Nr. 35. pissing Abonnements-Bedingungen: W Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatt. 1,10 mt., wöchentlich 28 fg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illustrirter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Beitungs Bretslifte für 1899 unter Br. 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 16. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für bie fechsgespaltene Kolonel getle ober beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expeditton abgegeben werben. Die Expedition ist an Wochen tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Hernsprecher: Rmt I, Mr. 1508. Telegramm- Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Ländliche Arbeiternoth. Freitag, den 10. Februar 1899. werden, damit die Kinder noch mehr ausgebeutet werden können, als es jetzt der Fall ist. Wir geben Herrn Gamp den wohlgemeinten Rath, einmal die Verhandlungen der Lehrerbereine über die Nebenbeschäftigung von Schulkindern und ihre verderblichen Folgen zu lesen. its} Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Leidenschaften der Massen beweist aber, daß die für Ordnungsparteien geschaffenen Gefeße auf sie nicht mehr passen." Warum es nothwendig ist, die Namen der Geschworenen zu veröffentlichen, bedarf keiner Aufklärung, und die„ Neuesten Nachrichten" machen sich nicht verdient um ihre Klassengenossen, daß sie die Herren Geschworenen in Angst feßen. Wir überlassen die Herren ihrem Gewissen. Wenn das Frohnblatt der Großindustriellen Die Arbeiternoth auf dem Lande, namentlich in Ostelbien, bereitet schon seit Jahren den agrarischen Kreisen große Sorgen. Thatsächlich läßt es sich ja auch nicht bestreiten, daß das platte Land unter dieser Kalamität zu leiden Der Versuch, die konservativen und freikonservativen hat. Wenn man aber der Noth steuern und Abhilfe schaffen Redner zu übertrumpfen, machte ein junges Pfäfflein, der aber durchaus nicht den wirklichen Zwed unserer Veröffentlichung zu will, dann ist es in erster Linie erforderlich, die Ursachen zu unter- Zentrumsabgeordnete 2 anger, der auch Mitglied des errathen vermag, so kann es sich bei der ,, Volks- Zeitung" untersuchen, die die jungen Leute veranlassen, vom Lande in die Städte Reichstages ist und in dieser Eigenschaft gegen jede Militär- richten, die u. A. ausführt: zu ziehen. Wer da weiß, in welcher Sklaverei die ländlichen forderung zu stimmen drohte, falls die ländliche ArbeiterArbeiter und das ländliche Gesinde leben, für die es kein noth nicht beseitigt würde. Schreckliche Drohung! Herr Roalitionsrecht giebt und der Kontrattbruch Lieber wird große Mühe haben, diesen widerspänstigen strafrechtlich verfolgt werden kann, wer da weiß, Fraktionskollegen zu der Ansicht zu bekehren, daß ein wie schwer diese Leute unter der entwürdigenden Umfall in militärischen Fragen die erste Pflicht eines Gesinde Ordnung seufzen, der wird sich nicht wundern, echten und rechten Zentrumsmannes ist. Viel Heiterwenn auch diese Arbeiter danach trachten, das Joch der feit erregte Herr Langer selbst auf der Rechten durch die Stlaberei abzuschütteln und die seligen Gefilde Ostelbiens zu Mittheilung, daß in Schlesien die Landarbeiter sechsmal bertauschen mit solchen Stätten, wo sie wenigstens einiger- wöchentlich Fleisch zu Mittag bekommen, dreimal sogar Braten maßen als Menschen behandelt werden. mit Stompott! Ein undankbares Volt, dem selbst diese Nahrung nicht genügt. " Zum Dresdener Zuchthauskurs. Wenn das Dresdener Gericht nun Mehr als einmal sind die Verhältnisse des ostelbischen Landproletariats von einwandsfreien Zeugen als völlig un- Die Regierung wird erst morgen zu der Frage Stellung haltbar geschildert worden. Man erinnere sich nur des Berichts nehmen, denn das, was der Landwirthschaftsminister Freiherr der Medizinal- Abtheilung im preußischen Stultusministerium, in v. Hammerstein heute sagte, waren nur einige Verwelchem drastisch geschildert wird, wie die Arbeiterinnen das legenheitsphrasen. Für morgen wird eine große Rede Miquel's Kind an der Brust mit Alkohol bergiften, nur erwartet. um bei der Arbeit für den gnädigen Herrn nicht durch ihre Mutterpflichten gestört zu werden; man erinnere sich der jämmerlichen Wohnungsverhältnisse, wie sie kürzlich in dem Beleidigungsprozeß gegen den Oberpräsidenten Die neun Dresdener Verurtheilten haben, wie uns aus von Willamowitz zeugeneidlich geschildert wurden, man erinnere Dresden gemeldet wird, nunmehr fämmtlich in der Gerichtsschreiberei sich an die Behandlung, die den Arbeitern seitens des die Erklärungen abgegeben, daß sie sich dem Urtheil unterwerfen gnädigen Herrn oder seines Stellvertreters zu theil wird, denen bekanntlich eine 8üchtigung des Gesindes wollen. ispat cod gm of erlaubt ist! Rann man sich dann noch wundern, daß die Das Buchthaus öffnet seine Pforten! Arbeiter in zibilisirtere Gegenden ziehen? Ja, muß man den Schwurgerichtsverhandlungen haben bekanntlich fast gar feine Wegzug aus dem Osten nicht geradezu als eine Kultur- Aussicht, in der Revisionsinstanz Erfolg zu haben, weil der Spruch that preisen? der Geschworenen ohne Begründung erfolgt, also die Feststellung der Schuldfrage auch feinen Anhalt zur formalen Bemängelung Unser ostelbisches Junterthum freilich, das von jeher das geben fann. Wozu also die Qual der Haft um die Zeit bis zur fulturfeindlichste Element des Staates gewesen ist, denkt Entscheidung des Reichsgerichts verlängern! anders. Mit Gewalt wollen die Junker die Arbeiter an die vie angekündigt wird Scholle fesseln, wieder herbeiführen wollen sie die Zu- die Urtheils begründung veröffentlichen will, die sich nicht stände mittelalterlicher Hörigkeit, und sie scheuen auf die e ft st ellung des Thatbestandes, sondern nur zur Erreichung dieses Zieles vor teinem Mittel zurüd. auf die Motivirung des Strafmaßes erftreden fann, so zweifelt Als Feinde der heutigen Staatsordnung verlangen sie die niemand, daß diese Begründung so gehalten sein wird, daß das Aufhebung aller den Arbeitern zu Gute kommenden Gesetze, die übrigens eine bisher nie gekannte Praxis darstellt, erſezt furchtbare Urtheil gerechtfertigt erscheint. Diese Veröffentlichung, vor allem die Aufhebung der Freizügigkeit, und sie also keineswegs den Ausschluß der Oeffentlichkeit. Was gefordert scheuen sich nicht, Regierung und Volksvertretung zur werden muß, damit die Oeffentlichkeit flar sehe, ist die Förderung ihrer einseitigen Interessen zu Hilfe zu rufen und Veröffentlichung der gesammten Verhandlungen. Als sie zu Mitschuldigen zu machen an ihren umstürzlerischen Be- Grund für die Unöffentlichkeit des Verfahrens wird weiter strebungen. angegeben, daß sie beschlossen worden sei, weil die Gerichtsbehörde Bereits in der vorigen Session des preußischen Beeinflussung der Zeugen durch Einschüchterung befürchtete. Landtags richteten die Junker unter Führung des Das fann unmöglich den Thatsachen entsprechen. Die Möglich feit von Beeinflussung der Zeugen bildet keinen gesetzlichen Grund Zentrumsagrariers Szmula eine Interpellation über die Leutenoth an die Regierung, die zum Ausschluß der Deffentlichkeit; diese Möglichkeit besteht ja fast in jedem Prozeß, und es hieße die Oeffentlichkeit des Verfie am Donnerstag, da die Regierung ihnen nicht fahrens allgemein aufheben, wenn man solche Befürchtung unter schnell genug zu Willen war, wiederholt haben. Wenn den Begriff der„ Ordnung" bringen würde, zu deren Aufrechterhaltung die Agrarier absichtlich darauf ausgingen, ihrer Sache der Ausschluß erfolgen fann. zu schaden, so hätten sie nicht ungeschicter und tölpelhafter berfahren können, als es die Redner gethan haben, die sie vorschickten. Vor allem der Oberagrarier b. Mendel Steinfels, ein Junker von echtem Schrot und Korn, deckte gar offen die agrarischen Karten auf. Nach seiner Meinung leben die Arbeiter auf dem Lande in wahrhaft paradiesischen Zuständen. Sie erhalten hohe Löhne, wohnen gut, ihre Beschäftigung ist eine leichte und gesunde, und nur die Sucht nach Genuß und Vergnügen ist es, die sie in die großen Städte zieht. Dem muß abgeholfen werden, und um sich nicht erst mit Kleinen Mitteln aufzuhalten, empfahl der konfervative Redner sofort ein Radikalmittel, die Beseitigung der Freizügigkeit und in Verbindung damit recht hohe Eisenbahntarife. Denn die Eisenbahn- auch so eine Erfindung der Neuzeit, die garnicht in den Junkerstaat paßt sie ist die Ursache der Entvölkerung der Dörfer und der völligen Verschiebung des Arbeitsmarktes. Daneben verlangte Abg. v. Mendel unter dem Jubelgeheul seiner Freunde strengere Bestrafung des Kontraktbruches, sowohl der Arbeiter als auch der sie dazu verleitenden Arbeitgeber, Vorenthaltung des Koalitionsrechts, das nur dazu diene, die Arbeiter der Sozialdemokratie zuzuführen. Natürlich erklärte sich Herr v. Mendel auch gegen neue Kanalprojekte, die ebenfalls viele Arbeiter der Landwirthschaft entziehen würden, sowie für Zulassung polnischer und galizischer Arbeiter. Dieselben Leute, die Herrn v. Köller wegen seiner Ausweisungspolitik gegen dänische Arbeiter förmlich anbeten, verlangen die Einwanderung polnischer und galizischer Arbeiter, selbstredend nur, um sie nach gehöriger Ausbeutung wieder über die Grenze jagen zu können. Das ist nationale Politik im Sinne der Funker. Einer größeren Zurückhaltung, als man es sonst an ihm gewohnt ist, befleißigte sich der freifonservative Dauerredner Gamp, der sich offenbar von seiner vorgestern im Reichstage erlittenen Blamage noch nicht wieder erholt hat. Des Langen und Breiten redete er über die Verrohung der Jugend, der man durch Einschränkung der Freizügigkeit steuern müsse, und forderte weiter eine größere Rücksichtnahme der Schulverwaltung auf die ländliche Arbeit, mit anderen Worten: den Agrariern zu Liebe soll die Schulpflicht verkürzt Die Presse beschäftigt sich auch weiterhin mit dem Urtheil. Die ultramontane ,, Köln. Voltsztg." schreibt: , Das Dresdener Urtheil wird um so erbitternder wirken, als in andern daneben gestellten Fällen, wo es um Angeklagte aus anderen Gesellschaftskreisen sich handelte, überraschend milde Urtheile gefällt wurden. Ein Gutsbefizer, der einen seinen Lohn fordernden Arbeiter mit der Mistgabel erschlagen hatte, fam unter Zubilligung mildernder Umstände mit nur wenig Gefängnißstrafe davon. Der Oberstleutnant Pfeiffer, der im Zweikampfe den Major a. D. Seiz erschoß, wurde gar vollständig freigesprochen. Welche Wirkung so verschiedenartige Urtheile auf die Gemüther von Arbeitern aus üben müssen, läßt sich an den fünf Fingern abzählen. Es ist aber, als ob unsere Umsturzbekämpfer mit völliger Blindheit geschlagen wären!" " Wie diese Blindheit wirkt, zeigen die Berliner Neuesten Nachrichten" in ihren Bemerkungen zu unserer Veröffentlichung der Geschworenen: Die oft beklagte völlige Entfremdung der Anschauungen der. befizenden Klassen von der Dent- und Gefühlsweise der Arbeiter, von ihren Bedürfnissen, ihren Bestrebungen 2c., die tiefe luft, die sich unter der Mitwirkung der Scharfmacherpresse zwischen den beiden Welten der Besitzenden und der Befizlosen mehr und mehr aufgethan hat, sie wird auch durch die Haltung des Dresdener Geschworenengerichts mit unheimlicher Schärfe be leuchtet. Hätte in diesem Geschworenengericht, das aus einem Rittergutsbesizer, drei Rentiers, drei Apo= thetern, zwei Oberförstern, zwei Kaufleuten und einem Regierungsrath a. D. bestand, mur ein einziger Arbeiter gefeffen, so wäre es ihm vielleicht gelungen, aus der Seele der Beschuldigten heraus einer milderen Beurtheilung ihrer Vergehungen mit Erfolg das Wort zu reden." Die Urtheile über den Schuldig- Spruch des Dresdener Gerichts bilden einen wichtigen Beitrag zur heutigen Sittengeschichte. Ein Selaffenhaß, der tobsüchtig geworden ist, fritt 3. B. in den Hamburger Nachrichten" zu Tage. Da dieses Blatt sich aus dem Grabe Bismard's inspiriren läßt, begreift man, daß das Parfum seiner Auslassungen athembeklemmend fein muß: " Die Sozialdemokratie hat sich an Verhöhnung der Gesetze wie des gesammten Staatsorganismus bisher schon Manches geleistet. Die Frechheit, mit welcher die sozialdemokratische Reichstagsfraktion aber in der heutigen Nummer des Vorwärts" die Errichtung des sozialdemokratischen Staates proflamirt, übersteigt alle bisherigen Leistungen dieser Art. Wäre das Deutsche Reich nicht so fest gefügt, man müßte nach solchen Auslassungen einer politischen Partei, deren Leiter man doch unmög lich als Herren betrachten kann, annehmen, man stände am Vorabend der Revolution, an welchem die Revolutionspartei im Vollgefühle ihrer Kraft dem bestehenden Staate den Fehdehandschuh vor die Füße wirft. Daran ist ja mun glücklicher weise dant unserem Heere nicht zu denken. Auch die heutige Verhöhnung der bestehenden Gefeße ist nur unter propa gandistischem Gesichtswinkel zu betrachten. Die Sozialdemokratie zeigt ihren Anhängern, was sie alles unter den bestehenden Gesezen wagen fann und was sie zu wagen den Muth hat. Aber die That sache, daß dies möglich ist, giebt denn doch sehr zu denken. An läßlich der Verurtheilung der Löbtauer Bauarbeiter, die sich be kanntlich des Landfriedensbruchs und des mehrfachen Todtschlages schuldig gemacht haben, verkündigt heute die sozialdemokratische Reichstagsfraktion, natürlich unter der humanitären Berbräminig, eine Sammlung für die Angehörigen der Ver urtheilten, die Lehre, daß die verurtheilten Bauarbeiter die berechtigt gewesen wären, Arbeiter gegen auf dem Nachbarbau die Schritte zu unternehmen, aus denen sich die gesammten Vorstrafen enwickelten, weil und diese Be gründung enthält den grausamsten Hohn auf die Autorität des Staates die sozialdemokratischen Arbeiter die zehnstündige Arbeitszeit beschlossen und diesem Beschluß sich alle übrigen Arbeiter zu fügen gehabt hätten. Die Reichsgesetzgebung kennt den zehnstündigen Marimal Arbeitstag für erwachsene männliche Arbeiter nicht, aber die Sozialdemokratie hat ihn beschlossen, und wer sich diesem Beschlusse widerfest, wird einfach mit Gewalt bon der Arbeitsstätte entfernt. Daß die sozialdemokratische Reichstags- Fraktion sich in Wirklichkeit auf diesen Standpunkt stellte, Niemandem unbekannt, der die Entwickelung der Umsturzpartei berfolgt; daß sie ihn aber laut zu prolamiren wagt, übersteigt, wie gesagt, alle bisherigen Leistungen dieser Demagogen. Schon im Interesse der Arbeiter muß der Staat dagegen einschreiten. Der gewöhnliche Mann muß, wenn er sieht, daß solche Auslassungen ungestraft bleiben, an= nehmen, die sozialdemokratische Reichstags: Fraktion habe be reits folche Macht im Staatsorganismus erlangt, daß fie neben und gegebenenfalls gegen die gefeßgebenden Frat tionen des Reichs Gesetze erlafsen tann. Der gewöhn liche Mann wird dadurch geradezu zu Vergehen und Ver brechen gedrängt. Gewiß, er wird dafür bestraft, die eigentlichen Anstifter der Verbrechen aber gehen leer aus. Sie hüllen sich noch, wie in dem Löbtauer Falle, in den Mantel der Tugend und suchen, obschon sie die eigentliche Ursache des Unglücks der Arbeiterfamilien find, sich durch Sammlungen in ein schönes Licht zu setzen. Diesem scheinheiligen, die Grundfesten des Staates zu erschüttern geeigneten Treiben muß ein Ende gemacht werden. Das wird aber nur geschehen, wenn die sozialdemokratischen Agitatoren, ob sie nun Reichstagsabgeordnete sind oder nicht, genügend fest angefaßt werden, und das wiederum ist nur auf dem Wege der Ausnahme= gefezgebung möglich." = war „ Nach seiner( des„ Vorwärts") Absicht also eine Prostriptions= lifte; in den Augen aller Derer, die eine Gesundung unserer inneren fozialen Berhältnisse nur in der rüdsichtslosesten Unterdrückung der berufsmäßigen Verhegung immer weiterer Voltsfreise sehen, eine Ehrentafel für die Geschworenen, die fich bemüht haben, das Recht unparteiisch zu finden, ohne fich durch Konzeffionen an die heute fo beliebte angeblich volksfreundliche Richtung etivas zu vergeben. Angesichts solcher Vorgänge darf man fich wirklich fragen, ob wir noch in einem Ordnungsstaate leben. Zur Beit der ersten französ Die Esterhazy und Henry können noch manches von diesem fischen Revolution, in den Tagen der Herrschaft der Kommune Blatte des todten Bismard lernen. Das versteht das Fälscherüber Paris, die ja nach sozialdemokratischer Auffassung die handwerk. Mehrfacher Todtschlag, Billigung der Erzesse durch die edelste Blüthezeit politischer Zustände darstellen, haben solche sozialdemokratische Fraktion und die sonstigen Lügen nicht er Listen eine große Rolle gespielt; aber daß im Deutschen Reiche funden, um einen Menschen, sondern um zwei Millionen zu cine Partei den Versuch macht, Männer, die mur nach Ehre verderben. Da lohnt sich das Fälschen. Das ist Großbetrieb. Soll und Gewissen die ihnen vom Gesez und Recht auferlegten Pflichten man als mildernden Umstand annehmen, daß die Leute toll find? erfüllt haben, öffentlich bei den sozialdemokratischen Lesern zu Schwerlich. Sie sind ganz vernünftig und verleumden mit sorgdenunziren, ist ein schlagender Beweis dafür, wie weit die samer Ueberlegung, weil sie die Verstandesgesundheit anderer für Politik des laisser faire gegenüber diesem unserem schlimmsten so geschwächt halten, daß es vielleicht gelingen möchte, diese toll zu Feind uns gebracht hat. Was bezweckt denn diese Namensnennung machen. Entweder das unter der Ueberschrift: Die Geschworenen des Zuchthausturjes" Für heute sei endlich noch eine Probe reaktionärer Aufhebung anderes, als die Genaunten zum Ziele der Schmähungen und mitgetheilt: In der ,, Deutschen Volkswacht" schreibt der antiwomöglich thätlicher Angriffe seitens gesinnungstrener semitische Abgeordnete Köhler: In Frankreich scheint das Trauer,, Genoffen" zu machen! Unserer Ansicht nach würde schon die spiel( Dreyfus- Affäre) feinem Ende zuzugehen. heutige Gesetzgebung genügen, um diese schlimmsten Auswüchse zu französische Bolt ermannt sich und verziert seine Laternenpfähle berhindern. Das ganze zügellose, sich über alles bestehende Recht mit den Dreyfüslern und ihren Genossen oder es geht unter hinwegfeßende Gebahren der sozialdemokratischen Parteiführer, die in Schlamm und Fäulniß jüdischer Herrschaft der Mörder von ihnen fortgesette Erregung der schlimmsten Instinkte und triumphirt 1" Volikifchv Mebevfichk. Sellin, den 9. Febrnar. Abgeordneteuhaus. Abgeordnetenhaus berieth heute in erster Lesung den Antrag LangerhanS sfn Vp.) betr. Aufhebung der Konsistorial- ordnung von 1S73. Der einzige Paragraph dcS in Form eines Gesetzentwurfs gehaltenen Antrages bestimmt, daß die auf der er» wähnten Ordnung beruhenden Verpflichtungen der bürgerlichen Gemeinden aufgehoben werden und auf die kirchlichen Gemeinden übergehen sollen. Besonders wichtig ist das für die Stadt Berlin, die heute weitgehende Aufwendungen für kirchliche Zwecke zu machen hat. Die Verhandlung ergab, daß alle Parteien und auch die Ne- gierung mit dem Antrag einverstanden sind. Der Streitpunkt ist nur der, ob die Stadt Berlin für die Ablösung ihrer Verpflichtung eine Entschädigung zu zahlen hat, oder nicht. Kommissionsberathung wurde nicht beantragt, die zweite Lesung wird also demnächst im Plenum stattfinden. Hierauf berieth das Haus die Interpellation Szmula betr. den ländlichen Arbeiter Mangel, worüber wir an anderer Stelle berichten. Die Besprechung wird morgen in Verbindung mit dem dieselbe Frage behandelnden Antrag Gamp fortgesetzt.— Caprivi und die preußischen Junker. ____ Düte und grobe Hasser sind unsere Junker. Caprivi, der höchste Rathgeber des Kaisers, stand, so lange er Kanzler war, in ihrer Werthschätzung noch unter dem Kurswerth eines Sozial« demokratcn und beinahe so tief, wie Herr v. Marschall. Wenn man liebenswürdig über ihn zu urthcilen bestrebt war, so meinte man, daß er gehängt werden müßte. Sonst war man für das Rödern und Pfählen. Das preußische Junkcrparlament hat dem verstorbenen zweiten Reichskanzler und Ministerpräsidenten demon st ratio die letzte Ehrung verweigert. Am Montag Mittag war die Todesnachricht im Abgeordnetenhaufe bekannt geworden; � der Präsident aber hielt es nicht für nöthig, die Sitzung auf kurze Zeit zu unterbrechen und dem Todtcn einen kurzen Nachruf zu widmen. Auch die Sitzung am Dienstags verlief, ohne daß auch nur mit einem Worte des früheren Ministerpräsidenten gedacht wurde. Nicht einmal am Tage der Becrdigimg setzte das HauS seine Verhandlungen aus, um wenigstens denjenigen Mitgliedern, deren Haß gegen" Caprivi nicht über das Grab hinausreicht, Gelegenheit zur Theiluahme zu geben. Ja, die Junker empfanden es sogar noch als eine Kränkung, als heute der freisinnige Abg. Munckel aus der Abwesenheit dcS Kultusministers den Schluß zog, daß er sich an den Veisctzungs- feierlichkeiten bethcilige und daran die Bcinerkung knüpfte, er hätte gewünscht, daß das Abgeordnetenhaus ebenfalls dieser Pflicht nachgekommen wäre. Der Lärm, der sich bei diesen Worten auf der Rechten erhob, beweist, daß es sich nicht um eine bloße Unterlassungssünde handelt, sondern daß der Präsident v. Kröcher offenbar vorher die Znstimmung seiner konservativen Freunde zu seinem Vorgehen eingeholt hat. Caprivi warunscren preußischen Junkern oben zu sehr Gentleman und diese der Junkerklique unverständliche Eigemchaft verdient die schwerste Strafe: Verachtung auch nach dem Tode. Den Erben des Fürsten Bismarck Hai der preußische Landtag, obgleich er damals nicht versammelt war, sein Beileid ausgesprochen; ftir Caprivi hat derselbe Landtag kein Wort_ übrig. Freilich war der zweite Reichskanzler auch kein Förderer junkerlicher Sondcrintcrcsscn, sondern ein Mann, der das ernste Streben hatte, der A l l g e m e i nh e i t zu dienen. DaS aber ist ein Kapitalverbrechen wider den Junkergeist. Dem Grafen von Caprivi aber ist damit das würdigste und ruhmvollste Denkmal m der Geschichte gesetzt: Die Junker- acht bedeutet die Achtung der gesitteten Mensch» heit.— Zur AbriistungSkonfereuz. Einer Petersburger Meldung zufolge macht das russische Auswärtige Ministerium in Bezug auf die Frage der Theilnahme an der Konferenz bekannt, daß die nieder- ländische Regierung, nachdem sie sich mit der Abhaltung der Konferenz im Haag einverstanden erklärt hat, nunmehr als Wirthin zu bcstnnmcn hat, an wen die Einladuuaen zur Beschickung der Konferenz zu erlassen sind. Damit wird auch die in der Presse viel vcntilirte Frage, ob der Papst einzuladen ist oder nicht, zur Er- ledigung kommen.— »» Deutsches Weich. Bockuni-DolffS, der älteste der deutschen Parlainrntarier, und der letzte der alten ehrlichen liberalen Schule. ist fast huirdertjährig im Alter von 97 Jahren gestorben. Vor 34 Jahren, zur Zeit des„großen Kon- fliktS" war sein Name in Aller Mwide. Arn 11. Mai 1863 präsidirte er als Vizepräsident im preußischen Abgcordnetenhause. Herr von S y b e l, damals noch„liberal" und oppositionell, hatte die Militär- Reorganisation scharf angegriffen, worauf der Kriegöminister R o o n in großer Erregung das Wort ergriff und Aenßerunge» gegen das Mimstemnn als„ganz unberechtigte Anmaßung" bezeichnete. Herr Bockum-Dolffs, der kein Ballestrcm, kein Frcge und auch kein Schmidt war, unter- brach sofort den Kriegöminister und nun spielte sich folgende Szene ab: Kriegsminister v. R o o n: Ich bitte, mich nicht zu unter- brechen. Vizepräsident v. Bockum- Tolffs(unter Schellen mit der Glocke): Ich habe zu sprechen. und ich unterbreche den Herrn KriegSminfftcr. Kriegsminister b. Roon: Ich mnß um Verzeihung bitten, ich habe das Wort und werde es nicht fortgeben. lGIocke des Präsidenten.) Ich habe das Wort, das steht nur nach der Ber- fassmig zu und keine Schelle und kein Winken und keine Unter- brcchnng.,.(Glocke des Präsidenten. Ruf:„Zur Ordnung!" und .Schweigen!" und große Unruhe.) Vizepräsident v. B o ck u m- D o I f f s: Wenn ich den Herrn Kricgsminister zu nnterbrechen habe, so hat er zu schweigen (Stimmen rechts Oh l Oh I Lebhaftes Bravo! links) und zu dem Ende bediene ich mich der Glocke, und weim der Herr Minister dein nicht Folge geben sollte, so verlange ich jetzt, mir meinen Hut zu bringen. Kriegsminiffer von Roon: Ich habe gar nichts dagegen, Wenn der Herr Präsident feinen Hut(viele Stimmen links: „Schweigen") sich bringen lassen will; ich muß aber bemerken... (Große Unruhe und laute Zurufe von links.) Meine Herren, Läg Stimmen sind lauter als eine. Ich verlange mein konstitutionelles Recht. Ich kann sprechen nach der Lerfasinng, wenn ich will, und cS hat niemand das Recht, mich zu unter- brechen, Vizepräsident v. Bockum-Dolffs(unter wiederholten Zeichen mit der Glocke): Ich unterbreche den Herrn Kriegsminister. Wenn der Präsident spricht, so hat hier jeder zu schweigen, und jeder, der hier im Hause ist, sei es hier unten, sei es aus den Tribünen, er hat dem Präsidenten Folge zu geben, und wenn hier wirklich etwas vorgekommen wäre, was gegen die Ordnung des Hauses verstoßen hätte, so würde es meine Sache gewesen sein, das zu rügen. Ich habe das nicht gethan, denn der Herr Vor- redner hat sich in seinem Recht befunden.(Bravo I links. Zischen rechts.) Jetzt ertheile ich dem Herrn Kriegsminister das Wort. Kriegsnnnister v. Ro on: Ich muß bemerken, daß ich wieder- holt protestire gegen das Recht, welches der Herr Präsident sich der königlichen Regierung gegenüber nimmt. Ich meine, die Befugniß des Herrn Präsidenten geht, wie schon bei einer früheren Gelegen- heit gesagt worden ift, bis an diesen Tisch und nicht weiter! (Heftiger Widerspruch links, und Zischen rechts. Große Unruhe.) Der Vizepräsident b. Bockum-Dolffs bedeckt sein Haupt, und alle Mitglieder erhebe» sich, links unter lebhaftem Bravo!) I Vizepräsident v. Bockum-Dolffs: DaS heißt, die Sitzung ist für eine Stunde vertagt, meine Herren. Dies die Szene, die dem Ministerium Bismarck verhängnißvoll geworden wäre, wenn die fortschrittliche Mehrheit nicht Angst vor einer Volksbewegung gehabt hätte. Die Regierung kümmerte sich nicht um das Abgeordnetenhaus,— Bockum-Dolffs. gcmaßregeltcr RegierungSrath, wurde zur Strafe nach Prcußisch-Sibirien(Gumbinneu) versetzt. DaS Abgeordneten- Haus kroch drei Jahre später, vom AnncxionSteusel besessen, zu Kreuze und Bockum-DolffS ist aus der Oeffentlichkeit verschwunden. Der Bockum-Dolffs von 1S63 hat noch den Verfall seiner Partei und die politische Abdankung deS deutschen Bürgerthums erleben müssen. Da er ein Mann von Charakter war, hat ihn das bitter geschmerzt.—_ Sozialdemokratische Privatdozenten. Die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung" berichtete, wie wir schon gestern mittheilten, in Sachen uuseres Genossen Dr. Ar o n s seien die einleitenden Schritte, welche das Diszipliuarberfahren gesetzlich erfordere, schon längst er- folgt, und so werde die Frage, ob die Zugehörigkeit zur sozialdemo- kratischen Partei mit der Stellung eines Universitätslehrers vereinbar sei, in der durch das gesetzmäßige Verfahren gegebenen Zeit ihren cudgiltigen Abschluß finden. "Wir haben uns nun an den Genossen AronS gewandt, um von diesem zu erfahren, welche Schritte mau gegen ihn unternommen habe. Dr. Arons theilt uns jedoch mit, daß ihm von einem Disziplinarverfahren gegen ihn absolut nichts bekannt sei. Es scheint uns danach, als ob die einleitenden Schritte, von denen die„Norddeutsche" spricht, borläufig in irgend welcher Minirarbeit innerhalb der philosophischen Fakultät der Berliner Universität bestehen,— wie es ja auch die„Franksiirter Zeiwng" angedeutet hatte. Diese Ansicht wird um so wahrscheinlicher, wenn man sich erinnert, daß z. B. im Falle des Professors Delbrück die beabsichtigte Einleitung eines Disziplinarverfahrens in offizieller Form durch den„Reichs-Anzeiger" verkündet worden ist.— Fall Delbrück. Die„Nat.-Ztg." berichtet: In der Disziplinaruntersuchung gegen Professor Hans Delbrück ist die Anklageschrift jetzt dem Disziplinar- hose und dem Angellagten zugegangen. Der Strasantrag lautet dem Vernehmen»ach auf Strafversetzung in ein gleiche» Amt ohne Ersatz von Umzngskosten. Es würde also, wenn diesem Antrage gemäß entschieden wird, eine ordentliche Professur der Geschichte an einer anderen Universität, da man doch nicht eine neue zu diesem Zwecke schaffen wird, als Straf- Professur frei gemacht werden müssen, etwa durch Versetzung ihres Inhabers nach Berlin. Das Blatt weist auf die Unterschiede zwischen den Beamten und den Professoren hin und schildert die verderblichen Wirkungen einer solchen Versetzung. Nun, viel ift an den Universitäten nicht mehr zu verderben. Die Universitäten haben schon so viel Strafprofessoren geschluckt, daß sie auch Delbrück vertragen werden.— Die Knntenmeister- Logik, die den Junker schmückt, offenbart sich erhebend in der Autwort der„Kons. Korrespondenz" auf Misere Bemerkung: Die Ausschreitungen von Arbeitern geschehen wider de» Geist der Sozialdemokratie, es sind Rückfälle in /jene tiefere Kulturperiode, da Feudalismus und Bourgeoisie unumschränkte Macht ausübten." Dazu erklärt das amtliche Organ der konservativen Partei: „Wir können die vorstehende Auslassung wohl aber als ein Stück Selbstironie auffassen, denn wäre es dem sozialdemokratischen Blatte ernst mit diesen Worten, so müßte es doch strengere Gesetzes- bestimmungen gegen solch«„wider den Geist der Sozialdemokratie" verstoßende Ausschreitungen befürworten." Noch strengere G esetzeSb estimmungen zu fordern. als die, welche dem sächsischen Gericht gestatteten. Arbeiter auf sechs bis zehn Jahre ins Zuchthaus zu ichickeu. d. h. lebendig zu begraben— dazu mutz mau eine mittelalterliche Phantasie besitzen, über die wir nicht verfügen. Bedeutsam aber ist, daß die„Koisterv. Korresp. nur e i u Mittel kennt, bedauernswerthe Ucbclstäude zu beseitigen: Ver- schärfung der Gesetze. Erziehung, Auftlärung. kulturelle Hebung, wirthschäftliche Beßcruug— Unsinn! Durchgreifend wirkt nur die Polizei, der Staatsanwalt, der Zuchthauswärt«: und der Kuntenm eiste r. Wir würden meinen, daß das Junkcrthum wieder zu der Hexennerbrcmumg und der Folter zurück gekehrt sei, lven» es überhaupt jemals diesen Bannkreis verlassen hätte. � Für die Konservativen ist die Frage endgiltig gelöst, wenn das neue Jahrhundert anfängt. Für sie sängt überhaupt niemals ein neues Jahrhundert an. Sie leben unentivegt in du Blüthezeit der Quitzows und Kökeritze. Das heißt konservativ.— Neue Gewehre. Wie der„Franks. Ztg." gemeldet wird, hat der Kriegsminister in der Budgetkvmmission des Reichstages nach seiner Versicherung, in Bezug' auf das Gewehr seien wir allen Staaten gewachsen, noch ernävt, daß die Versuche mit neuen Gewehren fortgesetzt werden. Ein sicheres Ergebnitz liege noch nicht vor. Vorläufig wird an den fetzigen Gewehren ein neues von Mauser erfundenes Schloß eingeführt. Und nachher kommt zu dem neuen Schlosse ein neues Gewehr.— Zur Loganisattou der Handwerker wird gemeldet: In Ausführung des Handwerks- Organisationsgesetzes werden in naher Zeit der Entwurf einer Verordnung über die Handwerkslamm er und besondere Vorschriften hinsichtlich der Lehrlings« Verhältnisse dem Bundesrathe zugehen. Ist diese Verordnung erlassen, dann ist die formelle Durchführung des ganzen Handwerks« Organisationsgesetzes vollendet. Es wird sich in der Praxis dann vornehmlich mir noch um die Wahlen zu den Handwerkskammern, deren Bezirke schon in den meisten Bundesstaaten abgegrenzt find, handeln. Es ist zu erwarten, daß die Wahlen nocki im laufenden Jahre beendigt sein wei'den, so daß mit Schluß des Jahres 1899 die Handlverköorganisation. wie sie in der Novelle zur Gewerbe- Ordnung vom 26. Juki 1897 geplant war, abgesehen von den später noch erfolgenden Umwandilmgen freier in Zwaiigsinmingei» und der Neubildung von Innungen, fertiggestellt sein wird. Bei den Wahlen zu den Handwerkskammern werden nur diejenigen Handwerker mit- zuwirken in der Lage sein, welche irgendwo organifirt sind. Ergebnisse der Kbllerei. In den„SondersjydSke AarSböger" (Südjütifche Jahrbücher) hat der Abgeordnete Haussen in Apenrade eine Zusammenstellung veröffentlicht, ans der erstchtlich ist. wie viele Landbesitze in den Jahren 1865—1893 aus dänischem in deutschen Besitz übergegangen sind. Im Kreise Haderslebeu sind 31 große Höfe, im Kreise Aldenrade 19 Höfe und im Kreise Sonderburg 14 Höfe in den Besitz Deutscher gelaugt. Seit 4898 ist diese Zahl noch erheblich gestiegen, weil dänische Besitzer, die ihre Söhne für Dänemark optiren ließen, die Güter ohne Hilfe der Söhne nicht mehr bewirthschqften komtten oder lvollten. In dieses langsame, aber sortgesetzte Vordringen des Deutschthums nach dem Norden greift nun die Regierung durch ihre Ausweisungspolitik störend ein. Jetzt sehen bei Verkäufen die dänischen. Verkäufer vorzugsweise daraus, daß ihr Besitz möglichst wieder in die� Hand eines Dänen gelangt. So trägt die Aiisweisuiigspolitik auch' in dieser Weise mit dazu bei, den Widerstand der Dänen zu vergrößern.— Magdeburg, 8. Februar. Luch im benachbarten Gommern fühlt der Bürgermeister, ein Hauptmann a. D., da» Bedürfniß, sich in der Saalabtreiberei zu versuchen. Kürzlich lud er alle GasUvirthe zu sich auf das Rathhaus, hielt ihnen«ine Rede, deren Ziveck war, den Gastwirth Bollmann davon zu überzeugen, daß außer ihin kein anderer Wirth seine Lokalitäten den Sozialdemokraten zur Verfügung stelle. Ein« sofort seitens des Bürgermeisters vor- genonimene Umfrage ergab auch dieses Resullat. Als es festgestellt worden war, fragte dos Stadthaupt diesen Gastwirth. ob er nun trotzdem seine Räume den Sozis bezw. den Dtaumn und Bauarbeitern zu ver- sügung stelle. Da Herr Bollmann aber nur auf die Arbeüerkund- schaft angewiesen ist, lehnt« er sich gegen den Wunsch des Stadt- Hauptes auf und nach wie vor finden m seinem Lokal die Versamm- Hungen statt, die dem Bürgermeister so unangenehm sind, daher um ihrer Wille» Schritte thut, zu denen er keineswegs berech- tigt ist.— München, 8. Februar.(Eig. Ber.) Ter bayerische Landtag wurde heute Vormittag eröffnet. Es ist bekanntlich eine Nachsession, •m welcher die Abgeordneten berufen wurden. Steuer- und Justizgesetze werden die wichtigsten Gegenstände der Ver- handlstngen bilden. Zunächst hat die Abgeordnetenkammer die Steucr-Gesetzentwürfe für Einkommen, Kapitalrente und Gewerbe, wie diese ans den Berathungen eines besonderen Ausschusses hervor« gingen, zu erledigen. Die Gesetzesvorlagen werden einer General- diskusfion unterstellt, in der heute die Abgg. Prof. Dr. Günther und SartoriuS, von der Freisinnigen Volkspartei, sowie Finanz- minister v. R i e d e l, zum Wort gelangten. Professor Günther beklagte sich über die Feindschaft von Industrie und Handel, welche selbst die Regierung ergriffen hat, woraus sich tvohl erkläre, daß der Konferenz der bayerischen Handels- und Gewerbekammern kein Regiernngsvcrtreter beilvohnte. Im klebrigen bekannte sich Redner als ein entschiedener Gegner der Gesetzentwürfe. Sein Parteigenosse Sartori ns hielt eine mit vielen Wenn und Aber gespickte Siede, vertheidigte die Umsatzsteuer für Waarenhäuser und stellte Zustim- mung zum Gewerbesteuer-Gesetzentwurf in Aussicht, wenn einige Tarisp ositionen geändert werden. Finanzmininer v. Riedel polemisirte in einer von sozial- politischem Verständniß nicht beschwerte Rede, gegen die direkte progressive Einkommensteuer und bemühte sich, in nicht ungeschickter Art, Gevatter Schuster und Schneider für sein Flickwerk zu gewinnen. Von der sozialdemokratischen G nippe wird Genosse E h r h a r t in der Generaldiskussion das Wort nehmen. Durch die bürgerliche Presse geht die Notiz, die sozial- demokratischen Abgeordneten würden, wegen Preisgabe des obersten Militärgerichtshofes, einen Antrag auf Ministeranklage einbringen. Das ist frei ersunven, die Sozialdemokraten denken nicht daran.— Ter Anarchistcuschrcckcn. Einer großen„Gefahr" ist das Bahernländle und speziell die Stadt Fürth entgangen. Dort arbeitete ein Drechsler Names E. Stark, allgemein als gut- ncüthiger, harmloser Mensch bekannt, der nur mitunter recht konfuse Ansichten über politische und andere Gegenstände äußerte, wodurch er aber die Aufmerksamkeit der um das Wohl der Spießer sehr de- sorgten Behörde auf sich zog und ihr eine so hohe Meinung von der„Staatsgefährlichkeit" beibrachte, daß er angeiviesen wurde, den bayerischen Staub von seinen Pantoffeln zu schütteln. Um ganz sicher zu sein, daß er vor seiner Abreise das gute Fürth durch keine Frevelthat erschrecke, tvurde er am Montag verhaftet und am MiU- woch über die Grenze gebracht.— Chronik der MajestiitSbeletdlgnngS-Prozesse. Bor einigen Wochen wurde in Heilbronn em Obdachloser verhaftet, der, um ins Gefängniß zu kommen, auf der Straße eine Mas estätsb eleidigung ausgestoßen hatte. Sein Wunsch wurde ihm erfüllt, er erhielt jetzt dreiMonate Gefängniß. Als strafmildernd wurde betrachtet, daß er bei Begehung der That obdachlos und krank war. Vom Landgericht Straubing(Niederbahern) wurde der Tagelöhner Reithofer von der Anklage wegen Majestätsbeleidigung freigesprochen.— Anstand. Die Untersuchung deS Revisionsausschusses. Pari«. 9. Februar. Die Anschuldigungen OueSnah de Beaurepaire'S hatten bekanntlich zur Einsetzung emeS RevisionsauSschusseS in der Deputirten- kannner geführt. Der Ausschuß hat fast einstimmig die von der Regierung wegen jener Anschuldigungen geforderte Renderung de« Gerichtsverfahrens abgelehnt und die Veröffentlichung der betreffenden Aktenstücke beschlossen. Der„Figaro" theilt dies» Aktenstücke mit. Davon sind folgende von Interesse. In dem Briefe vom 24. Januar, welchen der Präsident der Kriminalkammer L o e w an den Präsidenten deS KaffationShofeS Mazeau richtete, erklärt Loew bezüglich des ihm von Beaurepaire vorgeworfenen Zwischenfalles mit P i c q u a r t, er, Loew, habe an dem fraglichen Tage Niemanden zur Verfügung gehabt, um einen Befehl auszuführen. Er habe sich deshalb selbst tu das Kabinet begeben, wo er Picquart zu finden glaubte. Er habe seine Kopfbedeckung ab- genommen und gefragt, ob Picquart da sei, woraus Picquart mit „ja" geantwortet habe. Loew habe Picquart dann mitgetheilt, daß die Vernehmung erst am nächsten Tage stattfinden könnte, und bei dieser Gelegenheit den begleitenden Gendarmerie- Kapitän ge- fragt, ob er Picquart am nächsten Tage ohne iveitereS wieder vor- führen könnte oder ob es dazu einer neuen Erlaubniß des Militär- Gouverneurs bedürfte. Auf die bejahende Antwort des Kapitän?, daß nämlich die Vorführung Picquarts am nächsten Tage ohne IveitereS erfolgen könnte, habe er, Loew, sich sofort zmckiefgezogen. Die» sei der ganze Zwischenfall, wie er sich in Wahrheit zugetragen habe. Alle anders lautenden Schilderungen seien unzutreffend. WaS die Thatsache anlangt, daß B a r d zum Berichterstatter ernannt wurde, so erklärt Loew, das sei deshalb geschehen, weil Bard als unverheiratheter Mann nicht durch Familieu-Mitglieder den Drohungen einer gewissen Preffe erreichbar gewesen sei. Was die Art und Weise anlangt, wie die Untersuchung geführt worden ist, so erklärt Loew. er hat niemals den Gedanken gehabt. Dreyfus für unschuldig zu erklären, und auch nicht, Picquart zu rehabilitiren. Sr habe die Untersuchung vielmehr in dem Bestreben geleitet, die Wahrheit an den Tag zu brtngen, wie sie auch lauten möge. Di« Untersuchung habe sich übrigen» darauf beschräukt, zahlreichen Zeugen einige Fragen zu stellen, welche diese mit längeren Ausführungen beantwortet haben. Loew schließt diesen Brief mit dem Bemerken, daß er sich durch die gegen ihn erhobenen Verleumdungen nicht beirren lassen werde, von"seinem bisherigen Verhalten abzuweichen.— Tie Akten enthalten ferner die von Qu es nah de Beaurepaire erhobenen Anschuldigungen, sodann die Aussagen deS Hauptmanns C u i g n e t und Lebrun- Renault's sowie des Generals St o g e t, welche sich über die unverhiillt feindselige Haltung der Krimiimlkammer beklagen. General Chanoine und Unter- inteitbailt Peyrolle erkeunen dagegen die völlige Korrektheit der Kriminalkammer an. Ihnen gegenüber führt C a v a i g n a c die Gründe an. welche ihn an die Vorcingenommcicheit der Kriminal- kaunner glauben machen. Der Kassationsgerichtsrath S e v e st r e erklärt die Klagen der Militärzeugen für unbegründet, andere Mit- glieder der Kruninalkainmer, darunter der der Revision feindlich gegenüberstehende Salantin, bestätigen die völlige K o r r e k c h e i t und Unparteilichkeit Loew's. Bardo, Ataliits und Anderer.— Eine spätere Meldung besagt, daß der Bericht bereits in derKammer zur Verkhcilung gelangte. Derselbe schließt mit dem Antrag auf Älb- lchnmig deS Gesetzentwurfs. Es sei ein Gcleaenheitsgesctz, deffen Vor- iheile zweifelhaft seien. Anch sei es unsicher, od die öffentliche Meimrng zufriedengestellt wäre, wenn die vereinigten Kammern des Kaffationö- Hofes die Untersuchung bezüglich der Revision de? DreyfuS-Prozesscs von Neuem beginnen würden. Die Entscheidung in der Angelgcnheit würde dann noch länger auf sich warten lassen und man würde sich bor derselben noch weniger beugen, als vorder der Kriminalkammer. Würde mit der Untersuchung nicht von Neuem begonnen, so würde man sagen, daß einer Enischeidung, deren Grundlage von vornherein anfechtbar gewesen, nicht die geringste Bedeutung beigemessen werden köime. Der Gesetzentwurf sei andererseits unstreitig mit Nachthcilen verbunden, weil durch diesen!der Grundsatz der Trennung der Ge- walten verletzt und der ganze gerichtliche Organismus erschüttert werde, welcher ein wesentliches Element des politischen und sozialen Organismus bilde.—_ Oesterreich-Ungarn. Wien, 9. Februar. DaS„Neue Wiener Tagblatt" meldet au» Sger: DieiBezirkSbanptmannschast theilte dem Bismarckdenkmal« Komitee mit, daß sie die Errichtung eines solchen Denkmals in 1881 9,51 1898 Eger berbiete. Der Erlaß erkennt die Größe Bismard's als Staats- 1871 2,1500 18841 1874 15; 42 1887 mann an, erklärt aber die Errichtung eines folchen Denkmals vom Standpunkte des österreichischen Patriotismus aus für unzulässig. 1877 ad187727,94 11890 Aus Washington läuft in Desterreich die Mittheilung ein, daß das hug 1878 26,80188( 1893 Staatsdepartement der Vereinigten Staaten die Forderung Desterreich Ungarns ablehne, noch der die Vereinigten Staaten wegen der Tödtung ausständiger ungarischer Grubenarbeiter in Hazleton( Bennsylvanien) durch Beamte des Sheriffs am 10. Sep tember 1897 Entschädigung leisten sollten. souls) Stalien. sit do pistatud Tour Für die Amnestie! Bon dem italienischen Blatt Por Amnistia, dessen Erscheinen wir ankündigten, liegen die ersten beiden Nummern uns vor. Sie enthalten zahlreiche Zuſchriften und sonstige Kundgebungen angesehener Bersonen und Körperschaften zu Gunsten einer vollständigen, bedingungslosen Amnestie, die für Italien allerdings eine Nothwendigkeit ist. Türkei. 390 Konstantinopel, 9. Februar. Aus Yemen wird berichtet, daß in den Distritten. Bilad- el- Eshref und Beni- kelib 10 Ortschaften und ein befestigter Ort, welche sich in den Händen der Aufständischen befanden, von den türkischen Truppen genommen und besetzt worden sind. Afien. Ueber die Schlacht bei Manila giebt der frühere spanische General- Gouverneur General Polabieja, nach einem der Internationalen Korrespondenz" aus Madrid zugehenden Bericht, folgen des interessante Urtheil ab: 87539 $ 28,87 stebruch verleitet. Die Beschränkung der Freizügigkeit der jungen Beute 28,97.818 302 scheint allerdings bedenklich; aber eine Beaufsichtigung nach der Ent88,01 Taffung aus der Schule ist nöthig, damit die erschreckenden Ziffern 45,69 19 abnehmen, die sich bei den militärischen Aushebungen zeigen, wo 48,04 im letzten Jahre 41 000 ausgehobene Personen bereits bestraft Besonders wichtig scheint der Vergleich der beiden letzten waren. In der Schule könnten ohne Schaden für ihre Erziehung Mahlen. 1893 flegte die Sozialdemokratie in ber Stichwahl, obwohl die Kinder, die in der Landwirthschaft arbeiten wollen, nach fie eine im Verhältniß zur Gesammtzahl der giltigen Stimmten ge- Bedarf dispenfirt werden. Auch die Schulstunden und Ferien tönnten ringere Stimmenzahl als 1898 erhielt, während fie 1898 bei höherer den ländlichen Bedürfnissen entsprechend gelegt werden. Giebt man Verhältnißziffer dem freisinnig konservativ antisemitischen Bündniß für Getreides und Kartoffelernte längere Ferien, so tann der Unterunterlag. richt im Winter ununterbrochen ertheilt werden. Auch die ForstDiese Thatsache lehrt uns, daß die Sozialdemokratie in feiner verivaltung, die Eisenbahnverwaltung und andere staatliche Ver nicht Weise auf die Feindseligkeiten zwischen den beiden Gegnern rechnen waltungen nehmen bei ihren Arbeits Einrichtungen darf, sondern daß sie den Wahlkreis fofort im ersten Wahlgange die nöthige Rücksicht auf die Landwirthschaft. Die Wittwen erobern muk. und Waisenfürsorge auf dem Lande müsse größeren Ver Die Kreuz Beitung" erinnert bereits die Liberalen, daß ste bänden übertragen werden. Für die Ansiedelung ländlicher ohne die Konservativen einfach garnichts aus tönnten Regierung und Gemeinde viel thun. Die richten" fönnen. Wir werden alfo bald wieder Augenzeuge des Verlegung von Garnisonen in fleine Städte, die möglichste reizvollen Schauspiels fein, wie sich Konservative ind Liberale Schaffung von Winterarbeit in den östlichen Provinzen könnten brüderlich schwagen und zum gemeinsamen Feldzuge gegen die ebenfalls beitragen, den ländlichen Arbeitermangel zu mildern. Bis Sozialdemokratie anrüden. zur Wirkung dieser Maßregeln müssen wir allerdings die 8uden Kampf rüften! Es gilt, daß unsere Genoffen ungefäumt und thatenfroh lassung ausländischer Arbeiter verlangen und die nationalen Gesichtspunkte zurückdrängen. Wie ein Berichterstatter meldet, wollen die Handwerker und GeAbg. Langer( 3) werbetreibenden der konservativen Partei den Hofbädermeister Steerin F. Gaede, Vorfigenden des Zentralvereins der Gewerbetreibenden wünster berg. Dort fehlen 2067 Knechte, Mägde und Arbeiter. Gewerbetreibenfer schildert die Verhältnisse in den Kreisen Frankenstein und Berlins" als Kandidaten in Vorschlag bringen. Gaede's Kandidatur Aehnlich liegen die Verhältnisse in anderen schlesischen Kreisen und war bereits bei der 1898er Wahl in Aussicht genommen, doch hatte Sie Hleineren Betriebe leiden darunter mehr als die großen. Er er damals abgelehnt. Abgeordnetenhaus. Arbeiter perde alle Fragen: Eisenbahnbauten, Kanalbauten, Militär. bewilligungen beurtheilen unter dem Gesichtswinkel der ländlichen Arbeiternoth und alles a blehnen, was die ländlichen Arbeitsfräfte vermindern fann. Die Ernährung des Gefindes in seinem Wahlfreife fei gut. Es gäbe sechs Mal in der Woche Fleisch, darunter dreimal Braten mit Kompot.( Große Heiterfeit.) Strafen üben bei dem heutigen Gesinde teine Wirkung; die jungen Leute erklären, daß fie ins Gefängniß gehen, um sich auszuruhen. Das Verhalten der jungen Leute gegen die Herrschaft ist oft empörend. Die Besprechung wird hierauf auf Freitag 11 Uhr vertagt; zu gleich soll der Antrag Gamp( betr. den ländlichen Arbeitermangel) mit zur Besprechung gestellt werden. modoj si sinnu Parlamentarisches. 10 Stellenvermittler. Dem Reichstag wird voraussichtlich noch in der gegenwärtigen Tagung ein Gesezentwurf vorgelegt werden, durch den das Gewerbe der Gesindevermiether und Stellenbermittler tonzessionspflichtig gemacht " Der Sieg der Nordamerikaner ist offenbar fein unbedeutender gewesen, und es ist sicher, daß ein zweiter Angriff der Tagalen gegen die Hauptstadt nicht wieder erfolgen wird. Aber andererseits ist zu bedenken, daß die Eingeborenen weder während 15. Sigung vom 9. Februar. 11 Uhr.' des vorangegangenen Aufstandes, noch während des spanischBunächst wird berathen der Antrag Langerhans( frf. Bp.) nordamerikanischen Krieges anch nur den geringsten Versuch gemacht auf Annahme eines Gefegentwurfes betreffend die Verpflichtung haben, die viel schwächere und schlechter bewaffnete spanische Besagung der bürgerlichen Gemeinden bezüglich der Bauten und Stepa anzugreifen. Dies beweist, daß sich die Tagalen augenblidlich weit raturen von Kirchen, Pfarr- und Küfter- Gebänden.( Der stärker fühlen, und daß Aguinaldo jedenfalls durch einen möglichst einzige Paragraph der Vorlage bestimmt, daß die auf dem fräftigen Vorstoß sich vor den Augen der Großmächte als eine that Märkischen Provinzialrecht, insbesondere der Konsistorialordnung von sächlich friegführende Macht zu legitimiren wünschte. Einen Sieg 1573 beruhenden Verpflichtungen der bürgerlichen Gemeinden auf hat er daher wohl kaum erhofft, wohl aber rechnete er darauf, daß ein gehoben werden und auf die kirchlichen Gemeinden übergehen folcher Kampf die Kriegsluft seines Voltes zur wildesten Gluth entfachen sollen.) würde. Man beurtheilt daher den Charakter der Tagalen sehr unrichtig Da ein Antrag auf Kommissionsberathung nicht vorliegt, ge wenn man glaubt, daß die erste verlustreiche Niederlage deren Kriegs- langt die Vorlage demnächst zur zweiten Lesung an das Plenum. cifer sofort dämpfen werde. Wir Spanier haben wiederholt erlebt, Es folgt die Interpellation Szmula und Genossen: Welche daß die Niederlagen der Aufständischen deren Führer in den Stand Maßregeln gebenti die Regierung zu thun, um der durch den septen, um so größere Massen der Bevölkerung in Bewegung zu Mangel an Gesinde und ländlichen Arbeitern in der Fortbringen, je mehr die Instinkte der Wilbheit und des führung der Bewirthschaftung größerer und kleinerer Besizungen Blutdurstes" geweckt werden. Gerade um feine Stellung herbeigeführten Kalamität zu steuern? als Diktator zu erhalten, braucht Aguinaldo den allgemeinen Nach längerer Unterredung mit dem Landwirthschafts- Minister wird. Der preußische Landwirthschafts- Minister hatte schon in der Kriegszustand, umb die Nordamerikaner dürften bald lennen, daß dieser Mann fähig ist, einige hundert Tausend Bewaffnete ins Feld zu stellen. Diese in den umzugäng lichen Sumpf- und Gebirgsländern des Innern anzugreifen, wird jedoch mehr Mühe und Menschenopfer erfordern, als der jezige Sieg bei Manila. Dabei werden die unterwegs befindlichen Verstärkungen im besten Falle erst mit dem Eintritt der Regenzeit marschfähig sein." Demnach dürfte den Amerikanern die Eroberung der Bhilippinen noch sehr große Schwierigkeiten bereiten und große Opfer an Menschenleben erfordern. Die Bodenbeschaffenheit des Landes setzt die Filipinos in den Stand, eine Art Freischärlerkrieg zu führen, gegen den moderne Armeeu ziemlich machtlos sind. Aus New York wird von neuen Rüstungen berichtet; die Marine foll um weitere drei Schlachtschiffe vermehrt werden. General Miles ist angewiesen, Jlo Jlo zu nehmen. " " Bereits quittirt 493, M. Gesammtsumme 751,62. B. klärt sich ber Bizepräsident des Staatsministeriums, Minifter v. Miquel bereit, die Interpellation sofort zu beantworten. Abg. Szmula( 8.) Pause, ehe das Wort genommen wird von dem Der Redner verläßt die Rednertribüne; es vergeht eine längere Minister Frhr. v. Hammerstein: schlimmere. vorigen Landtags- Tagung während der Berathung über den Arbeitermangel auf dem Lande angekündigt, daß die preußische Staatsregierung beim Bundesrath beantragen werbe, dem nächsten Reichstag einen solchen Gesezentwurf vorzulegen. Wie weit er das Hauptübel, die Aussaugung der Stellensuchenden durch die Vermittler, wie es sich namentlich im Gastwirthsgewerbe geltend macht, beseitigen wird, muß abgewartet werden. Partei- Nachrichten. A nollo ind toplina is) Polizeiliches, Gerichtliches u. 1. w. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. ni astisdy? 16# 038 Deutscher Metallarbeiter Verband. Die am 8. Febritar vorgenommene Feststellung des Resultats der Delegirtenwahlen für die Generalversammlung in Halle a. S. ergab die Wahl von 26 Anhängern der Arbeitslosen Unterstigung im ersten Wahlgang. Zwischen zwei Anhängern der Arbeitslosen Unterstügung muß eine Stichwahl vorgenommen werden. W D begründet die Interpellation, besonders auf Oberschleften hinweisend, oder Arbeitermangel noch besonders verschärft werde durch die fei der Nothstand bereits so groß, daß die Bejizer mittelgroßer Wirthpolizeiliche Ausweisung ausländischer Arbeiter. Dort schaften dieselben eingehen lassen, wodurch der Latifundien- Besiz vergrößert wird, die Ackerflächen aufgeforstet werden und der ganze Landstrich Verhältnisse ganz ähnlich. Die Furcht vor den Galiziern ist ganz ein völlig verändertes Aussehen erhält. In Ostpreußen lägen die unnöthig. Die Leute kommen politisch ihres geringen Bildungs--Aus Oberschlesien. Vor dem Landgericht in Beuthen grades wegen garnicht in Betracht. Die Löhne seien ja früher sehr wurde am 8. Februar zum zweiten Male in der bekannten Dy longgering gewesen; jest aber lönne man von Hungerlöhnen nicht mehr affäre verhandelt, die bereits das Reichsgericht beschäftigt hat. prechen. Die Löhne werden durch Eisenbahn- Bauten und andere öffent- Auf Antrag des Staatsanwalts Grashoff wurde die Oeffentlich. liche Arbeiten auf bestimmter Höhe erhalten. Die Wohnungen find gut, teit ausgeschlossen. Vorsitzender war Landrichter Sperr wo sie von den Arbeitern in Ordnung gehalten werden, woran es lich, unter den Beisigern befand sich unter anderen der Landrichter Für die Angehörigen der Verurtheilten in Dresden allerdings oft mangelt. Blumenberg, der bei der Verhandlung im September v. J., in gingen bei der Expedition des Vorwärts" folgende Beiträge ein: der Dylong zu 1/2 Jahren Gefängniß verurtheilt worden war, ben Vorfiz geführt hatte. Der Staatsanwalt beantragte 10 Monate St. Fl. 5. u. R. 2, Gef. v. Rottenführer 4,50. C. T. Gefängniß; das Gericht beschloß jedoch, die Sache zu vertagen. E.. 73 1,-. Den Verurtheilten zu Nutz 2,15. Kohn 2, RauchDer Mangel an Gesinde und landwirthschaftlichen Arbeitern mora w sti in Berlin bis zur Zeit der Vertheilung der inkriminirten flub„ Einfach" 2,05. A. Kauf, Arndtstr. 2, G. Fled, Waßmann werde von der Regierung anerkannt; über die Maßregel, welche zu Flugblätter durch Dylong dieser Flugblätter wegen unbehelligt geEs soll noch Beweis darüber erhoben werden, ob der Parteigenoffe straße 2, Dr. R. J. 2, 5 Anti- Vivisektionisten" 6, S. 2. 2,-. 2,-.. Hildebrandt 3, Chrus, Chorinerstr. 2, Rauchtlub treffen find, dürfte bei der Besprechung über den Antrag Gamp, blieben, und ob es wahr ist, daß die Flugblätter bereits vorher von " Blühauf" 3, Schuhfabrik v. Krause, Weinbergsweg 8 7,60. der für morgen auf die Tagesordnung kommen soll, die nöthige der Kattowizer Polizeiverwaltung beschlagnahmt, aber wieder freiAuskunft gegeben werden können. Eine besonders strenge Behandlung Rummelsburg, Bersamml. am 7. Febr. 26,55. Gef. b. Klischat 7,77 ausländischer ländlicher Arbeiter finde nicht statt; bie polizeilichen gegeben worden waren. sa Gefangverein Bruderhand", Usedomstr., 5,-. Vergolder b. Köften, Bestimmungen seien für ländliche und industrielle Arbeiter die-Wegen Beleidigung thüringischer Kammerherren wurde Schiffbauerdamm, 4,10. Stattlub„ Oller ehrlicher Seemann", Ader gleichen. Heber die zu ergreifenden Maßregeln behält sich der in Altenburg der Parteigenosse se äppler als tedakteur des straße, 5, Tischlerei v. Lobs 4,10. G., Mödernstr., 2, Drei straße, 5, Tischlerei v. Lobs 4,10. G., Modernstr., 2 ,. Drei Minister seine Erklärung bis zur Berathung des Antrages Gamp vor. früheren Wählers" zu 8 Monaten Gefängniß verurtheilt, d auron rothe Handlungsgehilfen 2,50... 1,-. K. D., Grunewaldstr., 3,-. Abg. Graw( 8.) bestätigt die Angaben Szmula's; die gleichen Richard S., Perlmutterarbeiter, 1, ch. 3,-. Emilie M., Seftr. 21, 1, Frau W., Charlottenburg, 2, G. G. 2, Rother Berhältnisse, die dieser für Schlesien geschildert, bestehen auch in Architelt 3,50. Carl Schulze 2.-. Gef. durch P. 5. 80,-ftpreußen, wo besonders die Sachsengängerei den Rothstand ver 5,-. Arivan, Prenzlauer Allee 1,50. J. B. in W. 20,-. Gr. 10,-. B. G.", NO., durch Grötve 5,-. Hotel 8 Raben", Frankfurt a. M. 229 Abg. v. Mendel- Steinfels( t.) 3. R., Berlin SW., 3, witte, Berlin, Stephanstraße, 3,-ſtimmt mit dem Abg. Szmula darin überein, daß eine Enquete nicht Gustav Sabor 5,- Bofimeister a. D. in G. 3. G., nöthig fei; der Arbeitermangel auf dem Lande sei unbestritten, ob Berlin C, 2, 9 Buchthäusler, Spandau, 7,50. E.£. 2. a. D. 5, wohl der Arbeiter auf dem Lande beffer gestellt iei, D. G. und J.§. 8, 8. 1 1,80. Bliffe, Rigdorf, 1, Personal als der städtische; er habe seine geräumige Wohnung, geH. u. R. 18,50. Fuchs 3, Arbeiter Bildungsverein Schmargen- funde Luft und reichlichen Lohn. Nur die Zeitungen, die der Landdorf 10,-. Summa 258,62. wirthschaft abgünstig sind, schildern die ländlichen Arbeiterverhältnisse Achtung, Mechaniker und Uhrmacher! Da ich zur Zeit ungünstig für den Arbeiter. Der Arbeitermangel ist eine ernſte Kalamitat. Noch im November lag Weizen auf bem Felde, der nicht durch Krankheit verhindert bin, die Geschäfte zu führen, fo mögen eingebracht werden konnte wegen des Arbeitermangels. Es muß sich die Kollegen am Sonnabend von 7 Uhr Abends ab an Kollegen feitens der Regierung etwas geschehen und die Forderung Schönemann, Staligerstr. 