Nr. 30. # B Abonnements Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Wierteljährl. 3,30 t., monatl. 1,10., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mit illuftricter Sonntagss Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Gingetragen in der Poft BettungsPreisliste für 1899 unter Br. 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. = Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 16. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonelgeile oder deren Raum 40 Bfg., für politische und gewerkschaftliche Bereinsund Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Hernspredjer: Rmt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: „ Sozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonnabend, den 4. Februar 1899. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Deutsches Reich. 53 Jahre Zuchthaus und 8 Jahre Gefängniß frieden sein, bis Singer das Wort ergriff, um Das freie Wort- obdachlos. das kavalleristische" System zu geißeln, das in der Post den Beamten gegenüber Plaz gegriffen hat. Die Man hat den Reichstag das Asyl des in Deutschland ob- Maßregelung der Unterbeamten, die Entlassungen in dachlosen Wortes genannt. Heute wird der Reichstag von nie- Hanteln, die militärische Boykottirung, die den Beamten zur verhängte, wie uns in später Abendstunde ein Privattelegramm aus mandem so genannt werden. Seit der deutsche( anfänglich Pflicht gemacht wird, die Unterdrückung aller Organisations Dresden meldet, das dortige Schwurgericht über neun von norddeutsche) Reichstag besteht, war er fein sicheres und festes versuche unter dem Vorwand, sie seien sozialdemokratischer den elf wegen des Bauarbeiter Krawalls in Löbtau Asyl des freien Wortes. Die Kämpfe, welche unsere Genossen Natur, der bureaukratische Terrorismus-fein Punkt des angeklagten Arbeitern. Zwei sprach man frei. Es erhielten Strafe Ende der Sechziger bis Ende der Siebziger Jahre mit dem ge- langen Sündenregisters wurde Herrn von Podbielski erspart, einer zehn, einer neun, einer acht, zwei je fieben, zwei je ſechs borenen Musterpräsidenten Simson und dessen würdigem Nachtroz der an anderer Stelle gekennzeichneten Bemühungen des Jahre Zuchthaus, zwei je vier Jahre Gefängnißt. Sieben der folger Fordenbeck gehabt haben, sind jedem bekannt, der fortschrittlichen Vizepräsidenten Schmidt, das freie Wort zu Berurtheilten sind Familienväter. 00 Die Aera des Zuchthausturses wirft bereits ihre Grund unzufrieden zu sein. Er befleißigte sich strenger Un Luft herum, und warf in seinem verzweifelten Eifer Alles Strafen belegt zu werden!. Arbeiterfekretariat und Rentenstellen. In der Invaliditäts- und Altersnovelle ist die Einrichtung einer totalen Instanz unter der Versicherungsanstalt geplant. Es sollen „ Rentenstellen" gebildet werden, die die Anträge auf Rente entgegennehmen und vorbereiten. Wir wollen hier nicht die Art, wie die Regierung diese Rentenstellen einrichten will, tritifiren. Prinzipiell stehen wir freundlich zu dieser Absicht. Nichtsdestoweniger verbindet auch hier die Regierung mit einer thatsächlichen Verbesserung eine recht verwerfliche Nebenabicht. Seit einigen Jahren enipfinden die Arbeiter bas Bedürfniß nach den Reichstagsverhandlungen gefolgt ist. Die beiden tnebeln. Herr von Podbielski war überaus schwach. Er -liberale" Präsidentenverließen den Präsidentenstuhl schien auch das Bewußtsein seiner Schwäche gehabt und in nicht ganz freiwillig, und nicht als Sieger in den Stämpfen diesem Bewußtsein sich etwas zu viel gestärkt zu haben. Schatten voraus. Diese ungeheuerliche Strafe für ein Vergehen, das mit den Verfechtern des freien Wortes. Nachdem er unter dem wiehernden Beifall der Rechten ver- nicht durch die Angeklagten, nicht durch die streikenden ArDie konservativen Präsidenten, die den liberalen kündet hatte, daß die Postbeamten gehorchen müßten, beiter, sondern durch den schießluftigen arbeitswilligen Polier folgten, waren bessere Hüter des freien Wortes als ihre Vorgänger, die sich auf dem Präsidentenstuhl ihres Liberalismus zu schämen er, wie Ziethen aus - wie stumme Sklaven oder Stumm's Stlaven, stürmte veranlaßt wurde, ein Bergehen, durch das niemandem Schaden an dem Busch, hinaus ins Weite. Leib und Leben zugefügt worden ist, eine Schlägerei, wie sie in schienen und allen liberalen Grundfäßen durch ihre Geschäfts- Nur daß er den Feind nicht traf. Um zu beweisen, daß er ähnlicher Weise oft genug zwischen Zugehörigen der besseren Gesellführung ins Gesicht schlugen. Mit Lebezow insbesondere, ein schneidiger Herr sei, fuchtelte Herr von Podbielski schaft" verübt wird, ohne auch nur annäheend mit so exorbitanten dem letzten der konservativen Präsidenten, hatten wir keinen mit heroischer Tapferkeit, Schwadronenhiebe schlagend, in der parteilichkeit und erst gegen Ende seiner Geschäftsführung wie Straut und Rüben durcheinander, so toll, daß das Gewurde er nervös. Als er in einem Anfall von Nervosität mieher der Rechten allmälig einer ängstlichen Stille Platz sein Ehrenamt niedergelegt hatte, kam das Präsidium natur machte und der schneidige" Post- Husar in einem lichten gemäß in die Häude des Zentrums, der stärksten parla- Augenblick verziveifelt ausrief:" Entschuldigen Sie, mentarischen und ausschlaggebenden politischen Partei. Freiherr baß ich nicht ganz logisch bin!" Das ganz" hätte er Buol v. Berenberg, der erste, dem Zentrum entnommene weglassen können. Herr v. Podbielsti aber wird morgen den Präsident des deutschen Reichstages, zeigte sich peinlich gerecht heutigen Tag nicht als einen Glückstag betrachten. er beging Mißgriffe, die ihm jedoch das Vertrauen nicht Morgen Fortsetzung des Postetats. entzogen, weil er stets bereit war, sie sofort wieder gut zu machen. Unter Buol konnte der Reichstag noch als ein Asyl Abgeordnetenhans. für das freie Wort gelten, wenn man nicht den Maßstab freierer Völker anlegt und sich mit dem bescheideneren Maßstab Das Abgeordnetenhaus erledigte nach unerheblicher Debatte in Auskunftsertheilung auf allen Gebieten des Arbeiterschutzes und der des preußisch deutschen Parlamentarismus begnügt. Da Buol bei zweiter Berathung den Etat des Erlöses aus Ablösungen von Rechtsprechung so lebhaft, daß sie zur Gründung von Arbeiter Domänengefällen, den Gestütetat und den Gesetz- sekretariaten übergingen. Die Arbeiter haben weder Kosten noch der letzten Reichstagswahl ein Mandat nicht mehr annahm, mußte entwurf über die Synagogenverhältnisse in Frank Opfer geicheut, um solche Auskunftsbureaus zum Besten der ges ein neuer Präsident aus dem Zentrum gewählt werden. Graf furt a. M., und trat sodann in die erste Lesung des Lehrer- famniten Arbeiterschaft zu errichten. Den Arbeitersekretariaten, deren Ballestrem, der Urheber des berühmten Bismarck- Pfui elittengejeges. Die Vorlage, deren Inhalt wir bereits erftes Nürnberg war, ist die Anerkennung in der Oeffentlichkeit nicht ist der Nachfolger Buor's geworden. Zu Bizepräsidenten früher ausführlich mitgetheilt haben, wurde von Rednern aller verfagt geblieben. Ueberall wurde das verdienstliche Wirken der wurden der konservative rege und der Fortschrittler Barteien sympathisch aufgenommen, da durch dieselbe die Lehrer selben für die Aufklärung und Belehrung der Arbeiter zugestanden; Schmidt gewählt. Wittwen und-Waisen vom 1. April 1900 ab erheblich besser gestellt fein Mensch wagte den Vorwurf zu erheben, daß diese Sekretariate Gleich in den ersten Tagen ließ sich auf und neben dem werden als heute. Im Einzelnen hatten allerdings fast alle Parteien einseitig das parteipolitische Interesse der Sozialdemokratie ver Präsidentenstuhl eine unheimliche Nervosität bemerken. Graf Bedenken, die sich namentlich auf die Belastung der Gemeinden folgten. Anders denkt die Reichsregierung. Ihr find die Arbeiterund auf die Benachtheiligung der großen Städte durch das neue sekretariate, wie überhaupt alle selbständigen Regungen der im Auge und fo Ballestrem, dem in Kulturkampfs- Zeiten das Wort fui! Gesetz bezogen. Diese Bedenten werden nur dann beseitigt werden, Arbeiterklasse parlamentsfähig gewesen war, erklärte das Wort„ barbarisch" wenn der Finanzminister sich dazu entschließen könnte, die durch die in den Motiven des Gesezentwurfs ausdrücklich die Rentenstellen auf die Nordschleswigschen Köllereien angewandt, für un- Neuregelung entstehenden Mehrlaften auf die Staatstaffe zu über- gegen die Arbeiterjekretariate ausgespielt. Es heißt da: parlamentarisch". Der konservative Vizepräsident Frege übernehmen. Bezeichnenderweise jedoch schwieg sich Herr v. Miquel in trumpfte ihn, indem er das Wort Schredgespenst" der heutigen Eigung aus. Ob er sich in der Kommission, an die in Reichstagsbann that, durch diese Leistung seines Adjutanten die Vorlage überwiesen wurde, zu Konzessionen herbeilaffen wird, angefeuert, entzog Graf Ballestrem alle nicht amtlichen bleibt abzuwarten. Handlungen und Aeußerungen des Kaisers der Kritik des Die Berathung des Gejezzentwurfs betreffend die ärztlichen Reichstages. Und gestern ward diesen präsidialen Köllereien Ehrengerichte, die als letzter Punkt auf der Tagesordnung gegen das freie Wort im Reichstag von dem fortschrittlichen stand, wurde auf Sonnabend vertagt. Vizepräsident Schmidt die Krone aufgesetzt, indem dieser die Ausführungen Singer's gegen die„ kavalleristischen" Der Vorstand des Niederlaufiger Bezirks des deutschen Praktiken des Post Stumm Podbielsky dreimal unterbrach, und, da er feinen unparlamentarischen Ausdruck Striegerbundes, der in Rottbus seinen Sitz hat, lud zu entdecken konnte, den Redner zur„ Mäßigung" mahnte. Mit Beginn dieser Woche die Vorstände der dortigen Kriegervereine Was geht der Ton eines Redners den zu einer Versammlung ein, um dieselben zu einer Stellung Ist der Präsident des Reichstags einnahme und gemeinsamen Kundgebung zu der am heutigen Schulmeister und der Reichstag eine Dorfschule? Freitag stattfindenden Stadtverordneten ErsayOder find die Reichstags Mitglieder wahl zu veranlassen. Das Ergebniß der Zusammenkunft war Mit diesen anderen Einrichtungen" find zweifellos die Arbeiter die Versendung eines Zirkulars an sämmtliche Mitglieder der fekretariate genannt. Nun, wir sehen den amtlichen Auskunftsstellen Schwadron Husaren, die dem Befehl und dent Wint Striegervereine. In diesem Zirkular wird gegen die Sozial- ichr fühl entgegen. Leisten sie etwas Gutes, so sollen fie uns will des vom Präsidentenstuhl kommandirenden Rittmeisters demokratie und deren Absicht, sich fünftig an den Stom tommen fein. In feinem Falle aber können sie die Wirkungsart blind zu gehorchen haben? Unter dem jezigen Präsidium ist das freie Wort immunalwahlen betheiligen zu wollen, in bekannter Weise Front und den Wirkungskreis der Arbeitersekretariate ersetzen. Die Ne gemacht und die Kameraden werden an ihre Pflicht als gierung hat mit ihrer Auslassung nur ihre Arbeiterfeindlichkeit von Reichstag geächtet. Zur Zeit des Sozialistengesetzes Striegervereinsmitglieder, ihr Wahlrecht auszuüben, gemahnt. Reuem bewiesen. Ueber Thema darf nicht gesprochen werden! Sodann heißt es weiter wörtlich: Die Nichtbetheiligung würde eine indirekte Stärkung der An- Ein Landwirth gegen die agrarischen Schreier. In dem Heut haben wir kein Sozialistengesetz, im Reichstag selbst wartschaft des sozialdemokratischen Kandidaten bedenten. Hierzu foeben veröffentlichten Buche des sozialpolitischen Schriftstellers aber ist es die Regel: bemerken wir, daß sowohl bei der Polizeiverwaltung. Sarl Jentsch„ Die Agrarkrisis" hat auch ein Artikel des Nitter wie bei dem gl. Bezirkskommando Verzeichnisse der gutspächters Kleinschmidt aus Schlesien Aufnahme gefunden, Mitglieder sämmtlicher Vereine liegen, vermittels deren eine der von besonderem Interesse ist. Der Artikel war vor drei Jahren Kontrolle darüber geführt werden fann, welcher Kamerad sein an eine landwirthschaftliche Beitimg eingesandt worden, die denselben aber ablehnte. Wahlrecht ausgeübt hat und welcher nicht. Diese Ablehnung wird sehr sehr cra welchem Recht? Präsidenten an? ichnauzte die Polizei: " 9 eine Ueber Thema darf nicht gesprochen werden! Und Thema" ist Alles, was der Regierung und den herrschenden Parteien nicht in den Stram paßt. Wird der Reichstag einen solch unwürdigen Zustand fortdauern lassen? Jedes Volt das ist ein alter Saz verdient sein Schicksal. Auch jede Volksvertretung. Am Reichstag ist es, dafür zu sorgen, daß das Asylrecht für das freie Wort wiederhergestellt wird. Duldet der Reichstag, daß ihm auf Befehl von Oben durch sein eigenes Präsidium ein Papagenoschloß vorgehängt gedruckt. wird, so ist er politisch todt, vom Volt verachtet, der Spott der Welt und er hat sein Schicksal verdient. V Die unpolitischen Kriegervereine. werden denn „ Von Bedeutung ist schließlich der Vorschlag, den Reutenstellen die Auskunftsertheilung über alle die Juvalidenversicherung betreffenden Angelegenheiten zu übertragen. Bei der Arbeiterbevölkerung besteht nämlich unzweifelhaft ein wachsendes Bes dürfniß nach einer vertrauenswürdigen Einrichtung, bei der sie sich in Fragen des gewerblichen und wirthschaftlichen Lebens Ausfunft, Rechtsbelehrung und unter Umständen auch Beihilfe holen können. Es ist nicht ausgeschlossen, daß die örtlichen Rentensfellent, wenn sie auf dem Gebiete der Invalidenversicherung als Auskunftsstellen sich bewähren und das Vertrauen der Bevölkerung erwerben, auch in weiterem Umfang zur amtlichen Auskunftsertheilung demnächst herangezogen werden können. Es soll dadurch auch ein Gegengewicht geschaffen werden gegenüber neuerdings getroffenen anderen Einrichtungen dieser Art, welche, vielfach von einseitigen Gesichtspunkten ausgehend, den Endzweck der sozialpolitischen Gesetze, die Berföhmung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern eher zu gefährden als zu fördern geeignet sind." Soweit noch andere Mertmale vorliegen, lärlich, wenn man den Juhalt des Artikels näher betrachtet. tann aus einer Nichtbetheiligung fehr wohl Der Schreiber wagt es nämlich, das Schreien" der Agrarier gefolgert werden, daß die fernbleibenden um Hilfe der Allgemeinheit zu verurtheilen, und das um so mehr, Sameraden nicht auf dem Boden der Krieger als die beliebte Bankrotterklärung vielfach eine fingirte" ist. That vereins Sazungen stehen und folglich in unsere sächlich reiche Leute, die einen großen Grundbesiz ihr eigen nemen, Reihen nicht gehören." ja Besizer, die ihre Güter zu guten Preisen verpachtet haben. Diese letten Säge sind in dem Zirkular ebenfalls gesperrt fchreien, um diesen beliebten, aber wenig sympathischen Ausdruck zu brauchen, nach Hilfe durch die Allgemeinheit, und wenn Sie So befolgen die Striegervereine den Grundsatz ihres wollen, nach Hilfe von Leuten, die viel ärmer sind als die Schreier. In dieser Sucht nach Hilfe von oben oder Statuts, daß sie sich der Politit fern zu halten haben. Auf dem Papier wird verkündigt, die Pflege soldatischen von der Allgemeinheit, denn diese und niemand anders ist schließlich Geistes fei Aufgabe und Zwed der Kriegervereine. In der der zahlende Theil, werden Vorschläge gemacht, die aller Logit, allen boltswirthschaftlichen Grundsäzen und Wirklichkeit behandeln die Leiter der Kriegervereine ihre Mit aller Billigkeit widersprechen. In dieser Nichtung führe glieder als gefügiges Stimmvieh. Wehe dem Mitglied, welches ich als geradezu typisch die Anträge Kanig und das projek nicht die der führenden Kamarilla genehmen Herren in die städtische tirte( inzwischen ergangene) Bucersteuergesetz an. Kanig will Verwaltung wählt. Wehe selbst dem Mitglied, welches auch aus der Landwirthschaft eine Sineture machen, die dent hatte heute wieder eine Sigung, die ausschließlich durch die nur durch Fernbleiben von der Urne seine abneigende Meinung Grundbefizer ohne Rücksicht auf die Höhe der Produktionskosten und Sozialdemokraten belebt wurde. Es handelte sich um den zu erkennen giebt. Mit peinlicher Genauigkeit wird doppelte ohne Rüdsicht auf die Kauftraft der Landeswährung eine be Boft- und Telegraphen- Etat. Und auf diesem, wie auf anderen Kontrolle Polize i- Kontrolle und Bezirkskommando- stimmte Rente garantirt." Gebieten ist der Sozialdemokratie die Rolle der Oppofition Kontrolle über die kriegerischen Schäflein geführt und mit zugefallen. Was alle Redner, mit Ausnahme des unseren, unerbittlichem Terrorismus wird der Ungehorsame gemaß borbrachten, hätte sich in ein paar Stunden gemüthlich er- regelt. Politische Mebericht. Berlin, den 3. Februar. Der Reichstag -UO Die Schreier von Profession", wie der Artikelschreiber die Bündler nennt, werden nicht sehr erbaut sein von den eußerungen ihres Kollegen, der den Schreiern die wirklichen Landwirthe gegenüberstellt. Selbstverständlich werden sich auch die agrarischen Heißiporne nicht abhalten lassen weiter zu schreien nach ledigen lassen, wie ein Blick in unseren Reichstagsbericht Wer wollte sich bermessen zu behaupten, die Krieger zeigt. Herr von Podbielski konnte ruhig und au- Ibereine seien nichts als Instrumente der Reaktionspolitit?!- neuen Liebesgaben. Beaurepaire erklärt weiter, Landflucht. Unter dieser Spitmarke meldet das hiesige Organ| Möser bezeichnete bekanntlich das Verbot, sich selbst in Sllaverei zu sich aber nicht bestechent laffett. des Bundes der Landwirthe aus Königsberg i. Pr.: Ini vergangenen verkaufen, als die unerträglichste Beeinträchtigung der persönlichen ein sehr vertrauliches Aftenstück der geheimen Aften, welches Jahre sind aus Provinz Ostpreußen 15 000 Arbeiter und Arbeiterinnen Freiheit. Die Weltgeschichte sei über jenen Protest zur Tagesordnung der Kriminaltammer mitgetheilt worden war, fei am folgennach dem Westen und 17 100 nach den Städten gezogen. Warum? übergegangen und so könne auch er, Redner, von der Hoffnung nicht den Tage zur Kenntniß eines offiziellen Agenten des DreiDas unterläßt das Bündlerblatt hinzuzufügen. laffen, daß der Gesetzgeber auf jene nicht hören wird, die die bundes gelangt, ihm- Beaurepaire- sei diese Thatsache von zwei Offizieren mitgetheilt worden, welche bereit feien, dies vor Gericht zu bekräftigen. Die Kriminalkammer vernahm gestern auch die Professoren Meyer und Molinier Giry, welche im Zola- Prozeß Esterhazy als Urheber des Bordereaus bezeichnet hatten. Jedenfalls sind die Bündler und sonstigen Agrarier für die Auf Quinteffenz aller sozialpolitischen Weisheit darin erbliden, daß fie hebung oder Erschwerung der Freizügigkeit begeistert, und sagen: Das Koalitionsrecht ist ein Prinzip, das heute gar nicht auch ein Theil der Zentrumspartei unterstützt diese agrarischen verweigert werden fann; aber man muß die übrige Gefeßgebung Wünsche. Brachte da neulich die ultramontane„ Schlesische Bolts- so regeln, daß die Arbeiter von ihrem Recht keinen Gebrauch machen zeitung" einen Artikel, in dem die Einschränkung der Freizügigkeit können. derart befürwortet wurde, daß jeder, der nach der Stadt ziehen Brentano fchlug sodann vor, die Regierung möge alle während wolle, ein Vermögen von 200 mart nachweisen müsse. Dazu der letzten fünf Jahre aus der Ausübung des Koalitionsrechtes ent schreibt aber nun eine„ besondere Seite" diesem Blatte: sprungenen Klagefachen sammeln und dem Reichstag mittheilen. Dann werde sich zeigen, daß statt einer Verschärfung eine Milderung der bestehenden Gefeßgebung nöthig sei. Jeder soll 200 m. nachweisen? In Berlin tommen viele junge Leute aus gebildeten Streifen an, die teine 200 Mart haben; es ist sogar vorgekommen, daß berkrachte RittergutsBesitzer ohne Geld hier anlangten. Wo soll nun die Grenze gezogen werden? Sollen auch Handwerksgesellen 200 m. nach weisen, auch Dienstmädchen, oder nur die Landarbeiter? Kein Parlament der Welt hat jemals ein ähnliches Gesetz beschlossen und wird es je beschließen. Und was will der Verfasser thun, wenn 100 000 Arbeiter sich an das Gesetz kehren aus Dörfern weglaufen? Die ganze Gendarmerie Deutschlands würde nicht ausreichen, die Flüchtigen zu verfolgen; dazu müßte das stehende Heer aufgeboten werden." Nun, diese Vernunftgründe werden die agrarischen Herren, auch die Zentrumsagrarier, nicht befehren und belehren. Sie verlangen, daß ihnen die Landbevölkerung auf Gnade und Ungnade zur beliebigen Verwendung ausgeliefert werde. Wenn dann noch die Landesgrenzen gegen die Einfuhr landwirthschaftlicher Produkte gesperrt werden, dann sind die agrarischen Wünsche so ziemlich befriedigt, Das Wohlergehen und die Intereffen der übrigen Bevölkerungsklassen machen den agrarischen Beutepolitikern teine Sorgen. 4 alles erlauben darf! Ausland. Defterreich- Ungarn. Paris, 8. Februar.( Bosi. 8tg.") In Algier wurde geftern der jüdische Hilfsarzt des öffentlichen Krantenhauses Jais bes graben, der in der Pflege Typhuskranker selbst von der Seuche ergriffen und weggerafft wurde; zum ersten Mal seit dem Beginn der antisemitischen Bewegung in Algerien fah man christliche Algerier in ziemlicher Anzahl einem füdischen Leichenzuge folgen und an einer eindrucksvollen Trauerfeier am offenen Grabe bewegt theilnehmen. Türkei. ilk Ueber die Vertagung des Parlamente, die vom Grafen Eine fretische Nationalversammlung einzuberufen, ist der Thun beliebt worden ist, und die parlamentarische Obstruktion, die neue Gouverneur der Insel, ein griechischer Prinz, bekanntlich gegen der Regierung zu diesem Schritt den willkommenen Vorwand, ge- seinen Wunsch gezwungen worden. Vom 4. bis 6. Februar finden boten hat, urtheilt unser österreichisches Partei. Organ, die Wiener mun auf der Infel die Wahlen zur Nationalversammlung statt, deren Zusammentritt in Kanea auf den 15. Februar festgesezt ist. Unt Arbeiter Beitung" folgendermaßen: Eine tonftitutionelle Regierung, die im Parlament bei zwei hierbei einen Ausgleich zwischen Christen und Muhamedanern zu nacheinanderfolgenden Abstimmungen eine Niederlage erleidet, ftande zu bringen, wurde die Jufel in 20 ländliche und 3 städtische würde zurücktreten. Die Regierung Thun handelt anders: Wenn Wahlbezirke eingetheilt. Die Leyteren umfaffen die Städte Heraklion, sich das Parlament vermißt, eine andere als von der hohen Kanea und Rethymnos, wobei zu jeder Stadt alle diejenigen zuRegierung approbirte Meinung zu haben, so wird es einfach weg nächst gelegenen Landgemeinden einbezogen wurden, in denen geschickt. Die Vertagung des Parlaments just in diesem Moment Muhamedaner Befizungen haben. Jeder dieser städtischen Bezirke der soll der Welt zeigen, was sich eigentlich eine öfterreichische Regierung wählt 6 christliche Vertreter, daneben Heraklion 28 muhamedanische Die Muhamedaner erVertreter, Kanea 12 und Rethymnos 10. Und diese Regierung, die Regierung der Herren Thun und halten somit 50 Abgeordnete, während die Christen dieser Städte Die Entschädigung der Privatposten soll nach dem Entwurfe Kaizlwollten bie dummen Deutschbürgerlichen mit der 18 Vertreter wählen. Außerdem aber wählen die 20 Landbezirke je der Postnovelle durch die Reichs Postverwaltung bewirkt werden, Obfiruktion bekämpfen! Der große Rechenfehler der Obstrut 6 Vertreter, so daß der Landtag aus 188 christlichen und 50 Falls aber eine Einigung nicht zu erzielen ist, soll die Abfindung tion ist die tomische Ueberschäzung des gejeglichen muhamedanischen Mitgliedern bestehen wird. tursion durch ein aus vier Reichsgerichts- Räthen bestehendes Schiedsund tonstitutionellen Sinnes des Grafen Thun Albanesische Chefs für den Sultan. Aus Konstantinopel gericht festgestellt werden. Die Reichs- Poftverwaltung hat mit und feiner Komplizen, Die Obstruktion ist die Lahmlegung des wird berichtet, daß eine Versammlung albanesischer Führer in der den einzelnen Privatposten auch bereits Verhandlungen angeknüpft, Parlaments; der Regierung werden die gesetzlichen Mittel deshalb Beit vom 26.