Nr. 33. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 wt., wöchentlich 28 fg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrirter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 8,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft BettungsPreisliste für 1899 unter Br. 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 16. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonelgeile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereins: und Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochens tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffne Kernsprecher: Rmt I, nr. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Quikkung. Mittwoch, den 8. Februar 1899. von der Staatsanwaltschaft abgelehnt worden. Auch der GerichtsExpedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Und welches war der Abschluß des Eislebener Prozesses? Nach hof lehnte im Laufe der Verhandlung die Verweisung an das einiger Zeit wurden sämmtliche verurtheilten reichstreuen Bergleute Schwurgericht ab, weil eine vorhergehende Verabredung, gebegnadigt meinsam Gewaltthätigkeiten verüben zu wollen, nicht genügend nach- und es wurden ihnen auch im Gnadenwege die Kosten des Vergewiesen sei. Die Anklage lautete auf Körperverlegung, Hausfriedens- fahrens erlassen. bruch und Sachbeschädigung. Der Staatsanwalt sucht das Verhalten der Reichstreuen sehr milde dazustellen. Er sagt z. B.: Jm Monat Januar gingen bei dem Unterzeichneten folgende Parteibeiträge ein: Augsburg, U. d. G. 1. i. t. 20,- Berlin, Beiträge der Wahlkreise: 3. Kreis 250,-. 4. Wahlkreis, Often 1000,-. Andreas B. 50,-. Vom aufgelösten Startell 7,50. Von neun Dreckschwalben 16,60. 6. Kreis, Wedding und Oranienb. Vorst. 500,( darunter Reibeisen v. Tauschel 3,50). 6. Kreis, Moabit 200,-. 6. Kreis, Schönhauser Vorst. 450,-( darunter der alte Parteigenosse Buchholzerstr. 3,-). 6. Streis, Rosenthaler Vorst. 11. Gefundbr. 700,-( darunter Uebersch. Geburtstagsf. v. r. S. 1,-, Stattisch v. Hochstr. 32b-, 50, amerit. Auft. Hochstr. 32a 1,-, von Huffiten- Thatsächlich war aber einwandsfrei festgestellt worden, daß ein straße 29 durch Koppen 2,-) Berlin diverse Beiträge: Kr. Rdzhl. Bergmann zu einer Zeugin am Vormittage des Krawalles gejagt 200,-. Dr. 2. A. 50,-... 75,- J. B. 25,-. Sp. Biseleur hatte:„ Heut Nachmittag kriegen die Sozialdemokraten Prügel". 10,-. B.-W. P. S. 10 000,- Frithjof, durch 8. 75,-. Rothe Gin anderer hatte gewarnt: ,, Nimm Dich in Acht, damit Nun heißt es, die Bergleute haben sich zusammengerottet. Es ist nur festgestellt, daß ein Zusammenströmen stattgefunden, ob diese Bergleute aber ein gemeinsames Ziel gehabt haben, ist nicht erwiesen". Der Abschluß des Dresdener Prozesses wird ein anderer sein. Hinter Zuchthausmauern werden blühende Menschenleben in grauenvoller Bein zu Grunde gehen. Die Gerechtigkeit des heutigen Staates will es, daß reichstreue Bergarbeiter mit wenigen Monaten Gefängniß büßen und schleunigster Begnadigung gewürdigt werden, während Arbeiter, die in Wahrung von Arbeiterinteressen eine weit mildere Ausschreitung begingen, mit Buchthausstrafe bestraft werden, die der Todesstrafe gleichkommt. Buchbinder Grünftr. 5,-. Bierprozente der Tischlerei Fischer u. Co. Du nicht Brügel triegſt". Ein dritter sagte schon ant Stimmen zum Dresdener Zuchthauskurs. durch K. 3,45. 131, 121, 817, VIII. 1,50. Reinickendorfer= = Bremen, Cöthen, „ Ein Hauptgewicht wird auf die Zurufe des Polizeisergeanten Köster, Schlagt den hund todt u. f. w." gelegt, freilich war das eine thörichte Redensart, aber man muß doch bedenken, daß die Worte im Drange der Verhältnisse ausgestoßen." Selbst die reaktionäre Presse ist über das Urtheil des Dresdener Schwurgerichts fichtlich überrascht. Aber mit der allgemeinen Formel sucht sie die nicht zu vertheidigende That der Justiz parteipolitisch auszubeuten. So schreibt die Konservative Korrespondenz", aus der die gesammte Kreisblätter- Literatur berieselt wird: Auch wir halten diese Verurtheilten, die jedenfalls die hohen Strafen durch ihre Thaten verdient haben, nicht für die eigent lich Schuldigen. Diese sind die sozialdemokratischen Hezzer in der Presse, in Versammlungen, und nicht zuletzt in den Schaniwirthschaften. Die eigentlich Schuldigen gehen aber bei solchen Affären stets straflos aus; die Verführten, die Verhezten müssen büßen und das von rechtswegen." " Klubs straße 10,40. Ueberschuß bon Hermann's Jubiläum 2,40. Tage vor der Versammlung:„ Gehen Sie nur hin, die BergFreunde trotz alledem 10,-. M. H. Lübeckerstraße 4,- leute gehen geschlossen vor!" Und bewaffnet mit Senütteln Buchdruckerei Zacharias 20,- Von Mitgl. des Verbandes Deutscher zogen die Bergleute von einem anderen Lokal gemeinschaftlich aus, Buchdrucker im Vorwärts" 200,-. Medusen- W. b. H.- 30. Von wo sie sich gesammelt hatten. Kollegen der Firma Calm u. Bender, Gitschinerstr. 64 25,05. Ton- Weiter sagte der Erste Staatsanwalt: blüthe 3,40. Geschäftsbücherfabrik v. A. Zumpe 5,- Von Mitgl. der 1.-Dr. 3,25. A. B. 50,-. 3. S. 50,-. Bigarrenfabrit R. Schulze, Friedrichsfelderstraße 21, 5,90. Bernburg, von Genossen 10,- Breslau, gewesener Gewerksch. Vierteljahrsbeitr. 3,- Bern 50,-. Bant Wilhelmshaven 108,-. 2. C. 5,-. Barth a. d. Ostsee, von Genossen 7, Hoffnung 40,- Charlottenburg, Bierprozente M. 2. 6,-. Darmstadt- Das Urtheil stellte fest, daß die Berglente die Urheber des Groß- Gerau, Wahlkreis 50,-. Dresden, Röhrhofsgasse 1,-. Dort bedauerlichen Exzesses waren. Bergleute Liebau und Wunderlich Was soll das Gerede? Sind die Verurtheilten nicht die eigentmund, Wahlkreis Dortmund- Hörde durch den Kreis- Bertrauens haben Krüger und Topf( Sozialdemokraten) mit einem Stock und lich Schuldigen, so hätte nach der K. K." das Gericht also unmann 100,-. Eibenstod, gemüthl. Sylvesterfeier 4,50. Faltenberg mit einem Gummischlauch mishandelt. Ziebau war der Anschuldige lebendig im Buchthaus begraben. Aber die„ Konf. ( Oberschl.) 8,- Freiburg i. B., von Genossen 10,- Freiwaldau, führer. Er hat vorher in einem Lokale gesagt:„ Wir lassen den Korresp." hat gar kein eigentliches Mitleid mit den UnglückKindtaufe b. S. 1,20. Fürth 200,- Fürstenwalde, von Genossen Redner 5 Minuten sprechen!", das spricht dafür, daß er von vorn- lichen, sondern sie fröhnt nur wieder ihrem unzüchtigen Gelüft, zu Wenn wir nicht den Zuchthäusler 30,-. Gera, von Genossen 50,-. Greiz, Wahltr. Neuß ä. 2. 50, Hammerstein, den Brüsewitz, den Falschspieler des Gießen, E. R. 10,-. Gelsenkirchen, rothe Geburtstagsfeier 8,15. herein beabsichtigte, Gewaltthätigkeiten zu verüben. Er ist lügen und zu verleumden. Hamburg, 1. Kreis 29. Bez. d. Grünw. 20,- Häslicht und mit Gewalt gegen Personen vorgegangen, die ihm gar nichts ge- der Harmlosen", sondern die tonservative Partei, den preußischen Umgegend 31,55. Huchting, Arbeiter v. H. u. Umgegend 10,-. than hatten. Wunderlich ist mit großer Rohheit vorgegangen. Adel für die eigentlich Schuldigen in solchen Affären erklären Hamburg, Zigarrenfabrik v. Frant, Katharinenstraße 30,-. Ham würden, wir hätten tausendfach mehr recht als die Verleumder, die burg, Sp. Silberjack v. 88 d. H. F. 26, Hastedt b. Bremen von der Sozialdemokratie zur Last legen, daß es ihr noch nicht ganz und Genossen 10,- Hannover 1000,-. Hannover, M. G.. 5, überall gelungen ist, die durch die Sklavenpolitik der Herrschenden Hamburg, im„ Echo" quittirt 14. I. 94,30, 24. I. 21,-, 2. II. 15,85, gedrückten Majsen geistig und sittlich zu befreien und zu erziehen. Summa 131,15. Lübeck 300,-. Ladenburg v. Vertr. 50, In jenen Verfehlungen aus der höchsten Gesellschaft kommt in der Mustau 22,65. Mühltroff i. V., E. S. 1,50. Mülfen St. Michel, bei einem Begräbniß gesammelt 3,-. München, Waldläufer 5,-. That ein gut Theil vom Geiste des Junterthums und des Militarismus zum Ausdruck. Die Ausschreitungen von ArMülheim( Nhein), Habetut 8,-. München, Genossen v. Nord- West 50,-. beitern aber geschehen wider den Geist der Sozialdemo Marburg, ein Einsamer 5,-. Nordhausen, v. Genossen 20,-. fratie, es find Rückfälle in jene tiefere Kulturperiode, da Nordische Wassertante( Def. N. 23.") 30 064,34. Offenburg i. B., Feudalismus und Bourgeoisie unumschränkte Macht ausd. d. Vertr. 31,-( dar. von einer rothen Proletarierhochzeit 6,-). übten. Wir haben gestern ja bereits an der Hand der KriminalPirna, Beitrag v. Genossen 100,-. Plettenberg, rother Geburtstag statistik gezeigt, daß die beste Schule gegen die Rohheit die Sozial2,10. Quedlinburg, v. Genossen d. A. T. 25,-. Ronsdorf, d. d. demokratie ist, daß die Seuchenherde der Gewaltthätigkeiten bort Vertr. 10,-. Stuttgart, G. 1. 10,-. Schkeudik, v. d. Genossen liegen, wo die Partei der brutalen Gewalt herrscht, wo man noch d. P. H. 50,-. Sorau N.-L., durch R. 25, Saarabien, aus dem tonservativ wählt. Vorwärts" IV. Quartal 1898, 12 155,60. Königreich Stumm 10,-. Württemberg 50,-. Werdau, 18. fächs. Reichstags- Wahlkreis 50,-. Weißwasser 7,35. Weißenfels 50,-. " Berlin, den 6. Februar 1899. Für den Parteivorstand: A. Gerisch, Katzbachstr. 9. Für die Angehörigen der Verurtheilten in Dresden gingen bei der Expedition des Vorwärts" folgende Beiträge ein: W. B. 2, A. Kaiser 3,-. Th. G. 3,-. K. W. 1, A. Fr. 2, M. B. 100,-. Gleiches J. R. 1,-. F. N. 1,50. Recht für Alle 2. Th. 3,-. S. K. 2,-. Georg Cotta, Hafenplatz 4 2, O. T. 3,-. Biering, 1. Rate 3,-. Dr. L. 5, 33 Jahre" 3, Automotrice 4,-. Werkstatt Dräsel u. Dorn 6,-. Cafe, Sch. 5,-. H. W. 3,-. Hirtenknabe, Stallschreiberstr. 3,-. Für die Opfer m. J." 1,-. A. 2. 1,-. A. 2. 1,-. Möbelfabrik Köhler, Muskauerstr. 28 4,25... 8,50. J. B. 20,-. All people an bord 20,-. Ausgesperrte Seger des Lokal- Anzeigers", 1. State 54,25. Summa 259,50 M. Wenn Zwei dasselbe thun! Bergmann Glaz wir zitiren immer das Urtheil hat Fenster und Transparente zerschlagen und einen Zigarrenarbeiter mit einem Stuhlbein geschlagen. Bei Bergmann 8id ist erwiesen, daß er in ganz unmensch licher Weise den Ritter mißhandelt hat. Einigen weiteren Angeklagten wurden geringere Vorwürfe gemacht, einigen konnte nichts Bestimmtes nachgewiesen werden. Endlich der Polizeisergeant Köhler. Von ihm sagt das Urtheil: Er hat durch sein besonders exzessives Verhalten zur Ausdehnung des Vorganges beigetragen. Er hat erst die Veranlassung gegeben zu groben Ausschreitungen, indem nach seiner Aufforderung Ritter, Fuhrmann und Bischhof mißhandelt worden sind. Hätte Köster als Beamter seine Schuldigkeit gethan, so hätte sich der Erzeß auf der Straße garnicht so ausdehnen können. Sein Vergehen gegen§ 340 des Strafgesetzbuches war frevelhaft und frivol. Er hat nicht allein als Beamter die Mißhandlungen geduldet, sondern er hat den Bergleuten extra geheißen, au mißhandeln. Köhler war auch schon zweimal wegen Gewaltthätigkeit borbestraft." Und dem Sozialdemokraten France, der mit dem Revolver schoß und einen Bergmann verwundete, mußte das Urtheil besonders mildernde Umstände zuerkennen, weil er sich in Nothwehr befand, denn die Bergleute hatten sich auf ihn gestürzt mit Rufen wie: ,, France, Du wirst zerhackt!" France, Du wirst geschlacht!" Dieses Eislebener Borkommniß unterscheidet sich gewiß erheblich von demjenigen in Löbtau, das zu dem 53- Jahre Zuchthaus- Urtheil geführt hat. Die Ausschreitungen der Bergleute in Eisleben wogen offenbar weit schwerer als die der Löbtauer Bauarbeiter. In Eisleben bestand eine gewaltthätige Absicht; flaren Sinnes rüsteten sich die Bergleute mit lebensgefährlichen Instru menten aus; fie drangen in das Versammlungslokal, demolirten alles darin und mißhandelten zahlreiche Personen aufs schlimmste; sie drohten mit Todtschlag und berfolgten einen Menschen noch weit über die Straße bis zum Bahnhof. Es ist bezeichnend, daß die reaktionäre Bresse durchweg keinen anderen Wig zur Verfügung hat, als die Zote von den Verhezten und den Heßern. So schreibt die Post", die den Ausschluß der Deffentlichkeit merkwürdig findet: " " So schwer die Strafthaten der betheiligten Arbeiter aber auch waren, so kann man doch insofern Mitleid mit ihnen haben, als ihre verbrecherischen Handlungen augenscheinlich von der Verwirrung der Rechts- und Sittlichkeitsbegriffe infolge der sozialdemokratischen Lehren herrühren." in Und das Stumm- Blatt zieht aus dem Urtheil die Lehre, daß in den sozialdemokratischen Anschauungen und in der durch die sozialdemokratische Verhezung erzeugten Stimder Arbeiterkreisen Steim schwerer Gewalts mung thaten und Verbrechen und demzufolge für die Arbeiter die Gea fahr so schwerer Kollisionen mit dem Strafrechte liegt, wie sie zu dem Urtheile des Dresdener Schwurgerichts geführt haben. Wenn die Sozialdemokratie den Dresdener Wahrspruch zum Ausgangspunkte einer Verhegungskampagne zu nehmen beabsichtigt, welche den Klassenhaß zu heller Flamme zu schüren bestimmt ist, so ist dies ein neuer schlagender Beweis von der vollständigen Gewissenlosigkeit der sozialdemokratischen Partei und ihrer Leitung, für die ganze bürgerliche Gesellschaft aber eine um so dringendere Mahnung, fich gegen die Verhegung zu einer festen Phalang aufammenzuschließen und so nach dem Worte des Staatssekretärs v. Podbielski die Sozialdemokratie zu einer quantité négligeable zu machen. Wenn Stumm in Gemeinschaft mit Bobbielsti auf die Thiere" geht, so wird die Sozialdemokratie sicher ausgerottet werden daran ift tein 8weifel. Da wir aber einstweilen noch leben, machen wir die" Post" auf den an anderer Stelle mitgetheilten Parallelfall erhaltenden Anschauungen und in der durch die konservative Vers von Eisleben aufmerksam, der beweisen würde, daß in den staatshegung erzeugten Stimmung der Keim schwerer Gewaltthaten und Verbrechen liegt. Auch der Kreuz- Zeitung" scheint der Spruch allerdings sehr Eisleben- drakonisch". Aber in rührendem Vertrauen beruhigt sie sich: In Löbtau bei Dresden waren die Arbeiter in berechtigter Am 81. Mai 1891 sollte Nachmittags im Kronprinzen" zu Eisleben eine sozialdemokratische Versammlung stattfinden. Da Erregung wegen der Ueberarbeit; fie waren durch Biergenuß der Einberufer der Versammlung schon vorher unterrichtet war, daß trunken; fie wurden durch Schimpfworte und Schüsse des Baudie reich streuen Bergarbeiter einen Anschlag gegen die unternehmers erschreckt und gereizt; daraufhin mißhandelten sie den Bersammlung planten, verbot er ihnen in der Annonce den Eintritt. felben. Und nun sehe man die Strafen, welche in beiden Fällen verTrotzdem erschien eine Schaar Bergleute vor dem Versammlungsraum. Die Bergleute überrannten die Leute, die der Thüre hängt wurden. standen und ihnen den Eintritt verboten, und als sie sich Ju Dresden 7, 8, 9, 10 Jahre Zuchthaus. In den Eintritt erzwungen hatten, schlugen sie mit Knippelu, wo die Richter die Thaten der Angeklagten so schwer qualifizirten, Gummischläuchen, eingebundenen eisernen Schrauben, Schippen: wie wir oben sahen, wurden Strafen verhängt über stielen auf die Anwesenden ein, zertrümmerten 9 reichstreue Bergleute und 1 Polizeisergeanten an Thüren, Fenster, Tische, Gläser. Ein angegriffener Sozialdemokrat machte in von insgesammt 2 Jahren, 10 Monaten, 3 Wochen Gefängniß. der Nothwehr von seinem Revolver Gebrauch. Der Polizeisergeant In Dresden wurde der„ Rädelsführer" mit 8 Jahren Köhler feuerte die angreifenden Bergleute auf, die Sozialdemokraten niederzuschlagen. Die Angreifer schrien: Schlagt Buchthaus bestraft. In Eisleben derselbe mit 9 Monaten den Hund nieder! Die Angreifer hatten es vor Allem Gefängniß. In Dresden wurden Arbeiter, weil sie den Baumternehmer auf den Referenten der Versammlung abgesehen, den sie bis zum Bahnhof wüthend verfolgten, wo derselbe durch Einspringen in einen mit Todtschlag bedroht haben sollten, mit 9 und 10 Jahren Zuchthaus bestraft. In Eisleben wurden die Reichstrenen, welche das eben abfahrenden Zug sich retten konnte. Ende Februar 1892 fand vor einer Zweigkammer des Land- felbe thaten, mit 3, 4 und 6 Monaten Gefängniß bestraft. Der gerichts in Eisleben die Verhandlung statt. Es war Antlage er- Polizeisergeant, der geschrieen:„ Schlagt den Hund todt" wurde hoben gegen 10 Bergleute, 4 Sozialdemokraten, 1 Polizeisergeanten. mit 6 Monaten Gefängniß bestraft. Anklage wegen 2andfriedensbruch gegen die Bergleute war " Die Richter, die auf die schweren Strafen erkannten, müssen unzweifelhaft triftige Gründe gehabt haben, über welche es unmöglich ist, sich ein Urtheil zu bilden, da die Gerichtsverhandlung unter Ausschluß der Oeffentlichkeit stattgefunden hat." Natürlich macht auch die Kreuz- Beitung" die Sozialdemokratie für die Ausschreitung verantwortlich, ohne zu bedenken, wie schwer sie das Gericht durch die Behauptung belastet, das darnach eigentlich Unschuldige wie allerschwerste Verbrecher gezüchtigt hätte. Ueber den Ausschluß der Oeffentlichkeit ist selbst diese Presse ein wenig beunruhigt, obwohl dies Geheimverfahren ihr wie dem Gericht die erwünschte Gelegenheit giebt, aus der Furchtbarkeit des Urtheils auf furchtbare Verbrecher schließen zu laffen. Von der zu nächst betheiligten Dresdener( bürgerlichen) Presse, die für den Nachrichten": Prozeß kein kritisches Wort zur Verfügung hat, äußern die„ Dresdener " Da die Verhandlungen unter strengem Ausschluß der Oeffentlichkeit stattfanden und die Urtheilsverkündung sich auf die allernothwendigsten fachlichen Angaben beschränkte, ist es für das große Publikum gar nicht möglich, eine eigene Anschauung von den Verbrechen zu gewinnen, und den Legendenbildungen, die zum Schaden des Ansehens unserer Rechtssprechung von bekannter Seite thunlichst gefördert werden, ist Thür und Thor geöffnet. Hier knüpft aber natürlich die berufsmäßige Agitation der Sozialdemokratie an. Im nun allen solchen agitatorischen Bestrebungen den Boden zu entziehen, sollte das tgl. Justizministerium in diesem Falle die Frage erwägen, ob es nicht angezeigt wäre, den durch die Beweisaufnahme erhärteten Thatbestand amtlich zu veröffentlichen. Die Zeitungen, denen von den Verhandlungen etwas bekannt geworden ist, sind zum Schweigen berurtheilt, indem sie§ 17 des Breßgesezes mit Geldstrafe bis zu 1000 M. oder mit Haft oder Gefängniß bis zu sechs Monaten droht. Nicht zum wenigsten schuldet man eine derartige sachliche Darlegung wohl auch den Herren Geschworenen, welche in der fozialdemokratischen Presse zum Theil persönlich verächtlich gemacht werden und hiergegen vollkommen schutzlos find. Ganz begreif lich ist es ferner, daß sich unter den gegebenen Umständen ein großes Mitleid für die Familien der Berurtheilten regt; diefe Armen find gewiß in vielen Fällen aufs Tiefste zu be dauern und kein Mensch braucht ſich zu ſchämen, ihnen in ihrer Noth beizustehen. Auf der anderen Seite ist es ein schamloses Beginnen, die von 12 ehrenhaften Bürgern unter Anrufung der Zeugenschaft ihres Gottes nach bestem Wissen und Ge: wiffen schuldig befundenen Verurtheilten, denen nicht einmal mildernde Umstände zuerkannt werden konnten, als Märtyrer der Justiz und des Klassenhafses hinzustellen." 9 Zwölf i bronnrtlich ehrenhafte obztvar sie eine Sprache sprechen und eigentlich doch ein Haag zusammenzutreten. Nach dem Stande der Verhandlungen Volk find." ist der Zusammentritt der Konferenz schon im Anfang des In der sozialdemokratischen Presse tönt naturgemäß die tiefe Monats März wahrscheinlich. Das Programm wird endgiltig erst von der Konferenz selbst festgestellt werden. Erregung der arbeitenden Bevölkerung schrill wieder. Im ,, Hamburger Echo" lesen wir: Deutsches Reich. " In der deutschen Boltsvertretung, im Reichstage, wo doch alle Beschwerden und Leiden des Volkes zur Sprache fomnien sollen, hat sich noch einer gefunden, der offen und ungeschminkt Aus der Dunkelkammer des Ministers der Geistesfreiheit einmal die Wahrheit sagt über die neudeutsche Rechtspflege. plaubert die Frf. 8tg." gegenüber der neulichen Nederei der Noch keiner! Denn was von sozialdemokratischen Nordd. Allg. 8tg." folgende Intimitäten aus: Abgeordneten hin und wieder an beiläufigen Bemer Als das Privatdozenten- Gesez unter dem 17. Juni v. J. fungen über Richter und Richtersprüche fiel, das genügt publizirt war, stand im Kultusministerium die Absicht fest, gegen nicht, das erfüllt nicht im Entferntesten das Bedürfniß des Dr. Arons wegen Zugehörigkeit zur sozialdemokratischen Partei das Boltes, einmal von seinen Vertretern die Worte zu hören, welche Disziplinarverfahren zu eröffnen. Nur sollte für die Bekundung dieser einigermaßen als eine angemessene Kritik unserer Rechtsverhältnisse Bugehörigkeit eine greifbare Thatsache abgewartet werden. Diese zu betrachten wären. Sollen Urtheilen, welche seit Jahresfrist Thatsache war da, als im September im Verlage des„ Borwärts" eine auf die Arbeiter herniederhageln, sollen den Magdeburger und Broschüre von Arons erschien, die auf dem Titelblatt die Worte Dresdener Rechtssprüchen denn noch viele folgen, ehe endlich trug:" Im Auftrage des Vorstandes der sozialdemokratischen einmal angesichts ganz Deutschlands, angesichts der zivilifirten Partei". In der That wurde damals die Einleitung eines Welt Protest erhoben wird gegen die Art der deutschen Disziplinarverfahrens erwogen. Es wurde aber bedenklich ges Justiz, wie sie jetzt an der Tagesordnung ist, ehe endlich funden, die Antlage so ausschließlich und in aller Nacktheit auf einmal zum Ausdruck gelangt, was das ganze Bolt die bloße Bekundung der Parteizugehörigkeit zu gründen, während fühlt und denkt über diese Rechtsprechung? Es wird hohe Zeit, der Inhalt der Broschüre als streng sachlich hätte anerkannt daß die Bolksvertreter sich entschließen, der Ansicht des Boltes werden müssen: es war nichts als eine Uebersicht über die gesetzAusdruck zu geben." Die Sächsische Arbeiter- Zeitung" versucht den Nachweis von der juristischen Unhaltbarkeit des Urtheils zu führen. Die Namen der Richter, die das Zuchthausurtheil am Freitag sprachen, find: Landgerichts- Direktor Frommhold, Landrichter Wanrik und Assessor Frhr. v. Teubern. Politische Meberlicht. outis dating and Berlin, den 7. Februar. Der Reichstag lichen Bestimmungen, die bei der Landtagswahl zu beobachten find. Auf den fast belustigenden Einwand, diese Broschüre hätte ja jeder von uns ebenso schreiben können!" entschlossen sich die Weisen des Kultusministeriums, von einer Verfolgung abzusehen, und der aus Palästina heimgekehrte Minister Bosse selbst sprach sich dafür aus, nach geeigneterem Belastungsmaterial zu fahnden." Es ist kein Wunder, daß Herr Bosse von seiner Orientreise ein bischen türkisch angesteckt heimgekehrt ist, und die stille, feine Weise sultanischer Justiz bevorzugt, nachdem er ihre verschwiegenen Reize geschaut hat. Auffällig kühl ist der Nachruf des Reichs- Anzeigers über den zweiten Kanzler des Deutichen Reiches, Caprivi. Die jezige Blutsfreundschaft zwischen den konservativen Agrariern und der Regierung verbietet die allzu freundliche Behandlung des Mannes ohne„ Ar und Halm". Ungefähr so schreibt auch Drumont in der„ Libre Parole" über oas Militärgericht, das Dreyfus verurtheilte, nur daß natürlich Offiziere noch mehr Wissen und Gewissen in Gestalt von militäri scher Ehre haben. Bürger faßen auch dogg din alu das die wegen Aufruhrs Angeklagten unter der Beugenschaft ihres Gottes nach bestem Wissen und Gewiffen freisprachen. Gleichwohl bemerkte in öffentlicher Ansprache der Vorsitzende des Gerichts selbst, wenigstens dem Sinne nach, daß die Geschworenen nalista odlim objektiv falich geurtheilt hätten.pus erledigte heute in einer halben Stunde den Rest des PostDie Berliner Neuesten Nachrichten", dessen bedauerns- etats und den Etat der Reichsdruckerei, nach dem er den Gewerthe Redakteure die Wahnvorstellungen gewisser Großindustriellen dächtniß Caprivi's die übliche Ehrung dargebracht hatte. fortgesetzt verherrlichen müssen, fordern aus Anlaß Löbtauer Schlägerei ein verschärftes Gesetz zum Schuße und zwar war es fein Rumpf- Reichstag, der dem zweiten gehalten. Der General Caprivi erscheint hier als hochgeschätzter Soldat Arbeitswilliger. Beliebt vielleicht die Todesstrafe für Terroristen? Reichskanzler seine Achtung bezeigte, wie es bei dem ersten und der Reichskanzler als arbeitsfreudiger, überzeugungstrener WiitFreilich würden dann terroristischen Auftraggeber der Reichskanzler der Fall gewesen war. Diesmal fehlte arbeiter. B. N. N." leider sehr hastig aussterben, früher noch als ihre auch die Sozialdemokratie nicht, und die, allerdings Am 18. Dezember 1891- nach Abschluß der Handelsverträge Das Organ aber geht in sehr geringer Zahl anwesenden Junker hatten doch feierte der Kaiser den schlichten preußischen General" in einer Ander " Auch das kaiserliche Beileidstelegramm ist ziemlich formell Geldbewilligungen für ihr Fachblatt. weiter: es möchte den Ausschluß der Deffentlich so viel Schamgefühl, ihren Groll gegen den ehrlichen sprache, in der es hieß: " Maun zu verschlucken, der keinen Ar und keinen Halm, aber auch keine Hand in der Tasche des Nächsten hatte. Nicht stehlen und nichts gestohlen haben ist aber heute in der stehlen und nichts gestohlen haben agrar- fapitalistischen Welt das größte Verbrechen wie Caprivi, dieser Utopist eines reinlichen Konservatismus an sich hat erfahren müssen.up dri noch keit von dem einzelnen Gericht auf die ganze „ Ich glaube, daß die That, die durch Einleitung und Abschluß auf die ganze Deffent lichkeit ausdehnen. Nacht muß es werben, wo ber Groß der andelsverträge für alle Wit und Nachwelt als industriellen Sterne strahlen, russisch- fibirische Nacht. Es ver eines der bedeutendsten geschichtlichen Greig stößt anscheinend nicht gegen die Berufsehre von Journalisten, nisse bastehen wird, geradezu eine rettende zu nennen ist." Die rettende That ist heute in den leitenden Kreisen nicht mehr denunziatorisch nach dem Staatsanwalt zu schreien. Sonst hätte sich niemand in der Nedaktion des Blattes hergegeben, folgendes zu beliebt. schreiben: Müllerschuh. In allernächster Zeit foll dem Bundesrath eine Die sozialdemokratische Frattion des Reichstages, in beren Herr Podbielski hat also vor dem Reichstag jetzt Ruhe Verordnung, betreffend die Stegelung der Arbeitszeit im Auftrag: Auer, Bebel, Liebknecht, Meister, Pfannfuch," Singer", und fann sich in der Heimlichkeit des Privatlebens Müller gewerbe, zugehen. Die Agitation gegen die erläßt heute an der Spige des Vorwärts" einen Aufruf„ An pflegen, ohne von den boshaften Blicken der Welt belästigt und Bäderei Berordnung scheint dabei so stark gewirkt zu haben, die Arbeiter Deutschlands" zu Sammlungen für die Angehörigen von den giftigen Zungen und Federn der Welt in seinen heiligsten daß man nicht den in der Bäckerei Berordnung eingeschlagenen Weg der vom Dresdener Schwurgericht am 3. Februar wegen ver Gefühlen verlegt zu werden. Und wir sollen Herrn v. Podbielski gehen, sondern sich auf die Festschung von Minimal. suchten Todtschlags verurtheilten 9 Bauarbeiter. Der Aufruf Ruhezeiten beschränken will. führt eine solche Sprache, wie überhaupt die ganze Rimmer des roh", 3ynisch" beleidigt haben. Wodurch? Weil wir sagten: Die Vertreter deutscher Versicherungsaustalten, die in Borwärts", daß man über die unbehinderte Verbreitung des er habe sich für seine große" Rede gestärkt". Aber wir Blattes erstaunen muß. Der Aufruf sowohl wie der sonstige fagten da nur, was der ganze Reichstag gedacht hat, und Eisenach versammelt waren, um zu dem Entwurf der InvalidenVersicherungs- Novelle Stellung zu nehmen, haben sich bezüglich ber Inhalt find berartig mit Aufforderungen zum Klaffenhaß und was in den Beitungen der verschiedensten Parteien wenigstens vorgeschlagenen anderweitigen Bertheilung der Rentenlaft für die mit Angriffen gegen das Urtheil des Dresdener Gerichts angefüllt, angedeutet ist. Wir haben das Wort ja auch sofort zurück Bildung eines Gemein- und Sondervermögens unter einer Reihe von daß eine Beschlagnahme wohl mehr als berechtigt gewesen genommen. Und mehr konnte auch Herr b. Podbielski Voraussetzungen ausgesprochen, die in erheblichen Bunkten von mit einem biel schlimmeren Wort nicht thun. Und der Regierungsvorlage abweichen. Insbesondere wird der vor Wir begreifen: bie Wahrheit tödtet, darum soll nach den war's denn ein so schlimmes Wort? Parlamentarische geschlagene limfang der Gemeinlaft abgelehnt und verlangt, daß B. N. N." bie Wahrheit gemordet werden! Ein Blatt findet sich endlich, das den Muth besitzt, die Stärkungen" gehören doch weder zu den Seltenheiten, noch nicht mehr als Gemeinvermögen ausgesondert wird, als was zur Brügeleien felbst au vertheidigen. Es ist nicht galten sie bisher für ehrenrührig. Wir erinnern uns zum Dedung des Kapitalwerthes der bisher entstandenen Rentenantheile erstaunlich, daß dies die ,, Deutsche Tageszeitung" ist, die sich mit Erempel der famosen„ Stärkung" des Sätularmenschen, als thatsächlich erforderlich ist. Damit würde sich das auszusondernde Gemeinvermögen auf etwa 35 pCt.( gegen 60 pCt. der Vorlage) des Recht daran erinnert, daß in ihren Kreisen Staufereien namentlich er seine Brandrede vor der Auflösung von 1887 hielt. Damals Vermögens der Anstalten ermäßigen. Die in der Novelle vorgeschlagene nach Vergnügungen eine umentbehrliche Einrichtung sind, und die in trant er vor versammeltem Kriegsvolk 16 wohlgezählte Einrichtung von örtlichen Rentenstellen wurde als nicht annehmbar Kampf mit dem politischen Gegner den Dreschflegel als die sechzehn Gläser Kognat mit Wasser, die Exzellenz" erklärt, und bei einer Zusammenlegung der gesammten Arbeitergeeignetste Waffe empfiehlt. Sie schwelgt noch in den füßen Er- Bötticher ihm kunstvoll gemischt hatte, und deren versicherung könnte nach Meinung der Versammlung die Errichtung innerungen an die prächtigen Leistungen ihrer Iskraut- Schaaren Vortrefflichkeit, sammt der des„ gestärkten" Trinkers von Rentenstellen möglicherweise mit Aussicht auf Erfolg in Frage auf dem Gebiet einer durchgreifenden Holzerei. Die D. Tages damals von reichstreuen Blättern in langen be tommen. zeitung" meint, daß die Strafthaten der Verurtheilten von wäre." " " die " = Schifffahrtsweg Berlin- Stettin. Einer Abordnung des Binnenschifffahrts- Vereins für den Norden und Westen und der Provinz Brandenburg erklärte der Landwirthschafts minister, Frhr. v. Hammerstein- Sorten, daß die Entscheidung über die zu wählende Linie nach keiner Richtung präjudizirt sei, diefelbe vielmehr von dem Ergebniß der im Gauge befindlichen Prüfung durch die Regierung abhänge. geradezu vichischer Rohheit" gewesen seien. Aber diese Meinung ist wundernden Schilderungen gepriesen ward. Also hätte Herren Gesegentwurf. In Düsseldorf waren die Vertreter des Wirthnicht etwa ein Beichen der Entrüstung, sondern der höchsten Be- v. Podbielsti sich gestärkt" er hätte nicht etwas Neues, schaftlichen Vereins, der nordwestlichen Gruppe des Vereins deutscher wunderung. Denn viehische Rohheit" ist nach dent Blatt das außergewöhnliches gethan. Und darum keine Feindschaft nicht. Eisen- und Stahlindustrieller, des Vereins für die bergbaulichen Merkmal einer patriarchalisch- bündlerischen Gesinnungstüchtigkeit. Und Die neue Banfvorlage wurde von Herrn v. Posa. Juteressen im Ober Bergamtsbezirk Dortmund, des Vereins der mit wahrer Begeisterung befürwortet das Bündler- Organ den Kultus dowsky begründet, dem zunächst Herr Gamp entgegentrat; Industriellen des Regierungsbezirts Köln und des berg- und einer zugleich viehischen und raffinirten Nohheit, indem es fordert, daß dieser versteckte zwar den agrarischen Pferdefuß möglichst, ließ hüttenmännischen Vereins Siegen versammelt. Den Gesetz man die Opfer des Dresdener Urtheils statt ins Zuchthaus zu sperren, jedoch deutlich genug merken, daß wenn die Agrarier im entwurf behandelte in ausführlichem Vortrage der Abgeordnete in regelmäßigen, nicht zu lang bemessenen Zwischenräumen... Jahre 1871 während der Kommune von Paris die Bewachung Dr. Beumer. Beschlossen wurde, den Vorständen der betheiligten nachdrücklichft, aber ohne ihre Gesundheit dauernd zu schädigen, prügelt". Die Rücksicht auf die Gesundheit wird selbst der französischen Bant gehabt hätten, sie nicht die Vereine in einer am 20. Februar stattfindenden Sigung vorverständlich dadurch bedingt, daß sonst wegen Todesfalls des Objetts Enthaltsamkeit der naiven Kommunarden besessen haben würde, anschlagen, die berechtigten Verbesserungen im Gefeßentwurf gutzuheißen, dagegen die Errichtung örtlicher Rentenstellen, das Brügel- Bergnügen nicht lange genug ausgedehnt werden kann. welche die Bankschäze beschütten, statt sie in die Tasche zu die anderweitige Vertheilung der Rentenlast und die Die liberale Preffe schweigt hartnädig über die Angelegenheit, stecken. Neden des Grafen Kanis und des Bankdirektors Bemessung der Invalidenrenten zu bekämpfen, offenbar aus Raummangel. Die„ Boffische Zeitung", das„ Berliner Stoch, der zwei denkbar größten Antipoden in Charakter, auch gegen die im Gesezentwurf enthaltene Beschränkung Tageblatt" u. f. w. sorgen fich unentwegt um Dreyfus und die Anschauungen und Wesen, füllten den Rest der Sizung aus. der Selbstverwaltung Verwahrung einzulegen. Auch Reinheit der französischen Justiz. Die Kölnische Zeitung hält Die Debatte wird morgen fortgesetzt. Der Schwerinstag wird glaubte man, daß die Schwierigkeiten nicht entstanden sein würden, bas Urtheil für„ laum zu streng", weil die Arbeiter ben Bau- Unter- diese Woche wahrscheinlich am Freitag sein, da Donnerstag, wenn man nach den Vorschlägen der Industrie eine Reichs- Vernehmer geradezu„ gemartert" hätten. Das Blatt verwechselt offenbar deutsche Arbeiter mit ihren geliebten Afrikanern" mit und ohne wegen des Begräbnisses von Caprivi, die Sigung vermuthlich sicherungsanstalt errichtet hätte.akademische Bildung. Die gefinnungsverwandte ,, National- 8tg." ausfällt. behauptet, baß wir in der Darstellung des Thatbestandes beschönigen Die Hausagrarier im Landtage. verfahren wären. Woher weiß das die National- Zeitung", da doch die Deffentlichkeit fie findet das selbst bedauerlich aus- Die Hausagrarier des preußischen Landtages brachten heute geschlossen war? wieder einmal ihre bekannten Slagen vor. Zur Berathung stand ein Dagegen urtheilt die demokratische Frankfurter Zeitung" nicht alter Ladenhüter, der Antrag Mies( 8.) betreffend Aenderung anders als der Vorwärts". Wenn man sich die Sache vergegen- des Kommunalabgaben- Gesezes. Nach dem geltenden wärtige, müsse man das Urtheil zweimal lesen, um es für möglich Gesetz find die Realsteuern mindestens zu dem gleichen und höchstens zu halten: zu einem um die Hälfte höheren Prozentjaze zur Stommunal fteuer heranzuziehen, als die Zuschläge zur Einkommensteuer erhoben werden. Der Abg. Mies verlangt eine Abänderung dieser Bestimmung dahin, daß Aufwendungen der Gemeinden, welche in überwiegendem Maße dem Gewerbebetriebe und dem Grund besige zum Vortheil gereichen, durch Nealsteuern gebedt werden, Auf wendungen, welche überwiegend der Allgemeinheit zum Vortheil gereichen, durch Einkommensteuer- Buschläge, Aufwendungen, bei welchen ein überwiegender Vortheil weder nach der einen, noch nach der anderen Seite hin erkennbar ist, durch gleiche Prozentfäße der Realund der Einkommensteuer- Buschläge. Nicht ganz so genau ist der mit zur Berathung stehende Antrag Weyerbusch( ft.) gehalten. Derfelbe fordert die Regierung auf, noch in dieser Seffion ein Gesetz vorzulegen, durch Eine eigene Art von Sozialistenverfolgung treibt man in welches die Bestimmungen des Kommunal- Abgabengesetzes über die Er der fächsischen Unitshauptmannschaft Dresden- Neustadt. Im hebung von Real- und Einkommensteuer- Zuschlägen durch andere, Gemeinderath zu Rähni z wurde der einzige in dieser Körperschaft eine lieberbirdung des Haus- und Grundbefizes sowie des Ge- fizzende Sozialdemokrat in den Schulausschuß gewählt. Hier der Gutsbefizer, ein Todtschlag und dafür zwei Jahre werbebetriebes ausschließende Vorschriften ersetzt werden. Schrecklich! Die Amtshauptmannschaft bestätigte deshalb die Wahl Gefängniß, dort Arbeiter, einige Wunden und dafür bis zu Aus der höchst uninteressanten Debatte, in der die Redner um des Gemeinde- eltesten nicht, weil dieser die Wahl des bösen SozialI ft zehn Jahren Zuchthaus. das gleiches Recht die Wette bemüht waren, fich gegenseitig in Schlummer zu reden, demotraten in den Schulausschuß nicht verhindert hatte. Das war Dr. v. Miquel er den im Gemeinderath fizenden tönigstreuen Bauern aber doch zu führen, der Göttin Justitia die Binde vor den Augen zu wähnenswerth, der sich ganz entschieden gegen eine Revision des den im Gemeinderath ſizenden königstreuen Bauern aber doch zu Todern, damit sie sieht, wen sie vor sich hat? Nicht nur die erst vor 5 Jahren in Kraft getretenen Kommunalabgaben- Gesetzes Jahre zur größten Zufriedenheit verwaltet, sonst ein Ehrenmann und sonderbar. da der gewählte Gemeinde Aelteste das Amt schon sechs Arbeiter, auch die bürgerlichen Kreise, die vorurtheilsfrei die Sache erklärte. betrachten, werden Mitleid empfinden mit jenen hart Bestraften. Beide Anträge wurden einer Kommission von 14 Mitgliedern gut konservativ ist. Sie haben deshalb denselben der Behörde zum Trop wiedergewählt. Diese versagte die Bestätigung überwiesen. abermals und drohte mit Maßregeln. Die Bauern wollen sich aber Morgen ist teine Sigung; am Donnerstag steht die Inter- nicht einschüchtern lassen, sondern ihren Mann zum dritten Male pellation Samula betr. ländliche Arbeiternoth auf der wählen. Die Sozialdemokratie kann mit dieser Art SozialistenTagesordnung. befämpfung zufrieden sein. " Die Angeklagten find meist Familienväter, bisher unbescholten, und wenn auch während der Keilerei Rufe fielen, wie „ schlagt den Hund tobt", so waren die nichts anderes, als bas, was ungebildete Leute bei solchen Gelegenheiten immer im Munde führen, ohne es deshalb gleich zur Wahrheit machen zu wollen. Und bei sämmtlichen Angeklagten wurden mildernde Umstände von den Geschworenen verneint! Also Trunkenheit, die Provokation durch die Revolverschüsse, völlige Unbescholtenheit teine mildernden Umstände? Aber selbst dann, wenn man sie den Angeklagten nicht zubilligen will, ist das Strafmaß exorbitant." Den Ausschluß der Oeffentlichkeit tritifirt auch die Frantf. 8tg." scharf, sie vergleicht den Fall, wie es der Vorwärts" that, mit der brutalen Tödtung des Arbeiters Hommels durch den Gutbefizer Lehmann das Dresdener Schwurgericht erkannte auf zwei Jahre Gefängniß und schließt mit folgender Mahnung: Spielen da nicht jene Imponderabilien mit, die dazu ver- ist nur die Antwort des gettig " Denn es wäre nicht so gekommen, wenn man es besser verstünde, sich von den unbewußten Neigungen frei zu halten, die auf den Gegensäzen der Bevölkerungs- Klassen, auf der Vorliebe für Arbeitswillige" und dergleichen beruhen. Aber es wird bedenklich. Geht es so weiter, dann wird man bald wieder dort sein, dort sein, wo man einft war, bei den Zur Abrüstungskonferenz. Die Kölnische Zeitung" meldet Two nations"( ben zwei Nationen) Disraeli's, die nichts mehr aus Petersburg vom 5. Februar: Alle eingeladenen Regierungen mit einander gemein haben und sich nicht mehr verstehen, stimmten dem russischen Vorschlage zu, zur Abrüstungskonferenz im als Dem preußischen Kultusminister ins Stammbuch gehört folgende Nachricht der Schwäbischen Tagwacht": Unter Heiterleit des Kollegiums wurde in Göppingen unser Genosse Thiele einziger Katholik des Gemeinderathes- zum Mitglied der dortigen tatholischen Orts Schulbehörde gewählt. Und die Schule wird darunter feinen Schaden leiden, so wenig als die Heslacher Schule, deren Oberbehörde unser Genoffe Kloß längere Zeit angehörte, dadurch Schaden gelitten hat. Jedenfalls werden unsere Schulen da durch nicht schlechter wie die preußischen, für die man ja jetzt den Grundsatz aufgestellt hat, sozialdemokratische Gemeindevertreter von den Orts- Schulbehörden auszuschließen, trotz der Verwendung sozialdemokratischer Gelder und der Erziehung sozialdemokratischer Kinder. # Ueber die Entwickelung des Zeitungswesens in Deutsch land giebt die Begründung zur Post Novelle Aufschluß. Nach der preußischen bezw. deutschen Reichs Postzeitungsliste betrug die A Gesammtzahl der Zeiwngen im Jahre 182S: 474. 1863: 2763, 1873: 5579, 1833: 8529, 1893: 10 496 und 1898: 12104. Im Reichs-Postgebiet ist die Zahl der Zeitungen seit dem Jahre 1871 von 2751 auf 5713 im Jahre 1897 gestiegen. In derselben Zeit hat sich die Zahl der durch die Post vertriebenen Zeitungsexemplare von Iis auf rund SVa Millionen und die Zahl der gebührenpflichtigen Zeitungsnummern sogar von 202Vi auf 937 Millionen jährlich erhöht. Während hiernach im Jahre 1871 auf 1 Exemplar durch- schnittlich 169 Nummern entfielen, belief sich deren Zahl im Jahre 1897 auf 269.-- DaS««te Salzkartell. Seit dem 1. Januar ist ein Kartell der kgl. preußischen Salzwerke Staßfurt, Jnowrazlaw, der anhaltinben Salzwerke Leopoldshall und der wenigen privaten Salz- werke Bernburg- Staßfurt gebildet. Infolge dessen sind die Käufer resp. Verbraucher des ihnen zu ihrem Gewerbebetrieb unentbehr- lichen Gewerbesalzes genöthigl, dasselbe um 20 pCt. theurer zu bezahlen als bisher. Auch steht es den Beziehern nicht mehr frei, je nach den Erfordernissen ihres Betriebes, die sich in mancher Hin- sicht unterscheidenden Salze des Staßfurter oder des Jnowrazlawer Bergamts zu beziehen. Vielmehr muß er dasjenige Salz be- ziehen, das ihm von dem Kartell zugeloiesen wird. Das Kartell hat die Welt in verschiedene Bezirke eingetheilt, die wiederum den Macht- sphären der Jnowrazlawer oder Staßfurter Salzwerke zugetheilt sind. So z. B. darf nach Schlesien nur Jnolvrazlamer Salz kommen. Bisher war es jedem Käufer freigestellt, für die fast immer 200 Zentner betragenden Bczugsguanten von Gewerbesalz soweit als thunlich den Wasserweg zu benutzen. Jetzt ist eine Bestimnmng der den Salzbezug beaufsichtigenden Steuerbehörde getroffen, wonach Gewerbesalz nicht mehr auf dem Wasserwege, sondern lediglich per Bahn bezogen werden darf. Tie Thicre, die— nach der Meinung deS Kaiser?— an der Wurzel der deutschen Eiche nagen— bemüht sich die„Konservative Korrespondenz" ins Menichliche zu übersetzen, auf daß man unter ihnen ja nicht den Junker verstehen möge. Die Korrespondenz interpretirt also das zoologische Gleichniß dahin, daß die Sozial- demokraten die Thiers sind. Wir guittiren dem offiziellen Lrgan der konservativen Partei dankend diese Aufklärung.— Vater- landslose Gesellen, Rotte, Thiere— wenn wir durch solche Deu- tiingen, das sei der„St. K." gesagt, vernichtet werden sollten, so würde es die Neugier sein, an der wir sterben, die Neugier: Welche Steigerungen der AuSdrucksdcutungen wir noch erfahren werden.— NnS Ostpreußen. lEig. Ber.) Bei der Landwirthfchaft muß trotz allen Schreiens der Agrarier über ihre Nothlage immer noch erwas zu verdienen sein. Daß es nicht gar so sehr mit dem Profit in ber Landwirthschaft bergab geht, beweisen die steigenden Preise der Güter. Vor 10 oder 12 Jahren kaufte der Besitzer MolinnuS in den Ortichaften Paaschken und Aschpurwen gelegene Ländereien. Dieser Tage hat er 180 Morgen bei Paaschken gelegene Ländereien und ferner 52 Morgen bei Aschpurwen verkauft. Er behält den Paaschken- krug mit dazu gehörigen Ländereien. Für die verlausten beiden Stücke Land hat er doppelt so viel erhalten, als er seiner Zeit für alles zusammen bezahlte. Echt agrarisches Denken und Fühlen spricht aus einer Bekanntmachung, welche der Arbeitsnachweis der ostprcußischen Land- lvirthschaftskanmrer erläßt. In derselben werden die Landwirthe gewarnt, bei Abschluß von Verträgen mit Agenten, welche polnische Arbeiter besorgen, in dem Kontrakt eine Bestimmung stehen zu lassen, wonach der Lohn an den Agenten zu zahlen ist, der ihn erst den Arbeitern aushändigt, Solche Agenten haben, so theilt die Arbeitsnachweisstelle mit, die Besteller übervortheilt. Sie vereinbarten mit den Ar- beitern einen niedrigeren Lohn, als sie den Gutsbesitzern mit- theilten. Bei der Lohnzahlung empfingen si« den höheren Betrag und steckten die Differenz in dt« Tasche. Es liegt doch auf der Hand, daß die Betrogenen die Arbeiter waren, welche den Lohn, den die Gutsbesitzer zahlen, nicht voll ausgehändigt erhielten. Der Ar- bcitsnachweis der Landwirthschaftskammer aber wiederholt, daß die Agenten„auf diese Weise die Arbeitgeber bis 15 M. pro Arbeiter und Monat" übervortheilten. Man darf in diesen Wondungen wohl das Bedauern sehen, baß nicht statt der Agenten die Gutsbesitzer das Geld in die Tasche stecken konnten.— Wie Preuße» moralische Eroberungen macht. Die„Braun- schweiger Landeszeitung", die für geivöhnlich gemäßigter GemüthSart und nicht einmal welfisch gesinnt ist, schreibt: „Es gab vor 1866 und danach eine nicht unbeträchtliche Gruppe gerade den besten Kreisen zugehörender Männer, die damals alles Ernstes das Aufgehen BraunschweigS in den preußischen Staat als das Ziel der Zukunft erstrebten. Blanche von ihnen sind heute noch am Leben— ivenn man sie aber heute hört, so gedenken sie jener Bestrebungen, wie etwa ihrer Jugendthorheiten; so sehr hat fich inzwischen die Stimmung gegen Preußen infolge der U n f ä h r g k e i t seiner Politik, moralische Eroberungen zumachen, ge- ändert. Wer heute von einer Verschmelzung reden wollte, wurde mit Recht übel ankommen und als ein Feind der vaterländischen Interessen behandelt werden. Dahin hat es die verbohrte preußische Bureaukratenmethode der Nadelstiche gebracht!" „Wir Germanen." Zu dieser Wendung der letzten Branden- burger Tafelrede bemerkt die„Leipziger V o l k s z t g.": »Unter dem Schatten dieser Eiche sollen»wir Germanen wenigstens fest zusammenhalten wie ein fester Block". »Wir Germanen': aber worden in Nordschleswig nicht g e r- manische Stammesgenossen in hellen Haufen auS dem Lande gejagt, dulden nicht die kerndeutschen Alemanen der Reichslande, die Elsaß- Lothringer, unter dem Willkürregiment des Diktatur- Paragraphen?" Die„Nowoje Wremja' bespricht die Rede Kaiser Wil- he Im's auf dem Brandenburger Provinziallandtage und begreift nicht, warum Europa'S Frieden hinter dem Schild des deutschen Michel Schutz suchen solle in dem Augenblicke, in dem gerade Ruß- land die Völker zur Friedenskonferenz berufen habe.— Chronik der MajestLtsbeleidignngS- Prozesse. In H an- n o v e r ivurde der Arbeiter G i e S von der Strafkammer wegen MajestätSbeleidigung zu 8 Monaten Gefängniß ver- urtheilt. Als erschwerender Umstand wurde es angerechnet, daß die fragliche Aeutzerung in einer Wirthschaft geschehen ist. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Leffentlichkeit statt. AuS Mannheim wird der»Frankfurter Zeitung' folgender Fall mitgetheilt: Ein lehrreicher Prozeß wegen Majestäts- deleidixiung spielte sich am I.Februar vor der Strafkammer ab. Der Tagelöhner Georg Dinges hatte im November v. I. seinen friibercn Stubenkameradcn, den Schlosser Otto Schraner aus Hechingen, bei der Staatsanwaltschaft deimnzirt. Schraner erklärte, Dinges habe ihn aus Nachsucht angezeigt, weil sie im Streit von- einander gekommen seien. � Der Vorsitzende, Landgericbtsdirektor Ullrich, hielt dem Zeugen die geringe Glaubwürdigkeit seiner Ans- sage vor und fragte, warum er erst nach drei Monaren seine Anzeige erstattet habe. Als der Zeuge erwiderte, er habe es nicht thun wollen, so lange Schraner mit ihm das Zimmer thcilte, sagte der Vorsitzende:„Dann sind Sie ein feiger Mensch, wenn Sie ans Furcht eine Denunziation mit sich herumtragen, bis Sie glauben, sie ohne Gefahr für Ihre Haut loslassen zu können. Pfui Teufel!' Auf Beftagen des VertheidigerS, Rechtsanwalt Dr. Deutsch, gab der Zeuge zu. daß er der sozialdemokratischen Partei angehört und beim' letzten Bierboykott frerwillig Flugbätter vertheilt habe.„Sind Sie noch Parteimitglied?' ftug der Vor- . sitzende.»Ich weiß nicht", lautete die Verlegenheitsanwort des �offenbar beschränkten Menschen. Das Gericht erkannte 1 auf Freisprechung. Man habe nicht die Ueberzeugung gewonnen, daß Schraner sich einer Majestätsbeleidigung schuldig gemacht habe. Schraner hatte sechs Wochen in Untersuchungshaft zu- gebracht. Daß dieser Denunziant ein Sozialdemokrat, erscheint uns nicht glaubwürdig, vielmehr daß er ein„offenbar beschränkter Mensch" ist. Im anderen Falle aber würde unser Urth eil über ihn nicht milder ausfallen, als über jeden anderen Denunzianten aus Rache.—_ DaS«eue Postgesctz ist soeben'dem Reichstage zugegangen. Es bringt eine Erhöhung des Gewichts für gewöhnliche Briefe von 15 auf 20 Gramm, ferner eine Umgestaltung der für die Beförderung von Zeitungen zu er- legenden Gebühren. Endlich wird den Privatposten das Recht ge- nommen, geschlossene Briefe zu befördern und die Entschädigung sowohl der P r i v a t a n st a l t e n wie auch der A n g e st e l l t e n dieser Anstalten geregelt. DieZ Angestellten bekommen im Höchst- fall, wenn sie länger als sechs Jahre im Dienste der Gesellschaft stehen, ein JahreSgehalt. Dem Gesetzentwurf seien die folgenden Einzelheiten ent- nommen: Porto für Briefe. DaS Porto beträgt für den frankirteu gewöhnlichen Brief bis zum Gewicht von SV Gramm einschließlich 10 Pf., bei größerem Gewicht 20 Pf. Bei unfraukirten Briefen tritt ein Zuschlagporto von 10 Pf. ein, ebenso bei unzureichend fraukirten Briefen. Der Reichskanzler ist ermächtigt, den Geltungsbereich der Ortstaxe auf Nachbarorte auszudehnen. ZeitungS gebühr. Die ZeitungSzebühr beträgt: a) 10 Pf. für jede BezugSzeit ohne Rücksicht auf deren Daner, d) 15 Pf. jährlich für das wöchentlich ein- malige oder seltenere Erscheinen sowie 15 Pf. jährlich mehr für jede weitere Ausgabe in der Woche, c) 10 Pf. jährlich ftir jedes Kilo- gramm des Jahresgewichts, mindestens jedoch 40 Pf. jährlich für jede Zeitung. Das Gewicht der Zeitungen wird alljährlich von der Postbehörde für einen Zeitraum von zwei Wochen ermittelt. Die Privatposten. Nach den die Privatposten betreffenden Bestimmungen wird daS Po st Monopol auch auf verschlossene Briefe ausgedehnt, die innerhalb der Gemeindegrenzen eines mit einer Postanstalt ver- sehenen Ursprungsorts bleiben. Anstalten zur gewerbsmäßigen Einsammlung, Beförderung oder Bertheilung von unverschlossenen Briefen, Karten, Drucksachen und Waarcnproben, die mit der Aufschrist bestimmter Empfänger versehen sind, dürfen im Reichspostgebiete nur mit Genehmigung des Reichskanzlers, in Bayern und Wüttembcrg nur mit Genehmigung der Landes-Zentralbehörde etrichtet oder weiter be- trieben werden. Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrafe bis zu 1500 M. oder mit Hast oder mit Gefängniß bis zu sechs Monaten bestraft. Entschädigungen. Den vor dem 1. April 1893 eingerichteten und seitdem bis zur Verkündigung dieses Gesetzes ohne Unterbrechung betriebenen Privat- briefbeförderungS-Anstalten und ihren Bediensteten, die infolge dieses Gesetzes Schaden erleiden, sind Entschädigungen nach folgenden Be- stimmungen zu gewähren: A. Der den Anstalten zu ersetzende Schaden umfaßt auch den entgangenen Gewinn: jedoch darf die Entschädigung für den entgangenen Gewinn in keinem Falle das Achtfache des jährlichen Reingewinnes übersteigen, den die Anstalt im Durchschnitt der vor dem 1. April 1898 liegenden drei letzten Geschäftsjahre erzielt hat. Als Reingewinn gilt die Rohcinnahme aus der Beförderung der ihrem Betriebe auf Grund dieses Gesetzes entzogenen Gegenstände nach Abzug des dem Verhältnisse dieser Einnahme zur Roheinn'ahme aus dem gesammten BeförderungS- aeschäst entsprechenden TheileS der Geschäftskosten. Zu den Ge- fchäftskosten werden auch gerechnet dl« Abiuitzung der der Anstalt gehörenden Gebäude und Betriebsmittel, soweit sie dem Be- förderungSgeschäste dienen, und vierprozentig« Zinsen deS Anlage- und Betriebskapitals. L. Die Bediensteten, die infolge des Eingehen? oder der Beschränkung des Betriebes der Anstalten aus der Beschäftigung entlassen werden und mindestens drei Monatelang, vom Tage der Ver- kündigung dieses Gesetzes rückwärts gerechnet, im Dienste der Anstalten gestanden, sowie ihren Erwerb ausschließlich oder überwiegend aus dieser Beschäftigung gezogen und vor dem Tage der Verkündigung dieses Gesetzes das achtzehnte Lebensjahr vollendet haben, erhalten', wenn die Beschäftigung gedauert hat: 3 Monate bis einschließlich 6 Monate. Via mehr als 6„„„ 1 Jahr.. �/is tt% Jahr» 2 Jahre.. 3/i2 n«*2 Lahre„„ � o»& tt» n 4# �' 12 tf n•••••»•••••• /A*5 deS innerhalb der letzten zwölf Monate bezogenen Gehalts oder Arbeitsverdienstes als einmalige Entschädigung. Besteht das Gehalt oder der Arbeitsoerdienst ganz oder zum Theil aus Anthcilcn an der Gcschäftscinnahme oder am Geschäftsgewinne, so werden diese Antheile mit dem Durchschnitte der vor der Ber- kündigung dieses Gesetzes liegenden drei Beschäftigungsjahre au- gefetzr. Hat die Beschäftigung weniger als zwölf Monate gedauert so wird der Berechnung'der Enschädigung der Betrag zu Grunde gelegt, der»ach dem durchschnittlich für den Tag bezogenen Gehalt oder Arbeitsverdienste sich im Laufe eineS Jahres ergeben hätte. Die Postverwaltung ist ermächtigt, die Entschädigung jedem Bediensteten, statt in einer Summe, in monatlichen Th eil- beträgen zu zahlen, die mindestens dem im letzten Monate seiner Beschäftigung bezogenen Einkommen entsprechen müssen. Von der Entschädigung sind die Bediensteten ausgeschlossen, die von der Post- Verwaltung in eine ihrem bisherigen Beschäftigungsverhältnitz ent- sprechende Dienststelle übernommen werden oder die Annahme einer solchen Stelle ohne ausreichenden Grund ablehnen. Der Anspruch auf Entschädigung ist innerhalb einer Ausschluß- frist von sechs Monaten bei einer Postbehördo schriftlich anzumelden. Die Frist beginnt mit dem Jnkrafltrelcn dieses Gesetzes. Die Feststellung der Entschädigung erfolgt für das Reichs-Postgebiet durch das Reichspostamt, für Bayern und Württemberg durch die obere Postverwaltungs-Behörde dieser Staaten. Gegen den Bescheid der Postbehörde, durch den der EntschädigungSampruch abgelehnt oder die Entschädigung festgestellt wird, findet die Berufung auf schieds- richterliche Entscheidung statt. Die Berufung ist bei Vermeidung deS AuSfchlusieS binnen vier Wochen nach der Zustellung deS Bescheides bei dem Schiedsgerichte zu erheben. Das Schiedsgericht wird aus drei Mitgliedern des Reichsgerichts gebildet. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Die Stellung der österreichischen Sozialdemokratie zum Verfassungsbruch des G r a f e n T h u n wird dargelegt in einer Resolution, die am Montag von vier großen Volks- Versammlungen in Wien beschlosien worden ist. Diese Resolution lautet: „Angesichts der neuerlichen Vertagung des Parlaments und der ohne Scheu und immer unverhüllter ausgesprochenen Absicht der Rc- aiening des Grafen Thun, ohne Rücksicht auf die verfassungsinäßigen Rechte des Balles die wichtigsten und für die politische und wirth- schaftliche Gestaltung der Zukunft des Landes bedeutsamsten Enl- scheidungen im Verordnungswege zu treffen, erklärt die heutige Volks- versamnllung: Die klassenbewußte Arbeiterschaft, ohne Unterschied der Ratio- nalität, protesttrt ans das Allerentschiedenste gegen ein System, das in den Formen eines Scheinparlamentarismus in Wirklichkeit die Herrschaft des Feudaladels und seiner Verbündeten bedeutet: sie protestirt insbesondere gegen die durchsichtige Politik des Grafen Thun, die darauf angelegt war, den nngüiistigen und schäd- lichen Ausgleich mit Ungarn ohne und gegen den Willen der großen Mehrheil der Bevölkerung durchzuführen: sie brandmarkt den Volksverrath der klerikalen und jung» czechischen Abgeordneten, die sich als Helfershelfer bei diesem Spiele mit deu obersten Griindzügcn jeder Verfassung gebrauchen ließen; sie bedauert die Haltung eines Theiles der Oppositionsparteien, die aus nationalem Fanatismus und verblendet durch die Phrase, sich zu Mitschuldigen des Grafen Thun gemacht haben, indem sie das Kampfmittel der Obstrultion. das der badcnitischen Verbrecher- bände gegenüber am Platze war, unzeitgemäß und gegen eigene, bessere Elnsicht anwendeten und so der Regierung halfen, sich des Parlaments zu entledigen; die Versammlung protestirt auf das Schärfste� gegen daS Ministerium des Grafen Thun, das, trotzdem es erwiesenermaßen unfähig ist, sein Amt gemäß den Verfafsungsgesetzen zu führen, nicht abtreten will, sondern den Mißbrauch des Z 14 zum Regierungs- Programm erhebt; sie protestirt gegen daS Ministerium Thun, daS über alle dringendsten Forderungen und Bedürfnisse der arbeitenden Klaffen hinweggeht, ja sogar die Besserung der materiellen Lage der armen Staatsdiener verschleppt, die Beseitigung des Zeitungs- stempels vereitelt hat und sich durch Berhängung des AuS- nahmszustandes in Galizien und die Ordonnanzen deS Justizminifters als bis in die Wurzel reaktionär erwiesen hat; die Arbeiterschaft spricht den sozialdemokratischen Abgeordneten ihr volles Vertrauen aus und versichert sie ihrer Zu- stimmung und Unterstützung in ihrem muthigen und erfolgreichen Kampfe gegen alle Feinde des arbeitenden Volkes; sie spricht schließlich die Ueberzeugung aus, daß auf nationalem und verfassungsrechtlichem Gebiete nur Ordnung geschaffen werden kann durch eine wahre Volksvertretung, die, gewählt auf Grund des allgemeinen und gleichen Wahlrechts, allein die wirklichen Interessen aller arbeitenden Schichten aller Zungen vertreten und die reaktionären Sippschaften durch eine entschlossen demokratische und ernsthaft soziale Politik besiegen kann; sie wird darum rastlos und unerschrocken den Kampf weiter- führen unter dem Feldrufe: Weg mit der reaktionären Negierung des Grafen Thun! Weg mit dem Privilegienparlament!"— Aus Budapest. Ueber das Ergebnlß der Audienz, welche der Honvedminisier Fcjervary und Geheimrath Koloman Szell bei dem Monarchen hatten, verlautet, daß infolge der ihnen crtheilten Er- mächtigung beide Staatsmänner den oppositionellen Führern die Erklärung' abgaben, die Votirung der Indemnität an Baron Banffy sei unerläßliche Voraussetzung des Kompromisses. Der Rücktritt Banffh's werde nicht eher erfolgen, als bis er In« demnität erhalten habe. Es verlautet, daß die Opposition sich ent- schließen werde, auf diese als unerläßlich bezeichnete Bedingung ein- zugehen, umsomehr, als andererseits ihr Verlangen, der Reichstag solle nach dem Friedensschluß nicht aufgelöst werden, gewährleistet lvorden sei. �. Man berichtet ferner aus Budapest, daß dort bei der Kom- bination über die Person des künftigen Ministerpräsidenten nur zwischen Fejervary und Szell geschwankt werde und daß man die Ernennung Fejervary'S für Wahrscheinlicher halte, da er sich gegen den Wunsch des Kaisers nicht ablehnend verhalten werde, während Szell noch in den letzten Tagen alle Fragen, ob er die Neubildung des Kabinets übernehme, geradezu schroff zurückgewiesen hat.•— Schweiz. Zürich, 6. Februar.(Eig. Ber.) Unermüdlich sind uns«» Genossen in Luzern an der Arbeit, um durch Beuutzung aller ihrer demokratischen Rechte den bürgerlichen Parteien, insbesondere den herrschenden Liberalen demonstrativ zu beweisen, daß auch sie eine Macht sind, die man nicht auf die Dauer unterdrücken kann und mit der man vielmehr rechnen muß. Jetzt haben sie 715 Unter- scbristen, deren nur 500 nothwendig waren, gesammelt, um das städttsche Budget vor die Volksabstimmung statt vor die Gemeinde- Versammlung zu bringen. Diese Taktik werden die Herren schon allmälig mürbe machen und sie zum Einlenken zwingen.— Frankreich. PariS, 7. Februar. Der Beschluß der Kammerkommission, den Antrag des JustizministerS, die Revisionssachen dem Gesammtrichter- kollegium des KassatioushofeS zu überweisen, abzulehnen, hat in allen' Kreisen eine große Erregung hervorgerufen. Die anti- revisionistischen Blätter hoffen, daß die Kammer dennoch den Antrag annehmen werde. D u p u y wird, wie es heißt, die Vertrauensfrage stellen.— Der Ausschuß hat, wie bereits mitgetheilt, die vollständige Veröffentlichung der Untersuchung Mazeau'S gegen den Strafsenat be- schlössen. Die G e n e r a l st a b s p r e s s e beeilt sich im voraus, mit ihrer bewährtesten Taktik diese Maßregel zu bekämpfen;„Soir" erklärt nämlich, die Veröffentlichung werde keinesfalls vollständig sein, denn Dupuy habe den lvichtigsten Theil des Mazeau'schen Berichtes dem Ausschüsse gar nicht mitgetheilt, da er allzu be- lastend sei. Italien. Rom, 5. Februar. lEig. Ber.) Nach einer mehrtägigen Debatte über die Frage der-Amnestie hat die reaktionäre Kammermehrheit sich für die Regierung erklärt. Danach ist die Amnestie als ein Vorrecht der Krone auch ferner in das Ermessen des Königs gestellt. Der sozialdemokratische Abgeordnete Ferri bemühte sich in einer glänzenden Rede den Grundsatz zu vertheidigen, daß diejenigen, welche die Gesetze machen, auch allein das Recht haben müssen, diese zu modiftzircn. Die Petition für die Amnestie ist mit 400 000 Unterschriften ans allen Kreisen der Bevölkerung bedeckt und doch wagte es die Rechte, sie unberücksichtigt zu lassen.' Für die Kammer'handelte es sich dabei noch um einen prinzipiellen Entscheid. Der Z 84 des Straf- gesctzbuchs bestimmt nämlich, daß das Mandat eines Abgeordneten erlischt, sobald er sich eine gerichtliche Verurthcilung zugezogen hat. Da die beiden Abgeordneten Turati und de Andreis aber von außerordentlichen Gerichte», nämlich den Kriegsgerichten ver- nrtheilt worden waren, so erfolgte dieUeberweisungdcrAngelegenheitan die Wahlkommission. Diese entschied dahin, daß die Legalität der Kriegsgerichte innerhalb der Verfassung feststehend sei und deshalb deren Urlheile als giltig zu erachten wären. Die Ansicht der Sozia« listen und Radikalen, daß die Beschlüsie der Kammer souverän seien, daß sie Amnestie erlassen könne, ohne auf die Gnade des Königs zu warten, drang bei ber reaktionären Mehrheit nicht durch; aber das geht deutlich a'uS den Debatten hervor: die Amnestie ist in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses gerückt, sie schwillt lawinenartig an und die Licgierung wird schließlich einwilligen müssen, Spanien. Madrid, 7. Februar. Die Königin-Regentin wird morgen ein Dekret unterzeichnen, durch welches die verfassungsmäßigen Rechte iviederhergestellt werden und derBelagerungs- zu st and in ganz Spanien aufgehoben wird.— Minister- Präsident Sagasta äußerte sich dahin, daß er unverzüglich der Königin-Regentin ein Dekret unterbreiten werde, durch welches die Cortes einberufen werden sollen. Sagasta hofft, daß die Kammer den Friedensvertrag mit einer Majorität von 30 Stiinmeu genehmigen und daß sich dafür auch im Senat eine Majorität finden wird.— Dänemark. Unsere dänischen Parteigenossen haben dem Folkething einen Antrag eingereicht, den Arbeitern an der Maschincnabtheilung der dänischen Staatsbahnen in Kopenhagen, Aarhns und Nyborg einen erhöhten Stundenlohn, Pensionsrecht und acht Tage Sommerferien ohne Lohnreduktion zu bewilligen, sowie daß in Kürze mit Ein- führung eines Achtstunden-Arbeitstages ein Versuch gemacht werde. Rußland. 0 Johannsen, der sich jetzt wieder ziemlich erholt hat, verursachte|( wo er wohnte) erreichen wollte, unbeachtet ins Wasser gestürzt. Seine Leiche ward anderen Tages eine Strecke unterhalb jener Stelle Arbeiterschutz in Rußland. Bisher hat das ganze System einen Aufschub. des Arbeiterschußes in Rußland an einer gewissen Buntschedigkeit Die Juftizkommiffion des Reichstages setzte am Dienstag die aufgefunden. Aus den Vereinigten Staaten wird ferner der Tod des Metallder Bestimmungen gelitten, da in jedem Gouvernement der Fabrit-| Berathung der Vorschläge des Abgeordneten Rintelen zur Straf inspektor über den Erlaß von Arbeiterschutzbestimmungen freie Haud prozeßordnung fort. Vor Eintritt in die Besprechung eines neuen arbeiters Emil Greie gemeldet, der in den 80er Jahren in hatte. Dem soll nun ein Ende gemacht werden, denn das Depar- Punktes erklärte Staatssekretär Dr. Nieberding jedoch noch im Magdeburg für die Partei treulich gewirkt hat. Er mußte als tement für Handel und Industrie veröffentlicht gegenwärtig ein Anschluß an die zu§ 77 des Gerichtsverfassungs- Gefeßes( Besetzung Mitangeklagter in dem großen Geheimbunds- Prozeß 13 Wochen allgemein giltiges Statut, nach welchem insbesondere für maschinelle der Straffammern) in der letzten Sigung gepflogene Berathung: er Untersuchungshaft durchmachen. Nach seiner Freisprechung siedelte Anlagen Vorschriften und Verhaltungsmaßregeln für Arbeitgeber habe zu diesem Paragraphen nur erklärt, daß die verbündeten Regie- er nach Amerika über, wo er am 21. Januar in Elizabethport( Neuund Arbeitnehmer erlassen werden. Freilich wird in den arbeiter- rungen noch feine Stellung zu dem Kompromißantrage genommen hätten. Jersey) gestorben ist. Polizeiliches, Gerichtliches u. f. w. freundlichen Wein viel Waffer hineingemischt. Denn drei Viertel der Uebrigens sei in den nächsten Jahren eine Reform der StrafprozeßBestimmungen sind lediglich vorschläge, denen die rechtsver Ordnung nicht zu gewärtigen wegen der Ueberlastung mit anderen -Aus Magdeburg. In dem schon erwähnten Ermittelungsbindliche Geltung fehlt. Diese Vorschläge beschäftigen sich mit den Gesetzgebungsarbeiten. Nichts destoweniger sei es für die verDetails fast fämmtlicher Industriezweige und der Schilderung aller bündeten Regierungen von Werth, die Anschauungen des Reichs- berfahren, dessen Gegenstand noch nicht bekannt gemacht wurde, ist Gefahren, welche die Bediening der verschiedenen Maschinen mit tages in Betreff der vorliegenden Anträge fennen zu lernen. auch Abgeordneter Albert Schmidt auf den 11. Februar als sich führte. So bellagt das Statut beispielsweise, daß Müßen Darauf trat die Kommission in die Berathung von§ 25 der Straf- 8euge vorgeladen. Bei diesem Para- Die Beamten des Halberstädter Gefängnisses sollte die mit unzulänglichen Schirmen von den Arbeitern getragen werden prozeß- Ordnung( Ablehnung von Richtern) ein. und weist auf die Gefahren hin, in welchen die Arbeiterinnen durch graphen wurde der auf Antrag des Abgeordneten Mundel zu alberstädter Arbeiter Beitung" durch Notizen über ihre weiten Kleider und Halstücher schweben. Auch das Anhalten der früheren Vorlage angenommene Zusaß, daß das Ablehnungs- die Behandlung ihres gefangenen Redakteurs Meyer beleidigt der Maschienen und deren Reinigung bringt Gefahren mit sich, die gesuch betreffs eines Richters auch nach Beginn einer Verhandlung haben. Das Landgericht hat aber die Eröffnung des Hauptspäter eingetretener Thatsachen geltend gemacht verfahrens abgelehnt. das Statut aufzählt, ohne für deren Beseitigung gesetzgeberische auf Grund später eingetretener Thatsachen Zu 300 M. Geldstrafe oder 30 Tagen Gefängniß wurde Maßnahmen, mitanzuführen. Einen bedenklichen Mangel erleidet werden könne, mit neun gegen fieben Stimmen aufrecht erhalten. nach derselben Zeitung das Statut durch den Umstand, daß bei dessen Der Vertreter der verbündeten Regierungen hatte sich dagegen aus- vom Schöffengericht in Bremen der Parteigenosse Rhein wegen Borbereitung weder Aerzte noch Hygienifer, sondern lediglich Tech- gesprochen. Auch Abs. 3 des§ 35 wurde in etwas veränderter Beleidigung des Besizers der Glasfabrik Marienhütte, eines nifer mitgearbeitet haben. Infolge dessen fehlen in dem Statut Fassung mit 14 gegen 2 Stimmen aufrecht erhalten. Da sich darüber Herrn Lamprecht, verurtheilt. Die Beleidigung soll in einem Hinweisungen und gesetzgeberische Maßregeln bezüglich der Beseitigung verschiedene Ansichten kundgaben, ob die Bestimmungen über die von Rhein verantwortlich gezeichneten Flugblatte enthalten sein, das des Staubes, bezüglich der Reinlichkeit und sauberen Instandhaltung Beeidigung der Zeugen angesichts der neuen Gesezesvorlage der ver- den Titel trägt: Wie man Millionär wird" und während der der Betriebsräume u. s. w. Die Nowosti" machen den Vorschlag, bündeten Regierungen gemäß dem Antrage Rintelen auch berathen Reichstagswahl verbreitet worden ist. Men, wie Abg. Beckh beantragte, und da der StaatsGefeßesbestimmungen mehr auf die legtgenannten Schäden der In- werden dustrie zu erlassen und die Gefahren in der Bedienung der sekretär erklärte, sich an einer Berathung derselben nicht betheiligen Maschienen durch die gesetzliche Haftpflicht der Unternehmer zu be- zu können, wurde die weitere Berathung über diese Frage auf Mittwoch vertagt. feitigen.Afien. " Vom Kriegsschauplatz auf den Philippinen liegen heute folgende telegraphische Meldungen aus amerikanischen Quellen vor: Dem New- Yort Herald" zufolge erhielt General Otis den Befehl, den Aufständischen auf den Philippinen die Mittheilung zu machen, daß der spanisch- amerikanische Friedensvertrag ratifizirt worden sei, ferner feine Operationen fortzuseßen und die Erhebung gegen die amerikanische Oberherrschaft nieder zuwerfen. Nach einer weiteren Meldung deffelben Blattes gingen von Manila nach Jlo- Flo Instruktionen an den General Miller ab, nach welchen dieser sofort mit oder ohne Zustimmung der Eingeborenen Jlo- Jlo besezen soll. Depeschen aus Manila zufolge betragen die Verluste der Filipinos in den Gefechten am Sonnabend und Sonntag: 2000 Todte, 3500 Verwundete und 5000 Gefangene. Afrika. Alarmirende Nachrichten aus Abessynien bringen die Petersburgstija Wjedomosti". Menelit, über die englische Besetzung Galabats, welches er als abessynische Provinz in Anspruch nimmt, entrüstet, habe ein Armeekorps an die Grenze Galabats beordert. In Abessynien erwarte man ernste Ereignisse, da der Negus auf Galabat schwerlich verzichten werde. Militäretat. = An den einmaligen Ausgaben des Etats der Militärberwaltung für 1899 hat die Budgetkommission des Reichstages Streichungen von insgesammt 732 050 M. vorgenommen. Auf das preußische u. f. w. Kontingent entfallen von der gestrichenen Summe 381 050 m., auf das fächsische 214 000 m. und auf das württembergische 137 000 m. = Soziales. Krankenversicherung. Der Kranken- und Sterbekasse der Tafelbeder Berlins ist vom Handelsministerium die Be scheinigung ertheilt worden, daß sie, vorbehältlich der Höhe des Krankengeldes, den Anforderungen des§ 75 des KrankenversicherungsGejeges genügt. Arbeiter- Risiko. In der Maschinenfabrik von BoIh fius in Dessau plagte am Sonnabend ein Sieberohr im Dampfteisel, wodurch ein Arbeiter, der zufällig durch das Steffelhaus ging, dermaßen verbrüht wurde, daß er einige Stunden darauf starb. Der Keffelwärter befand sich zur Zeit der Explosion in einem Nebenraum; er hat es nur dem Zufall zu danken, daß er mit dem Leben davon gekommen ist. Wie das" Volksblatt für Anhalt" mittheilt, mußte wegen der schadhaften Rohre des Dampftessels der Betrieb in der genannten Fabrit schon wiederholt eingestellt werden, und gerade in der Sonnabend- Nacht sollte das Rohr, das jetzt ge= plagt ist, aus dem Kessel entfernt werden. Weiter soll man mit den Reparaturen nicht immer sachverständige Kesselschmiede beauftragt haben. Jedenfalls zeigt das Unglüd, daß die deutsche DampfkesselInspektion noch lange nicht auf der Höhe steht, wie nöthig ist, um wenigstens solchen Unfällen vorzubeugen, die sich mit Leichtigkeit vermeiden lassen. Der deutsche Arbeiter- Turnerbund hält zu Pfingsten d. J. in Nürnberg seinen vierten Bundes- Turntag ab. Muternehmer- Verbände. Die Wahlprüfungs- Kommission stellte gestern Abend zunächst die schriftlichen Berichte über die Wahlen der Abgeordneten Ridert ( Danzig) giltig und Förster( Löbau), Entscheidung ausgesetzt, feft. Dann trat sie in die Prüfung der Wahl des Abg. Kreitling ( Berlin II) ein. Der Abg. Kreitling ist bei 28 562 Stimmen mit einer Mehrheit von 15 Stimmen gegen unseren Genossen Fischer in der Stichwahl gewählt. Die Nachprüfung der Wahlakten hat ergeben, daß von den abgegebenen Stimmen fünfzehn, welche sämmtlich auf Fischer lauteten, zu Unrecht für ungiltig erklärt worden sind. Außerdem waren vier Zettel, welche in einzelnen Wahlurnen überzählig fich vorfanden, zu kaffiren und dem gewählten Abgeordneten abzu zichen. Das Stimmenverhältniß stellt nach diesen Feststellungen sich nun wie folgt: 28 562 4 Kreitling = 28 558, 28 547+15 28 562. Fischer Kreitling verfügt also über die Mehrheit der abgegebenen Stimmen nicht mehr. Gegen die Wahl liegt auch ein Protest vor, der sich in den Hauptpunkten dagegen richtet, daß Wähler zu Unrecht zu jung, Armengeld- Empfänger, im Dienst befindliche Da alle Soldaten u. s. w. zur Wahl zugelassen wurden. fich als borausgesetzt, daß dieselben In der Budgettommission des Reichstages wurde Brotestbehauptungen, Petroleumkartell. Die häufigen bedeutenden Preissteigerungen Heute zunächst zur Berathung der ihr gestern nachträglich zu: richtig erwiesen, dazu führen würden, daß der Abgeordnete gewiesenen Bofitionen betreffend die Gehalte der Assistenten 2c. eine Streitling noch weiter Stimmen verlieren würde, derselbe aber nach und Rückgänge des Petroleums in Baku find nicht auf die ProduktionsSubfommission gewählt. Sie besteht aus den Herren Graf Klindow den Feststellungen aus den Aften schon nicht mehr über die verhältnisse zurückzuführen, sondern beruhen auf Spekulation. Die ström, Dr. Lieber, Möller- Dortmund, Müller- Sagan und Singer. Mehrheit verfügt, so beschloß die Kommission mit neun gegen eine Treibereien entstammten wohl einer gewissen Rivalität zwischen dem Sodann wurden die Verhandlungen über das Ordinarium des Stimme, dem Reichstag zu empfehlen, die Wahl des Ab- russischen und dem amerikanischen Petroleum. Nachdem aber das Militäretats fortgesetzt. Bei dem Garnisonverwaltungs: wesen bringt Abg. Graf Stoon( t) die früher beliebte Stonzen- geordneten Kreitling für ungiltig zu erklären. Betroleum in Batu neuerdings den höchsten Breis vom April 1896 wieder Die Wahlprüfungs- Kommiffion hat, wie wir mittheilten, die erreicht hat, ohne daß derselbe durch ein lebhaftes Geschäft veranlagt trirung der Garnisonen in großen Städten zur Sprache. Diese sei früher Giltiqleit der Wahl unseres Parteigenossen Abg. Sachse für wäre, tann man wohl mit Sicherheit annehmen, daß zwischen den aus Mobilmachungsrücksichten nothwendig gewesen, bei der heutigen Waldenburg beanstandet. Sie hat daher beantragt, durch amerikanischen und kaukasischen Petroleumindustriellen eine BerEntwickelung des Eisenbahnwesens sei diese Stonzentrirung aber nicht eibliche Vernehmung der Mitglieder des Wahlvorstandes zu Konrads- ständigung zu Stande gekommen ist. Auch das Wochenblatt des mehr erforderlich. Für die Belegung der kleinen Städte mit Garnisonen sprechen außerdem wirthschaftliche Gründe. thal Beweis erheben zu lassen darüber, ob bei der am 24. Juni 1898 russischen Finanzministeriums„ Der Finanzbote" erklärt, daß eine Die kleinen Garnisonen wirken auch der„ Landflucht“ entgegen. In Waldenburg in Schlesien vorübergehend und zu welcher Zeit nur daß die Bakuer Petroleuminduſtriellen nach wie vor nur diejenigen Die fleinen Garnisonen wirten auch der„ Landflucht" entgegen. In stattgehabten engeren Wahl im Wahlbezirke Konradsthal des Kreises solche Verständigung erfolgt sein müsse, indem er zugleich feftſtellt, den großen Städten würden die Leute ihrer Heimath entfremdet. den großen Städten würden die Leute ihrer Heimath entfremdet drei Mitglieder des Wahlvorstandes anwesend gewesen sind und ob Petroleummengen nach Batum verkaufen, die die ausländischen In der neuen Militärvorlage scheinen die kleinen Garnisonen nicht einer von diesen drei Mitgliedern der Beisiger Schirmer gewesen Stäufer verlangten, weil das amerikanische Betroleum zur Ver genügend berücksichtigt. Kriegsminister v. Go ßler: Die Frage der fleinen Garnisonen sei seit Jahren reiflich erwogen. Man gebe ist; ob Schirmer zur Zeit der Wahl Bahnmeister der preußischen sorgung des Weltmarktes nicht ausreicht. Von einem eigentlichen unfere ziehung spielen Batuer und Batumer Petroleum Kleine Garnisonen ungern auf, doch müffe dies manchmal geschehen Eisenbahn und als solcher unmittelbarer Staatsbeamter ge- Wettbewerb mit den Amerikanern ist keine Rede. In gewisser Behändler die Rolle von Agenten des amerikanischen Standard, aus militärischen Rücksichten, z. B. an der Grenze. In neuester Beit wesen ist. wobei sie dann noch den ihnen zufließenden Gewinn mit einer feien 13 fleine Garnisonen neu belegt worden und man werde ganzen Reihe von Vertretern in Batum und in den Verbrauchsdarin noch viel weiter gehen können, wenn die betreffenden Städte Anerbietungen selbst die erforderlichen Gebäude bieten könnten. ländern theilen." Unter diesen Umständen sei die Bakuer Petroleumindustrie ganz unselbständig und bewege fich nur im Schlepptau noch nicht ein einziges Zisternenschiff zur Fahrt nach dem fernen ihrer amerikanischen Rivalen. Die Petroleumindustriellen hätten Niederlagen und Agenturen in den Verbrauchsländern getroffen. Osten angeschafft und noch keinerlei Maßregel zur Errichtung eigener Sie ſtedten einfach die Ermäßigung des Tarifs auf der translaukasischen Bahn, die der Staat zur Förderung des Petroleumerports gewährt habe, als Gewinn in die Tasche. mit als erfordere manche Partei- Nachrichten. Karl " Die englische Thronrede. Friedrich Engels und das Milizsystem. fleiner Städte feien genug vorhanden, doch das Garnisonen Belegen mehr Das foeben erschienene 20. Heft der„ Nenen Zeit" bringt Geld Kleinen Städte aufbringen fönnen. 4 weitere kleine Städte, darunter May Shippel's zweiten Artikel über dieses Thema und im Fulda und Babenhausen, sollen demnächst Garnisonen erhalten. Sr. Anschluß daran den ersten Theil einer Erwiderung Majestät interesfire sich sehr für die Frage und sei mit der Auf- Kautsky's, die die Ueberschrift trägt:" Schippel und der fassung des Kriegsministers ganz einverstanden. Miller- Fulda( 8) Militarismus." Der Inhalt beider Artikel ist furzgesagt folgender: Schipper betont das Interesse der Landwirthschaft an kleinen Garnisonen wegen des nahen Abfages ihrer Produkte. v. Dziem bo wsti fucht feine Ansicht, daß Friedrich Engels von der bestehenden ( Bole) wünscht, daß die Rekruten der Provinz Posen nicht nach ent- militärischen Organisation viel besser gedacht hätte, als es in unserer fernten Regimentern versezt werden, sondern möglichst im Korps- Partei im Allgemeinen der Fall ist, durch zahlreiche Zitate aus Engels' bezirk behalten werden. Minister v. Goßler erklärt, das geschehe Schriften zu erweisen, während Kautsky, ebenfalls auf Grund London, 7. Februar. Das Parlament ist heute eröffnet auch im Allgemeinen, doch lasse sich das nicht immer durchführen. vieler Zitate, zu den entgegengesetzten Schlüssen kommit. Beide Artikel haben einen vorwiegend bibliographischen Charakter, Die Provinzen Mitteldeutschlands geben mehr Mannschaften nach Westen ab, als die Provinz Posen. Auch sei die Versetzung im Auszüge daraus zu geben würde zur Klärung der Sache schwerlich worden. In der Eröffnungsthrourede heißt es, die Beziehungen Interesse der Spracheinheit und der einheitlichen Ausbildung noth- etwas beitragen. Wir begnügen uns daher, die Leser des Vor- zu den Mächten feien freundschaftlich. Sodann gedenkt die Thron wendig. Polnische Regimenter könne man nicht bilden. Wenn die wärts" auf das Studium der„ Neuen Zeit" zu verweisen. Bemerkt rede der mit der Einsetzung des Prinzen Georg erfolgten Wiederdeutsche Sprache in Posen durchweg und allgemein gesprochen werde, sei noch, daß Kautsky einen zweiten Artikel ankündigt, worin er auf herstellung des Friedens und der Ordnung auf Kreta, die werde man vielleicht anders verfahren können. Abg. Singer Schippel's fachliche Einwände gegen das Milizsystem antworten dem einmüthigen Zusammenwirken der Mächte zu verdanken sei. Bezüg und wird. Wir werden nicht verfehlen, unseren Lesern von diesem Artikel lich der Friedenskonferenz heift es, die Königin habe mit großem Ber die Soldaten bei wünscht, daß ihrer Entlassung gnügen der russischen Regierung die Annahme der Einladung des Kaisers wo würden, Ar nähere Kenntniß zu geben. ihren Wunsch dorthin befördert auf von Rußland zu der Konferenz mitgetheilt. Weiterhin gedenkt die beiter verlangt werden. Minister von Goßler erwidert, Die Aussichtslosigkeit des Kampfes gegen die Sozial: Königin des tiefen Eindrucks des furchtbaren Verbrechens, das dem die Soldaten würden grundsäßlich nach der Heimath entlaffen, außer wenn sie nachweisen, daß fie anderswo ein festes Arbeitsverhältniß demokratie zeigt sich außer an unseren Erfolgen bei den Wahlen österreichisch- ungarischen Volte seine vielgeliebte Kaiserin und Königin haben. v. Dziembowsti bellagt, daß polnisch- katholische Mann noch besonders deutlich an dem Absas unserer Schriften. nahm. England habe zwar nicht allen auf der internationalen fchaften nach protestantischen Gegenden gelegt würden, wo sie teine Dafür nur ein Beispiel. Von der Schippel'schen Broschüre: Ge- Anti- Anarchisten- Konferenz zu Rom beschlossenen Refolutionen polnischen Predigten hören. Minister v. Goßler erklärt, daß dem wertschaften und Koalitionsrecht", die Mitte Januar beistimmen können, es erschienen aber doch einige Abänderungen der Bedürfnisse thunlichst durch Anstellung polnisch sprechender Geist dieses Jahres ausgegeben wurde, hat die Buchhandlung Vorwärts englischen Gefeße auf diesem Gebiete erforderlich, die dem Parlament licher genügt werde. Bei dem Kapitel„ Verwaltung der bereits die dritte Auflage veranstalten müssen. Von der ersten zur Beschlußfassung unterbreitet werden sollen. Ferner wird mit Remontedepots" wünscht Minister v. Goßler nachträgliche Be- Auflage wurden 20 000 Gremplare, von der zweiten 10 000 und von Bedauern erwähnt, daß die Beulenpest noch immer in gewissen willigung der geforderten Summe für den Bau von Arbeiter der dritten ebensoviel gedruckt. Das ist binnen wenigen Wochen ein Gebieten Indiens herrsche. Die schließlich in der Thronrede anwohnungen, die bei Berathung des Extra- Odinariums abgelehnt Absatz von 40 000 Exemplaren einer Schrift, die dem großen Heere gekündigten Gesegesvorlagen find lediglich lokaler Natur. worden sind. Es wird eine Subfommission( Dr. Paasche, Graf Stolberg der Sozialdemokratie wieder neue Schaaren zuverlässiger Kämpfer Tehte Nachrichten und Depelchen. und Müller- Fulda eingesetzt, die mit Geh. Rath Appelius die bezüge zuführen wird. Die Parteigenoffen im oberschlesischen Industriegebiet Hamburg, 7. Februar.( Privatdepesche des Vorwärts".) Der liche Frage nochmals eingehend prüfen soll. Bei der Forderung zum Ersatz kleiner Feuer- und Handwaffen erklärt auf eine An- haben endlich wieder ein Lokal, wo sie Versammlungen abhalten wegen Kontursverbrechens von der Berliner Staatsanwaltschaft frage des Dr. Lieber der Minister v. Go ßler, daß die Absicht fönnen. Es liegt in Bielichowi bei Zabrze. Amtsvorsteher in steckbrieblich verfolgte Bauunternehmer Richard Nebel aus Rigdorf nicht bestehe, ein neues Gewehr einzuführen, diesem Dorfe ist derselbe Herr Meister, der f. 8. bei der Ver- wurde in der vergangenen Nacht durch die Kriminalpolizei in Altona ebenso wenig beabsichtige man die Einführung einer neuen Munition. hinderung der Versammlungen in Boremba bei gaborze sich einen wurde in der vergangenen Nacht durch die Kriminalpolizei in Altona Mährisch- Ostrau, 7. Februar.( W. T. B.) Die Explosion In beiden Beziehungen seien wir durchaus allen anderen Armeen Namen machte. In demselben Lokal soll nächstens die diesjährige verhaftet und heute Abend nach Berlin zurüdtransportirt. im Theresien Schachte in Polnisch- Ostrau erfolgte durch die gewachsen. Was die Geschosse anlange, so werde Deutschland vom oberschlesische Parteikonferenz abgehalten werden. System des vollen Mantels nicht abgehen. Die Geschoßfrage Der diesjährige Kongreß der belgischen Arbeiterpartei Entzündung von Kohlenstaub, welche durch einen abwerde übrigens event. gegebenen Schuß verursacht wurde. Derjenige, welcher den Schuß auch die Abrüstungstonferenz wird am 2. und 3. April( Ostern) in 2öwen abgehalten werden. beschäftigen tönnen. Der Rest des preußischen Etats, sowie des Todtenliste der Partet. Einen empfindlichen Verlust hat die abgefeuert hatte, erlitt an den Händen und im Gesicht Brand sächsischen und württembergischen Kontingents geben zu feiner weiteren Sozialdemokratie Nordamerika's durch den Tod des Genoffen wunden. Zwei, anscheinend leblos aus der Grube aus Tageslicht Debatte Veranlassung. Damit ist die Berathung des Militär- 2. Wattins in Dayton( Ohio) erlitten. Wattins war Professor beförderte Schlepper wurden durch die Bemühungen der Aerzte ins Paris, 7. Februar.( W. T. B.) In der Deputirten. Morgen, Mittwoch, beginnt in der Kommission die Berathung der Philologie an der dortigen Hochschule, betheiligte sich seit länger Leben zurückgerufen; dieselben sind nur leicht verlegt. als einem Jahrzehnt an verschiedenen Reformbewegungen( darunter der Militärvorlage. Am Donnerstag fällt die Sigung aus wegen dem Bellamy'schen Nationalismus), wie wohl die meisten der jetzigen tam mer brachte der Minister für die öffentlichen Arbeiten Krang der Beerdigung des Grafen Caprivi hervorragenden anglo- amerikanischen Genossen und trat 1893 unserer einen Gefeßentwurf ein betreffend den Bau eines Kanals von Der bekannte Philanthrop, ehePartei bei, auf deren Boden er sich rückhaltlos stellte. In der letzten Marseille zur Rhone. Wahlkampagne ist er energisch thätig gewesen und das erfreuliche maliger Senator Graf Chambrun, Begründer des sozialen Resultat in jenem Staate ist zum größten Theil ihm zuzuschreiben. Museums, ist in Nizza gestorben. Konstantinopel, 7. Februar.( B. H.) Die Albanesen Ueber den schon gemeldeten Tod des Parteigenossen Gust a v Eine Jnterpellation bezüglich der Ausweisungen aus Nordschleswig wird noch im Laufe dieser Woche dem Reichs- Saebete aus Berlin wird uns aus New- York noch geschrieben: Häuptlinge ließen dem Sultan die Mittheilung zukommen, daß für tag zugehen. Die Juterpellation sollte schon früher eingebracht Saeveke ist, wie die Recherchen ergeben haben, unzweifelhaft in der den Fall eines Aufstandes in Makedonien ihrerseits 45 000 Freiwerden, allein die Erkrankung des Abgeordneten für Nordschleswig: Dunkelheit, als er das eben abfahrende Fährboot nach Brooklyn willige zur Verfügung gestellt werden könnten. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th.Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. etats erledigt. Parlamentarisches. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 33. 16. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Reichstag. Reichsbank- Gesek. 805. nous a . Mittwoch, 8. februar 1899. M find fämmtlich um 4-5 pet. zurückgegangen. Da fich diese Anleihen über den Diskont, ber von einer Bentralstelle aus festgesetzt werden auf zusammen 20 Milliarden belaufen, so involvirt das einen um foll unter Abwehr der inländischen Konkurrenz, läuft auf eine Ver bas 27. Sigung, Dienstag, 7. februar 1899, 1 hr. geheueren Kapitalsverlust für das deutsche Volk. Um alle diese theuerung des Diskonts hinaus. Ju die Preisbildung des Geldes Am Tische des Bundesrathes: v. Podbielsti, b. Posa- schädlichen Folgen der deutschen Distontopolitit auszugleichen, genügt darf nicht fünstlich eingegriffen werden.( Sehr richtig! rechts.) bowsky. eine Erhöhung des Betriebskapitals von wenigstens 60 Millionen Was nun den Vorschlag des Kollegen Gamp betrifft, neue aus Präsident Graf Ballestrem: auf 180 Millionen Mart. Am liebsten wäre mir eine Erhöhung um ländische Emissionen bei solch hohem Diskontsatz zu untersagen, so Meine Herren! Ich habe Ihnen vor Eintritt in die Tages. 80 Millionen Mark. Mit einer solchen Kapitalserhöhung könnten halte ich denselben für sehr beachtenswerth. Ob er sich im Wege ordnung zunächst eine Trauerbotschaft mitzutheilen. Gestern in den wir allen Fährnissen begegnen. Die Kontingentirung der Noten des Börsengesezes oder einer anderen Form realisiren lassen wird, Abendstunden ging mir telegraphisch die Nachricht zu, daß Graf war fein glücklicher Griff. Man wollte damals durchaus englische lasse ich dahingestellt. Ich würde mich aber freuen, könnte dieses b. Caprivi Montag früh 10 Uhr fanft entschlafen sei.( Die Ab- Verhältniffe topiren. Jest will man das nicht eingestehen und drückt fich Biel auf irgend einem Wege erreicht werden. Ein Bezugsrecht der geordneten erheben sich von ihren Blägen.) Meine Herren, so wäre darum herum. Eine Festlegung des Notenkontingents von 500 Millionen jeßigen Antheileigner auf die neuen Antheile kann ich nicht anwenige Wochen nach dem Heimgange seines großen Amtsvorgängers auch wäre sehr wünschenswerth. Daß man den Privatuotenbanken die erkennen. Die öffentliche Ausschreibung fann meines Erachtens nicht der zweite Kanzler des Deutschen Reiches aus dieser Zeitlichkeit ab- Verpflichtung auferlegt, nicht unter dem Diskontsatz der Reichsbant umgangen werden. Ich wünsche, daß alle erwerbsthätigen berufen worden. Der Reichskanzler Graf Caprivi hat gewiß als diskontiren zu dürfen, halte ich so lange für unberechtigt, als man Elemente unseres Vaterlandes Vortheil von einem zweckentsprechenden Staatsmann nicht an die Größe seines berühmten Vorgängers der Reichsbank selbst nicht die gleiche Verpflichtung auferlegt, zu Bankgeset haben möchten. Ich beantrage die Ueberweisung der Vorherangereicht, aber auch er war ein Mann, der Deutschlands Wohl ihrem eigenen Disfont zu diskontiren. Jest weicht die Reichsbant lage an eine Kommission von 28 Mitgliedern.( Beifall rechts.) t gefördert hat und dem es auch nicht an Größe gebrach. Er war bekanntlich in bestimmten Fällen von ihrem eigenen Diskont ab. Direktor der Reichsbant Dr. Koch: Ich gehöre seit 28 Jahren groß in seiner unwandelbaren Pflichttreue, in seiner unbedingten Bielleicht könnte man die Privatnotenbanken bis zu 4 oder der Verwaltung großer Notenbanken an und habe in diesem Zeitan den Diskont Hingabe zu seinem kaiserlichen Herrn und zum deutschen Vaterlande, 42 pt. der Reichsbank binden. Die raume die Erfahrung gemacht, daß das Reichsbant Gesetz zu den das besten wirthschaftlichen Gesezen gehört. Unser wirthschaftlicher er war groß endlich in ehrenhafter und wahrhaft ritterlicher Hauptfache ist, daß wir ein Reichsinstitut befommen, Gesinnung.( Bravo.) Und so wird das Bild des zweiten den Bedürfnissen von Handel und Industrie und besonders der Land- Aufschwung hat sich getreu in der Entwickelung wiedergespiegelt. Abg. Stanzlers in Bufunft vor dem deutschen Volke stehen als das wirthschaft gerecht wird. Ich bitte, ganze Arbeit zu machen, nicht Büsing hat der Leitung der Reichsbank ausdrücklich Anerkennung gezollt, Bild eines Ritters ohne Furcht und Tadel.( Bravo 1) Die halbe, wie es die Vorlage will.( Beifall rechts.) aftalego auch Graf Kanit hat sie nicht tadeln wollen. Wir sind bestrebt gedout chi wesen, uns allgemeines Vertrauen zu erhalten. Wir haben dem Mitglieder des Reichstages haben sich erhoben, um das Andenken Jo Abg. Büsing( natl.): do the des Kanzlers Grafen v. Caprivi zu ehren. Ich stelle das fest. Kreditwesen in gerechter Weise. Rechnung getragen, niemals einen Ich will an der gegenwärtigen Organisation der Reichsbank nicht Erwerbsstand besonders bevorzugt. Ich glaube mit den verbündeten Ich habe das Telegramm in 3 am der Reichsbank much und verfügt, daß ein Kranz im Namen des Reichstags am Grabe rütteln. Ich befinde mich darin in Uebereinstimmung mit der be- Regierungen, daß an den erprobten Grundlagen der Reichsbank nicht niedergelegt werde. Ferner werde ich mich am Donnerstag nach rufensten Körperschaft in dieser Frage, dem Deutschen Handels- gerüttelt werden fann. Von den bisherigen Rednern hat ja auch Organi mur, Graf Kaniß eine veränderte Grundlage für die Organisation Skyren begeben, um im Namen des Reichstags dem verstorbenen tage. Dieser of hat einstimmig sich mit der Kanzler die letzte Ehre zu erweisen.( Bravo!) Für die Mitglieder fation der Reichsbank einverstanden erklärt und der Ver- der Reichsbant verlangt. Unfere jezige Reichsbank ist viel besser des Reichstags, welche sich mir anschließen wollen, sind in einem waltung Dank und Anerkennung für die vorzügliche Leitung verwaltet, wie eine reine Staatsbant, das hat man auch in bat gaucher Salonwagen Bläge bereit, der am Donnerstag früh 8,35 von der des Instituts der Reichsbank ausgesprochen. Der hohe Diskont ist Frankreich anerkannt, selbst Herr Meline, Friedrichstraße abgeht. ja zu beklagen, aber er ist die Folge eines an sich erfreulichen Er- französischen Bimetallisten, ist dieser Ansicht und ein bes eignisses, des großen wirthschaftlichen Aufschwungs. Es sind un deutender französischer Schriftsteller hat das gemischte Banksystem Der Rest des Etats der Reichspost- und Telegraphen- freundliche Worte über unsere westlichen Nachbarn, besonders über geradezu für das Ideal erklärt. Da ein Antrag auf Verstaatlichung Verwaltung sowie der Reichsdruckerei wird debattelos ge- England gefallen. Aber wir können uns doch an Kapitalreichthum hier im Hauſe aber von niemandem in Aussicht geſtellt ist, kann ich mit England noch nicht messen. Bis dahin wird noch recht lange Zeit ver- ja die Frage der Verstaatlichung hier verlassen. Stedner spricht hierEs folgt die erste Berathung der Novelle zum gehen. Andrerseits erklären sich die niedrigen Diskontfäße Englands und auf über die Privat- Notenbanken, bleibt aber, weil er sich beständig Frankreichs daraus, daß dort ein gewisser Ruhepunkt in der nach rechts wendet, auf der Tribüne völlig unverständlich. Staatssekretär Graf v. Posadowsky: Die neue Novelle zum industriellen Entwidelung eingetreten ist. In Frankreich 3. B. sind hierauf wird ein Vertagungsantrag gegen die Stimmen Reichsbant- Gesetz hat die Grundlagen des jetzt bestehenden Reichs im letzten Jahre über eine Milliarde weniger Industriepapiere der Konservativen und Nationalliberalen angenommen. bank- Gesezes unverändert gelassen, weil die verbündeten Regierungen emittirt worden, als in Deutschland. Da sich auch der Diskontiaz Nächste Sizung: Mittwoch 1 Uhr.( Fortsetzung der heutigen der Ansicht sind, daß sich das bestehende Gesez durchaus bewährt nach Angebot und Nachfrage richtet, so ist daraus schon zur Genüge Berathung.) hat. Insbesondere hat die Regierung den Gedanken abgewiesen, zu ersehen, weshalb der französische Diskontsaz niedriger ist. Auch Schluß 5% Uhr. die Reichsbank zu einem reinen Staatsinstitut zu machen. Würde sie der niedrige Kursstand der deutschen Reichs- und preußischend and you onluf? ein solches Staats inſtitut, ſo müßte auch dem Reichstag das Staatspapiere erklärt fich aus der Knappheit des heimischen Geldin Gewaltthaten der Justiz. Recht ausgedehntester Kontrolle zustehen; ob das aber bei marktes. Das Geld geht eben mehr zu den Industriepapieren als zu einem Institut wie der Reichsbank und einer so großen parlamen- den Staatsanleihen, man hält jezt die Industriepapiere für sichere Der Koalitionsfreiheit gingen in England unerhörte, die öffent tarischen Körperschaft wünschenswerth sein kann, ist wohl mehr als Anlagewerthe. Es bahnt sich jest ein langiames, aber sicheres Auf- liche Meinung auf's tiefste erregende Urtheile der Gerichtsbehörden zweifelhaft. Eine Umwandlung der Reichsbank in ein Staatsinstitut ſteigen des Ben Unsere Reichsbaut hat zwei Haupt- voraus, ja man tann sogar sagen, daß diese Urtheile am meisten müßte auch die Beseitigung der noch bestehenden Privatnoten- Banten aufgaben: den Geldumsatz zu regeln und den Zahlungsausgleich zu beigetragen haben zur Beseitigung der das Koalitionsrecht beengenden zur Folge haben. Die Stellung, welche einzelne Privatnoten- Banten besorgen. Sie muß in jedem Augenblick alle Verpflichtungen in und in Frage stellenden gesetzlichen Bestimmungen. Das all' zu aber in einzelnen Staaten noch einnehmen, läßt ihre Beseitigung nur Baar einlösen können und kann deshalb nur Kredit geben an Leute, scharf stumpf macht, haben die englischen Stumm's und deren schr schwer angängig erscheinen. die völlig sicher sind. Sie nimmt die Wechsel der Hochfinanz Freunde auf den Richterstühlen erfahren. In einem Aufsatz über die Reichsbank habe ich den Gedanken wie der Landwirthschaft ant ja sie kommt der Land- Mehr als je empfiehlt sich heute in Deutschland das Studium ausgedrückt gefunden, man brauche aus der Reichsbant in ihrer gegen wirthschaft sogar mit Prolongationen entgegen. Ein Vor- der Webb'schen Geschichte des britischen Trade Unionismus( deutsche wärtigen Verfassung teine Staatsbank mehr zu machen: fie fei bereits wurf wegen der Geschäftsführung fann gegen die Reichs- Ausgabe: Verlag von J. H. W. Dietz). Ist auch die deutsche Areine Staatsbaut. In gewissem Grade ist das auch richtig. Es liegt bant nicht erhoben werden. Tas Kreditbedürfniß ist auch beiterschaft heute weit geschulter, kommen auch bei ihr Ausschreitungen vielleicht nur an dem Reichskanzler, sie formell in eine solche umzu- gar nicht so angewiesen auf die Reichsbant, es giebt doch so viele weit weniger oft und weit weniger stark vor, wie in der Periode, wandeln. Es ist nur die Frage: Wäre das auch wünschenswerth? andere Banten, z. B. die Vorschußbanken. Ich behaupte, es giebt da die englischen Arbeiter den schweren Kampf ums Dasein für ihre Eine Staatsbank wird sich gewissen politischen Einflüssen nicht ent- heute kein legitimes Kreditbedürfniß, das nicht mit größter Leichtig- Organisationen gegen ein feudales Fabrikantenthum, ein von diesen ziehen können, während sie doch nur dafür zu sorgen hätte, unsere feit befriedigt werden kann. Im Allgemeinen bin ich mit dem beherrschtes Parlament und dienstwillige Richter und Polizeibehörden Währung aufrecht zu erhalten und die Bedürfnisse von Handel und Staatssekretär Grafen Poiadowsky einverstanden. Es ist sehr zu führen hatten, so hat sich dagegen die deutsche Großbourgeoisie, Verkehr zu befriedigen. Es wird gegen die Reichsbant eingewendet, zweifelhaft, ob eine verstaatlichte Reichsbank soviel Erträgnisse ab- soweit diese im Freiherrn von Stumm ihren Führer verehren, daß ein Theil der Reichsantheilscheine sich im Besitz von Ausländern werfen würde, wie bei der jetzigen Organisation. Denken Sie doch auf keine höhere Stufe erhoben, als die, auf der die englischen befindet, was doch ein höchst unerwünschter Zustand sei. Zunächst an einer Handelskrise aus inneren und äußeren Gründen. Bei einem Fabrikanten jener Zeit standen. ist dagegen zu sagen, daß diese Quote nur eine höchst geringe ist; tleinen Ausfall kann der ganze Reservefonds der Reichsbank hin sein. Wir wollen einige charakteristische Fälle aus der Zeit vor Er dann aber ist es doch gleichgiltig, ob das Ausland Reichsantheilicheine Die Reichsbank würde zum Spielball der politischen Parteien werden. tämpfung des freien Koalitionsrechtes in England hier vorführen. oder Reichs- Staatspapiere fauft. Legteres ist uns vielmehr noch viel Das ist das Schlimmste, was passiren könnte. Bank- und Kredit- Arbeiterverbindungen, die auf selbständige Bestimmung der Löhne bedenklicher. Man hat ferner für die fortschreitende Verstaatlichung das weien eines Staates müssen von den politischen Parteien uns und Arbeitsbedingungen abzielten, standen unter der Lehre Moment angeführt, daß das Reich einen erheblich größeren Gewinn abhängig sein.( Zustimmung.) Es ist wohl auch fein Zufall, daß vom gemeinen Recht von der Ungesetzlichkeit von Maßnahmen daraus ziehen könne. Redner beweist nun durch eingehende Berechnungen, die Agitation für die Verstaatlichung der Reichsbank von denselben zur Belästigung des Gewerbes"; dies machte van selbst jedwede daß dieser Mehrertrag nur etwa 3 Millionen betragen würde. Ünd Leuten ausgeht, die Gegner der Goldwährung find. In weiten Organisation von Arbeitern zur selbständigen Festseßung ihrer Arbeitsdieser geringe Mehrertrag kann, gegen die Bedenken auf der anderen Streifen würde man glauben, daß die Verstaatlichung der Reichsbedingungen ungesetzlich. Ueberdies war angesichts der Regulirung Seite gehalten, nicht ausschlaggebend sein, um eine so totale Um- bant der erste Schritt zur Doppelwährung sei. Eine verstaatlichte der Löhne und Arbeitsbedingungen durch Gesez jede Verbindung wälzung zu begründen. Reichsbank tönnte sich politischen Einflüssen nicht entziehen, sie könnte zum Zwecke des Widerstandes gegen die Bestimmungen der FriedensDie zweite Frage, die uns hier beschäftigt, ist die der Erhöhung dann leicht aus einer Hüterin der Goldwährung zu einer Gegnerin richter in diesen Dingen augenscheinlich eine Art von Rebellion und des Grundkapitals. Man erwartet von derselben 1. eine dauernde derselben werden.( hört, hört rechts.) Zu meiner Freude stellt sich wurde thatsächlich wie jede individuelle Verlegung des Gesetzes be= Verstärkung des Metallschazes der Bant, 2. eine dauernde Er- ja nun der Entwurf auf den Boden der bisherigen Organisation. straft. Im Jahre 1818 wurde ein Statut von 1305 gegen eine mäßigung des Diskonts im Interesse des Erwerbslebens Deutsch- Was die Erhöhung des Betriebskapitals der Reichsbank Verbindung zur Hebung der Löhne unter den Baumwollspinnern für lands. anlangt, so stehe ich dieser Frage sehr kühl gegenüber. zutreffend erklärt, und deren Führer auf dieses Gesetz hin zu zwei Von der Verstärkung des Grundkapitals erwarten wir eine Er- Eine Erhöhung könnte nur der Anlaß zu einer weiteren Jahren Gefängniß verurtheilt. Ein gleichfalls nicht aufgehobenes weiterung des Lombardverkehrs, dem bisher bei der Reichsbant be- Ausgestaltung des Geschäftsbetriebes werden, was aber kein sonder Gesetz vom Jahre 1549 schloß in feinen Verbotsbestimmungen deutlich stimmte Grenzen gezogen waren. Den Privatnotenbanken ist die licher Vortheil wäre. Man hat es so dargestellt, als wenn die jede Arbeitsverbindung ein, die auf Hebung der Löhne und Reduzirung Verpflichtung auferlegt, nicht unter dem Diskontojat der Reichsbant Antheilschein- Inhaber toloffale Liebesgaben eingeheimst hätten. Das der Arbeitsstunden abzielt. Ganz im Geiste des den deutschen Arbeitern zu diskontiren. Schließlich ist auch eine engere Grenze für die ist aber doch wirklich nicht der Fall. Was die Kontingentirung der für das Jahr 1899 in Aussicht gestellten Gesetzes entschieden die engDividenden der Antheilscheinbefizer gezogen worden. Ich glaube steuerfreien Notenausgabe betrifft, so möchte ich mein Urtheil dahin lischen Richter am Ende des vorigen Jahrhunderts auf Grund des also bewiesen zu haben, daß wir weder dem Partikularismus, noch abgeben: mein Jdeal wäre eine einheitliche Zentral- Rotenbaut. gemeinen Rechtes, daß jede Verschwörung, eine Handlung zu begehen, dem Kapitalismus gedient haben.( Bravo! rechts.) Aber dieses Ideal ist aus politischen Gründen nicht zu erreichen. Die sie als nicht gefeßlich betrachteten, sobald sie von einer Ver Abg. Gamp( Rp.): Ich behalte mir den Antrag vor, daß wir nur alle zwanzig bindung ausgehe, wider das gemeine Recht verstoße, selbst wenn Ich halte die Frage der Verstaatlichung der Reichsbank für eine Jahre über die Erneuerung des Privilegiums der Reichsbank be dieselbehandlung bei einem einzelnen Individuum lediglich finanzielle und nicht für eine prinzipielle. Auf sie wie schließen. Die Vorlage schlägt zehn Jahre vor. Durch diese kurze nicht triminell strafbar sei. Diese Art von Rechtsprechung auf die großen bankpolitischen Fragen will ich auch nicht näher ein- Frist wird Beunruhigung in die Kreise der Geschäftswelt getragen. wurde durch ein mun gerade vor 100 Jahren gegebenes Gesetz ausgehen, sondern mich darauf beschränken, darzulegen, welche Alende- Das wird durch meinen Antrag vermieden. Im Uebrigen beantrage drücklich für maßgebend erklärt. Die Prinzipale hatten in Old Engcungen meine politischen Freunde für nothwendig erachten, um den ich die Ueberweisung der Vorlage an eine Kommission von 14 Mit- land immer die Macht, allen Forderungen ihrer Arbeiter durch eine Strafverfolgung zu begegnen. Daß ein Rechts vorliegenden Gefeßentwurf für uns annehmbar zu machen. Der gliedern.( Bravo! bei den Natl.) Staatssekretär hat selbst als die wichtigste Bestimmung des Gesetzes Abg. Graf Kanik( fons.): zustand dieser Art die Arbeiter nicht beruhigen konnte, die Erhöhung des Bankkapitals von 120 auf 150 Millionen be Die Mehrzahl meiner politischen Freunde hält hente noch an fondern im Gegentheile, sie störrig, rebellisch und zu Gewaltthätigzeichnet, das heißt, auch den Betrag, der im Jahre 1876 festgelegt den Verstaatlichungs- Gedanken fest. Der Vertrag mit feiten geneigt machen mußte, lehrt die Geschichte der nächsten Jahrwar. Nun fragt sich nur, ob diese Erhöhung eine genügende ist. der Reichsbank muß gekündigt und eine große Reichsanstalt zehnte der englischen Geschichte. Die allerschärfsten Strafen änderten Die Reichsbank hat von der Preußischen Bank her die Verpflichtung errichtet werden. Die Börse scheint freilich keine Angst zu haben, daran nichts. Die grausamen Verfolgungen, denen im Jahre 1810, übernommen, für Handel und Verkehr die nöthigen Mittel zur Ver- daß sich im Reichstage eine Majorität für diesen Gedanken findet. die bei der Zeitung„ Times" beschäftigten Buchdrucker ausgesetzt fügung zu stellen und einer übermäßigen Steigerung des Diskonts Die Surfe der Reichsbank Antheilscheine sind nicht gewichen. Ich wurden, schreibt der unermüdliche Kämpfer für die Koalitionsfreiheit vorzubeugen. gehe jogar noch weiter und halte auch die Verstaatlichung einzelner der Arbeiter, Francis Place, wurden auf einen unglaublichen Grad Wir bestreiten aber, daß sie bisher in der Lage gewesen ist, das Privat Notenbanken für geboten. In dem Entwurfe werden uns getrieben. Der Richter, der verschiedene Arbeiter verhörte und vers zu bewirken und die Industriellen stimmen uns darin bei. Am verschiedene Kompensationen dafür geboten, daß das Reich urtheilte, war der unter dem Beinamen„ Der blutige schwarze Jakob" 12. Dezember 1898 haben die Jndustriellen Kölns an den Reichstag den Vertrag mit der Reichsbank nicht fündigt. Ich halte bekannte Common Sergeant( Oberrichter) von London John eine Eingabe gerichtet, in der sie darauf hinweisen, wie schwer alle diese Kompensationen für nicht genügend. 3-5 Millionen Sylvester... Rein Richter gab sich mehr Mühe als dieser, um den Deutschland durch die hohen Diskontosäge der Reichsbank geschädigt gehen dem Reiche jährlich verloren, die den Antheilsinhabern Anschein zu erweden, als ob die Vergehen dieser unglücklichen Buch wird. Seit 1876 hat sich doch die wirthschaftliche Lage, die Produktion zufallen. Soviel fostet uns mindestens der Verzicht auf das druder von ungeheuerlichster Art seien, feiner war so bestrebt, die auf allen Gebieten so wesentlich gesteigert, daß sich die Verhältnisse Kündigungsrecht. Es mag eine gewisse Härte darin liegen, daß die wirklich anständigen Leute, die in seine Krallen gefallen und über damals und jetzt gar nicht mehr vergleichen lassen.( Sehr richtig!) Atheilsseigner nur das Nominalkapital zurüderhalten sollen. Man die er standalös harte Strafen verhängte, niederzudrücken und in Diese industrielle Entwickelung ist noch nicht zum Abschluß könnte aber den gegenwärtigen Inhabern ein Aufgeld, eine Art Angst zu jagen. gelangt, und wenn so die Gewerbetreibenden gezwungen find bei Konvertirungsprämie bewilligen. Nun zu den Einzelheiten. Mit Die Richter, die da glaubten, tm Einklange mit der Gesetzgebung industriellen Neuanlagen fortwährend den Diskont der Bank in der Erhöhung des Grundkapitals bin ich selbstverständlich ganz ein zu handeln, wenn sie die Löhne niederhielten und die Verbindungen Anspruch zu nehmen, so muß die Bank auch dafür sorgen, daß fie verstanden. Der Wohlstand einzelner Erwerbstreise ist gestiegen, hinderten, behandelten fast immer jeden Versuch des Arbeiters, feine die nöthigen Mittel zur Verfügung hat, ohne zu einer Steigerung ich sage nicht aller( Heiterkeit), die Bevölkerung hat sich vermehrt, Lage au verbessern oder seine Stellung in der Gesellschaft zu heben, des Diskonts übergehen zu müssen. Es wird nun zur Begründung der Unternehmungsgeist ist gestiegen, da muß das Stamm als eine Art Auflehrung und Widergesetzlichkeit gegen die Regierung. des hohen Distontsages in der Vorlage das Verbot des Termin- fapital der Reichsbank so erhöht werden, daß sie das physische Ueber- Jedes Komitee oder jeder thätige Mann in ihren Reihen wurden handels angeführt. Der Terminhandel ist ja nur in Getreide ver- gewicht über alle anderen Banten erhält. Ich wäre felbst mit einer als aufrührerische, gefährliche Anstifter betrachtet, die man bes boten und wir wissen ja, wie man es verstanden hat, dieses Verbot Erhöhung über 150 Millionen Mark einverstanden. Die Erhöhung obachten und wenn möglich zertreten müsse. Die hauptsächlichste zu umgehen. Das wird mir wohl auch der Kollege Siemens zu des Notenkontingents fann erst in der Kommiffion fachgemäß er Wirkung, die die Koalitionsverbote auf die gut organisirten Arbeiter erst in der Sommingent der Reichsbant in London, Liverprol, Dublin und anderen großen Städten, ausitote, geben!( Abg. Siemens: Nein.)( Heiterkeit.) Empfehlenswerth örtert werden. Aber nicht nur das Kontingent der Reichsbant in London, Liverpool, Dublin und anderen großen Städten ausübte, würde es sein, wenn man in solch fritischen Zeiten die Zulassung follte erhöht werden, auch das der Privatnotenbanken sollte erhöht war die, daß fie die innere Disziplin strenger und die Behandlung ausländischer Werthpapiere an der Berliner Börse verboten würde. werden pro rata des Stammkapitals. Am bedenklichsten erscheint mir der nichtorganisirten Arbeiter despotischer gestalteten. Die Organisationen Der Herr Kollege Siemens nicht mit dem Kopfe, er scheint also mit die Bestimmung, daß die Privatnotenbanken nicht unter dem Diskonto- der Arbeiter nahmen den Charakter der Verschwörung an, sie umgaben dieser Anregung einverstanden zu sein.( Heiterkeit.) Wenn der faze der Reichsbank diskontiren sollen. Auch das Geld ist eine Waare, fich mit allen Formen des Geheimniffes und führten nicht blos strenge, Binsfuß der Reichsbant 41/2 pet. übersteigt, sollte man ausländische deren Preis sich nach Angebot und Nachfrage richtet. Dieses Gefeß sondern auch phantastische Aufnahmebedingungen ein. Diese wurden Papiere hier nicht mehr zulassen. Die falsche Diskontopolitit der drückt sich in den Diskontosäßen aus. Alle produktiven Stände haben wieder zum Vorwande für drakonische Strafen genommen. Im Reichsbant hat schädigend zurückgewirkt auf die Reichsanleihen und ein gleichmäßiges Interesse an billigem Geld, an billigem Distont, März 1884 wurden sechs Arbeiter von Dorchester für den bloßen Aft alle Anleihen der Einzelstaaten, felbft Preußens, das sich ja in einer nur das mobile Kapital nicht. Billiges Geld und hohe Waaren der Abnahme eines Eides zu fieben Jahren Deportation vers glänzenden Finanzlage befindet. Die Staatspapiere der Einzelstaaten preise sind unser Jdeal.( Sehr richtig! rechts.) Die Bestimmung urtheilt. Kurz vorher, am 18. März des gleichen Jahres, wurden 0 Es ist Als Leiche ist das Fräulein Margarethe Dallasch wiedergefunden, das bei dem Eisenbahninspektor Labes in Charlottenburg wohnte. Man zog die Todte aus dem Kanal in Plößensee. Bei ihr fand man einen Brief, in dem Fräulein D. von einer Frau v. Nußbaum zu einem Stelldichein nach einer Konditorei in der Schönhauser Allee gerufen war. Unglücksfälle im Straßenverkehr. An der Ede der Kaiser Wilhelm- und Heiligegeiststraße lief Vormittags die 72 Jahre alte schwerhörige Almosenempfängerin Marie Hellberg gegen ein Arbeitsfuhrwert, gerieth unter die Räder und erlitt eine Verlegung an der Beim Absteigen Stirn und einen Bruch des linken Unterschenkels. von seinem vor dem Hause Mauerstraße 14 haltenden, mit Brettern hoch beladenen Arbeitswagen fiel Nachmittags der Handelsmann Otto Stechow infolge eines Fehltritts herab und zog sich einen Schädelbruch zu. Der acht Jahre alte Sohn des Artisten Karbin wurde Nachmittags vor dem Hause Elisabethstraße 50 von einem Kohlenwagen überfahren, am rechten Arm und Unterschenkel schwer verlegt. Schwer zu Schaden gekommen ist am Montag Abend ein 19 jähriger junger Mann, Namens Fritz Hoffmann aus Steglitz. Er ging mit einem Bekannten durch die Oranienburgerstraße, als ein führerloses Gespann des Pappkastenfabrikanten Steinberg in toller Fahrt heranraste. Um Unglüd zu verhüten, warf sich Hoffmann dem durchgehenden Thiere entgegen, wurde aber umgerissen und unter den Wagen geschleudert. Beide Räder der einen Seite gingen ihm über Brust und Leib, so daß er besimmmgslos liegen blieb und nach einem Krankenhaus geschafft werden mußte. wegen des gleichen Vergehens zwei Brüder Loveleß und vier Kame- 1 Berlin, wo das Elend womöglich noch schlimmer ist, verschwindet es p Erschossen hat sich auf dem Lehrterbahnhof der Barbier August. caden, schlichte, harmlose Landarbeiter zu der gleichen unerh örten unbemerkt im Gewühl der Metropole. Und doch ist die Lage der Derimamu, der erst am Montag, furz vor der That, aus Halberstadt Strafe verurtheilt. Im Jahre 1837 wurden gleichfalls zu si èben Weber in der glänzenden Reichshauptstadt wahrlich danach, daß sie hier eingetroffen war. Fahren Deportation fünf Baumwollspinner verurtheilt. Die ebenfalls verdient, ans Licht gezogen zu werden. Webbs fagen über dieses Urtheil: Die Anwendung von Hohe Miethen und theure Lebensmittelpreise tragen dazu bei, Gewalt durch Arbeiter gegen verhaßte Unternehmer oder Verräther die durch niedrige Löhne unhaltbar gewordenen Zustände unter der in ihren eigenen Reihen wurde fast gleich erachtet den Berliner Weberbevölkerung völlig ins Wanten zu bringen. politischen Bergehen einer der Fremdherrschaft eine Frage von sehr turzer Zeit, daß die einst blühende Handunterworfenen Rasse. Vorkommnisse dieser Art zeigten in weberei hier völlig aus stirbt. Wahrheit nicht nothwendigerweise eine besondere moralische Vers Trotzdem die Weberlöhne in der Hauptstadt nur um wenige worfenheit der Thäter an. Niemand hat die fünf Baumwollspinner Pfennige höher sind, als an anderen Orten mit Handweberei, ist von Glasgow eines schlechten Charakters oder Verhaltens im Privat dies Wenige den Fabrikanten doch noch zu viel. Bei jeder passenden leben gezichen, und zum wenigsten vier von den fünfen waren Männer und unpassenden Gelegenheit geben die Unternehmer und ihre Werk von anerkannter Reinheit und Hingebung. Diese haarsträubenden führer den Berlinern Webern zu verstehen, daß sie überflüssig Urtheile gewannen den Trade Unions werthvolle Sympathien, immer sind und es nur der Gnade der Fabrikanten zu danken haben, wenn weitere Kreise bäumten sich gegen diese Art von Rechtsprechung auf man sie überhaupt noch beschäftigt. und die Folge war die Aufhebung der berüchtigten Verschwörungs- In Nowawes und Zinna", so heißt es, zahlen wir für dieselbe gejezze. Waare nur so und so viel, und gar erst in Schlesien sind die Löhne Noch einmal, vor einem Menschenalter, versuchte das englische um die Hälfte niedriger als hier." Diese Vorträge sind nicht selten Unternehmerthum einen großen Schlag gegen die Arbeiterorganisationen. von den naheliegenden Ruzanwendungen begleitet; ehe sich der Um die Mitte der sechziger Jahre kamen in Sheffield, dem Haupt- hiesige Weber dessen versieht, ist der Lohn abermals den schleji fige der englischen Stahlindustrie, eine Reihe schwerer Verbrechenichen Jdealzuständen um einen Schritt näher gebracht. Der von vor, die den Organisationen zur Last gelegt wurden. Peinlich ge- einem Fabrikanten errungene Erfolg im Lohndrücken bildet natürlich führte Untersuchungen von Polizei, Gerichten und einer eigens zu wieder einen Ansporn für den anderen, es seinem Konkurrenten diesem Zwecke eingesetzten parlamentarischen Kommission fonnten die gleich zu thun. Schuldigen nicht herausfinden; der Verdacht blieb aber auf den Auch in der Behandlung, die der Unternehmer dem Weber organisirten Arbeitern ruhen. Die große Presse Englands organisirte angedeihen läßt, offenbart sich recht deutlich ein sehr geringes Maß einen gewaltigen Kampf gegen die gewerkschaftlichen Organisationen. von Werthschäßung. Hat der Weber ein fertiges Stüd im Komptoir Der Terrorismus der Trade Unions wurde zum Nachtgespenst". abgeliefert, so liegt ihm selbstverständlich daran, so schnell wie mögDie Unternehmer hofften einen großen Schlag gegen die lich wieder nach Hause zu kommen. Nicht ganz so eilig liegt die Gewerkschaften führen zu können, sie erklärten sich vor der Sache für den Fabrikanten und für das Komptoirpersonal. Für die eingefegten föniglichen Stommission gegen das ganze Brinzip des ersten Viertelstunden ist der Weber einfach Luft. Man läßt sich nicht Fenerbericht. Montag Abend gegen 8 Uhr brach Steiniden: Trade- Unionismus. Mit einer merkwürdigen Unerschütterlichkeit wieder im geringsten im Privatgespräch stören, und findet es einmal fo holten sie das alte Argument von der individuellen Vereinbarung in der göttlichen Weltordnung begründet, daß der Weber unterdeß dorferstr. 46 in einer Wagenladirerei ein größeres Echadenfeuer und wandten fich gegen jede gewerbliche Organisation ihrer An- wie auf Kohlen steht, weil die Seinen zu Hause ja auf Geld warten aus. Da auch die übrigen Gebäude stark bedroht waren, zog der gestellten". Alle Versuche von Arbeitern, bei der Regulirung der und er selber vielleicht auch noch nichts gegessen hat. Nach Ver- zuerst eintreffende Löschzug schleunigst Verstärkung heran. Die Arbeitsbedingungen als Gemeinschaft Gehör zu erlangen, wurden lauf einiger Stunden läßt man sich dann herbei, den Unglücksmenschen Wertstelle sowie die darüber befindlichen Räume brannten aus. Ein Arbeiter erlitt erhebliche Brandwunden am linken Arm und der Hand, als unverantwortliche Eingriffe in die Rechte der Unternehmer" zu bemerken. gebrandmarkt. Alles, was heute in Deutschland seitens der Der Weber hat endlich sein Geld in der Tasche, darf nunmehr fodaß ihm auf der Brandstelle ein Nothverband angelegt werden Der verursachte Schaden ist erheblich, da neben Unternehmer gegen die Organisationen vorgebracht wird, wurde aber doch noch nicht nach Hause gehen, weil es ihm ja noch an mußte. gesammten Einrichtung der Lackirerei auch mehrere zu jener Zeit vont Den Vätern ihrer jezigen Kollegen neuer Arbeit fehlt. Wehe dem, der nicht seine drei oder vier der in England produzirt, jede gelegentliche Ausschreitung streitender Stunden in schweigender Geduld wartet! Geh'n Sie doch fort, Wagen verbrannten. Bu gleicher Zeit erplodirte Danzigers Arbeiter, gleichviel, ob dieje organisirt waren oder nicht, warum warten Sie noch?" heißt es, wenn einer schüchtern zu moniren straße 14 eine Petroleumlampe. Koppenstraße 73 gingen mußte als Argument für die Unterdrückung der Gewerkschaften wagt. Die Fabrikanten kennen ihre Allmacht und sie gebrauchen sie Kleidungsstücke und Lausigerstr. 12 Wäsche und Bettzeug in Flammen auf. Kommandantenstr. 45 hatte Bohnermasse in Dienen. Gerade die Verhandlungen vor dieser Kommission erbarmungslos. bewiesen, wie unberechtigt die Angriffe des Unternehmerthums Glücklich schäßt sich der Weber, der noch am selben Vormittag einem Kessel Feuer gefangen, während zur selbigen Zeit Rostockerwaren. Es wurde von den Vertretern der großen Organisationen Arbeit erhält. Häufig kommt es vor, daß er den ganzen Morgenstraße 49 Betten in Flammen aufgingen. Nach Tilsiter der schlagende Beweis geliefert, daß gerade die fräftigen, innerlich durch Warten vertröbelt, ohne Bescheid zu erhalten. Endlich, fünf it raße 48 wurde die Wehr gerufen, weil dort Kleidungsstüde und gefestigten Organisationen zu ruhigeren Verhältnissen, zur Schulung Minuten vor 1 11hr, wenn in den Komptoiren die Mittagszeit be- Wäsche in Brand gerathen waren. Dienstag Mittag erfolgte Alarm und Disziplinirung der Arbeiter, zur friedlicheren Gestaltung von ginnt, fällt es einem Angestellten ein zu sagen:" Ja, mein lieber nach Grünauerstr. 10. Ein Kasten mit Brennholz, sowie der Differenzen im Arbeitsverhältniß führen. Die Folge war, daß die Webermeister, es ist augenblicklich nichts da, kommen Sie doch in Fußboden wurden hier eingeäschert. Im Friedrich WilhelmArbeiter die ganze öffentliche Meinung für sich gewannen, daß sie als der Abendstunde noch einmal wieder. Am Abend kriegt der städtischen Theater versagte Montag Abend während der Sieger aus dem großen Stampfe hervorgingen, nicht blos den Angriff Weber dann von Neuem im höhnisch- freundlichen Tone zu hören, ersten Bause die Bühnenbeleuchtung. Eine Bleisicherung war ge abwehrten, sondern auch durchsetzten, daß die letzte Beschränkung ihrer daß noch nichts da sei", und so tommt es vor, daß das Vertrösten schmolzen, doch konnte der Fehler, bevor das Publikum von dem Borgange etwas merkte, durch die anwesende Theaterwache durch Organisationen zu Fall gebracht wurde; von jener Zeit sind die eng sich mehrere Tage hinzicht. lischen Gewerkschaften als juristische Personen anerkannt. Damit haben im Einschalten eines neuen Stöpsels beseitigt werden. wesentlichen die Kämpfe ein Ende genommen, die sich um die Existenz der Trade Unions drehten. Heute würde Englands öffentliche Meinung fast einmüthig jede Aenderung der Rechtsverhältnisse der englischen Gewerkschaften ablehnen; weder ein liberales noch ein konservatives Kabinet würde einen dahingehenden Gejezzentwurf vor dem Parlamente zu vertreten gewillt sein. Nicht zum mindesten haben diesen Umschlag der Stimmung im ganzen englischen Wolfe die Nebertreibungen der englischen Justiz, ihre schamlosen Urtheile herbeigeführt. M. = V Kommunales. Nimmt es da Wunder, daß der gequälte Weber glaubt, die Herren im Komptoir spielten mit seiner Ohnmacht und machten sich einen Spaß mit seinem Elend? Beschwert sich jemand, so heißt es wohl auch, er habe ja doch nichts zu thun und bleibe hübsch in Bewegung, so einem Weber gehe es ja wie einem alten Droschtenpferd; wenn es still stünde, würde es steif! Es kommt noch hinzu, daß der Weber bei der schließlichen Abfertigung häufig andere Arbeit erhält, sodaß er sich neu einrichten muß. Das ist wieder ein Werk von mehreren Tagen, für das nichts bezahlt wird. Und so kommt es vor, daß ein Weber, das Feiern auf einer neuen Kette mitgerechnet, erst eine ganze Woche nichts verdient, trotzdem er arbeiten und in Bewegung sein muß. Theater. Das Schiller Theater bringt die erste Aufführung des Schauspiels„ Der Dornenweg" von Felix Philippi Mittwoch, den 15. d. M. Bis dahin werden die jeßigen Repertoirſtücke Othello, der Mohr von Benedig", Bum achtzigsten Die Bürgermeisterwahl" und„ Die Leibrente" wiederholt. Geburtstag Wilhelm Jordans, der auf den 8. Februar fällt, veranstaltet das Schiller- Theater am Sonntag, den 12. Februar, im Bürgersaal des Rathhauses einen Wilhelm Jordan- Abend". Volksthümliche Kurse von Berliner Hochschullehrern. Wegen Erkrankung des Herrn Profeffors Dr. Freiherrn v. So den fällt der auf Donnerstag, den 9. d. M., festgesetzte Vortrag aus. Aus den Nachbarorten. M Der Handweber kann solchen Zuständen gegenüber nichts thun, Der Ausschußt der Stadtverordneten- Versammlung zur Bor- einem Wochenlohn zwischen 9 and 14 Mart, der sich bei älteren verschiedenen Lokalen, die sonst für Arbeiterversammlungen fest verals in ohnmächtiger Wuth die Faust in der Tasche ballen. Bei als in ohnmächtiger Wuth die Faust in der Tasche ballen. Bei Groß- Lichterfelde. Am Sonnabend, den 11. b. M., finden in Berathung der Vorlage wegen anderweitiger Festießung der Dienst Leuten auf 5-7 m. vermindert, verliert man Mart und Kraft. fchloffen sind, Vergnügungen statt und zwar vom Gesangverein alters Gehälter für verschiedene Beamtenkategorien und die Wer nähme ihn, den Ausgehungerten in Arbeit, wenn er wirklich Myrthe in Hertel's Lokal zum Wasserthurm, vom Turnverein Bewilligung von Stellenzulagen hat Montag Abend wieder eine einen anderen Beruf ergreifen wollte? Ein Stück Galgenhumor läßt Lantwit bei Heyne jest Ebersbach dortselbst und von dem sogenannten mehrstündige Sigung abgehalten. Die Vorschläge des Magistrats ben Handweber häufig genug von dem Strid sprechen, mit dem er Kraft- Turnverein Siegfried" bei Richter, verlängerte Wilhelmstraße. bezüglich der Neuregulirung der Gehälter der Stadtbaus Alle diese Lokale stehen, wie bereits bemerkt, den um Verbesserung Inspektoren und der Stadtbaumeister gelangten unverändert zur fich schließlich am Webstuhl aufhängen müsse! ihrer traurigen Lage kämpfenden Arbeitern als Versammlungsräume Annahme. Das Höchstgehalt der akademisch gebildeten Techniker hat Freistellen an den städtischen höheren Schulen. Vom nicht zur Verfügung und sind daher zu meiden. Dabei müssen wir der Ausschuß von 5100 auf 5200 W., also um 100 m. erhöht; im 1. April bis 31. Dezember 1898( bezw. in demselben Zeitraum 1897) die bedauerliche Thatsache konstatiren, daß auf dem ProNebrigen wurde die Gehaltsskala für diese Beamten sowie für die Techniker ohne akademische Bildung, für die Stadtbau- Assistenten, für waren an den städtischen Gymnasien, Realgymnasien und Ober- gramm des Kraft- Turnvereins Siegfried" Leute figuriren, die die Hilfstechniker im Revisionsbureau der Hochbau Verwaltung, für Realschulen 1971( 2121/2) herkömmlich den dritten, vierten it. f. w. gewerkschaftlich organisirt sind und sogar Vorstandsämter im VerBrüdern und den Lehrersöhnen zustehende Freistellen vergeben, bande der Fabrik-, Land- und Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen die Chaussee- und Wege- Aufseher. für die Brückenwärter davon 1671/2( 1752) an Schüler der Hauptanstalten und 30( 37) an Deutschlands, Filiale Gr. Lichterfelde bekleiden! Es wird Sache der und für die Hauswärter Hauswärter unverändert genehmigt. Ebenso Schüler der zu diesen Anstalten gehörigen Vorschulen. Für diese betheiligten Streise sein, dafür zu sorgen, daß die in Betracht gelangte die Vorlage des Magistrats wegen Festsetzung herkömmlichen Freistellen ist der Nachweis der Bedürftigteit tommenden Persönlichkeiten auf ihre die Arbeiterinteressen schädigende des Dienstalters Gehalts für den städtischen Vermessungs nicht erforderlich; sie werden den dritten, vierten u. f. w. Brüdern, falls Handlungsweise aufmerksam zu machen und fie event. zu ver Inspektor unverändert zur Annahme. Bezüglich der auf die betreffenden Schüler nicht zu Tadel Veranlassung geben, noch bis aulassen, die Konsequenzen daraus zu ziehen. Die Lokal- Kommission. Lebenszeit angestellten Magistrats Assessoren zu einem väterlichen Jahreseinfonnnen von 6000 m. bewilligt. Für M. Schöneberg. Wichtige Vorlagen waren es, mit denen sich die wurden die Vorschläge des Magistrats, wonach das Anfangsgehalt Sie bedürftigen Schüler der Haupianstalten, aber nicht der Stadtverordneten am Montag beschäftigten. Nach Bewilligung der 4600 M. betragen und sich in Stufen von drei Jahren um 500 M. Vorschulen, wird alljährlich eine Anzahl besonderer Freistellen zur Kosten für Ausstattung zweier Klassenräume, ging man an die Bebezw. in der letzten Stufe um 400 M. bis zum Höchstgehalt von Verfügung gestellt, die jedoch nicht höher als ein Zehntel der um 7500 m. steigern soll, gleichfalls angenommen, dagegen ist ein An- die herkömmlichen Freistellen verminderten Schülerzahl sein darf. rathung der von uns schon am Sonntag veröffentlichten Vorlage des Magistrats, betreffend Errichtung eines städtischen trag, der dahin ging, den Direktor der Alters- und Invaliditäts- Jufolge dieser Bestimmung wird durch jede Freistelle, die für einen Arbeitsnachweises. Ein von 22 Stadtverordneten gestellter Versicherungs- Anstalt Berlin und den Vorsitzenden des hiesigen Ge- Bruder oder Lehrerjohn beansprucht wird, den bedürftigen Schülern Antrag, diesen Nachweis nicht nur für Gesinde und ungelernte werbegerichts aus der Kategorie der Magistrats- Assessoren herauszu ein Behntel Freistelle entzogen. Im Jahre 1898( beziv. 1897) heben und für fie eine besondere Gehaltsstala festzustellen, abgelehnt waren für bedürftige Echüler 949( 95234) Freistellen vorhanden, Arbeiter zu begründen, sondern auch auf gelernte Arbeiter auszudehnen, wurde von dem Bürgermeister Gerhardt mit worden. Beschlossen wurde dagegen, diesen beiden Beamten eine doch waren bis Ende Dezember nur 937( 9221/2) davon ber dem Hinweis bekämpft, daß für gelernte Arbeiter fast überall Funktionszulage zu dem Gehalte der Magistrats- Assessoren zu gegeben, nämlich 816( 792) ganze und 242( 261) halbe.( Die früheren Junungs- und Fachorganisations Nachweise bestehen, und währen, deren Höhe der zweiten Lesung vorbehalten worden ist. Gemeindeschüler, die den städtischen höheren Schulen zu daß man im Uebrigen mit einer kleinen Organisation, die Die zu den oben genannten Beamtenkategorien eingegangenen weiterer. Ausbildung auf Kosten der Stadt überwiesen sind, find in Petitionen sind dem Magistrate überwiesen worden. diesen Zahlen einbegriffen.) Die Zahl dieser Freistellen ist seit einer man später immer noch ausbauen könne, erst mehr praktische ErTagesordnung für die Situng der Stadtverordneten Reihe von Jahren in demselben Maße gefunden, wie die fahrungen sammeln wolle. Stadtverordneten Vorsteher G. Miller Versammlung am Donnerstag, den 9. Februar d. J., Nachmittags Frequenz der städtischen höheren Lehranstalten heruntergegangen ist. verlangte die kostenlose Vermittelung von Dienstboten, da„ unsere Uhr. Borlage betreffend die Anerkennung einer Anzahl Bureau- 1890 z. B. standen noch 1088 zur Verfügung. Von da bis 1898 hat Hausfrauen" auch Steuerzahler seien. Auch Genosse Obst bekannte sich als Gegner jeder Gebührenordnung. In längeren Ausführungen Hilfsarbeiter und Standesamtsschreiber als Gemeindebeamte. Bericht sich die Zahl der für Bedürftige zur Verfügung stehenden Freistellen tennzeichnete er die Abhängigkeit und Rechtlosigkeit der Dienstboten. erstattung, betreffend die Herabjegung des Tarifs der städtischen auf 949, also um rund 13 pбt. vermindert. Zahle hier die Herrschaft die Vermittelungsgebühren, so Wasserwerke. Vorlagen, betreffend die Etats der Fleischschau für den armen Altersversorgung für die Angestellten der Großen würden sie später doch Mädchen abgezogen. das von außerhalb eingeführte Fleisch, sowie des Vichmarktes, des Berliner"? Aus dem Rathhause wird berichtet:„ Die Große Das Lachen der Versammlung beweise nur, daß hier nicht das Schlachthofes und der Fleischschau auf dem Schlachthofe für das Berliner Straßenbahn hat jetzt der städtischen Verkehrsdeputation auch die geringste Verständniß für Etatsjahr 1899, die Aenderung des Einganges und der§§ 6 und 7 des Vertrages über die Einquartirungsverhältnisse der nicht kasernirten nach erfolgter Einholung eines versicherungstechnischen Gutachtens Lage des Gefindes vorhanden sei. Nachdem noch der erste Bürgerdie Grundfäße zur Errichtung einer Ruhegehalts- meister, Dr. Wilde, die Polizei gegen den Vorwurf der Lässigkeit Truppentheile hiesiger Garnison, sowie die Quartiervergütigung für Rafie für die Angestellten der Großen Berliner in Schuß genommen und auf seine Weise konstatirt hatte, daß von die zum Naturalquartier berechtigten Militärpersonen vom Feldwebel Straßenbahn und der Neuen Berliner Pferde- einer traurigen Lage dieser Mädchen in Berlin und Umgegend nicht abwärts, die Feier des hundertjährigen Bestehens des Friedrich- bahn- Gesellschaft mit der Bitte überreicht, denselben nun die Rede sein könne, wurde die Vorlage einer neungliedrigen KomWilhelm- Hospitals. Berichterstattung, betreffend die Neuwahl von mehr zuzustimmen. Für die Mitglieder der nach diesen Grundsätzen misfion überwiesen. Zur Kenntniß gelangte ein Schreiben der kgl. zwölf Mitglieder Stellvertretern für die Einkommensteuer- ins Leben tretenden Stasse sei sodann für den Fall des Alters und Eisenbahn- Direktion, wonach an den Geleisen der fünftigen VorortVeranlagungs- Kommission, eines bürgerlichen Mitgliedes der Erjazz- Kommission I und eines Bürgerdeputirten für die Schul- beziv. der Invalidität eine jo weit gehende Fürsorge getroffen, wie bahn Berlin- Groß Lichterfelde, dem landespolizeilich Ersatz- Kommission I und eines Bürgerdeputirten für die Schul- eine solche bei keiner deutschen Straßenbahn- Unternehmung besteht." geprüften Entwurf dieser Bahnanlage entsprechend, eine leber. Deputation. Schade, daß nichts Näheres über die Grundsäge" mitgetheilt gang 3- Station zwischen Vorort- und Ringbahn zur AusUm die Anhäufung der Koksvorräthe in den städtischen wird. Der an den Haaren herbeigezogene Bergleich mit anderen führung fommen wird. Nach Erledigung fleinerer Sachen ge Gasanstalten zu vermeiden, hat die städtische Brentmaterialien berartigen Unternehmungen will gar nichts bejagen. langte als dringender Gegenstand die Vorlage des Magistrats, bes das Ausscheiden Schönebergs aus dem Deputation beschlossen, zunächst in den hiesigen städtischen Schulen Wegen Herabsehung des Gastarifes hat sich der Vorstand treffend Die Versammlung faßte an Stelle der Kohlen die Heizung durch Kots zu bewirken. Ferner des Bundes der Handel- und Gewerbetreibenden anläßlich der bevor- Kreise Teltow zur Debatte. 1. Die Stadtverordsollen alsdann versuchsweise mit diesem Heizmaterial auch die dieser Sache folgende Beschlüsse; stehenden Berathung des Haushaltsetats der Stadt Berlin an die in zwischen den Vertretern Krankenhäuser und einige andere städtische Institute geheizt werden. Stadtverordneten- Versammlung gewendet. Er bittet, den Preis des neten Versammlung stimmt dem am 30. Ja Die Berathungen der Einzel- Etats zur Feststellung des Stadt Leuchtgases von 16 auf 12 Pf. pro Kubikmeter herabzusehen, damit des Kreises Teltow und der Stadt Schöneberg Haushalts- Etats für 1899/1900 sind in der gestrigen außerordentlichen den Kleingewerbtreibenden wenigstens ein Theil der Lasten er nuar 1899 vor dem Bezirksausschuß zu Potsdam abgeschlossenen Sigung des Magistrats beendet worden und wird derselbe demnächst leichtert werde. Ferner wird um Abschaffung der Gasmessermiethe Vertrage über die Auseinandersetzung zwischen dem Kreise Teltow ersucht. und der Stadt Schöneberg in vollem Umfange zu. 2. Die Stadtzur öffentlichen Auslegung gelangen. Tokales. " M schlechte Rohheitsvergehen? Ein Duell zwischen dem Afrikareifenden verordneten- Verfammlung erklärt sich mit dem Ausscheiden der Stadt Effer und dem Geographen Wagner soll gestern stattgefunden haben. Schöneberg aus dem Kreis Teltow zum 1. April 1899 einAuf dem Umwege über Wien wird dem„ Berl. Tgbl." berichtet: berstanden. 3. Die Stadtverordneten- Bersammlung erklärt sich mit „ Eine Berliner Privatdepesche des Neuen Wiener Journals" meldet der Aufnahme zweier Darlehne von 1,400,000 M. und ein heute, Dienstag, stattgehabtes Duell zwischen dem Afrifareifenden 500,000 m. durch den Magistrat gemäß§5 des vorstehend bezeichneten Es ist noch nicht lange her, daß der Vorwärts" auf die trost Effer und dem Geographen Wagner unter schwersten Bedingungen. Bertrages einverstanden. Vom Charlottenburger Wohnungsmarkt. Die Frage, ob Losen Zustände im Weberdorf Nowawes hinwies. Hier fonzentrirt Die Ursache des Zweikampfes bildeten die bekannten Breßangriffe fich das Hungerleben, auf fleinem Raum zusammengedrängt; in Wagner's gegen Eijer." Weberelend in Berlin. die vorhandenen Wohnungen hinreichen, eine angemessene Unter 1896 noch 131, 1897 aber Aus der neuen Stadt Rigdorf wird berichtet, daß die Auslegung der Wählerlisten zu den Stadtverordneten 28ahlen voranssichtlich noch im Laufe dieser Woche erfolgen wird, sodaß schon innerhalb drei Wochen die Wahlen selbst stattfinden können. Ob diese Nachricht zutrifft, wissen wir nicht. wurde findet am Sonntag, den 12. Februar, Nachmittags 21/2 Uhr, im VerGenosse Sonnenburg über„ Die Feinde des sozialen Forteinslokal Eichenhof eine öffentliche Versammlung statt, in welcher Schritts" referiren wird. Der Anfang ist gemacht. Thun die hiesigen Genossen ihre Schuldigkeit, dann wird der vielseitige, in allen Farben schillernde Verein" Jung Deutschland" seine Rolle in Ertner und umgegend bald ausgespielt haben. umgegend bald ausgespielt haben. Gerichts- Beitung. Zu der hohen Strafe von 16 Monaten Gefängniß ist gestern der bekannte Buchbinder Friedrich Demp wolf verurtheilt worden, weil er in einer Anarchistenversammlung einige herzlich unbedeutend klingende Aeußerungen verlautbart hatte. Ueber den Berlauf der Gerichtsverhandlung, deren Ausgang für die Stimmung, die in bürgerlichen Kreisen selbst gegen die harmloser Feinde der göttlichen Weltordnung" herrscht, so recht bezeichneno ist, liegt uns folgender Bericht vor: und volt StaatsRedner bringung der Bevölkerung zu ermöglichen, hat für Charlottenburg| Amtsvorsteher auf Polizeistunde gefeßt, sowie in Hülle und Fülle zwar eine Entlaffung ohne vorherige Kündigung, denn die eine erhöhte Bedeutung, weil hier die Bevölkerungszunahme mit Strafmandaten gefegnet sind das ist eine Erscheinung, wie Kündigung bom 3. Dezember fei alg längst feit einer Reihe von Jahren ungewöhnlich groß sie nur in Preußen beobachtet werden kann. erledigt anzusehen. Es stehe somit dem Kläger eine Ent gewesen ist. Zur Beleuchtung dieser Frage kann die vom Charlottenburger Statistischen Amt geführte Statistik der Neubauten dienen. Aus Bildungsverein, der über eine ansehnliche Mitgliederzahl verfügte. Die fragliche Zeit eine Entschädigung nicht fordern könne. Erfner. Vor mehreren Jahren bestand hier ein Arbeiter Schädigung wegen unberechtigter Entlassung zu, während er wegen seines Einverständnisses mit dem Aussehen bis zum 2. Januar für dieser Statistik ergiebt sich, daß 1897 in Charlottenburgerheblich weniger Gebäude und Wohnungen neu entstanden Jedoch ließ die Einigkeit und das Interesse unter den Arbeitern die fragliche Zeit eine Entschädigung nicht fordern könne. Eine beharrliche Verweigerung der Arbeit erblickte die find als 1896. Namentlich ist die Zahl der neu entstandenen noch viel zu wünschen übrig, so daß der Verein nach kurzer Dauer leinen Wohnungen ganz außerordentlich zurückgegangen. sich wieder auflöſte. Während der letzten Reichstagswahl wurde mun Kammer VI des Gewerbegerichts darin, daß der Schlächter G. öfter Es ist daher vollkommen begreiflich, daß 1898 in Charlottenburg politischen Organisation schwer empfunden, zumal der zahlreichen gegangen ist, obwohl er vom Meister wiederholt ermahnt worden von den im Parteiinteresse hier thätigen Genossen der Mangel einer zu spät aufgestanden und demzufolge auch zu spät an die Arbeit geradezu ein Mangel an kleinen Wohnungen eingetreten ist, der Arbeiterschaft von Erkner und Woltersdorf kein Versammlungslokal war, pünktlicher zu sein. Das Gericht wies deshalb die Entgeradezu ein Mangel an kleinen Wohnungen eingetreten ist, der schon im Auguft dazu geführt hat, daß manche Familien vollständig zur Verfügung stand, die Gegner aber bei den Wirthen das größte schädigungsklage ab, die G. wegen unberechtigter plöglicher Entbbdachlos wurden. Gebrauchsfähige Neubauten entstanden fanden. Entgegenkommen ist Nach langem Bemühen mur 93, gebrauchsfähige neue es laffung gegen den Schlächtermeister Neumann angestrengt hatte. Wohnungen 1896 noch 2152, 1897 nur 1366. Nun zogen aber endlich den Genossen gelungen, ein Versammlungslokal zu Am Entlassungstage hatte G. etwa 11/2 Stunden zu spät mit der mitt erhalten und 1896 rund 14 400, 1897 rund 11 500 Personen mehr zu als fort. ein Arbeiter- Bildungsverein für Erfner und Umgegend gegrün Ende vergangenen Jahres auch Arbeit begonnen. Davon werden, wie im 4. Heft der„ Charlottenburger Statistit" bet. Die Mitgliederzahl beträgt zur Zeit 24. Der Verein wird be- von dem Berliner Vertreter der Rheinischen Nährmittelwerte entlassen Unbefugtes Verlassen der Arbeit. Der Arbeiter V. war ausgeführt wird, etwa der 6. Theil Miether selbständiger Wohnungen strebt sein, immer mehr Anhänger zu gewinnen. Zu diesem Zwecke worden, weil er von der Erlaubniß, seine krante Mutter nach einer gewesen sein, so daß der Jahresbedarf an Wohnungen sich 1896 auf ca. 2400, 1897 auf ca. 1910 gestellt haben dürfte.( Die Zahl der andern Wohnung zu schaffen, einen zu ausgedehnten Gebrauch gedurch Cheschließungen oder sonst innerhalb der Stadt neubegründeten nicht wieder zur Arbeit zurückgekehrt. Daß dies möglich gewesen macht hatte. Der junge Mann war an dem betreffenden Nachmittage Hausstände kommt demgegenüber weniger in Betracht.) In beiden wäre, stellte das Gewerbegericht in dem von V. angestrengten ProFahren zusammen stand also einem Angebot von nur 3518 neuen Woh zeß fest. Die Stammer VI erklärte die Entlassung wegen unbefugten nungen blos infolge der Zuwanderung schon eine Wohnungsnachfrage Berlaffens der Arbeit für berechtigt, im Gegensatz zu einer anderen von ca. 4310 gegenüber. Die Mehrnachfrage, gegen 800 Wohnungen, mußte natürlich mit den bereits von früher her leerstehenden Kammer desselben Gerichts, die ein leberschreiten des Urlaubs, wie Wohnungen gedeckt werden, deren Zahl sich dadurch beträchtlich Unter merkwürdigen Verkehrsverhältnissen leidet unser es hier vorliegt, nicht als unbefugtes Verlassen der Arbeit anfieht. berringert hat. Die Gruppirung der neu entstandenen Vorort Sch margendorf. Der Ort hat bekanntlich an die RingWohnungen nach der Zimmerzahl( wobei die Zahl der in Betracht bahn Anschluß, liegt vom Bahnhof aber ziemlich eine halbe Stunde kommenden Wohnungen fich durch Weglassung einiger, die nur entfernt. Der Weg von der Station zum Dorf führt nur über aus Laden und Küche bestehen, für 1896 auf 2143 und flaches Feld, ist also Abends, besonders für Damen, etwas unheim fir 1897 auf 1365 vermindert) ergiebt, daß von 1896 zu 1897 lich zu passiren. Dampfbahnzüge gehen allerdings vom Nollendorfdie Zahl der neuen Wohnungen mit 1 oder 2 Zimmern von 1158 plak über Schmargendorf bis Hundekehle, diese verkehren aber nur auf 570, derjenigen mit 3 oder 4 Zimmern von 722 auf 494 zurück- alle halbe Stunden, Abends von 10 Uhr an sogar nur alle gegangen ist. Das heißt: Die Zahl der neu entstandenen Stunden. Der Vorort würde sich gewiß heben, wenn er besseren leinen Wohnungen ist auf knapp die Hälfte, die Verkehrsanschluß an Berlin fände. Sehr dürftig sind auch die Ser mittleren Wohnungen auf rund drei Viertel Postverhältnisse in Schmargendorf. In jedem anderen Vorort kostet der Zahl vom Vorjahre gesunken. Von den neuen ein Doppelbrief von und nach Berlin, wie in der Stadt 10 Pf., hier größeren Wohnungen dagegen sind die mit 5 oder 6 Zimmern nur 20 Pf. Die letzte Leerung der Briefkästen findet Abends uni von 205 auf 190 zurückgegangen, und die mit 7 oder 8 und mehr 6 Uhr, die erste früh Morgens um 6 Uhr statt. Ein Brief, der in Der Prozeß gegen den Buchbinder Friedrich Dempwolf ge Zimmern sogar von 58 auf 111, also fast auf's Doppelte, gestiegen. Die Berlin am Abend um 9 Ühr zur Post gegeben wird, erreicht den langte gestern vor der zweiten Strafkammer des Landgerichts I zur Charlottenburger Hausbesitzer haben die günstige Gelegenheit benugt, Adressaten in Schmargendorf erst am andern Mittag, manchmal auch Verhandlung. Der als Anarchist bekannte Angeklagte hat erſt tiirzbesonders für die kleinen Wohnungen die Miethen bis zu erst am Nachmittag. Daß das Postamt Mittags von 12 bis 2 Uhr lich wegen Aufreizung eine Gefängnißstrafe von 1 Jahr 3 Monaten verbüßt. einer unverschämten Höhe emporzuschrauben. Für geschlossen ist, mag mir so nebenbei erwähnt werden. Er ist jetzt desselben Bergehens außerdem die Arbeiterbevölkerung, die in Charlottenburg in den der Beleidigung des preußischen Offizierkorps beschuldigt. legten Jahren start zugenommen hat, ist diese Wohnungsnoth sehr schullehrer und Lehrerinnen festgesetzt und genehmigt worden. Dem in In Groß- Lichterfelde ist die Besoldungsordnung für die Volts- Am 14. September v. J. fand in dem Cohn'schen Saale der Beuthstraße eine drückend. Auch die zahlreichen Eisenbahn- Beamten und Dem- in hauptsächlich Anarchisten Straßenbahn- Angestellten, die wegen ihrer langen gemäß beträgt: A. das Grundgehalt(§ 2 des Gei.) für vollbeschäftigte besuchte Boltsversammlung statt, in welcher der Angeklagte einen Arbeitszeit in der Nähe der in Charlottenburg gelegenen Eisenbahn- Lehrkräfte: a) Lehrer 1300 W., b) Rektoren 2000 M., c) wissen Vortrag über die kaiserliche Kundgebung" hielt. Er soll dabei eine und Straßenbahnhöfe zu wohnen gezwungen find, leiden schwer schaftliche Lehrerinnen 1100 m., d) vollbeschäftigte technische Lehrerinnen Anzahl Ausführungen gemacht haben, die von der unter den Miethssteigerungen. 800 9. B. Einstweilig angestellte Lehrer, sowie Lehrer, welche anwaltschaft beanstandet werden. Zunächst wandte noch nicht 4 Jahre im öffentlichen Schuldienste gestanden haben, erhalten sich gegen den Militarismus. Er behauptete, daß auch durch Die Eisernte in der Umgebung Berlins hat infolge des seit eine Bejoldung von jährlich 1040 M., vorläufig angestellte wissen- die Disziplin Verhältnisse eingetreten feien, durch welche einigen Tagen anhaltenden stärkeren Frostes bereits einen bedeutenden schaftliche Lehrerinnen eine solche von 800 M., einstweilig angestellte die Kinder des deutschen Boltes, welche den Nock des Königs, Umfang angenommen. Auf den stehenden Gewässern der Umgebung vollbeschäftigte technische Lehrerinnen eine solche von 700 W. pro den Soldatenrod, trügen, ihrer bürgerlichen Rechte beraubt würden Berlins ist bereits eine 4 Boll starte Eisdecke vorhanden, und die Anno. C. Für Inhaber eines mit dem Schulamte dauernd ver- und nicht mehr Kinder des Volkes feien, sondern Sklaven ihrer Vorverschiedenen Eiswerte sind bemüht, diese Schäße" in Sicherheit bundenen Kirchenamtes erhöht sich das Grundgehalt um 400 M. gejezten.„ Es ist ein System entstanden, welches einem Soldaten zu bringen. So sind auf dem Tegelersee, dem Steinickendorferjee D. Auf die unter A und C erwähnten Bezüge werden die zur keine andere Verbindung erlaubt, als zwischen Herren und Sklaven; und an anderen Stellen hunderte von Händen damit beschäftigt, das Stelle gehörigen Naturalleistungen ze. gemäß§ 20 des Gesezes ein System, welches das Offizierkorps bevorzugt, den Bürger wie Basser von seiner Eisdecke zu befreien. An den vom Ufer ent- nach den zur Zeit geltenden Festsetzungen ihres Werthes an einen Hund zu behandeln. Auch der Fall Brüsewig läßt darauf ferntesten Stellen werden von dem Eise mittels langer hierzu be- gerechnet. E. Die Alterszulagen betragen: a) für Lehrer 200 m., schließen, daß derartige Verhältnisse wieder eintreten, wie zur fonders angefertigter Sägen meterbreite Streifen abgetrennt, und b) für wissenschaftliche Lehrerinnen 130 m., c) für voll Beit Friedrich Wilhelms III., als die Bürger von den Offizieren mit diese werden dann mit langen Hafen auf die Eisdecke heranfgezogen beschäftigte technische Lehrerinnen 80 M., d) für Netturen 250 M. Füßen getreten wurden." Sodann zur kaiserlichen Kundgebung überund dem Ufer zugeschleppt. Selbst des Abends wird bei Fackellicht F. Soweit die Lehrkräfte nicht eine freie Dienstwohnung zu dem be- gehend, soll er ebenfalls aufreizende Aeußerungen gethan haben. gearbeitet. sonders dafür festgesetzten Werthe erhalten, beträgt die baar zu Der Angeklagte bestritt, daß er zu Gewaltthätigkeiten habe aufzahlende Miethsentschädigung a) für Lehrer, die einen eigenen Hausreizen wollen. Im Gegentheil habe er ausdrücklich betont, daß die stand führen, 450 W., b) für Lehrer ohne eigenen Hansstand Arbeiter jedes gewaltthätige Vorgehen vermeiden müßten. Dagegen 300 m., c) für einstweilig angestellte oder noch nicht 4 Jahre im habe er allerdings hervorgehoben, daß das Volk berechtigt sei, sich öffentlichen Schuldienste stehende Lehrer 300 M., d) für wissenschaft- dagegen zu wehren, daß man ihm seine Rechte nähme. Er habe liche Lehrerinnen auch vollbeschäftigte technische 300 W., e) für Ref- darauf hingewiesen, daß in Amerika friedliche streitende Bergarbeiter toren 660 m. G. Diese Besoldungsnachweisung tritt rückwirkend von den Unternehmern meuchlings niedergeschossen worden seien. Ein Eisenbahn- Unglück, bei dem zwei Menschenleben ver- mit dem 1. April 1897 unbeschadet der Bestimmungen im§ 28 Abs. 28enn es zu ähnlichen Vorgängen bei uns kommen sollte, so würde nichtet sind, ereignete sich am Montag Abend in der Gegend von des Gesetzes in Kraft. sich das Volk zur Wehre sezen können. Ferner rännte der Angeklagte Steinstücken bei Neu- Babelsberg. Der auf der Wetzlarer Potsdam. Necht unangenehme Folgen hat fürzlich für einen ein, daß er angerathen habe, dem in Aussicht gestellten Gesez den GeneralBahn um 10 Uhr 10 Minuten von Dennewitz nach Wannsee fahrende Berliner die hier immer noch bestehende Wahl- und Schlacht streit entgegenzujesen. Rechtsanwalt Leonhard Friedmann, welcher Schnellzug überfuhr an der Uebergangsstelle einen Bierwagen steuer gehabt. Ein junger Mann, der in einem Berliner Delikateß der Berjanmmlung beigewohnt hat, wurde als Zeuge vernommen. der Brauerei Hildebrandt, auf welchem fünf Personen saßen. Zwei waaren- Geschäft angestellt ist, war von seinem Chef mit einem Er ſei aus Neugierde hingegangen, weil er erwartet habe, daß es Bersonen wurden getödtet, ein dritter Mann erhielt eine schwere ziemlich umfangreichen Packet, welches Würste und feine Fleisch zu scharfen Aussprachen kommen würde. Dies jei aber keines Berlegung. Die Pferde des völlig zerschmetterten Wagens waaren enthielt und für einen Potsdamer Restaurateur bestimmt wegs der Fall geweien; er habe den Eindruck gehabt, daß find noch nicht nicht aufgefunden worden. Die Getödteten find war, hierher geschickt worden. Als der junge Mann hier angelangt die Rede des Angeklagten nicht schärfer war, der Kutscher und der als Fahrgast auf dem Wagen gewesene war, bestieg er einen Pferdebahnwagen und schob das Packet unter von dem Zeugen gehörte. Der verschiedenen beanstandeten Schuhmacher Senf; ein Schlächterlehrling Namens Tietz entging die Sigbank. Auf der Langen Brücke, 100 fich bekanntlich Aeußerungen, die er als Phrasen" angesehen habe, könne der durch einen Zufall dem Tode, indem er, statt den Wagen weiter zu das Steueramt befindet. sprang, wie dies öfter zu ge- Beuge sich nicht entsinnen. Staatsanwalt Sanzow hielt natürlich benugen, ihm vorauseilte. Wenn auch noch nicht festgestellt ist, wen schehen pflegt. ein Steuerbeamiter auf den Wagen und die Anklage im vollen Umfange aufrecht. Er beantragte gegen den die Schuld an dem furchtbaren Unglück trifft, so herrscht im Publi- fragte die Fahrgäste. ob fie steuerbare Gegenstände bei Angeklagten eine Gesammtstrafe von 1 Jahr 9 Monaten fum doch die Meinung, daß eine bessere Beaufsichtigung derartige fich hätten. Dabei fiel der Blick des Beamten auch auf das Gefängniß. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Biber, plaidirte für Vorfälle verhüten könnte. Die Barrièren am Unglücksort werden Packet des jungen Mannes, und nun mußte dieser aussteigen und Freisprechung, indem er ausführte, daß der Angeklagte das Maaß von entfernter Stelle geschlossen, ein Wärterhäuschen mit Posten, nach dem Steuerante folgen, wo das Packet geöffnet und sofort einer erlaubten Kritik nicht habe überschreiten wollen und auch nicht das namentlich während des regen Sommerverkehrs nothwendig konfiszirt wurde. Außerdem wurde dem jungen Manne nach Fest- überschritten habe. wäre, ist nicht vorhanden. Der Gerichtshof hielt eine Beleidigung des preußischen Offiziers stellung seiner Persönlichkeit bedeutet, daß er den vierfachen Betrag ber 1,75 M. ausmachenden Steuer zu zahlen habe und nebstdem deshalb nicht für vorliegend, weil der Angeklagte nur gefagt wegen versuchter Steuerhinterziehung in eine Geldstrafe von 30 m. habe. es beste he ein System, welches den Offizieren ermögliche, genommen werden würde. Auf Reklamation des Chefs wurde dem den Bürger wie einen Hund und den Soldaten wie einen Stlaven jungen Manne, weil er nur aus Unkenntniß gehandelt hatte, diese zu behandeln, er habe aber nicht gesagt, daß dies System Wenn Zwei daffelbe thun. Am! Restaurant Moorlake in Geldstrafe erlassen, doch blieb es bei der Zahlung des vierfachen zur Anwendung gelange. Ferner sei der Angeklagte nicht der AufSteuerbetrages. Hierbei sei bemerkt, daß die Potsoamer Pferde- forderung zu strafbaren Handlungen, sondern nur wegen Aufreizung der Nähe der Pfaueninsel steht an der Chauſſee eine Tafel mit der bahnschaffner angewiesen find, alle von auswärts kommenden Fahr- zum Klassenhaß verurtheilt und die Strafe auf ein Jahr vier Inschrift:„ Radfahrer absteigen, Fuhrwerke Schritt fahren". Eines Tages radelte eine Dame in Begleitung eines Knaben an dieser gäste, welche Packete mit sich führen, auf das Bestehen der Wahl- Monate Gefängniß bemessen worden. Hiervon seien zwei Monate durch die erlittene Untersuchungshaft als verbüßt zu erachten. Stelle. Die beiden stiegen erst einige Schritte hinter der Warmungs- und Schlachtsteuer in Potsdam aufmerksam zu machen. Der Kampf gegen sozialdemokratische Flugblattverbreitung. tafel ab. Ein radelnder Gendarm in Zivil bemerkte dieje Uebertretung und In Spandau hatte der Magistrat vor mehreren Wochen die notirte die lebelthäter. Während er noch mit dieser Amtshandlung be- Ausführung der Erd- und Planirungsarbeiten zur Erweiterung des Ein Parteigenosse Namens Hansen in Schleswig war wegen Ueberfchäftigt war, tamen zwei von Offizieren gelenkte Fuhrwerke daher, städtischen Friedhofes ausgeschrieben. Wie sehr nun die Bewerber tretung einer am 20. Februar 1896 erlassenen Polizeiverordnung welche in scharfem Trabe die Stelle, wo Fuhrwerke Schritt fahren follen, in ihren Kostenanschlägen differirten, stellte sich in der letzten Stadt- angeklagt worden, weil er sozialdemokratische Flugblätter verbreitet pajjirten. Der Gendarm zog den Hut, grüßte mit tiefer Verbeugung verordnetensigung heraus. Der Mindest fordernde, ein Unter- hatte. Polizei, Staatsanwaltschaft und Landgericht hielten das Flugdie Offiziere und ließ sie unbehelligt vorüberfahren. Ein Augen- nehmer Stelling, verlangte nämlich für die gedachten, ihrem Werth blattvertheilen für eine öffentlich bemerkbare Arbeit, die nach zeuge dieses Vorganges, der wohl denken mochte, daß das, was nach keineswegs unbedeutenden Arbeiten, die Summe von 6860 M., jener Verordnung an Sonntagen nicht verrichtet werden dürfe. radelnden Zivilisten recht ist, futschirenden Offizieren billig fei, theilte während der Nächste, Maurermeister Herrfarth 12 412 M. forderte. Auf Es sei festgestellt worden, daß H. mit einem Packet Flugblätter dem zuständigen Landrathsamt des Kreises Teltow den geschilderten Antrag des Magistrats wurden die Arbeiten wegen der zu Bedenken unter dem Arm durch das Dorf gegangen sei und in jedes Eachverhalt in Form einer Beschwerde mit. Darauf erhielt der Beschwerde- Anlaß gebenden Differenz von nahezu 6000 m. deshalb nicht dem Haus einige Blätter hineingetragen habe. Er habe also eine Last führer vom Landrath den kurzen Bescheid, daß nach den angestellten Mindestfordernden Stelling, sondern Herrn Herrfarth übertragen. bei sich gehabt und diese in einer Weise fortgeschafft, die die öffent Ermittelungen keine Veranlassung vorliege, gegen den Unsere Parteigenossen in der Stadtvertretung haben seit Jahren liche Aufmerksamkeit erregen müsse. Damit sei aber der Begriff Der Angeklagte legte Gendarmeinzuschreiten.- Ob die Darstellung, welche der bereits immer wieder den Antrag eingebracht, die städtischen Arbeiten der öffentlich bemerkbaren Arbeit erfüllt. Beschwerdeführer von dem Vorgang gegeben hat, nicht zutrifft, oder in eigener Regie auszuführen, natürlich fanden sie hiermit Revision ein und machte geltend, das Umbertragen von Flugblättern fönne immöglich als eine öffentlich bemerkbare Arbeit angesehen ob der Gendarm feiner Instruktion gemäß handelte, als er Zivilisten, bei den Interessenten der heutigen Zustände teine Gegenliebe. werden. Es sei keine Sonntagsentheiligung, wenn Jemand von die eine polizeiliche Anordnung übertraten, zum Zweck einer Anzeige Hof zu Hof gehe und in den Häusern Flugblätter vertheile. Der notirte, während er gleichzeitig Offiziere, die sich derselben lleberStraffenat des Kammergerichts verwarf jedoch die Revision tretung schuldig machten, unbehelligt ließ, das wird in dem landals unbegründet und führte aus, daß das öffentliche Tragen räthlichen Bescheid leider nicht gesagt. Aussehen und Entlassung. Der Arbeiter M. war am 3. De eines Badetes Flugschriften, in Verbindung mit dem Johannisthal. Im Dezember v. J. fragten mehrere in Berlin zember zum 17. gekündigt worden, er wurde dann aber noch bis Bertheilen von Haus zu Haus, mit Recht für eine öffentlich arbeitende Parteigenossen bei der Gemeindebehörde an, ob nicht zur zum 23. Dezember weiter beschäftigt. An diesem Tage fagte ihm bemerkbare Arbeit erklärt worden sei| Unsere Parteigenossen werden Winterszeit auch in den Morgenstunden einige Laternen brennen fönnten; es gäbe wenigstens in Kulturländern Gegenden, wo solches der Vertreter seines Arbeitgebers Götze, daß vorläufig leine Be schon dafür sorgen, daß auch troß solcher Gerichtsentscheidungen die tönnten; es gäbe wenigstens in Kulturländern Gegenden, wo solches blich sei. Die Betenten wurden anfänglich mit der Begründung schäftigung mehr vorhanden sei, worauf M. bis zum 2. Januar Agitationspflicht umfaffend erfüllt werde. wartete, bevor er sich bei dem Unternehmer wieder sehen Das zur Ausübung des Koalitionsrechts absolut nothabgewiesen, daß die Kosten zu hoch seien; als sie sich aber nochmals ließ. Da er wegen Mangel an Arbeit noch nicht ein wendige Streikpostenstehen gilt natürlich auch in Mag de= getrauten, auf die Nothwendigkeit einer solchen Kulturerrungenschaft was ja weiter nicht Wunder nehmen kann, als Hinzuweisen, erkannte die Ortsobrigkeit den nüglichen Kern der gestellt werden komite, forderte er jetzt seine Papiere, die ihm burg, Uns wird von dort unter dem 6. Februar mumehr ausgehändigt wurden. M. verklagte dann Göße beim grober Unfug. Forderung an und spendete das verlangte Morgenlicht. Ohne jeg Gewerbegericht und beanspruchte eine Lohnentschädigung. Die geschrieben: Auf den Anklagebänken des Schöffengerichts jaßen liches Sperren wurden dieser Tage, dem jubilirenden Herrn v. Oppen Kammer V sprach ihm 72 M. für 14 Tage zu. Gewerberichter nicht weniger als 48 brave Parteigenossen, alles Angehörige zu Ehren, hundert Mark Steuergroschen aus der Gemeindekasse be- Schallhorn führte begründend aus: Es gehe aus der Verhandlung des Baugewerbes. Sie waren angeklagt, gelegentlich des willigt. hervor, daß der Kläger am 23. Dezember nicht direkt entlassen großen Streits im Juni und Juli v. J. durch Streitposten= Charakterstärke. Aus Nieder Schöneweide berichtet werden sollte, sondern daß der Beklagte sich dessen Arbeitskraft für stehen" groben Unfug verübt zu haben. Als Belastungszeugen man mus: Auch an unserem Orte wollen die Gastwirthe Herrn später sichern wollte. Der Kläger habe hiergegen zunächst nicht traten nicht allein die üblichen uniformirten und geheimen v. Oppen zu feinem Amtsjubiläum feiern. Daß die arbeiterfeind protestirt, sei also damit einverstanden gewesen, wenigstens bis zum Schußleute in großer Anzahl auf, sondern es fand sich auch ein lichen Wirthe solches thun, mag nicht weiter Wunder nehmen; daß 2. Januar. An diesem Tage habe er ausdrücklich die Weiterbeschäftigung leibhaftiger Arbeitswilliger" Namens Westermann in aber auch solche Personen, die seit Jahren Arbeiterversammlungen oder die Aushändigung der Papiere verlangt. Mit der Aushändi dieser Eigenschaft zurecht. Letzterer will sich belästigt und in in ihren Räumen dulden und selbstverständlich von dem jubilirenden gung der Papiere sei darauf die Entlaffung perfett geworden, und feiner persönlichen Sicherheit beschränkt gefühlt haben. Unter Wie weiter berichtet wird, sind die beiden anderen Verunglückten der Zeichner Lüdecke und der Bierfahrer Dürre. Legterer wurde getödtet, während Lüdecke in besorgnißerregendem Zustande in das Oberlin- Krankenhaus geschafft wurde. Soziale Rechtspflege. 3 = wie früher werde". " Für die Weber in Krefeld gingen bei der Berliner Gewerkschafts- Kommission folgende Beiträge ein: 21 . 101 d Ansland. Dermischtes. en Angeklagten befindet sich auch ein alter Großvater, der f. 3. mit feinem Enkelfinde nur deshalb am Bahnhof Buckau spazieren ging, Der Näherinnen. Streik in Kopenhagen hat nun seinen weil das Kindchen sich über Eisenbahnzüge freute. Dieser Groß- Maskenball der Maler, Filiale Berlin 16,40. Tischlerei Rafter, Abschluß gefunden, indem mit den Fabrikanten ein Vergleich ge= vater war gleichfalls von der Polizei fistirt und mit einem Straf Landsbergerstr. 5,65. Buchthauskandidaten der Brauerei Pichels schlossen ist. Die Fabrikanten haben den schon früher vereinbarten befehle beglückt worden. Heute wurde er mit noch sechs Beschuldorf, einschließl. der Monteure, 3. Rate 30,-. Andreas B. durch Breisturant anerkannt, der eine beträchtliche Lohnerhöhung bedeutet; digten freigesprochen, da nicht nachgewiesen werden konnte, daß diese Oskar Knorr 40,- Deutscher Arbeiterverein Vorwärts" in Kopen aber die neuen Preise treten vom 15. Februar in Kraft, nicht, wie Kategorie Streifposten gestanden habe. Gegen acht Genossen hagen 25,- Verband der Handschuhmacher, Ortsverein Berlin 20, die Fabrikanten vorher wollten, vom 1. April. Wo bisher höhere wurde die Verhandlung vertagt, von den übrigen Angeklagten er- Bier Higemacher d. J. 1, Stodfabrit von Eifert u. Lindblad 4,70. Breise gezahlt wurden, bleiben dieselben bestehen. Das waren die hielten die„ Ge ständigen" je 3 M., die Streitenden Einige Glasarbeiter Stralau's bei einer Geburtstagsfeier 5,- Ge- beiden Schwerpunkte! Uebrigens gilt dieser Breisturant nur für je 6 M. und ein anderer 9 M. Geldstrafe. Bei der Urtheils fangverein Schneeglöckchen I", Nixdorf 10,- Lischlerei Wolf u. gewöhnliche Lagersachen, alle Extraarbeit wird höher bezahlt. verkündigung meinte Amtsgerichtsrath Schulz, das Gericht stehe Proce, Königsbergerstr. 8,85. Tischlerei Görlich, Krautstraße 8,- Auch der dänische Schneiderstreit ist durch Vergleich nicht auf dem Standpunkte des Vertheidigers, Herrn Rechtsanwalt Buchdr. Felgentreff, 2. Nate 6,- Morgensprache der Zementirer und beendigt. Es ist von den Arbeitern ein Minimalpreisturant für Landsberg, daß das Koalitionsrecht der Arbeiter durch das Berufsgenossen 2,50. Broncewaaren- Fabrik Schmidt u. Ko. 2,90. Frauenarbeit erreicht, auf dem höhere Preise erzielt find, als dort, Verbot des Streifpoftenstehens illusorisch werde; es gehe Sparverein Glüdauf 2,55. Leipziger Buchbinderei, Aktiengesellschaft, wo man bisher keinen Preisturant hatte; aber wo bisher höhere auch, ohne daß der Streit auf die Straße getragen vorm. G. Fritsche 17. Klempnerei Moriz Schulz 17,65. Geburts Breise bezahlt wurden, ist über die Beibehaltung nichts bestimmt. tagsfeier Rofentreter 8, Schuhwaaren- Fabrit Starl Jacobi, 3. Rate Für die Bügel- und Hilfsgesellen ist auch ein Minimallohn von Am besten geht es, wenigstens für die Interessenten der heute 7,70. Deutsche Warte" 15,65. Arbeiter- Gesangverein Vorwärts I 25 Kronen wöchentlich vereinbart. Bisher wurde verschieden nach noch bestehenden Ordnung", wenn die Arbeiter überhaupt auf die Südost 6,- Blumenstr. 76 8,50. Buchdruckerei Mag Bading, Wert- Belieben bezahlt. Das Großartige an diesem Streit ist, daß der Ausübung des gesetzlichen Rechts verzichten. abtheilung, 7,50. Gesammelt bei Diede, Ackerstr. 123, 2,50. weibliche Verband, der in Kurzem von 150 bis 1280 Mitglieder geAuktion einer Uhrfette, Ackerstr. 123, 3,35. Lefe und stiegen war, fich glänzend bewährt hat und nicht eine Streitbrecherin Wenn Arbeiter ihre Todten ehren. Ueber ein neues bemerkenswerthes Urtheil des Magdeburger Landgerichts wird uns von dort unter Diskutirklub Johann Jacoby 100,- Holzarbeiter in Weißensee, fich gefunden hat. Königschauffee 39a, 10,50. Jden 1,50. dem 6. Februar berichtet: Der Parteigenosse C. Schulze in Diesdorf Steglitz 3,50. Morgensprache der Ladirer 29. 1. 99 3, Biel gebrochen, an dem 2000 Kutscher betheiligt sind. Die Ausſtändigen Geburtstagsfeier in In London ist wiederum ein Streit der Droschkentutscher aus ſollte gelegentlich einer Beerdigung auf dem Friedhof bewußte Arbeiter in Treptow 10,75. Tischlerei W. Kimmel, Frank gegen das Vereinsgesez verstoßen haben. Am furterstr. 16, Saal I 15,-. Tischler und Polirer von Huse, Koppen- demonstriren gegen eine Polizeiverordnung, die bestimmt, daß in 23. februar 1898 legte Schulze am Grabe der Genoffin Ludwigstraße 9, 4,60. Hans Jung, Geburtstagsfeier, Gräfeftr. 6, 1,75. einigen sehr frequentirten Straßen teine leeren Droschten fahren einen Kranz nieder und sprach hierbei einige Worte. Diese Rede" fand das Magdeburger Landgericht als gegen§§ 9, 172 des Vereins- Berliner Eisenformer durch den Vertrauensmann D. 100,-. Waffen- dürfen. fabrik Lud. Löwe u. Co., gesammelt bei einer Geburtstagsfeier 2,80. Aus New York wird gemeldet; Unter den Hafenarbeitern gesezes verstoßend und verurtheilte den Angeklagten zu zwei Wochen Verband der Maurer, Bahlstelle Charlottenburg 50,-. Gefangverein und Eisenbahn- Angestellten in Colon( Panama- Landenge) iſt ein Gefängniß! Das war am 31. August Urtheil hob das Reichsgericht auf und verwies die Sache in die erste 35,45( darunter 5,45 gesammelt). Morgenpoft, 2. Rate, 4,40. Vereinigungst und versus 1908 Dieses the" Liebesluit II" Moabit 10,-. Berein der Steinhauer Berlins u. Umg. Ausstand ausgebrochen. Instanz zurüd. Heute erkannte das Landgericht abermals auf eine 35,45( darunter 5,45 gesammelt). Morgenpost, 2. Rate, 4,40. Vereinigung zweiwöchige Gefängnißstrafe. der Schmiede Berlin Nord 20,-. Berliner Beitung, 2. Rate, 7,15. Maurer Berlin's( Ctrl.) d. Panser 1000,- Personal der Buch it no mas Personal der BuchGegen den Droguiften R. Hatte der hiesige Polizeipräsident bruderei H. S. Hermann 62,10. Arbeiter der Firma W. A. Hirsch auf Untersagung des Gewerbebetriebes und auf Entziehung der Er- mann 20,35. Centralverband der Töpfer b. M. 800,-. Cifeleure Aus Brünn wird berichtet: In einer Flachsbrecherei in Neu d. laubniß zum Gifthandel geklagt, indem er geltend machte, der Be- E. H., 4. Nate 1,75. Buchdruckerei Krebs, 2. Mate, 4.- Mechanische städtel brach Feuer aus, wobei ein Arbeiter verbrannte und fünf flagte hätte durch die Handhabung seines Betriebes das Leben und Werkstatt Auerbach, Saal 3 Treppen 12,70. Saal parterre 9,60. Personen lebensgefährlich verletzt wurden. die Gesundheit von Menschen gefährdet. Diese Behauptung begründete Tischlerei O. Wanderer, Strautstr., Gewerbehof, 7,-Gesammelt Abermals ein Grubenunglück. Im Theresienschachte in der Kläger damit, daß St. wiederholt wegen Vergehens gegen die bei dem Richtefeft von den Zimmerern, Samariterſtr. 1,60. Buch- Polnisch- Oſtrau hat Dienstag Morgen eine Explosion stattgefunden, Akademiker 4,-. Gejangverein durch welche zwei Arbeiter getödtet und fünf verlegt wurden. Die worden sei und daß er sich auch oft gegen die Vorschriften über den„ Wiederhall", Admiralstr. 21, 5, Stereotypeure Berlins durch Ursache der Explosion ist noch unbekannt. Umgang mit Giften vergangen habe. Besonders auf einen Werlitz 50,-. Organisirte Buchbinder Berlin's 100,-. Central- Ursache Fall Tegte der Polizeipräsident großes Gewicht. Eine verband der Maurer, Zahlstelle Köpenick 50,-. Rauchklub„ Sumatra" Einem Telegramm aus Pretoria zufolge ist in Middelburg 62 jährige Dame, die von N. ein Bandwurmmittel be- S. O., Mitgl. d. Arb.- Raucherbundes 5,- Verband d. Bauarbeiter, ein Fall von Beulenpest vorgekommen. Der Krante ist ein zogen hatte, war im Verlauf der damit bewirkten Kur Bahlstelle Berlin 4, 5,-. Verband der Möbelpolirer Berlins und Indier, der kürzlich von Bombay angekommen ist. verstorben. Das Mittel gehörte zu denen, die mur in Apotheken umgegend, 2. Nate, 50,- Chemikus 10,-. Ein junges Hühnchen Ein heftiger Wirbelwind hat Madagaskar heimgesucht. feilgehalten werden dürfen. Für die verbotswidrige Abgabe des 3,- Bechvogel, Streligerstraße 3,50. Möbelfabrik von Equiz, 4. Rate Die neuen Gebäude der Residenz sind eingestürzt, die Verbindung Mittels ist der Beklagte auch bestraft worden, dagegen wurde das 11,25. Reinickendorferstraße d. G. F. 5, Mälzer des Böhmischen Die neuen Gebäude der Residenz sind eingestürzt, die Verbindung 5,-. Strafverfahren wieder eingestellt, das gegen R. wegen fahrlässiger Brauhauses, 2. Rate 5,55. Arbeiter- Gefangverein in Aschers- zwischen der Küste und Tananarivo ist unterbrochen. Der MaterialTödtung eingeleitet worden war. Die Sachverständigen Physikus leben durch Gr. 12,-. Gesammelt bei Stramm d. Glaser, schaden ist beträchtlich. Störmer und Medizinalrath Long hatten begutachtet, daß das Ein- sparsame Brüder und einem Schwarzen 2,40. Verband der Indisches Soldatenleben. Die Truppen der Garnison von nehmen des Bandwurmmittels den Tod der alten gebrechlichen Dame Bau-, Erd- und Hilfsarheiter, Zahlstelle Charlottenburg 25,- Edwardefabad geriethen, wie aus altutta berichtet wird, in Höchstens beschleunigt, ihn nicht aber direkt verursacht habe. Der Statklub Herzen- Aß 5,-. Berliner Wagenbauer, Westen d. Labinski einen Stampf mit einer Anzahl von Räubern, von denen sieben ge Bezirksausschuß entzog dem Beklagten die Erlaubniß zum Gifthandel 25,-. Puzer Berlins und Umgegend 200,-. Aus der" Urania" fangen genommen wurden. Von den britischen Soldaten wurden und wies die Klage des Polizeipräsidenten insoweit ab, als dadurch d. H. 5,- Diskutirklub" Emanzipation" 5,-. Verband deutscher sechs getödtet, vierzehn verwundet. Dem Vorfall wird keine politische bezweckt wurde, Herrn N. den Gewerbebetrieb überhaupt zu unter- Barbiere, Friseure und Verrückenmacher, Zweigverein Berlin 10, Bedeutung beigemessen. fagen. Das Gericht nahm an, daß dem Beklagten eine Gefährdung Assenbrüder, Möckernstraße, 2. Nate, 10,- Gesammelt d. P. H. Studien an der Handschrift eines altgriechischen Dichters von Leben und Gesundheit im Sinne des§ 35 der Gewerbe-( darunter v. Th. L. 3,) 10,-. Statklub Null- Ramsch 10,-. Ordmung nicht vorzuwerfen sei. Das Ober- Verwaltungsgericht Tischler von J. C. Pfaff, Saal I, 2. Rate, 7,75. Tischler und können Graphologen in dem neuesten" Sigungsberichte der Akademie bestätigte dies Urtheil. Polirer der Firma M. Barth, 2. Nate, 11,45. Döricht 9,85. Metall- der Wissenschaften" machen. Profeffor Hermann Diels bespricht in Die polizeiwidrige Knallschuur. Eine famose Polizeiverord- arbeiter der Firma Bolzani, 2. Rate, 38,90. Lehmann 8,-. Gummi- dem Hefte die neu erworbenen Wachstafeln, die aus Egypten Griefert ſtammen und etwa in der Weise der modernen Schiefertafelnotiz mmg besigt Frankfurt a. M. Nachdem schon in den 70er Jahren durch Arbeiter von V. W. 2. Stockfabrik v. A. Wendt 10, bücher gearbeitet sind. Ihre Größe ist 24 zu 10 cm, ihre Dice je eine Polizeiverordnung den Kutschern das Peitschenknallen verboten 4 Zentralverband der Konditoren, Filiale Berlin, 23,05. worden ist, wurde im vorigen Jahre eine neue Verordnung geschaffen, Kolumbusaufführung am 25. Dezember 1898 30,- Gesangverein 1,5 cm, und die beiden auf einander gelegten Holztafeln, die innen und außen mit schwärzlichem Wachs bestrichen sind, waren ursprünglich Hilfsarbeiter der Buchdruckerei von wonach die Führer von Wagen, die nicht der Beförderung von Bersonen Oberon" 5,-... 1,20. dienen, nicht mal eine knallschnur an der Peitsche bei sich führen M. Bading, Beitungsabtheilung, 10,-. Bentralverband der Tapezirer, durch einen Bügel und drei Fäden, zu denen noch die Durchziehlocher vorhanden sind, verbunden. Außen ist das als Grund für die ein Ein Tintenfuli, Annendürfen. Auf Grund dieser Bestimmung wurden eine ganze Anzahl Kutscher Filiale Berlin- Süd d. Pläschte 20,-. gerigten Buchstaben aufgestrichene Wachs dünner aufgetragen als bestraft. Einer der Angeklagten hatte bei der polizeilichen Feststellung straße, 3,-. auf den Junenseiten, die das Bruchstüd eines elegischen Gedichtes, die Peitsche mit der Knallschmur nicht einmal in der Hand. Das Weitere Beiträge nimmt im Berliner Gewerkschaftsbureau Rud. 25 Versreihen, enthalten. Nach dem aus anderen Wachstafeln über Landgericht, als Berufungsinstanz, sprach die Leute, die Millarg, Annenstr. 16, I entgegen. Geöffnet Wochentags von lieferten Schriftmaterial hat man es hier, wie Profeffor Diels nach wohl eine knallschmur an der Peitsche hatten, nicht aber 9-1 und 6-8 Uhr. weist, mit dem Konzept eines Gedichtes zu thun, an welchem beim Knallen betroffen worden waren, mit der Begründung Deutsches Reich. Pofeidippos aus Theben mit vieler Mühe daher viele Aus frei, daß das fragliche Verbot rechtsungiltig sei. Die hierFlensburger Straffammer ver- streichungen und Korrekturen Der Verfaffer bers Streifvergehen. Die gearbeitet hat. gegen eingelegte Revision hat jetzt das Kammergericht zurückgewiesen, urtheilte am 3. Februar den Tischler J. zu sechs Wochen wegen Be- ichmäht nicht allerlei Anlehnungen, mitunter sogar wenig geschmadindem es ausführte: Das Mitführen von knallschnüren gehung groben Unfugs und zu einem Monat Gefängniß wegen volle, an bekannte Stellen erster Poeten und Schriftsteller, so an am Peitschenstiel sei an sich nicht geeignet, die öffentliche Beamtenbeleidigung. J. hatte einige Arbeitswillige" auf dem Aristophanes, Sophokles, Herodot und andere mehr. Es handelt sich Ruhe und Ordnung zu stören, es könne deshalb auf Grund des Bahnhofe empfangen und war mit dem Trupp ein Stück Weges um den Gedanken, daß der Dichter sein trauriges 2003 im Alter beklagt Polizeiverwaltungs- Gesezes nicht verboten werden. Etwas anderes gegangen. Hierbei fam es zu Differenzen mit dem Beamten und und den Wunsch nach einem guten Orakel empfindet, dazu die realiſtiſche sei es mit dem Knallen. Dies zu verbieten, sei rechtlich soll J. diesem dabei die Bezeichnung Bauer" zugerufen haben. Sehnsucht auf Leckerbissen ein Theil dieser Stelle ist mit dem zulässig. In Schkeudizz wurden zwei Maurer zu zwei und fünf Griffel durchstrichen, doch scheint die Rettung nahe zu sein, und Die Mutter des einstigen Märchen", Frau Auguste Monaten Gefängniß verurtheilt, weil sie bei dem letzten Maurer- so soll niemand ihn bemitleiden, denn er hofft es noch zu erleben, Rother, geb. Janke, die vor einiger Zeit wegen schwerer Stuppelei streit in Leipzig einige Berufskollegen, die weiter arbeiteten, be- daß er gesegnet mit allen Gaben des Glückes im Alter von hinnen in Haft genommen worden ist, wird sich am 13. d. M. vor der schimpften, u. A. die Bezeichnung Streifbrecher gebrauchten. scheidet. Diese Wachstafeln sind, soweit es bekannt ist, ein Unitum, fiebenten Straffammer wegen dieses Verbrechens zu verantworten Der Streik in der Zigarrenfabrik von Bardenwerper u. Jüling eine redende Reliquie aus der alten Welt, da hier zum ersten Male haben. Frau Rother wird beschuldigt, in den letzten zehn Jahren in Braunschweig, über ben wir bereits furz berichteten, hat folgende eine eigenhändige Niederschrift eines antiken Schriftstellers deffen ihre verschiedenen Wohnungen zur Stätte unfittlichen Treibens ihrer Ursache. Am Sonnabend Abend bei der Lohnzahlung wurde den poetisches Ingenium allerdings ziemlich mäßig ist zum Vorschein zweiten Tochter Anna hergegeben zu haben. Die Vertheidigung der 52 widelmacherinnen ein Abzug von 15 Pfennig pro tausend gekommen ist. Ein Fatsimile der beiden interessanten Tafeln ist Angeklagten führen die Rechtsanwälte Dr. Werthauer und Mosse. Wickel von dem schon jetzt so färglichen Lohn angekündigt. Als dem akademischen Hefte beigegeben. Anarchistisches. Zu der gestrigen Mittheilung über die Arbeiterinnen erklärten, den Abzug sich nicht gefallen lassen zu können, Staatsanwaltschaftsattion gegen ein Exemplar von Johann Most's erhielt das gesammte Personal seine Papiere ansgebändigt und als Freiheit" schreibt uns Herr Gustav Landauer: Die gestrige die von den Ausgesperrten gewählte dreigliedrige Kommission den Verhandlung betreffend Einziehung eines Exemplars der Nr. 48 der Geschäftsführer Melcher um Anbahnung von Unterhandlungen an- Bon der„ Nenen Zeit"( Stuttgart, Diet' Verlag) ift soeben das " Freiheit" fand auf Antrag des Staatsanwalts unter Ausschluß ging, antwortete derselbe, daß der Chef, Herr Deter in Breslau, 20. Heft des 17. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt heben wir Friedrich Engels und das Milizsystem der Oeffentlichkeit statt. Die Nummer war nicht, wie die korre- geschrieben habe, man solle die Fabrik vorläufig ganz schließen, um hervor: Treitschke's Vorlesungen. spondenz schreibt, bei einer Haussuchung gefunden worden, sondern das Lager zu räumen. Von dieser Maßregel find 120 Arbeiter und Bon Max Schippel. II. Schippel und der Militarismus. Von K. Kautsky, Materialismus oder Kantianismus. Von G. Plechanow.( Schluß.) mit der Adresse: Herrn Gustav Landauer, Pankow bei Berlin( wo Arbeiterinnen betroffen, die sich nunmehr im Ausstand befinden. Litterarische Rundschau. Notizen: Das Parteiarchiv und seine Ver ich früher wohnte) in Pankow eingegangen und von der dortigend Bostbehörde, die mir sonst diese Sendungen pflichtgemäß nachgesandt welcher aus Grubenbefizern, Aufsichtsräthen 2c. besteht, hat an die( Schluß.) minis Der Verein für bergbauliche Interessen zu Zwickau, wendung. Feuilleton: Aesthetische Streifzüge. Von Franz Mehring. hatte, der Staatsanwaltschaft übergeben worden. In der gestrigen Verhandlung beantragte ich gleich zu Beginn, Schreiben gerichtet:„ An Grubenverwaltungen des Zwickauer Stein- Briefkasten der Redaktion. gemaßregelten Bergarbeiter E. Barth und Genossen folgendes das Gericht möge fich für unzuständig erklären, da ich leugne und fohlenreviers find von Ihnen unterzeichnete Zuſchriften gelangt, nicht der geringste Beweis vorliege, daß dieſe Nummer der" Frei- welche eine Anzahl angeblich von unseren Bergarbeitern gestellte heit" auch in Berlin verbreitet worden sei. Für meinen Wohnort, sowohl Friedrichshagen wie Pankow, sei Forderungen enthalten. Im Auftrage der Steinkohlenwerke des aber das Landgericht II zuständig. Der Herr Staatsanwalt, hiesigen Reviers lehnen wir es ab, mit Ihnen über den Inhalt dieser Zuschriften zu verhandeln, da die hiesigen Belegschaften durch sichtlich verblüfft über diesen Einwand, erwiderte, die Nummer habe aber doch jedenfalls auf ihrem Wege von gesetzlich geordnete Organe etwaige Wünsche an ihre Werks- In New York nach Pankow auch Berlin pafsirt! worauf ich erwiderte, verwaltungen bringen können und es keinesfalls hierbei der Vergerade darum habe ich meinen Einwand gemacht, damit der schon mittelung außerhalb der Belegschaft stehender Personen bedarf." fehr ambulante Gerichtsstand der Presse nicht noch ambulanter werde. Das wäre noch schöner, wenn jedes Gericht zu ständig wäre, wo der Postwagen mit der Eisenbahn borbeifutschirte! Außerdem seines übrigens noch nicht " " Eingelaufene Druckschriften. Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und Freitags abends von 7 bis 8%, 1hr abgehalten. A. John. 1. Tausend. 2. 1 000 000 000. um 1 B. D. 3. P. S. 2. 1.: Nein. C. 8. B. 100. H. R. M. Eine derartig umfassende Leihbibliothek giebt es nicht. den besseren Berliner Leihbibliotheken finden Sie aber vielleicht einige F. S. 15. Ersuchen Sie im Bureau„ Elettra", Prinzenstraße 55, I, der gesuchten Hauptwerke. Hannover. Diese Antwort befriedigt jedenfalls die Bergleute sehr wenig. Die Prospekt. Dort tönnen Sie überhaupt das Gewünschte erfahren. Krantentaffen- Berichte fönnen wir nur bei besonders bequeme Ausrede der Herren, daß sie nicht mit außerhalb der Belegschaft wichtigen Beschlüssen bringen. 2. G. 1.: Sie. 2.: Ja. 3.: Sie. stehenden Personen unterhandeln wollen, überhebt sie doch nicht der St.. 90. Sie müssen fofort Verpflichtung, der in der stark besuchten öffentlichen Bergarbeiter beim Polizeipräsidium davon Anzeige erstatten( Fundbureau). Versammlung gewählten Kommission Auskunft darüber zu geben, 1.: Nein. 2.: Jst verjährt. 3.: Nein. 4.: Nein. ob sie überhaupt gesonnen sind, Wünsche ihrer Belegschaften in Er- 2.: it damit beantwortet. Bormund kann nicht beſtellt werden, so lange 1.: Kann angefochten werden. 2. Dies kann beantragt werden. wägung zu ziehen und zu Gunsten der Arbeiter etwas zu gewähren. der Bater lebt. 3. und 4. erledigt sich ebenfalls hiermit. Man hat aus Vorsicht außerhalb der Belegschaft stehende Leute ge- p. 2. 78. Ja, aber hinzufügen, daß die Sachen während der Ehe erwählt, weil noch in Arbeit stehende gewöhnlich gemaßregelt werden, worben sind. 2.: Ja. 3.: Hier unbekannt, erfahren Sie vielleicht in der sobald sie sich für ihre Kameraden im Sinne der Verbesserung ihrer Kunstakademie, Unter den Linden. A. W. Nein. 99 9. 1.: Ja. Lage verwenden. Gerechtfertigt ist das Auftreten der Grubenbefizer, 2.: Klage beim Amtsgericht. Wilsnackerstraße. Nächsten Sommer. Ein Wahlfälscher. Die Straffammer ös Iin berurtheilte das schroffe Ablehnen jeder Forderung der Arbeiter keineswegs. den früheren Gemeindevorsteher Weylandt aus Techow im Kreise Wir haben Werke hier, die in 1898 ca. 1 200 000 M. Reingewinn Schivelbein, der als Wahlkommissar bei der letzten Reichstagswahl gemacht, eine halbe Million mehr wie in 1897; schon mit dem liberale Stimmzettel für konservative umgetauscht hatte, wegen 1. Februar ist wieder eine Erhöhung der Kohlenpreise eingetreten, Wahlfälschung nach§ 108 des Reichs Strafgefegbuchs zu die Unternehmer werden noch einige Milliönchen mehr in die Tasche stecken wie im Vorjahre und die Arbeiter werden wie alle Jahre awei Monaten Gefängniß. wieder das Nachsehen haben. einmal bewiesen, daß die Nummer durch Berlin gekommen sei. Das Gericht erkannte meine Einwendungen für durchschlagend an und schloß sich denselben vollständig an, legte auch die Kosten des bisherigen Verfahrens der Staatskasse auf. Also von einer Deck adresse war gar keine Rede, sondern lediglich von meiner eigenen. Gustav Landauer. g Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. " Der Ortsverein der Maschinenbau- und Metallarbeiter Berlin IV beschäftigte sich in seiner legten Versammlung unter Anderem mit dem Ausstand der Seger im Berliner Lokal Anzeiger". Es wurde das Verhalten des Herrn August Scherl aufs Echärffte verurtheilt und sprach die Versammlung den Ausständigen ihre vollste Anerkennung aus. Witterungsübersicht vom 7. Februar 1899, Morgens 8 Uhr. Stationen Barometer stand mm Wind Wiesbaden 756 SO 759S0 758 NM 760 S Bunjpja Die Mißstände im Mannheimer Bäckergewerbe gelangten am 5. Februar in einer Arbeiterversanmmlung in Mannheim Swinemde. 759 SSD zur eingehenden Besprechung und wurde sodann folgende Resolution Hamburg Berlin angenommen: Die Versammlung nimmt Renntniß von den im Bädergewerbe inchen Herrschenden Mißständen und beauftragt das Kartell mit der Wahrung der Nechte der Bäckergehilfen. Dieses soll sich mit der Bäckerinmung zur Abschaffung der Mißstände ins Benehmen segen und je nach Lage der Verhältnisse einer weiteren Versammlung die ferneren Schritte überlaffen." Windstärke Wetter 6bebed Temp. n. C. Stationen Barometer stand mm Winds richtung Windstärke -7 Haparanda 750 Wetter 2bebedt Temp. n. G. 16°.= 4° R.J -11 17937. 2 bebed-5 Petersburg 753 WSM Iwolfent- 17 3 bede7-7 Cort 741 SM 4wolfig 2bebedt 1 Aberdeen 749 SO 6 bedeckt 5 bebeckt 4 Paris 757 S 3 Regen -3 Wien 763 SSO 3beredt Wetter Prognose the Mittwoch, den 8. Februar 1899. Zunächst wärmer, vorwiegend trübe mit geringen Niederschlägen und mäßigen südwestlichen Winden; nachher aufflarend und etwas fälter. Berliner Wetterbureau. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Nr. 33. 16. Jahrgang. 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 8. Februar 1899. Versammlungen. = an der Verwüstungen machen, Jammer, Elend und Noth in unzähligen Schlegel hatte beantragt:" Mitglieder, welche bei Einführung Familien verbreiten, und insbesondere die Frauen und Mütter, der Arbeitslosen- Unterstügung zwei Jahre dem Verband Gattinnen, Bräute, Schwestern und Töchter der auf den Schlachtfeldern gehören, beziehungsweise 104 Wochenbeiträge geleistet haben, Ueber die neue Militärvorlage und das Friedensmanifeft hingeopferten Männerwelt das Herbste Loos bereiten würde. wird die Unterstützung schon nach 26 Wochen gewährt, sofern des Zaren sprach Genosse Bebe I am Montag in einer von der Soll aber die Friedenskonferenz feine Komödie fein, so find auch für diese geit die Beiträge gezahlt find." Der Antragsteller weiblichen Vertrauensperson einberufenen Volksversammlung, die bei die Regierungen verpflichtet, die russische voran, durch Thaten zu zog diesen Antrag zurück, da er sich neuerdings überzeugt habe, daß Keller in der Koppenstraße tagte. Schon lange vor Beginn der beweisen, daß ihre beständigen Versicherungen, den Frieden zu derselbe finanziell nicht durchführbar sei, dagegen begründete er Versammlung war der vollständig gefüllte Saal durch die Polizei wollen, ehrlich gemeint sind. Sie müssen also alles aufbieten, einen anderen Antrag, welcher besagt:„ Mit dem Tage des Inkraft abgesperrt worden. Eine mindestens ebenso große Menschenmenge, um dem unerträglich gewordenen Zustand des bis an die Zähne tretens der Arbeitslosen Unterstügung erfolgt die Regelung des wie im Lofal anwesend war, bewegte sich auf der Straße und fand bewaffneten Friedens ein Ende zu machen, in erster Linie Reisegeldes nach denselben Bedingungen." Um die älteren Mits feinen Einlaß mehr. Wohl hätten noch hunderte von Personen dadurch, daß sie übereinkommen, bet fünftigen internationalen glieder des Verbandes während der Uebergangszeit eher in den auf den Gallerien Plaz nehmen können, das gestattete Streitigkeiten sich einer schiedsrichterlichen Entscheidung der Genuß der Arbeitslosen- Unterstüßung kommen zu lassen, als es nach der überwachende Bolizeileutnant aber nicht, obgleich ihn die Ein- unbetheiligten Staaten zu unterwerfen, ferner durch eine Ab- der Vorlage des Hauptvorstandes der Fall sein würde, beantragt beruferin darum ersuchte. Der Beamte meinte, die Versammlung grenzung der verschiedenen Interessensphären tünftigen Streitfällen ubatsch:" Den Mitgliedern, welche schon länger als ein Jahr fei nur für den Saal, aber nicht auch für die Gallerie angemeldet. möglichst zu begegnen. dem Verbande angehören, ist schon 6 Monate nach Einführung der Bebel, der bei seinem Erscheinen mit lebhaftem Beifall begrüßt Nach Ansicht der Versammlung würde ein resultatloser Verlauf Arbeitslosen- Unterstützung solche zu gewähren. Die Unterstügung wurde, begann feine Rede mit dem Hinweis auf die Thatsache, daß der Friedenskonferenz nur die weitverbreitete Ansicht bestätigen, wird jedem Mitgliede, welches die vorgeschriebene Karrenzzeit innedas Bürgerthum zwar bis zum Anfang der sechsziger Jahre gegen daß die Regierungen und die hinter ihnen stehenden herrschenden gehalten hat, ganz gleich, ob es entlassen worden ist oder freiwillig den Militarismus opponirt habe, weil es in demselben mit Klassen unfähig sind, eine große Kulturaufgabe zu lösen, ein bie Arbeit niedergelegt hat, gewährt. Die Arbeitslosen- Unterſtügung Recht ein Machtmittel der Fürsten und Junker zur Ergebniß, durch das sie selbst ihre Eristenzberechtigung in Frage soll im ersten Jahre 8 m. betragen und von Jahr zu Jahr bis Niederhaltung des Volkes erblickte, daß die bürgerlichen stellen." auf 12 M. steigen." Ferner beantragt Rapp:" Nach Ablauf der Parteien aber, befriedigt durch die Erfolge Preußens in den Kriegen Stürmischer Beifall folgte den Ausführungen Bebel's. Hierauf 52wöchentlichen Starrenzzeit ist für die Höhe der zu gewährenden Unterbon 1864 und 66, den prinzipiellen Widerstand gegen den Milita- nahm Pfarrer Naumann das Wort. Ebenso wie Bebel stimme stüßung bis zum Höchstbetrage von 10 M. pro Woche die gesammte rismus aufgegeben haben. Durch die preußische Heeresreorganisation auch er und zwar als Theologe und Christ dem Kaiser nicht darin feitherige Mitgliedschaftsdauer anzurechnen."- Die Antragsteller sowie durch die Niederlage Frankreichs im Kriege gegen Deutschland bei, daß die Kriege eine Folge ungefühnter Sünde seien. Die gingen von der Annahme aus, daß man den älteren Mitgliedern, feien auch die übrigen europäischen Staaten veranlaßt worden, Ber- natürliche Entwickelung der Kriegstechnik führe von selber dahin, daß welche schon jahrelang ihre Beiträge bezahlt haben, möglichst bald die besserungen in der Organisation und Bewaffnung ihrer Armeen ein- der Menschenschlächterei ein Ende gemacht werde. Die Ent Vortheile der Arbeitslosen- Unterstützung gewähren müsse, und suchten die zuführen, und habe seitdem eine wahre Revolution auf dem Gebiete des widelung dieser Technik dürfe deshalb nicht, mie es der Bar vor- Durchführbarkeit ihrer Anträge rechnungsmäßig zu begründen. Heerwesens in Europa stattgefunden. In seinen weiteren Ausführungen schlage, gehindert werden. Wenn die Friedenstonferenz nichts weiter Nach der Vorlage des Hauptvorstandes soll derjenige teine Untergab der Redner eine eingehende Darstellung von der Entwickelung, erreiche, wie eine Fortführung des der Genfer Konvention zu stüßung erhalten, der durch grobe Selbstverschuldung arbeitslos gedie der Militarismus seit 1871, sowohl hinsichtlich der Heeres- Grunde liegenden Gedankens, so sei das schon ein Erfolg. Schieds- worden ist. Dazu wurde, um Mißdeutungen zu verhindern, der verfassung, wie der Bewaffnung durchgemacht hat. Auf die gegen gerichte feien nicht geeignet, große politische Konflikte zu lösen, solche Bujazz beantragt: Falls die Arbeitslosigkeit durch unehrenhafte wärtige Militärvorlage eingehend, meinte Bebel, daß, wenn diese würden auch in Zukunft Machtfragen bleiben. Im übrigen vertrat Handlungen verschuldet ist, oder der Betreffende den Verband ge angenommen werde, der Reichstag, gar nicht umhin tönne, schon in der Redner seinen bekannten Standpunkt: In der Zeit der Deyn schädigt hat. Seitens der prinzipiellen Gegner der Arbeitslosen den nächsten Jahren neue Militärforderungen zu bewilligen. Be- hauser Rede und des Dresdener Urtheils sei natürlich in der Sozial- Unterstützung wurde der Einwand erhoben, die vorliegenden Anträge zeichnend sei es, daß sogar in konservativen Kreisen, wie es in der demokratie feine Stimmung für die Aussöhnung mit der bürger- feien ebenso undurchführbar, ganze Projett. Rede Levezzow's zum Ausdruck gekommen ist, sich Bedenten gegen lichen Gesellschaft vorhanden, jedoch werde die Sozialdemokratie Eingehen auf das letztere verhinderte der Vorsitzende, da die die fortgesetzte Heeresvermehrung bemerkbar zu machen beginnen. bei ihrem steigenden Wachsthum und dadurch bedingter zunehmender Generalbisfuffion geschlossen sei. Dann machte aus den Reihen der Zwar hätten die Junker ein Interesse an dem Wachsthum der Armee, Verantwortlichkeit auch dem Militarismus gegenüber ihre seitherige Gegner der Ortsverwaltung den Vorwurf, daß sie nicht Gelegenheit weil dadurch die von ihren Angehörigen besetzten Offiziersstellen ver- Haltung ändern müssen. Anfänge dazu sind nach des Redners gegeben habe, in eine Spezialdiskussion des Entwurfes des Hauptmehrt werden, auf der anderen Seite aber fangen die Junker an, Meinung bereits vorhanden in. den Aeußerungen Heine's und neuer- vorstandes einzutreten. Der Vorsißende äther wies den Vors einzusehen, daß sie durch den Militarismus insofern benachtheiligt dings in dem Schippel'schen Aufsatz. wurf zurüd mit der Bemerkung, die Debatte über die vorliegenden werden, als er der Landwirthschaft die besten Arbeitskräfte entzieht. Hierauf erwiderte Bebel unter großem Beifall der Ver- Abänderungsanträge sei eben die Spezialdiskussion. Hierauf er Redner veranschaulichte die enormen Kosten und die ungeheueren sammlung, daß Naumann sich gewaltig täusche, wenn er meine, folgte die Wahl von 27 Delegirten zur Generalversammlung des Opfer an Menschenleben, welche ein zufünftiger Krieg verursachen Schippel nähere fich in der Militärfrage dem Standpunkt Naumann's. Verbandes. Die Wahl wurde mittels Abstimmungslisten bor würde, er führte weiter aus, daß ein solcher eine gänzliche Stockung Hier sei nicht der Ort, auf Schipper's Auslassungen näher einzugenommen. Das Wahlresultat soll am Mittwoch Abend in den von Handel und Verkehr herbeiführen würde, und kam dann auf das gehen, dieselben würden an anderer Stelle beantwortet werden. Ärminhallen festgestellt und bekannt gemacht werden. Friedensmanifest des russischen Kaisers zu sprechen. Nach ein- Wäre Schippel wirklich so weit gegangen, wie Naumann meint, dann Eine Versammlung der Maurer für Rigdorf und Briz gehender Würdigung der Gründe, welche den garen unter Zu- gebe es zwischen Schippel und der Partei keine Gemeinschaft mehr. Ferner stimmung seiner Regierung bestimmt haben, eine Friedenskonferenz rieth Be bel dem Pfarrer Naumann, sich keine Sorge zu machen tagte am 2. Februar. Maurer Dietrich sprach in einem leht einzuberufen, faßte der Redner seine hierauf bezüglichen Ausführungen über die Verantwortung, welche wir hinsichtlich der Landes reichen Vortrag über die Mißstände im Baugewerbe. Redner empfahl in folgender Resolution zusammen: bertheidigung haben; er unterzog die sonstigen Ausführungen Nau den Anwesenden, ihr Augenmerk auf die Unfallverhütungsvorschriften " Die von den lassenbewußten Arbeiterinnen Berlins am mann's einer kritischen Würdigung, wobei er die von Naumann zu richten und über alle Mißstände der Kommission Bericht zu 6. Februar nach Keller's Saal einberufene Volksversammlung be- verkannten Ursachen unserer prinzipiellen Geguerschaft zum heutigen erstatten. Nach einer kurzen Diskussion wurde Grotezki zum trachtet den Vorschlag des russischen Kaisers für Einberufung einer Militärsystem scharf und treffend hervorhob. Delegirten für den Kongreß der Bauarbeiter gewählt und eine Friedenskonferenz der Mächte als eine Rechtfertigung des Wider- Die Versammlung endete mit der einstimmigen Annahme der Resolution angenommen, die empfiehlt, die gegen den Lokal standes, den bisher die Sozialdemokratie aller Länder den an Wahn- Bebel'schen Resolution, einem von der Vorsitzenden Ottilie Anzeiger" eingeleitete Agitation kräftig zu unterstützen. finn grenzenden Rüstungen entgegengesetzt hat. Baader ausgebrachten Hoch auf die Sozialdemokratie und lebhaften, allseitigen Hochrufen auf Bebel. wie das Cin Metallarbeiter- Verband. Bezirksversammlung für Charlottens burg findet am Donnerstag statt. Tagesordnung: Tattit und Biel ber Gewerkschaften. Referent: Schlegel. Korreferent: Friz Bubeil.( Siehe Die Versammlung stimmt dem russischen Kaiser darin zu, daß diese unsinnigen Rüstungen, die allein die Regierungen und die herrschenden Klassen verschulden, die Volkswohlfahrt an der Deutscher Metallarbeiter Verband, Verwaltungs. Inserat.) Landsmannschaft der Schleswig Holsteiner. Heute, Abends Wurzel treffen, die geistigen und physischen Kräfte der Völker in un- ftelle Berlin. Am Sonntag fand in der Brauerei Friedrichshain 81%, uhr Versammlung in G. Feuerstein's Festsälen( Inh.: M. Herzberg) produttiver Weise aufzehren, und statt eine Garantie des Friedens eine sehr start besuchte außerordentliche Generalversammlung statt. Alte Jakobstr. 75. zu sein, schließlich zu der Katastrophe führen, die man vermeiden Bunächst wurden die Anträge diskutirt, welche von Berliner Mit Theater- Verein Helgoland." Sizung heute Abend 9½ Uhr. Bor will", d. h. zu einer Katastrophe, die halb Europa zum Schauplatz gliedern zur Arbeitslosen Unterstügung gestellt worden sind. städtisches Kasino, Ackerstr. 144. Maurer Berlins n. Umgegend! Holzarbeiter Verband. Maurer Berlins n. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß ber Kollege Drechsler Mittwoch, den 8. Febrnar, Abends 8 Uhr: Wir theilen hierdurch mit, dass wir am 1. Februar d. J. unser Bureaux vereinigt haben; dieselben befinden sich, wie bisher das jenige des Rechtsanwalts Dr. Herzfeld, W. Markgrafen- Strasse 62 II Ecke Leipziger Strasse. 1941-1945 Telephon Amt I, No. 7089. Josef Beckert Gr. öffentliche Versammlung Dr. Herzfeld, am Sonntag, den 5. Februar ver: storben ist. Die Beerdigung findet am Mitt woch, den 8. februar, Nachm. 3 Uhr, bon der Leichenhalle des Neuen in den Borussia- Sälen, Ackerstraße 6-7. Tages Ordnung: Rechtsanwalt." Roth, Rechtsanwalt. Arbeiter- Radfahrer Berlins und Umgegend. 1. Sozialpolitischer Vortrag. Referent: Reichstags- Abgeordneter Förster. 2. Diskussion. 3. Die Heute Abend 8% Uhr beim Genoffen Fischer( Moabiter Klub. St. Michael- Kirchhofes( Mariendorf) Taktik für unsere diesjährige Lohnbewegung und die Gestaltung des Sammelwesens. aus statt. Um rege Betheiligung ersucht 77/9 Die Ortsverwaltung. 131/9 Die Kollegen werden dringend ersucht, in dieser Versammlung zu erscheinen. Die Lohnkommission. 3..: Fritz Kater. Sentral- canten. Eterbe- Deutscher Holzarbeiter- Verband. tasse der Tischler u. Dertliche Verwaltung Berlin B. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Drechsler Zahlstelle Berlin. Heute Mittwoch, Abends 8 Uhr: Josef Beckert Vertrauensmänner- Versammlung. am 5. Februar 1899 geftorben ist. Neu eröffnet! Das größte Brot liefert die Bäderei Liegnikerstr. 7-8. 6266 M. Schubert. u. haus), Beuffelstraße 9: Oeffentl. Dersammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Ewald über: Was wollen die Sozial demokraten?" 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zu obiger Versammlung sind vor allem die Genoffen aus sämmtlichen Moabiter und Nixdorfer Vereinen eingeladen. 633b Der Vertrauensmann; Georg Seltenhorn, Ramlerstr. 11. zahlung. Wo speisen Sie? Im Speiſehaus v. Mar areas. Zähne v. 2 Mark event. Theil. Rungestraße 19. part. 800* Olga Jacobson, Juvalidenft. 145 Kräftiger Mittagstisch m. Bier od. Moritzplatz, 2 Treppen rechts. Spezialarzt f.Haut- n.Harnleiden. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4.* ( nfallfachen, Klagen, Eingaben Kaffee 50 Pl. Reichh. Frühſtücs: Dr. Simmel Sans b.Aschinger Abendtisch v. 30 Pf. an. Extrazimmer Die Beerdigung findet heute, ben Weften und Südwesten: bei Zubell, Lindenste. 106. aur Berfügung. Deutscher Metallarbeiter- Verband. 8. Februar, Nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen St. MichaelKirchhofes in Mariendorf aus statt. 181/4 Die Ortsverwaltung. Unterstügungsverein aller in der Hutbranche beschäftigten Arbeiter u. Arbeiterinnen. Verwaltungsstelle Berlin. Maskengarderobe von Otto Runge empfiehlt den Bereinen seine große Putzger, Stegligerstr. 65. Nußbaummöbel, ganze Wirth: schaft, spottbillig, Brinzenfir, 94, III. Liniirer, zuverlässige, auf Leips ziger Maschinen, wollen sich melden bei Riefenstahl, Zumpe& Comp., Ges schäftsbücherfabrit, Holzmarktstr. 67. Tüchtige Schraubendreher werden fofort verlangt Kopischstr. 1. Fantasie- Federn. Geübte Arbeiterinnen finden bauernde und lohnende Beschäftigung im Hause Wilhelm Freystadt, Kommandantenſtr. 80/81 II. Bismarckstr. 74: Donnerstag, 9. Februar, Abends 8½ Uhr, bei Herrn Lehder, Bezirks- Versammlung für Charlottenburg. Tages Ordnung: 1. Tattit und Biele der Gewerkschaften. Referent Friedr. Schlegel. Am Sonntag, den 5. Februar, starb 2. Distusfion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder, Verbandsangelegenheiten unfer Kollege, Hutmacher und Verschiedenes. Bruno Wendler. Bahlreiches Erscheinen ist bringend nothwendig. Die Mitglieder sind gehalten, ihre Zeitung von einer der nachstehenden Zahlstellen selbst abzuholen: Pasche, Potsdamerstr. 44; Lehder, Bismarckstr. 74; hohmuth, Krummeftr. 41; Prestel, Kepler: und Die Beerdigung findet Donnerstag, Osnabrüderstraße- Ede. Ebendaselbst sind auch die Beiträge zu entrichten. ben 9. Februar, Nachmittags 4 Uhr, 110/10 von der Leichenhalle der Friedens Gemeinde in Nieder Schönhausen F ftatt. 86/2 Der Vorstand. Todes- Anzeige. Am 5. Februar, Abends 8 Uhr, berstarb unser Kollege Bruno Wendeler. Wir werden demselben ein allzeit ehrendes Andenken bewahren. Die Beerdigung findet am Donners Die Ortsverwaltung. Reinickendorf. Gr. Frankfurterstr. 75, Amt VII, 4075 Auswahl in Kostümen in jed. Preislage. Gr. Lager von Karneval- Aufzügen. Hoffmannfianos 624b] Schankgeschäft sofort zu verkaufen Quitowstr. 131. Küche, Kammer, 2 große Zimmer, Klos. z. 1. April, Gartenhaus. Neubau Michaelkirchstr. 27-28. 6306 qm.. 1. April. Neubau Helle Werkstatt, 60 m. part. z. 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Sahlberechtigt und wählbar find nur diejenigen Kaffenmitglieder, welche großjährig und im Besize der bürger lichen Ehrenrechte sind. Die Kaffenmitglieder werden ersucht, the Quittungsbuch als Legitimation mitzubringen. Das Wahlergebniß wird im Kaffen: Iotale bekannt gemacht. Die gewählten Vertreter werben außerdem von ihrer Wahl benach richtigt. Es wird gebeten, recht pünktlich zu erscheinen, da die Gröffnung des Wahlaftes pünktlich zu der angesetzten Beit erfolgt, und nach Abgabe der Stimmen der beim Beginn des Wahla.tes anwesenden Wahlberechtigten sofort ber [ 635b Wahlakt geschlossen wird. Der Vorstand. B. Astor, Vorsitzender. Moabiter Gesellschaftshaus, Alt- Moabit 80-81. ho Jeden Sonntag: Ball. Anfang 4 Uhr. pa Jeben Mittwoch: Hippel's Stettiner Gesellschaft. Anfang 8 Uhr. Passe- partouts haben Giltigkeit. C. Peters. W. Noack's Theater Brunnenstr. 16. Circus Renz- Riesen- Tunnel. Gediegene Gesellschaft. Jeben Sonntag, Dienstag und Direttion: J. M. Hütt. 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Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin.