Einzelpreis 70 Seller. Redaktion und Verwaltung: Prag, U. Refazanfa 18 Selephone Tagesredattion: 26795, 31469. Nachtrebattion: 26792 Bostichedamt: 57544 Inferate werden laut Tarif billigft berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Vreisnachlaß 11. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republit. Parlament am 27. Jänner. Prag, 20. Jänner. Das Präsidium des Abgeordnetenhauses trat heute zum erstenmal nach den Weihnachtsferien zusammen, um für die Einberufung des Parlaments einen Termin fest zufeßen. Die nächste Barlamentssigung wurde für Dienstag, den 27. Jänner, um 3 Uhr nach mittags anberaumt. Auf der Tagesordnung stehen allerdings nur zwei unbedeutende Vorlagen ( Internationales Seehäfenstatut und Handelsvertrag mit Chile) sowie einige Immunitäten. Weitere Sigungen sind zunächst für Donnerstag, eventuell schon für Mittwoch, in Aussicht ge nommen. In derselben Woche wird sich der Budgetausschuß mit dem Staatsrechnungs: abschluß für 1929 zu befassen haben. * Im Außenausschuß des Senates wurden heute die Handelsverträge mit Rumänien und Chile sowie ein Veterinärabkommen mit Frankreich genehmigt. Im Verkehrsausschuß gab Eisenbahnminister Mlčoch in längerer Rede Auskunft über die Situation der Bahnen in der jezigen Krisenzeit und stizzierte die Aufgaben der Bahnverwaltung hinsichtlich der Sicherung der Prosperität und der Zukunft unserer Bahnen. Einladung erst für die nächste Konferenz Mittwoch, 21. Jänner 1931 Sozialdemokraten für weitere durch greifende Krisenmaßnahmen. Erweiterung der Aus peisungsa tionen. arbeiten. Ausbau der Handelsverträge. Prag, 20. Jänner. Die Vorstände der deutschen und der tschechoslowakischen sozialdemo tratischen Arbeiterpartei hielten heute abends unter dem Vorsitz des Genossen Hampl eine gemeinsame Beratung ab. Ausführliche Referate über die politische, wirtschaftliche und soziale Lage erstatteten die Minister Genosse Bechyně und Genosse Dr. Czech. Nach einer ausführlichen Debatte wurde folgender Beschluß gefaßt: ,, Die Vorstände beider sozialdemokratischen Parteien haben die Berichte ihrer Vertreter in der Regierung zur Kenntnis genommen. Begrüßt wurde die Mitteilung des Fürsorgeministers, daß er für die nächste Sißung des Ministerrats Anträge auf Erweiterung und Vertiefung der Verpfle gungsaktion für Arbeitslose und der Ausspeisung armer Kinder vorbereitet hat. Beide Parteien erwarten, daß die Regierung auf Grundlage dieser Anträge die entsprechenden Beschlüsse fassen und daß sie in der nächsten Zeit auch von den Krediten Gebrauch machen wird, die ihr die Nationalversammlung zur Milderung der Wirtschaftskrise bewilligt hat. Beide Parteien erklären sich von einem bloßen Programm für Investitionsarbeiten Beschleunigung der Investitions 99 Bezugs Bedingungen: Bei Zustellung ins Haus ode bei Bezug durch die Voft: monatlich vierteljährlich halbjährig ganzjähelg.. Kö 16.48.98.192.Rüdftellung von Manu ffripten erfolgt nur bei Ein fendung der Retourmarten Erscheint mit Ausnahm des Montag täglich rüh. Nr. 18. Grundsätzlicher" Unsinn. Die nationalparteifiche und nationalsozia listische Opposition hat das begreifliche Bestreben, darzutun, daß der Weg der deutschen Regierungsparteien falsch, der eigene dagegen, so fruchtlos er sich auch bisher erwiesen hat, der allein richtige und von höchster politischer. Hilfe für die Gewerkschaften. nicht zufriedengestellt, sondern fordern dessen tatsächliche und beschleunigte Durchfüh rung, wobei sie darauf drängen, daß das Arbeitenministerium in dieser Zeit wirksamer Erkenntnis diftiert sei. Daher bringt der die Schwierigkeiten zu überwinden suche, die Teplitz- Schönauer Anzeiger", ein nationales ich einer unverweilten Durchführung der Tagblatt, das gelegentlich auch„, liberal" Investitionen in den Weg stellen. schillert, unter dem Signum M. K.- das Die Vorstände beider Parteien haben kaum verkennbar auf nationalsozialistischen gerne zur Kenntnis genommen, daß gerade Ursprung hinweist, einen Artikel, der sich Verhandlungen mit Jugoslawien mit Ziel und Richtung einer erfolgverüber einen Handelsvertrag eingeleitet wurden, heißenden judetendeutschen Politik grundsäßund sie sprechen öffentlich den Wunsch aus, daß lich auseinandersetzen will. Der seltene Fall, diesmal die Verhandlungen mit einem posi daß ein Hakenkreuzler, sachlich" kommt, soll tiven Erfolg beendigt werden mögen. Für nicht unbenutzt bleiben, seine konkreten Vornicht minder wichtig halten beide Borstände die Angelegenheit des Handelsvertragsschläge ernsthaft zu prüfen und auf seine mit Ungarn und sie wünschen, daß es auch Argumente einzugehen.. mit diesem Staat zu normalen Beziehungen Der Inhalt des Artikels ist un Umriß auf Grund eines neuen Handelsvertrages dieser: er beklagt in der judetendeutschen Bolitik den Mangel an Grundsätzen. Früher sei tomme. Endlich erwarten sie von der Regierung, durch manches Jahr zu viel Grundsätzliches daß sie in der nächsten Zeit die Verhältnisse über Aktivismus und Negativismus gespro in den Gewerkschaften derartig regeln chen und geschrieben worden, doch sei grundwird, daß diese ihre Funktion bei der Aus- fäßlich nichts dabei herausgekommen. Jetzt zahlung der Arbeitslosenunterstützung erfüllen herrsche ein Mangel an Grundsätzen, die fönnen." Abrüstungsdebatte in Genj. Genj, 20. Jänner. Die Europakonferenz hat heute nochmittags ohne Aussprache den be fannten Vorschlag des Ausschusses, die europä ischen Nichtmitgliedstaaten des Völkerbundes zu den Arbeiten des Europafomitees bei den Wirtschaftsfragen einzuladen, angenommen. Der norwegische Ministerpräsident Mohwinkel cr lärte Curz, er halte diese Einladung für ver früht. Es wäre beijer gewesen, wenn die KonBriand fommt es nicht auf die Zahl der Bajonette, sondern auf die ferenz zu dem Memorandum der dänischen Re moralische Geite an. gierung, das fonkrete Borschläge über die Arbeitsmethoden enthalte. Stellung genommen Genf, 20. Jänner. Auf dem Programm der unter Teinen Umständen erfolgen. Die öffentliche hätte und wenn erst später eine Einladung an heutigen Vormittagssigung des Völkerbundrates Meinung würde die riesigen Rüstungsausgaben, Rußland und die Türkei ergangen wäre. Diesem befand sich lediglich die Vorlage eines Inappen die Steuerlast und den heutigen Stand der ArbeitsVorbehalt, der von dem Präsidenten der Konfe- Berichtes über die Arbeiten der Vorbereitenden lojigfeit nicht ertragen. renz Briand zur Kenntnis genommen wurde, Abrüstungskommission. Der Konventionsent- Schließlich hielt schlossen sich die Vertreter Belgiens, Spaniens, Hollands, Schwedens, Jugoslawiens und der Schweiz an. Außenminister Briand Grundsäße werden von der Praris erschlagen. wie früher die politische Praxis von den Grundsägen erschlagen wurde. Sowohl die prinzipielle Starrheit wie die ſtarre Prin zipienlosigkeit habe sich nationalpolitisch nicht bewährt, daher gebe es für die judetendeutsche Politik nur ein Neues oder sehr Altes", der goldene Mittelweg", das heiße, daß die nächste Aufgabe des Sudetendeutschtums die Erringung der nationalen Selbstverivaltung seines Gebietes zu sein habe. Bis daher leistet sich der nationalsozia wurf sieht 60 Artikel vor, die durch eine Uebersicht über die Budgetausgaben für militärische eine ausführliche Rede. Briand zollt sodann den listische Verfasser das harmlose Vergnügen, Zwecke ergänzt werden. In der Debatte ergriff Arbeiten der Vorbereitungskommission sein Lob. Wasser ins Meer zu tragen, nun wird er Die Konvention sei eine sehr wertvolle Sache und sozusagen positiv:„ Wenn die sudetendeutschen mán dürfe sich nicht wundern, daß man erst nach Parteien etwas Grundsätzliches in der Natio fünfjährigen Bemühungen zu dem Ent- nalpolitik erreichen wollen, so können sie es wurf gelangt sei. Jetzt handle es sich um die Frage, der britische Außenminister Henderson Durch die Annahme des Ausschußanirages als erster hat sich die Konferenz dafür entschieden, daß durch den Generalsekretär des Völferbundes für das Wort. die nächste Konferenz des Studienkomitees Einladungen an die genannten Staaten ergehen. in welchem Maße die vorbereiteten Vorschläge verwirklicht werden sollen. Sierauf gebe er, Briand, die Antwort: nur durch geschlossenen Kampf des Volksganzen erreichen, d. h. mit anderen Worten: Sie Er wies darauf hin, daß die bevorstehende Weltabrüstungskonferenz ein gewaltiges Beginnen sein werde, das erste dieser Art in der Weltgeschichte. fönnen es sich nur durch den oppositionellen Die Sozialisten und das Kabinett Steeg. Seder weitere Fortschritt hänge nun allein von den Kampf der ganzen nationalen Front und als Im weitesten Maße, das sich mit der Sicherheit Der am Sonntag in Paris stattgefundene Regierungen ab. Schon aus dem eigenen Inder einzelnen Nationen vereinbaren lasse." Preis und Bedingung für ihre Regierungsffeine Barteitag der sozialistisch en tereffe müsse man zur Abrüstung gelangen, man Partei hatte sich außer mit dem Fall Renaudel dürfe nicht nur bei der Beschränkung der Rüstun Siebei handle es sich gar nicht darum, wieviel bereitschaft holen. Wir geben dem Staate, als Budgetberichterstatter für das Luftfahrimini gen stehen bleiben, sondern müsse an eine wirt Soldaten und wieviel Geschütze dieser oder jener was des Staates ist, wenn ihr, uns gebt, was fierium vor allem mit der heiklen Frage zu beliche Herabsehung schreiten. Henderson glaubt Staat werde haben dürfen, sondern es hänge vom unseres Volkes ist." Der Verfasser hat sehr fassen, welche Haltung die sozialistische Barla nicht an eine wirkliche Seriegsgefahr in naher zu guten Willen ab, ob er von ihnen Gebrauch machen recht daran getan, das Neue, das er in seinem mentsfraktion in der Budgetberatung bei der Ges funft; es sei gefährlich, zu behaupten, daß wir wolle oder nicht. Dieses moralische(!) Moment Artikel einleitend in Aussicht stellt, gleichzeinehmigung der Militärkredite einnehmten solle. uns bereits jetzt in einer Situation befinden we sei vor allem wichtig. Briand glaubt, daß es getig als etwas sehr Altes" zu bezeichnen. Es Durch Juterventionen von Blum und Grumbach im Jahre 1914 und daß die Staaten wieder zu lingen werde, die Rüstungen herabzusetzen. Frank- ist im Wesen nichts anderes, als die liebe, gute Dent Borkriegssystem der Militärreich gehe mit Vertrauen und Entschlossenheit alte ta tionale Einheitsfront, die ist es gelungen, der Parlamentsfraktion volle Sandlungsfreiheit zu lassen. In der allianzen zurüdgelehrt seien. Entschließung heißt es zwar, daß diese Handlungsfreiheit der Parteidoktrin und den früheren Parteibeschlüssen Rechnung zu tragen habe. Gleichzeitig wird aber auch erklärt, daß es die Sauptaufgabe der sozialistischen Barlantentarier sein müsse, der reaktionären Tardieu- Mehrheit die Rüdkehr zur Regierung zu versperren. Damit wir müssen der Welt zeigen, schloß Henderson, daß ist die Barlamentsfraktion im gegebenen Augen das gegenwärtige Bert fein Stüd Papier ist, sonst blick vor die Alternative gestellt, was sie für das würden wir das Vertrauen unserer Völker schwer fleinere Uebel hält. Die französischen Sozialisten enttäuschen. befinden sich also gegenüber dem Stabinett Steeg Henderson erklärt, daß die Regierung von Großbritannien mit Ausnahme des Völkerbundpaktes jenes Paktes, der eine Weltallianz gegen den Krieg und gegen die Rüstungen bedeutet-feine Allianzen schließen werde. -Reichsaußenminister Dr. Curtius ans Wert Sodann wurde der vorgelegte Bericht geneh migt und die nächste Sigung auf Mittwoch angesetzt. Brattische Borschläge für die Kreditaktion. jahrelang das gesamte politische Inventar aller deutschbürgerlichen Parteien bildete, weniger, weil man sie für erfolgversprechend und durchführbar hielt, mehr, weil man in diesem hohlen Schlagworte ein wirksames demagogisches Mittel zu besitzen glaubte, um damit die ,, nationale Unzuverlässigkeit" der Genf, 20. Jänner. Das europäische Komitee deutschen Sozialdemokratie nachzuweisen und nahm heute nachmittags den Bericht des Finanz- sie vor der deutschen Bevölkerung politisch ins ausschusses des Völkerbundes über die Frage der Unrecht zu setzen. Wie das spätere Verhaltent in der gleichen Lage wie die deutschen Sozialfonstatierte, daß das Ergebnis der Arbeiten der landwirtschaftlichen Kredite entge- dreier deutschbürgerlicher Parteien bewies, demokraten gegenüber der Regierung Brüning. Vorbereitenden Abrüstungskommission nur einen gen. Der Finanzausschuß empfahl nach Erwähatten weder diese, noch die ihnen mehr oder Um Schlimmeres zu verhüten können sich die Entwurf darstelle, der in feiner Weise und für gung der verschiedenen Seiten dieses Problemes minder verhüllt beim Eintritt in den tschefranzösischen Sozialisten sehr wohl genötigt sehen, niemanden verbindlich sei, begrüßt aber doch den der der Finanz- und der Wirtschaftsausschuß des block die Mauer machenden anderen deutschdie Bildung einer Sonderdelegation, in chisch- slowakisch- magyarisch- deutschen Bürgerfür die Regierung zu stimmen, nicht etwa, wie Stonventionsentwurf als eine wichtige Etappe in Léon Blum ausdrücklich erklärte, um ihr Leben der Entwicklung des Bölkerbundes. Curtius wieder liche Institut in Rom und landwirtschaftliche Nationalsozialisten die Parole der nationalen Völkerbundes, das internationale landwirtschaft- bürgerlichen Parteien inklusive der deutschen zu verlängern, sondern unt die Reaktion zu be- holt die deutschen Einwendungen gegen den Ston- Experten vertreten wären. Diese Delegation Einheitsfront jemals anders denn als ein fämpfen. ventionsentwurf und erklärt, daß das Rüstung Von den Beschlüssen der Tagung ist noch zu schema, das darin enthalten ist, höchstens auf die würde dann praktische Vorschläge vorlegen. erwähnen, daß der nächste, allgemeine Parteitag Stabilisierung Der Vorsitzende Suvie erklärte, es würde politisches Manöver und Täuschungsmittel des heutigen Rüstungswährend der Pfingstfeiertage in Tours stattfinden ftandes hinauslaufe, zum Teil fogar noch eine Stredit handeln, u. zw. sowohl für die einzel geworfen wurde, als sich für die deutschbürgerich vor allem um einen langfristigen betrachtet, das skrupellos auf den Misthaufen Erhöhung des heutigen Rüstungs- nen als auch für die Genossenschaften. Siebei liche Politik die Möglichkeit handfesten Zu standes erlaube. Deswegen lehne Deutschland Einwanderungsverbot in U.G..? das Ergebnis der Arbeiten der