- 30. Januar in Ipet stattgefunden habe. An derallein ihre auf Grund des neuen Gefeßentwurfes gemachten verweigert, um sie zu zwingen, entweder die Auseinandersetzung mit jelben sollen auch zwei Delegirte des Sultans und alle muhame Es soll sogar eine Anerbietungen find als nicht ausreichend abgelehnt worden, der Opposition zu suchen oder vom Schauplatz abzutreten. Die danischen Notabeln theilgenommen haben. In einer Eingabe an den Bundesrath verlangen die Privatposten, technung ftinuit, so lange die Minifterbant von Leuten besetzt ist, Loyalitätstundgebung für den Sultan angenommen sein, daß ihnen, wenn man sie nicht fortarbeiten lassen wolle, voller Ersatz die ohne gefeßliche Mittel nicht regieren; sie ist grundfalsch, und man habe sich verpflichtet, sich zur Vertheidigung des Landes geleistet werde, daß die Ablösung nach den Grundsägen erfolge, die wenn die Minister Leute sind, die, wenn man ihnen die Mittel bereit zu halten. bei sonstigen Zwangsenteignungen maßgebend find, und daß sie ihre des Gefeßes abschneidet, ohne Gesetz regieren, einfach zu ungesetz Sultan und Papft. Ueber Nom fommt folgende Nachricht: Ansprüche bei den zuständigen ordentlichen Gerichten und nicht bei lichen Mitteln greifen. Eine Regierung dieser Art ist aber die des 45 armenische und 19 andere Dörfer in Anatolien sind mit einem Leipziger Schiedsgerichte geltend machen können. Ferner Grafen Thun, und deshalb war die Obstruktion eine solch inferna wünscht die Eingabe, daß die Angestellten der Privatposten mit einem liche Dummheit, weil sie einer Regierung, die schon am Ende 100000 Seelen zur katholischen Kirche übergetreten, was ihrem bisherigen Gehalte entsprechenden Einkommen in den Staats- ihres Lateins stand und im Parlament in furzer Frift zu Grunde die Pforte nicht anerkennen will. Ein Konflikt zwischen der Pforte gegangen wäre, das ingefeßliche Regieren erst recht möglich macht. und dem Vatikan ist bevorstehend. duoad of Amerika. ling Die Dummtöpfe, die so höhnisch nach den Erfolgender dif Deutsche Postämter in den Kolonien und im Auslande. Dem neuen Tattit fragten, nachdem es im Herbst gelungen war, Ueber die jetzige Lage auf Kuba und die Forderungen, die soeben erschienenen Handbuch für das Deutsche Reich für 1899 ent- die feingesponnenen Pläne des Grafen Thun zu durchkreuzen, der bisherige Aufstands- General Gomez an die Vereinigten Staaten nehmen wir, daß im ostafrikanischen Schutzgebiet außer dem Post- die sollen jetzt sagen, wo denn die Erfolge" der obstruttionellen richtet, erfährt man munniehr interessante Einzelheiten. Die ameri anit in Dar- es- Salaam 19 Postagenturen, im Kamerungebiet außer Tattit find. Jezt kann man die Bilanz der Obstruttion genau tanische Garnison in Havana bekam am 31. Januar plötzlich dem Postamt in Kamerun drei Postagenturen, im südwestafrikanischen ziehen: Was hat sie erreicht, und was hat sie verhindert? Nichts, Befehl, fich marschfertig zu machen. Alarm wurde geblasen und Schutzgebiet außer dem Postamt in Windhoek 13 Postagenturen, im rein nichts! Das Parlament wird heimgeschickt, die freie Tribüne die der Stadt bemächtigte sich die größte Aufregung. Es hieß, der Togogebiet außer dem Postamt in Klein- Popo 1 Postagentur, in letzte und einzige, die wir in Oesterreich besitzen, wird zu Boden ge- Krieg werde wieder begonnen und man wollte auch schon zwei Neuguinea 5 Postagenturen und auf den Marschallinseln 1 Post- worfen, und auf den Trümmern der Boltsvertretung erhebt sich der spanische Kriegsschiffe vor dem Hafen gesehen haben. Die Gerüchte agentur vorhanden sind. Deutsche Postanstalten im Auslande werden skrupellose Absolutismus, der mit feinem§ 14 im Staate wirthe fanden bald eine Erklärung durch Abhaltung einer großen Truppen6 aufgeführt, in Konstantinopel, Jaffa, Shanghai, Tientsin, Tjintan schaftet, wie er mag und wie er kann! Mit der Obstruktion hat inspektion am Arsenale, worauf die Mannschaften wieder Quartiere und Apia. dienst übernommen werden. sich das Barlament ausgeschaltet aus der Reihe der lebendig wirkenden Fattoren in diesem Staate; die Obstruktion war geradezu und eigentlich der Mauerbrecher für den Absolutismus, und die jenigen, die den Grafen Thun bekämpfen wollen, ebnen ihm die Wege und entfernen von seinem Pfade das einzige Hinderniß, das lebendige Parlament!" " bezogen. Wie nachträglich bekannt wird, hatte der Alarm seine besondere Ursache. Die Maßregel war von Washington ,, Schutz der Arbeitswilligen." ib anbefohlen worden, um den Rubanern zu imponiren. Es stellt Profeffor Brentano hat fürzlich in Berlin und jetzt in München fich heraus, daß General Gomez, der unzufrieden bleibt einen Vortrag über das Arbeiter- Koalitionsrecht und die Regierungsund noch immer über beträchtliche Gefolgschaft verfügt, eine Man erfährt, daß Gomez bei drohende Haltung einmimmt. Buchthauspläne gehalten, der zwar unseren Lesern nicht Neues bietet, aus dem wir doch einiges wiedergeben wollen, weil diesem Vortrag 1616 Bunta Mariel, Guanavaco, Santa Maria und Santiago Boften in liberalen Streisen Bedeutung beigemessen wird. Wie fich der Graf Thun selbst die Weiterentwickelung der angelegt hat, in denen er seine ihm wieder zuströmenden MannBrentano gab eine Darstellung des Koalitionsrechts seit dem österreichischen Krise denkt, das hat er in mehreren Reden im Kreise schaften sammelt. Gomez hat an General Lee eine Aufforderung vorigen Jahrhundert bis zur Festlegung dieses Rechts im§ 152 der der flavisch- reaktionären Rechten dargelegt. Der tapfere Staatsmann gerichtet, für ihn auf der Staatsbant das Sümmchen von Gewerbeordnung im Jahre 1869. Dann fährt Brentano fort: fcheint es vorzuziehen, die Verantwortlichkeit für das, was in der 30 Millionen Dollars zu deponiren, welche er für seine Be Allein wer da glauben würde, die Arbeiter hätten damit auch österreichischen Politik nun folgen soll, der bisherigen parlamentarischen theiligung an dem Feldzuge beansprucht und angeblich als praktisch Soalitionsfreiheit erlangt, befände sich in einem Rechten aufzubürden. General Lee hatte bereits In der Mittwochssigung des Vollzugs Sold für seine Leute braucht. großen Irrthum. Das Prinzip hatte man als berechtigt ansschuffes der Rechten gab er die Erklärung ab, er lege den vor längerer Zeit die Summe von drei Millionen Dollars und unverweigerbar anerkannt, als die Anwendung des Koalis größten Werth auf den unerschütterlichen Zusammenhalt der Parteien als, Sold für die Stubaner angeboten. Man hatte gerechnet, daß fionsrechts aber unbequem zu werden anfing, verlegte man sich der Rechten. Die Regierung gebe die bestimmteste Zusage, daß sie der Betrag auf etiva 30 000 Subaner sich vertheile, also auf auf den Kleinkrieg, um die wirksame Ruzbarmachung des auch während der parlamentslosen Zeit teinen wichtigeren Schritt den Mann rund 1000 Dollars fommen würden. Gleichzeitig wurde Koalitionsrechts der Arbeiter unmöglich zu machen. Man ohne Zustimmung des Bollzugsausschusses vornehmen, insbesondere Gomez die Vorstellung gemacht, daß die betreffende Summe doch benuste die Bestimmungen über die Vereine und Versammlungen teine faiserliche Berordnung auf Grund des§ 14 erlaffen werde, ohne fich aus dem Lande aufgebracht werden, bemgemäß von den Infulanern mid den Schuß der Arbeitswilligeu". borher der Zustimmung dieses Ausschusses zu versichern; deshalb wünsche selbst bezaht werden müsse. Es sei daher wenig patriotisch von den Ein weiteres Mittel, das zur Anwendung kommt, um an die Regierung, daß sich der Vollzugsausschuß der Rechten in Bernianenz Freischärlern, nach dem Kriege das Land, für dessen Freiheit fie so geblichen Mißbräuchen des Koalitionsrechts entgegenzutreten, erkläre. Graf Thun hat sich damit selbst bankrott erklärt, er hat wader gefochten haben, zu brandschapen. Darauf antwortete Gomez besteht in der Bestrafung der Anreizung zum Strike darauf verzichtet, der leitende Staatsmann zu sein, und will sich mit mit der sofortigen Besetzung der wichtigsten Punkte um Havana. mud des Bostenstehens. In eingehenden Ausführungen und der Rolle des Vollstreders des Willens der Rechten bescheiden, in Seine Haltung wird in Havana vielfach verurtheilt. Die Unions unter Beibringung eines reichen Materials wies Redner deren Gefangenschaft er fich freiwillig begeben hat. truppen sollen jedoch start genug sein, um einem Handstreich wider nach, wie der Gedanke, die Aufforderung zum Strife mit In einer späteren Versammlung der Rechten hat Graf Thun stehen zu können. So lange auch od Auftralien. strengen Strafen zu bedrohen, im direkten Widerspruch dann noch die folgenden Ausführungen gemacht: mit dem§ 152 der Gewerbeordnung stehe, den man nur die schwächste Hoffmmg bestand, daß das Parlament nach und Die Premierminister der auftralischen Staaten sind, wie gleichwohl gleichzeitig aufrecht erhalten will. Es erscheint unmöglich, nach zur Arbeit hinübergeleitet werden könnte, habe die Regierung aus Melbourne gemeldet wird, in dieser Stadt zu einer Konferenz eine Handlung zu bestrafen, die unentbehrlich ist, um von einem die Pflicht gehabt, das Parlament beisammen zu halten. Erst als zusammengetreten und sind einstimmig zu einer Lösung aller Streitzuerkannten Rechte Gebrauch zu machen. Dasselbe gilt vom Posten die Opposition mit der Obstruktion einfegte, die nicht einmal fragen gelangt, welche dem Zustandekommer der Föderation der ftehen. Das Prinzip, daß es den Arbeitern erlaubt ist, bei Aus den Beginn der Tagesordnung ermöglichte und die Forts australischen Staaten noch entgegenstanden. Die Föderation sei Ständen Posten auszustellen, wenn solches lediglich in Absicht der dauer dieses Zustandes aufs Bestimmteste ankündigte, habe damit thatsächlich gesichert.Erlangung oder der Mittheilung von Nachrichten geschieht, ist von die Regierung zur Vertagung schreiten niffen, schon aus der englischen Gesetzgebung ausdrücklich anerkannt. Wenn man aber Rücksicht auf Sie Mehrheit, auf die Mehrheit, der nicht zugemuthet werden in Deutschland Arbeiterorgane wegen groben Unfugs verurtheilt fonnte, arbeitsunfähig zu bleiben. Nun beginne für die Regierung habe, blos weil sie ein Juferat brachten:" Buzug abhalten", so die Zeit der Arbeit, die nur in der Richtung gedacht sei, die arbeits- 24. Sigung, Mittwoch, 3. Februar 1899, 1 Uhr. erfchüttere man das Rechtsgefühl der Arbeiter, willigen Elemente zusammenzufassen, Sie rechne auf einen Drud Am Tische des Bundesrathes: von Bobbiesti, Freiherr aus dem Volke, treibe sie nur weiter zur Anwendung einer Zigeunersprache, zu von unten, bas lange genug unter dem von Thielmann. Geheimbündelei und Verschwörung. gegenwärtigen Zustande leide und eine ernste parlamentarische Die zweite Etatsberathung wird bei der Post- und Ein ferneres Mittel, das zur Verhinderung von Mißbrauch des Arbeit wolle, Selbst die Sozialdemokraten feien für diese Telegraphenverwaltung fortgefezt. Die Berathung beginnt mit Koalitionsrechts in Anwendung fommt, bietet der§ 153 der Gewerbe- Arbeit. Die Abgeordneten der Rechten sollen Fühlung mit den Einnahmen, bei denen die Porto- und Telegraphengebühren Ordnung, der die Unwendung körperlichen Zwanges, von Drohnngen, den gemäßigten Bestandtheilen der Linken behalten, diese mit 3351 Millionen( 27/ a Millionen mehr als im Vorjahre) einChrverlegung und Verrufserklärung 2c. mit Gefängniß bis zu drei Beziehungen nach Möglichkeit ausgestalten und in jeder Weise bemüht gestellt sind. Monaten bestraft, sofern nach dem allgemeinen Strafgefeß nicht eine fein, das Verständigungswert zu fördern, denn von dem Erfolge push Abg. Müller- Sagan( fri. Bp.) and s Härtere Strafe cintritt. Dieser§ 153 bebeute ein Ausnahme dieser Bemühungen hänge der Wiederzufammentritt des Parlaments gefez gegen die Arbeiter. Verrufserklärung an sich sei ab. Die Regierung dente nicht daran, auf die Länge der Zeit ohne spricht für die Erhöhung des zulässigen Gewichtes einfacher Briefe sonst nicht strafbar und werde in Offiziertorps sogar dann nicht be- Parlament zu regieren, weil dies dem Zeitgeist nicht entspreche. von 15 auf 20 Grann, wünscht ferner, daß fortan Manuskripte als straft, wenn sie gegen den fich richte, der sich weigert, eine gefeßlich ver- Wann das Parlament wieder zusammentreten tönnte, hänge vom Drucksachen behandelt werden wie im Weltpostverkehr, daß die botene Handlung, ein Duell, zu begehen. Die von den Arbeit Erfolge dieser Bestrebungen ab. Um fie zu ermöglichen, sei nicht Telegraphengebühren für fleinere Ortschaften herabgefegt werden gebern ausgehende gesellschaftliche Aechtung aber sei strafgesetzlich die Auflösung und nicht die Schließung, sondern blos die Bertagung und rügt es, daß man bei Ferngesprächen auch dann die Gewenn man keinen Anschluß erhalten meist nicht faßbar. Eine juristische Anomalie des§ 153 fei es auch, ausgesprochen worden." hat. Auch sollte bei Bostanweisungen der Betrag von 10 Pf. daß, während die Wahrnehmung berechtigter Interessen im Uebrigen ftrafmildernd sei, die Arbeiter gerade dann schärfer bestraft werden Lemberg, 3. Februar, Die Sozialisten werden im Laufe follen, wenn fie Maßnahmen zur Erzielung beſſerer Arbeits- dieser Woche in ganz Galizien Protest versammlungen bedingungen vornehmen. Warum beseitigt man nicht den ganzen gegen die Bertagung des Reichsraths und Etablitung der Herrschaft $ 153 und stellt nicht einfach alle gelegentlich von Arbeitseinstellungen durch§ 14 veranstalten. und Aussperrungen begangenen Bergehen und Verbrechen unter die Bestimmungen des gemeinen Strafrechts? Man antwortet: Jm Interesse der Freiheit der Arbeit! T labios Reichstag. nicht nur bis 5, sondern bis 20 M. gelten. Rebner forbert eine Entscheidung der Frage, wo die Portofreiheit der Landesfürsten aufhört und was man unter Angelegenheiten der landesherrlichen Verwaltung versteht. Dann spricht er über die bekannte Entscheidung quil shadyal spi des Reichsgerichts, nach welcher der Postverwaltung nicht das Recht Frankreich. hind zuſteht, öffentliche Straßen für ihre Telegraphenleitungen zu beParis, 8. Februar. Die Kammerfommission wird zu einer mußen und fragt an, ob es richtig sei, daß der Stadt Kattowiß für Diese Antwort führt den Redner zu der ökonomischen Betrach nachträglichen Untersuchung Hauptsächlich durch verschiedene in den Fall, daß sie ihre Genehmigung hierzu versagt, die Sperrung des gesamten Telephonverkehrs angedroht worden sei. fung der Frage zurütd. Die Antwort würde doch nur dann zu den Akten befindliche anonyme Briefe veranlaßt, welche gegen Staatssekretär v. Podbielski: treffend fein, wenn die Arbeitsbedingungen noch heut wie früher gewisse Mitglieder der Kriminalkammer des Kasjationshofes thatsächlich individuelle wären. Die heutigen Betriebsformen beichwere Verdächtigungen enthielten. So wird in einem der Das Mißverhältniß zwischen den Manuskriptsendungen des Indingen, daß die Arbeiter als Gesammtheit behandelt werden anonymen Schreiben behauptet, daß ein bermögensloser landes und Auslandes wird abgestellt werden. Für die Telephone und deshalb auch als Gesammtheit verhandeln müssen in un- Rath ein Staffationshofes im Begriffe fei, Haus Gebühren wird bald ein anderer Tarif in Kraft treten; der bezügliche zähligen Fällen ist sowohl seitens der Arbeitgeber wie feitens der zu laufen. Die sämmtlichen Untersuchungsaften sollen nach be- Gesezentwurf ist bereits dem Bundesrath zugegangen. Das steht im die Gejezgebung anerkannt, daß es im gewerblichen Großbetrieb endigter Untersuchung veröffentlicht werden. engsten Zusammenhang mit dem individuelle Arbeitsbedingungen gar nicht mehr giebt und daß Quesnay de Beaurepaire behauptet im„ Echo de Paris" Drähte hinlegen? Ich kann sie doch nicht an den Mond hängen! man die erwachsenen männlichen Arbeiter im Arbeiterschuß- Gefeß nicht mehr und nicht weniger, als daß die Richter der Kriminal-( Heiterkeit.) Für Berlin sind verschiedene Verbesserungen im Telephonausdrücklich auf die Koalitionsfreiheit verwiesen habe. Wenn man fammer mit ihrer Untersuchung nur eine Komödie aufgeführt hätten dienst vorgesehen. Bei den neuen 10 Pfennig- Postanweisungen ardie Arbeiter, welche gemeinsame Interessen gemeinsam ver- mit dem Hintergedanken, Dreyfus als unschuldig hinzustellen. Zu beiten wir thatsächlich mit Unterbilanz. Was die Portofreiheitsfechten müßten, auf die Freiheit der Arbeit verweise in dem diesem 8wede habe man die Aussage Lebrun- Renault's verdächtigen frage betrifft, so fann ich nichts dagegen machen, wenn eine ReSinn, daß sie danach trachten müßten, individuelle Arbeits- müssen. Um dies zu erreichen, habe man versucht, einen Soldaten gierung erflärt, die und die Sache liege innerhalb des Portobedingungen durchzufezen, so erinnere erinnere das an den Proteft der republikanischen Garde, welcher Dreyfus bei seiner Degradation Abkommens( Aversum). Ich kann höchstens bei der nächsten Berechnung Justus Mösers gegen die Abschaffung der Leibeigenschaft. begleitete, zu einer falschen Aussage zu verleiten, ber Solbat habe des Aversums eine Erhöhung beantragen. des Staatssekretär von Podbielski: Es handelt sich nicht um ein Strafs sondern um ein Zuschlagporto, das durch die Mehrarbeit veranlaßt wird, die die unfrantirten Briefe der Post machen. Abg. Graf Stollberg Wernigerode( t.). Hoffentlich werden die Mehreinnahmen aus dem neuen Postzeitungstarif eine baldige Herabsetzung der Telephongebühren auf dem Lande und in den Kleinstädten ermöglichen. Abg. Dr. Müller- Sagan( frs. Volksp.) Die Selbstkostenberechnung des Herrn von Podbielski über die Postanweisungen ist doch sehr unsicher, da ein Beamter nicht blos mit Bostanweisungen zu thun hat. Mit den neuen billigen Bostanweisungen wird die Post vermuthlich recht gut fahren. Hoffentlich wird dadurch die Gewohnheit beseitigt, 20- Markscheine in Briefen zu verschicken, wodurch die Beamten in Versuchung geführt werden, Die Post brauche die Telephondrähte nicht an den Mond zu hängen, folle sich aber mit den Städten über die Bedingungen verständigen. Staatssekretär von Podbielskt. " " " Bizepräsident Schmidt( unterbrechend): Es ist stets Sitte in diesem Hause gewesen, daß man von Auswärtigen nicht in diesen Worten spricht, hauptsächlich, wenn es sich um einen abwesenden Beamten handelt. Ich rufe daher Herrn Singer zum zweiten Mal zur Ordnung und mache ihn auf die gefchäftsordnungsmäßigen Folgen aufmerksam. Abg. Singer( fortfahrend): Meine Kritik ist veranlaßt durch Vizepräsident Schmidt: Ich bitte, meine Worte nicht zu kritifiren. das Berhalten des Landgerichts- Präsidenten. ( Beifall rechts.) Das ist Sklaverei! behandeln Staatssekretär v. Podbielski: Abg. Dr. Böckel( Ant.) fordert die Abschaffung des Strafportos.| burch solche Erlasse ausgeübt wird, vollständig flar zu sein. Diese das Flugblatt der deutsch sozialen Reformpartei gemacht hat. Der Postverwaltung kommt feine Strafgewalt zu. Warnung des Herrn Staatssekretärs vor dem" Deutschen Postboten"( Heiterfeit.) ist so ein Stath", wie nach Herrn v. Stumm ihn jeder Unternehmer, In dem Erfenntniß heißt es: Nicht erwiesen ist andererseits, jeder Vorgesetzte seinen Untergebenen zu geben berechtigt ist.( Sehr daß der Angefchuldigte thatsächlich für Blos gestimmt hat. richtig!) Daß aber die Nichtbefolgung dieses Rathes für jeden Unter: selbst behauptet, für Biered gestimmt zu haben. Nicht erwiesen ist, nachweisen. Zu bewundern ist übrigens noch die Weitsichtigkeit der Post- dem fraglichen Vorgang mit der Sozialdemokratie Berkehr beamten wirthschaftliche Echäden im Gefolge hat, das werde ich noch daß Wolf sozialdemokratische Gefimmgen hegte, oder vor verwaltung in diesem Erlaß. Es wird in ihm das Lesen eines gepflogen hat." Troydem wurde er für schuldig erklärt, weit Fachblattes, das der Unterbeamtenstand berührende Fragen in zeiter in dem 2ahllotal mit zwei Sozialdemo gemäßer und nicht verlegender Weise erörtert, erlaubt. Und mun traten angestoßen hat. Er war den Beiden ganz mehr hat die Postverwaltung in ihrer Selbstlosigkeit selbst für ein mubekannt und hat sich 21 Jahre lang tadellos geführt, und solches Blatt gesorgt. Es ist nämlich unter der Aegide der Vorstand des Kriegervereins hat ihm das Zeugniß der Reichs Postverwaltung ein Gegenorgan gegen ein Gegenorgan gegen den eines braven, reichstreuen Mann ausgestellt. Trotzdem wurde er Deutschen Postboten", die" Nene Post" gegründet, das mit allen zur Strafversetzung und zur Kürzung seines Gehalts um 2/8 vermöglichen Mitteln seitens der Postverwaltung poussirt wird. Die urtheilt, weil er, wie es im Urtheil heißt, den unfittlichen BeUnterbeamten, die aber glauben, die Verwaltung habe nichts weiter strebungen der Sozialdemokratie" gehuldigt habe. Daß wir hier von ihnen zu verlangen als die treue Erfüllung ihrer Dienstpflichten, 56 Mann in den Reichstag gewählt worden sind, das beweist die sich ihre geistige Nahrung nicht vorschreiben lassen wollen deutlich, daß 2 Millionen deutscher Wähler anders urtheilen, als der und nach wie vor dem Verbandsorgan, dem Deutschen Postboten" Landgerichts- Präsident, der meines Erachtens aber Besseres zu thun treubleiben, werden einfach entlassen. In Hameln haben sich 19 Beamte, hätte, als sein Richteramt zu Berhezungen gegen die SozialDie Herren verlangen immer eine Verbilligung der Telephon- denen auf Beitreiben der dortigen Oberpoftdirektion gekündigt worden ist, bemokratie auszumußen.( Sehr richtig b. d. Soz. Große Unruhe gebühren; gleichzeitig soll ich aber die Kommunen für die mit einer Beschwerde resp. Bittschrift an den Herrn Staatssekretär rechts. Glocke des Präsidenten.) gebühren; gleichzeitig soll ich aber die Kommunen für die gewendet. Der Postzeus( Heiterkeit) hat noch einmal Guade für Recht Freigabe der Wege entschädigen, reimt sich das zusammen? Damit schließt die Debatte. ergehen lassen, und in einem Erlaß wurde 18 von diesen Leuten ihr Der Titel wird bewilligt. Berbrechen vergeben. Es ist ihnen nämlich gekündigt worden, weil Im Titel" Zeitungen" find 5 220 000 W.( 250 000 m. mehr sie trotz der Warnung im Grlaß vom 15. September den Deutschen als im Vorjahre) eingestellt. Die Kommission( Referent Abge- Boftboten" gemeinschaftlich unter einer fremden Adresse bezogen und Die Kommission( Referent Abge- dadurch ihre Abhängigkeit von einem der Verwaltung feindlichen ordneter Dr. Paasche, natl.) beantragt die Bewilligung. Bestreben dieses Blattes befundet haben.( Hört, hört! bei den Sozial Der Titel wird debattelos bewilligt. Die Einnahmen find damit erledigt. Bei den Ausgaben, Herrn Staatssekretärs under selbst bas Postgeheimniß für demokraten.) Es ist merkwürdig, daß, während der Vorgänger des Titel, Staatssekretärs" hält Abg. Dr. Lingens( 3.) seine Rede für erhöhte Sonntags- heilig erklärt hat, ihm nun bekannt ist, daß diese Leute unter einer ruhe der Postbeamten. 19 Exemplare bezogen haben. Das läßt doch den Verdacht aufkommen, daß man in der Postverwaltung eine Art Spizelthum Strafverfegung und zum Verlust von 2/8 des Gehalts verurtheilt. Abg. Singer( fortfahrend): Also dieser Postschaffner wurde zur Abg. Singer( Soz.): groß zieht( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.), welches die So gewiß ich mit dem Herrn Vorredner eine Befferung auf dem Privatverhältnisse der Unterbeamten ausspioniren soll, um sie der Ich erinnere mich, daß der Herr Staatssekretär einmal sehr freundGebiete der Sonntagsruhe für die Postbeamten tonstatiren kann, vorgesetzten Behörde zu melden. Nun hören Sie aber weiteres: lich mit Sozialdemokraten verkehrt hat; dieser Poſtſchaffner hat find doch zu meiner Kenntniß eine Reihe von Fällen gekommen, in Der Unterbeamte, der die Verbreitung der Zeitungen an die Be- vielleicht nach berühmten Mustern handeln wollen.( Sehr gut! bei ben benen die Beamten der Sonntagsruhe monatelang entzieher übernommen hatte, blieb jedoch gekündigt. Sie glauben doch Sozialdemokraten. Heiterkeit rechts.) Wie kann bei einem Unterbehrt haben. Ich hätte den Wunsch, daß der Herr Staatssekretär nicht etwa, auf diese Weise jemanden in seiner Ueberzeugung zu be- beamten Verbrechen sein, was beim Staatssekretär Tugend ist?( Ach, beach! rechts.) Ich würde dem Herrn Staatssekretär alfo empfehlen, sich über die Art der Sonntagsruhe in den einzelnen Bezirken seiner einflussen. So erziehen Sie nur Heuchler. Berwaltung Bericht erstatten ließe, in dem die Unterbeamten Auch das außerdienstliche Verhalten der Unterbeamten das Urtheil aufzuheben und den Poftfchaffner in sein Amt wieder namentlich aufgeführt und vermerft wäre, wie innerhalb oft ihnen läßt die Postverwaltung überwachen. Gin Grlaß bestimmt, daß vor einzusetzen, oder, wenn Recht Recht bleiben soll, müßte das Strafeines Vierteljahres die Sonntagsruhe gewährt der Verfügung einer lebenslänglichen Anstellung eines Beamten auf berfahren auch gegen den Herrn Staatssekretär eingeleitet werden. worden ift. Ich glaube, daß die Ergebnisse Enquete den Herrn Staatssekretär veranlassen werden, diesen Dingen und sie hiervon abhängig gemacht wird.( Sehr gut! rechts.) Ich von dem Bewußtsein durchdrungen würde, daß wie in der Privatdieser die gesammte dienstliche und außerdienstliche Führung zurücgegangen( Sehr gut bei den Sozialdemokraten. Seiterfeit rechts.) Ich wünsche auf das Lebhafteste, daß die Reichs- Postverwaltung noch ernstere Aufmerksamkeit zu widmen. begreife, daß Sie diese kavalleristische Behandlung der Beamten industrie und in sonstigen Reichs- und Staatsbetrieben auch die ReichsIch habe mich im Uebrigen wesentlich zum Wort gemeldet, um billigen.( Lachen rechts.) Aber Sie können nicht verlangen, daß Postbeamten aller Grade nur dazu da sind, ihren Dienst treu und ehrlich einzelne Fragen an den Herrn Staatsset tär zu richten. Bereits wir es dulden, daß die aus den Mitteln des gesaminten Boltes zu in der Budget- Kommission habe ich Fälle angeführt, wo die Reichs- ihren Ueberschüssen kommende Reichs Postverwaltung ihre Beamten Interpretation, wenn Sie in die Erfüllung des Dienstes gleichzeitig zu erfüllen. Es ist ganz willkürliche, reaktionäre und künstliche post- Verwaltung die Ansprüche von Militäranwärtern auf derartig behandelt. Nachzahlung der ihnen nach dem Gesetz zustehenden Gehalts- Wir sind allerdings der Meinung, daß der Kasernenton nicht für die Verpflichtung hineinlegen, mur die Ueberzeugung zu haben, summe unter Berufung auf das Verjährungsrecht zurüd den Verkehr mit Beamten paßt!( Sehr gut! bei den Sozialdemo- die der Vorgesetzte zu haben befiehlt. gewiesen Wollen Sie pflichttreue dann Beamte haben, hat. Der Herr Herr Staatssekretär, hat hat anerkannt, fraten. Große Unruhe rechts.) Die Postverwaltung scheint alio auf Sie sie nicht als Silaven, sondern als Menschen.( Bravo bei den daß für die Einzelnen in dieser Zurückweisung eine schwere das außerdienstliche Verhalten der Beamten besonderen Werth zu Sozialdemokraten. Unruhe rechts.) Ungerechtigkeit liege und versprochen, die Angelegenheit zu legen. Zu welchen Blüthen das führt, dafür einige Beispiele. Die Sozialdemokraten. Unruhe rechts.) Gunsten der Betroffenen zu regeln. Ich erwähne den Fall nut, Militärverwaltung übt bekanntlich den Boytott Arbeitergegen um dem Herrn Staatssekretär Gelegenheit zu geben, seine Er- lokale aus, und in in die Fußstapfen des Kriegsministers Ich will zunächst die Kritik zurückweisen, die Herr Singer gegen widerung im Plenum zu wiederholen. Nicht einverstanden aber tritt munmehr auch die Postverwaltung.( Sehr richtig! rechts.) So einen faiserlichen Beamten gerichtet hat. In der Braunschweiger tann ich mich mit seiner Ansicht erklären, daß die Berufung auf ist z. B. sämmtlichen Posunterbeamten Dresdens eine Verfügung Gefchichte liegt der Fall ganz einfach so: Der betreffende Beamte die Berjährung eine Pflicht für die Verwaltung gewesen ist. zur Unterschrift vorgelegt worden, worin sie die Oberpostdirettion hatte sich eines Vergehens schuldig gemacht, wodurch er die Achtung In der Kommission hat der Herr Staatssekretär gemeint, er fürchte vor dem Besuche solcher Lokale warnt, in denen der Deutsche Post- erschüttert hatte, die ein Beamter genießen muß. Die Entdas Schreckgespenst ich hoffe, in diesem Fall wird das Wort nicht bote" ausliegt.( hört! hört bei den Sozialdemokraten.) Der scheidung des Disziplinarhofes steht noch aus, aber darunparlamentarisch sein!( Heiterkeit.) des Rechnungshofes; dieser Deutsche Postbote" hat es nun einmal Herrn v. Podbielsti über dürfen die Herren Sozialdemokraten nicht im Zweifel würde Schwierigteiten machen und die Zahlungen nicht anerkennen. angethan. Eigentlich follte er fich doch darüber flar sein: die Disziplinarfammern haben stets in der Richtung erkannt, Aber der Rechnungshof ist doch durch das Gesez, welches den Militär- sein, daß diese Art des Kampfes mur als blöde Furcht daß ein Beamter teine sozialdemokratische Gesinnung hegen darf. anwärtern für das Probejahr drei Viertel aus der Stelle, die sie vor dem Juhalt des Postboten" ausgelegt werden fann.( Beifall rechts.) einnehmen, zuspricht, verpflichtet, über die richtige Ausführung( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten. Uuruhe und Lachen rechts.) In dem zweiten von Herr Singer vorgebrachten Fall liegt die dieses Gesetzes zu wachen. Ich kann mir also taum denken, daß. Wenn Sie von der Wahrheit der Angriffe des Postboten" nicht Sache so: Wenn die Post ein Lokal für ein Bostamt miethet, so muß wenn der Herr Staatssekretär verfügt hätte, den von 1882-1894 überzeugt wären, würden Sie ja gar nichts besseres thun tönnen, fie im Interesse des staatlichen Betriebs gewisse Bedingungen stellen. bei der Post eingetretenen Anwärtern die ihnen zukommenden als für möglichste Berbreitung des Postboten" zu sorgen, damit Dazu gehört auch die Sicherheit für das Geld, das sie in diesen Räumen 3/4 auszuzahlen, der Rechnungshof dagegen Einspruch erhoben hätte. alle seine Verleumdungen zur öffentlichen Kenntniß tommen. unterbringt. Es war also die Pflicht des Beamten, darauf zu achten, Jedenfalls scheint mir seine Furcht ganz unbegründet. Denn nach Aber, meine Herren, was in diesem Blatte über die daß in demselben Hause nicht allerhand verdächtiges Gesindel eindem Gesetz hätte eben der Rechnungshof nicht Einspruch erheben Haltung der Reichs Postverwaltung gegen die Unterbeamten quartiert wird. Allio eine einfache Sicherheitsmaßregel. Es handelt sich für die Betroffenen un ten ne nur nicht hören tönnen, sondern sie auch nicht verbreiten lassen wir ganz forrett gehandelt. Ich bin ja gar nicht berechtigt, ohne um Heine gesagt ist wahr und weil Sie die Wahrheit nicht Summe. Den Bei der Zurückweisung der Ansprüche der Militäranwärter haben Militäranwärtern ist zahlt worden, wodurch jeder von ihnen um etwa 500 M. geschädigt wollen, deshalb dieses Vorgehen gegen den Postboten"...( Glode weitere Anweisung über Mittel des Staates zu verfügen. wurde. Ich hoffe nun, daß der Herr Staatssekretär es ermöglichen des Präsidenten.) Da würde mir das Reichs- Schaßamt schön auf die Finger klopfen. wird, daß die Leute möglichst bald in den Besitz des von ihnen Berbienten kommen. Vizepräsident Schmidt: Herr Abgeordneter, Sie würden Heiterfeit.) Ich erkenne ja an: es liegt da eine gewisse üngerechtig= Run möchte ich noch ein Gebiet berühren, das meiner Ansicht wirkungsvoller sein, wenn Sie maßvoller reden wollten.( Bravo! feit vor. Der Staat muß aber in gewisser Hinsicht mit dem Verrechts.) jährungsrecht rechnen. nach zu den schwersten Antlagen gegen die Reichs- Abg. Singer( fortfahrend): Herr Präsident, das mehr oder weniger übertragen wurde, dachte ich mir: Zuerst sehen, um eine feste Num fomme ich zur Hauptsache. Als mir mein jeziges Amt poft verwaltung Anlaß giebt. Als sich der Herr Staatssekretär maßvolle Sprechen ist wohl Sache des Temperaments. demi Reichstag in seinem neuen Amt vorstellte, erfreute er alle durch In Saalfeld a. G. wurde zwei Assistenten der Dienst ge fördern, von dem man genau weiß, was er will. Da ist hier etwas Meinung gewinnen zu können. Denn nur der Mann fann etivas die Mittheilung, daß er in Bezug auf die Beamten sein Amt zu führen fündigt, weil sie den Dienststundenplan der Deutschen Post- von„ blöder Furcht" gesagt worden. Eeien Sie überzeugt, meine gedente, ohne Märthrer zu schaffen. Leider sind aber die schönen Worte sehr bald in Vergessenheit gerathen, namentlich gegenüber zeitung" eingesandt hätten, dem Organ des Assistenten- Herren Sozialdemokraten, ich werde nie, nicht eine Stunde, nicht den Unterbeamten, von denen er den Verdacht hat, daß sie sozial- verheim lichen? Wir brauchen ihn ja nur im Reichstag mitzutheilen zuführen, die ich für richtig halte, ob num der hohe Reichstag Verbandes. Was ist eigentlich an einem Dienststundenplan zu eine Minute, davor zurückschrecken, eine Maßregel durchdemokratische Neigungen haben. Wir sehen, daß sich die zahllose und er ist in der Oeffentlichkeit. Die Postverwaltung sollte aber hier versammelt ist oder nicht.( Unruhe.) Von blöder Furcht ist bei Schaar von Postbeamten in einer Situation befindet, daß man jagen kann, die Reichspostverwaltung spielt Fangball mit nur Dienststundenpläne haben, die das Licht der Deffentlichkeit nicht diesen Unterbeamten. Der ganze Born und der ganze Groll, zu schenen brauchen!( Sehr richtig! bei den Soz.) Wegen der Ver- mir nicht die Spur. Ein Sozialdemokrat darf kein kaiserlich deutscher den der Herr Staatssekretär in sich zu haben scheint, richtet sich öffentlichung Leuten zu tündigen, das erinnert in der That daran, Bosibeamter sein!( Großer Beifall rechts, starke Erregung links.) gegen die sogenannten Agitatoren, gegen die Sozialdemokratie. daß wir nicht eine Kaiserlich Deutsche, sondern eine Kaiserlich Pflichten, einen solchen Beamten zu entfernen.( Anhaltende Unruhe.) Der Herr Staatssekretär vergißt dabei nur ganz, daß es sich in den Russische Postverwaltung haben( Sehr richtig bei den Sozial ber glauben Sie nicht, daß ich darin so ohne weiteres vorgehe. Bestrebungen, denen er entgegentritt, gar nicht um sozialdemo tratische Ueberzeugungen handelt. Es wird lediglich die Ver Run tomme ich zu einem Erlaß der Oberpostdirektion von Man entläßt feinen Menschen, wie man eine Zigarre in die Höhe tretung der wirthschaftlichen Interessen dieser Potsdam. Diese Behörde hat verlangt, daß der Besizer eines schmeißt. Wer menschliches Gefühl hat, prüft erst genau, ob er wirklich in ein Menschenleben so eingreifen soll. Nur das können Beamtentiasse verfolgt( Sehr richtig! links) und so gut sich die Grundstücks, in dem sich ein Bostamt befand, die ebenfalls Sie sich merken: daß ich das, was geschieht, lieber mit meiner und wohnenden Arbeiterfamilien oberen Beamten das Recht herausnehmen, ihre wirthschaftlichen deren Aftermjether person decke, als auf die mir unterstellten Verwaltungen schiebe. tündige, Interessen zu vertreten, so gut haben auch die Unterbeamten das- Ja, begreift denn der Ober- Bojtdirektor Gürtler, der den Erlaß ge- Es soll sich in meiner Beamtenschaft von mir das Gefühl ent weil dieser Zustand ein unerwünschter" jei.( Großer Beifall.) Ich will die ganze Verantwortlichkeit selber tragen. felbe Recht, sich zu Verbänden zusammenzuschließen und Zeitungszeichnet hat, gar nicht, daß schließlich die Arbeiter doch auch Menschen widein: der Mann trägt die ganze Berantwortung, und wenn organe zu gründen. Unter dem Deckmantel, es feien Menschenwickeln demokratische Bestrebungen, wird aber jede Thätigkeit, die find!( Gelächter rechts.) Kann man denn in verlegenderer und fich auf Erringung besserer Lohn- und Arbeitsverhältnisse richtet, höhnischerer Weise...( Glocke des Präsidenten.) unter den Bostbeamten unmöglich gemacht, und den Leuten, die an Vizepräsident Schmidt: Wegen dieser Ausdrücke rufe ich den den Spizen solcher Vereine stehen, wird fünstlich insinuiert, daß sie Abg. Singer zur Ordnung.( Bravo! rechts.) Sozialdemokraten seien. Der Herr Staatssekretär hat es bereits im Abg. Singer( fortfahrend): Kann man die ganze Arbeiterklasse vorigen Jahre hier zum Ausdruck gebracht, daß er jede direkte und mehr verleßen, als indem man sie durch einen solchen Erlaß für Das gebe ich zu: zur Zeit ist in der Postverwaltung von sozialindirekte Betheiligung eines Beamten an den Bestrebungen der unwürdig erklärt, in einem Hause zu wohnen, wo ein Bostamt sich demokratischen Velleitäten keine Mede.( Buruf des Abg. Singer: Sozialdemokratie für unvereinbar mit dem von ihnen geleisteten befindet? In einem folchen Erlaß tommt eben der ganze Hochmuth Seien Sie doch froh!) Ich hätte auch sonst keine Furcht, Herr Diensteid erachte. Um diese Leute inmmer als Sozialdemokraten zum Ausdruck, daß man sich etwas Besseres dünkt und daß man die Singer! Aber ich habe mit den Sozialdemokraten thatsächlich behandeln zu können, werden sie nun künstlich zu Sozial- Nachbarschaft der Arbeiter nicht haben will. nichts zu thun, fondern mur mit den Früchten, die sie zeitigen, demokraten gestempelt, denn daß sie es nicht sind, be- Nun habe ich noch im Auftrage meines Freundes Blos eine mit der Untergrabung der Autorität nicht des blöden Köhlerweist, daß alle ihre Versammlungen mit einem Hoch auf den Kaiser ihn persönlich betreffende Angelegenheit vorzubringen. betreffende Angelegenheit vorzubringen. Am glaubens, daß man ein heiliger ist( Heiterkeit) aber der Autorität, eröffnet und geschlossen werden, die meisten Versammlungen werden 29. August 1898 hat der Staatsjetretär des Reichs- Postamtes, in die ein geordneter Betrieb erheischt. Ich bin nicht in der Lage, einen geschlossen mit einem Hoch auf den hohen Chef.( Heiterfeit.) Das dessen Vertretung Herr Spilling gezeichnet hat, folgenden Erlaß der Beamten zu beschäftigen, der da denkt: Wenn es auch um 8 anfängt, Organ dieser Beamten fließt über von Loyalität und Königstreue. Berliner Ober- Postdirektion versandt. ich kann ruhig 10 Minuten nach 8 kommen! In Ihrem ZukunftsJa, meine Herren, glauben Sie wohl, daß die Sozialdemokratie" Der beim Postamt in Braunschweig auf Lebenszeit angestellte staat, da möchte ich mir das einmal ansehen, da werden Sie schon diese Leute als Mitglieder in ihren Reihen dulden würde, wenn sie Postschaffner Friedrich Karl Wolf hat seiner sozialdemokratischen Ge- auch verlangen, daß der Beamte thatsächlich auf die Minute genau derartige Hochs in den Versammlungen ausbringen?( hört, hört! finmmg öffentlich Ausdruck gegeben und durch sein Verhalten bei seinen Dienst thut!( Heiterkeit.) rechts und Heiterfeit.) Aber die Leute werden eben, damit man ihre den Stichwahlen für den Neichstag am 24. Juni d. J. Anstoß erregt. Die einzelnen Beschwerden über Spezialfälle, die der Abg. Singer wirthschaftlichen Forderungen bequem zurüdtveisen tann, einfach Dadurch hat er die Pflichten seines Amtes verlegt und fich der vorbrachte, erklären sich daraus, daß die in Frage stehenden Beamten als sozialdemokratische Agitatoren stigmatisiert. Ich sprach Achtung, die sein Beruf erfordert, unwürdig gezeigt. Ich verfüge sich nicht in's Getriebe der Post fügen wollten, die Verwaltung müsse vorhin von dem Organ der Postunterbeamten, dem„ Deutschen Post- daher hiermit wider ihn die Einleitung des förmlichen Disziplinar- die Konsequenzen ziehen. Beim Deutschen Postboten" handelt es boten". Ich möchte Sie bitten, in diesem Blatte eine Stelle zu verfahrens auf Dienstentlassung und seine Suspension vom Amte." sich nicht um ein Verbandsorgan der Postunterbeamten. zeigen, in der sozialdemokratische Tendenzen vertreten sind. Nun( Bravo! rechts.) Bei einer gewissen Presse ist es so bestellt, daß man wünschen hat der Staatssekretär am 15. September 1898 in einem Erlaß bor Meine Herren( nach rechts), das freut Sie ich gönne Ihnen muß, der Breßfreiheit stände Preßehrlichkeit und Breßwahrheit gegendiesem Blatt gewarnt, weil es unter der Angabe, die Intereffen der von Herzen diese Freude, ob aber im Lande nicht diese Freude als über. In dem Hannoverschen Fall ist die Kündigung nicht vom Unterbeamten zu vertreten, diese zu einem agitatorischen Vorgehen ein Ausdruck von ganz anderer Empfindung aufgefaßt wird, einer Reichspostamt oder sonst einer Behörde erfolgt, sondern von mir, da gegen die Verwaltung aufreize." Der Staatssekretär beanspruche Empfindung, die ich, um mit dem Herrn Präsidenten nicht in Konflikt ich, auf einer Dienstreife befindlich, telegraphisch die Entlassung des volles Bertrauen zu seiner Verwaltung und Fernhaltung der durch zu kommen, nicht bezeichnen will, das ist eine andere Frage.( Lachen Beamten verfügte. Eine gewisse Presse behandelte dieje Angelegenheit den Postboten" angeregten Bestrebungen, vor denen er ausdrücklich rechts.) Auf Grund dieses Erlasses ist das Disziplinarverfahren ganz entstellt ohne Quellenangabe. Nach dem Vorwärts" wurde eine warne. Einen Vorzug hat ja der Herr Staatssekretär vor gegen den Postschaffner Wolf eingeleitet worden, und das Urtheil von mir verlangte Berichtigung von den Blättern nicht gebracht. Verfeinem Amtsvorgänger, er schickt die Erlasse nicht unter der Ueberlegt es ihm als eine schwere Verfehlung gegen sein Amt aus, daß zeihen Sie, meine Herren, wenn ich nicht ganz logisch bin.( Große schrift geheim" in die Welt.( Sehr gut! rechts.). Das halte auch er gesagt hat: Wählt Blos! Der Mann hat aber nur ge- Heiterfeit.) Von Spigelei ist teine Rede. Die dreißig Dinger des ich für sehr verständig, weil dadurch dem letzten Postbeamten die fagt: wählt blos( Große Heiterkeit), also nur zum Wählen Postboten tamen mit einem Mal und fielen zufällig auf den Möglichkeit gegeben wird, sich über den Zerrorismus, der aufgefordert. Es war ein Braunschweiger Wahlwig, den z. B. auch Boden und so erfuhren wir die Zahl der Abonnenten. Mit Spizeln fönnen. " V demokraten; Unruhe rechts.) dort " Und ich betrachte es als eine meiner vornehmsten und ersten er auch streng ist, so ist er doch bemüht, gerecht zu sein. Der Postbeamte ist Beamter der Allgemeinheit, er dient ebenso gut mir wie Herrn Singer. Aber damit die Sache prompt funttionirt, muß ich daran festhalten, daß unbedingt Klarbeit darüber besteht, wer der Herr im Hause ist. " " 1 " Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Deutsches Reich. Der Ausstand in der Maschinenfabrik von Fischet geleitet wurden, verliefen resultatlos. Im Ausstande befinden sich u. Winsch in Dresden dauert fort. Berhandlungen, die ein 104 Arbeiter. arbeiten wir nicht. Wenn ich etwas wissen will, gehe ich gerade auf zu Gunsten der freien Arztwahl" bei den Krankenkassen, den Mann los. Ich habe nicht, wie die„ Berliner Zeitung" meint, für die bekanntlich von vielen Aerzten agitirt wird, richtet der den Postboten" verboten, sondern nur vor seiner Lektüre gewarnt, Geschäftsausschuß des deutschen Aerztevereins- Bundes eine Petition allerdings weiß ich meiner Warnung erforderlichen Falles auch Nach an den Neichstag, in der es u. A. heißt: Unter den Gesezen, welche Die Musikinstrumenten- Arbeiter haben in ihrer Vereins druck zu geben.( Aha! links, Beifall rechts.) Mit dem Konkurrenz der sozialen Fürsorge gewidmet sind, ist das Krankenkassengeset wohl versammlung am 16. Januar beschlossen, Listen für die ansständigen blatt des Postboten", mit der„ Nenen Post", habe ich nischt zu thun. das eingreifendste: Millionen Menschen sind ihm zwangsweise unter Krefelder Weber auszugeben. Diese Listen können nunmehr jeden ( Der Redner sagte thatsächlich„ nischt".) Acht Assistenten habe ich stellt und alltäglich tritt es vieltausendfältig in Wirksamkeit. Seinen Sonnabend und Montag, Abends 81/2 Uhr, in der Naunynstr. 78, im entlassen. Ist davon überhaupt zu reden bei der großen Zahl von Segen weiß niemand mehr zu ermessen als der Arzt, der so oft Restaurant von Heinrich entgegengenommen werden. Der Vorstand Beamten? Ich überlege genau, wenn ich so auch in das Leben eines das Elend im Gefolge der Krankheit erscheinen sieht. Aber wenn des Fachvereins der Musikinstrumenten- Arbeiter. Beamten eingreife, aber wenn ich es thun muß, thue ich es. Die Fach- der deutsche Arzt durch trene, mühsame Arbeit die Durchführung presse liegt in Händen von früheren Beamten, die wegen Unzuträglich des Gefeßes ermöglicht und täglich sein eigentlicher Vollstrecker ist, teiten entlassen wurden, die aus der Entlassung eine große Menge Gift dann muß es ihn mit tiefem Bedauern erfüllen, daß seinem Stande Der Streik in der Zucker- Raffinerie in Halle hat eine mitnehmen und es dann nach irgend einer Richtung hin versprißen. durch das Gesetz die schwersten Schäden bereitet sind. Die Freiheit unerwartete Wendung bekommen. Ein großer Theil der Ausständigen Pfarrer Naumann hält das Blatt der Postunterbeamten für gar nicht und die Machtbefugniß, die das Gesetz den Kassenvorständen gab, haben infolge der Zusicherung der Direktion, daß die Forderungen bes Gegen so schlimm ja, so ist es jetzt erst geworden. Ich verdenke es dem Verträge mit bestimmten Aerzten" abzuschließen, hat zu der rücksichtigt werden sollen, die Arbeit wieder aufgenommen. Mann gar nicht, wenn er quieft und schreit, wenn man ihm sein Brot Unfreiheit geführt, daß der Arbeiter nicht das natürlichste Recht 100 Arbeiter befinden sich noch im Ausstand. nimmt. Ist das etwa nicht aufreizend, wenn in dem Blatt steht die auszuüben vermag: sich im Falle der Erkrankung an den Arzt Ansichtskartenschreiber amüsiren sich beim Schreiben, die armen Bes seines Bertrauens zu wenden, hat einen großen Theil der Aerzte amten müssen sie täglich austragen." Dem Assistentenverband habe von der Mitarbeit ausgeschlossen, hat die willkürlich begünstigten ich ganz freie Hand gelassen, aber nachdem sie einen wegen schweren Aerzte oft in das schwerste Abhängigkeitsverhältniß gebracht. Verstoßes aus dem Dienst entlassenen Beamten zum Ehren- Das Gesetz that wohl, nicht blos das Krankengeld zu gewähren, mitglied machten, mußte ich dem Verband deswegen Borhaltungen sondern die ärztliche Behandlung als Naturalleistung zu fordern,- Aus dem Zwickauer Bergrevier wird uns geschrieben: Nachmachen, weil die Leute sich dadurch selbst schaden. Dadurch habe ich aber es that unrecht, dem Kranken einen bestimmiten Arzt aufzu- dem die Bergbehörden es durch das t. Bergamt in einem höflichen den Herren doch gerade mein Wohlwollen bewiesen! Daß dieser zwingen. Der Grund größerer Billigkeit würde nicht durchschlagend Schreiben abgelehnt haben, sich in die Lohnbewegung der hiesigen Berband oder der Bostunterbeamten- Verband den Mitgliedern wirth fein, wo eine so natürlich- humane Forderung zu erfüllen ist, aber er Bergleute durch Vorstellungen bei den Werken einzumischen, hat ein schaftliche Vortheile schaffen will, dagegen habe ich nichts einzufann überhaupt nicht anerkannt werden und ist immer nur als Ge- Wert zur Beantwortung der gestellten Forderungen in recht ironischer wenden, aber ich darf nicht zulassen, daß die Ordnung und Disziplin spenst vorgehalten worden. Das ergiebt sich ohne Weiteres aus Weise die Initiative ergriffen. Das bestfundirteste Werk in Sachsen, in dem großen mir unterstellten Bostbeamtentörper gelockert würde. dem blühenden Zustande vieler Stassen mit freier Arztwahl in welches in 1897 die höchste Förderungsziffer, über 5 Millionen Mark Ich habe meine Ausicht offen ausgesprochen, und wenn die Post- einer Anzahl größerer Städte. Die Wohlthaten des Krankenkassen- Ausbeute zu verzeichnen hatte und 310 M. Dividende zahlte, in 1898 beamten sehen, was ihr Chef will, dann werden sie auch erkennen, Gesezes werden erst dann vollständig hervortreten, wenn aber 360 M. Dividende pro Attie zahlen will, hat in den letzten daß er ihr Wohl und das des Staates zu wahren weiß.( Der Redner die Mitarbeit einem jeden Arzte, der sich daran betheiligen Tagen, nachdem die Verwaltung das Zirkular der Lohnkommission hat während der letzten Säße mit den Fäusten auf den Tisch ge- will, ermöglicht ist, denn die freie Wahl der Aerzte entspricht nicht jedenfalls recht eifrig studirte, eine neue Lohutabelle vorläufig auf schlagen.) blos den berechtigten Forderungen unseres Standes, sondern auch Schacht I den Arbeitern zur Kenntniß gegebent. Danach sind aber Abg. Singer( S.) zur Geschäftsordnung: Ich frage den Herrn den Intereffen der Kassenmitglieder und den Aufgaben der Kassen, für viele Arbeiter die Schichtlöhne um 10 Pf. pro Tag reduzirt Präsidenten, ob er es mit der parlamentarischen Ordnung für ver- wie die Verhandlungen und Beschlüsse der Aerztetage von Weimar worden, ob einige Erhöhung erhalten haben, konnten wir nicht einbar hält, daß einem Mitgliede diesem Hauses von einem 1891 und Weimar 1895 gezeigt haben. Gegen etwaige finanzielle erfahren; aber ein alter trener Anschläger, der schon 32 Jahre dieses Mitgliede des Bundesraths die Fälschung von Thatsachen vor Schädigung der Kassen durch die freie Aerztewahl lassen sich unschwer Amt versicht, ist von 3,10 M. auf 3 M. herabgesetzt worden. Ein geworfen wird. Schutzmaßregeln treffen, wie das auch da, wo sie besteht, durch Arbeiter, der 8 Kinder zu ernähren, ebenfalls schon 17 Jahre auf dem Werke Präsident Graf v. Ballestrem: Ich habe einen solchen Vor- geführt ist. Wir meinen danach, daß es an der Zeit und ein Er- geschuftet hat und wegen überstandener Krankheit schwere Arbeit nicht wurf nicht gehört. forderniß des öffentlichen Wohles ist, bei den Krankenkassen gesetzlich verrichten kann, wurde von 2,50 auf 2,40 M. herabgesetzt und verdient Staatssekretär v. Podbielski: Ich weiß nicht, ob ich die Worte den Grundsatz der freien Arztwahl einzuführen und hierdurch die mun, da er noch täglich 20-30 Pf. Ausbeute machen kann, kaum gebraucht habe, ich glaube nicht. Jedenfalls hat mir der Vorwurf willkürliche Zulassung„ bestimmunter" Aerzte und die Ausschließung 2,70 m.; so ist es noch verschiedenen Anderen ergangen. gegen die Person des Herrn Abg. Singer völlig ferngelegen. zahlloser anderer aufzuheben." wohl die Antwort auf die Klagen der Bergleute sein, von denen Abg. Schmidt: Warburg( 8.) will den Staatssekretär des betroffen wurde. Von diesem Schacht II find uns auch genaue Nachjüngst einer vom Schacht I desselben Werkes Sonntags beim Betteln Reichs- Bostamtes stärken in seiner Haltung gegenüber dem Reichsweise über das„ Huntenullen" zugegangen. Es sind im Jahre 1897 Echapjetretär. Gegen den Einwand der Verjährung sprechen die als unrein oder ungenügend gefüllte Hunte an der Hängebank 5414 schwersten Bedenken. Die Leute sind einmal geschädigt durch eine beanstandet worden und dafür so viele Mark vom Lohn Verlegung des Rechts, und die muß wieder gut gemacht werden. als Strafe abgezogen worden. Dazu famen Hoffentlich kommt die Entschädigungsvorlage schon in den nächsten Wochen. 294 M. Extraftrafe, die in der Höhe von 50 Pf. bis 2 M. von jedem Mann erhoben worden sind, der einen besonders auffällig mangelhaft geladenen Hunt mit zur Förderung gegeben hat. Die 1 M. Ersatzstrafe trägt das" Ortsdrittel", welches aus 2-6 Mann besteht, gelich 45-75 Bf. Lohn, nur in feltenen Fällen mehr. Wenn also ein meinschaftlich, sie tekommen für den Hunt im Gedinge durchschnittHunt, der 8-9 Scheffel Kohlen faßt, nicht vorschriftsmäßig geladen ist, so müssen die Leute eben dafür zwei bis drei und noch mehr Hunte vorschriftsmäßig fördern, nur um den Verluſi Durch ein Boykott: Flugblatt sollte der Parteigenosse zu decken. Dem Werk erwachsen beim Sortiren nur ganz geringe Grosser aus Blumenau in Eclesien einen Gastwirth be- Mehrausgaben. Im Jahre 1898 ist das„ Nullen" noch schwungleidigt haben. In der Verhandlung vor dem Waldenburger Land- hafter betrieben worden, es sind auf obigen Schachte noch 900 m. Abg. Werner( Antis.) wünscht leichte Sommerkleidung für die gericht beantragte der Staatsanwalt gegen Groffer 3 Monate Ge- Strafe mehr herausgeschlagen worden, auf Schacht I, wo noch stärker Postbeamten und spricht sich gegen die gelegentliche Verwendung fänquiß, das Gericht erkannte ihm aber den Schutz des§ 193 zu verständlich werden die Bergleute sich das alles nicht so ruhig ge gefördert wird, dürfte die Strafsumme noch höher sein. Selbstjugendlicher Arbeitskräfte im Postdienst aus. Ich kann die Maß- und fällte ein freisprechendes Urtheil. regelungen gegen den Unterbeamten- Werband nicht billigen, der durchaus nicht Vereinsmeierei treibt, sondern die wirthschaftliche bei der Reichstagswahl in Magdeburg an polizeilich nicht er,, Wählt Pfannkuch!" Plakate mit dieser Aufschrift find fallen laffen, die Zahl der Mitglieder im Deutschen Berg- und Hüttenarbeiter- Verband" wächst beständig. Hebung seiner Angehörigen unter Pflege der Treue gegen Staiſer laubten Stellen angeklebt und einige derselben ebenfalls ohne polizei- 51 Steinarbeiter der Firma Geibel in Mehle Oster und Reich anstrebt. Der" Deutsche Postbote" giebt zu feinen Aus- liche Erlaubniß in den Straßen umhergetragen worden. Wegen wald legten wegen Lohndifferenzen die Arbeit nieder. Hervorzustellungen Anlaß. dieser Missethat wurden sieben Parteigenossen vom Schöffengericht heben ist, daß erst am 18. Januar d. J. die Firma einen Lohntarif Abg. Baudert( Soz.) spricht über mißliche Postverhältnisse in Apolda. zu Geldstrafen von 3, 6 und 9 Mt. verurtheilt. Der achte Ange- unterschrieb, welcher auf zwei Jahre Giltigkeit haben soll, und kaum Die Beiterberathung wird hierauf auf Sonnabend 1 1hr ver- flagte, der noch nicht 14 Jahre alt war, wurde freigesprochen, weil 14 Tage später wird versucht, neue Lohnbrüdereien vorzunehmen. tagt; außerdem schleuniger Antrag der Abgg. Agster und Gen.( S.) ihm das Bewußtsein der Strafbarkeit seiner Handlung gefehlt habe. Die Firma hat auch in Hildesheim eine Betriebsstätte. auf Zulassung der Strafverfolgung wegen angeblicher Majestätsbeleidigung gegen den Reichstagsabgeordneten Albert Schmidt- fünf Mitglieder des Wahlvereins in Wilster in Holstein Wegen Nichteinreichens der Mitgliederlisten hatten die Aschersleben( S.) Schluß 512 Uhr. einen Strafbefehl erhalten, wogegen fie richterliche Entscheidung an- Lehte Nachrichten und Depeschen. Dem Landtag soll noch in der laufenden Tagung eine Vorlage über die Zurüdhaltung der Hochwasser und Geschiebe in in den Quellgebieten der Flüsse in den Provinzen Schlesien und Brandenburg vorgelegt werden. Der angekündigte Gesezentwurf über die Regulirung der hochwassergefährlichen Flüsse soll in der laufenden Tagung noch nicht vorgelegt werden. Partei- Nachrichten. • Schaßfekretär Freiherr v. Thielmann: Die Frage verdient die allerernstlichste Prilfung. Wir dürfen aber auch nicht zu weit gehen. Ich erkenne einen Billigkeitsanspruch an, doch muß erst geprüft werden, wie hoch die Ansprüche des Einzelnen sind. In einigen Arbeiterverein gegründet, der fortgesetzt an Mitgliedern zu In Nanders in Dänemark wurde kürzlich ein deutscher Wochen wird sich das aber nicht machen lassen. Abg. v. Kardorff( Np.): Ich danke dem Herrn Staatssekretär nimmt. Der Vorwärts", der Wahre Jakob" und deutsche Gewerkfür die Art, wie er sein Reffort gegen die Sozialdemokratie verschaftsblätter liegen in seinem Lotal aus. theidigt hat.( Bravo rechts.) Eine so ernste Sprache haben wir lange nicht gehört, und ich hoffe nur, daß die andern Ressorts der Reichsverwaltung sich Herrn von Podbielski zum Muster nehmen werden. ( Bravo rechts! Lachen links.) Polizeiliches, Gerichtliches u. J. w. riefen. In der Verhandlung vor dem Schöffengericht beantragte der Amitsanwalt in Beziehung auf vier Angeklagte selbst Freisprechung, die auch erfolgte. Der fünfte Angeklagte wurde ebenfalls frei Das soll aber noch Berlin, den 8. Februar. Parlamentarisches. Zur Verhütung von Unglücksfällen, welche durch unzu Die Wahlprüfungskommiffion des Reichstags beschloß gestern, gesprochen, da er den Nachweis führen konnte, daß er jämmtliche reichende Bestreuung oder unzulängliche Reini Freitag Abend, dem Neichstag zu empfehlen, die Wahlen der Abenderungen des Mitgliederstandes bei der Polizei angemeldet gung der Bürgersteige von Eis und Schnee verursacht geordneten Dr. Höffel( Elsaß), Dr. Endemann( Staffel) hatte; für die Polizei, die ja ein Mitgliederverzeichniß besaß, werden können, bringt das Bolizeipräsidium nachfolgende Vorschriften und Lenzmann( Altena Iserlohn) für giltig zu Schreiberdienste zu verrichten, dazu habe er sich nicht verpflichtet Hären. Die Entscheidung über die Wahl des Abg. Förster( t.), gefühlt. Die Kosten des Prozesses wurden der Staatskasse auf des Straßenpolizei- Reglements zur allgemeinen Kenntniß in ErSachsen II, Löbau) auszusetzen und über eine Reihe im Protest auferlegt; den Antrag der Angeklagten, ihnen Versänmnißkosten zu be- innerung: Bei eintretender Winterglätte müssen die BürgerAsche gestellter Behauptungen Beweis zu erheben. Der Abg. Förster ist mit willigen, lehnte das Gericht leider ab. " er= Herr August Scherl zahlt den rückständigen Lohn! Schwer wird es steige, Granitbahnen und Rinnsteinbrücken mit Sand, Das einer Mehrheit von 24 Stimmmen in der Stichwahl gegen den Soztal oder anderem abstumpfenden Material bestreut werden. Demokraten Poſtelt gewählt. Bei der Nachprüfung der WahlStreuen hat so zu geschehen, daß während der Stunden von aften ist die Mehrheit auf 6 Stimmen zusammengeschmolzen. Nächste Morgens 7 bis Abends 10 Uhr der Entstehung gefahrbringender Sigung der Kommission findet am Dienstag statt und steht die Wahl Glätte vollständig vorgebeugt wird. Die Verpflichtung zu m des Abgeordneten Kreitling an erster Stelle der Tagesordnung. Einige der gemaßregelten Buchdruder haben jetzt ihren Lohn Streuen liegt den Besitzern derjenigen Grundstücke ob, welche Justizkommission. Die sechste Kommission des Reichstages für von Herrn Scherl erhalten, ohne daß es erst zum Termin und soweit dieselben an die öffentliche Straße grenzen. Zuiderden Antrag Rintelen berieth heute zunächst die vorgeschlagene vor dem Gewerbegericht fan. Das war sehr weise von handlungen gegen diese Bestimmungen werden nicht nur strafrechtlich Abänderung zu§ 77 des Gerichtsverfassungs- Gesezes. Herrn Scherl, vielleicht sucht er auch mit den übrigen Klägern einen geahndet, sondern berechtigen bei eingetretener Körperverlegung auch Nach dem bestehenden Gesetz sind die Straftammern in der Haupt- gleichen Ausweg zu finden und zahlt. der materiellen Seite den Geschädigten zu einer Entschädigungsklage gegen den Grundverhandlung mit fünf Mitgliedern, in der Berufungsinstanz bei Üleber ihm nicht fallen, wir meinen von Effekt der, daß dem stücksbesizer. tretungen und in den Fällen der Privatllage mit drei Mitgliedern betrachtet; aber moralisch ist der besetzt. gegen die Arbeiterorganisation das BeDer neue Vorschlag geht dahin, zu sagen:" In der stolzen Kämpfer Bejezung mit fünf Mitgliedern einschließlich des Vorsigenden ent- wugtjein getommen ist, er befindet sich rechtlich nicht in der Position, Frankfurt a. M., 3. Februar.( B. H.) Der Frankf. 8tg." scheiden die Straffammern in der Hauptverhandlung, wenn Ver- vor dem Gewerbegericht mit Erfolg seine Sache vertreten zu wird aus Airolo gemeldet: Die hiesige Bevölkerung wurde in der brechen mit Ausnahme solcher strafbaren Handlungen, die mur des- fönnen. Was hier verloren geht, jucht der kundige Geschäfts- legten Nacht abermals in Schrecken verjeßt. Gewaltige Felsmassen halb sich als Verbrechen darstellen, weil sie im Rückfall begangen find, mann aber mit mehr Eifer auf anderem Gebiet einzuholen. stürzten unter furchtbarem Getöse herab, doch blieb das Dorf unden Gegenstand der Untersuchung bilden, sowie in der Berufs- Gegenwärtig sind mehrere Agenten bemüht, im Auftrage Scherl den beschädigt. instanz bei Bergehen mit Ausnahme der Fälle der Privatllage". ungetreuen" Abonnenten den Lotal- Anzeiger" wieder Prag, 3. Februar.( B. H.) Der deutsche Student Biberle, Bom Staatssekretär, Nieberding sowie vom Kommissar aufzuschwagen. Die Aufgabe, Henn Echer als den„ Unschulds- der den czechischen Studenten Linhart erschossen hat, wurde heute der preußischen Regierung wurde an der früheren Vorlage vollen zu schildern, wird keine angenehme für die Agenten sein, wegen Bergehens gegen die Sicherheit des Lebens zu 3 Monaten festgehalten, wonach die Strafkammern mit Ausnahme der aber viel kann der Chef von ihnen nicht verlangen, denn seine strengem Arreft verurtheilt. Fälle der Berufung gegen Urtheile der Schöffengerichte eigenen Leistungen im" Lokal- Anzeiger" sind recht minderwerthig in Vergehensfällen nur mit drei Richtern zu beseßen find. Ebenso Könnens, hat er nach dem ersten Versuch der Rechtfertigung jedes weitere in Vergehensfällen nur mit drei Richtern zu besetzen sind. Ebenso und in weiser Beschränkung und richtiger Einschäßung feines eigenen sprachen sie sich gegen die Einführung der sogenannten großen Schöffengerichte und gegen die Erledigung dieser Frage zur Zeit aus, feine„ ruhmreiche Arbeiterfürsorge" darzustellen, betreibt er geschäftsSchöffengerichte und gegen die Erledigung dieser Frage zur Zeit aus, Bemühen nach der Seite aufgegeben. Die weiteren Unternehmungen, da hierüber erst eingehende Erhebungen und Erwägungen im Schoße mäßig und zahlt dafür. der verbindeten Regierungen stattfinden müßten. Diese Reklame dürfte sich diesmal nur Rintelen wurde mit 8 gegen 6 Stimmen abgelehnt, indem so wenig zugkräftig erweisen, das Verhalten des Herrn August Scherl wohl die Mitglieder der Kommission, die für Aufrechterhaltung des seinen Arbeitern gegenüber findet eine so allgemeine Verurtheilung, Fünfmännerkollegiums waren, wie diejenigen, die dem Wunsche der Re- daß sein Retlamegenie ihn diesmal in Stich läßt. gierung gemäß ein Dreimännerfollegium einführen wollen, dagegen Treffend bemerkt die„ Charlottenburger Neue Zeit" in ihrer stimmten. Beiderseits wurde die Abstimmung besonders mit der ab- heutigen Nummer zu dem Konflikt: lehnenden Haltung der Regierung begründet. Bei§ 28 schlägt der Rintelen'sche Entwurf die Aufhebung des Absaßes 3 des bestehenden Gefezes vor, wonach bei der Hauptverhandlung mehr als zwei Richter und insbesondere der Berichterstatter die bei der Ente icheidung über die Eröffnung des Hauptverfahrens mitgewirkt haben, nicht theilnehmen dürfen. Die Vertreter der Regierung traten dem Antrage Rintelen entgegen, der denn auch mit 10 gegen 5 Stimmen abgelehnt wurde. Nächste Sigung Dienstag. Der Antrag . " " Paris, 3. Februar.( W. T. B.) Die als Zeugen vernommenent dakteur des Temps" mit, sie hätten vor der Kriminalfammer des Professoren Meyer, Givy und Wolinier theilten einem NeEntschiedenste erklärt, daß das Bordereau von der Hand Ester, Rasfationshofes auf Grund des Original Bordereau's auf das hazy's herrühre und daß die Hypothese, es wäre ein Durchpausen erfolgt, haltlos fei. Brüffel, 3. Februar.( W. T. B.) Das Blatt„ Etoile Belge" meldet, daß der frühere Sommandant Lothaire dem menschenfresserischen Stanie der Bungas eine blutige Nicdesiage beibrachte. Dieselben verlangen Frieden zu schließen. Dieses sich seiner Parteilosigkeit" rühmende Preßorgan stehe Rom, 3. Febr.( W. T. B.) Deputirtenkammer. Die plöglich ganz auf der Seite der einen Partei in einem Diskussion über den Bericht der Wahlprüfungs- Kommission, Stampfe, der kein einfacher Lohnkampf ist, sondern für das welcher vorschlägt, einen Siz in Mailand und eizen zweiten in Berhältniß von Arbeitnehmer und Arbeitgeber die wichtigste Ravenna wegen Verurtheilung der Deputirten Turati und prinzipielle Bedeutung hat. Da nun die überwiegende de Andreis für erledigt zu erklären, wird fortgesezt. MiniſterMehrheit der Leser des Lokal- Anzeigers" zu präsident Be II oug erklärt, er werde die Tagesordnungen, welche der Klasse der Arbeitnehmer gehört, wird eine formelle Aufforderung an die Regierung enthalten, eine Am der Lokal- Anzeiger" für seine eigenen Leser nestie vorzuschlagen, nicht annehmen. Die Regierung behalte sich ein gegnerisches Blatt. Ein gegnerisches Blatt vor, dem Könige den passenden Zeitpunkt für einen neuen Aft unterstügt man aber nicht, weder durch Annoncen, noch durch der Gnade namhaft zu machen, könne aber keinesfalls etwas guts Abonnements, und ist daher keineswegs ein Boykott, heißen, was als 3wang gedeutet werden könnte. Belloux ersucht wenn die Leiter der Bewegung auf Seiten der Arbeitnehmer die Kammer, für die von Riccio eingebrachten Tagesordnung zu ihre Anhänger dem Lokal Anzeiger" abwendig zu machen ver- stimmen, welche besagt, die Kammer nehme Aft von den Erfuchen. Mit genau demselben Recht, wie die Freifinnigen ihre flärungen der Regierung, und erkläre sich mit dem Vorschlag der Anhänger auffordern, nicht den Vorwärts" oder die Nord- Wahlprüfungs- Kommission einverstanden. In namentlicher Abdeutsche Allgemeine Beitung" au abonniren, mit genau dem- stimmung wird darauf der erste Theil der Tagesordnung Riccio felben Recht geht man jetzt von Seiten der Arbeitnehmer gegen mit 244 gegen 65, der zweite mit 220 gegen 50 Stimmen audas Parteiblatt Lokal- Anzeiger vor. Das ist kein Boykott, wenn genommen. auch Herr Scherl es ebenso schmerzlich empfindet, als wenn es Die Deputirtenkammer beschloß auf die morgige Tagesordnung ein Boykott wäre." die Debatte über die Petitionen betreffend die Amnestie zu setzen. Verantwortlicher Redakteur: Anauit Jacoben in Berlin. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. In der Geschäftsordnungs- Kommiffion des Reichstags wurde heute einstimmig beschlossen, dem Plenum zu empfehlen, die von den Sozialdemokraten beantragte Genehmigung zur Ein leitung des Strafverfahrens gegen den Abg. Schmidt Aschersleben zu ertheilen. Wirthschaftliche Vereinigung. In der am 2. Februar in Bofen abgehaltenen Provinzialversammlung des Bundes der Landwirthe theilte der erste Vorsitzende v. Wangenheim mit, die wirthschaftliche Vereinigung des Reichstages werde in den nächsten Tagen gebildet werden, das Zentrum aber werde der Vereinigung vor aussichtlich nicht beitreten. 0 Br. 30. 16. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 4. februar 1899. Kommunales. " Neu- Weißenfee. Das Vereinshaus Kontordia in der Char " schieben der Bestätigung plausibel zu finden. Die Deutsche Warte" Versammlung des Arbeiter- Bildungsvereins recht zahlreich zu er schreibt da: Wie wir aus durchaus glaubwürdiger Quelle" erfahren, scheinen. Genosse Lankow hält einen Vortrag über platonischen und bildet das angebliche Eintreten des Herrn Kirschner für die Ehrung urchriftlichen Kommunismus. Die Genossen von Halensee und Aus der Magistratsfizung am Freitag. Das Magistrats der Märzgefallenen nur ein, vielleicht das Schlußglied in der Kette Friedenau- Wilmersdorf werden insbesondere auf diese Versammlung follegium fegte in seiner gestrigen Sitzung die Berathungen zur von Zufälligkeiten, die dem betreffenden den Weg zum turulischen aufmerksam gemacht. Der Vorstand. Festsetzung des Stadthaushalts Etats für 1899/1900 fort und ſezte den Etat der nicht zum Personaletat gehörigen Sessel versperren. Es war bei der Einweihung der Oberbaum- Brücke, Stellen( Gehälter der Magistratsmitglieder) in Ausgabe mit 201 123 als Herr Kirschner in seiner Eigenschaft als Bürgermeister eine Rede Tottenburgerstraße 150, in welchem heute ein Wiener Maskenball Mark fest. Der Etat der Dienstpensionen ist in Ein- hielt, in welcher er des Himmels Segen auf das vollendete Bauwerk nahme mit 3453 M. und in Ausgabe mit 1 454 260 M. eingestellt. Die herabrief. Dann kam er auf die Arbeiter- deren eine große Zahl stattfindet, ist für die Arbeiterschaft gesperrt. Der Gemeinde: und Amtsvorsteher von Nixdorf, Herr Pensionen der ehemaligen Magistratsmitglieder erfordern die Summe anwesend war- zu sprechen und soll hierbei geäußert haben:„ Er hoffe, von 57 125 M.; es erhalten: der jetzige Striegsrath a. D., frühere Stadt- daß Gott dem jungen Monarchen die Einsicht schenke, die gerechten Boddin, feiert heute sein 25jähriges Dienstjubiläum. Im Jahre rath und Kämmerer( von 1848-1851) Michaelis( 89 Jahre alt) 1125 M., Wünsche der Arbeiterschaft zu erkennen und legtere nicht schlechthin 1874 hat er in dem damals noch recht unbedeutenden Dorfe sein Baurath Roipat 6000, die Bauräthe Blankenstein und als eine schwarze baterlandslose Rotte zu betrachten. Amt angetreten. Heute zählt Rigdorf etwa 70 000 Einwohner und Sobrecht je 15 000 m. und der frühere Oberbürgermeister Belle Die Rede soll damals auf die. anwesenden Vertreter der Regierung fieht seiner Erhebung" zur Stadt entgegen. Dem Leiter dieses eigenartigen Gemeinwesens, Herri Boddin, 20 000 M., die Pensionen ehemaliger Büreautassenbeamten erfordern einen sehr peinlichen Eindruck gemacht haben und man soll, wie die Summe von 355 232 M., die der ehemaligen Lehrer und aus gewissen Kreisen verlautet, das Empfinden gehabt haben, haftet ein Name an, der namentlich in heutiger Zeit einem Lehrerinnen der höheren Lehranstalten 129 633 M., die der Gemeinde- daß Herr Kirschner damit ein Engagement eingegangen manne mehr werth sein muß, als alle äußeren Ehrungen. von Nigdorf ſteht bei alleit Be Lehrer und Lehrerinnen 187 015 M., die statutarischen Wittwen- fei, welches man um so weniger habe verstehen können, als Der Amtsvorsteher am Orte in dem Rufe, daß er fein penfionen, die gefeßmäßigen Gemeindeschullehrer Wittwen- und gar kein äußerer Anlaß vorgelegen habe. Der Ton der Rede soll, völkerungstlaffen Waisenpensionen resp. Zuschüsse betragen 477 000 W.- Der Etat der wie ein höherer Regierungsbeamter äußerte, welcher der Feier als Amt unparteiisch ausübt; und das ist eine Tugend, die bei Haupttasse der städtischen Werte schließt in Einnahme und Ausgabe Augen- und Ohrenzeuge beigewohnt hat, ein geradezujozia all' ihrer Selbstverständlichkeit in unseren Tagen, wo die Stöllerei als Träger der Staatsweisheit gilt, mehr denn je anerkannt werden muß. mit 367 720 M. ab; der Etat der städtischen Gaswerte listischer gewesen sein." schließt in Einnahme mit 25 053 242 m., in Ausgaben, einschließlich Zur Zeit des großen Rothstandes im Jahre 1892 erkannte Herr Boddin an, daß ein solcher wirklich vorhanden war und nicht nur in des Ueberschusses, welcher an die Stadt- Hauptkasse abzuführen ist den Stöpfen sozialdemokratischer Agitatoren herumspukte. Soweit es 3 637 246 r.