7, wenden. Der Vertrauensmann. Szmula's nach fremden Arbeitern ist berechtigt. Italiener sind nicht so rosok Deutsches Reich. zu empfehlen, denn sie sind so auchtlos, wie sie nur sein tönnen. Der Streik der Bandweber bei der Firma Lucas u. Bor. Wenn die Regierung den Körnerbau wieder rentabel macht, schwindet steher in Barmen ist durch einen Bergleich vor dem Gewerbedie ländliche Arbeiterfrage von selbst. Auch wäre es an der Zeit, gericht beendet. Das Gewerbegericht war zwar nicht als Einigungsan die Revision der Freizügigkeit zu denken und namentlich die amt angerufen worden, sondern sollte in den Klagen gegen die Regelung des Unterstüßungsiohujizzes in angemessener Weise in Firma wegen widerrechtlicher Lohneinhaltung entscheiden. Nachdem nur Zu erivägen wäre Angriff zu nehmen. diese rechtliche Frage entschieden war, wobei von 31 Klagenden Freizügigkeit der Minderjährigen eingeschränkt oder neu 9 Recht bekamen, wurde feitens des Gewerbegerichts die Einigung geregelt werden konnte. Besonders bedentlich werden die versucht, die denn auch gelang. Demuach nehmen die Arbeiter heute analbauten wirken; fie werden. die Arbeiter von den Bauernhöfen fortloden. Auch die Eisenbahnpolitik wirkt nachtheilig. Die billigen Fahrten auf weite Streden loden die liche Arbeiter, welche die Arbeit aufnehmen, erhalten die wegen Arbeiter in die großen Städte. Die 8onen um die großen Städte Kontraktbruch abgezogenen Gelder wieder zurückerstattet und zwar Angabezettel zu unterschreiben. Jedoch wird eine zu wählende Rombertreten. Sein erster Abgeordneter war Walbed, ihm folgte sover Entfernungen nicht. Bei einer Revision der Gewerbe- Ordnung sollte mission, bestehend aus 5 Arbeitern und 5 Meistern, bei Anwendung Der zweite Berliner Wahlfreis war bis 1898 ftets freifinnig sind für den Lotalverkehr nöthig; die billigen Fahrten auf weite bei der nächsten Lohnzahlung. Dagegen haben die Arbeiter die bed, bann Klok, Hoffmann, endlich Virchow. Dieser wurde zuerst auch gegen die jüdischen Gesinde Bermiethungsfirmen der Strafbestimmungen gehört werden. Da fast sämmtliche Streifenden 1880 gewählt. 1884 wurde er erst in Stichwahl, gegen Stöder, mit vorgegangen werden und der Kontraktbruch des Arbeiters müßte in der Gewerbegerichtssigung zugegen waren und dort ihre Zustim fozialdemokratischer Hilfe gewählt. Ebenso 1887. 1890 tam statt auch an den Arbeitgebern gestraft werden, die einen kontrattmung zu obigen Bedingungen gaben, so kann der Streit als beendet bes tonfervativen Kandidaten unser Genosse Janiszewsti in die brüchigen Arbeiter beschäftigen, Die ländlichen Arbeiter beauch des Koalitionsrechts nicht wie die Stichwahl. Virchow erhielt im ersten Wahlgang 18 245, der konfer- dürfen Was fich die Unternehmer bieten dürfen. In Fürthi. B., vative Kandidat 14 165, Janiszewsti 20 225 Stimmen. In der Industrie- Arbeiter. Die Verhältnisse auf dem Lande sind eben Die städtischen Stichwahl siegte Virchow mit 24 965 gegen 23.381 sozialdemokratische ganz andere. Arbeitsnachweise wo eine starke Glasindustrie( Spiegelschleifereien) vorhanden ist, Stimmen. schädigen die Landwirthschaft ebenfalls. Die Schulkinder haben die Glasindustriellen unter sich vereinbart, daß die Arbeiter, müßten zur ländlichen Arbeit angehalten werden, statt fie die bei dem einen Unternehmer die Arbeit freiwillig niederlegen oder unbeaufsichtigt umhertreiben und Unfug verüben zu lassen. Die von demselben aus" unliebsamen Gründen" entlassen werben, erst Bertheilung des arbeitenden Volkes auf Land und Stadt muß eine nach Verlauf von sechs Wochen wieder eingestellt werden. Wer also gerechte werden. Das geht aber nicht ohne gesetzliches Eingreifen. seine Arbeitsstelle verläßt, um sich etwa zu verbessern, oder wer sich bei seinem Unternehmer unliebsam macht, soll dafür durch eine sechs( Bravo.) wöchige Hungerfur gestraft werden, damit er in sich gehe und Tanzen lerne, wie die Herren Glasbarone pfeifen. Das ist natürlich fein Terroris bat ernste Bebenken gegen die uneingeschränkte Zulassung ausländischer mus, fein Verhindern an freiwilliger Arbeit, das fürberhin mit Arbeiter. Es werden von ihnen durch Eheschließungen mißliche Ber Zuchthaus bestraft werden soll! Die Fürther Glasarbeiter hältniffe gefchaffen, die niemand wünschen kann. Die ländliche protestirten in einer großen Versammlung gegen diese Abmachungen. Arbeiterfrage nimmt vorläufig die vollste Aufmerksamkeit in An- protestirten in einer großen Versammlung gegen diese Abmachungen. spruch. Szmula hängt zu sehr an örtlichen Verhältnissen, übersieht aber Der Tabakarbeiter- Streit bei Rosenberg in Fürth Die Arbeiter mußten die Arbeit bes Die Nothwendigkeit einer allgemeinen, organischen Reform. Eine Reform( Markt- Bruck) ist beendet. des Gefinde- Matlerwefens, namentlich die Konzeffionspflicht beffelben bingungslos wieder aufnehmen, da sie nicht organisirt find. ift noch immer nicht durchgeführt. Der Gewerbebetrieb dieser Zur Lohnbewegung der Krefelder Weber wird geschrieben: Makler im Umherziehen tömite verboten werden. Die Die deutsche Arbeiterschaft hat bis jetzt wohl taum einen Kampf zu Die Entwidelung der Sozialdemokratie in diesem Kreise Strafe bes Kontrattbruches ist eine zwveischneidige Waffe, be- verzeichnen, wo so viele Quertreibereien vorkommen, wie hier in feit 1871 zeigt folgenbe gahlenreihe, welche angiebt, wieviel fozial- ftrafen wir ihn beim Arbeiter, so muß er auch beim Arbeitgeber Strefeld. In der letzten Versammlung beschlossen die Streifenden, demokratische Stimmen bei der Hauptwahl auf je 100 giltige gestraft werden; es würde genügen, den Kontrattbruch an das eigenmächtige Verhandeln der chriftlichen Führer mit den Fabri Stimmen entfallen find: Das quid den Arbeitgeber oder Gefindevermiether zu strafen, ber zum Kontrakt- fanten zu verurtheilen. Wie schon berichtet, wurde eine Rommiffion Die Wahl im zweiten Kreise. Nach§ 66 der Geschäftsordnung für den Reichstag macht der Bräfibent des Reichstages, sobald durch irgend eine Ursache die Stelle eines Reichstags- Mitgliedes erledigt wird, dem Reichskanzler davon Anzeige, damit dieser in kürzester Frist die Neuwahl ver anlasse. Das Wahlgesetz für den Reichstag bestimmt, daß es bei Neuwahlen, die innerhalb eines Jahres nach der letzten allgemeinen Wahl stattfinden, einer neuen Aufstellung und Auslegung der Wahlliste nicht bedarf. Es ist sonach sicher anzunehmen, daß die Neuwahl sehr bald stattfinden wird. 1893 ging das Mandat in die Hände ber Sozialdemokratie über. Im ersten Wahlgang erhielt Virchow 14 544, der konservative Kandidat Prof. Adolf Wagner 13 218, ein National liberaler 3056, ein Zentrumskandidat 566, unser Parteigenosse Richard Fisher 26 667 Stimmen. In der Stichwahl siegte Fischer mit 29 759 Stimmen. Virchow erhielt 19 847 Stimmen; nur zum Theil hatten ihm Konservative und Antisemiten ihre Stimmen zu gewendet. An: 16. Juni 1898 erhielt Kreitling( frf. Bp.) 16 127, Stod mann( f.) 11 859, b. Stehler( 3.) 755, Wawrzyniak( Pole) 91, Fischer 26 269 Stimmen. In ber Stichwahl zählte der Wahl tommiffar 28 562 Stimmen für Streitling und 28 547 für Fischer. Bis auf den letzten Mann waren die Konservativen für den freis finnigen Ordnungsbruder eingetreten. Abg. Gamp( ft.) ob nicht die die Arbeit auf; Maßregelungen finden nicht statt. Sämmt. angenommen werden. gebildet aus den drei Organisationen, gewählt, welche etwaige Ber- 18 612 427, die der Sterbefälle 8 320 112 und der Geburtenüberschuß 12. Januar von der Kandidatur Fröhlich Kenntniß erlangt; auch eine Beeinflussung der Wähler in illegaler Weise in der Bundesversammhandlungen führen sollte. Dazu gehörten vier Mitglieder von den 292 315. Christlichen. Nun aber erlassen die christlichen Führer eine Erklärung, Jn demselben Jahrzehnt betrug der Geburtenüberschuß des lung am 7. Februar habe nicht stattgefunden, da beide Kandidaten, welche sie noch besonders den Fabrikanten mitgetheilt haben, die Deutschen Reichs 6 699 266, war also, um über das zwanzig- Vorberg und Fröhlich, den Wählern präsentirt worden seien und eine Abstimmung über Beide herbeigeführt wurde. Mit Rücksicht auf den dahin geht, daß: 1. der chriftliche Verband durchaus selbständig vor- fache höher als in Frankreich. geht und 2. die in der Versammlung bethätigte Wahl von vier Der französische Statistiker Leroy- Beaulieu befürchtet,§ 193, der dem Angeklagten Gehlsen zur Seite stehe, sei die Strafe chriftlichen Arbeiter in die Kommission nicht anerkannt wird. daß trotz der Zunahme der Eheschließungen die Geburtsziffer gering bemessen worden. Diese Erklärung wurde dann selbstverständlich mit Jubel von Frankreichs in den nächsten 20 Jahren sich noch beträchtlicher verder Niederrheinischen Volkszeitung" begrüßt. Aber die Mitglieder mindern und dadurch eine empfindliche Boltsabnahme eintreten des christlichen Verbandes lassen sich nicht beirren. Diese begreifen werde, wenn sich, was kaum zu erwarten sei, nicht auch die Sterbejezt, daß die Führer, welche von der Weberei nichts verstehen, mit ziffer entsprechend erniedrige. den Fabrikanten schon lange verhandelt haben über die Wiederaufnahme der Arbeit. In voriger Woche waren die gesammten christlichen Weber schon auf die einzelnen Fabriken vertheilt. Jeder Fabrikant sollte gleich viel Arbeiter zugetheilt erhalten, um die nothwendigste Arbeit fertig zu stellen. Aber wie gesagt, die Herren Führer der Christlichen nebst Fabrikanten haben die Rechnung ohne " die Arbeiter gemacht. zuhalten. 14 Kr. im dritten. Ausland. Ein Segerstreit auf Kuba war eine der ersten Folgen der amerikanischen Besizergreifung. Mit der Entfernung der Spanier, die jeden wirthschaftlichen Fortschritt verhinderten, ist das Geschäft in Aufschwung gekommen und die Löhne sind gestiegen; die Zahl der Zeitungen hat sich verdoppelt, und die Schriftseger von Havanna forderten zu Ende des Jahres einen Zuschlag von 5 pCt. Auf eine abschlägige Antwort hin legten sie die Arbeit nieder. Der Streit dauerte jedoch nicht lange, da die Drudereibesiger nachgeben mußten. Der noble Herr Herr Scherl. 0 Gerichts- Beitung. " er im Inter Wieder ein Gegenstück zum Dresdener Zuchthausurtheil. Gefchworene und Richter des Dresdener Schwurgerichtes haben aberes fich mals bewiesen, daß sie auch milde urtheilen können, wenn Geschworene und Richter des Dresdener Schwurgerichtes haben abernicht um Vergehen gegen Arbeitswillige handelt. Dieses Gericht verurtheilte jezt einen Schloffer wegen Straßenraubes unter Annahme mildernder Umstände zu zwei Jahren Die Angelegenheit des Herausgebers der Wissenschaftlichen Gefängniß. Dabei stellt sich die That des Betreffenden als eine Korrespondenz" und der„ Ostasiatischen Korrespondenz", Schrift- besonders gemeine dar. Der Schlosser hatte in Gemeinschaft mit stellers Arthur Kirchhoff und seiner Ehefrau, beschäftigte gestern einem Komplizen mit seinem Opfer, einem Schmiedegesellen, den die 4. Straffammer des Landgerichts I. Die Verhaftung des Kirchhoff ganzen Nachmittag auf Kosten des letzteren gezecht. In der Nacht um diesen mit einem Faustschlag zu Boden zu schlagen und der in erregte seinerzeit einiges Aufsehen; sie erfolgte auf Grund einer benutte dann der Schlosser die starke Trunkenheit des Schmiedes. Die Tapezirer in Bielefeld beabsichtigen, zum 1. März d. J. Strafanzeige, in welcher Frau N. eines versuchten Verbrechens gegen der Westentasche befindlichen Baarmittel- 32 M.- zu berauben. in eine Lohnbewegung einzutreten. Die Tapezirer werden deshalb§ 218 Str. G.-B. Vernichtung feimenden Lebens und ihr gebeten, Arbeit nach dorthin nicht anzunehmen und den Zuzug fern- Ehemann der Beihilfe dazu beschuldigt wurde. Die Verhaftung des Es wurde festgestellt, daß der Straßenräuber keineswegs einer Einletzteren wurde damit motivirt, daß Kirchhoff bis Absicht geäußert gebung des Augenblids gefolgt, sondern mit Ueberlegung auf die hatte, seinen Wohnsitz nach Ostasien zu verlegen. Nach seiner hat ausgegangen war. Die Ehrenrechte wurden ihm, ebenso wie Un dem Metallarbeiterstreik in Baden( Schweiz) find 970 Meinung ging die Strafanzeige von seinem früheren Sozius, dem feinem Konplizen, der wegen Hehlerei zu 10 Monaten Gefängniß Arbeiter betheiligt, nur die Lehrlinge und einige Handlanger arbeiten Schriftsteller Lenning aus, dem er eines Tages unvorsichtiger verurtheilt wurde, auf drei Jahre abgesprochen. Die Milderungsgründe fanden die Geschworenen in dem etwas angetrunkenen Zunoch. Stundenlange Verhandlungen, die am Sonnabend und Weise gewisse sanitäre Vorkehrungen, die Sonntag mit der Direktion der Fabrik geführt wurden, blieben eſſe ſeiner schwächlichen und träuflichen Ehefrau in An- ftande des Angeklagten. Vorbestraft war der Straßenränber wegen resultatlos. wendung gebracht, mitgetheilt hatte. Die Antlage stützte sich groben Unfugs und Bettelns. Dieses Urtheil fordert geradezu zu In Kopenhagen ist ein großer Buchbinderstreit aus- besonders auf diese dem Lenning gemachten Mittheilungen, einem Vergleich mit dem gegen die unglüdlichen Bauarbeiter gegebrochen. Der Streit umfaßt 400 männliche und 200 weibliche mit welchem sich Kirchhoff inzwischen überworfen hatte. Zu einer fällten Spruche Heraus. salin Unter dem schweren Verdacht, einen Ladendiebstahl beArbeiter. Er dreht sich um Lohnverhältnisse. Die Meister hatten Vernehmung dieses nuptbelastungszeugen tam es nicht, ebensowenig eine Neuregelung angeboten, wollten aber nur, je nach den Alters- zur Vernehmung me, cerer vorgeladener Leumundszeugen, unter denen gangen zu haben, stand gestern eine Kaufmanns- Ehefrau Martha S. stufen 17, 19, 20 Sr. wöchentlich zahlen. Die Gesellen dagegen ver- fich auch Geh. Nath Prof. Dr. Förster befand. Die Angeklagten gaben vor der 144 Abtheilung des Schöffengerichts. Der Belastungszeuge, langen nur zwei Stufen und 19 kr. bezw. 21 Str., waren aber schon die ihnen zur Last gelegten Thatsachen im Allgemeinen zu, bestritten Uhrmacher S., schilderte den der Anklage zu Grunde liegenden Vorfall geneigt, 171 im ersten Jahr und dann 21 Kr. anzunehmen. Ferner aber, sich damit gegen§ 218 vergangen zu haben. Der Staatsanwalt in folgender Weise: Am Mittag des 12. Januar sei die ihm unbekannte follen die Hilfsmädchen nur eine dreimonatliche Lehrzeit haben( die beantragte gegen den angeklagten Ehemann vier Monate, gegen die Angeklagte in feinen Laden gekommen, habe sich auf einen Stuhl gefett Meister wollen 1 Jahr) und dann nach je drei Monaten im Wochen- Ehefrau sechs Monate Gefängniß. Rechtsanwalt Dr. Halpert und um Vorlegung einiger Ohrringe gebeten, da sie ein Paar zu kaufen John steigen von 5 Str. auf 8 kr. und 10 str. im zweiten Jahr, beantragte dagegen die Freisprechung, da sich die Ehefrau in einer wünscht. Der Zeuge habe ihr nach und nach zwölf Paar vorgelegt, Nothlage befunden und beide nicht das Bewußtsein der Rechtswidrig die Kundin habe aber keinen Entschluß fassen können und ihn schließfeit ihres Borgehens gehabt haben, eventuell aber eine wesentlich lich gebeten, ihr zum folgenden Tage andere Ohrringe zu be A3 die Angeklagte Miene machte, den Laden zu Der Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten forgen. gelindere Strafe. vorgelegten Ohrringe Es tauchte der VerKirchhoff zu sechs Wochen Gefängniß, die als verbüßt verlassen, überzählte der Zeuge die dacht in ihm auf, daß er eine Ladendiebin vor sich hatte. erachtet wurden, die angeklagte Ehefrau zu zwei Monaten und stellte fest, daß ein Paar fehlte. Gefängniß. Ein abschreckendes Bild aus dem Leben jugendlicher Ver- Dieselbe mußte die Ohrringe noch in der Hand halten, welche Der Zeuge griff zu einer List. Welch' brecher entrollte eine Anklage wegen Raubes und Hehlerei, die ein kleines Badet umschloß. gestern das Schwurgericht des Landgerichts I beschäftigte. Als einen prächtigen Ring haben Sie da, gnädige Frau!" Mit diesen Räuber waren drei noch junge Burschen, der Kutscher August tendel, Borten ergriff er die Hand der Angeklagten. Die Finger lösten sich der Arbeitsbursche Bandelow und der Fabritarbeiter Bölte, etwas und der Zeuge sah nun einen Theil des fleinen Stückchens als Hehler der Arbeiter Do we und eine unverehelichte Anna Pappe, in welchem die Ringe befestigt waren, unter dem Bädchen Schmidt angeklagt. Der Burjche Bandelow ist eben erst 15 Jahre hervorleuchten. In demselben Augenblick sagte die Angeklagte:„ Ach, Herr Scherl hat sich die Sache überlegt und Vorkehrungen ge- alt, aber schon zweimal wegen Diebstahls vorbestraft, Börte ist da sehe ich ja, daß ich noch ein Paar von Ihren Ohrringen in der troffen, um dem Schiedsspruch des Gewerbegerichts aus dem Wege auch noch nicht 18 Jahre alt, verbüßt aber z. B. eine 21/ 2jährige Hand habe." Dabei legte sie die Ringe auf den Ladentisch. Der zu gehen. Dem mit großem fittlichen Bathos auftretenden Herrn Gefängnißstrafe in Blößensee. Seine Braut" ist die 30 Jahre alte Beuge wollte von einem Versehen nichts wissen, sondern bezichtigte Dr. Sandstein ist er in ziemlich refignirter Stimmung gefolgt und Angeflagte Schmidt, eine Dirne, die schon wiederholt eine längere die Angeklagte unumwunden des Diebstahls. Unter den Anzeichen der größten Angst und Erregung rief die Angeklagte: hat allen 24 Sezern, die den Lohn für eine 14tägige Kündigung Korrektionshaft im Arbeitshause durchzukosten hatte. Sie alle waren Um Gotteswillen, wenn Sie mich für eine Diebin halten, eintlagten, die geforderte Summe, einigen sogar über ihre An- am 23. September auf einer Bierreise beisammen, zu welcher der sprüche hinausgehend, gezahlt. Damit hat Herr Scherl sich Geburtstag des Angeklagten Stendel die Veranlassung gegeben hatte. will ich Ihnen die Ringe bezahlen!" Der Uhrmacher war damit zeigte fich aber, mit feiner eigenen Erklärung im Lokal- Anzeiger" In ihrer Gesellschaft befand sich noch ein gewisser Ruhr, der sich in- einverstanden und verlangte 9 M. in Widerspruch gefeßt. Am 24. Januar schrieb er:„ Die Ent- zwischen unsichtbar gemacht hatte, und ein Maler Donop, der jetzt daß die Angeklagte mur 1 M. 50 Pf. bei sich führte. Der Verdacht, laffung der 24 Seger erfolgte unter Auszahlung in Frankfurt a. M. lebt und an jenem Abend den unwiderstehlichen daß sie auf Ladendiebstahl ausgegangen fei, wurde noch mehr be des Lohnes für die Kündigungsfrist", und fein Drang in sich fühlte, der Geburtstagsgesellschaft auf seine Stoften stärkt, der Beuge ließ einen Schuhmann holen, der die Persönlichkeit juristischer Vertreter Dr. Sandstein erklärte vor dem Gewerbegericht einen vergnügten Abend zu bereiten. Die Gesellschaft ineipte auf der Verdächtigen feststellte. Diese versicherte im Termine unter Thränen, im Tone, der von tiefempfundener Ueberzeugungstreue getragen seine Kosten zunächst in einem Lokale, welches den poetischen Namen daß lediglich zerstreuung vorliege. Hätte sie passende Ohrringe ges schien:" Was der, otal- Anzeiger" schreibt, ist wahr!"" Sechsertopf" führt, dann wurde in verschiedenen Lokalen der Adolf- funden, würde sie eine Mark angezahlt und die Ringe am folgenden Tage Barum nun plößlich das Aufgeben aller so großen erhabenen und der Bajewalferstraße gezecht und schließlich bestiegen alle Sieben eine abgeholt und bezahlt haben. Während der Staatsanwalt die VerdachtsGrundfäße? Warum zahlt Herr August Scherl eine nicht un- Droschke und machten eine ausgedehnte Fahrt in die Nacht hinein. Donop gründe für überzeugend erachtete und gegen die Angeklagte eine beträchtliche Summe Lohn an die gemaßregelten Buchdrucker, wenn hatte bereits ca. 30 M. Zeche bezahlt, trug aber in der Westentasche noch Woche Gefängniß beantragte, wies der Wertheidiger, Rechtsanwalt er von seinem Recht so felsenfest überzeugt ist? Die Oeffentlichkeit etwa 60 M. bei sich. Unterwegs scheint bei einigen der Angeklagten Marcuje, darauf hin, daß die Angaben der Angeklagten feineswegs hat es ihm angethan. Unbedingt ist er nach der Verhandlung der Plan gereift zu sein, ihm sein Geld gewaltsam zu entreißen, und der Glaubwürdigkeit entbehrten, zumal die Lettere sich in hoch vor dem Gewerbegericht schwankend in seinen Grundfäßen geworden, dieser Plan wurde zur Ausführung gebracht, als die Droschte sich schwangerem Zustande befunden habe. Der Gerichtshof trat diesen der Sicherheit in feinem sonstigen Auftreten ist eine Baghaftigkeit auf freiem Felde befand und D. austreten mußte. Er war plöglich Ausführungen bei und fällte ein freisprechendes Urtheil. gefolgt, die sich nur daraus erklären läßt, daß dem kundigen Ge- von mehreren Personen umzingelt und erhielt vor dem flüchtigen fchäftsmann der Urtheilsspruch des Gewerbegerichts unangenehmer Ruhr einen Schlag ins Genic, so daß er zu Boden stürzte. Bölte werden konnte, als die lumpigen paar tausend Mart, mit der die entriß ihm gewaltsam sein Geld, die Gesellschaft entfloh nach allen Sache zum Schweigen gebracht werden konnte. Dem gesellt sich Windrichtungen, fand sich dann aber wieder zusammen und die er noch die peinliche Frage hinzu, ob Herr Scherl auch fünftig die beuteten 60 m. wurden in Raten à 10 M. unter die Theilnehmer der Maßregelung der Mitglieder des Buchdruckerverbandes fortfeßen nächtlichen Fahrt vertheilt. Die Angeklagten schoben zwar die Haupt will. Auch hier scheint der rührige Reklamemann schon schwankend schuld auf Ruhr, doch mußten Stendel, Bandelow und Bölle ihre geworden zu sein. Ist doch vom Faktor Wolten einigen aftive Betheiligung an der Beraubung zugestehen. Auf Grund der Arbeitern, die zum Maschinenpersonal gehören, gesagt worden, Beweisaufnahme und des Spruches der Geschworenen verurtheilte gegen die Zugehörigteit bes Maschinenpersonals der Gerichtshof den Angeklagten Sten del zu zwei Jahren zum Verband der Buchdrucker habe der hohe Chef Buchthaus, Bandelow zu sechs Monaten Gefängniß. nichts einzuwenden, sie könnten ruhig weiter arbeiten. Bölfe zu zwei Jahren Gefängniß, Dowe zu drei Die Herabſegung der Auflage des gelesensten Blattes" hat wohl Monaten und die Fischer zu zwei Monaten Gefängniß. doch bei Herrn Scherl die ungestüme Stampfeswuth etwas ge= Dämpft. Hält diese Stimmung an, dann werden die übrigen gegen Scherl tagbar gewordenen Arbeiter schließlich auch noch ohne Prozeß zu ihrem Gelde kommen und der Vertreter des Herrn Schert, der vor dem Gewerbegericht bemerkte, es fei eine ihn heit, erst die Arbeit zu verlassen und dann noch Lohnentschädigung zu verlangen, wird dieser Kühnheit auch den schuldigen flingenden Tribut bringen. Seine juristischen Kenntnisse tönnten sonst die Eriveiterung erfahren, daß heute die Arbeiter nicht gänzlich vogelfrei und jeder Laune eines Kapitalisten unterworfen sind. Für die Arbeiter ist damit der Konflikt nicht beendet, fie berLangen die Anerkennung des Koalitionsrechts, nicht eher kann der Kampf ruhen; deshalb heißt auch fernerhin ihre Parole: Fort mit dem Lotal- Anzeiger"! Soziales. Diefer Nunt Unter dem Zuchthauskurs. Wegen versuchter Nöthigung berurtheilte das Landgericht in Dresden einen Bildhauer zu zwei Monaten Gefängniß. Der Betreffende hatte einem über die festgesetzte Arbeitszeit hinaus arbeitenden Kollegen wegen dieses ungehörigen Verhaltens Vorwürfe gemacht. Er bestritt aber ganz entschieden, wie die Anklage behauptet, gesagt zu haben:„ Wenn ich Dich unter vier Augen bekomme, erwürge ich Dich." Das Wort würgen" will er in einem ganz andern Sinne, nämlich eben in Bezug auf das lange Arbeiten, das würgen" gebraucht haben. Als einziger Belastungszeuge trat der angeblich" Genöthigte" auf. Das Gericht schenkte diesem vollen Glauben. 11 " mis sat Lehte Machrichten und Depelthen. Ein Nachspiel zu der Reichstagswahl in Teltow- Beeskow Kiel, 9. Februar.( Privatdepesche des„ Vorwärts". Der deutsche beschäftigte gestern das Amtsgericht in Charlottenburg in 6 stündiger Sigung. Angeklagt sind der Redakteur 2ieder und der Schrift Streuzer Gazelle" ist heute Morgen bei der Probefahrt in die Ostsee steller Gehljen in Charlottenburg wegen Beleidigung des Land bei Stellergrund mit dem dänischen Dampfer" El ida" zutags- Abgeordneten Oberamtmann Sting zu Dippel. Dem Prozeß liegt folgender Thatbestand zu Grunde. Bei der Reichstagswahl Bei der Reichstagswahl ſammengestoken. Die„ Elida" ist gesunken; die Mannschaft ist im Streise Teltow- Beeskow stellte die deutsch- soziale Reformpartei gerettet und mit der„ Gazelle" hier eingetroffen, den Stadtverordneten Ernst Fröhlich in Potsdam auf. Hamburg, 9. Februar.( Privat- Depesche des Vorwärts.) Das Kandidat wurde von einem Komitee vertreten, dem Haupt Militärgericht verurtheilte den Sergeanten Köhnte, einen Wand 3mann a. D. Gerter in Steglitz angehörte. In Flugblättern sowohl beter Husaren, wegen versuchter Nothzucht und schwerer Mikwie in Versammlungen bezichtigte Herr Herter Herrn Ring, durch Mißbrauch seines Amtes als Wahlkreisvorsitzender des Bundes der handlung eines jungen Mädchens mit blanker Waffe zu zwei andwirthe und durch Täuschung auf illegale Weise die konservative Jahren Gefängniß und Degradation.( Bergleiche das Urtheil des Kandidatur des Superintendenten Vorberg- Schöneberg zu Stande ge- Dresdener Schwurgerichts!) bracht zu haben. Herter behauptete, Ring habe schon am 12. Januar Styren, 9. Februar.( W. T. B.) Die Beisezung des 1898 von der Kandidatur Fröhlich Kenntniß erhalten, diese Thatsache früheren Reichskanzlers Grafen von Caprivi hat heute Nachaber den Mitgliedern des Bundes der Landwirthe, dem Fröhlich angehöre, verschwiegen und nur Vorberg empfohlen. Herter hat sich mittag unter Betheiligung einer zahlreichen Trauerversammlung wegen des Verhaltens des Herrn Ring beim Bundesvorstand be- stattgefunden. Von den jezigen Ministern waren zur Beerdigung die Herren Vorläufige Ergebnisse des preußischen Kohlenbergbanes schwert, ist aber abgewiesen und schließlich wegen der Agitation für Graf Posadowsty, Thielen, Nieberding und der frühere Miniſter, im Jahre 1898. die Kandidatur Fröhlich, sowie der letztere selbst aus dem Bunde Steintohlenbergbau. Ju durchschnittlich 266 in Betrieb ausgeschlossen worden. Die Sache hat schließlich dahin geführt, des Reichstages und zahlreiche Abgeordnete waren erschienen. Die Eache hat schließlich dahin geführt, jetzige Oberpräsident v. Bötticher erschienen. Auch das Präsidium Die Angelegenheit tam vor befindlichen Werfen( gegen 268 im Jahre 1897) wurden bei einer daß Abg. Ring Herter forderte. Der Angeklagte Wien, 9. Febr.( W. T. B.) Die Neue Freie Presse" meldet: durchschnittlichen Belegschaft von 321 825 Arbeitern( 1897: 301 713) das Ehrengericht, das gegen Herter entschied. insgesammt 89,5 Millionen Tonnen Kohlen gefördert( 1897: 84,2 Lieder ist verantwortlich für ein Wahlflugblatt, in welchent Der Ministerrath beschloß heute, die Landtage einzuberufen. Gehlsen hat Die Einberufung wird in zwei Serien erfolgen; der fleinere Theil Millionen) und davon 87,2 Millionen Tonnen abgesett( 1897: die Beschuldigungen gegen Ring erhoben sind. 81,9 Millionen). in seinem„ Charlottenburger Wochenblatt" die Sache verwerthet. tritt am 20. Februar zusammen, der größere erst im März. Prag, 9. Februar.( B. H.) In den Vororten Lieben und Die durchschnittliche Arbeiterzahl war im Jahre 1898 um 20 112 G. vertheidigte sich selbst, Lieder wird durch Rechtsanwalt Ubbelohde, höher als im Jahre 1897, und Förderung und Absatz überstiegen Abg. Ring durch Rechtsanwalt Stubenrauch vertreten. In Sachen Karolinenthal ist der Flecktyphus in ziemlich großem Umdie Ziffern des leztgenannten Jahres um 5,3 und 5,2 Millionen des Herrn Lieder erkannte das Gericht nach längerer Verhandlung fange ausgebrochen. In Lieben sind u. a. der Polizeibezirksleiter Tonnen. Das Prozentverhältniß der Vermehrung beträgt: Förderung auf Einstellung des Verfahrens und Tragung der Kosten und zwölf Sicherheitswachleute daran erkrankt. Die Polizeikaserne 6,29, Absatz 6,38, Arbeiterzahl 6,67. durch den Kläger, weil Verjährung eingetreten fei. Die Klage ist und die Schulen wurden geschlossen. Rom, 9. Februar.( W. T. B.) Jm Senat wird über das Brauntohlenbergbau. Jn 375 Werken( 1897: 369) am 16. September 1898 erhoben worden; das Gericht hat aber als Dasselbe wurden von 34 109 Arbeitern( 1897: 31 999) 26 Millionen Tonnen erwiesen angenommen, daß Herr Ring vor dem 16. Juni Kenntniß franzöfifch italienische Handelsabkommen berathen. Kohlen gefördert( 1897: 24,2 Millionen), wovon 21 Millionen ab- der Beleidigungen erlangt haben mußte. Die Zeugen, unter denen wird von den meisten Rednern gut geheißen; die Debatte wird sich Generalmajor v. Schön, Rittmeister v. Knesebeck, Pfarrer vertagt. gesetzt worden sind( 1897: 19,6 Millionen.). Die Kohlenförderung hat um 1,8 Millionen Tonnen, der Absatz Rödenbeck neben dem Hauptmann Herter und Stadtverordneten Salonichi, 9. Februar.( B. 5.) Die Albanesen Chefs um 1,4 Millionen, die Arbeiterzahl um 2110 zugenommen. Das Fröhlich befinden, äußern sich widersprechend über die VorProzentverhältniß der Vermehrung beträgt: Förderung 7,47, Absatz gänge. Pfarrer Rödenbed bestreitet, daß in der kombinirten wählten Mulla 3eta in pet zum Oberhaupt der albanesischen Liga. Derselbe erließ bereits einen Aufruf zur Bereithaltung Versammlung der konservativen und antisemitischen 7,18, Arbeiterzahl 6,67. trauensleute die Kandidatur Fröhlich proklamirt worden sei. aller waffenfähigen Albanesen für den Dienst des Sultans. ( B. H.) Petersburg, 9. Februar. Die italienische Gleiche bestätigen und Dr. Cremer Bewegung der Bevölkerung Frankreichs. In dem Jahr- Das zehnt 1888-1897 ist in Frankreich die Zahl der Eheschließungen Ring. Demgegenüber verbleibt Hauptmann Herter dabei, daß Regierung notifizirte definitiv ihre Betheiligung an der int bont 276 848 auf 291 462 gestiegen, aber in weit größerem Ver- er der Versammlung von dieser Thatsache Mittheilung gemachta ag stattfindenden Abrüstungs- Konferenz. Washington, 9. Febr.( W. T. B.) Eine Depesche des Admirals Hältniß die Zahl der Ehescheidungen, nämlich von 4708 auf habe. Direktor Lehmann und Rittmeister v. Kiejewetter vom B. d. L. 7460. Die Zahl der Geburten fant von 882 639 auf 859 107, betonen, daß Herr Ring ganz legal bei Aufstellung von Kandidaturen Dewey meldet aus Manila vom 9. d. Mts., er habe sogleich Das Urtheil gegen Gehlsen lautete den betreffenden Insurgenten, welche die amerikanischen Werkleute jedoch auch die Zahl der Sterbefälle, und zwar von 837 867 berfahren sei. auf 751 019, so daß im Jahre 1897 ein Geburtenüberschuß von auf 50 M. Geldstrafe und Tragung der Kosten, außerdem fortgesetzt beunruhigten, die Weisung zukommen lassen, Jauroque 108 088 zu verzeichnen war, mehr als sonst in den früheren Jahren wurde Herrn Abgeordneten Ring die Befugniß zugesprochen, das bis heute früh 9 ühr zu verlassen. Dieselben hätten das Dorf in des Jahrzehnts. Im ganzen Jahrzehnt betrug die Zahl der Ehe- Urtheil im Wochenblatt des Herrn Gehlsen bekannt zu machen. Das verflossener Nacht verlassen, es vorher aber in Brand gesetzt. Die Schließungen 2 832 698, die der Chefcheidungen 60 338, der Geburten Gericht hat nicht als erwiesen angenommen, daß Ring schon am Filipinos sammeln sich zwischen Calvocan und Malabon. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. Verantwortlicher Redakteur: Angust Jacobey in Berlin. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th.Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. der Amtmann Nr. 35. 16. Jahrgang. Kommunales. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Stadtverordneten: Versammlung. S " " Freitag, 10. februar 1899. Tokales. wurde In der am Sonntag Abend 6 Uhr bei 8u beil, Linden ftraße 106, stattfindenden Versammlung für Männer und Frauen hält Genosse Dr. Weyl einen Vortrag. Nachher gemüthliches Beisamunensein. In der am Sonntag Abend 6 1hr im Kösliner Ho stattfindenden öffentlichen Versammlung hält Genossin Ottilie Baader einen Proletarierkinder" benannten Vortrag. Um zahlreiches Erscheinen besonders der Frauen ersucht Die Vertrauensperson. " " ist daher nichts weiter als ein Geschenk an die sollte am wenigsten eine städtische Behörde ihren Arbeitern aufHauswirthe, wie es schon die Beseitigung der Wassermessermiethe erlegen. Tugauer erklärte, es stehe einer auf Grund des Selbstwar. Es ist ein Unglück für die Städte, daß die Hauswirthe in der verwaltungsrechts gewählten Behörde, deren Pflicht es sei, das Stadtverordneten Versammlung einen solchen maßgebenden Einfluß Selbstverwaltungsrecht nach jeder Richtung zu wahren und zu 5. Sizung vom Donnerstag, den 9. Februar 1899, besigen.( Lachen); darüber hat sogar die kapitalistische Vossische fördern, schlecht an, Zwangsmaßregeln zu ergreifen, wie fie Nachmittags 5 Uhr. Zeitung" in einem lichten Augenblick bewegliche Klage ge- der Referent beantragt beziv. in Aussicht gestellt habe. KrankenVon den Stadtvv. Hugo Sachs und Genossen ist folgende führt. Wenn Sie die Ueberschüsse sonst nicht unterzubringen tassen würden nicht im Interesse der Arbeitgeber errichtet, sondern Anfrage eingegangen: wissen, dann erhöhen Sie doch die Löhne der städtischen Arbeiter! im Intereffe der Arbeiter. Man solle deshalb die Entscheidung Die Unterzeichneten fragen den Magistrat an, ob und( Ruf: Aha!) Die meisten Arbeiter der Wasserwerte haben blos 18 M. darüber, ob eine neue Betriebs- Krankenkasse errichtet werden oder Ca welche Einrichtungen er getroffen hat oder zu treffen gedenkt, Wochenlohn; ihre Bitte um Erhöhung ist erst nach längerer Zeit und Anschluß an bestehende Orts- Krankenkassen erfolgen solle, den welche im Jntereffe einer geordneten Verwaltung eine Entausweichend beantwortet worden. Die Berufung auf das Kommunal- betreffenden Arbeitern überlassen. lastung des Bürgermeisters für die Zeit herbei- abgaben- Gefeßschließt nur in der Regel" Tariffäße über die Selbstkosten Nach Schluß der äußerst anregenden Diskussion gelangte führen, in welcher nicht beide Bürgermeister- Posten bejezt hinaus aus. Weshalb also mit aller Gewalt diejeni Andrängen der Haus- der Antrag, einte neue Betriebs Krantentasse zu find. befizer folge reiften? Wir werden ja noch manche weiteren An- errichtet, mit allen gegen 4 Stimmen zur Annahme. Stadtv. Scheiding hat aus Gesundheitsrücksichten sein Mandat stürme von dieser Seite zu erleben haben; sie wollen ja blos vor-( Die Gewerbe- Deputation zählt 30 Mitglieder.) niedergelegt. läufig davon absehen, auch die Kosten des Wassers für die öffent ferner beschlossen, daß für die zur Zeit noch nicht versicherten Zur Beschlußfassung vorgelegt hat der Magistrat das Ver- lichen Anlagen den einzelnen Verwaltungen aufzuhalsen, und kommen Arbeiter der städtischen Betriebe vom 1. April d. I. ab bis zur zeichniß einer Anzahl Bureau- Hilfsarbeiter und Standesamts- bei der Etatsberathung damit wieder. Der Magistrat hat taum Konstituirung der neuen Betriebs- Krantentasse die Gemeinde- Krankens schreiber, welche als Gemeindebeamte anerkannt werden ernsthaften Widerstand gegen diese neuen Anzapfungen geleistet. versicherung einzutreten habe. sollen. Stadtv. Wallach protestirt gegen die Ausführungen des Vor- Ein von Borgmann gestellter Antrag, im Falle der Errichtung Die Vorlage ist den Berichterstattern nicht zugänglich gemacht redners. Es handle fich freilich um ein Geschent, aber nur in Höhe einer Betriebskasse die jest anderweitig beschäftigten Arbeiter erst worden. Aus der Debatte ergiebt sich, daß die größere Bahl dieser von 20-22 m. jährlich für das Haus. Uebrigens werde jeder zu fragen, ob sie freiwillig aus ihren Kassen ausscheiden 56 Herren nicht voll als Gemeindebeamte anerkannt werden sollen, Hausbesizer jedem Miether, der es verlange, feinen Antheil wollen, wurde nur von sechs Stimmen unterſtützt. fondern nur als Gemeindebeamte mit dreimonatlicher( statt der an diesen 20 Mart gern herauszahlen.( Heiterkeit.) Die Nunmehr werden sich der Magistrat und die Stadt. bisherigen vierwöchentlichen) Kündigung. Von den Stadtvv. Spinola Gemeinde Einrichtungen tämen allerdings bei Straßen verordneten Versammlung mit den Beschlüssen der Ge and Singer liegt der gleichlautende Antrag auf Streichung dieser durchbrüchen den anliegenden Besizern zu Gute; Herr werbe Deputation zu beschäftigen haben. Einschränkung vor. Bruns bringe einen Antrag auf Heranziehung der Anlieger Stadtb. Singer: Daß Herr Spinola und ich hier über- ein; er( Redner) sei der erste, der ihn unterschreibe. cinstimmen, wird Ihnen vielleicht etwas wunderbar erscheinen, aber Herr Singer habe 1894 ausdrücklich zugegeben, daß die Wasserwerke man muß das Gute da nehmen, wo man es findet, und so ist mir feinen Ueberschuß geben dürften. Die Miethspreise seien an der feine und seiner Freunde Unterstützung sehr willkommen. Die Vor- Peripherie und in den alten Häusern nicht gestiegen, sondern gelage erfüllt nicht die Erwartungen der Versammlung noch den Vor- fallen, die Steigerung rühre von den modernen komfortablen Neugängen der letzten Monate und nach den lezten Aeußerungen des banten her. The an ein Hausagrarierthum gedacht wurde, seien die Bürgermeisters. Man durfte erwarten, daß bedingungslos alle Bestrebungen dagewesen, daß die Stadt das Wasser, was sie ver66 Standesamtsschreiber zur Anstellung gelangen sollten. Jetzt will braucht, auch bezahle. Der Antrag, die Ueberschüsse der Wasserwerke der Magistrat sie blos als Gemeindebeamte auf dreimonatliche auf die Defizits der Kanalisation anzurechnen, werde immer wiederKündigung anerkennen. Dieses Entgegenkommen genügt nicht. tehren, bis er angenommen sei. Wenn auch der Magistrat ihre Dienstleistungen nur als mechanische Etadtv. Singer: Ich glaube vollkommen, daß der Antrag bezeichnet, so weiß man doch, daß diese Beamten die ganze immer wiederkehren wird. Die Hausagrarier haben von den LandArbeit selbständig machen und der eigentliche Standes agrariern gelernt, so lange zu schreien, bis sie durchdringen.