Nr. 34. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit illuftrirter SonntagsBeilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- BettungsPreisliste für 1899 unter Mr. 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 16. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonelzeile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereins und Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Amt I, nr. 1508, Telegramm- Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Neuwahl im zweiten Berliner Reichstags- Wahlkreise! Donnerstag, den 9. Februar 1899. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. beide aus der Gegenwart heraus wollen, jedoch nicht in die Ordnung eingefügt. Das ist der Anfang. Der Rest folgt. Und Zukunft einer Weiterentwickelung des heutigen Zustandes, so kommen die freien Berufe, gleich den Staatsbetrieben, einer sondern in die Vergangenheit vor der Entwickelung nicht blos nach dem andern unter die Unteroffiziersdisziplin. Ueber Allem der kapitalistischen, nein überhaupt der bürgerlichen Welt. als verzierende Krönung des Gebäudes der Reichstag mit Bentrum und konservative Partei haben ihr Staats- und Ge- seiner vortrefflichen Disziplin"- am Schnürchen sich besellschaftsideal in die Zeiten zurückverlegt, wo einerseits die wegend, flink rechts um! links um! sich schwenkend auf Stirche, andererseits der Feudalismus herrschte. Kommando des parlamentarischen Rittmeister Triumvirats: Ballestrem, Frege, Schmidt. Herr Kreitling ist im zweiten Berliner Reichstags- Wahltreise nicht gewählt, trotzdem er vom Wahlkommissar als Abgeordneter proflamirt worden ist." Mit diesen Worten verkündeten wir in Nr. 151 unseres vorigen Jahrgangs eine Thatsache, deren Richtigkeit von Herrn Kreitling erst jetzt, nach Verlauf von sieben Monaten, und nachdem die Wahlprüfungs- Kommission des Reichstags fast einstimmig sein Mandat als ungiltig erklärt hat, begriffen worden ist. Etwas spät tam gestern die freiwillige Mandats zu einander. Und würde es jemals den Junkern und die aber eine Beleidigung ist Seiner Majestät des Goldenen nieberlegung dieses Herrn, aber sie kam doch. Und wenn sie in ihrem Jdeal auch vielfach mit einander übereinstimmen, und wenn auch ihr Jdeal auf dem nämlichen Boden wurzelt, so stehen doch beide Parteien in Bezug auf die Ausübung der Herrschaft in scharfem Gegensatz Zentrumsleuten gelingen, durch ein bekanntlich wiederholt angestrebtes Bündniß ihr mittelalterliches Staats- und Gesellschafts- Ideal zu verwirklichen, so würden sie bald ebenso hart aneinandergerathen, wie im Mittelalter die Kirche und Jedoch, Herr Kreitling ist nicht nur jetzt aus dem Reichstage ausgeschieden, in dem er nur ach so kurze Zeit weilen durfte, er wird sicherlich überhaupt aus der Reihe der freisinnigen Bewerber um die Kandidatur im 2. Wahlkreise ausscheiden. Denn bereits der Feudalstaat. wird im gegnerischen Lager die Frage der Nachfolgerschaft des Herrn Kreitling erwogen, und die Bolts Zeitung", die recht oft das getreueste Bild vom freisinnigen Aliquenstreit widerspiegelt, ist offenherzig genug, mitzutheilen, daß zur Vermeidung einer freifinnigen Doppelfandidatur Herr Kreitling wohl nicht wieder aufgegestellt werde. 9 Wer mun auch von den Unentwegten der Sozialdemokratie entgegengestellt werden möge, für unsere Parteigenossen heißt es jetzt, auf dem Posten zu sein und eine Scharte auszuwegen. Seien wir uns flar darüber: Zu Beginn der vorjährigen Wahlkampagne war in der parteigenössischen Organisation des zweiten Wahlkreises und der davon abhängigen Agitation nicht alles, wie es sein sollte. Wir fühlten uns zu sicher und waren zu sieges gewiß, um mit Nachdruck alle Kräfte anzuspannen. erklären. " # 1 → Und aus Dresden der Verzweiflungsschrei von sieben vernichteten Arbeiterfamilien- drei und fünfzig Jahre Zuchthaus wegen einer Lappalie, Stalbes. Der Zukunftsstaat ist vor der Thür. Vor der Thür? Mit einem Fuß stehen wir schon in ihm. Und dieser Zukunftsstaat der Schlot- und Krautjunker und ihrer Parteigänger: das militärisch organisirte Reich eine große Kaserne und daneben ein großes Politische Uebersicht. Berlin, den 8. Februar. Der Reichstag Ist nun auch das Zentrum neuerdings in Deutschland Regierungspartei geworden, so muß es doch gerade, um 8uchthaus. herrschende Partei zu bleiben, der Regierung gegenüber eine gewisse Selbständigkeit wahren und darf sich von dem Junkerthum, welches unter dem neuesten Kurs mit der Regierung eins geworden ist, nicht ins Schlepptau nehmen lassen. Und auch die Rücksicht auf seine Wähler, die zum großen Theil demokratisch sind, zwingt das Zentrum zu einer op po fetzte heute die Berathung der Bankvorlage fort, ohne sitionellen Haltung. So ist denn das Junker zum Schluß zu kommen. An der Annahme der Regierungsthum allein in der Lage, an die gewaltsame vorlage in allen ihren wesentlichen Theilen ist nicht zu Verwirklichung des Staatsideals zu gehen. Gewaltsame Ver- zweifeln. Allein immerhin treten Gegensätze hervor, deren wirklichung wir meinen Verwirklichung durch die Staats- Stampf unser politisches Leben erfüllt, und von keinem Gegewalt. Der fozialdemokratische Zukunftsstaat, von welchem biete sich fern halten läßt. Hier der moderne Kapitalismus, die konservativen oder richtiger die reaktionären Junker wie er in dem Bankwesen und in der Börse zum Und als da am 16. Juni das Resultat heraustam, daß der denn Konservative giebt es in Deutschland nicht in den Ausdruck gelangt der Kapitalismus, welcher das bis vor Sozialdemokrat, auf den 1898 die Zahl von 26 667 Wahlstimmen letzten Wochen so viel sprachen, ist nur die schillernde Nebel- wenig Jahrzehnten vorwiegend landwirthschaftliche, gefallen war, es nur auf 26 269 Stimmen brachte, als klar wurde, hülle für den reaktionären Bukunftsstaat". Der ackerbautreibende Deutschland, nach einer ökonomischen daß unser Genoffe Fischer in der Stichwahl mit dem Freifinnigen Zukunftsstaat, der reaktionären Herren Kraut- und Schlotjunker Revolution ohne Gleichen, zu einem Industriestaat um ein hart bedrängtes Mandat ringen mußte, da war es zu spät, ist ein mittelalterlicher Vergangenheitsstaat, ersten Ranges verwandelt hat. Dort das alte landwirthum das Versäumte nachzuholen. Die Stimmen in beiden Lagern in welchem die kapitalistische Gegenwart nur in so weit geschaftliche Deutschland, über das die Wogen jener Revolution Hielten sich die Waage, und es bedurfte der Weitläufigkeit des duldet wird, als sie zur Bereicherung der„ Herren" dient, und hinweggeschlagen sind, die Grundlagen der alten Gesellschaftsoffiziellen Wahlprüfungsverfahrens, um das unter wenig einwand- ihnen stärkere Machtmittel in die Hand giebt. Und von ordnung und der alten Eristenzbedingungen zerstörend. freien Gründen Herrn Kreitling zudiktirte Mandat für ungiltig zu ihrem Zukunftsstaat, der in die Vergangenheit zurückstrebt, Bei der Berathung dieser Bankvorlage stehen die beiden und in der Gegenwart eine sehr reale Machtgrundlage hat, Deutschlands das alte und das neue- einander Auf der einen Unsere Parteigenossen im zweiten Wahlkreise sind in den ver- haben die Herren Kraut- und Schlotjunker uns ein so gegenüber, verkörpert in den Rednern. floffenen sieben Monaten nicht unthätig gewesen. Sie haben die genaues, treues und ehrliches Bild gegeben, daß wir ihnen Seite die Büsing, die Koch, die Siemens, die von der Höhe des Geldsacks herab, der heutzutage der höchste Lücken in der Organisation ausgefüllt und gehen jetzt, unterstützt von wahrhaft Dank schuldig sind. der Sozialdemokratie aller benachbarten Wahlkreise, kampfgerüstet Als wir vorigen Monat, anknüpfend an ein verrätherisches Thron ist, mit vergnügten Sinnen und im stolzen Gefühl der der Wahlschlacht entgegen. Wort, das der Kreuz Zeitung" entschlüpft war, in einem Sicherheit in ihrer Welt sich umschauen und mitleidig auf Jegt heißt es mit ganzer Anstrengung agitiren, um das uns Artikel: Vortreffliche Disziplin" ausführten, wie die überwundene kleinbürgerliche Feudalwelt herabsehen. gebührende Mandat in der vollen Wucht eines unzweifelhaften Sieges das letzte Ziel, das politisch- soziale Endziel unserer schlot- Auf der anderen Seite Graf Kanig, der Donquixote der zurück zu erobern. und frautjunkerlichen Reaktion die Militarisirung des ganzen abgestorbenen feudal Kleinbürgerlichen Welt, der gegen den Wohl tritt uns am Ende auch diesmal wieder die ganze Roalition Staates, sammt allen Betrieben, Berufen und Körperschaften modernen Stapitalismus so vertrauensvoll und so hoffnungslos unferer Gegner, vom Bierphilister bis zum Schuhmann und Kammer- sei, da that die„ Kreuz- Zeitung" tief entrüstet und flüchtete anrennt, wie der edle Ritter von der Mancha gegen die diener höheren und niederen Ranges geschlossen entgegen, aber nach sich in die schlechte und billige Retourfutsche, wir hätten Windmühlen. Und neben dem ehrlichen, idealen Donquixote, anderer Richtung hin hat der Freisimm gerade in Berlin neuerdings unseren Zukunftsstaat mit dem ihrigen verwechselt. der Alles glaubt was er sagt, sein Schildknappe Gamp der Sünden so viele begangen, und namentlich im zweiten Wahl- Ach nein, liebe Streuz- Zeitung". Der Blödsinn, der der Alles beweisen kann, und sein Sancho Pansa Schrempf, treise mit so schmutzigen Mitteln gekämpft, daß die Fehler unserer uns unter der Etikette Zukunftsstaat" zugeschrieben worden der eine Ahnung hat von der Gegenwartswelt, und, während Gegner uns die Agitation wesentlich erleichtern. ist, war freie Erfindung unserer Feinde und ist stets von uns er hinter dem untadelhaften Ritter hertrabt, das Praktischmit Nachdruck abgeschüttelt worden, wie man Sletten ab Geschäftliche nie aus dem Auge verliert, ebenso wenig wie schüttelt, die ein ungezogener Junge einem auf die Kleider ge- sein Vorbild. Schärfer können die Gegensäße sich nicht ausprägen. worfen hat. Aber hier handelt es sich um einen Zukunftsstaat, den die Parteiführer als Programm aufge- Zwischen diesen Gegensägen ist kein Raum. Der kleinbürgerlichstellt haben nicht in anonymen oder privaten Meinungs- demokratische Standpunkt, den der Württemberger Bayer äußerungen, sondern amtlich in dem obersten Vertretungs- zum Ausdruck bringt, hat keine reale Unterlage nnd Stüße. förper des deutschen Volkes und in ihrer Eigenschaft als Gesetz- Nur ein Drittes giebt es, das über den beiden geber. Der Zukunftsstaat ist ernst. Die ihn uns vorgeführt ringenden Gegensätzen steht: die Sozialdemokratie, haben, sind im Besiz großer Machtmittel und, ihrem eigenen welche die volle Berechtigung des modernen Kapitalismus mit In neuester Zeit ist wieder, wie stets, wenn bei unseren Geständniß nach, großen Einflusses auf die Staatsregierung. seinen Banken und seinen Börsen innerhalb der heutigen aber im Stapitalismus nur eine Gegnern sich ungewöhnliche Abschwächung der Gehirnthätigkeit Und sie arbeiten mit all ihren Machtmitteln, mit all' ihrem Gesellschaft anerkennt, höhere Form der Räuberei erblickt, als in der zeigt, biel von dem Zukunftsstaat" die Rede gewesen im Einfluß an der Verwirklichung ihres Zukunftsstaates. Reichstag und außerhalb desselben. Wir Sozialdemokraten Wie er aussieht, der Zukunftsstaat der Stumm, der rohen, primitiven, kulturwidrigen Junkerwirthschaft, burch die fönnen mit einem Zukunftsstaat" nicht aufwarten, weil wir Kardorff, der Klindom ström, der Arnim und und sozialistische Organisation wissen, daß die geschichtliche Entwickelung von Staat und Konforten? Nun, sie haben ihn uns ja so deutlich enthüllt, beiden Formen der Räuberei ein Ende machen will... Gesellschaft sich nach Gesetzen vollzieht, deren Wirkungen der so ohne Feigenblatt, so ohne Schleier, so nackt", um einen Dieser Standpunkt wurde sehr geschickt vom Genossen Mensch zwar beschleunigen oder verlängern, nicht aber auf Ausdruck ihres verstorbenen Hauptmanns Bismarck zu ge- Schoenlant vertreten, dessen Sachverständniß sogar von heben oder wesentlich abwandeln kann. Deshalb hat die brauchen, daß es nicht möglich ist, sich zu täuschen oder miß- Gegnern hervorgehoben wurde, Sozialdemokratie es auch stets abgelehnt, sich mit Schilderungen zuverstehen. Wenn Herr v. Stumm den Marineminister Tirpitz Nächste Sigung Freitag, Fortsetzung der Debatte. Außerder zukünftigen Dinge und Menschen zu befassen, und alle anherrscht: Sozialdemokraten dürfen auf den Werften nicht dem steht noch die Interpellation der Agrarier über die Berderartigen Schilderungen in das Reich der Phantasie beschäftigt werden! Der Arbeiter muß, deß Brot er ißt( eigent- handlungen mit Amerika auf der Tagesordnung. verwiesen und als Utopien, das heißt als Träume lich deß, der sein Brot ißt), deß Lied singen!", so ist das ein und Schäume, die„ Nirgendwo" Wirklichkeit sind, be- Königs" Wort, an dem in der That nicht zu denteln ist. Lord Salisbury über die Abrüftungs- Konferenz. zeichnet. Anders die übrigen Parteien. Sie glauben Und wenn der Parteigenosse des Herrn Stumm: der HusarenIm englischen Oberhaus wurde bei der Debatte über die nicht an die organische Entwickelung und fortwährende Weiter- Postgeneral Podbielski, uns zuruft:„ der Postbeamte darf Antwortadresse auf die Thronrede am Dienstag Abend auch der entwickelung. Sie glauben entweder, daß die menschliche feine eigene Meinung haben ich dulde keine Sozialdemo- Abrüstungsvorschlag des Baren in recht uninteressanter Weise Gesellschaft und die Staatseinrichtungen im Kern immer so fraten in der Post!", so riecht das schon nach der Kaserne, besprochen. Der Primierminister führte weiter folgendes aus: bleiben werden, wie sie sind, oder daß es in ihrer der in die das Reich sammt allen seinen Betrieben hineingepfercht besprochen. Der Primierminister führte weiter folgendes aus: Die beständige Vermehrung der Rüstungen, die auf allen Seiten" Parteien Macht liegt, diese Verhältnisse und Einrichtungen werden soll. Und wer sich muchst, der fliegt! Das wird nicht stattfindet, gerade zu der Zeit, wo wir von Frieden sprechen und nach Willkür und Gefallen zu ändern. Wer ersterer Ansicht wörtlich gesagt, aber es ist der nothwendige Schluß der stattfindet, gerade zu der Zeit, wo wir von Frieden sprechen und ihn prophezeien, ist nicht gerade ermuthigend für den huldigt, wie alle kapitalistischen Parteien der Gegenwart: Drohworte, und in ihnen enthalten. idealen Traum, dem der Kaiser von Rußland sich vielleicht Freifinnige, Nationalliberale u. f. w., tommt nicht zur Der Staat sind wir" denken die Stumm, hingegeben hat. Wir müssen uns auf die Möglichkeit eines Schaffung eines Staats- und Gesellschafts- Jdeals, denn der Podbielski, Kardorff, Klincowström und Konsorten- ,, und wer weniger befriedigenden Ausgangs, als der Kaiser erwartet, Es gilt große Schwierigkeiten zu überwinden, ehe heutige Staat und die heutige Gesellschaft sind ihm bereits nicht mit uns ist, ist wider uns." Sozialistische Hirngespinnste gefaßt machen. die Erfüllung und die Erfüllung schließt das find's, daß die Landarbeiter nicht sollen in Löchern wohnen, folch ein allgemeiner Segen, wie ihn der Bar sfizzirt hat, erreicht Ideal aus. die schlimmer sind als Hundehütten verkündet uns Graf werden kann. Ich selbst werde sehr zufrieden sein, falls die Resultate Anders die beiden großen Parteien, die, wenn auch auf Arnim. Und ein Sozialistengeset, um die Sklaven der Konferenz und der Unterhandlungen auch nur in bescheidener Weise dem aufgestellten Ziele entsprechen. Falls wir durch die dem Boden des Kapitalismus stehend, in der kapitalistischen stumm zu machen und das freie Wort zu tnebeln!- schreit Ausdehnung der Anwendung des schiedsrichterlichen Prinzips Entwickelung doch ein Uebel erblicken, von dem die Menschheit Kardorff. in den Stand kommen, die Ursachen zu vermindern, durch die je eher desto besser erlöst werden muß. Diese beiden Parteien Inzwischen baut die preußische Junkerregierung fräftigst an Strieg herbeigeführt werden kann, und falls durch humane find das Zentrum und die konservative Partei, die ihrm Zukunftsstaat: die Aerzte werden schon in die militärische Gesetzgebung die Schrecken der Kriege gemildert werden könnten, so Vorwärts in die Wahlschlacht! Die Sozialdemokratie aller Orten nimmt mit Spannung an den nun beginnenden Kämpfen theil und erwartet bestimmt, daß die Sozialdemokratie im zweiten Kreise mit Ehren bestehe. Diese Erwartung wird nicht getäuscht werden! Kasernen- und Zuchthausstaat. 11 0 bon " Bum Falle Arons hält die Frankfurter Zeitung" unserem Dementi gegenüber an der Behauptung fest, daß das Kultusministerium den Plan, Arons wegen feiner Zugehörigkeit zur sozialdemokratischen Partei zu diszipliniren, aufgegeben habe und Diese auf Umwegen gegen ihn vorzugehen beabsichtige. Behauptung steht aber mit dent thatsächlichen Verhältnissen in Widerspruch, oder deutlicher gesprochen, sie ist Anfang bis zu Ende unrichtig. Um in unseren Mit theilungen noch etwas weiter zu gehen, als es sonst bei anhängigen Sachen üblich ist: die einleitenden Schritte, welche das Disziplinarverfahren gefeglich erfordert, find schon längst erfolgt, und so wird die Frage, ob die Zugehörigkeit zur fozialdemokratischen Partei mit der Stellung eines Universitätslehrers vereinbar sei, in der durch das geschmäßige Verfahren gegebenen Zeit ihren endgiltigen Abschluß finden. So werden die Universitäten wohl bald denaturirt sein, und die Gelehrtenrepublik wird sich in Gelehrtengarnisonen entäußern. Bosse's thunlichste" Freiheit der Wissenschaft ist alsdann würden wir der Menschheit einen Dienst geleistet haben, für den uns die künftigen Generationen dankbar sein würden. Wir würden Ferzlich froh sein, falls diese Resultate in irgend einem Grade er= reicht werden können; wir müssen aber dem Beispiele der anderen Nationen folgen, und während diese Friedensbestrebungen gemacht werden, müssen wir auf den Krieg vor: bereitet jein. Ich glaube nicht, daß ein Krieg droht, ich glaube nicht, daß die Gefahr eines Krieges so ist, wie sie während der Parlamentsferien gewesen ist, aber die Ursachen zum Kriege bestehen noch. Ungewißheiten und Unbeständigkeiten, durch Die ein solcher herbeigeführt werden kann, find noch in Sicht, die Leidenschaften, die ihn provoziren, sind noch ungezähmt, das Gleichgewicht, durch welches er endgiltig verbannt werden fönnte, ist noch weit aus unserem Gesichtskreise. Salisbury schließt: Laßt uns jeden Tribut denen zollen, die für den Frieden wirten; laßt uns das Aeußerste in der gesegneten Mission thun, aber laßt uns eindent fein der Gefahren und der Unvollkommen heiten des Zustandes, in dem wir noch leben und wir wollen teinen Zweifel darüber lassen, daß wir keinen Rücksichten Anderer und erreicht. feiner Friedensliebe, die Andere Hegen können, die Sicherheit berUm der Arbeiternoth auf dem Lande abzuhelfen, hat die danken wollen, die uns vergangene Generationen gegeben und freitonservative Frattion des Abgeordnetenhauses beantragt, die die zu verwirken wahrhaft verächtlich sein würde.( Beifall.) königliche Staatsregierung zu ersuchen: mit Rücksicht auf die in der Lord Salisbury steht der Barenbotschaft als Ungläubiger Landwirthschaft, insbesondere in den landwirthschaftlichen Klein gegenüber. Er kennt die Moskowiter und weiß, daß wenn sie betrieben, herrschende, den rationellen Betrieb der Landwirthschaft Geschenke zu bringen scheinen, sie erst recht gefährlich sind. ernstlich gefähröende Arbeiternoth ungesäumt die zur Milderung der Lord Salisbury hat Recht, wenn er zweifelt, daß die felben geeigneten gesetzgeberischen und Verwaltungsmaßregeln in wenn echt Regierungen des heutigen Europa im Stande sein werden, das die Wege zu leiten und zu diesem Zwved insbesondere in Aussicht zu Wert des Friedens durchzuführen. Er nennt unverhohlen 1. die Einführung der Konzessionspflicht für Gefindemafler, die Friedensbestrebungen des Baren ein schöner Traum. Er Arbeitsvermittler und ähnliche Gewerbetreibende und das Verbot ift zu höflich, um zu sagen, daß die Verfündigung dieses bes Betriebes dieser Gewerbe im Umherziehen; fchönen Traumbildes vor aller Welt aus sehr schlauer Be- 2. die Erschwerung des Kontraktbruches durch Ahndung der rechung entfließt, aus einer Diplomatenberechnung, deren Verleitung zu demselben seitens der Arbeitgeber sowie der Gesinde Spike sich gerade gegen Albion, Rußlands gefährlichsten Gegner, und Arbeitsvermittler und die Regelung der Ersatzpflicht für den richtet. dem beschädigten Arbeitgeber entstandenen Schaden; Wie Väterchen abrüstet. Durch die Presse läuft die folgende Zufammenstellung, die klassisch darthut, in welchem Gegensatz die Friedenstundgebung des Zaren mit seiner inneren Regierungspraris steht. 17. August: Der Bar erläßt sein berühmtes Abrüstungsmanifest. 20. September: Befehl, die Kanonenbootflottille im Saspischen Meer zu verstärken. 15. November: Befehl zum Bau zweier neuer Panzer- Linienschiffe von je 12 764 Tontent. 14. Dezember: Befehl zum Bau von zehn Torpedoboot- Zerstörern. 20. Dezember: Der Marineminister weist 90 000 000 Rubel zum Bau von Kriegsschiffen an. Der Bau neuer Dods in Petersburg, Finland und Port Arthur wird befohlen, Befehl, das Geschwader im Stillen Ozean um vier Schlachtschiffe, sechs Kreuzer, zwei Kanonenboote und eine Flottille von Torpedobooten und Torpedoboots- Berstörern zu verstärken. 12. Januar: Die Ausgaben für die Armee werden um 34 Millionen, diejenigen für die Marine um 16 Millionen Rubel erhöht. 18. Januar: Die russischen Truppen an der afghanischen Grenze werden auf 20000 Mann verstärkt. 19. Ja nuar: Der russische Marineminister verfügt über den Bau eines neuen erstklassigen Kreuzers von 6250 Tons und von zwei Torpedo booten. Der Bau dreier Linienschiffe von je 12 700 Tons und zweier Kreuzer von 6000 und 3000 Tons wird beschlossen. Eine nette Abrüstung! ed Ed Deutsches Deutsches Reich. Wahlrechts- Umstürzler. " nehmen: 1 abzuhelfen, 3. die anderweite Festsetzung der Schulzeiten auf dem platten Lande unter voller Aufrechterhaltung der Ziele des Voltsschulunterrichts( Halbtagsunterricht, Dispensation von der Sommier schule); 4. Maßnahmen gegen die stetig zunehmende Verrohung und den sittlichen Niedergang der Minderjährigen sowie zur Kräftigung und Stärkung der elterlichen Gewalt denselben gegen über; 5. die möglichste Verminderung der Beschäftigung von Arbeitern seitens der Staatsbetriebe während der Erntezeit; 6. die Aenderung der Armen- Gesetzgebung dergestalt, daß die Wittwen und Waisenfürsorge größeren Verbänden übertragen wird; 7. bie planmäßige Ansiedelung von mittleren und fleinen Landwirthen sowie von landwirthschaftlichen Arbeitern unter Aufwendung von Staatsmitteln; d 8. bis zur Birtung der vorerwähnten Maßnahmen die erDie schlimmsten reaktionären Maßregeln, wie sie sonst zur Behebung der ländlichen Arbeiternoth gefordert werden, vor allem die Aufhebung der Freizügigkeit, hat die antragstellende Fraktion in ihr Programm nicht aufgenommen. Doch ist vor allem hinzuweisen auf Bunkt 3, durch den die schulpflichtigen Kinder den Agrariern, soweit es diese nur irgend wünschen, ausgeliefert werden sollen. So wenig Werth legen die freilonservativen Herren auf einen rationellen Schulunterricht, daß sie beantragen, die Kinder im Sommer einfach garnicht zu unterrichten, sondern sie als billiges und williges Arbeitermaterial zu behandeln. und königliche Majestät des Reiches und des Staates Ehre und Wohlfahrt, vor allem die Sorge um den Frieden, den lauteren, quellenden Born aller geistigen und leiblichen Güter der Nation, auf landesväterlichem Herzen tragen, weil sie wissen, daß eurer kaiserlichen und königlichen Majestät und des kaiserlichen Hauses Geschicke mit den ihrigen und mit denen des deutschen Vaterlandes underbrüchlich verbunden sind. Unsere Stadt, der Siz des Herrscherhauses seit früher Kurfürstlicher Zeit, von der Ruhm und Glanz des Hohenzollern'schen Fürstengeschlechtes leuchtend und wärmend ausgestrahlt ist in die Welt, hat sich der Huld ihrer erlauchten Fürsten immerdar zu erfreuen gehabt. Unsere heißen Gebete steigen auch am heutigen festlichen Tage zum Allmächtigen, feine Gnade wolle Euere faiserliche und königliche Majestät und das kaiserliche Haus fernerhin beschirmen, wolle Euerer Majestät Gesundheit und Gedeihen, Weisheit und nachhaltige Kraft verleihen und Enterer kaiserlichen und königlichen Majestät Wirken und Schaffen fegnen zum Heile des Reiches, des Vaterlandes und unserer Stadt! Berlin, den 27. Januar 1899. Euerer kaiserlichen und königlichen Majestät Allerunterthänigster, treugehorsamster Magistrat hiesiger königlichen Haupt- und Residenzstadt. Kirschner." Wir würden es den Kaiser nicht verargen, wenn er es ablehnte, diesen deutschfeindlichen Schwulst selbst zu lesen. Der lautere quellende Bern, der- nach der stürmischen Bildkraft des Stadtschulraths auf landesväterlichem Herzen getragen wird, Der Kaiser hat höflich, forme II geantwortet, und Herr dürfte wohl demnächst im„ Kladderabatsch" luftig weiter riesel Kirschner ist immer noch nicht bestätigt. Nationalliberale Jugend. In Köln ist ein, Verein der nationalliberalen Jugend" gegründet worden, der es sich zum Ziel gesezt hat, seine Mitglieder zu praktischer Mitarbeit im Dienste der nationalliberalen Partei heranzubilden. In einem Aufrufe, den die Köln. 8tg." verbreitet, heißt es: user Vaterland hat mehr denn je Männer nöthig, die politisch wohl gefchult sind, um auch im öffentlichen Leben ihre Meinung in der rechten Form vertreten zu können... Gerade an die Jugend wenden wir uns, weil sie von wahrhaft liberalem Geiste durch drungen ist und noch nicht durch einschläfernde Gewöhnung oder den Druck der Verhältnisse es verlernt hat, jeder Bedrückung der liberalen Sache offen und traftvoll entgegenzutreten. Wir wenden uns an alle jungen Männer, ob Kaufmann oder Arbeiter, ob Handwerker oder Beamter, denn wir wollen nicht die Interessen eines einzelnen Standes vertreten, sondern das Wohl des Ganzen im Auge habent." Es ist gewiß nichts dagegen einzuwenden, wenn die politischen Parteien sich der Jugend zu versichern suchen. Aber gerade die Nationalfiberalen waren es, die 1897 im preußischen Landtage für den Ausschluß Minderjähriger von politischen Versammlungen gestimmt haben. Haben sich die Herren jetzt die Jugend anders besonnen? Oder darf vielleicht nationalliberale Versammlungen besuchen? nur