Nr. 21. ma Erscheint täglich außer Montage. Abonnements Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit dem ,, Sonntags Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Gingetrc.gen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. oring in p Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für bi fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pig. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Auch eine md Bukunftsmusik. " Sonntag, den 25. Januar 1891. da hat es noch gute Wege; aber derweilen schreitet die Expedition: Beuth- Straße 3. mehr bedarf. Das Lettere ist sehr erklärlich, wenn man geworden ist und daß eine neue Betriebsform an die die zahlreichen Kartelle bedenkt, die sich unter den Stelle der alten zu treten hat. Dann erst werden die Großindustriellen gebildet haben und die namentlich in der Menschen den Segen des Großbetriebs verspüren, der zur Eiſenindustrie hervorgetreten sind. Diese Verbindungen Zeit nur der verschwindenden Minderheit, den Kapitalisten Man könnte manchmal schier Mitleid empfinden mit beherrschen den Waarenmarkt und diktiren die Preise; sie zu Theil wird. den erbitterten Feinden des Sozialismus, wenn man sieht, baben es bekanntlich soweit gebracht, daß sie im Ausland zu welch mühsamer, aber erfolgloser Arbeit sie verdammt einen Jeden unterbieten, während sie bei uns jammern, feiten der Bourgeoisökonomen und die Kniffe, die sie bei Diesen Dingen gegenüber erscheinen die Spitzfindig find. Wie Sisyphus seinen Stein, so wälzen sie unauffie könnten ohne Schutzölle nicht bestehen, und während ihren Untersuchungen des„ Zukunftsstaats" ausspielen, so hörlich ihre„ Gründe" gegen den Sozialismus heran, und sie bei der geringsten Belastung durch die Arbeiterschutz- kleinlich, wie sie sind. wie Jenem der Stein immer wieder den Hügel hinabrollt, gesetze gleich behaupten, sie müßten der Konkurrenz des so stößt die rauhe Wirklichkeit immer wieder die Gründe" Auslandes unterliegen. Die Maschine ist die große Ausgleicherin für die zurück. Die Richter und Genossen, die rückständigen Vertheidiger des kapitalistischen Systems, mögen mit aller An- wickelung unendlich wichtiger ist, als der geistige Kampf" schon einen Lichtblick in die Zukunft gethan hat. Bon Daß die Thatsache einer solchen industriellen Ent- Bukunft", sagte einst Herr Laveleye in Brüssel, der Daß die Thatsache einer solchen industriellen Ent- trotz seiner kleinbürgerlichen Anschauungen doch häufig strengung ihrer Phantasie die verworrendsten Nebelgebilde sämmtlicher alten Parteien zusammen, das brauchen wir den Bourgeoispolitikern in Deutschland können wir allerschaffen und sie als„ Zukunftsstaat" der Sozialdemokratie hier kaum auseinander zu setzen. Die Gemeinplätze des dings nicht verlangen, zu sehen, was Laveleye gesehen hat. unterzuschieben suchen da kommt die unerbittliche Wirk- Herrn Nichter werden die moderne industrielle und wirthfichkeit mit ihren Thatsachen, fegt den wüsten Nebel hin- schaftliche Entwickelung ebensowenig aufhalten, wie die weg und zeigt, wie die wirthschaftliche Entrohen Schimpfereien ultramontaner Hetzkapläne, die unlängst wicklung unabweisbar auf die sozialistische Beden Sozialisten drohten, werde sie, wie einst Jan triebsform lossteuert, wie die kapitaliſtiſche Gesell- don Keypen und seine Gefährten, in den bekannten elferien Politische Itebersicht. schaft thatsächlich, ihre eigenen Grundlagen selber zer- Käfigen am Lamberti- Thurm zu Münster aufhängen. Nun, störend, in den Sozialismus hineinwächſt". nie Berlin, den 24. Januar. Es versteht sich von selbst, daß die Beobachtungen ökonomische Entwicklung unaufhaltsam fort, welche den Menschen. Dem gestrigen Sturm im Reichstag, der freiAuf Sturm folgt Ruhe in der Natur und bei den und Aufzeichnungen gewissenhafter Gelehrter welcher Stapitalismus und mit ihm den Ultramontanismus über lich auch nur ein Theatersturm war, ist heute idyllische Ruhe Richtung sie auch sonst angehören mögen unendlich den Haufen werfen wird. Denn was von der Bergischen gefolgt. Ein klein bischen Zugwind, das durch gewisse Entmehr Beachtung verdienen, als die lärmende Kritik jener Eisen- Industrie gesagt wurde, gilt von der Industrie der scheidungen des Reichs- Versicherungsamts, durch die Mängel egoistischen Politiker, die im Dienste des Großkapitalismus ganzen Welt der Großbetrieb bricht sich überall durch und des Unfallversicherungs- Gesetzes und durch einige alberne die Gebrechen und Mängel der herrschenden Produktions- wird sich bis zu dem Punkte entwickeln, wo er in der Bemerkungen des Agrariers Frege über Simulation verform zu verschleiern bemüht sind. privatkapitalistischen Zwangsjacke nicht mehr bestehen kann, Temperatur nur noch angenehm friedlicher erscheinen zu anlaßt wurde, diente nur dazu, die angenehm friedliche So hat unlängst ein junger Gelehrter seine Bewo wie Karl Marx sich ausdrückt, die kapitalistische lassen. Eine lange Debatte entspann sich über den Zu= obachtungen und Studien in Bezug auf die Bergische Hülle springt und die Expropriateure expropriirt werden. Funft 3- Reichstag, oder richtiger den Bau, in welchem Eisenindustrie in der Köln. 8tg." niedergelegt. Man sieht, die Sozialdemokratie hat es nicht nöthig, der Zukunfts- Reichstag beherbergt werden soll. Der ur Das rheinische Blatt wird schwerlich darin zu würdigen Revolution" zu machen; der Gang der Dinge geht so, sprüngliche Termin der Vollendung ist schon um 2 Jahre wissen, was zu Gunsten des Sozialismus spricht; man wie ihn der scharfsinnige Begründer des wissenschaftlichen hinausgerückt worden- von 1892 auf 1894. Jetzt droht kann dies von einem Organ, das seit vielen Jahren nur Sozialismus vorschauend gezeichnet hat, und wie es auch eine neue Verlängerung der Frist um 2 bis 4 Jahre. von der ödesten Bismarckverherrlichung gelebt hat, auch gar nicht anders möglich ist. Jeder Tag bringt neue Be- Natürlich langt auch das ausgesetzte Geld nicht! kaum verlangen. Darum wollen wir die Versäummiß lege dafür, und jeder Schritt in den Großbetrieb hinein Zwar beantragt die Regierung keine Mehrbewilligung, aber nachholen.d bringt uns der sozialistischen Produktionsform näher. Die festgesetzte Summe nicht überschritten werden solle, unfie bekennt melancholisch, es müsse, wenn anders Es wird von dem angehenden Nationalökonomen Sogar die Kartelle werden zur Kraft, die das Böse will echtes Material für die innere Einrichtung verwandt werZiegler nennt er sich nachgewiesen, daß diese alte und doch das Gute schafft; sie helfen die Zentralisation den. Und das wollen verschiedene kunstsinnige Abgeordnete Bergische Eisenindustrie sich in dem Stadium einer völligen der Industrie vollenden, die garnichts Anderes ist, als die nicht. Anderen ist es einerlei. Schließlich ließ der ReichsVeränderung befindet. Zunächst ergiebt sich, daß der aus den natürlichen Verhältnissen entspringende Vortag alle Fragen unentschieden. zentralisirende Fabrikbetrieb die ganze Eisenindustrie des bereitung zum gesellschaftlichen Betrieb, Die letzten Reste des Reichstags zerstreuten sich in alle Bergischen Landes immer mehr in seine Kreise zieht, mit zum Sozialismus. Winde, während Herr Lingen 3 seine stereotype Rede für. anderen Worten: der Großbetrieb dominirt und bricht Diese Zentralisation bringt im Uebergang einen Zeit das Seelenheil irgend einer vernachlässigten Menschengruppe fich unwiderstehlich Bahn; sodann entwickelt sich in der In- abschnitt voll Elend und Bedrängniß mit sich, und gerade hielt diesmal der katholischen Arbeiter am Nord- Ostseedustrie immer mehr die Spezialität, was auf der zunehmenden dieser Umstand wird, wenn sie eine gewisse Höhe erreicht Kanal. Theilung der Arbeit beruht, und sodann löst sich der hat, der gesammten Volks- und Staatsgemeinschaft die Unternehmer im Fabrikbetrieb immer mehr vom eigentlichen Ueberzeugung beizubringen vermögen, daß die Rolle des Reichstag einen Antrag auf Verstaatlichung des ApoDie sozialdemokratische Fraktion hat im Kaufmann los, dessen vermittelnder Thätigkeit er nicht Kapitalismus ausgespielt, daß er für Alle verderblich thekenbetriebes eingebracht. Feuilleton. Nachdruck verboten.] Bei Mama. Naman von Arne Garborg. [ 21 iu fizzen und Romane zu lesen. Grethe schaffte Bücher die Zahlabtheilung der Volksschule", n Wenge herbei; sie entlehne sie ihren Schwestern, nicht viel; Volksschule blieb Volksschule. Auch wurde es jedoch das half sagte sie, oder erhalte sie von Kadett Horn. Es waren unangenehm, in diesem häßlichen grauen Kleid in die Stadt Werke von Dumas, Ingemann, Paul de Kock, Björnson; zu gehen. Denkt Euch, wenn sie Jemand traf!- Manches amüsant und merkwürdig waren sie alle. Denkt Guch, mal fandte Mama sie mit Aufträgen fort; wie ein Dienst renn die Welt so aussähe! O, wären die jungen Männer mädchen, den Korb auf dem Arm, mußte sie gehen und sich doch Ritter und die Bauern alle wie Arne und Synnöve! mit Petroleumflaschen und Brotlaiben abschleppen; ach, " Ja, sie sind auch wirklich so im Westland," sagte Grethe. wenn Kadett Horn sie einmal in solchem Aufzug erblickte, In einem benachbarten Laden standen zwei hübscheuf, warum können wir da nicht nach dem Westland ziehen?" sie würde ohnmächtig werden, sie fühlte es. Jedoch Kommis; Fanny und Grethe verliebten sich jede in einen fragte Fanny. am schrecklichsten war ihr, wenn sie auf die Polizeiftation und waren von da an die besten Freundinnen. Alle Tage „ Und Thorwald und Henrik sind ebenso edel, wie die mußte. gingen sie in den Laden und kauften sich Zuckerwerk; Ritter waren," meinte Grethe. " Ja, nur allein die Rüstung fehlt," räumte Fanny ein. zurück. Das war unerträglich; wenn Jemand sie sah, so Da legte sie den ganzen Weg mit Thränen in der Kehle die Kommis benahmen sich ungeheuer liebenswürdig. Fanny" Denke Dir, wenn sie eine Rüstung hätten! Und Zelter und war sie verloren. Sie schlich sich durch die einsaniſten begann William zu vergessen; zwei so edle junge Männer Bagen; dann könnten wir auch Edelfräulein fein; stelle Dir Gassen, die sie kannte. Bei jeder Ecke blieb sie stehen wie Thorwald und Henrik gab es auf der ganzen Welt vor, wenn wir in einer Ritterburg wohnten und einen fürchter und spähte. Bemerkte sie etwas, das einem Bekannten lich strengen Vater besäßen; dann kämen sie geritten auf glich, so lief sie davon und verbarg sich. Die Station lag nicht wieder. Als es Frühling und trocken wurde, gingen die zwei ihren gewaltigen Rossen, mit Lanzen und Spießen und in einer abscheulichen Gegend des Piperviks. Auf der Treppe Mädchen in den Frognerwald. Hier sei es so romantisch, Wappuern und Knappen, und wenn Papa uns ihnen da standen Konstabler; allerlei Leute gingen aus und ein, sagte Grethe; auch Fanny fand es da nett. Es glich so sehr nicht geben wollte, so würden sie die Burg stürmen und sie darunter auch elegante Herren; Fanny wagte nicht aufdem, was sie sonst in Abbildungen gesehen: dichtes Gehölz: einnehmen und uns entführen..." einer baumbewachsenen ,, leber Entführung solltest Du nicht reden, Fanny." 21 Warum nicht?" " Es ist nicht anständig." " Ah, wirklich?" ein übermüthiger Bach in Bertiefung; ein stiller Teich; ein alter Herrenhof mit Thürmen. Menschen sah man auch, Studenten und allerlei| andere; einmal überraschten sie ein Brautpaar, das hinter| einem Busch lag und sich füßte. Fanny erröthete; uf, wie" Nein." Grethe sah fürchterlich fein aus; Fanny wagte nicht" fortzufahren. Us, manchmal war Grethe so fein, daß Grethe war ohne Zweifel schrecklich sein. Jedoch sie gingen es schon langweilig wurde: zuschauen; den Kopf auf die Brust gesenkt, rannte sie vorwärts; es galt das Leben; da war alles egal. Im Bureau befanden sich auch Leute. Ordinäre, gräßliche Leute; zerlumpte, verhungerte Kinder, alte, zornige Weiber, kranke, zu Grunde gerichtete Männer wer weiß, vielleicht war unter ihnen jemand, der sie von der Töjengasse her fannte. Und dann hörten es wohl auch Andere. Wie ein Lauffeuer würde es die Zahlabtheilung durchlaufen:" Fanny war auf... ſeither oft in den Frognerwald, und zufälligerweise tamen Jm Ganzen genommen war es nicht blos unter Fanny hat sie wagte den Sah nicht zu Ende ſie immer an jenem Busch vorbei; aber sie friegten nie mehr haltend mit den seinen Bekanntschaften. Fanny hatte sich zu denken. Es war schrecklich hier in diesem öden, über so viel zu geniren. Wenn sie nur gestehen sollte, gefängnißdüsteren Raum zu sein. Diese Menschen machten Am unterhaltendsten war es jedoch, im Schloßpark daß sie in die Volksschule ging; sie sagte natürlich, in ihr bange. Sie kam sich ordinär und abscheulich vor unter twas Aehnliches zu sehen. MIAANAAMA Zu einer stärkeren wirthschaftlichen Annäherung an das Deutsche Reich und Desterreich- Ungarn sollen Italien eine Unmasse von Verordnungen dürfte seither erlassen gewirkt hat. Der künstliche Gegensatz zwischen Selbsthilfe Seit einigen Monaten leben wir nun im neuen Rurs", I gespielt wurde, in seinem beschränkten Kreise manches Gute und die Schweiz aufgefordert werden, falls die deutsch- worden sein; dennoch scheinen es die Behörden, die es und Staatshilfe ist längst finnlos geworden, und der einſtige österreichischen Zollverhandlungen zu einem günstigen Ab- angeht nicht für nothwendig gehalten zu haben, diese mit König im sozialen Reich" hat so vollständig jegliche Herr schluß gebracht werden. dem Sozialistengesetz gefallene Verordnung aufzuheben. Es schaft über die Geister verloren, ist so vollständig todt und doch höchste Zeit dem neuen Rechtszustande Rechnung unschädlich, daß kein Sozialdemokrat ihm sein Denkmal mißist zu tragen. " Die Leipziger Zeitung" hatte natürlich ihrem abtretenden„ Chef" die pflichtschuldige Lobrede zu halten. Nun wir selbst haben unser Urtheil über Herrn 18 gewesen, wenn wir schon jetzt am Ruder wären? Wäre der so strafbar befundene Artikel etwa strafbar oder nicht? gönnen wird noch die folgenden: Von den uns zugegangenen Depeschen veröffentlichen wir Essen a. d. Ruhr. Nach der Rheinisch- Westfälischen Zeitung" wurden bis Vormittags 11 Uhr 41 Todte und 29 Verletzte aus der Zeche Hibernia" herausgefördert, 10 Bergleute sind noch in der Grube, die wahrscheinlich eben falls todt sind, so daß die Zahl der Todten sich auf 51 be läuft. Von den Verletzten sind mehrere lebensgefährlich ver wundet, die Todten meist entseglich verstümmelt und verbrannt. Das Aussehen der Uebrigen läßt darauf schließen, daß sie im Nachschwaden erstickt sind. Wo ist der Konflikt?" Bersumpft, wie wir gleich voraussagten. Oder richtiger verdunstet, verdampft. Die Konfliktswollen waren blos blauer Dunst, Regierung und In dem Prozeß gegen den Redakteur des Halle'schen fonfervative Regierungspartei haben sich in aller Stille ver- Volksblatt" hatte die Staatsanwaltschaft neun Monate Ge- Hibernia geht uns folgende schriftliche Meldung zu: Ueber das schreckliche Grubenunglück auf der Zeche ständigt, und in den Armen liegen sich Beide." Die Zeit fängniß beantragt der Gerichtshof ging aber über den der ernsthaften Konflikte ist überhaupt vorbei. Die Re- Antrag hinaus und erkannte auf ein Jahr Gefängniß, Jahren 53 Mann auf die gleiche Weise umgekommen find. Die Zeche Hibernia ist die nämliche, wo vor einigen gierung braucht die Regierungsparteien und die Regierungs- weil- wie wir in den Berichten der Zeitungen lesen Die Besitzer derselben haben in den ersten 6 Monaten des parteien brauchen die Regierung. Eine selbständige Junker- ber infriminirte Artifel ein Brand- Artikel ersten Ranges vorigen Jahres 2½ Millionen Reingewinn erzielt. Die partei giebts seit Langem nicht mehr; sie ist schon in sei. Wenn nach Aufhebung des Sozialistengesetzes solche Beche wird die nöthigen Schutzvorrichtungen nicht getroffen den fünfziger Jahren gestorben, und ihr klassischster Sproß, Aufhebungen fortgefeht würden, müsse energisch dagegen haben. Wenigstens find die Benzinlampen bis heute noch Junker Hans von Rochow, der am 10. März 1856 eingeschritten werden." als Gesetzgeber den Gesetzes wächter, Polizeipräsident nicht eingeführt, welche schon damals einer Reihe von Personen Hindelden, wegen einer junterlichen" Spielgeschichte als Grund für das hohe Strafmaß angegeben worden ist. Wir müssen annehmen, daß von dem Gerichtshof dies das Leben gerettet hätten, indem die Betroffenen dann hätten im Duell todt schoß, ist vor wenigen Tagen begraben Licht machen und sehen können, wohin sie gegangen, so aber Wenn dem so ist, dann können wir nur erklären, daß wußte im Dunkel niemand Bescheid und konnte niemand worden. Von der alten unterherrlichkeit" ist nichts ge- eine solche Motivirung dem ehernen Grundsatz, daß die sehen, wohin er ging. Große Aufregung herrscht auch blieben, als das Talent, auf Kosten des Volkes zu leben Justiz unparteiisch sein muß, schuurstracks zuwiderläuft. unter den Berglenten, weil man denjenigen, welche früher nur etwas zivilisirter als im Mittelalter. Für die Justiz, wenn anders sie Achtung genießen und auf Hibernia gearbeitet, somit Bescheid unter der Erde nicht Terrorismus üben will, gilt das Wort des Dichters: wußten und zur Rettung mit anfahren wollten, die Anfahrt sie steht auf einer höheren Warte verweigert hat. Als auf der Zinne der Partei. Ferner sollen unsere Leute, die auf der Zeche arbeiten, v. Noftiz- Wallwit und sein Regiment schon mit ge- als es durch jene Motivirung geschehen ist, auszusprechen, nicht anfuhren. Ob die Braven es mit dem Leben werden Und ist es möglich, so fragen wir, deutlicher und klarer zur Rettung angefahren sein, wo andere zögerten oder gar nügender Deutlichkeit abgegeben, und was die Leipziger daß die Justiz sich berufen hält, Zeitung" in unterthänigfter Devotion zu sagen beliebt, ist Rampf gegen eine Partei zu sein? Ist sich berufen hält, eine Waffe im büßen müssen? für uns und die Welt vollkommen gleichgiltig. Nur eine bas nicht Parteinahme? Würden die Richter, Hunderte von Frauen mit kleinen Kindern jammern und Der Zechenplatz ist ein Ort der Verzweiflung. ihrer Behauptungen ist doch etwas zu stark, um mit Still- die so argumentirten, nicht, wenn eine sozialdemowimmern, Tausende von Männern stehen und hören, was schweigen übergangen zu werden. Wir müssen sie wenigstens tratische Regierung fäme- was ja eines Tages es giebt. niedriger hängen. Wir meinen den Satz:" Der Herr unzweifelhaft geschehen wird konservative Blätter, Minister hat der staatlichen Presse nie auch nur einen die ihren Parteistandpunkt vertreten, ebenso hart ver Augenblick das Opfer ihrer Ueberzeugung zugemuthet." urtheilen müssen? Das ist so unver nein, man muß es nur richtig verstehen: das ist so wahr! Jemanden, der das Opfer seiner Ueberzeugung freiwillig bringt, dem braucht man es nicht zuzumuthen. Und Leute, die nie eine Ueberzeugung 3uf all abhängen, ob eine Partei an der Gewalt ist Und kann die Frage der Schuld oder Unschuld von dem gehabt, können selbstverständlich weder das Opfer ihrer Ueberzeugung bringen, noch kann es ihnen zugemuthet werden. Thatsache ist: die sächsische Amtspresse( von der stellen? Heißt das nicht alle Rechtsbegriffe auf den Kopf Leipziger Zeitung" an bis hinunter zum obskursten Amtsblättchen) stand nach jeder Nichtung hin auf einem so ist das Fundament der Reiche ward dieser Tage wieder Das justitia fundamentum regnorum- Gerechtigkeit tiefen Niveau, daß der alte Erzreaktionär Beuft, der Ge- einmal pathetisch in den Reichstag hineingerufen, und Alles schmack und Geist hatte, sich im Grabe herumwenden würde, that andächtig war das blos Komödie? wenn er in diesen Pfuhl geistloser Knechtseligkeit hineinschauen könnte. Und doch ist die sächsische Amtspresse unseren Nationalliberalen noch nicht servil genug. So von einer eigenthümlichen Praxis der Steuerein wurde die Leipz. 3tg." neulich von nationalliberaler Seite ich ägungs- Kommissionen, die ein angeblich aus arg angegriffen, weil sie den 20. Geburtstag der Reichs- sozialdemokratischer Agitation fließendes Einkommen gründung nicht durch einen patriotischen Hurrah- Artikel ge- mit in Veranlagung brachten. Nun schreibt das genannte feiert hatte. Die fürchterliche Anklage ging der armen Blatt:" In einem Falle wurde dem betroffenen SchuhLeipzigerin so zu Herzen, daß sie( in einer der letzten Num- macher Koppehl in Nienburg von der vorgesetzten Behörde mern) redaktionell darauf antwortete wie folgt: auf eine diesbezügliche Beschwerde mitgetheilt, daß der Ent" Untwort. Es hat eben Jeder seine Methode. Andere scheid der Steuereinschätzungs- Kommission hinfällig sei, und Blätter teine Namen nennen wir wollen von den Ihrigen( Nationalliberalen) er nicht 1200 M., sondern nur mit 600 M. in Veranlagung betheuern ihren nationalen Sinn in falbungsvollen Jubiläumsartikeln, die auf der ersten Seite des Blattes zu stehen pflegen, und bekämpfen die nationale Politik Also auch dieser Kampf mit geistigen Waffen" endete des früheren wie des jetzigen Ministeriums in den Beilagen. mit der vorauszusehenden Niederlage. Die krummen und unterirdischen Wege der russischen Spigeldiplomatie werden durch eine Nachricht, welche jett Wir schenken uns die Jubiläumsphrasen und suchen dafür die Das Denkmal, welches Herrn Schulze Delitzsch in durch die Bresse geht, hell erleuchtet. Es heißt nämlich, die nationale Sache auf allen Seiten unserer Zeitung, nicht blos Berlin errichtet werden soll, verursacht der Kreuz- Zeitung" deutsche und die österreichisch ungarische Reauf der Jubiläumsfeite, zu fördern nicht ganz ohne Erfolg, böse Beklemmungen. Sie gießt heute in einem anderthalb gierung hätten in Sofia bei der bulgarischen Regie Ei, wie giftig! Nur nicht ganz wahr! Denn in Jubi spaltigen Leitartikel ihren Seelenschmerz aus. Daß sie das rung Schritte bezüglich sogenannter nihilistischer Um läumsphrasen" weiß die Leipz. Zeitung" gelegentlich sehr Ende der Monarchie kommen sieht, sagt sie zwar nicht, aber triebe gethan und zwar sei dies geschehen auf Antrieb Großes zu leisten( S. Wettiner Fest), und die Förderung fie läßt es deutlich genug durchblicken und zu sagen der russischen Regierung. Daß die österreichische Re,, der nationalen Sache auf allen Gebieten" Na! na! braucht sie es auch nicht, denn sie sieht ja immer und bei jeder gierung, welche traditionell ein wunderbares Talent befißt, Gelegenheit das Ende der Monarchie. Es ist merkwürdig, stets das genaue Gegentheil des durch ihre Interessen Ge Seit einigen Tagen liegt auf der Bollabfertigungs- was für eine schlechte Meinung diese Königstreuen par botenen zu thun, auch hier das Spiel ihrer Feinde stelle Ritterstr. 16, eine Sendung polnischer Drucksachen, excellence von der Monarchie haben. Wenn sie wirklich so gespielt hat, glauben wir gern von der welche aus der Schweiz an unsere Expedition gesandt sind. schwach wäre, wie die„ Kreuz- Beitungs"-Leute glauben, dann deutschen Regierung glauben wir aber vorläufig Die Bollabfertigungsstelle verweigert die Herausgabe könnten die Republikaner jubeln. Was nun das Denkmal nicht, daß sie in eine Falle der russischen Spizeldiplomatie der Broschüren, die sie der politischen Behörde zur Durch für Schulze- Delitzsch betrifft, so giebt es gewiß Männer, die gegangen ist. Denn weiter nichts als eine Falle tann ein sicht übergeben will oder schon übergeben hat. Es eristirt ein Denkmal besser verdient hätten, und Denkmäler find berartiges Ansinnen seitens der Regierung Rußlands gewesen gegenwärtig, außers in Rußland, in feinem europäischen Männern errichtet worden, die es sicherlich weniger verdient sein., Das zivilisirte Europa zu Schritte gegen die bulgarische Staate ein Büchereinfuhr- Verbot, auch in Deutschland nicht. haben, als Schulze- Delitzsch. Die Zeiten sind längst vorbei, Regierung zu veranlassen, liegt wohl im offenbaren Interesse Und wenn man sich ein solches Verfahren anmaßt, so wo Schulze Delizsch von Sozialdemokraten gehaßt ward. des 3arismus, dessen Eroberungspläne durch ein un handelt man wohl noch nach Verordnungen aus der Zeit Wir kämpfen nicht mit Todten, und kennen feinen Groll abhängiges Bulgarien durchkreuzt worden, allein der des Sozialistengesetzes, welches, wie wir den übereifrigen gegen Ueberwundene. Und heute weiß Jeder von uns, daß Nihilismus hat auch nicht das mindeste Interesse daran, Zollbehörden zu ihrer Information mittheilen wollen, feit der kleinbürgerliche Reformer, dessen Popularität von der sich Bulgarien zum Tummelplatz und Wirkungsfeld 1. Oktober v. J. nicht mehr in Kraft ist. Bourgeoisie mißbraucht und gegen die Sozialdemokratie aus auszusuchen. wie Sie bemerkt haben werden. Leipz. 