Vorbereitendent Ab- müsse man sich auf die landwirtschaftlichen Stre- greifens nach materiellen, sowie parteipoliti Miami( Florida), 20. Jänner, Der Boll rüstungskommission ab. Die Aufgabe der Welt- ditinstitute verlassen, die bereits in den einzelschen Vorteilen und die Möglichkeit, gegen die nen Ländern bestehen und die sich in einem deutsche und andersnationale Arbeiterschaft zugsausschuß des amerikanischen Gewerkschafts- abrüstungskonferens werde sein, darin Wandel zu Organismus zusammenschließen würden, welcher verbandes hat die Regierung und den Bundes- haffen und insbesondere die erforderliche pari wiederum mit einem Spißeninstitut für inter- regieren zu können eröffnete. Jetzt holt der fongreß erfucht, ein allgemeines Einwande tatiiche Sicherheit zu bringen. nationalen Stredit in Verbindung treten würde, nationalsozialistische Artikelschreiber das verrungsverbot zu erlassen, das in Kraft blei In erster Reihe kommen Hypothekar- Garantien, ratene und beschmutzte Schlagwort von der ben soll, bis die zur Zeit herrschende ausgedehnte dann auch der Stredit der Regierung, eventuell politischen Ablagerungsstätte, um es Arbeitslosigkeit nachlasse. des Internationalen Institutes in Betracht. wenig neu herausgeputzt foll. Der italienische Außenminister Grandi erklärte, eine nochmalige Verschiebung des Datums für die Einberufung der Abrüstungskonferenz dürfe www ein als Jubegriff Seite 2. Mittwoch, 21. Jänner 1931. Nr. 18. höchster sudetendeutscher Politik und Weisheit giert, ist eine Politik, der ein nasser Regen-| geringen Fortschritten auf nationalpolitischem: Staates sein muß, für die Opfer verfehlt. zu servieren. schirm im Bett lieber ist als der Spatz in der Gebiete gegenüber dem früheren doch eine Wirtschaftspolitik und kapitalistischer Wirtschafts Das ,, Neue" daran ist nur, daß die ein- Hand. Der Herr Artikelschreiber muß selber gewisse Entspannung vom unerträglichsten anarchie, für die Arbeitslosen zu sorgen. Diese: heitliche nationale Front von vorneherein zugeben, daß die oppositionellen Programme Druck bedeutet. ganz selbstverständlichen Forderung ist bedauerlicherweise nicht entsprochen worden, die Ge darauf begründet werden soll, daß als Preis der deutschen Parteien die Probe ant Staat Die Ablehnung des nationalistischen werkschaften haben seither die und Bedingung des Aufgebens nicht bestanden haben und der Staat ,, sich als Hasardspieles mit dem Schicksal des judeten schwersten finanziellen Opfer geihrer oppositionellen Stellung der Stärkere erwiesen" hat, dennoch rät er zur deutschen Volkes bedeutet natürlich nicht, daß bracht für einen öffentlichen Für die Gewährung der nationalen Selbstverwal- Wiederholung der von ihm selbst als unwirk der heutige Zustand als gott- und schicksals jorgezweig, sie haben den ganz ungenügentung festgesetzt werden soll. Wir meinen, daß sam und schädlich anerkannten Politik der gegeben anzusehen sei. Aber eine Politik des den Staatsbeitrag ihren Mitgliedern vorschußauch daran nicht viel Neuartiges ist, viel bedingten" Negation! Wie ein Kiebitz, dem Leichtsinns und Unsinns als Ergebnis politi- weise ausgezahlt, nur damit diese in den Genuß wichtiger scheint, wie man gewisse bürgerliche fein Spiel zu hoch ist, möchte er lieber die schen Weitblicks anzusehen und sich auf sie ein- der staatlichen Unterstützung kommen, der Staat Parteien zur ehrlichen Festhaltung an dieser für die Deutschen opferreichen Zeiten der all zuschwören, das kann noch weniger Aufgabe millionen Vorschüsse nicht einmal den Zinsenhingegen hat den Gewerkschaften für diese Bedingung bewegen kann. Wie schon gejagt, nationalen Koalition und sogar den Zustand einer allgemeinen judetendeutschen Politik verlust ersetzt, sondern sich auch mit der Refun haben diese in ihrer politischen und nationalen einer tschechischen Diktatur um eines Va werden, sondern verbleibt ein unbeneidetes dierung dieser Beträge in der Regel reichlich Zeit Haltung alles eher als Treue und Mannhaf- banque- Spieles willen! gegen den heutigen Vorrecht derer, denen die nationale Phrase gelassen. tigkeit bewiesen. Daß sie seither nacensteifer Stand der Dinge eintauschen, der bei allen den Blick auf die Wirklichkeit verwehrt. geworden sind, erscheint nach ihrer Vergangenheit zumindest sehr zweifelhaft. Doch vor allem: wie steht es mit den Nationalparteifern and ben stationed freiben? Sind and Außerordentliche Arbeitsloſenunterſtützung oder Krifenfürsorge Nationalsozialisten? auch sie nach Durchsetzung dem Artikel als Ziel gesetzten nationalen Forderung bereit, in eine Regierung des tschechoslowakischen StaaRegelung Die Situation der Gewerkschaften. bereits verbraucht, einige haben sogar schon Millionen- Defizite, War die Regelung der öffentlichen Arbeits losenfürsorge hierzulande in den Jahren halbwegs erträglicher Konjunktur eine schwere Belastungsprobe für viele unserer Verbände, so wurde sie zu einer Ratastrophe in der Zeit der wirtschaftlichen Krise. Im Intereffe ihrer Mitglieder, die infolge der Wirtschaftstrije arbeitslos wurden und tros aller BemühunDie ernsten Bestrebungen unserer Gewerk- beitrag für die Dauer von 13 Wochen im Jahre. gen feine Beschäftigung finden konnten, wurden tes einzutreten? Nach ihrer bisherigen Hal- schaften nach einer Reform der staatlichen Ar- Diese Bestimmung besagt also, daß die bereits die Mittel bereitgestellt für die Arbeitslosentung, die nach außen nur starrste Negation beitslosenunterstügung sind seit jeher bekanntlich ausgesteuerten Arbeitslosen noch für ein weiteres unterstützung. Vierteljahr einen staatlichen Beitrag erhalten Die für diesen Unterstüßungszwed bestimmten zeigte, zu schließen, ist dies kaum anzuneh- auf die men. Oder war ihr Auftrumpfen und Bra- Schaffung einer allgemeinen Arbeitslosenversiche- tönnen, vorausgesetzt, daß ihre Gewerkschaft, der Mittel sind bei einer ganzen Reihe von Verbänden marbasieren auch nur Maske und Komödie? rung an Stelle der jezigen ganz ungenügenden sie als Mitglieder angehören, für diese 13 Wochen eine Unterstützung auszahlen kann. Diese außerJedenfalls müßte darüber erst völlige Klarordentliche Arbeitslosenunterstützung der Gewerk heit eintreten, ehe man über die„ Anregung" gerichtet. Was wir heute in diesem Lande haben, schaften darf nicht weniger als 25 Heller täglich, bei vielen anderen gehen sie zu Ende. Viele des Herrn M. K. weiter diskutieren könnte. ist dafür kein Erfan, entspricht aber auch nicht ist dafür kein Ersay, entspricht aber auch nicht der Staatsbeitrag nicht weniger als K 1.75 täg sehntausende Mitglieder unserer Gewerkschaften Im übrigen ist Herr M. St. sich offenbar„ Genter System" verstehen. Mit Rücksicht auf die Staatsbeitrag mindestens K 2.25. Wenn die möglichkeit vorhanden ist, steigt die Not bei jenen dem System, das wir schlechtweg unter dem Wort lich betragen. Bei Verheirateten beträgt der sind bereits ausgesteuert und da keine Arbeitsbewußt, welch ein Risiko für die judeten politische Lage konnten sich die Gewerkschaften deutsche Bevölkerung damit verbunden wäre, nur darauf beschränken, die Novellierung des Ge- Organisationsunterſtügung höher als K 0.25 ist, Familien ins Unerträgliche, welche keine Unterwenn die gesamten deutschen Parteien den setzes vom 19. Juli 1921 mit allem Nachdruck zu fache, bei Verheirateten um das Vierfache erhöht. wird der Staatsbeitrag bei Ledigen um das Dreitüßung erhalten. Nun kommt die Kundmachung im Sinne mastierten nationalsozialistischen Vorschlag zur fordern. In den Jahren der Herrschaft des Bür- Mit dem Ausdruce„ außerordentliche Ar- des Artikels III und verweist die arbeitslosen Richtschnur ihres politischen Handelns erwäh- gerblocks in der Zeit einer besseren wirtschaft beitslosigkeit" will der Gesezgeber eine Zeit Mitglieder auf die gefeßlichen Bestimmungen, len würden, denn er gibt zu, daß allerdings lichen Situation blieben unsere Bemühungen schwerer, wirtschaftlicher Strise verstanden wissen, wonach sie ein Anrecht auf Unterstützung für len würden, denn er gibt zu, daß allerdings leider ergebnislos und erst durch den Beitritt was ja auch durch die Tatsache bestätigt wird, weitere 13 Wochen haben. Für die durcheine Gefahr dabei im Hintergrunde unserer Vertreter zur Regierungs- Koalition war lauere: Die Gefahr der tschechischen Diktatur: ein teilweiser Erfolg zu erreichen, Sollte die Ein- daß dieser Zustand nur für jene Berufe ausgeführung dieser Maßnahmen fehlen ,, Wenn die Sudetendeutschen den oppositionel- führung der Arbeitslosenversicherung unmöglich Arbeitslosigkeit leiden. Es handelt sich also hier des Staates, welche feit Wochen Gesprochen wurde, die unter einer außerordentlichen iedoch jene finanziellen Leistungen len Bogen überspannen und die Tschechen sein, dann waren unsere Forderungen darauf ge- bei um eine ausgesprochene Strisenfürsorge, die genstand der Forderungen der Gesehen, daß sie mit den Deutschen parlanten richtet, daß die Leistungen des Staates nach dem in diesem Staate in ganz ungenügender Form wertschaften an die Regierung sind. tarisch nicht regieren können und auch die bestehenden Gesetze an die Arbeitslosent so erhöht auf die Gewerkschaften abgewälzt wurde. Diese Durch den Artikel III des Gesetzes vom 5. Juni allnationale Roalition nicht möglich ist, so werden, daß dadurch eine Entlastung der Gewerk- Unterstützung ist wiederum an einen Beitrag der 1930 ist anstatt einer großzügigen Krisenfürsorge, werden sie eben ohne Parlament und schaften herbeigeführt wird. Die Novelle vom 5. Gewerkschaften gebunden, der trotz seiner schein- nur eine bescheidene, außerordentliche Arbeitsgegen die Deutschen regieren, wie Juni 1930 bringt in dieser Hinsicht wohl zunächst baren Geringfügigkeit in dieser außerordentlich lojenunterstützung in ganz ungenügender Art und z. trägt aber weder unseren Forderungen in bezug es 3. B. die Serben mit den Strvaten gemacht cine Verlängerung der Unterstützungsdauer, sie schweren Situation von vielen Verbänden nicht in viel zu engem Ausmaße geschaffen worden, mit einer neuen finanziellen Belastung der Arhaben". Doch solche Bedenken sucht er sofort auf die Söhe Rechnung, noch entlastet sie die Ge- getragen werden kann... zu zerstreuen, indem er behauptet, auch die werkschaften. Der verminderte Beitrag gibt den lung wird aber erst klar, wenn sie im Zusammen- mal flipp und klar ausgesprochen werden, daß Die ganze Tragweite dieser gesetzlichen Rege- beitslosenkassen unserer Verbände. Es muß einführenden Männer der tschechischen Politik Verbänden kaum die Möglichkeit, die verlängerte hange mit den übrigen Bestimmungen des Ge- diese außerordentliche Unterstübungen nicht ausseien sich darüber klar, das tschechisch- slowa- Unterstützungszeit finanziell auszuhalten. Die tisch- deutsch- ungarisch- ruthenische Völkergemisch Gewerkschaften haben aber auch vom Staat seit fees vont 5. Juni 1930 betrachtet wird. Dadurch reichen, um den Hunger der Familien der Arwurde der Staatsbeitrag wohl auf 26 Wochen beitslosent zu stillen. fönne nur parlamentarisch regiert ieher eine ausreichende Krisenfürsorge verlangt, verlängert, aber auch die gewerkschaftliche Ar- Durch die unglüdliche und unwerden, weil sonst das Pulverfaß an den doch sind alle begründeten Anregungen im Rah- beitslosenunterstützung mußte dieser Bestimmung haltbare Verbindung der KrisenZündschnüren der nationalen und kommuni- men der Gesetzesnovelle dafür die Voraussetzun fürsorge mit einem Gewerkschaftsstischen Opposition früher oder später explo- gen zu schaffen, an dem Widerstande der bür- Die Gewerkschaften sind dadurch in diesem Unter- beitrag kommen verschiedene Bergerlichen Parteien gescheitert. dieren würde. Früher oder später"! Wie, Vom Ministerium für soziale Fürsorge ist füßungszweige im Verlaufe eines Jahres bis zur bände die bisher schon die schwersten finan wenn erst viel später oder gar nicht? Wie im Einvernehmen mit den übrigen Ministerien Grenze des für sie erträglichen belastet worden, ziellen Opfer zur Unterstübung ihrer arbeitsman sieht, folgt der Verfasser vollständig bekanntlich mit 1. Jänner d. J. im Sinne des sie haben sich diesen Bestimmungen nur deshalb losen Mitglieder gebracht haben nationalsozialistischen Gedankengängen, wenn Artikels III des Gesetzes vom 3. Juni 1930 Nr. angepaßt und die neuen finanziellen Leistungen Zwangslage, nur soviel von den Bestimdieses Wort gegenüber solcher Phantasterei 74 der Zustand der außerordentlichen Arbeits- übernommen, weil dadurch ihren Mitgliedern die mungen des Artikels III durchfüherlaubt ist. Die Furcht vor einer„ Explosion" losigkeit für die Textil, Glas-, Metall-, Leder- staatliche Unterstützung bei Arbeitslosigkeit in der ren zu können, als ihnen nach den Form des Staatsbeitrages für eine längere bisherigen außerordentlichen Lei als wichtigster Posten im politischen Stalful, Buchdruckergewerbe ausgesprochen werden. Da haben schon bei Schaffung des Gesetzes über den das erfolgen kann, ist sehr eng begrenzt, denn und Holzindustrie, für den Bergbau und das Dauer gesichert werden konnte. Unsere Verbände stungen möglich ist. Der Rahmen, in dent das ist ganz bolschewistisch- nationalsozialistische durch haben die Mitglieder der Gewerkschaften, Staatsbeitrag Einstellung! Wie nun, wenn diese Furcht gar die den Anspruch auf die Unterstützung und den zur Arbeitslosenunterstützung auch die übrigen statutarischen Leistungen müssen. nicht so groß ist, wie Serr M. K. als feststehend Staatsbeitrag nach diesem Geseze bereits er- darauf verwiesen, daß diese Regelung erfüllt werden. der staatlichen Arbeitslosenuntervoraussetzt und die Wahrscheinlichkeit eine viel schöpft haben und infolge länger dauernder un- stützung ganz ungenügend ist, den soütung ganz ungenügend ist, den sogrößere ist, daß sich die Tschechen, da es nicht günstiger Berhältnisse auf dem Arbeitsmarkte zialen Bedürfnissen weder in der Höhe der Unteranders geht, mit der allnationalen Roalition ohne ihr Verschulden arbeitslos sind, stüßung noch in der Dauer entspricht. Unsere dauernd behelfen, oder gar zur tschechischen Anspruch auf eine außerordentliche Unterstüßung Gewerkschaftskongresse haben gleichfalls feinen Diftatur greifen? Was Herr M. S. propa- I während der Arbeitslosigkeit und einen Staats- Zweifel darüber gelassen, daß es Sache desi 6 Die goldene Galeere Ein Roman aus der Filmindustrie. Bon grin Rofenfeld. angepakt werden. in die Es ist nun so, daß verschiedene Verbände die Leistungen nach den Bestimmungen des Artikels III nur übernehmen können, wenn ihnen der Staat die Krisenfürsorge durch eine entspre= chende Hilfeleistung ermöglicht. Mann, der wegen seines weißen, ehrfurcht- streckte als Gipfel ihrer Leistung in jedem Film[ wurden kurzerhand abgetan, indem man sie eriveckenden Bartes in rührsamten Familien- einmal die Zunge heraus. Sagenhafterweise impotente Greise nannte, die echte, bluthafte szenen den greisen Vater und in Nachtlokalen soll dies einmal in Oberstampfing zu zwei und Jungmädchenhaftigkeit nicht mehr zu würdigen den lustigen, alt Onkel aus der Provinz spielen in Hinterstoißing zu einem Lachsturm angeregt verstünden und in der Verbohrtheit ihres underdurfte, und der Arzt Ohnmacht aus Schwäche haben. Die Kunde dieses Erfolges wurde vom befferlichen Literatentums gar keine Beziehun und Unterernährung feststellte, fiel Mandelberg Kinobefizer dem Bezirksverleiher, von diesem gen zum Publikum und seinen Wünschen mehr Copyrigh: 1980 by. Soubiche Verlagsbuchhandlung, Berlin. über den Hilfsregiffeur Stiefmüller her und dem Berliner Vertrieb weitergegeben, der sei hättent. So ging alles seine Wege, Mandelberg Es war nichts verlockendes an diesem Reich sankte ihn aus, daß er ihm solche Leute daher nerseits dem Fabrikanten sofort Mitteilung war zufrieden, Anita Bing war zufrieden, die des flingenden Lichts, das vom scharfen Geruch schleppe. Ob es denn keine Statisten mehr gäbe, machte und seine Freude darüber aussprach, daß Kinobefizer strahlten vor Glück, wenn die erder Farbe, vom Kreischen der Sägen, von ver- die fest auf ihren Beinen stehen könnten? Und nun endlich einmal wieder der Publikums- lauchte Künstlerin ihr Unternehmen einmal mit hallenden Befehlen, vom Knarren der Dekora- ob er ein Versorgungshaus für ausgediente geschmack getroffen worden sei. Von da an hieß ihrem Besuch beehrte; die Arbeiter im Atelier, tionsstücke erfüllt war, und es vollkommen un- Greise hätte? Da wurde es einen Augenblick cs: Das Publikum will es, und da der ver- die Kollegen, die armen Regiffeure zogen die wahrscheinlich erscheinen ließ, daß aus ihm je- lang ganz still im Atelier; es war, als formten meintliche Wille eines abwesenden und darum Mundwinkel hoch, sahen einander lächelnd anmals das fertige Wert hervorgehen könnte, das alle Statisten, alle Arbeiter, alle Beleuchter, alle im Augenblick nicht mitverantwortlichen Publi- was soll man da machen, wir sind wehrlos dain tausenden und aber tausenden Lichtspiel- Operateure eine Mauer gegen Mandelberg, eine fums gern als Deckmantel für den Willen der gegen und gehorchten. palästen das Publikum als ein Wunder mensch- Mauer, die näher rückte, ihn umringte und zu anwesenden und daher wohl verantwortlichen Anna Drahozal aus Prag aber war im licher Phantasie und menschlicher Arbeit mit ersticken drohte. Betroffen von diesem Schwei- Filmdirektoren benutzt wurde, streckte Anita Gegensatz zu Harra Korst, die als Gattin eines reißen sollte. gen, zog Mandelberg eine Banknote aus der Bing, geborene Anna Drahozal aus Prag, von Großindustriellen eigentlich Henriette KoritschoJedenfalls hatte die Welt des Filmateliers Taiche, drückte sie Stiefmüller in die Hand nun an in jedem Film einmal ihre rosige Bunge ner hieß, als Tochter eines Arztes aber eine besnichts gemein mit der Welt, die in ihr darge- Für den Alten" und ließ den Komparsen heraus. Sie wiederholte dieses Glanzstück ihrer sere Erziehung genossen hatte und sich doch stellt wurde. Da standen die Kulissen einer nach Hause schaffen. Die Aufnahme ruhte eine Kunst unzählige Male, um die so wichtige und einigermaßen beherrschen konnte, sehr dumm Luguswohnung, in der eine Statistin gegen eine halbe Stunde, es war eine Trauerpause, und so schwer errungene Beliebtheit beim Publikum und verriet ihren Mangel an Takt und IntelliGage von wenigen Mark mit gespieltem Ueber- uur die Hämmer erklangen irgendwo in einem nicht zu verlieren. genz bei jeder Gelegenheit. Auch Harra Korst mut, immer um die Gage von morgen bangend, Winkel, wo aus Wänden und Wänden das Abdie Verschwendungslaunen einer großen Dame steigequartier eines französischen Grafen gezimmimte, und da saßen im Nebenatelier bei den mert wurde. Klängen eines Jazzorchesters an den gedeckten Mandelberg war hilflos, wenn sie befahl, suchte die Neue" in den Hintergrund zu dränund gab den Regisseuren den strengen Auftrag, gen und sie fühlen zu lassen, daß sie ein Eindie Szenen so zu drehen, wie Anita es verlangte, dringling, und ein höchst unerwünschter, sei. Sie Rücksicht auf die Kollegen war ihr nicht ange- stellte das aber diplomatisch an und bemühte Tischen eines vornehmen Hotelrestaurants alte Die zweite große Frauenrolle in ,, Liebe und boren, und so scherte es sie wenig, ob sie durch sich, dem Regisseur einzureden, daß das Stubenund junge Mädchen und Männer in Abend- Leidenschaft" spielte Anita Bing, eine junge ein Mätchen einem Partner die wichtigste Szene mädchen sich in angemessener Distanz von der Kleidern und Fracks, die, aus der Nähe betrach- Schauspielerin von noch nicht zwanzig Jahren, verdarb, durch eine groteste Verrenkung die Herrschaft halten müsse, was Prager, um der tet, nicht mehr sehr glauzvoll waren, und ge- wie sie wenigstens selbst behauptete. Sie war, Aufmerksamkeit des Publikums von anderen lieben Ruhe willen und von wegen der größeren bärdeten sich wie gelangweilte, überfafte Herren- das ganze Atelier und die halbe Friedrichstraße Vorgängen abzog; Hauptsache war, daß sie stets Sachkenntnis der Harra Korst auch zugab. menschen, während sie im geheimen nur daran wußten es, Mandelbergs Geliebte und tyranni- im Vordergrund stand, daß sie zur Geltung fam, wußte, daß Eldrid ihre große Szene ohne die dachten, ob auch morgen wieder eine Aufnahme fierte ihn aufs furchtbarste. Es wäre zuviel ge- und daß ihr Wille geschah. Die Filmkritiker, die Korst und ohne die Bing hatte, und daß es für sein und ob das Geld für die Miete reichen fagt, wenn man sie begabt nennen wollte. Sie mit Mandelberg befreundet waren oder für ihn ihren Erfolg belanglos war, ob sie in den anwerde, die übermorgen fällig ist. Die hunger hatte aber, was in Filmfreifen sehr geschäßt ab und zu Manuskripte schrieben, nannten sie ein deren Szenen einen Meter weiter vorn stünde tent, spielten die Satten, um denen, die viel wurde und beim Publikum angeblich so beliebt Talent von liebenswürdiger Eigenart" und oder nicht. leicht morgen hungern mußten, im Kino die machte, einen Buscheltopf, den sie nedisch zu einen ausgesprochenen Publikumsliebling", die Die große Szene tam, und mit ihr kam der Vorstellung aufzudrängen, daß die Welt voll schütteln derstand, eine Stupsnase, Kulleraugen, anderen, die für Mandelberg teine Filme schrie- Krach. fatter Menschen sei. ein fleines. geschminktes Mündchen, das sie ben, aber die verlogene Niedlichkeit und pidsüße Als einmal einer zusammenbrach, ein alter schmollend verziehen konnte, schlanke Beine und Puppenhaftigkeit des großen Stars tadelten, ( Fortsetzung folgt.) Nr. 18. Mittwoch, 21. Jänner 1931. Seite 3. Sollen die Erwerbslosen nicht der Verzweiflung zugetrieben, Not und Elend auf ein erträgliches Ausmaß gemildert und die Familienangehörigen der Arbeitslosen vor dem Verhungern bewahrt werden, dann ist die Einführung einer staatlichen Krisrnfürsorgr unerläßlich. Solange diese nicht geschaffen ist, sind den Gewerkschaften alle Ausgaben unter diesem Titel vom Staat« restlos zu refundieren. Außerordentliche wirtschaftliche Verhältnisse, wie sie derzeit vorherrschen, verlangen und erfordern außerordentliche Maßnahmen des Staates. Die arbeitende Klasse leidet schwer, unerläßliche Aufgabe der Oefsentlichkeit muß es sein, nach besten Kräften zu helfen. Die Regierung hat für diese Zwecke einen Betrag von 150 Millionen K zur Verfügung und wir verlangen mit allem Nachdruck, daß von diesem Betrage jene Mittel zur Verfügung gestellt werden, welche die Verbände im Sinne des Artikels III zur Auszahlung der Unterstützungen brauchen. Da die Gewerkschaften gewissermaßen im übertragenen Wirkungskreise sie Träger der staatlichen ErwerbSlokenfursorge sind und für diesen Zweck schon horrende Beträge ausgegeben haben, die nie für Arbeitslosenunterstützungen bestimmt waren, fordern wir di« Sanierung der Arbeitslofenkasse« der Fachorganisationen, wir fordern weiter di« Gewährung von zins en losen Vorschüssen au die Gewerkschaften zur Auszahlung der Arbeitslosenunterstützung, damit dieser Zweig der sozialen Fürsorge in der Zeit schwerster Wrrtschastsnot aufrecht erhalten bleibt und sein« sozial« Aufgabe im öffentlichen und im Interesse der Volkswirtschaft erfüllen kann. Die Arbeitslosen von heut« sind die lebendige Arbeitskraft mit der zur gegebenen Zeit der Produktionsapparat wieder in Gang gesetzt wird. Diese Arbeitskräfte gilt eS arbeitsfähig zu erhalten und für diesen Zweck muß der Staat jene Beträge aufbringen, die dazu notwendig sind. 31.S76 registrierte Arbeitslose im Pllsen'Sllbweiser Kreis. Der amtliche Ausweis über die Arbeitslosigkeit am 31. Dezember 1930 zeigt auch im Pilsen-Budweiser KreiS, wie wir der„Atkunft" entnehmen, ein neuerliches Ansteigen der Arbeitslosigkeit an. Die Zahl der Arbeitslosen hat bereits die Höhe von 31.576 Personen erreicht. Obwohl mau glauben müßte, daß im deutschen Teil des BöhmerwaldeS die Arbeitslosigkeit am 30. November schon ihren Höhepunkt erreicht hatte, zeigen die Ziffern vom Monat Dezember, daß auch hier die Arbeitslosigkeit weiter angestiegen ist. Bei der Einteilung des ganzen Gebietes in ein Gebiet mit deutscher Mehrheit, eines mit tschechischer Mehrheit und ein rei« tschechisches Gebiet, kommen folgende Statistiken in Erscheinung: Das Gebiet mit deutscher Mehrheit, welches die politischen Bezirke Tepl, Marienbad, Plan, Tachau, Brschofteinitz, Krumau und Kaplitz umfaßt, zeigt folgende Ziffern: Am 30. April 1930.. 1604 Arbeitslose Am 30. September 1930. 4895„ Am 31. Oktober 1930.. 7203„ Am 30. November 1930. 9660„ Am 31. Dezember 1930. 11852„ Das Gebiet mit tschechischer Mehrheit, zu welchem die politischen Bezirke Pilsen, Kvalowice, Taus, Klattau, Schüttenhosen, BudweiS, Wit« tingau, Neuhaus gerechnet werden, zählte: Am 30. April 1930.. 4697 Arbeitslose Am 30. September 1930. 6820„ Am 31. Oktober 1980.. 8584„ Am 30. November 1980. 10041„ Am 31. Dezember 1930. 15119 ,, Das rein tschechische Gebiet, hu welchem, die politischen Bezirke Rokitza«, BlatnL, Pkestic, Pisek und Moldauthein gehören, hat nachstehende Ziffern aufzuweifen: Am 30. April 1930.. 1176 Arbeitslose Am>30. September 1930. 1913„ Am 31. Oktober 1930.. 1819„ Am 30. November 1930. 8608„ Am 31. Dezember 1930. 4605„ Wie die Ziffern zeigen, hat die Arbeitslosigkeit zuerst im deutschen Gebiet mit besonderer Heftigkeit eingesetzt, im Dezember ist das An- wachscn der Arbeitslosigkeit auch«n tschechischen Gebiet besonders zu vermerken. Daß aber die Arbeitslosigkeit neuerdings zugenommen hat, ist direkt besorgniserregend, weil doch in dem deutschen Teil des Böhmerwaldes die industrielle Beschäftigung ohnehin nicht gut ist. Die angeführten Ziffern zeigen, daß die ganze Beschaf« tigungSmöglichkeit förmlich schwindet. Das privatkapitalistische System zeigt seine Unfähigkeit. Der Internationale Gerichtshof tagt. Haag, 20. Jänner. Heute vormittags fand im Großen Sitzungssaal des Haager FriedenS- palastes die erste Sitzung des Ständigen Internationalen Gerichtshofes in seiner neuen im September v. I. in Genf vom Völkerbund be- schlosienen Zusammensetzung statt. Der Präsident des Gerichtshofes, Adatchi(Japan), der Vizepräsident Guerrero(Salvador) sowie die übrigen neuen Mitglieder wurden feierlich vereidigt. Wie verlautet, dürste der erste Streitfall, mit der sich der Gerichtshof zu befassen haben wird, wahrscheinlich die deutsch-polnische Meinungsverschiedenheit wegen der deutschen Minderheitsschulen in Oberschlesien betreffen. Schweres LawlneuuaMil in Oberbayern. Acht bayrische Polizisten in die Liese geriffen. Benediktbeuern(Oberbayern), 20. Jänner. Heut« nachmittags kurz nach drei Uhr ereignete sich an der Ostseite der Benediktenwand ein furchtbares Lawinenunglück. Ein Skikurs der bayrisch« Landespolizei wurde von einer Lawine überrascht und neun Mann wurden in die Tiefe gerissen. Durch die sofort einsrtzenden Bergungsarbeiten konnte bis jetzt nur ein Mann bewußtlos geborgen werden. Die übrigen acht find noch verschüttet«nd es kann kaum noch mit ihrer Rettung gerechnet werden. Ans sofortigen Alarm gingen von Benediktbeuern und von Bad Tölz Mannschaften des Alpinen- Rettungsdienstes zur Hilfeleistung ab. Auch aus Mönchen ist eine Rettungsexpedition bestehend aus zwei Offizieren, einem Arzt und 30 Mann in Kraftwagen an di« Unfallstelle abgefahren. * Benediktbeuern, 20. Jänner. Der RettungSkolonnr gelang eS nach angestrengter Arbeit gegen 10 Uhr abends«inen der verschüttete« LandeSpolizribeamten schwer verletzt zu bergen. Bon den Übrigen sieben konnte noch keine Spur gefunden werden. Spüle»na halbe Erkenntnis. In bürgerlichen und zumal in geeichten „antimarxistischen" Blättern kann man jetzt immer häufiger Artikel finden, in denen sie sich jq der Erkenntnis bekennen, daß der Widersinn der gegenwärtigen Krise im Nebeneinander von Ueberfluß und Mangel, in der Tatsache der zu großen Armut tvegen des zu großen Reichtums an Gütern liege. Dies« Erkenntnis wird gewöhnlich als große und überraschende Entdeckung serviert. So meldet die deutschnationale Warns- dorfer„A b w e h r": Der Wahnsinn der Extreme: 20 Millionen Menschen darben— Millionenwerte an Lebensmitteln verderben. DaS ist doch aber gar nichts Neues, sondern der tiefste WesenSzug jener bürgerlichen, kapitalistischen, auf dem Pridatbesitz an den Produktionsmitteln und auf dem ßwofitgeist ruhenden Wirtschaftsordnung, zu deren treulichsten Wächtern die bürgerliche Presse gehört. Und waS der Antimarxismus nach einem mehr als hundertjährigen Zyklus periodischer Krisen spät und immer erst halb entdeckt, das ist immerhin schon seit 80 Jahren eine der Grundlehren des Marxismus. Es ist natürlich nicht zu hoffen, daß sich die Presse, die nun kapiert hat, WaS vorgeht, in den nächsten 80 Jahren zu der weiteren Erkenntnis durchringen könnt«, was zu tun sei. Sie wird sich, da sie 80 Jahr« nach Marx auf den Krankheitserreger dieser Welt gekommen ist, weiter damit begnügen, das Heilserum gegen die Krisenleiden abzulehnen«nd den Entdecker des UebelS als seinen Urheber zu erklären. Wieder Arbettrlofendemonstratlon in Avfsig. Aussig, 20. Jänner. Unter kommunistischer Führung fand heute nachmittag in Aussig eine Demonstration der Arbeitslosen deS Bezirkes statt. Bolschewistische Agitatoren hatten aus allen Orten des Bezirkes sowie aus de» angrenzenden Bezirken Teplitz, Lodosiy, Leitmeritz und Tetschen die Arbeitslosen nach Aussig dirigiert, wo sie sich zuerst in Schreckenstein versammelten und von dort auf den Marktplatz in Aussig zogen. Am Marktplatz hielt der kommunistische Abg. Stranskh sowie zwei tschechische Redner und Frau Wünsch ihre gewöhnlichen Hetzreden gegen die„sozialfascistische" Regierung und die „Sozialfascisten" überhaupt. Es wurde auch wieder die schon bekannte Entschließung angenommen, in der eine allgemeine staatlich« Arbeitslosenunterstützung und Einstellung der ,^8ettelaktion" für die Arbeitslosen etc. gefordert Wick. Nach der Versammlung, zogen die Arbeitslosen, zu denen sich auch kommunistisch eingestellte Arbeiter der Betriebe gesellten, rund 1000 an der Zahl, durch di« Teplitzer Straße, Dresdner Straße, Baunigartenstraße, Große Wallstraße zum Bürgermeisteramt und zur Bezirksbehorde. Natürlich wurden die Ansprachen mit Schmährufen gegen die„Sozialpatrioten" und„Sozialfascisten" begleitet und auf dem Marsch durch die Dresdner Straße,!«sonders vor dem Bolkshaus, veranstalteten die Demonstranten ei« lautes Geschrei. Der berechtigte Groll der Arbeitslosen, die mit ihren Familien infolge der elenden Wirtschaftslage wirklich schon seit vielen Monaten größte Not leiden und härteste Entbehrungen erdulden müssen, wurde wieder einmal in der Hauptsache gegen diejenigen abgeleitet, die sich bisher unausgesetzt und am erfolgreichsten um die Arbeitsloses gekümmert haben und ihnen auch tatsächlich Hilfe brachten. Der Kampf gegen den Kapitalismus und die reaktionäre Bourgeoisie kommt erst in zweiter Reihe! Di« Seel« fehlt! Die christlichsoziale „Deutsche Presse" führt darüber Klage, daß der Ministerrat wegen der Erkrankung zweier Ressortminister über gewisse Dinge nicht beraten und entscheiden konnte. Alles gehe zu langsam, schleppend, schwerfällig. Nichts komme vom Flea, der Staat sei von einer schweren Krise bedroht und der Ministerrat entschließe sich nicht zu handeln.— Da war es halt früher unter der Herrschaft des Bürgerblocks ideal! Alles ging wie geschmiert, es gab keine Schwierigkeiten— die Agrarier kommandierten und die Klerikalen kuschten. Und vor allem, damals war eben noch eine große Persönlichkeit da, ein Tatmensch, ein großer Schweiger zwar, aber einer, der alles mit sortriß und als Spiritus rector des Kabinetts der Sache Schwung verlieh. Was nützt uns alles, wir kommen heute nicht von der Stelle, uns fehlt doch der große Motor, uns fehlt die Seele, uns fehlt der— Mahr-Harting! Agrarisch« Schmerzen. Der Bund der Landwirte hat auch in der neuen Koalition, in der er manches mitmachen muß, was seinen Tendenzen arundweg zuwiderläuft, nicht vergessen, daß er für das Oberste Ziel feiner Politik nicht di« Besserung der Lage des Bauernstandes, sondern die Verschlechterung der Lage der Arbeiter halten muß. Es gibt kaum eine zweite ernste Partei, di« an einer bornierten und vom blanken Neid diktierten Politik so kurzsichtig festhal- ten würde wie der Bund der Landwirte, der gern auf alles verzichtet, was er für die Bauern erreichen könnte, wenn er nur verhindern kann, daß etwas für die Arbeiter geschieht. Das ist dar Um und Auf seiner Polittk: den Arbeitern muß es schlecht gehen, dann haben wir einen „Erfolg" errungen! Solcher Gesinnung entspringt die alberne Bemerkung eines Landbünd- lerblatteS, die deutschen und tschechischen Sozialdemokraten hatten durchgesetzt, ,chaß derFürsora«Minister dieSteuer- geld«r im Rahmen seines Ressorts mit vollen Händen ausgeben darf." Sie neiden also den Arbeitslosen und Invaliden, was Genosse Dr. Czech für sie erreichen konnte, und man wird es beiden immer wieder sagen müssen, wenn sich einst der Bund her Landwirte um ihre Stimmen bewerben wird. Daß Dr. Czech Gelder hinauSwerse, ist natürlich eine dumme Verdrehung; daß er für soziale Zwecke größere ordentliche Ausgaben durchgesetzt hat, ist richtig. Eben di« neiden die Landbündler den Arbeitslosen und Invaliden. In einer Versammlung in Bullendorf(Friedland) wiederum versicherte der agrarisch« Referent Senator Jkert, daß das Gemein-efinanzge- setz„trotz aller Mängel notwendig war und sich zum Schutze der Steuerträger erwies". Sie erinnern sich also freudig ihrer übelsten Untaten, die sich antisozial und antinational, als schwerster Schaden der deutschen Mindecheit ausgewirkt haben. Auch daran wollen wir gelegentlich erinnern, wenn sie das Verdienst der Novellierung ihres unmöglichen Pfuscherwerkes für sich beanspruche» werden! Wieder ein Opfer des Hortyresimer. Sxminister Beniczki begeht Selbstmord. Budapest, 20. Jänner. Der frühere Innenminister Beniczki hat heute im Alter von 53 Jahren Selbstmord begangen. Beniczki war nach dem Sieg der Gegenrevolution Innenminister geworben. Er hatte in dieser Eigenschaft die dunklen Umstände aufzuklären, unter denen seinerzeit der Mord an den Nepszava-Rebak- teuren S z o m o g y i und B a c z o begangen worden war, konnte jedoch di« Täter nicht verhaften lassen, da der damalige militärische Oberbefehlshaber H o r t y. der Anstifter des Mordes, dies verhindert«. Als Horch Reichsverweser wurde, begann Beniczki mit auffahenerrcgenden Interpellationen über dieBluttaten der Gegenrevolution gegen ihn vorzugehen. Im Prozeß wegen der Ermordung der beiden Rckakteure trat er als Zeuge auf und enthüllt« in einer schriftlichen Eingabe die Rolle Hortys als Anstifter dieses Mordes. Das trug ihm schließlich im Jahre 1924 eine dreijährige Gefängnisstrafe wegen B lcidiguug des Reichsverwesers ein. Später wurde er amnestiert, doch ließ ihn der weiße Terror politisch nicht mehr hervortreten. Sein« politische Kaltstellung hat schon vor län- gerer Zeit seine Nerven angegriffen; den Selbstmord dürfte er unter dem Einfluß einer solchen GemütS- depression begangen haben. Bombenauschlöge in Buenos Aires. BueuoS Aires, 20. Jänner. Durch«ine schwere Bombe, di« im Bahnhof der Western Railway heut« früh in dem Augenblick explodiert«, als ein elektrischer Zug einfuhr, wurden zwei Personen getötet und drei verletzt. Um die gleiche Stunde explodierte auch im Bahnhof der Great Southern Railwav«ine Bombe, durch di« ein« Person verletzt wurde. Ein« dritte Bombe, die auf die Schienen der mittelargentinischen Eisenbahn gelegt worden war, explodiert« in dem Augenblick, als ei» Borortzug di« Stelle passierte. Di« Zahl der Opfer ist nicht bekannt. Wasserleitung in Havanna durch eine Aombe zerstört. Havanna, 20. Jänner.(Reuter.) Heute früh explodiert« im Hauptwafferrohr eine Bombe. Infolgedessen war di« ganze Stadt von'der Wasserversorgung abgeschnitten. Der verursachte Schaden ist sehr groß. In der Stadt herrscht große Erregung. Man ist der Meinung, daß eS sich um einen anarchistischen Anschlag handelt. Klmferm zur tzrbvag der Fremdenverkehrr. Der Landesverband für Fremdenverkehr mit dem Sitz in Karlsbad halt für den 17. ds. nach Saaz eine Fremdenverkehrs-Konferenz einberufen, nm zwecks Verbesserung der Schnellzugsverbindungen zwischen Bodenbach und Eisenstein, also des Nordens und Südwestens von Böhmen, zu beraten und entsprechende Beschlüsse zu fassen. Die Konferenz wurde vom Herrn Oberlehrer Zapp aus Weipert eröffnet und geleitet. Erschienen waren 63 Delegierte, u. zw. Vertreter der wichtigsten Städte, die an der Strecke Bodenbach—Aussig—-Teplitz—Dux- Saaz—Pilsen und Eisenstein liegen, darunter auch Vertreter tschechischer Städte, dann Parlamentarier, Vertreter fast aller politischen Parteien, Vertreter der Handelskammern Eger und Reichenberg sowie Vertreter der in Betracht kommenden Bezirks- und Lokalstellen des Landesverbandes für Fremhenver- kehr. Für den Klub der sozialdemokratischen Abgeordneten und Senatoren haben die Genossen Kaufmann-Komotau und Beutel-Aussig teilgenommen. Nach einigen Begrüßungsansprachen erstattete der Vorsitzende, Herr Oberlehrer Zapp, einen durch Lichtbilder unterstützten instruktiven Vortrag über die in Betracht- kommenden Eijxn- bahn-Trassen des Gebietes und über die bisherigen und die beabsichtigten verbesserten VerkehrSverhält- niffe. Eine eingchende Debatte, an der sich vor allem die Mehrzahl der Städtevertreter beteiligte, trat für.die Herstellung einer Frühverbindung, von Aussig ausgehend, mit dem Süden ein. Es soll durch diese Verbindung früh um 6 Uhr 20 der Anschluß mit dem von Deutschland kommenden Zug hergestellt und damit die Möglichkeit geschaffen werden, mittags bereits in Pilsen und am Frühnachmittag in Eisenstein zu sein. Aehnlich soll der Gegenzug von Eisenstein über Pilsen vnach Bodenbach geleitet werden, der dann dort oder schon in Aussig Anschluß an einen der nach Deutschland verkehrenden Schnellzüge erhalten soll. Es wurde festgestellt, daß die Bedenken, die bezüglich der Anschlüsse von Eisenstein nach Plattling und umgekehrt auftauchten, nicht unüberwindbare Schwierigkeiten beinhalten, da die Strecke von München über Eisenstein, Pilsen, und von dort nach Prag oder Saaz—Bodenbach die günstigste Verbindung darstellt und die bayrischen Bahnen, sobald die Strecke Pilsen—Eisenstein für den Schnell- zugSverkehr gerichtet ist, auch ihre Züge, soweit das notwendig erscheint, anstatt über Eger oder Furth, über Eisenstein umleiten wird. Es wurde von allen Delegierten die Notwendigkeit des Schnellzugsverkehrs zwischen Eisenstein und Bodenbach, bzw. von Bayern über Eisenstein- Bodenbach nach Sachsen, als notwendig erklärt und festgestellt, daß bei richtiger Einlegung der Züge im Sinne des gestellten Antrages früh ab Bodenbach in der Richtung Eisenstein und nachmittags in umgekehrter Richtung auch die notwendige Rentabilität herbeigeführt werden kann. Es wurde in der Debatte als Beispiel die Schnellzugsverbindung Eger—Reichenberg angeführt, die im Laufe des ersten Jahre- ihres Bestandet wieder aufgelassen werden sollte und die heute so ftequentiert ist, daß eS manchesmal kaum möglich ist, in diesen Schnellzügen Platz zu bekommen. Bei der Frage der Ver- größerung der Geschwindigkeit der Schnellzüge wurde vom Abgeordneten Kaufmann darauf verwiesen, daß man höchstens mit einer 10- bis 15- prozentigen Steigerung der Geschwindigkeit rechnen dürfe, da besonders auch bei der in Betracht kommenden Strecke die meisten Kurven für ein schnelleres Fahrtempo einen zu kleinen Radius haben und deren Umbau entweder territorial überhaupt nicht möglich oder mit solchen Unkosten verbunden ist, daß die Staatsbahnverwaltung die Durchführung ablehnrn wird. Di« Vertreter des Bezirkes Postelberg brachten einige Wünsche bezüglich ihrer Zugsverbindungen nach Saaz— Prag, bezichungsweise über Laun—Prag vor, deren Beachtung und Berücksichtigung der Vorsitzende zusagte. Aus den Ausführungen der Vertreter der Handelskammern geht hervor, daß di« Vereinigung der Pilsner Geschäftsreisenden die Verlegung der von der Konferenz verlangten Schnellzüge in umgekehrter Richtung verlangen, daß diese Forderung aber abgelehnt werden muß, weil ansonsten die Erreichung einer Rentabilität ausgeschlossen ist. Es wurde beschlossen, das Präsidium des Landesverbandes für Fremdenverkehr zu ermächtigen, im Sinne der Beratungen die Einlage der geforderten Schnellzüge mit der Herstellung, bzw. Inkraftsetzung des Sommerfahrplanes zu verlangen. Vorsitzender Oberlehrer Zapp schilderte dann die Notwendigkeit des Kraftwagenverkehr r, der bei uns noch bedeutend ausgebaut werden könnte, wenn die Pflege der Straßen und im Winter ihre Freihaltung entsprechend durchgeführt würde. Er gab einige Fingerzeige, wie dies durch eine verständnisvolle Zusammenarbeit zwischen Staat, Land und Gemeinde herbeigeführt werden könnte..Herr Oberlehrer Zapp schlug vor, daß die Gemeinden dem Kraftwagenverkehr ein größeres Interesse entgegenbringen möchten und daß so wie für Südböhmen auch für Nordböhmen eine alle Gemeinden umschließende BerkehrSvereinigung organisiert werden sollte. Der Verlauf der Konferenz kann für diese wichtige Verkehrsftage als erfolgreich betrachtet werden und eS wäre nun nur notwendig, daß das Eisenbahnministerium den Beschlüssen der Konferenz verständnisvoll entgegenkommt. Oie Jugoslawe««ach Prag abgereift. Belgrad. 20. Jänner.(Avala.) Die jugoslawische Delegation 1 für die Handelsvertragsverhandlungen mit der Tschechoslowakei, deren Zusammensetzung bereits bekanntgegeben wurde, ist heute nach Prag abgereist. Seite 4. Mittwoch, 21. Jänner 1931. Tagesneuigkeiten. Mißglücktes Schwindelmanöver der Weiperter Da lachen die Grubenhühner! Der Tag" vermeidet es sorgfältig, jeinen Lesern zu dem herrlichen Aufsatz über die Ge= heimfächer der Literaturgeschichte irgendeine ergänzende Aufklärung zukommen zu die tommunistischen Spalter. Bom Rundfunt. Donnerstag. Tr. 18. Brag: 11.15 Schallplattenmufit. 12.30 Wingsfonsert, 16.30 Nachmittagskonsert. 18.25--18.55 Deutsche Sendung. Steuerfragen des Alltags, Bei. Erwerbsteuer, Dr. Marianne Both, R. A., Wien„ Das Recht der Frau". Brünn: 11.15 Schallplatten. 18.20 Deutsche Sendung. Deutsche Presse. Schauspieler E. Rede: Rezitation aus tajfischer Dichtung. 19.30 Uebertragen aus dem Nationaltheater: Morana", Bollsoper von J. Gobova. Bresburg: 13.30 Schallplassenmust. 16.00 Shoulplatten Opernujit. 17.50 Liederkonsert. 18.10 Stlovicrvoriväge. 18.30: Unterhaltungsmusik. Mähr.- Ostran: 11.00 und 15.00 Leichte Schallplattenntufit. 18.00 fit für chromat. Harmonika. 18.20 eurice Sendung. Univ.- Prof. Dr. G. Trojan Um die 21.10 Symphoniekonsert. Wien: 19.35 Vorträge auf 2 RioDie Kommunisten rufen Gendarmerie zu ihrem ,, Schuße“. Trotz der Feststellungen der Behörden, die forderung des Gen. Müller ein brausendes Frei lassen und, während er sonst jede Gelegenheit das statutenwidrige Vorgehen der Weiperter Heil" auf den Arbeiter- Turnerbund aus. Die wahrnimmt, sich an uns zu reiben, hat er mit Kommunisten im dortigen Arbeiterturnverein von den Kommunisten herbeigerufene Gendar feinem Mudjer auf unser Feuilleton Aus der feststellten, versuchte Herr Illing, ihr Führer, merie räumte dann unter erheblichem Widerstand Hobung der Schäße des Tierreiches". 18.15 Arbeit Prostata des Dritten Reichs" geant und seine kommunistischen Drahtzieher aus Bajonett auf" den Saal. in der Handwerfer- und Kunstgewerbeschule. Hamburg: 16.30 vortet. Dagegen leistete er sich folgende durch Reichenberg, am Sonntag die rechtmäßige Mehr- Interessant ist, daß Herr Jlling, der Hampel- Seitere Avien, Königsberg- Heidelberg: 18.30 Biederstunde. Königsmusterhausen: 18.30-18.55 Prof. Dr. W. Sombart: seinen Aerger zwar erklärliche, aber dennoch un- heit der wirklichen Mitglieder des Vereines mann der Reichenberger, den Vorschlag des der moderne Ropiralismus", zeipzig: 21.15 werfe von vorsichtige Schimpfnotiz: mittelst des Trics geübter Taschenspieler um ihre Regierungskommissärs, je drei Leute jeder Partei Robe human. München: 19.30 Unterhorungsfonzert. Gehässig bis zum Exzeß. Rechte und was den Kozi- Nazi ja die Haupt zu einer vereinbarenden Beratung zusammenzubieren. 20.00 Niederabend Elisabeth Schuhmann. 2.10 bendWir mußten unlängst berichten, daß infolge sache warum das in jahrzehntelanger treuer bringen, schroff abwies. Gen. Müller erklärte, longert, der Differenzen zwischen den Buchdruckereibesizern Arbeit erworbene Vereinsvermögen zu prellen. daß wir auch jetzt noch zu einer gütlichen Regeund der Buchdrudergewerkschaft unsere Druderei Trotzdem sich die Kommunisten einen Regie lung bereit gewesen wären, nach der Aeußerung Es wurden ihm die Beine abgefahren, der Kopf nicht in der Lage war, den technischen Anforderungsvertreter und 24 Mann Gendarmerie des Herrn Illing ist dies nun nicht mehr möglich. vom Rumpfe abgetrennt und der Rumpf selbst rungen wie sonst zu entsprechen und daß wir da erbeten hatten, ging der plumpe Schwindel nicht Ueber Einladung des Gen. Müller versam vollständig zerfetzt. Das Motiv der Tat dürfte her gezwungen wären, das Blatt für etliche Tage durch. Auch das Nichteinladen unliebsamer Mit- melten sich in der Turnhalle an die 200 Mit Arbeitslosigkeit sein. nur in eingeschränktem Umfange erscheinen zu glieder und die absichtlich späte Einladung glieder und gaben bei den Ausführungen des Selbstmord eines Sträflings. In der StrafTassen. Eben aus dieser kurzen Notiz hat der unsicherer Elemente", auch die vielen Beratun- Gen. Müller ihrer Entrüstung über das klaffen- anstalt in Banfraz hat sich der bekannte. Ei nlöbliche Sozialdemokrat", der schon nicht mehr gen des Feldzugsplanes auf Grund Reichenberger schädigende Vorgehen der verantwortungslosen brecher Seit át aus Liboch in seiner Zelle weig, was er alles gegen uns ausheden und aus- Expreßbriefe verhalf der Schiebung nicht zum fommunistischen Spalter Ausdrud, erhängt. Seftát war vor furzem aus der Startbrüten soll, die Folgerung gezogen", daß der Siege. Ebenso die raschen Ausschlüsse nicht. Die Es wurde beschloffen, eine Deputation zur hauser Strafanstalt entflohen und konnte nationalsozialistische Tag" technisch nicht ganz rechtmäßigen Mitglieder ließen es sich nicht Behörde zu entsenden und die Wahrung der erst vor einigen Tagen bei einem neuen Diebauf der Höhe ist. Wir können es getrost nehmen, unter Führung des Abg. Gen. Heinrich Mitgliederrechte und der rechtmäßigen Beschlüsse stahl festgenommen werden. Die Furcht vor unserem Lesertreis überlassen, si Müller und der führenden Mitglieder des zu fordern. Den Kommunisten aber, die zum der neuen Strafe trieb ihn jetzt zum sein eigenes Urteil über die Verdre Vereines in die Versammlung zu gehen. Die Gaudium der Nazielemente solche Trauerspiele Selbstmord. hungstünste der sozialdemokratijch handfesten" Ordner der Kommunisten gingen aufführen, sei gesagt, daß die Geduld der Weiper- Sechs Kindern das Leben gerettet. Wie der jüdischen Redaktion zu bilden, die sich brutal gegen Einlaßbegehrenden vor, ter Sozialdemokraten zu Ende ist. ,, Deutschen Zeitung" aus Frankfurt a. M. selbst über die Forderung der Buchdruckergewerk schlugen auf sie ein, konnten aber den Zutritt Wir werden weder den Roheiten einzelner gemeldet wird, gelang es dem Lehrer Schumann fchaft hinwegjezt, nur, um uns ihren abgrund zum Saal nicht verwehren. Im Saal selbst Elemente weichen, noch irgendein neues fom- gemeldet wird, gelang es dem Lehrer Schumann fom- in Idstein( Taunus), sechs Knaben das Leben tiefen Saz zu zeigen, von dem man schon wurden unsere Genossen in der rüdesten Weise munistisches Manöver Reichenberger Art zulassen. zu retten, die auf dem Eise eines Teiches einfagen kann, daß er über jedes Maß des Erträg von den rauflustigen Weltrevoluzern täflich Wir werden uns der Mittel be- brachen. lichen hinausgeht... angegriffen. Auf eine Frau schlugen die Kom- dienen, die das schmußige Vorgehen Der Krante mit der Art. Im städtischen Unterdessen wurden die Differenzen zwischen munisten mit Stühlen ein, insbesondere sollen dieser Pseudorevolutionäre erfor Buchdruckereibesigern und Gehilfen beigelegt, so sich da bekannte Bärensteiner, halb und halb derlich machen. Das sei ihnen mit aller Strankenhaus in Goldberg überfiel cin 35daß die passive Resistenz der Buchdrucker cinge- Linierte, hervorgetan haben. Deutlichkeit gesagt! Das mögen sie auch„ expreß" jähriger Asthmakranker aus Eifersucht eine in stellt wurde. Jezt kann sich der Sozialdemokrat" Daß nun auch unsere Genoffen die Geduld nach Raaden und Reichenberg berichten. Schluß der gleichen Anstalt untergebrachte Straute, wieder eine neue Sensation aus den verloren, ist leicht begreiflich. In diesem Tumult mit dem kommunistischen Gespensterspuf in schlug mit einer Art auf sie ein und verletzte sie tödlich. Als der Krankenhausverwalter auf das schmuzigen Fingern saugen... und der allgemeinen Schlägerei untersagte der Weipert. Soch die freie Turnerei und der Arbeiter ihm der Täter mit der Art einen Schlag über Geschrei der Ueberfallenen hinzueilte, versetzte Die geradezu prostatische" Aufregung ist so Regierungsfommiffär Herr Dr. Stibis die Veralbern, wie das Verschweigen des Gruben- sammlung. Unsere Genossen brachten über Auf- Turn. und Sportverband! den Kopf, so daß er besinnungslos zusammenhundes in diesem Zusammenhange frech ist. W wwwwwww brach. Es gelang später, den Mann zu ver Wir haben uns feine Sensation aus trugen auch Pfeffer bei sich, mit dem sie den jedoch ohne Ergebnis. Da in der Nacht Tauwet- haften. den Fingern gejogen, sondern der Diener blenden wollten. Die Verhafteten ter eingetreten ist, hofft man, heute die Leichen Ein dreifter Raubüberfall wurde Montag ,, Tag" hat mit seinem Grubenhund sind ein gewisser Ernst Sattler aus Wei- zu bergen. abends auf eine Verkäuferin eines Pelzwareneben eine begreifliche Sensation er- pert und Franz Klaus aus Bernstein. Ein geschäftes in Hamburg verübt. Ein junger regt. Und wir haben nichts verdreht, dritter Komplice, der bei diesem Ueberfall nicht Mensch betrat den Laden, warf plößlich der sondern die Notiz des„ Tag" über seine technische anwesend war, wurde gleichfalls verhaftet und Berkäuferin einen Riemen um den Hals und Unzulänglichkeit abgedruckt und zu der Feststel- überführt. Das Auto, das die beiden gemietet schleppte sie in das hinter dem Laden liegende lung, daß er nur vier Seiten start erscheinen hatten, fuhr mit einer falschen Nummer. Ueber Lahore, 20. Jänner. Während eines Ge- Zimmer. In ihrer Todesangst gab die Verkäukönne, weil die Druckerei den technischen Anfor- die Person des Chauffeurs gibt die Polizei noch schwaderfluges stieß einer der Apparate mit ferin den Ort an, wo sie das Geld aufzubewahderungen nicht gewachsen sei, die lobende und keine nähere Auskunft. In der Stadt herrscht einem Riesenadler zusammen, dessen Flügelweiteren pflegt. Mit einer Beute von nur etwa 20 anerkennende Bemerkung gemacht: große Erregung über diesen Vorfall, der ganze 2.50 Meter betrug. Das Flugzeug stürzte ab. Mart verschwand der Räuber, konnte jedoch voit Da ist es aber ungeheuer beruhigend, das Marktplatz ist voll Menschen. Der leßte Ueber- Die beiden Insassen fanden den Tod. einem Polizisten, der ihn aufmerksam ge= er, wie die Abhandlung aus den„ Geheimfächernfall auf einen Bankkassenboten ist noch zu frisch worden war, kurz darua verhaftet werden. Es 15 Jahre Kerter für einen Spion. handelt sich um einen 17jährigen jungen Men der Literaturgeschichte" so schlagend bewiesen hat, im Gedächtnis. Leipzig, 20. Jänner. Der vierte Straffenat schen aus Osnabrüd, der seinen Eltern des Reichsgerichtes verurteilte heute den 26 Jahre entlaufen ist. In seinem Besitz wurde auch alten früheren Obergefreiten der Reichswehr ein geladener Revolver gefunden. Meß, 20. Jänner. Ein Transportzug fuhr Friedrich Serpe wegen fortgesezten Berrates Das Eisenbahnunglüd bei Gdingen hat nach Die Verdrehung ist durchaus beim„ Tag" in dem Erzbergwerk Kraemer bei Mez infolge militärischer Geheimnisse in Tateinheit mit fort- den letzten Feststellungen insgesamt sechs Todeszu suchen, der seinen Lesern die Blamage mit falscher Weichenſtellung auf einen Arbeiterzug gefeßtem militärischen Diebstahl zu 15 Jahren opfer gefordert. Die Zahl der Schwerverletzten Bem Grubenhund verschweigt und sozusagen wie auf. Drei Bergleute wurden getötet, etwa zehn Zuchthaus und 10 Jahren Ehrenrechtsverlust. ist auf 15, die der Leichtverletzten auf 25 gefticDer Angeklagte hatte Gegenstände und Nach gent. Die bisherige Untersuchung hat ergeben, eine Grubentave um den heißen Brei verlegt. richten, die im Interesse der Landesverteidigung daß der Lokomotivführer Zielinski ohne Erlaubschleicht, aber dennoch die Frechheit besitzt, mit uns wegen der kleinen Glosse anzubandeln, die Taufends„ Studiengesellschaft“. geheimzuhalten waren, an Frankreich ver- nis mit der Maschine rangierte; ihn dürfte auch natürlich überhaupt nur im Zusammenhang mit die volle Verantwortung für das Unglück trefMünchen, 20. Jänner. Im Prozez gegen der vorausgegangenen Aufdeckung der Geheim fen. Wie Zielinsti bei seiner Vernehmung erfächer zu verstehen ist. Es wäre selbstverständlich den Goldmacher Tausend wurde heute die Grünflärte, habe er den Personenzug infolge des in Tächerlich, wenn wir uns über das zufällige tech- Der Vorsitzende stellte aus den Aften fest, daß dung der Studiengesellschaft Tausend erörtert. München, 20. Jänner. Heute nachmittags der Nähe der Unfallstelle stehenden Wächterhautechnische Versagen des„ Tag" lustig gemacht die Summe der für die Studiengesellschaft ein um 1 Uhr 20 Minuten stürzte furz vor der ses nicht sehen können. Als er den Personenzug hätten, wie er es seinen Lejern darstellt. Das lag uns jo jern, wie es dem„ Tag" fernliegt, gezahlten Beträge zuletzt etwa 820.000 Mart Laudung auf dem Flugplay Oberwiesenfeld ein erblickte, sei es bereits zu spät gewesen und er betragen habe, was Tausend zugibt. Er gibt Flugzeug des bayrischen Leichtflugzeug- Slubs aus habe keine Möglichkeit mehr gehabt, Rückdampf seinen Lesern zu sagen, worum es bei der gan- weiter zu, auf Grund der Sahungen einen Be- geringer Höhe ab. Die Infaffen des Flugzeuges, su geben. zen Sache geht. Es heißt aber schon die rabuder Passagier Wolfsrudel in Karpathorußland. In den leglistische Rühnheit einer ganzen Talmudichule aus trag von 25 Prozent der Mitgliederbeiträge er der Pilot Gode Johannes und dem Felde schlagen, wenn ein Blatt, das einen halten zu haben. Er habe zunächst 150.000 Mark Fris Kramer, waren auf der Stelle tot. ten Tagen sind in den Wäldern in der Umgebung und später noch einmal 100.000 Mart befom Die Ursache des Absturzes ist noch unbekannt. von Medzilaborce so viele Wolfsspuren aufgetaucht, Sachverhalt derart verdreht darstellt, noch von men, zusammen also eine Viertelmillion. Der daß fein Tag vergeht, ohne daß nicht das Personal den Berdrehungsfünften der gegnerischen Re- Verein wurde im Jänner 1927 gegründet; der daktion spricht. Im übrigen bezeugt dieses Vorgehen des Sib war ursprünglich Frankfurt a. M. wurde Tag" nur, daß man in seiner Redat aber später nach Freiberg in Sachsen verlegt. tion die eigenen Leser ausnahmsdeit geistigen Anforderungen des modernen Zeitungsbetriebes nach wie vor ge= to a chsen ist und seinen Lesern in dieser Rich tung nichts schuldig bleiben muß! zu werfen. Sie muß jedenfalls wissen, was sie diese nie zu überschätzen, hätten ihr aber doch mehr zugetraut. Ueberfall auf einen Bantdiener in Saaz. Zugsunglüd unter der Erde. raten. Flugzeug gegen Adler. Die Flieger stürzen ab. Fliegertod. Lundenburger Zollpraxis. Unsere Grenzzoll- des dortigen Großgrundbejizes Maffenexpeditionen behörde in Lundenburg faßt anscheinend ihre ausrüsten würden, um Jagd auf die Wölfe zu Aufgabe ganz nach örtlich- willkürlicher Einstel machen. Bei der legten Jagderpedition wurden lung auf und kennt keine Grenze tennt teine Grenze zwischen zwei alte Wölfe angeschossen. Beide angeschossenen Pflichterfüllung und Schifanierung des reisenden Wölfe entkamen, doch ist man der Ansicht, daß man los für Troglodyten und Analpha- Geburtensteigerung in Mufſolinien. Bublifums. Meine Tochter studiert seit mehr als sie bald auffinden wird. Vor einer Woche fing heten hält. Denn nur von der Vorausset Nom, 20. Jänner( Stefani). Nach stati- vier Jahren in Wien. Vor drei Jahren kaufte der Revierförster in Sukova drei Wölfinnen im zung ausgehend, daß weder ein einziger Leser des stischen Angaben betrug die Zahl der Neuge ich eine gewöhnliche elektrische Stehlampe, die Fangeisen. Außerdem werden ständig zwei Rudel Tag" ein jozialdemokratisches Blatt in die borenen im Jahre 1930 in Italien 1,085.163, fie feither benützte und zu den Weihnachtsfeier- beobachtet, die von der polnischen Seite der KarHand nimmt, noch ein einziger gescheit genug sei, das sind um 44.768 mehr als im Jahre 1929. tagen nach Hause mitnahm, da die Lampe in pathen herüberkamen. Die aus der Ostslowakei und selbst dem Grubenhund auf die Spur zu kommen, Die Zahl der Todesfälle betrug 570.161, jodaß Wien nicht mehr benötigt wird. Bei der Grenz- Karpathorußland stammenden Meldungen, daß darf es die Redaktion des„ Tag" wagen, über die Geburten die Todesfälle um 515.002 über- zollabfertigung in Lundenburg wurde die Lampe Menschen von Wölfen überfallen worden seien, ihre Blamage mit Schweigen hinwegzugehen, ja stiegen. Die Bevölkerungszahl Italiens betrug als neu und zollpflichtig erklärt. Meine Tochter müssen mit Reserve aufgenommen werden. in ihrem Glashaus noch mit Frechheiten um sich 41,846.098. mußte mit der Lampe in die Kanzlei des Bahn- Aufnahme von Probegendarmen. Für das hofzollamtes, wo die Lampe abgewogen wurde Gendarmerieforps wird eine größere Anzahl von von ihrer Leserschaft zu halten hat. Wir glaubten, Motlandung eines Goldflugzeuges. und der Zoll vorgeschrieben werden sollte. Da Gendarmen probeweise aufgenommen. Als Brobemeine Tochter lebhaft protestierte und erklärte, gendarm tann aufgenommen werden: a) der die London, 20. Jänner. Ein französisches baß sie auf keinen Fall zahle, da es sich unt eine schechoslowakische Staatsbürgerschaft besitzt, b) der Flugzeug mit einer Goldladung im Werte von alte Lampe handle, wurde entschieden, daß die unbescholten, majorenn und geistig gesund ist, 1,600.000 Mart, das von London nach Paris Lampe am Zollamt deponiert und bei der Rüdc) der das 21. Lebensjahr überschritten und das unterwegs war, mußte gestern bei Smarden reise nach Wien wieder ausgefolgt wird. Man 35. Lebensjahr noch nicht erreicht hat, d) der ledig ( Kent) eine Rotlandung vornehmen und wurde stellte einen Schein aus, der dann bei der Rüd- oder finderloser Witmer ist, e) der einen starten, dabei schwer beschädigt. Einer der Piloten, der reise vorzuweisen war. Bei der Rückreise wurde gesunden Körper und eine angemessene Größe auf bewaffnet war, hielt bei dem Flugzeug Wache, meiner Tochter die alte Lampe gegen Erlag eines weist, f) der der tschechoslowakischen Sprache in bis das Gold in Sicherheit gebracht war. Lagerzinses von 5 Kronen wieder ausgefolgt. Wort und Schrift mächtig ist, g) der einen dem Selbstverständlich konnte sich meine Tochter aus Volksschulunterricht entsprechenden Bildungsgrad weifen, daß fie in Wien studiert und es bestand aufweist, h) der den normalen miltiärischen BräsenzBostamt einen größeren Betrag an die hiesige Junsbrud, 20. Jänner.( AN.) Sonntag fein Grund, ihren Angaben nicht zu glauben. dienst absolviert hat. Jeder Gesuchsteller muß Nationalbank überweisen sollte, nahmt man an, gingen vier Holländer von St. Christoph am Trotzdem machte man ihr Unannehmlichkeiten, feinem Gesuche eine Erklärung, die von zwel daß dies den Einbrechern bekannt sei. Die Arlberg nach St. Anton. Zwei von ihnen, wang fie über Lundenburg zurückzufahren, 3eugen unterfertigt sein muß, beischließen, durch Sicherheitswache und die Gendarmerie trafen namens Rind und Polat, beide aus Haag, woll wenn sie auf die Lampe nicht verzichten wollte die er sich verpflichtet, daß er im Falle seiner Aufdie nötigen Vorkehrungen. Als der Bankdiener ten noch am Abend zurüdlehren. Sie trafen aber und nahm 5 Stronen Lagerzins". Ist das im nahme in das Gendarmerieforps vier Jahre dienen in das Postamt gehen wollte, fuhr dort plößlich auch in der Nacht nicht ein. Da in der frags Interesse eines wirksamen Zollschutzes? 3. werde. Ordentlich gestempelte und eigenhändig geDer schriebene Gesuche sind bis zunt 15. Feber 1931 dem ein Auto vor, dem zwei Herren entstiegen, die lichen Gegend eine mächtige Stanblawine nieder Selbstmord wegen Arbeitslosigkeit. den Diener überfallen wollten. In demselben ging, nimmt man an, daß beide in die Tiefe 21jährige Arbeiter Anion Bachmann aus Schlag- Landesgendarmeriefommando, in dessen Bereich der Moment wurden sie aber auch von der Polizei gerissen wurden. Wiederholt durchstreiften die gempald beging Montag abends dadurch Selbst- Bewerber seinen Wohnort hat, einzureichen. Längerverhaftet. Sie gaben bei ihrer Einvernahme zu, Rettungsexpedition die von der Lawine heimge- mord, daß er sich in der Nähe der Station dienende Unteroffiziere müssen im Wege des Berdaß sie diesen Ueberfall geplant hätten. Sie suchte Gegend, eine unwegsame tiefe Schlucht, Aich von einem Personenzug itberfahren ließ. teidigungsministeriums ihre Gesuche einreichen, Die Täter verhaftet. Saaz, 20. Jänner. Heute früh erhielt die Sicherheitswache eine Verständigung, daß sich berdächtige Individuen herumtreiben, die einen Ueberfall auf das Postamt planen. Da das Der weiße Tod. Nr. 18. Mittwoch, 21. Jänner 1931. Seite S. Kampf mit Gorillas. Major Gatti, der Leiter der italienischen wissenschaftlichen Expedition in B e l g i s ch Kongo, entrann bloß um ein Haar dem sicheren Tove am Rande eines Abgrundes, wo fünf große Gorillas gegen ihn einen Angriff unternahmen. Einer der Gorillas wurde von Major Gatti erschossen, die übrigen ergriffen die Flucht. Norwegens Einwohnerzahl. Rach den Ergebnissen der am 31. Dezember 1930 duvchgeführten Volkszählung beträgt die Bevölkerung Norwegens 2,809.000 Köpfe. Dies bedeutet einen sechsprozen- tlgrn Zuwachs im letzten Jahrzehnt, perzentuell aber ine geringste Zunahme seit 1810 mit Ausnahme des Jahrzehntes 1880 bis 1890. Billig verkauft. Auf Ersuchen der Brünner Polizei wurde in Men der SSjährige Vertreter Johann Süß aus Brünn verhaftet, weil er beschuldigt ist, dem Juwelier Berthold Bachner in Brünn eine Musterkollektion im Wert« von 26.000 Kronen veruntreut zu haben. Süß gab den Tatbestand^ zu und gab an, die gesamten Juwelen um 350 Schilling(1700 K)' verkauft zu haben. Er wurde dem Landesgericht eingeliefert. Selbstzerfleischung eines Arbeitslosen. In einer der belebtesten Straßen Spandaus stürzt« heute vormittags ein Mann aus einem Zigarrenladen und schrie: ,Mbt mir einen Revolver, ich will mich erschießen!" Dann brach er bewußtlos zusammen. Er blutete aus zahlreichen Schnitt- und Stichwunden und wurde sterbend in das Krankenhaus gebracht.Der Mann, der 35jährige Arbeitslose Albert Skrypkowski, hatte sich im Zigarrenladen mit einem Jagdmesser di« Pulsadern aufgeschlitzt und mehrere Stichwunden an der Brust beigebracht. Hochwasser in Algier.„Journal" meldet aus Algier, daß die dortig« Borstadt„Maison Caree" Freitag früh von Hochwasser heimgesucht wurde, das in den niedrigst gelegenen Stadtteilen die Höhe von fast zwei Metern erreichte. Biel« Häuser wurden überschwemmt. Es werden Verluste an Menschenleben befürchtet. Eine Kirchrnglocke gestohlen. In der'Nacht auf Sonntag erbrachen Diebe in der römisch-katholischen Kirche in Mähr.-Ostrau-Hulwaken Vie Tür. Als es den Tätern nicht gelang, das Tabernakel auf dem Altar auszurauben, schraubten sie ein« 42 Kilogramm wiegende Glocke ab. Sie wurden jedoch von einem Heger beobacht«t, als sie di« Glocke aus der Kirche forttrugen. Die verfolgten Täter warfen auf der Flucht ihre Winterröcke ab und konnten so entkommen. Der Heger aber erkannt« sie, so daß mit ihrer Ergreifung zu rechnen ist. Wintergewitter. Der„Ostrauer Zeitung" zufolge ging in der Nacht auf Montag im Hultschiner Gebiet ei» Wintergewitter nieder. Die Plitz« richteten an der elektrischen Leitung ziemlich« Schäden an. In Lhotka und. auf der. Grube„Oskar" in Petrzkowitz blieben die.. Betriebsgebände ohne Licht. Diese sonderbare Naturerscheinung habe sich gezeigt, als die Temperatur unter den Nullpunkt sank. Schwanken die Wolkenkratzer?. Schwanken die Wolkenkratzer im Winde? Die Antwort ist: Ja, einigermaßen! Aber sehr hohe Gebäude schwanken nicht so sehr wie manche Sachverständigen behaupten. Die jüngsten Untersuchungen haben bewiesen, daß die Wolkenkratzer von New Jork und Chicago gar nicht so stark schwanken, wie man bisher dachte. Der moderne„Wolkenkitzler" wird so gebaut, daß er eine„Verrenkung" von 25.bis 40 Zentimeter gut vertragen kann, ohne zusammenzubrechen. Aber so ein Fall würde nur bei einem furchtbaren Wirbelwind entstehen. Borgekommen ist dies noch nicht. Unter normalen Umständen beträgt das Schwanken eines Gebäudes im Wind leiten mehr als 3 oder 4 Zentimeter, und meistens ■eträgt es sogar erheblich weniger. Dieses Schwanken ist natürlich absolut unsicht- ar, und man würde nichts davon spüren, wenn ran auf der Spitze des Gebäudes wäre. Es muß urch ganz außerordentlich empfindliche Apparate «messen werden. Der Wind spielt manchmal komssch« Tricks in riesen höheren Regionen. Ein stetiger, starker Wind hat nicht die größte Wirkung. Stürmisches Wetter, bei welchem der Wind in kurzen, heftigen Stößen kommt, selbst wenn der Wind leicht ist, verursacht das größere Schwanken. Und jetzt komm» das Verblüffende: Sehr hohe Gebäude schwanken viel weniger als die v'on mäßiger Höhe! Die Bewegung 'n einem 30 oder. 40stöckigen Wolkenkratzer der e'wa 150 Meter hoch ist,-st v.ci größer, als bei dem mächtigen Chrysler-Haus in New Uork.wer der Bank von Manhattan Europäer stellen sehr oft die Frage,>b, die Riesengebäude von Amerika nicht«iuiual umiallen und die Straßenpassanten unter sich begruben könnten. Merkwürdigerweise fühlte der Schreiber dieses bei einer Rückkehr von Amerika, daß die Gebäude von Hamburg, Berlin und Stuttgart viel mehr auf ihn drückten. Eine ungeheure Höhe ist anscheinend weniger bemerkbar als eine mäßige! S. F. Heiterer. Der Vegetarianer. Thomas:>„Na, du bist. mit ein Feiner; sonst tust du immer, als ob du der fanatischste Vegetarianer seist, und hier sehe ich dich mit größtem Appetit ein enormes Beefsteak mit Zwiebeln verspeisen!" Fritz:„Hm, du magst es Beefsteak nennen, aber ich nenne es„verbotene Früchte." Wir sie es auffassen. Lehrer: ,Kurt, wenn du immer höflich und sehr nett zu all deinen Spielkameraden bist, was werden sie von dir denken?" Kurt:„Einige von ihnen würden denken, daß sie mich verhauen könnten." Eva am Steuer. Verkehrspolizist(zur hübschen Autofahrerin):„Fräulein, ich muß Sie aufschreiben Sie sind über 60 Kilometer gefahren." Sie:„Oh, ist das nicht herrlich! Ich habe gestern erst fahren gelernt." Die besorgt« Gattin. „Meine Frau sorgt ausgezeichnet für mich, sie zieht mir jeden Abend die Stiefel aus." „Wenn du nach Hause kommst?" „Nein. Wenn ich ausgehen möchte." Dai„süßere" Wort. Verliebter:„Gibt es ein süßeres Wort, alS ,Jch liebe dich'?"' Armer Dichter:„Ja,.Scheck einliegend'!" Unter Freundinnen. Molly:„Ich möchte nur wissen, ob Fritz mich auch noch liebt, wenn ich alt bin." Millh:„Aber, Liebste, das wirst du doch nun bald erfahren können!" glänzenden Erfolg gehabt. Er brachte Lortzing ein Engagement als Kapellmeister. Aber im Sturmjcchr 1848 löste sich diese Bühne auf. Und wieder stand der Künstler vor unsteten Wanderjahren. AuS Leipzig, von wo ihn kollegialer Reid verdrängt hatte, begab er sich nach Berlin, wo er sein letztes Lebensjahr verbrachte. In aller Rot unermüdlich schaffend— man fand in seinem Nachlaß zahlreiche Werke— bis ihm endlich am 21. Jänner 1851 der Tod Ruhe bot, die er im Leben nie hatte finden können. Was Lortzing so bedeutend macht, ist, daß er die deutsche komische Oper, auch als Dichter seiner Textbücher, aus der Plattheit der Zauberposse und den Niederungen des Schwankes herausgeführt hat. Es weht eine frische Luft in seinen Partüuren. Alles ist voll feiner Anmut, voll gesunden Humors. Es sind„Gesamtwerte im Kleinen", um dies Wort Wagners mit Recht auf ihn anzuwenden. Eine Menge seiner Arien sind volkstümlich im besten Sinne oder waren es, bis sie von den amerikanischen Schlagern und der Wiener„D u l i ö H-L y r i t" verdrängt wurden. Seine Männerchöre bieten noch immer dankbare Aufgaben. Im„Zar" und in der„Undine" hat er die beiden Seiten der Romantik: Gefühl und Ironie, in köstlicher, stets naturechter Art in Tonen dargestellt.■+■ Auch von Meister Lortzing darf man sagen, er hat den Besten seiner Zeit genug getan— und lebt dritm fort für alle Zeiten! Körperwärme uns Fieber. SPD. Die Temperatur, die im Körperinneren eines gesunden Menschen herrscht, ist von einer auffallenden Gleichmäßigkeit. Sie bewegt sich stets um annähernd 37 Grad und schwankt nvrmalerweise kaum um mehr als 1 Grad, ob nun draußen schneidende Winterkälte oder drückende Sommerhitze herrscht, ob viel Heizmaterial, d. h. Nahrung, eingeführt wird oder wenig. Der Mensch hat diese eigentümliche Erscheiiumg gemeinsam mit allen Säugetieren und Vögeln. Sie alle halten mittels einer Reihe sinnreicher Einrichtungen der Natur die Temperatur ihres Körpert auf einer stetgleichen, für das Leben notwendigen Höhe, während die Körpertemperatur der wechselwarmen Tiere, wie z. B. des Frosches, sich nach der Außeirtemperatur richtet, im Sommer steigt, im Winter fällt. Ter so aufrecht erhaltene Temperaturunterschied gegen die Außentemperatur kann sehr beträchtlich sein; es kann z. B. bei Polarvögeln die Temperatur im Körper um bis zu 70 Grad und mehr höher sein als außen. i Auch die Technik kennt eine Einrichtung, um eine ganz gleichmäßige Temperatur in einem Raum dauernd zu erhalten: sogenannte Thermoregulatoren, die auf verschiedenen Prinzipien äufgebaut sein können. Ein Beispiel sei genannt.. Eine Qu eck-, silbersäule. dehnt sich- bei Erwärmung' aus(darauf bericht, das Thermometer). Bringt man eine solche Quecksilbersäule so in einem GlaSrohr an, daß zwischen ihrer Kuppe und einer Oeffnung, aus der das Heizgas für den zu heizenden Raum auStritt, nur ein kleiner Zwischenraum ist, so wird die Säule sich über diesen Zwischenraum hinaus auSdrhnen und die GaSöffnung verschließen, wenn die Temperatur steigt. Die Gaszufuhr wird dann gesperrt und das Gas tritt erst dann wieder durch die Oeffnung hindurch, wenn die Temperatur wieder etwas gesunken ist und das Quecksilber sich ein wenig zusammengezogen hat.' Di« Einrichtungen der warmblütigen Tiere zur Temperaturregelung sind anderer Art. ES sind mehrere Teileinrichtungen, die unter der Leitung eines Zentrums im Gehirn immer so Zusammenarbeiten, daß die Temperatur gleich bleibt. Steigt die Außentemperatur, wie z. B. in einem heißen Bade, so wird die Haut^heiß und rot! sie wird stärker durchblutet. Das hat den Sinn, daß warmes Blut aus dem Innern des Körpers an die Oberfläche gebracht wird, wo es etwas von seiner Warnte nach außen abgeben kann und so der Ueberhitzung des Körpers entgegenwirkt. Umgekehrt wird die Haut kühl und blaß, d. h. blutleer, weyn die Außentemperatur niedrig ist. Es soll dann keine Wärme abgegeben werden. Das Blut bleibt im Innern des Körpers und die Fettschicht unter der Haut, die die Wärme schlecht leitet, schützt den Körper vor Wärmeverlust. Ein wichtiges Mittel zur Abgabe von Wärme bei Hitze ist die Wasser- Verdunstung, die vor allem durch die Schweißbildung ermöglicht wird. Große Mengen von Flüssig- leit treten hier an die Oberfläche und verdunsten bei der hohen Temperatur, wodurch dem Körper viel entzogen wird, denn, um Wasser in Dampf zu verwandeln, muß man fünfmal so viel Wärme aufwenden, wir, um Wasser von 0 Grad auf 100 Grad zu erwärmen. Voraussetzung für die Wasserverdunstung ist trockene Luft, denn bei feuchter Luft kann das Wasser nicht verdampfen. Daher ist feuchte, schwüle Hitze so belästigend, weil hier auch starkes Schwitzen keine Erleichterung bringt. Tiere, die keine oder nur wenige Schweißdrüsen besitzen, wie z. B. der Hund, benützen statt dessen die Atmung zur Wasserverdunstung. Die lang heraushängende feuchte Zunge des Hundex an heißen Tagen dient zu diesem Zwecke. Neben der Regelung der Wärmeabgabe nach außen, der die geschilderten Einrichtungen dienen, haben die warmblütigen Tiere auch noch Möglichkeiten, durch Erzeugung von Wärme im Körper eine Unterkühlung zu verhindern. Dazu dient vor allem die Betätigung von Muskeln, denn bei jeder Muskelarbeit„entstcht.Wärme. Richb nur Willkür-^ .liche Körperbewegungen, wie man sie an kalten Tagen in mannigfaltigster..Weise ausübt, um sich warm zu machen, gehören hierher. Auch das Zittern und Zähneklappern dient dem gleichen Zwecke, indem Muskeln dabei in Tätigkeit gesetzt werden. Ebenso beruht die Gänsehaut, die einen bei Kälte überläuft, auf der Zusammenziehung von hunderten kleiner Muskelchen, die in der Haut an der Wurzel der Haare ansetzen und diese aufrichten. Alle diese Einrichtungen werden nun von einer Zentralstelle im Gehirn aus geleitet, dem Wärme- Zentrum, von dessen Tätigkeit uns nichts bewußt wird, das auch im Schlaf seine Funktion ausübt und die Tätigkeit der Muskeln, der Blutgefäße und der Schweißdrüsen regelt. Wird dieses Zentrum dadurch gereizt, daß das durchströmende Blut kühler wird, so werden von hier aus die Vorgänge ausgelöst, die der Erhöhung der Körpertemperatur dienen. Auf diese Art entsteht auch das Fieber, d. h. durch Reizung des Wärmezentrums, dje in diesem Falle nicht durch kühles Blut, sondern durch besondere Stoffe, Fiebergifte, erfolgt, wie sie z. B. beim Kampfe des Körpers gegen eingedrungene Bakterien entstehen. Daher ist Fieber ein regelmäßiger Begleiter bakterieller Erkrankungen, wie Eiterungen und Infektionskrankheiten. So wird es auch verständlich, weshalb die gleichen Mittel gegen Fieber anwendbar sind, die auch gegen Schmerzen wirksam sind(Aspirin, Pyramidon usw.), denn beide sind an Teile des Gehirns gebunden, Fieber sowohl als Schmerz, und sind daher beide durch gehirnlähmende Stoffe zu dämpfen. Mett Lortzing. Zum 80. Todestag des Kgmpomsteu am 21. Jänner. Von H. Wagner. Ist es wirklich erst 80 Jahre her, daß dieser schlicht-gemütstiefe Musiker, der einen so ehrenvollen Rang neben den Größen der deutschen Romantik, einem Marschmr, Weber, Spohr, und wie sie alle heißen, einnimmt, nicht mehr lebt? Wohl sind etliche seiner Bühnenwerke fester Bestand der Spielpläne, aber dennoch liegt vieles von dem, was er uns in der Musik schilderte: Freude am Romantischen,, schlichte Echtheit des Gefühls, gemütvoller Hu-' mor, der frei ist von kaustischer Schärfe— weit, allzuweit hinter uns, so daß Lortzinos Welt, die nicht mehr die unsere ist und es auch nicht mehr sein kann, allgemach anfängt, für uns nur mehr histprische Bedeutung zu erlangen. Aber wir tun wohl daran, uns von des Künstlers Hand hin und wieder dahingleiten zu lassen, denn es war in manchem doch„eine k ö st l i ch e Zeit". , LortzingS Leben war das typisch-mühselige eines deutschen Künstlers. Geboren am 25. Oktober 1801 in Berlin, ist er mit dem Vater als Knabe in ganz Deutschland herumgezogen, weil dieser, ein ehemaliger Lederhändler, sich dem Schauspielerberuf zngewandk hatte. Auch der kleine Gustav Albert stand bald auf den Brettern, daneben gab es Musikunterricht, so daß er sich gute Orchesterkenntnisse erwerben und Kompositionsversuche machen konnte. Als Schauspieler und Sänger hatte er sich einen geachteten Namen erworben. Von seiner Tätigkeit als.Komponist wußte man nicht so viel, bis endlich 1835 seine Oper„Die beiden Schützen" beim i großen Publikum endlich jenen Erfolg errang, den der bescheiden schaffende Musiker schon längst verdient hätte. In Leipzig brachte er 1837 seinen„Zar und Zimmermann" zuerst heraus, freilich mit lauem Erfolg, der aber nach der Berliner Aufführung zu einem großen und ehrlichen wurde. Seine nächsten Werke, darunter eine Hans-Sachs-Oper 1840, schlugen nur mit- telmäßig ein, bis endlich 1844 Lortzing wieder ins Schwarze traf, mit dem„Wildschütz", einem Lustspiel- von Kotzebue nachgebildet, zweifellos eins seiner besten Werke. Bis 1845 wirkte Lortzing als Theatcrkapellmeister in Leipzig. Dann traf ihn das herbe Los der Arbeitslosigkeit. In diesem bangen Jahr brachte er in Magdeburg und Hamburg seine romantische Oper„U n d i n e" heraus, ihr folgte sein köstlicher„Waffenschmied", welchen beiden Werken es niemand ansieht, mit welch bitteren RahrungSsorgen ihr Scböpfer und seine zahlreiche Fannlie zu kätnpfen hatte. Der„Waffenschmied" hatte im Theater in Wien SenoUen! ausgesetzt für »te Bervrettung unserer Zeitung agttieren- Setz» euch überall für unsere Parteipreffe ein. In das Heim des Arbeiters gehört Sie Arbeiterpresse. Darum, jiniijnnni Äenofleu».Genossinnen WjJ® MMklM m SIMM „Mn hanüelbpolttiMer Kon o idierungsplan" Unter diesem Titel veröffentlicht der mährische Industrielle Haus Tugep dh^a t im Berlage des Mitteleuropainstitutes•- eine Broschüre, in der er von der Ansicht ausgeht, daß es höchst« Zeit ist aus den anarchischen wirtschaftlichen Zuständen heruuszukommeu. Der hauptsächlichste Herd eines wirtschafts-anarchi- schen Zustandes ist Mitteleuropa und es muß daher vor allem in diesem Teil Europas zu einem Zusammenschluß kommen, wobei die Tschechoslowakei, Oesterreich, Ungarn, Jugoslawien und Rumänien mitzutun hätten. Nach einer vom Verfasser zusammengestellten Statistik von Ein- und Ausfuhr an Getreide könnte der Block der fünf Staaten den Absatz des von ihm erzeugten Getreides iri seine:» Innern finden. Als den Weg zu dieser Staatenverbindung sieht Tugendhat ein Präferenzabkommen zwischen diesen Staaten an. Alle die Staaten hätten einen dreiteiligen Grundtarif auszuarbeiten und zwar einen autonomen Tarif, der Anwendung findet für diejenigen Staaten mit denen keine Handelsverträge abgeschlossen sind, einen Vcrtragstarif und einen Präferenztarif, den dies« fünf Staaten niemanden andern als sich gegenseitig gewähren. Im Laufe von fünf Jahren müssen die Staaten ihre Zölle in der Weise abbauen, daß der Präferenztarif 15 Prozent, der Bertragstarif 30 Prozent und der autonome Tarif 45 Prozent vom Wert der Waren beträgt.— Der Vorteil dieses Vorschlages besteht darin, daß er nicht nur ferne Ziele stellt, sondern auch den Weg angibt,- wie man zu dem Wirtschaftsblock der genannten fünf Staaten gelangen könnte. Zu kritisieren wäre nur, daß der Verfasser von der geplanten mit- teleuropäischen Wirtschaft-Verbindung Deut sch- l a n d auSnimmt, was er mit den anders, gearteten handelspolitischen Interessen Deutschlands zu begründen, persucht. Im übrigen, hält er dem Block, der von ihm propagierten Staaten für einen Partner, der ebenbürtig mit Deutschland. Handelsverträge abschließen könnte. Prager Produktenbörse.^Offizieller Berich: vom 2 0. Jänner.) Bei gutem Besuch tendiert« die heutige Produktenbörse freundlich. Al- Hauptmerkmal deS heutigen GetreiÜemarktcs war die besonder- große Zurückhaltung der Verkäufer zu nennen, demzufolge sich auch die Preise im Bergleiche zum letzten Freitag zu erhöhen vermochten. In Weizen wurden harte und rote Sorten bevorzugt, welche auch um 2—3 X anzogen. Trotzdem gelber Weizen vernachlässigt blieb, verzeichnete er doch eine Befestigung um 1—2 K. Auch in Roggen überwog die Nachfrage, die Preise blieben jedoch ohne Aenderung. Bei Gerste kam zufolge der erhöhten Notierungen ein größeres Warenangebot aus den Markt, was dazu beitrug, daß die erhöhten Forderungen der Verkäufer bei Börsenerösfnung nicht genehmigt wurden und das Geschäft demzufolge ins Stocken geriet. Erst gegen Schluß kamen Umsätze zustande, die aber nur zu den.am letzten Freitag genannten Preisen getätigt wurden. Hafer, der«in größeres-Kaufinteressc aufwies, vermochte seine Notierungen um 2 K;u verbessern. Maiwies ein ruhiges Gepräge auf. und die Preise bröckelten eher etwas ab. Bon den übrigen Waren- sorten wäre noch die Befestigung in Rotklee, Jahrgang 1930,. um 50—100 K zu erwähnen. Ruben- samen lagen gleichfalls fester. Im Einklang« mit der Preisbefestigung am Weizenmarkte zog Weizenmehl in den besten Qualitäten um 2 X und Weizengrieß ebenfalls 2 X an. In Kleie hielt di« feste Stimmung weiter an. Amerikanisches Fett gab um 5 X nach.— Es notierten in K5: Rotweizen böhm., 81—88 Kg. 151—153, 79—80 Kg. 145—148, Weizen gelb, bö^n., 77—79 Kg. 138—141, 74— 76 Kg. 134—136, Roggen böhm,, 68—71 Kg. 98—05, Auswahlgerste 151—157, Gerste la 143 bimittlere 189—141, Futtergerste 90—98, Hafer böhm. 108—110, fehlerhaft 103—105, Donaumais 61—83, rumän. Futtermais, kleinkörn, neu 68—69, Futtermais La Plata 67—68, Erbsen Viktoria 190—230, gelb 140—160. grün, großkörn. 190—WO, kleinkörn, 150—170, Linsen großkörn. 490—520, mittlere 280 bis 330, kleinkörn. 280—250, Mohn blau 500—540, silbergrau 640—680, Kümmel holländ. 485—500, Heu böhm., nngepreßt, sauer 54—58, süß 64—68, gepreßt, sauer 55—60, süß 65—70, Roggenstroh in Bündeln, ungepreßt 88—40, andere Strohsorten, nngepreßt 29—31, Weizengrieß 285—295; Weizenmehl OHH doppclgriffig 265—275^ Weizenbackmehl 0 glatt 238—213, Weizenmehl Nr> 1 178—183, Wcizenbrotmehl Nr. 4 118—123, Weizenfuttermehl Nr. 8 82—96, Roggenmehl Nr. 0/1. 159—162, Nr. I. 151—157, Nr. 11. 83—93, Roggenfuttermehl 75— 77, Graupen Nr 10—6 225—260, gerissene Graupen 220—225, Hirse 250—260, Reis Burma ll 240—250, Moulmain 320—840, Bruchreis 280-330, kanadisches Mehl 175—180, Weizsnlleis 75—77, Roggenkleie 74—76, amerikanisches Fett 1080—1090, Eier(für 1 schock) frische böhm. und mähr, sco Haus 58--60, slowak, orig, sco Haus 56—58. 學 蛋 Kleine Chronit. Freffer unter den Zieren. Füttern und Reden streng verboten!" steht an int Lesen ungeübt zu sein, denn tros dieses Verbotes den fredt man den empfindlichen Tieren alles mögliche zu, in der Meinung, daß das, was dem menschlichen Magen gut tut, auch dem Tiermagen bekömmlich fein muß. Und nicht nur die Kinder sündigen hier. Das ist eine Unüberlegtheit, die oft schlimme Folgen für die kostbaren Tiere hat. Mittwoch, 21. Jänner 1931. Neue Zeit neue Mufit. Der Gefang der Maschinen. Nr. 18. ( n das Heim des flaffenbewußten Urbeiters gehört d. Zentralorgan. der Deutschen sozialdemokr. Arbeiterpartei " Sozialdemokrat" Sport- Spiel- Körperpflege * Der Heldentenor, der auf dem Wege zur Probe einem Meister des Instruments die Möglichkeit zu vielen Käfigen im 300. Aber die Besucher scheinen noch einmal die Arie vor sich hinsummte, und dabei geben, durch ebenso scharf umgrenzte wie gleichzeitig richtigen Einsatz nicht finden konnte, erschraf, freigestaltete Rhythmen und Tonik das hervorzubringen, was wir Melodie und Musik nennen? Es gibt Leute, die, wenn sie etwas von neuer Musik reden hören, sofort an singende Sägen" und„ lingende Hufeisen" denken,- aber die Primitivität des Instruments und seiner Handhabung ist Sie denn schon Grund genug, daran zu zweifeln, daß es Wildung soll an die Wand gestellt werden. uns heutigen gegeben sei, neue Instrumente und Diese Drohung stößt die Rote Fahne"( Berlin) Damit neue mujifalische Wirkungen zu erzielen? vont 9. Jänner 1931 in ihrem Sportteil gegen den Grob erwidert, ist ja eigentlich unsere ganze Geschäftsführer der Zentralfommission für Arbei Musik, die wir in Opernhäusern und Konzertfälen tersport und Körperpflege aus. Wildung hat darzu hören bekommen, ein Gesang der Maschine. Nur auf im Mitteilungsblatt Nr. 2 des Kreises Branhaben eben hier eine große Menge von Stimm- denburg- Berlin im Arbeiter- Turn- und Sportbund fünstlern den Tonlärm zu einem Tongemälde fomt- folgendes erro'bert: poniert, das aus älteren, längst hergebrachten und herkömmlichen Geräuschen zusammengesetzt worden ist. Nun aber handelt es sich lediglich darum, auf die Töne der neuen Umwelt, die ein junges Beitalter geschaffen hat, zu lauschen und ihnen die wahrhaft künstlerischen Möglichkeiten abzulauschen. Manche Tiere lehnen instinktiv alle Nahrung ab, die ihnen nicht bekömmlich ist, aber andere sind so gierig, daß sie alles hinunterschlingen, was ihnen gereicht wird. Ein Hirsch kam eines Tages auf den Einfall, eine zusammengeballte Tüte zu fressen, die ein Befucher achtlos in seinen Räfig geworfen hatte. Das sah einer der Zuschauer, und nun wurde es Sitte, dem Papierfresser", pie man ihn nannte, Papier zu reichen, das er auch geduldig auffraß. Nicht lange danach wurde das Tier kraut und starb. Es wurde jeziert, und es stellte sich heraus, daß sein Magen je chzehn Pfund Zeitungen und Tüten enthielt. Große Fresser sind die Vögel. Besonders die fleinen Paradiesvögel hören nicht eher auf, bis sie traut werden. Raben haben eine große Vorliebe www Aus der Partei. Jugendbewegung. werden. ,, Die Drohung schreckt mich nicht. Wenn cô soweit fommen sollte, dann engagiere ich die Sportredakteure der Berliner Kommunistenblät ter wieder zu Mitarbeitern an der„ Sportpolitischen Rundschau"( Honorar an die angegebene Ob mon statt einer Zymbel eine riesige Eisen- Adresse"), und dann bin ich gerettet." maschine ihren gewaltigen Ton anstimmen läßt, Sört, Hört! Die Berliner fommunistischen Sportoder statt einer dünnen Geigenfaite ein mächtig redakteure. waren Mitarbeiter am reformistischen" Der Schwingungssummer, tönendes Stahlband: im Grunde kommt es doch 3.-- Organ und ließen sich die Honorare dafür für Weintrauben und fressen sie bis zur Grenze des cuf dem Musikhochschüler mit Hilfe von Verzerren dem nur darauf an, daß diese neuen musikalischen Mög- an besondere Adressen schicken, damit die KPD.. Möglichen ,,, Wenn sie gar nicht mehr fressen fönnen, neuen Saitenton Klangfarbe geben. lichkeiten sp zueinander geordnet werden, daß das Leitung von der Entgegennahme„ ,, reformistischer" verstecken sie weitere Vorräte, um sie, sobald sie wieder aufnahmefähig sind, zu verzehren. als ihm die Hupe eines Automobils das gesuchte menschliche Ohr die Wirklichkeit seiner Umwelt dar- Gelder nichts erfahren sollte. Schlangen verschlingen, was sie finden; es ist ins Ohr schrie. Er war dann sehr froh und trälaus entnimmt, nicht aber bloß ewig Schäferschalden Turner- Handballern in Desterreich. Der Areinmal vorgekommen, daß eine Schlange einen lerte luftig drauf los, ohne sich durch die dissonar- meien aus unwirklich gewordenen ländlichen Idyllen. Verlänjig keine Einigung der Arbeiter mit Die Hebertreibung verführt natürlich leicht da beiter- Handballverband hielt Samstag in Wien seilangen Bambusstock hinunterschlucken wollte. Erst tischen Begleitungen der Verkehrsmusik aus seiner zu, das Orchester zu einem Maschinenjaal umzugenen ordentlichen Verbandstag ab. Der Antrag auf als schon ein halber Meter von dem Stock in ihrem Tonleiter bringen zu lassen. Schlund verschwunden war, bemertte sie ihren Irr- Hier hatte einmal die Autohupe die Rolle der stalten und die musikalische Szene als ebenso trol Bujammenschluß mit dem 17. Streis des Arbeiter. tum und versuchte nun, sich von dieser unerwünschtimmgabel übernommen, die ja im Grunde auch fene wie lärmende Wirklichkeit hinzustellen. Die Turn- und Sportbundes bildete den Höhepunkt der ten Nahrung wieder zu befreien, was ihr nach qual- nur ein Instrument ist, das eine willkürliche Ton- technische Welt von heute aber unbeachtet lassen, Tagung. Nach einer sehr lebhaften und eingehenvollen Kämpfen gelang. höhe erzeugt, welche wir Menschen von irgendeiner würde morgen den Tod der musikalischen Kunst be den Aussprache wurde der Antrag mit 54: 28 StimAffen haben meist eine sehr gute Verdauung. Zeit her eben als den Ton festgesetzt haben. deuten. Bornehmlich deshalb schon ist man an der men abgelehnt. Doch sollen die Verhandlungen Das ist ihr Glück, da gerade ihnen die unglaub- wird man nun zugeben, daß es doch eigentlich ein Hochschule für Musik bestrebt, nichts unbeachtet mit den Turnern nach der Olympiade fortgejezt fichsten Dinge zugestedt werden. Man kann aber bißchen übertrieben ist, immer von der Gefahr zu lassen, was an neuen musikalischen Möglichkeiten Bei den Wahlen wurde Genosse Bellet beobachten, daß sie selber eine ganz gute Auslese sprechen, daß die Maschine den Menschen unter- durch neuartige Apparatur dargeboten wird. Und wieder zum Vorsitzenden gewählt. treffen. Manche Affen nehmen gern Zuder, und friegen könnte? Haben wir uns nicht eine ganze jin ernster Arbeit sind dabei von jungen Musikern Helios Dresden gegen Rasensport Döbeln 6: 4. Süßigkeiten, andere verschmähen das vollständig und Menge von musikalischen Instrumenten geschaffen, neue Konzertwirkungen erreicht worden. Es gib: wollen nur Gemüse, Kartoffeln, Mohrrüben und bei denen es doch eigentlich nur Grundvoraussetzung eine neue Musik, die dem Gesang der Maschine ab- Um ein Haar fonnte wieder ein Großbezirk die fünftige Teilnahme um die Kreismeisterschaft einbüßen. dergleichen. Ein Besucher gab einem Affen einmal ist, daß sie flare und reine Töne hervorbringen, um gelanjcht ist. Helios schien den Sieg von vornherein in der Tasche eine mit Eis gefüllte Tüte, aber nach genauer Bezu haben. Zur Halbzeit stand es 3: 0 für dieje, trachtung reichte der Affe ihnt diese ungeeignete denn es ließ nach dem Wechsel seinen Gegner freien Speise durch das Gitter zurück. Er bedankte sich. zurück, daß die Frau in den hinter der Haut liegenLauf. Beiden waren allerdings durch die schlamDer Orang- Utan aber, dem der unermüdliche Tier- den geitgewete, das bei ihr ja so viel stärker ausmigen Platzverhältnisse nur spärliche Chancen gefreund" dann die Delikatesse gab, schüttete, den In- gabber ist als beim Mannc, einen Vitaminvorrat boten. Vollkommen ebenbürtig zeigte sich zulest halt auf seinen Schädel und schien die wohltuende besitzt, von dem sie in Zeiten der Not sehren kann. Kühle wirklich zu genießen. Die isolierende Fettschicht kommt den Frauen auch Die Generalversammlung der Prager S. J. auch Töbeln, worauf sich auch dessen Erfolge aufDas alte Sprichwort„ Ein Straußenmagen noch in anderer Hinsicht zugute, indem sie gleich- Am 14 Jänner fanden sich die Prager sog. Jugend- bauen. Das Spiel fand in Dresden statt. tann alles vertragen" wurde unwahr an einem zeitig einen Wärmespeicher darstellt, der die Frauen lichen zu ihrer Generalversammlung zusammen. Der Recargartach württembergischer Meister. NeckarStrauß, der plötzlich einging und in dessen Magen vor Abfühlung schüßt. Wir sehen daher auch die Besuch war sehr gut. Für die Partei und Gewer- gartach sicherte sich durch einen 3: 2- ieg über Frau im allgemeinen gegen tälte viei wenige fchaft überbrachte Genojie Schönfelder Grüße Reutlingen einen Bunftvorsprung, den die übrigen man einen Büchsenöffner fand! wer Tiere füttern will, soll es mit Bernunit empfindlich, als den Mann: Los auch im Winter und Glückwünsche. Es sprachen sodann noch die Bewerber um die Meisterschaft des Kreises Wint Turner, der Kinderfreunde, dertemberg nicht mehr einholen können. tun und ihnen nur das geben, was ihnen wirklich geöffnete, manchmal umstrittene Schlafzimmerfenster Bertreter der Studenten, der Roten zitträglich ist. Die Bären kann man mit Brot, beispielsweise geht auf ihre Initiative zurüd. Sie Frauenorganisation, der Um die nordwestdeutsche Meisterschaft. In Kuchen, Obst, Zucker, Honig und Marmelade er- ist es, die die( für sie) vernunftsgemäße leichte Klei Falken und der tschechischen sozialdemokr. Jugend. Fortsetzung der Rundenspiele der Bezirksmeister freuen. Sie bedanken sich durch Kopfniden und Sung durchgejey: hat; am sommerlichen Badestrande Aus den Berichten geht hervor, daß die Gruppe Brummen; den Papageien fann man Affennüsse und hält es die Frau gewöhnlich viel länger im Wasser im zweiten Halbjahr 1930 gute Arbeit geleistet hat. wurden am Sonntag folgende Ergebnisse erzielt: Brenten Blumenthal gegen Lehe- Bremerhaven 5: 8, Obst geben, vor allem aber Bananen, die man ihnen aus als der viel schneller sich abkühlende Mann. Troß des Umstandes, daß gegen Ende des Jahres mit der Schale reichen muß. Bananen ist auch die Auch ihre Triumphe als Kanalschwimmerin verdankt die Wanderungen wegfielen, ist die Zahl der Bere vannover Ridlingen gegen Osnabrüd 2: 1, Bradgroße Leidenschaft der Affen, die aber auch gern die Frau nicht zuletzt diefer jolierenden, Vitamine anstaltungen um 10 gestiegen. Die Sprachenkurse wede- Bielefeld gegen Minden 5: 0. und Schwimmabende, die im vorigen Jahre der Immer noch kein mitteldeutscher Meister. Nach Orangen wie überhaupt alles Obst gern essen. Die und Wärme speichernden Fettschicht! Magdeburg- Neuhaldensleben und Wader Meinen Raubtiere darf man natürlich gar nicht füt- Gerüsteinstur; beim Wolkenkraßerbau. In New Bewegung sehr Abbruch faten, beeinflußten die dent tern, dagegen sind die Elefanten, obwohl sie im 300 Mort beobachtete eine riesige Menschenmenge untiGruppentätigkeit im Jahre 1930 in weit geringe Braunschweig schon dreimal unentschieden spielten, ja ihre reichliche Nahrung bekommen, immer dant- Schreden, wie der Oberteil eines 7 Stockwerte hoben rem Maße. Auch die Durchschnittsbesucherzahl weist gewann Magdeburg am Sonntag im vierten Spiel Trotzdem ist die Meisterschaftsfrage in bar für Zuder, Kartoffeln oder Brot. Brot fressen Gerüsts zusammenbrach und ein Arbeiter zusammen eine leichte Besserung auf. Der Mitgliederstand ist mit 4: 2. auch Hirsche, Rehe, Ziegen, Efel, Pferde und Zebras mit den Bretterleifen auf die Straße stürzt. Einen etwas zurüdgegangen. Dies ist darauf zurückzu diesem Kreis( Brovin; Sachsen, Anhalt, Braun gern. Diese Tiere gewöhnen sich rajch daran, ge- anderen Arbetter, der sich ebenfalls auf dem over führen, daß in November und Dezember eine schweig) noch nicht entschieden. Ein Ueberraschung in Rheinland- Westfalen. Int füttert zu werden, und fommt man öfter und beiten Teil des Gerüstes befand, gelang es rechtzeitig größere Anzahl Mitglieder zur Partei übergetreten sonders zu bestimmten Tageszeiten, so braucht man das Stabel einer elektrischen Leitung zu ergreifen und sind. Der Mitgliederrüdgang ist aber bei weitem ersten Spiel der letzten vier Anwärter auf die rhet nur zu rufen, und das Tier eilt sofort herbei. Das sich an, dieses solange anzuflammern, bis die Fener geringer als die Zahl der zur Partei übergetretenen nisch- westfälische Kreisfußballmeisterschaft unterlag gleiche fann man übrigens auch im Affenkäfig bewehr ihn aus seiner gefährlichen Lage befreite. Jugendlichen. Bei der Neuwahl wurde zum Ob der vorjährige Streismeister Obersprokhövel gegen obachten. Die Tiere behalten jeden, der ihnen etwas D'Annuncio bestellt sein Mausoleum... D'Ant mann wiederum Genosse Paul Bauer gewählt. Tortmund- Eving mit 3: 4( 1: 1). Oberiprokhövel Gutes bringt, in Erinnerung. Es ist eine Liebe, nuncio steht mit derselben Pose dem Tode entgegen, Der übrige Ausschuß jezt sich zusammen aus den war gegen Schluß des Spieles dem starken Tempo die durch den Magen geht", dennoch aber freut sich mit der er bisher sein Leben der Menschheit vorzu Genossen Ernst Wolfert( Staffier), Anni Wagner der Dortmunder nicht mehr ganz gewachsen. Alpine Notsignale. In den Bergen vericet, der Zoobesucher, wenn es ihm gelingt, ein Zeichen demonstrieren pflegte. Der italienische Dichter, der Schriftführer), May Ullmann( Obmann- Stellver von Anhänglichkeit der Tiere zu beobachten. sehr leidend ist, bringt seine Tage zwar auf seinen vertreter), Ernst Ullmann, Rost Schwab, Warte von Schneesturm überrascht oder fern von menschfürstlichen Befiz ant Garda- See, hier aber in einer Fuchs, Rudolf Hübner, Herbert Zwinzscher und lichen Behausungen am Ende seiner Kräfte zu sein, ist ein schreckliches Los. Kein Tag vergeht ohne tlösterlichen Franziskanerzelle zu und schreibt nic Magensteine. Bei den Vögeln findet man im mehr Romane, Kriegsaufrufe oder Manifefte für S. J. Prag. Heute beteiligen wir uns an der Pressemeldungen über tödliche Abstürze, EririeMagen Steine, durch die die germalmende Tätigtet: den Falchismus, sondern nuc ad Gebete. B gra- Monatsversammlung des Allgemeinen Angestellten rungstod oder Bermißtsein. Neben den allgemet der diden Magennuustulatur verstärkt wird. Wie ben werden will D'Annuncio in einem eigenen verbandes in der Urania, Brag II., Smečky 28, nen Vorsichtsmaßregeln muß jeder Stiläufer und fräftig die Magenmusteln bei Vögeln sind, bewies Mausoleum auf eigenem Grund und Beden. Kleiner Handwerkersaal. Kommt alle! Der Vortrag| Wanderer in alpinen Gebieten die einheitlichen Réaumur; er stellte fest, daß im Magen eines D'Annuncio Lieblingsbildhauer Renato Brogt er. Dr. Gruschka entfällt. Truthahns Eisenröhrchen plattgedrückt wurden, die hielt bereits einen entsprechenden Bauauftrag. Erwin Dahl. Kunst und Wissen. In Vorbereitung: Staiser von Amerita" Rudolf Dude. Der Vertrauensmann llest die Tribüne Monatsschrift für Arbeiterpolitik und Arbeiterkultur. Die Tribüne" unterrichtet den sozialistischen Vertrauensmann über die aktuellen Problems des internationalen Sozialismus. der Oekonomie und der Kulturpolitik. Jahresbezug 40 Kč. vierjährlich 10 Kč, Einzelbefte 4 KE. Rotsignale fennen. Die Signale des Hilfe suchenden wiederholen sich im Abstande von einer Minute sechsmal hintereinander durch Rufe, Tücher schwenfen, grelle Pfiffe, oder Revolverschüsse. Die Stelle, die diese Notsignale vernimmt, antwortet mit Gegenzeichen, die in Abständen von einer Minute furz dreimal hintereinander gegeben werden. Herausgeber: Siegfried Taub. Chetrebatteur: Wilhelm Nießner. Verantwortlicher Redakteur: Dr. Emil Strauß Prag. Drud: Rota A.-G. für Zeitung and Buchdruck. Prag. einer Belastung von über ziveihundert Kilogramm ftandhielten. Die vielfach aus sehr harten Körnern bestehende Nahrung des Vogels wird zwischen den Steinen germahlen und jo den Magensäften am besten erschlossen; dabei werden die Kanten und Eden der Steine völlig abgeschliffen. Wie Hesse von Bernard Shaw. Regie: Dr. Brunow. Premiere unb Doflein berichten, ist die Aufnahme von am 31. ds. In der Kleinen Bühne wird die Steinen bei den Körner- und Gesämefressern am Stomödie Heiraten verboten"( B. G. B. zeidlichsten, entsprechend der bedeutenden Härte und$ 1312) von Otto Ernst Hesse vorbereitet. Regie: Widerstandsfähigkeit thres Futters. An den alles Hölzlin. Premiere am 31. ds. fressenden Krähen hat man bemerkt, daß sie bei Spielplan des Neuen Deutschen pflanzlicher Soft mehr Steine aufnehmen als bei Mittwod), 7% Uhr: III. Philharmonij des Bestellungen durch den Vertrauensmann, die Schriftenabteilun. Für den Druck verantwortlich: Otto Solit. Prag. tierischer. Auch bei Krokodilen, die einen den Vö- Konzert. Donnerstag, 7% Uhr( 85-1): ,, Margeln ähnlichen Staumagen besigen, hat man die Auf guerite durch drei". Freitag, 7% 1hr nahme von Steinen beobachtet. ( 86-2):& idelio". Samstag, 7 Uhr( 87-3): Vitaminverteilung bei Mann und Frau. Von Soldaten". Sonntag, 2% Uhr: R. V. und born herein nahm man an, daß die Frauen, deren Arbeitnehmervorstellung: Wie werde ich reich Opganismus die schweren Anforderungen des Ge- und glüdlich?"; 7 Uhr( 88-4): Böhmische bärens und Stillens gestellt werden, einen größeren Musikanten". Montag, 7 Uhr: Bankbeamten Bitaminreichtum benötigen würden als der Mann. I und II: Die Räuber". Theaters. Daß man mit dieser Annahme nicht fehlging, be- Spielplan der Kleinen Bühne. Mittwoch, halb weisen Untersuchungen, die bereits während des 8 Uhr: Die Wunderbar". Donnerstag, halb Weltfriegs ausgeführt wurden, und über die auf 8 Uhr: Bankbeamten II: Marions Väter". der Tetten Tagung der Pharmatologischen Gesell Freitag, 7% Uhr: Stulturverbandsfreunde: Maschaft in Konigsberg berichtet wurde. Man hatte rions Väter". Samstag, 7% Uhr:„ Die namo damals gefunden, daß bei einer durch Vita Wunderbar" Sonntag, 3 Uhr: Sturm im minmongel( infolge von Fettnot) Fettnot) auftretenden afferglas"; 7% Uhr: ,, Marguerite Augenkrankheit von 330 Erfranften nur 38 Fran- durch drei". Montag, 7% 11hr:„ Meine en waren. Diese auffällige Tatsache führt darauf we ster und ich", sea. Volksbuchhandlung oder direkt durch die Verwaltung Prag 11. Nekazanka 18. Die Zeitungsmartenfeantarut wurde von der Bot u. Telegraphen ottefrion unit Erlag Rr 13.800/ VII/ 1930 betvilligt Gesucht wird für die Redaktion des„ Sozialdemokrat" eine politisch versierte Genossin, die perickte Maschinschreiberin und Telephonstenographin und in allen Büroarbeiten bewandert ist. Offerte sind zu richten an die Redaktion des„ Sozialdemokrat Prag II., Nekázanka 18