Die Entschädigung des Publikums für die Aufhebung der Privatposten fällt sehr mager aus. Nach der Begründung der Postvorlage sollen die Gebühren für die offenen Ortsendungen innerhalb des Neichspostgebiets wie folgt herabgesetzt a) für Postkarten von 5 Pf. auf 2 Pf. werden: b) für Drucksachen bis 50 Gr. über 50 100 g3 2235050 3 # " 1 " 5 " " n " " " " 100 250 500 250 10 " " " 20 10 " " 500, 1000 80 15 " " " 10 " " 850 20 10 " " # " c) Waarenproben bis 250 Gr. Auch auf ihre nationale Gesinnung werfen die Herren ein grelles Licht durch ihren Wunsch der Bulaffung ausländischer über 250 Arbeiter. Wie diefer Abfaz 8 sich vereinigen läßt mit der von den Freikonservativen so eifrig unterstützten Nationalitätspolitik der Res gierung an der russischen und der dänischen Grenze das ist das Privatgeheimniß der Herren. Rügen würden die vorgeschlagenen Maßregeln, selbst wenn fie zum Gesetz erhoben würden, nicht viel. Denn die umleidlichen und unwürdigen Berhältnisse, durch welche die Arbeiter vom Lande getrieben werden, bestehen weiter und wirken weiter, und die vor geschlagenen Maßregeln fönnen die Landflucht höchstens hier und da erschweren, nirgends verhindern. Die Eine Enquete über die ,, Lentenoth" will der Bund der Landwirthe demnächst bei seinen Mitgliedern vornehmen. Bundesforrespondenz" schreibt: " " Betreffs der Gefangenentransporte hat der Minister des Innern soeben eine neue Verfügung erlaffen, da sich P. Die föniglich fächsische Leipziger Beitung" hat vor in letzter Zeit im Gefangenentransportwesen erhebliche Mißeinigen Tagen wieder einmal das große Geheimmiß der herrschenden stände besonders insofern bemerkbar gemacht haben, als die von Selaffen ausgeplaudert, die gewaltige Sehnsucht nach der Verfeiten der Ortsbehörden gestellten 8ivil- Transporteure in ungeeignet und 1 Itnichtung des Reichstags- Wahlrechts. Das amtliche Blatt schreibt: zahlreichen Fällen durchaus " Weder die Deffentlichkeit der Stimmabgabe, noch der Wahlzuverlässig gewesen sind". Zur Verhütung derartiger VorVon mun zufünftig zwang und alle die kleinen Mittel, die man zur Einschränkung kommnisse foll seiten der Aufsichtsdarauf hingewirkt werden, daß die bes allgemeinen Wahlrechts sonst noch vorschlägt, treffen das lebel behörden ausdrücklich darauf an der Wurzel, Es sind sämmtlich Verlegenheitsmittel und beAusführung von Transporten nur zuverlässigen Personen überstätigen von Neuem den auch gestern wieder hervorgetretenen tragen wird. Zu diesem Zwede soll dafür Sorge getragen werden, daß die örtlichen Behörden mit zuverlässigen Personen einen Mangel an Muth, der in dieser Beziehung unter den staatserhaltenden Parteien noch immer wahrzunehmen ist. Mit wahr. Vertrag schließen, nach welchem diese die Ausführung der vorscheinlich nur ganz wenigen Ausnahmen pflichten fie unserer Ueberzeugung bei, daß das Grundübel unserer staatlichen Zu- Wir haben uns nur ungern dazu entschlossen, unseren mit- tommenden Transporte ein für alle Mal übernehmen. Ist dies Fall bei der Auswahl der Zivil- Transporteure die Zuverlässigkeit stände dieses gleiche und allgemeine Wahlrecht ist, daß es gliedern die Wühewaltung zuzumuthen, die eine solche Rundfrage mit nicht zu erreichen, so sollen die örtlichen Behörden in jedem einzelnen die größte Lüge unseres öffentlichen Lebens ist, bei allen fich bringt. Indessen mischen sich neuerdings in die behandelte Frage der in Betracht kommenden Personen mit der genauesten AufStaatsbürgern eine Gleichheit der politischen Reife und Einsicht, so unberufene Theoretiker hinein, daß es unabweisbar nothwendig merksamkeit prüfen. Diejenigen Behörden, welche es hierbei oder des politischen Interesses und des Rechtes der Antheilnahme an wird, hier die Stimme der praktischen Erfahrung zur Geltung zu bei Abschluß eines allgemeinen Vertrages an der erforderlichen den öffentlichen Geschäften vorauszusetzen, die thatsächlich nicht bringen. Die Bundesleitung wird deshalb in einer der nächsten Gewissenhaftigkeit fehlen lassen, sollen auf ihre Veregistirt und niemals bestehen wird, solange es Staaten und Menschen Nummern des Bundesblattes eine Reihe von Fragen veröffentlichen antwortung nachdrüdlich und geeignetenfalls im Disziplinar. giebt. Warum hatte unter den Parteien des Reichstages auch gestern um deren Beantwortung die Mitglieder gebeten werden sollen. Auf wege hingewiesen werden. Sind aber in einem Bezirke weder auf wieder keine den Muth, das offen herauszusagen? Weil sie alle unter Grund der Ergebnisse dieser Rundfrage werden wir dann feste dem einen noch auf dem andern Wege zuverlässige Transporteure zu erlangen, so sollen die Transporte durch Gefängniß oder Polizeidem Terrorismus des gleichen" Wahlrechts stehen, das sie zu den Stellung zu der nothwendig gewordenen Reform nehmen. Es ist keinesfalls etwas dagegen einzuwenden, daß den Fach- beamte, Schuylente oder Gendarmen ausgeführt werden, auch wenn Stlaben der Kopfzahl macht. Dem Abg. Auer hat es gestern gegeben werden soll, ihre Meinung in hierdurch höhere Sosten entstehen. beliebt, die alte unwahrheit zu wiederholen, daß wir diese Tenten Gelegenheit vie der LandarbeiterAnsicht namens der sächsischen Regierung vertreten. Das einer so wichtigen Angelegenheit äußern. zu Aber wir glauben nicht, daß die Während in den letzten Großbetrieb und Kleinbetrieb. ist schon so oft gefagt und berichtet worden, daß jedes Frage weitere Wort darüber Verschwendung wäre. Die Herren mögen sozialpolitische Erkenntniß durch die Rundfrage gewinnen wird. Die Jahren die Zahl der mittleren und kleinen Mühlen Preußens bon fagen, was fie wollen, die Beseitigung dieses vernunftwidrigen Führer des Bundes der Landwirthe haben die deutschen Landwirthe 57 000 auf 30 000 zurückgegangen ist, haben die großen BromWahlrechts wird doch kommen, und sie muß tommen aus innerer und speziell seine Mitglieder durch die unverständige, eigenfüchtige, berger Seehandlungsmühlen einen eingewinn Nothwendigkeit. Des Staatsstreiches, den man von jener engherzig- agrarische Politik dermaßen verlegt und verbohrt, und von fajt 20 pt. des Anlagetapitals ergeben. es ist von Seiten der Bundesleitung und den sonstigen agrarischen Seite wünscht, wird es dazu garnicht bedürfen." München, 8 Februar. Die Kammer der Abgeordneten Die Reaktionäre wissen sehr wohl, daß sie noch schlechter fahren Politikern so viel Einseitiges, Egoistisches und Schiefes über die würden, wenn man ihre Stimmen wägt, als wenn man sie 2cutenoth" geredet und geschrieben worden, daß von den durch die ist wieder zusammengetreten und hat sofort die Berathung der neuen zählt; denn die größte politische Reife ist heute in der Arbeiter- Enquete zu befragenden Landwirthen keine Antworten zu erwarten find, Steuer- Gesezentwürfe begonnen. schaft zu finden. Wenn sie von politischer Neife reden, so meinen die die Angelegenheit des Arbeitermangels unparteiisch beleuchten. fie in Wahrheit die Intelligenz des Geldschranks. Geldbeutel- Wahl- Die Landwirthe sind durch die agrarische Agitation zu dem Irrwahn recht ermöglicht ja eine Geldbeute politik. Gerade die wachsende politische Reife der Massen erregt bei der Bourgeoisie Anstoß. So lange sich das Volk gängeln ließ," so lange der Vers Schiller's galt: Hat der Bettler eine Freiheit, eine Wahl? ons Er muß dem Mächtigen, der ihn bezahlt, " verführt worden, daß der Staat und seine Gesetze lediglich für die nothleidende Landwirthschaft vorhanden seien, und man hat vergeifen, daß auch andere Bevölkerungsklassen, im speziellen Fall die Landwirthschaftlichen Arbeiter, ihren Play an der Sonne" zu verlangen haben. Die von unverständigen Beutepolitikern aufgehegten Landwirthe haben verlangt und werden verlangen die Senebelung und Rechtlosmachung der landwirthschaftlichen Arbeiter, die Beschränkung oder Aufhebung der Freizügigkeit für diese ArbeiterKlasse. Mit solchen rückständigen Ideen ist aber heute die soziale Frage nicht mehr zu lösen. Der glückliche Köller. Der" Post" wird aus Riel telegraphirt: Eine mehr als tausendköpfige Versammlung von Angehörigen aller Stände und Parteien nahm nach eingehenden Vorträgen und längerer Diskussion mit allen gegen eine Stimme eine Resolution an, in der das Vorgehen des Oberpräsidenten von Köller gegen die dänische Propaganda burchans gebilligt, dagegen die Haltung Dr. Barth's und des Freisinns nach dem Muster der„ Kieler Zeitung" aufs schärfste gemißbilligt wird. Diese Kundgebung nationalen Sinnes nahm einen imposanten Verlauf." Herr v. Köller ist eigentlich ein ganz guter Demokrat, der auf Unsinn" der Mehrheit Werth legt und die Köpfe zählt, aber schonender Weise nicht wiegt. den Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Der Pförtner Um Brot und Stiefel seine Stimm' verkaufen so lange war das allgemeine Wahlrecht den Herrschenden fehr will tommen, so lange war aber auch in Wahrheit Mehrheit Unfinn. Bismard gab das Wahlrecht ja aus dem einzigen Grunde, um durch den„ Unsinn der Mehrheit" den Unsinn der Reaktion zu Die Interpellation betreffs der Köller Ausweisungen erhalten. ist heute von Johannsen im Reichstag eingebracht worden. Er Aber es liegt eine wunderbare Kraft in der Menge. Gebt ihr hat nur die Unterschriften der sozialdemokratischen Fraktion erhalten. ein Recht und sie wird die Die Weltgeschichte wäre ein jämmerliches Gaukelspiel von Narrheit weigerten die Unterschrift aus taktischen Gründen". In der und Bestialität, das ein blindes Ungefähr zuſammenſudelt, ohne Debatte wollen sie aber unterstützen. Abwarten! Immer deutverfahren wegen Majestätsbeleidigung zu einem Jahr Gedieſe tröstende Hoffnung des steten Reifens der Massen, und wegen ficher tritt es hervor, daß die Sozialdemokratie die einzige Bartei fängniß, derselben Strafe wie früher, verurtheilt worden. Die Beleidigung sollte gefallen sein in Briefen, die Blechner zur Hinterdieses Gesetzes ist Mehrheit schließlich doch Vernunft, sofern die ist, welche die bürgerlichen Freiheiten noch im Ernste treibung der Hochzeit eines früheren Bräutigams feiner Tochter ganze Boltsgemeinschaft das gleiche Recht hat, mitzuarbeiten an verficht. geschrieben hatte. Das Reichsgericht hob am Sonnabend das der staatlich gesellschaftlichen Entwickelung. Urtheil auf und verwies die Sache an das Landgericht zurück, weil die Ablehnung eines Beugenbeweises ohne jede Begründung ge blieben ist. Die Weltgeschichte die Pflicht lernen, es würdig zu verwalten! Alle übrigen Fraktionen, an die sich Johannsen gewandt hatte, ver Blechter in Straßburg war im Oktober im Wiederaufnahme ** Der magiftratliche Kaiserstil, den der Berliner StadtSie zittern vor der Vernunft der Mehrheit und darum wollen fte wieder das Volt zwangsweise und widerrechtlich entmündigen, schulrath Bertram zur höchsten Blüthe entfaltet, findet wieder in inter dem verbrecherischen Boripand, seine geistige Kraft reiche nicht der letzten Glückwunschadresse zum Geburtstag Wilhelm's Il. blendenWegen Majeftätsbeleidigung find in Breslau die aus, daß es seine Angelegenheiten verwalten tönne. Es verkauft den Ausdruck: feine Stimme nicht mehr im Brot und Stiefel daher der Allerdurchlauchtigster Großmächtigster Kaiser und König! beiden wegen Bagabondage 2c. vielfach vorbestraften Arbeiter Otto Allerguädigster Kaiser, König und Herr! Wie Kaiser und Reich" Göbel und Mag Strömer, die, um sich ein Obdach zu schaffen, Jammer der lächerlich- widerwärtigen Dunkelmännchen. Jahrhunderte hindurch in Sprachen und Herzen der Deutschen uns beleidigende Aeußerungen gegen den Kaiser ausgestoßen hatten, zu trennbar zusammenflaugen, so tönt im preußisch- brandenburgischen je drei Monaten Gefängniß, wegen Obdachlosigkeit zu einer Staate von altersher das fromme und kraftvolle Leitwort, unter Woche Haft und leberweisung an das Zwangsarbeitshaus verurtheilt dem auch in stürmischer Zeit Fürst und Volk einander gefunden worden. haben: Wegen angeblicher Majestätsbeleidigung, die „ Mit Gott für König und Vaterland!" Der Geburtstag der Hohenzollernfürsten war in preußischen Landen stets zugleich ein Fest er in einer sozialdemokratischen Versammlung in Elbing begangen des Volkes, ein vaterländisches Fest; er ist es nunmehr durch Gottes haben sollte, hatte sich Dr. Gottschalt- Königsberg am Dienstag gnädige Fügung im ganzen Deutschen Reiche. Auch heute schlagen vor der Straflammer in Elbing zu verantworten. Er wurde aber alle deutschen Herzen höher, weil sie empfinden, daß eure kaiserliche freigesprochen. Nicht hinausgeftreichelt, sondern hinausgeworfen werden soll nun doch Genosse Arons aus der Berliner Universität. Die Haustnechtsmethode hat über die Lakaienart triumphirt. Der Effekt ist zwar der gleiche, aber Herr Stumm liebt mun einmal die Ehrlichkeit und der feine Bosse muß sich dem groben Unverantwortlichen fügen. So deuten wir ein abermaliges Dementi der Norddeutschen Allgemeinen Beitung": " Ausland. esthaften. E Man die er= Darum Arbeiter, lernt aus dem ftrengen Urtheil in dem Löbtauer Bautrawall Prozeß, welches Schicksal euch euere falschen Freunde bereiten!" Die Kriegspartei hat in Washington die Oberhand be Ueber die bulgarische Krise und das neue Kabinet tommen. Das Kabinet hat am Dienstag eingehend über die Frage des Die Deutsche Wacht" regt sich ganz unnöthig auf; sie fürchtet schreibt man uns aus Bulgarien: Obwohl das neue Ministerium Feldzugs gegen die Insurgenten" berathen und beschloß, daß, ehe ein aus Russenfeinden besteht, darf man sich keine Illusionen über bauernder Friede sowie Leben und Eigenthum sichergestellt werden fälschlich eine Störung ihres Geschäftsbetriebes von der sozialdemo die äußere Politik machen. Die äußere Politik Bulgariens hat Fürst können, erst die Aufständischen gezwungen werden müssen, die fratischen Konkurrenz. Die Sozialdemokratie hat niemals Anlaß geFerdinand geleitet, er wird sie auch in Zukunft leiten und sie wird Waffen niederzulegen. Man erwartet, daß General Otis habt, die Betriebstechnik unserer Judendrescher nachzuahmen. Die russenfreundlich bleiben. Keins der Mitglieder des neuen Kabinets zusammen mit Admiral Dewey unverzüglich vorstoßen wird, Antisemiten haben das Monopol, das ihnen nur noch die Konservaden Insurgenten keine Gelegenheit zu geben, tiven ein wenig streitig machen, das Faust- und Knüppelrecht in der ist im stande, der persönlichen Politik des Fürsten sich entgegenzustellen. um Bolitit auszuüben. Keine Partei, außer die antisemitisch- konservative Gretof, der frühere Minister des Aeußeren im Kabinet Stambulow Verluste vom vorigen Sonntag wieder einzubringen. hat bisher die rohe Gewaltthat gepredigt, und es ist nur eine vers werden sofort lo lo beseßen. und der Präsident des neuen Kabinets, ist ein Geschäftsmann. Seestreitkräfte Seine politische Meinung hat auch fein großes Gewicht, da er allein wartet von Otis, daß er unverzüglich nach Malolos marichiren rätherische Selbstbezichtigung, wenn sie uns beschuldigt, daß man die Alkoholgeister wirken lasse. Das ist das ausschließliche steht und keine Anhänger hat. Daffelbe kann man von Natchewitsch wird und die Regierung der Filipinos gefangen nimmt oder ausRecht dieser ehrenwerthen Germanen, durch eine kunstvolle Spendung fagen, der für einen Russenfeind gilt, was ihn freilich nicht bereinandertreibt. hindert hat, zwei Jahre in dem russenfreundlichen Kabinet Stoilow Ueber die Scharmügel vom Sonnabend und Sonntag ist eine von Alkohol den Kampfesmuth ihrer Mannen zu befeuern. Und fie zu ſizen. Es bleibt schließlich die Gruppe der Liberalen unter der amtliche Depesche des Generals Otis aus Manila eingetroffen, die haben ja die schönsten Erfolge aufzuweisen. Um nicht auf die NeuFührung Radoslavof's. Dieser ist ein vollkommener Wirrtopf. Er folgendes meldet: Die Aufständischen stammten aus den Provinzen stettiner Krawalle zurückzugehen, so erinnern wir nur an die glorfann nicht zwei Worte sprechen, kann nicht zwei Beilen von Luzon; es waren dieses über 20 000 Mann, welche mit Gewehren reiche Schlacht von Spenge. Dazu ist die ganze antisemitische geschreiben, aber er ist ein Mann Schnell- druckte bon geschmeidigem neuesten Modells bewaffnet waren und auch einige Schnell- bruckte und gesprochene Literatur nichts als eine Umschreibung ber und liebenswürdigem Charakter, was Aufforderung, die Juden auf möglichst grausame und schmerzihn unter feinen feuergeschütze besaßen. Die Amerikaner erbeuteten zivei Anhängern beliebt macht. Abgesehen davon ist er ein Mann Feldgeschüße und eine große Anzahl Gewehre. Die Verluste hafte Weise zu Tode zu foltern. Erst neulich hat einer von der ohne politisches Biel, ohne Ueberzeugung, und er könnte der gelehrigste der Amerikaner beziffern fich wahrscheinlich auf insgesammt 250, die tasse der Deutschen Wacht", der Großgrundbefizer und AmtsHandlanger des Fürsten sein. Seine Partei ist trotz ihres liberalen der Insurgenten sind sehr schwer; die Amerikauer bestatteten 500 borsteher Graf Bückler in Klein- Tschirne, ein Flugblatt verbreiten Namens eine Partei ohne Programm, deren Haltung sich mit den gefallene Insurgenten und machten ebenso viele zu Gefangenen. laffen, in dem es heißt: him tim „ Der Deutsche ist gutmüthig und geduldig, freundlich und Verhältnissen ändert. Es wäre überflüssig, Ihnen alle Schicksale Die Insurgenten verloren an Todten, Verwundeten und Gefangenen dieser sogenannten demokratischen Partei zu erzählen; es wird ge- wahrscheinlich 4000 Mann. Nach einem nicht unbedeutenden Scharnügen, wenn ich Ihnen sage, daß ganz fürzlich, als mügel nahmen gestern die Amerikaner die 6 Meileu vor Manila felbst die Parteigänger Stoilow's fich gezwungen sahen, anzu- liegende Bumpstation und die Wasserwerke; die Pumpen waren erkennen, daß das Kriegsbudget Bulgariens vermindert werden beschädigt, werden aber binnen einer Woche wieder betriebsfähig sein. müsse- ein Budget, das mehr als ein Viertel des Gesammtbudgets beträgt( 23 von 83 Millionen) daß da die Radoslavisten, in der zweifellosen Absicht die Gunst der Höflinge zu gewinnen, einen Feldzug zu Gunsten des Kriegsbudgets und sogar für seine Erhöhung eröffneten. Und damit nicht genug. Während der Reise Teufels Geburtstagsfeier, durch Wegener 16, S. H. 2, des Fürsten Ferdinand nach Petersburg hat die„ Narodni Prava", das Organ der Radoslavisten, in Adressenform einen Artikel Buchdruckerei Klockow 4,30. Von den Arbeitern der Firma W. Barthel an den Baren gerichtet, dieser möge beim Fürsten Ferdinand 10,-Frizz 0,50. Grand Seigneur 5,- Personal d. Pfeiffer'schen dahin wirken, int die Machtstellung der Konservativen zu Bäderei 2,-. Ph. Pottliger, N. 1, Gesangverein" Senefelder" brechen. Immer derselbe Radoslavof hatte den traurigen Muth, 10,00. Hartmann 5,- Gesangverein Freiheitsklänge I" 10, Wir rufen der Deutschen Wacht" schließlich noch jenes hübsche in diesem Augenblick einem russischen Journalisten zu erklären und Beichner, Stiderinnen und Stider von Lövh u. Chodziefener 8,40. Then, Schneider 1,-. Dr. B. B. 3,-. C. R. 1, Lied in das lecke Gedächtniß zurück, das vor ein paar Jahren diese Erklärung war in dem eigenen Blatt der Rodoslavisten ab-. S. 1,50. gedruckt, daß heute in Bulgarien Alles russenfreundlich, und daß Gröppler 1,-. Ges. bei d. Konfektionsfirma Sigm. Kuttner 2,55. namentlich auch als konservativer National Schlachtgesang das Verhalten des diplomatischen Vertreters Rußlands in Sofia ul. Wormann 2,50. Bankbeamter G. 3. 5, H. 2. 1. H. F. weite Verbreitung gefunden hat: mustergiltig sei. Alles dies zu einer Zeit, wo die Einmischung dieses Arbeiter der Filzschuh- Fabrik Silberstein Nachf., KeibelBertreters, Bachmetief, in die bulgarischen Angelegenheiten so weit straße 21, 6,25. Philipp B. 6, Jerusalemerstraße 2,- Spar- ho, Bauern, laßt Euch nicht bethören A. Möller 1,-. Ungenannt 3,1901710 Von diesem Lumpenpack, ging, daß er in Person an dem Kabinetsrath der bulgarischen Minister verein Naunynſtr. 83 6, Bäckermeister S. 10,- 2otalorganisirte Handelstheilnahm und von der Universität Sofia Professoren verjagte, wie.. 2, Ich weiß es, wie sie uns belehren, Die Faullenzer von Tag zu Tag. 8. B. Milucof, weil er ihm nicht paẞte! Man kann nach diesen Hilfsarbeiter Berlins 30,- Zentralverband der Zimmerer Bez. 6 Denn die verdammten Demokraten Thatsachen, deren Zahl ich vervielfältigen könnte, 12, Von einigen Mitgliedern der Gewerbesteuer- Kommission beurtheilen, welche fraurige Figur die Radoslavisten auf der 10,50. Statgesellschaft d. G. Sabor 6,-. Friz Hoffmann 3,-. Verderben unser Land; politischen Bühne Bulgariens darstellen. Die Radoslavisten sind die G. R. 100 1, Froh' Hoffnung, Pallasstr. 16, 10, Wittenberg, Helfershelfer der Bourgeois- Parteien in Bulgarien. Der Besiz der Langenbedstraße, 10,-. Arbeiter und Arbeiterinnen der Buchbinderei politischen Macht bedeutet für sie das tägliche Brot, und das ist von M. Bading 10,-. Jof. Schreyer 3,-. S. G. Schroda 3,-. der Grund, warum sie vor keinem Mittel zurückschrecken. Felig 1,-. Summa 233,50 M. Bereits quittirt 259,50 M. Gesammtsumme 493, M. Uebrigens verdanken sie ihre Machtstellung nur einer kleinen, vom Fürsten gespielten Komödie, die nicht lange mehr dauern wird. fleinen Er will einen Scheinkonstitutionalismus, und er wird die Radoslavisten nur einige Monate halten, um sie dann bei Seite zu schieben und wieder Dussenfreunde zu berufen, die das Vertrauen Rußlands be figen. Wahrscheinlich werden wir sehr bald neue Parlamentswahlen haben, denn die gegenwärtige Sammer ist russenfreundlich. In diesem Falle rechnen wir bulgarische Sozialisten darauf, drei bis vier Abgeordnetenfige zu gewinnen, und die Forderungen des internationalen Sozialismus werden kräftiger ertönen im Schooße des bulgarischen Parlaments. Schweiz. Für die Angehörigen der Verurtheilten in Dresden gingen bei der Expedition des Vorwärts" folgende Beiträge ein: langmüthig lange Zeit; aber wenn sein Zorn einmal erwacht, dann ist er furchtbar und nicht mehr zu bändigen; dann erhebt er die gewaltige Rechte zum Schlage und drischt und drischt und drischt, so lange, bis es nichts mehr zum Zerhauen giebt, bis das Judenthum vernichtet und zerschmettert im Staube liegt. Dann wehe unseren Feinden vor diesem Ansturm der deutschen Männer; lange genug hat der Bauer gelitten unter dem schurtischen Börsenspiel der jüdischen Spekulanten, lange genug hat der Handwerker gefeufzt unter der furchtbaren Konkurrenz der Judenbande. Der Tag der Abrechnung ist gekommen. Wenn nur die Bauern dem Ruf ihres Amtsvorstehers folgen und ein paar Juden dreschen, bis es nichts mehr zum Berhanen giebt, wieviel Jahre Zuchthaus mag bann wohl der intellektuelle Urheber" des Verbrechens verdient haben und " " bekommen? Lied an die Bauern! Gott lasse sie nicht' reingerathen In unsern Bauernstand." Ein Agitator aus der Stadt, Kehrt der in unser Haus, 3 Dann haut ihn, bis der Arm wird matt, Bringt ihn mit Hurrah' raus! Stimmen zum Löbtauer Zuchthauskurs. Die Deutsche Tages- 8eitung" wird sicher zur Ver Der Rechtsidealismus ist das werthvollste Schmuckstück der herrlichung dieser„ viehischen Rohheit" einen ihrer poesie- gedüngten liberalen Weltanschauung, und nichts zeigt so grell die Berberbniß des Leitartikel verfassen und die Deutsche Wacht", wird trauern, daß Bürgerthums, die Verrottung einer dem Untergange geweihten ihre Partei nicht mehr die ausreichenden Mittel hat, um mit Hilfe lasse, als ihre Rechtsdemoralisation. Der bürgerliche Liberalismus der Altoholgeister jenes prächtige Lied zu Thaten anregen zu sollte seinem ganzen geschichtlichen Wesen nach der strenge Hüter laffen. Die offiziöse Norddeutsche Allgemeine Zeitung" meint, des Rechtsheiligthums fein auch diese seine schönste und wichtigste Aufgabe überläßt er forglos feinem Todfeinde, der daß der Aufruf der Frattion in Ton und Art weiter gehe, als man Sozialdemokratie, die doch niemals gewähnt hat, daß sich in der es bisher gewagt habe. Zum ersten Male werde ein Richterspruch vor die öffentliche Kritik gebracht. bürgerlichen Gesellschaft das ideale Recht verwirklichen laffe. Wir wünschten, das wäre Das schmähliche Verhalten der bürgerlichen Breffe den Löbtauer wirklich zum ersten Male nöthig geworden. Wie denkt aber die Vorgängen gegenüber die anständigen Ausnahmen sind spärlich- Norddeutiche" über den Fall von Eisleben? Das ist doch ein bedeutet ihren moralischen Selbstmord. Die führenden" Organe unvergleichliches Material für die Attenmappe, die die Aufschrift der vornehmeren und unvornehmeren Berliner liberalen Bourgeoisie, Terrorismus“ trägt. die ,, Voffische Zeitung" und das Berliner Tageblatt" jehen immer noch vor lauter Dreyfus nicht den heimischen Justizsall. Niemand erwähnt, abgesehen von ein paar mehr demokratischen und dieses Organen, das traſſe Gegenstück von Eisleben Schweigen ist nicht nur ein Verrath am liberalen Gedanken, es ist eine persönliche Ehrlosigkeit der verantwortlichen Lehrer und Mittler der öffentlichen Meinung. Weiter nach rechts treffen wir statt des feigen Schweigens dreiste Lügen. So behauptet die Köln. 3tg.": Gines wird man freilich schon jetzt behaupten können, daß nämlich die so schwer verurtheilten Arbeiter sich in erster Linie für ihr Schicksal bei den Sozialdemokraten zu bedanken haben, die niemals ein ernstlich tadelndes Wort gegen diejenigen Arbeiter haben, die arbeitswillige Genossen unter Androhung bon Gewalt und sogar unter Mißhandlungen von der Arbeit abzuhalten fuchen. Im Gegentheil sind solche Erpressungen stets als Heldenthaten gefeiert worden, und wenn dann Verurtheilungen folgten, so wurden diese in die Märtyrerlisten eingetragen, die der Vorwärts" zu veröffentlichen pflegt... " Die Geschworenen des Zuchthauskurses. Das ,, Volksgericht", nach dessen Wahrspruch vom Schwurs gericht in Dresden die neun Bauarbeiter in so erschreckender Weise abgeurtheilt wurden, war aus folgenden Personen zusammens gesetzt: a d Karl Louis Braune, Nentier in Blasewitz. Otto Seeher, priv. Apotheker in Dresden. Karl Richard Ulbricht, priv. Apotheker in Blasewitz. Kurt Mühlmann, königlicher Oberförster in Loschwiz. Hermann Lindemann, priv. Kaufmann in Serfowiz. Karl Hermann Beyer, Rentner in Nötschenbroda. Oskar Schanze, Regierungsrath a. D., Dr. jur. in Dresden. Richard Weber, Apotheker in Königstein. August Günter Eduard Schulze, Rentner in Loschwiz. Moriz Trepte, Kaufmann in Arnsdorf. Hermann Schramm, föniglicher Oberförster in Rosenthal. Karl Kluge, Rittergutsbefizer in Steinbach. Zürich, 7. Februar.