- mit 25 053 242 M. ab. In Einnahme gestellt sind ihm möglich war, sorgte er damals für die Beschäftigung arbeitsloſer für die Privatgasbeleuchtung 13 052 000 m., zu anderen Zwecken Gemeindeangehörigen, und veranlaßte ferner, daß solche Einwohner, als zu Beleuchtungszwecken zu 10 Pfennigen für das Kubikmeter 8 392 500 M., für Koats u. f. w. 3407 210 M., für Theer denen Arbeit nicht gegeben werden konnte, unterſtützt wurden. 575 150 M. und für Ammoniakwasser 191 344 M. In den Ausgaben sind noch enthalten die Summe von 8 950 000 M. zur Anschaffung von Kohlen zur Gaserzeugung und 1906 000 m. an Arbeitslöhnen, an Verwaltungskosten 1 062 557 M. 2c. Der Gemeinde Kirchenrath von Gethsemane hat sich mit einem Gesuche um Ueberlassung des Helmholtz- Playes zum Bau einer zweiten Kirche an den hiesigen Magistrat gewendet. Magistratskollegium hat beschlossen, das Gesuch abzulehnen. Das Zum Oberlehrer am Humboldt- Gymnasium ist der Hilfslehrer Siegfried Schulz vom Magistratskollegium gewählt worden. Lokales. Achtung, sechster Wahlkreis! Am Sonntag, den 5. Februar, Nachmittags 5 Uhr, findet im Kösliner Hof, Stöslinerstr. 8, eine Bolksversammlung für Männer und Frauen statt, in welcher der Reichstags- Abgeordnete G. Horn- Dresden über die Sozialpolitik im deutschen Reichstag" referiren wird. Nach der Versamm lung geselliges Beisammensein. Zu recht zahlreichem Besuch ladet ein Der Vertrauensmann. " Die Arbeiter der städtischen Wasserwerke richteten im September des vorigen Jahres an ihre vorgesetzte Direktion ein Gesuch, in dem sie um eine Erhöhung der Löhne, Regelung der Arbeitszeit, Errichtung von Arbeiterausschüssen u. s. w. baten. Kurz darauf wurden denjenigen Arbeitern, welche die Eingabe unterzeichnet hatten, dieserhalb von den Betriebsleitern der einzelnen Werte die heftigsten Vorwürfe gemacht. Wie sie sich unterstehen könnten, der artige Gesuche an die Direktion zu richten; hunderte solcher Eingaben könnten sie machen, ihre Wünsche würden doch nie berückfichtigt werden." Solche Elemente dulden wir bei uns nicht." Diese und ähnliche Worte bekamen die Betreffenden zu hören. Als mun bis zum Dezember weder eine Antwort noch eine Bescheinigung über den Empfang der eingelaufenen Eingabe erfolgt war, fragten die Arbeiter bei, Herrn Direktor Bur am 16. des genannten Monats an, ob die Direktion ihre Wünsche in irgend welchen Punkten zufünftig zu berücksichtigen gedente. Doch auch hierauf erfolgte kein Bescheid. Nun wandten sich die Arbeiter an Herrn Stadtrath Ha a'd, den Vorsitzenden der Deputation für die städtischen Wasserwerte und baten ihn, cine Kommission der Arbeiter zu empfangen, die dem Stadtrath ihre Wünsche unter breiten sollte. Hatte nun schon das Verhalten der Direktion die Arbeiter auf das Tiefste verlegt, so erregte die Stellungnahme des Stadt raths Haad noch mehr Befremden. Der Herr Stadtrath hat cs nämlich abgelehnt, eine Deputation der Arbeiter zu empfangen. Damit stellt er sich in Gegensatz zu den Stadtráthen anderer städtischer Ressorts, die in letzter Zeit wiederholt mit Arbeiter deputationen fachlich über die Lohn- und Arbeitsbedingungen konferirt haben. Das Verhalten des Herrn Haad trägt gewiß nicht dazu bei, die vorhandenen Differenzen zu klären, sondern entfremdet die Arbeiter immer mehr ihren höheren Vorgesetzten und beraubt sie auch des letzten bischen Vertrauens zu ihnen. " wenn sie auch nur zum hundertsten Theil wahr wäre. Diese Rede erforderte allerdings eine besondere lex Kirschner, Aus bekannten Gründen nehmen unsere Parteigenossen in der Jubilar heute und morgen zugedacht sind. Die sozialdemokratischen Gemeindevertretung nicht an den äußeren Ehrungen Theil, die dem Gemeindevertreter haben Herrn Boddin zu seinem Ehrentage schriftlich beglückwünscht. Die Volts- Zeitung", die sich am verständigsten in der Bürgermeisterfrage benimmt, schlägt den städtischen Behörden vor, fich vollständig auf ein danerndes Provisorium einzurichten und sich so von dem Ausfall der Bestätigungsfrage vollständig unabhängig zu machen. Als ob dazu nicht auch so etwas wie Kourage gehörte! Es ist ganz selbstverständlich, daß am Hofe zu Berlin kaum eine Person von Belang existirt, die nicht ihre zum Theil weit über das Vaterland hinausreichenden Verdienste hätte. Die Verdienste des Mannes z. B., der dem deutschen Kaiser den Bart pflegt, reichen Rußland, ja bis in die Türkei Die Zahl der Einwohner Charlottenburgs betrug Anfang zum Beispiel bis nach hinein. Der Hoffriseur der Habh ist Name des Dezember 174 297. Noch zu Anfang April vorigen Jahres hatte die hochgeschätzten Mannes besitzt, wie Deutsche Warte" die Stadt mur 163 882 Einwohner. Der Frühjahrs- Umzug brachte meldet, das Ritterkreuz des hessischen Philipps ordens, die russische es auf 167 223 Seelen, der Ottober- Umzug auf 173 585. goldene Verdienstmedaille am Stanislausbande, die bayerische silberne Preußische Schulzustände. Zu einem Konflikt zwischen der Verdienstmedaille, den türkischen Medschidje- Orden 4. Klasse( 11) und Gemeindevertretung und der Kirchenvertretung ist es in antwis das Jerusalemskreuz, welches ihm der Kaiser an seinem Geburtstage gekommen. Die Gemeindevertretung hat bereits wiederholt den nach dem Rasiren persönlich überreichte. Es wird uns erzählt, daß Herr Beschluß gefaßt, in der von dem Hauptlehrer Berkholz benutzten Haby den Monarchen auf allen seinen großen Reisen ins Ausland, sowie an die deutschen Fürstenhöfe begleitet, auch sämmtliche Nordlandsfahrten Wohnung zwei Schulklassen einzurichten. Der Gemeinde- Kirchenrath und Raisermanöver im persönlichen Gefolge mitgemacht habe. Nur verweigert indeffen die Hergabe der Wohnung, weil in verschiedenen auf furzen Jagdausflügen," heißt es dann weiter, pflegt der Staiser Fragen, die mit der Ausübung des Küsteramtes zusammenhängen, seinen Bart selbst. Er gebraucht hierzu das von Haby erfundene noch keine Regelung getroffen worden ist. Da die Gemeindevertretung Bartwasser„ Es ist erreicht" und trägt während der Nachtruhe die außer Stande ist, andere Näume für die Schulklassen zu beschaffen, so beharrt sie auf ihrem schon wiederholt gefaßten Beschluß. Die Schnurrbartbinde." Mittel zur Austellung einer Lehrerin sind bewilligt worden; auch soll der projektirte Neubau einer Volksschule möglichst beschleunigt Die Deutsche Tageszeitung", in deren Redaktion noch niemand einen Orden besigt, bezeichnet die Veröffentlichung dieser für die modern- vaterländische Geschichtsschreibung unschäzbar wichtigen Dinge als typisch für den Tiefstand der modernen unparteiischen Zeitungsfabrikation. Geziemender wäre es gewiß gewesen, wenn die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" zuerst die Biographie des Hof- Friseurs Haby gebracht hätte. Doppelgespräche von 6 Minuten Dauer sind vom 6. Februar ab versuchsweise auch im Verkehr mit Oesterreich zugelassen worden. Demgemäß ist auch im deutsch- österreichischen Sprechverkehr die Ausdehnung einer als Dreiminutengespräch angemeldeten Unter haltung über diese Zeit hinaus bis zur Dauer von sechs Minuten in allen Fällen gestattet. Vom Zentralfomitce der Berliner Unfallstationen wird uns gemeldet: Mit Rücksicht auf die häufung von Instituten für erste Hilfe an einzelnen Stellen der Stadt wird das Kuratorium der Berliner Unfallstationen bei der jetzt geplanten Erweiterung seiner Organisation Verbandstätten nur in solchen Bezirken ins Leben rufen, wo derartige Einrichtungen noch nicht vorhanden sind. Die zunächst zu errichtenden neuen Stationen sind deshalb für den Norden und den Nordwesten der Reichshauptstadt in Aussicht genommen und zwar in Stadttheilen, in denen sie fast ausschließlich der unbemittelten Arbeiterbevölkerung zu gute fommen sollen. Der 74 Jahre alte und äußerst furzsichtige Landschaftsmaler Heinrich Lipmann, Stromstraße 52, stürzte am Donnerstag Vormittag im Hause Mohrenstraße 13/14 eine zum Keller des zweiten Quergebäudes führende Treppe hinunter und zog sich einen sehr schweren Schädelbruch zu. Er wurde auf seinen Wunsch in eine Privatklinik in der Gitschinerstraße gebracht. Prof. Dr. Hirschberg erklärt zur Mittheilung über seinen Unfall in der Nacht zum Sonntag, daß er nicht den rechten Arm gebrochen, sondern nur eine Zerrung des linken Schultergelenks erlitten habe. Er liege auch nicht zu Bett, sondern halte regelmäßig seine Sprechstunde. werden. Der Patriotismus nährt seinen Mann. Aus Potsdam wird berichtet: Von der Potsdamer Polizei wurde am Mittwoch ein angeblicher Schriftsteller Geißel aus Westfalen festgenommen und im Amtsgerichtsgefängniß inhaftirt. Derselbe hat seit längerer Zeit alle nennenswerthen Städte Deutschlands bereist und bei Personen besserer" Stände, sowie bei Prinzen und Prinzessinnen, seine an geblich selbst verfaßten patriotischen Gedichte unter Beifügung eines Bettelbriefes angeboten. Er erlangte dadurch eine derartige Einnahme, daß er stets in den besten Gasthäusern wochenlang logiren und seine poetischen Ergüsse stets neu drucken lassen konnte. " In der Rühle'schen Mordsache hatte die Arbeiterfrau Schulz in Spandau ihren eigenen Mann, der sie verlassen hatte, als den Thäter verdächtigt und deshalb Anzeige erstattet. Wenn dem so Bezichtigten auch nicht der beste Leumund zur Seite steht, so hat jich der von seiner Frau erhobene Verdacht doch als hinfällig erwiesen. Die Frau hat lediglich aus Nache gehandelt. sowohl von den Brauereien wie von den Eiswerken mit solchem Die Eisernte nimmt einen erfolgreichen Fortgang. Sie wird Gifer betrieben, daß die Kellereien, wenn der Frost noch acht Lage anhält, zweifellos gefüllt werden und Eismangel i tommenden Sommer somit ausgeschlossen ist. Das Gerücht von einem Raubmord in Köpenick war gestern nach Berlin gekommen. Das Gerücht hat sich nicht bestätigt. Es war dadurch entstanden, daß man in der Nähe von Köpenick die Leiche eines Selbstmörders gefunden hat. Gerichts- Beitung. In ein Entmündigungsverfahren spielte einer jener so schr Zwar schreibt Herr Stadtrath Saad an die Arbeiter, sie Ein eigenartiger Chefcheidungsprozeß schwebt gegenwärtig beliebten groben Unfugsprozesse hinein, mit denen der Klassenstaat den Arbeitern die Ausübung des Koalitionsrechts zu erschweren sollten auf die Antwort des Direktors warten. Die Inter vor dem Landgericht I Berlin. Durch Aushang an Gerichtsstelle esfirten sehen diesen Bescheid jedoch ein Mittel wird ein 71 jähriger Porzellanmaler Hermann W., unbekannten sucht. Der Maurer August Wandrach aus Berlin war vom an, das geeignet wäre, fie bis zum 1. April dieses Jahres Aufenthalts, vor die Abtheilung für Ehefachen auf den 11. April 1899 Schöffengericht II wegen groben Unfugs zu 20 M. Geldstrafe verurtheilt hinzuziehen. Bis dahin ist der Etat der Stadt vom Stadt- geladen; der Beklagte soll sich auf die von seiner 62 fährigen Ehe- worden und hatte dagegen Berufung eingelegt. Gelegentlich eines verordneten- Kollegium genehmigt und die Wünsche der Arbeiter frau gegen ihn erhobenen Klage wegen böswilligen Verlassens und Maurerstreits in Salensee hatte der Angeklagte auf dem können für dieses Jahr nicht mehr berücksichtigt werden. Die Ehebruchs verantworten und zu diesem Zwecke einen bei dem ge- Henriettenplage in der Nähe des Bahnhofs Streitposten geArbeiter wollen daher unverzüglich eine Eingabe an das Stadt- dachten Gerichte zugelassenen Rechtsanwalt bestellen. Die Klägerin standen und darin war der grobe Unfug gefunden worden, obwohl verordneten Kollegium richten. beantragt, das heilige Band der Ehe zwischen ihr und dem Be- feststand, daß ein zureisender Maurer, mit dem er gesprochen Die Kommiffion für Arbeiterinnenschutz" des Bundes flagten für immerbar zu trennen und den Gatten für den allein hatte was zu der Anklage führte gar nicht auf den streitigen Bauten arbeiten wollte, sondern nach dem Wege nach einer Deutscher Frauenvereine( Wors.: Frau Jeannette Schwerin) theilt schuldigen Theil zu erklären. anderen Ortschaft fragte. Der Angeklagte wollte aber gar uns mit, daß einige Theilnehmerinnen der Kurse zur Ausbildung Entschliche Seelenqualen erlitt die Ehefrau des Briefträgers nicht freigesprochen sein, er wollte das ihn bestrafende von weiblichen Gewerbe- Aufsichtsbeamten jeden Montag Abend Johann Fiedler aus der Elsasserstr. 7 am Donnerstag. Der 53 Jahre Urtheil nur von der höheren Instanz bestätigt haben. Er gab von 7-9 Uhr im Arbeiterinnenheim", Brüdenstr. 8, Be- alte Beamte hatte eine gerichtliche Bestrafung erlitten und war des- gestern in der Berufungsinstanz vor der dritten Strafkammer am schwerden von Arbeiterinnen entgegennehmen, um sie den Gewerbein Besorgniß wegen um seine Zukunft. Am Mittag Landgericht II zu, Streitposten" gestanden zu haben, weil er zu Inspektoren zu übermitteln. verließ er die Wohnung in sehr sehr ernster Stimmung, nach den organisirten Arbeitern gehöre und daher verpflichtet sei, für die Ein neuer Kopernikus. Zur Erheiterung aller Leser, die dem er der Ehefrau die Absicht, sich im Wasser das Leben Intereffen der Gesammtheit einzutreten. Außerdem sei er blöd noch Verständniß für Humor haben, sei folgender Erguß einer zu nehmen, mitgetheilt und die Bitte hinzugefügt hatte, fie möge finnig", wenigstens sei er am 12. Juni 1896 wegen Blödsinns ent reklamebedürftigen Seele mitgetheilt: später seine Leiche refognosziren. Die geängstigte Frau ver- mündigt worden und sei für strafbare Handlungen seinerseits nicht " Es ist bekannt, daß alle naive wissenschaftliche Bemühung ließ gleichfalls alsbald die Häuslichkeit und suchte ihres Mannes verantwortlich. Er fügte hinzu: Jch beantrage, daß zwei anfänglich sich selbst in den Mittelpunkt der Dinge stellt habhaft zu werden. Juzwischen hatten an der Verbindungsbahn vom Sachverständige geladen werden, die mich auf meinen Geistes So hat die ptolomäische Astronomie die Erde naib in Südufer aus Arbeiter bemerkt, wie ein Mann am entgegengesetzten zustand untersuchen. Wenn ich aber strafbar sein soll, muß ich erst Der Staatsanivalt den Mittelpunkt des Alls gestellt und dann durch Jahr- Ufer in den Nordhafen sprang. Sie eilten sofort in einem Kahn zu wieder für mündig erklärt werden! hunderte hindurch sich bemüht, durch Häufung immer neuer Hilfe, kommten aber den Mann nur als Leiche an das Land bringen. beantragte Ablehnung dieses Antrages, da der Angeklagte sich so Systemte von Epicyklen die Grundhypothese zu halten, bis des Kaum war dies geschehen, als die Ehefrau hinzueilte und gleich an vernünftig und logisch ausdrücke, daß an seiner 8urechnungsfähigkeit nicht zu zweifeln fei. Stopernikus Umkehrung alle Schwierigkeiten mit einem Schlage be- Ort und Stelle in dem Todten ihren Mann erkannte. feitigte. Und gerade so haben die städtischen Denker. das Auch in nächster Woche bleibt die Treptow Sternwarte von Angeklagter: Ich bin ganz der Ansicht des Herrn Staats* städtische Wirthschaftsleben als den Mittelpunkt der Nachmittags 2 bis 11 Uhr Nachts geöffnet, da die Beobachtung des Mars anwalts, doch halte ich meinen Antrag formell aufrecht. Wenn Der Dinge betrachtet.. Der letzte Kämpe für diese Auffassung war und des Orionnebels an diesen mondlosen Abenden besonders günstig ist. ich blödsinnig sein soll, bin ich auch nicht verantwortlich! Marg, sein System der letzte mit titanischer Kraft unternommene Sonntag Nachmittags 5 Uhr spricht Direttor F. S. Archenhold über Gerichtshof lehnte den Antrag ab und nun erklärte der Angeklagte: Damit sette er sich Versuch, sie zu retten. Daher die ungeheuere Berwickelung und die Planetenoberflächen, insbesondere die Marstanäle" unter Vorführung Nun habe ich mein letztes Wort gesprochen. Künstlichkeit seines ökonomischen Epicyklen Systems. Sobald zahlreicher Licht- und Drehbilder. nieder und gab teine Antwort mehr. Als am Schlusse der Beweis aber erst einmal der Gedanke ausgesprochen ist, daß Feuerbericht. Freitag Nachmittag brannte Königstraße 16 aufnahme die übliche Frage an ihn gerichtet wurde, was er zu seiner das Verhältniß umgekehrt werden müsse, ist er auch das Balkenlager. Es mußte in größerer Ausdehnung freigelegt Vertheidigung noch anzuführen habe, gab er zur Antwort: Ich habe das genügt! Der Gerichtshof wird schon durchgedrungen.. Jene Kopernikanische Um werden. Donnerstag Abend wurde die Wehr aus gleichem Anlaß meine Ansicht geäußert tehrung ist 2udauerstraße 12 die Straf- Prozeßordnung besser kennen, als ich! Der Gerichtss von mir zuerst gemacht worden, nach Potsdamerstraße 70 gerufen. und ich wage die Behauptung, daß von diesem Augenblide gingen Gardinen in Flammen auf. In einer Franzstraße 6 hof erwies dem Angeklagten den Gefallen nicht, das erste Urtheil gu an eine neue Periode der politischen Oetonomie belegenen Fabrik hatte ein großer Bosten Papier Feuer gefangen, bestätigen, der Angeklagte wurde freigesprochen, weil gerechnet werden wird. Die Zukunft wird richten!" das aber abgelöscht werden konnte, bevor es wesentlichen Schaden Streitposten stehen fein grober Unfug sei. Zur Wenn das nicht zieht, zieht gar nichts mehr. Den Namen verursachte. Ein Kellerbrand verursachte einen Allarm nach Erfüllung dieses Delittes müsse eine Allgemeinheit beunruhigt Beim Verlassen der unseres neuen Kopernitus wollen wir in seinem eigenen Interesse Göbenstraße 8. Brennholz wurde hier eingeäschert. Ein werden, nicht nur eine einzelne Person. unseren Lesern verschweigen. Ob das Rezept, wer den Mund am Allarm nach Schönholzerstraße 3 erfolgte aus geringfügiger Anklagebant erklärte der Freigesprochene:" Ich weiß noch nicht, ob weitesten aufreißt, behält recht, noch Erfolg verspricht? Die Veranlassung. ich mich bei dem Urtheil beruhigen kann!" Ich hätte verurtheilt werden müssen, dann wäre ich meine Entmündigung los geworden." 8utunft wird richten 1" Eine für das Zeitungswesen sehr interessante Entscheidung Die Bestätigungsfrage macht unsere bürgerliche Bresse von Tag zu Tag nervöser. Die wunderbarsten Märchen von Manneserging am Donnerstag vom Straffenat des Hanseatischen muth des Bürgermeisters Kirschner werden folportirt, um das Hinaus- I woch Abend 81/2 Uhr in Klingenberg's Boltsgarten stattfindenden Ober- Landesgerichts. Während des Hamburger Bäder D Aus den Nachbarorten. Wilmersdorf. Die Genossen werden ersucht, in der am Mitt -RO Vermischtes. IGNS 1 in Nach Kevelaer ging mancher auf Strüden, der jetzo tanzt auf dem Geil. Ueber den gewaltigen Fremdenverkehr in dem betannten niederrheinischen Wallfahrtsorte Stevelaer wird von dort berichtet: Im Jahre 1898 trafen 281 510 Personen mit der Bahn ein; die zu Fuß angekommenen Besucher hinzugerechnet, ergiebt sich eine Frequenz von 270 000-280 000. In Berücksichtigung dieses Verkehrs braucht man sich nicht zu wundern, daß das fleine Kevelaer alle modernen Einrichtungen einer Großstadt befigt. Wenn man sieht, wie in Berlin die weisen Frauen zahlreichen Zuspruch haben, braucht man über die Armen, die in Kevelaer Heilung suchen, nicht die Nase zu rümpfen. diy h weil und otal- Anzeiger" hin und ersuchte die Frauen, dafür zu sorgen, daß nicht an Stelle des Berliner Lofal- Anzeiger" andere Blätter gleichen Schlages ins Haus tamen, die Proletarierinnen vielmehr die„ Gleichheit", welche ihre Interessen vertritt, lesen möchten. Die Bersammlung sprach sich durch Annahme einer Resolution gegen den Militarismus überhaupt, und gegen die gegenwärtige Militärborlage im besonderen aus. Der Unterstützungsverein der Kupferschmiede nahm' in feiner Sitzung am 21. Januar den Kassenbericht vom vierten Quartal entgegen. Danach betrug die Einnahme 1532,85 M. und die Ausgabe 1263,71 M. Die Filialfasse hatte eine Einnahme von 403,87 m. und eine Ausgabe von 165,17 M. zu verzeichnen. Die Sterbefasse verfügte über eine Einnahme von 203,30 M. Der Mitgliederstand am Schluß des Quartals betrug 312. Sodann gab der Vorsitzende einen eingehenden Bericht über die Thätigkeit des Vereins im verflossenen Jahre. reits erschien im Hamburger Echo" eine Annonce des Streit- Die Frage, ob eine Leichenfektion gegen den Willen der fall.) Nicht das Land, welches über die meisten Gewehre und Fomitees, in der cine Anzahl Bädermeister namhaft gemacht wurden, Angehörigen erfolgen darf, ist in Rost od vom Strafrichter ent sanonen verfügt, sondern das Land, dessen Einwohner den höchsten ents Butter, be die die Forderungen der Gesellen bewilligt hatten und deshalb schieden worden. Der Boss. 8tg." wird darüber aus Rostod Bildungsgrad aufweisen, steht an der Spize der Kultur. Wie sollen boykottirt waren. Die Annonce endete mit der Bemerkung, gemeldet: In der hiesigen Universitäts- Frauenllinit war aber die Fähigkeiten, die bei den Kindern des Proletariats mindestens daß die Jung, nachdem sie sich erst von den Bäcker- im Frau vorigen Jahre die ants eines Häuslers dem ebenso vorhanden sind, wie bei den Kindern der Bourgeoisie, zur Entmeistern die Unterschrift auf einem Nevers schlauerweise ver- Dorfe Moitin infolge einer Entbindung gestorben. Vor ihrem faltung kommen, wenn die Arbeiterkinder, wie es bei hunderttausenden der schafft habe, jetzt mit Einziehung der Konventionalstrafe Tode hatte die Frau den dringenden Wunsch geäußert, daß sie Fall ist, von Jugend an dem Erwerb nachgehen müssen. Bei den von 1000 w. drohe, wenu die Meister ihre Bewilligung nicht ſezirt werden wolle, und im Hinblick hierauf war traurigen Verhältnissen der Arbeiter sehnen die Eltern natürlich den nicht zurückziehen wollten. Auf diese int Juferatentheil von dem Ehemann der Verstorbenen in der Klinik die Sektion der Zeitpunkt herbei, wo der Sohn für sich selbst sorgen fann. Wenn enthaltene und vom Streitkomitee an das„ Echo" tarifmäßig bezahlte Leiche ausdrücklich verboten worden. Dieses in bestimmtester Form er dann in einem Alter, wo die Bourgeoissöhnchen noch dem Studium Annonce tam vom Vorstand der Bäderinmurg eine Berichtigung, ausgesprochene Verlangen war auch zur Kenntniß des Direktors der obliegen, den eigenen Unterhalt erwerben und vielleicht noch für die deren Aufnahme von der Redaktion des Echo" jedoch verweigert Universitäts- Frauentlinit, des Geh. Medizinalraths- Professors Dr. Angehörigen sorgen kann, dann muß ermiter die Soldaten, und die armen wurde. Auf Anzeige der Innung wurde gegen den verantwortlichen Schatz gekommen. Dieser hatte trotzdem die Sektion angeordnet. Die Eltern sind genöthigt, ihn zu unterstützen. Diese Sorge dafür fällt Redakteur Genossen Gust. Wabersty vom Amtsgericht ein Strafbefehl Sache gelangte in der ersten Instanz vor dem hiesigen Schöffen- nun zumeist wieder der Mutter zur Last. Wird der junge Mann über 60 M. erlassen. Dagegen wurde Einspruch erhoben. Aber das gerichte zur Verhandlung, das Prof. Schjaz in die höchste gesetzlich vom Militär entlassen, dann hat er natürlich die Geschicklichkeit in Schöffentgericht bestätigte den Strafbefehl, indem es auf den zulässige Geldstrafe von 150 W. oder 10 Tage Haft verurtheilte. seiner Berufsarbeit zum großen Theil eingebüßt, er muß mit schlechter Einwand des Angeklagten, der Berichtigungszwang fönne fich Die hiergegen von Geheimrath Schatz eingelegte Berufung be- bezahlter Arbeit fürlieb nehmen. Für diese Nachtheile hat er allerunmöglich auch auf den Juferatentheil einer Zeitung er fchäftigte am 26. Januar die Strafkammer des Rostocker dings den Segen" der Kasernenerziehung eingetauscht: Blinden strecken, ausführte, wenn diese Ansicht richtig wäre, tönnte ein Landgerichts. Am 2. Februar wurde das Urtheil verkündet. Gehorsam gegenüber den Befehlen der Vorgesetzten! Was aber das ist: Erziehung der Redakteur nur Alles, was er vor einer Berichtigung schüßen wolle, Das Berufungsgericht hob das Urtheil der ersten Instanz auf die Mütter zu verlangen haben, zum Männerftolz vor Königsals Annonce verkappt in den Inseratentheil steden. Auf die Be- und sprach den Angeklagten frei. Nach den mündlich mitgetheilten Söhne zu freier Gesinnung, rufung des Angeklagten gegen dieses Urtheil sprach das Landgericht Entscheidungsgründen fehlt in dem vorliegenden Falle der objektive thronen.