Einzelpreis 70 heller. Revaltion and Verwaltung. Brag, U., Nefazanie 1& Telephone. Lages rebattios. 286795, 31469. Rechtredattion: 26792 Doftichedamt: 57544 Inserate werden laut Zarif billigft berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Breisnachlaß. 10. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowatischen Republit. Kabinett Steeg heute vor der Kammer. Paris, 17. Dezember.( Eigenbericht.) Seit zwei Tagen arbeitet das Kabinett Steeg an der Fertigstellung der Regierungserflärung, mit der es sich morgen dent Parlament vorstellen wird. Ueber den Inhalt verlautet bisher lediglich, daß sie je hr turs gehalten sein und sich in der Hauptsache mit den im Vordergrund der parlamentarischen Arbeit stehenden Finanzfragen beschäftigen wird. Sie wird vor allem die Notwendigkeit der schnellen Erledigung des Budgets, der Börjen reform und des Schutzes der Sparer joavie der Genehmigung des Milliardenprojektes für die Hebung der Wirtschaft betonen. Der eigentliche innerpolitische Teil der Regierungserklärung soll erst morgen in einem neuen Ministerrat feft gelegt werden. In der Außenpolitik ist die Beibehaltung Briands Gewähr, daß keine Aen derungen beabsichtigt sind. Donnerstag, 18. Dezember 1930 ,, Schlagt die Gozialfafciften, wo ihr sie trefft!" Wie die Kommunisten den Kampf um die Genossenschaft führen. " 1 Bezugs Bedingungen: Bel Juftellung ins Haus oder bel Bezug durch die Veft: monatlich sierteljährlich Ke 16.halbjährig ganzjahelg 48.4 98. 192.Rädstellung von Manutripten erfolgt nur bei Ein fendung der Retourmarten Erscheint mit Ausnahme bes Montag täglich früh Nr. 296. Die Dompteurkünste des Fascismus. Locarno, ben 14. Dezember 1930. Der Fascismus baut alle Löhne und GeWir sahen uns in der letzten Zeit öfter ge- der Stärke der Kommunisten nicht gar weit hälter ab, angeblich als Umstellung der Wirt zwungen, zu der Wühl- und Hezarbeit der Kom her ift. schaft auf den wirklichen Lirawert, der sich) munisten innerhalb der Genossenschaftsbewe- Am vergangenen Samstag sollte die Mit seit der Konsolidierung im Verhältnis von gung, die letzten Endes- wie die Parple vom gliederversammlung der Genossenschaft 4: 1, als ein Viertel des Wertes vor dem Boykott der Gec- Produkte beweist auf deren in G.a blon; stattfinden. Der Saal war schon Striege, ausdrücken soll. Daß sich in dreieinZerschlagung hinzielt, Stellung zu nehmen. Der von Sozialdemokraten und oppositionellen Stom- halb Jahren der Konsolidierung der„, wirkBerd dieser kommunistischen Bestrebungen ist der munisten besetzt, als die Richtiglinierten" mit liche Wert" einer Valuta nicht automatisch se on jum verein Vorwärts" in Rei ihrem Aufgebot, das aus all den umliegenden durchgesetzt hat, ist befremdend. Noch rätselchenberg. Dieser stand lange Jahre unter Orten zusammengezogen worden war, anmarkommunistischer Führung. Die Leitung des Kon schierten. Diesen als Raufern bekannten Leuten, hafter ist es aber, daß die fascistische Regiesumvereins bemühte sich immer mehr, den kon die gar nicht Mitglieder der Genossenschaft sind, rung durch die ungeheure Verkürzung aller fumverein zum Vorspann ihrer Parteipolitik ju wurde natürlich der Zutritt verwehrt. Es tam Arbeitseinkommen eine Linderung der Wirtmachen; die Veranstaltungen der Genossenschaft darauf zu stürmischen Szenen, wobei die schaftsfrise erwartet. Das Einzige, was weder wurden als Veranstaltungen der kommunisti- Saaltüre in Trümmer ging. Als alle Versuche, befremdend noch rätselhaft ist und worauf sich schen Partei betrachtet und zur schamlosesten die wüst schreienden Bolschewiken zu beruhigen, der Fascismus trotzdem so ungeheuer viel zu Setze gegen die Sozialdemokraten benüßt. Die erfolglos verliefen, verließen die Bertreter der gute tut, ist die Tatsache, daß das Regime die Bersammlungsverbot in Magdeburg. Bedürfnisse der Genossenschaft kamen für die Genossenschaftsleitung und die Genossenschafter heutige irrsinnige Lohnverkürzung durchzuLeitung erst in zweiter Linie in Betracht. Die das Lokal. Genosse ladit ging gemeinsam Berlin, 17. Dezember.( Eigenbericht.) Für fommunistische Partei betrachtete schließlich den mit einigen anderen Genossen heimzu. In der führen imſtande ist. Seht einmal, was ich morgen hatten in Magdeburg fast alle politischen Stonsumverein als ihre Geldquelle und Roseggerstraße verabschiedete er sich von den kann! ruft es in der Pose des Dompteurs Parteien große Kundgebungen und Umzüge schöpfte unbedenklich hievon. Diese rein partei- Genossen und ging allein weiter. geplant. Hitler sollte in einer nationalsozialistischen Versammlung sprechen. Als das politische Einstellung der Funktionäre brachte den Konjumverein Vorwärts" naturgemäß in Reichsbanner erklärte, sich an der Diskussion bewirtschaftliche Schwierigkeiten, so daß es schließ teiligen zu wollen, beschloß die Magdeburger lich doch zu einer Umstellung in der Leitung Zentrale der Nationalsozialisten, eine Dis fussion nicht zuzulassen. Daraufhin fündigte das Reichsbanner für denselben Abend Gegendemonstrationen an. Auch die tommunistische Partet hatte zu Umzügen und zu einer großen Kundgebung aufgefordert. Da die Situation fich immer mehr zuspitzte, hat der Polizeipräsident von Magdeburg jämtliche Ber jammlungen und Umzüge verboten, und zwar jammlungen und Umzüge verboten, und zwar bis einschließlich 5. Jänner. Blutige Politit. Bonn, 17. Dezember. Heute in den erſten Morgenstunden kam es in der Altstadt zu 3u sammenstößen und Schießereien. Ein Trupp Nationalsozialisten wurde von politischen Gegnern beschossen. Hiebei erhielt ein Nationalsozialist einen Leberschuß, ein zweiter einen leichten Armschuh. In demselben Biertel wurden zwei Studenten von drei Männtern überfallen, wobei ein Student einen Stich in den Unterleib erhielt. 串 ガ tommen mußte. Die jetzige Leitung hatte nun fobiel Verantwortungsgefühl, diesen partéipolitischen Bestrebungen entgegenzutreten, wodurch die kommunistische Hezze gegen den Konsumberein ausgelöst wurde. Es war ein langer Kampf, in dem die Kommunisten auch nicht vor den verantwortungslosesten dem Auslande zu. Den Beamten hat man ihre Gehälter An der Kreuzung Rehgrundgasse Buchen gasse wurde er von vier Kommunisten über vom 1. Dezember an um 12 Prozent gefürzt, fallen. Sie entriffen ihm den Stock und schlu- den Industriearbeitern um 8 Prozent, den gen dann den wehrlos Gemachten nieder. Landarbeitern um 10 bis 25 Prozent, den Hladik wurde, auf dem Boden liegend, mit Sirten- jenen Parias, die abseits von jeder Fußtritten bedacht, der Stod wurde menschlichen Gemeinschaft mit dem Vieh auf anjeinem Körper zerschlagen. Nur den Weiden der Latifundien leben- um 20 der kräftigen Konstitution des Genossen Hladit Prozent und hat diese Verkürzung rückwirkend ist es zu danken, daß der feige Ueberfall wahr gemacht bis zum 1. Oftober. Das alles unge scheinlich ohne besondere gesundheitliche Fol- achtet der Tarifverträge, die von gesetzesgen bleiben wird. Berleumdungen und Angriffen gegen die jeßige Geschäftsleitung, der es gelang, eine aftive Geschäftsgebarung zu er wegen rechtsverbindlich sind, alles im HandDieser Vorfall beweist augenscheinlich den umdrehen, ohne die Arbeiter zu befragen. Die zielen, zurüdzuschreden. Ein Säufer streit ideologischen Niedergang der kommunistischen Funktionäre der Arbeiterfyndikate find voit und Personalstreit sollte der Genossen Bewegung. Den Gegner einfach niederzuschlagen, den zwischen Regierung und Unternehmern schaft den Garaus machen. Aus all dem ist wenn man ihm nicht mehr anders beikommen aber nichts geworden, ein Beweis, daß kann, das ist die Kampfesweise verzweifelter, bereinbarten Lohnkürzungen unterrichtet wor der kommunistische Einfluß noch lange nicht so irritierter Leute, die nicht wissen, was sie eigent den, haben sie im Namen ihrer„ Organisier start ist, wie es den Anschein hatte. Der Kampf lich wollen. Und diese Leute wollen vom Auf- ten" bewilligt und sind dann mit den Funkum den Konsumverein Vorwärts" wird nun bau des Sozialismus reden! Es wäre ein Unheil tionären der Unternehmerverbände gemeinsam lezten Endes in den von der Genossenschaftslei- um den Sozialismus, wenn diesen Leuten eine zu Mussolini gegangen, um ihm die ,, begeieinberufenen Mitgliederversammlungen größere Bedeutung als die verblendeter Sekterier sterte Disziplin der Arbeiter" zu melden. Un ausgefochten. Auch da zeigt es sich, daß es mit zukäme. ter diesem Zeremoniell vollziehen sich im fascistischen Italien die Lohnkürzungen. Der Fascismus nennt das eine forporative Tat". Und er äußert eine Mohrenfreude darüber, daß alles jo glatt gegangen ist. tung " 1 Meuterei in der spanischen Marine. Zahlreiche Mehrere Flotteneinheiten zu den Revolutionären übergegangen. Baris, 17. Dezember. ,, New York Herald" Standrecht verhängt worden. Es konnte aber gar nicht anders, gehen. Aachen, 16. Dezember.( Eig. Drahtb.) In meldet aus Gibraltar, daß in der spanischen Verhaftungen wurden vorgenommen. Die Arbeiter fonnten, ebensowenig, wie die Stollberg tat ein Besucher einer fom mu- Marine eine Meuterei ausgebrochen sein soll. Staatsbeamten sagen, daß sie von Lohnfür nistischen Versammlung während der Man behaupte, daß die Marine die revolutionäre Elf Gewerkschaftsführer verhaftet. zungen nichts wissen wollten. Nach dem, was Rede des Versammlungsleiters die Aeußerung: Bewegung unterstüße. Private aus Madrid erParis, 17. Dezember. Die Lage in Bar sie wollten, hat sie fein Mensch gefragt, Das ist mir doch zuviel, da sind die Hitler- Leute haltene Nachrichten dementierten diese Gerüchte celona ist nach einer Havas- Meldung verhält brauchte auch feiner zu fragen, denn es war boch beffer." Sofort erhielt der Mann einen nicht. Es sei festgestellt worden, daß mehrere nismäßig ruhig. Truppen haben die wichtigsten von vornherein klar, daß Leute, die teils diesStich in den Unterleib, an deffen Folgen Flotteneinheiten in Cadiz und Valencia Punkte der Bannmeile besetzt. Die Militärbehör- feits teils jenseits des Randes der Rot leben, ez in der Nacht erlegen ist. Der Messerstecher zu den Revolutionären übergegangen den haben die Geschäftsräume der fatalanischen jede Berringerung ihrer Einnahmen ableh In Düsseldorf wurde am Dienstag abend von Beamten der politischen Polizei der Kommu nist Hans Centarra, der Mörder des in Sagen vom Rade gerissenen und erdolchten Nationalsozialisten Sanders vers murde verhaftet. haftet. Lloyd George scharf gegen die Ronservativen. icien. Fremdenlegionäre und marokkanische Truppen in Madrid. Baris, 17. Dezember. Aus Madrid wird berichtet, daß ein Bataillon spanischer Fremden- unterbrochen. Tegionäre und eine Abteilung marokkanischer Zivilgarde vorgestern abends in Algeciras gelanDie Flucht nach Bortugal. National- republikanischen Bartei Accion Catalana ten mußten. Da man also etwas über sie be schließen lassen. Elf Gewerkschaftsführer, die zum schloß, ohne sie zu Worte fommen zu lassen, Streit aufforderten, sind festgenommen worden. Da feine Zeitung ihren Einspruch aufgenom Die telephonischen Verbindungen mit dem übrigen Spanien find seit 24 Stunden men hätte, ihnen die Syndikate teine Mög lichkeit boten, sich zu äußern, da auf Fernbleiben von der Arbeit Gefängnis und Zuchthaus steht, mußte alles reibungslos verlaufen. det und nach Madrid befördert wurden. Weitere Paris, 17. Dezember. Havas berichtet aus Nur ist dieser Verlauf weder ein Beweis von Abteilungen würden erwartet. Die regulären Lissabon, daß ein fünftes spanisches Macht noch schafft er eine Situation, die die London, 17. Dezember.