Redaktion und Verwaltung Drag, I., Nefazanta 1& Telephone Legesredattion: 26795, 31469. Nachtredaktion: 26792 Doftfchedamt: 57544 Inferate werden laut Tarif billigst berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 11. Jahrgang. Einzelnummer 1 Krone. XX 1177 Sozialdemokrat Sozialen Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpatter in der Tschechoslowakischen Republit. Unternehmeroffensive. Aachen, 31. Dezember. Die Arbeitgeber der hiesigen Textilindustrie haben die gemeinDonnerstag, 1. Jänner 1931. Archiv Bonn Bezugs Bedingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bel Bezug durch die Bost: monatlich.... Kě 16.oierteljährlich 48.halbjährig 96.192.ganzjährig Rüdstellung von Manustripten erfolgt nur bei EinYendung der Retourmarten. Demo Bibliothek Gricheint mit Ausnahme des Montag täglich frilh Nr. 1. Jahresende/ Schicksalswende? iame Vereinbarung mit den Textilarbeiter- Mit einer Rohbilang von 15 Millionen aussichtlich wird das neue Jahr auch in Staatsmann, fapitalistische Rezepte zur HeiGewerkschaften und die dazugehörigen Lohn- Arbeitslosen und der stolzen Aussicht, den England Neuwahlen und möglicherweise lung der schweren Wirtschaftsschäden empfeh tarife vom 20. März 1928 gekündigt. Der Reforden von Sport und Technik in Bälde den einen Erfolg der Konservativen bringen len, die wir längst als organische Leiden dieallen Arbeitgeberverband verlangt eine Lohnherab- bschuß der Weltraumrakete folgen zu lassen, für die europäische Verständigung, für die fer Wirtschaft erkannt haben?! Aus damit der Kosmos nicht ohne Kunde von un- Abrüstung, für die Tilgung der Kriegsschul- Kreisen, die noch vor zwei Jahren auf die setzung bis um 15 Prozent. jeren Großtaten bleibe, schließen wir das Jahr den feine erfreuliche Chance! freie Konkurrenz und die Dynamik des Kapi1930, das Jahr der größten und weltunifaj- Allerorten sind folgenschwere Ereignisse, talismus geschworen haben, der uns uns von Leipzig, 31. Dezember. Im sächsischen senden Wirtschaftskrise, die freilich zu diesem vielleicht Ueberraschungen zu erwarten. Die Fortschritt zu Fortschritt führe, ertönt jetzt der Steinkohlenbergbau wurde folgender Schieds- Zeitpunkt vielleicht noch nicht ihren Höhepunkt Sowjetunion tritt mit jedem weiteren Ruf nach Wirtschaftsplänen, nach spruch gefällt, zu dem sich die Parteien bis erreicht hat. Was haben wir von dem kom- Jahre des Fünfjahrplans in eine immer staatlichen Eingriffen in die Wirtschaft, nach 5. Jänner mittags zu äußern haben. Die Lohn menden Jahr zu erwarten, gibt es aus der fritischere, fieberhafte, entscheidungsschwangere planmäßigem, behördlich geleitetem Preisabordnung für den sächsischen Steinkohlenbergbau verzweifelten Lage einen Ausblick in bessere Situation. Die völlige Liquidation des Otto- bau, nach großzügigen Zollsystemen, Monopo= bont 1. Juni 1929 wird über den 31. Dezember Zeiten, wissen wir einen Ausweg aus der er- ber", die Beseitigung aller alten Parteileute len und Syndikaten. Planmäßig und unter 1930 hinaus mit der Maßgabe verlängert, daß stidenden Enge? durch den Diktator Stalin verbunden mit der Staafskontrolle stellt Deutschland seinen die Grundlöhne um 6 Prozent herabgefeht Es fehlt nicht an gewissen Anzeichen drückenden Waren- Not und der Gärung des Ackerbau von der Roggen auf die Weizenprodafür, daß 1931 ein Jahr ernster Ent flachen Landes schafft in Rußland einen duktion um, Monopole sollen der österreichischeidungen, ein Jahr möglich er fruchtbaren Nährboden. der Unzufriedenheit. schen, der tschechoslowakischen Landwirtschaft Wuppertal( Rheinprovinz), 31. Dezember. Wendepunkte in der Entwicklung minde Zwischen Rußland und der europäischen Mitte helfen, öffentliche Bauten, Milliardenaufträge Der Verband der Arbeitgeber im bergischen stens Europas sein wird. Die Abrüstungs- liegt der Gürtel der Baltikum- und Balfant- für die Wirtschaft aus öffentlichen KassenüberIndustriegebiet hat das Gehaltsabkommen für tonferenz, die in Genf zusammentreten staaten, die teils schon fascistisch sind wie schüssen, Anleihen, Steuereinnahmen sollen in die kaufmännischen und technischen Angestellten wird, vermag nach allen Erfahrungen der letz- Litauen, Bolen, Ungarn, Bulgarien, Jugo- England, Deutschland, Frankreich, Desterreich, zum 28. Feber 1931 gekündigt. Ebenso wurden ten Jahre ins uns kaum Illusionen zu er slawien, Albanien, teils wie Finnland, Esth- bei uns, die Wirtschaft ,, ankurbeln". Ohne das vom Arbeitgeberverband des Handels jowie vom Industrieverband für Velbert die Gehalts- wecken. Dennoch wird sie ein Prüfstein für land, Lettland, Rumänien ein Gebiet starter soziale Versicherungswesen, das der Kapitalisden Lebenswillen der abendländischen Völker Spannungen darstellen. Von Italien her mis immer als störenden Eingriff empfunden ablommen zum 31. Jänner gekündigt. sein. Nur wenn es gelingt, wenigstens Wege droht gerade mit wachsender Wirtschaftsnot hat, das seine Vertreter vielfach noch heute als der Abrüstung zu weisen, der europäischen und steigenden innerpolitischen Schwierigtei soziale Last" ablehnen, hätte diese WirtschaftsPolitik die Tendenz zur Entmilitarisierung zu ten des Fascismus dem übrigen Europa ernste frise längst in Anarchie geendet. werden. Wie England seine Arbeitslosen unterstützt. Ein recht herzliches Profit Neujahr entbietet allen Lesern, Abonnenten, Berschleißern, Kolporteuren, Inferenten und Freunden Die Verwaltung und Redaktion. Die Demokratie bedarf, das ist das deutliche, nicht zu überhörende Gebot der Stunde, ihrer Erfüllung mit fozia= Iem Geist und sozialem Gehalt, ichem Geist und sozialistischem Gehalt! Getragen von den Arbeitermassen Europas, von den acht Millionen Broletariern, die in den freien Gewerkschaften organisiert sind, den Millionenmassen sozialistischer Parteiganger und Wähler in Frankreich, Deutschland und England wird die Demokratie als Instrument des proletarischen Befreiungskampfes, als politische Form der wirtschaftlich sozialen London, 30. Dezember. Bei der heutigen zweiten öffentlichen Sitzung der von der Regierung eingefeßten Kommission zur Untersuchung der Arbeitslosenversicherungsfrage wurde wieder ber fieffuerethe Spisetide See Arbeitet ministeriums, G. Price, dent die Arbeitslosenversicherungsabteilung untersteht, vernommen. Nach seinen Bekundungen erhält ein Arbeiter mit Frau und vier Stindern 34 Schilling pro Woche Unterstützung. Es sei möglich, daß Arbeitsloje bis zu zwei Pfund wöchentlich belämen. Zwischen dem Unterstützungsbetrag und der Höhe des letzten von dem Unterstüßten bezogenen Lohnes bestehe feine Relation. Es jei denkbar, daß ein Arbeiter, der 35 Schilling Wochenlohnt bezogen hat, einen Unterſtützungsbetrag empfinge, der höher liegt als 35 Schilling, jo- geben, können wir auf eine Besserung unserer| Kriegsgefahr. Wir bilanzieren als Ergebnis Emanzipation sich im Kampie mit dem fern er eine entsprechende Anzahl von Kindern Wirtschaftslage, auf eine Beruhigung des der furchtbaren Wirtschaftsfrise von 1930 fascistischen, diftatorisch abfolutistischen Prinhätte. Die Erklärung dafür, daß die ausgezahltontinente und auf einen dauerhaften Frie ernste politische Gefahren und für 1931 die zip zu messen haben. ten Beträge nicht im Verhältnis zum Lohn den rechnen. Endet die Abrüstungskonferen; Erwartung verhängnisvoller Geschehnisse. Wer sollte die Abrüstung der europäischen stünden, liege darin, daß die eingezahlten Sum- aber mit einem völligen Bankrott, mit dem Stalin hat richtig prophezeit, wenn er vor Völker durchsetzen, wenn nicht der demokratische men ebenfalls nicht variabel seien. schlecht verhüllten Bekenntnis zu weiterem Jahr und Tag schon als Folge der Strise eine| Sozialismus? Wer soll die Zollmauerit nieWettrüsten, dann werden die Völker Europas Erschütterung der europäischen Gesellschafts- derlegen, die Kartelle drosseln, der Wirtschaft nicht nur ihre wirtschaftliche Kraft an unpro- und Staatenordnung mit dem Zentrum in die Fesseln öffentlicher Kontrolle anlegen und Prag, 31. Dezember. Der rumänische Mei duktive Rüstungen dermaßen verschwenden, Deutschland voraussagte; aber er hat falsch sie in den Dienst der Allgemeinheit stellen als nisterpräsident Mironescu nahm heute auf der daß an eine Besserung der wirtschaftlichen geurteilt und schief gesehen, wenn er sich ein der demokratisch organisierte, alle Kräfte der Durchreise von Bufarest nach der Schweiz in Situation nicht zu denken ist, sondern sie be bildete, daß aus dem entfesselten Chaos die Massen entbindende Sozialismus? Und wer Breßburg einen turzen Aufenthalt. Zu seiner reiten dann auch den nächsten Krieg vor, der bolichemistische Selte als Sieger hervorgehen soll geistig das Erbe des Liberalismus antreBegrüßung fand sich aus Brag Außenminister nur mit der Vernichtung der gesamten Stul- fönnte. Das eine sehen wir heute klar vor ten, ihn überwinden und doch seine ErrungenDr. Beneš cin. Beide Minister fonferierten tur des Abendlandes enden, nur den Unter- uns: cs geht nirgends in Europa um schaften bewahren, wer soll und wer kann die über laufende, beide Staaten interessierende Fragen. Ministerpräsident Mironescu reiste gang Europas, seiner Nationen, seiner Staa- Bolsche wismus oder Fascismus, neue Geistigkeit eines neuen Europa bestimDemokratie men, als der Sozialismus, der den Arbeitenheute nachmittags nach Wien ab, von wo er die ten und seiner Zivilisation bedeuten kann. sondern überall um Reise nach der Schweiz fortjeßen wird. Aber nicht nur vor dem europäischen Fo- oder Fascismus. Nur wenn sich die den, aus deren Händen die Güter kommen, rum in Genf, sondern in jedem einzelnen Demokratie behauptet, ist der Fascismus abzu den Zutritt zu dem Genuß der Kulturgüter Der Kampf um die Abgabenteilung. Staate stehen in nächster Zeit wichtige Fragen wehren; fällt sie vielleicht unter dem geöffnet, der aus dem Geiste der Gemeinschaft Wien, 31. Dezember.( AN.) Die Wirksam zur Entscheidung. In Deutschland beginnt meinsamen Ansturm von Nationalsozialisten eine neue Idee der Freiheit erstehen läßt? keit der vom Wiener Lanidag beschlossenen Erich der Sieg der fascistischen Reaktion vom und Stalinisten so gibt es mir einen Sieg: Daß der Sozialismus die letzte große Menschheitshoffnung, der einzige Weg ins Freie und mäßigung einiger Landesabgaben läuft heute 14. September geistig auszuwirken. Auf die den Fascismus. ab. Bisher wurde die Ermäßigung nicht ver- dezimierten Parteien der Bourgeoisie übt das Zusammenkunft Benes- Mironescu. Aber wir wissen an dieser Zeitwende auch, in eine lichte Zukunft ist, das hat sich in dielängert, weil die Landesregierung von Wien erst reaktionäre Kraftzentrum Sitlers wachsende daß die nebelhafte Demokratie als Idee, als sem Krisenjahr mit seinem geistigen und ökodas Ergebnis der Abgabenteilung abwarten muß. Anziehungskraft aus. Die deutsche Volkspar- formales Prinzip, als jeelenlose Verfassungs- nomischen Bankrott des Kapitalismus deutDie Nichtverlängerung wirft sich zuerst bei der tei ist drauf und dran, das Erbe Stresemanns dekoration nicht mehr leben kann. Das Zeitlicher als je gezeigt. Zeugt doch selbst der trauStraftwagenabgabe aus, die für den zu liquidieren, Curtius fallen zu lassen und alter des bürgerlichen Liberalismus und der rige Umstand, daß der Gegner in der Maste Monat Jänner im vollen Ausmaß von 150 mit General Seedt an der Spitze in die Hit- bürgerlichen Demokratie ist endgültig beschlos eines zusammengestohlenen und verlogenen Schilling für jede Steuer- Pferdejtärke zu bezahlerfront einzuschwenken. Noch schwankt das sen. Nicht so sehr der rapide Verfall aller Schein sozialismus aufmarschiert, daß len sein wird. Zentrum zwischen links und rechts, aber die liberalen Parteien in Europa als der Zusam- alle darum geizen, sich mit dem einst verfemnächsten Monate schon müssen die Entschei- menbruch der Ideologien des Liberalismus ten Wort zu schmücken, für die gewaltige Joffres Kampf gegen den Zod. dung über Deutschlands Schicksal bringen. und das absolute Versagen seiner wirtschaft Werbefraft, die von der Botschaft des SoziaParis, 31. Dezember. Das Befinden des Von der Erhaltung oder Gefährdung der lichen, fapitalistischen Seilslehren signalisiert lismus ausgeht, für die sieghafte Straft der Marschalls Joffre hat sich nach Mitternacht er gegenwärtigen Staatsform in Deutschland der Welt das Ende einer ökonomischen, poli- Idee, deren Künder und Verfechter wir sind. Jede Jahreswende kann zur Schicksalsheblich verschlimmert. Alle vier den Stranken be- hängt aber für ganz Europa sehr viel ab. tischen und geistigen Epoche, die vor just hunhandelnden Aerzte wurden telephonisch berufen. Alle Nachbarstaaten Deutschlands würden dert Jahren ihren Siegeszug begann und nun wende werden, wenn die Menschen bewußt und Einer von ihnen erklärte, Journalisten gegen durch einen Umsturz im Reiche erschüttert, die am Ende ist. Mit ungeheurer Vehemen; hat die hoffnungsfreudig ihr Schicksal selbst zu wenden über um 5 Uhr früh:„ Das Herz wird immer außenpolitischen Grundlinien der europäischen Wirtschaftskrise den lebten Fled fapitalistischen und neuzugestalten unternehmen. Diese Jahschwächer, die Statastrophe ist nur die Frage voit Mächte empfindlich gestört, das Werk von Lo- Wirtschaftsbodens erfaßt und auch das Bara reswende kann es in besonderem Maße ver einigen Stunden." Der„ Matin" verzeichnet folgende Erklärung carno, die Ergebnisse der Verständigungspoli- dies des Kapitalismus, das krisenlose Ame- den, wenn das internationale Protif ernstlich in Frage gestellt. Frankreich, rifa, in ihren Wirbel einbezogen. In alle letariat bei den kommenden Entscheiduneines der behandelnden Aerzte: „ Noch nie habe ich das Herz eines Menschen das nach dem Sturz Tardieus cher Reigung Winde zerstoben sind die Hoffnungen und gen dem Ansturm des Fascismus einen solchen Widerstand leisten gesehen, wie das zu einer Linksorientierung zeigt, würde einen Pläne der Fordisten, die krisenlose Wirtschaft trot and den Gedanken des Sozia Serz des Marschalls Joffre. Es ist das einzige deutschen Rechtsputsch wahrscheinlich ebenfalls auf kapitalistischer Basis einzurichten. Wo in lis mus in seiner ganzen Größe in den Annalen der medizinischen Wissenschaft!" mit einem Ruck nach rechts beantworten. Bor- faller Welt würde heute noch ein Defonom, ein und Reinheit bewahrt! Seite 2. Das organisierte Chaos. Von Franz Rehwald. Donnerstag, 1. Jänner 1931 Nr. 1 vereinbarten Schlüssel aufzuteilen. Jeder gekehrten Weg der Krise. Während die Krise nicht völlig ausgenügte Betrieb erhöht aber den aus der Disproportionalität der Produkrelativen Anteil der fixen Kosten am einzelnen tionsmittelindustrien entspringt und Produkt. Die Erhaltung überholter Produk- sich auf die übrigen Zweige der Wirtschaft übertionsanlagen durch das Kartell erfordert ande- trägt, beginnt die Ankurbelung der Wirtschaft Das tapitalistische Wirtschaftssystem erlebt wirtschaft ergriffen. Aber die Rationalisierung rerseits so hohe Preise, daß die Verzinsung und bei jenen Industrien, die die Güter des täglichen seine erste normale Krise nach dem Welt- der Erzeugung mußte über kurz oder lang zum Amortisation für solche Betriebe nebst dem üb- Verbrauches der Menschen herstellen. Aber ge frieg. Außerwirtschaftliche Ursachen Stillstand kommen. Die Ausschaltung von Mil- lichen Durchschnittsprofit gedeckt werden können. rade von einer Steigerung des Massenkonsums haben bei der Entstehung der Weltwirtschafts- lionen Menschen aus der Produktion in Die unausbleibliche Folge dieser Ueberkapitali durch Preisreduktionen wollen die Kartelle trise nur eine sekundäre Rolle gespielt. Die Deutschland wurden seit dem Jahre 1925 bis fierung ist die rücksichtslose Ausnüßung jeder nichts wissen. Die rein privatwirtschaftliche Bea Weltwirtschaft im Krieg in ihren Beziehun 1930 allein 1.5 Millionen Menschen durch die Gewinnchance durch das Startell, vor allem die trachtung der Wirtschaft erblickt im Einkommen gen und Wechselwirkungen gestört hat sich in Rationalisierung aus der Produktion geworfen rücksichtslose Ausbeutung des zollgeschützten In der Arbeiter und Angestellten, also im Lohn, den letzten zehn Jahren, besonders aber nach der die Erschöpfung des Kapitalmarktes und landsmarktes, während die überschüssige, auf nur einen Faktor der Kalkulation und KostenStabilisierung der Währungen in den am Krieg nicht zuletzt die allgemeine Einführung dem inländischen Markte nicht mehr absehbare bildung und übersicht dabei seine volkswirtbeteiligten Staaten, auf raumwirtschaftlich rationeller Produktions- und Arbeitsmethoden Produktion zu Dumpingpreisen den Weg auf schaftliche Funktion im Verteilungsprozeß. Da breiterer Basis und strutturell ge- haben dieser Entwicklung Grenzen gesetzt. Die den Weltmarkt nimmt. Nur so ist auch zu er her erscheint dem Unternehmer und dem Kartell wandelt wieder zu einer Einheit geformt. durch die Rationalisierung bedingte überaus klären, daß die Verbilligung der Produktion jede Preisherabsetzung nur dann erträglich, Diese strukturellen Wandlungen und die raum- gute Prosperität der Schlüsselindustrien hat die durch die Rationalisierung dem Konsum in der wenn parallel mit ihr oder ihr voraus eine ent wirtschaftliche Ausdehnung bilden Elemente der Gewinne und Dividenden ihrer Unternehmun Form von Preisreduktionen noch nicht zugute sprechende Herabsetzung der Löhne geht. Aber herrschenden Wirtschaftskrise, ihre unmittelbare gen im Zusammenhang mit dem Preisdiktate gekommen ist. Die Kartelle tragen durch ihre gerade dadurch, daß die Preisherabiehung abund einzige Ursache sind sie nicht. Bei aller der Kartelle über den Durchschnitt erhöht und Preispolitik dazu bei, die Wirtschaftskrise zu hängig gemacht wird von einer Herabschung Anerkennung und Würdigung der kapitalistischen dadurch immer wieder zu neuen Investitionen verlängern, indem sie den notwendigen der Löhne bezw. der Kaufkraft, geht der beabExpansion während des Krieges und in den und Betriebserweiterungen verlockt. Das auto- Ausgleich zwischen der Produktionsmittel- und sichtigte Anreiz zur Konsumsteigerung im Inersten Jahren nach dem Zusammenbruch darf matische Nachlassen und der folgende Stillstand Verbrauchsgütererzeugung, also die Rück bil- land verloren. Daraus ergibt sich, daß in der nicht übersehen werden, daß nicht jede räumliche der Rationalisierung mußte jedoch in kurzer Zeit bung der Produktionsmittelindustrie ver- Krise alles darauf ankommt, das Lohnniveau Erweiterung der kapitalistischen Wirtschaft not- die entstandene Disproportionalität der Produk zögern. Diese Wirkung der Kartelle, deren bei sinkenden Preisen zu erhalten, um den Anwendigerweise zur Einschränkung des Aktions- tionsmittelindustrie offenbaren. Diese Dispro- Kosten die Allgemeinheit in Form öffentlicher teil der verbrauchenden Schichten am Sozialradius der Industrie der alten tapitalistischen portionalität der Produktionsmittelindustrie, Fürsorge für die Arbeitslosen trägt, dauert um produkt zu erhöhen, dessen Zusammenseßung mit Staaten führen muß. Es wäre daher verfehlt deren Erzeugung von den übrigen Industrie- fo länger, je größer der Einfluß der kartellierten einer geänderten Aufteilung des Gesamtertre und würde an der Erkennung der primären zweigen nicht mehr aufgenommen werden Industrien auf die staatliche Wirtschaftspolitik, ges der Wirtschaft sich zugunsten der Stonjure Ursachen der Wirtschaftskrise vorbeiführen, wenn fonnte, ist die Hauptursa che der Weltvirt- namentlich auf die Zollpolitik ist, unter deren güterindustrien verschieben muß. man annehmen würde, daß von einigen schaftskrise. Sie vermag uns also die Entstehung Schutz sie blühen und gedeihen. Je eher sich Zweigen der Produktion abgesehen die In- nicht auf die Dauer der Krise zu erklären, die, bingegen die Preisentwicklung der kartellierten die staatliche Wirtschaftspolitik vor neue Produstrialisierung neuer Länder zu einer allge was ihren Umfang und zeitliche Ausdehnung Industriezweige durch Herabsetzung oder Aufbleme und grundsätzliche Erwägungen. Der meinen Ueberproduktion geführt hat. Die anbelangt, als durchaus abnormal ist. Und da hebung der Schutzzölle an das Preisniveau des Staat muß im Interesse der Wirtschaft immer Analyse der Krise zeigt vielmehr, daß es sich mit stoßen wir auf die organisatorischen Weltmarktes, das noch durch das Prinzip der mehr in den Wirtschaftsprozeß, vor allen aber durchaus um eine normale und zwangsläu- Wandlungen des kapitalistischen Wirt- Konkurrenz bestimmt wird, angleichen muß, um in die Preisbildung eingreifen. Jeder staatliche fige Erscheinung des kapitalistischen Konjunk- schaftsapparates, die weniger die Entstehung als so rascher wird die Wirtschaft die Strife über- Eingriff muß aber in erster Linie den Zweck turverlaufes handelt. Daß die Weltwirtschafts- den Verlauf der Wirtschaftskrise beeinflussen. winden. Die Hoffnung, daß die Kartelle durch verfolgen, den Verbrauch im Inland, der die frise ihren Ausgang von den Vereinigten Staas Die tapitalistische Wirtschaft von heute ist Entstehung von Außenseitern gesprengt werden Grundlage der Volkswirtschaft jedes Staates ten nahm und in rascher Folge eine Volkswirt- organisatorisch anders aufgebaut als vor zwet fönnten, ist angesichts der ungeheuren Summen, bildet, zu erhöhen. Die gegenwärtige Weltwirt. schaft nach der anderen ergriff, beweist nur, wie Jahrzehnten. Der Kollektivkapitalismus, reprä- die Neugründungen in den Schlüsselindustrien schaftetrise lehrt aber noch ein anderes: der or innig die Beziehungen zwischen den einzelnen sentiert durch beschlossene Kartellorganisationen heute erfordern und in Anbetracht des überVolkswirtschaften wieder geworden sind und in und vertikale Konzentration, hat den Konkurragenden Einflusses der Banken auf die Indu- ganisierte Kapitalismus, von dem zahlreiche sei welchem Maße sich das weltwirtschaftliche renztapitalismus der Vorkriegszeit ersetzt. Die strie und ihre Organisation, sehr gering. ner Verteidiger erwarteten, daß er die WirtSchwergewicht von Europa nach Amerika ver- Wirtschaftskrisen vor dem Kriege, als noch das schaftskrisen beseitigen oder abschwächen werde, schoben hat. Der Weltkrieg hat in den Bereinig- Prinzip der Konkurrenz den Markt beherrschte, tionsmittelindustrien, sondern auch der Ver- dern hat die gegenteilige Wirkung ausgelöst und Aber nicht nur die Kartelle der Produk hat diese Soffnung nicht nur nicht erfüllt, sonten Staaten eine ungeahnte wirtschaftliche Pro- haben Milliarden investierten Kapitals, dessen brauchsgütererzeugung tragen zur Verlängerung ist weit von einer planwirtschaftlichen Regelung sperität hervorgerufen. Vor dem Kriege Rapi- Rentabilität aufgehoben worden war, zerstört und Verschärfung der Wirtschaftskrise bei, indem der Produktion entfernt. Er hat, wie M. J. talimportland, wurien die Vereinigten Staaten und auf diese Weise automatisch einen Gleich- fie die Steigerung der Kauftraft der breiten Bonn in feiner Schrift über das Schidial des dank dem Goldstrom, der sich während des Krie- gewichtszustand zwischen den Gruppen der Pro- Massen der Konsumenten durch Preisherab- deutschen Kapitalismus treffend bemerkt, das ges in ihre Wirtschaft ergoß, der Geldgeber der duktionsmittel- und Verbrauchsgüterindustrie fegungen hintanhalten. Die Wiederbelebung der Chaos nicht beseitigt, sondern höch Welt. Die Kriegstonjunktur in den U. S. A. hergestellt. Aber mit der Zunahme des fixen Wirtschaft geht aber erfahrungsgemäß den um stens organisiert". hielt nach dem Kriege an. Der allgemeine Ka- Kapitalteils im Verhältnis zum gesamten in pitalüberfluß führte zu kolossalen Investitionen, einem Produktionszweig investierten Kapitals die sich dank der Rationalisierung und der Er wuchs für den Unternehmer das Risito dieser schließung tapitalistischer Neuländer durch ame- Kapitalsvernichtung. Die Veränderungen in ritanisches Stapital in erster Linie der Rohstoff- der organischen Zusammensetzung des Rapitals und Produktionsmittelindustrie zuwandten. Die gaben dem Bestreben, sich gegen diese WirkunEntwicklung, die in den Vereinigten Staaten in gen der Wirtschaftskrisen durch kartellmäßigen den letzten 10 bis 15 Jahren vor sich ging, wurde Zusammenschluß und Stabilität der Preisgestalin Deutschland nach der Stabilisierung der fung zu schüßen, immer neue Impulse. Vor Die herrschende Wirtschaftskrise stellt also Streit in Südwales unvermeidlich. 150.000 Bergleute vor der Arbeitseinstellung. Streitparole ausgegeben! 2ondon, 31. Dezember. Zwischen den da sonst in Südwales 150.000 Bergarbeiter ohue Mark in kürzerer Zeit und in viel hastigerem dem Kriege noch Einzelerscheinung, hat diese Grubenbesißern und den Bergarbeitern in Süd- Arbeit wären. Tempo nachgeholt. Die Rationalisierung der Tendenz nach dem Umsturz alle Schlüsselindu- wales wurde keine Einigung erzielt. Die Berg- Der Generalsekretär Cook deutete an, daß Produktion in Deutschland neben dem allge- strien, in erheblichem Maße aber auch schon die arbeiter lehnten die Forderungen ihrer Arbeit- dieser Streik einen allgemeinen Streit meinen Zwang, mit der technischen Entwicklung Fertigfabrikation erfaßt. Der organisierte der gesamten Bergarbeiterschaft zur des Auslands Schritt zu halten, eine Folge Sapitalismus reagiert jedoch anders auf die geber ab. Die Einstellung der Arbeit der hohen Reparationslastenhat Krise als die unorganisierte Industrie, in der fommenden Mittwoch, an dem das vorläufige Folge haben tönnte. zu einer gesteigerten Nachfrage nach Produk die gegenseitige Konkurrenz zu Krisenzeiten Abkommen abläuft, erscheint daher unaustionsmitteln, vor allen Erzeugnissen der Eisen- rücksichtslos zur Ausschaltung aller nicht weichlich. und Metallindustrie geführt. Die Produktions- rentablen Anlagen führte. Der Zweck der Kartapazität der Eisen- und Metallindustrie und telle ist aber gerade, diese Kapitalszerstörung ihrer Hilfsindustrien hat sich im letzten Jahr zu verhindern und die Fehlleitung eines Teiles schaftsvereinigung Cook verhandelte heute vor- abends wurde von morgen ab der Streik zehnt infolge der Rationalisierung ungewöhn des gesellschaftlichen Gesamtkapitals, als welche mittags mit dem Minister für Bergbau Shin- aller Bergarbeiter in Südwales lich und abnormal rasch erhöht. In außer sich bie Ueberkapazität einzelner Produktions- well, der nach Cardiff abreiste, wo er mit den angeordnet, da. alle Bestrebungen der Regierung, ordentlich kurzer Zeit wurden die Anlagen der zweige darstellt, aufrecht zu erhalten. Straff Eisen- und Metallindustrie selbst technisch über- organisierte Startelle ziehen es deshalb vor, die Vertretern der Bergarbeiterschaft und der Arbeit- eine Zusammenkunft der Grubenbesizer mit den holt und durch neue Einrichtungen ersetzt. Ein Produktion auf die auf Ueberkapazität eingerich- geber in Verhandlungen tritt. Die Regierung ist Vertretern der Bergarbeiter herbeizuführen, bis wahres Rationalisierungsfieber hat die Welt- teten Unternehmungen und Betriebe nach einem bestrebt, die Lage im leßten Augenblick zu retten, jeßt ergebnislos waren. 47 Billo, Sohn von Wotan Von J. O. Curwood. Der Generalsekretär der Bergarbeitergewerk " London, 31. Dezember.( Reuter.) Heute 25. Kapitel Auf der Jagd. Er ist halb so groß wie ein Bär. Ein Wolf- Augen ganz anders leuchteten, wenn sich ihre ,, Und leichter Weg," murmelte Valence oui! Und schwarz wie der Teufel, M'sieus." Blicke begegneten. Außer ihnen beiden wußte mit der hellen Stimmer einer Frau. McTaggert war auch dabei, als Lerue mit aber niemand von ihrem Geheimnis- Lerue dieser Nachricht antam. Er setzte gerade mit wartete und wartete geduldig. ,, Eines Tages," ( Copyright by Francksche Verlagshandlung. Stuttgart.) er im Augenblid beendet hatte. Plötzlich hielt ges...." und das war alles. Aber diese beiTinte seine Unterschrift unter einen Brief, den pflegte er zu sich selber zu sagen. Eines TaIn diesen Wochen war Billo mehr als zwei- er im Schreiben inne, daß ein Klecks auf das den Worte bargen eine ganze Welt von Plämal auf einen Menschen gestoßen, aber mit Blatt fiel. Es durchfuhr ihn ein seltsamer nen und Hoffnungen in sich. Das Jagdrevier von Pierre Eustach erdurchfuhr ihn ein seltsamer nen und Hoffnungen in sich. Wenn dieser streckte sich fünfzig Kilometer weit in westlicher Ausnahme des Fischers am oberen Ufer des Schauer, als er zu Lerue hinüberschaute. Da Tag einmal käme, dann würde er mit Marie Richtung von Lac Bain. Es war nicht so groß Wollaston Lake, hatte ihn niemand gesichtet. trat Marie zur Tür herein. MeTaggert hatte unverzüglich zum Missionar nach Fort Chur wie das Pierrots, aber es war gleichsam eine Solange er dem Lauf des Seikie River folgte, sie wieder zurückgeholt. Ihre großen, dunklen chill hinübergehen, dann wären sie Mann und Hauptschlagader, die durch das Herz eines erfauerte er sich dreimal ins Gestrüpp, während Augen verrieten den Ausdruck des Leidens. Viel Frau. Das war ein Traum, ein Traum, der giebigen Jagdgebietes führte. Es hatte schon ein Kanu vorüberfuhr, und wohl ein halbes von ihrer wilden Schönheit war im letzten Jahr in den langen, geduldig ertragenen Tagen und Pierre Euſtachs Vater, seinem Großvater und dußendmal beschnupperte er in der Stille der geschwunden. den noch längeren Nächten auf der Jagd ent- feinem Urgroßvater gehört und darüber hinaus Nacht Blockhütten und Indianerzelte, in denen So schnell ist er vorbeigefligt!" sagte standen war. Jetzt waren sie beide dem Geführte es als Besitz, was Pierre als Tatsache herMenschen waren. Einmal kam er der Siedlung Lerne und schnalzte mit den Fingern. Als er heimnis und der Macht dieses Traumes ver- vorhob, auf das edelste französische Blut zurüd, beim Wollaston Lake so nahe, daß er das Bellen Marie erblickte, verstummte er. fallen. Doch eines Tages der Hunde und das Schimpfen ihrer Herren Schwarz sagst du?" fragte McTaggart Es war das schönste Gebiet zwischen dem Rein hören konnte. Immerwährend suchte und ganz nebenbei ohne von seinem Brief auf- Diese Gedanken bewegten Lerue, als deer Lake und dem Barren Lands. Und in diejen forschte er nach dem, was aus seinem Leben ge- zusehen." Hat er keine Kennzeichen eines Hundes McTaggart nach einer Stunde wieder zurück- Gefilden hielt Billo int Dezember seinen Einzug. schwunden war. Er beschnüffelte alle Tür- getragen?" tam. Der Händler ging geradeswegs auf die Er wanderte wieder langsam nach Süden schwellen der Blockhütten und schlich um alle Lerue zudte mit den Achseln. sechs Leute zu, die um den großen Ofen her- und suchte im tiefen Schnee nach Nahrung. Der Zelte herum. Die Kanus beobachtete er mit„ Er ist geflogen wie der Wind, M'sieu. umsaken, und schüttelte mit einem befriedig tistisew testin, der Große Sturm, war diesen Augen, aus denen immer noch die Hoffnung Aber es war ein Wolf." ten Grunzen den frischen Schnee von den Winter früher gekommen als sonst. Eine Woche strahlte. Einmal glaubte er, der Wind habe Leise, daß es die andern nicht hören tonn- Schultern. nach dem Sturm war faum ein Huf und kaumt ihm die Witterung Nepeeses zugeweht. Da ten, flüsterte Marie dem Fellhändler etwas ins Pierre Eustach hat das Angebot der Re- eine Klaue unterwegs. Zum Unterschied von den versagten ihm die Beine den Dienst und sein Dhr. Dieser erhob sich daraufhin rasch und gierung angenommen. Er führt die Kommis- anderen Tieren vergrub sich Billo nicht int Herz drohte zu stocken. Doch dieser Glaube be- verließ, den Brief zusammenfaltend, den Raum. sion diesen Winter in die Einöde hinauf," Schnee. Er wartete auch nicht darauf, daß der glückte ihn nur einen Augenblick, bis irgendein Er blieb eine volle Stunde fort. Lerue und die sagte McTaggart. Du weißt, Lerue, der hat Simmel sich klärte oder daß der Schnee eine Indianermädchen mit einem Weidengeflecht in andern waren bestürzt, denn es geschah nicht 150 Eisen- und Mordfallen draußen und ein Struste bildete. Billo war groß, start und ruheden Händen aus ihrem Zelt trat. Da schlich häufig, daß Marie in das Lagerhaus herüber- großes Gebiet mit Giftbrocken belegt. Gutes los. Noch keine zwei Jahre alt, wog er gut achtzig Billo ungesehen davon. fam; man sah sie überhaupt sehr selten. Sie Revier, was? Ich hab's für diesen Winter Pfund. Seine Pfoten waren breit und denen 11 Es ging schon dem Dezember entgegen, als blieb im Hause des Händlers verborgen, und so gepachtet. Ich will mir die notwendige Ge- eines Wolfes nicht unähnlich, Brust und SchulLerue, ein Halbweiser von Lac Bain, im frisch oft Lerue Marie sah, erschien ihm ihr Gesicht legenheit zur Arbeit in der frischen Luft ver- tern schwer und doch muskulös. Seine Augen gefallenen Schnee Billos Fährte entdeckte, und ein wenig magerer, die Augen größer und schaffen- drei Tage draußen, drei Tage hier standen weiter auseinander als die des vom Wolf kurze Zeit darauf sah er ihn im Unterholz vor- durchdringender als das letztemal." Ganz ver- drinnen. Na, was sagst du zu diesem Gebeihuschen. borgen in ihm wuchs eine große Sehnsucht. schäft?" ,, Mon Dieu, ich sage Euch, der hat Füße So manche Nacht ging er unter dem kleinen ,, Gut," sagte Lerue. wie meine Hand so groß und ist so schwarz wie Fenster ihres Schlafraums vorbei, gar oft Ja, das ist ein gutes Geschäft." versetzte der Flügel eines Raben in der Sonne," rief er suchte er das bleiche Gesicht mit einem Blick Roget. aus, als er wieder im Lagerhaus des Fell zu erhaschen. Er lebte in dem einzigen Glück Eine ergiebige Fuchsjagd," jagte Mons händlers in Lac Bain war.„ Ein Fuchs? Non! der Gwißheit, daß Marie verstand, daß ihre Roule. abstammenden Schlittenhundes und waren größer und gänzlich frei von dem wuttooi, dem blutigen Häutchen, das dem Wolf, und bis zu einen gewissen Grad, dem Schlittenhund des Eskimo eigentümlich ist. Seine Stiefer glichen denen Wotans, vielleicht waren sie sogar noch fräftiger, Fortfehung folgt.) XX 1177 Nr. 1 Warum ist die spanische Revolte fehlgeschlagen? Aeußerungen Francos. Donnerstag, 1. Jänner 1931 Gine traurige Bilanz. Seite 3. Das Jahr der Enttäuschungen. Paris, 31. Dezember. ,, Temps" beurteilt in einem Leitartikel die Bilanz vom Gesichtspunkt Bon 1922 bis 1930 im Reichenberger Gebiet 39 Zertilbetriebe aufgelaffen! der internationalen Politik von der Londoner Marinekonferenz angefangen bis nach Abschluß Der Berichterstatter des Soz. Pressedienst" Die fapitalistische Rationalisierung unserer| Karlshütte in Mähren, wobei von den 2000 Ar- der Arbeiten der Vorbereitenden Abrüstungsfom hatte Gelegenheit, bei Blissingen in der Schelde- Industrie fommt nicht nur dadurch zum Aus beitern, die seinerzeit in den Rothau- Neudeker mission. Das Blatt ist der Ansicht, daß das Jahr mündung den belgischen Ozeandampfer Thys- druck, daß in den einzelnen Betrieben große tech- Eisenwerken beschäftigt waren, faum 200 nach 1930 nur Enttäuschungen brachte, mag ville" zu besteigen und den Rest der Reise bisnische Umwälzungen sich vollziehen, neue kompli Karlshütte übernommen werden. Auch in der man nach welcher Seite immer bliden: Differen Antwerpen in Gesellschaft des spanischen Flie- sierte Maschinen aufgestellt werden und so die Papierindustrie vollzieht sich unter dem zen zwischen Italien und Frankreich im Marinegers und Revolutionärs Franco mitzumenschliche Arbeitstraft durch die Schutz des Papierkartells eine ähnliche Stongen- problem und in anderen Fragen, Zwischenfälle machen, der nach dem Fehlschlagen des Auf- mechanische ersetzt wird, sondern auch tration der Betriebe, die fleinen Fabriken wer- nach der Räumung des Rheinlandes, die Offent standes von der Madrider Lufthalle nach Bor- darin, daß vielfach fleinere Betriebe ge den stillgelegt, die Unternehmer entschädigt, sive der Nationalisten in Deutschland, die wachtugal flog, um sich dann von Lissabon aus nach ich I ossen werden und die Erzeugung in aber die Arbeiter entlassen. Eben können wir sende Bewegung gugunsten der Revision der Belgien einzuschiffen. Franco, dessen aus einer wenigen Großbetrieben fonzentriert wird. Die in der Textilindustrie eine ähnliche Er- Friedensverträge, die Aufreizung Deutschlands feldgrünen Soldatenhose, einem Zivilrod und Eigentümer der Betriebe werden oft von Starscheinung beobachten, wenn auch bei dem allge- gegen Polen, die weiterhin offene russische Reiserod bestehender Anzug einen merkwürdig tellen oder anderen Unternehmergemeinschaften meinen Rückgang der Textilindustrie die Schlie- Wunde, innere Schwierigkeiten des britischen improvisierten Eindruck machte, war bester entweder durch eine einmalige Abfertigung ent- zung der Betriebe darin ihre Ursache hat, daß Reiches, welche die Aufmerksamkeit des britischen Laune und voller Hoffnung für den baldigen schädigt oder bleiben mit einer gewissen Quote eben unsere Textilindustrie für unseren In- Kontinentes von der Politik in Europa ablenfen Sieg der spanischen Revolutionsbewegung. Er an der Gesamterzeugung des betreffenden Pro- landsbedarf und für unseren Export zu groß ist. usw. Absolut aber ist für die Zukunft nichts gab Gründe für seine Zuversicht und sprach auch duktionszweiges beteiligt. Dagegen geben die Welchen Umfang diese Einschränkung der Indu- bedroht", schreibt Temps", wenn die Nationen offen über die Ursachen des vorläufigen Fehl- Arbeiter leer aus, werden auf die Straßen ge- ftrie angenommen hat, zeigt ein Ueberblid dar den Mut haben werden, den Tatsachen ins Auge jchlages. worfen, werden existenzlos. über, wie viel Textilbetriebe allein im Reizu sehen und wenn sie im Bewußtsein ihrer VerBom politischen Gesichtspunkt aus, so äußerte Das traurigste Beispiel, das wir in der letzchenberger Gebiet seit dem Jahre 1922 antwortung ihre Pflicht tun und über die Erhal er sich, war die Bewegung vorzüglich vorbereitet ten Reit durchgemacht haben, ist die Schließung vollkommen stillgelegt worden sind( wir entneh- tung des gefunden Justinftes und der Ordnung worden. Ihre Grundlage war der sogenannte der Rothau- Neudeter Eisenwerte men das Verzeichnis dem„ Textilarbeiter"): in Europa wachen werden." Balt von San Sebastian zwischen den spanischeit und die Uebertragung der Erzeugung nach Revolutionären und den katalanischen Autonomisten, auf der Basis der föderalen Republik. Die Sympathien der ganzen Bevölkerung waren Firma nicht zweifelhaft. Tatsächlich unterstügen nur die Jantsch Josef hohe Geistlichkeit und die Kirchenfürsten, die Bick hohen Offiziere der Armee, insbesondere der Spik Alexander Artillerie, ferner die Aristokratie, die Großbour Wenzel Franz geoisie und die Finanz das monarchistische Sy- Liebieg Franz stem. Das Volt in Stadt und Land, die freien Schwarz u. Co. Berufe, ein großer Teil des niederen Klerus Anders und selbst der Armee sind gegen die Monarchie. Simon Karl Aber die Bewegung schlug fehl infolge der Simon Josef ungenügenden technischen Vorbereitungen. Der verfrühte Aufstand in. S. Neumann 3aca ermöglichte es der Regierung, Gegen Lichtenstein Alex. maßnahmen zu treffen, darunter namentlich auch die Verhaftung aller republikanischen und revo- Loyka Rudolf Tutionären Führer in Madrid, gerade an dem Wenzel Steffan Tage vorzunehmen, bevor der Aufstand in der Brosche u. Co. Hauptstadt ausbrechen sollte. In Abwesenheit der Führer konnte der geplante Generalstreit, Meyner auf den die Aufständischen unbedingt gerechnet Müller Andreas hatten, nicht ordnungsgemäß proklamiert und König Wenzel restlos durchgeführt werden. Das ist nach Nessel Wilhelm Franco der eigentliche Grund der Niederlage. Tertilana Mit sichtlicher Zufriedenheit und Stolz er- Ed. u. A. Hübners Sohn zählt Franco, wie er einige Wochen vor dem Feigl u. Widrich Madrider Aufstand aus dem Militärgefängnis Ropezky in Madrid entkam. Alles war sehr sorgfältig vorbereitet und sogar mehrfach erprobt worden. Jäger Fran; Franco bemerkte, daß der Gefängniskorridor des Nachts unbewacht blieb. Es gelang ihm, mit Hilfe von falschen Schlüsseln in die Gefängnis tapelle einzubringen und das dort befindliche Lengsfelder u. Sohn Eisengitter mit einem eingeschmuggelten Werl zeug durchzufägen. Jedesmal, wenn ein Teil Volatschet Arbeit vollendet war, bestrich Franco den EinUllrich Fr. Söhne Michler Franz Lederer u. Wolf Liebig Franz schnitt mit schwarzem Wachs, um ihn unsichtbar Müller Ludwig zu machen. Als es endlich soweit war, tam Jäger A. G. Rada, sein Mechaniker, der die Verbindung Jakob Josef zwischen ihm und der Außenwelt herstellt, und ihm in jeder Weise behilflich war, um halb 3 Uhr nachts in einem Auto angefahren und blendete den einzigen Wachtposten auf der Straße Tertilwerke A.-G. mit der Autolaterne derart, daß Franco sich aus Grab Söhne einer Höhe von 15 Metern mit einem Strid heroblassen konnte, ohne von dem Posten bemerkt zu werden. Kohn Rudolf Riedel Josef Blaschta 5. Bollats Söhne Limburger Ort: Erzeugung 1922 Appretur Abfallspinnerei Abfallspinnerei Reichenberg Voigtsbach Rudolfsthal Hanichen Dörfel Gablonz Brand! Sabendorf Katharinberg Schwarau Hanichen Franzendorf Rosenthal J Statharinberg Ruppersdorf Hanichen Reichenberg Reichenberg Röchliz Proschwitz Abfallspinnerei Wollivarenweberei • Arbeiterzahl 15 24 30 23 120 Halb- und Wollwarenweberei Tuchweberei • . 260 35 1923 Voigtsbach Abfallspinnerei 12 Voigtsbach Abfallspinnerei 22 Streichgarn und Abfallspinnerei Abfallspinnerei 90 1924 Tuchweberei 25 Abfallspinnerei und Zwirnerei Striderei 12 54 1925 Teppichweberei 60 Abfallspinnerei 36 Abfallspinnerei Abfall- und Vignognespinnerei Streichgarnspinnerei Abfallspinnerei Tuch und Wollweberei 55 260 Woll- und Tuchweberei. 340 1926 Ruppersdorf Reichenberg Abfallspinnerei Tuchweberei Reichenberg Färberei, Appretur, Lystriererei Baumivoll und Teppichweberei Baumwollweberei 74 120 1927 Franzensdorf Wirterei und Strickerei. 180 1928 Reichenberg Ruppersdorf Reichenberg Dörfel Spinnerei, Tuchweberei Striderei 56 165 Tuchweberei 85 Druckerei, Wollwarenweb., Färberei 480 1929 Reichenberg Schumburg Ober- Rosenthal Seidenbandweberei Baumwollweberei 28 450 Baumwollspinnerei 240 1930 Wurzelsdorf Liebenau Krazau Ketten 320 360 340 . 250 Dörfel Proschwitz Baunuvollspinnerei Baumwollweberei Baumvollweberei 1. Baumwollspinnerei . Franco und Rada. der ihn bealeitet, gedenfen einige Tage in Brüssel zu bleiben und dann vielleicht nach Paris weiterzufahren, wo sie zu nächst die Ankunft der noch in Portugal inters Es besteht natürlich die Gefahr, daß es auch| Gebiet und anderswo fommt, zumal der Zollnierten spanischen Fliegeroffiziere vorbereiten im Jahre 1931 zur weiteren vollkommenen frieg mit Ungarn eine arge Bedrohung unseres wollen. Stillegung von Tegtilbetrieben im Reichenberger Textilerports ist. mitteln gegen die Schläge des Schicksals aus, Wilhelm Busch zum Jahresende höpft sich ein Buch unter die Jade, Ach, wie viel ist noch verborgen, Weil er sich in dem Glauben wiegt, Daß er was auf dem Buckel kriegt, Was man immer noch nicht weiß und hofft so, gewappnet und gefeit, den Kampi In den letzten Stunden des Jahres müßte mit dem neuen Jahr siegesstol; aufnehmen zu man eigentlich Wilhelm Busch zur Hand nehmen. können. Lassen wir uns und unserem lieben Hinter jedem neuen Hügel Dehnt sich die Unendlichkeit. Wir wünschen dem Hagestolz jetzt schon, daß ihm der Mai dann auch die andere Not lindern möge: Denn die Zeit entfliehet schnell, Knopp, du bist noch Junggesell und gar bald: Tritt ohne Frage Nur der pure Kopf zutage. Nächsten diesen Glauben, rauben wir ihm dieje Gegen diese Einsicht Illusion wenigstens nicht in der Silvesternacht. follte sie einem Denn schon hinter dem nächsten Hügel wartet Junggesellen im Jahre 1931 dämmernhilft Und von dem Gipfel eines solchen Hügels läuten sicherlich ein schwarzer Tag, an dem der Lehrer nur ein probates Mittel, das zwar Wilhelm Busch uns auch die Silvesterglocken. Es ist noch ein ganz es gut gemeint" und an dem die Gabe gespendet nicht selbst erprobt hat, dem aber ein Gott gab, strammer Buckel, den wir zwischen Weihnacht und wird". Die Schläge fallen dann allerdings nicht zu sagen, was andere leiden": Neujahr zu erklimmen haben. Aber wer ginge wi- da, wo du das Buch unter die Jacke geknöpft derwillig, wer zaghaft an diesen Hügel heran, haft, sondern von dem aus wir doch dem abziehenden Jahre so schön Abschied zuwinken können? mit leichtem Herzen eilen wir drum den Hügel hinan. Neu- und du denkst mit Schaudern zurück an die vie- immer sagt, du mußt!" Jedem Brautpaar, das gierig, welche Ausschau sich uns bieten wird; voll len Schläge des alten Jahres und erwartest bang Freude im Herzen, dem alten Jahr mit seinen in Weiterschreiten die kommenden! Sorgen, Enttäuschungen, Reibereien und Quängeleien bald entronnen zu sein. Denn: gehabte Schmerzen Die hab' ich gern. Wohl denkt so mancher an Schweres, Bitteres, an Herzleid und Entsagen zurück, das ihm das schei dende Jahr gebracht hat, wohl frägst auch du mit Wilhelm Busch: Wie das geschehen, Und warum dir das geschah? aber immer wieder durchströmt uns die Neujahrsbotschaft mit frischem Lebensmut. Wir stehen philosophierend mit Wilhelm Busch vor der Hügeltette der Wochen: Ach, wie viel ist doch verborgen, Was man immer noch nicht weiß Der Mensch rüstet sich, wie der Frizz in den Gedichte Dunkle Zukunft", mit allerhand AbwehrMehr unten, wo die Jade endet. Dieses ist ja fürchterlich, Also, Knopp, vermähle dich! ,, Denn es steigert noch die Lust, wenn man beim Stlang der Silvesterglocken auf eine frohe Vereinigung der liebenden Seelen anstößt, raten wir, sich erst mal umzusehen. Hinter ihnen werden die Liebesleutchen ihren lieben Freund Busch erblicken, wie er schelmisch sein Glas erhebt, dem glücklichen Paare, das sich herzt und füßt. Erst nur flüchtig und zivil, dann mit Andacht und Gefühl Ach, daß der Mensch so häufig irrt, Und nie recht weiß, was kommen wird. Lassen wir drum den Menschen nun mal in seinem frohen Silvesterhoffen. Gönnen wir es ihm, wenn er in rosigster Stimmung an seinem Tisch sitzt, behaglich sein Pfeifchen raucht oder in die Augen schaut und ihnen nach Philosophenwenn er Freunde sich zu Gaste lädt und wie art die wohlgemeinten Worte auf ihren WanderTobias Knopp in seinen Filzpantoffeln durch die pfad mitgibt: behaglich erwärmte Stube seiner Junggesellenherrlichkeit schlurft lassen wir ihm dieses philosophische Hinausträumen in unerforschte Weiten. Denn ist er mal ein Stück Wegs im neuen Jahr gewandert, wird er wohl auch bald mit Frau Urschel seufzen und bangen: komm, du schöner Mai! Komm schnell und und lindre unsre Not, Der du die Krippe füllst; Wenn ich und meine Kuh erst tot, Dann komme, wann du willst. Die russische Suflation. Marktkrawalle in den Städten. In der letzten Zeit hat sich in Sowjetrußland nach dem Berliner Vorwärts" infolge der weiteren Rollektivierung der Bauernwirtschaften die Lebensmittelfrije weiter verschärft. Die Zufuhr von Nahrungsmitteln auf die städtischen Freimärkte ist bedeutend zurückgegangen. Die Bauern verlangen Bezahlung entweder mit Industriewaren oder mit Gold- und Silbergeld, und weigern sich, die entwerteten Noten in Zahlung zu nehmen. Auf einzelnen städtischen Märkten hat es Zusammenstöße zwischen den Bauern und der städtischen Bevölkerung gegeben. Auch englische Kriegsanleihebefizer erleben Enttäuschungen. Schiedsgericht England Frankreich? Paris, 31. Dezember. Nach dem Echo de Paris" soll in der zweiten englischen Note über die Bezahlung der im englischen Besiz befindlichen französischen Kriegsanleihe in Gold die Leistung einer Jahreszahlung von 100 Millionen Papierfranfen gefordert werden, falls die englischen Ansprüche nicht befriedigt werden. Sollten die französische und die englische Regierung sich nicht einigen können, so würde die Londoner Regierung die Angelegenheit einem Schiedsgericht unterbreiten. " Nach dem Matin" handelt es sich bei den im englischen Besitz befindlichen französischen Kriegsanleihen um eine Summe von 50 Millionen Bfund Sterling. Das Blatt erinnert daran, daß die französische Regierung gelegentlich der ersten englischen Reflamation antwortete, die betreffenden Anleihestücke seien von englischen Zeichnern in Frankreich gezeichnet worden. Die englischen Besitzer könnten daher keine Vorzugsbehandlung beanspruchen, die französischen Anleihezeichner erhielten als Rückzahlung auch nur Papierfranken. Der Matin" sagt voraus, daß auch die Antwort der französischen Regierung auf die neue englische Note in diesem Sinne aus fallen werde. Die übrigen Blätter nehmen in dieser Frage gleichfalls gegen England Stellung. So schreibt " Journal", der Fall liege so flar, daß man sich fragen müsse, warum die englische Regierung sich darauf versteife, einen unangenehmen Streit in die Länge zu ziehen. Es sei doch gegenwärtig nicht der Augenblick, die Beziehungen der beiden Länder zu stören. nach Hause kommt und sich vergeblich abrackert, in seine Haustüre zu kommen. Denn: Schwierig aus verschiedenen Gründen Ist das Schlüsselloch zu finden oder aber, wenn nach Ablauf des ersten Probejahres das befehlende Machtivort seiner Gattin: Salte mal das Kind indessen, ihm keinen Zweifel läßt, wer im Hause die Hosen anhat. Denn als Ghemann, tann man sagen Muß man viel Verdruß ertragen. Aber dafür hat man es dann auch wieder schön. Zum Beispiel: wenn man man mit der Familie im Sommer durch das Feld geht, wenn findet", die ja nach alter Sage ein Doppelglück sanft errötend Frau Ottilie eine Doppelähre verkündet. Wenn dann Vater Franz schen zur Seite blickt und stöhnt: Zwei zu fünf, das wäre viel. Kinder, spricht er, aber heute Ist es ungewöhnlich schwül. Denn wie sagt doch Wilhelm Busch mal an einer andern Stelle? Bater werden ist nicht schwer, Vater sein, dagegen sehr. Diese alte Wahrheit wird indessen die jungen Ehegatten auch heute noch nicht hindern, ihren Herzenswunsch nach nach einem Sprößling den silvesterlichen Sternen anzubertrauen: Kinder, jeid ihr denn bei Sinnen? Ueberlegt euch das Kapital! Ohne die gehör'gen Mittel Soll man keinen Krieg beginnen. Denn Krieg wird sein. Im Leben und in der Ehe. Mann und Frau müssen sich erst zusammenraufen. Da gibt es Schrammen und Beulen. Dann etwa, wenn der junge Ehemann mal nach langer Zeit wieder zu seinem Stammtisch geht, spät vielleicht für seine über- war auch unser Wilhelm Busch. Seine Weisheit nommenen Junggesellenbegriffe auch früh Denn man ist ja von Natur kein Engel, Bielmehr ein Welt- und Menschenkind, Und rings umber ist ein Gedrängel Von solchen die dasselbe sind. Und eine solche Welt und Menschenkind fann uns gerade im Unglück ein Jindernder Bal Seite 4. Der Weg ins Dritte Reich. Wie war es in Italien? Donnerstag, 1. Jänner 1931 große Geldsummen zur zur Unterstützung des Fascismus zahlen, wenn sie vermeiden wollen, daß sich der Fascismus gegen sie selbst wendet. Aber auch sie wälzen diese Lasten wieder auf Die Nationalsozialisten träumen von einem und die Uneinigkeit seiner Gegner zu Hilfe ge- Darum sollten sich die deutschen Arbeiter die besiglosen Schichten der Bevölkerung ab. fascistischen Deutschland nach italienischem kommen wären. Als die ersten Neberfälle auf Darum sollten sich die deutschen Arbeiter Muster. Mussolini hat zwar erklärt, daß der politische Gegner straflos blieben, wurde der und vor allem die Arbeitslosen nichts Fascismus kein Exportartikel fei, aber trotz aller Terror immer schlimmer, und schließlich konn- von einem fascistischen Regime versprechen; Verschiedenheiten zwischen Schwarzhemden und ten es die Fascisten sogar wagen, ihre Gegner sie haben die Kosten zu tragen, und der FascisBraunhemden kann das heutige Italien als auf offener Straße niederzuschießen. Viele mus ist das kostspieligste Regime, das sich denken warnendes Beispiel dafür dienen, was aus mögen wohl geglaubt haben, daß sich diese Me läßt. Das vor dem Ausland verschleierte Budeinem Lande wird, in dem die Rechtsradikalen thoden ändern würden, sobald der Fascismus get für Heer und Polizei ist ungeheuer." ans Ruder gelangen. Und besonders die Ent- eine legale Macht geworden war. Aber noch ,, Glauben Sie, daß das heutige Italien wicklung der politischen Lage, die zur Diftatur jetzt, nach jahrelanger Herrschaft, muß Mussolini eine Kriegsgefahr ist?" führte und den Boden für Mussolinis Herrschaft weiter als Bandenführer handeln ,, Und wer sind die Nutznießer?" Kuckuck Kuckuch ist die schönste illustrierte Wochenschrift Überall erhältlich! Nr. 1 S Wenn ein Sträfling erbt... Ein Roman aus dem Leben. Der Fall liegt zwölf Jahre zurüd, jeht hat Es war damals eine sensationelle AngeJa. Ein Regime, das sich gegen seine erst vorbereitete, weist so viele Aehnlichkeiten und reden, um seine Stellung zu behaupten und Gegner im Lande selbst nur durch Mord und mit der gegenwärtigen Situation in Deutschland um seine Miliz bei der Stange zu halten. Der Verbannung wehren kann und nach außen so auf, daß es sich lohnt, diese Parallelen einmal Unterschied gegen früher ist nur, daß er seinen reaktionäre Mittel wie hohe Zollmauern und herauszuschälen. Ich befragte hierüber einen Schergen heute zur Belohnung ehrenvolle scharfe Zensur anwenden muß, um sich überder antifascistischen Führer in Paris, Pietro Aemter geben kann. Sonst sind seine Mehaupt halten zu können, wird auf die Dauer Nenni, den einstigen Freund und Kampf- thoden dieselben geblieben. Davon er- auch seine außenpolitischen Probleme nicht auf genossen Mussolinis in dessen Sozialistenzeit. fährt die Welt natürlich nichts. Man hört zwar, friedliche Weise lösen können. Der Fafcis Wenn Der Fafcis Renni hat als Chefredakteur des sozialistischen daß es Mussolini gelungen sei, die Arbeitslosigms ist von Natur aus friegerisch. Und ,, Avanti" die Entwicklung des Fascismus aus teit einzudämmen, aber man weiß nicht, daß ein vor allemt: Mussolini wird eines Ta nächster Nähe beobachtet und kann daher als italienischer Arbeiter mit seinem regulären ges einen Krieg brauchen, um sein einer der besten Kenner des vorfascistischen Lohn heute schlechter lebt als ein deutscher Ar- internationales Ansehen wiederherzustellen und er seine endgültige Lösung gefunden. Italien gelten. beitsloser, der seine Unterstützung bezieht! Was um über die innerpolitischen Schwierigkeiten In der Verbannung denkt man oft dar- heißt dann aber„ Bekämpfung der Arbeitslosig- hinwegzutäuschen. Freilich muß dieser Krieg über nach, ob die Entwicklung des Fascismus feit"? Die arbeitende Klaffe trägt die Kosten für ihn furz und siegreich sein. Gegen wen und legenheit: ein junger Kontorist, der in schlechte nicht doch aufzuhalten gewesen wäre", sagte des fascistischen Regimes." mit wem er Strieg führt, ist von untergeord- Gesellschaft geraten war. Auch ein Mädel fehlte neter Bedeutung, und darum sind alle Kombi- nicht, das, pussüchtig und vergnügungstoll, den Nenni. Es erscheint mir durchaus möglich. Heute sind diese Ueberlegungen natürlich zwecknationen, die sich an die Konferenz Grandi- Lit- jungen Mann mehr kostete, als er sich leisten los, aber im Hinblick auf Deutschland und Nußnießer tann man eigentlich nur die winow und an den Stahlhelmbesuch in Rom fonnte. So etwas fommt alle Tage vor. Auch Oesterreich können sie vielleicht lehrreich Minderheit der fascistischen Kernknüpfen, verfrüht. Er wird nicht unbedingt der Ausweg, Wechsel zu fälschen und den Chef sein. Denn das vorfascistische Italien hatte mit truppe nennen, die von Mussolini dauernd wegen eines Konfliktes mit Jugoslawien Krieg zu betrügen, ist nicht so originell, daß man noch der heutigen Lage Deutschlands und Dester- bei guter Laune erhalten werden muß. Die führen, sondern einfach um des Krieges willen, nach zwölf Jahren davon zu reden brauchte. reichs mehr Aehnlichkeit als man denkt. Um Industriellen, die früher nur dem Sozialismus denn eines Tages tönnte der Sieg seine Ganz natürlich wurde der junge Mann abge= die Entwicklung zu verstehen, muß man wissen, einen Damm entgegenseßen wollten, haben sich letzte Chance sein. Krieg ist die außenpoli- faßt, und da niemand sich für ihn einsetzte und daß Italien zu den Völkern gehört in der Entwicklung des Fascismus getäuscht. Sie tische Konsequenz eines Regimes, das im In- um mildernde Umstände für ihn bat, wurde er die den Krieg verloren haben. Das sind nicht als Nuznießer des Fascismus zu be- nern auf solche Gewaltmethoden gegründet ist verhaftet und dann zu sieben Jahren Gefängnis mag parador flingen. Tatsächlich hat aber zeichnen. Aber sie müssen auch heute weiter wie der Fascismus." berurteilt. Sieben lange Jahre sollten aus einem jungen Menschenleben herausgeschnitten Italien durch die Friedensverträge keinen vollwerden. Kein Mensch, der immer seine Freiwertigen, Ersatz für die Verluste erhalten, die heit gehabt hat, kann sich das vorstellen. Ein es durch den Krieg erlitten hat. So hatte MusJahr... das sind zwölf Monate, aber das sind solini denselben mächtigen Bundesgenossen wie auch 52 Wochen, das sind auch 365 Tage, und heute Hitler: die allgemeine Unzufriedenheit. jeder Tag hat ganze 24 Stunden. Und draußen Besonders die jungen Leute, die gerade aus lacht der Frühling, blüht der Sommer, stürmt dem Kriege zurückkamen, waren von dem Erder Herbst, herrscht hart und streng der Winter, gebnis des Friedensvertrages enttäuscht und wollten die bestehenden Verhältnisse ändern. Sie und dem, der gefangen ist, muß alles einerlei sein. Ein ganzes Jahr vergeht, sechs andere, scharten sich um Mussolini, weil er ihnen die gleiche, entsetzlich gleiche liegen noch vor ihm. größten Versprechungen machte und weil seine Getaltmaßnahmen dieselben Methoden waren, die sie aus dem Felde kannten. Die Geld= mittel für diese bewaffneten Banden gaben die Industriellen und die Hochfinan 3, die in dem Fascismus ein wirksames Mittel zur Bekämpfung des Sozialismus zu erblicken glaubten. Die antimarxistische Parole, von der heute besonders in Desterreich so viel gesprochen wird, hat alle Widerstände gegen den Fascismus beseitigt." Belagerungszustand über Smyrna. Die Führer des Aufruhrs hingerichtet. P. Rht. Konstantinopel, 31. Dezember.( Reuter.) In Angora ist gestern beschlossen worden, den Belagerungszustand über die Provinz Smyrna wegen der dort herrschenden religiösen Agitation zu verhängen. Dieser Beschluß wurde nach Beendigung einer 12stündigen Sihung der Volkspartei gefaßt, die im Parlamente die Mehrheit hat. Es wurde ferner beschlossen, die Beamten, die es unterlassen haben, die Kundgebungen der Derwische zu unterdrüden, vor ein Kriegsgericht zu stellen. Vier Führer der regierungsfeindlichen Bewegung wurden hingerichtet, zwei weitere eingekerkert. Nach Berichten aus Ankara ist die Regierung fest überzeugt, daß die regierungsfeindliche Bewegung nunmehr unterdrückt ist, trotzdem werden sämtliche Sicherheitsmaßnahmen nicht nur aufrechterhalten, sondern noch verstärkt werden. Wir haben gerade jetzt bei dem Betbot Der deutsche Vorstoß in der Minderheitenfrage des Remarque- Films gesehen, daß die Regierung dem Straßenterror nachgegeben hat. Wie hat sich die italienische Regierung in solchen Fällen verhalten?" Englische Sorgen um die nächste Ratstagung. Hoe'ch bei Briand. Da, eines Tages kommt ein Besuch, ein Herr, den der Gefangene nicht fennt, ein Rechtsanwalt. Und dieser Mann bringt ihm die verblüffende Nachricht, daß ein Onkel, der in jungen Jahren nach Amerika auswanderte und dort durch Grundstückspekulationen ein Vermögen verdiente, der sich seit Jahren nie um seine Verwandten in Deutschland gefümmert hat, jetzt sein gesamtes Vermögen von mehr als anderthalb Millionen dem Sohn seines inzwischen gestorbenen Bruders vermacht hatu Dieser Neffe ist der junge Kontorist, der, weil ihm ein paar tausend Mart fehlten, jetzt sieben Jahre seines jungen Lebens hinter Schloß und Riegel fizen muß. Eine halbe Stunde hat er London, 31. Dezember. Die Londoner Presse nicht der Versuchung widerstehen, die natio- Zeit, mit dem Anwalt über die Anlage der In Italien haben sich sowohl das Parla- beschäftigt sich heute morgens eingehend mit dem nalsozialistische Bewegung für die Erlangung anderthalb Millionen zu beraten, die sein eigen ment wie der König, selbst entrechftet, indem sie Verhältnis Deutschlands zum Bölkerbund und zum mindesten einger außenpolitischer Erfolge sind und die ihm doch in feiner Weise helfen niemals energisch gegen die bewaffneten Ban- berührt in diesem Zusammenhang auch die auszumuzen, was nach ihrer Auffassung die fönnen, die Gefängniszeit zu erleichtern. Anben borgegangen sind. Sie glaubten, daß sich die Stellung der Nationalsozialisten zur Regierung. Aussichten bessern würde, die Masse der natio- derthalb Millionen sind sein, und doch verBewegung des Fascismus von selbst toilaufen Wie der Genfer Korrespondent des„ Daily Tele- nalsozialistischen Wähler von ihren Führern mögen sie ihm nicht das Schloß der Zelle zu würde. Sie waren nachgiebig bis die Fasci- graph" berichtet, wird im Völkerbundssekretariat wegzulocken. Der Korrespondent beurteilt die öffnen, dennoch muß er sich anfahren lassen, sten ihnen die Macht aus den Händen nahmen. bestätigt, daß Dr. Curtius beschlossen habe, Möglichkeit, daß dieser Versuch im Ausland den dennoch muß er jedem Befehl gehorchen und ein Ich habe Mussolini selbst gut gefannt in der auf den Vorsitz bei der nächsten Ratstagung zu gewünschten Erfolg haben werde, skeptisch. Redaktion, bei Straßendemonstrationen und in Essen verzehren, das ihn nur gerade vor dem verzichten. Nach dem Bericht dieses Korrespon dem Gefängnis. Ich kenne seine ungewöhnBerhungern schützt. Wäre der Onkel mur anlichen Fähigkeiten, seine Energie und sein Or- denten herrscht in Völkerbundkreisen der Emdrud derthalb Jahre früher gestorben, säße er jegt ganisationstalent. Aber ich glaube, daß er nie- vor, daß im Falle einer gegen Deutschland genicht hier. Der Anwalt verließ ihn und übermals Diktator hätte werden können, wenn er richteten Entscheidung in der Minderheitenfrage nahm die Verwaltung des Vermögens. Der nur auf seine eigene Straft angewiesen wäre in Deutschland eine lebhafte Agitation geNach einer Rücksprache mit Curtius. Sträfling blieb zurück und malte sich aus, was gen den Völkerbund einsetzen werde. und ihm nicht die Schlappheit der Regierung man werde den Versuch machen, die Reichser mit seinem Gelde anfangen könnte, wenn Paris, 31. Dezember. Der deutsche Bot- nicht... ja, wenn nicht vier Zellenwände sich regierung zum Austritt aus dem Völkerbund zu fam, eine träftige Wegzehrung werden auf bewegen. Im gleichen Sinne berichtet ein be- schafter von Hoesch, der in den Weihnachts- eng um ihn schlössen. Der fremde Anwalt, den unserer Wanderung von dem freien Silvester- fannter englischer Journalist, der kürzlich in tagen Gelegenheit hatte, mit Reichsaußenmini- den, ihm fleine Summen zukommen zu lassen, er nie gekannt hatte, würde sich, nicht bereit finbügel über die vielen Buckel und durch die vielen Deutschland war, im New Chronicle", daß ster Dr. Curtius zusammenzutreffen und der die ihm doch vielleicht einige Erleichterungen noch uneingesehenen Täler des Jahres 1931 durchaus gemäßigte Deutsche ihm gegenüber von gestern von seinem furzen Urlaub nach Paris verschafft hätten, der junge Mann mußte hinüber zu der Unendlichkeit, Denn: der Möglichkeit eines Austritts Deutschlands zurückgekehrt ist, hatte heute eine längere Unter- sich mit dem Gedanken begnügen, daß draußen aus dem Völkerbund gesprochen hätten. in der Freiheit, in der Welt, ein Vermögen auf Der Berliner Korrespondent der„ Times" redung mit dem französischen Außenminister ihn wartete. Und sechs Jahre sollte er noch meint, die verantwortlichen Personen fönnten Briand über schwebende politische Fragen. Wie dunkel ist der Lebenspfad, Den wir zu wandeln pflegen ,, wieviel Verdruß werden uns außer den hochgeschätzten Frauen 1931 auch die sonstigen Vor gesetzten machen" und wie manchmal werden wir es hinieden wissen, wenn wir unzufrieden. Wie oft werden wir sehen: daß der Schlechte Das friegt, was ich gern selber möchte Ein neuer Heimwehrstandal. schmachten? Er verfiel auf einen Ausweg: er benutzte eine Gelegenheit, mit dem Wärter zu sprechen. Er bot ihm eine halbe Million, wenn er ihm zur Flucht verhülfe. Der arme, elende Sträf ling in der Anstaltskleidung... und eine halbe Million Die Finanziers der Hahnenschwanzaufmärsche als Bankrotteure verhaftet. zwei Begriffe, die sich nicht zufammenreimen ließen. Der Wärter dachte das, Graz, 31. Dezember.( Eigenbericht.) Vor Bertrauensmann der Heimwehrführung, nament was jeder normale Mensch denken würde; der und wie manchmal werden uns, genau wie der einigen Wochen war die Grazer Süddeutsche lich des Majors P a b st; er hat als solcher an der Sträfling ist verrückt geworden. Es blieb nichts Stoffel in Buschs Gedicht„ Daneben", mit dem Bank, eine Gründung der Heimwehr, zufam Finanzierung verschiedener Heimwehransmärsche, übrig, als diesen Fall von Geistesgestörtheit bem Beile ausgerechnet in die große Behe treffen. mengebrochen. Aus den Reihen der kleinen Spa- namentlich des Wiener- Neustädter Aufmarsches Gefängnisarzt zu melden. Der Arzt nahm den " In aller Eile." Mögen wir dann aber auch rer ist eine ganze Reihe von Strafanzeigen gegen im Oktober 1928, hervorragenden Anteil genom- Sträffing unter Beobachtung, der zu seiner BerDie Schlußfolgerung ziehen und den bösen Schick die führenden Bankjunktionäre eingelaufen. Im men. Während die meisten Einleger und kleinen wunderung jetzt als geistesschwach behandelt falsschlag mit Buschs wohlgemeinten Worten Laufe der eingeleiteten Untersuchung hat die Sparer, hauptsächlich Beamte und Bensionisten, wurde. Er benußte die Gelegenheit, von seinem Staatsanwaltschaft, wie bereits gemeldet, die um den größten Teil ihrer Einlagen kommen, hat Bermögen zu erzählen. Aber da niemand von Berhaftung der zwei Hauptschuldigen und deren Eisenzopf verfügt, daß die Heimwehrgelder noch der Erbschaft wußte, die ihm zugefallen war, Ueberführung in die Haft des Grazer Landes- rechtzeitig vor dem Zusammenbruch zurückgezahlt hielt man seine Reden für die Phantafie eines wurden. Der gleichfalls verhaftete Schellnegger Irren. Seine Mitgefangenen begannen über gerichtes angeordnet. Es handelt sich um den Direktor Eisen- war Exponent der nationalsozialistischen Bewe- ihn zu lachen. Immer wilder, immer verzweizopf und den Präsidenten des Instituts gung. Schell negger. Eisenzopf war der finanzielle extragen: Ohne jedes Schmerzgewimmer, Nur mit Ruh, mit einer festen, Sprach er: Ja, ich sag' es immer, Nebenzu trifft man am besten. So komm denn lieber alter Wilhelm Busch! Du waderer Menschenfreund! Reiche uns in der Silvesternacht beim Klang der Glocken den Becher deines Humors, wir wollen als Trinkspruch, als deiner Weisheit letzten Schluß, die Worte hinnehmen: Drum lebe mäßig, denke klug! Wer nichts gebraucht, der hat genug! Englische Petition felter wurden seine Reden, immer trampfhafter feine Versuche, die andern zu überzeugen. Miß trauen gegen die andern kam hinzu, er nannte rung aufgefordert wird, die 24 Personen, die Nachricht gebracht hatte... es war das Ringen die Adresse des Anwalts nicht, der ihm die wegen Zugehörigkeit zu einer geaen die fascisti eines Ohnmächtigen mit einem Giganten. Nach sche Staatsordnung gerichteten Organisation zwei Monaten brach er zusammen und mußte gegen das italienische Sondergericht. angeklagt sind, nicht durch ein Sondergericht, ins Gefängnislazarett geschafft werden. Hier London, 31. Dezember. Die Blätter ver- sondern im ordentlichen öffentlichen verschlimmerte sich sein Zustand so, daß er nach öffentlichen ein Schreiben einer Anzahl bekann- Gerichtsverfahren abzuurteilen und einem weiteren Bierteljahr in die Frrenanstalt ter Persönlichkeiten, darunter mehrerer Parla- ihnen die Wahrnehmung ihrer Intereffen durch eingeliefert wurde. Zehn Jahre später ist er mentsmitglieder, in dem die italienische Regie- leinen eigenen Rechtsanwalt zu gestatten. jetzt gestorben. W. H. Nr. 1 Donnerstag, 1. Jänner 1931 ®ene n. SlSSwmIch an die UnpoHMen. Ähr hieltet und haltet still. Man macht mit euch, was mau machen will. Ihr laßt dem Staat seinen Lauf. Ihr fitzt und wartet ungefähr, als ob das Schicksal«in Zahnarzt wär, und reißt de« Schnabel auf. Mau sagt, man müßte dir Steuer« erhöh«. Man sagt,«ine Luftflotte sei schön und noch schöner rin großes Heer. Man sagt, ihr braucht den Einsuhrzoll. Man redet euch die Jacke voll «nd verschweigt euch noch viel mehr. Man meldet, daß der Brotpreis stieg. Ma« sagt, ihr müßtet in de« Krieg, und lacht euch i«s Genick. Man schmiert euch an. Man seift euch«in. Man legt euch trocken. Man legt euch hinein. Man nennt das Politik. Ihr seid so dumm. Ihr seid so ftuuun. Man tanzt euch auf der Nase rum. Ihr fühlt euch so privat. Di« Frau will Geld. Und der Säugling schreit. Ihr wollt ins Bett: Ihr habt keine Zeit für den sogenannten Staat. Ihr habt die Augen, fragt nicht wo. Ihr laßt di« Köpf« im Büro. Ihr haltet still«nd blecht. Es ist egal» wer euch regiert. Ihr werdet ewig angrfchmiert. Und das geschieht euch recht! Silneftrrspilt vor Lrrdvn. Bon Hermann Schützing««. Im Morgengrauen des 1. Januar 1915 überreicht« ein Parlamentär des deutschen Kronprinzen vor Verdun dem General Sarrail einen Neujahrswunsch in Form einer Photographie. Die Maashöhen vor Verdun sind in Eis und Schnee erstarrt. Die Wälder stehen da wie riesige, mit Schnee überschüttete Mücke. Die Pappeln an der Maas ragen wie Schlote aus den Weißen Wiesen empor. Nur auf den Höhen rings um die mit einem Halbkreis der deutschen Front umgebene Stadt grollt die Artillerie und Lumpen der Schützengrabenkampf. Das Perdun von 1914 ist immer noch nicht der Schreckensbegriff der Hölle von Verdun von 1916 und 1917. Die deutsche Angriffsfront» die sich wie ein riesiges Band zur Marneschlacht um den Eck- Muer der Festung nach Südwesten gebogen hat, ist wieder zurückgeschwenkt und, aus dein. Aron- nruwald dehnt sich über das Maastal bei Con- senvoye hinweg die Schützengrabenfront durch die Berghöhen des Boevre nach Süden gegen St. Mihiel. Der erste Chock der Marneschlacht ist verraucht. Man hat sich in den Boden gegraben und nicht ohne Erfolg gegen die feindliche Artillerie und Infanterie geschützt. Es ist nahezu gemütlich geworden vor Berdun beiderseits der Maas. v Hinten in Stonah, dem kleinen Maasstädtchen zwischen Berdun und Sedan, hat der Kronprinz sein fideles Feldquartier aufgeschlagen. Er nimmt den Krieg bei weitem nicht so ernst wie sein Herr Papa. Am Morgen erledigt er einige Unterschriften im Büro, dann fährt er im Maastal die-Straße entlang nach Consen- voye, steigt dort auf die berühmte Kronprinzenhöhe 218, von der aus man so schön nach Süden in Richtung Verdun beobachten kann. Zum MittagSbrot ist der junge Herr bereits wieder im Kasino des A. O. K. zurück. Den Nachmittagskaffee nimmt er in irgendeinem Estaminet an der MaaS, plaudert mit den Damen hinter der Theke oder mit der Tabakverkäuferin am Markt. Tann ist das Tagewerk so ziemlich erfüllt. Auf der Höhe 329 bei Consenvohe betrachtet man den jungen Herrn immer noch als eine angenehme Abwechslung, als eine'ur Verdunfront gehörige Figur, die zu plaudern und gelegennich kleine Liebesgaben zu verschenken versteht. Heute ist der letzte Tag im ersten Jahr des großen Krieges. Kein Mensch weiß recht, wie man sich dazu stellen soll. Kein Mensch der 6. Kompagnie deS Regiments 310 hat jemals Silvester im Kriege erlebt. Darum herrscht eine angenehme Spannung, was Wohl heute Nacht vor sich gehen mag. Dir Vorpos^en-Äampagnie bot vor ihr« Gräben ans dem Gipfel der Höhe 329 einen Unteroffizier mit 10 Mann als vordersten Grabenpost vorgeschoben. Der Unteroffizier ist Techniker aus Berlin. Seine 10 Mann sind schwerblütige Bauern ans der Uckermark. Sie haben sich von der Molleville-Ferme drüben im Wald ein paar kleine Tannen und Kerzen besorgt und ihren Unterstand etwas feierlich herausgeputzt. Gegen Abend kommt noch einmal der Major vorbei und korgt. daß der.„.Kriegsgeist" in der kommenden Nacht nicht etwa flöten geht: „Geben Sie mir genau Obacht, Unteroffizier! Schießen Sie stuf alles, was sich drüben auf der Brabantek Höhe zeigt! 1UW wenn sich irgendein Schatten aus dem feindlichen Graben löst, dann raus und vor! Schnell einig« Gefan. gene gemacht! Die Schuft« sollen nicht zur Ruhe kommen— auch nicht in der Silvesternacht!" Das Fahr 1831 gehört der Fugend! Auf dem Parteitage 1927 in Teplitz hielt der Sprecher des Parteivorstandes, Genosse Kogler, eine groß angelegte Rede über eine der wichtigsten und brennendsten Fragen der modernen Arbeiterbewegung, über die Erfassung und Erziehung deS proletarischen Nachwuchses für den Klassenkamps und den Sozialismus. Der Redner bezeichnete diese Frage als das Schicksalsproblem der Arbeiterklasse. Seine Forderung nach einer innigen freundschaftlichen Zusammenarbeit aller proletarischen Organisationen zur Gewinnung, der Jugend fand nicht nur stürmischen Beifall des Parteitages, seine Worte fanden auch lauten Widerhall bei der Vertrauensmännerschaft im ganzen Laiche. Seit dieser Zeit haben die proletarischen Äulturorganisationen, die Partei, die Gewerkschaften, auf verschiedenen kleinen und großen Tagungen die gemeinsame Arbeit in der Ju- gerchfrage nicht nur gut geheißen, sondern auch durch verschieden« Beschlüsse zu realisieren versucht. Die Jugendfrage schwand nicht mehr von der Tagesoiwnung. Dazu kam die Entwicklung des Iascismus, sein offener Kampf gegen die Demokratie und gegen die organisierte Arbeiterklasse und sein strggestiver Einfluß aus große Teile der Jugend. Diese Gefahren drängten zu emsigerer Arbeit, zu gesteigerter Aufmerksamkeit auf die Jugeich, zur Anwendung neuer- Formen der Aktion und der Schulung, zur Durchführung großzügiger Maßnahmen in der Werbearbeit. Di« Gewinnung der Jugend darf nicht allein Aufgabe der Grüppenarbeit der Jugendlichen, Turner und Kinder freunde sein, di« Erfassung des proletarischen Nachwuchses ist die dringend- ste Aufgabe, welche die Partei, die Kulturorganisationen, die Gewerkschaften zu erfüllen habe«. Das Jahr 1931 soll daher ganz im Zeichen der Gewinnung der Arbeiterjugend stehen. Drei groß« Arbeiten gibt es in diesem Jahre zu bewälfigen. Vor allem sind die organisatorischen Einrichtungen zur gemeinsamen Arbeit der Jugenderfassung zu schaffen. Der Parteitag 1930 hat hiezu die Vor. aussetzungen geschaffen. Er hat im Statut der Parier die Organisation des ErziehunaswesenS festgelegt: den ReichSerz-iehungsbeirat mit seinen Unterstellen in den Kreisen, Bezirken und Orten. Dieser Erzieherorganisation gehören die Vertreter der Partei, des Frauenreichs- komiteeS, der sozialistischen Jugend, der Arbeiterturner, der Kinderfreunde, der Sänger, der Radfahrer an. Der Parteivorstand kann fallweise auch die Vertreter anderer Organisationen einladen. Zweck und Ziel dieser neuen^ Organisa- stion^gliederung sind genau im'Parteistatut' festgelegt. Sie gipfeln in der Erfassung und Schulung der Jugend, Durchführung gemeinsamer Aktionen, Ueberführung der erwachsenen Jugendlichen in Partei, Gewerkschaft und Kulturorganisation. Der Beschluß des Parteitages darf nicht am Papier stehen bleiben. Die Kreisorganisationen der Partei, die Bezirke und die Lokalorganisationen haben ohne Verzögerung an die Schaffung der Erzieherräte zu schreiten. Ohne gut ausgebaute Unterstellen kann der Reichs- erzichungsbeirat nicht arbeiten, können keine gemeinsame Aktionen durchgeführt werden. Die zweite große Arbeit ist die Durch-. führung gut vorbereiteter Werbeaktionen in allen Gebieten des Landes. Alles mutz aus Aktivität eingestellt werde«. Wir können nur mit Müssender«nstal- t ungen an die Jugend herankommen. Werbewochen sind in Gemeinschaft mit allen proletarischen Organisationen durchzuführen. Kleinarbeit muß mit machtvoller Kundgebung ver- bunden sein. Die Werbeaktion muß in der O tj f ent I i$ leit, ans Straßen und Platzen sichtbar werden. Große Bezirksversammlungen müssen sie einleiten, mit Auf- und Abmarsch, mit Fahnen, Standarten, Gesang und Musik. Ein gemeinsamer Werbeaufmarsch der Jugendlichen, der Turner und Kinderfreunde wird Jugend anziehen, Jugend mitreißen. Desgleichen Werbefackelzüge mit Ansprachen,. große gesellige Zusammenkünfte, Ju- gendtage, Schauturnen, Sporttage, Feste und Feiern, Plakat- und Presseaktionen zu bestimmten Zeiten des Jahres, gemeinsamer Werbeaufmarsch der Jugendlichen am ersten Mai, Ueber- nahme der Jugendlichen in die Gemeinschaft der Erwachsenen während der großen Maiver- sam-mlung, imposante Aufmachung des Kindertages mit Hilfe aller proletarischen Kulturorganisationen, deS internationalen Jugendtages mit gemeinsamem Aufmarsch der Jugendlichen und der Turner, der Deutschen und der Tschechen. Die Werbeaktionen verteilen sich auf verschiedene Zeiten des Jahres; im Frühjahr werben die Jugendlichen und di« Turner, nach Schulschluß die Kindersreunde, im Herbste di« Sänger. Die Rivalität tritt in den Hintergrund, alle scharen sich um das Banner der gemeinsamen Arbeit. Die dritte große Arbeit des kommenden Jahres ist die Erziehung deS proletarischen Nachwuchses, in welcher Organisation er immer eingegliedert sein mag, nach sozialistischen Erziehungsgrundsätzen. Das Proletariat mutz 'eine Erzieher aus seinen eigenen Reihen stellen. Erzieherschulung wirb überall Voraussetzung sein müssen. Was hier vorgeschlagen wird, ist gewiß nicht- Neues. Das wurde schon alles praktisch angepackt und hie und da mit Erfolg durch- gefuhrt. Das Neue daran soll sein, daß es nun kein Nebeneinander, sondern nur noch ein einträchtiges, freundschaftliches Miteinander 'ä't b en darf.'Das wird uns Kraft, Zuversicht und Erfolg bringen. Der Gedanke der gemeinschaftlichen Arbeit zur Ge- winnung der Arbeiterjugend muß alle Genossen und Genossinnen beseelen. Niemand darf fernbleiben, keiner abseits stehen. Nur dann. wird die Arbeiterjugend unser« Zukunft werden. R. Rückl. niHnuiiniiiiiifflHiiiHiiniiiiiiimiRiiiiiiiiniiniiiiiiiiiniiinHHiiiHinniiiiHiiniMiiinniinimimniiiiiiiiiitiiiinniiHHMumiiiinniiiiiiiiiiiiiiiimuinuinmHiiiiiuiiiiiunuHuiiiuiiiiiiiniiffliniHinnniinim Der Posten hört nachdenklich zu, putzt seine Gewehre, holt sich die letzten Liebesgaben aus dem Tornister und erwartet di« Nacht. Sie verläuft auch nicht anders wie jede andere zuvor. Die Posten knallen. Die Artillerie schießt planlos ins Gelände. Minenwerfer hat es damals noch nicht gegeben, auch keine Flammenwerfer und Gasgeschichten— und so steht man an der Grabenbrüstung, beobachtet nach dem Gegner und wundert sich, daß,das erste Kriegs- jahr ohne Sensation zuende geht. Um 12 Uhr nachts aber prasselt plötzlich das Jnfanteriefeuer los. Irgendein Witzbold in irgeicdeinem Grabenloch hat mit ein paar Kameraden eine Salve in den Himmel geschossen. Der Nachbar und der Feind zuckt zusammen und schießt auch, und am Schluß brandet eine riesige, zum Himmel knatternde Salve wie ein gespenstiges Feuerwerk um Berdun. Gegen Morgen wird der Unteroffizier des Grabenpostens Höhe 329 plötzlich aus seinem Dösen herausgerissen. Eine Offiziersgruppe steht vor ihm. Ein Oberst und ein Hauptmann. Ein Trompeter der Stabswache steht hinter ihnen. „Weisen Sie uns den Wea nach dem Feind!" Der Unteroffizier staunt. Im ganzen Krieg hat er noch keinen Pärlamentär mit Trompete und weißer Fahne gesehen. Er tastet sich vorsichtig die Höh« herunter in Richtung Brabant und weist den Offizieren den Pa- trouillenweg durch den Stacheldraht. Der Trompeter nimmt sein Instrument an den Mund, bläst hellund laut. Die weiß« Föhne wird geschwenkt.- Drüben heben sich ein paar Schatten aus dem Graben empok. Die Offiziersgruppe verschwindet in der Nacht. Im Grabenposten 329 stehen die 10 Mann staunend vor ihrem Unterstand und starren in die Nacht. Der Trompeter wartet bei ihnen, bis sein Herr zurück ist und weist zunächst jede Frage mit. Achselzucken zurück. Undlich hat ihn der Unteroffizier so weit: „Ja— das ist Wohl ne dolle Idee von unserem jungen Herrn. Er hat sich gestern partout in den Kopf gesetzt, man müsse den Franzosen zum Neujahr gratulieren— und schließlich hat dann der Stabschef, der Herr von Gundän, di« Sache zuvechtgemacht: eine Photographie mit der Unterschrift und der Adresse deS Generals Sar- rails, Oberstkommandierenden von Verdun: „Herr General! Ich wünqche meinem ritterlichen Gegner ein frohes neues Jahr. Wilhelm, Kronprinz." „Das kann doch nicht sein!"»wogt der Unteroffizier zu zweifeln,„unser junger Herr kann doch denen da drüben nicht gut zum neuen Jahr gratulieren! Ich versteh nischt von Krieg und Bolidik, ober so wat, nee, nee, det kapier ich nich!" Die Bauern an der Uckermark stehen schweigend umher. Sie sehen vor sich die Nacht wie eine riesige Wand, die so manches verhüllt. Ihre Gehirne arbeiten mit heißem Stoßen. Sie haben natürlich noch nicht Remarque und noch nicht Renn gelesen. Sie können das nicht ausdrücken und nicht fassen, was man heute sagt und denkt. Sie sehen nur den Offizier vor sich, der im Auftrag des Kronprinzen dem General der Franzosen die Photographie überbringt. Ihre Köpfe arbeiten wie Mühlstein«, zwischen denen ein böser Jung« Sand gestreut hat. Sie knarren und quietschen— und sie kapieren nicht.* Der Unteroffizier aber prustet los:„So ein Skandal! Wir sollen uns totschießen und sollen zwischen Gräben verrecken! Und der da — der schickt seine Gratulation nach Verdun!" Die ersten Morgennebol liegen über der Maas. Schneewolken ballen sich zusammen und ein scharfer Nordost jagt sie, gespenstisch über die Maashöhen hinweg. Der Unteroffizier steht nachdenklich am Ausguck seines Grabens, di« 10 Bauern wie ein Bollwerk hinter ihm:„Seht ihr die drei Wolken überm Berg! Sehen sie nicht aus wie drei Reiter? Wie unser junger Herr— wie sein Vater— und wie der alte Fritz? Ist das nicht gespenstig, wie sie durch die Silvesternacht reiten?" Einer der Bauern meint:„Nee,— daS sind die apokalyptischen Reiter, das ist der Ritter, der Teufel und der Tod!" Sie schauen in die Nacht von Berdum und empfinden wie einen leisen Schauer die Höll«, die sich später auftut, ein kurzes Jahr danach. Es wird Morgen. Der Hauptmann d«S Generalstabs taucht auf— aus dem Drahtverhau wie ein Stuck Nebel. Die Nacht ist aus, der Spuk zerrinnt über der Maas. Irgendwo ruft eine Stimme:„Na, prost Neujahr!" Tagestieuigkeittk. Warum? Wieder ein Soldatenselbstmord! Karlsbad, 31. Dezember. Der 21jährige Soldat Karl Dörr des 110. Artillerie-Regi- mentes war aus der Slowakei auf W e i y- nachtsurlaub zu seinen Eltern nach Alt- Rohlau gekommen, von denen er am 28. De> zember Abschied nahm. In feine Garnison ist er jedoch nicht zurückgekehrt. Mestern sand man seine furchtbar verstümmelte Leiche auf den Schienen des Bahnüberganges in Meierhöfen. Der Soldat legte sich am Dienstag um XI3 Uhr quer über den Schienenstrang und ließ sich vom Personenzug Eger-Karlsbad überfahren, der um X13 Uhr in Karlsbad eintrifft. Sein Hinterkopf wurde zerquetscht, außerdem erlitt der Soldat schwere Halsverletzungen; auch ein Oberarm Dörrs wurde vollständig zermalmt. Dörr war sofort tot. Die Ursache des Selbstmordes ist unbekannt. Seebeben im Stillen Szeau- Loudon, 30. Dezember. Im Stillen Ozean muß«in Seebeben von ungeheuren Dimensionen stattgefunden haben. Nach einer Reutermeldung aus der chilenischen Stadt Coquim- b o befinden sich die Küstenbewohner in erheblicher Aufregung. Unnatürlich grün gefärbte Wogen schlagen gegen die Küste. Das Wasser strömt einen intensiven Fäulnisgeruch aus.- Dieser soll auf die Millionen von toten Fischen zurückzuführen sein, die durch Eruptionen auf dem Boden des Ozeans getötet worden sind. Die Küstenbewohner sind davor gewarnt worden, im Meer zu baden. In einzelnen Küstenorten herrscht ungewöhnliche Hitz«, auch werden lang andauernde Erdstöße wahrgenommen. Sidney, 31. Dezember. Nach einem Funkspruch deS Dampfers„Duris" hat ein Erdbeben, das von einer zweieinhalb Meter hohen Sturmflut begleitet war, am Weihnachtsabend die in der Südsee liegeirden westlichen Inseln nördlich von Neuguinea erschüttert. Aus den zu ihnen gehörenden Awin-, Inseln wurden Hauser und Vieh ins Meer gerissen. Aufdeckung grober zollvergehen. DaS Ostrauer„Oeske Slovo" meldet: Den Mitgliedern der mährisch- schlesischen Häute- Genossenschaft in Mährisch- O st r a u wurde vor den ÄeihnachtSfciertaaen eine ungewöhnliche Ueberraschung bereitet. Bei der letzten Häuteauktion der' Genossenschaft in Prag wurde der Vorsitzende der Genossenschaft, der bekannte Ostrauer Fleischer Josef O e r n y, über Ersuchen der Strafabteilung der Finanzlandesdirektion verhaftet. Ueber die Ursachen dieses Ereignisses bewahren die Aemter Stillschweigen, aber eS ist doch bekannt, daß der Genossenschaft Zollvergehen vorgeworfen werden, die durch Ausfuhr von Häuten nach England begangen worden fein sollen. Da das englische Kontingent erschöpft war, führten sie die Häute nach Annaberg und von oa nach Deutschland, von wo sie nach England exportiert wurden. Die Bücher und Korrespondenzen der Genossenschaft wurden beschlagnahmt und nach Prag geschafft, von wo auch die Untersuchung geleitet wird. Man behauptet, daß der S t a a t durch die Machinationen der Genossenschaft um einen Betrag von mehreren Millionen Kronen geschädigt worden sei, denn es handelt sich um 100 Waggons Häute. Die Zollabgabe für einen Waggon beträgt 40.000 bis 45.000 Kronen. SOS-Rufe eines uni ergehen den Dampfer«. Löndon, 31. Dezember.(Reuter.)' Das britisthe Boot„Vizekönig von Indien" hat SOS,-Zeichen des griechischen Dampfers „Theodor O s b u" aufgefangen, der um Hilfe bittet, da er untergehe. Anton SvScenr 60 Jahre. Heute vollendet der Leiter der Parteibuchhandlung der tschechischen Genossen, Anton S v 8 c e n i, sein sechzigstes Lebensjahr. Svöcench war ursprünglich Schneider urck in der Schneidergewerkschaft eifrig tätig. Aber schon mit 18 Jahren trat er auch als politischer Redner hervor, wurde Redakteur eines früher in Smichow erschienenen Blatte-, wurde 1907 und 1911 in das österreichische Abgeordnetenhaus gewählt und wurde in der Tschechoslowakischen Republik Senator. Eines seiner größten Verdienste^ ist der Ausbau der Parteibuchhandlung der tschechischen Sozialdemokratie, die heute ein großes Unternehmen ist. Begnadigt. Die T o d e s st r af e, zu der Phil tipp lZarneekh, landwirtschaftlicher Arbeiter auS 6adec, vom Kreis- als Geschworenengericht in Olmütz wegen deS Verbrechens des gemeinen Mordes, begangen am 8. November 1929 an dem 33 Jahve alten Paul Friedrich in Telatowitz, verurteilt wurde, wurde auf dem Wege der Begnadigung durch den Präsidenten der Republik in eine Strafe von 15 Jahren schweren Kerkers, jedes Vierteljahr durch einen Fasttag und alljährlich am Tage der Tat, d. i. am 8. November, durch Einzelhaft in der Dunkelzelle und hartes Lager verschärft, umgewandelt. Sette 6. Fingierter Raubüberfall. Mittwoch vormittags, um 10 Uhr 45 min. wurde in einer Bajjage auf dem Prager Wenzelsplay der 46jährige Donnerstag, 1. Jänner 1931 Was treibt das Handelsministerium? wwwwww " Nr. 1 vorsteher( Bürgermeister), sondern auch die Anschriften der Gemeindevertreter mit Angabe des Berufes und der Parteizugehörigkeit enthält. meindefinanzwirtschaft, die Gemeindebetriebe, die Kredit Inkaſſiſt Max Ružička von Bassanten auf Will es uns auch in einen Zollirieg mit den Bereinigten Staaten verwideln? Außerdem findet man Angaben über die Geder Treppe ohumächtig aufgefunden. Als er aus der Ohnmacht erivachte, behauptete er, von Die Folge des Zollfrieges mit Ungarn ist( eingeführt werden, ein außerordentlich hoher Gesundheits- und Wohlfahrtseinrichtungen, das einem Unbekannten mit einem stumpfen Ge- bekanntlich, daß von beiden Seiten das Be- Betrag ist, um den die Konsumenten einfach Verkehrswesen, die Behörden und Aemter usw. genstand einen Hieb gegen die Schläfe erhalten zu willigungsverfahren für gewisse Artikel ein- geprellt werden. Ueberall redet man von Preis- Die Anschriften der obersten Staatsbehörden und haben, worauf ihm 2600 Stronen entiendet geführt wurde, das heißt, es dürfen bestimmte abbau und das Handelsministerium hat nichts Aemter, der Landesbehörden in Prag und worden seien. Borher hatte er für die Firma Waren nach Ungarn nur mit Bewilligung der anderes zu tun als ein wichtiges Lebensmittel Brünn, der Landes- und Bezirksvertreter, sowie Sobotka 10.000 Stronen cintassiert. Da der dortigen Behörden und ungarische Waren in die noch zu verteuern. Das empörende aber ist, daß statistische Tabellen über die Gemeindebetriebe Polizei die ganze Angelegenheit nicht recht ge- Tschechoslowakei mit Bewilligung des Prager dies wie gesagt nicht nur bei ungarischem Fett, ergänzen das Werk in wertvoller Weise. Nicht heuer war, wurde Ružička auf der Polizei einem Handelsministeriums eingeführt werden. Dieses sondern auch bei amerikanischem geschieht, ob- unerwähnt soll bleiben, daß das Gemeindescharfen Verhör unterzogen, wobei er schließlich Bewilligungsverfahren erstreckt sich unter ande- zwar wir uns doch nicht in einem Zollkrieg mit finanzgesetz in seiner neuen Fassung ebenfalls gestand, den Ueberfall fingiert zu rem auch auf alle Fette. Das Bewilligungsverden Vereinigten Staaten von Nordamerika be- Aufnahme gefunden hat. Der Bezugspreis behaben. Um die Sache glaubhafter zu machen, fahren gilt aber nun nicht nur bei ungarischem finden. Oder will uns der Herr Matoušet auch trägt 40 Stronen zuzüglich Umsatzsteuer und hatte er von seinem Raglan einen Knopf abge- Fett, sondern wird auch bei Fett angewandt in einen Zollfrieg mit dem größten Industrie- Versandspesen. Bestellungen nimmt entgegen: tvennt und behauptet, von dem Raglan set ihm das aus den Vereinigten Staaten von Nord- land der Welt verwickeln? Dabei ist auch die Kommunalverlag Ges. m. b. H. Geschäftsstelle im Handgemenge mit dem Räuber eine Spange amerika fommt. So weit es sich da nur um For- Frage aufzuwerfen, ob es dem geltenden Rechte Teplitz- Schönau, Schulplatz Nr. 5.. abgerissen worden. Bei einer Leibesoisitation malitäten handelt, Ausfüllung von Formularen, überhaupt entspricht, daß das Handelsmini- Start der Weltraumrakete? Unter Leitung fand man den abgerissenen Senopf aber in je i Stempeln, Eingaben bei den Aemtern ist die sterium dieses halbe Prozent einhebt, denn in der des amerikanischen Physikers Dr. Lyon soll ner Tasche. 1000 Ktronen von dem angeb- Sache nicht so arg, denn wenn sich das Handels- betreffenden Verordnung, mit welcher das Be- am 10. Jänner vom Monte Redoria( Nordlich entwendeten Betrag hatte Ružička hinter ministerium unnötige Arbeit machen will, ist das willigungsverfahren auf Fett ausgedehnt wurde, italien) aus der erste Start der Weltraumrakete den Polstern des Autos versteckt, in dem er zum feine Angelegenheit. Weniger gleichgültig fann steht von dieser Gebühr auch nicht das geringste. stattfinden. Man rechnet damit, daß die mit Verhör gebracht wurde; von den reſtlichen 1600 es jedoch die Bevölkerung lassen, wenn auf das Wie wir hören, ist auch die Prager Handelskam einem Gyroskop, mit Thermometern und LuftKronen behauptete er anfangs, daß es sein eben ungarische, aber auch das amerikanische Schmalz, mer der Ansicht, daß die Einhebung dieses druckmeßapparaturen ausgerüstete Rakete eine erhaltener Lohn sei. Eine Vertundung an der eine Gebühr von einem halben Prozent erhoben Betrages ein glatter Rechtsbruch ist. Höhe von etwa 70 Kilometern erreichen wird. rechten Schläfe hatte er sich durch einen Sturz wird. Das Handelsministerium muß also auf Finanzier der abenteuerlichen Angelegenheit, an von der Stiege selbst zugefügt. Ružička wurde in die Haft des Prager Kreisgerichtes emge Dadurch wird ein Kilogramm Fett im flären, wiejo es auf amerikanisches Fett eine deren Verwirklichung auch ein junger Wiener solche Gebühr einhebt und ob das den bestehen Gelehrter namens Dr. Adler mitarbeitet, ist Dr. liefert. Großhandel um etwa fünf bis sechs Heller, den Verträgen mit den Vereinigten Staaten von Lyon selbst, ein schwerreicher Amerikaner, der Der Bock als Gärtner. Der Leiter des im Kleinhandel um etwa zehn Heller verNordamerita entspricht. Wartet vielleicht das von seiner Arbeit behauptet, daß sie in erfolgBahnschutzes in Halberstadt ist, wie der Vorteuert, Handelsministerium erst auf das Einschreifen der versprechender Weise eine Synthese der Erfahwärts" aus Braunschweig berichtet, unter dem was bei den tausenden Waggons Fett die zu uns Vereinigten Staaten von Nordamerika? rungen Valiers und Fritz von Opels bilde. dringenden Verdacht der Anstiftung und AusFeuer. Dienstag nachts brach in einem Dorfe führung der zahlreichen Anschläge auf Eisendaß sich die Ueberführung des Senaben ins fühnt werden. 15 Mörder wurden in Sing- folge des starken Windes rasch um sich griff. Sieben bei wartau( Schweiz) ein Feuer aus, das inbahnzüge verhaftet worden. Karlsbader Krankenhaus als notwendig erwies. Sing mit dem elektrischen Stuhl hinge- Dachstühle des Unterdorfes find den Flammen jum Was ist mit der Affäre Dvořát? Seinerzeit m ersten Entseßen über sein Mißgeschick hat richtet. Opfer gefallen. 10 Familien sind obdach. wurde, so schreibt das Právo Lidu", mitgeteilt, der Fünfzehnjährige die Flucht ergriffen Batermord wegen des Hausschlüssels. In los geworden. Die Kaplanei, ein historisches Ge daß gegen den Oberstleutnant Dr. Dvořák, und ist seither verschwunden, so daß die Be- Rossignol bei Lapalisse( Mittelfrankreich) erftach bäude aus dem 16. Jahrhundert, ist vollständig gegen den Anschuldigungen erhoben wurden, er fürchtung besteht, er habe sich ein Leid angetan. der 20 Jahre alte Landarbeiter Claude Meunier niedergebrannt. jei bei Affentierungen nicht forrekt vorgegangen, Blutige Rache an einem Advokaten. Die feinen 48jährigen Vater, als er sich weigerte, Durch unberechtigte Kredithergabe seitens Anein Disziplinarverfahren eingeleitet werden wird. 61jährige Köchin Johanna Pöschl in Wien ihm den Hausschlüſſel auszuhändigen, mit einem gestellter einer Depositeukaffe der Darmstädter und Seit einigen Wochen ist aber die ganze Affare hat Dienstag den Rechtsanwalt Dr. Gregor Taschenmesser. Der Mörder warf die Leiche sei- Nationalbank ist der Bank beträchtlicher Schaden eingeschlafen, was den Verdacht erweckt, daß einzelne Kreise ein Interesse daran haben, über die ankiewicz in dessen Kanzlei in der inne- nes Vaters in die Jauchegrube und floh dann entstanden. Ohne Wissen der Bankleitung wurde Stadt überfallen und ihm mit einer Schere in ein in Höhe von 300.000 Mart gewährt, von dem etwa zugehen. Die Deffentlichkeit hat ein Interesse ei Berlebungen im Gesicht beigebracht. Die der Polizei verhaftet wurde. Täterin scheint den Ueberfall aus Rache daran, daß das Disziplinarverfahren möglichst wegen eines verlorenen Prozesses behörde in Graz ist eine Anzeige des Kauf- chungsmanipulationen hatten die Angestellten verEin Millionenbetrug. Bei der Sicherheits- 200.000 Mark verloren sein dürften. Durch Burasch durchgeführt und das Ergebnis bekannt verübt zu haben. manns Hubert Haas in Köln gegen den an- sucht, ihr Verhalten zu verschleiern. Nach Aufdergegeben wird, um so mehr als auch die AngeDie Steuerhinterziehungen des Syndikats" geblichen Dr. und Diplom. Ing. Kurt Seid- fung ihrer Verfolgung wurden die Beteiligten fristlegenheit im Ausland Aufmerksamkeit erregt und der Minister für Nationalverteidigung im Par- Capone. Der Geschäftsführer" des Syndikats" er in Graz wegen Betruges mit einer Sch atos entlassen. Neue gemeinnüßige Bauten nicht in Prag lament die Erledigung in fürzester Zeit ver- des Bandenführers Al Capone in Chicago, ein denssumme von 180.000 Mark eingegewisser Jad Cuzit, der kürzlich der laufen. Seidler war Gründer, Präsident und aber in Stockholm. Ein neues Schwimmbad, sprochen hat. Tödlicher Autounfall. In Peterswald im Steuerbinterziehung im Betrage von geschäftsführender Verwaltungsrat der Beryl- das gleichzeitig als Tennisplatz und für Spart in 220.000 Dollar für schuldig befunden lium A.-G. und wurde vor mehreren Wochen geschlossenen Räumen verwendet wird, ist eben in Tejchener Gebiet geriet ein Personenauto, in wurde, ist gestern zu fünf Jahren Ge- in Paris auf Anzeige von Schweizer Geld Stockholm fertiggestellt. Mit dem Bade ist ein Zudem Anton Dubovy aus Oderfurt von einem Geld- Stockholm Begräbnis zurüdfehrte, ins Schleudern, fuhr infängnis und 17.500 Dollar Geld- gebern verhaftet. Er befindet sich zur Zeit im schauerraum mit 3000 Sitzpläßen verbunden. Außer einen Graben und stürzte um, die vier im Strafe verurteilt worden. Sein Einkom- Auslieferungsamt in Paris. Haas hatte Seid- dent soll ein neues Konzerthaus für 2000 PerAuto sitzenden Personen unter sich begrabend. men betrug während der leßten drei Jahre ler für Holzgeschäfte und Investitionen für die sonen als 21. Theater der Stadt Stockholm errichte: Alle vier erlitten ernste Verlegungen. denen der mehr als eine Million Dollar. Frank Beryllium A.-G. den genannten Betrag in werden. Rifti, Finanzsekretär des Syndikats gab Barem und in Hypothekarpfandbriefen über- Der neue Uro"-Prospekt für 1931. In über67jährige Anton Dubovy bei der Ueberführung Steuerhinterziehungen in Höhe von 160.000 geben. Von dem Schweizer Konsortium hat er aus ansprechender, modern geschmackvoller AusDollar su, und erhielt 18 Monate Ge- 400.000 Francs erhalten. Ueber die Person und stattung legt die„ uro" ihr Reise- und ErholungsUnbekannte Kasseneinbrecher drangen in die fängnis und 10.000 Dollar Geldstrafe. Ralph Tätigkeit des Seidler als Präsident der Beryl- programm für 1931 in gedruckter Form der interBüroräumlichkeiten des Automobilzugehör- Capone, der zu drei Jahren Gefängnis und lium A.-G. laufen gegenwärtig auch die Eressierten Oeffentlichkeit vor. Die„ Uro" hat ganz Händlers Friedrich Arm in Mähr.- Ostrau ein, 10.000 Dollar Geldstrafe verurteilt ist, befindet hebungen bei den Polizeibehörden in Wien, besonderen Wert darauf gelegt, ihre überaus preiswo sie die feuerfeste Kasse anzubohren began sich, nachdem er die ihm auferlegte Kaution Samburg, Köln, Berlin, Zürich und Paris, da werten, bestorganisierten Reisen und Erholungsaufnen. Sie wurden jedoch aufgescheucht und flüch- gestellt hat, augenblicklich auf freiem Fuß. Seidler das Berylliumvorkommen in der West- enthalte im In- und Auslande in ansprechender teten unter Zurücklassung der Einbruchsverf- Ein Regen- Winter. Seit Dienstag ist die steiermark und die von ihm gegründete Gesell- Form zu propagieren; mit dem Reiseprospekte 1931 zeuge und eines Winterrocks. Temperatur in Paris stark gestiegen. Unter- schaft zu einem großangelegten Finanzschwindel übertrifft sie allerdings das bisher Gebotene in Staatenloje, meldet Euch! Die Inter- tags wurden mehr als 11 Grad Cel- ausgenügt haben dürfte. Die Grazer Polizei weitreichendem Maße. nationale Union der Völkerbund- fius verzeichnet. Die nächtlichen Minima in hat in dem Grazer Büro der Gesellschaft Haus- Winterfahrt nach Bad Gastein und an die franzöIigen ist bestrebt, eine internationale Lösung der Nacht auf gestern, Mittwoch, bewegten sich suchungen vorgenommen und die Bücher sowie fische Riviera, eine Osterfahrt nach Nürnberg, je der schwierigen Situation jener Personen zu um rund plus 8.5 Grad Celsius. Die ganze die Geschäftskorrespondenz beschlagnahmt. Seid- zwei Mittelmeer- und Adriareisen, Reisen nach finden, die infolge des Weltkrieges oder auf Nacht über hat es in Paris start geregnet. Der er scheint auch in andere Schwindeleien ver- Südtirol- Dolomiten, Dalmatien, Helgoland, eine andere Art ihre frühere Staatszugehörig Direktor des meteorologischen Dienſtes des wickelt zu sein, so bei dem Ankauf des großen Paris und schließlich in die Tatra vor. An Erholungsaufenthalten bietet die Uro" einen Seeteit verloren haben und nunmehr staatenlos" Matin" schließt für das heurige Jahr seine Gutes Ankenstein bei Pettau. jind. Die tschechoslowakische Völkerbundliga Wetterbilanz folgendermaßen: Ungewöhn Vom eigenen Sohn bestohlen. Dem Landaufenthalt an der Adria in Abbazia im eigenen ( Vorsitzender Universitätsprofessor Dr. Boh. Ii che Regenfälle. Seit dem Jahre 1873 wird Hlavaty in Malonit bei Schüttenhofen wur- Heim, ferner in erstklassigen Pensionen in Meran, Baga), geleitet von dem aufrichtigen Wuniche, im heurigen Jahre die meisten Niederschläge." den eine Kuh und ein Pferd aus dem Stalle ge- Velden am Wörthersee, Bad Gastein, in den Weltdiesem Nachkriegsübel abzuhelfen, vor allem Bombenanschläge in Amerika. In der Villa stohlen. Ueber die Anzeige des Landwirtes wur- furorten Marienbad und Franzensbad zu äußerst Die Uro" ist die einzige den von der Gendarmerie zwei Männer ver- niedrigen Preisen. aber in unserer Republik, fordert alle staaten eines höheren New Yorker Polizeibeamten explo haftet, die bei einem Viehhändler die Kuh und deutschböhmische Reiseorganisation, welche auf gelosen Personen, die auf dem Gebiete der Tschechoslowakischen Republik ihren Wohnsik wurde durch die Explosion aus dem Bette in die heraus, daß der eine der verhafteten Männer der Erholungsaufenthalte also ohne Gewinnabsichten dierte Mittwoch nachts eine Bombe. Der Beamte das Pferd verkaufen wollten. Es stellte sich dabei meinnütziger Grundlage beruht, ihre Reisen und haben, auf, sich bei der Liga zu melden. Sie Höhe geworfen, blieb jedoch unverletzt. Die eigene Sohn des Landwirtes war, der zweite sein veranstaltet, nur zum Zwecke der Erfüllung der bei sollen nachfolgende Angaben von seton der Beranda der Villa und ein Zimmerfenster wur- Nachbar, namens Rend!. Der Sohn des Hlavaty ideellen Aufgabe, allen Urlaubern während der Staatenlosen gemacht werden: I. Name, Wohn- den In New ort, Alter, Familienverhältnisse sowie Bermo- Orleans wurde ein leeres Theater durch die tahls gedungen, weil er sich in den Besitz einer Beste preiswert zu bieten. Deshalb verdient die hatte den Nachbar zur Ausführung des Dieb- kurzen Zeit ihrer Ausspannung und Erholung das gensverhältnisse, die Staatszugehörigkeit vor Dem Striege sowie die Dauer des Aufenthaltes Explosion dreier Bomben zerstört. Auch fünf größeren Geldsumme setzen wollte, ohne sie mit Uro" allseitige Förderung und Unterſtüßung. Der in der Republif. II. Die Antworten auf fol- Nachbargebäude wurden vernichtet. Personen seinen Geschwistern teilen zu müssen. gende Fragen: 1. Durch welche Umstände wurde tamen nicht zu Schaden. Die Staatenlosigkeit veranlaßt? 2. Wurde die Achteinhalb Tausend Automobilisten bestraft. Remarque- Begeisterung in Luxemburg. Die tschechoslowakische Staatszugehörigkeit bereits Stinotheater in Luxemburg machen ein Bomben- Wie der Matin" mitteilt, find in Frank angefordert und warum wurde deren Erteilung geschäft mit dem in Deutschland verbotenen reich im abgelaufenen Jahre nicht weniger als 8640 Automobilisten durch Entziehung des Fühverweigert? 3. Wurde bereits, und zwar vor Remarque- Film" Im Weſten nichts Neues" iererscheins bestraft worden. Das Blatt fordert, der Verweigerung der Erteilung der tschecho- Vorführung des Films wird dauernd prolon- rerscheins Besteuerung eines Gemeindesinos. flowakischen Staatszugehöigkeit oder nachher bei giert. Der Grund des Riefenerfolges ist außer daß diese eindrucksvolle Ziffer an allen Straeinem anderen Staate um die Staatsbürger- im Interesse der einheimischen Bevölkerung Benkreuzungen in großen Buchstaben angeschlagen Frage: Aendert die Verpachtung eines schaft angesucht und warum wurde diefe even- darin zu suchen, daß ein ungeheurer Zustrom werde, um die unvorsichtigen Ritter vom Steuer Gemeindekinos dessen Besteuerung? tuell verweigert? Eine Antwort auf diese von Interessenten aus den angrenzenden deut- gebührend zu warnen. Kommunales Jahrbuch für die Tschechoslo- Antwort: Nein! Als zur öffentlichen Frage soll auch dann erfolgen, wenn auch bet schen Orten eingesetzt hat. watische Republik 1931. Wie bereits berichtet, Rechnungslegung verpflichtete Unternehmungen einem anderen Staate bisher um Erteilung Riesige Goldfunde bei Johannesburg. Be- aist über Auftrag des Verbandes der deutschen unterliegen Gemeindekinos der besonderen Erder Staatsbürgerschaft nicht angesucht wurde. deutende Goldfunde wurden auf dem östlichen Selbstverwaltungsförper in der Tschechoslowaki- werbssteuer nach§ 82 u. f. f. des Steuergesetzes. Diese Antworten find ehestens an nachfolgende Teil der Rand Mines" bei Johannesburg ichen Republik, Dr. Rudolf Lodgman erstmalig Von dieser besonderen Erwerbssteuer kann das Adresse zu richten: Tichechoslowakische Völker-( Transvaal) gemacht. Der englische Staat hatte ein kommunales Jahrbuch für das Jahr 1931 Gemeindefino auch dann nach§ 73 des Gesetzes bundliga, Prag II., Wenzelsplay 15. Ueber bereits mehrere Millionen Pfund zur Auffin- heraus. Die Herausgabe dieses Werkes, das be- nicht befreit werden, wenn selbst der Ertrag Wunsch schickt die Tschechoslowakische Völker- dung einer Goldader, die nach geologischen Unter- reits Mitte Dezember hätte erscheinen sollen, hat 5. B. für Armenpfründner verwendet würde. bundliga Fragebogen in beliebiger Anzahl( z. B. fuchungen am Ostrand der Felder liegen mußte, fich wegen des großen Umfanges verzögert und Siche Kommentar des Steuergesetzes S. 221.) für Vereine) in tschechischer, deutscher, slowaki- ausgegeben, ohne daß man bisher eine lohnende wird in der ersten Jännerhälfte 1931 erfolgen. Denn das Gesetz verlangt sowohl die Förderung fcher und ungarischer Sprache ein. Goldmenge zu Tage förderte. Endlich stieß ein Das Kommunale Jahrbuch, das einen Umfang eines wohltätigen Zwedes und dabei die Erzie ins Krankenhaus erlag. 9 " Der Prospekt sicht eine Prospekt ist gegen Einsendung von K 3.- oder 40 Pf. bei der Hauptgeschäftsstelle der„ Uro", Bodenbach a. E., Am Graben 1083( Haus" Hainfeld), zu beziehen. Für Funktionäre der Selbstverwaltung. Das unglückselige Spiel mit Schußwaffen. Arbeiter in der Kleinfountain- Gruppe, wo die von mehr als 600 Seiten besitzt, ist als Sandlung einer verhältnismäßig geringfügigen oder Zwei Familien wurden durch das nicht genug Nachforschungen schon als erfolglos aufgegeben buch der Gemeinden und Bezirke, sowie deren überhaupt keines Ertrages. Die Besteuerungszu verurteilende Sviel mit Schußwaffen dieser werden sollten, auf die gesuchte Ader, die sich Amtswalter und Beamten gedacht und wird dank grundlage bildet nach§ 76 der Reinertrag, ohne Zage wieder in schwere Sorgen versetzt. Der wider Erwarten als äußerst reichhaltig an Gold feines reichen Inhaltes für alle Wirtschaftskreise Rücksicht, ob er durch eigenen Betrieb der steuer15jährige Landwirtssohn Körbl aus erwies. ein wertvoller Behelf sein. Wir verweisen auf pflichtigen Unternehmung oder durch VerpachAltdorf hat, ungeschickt ein Flobertgewehr hand- 350 Morde im Jahre. Nach einer amtlichen das in diesem Jahrbuche enthaltene Verzeichnis tung genommen worden sei. Selbstverständlich habend, den Spielkameraden Schöniger, Feststellung wurden in New York im Jahre der deutschen Gemeinden von Böhmen und gelten auch in diesem Falle die Zu- und Abeinen elfjährigen Jungen, in die rechte 1930 350 Mordtaten begangen. Nicht einmal der Mähren- Schlesien, welches neben den Bevölke- rechnungsposten für die Bemessung dieser Steuer. Körperseite geschossen und so erheblich verlegt, zehnte Teil der Verbrechen konnte gerichtlich ge- rungsziffern nicht nur die Namen der GemeindeDr. V. F. 19 Nr. 1 Weihnachtsnacht im Armenafyl. Donnerstag, 1. Jänner 1931 im Ofen verglimmt die letzte Glut. eingeschlafen... 裝 Ich bin Selte 7. Um ein Frühstüc- ,, in der Luft verhungert". Dröhnend verhallt der letzte Schlag der von Berlichingen ist hier täglicher Gaft. Das Ge- Das Armenasyl- ein nüchterner, schmudnahen Turmuhr und verfängt sich im alten Geschäft kommt also nicht zustande; aber dort hat loser alter Bau, inmitten ebenso undekorativer Wenn der junge Flugschüler endlich so weit mäuer des„ Ungeld- Viertels, wo allmählich einer ein Paar Socken für die Krawatte ein alter Gebäudekomplexe, liegt in einer Sadgaffe ist, feine ersten Alleinflüge zu wagen und erprobt hat, daß ihm der Start anstandslos geverklingt." Ein paar enge Gassen und ich bin getauscht; beide Teile sind zufrieden, weil jeder bei der Kelimenſťá eine jener typisch Prager lingt, freut er sich doppelt( völlig frei und ohne beim Armenasyl angelangt. Der Schupmann vor glaubt, den anderen übervorteilt zu haben. Wenn Gassen, wo voriges Jahrhundert mit Moderne Lehrer) in sanften Kurven um das Flugfeld zu dem breiten Tor mustert jeden Ankommenden der Aufseher kommt, ruht das Geschäft teilweise. hart aneinanderprallen, wo mächtige Großbauten steuern, Achter" zu versuchen, und fühlt sich mit forschendem Blick. Im Flur ist die Auf- Jede Art von Handel ist hier untersagt, aller wie Feldwachstellungen in feindliche Linien ein- in der Luft, schon weiß Gott wie heimisch aber das Herunterkommen zur Erde, die glatte nahmekanzlei; man zahlt 2 Kronen und muß sich dings sind Verbote nur dazu da, um umgangen dringen. Landung, hat ihre Schwierigkeiten... mit Heimatschein oder sonst einem Dokument aus zu werden; so auch hier. Vor 51 Jahren von einer Adelsgruppe zur Vor allem die Punktlandung", die noch weisen. Dann wird man vom Aufseher auf Un- Jch beginne meine zeichnerische Tätigkeit. unentgeltlichen Benützung der ärmsten der dazu als wichtige Prüfungsaufgabe verlangt geziefer und Geschlechtskrankheiten untersucht. Ist, Ein paar gelungene Schnellporträts verhelfen Armen errichtet, wurde es im Jahre 1918 von wird. Dabei gilt es, innerhalb eines vorgezeichwas natürlich hin und wieder vorkommt, jemand neten Kreises mit so und so viel Meter Durchmesser frank oder voll Ungeziefer, bekommt er eine Andas Flugzeug sachte auf die Erde zu sehen und innerhalb dieser Umgrenzung weisung auf eine Entlausungsstation oder eine zum Stehen zu bringen. janitäre Anstalt. Nach Erledigung meiner Aufnahme werde ich in den zweiten Stock gewiesen. Dort herrscht bereits geschäftiges Treiben. Zwei mit den Tücken der Eisenösen Vertraute, haben sich zur Aufgabe gemacht, den Räumen eine schier unheimliche Temperatur zu verleihen; ein anderer nimmt noch vor dem Nachtmahl ein Fußbad, jener wieder flickt seine Socken. Drei junge Burschen richten sich das Nachtlager zwei zusammengeschobene Betten zurecht und der Alte in der Ede erzählt einem andächtig lauschenden Zuhörertreis, wie schön es vergangene Weihnachten hier im Asyl war. Da ertönt die Stimme des Aufsehers:„ Das Nachtmahl ist da!" Alles läßt daraufhin von der momentanen Tätigkeit ab; das Essen ist eben die Hauptsache. Heute ist es natürTee lich besonders reichlich und gut: Suppe mit Rum und ein Kilo- Striegel. Das stärkt und morgen früh wird es wieder weißen Raffee geben - und welch' besondere Freude außer Quartiergeld alles umsonst; die allerbedürftigsten haben allerdings auch heute das Nachtlager unentgeltlich. mir zu rascher Popularität, es spricht sich von einem Kuratorium übernommen, doch mußte, 3immer zu Zimmer herum, daß ein armer infolge absoluten Geldmangels, ein Betrag von Maler da ist, und bald bin ich bei meiner Arbeit 2 Kronen für Nachtlager und Morgensuppe einumlagert. Einer ist Kunstkenner, da ein Freund gehoben werden. von ihm Zimmermaler ist, und da glaubt er, mir Tips geben zu können:„ Weißt, den Huša muß Du eine gespaltene Zunge aufmalen", und dann fängt er von Anatomie an und beffert mir Während des Essens stockt die Unterhaltung, nur hie und da von wohlgefälligen Schmaßen oder einer lobenden Aeußerung unterbrochen. Nach dem Nachtmahl wird es dafür umso lebhafter. Jemand zieht eine Mundharmonika aus der Tasche und bald erfüllen frohe Weisen die sonst so viel Trauer und Not bergenden Räume. Aber heute darf das Elendsmotiv nicht durchaus. Klingen heute ist ja Weihnacht und dann... Bozu? Man ist satt und seine Lage kann man ja doch nicht ändern; so denkt ein jeder und läßt sich vom Schicksal weiterfchupfen. Jeder möchte sich gerne von mir zeichnen lassen, bis einer, ein Strösus unter ihnen, an nicht ablaufen könne; da ich mich anfänglich weigere, redet er mir zu: ,, Schau, morgen haft Du vielleicht nichts zu freffert, schau, ich gib Dir eine Krone und eine Sport." Um nicht auf: zufallen, willige ich ein. Ich bekomme drei weitere Porträt Aufträge. Auf diese Art habe ich mir im Armenasyl am Weihnachtsabend 4 Kronen verdient, Die Tür öffnet sich; alle schauen auf. Eine kräftige Gestalt und ein glückverklärtes Gesicht. Freudig berichtet der Neuankömmling, daß er heute ein herrliches Weihnachtsgeschenk bekommen hat: ab 1. Jänner Arbeit; ab morgen schläft er schon privat" und einen fleinen Christbaum hat Allmählich wird's stiller, hie und da beginnt er sich auch schon besorgt für das neue Quartier, sich einer auszuziehen, das tägliche Herumlungern das leider erst morgen frei wird. Niemand neidet und Betteln ermüdet. Der Aufseher geht von Zimmer zu Zimmer und fordert die Leute auf, es ihm; man freut sich mit ihm, wie hier Freud sich niederzulegen. Auch ich suche mein Lager auf; und Leid vielfach Gemeingut geworden sind. ein eisernes Feldbett mit Draht und Stroh Drübenbei der Tür- werden Tausch- matrabe, Kopfpolster, Leintuch und überzogener geschäfte abgeschlossen. Der eine hat eine herrliche Decke. Das Licht verlöscht, aber ich kann nicht Strawatte erbettelt, ein anderer wieder ein Paar einschlafen. Die Gedanken jagen einander: ich liege hier im Asyl, mitten unter den WohnungsSchuhe, jener wieder ein Hemd. Nun wird alles losen, im selben Bett vielleicht, in denen der untersucht, geprüft, Verkaufsmöglichkeiten erwo- Mörder Ellinger ein paar Nächte geschlafen hat. gen. Fürs Hemd werden 2 Kronen verlangt, aber Mein Nachbar schnarcht, irgendwo hustet auf der Straße bellt ein Hund nur 50 Heller geboten. ,, Vyliž mně!" Auch Göz jemand, Die Neujahrsmärtyrer. Von Anton Tschechow. Die Straßen erinnern an ein goldumrahmtes Bild der Hölle. Man könnte glauben, die Hauptstadt jei vom Feinde belagert, wenn die Hausbesorger und die Schußleute nicht so festlich dreinschauen würden. Schlitten und Wagen huschen wie Gepolter und Geraffel hin und her Auf dem Gehsteig haften die Gratulanten mit heraushängenden Zungen und starren Augen Plöblich ertönt ein schriller Polizeipfiff. Was ist denn los? Dan eilt nach der Stelle hin, wo sich die Menge stout. ,, Nicht stehen bleiben! Bitte, weiter gehen! Hier gibt es nichts zu gaffen! Habt ihr noch nie einen Toten gefehen, was? Marsch!..." Bei einer Toreinfahrt liegt am Gehsteig ein gutgekleideter Mann in einem Biberpelz und neuen Galoschen. Neben seinem todblassen, frisch rafiertem Gesicht die zerbrochene Brille. Sein Bels hat sich geöffnet und eine Frackfalte, mit einem Stanislausorden darauf, lugt hervor. Der Mann atmet schwer und langfam; seine Augen find geschlossen den Kranten auszuziehen. Die kosten sicherlich sechzig Rubel. Und die Weste ist auch großartig. Nach den Hosen zu urteilen, dürfte es sicher ein Adeliger sein..." Der Verwalter Herr Karel Vacek Der eine braust mit Temperament heran und rollt natürlich mit Schuß" über den Kreis hinaus. Der andere beginnt zu früh Gas wegzunehmen und auszuschalten, reicht mit seiner Geschwindigkeit nicht mehr aus und muß sich schon vor dem Kreis hinsehen, um nicht durch zusacken und Bruch zu machen. Der Bedächtige aber, der es richtig treffen will, braucht länger. Und da kommt es vor, daß er immer wieder eine Runde zugibt, um Höhenlage, Ent fernung und Geschwindigkeit auszurechnen, Windstille oder Gegenwind nicht außer acht zu laffen, und ewig nicht den Weg herunterfindet... Das heißt man dann in der Luft verhungern". In mehr oder minder milder Form eine Kinderkrankheit fast jeder Fliegerausbildung. Wir sind einmal- längst ausgeschult während des Krieges davon befallen worden, und zwar auf höheren Befehl in gar nicht sonderlich menschenfreundlicher Art. Das tam so: Es galt die dritte Wiedergewinnung der Hauptstadt der Bukowina durch einen offiziellen Einmarsch zu feiern. Da wir als Armeeflieger" unmittelbar dem Armeekommando unterstellt waren, das in Stolomea refidierte, tam uns die Aufgabe zu, in diesem Raume die Luftsperre" durchzuführen und das kaiserliche Auto, das am frühen Morgen von Kolomea oftwärts fahren sollte, vor feindlichen Luftangriffen zu schützen. Es traf fast genau auf das Datum des heutigen Tages, der regentrüb und wolfenverhangen benann sehr günstig für eine unsicht bar verhüllte Autofahrt aber zum Fliegen elendig... Die Chauffee sollte ständig im Auge beBodennebel und Wolfen alle Sicht verdeckten. schildert mir, wie schwer es ist, mit den geringen Mitteln, die zur Verfügung stehen, Haus zu halten. Die Monatsregie übersteigt nicht selten 8 bis 10.000 kronen. Täglich finden durchschnittlich 160-180 männliche und 30 weibliche Unterfunftslose Asyl. Aus fast Nichts muß alles bestritten werden. Das Ehepaar Vacek leistet schier halten werden... Ein Kunststück, da herbstliche Unmögliches; die Frau mit einer einzigen Halblinks etwas Helligkeit: ein Wolfenloch Hilfskraft, versorgt die Küche und hält die Unter- war aufgebrochen, umrahmte beiderseits der funftsräume in mustergültiger Ordnung, er Straße ein Stück Land mit Flußwindung und wiederum hat alles Administrative und alle Eisenbahnkreuzung, für die Orientierung nach manuellen Arbeiten, Ausbesserungen usw. unter der Landkarte ein geradezu idealer Fixpunkt. sich; unterstützt wird er nur von zwei Silfsträfin irrfinniger Beharrlichkeit umkreisend Daran hielt ich fest. diesen ruhenden Pol ten, den Aufsehern, die für 100 Kronen und für Das erwartete Auto stieß in das Schloch, freie Soft und Lager den Dienst während der fünf andere folgten und verschwanden wieder Nacht versehen. Wie vielen wirklich Bedürftigen wird hier geholfen: für 2 Kronen Nachtlager, Suppe am Abend und Morgen, dazu ein Stück Brot und für die Hungernden teilt man auch mittags unentgeltlich Suppe aus. Es wäre hoch an der Zeit, diesem Institut, das so wichtige soziale Arbeit leistet, mehr Aufmerksamkeit zu widmen und zur materiellen Unterstützung zu verhelfen. Heinz Kirnig. im Dämmern unter der Decke... dem Kompaßturs gegen Czernowitz, den LuftIch steige höher in hellere Schichten, folge raum abzusuchen, den Zusammenhang mit der Bodenorientierung nach Möglichkeit wieder zu getvinnen, und hätte notwendig irgendwo ein Stück Straße, Eisenbahngeleise, Häusergruppen, eine Flußkrümmung u. dgl. erspähen wollen, um feststellen zu können, wo ich mich befände, ob ich Czernowiß schon hinter mir hätte und über Feindesland wäre... War das Flugzeug überhaupt noch im Gleichgewicht oder von Ge Bom Jwan Janowitsch"-sett Sinkle-| später bei dem Oberst Poroschtoff war, wo ich tejeff fort zu dem Kaufmann Chrymoff find mich glänzend unterhielt... Der brave Hausbloß einige Schritte. Bin also hinaufgegangen, herr zivang mich, einige Gläschen Wodka zu um der Familie zu gratulieren, wurde natur- trinken und hinterher heiße Würstchen und Nach längerem Liegen und ausgiebigem lich gleich eingeladen, anläßlich des Feiertages Straut zu essen... War fortwährend gut geBaldriangenuß erholt sich der Herr allmählich. etwas zu mir zu nehmen... Wie soll man da launt und fühlte mich ausgezeichnet... Erst man erfährt, daß er der Regierungsrat Gerasim nicht trinken? Eine Beleidigung wäre es ge- nach dem Besuche bei Ryschkow merkte ich im Kusmiz Sinkletejeff iſt. wesen, wenn ich abgelehnt hätte. Habe bloß Kopfe was... eine Dämmerung... ich wurde Haben Sie Schmerzen?" fragt ihn der drei Gläschen und hinterher Wurst gegessen. schwach... Weiß nicht, warum. Von dort ging ich zum Lichodejeff... Ein lieber Profit Neujahr, wünsche alles Gute Mann... stammelte der Herr, wobei er zur Decke hinaufstarrt und schwer atmet. Polizeiarzt. . ,, Profit! Profit! Aber... was für Beschwerden haben Sie? Wieso sind Sie gestürzt? Erinnern Sie sich doch! Haben Sie viel Wein getrunken?" " 1 Nein... " " Was war denn die Ursache Ihres plöklichen Unwohlseins?" Ich kam aus der Fassung... Ich..., ich Besuche abgestattet... habe 11 Waren Sie bei vielen Bekannten?" N... nein, nicht besonders... Wie ich ,, Und sind Sie überall hin zu Fuß gegangen?" " ,, Sie sind abgespannt... Ruben Sie sich ein wenig aus. Dann werden wir Sie nach Hause bringen lassen." ,, Darf nicht nach Hause," stöhnt Sinkletes jeff. Muß noch meinen Schwiegervater, den Eretutor, Natalja Ggorowna und viele andere besuchen..." Jawohl, Herr Doktor, zu Fuß... Nun habe ich mich auch beim Lichobejeff in das Gratulationsbuch eintragen lassen und bin von dort zur Pelageja Emeljanowna gegangen. Sie dürfen keine Besuche mehr machen." Weiß ganz genau, daß sie mir mit herrlichem Kaffee aufgewartet hat... Von Pelageja Emel neuen Jahr nicht gratulieren gehen? Das ist ,, Unmöglich... Wie kann man denn zum janowna machte ich einen Sprung zu Obleu- doch meine Pflicht... Lassen Sie mich geher, chow, der gerade seinen Namenstag feierte... Herr Doktor; halten Sie mich nicht gefangen.." Der alte Freund zwang mich, dem fabelhaften Sintletejeff steht auf und blickt auf seine Kuchen energisch zuzusprechen..." Fahren Sie nach Hause, wenn Sie wol „ Ein Offizier und zwei Beamte sind einKleider. vom Hochamt nach Hause zurückgekommen bin, geliefert worden, meldet der diensthabende len!"" meint der Arzt.„ An weitere Besuche ist habe ich einen Tee getrunken und mich alsbald Polizist... zu Nikolai Michailowitsch begeben. War doch bab also den Kuchen vertilgt," jetzt Sint- doch nicht mehr zu denken..." meine Pflicht, meinen Namen in das Gratula- lejeteff fort ,,, mit einigen Gläschen Kognak die Tut nichts; der Allmächtige wird mir Mein Serr!" rüttelt das Wachorgan den tionsbuch einzutragen... Von ihm bin ich zum Stehle angefeuchtet und mich auf den Weg zum schon hellfen," seufzt Sinkletejeff. Ich werde Unbekannten an ,, gnädiger Herr, das Liegen hier Ratschaloff gegangen. Natürlich habe ich mich Jsjumoff gemacht. Das falte Bier, das ich bei schön langsam marschieren..." auch dort unterschrieben, wobei ich mich noch ihm getrunken habe, hat meinem Halse nicht ist verboten! Ener Wohlgeboren!" Er zieht sich lange an, hüllt sich in seinen Doch der Serr gibt keinen Laut von sich. Als gut erinnern kann, daß im Vorzimmer mich der besonders gut getan... Dann mußte ich meine Belz und verläßt unsicheren Schrittes das es dem Bolizisten nicht gelingt, den Herrn aufzu Wind arg durchgezogen hat... Vom Katschaloff Nichte Nastja besuchen, die mir mit einer Tasse Kommiffariat. richten, wird der Mann auf das Kommissariat war mein Weg zum Jivan Janowitsch. Ließ Schokolade aufwartete.. Von der Nichte Nastja Noch fünf Personen sind eingeliefert wormich dort ebenfalls ins Buch eintragen." bin ich zu Liapfin gegangen. Wie ich mich in- den," meldet der Wachmann.„ Wo soll man die getragen. ,, Es ist noch ein Herr gebracht worden," zwischen gefühlt habe? Ausgezeichnet, Herr nur alle hinlegen?" Schauen Sie sich, bitte, die Hosen an!" jagt Doktor! Kann mich noch erinnern, daß ich der Inspektor zum Polizeiarzt, der sich bemüht, I meldet der diensthabende Polizist, ( Deutsch von S. Borissoff.) " Seite 8. fahr bedroht, über eine schräghängende Tragfläche abzurutschen? Nirgends ein Stück Erde zu erblicken... Gas zurüd! Steuer drücken!... der Vogel Donnerstag, 1. Jänner 1931 Der neueste Hendrik de Man. Von Desider Hort, München. fentt sich tiefer... immer durch Wolken und In einem Aufsatz über Mary( erschienen im prive wisse aber Marg und Margismus Nebel... Ein Gehöft wird erkennbar. Menschen arbeiten im Gelände. Ruthenische Bauern. nach der Kleidung zu schließen, offenbar schon hinter der russischen Front. Sie haben uns wahr genommen, gestikulieren heftig... Hier zu Tanden steht nicht im Programm. Lektüre, die gut genug ist, von der Reaktion mißbraucht zu werden, die aber für den Fortschritt, für eine fortschreitende Erkenntnis der geschichtlich sozialen Welt kaum mehr als eine gute Absicht bedeutet." Archiv für Philosophie und Soziologie", 1929) nichts. Marg jah verelendete Proletariermassen Ein dunkler Fleck verdichtet sich... wird haben wir geschrieben:„ Wir glauben nicht, daß vor sich, denen das Ideal nur auf materielle Weise größer... eine Waldkuppe mit hohen Bäumen Dendrit de Man den Vernunftsaberglaube" War- nahezubringen war. Rämpft für eure Klasseninterstößt von unten herauf gegen uns zu... Gas rens so bekämpft, daß er für diesen äußerst wohl essen so lautet die Marrische Parole- dann hinein und die Maschine aufnehmen! Wir hän tätigen Irrtum, den Marg mit anderen großen Ge- werdet ihr zum Sozialismus gelangen.. Ihr gen schief in der Luft, fehlt nur noch eine un- stalten des vorigen Jahrhunderts gemeinsam hatte braucht dazu nur den von eurer sozialen Umgebung vorsichtige Steuerbewegung und wir enden zu und der die Grundlage unseres modernen Denkens in euch erzeugten Impulsen nachzugehen; die Recht„ Kleinholz" zerschellt zwischen den Bäumen... schuf, einen würdigen Ersatz zu bieten imstande fertigung dieses Strebens mit ewigen Wahrheiten, Kleinholz" zerschellt zwischen den Bäument.wäre, oder wenigstens( denn ein Ersatz von diesem mit Ethik, und Rechtsgefühl wäre ein Sirngespinſt. Behutsames Aufrichten! Sind die Flügel Format fann nur das Ergebnis einer langen tol- Denn ihr seid nur die Vollstrecker einer durch die wieder in der Wagrechten? Wer kann es erlettiv- geistigen Arbeit sein) die Wege und Möglich Entfaltung der Produktivkräfte verursachten Entfennen? Jm grauen Gewoge schwankt das teiten mit zeigte, wo er aufzufinden jei. De Man wicklung." Dies sei anno dazumal notwendig geschattenhafte Stück Erde wie eine Insel, dunkel ist eine anregende Problemstellung und das ist wesen:„ Der Glaube, daß der Sozialismus von selgebuckelt, wie ein Floß im endlosen Meer.. ein Verdienst ohne Zweifel; das aber, was er an ber aus dem Kampf der Arbeiterschaft um ihre Ein Wellental senkt sich hinab, der Abwind will Stelle des Marrismus empfiehlt, ist ein Durchein Interessen und um die Macht hervorgehen würde, uns in seine Strömung mitreißen, hat aber ander mehr oder weniger treffender, mehr oder gab der sozialistischen Arbeiterbewegung eine gewalgleichzeitig die Umwelt heller gefegt, Rebel- weniger origineller Apercus über Psychologie, Er- tige Zuversicht, ohne die sie die Hindernisse ihrer schwaden vor sich hergetrieben... Schleier weg- fenntnis und Arbeiterbewegung eine interessante heroischen Anfangsepoche taum hätte überwinden gezogen... tönnen." Diese Nachdruckverlegung auf die ökono mischen Motive" sei aber heute eine große Gefahr, denn sie führe zu einem Opportunismus, der aus der Eroberung der Einrichtungen der bürgerlichen Gesellschaft eine Eroberung durch diese Einrichtungen zu machen droht." Für diese Verbürgerlichung. ja Verspießerung breiter Arbeitermassen fönne wohl der Marrismus nicht allein verantwortlich gemacht werden; es unterliege aber keinem Zweifel, daß er diese Entwicklung in gewissen Ländern erleichtert habe, ja, daß er von allen sozialistischen Lehren" insbesondere unfähig sei, die seelischen Ursachen dieser Verspießerung zu überwinden. Der Margismus war die Lehre des Sozialismus in einer Zeit, wo die Nachdruckverlegung auf ökonomische Motive roch teine Gefahr bedeutete, da„ mur wer für das Ziel schwärmte, die Mittel wollen und anwenden fonnte"; in einer Zeit also, wo Interesse und Gefinung noch nicht losgelöst waren. Er fönne nicht die Lehre des Sozialismus von heute sein, als der Materialismus, statt dem Ideal zu dienen, immer mehr zum Selbstzweck werde und der Marxismus unfähig sei, die heute so außergewöhnlich notwendige Nachdruckverlegung auf Gesinnungsmotive zu vollziehen.( Die Zitate sind aus dem Referat auf der Seppenheimer Tagung der Religiösen Sogialisten, zu Pfingsten 1928, genommen.) Wieder zurück zu den Unsrigen gegen Westen in der Richtung Kolomea, nach dem Kompakturs über die verhüllte Erde. Je höher wir steigen, gesellt sich die Direktionshilfe nach der Sonne hinzu, die uns zu Häupten strahlend aufleuchtet. Es wäre herrlich, im hellsten Glanz über allen Wolfen hinwegzufegen... Stopp... Nach der gefühlsmäßigen" Dauer, durch Blick auf die Uhr beiläufig überprüft, und nach der Geschwindigkeit, vom Messer abgelesen dürften wir wieder die Ausgangsstelle erreicht haben, wo ich für wenige Augenblide das taiferliche Auto gesichtet hatte, finde auch wieder den früheren Fixpunkt unter dem Wolken fenster.. Es ist beträchtlich größer geworden... Gott sei Dant! es hätte verhängt sein können... Der Bodennebel ist gestiegen, dafür der Strichregen heftiger geworden. Im Anprall der raschen Fortbewegung flatschen die Regentropfen wie Peitschenhiebe ins Gesicht. tan. Die Reaktion hat inzwischen ihr Möglichstes geAlle Schattierungen des Salonjozialismus lebten jahrelang aus Man- Zitaten. De man selbst fungierte als Hauptredner und Hauptreferent unzähliger antimarristischer Tagungen und Berjammlungen. Auch in manchen marxistischen Kreisen war es Mode, Marg durch Man zu korrigieren. Bis endlich, nach soviel Lärm um nichts, de man selber satt seiner Margvernichtung wurde. Bis endlich Damen der Gesellschaft", wie er im dritten Heft der Neuen Blätter für den Sozialismus" erzählt, ihn fragten, ob er denn nicht die Verkürzung der Arbeitszeit in der Industrie für ein Uebel halte, weil die vermehrte Freizeit den Arbeitern doch nur bie fulturelle Verspießerung erleichtere..". Bis er sich selbst gezwungen sah, ben Manismus zu des avonieren. Moi je ne suis pas Maniste.. * Ewiger Zeitgesang. Nr. 1 Erde, du Bild unserer wogenden Bilder, Erde, du ewiges schweigendes Ja! Schluchzt das Herz auch immer wilder: Dich zu lieben sind wir da! Strömender Aufruhr unendlicher Worte Rührt an die endliche Rundung des Tages, Aufgeriegelt ragt die Pforte: Wer es wagen darf, der wag's! Wer sich zu liebendem Anprall erkühnet Segne sich schweigend und grüße den Tod. Ewig flafft die ungefühnte Schuld des Tages dunkelrot. Blutiges Opfer aus Morgen und Abend, Tödlicher Tag, der sich selber erschlägt, Tief in unserm Blute grabend Hast du uns zu dir erregt. Schluchzender Aufruhr unendlicher Zeugung Waltet gewaltig in mordender Wucht, Daß in letter Werdebeugung Endlich sei die leßte Frucht. Ottober 1930):„ Es ist sinnlos, die Aufzeigung des objektiven Notwendigkeitsgehalts der sozialistische Bewegung als„ Fatalismus zu tritificren. Starl Marg hat die Bedeutung des menschlichen Willens niemals verkannt. Was er behauptet hat, ist, daß es den Klassen nicht frei stehe, was sie wollen müssen." * Dies alles scheint aber zum Glück schon Bargangenheit zu sein. Hendrit de Man hat den Mut gehabt, auch sich selbst zu überwinden, und das ist, ohne Zweifel, sein eigentlicher Sieg. Schon die kleine Broschüre„ Sozialismus als Kulturbewegung", die auf einigen Seiten mehr jagt, als das dicke Zur Psychologie des Sozialismus" auf Hunderten von Seiten hat sagen können, zeigt den Weg dieses ehrhaften Rückzuges erwähnte Aufsatz über die Kultur im Augustheft der Europäischen Revue ist noch entschiedener marristisch. Seultur und aufstrebende Klasse sind hier schon gleichbedeutende Begriffe. Kultur jei„ die schöpferische Tätigkeit einer Aufstiegsphase." Kultur jei Arbeitskultur. Stultureller Aufstieg dauere, so lange, wie die fulturschöpferische Klasse sich ihren eigenen Aufstieg erarbeitet." Was nachher komme, jei Zivilisation, die empfangende Haltung der Erstarrungs- oder Verfallsphase." Und ein Margvernichter mehr würde mit ihm berschwinden, wenn auch seine Selbstdesavonierung nicht interessant wäre: Sendrit de Man ist zu Mary zurückgekehrt. In einem seiner letzten Auffäße( Arbeiterbewegung und bürgerliche Kultur"; Europäische Revue, August) betont er schon Es gelingt, die Straße eine Weile zu ver- dienste, den Blid auf die gesellschaftliche Ganzheit manches Wahre und Zubeherzigende. Hendrik de mit besonderem Nachdruck Margens große VerZweifelsohne steckt in diesem Gedankengang folgen und stredeniveise im Auge zu behalten... gelentt zu haben, auf die enge Berflochtenheit der Man will nicht„ ethifieren" in dem Sinne, daß er De Man versucht also auf die heute hochWir überholen die Autos, knattern ganz materiellen und ideellen Kulturäußerungen, auf den an Stelle des Stampies um berechtigte Forderun- aktuelle Frage Antwort zu geben, ob es eine niedrig darüber hin, uns zu melden... Ihr wesentlichen Charakter der wirtschaftlichen Bedingen weichliche Gesinnungsfrömmigkeit" predigt. Stulturtrise gibt? Und er bejaht und versollt feine Angst haben, da unten... Wir sind gungen aller sozialer Lebenserscheinungen." Aus Er wolle nur die Triebfedern dieses Kampfes zu neint diese Frage zugleich. wieder da! Haben uns doch nicht verflogen oder dem anfänglich, insbesondere im 3ur Psychologie berlebendigen durch Bewußtmachen ethischer, all- Es gibt eine Krise der bürgerlichen erschlagen im Nebel. Ihr könnt versichert sein, i des Sozialismus" noch leidenschaftlichen Antimargis gemein- menschlicher Motive. Und das tut heute Seultur. Der Bürger ist Bourgeois geworden. bei diesem elenden Wetter kommt feiner von mus ist kaum mehr als eine bescheidene Aeußerung not. Es tut heute not, die Margischen Buchstaben Seine Klasse hat die Grenze der geschichtlichen Aufs drüben, in der Luft herumzuturnen!... geblieben gegen etwas, was nirgends in Marg ist wieder zu erfüllen mit dem wahren Inhalt Marri- ftiegsmöglichkeit, wo sie ihr Vorwärtskommen durch Wie befohlen, wiederholen wir das Fang- die ideellen Erscheinungen seien feine bloßen Wider- schen Geistes mit dem Idealismus Mar- gesellschaftlich- notwendige Arbeit selbst erarbeitete. spiegelungen ballspielen, fligen ein paar Kilometer voraus von wirtschaftlichsozialen Wirklich gens, den er, in seinem tiefen Widerwillen gegen überschritten. Sie ist aus der Phase Aufstieg ( da wir ja die Fliegergeschwindigkeit von 180 feiten"; wiſſenſchaftliches Denken könne doch nicht Moralpredigten und ähnliche Wortlaubereien, jo garantierender follettiver Arbeit in die Epoche des Stilometer nicht abbremien tönnen auf 40 bis unterscheiden, was letztlich in der leiblich- seelischen ungern zur Schau tragen wollte. Nichts ist heute, bloßen Empfangens und des Verfalls getreten. 50 Kilometer, um mit den Autos auf der zer- Totalität des gesellschaftlichen Lebensprozesses Ur- wo Sozialismus immer mehr zur Lebensfrage der zer- fache und was Wirkung iſt". störten holprigen Fahrbahn aleiches Tempo zu halten), müssen wieder zurückwenden, Schleifen und Spiralen in die Luft malen... Geduldspiele und Fleißaufgaben... Endlich winkt die Erlösung! Die gesprengte Pruthbrücke wird sichtbar, dahinter der Hügel rücken von Czernowiß, der niedergebrannte Bahnhof mit den Grundrissen des geschwärzten Mauerwerkes. Was soll das bedeuten? Und wie in der Produktion materieller Güter, jo Kultur wird, marristischer als die marxistische auch in der geistigen Kultur. Die Bourgeoisie chafir Ethit, die die sozialistische Umgestaltung der Wirt beine Stulturierte mehr, sie empfängt und verzehrt 5. de Mans Grundgebante war dies: schafts- und Gesellschaftsordnung von wertenden sie bloß.( Darum:„ Die allermeisten Wissenschaftler Sozialismus sei nicht nur( proletarische) Arbeiter und zielsetzenden Menschen verlangt, die nur allzu produzieren heutzutage technische Verbrauchsgüter, bewegung, sondern auch( intellektuelle) Geiftes. gut weiß und immer wieder betont, daß ein un- die allermeisten Stünstler Zierrat.") Ja, sie tritt gemein wichtiges Kapitel der Produktivkräfte" die der kulturellen Entwicklung, dem Kulturaufstieg. bewegung eine Bewegung des Geistes, des revolutionäre Klasse selbst sei. Sendrit de man entgegen, indem sie dem Geiste gegenüber, der, nach ewigen Revolutionärs", der die„ Spannung si ist eine Zeitnotwendigkeit in der Vollkommenheit und Unbeding.heit strebend, die schen Bollkommenheitsideal und Wirklichkeit" zu be- neuesten Geschichte des Sozialismus, größte revolutionäre Gewalt der Geschichte ist seitigen sucht. Beim Proletarier sei das Interesse- solange er feine Nachdruckverlegung" allerlei mystische und irrationale Sachen, wie Serle motiv grundlegend: er woll mehr Brot und mehr nicht auf antimarxistische Basis stellt und neue Metaphysit usw. ausspielt.( Der Geist" materiellen Wohlstand; er möchte eigentlich Kapitano nicht, zweds einer wissenschaftstünde in weiten Streisen von Gebildeten, die für Die Kraftwagen verlangsamen ihr Tempo, list werden und er werde, wenn es nur möglich sei, lichen" Grundlegung dieses Antimar- allerlei mystische Seelen" schwärmen, nicht in halten plötzlich an.. in der Tat Kleinbürger und Spießer, der allen rismus, eine neue steptisch- morali einem so üblen Ruf, wenn er nicht eine so unKnapp vor dem Flußübergang, die Chaussee Marg und allen Sozialismus nur sehr gerne versierende Erkenntnistheorie der Sobequeme revolutionäre Gewalt wäre.") Während überquerend, verästeln sich die letzten Aufnahms- gesse. Die eigentlichen Sozialisten seien Kämpfer ziologie versucht Die eigentlichen Sozialisten seien Kämpfer iologie versucht solange er nicht Marg aber das Bürgertum, auch darin das Schicksal unstellungen der Russen, durchfurchen weithin das des Geistes, die das Ideal für eine Schüssel voll durch de Man zu ersetzen sucht. Denn es ist Nai- tergehender Klassen teilend, zur Abkehr vom Gift, Land. Wie oft sind wir darüber geflogen, als Zinsen nicht verkaufen. Arbeiterbewegung sei wohl vität, zu glauben, daß Marr den großen Satz seiner zur Vernunftsberachtung, zur Vergötterung des sie noch besetzt waren und Feuergarben gegen wichtige Vorbedingung des Sozialismus, aber nicht Jugend, daß auch die Ideen zu revolutionärer Ge- Mystischen und Irrationalen" neigt, hält die heutige uns losließen. mehr. Und Sozialismus werde nicht Wirklichkeit, walt werden, sobald sie die Massen durchdringen, Klasse der Arbeit und des Aufstiegs, die ArbeiterWas geschieht jetzt auf einmal, sollen diese wenn Arbeiter und Intellektuelle einander nicht je vergessen hätte. Und es ist eine Großtuerei, mit klasse, ihre Kulturverte hoch und nimmt auch an Kampfstätten erläuternd gezeigt und besichtigt finden, wenn nicht, wie eine der geistreichen For ethischent Pathos zu verkünden, daß der Marrismus, der fulturschöpferischen Arbeit regen Anteil. werden zum Anschauungsunterricht der hinter- meln de Mans lautet, das soziale Gewissen der weil er aus den Sehnsuchtsmolken des Utopismus gibt also teine Kulturkrise. ländischen Frontbesucher? Denkenden sie zu Leidenden und das soziale Wissen den ehernen Wall der geschichtlich- notwendigen Ent- Das ist eine fruchtbare Verknüpfung der Es scheint so. der Leidenden sie zu Denkenden zu machen vermag". wicklung schmiedete, schon auch unfähig sei, für Ziel de Manschen Ansichten über Kultur Wir müssen indessen noch immer in der( Brager Tagung des Verbandes für kulturelle Zu- und Ideal, Menschenwillen und Geistestampf ein mit dem margistischen Klassenkampffammenarbeit" 1928.) Luft verharren. Ich beziehe jetzt Czernowiz in zustehen. Mit vollem Recht betont A. Meusel in gedanken. Das ist Zukunft. Und darum wollen meine Runden mit ein die Bewölkung hat Von dieser notwendigen Bereini- jeinem schönen Aufsatz Der Klassische Sozialismus" wir nicht darüber streiten, was einst de Man über sich mehr und mehr aufgelichtet und gewinne gung ökonomischer und ethischer Mo-( Archiv für Rechts- und Wirtschaftsphilosophie" Marr'„ nahes Ende" dachte. eine Reihe schöner Aufnahmen... fehre wieder zurück und freise verzweifelt. Der Aufenthalt will kein Ende nehmen. Was da wieder für Religions- Fanatismus in Indien womit sie den Stopf vom Rumpfe trennte. Die erregter dringt schreiend der Ruf Kali! Kali! aus Die Götter des Hinduismus. 5000 Männerhaupt, in einer anderen Hand das Schwert, Inen die Trommeln, immer leidenschaftlicher und Kriegsrat gehalten wird? dritte Hand hält die Schale mit Blut, während die den Kehlen der Priester und hysterisch ekstatischen Ich warte, bis sich endlich die Kolonne in vierte warnend auf das unglückliche Opfer zeigt. Beter. Einige Frauen reißen mit verzerrten GeBetvegung setzt und der letzte Kraftwagen die Nicht weniger als 330 Millionen Gottheiten Ihren Hals ziert eine Kette von Männerschädeln. fichtern an ihren Kleidern, andere zerfraßen sich Bontonbrüde passiert, das gilt nämlich als das sählt die Religion der Hindus, also mehr Götter Der größte Tempel der Göttin Rali steht in der unter gellenden Schreien Gesicht und Brust oder verabredete Zeichen, daß ich niedergehen darf, als. Anhänger. Die meisten dieser Götter haben Safenstadt Kalkutta. Hunderttausende pilgern jähr schlagen mit der Stirn gegen das Pflaster. Reliund andre Maschinen die Ablösung des„ Schutz- natürlich rein lokale Bedeutung, ja zum Teil sind lich hierher, die. Göttin um Kindersegen, Glück, giöse Amokäufer. fluges" übernehmen. es nur Familien- und Haus- Götter. Aber auch Regen und Erbschaft anzuflehen. von den Hauptgöttern gibt es noch 17 an der Raum 100 Jahre sind es her, daß bei diesen Endlich tritt dieser entscheidende Augenblic Bahl. An der Spize stand einst das Brahma, chenopfer gebracht, heute begnügt man sich da ter Jüngling als Opfer gebracht wurde. Früher wurden der Göttin Kali noch Men- religiösen Orgien noch in jedem Jahr ein geweihein. Ich lande schleunigst auf dem nahen Flug- das schöpferische Prinzip, dem jedoch heute nur mit, ihr Ziegen zu opfern. Die zahlreichen Pilger, Jahre regiert die Göttin Kali bereits und noch feld von Sadagora gerade, daß noch das wenig Verehrung zuteil wird. Sein Ruhm ist erBenzin ausgereicht hat. Während Betriebsstoff blaßt. Ihm folgen an zweiter Stelle Wisch nu, hauptsächlich Frauen, übergeben das Tier dem 132.000 Jahre soll nach den Büchern der Hindus nachgefüllt wird, beeile ich mich, zur Siegesfeier der Erhalter, und als Dritter Schiwa, der Zer padt, es über feinen Haupte schwingt und auf den Priester, der das Opfer brutal an den Hinterbeinen ihre Herrschaft dauern. in der Stadt zurecht zu kommen und erfahre störer, den man am meisten fürchtet und dem desDer Fanatismus dieser Religion bietet ungeden Grund des langen Aufenthaltes in den verhalb die meisten Tempel des Landes geweiht find. festgehalten wird. Unter efstatischen Rufen der heure Schwierigkeiten für die Aufklärung der Opferstod wirft, wo sein Kopf mit Holzklemmen Auch die Frauen dieser Götter sind Göttinnen. Menge und sinnbetörenden Trommelvirbel schlägt Boltsmassen, die in dumpfer Anhänglichkeit sich Zur Stärkung für den Einzug in die er- Die furchtbare Göttin Sali, die Gattin des Gott der Briefter dem blödenden Tiere mit einem Sieb nicht nur als Klasse schwächt, sondern die auch im oberte Stadt war in den Unterſtänden ein Schiwa, ist wiederum die am meisten gefürchtete den Kopf ab. In heißem Strahl sprißt das Blut unaufhörlichen Religionskampf mit den MohamFrühstück ſerviert worden, das ich gegen und deshalb am meisten verehrte. Die allgemeine aus dem Körper; die Frauen stürzen herbei und medanern von ihren eigentlichen Aufgaben abgeBombenabwurf und andere Fliegerangriffe zu Darstellung zeigt sie mit einem schwarzen Antlitz verfuchen das Blut des getöteten Tieres vom Boden lenkt wird. Der Sozialismus hat deshalb in Indien schüben hatte, während ich glaubte, bei dieſem mit drei Augen mit denen sie Vergangenheit, aufzuleden, in der Hoffnung, auf diese Weise den noch ein fast völlig unbeacertes Feld vor sich. Daß irrfinnigen Serumturnen selbst in der Luft Gegenwart und Zukunft sehen kann. Ihre gel- stinderfegen der Göttin zu erlangen. Andere fan- die Massen aber zu packen sind, das beweist die verhungern" zu müssen.. fernde Zunge streckt sie den Gläubigen entgegen. gen das noch warme Blut in einem Tuch auf und Freiheitsbewegung Gandhis. Karl Schoßleitner. In einer ihrer vier Hände hält sie ein blutiges bergen es an ihrer Brust. Wilder und wilder dröhlassenen Schübengräben: *** P. M. Nr. 1 Verhindertes Glück. Von Hans Honheiser. Nach Feierabend, auf dem Heimwege von der Fabrik. Vier Frauen stehen an der Ecke zusammen zu einem Plausch: die Höferin, die Berger- Schusterin, die Klose Steffi und die schöne Ottilie Herlinger. Von dem uralten, doch immer noch interessanten Thema reden sie, von der Liebe. Von den lieben Nächsten und ihrer Liebe.. Die Höferin schlägt sich auf den Mund. ,, Still sein, still sein. Man kann nice vorfichtig genug sein. Na der Stefan aber ich jag lieber nichts." Sagen Sie mir nichts von dem Hallodri. Heut' die, morgen die. Man kann schon neugierig sein, wovon das nächste Gerede berichten wird." Die Otti fühlt, wie es ihr warm ins Gesicht steigt. Wenn es nicht schon so dämmerig wäre, müßte man sie erröten sehen. Ja, ja, der Stefan! Keine ist dem zu mies. Der fragt nicht, ob's die Fünf- KronenJulie oder die Sophie vom Herrn- Müller ist. Letthinna, gefunden hat man ihn" Pit!" Gin freundschaftlicher Stoß der BergerSchusterin läßt sie innehalten. Hinter sich hören sie Schritte. Die Höferin dreht sich erschrocken um. ,, Herrgott, wenn der was gehört hätt'." Der Stefan wars selber. Dann gehen die Frauen auseinander. Die Otti bleibt noch eine Weile stehen. Jetzt soll sie hinter dem jungen Mann hergehen. Und die Frauen haben sie allein gelassen. Da streben wieder eilige Schritte an ihr vorbei. Im Takt dieses Mannes geht sie mit. So muß sie den Stefan bald überholen. Wie sie an ihm vorbeihastet, hebt er den Kopf: ,, Guten Abend, Fräulein." Das Rot ihrer Wangen wird noch um einen Schein dunkler. Es verschlägt ihr die Red." Sie kann nicht antworten. Nur vorbei! Fräulein Otti!" Nach ein paar Schritten hört sie sich anrufen. Sie überhört es. Nur ihr Gang wird noch eiliger. Gott sei Dank der Abstand zwischen ihnen wird immer größer. Aber ihr Atem geht heftig. Ihr Herz klopft zum Zerspringen. Ach, wenn er doch nicht so wäre, der Stefan. Ein fescher Bursch ist er schon ** Fast läuft sie. Links die fensterlosen, rotschwärzlichen Ziegelmauern einer Fabrik. Rechts die Planken eines noch unbenüßten Bauplates. Und hinter sich hört sie feine Schritte, Ebenio eilig, wie die ihren. Eiliger. Hört es, daß er sie einholen will. Sie selbst tann gar nicht mehr schneller. Sie fühlt es, daß er ihr immer näher fommt. " Fräulein!" Warum lassen Sie mich nicht in Ruhe?" Sie sagt es scharf, fast unfreundlich. Fräulein Otti!" Er ist ihr ganz nahe. Seine Stimme flingi weich und bittend. 11 Was wollen Sie von mir?" Nichts nichts Es flingt fast weinerlich. Da preßt sie die Rechte vor die Brust. ,, Sie irren sich vielleicht in der Adresse. Lassen Sie mich." Und sie läuft nun wirklich vor ihm fort. Links noch immer die stummen Fabriksmauern. Rechts leuchtet auf einem Lagerplatz eine Bogenlampe auf. Endlich sie hört ihn zurückbleiben. Warum muß er nur so sein, der Stefan?! In Ruhe lassen soll er mich nur. Stefan macht kein Licht. Wirft die Kleider unordentlich von sich. Auf einem Stuhl liegt der Rod, der Hut fielt sich auf dem Fußboden. Ein Knopf tollert weit fort in die Dunkelhet. Er knirscht erregt mit den Zähnen. So verächtlich wie einen Hund so verächtlich! Muz er, der Stefan/ das so ruhig hin nehmen? Würgen möchte er sie. Und er hat doch nichts wollen von ihr. Nur ein gutes Wort. Wenn er sie doch nur nicht so lieb hätte! Aber sie verachtet ihn ja. Nicht einmal Antwort gibt sie ihm, wenn er grüßt. Läuft davon, wenn er sie anspricht. Otti! Otti! Er möchte sie in seine Arme reißen. Otti! Dann springt er wieder aus dem Bette, fährt in die Hose. Nicht einmal den Hut hebt er auf. Barhäuptig stürzt er hinaus und haut die Tür knallend hinter sich zu. Nur fort! Nicht allein sein müssen! Wohin? Eine rote Laterne winkt durch die Nacht. Ach Otti! Dann ist er hinter dem Hausto: verschwunden. * Vor der Tür der übel verrufenen Schenke hebt man ihn am andern Morgen auf. Nac ein paar Schritten wehrt er den Helfern; geht allein. Bis zur nächsten Kneipe. Dort sißt er. den Kopf in die Hand gestüßt. Trinki Waffer. Die Kellnerin streicht an ihm vorbei. Er sieht sie nicht an. tag. Otti! Gegen Mittag geht er heimzu. Es ist SonyDonnerstag, 1. Jänner 1931 Prosit NEUJAHR! RADION RADION wäscht allein! RADION 1931 Da muß sie ihm wieder in den Weg laufen. Er schlägt die Augen vor ihr nieder; die üb rnächtigten, dunkelumschatteten Augen. Sie wendet sich ab. Er sieht es nicht, fühlt es nur. Sieht nicht, wie sie verächtlich die Lippen aufwirft- und weiß es doch. Eist ihn elend machen, dann lachen über ihn! Er preßt die Zähne aufeinander. Unglück, dein Name ist Weib- Bosheit, Weib! Weib! Tüde Den Abend verbringt er mit ein paar Freunden im Wirtshaus, lärmend, singend. * Es ist Mittagszeit des andern Tages. Stefan geht wieder hinter ihr. Bald wird die Sirene rufen. unterm Arm. Ein Kamerad holt ihn ein. Nimmt ihn ,, Lauf nicht so. Wir kommen noch in die Bude." Otti Stefan verlangsamt seine Schritte nicht. Ach jo!" Der Kamerad sieht die Herlinger vorne gehen. Ach so," meint er nochmals. Nein deswegen nicht!" Läßt du dir das bieten?" Was?" ,, Nun ausgespuckt hat sie. Wenn du dir das bieten läßt Stefan schüttelt den aufdringlichen Freund ab. Dann bleibt er vor einer Plakattafel stehen. Sie macht sich lustig über mich ausgespuckt! Bösartig kneift er die Augenlider zusammen. Otti! Otti! Und er denkt dazu: Ja, ich haẞ' sie! Ich hab sie zu lieb gehabt. Jetzt ist mein Herz zer brochen jetzt hag' ich sie. Nimm dieses Geschenk von mir, Otti. Mich selbst willst du ja nicht, Otti. Die Gedanken freisen in seinem Schädel. Er fühlt sich müde und zerschlagen; aber schlafen fann er nicht. ,, Haß ist zerbrochene Lieb." * Seite 9. Neujahrstleinigkeiten aus aller Welt. Auf manchen Schiffen besteht noch heute die Gewohnheit, zu Neujahr jechzehn Glas zu läuten, in Abweichung von der sonstigen Gewohnheit, stets nur acht Glas zu läuten. Acht Schläge gelten dem soeben beendeten Jahr, acht dem neu beginnenden. Eine zweite Abweichung von der Regel tritt ein, wenn auf dem Schiff eine Meuterei ausbricht; dann schlägt die Schiffsglocke nunmal an. In Japan rechnet jedermann sein Alter von dem Neujahrstage des Jahres, in dem er geboren wurde. Um nun die Kinder für das Fehlen eines eigentlichen Geburtstagsfestes zu entschädigen, wird für die Mädchen im März ein Puppenfest, für die Knaben im April ein Flaggen fest gefeiert. Die geräuschvollste Silvesterfeier kann man in New York antreffen. Dort sucht nämlich jeder seine Ehre darin, möglichst viel Lärm zu machen. Ein beliebtes Geräusch wird dadurch vollführt, daß eine Kuhglocke an einem Strick das Pflaster entlang gezogen wird. * Der Neujahrstag ist in gewisser Weise verhängnisvoll für die Hunde, da viele Hundebefizer ihre Hunde zu diesem Zeitpunkte auf die Straße setzen, um die Steuern für das neue Jahr nicht bezahlen zu müssen. In einem Tierschutzheim, in dem herrenlos aufgefundene Hunde eingeliefert werden und das in jedem Jahre etwa 30.000 Hunde auf diese Weise zugewiesen bekommt, werden im Jänner allein fast fünftausend eingeliefert. Der erste Kalender tam in England im Jahre 1794 heraus und wurde als Schäferkalender" bezeichnet. Und du haft mich geschlagen. Weibern bin ich nachgestiegen mich ja nie leiden mögen. Jetzt mußtest du mich schlagen. Anderen aber du hast Weißt du es, wie mich die Einsamkeit zer mürbt hat? Zerquält, Otti? Ich hab mein schweres Herz entlasten wollen bei dir durft ich's nicht. Du hast mich geflohen. Und jetzt schlägst du mich. Du lächelst darüber, wenn ich weine. Ich möchte weinen weinen ich's fönnte! wenn Aber was jetzt? Die Menschen lachen über mich-die Menschen werden mit Fingern nach mir zeigen. Ich geh ich geh Aber nicht allein! Und er fnirscht mit den Zähnen. Nicht allein Offi, du hast mich nie leiden mögen jetzt mußt du immer bei ner sein eine Ewigkeit. Komm- tomm! Keine drei Monate nach jenem„ Tratsch". Wieder Feierabend. Stefan drückt sich unter ein Haustor. Er hört Schritte näher tommen. Da preßt er seine Finger fester um das Eisen. Start bleiben! Sie hat dich geschlagen Zwei flinke Mädchenfüße haben Eile, um aus dem Dunkel zu kommen. Er sieht ihr hochklopfenden Herzens ent gegen. Die Finger umkrallen die Pistole. Fester fester. Sie fommt immer näher. Fast jetzt sein. Herzschlag aus. Er feucht es für sich. Otti! Näher kommt sie. Otti! Nein sie ist vorüber. Ich fann fann nicht. Stefan Stefan Feigling Er stürzt aus dem Hausgang hervor. Ihr Nein, und abermals nein. So geht es einfach nicht mehr weiter. Er muß mit ihr sprechen. Wenn sie ihn auch verachtet, ob des Schmukes, Der an ihm ist: Sie hat nicht das Recht dazu! nach. Von rückwärts schießt er auf sie. ZweiSie nicht! Sie hat ihn in den Schmutz getreten! mal noch öfter was weiß er? Dann Aussprechen muß er sich mit ihr. Die Wahr- fpringt er auf sie zu. Sie liegt am Boden in heit muß er ihr sagen. Die Reine soll den einer Blutlache. Röchelt noch leise. Schmuz tragen helfen, mit dem sie ihn bewarf. Darum sucht er eine Begegnung mit ihr. Bei einem Waldfest läuft sie ihm in den Weg. Da sieht er: sie fürchtet ihn. Denn fie möchte ihn nicht gesehen haben. Möchte von ihm nicht gesehen worden sein. Aber Stefan verfolgt sie. Mitten in der Menge spricht er sie an. Sie will ihn erst nicht hören, wendet sich ab. Geht. Er folgt ihr. Da sie ihn knapp hinter sich fühlt, bleibt sie stehen. Ja sie wendet sich zu ihm. Aug' in Aug' verharren sie eine ganze Weile voreinander. Otti!" Da lächelt sie, höhnisch, verachtungsvoll. Und dann hebt sie die Hand zum Schlag. Zu unerwartet brennt ihm der Schlag auf Drohend zerknivscht er's zwischen den der Wange. Seine Augen füllen sich mit Tränen. Durch die sieht er sie an. Zähnen. Pfui, doch! Pfui! Otti!" * Als Stefan am Abend in seiner dämmerigen Stube den Kopf in die Hände vergräbt, a ersinnt er die Verse: Und hat dir jemand weh getan, Dent nicht daran! Dent,' s wird auch das vergehn. Und wär der Simmel noch so grau, Darüber hochlacht doch das Blau. Du kannst es nur nicht sehn. Und wär es um dich noch so trüb, Träf dich ein Pfeil ans Herz: Dent, es vergeht auch dieser Schmerz. Haß ist zerbrochene Lieb. Da schlägt er sie wieder. Um die beiden herum ist eine Ansammlung entstanden. Die Menge nimmt für und gegen das Mädchen Partei. Da bricht ein frampfartiges Schluchzen aus feiner Kehle. Dann läuft er davon. Wie ein ertappter Dieb: Wie ein geprügeltes Kind. Zu lieb- zu lieb hatt' ich sie. Und sie sie hat mich geschlagen! GeschlagenWarum? Warum, Otti? Weil ich anderen Weibern nachgestiegen bin. Hab ich dir was Böses getan - je? Otti! Otti! Er fällt neben ihr nieder. Jch Mörder! Da sieht er neben ihr auf der Erde einen Brief liegen. Warum er nach ihm greift? Haftig verstohlen fast? Den Brief stedt er in die Tasche. Dann springt er auf. Fort! Fort! Er läuft ein Stück, denn er glaubt Stimmen hinter sich zu hören. Geht langsamer. So geht er heim. Mit fliegenden Gliedern, fladernden Augen. Daheim reißt er den Brief aus der Tasche. „ Herrn Stefan Müller" sagt die Adresse. An ihn selbst. Er verlegt kein Briefgeheimnis, wenn er liest. ,, Mein Herr! Ich habe heute meine Entlaffung verlangt und bekommen. Morgen schon bin ich fort von hier. Warum ich gehe? Ste haben mein Herz zerrissen. Ich kann nicht weiter zusehen. Ich habe sie zu lieb. Warum taten sie nicht anders: immer im Kot waten. Denken sie an die, die sie zu lieb gehabt hat" Da liest er nicht weiter. Seine Hand trampft sich um den Hemdenausschnitt, daß die Knöpfe in die Stube rollen. Otti! Er schreit es aus sich heraus. Das Hemd reißt er auf. Das kalte Eisen preßt er gegen die Brust. Dann zuckt ein Feuerschein im Dunkel auf. Zu Ende—! Seite 10. Donnerstag, 1. Jänner 1931 Nr. 1 Sport Spiel Körperpflege * ** geiste der Masse, der Mitgliedschaft in unseren Weitere Auskünfte über alle hier angeführten Reihen. Im Herbst der Bundesturntag, auf Begünstigungen ertei'en unsere Ortsgruppen, Bewelchem Rechenschaft abgelegt werden wird über zirks- und Gaustellen, und zivar: für den Gou: unsere Arbeit, Rechenschaft fordern nicht nur vom Nordwestböhmen: Nikolaus Konhäuser, Turn- Teplit, Landstraße 818. sind. Nordböhmen: Karl Frieser, Warnsdorf 6./734. Und da muß es sich dann zeigen, daß wir auch Westböhmen: Karl Neidl, Eger, Steingasse 28/2. Der Verband für Arbeiter- Winter- Touristik in| Grillparzerstraße.- Wegen Nachtlager und Ver- über die schweren Zeiten der Krise unsere Rotban Mähren: Otto Sedlarz, Brünn, Francoska 100. der Tschechoslowakei, welchem die deutschen und sche- pflegung wende man sich an Alois Mann, Karls- ner hochgehalten haben, daß sie nie ein Sturm fäl- Nordmähren: Robert Mayer, Troppan, Masarykchischen Arbeiter- Stifahrer angehören, veranstaltet dorf bei klein- Mohrau, Schlesien. Es werden neben len kann, daß die geistige Einstellung unserer Mit- gaffe 35/2. heuer am 31. Jänner und 1. Feber sein Treffen dem Massenquartier in der Hütte auch Privatnachtgliedschaft in der Zeit der fürchterlichen Wirtschafts- Westslowakei: Karl Achberger, Preßburg, Mühlauerim Altvatergebirge im Gebiete des Naturfreunde- lager bei Genossen in Klein- Mohrau zur Verfügung not den Gedanken der Tat festgehalten, daß man straße 13. Nachfolgend Relationen, welche nach war unseren Aufmarsch vorübergehend erschweren, Oftslowakei: Moric Fenyö, Kaschau, Kovařska 71. schaftlichen Verhältnisse ermöglichen es weder dem Klein- Mohrau führen: Brünn-- Sudeten; Olmüt: aber nicht aufhalten kann. Dieser Gedanke möge in Tatra: Lorenz Irfigler, Matejovce, Slowakei. Verband noch dessen Mitgliedern, etwa in großen Freudenthal, Ostrau, Jägerndorf, Troppau, Prez- den Herzen aller Mitglieder glühen und ſo ſich zu Gruppen die Mürzzuschlager Olympiade zu beschicken burg. Es wird die Veranstalter freuen, wenn dem lodernden proletarischen Wunsche formen: II. Internationales Treifen der Arbeiter- Winter- Touristen Bundesvorstande, sondern von allen, die da tätig in der Tschechoslowakei. hauses Karlsdorf bei Freudenthal. Die wir stehen. dern wegen der leichtzugänglichen sportlichen Verdes. * Kč Frei Heil! und glücklich vorwärts 1931! Ferner der Reichsausschuß des Touristenvereins „ Die Naturfreunde", Siz Ausfig a. d. Elbe, Marktplay 11, Postfach 111. Naturfreundehütten. und so wird dieses Treffen gewissermaßen eine fleine recht viel Gäste diesem Treffen beiwohnen. Vorfeier, eine Erinnerung an das große internationale Treffen sein. So wie im Feber 1930 am Müdenberg bei Teplitz, so dürfte wohl auch diese Zufam in Sachsen. Am 18. Jänner Bezirkstreffen in Wintersportveranstaltungen der Naturfreunde Welche Begünstigungen haft du als menkunft der mährischen, schlesischen, slowakischen Schellerhau: Veranstaltung: 15 Kilometer- Lauf für und deutschschlesischen Arbeiter- Stifahrer ein freu Genossen, 6 Kilometer- Lauf für Genossinnen und Mitglied der Naturfreunde? Beschlüsse der Gauhüttenkonferenz„ Nordwestböhmen", die mit 1. Jänner 1931 in diges Ereignis für alle Touristen und Sportler werGegen einen geringen Jahresbeitrag von Kraft treten. Jugend, Hindernislauf mit Leistungswertung. Stiden, nicht etwa wegen besonderer Leistungen, jonspiele. Am 1. Feber fächs. Gautreffen an der Ke 20.- bis 30.-( einschließlich des Ortsgruppen- 1. Naturfreundehäuser: Nollendorf bei Aussig, Arnsfeld( Mittel- Erzgebirge), und Gauzuschlages) für Vollzahler, Kč 15.- füt anſtaltungen und des Fortschrittes unseres Berban- Baufperanſtaltungen wie oben. – Amn& Teberge), Angehörige. Kč 20.- für Jugendliche und Kč 5.- motor, the bin meine 8, Gersdorf bei Sta 8. Be- Morbachhütte" am Mückenberg, schaftet. Border- Zinnwald und Mozdorf bei Fley, Die Tageseinteilung sieht vor: Samstag, den teiligung an dem Bezirkstreffen der Turner zur Er- für Kinder bieten wir unseren Mitgliedern nach- motau, diese sind ganzjährig geöffnet und bewirtstehende Begünstigungen: 31. Jänner abends: Borberatungen und Freund- innerung an die Mürzzuschlager Olympia. nur Samstag und Sonntag verwaltet und teilschaftsabend in Karlsdorf. Sonntag, den 1. Fe- Touristik und Sport. Wir machen die Orts- jonen Bahnermäßigung. Bei 10 erwachsenen Pec- weise bewirtschaftet. Das gleiche gilt auch für das ber: Manifestation, Propagandalauf, Fuchsjagd, gruppen aufmerksam, daß bis zur Stunde ein Erlaß jonen eine 33.33% ige, für die zweite und dritte Felsenheim Schelesen. Mannschaftslauf, Tagung der Funktionäre der über die Begünstigungen für Touriſten und Sport- 16 Stilometern angefangen. 6 Jugendliche oder vor mit 50 Heller für alle Hüttenbesucher belassen. Wagenklasse aller Personen- und Schnellzüge, von 2. Tagesaufenthaltsgebühren: Wird nach wie Winter- Sektionen. Auch werden Stikurse abgehalten. ler für 1931 noch nicht herausgekommen ist. Es vinder eine 50% ige, bei jeder Kilometeranzahl; Die Wertung erfolgt nach Zeit und Stil. Die wiederholt sich die Verzögerung wie im Falle der diese Begünstigung können auch 5 Jugendliche Svaz- Mitglieder zahlen 2 K, mit Heizgebühr zusam3. Nächtigungsgebühren: Naturfreunde und technische Leitung obliegt Alois Beschel, Jägerndorf, Wintersportler. Naturfreunde. R. A. oder Kinder und ein Erwachsener genießen. Als Ginzelfahrer bei Ausübung der Wintertourist it cine men 2.50 K. Alle übrigen Partei-, Gewerkschaftsund Kulturorganisationen, Jugendherbergsverband, Die Arbeitersportler im tar ſehen, alle Zuſammenhänge, alle Wurzeln des Elends innerhalb der tapitalistischen Wirt- Sonstige Fahrtermäßigungen. Bei Ausflügen zusammen 3.50 K. Arbeitslose erhalten an Dopneuen Jahr. schaftsnorm erkennen. Da nügt teine Resignation, auf den Elbedampfern, ferner in Oesterreich( gepelfeiertagen, ferner Sonn- und Feiertagen feine tein Stehenbleiben, auf das insbesonders unsere trüpft an die Lösung der Marke„ Verband zur Ermäßigung eingeräumt. Der Samstag gilt als Gegner so spekulieren, sondern stärker denn je Wahrung allgemeiner touristischer Interessen"). Sonntag. den Kampfwillen haben um die Jdeale des Arbei- Erhältlich bei Vorlage der Mitgliedskarte, Vertersportes. Unser fultureller Kampf ist eine Teil- zeichnis der ermäßigten Rückfahrkarten nur durch Die sozialistischen Arbeitersportler begrüßen das Jahr 1931 mit gemischten Gefühlen. Schwerer denn je lasten die wirtschaftlichen Verhältnisse auf den Arbeiten unserer Bewegung. Die Auswirkung der furchtbaren Arbeitslosigkeit, die in allen Lindern zu spüren ist, hat nicht nur das wirtschaftliche, sondern auch das kulturelle Leben der Arbeiter auf das schwerste erschüttert. Die furchtbare Arbeitslosigkeit wirkt sich aus in den geschwächten Finanzen. Ein Zustand, der sich an dem Besuch der Uebungsstunden, den größeren Veranstaltungen und der gesamten Vereinsarbeit bemerkbar macht. Am politischen Horizont steigen schwere Wolken auf, die das internationale Leben nicht nur beunruhigen, sondern darüber hinaus an Gefährlichkeit mehr und mehr zunehmen und einem Pulverfaß gleich auf Explosion eingestellt sind. Fast in allen Ländern regen sich fascistische Elemente, um mit brutaler Rücksichtslosigkeit die fortschreitende Aufklärungsarbeit zu unterbinden, um so auch die Arbeiten und die Ideen des Arbeiter sports zu beeinträchtigen. Der Rapitalismus und die erwachende Reaktion finden ihren Schrittmacher in der„ oppositionellen" Arbeitersportbewegung, die da glaubt, mit den unsaubersten Mitteln, mit VerTeumdung usw. die sozialistische Arbeitersportbewegung in ihrem Bormasch aufhalten zu können. Unter diesen Einflüssen stehend, betreten die Arbeitersportler die Schwelle des neuen Jahres. Sie sind sich bewußt, daß ihnen schwere Kämpfe bevorstehen und daß sie allen Gewalten zum Truy das Jahr 1931 zu einem der denkwürdigsten Abschnitte ihrer Geschichte gestalten wollen. Das Olympia zu Wien fällt in die Zeit schwersten wirtschaftlichen und politischen NiederganIn diesem Sinne begrüßen die Arbeitersportler das Jahr 1931 und geloben, vorwärts zu schreiten auf der sieghaften Bahn des Sozialismus. Für die Exekutive der Soziklistischen Arbeiter sportinternationale: C. Gellert. Neujahrswunsch? Welt 1 33.33% ige gemäß den aufliegenden Relationen. so auch Nichtmitglieder zahlen 3 K, mit Heizgebühr Tersil billiger! Hausfrauen, nützet den Vorteil aus! Die Persil- Wäsche war immer am billigsten, der herabgesetzte Preis erhöht ihre Ueberlegenheit noch mehr. Und dabei haben Sie die großen Vorzüge der Persil- Wäsche: nur durch einmaliges Kochen, ohne Reiben und ohne Bürsten ist die Wäsche blütenweiß und rein. Nehmen auch Sie für alle Wäsche nur Persil! Neuer Preis: Kč 3'50 PERSIL zeigt den Weg zum sparsamen und schonenden Waschen. Kč mit namentlicher Meldung: 4. Schlaffadzwang: Allen Hüttenbesuchern wird im eigenen Interesse die Anschaffung des Schlafjades empfohlen, andernfalls diese auch leihweise für eine Benüßungsgebühr von 1 K vergeben werden. 5. Stiablage: Die Aufbewahrungsgebühr beträgt pro Woche und Efigerät 1 K. Alle Wintersportgeräte sind versichert. Die Gauleitung. J. G. gleich K. G." Die kommunistische Interessengemeinschaft in Deutschland, kurz genannt 3. G.", treibt jetzt Reflame unter der abgekürzten Firma ,,. G.", soll heißen ,, Kampfgemeinschaft", besser noch: Kommunistengemeinschaft". Kunst und Willen. Reine Uraufführungen von Werken heimischer Kritiker! Der Deutsche Bühnenverein, die Bereinigung der Direktoren, dem sämtliche Staats-, gemeinnüßige und Privattheater Deutschlands und Defterreichs angehören, wird über Anregung einer großen Gruppe reichsdeutscher Direktoren, die den Fall zum Gegenstand einer Besprechung gemacht haben, in seiner nächsten Sigung folgenden Antrag stellen und beraten: 1. Der Deutsche Bühnenverein begrüßt den Beschluß des internationalen Kritiker Rongresses, wonach ein Autor, der in einer Stadt das Kritiker- Amt ausübt, in eben dieser Stadt mit einem Wert nicht zur Urauf führung tommen darf und billigt ihn. 2. Um zu ges. Dennoch wollen es die Arbeitersportler nicht lampshandlung im gewaltigen Ringen des klassen- den Reichsausschus. Ermäßigungen gewährt ferner verhindern, daß einzelne Bühnenautoren sich außernur. begehen, sondern sie wollen es ausgestalten zu bewußten Proletariates und in schweren Zei- eine ganze Reihe von elektrischen Bahnen, bezw. halb der von der eigenen Standesorganisation voreiner sozialistischen Kundgebung, zu einem sozialigeschriebenen Richtlinien stellen, beschließt der Deut stischen Erlebnis und zu einem sozialistischen Be- ten offenbart es sich, wie fest und überzeugt mir privaten Autobuslinien. fenntnis. Gerade in der politisch und wirtschaftlich Gegner aller Sortierungen, das in den Zeiten der gungen in Nollendorf, Mückenberg, Vorder- Zinn- Pflichten, ein Wert eines Autors, der in der betref. bom endgültigen Siege sind. Das Haßgeschrei der Allgemeine Begünstigungen. Hüttenbegünsti- iche Bühnenverein, daß die Bühnenleiter sich verschweren Zeit wollen die Arbeitersportler die roten Serije immer besonders start schrillt, darf uns nicht wald, Mogdorf, Gersdorf, Neuhammer, Renners- fenden Stadt das Kritikeramt ausübt, zur Urauf Fahnen im roten Wien tragen und damit geloben, irritieren, ihre schmutzigen Kampfmittel dürfen uns dorf, Jägerbörsel, Königshöhe bei Reichenberg, führung in dieser Stadt nicht anzunehmen. alles einzusehen für die Freiheit des Menschen, für nicht verblüffen. Jezt müssen wir die Gegner mehr Schelesen, Karlsdorf, Modern am Sand, und zwei die Freiheit des Volkes, für die Freiheit des inter- denn je ins Auge fassen und ihnen auf allen Linien Häuser bei Kaschau. Im Bau begriffen: Bestiden nerstag, 2% Uhr: Sturm im Wasserglas"; Spielplan des Neuen Deutschen Theaters. Don nationalen Proletariats. geschlossen standhalten. Wir müssen aber auch jenen, und Maccocha. Ferner Gau Sachsen. Böhmerwald: bie es auch in dieser für die Arbeiterschaft so friti Güttelplas, Chlum bei Bilsen. Schließlich die 7 Uhr( 67-8):" Carmen". Freitag( 684), ichen Zeit nicht lassen können, gewiffenlos große Unterkunftsheime des Jugendherbergsverbandes 7 Uhr:" Der Biberpelz". Samstag( 69-1), Organisationen aus falscher politischer Einstellung Aussig. Besonderer Ausweis bei letteren erforderlich. 7 Uhr:„ Das Spielzeug Ihrer Maje heraus zu spalten und die den Reaktionären ble Wilde und Edmundsklamm 50%. Tyssaer Wände stä t". Sonntag, 11 Uhr: Kammermusit; 2% Uhr: Mauer machen, sagen, daß diese Handlungsweise 50%. In der Maccocha. Näheres durch die Orts Die schöne Helena"; 7% Uhr( 70-2): nicht revolutionär, sondern konterrevolutionär ist. gruppe Brünn, Künstlerhaus. Ermäßigungen bei Jenen unsinnig hetenden kommunistischen Eiferern, allen unseren ausländischen Bruderorganisationen. Wie werde ich reich und glüdlich?" die auch in dieser Zeit blindwütig den SpaltungsKampirul. parolen anhängen, jei das Verbrecherische ihres Trei Ke 8000.- bei Todesfall, 16.000 bei bleibender In- England". Unfallversicherung. Alle Mitglieder sind mit Montag( 71-3), 7 Uhr:„ Elisabeth von Wir Arbeiter- Turner und-Sportler, die wir bens offen ins Gesicht gesagt. Spielplan der Kleinen Bühne. Donnerstag, feit Jahrzehnten unsere Hauptaufgabe darin sehen, validität, bei vorübergehender Arbeitsunfähigkeit Revolutionär ist es, wenn unsere Arbeit in den mit Kč 8.- Tagesentschädigung( einschließlich Uhr:„ Die Wunderbar"; 7½ Uhr:„ Die den Arbeitsmenschen Gesundheit, Kraft und Schön- Vereinen und allen Unterorganisationen unaufhalt- Wintertouristikunfälle) versichert. Zusatzver heit anzuerziehen, die wir uns bemühen, durch Mit Wunderbar". Freitag, 7% Uhr: Ist das fam weitergeht. sicherungen hilfe im gewerkschaftlichen und politischen Kampfe die sozialen Voraussetzungen hiefür zu schaffen, sehen durch die Wirtschaftskrise, die durch die Länder rast, Sunderttausende in Not und Elend schlägt, unser Kulturwerk arg gefährdet. Denn nicht nur Not und Sorgen bringt diese gewaltige Krise über die Arbeiterschaft, sondern die Gesundheit all der Betroffe men ist auf das ärgste bedroht. Die Qualen der Not werden gesteigert durch die Gefährdung des Körpers, Wir haben im vergangenen Jahre erhebende den die anderen heuchlerisch das Ebenbild Gottes" Feste gefeiert. Allen voran unser glänzendes Bunnennen, und des Lebens überhaupt. So wäre es desfest, das heute noch in uns allen freudig nachwohl abgeschmackt und unangebracht, zu Jahresbe- flingt. Ein stolzer Beweis, daß weder die Gegner, ginn alte, traditionelle Wünsche zu sagen, die nichts noch die, die den Bruderkampf in unsere Reihen an der Lage ändern, sondern Höflichkeit, wenn auch Bahl bedeutet Barteifonds, die eingeklammerte zulegen. Alle Beschlüsse des Bundesturnrates sind Reise- Abteilungen, Jugend- und Kindergruppen, Wahlfonds): Bodenbach Kč 8000.-( 2000.-), Zeitschriften:„ Berg frei!" offizielles Mitte Brünn Kč 2.480.( 620.-), Startsbad Kč langsblatt des Reichsausschusses, erscheint monatlich, 4000.-( 1000.-), Prag 548.- i( 130.-), BiI. bei Bollzahlern und Jugendlichen im Jahresbeitrag sen Budweis Kč 936.50( 210.50), Bre inbegriffen. Im Gau„ Nordböhmen" Witteilungsburg Kč 200.-( 50.-), Sternberg Kč 800.blatt Unser Wandern" sechsmal im Jahr. Dere Naturfreund" erscheint sechsmal im Jahre als 200.-), Teplit- Saaz Kč 4000,-( 1000.-), Doppelmmmmer; für Vollzahler und jugendliche Irautenau Kč 2240.-( 560.-), Troppau Mitglieder unentgeltlich. Kč 2400.-( 600.-). freundschaftliche und gutgemeinte Höflichkeit, find. Wir alle haben einen heißen Wunsch: Auf daß es besser wird auf der Welt, daß Not und Entbehrung verschwinden, daß auch unser Jdeal der Körperschönheit und des Erdenglanbens fiegreich werde! Wer jetzt nicht nur fest zur Fahne steht, sondern den ganzen Mann, sein ganzes Sein einfügt in die geschlossene Organisationsarbeit, jede Bresche verhindert, der kämpft gegen die Reaktion, der ift Revolutionär! a) für touristische Unternehmungen ohne Einschluß nicht nett von Colette?". Samstag, halb von Wintertouristik, b) für Sti-, Rodel, Eislau8 Uhr: Mein Vater hat recht gehabt". und Radtouren, c) für Kletterabteilungen( ein- Sonntag, 3 Uhr: Der Unwiderstehliche"; schließlich des Besteigen unzugänglicher Gipfel 7% Uhr: Ist das nicht nett von Go Felsen und Kamine in den Mittelgebirgen und Flachlande), d) Kinderversicherung, e) für Waffer- ette?". Montag( Bankbeamten I), 7% Uhr: sport( Faltboot, Segelboot, Holzboot), f) für Aus- Rarussell der Liebe". führung von Bauarbeiten( Wegbau und Erbauung von Schutzhütten). Arbeitsgemeinschaften: Es bestehen in den Ortsgruppen Sektionen für Winter- Touristik, Naturund Volkskunde. Lichtbild und Photowesen, Musikdurchgeführt. Unere Organisationsarbeit geht trot Urlaubsberatung. allem weiter und im Jahre 1931 winkt uns das 2. Arbeiter- Olympia in Wien. Ein möglichst starker Besuch soll der Dank an die Desterrei cher sein für ihre erfolgreichen Kämpfe gegen die Reaktionäre. Die nächstjährigen Maiaufmärsche, Da dürfen wir aber nicht nur in Zeiten des die Jugendwerbeaktionen, die durch einige Aufschwunges begeistert und tampfesfreudig sein, Monate durchgeführt werden, alle anderen Organisondern wir müssen auch in Zeiten der Not die fationsarbeiten müssen beseelt sein von dem Kampf Führer- und Aus der Partei. Ausweis für den Monat Dezember.( Die erste 9 B Nr. 1 Gegen Husten, Katarrh, Keuchhusten Kaiser's Donnerstag, 1. Jänner 1931 wird der dürftige alte Grundeinfall gestredt". Fred Sauers Regie hat nur im ersten Akt Tempo; im zweiten Teil des Films wirft Sauer die Szenen wüst durcheinander, um Tempo vorzutäuschen. Ein paar unverzeihliche Schnittfehler tragen das ihre zur vollkommenen Unsinnigkeit der Brust- Caramellen letzten Atte bei. Besser als Buch und Regie ist mit den 3 Tannen Erhältlich in Apotheken, drogerien Vereinsnachrichten. TOURISTE VEREIN .. das Spiel. Lucie Englisch, Trude Berliner und Frizz Schulz suchen ihren Rollen aus cigenem ein wenig Lebendigkeit und Humor zu verleihen. Der Film Sag' ja!" sollte ursprünglich heißen: Student sein, wenn die Veilchen blühen", und das sagt eigentlich alles. Diesmal sind es Ortsgruppe Prag. Sonntag, nicht die Heidelberger, sondern die Würzburger 4. Jänner: 9 Uhr Endstation der Studenten, die singen, saufen, singen, saufen, und Fünfer, Hlubočepy. Prokopi. und dann zur Abwechslung wieder einmal singen und Radotintal; Führer gewählt. faufen. Inhalt, Darstellung und Inszenierung des Donnerstag, 8. Jänner: Café Nizza. Films find indiskutabel. Hoffentlich sagt das Markenausgabe ab 7 Uhr, Füh Publikum zu diesem Sag' ja" Film nachdrücklichſt: rerbesprechung ab 7 Uhr, Vereinsabend ab 8 Uhr. Nein! -Samstag, 10. Jänner: 15 Uhr Besichtigung des Wallensteinpalais.- Unsere Wintersportler kommen alle in den Vereinsabend. Wichtige Mitteilungen. DIE NA TURFREUNDE Vorträge. Wiederholung des Schwedenfilms. Auf viel faches Verlangen wird der herrliche Kulturfiím ,, Schweden" Donnerstag, den 1. Jänner, um halb 11 Uhr vormittags, im Urania ino Bran noch einmal( das letzte Mal) aufgeführt. Der Film. Zonfi.mtitsch. Der deutsche Sprechfilm tomm zu mir zum Rendezvous" nennt sich ein„ Vaudeville". Er spielt wohl in Paris, hat aber gar nichts Französisches an sich, sondern variiert nur ohne großes Geschick die Verlegenheitssituationen des deutschen Spießerschwanks. Karl Boese hängi die Szenchen des Films ohne optische oder akustische Ueberleitung aneinander und versteht nicht einmal, aus den Darstellern etwas herauszuholen. Alexa Engström spielt ohne inneve Beteiligung, auch Ralph Artur Roberts nimmt seine Rolle ziemlich oberflächlich, ebenso Walter Rilla: Lucte Englisch allerdings wendet an die Gestalt eines fentimentalen Gänschens, das von den Autoren mitten unter die Schwankfiguren gestellt wurde, viel mehr Herzlichkeit, als der ganze Film wert ist, und Fritz Schulz führt wieder alle seine alten Komikertrids ins Treffen, um ein wenig Heiterkeit in die trostlose Dede dieses deutschen Tonfilm. humors" zu bringen. Der Tonfilm ,, Walzer im Schlafcoupé" 49 cine nette, flott inszenierte Einleitungsszene, der dann leider nur langweilige Wiederholungen abgebrauchter, alter Schwankmotive folgen. Wieder einnial lernt der junge Graf die kleine Baronesse, die er heiraten soll, aber nicht heiraten will, inkognito fennen und verliebt sich in sie; die„ Handlung" ist nun nichts anderes als ein krampfhaftes Hinausschieben der unvermeidlichen Erkennungsszene. Mit einem Motorbootrennen, Nachtlokalbildern, einem Schützenfest und einer großen Spießerparade vor den gräflichen Schloßherren F. R. Prager Zensur- Verbote. Die Prager FilmZensur verbot dieser Tage folgende Filmiverfe: ,, Der Greifer", mit Haus Albers, Leutnant warst du einst bei den Husaren" mit Mady Christians, den russischen Film ,, Der blaue Expreß" und den deutschen Paramount- Film Weib im Dschungel" mit Charlotte Ander und Ernst Stahl- Nachbaur. Herausgeber Siegfried Tan b. The rebatteur: Wilhelm Nie net. Berantwortlicher Redakteur: Dr. Emil Strauß Prag Drud: Rota" A.-G. für Zeitung and Buchdruck. Brag Für den Drud verantwortlich: Otto Solit Brag Die Bertungsmartenfrantatur wurde von der Bott u. Telegraphen oirektion mit Erlag Nr. 13.800/ VII/ 1930 bem ligt Der Borstand und Aufsichtsrat der Auffiger Arbeitertäderei r. G. m. b. H. wünscht ein Profit Neujahr allen Mitgliedern und Kundschaften der Genossenschaft Ein herzliches Profit Neujahr entbietet Bezirksorganisation Brür- Oberleutensdorf. 000000000000000000000000000000000000000 0000000 Seite 11. Viel Glück und Erfolg IM NEUEN JAHRE Geschäftsfreundschaft ist für uns kein leeres Wort. Wir wissen sehr gut, dass wir den Erfolg unseres Unternehmens nur den Tausenden zufriedenen Geschäftsfreunden verdanken, die unsere PALABA Batterien, Elemente und Lampen verkaufen, sowie der grossen Anzahl derjenigen, die sie verwenden.. Ihnen Allen möge im Neuen Jahre der Stern des Erfolges und Glückes so zuverlässig leuchten, wie die PALABA PALA& CO., ELEMENTE- UND BATTERIENFABRIK A. G. SCHLAN. Aphorismen. Sage mir, um was du jemanden beneidest, und ich sage dir, wer du bist. ... Frau, aber nur dann, wenn sie beide nichts sind als Mann und Frau Die wahren und wertvollen Verwandten sind nicht die des Blutes, sondern die des Geistes. Es ist durchaus nicht Mitgefühl, was die metEs ist viel schwerer unter zwei Uebeln das kleinere zu wählen, als unter zwei Gütern das größere. fordern, sich zu fassen und zu beherrschen, sondern sten Menschen veranlaßt, einen Trauernden aufzuAuf dem Grund auch der heitersten Musik liegt| ganz einfach Egoismus: sie wollen in ihrer beeine tiefe Wehmut verborgen. haglichen Ruhe nicht gestört werden Es besteht Feindschaft zwischen Mann und| Hedda Wagner. Prosit Neujahr 1931! Wir wünschen allen Mitgliedern ein freudvolles, reiches Wanderjahr, den Ortsgruppen gedeihlichen Aufstieg. „ Berg frei" 1931! Reichsausschuß des Touristenvereines ,, Die Naturfreunde" Sitz Ausfig, Geschäftsstelle Marktplatz 11. 985 000000000000000000000000000000000000000 000000000000000000000 Bau- Keramik Ernst Laufer Teplitz- Schönau Gottfried Keller- Straße 600 Telefon 839/ VI Chamottefußbodenplatten Steinzeugwaren für Kanalisierungen, Industrie und Landwirtschaft Klinker Fliesenverkleidungen für Außen- und Innenfassade, glanz-, matt- u. kunstglasiert Edelputz Offerte und Besuche unverbindlich und kostenlos. Bedeutende Referenzen. 721 Prosit Neujahr! Vorstand und Ucberwachungsausschuß der Bezirkskrankenversicherungsanstalt Elbogen Die herzlichsten Glückwünsche zum Jahreswechsel entbieten die Lokal- und Bezirksorganisation Wigstadtl Herzlichste Glückwünsche zum Jahreswechsel entbietet allen Mitgliedern, Mitarbeitern und Genossen Der Verband der Holzarbeiter, Drechsler und verwandter Berufe in der Tschecho= slowakei, Sitz Reichenberg. Die besten Glückwünsche zum Jahreswechsel entbietet Sporthaus der Arbeiter- Turner Aufsig Marktplay Nr. 11 Ein herzliches Profit Neujahr! wünscht allen Funktionären, Vertrauensleuten und Mitgliedern der Vorstand des Verbandes der Arbeiter und Arbeiterinnen in der Bekleidungsindustrie, Sitz Reichenberg Herzliche Glückwünsche zum Jahreswechsel Sekretariat der Zentralgewerkschaftskommission des deutschen Gewerkschaftsbundes Riechenberg. Schriftleitung der„ Gewerkschaftlichen Rundschau", Reichenberg. Die besten Glückwünsche zum Jahreswechsel entbietet Arbeiter- Turn- und Sportverband i. d. Čsl. Rep. Aufsig Bahnhofspl. 1 Prosit Neujahr! Die Angestellten der Bezirkskrankenversicherungsanstalt Weipert: Ing. W. Bösmüller, F. J. Fellinghauer, Johann Müller, Wilhelm Bartl, Franz Wirth, Alois Georg. Robert Mud, Fano Fitbogen, Hermann Sehrig, Karl Scharf. Seite 12. Donnerstag, 1. Jänner 1931 Nr. 1 PROSIT NEUJA Abgeordnete: Blatny Fanny, Karlsbad. Dr. Ludivig Czech, Brünn. Diet Anton, Prag. Grünzner Ernst, Prag. Hackenberg Theodor, Prag. Häusler Wilhelm, Mähr.- Schönberg. Heeger Rudolf, Jägerndorf. Jafsch Wenzel, Prag. Kaz Franz, Faltenau. Kaufmann Franz, Komotau. Kirpal Frene, Aussig. Kremser Heinrich, Teplit. Leibl Dominit, Hradzen. Macoun Franz, Reichenberg. Müller Heinrich, Aussig. Bohl Adolf, Turn- Tepliß. Roscher Anton, Reichenberg. Schäfer Anton, Reichenberg. Schweichhart Josef, Bodenbach. Taub Siegfried, Prag. De Witte Eugen, Karlsbad. Senatoren: Beutel Franz, Aussig. Dr. Heller Carl, Teplit. Dr. Holitscher Arnold, Komotau. Jarolim Anton, Turn- Teplitz. Jokl Hans, Troppau. Just Anton, Hauptmannsdorf. Löw Dominit, Karlsbad. Nießner Wilhelm, Brünn. Prof. Bolach Johann, Brünn. Reyzi Josef, Schluckenau. Start Franz Karl, Mies. Abtsdorf: Jarosch Florian, Oberlehrer i. R. Arnau: Weicht Stefan, Sekretär. Altrohlau: Frauenorganisation der deutschen sozialdem. Arbeiterpartei. Asch: Bezirtsorganisation der deutschen fozialdemokratischen Arbeiterpartei Bloß Elsa, Lagerhalterin. Burianek Franz, Gewerkschaftssekretär Greiner Ernst, Kellner d. Volkshauses. Jäckt Ernst, Magazineur. Kremling Wilhelm und Frau, Expedient. Krombholz Franz und Frau, Gewerkschaftssekretär. Lorenz Richard, Parteisekretär. Mühling Andreas und Frau, Oberfleischer. Mürling Elly, Kassiererin. Bautsch: Maier Rudolf, Bezirksvertrauensmann. Mader Edmund, Kolporteur. Bilin: Andermann May samt Frau. Bezirkskrankenversicherungsanstalt. Hälbig Max samt Frau. Klein Arthur. Kern Rudolf samt Frau. Klug Franz und Frau. Langer Mar. Wagner Wilhelm. Wildfeuer Karl samt Familie. Wrba Wenzel. Bodenbach: Wondrey; Adolf. Arnberg Emil und Frau. Buls Karl und Frau. Lux Alois. Böhmischdorf: Böhm.- Leipa: Rober Karl und Frau, Parteisekretär. Bezirksorganisation der Deutschen sozialdemokr. Arbeiterpartei. Gebietssekretariat der Deutschen sozialdemokr. Arbeiterpartei. Lokalorganisation der Deutschen sozialdemokr. Arbeiterpartei. Bratislava: Fuchs Josef, Sekretär. Großmann Vinzenz, Konsumangestellter. Hedl Karl, Vertrauensmann. Faczinet Paul. Mohry Josef, Obmann. Mottl Karl, Gewerkschaftssekretär. Rößler Carl, Obmann. Scholz Ludwig, Bezirksvertrauensmann. Brür: Verband der Eisenbahner. Zettl Johann und Frau. Franz Kern und Frau Brünn: Adamek Johann und Käthe. Frizz Johann. Gilge Karl. Hoffmann Konstantin und Walpurga. Kilacsta Johann und Rosa Münster Fanni. Navara Jakob. Neumann Josef und Paula. Brochazka Mizi. Plomer Elisabeth, Kontoristin.Seidlig Mar. Böllmann Gertrud und Bergmann Hilde Profsch Louis und Frau. Rieger Franz, Kontorist. Seiz Anna, Buchhalterin. Schmidt Hans, Geschäftsführer. Volkshaus." Josef Schröpfer und Familie. Boit Adolf und Frau. Vogeltanz Anna, Köchin. Ortsgruppe des Verbandes der Bau-, Schlesinger Filip und Helene. Stoppel Ella. Ticho Artur und Frau. Woletz Josef. Buchelsdorf: Honheiser Hans. Böhm.- Krumau: Dent Andreas und Frau. Zapf Franz und Frau. Böhm.- Budweis: Stein- und Keramindustrie in der Franz und Sophie Waněk. C. S. R. Auffig: Graffe Frunz, Bundesturnwart. Herschel Emmy, Beamtin. Müller Heinrich, Abgeordneter. Pable Hans, Redakteur. Rosche Josef, Lagerhaiter. Rüder Marte, Beamte. Rüder Johann und Fanny. Rümmler Grete, Beamtin. Schlögel Emmy, Beamtin. Storch Rudolf, Beamter. Ullmann Alois, Geschäftsführer. Dietl Theodor Jentsch Heinrich Bölzl Leopold samt Familie Spiegel Anton Bärn: Blaschke Johann. Bischofteinitz: Mizner Jakob und Frau Deutsch- Jaßnit: Schindler Franz, Magazinsmeister. Deutsch- Liebau: Habermann Engelbert. Dobrzan: Sozialdemokratische Bezirksorganisation. Dom. Löw. Drahowitz: Löwenstein und Frau. Püscher Karl, Gewerkschaftssekretär. Schaffer Edo und Gusti. Dr. Start Viktor und Frau.. Dr. Zentner May. 1931 Eger: Bäuml Wilhelm. Deistler Anton. Fleischmann Karl. Fritsch Friedrich. Grüllmayer Ernst, Zahntechniker. Dr. Grünhut Heinrich. Haberkorn Thomas, Sekretär. Heinrich Adam. Kauders Viktor. wwwwww Gablonz: Barth Josef. Fischer Herbert. Friedrich Artur. Hladik Hermann und Frau. Hübner Friz. Hübner Georg, Beamter. Pilz Josef, Beamter. Raim Josef, Beamter. Röhsler Gustav, Beamter. Müller Josef, Obmann des Konsum- Wangler Josef, Beamter. vereines. Novy Wilhelm. Pfortner Josef. Reiter Karl. Rözz Franz. Schuster Andreas, Gastwirt, Hotel ,, Volkshaus". Theusinger Johann. Weigl Georg. Wilhelm Josef. Elbogen: Artynnat Karl, Beamter, Balland Mar, Beaniter. Britzius Friz, Beamter. Damer Rafael, Beamter. Dörfl Josef, Beamter. Falb Karl, Beamter. Safelbauer Josef, Beamter. Homola Tontschi, Beamtin. Liema Heinrich, Beamter. Marterer Josef, Beamter. Palme Adolf und Frau, Sekretär. Tschinkt Alois, Beamter. Willander Franz, Beamter. Zapf Rudolf, Beamter. Zeitler Karl, Beamter. Zuber Josef, Beamter. Fischern: Beamte und Angestellte des WasserGranesau: Eschta Karl, Lagerhalter. Graslit: Dr. Josef Goldberger, Arzt. Brandner Friedrich und Frau, Bezirksvertrauensmann. Franke Anton und Frau, Beamter. Wunderlich Emil samt Frau, Parteisekretär. Graupen: Dr. Josef Kisch. Wilhelm Schneider und Frau. Grulich: Sekretariat der deutschen sozialdemofratischen Arbeiterpartei. Hilsch Karl. Haida: Bürgermeister Ed. Halbstadt: Richard Knopp, Gemeindevorsteher. Hauptmannsdorf: Anton Just. Herrlich: Holeischen: und Wirtschaftsamtes der Stadt Weihs Karl, Fischern. Bayer Karl und Familie, Baumeister. Gottfried Johann und Klara. Blob Anton und Frau. Christl und Familie ( Hotel Wachtmeister). Dellner Rudolf u. Frau, Installateur. Funk Anton samt Familie, Tischlermeister. Hein Josef, Expedient Volkswille. Hochberger Erich. Karl Lorenz s. Frau, Schlossermeister. Körner Anton, Gec- Warenhaus. Massopust Ernst und Familie. Orlamünder W. samt Frau( Hotel Weber). Sichert A. jun., Architekt. Somolik Leopold und Frau, Installateur. Sorger Anton, Stadtrat. Schiffler Robert 1. Familie, Stadtrat. Steinmüller Franz, Stadtrat. Beamte und Monteure des Städtischen Elektrizitätswerkes. Stöckner Richard, Möbelhalle. Palme Franz und Frau. Sacher Anton und Frau. Zinke Oscar. Hradzen: Floßmann Alfred, Lehrer. Jägerndorf: Berger Franz und Familie. Buresch Josef und Familie. Oskar Görtler und Frau. Link Franz und Ani.a. Ortsgruppe der Eisenbahner. Jungbuch: Rötschke Alois, Bürgermeister. Arbeiter- Gesangverein. Arbeiter- Radfahrer- Verein, OberAltstadt. Erben Rudolf, Trübenwasser. Ortsgruppe proletarischer Freidenter. Sozialistischer Jugendverband. Sozialdemokratische Lokalorganisation Verein Arbeiterheim". Kaaden: Dr. Alfred Jltis. Schweizer Uhrenhaus, Anton Wiener Schneider Alexander. samt Frau. Franzensbad: Männer Wenzel. Freistadt: Fachlehrer Rudolf Kowalik. Lokalorganisation. Lehrer Karl Schiwiet. Střiž Alfons. Freiwaldau: Drescher Josef samt Frau. Wöhl H. Rudolf und Frau. Bezirksorganisation d. d. S. P. Ondřejta Max u. Frau, Parteisekretär Weiſt Johann, Gewerkschaftssekretär. Karlsbad: Brüdner Hugo, Kaufmann. Beck Hans. David Dim, Kaufmann. Fantl Karl samt Frau, Kaufmann. Günzl Josef und Marie. Hammer R. W. Hopf Frizz und Frau. Herdlitschka Hans. Kreisgewerkschaftskommission. Legat Wenzel, Bauarbeitersekretär. Moller Arthur samt Frau, Bauarbeitersekretär. Balmer Rudolf, Bankbeamter. Sattler Ernst und Frau. Dr. Ernst Sommer samt Frau, Kaufmann. Freudenthal: Fischer Franz, Parteisekretär. Schaffelhofer Anton, Lehrer. Ullmann Franz, Gewerkschaftssekretär Julius Scharing. Schuster Karl und Frau. Friedland i. 2.: Wondrat Heinrich und Frau. Köhler Franz, Beamter. Waffermann, Hotelier. Raim Ferdinand u. Frau, Beamter. Wiener Hermine. Kaplitz: Franz Praschl und Frau.. Karwin: Konderla Eduard u. Frau, Beamter. Kežmarok: Wittich Paul, Beamter. Kladrau: Hruschka Karl, Beamter. Kloster: Bazzat Johann und Frau. Kofolup: Hala Franz, Fachlehrer. Königsberg: Deutsche Soz.- dem, Lokalorganisation. Kratzau: Brüder Löwa. Landskron: Illner Franz, Fachlehrer. Kovař Franz. Liebich Emil Löschinger Franz, Vereinswirt. Meirner Alois, Fachlehrer. Meirner Adolf, Obmann. Roller Josef, Lehrer. Sieber Josef, Kassenbeamter. Schmid Adolf, Privatbeamter. Schwab Ernst, Kanzleibeamter. Stefan Eduard, Angestellter. Treml Franz, Sekretär. Weidl Friz, Angestellter. Wendlig Emil, Bürgerschuldirektor Wurst Karl, Lehrer. Langendorf: Bezirks- Konsum- und Spargenossenschaft. Hiebsch Alfred, Geschäftsführer. Marschendorf: Fleischer Wenzel, Lagerhalter. Mähr.- Karlsdorf: Weiß Adolf, Lagerhalter. Mähr.- Schönberg: Barth Frizz. Jilg Karl und Frau. Goebel Ernst. Kauer Franz und Familie. Kreisgewerkschaftskommission. Malcher Max und Frau. Mauler Ferdinand. Dr. Morgenstern Ludwig. Leiter Remigius und Familie. Franz Pechačet samt Familie, Magazineur. Schreier Raimund, Geschäftsführer. Schwarzer Franz. Urban Johann. Fritz Winkler samt Familie, Beamter. Mähr.- Ostrau: Ludwig Bärnert und Frau, Ettinger Hermann, Obmann der Bezirksfürsorge. Figar Rudolf, Obmann der Lokalorganisation. Dr. Haas Wilhelm, Bezirksvertrauensmann. Dr. Haas Viktor, Direktor der Revierbruderlade. Lauber Jgnab, Direktor der Rad wanizer Brauerei. Schent Hans, Bezirkssekretär. Vogel Alfred, Privatbeamter. Windholz Leopold, Prokurist. Mähr.- Trübau: Ing. Karl Fuhrmann, Baraberscheif. Mies: Leder Franz. Michelsberg: Bierl Johann. Nachod: Sucek Adalbert samt Frau. Reudek: Becher Franz. 0000000 0000000000 Nr. 1 Donnerstag, 1. Jänner 1931 Seite 13 Neuern: PROSIT NEUJA Bezirksorganisation der deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei. Budweiser Franz und Frau. Konsumverein. Ortsgruppe der Bekleidungsarbeiter. Ortsgruppe des Allgemeinen Angestelltenverbandes. Ortsgruppe der öffentlichen Angestellten. Ortsgruppe des Metallarbeiter. verbandes. Friz Alfons, Geschäftsführer. Preisinger Josef, Klattau. Seidl Richard und Frau. Zettl Karl und Betty. Neustadt: Zückert Franz, Gewerkschaftssekretär. Neujattl: Arbeiter- Turnverein. Kalup Franz, Obmann. Lokalorganisation der deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei. Ortsgruppe der Union der Bergarbeiter. Niedereinsiedel: Greif Karl jun. Möse Franz und Frau. Niedergrund: Anton und Marie Preibisch. Niemes: Illmann Franz. Niklasdorf: Christ Josef, Offizial i. R. Bayer Emil. Nirdorf: Novy- Bydžov: Ing. Alfred Stukhardt. Neutitschein: Ramler Narzis, Bezirksvertrauens mann. Nitschmann Heinrich, Sekretär. Spaings Johann. Oberhennersdorf: Kunert Franz. Oberleutensdorf: Ortsgruppe der öffentlichen Angestellten. Bezirksverein Arbeiterfürsorge". Wick Alois und Frau. Lokalorganisation der deutschen sozial demotratischen Arbeiterpartei. Union der Textilarbeiter. Union der Bergarbeiter. Oderberg- Pudlan: Nistler Rudolf. Olmütz: Leiß Julius faint Frau Pfeffer Josef, Sekretär. Sekretariat des Metallarbeiterverbandes. Oskau: Preiß Josef, Oberlehrer i. R. Petersdorf: Brodkorb Johann. Adler Mar. Pilsen: Suplent Franz und Familie. Prag: Arbeiter- Turn, und Sportverein. Arbeiter- Verein Kinderfreunde". Aron Ernst. Arnet Berthold. Altmann Franz und Frau. Appelt Anna, Bartosch Josef./ Benedikt Anton. Beranek Josef, Sekretär. Bermann Otto. Bierer Mar. Belina Josef und Frau. Blaha Beril. J. U Dr. Bloch Arthur. Böhm Ernst. Chrt Max Emil. Dietl Anton und Frau. Diet Emmerich und Frau. Dorschner August und Annie. Deutsch Maria und Moriz. Eckert Ernst, B. U. B. Eckstein Alois und Familie. Enenkel Viktor und Frau Betty. Dr. Ernst Engel. Fechter Franz. Fink M. und Familie. Fischer Emil. Fischer Rudolf. Fleischer Max. Freimann Anny. Friedmann Familie. Dr. Freund Willy und Frau. Gehorsam Hugo und Hedwig. Glas Alois und Berta. Goldschmidt Leopold. Greull Josef und Familie. Grohs Heinrich und Frau. Hante Robert und Familie. Härtl Kurt und Frau. Hackenberg Theodor und Julie. Hauptmann Adolf und Frau. Sahek Theodor. Hellmich Josef und Familie. Herget Fritz und Frau. Hofbauer Josef und Mizzi. Hrdina Ernst Jaksch Wenzel und Hanni. Janetschek Edwin samt Frau. Kaufmann Ernst und Frau. Klein Ostar. Kirnig Heinz und Frau. Klein Alfons, Prag- Lubenz. Dr. Klein Armin und Frau. Knapp August und Familie. Kollin Paul. Kraus, Sekretär. Krasa Franz. Kuhn Franz. Kreißl Emil und Frau. Kreisfy Rudolf und Familie. Kropp Wenzel und Maritsch. Krummel Franz. Kohn Willy und Familie. Kozominsky Friß und Frau. König Franz. Köhler Siegfried und Familie. Josef Kühnel, Fachlehrer, Kreibiz. Lenk Gustav. ederer Otto und Frau. Lorenz Wenzel jun. und Frau. Maschka Rudolf. Merbs Familie. Michal Alex. und Frau. Mittenhuber Frizz und Frau. Mollit Alois. Müller Franz und Frau. Müllern Alfred. Neuwirth Zdenko. Nehyba Franz und Marie. Paul Ernst und Gist. Piccarone Käthe. Pipal Leopold. Dr. Polach Hans und Liefe. Dr. Pohl Franz und Frau. Pösch Walter und Frau. Breibisch Wilhelm und Familie. Brusenovsky Paula. Prolsch Karl und Familie. Rauch Josef. Radnis Julius und Frau. Richter Anni. V Ricker Josef und Frau. Ried] Emmy. Rybina Peter und Hermi. Siegl Anton und Frau. Sailer Familie. Svojse Franz. Synkule Karl und Frau. Scharnowell Alois und Frau. 1931 Scharnowell Viktor und Frau. Schindler Hans. Diez Anton und Familie. Dr. Egon und Dr. Karla Schwelb. Dr. Schenk Frizz, Neratowiz. Schmidt Ludwig. Schönfelder Richard und Familie. Schnabel Ottilie. Schorsch Georg und Marta. Schwarz Bernhard und Grete. Strnad Ernst und Frau. Dr. Strauß Emil und Anny. Stein Carl. Tallowiz Anton und Frau. Taub Siegfried und Frau. Tetenta Karl jun. und Frau. Theurer Lambert und Frau. Trautsch Franz. Prof. Dr. Vatter Josef und Wallerstein Ella. Waschat Josef. Wallisch Arthur und Familie. Weber Paul und Frau. Weber Gustav und Frau. Wien Heinrich. Dr. Wiener Robert und Frau. Belka J. Postřelmov: Přivoz: Annie und Adalbert Freund. Prostějov: Ignaz Hirsch. Probstau: Franz Löve und Frau. Adolf Schüße und Frau. Prosetitz: Franz Preis und Frau. wwww Rohner Franz, Direktor. Wagner Anna, Beamtin. Rumburg: Böhm Heinrich und Frau. Gampe Franz. Lokalorganisation der deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei. Marschner Franz und Familie. Müller Gustav und Frau. Prochaska Josef. Schnabel Rudolf und Familie. Wagner Wilhelm und Familie. Saaz: Cerny Wenzl, Geschäftsführer. Dittrich V. samt Frau, Beamter. Frau. Riedl Florian, Bezirkssekretär. Betracef Franz. Pudlau bei Oderberg: Zemann Robert samt Frau, Bürgermeister. Radotin: Kumpera Rudolf. Reichenberg: Bergmann Florian, Zentralsekretär. Etrich Johann und Familie. Görtler Johann. Hahn Dr. Otto und Frau. Hübner Hermann und Familie, Franzendorf. Inseratenexpedition für Arbeiterzeitungen G. m. b. H. Kern Karl und Marie. Köller Johann und Familie. Kreschl Richard. Kupetsch Franz und Emmy. Macoun Franz, Abg., und Familie. Neumann Marie. Neumann Marie. Schiller Johann und Familie. Sonnet Franz und Frau. Waniek Leopold und Frau, NeuPaulsdorf. Weigel Wilhelm und Marie. Ladislaus Alliger und Frau. Rudolf Babor. Josef Janduret. Franz Kirchhof und Frau. Karl Löwit und Frau. Josef Tichak. Röchlitz: Rudolf Drbohlav und Familie. Berthold Schreier und Frau. Vinzenz Tauber und Familie. Reindlik: Atjamit Alois und Frau Römerstadt: Verein Arbeiterheim". Breitschädel Rudolf, Kontrollor. Duy Hans, Beamter. Maier Arnold; Beamter. Neumann Emil, Lokalvertrauens mann. Oppler Ernst, Beamter. Ritsch Georg. Schön Franz. Tschapka Otto samt Frau, Landarbeiterfekretär. Turnwald Franz, Buchhalter. Wenzel Anton, Nr 780. Wünsch Theodor, Geschäftsführer. Senftenberg: Lur Florian. Sorghof: Stöckl Georg, Lagerhalter. Schluckenau: Weber Franz. Schönlinde: Böhm August und Frau. Kögler Johann. Fiedler Ostar.. Nejedly Karl, Lehrer. Ulbricht Hermann und Frau. Wollmann Adolf und Frau, Beamter. Schreckenstein: Bauer Adolf. Schweißzing: Joh. Lanzendörfer, Oberlehrer. Staab: Kufla Karl und Juliane. Banke Alvis. Sternberg: Kahabka Wilhelm, Bezirkssekretär. Koschatzky Josef. Schloßnickel Hyron., Sekretär. Zischka Rudolf. Zachau: Fleißner Georg. Richard Lorenz und Frau. Rudolf und Ottilie Rüdl. Marie Seliger. Gustav Neumann. Richard Reckziegel. Ernst Roll. Turn- Teplitz: Settmacher Franz, Beamte der Union der Bergarbeiter. Rudolf Geisler. Josef König und Frau. Alfred Mildner. Familie Pankrac. Emil Friedrich Plohs und Frau. Franz Seidel und Frau. Hans Siart und Frau. Trautenau: Haberzettl Erna. Kralert Erich. Rindt Rudolf. Troppau: Fiedler Anton. Dr. Klein Jakob. Kutscha Emil. Dr. Luksch Alfred u. Frau, Professor. Čech. Teschen: J. 11. Dr. Erwin Grünbaum, Rechtsanwalt. Udritsch: Tauschek Richard und Olly. Unterreichenstein: Bezirksorganisation der deutschen fozialdemokratischen Arbeiterpartei Deutzer Anton, Lehrer. Voitersreuth: Schmidt Wenzel, Lokalvertrauensmann. Weidenau: Brudny Hermann, Fachlehrer. Würbenthal: Böhm Johann. Warnsdorf: Augsten Anton und Anna, Redakteur. Arbeiter- Turn- und Gesangverein " Freiheit". Bezirksorganisation. Eger Josef und Adele, Beamter, Goth Josef u. Emilie, Parteisekretär. Grohmann Heinrich, Fuhrwertsbesizer. Müller Alois und Familie, Sekretär. Günther Anton und Leni, Bamter. Tannwald: Friese Heinrich. Häckel Anton und Familie. Ullmann Emil. Tetschen: Schmied Rud. Jos. und Frau. Teichstatt: Bendel Heinrich und Familie. Feix Rudolf und Frau. Hladit Wenzel u. Familie, Tollenstein Hodny Rudolf. Richter Franz und Frau. Sokoll Rudolf und Frau. Vojt Robert und Frau, Rumburg. Teplitz- Schönau: Fischer Oskar. Materna Josef. Reihs Anny. Robe Rudolf.. Settmacher Artur. Swoboda Josef. Schiefner Franz. Weißkopf Emil. Dr. Emanuel Bed u. Dr. Max Bed. Ferdinand Deutsch und Frau. Emil Gunkel und Frau. Heinrich Herget und Frau. Henke Adolf und Elfa, Werkmeister. Kittel Hans und Ada, Gewerkschaftssekretär. Köhler Rudolf u. Gisa, Vereinshaus. Lokalorganisation der deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei Mazanek Wenzl. Nitsche Karl und Familie, Gew.Angest. Dr. Stransfy Ernst, Rechtsanwalt, Weffely Wenzel und Frau, Gewertschaftssekretär. Weißkirchlitz: Familie Josef Hellmich. Josef Thiele und Frau. Winterberg: Bezirksorganisation. Bezirksverein ,, Arbeiterfürsorge". Otto Kuplent und Frau. Lokalorganisation. zdic: Schneider Karl, Cukrovar. Zwittau: Jandl Stefan und Frau, Gausekretär. Lange Anton u. Frau, Parteisekretär. Sozialdemokrat 7 Seite 14. Allen unseren Mitgliedern und Funktionären fowie Freunden der freigewerkschaftlichen Organisationen ein herzliches Profit Neujahr! Der Borstand des Fabritarbeiterverbandes in der CSR., Giz Aufsig. EZ 982 Donnerstag, 1. Jänner 1931 Allgemeiner Angestelltenverband Reichenberg ( früher Zentralverband der Angestellten in ndustrie, Handel und Verkehr) Ortsgruppe Prag II.. Fügnerovo nám. 4 T Prosit Neujahr 1931 allen Kämpfern, 969 Mitarbeitern und Förderern der freien Angestelltenbewegung Südböhmischer Zentralkonsum und Sparverein in Kaplitz wünscht allen Mitgliedern, Freunden und Angestellten ein 963 frohes neues Jahr! Prosit Neujahr! entbietet allen geschätzten Kunden und Freunden Graphische dunstanstalt August Bartel, Rumburg. Rr. 1 3003080+ 6 Allen unseren Funktionären, den Krankenversicherungsanstalten und deren Mitgliedern Zum Jahreswechsel die besten Wünsche 933 Möge das kommende Jahr einen weiteren Schritt nach vorwärts bringen, ,, Unterverband Egerland" im Reichsverband deutscher Krankenversicherungsanstalten, Sekretariat Eger. 1050-2009 Die herzlichsten Glückwünsche zum Jahreswechsel entbieten allen Mitgliedern, Freunden und Genossen Der Verbandsvorstand. die Berbandszentrale 931 947 d. Union d. Textilarbeiter, Siz Reichenberg 186 Affen unseren Vertrauenspersonen, Mitarbeitern u. Mitgliedern herzliche Glückwünsche zum Jahreswechſel Verband der Glas- und KeramArbeiter und Arbeiterinnen, cfl. Republit, Siz: Teplit- Schönau: Die herzlichsten Glückwünsche zum Jahreswechsel entbietet allen Mitgliedern und Freunden Verband der öffentlichen Angestellten, Reichenberg, 985 Mühlfeldstraße 25. Allen Unionsmitgliedern und Funktionären ein herzliches „ Glüd- Auf zum Nenen Jahre! Borstand und Zentrale d. Union d. Bergarbeiter in Turn- Tepliß. Ein frohes und gesundes Neujahr aken Parteigenossen und Genossinnen, Mitgliedern und Funktionären! Arbeiter- Rad- u. Kraftfahrer- Bund ČSR. Gig: Turn- Tepliẞ. 983 ooooooooooooooooooo Die herzlichsten Glüdwünsche zum Jahreswechsel 930 bon Bühnenbunde 926 Die besten Glückwünsche 952 zum Jahreswechsel entbietet allen Mitgliedern, Vertrauensmännern und Genossen Der Vorstand des Berbandes der Arbeiter in der Bau-, Stein- und Keramindustrie Prag- Karlin. Allen Genossenschafterinnen u. Genossenschaftern entbietet zum Jahreswechsel die herzlichsten Glüdwünsche 929 in der Tschechoslowakischen Republit. Profit Neujahr! Dr. Willy Feig und Frau Chefarzt Wer nicht ständig inseriert wird vergessen! Elbogen Konsum- und Spargenossenschaft für Nordmähren und Westschlesien, r. G. m. b. H., Mährisch- Schönberg. Eine moderne Druckerei welche Ihren Aufträgen die größte Sorgfalt angedeihen läßt und Sie immer schnell und preiswert beliefert Druck- und Verlagsanstalt Thum& Co. 960 Warnsdorf Telephon Nr. 235 Allen Kunden, Freunden und Gönnern ein Prosit Neujahr! Druck- und Verlagsanstalt„ Vorwärts" Gesellschaft m. b. H. Troppau- Katharein. 932 Kreistonfum und Spargenoffenschaft ,, Borivärts" in Mies. 950 Ein glückliches Neujahr wünscht allen Mitgliedern und Angestellten Der Vorstand und Aufsichtsrat. Ein herzliches Brofit Neujahr allen Mitgliedern und Freunden Borstand und Aufsichtsrat des Konsumbereines Chodau- Graslig Nr. 1 Donnerstag, 1. Jänner 1931 -Seite 15. Unseren verehrten Kunden und Geschäftsfreunden die herzlichsten Glückwünsche zum Jahreswechsel HOTEL MONOPOL, PRAG II. Velkopopovicer Bierkeller, Zentrum der deutschen Genossen ein herzliches Prosit Neujahr 1931 957 LEBEDA& FIŠER Gemeinnützige Bau- und Wohnungs- Genossenschaft ,, Volkswohl" £ 80 reg. Gen. m. b. H. in Fischern bei Karlsbad. mit der Bitte um weiteres Wohlwollen. Druckerei Gärtner& Co. Bodenbach a. E. 938 Die herzlichsten Neujahrswünsche entbietet Arbeiter Konsum- Verein für Eulau und Umgebung, reg. G. m. b. H. in Eulau. 943 Herzliche Neujahrsgrüße entbietet das Berfonal 5 der Bezirkskrankenversicherungsanstalt Graslih. Ein herzliches ,, Profit Aeujahr"! entbietet Deutscher Arbeiter- Sängerbund i. d. C. S. R., Sitz Teplitz- Schönau, Theresiengaffe 18. Die herzlichsten 975 Telephon 431 entbietet Allen Genossenschafterinnen und Genossenschaftern entbieten zum Jahreswechsel die herzlichsten Glückwünsche Arbeiter- Konsum- und Sparveretn für Landskron u. Umg. reg. Genossenschaft m. b. Haltung. 928 Unseren Mitgliedern und Freunden die besten Neujahrswüniche! Günstige Bauparzellen in Putschirn zum Koloniebau zur Verfügung. 000000000000 NEUJAHRSWUNSCHE Der Allgemeine Angestellten- Berband Neichenberg, Turnerstraße 27 mit seinen Geschäftsstellen Karlsbad, Teplitz, Bodenbach, Reichenberg, Trautenau, M. Schönberg, Brünn u. M. Oftrau ruft allen Mitcämpfern, Mitarbeitern, Freunden u. Förderern ein 944 Profit Neujahr zu. Die besten Neujahrswünsche entbieten allen Mitgliedern Berbandsvorstand und Zentrale des Jnternationalen Metallarbeiterverbandes in der Tschechoft. Rep., Siz Komotau. 927 DRUCK- UND VERLAGSANSTALT G.M.B.H. 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