3tg." Kürzlich berichteten wir nach der Frankfurter Zeitung" tomme." Box Gelsenkirchen, 24. Januar. Neber die Katastrophe auf der Zeche Hibernia" berichtet die„ Gelsenkirchener Zeitung", daß es sich bei derselben dem Anschein nach um eine gemischte Explosion schlagender Wetter mit Kohlenstaub handelte. Die Rettungsmannschaften konnten wegen der Nachschwaden in den Flößen nur mühsam vordringen. Abends 10 Uhr war bereits eine große Anzahl Todte zu Tage gefördert; heute wurden auch mehrere Pferdeleichen heraufgeschafft. Bis Vormittag 10 Uhr waren 43 Todte und 35 Verwundete gefördert; es werden noch etwa 10 Todte in den verschütteten Strecken vermuthet. Die offizielle Liste der Verunglückten ist noch nicht festgestellt. Ueber die Ursachen des plötzlichen Todes des Prinzen Balduin von Belgien liegen nicht weniger als vier von einander abweichende Meldungen vor. Der Fall entbehrt nicht eines gewissen mysteriösen Charakters und erinnert an den Tod des österreichischen Kronprinzen Rudolf.9 ihnen; ihr war, als sei sie in einen Abgrund hinabgezogen, Dich. Komm, gehen wir! Ich möchte mit Dir ein wenig Es war nicht lustig, so allein umherzuwandern. Und dann in den keine Sonne tam, hinab unter hoffnungsloses, ver- plaudern..." Ja richtig, Du kannst nicht mit; ich muß war es unsicher; nirgends konnte sie ausruhen. Sie wagte dammtes Gewürm, welches das Licht nicht sehen durfte. Sie auch noch anderswo hin." Wohin?" Ich muß... nicht einmal sich auf eine Bank zu sehen; wer weiß, ob das wagte nicht, auf diesen Bänken zu sitzen; es dünfte ihr wie zu.,. nein, ich habe keine Beit, adieu!" Fanny rettete nicht irgend jemand mißfiel. Fast alles, was zu thun wir ein böses Omen, in Gesellschaft dieses Gesindels zu sein; sie sich durch die Flucht. Luft hatten, war ja verkehrt. Wenn William hier gewesen wurde förmlich frant vom Anblick, wie sie alle da saßen-In den Ferien wurde es traurig. Grethe und die wäre und sie hätte füssen wollen, so hätte sie sich nicht ge und sich längs der Wände verkrochen und vor Elend stöhnten. Magnesen'schen waren im Bad; Frau Holter und William traut; es war schlecht, es war nicht recht. ... Ach, in Jedoch drin beim graugelben Bult saß er mit den Horn- waren in den Fielden; Onkel Solum war in Schweden und welchem Zwang wir lebten. Aber nach der Konfirmation, brillen, er, der kleine flachsgraue, spiknasige Armenvorstand, Mama war brummig". Fanny trieb sich in der Stadt da wurde es besser. Da hatte man nicht gar so viele über streng wie Gott der Herr und rief die Auserwählten bei herum und studirte die Auslagen. Abends, wenn es fühl sich; man war erwachsen und so ziemlich Herr seiner selbst den Namen und theilte seine Gaben aus, knapp und genau, wurde, ging fie längs des Drammensvejs, um Abenteuer zu o je, da war dann wieder unser Herrgott. Es war so auf daß Niemand zu viel bekomme. Die nicht in den erleben. Da mußte ja Merkwürdiges zu finden sein, däuchte schwierig, so zu handeln, daß der liebe Gott zufrieden war. Büchern standen, wurden abgewiesen, sie mögen da oder ihr. Die großartigen Landhäuser konnten doch nicht leer om!- Nein, es war fein Vergnügen, allein spazieren zu dort hingehen, aber nicht mehr hierher kommen, denn hier stehen; reiche, flotte Leute mußten hier wohnen, und da mußte gehen. Bu schauen gab es auch nichts. Die Billen sahen erhielten sie nichts. Das nächste Mal waren sie von neuem es Feste und Bälle und allerlei Herrlichkeiten geben und recht leer aus. Ein paar Mal kamen Herren und redeten da; sie hatten auch anderwärts nichts gekriegt. Und sie in den dufterfüllten Gärten mußte mancherlei geheimniß sie an; aber dieselben waren nicht so, wie Fanny sie sich gebettelten und fluchten, und baten und weinten; sie schilder volle Geschichte vor sich gehen. Vielleicht traf sie einen dacht hatte; das cine mal erschrat sie und ergriff die Flucht. ten ihre Noth, daß Einem vom Anhören ganz übel ward; jungen, eleganten Herrn, der entdeckte, daß fie eine Schönheit Der Mensch war so eigenthümlich, er mochte vielleicht einer von jedoch Gott der Herr war streng; sie wurden wieder ab- fei; er nahm sie mit sich heim in seine Billa, ließ sie sich jenen ekelhaften Gesellen sein, von welchen Karoline erzählte... gewiesen, beständig abgewiesen. Oder er drohte ihnen zu in Rosenwasser baden und sich in Spigen und in rothe Fanny begann zu zittern. Es war schon etwas spät am tommen und ein wenig zu untersuchen." Gott, war es Geide hüllen; da zeigte es sich, daß sie das hübscheste Abend; als sie heimkam, war Mama böse. Das fehlte hier schrecklich! Mädchen der Erde war und da drückte der elegante Herr mir gerade", sagte sie, daß Du nun anfingest am Abend Fanny gegenüber machte er nie viel Gerede; Kristians- auf einen Knopf, eine geheime Thür sprang auf und herumzuvagabondiren! Wir wollen hoffen, daß Niemand borg... amtliche Refution" murmelte er und gab ihr ihre William stand da, William oder Thorvald. Er war auch Dich gesehen hat... von unseren Bekannten, nämlich... drei Thaler. Sie schnappte danach und lief, als ob sie das zierlich gekleidet und er war nicht mehr schüchtern, sondern Ach, ist das eine ewige Plage mit diesen Kindern! Du Geld gestohlen habe. Sie wußte, was für Geld es war, ging auf sie zu und nahm sie in seine Arme. Und da sagte solltest nun schon einmal beginnen, ein Mensch zu werden; der Beitrag der Armenkasse für ihre Erziehung. der feine Herr:" Ja, ich wollte nichts anderes, als daß Ihr aber nein; wenn Du nicht Mama auf den Fersen hast, bist Während der Zeit, in welcher Onkel Solum auf Reisen miteinander glücklich seiet!" Und dann klatschte er in die Du im Stande Dich aufzuführen wie eine Dirne. Schäme war, mußte Fanny auch manchmal zum Pfandverleiher. Hände und es kamen Diener und Mägde und deckten einen Dich doch! So, und mun lege Dich nieder und bitte Gott, Mamas Bekannte in der Stadt sollten nicht wissen, wie schönen Tisch; und es gab Wein und Früchte und massenhait Dich zu bewahren!"-Fanny gab ihre Abend- Spazier dürftig sie es hatte; gerieth sie also in Verlegenheit, so trug Kuchen; und dann ging jeder seines Wegs und sie beide gänge auf dem Drammensvej auf. Fanny die goldene Uhr fort. Wenn es sich thun ließ, so blieben allein, und sie aßen und ließen sich's wohl sein; Eines Tages, als sie in der Karl- Johannsstraße herums ging fie am Abend, wenn es finster war. Allein auch das nachher führte er sie zum Sopha; hier setzten sie sich und schlenderte und Auslagefenster studirte, traf sie Anna und schützte sie noch nicht. Es konnte geschehen, daß sie bei einer dann wurden die Lichter ausgelöscht; und dann nahm er Ingeborg. Sie wollten auf die Universität und ausgestopfte Gaslaterne von irgend einer Kollegin überfallen wurde sie um den Hals und füßte sie.. Thiere anschauen. Fanny begleitete sie. Es wurde ein Nein, Liebe, bist Du es? Wo sollst Du denn hin?"- Ach, immer mußte sie an so etwas denken, wenn sie außerordentlich unterhaltender Bormittag. So viel Schönes " Ich... ich" Fanny wurde flammendroth ich soll zur herumging! Grethe that dies gewiß nicht. Es war auch hatte Fanny niemals gesehen, und besonders rührte es fie, So! Wo wohnt sie denn?"." Sie nicht fein. Man sollte an dergleichen gar nicht denken; wenn sie ihre alten Bekannten aus der Naturgeschichte traf. " Da begleite ich nicht, ehe man verlobt war. Und nicht einmal da ( Fortsetzung folgt.) Wäscherin." wohnt in Grönland." " B Parlamentarisches. Der Nihilismus bekämpft den Zarisinus auf Tod und Leben,[ Regierung Dienste leistete, deren Soldaten, ihn den Wehrlosen, Bei alledem miaut die pfälzische Klerisei noch von ihrer Unterund er hat nicht nur keinen Grund, die bulgarische Regie in brutaler Weise mißhandelten. drückung. Wir Pfälzer sehen hier wieder recht ein, daß wir rung zu befehden, sondern umgekehrt die zwingendsten Gründe, Man sieht, ein solcher Patron ist trotz seines Alters die Dinte eigentlich nur eine Kolonie von Bayern bilden; denn was im ihr Verlegenheiten zu ersparen. Dagegen hat das zarische nicht werth, die man seinetwegen verschreibt. Aber da er seine jenseitigen Bayern von unserem nachbarlichen Baden ganz abRußland allen Grund, derselben Verlegenheiten zu be- antisemitischen Setzblätter, in welche er feine Lügen über den gesehen erlaubt ist, ist für uns noch lange nicht statthaft. Streit der Hamburg- Altonaer Schneider hat drucken lassen, an reiten. Und die bequemste Handhabe hierzu bietet die künst- alle Kreisblätter und andere ihm in Sympathie zuneigenden Breßlich gepflegte Angst vor revolutionären( anarchistisch- organe mit Rothstift angestrichen versendet und dadurch in den nihilistischen) Umtrieben". Daß die russische Spizeldiplomatie Reihen unserer Arbeiter Verwirrung erzeugt werden kann, worauf den Nihilismus als Popanz benutzt, wissen unsere Leser, es eben abgesehen ist, so kann man nicht umhin, ihn zu züchtigen, weiß jeder mit der Taktik der russischen Spizeldiplomatie fo unangenehm selbst nur die geistige Berührung mit einem solchen einigermaßen Vertraute; und wir wissen des Ferneren, daß Subjekte auch ist. die russischen Spizel sich mit Vorliebe in das Gewand des Nihilismus hüllen. Nun wimmelt aber Bulgarien von schen Wahlkreise wahrscheinlich bevorstehenden Nachwahl zum Bremerhaven. Haupsächlich wegen der im 19. Hannoverrussischen Spigeln. Und wenn die russische Reichstage wurde nach Bremervörde auf den 8. Februar eine Regierung das ordnungsliebende Europa" zu einem Konferenz einberufen. Als Tagesordnung ist vorläufig vor diplomatischen Feldzug gegen die Nihilisten in Bulgarien geschlagen: 1. Stellungnahme zur event. Nachwahl. 2. Die länd: aufruft, so ist das ein Kunststück im Genre der Herren liche Agitation. 8. Die Barteipreffe und ihre Aufgabe. 4. An Bismard Krüger Wohlgemuth, welche sich weiland in der träge aus der Mitte der Konferenz. Schweiz ihre Fallstaff'schen Lorbeeren erworben. Daß die deutsche Regierung, die doch den Rummel genau kennt, die russische Spizelkomödie ernst genommen habe, glauben wir also nicht aber die Karten der russischen Spigeldiplomatie liegen jetzt aufgedeckt da vor aller Welt. V 2 Korrespondenzen und Parteinachrichten. ㄓ Stendal. Am Freitag, den 23. Januar, wurde beim Ber: golder D. Görges( sozialdemokratischer Vertrauensmann von hier) und beim Tischler Emil Schade Haussuchung nach den verbotenen Liederbüchern( 12. Auflage) vorgenommen. Gesunden wurde nichts. Die Wahlprüfungs- Kommission tam gestern zu dem Beschlusse, die Wahl des Abgeordneten Grafen von SaldernAhlimb auszusehen und Erhebungen über die im Proteste beDie Stimmzettel aus dem Kreise Ruppin einzufordern. Hier hatte haupteten Verstöße zu veranlassen. Speziell wurde beschlossen, die fonservative Partei, nachdem sie das Gesuch des freisinnigen Wahlfomitees, gleiche Zettel anzuschaffen, gar nicht beantwortete, Bettel von blaugrauer Farbe zur Bertheilung gebracht, bei denen außerdem auf der Rückseite der Abdruck des Namens deutlich sichtbar ist. Die Prüfung der Wahl des Abgeordneten Dr. Schier( Hanau- Gelnhausen) mußte wegen Beginn der PlenarSigung unterbrochen werden. Gerichts- Beitung. " Futter" natürlich mit einem wahren Hochgenuß zu Gemüthe und er möge sie nur für die Zukunft mit seinen Schriften Burschen, welche den Eindruck von Zuhältern machte, im Humführt. Es heißt in derselben: ,, Bei dem letzten Schneiderstreik in Hamburg wurden im Ganzen, und zwar nur unter den armen Arbeitern, 4858,08 m. Unter stüßungsgelder für die Streifenden gesammelt. Von dieser an und für sich gewiß nicht großen Summe erhielt die Streiftommission an, Besoldung" 2196,37 M., bleiben 2661,71 M. übrig. Von diesem übrig gebliebenen Rest wurden noch abgezogen für „ Druckkosten, Porto 2c." 1209,49 M., mithin verblieben für die armen streifenden Schneidergesellen 1452,22. M." Braunsberg. Hier in Ditpreußen macht die Ablehnung unferes auf die Aufhebung der Getreidezölle abzielen den Antrages Die Gewaltthaten dreier Strolche, welche am 7. Seprecht böses Blut und gewinnt uns mehr Sympathien, als Junfern tember v. J. im Humboldhain außerordentlich lärmende Szenen und Pfaffen lieb ist. Auch hier wird der Kampf mit geistigen hervorgerufen hatten, beschäftigten gestern die III. Straffammer Waffen" betrieben. Aber manchmal mißglückt der Kampf, wie hiesigen Landgerichts I. Die 3 auf der Anklagebank sizenden folgendes Stückchen zeigt: In einem Dorfe bei Braunsberg Individuen Karl Schuchmann, Robert Dittmer und fammelte ein Arbeiter sämmtliche Schriften( Belehrung über die Hermann Friese gehören zu jenen gefährlichen Rowdys, welche Hamburg, 20. Januar 1891. Gine unerhörte Ver- Sozialdemokratie), welche von einem fatholischen Pfarrer aus fo häufig gerade die öffentlichen Parkanlagen unsicher machen. unglimpfung der Sozialdemokratie, die von dem gegeben worden waren, und schickte alle en den Pfarrer zurück Der Erstgenannte ist schon mit 7 Jahren Zuchthaus vorbestraft ehemaligen Kommunisten, jezigen Antisemiten Häuptling Wilh. mit dem Bemerken: Er möge nur erst die nächste Reichstags- und auch seine beiden Kumpane sind gemeingefährliche Tagediebe. Marr ausgeht, macht gegenwärtig, wie bereits furz von uns Wahl abwarten, er solle, wenn er beim Braten säße, darüber Am 7. September Vormittags trieb sich eine Rotte von jungen die Presse, die sich der besser wäre ver- boldt Hain umher und belästigte die Passanten. Etwa schonen, denn es dürfte ihm wohl nicht lieb sein, sollte er sehen, fünf der Kerle machten sich auch an ein auf einer Bank sitzendes daß das feine Schriftchen, statt gelesen zu werden, zu etwas Ehepaar heran und als einer von ihnen die Frau in unananderem benutzt würde, zu dem er es auch selbst gebrauchen ständiger Weise berührt hatte und der Ghemann sich diese Frechfönne. rheit energisch verbat, tam es zu einem lebhaften Auftritt, welcher bald zu einer förmlichen Schlacht ausartete. Die Bewohner jener Niesa( Sachsen). Gegen den früheren Redakteur des hiesigen Gegend, welche durch die Strolche häufig genug zu leiden haben, Voltsfreund", Gen. Dr. Gradnauer, wurde gestern vom Schöffen- kamen dem Ehepaar zu Hilfe, das Gesindel, welches nach und gericht Riesa verhandelt. In seiner Eigenschaft als verant nach noch Verstärkung erhalten hatte, griff aber feck zum Meffer wortlicher Redakteur des in Riesa erscheinenden Volksfreund" und trieb ihre Widersacher in die Flucht. In kurzer Zeit hatten Wir möchten zunächst wohl wissen, woher der Klopffechter soll er einen Schuhmann beleidigt haben. Der Gerichtshof ver- fich Hunderte von Personen angesammelt und es fam zu des Antisemitismus diese Zahlen her hat, die von Anfang bis urtheilte ihn zu 14 Tagen Gefängniß. einem Massenangriff auf die Strolche, wobei es auf beiden zum Ende unrichtig sind. Die Gesammtsumme der eingegangenen tinha had Geiten blutige Köpfe gab. Inzwischen war auf der Polizeiwache Unterstüßungsbeiträge betrug nicht 4848,08 m., fondern 19653,20M.; Aus der Pfalz. Wir haben es thatsächlich nicht mehr in der Usedomstraße Anzeige von dem Erzeß gemacht worden davon waren am 14. Juli 1889, an welchem Tage die Streit- nöthig über unsere Erfolge zu berichten, denn unsere Gegner thun und es rückte eine Abtheilung Schußleute mit blanker Waffe gegen tommission öffentlich Rechnung legte, 10 079 M. an die Streifenden dies selbst, die Nothschreie derselben beweisen, daß wir ihuen das die Ruhestörer vor, welche sich hartnäckig mit ihren Messern ververausgabt, 4259,55 M. waren am selben Tage noch baar in der Feld Fuß um Fuß streitig machen. Das Zentrum der Pfalz hat theidigten und nur mit Mühe gelang es, sie endlich in die Flucht Kaffe. Als Besoldung für die Kommissionsmitglieder waren in nunmehr seine Petition für Hereinberufung der Jesuiten auch in zu schlagen. Leider vermochte der größte Theil der Rowdys zu der fraglichen Abrechnung allerdings nicht wie der Anti- Bewegung gesetzt, wie nicht anders zu erwarten wird dieselbe mit entkommen, die drei Angeklagten aber, welche wie toll mit ihren femiten- Apostel erzählt 2196,37 W., sondern 3639,50 m. auf dem riesigen Wachsthum der Sozialdemokraten in der Pfalz" Messern um sich geschlagen hatten, fonnten dingfest gemacht wergeführt; dabei ist aber nicht zu übersehen, daß in dieser Summe begründet, diese Jesuiten sollen der letzte Damm gegen die Hoch- den. Mit Rücksicht auf die Gröblichkeit und Gemeingefährlichkeit bie Streikunterstützung für die Kommissions- Mitglieder( fünfzehn fluth sein. Wenn wir auch annehmen müssen, daß etwas zu eines solchen Grzesses und in Würdigung der Rolle, welche jeder Mann), die doch auch Streifende waren, mit enthalten starke Windbeutelei dabei ist, so können wir immerhin noch stolz der Angeklagten gespielt hat, verurtheilte der Gerichtshof den ist. Diese Besoldung( einschließlich der Streitunterſtüßung) fein auf das Kompliment. Schon wittert man den Reichs- und Angeklagten Schuchmann zu einem Jahr, Dittmer haben sich die Kommissionsmitglieder auch nicht aus eigener Ordnungsfeind auch in der Kaserne, denn wie könnte man sich es zu zwei Jahren und Friese zu drei Jahren GeMachtvollkommenheit genommen; sie ist ihnen vielmehr von der auch anders erklären, daß man höheren Orts angeordnet hat, fängniß unter Anrechnung von zwei Monaten auf die UnterGesammtheit der Schneider in öffentlicher Versammlung bewilligt daß die Militärgeistlichen beider Konfessionen in vierwöchentlichen Ab- fuchungshaft. worden, wohl in Anbetracht der Thatsache, daß die als tüchtige ständen den Unteroffizieren und Mannschaften Vorträge zu halten verArbeiter bekannten Rommissionsmitglieder jeden Augenblick in den anlaßt werden über die Bestrebungen der Sozialdemokratie"? Eine grobe Fahrlässigkeit, wodurch sieben Menschen in besten Geschäften, welche die Forderungen der Arbeiter bereits Bereits wurde diese Anordnung praktisch bethätigt in Germers Lebensgefahr geriethen, führte gestern den 17 jährigen. Schiffer bewilligt hatten, Arbeit erhalten konnten und somit, da es sich heim, Landau 2c. und am legten Sonntag in Speyer. Die Form Robert Kupsch vor die erste Strafkammer des Landgerichts 1. um die beste Geschäftszeit handelte, thatsächlich nur für ihre wirk dieser Verhandlungen erinnert so recht an solche der famosen Am zweiten Pfingsttage des vorigen Jahres hatten vier Arbeiter, lichen Versäumnisse entschädigt wurden. Heilsarmee, so z. B. marschirten in Speyer die Mannschaften von denen einer seine drei Kinder im Alter von zwei, vier und Wir wollen hier nicht erörtern, ob es angebracht war, den ihren Obersten an der Spitze, auch die Musik wurde hierzu be sechs Jahren mitgenommen hatte, einen Spaziergang im TrepKommissionsmitgliedern eine Extra- Entschädigung zu zahlen, das fohlen, nach dem Versammlungsfokale. Der Herr Kirchenrath tower Park gemacht. Als sie gegen Mittag auf dem Rückwege mußten die übrigen Theilnehmer am Streit und die diesen unter- yaker schwefelte den sozialistischen Bazillus gründlich aus, begriffen waren, beschlossen sie, sich von der Treptower Seite ftüßenden Kollegen entscheiden. Sie hatten dazu um so mehr ein fein Sermon tlang in einem Hoch auf den Prinzregenten aus, nach dem gegenüberliegenden Spree Ufer übersetzen zu lassen. Recht, als sie mehr als drei Viertel der gesammten für den Streit die Musik spielte und die Soldaten fangen sich eins und immer Sie riefen den Angeklagten, der ant jenseitigen Ufer stand, an eingegangenen Unterstützung selbst aufgebracht haben; sie ver- noch eins. So wurde der schöne Abend ausgefüllt. So gerade und dieser löste auch einen Kahn, mit dem er die Leute holen fügten also thatsächlich über in der Hauptsache von ihnen selbst wünschen wir es. Ueberall auch in der Kaserne soll der wollte. Kaum war der beladene Kahn abgestoßen, als deraufgebrachte Gelder. Auch die für Drucksachen und Porto von Sozialismus gepredigt werden, die Irrlehren werden wir selbe mit großer Schnelligkeit zu sinken begann. Das Wasser dem Antisemitenhäuptling aufgeführte Summe von 1209,49 M. schon forrigiren. Während hier durch Gebete, Musik strömte durch große Deffnungen, welche sich etwa eine Hand ist falsch, in Werklichkeit belief sich dieselbe auf 394,15 M. und Gesang der Satan ausgetrieben werden soll, wird breit unter dem Bord befanden. Im nächsten Augenblicke lagen Soviel zur Richtigstellung des Thatsächlichen. uns aus Pirmasenz berichtet, daß seit Neujahr ungefähr ein alle sieben Personen im Wasser, welches dort eine Tiefe von Das ist aber dem Antisemiten Marr auch Nebensache. Er Duhend Schuhwaaren- Fabrikanten verkracht sind und hierdurch ein gegen sechs Fuß hatte. Nur der Bootführer hatte seine Person will der Sozialdemokratie eins auswischen mit seinen falschen großer Nothstand erzeugt wurde, denn mehr als 1000 Arbeiter burch einen rechtzeitigen Sprung ans Ufer in Sicherheit gebracht. Zahlen und fügt daher an: sind hierdurch brotlos geworden. Die Bourgeoisie, die hier wie es war als ein Wunder anzusehen, daß sämmtliche Personen Dieses heutige, 75 Berzent eintragende sittlich nicht be- überall den Kopf in den Sand steckt, schickt sich soeben an, diese gerettet wurden; das vierjährige Mädchen war bereits ohne neidenswerthe Kunststück hat die moderne verjudete Sozial Katastrophe auf den Allerweltskarren der Mac Kinley- Bill abzu- Lebenszeichen, als es aus dem Wasser geholt wurde und erst demokratie erst fertig gebracht! Und dieses Kunststück ist noch jaden. Das furchtbare Gewinsel der Ordnungsmänner läßt nach längeren Bemühungen gelang es, dasselbe wieder zum tausend Mal schlimmer, als wenn uns jüdische Geldprozen aber darauf schließen, daß dieses Dutzend erst der Anfang ist. Bewußtsein zu bringen. Der Kahn, der vom Angeklagten durch Negozirungen fauler überseeischer Anleihen das Fell Eine ordentliche Krise dürfte hinreichen, noch einige Dußend von benutzt worden war, zeigte sich als ein altes morsches über die Ohren ziehen. Diese jüdischen Geldproßen brauchen dem morschen Baume abzuschütteln. Bereits fängt es auch in Fahrzeug, welches zur Beförderung von Personen durchhöchstens fünf bis acht Prozent Spesen für sich. Das verjudete anderen Orten unserer Pfalz an zu rappeln. aus nicht mehr verwendbar war. Der Polizeilieutenant Geldproßenthum in der heutigen sogenannten Sozialdemokratie" In einer ganz merkwürdigen Lage befinden sich die nannte es eine verfaulte Schwelle". Der Angeklagte entschuldigte berechnet nahezu 75 pet. für seinen Schwindel, der auf aus der Landeskirche ausgeschiedenen Mitglieder der freireligiösen sich damit, daß er erst seit 14 Tagen dem Schiffergewerbe angeKosten der armen Arbeiter verhältnißmäßig bessere Geschäfte Gemeinde von Ludwigshafen. Es sind dies meistentheils hörte, als das Unglück sich ereignete, und daß auch der Kahn macht, als Rothschild und Bleichröder mit ihren Anleihen Sozialdemokraten, denn eine Anzahl der„ honetten" Bürger. sind noch Tags zuvor fortwährend zum Uebersetzen von Personen Negotiationen. Ich gebe Euch Zahlen! Widerlegt sie, wenn zwar auch freigeistig, haben aber nicht den Muth, dies offen zu benutzt worden fet. Der Staatsanwalt hielt die Fahrlässigkeit Ihr könnt, Ihr gelehrigen Schüler der jüdischen Schacherweisheit, bekennen. Vor Jahresfrist beantragte Genosse Ehrhardt im für eine außerordentlich grobe, für die er drei Monate Gefängniß die sich- Sozialdemokraten"() nennen. Ihr wollt den armen Stadtrathe zu Ludwigshafen die Ueberlaffung eines Schullofales in Antrag brachte. Der Gerichtshof sprach seine Verwunderung streifenden Proletariern helfen, aber 75 pet. steckt Ihr in Eure für Ertheilung freireligiösen Unterrichts. Die Klerifei in blau darüber aus, daß ein derartiges Fahrzeug zur Beförderung von eigene Tasche! Haißt ä Geschäft!" und schwarz erhob sich mächtig gegen diese Gottlosigkeit, so hat Personen benutzt werden konnte und nur mit Rücksicht auf die D Literarisches. Auf die Prozentberechnung brauchen wir uns nach dem Oben sich denn diese Angelegenheit bei dem bekannten Schneckengang Sugend und augenscheinliche Beschränktheit des Angeklagten begefagten nicht weiter einzulassen. Was aber in aller Welt hat unserer bayerischen Bureaukratie ein ganzes Jahr hingezogen, ließ der Gerichtshof es bei einer Gefängnißstraße von zwei die Sozialdemokratie mit dem Streit zu thun? Hat die Sozial- bis das hiesige Bezirksamt denn einen salomonischen och en. demokratie etwa den Schneiderstreit in Szene gesetzt? Der Bescheid sich zurechtbraute; er entspricht vollkommen der große" Judenfresser, der seinem Aerger über das ruhig fort- Zeit, welche darauf verwendet wurde. Nach unserer Verschreitende Wachsthum der Sozialdemokratie durch Berleumdung fajjungsurkunde hätten wir Gewissensfreiheit, die solle und berselben Lust zu machen sucht, fennt sehr genau das spontane dürfe nicht angetastet werden; es sollen also Kinder dissiAuftreten der Streits; er weiß es auch, muß es wissen, daß die denter Eltern nicht genöthigt werden, an dem in der Schule erArbeiter über die Verwendung der von ihnen aufgebrachten theilten Religionsunterricht Theil zu nehmen. Hieraus könne Von der Nenen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Diek' Verlag) Gelder sehr strenge Kontrolle üben und daß sie jede unrechtmäßige aber keineswegs gefolgert werden, daß die Kinder solcher Eltern ist soeben das 17. Heft des 9. Jahrgangs erschienen. Aus dem und ohne ihre Zustimmung gemachte Aufwendung energisch zu hinsichtlich des Religionsunterrichts völlig freigegeben feien. Inhalt heben wir hervor: Zur Frage des chernen Lohngesetes. V. verhindern wissen, sonst würde ja die schöne Gelegenheit zu Glücklich holte denn unser Herr Bezirksamtmann auch eine alte Schul- Von Ed. Bernstein. Die Kaufmannsbewegung in DeutschSchanden, seiner Todtfeindin, der Sozialdemokratie, die ordnung aus dem Jahre 1817 aus der Rumpelkammer hervor, land. Die Arbeiterbewegung in den Vereinigten Staaten. 11. ihn übrigens als Feind überhaupt nicht betrachtet, um damit zu beweisen, daß der Mensch doch Religion haben von F. A. Sorge.- Literarische Rundschau. Notizen. weil sie ihn nicht ernst nehmen tann, eins zu muß, es soll diese wie bei den Juden 2c. in Privat- Feuilleton: Töchter unserer Zeit. Roman aus dem modernen versetzen. In welch' echt antisemitischer Weise das geschehen ist, unterricht ertheilt werden. Hierzu sollen aber nur solche Gesellschaftsleben von F. v. Ost a.( Fortsetzung.) wollen wir hiermit gebührend angenagelt haben. Nun mag der Personen zugelassen werden, welche nach Verordnung vom judenfresserische Klown oder klownmäßige Judenfresser zu den Jahre 1825 genügende Zeugnisse von den konstituirenden mann's, Großer deutscher Banernkrieg, illustrirte VolksWir erhalten soeben Heft 17-20 von Dr. W. ZimmerPrüfungskommissionen beibringen fönnen". Die Zeugnisse des Soweit das Hamb. Echo", welches dem Herrn Marr frei Unterricht ertheilers, des exprotestantischen Geistlichen Herrn Schnei- ausgabe, herausgegeben von Wilh. Blos.