( Eig. Ber.) Neben der Doppelinitiative beansprucht die Frage der Finanzirung der Kranken- und 11nfallversicherung gegenwärtig das größte Interesse. Nach den bekanntlich noch immer nicht parlamentarisch definitiv erledigten Gejegen beträgt das jährliche finanzielle Erforderniß für den Anfang 5 und später ca. 7 Millionen Franken, die aus den laufenden Einnahmen nicht entnommen werden können. Der Bundesrath hat vor einigen Wochen durch ein Kreisschreiben die Kantonsregierungen bes fragt, wie und wo etwa bei den für alle möglichen Zwecke aufgewendeten alljährlichen Subventionen gespart werden könnte. Ehe aber deren Antworten noch bekannt sind, rührt sich bereits das neugebackene Bauernsekretariat, um mit agrarischer Ungenirtheit zu erklären, daß an den landwirthschaftlichen Subventionen, die per Jahr ca. drei Millionen Franken betragen, nicht gerüttelt werden dürfe, eventuell follte die Versicherung auf unabsehbare Zeit verschoben werden. Mit diefem weisen Rath kann eine Regierung natürlich nichts an fangen und so will man mun offenbar zum Ta bakmonopol greifen. Der Bundesrath hat darüber schon im Jahre 1895 Gutachten erstatten lassen, die er jetzt nun wieder auszugsweise veröffentlicht, wohl als Fühler zur Sondirung der öffentlichen Meiming, die sich bis jetzt in günstigem Sinne äußerte. Nach den Gutachten beträgt der Jahreswerth der in der Schweiz konsumirten Tabake und Bigarren 33 901 020 Fr. Darin stecken Zwischenhändlergewinne bon 10 259 930 Fr., wovon 3 879 726 Fr. Spesen und 6 380 204 Fr. Gewinn; dazu kommen ferner 3 121 740 Fr. Fabrikationsgewinn, so Wenn die Köllnische 3tg." statt dumme Verleumdungen der Wir stellten gestern das Eislebener Urtheil gegen reichstreue daß sich der Totalgewinn auf 9 501 344 Fr. beläuft. Das Monopol Ahlwardtpresse nachzuschreiben, gelegentlich sich einmal mit der Bergleute in Vergleich mit dem grausigen Urtheil des Dresdener würde rund 8 Millionen ergeben, wovon nach Abzug der Ausgaben Wahrheit einlassen sollte, so wird sie sogar das Gegentheil Schivurgerichts. Wir könnten solche Vergleiche ins Unendliche fortfür Verzinsung und Amortisation ein Reinertrag von 6 Millionen ihrer jegigen Darlegung schreiben. Wenn wir lange leben, so werden bliebe, der zur Finanzirung der Versicherung reichen würde. Die wir diesen Gesinnungs" wechsel schließlich auch noch erleben. Sozialdemokraten haben schon im Jahre 1898 die Initiative für das Tabakmonopol mit der Initiative für die unentgeltliche Krantenpflege ergriffen, wurden aber bekämpft und hatten damit keinen Erfolg; nun greift man selbst danach! Frankreich. Die Dreyfus- Angelegenheit ist wieder einmal an einen ents scheidenden Wendepunkt angelangt. Die Kammerkommission, der die Vorberathung des ministeriellen Antrags betreffend die Ueberweisung der Revisionsjachen an das Gesammt- Richterfollegium des Kassationshofes oblag, hat sich, wie wir bereits mitgetheilt, gegen denselben ausgesprochen. Das ihr zur Verfügung gestellte Material, aus dem einigen Richtern der Kriminalkammer Inforrektheiten nachgewiesen werden sollten, muß für dieselben wohl sehr wenig belastend gewesen sein. Mittlerweile hat die Kriminaltammer des Staffationshofes ihre Untersuchung bezüglich der Revision des Dreyfus- Prozesses abgeschlossen. Die Aften werden dem OberStaatsanwalt übermittelt, der seinen Antrag stellen wird. Die Akten mit der Antragstellung des Oberstaatsanwaltes werden sodann der Kriminallammer zurückgesandt, die ihren Berichterstatter ernennen wird. Die nationalistischen Blätter befürchten, die Kriminaltammer werde den Parlamentsverhandlungen über das Revisions= gefe zuvorkommen und in der Angelegenheit Dreyfus ein endgiltiges Urtheil fällen. England. London, 7. Februar. John Dillon hat die Führerschaft ber antiparnellitischen Partei niedergelegt; sein Rücktritt wurde auf der heute Nachmittag stattgehabten Versammlung der irischen Mitglieder verkündigt. Spanien. Madrid, 8. Februar. Die Königin- Regentin hat die Dekrete unterzeichnet, durch welche die Kortes zum 20. d. M. einberufen und die verfassungsmäßigen Garantien wiederhergestellt werden. Rumänien. Bukarest, 7. Februar. Die Deputirtenkammer beschloß auf den Wunsch des Ministers des Innern Pheretydes, die Erörterung einer Interpellation des Sozialisten Morgun betreffend die Bauernbewegung bis Donnerstag zu vertagen. " Wenn die Unterdrückung solcher Ausschreitungen hart ausfällt, so haben es sich die Arbeiter mur selbst zuzuschreiben und der Sozialdemokratie, die in solche Tendenzen hineingehegt hat." Vergleiche! Auch eine Probe antisemitischer Kritit wollen wir uns nicht verfagen. Die feit ihrer Geburt sterbende Dresdener Deutsche Wacht", des großen Vollsmannes und Heineschwärmers Zimmermann, der nicht mehr den Reichstag ziert, schreibt: fezen. Wir brauchen nicht nach Justizsprüchen zu suchen, welche obwohl selbst oft nichts weniger als mild doch erst die ganze Furchtbarkeit des Dresdener Urtheils hervortreten lassen. Wir brauchen nicht zu suchen, wir brauchen nur irgendwo den Gerichtstheil der Blätter aufzuschlagen. Was liegt näher, schreibt die Leipz. Boltsztg.", als ein Ver„ Die sozialdemokratischen geitungen und gleich mit dem Torgelower Landfriedensbruchprozeß im vorigen Agitatoren, die mit wohlberechneter Absicht den Arbeitern Jahre. Wortbruch der Unternehmer, die die Organisation der den Glauben an jede Autorität zerstören, die ihnen predigen von Arbeiter nicht anerkennen wollten, trieb die Arbeiter in den AusFreiheit und Gleichheit und Menschenwürde nach einem beson stand. Leider ließen sich die Streifenden, die noch nicht lange ders für ihre Zwecke zugedrechselten„ System der Menschenrechte", die organisirt und nur wenig an Manneszucht gewöhnt waren, hinihnen falsche Begriffe über Eigenthum und Recht einflößen, fie, die reißen, heimkehrende Arbeitswillige im Walde zu überfallen Die Erbitterung gegen die falschen Propheten, sie gehörten an Stelle der verund mit Stöcken zu bearbeiten. führten Arbeiter auf die Anklagebant und ihnen Arbeitswilligen war dadurch hervorgerufen worden, daß die gebührte die Strafe, durch die jetzt Familienväter auf lange Jahre Arbeitswilligen, mit allen möglichen Waffen ausgerüstet, eine ihren Familien entrissen worden sind. Das Gesetz bestraft die drohende Haltung gegen die Streifenden einnahmen. Bei dem AnAnstiftung zum Meineid, zum Betrug, zur Brandstiftung, warum griffe ist einer der Arbeitswilligen aus nicht aufgeklärter Ursache zu nicht auch die Anstiftung zum Landfriedensbruche? In hunderten Tode gekommen. Zwei andere Arbeitswillige erlitten Verlegungen, von Artikeln und Vorträgen werden systematisch die Arbeiter die Arbeitsunfähigkeit von vierzehntägiger Dauer zur Folge hatten. bearbeitet, die jetzige Staats- und Gesellschaftsordmmg als eine Das Gericht verurtheilte fünf Angeklagte zu 10 Jahren, also durchfür sie zu Unrecht bestehende, drückende Fessel zu betrachten. schnittlich zwei Jahren Zuchthaus, außerdem 21 Angeklagte Damit fuggerirt man den Arbeitern jene Lehren des zu 14 Jahren und 6 Monaten Gefängniß, das höchste Strafmaß Unheils, dann läßt m nt a n bie die Alkoholgeister betrug 1 Jahr 6 Monate, die meisten erhielten 6 Monate Gefängniß. wirken und das Unglück ist da. Und wen packt die Faust des formalen Rechtes? Jene, die zur That präparirt wurden, während die Verführer sich in ihre Verstecke zurückzogen und mm in heuch Auch an ein Vorkommniß in der Zeit des Sozialistengefezes erlerischer Weise losziehen über den Zuchthausturs, unter dem die geipzigerpolata. Im Jahre 1886 wurde vor dem Arbeiter mundtodt gefnechtet werden sollen. Hoffentlich gehen mun Schumann und Genossen verhandelt. Schumann war aus Leipzig aber den verführten Arbeitern die Augen auf und sehen, wohin ausgewiesen worden. An einem Sonntag mußte er Leipzig bersie durch die unheilvolle Freundschaft politischer Glücksritter laffen. Hunderte von Genossen gaben ihm das Geleite. Dabei tommen. Der jetzige Kurs ist von den gewissenlosen sozialdemo- wurde an einem Stode ein rother Lappen aufgehängt. Zwei fratischen Agitatoren selbst verschuldet, er wird hoffentlich dazu Polizisten in Zivil stürzten sich auf dieses Symbol des Umfturzes. da fie führen, daß die zur Einsicht kommenden deutschen Arbeiter jenen Die Polizisten wurden, nicht als Beamte erkannt Maularbeitern und Phrasenhelden ein für alle Mal den Rücken worden waren, niedergeschlagen. Wegen Aufruhrs wurden kehren und erkennen lernen, daß ein Rechtsstaat nicht von Schuntann zu 4 Jahren, ein Genosse zu 21/2 Jahren und einem Dußend verdrehter Köpfe aus seinen Grundvesten gehoben zwei Genossen zu je 2 Jahren Zuchthaus verurtheilt, mehrere andere werden lann. Die jüdischen und sozialdemokratischen Hezzapostel Genossen erhielten Gefängnißstrafen. Ein Geschworener, ein christlich steuern auf dieses Ziel los, denn sie machen dabei ihr Geschäft, gesinnter Mann, der in jenem Prozeß fein Verdikt auf schuldig während der deutsche Arbeiter die Kosten mit seiner Freiheit und abgegeben hatte, war betroffen von der Höhe der ausgeworfenen seinem Leben bezahlen muß. Die jüdischen Führer der Sozial- Strafen. Und was will dieses Urtheil unter dem Sozialistengesetz demokratie bringen bei Zeiten sich mit der gemachten Beute in besagen gegenüber dem Dresdener Urtheil unter dem Zuchthausfurs! Sicherheit und lachen über die Dummheit der deutschen Arbeiter. Jm Oftober 1898 verurtheilte die Straffammer III des Sam- 1 burger Landgerichts den zweiten Offizier des in Hamburg * * * * Bom 22. Dezember 1898 wurde berichtet: Vor einigen Tagen hatte sich vor dem Schöffengericht in Göttingen der Hauptmann Cl. Mersmann, jegt in Soest, gegen eine Anklage wegen Mißhandlung und öffentlicher Beleidigung zu verantworten. Er hatte auf der Chaussee nach Beende die früher in seiner Familie bedienstet gewesene Margarethe Schulz ins Gesicht geschlagen, gegen den Leib getreten und mit beleidigenden Redensarten titulirt. Der Hauptmann wurde zu 500 M. Geldstrafe und die Kosten verurtheilt. Parlamentarisches. D Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. In der Stockfabrik von Gebr. E. u. B. Noa, Berlin, Dresdenerstraße 38, haben 50 Celluloid- Arbeiter die Arbeit eingestellt. Zuzug ist fernzuhalten. Der Vertrauensmann der Berliner Stodarbeiter. Die Stuckateure in Gera stehen vor dem Beginn einer Lohnbewegung. Da die Konjunktur eine für dortige Verhältnisse günstige ist, so ist sicher auf einen Erfolg zu rechnen, wenn Zuzug unterbleibt. Die Stuckateure mögen deshalb die von dort kommenden C. Daschütt, Vertrauensmann. Deutsches Reich. Angebote nicht zu beachten. " um einen beheimatheten Dampfers„ Senta", Theodor Ferd. Pohl, Ueber die Arbeiten des Bundesraths wird mitgetheilt: der auf höher See den 15jährigen Schiffsjungen A. Das Fleisch beschau Gesetz und noch einige Post Vorwegen einer Bergeßlichkeit so mit einem Tau- Ende ge- lagen sollen demmächst im Plenum auf die Tagesordnung gesetzt prügelt hatte, daß der linke Arm gebrochen war, und der werden. Die im Reichsamt des Innern ausgearbeitete Novelle zur dem Jungen, als der Schiffsarzt ihm den Arm in die Schlinge ge- Gewerbe- Ordnung betreffend den Schuh der Angestellten legt hatte, die Schlinge mit einer rohen Bemerkung wieder fort im Handelsgewerbe wird später den Bundesrath zu be gerissen hatte, zu einer Geldstrafe von 150 M. Der Staats- schäftigen haben, da noch nicht alle verbündeten te anwalt hatte die Rohheit der That betont und 6 Monate Ge- gierungen ihr Gutachten über denselben abgegeben haben. fängniß beantragt. Das Gericht nahm jedoch an, daß der Angeklagte Justiznovelle. In der sechsten Kommission des Reichstags die schwere Folge der Mißhandlung nicht beabsichtigt hätte und daß wurde heute die Berathung des Antrages Rintelen fortgesezt. Auf fie auch nicht vorauszusehen war. Vorschlag des Vorsitzenden Dr. Rintelen beschließt die Kommission, die Berathung der die Eidesfrage betreffenden Paragraphen zu vers Zur Lohnbewegung der Krefelder Weber. Wir entnehmen Ein abscheuliches Rohheitsvergehen gegen einen Arbeiter fand tagen, bis nach erfolgter erster Berathung der neuen Justiz der Rheinischen Zeitung" eine Schilderung der gegenwärtigen der am 15. Juli 1898 in Berlin auf dem Neubau der Philharmonie novelle, welche seitens verbündeten Regierungen ein- Situation, in der die Aussichten für die Streikenden als recht Siefe ist, da doch wahrscheinlich auch statt. Der Fuhrherr Stubenbed hatte dort auf der Bau- gegangen der günstige bezeichnet werden. Die Kundschaft drängt die Fabrikanten stelle die Zufuhr der Mauersteine und die Abfuhr des Bauschuttes sechsten Kommission überwiesen werden wird. 8u§ 168 immer mehr und droht, sich zu verändern, wenn die Lieferungsübernommen. Am 15. Juli ordnete Stubenbed an. daß der mit der Strafprozeß- Ordnung beantragt Abg. Dr. Strafprozeß- Ordnung beantragt Abg. Dr. Rintelen fristen nicht eingehalten werden. Rintelen fristen nicht eingehalten werden. Bereits geht man dazu über, den Arbeitern auf den Stühlen gelassenen halbeinem leeren Wagen an der Baustelle haltende Kutscher Drews folgenden Busay:" Die Untersuchung des Körpers einer Person zum die von abzuschneiden und zu bersenden. Es ist wegfahren und Steine herbeiholen solle, der Kutscher fam aber Swede der Verfolgung von Spuren einer strafbaren Handlung gegen fertigen Stüde offenes Geheimniß, daß die flaue Zeit Beit in der dieser Aufforderung nicht nach, sondern bestand darauf, daß er den Willen der Person ist unzulässig." Der Antrag wird mit 12 ein Die Lagerbestände erweisen Schutt wegfahren wolle. Der Arbeitgeber entwand dem Kutscher gegen 8 Stimmen abgelehnt, ebenso ein Antrag v. Strom Sammetindustrie überwunden ist. den Spaten und schlug mit der scharfen Seite nach dem Kopfe beck( 3.), wonach die körperliche Untersuchung weiblicher Perfich lange nicht als so bedeutend, wie die Fabrikanten zur Befeines Gegners, traf aber nur dessen vorgehaltenen Arm. Der sonen durch von der zuständigen Behörde verpflichtete Frauen er- schwichtigung ihrer Kundschaft und zur Einschüchterung der Arbeiter bis dahin auf der Straße ausgefochtene Kampf spann sich nun folgen soll, soweit bei der Untersuchung die Schamhaftigkeit glauben machen wollten. tommt. Dagegen werden bei den folgenden innerhalb des Bauzaunes fort und hier schlug Stubenbed mit in Betracht Hatten die Fabrikanten im Anfang darauf gerechnet, sich durch einem Stein dem Drews auf den Kopf, er warf ihm auch§§ 107, 114, 116, 126, 137 und 144, welche die Zustellung des Haft- Ankauf auswärtiger Lagerbestände durchhelfen zu können, so wird einen Mauerstein nach, als er den Kampfplay verließ. Der befehls, die Behandlung des Verhafteten, die Aufhebung des Haft- das jetzt durch die steigende Konjunktur erschwert. Dazu kommt Vorfall hat Veranlassung zu einer Anklage wegen Körperverlegung befehls und die nothwendige Vertheidigung betreffen, die Anträge noch die drohende. Haltung der auswärtigen Sammetweber ihren gegen Stubenbeck gegeben. Das Schöffengericht verurtheilte den Rintelen's durchweg mit großer Mehrheit angenommen. Zu§ 150 Unternehmern gegenüber. Alle diese Umstände zusammen genommen, lassen es sicher er rohen Unternehmer zu vier Wochen Gefängniß, indem beantragte Rintelen folgenden Zusatz:" Im Falle der nothwendigen es der verständigen Meinung war, daß gerade ein Arbeitgeber, Vertheidigung hat der vom Angeklagten als Vertheidiger gewählte scheinen, daß die Fabrikanten in nicht zu langer Zeit zu Zugeständnissen der sich auf einer höheren sozialen und Bildungsstufe befinde, be- Rechtsanwalt auf Zahlung von Gebühren aus der Staatstaffe An- gezwungen sind, falls die Arbeiter wie bisher einmüthig zusammensonders strafbar sei, wenn er sich in dieser Weise gegen seinen spruch, jedoch nur abzüglich des Betrages, welcher dem bereits bestehen. Nur die Hoffnung, daß es gelingen tönnte, die Aussendigen Arbeitnehmer vergehe. Demgegenüber verwies Justizrath Rosen- stellten Wertheidiger aus der Staatskasse zu zahlen ist." Dieser Antrag zu entzweien, oder daß die Arbeiter vor der Zeit von Unterstützungen baum in der Berufungsinstanz auf die schwere Reizung, in die der wurde mit 10 gegen 9 Stimmen abgelehnt. Die Berathungen entblößt würden, hält die Fabrikanten aufrecht. Wurde uns doch Angeklagte durch den Kutscher versezt worden sei; der von ihm gewerden Freitag fortgesetzt. von gutunterrichteter Seite gesagt: wäre die Gewißheit vorhanden, wählte Ausdruck seiner Empörung sei nicht zu rechtfertigen, aber doch Die Petitionskommission des Reichstags hielt gestern, Mitt- daß die Arbeiter es wirklich sechs Wochen aushielten, dann wäre es menschlich entschuldbar, so daß eine Geldstrafe völlig ausreiche. Der woch, ihre vierte Sigung ab. Aus den zur Verhandlung stehenden Thorheit, wollten die Fabrikanten sich länger sträuben und dabei Gerichtshof erkannte mit dem Vertheidiger an, daß eine grobe In- Petitionen ist u. A. von Interesse eine Petition, ausgehend von den riskiren, daß die Arbeiter von der Forderung der bisher bezahlten fubordination des Zeugen gegen seinen Arbeitgeber vorlag und daß unternehmern im Baugewerbe, welche die Einführung des Befähigungs- Lohnfäße ab- und zu weiteren Lohnforderungen übergingen. hierin Milderungsgründe zu finden seien. Andererseits aber habe der nachweises im Baugewerbe verlangt. Da nach den Mittheilungen artigkeit der Krefelder Sammetindustrie die Einstellung von StreitEs verdient noch hervorgehoben zu werden, daß bei der Eigens Angeklagte feineswegs das Recht gehabt, den Kutscher dreimal in des zugezogenen Reg.- Kommissars, Geh.- Raths Dr. Wilhelmi, der einer Weise zu bedrohen, die leicht zum Todtschlage Bundesrath sich gegenwärtig mit dieser Sache beschäftigt, wurde brechern ein Ding der Unmöglichkeit ist, so daß selten ein Lohnkampf hätte führen können. Die Strafe wurde auf 375 Mart Geld die Verhandlung über die Petition vertagt. Eine Anzahl weiterer unter so günstigen Umständen geführt worden ist, wie derjenige der strafe ev. 75 Tage Gefängniß ermäßigt. Petitionen betrafen Invalidenrentenansprüche, Schadenersatzansprüche Krefelder Weber. Noch bei allen bisher in Krefeld durchgefochtenen wegen angeblicher Impfschädigung, Reform des Lotteriewesens u. dergl. Lohnkämpfen erwies sich das gänzliche Fehlen von Streitbrechern Eine Petition des Bundes deutscher Frauenvereine verlangt die als für die Fabrikanten geradezu verhängnißvoll. Wir wollen wünschen, Approbirung weiblicher Aerzte. Nach einem Referate des Abg. Calwer daß die christlichen Sammietweber wie bisher so auch fernerhin ihre wurde beschlossen, die Petition ohne weitere Erörterung dem Herrn Einsicht bewahren, dann ist an dem endgiltigen Siege nicht mehr zu An der nöthigen Unterstützung seitens der deutschen Eine ganze Anzahl zweifeln. Reichskanzler als Material zu überweisen. weiterer Petitionen betrafen Rechtsschutz und Beschwerden wegen Arbeiterschaft wird es nicht fehlen. Rechtsverweigerung oder Rentenansprüche. Dies gab dem Ab- In der Brauerei von Bodenstein in Magdeburg haben geordneten Rosenow Veranlassung, anzuregen, ob die Petitions- 27 im Tagelohn stehende Arbeiter die Arbeiter niedergelegt. fommission nicht besser thue, diese Petitionen, denen zwar im Ein- Sie waren beim Direktor vorstellig geworden, zelnen nicht Folge gegeben werden könne, weil Rechtsverweigerung Stundenlohn von 25 Pf. durchzusetzen, der ihnen aber rundweg abnicht vorliege, die aber in ihrer Allgemeinheit die Reform- geschlagen wurde. bedürftigkeit der Arbeiter Versicherungsgesetze erkennen ließen, Unternehmer: Terrorismus. In Krimmitschau in Vor der ersten Straffammer am Stettiner Landgericht der Regierung als Material zu überweisen. An diese Anstanden am 14. Januar 1898 die Gefängnißauffe her regung knüpfte sich eine längere interessante Debatte, in der sich alle Sachsen herrscht zur Zeit in der dort dominirenden Textilindustrie Auswärtige Unternehmer dieser Branche, Bouschée und Bohrmann, von denen der erstgenannte wegen Mitglieder im Sinne des Vorschlags aussprachen. Es wurde schließ große Arbeitslosigkeit. Mißhandlung im Amte bereits früher zu vier Monaten Gefängniß lich auf Anregung des Borfizenden beschlossen, die Frage offen zu welche Arbeiter nothwendig brauchen, fuchten nun solche von Krimmit zu schau zu bekommen, und wollten zu diesem Zwede in der dortigen verurtheilt worden ist, unter der Anklage, den Hausdiener Mühl- lassen, ob man einen Regierungskommissar zuziehen oder die schau zu bekommen, und wollten zu diesem Zwede in der dortigen bruch im Bolizeigefängniß mishandelt zu haben. Petitionen der demnächst zusammentretenden Kommission zur Ab- Bresse inseriren. Letztere verweigerte aber im Interesse der Krimmits Die Angeklagten bestritten die ihnen zur Last gelegten Thatsachen; änderung des Alters- und Invaliditäts- Gejeges überweisen solle. schauer Unternehmer solchen Inseraten die Aufnahme, damit die billigen Arbeitskräfte nicht davonlaufen. Das Schönste aber ist, daß fie behaupteten, den Mühlbruch, der wegen einer lebertretung Die übrigen Petitionen waren nicht von allgemeinem Interesse. der Borsigende des Fabrikantenvereins dem Krimmitschauer Anzeiger in das Polizeigefängniß eingeliefert worden ist, ihrer Vorschrift gemäß Die Wirthschaftliche Vereinigung des Reichstags hat sich die Aufnahme solcher Inserate direkt verboten hat. Mögen also nur gefesselt zu haben, da er sich renitent gezeigt habe. Das Zeugen am Dienstag Abend konstituirt. In den Vorstand wurden ab- die Arbeiter Hungern, bis sie wieder von den Krimmitschauer Fabriverhör verlief nach einem Bericht der Stettiner Morgen- und geordnet von den Konservativen Rettich, von der Reichspartei v. Kartauten gnädigst Arbeit bekommen. Abendzeitung" folgendermaßen: Erster Beuge ist der Hausdiener dorff, von den Nationalliberalen Graf Oriola, von der Reformpartei Johannes Mühlbruch, der seine Erlebnisse in der Kustodie v. Liebermann, vom Bund der Landwirthe v. Wangenheim. Zu anders darstellt wie die Angeklagten. Er habe sich zwar geweigert, Borsigenden wurden Rettich und Graf Oriola gewählt. die Wasserkanne in seine Zelle zu tragen, habe aber keinen Lärm verübt, vielmehr in weinerlichem Tone gebeten, ihn freizulassen. Von einem Angriff auf den Beamten Bohrmann aber könne teine Rede sein. Trogdem sei er im Bureau an den Händen gebunden, Lehrer- Reliften- Gesetz. Die Kommission des Abgeordneten dann in die Zelle geführt, zur Erde geworfen und an den Füßen hauses für das Lehrer- Relitten- Gesetz erledigte heute§§ 1-13 ohne gefeffelt worden. Die Stride feien so fest zugezogen worden, daß er förmlich frumm gelegen habe. weitere Schwierigkeiten. Eingehend wurde über§ 14 der Vorlage verhandelt: Das Wittwengeld wird bis zur Höhe von 240 M., das Außerdem seien die Stricke durch die Thür gezogen, so daß er zirka waisengeld für Halbwaisen bis zur Höhe von 48 M., für Voll10 Minuten in der Schwebe gelegen habe, und zwar der waisen bis zur Höhe von 80 M. jährlich aus der Staatskasse art, daß nur noch Stirn und Brust den Erdboden berührten. Nach geraumer Zeit seien dann Bouschée und gezahlt. Zur Aufbringung des nicht durch Staatsbeitrag gedeckten Bohrmann in die Belle gekommen mit den Worten: Er ist schon Witten- und Waisengeldes find die zur Aufbringung des nicht warm." Ferner will W. die Aeußerungen gehört haben: Dem durch Staatsbeitrag gedeckten Theils des Ruhegehalts des Lehrers Triest, 8. Februar.( B. H.). Das österreichische Handelsschiff Verpflichteten verbunden. Allgemein wurde der Wunsch ausgesprochen, wollen wir es besorgen." Als am nächsten Tage Mühlbruch das der Staat möchte die entstehenden Mehrausgaben ganz, oder doch Celmina" ist bei Skyzos im Aegäischen Meere untergegangen. Bolizeigefängniß verlassen habe, seien ihm die Arme so ge= schwollen gewesen, daß er nicht mehr im Stande gewesen sei, eine zum größten Theil übernehmen. Der Regierungstommissar Die Mannschaft tonute gerettet werden. konnte das nicht in Aussicht stellen. Bei dieser Verschiedenheit der Paris, 8. Februar.( W. T. B.) Die Deputirtentammer Unterschrift zu leisten. Dr. med. Gutmann habe eine Armlähmung Ansichten wurde beschlossen, die Verhandlungen zu ver- beräth zunächst ohne Zwischenfall über das Budget des festgestellt, an deren Folgen Mühlbruch neun Wochen im tagen, damit der Kommissar des Finanzministers diesem den Handels. Dann legt Renault- Morlière, der BerichtKrankenhause gelegen habe! Der Staatsanwalt erklärte, die Mißhandlungen seien geradezu eine Tortur. Er be- Wunsch der Kommission vortrage, die Erhöhung des Staatszuschusses erstatter über den Gefeßentwurf bezüglich der Abänderung des Revisionsverfahrens, seinen Bericht nieder mit der Bemerkung, antragte 9 Monate und 1 Jahr Gefängniß. Das Urtheil war von daß dieser 127 Seiten starke Bericht morgen vertheilt werden könne. der Milde eingegeben, die deutsche Richter schon so häufig derartigen Der Berichterstatter schlägt vor, die Berathung auf Freitag festAusschreitungen gegenüber haben walten lassen. Es lautete gegen zujeßen. Die Kammer nimmt diesen Vorschlag an. Bouschée auf zwei Monate Gefängniß, gegen Bohrmann gar auf London, 8. Februar.( W. T. B.) Unterhaus. Bei der nur hundert Mart Geldstrafe! Fortsetzung der Adresdebatte brachte Bartlett einen Zusatzantrag ein, in welchem baldige effettive Maßregeln verlangt werden, um China bei der Aufrechterhaltung der territorialen Unabhängigfeit des Reiches und speziell der Mandschurei beizustehen. Bufazantrag Bartlett's, der eine Garantie der Integrität Chinas gegen die Einmischung jeder Macht bedeuten würde. Die Regierung erkenne die absolute Nothwendigkeit des Schutzes der britischen Interessen in China an. Die Zusage Chinas hinsichtlich des Yangtsethales werde von der englischen Regierung als von größtem Werth ein bis zwei Monaten geöffnet werden. Die Eröffnung des Nannings, angesehen. Bierzehn neue Vertragshäfen seien geöffnet oder würden in welche England den gesammten Westfluß auf mehrere hundert Meilen bin erschließe, sei innerhalb der letzten Tage zugestanden worden. als Vertragshäfen geöffnet worden, und betrage die Gesammtzahl der Meilen, für welche den britischen Konzessionären Konzessionen gemacht sind, 2800, durch welche Ausgaben von etwa 20 Millionen Pfund bedingt würden. * Das Herrenhaus ist für den 21. und 22. Februar zu Plenarfigungen eingeladen worden. zu bewirken. Partei- Nachrichten. -W Lehte Nachrichten und Depeschen. Frankfurt a. M., 8. Februar.