( Lebhafter Beifall.) Wenn nun gar die Kriegsfurie über denselben von Strafe frei, weil es der Ansicht war, daß er in gutem Thatbestand des§ 367 Nr. 1 des Strafgesetzbuches, da an den Ehe- das Land dahin braust, dann ist es wieder die Frau und die Glauben die Berichtigung zurückgewiesen habe, verurtheilte ihn aber mann der verstorbenen Frau der Gewahrsam der Leiche noch nicht Mutter, die unter der Sorge unt den im Heere stehenden Mann, zur nachträglichen Aufnahme der Berichtigung und Tragung der übergegangen war, sondern die Leiche sich vielmehr noch in dem Bruder oder Vater am schwersten zu leiden hat. Das dankbare Hälfte der Kosten. Dagegen legten nun wieder sowohl der An Gewahriam des Angeklagten befand, als die Seftion erfolgte. Schon Vaterland forgt ja nach vollendetem Kriege nur sehr mangelhaft geklagte, wie auch der Staatsanwalt Revision beim Oberlandesgericht aus diesem Grunde sei das Berufungsgericht zur Freisprechung für die Invaliden. Die Frau muß aber auch aus dem tieferen den Militarismus erheben, gegen ein. Der Straffenat des Oberlandesgerichts verwarf jedoch die Revision des Angeklagten gelangt. So bedauerlich wir es im Allgemeinen Grunde Einspruch der Staatsanwaltschaft und hob auf die Revision des Angeklagten finden, wenn der aus wissenschaftlichen Gründen für nothwendig ge- die herrschenden lassen diesen in erster Linie als ein Mittel das Urtheil, soweit es denselben zu einem Theil der Kosten verhaltenen Zeichenfettion Hindernisse bereitet werden, so will uns in zur Niederhaltung der ausgebeuteten Boltsmassen betrachten. urtheilte, auf und sprach den Angeklagten frei. Sämmtliche Kosten diesem Falle die Begründung des Freispruchs doch sehr bedenklich Nun sagen unsere Gegner, die Sozialdemokratie wolle das des Verfahrens einschließlich der dem Angeklagten erwachsenen noth erscheinen. Vaterland wehrlos machen. Das ist nicht wahr. Wir haben wendigen Auslagen wurden der Hamburgischen Staatstaffe auf Die Voruntersuchung gegen den verhafteten v. Kriegsitets auf ein Mittel hingewiesen, welches geeignet ist, das erlegt. Danach scheint das Hanseatische Ober- Landesgericht im he im dürfte in etwa acht Tagen geschlossen werden und Waterland wehrfähiger zu machen, als es jetzt ist, nämlich die EinGegensatz zu vielen Rechtslehrern auf dem Standpunkte zu stehen, das gesammte überaus umfangreiche Attenmaterial umfangreiche Attenmaterial behufs führung der Miliz. Dagegen sträuben sich natürlich die Vertreter den der bekannte Leipziger Rechtslehrer Klöppel in seinem umfang Erhebung der Anklage an die Staatsanwaltschaft gelangen. des Militarismus, denn sie brauchen das stehende Heer gegen den Schafft durchgreifende reichen Werte über das Preßgesetz eingenommen hat. Darin steht, Selten ist inneren Feind. Wir aber sagen: eine Boruntersuchung mit einer solchen er daß sich der in den§ 11 und 19 des Gesetzes über die Presse aus schöpfenden Gründlichkeit geführt worden, wie in diesem Sozialreformen, sorgt dafür, daß jeder Staatsbürger in gesprochene Berichtigungszwang nicht auf den Inseratentheil einer Falle. Der Untersuchungsrichter Landgerichtsrath Hallervorden den Genuß wahrhafter politischer Freiheiten kommt, gicbt feinen inneren Feind. Wenn jeder sich sich in Beitung erstreckt. hat seit Monaten fast seine ganze Arbeitskraft diefer Strafiache c venn er weiß, daß er im Als eine bodenlose Gemeinheit bezeichnete der Vorsitzende widmen müssen, die mit ihren verschiedenen Verzweigungen ungewöhn- seinem Vaterlande wohl fühlt, der 133. Abtheilung des Schöffengerichts das Verhalten, welches liche Schwierigkeiten barbot und zahllose Vernehmungen nothwendig Vaterlande sein gutes Recht findet, dann wird er sein Vaterland auch gestern den Maurer Paul Kajobie wegen Betruges auf die An- machten. v. Kriegsheim hat diese Schwierigkeiten noch dadurch ver- freudig gegen jede Bedrohung von außen vertheidigen.( Lebhafte flagebank führte. Eine Anzahl Maurer, welche gemeinschaftlich auf größert, daß er eine Unzahl von Eingaben und Beschwerden vom Bustimmung.) Was sehen wir aber in der inneren Politit? Stilleinem Bau arbeiteten, pflegten des Sonnabends nach der Lohn Stapel ließ, deren ordnungsmäßige Erledigung den Gang der Unter- and der Sozialreform, Verkümmerung der politischen Rechte, Buchtzahlung ein Lokal zu besuchen und dort zu würfeln. Dies geschah suchung wiederholt verzögerte. Die zur Sache angelegten Spezial- hausgesetz, Heze gegen das Wahlrecht, Staatsstreichgelüfte!- Die Frau hat nicht nur ihre Interessen zu vertreten, sie hat mit dem Manne geneinauch am Abende des 5. November. Die Maurer würfelten Atten- Volumina sollen etwa 50 betragen. sam zu kämpfen für die Befreiung des Proletariats; die Frauen in der Weise, daß einer, der die Bank hielt, mit zwei Rechtsprechung beim Oberlandesgericht zu Dresden. Wir haben die Pflicht zu wirken im Geiste des aufwärtsstrebenden, des Würfeln verdeckt zu werfen hatte. Die Mitspieler machten Einfäße haben fürzlich berichtet, daß Dr. Ihle in Dresden, der an einer Frau tämpfenden Proletariats. Wenn das geschieht, dann wird von 5 bis 10 Pfennige, worauf der Banthalter den Becher in die eine lebensrettende Operation vorgenommen hatte, vom Dresdener jeder reaktionäre Plan der Herrschenden Parteien vereitelt werden. Höhe hob. Betrug die Gesammtsumme der von ihm geworfenen Oberlandesgericht nicht nur mit seiner Honorarforderung abgewiesen( Langanhaltender Beifall.) Es folgte eine furze, zustimmende Augen sieben oder darüber, so zog er sämmtliche Einfäße ein, im wurde, sondern daß sogar die Prozeßakten der Staatsanwaltschaft Diskussion. Man forderte die Frauen auf, sich, soweit sie entgegengesetzten Falle hatte er den Einfaz auszuzahlen. Der An- übergeben worden waren. Wie jest gemeldet wird, ist es zu einem erwerbsthätig sind, den betreffenden Gewerkschaften, andernfalls dem getlagte, der nicht Arbeitsgenosse der Spieler war, sah eine Beit Strafprozeffe gegen den Dr med. Shle nicht gekommen; denn die Bildungsverein für die Frauen des Proletariats anzuschließen. lang zu, gab sich dann als Kollege zu erkennen und bat, mit Staatsanwaltschaft hat nach Kenntnißnahme des gesammten Aften- Frau engels wies auf den Kampf gegen den„ Berliner spielen zu dürfen. Als diesem Wunsche entsprochen wurde, materials sofort entschieden, daß ein strafbares Vergehen überhaupt tam die Reihe des Banthaltens bald an den Angeklagten. Er hatte nicht vorliege. ein auffallendes Glück, demt er gewann immer. Die Mitspieler wurden erregt und folgten der Aufforderung des Baukhalters, die Einsätze zu verdoppeln. Sie verloren wieder und schließlich wvar ein erheblicher Theil ihres Lohnes in den Besiz des Angeklagten übergegangen. Da sah einer der Mit spieler, wie der Angeklagte, welcher die Bank abgeben sollte, durch eine schnelle Bewegung einen der Würfel vertauschte. Jetzt war das Räthsel seines Glücks gelöst. Der Würfel, den er als Bankhalter benutzt hatte, war ein gefälschter, der beim Werfen stets eine sechs zeigte. Mit den Augen des zweiten Würfels mußte der Bankhalter also stets über sieben Augen haben. Als der Angeklagte die Bank übernahm, hatte er unbemerkt einen der echten Würfel gegen den von ihm mitgebrachten gefälschten vertauscht. Man fand denn auch den gefälschten Würfel in seiner Tasche. Die empörten Mitspieler nahmen ihm zunächst den Aus Juusbruck wird berichtet: Bom Zirberberg stürzte der Gewinn wieder ab und brachten ihn dann zur Wache. Im Ver- 74jährige Grundbefizer Konstantin Schneider ab und war sofort todt. handlungstermin legte der Angeklagte sich auf's Lengnen. Er wollte Ju Karlsruhe hat sich der etwa 60 jährige Kaufmann, Stadt nicht wissen, wie der gefälschte Würfel in's Spiel gekommen sei, verordnete und Armenrath Gustav Bronner im Untersuchungsden bei ihm gefundenen müsse er mit dem Geld zusammen gefängniß erhängt. Bronner war am Tage zuvor wegen Verdachts in seine Tasche geſtedt haben, haben, als feine Mitspieler alle von Sittlichkeitsvergehen, begangen an Kindern, mit denen er in über ihn her zu fallen drohten. Der Staatsanwalt hielt ihn auf Grund der Beweisaufnahme für zweifellos überführt seiner Eigenschaft als Armenrath in Berbindung tam, verhaftet worden. und beantragte gegen den Angeklagten eine Gefängnißstrafe von 14 Tagen. Der Gerichtshof ging mit Stücksicht darauf, daß der An- auf dem Bahnhofe Courcelles der Gürtelbahn infolge falscher 14 Tagen. Der Gerichtshof ging mit Stücksicht darauf, daß der An- Aus Paris wird berichtet: Freitag Bormittag ereignete sich geklagte in der verwerflichsten Weise seine Arbeitsgenossen betrogen Weichenstellung ein Eisenbahnunfa II. Ein Reisender wurde hatte, weit über den Antrag hinaus, denn das Urtheil lautete auf schwer verlegt, zwölf Personen erlitten leichte Verlegungen. Seite der Lokalisten wurde ein diesbezüglicher Beschluß nicht gefaßt. brei Monate Gefängniß. Selbstmord auf einem Schiffe. Auf dem gestern in Neapel Moderne Gefährdung eines Eisenbahntransports. Der angekommenen deutschen Lloyd Dampfer Prinz Heinrich" befindet fürzlich theoretisch behandelte Fall, daß ein Kutscher, der in einer Ber- fich der Leichnam einer distinguirten jungen Dame, die fich als liner Straße eine Karambolage mit einem Motorwagen hat, es als Gattin eines schweizerischen Generalkonsuls Ritter in das Register eine Gunst des Himmels erflehen muß, daß bei einem folchen Zu eingetragen hat. Die Dame beging auf der Fahrt durch den Suez fammenstoß doch auch die Verlegung eines Menschen mit unterlaufen fanal Selbstmord durch Erdrosseln. möge, ist gestern wieder einmal vor der 7. Straftammer des Land- In Krakau ist der Aquarellmaler Julius Kossad gestorben. gerichts I in praxi vorgeführt worden. Gefährdung eines EisenDie Kirche gegen die gesundheitsgemäße Kleidung. In bahntransports wurde dem Kutscher P. vorgeworfen, weil er auf Nouen wurde culeich einer Dame, die in Radfahrhofen die feinem Kutschbocke etwas schläfrig geworden und mit einem Kathedrale betreten wollte, der Eintritt in den Dom versagt. Wielelektrischen Motorwagen zusammengefahren war. Zu seinem Glide hatte sein Bertheidiger, Rechtsanwalt Brouter einen leicht erschien die Kirchgängerin in ihrer leichten, vom unnügen Heinen Jungen ausfindig gemacht, der bei diesem Zusammenprall Blunder befreiten Tracht nicht mühselig und beladen genug. ganz unbedeutend verlegt worden war. Dieser spielte hier den rettenden Engel, der den Angeklagten vor dem Gefängnisse bewahrte und gab R.-A. Wronter Veranlassung, wiederum dem Gerichte vor Augen zu führen, wie absonderlich es ist, daß bei bloßer Die Militärvorlage und die Frauen lautete das Thema Beschädigung des Motorwagens auf Gefängniß erfannt werden muß, eines Bortrages, den Klara Bettin am Donnerstag vor einer bei gleichzeitiger Verlegung eines Menschen aber auf Geldstrafe erkannt von Frauen zahlreich besuchten Bollsversammlung hielt, welche den werden kann. Der Staatsanwalt beantragte 3 Tage Gefängniß, der Bidel'schen Saal in der Hasenhaide bis auf den letzten Blaz füllte. Gerichtshof erkannte auf 30 M. Geldstrafe. Die Referentin sette zunächst im Hinblick auf die politischen Verhältnisse der europäischen Staaten auseinander, daß die gegenwärtig dem Reichs rozdem sei von den bürgerlichen Mehrheitsparteien tein ernsthafter tage vorliegenden Militärforderungen weniger als je begründet jeien. Widerstand gegen die Militärforderungen zu erwarten. Nur die Sozial demokratie sei die einzige grundsätzliche Gegnerin nicht nur dieser Vorlage, sondern des Militarismus überhaupt. Auch die Frauen haben ein ganz besonderes Interesse, sich an dem Kampfe gegen den Raumynstr. 6. Militarismus zu betheiligen. Der größte Theil der Kosten des Militärs wird ja aus indiretten Steuern bestritten, und Des den Taschen biesel werden lioborwiegend Die ,, Königin von Saba" bildete den Mittelpunkt einer An- beitenden Volkes bezahlt. 7-8 pet. seines Einkommens hat der flage wegen Vergehens gegen das Gesetz zum Schuße der Waaren- deutsche Arbeiter an indiretten Steuern zu entrichten. Alle nothwendigen bezeichnungen, die die 7. Straffammer des Landgerichts I gestern Lebensmittel sind durch Bölle vertheuert. Natürlich leidet darunter längere Zeit beschäftigte. Die Anklage richtete sich gegen den Stauf die Frau am meisten, denn sie ist es, die zusehen und darum forgen im Bereinstalender sind zu richten an Hermann Braunschweig, Dresdenermann Alexander Poppenbied, den Kaufmann Paul Friedrich muß, wie fie mit dem färglichen Wirthschaftsgeld, welches ihr der Havana II", Nowawes- Neuendorf, Simon, Priesterstraße.„ Glück Auf", in der Fehrbellinerstraße, den Kaufmann August Schult und die Mann geben kann, auszukommen im Stande ist. Da heißt es denn Straße 80, 2. Sof. Sonnabend:" Angler I", Ruppert, Bimmerſtr. 59. Bigarrenfabrikanten Micilach Safier und Franz Lehmann in darben und entbehren, wenn die knappen Mittel nicht zur Anschaffung Rüdersdorf- Kaltberge, Greve, Heinigstr. 19. Kuba",?? Bönig, Brandenburg54.-Pappel", Dahmike, Buchholzerstr. 5.- Arbeiterfreunde", Dietrich, der N. Markusstraße. Für den Zigarettenfabrikanten 3. Gerbath des künstlich vertheuerten Lebensunterhaltes reichen. Die herein und Rathenowerür. 43.- Davana'1", Nirborf, Philipp, Juliusstr. 59. Blauer find die Zeichen„ Garbath" und Königin von Saba" in die Zeichen wie so an der Schwelle des Arbeiterheims hodt, Arbeiter Turnerbund. Sonnabend: Turnb. Fichte", Berlin. volle eingetragen worden; sie werden von Nachahmern widerrecht- oft werden die Kinder vergebens die Hände nach einem Stüd Brot Dampf", Doye, Müllerstraße. Noch ein anderer Grund muß die Frau zur Gegnerin des 3. Männer- Abth. lich benutzt. Namentlich stellten die Angell. Safter und Lehmann ausstrecken. Boechstr. 21. 8. Männer Abth. Höchstestr. 36/37. 2. Lehrlings: Abth. Bigaretten mit dem den Kaufmann J. Garbaty geschützten Militarismus machen. Die Mutter hat das größte Interesse daran, abbs. 8-10 Uhr: 1. Männer Abth. Friedenstr. 37. 4. Lehrlings: Abth. Stephanstr. 3. Freie Turner Staligerstr. 55-56. Maarenzeichen unter Berivendung minderwerthigen Tabaks daß ihre Kinder eine ihren Fähigkeiten angemessene Bildung erher. Die übrigen Angeklagten haben solche nachgemachten halten. Heute aber laun fich nur der Bildung aneignen, der zahlen fchaft Johannisthal" abds. 9-10 Uhr Senftleben. Turnerschaft d. B. 131-132. Königin von Saba" Bigaretten feilgehalten. Der Gerichts- fann, während die Voltsschulen, auf denen die Kinder der Prole-" Nereus", Lehrlings Abth. 8-10 Uhr abbs. Reichenbergerstr. Giebt es doch in Arb.:Turnb." in Adlershof, Schmauser, Bismarckstr. 16 82-102 Uhr abds. hof berurtheilte Safier Safier zu 1 Monat Gefängniß tarier angewiesen sind, sehr im Argen liegen. Gefang, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend: Theaterv. und 500 Mark Buße, Lehmann zu 6 Wochen Ge- Preußen mehr als eine Million Kinder, die keinen Unterricht beBohemia", Schulz, Veteranenftr. 18. Theaterv. Normania" jeden letzten fängniß und 1000 Mart Buße, Vergnügungsv.„ Helgo: Poppendied und kommen und tausende und abertausende von Kindern erhalten in Friedrich zu 200 M. Gelbstrafe und 100 M. Buße, Schult zu überfüllten Klassen einen äußerst mangelhaften Unterricht, denn bei uns Sonnabend im Monat, Leichnis, Fruchtstr. 36a. 130 M. Geldstrafe und 10 M. Buße. Ferner wurde auf Einziehung ist für Unterrichts- und Bildungszwede fein Geld vorhanden, weil der und Unbrauchbarmachung der vorfindlichen Exemplare erkannt und Militarismus Millionen und wieder Millionen verschlingt. Sem Nebenklager die Befugniß zugesprochen, das Urtheil auf Kosten Frau muß den Forderungen für den Militarismus die Forderung Der Angeklagten zu veröffentlichen. entgegenfegen: Her mit den Millionen für die Boltsbildung!( Bei Vier Klassen der Lichtenberger Gemeinde Knabenschule im Alter von 6 bis zu 12 Jahren nach dem Moabiter Kriminalmußten gestern ihren Unterricht ausfallen lassen, weil 81 Schiller gericht als Zeugen geladen waren. Es handelte sich in Sittenvergehen, deren der 31 jährige Barbier Joseph Gugel sich in über 100 Fällen schuldig gemacht haben sollte. Zum Glück wurden nur wenige der Stinder vernommen, denn der Gerichtshof kam zu dem Schluß, daß der Angeklagte zur Beobachtung feines Geisteszustandes der Charitee überwiesen werden solle. 27 erlammlungen. aus ar= Noth, so Die " In Groß- Lichterfelde fand am Mittwoch eine gut besuchte öffentliche Versammlung der Maurer statt, in welcher zu einer eventuell im Frühjahr stattfindenden Lohnbewegung Stellung genommen wurde. In der recht regen Distuffion betonten sämmtliche Redner die Nothwendigkeit einer Berbesserung der Lohn- und Arbeitsmit den nöthigen Vorbereitungen. Wegen der mit den lokalbedingungen und betraute die Versammlung die Lohnlommiffion Differenzen wurde seitens der Zentraliſten eine Kommission von organifirten Maurern bezüglich des Streitfonds ausgebrochenen drei Mitgliedern zur Regelung der Angelegenheit gewählt; von Weißensee. Am 31. Januar fand hier eine große GewerkschaftsBerjammlung statt, die sich mit der Errichtung eines GewerbeMillarg referirte über: gerichtes für Weißensee beschäftigte. Mugen und Zweck der Gewerbegerichte. Rebner gab in feinem Referat einen Ueberblick über die industrielle Entwickelung Deutschlands, dabei betonend, daß mit der immer mehr fich ausbreitenden Industrie die Einführung der Gewerbegerichte allgemein gefordert werden müsse. Zum Schluß legte der Stebner die Vortheile des GewerbegerichtsBerfahrens dar und empfahl mit aller Energie die Errichtung eines Gewerbegerichts für Weißenfee zu betreiben. In diesem Sinne ge= langte eine Nesolution zur Annahme. 10 " Sumanistische Gemeinde. Sonntag, den 5. Februar, vormittags Uhr, Stegelstr. 10: Vortrag des Herrn Dr. Penzig über:„ Die Freiheit der Nebe und ihre Grenzen." Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 5. Februar, Bormittags 9 Uhr, im großen Festsaal der Berliner Ressource, Kommandantenir 57: Bersammlung. Freireligiöse Vorlesung. Um 11 Uhr vorm., ebendaselbst: Bortrag des Herrn Profeffor Dr. Albert Gehrke:" Die Aufklärung im vorigen Jahrhundert." Gäste willkommen. Bildungsverein Mehr Licht." Morgen Sonntag, Abends 7 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75: Bortrag des Genossen Dr. Wollheim über Stulturgeschichtliche Betrachtungen". ordentliche General Bersammlung. Mitgliedsbuch legitimiri. Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. Vorsitzender Ad. Neumann, Brunnensfir. 150. Alle Aenderungen im Bereinstalender find ordentliche General- Versammlung. Mitgliedsbuch legitimirt. zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 50, v. 2 Tr. Sonnabend, abends 9-11 Uhr: Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. " Sanges Echo", Scholz, " Lyrania", Göbel, Landsberger tee 156. Juergrün", Tegel, Rentner, Spandauerstr. 13.„ Glick Hand in hand II", Friedrichsberg, Heinecke, zu", Lorisch, Bantur. 32d." Frisch auf I", Friedrichsberg, Lange, WartenFriedrich Karlsir. 11. bergstr. 69. Weiße Rose II", Weißensee, Sorrer, Straßburgerstr. 56. Eintracht 3", Teltow, Derk, Zehlendorferstr. 6. Sängerlust", Bucken: Einigkeit 2", Lange, Weberstr. 42. walde, Schulze, Beeligerstr. 34. Arbeiter- Gesangverein"( gem. Chor), Ludenwalde, Bäder, Buſſeſtr. 20. „ Septime", Drathschmidt, Staligerstr. 102. Tischler Verein. Heute Abend 81% Uhr, Melchiorstr. 15: Außer" Arbeiter- Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen 11 " Statilub Fortuna", Krazat, Huttenstr. 1. Rauchklub„ Dornröschen", land II", jeden Sonnabend nach dem 1. im Monat, Lehmann, Lübbenerstr. 9. Krüger, Fennstr. 3. Theaterv. Nordstern", Schulz, Dunderstr. 90. Theaterb. Alpenrofe", Babstr. 35-36. Bereinigung der Turnfreunde", 8-10% Uhr abbs. Demminerst. 66-57,-Turnb. Often", Turnhalle Blumenstr. 63a, 812-10 Uhr abd3. Männer Abth. Bitherklub„ Erita", Müller, Hessische und Hannoverscheffr.- Ecfe. Theatery. Othello 1", Nowact, Manteuffelstr. 9. Statklub Hurrah", Schneider, Lübbenerstr. 23. Briefkasten der Redaktion. 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Febr., Nachmittags 3 Uhr, starb meine liebe Frau, unsere liebe Schwägerin, Fran 5236 Auguste Hanke, geb. Heller. im 23 Lebensjahre. Dies zeigt tiefbetrübt an im Namen der Hinterbliebenen: Otto Hante. Mittag 12 Uhr von der Leichenhalle der Charitee( Eingang Louisenplay) n. 6 Charitee- Stirchhof( Müllerstr.) statt. [ Verband der in Buchbindereien, der Papier- und Leder- Galanteriewaaren- Industrie beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Jeder Arbeiter, ( Zahlstelle Berlin.) Am Dienstag, den 7. Februar, Abends 8% Uhr, in Feuerstein's Jeder Handwerker follte zur Arbeit Festsälen, Alte Jakobstraße Nr. 75: Mitglieder- Versammlung Tages: Ordnung: die Lederhose Herkules tragen. 1. Vortrag des Herrn G. Kitzler über Leo Tolstoi. Anschließend Allein- Verkauf für Berlin. Dieselbe Rezitationen. 2. 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Knöpfe find fest angenietet, nicht an: Der Vortrag beginnt präzise 8% Uhr. genäht, so daß dieselben nicht so leicht ganz erheblichen Vortheile fostet die Hose nur den billigen Preis von 2. Wahl von 27 Delegirten zur Generalversammlung in Halle a. 2. Zentral- Kranken- u. Sterbe- Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter Die Bertrauensleute sind verpflichtet, allen Mitgliedern die Mitglieds: fasse der Tischler 2c. bücher auszuhändigen. Jedes Mitglied erhält beim Eintritt eine gedruce Stimmliite, bezüglich hat eine solche zu fordern. Spätere Reklamationen können nicht berücksichtigt werden. der Musikinstrumenten- Arbeiter und Berufsgenossen Berlins und Umgegend. Rautenberg, Oranienstraße 180: Sonntag, den 5 Februar cr., Bor: Am Montag, den 6. Februar, Abends 8½½ Uhr, bei Herrn ( Certliche Verwaltung Berlin H.) mittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn Tolksdorf, Görlizerstr. 58: Die Stimmliſte enthält die Namen aller in der Generalversammlung Mitglieder- Versammlung. vom 8. Januar aufgestellten Standidaten. Während der Wahlhandlung bleibt das Lokal geschloffen; die Wahl beginnt Punkt 12 Uhr und haben später ankommende Kollegen teinen Zutritt mehr. Wer 8 Wochenbeiträge reftirt, ist nicht wahlberechtigt und hat feinen Zutritt, desgleichen haben Mitglieder anderer Verwaltungsstellen teinen Zutritt. Von den auf der Stimmliste verzeichneten Namen find so viele zu streichen, daß 27 Namen übrig bleiben. Stimmzettel, welche mehr als 27 Namen enthalten, sind ungiltig. 110/7 Die Ortsverwaltung. Achtung! Musikinstrumenten- Arbeiter. Oeffentliche Versammlung am Sonntag, den 5. Februar cr., Mittags 12 Uhr, im Deutschen Wirthshaus in Rigdorf, Bergstraße 137. Tages Ordnung: 77/5 Unsere gegenwärtige Lage und wie fönnen wir dieselbe verbessern? Ter Vertrauensmann der Holzarbeiter. Achtung! Mitglieder Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1898. 2 Verbands: und wichtige Stassen: angelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. Um zahlreiches und pünktliches Er: 184/2 scheinen ersucht Die Ortsverwaltung. General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Bernstein über:„ Anarchismus" 2. Dis: fusion. 3. Der Ausstand der Buchdruder im Berliner Lokal- Anzeiger" 4. Abrechnung vom 4 Quartal 1898 5. Verschiedenes Achtung! Laut Beschluß der Generalversammlung vom 16. Januar werden Liften ausgegeben zur Unterstützung für die Krefelder Weber. Die Kollegen werden ersucht, selbige Montags und Sonn: abends, Abends 8% Uhr, im Lokal von Heinrich, Naunyn: straße 78, abzuheben. [ 141/5] Der Vorstand. Arbeiter Radfahr- Berein Verein der Maschinisten, Heizer und Berufsgen. Berlin. Berlins und Umgegend. Sonntag: Tour nach Trebbin. Am Sonntag, den 5. Februar, Nachmittags 5 Uhr, in Abfahrt pünftlich 72 Uhr an Cohn's Festsälen, Beuthstraße 19/20: Steuerhaus Tempelhofer Feld. Nächste Bersammlung der Filiale II Kolbergerstr. 23. 5216 Saal 11/5 bis 120 Personen frei Sonn: abends u. Sonntags, Februar u. Achtung! März Martgrafenftr. 83. der Allgemeinen Orts- Krankenkaffe gewerblicher Arbeiter und Arbeiterinnen! Sonntag, den 5. Februar 1899, Vormittags 10 Uhr, im Feen- Palast, Burgstr. 22: Große Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Dr. Magdan über: Neudammer werden zum Verein eingeladen am 4. Februar beim Landsmann Franz Kadach, Große Frant: furterstraße 86, pof. Vereinszimmer ist zu vergeben. Pferdebucht bei Köpenick: Große Eisbahn Lungentuberkulose". bei freiem Entree. W. Magdeburg. 2. Diskussion. 3. Abrechnung der Dreizehner- Kommission 4. Ergänzung der Dreizehner- Kommission. 5. Verschiedenes Mitglieder! Der Tagesordnung wegen ist es Pflicht, daß ein jeder in der Versammlung erscheine 265/9 Die Dreizehner- Kommission. J. A.: Eugen Skerl, Uferstr 14d. Achtung! Thatsachen beweisen! Die Spezial Lehranstalt" Elettra" hat zur Seit 230 zahlende Schüler aller Berufsklassen. Achtung! Vereine. 8wei Zimmer, 20 u. 40 Personen fassend, empfiehlt Ernst Lier, Alte Jakobstraße 119 Empfehle meine drel Restaurants: Rübezahl, am Müggeljee, Teufelssee, Müggelberge, Marienlnst, a. d. Dahme, Von diesen unterzogen sich nach beendigtem Kurjus 42 der Schluß: prüfung. Hiervon tonnte 38 das Zeugniß der Befähigung zum Elektro- wischen Grünau und Friedrichshagen, monteur und zum Theil mit dem Prädikat Recht gut" crtheilt werden. bei Fußpartien über die Müggel: Eine größere Anzahl erhielt auf Grund unserer Zeugnisse und Empfehlungen berge fofort Stellung. 8432* C. Streichlan, 6540* Besitzer des Kaiserhofs Köpenick. Wir bitten jeben Intereffenten sich durch Borlegung der Original: Restaurant Linden- Garten. Urkunden zu überzeugen. Wir verdanken diese Erfolge obwohl die Meisten Vorkenntnisse nicht besaßen, dem großen Interesse, welches die Schüler der Anstalt entgegen: brachten, und der Tüchtigkeit akademisch gebildeter Ingenieure. Wir eröffnen nun am 15. Februar er. einen Neuen Abend- Kursus berbunden mit praktischer Ausbildung in der Werkstatt Das Honorar beträgt monatlich 6 Mark. Bei dem großen Andrange ist frühzeitige Anmeldung dringend er forderlich. Täglich bis 9 Uhr, Sonntags bis 1 Uhr im Bureau der 99 Elektra"( G. m. b.§.) Prinzen- Strasse 55 I. Köpenick, Grünauerstr. 7. Gr. Taal. Kaffeeküche. Frühstück, Mittag und Abendtisch. C. Seidel. Empf. mein Cöpenick. Weiß- und Bairisch Bier- Lokal. 4429* Paul Joch, Rudowerstr.- Ecke. Grünauer und Schankgeschäft. Nähe Jaunowigbrücke altbekanntes, nachweislich mit gutem Erfolg be: triebenes Geschäft, Wiethe anschließen verhältnisse halber für 1300 m. ver fäuflich. Zur lebernahme sind 900 M. erforderlich. 525b Man vermeide Verwechselungen und verlange Prospekte und der Wohnung 1200 M., Familien: Telephon Amt IVa 6006. Stundenplan.( Gratis.) 145/5 Wo? ist der schönste Ort für Herrenpartien und Aus: flüge? Auf der Insel Pichelswerder beim alten Freund. Näh. Komptoir Holzmarktstr. 40, part., 9-7. Sonntags 10-12. Schlafsopha, gebrauchtes, mit Sig auszug of Rojenthalerstr. 48, Tapezier. Dersammlung. Die Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. 138/4 Der Vorstand. Verband der Möbelpolirer. Versammlung abfallen tönnen. Troß all diejer Bei Entnahme von 4Mf. 50 6 Stüd 26 Versandt nach auswärts von 20 Mt. an fraufo. Bei Bestellungen ge nügt die Angabe der Bundweite und der inneren Schrittlänge. Baer Sohn Chausseestr. 24a. Brückenstr. 11. Gr. Frankfurterstr. 16. Kinder-, Puppen-, Sport-, Kasten-, Leiter- u.Ziegenbockwagen, Kindertische, Kinderklappstühle, Krankenwagen, auch leihweise für Erwachsene u. Kind., Triumphstühle, Reise- u. Papierkörbe, Blumentische, Korbwaaren jeder Art, Kinderbettstellen. Grösstes Lager Berlins. Auf Kinderwagen gest. Theilzahlung. vis- à- vis Humboldthain, 3 Minuten vom Bahnhof Gesundbrunnen. m Montag, den 6. Februar, Abends 8% Uhr, Hermannstr. 197. A. W. Schulz, 95 Brunnenstr. 95, Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Ausgabe der Billets sum Maskenball am 4. März in Keller's Festsälen, Koppenstr. 29. Die Kollegen, welche an Hautkrankheit leiden, werden ersucht, dieses heut Abend in den Zahlstellen oder an H. Schulz, Memelerftr 60 a, mit zutheilen, ebenso die Betreffenden, welche ihre Kontrollfarte noch nicht ab geliefert haben. Nar Der Vorstand. Fast unglaublich! 6,50 Mk. Schmitz, Solingen. foftet, diese große, in 1 Stunde erlernbare Pracht Salon- Afford- Zither, 6512* mit 6 Manualen, 25 Saiten, Stimmvorrichtung, ff. polirt, herrlicher Ton( statt sonst 16 Mark)! Dazu gratis Schule mit neuesten Stücken, Stimmpfeife, Notenpult, Schlüssel, Ring u. Etui! Lieder: n. Tauzalbums à M. 1, 1,50, 2. Jeder Käufer stanut! Ehrenvollste Anerkennungen*) und großes Musikwerk- Musterbuch umsonst! Rhein. Musikhaus V. Sehmitz, Höhscheid- Solingen 119. *) Affordzither übertrifft alle Erwartungen! 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Aber nicht nur mit materiellen Mitteln sondern auch mit tonfumvereine gegenseitig für einander gekämpft, sich gegenseitig in's Leben gerufen u. 1. w. Uebrigens fonnte Genosse A. keinen besseren 8eugen hierfür aufrufen als Sidney Webb resp. Beatrice Potter, wie ihr wirklicher Name ist. Aus jeder Seite ihrer Arbeiten über die englischen Genossenschaften und Gewerkschaften geht das Handinhandarbeiten beider deutlich hervor und nirgends exiftirt eine begeistertere Stämpferin gerade für das Handinhandarbeiten beider als Beatrice Potter. " gearbeitet haben, 71 pct. des eigenen Kapitals inkl. der Reserve fonds Konsum, Bau- und Spar- Verein ausgemacht. Das gilt aber nur von den 489 berichtenden Konjum- geistigen haben die englischen Gewerkschaften und die englischen Capped ud bereinen, während in Deutschland in diesem Jahre die Zahl der Bei Produktion".destal and überhaupt bestehenden Konsumvereine dreimal so groß war. den leineren meist jüngeren Bereinen, die nicht berichtet haben, ist 14. Januar d. 3. stattgebabten Sigung der das Verhältniß des fremden Kapitals noch viel größer. Genosse A. fogenannten erweiterten Kommiffion das ist die Kommission, möge sich nur bei Leipzig- Plagiiz erkundigen, wie sehr der Verein welche seinerzeit von Gewertschaftlern gewählt worden ist zur im Anfang auf fremde Kapitalien angewiesen war. Uebrigens haben Gründung des Konsum, Bau- und Spar- Vereins Produktion" wir in unserem Flugblatt mit dürren Biffern ausgesprochen, mit wie und der Kartellkommission ist einstimmig beschlossen worden, daß ich viel Millionen eigenen und angeliebenen fremden Stapitals die auf den Leo Arons" gezeichneten Artikel Das Hamburger deutschen Stonjumvereine im Jahre 1897 gearbeitet haben. Genosse A. Genossenschafts- Projelt" in der Volkswirthschaftlichen Rundschau muß also nicht einmal das in dem ihm von uns zugesandten Flug- Wir empfehlen einem jeden, in dem 1891 verfaßten Werk der vom 14. Januar d. J. im Namen der erweiterten Kommission blatt enthaltene Material gelesen haben. felben über die britische Genossenschaftsbewegung( in Deutschland antworten soll. Was soll es unter folchen Umständen bedeuten, daß man der herausgegeben von Lujo Brentano, Verlag von Dunter u. Humblot, Zunächst muß ich unserer allseitigen Verwunderung darüber Welt einreden will, wir wollten im Gegensatz zu der bisherigen Leipzig 1893) besonders das Kapitel Ein Staat im Staate", Ausdrud geben, daß Genosse Arons ohne vorherige gewisse In Pragis mit fremden Kapitalien arbeiten. Dieses Heraussuchen von S. 149-179, zu lesen. Dort heißt es a. 2. S. 169: formation über die einschlägigen Verhältnisse sich berechtigt glaubte, gar nicht eristirenden Gegensätzen awischen der bisherigen Praris Der kaufmännische Erfolg des einzelnen Konsumvereins ist nicht ein so absprechendes Urtheil über unser Unternehmen abzugeben, und unserem Projekt ist in dem Artikel des Genossen A. geradezu die einzige Errungenschaft treuer Mitgliedschaft und tüchtiger Ver Daß wir von vornherein Fachleute anstellen wollen, stimmt. zum System erhoben. Da wird uns einerseits vorgeworfen, daß wir waltung. Denn die Million Genossenschafter in Es ist das doch selbstredend bei einem Unternehmen, dem die Mit uns bemühen, einen möglichst großen Kreis für unser Projekt zu Großbritannien dittirt als Konsument, fei es glieder Tausende anvertrauen in der Erwartung, daß dieselben nicht interessiren, nachdem vorher Leipzig- Blagwis als Beweis dafür dirett als Arbeitgeber, sei es indirekt als Käufer gefährdet sein werden, doch kann nur jemand, der das Genossene herangezogen ist, daß ein Verein, der reussiren will, flein beginnen müsse. bon Waaren, die in diesem Lande hergestellt sind, fchaftsgejez nicht fennt, auf die Idee kommen, daß diese Vorstands. Man ist aber doch naiv genug, von Leipzig- Blagwig aus einem späteren tausenden von Landsleuten die genauen Be= mitglieder nicht auch Mitglieder des Vereins sein werden. Genosse Geschäftsbericht wörtlich zu zitiren: Am 3. Auguſt 1884 wurde dingungen ihres Lebens und ihrer Arbeit. So Arons wolle sich gefl. die Mühe geben,§ 9 Abs. 2 des Genossene na monatelanger Mühe und Arbeit die erste Verkaufs tönnen die Konsumvereine nur die von ihm abhängigen Föderationen jchaftsgejeges vom 1. Mai 1889 zu lesen, welcher lautet: Die Mittelle in Blagwig eröffnet." Wenn wir aber monatelang arbeiten entweder als ein mächtiges Werkzeug zur Unterdrückung eines glieder des Vorstandes und des Aufsichtsrathes müssen Genojien und uns Mühe geben, danit tommt Genoffe. und sagt, wir Arbeiters durch den andern, oder als einer der Hebel benutzt werden, jein." fürchten deshalb, daß die Mitgliedschaft mur eine verhältnißmäßig durch den die britische Bevölkerung die höchste Macht sowohl in Wir haben uns in dieser Beziehung selbstredend, wie das auch eine sein wird, während man bei dem Prinzip der großen Dividende Bezug auf Industrie als auf Politik erlangen tann, indem sie der bei Gründung anderer Vereine geschieht, nach berühmten Mustern thatfächlich ein rasches Bachsen der Genossenschaft in sichere Aussicht gewerblichen wie auch der politischen Demokratie eine feste Grundgerichtet, und da uns Genosse A. den Konsumverein Leipzig- Blagwit ftellen lann. Er wirft uns also direkt vor, daß wir teine lage fichert. als Muster hinstellt, so wolle er sich gefälligst auch die Mühe machen, Dividendenjägerei treiben wollen und nachdem er sein Möglichstes die Statuten desselben nachzulesen. Abschnitt G in denselben gethan hat, unſere Sache todtzuschlagen, fürchtet er noch, S. 12-16 handelt vom Vorstand. Auch nicht mit einer Silbe ist daß die Mitgliedschaft nur eine verhältnißmäßig fleine sein wird. dort erwähnt, daß die Vorstandsmitglieder Genossen sein müssen. Was soll hier das fürchten wir", warum jagt er nicht offen: Ebenfalls verweisen wir Genossen Arons auf das Musterstatut wünschen wir. für Konsumvereine( S. 4), das Handbuch für Konsumvereine von Oppermann u. Häntschke, Breslau 1898(§ 4 u. ff.), die Statuten des Konjumvereins Leipzig Eutritsch und Umgegend( S. 8-12) u. 2.; nirgends findet sich die vom Genossen A. bei uns vermißte Beftimmung. 0 〃 7001 Möglicherweise wird ja in irgend einem Statut überflüssiger weise besonders vorgeschrieben sein, daß die Vorstandsmitglieder Mitglieder der Genossenschaft ſein müſſen, aber in dermaßen A. ber Mitglieder der Genossenschaft sein müssen, aber in den maßgebenden Statuten, und wir haben absichtlich die uns vom Genossen A. be jenders empfohlenen Arbeiter- Konsumvereine zitirt, wird Genoffe A. dies nicht besonders vorgeschrieben finden. Was soll es also, daß unjere Absichten hier in einen Gegensatz zu anderen Vereinen gestellt werden? 1 lautet: " er wie 1900. " Blaze es selbst am besten wissen müssen, wo wir zuerst zu beginnen haben, und darüber hat ja auch nicht der Genosse. zu entscheiden, sondern die Generalversammlung. Aber um dieses Kind der Verheißung zur Welt zu bringen, mußten wir die Verbindung der Gewerkschaftsnicht und Gewertvereins- Bewegungen erleben die Auflösung der einen durch die andere; sondern die freiwillige gegenseitige Abhängigkeit zweier entgegengesezter, aber einander ergänzender Körperschaften unter Bedingungen vollkommener Gleichheit der als Konsumenten organisirten Bürger und der als Produzenten organisirten Arbeiter." " D Steht in dem bom Genossen A. herangezogenen Kommentar auch nur ein Wort davon, daß wir weniger vorsichtig vorgehen wollen als die bisherigen Vereine? Mit welchem Recht vergleicht Genosse A. den doch nur durch und durch vorsichtigen Vorsaz, eine Genoffe A. hätte mur einige Zeilen früher anfangen sollen, Produktion erst dann in die Hand zu nehmen, wenn Absag und aus Sidney Webb zu zitiren, da steht nämlich auf derselben Seite, wo anderen Produktionen gewonnene Mittel es gestatten, mit welchem er anfängt zu zitiren, daß der Rochdaler Konsumverein„ aus den Recht vergleicht Genosse A. dieses mit dem Milchmädchen, das in Bufammenwirten der gewerkvereinlichen, charteristischen und sozialistiBill, was ihm Träumerei die Eier zerbricht, aus deren Erlös sie das verdienen schen Bewegung hervorging"( S. 53 Beile 18 von unten) und wenn will, was ihm zu weitem wirthschaftlichem Fortkommen bis zum wir mun auf dieser selben Basis beginnen und mit denselben Zielen, Erwerb eines Rittergutes verhelfen soll. Sehr richtig bemerkt mit denen Rochdale begonnen hat, mit welchem Recht kann man Genosse A., daß wir unser Unternehmien nur vom geschäft uns dann angesichts der Prosperität gerade dieses Vereins einen lichen betrachten. Haben aber nicht alle, Vorwurf machen. hat aber mum Rochdale seine ursprünglichen Jdeale die profperirt haben, einerlei ob Genossenschaften oder einzelne erreicht? Nach unserer Ansicht doch nur in geringem Maße. Es muß Dieselbe Unkenntniß beweist Genosse A. bei dem Ver- nach den Vorsägen des Milchmädchens gehandelt. also dort doch wohl ein Fehler gemacht worden sein, den wir mög such, unsere Genossenschaft in einen Gegenfaz au den Man darf Rochdale ebenso wenig mit Hamburg berivechseln lichst vermeiden müffen und wir glauben, dieses am fichersten das bisherigen Konsumvereinen dadurch, zu stellen, daß Rochdale war ein kleines Nest und damals durch zu erreichen, daß wir nicht nur Prinzipien auf hervorhebt, daß wir in§ 2 die Aufnahme fremder Gelder ins war der Kleinhandel noch nicht so auf der wie heute. Damals ftellen, sondern auch die Statuten so einrichten, Huge gefaßt hätten, nachdem er vorher angeführt hat, mit welcher fonnten noch gänzlich Sach- und Waarenuntumdige fagen, wir faugen Daß die Mittel folidarisch für die Verwirtlichung Borsicht andere Konsumvereine, unter denen er Leipzig- Blagwis einen Handel an in Artikeln, von denen wir nichts verstehen. Erstens derselben festgelegt werden. Ob wir das Ziel erreichen, nennt, nur mit eigenen Mitteln getirthschaftet hätten. Genosse A. geht das heute nicht mehr und zweitens wohnen in einem hängt davon ab, wie viel die jeweiligen Mitglieder aus dem Gewinn beweist hier eine doppelte Unkenntniß: erstens eine Unkenntniß der Städtekomplex Hamburg, Wandsbek, Altona. Ottensen Ottensen eine für den Produktionsfonds opfern. Das fann mur erreicht werden, Statuten und zweitens eine Unkenntniß der thatsächlichen Ber- geringe Anzahl von Vereinsmitgliedern", mit denen man wenn von vornherein ein bestimmter Theil des Reingewinns statt hältnisse. Alle Statuten, ivelche überhaupt etwas über damals beginnen konnte, nicht so nahe bei einander, wie in dem zu der nicht mir vom Vorwärts" fondern von allen dealgesinnten das Betriebskapital sagen, enthalten einen Absatz 2( siehe damaligen Nest Rochdale. Wir können bier in Hamburg mit wenigen verurtheilten Dividendenjägerei zur Produktion verwandt wird. auch Musterstatut und Handbuch für Konsumvereine), Der Mitgliedern, von denen einige in Altona, einige in Wandsbek, Wenn die Produktion der englischen Konsumvereine in feinem 2. aus fremden Geldern, welche nach dem durch den einige in Ottensen, einige in Hamburg, einige in Bahrenfeld größeren Umfange in die Hand genommen ist, so liegt das nicht Umfang der Geschäfte gebotenen Bedürfnisse aufgenommen werden." und einige in Barmbed wohnen würden, nicht beginnen. Selbst an den Gründen, für die Genosse A. Frau Webb heranzieht, näm Statuten, welche, wie z. B. Leipzig- Plagwig, der Kürze halber einen redend werden auch wir erst dann und nur da beginnen, wann und lich an der zu großen Mannigfaltigkeit der von den Genossen verbesonderen Abschnitt Betriebskapital" nicht enthalten, haben sich die wo eine genügend große Anzahl von Mitgliedern beisammen wohnt, langten Art, sondern daran, daß die englischen Genossenschaften die Möglichkeit der Aufnahme fremder Gelder gesichert, ohne daraus Benn uns Genosse A. in diefer Beziehung mit Leipzig- Blagwis als Produktion nicht als ihre Aufgabe betrachten und ihre Statuten einen besonderen Paragraphen zu machen. So heißt es z. B. bei Vorbild kommt, so erlaubt er sich ein Urtheil über örtliche Verhält- infolge dessen auch nicht dieser Aufgabe entsprechend abgefaßt find. Leipzig- Blagwiß unter h) Gemeinschaftliche Obliegenheiten des Vor niffe, die ihm gänzlich fremb zu sein scheinen. In der Hafenstadt Da eristiren außer den Baumwollen- und Druckstoffen noch eine ganze standes und Aufsichtsrathes im§ 40, in diesen gemeinschaftlichen Hamburg wohnen gerade im Innern der Stadt eine große Anzahl Anzahl von Artikeln, welche durchaus teine Mannigfaltigkeit erfordern. Sigungen werden insbesondere folgende Angelegenheiten entschieden: Arbeiter in sogenannten Gängevierteln, die in Leipzig nicht eristiren,( Wir brauchen z. B. mur Stiefelwichse zu nennen), welche selbst herZiffer 9. Aufnahme von Darlehen innerhalb der von der General wo die theuren Grundstückspreise die Arbeiter längst in die Bor zustellen den englischen Stonsumvereinen niemals in den Sinn ge verfaminlung bestimmten Grenzen." Solche Bestimmungen über orte hinausgetrieben haben. Wer sagt dem Genossen., tominen ist. Wenn das nicht geschehen ist, so ist daran nicht bie die Aufnahme fremder Gelder enthalten die Statuten ob nicht auch wir in einem Arbeiterviertel außerhalb der Stadt Unmöglichkeit sondern der Umstand Schuld, daß die Produktion gar sämmtlicher Konsumvereine und wenn tvir bei Abfaffung beginmen werden. Man sollte aber doch denken, daß wir hier am nicht bezweckt wird, daß sie in den Statuten feinen Ausder Statuten systematischer als Andere verfahren sind und druck gefunden hat und daß infolge dessen auch keine Mittel für Betriebskapital nach dem Vorbild der Musterstatuten dafür refervirt werden. Die Produktionen, die in den Sta einen besonderen Abschnitt gemacht haben, so decken sich doch unsere tistiken der englischen Cooperative Societys figuriren, find zum Intensionen auch nach unseren Statuten ganz genau mit denjenigen Nachdem Genosse A. seine Freude darüber ausgesprochen hat, größten Theil Produktionen, nicht von Konjumvereinen und nicht aller anderen Stonsunvereine. Nur völlige Sachuntenntniß fann also daß es freudig zu begrüßen wäre, wenn an recht vielen Orten einmal von den Großeinkaufs- Genossenschaften, sondern Produktionen ,, es in dieser Beziehung einen Gegensatz zwischen anderen Statuten und Deutschlands aus Arbeiterkreisen heraus Konsum Genossenschaften von Produktivgenossenschaften, die allerdings zu einem großen Theile den unserigen konstatiren. Genau so wie in allen anderen Konjum- ins Leben gerufen würden, freilich nur unter der Voraussetzung, daß mit Geldern aus Konsumgenossenschaften unterstützt und begründet deren Produkte auch zu bereinen schreibt auch§ 59, Ziffer 7 unserer Statuten vor: der es nach den überall bewährten Grundfäßen geschieht, während der werden und einem großen Theile Beschlußfassung der Generalversammlung unterliegt: Bestimmung Hamburger Plan, wie er behauptet, hiervon abweicht", fängt er an, durch die Konsumvereine vertrieben werden. Wäre die Produktion des Höchstbetrages, welchen sämmtliche die Genossenschaft belastenden die Abweichungen, deren hauptsächlichste wir bereits als das, was sie das Ziel der Rochdaler, so brauchten fie wahrlich nicht in Ver Anlehen und Spareinlagen zusammen nicht überschreiten dürfen"; find, gekennzeichnet haben, aufzuzählen, indem er alfo loslegt: Alle legenheit darum au sein, wie sie ihre für die Bedürfnisse des Auch damit, daß wir die Annahme von Spargeldern mit in die Konjum- Genossenschaften, die also solche Bedeutung erlangt haben, Konsumvereins viel zu reichlichen Mittel verwerthen sollen. Diesem Aufgaben der Genossenschaft hineinziehen, haben wir in den Augen haben in der bescheidensten Weise angefangen." Gleich dieser Fehler wollen wir eben vorbeugen. Uns daraus aber einen Bor Sachverständiger durchaus nicht den Weg verlassen, den nach Gee Anfang ist bezeichnend für die Sachkenntniß des Genossen A. Es ist wurf zu machen, daß wir aus den bisher gesammelten Erfahrungen nosse A. die Erfahrung vorschreibt, welchen andere Konsumbereine nicht wahr; es haben längst nicht alle Konsumvereine, die pro- gelernt haben, das kann auch nur jemand fertig bringen, ber gemacht haben. Auch andere Konsumvereine verwenden Spargelder speciet haben, in der bescheidensten Weise angefangen. Einer ganzen von einer Sache, über die er spricht, so wenig Kenntnisse au ihren Betriebsmitteln, manche auch unter der offenen Aufschrift Reihe von Konjumbereinen ist es genan fo gegangen wie bei uns, besigt, wie Genosse sie bei dieser Gelegenheit an den of Spar- und Konfumverein". Aber auch wo das nicht der Fall ist, daß erst durch eine große Agitation Interessenten für die Joee ge- Tag gelegt hat. Es ist ihm noch dazu das Unglüd passirt, werden vielfach Spargelder in Konsumvereinen verwendet. Ob nun wonnen und dann mit einer größeren Anzahl von Mitgliedern be- daß er Frau Webb noch weiter zitirt, als es für seine Zwede Was die Ersparnisse der Genossen offen unter der Form von Spargelbern gonnen worden ist. aber Genosse A. verschweigt, prattisch war, indem er Frau Webb noch sagen läßt:" Ich brauche oder verſteät unter der Form des Erwerbs weiterer Antheile ver- das ist die Thatsache, daß eine große Anzahl von Konsun- übrigens nicht erſt darauf hinzuweisen, daß diefes Hindernis genoſſenwendet werden, tommt in der Praxis auf eins heraus und bildet in vereinen nicht profperiren fonnten, weil die genügende An- schaftlicher Fabrikation durch die Erweiterung des Geschäftsverkehrs der Form nur einen Unterschied zwischen größerer oder geringerer zahl Mitglieder fehlte und an diesem Mangel zu Grunde der Genossenschaften immer weiter hinausgeschoben werden würde", Offenheit.. esbrew gegangen find. Hätte Genosse A. fich nun die Mühe genommen, und in der That haben die englischen Konsumvereine schon vor Ebenso verhält es sich mit der Vorschrift, nach welcher mehr bie Jahresberichte der deutschen Erwerbs- und Wirthschafts- Jahren die Eigenproduktion von Wollwaaren in die Hand geoder weniger Antheile von dem einzelnen Mitgliede erworben Genossenschaften zu ſtudieren, so hätte er een tone, wie noch Leipzig- Plagwis hat sich ebenso wie die englischen können, nommen.") Auch werden tömmen. Da die Geschäftsantheile der Konsumbereine in der viel Vereine jährlich an ungenügender Mitgliederzahl bald Regel höhere Zinsen abwerfen, als die Sparkassen gewähren, so nach Begint zu Grunde gegangen find. Wenn also Genosse A. die Konsumbereine erst von der Nothwendigkeit zur Fabrizahlen die Mitglieder ihre Eriparnisse lieber als Geschäftsantheile geringe Mitgliederzahl beim Anfang als eine der Vorausfegungen tation treiben lassen und hat nicht, wie Genoffe A. es darstellt, Sem Konjumverein, als daß sie sie der Sparkasse geben. Wo den der Prosperität darstellt, so ist das eine völlig irrige Auffassung. die Produktion von Mühlenfabrikaten, Brot und Backwaaren" Mitgliedern die Möglichkeit abgeschnitten ist, eine größe Anzahl von Wenn Vereine bei anfangs geringer Mitgliederzahl profperirt haben,(§ 1 der Statuten vom 5. Mai 1897) in die Hand genommen, weil Umtheilen zu erwerben, ba helfen sie sich dadurch, daß sie weitere so ist das nicht geschehen, weil sie mit geringer Mitgliederzahl beite in den Statuten stehen, sondern hat it in big commute mei Antheile auf den Namen von Familienmitgliedern( Frau, Söhne und gounen haben, sondern trotzdem sie mit geringer Mitgliederzahl nehmen müssen, nachdem der Verein diese Produktion nun einmal Töchter) erwerben. Wenn Genosse A. die Verhältnisse der englischen begonnen haben. Unter solchen Umständen ist es uns unerklärlich, betrieb. Wenn wir nun diese Ziele von vornherein ins Auge fassen, Konsumvereine kennen würde, so würde er wissen, daß die Beschränkung der daß man einerseits vorgiebt für Gründung von Konsumvereinen zu so tann nach den in England und Deutschland gemachten ErAntheile in England dieses System in ausgedehntem Maße herangebildet sein unter der Vorausseßung, daß dieses nach den bisher überall fahren doch niemand behaupten, man erivede dabei Hoffnungen, hat und daß es daher auch unrichtig ist, wie er das thut, aus der bewährten Grundfäßen geschehe und andererseits alles aufbietet, um che man sich von ihrer Erfüllbarkeit praktisch überzeugt habe. Es ist Anzahl der Mitglieder einen Schluß zu ziehen auf die Anzahl der es unmöglich zu machen, daß wir nach den bisher überall bewährten nicht wahr, daß die Engländer die Produktion bezwedien; es ist von den englischen Stoniunvereinen versorgten Familien. Wir haben Grundsägen beginnen tönnen, beim zu diesen bewährten Grundsägen nicht wahr, daß sie sie von Anfang an beabsichtigten. Daraus, daß einige Personen sie als Ziel wünschten, hat man noch keine Be es vorgezogen, dieser Berstedspielerei von vornherein einen Riegel gehört eine möglichst große Mitgliederzahl. borzufchieben, indem wir lieber den Erwerb einer größeren Anzahl Genosse A. fährt dann fort: schließlich soll scharf betont rechtigung zu schließen, daß die englischen Konsumvereinswerden, daß sowohl in England wie in Deutschland bisher keine Genossenschaftler im Allgemeinen sie im Auge hatten oder inte von Antheilen von vornherein gestattet haben. Wäre das der Fall gewesen, dann hätte das auch Es hat uns dabei auch der Grundsaz geleitet, daß es besser sei, Konfumgenossenschaft im Anschluß an eine politische Partei oder an haben. Statuten Ausdruck finden müssen, dann hätten mit dem Geld der an unferer Genossenschaft interessirten Mitglieder die Gewerkschaftsbewegung entstanden ist, toie es scheint zum Vor in den Auch dieses ist falsch. Gerade die englischen hierfür auch Fonds aus eigenen Mitteln resp. aus dem eigenen zu arbeiten, als mit fremden Geldern. Arbeiten etwa die deutschen, theil aller Seiten". ja ſelbſt die reichen engliſchen Stonſumvereine nur mit eigenen miten enfumbersbewegung und Genossenschaftsbedingens on Gewinn refervirt werden müssen, anstatt, wie das in England vielWeiß Genoffe A. garnicht, daß der Prozentjap fremder Gelber fowohl bei Gewerkschaftsbewegung und Genossenschaftsbewegung. Genoffe A. fach geschehen ist, sich auf den viel unsichereren Weg zu begeben, den deutschen wie bei den englischen Konsumvereinen ein ganz möge sich nur einmal nach England begeben und die Verhältnisse fremde Kapitalien hierfür anzuleihen. Wir wollen dieses gerade toloffaler ist. Nach dem 29. Jahresbericht des Cooperativ Conan Ort und Stelle studiren, dann wird ihm von allen Ge- nach Möglichkeit vermeiden und daher ist denn auch nichts unwahrer greffes 1897 hat bei den englischen Vereinen das eigene Sapital wertschaftsführern gesagt werden, daß sie es als als die Behauptung des Genossen A.:„ man will nicht nur 17 546 942 Pfd. Sterl. betragen( bei 1 492 371 Mitgliedern) und trop felbstverständlich betrachten, daß ein Mitglied der gleich Kapitalien aufnehmen, sondern auch sofort mit dem Verdieses Riefenkapitals haben die englischen Vereine noch mit fremden Gewerkschaft auch Mitglied des Konsumbereins trieb von Waaren beginnen". Woraus hat Genosse A. ersehen, daß wir sofort mit dem Vertrieb von Waaren beginnen wollen und Geldern in Höhe von 4561 032 Pfd. Sterl. gearbeitet. Das fremde *) Die Rüge des Genossen A. darüber, daß auch wir eventuell Stapital betrug also selbst bei den reichen englischen Vereinen noch 26 pCt. des eigenen Kapitals. Nach dem Jahresbericht fremdes Geld aufnehmen zu tönnen, uns die Berechtigung im Statut*) Kleider- und Wollstoffe wurden hergestellt im letzten Jahr: des Herrn Dr. Hans Crüger über die deutschen Erwerbs- gewahrt haben, muthet um so sonderbarer an, da Genosse A. doch in Leeds für 800 000 M., Gewinn 55 000 W.; in Bathey für 500000 m., and Wirthschafts Genossenschaften hat das angeliehene fremde fehr genau weiß, daß andere Arbeiter- Organisationen sich ganze Gewinn 35 000 M.; in Bronghton bei Manchester für 600 000 m., in Ettrick für 660 000 m. Stapital, mit dem die deutschen Konsumbereine im Jahre 1897 Bereinshäuser mit fremdem Geld bauen. 07 hd, 00 Wenysadu inda ups of nie zake no gab dan bin aile hole bilent in m Jurados christ wie kommt derselbe zu der Behauptung, daß wir gleich" Kapitalien| erst mal so viel Grund und Boden wie möglich aus dem Privatbejizz Ich habe stets meine Kräfte dort zur Verfügung gestellt, wo in aufnehmen wollen. Wo steht das? In den Statuten, im Kommentar in Genossenschaftsbefiß überführt. Hindert das etwa, daß das in Arbeiterkreisen Berlins oder der Umgebung tonsumgenossenschaftliche oder wo sonst? Warum giebt Genosse A. uns hier nicht die Quelle noch gründlicherer Weise von Seiten der Kommune geschehe?! Der Bestrebungen hervortraten. Freilich habe ich dabei stets die gleichen an, aus der er seine Behauptungen schöpft? Unterschied ist nur der, daß wir nicht wissen tönnen, ob der Nuzen, Grundsäge vertreten, wie in meinem Artikel. Wenn ich verlange, Genosse A. sagt dann, gewiß ist der unter e) vorgesehene Bau den die Kommunen aus der Werthsteigerung des Grund und Bodens daß man flein beginne, so bezieht sich das nicht, wie Ges und Betrieb eines Vereinshauses und einer Zentralherberge ein anziehen werden, zum Wohl unserer Genossen verwendet wird und daß noise v. E. meint, auf die Zahl der Mitglieder; meines. fich dringend erstrebenswerthes Ziel. Hier aber handelt es sich um wir dieses bei dem Erwerb durch die Genossenschaft in der Hand Erachtens fann man freilich mit einer geringen Zahl Mitte ein Unternehmen, das am besten von den Gewerkschaften unmittelbar haben. Wo find denn aber schon die Kommunen des Genoffen A., glieder beginnten, wenn dieje dicht beisammen wohnen und in die Hand genommen werden sollte. Eine Unterſtüßung durch die die Erweiterung des tommunalen Grundbefizes prinzipiell in durch vorheriges Aufsparen ihres Antheils ihren festen Entschluß. einen fräftigen Konsumverein würde am besten durch Gewährung größerem Maßstabe vornehmen?! das Unternehmen durchzuführen, beweisen, sich gleichsam selbst cines möglichst großen Hypothekendarlehns zu niedrigem Zinsfuß er folgen." Wer sagt denn dem Genossen A., daß, wenn wir soweit sind, Konjumverein und Gewerkschaften dann nicht den von ihm vor geschlagenen Weg gehen werden? Woher soll aber dieser träftige Stonsumberein" und dieses möglichst große Sypothefendarlehen" tommen, wenn gleich bei Gründung des Vereins mit Kolbenschlägen über ihn hergefallen wird?! " Nachdem Genoffe A. berechnet hat, daß das Ansammeln des Nothfonds mithin fast 7 Jahre dauern würde" fährt er fort: So lange also würden die Genossen feinen flingenden Vortheil wahr nehmen, wenn sie nicht inzwischen die zulässigen Einzahlungen auf den Nothfonds gemacht haben". Wie kann man das mit den Statuten in der Hand behaupten?! Heißt es in denselben doch deutlich, daß aus dem Nothfonds(§ 73) Bezüge gemacht werden können „ bei Arbeitslosigkeit, Strankheit, nach Aufhören der Unterstüßungsberechtigung in den Krankenfaffen, Entbindung, Umzug, Todesfall von Familienangehörigen, zu deren Ernährung das Mitglied verpflichtet war, und besonderen Nothfällen, über welche der Vorstand entfcheidet". Unsere Mitglieder würden dem Genoffen A. sehr dank bar fein, wenn er ihre Verhältnisse so gestalten wollte, daß inner halb von sieben Jahren nicht einer dieser Fälle bei ihnen eintritt. Es wird wohl leider nur selten vorkommen, daß ein Mitglied nicht wenigstens einmal im Jahre gezwungen ist, seinen Nothfonds anzugreifen. Wie kann man da behaupten, daß die Mitglieder erst nach Jahren klingenden Vortheil aus dem Verein haben würden??! Natürlich steht die Berechnung des Genossen A. in Bezug auf die Höhe des Gewinns auf ebensolchen Füßen, wie feine übrigen Behauptungen. Durch die Produktion wird der Gewinn vergrößert und bilden also andere Verein für den Nugen aus einem Verein Produktion" feinen Maaßstab. Daß die englischen Arbeiter im Uebrigen nicht gewartet haben, gebunden haben. Meines Erachtens sollte man aber auch nicht bis einzelne Kommunen die Sache in die Hand genommen, zeigt der mit relativ vielen beginnen, die über Altona, Wandsbek, Ottensen Bericht der Cooperative Production Federation" für 1899. Auf Seite 116 Hamburg. Bahrenfeld und Barmbeck vertheilt find. In Rigdorfe dieses Berichtes lesen wir, daß in Großbritannien 3072 Baugenossen- Berlin ist bereits eine Konsumgenossenschaft ins Leben getreten und fchaften bestehen, von denen 2635 Berichte einfandten. Diese hatten in dem benachbarten Berlin SO. wird demnächst eine Verkaufsstelle zusammen eine Mitgliederzahl von 635 716. eröffnet. Meine Freunde in der Rosenthaler Vorstadt( Berlin N.) und Die Konsumvereine, von denen manche nicht an Mangel, sondern aber gedenken meinen Rath zu befolgen, entgegen der Aufforderung an Ueberfluß von Geld tranten und zwar, weil die Leiter nicht durch der Rigdorfer, mit einer eigenen Gründung vorzugehen, freilich die Bestimmungen des Statuts verpflichtet find die Eigen auf Grundlage des gleichen Status, um einer späteren Verschmelzung produktion ständig zu fördern, haben zum Theil ihr über- bei guter Entwickelung den Weg zu ebnen, und es steht zu erwarten, daß fliiffiges Kapital in diesen Baugenossenschaften hinterlegt. in der gleichen Weise an einigen anderen Stellen Berlins und der Vororte 430 Konsumvereine haben 2639 711 Bfd. Sterl. das find der genossenschaftliche Gedanke zur Ausführung gelangen wird. Ich zirka 53 Millionen Mart als Hypotheken bei Baugenossenschaften bin nicht mit Kolbenschlägen" gegen die Hamburger vorgegangen; eingezahlt. Der für Hypotheken gezahlte Binsfuß ist in England nur glaube ich auch heut noch dagegen auftreten zu müssen, daß ein sehr geringer. Wir find der Meinung, wenn der Bau von man von vornherein mit den weitschichtigsten Plänen anrüdt. Arbeiter- Wohnungen, sobald überflüffiges Kapital in folcher Was soll man dazu sagen, wenn es in dem Hamburger Kommentar öhe vorhanden, von den Konfumvereinen selbst systematisch ge- heißt: fördert würde, auch auf diesem Gebiete sich mehr erzielen ließe, als" In den englischen Konsumgenossenschaften hat man die Er erreicht worden ist. Die Grund- und Bodenfrage wird endgiltig in fahrung gemacht, daß nach Errichtung einer neuen Verkaufsstelle Boden im Werthe ges solcher Weise selbstverständlich nicht gelöst werden, warum aber die sofort der umliegende Grund δα näher als der Gedanke, die jenigen Genossen, die durch genossenschaftliche Organisation fich schon stiegen ist. Was liegt nachdem der Konsum unter den gegenwärtigen Verhältnissen den Besitz einer gesunden Verkaufsstelle erst zu errichten, Boden selbst ers Wohnung verschaffen können, sich mit einem Wechsel auf die Zukunft verein den umliegenden Grund und abspeisen lassen sollen, erscheint uns unerfindlich.. worben hat zc."( Vergl. dazu die obigen Ausführungen des Offene Thüren aber rennt der Genosse A. ein, wenn er glaubt, Genoffen v. E.). Und mit allem Nachdruck muß ich darauf bestehen uns einen Vortrag über die unumgängliche Nothwendigkeit des daß die Gewerkschaften als solche ebensowenig wie eine politische politischen Stampfes halten zu müssen. Was wir hier vorhaben, ist Partei Veranlassung haben, das Genossenschaftswesen in ihr Bereich fein politisches sondern ein wirthschaftliches Unternehmen. Wir haben aufzunehmen. Frau Webb hat keineswegs behauptet oder auch mir in unserem Flugblatt ausdrücklich hervorgehoben, daß wir uns nicht behaupten tönnen, daß in England Gewerkschaftsbewegung und einreden, mit der Gründung der Genossenschaft die soziale Frage Konsumgenoffenschaft in wechselseitiger Unterstützung in die Auch in dem vom Genossen Nun fagt Genoffe A. ferner: Ist aber die Leitung von vorn zu lösen. Wie kann man dem behaupten, daß wir den An- Höhe gekommen seien. herein in Händen von Fachleuten, so ist die Wahrscheinlichkeit sehr schein erwedten, als ob wir das doch bezweckten. Das fann nan zitirten Eatz spricht fie( 1891) von einem zukünftigen gering, daß aus den Reihen der Konsumgenossen ein Nachwuchs doch nur, wenn man der Ansicht ist, daß wir von Allem, was wir Handinhandarbeiten beider mummehr ausgewachsener Organisationen, herangezogen wird". Selbstredend kann letzteres erst geschehen, gejagt haben, das Gegentheil wollten. Wenn wir in unserem Flug- wohlbemerkt zweier entgegengesetter, aber einander wenn das Unternehmen gesichert dasteht und werden wir ganz geblatt, wo wir ohnehin schon sehr nothwendige Auseinandersetzungen ergänzender Störperschaften". Glüdlicherweise scheinen die Ham wiß nicht die uns von einer großen Anzahl von Mitgliedern anvertrauten wegen Plazmangels haben fortlaffen müssen, noch Alles hätten her burger Gewerkschaften selbst auf diesen Standpuntt zu treten. Bon Gelder gefährden, um einigen Personen eine Existenz zu sichern. vorheben wollen, was nothwendig wäre, dann hätten wir wahrlich eingeweihten Persönlichkeiten ist mir das von der Mehrzahl der Aus den Reihen der Genossen können leitende Kräfte natürlich erst gar feinen Blag überbehalten für die für unsere Sache nothHamburger Gewerkschaften mitgetheilt worden; der Holzarbeiters herangebildet werden unter der Leitung von Persönlichkeiten, die sich wendigsten Erklärungen. Berband, der Hafenarbeiter- Berbaud, die Schuhmacher haben nach bereits bewährt haben. Was bleibt von den Angriffspunkten des Genossen A. über? Zeitungsberichten bereits in Versamnilungen durch Resolutionen diese Gar nichts, rein gar nichts. Ihr sprecht vergebens viel, um zu ver- Stellung festgelegt. fagen, der And're hört von Allem nur das Nein." " Schließlich wollen wir noch erwähnen, daß Genosse A. sich in einem Irrthum befindet, wenn er immer von dem Verfasser des Kommentars spricht. An dem Kommentar haben sämmtliche Stommissionsmitglieder gearbeitet. Hamburg, den 18. Januar 1899. A. von Elm. Eine eingehendere theoretische Auseinandersetzung erscheint mir namentlich mit Hinblick auf die bewährte Praris nicht nothwendig. und daß ich mich praktisch auf dem richtigen Wege befinde, beweist noch heftiger als von Herrn v. E. mir, daß ich auf das Heftigſte - von den Todfeinden des Konsum- Genossenhaftswesens, von den. So hat am 16. Januar Kleingewerbetreibenden angegriffen werde. der Verein der Fleischermeister Südost und Nixdorf folgende Nesolution einstimmig angenommen: Genoffe A. fährt dann fort:„ Das Ganze erhält dadurch von vornherein einen ungleich mehr geschäftsmäßigen Charakter und in demselben Maße, wie sich das wollen wir zugeben die Chancen des schnellen Gewinnes vermehren, wachsen auch die Chancen eines geschäftlichen Zusammenbruchs". Wo ist denn in unseren Statuten oder im Kommentar von dem Wunsch eines schnellen Gewinns die Rede? Man hätte denken sollen, daß der Satz das Ganze erhält dadurch von vornherein einen ungleich mehr geschäftsmäßigen Charakter" mit dem Nachjazz schließen würde: und erscheint dadurch um Es wäre ein Leichtes, den Aufsatz des Genossen v. Elm Schritt so gesicherter. Aus den Statuten sowohl wie aus dem für Schritt mit Anmerkungen zu versehen, die das Irrthümliche Die heutige Versammlung des Vereins der Fleischermeister SüdKommentar geht deutlich hervor, daß wir einen Stein nach seiner Auffassung und die Berechtigung meiner Darlegungen, auch Ost und Rigdorf, spricht ihr Bedauern darüber aus, daß ein Privats dem andern aufbauen wollen, daß wir teinen schnellen Gewinn an wo er mich als gänzlich unwissend schulmeistert, darlegen. Nur ein dozent der Berliner Universität( Dr. Arons) die Gründung soziala streben und nicht einmal einen großen Gewinn in den Vordergrund Beispiel, das Genosse v. E. an die Spize stellt, offenbar weil er demokratischer Konsumvereine mit eigenen Geldmitteln betreibt, um stellen, sondern nach und nach und mir auf allerficherster Basis, mich dabei auf der Unkenntniß sogar des Genossenschafts- somit den Führern seiner Partei gutbezahlte Aemter und geschäft Durch die unheimliche Thätigkeit sowohl was den Abfaz als was die Leiter der Produktion und die gefeßes amnageln zu können glaubt. Natürlich weiß ich, daß Leiter des Unternehmens anbelangt, vorgehen wollen. Dadurch es im Gejezz 9 Abs. 2 heißt:„ Die Mitglieder des Vorstandes dieses Privatdozenten wird die Existenz zahlloser Gewerbetreibender werden die Chancen des Gewinns nur sicherer und dadurch und des Aufsichtsraths müssen Genossen sein." Zutreffend aber be- Rigdorfs und Berlins in Frage gestellt. Die Versammlung richtet wachfen nicht etwa die Chancen eines geschäftlichen Zusammens merkt dann z. B. Parifius, der eine Tertausgabe mit Anmerkungen daher an die hohe Staatsregierung die ergebene Bitte, bruchs, sondern sie vermindern sich. Uebrigens ertheilen wir herausgegeben hat:" Vorstands- und Aufsichtsraths- Mitglieder nach Kräften dafür zu sorgen, daß diesem Treiben Einhalt geboten hiermit über die wohlwollende Absicht, die dahin geführt hat, die müssen zwar während ihrer Amtsführung Genoffen fein, aber nicht wird, das sich unmöglich mit der wissenschaftlichen und amtlichen Worte geschäftlicher Zusammenbruch gesperrt zu drucken, während fchen zur Zeit ihrer Wahl." Man tam also irgend eine beliebige Stellung dieses Gelehrten vertragen kann." man das bei schnellem Gewinn" unterlassen hat, dantend Quitting. Person zum Vorstand wählen, diefe hat dann beim Amtsantritt Ich benutze die Gelegenheit, festzustellen, was ja für jeden, der Die ganze Art und Weise, wie Genosse A. unser Unternehmen nur die Formalität des Beitritts zu erfüllen. Das ist auch den beurtheilt" hat, muß den Gedanken nahe legen, daß er mir irrthümlich Hamburgern völlig flar, wie aus dem von mir angeführten geschrieben habe:" Falsch wäre es, derartige Bestrebungen, die sich Unterschied der 88 4 und 29 ihres Statuts hervorgeht. Für mich auch bei uns in Deutschland vielfach regen, irgendwie zu bekämpfen, tam es lediglich darauf an, den Schluß zu begründen, daß die Ham aber wohl ebenso falsch, sie künstlich beleben zu wollen." Irgend burger jofort Fachleute an die Spige stellen wollten, was jetzt Genofie welche Sympathie bezüglich unserer Bestrebungen kann man ihm v. E. bestätigt. wahrlich nicht zum Vorwurf machen. Ueber die Bodenfrage, die ihm ganz und gar verfehlt erscheint, fann man ja berschiedener Meinung sein. Bis wir so weit sind, daß wir eigenen Grund und Boden erwerben können, wird wohl noch mancher Tropfen die Elbe entlang fließen und bis dahin haben wir Zeit, mit dem Genossen A. uns reichlich über diese Frage zu unterhalten. Aber was schadet es denn in aller Welt, wenn man Das Einzige, wogegen ich mich wenden muß, ist die Behauptung des Genossen v. E., daß ich nur irrthümlich geschrieben habe: falsch wäre es, derartige Bestrebungen, die sich auch bei uns in Deutschland vielfach regen, irgendwie zu bekämpfen, aber wohl ebenso falsch, sie künstlich beleben zu wollen; irgend welche Sym pathien bezüglich unserer Bestrebungan kann man ihm( Arons) wahrlich nicht zum Vorwurf machen." Süddeutscher Bock. Der Anstich beginnt Sonnabend, den 4. Februar, in unseren sämmtlichen Ausschanklokalen. Süddeutsche Brauerei Carl Kintz& Co. Aktiengesellschaft. alle Farben, Herren- u. Konfirmandenhüte, Mark Nonnenberg's Restaur., nur neue moderne Sachen,[ 6562* Prima Qualität 1,50 und 2, Die beliebten Arbeitshilte 65 PI. noch Hutfabrik- Komptoir Barnimstr. 4 u. 5. Treptow, Parkstrasse. Großer Saal. Großer Garten. 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B. in Hypothekenform aufnehmen müssen, ist mir natürlich ebensogut bekannt, wie dem Genossen v. Elm. Nirgends habe ich auch bestritten, daß andere Arbeiterorganisationen zu gewissen Zwecken fremdes Stapital benupen tönnen, z. B. Darlehen bei plöglichem Ausbruch eines großen Mit meinen Anschauungen über die Begründung Streits u. a. ni. von Konsum- Genossenschaften hat das aber nicht das Geringste zu schaffen. Leo Aron s. Berliner Bock- Brauerei Actien- Gesellschaft 61ste Saison. Berlin SW., Tempelhofer Berg. 61ste Bockbier- Saison 1899. Eröffnung des Ausschankes am Tempelhofer Berg Sonnabend, den 4. Februar 1899. Unser weltberühmtes Original- Bockbier wird nur in Korkflaschen mit Kapseln ( 20 Flaschen für 3 Mark) verkauft. In der Flasche zwei eingeblasene Böcke. 836L* Kleine Gebinde zu Privatfestlichkeiten. Gefällige Bestellungen werden per Telephon Amt VI. 3019 oder Postkarte erbeten. 1838. Die Direktion. NB. 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