( Unbeamte in der Hauptsache nur seine Unterschrift giebt. Auch ruhe.) Der Ausschußantrag und schon der Magistratsantrag hatte Freie Volksbühne. Mit einem Gastspiel der Frau Prasch diese Leute leisten ihren Dienst im Interesse der Bürger- gar keinen anderen Zwed, als den Hausbefizern entgegenzukommen. Grevenberg begint die 6. Serie der Vorstellungen am Sonntag, schaft und sind zum Theil über 20 Jahre, nur 16 von ihnen Wenn Herr Wallach meine Aeußerung von 1894 gegen mich zitiren will, den 12. Februar, Nachmittags 23/4 Uhr, für die I. Abtheilung in unter acht Jahren im städtischen Dienst. Auch sind diese Beamten so hat doch Bruns viel schärfer ausgeführt, daß eigentlich die Gemeinde Friedrich- Wilhelmstädtischen Theater. Aufgeführt wird die Komödie vereidigt und haben sich immer als Beamte angesehen. Der Zusatz, das Wasser unentgeltlich liefern müßte. Diese Auffassung wird durch von May Dreyer: In Behandlung"; für die folgenden Abwonach eine Anzahl der Herren auf dreimonatliche Kündigung an unsern Widerspruch gegen den Antrag feineswege beeinträchtigt. theilungen dasselbe Stück an den folgenden Sonntagen. Die VI. Abgestellt wird, muß gestrichen werden. Finanziell ist die Sache von Wir übernehmen damit doch nicht die Verpflichtung, den Haus theilung ist erst zu zwei Dritteln gefüllt, daher können sich noch teiner Bedeutung; ihre Arbeitsfreudigkeit würde aber durch Ge- besitzern zu Lasten der gesammten übrigen Bevölkerung eine solche Mitglieder in allen Zahlstellen melden. winnung einer festen Position sehr gestärkt werden. Warum soll Einnahme zu geben. Es dürfte also Herrn Wallach nicht the toda Der Vorstand. J. A.: G. Winkler. denn mit der Hilfsarbeiterfrage nicht ganze Arbeit gemacht, warum gelingen, uns einen Widerspruch hierin nachzuweisen. Die sollen hier vierzig Beamte gewissermaßen als ein Pfahl im Fleische agrarischen Anschauungen sind wie eine Epidemie, sie stecken einer geordneten Verwaltung steden gelassen werden? an und führen in den Städten zu einer Hansagrarierpolitik. Eine eigenartige ,, Harmonie"! Stadtv. Spinola schließt sich dem Vorredner an, während Bum klassischsten Ausdruck kommt dieses neue Prinzip in dem Der Streit im Verein Frauenwohl", der in der letzten Stadtsyndikus Weise ausführt, daß der Standesbeamte sein eigener Antrag Wallach, der sogar die Freizügigkeit der städtischen Beamten Generalversammlung dieser Vereinigung bürgerlicher Damen zum Bureaubeamter sei, daß eigentliche Standesamts Bureaus nicht zu Gunsten der Hausbefizer einfach über den Haufen wirft, offenen Ausbruch gekommen ist, wurde am Mittwoch im Verein eristiren, daß man den Schreibern mithin ein zuweitgehendes Wohl- indem er jenen das Wohnen in den Vororten verbieten will. Es Jugendschuh" erörtert. Frau Rechtsanwalt Bieber gab wollen erweisen würde, wenn man ihnen Beamtenqualität verliehe. liegt also System in den Bestrebungen der Hausbesitzer, die Gemeinde- eine Darstellung der Differenzen zwischen ihr und Frau Schulrath Der Standesbeamte sei ein Staatsbeamter, schon aus dieser Rücksicht verwaltung zu benutzen, um sich möglichst Erleichterungen zu ver- Cauer, die danach in der Hauptsache auf persönliche Motive auf die Verantwortlichkeit könne der Magistrat nicht auf den Antrag schaffen. Leider bringt es die unglückliche Bestimmung der Städteordnung, zurückzuführen sind. Auf eine Wiedergabe fann hier verzichtet werden. eingehen. daß die Hälfte der Stadtverordneten Hausbesizer seien müssen, zuwege, Für weitere Kreise und aus fachlichen Gründen von Interesse Stadtv. Dr. Preuß bittet die Herren Spinola und Singer, daß die Interessen des Grundbesitzes hier vorherrschen.( Stadtv. ist nur, was in der Diskussion Herr Rechtsanwalt Bieber über ihn als Dritten im Bunde aufzunehmen( Heiterkeit), lehnt es ab, Spinola: Sehr recht!) Herr Spinola scheint mir seine heutige einen Vorgang mittheilte, der sich zwischen dem von Fr. Bieber ge auf die feinen Rechtsfragen sich einzulaffen, die der Magistrat an Bundesgenossenschaft schon gekündigt zu haben( heiterkeit), aber er leiteten Jugendschutz" und dem von Fr. Cauer geleiteten, Kaufgeschnitten habe, und bestreitet, daß irgend ein materielles Jnteresse wird nicht leugnen, daß hier den Hausbefizern einseitig Vortheile männischen und gewerblichen Hilfsverein für gegen den Antrag ins Feld geführt werden könne. zugewendet werden. Es ist immerhin erfreulich, daß Herr Wallach uns weibliche Angestellte" abgespielt hat. Dem Jugendschutz" Die Vorlage wird entsprechend den Anträgen Spinola bezüglich der Heranziehung der anliegenden Grundbefizer entgegen wurden durch das Bureau des„ Hilfsvereins" wiederholt GeSinger modifizirt und in dieser veränderten Fassung an- fommen will; ich fürchte nur, daß nach der Politik des heiligen Florian ihäfts inhaber namhaft gemacht, welche weibliche Angedie Hausbesiger, die feinen Vortheil von den betr. Verbesserungen haben, stellte durch unsittliche Zumuthungen u. f. w. beleber die Vorlage wegen Aufnahme von 3 auf dem Grundstüd den anderen diese Belastung gern werden aufhalsen wollen, daß sie leidigt haben sollten. Verschiedene Geschäftsinhaber wurden, der Norddeutschen Lagerhaus- Aktiengesellschaft, Tegeler jt r. 29/50, aber als Anlieger nicht dieselbe Bereitwilligkeit zeigen werden. Wir mit Bustimmung und auf Wunsch des" Hilfsvereins". anzulegenden Straßen in den Bebauungsplan berichtet Stadtverord- haben keine Veranlassung, dieser Liebesgabenpolitit zuzustimmen. Es Bureaus, nach Prüfung des Sachverhalts durch den" Jugendneter Sachs I. Der Ausschuß hat die Vorlage unverändert ange- find netto 6-700 000 M., welche die Gemeinde den Hausbejizern schuh" bei der Staatsanwaltschaft denunzirt nommen. Ohne Debatte beschließt das Haus in gleichem Sinne. ausliefern soll. Leider hat der Magistrat nach diesen ewigen Anbohrungen und sind dann auch bestraft worden. In einem Falle aber wurde Die Anträge des Magistrats, betreffend die Her abiegung bereits den kleinen Finger geboten und wird bald die ganze Hand nach vor Gericht die Belastungszeugin als nicht glaubwürdig hingestellt des Tarifs der städtischen Wasserwerte find, wie zu folgen laffen müssen. Sehr charatteristisch ist der Widerspruch, und die Anzeige als ein Racheatt einer Angestellten des Hilfs erwarten war, den Herren Hausbesitzern nicht weit genug gegangen. den mein Freund Bruns fand, als er auf die allgemeinen Interessen vereins" Bureaus bezeichnet. Der Vorstand des„ Hilfsvereins" Wie der Berichterstatter Stadtv. Reich now mittheilt, hat der und auf die Interessen der Arbeiter zu sprechen tam. Den Haus wurde aus Anlaß dieses Falles in der Presse angegriffen, erklärte Ausschußantrag über den Magistratsantrag gar nicht erst verhandelt, befizern wollen Sie ein solches Geschent niachen und debattiren aber, daß er den Denunziationen völlig fernstehe und mit dem sondern einen anderweitigen Antrag angenommen, wonach unter darüber Stunden lang; regen wir an, daß man richtiger da auf- Jugendschutz" überhaupt nichts zu thun habe. Als Frau Cauer vom Beibehaltung der Grundtage von 4 M. der Preis pro Kubikmeter bessert, wo die geringsten Löhne find, so erhebt sich ein Sturm der Vorstand des Jugendschutz" deshalb zur Rede gestellt wurde, erwiderte allgemein auf 15 Pf. her abgesezt wird. Entrüftung. Bruns hat statistisches Material für seine Behauptungen sie( nach Herrn Bieber's Angabe), der hilfsverein" habe beigebracht; Herr Wallach kehrt einfach das Machtverhältniß heraus; auch Geschäftsinhaber zu Mitgliedern, sie habe befeine Hausagrarier- Politit unterscheidet sich um kein Haar von der fürchtet, der Verein könnte durch den Vorfall die Sympathien Politik der ostelbischen Junter. Lehnen Sie die Anträge ab!( Leb- dieser herren verlieren, darum habe sie jene Erklärung die Sache bisher aus hafter Beifall und Widerspruch.) mitunterschrieben. Hr. B. erklärte, den" Hilfsverein" Stadtv. Kalisch polemisirt gegen die Ausführungen Singer's. Nücksicht verschwiegen zu haben, Dem Hausbesitz jetzt Hausbesitzerpolitik werde hier nicht getrieben. glaube er sich aber zu solcher Rücksicht nicht mehr Löst man den Vorgang los von den würden immer neue Lasten auferlegt, so jest die Müllabgabe. Er verpflichtet. gönne ihnen die kleine Einnahme von Herzen, obwohl er fein persönlichen Zänkereien zwischen Fr. B. und Fr. C., so ist er geeignet, Hausagrarier sei. Die Haus- und Miethspreise seien infolge der wieder einmal recht deutlich zu zeigen, was es mit der neuen Bauordnung gestiegen. Buste sich hier blos um ausgleichende ben Angestellten auf sich hat, die der„ Hilfsverein" auf ( Bustimmung Harmonie" zwischen den Geschäftsinhabern und Stadtv. Dine meint, es handle Gerechtigkeit. Die Hausbefizer( in der Versammlung trieben seine Fahne geschrieben hat. Es kommt bei solchen Interessenganz gewiß feine Interessenpolitit. gemeinschaften" schließlich immer' mal eine Gelegenheit, mo Das Juteresse des Arbeitgebers über das des Arbeitnehmers gestellt werden muß, wenn der Arbeitgeber nicht die Lust zu weiterem harmonischem" Zusammenwirken verlieren soll. Wenn Herrn B.'s Angaben zutreffen, so hat der " Hilfsverein" Maßregeln, die er vorher als zum Schuße der weiblichen Angestellten nothwendig erachtet hatte, aus bloßer Furcht vor der Ungnade seiner hochmögenden Gönnter wieder aufgegeben. Es zu der Angelegenheit jezt gleichfalls äußert. genommen. M Stadtv. Dinse ist erfreut, daß der Ausschuß ganze Arbeit gemacht hat. = Stadtv. Bruns: Wir würden im Prinzip dafür sein, daß die Gemeinde das Wasser unentgeltlich abzugeben hat. Wir erklären uns aber trotzdem gegen die Vorlage, und zwar wegen der Entwidlung der Verhältnisse bei uns, die es mit sich gebracht hat, daß jede Ermäßigung des Wassertarifs ein Geschent an die Grundbesizer darstellt.( Lebhafter Widerspruch.) Die Statistit zeigt, daß die Grundstückswerthe und die Miethspreise dauernd gestiegen sind. Der Miethswerth eines Grundstüds ist von 1880 bis 1896 von 8000 auf 12 000 m. gestiegen. Wenn eine einzelne Klasse der Bürgerschaft sich im Nothstand befindet, sollen allerdings die Mittel der Allgemeinheit in Anspruch genommen werden. Aber ein solcher Nothstand ist nicht nachgewiesen worden, und nach den statistischen Zahlen ist cher Der Ausschußantrag wird mit großer Mehrheit angenommen. das Gegentheil der Fall. Die Werthsteigerungen führen sich größten- Die Etats für den Viehhof und Schlachthof sowie für die theils auf gemeinnützige Einrichtungen der Gemeinde, Straßen Fleischsich au werden dem zu bildenden Etatsausschuß überwiesen. Durchbrüche, Pflasterungen 2c. zurück, Aufwendungen, welche die Der Tarif für die Fleischschau wird genehmigt. Allgemeinheit trug, aber die petuniär nur den Grundbesitzern zu Gute tamen. Zu diesen Leistungen müssen also die betreffenden Grundbefizer herangezogen werden, und so lange es nicht möglich Schluß 1/28 Uhr. Gebben bene in england und Amerika die Hausbesiger burch Die Krankenversicherung der städtischen ist übrigens uninthen, but her orstand des„ Hilfsvereins" fich Arbeiter. Gebühren heranzuziehen, so lange müssen auch vom Wasser Gebühren erhoben werden. Der frühere Kollege Dr. Alexander Meher hat Von den 26 alten Häusern in der Spandanerstraße, feinerzeit derfelben Auffassung Ausdruck gegeben. Als ich diese Auffassung im Ausschusse vortrug, hieß es, die Wohnungsmiethe richte sich nach Durch Erlaß eines neuen Ortsstatuts haben die Gemeinde- welche der Verbreiterung dieser Straße zum Opfer fallen, sind 23 Angebot und Nachfrage. Aber unser statistisches Jahrbuch giebt an, behörden von Berlin bestimmt, daß vom 1. April d. J. ab alle größtentheils bereits bis auf die Grundmanern vom Erdboden verdaß die Zahl der unbenutzten Wohnungen von 18 000 in 1875 auf bisher nicht krankenversicherungspflichtigen, in Kommunalbetrieben schwunden, so daß die Nikolaikirche auf dieser Seite vollständig frei5000 in 1885 zurückgegangen ist; allerdings ist sie seitdem wieder auf und im Stommunaldienste beschäftigten Personen der Kranten gelegt ist. 24 000 gestiegen( Rufe: Aha!), trotzdem aber sind auch versicherungspflicht unterliegen, soweit sie nicht die Beamtenqualifikation Ueber die Bierlokale, welche durch Schilder anzeigen, daß sie bie Wohnungsmiethen gestiegen, so im Durchschnitt von 652 M. besigen. lleber die Form der Krantenversicherung enthält das 4/10 Liter befieres Bier für 10 Pf. verschänken, wurde in der letzten in 1889 auf 674 M. im Jahre 1891. Wenn die Zahlen nichts Ortsstatut keine Bestimmung. Es stand daher die Frage, ob eine Versammlung des Vereins Berliner Weißbierwirthe Klage geführt. bewiesen, würden die gefährlichen Miethskontratte aufs Drastischste Orts oder Betriebs Krankenkasse für die neu zu versichernden Sowohl Herr Rösicke von der Schultheiß Brauerei als auch Herr beweisen, daß von einem Rothstand nicht die Rede sein kann. Die städtischen Arbeiter zu errichten sei, oder ob dieselben einer schon Goldschmidt von der Pazenhofer Brauerei haben einer Deputation Vorlage und der Ausschuß berufen sich darauf, daß es ungerecht fei, bestehenden Krankenkasse überwiesen werden sollen, in der am Mitt- gegenüber erklärt, daß sie solche Schantstätten nicht unterstützten. den Wasserzins von den Hausbesitzern zu verlangen, da doch das woch Abend abgehaltenen Sigung der Gewerbedeputation Diese Zusicherungen wurden von der Versammlung angezweifelt. Wasser von den Miethern verbraucht würde. Aber früher lag doch des Magistrats zur Verhandlung. Ein alter Schwindel in nener Form. Durch einen GeschäftsSang und Klang diese Verpflichtung auf die Stadt übernommen. Gründung einer neuen Betriebs Krantentasse, in die nicht nur die Iniff sind in letzter Zeit in Berlin wie seinen Vororten eine Anzahl Es wäre eine Ungerechtigkeit sondergleichen, wenn nach diesem Vor- bisher nicht versicherungspflichtigen, im Kommunaldienst beschäftigten Familien sehr unliebsam überrascht worden. Diese erhielten einen gange nun auch der Wasserzins ihnen abgenommen würde. Daß der Personen aufgenommen werden sollen, sondern möglichst alle in in seinem eußeren genau wie ein Trauerbrief aussehenden, mit Wafferzins von den Wirthen längst auf die Miether abgewälzt wird, städtischen Betrieben beschäftigten Arbeiter, auch diejenigen, welche, einer Dreipfennig- Marte frantirten Brief zugestellt. Selbstverständlich hat schon 1887 das„ Berliner Tageblatt" nachgewiesen. Nach der wie die Arbeiter der Gasanstalten 2c., schon jetzt hiesigen Orts. verursachte der Brief den Empfängern einen heftigen Schred, da sie damaligen Ausführung des Tageblatt" benutzten die Eigenthümer Krantentassen( Maschinenbauertasse 2c.) ihrer Versicherungspflicht glaubten, die Ankündigung eines Todesfalles zu erhalten. Als sie den Uebergang der englischen Wasserwerke an die Stadt, um in die genügen. Diesen Vorschlägen traten in der lebhaften Erörterung jedoch den Trauerbrief öffneten, fanden sie darin auf ebenfalls mit Kontrakte feine bestimmte Summe für das Wasser mehr der Frage unsere Parteigenossen Stadtverordneter Borgmann einem Trauerrande versehenen Briefbogen die- Anpreisung einer hineinzuschreiben, sondern die Miethen im Ganzen zu erhöhen, so daß und Bürgerdeputirter Tuyauer entgegen. Borgmann plädirte Braunschweiger Lotteriekollete, motivirt mit dem angeblichen Tode noch obendrein der Schein erwedt wurde, als ob die Hausbefizer das für den Anschluß an bestehende Ortstasjen. Diejenigen städtischen des Juhabers Seelhorst. In der Offerte wird den Empfängern eine bei den Orts Krantentasien unglaubliche Geschichte erzählt, damit sie Loose kaufen. Waffer umsonst abgaben, es ihrerseits aber der Stadt bezahlten. Auch Arbeiter, welche jetzt schon bei solle man der Magistrat hat in einer früheren Vorlage noch einmal direkt versichert sind, Verkehrsstockungen im Betriebe der Straßenbahn sind auch nicht zwingen, ihre wohlzugegeben, daß die Hauswirthe das Mittel hätten, jede Belastung erworbenen Rechte bei diesen Staffen aufzugeben, um einer bom gestrigen Tage wieder zu verzeichnen. So versagte unter auf die Miether abzuwälzen. Die Ermäßigung des Tarifs neuen städtischen Betriebs- Krankenkasse beizutreten. Solchen Zwang I anderemt auf der Linie Schöneberg- Alexanderplatz am gestrigen Nach auch die Straßenreinigung den Hausbefizern ob, und man hat ohne Der Referent, Magistratsassessor Hamburger, empfahl die M Auf dem städtischen Schlachthof in Spandau wurden in mittag in der Leipzigerstraße in einem elektrischen Wagen ber Motor, ftellung der Seit des Geschäftsschlusses für Schöneberg, Berlin und so baß der Wagen wie festgebannt stehen blieb und den Wagenverkehr Charlottenburg nur durch Anschluß von Schöneberg an die für die diefer Woche bei der Nachuntersuchung in einer Specseite, die von für einige Beit nach einer Nichtung hemmte. Schließlich tam ein beiden anderen Stäbte getroffenen Festsetzungen zu erreichen sein außerhalb eingeführt und in Lichtenberg als trichinenfrei" abnoch thatkräftiger Wagen heran und brachte das defekte Gefährt auf sollte, dagegen feinen Widerspruch erheben. Der hiesige Kirchenrath gestempelt worden war, Trichinen entdeckt. den Schub. habe aber eine Aenderung abgelehnt. Da eine Gleichstellung für das laufende Publikum sowohl als für die Gewerbetreibenden ein fehr dringendes Bedürfniß ist, soll diese Angelegenheit dem Konfiftorium unterbreitet werden. Einen etwas ungewöhnlichen Weg schlägt ein Herr Baul Breuß aus der Fennstr. 47 ein, um sich vor Schaden zu bewahren. Auf Betteln, die in Maffen auf der Straße bertheilt werden, erklärt er in fettem Druck kurz und bündig: Schulden, die meine Frau macht, bezahle ich nicht." hors gr wäre. in der Versammlungen. bei der N aber der Eine Versammlung der Konfektionsarbeiter und Arbeite Nach Answeis der Wählerlisten für die bevorstehenden rinnen fand Mittwoch Abend in der„ Concordia", Brunnenstraße, Stadtverordnetenivahlen in Rigdorf find insgesammt 15 600 Wahlberechtigte vorhanden. Von diesen entfallen auf die erſte ſtatt. Die Versammlung war nur mittelmäßig besucht. ReichstagsIn die Tollwuth. Schukstation find gestern, Donnerstag, Wählerklasse 66, auf die zweite Wählerklasse 719, auf die dritte bgeordneter Rose now sprach zunächst über:" Die Zustände in wieder drei Personen aufgenommen worden, Kinder im Alter von Wählerilajje 14'815. Das Nigdorfer Polizeiwesen wird frog der der Konfektionsindustrie und das Verhalten der bürgerlichen Barteien." Das Rigdorfer Polizeiwesen wird trotz der Er zeigte, wie schon früher die sozialdemokratischen Mitglieder der 5 und 7 Jahren, ein Sohn und eine Tochter des Gärtners H. und Stadtrechtsverleihung vorläufig noch keine Umgestaltung erfahren. Schneidergewerkschaft unabläffig auf die Verhältnisse der Konfektionseine Tochter des Gärtners R. aus Bieesberg im Streise Lauban. Die Gendarmerie wird noch weiterhin beibehalten werden und nur arbeiter hingewiesen hätten, bis schließlich auch der Reichstag 1879, Die Kinder find Ende Dezember v. J. von einem Hunde gebissen eine Verstärkung durch polizeiliche Hilfskräfte erfahren. Erst im als Bismard den Boll auf Nähfaden plante, eine Debatte worden, der vor Kurzem getödtet und als tollwuthfrant erkannt nächsten Jahre wird das Berliner Polizeipräsidium die Rigdorfer darüber hatte. 1887 wurden durch eine Erhebung zum wurde. Nach dieser Feststellung sind die Kinder auf Veranlassung ersten Male die jammervollen Zustände durch die Regierung der Ortbehörde hierher gebracht worden. Die Erfolge der Anstalt Polizei übernehmen. der Kartell Reichstag that nichts und Friedrichshagen. Die Gemeindevertreter- Sigung am Mitt festgestellt, doch Tönnen erfreulicherweise als sehr günstig bezeichnet werden. Die Intubationszeit beträgt bei der Tolwuth 65 bis 70 Tage. Nun ist woch beschloß die Einverleibung von neun zum Stadtbezirk Köpenid auch 1891 wurden bei der Berathung der Gewerbenovelle unsere die Station im Juli v. J. eröffnet worden und hat bereits über gehörigen Grundstücken in den Gemeindebezirk Friedrichshagen. Zur Anträge noch abgelehnt. Als 1896 der große Streit ausbrach, regte 150 Patienten behandelt und zum größten Theil längst wieder in Borberathung des Gemeindehaushalts- Etats für das Rechnungs- sich bei allen Parteien das soziale Mitleid" und aus dem Munde die Heimath entlassen. Es ist aber noch tein einziger Fall gemeldet jahr 1899/1900 wurde eine viergliedrige Kommission gewählt. Üm des preußischen Ministers Berlepsch fiel das Wort vom berechtigten worden, in dem die schreckliche Krankheit zum Ausbruch gekommen vielfachen Klagen über ungenügende Fener- Alarmvorrichtungen ab- Streit". Die Erhebungen der Kommission für Arbeiterstatistik zuhelfen, beschloß die Bertretung, die Wohnung des hatten eine achtzehnstündige Tages- Arbeitsleistung, Stundenlöhne Oberführers der freiwilligen Feuerwehr und des Pferde für Heimarbeiter von 18, für Lohnarbeiter von 22 Bf. festgestellt. In ihrem Berufe sind am Mittwoch Nachmittag drei Brauerei bahn Depots telephonisch zu verbinden. Ein vom Gemeinde- Der im Mai 1897 von der Regierung vorgelegte Gesetzentwurf Arbeiter auf der Abtheilung Tivoli der Schultheiß- Brauerei ver vorstand und mehreren Vertretern ausgearbeitetes Statut, betreffend blieb Reichstags Kommission steden, amglückt. Hier wurde in einem Keller ein neues Rohr gelegt. Auf die dienstlichen, sowie die Gehalts- und Pensionsverhältnisse der Ge- Bundesrath brachte Ende Mai seine bekannte Verordnung nunt δας Der Referent schilderte Verhalten der einem Gerüst, das dadurch hergestellt war, daß man Bretter auf meindebeamten, wurde nach längerer Debatte von der Vertretung heraus. über Bierfäffer gelegt hatte, waren die Arbeiter Sauer, Diener und Hecht genehmigt. Bei dieser Gelegenheit legten unsere Genossen Barth Parteien, namentlich diesjährigen Debatte beschäftigt. Das Gerüst brach zusammen und die drei Arbeiter fielen aus einer Höhe von drei Metern herab. Sauer erlitt durch und Sonnenburg der Vertretung ans Herz, in Zukunft auch das Reichsamt des Innern und zeigte, daß nur die Thätigkeit der fielen aus einer Höhe von drei Metern herab. Sauer erlitt durch die im Gemeindedienst beschäftigten Arbeiter in Bezug auf Sozialdemokratie bestrebt sei, den Arbeitern die Erlöfung aus aller nachfallende Bretter Verlegungen an den Schultern, Diener und Hecht Lohn- und Arbeitszeit mehr als bisher zu berücksichtigen. sozialen Noth zu bringen. An den beifällig aufgenommenen Vorzogen sich Fußverstauchungen zu. Die Verunglückten wurden auf die Die Gemeinde habe die Pflicht, ihre angestellten Arbeiter gegen In- trag schloß fich eine lebhafte Diskussion, an der sich die BerufsUnfallstation I in Pflege gebracht. validität, Unfall und Krankheit zu versichern, sowie für die im follegen Schensel, laut, Boelle, der Vertrauensmann Gemeindedienst ergrauten Arbeiter und deren Hinterbliebene hin- Stubbe, sowie Frau Eibert betheiligten. Ihre Ausführungen reichend zu sorgen. Der gegenwärtige Stand der höheren Privat- gipfelten in der Aufforderung, der Organisation beizutreten. Ebenso Knaben- und Mädchenschule veranlaßte eine lebhafte Debatte. Aus wurde das Dresdener Urtheil besprochen und den Anwesenden nahe einem Bericht ging hervor, daß die Knabenschule trop der von der gelegt, durch ihre Beiträge den Frauen und den Familien der VerGemeinde gezahlten Subvention beständig zurückgeht. Beide Anstalten urtheilten ihr Loos zu erleichtern. werden zur Zeit von ca. 150 Schülern befucht. Unsere Genossen Die Maurer der lokalen Nichtung hielten am Mittwoch eine wiesen darauf hin, daß während etwa 1500 Kinder sich mit dem unterricht der Volksschule begnügen müssen, eine geringe Zahl von gut besuchte öffentliche Versammlung in den Boruſſia- Sälen ab, in Stinder durch besseren Unterricht bevorzugt werde. Das sei ungerecht modernen Arbeiterbewegung, die Ziele der Sozialdemokratie und der der Reichstags- Abgeordnete Förster über die Aufgaben der Sie lehnten darum die jährliche Subvention von 4000 m. ab. Möge das Verhalten unserer Gegner referirte. Dem 1½½stündigen, mit die Gemeinde den Volksschul- Unterricht vervollkommnen und den die Gemeinde den Wolfsschul- Unterricht vervollkommnen und den lebhaften Beifall aufgenommenen Vortrage folgte eine furze Disfähigen Schülern ermöglichen, höhere Schulen zu besuchen. Den fuffion im Sinne des Referats, an der sich Roling, Beiersvon Gemeindemitgliedern schon wiederholt geäußerten Wünschen, im borf und Meyle betheiligten. Hierauf referirte stater über hiesigen Orte eine höhere Schule zu errichten, wurde vom Vorsteher die Lattik der diesjährigen Lohnbewegung. Die Ausführungen und anderen Rednern entgegengehalten, daß daran aus finanziellen des Rebners gipfelten darin, daß mehr wie bisher das werden Baudeputirten System gepflegt müsse, und von Gründen auf absehbare Zeit nicht gedacht werden könne. Gegen die Stimmen unserer Genossen wurde die fernere Sub- dieser Vertretung die laufenden Angelegenheiten geregelt und etwa nothwendige Vorberathungen bezüglich der Bewegung gepflogen bentionirung von 4000 m. pro Jahr beschloffen. Weißensee. Die Gemeinde Neu- Weißensee zählte Ende Januar werden sollen. Außerdem soll bei allen vorkommenden Differenzen dieses Jahres 29 112 Einwohner. Hier ant Orte scheint zur Zeit das Streifregulativ genau beachtet und stets nur nach dessen Beam Der Redner wies noch darauf hin, bei einigen Personen Neigung vorhanden zu sein, die, sagen wir Stimmungen verfahren werden. Gutmüthigkeit eines großen Theiles ihrer Mitmenschen spekulativ daß eine Anzahl auch von den organisirten Maurern noch nicht auszunüßen. Man plant zum Besten der im Bau befindlichen im Besitz der neuen Sammelfarte ist und forderte deshalb auf, das katholischen Kirche eine Verloosung. Hierzu sollen 5000 Loose Berjäumte nachzuholen und den in früheren Versammlungen geIn der weiteren Debatte à 50 Bf. ausgegeben werden. Wie überzeugend und eindringlich faßten Beschlüssen Rechnung zu tragen. muß es sich dann in einem solchen Hause eifern lassen gegen Genuß wurde das Verhalten der Affordmaurer von allen Rednern einer und Spielsucht. Sollte dann im Gesicht eines besonders eifrigen herben Kritik unterzogen und aufgefordert, bei Differenzen recht bePredigers ein flüchtiges Noth sich zeigen, dann spenden Trost die sonnen vorzugehen, um diesen Leuten keine Gelegenheit zu ihrem Bekannt gegeben wurde noch, unsolidarischen Handeln zu geben. Worte: Der Zweck heiligt das Mittel! daß sämmtliche Arbeiter bei der Firma Stolpe wegen Einführung der Affordarbeit in den Ausstand getreten sind und über die Firma die Sperre verhängt ist. Selbstmordversuch. In der Nacht zum Mittwoch versuchte die 22 Jahre unverehelichte Arbeiterin Martha J. in ihrer Wohnung in der Neuen Königstraße sich mit Sublimat zu vergiften. Sie wurde nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht. Schwer verbrüht hat sich der dreijährige Knabe Hans Stolz in der elterlichen Wohnung am Binetaplas Nr. 9. Der Knabe spielte in der Küche, während die Mutter wusch, und fiel, als diese durch Klingeln an der Thür auf einen Augenblick abgerufen wurde, in den Sessel mit kochendem Wasser. Als die Mutter auf sein Geſchrei zurücgeeilt kam, hatte er sich schon so schwer am ganzen Körper verbrüht, daß man ihn schleunigst in ein Krankenhaus bringen mußte. Der Maurer Herr May Bethge, Lorkingftr. 10, theilt uns mit, daß er mit dem im Gerichtstheil der Rr. 32 erwähnten Streitbrecher gleichen Namens nicht identisch ist. Urania. Heute, Freitag, Abends 8 Uhr, findet der letzte M. trag des Ethnologen Dr. A. Heilborn in der„ Urania" statt. Das Thema handelt über„ Ursprung und Entwicklung von Sprache und Schrift". Zahlreiche Projektionsbilder sowie anatomische und ethnos logische Sammlungen werden zur Erläuterung des Vortrages wesent lich beitragen. Kunst- Schaubühne. Am nächsten Sonntag, den 12. Februar, Nach mittags 5 Uhr, veranstaltet die Stunst- Schaubühne( Direktion: Dr. Köppen und Dr. Stödtner) im wissenschaftlichen Theater der alten Urania, Invalidenftr. 57, ihre letzte Schülervorstellung zu ermäßigten Breisen ( Parkett 50 Pf.), zu der auch die Angehörigen der Schüler und Schülerinnen Zutritt haben. Zur Vorführung gelangen die„ Meisterwerke deutscher Kunst", Projektionsvortrag von Profeffor Dr. Mar Schmid Aachen. Feuerbericht. Mittwoch Abend wurde die Wehr nach Birken: ftraße 48 gerufen, wo Schaldecke und Balkenlage in Brand gerathen waren. Beide mußten aufgerissen werden, was viel Arbeit verursachte. Zur selben Zeit brannte Elbingerstraße 81 der Fußboden in der Küche. Stallschreiberstr. 12 mußte in einer Golbleistenfabrik ein Schadenfeuer abgelöscht werden, das wegen großer Berqualmung den Löschmannschaften viel zu schaffen machte. Am Donnerstag erfolgten nur zwei Alarmirungen aus geringfügiger Ursache. Aus den Nachbarorten. 0 wollte. Die " mit da Schmargendorf. Das durch den Tod des Oberamtmannes Friese erledigte Amt eines Gemeindevorstehers ist neu zu bejegen. Die am Mittwoch stattgehabte Versammlung der GemeindeDie Dekatenre tagten am Mittwoch im Englischen Garten", vertreter verhandelte in nichtöffentlicher Sigung über diesen Punkt mm einen Vortrag des Genossen Wagener über„ Die Arbeiter und beschloß die Ausschreibung dieses Bostens. Im Interesse der frage" zu hören. Nach dem mit Beifall aufgenommenen Vortrag Steuerzahler wäre zu wünschen, daß zum Gemeindevorsteher nur fam der Streit bei der Firma Behmak zur Sprache. Aus der leb eine solche Person gewählt werde, die sich einer guten Gesundheit haften Debatte war zu entnehmen, daß es sich eigentlich um eine und eines guten Geldbeutels erfreut, damit die Gemeindevertretung Aussperrung Handele. Der Meister sollte entlassen werden, nicht wieder in die Lage kommt. Weihnachtsgratifikationen und Vorweil die Arbeit nicht so fertig gestellt werden konnte, schüsse zu Badekuren aus dem Steuersädel bewilligen au müssen. wie Behmat Kollegen mußten sich Die hygienischen Zustände in unserem neuen, erst vor wenigen ihm folidarisch erklären und die Arbeitsstelle aufgeben, Rigdorf. Den Mitgliedern des sozialdemokratischen Vereins Jahren erbauten Schulhause sind recht schlecht. Die Räume Behmat bereits andere Arbeiter eingestellt hatte. Seine Abficht war Vorwärts" zur Nachricht, daß die Vereinsversammlung am Dienstag lassen sich nicht genügend erwärmen, so daß bei niederer Temperatur überhaupt nur, die organisirten Arbeiter brotlos zu machen, da er wegen der am felben Tage stattfindenden Volksversanumlung aus die Kinder sehr zu leiden haben. Am Montag und Dienstag mußte die andern Arbeiter, darunter die Gebrüder Hermann, schon vor fällt. Jedes Mitglied erhält bei Zahlung der Beiträge die Broschüre jogar der Unterricht der Kälte wegen ausfallen. Wie soll das erst drei Wochen angenommen hatte, als die Differenzen zwischen ihm Der Kampf gegen die Arbeiterfoalitionen" beim Staffirer willer, in einem strengen Winter werden? Im Jnteresse des höchsten und dem Meister noch nicht ausgebrochen waren. Es sei Absicht der Kirchhofstr. 29, 4 Tr., sowie in den Zahlstellen Stöpfe, Restaurant, Gutes unserer Kinder der Gesundheit- muß hier Wandel ge- unternehmer, sämmtliche Organisirte auf diese Weise loszuwerden. Startsgartenstr. 1; Regerau, Bigarrenhandlung, Hermannstr. 50; schafft werden. Die nächste Firma, bei der das versucht werden sollte, wäre die der Selein, Restauration, Statser Friedrichstr. 236; Thomas, Re- schafft werben. ( Die Inhaber dieser Firma berließen den staurant, Bergftr. 162; errmann, Bigarrenhandlung, Stirchhof- Paukew. In der letzten öffentlichen Sigung der Gemeinde Gebrüder Laske. Es ftraße 1; Sy, Restaurant, Jägerftr. 69, unentgeltlich. Am 18. März vertretung wurde der Forderung des Provinzial Schulfollegiums, Versammlungsraum, als von ihnen gesprochen wurde.) findet im Apollo- Theater ein Vereinsvergufigen statt. 8um zweiten betreffend die Wahl eines Sturatoriums der Stealschule, statt würde also wahrscheinlich nöthig sein, in einen Generalftreit Ofterfeiertag, Nachmittags 2 11hr, ist eine ranta Vorstellung gegeben. Ferner wurde eine Schulordnung der Sealschule genehmigt. einzutreten. Der Vorstand des Verbandes habe sich bereit erklärt, arrangirt. Billets find ebenfalls in vorbenannten Zahlstellen zu Die Versorgung der Hinterbliebenen der Lehrer und Beamten der eventuell feine Einwilligung dazu zu geben. Ein Antrag, die Arbeiter haben. Realschule wird durch eigenes Statut geregelt, und die Versicherung von der Firma Behmat für gemaßregelt zu erklären, wurde ein. burch die Brandenburger Wittwen und Baisentasse abgelehnt; es ftimmig angenommen und gegen fünf Stimmen die Sperre über Charlottenburg. Stadtberordneten Verfammwird ein besonderer Fonds gegründet. Ein ernentes Gesuch der die Firma verhängt. Es werden Listen ausgegeben, damit die AusI ung. In ihrer gestrigen Cigung genehmigte die Versammlung Gemeindebeamten um Gewährung von Wohnungsgeld gesperrten so, wie es fich gebührt, unterstützt werden können. Die Vorlage betreffend die Einrichtung von Schulklassen für guich us wurde auf Antrag eines Gemeinderaths Mitgliedes bon Schöneberg. Am Montag, den 6. Februar, fand hier im Schifferlinder, sowie die Verstärkung mehrerer Positionen des der Tagesordnung abgesetzt und in geheimer Sigung berhandelt. Klubhause eine Versammlung des Arbeiter- Bildungsvereins statt, Etats. Die Position Stellvertretung und Mehrstunden an der Große Heiterfeit erregte die Wittheilung, daß das Gemeinde- mit dem Thema:„ Großgrundbesitz und die soziale Frage." Referent höheren Mädchenschule" wurde um 800 M., die Position„ Stellver- siegel fürderhin nicht mehr den Adler führen darf; es wurde war der frühere Redakteur der Welt am Montag". Dr. Oppentretung" beim Titel Gemeindeschulen um 4000 M., die Position beschlossent, hinfort den vom Adler eingenommenen Raunt frei zu beimer, Korreferent Dr. Borchert. Seinen Ausführungen Handarbeits- Unterricht" um 980 M. und die Position Baarmittel laffen. Als vor etwa zwei Jahren das Gehalt des Amtsvorstehers fchickte der Referent voraus, daß er sich politisch auch zur Sozialdemo für unbemittelte Kinder" um 1860 M. erhöht. Begründet wurden erheblich aufgebeffert wurde, lag gleichzeitig ein Gesuch der Ge- tratie rechte, nur mit ihren theoretischen Auffassungen könne er sich nicht biefe Mehrforderungen einmal durch ungewöhnlich lange andauernde mein bebeamten vor, ihre zum Theil färglichen Gehälter gu einverstanden erklären. Redner versuchte hierauf in furzen Darstellungen Vertretung erkrankter Lehrer und ferner durch die Einrichtung der erhöhen und ihnen event. Wohnungsgeldzufchuß zu gewähren. Die Marg'iche Theorie zu widerlegen. Er legte bas Hauptgewicht Der teiten Gemeindeschulen XVII/ XVIII unb XIX/ XX. Weiteren gelangte zur Annahme die Vorlage betreffend bie Dies Gesuch wurde von der freifinnigen Mehrheit der Ge auf die wirthschaftlichen Erfolge, die wir erreichen nuüssen, und meindevertretung rundweg abgelehnt. Die Angelegenheit ist wünscht deshalb eine Aenderung unserer Tattit. Wir müßten bei der Festsetzung von Fluchtlinien zur füblichen Erweiterung des seinerzeit viel besprochen worden und zwar nicht zu Gunsten Agitation das Hauptgewicht auf den untersten Stand legen und das Savignyplaze 8. Nach dem Projekt, das einen Kostenaufwand der Gemeindevertreter. Hente wissen sich die Herren zu helfen; find die Landarbeiter. Er verspricht sich bedeutend mehr Erfolge, bout 10 000 m. verursacht, wird die südliche Fluchtlinie des Savigny indem sie die Angelegenheit in eine geheime Sigung verlegen, wenn wir Produktivgenossenschaften gründen, also einzelne Güter plazes soweit nach Süden verschoben, daß jüdlich der Stadtbahn glauben fie der Oeffentlichkeit keine Rechenschaft schuldig zu sein. auftaufen und dann durch Parteianhänger bewirthschaften lassen, die zwischen dieser und der nenen Fluchtlinie im Falle des Bedürfnisses Gleichzeitig wird die Abstimmung der einzelnen Vertreter nicht gleichzeitig eine erfolgreiche Agitation beginnen können. In diesem Jahre noch eine Straße angelegt werden kann. Die Stadtbahn stellt sich tontroflirt werden könnten. Die Genoffen Pantows werden aber wird die erste derartige Genossenschaft gegründet, und der Redner dann in Zukunft als ein den Platz durchquerendes Bauwerk dar. dafür sorgen, daß dies Gebahren der Gemeindevertreter nicht verspricht den Wunsch aus, daß dieselbe von der Sozialdemokratie nicht mit Schließlich wurde noch die Vorlage betreffend den Stadthaus- geffen haltsetat für das Rechnungsjahr 1899/1900 sowie die Petition icen Organe Auftrag erhalten, auf das Strengste darauf zu achten, möge. Da der Referent weniger auf die eigentlichen Gegenfäße zwischen dem haltsetat für das Rechnungsjahr 1899/1900 fowie bie petition geffen werde. Uni Unglücksfällen vorzubeugen, haben die polizei- fcheelen Augen angesehen werde, sondern die Unterstützung derselben finden von Gemeindebeamten betreffend die Revision des Normal- baß die elektrische Bahn( Pantow- Gesundbrunnen) unter der Ueber- wMargismus und seiner Auffassung und ebenso auf das eigentliche etats zum 1. April 1899 einem Ausfäuß von 13 Mitgliedern führung der Nordbahn langfam fährt. Thema der Versammlung eingegangen war, so blieb dem Dr. Borchert überwiesen. An die öffentliche Sigung schloß sich eine geheime an. : 0 Aus Wriezen a. O. schreibt man uns: In der Nacht vom 8. für sein Storreferat nicht viel übrig und gestaltete sich die Debatte Die Diebstähle in der technischen Hochschule zu Charlotten burg, über die auch früher schon viel getlagt worden ist, find in zum 4. ds. Mts. hat in Kieniz a. O., Oderbruch, der Landwirth hauptsächlich zu einer Erörterung fiber Genossenschaften, von denen Mielenz seine Frau erschossen; Mielenz ging dann in die mit der Korreferent sich sehr wenig verspricht. Was die Gründung der diesem Semester wieder sehr häufig. Sie haben die Zahl fünfzig Stroh und sonstigen Borräthen gefüllte Scheune, stedte diese in Siedelungs Genoffenschaft anbetrifft, fo glaubt er annehmen zu schon erreicht. Gestohlen werden Reißzeuge, Fahrräder und besonders Brand und erschoß auch sich darin. Der Thäter hinterläßt vier können, daß die Sozialdemokratie gewiß nichts dagegen habe, wenn Ueberzieher. Erst gestern Nachmittag hat der Student Hans B. einen Ueberzieher. Erst gestern Nachmittag hat der Student Hans B. einen ummündige Kinder, wovon das älteste sich auf dem Seminar be- fich neue Stämpfer gegen das Junkerthum finden, sonst würde wohl An der Diskussion neuen lleberzieher eingebüßt, der ihm zwischen 312 und 3/2 Uhr neuen lleberzieher eingeblißt, der ihm zwischen 31½ und 5 Uhr findet. Wielenz, der ein sehr fleißiger und anständiger Mann war, die Partei der Gründung fühl gegenüberstehen. vom Flur gestohlen wurde. Mit dem Kleidungsstüide verlor er auch ist ein Opfer der Noth geworden. Früher stand er in guten betheiligte sich außer dem Referenten niemand. Nach Erledigung verschiedene Papiere, die sich in den Taschen befanden, einen Kragen finanziellen Verhältnissen, aber seit Jahren litt sein Land unter steten einiger Vereinsangelegenheiten wurde dann die gut besuchte Verschoner und ein Taschentuch, daß. B. gezeichnet ist. Ueberschwemmungen, so daß es bei ihm mit Niesenschritten rückwärts ging. sammlung geschlossen. Die nächste findet am 20. Februar statt. Berliner Kranten Unterstützungs. Jund Begräbniß- Verein für Im die gleichmäßige Schließung der Schöneberger Ge. Am Sonnabend wurde ein Gerichtsvollzieher aus Frankfurt a./. fchäfte an den Sonn- und Feiertagen mit Berlin und Charlottenburg erwartet, um gepfändete Gegenstände zu verkaufen; diese Schande Frauen und Mädchen, gegr. 1892. Jeden Freitag, Abends 7 Uhr, herbeizuführen, hatte sich auf Beschluß der Schöneberger Stadt schien der Verzweifelte nicht überleben zu können. Wie es Mielenz Bablabenb bei Mehrwald, Alte Jafobftr. 54/55. Neue Mitglieder werden berordneten die städtische Polizeiverwaltung an die Gemeinde- Kirchen- erging, so geht es dem größten Theil unserer Bauern am Ober- daselbst aufgenommien. räthe von Schöneberg und der gwölf Apostel Stirche gewendet, um strand. Wäre es nicht beffer, für die endliche Negulirung des Oder eine endgiltige Erklärung herbeizuführen. Die eingegangenen Schreiben bettes zu sorgen, als stets für Militär und Marine zu bewilligen? beider Kirchenbehörden gehen dahin, daß es im tirchlichen hier herrscht allgemein die Meinung, daß die Oder schon längst Interesse liege, die bisher für die Hauptgottesdienstzeit regulirt wäre, wenn die Edelsten und Besten hier im Bruche unter festgefekten Stunden von 91/ 2-11/ 8 Uhr beizubehalten. Der den Ueberschwemmungen zu leiden hätten. So sind aber nur einKirchenrath von Zwölf Apostel würde, wenn die gewünschte Gleich- l fache Bauern die Bedrängten. baté asocial Oberschöneteide. Der Arbeiterbildungsverein hält am Sonnabend, den 11. Februar, abends 81% Uhr, im Restaurant Saferland feine Vereinssisung ab. Bahlreiches Erscheinen der Mitglieder erwartet Der Borstand. Oeffentliche Versammlung. Am Freitag, den 10. februar, abends 8% Uhr, im Friedrichstädtischen Kasino( früher Mertens) Friedrichstr. 236. gestattet ist. Tagesordnung: Der Bar und ber Weltfriede." Ref.: Pfarrer Naumann. Hinwtes, immer fefter zu unferem Kaiser und obersten Kriegsherrn politischer Seltungen im& wetmetItgen Umfrels bes Ursprungsortes Danach freie Aussprache. Jedermann hat Zutritt. und zum Vaterlande zu stehen, und brachte zum Schluß ein hoch auf den Verein aus." Glückliches Niederscheld, dem es gelungen ift, durch seine künstlerischen Darbietungen die Zufriedenheit eines Leutnants der Neserve zu erringen! 130 Dermischtes. Im Polizeigewahrsam umgekommen. Die„ Fr. 3. berichtet: Am Sonnabend Abend begab sich in Endenich bei Bonn ein junger Arbeiter in etwas angetrunkenem Zustande, auf den Heimweg. In der Nähe seiner Wohnung blieb er infolge eines unglücklichen Falles liegen. Von Nachtwächtern wurde der Arbeiter später ins angeheizte Sprigenhaus geschleppt. Am anderen Morgen fand man den Mann mit erfrorenen Gliedern vor. Er wurde sofort ins Hospital geschafft, doch trat bereits im Laufe des gestrigen Tages der Tod ein. Eine bejahrte Wittwe hat dadurch ihre einzige Stüte verloren. fo Berhimmelung des Reserveleutenants. Ueber die in Niederfheld( Kreis Wezlar) abgehaltene Kaisersgeburtstagsfeier berichtet die" Beitung für das Dillthal" sehr hübsch. Nachdem das Kaiserhoch ausgebracht war, wurden verschiedene Theaterstücke aufgeführt. Herr Frant, Leutnant der Reserve" heißt es weiter wohnte den Aufführungen drei und vier auch bei und drückte seine größte 8ufriedenheit über die Leistungen ans. Herr Bergverwalter Nig, der Ehrenmitglied unseres Vereins ist, toastete auf Herrn Frank, drückte seine Freude darüber aus, daß cin Offizier in unserer Mitte sei. Herr Frank dankte für das ausgebrachte hoch und lobte noch in furzen Worten die große Be theiligung unseres Vereins an dieser Festlichkeit, indem er darauf Für den Inhalt der Inserate Ostend- Carl Weiß- Theater. übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, 10. februar. Opernhaus. Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. Anfang 7 Uhr. Deutsches. Julius Cäfar. Fuhrmann Henschel. Anfang 71/2 Uhr. Gr. Frankfurterstraße 132. Novität! Wirkliches Wasser! Bum 49. Male: Der Brandstifter Sensationelles Ausstattungsstüď mit Gesang in 5 Atten( 12 Bibern) von G. Okontowsky. Musik von L. Fall. Anfang 8 Uhr. Borzugsbillets haben Giltigkeit. Im Tunnel von 7 Uhr an Frei. Konzert. Morgen und folgende Tage: Der Brandstifter. Leifing. Im weißen Röß'l. Anfang Thalia- Theater. 72 Uhr. Berliner. Bidy. Anfang 71/2 Uhr. Residenz. Der Schlafwagen Kon stalost trolleur. Borher: Zum Einsiedler. di Anfang 7 Uhr. Neues. Straff. Anfang 7/2 Uhr. Metropol. Die fleinen Michu's. Sierauf: Die Engelsjäger. Anfang 72 Uhr. Schiller. Othello, der Mohr von Benedig. Anfang 8 Uhr. Westen. Das Glöckchen des Eremiten. Anfang 72 Uhr. Central. Die Puppe. Anf. 72 Uhr. Thalia. Schibbebold's Engel. An fang 72 Uhr. Luifen. Die bezähmte Widerspänstige. Anfang 8 Uhr. Belle- Alliance. Der Nachruhm. Anfang 8 Uhr. Oftend. Der Brandstifter. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. $ Das Herz von Maryland. An: fang 8 Uhr. Alexanderplatz. Die Sünde. An fang 8 Uhr. Parodie. Wendelin von Höllenstein. oder: Der Ruf der Todtengloce. Anfang 7 Uhr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Täg Dresdenerstr. 72/73. Gastspiel Emil Thomas Schiddebold's Engel. Posse mit Gesang in 4 Aften von . Mannstädt. Musik von demselben. Kouplets von Alfred Bender. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Metropol- Theater. Behrenstr. 55/57. Dir. Rich. Schultz. Bum 44. Male: Die kleinen Michu's. Operette in 3 Aften v. André Messager. Hierauf: 8 Die Engelsjäger. Tanzpoëm in 14 Bildern von H. Regel In Lille verbreitete fich Mittwoch Abend das Gerücht, ein Geistlicher habe einen Schüler vergewaltigt und dann erbroffelt. Die 3000 Bersonen durchzogen die Straßen unter den Rufen:" Nieder Bevölkerung gerieth in eine unbeschreibliche Aufregung. Mehr als mit den Patern, man hänge sie!" Die Fenster der Redaktionen der katholischen Blätter wurden eingeschlagen. danis 39 Briefkasten der Redaktion. Wir bitten, bei jeber bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine BahD anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll und die letzte Abonnement quittung beizulegen. Fragen ohne folche werden nicht beant eyond wortet und schriftliche Antwort wird nicht ertheilt.re Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und Freitags abends von 7 bis 8 1hr abgehalten. Teigates O. W. 99. Nein! gewiß unrecht en Umirels be Frau M. Schulz. Manche Ihrer Wünsche begegnen sich mit den unsrigen, und wenn deren Erfüllung noch nicht erfolgt ist, fo liegen Ursachen vor, die sich vielleicht in einer uns angenehmen mündlichen Rücksprache, aber nicht gut gut in Briefkasten auseina auseinandersetzen lassen. inis band som Briefkasten der Expedition.cs G. M. N. fl G. A. Die gewünschten N. N. sind noch vorräthig. à Stüd 5 Pf. Die gewünschten R. 12-08 sma Witterungsübersicht vom 9. Februar 1899, Morgens 8 Uhr. ferungsfi Stationen Barometer richtung Wind Windstärke Wetter 5egen Temp. n. T. 5° C. 4° R. Stationen Barometer Bind richtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. BASE 16° C.-4° 4 heiter -12 77669egen 1Schnee 18 10 3h16. bed. 4 4 Haparanda 761 8 Petersburg 772 23 737 S Swinemde. 753 SSW 751 755 S 758 NO 3 Regen 2 wolfig 4wolfig 6 Cort 5 Aberdeen 3 Paris 1 Nebel Wien J. 15. Fragen Sie nach im Verlag von A. Hoffmann, Blumtenstr. 14. Berlin Wiesbaden J. M. Ihren Brief erhalten. Was Sie betreffs des Reichstages 757 SSW 45lb. bed. 12 sagen, läßt sich vielleicht machen. Das Arbeiterblatt betreffend haben Sie Mimchen 762 SW 764 S agitatorisch, noch erzieherisch wirken, was doch unbedingt nothwendig. Der ein Blatt, wie Sie es im Auge haben, tönnte weder Wetter Prognose für Freitag, den 10. Februar 1899. Brief soll aber auch Anderen vorgelegt werden. Etwas fühler, zeitweiser heiter, vielfach woltig mit geringen NiederZeitungsspedition Richterfelde. Sie sind im Irrthum. Der§ 1 schlägen und ziemlich frischen nordwestlichen Winden. des jetzigen Postgesezes bleibt bestehen, durch den die Beförderung Urania Taubenstrasse 48/49. Im Theater: Tan Das Land der Fjorde. Im Hörsaal: Dr. A. Heilborn: Sprache und Schrift.( Völkerkunde V.) Invalidenstr. 57/62: Tägl. Sternwarte. Nachmittags täglich 5–10 Uhr. Passage- Panopticum. Geöffnt. v. 9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends. Nur noch kurze Zeit: 40 Krieger des Mahdi. Im Theateriaal von 6 Uhr ab: Théâtre variété. Castan's Morgen Tage: Dieselbe Vorstellung. Bonnen und Sie folgenden Roger Panopticum. Sonnabend, 11. Februar: Benefiz für Herrn Wilhelm Bauer. " Die fleinen Michu's."( Major Rigaud: Wilhelm Bauer.) Olympia lich geöffnet von 10 Uhr Bor Spezialitäten- Theater mittags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 1hr: Das Land der forde". Operntelephon. Invalidenstraße 57/62. Täglich Abends von 5-10 Uhr: Stern: warte. Apollo. Spezialitäten- Borstellung. Aufang 71% Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Feen Palait. Spezialitäten- Vorstellung. Karlstr.( Circus Renz) Karlstr. Großartiges Spezialitäten- Programm mit Strohschneider. Sonnabend, den 11. Februar: Dritter großer Maskenball. Sonntag Nachmt.: Dornröschen. Paffage. Panoptikum. Spestalt Circus Renz- Riesen- Tunnel. täten Borstellung. Schiller Theater ( Wallner Theater). Greitag 8 Uhr: Othello. Sonnabend 8 Uhr: Die Leibrente. Sonntag Nach m. 3 Uhr: Wilhelm Tell. Abends 8 Uhr: Der Millionenbauer. Central Theater Direktion: José Ferenczy. Die Puppe( La Poupée) Operette in 3 aften und einem Vorspiel von Ordonnent und Sturgeß. Musik von Ed. Audran. Sonntag 3 Uhr zu halben Preisen Herr Krammer aus Wien, Fräulein Engelke aus Düsseldorf, als Gäste: Der Zigeunerbaron. Direktion: J. M. Hütt. Täglich: Grosses Konzert u. SpezialitätenVorstellung mit ftets wechselndem Programm. Reichshallen. Stettiner Sänger ( Meyfel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Möht, Schneider und Schrader.) Heute Freitag: Nenes Elite- Programm. Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Luisen- Theater Saal burchweg Borverkauf 40 W. 34. Reichenbergerstraße 34. Abends 8 Uhr: Die bezähmte Widerspänftige. Luftfpiel in 4 Atten von William Shakespeare. Sonnabend Nachmittag 3 Uhr: Schüler- Vorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen. Maria Stuart. Unr's liebe Geld. Numerirt 75 Pf. bis 2 Mart. Tageskaffe von 11-1 Uhr. Morgen Sonnabend: Frauen- Emanzipation Burleste von Meyfel. W. Noack's Theater Brunnenstr. 16. Dienstag geben Connten, Etenheg unb Donnerstag: Sonntag, Nachnt. 3 Uhr: Volks- Vorstellung zu kleinen Preisen. Große Extra- Theater- Vorstellung Kean over Genie u. Leidenschaft Abends 8 Uhr: Wildes Blut. Hierauf: All Heil! Unsere Jungen oder: Jtal. Sänger- u. Tänzer- Gesellsch. ,, Santa Lucia". Die berühmten ,, lebenden Bilder". Neu! Dreyfus- Esterhazy. Apollo- Theater. Direktion E. Waldmann. Siebenter Abend: Madame Yvette Guilbert. Ferner: The black Troubadours Mr. Segommer Berliner Wetterbureau. Hiermit fagen wir allen unseren Feen- Palast- Masken- Garderobe lieben Berwandten und Bekannten Theater Burgstr. 22. Burgstr. 22. Roloffaler Beifalls- Jubel! Berliner Konfektioneusen. Gesangspoffe von W. Geride. Rizeberg aus Kalau: Direitor Fröbel. Jm Spezialitätentheil! Großer Erfolg! Großer Erfolg! Felicitas- Truppe. Beo Ba. The Alfredo. RobertyTrio. Osadasan. Teo Pilotti. Helene Voss. Marietta. Gustav Schmidt. Adele Zeth. Lebende Photographien. Anfang 7/2, Sonntags 6 Uhr. Billet Vorv. Borm. v. 11-1 Uhr. Dienstag, den 14. Februar: Fastnachts Vorstellung und Ball. Besucher der Vorstellung freien Tanz. Masken freien Zutritt. Concerthaus Leipzigerstr. No. 48. Täglich: Hoffmann's Quartett. Humoristen Freitag: Heinrich Heine. Sonnabend: Guten Morgen Herr Fischer. Sonntag: Heinrich Heine u. Ein Dienstmädchen von heute Dienstag, den 14. Februar: Fastnachts- Soirée und Ball Todadas vom Tyll Eulenspiegel. Quarg's Spezialitäten Theater = Im Grand Hôtel Alexanderplatz. Täglich: Hervorragende Kunstkräfte! Horley- Trio, Louis Höhn, Willy Walde, Micrograph etc. gr. Auswahl, folide Preise, empfiehlt und den Mitgliedern der Bahlstellen Stenzel, Rottbuser Damm 8. des Verbandes der Bauarbeiter für die zahlreiche Betheiligung bei ber Beerdigung meines lieben Mannes Reinhold Wende, unferen herzlichsten Dant. Jeden Morgen von 7 Uhr an Verkauf von Knochenfleisch, Mückenfett, Liesen, Blut u. Leberw., fowie aller übrigen Fleisch: u. Wurstwaaren zu 6526 Engrospreisen. Wurstfabrik m. Dampfbetrieb Wilhelmstr. 56, Hof rechts. [ 6735 Ww. Wende nebst Kindern, Schwager und Schwester Wirth, Danksagung. Masken- Garderobe. Theilnahme bei der Beerdigung meines Größte Auswahl. Billigste Preise. Verein. Preisermäßigung. Fr. Panknin, Oranienstraße Nr. 178 II. Ubalbertstraße 91, Ecke Oranienstraße. 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Den Mitgliedern zur Kenntniß, daß sich der neugewählte Ausschuß fonstituirt hat und zum Vorsitzenden das Mitglied Traugott Kaasch, Aufruf! 265/13 Borgingstraße 7, born 4 Treppen, gewählt ist. An denselben find alle Weffler, Sminemünderſtr. 40, 3 Tr. Rupp, Oberbergerſtr. 12, 6of 1 T Streitfragen und Beschwerden gegen den Vorstand schriftlich zu richten. Ferner geben wir bekannt, daß die Zahlstelle in Friedrichsberg von der Kronprinzenstraße 4 und 5 nach der Gürtelstraße 22 bei Grauert ver 38/3 legt ist. Der Vorstand. J. A.: H. Metzke, Eberswalderstr. 19. Freie Volksbühne. Sonntag, den 12. Februar: I. Abtheilung im Friedrich- Wilhelmstädtischen Theater: In Behandlung. Von Max Dreyer. Theater. Regie: Herr Ober- Regisseur A. Steinert. Gastspiel von Frau Prasch- Grevenberg vom Berliner Die Vorstellung der II. Abtheilung nächsten Sonntag. Einige neue Mitglieder zur 6. Abtheilung können sich noch in den Zahlstellen melden. 228/2 Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Versammlung. Samariter Tagesordnung: 1. Verbandsangelegenheit. 2. Verschiedenes. Auch die in den Vororten wohnenden Kollegen haben in dieser Ber fammlung zu erscheinen. 77/14 Die Ortsverwaltung. Verband der Bau-, Erd- und gewerblichen Hilfsarbeiter Deutschlands, Zahlstelle V(( Gruppe ufs-) Gruppe Rabitspanner u. Berufs:) genossen. Sonntag, den 12. Februar, Vormittags 10% Uhr, im Lokal des Herrn Zubeil, Lindenstraße Nr. 106: für Arbeiter und Kursus Arbeiterinnen. Sonntag, 12. Februtar, Nachm. 6 11hr, bei Neumann, Brunnenstr. 150: Derlammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Alfred Bernstein über:„ Streifzüge in der modernen Medizin". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gäste willkommen. Nachher: Geselliges Beisammensein. Der Vorstand. 155/4 Mitglieder- Versammlung Die Produktiv- und Einkaufs- Genoſſenſchaft für Radfahrer Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1898 und Jahresbericht des Kassirers. Bei eines guten und billigen Fahrrades und aller Bedarfsartikel ermöglicht Jedermann, durch ihr Spar: und Theilzahlungs- System in den zu kommen, wenn man derselben als Mitglied beitritt. 140b 2. Neuwahl eines ersten Kassirers. 3 Verschiedenes. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der Vorstand. Achtung, Kistenmacher! 32/5 Sonnabend, den 11. d. Mts., Abends 82 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20: Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung des Bertrauensmannes vom 4. Quartal. 2. Führen wir den Streitfonds weiter? 3. Verschiedenes. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, in dieser Versammlung zu er: scheinen. Der Vertrauensmann: Franz Splinter, Schmidtstr. 30. 94/3 Verband der Sattler und Tapezirer. Berlin I. Sonnabend, den 11. Februar cr., Abends 8% Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstraße Nr. 27 c: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Wahl der Agitationsfommission für Brandenburg. 2. Wahl der Agitationsfommission für Berlin. 3. Abrechnung vom 4. Quartal. 5. Verschiedenes. Der Vorstand. 156/3 Freie Vereinigung der Bauarbeiter Berlins und Umgegend. Sonntag, den 12. Februar, Vormittags 10% thr: Mitglieder- Versammlung im Lokale des Herrn Wernau, Schwedterstr. 23/24. Tages Ordnung: Vortrag des Genossen Kater. Diskussion. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. 31/2 Zentral- Verband der Zimmerer Zahlstelle Berlin. Sonntag, den 12. Februar 1899, Vormittags 10 Uhr: Mitglieder- Versammlung in den Arminhallen", Kommandantenstr. 20. " Tagesordnung: 1. Fortsetzung der Diskussion über die Arbeitslosen Unterstützung. 2. Welche Stellung nehmen wir zur Erhöhung der Beiträge ein? 3. Ber 254/8 schiedenes. Der Wichtigkeit der Tagesordnung wegen ist das Erscheinen eines jeden Kameraden unbedingt nothwendig. Gleichzeitig ersuchen wir, für den Besuch dieser Versammlung zu agitiren. Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Rixdorf. Sonnabend, den 11. Februar 1899, in den„ Victoria: Sälen", Hermannstraße 48-50: Großer Wiener Maskenball. Anfang 8 Uhr. Das Comité. Geschäftsstelle: Sickingenstraße 7. Walther, Brunnenſtr. 82. Schäfer, Ruppinerstr. 26, 4 Tr. Mars, Rastanien- Allee 96. Grau Mesch, Lychenerstr. 3. Gesinnungsgenossen, welche einem Berliner Konsumverein beitreten wollen, finden in folgenden Zahlstellen Aufnahme: Klose, Anflamerstr. 41, part. Meyer, Brunnenstr. 181, Sof 2 Tr. Kowalzyk, Bernauerstr. 79, 3 Tr. Kühn, Rheinsbergerstr. 33, 3 Tr. Schülzke, Demminerstr. 14, 2 Tr Reimann, Putbuserstr. 30, part. Gleichzeitig machen wir bekannt, daß am Freitag, 17. Februar, Abends 82 Uhr, im Swinemünder Gesellschaftshaus, Swinemünderstraße 42, eine Besprechung stattfindet, zu der alle eingeladen werden, welche bereits Einzahlungen geleistet haben. Gäste, welche sich aufnehmen lassen wollen, haben ebenfalls Zutritt. Wir erinnern daran, daß es im Interesse eines jeden einzelnen Konsumgenossen liegt, namentlich in seiner Nachbarschaft neue Genossen zu werben.. Die Kommission. Für Vereine, Versammlungen, Hochzeiten 2c. % ist mein Saal( 150 Personen) mit Parkettboden nebst anschließendem Vers einszimmer( 70 Personen) noch an mehreren Sonnabenden, Wochen- und Sonntagen unter toulantesten Bedingungen zu vergeben. Glas Bier 10 Pf. Berlin O., und die große Weiße nur 20 Bf. Fritz Wilke, Andreasstraße 26. 8162* తి Charlottenburg! Grosses Lager![ 517L* Reparaturen gut und billig. Uhrmacher F. Kunstmann, Wallstrasse 1. Bitte ausschneiden. Neu! 12 Visiten- Portraits oder 3 Kabinet- Bilder nur 1,85 Mark Neu! Gruppen-, Brust- und Kinderbilder 1 Mark mehr nur bei Hermann Besteher, Photograph, jetzt: Landsbergerstr. 46, Eingang Katharinenstrasse, 2 Tr. Vornehme Ausstattung und vorzügliche Ausführung zugesichert. Vergrösserungen nach alten Bildern von 3 Mark an. E Sonntags und Feiertags den ganzen Tag geöffnet. 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