( B. H.) Die„ Frankf. 8tg." meldet aus Worms: Eine vom Gastwirtheverein Worms einberufene, von 400 Weininteressenten aus Rheinhessen besuchte Protestversammlung gegen die geplante Weinsteuer nahm gegen legtere eine ausführlich begründete Erklärung an. Wien, 8. Februar.( B. S.) Das Landesgericht hat die Weiter berbreitung der in Leipzig erscheinenden Broschüre„ Die Trennung des Dreibundes" verboten, sowie die Vernichtung der tonfiszirten Exemplare angeordnet. Der Zum nächsten internationalen Arbeiter- Kongres hat das französische Einigungs- Komitee, in welchem Es giebt noch milde Richter in Deutschland! so muß alle sozialistischen Fraktionen Frankreichs vertreten sind, die Ausman angesichts so mancher dieser Urtheile ausrufen. Wir haben arbeitung eines Rundschreibens beschlossen, in welchem zu der vornichts gegen diese Milde einzuwenden, da wir das heutige Strafbereitenden Konferenz eingeladen wird. An der Konferenz Parlaments- Unterfekretär des Aeußeren Brodrid bekämpft den system überhaupt verurtheilen. Aber das Bemerkenswerthe ist, daß -fönnen blos sich die mildesten Urtheile gegen Fuhrherren, Hauptleute, Unter- wie an dem Kongreß darüber einigte man sich nehmer, Polizisten 2c. kehren. Ihnen wird der Widerspruch und die solche Arbeiterorganisationen theilnehmen, welche auf dem Boden Ungebühr der Untergebenen, der Arbeiter, der Dienstleute des Klassenkampfs stehen, die Organisation des Proletariats als stets als mildernd im weitesten Umfange angerechnet, fie find schwer gereizt und erregt und darum ist ihr Bergehen nicht politische Partei, und die Eroberung der politischen Macht erstreben, so schlimm anzusehen. Haben sie auch schwere Mißhandlungen und die Produktionsmittel in Gesellschafts- Eigenthum verwandeln begangen, so werden sie doch nicht wegen versuchten Todtschlags an- wollen. Wer diese Grundsätze nicht anerkennt, kann auf der getlagt und verurtheilt. Ihre Sache ist stets in den Händen wohl Konferenz nicht vertreten sein und hat keinen Plaz auf dem meinender Beurtheiler, die sich leicht in ihre Lage hineinversetzen Kongreß. Die mit Ausarbeitung des Rundschreibens betraute Außerdem seien die von Deutschland und Rußland beſetzten Häfen Wie oft anders ist es bei den Justizsprüchen gegenüber Kommission besteht aus Jaurès, Morel, Farjat, Richard und Arbeitern, besonders sobald es sich um Konflikte zwischen Dubreuilh. Arbeiter und Unternehmer- Interessen handelt. können. Da vermag der Richter nicht mit der Seele des Angeklagten zu leben, dessen Ver- Das Ministerium von Renk j. 2. hat, wie die„ Reußische gehen ihm stets im schlimmsten Lichte erscheinen. Da wird ein Tribüne" unterm 7. Februar mittheilt, Dr. Helphand bis jest Auflauf zum Landfriedensbruch, eine Körperverlegung zum versuchten noch keine Antwort auf seine Eingabe zukommen lassen. Mit Recht Todtschlag. bemerkt das genannte Blatt:„ Die Deffentlichkeit verlangt AufUnd doch alles, was bisher von Urtheilen wider Arbeitern, die klärung über den Zusammenhang der Ausweisung mit der Beitungsin der Verfechtung von Berufsintereffen Ausschreitungen begingen, nachricht, Helphand sei nach einer polizeilichen Drahtmeldung desgefällt wurde, es ist so hart es auch war und so sehr es auch halb ausgewiesen worden, weil er einer Anarchisten- Vereinigung Die Gegensätze im heutigen Boltsleben widerspiegelt es ist nichts angehört habe. Das Ministerium ist verpflichtet, die Aufklärung gegen das Urtheil der Dresdener Geschworenen und Dresdener zu geben." Landrichter. Der Sozialdemokratische Verein in Chemnitz hat zur Zeit Hart waren die Urtheile in jenem Leipziger Aufruhr- Prozeß, hart im Torgelower Streifprozeß, aber fie hielten sich noch innerhalb rund 1200 Mitglieder. Die Einnahme im letzten Jahre betrug einer normalen Grenze gegenüber Arbeiterangelegenheiten. Ohne 1603,30 M.. die Ausgabe 1602,41 M.( darunter rund 980 M. Un kosten der Stadtverordnetenwahlen). Vergleich aber steht das Urtheil von Dresden da. Dauernd wird es in die Gemüther des ar Vom Münchener Postillon" ist soeben eine bilderreiche beitenden Volles eingegraben eingegraben bleiben, daß bürgerliche Geschworene und Richter brave, un Faschingsnummer erschienen, die dem beliebten Arbeiterwigblatt bescholtene Arbeiter wegen einer vergleichsweise geringen wieder zahlreiche neue Freunde zuführen wird. Ausschreitung auf 8 und 9 und 10 Jahre in die Nacht des Buchthauses geworfen haben. Jedenfalls sei die britische Regierung entschloffen, die britischen Interessen und das britische Jutereffe gehörig zu wahren. Edward Grey tritt für eine Verständigung mit Rußland ein und hofft, beide Regierungen hätten einsehen gelernt, daß zur Ers reichung eines solchen Einverständnisses mehr Offenheit und Freimuth erforderlich fei. Der Unterantrag Bartlett's wurde sodann zurüdgezogen und die Debatte vertagt. Brüssel, 8. Februar.( B. H.) In der heutigen Kammerfizung interpellirte der Abg. Lorand die Regierung über das nene Wahlgesen, welches der Kammer vorgelegt werden soll. Der Ministerpräsident erklärte, die Regierung bereite einen neuen Gesetz daß sicher Jedermann mit dem neuen Gesez zufrieden sein werde. entwurf vor, welcher jedoch noch nicht fertiggestellt sei. Er erklärte, Konstantinopel, 8. Februar.( B. H.) Der Sultan wird in den nächsten Tagen die Einführung von Reformen in der Ver waltung in Makedonien feierlich verkünden lassen. Washington, 8. Februar.( 2. T. B.) Einer Depesche des General Otis zufolge ersuchte Aguinaldo um eine Unterredung mit dem Befehlshaber der amerikanischen Truppen. Hierzu 2 Beilagen u. Interhaltungsblatt. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th.Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Br. 34. 16. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 9. Februar 1899. Reichstag. 28. Sigung, Mittwoch, 8. Februar 1899, 1 hr. Am Tische des Bundesrathes: v. Posadowsky, Dr. Koch. Abg. Kreitling( fri. Voltsp.) Berlin II hat sein mandat niedergelegt. Die erste Berathung der Novelle zum Bankgesch wird fortgesetzt. Abg. Dr. Schoenlank( Soz.) V an eine 0 bon den größten wirthschaftlichen Aufschwung gehabt hat. So kommt es, Reichsbant sich durch stärkeren Geldabfluß nach dem Auslande zu daß dieses Frankreich mit diesem herrlichen Bankdiskont industriell vermindern anfing oder auch, wenn sich der Kreditanspruch nicht aus zurücksteht. dem normalen regulären Verlaufe der wirthschaftlichen Konjunktur, Ist denn der offizielle Diskontsaz überhaupt der thatsächliche fondern als eine Konsequenz einer fieberhaften und künstlich erDistontfag? Die Bank von England hält sich überhaupt nicht stritt zeugten Spekulation erklärt. Die Frage der Festlegung der an ihren offiziellen Disfontfazz, und auch die Reichsbank diskontirt Brivatnotenbanken in bezug auf den Diskont muß auch sehr reiflich zeitweise Wechsel niedriger als zu ihrem offiziellen Diskont; blos die erörtert werden. Sicherlich ist die niedrige Diskontfestsezung der PrivatBank von Frankreich hält sich strikt an den offiziellen Diskont. Dieser Dis- banten von Einfluß auf die Diskontpolitik der Reichsbank gewesen. fontsag wird einfach nach der Geltungszeit der einzelnen Raten berechnet. Es steht auch fest, daß heut die Privatnotenbanken nicht mehr mit Aber darauf kommt es nicht an, sondern auf den Ertrag der ihren Noten regulirend in den Geldumlauf eingreifen, sondern daß Wenn meine Partei zu der Reichsbank- Vorlage das Wort ergreift während dieser verschiedenen Raten diskontirten Wechsel, und wenn sie, gestüßt auf die Reichsbant, eigentlich nur noch die Vermittlerin so geschieht es, weil die leitenden Motive unseres Parteiprogramms man einen wirklichen Vergleich ziehen will, darf man nicht diesen zwischen den Konsumenten, den Kunden, den Klienten und der die Vergesellschaftung, die Nationalisirung der Produktionsmittel sind, offiziellen Diskontsaz zu Grunde legen, sondern muß in Abzug Reichsbank find. Aber die Privatnotenbank- Organisation ist unter und weil wir deshalb grundsätzlich Freunde auch der Verstaatlichung bringen den Brutto- Ertrag der durchschnittlichen Wechseleinlage; allerlei Zugeständnissen und Kompromissen mit in das Bankgesetz find; aber wir untersuchen jedesmal die Verstaatlichungsfragen dann stellt sich herans, daß bei diesem Brutto- Ertrag sich eine hineingenommen worden und hinter mindestens fünf oder sechs dieser praktisch auf ihre Bedeutung hin. Für uns hätte sie nur Differenz ergiebt, die feineswegs so groß ist, wie bei dem offiziellen Banken stehen die Regierungen der betreffenden Länder. Es find Werth, wenn sie einen politischen und ökonomischen Fortschritt, Distontfab, nämlich eine Differenz von 0,6 pct. in einem Jahr- Landesbanken in ihrer Art, und darüber wird sich wohl eine eine weitere Etappe in der von uns gewünschten Entwidelung be- fünft zwischen französischem und deutschem Bankdiskont. Dieser Einigung erzielen lassen. Wichtiger ist, daß der Reichsbank der Weg deutete, wenn sie der Allgemeinheit nüßt und nicht etwa einem Durchschnitt beträgt für die Bank von Frankreich 2,8 und für die zur Regulirung des Geldumlaufs und zur Organisation des Diskonts leinen Interessentent! üngel. Bei der Reichsbank- Ver- deutsche Reichsbank 3,4 pct. Nun meine ich, daß die Distontpolitit frei gemacht werden muß. Ob Staatsbant oder gemischtes System, staatlichung müssen wir ganz fühl erörtern, ob denn bei der allerdings regulirend auf den Geldverkehr und den Geldbedarf in die Frage hat heut keine Bedeutung mehr. Aber wir sollten doppelt heutigen politischen und wirthschaftlichen Konjunktur überhaupt ernst- einem doppelten Betracht wirken kann. Indem sie den Diskontsatz vorsichtig sein vor der Ausdehnung dieser fiskalischen Organisation haft an eine bejahende Beantwortung dieser Frage zu gehen ist und erhöht, lockt fie das fremde Geld herein und beschränkt die in auf das Notenbankivesen, weil wir sehen, wie die Agrarier bereits ob nicht etwa das heut herrschende gemischte System des Bank- ländischen Kreditansprüche. Wenn der Diskontsag relativ niedrig ist, die Politit beeinflussen und wir es jedenfalls verhüten müssen, daß wejens, der Bankverfassung, wie wir sie seit 1875 haben, bereits tritt die Erscheinung, die ich oben geschildert habe, in entgegen die Zentral- Notenbank, die uns eine Garantie für geregelten einem Werkzeug mächtiger, einflußLeistungen verrichtet und Bedingungen erfüllt, die wir von gefeßter Richtung ein. Aber die Auffassung, daß man die Diskont Geldumlauf ist, zu unserem Standpunkte der Verstaatlichung die die Banfpolitik und Parteien wird, Bant polifit der Reichsbank als schädlich betrachten müsse gegenüber dem reicher Gruppen und stellen, welche allgemeine Interessen befriedigen soll. Wir müssen deutschen Interesse, und daß etwa durch eine andere, sagen wir nicht im allgemeinen Interesse, nicht im Interesse gegenüber allen Argumenten, die aus den Kreisen der bürgerlichen im agrarischen Interesse gerichtete Politit, durch Verbilligung des Handel und Verkehr, sondern zur Pflege speziell agrarischer Dekonomie und der bürgerlichen Politiker gegen die Verstaatlichung Diskonts bessere Zustände herbeigeführt werden würden und Interessen betreibt.. Wenn sich heut die Herren von der Rechten zur erhoben werden, zunächst die Frage aufwerfen: was hat bis jetzt daß durch Kapitalerhöhung und Herauffeßung der Notengrenze ein Bankvorlage erstaunlich milde verhalten, so beweist das, daß die die Reichsbank geleistet? Wie hat sie ihre Aufgaben erfüllt? Und billigerer Diskont zu erzielen fei, zeigt, daß die Auffassung vom allmälige Annäherung der Regierung an die Rechte und der Rechten welche ihrer Aufgaben berühren das allgemeine Interesse? Wesen des Diskonts doch noch nicht in die Kreise gedrungen ist, an die Regierung, die Kapitulation der Regierung an die Agrarier Die Aufgabe einer Zentral- Notenbank ist in erster Reihe die welche diese Vorschläge machen. Wenn es darauf ankomme, daß der und an die Leute aus Stumm sich auch hier bei der Reichsbant voll Regulirung des Geldumlaufs, der Schuß der Landeswährung und Diskont sich ändert zu Gunsten dieser Ansprüche durch Erhöhung des zicht. Man verzichtet auf einen prinzipiellen Kampf; das bedeutet, die Fürsorge für eine Erleichterung der Zahlungsausgleichung. Grundkapitals und der Notengrenze, dann würde der Herr Reichs- daß die Herren ihre Spezialforderungen in die Tasche stecken, es Unsere Bentral Notenbank ist ja heute das Erzeugniß eines bank- Präsident sehr wenig Sorge haben. Nein, der Reichsbank- aufgeben, ernsthaft für die Verstaatlichung der Reichsbank zu kämpfen, Tangen Stampfes und schwierigen Kompromisses zwischen den Inter- Diskont steht ebenso unter dem Bwvange des ganzen Geschäftsganges, aber hoffen, durch freundliche Annäherung auf anderem Gebiete essen der Einzelstaaten, die mit ihren Notenbanken zu rechnen haben der wirthschaftlichen Entwickelung in Deutschland. Die oberste Auf eine ganze Reihe von Vortheilen zu erlangen. and der Idee der Bentralisation. Durch das Bankgeseg von 1875 gabe einer Zentral- Notenbank ist die Regulirung des Geldumlaufs, Die Herren haben gelernt, daß die Politik der großen Mittel ist aber thatsächlich mit der Vielheit der Bettelbanken aufgeräumt bie Aufrechterhaltung der Landeswährung. Aber aus den Klagen gar nicht nothwendig ist. Heute spricht man nicht mehr vom Antrag worden: wir haben heut blos eine große Bettelbant in Deutsch- und Kritiken, so gedämpft sie auch gestern waren, tönt Sanig und der Doppelwährung. Heute treibt man die Politik der land, die deren Funktionen auch erfüllt. darüber Schmerz Es war ein Kompromiß der heraus daß die Zentral- Noten- fleinen Mittel und denkt vielleicht dabei, daß wenn die Zärtlichkeiten zwischen einflußreichen politischen Faktoren, welche die Erhaltung bank des Deutschen Reiches sich nicht nicht umgewandelt hat bei der Reichsbank beginnen, die Hochzeitsgabe bei den Handelsihrer Privat- Notenbanken wünschten und den Mächten, welche sozu zu dem, was die Zentral Genossenschaftskasse in Preußen verträgen bezahlt werden wird. Die Agrarier konnten auch nichts jagen die Forderungen proklamirten, die die moderne tapitalistische ist, zu einer Generalpumpstation für das Agrarier besseres thim. Da die Mehrheit des Reichstages sich doch nicht auf Entwickelung auch an das Reich stellt: die Nothwendigkeit der Zen- thum.( Lachen rechts.) Den Beweis dafür werde ich sogleich er- ihren prinzipiellen Standpunkt in der Banffrage stellen wird, denten tralisirung des Notenwesens im Interesse der modernen kapitalisti- bringen. Herr Gamp ist bekanntlich einer der Rufer im Streit der sie, wenn wir jetzt den kleinen Finger nehmen, werden wir bei den fchen Produktionsweise, welche bestimmte Dinge braucht, um sich frei agrarischen Bankpolitik. Herr Gamp hat die Forderungen, die die Verhandlungen über die Handelsverträge und bei der Inaugurirung in bestimmten Bahnen zu entfalten. Sehen Sie sich nun an, was Agrarier an die Reichsbank stellen, formulirt, und wir haben ein der Sperrpolitik und Hochschutzzöllnern die ganze Hand nehmen. die Reichsbank auf dem Gebiete des Girowesens geleistet hat: wir Dokument, nämlich sein Werk aus dem Jahre 1883: Der landwirth- Wir werden also alles thun, um zu verhüten, daß den Agrariern hatten 1876 einen Giroverkehr von sechzehn Milliarden, heute schaftliche Kredit und seine Befriedigung. Daraus ersehen wir, daß irgend ein Zugeständniß gemacht wird, und da unsere Zahl nicht so haben wir einen von 104 Milliarden. Durch den Giroverkehr ist das die agrarische Politit durchaus abstrahirt von den realen Bedingungen gering ist, glaube ich, werden wir nicht am wenigsten mit in der Kreditwesen kolossal ausgebildet worden, welches nun immer mehr einer Zentral- Notenbank, und daß fie eben in ihrem Lage sein, bei wichtigen Fragen über die Reichsbankpolitik den Ausan stelle der schwerfälligen Uebertragung des baaren Geldes das spezifischen Sonderinteresse Forderungen stellt, die sofort das schlag zu geben. Giro und gleichzeitig eine Ersparniß des Baargeldes in großem Fundament der Reichsbaut in die Luft sprengen würden. Wie gesagt, über einzelne Fragen zu diskutiren, ist der Kom Maßstabe herbeiführt. So wurden 1876 beim Giroverfehr Die Landwirthschaft muß mit langen, die Reichsbank mit furzen mission vorbehalten. Aber ich meine, daß wir diesen ganzen Prozeß, 10 Milliarden, 1897 schon 83 Milliarden Baargeld erspart. Durch Fristen rechnen, sie kann die Wünsche der Agrarier nicht erfüllen, der sich hier auch in den Vorschlägen der Vorlage vollzieht, als einen den großen Aufschwung von Industrie, Handel und Verkehr ist die langfristigen Kredit und einen ungesicherten Kredit. Herr Gamp interessanten und lehrreichen für die ganze Entwickelung der kapitaZahl der im Giro Guthaben ausgeworfenen Summen immer mehr fordert z. B., daß, während nach dem Bankgesetz die Wechsel, die listischen Wirthschaft betrachten können, daß diese Tendenz auf die gewachsen: 1876 tam auf 1 m. jährlich 240 m. Umfaß im Giro- von der Reichsbank diskontirt werden, mindestens zwei gute Unter- 3entralisation, die ja thatsächlich für das Bettelwesen bereits durchverkehr, 1897: 420 M. Durch diesen großen Aufschwung des Giro- fchriften Verpflichteter haben müssen und mindestens drei gute Unter- geführt sich zeigt, wie der Kapitalismus immer mehr diese Zenverkehrs konnte die Reichsbank sich auf dem Gebiete der Kredit- schriften haben, zu Gunsten der Landwirthe eine Ausnahme gemacht tralisation gegen die Anarchie der bürgerlichen Produktionsweise gewährung immer mehr entwickeln. Daß der Wechsel- und Lombard und ihnen einfach auf eine Unterschrift ein Wechsel diskontirt braucht. verkehr bei der Reichsbank zunahm, Die sozialen Momente, die uns bei der Reichsbank interist für unsere sozialen werde. Und während die Reichsbank fordern muß, daß die Wechsel Verhältnisse ein sehr wichtiges Moment. Dadurch hat so furzfristig wie möglich find, d. h. auf 3 Monat lauten. Herr effiren sind in erster Linie indirekter Art. Wir sehen hier den Auffich das Kreditsystem fo berfeinert und ausgebildet, Gamp verlangt dann weiter, daß die Reichsbank ihr Lombard- schwung des Kapitalismus, der immer mehr und mehr dem EinzelDie Waaren der betrieb, dem Privatbetrieb abnimmt, der immermehr darauf ausgeht, daß eine Reihe von Störungen beseitigt worden sind. Durch Ver- geschäft zu Gunsten der Agrarier erweitern. mittelung der Reichsbant find an zehn der größten Handelspläge Landwirthe sollen günstiger und höher tagirt werden als andere zu zentralisiren, von einem Punkte aus zu leiten, sei es den Diskont, jene claring houses gegründet worden, wo die Banken ohne Ver- Kaufmannsgüter; fordert möglichst billigen Lombardjazz, den Geldumlauf, die Währungspolitit. Zugleich sind wir als Vermittelung des Baargeldes ihre Notenforderungen auswerfen können und auch hier so lange Fristen, wie sie eine Notenbank, die tägliche treter der Arbeiterschaft intereffirt, daß nicht etwa die großen Gebiete und diese auf das Reichsbant- Girokonto übertragen werden. Der Verbindlichkeiten hat, gar nicht einräumen kann. Herr Gamp hat des Handels und Verkehrs durch eine verfehrte Bankpolitik gehemmt Reichsbank fällt nur die Aufgabe zu, auf die Vermehrung und Ver- ja einen guten Trost für die Reichsbank. Sie ist die einzige Bank werden. Wir brauchen eine Bankpolitik, die dafür sorgt, daß wenn es minderung des Metallgeldvorrathes, die Anpassung des Umlaufs an in Deutschland, die ihre Wechsel nicht weiter giebt und geben kann. zu Rückschlägen, zu Erschütterungen kommen sollte, Vorsichtsmaßregeln die Schwankungen des Geldbedarfs, die Erhaltung der deutschen Er räth ihr nämlich, die mit ihrem Giro verschenen Wechsel eben- getroffen sind, die es verhüten, daß Vorgänge wie 1873 das ganze Wirth Währung hinzuwirken. Hat die Reichsbant das gethan? Wenn sie falls zu verkaufen, d. h. die Zentralnotenbank gehört zu den großen schaftsleben verheeren, und die ferner dafür sorgt, daß den Wünschen auf dem Gebiet der Währung gut gearbeitet hat, so ist das wahrlich Privatbankhäusern und diskontirt ihre Wechsel, blos um den der Agrarier auf Einführung der sogenannten Doppelwährung nicht nicht das Verdienst der Herren auf der Rechten. Durch die Thätig- Agrariern Gefälligkeiten erweisen zu können. Den Großgrundbefizern nachgegeben wird. Denn die Doppelwährung ist eine der schwersten keit der Reichsbank ist die unerschütterliche Stabilität unserer deutschen sollen eben Konzessionen gemacht werden, die andere nicht haben. Gefahren nicht nur für das Unternehmerthunt, sondern auch für die Währung gesichert worden; und die abnorme Steigerung des Wechsel- Es ist nun interessant, daß gerade aus den Reihen derer, die Arbeiterklasse, weil der Bimetallismus billiges Geld, aber theure turses auf das Ausland ist verhütet worden. fich nicht über Mangel an Reichs- und Staatshilfe beflagen können, Lebensmittel bedeutet. Also wir entscheiden in dieser Frage der Unter welchen Bedingungen hat die Reichsbank gearbeitet? Jm gegen die Reichsbankantheilseigner der Vorwurf erhoben wird, daß Reichsbant- Vorlage als Vertreter der Arbeiter durchaus fühl und Jahre 1879 find plöglich die Silberverkäufe eingestellt worden, und fie fich Millionen schenken lassen. Diese Vertreter der Hochfinanz unbefangen, werden aber jedenfalls für eine Bankpolitik, die das zwar nicht aus tiefgehenden ökonomischen Gründen, sondern aus erfreuen sich wirklich nicht unserer Sympathie( nana! Lachen rechts), Almosenwesen aus der Liebesgaben- Politik der Zölle in die ReichsGründen im Interesse der Börse. Diese plötzliche Einstellung der aber ebenso wenig die Agrarier, die Vertreter des feudalen Besizes. bant- Politit überträgt, nie zu haben sein.( Bravo! bei den SozialSilberverkäufe ist mit Hilfe der Nechten, der Agrarier, geradezu als Sehr richtig! rechts.) Sie reden von Liebesgaben! Aber wie steht demokraten.) bead Abg. Payer( füdd. Vp.) offene Wunde erhalten worden, weil diese verhütet hat, daß dieser es mit Ihren Liebesgaben, mit den 40 Millionen für Branntwein, schwere Fehler von damals gut gemacht worden ist. Troß dieser den 30 Millionen für Zucker, mit den Liebesgaben, die Sie aus wendet sich gegen die Bestimmungen des Entwurfs, die sich gegen Einstellung der Silberverkäufe, die die Diskontopolitik der Reichs- Zöllen und indirekten Steuern haben.( Lachen, Zwischenrufe rechts.) die kleineren Notenbanken richten. Diese sind direkt schädlich. Die bant aufs schwerste gefährdete, hat die Reichsbant niemals ihre Sie haben am wenigsten Grund, über Liebesgaben zu reden.( Sehr Erfahrungen der letzten 10 Jahre haben gezeigt, daß die Reichsbank Pragis aufgegeben, alle ihre Zahlungen auf Verlangen in Gold zu richtig bei den Sozialdemokraten.) Der Herr Graf Kaniß hat hier im Großen und Ganzen ihre Aufgabe erfüllt hat; eine Veranlassung machen. Der Goldvorrath der Bank ist gewachsen von 1876 bis von der Tribüne des Reichstages den Grundsatz ausgesprochen, es zu grundstürzenden Reformen liegt also nicht vor. Nicht die gegenheute von 1654 Millionen auf 2900 Millionen und die Diskonto fei im Interesse allgemeiner Wohlfahrt nothwendig, die Waaren- wärtige Organisation der Reichsbant ist schuld an dem hohen politik der Reichsbaut hat sich angepaßt den Schwankungen des preise so weit wie mur möglich herauszutreiben. Nur mit einer Diskontsaz. Die Festsetzung desselben hängt doch im Wesentlichen Geldbedarfs und vor allem dem immer steigenden Geldbedarf. Es Waare, dem Geld macht der Herr eine Ausnahme.( Sehr richtig! bei von der Lage des Weltmarkts ab. hat in den Jahren 1886 bis 1895 der Ueberschuß der Goldprägungen den Sozialdemokraten.) Nun frage ich: schließt er unter diese theure Es liegt mir fern, das Interesse der kleineren Notenbanken an über die Einziehungen betragen in Frankreich 1028 Millionen, in Waare auch die Arbeitskraft ein, und wünscht er in dem Bezirk der sich zu vertreten. Aber diese sind identisch mit den Interessen der Bank von England 470 Millionen, aber in Deutschland 1138,5 ostelbischen Junkerschaft diese Arbeitskraft recht theuer?( Lebhafte von Handel, Landwirthschaft und Gewerbe. Millionen. Meine Herren! Mit der Entwickelung des modernen Zustimmung, Lachen rechts.) Dann sollten die Herren ihren Land- Notenbanken hindern, zu einem niederen Satz zu diskontiren als die Industrialismus, mit der Ausbildung der großkapitalistischen Pro arbeiter, statt fie als Sachfengänger nach dem Westen zu treiben, Reichsbank. Was ist denn geschehen, um diese Maßregel zu rechtduktionsweise, die sich immer mehr fartellirt, syndigirt, zu großen höhere Löhne zahlen.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten. fertigen? Die Reichsbant felbst trägt ja kein Bedenken, zu mehr Verbänden zusammenschließt und immer größere Ansprüche stellt an Lachen, Burufe rechts.) Aus Ihren Rufen höre ich, daß die Arbeits- oder weniger großen Theilen eines Brozents unter ihren eigenen das Kreditwesen, an die Leistungsfähigkeit der Zentralbant, ist selbst- traft inbegriffen ist; aber mit Worten ist nichts gethan. Ihre Diskont zu gehen. Der 8wangsdistont fest doch voraus, daß man verständlich auch die Aufgabe der Zentral- Notenbank gewachsen. Thaten beweisen, daß Sie wollen, als die Arbeiter möglichst alle zwingen fann. Auf dem Markte existirt doch nicht nur die Bedenken Sie, daß unsere Ausfuhr von 1876, wo sie 21%, Milliarden auszubeuten.