( Stuttgart, J. H. W. Diet' Verlag.) lich zu viel Ehre anthut, wenn es ihn als ehemaligen Kom- der aus Mannheim, wurden von der Distriktsinspektion als nicht munisten" bezeichnet. Dazu war dieser Skribent selbst in seiner genügend erkannt. Was nun? Das Jahr 1851 gab uns das Das Wert erscheint in ca. 26 bis 28 Lieferungen à 20 Pfg. Jugend viel zu wenig idealistisch veranlagt. Er hat nur Recht, nach unserer Façon selig zu werden, wir werden nicht in seinem Buche" Das junge Deutschland in der Schweiz" gezwungen zum Unterricht, müssen ferner nachweisen, daß das mit seinen Verbindungen mit Kommunisten Die Zeitschwingen", Monatsschrift für Volksbildung und groß ge- Kind solchen genießt. Dieser muß aber staatlich anerkannt sein, Auftlärung. than und dieselben der deutschen Polizei denunzirt. Jetzt was in sophistischer Haarspalterei verweigert wird. Nach Soeben erschien das 1. Hest, 2. Jahrg. gegen saubere Geschäft Gedankengange deutsche dem Dieses Bureaukraten müßte der Inhalt: Neujahrsgruß. Neujahrsbetrachtungen. Von Sozialdemokratie unter antisemitischer Flagge in frechster Weise dissidente Unterricht unbedingt von einem katholischen oder Otto Lichtmann. Die Frauenfrage in der sozialdemokratischen fort. Das iſt derfelbe Marr, der in den fünfziger Jahren, als protestantischen wohlapprobirten Geistlichen ertheilt werden. Literatur. Von 3. Dz- la. Die neue Kulturforschung. Von Hamburg von österreichischen Truppen befeßt war, in seinem Dies alles geschieht in einer Beit, wo in Nürnberg Manfred Wittich. Die Anfänge des sozialen Kampfes im alten Redaktionslokale von einem Offizier und vier Mann der öfter- und München der Religions Unterricht nicht allein frei Rom. Von Ernst Berner. Das Kapital. 1. Von A. Behr. reichischen Armee überrascht wurde und regelrecht fünfund gegeben, sondern noch von den Gemeinden, wie beispielsweise in Bur sozialen Frage. Von Walther May.- Die Sonne und ihre zwanzig" aufgezählt erhielt. Das ist derselbe marr, der etwas Stirnberg, fubventionirt wird. Während in den staatlich aner Planeten, Aſtronomische Studie von Paul Breitum.- Gedankenſpäter, als das Berliner offizielle Breßbureau ſeine Mitarbeiter fannten Religionsgemeinschaften jedes Kaplänchen und Bitärchen, perlen. Volkswirthschaft und Statistik.- Literatur. schaft zurückwies, sich dem gleichen Institute in Wien zur Ver auch event. das Dorfschulmeisterlein den Unterricht ertheilen Verlag von J. Beraner, Reichenberg, Böhmen, fügung stellte und auch für dasselbe verbreitete. Also derfelben darf, weiß man hier nicht, welche Zeugnisse zu beschaffen sind. Preis pro Hejt 20 fr. 40 31. Todten wandern." fezt er die Jedes Hest enthält an Text zwei Bogen Großoktav. Theater. Sonntag, den 25. Januar. Opernhaus. Oberon, König der Elfen. Montag: Der Waffenschmied. Circus Renz. Karlstraße. Heute, Sonntag, den 25. Januar: Schauspielhaus. Das goldene Bließ. Zwei Vorstellungen. ( Der Gastfreund. Die Argonauten.) Montag: Das goldene Vließ. ( Medea.) Um 4 Uhr Nachm.( 1 Kind frei). Auf Verlangen: Lessing- Theater. Der Traum ein Mazeppa's Verbannung, Leben. Montag: Nora. Berliner Theater. Goldfische. Montag: Kean. Deutsches Theater. Des Meeres und der Liebe Wellen. Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die Gondoliere. Montag: Dieselbe Vorstellung. Wallner Theater. Adonis. Montag: Dieselbe Vorstellung. Residenz- Theater. Der selige Tou pinel. Montag: Dieselbe Vorstellung. Viktoria Theater. Die sieben Raben. Montag: Dieselbe Vorstellung. Bellealliance- Theater. Die Nachbarinnen. Montag: Dieselbe Vorstellung. Ostend- Theater. Mann. Ein berühmter Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Unsere Don Juans. Montag: Dieselbe Vorstellung. Thomas Theater. Drei Paar Schuhe. Montag: Dieselbe Vorstellung. Kaufmann's Variété. Große Spe. zialitäten- Vorstellung. Theater der Reichshallen. Große Spezialitäten- Vorstellung. Concordia. Große SpezialitätenVorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Wintergarten. Große Spezialitäten Spezialitäten- Vorstellung. Vorstellung. Englischer Garten. Direktion: C. Andress, Alexanderstraße 27c. Clara Conrad, Lieder- und Walzer fängerin. Jenny Reimann, Rostüm- Soubrette. Max Menzel, Gesangskomiter. Mr. Koberstein, Malabarist. Mc. Lean Brothers, Amerikan. Gebr. Willmo, muſikaliſche Clowns. Neger- Excentric. Anfang Wochentags 8 Uhr. Sonntags 52 Uhr. Entree Wochentags u. Sonntags 30 Pf. 50 Pf. und 75 Pf., im Vorverkauf 20 und 30 Pf. oder: Die Nache Graf Rottoffs. Große historische Pantomime mit Ballet in 4 Abtheil., arrangirt und inszenirt vom Direktor E. Renz. Abends 71/2 Uhr: Die lustigen Heidelberger oder: Ein Studenten- Ausflug mit Hindernissen. Große Original- Pantomime, neu arrangirt und in Szene gesetzt vom Direktor E. Renz. In beiden Vorstellungen Auftreten sämmtl. Künstler- Spezialitäten, sowie Reiten und Vorführen der bestdressirten Schul- und Freiheitspferde. Komische lichen Clowns. Unserem Budifer und jeijenbruder, Wilhelm Spät, zu seinem heutigen Geburtstage ein dreifach donnerndes Lebehoch, daß die Stammseidel wackeln! Die dorschtigen Pfeifenbrüder. Willem, wärschte nu bald vernimmftig werden? 212J Unserm Revisor, dem Pfropfenbruder Paul Jordan, zu seinem morgenden Große öffentliche Volks- Versammlung am Montag, den 26. Januar, Abends 8 Uhr, Wiegenfeste( 26. b. M.) ein dreimal im grossen Saale der Berliner Bock- Brauerei am Tempelhofer Berg. donnerndes Hoch! 213J Der Pfropfenverein Wedding. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern zur Kenntniß, daß heute Sonntag unser Vereinsfollege und Genosse Hugo Kühne, Rüdersdorferstraße 19, von der Leichenhalle des Städtischen Krankenhauses am Friedrichshain aus um 3 Uhr beerdigt wird. Um zahlreiche Betheiligung bittet Der Vorstand Tages Ordnung: aid 1. Die Jrrlehren der Sozialdemokratie von Eugen Richter. Referent Herr Wilh. Werner. 2. Diskussion. 3. Wahl von Revisoren. 4. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann. 336 Große öffentliche Versammlung. zu Gunsten der Arbeiter- Bildungsschule am Montag, den 26. Januar, Abends 8 Uhr, Entrees und Intermezzos von sämmt der Freien Vereinigung der Damen- imt großen Saale der Brauerei ,, Tivoli" am Kreuzberg. Montag: Vorstellung. E. Renz, Direktor. Circus Schumann. Friedrich- Karl- Ufer. Sonntag, den 25. Januar: 2 gr. Vorstellungen. Nachmittags 31/2 und Abends 71/2 Uhr. Beide Vorstellungen mit verschiedenem Programm. In beiden Vorstellungen Auftreten der gesammten Kunstfräfte, sowie Reiten der bestdressirten Schulund Freiheitspferde. Komische Entrees sämmtlicher Clowns. Zum Schluß in beiden Vorstellungen: Circus unter Wasser. Eine ländl. Hochzeit. Sensationelle Wallerpantomime. In der Nachmittags- Vorstellung zahlen Kinder unter 10 Jahren auf allen Plätzen die Hälfte. Montag, Abends 71/2 Uhr: Große Vorstellung. Eine ländliche Hochzeit. Welt- Restaurant. 26 M] Dresdenerstr. 97. Norddeutsche Sänger Tages Ordnung: mäntelschneider und Arbeiterinnen der Bekleidungs- Industrie Berlins. 1. Vortrag des Reichstagsabgeordneten E. Wurm über: Die Luft Steinborn. als Nahrungsmittel". 2. Diskussion. Am Eingang findet Tellersammlung statt. 210J Kürschner! Die Beerdigung unseres Kollegen math Zittau statt. Der Einberufer: A. Gumpel, Barnimstraße Nr. 42. Edmund Rothe findet in seiner Sei- Sozialdemokratischer Wahlverein für den 5. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Kranzbinderei und Blumenhandlung Berlin SO., J.Meyer, Wienerkr. 1. in der Ecke bei der Manteuffelstraße. Versammlung am Montag, den 26. d. M. Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Minner, Rofenthalertr. 11/12. Tagesordnung: 1. Das Landproletariat und die Sozialdemokratie. Referent: Richard Baginsti. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes u. Fragekasten. Die Wähler des 5. Berl. Reichstags- Wahlkreises sind hierzu eingeladen. Der Vorstand. liefert Guirlanden Meter von 10 3840 Doppelbügel- Lorbeerkränze von 50 Pf. an. Hyacintenzwiebeln von 20 Pf. an. Topfpflanzen wie Bouquets 2c. gut und billig. Cottillonbouquets pr. Dyd. v. 1. M. an. Fernsprecher. Amt IX. 9482. Verein deutscher Schuhmacher. Zahlstelle Berlin. Montag, 26. Januar, Abends 81/2 Uhr: Geschlossene Mitglieder- Versammlung dody Sozialdemokratischer Wahlverein des 6. Berliner Reichstags- Wahlkreises. Große öffentliche Versammlung am Dienstag, den 27. Januar ds. Js., Abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Knebel, Badstrasse No. 58. Tages Ordnung: S di δε SD g A ein 103 De tri ict bu sic inc R Die tet Ke die Hi de: for pela fet un Be de me ric Re Ar bec fin fel ster feh an fei die in St tec 156 J dur zeu ein ein jur rut scho feir Un not win mel Te Un sch Doc Re mi für hal 1. Vortrag des Reichstagsabgeordneten Karl Förster. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Gäste haben Zutritt. 341 ( Personen) sowie das weltberühmte bei Bolzmann, Andreasstraße 26. Achtung! Sieveringer Terzett. Auftreten des Herrn Runkel. Humoristen Kaiser Gtablissement Buggenhagen waage i Panoma 10 gb. am Moritzplatz. Täglich: 1 Tr., v. 9 M. bis Diese Woche: 1. Reise auf der Insel Rügen. 1. 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PassagePanopticum. 100 neue Gruppen und Figuren. SpezialitätenVorstellung. Entree 50 Pfennig Geöffnet v. 10 Uhr Vorm. b. 11 N. Ab. 197 J Musik Verein 58 L L. Rinkel jr. 118. Brunnenstraße 118. Durch Ankauf eines ganzen Waaren lagers in Leinen, Baumwollenwaaren und Kleiderstoffen offerire solche jetzt Tagesordnung: 1. Ausgabe und Verlesung des neuen Statuts. 2. Wahl der Filial- Verwaltung. 3. Verschiedenes und Fragetasten. Mitgliedsbuch legitimirt. Es ist Der Vorstand. Achtung! Freie eingeschriebene Hilfskaffen. Dienstag, den 27. d. M., Abends präz. 8½½ Uhr, findet in Scheffer's Salon, Inselstr. 10, eine Versammlung fämmtlicher Vor Tagesordnung: Pflicht eines jeden Mitgliedes, in dieser Hands- sowie Ortsverwaltungs- Mitglieder statt. Versammlung zu erscheinen. 272 Der Bevollmächtigte. Verein zur Wahrung der Interessen d. Schuhmacher. Montag, 26. Januar, Abends 81/2 Uhr: Versammlung 1. Bericht über die bisherige Thätigkeit der Kommission freier einschriebener Hilfskaffen Berlins und Umgegend. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Das Erscheinen sämmtlicher Verwaltungsmitglieder ist dringend er forderlich. Auch sind Nicht- Verwaltungsmitglieder hiermit freundlichst eingeladen. Der Einberufer. Verband der Möbelpolirer Berlins und Umgegend. bei Reyer, Alte Jakobstraße 83. Montag, den 26. Januar 1891, Abends 8 Uhr, bei Nürnberg, Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Lütgenau über: Alters- u. Invalidenversicherung. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. sehr viel billiger: scheinen bittet Um zahlreiches und pünktliches Er15 f. 277 Der Vorstand. 15 u. 25 Pf. Hemdentuche Gutes Hausmacherleinen 20 f. Bettzeuge Leinene Laken ohne Naht, 3 Berl. Ellen lang Gerstenkornhandtücher Stubenhandtücher do. Arbeiterverein für 1,25 m. Rummelsburg u. Umgegend. 15 Pf. Dienstag, den 27. Januar: 25 Pf. General- Versammlung extra lang u. breit 35 Inletts, rosa und gestreift Drilliche, volle Bettbreite 30 Piim Saale des Herrn Weigel. 45 Pf. Tagesordnung: Neuheit! Kleiderstoffe, Raros 2c. 25 Pf. 1. Kassenbericht. Warp's 18 Pj. Zur Einsegnung: Cachemirs gemustert u. glatt 50 Pf. u. 1 ME Salon- Teppiche, groß 4,50 Mt Hauptverkehr für Händler u. Hausirer Teppiche mit kleinen Webefehlern! à 5, 8, 12, 15, 25, 40-100 Mark verkaufe jetzt auch an Private! Gardinen, Tischdecken, Portièren 2c. [ 83 L Fabrik Teppich Emil Lefèvre, Berlin S., Oranienstr. 158, zwischen Morigpl. u. Oranienbrücke. Waaren- Katalog! Reich illustrirt. 200 Seiten start, franko. 171 2. Wahl eines Revisors. 3. Besprechung über örtliche Angelegenheiten. 4. Verschiedenes. 110 Der Vorstand. Achtung! Filzschuh- Arbeiter. Montag, den 26. d. M., Abends 8 Uhr, findet eine öffentliche Versamm lung fämmtlicher in der Filzschub branche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen bei Zemter, Münzstr. 11, statt. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Türk. 2. Diskussion. 3. Bericht der Delegirten der Verliner Streif- Rontroll- Kommission. 4. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Schönhauser Allee 28: Außerordentliche Versammlung. Tagesordnung: 1. Die wirthschaftliche Krise und welche Stellung nimmt der Verband der Möbelpolirer bei etwa vorkommenden Lohnabzügen resp. Verlängerung der Arbeitszeit ein? Referent: Kollege Robert Weber. 2. Diskussion. 3. Ber schiedenes Zu dieser Versammlung sind sämmtliche Möbelpolirer speziell die Kollegen und Tischler der Müller'schen Werkstelle, Schönhauser Allee, ein geladen. 231 Der Vorstand. Fachverein der in Buchbindereien und verwandten Betrieben beschäftigten Arbeiter. Außerordentliche General- Versammlung Montag, 26. Januar, in Feuerstein's oberem Saal, Alte Jakobstr. 75. Tages Ordnung: 1. Anträge zum 3. ordentlichen Verbandstag. 2. Verschiedenes und Fragetasten. Mitgliedsbuch legitimirt. Diejenigen Kollegen, welche noch im Besitz von Sammellisten für die streifenden Kontobuch- Arbeiter der Firma Jul. Rosenthal sind, werden ersucht, dieselben bis spätestens den 2. Februar abzuliefern, da wir sonst die Namen veröffentlichen müssen. 118 J. A.: H. Wibker, Reichenbergerstr. 40/41. Große ordentliche General- Versammlung des Arbeitervereins f. Johannisthal u. Umg. 111 am Dienstag, den 27. Januar rr., Abends 6½ Uhr, in der Borussia Brauerei, Nieder- Schönweide. Tages- Ordnung: 1. Rassen- und Situationsbericht. 2. Diskussion. 3. Wahl des gesammten Vorstandes. 4. Gründung einer Bibliothek.( Referent: Fritz Mielenz.) 5. Vereinsangelegenheiten u. Verschiedenes. Aufnahme von Mitgliedern. Gäste haben Zutritt. I Achtung! Der Vorstand. Ethische Gesellschaft. Erstes Stiftungsfest des Militärschneider- Vereins. Sonntag, d. 25. d. M., Abds. 71/4 Uhr, Grenadierstr. 38 bei Seefeldt, Versamm am Montag, den 26. Januar, in den Arminhallen ( großer Saal), Kommandantenstr. 20, gefeiert durch lung. Vortrag des Herrn Beus über grossen Ball, Gesangvorträge e. Arbeiter- Gesangvereins, Gin Rückblick aus dem Jahre 2000". Nachdem gesellige Unterhaltung und Tanz. Gäste, Damen und Herren, willkommen. Festrede, Prolog und sonstige Ueberraschungen. Der Tanz wird geleitet von Herrn v. Schellowsty. Zur Deckung der Un- Alle Kollegen, Freunde und Genossen werden hierzu freundlichst eingeladen. Billets sind zu haben bei: Roloff, Mittenwalderstr. 56, Hof 3 St. Jerwin, Großbeerenstr. 20, Hof 4 Tr.; Schulze, Seydelstr. 24, Hof 4 r., Unger stein, Linienstr. 71; Buchholz, Paulstr. 8( Moabit) und in allen mit Blakaten belegten Handlungen. tosten findet Tellersammlung statt. Dr. Hoesch, homöopath. Arzt. Artilleriestr. 27. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10 Nur I Mark. Klagen, Eingaben, Rath in Prozessen, ( neugegründet) sucht mehrere Mitglieder Einziehung von Forderungen. Pollak, jetzt Georgenkirchstr. 24, 11, Teichert, Laufigerstr. 2, 3 Tr. Auch Sonn- u. Feiertags geöffnet. Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. ( Tuba, Piston). 223 Der Vorstand. Hierzu zwei Beilagen. Ni zak Ge In seli fnu 10 un fei wa am gro der un fin da M zuz die der Fle pro rec Lec deu net ru mi der 11 tag bes Di sei M g. aft 90 t: en. en. m ont. in SJ Fins es. er: en. g nd Der er Die in r. 75. Die ht, en g. en z.) 3. 5, 11. en g. ent er= m 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 21. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 51. Sigung vom 24. Januar, 1 Uhr. Am Tische des Bundesraths: von Bötticher, von Malhahn, v. Stephan, Präsident des Reichsbank direktoriums Dr. Koch. Sonntag, den 25. Januar 1891. 8. Jahrg. sein, solche Stellen anzunehmen, wenn nicht die Art der Organi werden. Die Entschädigungstarife sind vielfach schon ganz unsation eine andere wird; sie werden lieber Gewerberäthe werden. menschlich niedrig." So zahlt man jetzt nach fest gewordenen Auch wegen des häufigen Wechsels der Beamten in diesem Amte Säßen für den Verlust eines Fingers nur 5 pet., für den Arm ist eine Vermehrung der technischen Beamten wünschenswerth. nur 25 pet. der ganzen Rente. Den Wunsch nach Vermehrung Die Höherschraubung" des Reichs- Versicherungsamts halte ich der technischen Beamten können wir nur theilen. Unter Bezugschon mit Rücksicht auf die Landes- Versicherungsämter mit dem nahme auf den betreffenden Antrag der Sozialdemokraten fragt Abg. Schrader für angezeigt, namentlich wenn man bedenkt, daß Redner an, wie weit die Novelle zum Unfallgeseze gediehen auch für Mecklenburg- Strelit, für Lippe ein eigenes Landes- Ver- sei. Es sei hohe Zeit, vor allem die Lücke auszufüllen, Der Vertrag mit Desterreich- Ungarn, betreffend den Anschluß sicherungsamt errichtet worden ist. Durch das Nebeneinandertagen welche durch die 13 wöchige Karrenzzeit für alle diejenigen der österreichischen Gemeinde Mittelberg an das Zollsystem des solcher höchsten Gerichtshöfe könnte das Recht des Arbeiters sogar Berletzten herbeigeführt wird, deren Heilung vor Ablauf Deutschen Reichs, wird ohne Diskussion in dritter Berathung ge- bedenklich geschmälert werden. Solche Schmälerung finde ich auch der 13. Woche erfolgt. Es gehe nicht an, auf eine umnehmigt und darauf die Berathung des Reichshaushaltsetats fort in der neuesten Verordnung, wonach die Aufsicht über die Schieds- fassende Revision zu warten, die Frage der Abschaffung der gefezt beim Reichsamt des Innern und zwar bei dem Kapitel gerichte zur Entscheidung über die Ansprüche auf Alters- und Karenzzeit müsse durch eine Novelle vorweg zur Erledigung geReichs- Versicherungsamt". Das Kapitel enthält eine Invalidenrente nicht dem Reichs- Versicherungsamte, sondern den langen. Mehrforderung von 297 540 M., indem die Kräfte des Amts zur Landes- Versicherungsämtern übertragen wird. Die Entscheidung Staatssekretär v. Bötticher: Die verbündeten Regierungen Durchführung des Invaliditäts- und Altersversicherungs- Geseges über die Rekurse ist sehr langwierig; mehr als ein Drittel der haben sich mit der Frage noch nicht beschäftigt; die Absicht, eine eine erhebliche Verstärkung erfordern. Für die Ber beitung dieser selben ist aus dem Jahre 1890 in das jezige unerledigt herüber- folche Vorlage dem Bundesrath zugehen zulassen, besteht nach wie Angelegenheit soll eine eigene Abtheilung eingerichtet werden mit genommen worden. Damit wird der verlegte Arbeiter in die schlimmste vor. Sie würde schon vorliegen, wenn nicht das vergangene einem Direktor und zunächst 6 Beamten. Auch für die Unfall- Cage gebracht. Das Verfahren selbst aber sollte deswegen nicht geändert Jahr mit der Durchführung des Alters- und Invalidengefeßes versicherung ist ein neuer Beamter nothwendig geworden. Dazu werden, der Arbeiter würde auch darin eine Schmälerung seiner vollauf in Anspruch genommen war. Dazu kommt, daß wir die tritt die erforderliche Vermehrung des Bureaupersonals, wesent Rechte sehen: dagegen müssen die Spruchsizungen erheblich ver Meinung haben, daß die in die Unfallversicherung noch einzu ich auch aus Anlaß der Errichtung eines eigenen Rechnungs- mehrt werden. Ueber den Bericht über die Rechnungsergebnisse schließenden Kreise gleichzeitig mit in das Gesetz hineingenommen bureaus für die Durchführung der Alters- und Invaliditätsver- der Berufsgenossenschaften sind mancherlei unrichtige Auffassungen werden sollten. Ginen Zeitpunkt dafür werde ich grundsätzlich sicherung. in der Presse geäußert worden. Die angegebene Zahl der Unfälle, dicht bezeichnen, da auch Gesetze ihre Schicksale haben und wir Abg. Goldschmidt( dfr.): In berufsgenossenschaftlichen Kreisen ca. 200 000, find sämmtlich zur Kenntniß der Berufsgenossen die Zukunft nicht beherrschen. machen sich manche Bedenken über die Zusammensetzung des schaften gelangt, leichte wie schwere; die Berufsgenossenschaften Abg. Osann( natl.) befürwortet folgenden Antrag: Die verReichs- Versicherungsamts geltend. Man klagt darüber, daß dort können also nicht 5/6 aller Fälle in das neue Jahr hinüber- bündeten Regierungen zu ersuchen, in Erwägung zu ziehen, inwiedie Arbeiten hauptsächlich von Juristen besorgt werden, welche genommen haben, sondern diese 5/6 gehen nur die Krankent assen, weit und wodurch eine größere Beschleunigung in der Erledigung keine Fühlung mit der Industrie haben und keine gewerblichen dagegen die Berufsgenossenschaften gar nichts an. Die Verwal- der Rekursangelegenheiten im Gebiete der Unfall- VersicherungsKenntnisse besitzen. Daneben steigert sich das Maß der Arbeiten tungskosten sind ebenfalls wieder Gegenstand der öffentlichen Gesetze sowohl bei Schiedsgerichten, als dem Reichs- Versicherungsdieses Amtes fortgesetzt, so daß schon Herr v. Bötticher von einer Kritik geworden, es wird damit aber lediglich eine unbe- Amte herbeigeführt werden könne. Die große Zahl der nach Höherschraubung dieses Amtes sprach. Das Verhältniß zwischen absichtigte- Täuschung des Publikums erzeugt. Eine wirkliche Herrn Rösicke unerledigten Rekurse machen diese Erwägung den den juristischen und technischen Mitgliedern des Amtes wird be- Vergleichung wird erst nach Erreichung des Beharrungs- Regierungen doppelt zur Pflicht. Entweder muß das Verfahren sonders durch den Umstand beleuchtet, daß der Etat 1500 M. als zustandes möglich sein. Die laufenden Verwaltungskosten vereinfacht oder die Sache dem überlasteten Reichs- Versicherungspersönliche Zulage für ein ständiges Mitglied des Amtes ver- haben sich von 1886 bis 1889 um die Hälfte, die Ent- Amt abgenommen werden; die Arbeiter aber verlangen auf langt, welches Mitglied für die Thätigkeit der Behörde wegen schädigungen aber um das Sechsfache vermehrt. Die Grund des Gesetzes mit Recht möglichst rasch ihre Renten. seiner besonderen Erjahrung auf dem Gebiete der Unfallverhütung Berufsgenossenschaften selbst haben noch nicht über zu hohe Abg. Schrader( dfr.): Der Vorredner hätte uns auch einen und der Abgrenzung der Gefahrenklassen von hervorragender Verwaltungskosten geklagt, und auf diese kommt es doch an. Weg zeigen sollen, wie die Verbesserung zu erreichen sei. Das Bedeutung ist. Warum wird nicht statt dieser Zulage die Zahl Staatssekretär v. Bötticher: Der Staats- und Reichsdienst hat er nicht gethan. Die Verzögerung liegt nicht allein beim der ständigen Mitglieder mit dem höheren Gehalt um eine ver- ist für viele Bewerber sehr viel werthvoller, als der Privatdienst; Reichs- Versicherungsamt, sondern auch bei den Schiedsgerichten mehrt? Das würde auch der Industrie, die doch die ganze Ein- stellt man den technischen Dienst auf gleiche Stuje mit dem und daran, daß in vielen Fällen die Entscheidung der Vorrichtung bezahlt, zur Genugthuung gereichen. Man sollte die erste Staatssekretär v. Bötticher: Würde der Präsident des werden kann. Es ist uns keineswegs unmöglich, dem Reiche Entscheidung der Vorstände nicht blos auf Grund der Reichs- Versicherungsamts den Antrag stellen, mehr Techniker dem Versicherungsamt die technischen Kräfte zuzuführen, welche es Atten treffen, sondern dem Arbeiter Gelegenheit geben, seine Amte zu überweisen, so wird dieser Antrag, wenn ausreichend braucht. Gewiß ist der häufige Wechsel nicht erfreulich, weil Sache selbst beim Vorstande zu vertreten vertreten oder vertreten begründet, auch Zustimmung bei der Zentralverwaltung neue Kräfte erst eingearbeitet werden müssen; aber eine Organizu lassen. Beim Reichs Versicherungsamt möchte sich ja finden. Die Techniker im Reichsdienste sind besser gestellt, als sie fation, welche den Beamten den Impetus nehmen würde, in vielleicht eine Vermehrung der Senate empfehlen. Bei dieser Geſtellt ſein werden. Die Sorge, daß es dem Reiche an Zechnifern Abgang aus dem Reichs- Versicherungsamt ist gar kein außer uns den Bericht des Reichs- Bersicherungsamts wieder mitzutheilen fehlen könnte, halte ich danach nicht für begründet. Die Zulage ordentlich erheblicher; der Wechsel im Gesundheitsamt ist weit und uns nicht bloß auf die Mittheilungen aus dem Reichs- Veran den betreffenden Beamten soll eben eine Entschädigung für zahlreicher gewesen. Was man dem Reichs- Versicherungsamt sicherungsamt zu verweisen, in welchen er abgedruckt sei. Aus feine besonderen Leistungen bilden; im Uebrigen kann der feste gewähren würde, tönnte man z. B. dem Patentamt nicht ver- diesem Berichte ergiebt sich erst die ganze Ueberlastung des Amtes. Plan des Etats nicht umgestoßen werden. Es werden darnach sagen, und das würde dann eine allgemeine Höherschraubung Was die Frage der Techniker betrifft, so sehe ich nicht unbedingt die höher dotirten Stellen jenen Personen reservirt, welche den Vorsitz der Reichsämter zur Folge haben, gegen die der Reichstag ein; daß zu Vorsitzenden der Spruchkollegien immer Juristen gee in den Spruchabtheilungen zu führen haben; eine Vermehrung dieser sich denn doch sträuben wurde. Uebrigens unterstehen auch die wählt werden müssen; schüfe man eine besondere technische AbStellen ist nicht beabsichtigt. Schiedsgerichte der Unfallversicherung den Landesbehörden. theilung, so würde die Möglichkeit, ja Nothwendigkeit, diese mit Abg. Roesicke: Ich kann mich diesen Ausführungen bezüglich der Warten Sie die Entwicklung der Dinge ab; wir kommen viel einem Techniker zu besezen, gegeben sein. Der Wunsch einer technischen Mitglieder des Amtes nicht anschließen. Ich bin auch leicht doch zu einer Abkürzung des Verfahrens, welches die Kräfte Novelle zum Unfallgefeße ist gewiß berechtigt. Eine umfassende durch die Ausführungen des Herrn Staatssekretärs nicht über- fchont, und welches den Arbeitern doch nicht die Ueberzeugung Revision würde noch sehr lange auf sich warten lassen müssen. zeugt worden, daß es unmöglich ist, dem erwähnten Beamten nimmt, daß Recht und Gerechtigkeit für sie gewahrt wird. Das sollte aber nicht abhalten, folche Aenderungen und eine höhere Stellung einzuräumen. Ich kann nicht einsehen, warum Abg. Singer ist erfreut, daß der Abg. Rösicke so entschieden Erweiterungen vorzunehmen, welche ohne Schädigung des Systems eine solche zurückfegung der technischen Beamten gegenüber den einer Abänderung des Rekursverfahrens widersprochen habe. In möglich und nothwendig sind, und dahin gehört die Beseiti juristischen stattfinden soll. Augenblicklich ist im Reichs- Versiche Arbeiterkreisen herrsche die Meinung, das Reichs- Versicherungs- gung der Karenzzeit, die selbst durch die Industrie nicht sehr rungsamt nur ein einziger technischer Beamter, und diesem müßte amt ist eigentlich das Einzige, was in dem ganzen Unfallversiche- stark bestritten werden dürfte. Es handelt sich dabei gleichzeitig schon deswegen eine besondere Stellung gegeben werden, weil rungs- Gesetze die Arbeiter einigermaßen zufriedenstellt. Man um die Beseitgung der Ungerechtigkeit, daß den Krankenkassen die feine Verantwortlichkeit eine ganz außerordentliche ist. Für die solle sich hüten, die endgiltige Entscheidung der Beschwerden der Last für die große Mehrzahl der Unfälle aufgebürdet wird. Im Unfallversicherung ist nur ein Beamter mehr in Aussicht ge- Arbeiter in Kreise zu legen, die nicht die gleiche Gewähr der Punkte der Verwaltungskosten muß hervorgehoben werden, daß nommen; nach früheren Aeußerungen des Herrn von Bötticher Unparteilichkeit bieten. Die auffallende Besorgniß für die die Belastung damit keineswegs bei allen Berufsgenossenschaften wird also vielleicht noch in einem Nachtrage eine weitere Ver- Erleichterung und Entlastung des Reichs Versicherungs- dieselbe ist, die Großindustrien haben bekanntlich viel geringere, mehrung nachgesucht werden, und auch hierfür empfehle ich die amtes haben einen sehr unangenehmen Beigeschmack. als z. B. die Müller und die Schornsteinfeger. Will die GroßTechniker zur Berücksichtigung. Die Prüfung der erlassenen Leider seien die Entscheidungen des Reichs- Versicherungsamts industrie die hohen Kosten tragen, so mag sie es thun; aber der Unfüllverhütungs- Vorschriften und die Entscheidung der Be in den letzten Jahren für die Arbeiter bezüglich des Renten- Presse kann deswegen das Recht, die Sache zu erörtern, nicht schwerden gegen die auf Grund derselben verfügten Strafen kann bezugs immer ungünstiger geworden. In weiten Kreifen der abgesprochen werden. doch nur durch Techniker erfolgen. Die technische Abtheilung des Bevölkerung vermuthe man hier einen Druck der Großindustrie Staatssekretär v. Bötticher: Wenigstens auf dem Gebiete Reichs- Versicherungsamts ist also eine Art Reklamations- Kom- und eine recht deutliche Wirkung desselben. Die Verwaltungs- der Praxis scheint aus meinem verehrten sozialpolitischen Gegner mission von nicht geringer Bedeutung; um so bedenklicher ist es, fosten müssen möglichst niedrig gehalten werden, damit nicht die ein sozialpolitischer Freund zu werden.( Heiterkeit links.) für eine so umfassende Thätigkeit nur einen Beamten bereit zu für die Arbeiter bestimmten Beträge allzusehr verkürzt und die Soweit sich das Bedürfniß herausstellt, werden wir nicht anstehen, halten. Die technischen Beamten werden freilich nicht gern bereit Tarife der Entschädigung nicht noch barbarischer heruntergedrückt Techniker heranzuziehen und auch technische Abtheilungen zu Sonntagsplauderei. = baren Zubereitung. Die Gesetzgebung müsse dafür eintreten, Lohn. Anstatt daß man sich mit einer Tasse des würzigen daß der Unterschied zwischen„ koscher" und" treife" mit Trantes begnügte, nahm einer der Beschenkten gleich einen R. C. Unsere Politif steht im Zeichen des Schweines. Stumpf und Stiel ausgerottet würde, und zum Zeichen Eimer vor den Kopf und leerte das Gefäß mit einem Zuge. Nicht daß wir etwa besonderes Glück mit derselben hätten fortschreitender Kultur sollte dafür gesorgt werden, daß jeder Es ist klar, daß ein Pianoforte Fabrikant bei einer nein: wenn die Agrarier rafen, hat der Konsument zu Unterthan jeden Sonntag seinen Schweinebraten im Gesang- derartigen Gier nicht auf einen grünen Zweig kommen zahlen, so will es die Natur, so gebietet es die moderne buch vorfindet. Der Kirchenbesuch würde dadurch eine wesent- kann, und das Ende vom Liede wird sein, daß er in ZuGesellschaftsordnung; aber eine verwundete Löwin kann ihr liche Steigerung erfahren, und den streng jüdischen Restau- kunft nur noch Wurstsuppe vertheilen kann, in welcher keine Junges nicht mit größerer Wuth vertheidigen, als die rationen wäre mit einem Schlage das Lebenslicht ausge- Würste gekocht waren. Dann darf natürlich Jeder soviel Mannen von Windthorst bis zu Kleist- Rezow für das allein blasen. Auf den unseligen Handel mit Gänsegrieben trinken, wie er will, und die Befürchtung liegt auch nicht so feligmachende nationale Schwein stritten. Stopft man den näher einzugehen, verschmähte er als eines deutschen Mannes nahe, daß irgend ein Arbeiter wegen plötzlich eingetretener fnurrenden Magen mit amerikanischem Schweinefleisch voll, unwürdig. Fettleibigkeit seinen Verpflichtungen nicht nachkommen kann. so geht man elendiglich an der Trichinenkrankheit zu Grunde, Wie sehr uns diese antisemitischen Auslassungen auch Es geht eben nichts über ein Glas Zuckerwasser ohne Zucker, und gegen dieses mörderische Uebel hat man leider noch imponiren, so müssen wir sie leider doch als unzutreffend wenn es recht stark iſt. feinen Koch erfunden. bezeichnen. In den ausschlaggebenden Punkten wenigstens. Ganz selbstverständlich ist es, daß das mildthätige VorDie Weisheit der Regierung ist unsäglich und un- Auch hier bestätigt sich die alte Regel, daß Probiren über gehen solcher Unternehmer unser Stadtoberhaupt in seiner wandelbar: hütet sie das inländische Vorstenthier vor der Studiren geht, und daß Erörterungen vom grünen Tisch Meinung, daß ein außergewöhnlicher Nothstand noch amerikanischen und russischen Konkurrenz, so stehen sich die meist des thatsächlichen Untergrundes entbehren. nicht besteht, bestärken muß und auch kann. Hoffentlich großen nationalen Schweinezüchter nicht schlecht dabei, und Soweit wir nämlich selbst in die Mysterien des mo- dauert es nicht mehr allzulange, bis sich andere Fabri der Berliner Magistrat erzielt einen Riesenumsatz mit dem dernen Schinkenhandels eingeweiht find, ruht derselbe in kanten zur unentgeltlichen Hergabe von Kartoffelschalen unter der Protektion des Herrn von Fordenbeck gekochten streng jüdischen Händen. Der Urahn unseres improvisirten und Häringsgräten an ihre Arbeiter entschließen, als nothfinnigen Fleisch. Du lieber Himmel, mit dem Geschmack ist Schinkenhändlers soll sogar schon, glaubhaften Nachrichten wendiges Getränk stellt die Stadtverwaltung die Tegeler das so eine eigene Sache- es giebt Leute, welche die zufolge, beim Durchzug der Kinder Israel durch das rothe Wasserwerke zur Verfügung was will man noch mehr? Maden im Käse für das Beste halten, was Natur und Kunst Meer eine Korporalschaft kommandirt haben, wodurch es Damit dürfte dann jeder Nothstand beseitigt sein, und weder zur Kißlung des menschlichen Gaumens erfunden hat, und erklärlich erscheint, daß der Nachkomme sich heute immer der Magistrat noch die Stadtverordneten in ihrer Majorität die bis auf die Spize getriebene Begehrlichkeit der prassen- noch in der Rolle eines Befehlshabers besser gefällt, als haben Veranlassung, sich über Sachen, die jedem anständigen den Arbeiter sieht in der liebenswürdigen Beigabe zum wenn er selbst den Anordnungen eines Andern Folge und vor allen Dingen besitzenden Menschen unangenehm Fleisch vielleicht eine Würze, welche unsere heutige Mostrich leisten müßte. Der Handel mit Schinken beweist sind, sich die weisheitsschweren Köpfe zu zerbrechen. Man produktion bald lahm legen dürfte. Es ist nicht mehr wie dagegen eine weitgehende Toleranz, und er zeigt, wie sieht, daß daß es manchmal nur an einer Kleinigkeit recht und billig, daß das ausländische Fleisch von dieser wenig die Speisegesetze, von denen Herr Liebermann liegt, einen praktischen Ausweg aus einer schwieLecteren Zubereitung ausgeschlossen wird; der wahrhaft von Sonnenberg sprach, geeignet sind, den Verfuhr von rigen Frage zu finden- und sobald die Denkmalsdeutschnational gesinnte Wann fühlt eine berechtigte Ab- Schinken von der Tuchler Haide her oder aus den geseg frage für Schulze Delitzsch endgiltig geregelt ist, neigung gegen russische Sardinen man o nein, ich meine neten Gefilden von Punik oder Polnisch- Lissa nach Berlin dürfte an die Aufsuchung schnellstens mit einer Wimper zu zucken. - aber deutsche Finnen verspeist er, ohne aufzuhalten. Plates gehen, auf welchem der ingeniöse Pianofortefabrikant Das ist der Segen Aus diesem einen Beispiel geht hervor, daß wir jeder für die spätere Nachwelt verewigt wird. Vielleicht darben murrt, friegt teine Bouillon vom Zentral- Viehhof. dagegen Zeit in der Lage sind, den antisemitischen Abgeordneten zu sich einige nothleidende kommerzienräthe so viel ab, daß als widerlegen. Indessen ist die weitgehende Fürsorge der Piedestal für den edlen Wohlthäter ein regelrechter HungerGs ist kein Wunder, daß der antisemitische Reichs- Regierung für Verbilligung der Nahrungsmittel auch in thurm hergestellt wird, auf dessen höchster Spitze das ehr bags- Abgeordnete Liebermann von Sonnenberg sich mit ganz unternehmertreisen nicht ohne Nachtlang geblieben. Gin würdige Antlitz des Menschenbeglückers thront. besonderer Wucht für das deutsche Schwein ins Mittel legte. mildherziger Fabrikant ging sogar so weit, daß er seinen Das wird ein herrliches Andenken an den diesjährigen Die rituelle Abneigung gegen Eisbeine so meinte er Arbeitern Wurstsuppe ohne jede Vergütung für wacker Winter sein. im Mitbürger nerachte Speck und Schinken in ieder nur denk- zugeht, so war es auch hier der Fall. Undank ist der Welt| russische Trichinen eines bilden. Dringende Korrekturen des Unfallgesehes wünsche auch ich vorangestellt zu sehen; allein es fommt hier auch die Ausdehnung des Gesetzes in Betracht. Der Geschäftsbericht des ReichsVersicherungsamts soll, wenn großer Werth darauf gelegt wird, Städten tönnen die Liberalen nicht erörtern, ohne dabei den treffenden Stadtbezirks hinaus sich erstreckt. Aus diesem Grunde wieder hier vorgelegt werden. Ministerium Puttkamer den Gemeindevertretungen das Recht abe Lokales. gesprochen wurde, in Angelegenheiten von allgemeiner politischer Die Wohnungsfrage in Berlin und in anderen großen Bedeutung zu petitioniren, wenn diese über die Grenzen des be Mund von Humanität und Gemeinnüßigkeit vollzunehmen. bekommen, seine Zustimmung zu dem von der Stadtverordnetenhat es ja denn auch der muthige Berliner Magistrat fertig Abg. v. Frege ist erfreut, mit dem Vorredner aus dem Wenn man zuerst etwas leistete und sich dann dieses günstige Bersammlung gefaßten Beschlusse gegen die Getreidezölle zu ver Hause in dem Wunsche größerer Dezentralisation übereinstimmen Beugniß ausstellte, so wollten wir nichts darüber sagen. Allein zu können. Vielleicht würden als erste Instanz die Einigungs- Beugniß alishus liebt es, die tönenden Worte und stolzen Ti- fagen ämter einzusehen sein. Auch die hohen Verwaltungskosten er " Wenn in solchen Fragen, wo Jemand das Richtige mit klären sich zum Theil aus der Konstruktion vieler Berufsgenossen- raden gerade da anzubringen, wo er nichts leistet und seiner schaften für zu große Gebiete. Auch wir erkennen an, daß das ganzen Natur nach etwas zu leisten unfähig ist. Die Liberalen Sänden greifen kann, überhaupt noch derartige Petitionen Be Reichs- Versicherungsamt überlastet ist und möchten unserer in der Berliner Stadtverwaltung erklären sich selbst für Muster- deutung haben können, so wäre allerdings die Agitation in den seits die Vermehrung der Senate nicht ohne Weiteres empfehlen. menschen und alles, was sie thun, für ausgezeichnet. Daß die städtischen Gemeindevertretungen schwerlich die richtige gewesen. Hier würden Massenpetitionen einen besseren Eindruck machen, denn unter Schulen in Berlin vorzüglich sind, ist ein freisinniges" der Unfall- Schiedsgerichte und derjenigen der für die Alters- und munal- Liberalismus bedarf es doppelter Gänsefüßchen); in Wirt/ Anblick einer solchen Maffenpetition gegen die Lebensmittel- Bölle Abg. Roesicke bleibt dabei stehen, daß zwischen der Stellung Dogma( bei dem Namen freifinnig" für den Berliner Kom den Herren Reichsboten befindet sich wohl mancher, dem beim Unterschied bezüglich der Aufsicht durch die von ihm erwähnten zurück. Es handelt sich indeß diesmal um die Wohnungsfrage. fällt und eine plößVerordnungen statuirt würde. Von den vom Abgeordneten Was die Liberalen hier an sich selbst loben wollen, ist wirklich Singer erwähnten Tarifen wisse er nichts; es habe sich höchstens schwer erfindlich. Bisher haben sie der zunehmenden Wohnungsgegen die Zölle, daß sie in allen Orten gleichzeitig, gleichhaftig eine gewisse Gewohnheit herausgebildet, wie man gleichartige noth der arbeitenden Klasse, den enormen Steigen der Grund- und ohne besondere äußere agitatorische Veranlassung auftritt. Fälle zu beurtheilen hat. Der Unterschied in den Groß und stückspreise interesselos zugesehen. Aber das liberale Selbstlos Kleinbetrieben für die Verwaltungskosten sei thatsächlich nicht so it nie um einen Stoff, nie um eine Begründung verlegen. Wie unseres Blattes, der in einer kleinen Stadt nahe bei Berlin wohnt. groß, wie Herr Schrader annehme. Partei für den Antrag Osann stimmen werde, bemerkt Nachdem Abg. Goldschmidt erklärt hat, daß die freisinnige man das macht, dafür sei ein Artikel der„ Nationalzeitung" als Derselbe theilt uns mit, daß vor etwa sechs bis acht Wochen bei Beispiel angeführt. Da heißt es: der dortigen Stadtverordneten- Versammlung der Antrag gestellt Gemeinnützige Baugesellschaften und humane Industrielle und angenommen wurde, eine Petition an den Reichstag zu sekretärs erreicht sei. lösen. liche Sinnesänderung hervorbringt. Das aber ist das Bezeichnende der gegenwärtigen Bewegung Vor uns liegt ein interessantes Schreiben an einen Leser Abg. Singer, daß seiner Ansicht nach die Großindustrie in haben seit geraumer Zeit sich lebhaft bemüht, eine der Lebens richten wegen Aufhebung der Viehsperre und der Lebensmittel Rheinland und Westfalen die Entlastung des Reichs- Versicherungsfragen für den Arbeiter in großen Städten, die Wohnungsfrage Bölle. Zwei der Stadtverordneten wurden mit der Abfassung ants hauptsächlich deswegen betreibe, weil es dasselbe in Verfu 18en dacht habe, daß es die Interessen der Großindustrie nicht ge- licher Weise in den Vordergrund des öffentlichen Intereffes ge- die Abfaffung besorgen und der Vorsitzende der Stadtverordneten der Petition an den In jüngster Beit ist diese Angelegenheit erfreu: Reichstag beauftragt und zwar sollte ein dortiger Rechtsanwalt nügend vertrete. Für die Steitens des Abg. v. Frege gemachte Andeutung, daß die Arbeiter so vielfach simulirten, hätte irgend treten. Niemand verkennt die sich entgegenthürmenden ein Beweis gebracht werden müssen. Die Dringlichkeit der Be Schwierigkeiten; aber, sie zu überwinden, ist ein ernstlicher Ver- die Petition unterschreiben und absenden. Nun ist merkwürdigerweise in der Sache aber bis heute noch feitigung der Karenzzeit sei auch von anderen Parteien erfreu- fuch noch nicht gemacht worden" u. s. w. Diefen nichtssagenden Stil wenden die liberalen Phraseologen in der Angelegenheit nachgefragt wird, die Sache auf den Andern, Nichts geschehen. Jeder von den Beiden schiebt, wenn bei ihm licher Weise betont worden. Abg. v. Frege verwahrt sich dagegen, daß er die Arbeiter da an, wo fie preisen wollen und wo doch nichts vorhanden ist, und keiner thut Etwas, denn die Beiden sind, wie der Brief im Allgemeinen als Simulanten bezeichnet habe. das Preis verdiente. Der zuletzt angeführte Sah enthält ja das ZuAbg. Dann zieht seinen Antrag zurück, da der Zweck, den geständniß, daß die bisherigen gemeinnütigen" Versuche von Bau- schreiber versichert, konservativ und man kann deshalb vermuther er mit demselben verfolgt habe, durch die Erklärung des Staats- 28ohlgemuth, nicht als ernstliche" anzusehen sind. Das Ur- wenn Jemand diese ganze Petitionsangelegenheit auf gute Manier gesellschaften, wie z. B. derjenige der Herren Schrader und daß es ihren politischen Empfindungen nicht widerstreben würd Abg. Schwart( Soz.) verlangt die Auszahlung der Renten theil ist scharf, aber richtig. Diese Versuche sind im Interesse der aus der Welt schaffen tönnte. Abg. Schwart( Soz.) verlangt die Auszahlung der Renten einzelnen Betheiligten, als individuelle und private Bemühungen sinnigen Blattes in dem Städtchen. Der Redaktion versprach, sich Inzwischen wandte sich Jemand an die Redaktion des frei an die Berechtigten im Bereiche der See- Unfall- Berufsgenossenschaft auch dann, wenn dieselben im Auslande leben, und wünscht Beiläufig sind die meisten in den Häusern der Baugenossenschaften Petition zu erlangen. Allein auch von diesem National- Hero zum wirthschaftlichen Fortkommen ganz praktisch und löblich. an Eugen Richter zu wenden, um ein Formular zu solcher die Fortdauer der Krankenversicherung für Seeleute auch für den Angesiedelten sozialdemokratische Arbeiter, was Herr Schrader fam der Bescheid, eine solche Petitionsfassung sei in Berlin nicht vollen Umfang ihres Aufenthalts am Lande. vielleicht noch nicht gewußt hat. Und diese sind sehr weit von Staatssekretär v. Bötticher: Der Ausdehnung der Zahlung der Meinung entfernt, daß mit einem solchen Versuch ein Anfas vorräthig. Nun wendet sich der Briefschreiber an uns mit der der Rente im Auslande steht der Mangel einer Gewähr für aus zur Lösung der Wohnungsfrage gemacht, daß derselbe eine soziale Anfrage, ob wir ihm nicht ein derartiges Petitionsformular zu reichende Kontrolle gegenüber; die Krankenversicherung braucht hat sei. Es ist vielmehr blos eine Lotterie mit verhältniß zur nicht ausgedehnt zu werden, da in dieser Beziehung schon durch mäßiger Aussicht; doch kann man sich durch Nachfrage bei jedent befinden. Eine Berliner Arbeiterversammlung würde, wenn sie Wir müssen gestehen, daß wir uns ebenfalls in Verlegenheit § 48 der Seemannsordnung Vorsorge getroffen ist. Nachdem noch seitens des Abg. Windthorst der Tendenz des der neuen Hauseigenthümer" überzeugen, daß die Chancen lange einen derartigen Beschluß faßt, auch von ihrem Bureau die Ubnicht so günstig sind, wie es in der Voff. 8tg." wiederholt Untrags Dfann zugestimmt worden, schließt die Discussion, und„ offiziös" dargestellt worden ist. Nun aber soll ja die Stad: faffung der Petition besorgen lassen und sie darf sicher sein, daß Berlin die Sache in die Hand nehmen. Die„ Nat.- 3tg." meint ein solcher Beschluß vom Bureau auch respektirt wird. Von allen Stadtverordneten- Versammlungen scheint man das nicht behaupten hierüber in ihrem oben angezogenen Artikel: Es war ein richtiger Gedanke des Stadtv. Wohlgemuth. zu können. Es läge ja ein gewisser Reiz darin, den beiden konservativen eine gemeinsame Berathung seitens der Vertreter des Magistrats Verfassern der Petition ein sozialdemokratisches Betitionsformular und der Stadtverordneten anzuregen, um darüber einen Meinungs- unterzuschieben. Beim Mangel eines solchen Formulars austausch herbeizuführen, in welcher Weise die städtischen BeWohnungen für Arbeiter und fleine Beamten unterſtügen sehr bezeichnend; keinerlei planmäßige Organisation, feinerlei hörden die gemeinnützigen Bestrebungen zur Errichtung billiger müssen wir uns dies Vergnügen leider versagen. Für die Petitionsbewegung an sich ist dieser Vorgang aber fönnen. Die Stadtverordneten Versammlung hat den Antrag Borbereitung und doch die Einmüthigkeit in der Forderung nach Aufhebung der Zölle, die gleichzeitig und unvermittelt an allen das Kapitel wird bewilligt. Für die physikalisch- technische Reichsanstalt werben 249 313 M., 29 857. mehr als im Vorjahre, geNach einigen befürwortenden Worten des Abg. Witte wird fordert. bas Rapitel bewilligt. Erwerbung eines Grundstücks behuss Errichtung eines Dienſt Unter den einmaligen Ausgaben werden 1900 000 m. zur gebäudes für das Reichs Versicherungsamt und zum Beginn der Bau- Ausführung gefordert. Die Kommission hat beschlossen, von dieser Summe 400 000 M. abzusehen und nur 1 500 000 m. zu bewilligen. Staatssekretär v. Bötticher erklärt sich mit dieser Streichung einverstanden in der Hoffnung, daß ein größerer Betrag für das erste Baujahr nicht nöthig werden würde. Das Haus beschließt entsprechend dem Antrage der Budget tommiffion. Zur Errichtung des Reichstagsgebäudes werden als zehnte Rate 1700 000 m. verlangt. Abg. Bürklin bringt die Nachricht zur Sprache, daß man beabsichtige, in der inneren Einrichtung des Reichstagsgebäudes erhebliche Einschränkungen und Vereinfachungen eintreten zu laffen und beklagt diese Absicht der Bauleitung umsomehr, als die deutsche Kunst und das Kunstgewerbe auf das Innere des Reichstagsgebäudes gerade große Hoffnungen gesetzt haben. Auch im Interesse des Gebäudes selbst sei das sehr zu bedauern. Ein solches Wert solle man nicht mit aufgeklebten Stuckornamenten und ähnlichem„ faulen Zauber" ausstatten. müßten die erforderlichen Mittel besonders bewilligt werden, um dem vorzubeugen. braucht also nicht das echte Waterial durch Surrogate zu erReichstag selber. # 1 einem Ausschuß überwiesen." P senden könnten. Orten auftritt. Das Blatt konstatirt alsdann die weite Verbreitung der Ansicht, daß er dort( nämlich in Ausschusse) begraben bleiben wird", hofft jedoch, daß dies nicht geschehen werde. Wir wollen das in Man macht der Agitation für politische Forderungen oft den aller Geduld abwarten. Jedenfalls haben wir keinen Grund, die Vorwurf, daß sie viele Unüberzeugte mit fortreiße. Hier zeigt demselben versprechen. Etwas Wesentliches kann die Stadt auf diesem zahlreiche sonst überzeugte Anhänger einer Sache nicht dazu Begrabung des Antrages zu wünschen, obwohl wir uns nichts von sich aber auch eine andere Seite unseres öffentlichen politischen zu o tone tabt auch biefem Lebens, nämlich, daß, wo feine organisirte Agitation stattfindet, Gebiete gar nicht leisten. Sie ist außer Stande, auch nur den zehnten Theil der jährlichen Vermehrung des Bedürfnisses fort kommen, ihrer Ueberzeugung Ausdruck geben zu können. dauernd zu befriedigen. Das ist fein Vorwurf für die Stadt die Bewegung gegen die Nahrungsmittel- Bölle und Grenzsperre Hoffentlich schwillt auch ohne weitere planmäßige Agitation Berlin. G3 bedarf eben in der Wohnungsfrage der Großstädte zu solcher Gewalt an, daß diese verhaßten Einrichtungen mit größerer Reformen, die den kommunalen Rahmen überschreiten. 3. folcher Gewalt an, daß diese verhaßten Einrichtungen mit über die Stadt könnte immerhin den guten Willen zeigen, und Leichtigkeit hinweggefegt werden, wir glauben allerdings auch an diesen Willen nicht. Es ist wirklich naiv, wenn die„ Nat.- 3tg." fortfährt: Durch eine ,, Studentenauffahrt" soll am 31. Januar die zwanzigjährige Jubeljeier der Gründung des deutschen Reiches " Ein Widerspruch erhob sich nur seitens des Abg. Singer gefeiert worden. Dieses Reich mit seinen gegenwärtigen politischen tratischen Agitation durch die Fürsorge der städtischen Behörden Die große Masse unseres Volts fann an der zwanzigjährigen und" war auf die Furcht zurückzuführen, daß der sozialdemo- und wirthschaftlichen Zuständen ist allerdings dieser Feier werth. Jubelfeier" des Reichs nicht theilnehmen, und ein politisch reifer für die Arbeiter Damm entgegengesetzt werden könnte." Von dieser Furcht ist der Abg. Singer sicherlich weit entfernt Weann, in welchem Lager er auch stehen möge, fann es gleichfalls und sie wäre dreifach überflüssig: erstens wird diese Fürsorge eine nicht Abg. Bachem( 3.) hält gleichfalls dafür, daß hier Ersparniß schillernde Phrase bleiben, zweitens würden die Arbeiter daran zu denen gehört, in deren Taschen die Reichspolitik das Geld der außer wer lediglich an seine Sonderinteressen denkt und rüdsichten nicht am Blaze find. Um 100 000 m. zu sparen, feine Wohlthat, sondern nur eine unzureichende Schranke der Uebrigen hineinpraktizirt. Unreife Studenten sind die ersten, fann ich mich nicht dafür erwärmen, daß die Eingangshalle des ungerechtesten wucherischen Ausbeutung erblicken, und endlich welche die Jubelfeier" der zwanzigjährigen Gründung des Gebäudes mit Ziegelmauerwerk und Stuck ausgestattet wird. Drittens würde es sich nicht um einen Schlag gegen die Sozial- deutschen Reiches begehen. Das ist für das deutsche Reich ein Wir wollen beim Eintritt in das Haus sofort von dem Geiste demokratie, sondern um einen Schritt zu ihr hin handeln. Auch beschämendes, ein tieftrauriges Zeugniß; aber das Zeugniß ist angeweht werden, der dort wehen soll; unsere Werke sollen auch würde es dem Abg. Singer sehr interessant sein, zu sehen, daß verdient. Wahrlich, der Spott der Thatsachen ist blutig. Nun, nicht gleichsam aus Ziegelmauerwerk und Stuck, sondern aus die Gemeinde Berlin wirklich auf einem Gebiete an eine große die Zukunft des deutschen Reichs wird nicht der„ studirende", von dem Bau. Es sind noch zwei Millionen vorhanden, man Reform heranträte; ist ihre Verwaltung doch so weit hinter der sondern der arbeitende Theil der heutigen Jugend bestimmen. Gebieten der Schule ist feßen. Das Material muß ein festes Gefüge haben, wie der( vergleiche den Antrag Stadthagen), der Organisation kommunaler vom Polizeipräsidium eine Wagenfahrt von etwa hundertzwanzig Arbeit, in der Geltendmachung politischer Rechte, in dem Ber: Gespannen bereits genehmigt, welche die Linden, Kaiser- Wilhelmsehr wünschenswerth und dem unechten vorzuziehen; aber Jahr Nat.- 3tg." selbst, daß sie den Erfolg an manche Bedingungen richtig mit den in vorgestriger Nummer angeführten Falle, wo Staatssekretär v. Bötticher: Gewiß ist echtes Material hältniß zur Kirche, in der Wahrung ihrer Würde gegenüber der Straße u. f. w. passiren wird." Benfur von oben und überall. Schließlich verräth auch die ,, Berliner Zeitung" und Freifinnige Zeitung" sind für Jahr hat man uns zur Sparsamkeit aufgefordert und von uns verlangt, daß wir uns innerhalb der verfügbaren geknüpft glaubt: Wenn sich genügendes Kapital findet, das mit dem denkbar ein Kellner gerichtlich zum Gesinde gerechnet wurde, noch nicht Bausumme halten. Jetzt stellt sich heraus, daß echtes Material nicht genommen werden kann, wenn man damit aus- mäßigsten Zinsfuß zufrieden ist, wenn die Stadt, so viel es in zufrieden. Die Berl. 8tg." bleibt dabei, die Kellner sind Getommen will; es muß entweder Nachbewilligung erfolgen oder ihrer Macht liegt, durch Unterstützung der gemeinnüßigen Bauten werbsgehilfen", sei überflüssig. Sie meint, was heut einem Kellner weniger echtes Material verwendet werden. Die Reichstagsbau- werden würde( Was heißt das?) Schulen, Kirchen u. s. w., von denen sie in Berlin ja entlastet widerfahre, könne morgen auch einem Barbiergehilfen und über hilft, wenn der Staat die morgen einen Handlungskommis widerfahren; derartige rr Kommission war der Ueberzeugung, es verdiene den Vorzug, den Baufonds nicht zu überschreiten. Die Ausführung des Wunsches Eisenbahn- Verbindungen so günstig, so schnell und so billig ge- thümer tönnten auch troß eines Gesetzes vorkommen. Die Berl. der Vorredner würde nicht bloß erhebliche Nachforderungen, staltet, daß durch sie nicht zu viel Zeit und nicht zu viel Geld 3tg." beurtheilt die Sache vom grünen Tische. Die Auffassung, sondern auch eine Hinausschiebung der Vollendung des Baues verloren geht, dann wird es schon möglich werden, auch bei daß die Kellner zum Gesinde gehörten, ist unter den Wirthen vielfach verbreitet. Deswegen und angesichts der Thatsache, daß um vier Jahre nach sich ziehen. Aber nehmen Sie auch nur Berlin noch gute und billige Heimstätten zu errichten." Das Kapital mit dem denkbar mäßigsten Zinssuß zufrieden! einem Rellner auf Grund der Gesinde- Ordnung eine Ordnungs zwei Jahre, dann ist das schon eine Verzögerung, welche bis und der Zonentaris, ja, das wäre schon etwas. Aber wenn, strafe auferlegt wird, fordern die Kellner die ausdrückliche reichszum Herbst 1896 sich ausdehnen würde. Die Bildhauerarbeiten in der großen Halle können nicht wegbleiben, denn sie stehen und wenn, und wenn! Und wer glaubt denn wohl an diese gesetzliche Bestimmung:„ Kellner sind Gewerbsgehilfen". Jeder, -Zukunftsgemeinde und diesen Zukunftsstaat der Nat.- 3tg." ber aus den praktischen Verhältnissen heraus und nicht vom der Architektur im Zusammenhang. Sie haben die grünen Tisch urtheilt, wird diese Forderung billig finden. Es Wahl. Offeriren Sie eine Erhöhung der Bausumme, die Re- Das Blatt schließt seinen Artikel mit dem Sage: Gerade der Umstand, daß die Sozialdemokratie von dem stimmen ihr denn auch die Prinzipale durchweg und ebenso das gierungen werden schwerlich widerstreben; aber machen Sie uns feinen Vorwurf, daß wir nicht sparsam genug gewesen sind. Antrage Wohlgemuth nichts wissen will, zeigt, wie sehr er ge-„ Gasthaus" zu. Die Freis. 3tg." weiß nichts Stichhaltiges vorzubringen und bindet daher ihren Lesern Folgendes auf: Abg. v. Cuny hat gegen die Erhöhung der Bausumme kein eignet ist, dem Wühlen derselben entgegenzuarbeiten." Wohlauf denn! Nur fest entgegengearbeitet! Für dieses Ent- Einen Gemeindevorsteher in Lutah zieht der sozialdemokratifche Bedenken. Die Hinausschiebung des Baues sei auch kein Unglück; er fühle sich in dem gegenwärtigen Hause sehr wohl. gegenarbeiten gegen unfer Wühlen" soll es an des Abg. Singer Vorwärts" als Autorität dafür heran, daß ein Kellner zum Eventuell möge man die Position in die Kommission zurück- und unserer Aufmunterung nicht fehlen. Wir werden aber auch Gesinde gehöre." Herr Richter fann wohl bald das Fest seiner dafür sorgen, daß die Arbeiter der Entwickelung mit prüfendem taufendsten Zeitungslüge feiern. Auge folgen und mit den stolzen Worten die Thaten vergleichen. mit verweisen. Staatssekretär v. Bötticher hält die Behauptung, daß die Hinausschiebung sich auf 4 Jahre belaufen werde, bei der Schwierigkeit der Beschaffung und Bearbeitung istrischen Sandsteins vollständig aufrecht. Nach Ablehnung des Antrages v. Cuny wird der Titel unverändert bewilligt. Zur Herstellung des Nord- Ostsee- Kanals werden als fünfte Rate 29 Millionen verlangt. Abg. Lingens betont die Nothwendigkeit einer erweiterten geistlichen Fürsorge für die Kanalarbeiter. Besonders für die katholischen Arbeiter würde noch ein fünfter Geistlicher sehr segensreich wirken können. Der Titel wird bewilligt, desgleichen der Rest des Etats des Reichsamts des Janern. Schluß 534 Uhr. Nächste Sitzung: Montag 1 Uhr( Etat). Ueber die Landtagsverhandlungen berichten wir in nächster Nummer. " " " " Die preußischen Staatsbahnen beabsichtigen die Dampf heizung auf fämmtlichen Hauptlininien einzuführen, und lassen Auch Petitionen haben ihre Schicksale! Als die Herren daher eifrig an der Umänderung der Personenwagen arbeiten. Agrarier ihre Agitation zu Gunsten der Brotvertheuerung in Auch die Gepäck, Post- und einige zur Gilgutbeförderung Szene fegten, da war der nothwendige Petitionssturm von langer dienende Güterwagen erhalten entsprechende Vorrichtungen. Die Hand bestens vorbereitet; die Petitionsformulare waren in Massen Dampfheizung hat den Vortheil, daß sie bei einem etwa ein gedruckt und der Himmel mag wissen, was sich mancher biebere tretenden Unfall gefahrlos ist. Der zum Heizen erforderliche Bauer dabei gedacht hat, als er von seinem„ gnädigen Herrn" Dampf wird direkt aus dem Kessel der Lokomotive mit einem zur Unterzeichnung des Schriftstückes bewogen wurde. Damit Druck bis zu zwei Atmosphären in die unter dem ganzen Zuge erregten die staatserhaltenden Parteien mit dem großen Rürassier hinlaufende Leitung getrieben und verläßt dieselbe am Zugenbe an der Spitze die Unzufriedenheit der breiten Majsen des Volfes, wieder, soweit er sich nicht als Wasser an den Leitungswanden denn nach der Behauptung dieser Leute sind die ländlichen Ar- niederschlägt und durch selbstthätige Ventile abfließt. Bei dieser Art beiter zahlreicher als die Industrie- Arbeiter. Heute hat sich die der Heizung herrscht nun gewöhnlich in den ersten Wagen hinter der Sache einigermaßen geändert. Aus den breiten Massen tönt der Lokomotive eine fast unerträgliche, Size die sich in den Wagen Ruf nach billigem Brot und billigerem Fleisch und die Regierung der Richtung nach dem Schluß des Zuges zu allmälig redet zum Schrecken der Junker das revolutionäre Wort von vermindert. Diese ungleichmäßige Wirkung läßt sich jedoch regu der billigeren Volfsernährung." An allen Orten organisirt sich liren. Abgesehen von der Regulirung der Temperatur für den ein neuer Betitionssturm gegen die Lebe smittelzölle und besonders ganzen Bug im Packwagen kann, wie die Deutsche Verkehrsztg. die Stadtvertretungen sind es, die auf diesem Gebiete sich zu bemerkt, in den Abtheilungen der 1. und 2. Wagenklasse jeder Meinungsäußerungen gedrungen fühlen, obgleich unter dem Reisende die Temperatur durch die vorhandenen Ventile felbst in aber willkommen. " Sprechlaal. Inhalt desselben identifizirt zu werden. regeln, während für die 3. und 4. Wagenklasse eine Regu- benannter Branche beschäftigten Arbeiter ins Leben zu rufen. Vergnügungsverein ,, Oceana", Montag Sigung mit Damen; Auflirung nur durch den bei jedem Zuge befindlichen Heizwärter Kollegen! Ueberall regt sich unter den Arbeitern und Hand- nahme neuer Mitglieder im Restaurant Schneider. Nach der Sigung Tanz. Bergnügungsverein" Freundestreue", 9% br, im Restaurant Gerth, vorgenommen werden kann; das in den letzten beiden Wagen- werkern aller Branchen das Gefühl der Zusammengehörigkeit, der Brinzenstraße 106. Vergnügungs- Verein Neichstrome", Sigung tlassen fahrende Publikum hat daher etwaige Wünsche in Bezug Trieb sich zu organisiren, in der richtigen Einsicht, daß der Ein- Sonntag, Nachmittags 4 Uhr, im Bittoria- Ballsalon, Berlebergerstr. 18. Gäfte Theater- Berein Blumenlese", Borf. E. Wuthe. auf die Heizung stets dem Zugführer oder Schaffner mitzutheilen. zelne wirthschaftlich schwach, in der Gesammtheit Sigung mit Damen. Sonntag Nachmittag 4 Uhr im„ Dresdener Garten", Es läßt sich dadurch eine dauernd gleichmäßige Temperatur in start ift. Darum aufgewacht. Kollegen! In einer in Dresdenerstraße 45. Gäste willkommen. Pollack- Club„ Eintracht", bei den einzelnen Wagen erzielen. Bei ausnahmsweise langen Zügen, diefer Angelegenheit stattgehabten öffentlichen Versammlung Gustav Schulze, Wienerfir. 68. Gäste willfommen. bei welchen die Wirkung der Dampfheizung für die legten Wagen der Marmorarbeiter und Berufsgenossen Hamburgs wurde benur eine sehr geringe ist, wird am Schluß des Zuges ein Wagen schlossen, einen Zentralverein zu gründen, und es wurde eine eingestellt, in welchem Dampf erzeugt und in entgegengesetzter Kommission gewählt, welche die hierzu nöthigen Schritte einRichtung in die Leitungsröhren geführt werden tann. zuleiten hat. Wir ersuchen Euch daher, da, wo Ihr gewillt seid, dem Verbande Euch anzuschließen, dem Unterzeichneten hiervon Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechsaals, soweit Naum dafür abzu Eine Reihe neuer Straßenzüge, welche für die Ver- baldmöglichst in Kenntniß zu setzen. Säumt nicht länger, tretet geben ist, dem Bublifumt zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen bindung mit Berlin von großer Bedeutung sind, hat die Kom unverzüglich dem Verbande bei, damit auch wir durch Solidarität interesses zur Verfügung; fie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dens mune Rixdorf im Laufe des letzten Jahres mit einem Kosten- und Einigkeit zu einer Macht gelangen, die uns in den Stand setzt, aufwande von mehr als 600 000 M. geschaffen. Der Hermannplat den immer fühlbarer werdenden Unterdrückungen des Kapitals ein In Anbetracht der so wichtigen Frage der Benutzung der hat durch Kassirung des an der Einmündung des Kottbuser Salt zuzurufen. Tretet der nichtsfagenden Redensart, die heute Säle zu Festlichkeiten möchten wir uns noch einmal erlauben, an Dammes befindlich geweſenen Restaurations- Grundstücks direkte so oft angewendet wird:„ es nützt ja doch nichts", energisch die Allgemeinheit zu appelliren. Schon wiederholt haben wir Verbindung mit der Urbanstraße erhalten, welche jetzt auf entgegen. Wenn nur jeder von Euch die Nothwendigkeit der auf die Inkonsequenz der Arbeiter hingewiesen, welche in Lokalen Rixdorfer Gebiet auf einen 300 Meter langen und 34 Meter gewerblichen Vereinigung erkannt hat, derselben beitritt, mannhaft ihre Vergnügungen abhalten, in denen keine Versammlungen abbreiten Straßenzug ausläuft. Zur Verbindung dieser Straße mit für Weiterverbreitung derfelben Sorge trägt, so werden wir im gehalten werden dürfen, die in Lokalen verkehren, in denen nicht der Berlinerstraße ist die Sobrechtstraße neu erstanden. Eine weitere Stande sein, uns menschenwürdigere Zustände, bessere Arbeits einmal der Vorwärts" ausliegt, viel weniger erst darauf Bezug große Straßenanlage ist erfolgt zur Verbindung der Hafenhaide und Lohnverhältnisse erringen zu können. Auch wir wollen dem genommen wird, daß die Inhaber nicht dem Verein der Gaft- und mit der Hermannstraße und dem Karlsgarten. Aber auch im Innern Rufe folgen:„ Vorwärts, vorwärts und immer vorwärts! Mit Schankwirthe Berlins angehören, sondern lieber das Geld einem von Rigdorf haben im vergangenen Jahre große Umwälzungen kollegialischem Grup: Die Kommission. direkten Gegner hintragen, wie es durch verschiedene Zahlstellen durch Verbreiterung vorhandener und Anlage neuer Straßen der Kassen und Fachvereine, sowie auch durch Klubs und Gesangstattgefunden. Im nächsten Frühjahr wird wieder ein großer vereine hinlänglich bewiesen wird. Schritt vorwärts gethan, indem mit dem Bau einer Kanalisation begonnen wird. Ferner wird eine Druckluft Anlage gefördert, welche den kleinen Gewerbetreibenden ein billiges und gefahrlofes Betriebsmittel für ihre Maschinen liefern soll. Auch der Umbau des Bahnhofs Rixdorfs, sowie eine Geleisevermehrung der Ringbahn stehen nahe bevor. Alle Briefe und Anfragen sind zu richten an Adolph Lattmann, Altonaerstr. 40, S. 13 111., Hamburg. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. Versammlungen. Was nun aber im Besonderen auffällt, ist das Vorgehen des Klubs Gesellige Brüder", welcher, als Genossenklub bekannt, sein Vergnügen in einem Lokal abhält( Marienbad, Gesundbrunnen), welches sogar schon von der Liste gestrichen ist, dessen Mitglieder sich geäußert haben, auch ohne Mitwirken der übrigen Genossen Billets umzusetzen. Schließlich machen wir noch darauf aufmerksam, daß Kombinirte Mitgliederversammlung der Drechsler, wir auch davon Abstand nehmen müssen, jedes Kleine Lokal Hinsichtlich der ersten ärztlichen Silfs- und RettungsKollege Strohmeier wies mit zuAnstalten hat der Aerzteverein von West- Berlin eine Denkschrift Ortsverwaltung 1- VII. ausgearbeitet, die für eine Uebernahme jener Einrichtungen durch treffenden Worten die Nüglichkeit der Zentralisation nach, und auf die Liste zu setzen, auch wenn es event. nur 50-60 Personen die Stadt eintritt und vor Allem einen ständigen ärztlichen Tag- es wurde der Antrag angenommen, daß in den Ortsverwaltungs- Gastwirth Abraham, Straßburgerstr. 5, hat deswegen schon fäßt, um nur hierdurch zu billiger Reklame zu gelangen. Der und Nachtdienst mit organisirten Rettungs- Stationen befürwortet. Bersammlungen über Bentralisation aufgeklärt werden solle, erklärt, von der Veröffentlichung seines Lokals durch die Lifte Kollege Dost Mit den hier gegebenen Anregungen beschäftigen sich 3. 3. auch damit sie zum 1. April in Kraft treten könne. die anderen hiesigen Aerzte- Vereine. wurde zum Ausschußmitgliede gewählt. Nachdem die Bibliothets- Abstand zu nehmen. Kommission Bericht erstattet hatte, wurde beschlossen, die Schlosser'sche Weltgeschichte der Bibliothet einzuverleiben, da fie der Vereinigung zu günstigem Preise angeboten ist. Zum Bibliothekar wurde Kollege Trolle, Grüner Weg 19, v. 1 Tr., gewählt. Bei ihm sind die Bücher am Dienstag und Freitag von 8-9 unentgeltlich zu haben. Der Fachverein der Marmor- und Granitarbeiter Die Lokal Rommission. J. A.: Heindorf. Insinger. Depeschen. Polizeibericht. Am 23. b. M. Morgens wurde ein Mann in einem Kellerraum des Neubaues Müllerstraße 66 erhängt vorgefunden. Vormittags wurde eine Frau vor dem Hause Naunynstraße 7 bewußtlos aufgefunden und nach dem Krankenhause Bethanien gebracht. Sie ist vermuthlich infolge der Glätte gefallen und hat dabei anscheinend eine Gehirnerschütterung er litten. Hamburg, 24. Januar.( Telegramm des Herold".) Gine Nachmittags erschoß sich ein aus der Frrenanstalt zu Berlins und Umgegend hielt am 18. Januar seine regelmäßige von 4000 Personen besuchte Versammlung von Arbeitslosen nahm Dalldorf beurlaubter Pensionär in seiner Wohnung in der Solms- Mitglieder- Versammlung ab. Bevor in die Tagesordnung ein- die Resolution an, den Senat um Erlaß eines Nothstands- Gestraße mittelst Revolvers. Abends vergiftete sich eine eheverlassene Frau in der Wohnung eines mit ihr in einem Liebes- getreten wurde, erhielt Kollege Paulikat das Wort zur Geschäfts- setzes zu ersuchen. Das Glend wird als furchtbar geschildert. verhältniß stehenden Mannes, in der Paulstraße, mittelit Blau- ordnung und erklärte, daß er sein Amt als erster Vorsitzender Mehrere Familien leben von Kartoffelschalen. Troydem bisher säure, nachdem ihr der Letztere von einer anderweiten Verlobung nach Schluß der Versammlung sofort niederlege. Sodann ver- 85 000 M. an Unterstützungen eingegangen sind, dauert der Nothlas der Kassirer den Vierteljahres- Bericht. Die Einnahme betrug stand fort. Mittheilung gemacht hatte. Zu derselben Zeit wurde ein Mann 92 M. 16 Pf., die Ausgaben 117 M. 55 Pf., mithin war ein Elberfeld, 24. Januar.( Telegr. des Herold".) Hier beauf dem Abort eines Restaurants in der Dresdenerstraße er- Defizit von 25 M. 39 P., welches von den Revisoren bestätigt fürchtet man eine Ueberschwemmung, da die Wupper start steigt. schossen vorgefunden. Es liegt unzweifelhaft Selbstmord vor. Köln, 24. Januar.( Telegramm des Herold".) Der Rhein In der Nacht zum 24. d. M. wurde eine Frau in ihrer Woh- wurde. Ebenfalls war beim Jahresabschluß ein Defizit zu vernung, in der Stettinerstraße, erhängt vorgefunden.- Am 23. d. M. zeichnen. Zu der Stundungsfrage der Beiträge wurde von Kol- steigt nur mäßig, dagegen ist der Oberrhein stark im Wachsen benung, in der Stettinerstraße, erhängt vorgefunden. Am 23. d. M. legen Gerstenberger der Antrag gestellt: einem jeden Mitgliede, griffen. Bei Mannheim ist das Wasser um 1/2 Meter gestiegen. fanden 5 fleine Brände statt. wenn genügende Gründe vorhanden sind, die Zahlung der Bei- Dortselbst hat sich heute Mittag das Sis des Rheines in seiner träge auf weitere drei Monate zu fiunden. Der Antrag wurde ganzen Breite in Bewegung gesetzt. Aus Elberfeld wird geeinstimmig angenommen. Verschiedene Redner sprachen noch meldet, daß die Wupper start steigt; bis morgen wird bereits über die Unregelmäßigkeiten und mangelhafte Betheiligung an Hochwasser befürchtet. den Generalfonds- Versammlungen. Für die beiden kranken Kol legen H. Thies und Desterlein, sind( bis auf eine Liste) 52 M. 15 Bf. eingegangen. Die Wahl von drei Vorstandsmitgliedern wurde bis zur nächsten Versammlung vertagt. otto Theater. Im Oftend- Theater wurde vorgestern Abend das so viel fach besprochene Trauerspiel Ein berühmter Mann" von Else von Schabelsfy aufgeführt. " " Worms, 24. Januar.( Telegr. des Herold.") Der Rhein ist im Steigen begriffen. London, 24. Januar.( Telegr. d.„ Herold".) Aus Washington wird berichtet, daß Lodge, Abgeordneter für Massachusetts, im Verein zur Wahrung der Interessen der Schuhmacher. Montag, Repräsentantenhause eine friegerische Rede hielt. Er sprach sich Es war ein eigenartiges Bublifum, welches sich dort zu den 26. b. Wits., Bersammlung bei Reyer, Alte Jakobstraße 48. Siehe dahin aus, daß an der canadischen Grenze ein Militärkordon sammengefunden hatte. Zylinderhutbewehrte Börseaner, welche annonse Verein deutscher Schuhmacher, Zahlstelle Berlin. Montag, den etablirt werden müsse und beantragte, angejichts eines möglichereifrig für Lindau zischten, andere Leute, die ihrer Entrüftung über 28. Januar cr., Abends 8% uhr, gefchloffene Mitglieder- Bersammlung bei weise in Aussicht stehenden Krieges, Vorkehrungen, namentlich durch eine unwürdige literarische Tyrannei durch lebhaftes Beifall- Bolzmann, Andreasfir. 26. Tagesordnung: 1. Ausgabe und Verlesung der Verstärkung der Marine, zu treffen. Englands Starrsinn in der Statuten. 2. Neue Wahl der Filial- Verwaltung. Berschiedenes und Frage Hatschen Ausruck gaben, ein verschwindend fleiner Theil In- taften. Mitgliedsbuch legitimirt. Pflicht eines jeden Mitgliedes ist es, zu ers Behringmeer- Frage basire nur darauf, daß es eine Flotte besitze, differenter, uneingeweihter. Von vornherein sei gesagt, daß die scheinen. welche jeden amerikanischen Hafen blockiren und Lösegeld erzwingen Berfasserin in ihrem Stück eine nicht gewöhnliche Begabung für dramatische Gestaltung zeigt, daß fie feines psychologisches Ver- sammlung am Mittwoch, den 28. Januar, Abends 8½ Uhr, in den Armin- önnte. Ein solcher Zustand sei nicht zu dulden und daher müßten die von ihm beantragten Maßregeln schleunigst getroffen werden. ständniß besitzt daß aber auch größere Kräfte, bedeutendere ballen, Stommandantenstr. 20. Näheres Dienstag im Inseratentheit. Verein Mudirter Herren"( nebst Stellenvermittelung und BeschäftigungsTalente an dem elenden, eckigen Spiel der mitwirkenden Künstler Nachweis). Montag, den 26. d. M., Abends 9 Uhr, bei Tettenboru, Wall( Wolffs Telegraphen- Bureau.) zu Grunde gegangen wären. straße 91. Gäste willkommen. Achtung, Delegiete der Berliner Streik- Kontrollkommission! Bertommen. Effen a. d. Ruhr, 24. Januar. Der Rheinisch- Westfälischen Zeitung" zufolge läßt sich die Anzahl der Opfer der Grubenkatastrophe auf der Zeche" Hibernia" bei Gelsenfirchen nunmehr vollständig übersehen. Todt sind 44, verlegt 32 Bergleute aufgefunden worden; vermißt werden noch 4, die jedenfalls auch tost sind. Die Gesammtzahl der Opfer beträgt demnach einschließlich der Verwundeten 80. Der Verein Berliner Hausdiener hält am Dienstag, den 27. Jan., Das Stück versucht bekanntlich Paul Lindau zu charakterisiren Abends 9 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20, einen gefeuigen und zu ironisiren. Bei unserer absoluten Unbekanntschaft mit Abend mit Damen ab. Humoristische Vorträge und Tanz. Gäste will diesem Herrn, fönnen wir allerdings nicht unterscheiden, wie weit Unterstützungsbund der Hausdiener Berlins. Wanderversammlung die Verfasserin ihren eigenen Wahrnehmungen und Be- im Norden am Mittwoch, den 28. Januar, Abends 9 Uhr, bet Reblig, Berg obachtungen gefolgt ist: wenn aber Herr Lindau nur ftraße 12. Tagesordnung: 1. Mittheilungen. 2. Vortrag über: Die gegen entfernt dem Hans Schrader gleicht, so muß er ein unwärtige Strife Referentieren die Aufnahme neuer glaublicher Trottel sein. Das Publikum hatte entschieden eine Mitglieder und Berschiedenes. 5. Fragekasten und Entrichten der Beiträge. Theater- und Vergnügungsverein.Dulhania".( Bors. M. Lteste, Gelsenkirchen, Sonnabend 24. Jan. Durch das Auftreten Unzahl von Anspielungen, Pifanterien, vielleicht noch mehr er- Ackerstr. 13.) Sonntag, den 25. Januar, Nachmittags 5 Uhr, Geburtstags des Grenzbaches sind 6 Straßen überschwemmt. Dieselben sind wartet, man ward in dieser Beziehung jedoch enttäuscht und nahm feier bet willer, Johannisfir. 20. nächſie Gibung Freitag, den so. Januar, meistens von Arbeitern bewohnt. bet Roth, Linienstr. 73. Am Sonnabend, den 14. Februar, großer Wiener Der dadurch angerichtete den ersten Akt mit warmen Enthusiasmus auf. Auch der zweite mastenball in Meißner's Salon, Gartenstr. 162. Billets a 50 Pf. find beim Schaden trifft theilweise diejenigen Familien, welche Verluste Aft, der einige sehr fein gezeichnete Szenen enthielt, wurde mit Vorfißenden zu haben. Damen und Herren tönnen beitreten. durch die jüngste Grubenkatastrophe erlitten haben. Heute Achtung! Große öffentliche Bersammlung für Frauen und Männer am wurden die in der Zeche" Hibernia" Verunglückten von ihren Ruhe angehört und stellenweise mit großem Beifall begleitet. Sonntag. Den 25. Januar, Abends 6 Uhr, in Schmiedel's Festsälen Erst beim dritten Aft gewannen die Lindauer und Landauer"( Orpheum), Alte Jakobstr. 32. Tagesordnung: 1. Vortrag über: Bolts Verwandten agnoszirt. zeitweilig die Oberhand und die Lust zum Ult und zum Mit- ernährung und Boltseintommen." 2. Distuffion. 3. Berfchiedenes. spielen wurde immer bemerkbarer. Der vierte Aft schlug wieder Geselliges Beifammensein. Genoffen und Genoffinnen werden zu recht zahlreichem Besuch dieser Versammlung eingeladen. siegreich durch, die Verfasserin wurde stürmisch gerufen und mit Lese- und Diskutir- klub Freie Denker", Abends 9 Uhr, bei Haugk, Gäste willkommen. Böchstraße 12. Beifallsstürmen überschüttet. Mar Kayser" Sonntag, Vormittags 10% hr, im Restaurant" Sur Schneekoppe", Nostizstraße 29. Butritt. Sozialdemokratischer Lesetlub Lessing", jeden Montag, Abends 8% Uhr, im Restaurant Spiekermann, Oft, Markussir. 6: Bortrag. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Montag, Abends Uhr: Uebungsunde. Aufnahme neuer Mitglieder- Gefangverein Sene zugeben vergessen. felder" Restaurant Triefchmann, Jüdenstraße 55. Gesangverein„ 3ufriedenheit" Willibald Alertsstr. 6, bei Genger. Liedertafel der mater und verwandten Berufsgenossen bet Berg, Kaiser- Franz- Grenadier- R.G. In Flensburg steht der Stab und das 1. und Gesangverein Myrthenblätter, Alte Schönhauserstraße 42, 2. Bataillon des Inf.- Regiments 86 und das 1. Bataillon des bei Reimann.- Gesangverein harmonie", Megerfir. 26 bei Wartenberg. Männer- Gesangverein Siebertus", Fichtestraße 29 bei Krosche( früher Regiments 84. Außerdem befindet sich daselbst das Kommando Moewes). Gefangverein Geselligkeit 2", Münzstraße 11 bet gemter. Der 18. Division und der 35. Inf.- Brigade. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Lübeck'scher Turnverein am M., Ruppiuerstr. Wenden Sie sich an den betreffenden Sonntag, Abends von 6-8 Uhr, 2. Lehrlingsabtheilung; am Montag, Abends fr. Wend Verein. ben von 8-10 1hr, Männerabtheilung. Auf den Inhalt des Stückes glauben wir nicht näher eingehen zu sollen. Die geschilderten Episoden aus Herrn Lindau's Leben, feine persönlichen Eigenschaften, seine Gitelkeit und sein Egoismus haben für ein größeres Publikum tein Interesse. Auch die übrigen Figuren sollen in der Gesellschaft" bekannt sein wir haben keine Lust, uns mit dieser Gesellschaft zu be faffen. Nedside " Soziale Uebersicht. An alle Marmor- und Granitarbeiter und Berufsgenossen Deutschlands. Kollegen allerorts! In der Erkenntniß unserer Lage fühlen wir uns genöthigt, eine Organisation aller in oben Play 7. Briefkaffen der Redaktion. Gäfte haben Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Brieflich Antwort wird nicht ertheilt. Romelia. Sie haben den Tag, an welchem Sie tagen, anRauch flub, Arcona"," Montag, Abends 8%-10% Uhr bei Siplinski, von 9-11 Uhr, Streligerstr. 16, bei Becker. Reichenbergerftr. 71. It au chí lub, Weiße Wolter, Mont, printi Berein„ Wanderlust", Sigung: Sonntag, Nachmittags 4 Uhr, Grünauerstraße 14 bei Rach. Masken- Garderobe. Empfehle allen Freunden und Bevon Otto Runge, fannten mein Weiss- und Bairisch- Bier- Lokal. Das Rechts- Bureau[ 223J eines Königl. preuß. Amtsrichters a. D., Alte Jakobstraße 102, II, Kunth. Nein. G. H. 87. Das wissen wir nicht. Reuter u. 3. 104. Wir wissen es nicht, aber vielleicht giebt einer unserer Leser darüber Auskunft, wo eine Dame an I besten frisiren lernt. Jede Nähmaschine 3.repariren kostet unter Garantic 2,50 M. 50 P Fachmann, Christinenstr. 34, Gesucht f. sof. bei gutem Gehalt ein tüchtiger Zeichner für Weißstickerei. Fr. Montag, Hamburg, Gr. Bleichen 59. Gr. Frankfurterstr. 57( Gegr. 1862.) verbunden mit Frühstücks-, Mittags- erth. gewissenh. Nath u. Hilfe in allen An- Sleine Repar. billiger. W. Manske, 813 empfiehlt zur Saison eine Auswahl von 2000 Kostümen zu den billigsten Preisen. und Abendtisch. Auch ist ein VereinsVereine 15 pet. Ermäßigung. Große aimmer mit Piano zu vergeben. Auswahl von Aufzügen. 2574 Empfehle allen Freunden und Genossen meine Masken- Garderobe. Paul Cordt, Reidenberger137. Beste Auswahl sämmtRohtabat! licher Sorten. Billigste Preise.[ 36L Eberhard Herz, Prinzenstr. 38. 19L] Fr. Fröhlich, Nauugußrake 43. 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Schulze. 226J nischen Karten Hervorragendes zu leisten vermag, die Fabrikation derfelben fachgemäß zu leiten verBeht, sowie selbständig manipuliren tann, wird von einer größeren auswärtigen Anstalt zu baldigem Antritt gesucht. Anerbietungen unter V. 4400 an Rudolf Mosse, Berlin SW., 16 M erbeten. Frdl.Schlafst. Adalbertstr.32, v.ll, Noack Freie Volksbühne. Für die erste Abth.( rothe Karten) findet heute Nachm., pünktlich 2½½ Uhr, die 4. Vorstellung im Ostendtheater, Große Frankfurterstr. 180, statt. Zur Aufführung kommt: Kabale und Liebe", Trauerspiel in 5 Akten von Fr. v. Schiller. Verband deutscher Kürschner 189 ( Filiale 1). Montag, den 26. Januar, Abends 8 Uhr, Neue Friedrich- Straße Nr. 44 bei Röhlig. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Peus über Zeit- und Stücklohn. 2. Abrech Die Ausloosung der Bläge beginnt um 1½ Uhr und wird um mögnung vom Weihnachtsvergnügen. 3. Gewerkschaftliches. lichst frühzeitiges Erscheinen diesmal ganz besonders gebeten, da das Theater um 1/2 6 Uhr geräumt sein muß. 203J Der Vorstand. Deffentliche Versammlung für Frauen n. Männer des Leseklubs ,, Freie Denker" Die Ortsverwaltung. Verband deutscher Mechanifer n. verw. Berufsgenossen. ( Bahlstelle Berlin.) Den Mitgliedern zur Nachricht, daß zur Erhebung der Beiträge und Vertheilung der Mechaniker- Zeitung Zahl stellen errichtet sind, und zwar 1. für den Norden: Brunnenstr. 38 im Restaur. Gnadt: 2. für das Centrum: Annenstr. 16 imm Restaur. Reßner; 3. für den Süden: Stalizerstr 7 im Restaur. Schönemann. Allgem. Metallarbeiter- Verein von 8-9 Uhr Beiträge entgegenBerlins und Umgegend. Daselbst werden jeden Montag Abend genommen. Kollegen, die ihre Zeitung noch nicht erhalten haben, wollen die gliedsbuches in Empfang nehmen. 237] Dienstag, den 27. Januar 1891, Abends 82 Uhr, im Saale des felbe dort gegen Vorzeigung des MitHerrn Nürnberg, Schönhauser Allee 28: Versammlung. Der Vorstand. Tagesordnung: 1. Vortrag über:„ Die Neubegründung des Deutschen Oeffentliche KistenReiches und ihre Bedeutung für die Arbeiter. Referent Herr Martini. am Sonntag, den 25. d. Mts., Abends 6 Uhr, Jahnstr. 8, 1 Tr. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes. Tages- Ordnung: Um regen Besuch wird gebeten. 1. Vortrag des Regierungs- Baumeister a. D. G. Kessler über: 209 religiösen Sagen der nordischen Völker". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Nach der Versammlung gemüthliches Beisammensein. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. C. Gefrois, Dresdenerstr. 99, H. I. p. " Die 224 Berein Berliner Nagelschmiede. Sonnabend, 31. Januar, Lichtenbergerstr. 21, bei Heise: Großer Wiener Maskenball. Freunde und Gönner des Vereins sind hierzu freundlichst eingeladen. Billets à 40 Pfennig sind zu haben bei W. Michlke, Brizerstr. 31; O. Gerstenberger, Langestraße 88/89, G. Berndt, Brunnenstraße 46 und bei Herrn Heise. Der Vorstand. [ 147 J] Unterstützungs- Verein deutscher Hutmacher. Montag, den 26. Januar, Abends 8½ Uhr, Böhow's Brauerei, Prenzlauer Allee: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung; 1. Beschlußfassung über Verlegung der Herberge. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung ist zahlreiches Erscheinen erwünscht. Mitgliedsbuch legitimirt. Der Vorstand d. U. V. d. H.( Filiale Berlin). C. Kempe. 167 Verein zur Regelung der gewerblichen Verhältnisse der Töpfer Berlins u. Umgegend. Mittwoch, den 28. Januar, Abends 6/2 Uhr, Der Vorstand. Die Arbeiterin. Beitschrift für die Interessen für Frauen und Mädchen des arbeitenden Volkes. Erscheint wöchentlich einmal( Sonnabend früh). Preis pro Quartal 1. frei in's Haus. Bestellungen nehmen alle Zeitungsspediteure, sowie unsere Expedition entgegen. " Ausgabe für Berlin: Expedition des Vorwärts" Berliner Volksblatt, SW., Beuthstr. 3. Hermann Böhm Müllerstrasse 175, am Weddingplak, Ecke Fennstraße. Zur Einsegnung empfiehlt schwarze reinwollene Cachemires in besten Qualitäten, doppeltbr. Meter 1,10, 1,35, 1,65 2-3 M., Schwarze reinwollene gestreifte und geblümte Stoffe in den neuesten Mustern doppeltbreit, Meter 1,25, 1,50, 175, 2-3,50. Im Tuchgeschäft in Schmiedel's Salon( früher Orpheum), te kobr. 32. jetzt Oranienstr. 126, I. Alte Jakobstr. Ordentliche General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Bericht der Rechtsschuh- Kommission und Neuwahl derselben. 2. Raffenbericht pro 4. Quartal 1890 und Bericht der Revisoren. 3. Neuwahl der Hilfskassirer. 4. Verschiedene Vereinsangelegenheiten. 317 Bahlreiches und pünktliches Erscheinen ist nothwendig. Quittungsbuch legitimirt. Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung der gewerbl. Hilfsarbeiter Berlins u. Umg. Montag, den 26. Januar, Abends 81/2 Uhr, im Kolberger Salon, Kolbergerstraße Nr. 23. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Regierungs- Baumeister H. Keßler über:„ Die Ursachen der heutigen Nothlage der Arbeiter. 2. Diskussion; 157 3. Verschiedenes. Alle Arbeiter sind hierzu eingeladen. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Der Einberufer. Unterstützungs- Bund der Hausdiener Berlins. Wander- Versammlung im Norden I am Mittwoch, den 28. Januar, Abends 9 Uhr, bei Rehlitz, Bergstrasse 12. Tagesordnung: 1. Mittheilungen. 2. Vortrag über: Die gegenwärtige Krise. Referent Wilh. Werner. 3. Diskussion. 4. Aufnahme neuer Mitglieder und Verschiedenes. 5. Fragekasten und Entrichten der Beiträge. 168 Um recht zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Fachverein der Wirker und Wirkerinnen. Sonntag, den 25. Jannar, Abends 6 Uhr, IF Grosse Versammlung bei Joël( früher Keller), Andreasstraße 21( oberer Saal). Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Ströbel. 2. Wahl der Fach- und Arbeitsnachweis- Kommission. 3. Verschiedenes.- Gäste haben Zutritt. Nach der Versammlung gemüthliches Beisammensein mit Tanz. Arbeitsnachweis und Vereinskotal bei A. Infinger, Krautstraße 48. 348 Der Vorstand. Grosser Wiener Maskenball am Sonnabend, den 31. Januar im Konzerthaus„ Sanssouci", Kottbuser- Straße 4a, arrangirt von den Gesangvereinen ,, Norddeutsche Schleife" und„, Freya" ( Mitglieder des Arbeiter- Sängerbundes). Billets à 50 Pf. sind zu haben bei G. Osthorst, Waldemarstraße 65 a; Herren- und KnabenAnzüge, Paletots, fowie Damenkleider etc. Auf Wunsch auch gegen Theilzahlungen. 52 Sophabezüge: Reste von 3/ 2-8 Meter in Plüsch, Bantaſieſtoff, Damaft und Rips ſpottbillig. Teppiche mit fleinen Musterfehlern 5, 6, 8, 10, 50 M., nur wegen faum merkbaren Fehlern so billig. Versand streng reell, gegen Nachnahme. S. Unger, cranienste. 48. Teppich- und Möbelstoff- Fabrik. Bureau für Patent ** Ingelegenheiten G.BRANDT BERLIN SW. Kochstr. N° 4 scher- Leiter J.BRANDT.Civil- Ingenieur Seit 1873 im Patentfache thätig. Nur Mark 53 L kostet jede Uhr zu reinigen unter Garantie. Bei allen Reparaturen wird der Preis vorher gesagt. 22 L Lager aller Arten Uhren. 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Januar, Nach-. mittags 3/2 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75. Tagesordnung: 1. Die Taktik der Sozialdemokratie. und die Taktik der Gegner. Referent: Dr. Franz Lütgenau. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes 211J] Das Agitationskomitee. Friedrichshagen! Montag, 26. Januar, Abends 81/2 Uhr: Große öffentl. Versammlung d. Arbeiter- Bildungsvereins für Friedrichshagen und Umgegend im Restaurant Giskeller, Friedrichstraße. Tagesordnung: 1.Vortrag des Reichstagsabgeordneten Theodor SchwarzLübeck. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Um recht zahlreiches Ers scheinen ersucht[ 188J] Der Vorstand. vis- à- vis der Heiligen H. Stramm's Restaurant, Kreuz- Kirche. Wilhelm Böhm. 123. Ritterstraße 123. Sämmtliche Hüte mit Kontrolmarken. Großes Fremdenlogis, Herberge und Großes Lager in Schirmen und Arbeits- Nachweis der Vereine der 13 schuhen. Reelſte Bedienung Klempner, Glafer und Korbmacher. Reichhaltiger Frühstück-, MittagPreisen. Zeitungs- Spedition. und Abendtisch à la carte zu ſoliden und Bairisch- Bier. 51 Meinen werthen Freunden und Ge- Ausschank von vorzüglich. Weissnossen zur Nachricht, daß ich am 1. Februar eine Spedition für sämmtliche Zeitungen und Zeitschriften eröffne; auch iŕernehme die Lieferung von Fach Restaurant Zum Rothen Meer zeitschriften, Arbeiterbibliothek u. s. w. Boeckhstr. 12, Hoffend, daß mein Unternehmen durch hält sich allen Freunden und Genossen reichlichen Zuspruch unterstützt wird, bestens empfohlen. Gleichzeitig zeige sichere ich pünktliche Bedienung zu und hiermit an, daß sich die Zahlstelle der empfehle mich achtungsvoll[ 78L Wtaurer( Grundstein zur Einigkeit) bei W. Gassmann, N., Gesundbrunnen, mir befindet. Beiträge werden jeden Exerzierstraße 4 b. Montag Abend von 8-10 Uhr ents 2553 gegengenommen. Rohtabak. Auf mein reichhaltiges Lager bei dem Herrn W. Haugk. Stehbierhalle, Holzmarktstr. 3. Billard. Borzügl. Bier, franz. Bürgerlicher Mittagstisch 0. 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Langestr. 67, I. Gräf. 80 Frdl. Schlafft. z. verm. b. Scher3/ Fruchtstr. 36 a, v. 4 Tr. 81L Schlafst. f. Herrn b. Wwe. Wolff Staligerstr. 131, S. 1 Tr. 23 M die Firma Th. Mayhofer, Nachf., Blumenstr. 51c, 2 Tr. Weinbergsweg 15b, dicht am RosenFrdl. Schlafft. f. Genossen b. Würfel, 221J Preise! Sämmtliche im Handel thalerThor. Wiederverkäufer erhalten Frdl.Schlafft.Wienerst.68v.1VWahl. 21M befindl. Rohtabake sind am Lager. A. Goldschmidt, Spandauerbr. 6, am Hacke'schen Markt.[ 746 daselbst hohen Rabatt. Mit Brudergruß Die Administration der, Zeitschwingen". Frdl. Schlafst. Kottbuserstr. 9, 111, 1. 20J 204J] Reichenberg( Böhmen). bei 224T Möbl. Schlafft. finden 2 Genossen Zither- Unterr.u.Lager. Köll.Fischm.1,111 Ianz, Posenerstr. 30, H. 4 Tr. Nr. 14. 1. s. w. Für Versat täglich geöffnet.[ 77L Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 21. 99 Briefe aus Argentinien. Sonntag, den 25. Januar 1891. 8. Jahrg. an das Selbstbewußtsein eines jeden Kollegen, sich an der Sta- Dem Schicksal der polizeilichen Auflösung verfiel eine tistik zu betheiligen, Bücher sind auf allen Zahlstellen des Vereins Versammlung, welche von dem Vorstand der Bäckerinnung Gerzu haben. Wie allen bekannt sein wird, ist jetzt der Tages- Arbeits- mania( wie im„ Sprechsaal" schon turz mitgetheilt) nach dem Buenos Ayres, den 25. Dezember 1890. nachweis eingerichtet, um allen arbeitslosen Kollegen Gelegenheit Mehlhause am Rupfergraben einberufen war. South- American"( Südamerikaner) sagt der Eng zu geben, sich hieran zu betheiligen und um endlich von Zeit zu Am 20. November v. J. hatten die Bäckergesellen bekanntlich länder, wenn er eine schuftige, betrügerische und ehrlose Verwal Beit feststellen 811 können, wie groß die Arbeits in einer gleichen Versammlung die Wahl eines Gesellenausschusses tung bezeichnen will, und wahrhaftig, er hat Recht. losigkeit unter den Kollegen ist. Es ist daher Pflicht verweigert. Der Vorstand der betreffenden Innung sah sich nun South- American wird aber heute durch, Argentine" eines jeden Kollegen, sich am Arbeitsnachweis zu be- veranlaßt, am 20. d. M. eine neue Versammlung mit derselben ( Argentinier) ersetzt, und da hat John Bull wieder einmal den theiligen. Der Arbeitsnachweis ist geöffnet an Wochentagen Tagesordnung für die bei Innungsmeistern arbeitenden Gesellen Nagel auf den Kopf getroffen. Denn was hier in der Verwaltung Vormittags von 8 bis 12 Uhr, Nachmittags von 2 bis 6 Uhr, einzuberufen. vorgeht, was an Diebstahl und Veruntreuung, an Fälschung und Sonnabends bis 8 Uhr Abends, an Sonn- und Feiertagen von Natürlich waren viele Neugierige zugegen, denen es aber nicht Unterschleif von Seiten der Beamten geleistet wird, das spottet 9 bis 10 Uhr Vormittags. Die Adressenausgabe erfolgt Vor- vergönnt war, im Allerheiligsten der Innung dem Akt der Wahl jeder Beschreibung. mittags um 11½ Uhr und Nachmittags um 42 Uhr. Mit beizuwohnen, da sie bei keinem Innungsmeister arbeiteten und der Am 6. August jagte eine Palastrevolution den Präsidenten kollegialischem Gruß: Der Vorstand des Vereins zur Regelung Eintritt nur gegen Karten gestattet war. Juarez zum Tempel hinaus. Das Unglück des Landes der gewerblichen Verhältnisse der Töpfer Berlins und Um Um 3/4 Uhr wurde die Versammlung von dem Obermeister ist in der dem Präsidenten verliehenen Allmacht zu gegend. Herrn Kunze init einigen einleitenden Worten eröffnet, in welchen suchen. Er ist mächtiger wie der Zar. Er setzt die derselbe hauptsächlich betonte, daß wenn die Gesellen sich noch Provinzialgouverneure ein, und ernennt die Mitglieder beider Der vorjährige Streit der Metallschrauben Dreher mals weigerten, die Wahl eines Gesellenausschusses vorzunehmen, Kammern; er befiehlt kurzweg, wem die Staatsbanken( National- hatte seiner Zeit die Herren Fabrikanten zur Gründung eines sie ihrer Rechte verlustig wären. wie auch Provinzialbanken) Kredite eröffnen dürfen, und wem Vereins zur Wahrung ihrer Interessen" veranlaßt. Hierauf meldete sich der Kollege Schellenberg zum Wort. nicht; er übt eine Willkürherrschaft aus, ganz wie er will, wie Die Herren beabsichtigen nun, damit die Bäume nicht in den Als derselbe aber erklärte, daß den Gesellen von der Innung es ihin beliebt. Himmel wachsen und das angesammelte Vereinsvermögen nicht überhaupt keine Rechte eingeräumt würden, entzog ihm der ge= Allerdings giebt es hier Verfassungen nach nordamerikanischem zu groß wird, den bisher üblichen Monatsbeitrag von 5 auf waltige Herr Obermeister das Wort und erklärte: Muster, aber spezifisch ,, argentine" ist die Art und Weise, 2 M. herabzusehen und jeder Mensch will doch eine kleine tönnen Sie in Ihren eigenen Versammlungen abmachen. Sie wie hier Wahlen gemacht werden. Die Erfindung stammt vom Freude haben für ein paar hundert Mark aus der Vereinskasse sind hierher gekommen um zu wählen. Ich frage Sie daher, ob pielgepriesenen Präsidenten Sarmiento her, und wird hier Po- ein solennes Abendessen zu veranstalten. litica electoral genannt. Zur Aufrechthaltung der Das Sie überhaupt wählen wollen oder nicht? Ein beinahe einOrdnung wird der Wahltisch, auf dem die Wahlurne steht, mit Ruppersdorf, den 19. Januar. Wir geben hiermit bekannt, stimmiges Nein war die Antwort! Dann fordere ich Diejenigen Militär abgesperrt, und das läßt nur die der Regierung er- daß wir, sämmtliche Weber in der Zimmermannschen Fabrik in auf, welche nicht wählen wollen, den Saal zu verlassen. Natürlich ließen sich einige ins Bockshorn jagen und ver gebenen Wähler hinzu. Das System herrscht hier seit 1874. Altfobendorf, die Arbeit infolge einer Lohnreduzirung von 10 bis ließen den Saal. Schon glaubten die Innungsmeister, geAm 26. Juli erhob sich das Bürgerthum, wir tönnen sagen 33 Prozent am 18. Januar d. J. eingestellt haben. Arbeiter und wonnenes Spiel zu haben, denn man dachte, daß Diejenigen, die kleine Bourgeoisie, in Waffen gegen die Regierung. Ein Arbeiterinnen! Thut Eure Pflicht und unterſtützt uns soweit welche in dem Saal geblieben waren, nun unbedingt einen GeAm 6. August machten der Präsident des Senates, der General wir auch in der Ferne wohnen, so sind unsere Ideen und Stunde sollten sie eines anderen belehrt werden. Denn von den Theil der Armee ging zu ihm über, aber der Aufstand mißlang. wie möglich; denn bedenkt, daß unser Kampf der Eure ist. Wenn Roca, Juarez' Vorgänger und Schwager, der ihn zum Präsidenten unsere Kämpfe mit den Guren vereint. Unterstützungen find zu 87 Stimmen, welche abgegeben wurden, fielen 45 auf das erhoben hatte, und der Vizepräsident Pellegrini eine Balastrevo- senden an Joſef Wenzel in Ruppersdorf Nr. 24 und bei Reichen- Agitationskommissions- Mitglied Schlüter, 33 auf Alb. Manthey, lution, weil Juarez seinen Freund Carcano als seinen Nachfolger berg Nr. 24, Burdes Gasthaus und Josef Sitte in Friedrichshain ebenfalls Gegner der Innung, 27 auf den Redakteur der„ Bäckerbezeichnet hatte, Roca aber die Stelle haben wollte. Juarez fiel. Nr. 19, Post Machendorf. Wir ersuchen Zuzug fernzuhalten. Das Volk jauchzte. Pellegrini wurde Präsident, Roca Minister, - und alles blieb beim Alten. Die Staatsbanken sind sämmtlich bankerott. Sie wissen wie das alte Bankhaus Baring Brothers wegen Spekulationen in argentinischen Staaspapieren zu Grunde ging und wie eine Kommission europäischer Bantiers sich bildete, um unsere Finanzen zu berathen. Ganz so wie in Egypten. Der Staat schuldet den Engländern heute 378 Millionen Dollars. Das hierzulande angelegte englische Kapital wird auf 2500 Mil lionen Mark nach offiziellen Angaben berechnet. Die innere Schuld beträgt über 1200 Millionen Mark. Das Land wird niemals die Zinsen dieser Schuld bezahlen können. Hier herrscht in sozialer Beziehung der Stand der Großgrundbesitzer, die Gran- Hacendados oder Grandes Estancieros, die wie die englisch- irischen Lords nie auf ihren Besizungen leben, sondern in der Stadt Buenos Ayres oder in Paris. Herrscht! Versammlungen. Der Wahlverein sellenausschuß wählen würden, Doch in der nächsten halben zeitung", Pfeiffer. Und um den erzkonservativen Herren Bäckermeistern eine besondere Freude anzuthun, hatten einzelne sich das Vergnügen gemacht, ihre Stimmigettel mit den Namen unserer Reichstags- Abgeordneten Singer, Bebel und Liebknecht zu beschreiben. Sogar für den Herrn Obermeister hatte man gesorgt. Doch wie immer, waren auch einige darunter, welche ihre Stimme einem für uns gar nicht in Betracht kommenden Manne gegeben hatten, der sich schon vor für den zweiten Berliner Reichstags- Wahlkreis der Wahl um den Vorstandstisch schlängelte. Da nun bei der hielt am Montag, den 19. Januar, eine General- Versammlung Berlesung der Stimmzettel ein wahres Gaudium unter den Ge ab. Nachdem die geänderten Statuten, so wie sie die Kommission fellen entstand, so schickte der Obermeister Kuntze den Hausdiener vorgeschlagen, angenommen, und die Genossen Werner, Block, des Lokals zur Polizei, wahrscheinlich um die Gesellen zur Wahl Grau, Hoffmann und Grube als Beisiger, sowie die Genossen zu zwingen. Es dauerte auch nicht lange, so rückte ein Polizei Schrader, Kerkau und Birkholz als Revisoren gewählt waren, Wachtmeister mit 4 Schußleuten heran, hinterher noch ein erhielt Genosse Stadtv. Zubeil zu seinem Bericht über die Thätig- Polizeilieutenant. Aber, o Schrecken, kaum hatte der Polizeifeit der Arbeitervertreter im„ Rothen Hause" das Wort. Er wachtmeister den Saal betreten, als derselbe die Versammlung führte etwa folgendes ans: auf Grund des preußischen Vereinsgesetzes auflöste, da dieselbe nicht polizeilich angemeldet war. Das Gesicht der Herren Vorstandsmeister wurde noch länger, als unsere Genossen gleich darauf die Arbeitermarseillaise anstimmten. Die Thätigkeit der Genossen dort könne nur eine Offizielle Angaben berechnen, daß die Pariser Ausstellung kritische sein, sei aber dennoch dennoch den Herrn Stadt uns über 160 Millionen Mart gekostet hat! Und was hat das verordneten sehr unangenehm. Diese Herren waren früher Land davon gewonnen? Nichts, als daß der Pariser Witz die hübsch untereinander, das ist jetzt anders. So sind z. B. Uns soll es wundern, was die Herren jetzt anfangen werden. Karrikatur des ebenso wahren wie richtig gezeichneten Rastaquouère, burch den Koaksverkauf 712 000 m. mehr herausgeschlagen des Parvenu der Millionaire sud- américain" aus worden, als im Etat veranschlagt war. Troß unserer größten Be- Der Reichstage. Abgeordnete, Metallarbeiter Ullrich, Caran d'Arche's töftlicher Feder erfand. Der Rastaquouère iſt mühungen haben wir da nichts ändern können, man antwortete hielt am Donnerstag Abend in einer vom allgemeinen Metallder mit Brillanten von Kopf bis zur Zehe behangene ungebildete, uns einfach, diese Frage wäre bereits für längere Zeit geregelt. arbeiterverein einberufenen Versammlung, welche sich eines sehr lächerliche Tölpel, der auf den Boulevards die Millionen nur so Jedoch werden wir bei der nächsten Etatsberathung noch einmal starken Besuches zu erfreuen hatte, über die Arbeiterschutz- Gesetzfort wirft, adlige Prätentionen erhebt und in Paris und Italien darauf zurückkommen. Als Genosse Stadthagen bei der Be- gebung im Deutschen Reichstage einen mehrfach von lebhaftestem für seine Töchter wenigstens ihre Titel ausbietende Ehemänner rathung über die Rieselfelder die Frage stellte, ob es wahr sei, Beifall unterbrochenen Vortrag folgenden Inhalts: Mit der Entsucht. daß städtische Arbeiter nach der Reichstagswahl gemaßregelt und wicklung der Produktion hat sich das Verhältniß zwischen Arbeiter Der Rastaquouérisme, das ist das Unglück dieses Landes. entlassen worden wären, bekamen wir nur Ausflüchte zu hören. und Arbeitgeber so zugespißt, daß schließlich seitens der gesetzVor wenig Wochen starb Diego Alvear, ein Rastaquouère Referent fommt dann auf die Petition der freireligiösen Gemeinde gebenden Körperschaften die Nothwendigkeit anerkannt werden ganz nach hiesiger Art. Er hinterläßt 27 800 Quadratkilometer und den Antrag zur unentgeltlichen Lieferung von Lehrmitteln zu mußte, daß die überhand nehmenden Auswüchse der privatLand! Die Möbel seines Palais alle Stühle sind vergoldet, sprechen, wobei er verschiedene Aeußerungen des Stadtschulraths kapitalistischen Produktionsweise ausgemerzt werden müßten. die Gardinen von gelbem Seidendamast 2c. sind Bariser Bertram mittheilt und widerlegt. Wir werden stets wieder auf unseren Das geschah aber nicht so ohne Weiteres, es bedurfte erst des Fabrifat und auf 120 000 Doll. geschätzt, sollen aber viel mehr Antrag zurückkommen und nicht eher ruhen, als bis die unentgelt- ganzen Druckes der Arbeiter, um diese Erkenntniß zum Durch gekostet haben. liche Lieferung von Lehrmitteln eingeführt ist. Sehr wünschens- bruch kommen zu lassen. Zur Zeit der Zwergproduktion war das Diese Herren verzehren ihre ungeheuren Einkünfte in der werth sei es, wenn die Genossen in den einzelnen Stadtbezirken Verhältniß zwischen den beiden Interessengruppen, den Arbeitern Stadt oder in Europa und betreten selbst nie ihre Güter. Im Vorschläge für die Armen- und Waisenkommissionen machen und Arbeitgebern, noch ein einigermaßen erträgliches. Von dem vorigen Jahre gewann ein Rastaquouère den Preis auf dem würden, da hierdurch den Arbeitervertretern viel Lauferei und Augenblick aber, wo die Zwergproduktion immer mehr in die Blumenforso zu Nizza. Nur für Blumen, berichtet die hiesige Mühe erspart werden würde. Zubeil kommt sodann auf die Großproduktion hineinwuchs, sehen wir das bisherige patriarchaLa Nacion", das Hauptblatt des Rasta quouèrisme, gab er Ausschmückung der Feststraße bei dem Einzuge des Königs von lische Verhältniß verschwinden, wir sehen die Arbeitskraft mehr 5000 Frts. an dem einen Nachmittag aus. Italien zu sprechen, für welchen Zweck 150 000 m. bewilligt und mehr zur Waare herabgedrückt werden. Mit diesem Moment Wlan berechnet, daß die regierende Partei weit über 1200 waren, trotzdem ist man jetzt mit einer Nachforderung von bricht aber auch sich die Erkenntniß Bahn, daß die Ausbeutung Millionen Mark gestohlen hat, aber es geschieht den Dieben 25 000 M. gekommen. Unser Vorgehen hat die Grthei- eines Menschen durch den anderen für die Dauer unhaltbar ist, trotzdem garnichts! Daraus fann man sich einen Begriff machen, welches Glendung der Decharge zunächst verhindert, die Sache muß daß der kulturgeschichtlichen modernen Entwicklung, nach welcher Plenum später verhandelt werden. Auch wären die Vervollkommnung der Maschine nicht ein Segen sondern ein und welche Armuth unter dem vollständig rechtlosen Proletariate zum Schützenfest 40 000 m. bewilligt und außerdem von der Fluch der Menschheit wird, ein Damm entgegengesetzt werden Stadt auch noch das Wasser umsonst geliefert worden. Für den müsse. Nicht dürften die Arbeiter sich einreden lassen, daß es Die Einwanderung nimmt in erschreckendem Maße ab. Wir medizinischen Kongreß wurden 100 000 M. bewilligt. Für Forde eine Harmonie zwischen Kapital und Arbeit gebe, die thatsäch können auch nur dringend vor der Auswanderung in unser Land rungen, welche für humane oder wissenschaftliche Zwecke dienen, lichen Zustände bewiesen ihnen bald, wie falsch diese Theorien warnen. Es bricht hier alles zusammen und es herrscht ein un- sind wir zwar immer gewesen, jedoch ist in diesem letzteren Falle sind, sie sahen ein, daß die beiderseitigen Interessen sich schroff geheurer Ueberfluß an Arbeitskraft. zu sehr mit dem Gelde umher geworfen worden. Dit habe gegenüberstehen. Von den herrschenden Klassen würde zunächst Wir deutschen Sozialisten in Buenos Ayres haben ein sozial- Anlaß zum Eingreifen in die Verhandlungen vorgelegen, wenn an dem Grundsatz festgehalten, daß der Staat sich nicht in die demokratisches spanisches Wochenblatt gegründet. Wir haben man der arbeitenden Klasse ihre Erholung, dem Stadtviertel seine Produktion hinein zu mischen habe, sondern nur dazu da wäre, uns vorgenommen, die hiesigen Arbeiter, meistens Italiener, dann natürliche Lunge, d. h. einen Platz, Park oder auch einmal ein ihre Interessen zu wahren, also den Nachtwächter der besitzenden Spanier, Franzosen, Russen, Deutsche, Engländer u. f. w. auf: Stück vom Humboldshain zum Bau einer Kirche und dgl. Klassen zu spielen. Bald drängte sich aber die Einsicht auf, daß zuklären und hoffen, daß es gehen wird. Die Verschiedenheit nehmen wollte. Diesem Eintreten von uns ist es auch zu ver- ein Fortschreiten in der Ausbeutung der Arbeiter in der bisder Sprachen bilder ein schwer zu überwindendes Hinderniß, es danken, daß, als man mit einem Antrage auf Zuschuß zum Bau herigen Gestalt zu einer Degenerirung des Volkes führen müsse, soll aber doch versucht werden, unser Ziel zu erreichen. einer katholischen Kirche kam, zum ersten Male keine Majorität man begann zu erkennen, daß dadurch selbst dem heutigen Staat Der neue" El Obrero"(" Der Arbeiter") soll der Federacion dafür da war. Bei der Berathung über die öffentlichen Be- die größten Gefahren erwachsen mußten; es wurde daher die obrera( Arbeiter- Bereinigung)" die am 1. Mai hier gegründet ward, dürfnißanstalten sind wir dafür eingetreten, daß die Frauen Frage eines Arbeiterschutzes eine dringliche. Wie sehr die Voltseine Stütze bieten, und die Interessen des Proletariats vergleichfalls unentgeltlich darin zugelassen werden. Auch bei der kraft im Rückgange begriffen ist, beweist uns ein Blick auf die Berathung über den Viktoriapark sind wir für die Erweiterung jährlichen Rekrutirungslisten. Die erste Probenummer wurde von uns in 5000 Gremplaren und Verschönerung desselben eingetreten. Sodann kommt Redner rertheilt. Von 1. Januar ab erscheint das Blatt in einer Auf- auf den Antrag des Genossen Stadthagen zu sprechen, betreffend Gesetzgebung und des Koalitionsrechtes einen merkwürdigen StandWir finden, daß die Regierung hinsichtlich der Arbeiterschutzlage von 2000 Exemplaren. Der Verein" Vorwärts" baut sich die Gesundheitsverhältnisse in den Schulen. Das seien einige puntt einnimmt. Obgleich nämlich ein wirklicher Arbeiterschutz ein neues Lokal, und das Blatt„ Vorwärts" hält sich trotz der Punkte unserer Thätigkeit, die schon manchen Nutzen geschaffen nicht von oben herab dekretirt werden kann, sondern von unten schwierigen Zeiten gut. und Vieles an die Deffentlichkeit gebracht haben. Mit der herauf, von den Arbeitern erkämpft werden muß, zeigen uns die Mahnung, rege an der in diesem Jahre stattfindenden Stadt- letzten Verhandlungen über die Abänderungen zur Gewerbeverordnetenwahl theilzunehmen, beendete Redner seinen Vortrag, Ordnung, daß man den Arbeitern durch Bestrafung des Kontraktfür den ihm lebhafter Beifall zu Theil wurde. Inzwischen waren bruchs und sonstige Strasbestimmungen die Möglichkeit, sich zur drei Resolutionen eingelaufen, welche den Genossen im Rothen Wahrung ihrer Interessen zu vereinigen, nehmen möchte. Selbst Hause Genugthuung über ihre Thätigkeit aussprachen. An der in nichtsozialistischen Kreisen tam sofort nach Bekanntwerden der An die Töpfer Berlins und Umgegend. Kollegen! Mit folgenden Diskussion betheiligten sich die Genossen Keßner, beabsichtigten Strafbestimmungen der Gedanke auf, man wolle dem 1. Januar 1891 haben die Bücher zur Erhebung einer Wilschke, Zimmermann und Stadtverordneter Klein, welcher damit die Buttfamer'schen Streiferlasse in die Gewerbe- Ordnung Statistit für das Töpfergewerbe im Jahre 1890 ihr Ende er die Ausführungen Zubeils noch ergänzt. Sodann wurden aufnehmen. Das wäre ein Vorgehen, welches die verhängnißreicht und der unterzeichnete Vorstand bittet, sie sobald als möglich die drei erwähnten Resolutionen angenommen. Nach An- vollsten Folgen nach sich ziehen würde, während man keineswegs zurückzugeben. nahme folgender Resolution: Die heute in der Berliner die Streits aus der Welt schaffte. treten. Soziale Uebersicht. Da es nothwendig ist, auch für das Jahr 1891 eine Statistik Bockbrauerei tagende Generalversammlung des sozialdemokratischen Die Bestimmungen betreffs der Frauen- und Kinderarbeit in zu erheben, um mit zahlen die Lebenshaltung der Arbeiter im Wahlvereins für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis ersucht die der Regierungsvorlage sind ganz ungenügend, da die Hausindustrie Töpfergewerbe fennzeichnen, sowie den unwahren Behauptungen Redaktion des Vorwärts", seine Berichterstatter mit Legitimations- nicht mit inbegriffen ist, in welcher gerade Zustände der entsetzeinzelner Arbeitgeber entgegentreten zu können, so habt Ihr farten zu versehen zur Vermeidung von Irrthümern und anderen lichsten Art vorherrschen. Wenn die Bestimmungen zu Geüberall auf den Bauten und in den Werkstätten dafür zu sorgen, Eventualitäten", und nachdem einige Genossen unter„ Ver- set werden sollten, dann ist es fraglich, ob die Arbeiter daß die Statistik eine gute wird. E3 braucht Niemand schiedenem" noch gesprochen und darauf aufmerksam gemacht hatten, überhaupt auch nur den mindesten Vortheil daraus ziehen wür die Wahrheit zu scheuen. Das Resultat der Statistik daß im Vorwärts" eine Versammlungsanzeige des Begräbniß den. Das einzig Bedeutsame an der ganzen Vorlage ist das wird feiner anderen Partei zugänglich als denjenigen, vereins Berliner Zimmerleute, welche in der Weberstraße bei gänzliche Verbot der Beschäftigung von Kindern unter 14 Jahren. daran betheiligt sind. der Auf- Nieft stattfinden sollte, gestanden hätte, dieser Wirth aber nicht Hochinteressant ist es, zu beobachten, welche Stellung die Fabrian Kollegen, hellung einer wahrheitsgetreuen Statistik ist die Intelligenz eines feinen Saal hergiebt und deshalb nicht auf der Lokalliste steht, fanten gegenüber den einzelnen Schlußbestimmungen, wie Verbote Arbeiters zu erkennen. Da nun die Töpfer Berlins stets in den schloß der Vorsitzende die Versammlung mit einem Hoch auf die von Sonntagsarbeit, Beschränkung der Kinderarbeit einnahmen. ersten Reihen der Arbeiterbewegung standen, so appelliren wir Sozialdemokratie. Die So führte man dagegen ins Feld, daß hierdurch die Industrie nahme: Hierauf gelangte folgende Resolution zur einstimmigen An" Die heute in der Norddeutschen Brauerei tagende Metallarbeiter- Versammlung protestirt dagegen, daß dem Arbeitgeber das Recht eingeräumt wird, den Arbeiter nach Gutdünken bestrafen zu können, indem die Fabrikanten sowohl, wie die Fabrikbcamten nicht die Qualifikation be figen, ein gerechtes Urtheil zu fällen. M Schloffer. es zit den Der Vorsitzende zu Grunde gerichtet, fonkurrenzunfähig gegenüber dem Ausland zusetzen. Die Versammlung müsse also erwägen, ob man fähig| Kassenbericht ertheilt. Obgleich der Verein im legten Bierteljahr gemacht würde. Man vergegenwärtige fich nun, was von einer fei, schon bis dahin die Bewegung der Buchdrucker, Stein- und nicht unbedeutende Summen für Anwalts- und Gerichtskosten beIndustrie zu halten ist, welche bei einem Verbot der Kinderarbeit Stahldrucker mit Erfolg mitzumachen. Er gebe zu bedenken, daß zahlen mußte, weil die Mitglieder des Vereins sich der ganz benicht eristiren kann. Ebenso wenig ftichhaltig sind die Einwände, Mittel dazu nur in ganz geringem Maße vorhanden sein könnten, fonderen Aufmerksamkeit der Behörden zu erfreuen haben, fonnte welche gegen eine Einschränkung der Arbeitszeit vorgeführt wer daß aber auch ferner die Arbeitslosigkeit, die ja auch dann nach der Kassirer doch die erfreuliche Mittheilung machen, daß der den, indem man da mit der Saisonarbeit kommt. Thatsächlich seiner Ansicht noch nicht aufgehoben sein würde, alle Hoffnungen Kassenbestand 580 M. beträgt. Nachdem Herrn Sybel Entlastung führt diese Ueberanstrengung während kurzer Zeit eine zeitweise zu Schanden machen könnte. Andrerseits aber glaube er, daß ertheilt worden war, ließen sich 11 Personen in den jezt 17 MitArbeitslosigkeit nach sich. Keinesfalls würde aber die Industrie Ginigkeit über Alles hinweghelfen müsse, und, wenn auch bedauer- glieder zählenden Verein aufnehmen. Es sind dies die Herren zu Grunde gehen, nur der Profit des Unternehmerthums dürfte lich sei, daß von den ca. 2000 hier beschäftigten Buchbindern 5. Arnold, Lucauerstr. 15. R. Breyer, Oranienstr. 184. Jofeph ein wenig beschnitten werden. Selbst gegen das kleine Zugeständniß, daß die Arbeiter geschluß mit den Buchdruckern 2c. für außerordentlich nothwendig, H. König, Koppenstr. 67. May Bluhm, Weinbergsweg 11a. nur ungefähr 500 organisirt sind, so halte er einen Zusammen- Thenée, Prinzen- Allee 62-63. Paul Jessath, Auguststraße 18. fehlich das Recht haben sollen, Fabrikausschüsse zu bilden, sträubt sich man müsse jedoch energisch für eine geschlossene Massenorganisation P. Proß, Annenstraße 9. W. Sendtte, Wriezenerstaße 6. Der Unternehmer, indem eingewendet wird, der Arbeiter erhielte eintreten. Er fei ferner überzeugt, daß die gegenwärtige wirth. Martins, Landwehrstr. 11, Karl Nig, Beuffelstr. 61, C. Schüße, damit eine zu große Macht in die Hand. Die Herren meinen schaftliche Krisis, der man immer die große Arbeitslosigkeit in die Urbanstr. 41, als Mitglieder aufgenommen. immer, die Welt sei nur für sie allein geschaffen und der Arbeiter Schuhe schiebe, feine vorübergehende sei, und daß nur eine macht bekannt, daß die Kollegen Zimmerling und Steuer laut nur für sie als ein Ausbeutungsobjekt da. Gerade hier müssen Verkürzung der Arbeitszeit eine Linderung herbeiführen könne. Beschluß der Vorstandssigung aufgenommen sind. wir entschieden Stellung nehmen, die Genossen in den Fabriken( Beifall.) In der Diskussion besprachen Marwig, Tilchner, Haß mögen ein wachfames Auge auf die Gestaltung der Fabrikord- und Witterich die angeregte Frage. Das Ergebniß war die gegangen, welcher besagte, daß der Verein einen Aufruf an die Zu Punkt 6, Vereinsangelegenheiten, war ein Antrag ein nungen haben. In England hatte man sich lange gesträubt, und Annahme folgender Resolution: Der Verein der in Buchbindereien Arbeiter drucken lassen möge, durch welchen dieselben aufgefordert es bedurfte der äußersten Anstrengung der Arbeiter, bis es ge- und verwandten Betrieben beschäftigten Arbeiter erkennt an, daß werden, mehr als bisher in solchen Wirthschaften zu verkehren, lang, die Regierung zum Nachgeben zu zwingen. es für die Zukunft unumgänglich nothwendig ist, daß sämmtliche deren Besitzer ihre sozialdemokratische Gesinnung auch offen be Ueber den Werth des Normalarbeitstages wäre es wohl im graphischen Gewerbe beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen fennen. Nachdem in längerer Diskussion betont worden war, daß nicht mehr nothwendig, hier noch zu sprechen, doch ist derselbe zu zusammengehen, um vor allen Dingen eine Verkürzung der Arbeits- es ungerechtfertigt wäre, den Vereinsmitgliedern wegen eines bedeutsam, als daß ich ihn unerwähnt lassen könnte. Ich gehöre zeit herbeizuführen und sonstige gewerbliche Schäden und Mängel folchen Vorgehens„ Geschäftssozialismus" vorzuwerfen, wurde der zwar nicht zu den Optimisten, welche wähnen, mit demselben zu beseitigen. Die hentige Versammlung des obigen Vereins er Antrag angenommen und der Beschluß gefaßt, den Aufruf, der unter der privatkapitalistischen Produktionsweise die Arbeitslosig- lärt sich deshalb mit den Ausführungen des Referenten einver- auch die Mitgliederliste des Vereins enthalten soll, dem Vorwärts" feit zu beseitigen. Immerhin aber würde eine wesentliche Ver- standen und verpflichtet sich, mit allen zu Gebote stehenden beizulegen. Ein fürzung der Arbeitszeit die Einstellung einer ganzen Anzahl von Mitteln für die Berwirklichung dieser Ideen einzutreten. In einer Kommission von 7 Mitgliedern, welche Mittel finden weiterer Antrag forderte die Einsegung Arbeitskräften bedingen. Hat aber erst einmal der Staat begonnen, die Arbeitsnachweis- Kommission wurden gewählt die Herren soll, um die leidige Weißbier- Frage zu erledigen. Die Kommission das Prinzip anzuerkennen, dann haben wir ganz entschieden leichteres Wollin, Krank, Schopper, Witterich, Beimann, Schramm und foll mit den Besitzern der Weißbier Brauereien in Verbindung Spiel; der Grundsatz muß dann zum Durchbruch gelangen, daß Schad. Ferner wurde in der Versammlung auf die Arbeiter treten und an dieselben die Aufforderung richten, das Weißbier wir nicht leben um zu arbeiten, sondern arbeiten um zu leben. Bildungsschule aufmerksam gemacht, als ein geeignetes Mittel, so herzustellen, daß dasselbe ohne Zusag von Wasser zu den ( Lebhafter Beifall.) Leere Ginwendungen sind es, wenn man die Bildung und Aufklärung der Arbeiter zu fördern. Im An- üblichen Preisen verkauft werden kann. Während der sehr langen sagt, einzelne Betriebe ließen eine Einschränkung der Arbeitszeit schluß hieran wird lebhaft die Lektüre des Vorwärts" und der Debatte, welche sich infolge dieses Antrages entspann, wurd nicht zu. Die Einwände sind höchst nichtig, sie zeigen nur, daß" Berliner Volts- Tribüne" empfohlen. Betreffs der Kellnerfrage, hervorgehoben, daß augenblicklich fein Gastwirth weiß, ob er sid man jedes Mittel in Anwendung bringt, um einen Normal- Arbas Verabreichen von Trinkgeldern von den Erkennungszeichen durch Wasserzusatz strafbar mache oder nicht. Vor kurzem wurde beitstag zu verhindern. Nicht der Einzelne kann dem Kapital abhängig zu machen, sprechen mehrere Redner für und wider; ein Kollege zu 15 M. Strafe verurtheilt, weil er dem Weißbier gegenüber vorgehen, nur durch Vereinigung in den Fachvereinen zu einem Beschluß fommt es dabei nicht. ift es möglich, unter den heutigen Verhältnissen Besserungen her- einiger Vereinsangelegenheiten schließt der Vorsitzende die Ver- zwei Chemikern eingeholt. Der eine Sachverständige hält den Nach Erledigung Wasser zugesezt hatte. Das Gericht hatte das Gutachten von beizuführen. Deshalb haben wir auch ganz besonders entschieden sammlung. gegen die beabsichtigten Strasbestimmungen in der GewerbeordZusatz von Wasser als eine Nahrungsmittel- Berfälschung, nung uns zu wenden. Denn nur, wenn uns dieselben Rechte, wie während der andere Chemiker dieses bestreitet. Der verurtheilte den Kapitalisten gewährt werden, sind wir im Stande Auge um Große Heiterkeit erregten die Mittheilungen einiger Ver Die Generalversammlung des Fachvereins für Gastwirth will sich bei dem Spruch des Schöffengerichts nicht Auge mit diesen abzurechnen, ihnen Anerkennung unserer recht- Schlosser und Maschinenbau- Arbeiter Berlins und Umgegend fand beruhigen, sondern seine Sache durch alle Instanzen führen. mäßigen Forderungen abzwingen. am 19. Januar statt. Die Abrechnung vom WeihnachtsWährend die Vereinigungen der Unternehmer in ihren vergnügen ergab eine Ginnahme von 231,10 M., eine Ausgabe einsmitglieder. Dieselben erzählten, daß sie aus eigener daß Erfahrung wüßten, Koalitionen, Ringen, Trusts kulturfeindliche Bestrebungen von 176,90 M., bleibt demnach ein Ueberschuß von 54,20 m. mancher Weißbierbrauer gehöre, in eine halbe Tonne Bier sechs sind, darauf berechnet, auf der einen Seite die Arbeiter zu unter- Hierauf stattete der Kassirer Bericht über das 4. Quartal ab, in mancher Weißbierbrauer gehöre, in eine halbe Tonne Bier sechs drücken, auf der anderen Seite das Publikum zu schröpfen, find 247,10 M., mithin ein Bestand von 66,03 M. zu verzeichnen ist. hervor, daß nach dem Gerichtschemiker Bischoff die Stärke des welchem eine Einnahme von 313,13 M., eine Ausgabe von Eimer Wasser zu gießen. Gleiche Heiterkeit rief die Mittheilung risch. Indem es ihnen gelingt ihre Lage mehr und mehr zu dem Kassirer Seitens des Vorsitzenden Decharge ertheilt. As ständige müsse wissen, daß die Brauereien das Weißbier 5, 6, Nachdem von den Revisoren der Kaffenbericht anerkannt, wurde Weißbiers nicht unter 12 Prozent sein darf. Jeder Sachver heben und sich schließlich ganz von dem auf ihnen lastenden Druck zu befreien, erfüllen sie die höchste und größte Kultur- Revisoren wurden für das 1. Quartal 1891 die Kollegen hauptete, daß die Güte des Weißbiers lediglich auf dem Geschmac höchstens aber 7 Prozent start liefern. Giner der Redner be Arbeit, welche je einer Klasse zugefallen ist.( Stürmischer Warnecke, Pätzold und Fischer gewählt. Der Vorsitzende des beruhe. In einer Brauerei wurden in einer halben Tonne Bier Beifall.) Vereins erstattete den Jahresbericht des Vorstandes. Es fanden sprechung auf einzelne Punkte in den Ausführungen des Referenten jahr), darunter 5 Generalversammlungen und eine Versammlung, zugegossen, wodurch das Weißbier einen angenehmen Geschmad In der Diskussion sprach Genosse Klein, in längerer Be- im verflossenen Jahre 35 Versammlungen statt( gegen 26 im Vor- zuerst 4 Gimer Wasser gegossen. Da nach diesem Verfahren das Gebräu aber sauer schmeckte, wurden noch einige weitere Eimer welche Stellung nahm zu der Firma Röſemann u. Kühnemann. näher eingehend und zum Anschluß an die Organisationen, Die Mitgliederzahl betrug im Anfang des Jahres 560, im April erhielt. Nachdem die Diskussion über„ mit Waffer" und" ohne politische wie gewerkschaftliche auffordernd. und Mai stieg sie jedoch auf 1050, wogegen jetzt noch 450 zahlende Mitglieder zu verzeichnen sind. An Reise- mission gewählt, die sich mit der Weißbierfrage beschäftigen und unterstützung wurden 112 Mark, zu Streits 445( gegen dem Verein über die getroffenen Maßregeln Bericht erstatten soll. 800 M. im Vorjahr) ausgezahlt. Sodann wurde vom Arbeits- Nach Erledigung des Fragekastens, wurde die Versammlung nach nachweis Bericht erstattet. Wanderunterstützung. Im Süden bekamen 109 Kollegen fast sechsstündiger Dauer geschlossen. 240 Arbeitsstellen waren angemeldet, wo von 24 unbesetzt blieben, 74 Kollegen hatten die Arbeitszettel hauer Berlins fand am 15. Januar, Vormittags 11 Uhr, im Eine öffentliche Versammlung der arbeitslosen Bild ordnungsmäßig abgeliefert. Im Norden waren 26 Stellen an- Klubhaus, Annenstr. 16, unter Borsiz des Kollegen Plage ftatt. Die Versammlung erklärt, daß ein Gefeß, welches diefea gemeldet, wovon 2 unbesetzt blieben, 12 Rollegen hatten die Bettel Koll. Dupont sprach über die gegenwärtige Rrise und die damit abgeliefert. Der Bericht der Bibliothek ergab verbundene Arbeitslosigkeit. einen Bestand von 79 Bänden, wonach dieselbe um 11 Bände losigkeit sowie das daraus entstehende Elend, welches nicht in Er schilderte die jetzige Arbeit zugenommen hat. Die Rechtschußkommission hatte 18 Klagen beim Berlin allein, sondern überall, wohin man blickt, vorhanden ist. Gewerbegericht anhängig gemacht, wovon 11 Klagen abgewiesen Die Krise, wie sie in diesem Jahre auch bei uns Bildhauern wurden, 7 zu Gunsten der Kollegen zum Austrag famen. Nach herrscht, ist nicht die Folge des Streiks, wie es unsere gegnerische dem ein Antrag, den alten Vorstand zu behalten, abgelehnt wurde. Bresse behauptet, sondern eine Begleiterscheinung der kapitalistischen ging man zur Vorstandswahl über. Es wurden gewählt zum Produktionsweise. Redner weist zum Schluß auf unsere Organi ersten Vorsitzenden Kollege Unverfährt, ersten stellv. Vorsitzenden fation hin, welche noch unsere einzige Stüße ist und mit der wir Kollege Bethge, ersten Kassirer Kollege Herbst, ersten stellv. Kassirer rechnen müssen. Denn Hilfe von einer anderen Seite haben wir Kollege Friedrich, zweiten Bibliothekar Kollege Briest, ersten nicht zu erwarten. Der Vortrag wurde von der Ver Schriftführer Roll. Warnecke, zweiten stellv. Schriftführer Roll. sammlung recht beifällig aufgenommen. An der Diskussion Bürschmann. In die Arbeitsnachweis- Kommission für den Süden nahmen die Kollegen Wächter, Plage und Dupont Theil. wurden die Koll. Jung, Berg und Müller, für den Norden Koll. Hierauf gelangte folgende Resolution zur einstimmigen Annahme: Stöder sprach am Freitag Abend in der Bockbrauerei Stropp gewählt. Ein Antrag, nach Bedürfniß eine gemüthliche Die versammelten Bildhauer Berlins erklären sich mit den am vor seinen Mamelucken über das Thema:" Der Verein gegen den Zusammenkunft der Mitglieder des Fachvereins vorzunehmen, 13. d. Mts. in zwei großen öffentlichen Arbeitslosen- VersammAntisemitismus." Es ist wahrhaft ergöglich, wie diese Leutchen wurde nach lebhaftem Für und Wider angenommen. Zum Ver- lungen aller Berliner Arbeiter gefaßten Resolutionen und Be es versuchen, ein„ Thema" zu finden, etwas Neues zu bieten; schiedenen" machte der Vertrauensmann der Schlosser Koll. Pätzold schlüssen vollständig einverstanden. Sie erklären ferner, daß sie und dabei ist es verlorene Liebesinüh", denn so anspruchsvoll ist auf das eingeführte Karten- und Markensystem zum Agitations trotz der schlechten Zeitverhältnisse fest nnd treu zu ihrer gewerk ja Niemand, etwas Neues zu verlangen, wenn nur eine Anzahl und Unterstützungsfonds aufmerksam und bittet die Kollegen, fich fchaftlichen Organisation, dem Unterstügungsverein der Bildhauer Juden auf der Wahlstatt bleiben, und recht viel geschimpft wird. zahlreich daran zu betheiligen. Ferner wurde auf die öffentliche Deutschlands stehen wollen, daß sie es aber für angebracht halten, An dem Thema" ist nur bemerkenswerth, daß der neue Verein, Bersammlung der Schlosser Berlins am Dienstag, den 27. Jan., wenn mit allen Kräften für die baldige Ginführung einer Arbeits ein Angstprodukt" der Gegner Stöcker's sein soll. Angst bei Feuerstein, wo die Berichterstattung der Delegirten statt- lofen- Unterstüßung gewirkt wird. Schließlich betonen fie, daß sie stimmt, nur scheint dieselbe bei den Genossen des Herrn Stöcker findet, hingewiesen und die Kollegen ersucht, für den zahlreichen nach wie vor, soweit es in ihren Kräften steht, für die im Oktober mehr vorzuherrschen, als auf der anderen Seite. Einige Kraft- Besuch derselben zu agitiren. Koll. Gisele spricht sodann über 1889 an die Prinzipale gestellten Forderungen einstehen wollen proben dieses politischen Harlequin's, die mit oft geradezu die Artilleriewerkstatt in Spandau, welche in verschiedenen und daß lettere nicht glauben sollen, die seiner Beit gemachten frenetischem Beifall bejubelt wurden, mögen hier folgen: Herr Blättern Arbeiter verlange, woselbst aber an Einstellung derselben Busagen mit Leichtigkeit rückgängig machen zu können." Stöcker fagte:„ Ein Beweis, daß die Sozialdemokratie durch nicht zu denken ist und warnt hiermit Jeden, ja nicht die Arbeit und durch verjudet ist, daß die Juden die Herrschaft in der früher aufzugeben, bevor er nicht fest eingestellt ist. Koll. Warnecke Der Verein studirter Herren, der in Erkenntniß des Partei haben, hat der Parteitag zu Halle gegeben, auf welchem fordert die Kollegen auf, welche einer freien Hilfskasse angehören, fortwährenden Steigens des Gelehrtenproletariats und zu dem der großkapitalistische Jude Singer zum Präsidenten gewählt doch auch der Ortskaffe beizutreten, damit auch dem Vorstand 3weck gegründet worden ist, feine Mitglieder wirthschaftlich nach wurde."„ Mein armes Volk, meine Kirche liegt derselben etwas vorgeschrittenere Glemente angehören, die wirklich besten Kräften zu unterstüßen und ihnen den Uebergang zu einem mir am Herzen" ( Zwischenruf: Die ist ja noch gar für die Arbeiter etwas schaffen. Betreffs der Feier des 1. Mai anderen Beruf zu erleichtern, hat bereits eine recht rege Thätig nicht fertig! Entrüstung und Heiterkeit.)„ Wir bekämpjen beschloß man keine Stellung zu nehmen. Kollege Briest, Naunyn teit entfaltet. Am Donnerstag, den 26. d. Mts., Abends 8 Uhr, nicht ben Glauben der Juden, sondern die ihrer Race straße 22, macht nochmals, da der Vorstand ihm die Spedition beginnt wiederum ein Kursus in der Stenographie, der für Mit anhaftende Unfittlichkeit." Jeder 50. Einwohner in Deutsch der„ Metall- Arbeiter- Zeitung" in die Hand gegeben hat, auf das glieder unentgeltlich ist. Das Honorar für Nichtmitglieder be land ist ein Jude, also sollte auch nur jeder 50. Jude Abonnement derselben aufmerksam. Der erste stellvertretende trägt fünf Mark inkl. Lehrmittel. Anmeldungen werden im Händler und Kaufmann sein, nur jeder 50. Einfluß auf die Kassirer ist Sonntag von 11-12 Uhr zur Empfangnahme der Vereinslokal Tettenborn, Wallstr. 9, entgegen genommen. Weitere Bresse haben, aber auch jeder 50. Stachtwächter und Arbeiter Beiträge bei Nürnberg, Anklamerstr. 49 zu treffen. ebenfalls für Mitglieder unentgeltliche Kurse in Korrespondenz ( Ruf: Bergmann) sein, das ist Gleichheit vor dem und Buchführung folgen. Da der Verein beschlossen hat, auch Geset!" Und so fort in infinitum. Es ist nur bedauerlich, Die Gärtner des Ostens aus Fiedrichsberg und Umgebung einer beschränkten Anzahl von Nichtmitgliedern die unentgeltliche daß sich noch Arbeiter finden, die in solchen Versammlungen ver- versammelten sich am 20. d. M. unter dem Vorsitz des Kollegen Theilnahme zu gewähren, sind diesbezügliche Gesuche an den suchen, das Wort zu ergreifen. Sind es schlechte Redner, so läßt Born, um einen Vortrag des Kollegen Büchner über den Nußen Vorsitzenden Herrn Wedekind, Fürstenwalderstraße Nr. 17, man sie ein paar Minuten sprechen, um sie bei dem ersten rich einer gewerkschaftlichen Organisation zu hören. Der Referent zu richten. tigen Gaz niederzubrüllen. Herr Liebermann von Sonnenberg besprach zunächst die allgemeine wirthschaftliche Entwicklung und machte dann den Kohl noch fett, indem er sich die Worte leistete: kam dann auf die Gärtnerei im besonderen zu sprechen. Er kriti Eine Versammlung des Fachvereins der Bürsten " Solche Versammlungen, wie die heutige, ja noch grrroßartiger, firte sehr scharf die überaus traurigen Arbeitsbedingungen, unter und Pinselmacher Berlins und Umgegend tagte am Sonntag, sonst nur in Berlin möglich, finden jetzt überall im Deut denen wir zu leiden haben, die elenden Spelunken und Löcher, den 18. Januar, bei Feuerstein. Der Borsigende begrüßte die ichen Reiche statt. In hellen Flammen der Begeisterung Gärtner gehilfen Wohnungen genannt, in welchen Versammlung in einer kurzen Ansprache und forderte sie zu lodert der Antisemitismus auf, ein großer Verein gegen die wir wohnen und schlafen müssen, die lange Arbeitszeit und der neuem, unermüdlichem Schaffen in neuen Jahre auf, damit der Juden wird und muß ganz Deutschland werden!" Wer lacht da? ungenügende Lohn, welcher von den meisten Unternehmern ge- Geist der modernen Arbeiterbewegung für immer unseren Verein zahlt wird und das noch in den meisten Gärtnereien herrschende durchweht. Herr Julius Türk hielt einen Vortrag über Heren Der Fachverein der in Buchbindereien und verwandten kost und Logisgeben, das so viel gepriesene patriarcha- prozesse, der mit großem Beifall aufgenommen wurde. Für die Betrieben beschäftigten Arbeiter hatte zu Montag Abend eine lische Verhältniß unserer oftelbischen Krautjunker, wobei der Ar- Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands in Hamburg Versammlung einberufen, die von Berufsgenossen aller Branchen beiter auf das schamloseste ausgebeutet wird. Um eine Besserung wurden 25 M. aus der Vereinskaffe bewilligt. Der Vorsitzende start besucht war. Es war hauptsächlich zu der Frage Stellung anzubahnen, forderte der Referent die Anwesenden auf, sich der ersucht, die vom Verein ausgegebenen Fragebogen recht gewiſſen im graphischen Gewerbe beschäftigten Arbeiter behufs Berkürzung schlossene Organisation ein menschenwürdiges Dasein zu erkämpfen. arbeitenden Kollegen unentgeltlich bei Lindemann, Morißstr. 9, der Arbeitszeit verhalten solle, dann aber auch eine Wahl An der Diskussion betheiligten sich die Kollegen Grund, Waterstraß in Empfang zu nehmen. zu der Arbeitsnachweis- Kommission vorzunehmen. Schlegel be- und Born, welche sich alle im Sinne des Referenten aussprachen gründet als Referent den ersten Punkt folgendermaßen: Es handle und für energische Agitation zu Gunsten unserer Vereinigung Der Verband deutscher Mechaniker und verwandter sich darum, zu entscheiden, ob es angebracht sei, daß sich jetzt die Ünter Verschiedenem wurde noch zum Abonnement Berufsgenoffen hielt am 14. Januar eine ordentliche General Berufsgenossen zusammenschlössen, um eine Verkürzung der Arbeits- der Arbeiterzeitungen sowie zum Beitritt zur Berliner Arbeiterversammlung ab. Der Raffenbericht stellte sich wie folgt: zeit mit Erfolg durchzubringen. Man müsse sich dabei vor Augen Bildungsschule aufgefordert, damit Bildung und Aufklärung in Einnahmen waren 206,14 M., an Ausgaben 174,33 wt., bleibt führen, daß die Unternehmer sich von Tag zu Tag mehr zu großen Ver- die Kreise der Gärtner dringe. demnach ein Bestand von 31,81 M. Dieser Bericht ist revidirt bänden vereinigten; um allen Uebergriffen der Kapitalisten wirksam und für richtig befunden worden, worauf dem Kassirer Decharge entgegentreten zu fönnen, sei ein geschlossenes Zusammengehen Der Verein zur Wahrung der Interessen der Gast- ertheilt wurde. Es folgt sodann der Bericht des Vorstandes und aller Berufsgenossen unbedingt erforderlich. Bereits im No- und Schankwirthe Berlins und Umgegend hielt am 16. Januar der Kommissionen. Der Vorsitzende berichtet, daß 20 Mitglieder vember v. 3. jei diese Frage angeregt worden, ohne daß jedoch eine start besuchte Versammlung ab. Der 1. Punkt der Tages- perfammlungen und 28 Vorstandssitzungen stattfanden; an Vo ein Resultat erzielt worden wäre. Dazu fomme, daß am 1. Januar ordnung lautete: Vortrag über das Thema:" Wie organisiren trägen war das verflossene Jahr arm zu nennen, denn es fanden 1892 per Buchpruder- Tarif ablaufen werde, boch sei es fraglich, wir uns?" Der Referent, Herr Gründel, war jedoch nicht er- außer einigen Vorlesungen von Seiten der Kollegen nur 7 Ber ob diese allein im Stande fein werden, die Forderungen durch schienen: es wurde daher Herrn Sybel sofort das Wort zum träge statt. Die Arbeitsnachweis- Kommission hat erfreulicher zuläßt, fein Arbeiterschutz- Gefes, sondern ein Fabrikanten schutz- Gesetz sei und fordert für den Arbeiter dasselbe Recht, das jedem gemeinen Verbrecher gewährt wird, einen unparteiifchen Richter." Unter Berschiedenem" wurde auf ein am 21. Februar in der Norddeutschen Brauerei stattfindendes Familienkränzchen aufmerksam gemacht. Ferner wurde zum Abonnement und zur Agitation für die Metallarbeiter- Beitung" aufgefordert. Hierauf wurde die Versammlung mit einem dreifachen Hoch auf die internationale Arbeiterbewegung geschlossen. eintraten. Weise wiederum einen Fortschritt aufzuweisen, denn es ordnung: Wahl eines Delegirten zur Berliner Streif- Kontroll-| ab und nahm einen interessanten Vortrag des Genossen Litfin Tonnten von 249 Arbeitsuchenden 226 mit Arbeit ver- fommission, entspann sich eine lebhafte Debatte, da beide Delegirte über die gegenwärtige Lage der Arbeiter mit Beifall entgegen. sehen werden. Auch die Bibliothek ist im verflossenen erklärten, ihr Amt nicht länger behalten zu wollen. Verschiedene An der Diskussion betheiligten sich mehrere Kollegen und Rolle Jahr, trotzdem die Hilfsmittel nur geringe zu nennen sind, so Redner, welche sich an der Debatte betheiligten, wollten überhaupt ginnen, welche sich im Sinne des Referenten aussprachen. Der weit gediehen, baß am nächsten Mittwoch mit der Ausgabe von feine Delegirten mehr gewählt haben, während andere für die Kassirer Wilk verlas die Abrechnung vom 4. Quartal. Dann Büchern begonnen werden kann. Die Rechtschutz Kommission Wahl eines Delegirten eintraten. Man gelangte schließlich durch wurde noch an Stelle des Kollegen Fafforte Kollege Schäfer wurde in drei Fällen in Anspruch genommen, zwei davon sind Abstimmung zur Annahme des letzteren Vorschlages. Die Wahl fiel in die Fachschul- Kommission gewählt. noch unentschieden, während ein Fall als verloren anzusehen ist. auf W. Otto. Unter Verschiedenem wurde von Herrn Evert Der Verein zur Wahrung der Interessen der ZinkDie hierauf stattfindende Neuwahl des Vorstandes und der Kom- auf die Frauen- Zeitung,„ Die Arbeiterin", hingewiesen, und alle missionen ergab folgendes Resultat: Zum 1. Vorsitzenden wurde Anwesenden, hauptsächlich die Arbeiterinnen, ersucht, für dieselbe gießer und Stürzer Vertins und Umgegend hielt seine MitDas VergnügungsKollege Bäter wiedergewählt. Zum 2. Vorsitzenden Kollege Haeinzutreten und für weitmöglichste Verbreitung zu sorgen. Von gliederversammlung am 20. Januar ab. mann. Zu Kassirern die Kollegen Ziegler und Weinert. Zu Re- Frau Habicht wurde die Gründung eines Streit- und Unter- fomitee theilt mit, daß am 21. Februar bei Schröder, Manteuffelvisoren die Kollegen Herzog und Voreiter. Die Bibliothek wird füßungsfonds in Anregung gebracht, es wurde jedoch in der Straße 9, ein Maskenball stattfindet; gleichzeitig wurden die Billets vou den Kollegen Hamann, Böse und Großmann verwaltet. Die Sache tein endgiltiger Beschluß gefaßt. Hierauf wurde von Her- und Plakate ausgegeben. Nachdem die Kollegen Wagner, Gürtler, Arbeiten der Lohn- und Unterstüßungs- Kommission, sowie den mann Pickert auf den Werth und Nutzen der Berliner Arbeiter Max Schulz und Boitländer noch über einzelne Werkstatt- Angelegenheiten gesprochen, stellte Kollege May Schulz den Antrag, Arbeitsnachweis werden die Kollegen Ziegler, Schlenker, Grüne, Bildungsschule hingewiesen, welche die geistige Vervollkommnung daß von jeder Vereinsversammlung ein Bericht im„ Vorwärts" Grüßer, Schramte, Boreiter, Broste, Ziege, Hapke, Hilbig, des Arbeiters im Auge hat und alle Anwesenden ersucht, sich recht Deißner und Fischer verrichten. Die Hechtsschutz- Kommission rege an derselben zu betheiligen. Hierauf wurde die Versamm veröffentlicht werde. Dieser Antrag wurde einstimmig angenomwurde aus den Kollegen Spies, Voreiter, Hilbig und Pinn lung mit einem dreifachen Hoch auf die allgemeine Arbeiter- men. Der Vorstand des Vereins besteht aus folgenden Kollegen: Otto Jost, erfter Vorsitzender; Lücke, zweiter Vorsitzender; Kühn, zusammengefeßt. bewegung geschlossen. erster, Hermann Schulz, zweiter Kassirer; Emil Schulz, erster, Deutscher Schneider und Schneiderinnen Verband. Volgmann, zweiter Schriftführer, und die Kollegen Gürtler und Die Filiale 1 hielt am 18. d. Mts. ihre Mitgliederversammlung Kurschke als Revisoren. Bei der Erörterung der Frage: Wie stellen wir uns zur Errichtung von Zahlstellen? sollte hauptsächlich darauf Bedacht genommen werden, es den Kollegen leicht zu machen, ihre Beiträge entrichten zu können und auch die obligatorisch eingeführte Zeitung der Mechaniker zu entnehmen; gerade letterer Punkt verursachte wiederum eine äußerst lebhafte Debatte, denn nicht nur daß der Vertrieb dieser Zeitschrift für Berliner Verhältnisse mit Schwierig feiten verknüpft ist, erleidet die Berliner Zahlstelle bedeutenden Schaden insofern, als selbst die bis jetzt tüchtigsten Mitglieder nicht gewillt sind, sich eine Seitung aufdrängen zu lassen. Diese Ansicht fand denn auch im folgenden einstimmig an genommenen Antrag ihren vollen Beleg: Der Ausschuß wird beauftragt, eine Urabstimmung zu veranlassen zum Zwecke der Statutenänderung, dahingehend, baß der Beitrag wieder ermäßigt und der Abonnementzivang auf die Mechaniter- Zeitung" aufge hoben wird. Bis zur Feststellung dieser Abstimmung wurden jedoch drei Zahlstellen festgesetzt, und zwar im Norden Restau rant Gnadt, im Süden Restaurant Schönemann, im Zentrum Restaurant Reßner. Unter Verschiedenes kamen einige Ünregelmäßigkeiten bei der Firma Groß it. Graf zur Sprache, welche die Versammlung veranlaßte, folgenden Antrag anzunehmen: Die Versammlung erklärt das Vorgehen der Kollegen der Firma Groß u. Graf für gerecht und verpflichtet sich, für die dortigen. Kollegen einzutreten. " Eine öffentliche Schuhmacherversammlung fand am 19. Januar in Reicher's Salon, Müllerstraße, unter dem Vorsitz des Herrn Fischer statt. An Stelle des am Erscheinen ver hinderten Dr. Lütgenau hielt der Genosse Benno Staber nack einen Vortrag über die Alters- und Invalidenversorgung". Redner unterwarf das betreffende Gesetz einer sehr eingehenden Kritit. Reicher Beifall lohnte ihn für feine Ausführungen. An der Diskussion betheiligten sich die Herren Wo y act, Richard Baginsti, Seidenberg, Bogt, Ruff, Fischer und auf. Seitens des Herrn Vogt wurde der Vorschlag gemacht, eine Schuhmacher Genossenschaft zu gründen. Dieser Borschlag wurde von mehreren der Redner bekämpft, indem sie die Bedenken, welche so oft in legter Zeit in Arbeiterkreisen gegen das Genossenschaftswesen laut geworden sind, auch hier dagegen geltend machten. Nach dem Schlußwort des Referenten wurde folgende Resolution angenommen:„ Die heutige öffentliche Versammlung der Schuhmacher ist mit dem Referenten der Ansicht, daß mit dem Alters- und Invalidenversicherungs- Gesetz dem Arbeiterstande in feiner Weise geholfen ist. Weiter ist die Versammlung der Meinung, daß es der Regierung überhaupt nicht ernst ist, sich mit der Lage der Arbeiterklasse eingehend zu beschäftigen, wie besagtes Gesez zeigt. Die Versammlung protestirt ganz energisch gegen derartige Machwerke und sieht einen Nußen für die Arbeiterklasse nur in der Umänderung der Produktionsweise." Unter Verschie denem wurde durch Verlesung einer an die Versammelten ge= richteten Aufforderung, mit allen Mitteln für die weiteste Verbreitung der Berliner Volts- Tribüne" einzutreten, eine lebhafte Debatte hervorgerufen. Herr Woyak wandte sich gegen das betreffende Blatt und rieth vom Abonnement auf dasselbe ab. Gegen seine Ausführungen sprachen R. Baginsti, Ruff und Fischer in scharfer Weise. Nach diesem Zwischenfall wurde die Versammlung mit einem Hoch auf die internationale Sozialdemokratie geschlossen. Die Filiale IV der Ladirer, Vereinigung der deutschen Maler, Lackirer, Anstreicher und verw. Berufsgenossen hielt am 12. d. Mts. ihre Mitgliederversammlung ab. Der Vorsitzende verlas die Statistik der Fragebogen und erläuterte sämintliche Punkte. Sodann erstattete der Kassirer, Kollege Warnke, Bericht über die Quartalsabrechnung. Der Kassenbestand war 93,20 M., davon sind an die Hauptkaffe 46,85 M. abgeliefert, somit bleiben noch 46,35 M. Mitglieder sind 77. Nachdem die beiden Reviforen alles für richtig befunden hatten, wurde dem Kassirer Decharge ertheilt. Der Vorsitzende empfahl die Zentralisation sämmtlicher Gewerkschaften und bedauerte besonders, daß der Berein zur Wahrung der Interessen der Lackirer immer noch auf seiner Lokalorganisation besteht. Hierbei tadelten verschiedene Kollegen die Resolution, welche der Verein zur Wahrung der Interessen der Lackirer angenommen hatte. In Verschiedenem theilte der Vorsitzende die Stellung zum Hauptvorstand und Ausschuß mit; hierüber entspann sich eine lebhafte Debatte. Es wurde sodann folgende Resolution angenommen:„ Um die bedeutenden Unkosten einer außerordentlichen Generalversammlung zu ersparen, erfärt die heutige Filialversammlung, daß bis zur nächsten ordentlichen Generalversammlung lein Ausschuß gewählt wird." Hierauf erklärte sich die Versammlung damit einverstanden, daß die Stiftungsfeste der Filialen nicht inehr stattfinden sollen, sondern dafür ein großes Sommerfest sämmtlicher Filialen zu feiern. Bum Schluß ließen sich noch fünf neue Mitglieder einfchreiben. Der Fachverein der Van- und gewerblichen Silfs. arbeiter für Reinickendorf und Umgegend hielt am Sonntag, den 18. d. M., seine öffentliche Mitgliederversammlung ab. Da der Referent bei der Eröffnung noch nicht zugegen war, wurden verschiedene Vereinsangelegenheiten erörtert. Im Laufe der Diskussion erschien der Referent Herr W. Werner. Er hielt einen Vortrag über das Alters- und Invalidengesetz. An der Diskussion be theiligten sich die Kollegen Gaßmann, Ehrlich, Valentin und Thal. Nachdem der Vorsigende Thal den Mitgliedern noch mitgetheilt, daß am 15. Februar in demselben Lofal die nächste Mitgliederversammlung stattfindet, schloß die Versammlung. Eine große öffentliche Versammlung fämmtlicher in den Glacé und Karton- Papierfabriken beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen tagte am Dienstag, den 13. Januar, unter Vorsiz des Kollegen R. Beyer. Herr Wilhelm Werner hielt einen Vortrag über„ Alters- und Invalidenversorgung", welcher von den Anwesenden mit großem Beifall aufgenommen wurde. An der Diskussion betheiligten sich die Herren R. Beyer, Jahn, August Günther und Ebert. Hierauf gelangte folgende Resolu tion einstimmig zur Annahme:" In Erwägung, daß die gegenwärtige Fassung des Alters- und Invalidenversicherungs- Gesetz nicht dazu geeignet erscheint, die Lage der arbeitenden Klasse zu ver bessern; in fernerer Erwägung, daß dem Reichstag die Pflicht obliegt, wirklich sozialreformatorische Gesetze zu machen, die| bisherige Zusammensetzung desselben aber noch nicht bewies, daß er bestrebt ist, für das Wohl der darbenden Menschheit zu sorgen, beschließen die in der heutigen Versammlung Anwesenden, nach Kräften dahin zu wirken, daß der Reichstag in Bukunft aus einer wirklich arbeiterfreundlichen, d. h. sozialdemokratischen Mehrheit zusammengesetzt werde, um ein Alters- und InvalidenVersicherungsgesetz zu erhalten, welches geeignet erscheint, die Lage der Arbeiter zu verbessern." Beim dritten Punkt der Tages= 5. Zichung der 4. Klasse 183. Königl. Preuß. Lotterie. 53 92 129 41 333 85 86 89 839 15001 66 91 95003 100 245 346 406 510 Biebung vom 24. Januar 1891, Vormittags. Nur die Gewinne über 210 Warf find den betreffenden Stuntmern in Parentheie beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 12 305 GO TC 484 632 760 110 000] 837 79 976 1073 190 298 344 92 590 787 933 2046 49 130 41 49 92 498 638 763 878 925 56 3038 119 87 231 37 66 624[ 300] 41 79 787 892 4078 87 101 47 262 337[ 1500] 414 577[ 3000] 641 52 914 5105 50 115001 212 302 51 490 575 76 115001 97 682 83 725 30 67-836( 1500) 49 93 935 91 94 6005 79 224 63 330 407 534 662 735 872 130001 990 7063 201 66 327 512 22 724 45 86 893 927 082 129 313 512 736 66 996 9127 42 82 262 99 460 532 788 95 841 951 63 10140 1500] 215 424 72 93 558 7851986 11028 68 342 433 814 36 12001 18 45 130001 53 99 194 257 96 577 81 621 25 742 897 13021 130001 51 147 254 98 388 13000) 455 588 694 14053 102 22 38 92 259 15172 38 85 210 57 324 456 82 559 617 85 726 865 90 130001 930 60 76 636 97 711 40 53 938 16077 1500] 148 95 309 491[ 3000) 710 21 67 70+63 936 17038 134 220 64 323 1300] 86 98 448 68 15001 502 16 647 895 924 26 79 1* 04 113 55 92 202 29 65 388 495 530 670 797 874 95 937 19055 79 122 351 465 513 17 695 749 18000] 86 803 23 64 66 90220097 108 64 75 253[ 800] 369 85 412 46 679 S6 89 722 883 21238 62 851 464 66 659 831 931 22019 147 57 62 226[ 300) 374 483 769 887[ 3001 900[ 300] 18 2: 174 241 480 674 978 24038[ 3000] 104 19 ( 30 0001 44 50 69 115001 73 225 96 97 460 13000) 558 81 89 603 39 45 73 888 25106 322 546 652 803 973 26042 89 306 13 47 97 459 74 718 888 917 63 85 27121 68 303 9 67 79 548 69( 15001 614 92 708 87 28069 226 468 130001 553 724 64 852 78 82 29338 416 45 563 703 86 30019 72 81 100[ 3000] 10 20 64 247 328 420 75 560 665 31035 309 423 53 62 586 94 675 32207 373 401 20 728 903[ 300] 40 941 115001 33013 11500) 105 72 243 363 45 98 516 72 867 34013 100 88 212 41 322 48 519 746 50 35181 335 42 430 59 36075 262 13000] 99 307 40 485 595 97127 61 285 626 15 89 820 115001 57 944 38273 582 786 893 967 88 39138 394 465 554 627 786 839 96[ 300] 40103 51 292 364 65 504 63 645[ 3000] 58[ 3001 733 823 82[ 500] 994 41011 37 43 67 168 270 328 402 533 40 54 69 4: 2089[ 1500193 1: 0 208 330 400 23 59 502 67 606 79 92 745 844 43093 96 97 135 368 1300: 69 453 512 16001 18 24 33 65 887 44265 68 115001 73 692 701 65 45025 273 425 39 832 8546015( 3000) 30 168 213 27 29 47137 98 343 76 403 542 627 45 51 1300) 75 48019 295 486 655[ 500] 783 89 49857 72 78 483[ 30001 527 786 50467 69 887 92 51023 252 349 472 566 645 S6 745 816 903 7 43 52048 245 13000] 69 350 92 430 37 859[ 500) 973 53048 244 65 516 737 54083 138 90 252 64 91 302 13000) 4 43 54 57 78 414 647 732 899 953 55186 87 92 251 365 513 26 739 86 882 85 50198 511 880 96 97 947 57047 77 97 172 277 424 35 45[ 5001 571 657 62 889 957 58016 78 154 83 218 66 90 332 60 69 510 35 702 77 873 5906S[ 1500] 246 367 416 688 726 823 42 931 29 85 777 899 906 34 96013 27 64 145 78 301 578 774 844 68 96 930 $ 7098 154 234 319 99 415 521 13001 620 715 818 22 922 96 98125 79 327 472 569 613 30 701[ 1500) 83 808 59 962[ 1500 85 93 99019 55 123 73 203 427[ 500] 609 20 23 13000] 32 67 71 788 928 100016 61 85[ 300] 174 267 391 95 476 555 90 724( 500) 926 71 80 101091 142 304 440 81 589 603 56 89$ 57 102001 223 79 339 421 506 51 637 90 733 841 96 10: 3054 98 154 276 315 441 539 640 707 10 924 104090 91[ 300] 155 288 664 74 732 37 911 105004 148 341[ 300] 63 78 428 76 600 703 810 49 925 35 93 100187 261 84 334 408 19 38 84 630 96 754 75 922 107028 105 208 37 380 443 639 853( 3000) 93 939 108078 201 40 376 435[ 1500] 508 40 634 732 87 870 1800] 955 72 109133 296 322 34[ 500] 96 732 59 96 889 923 110034 65 95 119 75 97 271 504 56 92 601[ 300] 20 28 914 26 111162 219 89 317 401 60 87 588 621 77 837 45 112070 71 399 551 669 720 113076 106 18 229 34 50 55 411 51 531 85 657( 300) 742 54 115001 977 114314 23 36 430 93 571 96 720 15001 31 911 4061 115027 136 73 83 229 13001 348 547 56[ 15 01 97 657 773 91 889 989 91 116095 230 58 323 68 428 520 660 707 59 809 33 117258 72 386 602[ 500] 707[ 500] 884 118107 356 416 513 618 741 77 850 948 55 86 119144 47 233 84 376 416 91 605 80 793 846 921 120034 42 186 278 533[ 1500] S03 912 44 97 121021[ 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Zichung der 4. Klasse 183. Königl. Preuß. Lotterie. 1868 988 93 93031 203 15 22 29 310 97 496 601 767 903 4 21 94046 Biehung vom 24. Janmar 1891, Nachmittags. Nur die Gewinne über 210 Wart find den betreffenden Nummern in Barentheie beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 6 196 317 81[ 300] 411 53 714 873 909 28 1173 260 842 5 499 512 [ 3000] 89 739 800 42 2101 21 115001 219 20 21 324 36.94 427 42 96 609 702 839 40 930 3034 204[ 300] 384 130001 590 94 629 736 4012 219 326 433 525 61 612 804 84 5013 44 179 271 887[ 3000] 573 650 713 891 [ 1500] 6019 64 210 351 91 95 442 660 80 740 850 7028( 8001 47 105 237 94 175 000) 427 44 547 707 20 943 47 8023 229 71 98 644 74 731 976 78 99 0064 99 121[ 500] 97 271 73 74 310 67 441 65 500 94 851 15001 956 78 10051 58 86 136 55 222 754[ 300] 87 11118 23 226 56 64 360 419 745 77 904 12253 98:04 446 503 9[ 1500] 41 13035 52 70 231 398 499 15001 523 625 91 709 834 14063 176 344 573 94 13001 611 783 91 874 972 15036 109 272 310 35 84 463 65 607 48 729 16143 273 494 584 610 13 26 51 17056 234 75 392 651 749 89 848 938 18061 564 68 606[ 3000) 33 61 722 85 925 35 19205 353 1500] 54 434 66 573 646 70 826( 3000) 928 20186 472 515 825 41 21018 133 29 509 27 45 68 706 22034 112 49 658 81 94 709 29 23072 409 78 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130001 73 812 962 77039 136 58 83 319 22 41 409 64 80 840 78058 264 733 80 850 74 960 79 79008 69 95 310 57 633 161 957 als 80027 120 46 230 428 541 745 802 52 79 81 915[ 500] 47 52 81187 254( 1500) 56 81 306 10 18 488 514 89 603 58 89 804 971 82083 86 229 97 369 84 858 65 70 85 83067 159 344 402 623 753[ 3000) 87 841 75 972 * 4029 32 297 428 66 130001 500 22 30 40 696 735 47 908 81 130001 95062 103 31 418( 500) 734 822 94 939 027 60 131 828 412 598 649 75 15001 798 847 927 65 7033 39 53 81 102 408 16 511 13 33 60 655 66 79 732 79 806 919 30 71 79 80 88012 19 82 160 245 329 64 537 706 58( 500) 875 902 13 94 89016 74 103 742 78 78 22 948 95 91015 134 290 94 90140 69 293 394 410 574 603 9 86 836[ 300] 92010 22 119 95 414 56 636 754[ 1500] 490[ 300] 593 601 11 66 756 150145 68 227 325 402 727 802 6 932 151107 46 231 60 500 420 51 59 652[ 3001 952 62 152216 78 419[ 300] 31 812 902 38 153091 368 680 867 97 154038 74 88 100 241 686 800 27 925 69 155078 135 78 79 99 370 443 551 696 740 46 838 74 935 92 96 156128 67[ 300] 205 28 60 87 441 593 796 879 905 37 157128 35 82 256 679 741 891 938 54 158061 280 355 675 755 905 14 159149 63 70 225 327 414 20 23 99 515 690 770 951 84 92 161025 56 175 285 160025 99 166 203 435 36[ 1500] 608 817 83 301 487 534 15001 784 162151 89 221 440 92 544 677 757 813 98 163078 159 272 331 586 665 705 22 32 813[ 5001 913 164877 130001 86 463 617 86 724 820 96 165006[ 300] 43 170 87 91 276 336 62 463 545 638 860 76 973 166057 96 123 49 244 82 360 68 493 607 74 824 167104 328 490 615 74( 300) 713 859 168262 425 40 41 81 629 746 3 94 878 913 16 169007 72 260 387 433 631 711 83 925 74 97 150 0001 170224 63 88 352 440 544 49 50 660 92[ 300] 749 830 959[ 300] 74 171154 15001 95 268 36 476 533 85 72 715 875 946 17: 2009 44 116 37 352 98 917 48 71 17: 3040 135 67 218 71 309 44 681 729 921 25 80 174055 110 48 89 263 473 523 47 76 115001 604 42 711 45 77 842 175150 74 80 239 13001 348 62 70 437 75 625 707 24 814 176164 851( 500) 58 59 463 537 59 776 838 73 177121 627 67[ 1500] 708 27 178003 16 79 169 257 350 486 532 95 650 54 716 87 824 57 948 78 3001 844 179088 93 233 319 458 523 13000] 78 612 34 731 847 925 40 150084 187 88 222 599 804 998 181051 95 221 366 74 84 404 623 55 882 182001 456 625 771 98 807 910 69 1-3026 96 462 95 552 75 659 768 83 830 940 54 184060 137 75 81[ 1500] 299 392 515 678 705 7 23 46 66 866 976 185075 176 202 29 382 401 45 64 550 671 76 22 47 67 956 186082 121 38[ 3000] 50 58 62 405 607 31 68 69 821 24( 3001 910 71 17030 35 69 198 200 BS 433 55 517 56 637 714 997 18092( 500) 136 54 55 271 431 607 19 726 92[ 300] 844 189090 175 824 85 947 64 Arbeitslose. Zwei große öffentliche Versammlungen der Arbeitslosen sämmtlicher Berufe Berlins finden am Mittwoch, den 28. Januar, Vormittags 10 Uhr, statt. 1) Brauerei Friedrichshain( fr. Lips) vor dem Königsthor. Tages- Ordnung: 109 Die Resolution der vorigen Arbeitslosen- Versammlung in der BockBrauerei und ihre Beantwortung durch die Stadtverwaltung. Referent Otto Heindorf. 2) Berliner Bock- Brauerei( Tempelhofer Berg). Tagesordnung wie oben. Referent Fritz Zubeil. Um zahlreiches Erscheinen bitten Die Einberufer. 109 Bersammlung für Männer u. Frauen heute, Sonntag, den 25. Januar, Abends präz. 7 Uhr, im Lokal des Herrn Krüger, Grosse Frankfurterstr. 99, Vortrag des Herrn Dr. Lütgenau über: ,, Aus Mecklenburg." Nachher geselliges Beisammensein und Tanz. 181 J Große öffentliche Versammlung der Schlosser und Maschinenbauer Berlins und Umgegend am Dienstag, den 27. Januar, Abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Feuerstein, Alte Jakobstraße No. 75. Tages Ordnung: 1. Vortrag über die Alters- und Invaliden- Versicherung der Arbeiter. Referent With. Werner. 2. Diskussion. 3. Bericht der Delegirten vom Provinzialfongreß. 4. Bericht über die Streit- Kontrollkommission. 5. Verschiedenes. Bur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Der Einberufer. 278 Gr. öffentl. Metallarbeiter- Versammlung am Dienstag, den 27. Jan., Abds. 81/2 Uhr, in ,, Uebel's Salon", Naunyn- Strasse No. 27. Zages Ordnung: W 1. Bericht der Delegirten vom Metallarbeitertag der Provinz Brandenburg und Pommern. 2. Diskussion. 3. Die diesjährigen Lohnreduktionen in unserer Branche. 4. Verschiedenes. 224 Zur Deckung der Unkosten Tellersammlung. Zahlreiches Erscheinen Der Einberufer. nothwendig. Berband der Vergolder, Goldleisten- Arbeiter u. Berufsgenossen. Erstes Stiftungsfest, verbunden mit Vorstellung und Ball, am Sonntag, den 25. Jannar, itt Joël's Gesellschaftssälen", Andreasstraße 21. Feftrede, gehalten vom Kollegen Ewald- Brandenburg. Alle Freunde und Gönner des Verbandes sind herzlich eingeladen. Billets à 50 Pf. für Herren inkl. Tanz, Damen 30 Pf., find bei W. Sprenger, Friedrichsfelderstr. 30, 4 Tr.; M. Jung, Dragonerstr. 24, Hof 1 Tr.; K. Nolte, Rüdersdorferstr. 23, 4 Tr., und in den Zahlstellen zu haben. Das Komitee. Bauarbeiter- Verein 141 der Rosenthaler Vorstadt. Großer Wiener Maskenball am Sonnabend, den 31. Januar 1891, in Lehmann's Salon, Schwedterstrasse 23. 128 Billets à 50 Pf. sind in Lehmann's Restaurant, sowie in den mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Wir laden hierzu Freunde und Kameraden sowie deren Familien ergebenst ein. Das Komitee. J. A.: Carl Wallenthin, Liebenwalderstr. 20. Bereing. der Drechsler Deutschlands ( Ortsverwaltungen Berlin 1-7.) Sonnabend, den 31. Januar Grosser Wiener Masken- Ball im neuen Saal der Unions- Brauerei, Hafenhaide 26-32. Entree 50 Pf. E Anfang 8 Uhr. Billets find zu haben in den Zahlstellen und bei Lutz, Rottbuser Damm Nr. 21, 2 Tr.; Stein, Friesenstr. 18; Lenzner, Adalbertstr. 94, 2 Tr.; Bernhardt, Fürstenstr. 18, 2 Tr.; Reinte, Holzmarttstraße 13, Quergebäude 2 Tr.; Fischer, Schlesischestr. 5. Um zahlreichen Besuch bittet 136 Das Komitee. Die seit 1877 bestehende, weltbekannte Uhrenfabrik Von Max Busse neben der 157 Invalidenstr. 157, Markthalle. verkauft jetzt sämmtliche Uhren zu bedeutend herabgesetzten Preisen. Für jede Uhr wird reelle Garantie geleistet. Grosse Abschlüsse mit Pforzheimer und Hanauer Fabrikanten ermöglichen derselben Firma den Verkauf von Gold-, Silber-, Granaten- und Korallenwaaren zu fabelhaft billigen Preisen. Specialität: Ringe. Reparaturen an Uhren und Goldsachen werden auf das Gewissenhafteste ausgeführt. 522 Butter zu herabgesetzten Preisen!! Große Zufuhren meiner Butterabsender veranlassen mich, feine Tischbutter à Pfund 1 Mark zu verkaufen. 73 J Bernhard Müller, Neue Roßstraße Nr. 1. 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