2 M. Tageskafe von 11-1 Uhr. Gesellschaft. Anfang 8 Uhr. Passe- partouts haben Giltigteit. C. Peters. CIRCUS in Feind's Salou, Weinstraße Nr. 11. Tages Ordnung: 1. Die Nothwendigkeit der gewerkschaftlichen Organisation, und wie muß dieselbe sein. 2. Bericht über den Stand des Dispositionsfonds. 3. Wahl von drei Revisoren. 4. Bericht des Gewerkschaftsdelegirten. 4. Verschiedenes. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen erwartet 99/1 Der Einberufer. Männer! Morgen, Freitag, Abends 8 Uhr, in Nieft's Saal, Weberstraße 17, spricht pratt. Naturheilkundiger Grandmann über: Geschlechtsleiden. Dessert: n. Malzkraftbier 1. Raug. Brauerei Burghalter, gegr. 1736, 70/ 1* besond. für Bluts arme, Brufttrante Bleichf., Wöchnt., Nekouv.2c. b. leicht bekömml., nahrh. Träftigste Bier. Ist blutbild., desh. beff. Gesichtsf. u. Gewichtszunahm. überr. 14 Fl. dret, 50 zehn M. erft. In Geb.( 8 1/16) zum Selbstabz. wesentlich billiger. Der Vortrag wird an Lichtbildern erklärt und ist allein. Versandtst. für Berlin u. Prov. für jeden Mann sehr wichtig. Für 20 Pf. Eintritt eine Broschüre. Porterfellerei Ringler, Berlin, Brunnenstr. 152. Ferner gr. Lager Berliner Naturheilverein C., Magazinstraße Nr. 17. von echt engl. Porter und Pale- Aale, Sprechzeit 11-2, 6-8. Sonntags 11-12. Schonung der Pferde Sicheres Fahren u. Reiten aufglatten Wegen( Eis, Schnee, Asphalt, Holz etc.) kann nur erreicht werden durch Benutzung der Hufeisen- H- Stollen( Patent Neuss) Stets scharf! Kronentritt unmöglich! Um vor werthlosen Nachahmungen zu schützen, ist jeder einzelne unserer H- Stollen mit nebenstehender Schutzmarke versehen, worauf man beim Einkauf achten wolle. Preislisten und Zeugnisse gratis u. franco. Patent- Inhaber und alleinige Fabrikanten: SchutzH Marke. Leonhardt& Co., Schöneberg- Berlin. Nicht Flaschenzahl, Qual. entscheidet! Große Betten 12 M. ( Dberbett, Unterbett, zwei Riffen) mit gereinigten neuen Federn bet Guftas Luftig. Berlin S., Prinzens ftraße 46. Breisliste tostenfrei. Diele Anerkennungsfchreiben. D. Wurzel& Co., Wrangelstr. 17, Ecke Manteuffelstraße. Wäsche ausschließl. eigenes Fabrikat. Spezialität: Arbeiter Berufss kleidung: Blau Cöper- Jaden M. 1,65, steigend je Größe um 10 ẞf., blau Göper- Hosen, in allen Längen, M. 1,65. Arbeiterhemden, Blousen, Malers tittel und Montenrhemden. D. Wurzel& Co., Wrangelstr. 17. 8149* BUSCH Süddeutscher Bock. Donnerstag, 2. Februar 1899. 8um 81. Male: PERSIEN. Besonders hervorzuheben: Ritt über die hundert Fuss hohe Burgmauer. Außerdem: In der Tanzstunde! Schulquadrille, geritten von 6 Damen und 6 Herren auf 12 Schulpferden. Direktor Busch mit feinen neuen Freiheitsdreffuren: Vier Füchse als Thurmipringer. Daniels als Schnell: photograph. Der berühmte Schulreiter Burkhardt- Foottit. Morgen Abend 7/2 Uhr: Persien. Die beste Cigarre taufen Sie bei 8018* Binneböse, Schillingstr. 36, Der Anstich beginnt Sonnabend, den 4. Februar, 1255 in unseren sämmtlichen Ausschanklokalen. Süddeutsche Brauerei Carl Kintz& Co. Aktiengesellschaft. 000 Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin.