Einzelpreis 70 Seller. Redaktion and Berwaltung: Drag, H., Nelajanta 18 Telephone Tagesredattion: 26795, 31469. Nachtredaktion: 2679Z Bostichedamt: 57544 3nferate werden laut Zarif billigft berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 10. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republit. Dienstag, 25 November 1930. Sturmfatastrophen in aller Welt. 3yklone/ Hochwasser/ Brände/ Gewitter/ Fluten/ Todesopfer. Bezugs Bedingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Vost: monatlich.... Kč 16.vierteljährlich.. halbjährig ganzjährig 48.-96.192.Rüdftellung von ManuStripten erfolgt nur bei Einfendung der Retourmarten. Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich früh. Nr. 276. Um Leben oder Sterben Europas. Zur Abrüstungsdebatte. In Europa stehen gegenwärtig 3,600.000 Prag, 24. November. Der gestrige Wirbel- die Rettungsgesellschaft in unzähligen, meist j tief unter Wasser. Die Einwohner sind zum Teil Soldaten unter zwei Dutzend Fahnen und turm wütete über dem ganzen Gebiete der leichteren Fällen, zu Hilfe eilen. Durch den geflüchtet, andere wieder haben ihr Hab und Gut rund zehnmal soviel würden auf einen Appell Tschechoslowakischen Republik bis zur mittleren Sturm wurde u. a. das Dach des Hangars auf in die oberen Stockwerke gerettet. Da das Wasser ihrer Regierung unter die Fahnen eilen, Slowakei. dem Flugplaze Aspern teilweise abgedeckt und von Stunde zu Stunde stieg, war die Rettung des Seim und Herd verlassen und wieder zur In Böhmen wurde von vielen Orten ein die im Hangar befindlichen Flugzeuge durch die Viehs nur unter größten Schwierigkeiten möglich. Waffe greifen wie 1914. Aber noch ehe sie an starler Wirbelwind gemeldet, der von herabstürzenden Trümmer des Daches leicht be- Brüssel, 23. November. Der Deich von die Fronten eilten, noch ehe der Aufmarsch Sturm gefordert. Grembergen in Ostflandern( Arrondissement Termonde) wurde heute durch den Sturm zerrissen. Geftrandetes Schiff. Sturmflut. tärstaaten an 100.000 MaRegenschauern und in höheren Lagen auch von schädigt. Schneeefall begleitet war. Aus der Westslowakei Das Dach der Servitenkirche wurde durch begonnen wäre, dessen Vollendung ehedem den wurden Gewitter gemeldet, insbesondere aus den Sturm weggerissen. Ein Barackenlager, das ersten Schlachten vorausging, würden 9000 Preßburg, Podzamet, Neutra, Piesthan und Stara Wohnungszwecken dient, wurde vom Sturm Flugzeuge zum Angriff auf die feindlichen Dala, wo zahlreiche Bäume mitsamt ihren Wur- schwer beschädigt. Eine Barade wurde vollstän Hinterländer starten, bereit pro Minute 1000 zeln aus dem Erdreich gerissen wurden. Von den dig demoliert und 30 Familien mußten delo- Kughafen, 24. November. Der im Jahre Phosgen- Bomben von Tonnengewicht abzuBergen wird Frost gemeldet, der bis zu minus giert werden. In einem Wiener Bezirke war 1921 erbaute 3364 Bruttoregiſtertonnen große werfen, gegen die feine Schutzmaske gewachsen bier Grad Celsius erreichte. Vom Hostein wurde die Straßenbahn zwei Stunden hindurch da Dampfer ,, Luise Leonhardt" der Reederei Leoneine Temperatur von minus fünf Grad Celsius durch unterbrochen, daß der Sturm Allee- Bäume hardt und Blumenberg, Hamburg, erlitt infolge it. 20.000 Geschüße vom schwersten Staligemeldet. auf die Strecke warf. Auch der Lokalverkehr der des schweren Sturms bei dem Feuerschiff„ Elbe I" ber bis zum beweglichen Kleingeschütz, 17.500 Franz Josefs- Bahn erlitt Störungen dadurch, Ruderschaden und ist bei Großvogelsand geftran- in en werfer, 5000 Tanks mit je vier Störungen im Bahnbetrieb. daß Bäume im Stift Klosterneuburg auf das det. Man nimmt an, daß das Schiff bei dem Maschinengewehren und Prag, 23. November. Der am 23. d. M. Bahngeleise geworfen wurden. Sehr groß ist die Großen Vogelfand auseinandergebrochen und schinengewehre, deren jedes an Feuerfrüh wütende Sturm verursachte im Eisenbahn- Zahl der Personen, die durch die Sturmschäden untergegangen ist. Von der dreißig Mann star wirkung 80 Schützen von anno 14 ersetzt, betrieb gewisse Störungen. So z. B. entgleiste verletzt wurden. Es handelt sich auch um einige fen Befaßung fehlt jede Spur, so daß man leider stehen zur Austragung des nächsten ,, Gottesauf der Strede Beneschau- Tichertschan um schwere Fälle, von denen zwei mit Lebensgefahr annehmen muß, das sie den Tod in den Welgerichts", zur Würze des nächsten Stahlbades der Völker bereit. Wer hätte beim Hören die8 Uhr 30 Min. die Lokomotive des Schnellzuges verbunden sind. Auch ein Todesopfer hat der len gefunden hat. Rr. 13 auf offener Strede, da sie auf eijerne ser Zahlen noch Lust, diese Maschinerie ein Masten der Starkstromleitung auffuhr, die vom Wien, 24. November. Der gestrige Sturm Hamburg, 24. November. Der außergewöhn- mal in Bewegung zu sehen? Wen faßt nicht Sturm umgeworfen und über die Strecke gelegt hat noch ein Todesopfer gefordert. In lich schwere, Nordweststurm, der gestern bis in die namenloses Grauen vor der Möglichkeit, nur wurden. Es wurde niemand verwundet. Der Rothneusiedel wurde eine Frau von einent Dach Nacht hinein an der ganzen Wafferkante tobte, diesen Apparat zu entfesseln, vor der gefährZug wurde nach Beneschan zurückdirigiert und ziegel am Stopfe getroffen und ist ihrer schweren erreichte teilweise Windstärke 12. Auf der See- licheren, die geheimen Waffen der Miltfeste dann seine Fahrt auf einem anderen Geleise Verlegung erlegen. warte wurden bis 30 Sekundenmeter, also halbe Nach einer Linzer Blättermeldung hat die Orkanstärke, gemessen. In Hamburg mußte die Giftgafe, Bakterien und alles fort. Auch auf der Strecke zwischen Petschek und Boritschan und zwischen Welim und Kolin er gestrige Sturmfatastrophe auch in Oberösterreich Feuerwehr über fünfzigmal in Zä- Teufelswerk der Technik und der Chemic juhren einige Züge dadurch Verspätungen, daß ein Todesopfer gefordert. figfeit treten, um Personen, in deren Säu- in Aktion zu sehen? Aber ganz abgesehen von fie abwarten mußten, bis die Geleise von umge Wien, 23. November.( AN.) Heute juhr in fern die Keller unter Wasser standen, zu retten. den Gefahren des Wettrüstens, kostet uns diese stürzten Bäumen und Telegraphenstangen ge- der Station Sankt Egid bei Wiener Neustadt ein An der Schleuse am Grasfeller drüdten die an- schimmernde Wehr, selbst wenn sie niemals säubert wurden. Wiener Personenzug infolge Ueberfahrens des stürmenden Waffermassen sechs große Schaufenster mehr im Ernstfall. Verwendung findet, eine Signals auf einen in der Station stehenden Zug eines Lederwarengeschäftes ein und schwemmten unglaublich hohe Summe an jährlichen Geftörte Telephonverbindungen. auf, der wegen der Verlegung der Bahnstrecke etwa sechzig große und fleine Stoffer mit sich fort. Ausgaben. Prag, 24. November. Durch den gestern durch den vom Sturm geknidte Bäume hatte um- Durch das Hochwasser wurden u. a. auch das 150 Milliarden Kronen wütenden Wirbelfturm wurden in der ganzen stete schwer und 6 Passagiere leicht verlegt wor- markt und das Weltwirtschaftsarchiv in der Bost- Fünfzehnfache unseres Staatsbudgets- wirft geleitet werden müssen, wobei zwei Bahnbedien- Pestscheckamt, eine Kunsthandlung am RoedingTimechnilowa'ei die Televhonleitungen an wor- markt den sind. straße in Mitleidenschaft gezogen. Das in die laut dem Militärjahrbuch des Völkerbundes zahlreichen Stellen erheblich beschädigt, so insbesondere in Eule, Tannwald, Rumburg, Budapest, 23. November.( MTJ.) Der Kellerräume eingedrungene Wasser richtete an den alljährlich die Welt für ihre Rüstungen aus, Warnsdorf, Kladno, Klattau, Zlin, Trentschin orfanartige Sturm hat in Budapest ein wissenschaftlichen Werken, die hier untergebracht wobei die Militärpensionen noch nicht mite und in Kaschau. Noch im Verlaufe des Sonn- Todes opfer gefordert in der Person des waren, Schaden an. Im Laufe der Nacht ließ der zählen, die auch noch ihre 60 Milliarden jähr lich verschlingen. Auf Europa entfallen von tags oder heute, Montag, konnten diese Störun 50jährigen Fischers Dési, der mit zwei Genossen Sturm merklich nach. Die Sturmflut brachte Stughaven an den 150 Milliarden mehr als die Hälfte, gen im Telephonbetrieb behoben werden. Durch auf der Donau fischen ging. Im Sturme tippte die Entwurzeluna ganzer Baumalleen auf der der Kahn um; zwei Fischer konnten sich durch gestrigen Nachmittag die seit Jahren nicht erreichte nämlich rund 83 Milliarden, und dies Strede Prag- Budweis wurde die telephonische Schwimmen retten, Dést ertrant. Aus verfchie- Söhe von 2.70 über Normal. Der Sturmwind in einem Jahr, in das schon die WirtschaftsVerbin ara mit Seichen. Tor, denen Gebieten der ungarischen Provinz peitschte mit einer Stärle von sieben bis zehn die Eule, Wlaschim, Bedltschan und Budweis gestört. wird gemeldet, daß heute nachmittags um etwa hochschäumenden Wellen gegen den langgestreďten frise ihre Schatten warf, so daß alle Staaten Diese Störungen werden spätestens bis Dienstag 1 Uhr ein Sturmwetter eintrat und dann auch Kurhavener Deich. Das ganze Außendeichgelände, Ursache gehabt hätten, ihr Geld für andere behoben fein. Hagelschauer einsetzte. der alte Hafen und die anliegenden Straßen Zwecke als für Militärausgaben bereitzustelwaren völlig überschwemmt. Vielfach sah man len! Frankreich allein hat in seinem fleine Boote in den unter Wasser gefeßten Stra- Budget, wie Daladier fürzlich in der Benzügen. Durch Schließen der Schotten ist der Stadtteil Alt- Stuyhaven gegen das Eindringen der Flut gesichert worden. Budweis, 23. November. Jm Budweiser Talkessel ist das Wasser in allen Zuflüssen derart gestiegen, daß die Felder, Wiesen, Wege und Stoatsstraßen gegen Leitnowis bis 30 3tm. hoch überschwemmt waren. Nach den letzten Meldun gen weist die Moldau einen Stand von 190 3tm. über Normal auf. Todesopfer in Wien. Funttirme eingestürzt. München, 23. November. Der schwere föhnsturm, der schon während der Nacht über München tobte, brachte heute früh die beiden Funktürme des Senders München- Stadelheim Paris, 24. November. Immer mehr häufen zum Einsturz. Um Dreiviertel sieben tnidte der sich Nachrichten über Schäden, die das Sturm rechte, eine Viertelstunde später auch der linte wetter der Nacht vom Samstag auf Sonntag an Turm in etwa ein Drittel der Höhe zusammen. gerichtet hat. In Dünkirchen sind zahlreiche Beide Türme stürzten in Richtung Südmest auf Gebäude und namentlich die dortigen Safenan Wien, 24. November. Von den bei dem die freie Wiese, so daß wie durch ein Wunder lagen stark beschädigt worden. Aehnliches wird gestrigen Sturm in Wien schwerverlegten Per- weder Gebäudeschaden entstand noch Menschen- aus Dieppe berichtet. In Boulogne fur Mer wursonen ist eine im Laufe der letzten Nacht geftor: leben zu beklagen sind. Die übrige Sendeanlage den mehr als 20 Schiffe von ihren Anterketten ben, so daß die Ortantatastrophe zwei blieb vollkommen intakt. Es wird bereits daran losgerissen. In Lorient ist ein Wasserflug Todesopfer forderte. Drei Personen liegen gearbeitet, eine Behelfssendeantenne zu errichten. terbend in den Spitälern. Auch aus der Umge bung von Wien liegen heute Mitteilungen über die Sturmichäden vor. Wiener- Neustadt wurde seug im Hafen gesunken. Mehrere Schlepper muß ten auslaufen, um in Seenot befindlichen Fisch futtern zu Hilfe zu eilen. In Etretat wurden einige Fischerboote gegen die Mole geschleudert und zertrümmert. Schneeftürme in Amerika. das Stammer mitteilte, nicht nur die sichtbaren sechs Milliarden Francs, sondern weitere, geschickt verschleierte acht Milliarden allein für das Landheer eingestellt, insgesantt also einen Rüstungsbetrag von 18 Milliarden Kronen. Was könnte man mit diesem Geld anfangen, wollte man es friedlichen, nutzbaren Zwecken widmen! Ersparte man auch nur die Hälfte der europäischen Rüstungsauslagen, sp fönnte man mit den ersparten 40 Milliarden Kronen der Wirtschaftskrise in einem Maße zu Leibe gehen, daß Europa wenig von ihr spürte. Es fann gar nicht in Frage stehen, daß die Rüstungsausgaben Europas heller Wahnsinn und offenbarer Selbstmord sind, daß die Vielstaaterei und das Wettrüftent Ulmer Münster beschädigt. Stuttgart, 24. November. Ein von Gemit durch den Orkan besonders stark heimaesucht. Das tern begleiteter Orkan hat in der Nacht zum Dach der Pfarrkirche und der neuen Klosterkirche Sonntag erhebliche Schäden angerichtet. Aus sowie der Fliegerkaferne wurden fait aur Gänze zahlreichen württentbergischen Städten liegen Denver( Colorado), 23. November.( Reu- zwischen den Mächtegruppen weit über den abgedeckt und fait alle Häuser weisen Sturmichaeldungen über Schäden an Dächern, in Gärten ter.) In den Staaten Arizona, Neu- Merito, Weltdurchschnitt die Mächte der alten Welt den auf. Im Kurorte Baden bei Mien wurde der und in den Wäldern sowie über Unterbrechungen Colorado, Kalifornien, Nevada, Texas und Ore- belastet. Man hat errechnet, daß die Vereinig Sturvart verwüftet und zahlreiche Dächer wurden von Starkstrom- und Fernsprechleitungen vor. gon wüteten heftige Schneestürme, wobei 15 ten Staaten von Nordamerika, deren Boltsabgetragen. Die Stroken sind mit zerbrochenen Besonderer Schaden wurde am Ulmer Mün- Bersonen ums Leben kamen. Sieben Personen einkommen ungefähr dem Europas gleichFeniterscheiben überiät. ster angerichtet. Dort wurde das Ausbesserungs- werden noch vermißt. Die Leichen wurden erst kommt, an den Rüstungsausgaben der Welt Wien, 23. November.( AN.) Der heutige gerüft an einem Seitentürmchen durch eine vom gefunden, als die Schneemassen aufgetaut waren. tommt, an den Rüstungsausgaben der Welt Sonntag gestaltete fich infolge des orfanartigen Sturm umgeworfene Fiale und andere stürzenden Kalifornien z. B. wurden drei Zeichen in nur mit 17 Prozent, Europa aber mit 66 Sturms, der in den Vormittagsstunden mit vol- Gesteinsmassen zerstört, desgleichen einige Stände einem Postflugzeug gefunden, das während des Prozent beteiligt sind. Die Abrüstung ist ler Wucht einsetzte und mit einer Stundenge- der Wintermesse, die neben dem Münster aufge- Schneesturmes abgestürzt war. In Los Angeles ein europäisches, zuvörderst mindestens fchwindigkeit von etwa 130 Stilometern mehrere fchlagen waren. Verletzt wurde niemand. Stunden hindurch wütete, in Wien und Umgebung zu einem wahren St a tastrophentag. Schon in den frühen Morgenstunden war Dammbrüche. tamen vier Personen ums Leben und zahlreiche ein europäisches Problem; für Ame Personen wurden bei dem heftigen Sturme ver- rifa hat sie mehr oder minder akademisches letzt, der Samstag über Südkalifornien wütete Interesse, für Europa ist sie eine LebensHamburg, 24. November. Infolge des und wobei der Wind eine Geschwindigkeit von frage. das Wetter abnormal. Unter Donner und Blizz orkanartigen Nordweststurmes brach in den Abend 170 Kilometer, in der Stunde erreichte. Der Um so mehr muß man auf den Widerging gegen sechs Uhr früh ein Gewitter ſtunden des Sonntags bei Bergedorf das Ver- Schiffsverkehr auf dem Weere war völlig lahm- sinn hinweisen, der in der Abrüstungsdebatte mit starken Regenaüssen nieder. Gegen 10 Uhr bindungsstück zu dem alten und neuen Schleuten- gelegt, der Flugzeugverkehr mußte eingestellt feste blößlich ein Sturm ein, der in der ganaraben in einer Länge von etwa 30 bis 40 Meter. werden. Durch die Windstöße wurden zahlreiche vor dem Völkerbundsforum und in der Vorden Stadt an vielen Häusern und Gartenanla- Die vor zehn Jahren gegründete Kriegsbe- Fenster zertrümmert. Auch Hunderte von Bäu- bereitenden Abrüstungskommission des Völkergen Schäden anrichtete. Die Feuerwehrfchädigtentolonie Nettelburg ist vom Was- men wurden entwurzelt. Zahlreiche Gärten, wo bundes liegt. Solange die Abrüstung zwischen mußte ununterbrochen bis sechs Uhr nachmit- fer schwer bedroht. Die vierzig Hektar große die Orangen gerade heranreifen, wurden völlig Staaten diskutiert wird, deren nur wenige ein tags mehr als 600mal ausrüden. Ebenso mußte Fläche mit über hundert Häusern liegt zwei Meter vernichtet. brennendes Interesse an der Lösung des 189 of or55 Seite 2. Dienstag, 25. November 1930. Nr. 276. Problems haben, werden wir nicht von der Form des europäischen Zusam[ bis Hervé. Daß Frankreich die Revision Isition zu sein, die in sachlicher Kritik und ernster Stelle kommen. Es ist ja das Unsinnige an menschlusses, die dem Paneuropa Cou- bewilligen könnte, wenn es dafür die„ Sicher- Arbeit" den Boden für eine bessere, hoffentlich nicht dem Völkerbund von 1919, daß in ihm alle denhove- Ralergis oder dem Bri- heit" einer paneuropäischen Föderation und allzu ferne 3ukunft des Staates( lies: neue möglichen südamerikanischen und ands nahekäme. Dieser Zusammenschluß einer europäischen Armee eintauschte, ist klar. Ministerschaft des Herrn Mayr- Harting) vorbereite. asiatischen Staaten bertreten stößt heute auf den entschiedenen Widerstand Daß ohne die deutsch- französische VerständiDer tschechische Agrarier Dr. Černy sind, während die USA. und Rußland Italiens und seiner Gefolgschaft. Aber er gung alle Genfer Debatten ohne praktisches hielt dann eine ruhige und sachliche Rede, in der fehlen. In Genf ist zwar Rußland bei der wäre nicht aufzuhalten, wenn Frankreich Ergebnis bleiben müssen, müßte schon die bis- er sich gegen die Auswüchse des Nationalismus Abrüstungsdebatte vertreten, aber der Mangel und Deutschland einig wären. Ohne herige Erfahrung lehren. So hat die Genfer gierungsbeteiligung deutscher Parteien warm einim tschechischen Volte wendete und für die Rebleibt bestehen, daß die Abrüstung vor einem Zweifel könnten sie auf die sichere Gefolg: Debatte nur den einen akademischen Zweck, frat. Bemerkenswert waren aber vor allem seine viel zu großen Forum diskutiert wird, statt schaft aller Mittel- und Kleinstaaten außer wirklich nur eine ,, vorbereiten de" Feststellungen, daß sich die Landwirtschaft zur daß sie zwischen den vor allem interessierten halb der italienischen Einflußsphäre zählen. Aufgabe: aufzuklären und Be a chleberwindung der Krise durch Umstellung Staaten verhandelt und erst das Ergebnis dem: Das Paneuropa- und das Abrüstungsproblemt tung zu erwecken, damit man endlich in den auf Qualitätsproduktion, Regiona Völkerbund vorgelegt würde. Darum hat die sie sind nur zu lösen durch die in allen weitesten Kreisen, die es angeht, weil sie Gut lisierung usw. vor allem selbst helfen Londoner Flottenkonferenz wenigstens einen Bunften und lüdenlos zu vollziehende und Blut draufzahlen, die Notwendig- müsse und daß sie nur für die notwendige Ueberbescheidenen Ertrag geliefert, weil bei ihr die deutsch französische Verständi- keit der europäischen Abrüstung gangszeit Hilfe vom Parlament in Anspruch großen Seemächte intern und unmittelbar gung. Daß eine Revision der Verträge die erkenne, die für den alten Kontinent in nehmen dürfe. chne die Galerie von Kiebigen und Schlach Grundlage dieser Verständigung sein muß, Krieg und Frieden zur Lebensfrage alles geben müsse, was sie zu ihrer Entwicklung und tenbummlern verhandelten, die in Genf weiß man heute in Frankreich von Herriot geworden ist! dreinreden. Die Abrüstung ist vor allem ein europäisches und sie ist, noch enger umgrenzt, ein deutsch französisches Problem. Das scheinbar wichtigere des französisch- italienischen Rüstungsausgleichs würde an Bedeu= M Beginn der Budgetdebatte im Plenum. Mayr- Harting in Opposition Maßvolle Rede des Agrariers Černy. Man könne aber für das nächste Jahr bestimmt mit einer Reserve von 500 bis 600 Millionen rechnen. Im kommenden Jahr soll etwa eine halbe Milliarde daß wir keine neuen Schulden machen und die alten aus den laufenden Einnahmen amortifieren. Redner befaßt sich dann mit dem desolaten zu stand der meisten Kliniken, geht dann auf die Frage der Resystemisierung ein und erklärt, man werde in nächster Zeit zur Aenderung des Staatsangestelltengeseyes schreiten müssen, da sich das Fest balten an der starren Systemisierung nicht als zweckmäßig erweise. Ueber das Ergebnis der kürzlich abgeschlossenen Reſyſtemisierung legt er eine sehr ausführliche und aufschlußreiche Tabelle vor. Als erster Debatteredner, sozusagen also als Führer und Sprecher der gesamten Opposition, erschien Mayr- Harting Redner betonte, daß man den Minderheiten zu ihrer kulturellen Existenz bedürfen. Man dürfe die Minderheiten nicht dadurch reizen, was man nationalen Chauvinismus oder aggressiven Nationalismus neunt. Lekterer wäre der größte Schaden für den Staat, denn er würde zu schweren nationalen Kämpfen führen, deren Folgen schwer abzusehen wären. Der richtige Nationalismus, den die Tschechen namentlich im Befreiungskampf schäzen lernten, müsse objektiv und staatsmännisch sein. Keiner Minderheit dürfe man Gelegenheit zu begründeten Beschwerden geben. Es wäre weiters der größte Fehler, wenn man die Deutschen nicht in der Regierung zu halten verstünde oder sie enttäuschen würde. begrüßt er dankbar die bisherigen Gegenmaßnahmen Zur Landwirtschaftstrije übergehend, und fordert wenigstens eine Milderung der Herr schaft der Kartelle. Er ist sich bewußt, daß die Krise auch durch den Uebergang von der Produktionsquantität zur Qualität gelöst werden müsse; die Landwirtschaft. müsse sich regional umorientieren. Solange diese Umwälzung nicht durchgeführt sei, müsse man das Parlament bitten, für die Not der Landwirtschaft Einsicht zu haben. Eckert( D. Gewerbep.) bemüht sich, den Nachweis zu führen, daß die Handeltreibenden daran unschuldig seien, wenn sich die gesunkenen Weltmarktpreise im Detailhandel nicht auswirken. Der tschechische Genosse Polach befaßt sich eingehend mit der Wirtschaftskrise und verties auf die vielen Betriebsstillegungen und ihre verheerenden Wirkun gen für die betroffene Arbeiterschaft. tung verlieren, wenn erst zwischen Deutsch- Prag, 24. November. Heute um 1 Uhr mit-| wisser Steuern; verwenden könnte man allerdings land und Frankreich alles im Reinen wäre tags begann die auf mehr als 60 Stunden berech- mur die beiden letzten Posten. und weder Frankreich einen deutschen Angriff nete Budgetdebatte im Plenum des Abgeordnetenfürchten müßte, noch Italien auf Deutsch- hauses mit einem ausführlichen Referat des Gelands Hilfe hoffen dürfte. Immer wieder neralberichterstatters Dr. Hnidet. Die Debatte taucht bei den Abrüstungsdebatten und natür- geht in ganztägigen Sigungen voraussichtlich bis lich auch bei der gegenwärtigen Genfer Ta- Samstag weiter, an welchem Tage die Abstimgung die Frage der„ Sicherheit" auf. debatte in Angriff genommen, die, wie alljährlich, Ohne Sicherheit keine Abrüstung! das ist reichlich Stoff zu einer grundsäßlichen Auseinanheute nicht nur die Parole Frankreichs, son- versehung der einzelnen Barteien mit dem dern auch die seiner Gegner. Einer fürchtet augenblicklichen Regierungssystem bietet. den andern, einer fordert vom andern Sicher- Dr. Hnidek führt an, daß die Budgetdebatte heit, ehe er sie selbst zu geben bereit ist. Wie im Ausschuß ganz unter dem Einbrud der aus diesem Dilemma herauskommen? Wirtschaftskrise stand, die ernst, jedoch Paul Boncour, der in sozialistischen nicht hoffnungslos fei. Davon zeuge die für Jänund Völkerbundskreisen umstrittene Militär- ner bis Oktober mit 1.385 Millionen aftive theoretiker der französischen sozialistischen Handelsbilanz. Sehr augenfällig sei die DispariFrattion, hat in die gegenwärtige Debatte das tät zwischen den Preisen im Groß- und DetailFrattion, hat in die gegenwärtige Debatte das handel, zwischen den Preisen für landwirtschaftentscheidende Wort gerufen: Bölterliche und für Industrieprodukte und die hohe Zinbundsarmee. Er hat dabei ohne Zweifel fenspannung. Ein Mittel zur Beseitigung dieser an das näherliegende und einzig mögliche Mängel werde das Bantengesetz und das Projekt einer Europa( wenn man will: Rarteltgeset sein; mit beiden Vorlagen einer Baneuropa-) Armee gedacht. Sie wäre müsse die Regierung so bald als möglich vor das die Garantie der Sicherheit der einzelnen Parlament kommen. europäischen Staaten gegeneinander und vor- Er befaßt sich dann mit der Budgeterhöhung, einander, sie wäre ein ausreichender Schutz die infolge einer Reihe neuer Geseze uirum des alten Kontinents gegen etwaige äußere" gänglich geworben fei, und verweist auf die des alten Kontinents gegen etwaige äußere" Notwendigkeit der Lösung des Problems der Feinde( Asien, Amerita) und sie machte alle Behrergehalte, der Sanierung der Bruderladen nationalen Armeen überflüssig. Eine Berufs- und des Seilfonds. Sparsamkeit sei am Platz, armee von 400.000 Mann, zu bestimmten doch müffe sie vernünftig getrieben werden, Kontingenten in den einzelnen europäischen und selbst Staaten( mit oder ohne Rußland) angeworvor Investitionsanleihen für rentable Investiben, am besten zum größeren Teil aus der tionen dürfe man sich nicht fürchten. Bevölkerung der Mittel- und Kleinstaaten, Das schmerzlichste Problem sei die Reform der einem gemischten französisch- deutschen Stab staatlichen Administrative, die zu schwerfällig und Das Attivum scheint ihm nur fiktiv, die Budget- Prag, 24. November. Im Senat, der heute unterstehend, würde die Sicherheit Europas zu kompliziert sei. Redner geht dann auf die erhöhung für die Pensionisten, die Weihnachts- nachmittags eine furze Sigung abhielt, wurden nach innen und außen garantieren. Sie könnte Steuerrüdstände ein und führt hiebei an, zulage usw. ist ihm nicht recht, die Anpassung die die Mieterschuhvorlage, im höchsten Falle das Vier- bis Fünffache des- daß die Rückstände an Zuschlägen für die Selbst- des Postens für die Invaliden an den tatsächlichen meindefinanznovelle mit den beiden sen kosten, was Deutschland für seine Reichs- verwaltungslörper 1.557 Millionen ausmachen, wo- Bedarf, wie er sich auf Grund der bestehenden Ge- Steuervorlagen und das Gesetz über die wehr anlegt, also zivei bis drei Milliarden von 762 Millionen allein auf die Gemeinden ent- fezze eben ergibt, leuchtet ihm nicht ein, nur gerade, Abgaben von Amishandlungen aufgelegt und in Mark, rund 20 Milliarden Kronen, daß er die Regierung für die Wirtschaftskrise nicht einer zweiten formalen Sizung den zuständigen Die Referben im Budget zu hundert Prozent verantwortlich macht; aber sie Ausschüffen mit 24stündiger Frist zugewiesen. Im einen Bruchteil des heutigen Rüstungsauf- bestünden vor allem in der Stassa'barschaft von babe sich überraschen" laffen und nichts ernst- Plenum wurde nach kurzer Debatte das Statut wands( ein Viertel nur) und ungefähr den 1.740 Millionen zum 31. Dezember 1929, ferner im haftes unternommen. Mit einem Wort: die bis über das internationale Regime der Meereshäfen, gleichen Prozentjah, den die Vereinigten Saldo der noch nicht verrechneten Bosten, das berige Mehrheit hat es ihm nicht recht gemacht; datiert in Genf vom 9. Dezember 1923. d.battelos Staaten für ihre Wehrmacht ausgeben weitere 270 Millionen zugunsten der Staatskasse selbst das sieht er nicht ein, daß man vor so vielen angenommen. Die Debatte über die heute zugebetrage. Eine weitere Reserve seien die Steuer- anderen notwendigen Dingen zuerst an die Be- wiesenen Gesezentwürfe wird am Mittwoch, den rückstände, die 4.8 Milliarden erreichen, und fämpfung der Wirtschaftskrise denken muß. In 26. um 10 Uhr früh beginnen und voraussichtlich endlich die voraussichtlichen Mehrerträge ge solchen Zeiten sei es eine wahre Luft(!!) Oppo- lam Donnerstag zu Ende geführt werden. Die Voraussetzung einer solchen EuropaArmee und der radikalen Abrüstung aller nationalen Armeen wäre natürlich eine Billo, 18 Sohn von Wotan Yon J. O. Curwood. fallen. auf der Rednertribüne, doch hörte ihm nicht ein einziger seiner Parteigenossen zu; dementsprechend war auch das sonstige Interesse um seine Ausführungen ziemlich gering. Es ist unbegreiflich, wieso man einen Mann, der derart genau Bescheid weiß, wo und wie man es überall besser machen könnte, so leichten Herzens aus dem Kabinett scheiden ließ. In der Praxis während seiner Ministerschaft hat er von die sem Wissen zwar nicht den geringsten Gebrauch gemacht, aber jetzt findet taum eine Post Gnade bor seinen Augen, so unerbittlich ist Mayr- Harting, der Oppofitionelle wider Willen, in seiner Kritik! Nach dem Volksparteiler Nosek spricht dann als legter Redner gegen 9 Uhr abends Genoffe Macoun, der sich nach Stizzierung unseres grundlegenden Standpunktes zum Budget vor allem mit der Wirtschaftskrise und der furchtbaren Notlage des Großteils der deutschen Arbeiterschaft befaßt. Wir werden die Ausführungen des Genoffen Macoun, der unsere Forderungen zur Linderung der Krise präs zifierte, in der morgigen Nummer nachtragen. Senat. Ge sogar einen Meter und noch breiter, und durch Duzendmal hätte er schon Gelegenheit gehabt, I trocken, und hier und dort waren flache Veralle floß Wasser hindurch. Kein Land der Welt sich auf seine Beute zu stürzen, wenn er darauf tiefungen zu finden, in denen die Biber ihre hat je ein besseres Verkehrsnet aufgewiesen ausgegangen wäre. Aber er hatte in feiner Sonnenbäder zu nehmen pflegten. In einer als dieser Biberstaat. Durch die Kanäle hin- Weise den Eindruck erweckt, als wolle er ihnen dieser Vertiefungen legte sich Billo zur Ruhe durch werden Baumaterial und Nahrung zum ein Leid antun. nieder und hielt die Augen unverwandt auf ( Copyright by Francksche Verlagshandlung, Stuttgart.) Hauptstapelplatz, dem Teich geschleppt. In Allem Anschein nach besprachen nun die den Teich gerichtet. Kein Laut unterbrach die Billo war froh, als endlich der Tag an einem der größeren Kanäle nun überraschte Biber diesen Fall. Möglicherweise erzählten die einschläfernde Stille des Nachmittags. Die Biber brach. Er machte sich nicht lange daran, Nah- Billo einen alten Biber, wie er ein übermeter- jungen Tiere ihren Eltern von ihrem Erlebnis hätten alle tot oder in tiefem Schlaf verjunken rung zu suchen, sondern ging gleich zum Teich langes, armbides Stüd Birkenrinde schleppte und davon, daß Billo sie nicht angreifen wollte, fein können, so ruhig war es ringsumher. Sie hinunter. Er schien aber wenig Hoffnung zu das bedeutet ein halbes Dutzend Frühstück, Mit- selbst als es ihm ein leichtes gewesen wäre, sie wußten, daß Billo noch auf dem Damm lag. haben. Noch erinnerte er sich, daß der junge tag- und Abendessen in einer Ladung. Die vier zu fangen. Und es ist mehr als wahrscheinlich, Die Sonne sandte warme Strahlen nieder, und Biber und seine Gefährten wie sich eben oder fünf Rindenstücke innerhalb der großen daß auch die älteren Biber, die heute morgen es war so angenehm, daß es Billo schwer fiel, Tiere verständigen gesagt hatten, sie wünsch- Rinde könnte man Butterbrot und Kartoffeln vor Billo geflohen waren, über ihr Erlebnis die Augen offen zu halten, und es dauerte auch ten nichts mit ihnen gemein zu haben. Aber nennen, während die hochgeschätzte Rinde der Bericht erstatteten und dabei betonten, daß der nicht allzulange, da war er eingeschlafen. doch verminderte ihm das bloße Bewußtsein, Weide und der jungen Erlen die Stelle von Eindringling, obwohl er sie in Schrecken ver- Wie der Alte gerade diesen Augen d daß sie noch da waren, das Gefühl seiner Ein- Fleisch und Pastete für die Biber einnehmen. fette, teine Miene machte, sie anzugreifen. All herausgefunden hatte, ist ein Rätsel, denn schon famkeit. Es war schon mehr als nur das Billo roch neugierig an der Birkentinde, nach das ist sehr leicht möglich, denn wenn Biber fünf Minuten später tauchte er auf, ruhig und Gefühl des Verlassenfeins. Der Hund war dem fie der alte Biber in der Eile losgelassen einen großen Teil der Geschichte eines Weltteils gelassen, ohne im Wasser zu plätschern oder einen wieder start in ihm und in diesen Augenblicken, hatte, und ging dann weiter. Es hatte gar zu machen und Kunstwerke der Ingenieurkunst Laut von sich zu geben. Das war etwa fünfzehn. wenn das Blut des wilden Tieres schlief, be- nicht den Anschein, als wolle er sich verbergen, aufzuführen vermögen, die nur Dynamit zer- Meter von Billo entfernt. Einige Minuten lang drückte ihn das stärker werdende Empfinden, und schließlich konnten ihn mehrere Biber ganz stören fann, ist es nur vernünftig anzunehmen, lag das Wasser unbeweglich, dann schwamm der daß er nicht zur Wildnis gehören, daß er auf deutlich beobachten, bevor er noch dorthin kam, daß fie irgendein Mittel zur Verständigung Biber ganz langsam den Damm entlang quer raftloser Flucht und auf allen Seiten von felt wo der Teich, etwa sechshundert Meter unter- fennen. über den Teich. Auf der anderen Seite stieg er samen Gefahren bedroht sei. halb des Dammes, in den Fluß einmündete. Sei dem, wie ihm wolle, der beherzte Alte ans User und blieb, die Augen auf den Teil des Tief in den Wäldern des Nordens arbeitet Dann ging er gemächlich wieder den Weg zu übernahm es, den Zweifelsfall aufzuklären. Dammes gerichtet, auf dem Billo lag, noch einen und spielt der Biber nicht nur bei Nacht, son- rück und hielt sich den ganzen Morgen in der Es war noch früh am Nachmittag, als Augenblid unbeweglich hocken. Nirgends war ein dern er bemüht auch den Tag, viel mehr sogar Nähe des Teichs auf. Billo zum dritten- oder viertenmal auf dem Biber zu sehen und man konnte bald bemerken, als die Nacht, und viele der Biber waren wach, Die Biber hielten in ihrer Holz- und Damm entlang ging. Der Damm war volle daß der Alte nur ein Ziel im Auge hatte: Billo als Billo in untröstlicher Verfassung das Ufer Schlammfestung Kriegsrat ab. Sie waren sechzig Meter lang, aber an teiner einzigen schärfer zu beobachten. Und als er wieder ins des Sees erreichte. Die ganz jungen Biber offensichtlich bestürzt. Bier Feinde fürchteten fte Stelle floß das Wasser über ihn weg. Das Wasser ging, schwamm er dicht am Ufer enflang. waren noch bei der Mutter im Bau, einer am meisten: die Otter, die im Winter die überschüssige Waffer hatte seinen Abfluß durch Drei Meter vor Billo fletterte er langsam und großen Kuppel aus Holz und Schlamm in der Dämme zerstörte, daß die Biber der Kälte er schmale Schleusen. Vor einer oder zwei Wochen vorsichtig nach oben. Mitte des Sees. Es waren drei Biberhäuser lagen, oder das Wasser trübte, daß sie nicht hätte Billo auf diesem Damm noch die andere Billo lag in seinem Loch verborgen und nur da, von denen das eine einen Durchmesser von mehr zu ihren Vorratsplätzen gelangen fonn- Seite des Teiches erreichen können. Zur Zeit der oberste Teil seines glänzenden Fells war den mindestens sechs Metern aufwies. Billo fiel das ten; den Buchs, der sie alle angriff, die jungen aber bauten der Alte und sein Ingenieur einen prüfenden Augen des Alten sichtbar. Um besser Gehen auf seiner Uferseite nicht ganz leicht, und die alten, und endlich den Fuchs und den neuen Dammabschnit an und hatten zur Er- sehen zu können, streďte der Biber seinen flachen und als er auf der anderen Seite unter den Wolf, die stundenlang auf der Bauer lagen, leichterung der Arbeit fünfzig Meter des Ge- Schwanz am Boden aus und begab sich in sigende Weiden, Evlen und Birken wieder zurüdging, bis sie sich auf die ganz jungen Biber stürzten. ländes, auf dem sie arbeiteten, überflutet. Der Stellung, wobei er die Vorderpfoten wie eint durchzogen Dutzende von Kanälen und Kanäl Billo war doch keine Otter, und wenn er ein Hauptdamm wirkte bezaubernd auf Billo; er Eichhörnchen vor die Brust hielt. In dieser chen treuz und quer seinen Weg. Einige dieser Fuchs oder ein Luchs wäre, benehme er sich strömte in starkem Maße die Witterung der Stellung war er sechzig Zentimeter groß. Stanäle waren dreißig Zentimeter breit, andere heute zum mindesten sehr sonderbar. Ein halbes Biber aus. Der oberste Teil war hoch und ( Forthegung folgt.) Rr. 276. Dienstag, 25. November 1930. Schüßt die Konsumgenossenschaften vor den kommunistischen Zerstörern! die Konsumvereinsleitung sich geteigert hat, den finanziellen Forderungen der kommunistischen Partei nachzugeben und Angestellte des Konsumvereines aus politischen Gründen zu entlassen. " liche Vorteile zu bieten und eine gemeinwirtschaftliche Gesellschaftsform vorbereiten zu helfen; to Konsumvereine werden vielmehr nur ein Instrument der kommunistis schen Partei sein zu dent ausgesprochenen Grunde wird auf die Zerschlagung der bisher einheitlichen genossenschaftlichen Bewegung mit allen Mitteln hingearbeitet. Seite 3. Agrarier und Hausherren. Ueber die sonderbare Politif, welche die tschechische Agrarpartei anläßlich der Verhandlungen über den Mieterschutz gemacht hat, äußert sich das Právo Lidu" mit Recht folgendermaßen: Die Hausherrenfraktion der Agrarpartei Die Kommuisten führen seit langem einen, ist zum Exerzierfelde ausersehen. Im Rei- 3wede, die stellenlos gewordenen Sekretäre diebeftigen Stampf gegen die Leitungen unserer chenberger Konsumvereine soll am jer Partei unterzubringen. Die Gelder, welche Konsumgenossenschaften und gegen die leitenden 12. Dezember d. J. der Käuferstreit einsetzen. nossenschaften hergeben. Beträgt doch der Um- hat versucht, mit dem Schicksal der Koalition die kommunistische Partei braucht, sollen die GeFunktionäre des Gec- Verbandes. Weil die Die Vertrauensmänner haben durch Zirkulare jaz Konjumgenossenschaften und weil der Verband Weisungen erhalten, in welcher Weise dieser saß der Konsumvereine im Gec- Verbande über zu spielen. Eine Fraktion, welche bei einer bisher fast einmütig in der Lage waren zu ver- Streit zu organisieren ist, wie die Streikposten 600 Millionen Kronen, die anvertrauten Spar- felbständigen Kandidatur nicht ein einziges hindern, daß die Genossenschaften ein Spielball vor den Konsumvereinsläben zu stellen sind und einlagen und Anteile der Mitglieder betragen Mandat bekommen könnte! Die Revolte des der kommunistischen Partei werden, wird jeder welche Aufgaben ihnen zufallen. Wenn der Stäu- über 200 Millionen Kronen. Aus diesem Herrn Kalas wurde liquidiert sicher anders, berantwortliche Genossenschafter von ihnen als ferstreit allein nicht die Wirksamkeit hat, den als er es sich vorgestellt hat aber es bleiben ein Sozialfascist" und als ein Gegner des Kommunisten restlos den ganzen Konsumverein da Eindrücke, welche ihre Bedeutung haben. Es Klassenkampfes der Arbeiter hingestellt. Die in ihre Hände zu spielen, dann soll noch fam die innere und politische Disharmonie der Angriffe haben sich in der letzten Zeit fortwährend durch einen Streit des Personales der Druck Agrarpartei zum Vorschein und es zeigte sich gesteigert. Als Ursache dazu werden die Zustände verstärkt werden. Die Kommunisten hoffen da- Daß dabei Millionen von Arbeitergeldern in ihre verbogene Entwicklung vom Lande zum im Reichenberger Konsumvereine genommen. Durch zu erreichen, daß es innerhalb der Genos- Gefahr gebracht werden, daß mit dem Zusam großstädtischen Hauseigentum. Wir haben ge= Die Leitung des Konsumvereines liegt in den senschaftsbewegung zum Bruche kommt und die menbruche eines großen Konsuntvereines auch sehen, daß die Agrarpartei in der GefangenHänden der sogenannten„ kommunistischen Oppo- wenigen kommunistischen Konsumvereine im die Arbeiterbewegung in dem betreffenden Ge- fchaft eines, zweier Mandate ist, welche sie in sition" Die Ursache des Bruches zwischen der deutschen Gebiete aus dem Gec- Verbande aus- biete den schwersten Schaden nimmt, läßt die Stommission von den Hausbesitzern hat, bte Vereinsleitung in Reichenberg und der offiziellen geschlossen werden. In diesem Falle soll der Moskauer gleichgültig. gestern in der Nationaldemokratie und heute in kommunistischen Partei war, daß große Prager kommunistisch geleitete KonsumWir machen alle unsere Parteigenossen der Partei des ,, kleinen Bandvolks" sind. Der verein, die ,, Včela", der Sammelpunkt für die auf das ernst este und nachdrücklichste auf Agrarpartei ist allerdings jedes Mandat recht, tommunistischen Genossenschaften werden. Den die geplanten Aktionen der kommunistischen nur damit sie sich ein geringes Uebergewicht kommunistischen Mitgliedern wird erzählt, daß Partei gegen die Genossenschaften aufmert über die Sozialdemokratie erhält, aber die rechdie Beela" über viele Millionen Reserven ver sam. Wir wissen, daß die Konsumvereine stark nerische Bedeutung der Hausherrenmandate ist fügt, mit denen sie dem kommunistischen Konsumgenug sind, um auch diesen Angriffen zu beschwert mit politischen Nachteilen: Jeder sieht, vereine zu Hilfe kommen wird. Die kommuni widerstehen. Es ist aber notwendig, fich recht- vie unlogisch die Agrarpartei sich zur politi. Nachdem die Kommunisten gerade im Reichen- stisch geleiteten deutschen Konsumvereine verfü zeitig gegen die Schädiger und gegen die schen Priorität verhilft, wie schwach sie als die berger Gebiete jeden Rückhalt in den roten gen gleichfalls über Millionen Kronen von Zerstörer unserer starten Wirtschaftsorganija Partei des Ministerpräsidenten die doch das Gewerkschaften verloren haben, versuchen Sie Spareinlagen, die nicht von ihren Parteiantionen zur Wehr zu sehen. Die vehementen Beispiel der Koalitionsdisziplin geben sollte um so mehr eine Stüge in den starken genossen- hängern dort hinterlegt sind. Angriffe der Kommunisten müssen restlos zer gegenüber einem einzigen ihrer Abgeordneten schaftlichen Bewegung zu finden. Zählt doch der Reichenberger Konsumverein mehr als 9000 Mitschellen und Vorsorge getroffen werden, daß ist und wie schließlich der Dr. Kalas mehr glieder. Durch die immer wiederholten Angriffe es den kommunistischen Fanatikern jekt und bedeutet als alle übrigen 44 agrarischen Abgein den kommunistischen Blättern ist Mißtrauen in Hinkunft unmöglich gemacht wird, aus ordneten. Den ländlichen Wählern der Agrardem starken Fundament unserer Genossen- partei wird es schwerlich in den Kopf gehen, unter die Mitglieder getragen worden. Ein schaftsbewegung auch nur einen Stein auszu- daß gerade die Agrarier mit einer Fuchsie die großer Teil der kommunistischen Macher hat die Die Aufgabe dieser Konsumgenossenschaften Partei kommandieren, ebenso wie sie es schwer brechen. Spareinlagen aus der Genossenschaft zurück- würde es nicht sein, den Mitgliedern wirtschaftverstehen werden, daß ihre Partei angesichts gezogen. Dadurch ist der sonst gut fundierte des Verhältnisses zur Gewerbepartei in Konsumberein, der einen großen Teil der anverPrag eine Organisation agrarischer Polizeileute trauten Spargelder in seinen Gebäuden und gründet, um vielleicht morgen auch die HausBetrieben investiert hat, zur Inanspruchnahme meister und Aschenmänner zu organisieren. eines größeren Warenkredites bei der Gec Solche Mittelchen zur Erhaltung des politischen gevungen worden. Die Sicherstellung eines Primats werben sicher auf die Dauer nicht Teiles dieses Kredites auf den Gebäuden des Konjumvereines ist nicht nur zu einer neuergenügen. Im Gegenteil, je mehr sich die Agrarhineinquetscht, in desto lichen wüsten Heze gegen die Konsumvereinspartei in die Städte leitung, sondern auch gegen die Gec benüßt größere Gefahr bringt sie ihre politische Stelworden. Den Mitgliedern gegenüber wird von lung auf dem Lande, welche ihre natürliche und ursprüngliche politische Grundlage ist. einer Verschacherung ihres Besizes an die Bon Uebrigens kann die Agrarpartei eine Politit zen der Gec gesprochen. maden, wie sie es selbst am besten versteht. Durch ihren Drang in die Städte schneidet sie sich ins eigene Fleisch, auch dadurch, daß er auf Stosten der Stärke der anderen bürgerlichen Parteien geht, in diesem Falle der nationaldemokratischen Partei. Es handelt sich den Kommunisten darum, sich in der Tschechoslowakei eine eigene genossenschaftliche Bewegung zu errichten. Pilsudstis Genatswahlen. Berstärkter Zerror. Warschau, 24. November. Vorläufige polnischen Aufständischen am Samstag nachmitErgebnisse der gestrigen Senatswahlen: Regie- tags die deutsche Schule und hinderten die rungsblock 76 Mandate( früher 46 Mandate), Lehrer und Schüler am Berlaffen des GebäuZentrolinke 14( 26), Nationaldemokraten 12 bes. Gegen 5 Uhr nachmittags zogen die Auf erschienen jedoch erneut an ( 9), Ukrainer 4( 13), Deutsche 3( 5), Chriftliche ständischen ab, Abend. Da die Deutschen Gewaltakte fürchteDemokraten 2( 5), Juden 0( 6). ten, sammelten sie sich nun auch ihrerseits und In der letzten Zeit sind zwischen der Lei- Kattowis, 24. November. Die gestri- als die Aufständischen dies sahen, bildeten fie tung des Reichenberger Konjumvereines und der gen Wahlen in den schlesischen Landtag eine Schützenlinie und gingen gegen die Deut fommunistischen Partei Einigungsversuche ge- ergaben folgendes Gesamtresultat: Regierungsführt worden, welche sich auf die Zusammen- blod 19 Mandate( bisher 10), Korjaniy- Block ichen zum Angriff vor. Es kam zu einer regel arbeit der verschiedenen Parteien( Kommunisten, 19 Mandate( bisher 16)), die Deutschen 7 rechten Schlacht zwischen beiden Parteien. Ein tommunistische Opposition und Sozialdemokra Mandate( bisher 16), die polnischen und polnischer Polizist, der sich an dem Borgehen tische Partei) innerhalb der Genossenschaften deutschen Sozialisten 3 Mandate( bisher 5), die der Aufständischen in Zivilkleidung beteiligte, bezogen. Von den Kommunisten felbst ist in Rommunisten, welche im legten Landtag zwei wurde bei dem Zusammenstoß erschlagen. Der Bethlen- Beuch in Berlin. früheren Konferenzen und auch in den Konjum Mandate besaßen, haben bei den gestrigen WahWarschau, 24. November.( Tsch. P.-B.) Heute bereinen, wo die Kommunisten in der Minder- len fein Mandat erlangt. Berlin, 24. November.( Wolff.) Der Besuch Gele beit sind, das Verlangen nach Einführung des Gelegentlich der Wahlfämpfe ereigneten sich nachmittags fand die Sigung der stattlichen Wahl des ungarischen Ministerpräsidenten hat Berhältniswahlrechtes für die Delegierten zur gestern in Polnisch- Oberschlesien zwei blutige fommission statt. Die Vertreter der oppofitionellen genheit zu eingehendem Gedankenaustausch des Generalversammlung und für die Zusammen- Borfälle. In Galatovice wurde der Polizei- Parteien brachten einen Protest gegen die Stel Reichskanzlers und des Reichsministers des Ausjehung der Vereinsleitung gestellt worden. Die funktionär Snopka überfallen und von unbe- lungnahme des staatlichen Wahl ommiffärs Dr. wärtigen mit Graf Bethlen und den Heren feiZeitung hat sich bereit erklärt, auf Grund des kannten Tätern erdolcht. In Neudorf wurde Gizycki in der Angelegenheit der Wahrung des ner Begleitung geboten. Hiebei wurde die geBorschlages der kommunistischen Partei Ver- während eines Zusammenstoßes zwischen Bla Wahlgeheimnisses ein. Die Stommiffion nahm famte politische Lage unter besonderer Berück handlungen mit den anderen beiden Parteien tatansträgern der Kommunisten und des Regie- sodann die Verteilung der Mandate von der soge- fichtigung der Deutschland und Ungarn gemeineinzuleiten. Sie hat weiter zugesagt, die Einberungsblods das Mitalich des Verbandes der nannten Reichskandidatenliste vor. Der Bevoll fam betreffenden Fragen und Interessen erörtert. rufung der Mitgliederversammlungen und der ehemaligen oberschlesischen Aufständischen der mächtigte der nationaldemokratischen Partei, In den Besprechungen wurde die volle Rechtsanwalt Nowodworski, legte ein ausführle bereinstimmung in der Beurteilung Generalversammlung durchzuführen. In den Bergarbeiter Stelmach erschossen. Mitgliederversammlungen, welche im Frühjahre liches Memorandum vor, in dem u. a. verlangt aller dieser Fragen und mit besonderer Befriedi stattgefunden haben, sind überall Delegierte Berlin, 24. November. Zu den Ereig wird, daß die Wahlresultate solange nicht als gung das Fortbestehen der meldet das definitiv anerkannt werden, bis das der kommunistischen Kreisleitung nissen in Polnisch- Oberschlejien als Redner aufgetreten, im Gegensatze zu den Wolff- Büro: In dem Dorfe Golajchowik belas Oberste Gericht alle eingelaufenen Proteste und Bestimmungen des Statutes, daß nur die Mit- gerten Angehörige des sogenannten Bundes der Beschwerden gegen den Wahlverlauf erledigt hat. glieder der Verteilungsstellen teilnahmsberech tigt find. Die Antwort, welche die Konjumvereins leitung der kommunistischen Partei auf ihre ter auf gemeinsamem Schicksal, auf gleichgerich teten politischen Zielen und auf enger kultureller Verbundenheit fest begründeten freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Völtern festgestellt. Deutsche Böllerbundbeschwerde gegen den polnischen Wahlterror Eine wichtige Rolle spielen in den Unterhaltungen zwischen den deutschen und den ungaVorschläge gegeben hat, wird nun in verschärf- Berlin, 24. November.( Eigenbericht.) Die, auch das Material zur Begründung der Beschwerde rischen Staatsmännern die wirtschafttem Maße nicht nur zur Heze gegen den Reilichen Probleme der beiden Länder im Rahthenberger Konfumverein, sondern gegen die deutsche Regierung will nach Eintreffen genauen übermittelt. Inzwischen suchen die deutschen National- men der gegenwärtigen Wirtschaftskrise. Als Erchen Sozialdemokraten an leitender Stelle stehen, gegen die Deutschen anläßlich der Wahlen aus sozialisten die Vorgänge in Ost- Oberschlesien für gebnis dieser Besprechungen wurde verabredet, gesamten Konsumgenossenschaften, in wel amtlichen Materials über die in Oftoberschlesien geübten Terrorakte Beschwerde beim benügt. Die kommunistische Partei erklärt: icölkerbund erheben, der im Jänner zu- land, daß die sogenannten polnischen Aufstän- Sandelsvertrages Ende Feber oder Anfang ihre Zwede nußbar zu machen. Unter dem Vor- die Verhandlungen für den Abschluß eines 3- wand, März 1931 aufzunehmen. werde nie zugeben, daß sozialdemokratische Fühsammentritt. Der deutsche Generalfonful in bischen bereits Grenzverlegungen verübt hätten, März 1931 aufzunehmen. jomit Leute in die Konsumvereins Ratiowik, der zugleich Bertreter Deutschlands fordert der Stahlhelm z ur Bildung von leitung kommen, die den Arbeitern das Brot beim Völkerbund ist, hat vom Auswärtigen Amt Selbstschußorganisationen auf. Offen perteuern". Die Kommunisten wollen vielmehr, den Auftrag erhalten, an Ort und Stelle das bar glaubt man, der deutschen Minderheit in Gegen die Nazi- Platte. so wie es der Führer des Merseburger Kon- genaue Material zu sammeln und der Reichs- Polen zu helfen, wenn man an der polnischen die Frage, wie dem Treiben der Nationalsozia Berlin, 24. November. Mit Bezug auf fumvereines Erdinger im Feber auf der regierung sofort darüber zu berichten. Kreistonferenz in Reichenberg ausgesprochen Minderheit in Deutsch- Oberschlesien Bergeltung hat, daran festhalten, daß übt. Daß damit nur das Gegenteil erreicht listen ein Ende gesetzt werden könnte, wird dem würde, ist allen Einsichtigen llar. In Deutsch- Montagmorgen" von zuständiger Seite erklärt, Oberschlesien will man von solchen deutschen daß die Behörden nunmehr es für notwendig Repreffalien gar nichts wissen. halten, sich nicht nur mit der strafrechtlichen Verfolgung der Täter, sondern auch mit ihren Gesinnungsfreunden, ihren politischen Führern und ihrer Organisation zu befassen. Ein Verein, der auch nur stillschweigend duldet, daß zahlreiche seiner Mitglieder strafbare Handlunbie Anteilnahme am politischen Kampfe und nicht die wirtschaftliche Führung entscheibend ist für die Aufgaben des Konsumbereines. Wenn eine solche Beschwerde an das Völker bundsekretariat gerichtet wird, gibt dieses den Ratsmitgliedern umgehend davon Kenntnis und es wird stärkste Fraktion die Präsidenten des Parlaments und der Regierung stellen könnte. Seipel legt Köder aus. Die Konsumvereine sollen zum illenlosen Werkzeuge der kommu Wien, 24. November.( Eigenbericht.) Der Es ist natürlich nicht anzunehmen, daß istischen Partei gemacht werden. Das ist das um und Auf des ganzen Kampfes neue Nationalrat wurde für den 2. Dezember zu der Schoberblock in diese offene Falle geht. Das gegen die Konjumvereine. Daß die Kommuni- einer Ronstituierung einberufen. Die Chriftlich Organ des Landbundes, das Neue Wiener ften jebes 3usammenarbeiten in den sozialen haben den Plan, mit der unverän Extrablatt, schreibt bereits, Seipel habe vergefGenossenschaften mit andersdenkenden Arbeitern berten Regierung Baugo in vor den fen, daß die Chriftlichsozialen heute eine Minderberhindern, dafür sind die Konsumvereine Nie- Nationalrat zu treten. Die Berhandlungen zur heit feien. mes und Raspenau der beste Beweis. Um aber Bildung einer Regierungsmehrheit haben keinerdoch Einfluß auf die Genossenschaften zu gewin- lei Fortschritte gemacht. nen, greifen die Kommunisten nunmehr zu den legten Mitteln. Sie versenden an ihre Vertrauensleute ein Zirkular, in welchem sie in allen Konsumvereinen zum Boykott der Gee- Artikel aufrufen. In Moskau alles ruhig. Heute abends hat in der Christlichsozialen Berlin, 24. November. Wie die ,, Vossische Nachrichtenstelle Seipel einen Vorschlag zur Seitung" mitteilt, ist es der Redaktion des Blattes Lösung der Krise veröffentlicht, der nichts weni gelungen, eine telephonische Verbindung mit Mosger wünscht, als daß alle nichtsozialistischen Par- fau zu erhalten. Bereits zehn Minuten nach der teien sich in einer Arbeitsgemeinschaft Anmeldung kam das Gespräch zustande und wenn in Form einer einzigen Frattion im Parlament auch die Berständigung nicht gerade gut war, jo Sie wollen weiter in allen Konsumvereinen zusammenschließen sollen. Nach außen soll diese fonnte die Redaktion doch aus sicherer Quelle die Leitungen dadurch in Schwierigkeiten brin- Frattion gefchloffen auftreten, nach innen sollen feststellen, daß in Moskau alles rubig ist. gen, daß fie eine Stampagne zur Behebung der die Parteien selbständig sein. Seipel hat auch ein Von Unruhen tönne feine Rede sein. Es ist viel Spareinlagen einleiten. Besonders das Gebiet ganzes Statut für dieje parlamentarische Mehr- Schnee gefallen und die Straßen zeigen ihr norbes Teichstätter und Komotauer Konsumvereines heit ausgearbeitet und meint, daß man damit als males Bild. gen begehen, verstoße gegen§ 1 des Vereinsgesetzes. Man habe, so schließt die Auslaffung, also auch ohne Anwendung des Republikschutzgesetzes allein durch das Vereinsgesetz in Verbindung mit dem allgemeinen Landrecht eine Handhabe zur Auflösung der Berliner natio nalsozialistischen Partei. Politisches Attentat in Irland. Dublin, 24. November, Gegen den Innenminister des irischen Freistaates, General Mulcahy, wurden gestern abends, als er in sein Haus frat, Schiffe abgegeben. Die Wache erwiderte das Feier. Bei der Schießerei wurde ein Mann der Wache verwundet. die die Flucht ergriffen, sind in der Dunkelheit entkommen. Die Täter, Seite 4. Lagesneuigkeiten. Wehrpflicht und Kelloggpakt. Dienstag, 25. November 1930. ermitteln wäre. Beispielsweise könnte der gewiß oder der Gewichtigkeit des Mannes, für den die bescheidene Say von 10 Hellern auf jeden Kopf Waage der Gemeinde Wien absolut unzureichend der Bevölkerung entfallen. ist? Aber vielleicht entschließt sich die Gemeinde, soll. Bom Rundfunt. Mittwoch. Nr. 276. und bir 16.00 Frankfurt: 22.00 Opern ein Bolts London II: Wien: 20.00 Der Messias, Oratorium von G. Fr. 11.15-12.00 Schallplatten. 18.25-18.55 Denische Der Doppelmord in der Thebener Schloß- ciwas für den unzufriedenen Antimarristen zu rbeitersendung: Abg. Wenzel Jakich. Prog: Bei den Helzbauers 20.05-21.00 Blasmufit. 21.00-21.30 Biolin Die Prozesse gegen die Kriegsdienstverwei- ruine. Vor dem Preßburger Geschworenengericht tun; man darf keinen Kritiker leichter nehmen, im Böhmerwald. Tzert. 21.30-22.00 Klavierfonzert. Brünn: 11.15-12.00 Schallplatten. 18.20-18.55 Deutice Sendung. Breift. gerer werden modern; Rudolf Kubala, ein be- wurde die Angelegenheit des Aushilfsfinanzauf als er ist. Vom Nährwert des Bieres. Im Weckruf" Senator Prof. Dr. Joh. Polach: Friedrich Engels fannter Bazifist wurde vor kurzem das Opfer der sehers Franz erst in verhandelt, der am 5. Mai Arbeiterklasse. 19.30-22.00„ Der Freischüs", Oper von Weber. d. J. in der Ruine Theben seine Geliebte Elisa- lesen wir: In Dresden sprach im Hygiene- Wah. Dirau: 11.00-12.00, 15.00-16.00 Schallplatten. 18.00 Kelloggpaftwürdigung unsrer Militärbehörden, die Prekburg: 11.30-12.00 Schallplatten. ihn auf zwanzig Monate in wahrhafte Ehrenhaft beth Matula und ihre Freundin Zora Klasovit museum am 19. September 1930 im Auftrage bis 18.10 Sallplatten. 12.00-13.30 Mittagskonsert. 13.30-13.45 Schallplatten. schickten, weil er den Dienst mit der Waffe ver- erschossen hatte. Kristin hatte sich nach der Tat des Deutschen Brauerbundes Dr. phil. et med. siedertonseri. 16.30-17.30 Rammermusif. 17.30-17.50 lapier weigert und sich nur zu Zivildiensten bereit erklärt sur Gendarmerie begeben und dort mitgeteilt, daß von Hahn von einem Hamburger Krankenhause forsert. 18.05-18.55 Biolitongert. Tonzert. Rönigsberg: 21.05 Ein Kamp um den Pol, Höriviel. die beiden Frauen Selbstmord verübt hätten. Spä- über den Ernährungswert des Vieres. Die in München: 20.35 Am Brunnen vor dem Tore, hat; dasselbe Brünner Divisionsgericht verdonnerie den Soldaten Franz Milet aus Oder- ter gestand er jedoch, sie auf ihr Verlangen Dresden tagende Gesellschaft deutscher Nerven- iederspiel. Bändel, London: I.: 22.05 Ormesterfonzert. berg wegen derselben ,, Straftat" zu zwei Monaten erschossen zu haben. Sich selbst zu erschießen, ärzte gab in einer Entschließung die richtige 1.00 Simphonicfonger. Kerlers, weil er sich weigerte, bei der Waffen- habe er nach der Tat den Mut verloren. Kristin Antwort und Abfuhr:„ Die Gesellschaft deutscher übung Waffendienst auszuüben. war des Doppelmordes angeklagt, doch änderte Nervenärzte muß es als Frreführung der öffent- Chicago wird wiederum durch Räuberban der Staatsanwalt während der Verhandlung die lichen Meinung ansehen, wenn bei der Beurteiden in Aufregung versezt. In einem Teil der Diese Judikatur müßte doch eigentlich in Anklage wegen verschiedener zutage getretener lung der Bedeutung des Biergenusses für die Stadt haben die Räuber zwei Frauen erschos einem Staat, der im Kelloggpatt der ordnungs- Umstände auf vorsätzliche Tötung in zwei Fällen Gesundheit in erster Linie der Nährwert des sen und eine Frau ernstlich verwundet. In mäßig ratifiziert und in der Gesetzesſammlung ab. Kristin wurde dieses Verbrechens ein Bieres hervorgehoben wird. Denn infolge seines einem anderen Stadtteil überfielen die Räuber veröffentlicht wurde den Krieg als interstimmig für schuldig erkannt. Auf Grund Alkoholgehaltes ist das Bier troß seines Nähr eine Restauration und beschossen die vor ihnen nationales Verbrechen gezeichnet und dieses Verdiktes wurde der Angeklagte zu zehn wertes durchaus nicht als zweckmäßiges ode: flüchtenden Gäste aus Revolvern. Drei eu auf ihn feierlichst Verzicht geleistet hat, das größte a hren Zuchthaus verurteilt. Kristin er auch nur harmlojes Voltsnahrungsmittel zu befanden dabei den Tod. Befremden hervorrufen. Ver- flärte Es ist bei den Ver- flärte die Strafe anzunehmen. Der Staatsanwalt zeichnen. Der Alkohol schädigt nachgewiesenerfechtern der allgemeinen und uneingeschränkten und der Verteidiger erbaten sich drei Tage Be- maßen auf chemischem Wege die Organzellent, denkt Albert Einstein auf Einladung der Eilson Einsteins Amerifa- Fahrt. Mitte Dezember ge Wehrpflicht sehr beliebt, darauf hinzuweisen, daß denfzeit. insbesondere die Nervenzellen, vor allem, wenn Sternwarte nach Amerifa zu fahren, um dort einige nitr der Angriffstrieg gemeint ist und daß das Langsam geht es mit der deutschen Klein- er in Mengen genossen wird, die auch nur einen Beit zu arbeiten. Der Gelehrte hat die zahlreicher, Vaterland verteidigt und die Armee wehrhaft erDie Regierung von Teil des täglichen Nahrungsbedarfs decken sollen. an ihn sonst noch ergangenen Einladungen zu halten werden müsse." Nun zeigt sich in der letzten staaterei doch zu Ende. Die Regierung von Teil des täglichen Nahrungsbedarfs decken sollen. hat dem Landtag eine Die Gesellschaft hält es für ihre Pflicht, darauf Empfangsfeierlichkeiten abgelehnt, desgleichen Zeit die Verteidigung des Vaterlandes vor allein Mecklenburg- Strelitz in ständiger Bereitschaft bei sozialistischen Demon- Vorlage über den Anschluß des hinzuweisen, daß die große Verbreitung des selbswerständlich die zahllosen Angebote aller mög strationen, bei„ Sicherung" der öffentlichen Ord- andes an Preußen zugehen lassen. Die Biergenusses und das ungeheure Angebot au lichen Firmen, für die Einstein, gegen ungeheu lichen Firmen, für die Einstein, gegen ungehen nung vor den Kundgebungen hungernder Arbeits- Vorlage jicht als Termin der Vereinigung den Bieren jeder Art für die Volksgesundheit und res Entgelt natürlich, sich lobend über Zigarettenloser, in Spanien etwa darin, daß man streifende 1. April 1931 vor. Die Gebiete Stargard und Volkswirtschaft eine schwere Gefahr bedeutet. marten, Abführmittel oder sonst etwas aussprechen Arbeiter niederknallt und in Polen bei Vorberei- Razeburg sollen nach dem Plan der Regierung Reichlicher Alkoholgemuß, auch reichlicher Bier- marten, Abführmittel oder sonst etwas aussprechen tung und Durchführung eines Wahljiegs von den benachbarten preußischen Provinzen ange- genuß fest, auch wenn es sich noch lange nich Etwas vom Rauchen. Zunt 400. Geburtstag Pilsuditi und seiner Schergen. Ob diese Ver- gliedert werden. Die drei Aemter von Mecklen- unt Trunksucht handelt, die Leistungs- und Jean Nicots, der das nach ihm benannte Gift und Jean Nicots, der das nach ihm benannte Gift und wendung" der Wehrmacht außerhalb des Begriffes burg- Strelik würden dann als preußische Kreise Widerstandsfähigkeit des Organismus erheblich den Genuß des Rauchens nach Europa gebracht hat, Angriffstrieg" steht, wird für Leute, die nicht innerhalb dieser Provinzen übernommen wer- herab, verkürzt die Lebensdauer, begünstigt die wurden in Frankreich verschiedene Festlichfetten ver profeffionierte Jubelsänger des lustigen Soldaten- den. Preuzen soll bei der Uebernahme des Entstehung von Geschlechtskrankheiten, Unfallen anstaltet. Unter ihnen auch einige Rauchett lebens und Lagertreibens find, ohnehin sehr Staatsvermögens die Hälfte der Erbpachten und Verbrechen. Auch wenn man von den be- beverbe. Bei der Konkurrenz der„ graziosesten Hou zweifelhaft bleiben. Jedenfalls hat die Tschecho- und Grundzinsen erlassen und die andere Hälfte kannten ver heerenden gesundheitlichen und sozia cherin", an der sich zehn Frauen beteiligten, fiegte lowatei mit Unterzeichnung des Kelloggpattes gegen eine billige Ablösungssumme in etwa 10 len Folgen der eigentlichen Truntsucht absteht, der befannte Revue- und Filmstar Maud Boto unt einen Grundsatz angenommen, den ihre eigenen Jahren freigeben. Der zu bildende Gemeinde- belastet der überreichliche Alkoholverbrauch des mehrere Zigarettenlängen. mehrere Zigarettenlängen. Das Zigarrenschnell Geseze wie obige Urteile zeigen als straf vedverband soll für 10 Jahre von der Grund- deutschen Volkes das Versicherungs- und Fürauchen gewann ein Herr Clément, der eine„ Sena bare Handlungen bezeichnen. vermögenssteuer befreit werden. Außerdem sorgewesen und die Rechtspflege mit ungeheuren tor" in zwei Minuten, zwanzig Sekunden zus Die Wehrpflicht ist im§ 12 der Verfassung soll Preußen noch einige Kleinere Verbindlich- Kosten, die zusammen mit der Einbuße an Kraft rauchte. Der Gewinner im Pfeifenlangjamrauchen und Gesundheit einen unerjeßlichen Kapitalber- fog 39 Minuten lang an einer Pfeife Tabak. aufgenommen. Die Gewissen- und Meinungs- feiten übernehmen. freiheit, die angeblich jeden Staatsbürger durch Explodierendes Blitzlichtpulver. Aus Wien lust für die deutsche Gesamtwirtschaft bedeuten." In den vereinigten Ausschüssen des deutschen Reichs Der Vatikan will eine Luftflotte bauen. rates hat der Reichsfinanzminister mitgeteilt, wel § 117 der Verfassungsurkunde gewährleistet ist, wird gemeldet: Als Montag mittags ein in einem wird dadurch zur bloßen Phrase, daß sie sich nur photo- chemischen Werk im 19. Bezirk beschäftigter Das Schraubenflugzeug des Italieners Corri- chen Beitrag die Tabakraucher zu den Reichsfinat im Rahmen der Gefeße" äußern darf. Wenn die Arbeiter Bliblichtpulber mijchte, erfolgte dino d'Ascanio, das ohne jeden Anlauf ab- zen liefern. Sie zahlen im Jahre 1.4 bis 1: 5 Wil Wehrpflicht als Bestandteil einer Verfassung auf- plöglich eine mächtige Explosion, die im Nu die fliegen und auf dem geringsten Raum landen liarden Mart an Steuern. Der Finanzminister genommen wurde, so ist das Wehrgesetz vom Räume mit den Chemikalien und den Papier- tann, ist das idealste Flugzeug für Staaten, in fügte hinzu, daß auch ein Tababmonopol keine höb 19. Mär; 1920 ein Verfassungsgesetz, die Wehr vorräten in Brand steckte. Durch die Explosion denen fein Platz für die Anlage eines Flug- ren Summen tragen tönnte, als die auf Grund der pflicht nach§ 2- bestehend aus der Präsenz barsten in den umliegenden Häusern etliche Fent- plazes vorhanden ist. Daher zeigt der Vatikan neuen Beschlüsse in Aussicht stehenden Einnahmen. dienstpflicht und dem Dienst in der Reserve sterscheiben. Der Brand konnte von der Feuer- großes Interesse für dieses Flugzeug und, falls fönnte daher nur durch ein Verfassungsgejet be- wch gelöscht werden. Der Arbeiter fand unter Bie weiteren Versuche mit der Maschine d'Asca- Der Herr Geheimbde Nat Goethe. seitigt werden. Solange das Wehrgesetz nicht ge- den Trümmern den Tod. Zwei Angestellte er- nios befriedigend verlaufen, will der Papst, wie ändert wurde, werden die Militärgerichte nach litten schiere, zwei Feuerwehrleute leichte Ver- gemeldet wird, Schraubenflugzeuge für seine dem Buchstaben des Gesetzes recht haben, denn letzungen. fünftige Luftflotte bestellen. auch die Veröffentlichung des Stelleggpaties lann Unmittelbar nach dem Tode ihres Gatten Die Prager Polizei verhaftete Montag früh nach§ 33 der Verfassungsurkunde die Verfassung nahm am Sonntag in Bruck a. d. Mur Frau nicht ändern. Bei diesem Stande der Gesetz Luise Ballas und ihre ledige Schwester Vero- F. Soukup, einen der Einbrecher, die am 3. d. M. gebung ist es vollkommen gleichgültig, ob die Annal. Die beiden Frauen wurden in tiefer Be- in Senohrab die Bahnhofstrafit ausraubten. Die geklagten nad§ 45 des Wehrgesetzes zu Arrest bis wußtlosigkeit in das Spital gebracht, wo sie bis Diebe versteckten damals ihre Beute in einem drei Monaten oder nach§ 48/49 zu Arrest bis zwei Montag abends trotz ärztlicher Hilfeleistung das Strohschober, wovon die Gendarmerie Kenntnis Jahren oder wegen Jujubordinationsverletzung it Bewußtsein noch immer nicht erlangt haben, so erhielt und deshalb diesen beobachtete. In der acht wollten die Einbrecher ihre Beute aus dem daß an ihrem Aufkommen stark geziweifelt wer- Bersted holen, wobei es zwischen den Gendarmen Sicher ist nur eines, daß eint derartiger den muß. Red tszustand grotest ist. Was soll man von Beim Kohlensuchen verschüttet. Am Sams- und den Dieben zu einer Schießerei fam, bei der cinem Stand der Geseke halten, der vor allen tag Nachmittag sah ein Angestellter der Ge- ciner der Täter, Anton Hidina, erschossen und ein Völkern feierlich verfemt wird. Wenn der Krieg meinde Predlig bei Aussig beim dortigen Tagban hente verhafteten Soukup gelang es, damals zu dem Geiste des Kelloggpattes nach ein Verbrechen der Grube Delius" eine Hand aus der Erde entkommen. Gemeinsamt mit Soufup wurde auch wurde, statuiert der Staat dann vor dem inter- ragen. In der ausgegrabenen Leiche wurde der seine Frau und der Hehler, Krustka, verhaftet. nationalen Forum nicht selbst das Recht, den 25jährige Max Just aus Alt- Predlitz festgeEin Waggon brennt. Sonntag, furz nach MitKriegsdienst zu verweigern? Es wäre daher sicher stellt, von dem bekannt war, daß er öfters in die notwendig, daß die innerstaatlichen Geseze dem verfaffene Grube Kohlen suchen ging. Just hatte tag, fing auf der Strecke bei Bechowis ein geschlosKelloggpalt angepaẞt werden und daß praktisch der das Erdreich wahrscheinlich zu start untergra- senter, mit Holz beladener Güterwagen, Feuer. Geist der Demobilisierung auch in unsere Gesetze ben und die Erdmassen, die durch die letzten Der Waggon wurde sofort abgekoppelt und auf Eingang findet Man fann auf die Dauer von Regenfälle sehr naß waren, dürften ihn verschüt- ein Nebengeleise der Bechowizer Station gebracht. einem Staatsbürger nicht verlangen, die Außen- tet haben. Die ärztliche Untersuchung stellte Der Waggon und die ganze Ladung verbrannten. su Goethe und flopfte ihm auf die Schultern: politik zu desavonieren. Sterfer verurteilt werden. Walter Lustig. Tod durch Ersticken fest. Nur Anekdoten. " Als im Softheater zum ersten Mal Goethes Natürliche Tochter" aufgeführt wurde, sagen in einer Loge dicht neben dem Dichter zwei Studenten ans Jena. Einige Szenen des Etüdes waren B reits ohne jeglichen Erfolg vorüber. De fragte einer der Studenten den anderen: " 1 Von wem mag das Stüd sein?" „ Ich glaube von Bulpius!" E Goethe ärgerte sich sehr über diese Antiport und besonders, daß er mit seinem späteren Schwa ger Bulpins verwechselt wurde, dem Vertreter des blutigen Räuberromans. Er baugte sich zu den dent Studenten: ,, Sie irren sich, das Stück ist von Goethe." ,, Das glaube ich nicht", zuckte der Student ver ächtlich die Schultern. Jch ntuß das besser wissen, denn ich bin Das Spid Goethe!" entrüstete sich der Dichter. ging meiter und bekanntlich wurde das Werk schr geringschäßig und ohne Beifall aufgenommen. Beim Verlassen des Theaters trat der Student Sic, ich glaube, das Stück ist doch von Ein Zeichen der Zeit. Im Anzeiger für Bulpius!" Berg, Hütten- und Majchinenwesen" inseriert ein stellungsloser Angestellter: Welcher Baumeister auf Land oder Kleinstadt stellt mich als Techniker ein. Bin 47 Jahre alt, ledig, zuletzt acht Jahre in einer Stellung ge wejen. An Gehalt würde ich die Woche 14 Mart beanspruchen, ohne Abzug nebst Frühtaffe, Mittag und Abendbrot, sowie einfache Schlafgelegenheit. Bom Frühjahr ab würde ich selber als Maurer mitarbeiten und den Chef stets nach Feierabend unentgeltlich im Büro unterstüßen." Da ist einer, der unter dem Druck der Arbeitslosigkeit mit dem letzten Schimmer von Solida rität seine Menschenwürde verloren hat. Er will sich als Arbeitsvich, als Leibeigener verkaufen. Goethes Küchenjunge entavendete eines Tages aus der Küche einen großen Hecht, versteckte ihr unter dem Mantel und schlich durch den Garten. 3ufällig stand Goethe am Fenster und bemerkte den unter dem Mantel hervonlugenden Fischschwanz. He, Junge!" rief er. Der Junge stotterte: Was befehlen, Exzellenz?" Ich befehle, daß du künftig, wenn du von meinen Fischen einen ausführen willst, einen län geren Mantel oder einen fürzeren Fisch nimmst." ** Goethe hatte in Weimar Zacharias Wernec Wanda" aufführen lassen. Dem wilden Dichrer war mit seinent, für damalige Berhältnisse sehr unanständigen" freien Stüd ein recht zweifelhafter Erdbeben in West- Albanien. Ein etwa 20 Se- Erfolg beschieden. Nach der Aufführung fand ein Ein Arzt von einem Geistestranten angeschossen. Die Familie des Ungvarer ProfejSieben Monteure tödlich verunglüdt. fors Starpati fonsultierte am Sonntag den Arzt Dr. Feldmann, damit dieser ihren Sohn Von einem stürzenden Brückenteil erschlagen, einer Untersuchung unterziehe. Als Dr. FeldLauchhammer( Sachsen), 24. November. In mann nach der Untersuchung vor dem Zimmer Kleinleipisch sind heute nachmittags bei der Mon- des Kranten mit den Eltern sprach, stürzte der tage einer Förderbrücke durch die Mitteldeutschen Batient plötzlich aus dem Zimmer und gab Stahlwerke infolge des Abstürzens eines Brüden- wei Schüsse gegen den Arzt ab. Dr. teiles sieben Monteure tödich verunglückt, sechs Feldmann erhielt einen schweren Brustschuß und weitere Arbeiter wurden schwer verletzt. mußte ins Krankenhaus geschafft werden. Der Angreifer wurde in die Abteilung für GeistesDie deutschen Selbstverwaltungskörper für trante ins Krankenhaus geschafft. das Jugendherbergswert. Schon im Jahre 1926 Die Kajsenräuber unentwegt an der Arbeit. hat der Vorstand des Verbandes der deutschen Selbstverwaltungskörper den Beschluß gefaßt, In der Nacht auf Sonntag drangen Kajsenräuden Verband für deutsche Jugendherbergen in ber in die Schule in Niebory bei Tschechischden Unterstügungskreis der deutschen Selbstver- Teichen ein, bohrten die feuerfeste Kassa an und tunden dauerndes Erdbeben verwüstete mehrere Effen bei der Schopenhauer statt. Man hatte eine waltungskörper aufzunehmen. Das Gemeinde- raubten 17.800 Kronen. Vor nicht langer Zeit Ortschaften Westalbaniens. 50 Personen sind ge- lange Tafel gedeckt. Für Goethe und Werner waren finanzgesetz sorgte allerdings dafür, daß dieser wurde auch in der Raiffeisenkassa eingebrochen. tötet, 200 verletzt worden. Etwa 2000 Menschen ver- zwei Stühle in der Mitte bestimmt. Zwischen ihren Beschluß für den Herbergsverband zu feiner praf- Ein gewichtiger Antimargist. Mit ganzem loren ihr Obdach. Plähen stand auf dem Tische ein wilder Schweins tischen Wirkung gelangte, als dieser in den Gewicht bekämpft der Antimarrismus das rote Wilde Tiere als schlechte Seereisende. Wie die fopf, schön verziert mit einem Kranz von LorbeerJahren 1928 und 1929 an die Gemeinden und Wien, mit ganzem Gewicht in diesem Kampfe Direktion des Pariser Naturhistorischen Museums blättern. Zu Beginn des Soupers erhob sich Bezirke mit einem Anjuchen um Unterstüßung seinen Mann zu stellen, ist jeder antimarxistische mitteilt, sind fast alle erotischen Tiere, die mit Goethe und sagte, indem er auf den Schweinstop heranirat. Erst durch die jüngst erfolgte Novel Spießer verpflichtet. Daher hat der christlich großer Mühe in dem Naturpart der Kolonialaus zeigte: lierung ist eine Erleichterung in der Finanzlage soziale Gemeinderat Müller kürzlich im Wiener stellung in Afrika gefangen worden waren, auf dem 3wei gefrönte Häupter an einer Tafel? Das der Selbstverwaltungskörper eingetreten, die er Gemeinderat Kritik an den städtischen Bädern Transport nach Frankreich verendet. Die Tiere war- geht nicht!" hoffen läßt, daß der diesjährige Aufruf des Ver- geübt; die Temperatur in den Dampfbädern ist den auf einem Frachtdampfer verladen, vertrugen Damit nahm er den Lorbeerkranz und sehte ihn bandes bei den Gemeinde- und Bezirksvertretun für Antimarristen zu nieder, 45 Grad ist eine die Seefahrt aber äußerst schlecht. Alle Krokodile dem Dichter der„ Warda" anf den Kopf. gen entsprechende Beachtung findet. Die Auf Kleinigkeit, die Gemeindeeinrichtungen bringen und Schildkröten sind eingegangen. Selbst das 20stellung des Boranschlages 1931, der allerorts sie sonst ganz anders in size.„ Ein Uebelstand buste Großtier, wie Giraffen und Elefanten, hat Goethe schickte eines Tages ein versiegeltes Bäd in diesen Wochen erfolgt, gäbe die beste Gelegen ist es auch", fuhr der Redner fort, daß die sehr unter der Seekrankheit gelitten. Von dem gan- hen an den Verleger Gottsches in Leipzig, unb heit hiezu. Nur durch tatkräftige finanzielle Hilfe Waage im Bad nur ein Gewicht bis en Transport find eine Giraffe und ein Strauß schrieb bagu: fann der Verband seine Aufgabe erfüllen: für den hundertzwanzig Kilogramm festlebend in Paris angekommen. Ausbaut eines irber das ganze judetendeutsche stellt. 2 cute, die so schwer sind wie Winterkatastrophe in Schwdeen. Aus Nor Wandergebiet sich erstreckenden Herbergs ich selber, fönnen sich zum Beispiel dort nicht gejeges zu sorgen. Der Verband schlägt daher wiegen lassen. Dieser Uebelstand muß bald ab- botten( Nordschweden) werden schwere von Ueber den Gemeinden vor, einen Betrag für Zwede des gestellt werden."( Beifall bei der Einheitsliste.) schwemmungen begleitete Schneeftürme gemeldet. Jugendherbergswertes in den Voranschlag einzu- Galt der Beifall dem Gewicht der Rede oder Größere Landstrecken sind unter Wasser gefeßt. Der stellen, der durch einen bestimmten Schlüssel zu dem Gewicht des Redners, der Wichtigmacherei Verkehr ist stellenweile lahmgelegt. Wenn er mir nicht innerhalb 14 Tagent 30 Taler für dieses Pädchen schicken will, so soll er€ 3 ungeöffnet wieder zurückschicken." Der Verleger schwankte lange. Endlich schickte er doch die 30 Taler au Goethe ab. Und wahrhaffig, er hat fein schlechtes Geschäft gemacht, denn das Päckchen enthielt Goethes Hermann und Dorothea". Nr. 276. Dienstag, 26. November 1980. Sette 5. Ankere erste NeichsjugeuMule. Die Jugend der besitzenden Klassen besucht noch die Schule zu einer Zeit, wo die Arbeiterjugend schon viel« Jahre im Erwerbsleben steht. Um so größer ist di« Freude der Arbeiterburschen und Arbeitermädeln,«in« längere Zeitspanne dem Lernen widmen zu können und«inzudringen in die großen Probleme, die das Leben der Menschen bestimmen. Und dafür ist die Arbeiterjugend und chre Organisation bereit, auch große Opfer zu bringen. Di« meisten Teilnehmer unserer Jugendschule in Dittersbach haben für die vierzehn Tage, di« sie in der Schule verbrachten, keinen Lohn erhalten. Sie brachten diese» Opfer aber gern, nur um das Glück zu haben, an der Schule teilnehmen zu können, die für alle Teilnehmer zu einem unvergeßlichen Erlebnis wurde. 1 An-er Schul« nahmen 17 Bursche» und drei Mädel teil, die nach Berufen sich wie folgt verteilen: 4 Angestellte, 1v Arbeiter und Arbeiterinnen, 2 Buchdrucker, 1 Photographin, L Mechaniker und «ine Näherin, 5 Burschen Ware» gegenwärtig «rbeitslos. Die Eröffnung-der Schul« fand am Montag, den 3. November, nachmittags, statt. Es sprachen für-en Berbandsvorstand Genoss« Rudolf Geißler und für den Parteivorstand Genosse Josef Hofbauer. Darm wurde mit dem Unterricht begonnen. Genosse Hofbauer trug über„Redetechnik und Berichterstattung" vor. Ein großer Teil seiner BortragSzeit war der praktische» Arbeit gewidmet, so müßte jeder Teilnehmer«in« Red« halten und auch einen Bericht schreiben. Anschließend kam Genosse Paul aus Prag zu Wort, der über die„Geschichte-er sozialen Ideen" sprach. Der Vortragende behandelt« eingehend die gesellschaftlichen Verhältnisse des Altertums, des Mittelalters und der Neuzeit. Eingehend legte«r di« Grund- lagen des moderne» Sozialismus,-le Lehre Karl Marxens, dar. Ueber„Volkswirtschaftliche Grundbegriffe" sprach Genosse Rehwald au» Teplitz, der quch all« Fragen der kapitalistischen Wirtschaftspolitik aufzeigt«. Genosse Professor Schweitzer aus Brünn vermittelt« uni aus seinem reichen Erfahrungsschatz viele neu« Erkenntnisse auf dem Gebiet« der Jugenderziehung und Jugendpsychologie". Wir konnten auch den Genossen Dr. Strauß aus Prag in unserer Mitte begrüßen, der di« Entwicklung der Wirtschaft von der Urgesellschaft bis zum heutigen Hochkapitalismus behandelt«. Genosse Dr. Wiener sprach über ein gegenwärtig ungemein wichtiges Tdema, und zwar über„Arbeiterklasse und Staat" All« Staatsformen und auch di« Stellung der Arbeiterklasse zur Koalition mit bür. gerlühen Parteien fanden ein« eingehende Würdigung. Genoss« Dr. Franz«! aus Prag sprach über „Klaffen und Parteien in der Tschechoslowakischen 'Republik". Seine Ausführungen zeigten die wirt-, Maftlichen Triebkräfte der Klassen- und Parter- büdung auf. Die letzte» Tag« unserer Schule waren wehr der praktischen Verbandsarbeit gewidmet. So sprach unser BerbandSobmann, Genosse Karl Ker» aus Reichenberg, über die Entwicklung der proletarischen Jugendbewegung und di« früheren Arbeitsmethoden. Er behandelt« weiter eingehend auch die Jugendschutzgesetzgebung in unserem Staate. Die Aussprache über diese Themen brachte schr wertvolle Anregungen für unser« wei.er« Arbeit. Genosse Geißler aus Teplitz behandel.e dar nationalfozialistische Programm, di« Sozialistisch« Jugendint«rnationale, die internattonalcn Verbindungen der generischen Jugend und die geistigen und sittlichen Voraussetzungen der proletarischen Jugendarbeit. Mit großer Freude können wir feststellen, daß es allen Vortragenden gelang, den lebendigen Kontakt mit den Schülern herzustellen. Immer mehr wird der bloße Vortrag abgelöst durch die Arbeits- i»rm der Arbeitsgemeinschaft, der intensiven Mitarbeit-er Teilnehmer selbst. An den Abenden fanden sich di« Schüler zu geselligen Veranstaltungen zusammen. So wurden Spiel« und Liederabende veranstaltet, die unseren Bezirks- und Kreisfunktionären manche wertvolle Anregung nach Hause mitgaben. An einem Nachmittag konnten wir auch di« Gen. Käthe Fröhbrodt aus Berlin in unserer Mitte begrüßen, die uns eingehend di« Arbeit in der reichsdeutschen KAI. schilderte. Einige Abende wurden auch zu Diskus- onsabenden ausgestaltet, in denen über die praktischen Probien« unserer täglichen Jugendarbeit gesprochen wurde; so über das Aelteren-und Jüngerenproblem und unsere Arbentsmethoden. Diese Aussprache brachte ebenfalls sehr wertvolle Anregungen. Am Samstag, den 15. November wurde die Schule nach einer kurzen Schlußbesprechung abgeschlossen. Genoffe Geißler ries noch einmal alle auf, das, was st« in dieser Schule lernten im Katnpsr für di« Arbeiterklasse zu verwenven. All« Kräfte an- zuspannen, um die Jugend für aen Gedanken der Internationale zu gewinnen. Alle Kräfte siird«in- zusetzen für den Sieg des einzigen wahren internationalen Sozialismus. Mit Wehmut gingen all« Teilnehmer von die'er Stätte, die ihnen in dieser Welt der Rot einige schön« Stunden wahrer sozialistischer Gemeinschaft gebracht hatte. Die Burschen und Mädel, die das Glück hatten, an dieser Schule, teilnehmen zu können, werden wirklich alle Kräfte in den Dienst der sozialdemokratischen Arbeiterbewegung stillen. dauernde Erhöhung der Produktionskapazität geschaffenen wirtschaftlichen Gefahren zu begegnen. Das Komitee stellt sich auf den Boden der wirtschaftlichen Tatsache, daß man von der Verkürzung der Arbeitszeit nicht eine Behebung der Arbeitslosigkeit erwarten kann. Im besten Walle kann ein« solche Maßnahme zur Milderung der Kris« beitragen. Die in unserem Lande cinge- tretene Arbeitslosigkeit ist hauptsächlich darauf zurückzusiühren, daß die Löhne nicht im gleiche» Verhältnis fite» gen, wie die Produktionskraft des einzelnen Arbeiters in der Jnduftri«, im Transportwegen und in der Landwirtschaft. Di« ausgezahlten Löhne haben die Massen bei weitem nicht in die Lag« versetzt, di« Produkte ihrer eigenen Jndustriezukonsumieren. Es ist dieser«naesunde und unwirtschaftliche Lohn, der die Aufstapelung der Güter in den Lagerhäusern veranlaßte und Depressionsperioden erzeugte." ...„Die Frage der kürzeren Arbeitstage ist einer der Faktoren, der die Quantität der Pro» duktion bestimmt, während die Löhne für das Quantum des Konsums verantwortlich sind." Was die Verkürzung der Arbeitszeit als Teilmaßnahme betrifft, so lagen verschiedene sehr weitgehende Resolutionen vor; so wurde u. a.-er Fünfstundentag(zwei Schichten zuje fünf Stunden, vormittag- und nachmittags) vorgeschlagen. Der Kongreß sprach sich im Prinzip für di« Fünftagewoche«ns und beauftragte im übrigen die Exekutive, bis zum nächsten Kongreß zuverlässiges Material über die Auswirkungen der Mechanisierung und Arbeitszeitverkürzung zu beschaffe«. Jyr Hinblick auf sofoxtige Maßnahmen zur Lindemrng Her Not der Arbeitslosen befürwortete Her Kongreß folgende Schritte: Die Exekutive der A. F. of. L. soll sich sofort nach dem Kongreß mit Präsident Hoover in Verbindung setzen«nd ihn zur Errichtung eines nationale« Komitees zur Einleitung und Beschleunigung ö f f e n t- sicher Arbeiten auffordern. Die gswerk- schaftlichen Föderationen der einzelnen Staaten und di« örtlichen Gewerkschaftskartelle sollen gegenüber den entsprechenden Behörden auf ähnliche Maßnahmen andringen. Endlich soll alles unternommen werden, um die öffentliche Meinung für das Arbeitslosenproblem zü itrteveffir- rett und di« Notwendigkeit sofortiger Hilfe in den Vordergrund zu heben. Die Mitgliederzahl der A. F. of L. ist'M vergangenen Jähre um 85.000 auf 2,900.000 gestiegen. Die Exekutive der A. F. of L. wurde einstimmig wiedergewählt. dog Seim des klafienberMtev■ ^Arbeiters gehört d. Aenlralorsan. I »er Deutschen sozialdcmokr. Arbeiterpartei I „Sozialdemokrat"—1| Der Kamps arge» die W!rt> rmaftsktise in Amerika. Amerikanischer Gewerkschafisbund für Aufrechterhaltung des Lohnniveaus«nd Verkürzung der Arbeitszeit. Der diesjährig« Kongreß des Amerikanischen Gewerkschastsbundes(A. F. of L.) konzentrierte sich hauptsächlich auf die Behandlung der Frage der Arbeitslosigkeit. Er kam dabei zum Schluß, daß durch die Verkürzung der Arbeitszeit das Uebsl nur teilweise beseitigt werden und 6oMalV0Kti(. Wirtschaftskrise und Gewerkschaften. Kolossale Leistungen der BerbSnde. Die Denkschrift der gemeinsamen LandeS- zentrale, aus der wir bereits einiges veröffentlicht haben, führt noch«ine weitere Reihe von Tatsachen an, die den Umfang der Wirtschaftskrise in der Tschechoslowakei charakterisieren. Bei den tschechischen Verbünden der Zentral« sind etwa 10 bis 20 Prozent der Mitglieder öhne Be- Mft'gung. Während im ganze« Jahre 1929 zwanzig dem ,^)dborove sdru/eni" anaeschloffrne Verbünde an Arbeitslosennnterstützung Kc 9,030.458.75 ausgezahlt Haden, haben sie im erste« Halbjahr 1930 allein 14,038.476.35 Kronen zur Auszahlung gebracht. Im gairzen Jahre werden sie also vermutlich dreimal so viel an Arbeitslosenunterstützung zahlen als im Jahre 1929. Bei manchen Verbünden ist daS Verhältnis, noch krasser. So hat der Verband der Metallarbeiter im ganzen Jahre 1929 an Arbeitslosenunterstützung Kronen 1,927.581.90 ausgezahlt, im ersten Halbjahr 1930 jedoch allein 6,799.020.50 K£, d. i. also in der Hälfte der Zeit dreimal mehr. Noch ärger steht es in dem Verband der Glasarbeiter, der 1930 476.390.50 Kö ausbezahlt hat, in den ersten 10 Monaten 1930 aber viermal so viel, nämlich 1,632.196.40 XL. Verhältnismäßig noch größeres Summen haben die deutschen Verbände auSgc- zahlt. So hat die Union der Textilarbeiter im Jahre 1929 5,703.336.85 KL an Arbeitslosennnterstützung ausgezahlt, in den erste« nenn Monaten 1980 jedoch 9,414.612.80 Kfe. Der Verband der Glasarbeiter im ganzen Jahre 1929 Kö 1,072.637.53, in den ersten neun Monaten des Jahres 1930 KL 1,923.793.90. Der Verband der Metallarbeiter im ganzen Jahre 1929 Kc 967.909.45, in den ersten neun Monaten 1980 KL 3,636.249.25. Der Verband der Fabrikarbeiter im Jahre 1929 Kc 527.324, in den ersten neun Monaten 1930 KL 1,191.147.19; der Allgemeine Angestelltenverband im Jahre 1929 KL 599.576.75, in den ersten neun Monaten 1930 KL 1,148.520.90.. Die Verbände, die diese hohen Summen auszahlen, sind in eine sehr ungünstige Lage geraten, schon deswegen, weil sie aus ihren eigenen Mitteln den Staatszuschuß vorschießen muffen. Sie kommen dadurch um die Sinfen ihres angelegten Vermögens. Einige Verbände sirch in ihren finanziellem Gleichgewicht derart bedroht, daß der Staat ihnen, ähnlich wie es bei Elemente rkata- strophen der Fall ist, zu Hilfe kommen muß. Zum Schluff« werden ausführlich die Forderungen der in der gemeinsamen Landeszentrale vereinigten Gewerkschaften ausführlich dargelegt. Sie umfassen folgende Gruppen: Handelspolitik, Landwirtschaft, Baubewegung und Wohnungsfrage, öffentliche Lieferungen, Verkehr, ArbeirS- lofenfürsorge, Arbeitszeit, Zinsfuß, Rationalisierung, Preispolitik. kann. Solle« die durch Rationalisierung und Mechanisierung brotlos gewordenen Arbeiter wieder BefchÄtigung finden, fo muß zwei Faktoren Aufmerksamkeit geschenkt werden, d. h. er muß die Arbeitszeit verkürzt und das Lohnniveau aufrechterhallen bleiben bezw. erhöht werden. In dem Bericht des vom Kongreß zur Behandlung dieser Frage eingesetzten Komitees heißt es in diesem Zusmnmerchang u. „Das Komitee fühlt sich zur Feststellung veranlaßt, daß die Verkürzung der Arbeitszeit nicht das einzige Mittel ist, um den durch die Simone Loccanegka. Oper von Giuseppe Verdi; Erstausführung im Prager Deutschen Theater am 23. November 1930. Franz Werfel, der beachtenswerteste Verdi-Apostel unserer Zeit, der schon V e rp l s O p e r„T i e Macht des Schicksals" wieder entdeckte, hat auch die.lyrische Tragödie„Simone Boccanegra" dieser großen italienischen Operisten wi^er ans Licht gebracht und in liebevoller Bearbeitung der Opernbühne wiedergegeben. Verdis„Simone Boccanegra" hat, wie so manche ander« Oper dieses Meisters, kein allzu glückliches Schicksal gehabt. B d r d i hat sie deswegen selbst noch einer vollständigen Neubearbeitung unterzogen, für die der Dichterkomponist Arrigio B o i t o die textlichen Aenderungen besorgte; die W e r f r l' s ch e Fassung des Werkes stellt also seine dritte vearbertung dar. Die Oper„Simone Boc- kanegra" ist der Zeit ihrer Entstehung nach-re Vorläuferin des„Maskenballes". Sie ist Verdi r fünfte Opernschöpfung und für die„Fenier" in Venedig geschrieben, welcher Opernbühne der Meister auch etliche andere Opern zur Erstaufführung überlaffen hat. Den Text zum„Simone Boccanegra", der am 12. Mäq 1857 seine Uraufführung erlebte, hatte Francesco Maria Piave geliefert, der bei nicht weniger als zehn Opern(darunter dem„E r- v a n ¥,„Rigolett o", der ,^Traviat a" und der Oper„Die Macht des Schicksals") Verdis Librettist war. Aber die Auf- ncchme der„Simone Boccanegra" bei seiner Be- Urdiger Erstaufführung war sehr kühl. Eine Folge einerseits der mäßigen künstlerischen Buchführung des Werkes, anderseits ihres schwachen und verworrenen Textbuche-, daS ein Zeitgenoffr Verdis„einen schauerlichen melodramatischen Mischmasch" nannte, den er nicht weniger als sechsmal lesen mußte, bevor er etwas davon verstand oder vielmehr zu verstehen glaubte. Verdi hat sich selbst in ähnlichem Sinne über die Gründe oes Mißerfolges seines„Simone Boccanegra" geäußert. In einem Briefe an den Mailänder Verleger Dito Riccordi vom 4. Feber 1859 schreibt er:„Der Durchfall des „Boccanegra" in Mailand mußte kommen und so ist er gekommen. Ein Boccanegra ohne Bocca- negra!! Schneidet einem Menschen den Kopf ab und sucht ihn dann zu erkennen, wenn das möglich rst!" Daß der Komponist aber selbst keine schlechte Meinung von der Oper hatte, beweist eine andere Stelle desselben Briefes:„Uebri- aens", heißt es dort,„mögen Freunde und Feinde erzählen was sie wollen: der„Borca- negra" ist nicht schlechter als allerhand andere Opern von mir, die mehr Glück hatten, vielleicht, weil gerade eben„Boccanegra" eine noch sorgfältiger« Aufführung verlangt hätte, und ein Publikum, das sich herbeiließ« zuzuhören.. Erft zwanzig Jahre nach der Uraufführung hat Verdi den„Simone Boccanegra" umgearbeitet. Den Anlaß dazu gab ein« Aufführung von Schillers„F i e s c o", der bekanntlich die stoffliche Grundlage des„Simone Boccanegra" bildet, durch das berühmte Meinintzer Schauspielensemble in Köln, der Verdi beiwohnte. Trotzdem der Meister der deutschen Sprache nicht mächtig war, übte das Drama ein« so mächtige Wirkung auf ihn aus, daß er nach der Vorstellung ausrief:„O welch ein schönes Gedicht hatte mir Piave daraus machen können!" Die Neubearbeitung des„Simone Boccanegra" führte nach den Anweisungen Verdis der italienische Dichter Arrigio B o i t o aus, der als Opernkomponist für die Verfassung eines guten Opernbuches besonders geeignet schien. Verdi hat in dieser zweiten Ausgäbe der Oper nicht nur zahlreiche Aenderungen des musikalischen Teiles vorgenommen, sondern auch mehrere ganz neue Stücke hiefür geschrieben. Eine dieser neuen Nummern, das Finale des er st en Aktes, wird von dem bekannten Verdi-Biographen Artur Po« gin sogar als „eine der dramatisch wirksamsten und tiefempfundensten. Kompositionen" bezeichnet,„die jemals unter Verdis Feder entstanden sind." Durch einen ausgezeichneten Dirigenten und mit glänzenden Solisten wurde der„Simone Boccanegra" in seiner zweiten und neuen Fassung im Jahre 1881 an der Mailänder Scala ausgesührt und diesmal mit begeistertem Beifall ausgenommen. Dauernder Erfolg war der Oper indessen nicht beschieden. Veäns eigene Wohlmeinung über den„Simone Boccanegra" mag Franz W e r f e l dazu bewogen haben, das Werk der Vergessenheit zu entreißen und durch eine neuerlich« Bearbeitung bühnenwirksam und lebensfähig zu gestalten. Die Be- arbertung Werfels stellt sich als eine freie Nachdichtung des ursprünglichen Opernbuches von Piave dar. Es war Werfel vor allem darum zu tun, Klarheit in die Handlung zu bringen; ein Versuch, der als gelungen bezeichnet werden muß. Plebejer und Patrizier streiten um die Dogenherr- sch'aft in Genua, di« noch dem Sturze FieScos dem Plebejer Boccanegra zufällt, der Fiescos Tochter liebt. Aber Boccanegra selbst wird das Opfer seiner Parteigenossen; er wird vergiftet, eine Adelsverschwörung ist von Erfolg begleitet, Fiesco wird wieder Doge. In der Todesstunde Bocoanegras versöhnen sich Plebejer und Patrizier; Mittelsperson dieser Versöhnung ist Amelia, die Tochter des Plebejers Boccanegra und Enkelin de» Patriziers FieSco. Werfel hat, ein weiteres Verdienst seiner Neubearbeitung, den Text in innigste Beziehung zur Musik Verdis gebracht und ein in Verse gefaßtes Textbuch geschaffen, das den musikalischen Ansprüchen nicht nur überall entspricht, sondern der Musik fördernd zu Seit« steht. Der dramatische Schwung, die bühnenwirksame Haltung und die Ausdrucksintensität der Musik zum„Simone Boccanegra" lassen dieses Werk als ebenso wertvollen wie echtcnBerdi erkennen. Die Zahl stimmungsvoller Szenen und wirkungsvoller Arien ist ebenso groß wie jene prachtvoll aufgebauter Ensembles. Ganz groß angelegt sind die Finales des Vorspieles und des ersten«und zweiten Aktes, in denen auch der Chor eine hervorragende Rolle hat. Stil, Ausdruck und musikalisches Kolorit des„Boccanegra" entsprechen ungefähr der Faktur des Berdischen„M arken- Halles", nährn sich aber in vieler Hinsicht (melodische Wendungen, harmonische Struktur und instrumentale Einzelheiten) dem „O t h e l l o" als auÄrucksintensivstem Werke Verdis. Prof. Georg Szell hatte den„Simone Boccanegra" selbst einstudiert; eirdlich wieder einmal«ine künstlerische Tat unserS nicht allzu fleißigen Qpernchefs. Er hatte ganz gründliche und sorgfältige Arbeit geleistet und sich der Oper mit liebevollster Hingabe angenommen. Die Ensembles und Chorsätze klappten ausgezeichnet, Prächtig musizierte dos Orchester und die So- listen gaben unter SzLlls befeuernder Stabführung chr Bestes her. Der musikalische Aufbau der großen Finales war von eindrucksvollster dramatischer Steigerung, di« lyrischen Szenen stimmungsecht; die Gegensätze also höchst wirkungsvoll betont. Der vortreffliche musikalische Eindruck der Oper wurde, durch chre einfache, aber stilvolle szenische Ausmachung wesentlich verstärkt. Die Verdienste Fr. Lotte Radnitz-Schroetters, von der die szenischen Entwürfe stammten, und des umsichtig seine- Amtes waltenden Regisseurs C h. Moor, der für natürliche Belebtheit der Einzel- und Gesamtszenen bemüht war, sind in gleicher Weise zu rühmen; ebenso die geschmackvollen Kostüme Fr. Volkners. Unter de« Hauptdarstellern ragte vor allem Louis Odo Böck, unser wenig beschäftigter Heldenbarfton, als Simone Boccanegra hervor; er bewährte sich nicht nur als außerordentlich stimmgesegneter und könnender Sänger, sondern vermocht« diesmal auch darstellerisch zu überzeugen. Neben ihm ist Leonie Kruse, unsere nicht minder rare Jugendlich-Dramatische, als Amelia zu nennen, die gesanglich und schauspielerisch alle- für dies« schöne und dankbare Rolle mitbringt. Sehr gut auch Andersen als Fiesco, namentlich im großen Duette des letzten Aktes. Stimmlich imponierend Paul Helm, vorzüglich wie immer am Platz Josef Hagen. Als lobenswerte Inhaber kleinerer Partien: Frl. Szakmtry sowie die Herren Reiter, B e r k m a n n und Schönberg. Das sehr gut. besuchte Haus stand der wiederentdeckten Verdi-Oper beikalls- freudig gegenüber. E. I. Seite 6. Mitteilung aus dem Publikum. Das Rezept des Augenarztes fann nur dann seinen Swed erfüllen, wenn das Augenglas fachmännisch angepaßt wird. Lassen Sie Ihr Rezept bei Optiker Deutsch, Prag, Graben 2, Balais„ Koruna", ausführen. Kunst und Wiffen. Dienstag, 25. November 1930. Aus der Partei. Auf +976. Deutsche sozialdemokratische Bezirksorganisation Brag. Deutsche Beratungsstelle für die Volkszählung in Prag. Sämtliche deutsche Parteien Prags eröffnen heute eine gemeinsame Beratungsstelle für Bolts zählungsangelegenheiten im Deutschen Hause, Zims mer Nr. 16. Beratungsstunden von 9-12 1hr vor mittags und von 3-6 Uhr nachm. Telephonische Auskünfte können nicht erteilt werden. Jarmila Novotná singt am 29. November im Schreiben abgefaßt und zur Veröffentlichung geSmetanafaal. Neues Programint. brachte, um damit den kommenden Abstieg zu verhin= Sonntag, den 30. November, Neueinstudierung: bern. Daß die Tepliger in einer nationalen( tsche Die schöne Helena" von Jacques Offenbach. Anchischen) Meisterschaft nie eine gute Rolle spielen läßlich des Offenbach- Gedentjahres. Anfang 7 Uhr werden, das hätte man wissen müssen, denn ( 41-1). es gab schon vorher solche Tatsachen genug. Mittwoch, den 26. November, acht Aber nim im zweiten Jahre der Teilnahme Uhr abends, Odborový dům, Prag, Perštýn, aus verunglückten Spielen dem Gegner einen Strid Parteibersammlung. Tagesordnung: zu drehen und gleichzeitig die Deffentlichkeit anzu. rufen- diese Blamage haben sich die Tepliger Die Wahlen in Desterreich. Die Reichsleitung der R. W. hat sich au 11. d. selbst zuzuschreiben. Sportliches Märtyrertum aus in Brag fonstituiert und auch einige wichtige Be- den angeführten Gründen des Schreibens zu schöp Referent Abgeordneter Wenzel Galsch. Kammermusikfonzert. In der sechsten Aufschlüsse in der Frage Organisation gefaßt. Jm Mo- fen, das mag man anderen zubilligen, nur nicht führung des Deutschen Kammermu 11 t- nat Jänner werden in allen Kreisen Kreistonfe- dem Teplißer FK. Anschließend Diskussion. bereins spielte das Sedlat- Wintlerrenzen der R. W. abgehalten, teilzunehmen haben DFC. gegen Čechie Karlin 11: 1( 3: 1). Quartett der Herren F. Sedlat, V. Borri, Bertreter aller Bezirke. Die Reichsleitung delegiert dem vom Regen aufgeweichten Boden des DFC.G. Gruber und W. Winkler aus Wien, dem zu diesen Kreiskonferenzen. Im Monat März sind Plates erhielt Sonntag der Spizenklub der zweiten sich als künstlerischer Mithelfer der Wiener Pia- in allen Bezirken der Partei Bezirkskonferenzen, Profiliga eine vernichtende und verdiente Niedernist Eduard Steuermann angeschlossen hatte. teilzunehmen haben alle Mitglieder im Bezirt, hie- lage. Beim DFC. flappte es diesmal überall und Das Beste vom Besten war diesmal zu hören zu delegiert die Kreisleitung. In den Bezirks- und da den Spielern der schwere Boden behagte, fah Ludwig van Beethoven Cis- Moll- Streich Kreistonferenzen sollen organisatorische Grundlagen man ein schönes Spiel, das nur durch Roheiten der Quartett, opus 131, eines von den großen letten", beraten werden. Alles andere wird in einem Hund Tschechen getrübt wurde. das in seinem weit ausholenden achtteiligen Aufbau schreiben bekanntgegeben. Zuschriften in R. W.- Sparta gegen SK. Nachod 6: 0( 3: 0). Sparta und in der Verklärtheit und tiefen Innerlichkeit Fragen sind ab jetzt an: Alois Ullmann, Aussig, fonnte auf eigenen Platz die Nachoder verdient beseiner Musik Beethovens seiner Zeit vorauseilende Bahnhofplatz 1, zu richten. siegen und zwei Meisterschaftspunkte heimbringen. Größe so besonders offenbart, und das erste QuinNachod war nicht so schlecht wie das Resultat betett in C- Moll für Klavier und Streichquartett sagt; die Stürmer hatten nur großes Pech im bon Mag Reger, eine bereits im Jahre 1897 Schießen. Deutschen niemand rauben kann. Ein ganz bejon komponierte, aber erst sechs Jahre nach des Mer Slavia gegen Beograditi SK. 3: 1( 2: 0). Die- derer Vorzug des Buches ist es, daß Engel nicht sters Tod erschienene Komposition, die Regers letWiener Arbeiterfußball. Liga: Phönix Shave- ses Freundschaftsspiel ging auf dem Slaviaplaze bloß berichtet, sondern auch allerlei Proben gibt: der noch immer nicht genügend anerkannte tonovichterische Bedeutung im hellsten Lichte zeigte: in der hat gegen Elektra 3: 1( 0: 1), Rudolfshügel gegen vor sich und brachte den Rotsternen den erwarteten Gedichte, Aphorismen, Briefstellen u. a. Dadurch wunderbar Haren und übersichtlichen, geschlossenen Humanitas 5: 1( 0: 1), Straßenbahn gegen E- Wert Sieg; ansonsten war in sportlicher Hinsicht nicht erhält sein Wert eine Farbigkeit, die vielen gelehr Erste klasse: Gruppe Süd: viel zu sehen. Das Publikum hat wahrscheinlich ten Literaturgeschichten fehlt. Wer Stichprobent Form der vier Sätze, in der gedanklichen Schönheit des thematischen Materiales, in der interessantider gegen Germania Rudolfsheint 3: 1( 1: 1), erschienen, wie man es nach all dem Tamtam in heit des thematischen Materiales, in der intereffan- Geiten gegen Neukettenhof 3: 1( 2: 1), Reford- eine feine" Naje gehabt und ist nicht so zahlreich macht, wird merken, wie genau der Verfasser Be ten harmonischen Gestaltung und reichen Polyphonie des Sapes, in dem Reichtum an Ausdrud Rennweg gegen ASC. Simmering 0: 0, Post- Presse und Radio erhofft hatte. und in der mit wundervoller Selbstverständlichkeit gewerkschaft gegen Göc 2: 0( 1: 0).- ASK. Liefestgehaltenen Einheitlichkeit des Stiles. Die Wienering trug Sonntag fein legtes Meisterschaftsspiel Rünstler interpretierten die beiden Werte nicht nur gegen Wader Wiener- Neustadt aus. Es gab ein mit glänzender technischer Fertigkeit, sondern vor schönes Spiel, trotz des Sturmwindes, zu sehen, das allen auch mit entsprechender geistiger Vertiefung Liefing mit 3: 0( 0: 0) gewann. im Vortrage. Ihr Zusammenspiel ist vollkommen, Sport- Spiel- Körperpflege 1: 1( 1: 0). Bürgerlicher Sport. Bereinsnachrichten. scheid weiß, nicht bloß in der älteren Literatur, jon dern auch in den Erzeugnissen der jüngsten Be gangenheit und der Gegenwart. Kurz, das Werk entspricht in der vorliegenden Form allen Anfor derungen, die man an einen solchen Führer stellen muß. Gebildeten Laien und allen nach Bildung Gesangberein ,, Gutenberg". Der Nikolo- Abend Strebenden darf man es ohne Einschränkung emp des Vereins findet Sonntag, den 30. ds., um 8 Uhr fehlen. Dankenswert ist das Verzeichnis lejenswer abends, im Gewerkschaftshaus, Prag I., Bergstein, ter Bücher, dankenswert auch das ausführlichste R Literatur. Herausgeber: Siegfried Taub. Cherrebatteur: Wilbelm Nießner. Verantwortlicher Redakteur: Dr. Emil Strauß Prag Druck: Nota* A.-G. für Zeitung und Buchdrud Prag. Für den Drud verantwortlich: Otto Solit Prag. birektion mit Erlag Nr 13.800/ VII/ 1990 bewilligt Die Bertungsmarkenfrantatur wurde von der Post u. Selegrapher thr gegenseitiges Anpassungsvermögen außerordent Der Teplißer FR. will aus der tschechischen statt. Das reichhaltige Programm mit anschließen- gifter. Die Ausstattung des Bandes darf man lich; nur etwas mehr Temperament würde man Brofi- Meisterschaft austreten. Gegen Ende der dem Tanz bürgt für gute Unterhaltung. Die Musit rückhaltlos loben. ihnen hie und da wünschen. Ed. Steuermann, bergangenen Woche wurde in der bürgerlichen besorgt die eigene Stapelle des Vereins. Eintritt der den Klavierpart in Regers Quintett mit blen Bresse ein Schreiben des Vorstandes des Tepliger 5 Kronen. dender technischer Meisterschaft spielte, bereicherte. an den bürgerlichen Staatsverband( CF.) das Konzertprogramm auch durch solistische Dar wiedergegeben, in welchem unter Anführung verbietungen. Ein Präludium und eine Fuge von Joh. schiedener( und teilweise wohl richtiger) Gründe um Seb. Ba ch gerieten ihm mehr etüdenhaft als bach- die Entlassung aus der Meisterschaft für Profis an mäßig; dagegen imponierte seine Wiedergabe der gesucht wurde. Blamabel für den Teplizer F. Eroica" Variationen Beethovens und Die ist dieses Schreiben in zweifacher Hinsicht: in moravirtuose Interpretation einer Toccata von Robert lischer und auch in sportlicher. Alle Schönfärberet Schumann. über die eigene Spielkultur müßt da nichts. Der Samstag, den 29. ds. Premiere Sturm. hat sich seinerzeit gewehrt, in die zweite im. Wasserglas" von Bruno Frank. Die Regie Brofiliga einzutreten, er pochte auf seine Ersttlas shrt Fricdrich Hölzlin. Mitwirkende: Halowanics, figkeit und im zweiten Jahre der MeisterschaftsPyosiy, Medelsfy, Ondra, Bauer, Göz, Hölzli, teilnahme ist man soweit, doch in die zweite Slesse Müller- Eintan, Badlejat, Reiter, Renner, Schau- absteigen zu müssen. Darum und nichts wide mann, Dr. Schmerzenreich, Schönberg, Beit. spricht dieser Auffassung hat der TFK. dieses " ef. Technische Lehranstalt Kurzgefaßte Deutsche Literaturgeschichte." Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Ein Volksbuch von Eduard Engel. Leipzig, Heffe& Beder Berlag. 447 S. Mit 77 Bildnissen und 33 Handschriften. Geh. 8 Rm., in Gangl. 10 Rm. Der bekannte Literaturhistoriker Eduard Engel hat mit seiner Kurzgefaßten Deutschen Literaturgeschichte" ein treffliches Hand- und Hausbuch geschaffen. Gir feiner Kenner macht hier gleichsam Inventur und breitet vor dem Leser all die Schäße aus, die uns 909 Bobenbach. Anmeldungen zum nächsten Trimester bis 10. Dezember 1930. Prospefte fostenlos: Der Vorstand und Ueberwachungsausschuß sowie das Sekretariat Eger des ..Unterverbandes Egerland" im Reichsverband deutscher Krankenversicherungsanstalten geben hiemit Nachricht, daß ihr verdienstvoller Mitarbeiter und Vorstandsmitglied, Herr JOHANN MERZ plötzlich und unerwartet in seinem 61. Lebensjahre verschieden ist. In arbeitsreicher Tätigkeit, die dem Wohle der gesamten Arbeiterschaft, den kranken und unterdrückten Menschen, vor allem den Versicherten der westböhmischen Krankenversicherungsanstalten gewidmet war, hat ihn der Tod aus unserer Mitte gerissen. Die Beerdigung des teueren Toten findet Dienstag, den 25. November um 4 Uhr nachmittags von der Friedhofshalle in Eger aus statt. Groß ist der Schmerz und unermeßlich der Verlust, den wir mit dem Dahingegangenen erleiden. Sein unermüdliches und vorbildliches, von tiefster Liebe zur Sache geleitetes Wirken, sichert ihm in den Herzen Aller ein ehrendes Gedenken. Eger, am 25. November 1930. 913