( Große Unruhe rechts. Sehr richtig! bei den Sozial- Reichsbaut und die fleinen Notenbanken, 65 pet. entfallen auf die betrug, gestiegen ist bis 1898 auf 3 Milliarden 680 000 m., daß die demokraten.) Sie müssen die Folgen tragen und die Deutsch- Privatdiskontäre, 261/2 pet. auf die Reichsbant, und nur 8%, pet. auf die Bevölkerung gestiegen ist, die Betriebslänge unserer Eisenbahnen sich nationalen um Zufuhr der Kulis aus Polen und Rußland bitten. fleineren Notenbanken. Lettere, speziell die in Süddeutschland, find bon 28 000 auf 44 150 Kilometer gesteigert hat, so werden Sie( Gelächter, Zwischenrufe rechts.) gar nicht in der Lage, einen großen Einfluß auf den Markt aussehen, wie nothwendig die Zentralisation unseres Bankwesens ist, Was nun die einzelnen Forderungen der Reichsbankvorlage be- zuüben. Es besteht bereits die Vereinbarung, daß die kleineren da man von einem Punkte aus eingreifen und reguliren kann. Hier trifft, so sind das banktechnische Fragen, die sorgsamer Erwägung be- Banken um nicht mehr als 1/8 pet. unter den Diskontsatz der tomme ich auf die Diskussion über die Diskontopolitik der Reichs- dürfen und diese wohl in der Kommission finden werden. Eine Er- Reichsbank gehen dürfen, allerdings unter den wahren Diskontsatz. Man fönnte nun daran denken, daß die kleineren Banken in bant. Herr Gamp hat uns wieder einmal die Diskontopolitik der höhung des Grundkapitals ist nöthig, wenn die Reichsbant ihren Bank von Frankreich gepriesen, und hervorgehoben, daß diese mit Lombardverkehr und entsprechend entsprechend der modernen wirthschaft Beiten der Krisis die Reichsbank schädigen können. Auch das ist 2 pct. diskontirt. Aber die Auffassung, daß eine Notenbank, und sei lichen Entwickelung den Kreis ihrer Thätigkeit ausdehnen will. nicht der Fall, denn die kleineren Banten haben sich bereits verfie noch fo mächtig, den Diskont von sich aus feststellen könnte, Aber, meine Herren, die ganze Geschichte der indirekten Kontin- pflichtet, in solch einem Fall auf die Benachrichtigung der Neichsbank widerspricht den thatsächlichen ökonomischen Verhältnissen. Der gentirung war ja sozusagen eine Lieblingsidee des Herrn Otto hin nicht unter deren Saz zu diskontiren. Diskontosatz wird beeinflußt durch die Schwingungen und Michaelis. Damals schon hat sich Herr Bamberger, der sicher kein Eine einheitliche" Regelung des Notenbankwesens bedeutet nichts Schwankungen des großen Organismus der Geld- und Volts- Gegner der Reichsbant ist, gegen die indirekte Kontingentirung aus weiter als den kleineren Banken das Lebenslicht ausblasen. wirthschaft. gesprochen, während Herr Laster, der Wortführer des bürgerlichen existirt ein großer Unterschied zwischen der einheitlichen Regelung der Der Diskontsatz einer Zentral- Notenbant, der durch die all- Liberalismus, dafür eintrat aus nationalen Rücksichten. Heut denkt Distontpolitit des Deutschen Reiches und der einheitlichen Regelung gemeinen wirthschaftlichen Zustände bestimmt wird, regulirt sich auch man sehr fühl und objektiv über diese Frage. Thatsache ist aller des Notenbankwesens. Noch zweifelhafter als die juristische Seite der Frage ist die ganz einfach nach dem Kapitalreichthum, nach dem Geldreichthum dings, daß diese indirekte Kontingentirung für die Reichsbank bes Landes, wo diese Notenbant ist; und wenn nun gejagt wird, gar nicht von ausschlaggebender Bedeutung gewesen ist, daß Frage, ob der Bundesrath in moralischer und politischer Hinsicht das Reichsbank dieser Diskontsag in der deutschen Reichsbank sei so sehr hoch, so bie zu Zeiten, wo das Kontingent über Recht hat, einen derartigen Einfluß auf das Erwerbsleben auszumeine ich, wenn man Vergleiche zieht, z. B. zwischen dem Diskont schritten war, da ihr die Sicherheit des Notenumlaufs nicht üben. Ich weiß nicht, ob die Inhaber ber Notenbank- Privilegien fat Frankreichs und dem Deutschlands, daß man nicht vergessen soll, gefährdet schien, bei dem niedrigen Diskont blieb, während die gegen die berechtigten Wünsche der Reichsbank gesündigt haben. Ist das daß Frankreich einen viel größeren Kapital- und Geldreichthum hat Reichsbank den Diskont erhöht hat zu einer Zeit, wo die Grenze der Fall, so kann die Reichsbank schon Reinedur schaffen, denn sie hat schon als Deutschland, und ferner, daß in Frankreich die wirth des Kontingents noch gar nicht erreicht war. Wenn der Geldbedarf jezt Macht genug dazu. Aber deshalb eine gesegliche Bestimmung zu schaft lichen Zustände seit Langem tagniren, daß dort die so schwankt, dann dürfte der Diskont nicht nur nach der Stärke des erlassen, die die Existenz der Kleineren Rotenbanken untergraben, Entwickelung zum Großindustrialismus noch ein Traum Geldbedarfs, sondern auch nach der Art desselben normirt werden. das ist doch nicht berechtigt. Die fleinen Notenbanken sind aber, der Zukunft ist. Deutschland ist das kapitalistische Land Wir finden, daß bei noch nicht erreichter Kontingentgrenze der verloren, wenn sie gezwungen werden, nicht unter den offiziellen Und das würde für den in Europa, das in den letzten zehn Jahren den größten industriellen, Distont sich erhöht hat, besonders, wenn der Metallvorrath der Diskontsatz der Reichsbank zu gehen. er Man will die Es gesammten Geldverkehr eine enorme Echädigung bedeuten.( Bravo!) links.) Abg. Siemens( frs. Vg.): Die Weiterberathung wird hierauf auf Freitag 1 1hr vertagt. Außerdem Interpellation Kanig über unsere Handelsbeziehungen zu den Vereinigten Staaten, Schluß 53/4 hr. Militärvorlage. Tokales. Ueber den Betrieb der Schul- Brausebäder die nun seit über vier Jahren in Berlin bestehen( das erste Schul Brausebad wurde hier im November 1894 auf dem Grundstück der DoppelGemeindeschule 168 und 182 in der Quizowstraße eröffnet), sucht man in den Verwaltungsberichten des Berliner Magistrats merkwürdigerweise vergeblich eine Angabe. Weder die Berichte der Deputation für das Turn- und Badewesen noch die der Schuldeputation theilen etwas darüber mit. In den Berichten der Schuldeputation ist niemals auch nur erwähnt worden, daß in Berlin überhaupt SchulBrausebäder eingerichtet worden sind. Nur die Angaben über die Unterhaltungskosten der Gemeindeschulen verrathen dem Leser dieser Berichte, daß jetzt an einigen Gemeindeschulen Brausebäder bestehen. ( In den Jahren 1895/96, 1896/97, 1897/98 wurden für den Betrieb dieser Bäder 835, 2112, 4151 M. ausgegeben). Es ist doch wohl selbstverständlich, daß über die Erfolge einer so vielumstrittenen Einrichtung, von der ihre Befürworter eine Förderung der Schuljugend nicht nur in gesundheitlicher, sondern indirekt auch in unterrichtlicher Beziehung erwartet haben, von der zuständigen Verwaltungs" " 1 bom ( Auf der Tribüne schwer verständlich.) Große Kreise der Industrie und des Handels sehen in dieser Vorlage einen bedeutenden Fortschritt. Die Vorwürfe gegen dieselbe beruhen noch auf der alten Theorie, daß die Zentralbank und die Notenbanken dazu da sind, um Kredit zu gewähren und den Kredit zu erleichtern. In der Budgettommission des Reichstags begann Die wirthschaftliche Revolution, die wir durchgemacht haben, heute die Berathung der Vorlage über die Friedenspräsenzstärke hat diese Theorie über den Haufen gestürzt. Die national des deutschen Heeres. lleber die Frage, ob eine Generalökonomische Wissenschaft folgt dem Wechsel der Verhältnisse. Vor diskussion stattfinden soll, entspinnt sich eine längere Debatte, an fünfzig Jahren war die Kreditfrage entscheidend. Heute sind wir der sich die Abgg. Dr. Lieber, Gröber, Richter, Bassermann und aus dieser Bewegung heraus. Heute handelt es sich um die Ver: Bebel betheiligen. Abg. Lieber will nur in dem Fall der Gewähr theilung des Nußens von Kapital und Arbeit(?), um die Auseinander- leistung absoluter Verschwiegenheit eine Generaldiskussion zu jezung des Individuums mit dem Staat, das, was man die soziale lassen. Abg. Bebel wies dem gegenüber auf die Verhandlungen zur Frage nennt. Heute hat die Neichsbank nur die Funktion einer Militärvorlage von 1893 hin, wo in der Subkommission nur Bermittelungsstelle. Sie ist nur eine Zentralstelle zur Regulirung des bestimmte Einzelheiten verschwiegen worden seien. Die poliGeldumlaufs und zur Vermittelung des Zahlungs- Ausgleiches. Dieser tischen Fragen seien garnicht so geheim, daß etwas verrathen Aufgabe ist sie in vollem Maße gerecht geworden. Es ist ein Irrthum, werden könne. Es ist ganz unverständlich, daß ein Kommissions wenn man annimmt, daß die französischen Verhältnisse da viel besser mitglied wie der Abg. Lieber Geheimhaltung verlange, ohne daß liegen. Freilich ist der Kapitalreichthum in Frankreich bedeutend solche von der Militärverwaltung beansprucht werde.- Abg. Richter depntation eingehend berichtet werden müßte. Daß das bisher nicht größer, aber unfere Reichsbank hat es verstanden, unserer Industrie bestritt der Budgetkommission das Recht, Geheimhaltung geschehen ist, das ist um so bedauerlicher, da der Nuzen der die gleichen Vortheile zu sichern, wie die Bank von Frankreich der zu beschließen, es stehe dies nur dem Plenum zu; der Berliner Schul- Brause bäder vor einiger Zeit von privater ihrigen. Geheimnißträmerei müsse entgegen getreten Seite entschieden bestritten worden ist. Oberlehrer H. Fride Wenn man den Durchschnitt für Preußen zieht, so hat jeder werden, sie bezwvede, nach außen den Eindruck zu eriveden, als( Hamburg) hat in der Pädagogischen Reform" über Erfahrungen Preuße 3600 M. Bermögen und 500 M. Schulden. So sieht jeder seien hinter verschlossenen Thüren thatsächlich Gründe mitgetheilt berichtet, die er bei der Besichtigung eines Berliner Schul- Brausebades Preuße aus.( Heiterkeit.) Von diesen 500 M. find 50 m. solche, worden, während dies in Wahrheit garnicht geschehe. gemacht hat. Seiner Ansicht nach wird der Unterricht durch das Baden welche zum Diskont bei der Reichsbank geeignet wären. Gerade der Abg. Graf Stolberg wünschte absolute Verschwiegen das in Berlin in allen Stunden, außer Religion, stattfindet F. behauptet auch, daß die meisten Besiz von ausländischen Werthen, die die Herren Abg. Gamp und heit. Fragen der auswärtigen Politik dürften nicht öffentlich er- ganz bedeutend geschädigt. Kaniz bei hohem Diskontsatz vom inländischen Handel ausgeschlossen örtert werden. Ernsthaft fönne nur verhandelt werden, wenn strengste tinder sich aus Bequemlichkeit, Faulheit und Nachlässigkeit wissen wollen, ist für uns von höchstem Werth, wegen der Aufrecht- Vertraulichkeit gesichert sei. Abg. Dr. Lieber gab dem Abg. sowie durch absichtliches Vergessen der Handtüchererhaltung der Goldwährung. Zur Ernährung der Bevölkerung und Richter zu, daß Verschwiegenheit nicht beschlossen werden könne, wenn Baden drücken, und daß nach einstimmiger Bekundung der Lehrer zu vielen industriellen Zwecken brauchen wir die Zufuhr aus dem ein Kommissionsmitglied widerspreche. Eine vertrauliche Erörterung gerade die Schmutzigsten nicht baden.( Ein Zwang wird nicht Auslande. Die Landwirthschaft könnte ja den Inlandsbedarf decken, sei erforderlich, da die Ziffern für die Heeresstärke diesseits und ausgeübt; die Betheiligung ist freiwillig.) Im Ganzen benutzt wenn sie technisch höher entwickelt wäre.( Widerspruch rechts.) Aber jenseits der Grenze verschiedenen Werth hätten. Abgeordneter nur ein verhältnißmäßig geringer Theil der Kinder das Brause diese Zufuhren aus dem Auslande finden dann Deckung, ohne daß Möller Duisburg bestritt das Bedürfniß einer General- bad, durchschnittlich 331/3 pCt. In den unteren Klassen baden unsere Währung in Frage gestellt wird. Im Auslande diskussion, seine Partei sei entschlossen, das Seer ent so lange die Sache für die Kinder den Neiz der Neuheit hat, allerdings herrscht auch auch allgemeine Bewunderung über die vorzüg- sprechend dem Wachsthum der Bevölkerung zu vermehren, einer gegen 75 pCt., aber schon nach einem Semester läßt die Betheiligung liche Leitung unferer Reichsbank. Ich meine, wenn wir allgemeinen Begründung der Vorlage bedürfe sie daher nicht. Wenn ganz außerordentlich nach, besonders in den Mädchenschulen. In der int dieser Beziehung dem Auslande Auslande einmal voraus find, eine solche anderweitig begehrt werde, so müsse sie streng geheim Pädagog. 8tg.", dem Organ des„ Berliner Lehrervereins", hat sich follten wir uns freuen und die Kritit, die ja sonst bei uns sehr im gehalten werden. Abg. Bebel gab zu, daß, wer ohne Weiteres be- bisher noch niemand zu diesen Angriffen geäußert. Ein Bericht, den Schwung ist, einmal zurückſtecken. Unsere Reichsbank ist im Gegensatz willigen oder ablehnen wolle, einer Generaldiskussion nicht bevor drei Jahren die Zeitschrift für Schul- Gesundheitspflege" über 3. B. zur Bank von England nur auf die Wittel des Diskonts be- dürfe, wohl aber für diejenigen, welche das Bedürfniß ernstlich das erste Berliner Schul: Brausebad brachte, sprach von durchaus schränkt, um die Währung zu sichern. Wer aber die Aufgabe hat, prüfen wollten. Die Geheimnißkrämerei wünsche Dr. Lieber mur, günstigen Erfahrungen, die damit gemacht worden seien. die Währung zu sichern, dem müssen wir auch die Mittel dazu ge- um sich nach außen durch den Hinweis auf vertrauliche Mitwähren. Ein solches Mittel sieht die Vorlage mit Recht in dem theilungen, die seine Abstimmung beeinflußt hätten, den Die Eheschließungsziffer Berlins war, nach Angabe des Zwangsdiskont der Privat- Notenbanken. Herr Baher hatte mit Rücken decken zu können. Erst seitdem das Zentrum in legten Berliner Statistischen Jahrbuchs", in den 10 Jahren 1887 feinen Einwendungen nicht recht. Die Privat- Notenbanken sind von Heeres- und Flottenfragen so bewilligungsfreudig geworden bis 1896: 21,91, 21,92, 22,38, 23,01, 22,17, 21,10, 20,38, 20,47, vornherein nicht als dauernde Einrichtungen gedacht gewesen, sei, neige Dr. Lieber zur Geheimthuerei. Eine Störung der 20,76, 21,94 Heirathende pro 1000 Personen der durchschnittlichen Das Auf sondern sie sollten sich von Anfang an auf die Zentralisirung ein- auswärtigen Beziehungen bei offener Behandlung sei ausgeschlossen, Gesammtbevölkerung der betreffenden Jahre. richten. Das Privatnoten Kontingent sollte sich sich in ver da der Reichstag in Bezug auf auswärtige Politik bedeutungslos sei. und Ab dieser Reihe( Marinum im Jahre 1890, Minimum im Jahre nünftigen Grenzen halten, wir sehen keinen Vortheil in Graf Stolberg jezze sich in Widerspruch mit der„ Kreuz- Beitung", 1894) läßt die Beeinflussung der Eheschließungsziffer durch günstige der Bermehrung dieses Kontingents. Auch der Kapitals die neuerlich gerade eine stärkere Einwirtung der Volksvertretung auf bezw. ungünstige Erwerbsverhältnisse ziemlich dentlich erkennen. Das erhöhung stehe ich sehr fühl gegenüber. Die Kraft der Reichs- die auswärtige Politik verlangt habe. Abg. Dr. Lieber wies die Jahrbuch" fügt diesmal auch die Eheschließungsziffer für jedes Gebank hängt nicht von ihrem Kapital ab, sondern vom Kredit Unterstellungen des Abg. Bebel als parlamentarisch unzulässig zurück.chlecht hinzu, wie sie sich aus der Vergleichung mit der Durchschnittsund ihren Depositen. Die Reichsbank muß bei der Unterbringung Er müsse weitere vertrauliche Mittheilungen beanspruchen, da die ge- zahl der unverheiratheten Erwachsenen ergeben, wobei von Geld sehr vorsichtig sein. Viel Geld ist für Institute wie die druckte Begründung für ihn und seine politischen Freunde nicht aus für das männliche Geschlecht das 20., für das weibliche das 15. Lebensjahr Reichsbank oft viel unangenehmer als kein Geld.( Heiterfeit.) Das reiche. Abg. Graf Stolberg verwahrte die Konservativen dagegen, als Altersgrenze angenommen ist. Danach heiratheten in den 10 Jahren Privilegium soll auf weitere 10 Jahre verlängert werden. Je daß sie ohne Weiteres Alles bewilligen wollten. Geheimhaltung sei nöthig. 1887-96 auf je 1000 über 20 Jahre alte unverheirathete männliche länger Sie ein folches Institut neutral erhalten können, um jo Abg. Richter betonte, daß, wenn dieser Grundsatz richtig sei, man Personen 87,1, 86,9, 88,4, 91,1, 89,9, 87,7, 87,5, 86,3, 87,0, 95,7, besser ist es. Das System der reinen Staatsbant ist zu ver- im Plenum hätte geheim verhandeln müssen. Der Vorschlag Lieber's auf je 1000 über 15 Jahre alte unverheirathete weibliche Personen werfen. Wo auch eine Staatsbant besteht, ist sie ausgepumpt stehe im Widerspruche zu allen Gepflogenheiten der Vergangenheit. 54,7, 54,3, 55,1, 56,1, 53,8, 51,0, 48,6, 48,7, 49,4, 53,2. Diese worden. Es braucht nicht einmal ein Krieg die Ursache zu sein. Die Geheimthuerei geschehe nur mit Rücksicht auf die Wählerschaft; Eheschließungsziffern sind natürlich viel höher als die, welche aus Deshalb rathe ich Ihnen, die Vorlage anzunehmen.( Beifall.) lieber gar feine, als eine geheime Debatte. Abg. Singer meinte, der bloßen Bergleichung mit der Gesammtbevölkerung( einschließlich der Kriegsminister sei ja parlamentarischer als der Abg. Lieber. einerseits Verheirathete, andererseits noch nicht Heirathsfähige) ge( Abg. Lieber: Sehr richtig!) Der habe doch selbst beim Festungs- wonnen sind. Sie geben auch ein forretteres Bild. Dabei ergiebt Zunächst muß ich eine Bemerkung des Abg. Schoenlank zurück- fonds mur die Geheimhaltung von Einzelheiten gefordert. fich, wie man sieht, für das weibliche Geschlecht eine weisen. Er hat die Zentral- Genossenschaftsbant die General- Bump: Die Diskretion der Budgetkommission sei bisher nur in einem geringere Eheschließungsziffer, als für das Der Unterschied ist sehr beträchtlich; er ist station genannt. Ich möchte Herrn Schoenlant wünschen, daß er einzigen Falle durchbrochen worden, der die Zentrumspartei treffe. männliche. Die recht bald Mitglied des preußischen Abgeordnetenhauses werden Nur dieses einzige Mal sei etwas Bertrauliches in die Oeffentlichkeit auch in den letzten Jahren immer größer geworden. des weiblichen Geschlechtes stellte fich möchte, er würde dann von dem Segen erfahren, den die Bentral- gedrungen. Kriegsminister von Goßler erklärte, er halte es für Eheschließungsziffer 1896 aber uur noch auf Genossenschaftsbant schon verbreitet hat.( Beifall rechts und im Zentrum.) schwierig, im Voraus zu entscheiden, ob es möglich sei, eine General 1887 noch auf rund 63 pCt., Im Uebrigen bin ich mit den Siemens'schen Darlegungen recht diskussion offen zu führen. Es ſetze dies eine um so taftvollere etiva 56 pet. der Eheschließungsziffer des männlichen Geschlechts. einverstanden. Die Vorwürfe der Herren Gamp und Kanig, daß die Behandlung der einschlägigen Fragen voraus, da die Lage der Bemerkenswerth ist auch, daß die Eheschließungsziffer des weiblichen Reichsbant ihre Aufgabe nicht erfüllt habe, sind unberechtigt, ihnen Regierung in Bezug auf die Militärvorlage an Geschlechts sich 1896 noch nicht wieder über den Durchschnitt der gegenüber steht das Zeugniß des Deutschen Handelstages, das sehr gesichts des Manifestes des russischen Kaisers besonders lezten 10 Jahre erhoben hatte, während die des männlichen Ges günstig für die Reichsbaut lautet. Die Gegner der Vorlage gehen schwierig sei. Die Kommission entscheidet sich schließlich dahin, schlechts in dem genannten Jahre weit über den 10 jährigen Durch schnitt hinausging. Vielleicht spricht bei diesen Unterschieden die von durchaus falschen Auffassungen über die Aufgaben der Reichs- von einer Generaldebatte abzusehen. bant aus. Sie hat doch nur den Geldumlauf zu regeln und den Abg. Baffermann( natl.) berichtet nunmehr über die Vorlage massenhafte Zuwanderung unverheiratheter Zahlungsausgleich zu vermitteln. Sie kann sich deshalb nicht in den und die vorgeschlagenen Formationen der Feldartillerie. Die weiblicher Personen mit. Sie hat namentlich in neuerer Dienst einzelner Interessengruppen stellen. Das landwirthschaftliche neue Organisation jei nothwendig. Die geplante Vermehrung der Zeit bedeutend zugenommen, wodurch die Heirathsaussichten der Kreditbedürfniß fann auf ganz andere Weise befriedigt werden. Artillerie betrage 8883 Mann und 4393 Pferde. Eine gründliche männlichen Bevölkerung Berlins günstig, die der weiblichen Bevölke Von einer Benachtheiligung der Landwirthschaft in der Kredit Aenderung der Organisation der Feldartillerie sei seit lange an rung ungünstig beeinflußt sein müssen. gewährung kann deshalb hier keine Rede sein, weil bei einer gestrebt, nunmehr nach ihrer Neubewaffnung sei sie aber unZentral- Notenbank das Lombardgeschäft immer nur einen gewissen abweisbar geworden. Die heutigen Regimentsverbände seien Umfang haben tam. Es ist weiter der Vorwurf erhoben worden, zn groß, ihre Leitung dadurch sehr erschwert. Die Vorlage schaffe die Reichsbank vertrete in erster Linie das Interesse der Aktionäre hier Abhilfe. Die Vermehrung der Artillerie um 80 Batterien sei und erst in zweiter Linie das Intereffe des Reiches. Das ist aber begründet wegen der Ueberlegenheit unserer etwaigen Gegner an nicht der Fall. Keine andere Bant leistet soviel an den Staat, wie Kopfzahl. Feldhaubigen speziell seien nothwendig gegen gedeckte gerade die Reichsbant; speziell die Bank von Frankreich, auf die die Herren rechts stets exemplifiziren, leistet viel meniger als unsere Reichsbank. Von einem übertriebenen Nugen der Aktionäre kann auch nicht gesprochen werden, in Frankreich sind die Vortheile für die Aktionäre noch höher. Die Dividenden für die Aktionäre der Reichsbaut haben sich in den letzten 20 Jahren auf durchschnittlich 61/2 pet. belaufen, was nicht zu viel ist. Die Erhaltung der PrivatNotenbanken liegt mir am Herzen. Gerade deshalb wende ich mich gegen die Verstaatlichung, denn ihre Folge wäre die Beseitigung der Privat- Notenbanken. Es liegt gar kein Grund vor, an den Grundlagen der jetzigen Organisation zu rütteln. Ich hoffe, die Regierung wird sich bereit finden lassen, die gegen die Privat- Notenbanken gerichteten Bestimmungen fallen zu lassen. Ich hoffe, die Kommission wird eine gute Arbeit verrichten. Abg. Müller- Fulda: Reichsbank- Präsident Dr. Koch: Die Angestellten der Berliner Packetfahrt beschäftigt gerade jetzt, wo durch die Postnovelle ein großer Theil von ihnen aus dem Dienst der Gesellschaft gerissen werden dürfte, die Frage nach dem Vorhandensein der Pensionstasse in ganz besonderem Maße. Nachgerade hat sich jedem die Ueberzeugung aufgedrängt, daß die Direktion an die Pensionirung irgend eines Angestellten gar nicht denkt. Und doch glaubt mancher unter ihnen, sogar einen rechtlichen Anspruch auf Gewährung einer Pension oder Rüdzahlung der geleisteten Beiträge zu haben und aus folgenden Grunde: Feinde. Zur Zeit befizen wir 494 Kanonenbatterien, diese würden durch die Vorlage auf 505 erhöht. dazu kommen 69 Haubißbatterien. Frankreich besize 508 Batterien, Rußland 613. Der gesammte Mehraufwand für Artillerie infolge der Vorlage werde unIn einem Moment der richtigen Erkenntniß, daß es den Angefähr 75 Millionen betragen. Die Nothwendigkeit der Vorlage in gestellten nicht möglich sein dürfte, von dem Gehalt ein ZehrBezug auf Artillerie sei erwiesen. Er bitte um deren Bewilligung. pfennig für das Alter zurück zu legen, würde von der Direttion Zu dieser Auf Antrag des Abg. Richter beschließt die Kommission, das vom eine Bensionskasse für die Angestellten gegründet. Referenten gebotene Material drucken zu lassen. Ferner joll Kaffe mußten die Angestellten 1 pct. ihres Gehaltes beitragen. der Kommission eine Aufstellung der artilleristischen Stärke anderer Der Antheil betrug im Rechnungsjahr 1895/96 8828,30.; Staaten zugänglich gemacht werden, wozu Kriegsminister v. Goßler es tamen hinzu 102,75 M. für Strafen; als Kassenbestand verblieben sich bereit erklärt hat. Bis diese Materialien vorliegen, wird die in demselben Jahre 26 386,15 m. Nach dem Streit im Jahre 1896 Debatte über diesen Theil der Vorlage vertagt hörte man nichts mehr von der Pensionskasse. Laut Statut soll mit Es folgt nun das Referat des Abg. Baffermann über die Schluß jedes Geschäftsjahres( 31. März) eine Abrechnung der Pensions neuen Kommandobehörden. Auf Antrag Richter's sollen tasse erfolgen, und den Angestellten durch Anschlag in allen Bureans auch die Angaben und Zusammenstellungen des Referenten über zur Kenntniß gebracht werden; das ist seit April 1896 nicht geschehen. diesen Punkt gedruckt werden. Die weitere Berathung soll Freitag Die der Verwaltung der Kasse angehörenden Angestellten sind seit erfolgen. diesem Zeitpunkte zu feiner Sigung zusammenberufen worden. Auch ist deren Mandat am 1. April 1898 erloschen, eine Neuwahl bis heute aber nicht erfolgt, und von einer Abänderung des Statuts, durch die die gerügten Unterlassungen etwa begründet werden könnten, ist den Angestellten keine Mittheilung gemacht worden. Da ist die Frage an den Herrn Direktor Starte wohl erlaubt: wo ist das Geld Besteht die Pensionskasse noch? Wenn nein warum erfolgt keine Abrechnung? Warum geblieben? Wenn ja feine Neuwahl? Wie hoch beläuft sich der Kassenbestand? Hat die Direktion überhaupt noch die Absicht, die Kasse den Angestellten nugbar zu machen? Und da wir gerade beim Fragen sind bleiben die Strafgelder? Und wem wird Rechenschaft darüber gegeben? Wir hoffen, daß die Direktion der Berliner Badetfahrt auf die Antwort geben wird. Kommunales. ivo Den Herren, welche hier die Leitung der Reichsbank wohlwollend beurtheilt haben, sage ich herzlichen Dank. Ich will mir erklären, daß es uns fernliegt, die Privatnotenbanken sofort beseitigen zu wollen. Ich glaube sogar, daß der Zwangsdiskont, der ihnen aufgelegt werden soll, dazu beitragen wird, daß sie ihr Dasein noch eine Das Plenum der städtischen Bau- Deputation hat gestern längere Zeit hindurch werden fristen können. Gewiß wirkt ein Theil unter Vorsiz des Stadtraths Voigt beschlossen, den städtischen Bedieser Banken segensreich für die Landestheile, in denen sie liegen, hörden die Anlage einer Uferstraße zwischen Mühlen aber andererseits wird der Reichsbank durch ihr Dasein ihre Diskont damm und Waisenbrüde zu empfehlen, nachdem zwischen politit erschwert. Ein Theil der Privatnotenbanken hat sich deshalb Kommissaren der Staatsbehörden und der städtischen Bau- Deputation auch selbst für eine einheitliche Regelung der Notenausgabe aus Verhandlungen wegen Regulirung der Spree in Verbindung einer rechtEine künstliche Bertheuerung des Geldes liegt der feitigen Uferstraße vorangegangen waren. Die aus Veranlafiung eines gesprochen. Reichsbant fern; sie ist immer bemüht gewesen, den besonderen Ver- beabsichtigten Neubaues angeregte Verbreiterung des Anfangs der Petrihältnissen in einzelnen Landestheilen nach Möglichkeit Rechnung zit straße an der Gertraudtenstraße hat das Plenum der Deputation abtragen. Natürlich darf sie dabei es nicht an der nothwendigen Vorsicht gelehnt. An die Sigung des Plenums schloß sich eine Sigung der fehlen lassen. In der Kommission werden sich nähere Daten darüber Tiefbauverwaltung an, in welcher beschlossen wurde, zur Ber- an dieser Stelle an sie gerichtete Fragen bald eine klare und bündige geben lassen. breiterung der Königstraße das Grundstück Königstraße 10 Abg. Dr. Heiligenstadt( natl.) steht auf dem Boden der Vorlage freihändig anzukaufen, während die Grundstücke Königstraße 7 und 9 und sucht im Uebrigen die Zentral- Genossenschaftskasse, deren stell- im Wege der Enteignung erworben werden sollen. vertretender Direktor er ist, gegen die erfolgten Angriffe zu ver- In der gestrigen unter dem Vorsitz des Bürgermeisters theidigen. Sie sei durchaus keine Zentralpumpstation. Sie erhalte Stirschner abgehaltenen Sigung der städtischen Schuldeputation ihre Darlehen durchschnittlich in zwei Monaten wieder.( Sehr wurden die Stadtverordneten Schulze und Jden als Mitglieder diefer richtig! rechts.) Deputation eingeführt. Der Stadtverordnete Preuß, welcher als Abg. Schrempf( t.) drittes Mitglied gewählt worden ist, war nicht erschienen und hatte hat der Magistrat einen Kranz nach Skyren absenden lassen. Aus Veranlaffung des Ablebens des Reichskanzlers Caprivi tritt den Ausführungen Payer's über die Notenbanken bei. Wenn sich entschuldigen lassen. Herr Siemens sagt, der deutschen Landwirthschaft mangele die Technik, so giebt er und seine Freunde aus der Hochfinanz ihr vielleicht die Mittel an, um die Technik beim Getreidebau und bei der Viehzucht zu heben.( Heiterkeit!) Rothschild soll seinen Gästen einmal Milch vorgesezt und dabei gesagt haben: Trinken Sie herzhaft, es tommt so hoch wie Champagner".( Große Heiterkeit.) Alle Finanziers denken also nicht so über die Noth der Landwirthschaft wie Herr Siemens. ( Beifall rechts.) Der Petitionsausschuß der Stadtverordneten Versammlung beschloß gestern über verschiedene Petitionen zu Tagesordnung über zugehen, weil der Instanzenweg nicht eingehalten worden sei. Unter Diesen Petitionen befindet sich auch die, welche die Verbilligung des Gaspreises und Abschaffung der Gasmessermiethe verlangt. Die Angestellten aber mögen aus den angeführten Thatsachen ersehen, wie leicht ihre Interessen vernachlässigt bleiben, wenn sie fich nicht vollzählig ihrer Organisation anschließen. Wer da recht hat weiß ich nicht, doch es will mich schier bedünken... An diese Worte unseres theuersten Dichters erinnert eine recht fomische Zeitungspolemit. Das„ Berliner Tagebl." schrieb gestern:" Die Kreuz- Zeitung" spricht unter Anderem davon, wie ergrimmt Graf Caprivi in seinem militärischen Herzen sein würde", wenn er in dem Nachruf des„ Berliner Tageblatts" die Was der Säge über die zweijährige Dienstzeit gelesen hätte. lebende Graf Caprivi von der Kreuz- Zeitung" hielt, hat er trot seiner bekannten Zurückhaltung einmal gegenüber einer dem„ Berliner Tageblatt nicht sehr fernstehenden Persönlichkeit offen zum Ausdruck gebracht. Wenn die Kreuz- Zeitung begierig ist, dieses Urtheil zu hören, so fann fie es zu gelegener Zeit einmal erfahren." Hierauf antwortet die Kreuz- 3eitung": Begierig" sind Der nächste Vortragsabend des Vereins Berliner Preffe.( Dr. Hans Hoffmann und Professor Dr. Erich Schmidt) findet am Donnerstag, den Eintrittskarten sind zu haben in den Buchhandlungen von Amelang, 9. Februar, Abends 8 Uhr, im großen Saale des Architektenhauses statt. Lazarus, Speyer und Peters, Trautwein und soweit der Vorrath reicht, an der Abendkasse. wir gerade nicht, dieses Urtheil zu hören, da wir ganz gut wissen, der Direktor bis zu Beginn dieses Jahres 180 000 m. bei dem| Schnellzuge entgegen, fmmerfort mit der rothen Flagge schwenkend, wie Graf Caprivi zu uns stand; das Blatt möge es aber immerhin Unternehmen zugesetzt habe. und es gelang ihm, denselben vor dem Bruch zum Halten zu bringen. abdrucken. Wir werden uns dann auch erkenntlich zeigen und das Der Vortrag des Herrn Oberleutnant Wensky: Klondyke, meine Herr Zoll hat im vorigen Jahre den Wiener Schnellzug ebenfalls mehr als drastische Urtheil über das„ Berliner Tageblatt" mit Reise ins neue Goldland", wird im Hörsaal der Urania am Donnerstag durch seine Aufmerksamkeit vor einem Unfalle bewahrt, indem er theilen, das Graf Caprivi trotz seiner bekannten Zurückhaltung noch einmal wiederholt werden. Im großen Theateriaale findet allabendlich einen Schienenbruch rechtzeitig entdeckte und den Zug anhielt. einmal gegenüber einer der„ Kreuz- Zeitung" sehr nahestehenden unter der kundigen Führung des Herrn Dr. Schwahn eine Wanderung durch Persönlichkeit gefällt hat." „ das Land der Fiorde" statt Es ist mehr als wahrscheinlich, daß beide Blätter recht haben. Zwangsinnung für Rademacher. Der Oberpräsident zu Potsdam hat unterm 24. v. M. angeordnet, daß zum 1. Juni d. I. eine Zwangsinnung für das Stell- und Rademacherhandwerk in dem Bezirke der Stadtgemeinden Berlin und Schöneberg, sowie den zu den Amtsbezirken Rirdorf, Tempelhof, Pankow, Lichtenberg, Friedrichsfelde, Treptow, Stralau, Wilmersdorf, Tegel, Reinickendorf gehörigen Ortschaften und der Gemeinde Dalldorf mit dem Size in Berlin errichtet werde. Von dem genannten Zeitpunkte ab gehören alle Gewerbetreibenden, welche das Stell- und Rademacherhandwerk betreiben, dieser Junung an. Zugleich ist von dann ab die Schließung der zur Zeit hier bestehenden Stell- und Rademacher- Innung an geordnet. Aus den Nachbarorten. Von der Arbeiterschaft des Feuerwerks- Laboratoriums in Spandau wird schon seit langer Zeit der Bau einer FußgängerBrücke zur Verbindung des rechten Havel- Ufers mit der Insel Eiswerder ersehnt. Ein solcher Wunsch erscheint durchaus gerechtfertigt, werder mehr denn andere der Unbill der Witterung und einer Da infolge der jetzigen Verkehrsverhältnisse die Arbeiter des EisBeeinträchtigung ihrer Gesundheit ausgesetzt sind. Die Verbindung mit dem Eiswerder wird durch Dampffähren vermittelt. Kommen die Arbeiter Morgens oder Mittags warmgelaufen aus ihren Wohnungen an der Uebersetzstelle an, so müssen sie hier warten, bis Charlottenburg. Die Parteigenossen und Genossinnen werden das Dampfboot, dem ein jeder von ihnen zugetheilt ist, abfährt. auf die heute Abend in„ Bismarckshöhe" stattfindende Volks- Ver- Dasselbe ist der Fall, wenn die Arbeiter Mittags oder Abends die fammlung, in der Frl. Luxemburg referiren wird, ganz besonders start erwärmten Werkstätten verlassen haben. Diese Ueberfahrt geht aufmerksam gemacht und ersucht, zahlreich in derselben zu erscheinen. viermal täglich vor sich; die Arbeiter sind auch auf den DampfUeber den Ausstand im ,, Lokal- Anzeiger" und den Kre- booten allen Witterungseinflüssen ausgesetzt. Schon vor Jahren hieß Die Arbeiter der städtischen Wasserwerke riefen Anfangs felder Weberstreit referiren in einer heute Abend 8 Uhr im Apollo- es, daß die Militärverwaltung den Bau einer solchen Brüde beJanuar wegen der erfolgten Maßregelung zweier Kollegen das Theater zu Rigdorf, Hermannstraße 49, stattfindenden Volts- absichtige. Daß bis heute noch nichts geschehen ist, darf um fo Gewerbegericht in seiner Eigenschaft als Einigungsamt bersammlung die Parteigenossen Massini und Hübsch mehr verwundern, als doch die Unterhaltung, Bedienung und Bean. Das Gewerbegericht hat den Arbeitern jetzt mitgetheilt, daß Die wichtige Tagesordnung erfordert eine zahlreiche Betheiligung. schaffung der Fährboote auch nicht unerhebliche Kosten verursachte, die nach dem Bau einer Brücke in Wegfall kämen. hafte Differenzen nicht ausgeschlossen. " = = " Gerichts- Beitung. der Magistrat es ablehne, der Anrufung Folge Treptow. Einige Strolche haben in einer der verflossenen zu leisten. Gründe für die Ablehnung sind Nächte auf dem Grundstück Treptower Chaussee 3 ein über drei nicht angegeben. Dies Verhalten des Magistrats wird Zentner schweres Reiterstandbild Wilhelms I gestohlen. Was diese überall berechtigtes Aufsehen erregen. Das Einigungsamt Patrioten mit dem Konterfei des großen Kaisers" beginnen wollen, gebietet durch seine Zusammensetzung eine Garantie für die un bleibt unklar. Treptow wird überhaupt häufig von Dieben heimparteiische Untersuchung der vorliegenden Differenzen. Wenn nun gesucht; so ist bei dem Restaurateur Tropp die Ladenkasse mit 12 M. Der Bigarrenarbeiter Ostar Wiske hatte im September 1896 Die neueste Niederlage des Amtsvorstehers v. Oppen. der Magistrat es ablehnt, vor diese Störperschaft zu erscheinen, so nhalt nebst verschiedenen Eßwaaren gestohlen worden. Den Nachbarort Adlershof zu seinem Wohnsiz erwählt, nachdem weckt das unter den betheiligten Arbeitern den Verdacht, daß er sich schuldbewußt fühle und die Verhandlungen Charlottenburg. Kommunalsteuern. Der Magistrat er elf Jahre in Berlin gelebt hatte. Am 25. November desselben zuscheuen habe. Da die Arbeiter sich unter keinen Umständen hat beschlossen: Personen mit einem Einkommen von nicht mehr als Jahres machte ihn der Amtsvorsteher v. Oppen darauf aufdas Koalitions- und Petitionsrecht nehmen lassen wollen 900 M. werden von der Pflicht, im Etatsjahre 1899/1900 Gemerksam, daß seine Ausweisung beim Regierungspräsidenten wegen diefer Dinge fanden die Maßregelungen statt so sind ernst Bersonen mit mehr als 900 M. Einkommen wird ein Zuschlag Adlershof freiwillig verlaffe. meinde Einkommensteuer zu zahlen, entbunden. Für beantragt werden würde, wenn er nicht bis zum 1. Jamiar 1897 Wigke erklärte fich sich darauf Ueber den Verbleib des flüchtigen Bankiers Sally Elias meinde Grundsteuer ist in Höhe von 2,33 pet. des gemeinen später vom Amtsvorsteher zweimal verlängert, zuletzt bis zum von 100 pt. zur Staats Einkommensteuer erhoben. Die Ge zum Verlassen des Ortes bereit. Die ihm gesetzte Frist wurde erbittet die Kriminalpolizei nähere Angaben. Ob E. Depots ver- Werthes der bebauten und unbebauten Grundstücke, und die Ge- Juni 1897. Witte blieb aber auch dann noch wohnen und harrte untreut hat, ist noch nicht festgestellt. Inzwischen ist der Konkurs meinde Gewerbesteuer in Höhe eines Zuschlags von 100 pet. der Dinge, die da kommen sollten. eröffnet. Erst ein Jahr später, im der staatlich veranlagten Gewerbesteuer zu erheben, mit der Maßgabe. Juni 1898, beantragte der Amitsvorsteher die Ausweisung beim Postkarten, die mit Nadeln aneinander festgesteckt sind, sollen daß der Ertrag beider Steuern zusammen einem Satz von 150 pCt. Regierungspräsidenten, der sie dann auch sofort auf Grund hinfort von der Beförderung ausgeschlossen sein. der staatlich veranlagten Realsteuern gleichkommt. Die Betriebs- des Gesezes über die Aufnahme neu anziehender Persteuer wird in Höhe von 100 pet. der festgesezten Betriebssteuer sonen verfügte. Die Ausweisung wurde damit begründet, daß W. eine Ist denn kein Stuhl da?" Eine merkwürdige Szene ber- erhoben, die nach dem Maßstabe des Gebäude- Nuzungswerthes zu für die öffentliche Sicherheit gefährliche Person ursachte am Dienstag Vormittags am Rosenthaler Thor eine große erhebende Kanalisationsgebühr wird auf 1 pct. festgesezt. im Sinne dieses Gesezes sei und daß deshalb seine definitive AufMenschenansammlung. Gegen 11 Uhr Vormittags hatte ein das Die Untervertheilung des Stealsteuerbedarfs auf die Gemeinde-, nahme in die Gemeinde Adlershof verhindert werden könne. Für Rosenthaler Thor passirender Droschkentutscher das Unglück, daß die Gewerbe- und die Gemeinde- Grundsteuer vollzieht sich in der Weise, seine Gefährlichkeit" tomte nichts weiter angeführt werden, als daß er Droschke mitten auseinanderbrach. Die im Wagen befindlichen beiden daß die Gewerbesteuer nur mit demselben Zuschlage wie die Staats- bestraft worden sei: im Jahre 1889 mit drei Monaten Gefängniß Fahrgäste waren ebenso wie der Kutscher etwas angeheitert und Einkommensteuer belastet, dagegen der nach Abzug des Ertrages aus wegen Störung des Gottesdienst es, 1893 mit neun blieben in dem zurückgebliebenen Theil der Droschke ruhig figen, der Gewerbesteuer verbleibende Rest des Realsteuerbedarfs durch die Monaten Gefängniß wegen Aufreizung zum Klassen haß während der Kutscher mit den Vorderrädern, ohne sich um die Gemeinde- Grundstener aufgebracht werden soll. und 1895 mit drei Monaten Gefängniß wegen MajestätsBaffagiere weiter zu befümmern, weiterfauste. Als ein vorübergehender Schusterjunge die Frage stellte:" Ist denn kein Stuhl da?" von neuem bei der Stadtverordneten- Versammlung petitionirt. In Oberpräsidenten Um Gehaltsaufbesserung haben die Gemeindebeamten beleidigung. Nach einer vergeblichen Beschwerde beim wandte fich W. an das Oberstimmte die Menge, die neugierig die Droschkentrümmer umstand, einer von den Magistrats- Bureau- Assistenten aufgestellten Denkschrift Verwaltungsgericht. Seine Klage vertrat vor dem fofort dieses stimmungsvolle" Lied an, bis hinzukommende Schutz- wird darauf hingewiesen, daß die Staats- Subalternbeamten zur ersten Senat des Gerichts der Rechtsanwalt Roth. Der Anwalt Leute der ungewöhnlichen musikalischen Straßenszene ein Ende Zeit erheblich besser gestellt sind, als die Magistrats- Bureau- machte folgendes geltend: Der Kläger fei nicht mehr eine neu machten. Die beiden Männer wurden zum Verlassen der Droschken- Assistenten. Ferner wird in der Denkschrift der Nachweis für anziehende Person gewesen, als die Ausweisung verfügt worden sei, trümmer genöthigt, die von dem inzwischen wieder zurückgekehrten einen augenblicklichen Nothstand, namentlich bei Beamten der denn er habe zu der Zeit bereits nahezu zwei Jahre in Adlershof Kutscher abgeholt wurden. Klasse IV, zu erbringen gesucht, welcher die Schaffensfreudigkeit gewohnt. Ferner sei aber auch von ihm keine Gefährdung der In der Stadtbahn hat sich gestern früh der Bureauvorsteher dieser Beamten lähme und unterbinde. Ein großer Theil der weniger öffentlichen Sicherheit zu befürchten; handele es sich doch nur um Franz N. erschossen, der angeblich bei einem Rechtsanwalt beschäftigt gut befoldeten Beamten sei verschuldet, da das Gehalt nicht einmal Strafen wegen Vergehen, die man als politische bezeichnen war und bei seinem Bruder in der Frankfurter Allee wohnte. Nach auf eine Lebenshaltung zugeschnitten sei, welche von allen außer tönne. Aus diesen Vergehen sei unmöglich darauf zu schließen, einer anderen Angabe soll er auch bei einer Versicherungsgesellschaft gewöhnlichen Vorkommnissen verschont bleibe. Dazu kommen die daß der Gemaßregelte ein gewaltthätiger und roher Mensch sei. thätig gewesen sein. hohen Miethen und die Fleichtheuerung. Die Miethen feien im Der Senat erklärte die Klage für begründet Laufe des letzten halben Jahres um 17 pet. und mehr gestiegen. und hob die Ausweisungs- Verfügung und den sie den Wegen Kuppelei wurde gestern eine in der Grenadierstraße Wegen vorsätzlicher Tödtung eines geistestranten Patienten rechtfertigenden Bescheid des Oberpräsidenten wohnende Wittwe verhaftet, welche Zimmer an junge Mädchen ver- wurde im August v. J. der Oberwärter Friedrich Wilhelm Schneider auf. Präsident Persius führte zur Begründung des Urtheils verhaftet. Schneider war in der Nervenheil- und Pflege- Anstalt von tönnen, weil er um diese Zeit nicht mehr eine in Adlershof aus: Wife habe im Juni 1898 nicht mehr ausgewiesen werden Vor den Augen seiner Kinder hat sich der Maurer Wilhelm. Achtziger in Charlottenburg auf Grund vorzüglicher ZeugAllerdings beſtimme Bertholz vergiftet. Seit mehreren Wochen litt er an Ausschlag, nisse angestellt. Daselbst war wegen Neberfüllung der städtischen" eu anziehende Person gewesen sei. das Gesez nicht, wie lange Jemand als neu Huften und Schlaflosigkeit. Ein Arzt hatte ihm zwei Flaschen Frrenanstalt Dalldorf der Geistestrante Paul Glauert unteranziehend Medizin verschrieben: eine gegen den Husten, eine gegen die Schlaf- gebracht worden. An einem Abend, als der Kranke besonders unruhig so lange der Fall, als die Erhebungen bezüglich seines Vorlebens zul crachten ſei. Nach Annahme des Gerichts fei dies losigkeit. Gestern Nachmittag trank er den Inhalt beider Flaschen war und das gewöhnliche Beruhigungsmittel- Chloralhydrat nichts noch schwebten. Die polizeilichen Ermittelungen wären num hier auf einmal hinunter und antwortete den kleinen Kindern auf fruchtete, prügelte der Oberwärter den Kranken in solch fürchterlicher bereits im November 1896 abgeschlossen gewesen, also beinahe zwei die Frage: Vater, was machst Du?"" Das thut mir gut; Weise, daß er demselben mehrere Rippen zerbrach. Um die Entich habe Kopfschmerzen." Der Tod trat schon nach wenigen deckung der Körperverletzung zu verhindern, gab er alsdann Jahre vor der Ausweisung. Die Festjeßung von Fristen für die Stunden ein. dem Kranken eine solche große Dosis Chloralhydrat, daß derselbe für länger den Vorschriften des Gefeßes von 1842 zu Berlängering des Aufenthaltes sei nicht geeignet, Jemanden Der frühere Rechtsanwalt Friedmann hat, wie die Staats- der That gewesen waren, erstatteten Anzeige. Im Verlaufe der unterstellen. Uebrigens habe das Verfahren vom Juni 1897 bürger- Beitung" wissen will, die Frau des mehrfachen Millionärs Untersuchung stellte sich heraus, daß der Angeklagte bereits wegen ab gänzlich geruht. und Rittergutsbesizers v. M. aus der Kurfürstenstraße nach Amerika Geisteskrankheit in Dalldorf und Herzberge internirt war, entführt. Die Entführte hat angeblich für 150 000 M. Werthpapiere lekterer Anstalt aber überraschend schnell als geheilt entlassen worden zur Feier der 25. gerichtlichen Niederlage, die der Amtsvorsteher im mitgenommen. Ihre Schwärmerei für den berühmten Abenteurer ist. Für die Zeit, in welcher er sich in der Frrenanstalt befand, hat Stampfe mit ihr erlitten. foll von einer Ehescheidungsklage herrühren, die Friedmann gegen er sich selbst die vorzüglichsten Atteste ausgestellt. beziehungsweise ihren ersten Gatten, einen höheren Verwaltungsbeamten, durchfocht; gefälscht, sowie der herzoglich braunschweigischen Direktion der handlung wegen betrügerischen Bankrotts u. f. w. gegen Die vor dem Schwurgericht des Landgerichts I geführte Verdas Pärchen blieb in Verkehr miteinander, auch nachdem der frühere Anstalt Königslutter, die Maison de santé it. A. Schneider hat den Schiffsbaumeister Otto Heinrich Erpel und den Kaufmann Rechtsanwalt sich hier unmöglich gemacht hatte. aber strafrechtlich nicht zur Verantwortung gezogen werden können, Mar Möser ist nach eingehender Beweiserhebung zu Ende gegangen miethete u. a. auch an ein Kind von 15 Jahren. " aus Wie wir vernehmen, rüstet sich die Arbeiterschaft von Adlershof 500 Mark Belohnung setzt die Frankfurter Transport-, denn der psychiatrische Sachverständige, Sanitätsrath Dr. Lipp- und hat nur zu der theilweisen Verurtheilung des ersten AnUnfall- und Glas- Versicherungs- Aftien Gesellschaft, Markgrafen- mann, vom Moabiter Zellengefängnisse hat sein Gutachten dahin geklagten geführt. Der Staatsanwalt blich auch nach der Beweisstraße 33/34, aus für Ermittelung der Einbrecher, welche in der abgegeben, daß Schneider noch wie früher geistestrant ist. Der aufnahme bei seiner Ueberzeugung, daß die„ Allgemeine Seydelstraße 29 mittels Einbruchs für ca. 2000 m. Schuhwaaren Lettere wird daher wieder internirt werden. Deutsche Trockendocks- Aktiengesellschaft" ein von Anfang an stahlen, und für die Wiederherbeischaffung des gestohlenen Gutes. Im Zentralgefängniß Plöhensee ist wieder ein Aufjeber schwindelhaftes Unternehmen gewesen sei, was schon daraus hervor. Obige Summe ermäßigt sich je nach Höhe des Werthes der herbei- wegen Durchstechereien mit Gefangenen in Untersuchungshaft ge- gehe, daß in das ganze Unternehmen absolut keine Baarmittel geschafften Sachen; es sollen aber unter allen Umständen demjenigen nommen worden. Die Amtsvergehen, die ihm zur Last gelegt hineingesteckt worden seien. Der Staatsanwalt war der Anficht, daß 200 M. gezahlt werden, welcher die Diebe zur Anzeige bringt. Auf werden, fallen dem Vernehmen nach nicht in die neuere Zeit. Wie der Plan zu dem ganzen Unternehmen in dem Kopfe des früheren das Konto dieser Einbrecher find zweifellos auch die anderen in es heißt, soll die Untersuchung gegen verschiedene Gefangenen-" Bankdirektors" und" Dr. jur." Sigismund Guttmann, der in legter Zeit verübten Einbrüche in Schuhwaaren- Geschäften zu setzen. Aufseher infolge der Enthüllungen des flüchtigen Redakteurs Knorr vorgeführt wurde, entstanden sei. Er machte den Angeklagten zum Mittheilungen nimmt die Kriminal- Polizei und jedes Polizei- Revier wieder aufgenommen worden sei. In seiner Broschüre über die Zu- Vorwurfe, daß sie in höchst leichtfertiger Weise auf den Plan Buchthauskleidung aus dem Zuchthause zu Brandenburg als Zeuge entgegen. stände in Plößensee hat dieser Herr sich als echter Lumpazius erwiesen und verschiedene Aufseher, denen er, wie er andeutet, eine der Gründung dieser Attiengesellschaft eingegangen seien, obwohl Erleichterung seiner Haft zu danten hatte, mit infamer Riedertracht ihnen von vornherein klar fein mußte, daß dieser Plan scheitern bloßzustellen gesucht. mußte. Die Geschworenen sprachen den Angeklagten Erpel nur des einfachen Bankerotts schuldig, den Angeklagten Möser aber nichtschuldig. Letterer wurde daher freigesprochen, Erpel zu sechs Monaten Gefängniß verurtheilt und 4 Monate auf die Unterfuchungshaft angerechnet. leble Erfahrungen mit dem Akkumulatorenbetriebe machte borgestern die große Berliner Straßenbahngesellschaft sowohl Vormittags bei dem Schneefall, als auch Abends bei dem Glatteis. Durch die Witterung wurde die Stromentnahme durch die Motor- Kaiser Geburtstagsfeier in Wernenchen. Die Kaiser wagen ganz wesentlich erhöht, da infolge der Glätte der Geleise die Geburtstagsfeier scheint in Wernenchen nicht gerade harmonisch verRäder auf den Schienen rollten, ohne die Wagen vorwärts zu laufen zu sein. Ein Herr Ladwig, der angebliche Störenfried, sendet treiben. Besonders unangenehm machte sich diese Erscheinung in dem„ N. Anz.", der einen Artikel darüber gebracht hatte, folgende denjenigen Straßenzügen bemerkbar, in denen die Oberleitung durch Richtigstellung:„ Auf den Artikel in Nr. 13 dieses Blattes vom hat am 25. Oftober v. J. den Buchhändler Adolf Willdorf Die Sittlichkeit in Gefahr. Das Landgericht I in Berlin Affimulatorenbetriob ersetzt wird. Der Verbrauch des Stromes 31. Januar erwidere ich, daß bei der Geburtstagsfeier Sr. Majestät von der Anklage der Verbreitung unzüchtiger Schriften freigesprochen. steigerte sich in dem Maße, daß die Akkumulatoren häufig entleert des Kaisers im Bugge'schen Lokale ich meiner Ansicht nach das Wit Er stellte in seinem Schaufenster Bücher aus, wie: Der Mensch und wurden und die Wagen auf der Strecke liegen blieben. Sie mußten gliedsrecht des hiesigen Landwehrvereins nicht überschritten sein Geschlecht, die Geschlechtskrankheiten, die Prostitution und ihre dann durch widerstandsfähigere Gefährte ins Schlepptau genommen habe. Der Sachverhalt ist folgender: Bei dieser Feier waren Opfer oder der Jungfrauen Tribut im modernen Babylon u. j. w. werden. Natürlich verursachten diese Vorkominnisse erhebliche Ver- auch Nichtmitglieder anvesend, fo tehrsstörungen. Zur Zeit hat die Gesellschaft eine Anzahl neuer von wurde ich zum Beispiel Das Landgericht ist der Ansicht, daß diese Bücher gar nicht einem solchen Gast ohne jegliche Veranlassung ins Affumulatorenwagen in Auftrag gegeben, die mit einem anderen Gesicht geschlagen, unzüchtig sind und hat deshalb auch den Antrag des Staatsob mit Absicht oder aus Ver- anwalts Affumulatorensystem versehen werden. auf Einziehung derselben abgelehnt. Objektiv, heißt sehen mag dahingestellt bleiben, jedenfalls war es eine große es im Urtheil, werde das Scham und Sittlichkeits Polizeilich abgenommen wurde gestern Vormittag unter dem& legelei. Darauf wurde dieser Gast von mir, aber nicht in gefühl durch jene Bücher keineswegs verlegt. Die Art der Schilderung Jubel der Bevölkerung die Strecke der elektrischen Straßenbahn meiner amtlichen Stellung, sondern nur als Mitglied, nicht gerege die Simenluft nicht an, sondern halte sie im Gegentheil nieder. Rigdorf- Schönhauser- Allee( Ede Pappel- Allee). Die erste Fahrt rade sanft aus dem Vereinslokal befördert; da verschiedene Mit- Allerdings seien die Kapitelüberschriften so gewählt, daß sie die machte ein Wagen mit Anhängewagen, auf denen sich die Beamten glieder den Sachverhalt nicht kannten, so wurde ich von diesen des- Lüsternheit anzuregen schienen, aber sie entsprächen gar nicht dem der Straßenbahn und des Polizeipräsidiums befanden. Die Strecke halb arg bedrängt, ebenso auch von dem daselbst thätig ge- Inhalt und sollten nur zum Kaufe reizen. Daß die Behandlung wurde ohne störende Unterbrechung glatt befahren. Gleichzeitig wefenen Bierzapfer. Es dürften auch die Belästigungen, wie in des fraglichen Stoffes nur für fünstlerische und wiſſenſchaftliche machte man bei dieser Fahrt einen Versuch mit einer neuen Luft dem betreffenden Artikel hervorgehoben wurde, nicht von mir aus- Werte ſtatthaft sei, wie der Staatsanwalt behaupte, fömne nicht zue druckbremse, dessen Ergebniß als sehr günstig bezeichnet wurde. Von gegangen sein, sondern von den dort anwesenden Nichtmitgliedern. gegeben werden, da auch der Laie ein Interesse daran habe, über Heute ab wird die Linie in dauernden Betrieb genommen. Auch kam dann der Wirth hinzu, welcher mich nicht gerade höflich die Geschlechtsverhältnisse aufgeklärt zu werden. Die Revision aus dem Lokal weisen wollte, trotzdem das Lokal an diesem Tage des Staatsanwaltes, der wenigstens auf Einziehung der Bücher von dem Verein gemiethet und er von seinem Hausrechte keinen erkannt wissen wollte, wurde vom Reichsgerichte als unbegründet Gebrauch machen konnte." verworfen. Unter der schweren Beschuldigung, feine Ehefrau zn " " Die Neue freie Voltsbühne bringt Sonntag, den 12. Februar, Nachmittags 22 Uhr, im Ostend Carl Weiß- Theater Mar Dreyer's dreiattiges Drama Drei" in Verbindung mit L. Fulda's Lustspiel: Ginatter Unter vier Augen" zur Aufführung. Die Regie hat Herr Einem großen Unglück find durch die Aufmerksamkeit eines Cord Hachmann. Aufnahmen in den Verein werden noch vorgenommen Bahnwärters die Passagiere des Thorner Schnellzuges entgangen, Tode geprügelt zu haben, stand gestern der Schankwirth durch die Zahlstellen und auch durch den Kassirer des Vereins: Ab. Löhr, welcher gestern von Charlottenburg über die Stadtbahn und Schlesische Heinrich Rudolph vor dem Schwurgericht des Landgerichts 1. Ackerstr. 40, II. Bahn feine fahrplanmäßige Fahrt nahm. Bevor der Zug in voller Der Angeklagte, der als ein roher und gewaltthätiger, auch dem Die Direktion des Thalia- Theaters foll einem Lofalblatt Fahrt Friedrichshagen passirte, entdeckte der dort bedienstete Bahn- Trunke ergebener Mann geschildert wird, lebte mit seiner im gufolge von Herrn Hasemann niedergelegt werden. Es heißt, daß wärter Zoll auf der Strecke einen Schienenbruch. Er lief dem Jahre 1891 ihm angetrauten Ehefrau in Unfrieden und hat die der tönne. " Dem Bebauernswerthen chwächliche Person wiederholt arg mißhandelt. Auch in der Nacht| daß seine Partei mit allen anderen in der rücksichtslosesten Bekämpfung und etwa 100 Meter mit fortgeschleift. zum 15. April v. J. vernahm der Verwalter des Hauses Neue Hoch- der Sozialdemokratie wetteifert. Als ein Mittel zur Bekämpfung unserer sind beide Arme und beide Beine abgefahren, der Kopf ist zur Unstraße 25, in welchem der Angeklagte sein Schaufgeschäft betrieb, Bestrebungen ist das Buchthausgesetz angekündigt. Zwar hat dies fenntlichkeit zerquetscht. Die Leiche, aus einzelnen unförmlichen wiederum lautes Schreien und jämmerliches Winmeru, welches aus dem Gespenst noch feine greifbare Gestalt angenommen, aber fommen Körpertheilen bestehend, wurde dem Amtsvorsteher in Friedrichsruh. Rudolph'schen Schlafzimmer zu kommen schien. Er traf die Frau am wird es sicher. Wenn gesagt wird, das Koalitionsrecht solle dadurch überliefert. Der Verunglückte ist der 25jährige unverheirathete nächsten Morgen; fie erzählte ihm, daß sie ihr Ehemann wieder unmensch- nicht angetastet werden, so müssen wir, die wir die Erfahrungen des Maler Albert Heins, wohnhaft Stresowstraße in Hamburg. lich mißhandelt habe und daß sie es nicht mehr aushalten tönne. Die Sozialistengesetzes hinter uns haben, das allerdings bezweifeln. Von einem japanischen Gemüthsmenschen wird aus Tokio felbe Mittheilung machte sie ihrer Schwester, die sie aufsuchte und Strengste. Bestrafungen von Ausschreitungen der Arbeiter sind ja berichtet: Herr Kohama Kidnosuke heißt ein japanischer Abbei welcher sie schon öfter Zuflucht vor ihrem Ehemanne gesucht und schon heute möglich. Das sehen wir an dem Dresdener Urtheil, geordneter, mit welchem sich die Presse aller Parteien beschäftigt. gefunden hatte. Als sie wieder in ihrer Wohnung anlangte, empfing unter deffen Eindruck wir alle stehen. Niemand wird ſagen Er hat aber gar keine Ursache, über seine plötzliche Popularität fie der Ehemann wieder mit Mißhandlungen und nun wollte die fönnen, daß die von dem Dresdener Schwurgericht verhängten vergnügt zu sein, denn er erscheint in einem wenig schönen Lichte. Frau ernstlich von ihrem Manne weggehen. Der Fischhändler Strafen im Verhältniß stehen zu der That, die auch wir verurtheilen, Der fleine, geschmeidige Herr hat sich nämlich, als er Mitglied der Schimmelpfennig erklärte sich bereit, ihr Abends beim Fortschaffen und zu dem von den Thätern angerichteten Schaden. Es soll nicht Fortschrittspartei war, verpflichtet, gegen eine Summe von 4000 Yen ihrer Sachen behilflich zu sein. Darüber tam es zu einer gesagt werden, daß Richter und Geschworene absichtlich das Recht( 16 000 Mart) aus seiner Partei auszuscheiden und mit den Gegnern Schlägerei mit Schimmelpfennig, aus welcher der Angeklagte ein gebeugt haben. Aber das Urtheil zeigt, daß es durch politische zu stimmen. Es handelte sich um die Abstimmung wegen der Landblaues Auge davontrug. Der Angeklagte drohte nach diesem Strömungen beeinflußt ist, daß sich zwei Klassen gegenüber stehen steuer. Er nahm das Geld, schrieb an seine Parteifreunde, man habe Vorfall, daß er für das blane Auge Abends dem Schimmel- mit so verschiedenen Rechtsanschauungen, daß sich die Ver- ihm Geld geboten und er nehme es, weil er eine so große Summe pfennig und seiner Ehefrau beide Augen blau schlagen treter beider Klassen nicht mehr verstehen. Das Zuchthausgeseh brauchen könne, doch werde er später wieder zur Partei kommen! werde. Abends, als die Frau ihre Sachen wegbringen wollte, begab wirft feine Schatten voraus. Von den bürgerlichen Parteien Dann ging er hin und stimmte, anstatt für I wie man erwarten fich der Angeklagte in die Schlafstube, wo seine Frau weilte, und ist kein Widerstand gegen dasselbe zu erwarten, hier ist die Arbeiter- mußte gegen die Landsteuer! Als Grund feines Verhaltens die Gäste hörten bald darauf wieder lautes Wehllagen heraus- tlaffe auf sich selbst angewiesen. Darum gilt es für die Arbeiter, gab er an, man habe ihn bezahlt, damit er aus der Fortschrittsschallen. Dann saben sie, wie der Angeklagte sich einen dicken Stock sich zu organisiren zum Kampf für ihre bedrohten Rechte.- Dem partei austrete, aber von dem Gesetze sei keine Rede gewesen. Er holte und damit wieder in die Schlafstube drang. Man hörte 13/4 stündigen, wirkungsvollen Vortrage des Genossen Fischer wurde findet, daß es schade gewesen wäre, so plöglich angebotenes Geld wieder lautes Gejammere und als Rudolph wieder in die Schant- lebhafter Beifall gespendet und dann ohne Diskussion folgende Re- nicht zu nehmen, denn dann hätte es ein anderer Fuhai kau( verstube zurückkehrte, sagte er zu den Gästen:„ So, nun habe ich er- solution angenommen: tommener Kerl) weggenommen. Omayada Schinzo ist der Herein reicht, was ich wollte, mun kann sie ziehen!" Es wurde Die Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen des Genossen gefallene, denn warum hat er es mir so unvorsichtig gegeben!" mun ein Möbelwagen besorgt, die Gäste hoben die Sachen Fischer völlig einverstanden und verspricht, trotz aller Niedertracht der Der äußerste Naturalismus auf der Bühne. Der Theater Frau Rudolph durch das das Fenster der Schlafstube Gegner für die Prinzipien der Sozialdemokratie zu wirken und zu chroniqueur des Wiener Fremdenbl." plaudert eine Menge fleiner und trugen bie Franj den Wagen. Frau schaffen. Den Opfern des Dresdener Prozesses spricht die Versamm Rudolph flagte wimmernd über furchtbare Schmerzen, erzählte, lung ihr tiefstes Mitgefühl aus, sie hält die Verurtheilten nicht für Kouliſſengeheimnisse aus den Bühnenproben zum" Fuhrmann daß ihr Mann sie start mißhandelt habe und sie sich kaum bewegen ehrlos, fondern beklagt das überaus scharfe, menschliches Empfinden Henschel" im Burgtheater aus und kommt dabei auch auf ein Detail Man fuhr die völlig apathische Frau zu ihrer in der tief verlegende Urtheil, fie ersucht den Parteivorstand. schleunigst zu sprechen, welches, an sich zu den Kleinigkeiten" gehörig, doch eine ziemlich drastische Wirkung gehabt zu haben scheint. Haupt Emdenerstraße wohnenden Schwester, dort wurde sie ins Bett ge überall Protestversammlungen gegen dies Urtheil zu veranlassen. mann giebt bekanntlich dem Regisseur die ausführlichsten Bes bracht, konnte nur noch sagen:" Liebe Schwester, er hat mich so Der Sozialdemokratische Wahlverein für den 6. Berliner schreibungen der Szene und der Requisiten in die Hand. Trotzdem furchtbar geschlagen" und ist dann nach furzer Zeit gestorben. Die Reichstags- Wahlkreis hielt am Dienstag im Wedding- Kasino" gab es auch in dieser Beziehung die mannigfachsten Schwierig Geschworenen sprachen den Angeklagten der Körperverlegung mit Schulstraße, eine Versammlung ab, die gut besucht war. Zunächst feiten. Welches Kopfzerbrechen verursachte beispielsweise der Topf, tödtlichem Erfolge unter Zubilligung mildernder Umstände schuldig; hielt Reichstags- Abgeordneter Rofe now einen mit großem Beifall in welchem der mitleidige Knabe Karl der auf dem Sterbebette der Gerichtshof erkannte demgemäß auf 1 Jahr 3 Monate aufgenommenen Vortrag über die deutsche Bauernbewegung von liegenden Frau Henschel Nr. 1 Hühnersuppe zur Stärkung zuträgt! Gefängniß und rechnete 3 Monate auf die Untersuchungshaft 1525 und ihre Ursachen". Auf Beschluß wurde von einer Diefer Topf hat fast bis zum Schlusse des ersten Aftes auf einem an. Auch dies verhältnißmäßig milde Urtheil regt zu einem Ver- Diskussion Abstand Unter Vereinsangelegen- Echemel neben dem Bette der Frau Mitterwurzer stehen zu bleiben. gleich mit den im Löbtauer Krawallprozeß erkannten Strafen an. heiten wies der Vorsitzende auf die Nothwendigkeit einer Lange beachtete man den Topf kaum. Bei einer der legten Die Taubenliebhaberei ist für zwei bisher unbescholtene Ber- regen Agitation für den Wahlverein hin. Gegenüber den Proben stieg aber der Regiffeur Thimig über die impo fonen, welche gestern vor der achten Straffanmer des Land- 58 000 Stimmen, die Liebknecht bei der Wahl erhalten habe, fei die visirte Brückentreppe über das Orchester ins Parket hinab, Blätter um sich die szenische Wirkung des ersten Attes von der gerichts I standen, verhängnißvoll geworden. Zunächst hatte sich der Mitgliederzahl des Vereins lange nicht groß genug. Telegraphenarbeiter Sommer wegen schweren Diebstahls zu ver- mann brachte das Dresdener Urtheil zur Sprache und nachdem Ferne anzuschauen. Kopfschüttelnd, mit fragender Miene, in antworten. Er war in einer Novembernacht von dem Boden seines der Vorsigende jeden Arbeiter aufgefordert hatte, sein Scherflein zur der sich ernste Zweifel ausdrückten, tehrte er zur Bühne zurück. Er Hauses über die Dächer des Nebenhauses geklettert, bis er an einen Unterstügung der Familien der Verurtheilten beizutragen und ihn rief einige Kollegen zu Hilfe, diese stiegen mit ihm abermals ins Taubenschlag gelangte, dessen Verschluß er mit Gewalt öffnete. die Einberufung von Versammlungen zweds Agitation empfohlen Parterre hinab, besahen von der Ferne das Bett der Frau MitterDer Angeklagte nahm zehn Tauben mit, die er indeffen am hatte, stellte der Vorsitzende in Aussicht, daß die Vertrauensleute wurzer und dessen Umgebung steckten die Köpfe zusammen und bes folgenden Tage dem Bestohlenen ans freien Stüden zurüd sich mit diesem Vorschlag noch beschäftigen würden. Nach einer Auf- riethen. Und als sie zurüdtamen, gaben sie übereinstimmend die gab. Er führte zu seiner Entschuldigung an, daß er angetrunken forderung, das 10. Stiftungsfest am 11. März im Feenpalast" Lojung aus:„ Der weiße Topf muß entfernt werden!" Die mit gewesen sei und in diesem Zustande der Neigung, in den Besitz einer zahlreich zu besuchen und rege für die Verbreitung des Vorwärts" spielenden Damen erklärten sogleich mit einem gewissen Lächeln, daß größeren Taubenschaar zu gelangen, als er schon besaß, nicht habe einzutreten, fand die Versammlung mit einem Hoch auf die Sozial- fie schon früher diesen Regiefehler bemerkt hätten, daß fie aber doch widerstehen können. lieber warten Der Gerichtshof verurtheilte ihn zu drei demokratie ihren Schluß. wollten, einem der Monaten Gefängniß. Aehnlich lag der zweite Fall, der sich Eine zweite Berjammlung tagte in der Rosenthaler Bor Herren die Möglichkeit flar werde, wie leicht der weiße gegen den Packetfahrt- Briefträger Wilhelm Sparr richtete. Er it a dt. Hier sprach Reichstags- Abg. Thiele über das Thema: Suppentopf. bei der bis ins Detail realistisch ausgestalteten falschen realistihatte sich am hellen Nachmittage in ein Nachbarhaus begeben, die Die politische Macht und Reife", in einem sehr interessanten Juszenirung des Krankenbettes nach einer Bodenthür erbrochen und sich dadurch Zugang zum Tauben Vortrag. schen Richtung hin mißverstanden werden könnte.... Die Diskussion schlag verschafft. Er nahm achtzehn der werthvollsten Lauben Der Zentralverband der Bau, Erd- und gewerblichen wurde indessen mit einem heiteren Effekt abgebrochen. Man schrie in einem Sade mit sich, wurde aber auf der Straße Hilfearbeiter. Zahlstelle Berlin IV( Pugerträger) hielt am 30. Januar nach dem Requisitenmeister. Michely", rief Herr Thimig, bringen mit seiner Beute angehalten. Dieser Angeklagte erhob eine Versammlung ab. Der Kassirer Wenste erstattete den Stasjen Sie einen braunen Topf, so einen irdenen Hafen, und stellen Sie den Einwand, daß er seinem Nachbarn mur einen Schabernad habe bericht vom 4. Quartal, der einen Bestand von 38,64 M. aufwies. ihn zum Bett hin!" Der Requisitenmeister that es, setzte das spielen wollen. Er habe sich stets darüber geärgert, daß derselbe in Sierauf entspann sich eine lebhafte Debatte über die von der Zahl- neue Gefäß an die Stelle des weißen Suppentopfes, und nun war der Schankwirthschaft damit geprahlt habe, daß seine Tanben nach stelle Berlin IV gestellten Anträge zum Verbandstag. Für die Kre- jeder Zweifel behoben.... jedem Ausfluge unfehlbar nach ihrem Heim wieder zurückkehrten. felder Weber wurden 5 M. bewilligt. Ferner beschloß man, Um ihm mun den Gegenbeweis zu erbringen, habe er den Diebstahl 50 Broschüren über das Koalitionsrecht der Arbeiter anzuschaffen und ausgeführt. Während der Vertheidiger ausführte, daß die Angaben dieselben unter den Mitgliedern zu vertreiben. des Angeklagten wohl Anspruch auf Glaubwürdigkeit hätten, waren Staatsanwalt und Gerichtshof der entgegengesetzten Ansicht. Der Angeklagte wurde zu 4 Monaten Gefängniß verurtheilt. fönnen. Bremsschächten und Boziales. Versammlungen. genommen. 11 " Im Verband der in Holzbearbeitungsfabriken und auf Solzplätzen beschäftigten Arbeiter sprach am 6. d. M. Dr. Friedeberg über die Sozialgesetzgebung. Sodann wählte die Bersammlung impel und Jeck zu Delegirten für die Generalversammlung. Den Vertrieb der Streifmarken hat Hofmann, Wrangelstraße 106, übernommen. " bis Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und Freitags abends von 7 bis 8½ Uhr abgehalten. Der Tischler Adolf Meister wird gebeten, seine Adresse in der Re daktion abzugeben. Samek. Nach unserer Meinung ist die Ablehnung des Flugblattes unter feineswegs stichhaltigen Gründen erfolgt. H. M. 1. Sie müssen den Zolltarif einsehen oder am Hauptzollamt Nachfrage halten. Arbeitsmarkt. Arbeit eingestellt sämmtliche 76/20 Die Ortsverwaltung. Achtung! Achtung! Mamsells auf gute Capes und Kragen verlangt Grün, Jerufalemers straße 23, Hof 2 Tr. and 5975 Versilberinnen verlangt Goldleiftenfabrit Friedenſtr. 10. 6515 Kinderkleidchen. Maschinen: u. Hand- Näherin in und 6495 außer dem Hause sucht Gutermuth, Frankenſtr. 8, I. Maschinen- Strickerin, geübt auf Strümpfe, verlangt Clemens, Reinickendorferstr. 56. Arbeiter auf glatte Kostümo renzen die Arbeit eingestellt. Zuzug Näherin an erlernen, fernhalten. Der Vertrauensmann 175/3 verlangt der Berliner Stockarbeiter. 6566 Für Berlin sofort: 1 Preßarbeiter, der auch Messer: schaalen macht, 1 Goldarbeiter a. imitirte Brillanten, guter Arbeiter, 2 Umjegerinnen auf Messerschaalen. Nach Breslau: 2 Korpusschleifer. Eisenberg& Sussmann, Jerufalemeritr. 19-20. auf Manschetten, Krause, Justerburgerstr. 11. Jacketarbeiterin außerm Hause verl. Davidsohn, Grünerweg 27. Blousen- Hemden- Arbeiterin, tücht., verlangt Pannierstr. 53a, I r in Rirdorf. 6305 Junges Mädchen für leichte Hands näherei verl. Lynarstr. 2 3 Tr. links, 6606 Nach Braunschweig: Bestedfarbeiter. 2. Portal. Arbeits- Nachweis der Goldschmiede, Holzmarktstr. 8. 70/6 Das Dortmunder Ober- Bergamt hat die von ihm ant- Rigdorf. Eine vom Vertrauensmann des Holzarbeiter gekündigte Verordnung über die Beschäftigung fremd- Verbandes einberufene Versammlung der Musikinstrumentenprachlicher Arbeiter jetzt erlassen. Danach dürfen solche Arbeiter tagte hier am 5. Februar im Deutschen Wirthshaus. Auf Arbeiter in Bergwerken und den dazu gehörigen Aufbereitungs- der Tagesordnung ſtand: Unsere gegenwärtige Lage und wie beranstalten und Brikettfabriken nur dann beschäftigt werden, wenn sie bessern wir dieselbe. Der Referent Beeste führte aus, daß leider genügend Deutsch verstehen, um mündliche Anweisung ihrer Bor- ein großer Theil der Kollegen, nachdem im Jahre 1896 der Streik gesetzten und Mittheilungen ihrer Mitarbeiter richtig auffassen zu verloren ging, sehr interesselos geworden sei. Es sei so weit geAls Auficher, Maschinenführer, Pumpen- und Kessel- tommen, daß die Arbeiter sich jede Maßnahme des Fabrikanten wärter, Schießmeister, Wetterwärmer, Ortsälteste, Schacht- gefallen laſſen. Die schwarzen Listen, welche nach dem Streit, ein- Achtung! Schacht gefallen laffen. Die schwarzen Listen, welche nach dem Streit ein- Achtung! Holzarbeiter. Reparaturhauer, Anschläger, Abnehmer und Bremser an Schächten, geführt wurden, bestehen bis heute, und in einem Rundschreiben, Bei der Firma Carl Lutze als Zugführer, Bremsbergen, Bahn- welches der Referent verlas, hat die Freie Vereinigung der Piano-( Adlershof) haben wärter, Weichensteller und Rangirer bei Eisenbahnen über fortefabrikanten Ende vorigen Jahres es jedem Fabrikanten zur Tischler wegen Differenzen die Tage dürfen fremdsprachliche Arbeiter nur beschäftigt werden, Pflicht gemacht, 267 Getennzeichnete von jeder Beschäftigung Zuzug ist fernzuhalten. wenn sie deutsch sowohl sprechen wie lesen können. Ueber die be auszuschließen. Der Arbeitsnachweis der Freien Vereinigung schäftigten fremdsprachlichen Arbeiter ist eine Rifte zu führen, aus der Pianofortefabrikanten verfolgt den 8wed, billige und der zu erkennen sein muß, ob dieselben den gestellten Bedingungen willige Arbeitskräfte bon außerhalb heranzuziehen. Leider entsprechen. Für Zuwiderhandlungen ist eine Geldbuße bis zu finden sich auch immer noch organisirte Kollegen, welche Stockarbeiter! röde, bie sehr große Posten 300 M. vorgesehen. Fremdsprachliche Arbeiter, die schon am Tage den Arbeitsnachweis der Fabrikanten benutzen und gerade In der Stockfabrit von Gebr. fchaffen können, werden gesucht. der Bekanntmachung der Verordnung, die sofort in Kraft tritt, auf Rigdorf liefert die größte Zahl größte Zahl der sogenannten Schein Noa, Dresdenerstraße 38, haben Bergwerten beschäftigt sind, unterliegen den Bestimmungen erst nach gefellen". Redner weist darauf hin, daß die Fabrifanten gerade 50 Celluloid- Arbeiter wegen Diffe: Ablauf von sechs Monaten. In einer Begründung wird ausgeführt. jest versuchen, Abzüge zu machen, um leicht und sicher auf dem daß die Zahl der fremden Arbeitskräfte im rheinisch- westfälischen Weltmarkt zu konturriren. Mögen sich deshalb die Kollegen der Kohlenrevier von Jahr zu Jahr zunimmt. Dieser Zustand erscheine Organisation anschließen und thatkräftig mitarbeiten. Doch nicht vom sicherheitspolizeilichen Standpunkte als bedenklich, zumal vom nur auf die eingangs erwähnte Interesselosigkeit ist unsere Schwäche Thun und Lassen des einzelnen im Bergbau nicht allein feine Sicher zurückzuführen, sondern auch der leider noch in vielen Werkstätten heit, sondern auch die der Mitarbeiter abhänge. verbreitete Alkoholismus ist ein Uebel, dem sich der noch immer vor herrschende Künstlerstolz würdig zur Seite stellt. Redner ermahut die Kollegen, dahin zu wirken, daß die Unfitte des Einstandzahlens abgeschafft wird. Man möge lieber den Kollegen, der anfängt, fragen, ob er organisirt sei und auf seine Klassenlage aufmerksam Ueber die politische Lage sprach Genosse Richard Fischer machen. Die Diskussion war eine sehr rege. Einige Redner rügten am Dienstag in einer gut bejuchten Volksversammlung des fünften Mißstände in den Werkstätten und das Verhalten der Arbeiter hierzu. Wahlkreises, die im Saale des Handwerkervereins tagte. Der Kleinlein vertritt die Ansicht, daß mur Berufsvereine im Stande Redner erinnerte daran, daß sich im Bürgerthum auf allen Gebieten find, die Lage der Arbeiter zu verbessern, während Schumann des öffentlichen Lebens seit Jahren eine politische Erschlaffung be- entschieden für die Zentralverbände plädirt und die Gründung von merkbar mache, verursacht durch die Furcht vor der Sozialdemo- Berufsvereinen als einen Rückschritt bezeichnet. Böttcher ersucht, Kratie. Das vor Zeiten oppofitionelle Bürgerthum habe jetzt ein die leidige Formfrage ruhen zu lassen und sich der Organisation anBedürfniß nach Ruhe, was sich daraus erkläre, daß die Regierung zuschließen, welche nach der eigenen Ueberzeugung die beste ist. feit zwei bis drei Jahrzehnten bemüht sei, der bürgerlichen Klasse Zum Schluß gelangte eine Resolution zur Annahme, die den Vortheile zuzuwenden und sie gegen die Forderungen der Sozial- Anschluß an die Organisation empfiehlt. demokratie zu schützen. In der Hoffnung, daß das Heer in letter Linie berufen sei, die mehr und mehr anwachsende Sozialdemokratie Sentral Kranken- und Sterbekasse der Tischler u. f. w.( E. H. Nr. 3). Die Mitglieder der Ortsverwaltungen Berlins versammeln sich am 10. Fe: an der Erringung der politischen Macht zu hindern, habe denn auch bruar Abends 8 Uhr Stralauerstr. 48 bei Hahn. Verband denticher Barbiere, Friseure und Verrückenmacher: das Bürgerthum seine Stellung zum Militarismus geändert, so daß jezt seitens der einst oppositionellen bürgerlichen Parteien vom Gehilfen. Heute Abend 10 Uhr bei Schiller, Rosenthalerstr. 57: großer, prinzipieller Vortrag des Herrn Dr. Schwarz über:" Bartkrankheiten." Gäſte will: Bentrum zu Eugen Richter kein großer, Widerstand gegen Militärforderungen mehr geleistet werde. kommen. Elektrotechnischer Gewerkverein. Sonnabend, den 11. Februar, welch ungeheuren Summen für Militärzwecke man fich Abends 8 Uhr, Schillingstr. 36: Sigung und Vortrag. allmälig zu rechnen gewöhnt hat, das führte der Redner an der Hand der Zahlen des Etats seit 1872 den Zuhörern vor Augen. Wie der Militarismus eine Nation an den Bettelstab bringen muß, so führe er auch mit Nothwendigkeit zur Unterdrückung jeder Freiheit, und ziehe ein System der Korruption groß, wie wir es zur Zeit an In Friedrichsruh ereignete fich auf dem Bahndamm ein furchtden Borgängen in Frankreich sehen. Wer es mit seinem Volte ernst barer Unglücksfall. Fünf Arbeiter, die beim Bau des Pförtnermeint, der müsse sich im Hinblick auf den ständig wachsenden, alles hauses für das Mausoleum beschäftigt sind, wollten sich während der beherrschenden Militarismus die Vorgänge in Frankreich als Mittagspause über das Geleise begeben und zwar an der Ueberwarnendes Beispiel vor Augen halten. Damit ſei unsere prinzipiell gangsstelle beim Weg nach ablehnende Haltung gegenüber dem heutigen Militarismus gegeben. von Hamburg her einen Güterzug fommen, warteten, bis Anders verhalten sich dagegen die bürgerlichen Parteien. Redner erinnert dieser vorüber war, das Geleiſe. In demselben Augenblick fauste dauernde und lohnende Beschäftigung daran, daß das Zentrum früher dem Militarismus entschiedene Güterauge Opposition gemacht hat, jezt aber auch militärfromm geworden ist. der bon Berlin tommende Schnellzug auf dem zweiten im Haufe Wilhelm Freystadt, Den Freisimm erkennt man in seiner ganzen Feigheit, wenn man Geleise daher. Zwei Arbeiter hatten die Schienen soeben über-| Kommandantenstr. 80/81 II. fieht, wie Herr Reinhard Schmidt als Bizepräsident die Würde des schritten, zwei hatten fie noch nicht betreten, der dritte aber befand Tüchtige Arbeiterinnen auf feine Barlaments wahrt. Seine Liebebienerei soll nach oben hin beweisen, sich mitten auf den Schienen, wurde von dem Schnellzuge erfaßt Tapes Stalizerftr. 76, L. Mit bis Vermischkes. der Oberförsterei. Sie sahen kommen, warteten, und betraten dann dicht hinter dem I. Redakteur als Chefredakteur für ein täglich er: scheinendes Parteiblatt gesucht. Offerten find bis zunt 20. Februar unter H. 9 an die Expedition des Vorwärts" zu richten. Fleißige und strebsame Vermittler in Berlin und den Vororten für Fenerversicherungen gesucht. Durch hohe Provision und Kostenantheit hoher Verdienst. 44/ 4* Offerten sub J. V. 6935 Rudolf Mosse, Berlin SW. Schneider auf Damenjackets außer dem Hause verlangt Bunar. Liniirer, zuverlässige, auf Leip: siger Maschinen, wollen sich melden bei Riefenstahl, Zumpe& Comp., Geschäftsbücherfabrik, Holzmarktstr. 67. Mamsells auf beffere Jacketts verl. Teske, Andreasstr. 48. Handnäherin verl. Feist, Kurzestr. 7I. Stepper auf Damen Jafetts verl Heimann, Chorinerstr. 34. = Versilberer und Firnisser verl. Goldleistenfabrik Lottumstr. 5. 6635 a Tüll bauernd Max Lange& Katz, flügel und Flittersachen, beschäftigt Leipzigerstr. 73 I. Arbeiterin auf 6686 Knabenanzüge Rollfaçon verlangs Arbeiterinnen, geübt 661b zu 6576 Koppenstraße 20. Schürzennäherin sucht Schmidt, 6626 Münchebergerstr. 31. Straußnäherin u. junge Mädchen leichterer Handarbeit verlangt Oppelnerstr. 14 Tr. I. 6656 Tücht. Gesellen auf engl. Damens jadets bei hohem Lohn sofort gesucht. Koncicky, Elisabethstr. 45. Nähmaschinen- Mechaniker am liebst. verheirathet, bei gut. Ge halt u. dauernd. angenehm. Stellung zum 15. b M. gesucht. Derselbe muß gut mit W.& W. u. mit Singer. Reparat. Bescheid wissen. Hügemann's Nähmaschinen- Hand Hamburg, Gr. Bleichen 49. Lehrmädchen, welches Damens schneiderei erlernen will, kann sich melden Andreasstr. 78a b. IV r. Farbigmacher verlangt C. Wolff 6326 Mathieustr. 14. 6216 Fantasie- Federn. Geübte Arbeiterinnen finden [ 46/1 Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. 6556 + Nr. 34. 16. Jahrgang. Januar. , 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 9. februar 1899. Interm neueffen Kurs. 3. Breslau. Der Maurer Taugs- Görlitz wegen Verübung Suhl. Wegen Beleidigung eines Pfarrers Genosse eina 0 30 M. Geldstrafe. Saalfeld. Genossen Seige Pößned und Beder- Saalfeld 6 bezw. 2 Monate Gefängniß wegen Beleidigung des Magistrats. 4. Erfurt. Die Maurer Blaß und Busch wegen Vergehens gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung je 1 Woche Gefängniß. Fürth. 20 M. Geldstrafe Schriftseter Hofmann wegen Sofmann wegen Beleidigung. Berlin. Wegen Nöthigung, Bedrohung 2c. der Maurer Timm 4 Monate Gefängniß. Potsdam. Wegen des gleichen Vergehens der Maurer Spilling 1 Monat Gefängniß. groben Unfugs 30 M. Geldstrafe. 17 e " 5. Magdeburg. Genosse Müller wegen Beleidigung eines Fabrikdirektors 50 M. Geldstrafe. , gung eines Schulzen. Saalfeld. 21 M. Geldstrafe Genosse Levy wegen BeleidiFrankfurt a. M. Drei Vorstandsmitglieder vom Verein der Friseure 2c. je 15 M. Geldstrafe. 9. Dresden. Wegen Beleidigung und Verrufserklärung Maurer Sorter zwei Monate und sechs Wochen, Maurer Bersing Srei Wochen Gefängniß. • Magdeburg. Vier Jahre und einen Monat Gefängniß Genoffe Müller wegen Majestätsbeleidigung und wegen Beleidigung eines Mitgliedes des tönigl. Hauses. = Soziale Rechtspflege. Einen Die Folge der Wohnungsnoth ist eine beständige Abnahme des die Käufer vom Syndikate in Botmäßigkeit gehalten werden. So Zuzugs nach Charlottenburg, der 1885/90 16,28 pet. jährlich, wird u. A. Folgendes vorgeschrieben: 1890/95 14,04 pct., 1896 12,05 pet., 1897 10 pet. und 1898 nur Mit einem Kauf verpflichten Sie sich, im Inlande gezogene noch 6 pct. per Jahr betrug. Es ist also immerhin noch ein Zuzug Drähte nicht unter einem Preise zu verkaufen, der für Drähte von zu verzeichnen, aber dieser Zuzug von 6 pct. ist für die Charlotten- 3,8 Millimeter und dicker mindestens 10 M. die Tonne höher ist des Magistrats bafirt darauf, daß die Bevölkerung bis zum Jahre preisen für dünnere Drähte bleibt einem Syndikate für gezogene burger Verhältnisse ein viel zu geringer. Die ganze Steuerpolitik als der jeweilige Walzdrahtpreis. Die Feststellung von Ueber1905 dauernd dauernd um 10 pct. jährlich steigt. Sinkt die Zu- Drähte vorbehalten, dessen Zustandekommen wir mit allen uns nahme der Bevölkerung weiter in dem bisherigen Maße, so wird zu Gebote stehenden Mitteln fördern werden. Sie übernehmen eine Erhöhung des Tommunalen Zuschlags zur Einkommensteuer, weiter die Verpflichtung, den in der Beilage genannten Firmen, der sich heute auf 97 pt. beläuft, die unausbleibliche die sich weigern, dem Verbande deutscher Drahtstiftfabriken beis Folge fein. Deshalb sollte die Verwaltung der Stadt schon zutreten, weder mittelbar, noch unmittelbar Draht oder Drahtwaaren in ihrem eigenen Interesse für eine Beseitigung des Noth- zu liefern, und wollen Sie uns Ihre ausdrückliche Zustimmung Stadt der Monarchie, das Durchschnittsvermögen ihrer Steuerzahler pflichtung haben Sie eine Vertragsstrafe von 10 M. auf jebe Tonne ſtandes forgen. Charlottenburg ist zur Zeit die zweitreichste hierzu gefälligst zugehen lassen. Für jede Verlegung dieser Verbeträgt 155 318 M.; entwickeln sich aber die Verhältnisse in der der Abschlußmenge zu zahlen; außerdem steht uns für diesen Fall bisherigen Weise weiter, so wird die Finanzkraft der Stadt dadurch das Recht zu, weitere Lieferungen gänzlich einzustellen, also den schweren Schaden leiden, denn schon jetzt machen sich Anzeichen dafür Rückstand aus den mit Ihnen abgeschlossenen Lieferungsverbindlichgeltend, daß auch der Zuzug wohlhabender und reicher Leute erheblich feiten zu streichen." abnimmt. Man darf ferner auch nicht außer Acht lassen, daß eine Dem Stiftensyndikate gegenüber ist aber der Käufer verpflichtet, große Anzahl von Charlottenburger Wohnhäusern für das Geld Drahtstifte mir von Werken zu beziehen, die dem Verbande deutscher 6. Dresden. 10 Tage Gefängniß ein Maurer wegen Bergehensburger Miether fließt also zum erheblichen Theile nach Berlin, und Nichtverbandswerken hat der Abnehmer für das auf den laufenden Berliner Banken gebaut sind; das Geld der Charlotten- Drahtstiftfabrikanten angehören. Bei Bezug von Drahtstiften von gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung. Frankfurt a. M. Wegen des gleichen Vergehens 3 Maurer den Vortheil von den hohen Miethspreisen haben nicht die Abschluß bezogene Quantum eine Stonventionalstrafe von 8 M. für 3 und 1 Woche Gefängniß resp. 20 M. Geldstrafe. Charlottenburger selbst, sondern die Bewohner einer anderen Stadt. je 100 Silogramm zu zahlen. Dem Verbande steht es frei, den verWohnungsnoth ist daraus zurückzuführen, daß kein bebauungsEine der Hauptursachen, ja vielleicht die Hauptursache der bleibenden Schlußrest zu annulliren. fähiges Terrain mehr in Charlottenburg vorhanden ist. Von ben 2092 Hettaren, die das Areal der Stadt groß ist, dürfen nur 795 Hektar bebaut werden, weil der übrige Theil noch nicht kanalifirt ist. Die wenigen Baustellen, die sich auf kanalifirtem Terrain befinden, bleiben aus Spekulationsgründen vorläufig unDie Leipziger Buchbinderei Aktiengesellschaft. bebaut, weil der Werth von Grund und Boden infolge dieser eigen Prinzipienſtveit wollten 13 Buchbinder gegen die Leipziger Buch artigen Verhältnisse in rapidem Steigen begriffen ist. Die Grund- binderei- Aktiengesellschaft vor dem Gewerbegericht ausfechten. Glf befizer befinden sich also in einer so bevorzugten Stellung, der Kläger find noch in der hiesigen Filiale der genannten Gesell-Genosse Fritsche Staßfurt wegen Richterbeleidigung wurde sich die ganze Situation ändern, wenn die Kanalisation hatten gewisse Affordarbeiten nach bestimmiten Einheitssägen bes - wie faum in einer anderem Stadt. Mit einem Schlage schaft beschäftigt. Der Sachverhalt ist fura folgender: Die Kläger Der Bauarbeiter Häring Schöneberg wegen des großen Staditheils jenseits der Spree in Angriff genommen rechnet, die zum Theil schon seit längerer Zeit gewohnheitswürde. Aber dagegen sträubt sich der Magistrat ohne jeden erficht- gemäß gezahlt worden waren. Nöthigung und Hausfriedensbruchs drei Monate Gefängniß. Nach mehreren Wochen Braunschweig. Genosse Heymann fünf Monate Ge- lichen Grund aufs Heftigste, sodaß man ihm den Vorwurf nicht ererklärte der Vertreter der Firma die Einheitssätze für fängniß wegen Ministerbeleidigung. sparen kann, daß er indirekt die Geschäfte der Grund- und Boden zu hoch gegriffen und machte den Arbeitern bei der Lohnzahlung Magdeburg. Wegen Streitpostenstehens 25 Bauarbeiter je ipekulanten fördert. Abzüge in Höhe des in den vergangenen zwei und drei 5 und 2 je 10 M. Geldstrafe. Aber auch in hygienischer Beziehung droht aus Siefer och en angeblich zu viel gezahlten Betrages. 11. Breslau. 200 M. Geldstrafe Genosse Michaelis Walden- Unterlassungsfünde des Magistrats der Bevölkerung eine große Gefahr. Diese Summe, insgesammt 72 M., verlangten mm die Kläger burg wegen Beleidigung eines Amtsvorstehers. Die hygienischen Verhältnisse des Nordwestens der Stadt, des Theiles zurückerstattet. Sie machten vor allem geltend, die betreffenden Dresden. Wegen Vergehens gegen§ 153 der Gewerbe- jenseits der Spree, find, wie fürzlich Professor Bogel und nach ihm Preise seien durch die wiederholte Zahlung anerkannt worden Ordnung ein Maurer 10 Tage Gefängniß. der praktische Arzt Dr. Bernstein in Vorträgen ausgeführt haben, und könnten nachträglich insbesondere nicht für die verflossene Zeit Magdeburg. 50 M. Geldstrafe wegen Beleidigung der völlig unzureichend, zumal in einem Stadttheile, der mit forrigirt werden. Der Vertreter der beklagten Firma, Geschäftsführer Maurer Typte. einer wenig bemittelten Bevölkerung zu rechnen hat und überdies 2ippen, vertrat den entgegengesezten Standpunkt und berief noch in hygienischer Beziehung ganz besonders gefährdet ist. Auf sich außerdem auf den sogenannten Leipziger Lohntarif, dessen ihrem kurzen Laufe von Berlin bis Charlottenburg hat die Spree Affordsäße seit dem 1. Dezember 1898 für den Betrieb maßgebend durch das Mittel der Selbstreinigung sich noch nicht aller jener feien. Neben dem Tarif wären nur befondere Vereinbarungen Krankheitsteime entledigen können, die ihr das an sich gut affanirte giltig, folche lägen hier aber nicht vor. Buchbinder J. wandte Berlin unvermeidlich zuführt. Dazu kommt, daß der Fluß, der mit Namens der Kläger dagegen ein, der Tarif sei ein Minimalzirla acht Kilometer Länge an dem Stadttheil Nordwest vorbei- tarif und seine Einführung bedente darum nichts weiter, als daß fließt, nicht mehr einfach eine Durchgangsstraße für die Schifffahrt teine geringeren Preise gezahlt werden dürften. Hiermit trat J. ist, sondern vom Nonnendamm an bis zur Levezzowbrücke fast den zugleich einigen Bemerkungen des Vorsitzenden Dr. Meyer der der sich sofort Charakter eines Hafens trägt. Die Schifffahrt treibende Bevölkerung entgegen, offensichtlich falschen Aufdaß der Tarif mit feinem ist nun von jeher in hygienischer Beziehung, besonders bei Gefahr fassung angeschlossen hatte, von Epidemien, Gegenstand ganz besonderer Eorge. Diese Be Infrafttreten alle bisher gezahlten höheren Preise mangels bes bölferung legt der Regel nach ihre Dejette in den Fluß ab. Demsonderer Abmachungen beseitige. Die Sachen der Kläger J. und gemäß bedeutet der gegenwärtige Zustand im Sch., die nicht mehr im Geschäft sind, trennte der Vorsißende von Nordwesten eine dauernde Gefahr für ganz Char den übrigen. Herr Dr. Meier verhinderte ferner den Kläger J., lottenburg." Den Vortheil von diesen eigenartigen Verhältnissen seine von den übrigen Klägern erhaltenen Vollmacht weiter aushaben lediglich die Haus- und Grundstücksbefizer, aber auch nicht einmal zuüben, wogegen dieser vergeblich protestirte. Nach eindringlichem alle, sondern nur die kapitalfräftigsten unter ihnen. Die Grundbesizer Bureden des Richters kam dann zwischen den ihres Vertreters jenseits der Spree zahlen für jede Baustelle etwa 300 M. Steuern beraubten elf Klägern und dem Vertreter der Beklagten ein Vers jährlich. Diese Steuer vermögen die weniger kapitalfräftigen unter gleich zustande. Herr Wippen zahlte den Leuten die Hälfte der abihnen auf die Dauer nicht aufzubringen, denn auf einen Ertrag aus gezogenen Beträge aus und verpflichtete sich ihnen gegenüber, ihrem Befits fönnen sie ja erst nach Durchführung der Kanalisation Einsprüche gegen ihre Lohnabrechnung von jetzt ab spätestens binnen rechnen. Sie sind also gezwungen, ihren Besitz zu veräußern an zwei Wochen machen. In der Fabrikordnung der vereinigten solche Kapitalisten, denen es nicht darauf ankommt, einige Jahre Berliner Buchbinderei- Besitzer ist nur von Einsprüchen der Arbeiter hindurch auf Einnahmen zu verzichten, die ihnen später doppelt und gegen unrichtige Lohnzahlung die Nede. dreifach zurückerstattet werden. 20 M. Geldstrafe. 10. Berlin. 090 " 19 0 12. Berlin. 1 Monat Gefängniß Maurer Wilte wegen Vergehens gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung. Düsseldorf. 2 Arbeiter wegen Streitpostenstehens je 80 M. Geldstrafe. Gera. Genoffe Seifarth 25 m. Geldstrafe wegen Beleidigung militärischer Borgesetzter. 14. München. 50 M. Geldstrafe Genosse Müller wegen Beleidigung des Domvikars Dr. Pichler. Leipzig. In der Revisionsinstanz Genosse Müller- Magdeburg 4 Wochen Gefängniß wegen Beleidigung eines Wahl borstehers. 17. Dresden. Genoffe Beyer wegen Bergehens gegen das Breßgesetz 20 M. Geldstrafe. München. 6 Wochen Haft Genosse Huth wegen Beleidigung eines Assessors. Halle. Wegen Beleidigung eines Maschinenmeisters Genosse Müller Schleudig 50 M. Geldstrafe. 18. Berlin. Maurer Schmidt wegen Bergehens gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung 6 Monate Gefängniß. Leipzig. In der Revisionsinstanz Genosse 8ahn- Breslau einen und Genosse Feldmann- Langenbielau zwei Monate Gefängniß. Ersterer wegen Beleidigung eines Schneidermeisters, letterer wegen Beleidigung eines Gutsbesizers. 19. Dresden. 7 Monate Gefängniß der Bauarbeiter Schier Dohna wegen Nöthigung, Bedrohung 2c. 20. Magdeburg. Genosse Pistorius wegen Berübung groben Unfugs 50 M. Geldstrafe. Dresden. Wegen Verstoßes gegen das Vereinsgesetz Bauarbeiter Hennad 20 M. Geldstrafe. Wegen Vergehens gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung Genosse Glanzmann 2 Wochen Gefängniß. 23. Königsberg. Mit einer Zusatzstrafe Genoffe Statutt wegen Ministerbeleidigung 2 Monate Gefängniß. 24. Gera. 30 M. Geldstrafe Genosse Leven wegen Beleidigung eines Gutsbesitzers. " Berlin. Kupferschmied Wittetopf wegen Verstoßes gegen das Vereinsgesetz 3 M. Geldstrafe. 27. Altenburg. Genosse Kahnt wegen Beleidigung eines Werkmeisters 3 Wochen Gefängniß. 28. München. 50 m. Geldstrafe Genosse Schmid wegen Beleidigung eines Schlossermeisters. Dresden. Wegen Beleidigung der Polizeibehörde in Meißen Genosse Beyer 75 M. Geldstrafe. 29. Chemnitz. 5 Tage Haft Genoffe Krüger Silbersdorf wegen Beleidigung des Gemeinderaths. 30. Hamburg. Genoffin Steinbach wegen Beleidigung eines Bäckermeisters 1 Monat Gefängniß. " Die Forderungen der Kläger J. und S. erkannte Herr Wippen Andererseits machen sich natürlich die Hausbesitzer in dem auf den Wunsch des Gewerberichters Meier an, so daß leider auch fanalifirten Theile Charlottenburgs die Situation zu nuke, und in ihren Fällen die prinzipielle Entscheidung vermieden wurde. treiben in ihrer Weise ebenfalls eine Spekulation, die dem Miether Der Kampf um die Neute. Der Bergarbeiter Stehr war in Hier sind es namentlich die großen einem Kohlen- Bergwert, während er in Ausübung seiner Arbeit bes große Kosten verursacht. Banten, die die Noth der Einwohner ausbeuten und die in ihrem griffen war, am Kopf und am rechten Oberschenkel derartig verlegt Besiz befindlichen Wohnungen möglichst thener vermiethen. worden, daß er sofort in ein Krankenhaus gebracht werden mußte. Spekulation hier und Spekulation da, und das Opferthier, das Die Verlegung am Kopfe war schon nach einigen Tagen ärztlicher die Kosten dieser gegenseitigen Spekulation zu tragen hat, ist die Behandlung beseitigt, dagegen mußte das rechte Bein amputirt werden. Einwohnerschaft. Stehr mußte noch einige Wochen im Krankenhause bleiben und wurde Daß die Charlottenburger Hauspascha's sich in dem Gefühl ihrer dann entlassen, nachdem für das rechte Bein ein Stelzfuß hergestellt Allmacht gegen jeden Vortheil ſträuben, der den Miethern irgendwie worden und dem Arbeiter zur Verfügung gestellt war. Der Stelzenerwachsen tann, sei nur nebenbei zur Vervollständigung des Gesammt fuß paßte aber nicht genau zu dem Stumpf des Oberschenkels, so bildes erwähnt. Erst vor wenigen Tagen hat z. B. der Haus- und daß die Wunde beim Tragen des Stelzfußes wieder aufbrach. Grundbesizervein von 1895 sich gegen eine Beaufsichtigung der Stehr meldete den Aufbruch der Wunde sofort einem Arzte; es Wohnungen, wie sie in Hessen, Hamburg und anderen Staaten wurde aber eine eigenmächtige, unvorsichtige Behandlung des Fußes beschlossen ist und jetzt vom preußischen Finanzminister geplant wird, vom Arzte angenommen. Der Sekretär der fraglichen Berufsa auf das Entschiedenste verwahrt, da für Charlottenburg eine staat genossenschaft wurde nach furzer Zeit in die Wohnung des Berletzten liche Beaufsichtigung nicht nothwendig fei. Das Manöver ist nur allzu durchsichtig, die Herren wijsen eben, daß sich bei gefchidt, um seinen Zustand zu beobachten. einer gewissenhaften staatlichen Beaufsichtigung erhebliche Mißstände ergeben, fie scheuen das Licht der Deffentlichkeit und wollen des halb in ihrem eigenen Jutereffe nichts von einer solchen Maßregel Der Verlegte bestritt, daß er sich mit Hilfe des Holzbeines leicht Das Hauptmittel zur Abhilfe der Wohnungsnoth ist und bleibt bewegen könne und behauptete, daß ihm die Bewegung mit dem au geschnallten Stelzfuß heftige Schmerzen verursache. die Erschließung des Nordwestens der Stadt. Der Die Kosten für die gesammte ärztliche Behandlung des Ver Magistrat und die Stadtverordneten- Verwaltung haben die Pflicht, letzten übernahm die Berufsgenossenschaft. Nur über die Höhe mit aller Energie hierauf zu drängen. Thun fie es nicht, fo der zu gewährenden Unfallrente fonnte zwischen den Parteien eine befördern fie die Geschäfte gewiffenloser Spekulanten, fie Einigung nicht erzielt werden; der Arbeiter verlangte die bolle verlegen also den obersten Grundsatz, den eine Stadtverwaltung Rente, während die Berufsgenossenschaft nur die halbe Rente zahlen zu befolgen hat, die Wahrnehmung der Interessen der Gesammtheit. wollte. Das Schiedsgericht verurtheilte die Berufsgenossenschaft, Oder sollten die Herren vielleicht fürchten, daß sich in jenen Stadt- nachdem mehrere ärztliche Gutachten eingefordert waren, gur theil eine seßhafte Arbeiterbevölkerung niederlassen könnte, die der Zahlung der vollen Rente. Die Berufsgenossenschaft legte hiergegen Stadt den Charafter einer Beamtenstadt nimmt? Dann würde der Returs ein, welcher jedoch vom Reichs- Versicherungsamt als uns Vorwurf, den wir gegen sie erheben, ein noch schlimmerer sein, denn begründet zurückgewiesen wurde. Es wurde ausgesprochen, daß die Forst. 6 Wochen Gefängniß Genoffe 8appay wegen Be- wissen. leidigung mehrerer Gutsbesizer. 31. Halle. Wegen Anstiftung zur Körperverlegung der Former Biegler 6 Monate Gefängniß. Fürth. Genosse Gärtner Nürnberg wegen Verübung groben Unfugs 100 M. Geldstrafe. Insgesammt wurde erkannt auf 8 Jahre, 2 Monate und 4 Tage Gefängniß und 1154 M. Geldstrafe. Berlin, den 6. Februar 1899. Der Parteivorstand. Hierbei stellte der Sekretär fest, daß der Arbeiter mit dem Stelzen fuß im Simmer gehen und langsam von einer zur anderen Stelle fich bewegen konnte. Die Wohnungsnoth in Charlottenburg. dann würde sie das Wohl der Stadt politischen Erwägungen hintan Berufsgenossenschaft verpflichtet sei, dem Verlegten so lange die volle Unternehmer- Derbände. Rente zu zahlen, bis ihm ein passendes Stelzenbein nachgeliefert werde. Erst dann könne die Rente herabgesetzt werden, wenn Kläger mit dem neuen Holzbein einen Theil seiner Erwerbsfähigkeit wieder erlange. Witterungsübersicht vom 8. Februar 1899, Morgens 8 Uhr. Eine der Fragen, die die Einwohner Charlottenburgs augenblicklich am meisten bewegt, ist die steigende Wohnungsnoth. Alle Klassen der Bevölkerung, sowohl die Arbeiterklasse im engeren Sinne, als auch der Mittelstand und die niederen Beamten, ja selbst die Wohlhabenden und Reichen haben unter dieser Kalamität zu Rheinisch- westfälisches Roheisen- Syndikat. Obgleich das leiden. Nach einer Mittheilung des Magistrats an die Stadt Rheinisch- westfälische Roheisen Syndikat, wie bereits früher ge verordneten- Versammlung bezieht sich die Wohnungsnoth nicht etwa meldet wurde, bedeutende Mengen von Aufträgen an das Lugem auf die kleinen Wohnungen allein, sondern auch an großen burger und Siegerländer Synditat abgegeben hat, ist dasselbe, der Wohnungen ist das Angebot von 1895 bis 1896 um mehr als 6 pet. Köln. 8tg." zufolge, immer noch so außerordentlich reichlich mit gesunken. Im August des vorigen Jahres standen mur 71 Kleine Aufträgen versehen, daß dieselben kaum noch unterzubringen sind. Stationen Wohnungen leer, wobei unter fleinen Wohnungen sogar einzelne Infolgedessen werden selbst für das legte Viertel des laufenden Zimmer ohne Küche zu verstehen sind. Wie groß die Noth Jahres Aufträge nur noch mit dem ausdrücklichen Vorbehalt an ist, ergiebt sich daraus, daß die Stadt sich bereits dazu genommen, daß die am Syndikat betheiligten Werke zur Lieferung entschlossen hat, die Cholerabaracken zur Unterbringung der Obdachimstande find. Für die erste Hälfte des laufenden Jahres trifft Swinemde. 756 O Losen einzurichten ein Aushilfsmittel, das gewiß von keinem Ein- diese Voraussetzung schon längst nicht mehr zu, so daß hierfür keine Berlin fichtigen gebilligt werden wird. Aufträge mehr untergebracht werden können. In ganz ähnlicher Wiesbaden Weise sind auch das Luxemburger und das Siegerländer Syndikat München mit Aufträgen versehen. 1 Nach einer von privater Seite veranstalteten Enquete waren von 149 von Gemeindebeamten bewohnten Wohnungen 107 seit dem 1. April gesteigert worden, und zwar durchschnittlich um 17 pet. des bisherigen Miethspreises. Auch die königlichen Beamten, namentlich die Schuyleute, erheben laute Klagen darüber, daß die jetzigen Wohnungsgeldzuschüsse in keiner Weise mehr ausreichen. Vorschriften des deutschen Walzdrahts- Syndikates. Die Kölnische Boltszeitung" macht aus dem Statut dieses Unternehmerverbandes einige Mittheilungen, die beweisen, mit welchen Mitteln Hamburg Wien Barometer stand mm Wind richtung Windstärke Wetter Temp. n. G. 5° G.= 4° R. Stationen BarometerWindftand mm richtung Windstärke 2Schnee- 2 Saparanda 757 SM 755 WSW 1 Nebel 756 SW 758 NO 761 SM 2 bedeckt 2 bedeckt 5 Regen 2 bedeckt 4 Petersburg 4 Cort 4 Aberdeen 4 Paris 0 Wetter Temp. u. G. 15° 6.= 1° R. 2616. bed.- 23 4 Regen 8 5 bedeckt 738 S 742 SO 757 SSW 3 5lb. bed. 609 761 S Wetter Prognose für Donnerstag, den 9. Februar 1899. Mild und vorherrschend wolkig mit leichten Regenfällen und mäßigen südwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau Für den Juhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Thraker. Donnerstag, 9. februar. Opernhaus. Die weiße Dame. Anfang 7 Uhr. Schauspielhans. Auf der Sonnenfeite. Anfang 72 Uhr. Deutsches. Die drei Reiherfedern. Anfang 72 Uhr. Leffing. Die guten Freundinnen. Anfang 7 1hr. Berliner. 7 Uhr. Das Erbe. Anfang Urania Alcazar- Theater Taubenstrasse 48/49. Im Theater: Das Land der Fjorde. Im Hörsaal: Oberleutn. Wensky: ,, Klondyke! Meine Reise ins neue Goldland. Invalidenstr. 57/62: Tägl. Sternwarte. Nachmittags täglich 5-10 Uhr. Residenz. Der Schlafwagen Ston Passage- Panopticum. trolleur. Vorher: Zum Einsiedler. Anfang 72 Uhr. Neues. Kraft. Anfang 71/2 Uhr. Metropol. Die feinen Michu's. 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" Die kleinen Michu's."( Major Gastspiel Emil Thomas Rigaud: Wilhelm Bauer.) Schiddebold's Engel. Bosse mit Gesang in 4 Atten von 2. Mannstädt. Musik von demselben. Rouplets von Alfred Bender. Anfang 72 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Central Thraker Direktion: José Ferenczy. Die Puppe( La Poupée) Operette in 3 Atten und einem Vorspiel von Ordonneau und Sturgeß. Musit von Ed. Andrau. Morgen und folgende Tage: Die Puppe( La Poupée). Sonntag Nacht. 3 Uhr zu halben Preisen: Der Zigeunerbaron. Luisen- Theater 34. Reichenbergerstraße 31. Abends 8 Uhr: Othello, der Mohr von Benedig Freitag: Die bezähmte Widerspänstige. Sonnabend Nachmittag 3 Uhr: Schüler- Vorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen. Maria Stuart. Abends 8 Uhr: Um's liebe Geld. Sonntag, Nachm. 3 Uhr: Volks- Vorstellung zu kleinen Preisen. Sean oder Genie u. Leidenschaft Abends 8 Uhr: Wildes Blut. Hierauf: All Heil! Olympia Spezialitäten- Theater Karlstr.( Circus Renz) Karlstr. Großartiges Spezialitäten- Programm mit Strohschneider. Sonnabend, den 11. Februar: Dritter großer Maskenbal. Sonntag Nachmt.: Dornröschen. Circus Renz- Riesen- Tunnel. Direktion: J. M. Hütt. Täglich: Grosses Konzert u. SpezialitätenVorstellung mit ftets. wechselndem Programm. Neue Bilderserie des Micrograph etc. Anfang 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Feen- Palast- R Theater Burgstr. 22. Burgstr. 22. Das neue großartige Februar Programm. Neu! = Berliner Neu! Konfektioneusen. Gesangsposse von W. Geride. Rieberg aus Kalau: Direktor Fröbel. Durchweg nene Spezialitäten. Felicitas Truppe. Beo Ba. Gebrüder Alfredo. Osadasan. Roberty Trio. Teo Pilotti. Marietta Berndt. Helene Voss. Lebende Photographien, das Jnteressanteste der Neuzeit. Anfang 7/2, Sonntags 6 Uhr. Billet- Borv. Vorut. v. 11-1 Uhr. Apollo- Theater. Concerthaus Direktion E. Waldmann. Sechster Abend: Madame Yvette Guilbert. Ferner: The black Troubadours Mr. Segommer Geschw. Alexia. Anfang 7 Uhr. Vorverkauf an der Theaterkasse von 10-1 Uhr u. belm ,, Künstlerdank", Unter den Linden 69. Reichshallen. Leipzigerstr. No. 48. Täglich: Heffmann's Quartett. Humoristen Heute Donnerstag: Versprechen hinterm Herd. Freitag: Heinrich Heine. Sonnabend: Guten Morgen Herr Fischer. Dienstag, den 14. Februar: Fastnachts- Soirée und Ball vom Tyll Eulenspiegel. Moabiter Gesellschaftshaus, IF Alt- Moabit 80-81. Jeden Sonntag: Ball. Anfang 4 hr. Jeden Mittwoch: Achtung! Genossinnen und Genossen! Donnerstag, 9. Februar, Abends 8 Uhr, im Saal der Arends'schen Brauerei( Moabit), Turmstr. 26-27: Volksversammlung. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Reichstags- Abgeordneten Kaden über: Die neue Militärvorlage und das Friedensmanifest des Baren. 2. Diskussion. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Achtung! Allen Freunden und Bekannten bie traurige Nachricht, daß meine liebe Frau Hulda, geb. Leonhardt, am Dienstag Nachmittag 4 Uhr im Alter von 31 Jahren von ihren schweren Leiden erlöst wurde. Die Beerdigung findet am Freitag Nachmittag 3 Uhr vom Trauerhause, Badstr. 17, nach 6596 dem Baulskirchhof statt. Im Namen der Hinterbliebenen. H. Körnig, Handschuhmacher. Nachruf. Am Sonntag, den 5. Febr., Vorm. 10 Uhr, entschlief sanft der Dirigent der Gesangvereine, Olympia"," Sieder: Tuft I", St. Urban"" Siemens u. Halste"," Arion", Achtung! Herr Wilhelm Giehler. Küchenmöbel- Tischler. Derselbe war ein von allen brüdern stets geachteter und liebeDonnerstag, den 9. Februar, bei Mann, Straußbergerstraße 3: voller Lehrer. Versammlung der Küchenmöbel- Tischler Berlins n. Umg. Tages Ordnung: Der Streit bei der Firma Carl Lutze in Adlershof. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Sonnabend, den 11. Februar, in der Schloßbrauerei Schöneberg, Zahlstelle Schöneberg. Hauptstr. 111-112: 77/12 Großer Wiener Maskenball. Aufang 8 Uhr. Das Komitee. ( Zahlstelle anges 6726 Möge ihm die Erde leicht sein. NB. Sangesbrüder, welche sich an einer Kranzniederlegung betheiligen wollen, treffen fich Sonntag Vorm. 10 Uhr in Westend, Birkenwäldchen. J. A.: Hübner, Wilhelmstr. 134. Vereine. Germaniabrauerei- Ausschank Mühlenstrasse 50a. Großes Vereinszimmer noch einige Tage in der Woche frei. Bairisch- Bier- Ausschank. Biter 10 Bf.,% Liter 5 Pi. Vereinszimmer einige Tage au mit Piano ist noch Verband der Fabrik-, Land-, Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Berlin.) welche heute Donnerstag im Stolberger Salon stattfinden sollte, Umstände Den Mitgliedern zur Nachricht, daß die Mitglieder- Verfammlung, bergeben. 6645 halber nicht stattfindet. Nächste Woche findet eine öffentliche Vereinszimmer straße Nr. 111. Versammlung in obigem Lokal statt. 64/3 Der Bevollmächtigte. Männer- Vortrag. Freitag, 10. Februar, 8 Uhr, in Nieft's Saal, Weberstr. 17. Praktischer Naturheilkundiger Grundmann über: Syphilis. Der Vortrag wird an Lichtbildern erklärt und ist für jeden Mann sehr wichtig. Für 20 Pf. Eintritt eine Broschüre. Naturheilverein Zentrum, Magazinstraße 17. Sprechzt. 11-2. 6-8. Sonntags 11-12. Zentral- Kranken- und Sterbekasse der Tischler ( Hamburg). Filiale Berlin C. 182/2 Sonnabend, 11. Februar, in Habel's Festfälen, Bergmannstr. 5-7: Großer Wiener Maskenball Eintritt 50 arrangirt von den Mitgliedern. Anfang 81/2 Uhr. Der Ueberschuß wird für unsere Jnvaliden verwandt. Das Vergnügungskomitee. Fernsprecher: Amt IV. 447. Einsegnungs- Anzüge in Tuch, Satin, Diagonal- und covercoats- Stoffen, 12-27 M. M. 1 und 2 reihig Schneider- Dresdenerstr. 4 Schulmeister, Schneidermeister, Bitte genau auf die Firma zu achten. Schonung der Pferde Sicheres Fahren u. Reiten aufglatten Wegen( Eis, Schnee, Asphalt, Holz etc.) kann nur erreicht werden durch Benutzung der aut Kottb. Th. Hufeisen- H- Stollen( Patent Nenss) Stets scharf! Kronentritt unmöglich! 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