( Reuter.) In der Regimenter sollen über die Ankunft der marot- Flugzeug mit einem Artilleriehaupt- Macht des Fascismus erhöhte. Im Gegenteil. Debatte über die Arbeitslosigkeit im Unterhause fanischen Truppen, die doppelten Sold erhalten, mann, der an der Aufstandsbewegung beteiligt Zum forporativen Bluff gehört auch die wurde Lloyd George, als er gerade die Regierung unzufrieden sein. In Algeciras ist das war, auf portugiesischem Boden gelandet ist. Frum die Partei Lloyd Georges die gegen Ministerpräsident Udržal zur politischen Kombination. Es ist ein Zeichen gesunder Ent jarf fritisierte, von einem Abgeordneten gefragt, wartige Regierung nicht stürze. Lloyd George erwiderte: Da ich keine Perspektive der Bejjerung der Verhältnisse jehe, wenn dies geschähe. Preisschlacht". Durch moralischen Druck will die Breise herabzusetzen. Dabei handelt es der Fascismus alle Detailtaufleute nötigen, Lage. wicklung, daß jedes der Elemente innerhalb der Regierung nach Kräften bemüht ist, seinen Ein- sich um nackten behördlichen Druck, der nur Ministerpräsident Udržal hatte für gestern fluß geltend zu machen. jcheinbar irgend etwas mit Beschlüssen der Die Führer der Konservativen sind eben dieselben die politischen Redakteure der Prager Blätter zu Der Ministerpräsident sprach auch über die Syndikate des Handels zu tun hat. Es wird Männer, die während ganzer 4½ Jahre nicht sich eingeladen und besprach dabei ein Exposé, gegenwärtigen Wirtschaftsprobleme, wobei er das nämlich auch hier den Syndikaten von der einmal versucht haben, die Reformen, an die sie die gegenwärtige politische Lage, worüber er aufeinanderangewiesensein von Bauern und Ar- Regierung vorgeschrieben: soviel soll das glauben, zu verwirklichen. Nichts in der Ber unter anderem sagte: beitern nachdrücklichst betonte. Was den ungari gangenheit dieser Herren fönnte die Liberalen Die Koalition iſt infolge ihrer vielfältigen schen Handelsvertrag betrifft, will und muß die Brot, soviel der Reis, soviel die Teigwaren rechtfertigen, wenn Sie die Arbeiterregierung Bestandteile ein großer Wagen, der nicht überall Regierung verhandeln. usw. kosten. Dann beschließen die Syndikate stürzen würden, um dadurch den Konservativen durchfahren fann und der ein großes Tor braucht. In der Debatte, die sich über die Aus diese Höchstpreise und überwachen alle Läden; Das Tempo ist zwar manchmal langsam, aber führungen des Ministerpräsidenten entspann, wer die Preise nicht einhält, den zeigen sie der das Ergebnis langer aufreibender Beratungen. verwies ein sozialdemokratischer Redner da Präfeftur an, und diese läßt den Laden schlieDie Regierung besteht aus acht Bestandteilen, der Ministerpräsident die Behauptung aufgestellt gen- zeitweilig oder für immer. Also bejeder Teil kann nur mitregieren, niemand kann hatte, es sei bei der Durchführung der Volksbördliche Festsetzung und Durchsetzung von New Yort, 17. Dezember. Associated Brez allein regieren. Anders als durch Beratungen zählung den Deutschen tein Unrecht geschehen, meldet aus Merito: Aus Guatemala find Funk und Vereinbarungen kann man nicht vortvärts- auf die zahlreichen konkreten Fälle hin, die eine Höchstpreisen, auf dem Umweg über die Synmeldungen eingetroffen, denen zufolge bort kommen. Es ist niemand zu hundert Prozent Verlegung der staatsgefeßlich verbürgten Gleich difate. Das Gleiche gilt für die Wohnungsgestern eine bewaffnete Erhebung ausgebrochen mit den Ergebnissen diefer Regierung zufrieden, berechtigung der Nationen und der Weisungen und Ladenmieten. Wir sind wieder mitten in ft. In den Straßen der Stadt ist es zu aber niemand will die Teilnahme leicht aufgeben, des Innenministeriums durch die untergeord. den Zeiten der Zwangsmieten und Höchst niemand denkt augenblicklich an eine andere neben Behörden bedeuten. preise, und die Börse quittiert für diese TatFeuergefechten gefommen. zur Herrschaft zu verhelfen. Wu'stand in Guatemala. Seite 2. Donnerstag, 18. Dezember 1930. Nr. 296. Die Rationalisierung eine der Hauptquellen der Krise. Genosse Beutel sache durch Rückgang aller Immobilienwerte| Zoll bezahlt. Trotzdem ist die Landwirtschaft| Groce aufgefordert. Die Miliz nimmt auch zwei junge Doktoren der Landwirtschaft, und der meisten andern Aktien. Alle auspo- in solcher Lage, daß ihre Vertreter erklären, Verhaftungen in den Zügen vor. So wurden Manlio Rossi Doria und Sereni faunten Preisherabsetzungen können aber nicht selbst 25 Prozent Lohnabbau wäre für ihre auf der Strecke Mailand- Chiasso unlängst wegen Verbreitung illegaler Literatur und verhindern, daß der Konsum der ganzen werk- wirtschaftliche Depression zu wenig. Und die sechs Personen verhaftet. Besonders wider- Zugehörigkeit zur kommunistischen Partei zu tätigen Bevölkerung jetzt noch weiter sinken Staatsfinanzen weisen in den ersten vier wärtig ist es, daß während der offiziellen fünfzehn Jahren sage und schreibe wird, weil die Leute nicht mehr kaufen kön- Monaten des Budgetjahres ein Defizit von Verbrüderung zwischen Fascismus und So- fünfzehn Jahren Zuchthaus verurteilt. nen. Dadurch und durch die ihnen aufge- 729 Millionen auf, obwohl sie in dieser Zeit wjets, während die fascistische Presse mit Alles in Allem fann man sagen, daß der zwungenen Höchstpreise werden noch mehr gegenüber dem Vorjahr 191 Millionen mehr offenkundiger Sympathie alle Einzelheiten Fascismus durch die seit Ende Oktober betriefleine Kaufleute bankrott machen. Je mehr aus dem Weizenzoll eingenommen haben. Und des Moskauer Prozesses wiedergibt, die italie- bene Politik der wirtschaftlichen Kurpfusche die innere Kaufkraft brachgelegt wird, umso das Defizit wächst, obwohl die Einfuhr wach- nische Regierung durch ihr Spezialgericht wei- rei und des Terrors eine Situation heraufbeweniger werden die italienischen Industrie- sen muß, weil ja eine Deckung aus dem ter gegen die Kommunisten wütet. So wurden schwört, die seine Angst voll rechtfertigt. produkte Absatz finden, um so mehr wird also eignen Ertrag des Staates unmöglich ist. In die Arbeitslosigkeit wachsen. Die Arbeiter, solcher von Grund aus verfahrenen Situation denen man heute vorlügt, sie bekämen zwar will nun der Fascismus sich als Bändiger weniger Lohn, würden aber dadurch vor Ar- produzieren. beitslosigkeit geschützt, werden sehr bald mer- Dabei handelt es sich bei ihm durchaus Rede des Genossen Beutel in der Budgetdebatte. fen, daß man sie geprellt hat. Die meisten nicht um irgendwelche Freude an diesen KraftPrag, 17. Dezember. Jm Senat, der heute| Bevölkerungsschichten bis auf eine Handvoll reicher wissen es schon heute. proben, die im Inland nicht anders gewertet den dritten Tag lang die Budgetdebatte weiter Mühlenbesizer saver schädigt. Es muß hier festDaß der Fascismus die Scheinorganisa- werden als die Leistungen des dummen führte, befaßte sich am Nachmittag die parlamen- gestellt werden, daß hieran lediglich die tionen seines korporativen Staates" zum August" im Zirkus. Man geht wohl nicht tarische Kommission der foalierten Parteien mit Agrarparteien die Schuld tragen, die stillschweigenden Erdulden der Lohnkürzungen fehl, wenn man die in Italien jetzt erfol- jenen Gesezentwürfen, die noch im Laufe dieser immer ihre Interessen mit den Staatsinteressen hat zwingen können, besagt gar nichts über gende Vorstellung der dressierten Arbeiter als Woche verabschiedet werden sollen. Es ist dies vor verwechseln. Wir bedauern dies lebhaft und lehnen die Art, wie die arbeitenden Massen die neue auf das auswärtige Publikum berechnet an- allem der 150- Millionen- Kredit, über den der als Koalitionsangehörige die Folgen einer solchen Vergewaltigung aufnehmen. Es bejagt ledig sieht. Der Fascismus will zeigen, stellvertretende Ministerpräsident Be ch ynte über Vorgangsweise in jeder Richtung ab. lich, daß ihnen legale Mittel des Protestes wie fest er seine Leute in der Hand Wunsch des Ausschusses einen Bericht erstattete. Wenn die bürgerlichen Parteien dazu betDie Vorlage wird morgen vor dem Plenum im fehlen. Ganz zwangsläufig haben sie sich ille- hat, um dadurch seinen Kredit im Ausschuß beraten werden und soll am Freitag tragen, Anträge wie die unseren zur galen Mitteln zugewandt. Aus Italien er Ausland zu verbessern. Das in ins Plenum kommen, ebenso die Umsatzsteuer- Bekämpfung des Mißbrauchs der Rationaliſierung fährt man die Hergänge immer mit einer Sachen Anleihen bedenklich gewordene auslän- novelle und die Novelle zum Glektrifizierungs- unmöglich zu machen, dann ist dies höchst bedauerVerspätung von mehreren Wochen, so daß dische Kapital soll sich sagen: ein Regime, das gesez. lich. Wer nicht bereit ist, die heutige Art der man heute noch nichts über das Auswirken so etwas erzielen kann, fann noch nicht. aus In der heutigen Debatte befaßte sich u. a. Rationalisierung mit Stoppuhr und Kurzarbeit und der neuen Lohnverhältnisse weiß. Aber schon dem letzten Loch pfeifen. Es fönnte aber sein, mit der Ausschaltung ungeheuerer Arbeitermassen Mitte November ist es in verschiedenen daß dieses ausländische Kapital sich sagt: ein aus dem Produktionsprozeß auf gesehlichem Wege Orten Ober- und Mittelitaliens zu ernsten Regime, das so etwas erzielen kann, kann mit den Auswirkungen der Krise, wobei er in unmöglich zu machen das alles bei steigenUnruhen gekommen. In Turin sind Last- noch nicht aus dem letzten Loch pfeifen. Es entschiedenster Form gegen die einseitigen Ratio- den Gewinnen der Banken und Ausbeuterautos, die Lebensmittel der großen( einst den könnte aber sein, daß dieses ausländische Ka- nalisierungsmaßnahmen auf Kosten der Arbeiter fippschaften, wer diese Zustände nicht mindestens und für die Verbesserung der sozialpolitischen 8u milbern bereit ist, der ist kein Menschene Arbeitern gehörenden) ,, Alleanza Cooperativa" pital jich sagt: ein Regime, das solche Mittel Gesetzgebung eintrat. Er führte u. a. aus: und vor allem fein Arbeiterfreund! beförderten, angefallen und von Arbeitslosen braucht, das sich genötigt sieht, dem Drängen Der Herr Finanzminister hat sich im Budgetgeplündert worden. In den Arbeitervierteln der Unternehmer die Arbeiter wehrlos auszu- ausschuß dahin geäußert, daß die Budgeterhöhung kam es zu Zusammenstößen zwischen Arbei- liefern, gräbt die Quellen des nationalen der Deffentlichkeit unwillkommen sei. Es tern und Polizei. Die fascistische Mili; wurde, Wohlstandes ab. Der Fascismus wälzt heute fragt sich aber nur, wer diese Oeffentlichkeit ist. weil so besonders verhaßt, in den Kasernen die ganze Riesenlast der Wirtschaftskrise auf Der gesamten arbeitenden Bevölkerung gehalten; dafür hat man die Studenten auf die Arbeiter und Angestellten, weil er sich in ist die Budgeterhöhung für soziale Zwede angesichts gefordert, mit Knüppeln gegen die Demon- einem Abhängigkeitsverhältnis gegenüber den stranten vorzugehen, was diese aber abgelehnt Unternehmern befindet wie kein andrer Staat. haben. In Quarto d'Asti bei Turin tam Im Stillen tat er das seit langem. Jest tut es zu einer Arbeitslosendemonstration wegen er es mit Posaunenstößen und TrommelwirSchließung einer Fabrik. Der Podestá nahm bel. Das Ausland soll meinen, die Regierung eine provozierende Haltung an, so daß den täte, was sie lassen, das Proletariat ertrüge, Leuten die Geduld riß und sie das Haus des was es abwehren könnte. Daher das Gewäsch Fascio überfielen und in Brand setzten. von freiwilligen Lohnkürzungen. Die FreiAm nächsten Tag erschien Miliz aus Turin, willigkeit ist nur eine Garnierung, wie die es wurde auf den Straßen geschossen, gab drei Zitrone, die man den toten Schweinen ins Tote und viele Verwundete. In Bologna Maul stedt. haben Arbeitslose gegen den General" der Das Bild vom Dompteur läßt sich übri Miliz Bonaccorsi geschossen, ohne ihn zu ver- gens noch weiter durchführen. Bei solchen wunden. Diese Vorgänge, die immer nur einen Schaustellungen in Zirkus weiß man nie, kleinen Teil des wirklich vorgefallenen bil- wer mehr Angst hat: der Bändiger oder die den, sehen nicht danach aus, als ob die Kur Gebändigten. Das gilt auch vom Fascismus. weiterer Lohnkürzungen gerade die geeignetste Der blickt und schlägt heute in panischer Angst gewesen wäre. um sich, und fühlt sich namentlich durch die Man bedenke, daß dieses Jahr trot Opposition der Intelligenz bedroht. Unter des fascistischen Getreidesieges" ein Jahr den zahlreichen Verhaftungen im Monat Noder Mißernte war. Während in der Zeit vom bember ist auch die des früheren sozialistischen 1. Juli bis 30. November 1929 aus dem Abgeordneten von Bologna, des beinahe siebAuslande 2.9 Millionen Meterzentner Wei- zigjährigen Rechtsanwalts Lenzi zu verzen eingeführt wurden, hat man in denselben zeichnen. Der Philosoph und frühere UnterMonaten des laufenden Jahres 8.6 Millio- richtsminister des Fascismus Gentile hat nen einführen müssen. Auf dem Doppelzent- in einer Rede zur Eröffnung des Studienner lastet ein Zoll von 51.20 Lire. Die ita jahres des Instituts für fascistische Bildung Wir Sozialdemokraten stehen auf dem Standpunkt, wirken und durch die Hebung der Kauftraft der lienischen Konsumenten haben also in runder zu scharfen Maßnahmen gegen die Intellek- daß man die Verhandlungen wieder aufzuBevölkerung der Krise in Industrie und LandwirtZahl in fünf Monaten 430 Millionen Lire tuellen, namentlich gegen Benedetto nehmen hat, weil ein vertragsloser Zustand alle schaft tatkräftig begegnen wollen. " 38 Das heutige Tempo der Rationalisierung ausschließlich auf Kosten der Arbeiter wird die Arbeiterklasse und auch der Staat nicht mehr lange ertragen. Die Rationalisierung wäre für die Arbeiterschaft nur erträglich, wenn sie mit Lohnerhöhungen und mit Arbeitszeitverfürzung verknüpft und so zu einem wichtigen Faktor in der Krisenbekämpfung wird, nicht aber, wenn sie eine ausschließliche Bereiche= rungsquelle für Banken und Konzerne bleibt. Damit wird sich auch die Regierung weiter befassen müssen, und zwar in einem beschleunigten Tempo. müssen, und zwar in einem beschleunigten Tempo. die Arbeitszeit noch lange nicht endgültig geregelt. der Krisenzustände noch viel zu wenig. Wir sind mit der Aufbringung, aber auch mit der Art der Verwendung der Mittel nicht zufrieden, aber wir hossen, daß sich das mit der Zeit ändern wird. Wenn die Christlichsozialen hier behaupten, daß die unter der neuen Regierung erfolgte Erhöhung der Bezüge der Altpensionisten, die Weihnachtsremuneration, die Reform der ArbeitslosenunterDurch das Gesetz über den Achtstundentag ist ftügung und anderes bloße ,, Selbstverständlichkeiten" Die Arbeitszeit muß, um Arbeitslose unter sind, so muß man doch fragen, warum denn die zubringen, weiter verkürzt werden. errschaften diese Selbstverständlichkeiten nicht schon früher bewerbstelligt haben, als sie unter viel Die Ankündigung eines neuen Bankgesezes günſtigeren Umständen an der Macht waren? durch den Finanzminister, verbunden mit den BeAnläßlich der Perfektionierung des Mieterschutzes strebungen zur Erreichung eines billigen Zinssues, haben die Christlichsozialen von der Aufrechterhal- ist nur zu begrüßen; die Staatsverwaltung auß tung ber 3 wangswirtschaft" gesprochen. aber stets bemüht sein, speziell den Bedürfnissen. Dieselben Chriftlichsozialen finden es aber in Ord der Arbeiterklasse Rechnung zu tragen. nung, daß die gesamte Arbeiterfasse weiter im Wir fordern: Joch der fluchwürdigen Zwangswirtschaft des Kapitalismus fluchwürdigen Zwangswirtschaft des Kapitalismus bleibt, ja daß die gesamte Bevölkerung der Diktatur einer Kleinen Kapitalistenklasse unterstellt bleibt. Man muß es aussprechen, daß den bürgerlichen Parteien, vor allem den Agrariern, gerade in der Jeßtzeit fast jegliches Verständnis dafür fehlt, was der Staat und jeine Bewohner brauchen. Das beweisen vor allem die jetzt gescheiterten Handelsvertragsverhandlungen mit Ungarn. Losenversicherung, die die baldigste Verwirklichung der ArbeitsSchaffung eines Betriebsstillegungsgeleges im Sinne der Anträge Roscher und Pohl und Verwendung der überschüssigen Mittel der Sozial- und Pensionsversicherung für den Wohnungsbau sowie die Errichtung einer obligatorisch cit Arbeitsvermittlung mit paritätischer Ver waltung. Die Anerkennung und Durchführung dieser Forderungen ist une cläßlich, wenn dem Zusammenbruch der Produktion entgegen Billo, Sohn von Wotan er mit ihr beginnen, was er wollte. Und Frau beran, site, die süße, verſchloſſene Blüten- dachte fie, Pierrot fei aus irgend einem Grund Von J. 0. Curwood. ( Copyright by Franckiche Verlagshandlung, Stuttgart.) ,, Und du, mein Liebling," sagte Pierrot zu der Weide", als De Bar außer Schweite war, ,, wirst hier bleiben. Ich nehme dich nicht mit nach Lac Bain. Ich habe nämlich einen Traum gehabt: McTaggart geht nicht auf Reisen, er hat gelogen. Er wird frank sein bis ich ankomme. Wenn du aber dennoch mit mir gehen möchtest." Nepeese richtete sich straff auf wie ein Rohr, das der Wind gebogen hatte. Nein!" rief sie wütend, daß sich Pierrot lachend die Hände rieb. bann sie allein und hilflos zu Hause finden, und so Pierrot einweihen wollte. Sie wuchs jetzt zur stürzung wandte sie sich nicht um. Zunächst fonnte tnospe; äußerlich war sie noch ein Mädchen mit zurückgekommen. Als ihr aber dieser Gedante Er mußte lachen. Ja, und dann würde Ne- dem weichen samtigen Schimmer der Kindheit in durch den Kopf ging, hörte sie in Billos Stehle peeſe recht gerne die Frau des Händlers von Lac den Augen, doch in ihrer Seele regte sich das ein Knurren, das sie mit einem Schlag herumBain werden. Sie wird sich von den Waldleu- Geheimnis des Weibstums, als ob die Hand des riß, so daß sie gerade zur Tür sah. ten wohl nicht die schwarze Bestie nennen lassen Schöpfers zögerte, ob sie Nepeese wecken oder McTaggart war nicht unvorbereitet eingewollen. Nein! Gerne wird sie ihm folgen. Und noch ein Weilchen schlafen lassen sollte. Wenn treten, Sein Gepäck, sein Gewehr und seinen Pierrot wird nie erfahren, was sich in der Block- sich Nepeese um diese Zeit ein paar freie Stun schweren Mantel hatte er draußen abgelegt. Er hütte zugetragen hatte. Würde Nepeeſe ihm das den boten, pflegte sie das rote Kleid anzuziehen stand gegen die Tür gelehnt und blickte Nepeeje erzählen? Sein Plan war ausgezeichnet, so und ihre wundervollen Haare so zu ordnen, wie an Nepeese in ihrem schönen Kleid und dem leicht in der Ausführung und doch so sicher im es die Bilder in den Zeitschriften zeigten, die wallenden Haar und war starr vor ErstauErfolg. Und die ganze Zeit über wird Pierrot Pierrot von Nelson House geschickt hatte. Am nen über das, was er sah. Schicksal oder unt im Glauben leben, ich sei geschäftlich verreist! zweiten Tag nach Pierrots Abreise fleidete sie glücklicher Zufall war gegen„ Die Weide". Vor Anbruch der Dämmerung nahm Me- sich nach diesen Bildern; nur ließ sie heute die Denn wenn noch ein Fünfchen Ritterlichkeit oder Taggart das Frühstück ein, und bevor es hell üppigen Haare offen herunterfallen und um die edelmütiger Gesinnung in McTaggarts Seele wurde, war er schon unterwegs. Wie geplant, Stirn hatte sie ein rotes Band geschlungen. Sie geglüht hatte, so war es jetzt erloschen. Noch nie schlug er östliche Richtung ein, um nicht den war immer noch nicht fertig, denn sie hatte hatte Repeese schöner ausgesehen, nicht einmal Amt zweiten Tag, nachdem der Fuchsjäger Schlittenspuren Pierrots, der von Südwesten etwas ganz Besonderes vor. Dicht neben dem an dem Tag, an dem Mac Donald bei ihnen gewieder fortgegangen war, brach Pierrot nach hertam, zu begegnen. Denn er sagte sich, Bier Spiegel hatte sie ein ganzseitiges Bild aus einer wesen war. Durch das Fenster flutete goldener Lac Bain auf. Nepeese winkte ihrem Vater noch rot darf das nie wissen, nie darf er auch nur Frauenzeitschrift, das einen reizenden Lockenkopf Sonnenschein und ließ das herrliche schwarze zum Abschied, bis er ihren Augen entschwunden den geringsten Verdacht schöpfen, selbst wenn er, wiedergab, an der Wand befestigt. Darunter Haar, das ihr blühendes Gesicht wie eine farbenMcTaggart, einen solchen Umweg wählen mußte, stand der Name ,, Mary Pickford". Zweieinhalb- schöne Kamee umschloß, erstrahlen. McTaggart An dem Morgen desselben Tages erhob sich daß er den Grey Loon nicht vor dem zweiten tausend Kilometer nördlich von dem Atelier in atmete taum, er hatte geträumt. In seiner Lieber einen Tag später dem sonnigen Kalifornien, in dem dieses Bild tierischen Luft hatte er sich Nepeese in aller Lieb. MeTaggart vor Tagesanbruch von seinem Lager. Tag erreichen wird. Lieber einen Tag später dem sonnigen Kalifornien, Es war noch völlig dunkel draußen. Die Zeit als früher daran sein, denn es besteht immerhin aufgenommen wurde, gab sich Nepeeſe mit ge- lichkeit ausgemalt, die eine von Leidenschaft verwar gekommen, die Stunde und der Tag, au die Möglichkeit, daß Pierrot aus irgend einem runzelter Stirn und vorgeftülpten Lippen alle borbene Phantasie überhaupt erdenten tonnie, die er so lange gewartet hatte. Schon die ganze Grunde seine Abreise verschob. So hatte es erdenkliche Mühe, hinter das Geheimnis der Aber sein Bild erreichte bei weitem nicht die Wirklichkeit, McTaggart hatte die Schönheit des Nacht hatte er kein Auge geschlossen. Wohl McTaggart nicht besonders eilig. Er war voll Locken der Kleinen Mary" zu tommen! Ihre Augen glühten und ihre Wangen Wesen nichts geahnt, das vor ihm stand. Nezwanzigmal hatte er das herrliche Bild der brutaler Lust und Zufriedenheit im Vorgefühl Weide" unter die brennende Lampe gehalten, der Ereignisse, die auf ihn warteten. Es gab waren gerötet vor Eifer. Sie blickte gerade in peeses Augen weiteten sich in der großen Angst und jedesmal wirkte dieser Anblick auf fein er teine Möglichkeit der Enttäuschung für ihn. Er den Spiegel, um eine der begehrten Locken von und ihre Wangen verblaßten, als sie seinem Blid Kräfte seiner Natur hatten sich um diese leiden war überzeugt davon, daß Nepeese ihren Vater einer Flechte zu lösen, als sich plötzlich hinter begegnete in diesem entseßlichen Schweigen. Entjetzlich für Nepeese! Worte waren da nicht nötig. schaftliche Neigung zu Nepeese gesammelt, und nicht nach Lac Bain begleitet hatte. Ha, fie ihr die Tür öffnete Sie ahnte jetzt die Gefahr, die sie an jenem Tag lange und sorgfältig genug war der Plan er wird zu Hause sein, ganz allein. Unzählige eintrat. am Rande des Felsens und im Wald auf sich wogen, der ihn zum Ziele führen sollte. Eigent- Male schoß ihm bei diesem Gedanken das Blut gezogen hatte, als sie so furchtlos mit der lich wollte er ja teinen Word begehenNepeese dachte nicht im geringsten an ewollte Pierrot nicht töten, er zögerte, und in Drohung spielte, die sie jetzt selber traf. Es war Gin vergeblicher Kampi. Es gab Zeiten, in wirklich McTaggarts Gesicht: unbeschreiblich das dieser Zeit der Unschlüssigkeit hatte er einen an- fahr als sie allein war. Die Weide" stand mit dem Rüden gegen entfeßliche Fladern der Schadenfreude in seinen deren, besseren Weg, auf dem es für Nepeese denen sie es angenehm empfand, allein zu sein; regtes Herz wie Del aufs Feuer gegossen. Alle wenn sie für sich träumen wollte und Bilder die Tür, als der Händler von Lac Bain die Augen und das Schimmern seiner zadigen ( Fortfepung folgt.) fein Entrinnen mehr gab, gefunden. Er wird und Geheimnisse sah, in die sie nicht einmal Schwelle betrat. Im ersten Augenblick der Be Zähne. war. er in die Wangen. und Bush McTaggart 20. Kapitel. Nr. 296. Aber auch in national- kultureller Hinsicht muß man bestrebt sein, der deutschen Bevölkerung eine etwas gerechtere Behandlung zuteil werden zu lassen, als es bisher geschehen ist. Redner verweist in 1 Donnerstag, 18. Dezember 1930. Tagung der sozialdemokratischen Bezirksvertreter Mährens- Schlesiens. diesem Zusammenhang auf die vielen Befchwa Für eine Novellierung der Verwaltungsreform den gegen die Volkszählung. U. a. bringt er ein Protokoll mit einer Frau aus Dubkowit bei Aussig zur Berlesung, worin diese schildert, wie fchafft.( Beifall.) * Für die freie Entfaltung der Selbstverwaltung. Gegen die unwürdige Sette 3. Abänderungsantrag auf Teilung bei der zehnten Schulklasse vorzunehmen, in der zuständigen Schulfommission zu vertreten aber dort fehlten halt von den fünf deutschen Mitgliedern gleich zwei und unter den Fehlenden befand sich auch der deutsche Christlichsoziale Abt Helmer. Korruption im ungarischen Wohlfahrtministerium. potischen Metloden handelnden Bezirkshauptleute, die Beschlüsse der Bezirksvertretungen Budapest, 17. Dezember.( MTJ.) Das häufig übergehen oder ignorieren, können Abgeordnetenhaus hat heute den Gefeßentwurf die Bezirksvertretungen zu Organen einer über die Sparmaßnahmen verabschiedet. In der demokratischen Verwaltung werden. Eine selbst Debatte übte Abg. Fabian( Demokrat) eine verständliche Forderung ist es, wenn gleich scharfe Kritik über das Volkswohlfahrtsministe zeitig ausgesprochen wird, daß die Steuer- rium und erhob verschiedene Beschuldigun hoheit der Bezirksverwaltungen gen gegen mehrere leitende Beamte. wieder hergestellt werden muß. Er beanständete insbesondere, daß die Direktoren Eisenbahnunglück in Spanien. Bisher zehn Tote. Santibanez( Spanien), 17. Dezember. Stellung der Bezirksvertretungen. Am Sonntag, den 14. Dezember, fand in sie von dem tschechischen Zählkommissär trok ihres Olmüz im Gewerkschaftsheim eine von den Protestes unter den gröbsten Beleidigungen als mährisch- schlesischen Parteitreisen einberufene Tschechin eingetragen wurde, obwohl sie seit Jahr Konferenz der sozialdemokratischen Bezirksverzehnten nur deutsch spricht.( Genoffe 3'arolim treter des ganzen Landes statt. Aus 11 politibestätigt in einem Zwischenruf, daß ähnliche Vor- fchen Bezirken waren 23 Vertreter erschienen, fälle auch im Teplitzer Gebiet nichts Seltenes während die Kreisorganisation Stern waren.) Genosse Beutel weist darauf hin, daß wir berg durch den Genossen 3ischka, der auch deutschen Sozialdentofraten in nationalen Dingen den Vorsiz führte, die Troppauer Kreisgotiz teine Chauvinisten sinb, aber wenn Die Konferenz stellt an die Klubs der und Aufsichtsräte der Betriebe des Ministeriums derartige Dinge vorkommen, dann muß die Be- organisation durch den Gen. Kutsch a vertreten war. Zum ersten Punkte der Tages- sozialdemokratischen Abgeordneten und Sena- dieselben seien, die mit der Kontrolle dieser völkerung das Vertrauen in die amtlichen Stellen ordnung: Die Arbeit der Sozialde= verlieren. Es war notwendig, diese Dinge borgu mokraten in den Bezirksvertre toren das dringende Ersuchen, mit größtem Betriebe betraut find. Er behauptet, daß von Nachdruck für eine Novellierung des Gesetzes über Geldern, die zur Invalidenhilfe bestimmt waren, bringen, damit die Oeffentlichkeit und die Regie- tungen" sprach Genosse Lorenz aus Tepeinige leitende Beamte geheime Zulagen die Verwaltungsreform einzutreten." rung davon Kenntnis nimmt und Abhilfe liz- Schönau, der auf Grund der Erfahrungen, bekamen und daß von den für die Beerdigung die man früher in Böhmen mit den BezirksAn der Debatte beteiligten sich nicht weni- des verstorbenen Volkswohlfahrtsministers Dr. verwaltungskommissionen gemacht hat, ein reich ger als elf Bezirksvertreter, die häufig an Hand Baß bestimmten Geldern 18.000 Pengö fehlen. haltiges Material zur Besprechung zu bringen von Tatsachen auseinandersetzen, wie die heu- Eine gleiche Summe sei auch aus dem Hilfsfonds vermochte. In Mähren und Schlesien hatte man tige Art der Verwaltung zu einer Farce werde. für die Beamten verschwunden. allerdings nur die Straßenausschüsse, so daß So teilte der Genosse Burkert aus Jägern- Finanzminister Wederlé versprach eine auf dem Wege der Kinder- und Siechenfürsorge, dorf mit, daß der dortige Bezirkshauptmann in strenge Untersuchung und die strengste VestraAus der gestrigen Situng tragen wir einen des Krankenhauswesens und der sonstigen Für seiner Eigenschaft als Borsitzender des Bezirks- fung der eventuell Schuldigen. Auszug aus der Rede des sorge in diesen Ländern bezirksmäßig überhaupt schulrates einen Erlaß weitergegeben habe, in nichts geschaffen worden ist. Aber die Darlegun- dem er Neuerungen für die Schulen empfahl. Genossen Löw nach, der sich mit den Sünden des Bürgerblocks gen des Genossen Lorenz konnten einen spre- Derselbe Bezirkshauptmann hat aber die Einan der Selbstverwaltung befaßte und u. a. sagte: chenden Beweis für die Möglichkeit wirklicher führung der von ihm selbst empfohlenen MaßEinige Oppositionsredner haben uns den Bor- Verwaltung liefern, wenn nicht die Bezirks- nahmen verhindert, indem er aus dem Boranwurf gemacht, daß wir in der Regierung nichts hauptleute als Bürokraten die Macht besigen, schlage der Gemeinden jene Posten herausstrich, unweit des Bahnhofes von Santibanez ist ein oder nicht viel erreicht haben. Auch uns geht vicles die sie vor allem dazu benüßen, jede Initiative die auf Grund seiner Empfehlung erst hinein- Personenzug mit einem Güterzug zusammengezu langsam, aber nach dem alten Sprichwort der gewählten Vertreter zu unterdrücken. Die genommen worden waren. Ein anderer Bezirks- stoßen. Mehrere Wagen wurden ineinandergebraucht gut Ding Weile; so werden auch wir länger Stellung der Bezirksvertreter in Mähren- Schle- bertreter teilte mit, daß man heuer den Voran- schoben. Soweit bis jetzt festgestellt wurde, sind zu tun haben, als uns lieb ist, um tatsächlich Staat sien ist unwürdig und mit dem Gedanken einer schlag, ohne erst zu beraten, genau in derselben zehn Personen getötet und 18 verlegt worden, und Staatsgeleise in Ordnung zu bringen. Heute demokratischen Verwaltung nicht vereinbar. Die Fassung beschlossen habe wie im vorigen Jahre, davon sechs schwer. Man befürchtet, daß sich noch müssen wir überprüfen, ob es tatsächlich wahr ist, Auffassung der Konferenz zu dem gegenwärtigen weil ja doch die Landesbehörde ganz nach Be weitere Tote unter den Trümmern befinden. daß gar nichts geleistet wurde, oder ob vielleicht Stande der Verwaltung und zu der Frage, was lieben Streichungen vornehme und es gar keinen China schafft Binnenzölle ab. doch die neue Koalition verschiedenes zuwege ge- geändert werden müsse, kommt in einer Ent- Sinn habe, sich mit der Zusammenstellung des Nanting, 17. Dezember.( Reuter.) Der bracht hat, was der Allgemeinheit zugute kommt. fchließung zum Ausdrucke, die einstimmig ange- Bezirksvoranschlages erst aufzuhalten. Gesprochen haben in der Diskussion die Genossen Finanzminister erließ eine Verordnung, derzuAls 1926 der Bürgerblod an die Regierung tam, nommen wurde. Sie hat folgenden Wortlaut: ,, Die am Sonntag, den 14. Dezember in Nitschmann= Neutitschein, Bernichfolge der Binnenzoll, der Bi- in, ab 31. De da war gute Konjunktur, alle Industrien Olmütz tagende Konferenz der sozialdemokra- Römerstadt; Burkert Jägerndorf, 2a ch- zember definitiv aufgehoben wird. wird. An Stelle waren voll beschäftigt und die Regierung hatte Freudenthal, Wildner Mähr. dieses alten und unpraktischen Systems werdent tischen Bezirksvertreter Mähren- Schlesiens hat mann Freudenthal, ein leichtes Arbeiten; aber trotzdem wirkten fich sich in eingehender Beratung mit dem gegen Schönberg, Koukoli t- Freiwaldau, Pietsch neue Steuern eingeführt werden, die den heutigen alle Gesetze des Bürgerblocks gegen das Volk wärtigen Stande der Verwaltung der Bezirke Hohemstadt, Maier Bärn, Sahabka Bedürfnissen besser entsprechen. aus. Der Anfang war die Sprachenverordnung. beschäftigt. In voller Einmütigkeit wurde fon- Sternberg, Wagner Hultschin und Jandl Wir konnten aber auch sehen, wie auf dem Gebiete statiert, daß die jetzige Stellung der Bezirks- Zwittau. Für die Kreisorganisation Troppau des Schulwesens nichts erreicht worden ist. Die vertreter mit dem Gedanken einer verantwort- sprach Genosse Rutschta. Die Konferenz beAutonomie der Gemeinden und Bezirke ist volllichen Verwaltungsarbeit nicht zu vereinbaren schloß, Mitte Mai nächsten Jahres Samstag, den 13. Dezember fand in Ausständig verloren gegangen und noch heute leiden ift, daß die Mitglieder der Bezirksvertretungen eine ähnliche Tagung in Freuden- sig- Volkshaus eine außerordentliche Kreisunsere Selbstverwaltungstörper schwer darunter. dazu verurteilt sind, geradezu ein Schein- thal abzuhalten, an der außer den Bezirksver- tonferenz des Kreises V- Aussig- Leitmerit dasein zu führen und daß mit größter Ent- tretern auch die Landesvertreter und statt, die sich mit der Spaltung der J. P. F. schiedenheit gefordert werden muß, daß das Ge- Parlamentarier von Mähren- Schlesien durch die revolutionäre Opposition", Sternset über die Organisation der Ber- teilnehmen sollen. Zusammenfassend kann gesagt Grünwald und Genossen beschäftigte und deutlich waltung mit möglichster Raschheit abge werden, daß die Aussprache einen sehr wertvol zeigte, daß in diesem Kreisgebiete diese Oppoändert wird. Erst wenn die vom Bolle gewähl- len Einblick in die Verhältnisse gestattete und fition, oder besser gesagt die Kommunistische ten Vertreter verwalten und nicht mehr die zur Klärung einer ganzen Reihe offener Fra- Partei mit samt dem Svaz kein besonderes Glüd Bürokraten, insbesonders die mit geradezu des- Igen führte. haben dürfte. Die gut besuchte Konferenz hat nach den Ausführungen des Bundesobmannes Genossen Frizz Reßler, welcher sich ausführlich mit der Spaltungsoffensive der Kommunisten beschäftigte, folgende Resolution fast einstimmig Gruppendelegierten enthielten sich der Stimme. Genoffe Löw bespricht dann ausführlich die Frage des Karlsbader Militärfurheims und erklärt, Staat und Militärverwaltung wären verpflichtet, die berechtigten Wünsche der Stadt zu berücksichtigen. Er beschwert sich weiters barüber, daß die Gemeinde Karlsbad nicht imftande ist, die Konzession für den Betrieb von Autobuslinien zu bekommen, während eine Privatfirma die Konsession ohne weiteres erhalten hat.( Genosse Stark: Hier gibt es nur eine Bezeichnung: Korruption!) Löw: Eben das wollte ich sagen! Der Die böhmische Landesvertretung # = nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, für ein modernes Schulwejen zu sorgen. Wenn der Aus der Freidenferbewegung. Altroblam mo Starlsbad Unsummen ein, die Ge- Berwaltungsangelegenheizen- Elettrizitätsverbands dies auf einem Kompromiffe, entbindet aber das Brivatunternehmer nimmt auf der Strede zwischen erledigte in ihrer gestrigen Situng eine Reihe von Staat finanzielle Zuschüsse gewährt, so besteht angenommen. Zwei von den anwesenden 32 meinde, die sich um diese Konzession viel bemüht Land auf Grund der dermaligen Schulgesetze nicht zugestimmt, an dem das Land beteiligt gewesen ist. von seinen Verpflichtungen. Tatsache ist auch, daß hat, hat sie nicht erreichen können. Durch die zahlreichen Betriebseinstellungen und Dem Antrage der Gen. Schaffer, daß in den nicht nur der Landesschulrat das hemmende Mo die Kurzarbeit in zahlreichen Industriebetrieben Gemeinde- und Bezirksvoranschlägen die Subven- ment ist, sondern auch das Landesamt. Den neu sind nicht nur Hunderttausende Arbeiter brotlos ge- tionen für die gewerblichen Fortbildungsschulen herausgegebenen Richtlinien zur Errichtung von worden, sondern es ist dadurch auch die Steuerkraft nicht gestrichen werden, wurde ebenso zugestimmt, neuen Klassen fönnen wir nicht zustimmen und der betroffenen Gemeinden und Bezirke lahmgelegt wie dem Antrage des Gen. III ner, daß in den müffen stritte auf der Durchführung des früheren worden. Das ist um so bebauerlicher, als sich die Gemeindevoranschlägen Beträge für Schulbauten, Landesvertretungsbeschlusses beharren. Sowohl Arbeitslosen zuerst an ihre Heimatsgemeinde um die über ausdrücklichen Auftrag der vorgefesten ber Referent als auch die LandesvertretungsmitHilfe und Brot wenden. Wenn aber die Gemein- Schulbehörden eingesetzt worden sind, nicht ge- glieber teilen diesen Standpunkt. den verkürzt werden, dann ist es fraglich, ob sie strichen werden. Zwei Anträge des Gen. Bölzl, ihren diesbezüglichen Verpflichtungen ausreichend wovon der eine die Vermehrung der Zahl der Anwerden nachkommen können. Wir wstnschen und hoffen, daß durch das neue Gemeindefinanzgefeß die Gemeinden wieder in die Lage verfekt wurden, sich auf die alte Höhe emporzuarbeiten. Man muß aber daran zweifeln, ob das neue Gefek die inzwischen verursachten Wunden wieber wett machen kann. Ich erinnere nur an ein Detail: Vor dem Inkrafttreten des Gesebes 77/1927 batten die Gemeinden die Möglichkeit, die Kraftfahrzu besteuern. Mit Hilfe dieser ſteuerung kommtest bieje Gemeinden ihre Straßen Das Wasserbauprogramm in Mähren- Schlesien. stalten für Geistestranke, der andere die Errich tung von Beobachtungsstationen für Geistesfrante bei größeren Krankenhäusern bezwedt, werBrünn, 17. Dezember.( Eigenbericht.) Die den dem Landesausschuß, bzw. der Gesundheits- mährisch- schlesische Landesvertretung verhandelte tommission zugewiesen. Ein Antrag des Genoffen heute das auf zehn Jahre berechnete WasserbauJllner, für alle Lehrpersonen der Volksschulen, programm des Landes, das einen Aufwand von die zwecks Ablegung der Bürgerschullehrerprüfung 23 Millionen erfordert. Unter den zahlreichen an den Hochschulen studieren, die Substitutions Rednern, die zu dieser Frage das Wort ergriffen, beiträge gezahlt werden, wird dem Schulausschuß befand sich auch Herr Bata, der wieder mit einer fnalligen Aktion die Aufmerksamkeit auf zugewiesen, sich zu lenken versuchte. Wenige Stunden vor starke Errichtung von neuen Schultlaffen. feiner Rede ließ er zur Abwechslung eine wer Broschüre über die Wasserbauten in Mähren Auf einen diesbezüglichen Antrag von seiten unter die Mitglieder der Landesvertretung verStraßenfonds besteht, aus dem die Gemeinden aber unserer Landesvertreter, antwortete der Vorsitzende teilen, die natürlich in der kurzen Zeit niemand Gemeinden in einem längeren Elaborate, in welchem er fol- zu überprüfen vermochte. Die Landesvertretung schlimm bestellt; sie müssen die Straßen weiter egendes mitteilt: die Proteste, welche gegen die aber reagierte nicht mehr auf diese überflüffige halten, die Zuschläge aber hat man ihnen genom- Nichteinhaltung des vorjährigen Beschlusses ein- Wichtigtuerei und widmete auch den Ausführun men. Auch das neue Gesetz über die Finanzwirt gelangt sind, entsprechen nicht den Tatsachen, der gen Batas kein Sonderaugenmert. In der morschaft der Gemeinden wird nicht ausreichen; unfere Landesausschuß hält immer noch an der Schüler- gigen Sigung wird die Tagung der Landesver Aufgabe wird es sein, das Gefet weiter zu zahl 60 und 50 fest und es ist kein Fall bekannt, tretung abgeschloffen. verbessern und für die Gemeinden wieder die wo einer diesbezüglichen Errichtung nicht zugeeigene Steuer- und Zuschlagsfreiheit zu erobern. stimmt worden wäre.( Stimmt nicht: Zwischenfonnten instand halten. Seitdem aber das Gesetz über den nichts erhalten, ist Im Christlichsoziale Demagogie. In der diens3mt übrigen werden wir die Budgetberatungen rufe.) Ferner ist das abhängig von den finanziel- tägigen Sibung der böhmischen Landesvertretung auch weiterhin dazu benügen, um Uebel stände len Zuweisungen vom Staate. Außerdem ist be- wurde der Antrag der Schul- und Budgetkommis reits Lehrermangel eingetreten. Es ist richtig, daß sion sowie des Landesausschusses auf Teilung der Richtlinien zweds Errichtung von neuen Klassen Schulleitungen bei mehr als zehn Klassen angehinausgegeben wurden. nommen. Es ist dies ein bedeutender Erfolg für 3u bekämpfen. Wir hoffen, daß es uns gelingen wird, endlich einmal beffere Zustände in diesem Staate au erreichen!( BeifaIL) " Die am 13. Dezember in Aussig tagende Konferenz des Kreises V billigt das Verhalten der Bundesdelegierten auf dem 4. Kongreß der Internationalen prol. Freibenker in Bodenbach und stellte sich voll und ganz hinter die Beschlüsse Dieses Kongresses. Sie verurteilt die Spaltung der internationalen Freidenkerbewegung barch einzelne fommunistische Führer umso schärfer, als gerade jetzt bei dem verstärkten Angriffe des Klerofascismus die Einheitlichkeit eine unbedingte Notwendigkeit ist. Sie miẞbilligt es, daß Mitglieder des Bundes ohne Zustimmung der Bundesleitung Mandate einer anderen Landesorganisation zum Rongreß übernommen und auch dann noch behalten haben, als durch Vollzug der Spaltung die betreffende Landesorganisation nicht mehr Mitglied der IPF. war. Sie gibt ihr Einverständnis dazu, daß diese grobe Disziplinlosigfeit mit dem Ausschlusse bestraft wird. Die Kon ferenz teilt den Standpunkt der Bundesleitung bezüglich der sogenannten„ revolutionären Opposition" im Bunde und anerkennt die Maßregeln, bie die Bundesleitung gegen ergriffen hat. Mit Rücksicht auf das feindselige Verhalten des Svaz gegen unseren Bund und seine Nichtzugehörigkeit zur IPF. erklärt die Konferenz, daß weder die Kreisleitung noch auch eine Ortsgruppenleitung noch auch einzelne Mitglieder eine Verbindung irgendwelcher Art mit dem Svas bei Gefahr des Ausschlusses aus dem Bunde eingehen dürfen. Die Kreiskonferenz spricht der Bundesleitung und insbesondere dem Genossen Lebenhart für seine bisher geleistete Arbeit im Sinne der Erhaltung der Einheit im Bunde das vollste Ver trauen aus und erklärt, daß der Kreis V Aussig angesichts der wachsenden Kulturreaktion mit ber doppelten Kräften im Interesse des Klassentampfes und der proletarischen Freidenkerbewe gung, zu arbeiten bereit ist." Es lebe die Internationale der prolet. Freidenker! Es lebe der Bund proletarischer Freidenfer in der C. S. R. Unter Punkt 4 unsere Zukunft, berichtet Dem trat Gen. Illner entgegen und gibt be- Schule und Lehrerschaft und konnte nur auf fannt, daß die Ausführungen des Vorsitzenden Grund langwieriger Verhandlungen durch Komuns nicht befriedigen können und wir sie folge promisse erreicht werden. Nach Jahresfrist fam Der vertragslose Zustand mit Ungarn wurde deffen nicht zur Kenntnis nehmen können. Red- endlich diese Angelegenheit in die Landesvertre auzer vom Genossen Beutek auch von eini- ner will nicht alle Momente hervorheben, welche tung zur Sanktion. Es ist üblich, daß Komprogen anderen Rednern scharf kritisiert. Der uns feinerzeit bewogen haben, dem Antrage auf misse gehalten werden und es ist ganz unverständ Nationalsozialist Panet erklärte jedoch, die Herabsehung der Höchstschülerzahl zuzustimmen. lich, daß im Plenum sowohl die deutschen Christ Gen. Lahmer, daß der Vorstand der Feuerbeſt itUngarn würden sich irren, wenn sie auf die Dieser Antrag war nicht bloß für das Schuljahr lichsozialen als auch die deutschen Nationalsoziali tungstaffe prol. denker am 7. Ds. M. be Differenzen zwischen den einzelnen Intereffen 1929/30 beſtimmt, sondern auch für die nächſt ſten nachher Abänderungsanträge stellten, die schlossen hat, der 3. P. F. als Mitglied beizutrefolgenden zwei Jahre bis zu dem Jahre, wo höchstens nur Verwirrung in die Sache bringen ten und auch dafür sorgen wird, daß die N. F. gruppen auf tschechoslowakischer Seite rechnen. Gegen Abend sprach von unserer Fraktion bas Geſetz eine niedere Schülerzahl festsetzt. Die tönnen, eventuell eine Verschiebung auf unbe- B. K. org. Freidenter Leipzig' ihren Beitritt noch Genosse Just, dessen Rede wir aus Raum- Zahlen 70, bzw. 60 find eben nur öchst säße ſtimmte Zeit hervorrufen. Es wäre viel zwed- vollzieht. Der Verlust der kommun stischen Freiund das Land als gesetzlicher Schilerhalter hat mäßiger und Erfolg versprechender gewesen, den denker wird also bald wieder aufgewogen sein. mangel erfi morgen veröffentlichen fönnen. Seite 4. Bie Wählerlisten liegen auf! Nach den Bestimmungen des Gesetzes vom 19. Dezember 1919, Sgl. Nr. 663, über die stän digen Wählerverzeichnisse, liegen in der Zeit vom 15.( früh) bis inklusive 22. Dezember 1. J. ( abends) in allen Gemeinden die Wählerverzeich nisse zur öffentlichen Einsichtnahme auf. Die Wählerverzeichnisse müssen in drei Ausfertigungen aufliegen: In Gemeinden bis zu 5000 Einwohnern mindestens durch drei Stunden täglich; Donnerstag, 18. Dezember 1930. Tagesneuigkeiten. Hilfe für die Staatlosen! Die österreichische Völkerbundliga erläßt fol genden Aufruf: Die Friedensverträge von St. Germain und bon Trianon haben das Problem der Aufteilung von über 50 Millionen altösterreichischer und altungarischer Staatsbürger an die 7 Sukzessionslaffen. Nr. 296. werden Umbinden der Gasmasken in gleichem| sondere die Prohibitionsbehörden, durch Tempo und in gleicher Haltung. Klappt alles, dann kann der Held jogar photographiert werden. Journal bewundern. Und ich vielleicht auch in einem illustrierten Militärpilot bei Notlandung verlegt. gegen Urteil sehr beunruhigt sind und die Befürchtung geäußert haben, daß die Gekung des Prohibitionsgesetzes, wenigstens für eine gewisse Zeit, im Staate New Jersey eingestellt wer den wird. Ferner sei es nicht ausgeschlossen, daß aud andere Staaten in ihrer eigenen Gesetzgebung nicht genügend Stützen finden werden, die Prohibitionsgesetze durchzuführen, insolange nicht das Berufungsgericht über die Prag, 17. Dezember. Heute wurde bei definitive Gültigkeit entschieden haben wird. staaten nur unvollkommen gelöst. Insbesondere Großmeferitsch das einfißige Militärflugzeug Feststellung zur Prager Remarque- Erstauffind im Zusammenhang mit den Bestimmungen B. H. 21 zur Notlandung gezwungen, wobei der führung. Die Liga für Menschenrechte in Gemeinden über 5000 Einwohner min- dieser Berträge viele tausende Personen staatlos Apparat beschädigt wurde. Der Pilot, Major stellt fest, daß der Wunsch nach festlicher Stleidung geworden. Das Schicksal dieser Menschen ist er- náše, vom Fliegerregiment Nr. 4 in Königrad, Sntofing, Abendkleid und Uniform) bei destens acht Stunden täglich, und zwar am schütternd; es spielen sich hier, fast unbemerft grätz, wurde leicht verletzt. Samstag auch in den Nachmittagsstunden und von der großen Welt, unzählige menschliche Trader freitägigen Premiere von„ Im Westen nichts Des am Sonntag von 8 bis 12 Uhr vormittags. Neues" einzig der Direttion gödien ab. Was ein betrunkener Chauffeur Kinos Alfa" entspringt, die damit den feſtIn Gemeinden mit mehr als 20.000 Ein- Die Völkerbundligen- Union und insbesonanrichtet. lichen Charakter der Veranstaltung zu wahren wohnern haben die Gemeindevorsteher während dere die englische und die österreichische Völkerderselben achttägigen Frist in jedem Hause ein bundliga und die Deutsche Völkerbundliga in Mähr.- Ostrau, 17. Dezember. Auf der glaubt. Was jedoch die Liga anlangt, ist sie, so Verzeichnis der in diesem Hause wohnenden Prag beschäftigen sich seit Jahren mit diesem Masarytstraße in Schlesisch- Ostrau verlor der lange es Menschen gibt, die nicht das notWähler( Hausliste) anschlagen zu lassen. Diese Problem. Um den Staatlosen zu helfen, gibt es Chauffeur Johann Galeja die Herrschaft über dürftigste anzuziehen haben, grundsätzlich Hauslisten sollen womöglich mit der Wählerliste drei mögliche Wege: die rein juristische Lösung, sein Personenauto, das voll besetzt war. Der die Zurschaustellung von Fräden, Smokings und im Durchschlagsverfahren hergestellt werden, da die durch Einsetzung eines internationalen Wagen geriet ins Schleudern und stürzte um Die Abendtoiletten. Was jedoch die Uniformen bemit eine genaue Uebereinstimmung der Haus- Schiedsgerichtes die endgültige Zuerkennung Insassen flogen in weitem Bogen aus den trifft, ist die Liga nicht nur für deren Abschaflisten mit dem Wählerverzeichnis gesichert ist. einer Staatsangehörigkeit an die Staatlosen Wagen, wobei der 18jährige Bergarbeiter Emil fung, sondern insbesondere auch für die ihrer TräAlle im Wählerverzeichnisse oder in der sichern würde; die zweite Methode, Sicherung der Thn unter das Automobil geriet und getötet ger, was der aufzuführende Remarque- Film mit Hausliste nicht eingetragene Wähler lönnen in die Freizügigkeit, gipfelt in der Bitte an den Völler wurde. Die übrigen Mitfahrenden kamen ver- nicht mißzuverstehender Deutlichkeit begründet. bund, diesen Staatlosen- etwa nach dem Mu- hältnismäßig gut davon. Der Chauffeur, der Der Leidensweg gefangener Missionäre. Wählerliste hineinreklamiert werden. Völkerbund- Pässe zu betrunken gewesen sein soll, wurde verhaftet. Aus Hongkong wird gemeldet: Die der Basler Bei Reklamationen sind die notwendigen Doku- ster der Nansen- Pässe Mission angehörenden deutschen Missionäre mente( Taufschein, Heimatschein, Aufenthalts- gewähren; die dritte Methode besteht endlich in dem Bestreben, den notleidenden unter den Nationalsozialistisches Bildnis. Ein Mün- Fischle und Walter, die aus der Gefangenbestätigung) beizuschließen. Personen, welche das Wahlrecht nicht besitzen, aber trotzdem im Wähler Staatlosen humanitäre Hilfe angedeihen zu chener Bankier namens Paul M. Simon, fuhr schaft chinesischer Räuber befreit wurden, sind von München nach Mittwoch in start erschöpftem Zustande hier anverzeichnisse eingetragen sind, können von jedem Die österreichische Völkerbundliga plant eine Anfang August im Auto Wähler aus dem Verzeichnis herausreklamiert Aktion, die zunächst darauf ausgeht, möglichst Bassau. Unterwegs stieß er auf zwei junge Leute gekommen. Sie sind halb verhungert und leiden werden. Ebenso kann die Richtigstellung der das gesamte Material einwandfrei zu sammeln die ihm erzählten. fie wanderten von München an Malaria. Sie waren monatelang gezwungen, Namen und Adressen der Wähler erfolgen. und zu sichten. Dieses Material soll dem Völker- nach Wien, seien Schüler des Wiener Schotten- barfuß und schlecht gekleidet in jedem Wetter Auf alle Fälle ist durch jede Gemeinde für bund zur Unterstützung unserer Bitte um die ahmnasiums und bäten ihn, sie eine Strecke im von Ort zu Ort zu ziehen, wobei sie für den ein einwandfreies Wählerverzeichnis zu sorgen! Gewährung von Völkerbund- Päffen unterbreitet Auto mitzunehmen. da ihnen das Reisegeld aus Fall eines Fluchtversuches wiederholt mit Erwerden. Die österr. Völkerbundliga beabsichtigt gegangen sei. Der Münchener Bankier fuhr die schießen bedroht wurden. Die Gefangenen wurIn Gemeinden mit mehr als 5000 Emwoh- außerdem, eventuell auf Grund dieses Materials beiden Jungen von Landshut nach Bassau und den bei Nacht zusammengekettet. Sie übernachnern kann jeder Bürger bis längstens am achten eine internationale Silfsaktion für die Staat vendierte ihnen in Baffou noch ein Mittagessen. teten in Höhlen oder im Freien, stets bewacht Tage der Auflegung der ständigen Wählerverzeich- losen einzuleiten. Zum Danke dafür erhielt er am 1. Oktober die von drei bewaffneten Räubern. Die Flucht nisse und gegen Erlag der Kosten die Ausfolgung Wir wenden uns daher mit diesem Aufrufe folgende Voitkarte: Geehrter Herr Simon! Trok- wurde durch einen Mittelsmann bewirkt, der einer Abschrift des ganzen Wählerverzeichnisses an alle diejenigen Personen, die auf Grund der dem ich Thr rafficher Gemmer bin. vinot mich die Wachen bestach. oder das Verzeichnis für einzelne Wahlsprengel Friedensverträge von St, Germain und von meine nefellihaftliche Stelluna. Ihnen für die Wien fauft fünf Gramm Radium. Im verlangen. Unter denselben Bedingungen erfolgt Trianon staatlos geworden sind und die derzeit wunderbare Autofahrt nach Balau im Auguft Wiener Gemeinderate machte Stadtrat Univerüber Ansuchen die Vervielfältigung und Aus- in der Tschechoslowakei ihren Wohnsitz haben oder und für das ante Diner in Baffau zu danken. fitätsprofessor Dr. Tandler, nachdem er über folgung der Nachträge zu den Wählerverzeich sich hier aufhalten; wir richten an alle diese Ber- jedoch als Nazi baffe und verfluche das Ansteigen der Sterblichkeit an Krebs, dessen Ursache und Entwicklung man nicht kenne, nissen.(§ 9 des Gesetzes vom 19. Dezember 1919.) fonen, welcher Gesellschaftsklasse immer ange- ich Sie. Seil Hitler! Surt Günther." benmillionen- Anleihe Franzensbots. berichtet hatte, die Mitteilung, daß die Gemeinde Die Mitglieder der Ortskommissionen haben hörend, ob in annehmbaren Verhältnissen lebend die gehörige iEnhaltung der Bestimmungen des oder dem Elende preisgegeben, die dringende Die Franzensbader Stadtvertretung hat be- Wien bei der„ Union Miniere" in Brüssel fünf Gesetzes über die ständigen Wählerverzeichnisse zu Aufforderung, uns schriftlich eine genaue, aber schlossen, zur Deckung von Investitionsaus- Gramm Radium angekauft habe und daß die furz gefaßte Darstellung einzusenden. Diese Dar- lagen fieben Millionen Ke als Darlehen auf Errichtung eines Institutes für Strahlenüberwachen. stellung soll Namen, Stand und Adresse, sowie zunehmen, und zwar Geinhalb Millionen bei der therapie im städtischen Krankenhause in Leinz eine Darlegung der Umstände enthalten, wieso sie Sparkoffa Nietereinsiedel und eine halbe Mil- geplant sei. Die Eröffnung dieses Institutes, das nicht nur als Heilbehelf dienen, sondern staatlos wurden und welche Schritte sie, wenn lion bei der Sparkassa Lobosit. auch ohne Erfolg, bisher unternommen haben. Diese schriftlichen Mitteilungen find bis Aus Uzhorod wird geschrieben: Der Finanz im April 1931 erfolgen. Tragisches Nachspiel eines Schlachtfestes. auch der Forschung offen stehen wird, soll bereits Die Erbseinde". Anläßlich des großen längstens 1. Feber 1931 an die Deutsche Völker- respizient Sarl Ma ch hatte zum Schweineschlach bundliga, Brag II., Kratauergasse 21, oder Mach an das Sekretariat der österreichischen Böller- ten zahlreiche Bekannte eingeladen und man Geſchreis über den franzöfifchen Erbfeind derer, bundliga, Wien I., Nibelungengasse 4, einzu unterhielt sich bis spät in die Nacht. Als tags die die nationalen Belange sich zu hüten berufen Wien I., Nibelungengasse 4, einzu- darauf die Eheleute das Haus nicht verließen, fühlen darauf die Eheleute das Haus nicht verließen, fühlen- wenn fie auch gerne auf die Deutschbrangen Nachbarn, denen dies verdächtig erschien, füdtiroler vergessen- erinnert eine deutsche in das Haus ein, wo die Eheleute tot im Peitung daran, daß im Jahre 1795 der preuChirurg rettet eine Batientin an den Bette lagen. Die Holzwände hatten vom Bische Winister von Liscofereider durch Uebertragung des eigenen Bluts. eingeheizten Ofen Feuer gefangen und pre fifd en Gesandten von Meherind folgen Rom, 17. Dezember. Der römische Operateur glommen, dichten Rauch entwickelnd. Die des geschrieben hat: Profeffor Stoploni hatte an einer jungen Eheleute waren, während sie schliefen, im e) für die Wahl in die Landesvertretung: jede im Wählerverzeichnis aufgenommene Person, Frau eine schwere Unterleibsoperation vor- Rauch erstid t. Die Tragödie rief im Orte die am 15. Dezember I. J. das 24. Lebensjahr genommen, als plöglich innere Blutungen auf- und in der Umgebung große Erregung hervor. Hakenkreuzpöbel als Kulturdiktator. Der bezurückgelegt hat, seit 15. Dezember vorigen traten. Sie schwebte in unmittelbarer LebensJahres im Lande und seit 15. September 1. J. gefahr, wenn nicht sofort eine Bluttransfusion fannte Berliner Regisseur Mar Reinhardt in der Gemeinde wohnhaft( behördlich gemel- vorgenommen worden wäre. Niemand von den hat unter dem Terror des nationalsozialistischen Blutspendern gehörte jedoch zur Blutgruppe der Straßenmobs die für die nächste Zeit im Deut det) ist; Gefährdeten, nur der Professor selbst. Rasch entschen Theater" von ihm selbst geplante Juszenie- Noch nicht 20 Jahre später stand Preußen schlossen nahm er die Uebertragung des eigenen rung des Bühnenwerks Mahagonny" von mit dem Erbseind" Cefterreich in gemeinBlutes vor und rettete seine Patientin vom Brecht und Weill bis auf weiteres zurückgestellt. samer Front gegen seinen„ Erbfeind" Franksicheren Tobe. Das heißt, daß das Werk vorerst im Archiv der reich. Dramaturgie verschwinden wird. Gestohlene Telegraphenleitungen. Umfangreiche Poincare geht es besser. Gestern vormit- Serstörungen find von Supferdieben auf der Strede tags wurde über das Befinden Poincarés fol- zinischen Bernau und Melchow an der Stettiner gender Krartheitsbericht ausgegeben: Das Be- Bahn angerichtet worden. finden des ehemaligen Präsidenten, der am Ausdehnung von 2 Kilometer von 38 Telegraphen Sonnobend einen Blasenkrampf batte, zeigte stangen die Bronzedrähte der Fernleitung abgeDie Drähte haben ein Gesamtgewich: heute Vormittag Zeichen der Befferung, die schnitten. Banden sich zusammengetan haben, denn es ist anseinen günstigen Verlauf zu erhoffen gestatten. bon über 30 Zentnern. Es scheint, daß verschiedene geschlossen, daß wenige Personen die Riesenmenge Temperatur und Puls normal. Rechtsprechung gegen die Prohibition. Der Drabt bätten fortschaffen können. Wähler ist: a) für die Wahl in das Abgeordnetenhaus und die Gemeindevertretungen: jeder eigenberechtigte, tschechoslowakische Staatsbürger beiderlei Geschlechtes, welcher bis zum 15. Dezember L. J. das 21. Lebensjahr zu rückgelegt hat und seit dem 15. September 1. in der Gemeinde wohnhaft, das heißt, behördlich angemeldet ist; b) für die Wahl in den Senat: J. jede im Wählerverzeichnisse aufgenommene Person, die am 15. Dezember I. J. das 26. Lebensjahr zurüdgelegt hat; d) für die Wahl in die Bezirksverireinng: jede im Wählerverzeichnis aufgenommene Person, die am 15. Dezember I. J. das 24. Lebensjahr zurückgelegt hat, seit 15. Dezem ber vorigen Jahres im Bezirk und seit dem 15. September I. J. in der Gemeinde wohnhaft ( behördlich gemeldet) ist. Das in der Zeit vom 15. bis 22. Dezember 1. J. aufliegende und im Reklamationsverfahren senden. Giftgaskrieg im Kasernenhof. Soldaten, die mit Gasmasken geschmückt find, werden im Kasernenhof photographiert. ,, Bitte vecht freundlich?" Ach nein! " Der König Friedrich Wilhelm II von Preußen wird dem historischen System des brandenburgischen Hanuses und den politischen Zielen Friedrichs II. nicht auf die Dauer fernbleiben; er wird sich bereit finden lassen, mit Frankreich gegen den Erbfeind Oesterreich Hand in Hand zu gehen." " Es wurden in einer So wie sonst Befehle zu Gewehrgriffen richtiggestellte Wählerverzeichnis, gilt für alle werden die Kommandos zum Habtacht- Stehen, Wahlen, welche in der Zeit bis zur nächsten zum Anlegen der Gasmasken, zum neuerlichen öffentlichen Auflegung des Wählerverzeichnisses Habtacht- Stehen gegeben. Und wehe dem Ungeschidten, der diesen neu- Bundesbezirksrichter Clark in Newark( Staat Bergiftungserscheinungen durch Auspuffgafe. durchgeführt werden. barbarischen Gesichtsschmud nicht richtig im New Jersey) hat eine sensationelle Entscheidung Auf der rege frequentierten Autobuslinie zwischen Wer nicht im Wählerverzeichnis eingetragen Gesicht fißen hat, nicht so, wie es die Vorschrift in einem Straffall wegen Verlegung des Pro- Volove und Sust( Karpathorußland) traten in der ist, verliert sein Wahlrecht! erheischt! Er wird mit nicht mißzuverstehenden hibitionsgefeyes gefällt. Ein gewiffer William vergangenen Woche in der Nähe des Ortes Lipša Worten daran erinnert, daß er sich beim Militär Sprague war wegen Bierschmuggels bei allen Passagieren partielle Vergiftungserscheiund nicht bei einem Photographen befinde, wenn- angeflogt. vom Richter Clark aber freigenungen auf. Infolge Beschädigung des Ableitungsgleich augenblicklich zum Photographiertwerden iprochen worden. In der Begründung des rohres für die Auspuffgase drangen diese las freispred enden Urteils wird ausgeführt, daß Innere des Wagens, wodurch die Bassagiere ohn die 18. Verfassungsergänzung, die das Allo- mächtig wurden. Sie erholten sich jedoch, wenn sie hol verbot enthält, niemals ein Be- an die frische Luft gebracht wurden, bald wieber. standteil der Verfassung der Vereinigter Staaten geworden ist, weil zu der Jntrafisetung die Genehmigung eines verfassungs mäßig einberufenen Konvents und nicht bloß der gefetgerenten Körperschaften der einzelnen Staaten notwendig ist. Richter Clark beruft sich dabei auf etwa hundert Rechtsautoritäten. Der öffentliche Antläger Philipp Formann erklärte, Bom Rundfunt. Empfehlenswertes aus den Programmen. Donnerstag. jein Beben und 12.30-13.30 Dittags Brag: 11.15-12.00 Schallplatten. fonsert. 16.30-17.30 Nachmittagstonzert. 18.25-18.55 De a time Schulbauten für die gewerblichen Fortbildungsschulen; Prof. Dr. R. Spitaler, Brag: Joh. Kepler, feine Werte. 20.00-20.30 Batule- Sänger. bis 12:00 Schallplatten. Lieder. 20.00-20.30 Aus franz. Opern. Bregburg: 11.30 Schallplatten- Tanzmusik. 12.30-13.40 20.05 Nompofitionen v. James Rothstein. Leipzig: 20.30 Bommandiert. = Bombenerplofion vor einem Warenhaus. Diens tag früh explodierte in 2yon vor einem großen Warenhaus eine Bombe. Mehrere Schaufensterein Attentat zu handeln, wie sie vor einigen cheiben gingen in Trümmer. Es scheint sich um Monaten auch in Lyon vorgekommen sind. Die Bukarester Studentenkrawalle. Dienstag Denn es ist das wichtigste für den Soldaten, jolange er noch nicht Gelegenheit zum Heldentob hatte: vorschriftsmäßig adjustiert zu sein. Ohne vorschriftsmäßige Adjustierung und Sendung. Bürgermeister A. Simmich: Unterrichtsgestaltung und uni Saltung freut den Kommandeur der ganze GiftBrünn: 11.15 gastrieg nicht Konzert. 16.30-17.30 Draußen stehen Neugierige. Männer, Frauen, Nachmittagstonzert. 18.20-18.55 Deutsche Sendung. Bree Kinder. Lachen über die seltsamen Larven, die bis 12.00 Schallplatten. 13.30-13.45 Schallplatten. 17.50-18.00 sich jetzt die Soldaten vor die Gesichter binden 18.00-19.15 Rougert. 19.20-20.00 Unterhaltungsmufit. Frankfurt: Serenaden. Röln: 20.40 missen. Ahnen nicht, daß im nächsten Krieg. dem 1000 Dollars, Volksstüd v. S. Müller- Schlösser. Königsberg: die europäische Menschheit jetzt in fröhlichem daß er erst nach gründlicher Prüfung dieses abends kant es zu neuen Studentendemonstrationen Biolin- Duos. München: 20.00 Der Bogelhändler, Operette Wetteifer zuntarschiert, diese Soldaten immer Urteils sich entscheiden werde, ob er Berufung in Bukarest. In dem Gebäude, in welchem die v. Zeller. Wien: 20.00 Chortonzert. 22.10 bentonzert, noch bessere Chancen haben werden als die Zivi- einlegen werde. Dieses Urteil des Bundesbe- Freimaurerloge ihren Siz hat, wurden die Fensterlisten. Denn der Soldat wird eine Gasmaste zirferid ters in Newart hat in ganz Amerika scheiben eingeschlagen. Eine Gruppe der Demonhaben, der Säugling aber nicht. das größte Aufsehen erregt. Es heißt, die un- ftranten zog zu dem Gebäude des Polizeipräfekten, Aber die Zivilistert mögen sich trösten: Bis mittelbare Folge desselben werde sein, daß zu- wurde aber von der Polizei zerstreut. Siebei fam Brag: 11.15-12.00 Schallpl. 12.30-13.30 Stonzert, 18.25 bis es zum Kriege kommt, werden längst Gasarten mindest im Etoate New Jersey alle Verhaf- es zu einem Zusammenstoß, wobei ein Manifestant Quantität, Qualität und Rentabilität in der landow. Brobuftion. genug erfunden sein, gegen die auch Gasmasken tungsbefehle und alle bereits wegen Bertaufes durch einen Revolverschuß verlegt wurde. 18 PerSchallplatten. feinen Schuß gewähren und damit wird die demo- von Epirituosen durchgeführten Verhaftungen fonen wurden verhaftet. Zwei Dörfer eingeäschert. In den ostpolnische. Brekburg: 11.30-12.00 Schallplatten. 16.15-16.30 Schallplatten. fratische Gleichheit vor dem Tode wieder her- folange ihre Gültigkeit einbüßen, als über das Urteil nicht durch das Appellationsgericht ent- Dörfern Krasne und Balunce brach eine Feuers chen. 18.25-18.55 Stlobierkonzert. Breslau: 20.30 Orchester gestellt sein. Einstweilen aber, solange dieses Gas noch schieden sein wird. Ferner wird behauptet, daß brunst aus, durch die faft sämtliche Häuser und Symphoniekonzert.in: 30.50 au burd Operetten nicht zuverlässig erfunden ist, muß natürlich geübt die Regierungsbehörde in Washington, insbe- Wirtschaftsgebäude ein Raub der Flammen wurden. London 1: 22.00 Orchester- und Chortongert. Konzert. Freitag. Brünn: 11.15-12.00 Rom: 20.40 18.55 Deutsche Sendung. Landwirtschaftsfunt. Doerell, Brag: 22.20-23.20 Konzert. 16.30-17.30 Rammermusif. 12 30-13.30 Mittagskonzert. 16.30-17.30 Kammermusit. 17.30-18.25 Magyarisches Stünd Minden: 31.00 fonzert, Hamburg: 22.35 Walzer- Abend. ber Neuzeit. Lonbon II: 20.45 Rlobierfoli. Nr. 396. Donnerstag, 18. Dezember 1936. Gelte 8. Kriegsdienstverweigerer. Rudolf Kubala, Fabrikarbeiter aus P st r n L, Bezirk Mistel in Mähren, hat vom 1. Oktober 1923 bis 31. Dezember ISA seiner Wehrpflicht entsprochen; als er im Ium 1928 zur ersten Waffen- iibung einberufen wurde, verweigerte er den Dienst mit Waffen. Er lehnte es ab, die Uniform anzuziehen u«ü> Waffen zu ergreifen und erklärte seinem direkten Vorgesetzten, dem Stabskapitän Josef P e- rntka, daß er keinen Waffendienst leisten werde, dies sei gegen die Lehre Christus und gegen seine innere Ueberzeugung. Mit Urteil des Divisionsgerichts Olmütz vom 17. Dezember 1928 wurde er gemäß 88 145 und 146 tzeS Militärstrafgesetzes zu 18 Monaten schweren Kerkers verurteilt und hat diese Strafe auch im Militärgefängnis in Brünn am Spielberg verbüßt. Das gleiche wiederholte sich Heuer am 1. Juli, als Kubala zur zweiten Waffenübung eingezogen wurde; am 8. Juli wurde er verhaftet und mit Urteil vom 27. Oktober 1930 vom Olmützer Tivisionsgericht zu 26 Monaten schweren Kerkers verurteilt. Der Wahrspruch des Gerichtes ist deshalb interessant, weil er sich gegen die Gutachten der Lerzt« wandt«; das Gericht stellte sich auf den Standpunkt, daß der Angeklagte seine feste Ueberzeugung nur simuliere und daher nicht aus unwiderstehlichem Zwange gehandelt habe, daß er ganz genau gewußt hübe, worum eS sich handle, daß er das Gesetz bewußt übertreten wolle und für diese Tat in subjektiver Hinsicht voll verantwortlich sei. Die bedien Aerzte wollten dem Angeklagten helfen und führten in ihrem Gutachten aus, daß Kuba!« an der Grenze zwischen geistiger Gesundheit und Krankheit stehe und von Zwangskomplexen beherrscht sei:„Bei seiner Geistesverfassung und dem Vorherrschen dieser Gedankenkomplexe war der Täter nicht imstande, nach freiem Willen zu handeln und hat die Tat in unwiderstehlichem Zwang begangen." Der zweite Sachverständige hielt die Zurechnungsfähigkeit nicht für ausgeschlossen, jedenfalls aber so erniedrigt, daß sie fast ausgeschlossen sei. Trotzdem gelangte das Erstgericht zum Schuldspruch und erkannte, daß religiöser Fanatismus kein Strafausschließungsgrund sein könne. Dabei ist Kubala konfessionslos!! Die Verteidigung stützte sich hauptsächlich aus den klaren Wortlaut der Verfassung, die im 8 121 di« Gewissensfreiheit feierlich statuiert hat. Die bisherig« Judikatur in diesen Pro- zeflen vertritt aber ausnahmslos den Standpunkt, daß die Ausübung der Gewissensfreiheit und Religionsfreiheit nur im Rahmen der Gesetze möglich sei, daß die WchrMcht durch 8 127 der Verfassung allgemein verpflichtend eingeführt wurde, daß im 8 122 der Verfassung ausdrücklich die Freiheit religiöser Ueberzeugung und ihrer Ausübung auf di« Grenzen, di« durch di« Gesetze gezogen wären, eingeschränkt sei und daß daher die"Kriegsdienst- Verweigerer für ihr Vorgehen voll strafbar seien. In feinem Plädoyer wies dann Verteidiger Dr. Groag aus Brünn darauf hin, daß sich die allgemein« Wehrpflicht nur auf taugliche Personen beziehe und daß Kubala eben in seelischer Hinsicht nicht diensttauglich zu nennen wäre, daß es sich um eine ethische Ueberzeugung handle, unter deren Einfluß Kubala seinen freien Willen verloren hab«. DaS Oberste Militärgericht hat dir Argumente der Verteidigung nicht anerkannt, die Nichtigkeitsbeschwerde verworfen und die Kriegsdienstverweigerung nach wir vor als Straftat anerkannt. Dagegen wurde der Berufung gegen das überaus harte Strafausmaß Folge gegeben und di« Strafe auf 8 Monate schweren Kerkers erniedrigt, in die die bisherige Haft einzurechnen ist, so daß Kubala am 3. März 1931 wird entlassen werden. Interessant ist, daß die Militärpsychiater vor der ersten Instanz verlangt haben, Kubala möge ihnen zur neuerlichen Untersuchung nach Beendigung des Prozesses anvertraut werden, damit sie ihn auf seine Militärtauglichkeit untersuchen könnten. Wie die Verteidigung anführte, bedeutet diese Judikatur, daß die besten Errungenschaften der Revolution von 1918 in der Verfassung nicht genügend fest verankert wurden. W. 8. Gänsebraten. Bon I. Hanns Rösler. Paul und Paulin« löffeln ihren Kaffee. Es klingelt. „Ein Brief", brachte Minna die Morgenpost. Er war an Frau Pauline adressiert. Deshalb öffnete ihn der Mann. „Wer schreibt denn?", fragte Pauline. „Wer denkste denn, wer schreibt?" „Wer soll schon schreiben?" „Emmerichs", legte der Mann gewichtig den Brief auf den Tisch. „Emmerichs? Welche Emmerichs?" „Emmerichs aus Dresden. Die wir im Sommer im Bad getroffen haben." „Ach so. Leben die auch noch? Was schreiben sie denn?" „Sie wollen uns morgen besuchen. Zum Wendbrot." „Sollen sie schon kommen." „Was heißt: sollen sie schon kommen?", brummte Paul,„warum kommen sie denn? Was wollen sie denn? Sich einen billigen Abend machen, sich den Wanst vollschlagen für mein Geld wollen sie. Das sind so deine Bekannten." „Wieso meine Bekannten? Du kennst sie doch genau so wie ich?" „Wer hat denn die Frau zuerst auge- sprochen?" „Ich, weil du den Mann kennst." „Weil ich den Mann kenne, brauchst dtl nicht gleich mit der ganzen Verwandtschaft dicke Tinte zu sein. Nächstens befreundest du dich noch mit der Frau des Schaffners, der mir früh meine Fahrkarte zwickt. Oder ladest die Schwester vom Briefträger ein. Hänge doch gleich«ine Tafel vor das Haus: Freies Mittagessen für jedermann. Mein Mann zahlt alles. Wer diesmal hast du dich geschnitten. Von mir kriegst du nicht einen Groschen. Sieh zu, wie du deine Bekannten bewirtest." Pauline weinte noch ein wenig sanft in die Kaffeetasse. Dann ging sie in die Küche. * „Ninna", rief sie. ,Li«r bin ich.".... ..^Wir.jWomrnyl■ morgen.abend, Haben Sic noch Wirtschaftsgeld?" Minna anttvortete wie all« Mädchen in solchen Fällen: „Nein. Nur noch ein paar Pfennige." „Dann müssen wir eben etwas Einfaches kochen. Für jeden zwei Paar warme Würstchen. Nun passen Sie aber gut auf. Ich werde vor Tisch erzählen, daß wir eine gebratene GanS haben. Bevor Si« jetzt die Würstchen austragen, lassen Sie einen Teller mit großem Krach fallen, schreien auf, ich komme aufgeregt heraus, und wir tun so, als ob di« Gans in den Kohleneimer gefallen wäre. Ich werde siirchtbar mit; Ihnen zanken, und dann servieren Sie einfach die inzwischen gekochten Würstchen. Haben Sie mich verstanden?" »Ja, gnädige Frau", griirste Minna vergnügt. Eine WeihuachtrseschiAte... SPD. Hallo... Herr Redakteur... ich habe«ine wundervolle Idee für eine Weih- rrachtSgeschichte... spannend, wahr, selbst erlabt... hören Sie, bitte, einen Moment zu! „DaS«störte Wcihnachtsmahl!" könnte man dies« hübsche Sach« nennen, als Untertitel: eine! Schreckenssahrt durch den Indischen Ozean...1 wie, bitte?— Indisch; nicht Misch. Also: ich| fuhr von Batavia ab, in der Ladung verstaut. Wir hatten den Bauch voll Kopra... den Schiffs hauch natürlich... Ich war stanz frech an Bord gegangen, wollt« man wieder heeme. Auf der Fallreep stand die Wache, aber die Wache nahm an, daß| ich zur Kommission gehörte, die sich gerade an Bord begab... und die Kommission» der ich! gefolgt war, glaubte, daß ich zur Mannschaft! gehörte... ulkig, wie? Am Laderaum waren»och zwei Bretter offen. Ich hockte mich ran. Unten erhob sich ein bräunlichweißer Berg: Kopra, Kopra... für Ma^arine, Seifen... Sie wissen ja Bescheid. In einem unbeobachteten Moment lag ich— Wuppdich— unten auf den zerschnittenen Kokosnußschalen... Bald wurden die Bretter eingesetzt, und es wurde dunkel— zappenduster, wie der Seemann sagt. Ich knabberte an meiner Schokolade, nahm| einen Schluck aus der großen Flasche, die in meiner Hosentasche steckte, und— was sollte ich ander- machen!— schlief, schlief, so viel ich schlafen konnte in dieser ewigen Nacht. Aber schließlich ging's nicht mehr. Und wie ich so lag und mir die Zeit auszurechnen versuchte, hörte ich etwas rascheln. Eine Maus! Maus?? An den Laderäumen gibt es Ratten, ellenlange Diester, frech und vclllg«fressen... Tatsächlich: das Vieh lief mir einmal über die Hand... dann spürte ich's an der Backe. Ich rollte auf den Schalen herum, tobte und schmiß Kopra um mich: die Ratte war einfach zudringlich. Sie langweilte sich Wohl, wollte mit mir schmusen ... hat man so was schon gehört?!... Mer, zum Teufel, es wurde heißer und heißer. Ich legt« ein Kleidungsstück nach dem anderen ab, machte einen Knäuel daraus, mich vage in der Dunkelheit orientierend, die mir jetzt schon vertraut lvar wie einem Kater. Schließlich zog ich Niir das Henid vom triefen- den Leibe und breitete es neben mich hin. Kaum fühle ich mich einigermaßen trocken und behaglich, da krabbelt etwas an meinen ausgestreckten Beinen hinauf, knabbelt— krabbelt am Schenkel— nein, gleitet, glitscht,— etwas Langes, MleS! S o lang ist keine Ratte. Wie, wenn daS ein« Schlange wäre?! Jetzt fühle ich das Schwänzende am Bein und einen Kopf am Bauch. Verflucht! Ich bin im Schiffsbauch zusammen mit einer Schlange eingefperrt» und daS Luder ist womöglich noch giftig!... Also— eine Kobra war mit in die Kopra geraten, die in Blechrinnen in den Schiffsrumpf geleitet wird. Ich stellte es mit Entsetzen fest: an den Bewegungen, an der Art... ich fühlte es, spürte es... da war kein Zweiftt möglich. Von da an blieb ich so ruhig wie ein ausgebahrter Heiliger liegen. Eine Kobra darf man um Gottes willen nicht reizen. Aber si« reizte in i ch, das Biest; sie wurde immer frecher uwd zudringlicher— sie langweilte sich. Ob Sie mir's nun glauben oder nicht: das Satanstier fing an, mit mir zu spielen. Es legte sich mir auf die Brust. Ich fühlte den Kopf des Ungeheuers an meinem Herzen... ach, großer Gott — und jetzt ein Biß... Ich sprang in die Höhe, schrie wie ein Wahn- sinniger, kletterte zu den Deckbrettern hinauf und schlug dagegen: Zu Hilfe... zu.Hjijilf«!!! Wie ein Häse schoß ich los, nachdem man ... bei der Zubereitung Teemargarine >SANA< und S peisefett »PO LARIN« verwenden. Beide sind hochwertige Naturfette und dabei viel billiger als Butter und Schweinefett. ein festliches Mahl- Fische, Striezel, Bäckerei-werdenSie auch bei einem kleineren Einkorn men für we- nigGeldhaben, wenn Sie... Di« Sach« machte Ihr mächtigen Spaß.'-' * „Der Besuch ist da", meldete Minna am nächsten Abend. Paul und Pauline strömten ; ihm entgegen. „Tas ist aber nett von Ihnen", drückt Paul beiden die Rechte,„daß Sie uns auch einmal besuchen. Wir haben uns gestern so gefreut, als wir Ihren Brief bekamen." Emmerich schälte drei ruppige Rosen aus -dem Papier. „Gestatten— ein« Kleinigkeit* „Wer das war doch wirklich nicht nötig", nahm Pauline die Blumen und gab sie in die eigens dafür vorbereitete Base. „Sie werden sicher hungrig sein", sagte sie dann, ,Aavf ich gleich zu Tisch bitten?" mich herausgezogen hatte.„Doktor, Doktor!" rief ich und stürmte die Treppe zum Oberdeck hinauf. Dort saß unterm Sonnenfegel eine große, feierliche Gesellschaft von Schiffsoffizieren und Passagieren. Der' Tisch bog sich förmlich unter oll den guten Sachen, die darauf standen, und ein künstliches, offenbar vom SchiffSzim- mermann fabriziertes Bäumchen zeigte den An- kaß: es war das Christinas dinner, zu dem man sich hier versammelt hatte, der berühmte Weih- nachtsschmaus. Zum Teufel damit! Ich schrie nur immer:„Doktor, Doktor, eine Kobra hat mich gebissen..." Die Männer lachten; die Frauen kreischten wie verrückt. Ich war-splitternackt. Wenn man Gift im Blute hat, macht man sich nichts daraus...„Zu Hilfe... zu Hi Ulfe!!" Jemand packte mich beim Genick und schleppte mich fort. Ich wurde zuerst untersucht, und dann verhauen. Gebissen war ich nicht. Man fand meine Kleider, aber keine Kobra auf der Kopra. Es war alles Einbildung gewesen. Ich mutzte Geschirr waschen, und in Suez kam ich ins Loch. Mit der Heimfahrt wurde es nichts .... alles wegen so eines Rattenluders... Wie?— Was???„Quatsch", sagen Sie?— Herr Redakteur, legen Sie sich einmal nackt im Finstern auf einen Kopraberg, und lassen Sie sich«ine glitschige, nasse Ratte auf Ihrem Bauche herrnnkriechen... Ich schwöre Ihnen: Sie wüßten nicht, ob's eine Niesenschlänge oder eine Weinbergschnecke wäre... es kann alles sein, was man sich vorstellt. Man denkt an irgendein Biest und spürt es schon, daß es dieses und kein arwreS fft... Wie meinen Sie— Ich soll Sie nicht länger aufhalten?— Schade, schade! Und ich brauchte so nötig das Honorar— oder wenigstens einen Vorschuß... Wie, bitt«?— Wie??!!— Hallo! Hallo.... Haaaoaaalloooooooo, oh! oh! Heinrich Hemmer. Emmerichs ließen sich das nicht zweimal sagen. Sie drängten in das Speisezimmer, wo der Tisch gedeckt stand. Pauline baute die Blumenvase in die Mitte und erhöhte so den festlichen Glanz. „Sie haben sich doch hoffentlich keine Unkosten wegen uns gemacht", meinte Emmerich. „Wir haben nur eine Gans." „Slehste", strahlte Frau Emmerich jetzt über das ganze Gesicht,„was habe ich gesagt? Wir kriegen hier sicher etwas Gattes zu päppeln. Vielleicht gar eine Gans."' „Das freut mich, Ihren Geschmack getroffen zu haben", lächelt« Pauline und klingelte dem Mädchen. Jetzt mußte das große Ereignis einlrctcn Minna stand in der Küche. Weit und breit keine gebratene Gaus. Dafür hielt sie in der linken Hand einer. Suppenteller mit acht Paar gekochten Würstchen. In der anderen-Hand schwang sie deu teeren Teller, jederzeit bereit, ihn mit Krach in den Kohleneimer zu schmettern. Da llingelte cs. * Inzwischen band man sich im Zimmer die Servietten um den Hals. Pauline llingelte noch einmal. Dann klang von der Küche her ein großer Krach. Geschirr flirrte. Eine Frauenstimme schrie hell auf. „Um Gotteswillen! Die Gans!", eilte Pauline entsetzt in die Küche. Noch im Zimmer rief sie:„Minna, Minna? WaS haben Sie denn gemacht? Was ist Ihnen denn heruntergefallen? Sicher die gut« Gans, was?" Minna schrie und weinte in der Küche, wie ihr eingelernt war. ,„Das ist mir furchtbar unangenehm", wandt« sich Pauline noch einmal an die Gäste, bevor sie Minna zur endgültigen Bestätigung herbeiholte,„jetzt haben wir nichts mehr zu«ssen, bis auf ein paar warme Würstchen, die wir zufällig im Hause haben, so«in Kreuz heutzutage mit den Dienstboten! Minna, Minna, kommen Sie herein!" Minna schlich sich durch die Dur«. Ihr Gesicht barg si« weinend in die Schürze. Pauline freute sich über das gelehrige Mädchen. „Was haben Sie denn fallen lassen?", ftagte sic streng. Keine Antwort. „Sie haben doch«twas fallen lass«»?" „Ja", weinte Minna. „Wohin?" „In den Kohleneimer." „Die Gans, was?", freute sich jetzt Pauline ihres gelungenen Tricks. Weinte Minna immer lauter und sagte: „Nein. Die Würstchen." Beite 6. Bezirksorganisation Prog der deutschen sozialdomokoctischen Arbeiicapartei, Arbeiterverein ,, Kinderfreunde", Ortsgruppe Prag. Am Sonntag, den 21. Dezember findet m Saale des Odborový dům, Prag, Perštyn, Weihnachtsfeier eine mit reichhaltigem Programm statt. Beginu 2 Uhr nachmittags. Alle Genossen und Genossinnen sind hiezu herzlichst eingeladen. Vorträge. Donnerstag, 18. Dezember 1930. Aber die Das Prager Theatre Varietee, in dem diese| Ende von Südamerika. Aber das packende Leben des Woche ein neues Programm begann, überrascht russischen Kulturfilms fehlt hier! immer wieder damit, daß es wirklich immer wieder Ein sehr sauberer und spannender Film der Neues zu bieten veranag und daß auch jene Num- Ufa" läuft int ,, Avion":„ Der Schuß im Tonfilmmern, die zum Abendfüllen unerläßlich und die nur atelier" tötet eine Frau und wird im Interesse der immer ein wenig variiert sind, doch starke Abwechs Spannung erst nach einer Stunde durch eine techlung und fast durchwegs gediegene Qualität haben. nische Unwahrscheinlichkeit aufgeklärt. Derzeit produziert sich dort der Zukunftsmaler" Sauptrollen sind blendend besetzt, Stahl- NachWillard, der in wenigen Minuten drei Medail- baur ist ein herrlicher Kriminalkommissär, Harry lons scheinbar vollfleckst und dann, rasch, ehe noch rank ist schön und bedeutungslos wie immer, das Publikum seiner Entrüstung über die unver- Robert Thören weiß den ertappten Verbrecher ständliche Schmiererei Ausdrud gibt, die Medail- mimisch treffend zu spielen und zeigt auch eine nonTons auf den Kopf stellt, worauf auf einmal drei chalante Unsicherheit, die etwas von der Schablone abweicht, nur Gerda Maurus ist egal hübsch ausgezeichnete Landschaftsbilder sichtbar werden. Zwei und gleichgültig; 3eisler, der Regisseur zeigt das meritanische Seiltänger, der eine seriös, der andere Treiben im Tonfilmatelier in flotten Strichen. tomisch, verblüffen durch Wunder der Balance, Rudi Glasl ahmt etliche Instrumentalisten fingend so trefflich nach, daß die Herren im Orchester an der Notwendigkeit ihrer Instrumente zu zweifeln begin nen und Ellen Octavio läßt ihr Aeffchen ent südend konzertieren und allerhand ergögliche Dummheiten aufführen. Natürlich fehlen auch halsbreche rische Afrobatenleistungen und immer wieder fesselnde Jonglierkunststücke nicht. Auch ein Prager Hausfomiter ist da. Aber seine Spässe sind dürftig. Doch das nimmt man in der Fülle der anderen aus gezeichneten Produktionen ohne weiteres hin. g. Sport- Spiel- Körperpflege * * Arbeitersport in Lettland. 2 Nr. 296. 9 PALABA- Ratschläge für Weihnachten 5. 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Der überaus gute Besuch des gend erfüllen will, die Rede verschlagen, ein Drittel Vortrages, zu dem auch eine große Anzahl unserer hört man englische Laute; glücklich die, denen eine Jugendlichen erschienen war, sprach für die Ratgütige Unbildung das Verständnis dieser Weisheiten Lofigkeit in Sachen der Sexualität. Dr. Max Ho unmöglich macht! Coquette ist Mary, weil sie fid) dann stellte u. a. das Verhältnis der Kirche zur einem Armen" verspricht, ihr Vater schießt den segnellen Aufklärung dar und zeigte, welch großer „ Schänder" nieder, Mary lügt vor Gericht, um ihrem Vater Gelegenheit zu geben, sich vor Gericht Teil der Befangenheit in segualen Angelegenheiten auf das dogmatische Erziehungssystem zurückzuführen ganz offiziell zu erschießen; sie selbst wartet mit einer fei, das von einemt modernen, naturwissenschaftlichen Verzweiflungsszene auf, die sich kaum ein besseres Provinztheater gefallen lassen würde. Mit dem Erkennen der Dinge abzulösen wäre. Er verwies auf Programmt versöhnt ein herrlicher Mickeymaus- Triddie Schädigungen, die dem Menschen aus der Un film, dessen Typ das Wertvollste darstellt, was Amewissenheit in sexualen Fragen erwachsen, Schädigun Die Meisterschaften des lettischen Sport- rifa an Filmen liefern kann.( Bio Alfa.) gen aus Angst vor Folgen, in Fällen, wo feine ,, Die Schlange im Paradies" ein MetroFolgen zu erwarten, noch zu bemerken sind u. ä. m. und Schutzbundes im Fußball wurden in diesem Sehr interessant waren seine Aeußerungen über die Jahre in 3 Klassen durchgeführt. In, der A- Klasse Goldwyn- Meyer- Produft habe ich nicht zu Ende Bevölkerungspolitik, über die Gründe der Geburten waren die Aussichten der Mannschaften auf die Mei- erlebt und mit einem ergebenen Seufzer verlassen, einichränkung und zum Problem der Schwanger sterschaft gleich groß verteilt. Im Endspiel siegte als der gebrochene Bater per Aero losfliegt, um sein schaftsunterbrechung sowie der Empfängnisverhütung. Ribau. Sweitbeste wurden die Mannschaften der Kind auf einer Südseeinsel wahrscheinlich zu finden. Zentrum und Speks", die Das entnehme ich den Reklamebildern. KinderDie von ihm gemachte Erfahrung, daß in Deutsch Hauptstadt- Riga- Zentrum und„ Speks", die Das entnehme ich bücher sind nicht naiver als die amerikanischen Geiland die Verteilung empfängnisverhindernder Mit- Meister der Jahre 1929 und 1928. stesfabrikanten; Lewis Stone und Norma Shea tel durch die Kaffen der Sozialversicherung, für die rer sind aber gut, wie immer. W. Lg. Rajien allein eine große Ersparnis bedeuten gegenIn den im November stattgefundenen Schlußüber den Kosten, die ihnen erstehen aus der Nach kämpfen um die Box meisterschaften 1930- bebehandlung unsachlicher Abtreibungsmethoden durch teiligten sich 39 der besten Borer. Meister BettSurpfuscher, sollte auch hierorts den zuständigen Fal Lands wurden Baegle( Bolderaa) Fliegengewicht; toren zu denken geben. Aber gibt dem Bürger eine Dolgizers( Riga- Perez), Drengers( Riga- Zentrum)| Konstituierung des Verbandsvorsche Wirtschaft",„ Rußland in Europa und Asien", joziale Angelegenheit Grund zur Ueberlegung? In Federgewicht; Tjasto( Bolderaa). Leichtgewicht; dem Sinne vielleicht, wie er sich ihr entziehen kann. Bavars( Libau) Weltergewicht; Posdnjakows Auch dagegen wußte Hodann Rat, dessen Vortrag( Riga- Speks)-Mittelgewicht; Muscha( Riga- Bennebst sexualwissenschaftlichen Betrachtungen eine trum)- Halbschwergewicht; Seizmans( Riga Menge jozialpolitischer Hinweise enthielt, deren leg Bentrum) Schwergewicht. ter, das schöne Zitat von Engels, die Philosophen haben die Welt verschieden erklärt, es tommt aber darauf an, sie zu verändern", den Abend schloß, über dem es auch geistig leuchtend geschrieben stand. tiv. PS. Die Polizei fand es für notwendig, sich durch einen Kommissär vertreten zu lassen. Hochschulfurs Schule und Wirtschaft". Pra g. Klementinum, Hörsaal 2. Donnerstag, 18. Dezember 8.30-1 Uhr Vortrag Min.- Rat Prof. Woldt- Berlin, Probleme des modernen Bildungswesens. Nach dem Vortrag Aussprache. Zutritt frei. Eine Libauer Fußballmannschaft spielte in Tilsit Deutschland) und verlor mit 2: 1. Bei den lettischen Meisterschaften im Ringen wurden Sieger: Strasdinsch( Riga- Brib. varti) Federgewicht; Briefuls( Riga- Jana varii) - Leichtgewicht; Upmals( Riga- Briv. varti) Mittelgewicht; Kruse( Grünhof)- Halbschwer gewicht; Wanags( Riga- Briv. varti) Schwergewicht. Die lettischen Boyer Drengers und Dolgizer tämpften mit guten Erfolgen zum ersten Male in Oslo( Norwegen). Zwei finnische Borer fomen nach Riga und beteiligten sich an internationalen Wett fämpfen. Sieger blieben jedoch die Letten. Der Film. Die Filmwoche. Hin und wieder hat man ju Jugendbewegung. standes. Bedeutung sind und diese Bedeutung wohl auch als Waterial für eine fünftige Geschichtsschreibung, behalten werden, liegt nun vor. Wenn der Verfasser von dem Buche in seinem Nachwort sagt, es solle vor allen Dingen unserer Gegenwart dienen, so wird dieser Zweck damit sicher erreicht werden. Es wird nicht wenig dazu beitragen, Wesen und Geschichte der Sowjetunion zu erkennen. Es behandelt: Alltag, Kunst und Kirche", Männer und Prinzipien int Kampf um die Macht" ,,, Die ruffiDeutschlands Ostpolitik" und„ Die letzte WenDer auf den Verbandstag neugewählte Ber- dung". Das sind die Hauptgruppen, nach denen die bandsvorstand trat sofort zu seiner konstituierenden in gepflegtem Stile und aus hohem Verantwor Sigung zusammen und wählte als Verbandskassier tungsgefühl heraus geschriebenen Artikel gegliedert den Genossen Josef Materna, Tepliß Schönau, find. Jeder Politiker wird das Buch mit großem als Verbandssekretär den Genossen Rudolf Geiß Interesse lesen. Ter, Teplis- Schönau, als Verbandsobmannstellver- ,, Das Kreuz in der Wildnis." Erlebnisse. Von treter die Genossen Herold Brumlil, Teplitz Mag Otto. Verlag Grethlein u. Co., Leipzig. Schönau und Florian Weitert, Karlsbad, und als Kanadischer Nordwesten. Unendliche Weiten, UrSchriftführer den Genossen Ferry Schimmel, wälder, furchtbare Winter, Schnee, Eis, Stürme, Bodenbach. Als Schriftleiter der Sozialistischen Gefahren, das ist auch heute noch das nordwestliche Jugend" wurde Genosse Rudolf Geißler gewählt. Kanada. Max Otto. erzählt mit größter Spannung Literatur. von dem ergreifenden Schidsal einer Sandvoll deutscher Männer, die vor und während des Krieges auf diesem vorgeschobenen Postens Farmer, Jäger und Belstierfänger ihr hartes Leben 7 Jahre Sowjetunion." Bon Paul Scheffristen und die sich bei Striegsausbruch mit einer fer. Verlag Bibliographisches Institut A.-G., fleinen Schar deutschfreundlicher Indianer zu einem Leipzig. Paul Scheffer hat. als Korrespondent des geheimen Kampfbund zusammenschließen. Ob auf Berliner Tageblattes" sieben Jahre in Sowjetruß gemeinsamen Trapperfahrten, ob int glühenden Sonland gewirkt und er hat in diesem Zeitraum, der nenbrand auf endlosen Wildnispfaden, ob in winKunst und Willen. die Jahre 1922 bis 1929 umfaßt, über die politi- terlichen Unwettern, oder im Stampfe gegen fanaAlexander Brailowski, der Stlaviervirtuose, verschen, wirtschaftlichen und fulturellen Verhältnisse bische Bolizei, immer halten sie treue Kameradschaft anstaltet am 5. Jänner in der Lucerna ein Konzert. Rußlands eine große Anzahl von Artikeln geschrie- bis in den Tod. Die wenigen Uebriggebliebenen Umberto Urbano, der Baritonist, veranstaltet der Murmantüste, im Gebiet der sibirischen Taiga, ben, die man, obwohl von einem bürgerlichen Jour fehren schließlich nad) Deutschland als Flüchtlinge nalisten geschrieben, dem Sachkundigsten und unvor zurück. Das fesselnde Buch ist ein Denkmal eingenommenſten zuzählen kann, was je über die heroischen Kampfesmutes. Verhältnisse dort geschrieben wurde. Schon früher wurde der Verfasser gedrängt, diese Arbeiten, denen weit mehr als Tagesbedeutung zukommt, in Buchlüd; vor allem mit dem russischen Stulturfilm„ Udu, primitive Jäger". Die„ Sovtino" zeigt einen Jägerstamm an jener unendlichen Urwaldwelt, deren einzigartige, am 6. Jänner int Smetanasaal ein Konzert. ruhige Schönheit uns nun zum erstenmale in unverSpielplan des Neuen Deutschen Theaters. Don- geßlichen Bildern gezeigt werden. Wir sehen und erUhr( 58-2):„ La Traviata". leben das primitive Dasein der Jäger, die nur nerstag, 7½ Freitag, 7% Uhr( 50-3):" Die schöne Helena". Fische und Fleisch essen, teinen Ackerbau tennen, Samstag, 7% Uhr( 60-4): Tosca". Sonntag febde Beute mit dem Nachbarn teilen, wir sehen sie form zu veröffentlichen, er weigerte sich:„ Die Ehre 2½ Uhr, Kindervorstellung zu ermäßigten Breisen: in ihren einfachen Booten auf reißendem Strom des Journalismus bildet eben das Momentane. Die Angelina": 7 Uhr:( 61-1) Elisabeth von England". Montag, 7. Uhr, Bankbeamten I. und II.: Simone Boccanegra". " Spielplan der Kleinen Bühne. Donnerstag, 7% Uhr: Die Wunder- Bar". Freitag 7% Uhr, Stulturverbandsfreunde:„ Der Unwidersteh liche". Samstag, 7.30 Uhr: ,, Sturmim Wasser glas". Sonntag, 3 Uhr:& ignerund None"; 7% Uhr: Karussell der Liebe". Montag, 7% thr: Die Wunder Bar". Ein Wiedersehen. Von Ernst Teusan. und genießen Stimmungen, die durch einfache Unfchärfen, durch Ueberblendung erzielt werden. Ein ergreifendes Gedicht eines geheimnisvollen Waldes und seiner Inwohner!!( Bio Louvre). Geschichtsschreiber mögen auf die starre Scheibe schießen: Der Journalist ist der Jäger, der das Lebendige Wild jagt." Der Sowjetregierung war Paul Scheffer als Beobachter ihrer Tätigkeit und Auch die Deutschen zeigen einen guten Kultur der Zustände im Lande unbequemt, wie ihr jeder, film eilberkoudor über Feuerland". Was die Ruf der sich auch nur Objektivität zu bewahren sucht, sen mit genialer Begabung erreichen, macht der unbequem ist und so wurde er im September 1929 Deutiche mit Eifer und peinlicher Genauigkeit; auch ausgewiesen. Er hat nun dem Wunsche nach Buchhier sehen wir erschüttert die Schönheit der Natur, werbung seiner Artikel nachgegeben und das Werf, fchroffen Fels und Eis in Feuerland, dem kalten das jene Artikel enthält, die auch heute noch von zahlen können, und dem er seine Koffer hinterKuckuck 30 Groschen 20 Pfennig 30 Rappen 1-60 č. K. Die größte illustrierte Wochenschrif. Erscheint jeden Sonntag überall erhältlich Serausgeber Siegfried Taub. Sherrebatteur. Bilbelm tenet. Berantwortlicher Redakteur: Dr. Emil Strauß Prag Druck: Rota.- G. fu: Zeitung und Buchdrud Prog. Für den Drud verantwortlich: Otto Soltt. Prog. Die Zettungsmartenfrantatur murbe vou ber Bot u. Telegraphen Direktion mi: Erlag Nr. 13.300/ VII/ 1980 bem ligt 31.8431/ 30. Ausschreibung. Bei der Bezirkskrantenversicherungsanstalt in Ausland, um dort sein Seil zu versuchen. Das Mädchen fand audere Liebhaber, kam zur Bühne Leiters des Zahnambulatoriums und machte sich einen Namen." Und heute beschließt sie wohl ihre Tage einem Winkel ihrer geliebten Bretagne...?" ,, Wie Sie das alles so erraten", staunte andere. in der Ja Monsieur Pierre..." mit 1. Jänner 1931 zur Beseßung. Ja- gewiß-und, wie ich Ihnen schon Lassen hatte. Der Antiquar hatte das Bändchen vorhin sagte, kannte ich den jungen Mann, der mit einem durchsichtigen Schmukumschlag verse- damals, als ich Angestellter in der großen Buchhen, wie man das der Schonung halber bei handlung am Boulevard St. Michel war, so oft Vor einem der Bücherkästen, die den wertvolleren Büchern zu tun pflegt. Gern hätte bei mir faufte und mit mir plauderte. Ein gu wirklich auch ziemlich vermö Seinequais in der Gegend von Notre Dame und der Alte es gekauft. Er besaß aber nicht fünf ter Junge dem Studentenviertel jenes charakteristische Aus- Frants und die Gedichtsammlung war gend. Aber die hübsche Germaine verstand es, schen verleihen, blieb an einem sonnigen Spät mit fünfzig Franks ausgezeichnet. sein Geld zu verjubeln, sodaß er obendrein noch jahrstag ein alter Mann stehen. Seinen nicht Wie kommt es denn, daß das Buch so Schulden machen mußte. Schließlich ging er ins Romotou gelangt die Stelle des mehr besonders scharfen Augen war ein Band teuer ist? Der Autor zählt doch nicht gerade zu ininter hunderten nicht entgangen nämlich ben bekanntesten..." wandte er sich an den im sein Buch. Mit abschäßenden Blicken musterte zwischen näher getretenen Händler. der Antiquar, der vor seinen Kästen auf und „ Das nicht", meinte dieser. Der Verfas abging, den merkwürdigen Sunden, dessen Aufmachung beredtes Zeugnis davon ablegte, daß fer war wohl nicht ohne Talent, ist aber fast verer oftmals unter den Brücken nächtigte, also geisen. Ich kannte ihn persönlich. Als junger ein Clochard" war, wie man in Paris die Mann ging er ins Ausland. Verschollen! Obdachlosen zu bezeichnen pflegt. Der Alte hielt Aber", fuhr er nach einer kleinen Pause fort ein Bändchen in den zittrigen Händen, das die und streifte den Schußzeinband ab, sehen Sie so nannte man mich, als ich kommis war!" hier diese Widmung... damit hat es eine Träume seiner Jugend barg- ja- Früh hier diese Widmung. lingsträume", Gedichte von André Eméry, 1890. eigene Bewandtnis." Der Alte las seine Schriftzüge von ehedem: So las er sinnend und fühlte sich in die Zeit zurückversetzt, da er ein glüdlicher Fünfund- Meiner lieben Germaine Nicolier, dem schönzwanziger voller Hoffnungen gewesen war. Ort sten Traume meiner Jugend, André Eméry, und Zeit vergessend spann er sich in jene Er- 10. Juni 1890!" Dabei sah er sich an seinem innerungen ein. Gern hätte er in dem Büchlein Schreibtisch in jenem Vorstadthäuschen ſizen geblättert, unt sich Verse ins Gedächtnis zu dort hatte er mit seiner Freundin gewohnt. Ihm rückzurufen, die er schon vergessen hatte. Er war's, als spürte er ihre Nähe wie damals, ivenn sie sich über seine Schulter beugte... selbst besaß schon lange kein Exemplar mehr das letzte war mal irgendwo in der Fremde bei ,, Sie ist wohl eine bekannte Künstlerin geeinem Wirte geblieben, den er nicht hatte be- worden?" fragte er den Antiquar. Wie? Sie fennen meinen Vornamen Ja und ich bin André Eméry und hatte auf der Wanderschaft in die Welt nicht mehr Glück als in der Liebe aber ich bedaure nichts Kenntnis beider Landessprachen erwünscht. Zahnärzte, bezw. staatlich geprüfte Zayntechnifer, welche sich um diese Stelle bewerben pol. len, haben ihre gehörig belegten Gesuche m: Angabe der Gehaltsansprüche bis zum 26. Dezember 1930 an die Direktion der Bezirksfrankenversicherungsanstalt in Romotau einzubringen. Bezirkskrankenversicherungsanstalt Komotan, am 15. Dezember 1930. Der leitende Beamte: gar nichts..." Franz Diwok m. p. ,, Monsieur Emery", sagte der Antiquar ge- 959 rührt, nehmen Sie, bitte, Ihr Buch! Ich schente es Ihnen." Der alte Vagabund aber schüttelte den Wer nicht ständig Stopf. Es ist die Bestimmung eines Buches, zu inserier wandern... möge es in andre Hände übergehen wie wie Germaine..." Damit wanfte er wird vergessen! davon.... Der Obmann. Alois May m Krawatten in reichster Auswahl zu aller billigften Breifen: B. 2472 ..Boo 945 lept Celetná 9.