Nr. 42. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illustrirter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Bettungss Pretstifte für 1899 unter r. 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 16. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonelgeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Bmt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: " Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonnabend, den 18. Februar 1899. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Präsident Faure. Paris, 17. Februar. Der Tod des Präsidenten Faure wird Carnot sechs Jahre fieben Monate, Casimir Perier sechs von allen Blättern eingehend besprochen. Gaulois" Monate, Faure vier Jahre einen Monat. Inmitten der Wirrnisse, denen die Dreyfus- Angelegenheit meint, Faure werde im Gedächtniß seiner Mitbürger besonders Frankreich überliefert hat, ist der Repräsentant der Republik dadurch fortleben, daß er die französisch russische Allianz und Verfassungsbestimmungen. vom urplöglichen Tode dahingerafft worden. Felix Faure den franzöfifch- italienischen Handelsvertrag zum Abschluß brachte. Der Präsident der Republik wird mit absoluter Stimmenzahl besorgte noch am Donnerstag alle üblichen Regierungs-& igaro" fordert alle Republikaner auf, fich sofort zu von einer aus den Mitgliedern des Senats und der AbgeordnetenRegierungsvereinigen und die Neuwahl eines Präsidenten vorzunehmen. fammer, die fich zur Nationalversammlung bereinigt obliegenheiten. 6 Uhr Abends fühlte er sich plötzlich unwohl." Radical" bezeichnet den verstorbenen Präsidenten zwar nicht haben, gebildeten Wahlkollegium gewählt. Die Wahl gilt auf 7 Jahre. Die herbeigeholten Aerzte erkannten alsbald, daß der Zustand als seinen Freund, aber trotzdem sei er ein überzeugter Republikaner Jeder Franzose, der sich im Genuß der politischen Rechte befindet, des Präsidenten höchst bedenklich sei; er selbst sagte wiederholt: gewesen. fann gewählt werden. mit mir geht's zu Ende; ich bin verloren, sicher vorloren. Er nahm Abschied von seiner Familie und seinen Dienern, um 9 Uhr verlor er das Bewußtsein, um 10 Uhr verschied er am Gehirnschlag. In Berlin traf die Nachricht gegen 2 Uhr Nachts ein. Paris, 17. Februar. Die Physiognomie der Stadt ist dieselbe wie gewöhnlich; es herrscht völlige Ruhe. Telegramme aus der Provinz, namentlich aus Havre, St. Etienne, Auxerre und Agen melden die schmerzliche Ueberraschung der Bevölkerung durch den Tod Faure's. Neben den öffentlichen Gebäuden haben auch zahlProvinz herrscht durchaus Ruhe. Im Elyséepalast und im Ministerium reiche Häuser von Privatleuten auf Halbmast geflaggt. Auch in der des Auswärtigen laufen zahlreiche Depeschen aus den Provinzen und dem Auslande ein. Felix Faure wurde am 17. Januar 1895 zum Präsidenten erwählt. Da die Wahl auf 7 Jahre gilt, so hätte er noch fast 3 Jahre im Amte bleiben dürfen. Am 16. Januar hatte Kasimir Perier unter höchst eigenartigen Umständen freiwillig Paris, 17. Februar. Die heutige Sigung der De auf die Präsidentschaft verzichtet. putirtentammer war von Mitgliedern sehr stark besucht. Die Faure war 1841 zu Paris geboren, von Beruf Schiffs- Tribüne ist mit Trauerflor behängt. Präsident Deschanel hält dem theder, wohnte er seit langen Jahren in Havre. Politisch trat Präsidenten Faure einen Nachruf, in welchem er alle Franzosen aufer zuerst 1881 auf, wo er in Havre in die Deputirten- fordert, an seinem Sarge jeden Zwiespalt zu vergessen.( Beifall von fammer gewählt wurde; er zählte sich zur republikanischen Partei. Bald darauf wurde er im Ministerium Gambetta Unterstaatssekretär des Handels und der Kolonien, ein Beileidstelegramm. Graf Münster legte im Auftrage des Kaisers desgleichen unter dem Ministerium Ferry und späteren am Sarge Faure's einen Kranz nieder. Zur Zeichenfeier soll eine Kabinetten. In der Kammer besprach er hauptsächlich Kolonial besondere Mission nach Paris entsandt werden. angelegenheiten. Im Ichten Kabinet Dupuy unter Perier's Präsidentschaft hatte Faure das Portefeuille der Marine. Zum Präsidenten wurde Faure erst in der Stichwahl gewählt. Im ersten Wahlgange erhielt er 244, WaldeckRousseau( als Kandidat der Senatsrepublikaner) 184, Brisson ( Kandidat der Radikalen) 338 Stimmen. In der Stichwahl siegte Faure mit 430 gegen Brisson mit 361 Stimmen. allen Seiten.) Beileidskundgebungen. Der deutsche Kaiser sandte der Wittwe des Verstorbenen Der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes v. Bülow stattete dem französischen Botschafter Marquis de Novailles in Berlin einen längeren Besuch ab. Ebenso werden Beileidskundgebungen aus Rom, London, Petersburg gemeldet. Das Begräbniß. " " Wird die Präsidentschaft vor dem normalen Ende infolge Todes oder Rücktritts erledigt, so übernimmt der Ministerrath die vollziehende Gewalt und die Kammern versammeln sich sofort zur Wahl des Präsidenten. Tritt die Nationalversammlung zusammen, so wird das Bureau des Senats gebildet. Die Sigungen der Nationalversammlung finden derselben durch den Präsidenten, die Bizepräsidenten und die Sekretäre in Versailles statt. Die Nationalversammlung hat sich nur mit der Wahl, wozu sie sich versammelt hat, zu beschäftigen; alle anderen Verhandlungen und Beschlußfassungen sind verboten. Dieser Grundfaß wird so ausgelegt, daß auch eine Diskussion über die vorzunehmende Wahl nicht stattfinden darf. Politische Uebersicht. Berlin, den 17. Februar. Der Reichstag erfüllte heute zunächst eine Pflicht des internationalen Anstandes; alle anwesenden Mitglieder erhoben sich zum Andenken des plöglich verstorbenen Präsidenten der französischen Republik, dem der Reichskanzler Hohenlohe einige passende Worte widmete. Diese Pflicht erfüllt, entfernte der Herr Reichskanzler sich mit fast tomischer Eile, denn er hätte sonst einige Worte der können, und das hätte sich nach der gestrigen Erklärung nicht Debatte über die Interpellation Johannsen vernehmen geschickt. Dieser Erklärung der Inkompetenz des Reichstags wurde von Hänel, Liebknecht und Lieber jede Berechtigung abgestritten. Und die Vertheidiger der Regierung: Regierungspräsident v. Tiedemann, Herr v. Levetow und Herr Tönnies vermochten zu Gunsten des Regierungs" Landräthliche und polizeiliche Uebergriffe vor der Landrathskammer. Die Leiche des Präsidenten Faure ist im Elysée von Nachmittag Eine politische Persönlichkeit von höherer Dame- Kirche, die Beisetzung auf dem Père- Lachaise stattfinden. Die Bedeutung war Faure nicht. Es wurde ihm nicht Beiſsegung erfolgt auf Staatstoften. schwer, eine Stellung einzunehmen, deren Wesen darin besteht, hinter dem Ministerrath und Präsidentschaftskandidaten. der Parlaments- Mehrheit verantwortlichen Ministerium als unverantwortliches Oberhaupt der m heutigen Ministerrathe theilte Ministerpräsident Dupuy mit, Nation zurückzutreten. daß Senatspräsident Loubet für morgen, Sonnabend Er hat die Politit mitgemacht, mittag 1 Uhr den Zusammentritt des Kongresses standpunktes nichts Stichhaltiges vorzubringen. welche die herrschende Klasse, deren Vertreter ihn für die Vornahme der Präsidentenwahl bestimmt habe. Ueberhaupt hatten die Köllerianer Pech. Ihr begewählt hatten, von ihm verlangten. So viel er in seinen Tisch- und Reisereden die Demokratie und die an die Republikaner, die neue Präsidentenwahl sofort in die schwärmer Tönnies mußte betrübt von der Rednerbühne Clémenceau richtet in der Aurore" die Aufforderung geisterter Fürsprecher, der nationalliberale NationalitätsArbeit feierte, so ist Frankreich doch in Wirklichkeit unter Wege zu leiten. Es dürfe nur ein Präsident gewählt werden, abtreten, weil er seine Begeisterung für die deutsche Nation feiner Präsidentschaft von der wahren Demokratie und von der Garantien dafür biete, daß die Revision des Dreyfus- Prozesses nicht in freier deutscher Rede ausdrücken konnte, sondern sie einer sozialen Reformpolitik zum Wohle der arbeitenden durchgeführt werde. Clémenceau schließt mit den Worten: Ich wähle a blas, was blos Nichtdeutschen und der deutschen Sprache Stlassen immer weiter abgerüdt, immer mehr auf Loubet, den jetzigen Präsidenten des Senats." militaristisch- fleritale kapitalistisch- militaristisch klerikale Geleise Gabaignac's für den Präsidentenposten ein; jedoch erklären sie war ein doppeltes, weil Herr v. Tiedemann auf diese Rede", als Die nationalistischen Organe treten für eine Kandidatur Die nationalistischen Organe treten für eine Kandidatur Unkundigen nach der Geschäftsordnung erlaubt ist. Das Pech gerathen. Und in der auswärtigen Politit selbst, daß dieselbe keinerlei Aussicht auf Erfolg habe. massiges Material bringend, im Voraus hingewiesen hatte. gilt es als Faure's trauriger Ruhmestitel, daß unter seiner Der Intransigeant" bemerkt, es sei schwer vorauszusagen, Nun, da muß ein anderer" Nationaler" den noch nicht ab. Präsidentschaft die Freundschaft der französischen Republik mit welche Wahl der Stongreß treffen werde. Aber das können wir gelesenen Rest der jäh unterbrochenen Köllerrede morgen noch dem russischen 8arismus eine innigere geworden versichern," fährt das Blatt fort, daß sich in Versailles keine abhaspeln. Gelegenheit ist vorhanden. Gelegenheit ist vorhanden. Die Debatte wurde ist denn je zuvor. Im Oktober 1896 empfing Faure den Mehrheit für einen Dreyfus freundlichen Präsidenten finden wird. nämlich vertagt. Baren Nikolaus in Paris und im August 1897 stattete er dem Die Lebelgewehre würden dann von selbst los- Ueber die heutige Debatte sei nur noch erwähnt, daß Zaren in Petersburg den Gegenbesuch ab. gehen." Doch über den chauvinistischen Orgien der französisch Brisson, Freycinet, Bourgeois c. Sonst werden als Kandidaten genannt besonders Dupuy, sprach. Das Zentrum mit seiner Doppelpolitik und seinem Herr Lieber mit auffallender Schärfe gegen die Regierung russischen Allianz hing ein düsterer Schatten. Schon Kasimir Perier's Abdantung war durch die Schwierigkeiten der Bureau, überzeugt, es feien feinerlei Schwierigkeiten zu befürchten hervorkehren. In politischen Streifen ist man, so telegraphirt das Wolffiche Doppelgesicht muß wieder einmal die demokratische Seite Dreyfus Sa che herbeigeführt worden. Und das Ge- und es werde die Präsidentenwahl zu feinerlei ernstem Spenst dieser tragischen Angelegenheit verließ die Präsident- 8wischenfall Anlaß geben. Einem unverbürgten Gerücht zus schaft Faure's feinen Tag. Man muthmaßt, daß die Sorge folge wollen die Nationalisten zwar für die Kandidatur eines um diese verzweifelte Sache die Gesundheit Faure's er- Generals agitiren; man hält jedoch alle diesbezüglichen Bemühungen Das Abgeordnetenhaus setzte heute die zweite Lesung des Etats schüttert habe und die eigentliche Ursache seines Todes sei. für völlig aussichtslos. Es heißt ferner, daß die Bonapartisten des Ministeriums des Innern fort. Die Debatte drehte Faure hat verschiedene Male versucht, die Dreyfus Frage nach Verfassung stellen werden, doch werde der Präsident des beeinflussungen der Landräthe und sodann um die im Kongreß zu Versailles einen Antrag auf Revision der sich hauptsächlich um zwei Punkte, einmal um die Wahlden Wünschen des Generalstabes zu beeinflussen. Vor dem Kongresses, Loubet, einen solchen Antrag sofort zurücweisen. Polizeiverwaltung in Berlin und den Provinzen. Degen der Generale kapitulirte der Erkorene der kapitalistischen Bourgeoisie. Die Parteigruppirung bei der Präsidentenwahl. Eine besonders angenehme Aufgabe ist es nicht, in der preußischen Landrathskammer das Verhalten der Landräthe zur Sprache zu bringen, Bei dem Tode Faure's ist das Dreyfus Problem un- Das Resultat der Freitag Nachmittag stattgehabten Berathungen denn die landräthlichen und geheimräthlichen Voltsvertreter" gelöst und der dahingeschiedene Präsident hinterläßt ein der Einzelgruppen ist folgendes: Die Progressist en zählen 288 Mitglieder; die Gruppe der eine Entschuldigung. Um so mehr hätten die Freisinnigen, wenn sie finden für jedes gesezwidrige Verhalten ihrer Kollegen leicht chaotisches Frankreich, in dem Militarismus und Republikaner der Linken, 881 Mann start, erklärte, dem fchon einmal den Kampf gegen die Landräthe aufnehmen wollten, Demokratie einen Kampf auf Leben und Tod miteinander jenigen ihre Stimme geben zu wollen, der die Majorität sich mit genügendem Material versehen sollen, das ja in Hülle und ringen. Wird der Tod Faure's von entscheidender Bedeutung der beiden Kammern auf sich vereinige. Es müßte dies aber ein Fülle vorhanden ist. für diese erste aller Fragen, die Frankreich bevegen, Mann sein, der mit dem Dreyfus Handel noch nicht die Abg. Kopsch( frf. Bp.) anführte, waren vergleichsweise so wenig Aber die Fälle amtlicher Wahlbeeinflussung, werden? Werden die Nationalisten und Militaristen und in Berührung gekommen wäre. Bei den Raditalen schwerwiegend, daß es sowohl dem Minister als auch den KonPfäfflinge die Gelegenheit benußen, um den Schrei nach erklärte Bourgeois, er habe Loubet gesprochen. Dieser habe fervativen nicht allzu sauer wurde, die Beamten in Schutz zu Gerechtigkeit gänzlich zu unterdrücken? Wird ein Präsident beschlossen, sich dem Willen der Partei zu unterwerfen. nehmen. Wahrscheinlich hätte der Minister Freiherr v. d. Rede gewählt werden nach dem Herzen des Generalstabes? Bourgeois erklärte weiter, Brisson werde nicht kandidiren. überhaupt nicht in Die bemokratische Linke hat einstimmig beschlossen, Loubet der freiwillige Regierungskommissar Graf zu Limburgdie Debatte eingegriffen, wenn nicht Steht Frankreich infolge des plötzlichen Todesfalles bor au wählen. Diese Gruppe beschloß auch, eine Delegation von mehreren Stirum( 1) die Unvorsichtigkeit begangen und neuen, noch größeren Wirren? Oder wird es gelingen, das Mitgliedern zu Loubet zu senden, um ihm die Kandidatur anzubieten. fannten Wahlbrief des Reichstanzlers Fürst zu HohenStaatsschiff auch aus dem tosenden Orkan zu erretten, der Die Stalliirten, 58 an der Bahl, bezeichnen Meline als ihren lohe zu Gunsten des Prinzen Schönaich- Carolath bei der Reichstagssich um die Erbschaft des Präsidentensites erhebt? Kandidaten. Die Rechte stimmte ebenfalls für Meline, ebenso die wahl in Guben erwähnt hätte. Die Konservativen können sich immer Antisemiten und die Nationalisten, welche 35 Mann noch nicht darüber trösten, daß statt ihres Kandidaten v. HeydeDie Stimmung in Paris und in der Provinz. start sind. Bis jettist Loubet in der Kammer 200 bis brand der„ rothe Prinz" in den Reichstag eingezogen ist. Wohl Paris, 17. Februar, Nachts 2 Uhr 20 Min. Die Nachricht 220 Stimmen sicher. Im Senat waren 177 Senatoren an- oder übel mußte der Minister infolge der Anzapfung des Grafen von dem Tode des Präsidenten der Republik verbreitete sich sehr wesend, welche einstimmig die Kandidatur Loubet afflamirten. schnell in der Stadt. In fast allen Theatern wurde die Nachricht v. Limburg Stirum einige Worte stammeln; er sagte zwar das, was man von ihm erwartete, nämlich der Abgeordnete möge diese vor Beendigung der Aufführung bekannt und verursachte Vom Freitag Abend wird aus Paris berichtet, Dupuh werde, Beschwerden in Gegenwart des lebhafte Erregung. Das Elysée ist dauernd von einer sehr da Loubet die Präsidentschafts- Kandidatur an da dieser allein im Stande sei, Auskunft zu ertheilen. Reichslanzlers vorbringen, Da großen Menschenmenge umlagert; Sicherheitsbeamten halten genommen hat, seine eigene Kandidatur nicht aufstellen, obschon aber Fürst Hohenlohe im Landtage noch seltener erscheint, als im die Ordnung aufrecht. Wagen bon Würdenträgern und er von zahlreichen Deputirten und Senatoren hierzu aufgefordert Reichstage, so wird er wohl der Mühe überhoben werden, diese Privatpersonen fahren in ununterbrochener Reihenfolge am Elysée wurde. Der Liberté" zufolge wird Freycinet nicht kandidiren, in der Preffe vielfach besprochene Angelegenheit aufzuklären. vor. Um 1 1hr Morgens waren bereits Ausgaben von mehreren wenigstens nicht im ersten Wahlgange. Deschanel hat erklärt, er Blättern erschienen, welche in furzen Zügen die letzten Augenblicke kandidire nicht; er äußerte, die Majorität, welche seinerzeit Casimir und den Tod des Präsidenten beschrieben. Die Menge riß sich um Perier und Faure wählte, sollte ihre Stimmen auf Meline vereinigen. die Blätter und las dieselben in Gruppen unter den Gaslaternen stehend. * % " und den beNebenher gaben die Konservativen wieder einmal ihrer Mißſtimmung über das geheime Wahlrecht Ausdruck. Allen voran erklärte der Zeitungs- Geheimrath der" Post", Freiherr von 8edlig, das geheime Wahlrecht führe nur dahin, daß viele ihre Die bisherigen Präsidenten. Stimme so abgeben, wie sie sich schämen würden, sie in der DeffentAuf dem Elysée- Palaste wurde alsbald die Flagge auf Halb- Die Amtsdauer aller bisherigen Präsidenten der dritten Republik lichkeit abzugeben eine Aeußerung, für die ihm sein Chef und mast gehißt. Präsident Faure liegt in seinem gewöhnlichen Arbeits- war folgende: Thiers zwei Jahre drei Monate, Mac Mahon Gönner König Stumm das wohlverdiente Lob sicher nicht vorgimmer auf einem messingenen Feldbett. fünf Jahre zehn Monate, Grevy acht Jahre zehn Monate, i enthalten wird. " Bei den Kapiteln Polizeiverwaltung in Berlin" und Polizei-| erzählen mun, daß das Mädchent, welches im zweiten Jahre bei dem Rasch eilte die Kunde von dem Siege der Wadalti( Deutschen) über berivaltung in den Provinzen" kamen polizeiliche Mißgriffe, nament- Erbpächter Thede in Pernick diente, schon Weihnachten, als es auf die Wasweta durch die Lande nördlich der Mara bis nach Ugaya lich auf dem Gebiete der Sittenpolizei, die wunderbaren Blüthen einen furzen Urlaub sich bei seinen Eltern in Kartlow aufhielt, nicht hin, und die Folge war, daß die Sultane des Nordens um Freundpolizeilicher Theaterzensur u. a. n. zur Sprache. Abg. v. Eynern mehr in den Dienst zurückkehren wollte, weil der Mörder, ein schaft baten. Ohne die Ecoberung von Kiboroswa aber würde die ( natl.) regte die Verwandlung aller föniglichen Polizeiverwaltungennecht in demselben Hause, es wiederholt mit unlauteren Expedition wohl auch weiterhin allenthalben aktiven oder passiven in fommunale an, welchem Vorschlage sich auch die freisinnigen Anträgen belästigt und dem Mädchen bei seinem Widerstande mit Widerstand gefunden haben, und die Anlage eines Postens nördlich Vertreter Berlius anschlossen, und der Demokrat Sänger führte dem Tode gedroht hatte. Auf polizeiliche Verfügung des Mara, eine Hauptaufgabe der Station, wäre auf große Schwierig Beschwerde über die Polizeizustände in Frankfurt a. 2., hat das Mädchen aber den Dienst wieder antreten feiten gestoßen." insbesondere über die ungleiche und ungefezliche müssen! Behandlung der Sozialdemokraten. Aus den Diese polizeiliche Verfügung entsprach den Gesetzen. Das Mädchen Reden der Regierungsvertreter, die natürlich Alles in mußte zurück, und kurze Zeit darauf ward es er schönster Ordnung finden und denen kein einziger der vor- mordet. Wie mit einem Blitzstrahl wird durch diesen krassen gebrachten Einzelfälle bekannt ist, ist nur die Bemerkung des Fall die Lage der der Gesinde- Ordnung unterworfenen Dienstboten beGeheimraths Lindig erwähnenswerth, daß in Zukunft leuchtet. Der Widersin ist ins hellste Licht gekehrt, der darin bepolizeiliche Mißgriffe auf den Gebiet der Sittenpolizei in Berlin steht, jemanden gegen deffen ausgesprochenen Willen an eine Arbeitsvöllig ausgeschloffen sind. Die Zukunft wird es ja lehren, wie weit stätte zwingen zu können. Aber diese widersinnige Gesezes= diese Aeußerung richtig ist. bestimmung nügt den herrschenden Klassen, sie schafft ihnen gefügige Dienstboten, und so wehren sich die Herrschenden mit Händen und Füßen gegen die Aufhebung der Gesinde- Ordnung und die Stellung der Dienstboten unter modernes Recht.Morgen wird die Etatsberathung fortgesetzt. Illustrirte ,, Galgenskizzen." Süße Erinnerungen für unsere Afrikaner enthält ein im Verlage von Wilhelm Buchholz, Berlin, erschienener Kolonial. Abreißkalender für das Jahr 1899. Zwar wird auf diesen Blättern nicht gehängt aber es wird doch wenigstens erschossen. Wir finden nach photographischen Aufnahmen folgende Illustrationen aus Südwestafrika: 1. Hinrichtung des Häuptlings Nikodemus, Urheber des Aufstandes der Obambandjeru- Neger. 2. Eine Exekution. mordete. " Warum man die Leute, die den Deutschen gar nichts gethan hatten, nicht einfach in Frieden ließ, wird keinem verständigen Menschen klar sein. Die ,, Krenz- Zeitung" fälscht unsere Ausführungen über das Halenseer Bauunglüd, wir hätten behauptet, in dem Unglück sei ein Gottesgericht gegen die Zuchthausordnung" zu erblicken. Wir hatten das als die Ansicht behauptet, die unsere frommen Gegner haben müßten. Aber unsere Frommen lieben nicht die Konsequenz, und die Kreuz- Zeitung" meint gemüthlich: So viel wir wissen, sind aber schon recht viele Unglücksfälle auch auf Bauten, die von Organisirten" ausgeführt waren, zu bellagen gewesen." " = 19th Germanische Kraft bewährt sich herrlich in Deutsch- Östafrika. Im Sommer vorigen wendige Einrichtung der göttlichen Weltordnung aufzufassen, als eine Germaniſche Kraft Die Kreuz- Beitung" scheint auch die Hauseinstürze als eine nothJahres machte der Hauptmann Schlobach mit einem größeren Auf- Folge der Erbsünde. Sonst würde sie sich bei einigem guten Willen gebot eine Entdeckungsreise in den Muanzabezirk, wobei man bis boch flar zu machen vermögen, daß Arbeiter, die sich im Nothfalle nahe an die englische Grenze tam und wobei es mehrfach zu kämpfen ben selbstsüchtigen Weisungen pfuschender Bauschwindler widersetzen, mit den Eingeborenen tam. So liest man zum Beispiel in dem jezt mehr Garantien für die Sicherheit der Bauausführung bieten als veröffentlichten Bericht: Leute, deren höchstes Gesetz es ist, Ordre zu pariren und unter allen Der Sultan Kibore war eifrig bemüht, sich unsere Freund Umständen arbeitswillig zu sein. schaft zu sichern, und bat um Bestrafung der Basweta, die sein Wenn der angebliche Streifterrorismus" der organisirten ArLand kürzlich überfallen und eine große Zahl Weiber und Vich beiter es verhindern könnte, daß gewissenlose Spekulanten Handfortgeschleppt hatten. Im weitesten Umkreise herrschte die größte langer zur Ausführung ihrer gefährlichen Bauten finden, würde da Furcht vor den Wasweta, deren Gewerbe Raub und Morde nicht vielleicht selbst die treuz Zeitung" den Streikterrorismus" bilde, und deren Tapferkeit so groß fei, daß niemand einen fegnen? Kampf mit ihnen wage. In ihrer riesengroßen, von hohen Blut schwitzen müssen die journalistischen Gewerbegehilfen Mauern umgebenen Boma Kiboroswa feien sie überdies mangreifbar. Stumm's. Kein Wunder, daß von dem edlen Saft auch reichliche Die Schilderung des Sultans Kibore machte zwar den Eindruck Mengen auf ihr Papier träufeln und ihr Denken und Schreiben sich trasser lebertreibung; trotzdem wurde am 2. Auguſt der Marsch nach als eine Art intellektuelles Nasenbluten äußert. Blut, nichts als Kiboroswa unternommen, um das Vertrauen der Wakenye zu recht- Blut rinnt in der„ Post". der wasweta zu gewinnen. Leider bestätigen sich die Behauptungen schen Näubergeschichten über Arbeiterterrorismus luftig und die fertigen und durch den Augenschein ein Urtheil über den Charakter Das Blatt beruhigt sich noch immer nicht, daß wir die Ningdes Sultans Kibore durchaus. " Post" Erörterungen über die Ringiade einfältig fanden, und es fonstatirt nun mit blutigem Ernst: Der Vorwärts" billigt also, und zwar naturgemäß in Uebereinstimmung mit der Auffassung der sozialdemokratischen Parteileitung, die Anwendung von Gewalt gegen Arbeiter, welche sich nicht freiwillig den Geboten der Sozialdemokratie unterwerfen wollen, und macht sich so einer indirekten, aber nur um so wirksameren Anreizung zu Gewaltmaßregeln, wie Mißhandlung, Absägen von Balten 2c. zum Zwecke der Terrorifirung nicht sozialdemo fratischer Arbeiter, schuldig. 3. Erſchießung eines Negers, welcher einen Deutschen er Auf allen drei Bildern befördern weiße Kulturpioniere Schwarze mittels Blei und Pulver zum Tode. No. 2 ist offen bar die Normal- Exekution, bei der keine besonderen Gründe angegeben werden. Afrifa ist für Amateurphotographen ein gelobtes Land. Man kann sich dort leicht die Szenen schaffen, die man auf der Platte zu haben wünscht. In Deutschland selbst ist man, so viel wir wissen, noch nicht so weit. Aber wir werden es noch erleben, daß man auch bei uns im Vaterlande HinAm 2. August, Vormittags 11 Uhr, befand sich die Expedition richtungen für Amateurphotographen arrangirt, und alsdann einer Regerfestung von überraschenden Dimensionen gegenüber. Die werden die heimischen Abreißkalender auch diese Bilder der Bonta Kiborosiva, zwischen zwei fließenden kleinen Wasserläufen auf Menschlichkeit vorzuführen vermögen. einem etwa 50 Meter hohen Rücken gelegen, zeigt auf der der Und wenn wir gar erst die Prügelstrafe wieder Marschrichtung zugekehrten Seite eine etwa 600 Meter lange, haben, dann wird der Bund der Landwirthe einen Abreiß- 8 Meter hohe, durch Dornenverhau auf der Mauer verstärkte Mauer. kalender herausgeben, dem jeder deutsche Mann als Un- Dieselbe war in ihrer ganzen Länge dicht mit Kriegern bejezt, deren Speere meterhoch die Spigen des Dornenverhaues überragten. schauungsunterricht für die heutige Höhe der Zivilisation den Der Anblick war ein äußerst friegerischer und zeigte dentlich den Ehrenplatz in seinem Hause einräumen wird. Hochmuth und die feindlichen Absichten der Wasweta. Nach zweimaliger Absendung von Boten wurde die Aufforderung, Verpflegung an die Expedition zu verkaufen, in beleidigender Weise dadurch beaute wortet, daß drei Regergreise mit einem mageren Schaf aus der Festung heraustraten und sich dem Lager näherten. Auf halbem ege machten dieselben jedoch ohne jeden Grund Kehrt und gingen langsam zur Festung zurück. Einer sofort nachgesandten Astaripatrouille gelang es, einen eigenen Zentrumsleuten starken Verdruß erregt. Die Märkische der Greise zu fangen. Dieser erklärte im Lager, daß unsere Be Daß die„ Post"-Lente Blut riechen, ist nicht auffällig. Nur Volkszeitung" brachte eine Korrespondenz, in der das Berhalten derer mühungen, mit den Wasweta friedlich zu verhandeln, vergebliche merken fie nicht, daß es ihr eigen Blut ist; deshalb die Wahn um Lieber in der Budgetkommission stark gerigt wurde. Diefer bleiben würden, denn schon seit mehreren Tagen jei bei den vorstellung, daß die Rede, die der Abg. Singer am Donnerstag Tabel wird nun von den leitenden Parteifreisen so bitter empfunden, Basweta Kriegsrath abgehalten worden, in welchem die wenigen stummischen Niechvermögens unbedingt ein Ausnahmegesek von im Reichstag hielt, nach Blut rieche weshalb zum Schutz des daß die Germania" durch weitschweifige Erklärungen mehrerer alten Männer zum Frieden gerathen hätten, ohne die jungen Krieger Röthen sei. Sentrumsmitglieder an der Spize ihrer heutigen Nummer einen beeinflussen zu können, die sehr Krieg" verlangten. Rechtfertigungsversuch unternimunt. Aber alles schöne Gerede hilft da garnichts, an ihren Thaten werden auch die Zentrumswähler ihre Parteiführer messent. Deutsches Reich. Der Militärhader im Zentrum ist bereits weit gediehen. Der erneute schmähliche Umfall der Zentrumsmitglieder in der Budgetkommission hat selbst bei den worden. Ein Opfer der Gefinde- Ordnung. " Der zukünftige Krieg. II. Umwälzungen der Kriegstaftit. # " Aber weiß denn die Bost" nicht längst, daß niemand in die Sozialdemokratie aufgenommen wird, der nicht mindestens bereits ein Dußend Balken, auf denen Arbeitswillige standen, durchgesägt hat? Wir verrathen es ihr hiermit und sie mag das Geständniß als Material für ein neues Sozialistengesez verwerthen. Ach, wenn wir alle unsere Schandthaten verrathen würden Stumm könnte fich frenen. Aber wir schweigen, wie alle abgefeimten Verbrecher. Beiläufig stellen wir fest, daß selbst in die" Post" der sozialdemokratische Bazillus sich einzuschleichen versteht. Sie bezeichnet in derselben Nummer, in der fie die Sozialdemokratie als eine Raubmörderbande schildert, einen Aufsatz von Karl Kautsky über die Schranken der kapitalistischen Landwirthschaft" als lesenswerth. Wer Stumn's Art kennt, wird für den armen Redakteur, der die Aufnahme der Notiz verschuldet, zittern. " Nach dieser Erklärung und angesichts der drohenden Haltung der Waswetatrieger, die einen nächtlichen Ueberfall erwarten ließ ging ich verweilt 12 Uhr Mittags zum Angriff über. Nach halb ftündiger tapferer Gegenwehr der Wasweta wurde die Boma Kibo roswa gestürint. Von den naheliegenden Hügeln aus schauten die Die meisten deutschen Gefinde- Ordnungen enthalten bekanntlich Nachbarn der Basweta dem Kampfe au, der allgemein für eine die Bestimmung, daß der Dienstbote, der ohne Junchaltung der Probe auf unsere Tapferfeit betrachtet zu werden schien. Die Kündigungsfrist den Dienst verläßt, zwangsweise durch die Polizei Wakenye wagten jedoch nicht, mit uns am Kampfe theilzunehmen, Dorfschulen und Agrarier. Die Leutenoth auf dem Lande zurückgebracht werden kann. Dieser kulturwidrigen, mit den modernen weil sie wohl an einem Siege unsererseits zweifelten und für diesen soll bekanntlich auch durch die Einrichtung von Halbtagsschulen Anschauungen von persönlicher Freiheit im schroffsten Fall die Nache der Wasweta doppelt fürchteten. gehoben werden. Wenn dieses Mittel wirksam wäre, so würde jedenWiderspruch stehenden Bestimmung ist in Mecklenburg ein junges Nach Einnahme der Festung tamen die Wakenye des Sultans falls der Mangel an landwirthschaftlichen Arbeitern seit geraumer Mädchen zum Opfer gefallen. In Bernick bei Neutloster ist das Ribore glückwünschend herbei und betheiligten sich in großer Zahl Zeit nicht mehr bestehen, denn die Salbtagsschule ist in den Dienstmädchen Hilde Andersson von einem Knecht ermordet an der gewaltigen Arbeit der Niederlegung der am Fuße 2,5 Meter allermeisten ländlichen Gemeinden des Ostens, Und die tonservativen Mecklenburger Nachrichten" dicken Cyklopenmauern, die am 3. August Abends vollendet war. wenigstens im Sommer, Regel, und der Ganztagsunterricht kommit von Ungercimtheiten und Widersprüchen", auf die man beim Studium die Hauptmacht auch nur etwas von dem Ueberfall weiß, also auch der Handbücher und Fachzeitschriften stößt; er zitirt aus dem Werte feine Hilfe bringen kann. Aber davon ganz abgesehen: Millionen des Generals Luze( Etude de tactique Paris 1890) folgende schöne Heere zu befördern und zu füttern, das ist eine absolut neue Aufgabe, Stelle: Wer hat sich nicht schon über die Verschiedenheit der An- von deren Lösung alles abhängt, während niemand auch nur einen sichten gewundert, die in unseren Lehrbüchern zu Tage tritt, und annähernden Begriff hat, wie die Lösung bewerkstelligt werden soll. zwar sind es Meinungsunterschiede über die wesentlichen Regeln Nun kommt hinzu, daß der Krieg der Zukunft, wie gesagt, in Es ist natürlich, daß die Umwälzung in der Waffentechnik eine der Taktif. Stimmt etwa das, was die Infanterie- Offiziere in den erster Linie ein Kampf um Festungen sein muß. Die Grenzen aller solche in der Striegstaktit nach sich ziehen mußte. Das Hauptrefultat unteren Schulen lernen, damit überein was in den Striegsakademien Staaten find heute geradezu mit Festungen gespickt, Milliarden find ist, daß heute das größtmögliche Gewicht auf die Dedung gelegt gelehrt wird? Entspricht die Lehre der Alademie dem was in den feit dem legten Kriege in Europa für diese Zwecke ausgegeben. wird: Alle Truppentheile, felbft die Stavallerie, werden heute mit Kurjen der Ecole d'application( Sturje für angewandte Kriegslehre) Gin Festungskrieg aber ist unter allen Umständen ein langwieriger Schanzwerkzeug ausgerüstet und jeder Truppentheil, der eine Position dozirt wird? Aendern sich nicht häufig die Ideen, welche vom Katheder Krieg und er erfordert auf Seiten des Angreifers Riefenopfer an zu halten hat, wird dieselbe befestigen. Ganz abgefchen von dem Festungs- der Akademie verkündet werden, in der allerentschiedensten Menschen. friege wird also der Krieg der Zukunft ein Kampf um befestigte Positionen Beise? Es ist dies ein Chaos von Begriffen und Prinzipien, die Damit wird aber die landläufige Bierbantmeinung, in Zukunft werden. Das allein bedingt eine gänzliche Revolutionirung der einander bekämpfen und aus diesem Kampfe bricht tein Lichtstrahl werde der Krieg nicht lange dauern, widerlegt. Bloch zitirt eine Taktik. Es fragt sich: wie steht die Kriegswissenschaft der neuen hervor. Man darf sich daher nicht wundern, wenn die verzweifelten gauze Anzahl militärischer Autoritäten, welche in diesem Sinne sich Aufgabe gegenüber? Die Antwort eines Militärs, des Herrn Offiziere ausrufen: was soll das Studium, mögen die Lehrer erst äußern, allen voran den Feldmarschall Moltte, dessen Ausspruch hier v. d. Gol, der ein Hurrah Buch„ Das Voll in Waffen" ge- Uebereinstimmung erzielen." In Frankreich ist man offenherziger, in Erinnerung gebracht werden mag: Gefeßt, weber ein hundert schrieben, lautet:" Dic Schlacht der Zukunft ist uns eine Sphing mit aber daraus folgt nicht, daß es in anderen Ländern beffer steht. jähriger, noch ein breißigjähriger, noch selbst ein siebenjähriger Krieg ungelöstem Räthsel." Wenn nun diese Herren trotzdem sich die Schöne Aussichten für die Soldaten, die unter solcher Leitung in den wird fich wiederholen. Nichtsdestoweniger ist nicht anzunehmen, Fähigkeit zuschreiben, eine solche Schlacht zu leiten, so ist dem ge- Krieg ziehen müssen! daß, wenn ganze Millionen Menschen im Kampfe sich funden Menschenverstande immerhin gestattet einige Zweifel zu hegen. Nun beruft man sich auf die Manöver, als Schule des Krieges; für ihre nationale Unabhängigkeit gegenüberstehen, der Krieg durch Bloch macht denn auch eine ganze Reihe Bedenken geltend. aber Bloch zitirt eine ganze Reihe von militärischen Urtheilen, die einige Siege entschieden wird." Also Moltke glaubt nicht an einen Die Heeresmaffen, die in Zukunft an Entscheidungsschlachten mit aller Entschiedenheit die Bedeutung dieser fostspieligen Soldaten- fiebenjährigen Strieg, aber er glaubt nicht an eine furze Dauer des theilnehmen müssen, sind ins monstruose gewachsen; die gesteigerte ipiele bestreiten, ja behaupten, die Manöver dienen nur dazu, falsche zufünftigen Strieges. Ein russischer General, Professor eer, wird Tragweite der Schußzwaffen und die Einführung des rauchschwachen Illusionen zu erzeugen. Er vergißt bei dieser Gelegenheit auch deutlicher, er nimmt an, daß ein Krieg in Zuhmft nicht in einjähriger Pulvers bedingen, daß die Schlachten sich auf einem Raume von nicht, das schöne Beispiel anzuführen, wie Graf Waldersee, der Stampagne beendet wird, sondern zwei Jahre dauern wird. ungeheurer Ausdehnung abspielen werden; die Rauchfreiheit des in seiner Eigenschaft als Schiedsrichter beim Kaisermanöver erklärte, Num fragt es sich: wird ein modernes Kulturvolk einen solchen Feldes, die größere Tragweite und Zielsicherheit des Gewehres, die schneidige Kavallerie Attacke unter Führung Wilhelms II. Krieg überhaupt ertragen. The wir dieser Frage näher treten, ist wie die größere Einübung der Mannschaften werden dazu wäre im Ernstfall ein Ding der Unmöglichkeit, und ein Ding der Unmöglichkeit, und des- noch der Krieg zur See zu behandeln, da er in dieser Hinsicht vielführen, daß die Offiziere in großer Bahl gefechtsunfähig halb vom Generalstabe in die Truppe zurüdversetzt wurde. leicht den Ausschlag giebt. werden( in allen Armeen werden fogar Scharfschüßen aus Ist aber schon die Schlacht der Zukunft eine Sphing mit ungelöstem Auf diesem Gebiete nun ist die Umwälzung der Technik bekamutgebildet, denen man es zur Vorschrift macht, vor allem Mäthsel", so ist es der Krieg zehn- und hundertfach! Noch nie hat lich eine noch gründlichere und nahezu jede Woche bringt hier nene bie Führer des Gegners aufs Korn zu nehmen, und da die Offiziere die Welt Millionen von Menschen zum Kriege ausziehen sehen, wie Entdeckungen, neue Vervollkommnung der Zerstörungswaffe.- Seeftets eine exponirte Stellung einnehmen müssen, wenn fie die zer es im Kriege der Zukunft, in Kriege nicht zwischen zwei Staaten, schlachten der Zukunft werden nach Meinung der hervorragendsten ftrent vorgehenden Mannschaften im Auge behalten wollen, so wird sondern infolge der Bündnisse, die die Staaten geschloffen Autoritäten selbst dann, wenn die eine Partei ein bedeutendes leberjene Aufgabe auch gelöst werden); dazu kommt das psychische Element, haben aller Großftaaten Europa's geschehen würde. Vor allem gewicht aufweisen sollte, stets damit enden, daß beide Gegner den die Frage, wie fich die Menschen in anbetracht diejer Kampfesweise kommt die Bewegungsmöglichkeit und Verproviantirung dieser Stampfplas vernichtet verlassen; Schiffe, die an einem Gefecht theilverhalten werden; es tommt umso mehr in Betracht, als ein großer Heere in Frage. In dieser Beziehung tappen wir im Dunkel, weil nehmen, werden immer als ganze oder halbe Brads aus dem Theil der Mannschaft aus Reservisten bestehen wird, die eben erst ihrem alle bisherigen Kriegserfahrungen absolut nicht maßgebend find. Zwar Kampfe hervorgehen, gleichviel ob sie gefiegt haben oder besiegt sind. friedlichen Beruf entzogen wurden. Weiter: weil der Kampfgrößtentheils beruft man sich gerne auf den Ausbau der Eisenbahnen, die Ein- Als Hauptaufgabe aber betrachten die Flottenoffiziere die Verein Kampf um befestigte Positionen sein wird, wird er unter allen führung des Feldtelegraphen, die Brieftaubenposten zum Ueber nichtung des Handels des Gegiters. Der Seekrieg der Zukunft wird Anständen langwierig fein. Es giebt Militärs, welche von Schlachten bringen der Nachrichten u. f. w. Man vergißt dann aber hinzuzu ein erbarmungsloser, schonungsloser Kreuzer- und Stapertrieg sein. Die sprechen, die 3, 4, ja 15 Tage dauern werden. Dabei wird dem fügen, daß die moderne Technit sich stets stärker im Zerstören, als schnellen Kreuzer, Torpedoboote und Kaperschiffe werden über jedes Soldaten selbst die Nachtruhe nicht gegönnt, denn in allen Armeen im Schaffen erwiesen hat. So z. B. kann eine Armee, die auf die Handelsschiff des Gegners herfallen und es vernichten; sie werden richtet man sich heute auf den Nachtkampf ein, wozu 3. B. Schein- Zufuhr von Lebensmitteln per Bahn angewiesen ist und es gilt auch die neutralen Schiffe nicht schonen, wenn dieselben Lebensmittel verfer fonstruirt worden sind, bei deren Licht man die feindlichen heute als sicher, daß die Armee im Feindesland nicht so lange von führen, die in die Hände des Gegners fallen tönnen, denn LebensBofitionen beschießen kann. Und schließlich fommit in Betracht, daß Requisitionen leben tann in eine sehr schwierige Lage versezt mittel werden eben als Kriegskontrebande betrachtet. Wenn nun die Die Schlachten im Kriege der Zukunft zweifellos ungeheure Opfer an werden: Eisenbahnen sind Kunststraßen auf der ganzen Linie und Flottenschwärmer glauben machen wollen, man müsse eine starte den Handel zu schützen, so wird diese Menschenleben fordern werden, aber niemals zu einer Entscheidung" leicht zu zerstören; daher übt sich in allen Ländern die Kavallerie Flotte haben, um des englischen Admirals führen werden, weil erstens infolge der allgemeinen Rüstung keine in der löblichen Beschäftigung, Eisenbahndänme mit Melinit- Ansicht durch folgenden Ausspruch einer über alle Zweifel erhabenen Autorität ad Bartei auf ein Uebergewicht rechnen taun, zivcitens die Verfolgung bomben u. f. w. zu zerstören und wird diesen Kampf im Ernst- Greigh, Die englische Marine ist im stande, den eines zum Rückzug gezwungenen Feindes, der immer noch auf seinem falle in Anwendung bringen, indem sie durch schnell geführte absurdum geführt: Rüdzuge sich verschanzen kann, wenn er verfolgt wird, von den Manöver in kleinen Abtheilungen in den Rücken des Feindes Seehandel der ganzen Welt zu zerstören, aber wir sind, das steht meisten Militärs als ein zu großes Wagniß angesehen wird. gelegt und seine Verbindungslinien durchbricht. Der Kleinkrieg, der absolut fest, nicht im stande, unseren Handelsschiffen Schutz zu Alles das sind Erwägungen, die in Betracht zu ziehen sind und zuni Ziele hat, Proviantkolonnen auf dem Wege aufzufangen, wird gewähren. fie werden auch in Betracht gezogen von den Militärs, aber das durch die Einführung des weittragenden Gewehres und Geschützes, Welche Folgen muß also ein solcher Krieg zu See und zu Lande ist das Charakteristische dabei die Ansichten dieser Herren gehen sowie des rauchlosen Pulvers ganz besonders gefördert: Eine fliegende auf das soziale und wirthschaftliche Leben der Völker ausüben? Himmelweit auseinander; Bloch spricht mit Recht von einem Wust| Abtheilung fällt über eine solche Kolonne her und vernichtet sie, che Darüber das nächste Mal. -WO " 97119 my. München, 17. Febr.( Eig. Ber.) Landtag. Die General diskussion über die Steuergeseßentwürfe wurde in heutiger Sizung beendigt. In der gestrigen Sigung beleuchtete Genosse Segis in ausführlichster Weise die Sozialpolitik der Zentrumspartei und wehrte energisch die gegen die Sozialdemokratie erhobenen Vorwürfe ab, Zur Einkommensteuer haben unsere Genossen den Antrag gestellt, die Progression, welche nach dem vorliegenden Entwurf bei 50 000 m. mit 3 pCt. aufhört, fortzusetzen in der Weise, daß von 10 000 zu 10 000 M. der Steuerfaz um 1/5 von 100 steigt, so daß bei einem Einkommen von 100 000 m. 4000 M. Steuer und so fort zu erheben wären. Tobtenlifte der Partet. In Mainz starb der Parteigenoffe 2udas an der Proletarierkrankheit. Lucas hat einige Jahrzehnte lang der Partei treu gedient. Polizeiliches, Gerichtliches u. 1. w. mar ausnahmsweise vor. In den meisten Landschulen der östlichen nicht von der absoluten Gesammtziffer tann die Rede sein und Provinzen werden die älteren Schulkinder im Sommer von 6-8 war in unserer Statistik die Rede. oder 9 Uhr, und die jüngeren Kinder von 9-12 Uhr unterrichtet. Zweitens: Daß der Verdienst der Arbeiter bei Verkürzung der Die Schulen sind also größtentheils thatsächlich so eingerichtet, wie Arbeitszeit sinkt, ist eine Behauptung, die den Thatsachen widerspricht, die Agrarier es verlangen. Das ist selbst in solchen Gemeinden der daß gerade diejenigen Arbeiter, welche sich der kürzesten Fall, wo die Zahl der Lehrkräfte zur ordnungsmäßigen Beschulung Arbeitszeit erfreuen, auch die höchst en 2öhne haben. Alle Die Maffenanklagen, die der Bernburger Offizier der Kinder vorhanden ist. In einer großen Zahl von Land- Berufsorganisationen der Arbeiter in allen Ländern der Erde erstreben b. Oppeln Bronikowsty gegen sozialdemokratische Blätter gemeinden besteht aber die Halbtagsschule auch deswegen, weil für die Verkürzung der Arbeitszeit, weil gerade durch diese nicht nur die wegen Beleidigung erhoben hatte, werden, nachdem v. Oppeln- Bronis je zwei Klassen nur eine Lehrkraft angestellt ist. In sämmtlichen physischen und geistigen Intereffen der Arbeiter, sondern auch ihre towsky in der Verhandlung gegen unfern Kollegen Jacobey nicht gerade Laubschulen waren 1896 61 848 Schultlaffen, aber nur 49 581 Lehr- materiellen gefördert werden. Und ein Schweinburg will die glänzend abgeschnitten hat, weitere Gerichtshöfe wohl nicht mehr befräfte vorhanden, 12 317 Klassen entbehrten also einer besonderen Interessen der Arbeiter besser zu schützen verstehen als diese selber! schäftigen. Eine ganze Anzahl Parteiblätter, so das Hamburger, Lehrkraft. Magdeburger, Frankfurter, brachten die Mittheilung, daß der gegen Der Kasus macht uns lachen! Charfreitag und die Katholiken. Wie die Kölnische Voltsfie gerichtete Strafantrag zurüdgezogen ist.ne zeitung" meldet, legten die preußischen Bischöfe bei dem KultusAus dem Entwurf eines Fleischschau- Gefehes, Ein neues Fiasko hat die Frankfurter Polizei ministerium und dem Staatsministerium eingehend begründete Be- wie er vom Bundesrath angenommen worden ist, erfährt die„ Nordd. in ihrem seit einiger Zeit fehr eifrig betriebenen Kampfe gegen die denken gegen die Charfreitags- Vorlage dar. Allg. 8tg.", daß für das im Inlande geschlachtete Vieh eine zwei- Arbeiterschaft erlitten. Sie hatte den Vorstandsmitgliedern des malige Untersuchung vor und nach der Schlachtung ge- Sozialdemokratischen Vereins Strafmandate von je 15 M. zugestellt, fordert wird. Der Entwurf enthält leider ein gefährliches Bugeständniß weil sie Mitglieder der Polizei nicht rechtzeitig an bezw. abgemeldet an die agrarischen Wünsche. Befreit vom Untersuchungszwange hätten. Das Schöffengericht, daß sich auf Berufung der Genossen der Sache zu beschäftigen hatte, sprach sämmtliche bleiben Schafe und Biegen, sowie noch nicht drei Monate alte Stälber und mit Schweine, sofern sie ausschließlich im eigenen Haushalte des Befigers Angeklagte frei. Die Begründung ist von besonderem Interesse. Verwendung finden. Diese Befreiung fällt jedoch weg, wenn diese Das Gericht hat entschieden, daß 1. Bibliothekar und Revisoren als Thiere Erscheinungen einer Krankheit zeigen oder nach der Schlachtung Vorstand in gedachtem Sinne überhaupt nicht gelten können; 2. da als frank sich erweisen. Bei Nothschlachtungen ist die Untersuchung der Vorstand Arbeitstheilung in seinen Geschäften hat und die Anund Abmeldung der Mitglieder allein dem Schriftführer obliegt, fo vor der Tödtung erlassen." Die Regierung hat also den Forderungen der Agrarier nach haben auch alle übrigen Vorstandsmitglieder anßer Betracht zu bleiben, gegeben und von der allgemeinen Fleischschau die eigene Haus- die Verfolgung kann sich nur gegen den Schriftführer richten; Auch die württembergische Fabrikinspektion soll eine to e ibichlächterei ausgenommen, obwohl die Sachverständigen auf die 3. daß der Schriftführer B. Schmidt den Ausgeschlossenen Hilsliche Hilfskraft erhalten. Der neue Etat enthält zum ersten Gefahr hingewiesen haben, welche eine Ausnahme der Haus- bein(?) nicht abmeldete, war gerechtfertigt.. behielt nach dem Die Statut noch das Recht, die Generalversammlung des Vereins ents Male eine Forderung von 2000 m. für eine Assistentin, deren schlächterei von der Fleischbeschau mit sich bringen muß. Thätigkeit auf diejenigen Betriebe des Landes, welche ausschließlich Agrarier erklären bekanntlich, daß bei den Hausschlachtungen nicht scheiden zu lassen, der Ausschluß war noch nicht endgiltig; 4. TodesBe- fälle oder vorwiegend weibliche Arbeitskräfte beschäftigen und innerhalb dritte Personen, die für den Verkauf die Waare erwerben, in Be- fälle ändern allerdings die Mitgliederliste, find also eventuell zu oder vorwiegend weibliche Arbeitskräfte beschäftigen und innerhalb tracht kommen, sondern diejenigen, die schlachten und die demgemäß me derselben auf diejenigen Funktionen beschränkt bleiben soll, den die ge- tracht kommen, sondern diejenigen, die schlachten und die demgemäß melden. Da indeß dieser Kasus bisher noch nicht vortam, fonnte Selbstkontrolleure und Selbstverzehrer sind. Verzehrer des in das Gericht nicht zur Ueberzeugung gelangen, daß eine Verfehlung sundheitlichen und ſittlichen Schuh der Arbeiterinnen in ihrer Eigen der Hausschlächterei geschlachteten Wiehes find aber nicht blos gegen das Vereinsgefeß vorgekommen. Alle Soften, einschließlich art als Frauen bezwecken. Die Aſſiſtentin soll die Inspektionen zwar die Familienangehörigen, sondern das Gesinde und alle diejenigen, der der Wertheidigung, wurden der Staatskaffe auferlegt. allein, aber in stetem Benehmen mit dem zuständigen Inspektor aus-Einen öffentlichen Aufzug sollte der Genosse Snoop zu üben und abgesehen in Fällen, in denen Gefahr auf dem Ber- denen Theile des durch Hausschlächterei gewonnenen Fleisches verabfolgt werden. Nicht einmal die Untersuchung Frankfurt a. M. gelegentlich eines Ausflugs des dortigen zuge ist- Verfügungen nicht selbst treffen, sondern nur bei dem auf Trichinen wird für die weine gefordert, sobald deren Sozialdemokratischen Vereins arrangirt haben. Während das Inspektor beantragen. Außerdem wäre die Arbeitskraft der Ajjistentin für Enqueten über die Verhältnisse der weiblichen Arbeiter Fleisch ausschließlich zur Verwendung im eigenen Haushalt des Schöffengericht ihn freigesprochen hatte, gelangte die Straftammer zu der Ansicht, daß in der Wendung Abmarsch um 3 1hr", die in schaft muzbar zu machen. Die Anstellung erfolgt zunächst wider- Besizers bestimmt ist. ruflich und gegen Tagegeld. Das aus dem Auslande eingehende Fleisch von warmblütigen dem Inserat in der Boltsstimme gebraucht war, eine Aufforderung Thieren, ausgenommen Federvieh und Wildpret, soll in Bukunft in zu einem öffentlichen Aufzug enthalten sei und verurtheilte ihn den freien Verkehr nur zugelassen werden, nachdem es eine amtliche wegen Bergehens gegen das Vereinsgesetz zu 20 M. Geldstrafe. Untersuchung im Inlande passirt hat. Der Untersuchungszwang gilt sowohl für frisches als auch für zubereitetes Fleisch. Bei SchweineFür die Angehörigen der Verurtheilten in Dresden fleisch hat sich die Untersuchung auch auf Trichinen zu erstrecken. Tante Boß bettelt Tag um Tag flehentlich um die konservativen Bur Erleichterung der Untersuchung des ausländischen Fleisches wird gingen bei der Expedition des„ Vorwärts" folgende Beiträge ein: Stimmen. Da ihr Betteln kein Gehör fand, rafft sie sich nun die Einfuhr auf bestimmte Eingangsstellen beschränkt. Ges. Lothringerstr. 30 bei Möller 4,50. Konferenz der Sumpfhühner mächtiglich empor und posirt drohende Gebärde: Der Bundesrath soll bestimmen, inwieweit das Fleisch nur in zun. u. Sch. 3,- Dr. W. 1,-. Franz Voigt 10,-. Rothe Glocke, Märtyrer ... 1,50. Bod " Sehe die tonservative Bartei sich genau an, was sie zusammenhängenden Thierkörpern oder in Stücken von bestimmter trotz alledem 5,05. M. S. 5,-. Lindemann 3, R. St. W. von Hartwig, Ballisadenstraße 70, 2 r. thun gedenkt. Sie fann Berlin II der Sozialdemokratie aus- Größe und in natürlichem Zusammenhange mit inneren Organen bier" 5,15. 1,50. Deutsche Warte" 29,30. Aus der Möbeltischlerei von Wöhler liefern, ohne befürchten zu müssen, daß ihr sofort vergolten eingeführt werden darf. Schwab, Pallisadenstr. 103( babei. G. Pankie 3,-) 22,80. werde, aber wundern darf sie sich dann nicht, wenn bei den W. S. Sch. 5, Ges. im Zentralverein der Konditoren Berlins, darunter nächsten allgemeinen Wahlen ihre sämmtlichen märkischen Mandate 1 Meister nebst Frau und Bersonal 15,- Gesammelt am Geburtstage in die Luft fliegen. Thue fie also, was sie für nüglich und des. Miller 4,20. Geselliger Verein" Hurrah" 3,80. Die lustige Neune Nir wegen für flug hält." dorf 5,-. Setzer Felgentreff u. Co. 3,60. Kollegen der Pianoforte- Fabrit A. Lehmann u. Co. 42,50. Frina, Jppolyt, Eugenie u. Vera 50,-. Geburtstagsfeier einiger Kollegen vom BäckerKaufmannslehrling 2,-. Mann mit dem Kehlbraten 3,-. Fischbeck Verband Klosterstr. 101, 1,20. Den Dresdener 20,- Werkstatt Fähnrich, Schönhauser Allee 141, 4,15. Dreyfüslern 5,-. Bareinz, Charlotttenburg, 5,- Frau Thiele, WeddingMarkthalle 2,-. Deutsche Waffen- und Munitionsfabrik, Martinitenfelde, Abth. Keiner, gef. b. b. Kleinen 12,-. Sezer der„ N. 8." 5. F. N. 10,10. 1, Klahr, Weißenfee, Von der Tellersammlung Volts am 17. Februar im„ Rösliner Hof" 112,-. Versammlung Aufgelöster Statklub„ Seltengeld" 4,-. Sans Schrefeld 3,- Sozialdem. Apotheker 2, Von der Bautischlerei von Weise, Beuffelftr. 31 4,80. 2. J. 4,50. Arb.- Radfahrer- Verein" Vorwärts", Köpenid 5,-. E. Schbg. (..), Wiesbaden 10,-. Personal der H. S. Hermann'schen BuchBau Herthastraße 12, Charbruckerei 30,-. Ebhardt Komoroben 10, lottenburg 9,80. Anton 1,-. Die Kellner aus der Königsbant" Frankfurterstr. 117, 2,15. Waschinenmeister von Grunert 2,-. Kollegen der Broncegießerei v. S. A. Lewy 9,15. A. S. 1,-. Maler u. verw. Berufsgenossen, Fil. Rirdorf 10, G. Schaudt 2,-. Rauchklub Colombus 3,-. Statklub Gemüthlichkeit II" 5,-. Summa 522,75 M. In dieser Woche bereits eingegangen 7141,31 M. Ein sehr zaghafter Versuch, aber doch ein Versuch. Preußen Tann sich natürlich selbst dazu nicht aufraffen. Berliner Wahl. Die Kreuz- 3tg." ist neckisch genug, der guten Tante zu erwidern:" Nun, wer weiß dann, ob es nach fünf Jahren noch eine beachtenswerthe freisinnige Partei geben wird." Welch' reizvolles Schauspiel, wie der wackere Freisinnsmann inbrünstig nach konservativer Gegenliebe schmachtet. Aber Tantchen soll sich nur nicht zu sehr ängstigen. Infolge fonjervativer Wahlenthaltung wird der Freifinn bei der Wahl nicht unterliegen. Die Innungsmeister und das Büreaukratenvolt werden in hellen Schaaren herbeieilen, um den freisinnigen Ordnungsbruder zu schützen und die bösen Rothen zu bekämpfen. Die Sozialdemokratie aber wird ihre Agitation so einrichten, daß sie hoffen darf, mit beiden Gegnern fertig zu werden. Unterstügt wird sie freilich in erfreulichem Maße durch die unwürdige Haltung des Freisinns gegenüber den reaktionärsten Reaktionären. ,, Sozialdemokratie und Unfallversicherung" betitelt die offiziöse Berliner Korrespondenz" einen 11. d. M. Vom Schlachtfelde der Arbeit" wendet. Wir hatten auf Verschärfte Bestimmungen gelten für Pferdefleisch. Die Beschau soll hier nur von approbirten Thierärzten vorgenommen werden dürfen, das Fleisch darf mur unter der Bezeichnung als Pferdefleisch in den Verkehr gebracht werden und muß als Der Vertrieb darf folches auch bei der Einfuhr deklarirt werden. nur räumlich getrennt von dem Vertrieb anderen Fleisches erfolgen und ist Fleischhändlern, Gastwirthen 2c. nur unter bestimmten Einschränkungen gestattet. Die Anwendung von Stoffen und Verfahren bei der gewerbsmäßigen Zubereitung und Haltbarmachung von Fleisch, welche zu gesundheitlichen Bedenken Anlaß geben, und der Bertrieb derartig bearbeiteten Fleisches ist verboten; der Bundesrath soll ferner ein gleiches Verbot für bestimmte Stoffe und Verfahren erlassen können, welche dazu benutzt werden, um eine gesundheitsschädliche oder minderwerthige Beschaffenheit des Fleisches zu verdecken. " Die Nordd. Allg. 8tg." erklärt zum Schluß: Der Entwurf enthält nur die Mindestforderungen, welche für das ganze Reich gelten sollen; den Einzelregierungen ist in gewissen Grenzen die Möglichkeit gewahrt, noch strengere, erhöhten gesundheitlichen Schutz bietende Vorschriften zu erlassen. Im Sinne der Agrarier dürfte auch die Bestimmung liegen, wonach angeordnet werden kann, daß Thierkörper nur im natür" " Diese Summe ist an den Kassirer Gerisch abgeliefert. ber " Artikel vom 17. d. M., in dem sie sich gegen unsern Artikel vom lichenzusammenhang mit den Eingeweiden eingeführt( In der gestrigen Nummer des Vorwärts" wurde irrthümlich 6141,31 m. Grund des amtlichen Materials nachgewiesen, daß die Zahl der werden dürfen. Da sich das von fernher kommende Fleisch nur in quittit.) In Summa 7664,06 Mr. Unfälle beständig steigt eine Thatsache, die von der verarbeiteter oder konservirter Form gut einführen läßt, so darf B. K." auch zugegeben werden muß. Aber, um uns besser vorwerfen man hier einen im agrarischen Interesse gespannten Fallstrid verzu können, daß wir ganz ungerechtfertigter Weise die Unfallziffern muthen. " tödtet wurden: 1886-96 durchschnittlich pro Jahr 38 Personen, Ausland. Defterreich- Ungarn. Gewerkschaftliches. Deutsches Reich. zu Angriffen auf die Arbeiter- Wohlfahrtsbestrebungen der Regierungen und der bürgerlichen Gesellschaftsklassen" benutten, verschweigt die B. K." in ihrem langen Artikel, welch bedeutende Höhe die Die dritte Generalversammlung des Werftarbeiter Ver Steigerung der Unfälle erreichte 55 p Ct. und sie spielt bandes tagte am 12. bis 14. Februar in Lübeck. Anwesend waren mit den Ziffern, indem sie schreibt, daß sich die Steigerung auf die Die ungarische Ministerkrise, die sich bisher unentschieden 18 Delegirte. Aus dem Vorstandsbericht ist zu entnehmen, daß Teichteren Unfälle beschränkt, während die Zahl der schweren Unfälle wochenlang hinschleppte, scheint nun akut zu sein. Der Wiener die Agitation für den Verband mit Eifer betrieben wurde. Neu hinzuge( Todt und völlige Erwerbsunfähigkeit) prozentual abgenommen hat."" Neuen Freien Presse" wird am Freitag aus Budapest gemeldet: kommen sind die Zahlstellen Tönning und Dietrichsdorf, während die Die amtliche Statistik zeigt, daß von je 100 000 Versicherten ge= In der Antwort, welche die Führer der Opposition heute der Bahlstelle Königsberg eingegangen ist. Nach dem Kaffenbericht betrug die 3779,80 m. verblieb. An Darlehen wurden 3650 M. zurückgezahlt. 1896: 39 Personen, 1897: 41 Personen. Hier ist also eine Steige Regierung auf ihr letztes Nuntium überreichen ließen, wird Ginnahme 12304,01 m., die Ausgabe 8594,21 W., so daß ein Bestand von rung vorhanden! Dauernd völlig erwerbsunfähig wurden der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß die Kompromiß Verhand- Angeschafft wurden 15 000 Witgliedsbücher, 250 000 Marken. Der zwar von 1886-96: 17, 1896: 7, 1898: nur 6 Personen; hier lungen unter der neuen Regierung einen raschen Abschluß Verband zählt zur Zeit 2380 Mitglieder. ist also eine Abnahme zu verzeichnen. Dafür wurden aber finden werden. Ministerpräsident Baron Banffy erklärte für seine Eine längere Besprechung zeitigten die Berichte über den Stand dauernd theilweise erwerbsunfähig 1886-96: 183, 1896: 252 der Bewegung an den einzelnen Orten. Sodann wurden einige und 1897: 259 Bersonen; ihre Bahl steigerte sich also um 41 pkt. Person die Verhandlungen als be en bet. Troß der halbamtlichen Statutenänderungen beschlossen. Die Bestimmung, daß nur über Wir wiesen bereits in dem angegriffenen Artikel darauf hin, daß bleugnungen über die formelle und schriftliche Ueberreichung der 17 Jahre alte Leute Mitglieder werden dürfen, wurde gestrichen. Die die Unfallschiedsgerichte immer seltener eine Verunglüdung Demission besteht die Regierungstrise in aller Verbandsversammlung soll fünftig nur alle zwei Jahre stattfinden. Ueber als dauernd völlig erwerbsunfähig machend ansehen und zumeist Form. Banffy wird im Sinne eines gestern Abend gefaßten Be- die Unfälle auf den Werften wird die Aufnahme einer Statistit gestützt auf die in Arbeiterkreisen genügend gewürdigten Gutachten schlusses des Ministerraths heute Abend der liberalen Partei offiziell Durch Vermittelung der Generalfommission soll die Verschmelzung der von Berufsgenossenschaften abhängigen Aerzte, die mit dem Verbande der Schiffszimmerer angebahnt werden. Von der Berlegung als eine nur theilweise Erwerbsunfähigkeit ver- die Mittheilung vom Rücktritt des Ministeriums machen. anlassende erklären." Einführung der Reise- Unterstützung sah man ab, dagegen sollen Mitglieder, welche ihren Wohnsiz wechseln, eine Unterstüßung bis zu 20 M. erhalten. Es wurden sodann Bremerhaven als Siz des Vorstandes, Bremen als Siz des Ausschusses, Dellerich als erster Vorsitzender und enn als Saffirer einstimmig wiedergewählt. Zum Gewerkschaftstongreß ward Dellerich belegirt, als Stellvertreter KühlVegesac bestimmt. Die Jahresentschädigung des ersten Vorsitzenden und des Kassirers ward auf je 100. festgesetzt. Der Beschluß hat für das abgelaufene Jahr rüdwirkende Straft. Damit waren die Verhandlungen beendet, und schloß der Borsigende mit einem Hoch auf den Verband. # " England. Rußland. Asien. Ferner verschweigt die B. K." die Thatsache, daß in der London, 16. Februar. Bei der Adreßdebatte wurde ein Antrag Landwirthschaft die Zahl der schweren Unfälle( Tod oder John Redmonds zu Gunsten der Selbstverwaltung in lokalen dauernde völlige Erwerbsunfähigkeit) von 23 auf 27 stieg. Rechnet man aber die dauernd theilweise erwerbs- Angelegenheiten in Irland mit 300 gegen 43 Stimmen verunfähigen hinzu, ergeben sich in der Industrie 200 für 1886/96, worfen. 261 für 1896 und 267 für 1897, also eine Steigerung um 3312 Prozent, und der Landwirthschaft von 131 auf Ans dem Laude der Friedens- Manifefte wird berichtet: 226 und 235, also eine Steigerung um 80 Prozent. Die von dem Fürsten Uchtomsti herausgegebene PetersDiese Steigerung der Unfälle führten wir darauf zurüd, daß burgstija Wiedomsti" erhielten bie zweite Verwarnung, nich nur ungenügende Gewerbe Aufsicht und daher der Rusti Trud" erhielt die dritte Verwarnung. Das ungenügende Schuhvorrichtungen vorhanden seien, Erscheinen des letzten Blattes ist auf einen Monat sistirt fondern auch überlange Arbeitszeit; ferner wiesen wir auf worden. die größere a st und dementsprechend geringere Vorsicht der Arbeiter Die Blätter haben wahrscheinlich ein leises Wort des Wider hin, die bedingt ist durch die Zunahme der Akkordarbeit. spruches gegen die Abrüstung gewagt! Demgemäß forderten wir außer Vermehrung der GewerbeAufsicht auch„ Verkürzung der Arbeitszeit, damit die Ar beiter stets im Vollbesitz ihrer geistigen und förperlichen Spam- Neue Gefechte auf den Philippinen. Einer Depesche aus Traft thätig fein tönnen." Manila zufolge hat am Donnerstag Vormittag in der Nähe von Die„ V. K." weiß nun keine andere Ausrede zu finden, als Manila ein Gefecht stattgefunden. Die Eingeborenen rückten von daß sie uns vorwirft, wir jetzten uns, um des einseitigen Baleros aus vor und griffen die Amerikaner in ihrer Stellung an. parteipolitischen Interesses willen, auch über mate- Die Eingeborenen zogen fich, nachdem ihr Angriff dreimal ab. riellen Rücksichten der Arbeiterschaft hinweg." Ist es geschlagen war, zurück und nahmen ihre Todten und Verwundeten schon lächerlich, daß sich die B. K.", die Vorkämpferin für mit. die Zuchthausvorlage, zur Beschüßerin der Arbeiter aufwirft, so ist die Begründung noch widersinniger. Die B. K." sagt nämlich, durch schematische Einschränkung der zulässigen Arbeitsdauer für den Einzelnen würde die Gesammitziffer der Unfälle schwedischen Parteigenoffen. Die Koalitionsfreiheit der Arbeiter. Zu diesem Kapitel feineswegs herabgedrüdt, wohl aber der Verdienst der Arschwedische Agitator Schneider August Palm hatte fürzlich seinen liefert das Verhalten der Stuttgarter Straßenbahnbeiter ungünstig beeinflußt werden." 50. Geburtstag, der von der Sozialdemokratie Schwedens mit ge- Gesellschaft einen interessanten Beitrag. Die Arbeiter dieses Außer uns Sozialdemokraten sind auch bürgerliche Sozial- feiert wurde. Balm war es, der im Jahre 1881 in Malmö die Betriebes hatten sich vor einiger Zeit dem Verbande der im Transportpolitiker der wohlbegründeten Ansicht, daß die Verkürzung der erste sozialdemokratische Versammlung in Schweden abhielt; sodann gewerbe thätigen Arbeiter angeschlossen; dabei aber keineswegs die Arbeitszeit die Zahl der Unfälle vermindert, weil durchreiste er das ganze Land, um für den Sozialismus Propaganda Absicht bekundet, irgend eine Forderung an die Gesellschaft zu der Arbeiter bei größerer Spannkraft sich besser gegen die zu machen. Anfangs hatte er bei den gleichgiltigen Massen nur ge- ftellen, obwohl der niedere Lohn und die Arbeitszeit von Gefahren des Betriebes schützen lann. Folglich wird dann auch ringen Erfolg, heute ist auch in Schweden der Sozialismus weit 14 bis 15 Stunden täglich hinreichend Veranlassung gegeben hätten. Der Direktion schien diese Vereinsthätigkeit ihrer die prozentuale giffer der Unfälle sinken und nur von dieser, verbeitet. alle " Jubiläum Partei- Machrichten. O eines Der Auf dem Güterbahnhof in Erfurt stellte am Mittwoch Abend der größte Theil der Rangierarbeiter die Arbeit ein. Die Direttion batte verfügt, daß die bisher achtstündige Arbeitsschicht durch eine zwölfftündige ersetzt wird und der Eintheilung der Arbeiter in drei Kolonnen eine gweitheilung folgen soll. Es wurden deshalb eine Anzahl Arbeiter entlassen. Die übrigen erklärten sich bereit, unter den neuen Bedingungen zu arbeiten, wenn eine dementsprechende Lohnerhöhung gezahlt wird. Dies wurde abgelehnt, worauf es zur Arbeitseinstellung tam. Man erkennt in den Maßnahmen der Direktion so ganz das Walten der preußischen Sozialpolitit. Für einen so verantwortungsvollen und anstrengenden Dienst erhalten die Arbeiter 2,10 bis 2,50 M. Tagelohn; nachdem eine erträgliche Verkürzung der Arbeitszeit eingeführt war, muß wohl den Herren in der Direktion zum Bewußtsein gekommen sein, daß diese in einem preußischen Musterbetriebe unstatthaft ist. alid dad mad Angestellten nicht sonderlich zu passen. Sie führte zwar still- schweigend eine kleine Lohnerhöhung ein, gab aber gleichzeitig die Weisung heraus, es dürfe von den Auge st eilten keiner an» i n e r„agitatorischen" Versammlung t h e i l- nehmen. Die Angestellten kümmerten sich natürlich um diesen Befehl nicht, da sie mit Recht beanspruchten, austerhalb der Dienstzeit ihr freier Herr zu sein. Die Direktion hat nun infolge dieser Ucbertretung ihres Verbots die Entlassung von sieben Angestellte» angeordnet. Die Erregung unter den An- gestellten ist dadurch aufs höchste gesteigert und es fragt sich, ob die Mastregelung ruhig hingenommen wird.— Der Fall selbst zeigt wieder, mit welcher Rücksichtslosigkeit den Arbeitern das Recht der Koalition von den Unternehmern streitig gemacht wird. An dem Streik auf dem Elektrizitätswerk von Schnckert in Nürnberg sind 102 Arbeiter bctheiligt. Die Differenzen ent- standen durch die Mastregelung eines Formers, der im Verein mit seinen Kollegen versuchte, eimge recht fühlbare Uebelstände zu be- festigen. Da die Vorstellungen der Arbeiter bei der Direktion kein Gehör fanden, vielmehr zu entnehmen war, daß weitere Entlassungen folgen würden, so kam es zur Arbeitseinstellung. Die Direktion hat zu verstehen gegeben, daß sie die nothwendigen Arbeiten auswärts anfertigen läßt. Ausland. Die elektrotechnische Fabrik von Brown, Bovert u. Cie. in Baden bei Zürich hat nach Beendigung des Streiks in den Arbcitsräumen folgende Bekanntmachung anschlagen lassen:„Ge- legeutlich des Streiks hat es sich wiederholt darum gehandelt, daß Meister gegen Arbeiter in grober oder ungerechter Weise vorgegangen sein sollen. Alle Meister Iverden daher neuerdings daran erinnert, daß es unseren Wünschen durchaus entspricht, wenn sie mit den Arbeitern in ruhiger sachlicher Weise verkehren, so wie auch von den Arbeitern ihren Vorgesetzten gegenüber ein anständiges Be- tragen verlangt wird." Die Herren, unter denen zwei norddeutsche Kapitalisten und einer davon preußischer Hauptmann a. D.(Boveri) ist, scheinen„ohne Gefährdung ihrer Autorität" aus dem Streik doch einige Lehren gezogen zu haben und davon die praktische Nutz- anwendung zu machen. AuS Paris wird uns geschrieben: Man erinnert sich noch der Haupt- und Staatsaktion, die das Kabinet Brisson im Oktober v, I. gegen die E i s e n b a h n e r- G e w e r k s ch a f t ins Werk gesetzt hat, um deren Generalstreik-Beschluß zu durchkreuzen. Im Gewerkschafts- lokal und in den Wohnungen der dreißig Vorstandsmitglieder wurden Haussuchungen vorgenommen, die Papiere beschlagnahnit und eine hochnothpeinlichc Untersuchung gegen den Vorstand eingeleitet, All' das wegen angeblicher Uebertrctung des Koalitionsgcsetzes von 1384. Nach vier Monaten endet nun die Untersuchung resultatlos, Das Verfahren wird eingestellt, kein Vergehen wurde entdeckt! Man brauchte übrigens nicht erst den Ausgang der Untcrsuchimg abzuwarten, um besten sicher zu sein, daß die Regierung seinerzeit einen Gewaltakt im Dienste des Unternehmerthums begangen hatte, Soziales. Der ArbcitSmarkt im Jannar. Die Nachfrage nach Arbeits- kräften hat sich der Monatsschrift:„Der Arbeitsmarkt" zufolge im Januar lebhafter gestaltet wie im Jahre vorher, auch wie im letzten Monat des Jahres 1838. Diese weitere Besserung der Lage des Arbeitsmarktes ist aber nur in geringem Maße auf eine noch regere Thätigkeit in Gewerbe, Handel und Industrie zurückzuführen, obwohl sich namentlich in der Textilindustrie Symptome zeigen, die zu der Annahme einer entschiedenen Wendung zum Bessern führen könnten. Wohl aber ist eine erhöhte Thätigkeit in den Fabriken eingetreten, die mit den Vereinigten Staaten Geschäfte machen. Der wirth- schaftliche Aufschwung in den Vereinigten Staaten kommt, wenn auch in verkümmertem Maße, unseren Exportindustricn zu Gute, Der Konsum in allen Boden- und Jndustricprodukten drüben ist so stark, daß die einheimische Produktion trotz ihrer zunehmenden Leistungsfähigkeit ooch noch nicht im Stande ist. den vollen Bedarf zu befriedigen. Viel einschneidender für. die Gestaltung des Arbeits- Marktes im Januar halten wir die milde Witterung, die abgesehen von einzelnen Tagen den vollen Betrieb im Freien ge- stattete. Bei den vielen Bauten von Wohnhäusern und Fabrik- etablissements, Kleinbahnen und Kanälen war es möglich, eine große Zahl von Arbestern mehr zu beschäftigen als es bei einem Normal- winter der Fall gewesen sein würde.— Nach den Ergebnissen der Nachweisvcrwaltungen bewarben sich im Januar um je hundert offene Stellen 131,6 gegen 137,0 im Dezember 1838, Von 58 ver- gleichbaren Berichten weisen iin Vergleich zum Januar des Vorjahres 36 s-f 2 ausländischen) eine Abnahme und 19 s-i- 1 ausländischen) eine Zunahme des Andranges auf. Die Bcrgpolizei- Verordnung, betreffend die Beschäftigung fremdsprachiger Arbeiter, wird von den Bergarbeitern des Ober- Bergamtsbezirks Dortmund sehr gering bewerihet. Die„Berg- und Hüttenarbeiter- Zeitung" weist darauf hin, daß zu dem Bündel schon vorhandener Verordnungen eben eine neue gekommen sei, die wahrscheinlich ebenso wenig durchgeführt werde, wie die früheren: „Es cxistirt eine Verordnung des Dortmunder Ober-Bergamts über die Ausbildung der Bergleute(23. Mai 1394), Würde sie streng durchgeführt, dann wäre die neue Bestimmung über fremdsprachige Arbeiter zum guten Theil überflüssig. Eine Wette gehen wir darauf ein, daß wir nach Ablauf der festgesetzten Frist von 6, respektive 18 Monaten der Bergbehörde noch nicht zugelassene fremdsprachige Arbeiter in Menge auf den Ruhrgruben präscntiren." Wahrlich, eine bedauernswerthe Regierung, der— ob in diesem Falle gerechtfertigt oder nicht, sei dahingestellt— in so hohem Maße Mißtrauen entgegengebracht wird. Verdient hat sie es vollauf. Ist nicht von Stumm selbst im Reichstage erklärt worden, daß die Forderung des Bundesraths betreffend'den Bäckereiarbeiterschutz nur durch die laxe Durchführung seitens der Behörden„erträglich" werde? Und so steht es mit dem ganzen Arbeiterschutz.— Die Arbeitsvermittlung der württembergischen städtischen Arbeitsämter im Jahre 1833, deren Zahl wie im Vorjahr 13 ist, wird in den„Mittheilungen" des Statistischen Landesamtes besprochen. Die Zahl der Gesuche von Seiten der Arbeitnehmer als besonders auch von Seiten der Arbeitgeber ist von 33 276(darunter 11 073 weihliche Personen) im Jahre 1897 auf 46 760(13 541 weibliche) 1838 gestiegen, von denen 1893: 23 083— 60,1 pCt.(weibliche 6672 = 49,3 pCt,), 1897: 23 186--- 59,0 p Et.(weibliche 5546= 50,1 pCt.) erfolgreich gewesen. Die Gesuche der Arbeitnehmer betrugen 1897: 57 442(weibliche 8877), 1898: 61 509(weibliche 10 564), von denen 1898: 28 089= 45,7 pCt,(weibliche 6672--- 63,1 pCt,). 1897: 23 186= 40,4 PCt.(weibliche 5546= 62,5 pCt.) von Erfolg be- gleitet waren._ Mttkevnrlznrvv-Vevbände. Magdeburger Braunkohlen-Syndikat. In Bezug auf das auf drei Jahre abgeschlossene Braunkohlen- Syndikat theilt die „Magd, Ztg." mit, daß die für den Fall diretter Angebote oder direkter Abschlüsse vereinbarten Konventionalstrafen 250 M, fiir jedes Angebot und 100 M, für jede verkaufte Doppelladung Kohle be- tragen. Bei Abschlüssen mit dem Syndikat habe der Käufer den Vortheil. daß, falls das zur Lieferung verpflichtxtc Syndikatswcrk wegen Betriebsstörung oder sonstiger Ereignisse außer Stande fein sollte zu liefern, alle übrigen Mitglieder des Syndikats unverzüglich in die Licfcrungsverpflicht'ung eintreten. Andernfalls übernehme die ShndikatsveNvaltung nur dann Lieferungen, wenn ihr der ganze Bedarf an Braunkohlen übertragen wird. Trägersyndikat und Halbzeugsyndikat. Die sämmtlichen mittel- und westdeutschen Stahlwerke, welche Träger und Halbzeug herstellen, beschlossen die soforstge Errichtung von Syndikaten für diese Fabrikate. LZerantwortlicher Redakteur: August Jacobeh in% Die schweizerischen Parketteriefabrikanten haben unter dem harmlosen Namen einer Genossenschaft ein Kartell gebildet, das seinen Sitz in Bern und folgenden Zwecken zu dienen hat: 1. Beschränkung der Konkurrenz dadurch, daß jedem Mitglied sein normales Produktenquantum im Verhältniß zum allgemeinen Ver- brauch in der Schweiz zugesichert wird; 2. löhnende Verkaufs- preise; 3. gemeinsame Einkäufe, insofern dadurch billigere Preise erzielt werden können; 4. allfälliger Ankauf des Ueberschusses vom Produkttonsantheil kleiner Fabriken, wenn sie solchen zu den fest- gesetzten Preisen nicht anbringen können, dies aber zu besonders zu bestimmenden günstigen Bedingungen; 5. Beschützung der Industrie und Wahrung der Interessen der eingetretenen Mitglieder durch ge- eignete, von den Geschäftsverhältnissen gebotene Maßregeln. Gerichts--Ävitung. Grober Unfug unter dem Zuchthauskurs. Der Maurer Robert Petermann aus Reinickendorf stand gestern vor dem Schöffengericht am Amtsgericht II unter der Beschuldigung der Be- drohung. Der Angeklagte arbeitete im Sommer v. I. unter dem Maurermeister Hoppe auf einem Neubau der Firma Heinrich Leh- mann u. Komp, am Stegeweg in Reinickendorf. Die Maurer bekamen 55 Pfennig pro Stunde, der allgemeinen Bewegung ent- sprechend wollte der Angeklagte aber 60 Pfennig haben, und da seine und seiner Kameraden Forderung abgewiesen wurde, stellte er und die, meisten seiner Kollegen am ersten Arbeitstage nach Pfingsten die Arbeit ein. Natürlich wurden in der Nähe des gesperrten Baues auch Streikposten ausgestellt, zu denen auch der An- geklagte gehörte. Schon am nächsten Morgen sah er, daß der Maurer D ö b l e r zum Bau ging, um zu arbeiten. Er trat an denselben zu und fragte:„Willst Du hier arbeiten?" Döbler er- widerte:„Leider mutz ich, denn ich bin fünf Monate krank gewesen!" Petermann sagte:„So bist Du nun, Dn willst uns hintergehen Arbeite nur bei den„Klamotten", wenn Du nachher an die„Ver- blcnder" kommst, entlassen Sie Dich doch! Dann kommst Du nach Berlin und dann werden wir Dich schon kriegen!" Döbler ging trotz- dem zur Arbeit und Petermann rief ihm noch nach:„Arbeite nur, Du Sonntagsarbeiter!" Wie Döbler vor Gericht aussagte, faßte er die Sache so auf, als solle er Prügel kriegen, wenn er auf einen Berliner Bau komme. Das Schöffengericht faßte die Aeußerung des Angeklagten nicht als Bedrohung, dagegen als groben Unfug auf. Streikpostenstehen sei an sich nicht strafbar, wenn aber ein Streikposten die zur Arbeit gehen- den Arbeitswilligen zu beinflussen suche, liege die Sache anders, Der Angeklagte' habe versucht, den Mann zu veranlassen, nicht au dem Bau zu arbeiten. Dadurch werde die A l l g e m e i nh e i t(!) beunruhigt und diese habe ein großes Interesse daran, daß solche mehr oder minder energische Beeinflussungen unterbleiben. Der Angeklagte sei daher wegen groben Unfugs zu 10 M. Geldstrafe oder 2 Tagen Haft zu verurtheilen. Hoffentlich legt der Angeklagte gegen dies dem Rechtsbewutztscin des Volkes unverständliche Urtheil Berufung ein. Ei» Armen- Kommisfionsvorstehcr. Gegen den in der Reichenbergerstraße wohnhaften Armen-Kommissionsvorsteher Vogel tvurde gestern vor der 139. Abtheilung des Schöffengerichts eine Anklage wegen Beleidigung verhandelt. Die Ehefrau des Arbeiters Bosche wollte gegen ihren Ehemann, der sich seiner aus sechs Köpfen bestehenden Familie nicht annahm, im Wege der Klage vorgehen. Der Schiedsmann hatte ihr einen Schein gegeben mit der Anweisung, damit zum zuständigen Armen-Kommissionsvorsteher zu gehen und ihn um Ausstellung eines Armenattestes zu bitten. Die Frau will bei dem Angeklagten einen bösen Empfang gefunden haben, Er soll, wie die Zeugin im Termine unter ihrem Eide bekundete, die Ausstellung des Armenattestes nicht nur schroff abgelehnt haben mit den Worten:„Sie Polncke kommen hier nach Berlin und dann wollen Sie ihren Mann verklagen." Hieran soll er dann noch eine beleidigende Bemerkung geknüpft haben, die sich auf den reichen Kindersegen der Frau bezog. Als diese nun um die Rückgabe des Schiedsmannsattestes bat, verweigerte der Angeklagte die Heraus- gäbe des Papiers und wies ihr die Thür. Der Angeklagte bestritt jede der beanstandeten Aeußerungen und wollte auf den Hinweis des Vor- sitzenden, ob er sich denn nicht durch Ueberbürdung in seinen Amts- geschäften vielleicht doch zu einer unüberlegten Aeußerung habe hin- reißen lassen, auch die Möglichkeit nicht zugeben. Er behauptete, daß gerade die Eingewanderten der Berliner Kommune am meisten BelästigunaenZsverursachten, und es seien Fälle vorgekommen, daß Bittsteller falsche Anschuldigungen erhoben, lediglich um in den Besitz von Zeugcngebühren zu gelangen. Die Zeugin erklärte hierauf, daß sie aiff Gebühren jeder Art verzichte. Der Vorsitzende machte nun den Angeklagten daraus aufmerksam, daß derselbe, wenn auch bereits vor einer Reihe von Jahren, tvegen Widerstandes gegen die Staatsgcivalt. Beleidigung und Körperverletzung vorbestraft sei und dies lasse doch darauf schließen, daß er sich nicht immer beherrschen könne. Der Vorsitzende konnte seine Verwunderung darüber, daß der Angeklagte Armenkommissions- Vorsteher geworden sei, nicht unterdrücken. Da Aussage gegen Aussage stand und Zeugen bei dem Vorfalle nicht zugegen gewesen waren, so beschloß der Ge- richtshof, die Akteil der Staatsanwaltschaft zuzustellen, um Er- Mittelungen darüber anzustellen, ob über die Geschäftsführung des Angeklagten auch noch anderweitig Beschwerden ein- gelaufen seien. In der bekannten Privatklage des Vorstandes des Bundes der Laudwirthe gegen den Chefredakteur der„National-Ztg.", Herrn K ö b n e r, stand gestern abermals Termin vor dem hiesigen Schöffengericht an. Als die Thomas-Phosphat-Angelegenheit den Gegenstand von Angriffen der liberalen Presse gegen den Vorstand des Bundes der Laudwirthe bildete, richtete auch die„National- Zeitung" wiederholt ihre Aufmerksamkeit auf diese An- gelcgeiiheit und suchte in mehreren Artikeln nachzuweisen, daß' die Bundcsleitung durch die immer wieder auftretende Behauptung, die Bundcsleitung habe durch Täuschung und Ucbervortheilung der Abnehmer der Bundeskasse Vortheile zu- geführt, schwer belastet werde. Die Bundesleitung erließ dann im Juni eine lange Erklärung, in welcher die Angriffe der gegnerischen Presse als ehrabschneider'lsche Wahlmache, aus der Luft gegriffene Erfindung u. s. w. hingestellt wurden. Gegen diese Er- klarung der Bundesleitung richtete sich ein scharfer Artikel in der Nummer der„National-Zeitung" vom 11, Juni, Darin wurde jene Erklärung als„kläglich" bezeichnet und hervorgehoben, daß die Bundesleitung sich auf langathmige Erörterungen einlasse, anstatt einfach zu erklären: der behauptete Vertrag mit der Thonias- Phosphat-Gesellschaft bestehe nicht. Daraus wurde die Schluß- solgerung gezogen, daß jeder Unbefangene zu der Meinung kommen müsse: der skandalöse Vertrag existire thatsächlich, Auf Grund dieses Artikels erhoben die Herren Dx. Hahn, Dr. Rösicke und Plaskuda die Privatklage.— Der Vertreter des Angeklagten, Justizrath Dr, S e I l o erklärte im gestrigen Termin, daß sein Klient einen Wahrheitsbeweis nicht antrete. Dieser stehe auf folgendem Standpunkte: Er seinerseits habe das Vorhandensein des Vertrages gar nicht behauptet. Als gegen den Vorstand der Vorwurf, einen solchen Vertrag geschlossenzuhaben, erhoben worden war. habe der Bund dies nicht bestritten, sondern sich darauf beschränkt, diese nach seiiier Ansicht nichtssagende Erklärung zu erlassen, und daraus habe er nur eine Schlußfolgerung gezogen. Es könnte deshalb nicht von Anwendung des K 186 St,-G,-B,, sondern höchstens von§ 185 die Rede sein.— Es wurde infolge dieser Erklärung auf Zeugenvernehmung verzichtet. Das U r- theil erging dahin: Z 186 sei anzuwenden, weil That- fachen behauptet worden, deren Wahrheit zu beweisen der Angeklagte nicht unternommen habe. Der Angeklagte sei zu einer scharfen Abwehr grober Angriffe, die auch auf ihn gemünzt waren, berechtigt gewesen, die Schutzgrenzen des§ 193 seien aber erheblich überschritten. Nach Ansicht des Gerichts wäre eine Widerklage gegen Dr, Rösicke und Plaskuda— nicht aber gegen Dr. Hahn, der die Erklärung nicht unterzeichnet hatte— wohl zu begründen erlin. Für dm Anseratentheil verantwortlich: Th. Glocke w Berlin. Dn ewescn; der§ 199 könne aber keine Anwendung finden, da hier och nicht eine„sofortige", d. h. in plötzlicher Gemüthsaufwallung begangene Erwiderung einer Beleidigung vorliege. Angesichts der höchst beleidigenden Ausfälle der„Erklärung" seien alle diese Um- stände bei der Strafzumessung in erheblichstem Maße in Erwägung gezogen und es sei deshalb nur auf 50 Mark Geldstrafe eventuell fünf Tage Gefängniß, Publikationsbefugniß zc. erkannt worden. Unlauterer Wettbewerb. Gegen den Seifenhändler Schröder, der in Berlin 24 Seifengeschäfte besitzt, hatte der Reisende Hörnicke die Zivilklage angestrengt, indem er behauptete, Schröder habe sich des unlauteren Wettbewerbes schuldig gemacht. Dieses Veraehen erblickte der Kläger darin, daß Schröder in den Schaufenstern seiner Geschäfte zirka zwei Wochen lang Plakate aushängen hatte, worauf zu lesen war:„Beste Terpentinseife, 2 Pfund 25 Pfg." während die Seife einen Kartoffelmehlzusatz enthielt. Das Schöffengericht sprach Schröder frei, dagegen verurtheilte ihn das Landgericht wegen unlauteren Wettbewerbes. Das Kammergericht wies gestern die Revision des Angeklagten mit der Begründung zurück, daß der Vorderrichter ohne Rechtsirrthum die ZI 1 und 4 des Gesetzes über den unlauteren Wettbewerb an- gewendet habe. Zuchthanskttrs in Sachsen. Wegen versnchter Nöthi gun g. Bedrohung und Beleidigung sind die Zuschneider May und Häusel, sowie der Zwirner Müller vom Landgericht zu Bautzen zu je einem Monat Gefängniß verurtheilt worden. Müller wurde im Dezember auf Veranlassung des Wcrkführers Heller— nach seiner Meinung ganz grundlos— aus der Fabrik entlassen. Des- halb sollen nun die drei vor dem Hause auf Heller geschimpft, fowie gedroht haben,„daß sie ihn verhauen und die Knochen im Leibe zerbrechen" wollten. Die Angeklagten bestritten solche Aeußerungen aber und der Vertheidigcr war der Ansicht, daß der Beweis nicht zweifellos erbracht wäre. Das Gericht war aber anderer Meinung. Im Wege des Wiederaufnahme- Verfahrens gegen ein schöffengerichtliches Urtheil ist der Klempner Max Ludwigs gestern' von einer längeren Gefängnißstrafe befreit worden. Der Angeklagte, ein völlig unbescholtener Mann, war vom Schöffengericht zu zwei Monaten Gefängniß verurtheilt worden, Weiler überführt erschien. Nachts auf der Straße zwei Männer angerempelt und einen derselben mit einem stumpfen Gegenstand verletzt zu haben. Der Angeklagte hatte seine Schuld enffchieden bestritten und behauptet, daß gerade er von den beiden Männern angegriffen worden sei, und sich in der Nothwehr befunden habe. Der Verurtheilte versäumte aus Jrrthum die Nevisionsfrist und so mußte denn R. A. Dr. S ch w i n dt auf sein Ansuchen das Wieder- aufnahmeverfahrcn betreiben. Ein solches ist gegen schöffengericht- liche Urtheile besonders schwierig, denn es ist nach§ 399 Str. P. O. dazu erforderlich, daß Beiveismit'tel beigebracht werden, ivelche der Ver- urtheilte erst nach Abschluß des vorigen Verfahrens kennen gelernt hat und deshalb ohne sein Verschulden nicht geltend machen konnte. Der Antrag auf Wiederaufnahme wurde zunächst abgelehnt, auf die Beschwerde des R, A. Dr. Schwindt aber durch die Strafkammer für begründet erachtet, da durch eine Reihe eidesstattlicher Versicherungen die Verbindungen des ß 339 er- füllt schienen. In der gestrigen Verhandlung stellte sich heraus, daß der Angeklagte thatsächlich in der Nothwehr gehandelt hatte und die Belastungszeugen bereits vorbestraft sind, der eine sogar ein gefähr- licher Zuhälter ist. Die erneute Verhandlung endete daher mit der Freisprechung des Angeklagten. Die Wahlagitation im A. Kreise wurde von unseren Genossen am Freitag eingeleitet durch eine im- posante Parteiversammlung, die den Bickel'schen Saal in der Hasenhaide bis auf den letzten Platz füllte.'— Nach einer stmt großem Beifall aufgenommeneu wirkungs- vollen Rede des Genossen Richard Fischer wurde derselbe ein st immig wieder als Kandidat aufgestellt. Dann wählte man folgende Genossen in das Wahlkomitee: Krüger, Jakob. Lachmann. Hensel, Schäfer, Zinke und Hermann, Die glänzend ver- laufene Versammlung endete mit einem brausenden Hoch auf die Sozialdemokratie. Uetzke Nachrichten und Depeschen. Hamburg, 17. Februar.(Privatdepesche des„Vorwärts".) Der Hamburger Postdampfer„Eduard Bohlen" hat auf der Fahrt von Hamburg nach Monrovia in der Nordsee ein fürchterliches Unwetter zu bestehen gehabt. Ein Theil der Ladung, die aus Theer, Kar- bolineum, Rum bestand, wurde durch Sturzseen über Bord gespült. Das Schiff wurde an verschiedenen Stellen arg beschädigt. Der Zimmcrniann und ein Matrose wurden durch Sturzwellen über Bord geschleudert und ertranken. Dem ersten Offizier wurden drei Rippen gebrochen. Kiel, 17, Februar.(Privat- Depesche des„Vorwärts".) Heute haben sämmtliche Stahlformcr der Schiffswerft Howaldtswerke, 36 Mann, die Arbeit niedergelegt. Die Firma bemühte sich schon seit vorigem Jahr an Stelle des bisher gezahlten Stundenlohnes Stückakkord einzuführen, wobei sie auf den geschlossenen Wider- stand der Arbeiter stieß. Seit Januar ist ein neuer Leiter der Gießerei in Thätigkeit, Ingenieur Starke, von den Döllencr Gußstahlwerken bei Dresden, der mit Schneidigkeit das Regiment führen zu können glaubte. Eine von den Formern gewählte Kommission, um beim Chef vorstellig zu werden, wurde nicht anerkannt, sondern Howaldt suchte sich selbst eine Kommission zusammen, mit der er berathen wolle. Für die alten Kommiisionsmitglieder wurde die Behandlung unerträglich. Als einer aufhörte, erklärten sich sämmtliche Arbeiter solidarisch mit ihm, verlangten Wiedereinstellung und bessere Behandlung, Daraus stellte Howaldt die Zumuthung, daß Betreffender Abbitte leisten sollte. Unter diesen Umständen legten sämmtliche Stahlsonncr die Arbeit nieder, die Eisenformer arbeiten weiter, wollen jedoch gleichfalls die Arbeit niederlegen, wenn von ihnen die Arbeit der Stahlformer verlangt wird. Howaldt hat heute schou Modelle ab- gesandt, um die Arbeit von Auswärts zu beziehen. Paris, 17. Februar.(W. T. B.) ES bestättgt sich, daß Dupuy es abgelehnt hat, seine eigene Kandidatur gegen diejenige Loubet's aufzustellen.— Der Ministerrath, der heute Nachmittag abgehalten wurde, beschäftigte sich mit den Einzelheiten der Leichenfeier für Felix Fernre, Dupuy theilte mit, daß an der Grenze 5000 Photographien des Herzogs von Orleans beschlagnahmt worden seien. Als die Abordnungen der Kammergruppen, darunter Bourgeois und Brisson, im PalaiS de Luxembourg erschienen und Loubct dringend um Annahme der Präsidentschaftskandidatur ersuchten, bat er um eine Stunde Bedenkzeit. Nach Ablauf dieser Frist erklärte Loubet den Abordnungen, er nehme die Präsidentschafts-Kandidatur endgiltig an. Wenn er gewählt würde, würde er ein sehr republi- kanischer Präsident sein, dessen Ziel sein würde, die R e- publik zu vertheidigen. Er begrüße freudig die heute bekundete Einigkeit der Republikaner und sei überzeugt, daß dieselbe von Dauer sein werde. Er wolle, wenn er zum Präsidenten der Republik gewählt würde, für alle Mitglieder des Parlaments ein Kollege und Freund und nicht ein auf unzugänglicher Höhe thronen- der Präsident sein. Spalato, 17. Februar.(B. H.) Gestern Abend kam es hier zwischen Kroaten und Italienern zu Strastenexzefsen. Da- bei wurden zwei italienische Studenten erheblich verwundet. ck und Berlag von Max Babing in Berlin. Hierzu 2 Beilagen, Br. 42. 16. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 18. Febrnar 1899. Reichstag. 35. Sigung, Freitag, 17. Februar 1899, 1 hr. Abg. Liebknecht( Soz.): Die Dänen sind ein germanisches Volk, schon.( hört! hört! rechts.) Charakteristisch für ihn ist, daß es man aber nicht ein anderes Volt. Im Gegentheil. Dadurch ver außerordentlich schwer hält, ihn zu fassen.( Heiterkeit.) Ich meine schärft man einzig den Gegensatz. Nationalitätenprinzip, Nationali natürlich nicht törperlich.( Große Heiterfeit.) Im Gegensaß zum tätenstreitigkeiten, das sind Dinge, die lassen sich mit Gewalt nicht Beispiel zur polnischen Presse wird die dänische in Nordschleswig mit lösen. Da giebt es nur ein einziges Mittel: das ist die Ges Am Tische des Bundesrathes: v. Hohenlohe, b. Bülow. einem gewissen Versteckspiel geleitet. Die polnische Presse hat immer währung absoluter Freiheit.( Sehr richtig! links.) Wir haben ein Eingegangen ist der Entwurf einer Fernsprech- Gebührenordnung mit offenem Visir gekämpft, aber diese Art mit hämischen Be- fleines Land, das bestregierte in Europa, die Schweiz, da leben Italiener, Präsident Graf Ballestrem: Vor Eintritt in die Tagesordnung merkungen, die nur den Eingeweihten eigentlich verständlich find, Franzojen, Deutsche nebeneinander, da hört man niemals von Nationa nur hat der Herr Reichskanzler das Wort. Reichstanzler Fürst zu Hohenlohe- Schillingsfürst: Ich habe mit Aeußerungen, die auch anders gedeutet werden können, ist ein litätenstreitigkeiten; aber die leben ja gleichberechtigt nebeneinander. besonders charakteristisches Zeichen der dänischen Presse. Herr Was aber dabei herauskommt, wenn man die Nationalitätenfrage Ihnen die Mittheilung zu machen, daß der Präsident der französischen Johannjen meinte gestern, man habe im Abgeordnetenhause gruselig auf anderem Boden lösen will, als auf dem der Freiheit, das sehen Republit, Herr Faure, gestern Abend an einem Schlaganfall plöglich machen wollen, indem man aus alten Kalendern vorgelesen hat. wir an dem warnenden Beispiele Oesterreichs, das an seiner verstorben ist.( Die Abgeordneten erheben sich von ihren Blägen.) Ich bin gewiß, daß die Vertreter des deutschen Volkes sich eins aber sehen wir uns doch diese alten Kalender, die in der Be- Nationalitätenfrage zu Grunde gehen wird.( Sehr richtig! links.) wissen mit Sr. Majestät dem Kaiser und den Verbündeten Regierungen völkerung dort sehr verbreitet sind, einmal näher an. Da heißt es Ich komme nun zu demjenigen, was die Interpellation vers Getrennt find wir, aber darin find in dem Ausdruck aufrichtiger und herzlicher Sympathie für zum Beispiel: wir anlaßt hat. Daß die Schleswiger unterdrückt werden, das habe ich die französische Nation, welche den Heimgang dieses Mannes be- einig, den Dänenkönig wollen wir als unseren Fürsten ehren vorhin ausgeführt. Aber nun ist ein ganz neues Stadium eingetreten. ( Hört! hört! rechts.) trauert, der als ihr Staatsoberhaupt unentwegt die großen Interessen Was auch geschehen möge, wir wollen was ist der Grund für dieses heftige Vorgehen? Ist die Macht des Friedens, der Eintracht und der Wohlfahrt der Völker gefördert standhalten, niemals laffen wir unsern König!( hört, hört! rechts.) Dänemarks eine größere geworden? Im Gegentheil. Die Zahl der Hat.( Bravo) Eingedent des gemeinsamen Bandes, welches unsere Ganz harmlos finde ich das Gedicht durchaus nicht! In der Oktober Dänen hat start abgenommen. Nach der Erklärung des Herrn Bölker verbindet, geben auch wir unserer Trauer Ausdruck über den nummer 1898 des„ Flensborg Avis" wird in Bezug auf das bekannte von Stöller selbst haben wir in Schleswig über 5000 Dänen weniger Berlust des französischen Volles, das zu keiner Zeit aufgehört hat, Aufruhrlied" mit feiner frechen Anrufung des Namen Gottes unter der auf dänischer Seite gegen die preußische Herrschaft besteht, von schöne Lied Schleswig- Holstein meerumschlungen" gefagt: Das alte als früher. Also weshalb? Es ist die Rede gewesen von dem Haß. einer der großen Träger der Zivilisation zu sein.( Bravo!) Präsident Graf Ballestrem: Der Reichstag hat sich erhoben, Verleitung zum Meineid und zur Verrätherei.( Sört, hört! rechts.) der bösartigen Gefinmung der dortigen Dänen. Ja, das glaube ich, um feiner Sympathie Ausdruck zu geben, ich konstatire das. Ferner heißt es unter dem 23. GSeptember 1895: Die Heiligkeit des wenn ein Bolt so behandelt wird, dann muß es bösartig werden. Der Reichskanzler, Herr v. Bülow und sämmtliche Regierungs in der St. Marienkirche vereidigt. Nachher zogen sie die Straßen Regierung. Zwischen den Deutschen und Dänen besteht keine innere Eides! Gestern Vormittag wurden die neuen preußischen Rekruten Die Schuld an diesem unheilvollen Zwiste trägt allein die preußische kommissarien verlassen den Saal. herauf unter den Klängen des Nationalliedes Schleswig- Holstein Wesensverschiedenheit. Hierauf wird die Besprechung der Interpellation des Abg. meerumischlungen", das bekanntlich seiner Zeit das Kampflied der noch germanischer als die Gesammtheit der Bewohner Deutschlands. Johannsen, betreffend die Ausweisung dänischer Unterthanen Meineidigen war, dann wird an die drei Finger erinnert, die ver- Zwischen Deutschland und Dänen fanden stets die innigsten Be aus Nordschleswig, fortgesezt. Präsident von Ballestrem giebt das Wort dem Abg. Lenzmann den Treneid dem dänischen König leisteten.( Sört, hört! rechts.) haben in deutscher Sprache gedichtet. Sie wollen von einem tiefen schiedene Holsteiner damals in die Höhe gestreckt hätten, als sie ziehungen in geistiger und fultureller Hinsicht statt. Dänische Dichter ( freis. Vp.), der jedoch auf das Wort verzichtet. Abg. Dr. Hänel,( freif. Vg.) Auch das Andenken unseres großen Königs Wilhelm I wird be- Gegensatz zwischen Deutschen und Dänen sprechen? Ich fann Ihnen ( auf der Tribüne schwer verständlich) weist zunächst nach, daß die schmutzt bei Gelegenheit eines Denkmals, das ihn geſetzt werden das Wort eines Mannes anführen in Bezug auf den Gegensatz, eines Ausweisungen aus Schleswig sehr wohl vor das Forum sollte.( hört! hört! rechts.) Herr Hansen hat bei Gelegenheit einer Mannes, den jeder von Ihnen( nach rechts) anerkennen wird, ein des Reichstages gehören. Die Erklärung des Reichstanzlers Gerichtsverhandlung gesagt: Ich strebe durch die Presse dahin, die Wort des Königs Friedrich Wilhelms IV., das im Jahre 1847 gesei in seiner Berufung auf die durch den Abg. Michaelis in die Ver- dänische Gesinnung in Nord- Schleswig zu erhalten und eine Los prochen wurde:" Der Haß zwischen Dänen und Deutschen ist eine faffung hineingebrachte Bestimmung völlig unzutreffend. Gerade trennung Nord- Schleswig von Deutschland herbeizuführen.( hört der ärgsten Tollheiten des Jahrhunderts."( Sört, hört!) Das ist das Gegentheil von dem, was der Reichskanzler verkündet, habe hört! rechts.) Zwischen der polnischen und dänischen Agitation ist ein sehr wahres Wort.( Sehr richtig! links.) Hente denkt man am der Abgeordnete Michaelis mit feiner Bestimmung verfolgt. ein großer Unterschied. Die polnische Bewegung wurzelt nur im preußischen Hofe darüber anders. Herr Köller hat für das Schüren Die ganze schleswig- Holstein'sche Frage, wie sie jetzt von der Re- Bolle selbst, dagegen erhält die dänische Unterſtügung von außen, von dieses Hasses einen Orden bekommen.( Sehr gut!) gierung aufgefaßt wird, bedeutet nichts weiter als die Anerkennung, Dänemark her. Der Etat der dänischen Verwaltung für Süd- In den Vorkommnissen in Nord- Schleswig haben wir in der daß es nicht gelungen ist, Schleswig innerlich mit dem Deutschen Jütland ist von 90 auf 300 000 M. erhöht worden!( Hört! hört! Klassischen Form alles, was der deutschen reaktionären PolizeiwirthReiche zu verbinden. Dem fleinen Häuflein der Dänen, 0,26 pt., rechts.) Hochgestellte dänische Beamte und Generale betheiligen fich fchaft von je ensprossen ist. An sich steht der Fall ja nicht einzig steht die ungeheure Uebermacht der Deutschen gegenüber; es ist doch an den Demonstrationen. Wir denken nicht daran, die Dänen zu da. Es sind ja Ausweisungen auf der ganzen Linie versucht und außerordentlich verwunderlich, daß nach einer 35jährigen preußischen Deutschen machen zu wollen, aber eine Losreißung Nord- Schleswigs ausgeführt worden: Desterreicher. Russen, Holländer hat man des Regierung von Deutschland fönnen wir uns nicht gefallen lassen. Ich wollte Landes verwiesen. Man wollte sich so recht als ein Land zeigen, noch immer die Gegensäßlichkeit in dieser Schärfe besteht. Das ist ein trauriges Zeichen für unsere Das ist ein trauriges Zeichen für unsere nur meiner Ueberzeugung Ausbruck geben, daß die Ausweisungen, welches die erste Pflicht der Kultur nicht erfüllt, nicht feint: die Bureaufratie, ein Mißerfolg unserer inneren Kolonisation". von denen die Interpellation spricht, vollkommen gerechtfertigt find Pflicht der Gastfreundschaft.( Sehr richtig! Tints.) Aber das, was Die Integrität der deutschen Herrschaft ist für mich ein Ariom. und im Interesse des Deutschen Reiches erfolgen.( Lebhaftes Bravo! in Schleswig- Holstein vorgefallen ist, das ist unerhört( Sehr richtig!) Durch das Verhalten unserer Verwaltung drücken wir aber der rechts.) das ist etwas, daß sich jeder Deutsche dessen schämen dänischen Agitation nur Waffen in die Hand. Allerdings muß zu muß.( Sehr richtig! links. Große Unruhe rechts.) gegeben werden, daß die dänische Agitation sehr scharf ist. Sie nußt Herr Hänel hat sehr wirksam gesprochen. Aber der Herr Vor- In Schleswig- Holstein stieß die Ausweisungspolitit auf Schwierig die Vereinsfreiheit im weitesten Maße aus. Sie regt das Gemüths- redner hat doch noch weit wirksamer geredet und uns klar gemacht, feiten. Die dänisch sprechenden Schleswiger haben ein vertragsmäßiges Leben der Dänen dort mit phantastischen Hoffnungen auf und ver- wie die Zustände dort entstehen konnten, die cinen Skandal für Recht, in Schleswig zu bleiben. Es ist ihnen zugesagt worden, daß hindert sie, sich in die neuen Verhältnisse einzubürgern. Anderer- die ganze zivilisirte Welt bedeuten.( Rufe rechts: Oho! Zur sie nicht verunglimpft werden sollten, weder in ihrer Person, noch feits fann nicht geleugnet werden, daß der deutsche Verein, der sich Ordnung! Zur Ordnung!) Wenn man denkt, daß dieser Geist, in ihrem Eigenthum. Die man treffen wollte, waren also durch den gegen diese Agitation wendet, sich zu sehr den Anschein einer diese Art, gerade aus dem Grunde gegen Hansen vorzugehen, weil Vertrag geschützt. Da verfiel man auf das System der Ausweisungen, Hilfstruppe der Regierung giebt. Er hat sich mehr und dieser zu schlau ist, um sich fassen zu lassen, wenn man denkt, welches Herr Hänel Ihnen vorhin auseinandergesezt hat: Man mehr zu einer Partei des Krieges bis aufs Messer konstituirt. daß dieser Geist dort herrscht, dann kann man sich den Ingrimm fuchte den Schuldigen, den angeblich Schuldigen, dadurch zu treffen, Es handelt sich doch nicht darum, dort den äußeren Frieden herzu- sehr wohl vorstellen, der die Bevölkerung dort ergriffen hat. daß man auf den Unschuldigen einhieb. Es ist das ein Prinzip, stellen das ist ein Kinderspiel, sondern das Verwachsen des Es ist hier die Kompetenzfrage aufgeworfen worden, die Frage, das barbarische Völker in ihrem Geißelsystem hatten. Da nahm dänischen Volkes mit dem preußischen herbeizuführen. Das ist ob die Angelegenheit überhaupt vor den Reichstag gehört. Wie? man ja auch nicht die Leute, die Vergehen begangen hatten, da nahm viel schwieriger. Die Dänen müssen wie preußische Unter- Eine Frage, bei der der gute Name des deutschen Volkes man sie nur, um einen Folterdruck auszuüben auf ihre Landsleute. thanen behandelt werden; denn das sind sie. Zu diesem Pro- im Spiel steht, die soll nicht vor den deutschen Reichstag Die Herren Agrarier reden hier jeden Tag, so oft sie zu Worte gramm bekennt sich ja auch die Staatsregierung selbst. gehören? Der deutsche Reichstag ist der einzige Vertretungsort für fommen, und im Landtag, wo sie das Wort ja fast allein führen, Aber die Frage ist, ob die Maßregeln auch damit übereinstimmen, das deutsche Volk und nicht der preußische Landtag, dieses traurige von der Leutenoth. In Nordschleswig herrscht jetzt Leutenoth. die von den Chauvinisten hochgepriesen werden. Von jedem aus- Produkt des elendesten aller Wahlsystemie.( Große Unruhe rechts.) Die dänischen Arbeiter sind ausgewiesen, und die Landwirthe, die ländischen Einfluß, der z. B. in Elsaß- Lothringen noch nachwirkt, ist Dort ist nur das preußische Junkerthum vertreten, aber nicht das Kaufleute sind in Verlegenheit, wie sie ihre Arbeiten erledigen sollen. in Nordschleswig feine Rede. Gerade für Deutschland ist eine so deutsche Volf. Hier muß die Politik gebrandmarkt werden, welche In Nordschleswig werden Germanen, Männer unjeres Stammes, scharfe Ausweifungspolitik sehr wenig angemessen. Welches Volt man im Namen des deutschen Volkes in Nord- Schleswig berfolgt. unferes Blutes ausgewiesen, an der Ostgrenze aber zieht man Slaven schidt mehr feine Mitbürger aus in fremde Lande, Auf die staatsmännischen Fragen will ich mich nicht einlassen. ins Land hinein, um der Leutenoth zu steuern. Welcher Widerum sich dort niederzulassen und Handel zu treiben? Wir sind auf Die sind ja schon von Herrn Hänel ausführlich behandelt worden. fpruch!( Sehr richtig! links.) In Nordschleswig weist man Germanen die Gastfreundschaft anderer Völker im weitesten Maße angewiesen. Jedenfalls ist die Sache jetzt eine Machtfrage. Die Befißverhältnisse aus, um das Deutschthum angeblich zu retten, im Osten aber man die Slaven hinein, um das Junkerthum zu Alle maßlosen Anordnungen, die wir in dieser Beziehung treffen, dort werden sich vorläufig nicht ändern. Die Thatsache besteht, daß läßt tönnen auch gegen unsere Mitbürger in anderen Ländern angewendet Preußen seit 35 Jahren Nordschleswig in seinem Bejiz hat. Was retten.( Unruhe rechts.) Das Junkerthum ist nicht identisch dem deutschen Volke!( Lärm rechts.) ist denn in diesen 35 Jahren geschehen? Ist uns Nordschleswig mit Die Junker Die gegenwärtigen Ausweisungen werden um so härter etwa gewonnen worden? Ist der Konflikt zwischen der deutschen find wesentlich slavischer Herkunft, sind auf slavischent Boden ents empfunden, als dieselben keineswegs Agitatoren, sondern durch und dänischen Bevölkerung, der Gegensatz zwischen beiden irgend wie standen.( Lärm rechts.) Lefen Sie nur die Geschichte. Von aus harmlose Personen trafen. Man hat Dienstboten abgeschwächt worden? Nein! Im Gegentheil: So schlimm, wie einer kleinen, aus dem Mittelalter überkommenen, von mittelalter dänisch gesinnter deutscher Unterthanen ausgewiesen und sie damit es in der Gegenwart ist, ist es noch niemals gewesen. Und das lichen Idealen erfüllten Staste wird das deutsche Kulturvolk beherrscht. zu demselben Kontraktbruch genöthigt, den man sonst so hart bestrafen ist nicht etwa die Folge davon, daß man von Seiten der Diefes Joch abzuschütteln, sich von diesem Junkerthum zu befreien, will. Die Herren dieser Dienstboten sollen auf das ihnen gesetzlich deutschen Regierung nicht mit der nöthigen Energie und Schneidig ist die Hauptaufgabe des deutschen Volkes!( Lärm rechts. Leba zustehende Versammlungs- und Vereinigungsrecht verzichten. Ber- feit vorgegangen ist, sondern es ist gerade deshalb der Fall, hafter Beifall links.) Das ist die erste Pflicht, die das deutsche fassungsmäßiges Recht soll sich vor administrativer willtür weil man glaubte, durch Polizeimaßregeln die nationalen Bolt gegen sich selbst zu erfüllen hat.( Erneuter Beifall links.) beugen. Damit find die obersten Neichsgrundsätze verlegt. Eine Bestrebungen der Dänen dort gewaltsam unterdrücken zu müssen. Ich könnte hier Einzelfälle vortragen, das attenmäßige Material moderne Philosophie jagt: der Wille zu Wacht liegt jenseits von Wenn man verfolgt, was in diesen 85 Jahren geschehen ist, so wird ist uns zugegangen, aber das würde ermüden. Thatsache ist, daß Gut und Böse. Das ist eine erhabene Moralphilosophie sub specie man verstehen, wie es kommt, daß unter der dänisch sprechenden in zahlreichen Fällen Arbeiter und Arbeiterinnen nicht wegen eines aeterni.*) Aber sie rechtfertigt nicht eine Moral mit doppeltem Bevölkerung Nordschleswigs ein großer Haß nicht gegen Deutschland, Bergehens, das sie selbst begangen haben, sondern wegen angeblicher sondern gegen das System entstanden ist. 1864 bekamen wir Nord- oder wirklicher Bergehen ihrer Dienstherrschaft aus Nordschleswig Man hat gesagt, die Maßregeln dort oben feien eine Abfage an schleswig in unseren Befig, und 1865 schon wurde eine Verordnung ausgewiesen worden sind. Was war denn in den meisten Fällen Wahlagitation, Besuch von Versammlungen das bisherige System der Nachgiebigkeit, der Verzärtelung. Das ist gegen das Singen dänischer Lieder erlassen. Da haben wir schon das Bergehen? mit den Kandiunrichtig. Bankrott gemacht hat nicht die preußische Politik der die Wirksamkeit der deutschen und namentlich der preußischen Polizei. dänisch gesinnter Wähler, Besprechungen Das war alles. Die Polizei schrieb die Namen letzten 24 Jahre, bankrott gemacht hat die preußische Politik der Ein Jahr später wurde es verboten, das Wort Kuckuck auszusprechen, daten! aller derer auf, die solche Versammlungen besuchten. Bei legten 10 Jahre.( Heiterkeit rechts.) Denn seit 10 Jahren ist die weil man fürchtete, der preußische Adler würde dadurch beleidigt. Unterdrückungspolitik im Werke. Erst in den politischen Kämpfen Der Angriff auf das, was jedem Volt das heiligste ist, der Angriff den Landtagswahlen hatte man es noch bequemer. In den Und der legten 10 Jahre gelang es dem bereits völlig zerriebenen auf die Sprache begann nicht etwa 1888 durch die Sprachverordnung. Listen stand ja, wer dänischfreundlich gewählt hatte. Dänenthum, fich wieder zu konsolidiren. Die Sprachen Damit wurde nur der legte Trumpf aufgesetzt. Er begann bereits 1871. da glaubt Herr von Stumm, daß ihm jemand auf den Leim kriechen verordnungen sind der Kardinalpunkt der dänischen Be- Damals wurde beschlossen, daß 6 Stunden deutschen Unterrichts in den wird, um im Interesse der Manneswürde die öffentliche Abstimmung wegung. Durch die Schulregulative bom Jahre 1888 Lehrplan mit eingeschoben werden sollten, um die dänische Sprache auch bei den Reichstagswahlen einzuführen!( Sehr gut! Tints.) Der Vorredner hat gemeint, der Hauptfehler der preußischen ist die Unterrichtssprache ausschließlich die deutsche geworden; allmälig zu verdrängen. Das wurde vervollständigt durch den Erlaß allerdings die Kirchensprache ist noch dänisch geblieben, von 1888, welcher jeden Unterricht in der dänischen Sprache über- Regierung sei gewesen, daß sie nicht mit methodischer Konsequenz der Religionsunterricht wird daher in dänischer Sprache ertheilt. haupt verbot, abgeschen vom Religionsunterricht. Das ist beiläufig vorgegangen sei. Schneidiger als Herr von Köller kann man doch Man hätte doch den einen Wunsch der dänischen Bevölkerung, der auch sehr charakteristisch: die Kinder sollen also ihre Religion nicht nicht sein. Er hat das ganze Selbstbewußtsein des preußischen er fühlt sich als absoluter Herr in feiner seinerzeit bis an den König ging, wöchentlich wenigstens zwei in der Sprache lernen, die ihre Muttersprache werden soll. Der Junkers, dänische Sprachstunden in den Lehrplan einzufügen, erfüllen tönnen. Angriff gegen die Sprache ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Proving, er thut fo, als halte er Krieg oder Frieden mit Angriff auf die Volksseele, auf die Religion des Volkes. Sie haben Dänemark in den Falten seiner Toga. diesen Angriff gethan genau so, wie Sie den Kulturkampf eröffnet er mit aller feiner Schneidigkeit. Wir sehen das alte Spiel, den haben. Da aber hat die preußische Regierung die Frucht geerntet; alten Kampf zwischen Druck und Gegendrud. Je stärker der Druck, die heute ausschlaggebende Partei, das Zentrum, ist durch den Kultur desto stärker auch der Gegendruck! Der Widerstand eines Volkes fampf groß gezogen worden. Und wenn Sie heute davon sprechen, tann durch mechanischen Druck nicht gebrochen werden.( Sehr richtig! daß die dänische Bewegung in Schleswig fünstlich erzeugt worden ist bei den Sozialdemokraten.) Herr von Köller soll rasch ein Geschwür durch eine Agitation, so ist das eine gar zu findische Auffassung.( Sehr aufschneiden? Aber hier ist tein Geschwür, sondern ein Volk, das richtig! links.) Wir sehen ja überall die Frucht des preußischen Vor- das Recht auf seiner Seite hat und dessen Nechte das deutsche Volk, Die Art und Weise, wie der Abg. Hänel die dänische Agitation gehens: Nordschleswig ist nicht das einzige Land, in dem man mit soweit es Mannesstolz besigt, vertheidigen wird.( Lebhafter Beifall links.) in Schleswig charakterisirt hat, hat meinen vollen Beifall; doch ziche Polizeimaßregeln die Volksfeele tödten will. Wir haben ja alljähr- Sie wagen von Humanität zu sprechen? Denken Sie an das schauderich daraus ganz andere Schlußfolgerungen. Die preußische Regierung lich hier über das Schmerzenskind Deuschlands zu sprechen: über hafte Blut urtheil von Löbtau, ein Urtheil, das jedem hat bis 1888 einen Mangel an Strenge gegenüber dem Dänenthum Elsaß- Lothringen. Sind denn die Elsaß- Lothringer, die doch wirklich humanen Menschen das Blut in den Adern gerinnen läßt. Alle gezeigt. Die Sprachenverordnung war eine durchaus nothwenige Deutsche find, in ihren ganzen Wesen dem Deutschen Reich gewonnen Atte der Rohheit, die oben geschehen, pafsiren straflos. Sie führen Maßregel.( Sehr richtig! rechts.) worden? Das ist ja auch unmöglich bei einem Vorgehen, wie es die Humanität nur im Munde. Als die Guillotine erfunden wurde, Wenn Sie gestern Herrn Johannsen gehört haben, so müssen sie bei uns stets und überall angewendet wird. Man spricht bei uns begrüßte man sie im Namen der Freiheit. Es war ein Delirium den Eindruck gewonnen haben, daß sie es mit einem Mann von über die Franzosen, die eigentlich nie tief in den Geist der Dinge der Freude, als wenn die Humanität in dieser Erfindung einen biedermännischer Trenherzigkeit zu thun haben, dem es gar nicht einfällt, eindringen können, die für anderes Wesen und andere Art kein Ver- großen Triumph gefeiert hätte. Wir haben seitdem die Wirksamkeit irgend eine Agitation zu treiben und niemals ein Mässerchen getrübt hat. ständniß haben. Wie kommt es denn, daß die Franzosen, die die dieser schneidigen Humanität gesehen.( Lärm rechts.) Es ist jammervoll, welches Bild das Deutsche Reich mit diesen Aber, meine Herren, der Herr Johannsen ist in Schleswig ein ganz Rheinproving nicht so lange beherrscht haben, wie wir jetzt ElsaßAnderer.( Heiterkeit,) Herr Johannsen und ich sind alte Bekannte. Lothringen, dort unverivischbare Spuren hinterlassen haben, daß ihre Ausweisungen dem Auslande bietet. Ein großes Reich mit der die größten Armee, die je die Erde gesehen hat, ein Volk von Ich weiß, wie er es verstand, nach der allgemeinen Verblüfftheit, Gesetze heute noch dort bestehen, daß die Erinnerung an die auf die Einverleibung gefolgt war, die Gemüther wieder in Franzosenzeit dort noch besteht als die Erinnerung aus einer Zeit, 52 Millionen fühlt sich bedroht durch das fleine Häuflein von Aufregung zu bringen.( hört! hört! rechts.) Herr Johannsen vers die ihnen die Freiheit gebracht hat?( Große Erregung 2/2 Millionen Dänen.( Lärm rechts.) Und deshalb spricht man einigte in seiner Hand die Fäden einer weitverzweigten Agitation, rechts, Zurufe. Beifall links. Die nächsten Worte des aller Menschlichkeit Hohn und weist aus. Ich würde mich schämen, einen solchen Grund auszusprechen.( Lärm rechts.) Meiner die nach der einen Seite bis nach Kopenhagen, nach der andern bis Redners bleiben unverständlich.) ins Augustenburgische Lager reichte. Herr Johannsen versteht mich *) Unter dem Gesichtswinkel der Ewigkeit. werden, Boden. Abg. v. Tiedemann( Np.): Wir haben gegen die Besprechung der Interpellation, gestimmt, weil wir der Ansicht sind, daß die Frage der Ausweisungen nicht vor das Forum des Reichstags gehört. Zudem ist sie neulich im Abgeordnetenhause so gründlich besprochen worden, daß hier eine ernente Erörterung überflüssig ist. Indessen, wir entziehen uns auch nicht einer Diskussion. Was aber erreicht Bei uns heißt es: nur mit Gewalt faim man regieren; jeder, Ansicht nach ist Deutschland start genug, um gerecht sein zu können! der Widerstand leistet, der nur zu muckfen wagt, muß unter allen( Stürmischer Beifall links. Andauerndes Bischen Umständen unterdrückt werden. Mit solchen Grundsägen assimilirt' e cht 3.) antiMilitärvorlage. Grafen Püdler in Tschirne und dessen Abg. v. Levehow( konf.): Die Angelegenheit gehört meiner Ansicht nach nicht vor den semitische Ausführungen ein. Nun fönne man niemanden hindern, um die sich in den Augen seiner Mitmenschen lächerlich zu machen In der Budgetkommission des Reichstage wurde am Freitag Reichstag. Nur einige Bemerkungen will ich machen Stellung meiner Partei zu kennzeichnen. Es ist Pflicht der Re-( Heiterfeit.) Aber es scheine, als ob die Andeutung des Ministers, Vormittag die Berathung der Militärvorlage fortgesetzt und über gierung, das Vaterland von lästigen Fremden zu befreien und die er wisse nicht, ob der Amtsvorsteher noch im Amte sei, nicht darauf die geforderte Präsenzerhöhung verhandelt. Abg. Bassermann ausgewiesenen Optanten find in meinen Augen Fremde, denn sie schließen läßt, daß der Graf seines Amites enthoben ist. Das ist hatte als Referent am Schluß der vorigen Sigung beantragt, die haben erklärt, sie wollen Dänen sein. Die Schuld an den Aus- um so auffälliger, als der Graf sich auch durch andere Erzentrizitäten Präsenzerhöhung der Infanterie zu bewilligen mit Ausnahme der schreitungen trägt das schwache Auftreten der Regierung; wenn Aus- auffällig gemacht hat. So nannte er die Mitglieder eines Krieger- Erhöhung der Grenzbataillone und der Gardebataillone von 639 weisungen nöthig sind, muß man prompt vorgehen und nicht erst vereins Schwefelbande, weil sie ihn angeblich geärgert hatten, und auf 660 Mann. Das ergiebt für Preußen eine um 2289 Man für die Bewegung wachsen lassen.( Bravo! rechts.) Herr Johannsen setzte den Parademarsch auf 11 Uhr Abends an. Er hoffe, daß diese geringere Erhöhung. Für Sachsen würden sich 214, Württemberg 118, für Bayern 328 Mann weniger ergeben. hat den Nordschleswigern sicher keinen Gefallen damit erwiesen, daß Dinge geprüft werden würden.( Beifall linls.) Major Wandel hält gegenüber dem Antrag Bassermann die volle er sich an die Spitze der Jnterpellation stellte.( Bravo! rechts.) Abg. Graf Limburg- Stirum( t.): Forderung der Regierung aufrecht. Die Grenzbataillone unserer Wenn weiter nichts vorgekommen ist, so scheint es bei den Nachbarn seien stärker als unsere jezigen Grenzbataillone. VerAbg. Tönnies( natl.): Wahlen ja sehr forreft zugegangen zu sein.( Sehr richtig! und weigere der Reichstag die Mittel, so müßten mehr Garnisonen aus Die Ausführungen des Abg. Johannsen haben, glaube ich, Widerspruch.) Wir wünschen, daß die Regierung bei den Wahlen dem Reich nach der Grenze verlegt werden. Abg. Gröber( 3.) diejenigen, die über die Verhältnisse orientirt sind, nicht überzeugt. flar und bestimmt sagt, was sie will. Beeinflussung dadurch, daß bringt nochmals die Offiziersburschen und Abkomman Er hat von einer Leutenoth gesprochen, die in Nordschleswig herrschen man den Wählern wegen ihrer Stimmabgabe Nachtheile zufügt, birten zur Sprache. Es wäre beffer, Gelder dafür einzustellen, foll. Ich habe nichts davon gehört, wohl aber, daß es wünsche ich auch nicht. Was ist nicht für eine Agitation zu daß Zivilpersonen als Offiziersdiener und an Stelle der Militärdeutsch gesinnten Arbeitern dort nicht leicht wird, besonders Gunsten des Prinzen Carolath bei den Wahlen mit einem Handwerker verwendet werden könnten. Auf diese Weise bei Dänen Arbeit zu finden( Hört! hört! rechts.) Nur angeblichen Briefe des Reichskanzlers getrieben worden, würden genügende Mannschaften frei werden. Kriegsminister int einem Punkte gebe ich Herrn Johannsen recht: Ich in welchem Briefe der Reichskanzler geschrieben haben soll, er würde von Goßler ist bereit zu eingehender Prüfung dieser habe noch niemals gehört, daß die dänischen Abgeordneten bei sich freuen, einen so tüchtigen Mann im Reichstage zu sehen. Dabei Vorschläge. Aber die Versuche erfordern Zeit. Auch die Frage der ihren Rechenschaftsberichten über ihre parlamentarische Thätigkeit war Prinz Carolath gegen die Politik der Sammlung, wie sie die Offiziersburschen werde ernsthaft erwogen. Er bitte, ihm Zeit zu dänische Agitation getrieben haben. Regierung wollte. Warum bringen Sie solche viel eklatanteren Fälle lassen und zunächst die Vorlage zu bewilligen. Abg. Richter bekämpft nicht vor? an der Hand reichen Materials das System der Abkommandirungen. Minister d. d. Recke Nach seiner Berechnung seien zur Zeit 34 200 Mann abkommandirt. Schreiberlugus" beim Militär getrieben, schließt sich den Ausführungen des Grafen Limburg in allen Punkten Es werde ein an. Gegen die Unterstellung eines parteiischen Vorgehens gegen die ebenso gebe es viel überflüssigen Wachtdienst, Postendienst und Beamten müsse er entschieden protestiren. Dem Grafen Limburg dergleichen. Wenn ein solcher Luxus mit Nebenbeschäftigungen ges werde, sei doch nicht über Mangel alt gegenüber bemerke er, es wäre beffer gewesen, wenn er das, was trieben er vom Reichskanzler sagte, in Anwesenheit des Reichskanzlers vor- schaften zu klagen. Minister v. Goßler: Die vom Abg. Richter brächte, denn dieser ist allein im stande, ihm Auskunft zu geben. vorgebrachten Zahlen beweisen gerade die sparsame Wirthschaft der preußischen Militärverwaltung. Man möge mehr Geld bewilligen, Abg. Rickert( frf. Bg.): dann würde er viele der erwähnten Arbeiten durch Zivilisten machen lassen. Den Wachtdienst zu beschränken sei er unausgesetzt bemüht, es fehle aber bei den Zivilbehörden an Mitteln, um an Stelle der militärischen Wachtkommandos, z. B. bei Strafanſtalten, Ersatz zu schaffen. Die Frage der Militärküchen werde in nächster Beit in die Wege geleitet werden. Die Abgeordneten v. Tiede mann, Graf Oriola und Bassermann weisen auf die Schwierigkeit hin, Arbeiten in den Kasernen durch Zivilisten auss führen zu lassen. Diese Personen würden wieder besondere Beaufsichtigung erfordern. Auch könne man nicht ein Gefolge von Bivilhandwerkern mit ins Feld nehmen. Die Kommission entscheidet sich schließlich dafür, die Abstimmung über die Präsenz= erhöhung der Infanterie auszuseßen und nimmt einstimmig folgende vom Abg. Prinzen Arenberg beantragte Resolution an: Der Kollege Johannsen's im preußischen Landtage, Herr Hansen, hat gesagt, er agitire, um die dänische Gesinnung in Schles wig wach zu halten und eine Wiedervereinigung mit Dänemark zu ermöglichen. Auch gegen Gewalt habe er nichts, wenn dieses Ziel erreicht werden könne.( hört, hört! rechts.) Es war hohe Zeit, daß endlich den Deutschen in Nord- Schleswig das Rückgrat gestärkt wurde. Redner liest seine Rede ab.( Abg. Stadthagen: Nicht ablesen Das ist doch meine Sache, wie ich's mache. Ich habe doch dem Abg. Liebknecht auch keine Vorschriften gemacht.( Heiterkeit.) Präsident Ballestrem: Ich mache den Redner darauf aufmerksam, daß das Vorlesen längerer Reden nicht gestattet ist. Redner liest weiter. 1) Präsident Graf Ballestrem: Ich muß den Redner wiederholt darauf aufmerksam machen, daß das Vorlesen schriftlich abgefaßter Reden nur dann gestattet ist(§ 45 der Geschäftsordnung), wenn der Redner der deutschen Sprache nicht mächtig ist.( Stürmische Heiterkeit.) Abg. Tönnies( natl.): Ich breche meinen Vortrag ab.( Erneute stürmische Heiterkeit, die den von der Tribüne abtretenden Redner begleitet, bis er seinen Platz erreicht hat.) Abg. Dr. Lieber( 3.) Wenn die Landräthe sich in den Dienst des Bundes der Landwirthe stellen, dann haben die Herren rechts nichts gegen solche Thätigkeit. Wir werden Ihnen aus den Wahlen in Hinterpommern noch ein interessantes Bild aufrollen. Wenn aber der Minister gegen die Aeußerungen in Tschirne fein Wort der Mißbilligung hat, dann ist daraus zu entnehmen, daß ihm das Gefühl für solche unerhörte Sebze abgeht, gegen die wir protestiren!( Bravo! links.) Abg. Frhr. v. Zedlik( ft.) spricht sich im Sinne des Grafen Limburg aus. Der vom Abg. Kopsch erwähnte Landrathsschreiber sei entlassen worden, weil es für einen Beamten ganz ungehörig sei, die Sozialdemokratie zu unterstützen. Er sei der Meinung, daß das geheime Wahlrecht nur dahin führte, daß viele ihre Stimmen so abgeben, wie sie sich schämen würden, fie in der Oeffentlichkeit abzugeben.( Lachen links.) Nicht die Konservativen, sondern der Freifinn habe der Das Kapitel wird nach weiterer Debatte bewilligt. Kollege Hänel hat schon nachgewiesen, daß der Reichstag zu ständig ist für die Frage der Ausweisungen. Selbst wenn Herr Michaelis mit feinem Antrage 1867 die Zuständigkeit nicht hätte anerkennen wollen, so folgerte daraus noch nicht die Unzuständigkeit, denn man stimmt ja über die Gründe eines Antrags nicht ab, sondern nur über Sozialdemokratie den Boden geebnet.( Beifall rechts.) den Antrag selbst. Herr Hänel hatte aber durchaus recht. Abg. Michaelis wollte die Fremden nicht einem Mißbrauch der Ausweifungsbefugnisse schuylos überliefern. Der Bundesrath hat schon einmal bei einer Interpellation Winterer über die Ausweisungen aus dem Elsaß denselben Standpunkt wie heute eingenommen. Damals hat Abg. Windthorst diesen Standpunkt in ähnlicher Weise wie heute der Abg. Hänel zurückgewiesen.( Redner verliest mit Erlaubniß des Präsidenten längere Stellen aus der Nede Windthorst's.)( Seiterkeit.) Im Jahre 1878 ist dann auch der Staatssekretär von Elsaß- Lothringen in einem Ausweisungsfall fachlich auf diesen Fall eingegangen. Nach diesen geschichtlichen Vorkommnissen muß ich sagen: wir sind zuständig. Abg. Hänel hat dann mit Recht auch festgestellt, daß wir aus ganz natürlichem Recht zuständig, find. Es ist unser Naturrecht, über Ausweisungen hier zu reden, denn wir können durch mißbräuchliche Anwendung des Ausweisungsrechts in ganz gefährliche Verwickelungen kommen. Soll da nicht der Reichstag einem Bundesstaat ein warnendes Halt zu rufen dürfen?( Sehr gut!) Bedenken Sie doch die Repressalien, von denen Deutschland betroffen werden kann, alle Deutschen, wegen eines Mißbrauchs der Ausweisungsbefugnisse eines Einzelstaates. Soll da nicht der Reichstag ein Beto einlegen dürfen?( Sehr gut!) Bei dem Kapitel„ Berliner Polizeipräsidium" schildert di Abg. Kreitling( frf. Vp.) Uebergriffe von Berliner Polizeibeamten gegen ein zu Unrecht fiftirtes junges Mädchen und in anderen Fällen. Er bedauert, daß der Polizeipräsident sich nicht entschließen kann, einige Zweige der Polizeiverwaltung auf den Oberbürgermeister wenn wir noch einen solchen bekommen zu sperrungen. übertragen und wünscht eine Einschränkung der verkehrstörenden AbRegierungskommissar Geh. Rath Lindig erwidert, daß gegen unangemessene Behandlung fistirter junger Mädchen die umfangreichsten Maßregeln getroffen seien. Gegen die lebertragung der Wohlfahrtspolizei auf die Stadtverwaltung bestehen namentlich vom Standpunkte der Sicherheitspolizei aus Bedenken. Bei Absperrungen werde unter weitgehendster Berück fichtigung der Verkehrs- Interessen verfahren. Abg. Dr. Barth( frs. Bg.) spricht über das polizeiliche Verbot der Aufführung des" Johannes", das aus Gründen der öffentlichen Ordnung erlassen wurde. In diesem wie in anderen Fällen sei die polizeiliche Theater- Zensur unverständlich, so namentlich in der Zensurirung des" Cyrano de Bergerac", wo sogar dem betr. Theater die gänzliche Schließung angedroht wurde. Minister v. b. Recke = " 1 Manus ,, Die verbündeten Regierungen zu ersuchen, eine Nachweisung der von der Militärverwaltung für 8wede der Zivilbehörden abgegebenen Wachtmannschaften dem Reichstage zugehen zu lassen." Die Kommission wendet sich darauf zur Frage der Verstärkung der Kavallerie. Referent Baffermann legt dar, daß für die Kavallerie bei uns in den letzten Jahren verhältnißmäßig wenig ge Kavallerie, besonders in großer Ausrückstärke verfügten. Deutsch ſchehen sei, während unsere Nachbarn über eine sehr zahlreiche Kavallerie, besonders in großer Ausrückstärke verfügten. Deutschland habe 669, Oesterreich 481, Italien 175, der Dreibund zusammen also 1325 Eskadrons zur Verfügung, gegenüber 2242 Estabrons des Zweibundes, nämlich 788 von Frankreich und 1504 von Rußland. Das zeige also eine beträchtliche Uebermacht des Zweibundes. Angesichts dieser Uebermacht erscheine die Vorlage wohl begründet. Die Kosten der geforderten Neuformationen betragen 1948 306 m., die des ganzen Mehrbedarfs an Navallerie 12 711 501 Mart. Abg. Richter stellt die Stärke der Gegner geringer dar. Die Fortsetzung der Debatte wurde bis Dienstag nächster Woche vertagt. Parlamentarisches. Die Gewerbegerichts- Kommission des Reichstags feste am Freitag die Berathung der gestellten Anträge fort. Abg. Trim Ich meine also, die Bundesrathserklärung ist in einer unglüdborn empfiehlt seinen Antrag, wonach Gewerbegerichte auf Antrag lichen Stunde abgefaßt worden. Es handelt sich hier auch nicht mur betheiligter Arbeitgeber oder Arbeitnehmer in Stadtgemeinden um die Ausweisungen, sondern um die außerordentlichen Maßregeln, errichtet werden müssen, wenn letztere mindestens 20 000 Einwohner die von der preußischen Regierung in Nordschleswig ergriffen worden haben. Abg. Dr. Müller- Schaumburg( frf.) beantragt, statt find. Deshalb hatte Herr Hänel vollständig recht, das Schwer- glaubt, daß auch Herr Barth, wenn er polizeilicher Zenjor wäre, 20 000 Einwohner", zu sagen:" wenn mindestens 4000 Arbeiter gewicht seiner Ausführungen auf den Kampf gegen die Mutterder Minister Mißgriffe verüben würde; er dem betreffenden Orte habe sogar die in wohnen oder beschäftigt sind." sprache zu legen. Die Ausführungen Hänel's waren geradezu glänzend und erinnerten an die besten Zeiten des deutschen Reichs- Absicht, die Zensur strenger üben zu lassen gegen die Abg. Tusauer( Soz.) stellt den Antrag, daß die obligaReichs- Spezialitäten Theater.( Sehr richtig! rechts.) Von torische Einführung der Gewerbegerichte ohne tages. Die deutsche Sprache geht gegenüber der französischen, hervorragenden Dramaturgen, er nenne nur La Roche und Gott- Rücksicht auf die Einwohnerzahl der Städte festzusehen sei, da nach italienischen und anderen Sprachen ständig zurück. Warum? Wir haben erst sehr spät gelernt, uns als Deutsche zu fühlen. schall, sei die polizeiliche Theater- Bensur als unentbehrlich anerkannt. Den gesetzlichen Bestimmungen die Errichtung solcher Gerichte für Das Bewußtsein unserer Nationalität ist noch zu jung. Das Abg. Dr. Langerhans( frs. Vp.) beklagt sich über mangelndes mehrere Kommunalverbände zulässig sei. Im Falle der Ablehnung Rationale trat gegen das Partitularistische zurück. An den Grenzen Entgegenkommen des Polizeipräsidenten gegenüber den Wünschen der obligatorischen Gewerbegerichte beantrage er, in dem Autrage hält das Nationalgefühl noch nicht in dem Maße stand, wie wir der Stadtverwaltung bezüglich der Uebertragung der Wohlfahrts- Trimborn das Wort„ Stadtgemeinden" zu streichen und dafür es wünschen. Es ist eine nationale Schwäche, daß wir die anderen polizei und der Feuerwehr. Nationalitäten nicht ertragen fönnen. Diese Schwäche müssen wir ablegen.( Sehr gut! links und im Zentrum.) Die Ausweisungen dienen nicht dem Zweck, dem sie dienen sollen. Der Deutsche sollte ritterlich dem Schwächeren entgegenkommen. Wer es gut meint mit dem Deutschen Reich, der wird das Deutschthum von unten herauf stärken müssen, aber die Ausländer wohlwollend behandeln und ihnen den Schutz des starken Deutschen Reiches angedeihen lassen. ( Bravo!) Geh. Nath Lindig hält diese Klagen für unbegründet. Abg. Schall( f.) wünscht strengste Theater- 3 ensur. Bei der Sittenpolizei wünscht er Zulassung von Diakonissinnen. Regierungskommissar Geh. Nath Lindig erwidert, daß bei der Besetzung von Anstaltsstellen für Aufseherinnen besonders auf solche Bewerberinnen Rücksicht genommen werde, die Diakonissen Qualifikation befizen. Abg. Gothein( frf. Vg.) In preußischen Abgeordnetenhause ist die Frage lange nicht empfiehlt eine angemessene Instruktion für die Schutz ausreichend besprochen worden. Man hat hier landesverrätherische lente; der Unteroffizierſtand ist nicht inner geeignet, den Leuten Breßäußerungen zitirt. Was können denn die Ausgewiesenen für das für den Verkehr mit dem Publikum richtige Berhalten beizu den Landesverrath des Flensburger Blattes. Da greife doch der bringen. Staatsanwalt ein. Aber wir sollten wirklich lieber bei uns Einkehr als Abgeordnetenhaus. 22. Sigung vom 17. februar. 11 Uhr. Am Ministertische: v. d. Recke und Kommissarien. Die zweite Etatberathung wird bei dem Titel zu setzen:„ Gemeinden". Abg. Hilb c( natl.) beantragt, daß der Antrag auf Errichtung eines Gewerbegericht im Sinne des Antrages Trimborn von mindestens einem Drittel der in der betreffenden Gemeinde Gemeinde bei den Gewerbegerichts- Wahlen wahlberechtigten Arbeitgeber oder Arbeiter gestellt sein müsse. Nachdem die Abgg. 3ubeil und Tugauer( Soz.) nochmals die Nothwendigkeit der obligatorischen Gewerbegerichte hervorgehoben, beantragen die sozialdemokratischen Kommissionsmitglieder, eventuell im Antrage Trimborn statt 20 000" zu sagen 15 000 Einwohner". Bei der Abstimmung werden die sämmtlichen Anträge mit Ausnahme des Antrages Trimborn abgelehnt. Der Zusagantrag Tuzauer, in dem Antrage Trimborn statt" Stadtgemeinden" zu ſehen„ Gemeinden" wird angenommen. Nach längerer Diskussion werden die übrigen sozialdemokratischen Anträge, die bereits im Plenum gestellt worden waren, abgelehnt. Kommunales. bei den Fremden Auskehr halten. Der Mensch wird erst Mensch durch Bei dem Kapitel„ Bolizeiverwaltung in den Provinzen" trägt die Sprache.( Bravo!) Daß den Eltern, die ihre Kinder über die Grenze der Abg. Sänger( frf. Bp.) Beschwerden über Mißstände in Frank- Justiznovelle. In der sechsten Kommission des Reichstags in die Schule schickten, vom Vormundschaftsrichter die Entziehung der furt a./Main vor, deren Abstellung in den Händen der dortigen wurde heute die Berathung der vom Abg. Rintelen beantragten Elternrechte angedroht wurde, das ist ein himmelschreiendes Unrecht. Polizei liege, aber nicht erfolge. An Staisersgeburtstag seien bes Novelle zur Strafprozeß Ordnung bis§ 293 gefördert. ( Lebhaftes Bravo!) Es ist schlimm genug, daß ein preußischer rittene Polizisten auf dem Trottoir geritten und hätten mit In diesem Paragraphen, welcher die Hauptfrage an die Geschworenen Richter so etwas wagen konnte.( Bravo) Ich hoffe mit dem Fäusten auf die Baffanten eingeschlagen; auch gegen Arbeiter jei das betrifft, wird gesagt, die Hauptfrage muß alle Thatsachen enthalten, Herrn Justizminister, daß auch in dieser Angelegenheit nach Recht Vorgehen der Polizei ein nicht zu rechtfertigendes, besonders bei welche die wesentlichen Merkmale der dem Angeklagten zur und Gesetz verfahren werden wird.( Lebhafter Beifall.) Vereinsvergnügungen und ähnlichen Gelegenheiten. Bei der Last gelegten strafbaren Handlung bilden. Hier wurde folgender Die Weiterberathung wird auf Sonnabend 1 1hr verta gt. Beerdigung von Sozialdemokraten verbietet die Polizei jede An- neue Zusatz mit 10 gegen 7. Stimmen beschlossen:„ Bei Bezeich ( Außerdem Wahlprüfungen und kleinere Vorlagen.) sprache, während sie bei der Beerdigung aller anderen politischen nung der wesentlichen Merkmale jind, insoweit es geschehen kann, Barteien( Heiterkeit) bei der Beerdigung von Angehörigen anderer Rechtsbegriffe, welche nicht eine allgemein bekannte und in dem Schluß 64 Uhr. Barteien Reden erlaube. Seitens des Frankfurter Polizeipräsidenten gegebenen Falle unbestrittene Bedeutung haben, durch sonst gleichwerde die Sozialdemokratie ungerecht behandelt, und das diene nicht bedeutende Ausdrücke zu ersetzen, zu deren Verständniß Rechts zur Stärkung der Autorität der Regierung, sondern nur zur Ver- fenntnisse nicht erforderlich sind". mehrung des Unfriedens. Gleichmäßigkeit vor dem Gesez und Unparteilichkeit sei die oberste Pflicht der Behörden.( Beifall lints.) Regierungskommissar Unterstaatssekretär v. Braunbehrens er„ Iandklärt die Darstellungen, soweit sie amtlich bekannt geworden sind, müsse wohl noch erst im Instanzenwege erledigt werden. Abg. Schall( t.) wünscht energisches Einschreiten gegen die macht dem Landrath zu Hagen darüber Vorwürfe, daß er die Bigeunerbanden, die zu einer Plage für die Bevölkerung Eintragung von Wahlberechtigten in die Wählerlisten verweigert habe, namentlich des platten Landes geworden sind. Regierungskommissar Geheimer Rath Holh erwidert, daß fortweil diese ein eigenes Einkommen nicht besaßen. Diese Auffassung sei inzutreffend. In einem anderen Falle wurde ein Wahlberechtigter gesezt die Polizeibehörden Anweisung zu strengem Einschreiten er nicht aufgenommen, weil er den Kursus einer Fortbildungsschule halten; leider erweisen sich dieselben nicht immer wirksam, auch durchmachte. Zöge man die Konsequenzen dieser Auffassung, so nicht das Abschieben über die Grenze. In den letzten Jahren habe fönnten auch alle Juristen nicht aufgenommen werden, welche jetzt übrigens das Zigeuner- Unwesen abgenommen. einen Kursus über das Bürgerliche Gesetzbuch durchmachen. In Die Abgg. Hornig( f.) und Frhr. v. Richthofen( t.) schließen sich Kottbus wurden die Mittheilungen über die gewährten Neber- den Schilderungen über das Zigeuner- Unwesen an. schwemmungsentschädigungen zugleich mit tonservativen Stimmzetteľn ausgegeben.( Hört! hört!) Der Landrath des Kreises Pinneberg, Graf Molite, entließ den Schreiber seines Landrathsantes mit der ausdrücklichen Begründung, es geschehe dies, weil der Schreiber freifinnig gewählt habe. Schließlich geht Redner auf den schon früher bom Abgeordneten Ridert erörterten Fall des Amtsvorstehersi räthliche Behörden" des Spezialetats Ministerium als ungenau; das meiste von dem, was der Vorredner angeführt, des Junern" fortgesetzt. Abg. Kopsch( frs. Bp.): Bei dem Kapitel„ Gendarmerie" vertagt sich das Haus. Sonnabend: Antrag Langerhans betreffend Aufhebung der 1573 er Konsistorial- Ordnung( 2. Lesung) und Fortsetzung der soeben abgebrochenen Berathung. Magistratssigung lagen dem Stollegium zwei vom Polizeipräsidium Aus der Magistratsfizung am Freitag. In der gestrigen dem Magistrat zur Zustimmung übermittelter Polizei- Verordnungs- Entwürfe vor. Der eine Entwurf bezweckt die Gestattung des Befahrens sämmtlicher Straßen Berlins mit 3 weirädern seitens der Post- und Telegraphen beamten sowie der Mannschaft der Feuerwehr. Der zweite Entwurf der Polizei Verordnung bezieht sich auf ein zu erlaffendes Verbot des Einbringens aller von auswärtigen Gemeindebezirten her. rührenden Haus u. f. w. Abgängen. würfen hat das Kollegium feine Zustimmung ertheilt. Wie bereits bekannt, wollen sich die Aeltesten der Berliner Kaufmannschaft an der von der Stadt Berlin zu leistenden Garantie für den Mittelland Kanal mit jährlich 15 000 M. in sieben Jahren bis zur Höhe von 105 000 m. betheiligen. Diese Angelegenheit bildete in der Sigung des Magistrats insofern einen Gegenstand der Berathung, als in Erwägung gezogen worden ist, in tieweit Charlottenburg an der von den Aeltesten der Kaufmannschaft Beiden Ents = = event. zu zahlenden jährlichen Garantiesumme von 15 000 betheiligt! Unglücksfälle im Straßenbahn- und Omnibusbetrieb. Das deutschen Kolonialgebiet gesammelten Einbrüde schilbern. Jm großen werden soll. Das Magistratskollegium hat mit Rücksicht darauf, daß| Polizeipräsidium theilt mit:" Durch Unfälle wurden vom 1. Oktober Theatersaal findet allabendlich eine Wanderung durch Das Land der Charlottenburgs Kaufmannschaft der hiesigen Korporation der Kauf- bis zum letzten Dezember 1898 verlegt: Im Betriebe der Straßen- forde" statt. mannschaft angehört, beschlossen, unsere Nachbarstadt an der genannten bahnen: 2 Personen tödtlich, 68 Personen schwer und 277 leicht, also Friedrich Spielhagen, der berühmte Romandichter, trug am jährlichen Garantiesumme von 15 000 m. mit 1,70: 9,40 nach insgesammt 347 Personen; im Betriebe der Omnibusgesellschaften Donnerstag Abend im Architektenhause einige Abschnitte aus seinen Maßgabe Charlottenburgs Betheiligung am Garantiefonds d. h. 1 Person tödtlich, 11 Personen schwer und 27 leicht, also zusammen Werken vor. Es handelte sich um einen der vom Verein Berliner mit etwa 2700 M. zu betheiligen. Das Magistratskollegium hat 39 Personen." Diese erschreckenden Zahlen sollten die Leitungen der Presse" veranstalteten Vortragsabende, und Spielhagen's Name hatte den Ankauf der Grundstücke, Kürassierstraße 23 und 24 zur Errichtung Verkehrsgesellschaften endlich zwingen, die Arbeitszeit ihrer ange genügend Anziehungskraft bewiesen, um den großen Saal bis auf eines Kinder- Asyls für den Preis von 181 000 m. beschlossen. strengten Schaffner und Kutscher derart zu verkürzen, daß die Leute den letzten Platz zu füllen. Der Dichter, der in wenigen Tagen Nach Schluß der Stadtverordneten Versammlung am den Dienst mit der erforderlichen Frische und Umsicht versehen seinen 70. Geburstag feiert, hat sich die jugendliche Frische und fönnen. Er dankte für die freundliche ihm vom Rüstigkeit bewahrt. Donnerstag wählten die Abtheilungen die Mitglieder für den statin toom a Etats ausschuß. Aus der Wahl find hervorgegangen: Stadt- Ella Gol contra Fiskne. Der erste Termin in dem Prozeß Publikum gespendete Begrüßung und sagte, er sei in diesen Tagen berordneten- Vorsteher Dr. Langerhans, Stadtverordneten- Stellvertreter Glla Golg wider den Fiskus auf Herausgabe der beschlag- so oft an seine Jugendzeit erinnert worden, daß er Dichtungen zum Michelet, die Stadtverordneten: Borgmann, Bruns, Fridrici, nahmten Werthpapiere fand gestern statt und endete mit der Ver- Vortrage wählen wolle, die der Jugendtage gedenken. So las er Gerstenberg, Heilmann, Jacobi, Kalisch, Liebermann, Momsen, tagung. Die Klägerin hatte den Beweis dafür angetreten, daß denn aus seiner Selbstbiographie" Finder und Erfinder" die Kapitel, Reichnow, Rosenow, Wallach, Witkowski. Grünenthal ihr die Werthpapiere schon sieben Monat vor seiner Ver- in denen die Stralsunder Jugendtage geschildert werden. Aus haftung geschenkt hatte. Die ihr verwandte Zeugin wurde jedoch von" Faustulus" gab er den realistisch- herben, aber doch poesieverklärten Abschnitt von Stine's Selbstmord. Am Schluß der Zivillammer abgelehnt. Hiernach wurde zur Beschaffung neuer Las der Dichter ,, Die Blume" und„ In der Laube", Beweismittel für die Klägerische Behauptung Vertagung beantragt zwei Gedichte, von denen besonders der lebhafte Vortrag des ersten und beschlossen. in dem des Dichters unerfülltes Jugendsehnen und Streben erWie bereits erwähnt, wird heute an der hiesigen Universität greifenden Ausdruck findet mit herzlichem Beifall gelohnt wurde. die erste Dame, Fräulein Elsa Neumann, den, Doktor" machen. Der letzte vom Verein Berliner Presse" ausgehende Vortrag Wie so zahlreiche ihrer studirten Mitschwestern hat sie sich der Natur- dieses Winters wird ein„ Humorischer Abend" sein; an den Vorträgen wissenschaft zugewandt; ihre Dissertation handelt über die Polari- werden sich mehrere Künstler betheiligen. fationstapazität umkehrbarer Elektroden", sie umfaßt 42 Drudseiten. Die Anregung zu der Arbeit hat Prof. Warburg seiner Schülerin Feuerbericht. Donnerstag Abend 8 Uhr wurde die Feuerwehr gegeben. Die Opponenten, mit denen Frl. Neumann sich zu messen furz hintereinander dreimal alarmirt. Ma da i straße 2 und hat, find drei Dottoren der Philosophie. Eine der Thesen, welche Itonaerstraße 23 waren fleine Zimmerbrände zu beseitigen, fie vertheidigen will, lautet:„ Es ist nothwendig, daß in der während Friedenstraße 47 Stroh in einem Pferdestalle Feuer Mädchenschule in der Behandlungsweise der Unterrichtsgegenstände gefangen hatte, das aber noch im Entstehen abgelöscht werden konnte. Kurz vorher mußte Sta ligerstraße 18 ein umfangdie Logit mehr Berücksichtigung findet, als bisher. reicher Fußboden und Balkenbrand abgelöscht werden, der die Von der Direktion des Zirkus Renz Riesentunnels Wehr längere Zeit beschäftigte, da die Balkenlage aufgerissen wird uns mitgetheilt, daß der Konkurs des Olympia- Theaters auf werden mußte. den Fortgang des Spiels in Tunnel keinerlei Einfluß hat, es finden dort nach wie vor Vorstellungen statt. Die Gemeinderaths Versammlungen der sechs Waisenfreife werden in diesem Jahre am 3., 10., 17., 24. März und 7. April, Abends 7 Uhr abgehalten werden. Zum Vorsitzenden ist der Stadtverordnete Hammerstein, zum Stellvertreter der Stadtverordnete Ullrich ernannt worden. Die Tagesordnung lautet wie folgt: 1. Mittheilung betreffend die in dem Jahre 1898 gefaßten Beschlüsse; 2. Anfragen und Erörterungen aus der Mitte der Verjammlung; 3. die Bedeutung des Waisenraths nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch. Im ersten, fünften und sechsten Kreise hat eine Neu- Eintheilung der Bezirke stattgefunden. Im sechsten Kreise sollen fernerhin abwechselnd in Moabit und auf dem Gesundbrunnen die Sigungen abgehalten werden. Fleischschaugebühren. Auf Beschluß der Gemeindebehörden sollen in der Zeit vom 1. April 1899 bis 31. März 1900 für die Untersuchung des von außerhalb hier eingeführten frischen Fleisches an Gebühren erhoben werden: für ein Schwein 1 M., für ein Rind, so lange das jetzt geltende Regulativ in Kraft bleibt, 0,40 M., sobald aber das neue Regulativ in Kraft tritt 1,60 m., für ein Kalb 0,25 M., für ein Schaf 0,20 M. Tokales. " " = Aus den Nachbarorten. Das Polizeipräsidium theilt mit: In Betreff der Benutzung Rigdorf. Parteigenossen! Die Listen zu den Stadtverordnetens von Vorgärten zu Schantzweden hat das Ober- Ver- Wahlen liegen bis zum 26. Februar in folgenden Lokalen aus: 1. Bezirk: Canner Chaussee, Cannerstraße, Gärtner-, Herzberg-, Die einkommensteuerpflichtige Bevölkerung Berlind. Die waltungsgericht anerkannt, daß nach§ 1 der für Berlin giltigen zum Zwed der Besteuerung des Einkommens für 1897/98 bewirkte Polizeiverordnung vom 27. Oktober 1855 die Vorgärten der Regel Kiefholzstraße, Kirchgasse, Mittelbuschweg, Nichardplay, Richardnach nur als Gartenanlagen und zu Schmuckzweden zu benußen sind, Treptowerstraße, Straße 88 a. Herrmann, Bigarrengeschäft, Personenstands- Aufnahme ergab eine Zivilbevölkerung von und daß, wenn ausnahmsweise und aus bestimmten Gründen von der Kirchhofstr. 1. 1662 493 Personen. Davon gingen als Angehörige, die nicht Polizei auch die Verwendung zu gewerblichem Zwecke zugelassen werde, 2. Bezirk: Bergstr. 52-68, Jonasstraße, Kirchhofstr. 1-9 und persönlich zu besteuern waren, von vornherein 769 034 Personen ab. Dies keineswegs jedem Interessenten ein Recht giebt, eine gleiche Be- 35-49, Schönweiderstraße. Herrmann, Zigarrengeschäft, KirchEs blieben also nur 893 459 Steuerindividuen"( Haus- rücksichtigung für sich in Anspruch zu nehmen. In dem zur Ent: hofstraße 1. haltungsvorstände und einzeln zu Besteuernde), deren Einkommen scheidung des Ober- Verwaltungsgerichts stehenden Falle verlangte ein 3. Bezirk: Mühlenstraße, Rosenstraße, Göthestraße, Bergstr. 43 zwecks eventueller Besteuerung geschätzt werden mußte. Die Schäßung Schankwirth die polizeiliche Erlaubniß zur Benutzung seines in der bis 51 und 110-150. Oskar Preil, Restauration, Rosenergab für 529 945 Steuerindividuen ein Einkommen bis nur 900 W. Urbanstraße an der Ecke der Grimmstraße belegenen Vorgartens zu straße 24. Diese blieben von der Staats- Einkommensteuer befreit. Schankzwecken. Die Polizei versagte die Erlaubniß, worauf der 4. Bezirk: Bergstr. 1-42 und 151-163, Mittelweg, Steinmens Die gesammte von der Staats- Einkommensteuer frei gelassene Bevölfe Schankwirth auf Ertheilung der Erlaubniß mit der Begründung straße 1-19 und 68-87, Thomasstraße, Waßmannsdorferstraße. rung, also obige 529 945 sammt ihren ohnedies freien Angehörigen, stellte klagte, daß in der Urbanstraße bereits verschiedenen Wirthen, die er Wilh. Münzer, Restauration, Bergstr. 162. fich auf 717 837 Personen( und 411 Personen, die nach Art. 38. frei namhaft machte, die Borgartentonzessiou ertheilt worden sei, die Ver- 5. Bezirk: Berlinerstr. 41-61, Erfstraße, Jägerstr. 1-40 und blieben). Für die Staats- Einkommensteuer tamen nur die 363 514 Steuerindividuen mit einem Einkommen über 900 m. in Betracht. fagung an ihn also eine willkürliche Maßregel sei. Der Bezirks- 65-78, farstraße, Münchenerstraße. With. Sh, Restauration, ausschuß und das Ober- Verwaltungsgericht stellten dagegen fest, daß Jägerstr. 69. Sie bildeten sammt ihren nicht persönlich zu besteuernden Ange die ganze ausgedehnte Strecke der Urbanstraße zwischen Grimm- und 6. Bezirk: Berlinerstr. 1-40 und 62-107. Bernh. Schenk, hörigen eine Bevölkerung von 944 245 Personen. Von den 363 514 Gräfestraße in ununterbrochener Folge als Schmudanlage benugt Restauration, Hobrechtstr. 9. zu Besteuernden ging aber noch eine Anzahl Personen ab, die wegen wird und diesen Charakter durch Benutzung der Vorgärten zu 7. Bezirk: Elsenstraße, Friedelstraße, Hobrechtstraße, Mainzers Vorhandenseins von drei oder mehr Familienmitgliedern unter vier- Schantzwecken zehn Jahren oder wegen besonderer die Leistungsfähigkeit beeinzehn Jahren oder wegen besonderer die Leistungsfähigkeit beein- Schantzwecken verlieren würde. Die Klage wurde deshalb abgewiesen straße, Straße 20, Ede 25( Ranjenstraße), Pannierstraße, Neuterstraße, trächtigender wirthschaftlicher Verhältnisse von der Staats- Einkommen- und der der Polizei gemachte Vorwurf willkürlicher Handlungsweise Wildenbruchstraße. Otto Klein, Restauration, Kaiser Friedrichals unbegründet bezeichnet, weil es sich um die Erhaltung eines straße Ecke Bannierstraße. steuer befreit wurden, so daß schließlich für diese Steuer nur ganzen Straßenzuges als Schmudanlage handele und es bentgegenüber 8. Bezirk: Hermanplatz, Kaiser Friedrichstraße, Kottbuser 339 322 Personen blieben. Darunter waren 43 411 Personen Otto mit einem Einkommen über 3000 W. und 295 911 mit 900 bis nicht in Frage komme, ob in näherer oder entfernterer Umgegend Damm, Lohmühlenstraße, Maybach- Ulfer, Schinkestraße. auch Vorgärten zu Schantzweden fonzessionirt worden seien. Klein, Restauration, Kaiser Friedrichstraße Ecke Pannierstraße. 3000 m. Von der Gemeinde Einkommensteuer Bon früher ist bekannt, daß die Polizei die Praris verfolgt, den 9. Bezirk: Hasenhaide, Karlsgartenstraße, Wanzlichstraße, Wiß befreit find nur die Einkommen bis 660 M. Für diese Steuer tamen also noch die Personen mit einem Einkommen von 660 bis Inhabern von Arbeiterlokalen die Benutzung von Vorgärten zu mannstraße. 23ilh. Köpke, Restauration, Hermannstraße Ede 900 M. in Betracht, 184 758 Personen. Im ganzen waren demnach untersagen, während sie den Inhabern mancher Café's selbst den Karlsgartenstraße. 10. Bezirk: Hermannstr. 1-98 und 167-258. Emil 524 075 Personen einkommensteuerpflichtig( abgesehen von den nicht Bürgersteig zur Verfügung stellt. physischen" Personen). Im Vergleich zu dieser Gesammtzahl der Ein dicbischer Hauslehrer ist, wie die„ Nordd. Allg. 3tg." Regerau, Zigarrenladen, Hermannstr. 50. 11. Bezirk: Herrfurthstraße, Jägerstr. 41-64. Lessingstraße, Einkommensteuerpflichtigen waren die Personen mit einem Einkommen berichtet, in der Persont des cand. phil. Erich K. entlarvt worden. von 660-900 M. 35,2 pet., mit 900-1200 wt. 33,8 pct., mit 1200 St. war als Erzieher der Söhne des Wäschefabrikanten S. in der Mahlowerstraße, Selchowerstraße, Weisestraße. Emil Regerau, bis 1500 m. 10,0 pct., mit 1500-1800 m. 5,1 pct., mit 1800 bis Schönhauser Vorstadt angestellt. Da er ein entfernter Verwandter Bigarrenladen, Hermannstr. 50. 12. Bezirk: Faltstraße und Ziethenstraße. Nu d. Preßler, 2100 M. 2,4 pct., mit 2100-2400 M. 2,3 pct., mit 2400-2700 M. der Frau S. war, schenkte man ihm das größte Vertrauen. Vor 1,5 pet., mit 2700-3000 m. 1,4 pct., zusammen mit 660-3000 m. mehreren Monaten verschwanden aus einer Staffette der Frau S. Restauration, Zicthenstr. 69. 13. Bezirk: Prinz Handjerystraße. Philipp Thomas, 91,7 pet. Auf die Steuerindividuen mit einem Einkommen zwei Hundermarkscheine. Das Hausmädchen wurde des Diebstahls über 3000 M. fanten nur 8,3 pct. Bei absolut 523 Personen verdächtigt, konnte jedoch glaubhaft ihre Unschuld nachweisen. Einige| Apollo- Theater, Hermannstr. 47-49. ging das Einkommen über 100 000 20., bei 12 davon über Zeit darauf vermißte der jüngere Sohn des Hauses seine goldene Ringe, Bigarrenladen, Kopfstr. 39. 14. Bezirk: Steinmeßstr. 20-67 und Kopfstraße. August 1 000 000 m. hinaus. Der Höchstbesteuerte hatte ein Jahres- Uhr. Auch in diesem Falle blieben alle Nachforschungen vergeblich. einkommen von rund 1970 000 m., das ist eine Summe, von Endlich führte ein Zufall zur Entdeckung des Hausdiebes. K. wurde bis 34, Anejebedstraße, Mariendorfer Weg, Ringbahnstraße. Wilh. 15. Bezirk: Hermannstr. 99-166. Herthastraße, Kirchhofstr. 10 der mehr als 2000 Steuerzahler der Einkommenstufe 660-900 W. von einem seiner Zöglinge dabei überrascht, wie er die Schublade bis 34, Knesebeckstraße, Mariendorfer Weg, Ringbahnstraße. Wilh. das Jahr über sammt ihren Familien leben müssen. eines Schreibtisches mittels Nachschlüssels zu öffnen versuchte. Eine Anders, nesebecstr. 138, am Herthaplay. schein über die vermißte Uhr zu Tage. Gegen K. ist Strafanzeige with. Anders. Knesebecstr. 138, am Herthaplay. Durchsuchung der Sachen des netten Erziehers förderte einen Pfand- Delbrück, Emser, Glajow-, Julius-, Thüringer- und Walterstraße, 16. Bezirk: Bendastraße, Bergstr. 69-109, Bruno Bauerstraße, erstattet worden. = Den Geschäftsumfang der Bauabtheilung beim hiesigen Polizeipräsidium illustriren folgende Zahlen: Im vergangenen Jahre wurden 43 022 neue Sachen bearbeitet, darunter 82 Slagen und 403 Dispensgefuche, ferner fanden 1716 Rohbau- Abnahmen und Ein Unglücksfall verursachte gestern Vormittag in der Dragoner 1016 Gebrauchsabnahme- Prüfungen statt. straße großes Aufsehen. Gegen 11 Uhr fand daselbst in der Nähe Rigdorf. Die Gemeindevertretung beschloß in ihrer letzten Sitzung, das geschliche Verfahren zur Festsetzung von Baufluchtlinien für den Play V in den Köllnischen Wiesen zu ers Das Kuratorium für 110 000 m. rechnen zu können. Die feit einiger Zeit erwartete neue Verordnung über die und der dem Dr. L. gehörigen Equipage statt. Der Arzt, der den glaubt mit einer Jahresersparniß von 7analisationswesen blatt der königl. Regierung zu Potsdam erschienen. Sie lautet: Busammenstoß vorausjah, sprang noch rechtzeitig aus dem Wagen, Die Gemeindevertretung genehmigte einen Vorschlag des Kuratoriums, Unter Aufhebung unserer Verordnung vom 6. April 1897 wird auf 30g sich jedoch hierbei eine leichte Verstauchung des rechten Fußes das Geld zur Erweiterung der Rieselanlage und zum Bau eines zu. Der Anprall der beiden Wagen erfolgte mit solcher Gewalt, Arbeiter Wohnhauses für acht Familien zu verwenden. Grund der§§ 43, 46, und 48 Allgem. Landrechts, Theil II, Tit. 12, daß die Equipage zertrimmert wurde. Der Kutscher wurde vom Nach einem weiteren Beschluß wird die Straße 213 zwischen der und des§ 11 der Instruktion zur Geschäftsführung der Regierungen Bod auf das Straßenpflaster geschleudert und erlitt erhebliche Ver- Hermann- und der Mainzerstraße von der Gemeinde auf vom 23. Oftober 1817( Gef. Sammlung S. 248) hiermit für unseren legungen am Stopfe, sowie auch anscheinend innere Schäden. Das Sosten der Genossenschaftsbank Parisius u. Komp. ordnungsVerwaltungsbezirk Folgendes verordnet:§ 1. Eltern, Pflegeeltern Pferd wurde schen, ging durch und jagte die Dragonerstraße hinunter mäßig hergestellt werden. Die Versammlung schritt dann oder Vormünder werden, wenn ihre Kinder, Pflegekinder oder in die Linienstraße hinein. Hier gelang es jedoch, das Thier auf zur Wahl der Beisitzer und Beifizer- Stellvertreter für die bevorMündel dem schulplanmäßigen Unterricht ohne genügenden Grund in aufzur stehenden Stadtverordneten Wahlen. Gemeindevorsteher fernbleiben, mit Geldstrafe bis zu fünfzehn Mart, im Unvermögens- zuhalten, ehe es weiteren Schaden auzurichten vermochte. falle mit Haft bis zu fünfzehn Tagen bestraft.§ 2. Diese Ber Beim Bau auf der Museumsinsel hat sich am Freitag Nach Boddin theilte dazu folgendes mit: Er habe die Kabinetsordre ordnung tritt mit dem Tage ihrer Bekanntmachung im Amts- mittag gegen 3 Uhr ein ebenso schwerer, wie eigenartiger Unfall erhalten, durch die die Umwandlung der Dorfgemeinde in eine Stadt blatt der königlichen Regierung zu Potsdam und der Stadt Berlin zugetragen. Der Zimmermann Paul Seifert war auf der östlichen gebilligt werde und daraufhin in Gemeinschaft mit den Schöffen die in Kraft." Seite gegenüber dem Monbijougarten bei dem Aufstellen einer neuen erforderlichen Wahlvorbereitungen getroffen, sowie auch bestimmt, Ueber die Verhaftung eines Anarchisten brichtet die„ Volks- Ramme beschäftigt. Infolge nicht genügender Absteifung stürzte sie in welchen Bezirken Hausbesizer aufzustellen seien. Danach hätten Zeitung": Vor Kurzem ist hier der Anarchist Löffler von der um und traf Seifert, der nicht schnell genug bei Seite springen sich die Wähler zu richten. Die Wahl eines Mannes ohne GrundeigenBolizei verhaftet worden. Die Maßnahme steht angeblich mit einer tonnte, auf den Kopf. Obendrein schleuderten die stürzenden Balten thum in einem dieser Bezirke sei ungiltig. Das vom GemeindeBolizei verhaftet worden. Die Maßnahme steht angeblich mit einer den Schwerverletzten, der außer einem Schädelbruch innerliche Schäden vorstande geschaffene Wahltableau werde mit dem Wahlaufruf öffentlich Haussuchung im Zusammenhange, welche die Polizei in Mühlhausen davongetragen hat, in die Spree und brachten ihn in die Gefahr angeschlagen. Wahrscheinlich werde die Wahl Mitte März stattfinden, bei dem Fabritarbeiter Gleismann vornahm. Gleismann soll oft des Ertrinkens. Mitarbeiter retteten ihn in einem Brahm, ein Arzt so daß vielleicht am 26. oder 28. März die erste Sigung der StadtBadete mit Schriften von auswärts erhalten und mit Löffler in Ver- ließ ihn in einem Krantenwagen nach der Charitee bringen. verordneten- Versammlung abgehalten werden könne. Wenn teine bindung gestanden haben. Zwei Mitarbeiter haben den Gleismann Stich oder Nachwahlen nöthig würden, könne Rigdorf bis Mitte bei der Polizei angezeigt. Die Kindesmörderin Anna Junghans aus der Ritterstr. 4/5, April endgiltig in alle städtischen Rechte eintreten. Nezerau be die in Gemeinschaft mit ihrem Bräutigam die That vollführt zu merkt, daß in der britten Abtheilung nicht zweimal zu wählen sein Ein eigenes Elektrizitätswerk für die gesammte Beleuchtungs- haben scheint und vorläufig nach dem Krankenhaus am Urban ge- werde. Auf eine Frage des Redners erklärt Herr Boddin, die dritte anlage des Stettiner Bahnhofs wird jetzt auf dem östlich vom bracht wurde, ist am Freitag Nachmittag nach der Gefangenenstation Abtheilung werde nicht am Sonnabend zu wählen Hauptbahnhof an der Invalidenstraße gelegenen Plage errichtet. der Charitee übergeführt worden. brauchen. Wegen Ueberfüllung der Krankenhäuser In den Statuten des Vereins abftinenter Studenten, welcher sich vor kurzem an der hiesigen Universität gebildet hat, Theater. Im Schiller: Theater wird die Sonntag Nachmittag wird auf Regerau's Anregung beschlossen, dem Kuratorium vorzulauten die beiden ersten Paragraphen:"§ 1. Der Verein bezweckt stattfindende Wiederholung von Gerhart Hauptmann's Traumdichtung schlagen, es möge dem Uebelstande eventuell durch Beschaffung neuer die Direktion Räume in der Nähe des Krankenhauses abhelfen. Der Vorsteher den geselligen Zusammenschluß der in Berlin studirenden Abstinenten, Hanneles Himmelfahrt" und Ludwig Fulda's Abu Seid" ersucht uns, besonders darauf aufmerksam zu machen die lezte sein, da des Arbeitsnachweises, Herr Spazier, ist vor einiger Zeit gestorben. fowie die Verbreitung der Alkoholabstinenz unter den Studirenden. alle weiteren Sonntag- Nachmittags- Borstellungen durch bereits feststehende Die Versammlung billigt es, daß seine Wittwe nicht nur das volle § 2. Die Mitgliedschaft ist an die völlige Enthaltsamkeit von alto- andere Aufführungen und durch den in Vorbereitung befindlichen Shakespeare: Januargehalt, sondern auch noch das Gehalt für Februar ausgezahlt holischen Getränken gebunden und erlischt von selbst mit der Aufgabe 3yklus in Anspruch genommen sind. erhält. Ferner erklärte sich die Versammlung damit einverstanden, daß dieser Abstinenz." Viele Mitglieder wird der abstinente Verein wohl uicht erhalten. Das ist auch fein Unglüd. -O In der dritten Serie der volksthümlichen Kunst- Aus: der Posten des Nachweisvorstehers in eine Gemeindebeamtenstelle stellungen im Bürgersaal des Rathhauses wird sich ein starter lite- ungewandelt werde. Das Gehalt wird für den Anfang auf 1200 M. Sittenreinheit im Reiche des Herrn Thielen. Der Um schlag der neuesten„ Lustigen Blätter" mit einer Karikatur des rarischer Zug geltend machen. Ein Porträt Gerhart Hauptmann's, festgefeßt. Es soll alle drei Jahre um 100 m. steigen, bis es den Bildes„ Kirke und die Schweine" von H. v. Prenschen ist auf allen on May Liebermann, Goethe's Gartenhaus im Part zu Weimar Höchstsaz von 1800 M. erreicht hat. Die Stelle wird ausgeschrieben. von Hoffmann von Fallersleben, eine große Porträtbüste Leo Bei den Stadtverordneten Wahlen haben nach dem erwähnten Berliner Bahnhöfen polizeilich beschlagnahmt worden. Kein Mensch, Tolstoj's von Günzburg nehmen unter den ausgestellten Kunst- Tableau in der dritten Abtheilung der 1., 2., 6., 9., 10, der dies Bild gesehen hat, wird begreifen, was daran Schlimmes ist. werfen einen hervorragenden Platz ein. Vertreten sind außer den 13., 14. und 15. Bezirk einen Haus befizer zu wählen. Schöneberg. Das Lokal Neumann's Variété in der Große Befitveränderungen sind in der Leipziger Straße vor drei genannten Künstlern noch: Paul Albert Besnard( Paris), fich gegangen. Die Firma A. Wertheim hat, wie der„ Konfektionär" Böcklin, Boné, Feld, Genz, Göß, Hamilton, Hans Hermann, Hirzel, Golzstraße steht den Arbeitern nicht mehr zur Verfügung. Troßdem meldet, die neben ihrem Waarenhause liegenden Grundstücke Leipziger- Hübner, Julius Jacob, Johannsen, Max Klein, Leibl, Leistikow, der Wirth sich durch die bekannte Unterschrift verpflichtet hatte, ftraße 134/135 augetauft. Es handelt sich um einen Grundbefiz Heinrich Lessing, Eduard Manet, A. v. Menzel, Moret in Paris, weigerte er sich, eine Voltsversammlung in seinen Räumen tagen zu laffen. Der Lindenpart, Hauptstr. 5/6, wo heute der Rauchvon 260 Quadratruthen, für die angeblich 3 Millionen Mark bezahlt Neunzig, Pape, Rheinhold, Lesser Ury, Skarbina. fein sollen. Das Haus Leipzigerstr. 13 ist vom Reichs- Postamt ait- Heute, Sonnabend, wird der bekannte Forscher Herr Professor flub Qualm" ein Vergnügen abhält, und das Restaurant Hilpert gekauft worden und wird abgerissen. Das Haus Leipzigerstr. 6 ist Dr. Boltens in der„ Urania" einen Vortrag über den Kilimandscharo halten am Wannseebahnhof, wo der Vergnügungsverein Friedmann tagt, Die Lokalkommission. bom Kriegsministerium augetauft worden. und seine während eines mehrjährigen Aufenthalts in diesem wichtigen sind gesperrte Lokale. Der Neun Uhr Ladenschluk, ber bet ben Kolonialwaaren- event. Ruin des Wirths. Und heute noch erfreut sich das Lokal des Schmidtstraße 15,20. Berein der Lithographen u. Berufsgenoffen Deutsch. geschäften in Charlottenburg durch freiwillige Vereinbarung Herrn Bagel einer gründlichen Beaufsichtigung seitens der Polizei lands, Bahlstelle Nixdorf 20,- Steinbruder, Lithographen u. Schleifer der der Geschäftsinhaber eingeführt werden sollte, hat sich nicht auf Organe, während in der allernächsten Nähe die Häuser patriotischer Luruspapierfabrik von Wilhelm Böhme 24,85. Verband der Möbelpolirer Berlins u. Umgegend, 3. Rate 50,- Arbeiter der Schuhfabrik von Fürsten cecht erhalten laſſent, so daß der Versuch jetzt als gescheitert Bauspekulanten ohne Bau- Grlaubniß in imposanter Höhe heim u. Ro., 2. State'10, zu betrachten ist. Das war als selbstverständlich vorauszusehen. Da emporwachsen! din Einige Stempel- tulis 3,75. Mechanische Fabrit kann nur die Autorität des Gesetzes helfend eingreifen. Da die Nes Diese Zustände geben zu denken und sind eine Veranlassung bücher Fabrit von Eyd u. Friedländer, Neue Friedrichstr. 48, 5,40. Gewerks R. Krüger, Michaelfirchstr. 41, 2. Rate 10,25. Buchdruckerei und Konto gierung des Staates der Sozialreform aber zu start mit dem Zucht mehr für die Parteigenossen, auf die Vorgänge im rothen Hause zu schafts- Kommission von Charlottenburg( darunter Tischlerei Seiler 8,05) haus- Gefeßentwurf beschäftigt ist, wird es mit der Einführung des Lichterfelde ihr Augenmerk zu richten und durch Betheiligung an 50 Buchbruckerei Drewis, 2. Rate 7,20. Gürtler von Schmidt u. Ko., Schutzes für Handlungsgehilfen noch gute Weile haben.ben Kommunalwahlen Einfluß auf alle Gemeinde Angelegenheiten Stallschreiberstr. 18, 4. Rate 1,75. Bersonal der Buchdruckerei Greve 6,50, Buchdruckerei Hempel u. Ko., 3. Rate 22,65. Spiegelrahmen: Fabrik von An dem Geburtshause des zweiten Kanzlers des zu gewinnen. Christian Mester, Manteuffelstraße 57/58, 19,50. Tischlerei Bormann, Deutschen Reiches, des Grafen v. Caprivi, in Char Ein kleiner Kommunalkonflikt erregt in Pankow die Ge- 3offenerstraße 10, 4,65. Former und Gießerei Arbeiter von A. Friedrich, lottenburg, Orangenſtr. 5, wird beabsichtigt, eine Gedenktafel müther. In der letzten Sitzung der Gemeindevertretung sollte die Reichenbergerstraße, 7,- Lotterie- Verein„ Hoffnung“, Oderbergerstr. 27, anbringen zu lassen. Ja, wird die Junkerklique da keinen Mords- Wahl eines Schularztes vorgenommen werden. Vom Schulvorstand bei Hoffmann 3,60. Von den Genossen" Große Samburgerstr. 95,-. spettatel machen? war die Wahl des Dr. Stenger warm empfohlen worden. In ge- und Berufsgenossen von Butte u. Ko., Ritterstraße 20,35. Ueberschuß der Zimmerer-, 50. Lefe: und Diskutirklub Leopold Jacobi" 10,-. Former Der Haushalts- Etat der Stadt Charlottenburg schließt im heimer Abstimmung erhielt dieser aber nur fünf Stimmen, während Tellersammlung der Allgemeinen Elektrizitätswerte im Rösliner of 14,-. Ordinarium in Einnahme und Ausgabe mit 9 166 000. ab, d. i. auf Dr. Schäfer dreizehn Stimmen entfielen. Die in den Schul- Gesangverein" Vorwärts III", Friedrichsfelde 10,50. Gewerkschaftskartel 1 594 500 M. mehr als im vorstand gewählten Gemeindevertreter betrachteten dies Ergebniß der Stegliz, 1. Rate d. Friedrich 30, Jahre 1898/99. Die Schulverwaltung erfordert ein Mehr von 762 646,55 W. an fort- Abstimmung als ein Mißtrauensvotum und legten ihre Aemter im Straße 109 a 13,15. Tischleret Fischer u. Komp., Brandenburgftr. 33 3,50. Laufenden Ausgaben, wovon 450 000 M. auf die Erhöhung der Rate Regierung über dieses Vorkommuniß Bericht erstatten. Schulvorstande nieder. Der Lokal- Schulinspektor wird nun der An Holzbearbeitungs- Maschinen beschäftigte Arbeiter Berlins. 2. Rate 25,-. Bianofabrit Herbst, Boffenerstr. 10, 2. Rate 12,60. Zentralisirte Lederarbeiter für den Bau von Volksschulhäusern entfällt. In der all- Regierung Berlins( Weißgerber, Lohgerber und Lederfärber) 50,-. Von den Trebbiner gemeinen Verwaltung betragen die Mehreinnahmen Die Gemeindevertretung der Kolonie Grunewald hat den Buchdruckern( Georg Reiner) b. Sch. 12,40. Maschinisten u. Heizer Berlins 30,-. 209 590 M., darunter ein Mehrüberschuß der städtischen Gaswerte Minimaljazz des zur Gemeindeſteuer heranzuziehenden Einkommens Bersonal und Monteure der Brauerei Pichelsdorf, 4. Rate, 25,80. Orga in Höhe von 84 169 M. Bei den fortdauernden Aus- auf 660 M. festgesetzt, um der Bewohnerschaft das kommunale Wahl- nisirte Brauereihilfsarbeiter Berlin's 50,-. Rabitzspanner und-Träger gaben beträgt das Mehr insgesammt 185 875 M., darunter recht nicht zu verkümmern. Berlin's durch Gödel, 1. Rate, 30,- Gesangverein Eintracht", Nieder72 650 M. mehr für Besoldungen, 16 760 M. mehr an Zulagen, schöneweide, 10,-. Prinzessinnenstraße 21" 13,60. Verein der Bauarbeiter Remunerationen und Schreiblöhnen, 12 200 m. mehr für vorüberDie Direktion der Militär- Eisenbahn hat die erbetene Er- Berlin- Ost, Friedrichsberg und Rummelsburg 25,-. Rauchklub" Pappel", gehende Hilfskräfte, 5078 m. mehr für Wittwen- und Waifen- Ver- richtung einer Haltestelle in Mariendorf abgelehnt unter der Be- Mitgl. d. Arb.-R.-Bd., 3,-. Verband der Tapezirer, Filiale Berlin- Nord, Gürtler von Fedor forgung, 65 000 M. mehr für Provinzialabgaben. Die Erhöhung der gründung, daß das Terrain zu große Schwierigkeiten bereite und 25,- Pianoniederlage von Scholz d. J. Klg.-, 75. Zürn, Fürstenstraße 5, 7,05. A. E. G. Ackerstraße, Saal 21, Dreherei, 18, Provinzialabgaben ist eine Folge der beträchtlichen Steigerung der eine Haltestelle in Mariendorf fich auch nicht rentiren würde. Buchdruckerei Krebs, 4. Rate, 3,80. Tischlerei Elzholz, Krautstr. 52, Saal 2, in der Stadt aufkommenden Steuern. gegen Kinder besonders wegen der zahlreichen Fälle Aufsehen er- amerikanische Auktion einer Apfelsine) 2,25. Klaviaturfabrik Buchholz 18,35. Der Barbier Josef Engel aus Lichtenberg, dessen Strafthaten 2. Rate, 12,20. Maschinenfabrit Lützowstr. 6 13,80. Personal b. Buchdruckerei H. S. Hermann, 2. Rate, 59,30. Gesangverein Baget nicht", Steglit regten, ist jetzt zur Beobachtung seines Geisteszustandes der Irren- Sutfabrik J. Bambus, Landwehrstr., 15,-. Schuhwaarenfabrit von Jacobi. abtheilung der Charitee überwiesen. Theater. Tischlerei Karl Müller, Köpenider " ob bei der Berliner Gewerkschaftskommission die Gelder von den Listen, die Beim Kapitel, Schulverwaltung" beträgt die Gesammt mehreinnahme gegen das Vorjahr 203 511 M., die Hauptursache für die Erhöhung dieser Position ist die Neueinstellung der Alterszulagen 5. Rate, 7,50. Gesammelt d. A. Wurbs 9,60. Dorf Hollmann 5.-. für Gemeindeschullehrer. An Schulgeld- Einnahmen sind mehr einBfropfenverein Nordost 5,-. Morgenpost, 4. Rate, 3,20. Berliner Zeitung, gestellt beim Realgymnasium 3081 M., beim Reformgymnasium 4. Nate, 7,90. Ein früherer Textilarbeiter, jetzt Mittelstandsmensch, 3,-, 7348 M., bei der höheren Mädchenschule 1868 M., bei der BürgerRauchklub Wilhelm 6, 105 Gesangverein Liederlust, M. d. A.-S., 10,-. mädchenschule 239 M., bei der Kunstgewerbe- und Handwerkerschuler. Schillertheater. In Felix Philippi's Schauspiel Buchdruckerei Felgentreff 2,40. Gesammelt durch Lehmann, Sebastianstraße, Amerikaniſche Auktion Amerikanische Auktion bei Aug. Krönke, Liebenwalderstr., durch C. M. 12,25. 1171 M. und bei der Fortbildungsschule für Mädchen 80 M., bei der„ Der Dornenweg" tommt eine so fabelhafte Menge von Edel- 1,10. Tischlerei Verbelow, Köpniderstr. 175, 5,-. Oberrealschule dagegen find infolge des Rückganges der Schülerzahl muth und Herzensgüte vor, daß es eigentlich ein Unrecht von der Christiania 25, Klub„ Vorwärts" in 1684 M. weniger eingestellt. Tellersammlung d. Versammlung in d. Brauerei Moabit Direktion war, ihrem Publikum ein solches Stück so lange vorzuent- am 13./2. 99 25,15. Möbeltischlerei von Wöhler u. Schwab, PallisadenDer Alterszulage Raffenbeitrag, der an die halten. Mit weniger als zwei Taschentüchern reicht eine wohlerzogene straße 103 20,- Lithographen und Steindrucker, Detmold 20, Alterszulage- Kaffe in Potsdam zu entrichten ist, beträgt 221 790 M. Dame nicht im thränenfeuchten Anblick der leidenden Patrizierin, die Auf verschiedene Anfragen von Seiten der Musikinstrumentenarbeiter, Da die den hiesigen Lehrern zustehenden Alterszulagen nur 179 637,50 m. aus Liebe zu ihrem ungerathenen Sprößling einen Unschuldigen die lokalorganisirten Klavierarbeiter herausgegeben haben, abgeliefert feien, betragen, so ist der städtische Etat um den an die Alterszulage- Kasse wegen Diebstahls büßen läßt und dann im Sühnen ihrer Schuld ist zu bemerken, daß bis dato nichts abgeliefert ist, die Beiträge, die unter mehr abzuliefernden Betrag von 42 152,50 zu Gunsten anderer Ge- alles Gerede bom der Egoismus meinden belastet. Für die Kunstgewerbe- und Handwerkerschule ftraft. Besizenden Lügen" Pianowertstätten" quittirt find, sind Extrasammlungen. Frau Louisabeth Röckel hatte die solchermaßen beläuft sich das Schulgeld auf 2671, der Staatszuschuß auf 22 620,50 auf dem Dornenwege wandelnde Mutter darzustellen, und Millarg, Annenstr. 16, I, entgegen. Geöffnet Wochentags 9-1 Uhr Vor Weitere Beiträge nimmt im Berliner Gewerkschaftsbureau Rudolf Mark gegen 13 280 M. im Vorjahre. Die Mehrausgaben sie spielte ihre Stolle wenn auch nicht gerade seelisch vertieft, so doch mittags und 6-8 Uhr Nachmittags. der Schulverwaltung betragen gegen das Vorjahr 762 646,55 fehr wirkungsvoll. Wie aus der ersten Aufführung im LeffingMart. Davon entfallen auf das Realgymnasium 10 071,05 m., auf Theater erinnerlich ist, enthält das Stück noch zwei andere die Ober- Realschule 6490 W., auf das Reformgymnasium 26 229 M., Gerechtigkeitsfanatiter, nämlich den Bruder der büßenden Mutter, auf die höhere Mädchenschule 2222,50 M., auf die Bürgermädchen- einen zartfühlenden Rheder aus Bremen, und ihren edlen Sohn, der Ueber das Schicksal des Hamburger Dampfers ,, Bulgaria" schule 991 M., auf die Gemeindeschulen einschließlich Hilfsschulen für ein wahrhaftiger Anwalt des Rechtes ist. Diese beiden dankbaren ist man immer noch im Unklaren. Nach einer Meldung von„ Lloyds" schwachbegabte Kinder 7 096,80 M., auf die Kunstgewerbe- und Rollen wurden von den Herren Eyben und Gregori recht in London schloß der dort anwesende Direktor der Hamburgs Handwerkerschule 11 063 W., auf die städtische Boltsbibliothet naturgetreu gegeben. Biemlich schattenhaft war Herr Behrend Amerika- Linie" einen Vertrag mit der Rhederei des großen Schlepp 10 250 M. und auf die Pensionen 2270 M. Die gewerbliche Fort- als unschuldig Verurtheilter und ganz eindrucks los spielte Fräulein dampfers Warrior". Das Schiff geht in See, um die Bulgaria" bildungsschule erfordert eine Minderausgabe von 46 M., der Wieke, eine sonst brave Künstlerin, die Rolle seiner Tochter. Titel„ Sonstige Aufwendungen für Schulzwecke" eine Minderausgabe zu suchen; es nimmt feine Richtung auf die Azoren, hat für 28 Tage Kohlen an Bord und eine Besazung von 12 Mann. Es schweben bon 16 574 M. noch Verhandlungen über die Entsendung anderer Schleppdampfer zu dem gleichen Zwede. Gewerkschaftliches. Vermischtes. Beim Kapitel, Armen- und Krantenpflege" betragen die Einnahmen 222 533 M. gegen 176 648 M. im Vorjahre. Die Ausgaben belaufen fich auf 116 340 M. mehr als im Vorjahre, und In der Brauerei Germania erregt die Einführung einer Nachmittags zwischen 5 und 1/46 Uhr hat nach den vorliegenden Das Erdbeben am Kaiserstuhl in Baden am 14. Februar zivar 26 100 M. für die offene Armenpflege, 6520 M. für Armen- neuen Arbeitsordnung viel böses Blut. Die Arbeiter finden die Nachmittags zwischen 5 und 1/46 Uhr hat nach den vorliegenden anstalten und Hoſpitäler, 82 550 M. für Verwaltung des Kranken- Strafen vielfach zu hoch und einzelne Bestimmungen nicht durchführbar. Meldungen, eine ziemliche Ausdehnung gehabt. Seine Richtung war hauses und 1170 M. für die früheren Cholerabaracken. An Armen- weil es an den nöthigen Einrichtungen in der Brauerei fehlt. Die von Nordost nach Südwest. An einzelnen Orten trat es so unterstützungen find 19 000 m. mehr vorgesehen, an Kosten für die Strafbestimmungen lauten: start auf, daß die Leute die Wohnhäuser verließen. In Unterbringung von Geisteskranken und Siechen 2000 m. mehr, da Für die Fahrer und Stallleute wird folgendes einem Abstand von 10 Minuten wurden drei weitere leichte die Zahl der Geistestranten, für die die öffentliche Armenpflege ein bestimmt: Wer zu spät tommt, zahlt für jede angefangene Biertel- Stoße verspürt. Der Himmel war ziemlich klar, die Luft still. Baros zutreten hat, in beständigem Wachsen begriffen ist. stunde 30 Pfennig Strafe. Wer Lieferscheine vergißt oder verliert, meterstand 740 Millimeter, Temperatur 13 Grad Celsius. In Sass Beim Kapitel ohbauverwaltung" find die Einnahmen zahlt jedesmal 30 Pfennig Strafe. Mehr oder anderes Bierbach am Kaiserstuhl ist das Erdbeben augenscheinlich am stärksten mit 850 M. unverändert geblieben, die fortdauernden Ausgaben er zu trinken aufgetreten. Gebäude und Möbel erzitterten, Bilder und Spiegel oder wegzunehmen, als bewilligt, ist ver= fordern ein Mehr von 7432,56 M., die einmaligen Ausgaben ein boten. Zuwiderhandelnde zahlen für jede Flasche resp. schwankten, und ein dumpfes Rollen wurde gehört. In furchtbarer Mehr von 5706 M. jeden Fall 1 M. Strafe. Futterschütten darf nur der Stallmann. Angst sprang alles auf die Straße. Ein Schmiedetamin iſt einge Im Kapitel Straßenbauverwaltung" find die Ein- Zuwiderhandelnde zahlen jedesmal 1 M. Strafe. Andere Utensilien stürzt. Von mehreren Dächern fielen Ziegel, und im Steinbruch, der nahmen gegen die des Jahres 1898/99 um 100'063 m. geringer oder Geschirre, als ihm übergeben, darf niemand nehmen. Zuwider vulkanischen Ursprunges ist, spalteten sich und stürzten Felsen aus veranschlagt, was auf die Einschränkung der Bauthätigkeit und dem- handelnde zahlen jedesmal 50 Pf. Strafe. Verlorene Utensilien folossaler Höhe und hüllten die ganze Gegend in eine Staubwolfe. zufolge auf den geringeren Eingang an Adjazentenbeiträgen für sind der Brauerei zu ersetzen. Jeder Faß- und Flaschenbierkutscher so heftig auftrat, daß Personen sich festhalten mußten und ein kleiner Eine gleiche Beobachtung machte man in Jhringen, wo die Erscheinung Straßenregulirungen zurückzuführen ist. Die fortdauernden Aus- hat für die Pflege und Schonung der ihm überwiesenen gaben find um 29 115 M. gefticgen. Pferde auf der Tour Sorge zu tragen und beim Nachhauses Knabe zu Fall kam. Ein dumpfes Rollen wie entfernter Donner wurde bernommen. leber Im Kapitel" Feuerlöschwefen und Straßenreint fommen dem Inspektor oder dem anwesenden dieselbe Erscheinung wird aus gung" betragen die Einnahmen 29 908 m. gegen 26 706 m. im irgendwelche Anzeichen von Krankheit, sowie vorgekommene Bischoffingen geschrieben: Dienstag Abend durchzog ein Erdbeben un Vorjahre; die fortdauernden Ausgaben erhöhen sich um 76 837 M. Nufälle sofort zu melden. Wer seine Pferde, Wagen und Geschirre gefähr in der Richtung von Nord nach Süd unsere Gegend. Der Das Kapitel" Sonstige Gemeinde Einnahmen" nicht nach Anordnung reinigt, zahlt jedesmal 1 M. Strafe; des erste Stoß war der heftigste und von einem starken, rollenden Ge weist an Einnahmen 32 910 m. mehr, an fortdauernden Ausgaben gleichen wer seinen Wagen nicht ordnungsmäßig schmiert und prüft. töse begleitet, das mir vorfam, als fiele ein großer Haufen fleins 57 290 M. mehr auf. Die einmaligen Ausgaben dieses Kapitels be- Hierbei ist er außerdem für den Schaden verantwortlich, welcher gespaltenes, in Schichten aufgesettes Brennholz langsam um und tragen 38 752,50 M. pol and nodurch Unterlassung dieser Vorschrift entsteht. Jedesmal, wenn die verursachten die auf die Dielen fallenden Holzstücke Biesen donner Die Friedenauer Eingemeindung in die Stadt Schöne Pferde in den Stall gebracht sind, müssen deren Beine mit Stroh ähnlichen Lärm. Eine im Zimmer anwesende Person bemerkte, wie berg, welche bekanntlich von der Gemeinde Friedenau jegt be- abgerieben werden. Wenn die Pferde naß sind, sind diese gang mit die Fenster zitterten, der Boden einige Sekunden schwankte, und das schlossen ist, wird nunmehr am kommenden Montag auch die Stroh abzureiben. Jeden Mittwoch und Sonntag sind die Innen- ziemlich lange Bendel eines Regulators nach mehreren Anstößen au Schöneberger Stadtverordneten- Versammlung beschäftigen, da der diefes die Faßbierjahrer Mittags, alle anderen Fahrer und Mitfahrer 51 Uhr konnte man mit ungefähr zehn Minuten Abstand noch drei hufe der Pferde mit Kientheer einzuschmieren." Mittwochs haben das Uhrgehäuse stehen blieb. An älteren Häusern fiel der Verpuzsand von den Mauern und einzelne Ziegel von den Dächern. Bis Magistrat dem von der Friedenauer Gemeinde Bertretung anbeiden Morgens zu thun. Jeder Fall der Zuwiderhandlung wird mit 50 f. weitere leichte Erdstöße vernehmen, die von keinem Geräusch be genommenen Vertrage für den Zusammenschluß der beiden Stommunen bereits zugestimmt und ihn zur Genehmigung nun auch bestraft. Für die Arbeiter und Arbeiterinnen der gleitet waren und dem Bittern zu vergleichen waren, das ein auf den Stadtverordneten vorgelegt hat. der Straße vorbeirasselnder Wagen verursacht. Flaschenbier Abtheilung wird folgendes # # = 0 Beamten be= Groß- Lichterfelde. In der gestrigen Notiz der Lokalkommission stimmt: Ein Zuspätkommen von mehr als 5 Minuten ist strafbar Die Pest in Bombay. Das„ Bureau Reuter meldet: Stadts muß es heißen Gesangverein Nymphe, nicht Wyrthe. und zwar für jede angefangenen 5 Minuten 10 Pfennig Strafe. rath Dr. Ismail Muhammed äußerte bei seiner Vernehmung vor Wer mehr als eine halbe Stunde zu spät kommt, darf die Arbeit der Bestkommission die Ansicht, die Seuche möge von Hongkong auf Nach wunderbaren Grundsätzen muß in unserem Vorort erst nach der nächsten Pause aufnehmen. Wehr oder anderes Bier Schiffen, die todte Ratten in ihrer Ladung hatten, nach Indien einGroß Lichterfelde die Baupolizei ihres Amtes walten. In zu trinken oder wegzunehmen, als bewilligt, ist verboten. Zuwider- geschleppt sein. Todte Natten fand man vor Ausbruch der Epidemie der lezten Gemeinderaths- Sibung rügte Gemeindevertreter Friebus handelnde zahlen für jede Flasche resp. jeden Fall 1 M. Strafe; bei in Mandvi, wo chinesische Waaren aufgespeichert werden. Stauf das Verhalten der Eretutivbehörden bei Handhabung der baupolizei einem Tagelohn von weniger als 2 M.: 50 Pf. Strafe. Brenn mann Lund, welcher freiwillig in den Distritten Mazagon und Larwadi lichen Vorschriften mit scharfen Worten. In leister Beit sei es bare Gegenstände dürfen nicht um oder auf die geheizten Dienste zur Bekämpfung der Senche geleistet hat, giebt an, daß von zweimal vorgekommen, daß Bauunternehmer ihre Bauten nicht nur Defen, Röhren oder Herde gelegt werden. Zuwiderhandelnde 7000 Geimpften nur einer an der Best gestorben ist. Wialeagon anfingen, sondern sogar unter Dach und Fach brachten, zahlen jedesmal 50 Pf. Strafe und sind außerdem für jeden wurde gänzlich geräumt und 12000 Personen bezogen ein Lager, ebe sie überhaupt die Bauerlaubniß besaßen Schaden verantwortlich, welcher durch diese Unachtsamkeit entsteht. Dennoch kamen nur wenige Beſtfälle vor. Er wünsche, daß die Gendarmerie und die Polizei- Organe Im Uebrigen fönnen Zuwiderhandlungen gegen diese Arbeits- Ueber den verschollenen Johann Orth( Erzherzog Johann energisch zur Bewachung der Bauten angehalten würden. Recht ordnung mit Geldstrafen geahndet werden. Die Geldstrafen dürfen von Desterreich) find in letzter Zeit wiederholt Gerüchte aufgetaucht, feltsam nahm fich nunmehr der Rechtfertigungsversuch des Herrn die Hälfte des durchschnittlichen Tagesverdienstes des Bestraften die über das Verschwinden Orth's Aufklärung bringen sollten, sich Gemeindevorstehers Schulz aus. Er meinte, wenn bei den nicht übersteigen, jedoch können Thatlichkeiten gegen Mitarbeiter, aber als durchaus haltlos erwiesen. Jezt melden die„ Times" in Bauten also den braven Bauunternehmern gegenüber Werstöße gegen die guten Sitten, sowie gegen die zur Aufrecht bestimmter Form, daß nach einer brieflichen Mittheilung aus Argennicht immer die ganze Strenge des Gefeßes von erhaltung der Ordmung des Betriebes oder zur Durchführung der tinien Johann Orth mit seinen Gefährten auf einer Farm am Parana ihm gehandhabt werde, so möge man berüc Bestimmungen der Gewerbeordnung erlassenen Vorschriften mit Geld leben solle. Auch diese Meldung dürfte zu den unbeglaubigten Ge fichtigen, daß er nicht nur Amtsvorsteher, sondern strafen bis zum vollen Betrage des durchschnittlichen Tagesverdienstes rüchten gehören. Gemeindevorsteher sei und in seiner letzteren belegt werden. Die Berpflichtung zur Zahlung einer Geldstrafe wird Eigenschaft ein besonderes Interesse daran habe, daß den Bauunter durch etwaige Entlaffung nicht aufgehoben. Die Festsetzung nehmern nicht unnöthige Schwierigteiten gemacht der Strafen erfolgt durch den Vorgesezten. Jeden Beschwerdefall Von den Parteigenossen Berlins und Umgegend find mir würden.„ Sind hier und da Häufer aufgeführt worden, die dem entscheidet die Direktion. Die Geldstrafen sowie die auf Grund der 500 Mark für das Denkmal der 1849 in Baden standrechtlich Er1 und 2 werden durch Lohnabzüge einW. Liebknecht. auch Willen- Charakter des Ortes zuwiderlaufen, und gegen deren Fertige Bestimmung zu§ 18 Sie Staffe hilfsbedürftiger Arbeitnehmer.deschossenen übergeben worden. unter dem Hinweis auf den eventuellen Ruin den Hausbesizern Der Verband der Brauer und Berufsgenossen bemerkt dazu, eine nachträgliche Genehmigung des unstatthaften Baues gewährt worden." er erwarte von den dortigen Kollegen, daß sie dahin wirken, daß Arbeiteransschuß zu stande kommt, der die Strafordnung zu einer gesetzlichen umgestaltet. ein Für die Weber in Krefeld gingen bei der Berliner GewerkschaftsKommission folgende Beiträge ein: Quittung. Witterungsübersicht vom 17. Februar 1899, Morgens 8 Uhr. Stationen Swinembe. Hamburg Barometer stand mm richtung Wind Windstärke 767 92 Wetter Temp. n. 6. 5° G. 4" M. Stationen Barometers stand mm Winds richtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. 5° 6.= 4° R. 2Nebel-28 So der Amtsvorsteher. Mit Staunen werden die nichtbauenden Einwohner von Lichterfelde von dieser Ausnahmestellung der Herren Bauunternehmer und von der außerordentlichen Milde des verehrlichen Kreisausschusses Kenntniß genommen haben. Die Graphische Gesellschaft, Lindenstr. 16, Bierfasse 10,-. Weißenseer Bauspekulanten bauen eben wie es ihnen am profitabelsten dünkt Mücken, gei. bei einer Geburtstagsfeier, 3,- Formerei Wafferthorstr. 8 und pfeifen im Uebrigen aufs Gejez. Wir finden ja das 3,-. Buchdruckerei F. A. Günther u. Sohn 13,60. Gürtler von Moser, Wohlwollen des Herrn Gemeindevorstehers diesen Leuten gegenüber Sitterstraße, 2,50. Tischfabrik von A. Richter, Blumenstr. 30, 19,80. Taub Hackelbusch 2,-. C. Lück 16,35. Pianofabrik ganz begreiflich; es scheint sich aber leider nur auf diese zu be stumme Gebrüder 1,60. schränken. Wir entsinnen uns, daß nach einer am 6. März v. J. Herbst, Boffenerstraße, 12,45. Holzarbeiter von Wengler u. Mohrmann 3,-. Former Wafferthorstraße S Arbeiter Bildungsverein beim Wirth Bagel stattgefundenen Volksversammlung die Polizei Mariendorf 10,-. Hofschläg. Buchdruckeret d. Br. 3,-. Tischlerei Dünnebeil stunde für diesen Wirth vom Herrn Amtsvorsteher auf 11. Comp., Gewerbehof, Krautstr. 52 3,30. Buchbinderei W. Kämmerer, Kochzehn Uhr herabgesezt wurde. Es kam also die ganze straße 12,10. Küchenmöbelfabrit von Schwarzer, 2. Nate 4,70. Gesammelt Strenge des Gesetzes gegenüber diesem Manne, der nicht gegen bei Brintmann 1,60. Badewannenfabrit Miester, Neuenburgerstraße 6.50. Winden; feine wesentlichen Niederschläge. Berliner Wetterbureau. dasselbe verstoßen hatte, zur Anwendung ohne Rücksicht auf den Pianofabrik Hielscher u. Fränkel, Waldemarstr. 14 5,-. Automatenbrüder, 5,60. Berlin 2 bedeckt 3 paparanda 765 9 768 NNO 2 bedeckt 5 Petersburg 768 NA 2 bedeckt 6 Cort 1hlb. bed. 6 Aberdeen 3wolfen 1 Paris 3wolfig 7 757 B 3wollig 758 SSD 5wolkig 764 NO 2 Dunst 943 7 Wiesbaden 767 3 München 768 Wien 765 NM Wetter Prognose für Sonnabend, den 18. Februar 1899. Etwas fälter, theils heiter, theils nebelig bei schwachen nordöstlichen Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Nr. 42. 16. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 18. Februar 1899. Volkswirthschaftliche Rundschau. Aus den Jahresberichten der Handelskammern. Die Berichte der Handelskammern über die wirthschaftliche Lage des Jahres 1898 spiegeln die Urtheile wieder, die hervorragende Vertreter von Industrie und Handel über das abgelaufene Geschäftsjahr haben. Dessen muß man sich bewußt bleiben, wenn man die bisher erschienenen Jahresberichte zu seiner Orientirung über das Wirthschaftsjahr 1898 benügt. Es ist leider schlimm genug, daß wir heutzutage fast keine anderen zusammenfassenden orientirenden Hilfsmittel haben, die wirthschaftliche Lage des gesammten Boltes kennen zu lernen. Es fehlen eingehende Berichte über die jeweilige Lage der Landwirthschaft, es fehlt ein Einblid in den Gang des Handwerks und der sogenannten Mittelstände, es fehlt namentlich aber eine periodische Berichterstattung über die wirthschaftlichen Berhältnisse der Arbeiter. Denn die Fabrikinspektoren- Berichte berücksichtigen wohl nebenbei die wirthschaftliche Lage der Arbeiter, aber ihr Hauptzwed ist ein wesentlich anderer. Die Arbeiter selbst sind aber troz einzelner anerkennenswerther Versuche noch nicht zu einer selbständigen Berichterstattung gelangt. Da bleibt zu einer Orientirung über die Wirthschaftslage gar nichts anderes übrig, als die Berichte der Handelskammern, die in einer stattlichen Anzahl zu Beginn eines jeden neuen Jahres alsbald erscheinen, als fast einziges Mittel zur Orientirung zu benutzen. einfach deswegen, weil die Produktion Jahre wenn nicht noch gestiegen, so dech auf einer Höhe geblieben, I feierte. fondern die nie und nimmer dem inneren Werthe der betreffenden Gesell- von Syndikatswegen beschränkt, die Thätigkeit auf den schaften entsprechen kann. Es ist für die nüchternen Beurtheiler Bechen aljo eine geringere sein mußte. Wenn also schon unserer Geschäftslage eine Genugthuung, daß gerade zwei Handels- Borwürfe erhoben werden sollen, so sind es die Arbeiter, fammern von so fompetentem Urtheil wie die Hamburger und die dem Syndifat gegenüber die Rolle des Antlägers spielen können. Ejiener, in ihrem Jahresbericht die Uebertreibungen der Industrie- Es betrug nämlich die thatsächliche Fördereinschränkung in den legten und Börsenpresse Lügen strafen. drei Jahren: * 1896 1897 1898 1896 1897 1898 • • • . • 35,75 37,65 159 915 172 768 190 532 " = " April Mai Juni Monat 1899 1897 in Prozent 1896 Januar Februar. März 7,42 4,95 3,50 · . 6,14 3,56 10,38 7,25 6,07 11,70 11,99 9,31 11,85 8,73 6,82 11,44 8,48 8,09 11,51 7,05 7,36 10,91 August 9,50 6,70 10,47 September 8,69 $ 5,61 8,20 Oktober 7,54 8,33 7,79 November 3,15 3,48 3,33 Dezember. 3,98 2,04 3,35 Jahresdurchschnitt 7,49 6,02 8,71 Juli Echon aus dieser Tabelle ergiebt sich, daß die Beschäftigung im Für den Steintohlen Bergbau war das abgelaufene Jahr befriedigend. Daß es aber fo abgelaufen ist, das liegt zum Theil an außergewöhnlichen Umständen, die nicht aus der allgemeinen Gunst des Inlandsgeschäfts resultiren. Zunächst fing das Jahr sehr flau an. Die ungewöhnlich milde Witterung in den Monaten Januar und Februar brachte den Arbeitern der Kohlendistrikte sogar sehr unliebsame Feierschichten. Daß dann die Bechen mit einem Male flott zu arbeiten befamen, lag vor allem daran, daß das Auslandsgeschäft ganz unvorhergeschen war. Im Frühjahr brach nämlich in den Bergbaudistrikten von Wales der bekannte Bergarbeiterausstand aus, der monatelang andauerte. Dieser Ausstand hat wie der Essener Bericht ausdrücklich zugiebt biel zu der in Deutschland geradezu hervorgetretenen zeitweise stürmischen Nachfrage nach Kohlen beigetragen. Bei dem Ausstand in Wales waren ant 90 000 Arbeiter in Mitleidenschaft Freilich wollen diese Berichte mit Vorsicht aufgenommen werden, gezogen, und viele Verbraucher englischer Kohlen mußten ihren Beeinmal, weil die Interessen der Großindustrie und des Handels darf daher im Inlande decken. Das Kohlensyndikat benutzte die Jahre 1898 nicht so stark war wie im Vorjahre. Immerhin kann im Vordergrunde stehen, sodann weil die Berichterstattung selbst Situation, um die Preise nach oben zu treiben. Der Arbeiter- nicht geleugnet werden, daß im Rahmen einer längeren Periode be zahlreiche Mängel aufweist, die in ihrer Gesammtheit zu irrthüm- ausstand in Wales hatte noch zur Folge, daß die Konkurrenz der trachtet der Geschäftsgang noch ein recht günstiger während 1898 lichen Reſultaten führen müssen. So ist es gleich merkwürdig, die englischen Kohle, mit welcher neben der belgischen Steinkohle und war. Dasselbe gilt auch von der Eiſenindustrie, auf deren VerWahrnehmung zu machen, daß sich eine Reihe von Handelskammern böhmischen Braunkohle die deutsche Kohle namentlich an den See- hältnisse wir hier nicht näher eingehen wollen. Dagegen möchten über den allgemeinen Stand der Konjunktur einer großen Täuschung plätzen sonst zu kämpfen hat, in wesentlich geringerem Maße als vir an der Hand der neuesten Handelskammerberichte von der Gehingiebt. Verschiedene Handelskammern halten nämlich das ab früher sich geltend gemacht hat. Neben dem außergewöhnlichen Ein- fchäftslage in derjenigen Industrie ein Bild geben, die sich 1898 in gelaufene Jahr 1898 wirthschaftlich für noch günstiger, als das fluß des englischen Streits ist aber immerhin der Inlandsverbrauch fritischer Situation befand. Jahr 1897, obwohl sich bei einer näheren Prüfung herausstellt, daß auch ein sehr großer gewesen. Die Zahl der Arbeiter im Kohlendie Konjunkturfurve 1898 zwar nicht nach unten gegangen, jedenfalls bergbau ist sogar bedeutend gewachsen. Im Oberbergamts- Bezirk aber nicht mehr wie in den Jahren 1896/97 weiter gestiegen ist. Dortmund macht sich bei verschiedenen dem Kohlensyndikat an- In der Textilindustrie sind die Klagen allgemein. Die Am zutreffendsten dürften wohl die Berichte der Handels- gehörenden Zechen das lebhafte Bedürfniß geltend, die Steinkohlen- Wollwaarenindustrie ging im Vergleich mit dem Vorjahre noch tammern zu Hamburg und zu Essen die allgemeine Lage produktion auszudehnen. Namentlich in den jüngeren Revieren weiter zurück infolge des mangelnden Exportes nach den Ver des vorjährigen Wirthschaftslebens gekennzeichnet haben. vont Nordamerika. Die Webereien. sahen Die herrscht ein großer Zuzug von Arbeitern, so daß es nicht vereinigten Staaten Handelskammer zu Hamburg ist vermöge ihres Ueberblicks über den wunderlich erscheint, daß vom Jahre 1897 bis zum Jahre 1898 die sich veranlaßt, ihren Betrieb in einem Maße einzuschränken, deutschen Verkehr und Handel die kompetenteste Stelle, um aus dem Zahl der Bergarbeiter sich stärker vermehrt hat, als von 1896 auf das auch die Spinnereien zu gleichem Vorgehen zwang. Die Folge Berkehrsleben auf den Gang der Industrie zurückzuschließen, während 1897. Im genannten Oberbergamtsbezirk betrug nämlich die war, daß die in der Wollwaarenindustrie beschäftigten Arbeiter das andererseits die Handelskammer für den Kreis Essen respektive der Arbeiterzahl in den drei ersten Vierteljahren: ganze Jahr über nur mangelhaft zu thun hatten und mit einem Börsenvorstand der Börse zu Essen die beste Kenntniß über das für verfürzten Verdienste abschnitten. Günstiger war das Geschäft für die Gesammtindustrie ausschlaggebende Kohlen und Eisengewerbe den Woll- und Kammzughandel. Die Baumwollbranche litt unter besitzen. Beide Berichte treffen nun in dem Urtheil zusammen, daß dem reichen Ertrag der vorigen Ernte, die etwa 1114 Millionen die Geschäftslage 1898 ähnlich wie 1897 war, daß aber im ab= Aus dieser prozentual viel stärkeren Zunahme der Arbeiter im Ballen betrug. Die Gesammt- Baumwolleneinfuhr Bremens, unseres gelaufenen Jahre Erscheinungen bedentlicher Natur Jahre 1898 fönnte man auf den ersten Blick schließen, daß die Haupteinfuhrortes in Baumwolle, betrug bis zum 24. Dezember 1898 zu Tage getreten sind, die sehr leicht zu einer Ueberproduktion und Steinkohlenproduktion entsprechend stärker im Jahre 1898 ge- 1709 487 Ballen gegen 1402 048 Ballen im Vorjahre. Trotz der des ferneren zu einer Absazkrise mit allen ihren schrecklichen wachsen wäre als im Vorjahre. Das ist nun aber nicht der Fall, gedrückten Fabrikatpreise fanden aber erhebliche Neugründungen und Folgen für die Arbeiterklasse führen können. Die Handelskammer m Gegentheil ist die Steinkohlenförderung 1898 nicht in dem Betriebserweiterungen sowohl in der Baumwollspinnerei wie in zu Hamburg schreibt:" Das deutsche Wirthschaftsjahr 1898 weist Grade gewachsen, wie im Jahre 1897. In den ersten drei Viertel- der Weberei statt. Die Leinen und Jute Industrie hatte Anim Wesentlichen dieselben Merkmale auf wie das Vorjahr. Die jahren betrug nämlich die Steinkohlen Förderung im Bergrevier fangs des Jahres bessere Beschäftigung, später trat Berflauung Thätigkeit in Industrie und Handel war im Allgemeinen eine recht Dortmund cin. Gegen das Vorjahr zeigte die Fabrikation von leinenen und lebhafte und befriedigende; die Landwirthschaft sieht auf ein 33,05 Millionen Tonnen halbleinenen Geweben eine merkliche Verschlechterung, hervorgerufen günstiges Jahr zurück, auch die neue Ernte war eine außerordentlich durch die politischen Wirren, welche die für die Ausfuhr arbeitenden reichliche und konnte zu verhältnißmäßig guten Preisen verwerthet Industrien nicht unerheblich schädigten und eine Ueberfüllung des werden. Der Verkehr auf den Eisenbahnen, die Zahl und Stärke Woher es kommt, daß zwischen der Zahl der Arbeiter und der inländischen Marktes mit Waaren herbeiführten, Einflüsse, die noch der Arbeits- und Betriebsmaschinen der Industrie sind in Höhe der Produktion ein scheinbarer Widerspruch besteht, darüber durch die erhebliche Vergrößerung bestehender und durch vielfache ständiger, bedeutender Steigerung begriffen. Der starke gehen die Ansichten auseinander. In dem Geschäftsbericht der Börse| Neugründungen weiterer Unternehmungen, besonders der BaumwollGeldbedarf für die Ausdehnung der gewerblichen Thätig zu Düsseldorf, den der Geheime Kommerzienrath Lueg Ende spinnerei verschärft wurden. Leztere wird durch den unerhört billigen keit und für die, zum Theil unter staatlicher Mitwirkung. Dezember erstattete, wird dieser Rückgang der Produktion trop Breisstand der Rohbaumwolle begünstigt, dürfte aber, wenn die Geaufstrebenden Genossenschaften, die mit eigenen steigender Arbeiterzahl darauf zurückgeführt, daß die Arbeiter nicht fammterzeugung aller dieser vergrößerten Betriebe auf dem Markte größeren Kapitalien nicht ausgerüstet, für die Deckung des mehr so viel leisten wie bisher. Es heißt da:" Im Gegensaz erscheint, die Lage noch ungesunder gestalten. Troz der ungünstigen von ihnen gewährten Personalkredits auf den allgemeinen Geld zu dem Durchschnittslohn, der sich schon seit Jahren in steigender Lage Textilindustrie hat das Unternehmerthum und markt zurückgreifen müssen, hatte eine Versteifung des Geldstandes Richtung bewegt und nach vorliegenden Ausweisen auch für das das in diesem Gewerbe angelegte Sapital recht günstig in Deutschland zur Folge. Die Reichsbank sah sich im Herbst ge- laufende Jahr wiederum eine Erhöhung aufzuweisen hat, ist eine abgeschnitten, theilweise sogar besser als im vorhergehenden Jahre, nöthigt, ihren Distont in rascher Folge bis auf 6 pet. zu erhöhen, auffallende Verminderung der auf den Kopf berechneten Leistungen dies fonnte aber nur auf Kosten der kleineren Betriebe und auf was, wenn auch feinen Grund zu ernsten Besorgnissen gebend, doch festzustellen. Sie beträgt in einem Fall, der wohl auch für den Kosten der Arbeiterschaft geschehen. nicht verfehlen konnte, eine hemmende Wirkung auf die wirthschaft- Durchschnitt zutrifft, 151 pet. im Vergleich zum Vorjahr. Dieser liche Thätigkeit auszuüben. Die innere Gesundheit des gegen bedentliche Rüdgang der Arbeitsleistung wird mit Recht auf die bei wärtigen Aufschwunges zeigt sich darin, daß derselbe vor den Belegschaften sich immer mehr entwickelnde Geneigtheit zurüd wiegend durch den Bedarf des Inlandes hervorgerufen ist, dessen geführt, bei höherem Verdienst willkürlich zu feiern, namentlich nach Produktionskraft durch die Erweiterung bestehender und Be- Sonn- und Festtagen. Es geht dadurch natürlich zunächst den gründung neuer Unternehmungen erheblich gestärkt wird. Aller- Arbeitern ein entsprechender Theil ihres Verdienstes verloren, es im abgelaufenen Jahre durchgängig verbessert habe, stark zu bes Sings legt dieser an sich günstige Umstand die ernste Mahnung leidet aber ferner auch ferner auch die Aufrechterhaltung der Ordnung zweifelir. Es wird in den Handelskammerberichten von großem nahe, den Verhältnissen des ausländischen Handels die sorgfältigste in bedenklicher Weise. Die Schuld an diesem Uebelstand Arbeitermangel als einer fast allgemeinen Erscheinung während des Berücksichtigung zu schenken, da, wenn die Ausfuhr mit den ver- tragen unzweifelhaft die überhand nehmenden alljonntäg- abgelaufenen Jahres gesprochen. Es ist zuzugeben, daß in manchen mehrten Produktionsmitteln nicht gleichen Schritt halten sollte, ein lichen Festlichkeiten, welche die Arbeiter nicht nur zu großen Bezirken des Kohlenbergbaus und der Eiſenindustrie, auch in Rückschlag in der wirthschaftlichen Lage Deutschlands und die daraus Ausgaben veranlassen, sondern ihnen auch Lust zur manchen ländlichen Gegenden, wo sich die Industrie in folgende Verminderung des inländischen Absazes sich doppelt schwer Sparsamkeit und zur Arbeit am folgenden Tage benehmen. großem Maße angesiedelt hat, thatsächlich Arbeitermangel eingetreten fühlbar machen müßte." Namentlich ist dies bei den jüngeren und ledigen Arbeitern zu be- ist. Aber es darf nicht übersehen werden, daß, wo immer auch ArbeiterUnd der Jahresbericht der Börse zu Effen führt die Gefahr obachten, welche hinsichtlich des Einkommens meistens auf der mangel auftrat, derselbe mir partiell innerhalb einzelner Gewerbe einer Ueberproduktion noch des Weiteren in folgenden Worten aus: gleichen Stufe mit den verheiratheten Arbeitern stehen." Der in oder aber an einzelnen Orten vorhanden war. Daß der Arbeiter" Bei der Gesammtbeurtheilung der Sachlage darf nicht außer acht diesen Worten ausgesprochene Standpunkt fennzeichnet die einseitige mangel fein allgemeiner war, dürfte schon daraus hervorgehen, daß gelassen werden, daß im Berichtsjahre umfassende Erweiterungen Anschauung der Unternehmer. Unseres Erachtens hat der Wider die ortsüblichen Tagelöhne sich im Jahre 1898 nicht nach oben vervieler Betriebe, insbesondere der Eisenindustrie, stattgefunden haben, spruch zwischen Produktionsziffer und Arbeiterzahl eine Reihe von schoben haben. Deswegen find auch die Angaben von Lohnerhöhungen, welche die Leistungsfähigkeit der betreffenden Werte wesentlich Gründen, die ganz und gar nicht auf eine Schuld der Arbeiter hin- die der gesammten Arbeiterbevölkerung zu Gute tamen, schon aus erhöhen. Wenn nun der Eiſenindustrie vorweisen. Auf alle Fälle aber leidet die Lueg'sche Darstellung an ganz dem genannten Grunde nicht beweisträftig sei. Auch Lohnerhöhungen liegenden Aufträge derartig umfangreich sind, derartig umfangreich sind, daß auf exorbitanter Uebertreibung. Wir weisen einmal darauf hin, daß die sind hauptsächlich nur den qualifizirten Arbeitern, einem Theil der absehbare Zeit die volle Beschäftigung der Werfe gewährleistet er durchschnittliche Tagesleistung eines Arbeiters in alten Gruben, wo in der Eisenindustrie und im Bergbau Beschäftigten, sowie zahlscheint, so darf doch, für den Fall des Nachlassens der Konjunktur der Abbau schon alt, daher theils schwieriger, theils nicht mehr so erreichen Arbeitern der Maschienenindustrie zu theil geworden. im Inlande nicht außer acht gelaffen werden, daß die Erweiterung giebig ist, wo weite Wege zurückgelegt werden müssen, im Rüdgange Wenn man alle diese Momente, die selbstredend in den der Betriebsanlagen auch eine Erweiterung der Absatzgebiete bedingt, begriffen ist, sodann, daß angesichts der Ausdehnung der Produktion Handelskammer- Berichten nicht beachtet werden, in Betracht zieht, wenn anders der Gefahr einer Ueberproduktion und eines starken viele Bergarbeiter erforderlich find, Vorarbeiten zu verrichten, daß so ergiebt sich, daß die wirthschaftliche Lage der Arbeiterbevölkerung Rüdschlages entgegengearbeitet werden soll. Aus diesem Grunde ist also dort eigentliche Steinfohlenförderung noch garnicht stattfindet, im Jahre 1898 fich lange nicht entsprechend den Unternehmungses nothwendig, auf Maßnahmen bedacht zu nehmen, welche, wie die daß endlich infolge dieser Ausdehnung des Bergbaues aus Schlesien, Erträgnissen in der Industrie geändert haben. Selbst die Rentabilität Berbesserung und Verbilligung der Transportgelegenheiten, die Polen und Steiermark Arbeiter herangezogen wurden, deren des in der Industrie stedenden Kapitals erreicht, obwohl es ziemlich Produktionsbedingungen unserer Industrie günstiger gestalten und Leistungsfähigkeit hinter derjenigen des rheinisch- westfälischen hoch ausgefallen ist, nicht den Grad von 1897. Es verräth daher dadurch die Kouturrenzfähigkeit derselben im Auslande wirksam zu Bergmanns ganz beträchtlich zurücksteht. Gründe einen hohen Grad von Optimismus, in die Lobsprüche auf das Diese unterſtügen geeignet sind." mögen es veranlagt haben, daß die Produktionsziffer hinter der Wirthschaftsjahr 1898 ohne Weiteres einzustimmen. 1898 steht zwar Die wirthschaftliche Situation Deutschlands ist also keineswegs Arbeiterzahl auffallend zurüdgeblieben ist. Dazu kommt aber noch, noch auf der Höhe, es trägt aber alle Keime einer drohenden Ueberso licht und schattenfrei, wie es nach der industriefrommen Presse daß im abgelaufenen Jahre, namentlich in den Monaten April, produktion in sich. Wir glauben kaum, daß bei der vernachlässigten das ganze Jahr 1898 hindurch der Fall gewesen sein soll; ja die Mai und dann wieder im August und September die thatsächliche Konsumtionskraft der Arbeiterklasse es gelingen wird, der Gefahr Börsenpresse war es noch mehr, die ein starkes Interesse an der Förder- Einschränkung der Syndikatszechen eine bedeutend höhere aus dem Wege zu gehen. Dazu wären vor allem durchgreifende fortgesetten Schönfärberei der wirthschaftlichen Konjunktur hatte. war als im Jahre 1897, was zur Folge hatte, daß die viel größere Lohnaufbesserungen der unteren und mittleren Schichten der ArbeiterSind doch die Kurse der Industriepapiere auch im abgelaufenen Arbeiterzahl nicht deswegen einen Lohnausfall hatte, weil sie Feste bevölkerung während der letzten Jahre nöthig gewesen. er Versammlungen. auch die der Allein schon die Thatsache, daß nahe an eine Million Arbeiter, die in der Textilindustrie beschäftigt find, auf ein Jahr zurückblicken mit schlechtem Verdienst, ungenügender Beschäftigung, wochenlanger oder dauernder Arbeitslosigkeit, müßte für uns genügen, den Angaben der Handelskammerberichte, wonach die Lage der Arbeiter sich Das für den Kampf um wahre Gerechtigkeit zu schwach geworden zu fordern, daß er durch sein Verhalten die Ausweisung Der Ausländer ist bei uns völlig rechtlos. Wir Sozialdemokraten werden nicht irre werden an der verdient hat. find. Der Kampf um Gerechtigkeit. Ueber dies Thema sprach Meinung, daß es eine Gerechtigkeit giebt, die im Leben verwirklicht nennt man einen Staat mit den besten Garantien der Gerechtigkeit. Rechtsanwalt Wolfgang Heine am Donnerstag in einer Volts werden fann, wenn man es nur will. Ein Minister versicherte fürz Nicht nur wir Sozialdemokraten, sondern auch andere Leute sind der bersammlung des dritten Wahlkreises, die den Saal der Berliner lich, daß wir in Deutschland die denkbar besten Rechtsgarantien haben. Meinung, daß wir bessere Rechtsgarantien haben müssen. Die FreiRessource bis auf den letzten Platz füllte. Nach einigen einleitenden Daß er mit dieser Ansicht so ziemlich allein steht, beweisen manche finnigen haben einen auch von uns unterstüßten Antrag eingebracht, Bemerkungen, in denen der Redner ausführte, daß es keine Ge- Dinge, die in legter Zeit in den Parlamenten behandelt worden welcher eine schärfere Begrenzung des Begriffs grober Unfug" verrechtigkeit gebe, die nicht erkämpft werden müßte, fagte er, find. Da ist zunächst der bekannte Schießerlaß, der infolge des ver langt. Als dieser Paragraph im Strafgesetzbuch aufgenommen es sollten durch wolle heut muir reden über den Kampf um Gerechtig- ständigen Vorgehens der Erfurter Behörden bei dem dortigen Krawall wurde. versicherte der Regierungsvertreter, teit, soweit auf solche geringfügige den bor für geführt wird gelinde Strafen die Pflege ergangen ist, und dessen Sinn dahin geht, daß, wenn bei Auf- denselben die sonst unter Anwendung des Rechts von der Gesellschaft eingesetzten Organen. Fragt läufen mit der Waffe eingeschritten werden muß, dies auch in wirt- Ausschreitungen gelegt werden, mit Paragraphen einer man: Was ist gerecht? so wird der Bureaufrat sagen, die Gerechtig- samer Weise geschicht. Der interpellirte Minister sagte, es werde an eines unverhältnißmäßig In der Praxis ist mun feit ist erfüllt, wenn dem Buchstaben des Gefeßes Genüge geschehen diesem Erlaß nichts geändert. Das nennt man bei uns Garantien hohen Strafe bedroht werden konnten. ist. Nun sind aber darüber, was in bestimmten Fällen nach dem des Rechts und der Freiheit. Ein anderer hierher gehöriger Punkt gerade das Gegentheil geschehen. Man bestraft als groben Unfug Das folche Handlungen, die man durch keinen anderen Baragraphen treffen Gesez Recht ist, die Juristen sehr oft verschiedener Meinung und sind die Ausweisungen der Dänen in Nord Schleswig. dieser Umstand hat manche Leute zu der Ansicht gebracht, daß alle formelle Necht ist ja hier auf Seiten der Behörde. Sie kann und die nach dem allgemeinen Rechtsempfinden überhaupt es demfelben nicht strafbar sind. Der Redner erläutert das an einer Rechtsfragen in letter Linie Machtfragen sind. Die so denken, fann jeden Ausländer ausweisen, ohne daß von Beispielen, unter anderem erinnert er auch sind entweder schlaue Spekulanten oder müde Seelen, die möglich ist, in einem geordneten Verfahren den Nachweis Reihe er 4 nur anderen ar bie Auflagen des Streifpoftenstehens als grober Unfug. Jangekündigte Buchthausgesez richtet sich nicht gegen die Sozialdemo es Das Eine Diskussion findet nicht statt. Auf Antrag Arendsee wird der Ertrag der Tellersammlung den Hinterbliebenen der Löbtauer Verurtheilten überwiesen. Die Versammlung geht auseinander mit einem Hoch auf die internationale Sozialdemokratie und einem Hoch auf Liebknecht. findet am 4. März statt. In einer Versammlung der Freien Vereinigung der Bau Nicht immer ist in solchen Fällen auf Strafe erkannt worden. fraten, sondern gegen die organisirten Arbeiter; heute sind wir arbeiter sprach am 12. d. M. Friz Kater über die Bedeutung der Verschiedene Gerichte haben sich geschämt, dem Verlangen des Unter- genau so weit, wie in England nach Aufhebung der Knebelatte gegen Gewerkschaftsorganisation. Dem Vortrag folgte die Erledigung nehmerthums nachzugeben und die Streifposten wegen groben Un- bas Koalitionsrecht. Aber wie bisher der kaum noch vollzählen einiger Vereinsangelegenheiten und bewilligte die Versammlung den fugs zu bestrafen. Weil dem so ist, darum find jetzt die Scharf- fonnte, der nicht schon im Gefängniß gefeffen, einen Konflikt mit der ftreifenden Krefelder Webern 20 Mart Unterstügung. Die nächste macher an der Arbeit, um möglichst hohe Strafen für das Streit Behörde gehabt hat, so wird auch das Buchthaus seinen Versammlung findet am 12. März bei Wilte, Andreasstr. 26, statt. postenstehen durchzusetzen. Und das nennt man eine Politik der Schrecken und den Begriff der Ehrlosigkeit verlieren; Im Verband der Kürschuer sprach am 13. Februar Dr. Wo IIRechtsgarantien. Wir sind für gänzliche Beseitigung dieses Para- wird heißen: im Buchthaus für die gute Sache. graphen, weil es unter allen Umständen verwerflich ist, dem deutsche Proletariat wird seine Schuldigkeit thun an den Familien Diskussion wurden unter Vereinsangelegenheiten den Angehörigen Familienheim fiber Naturerkenntniß und Weltfortschritt. Nach einer furzen Richter eine Blankovollmacht zu gehen, wie es diefen Paragraphen geschicht. Ein anderer, bom Zentrum ein- Buchthansturses. Es läßt sich nicht einschüchtern und nimmt das Dres- der in Dresden verurtheilten Bauarbeiter 25 M. bewilligt. Die Möbelpolirer( Filiale N.) hatten am 13. d. M. eine Vergebrachter Gejegentwurf will die Berufung in Straffachen einführen. dener Urtheil entgegen als Zeichen der Furcht vor der Sozialdemokratie. Ein Beweis, daß auch das Bentrum die vorhandenen Rechts- Tausend Versammlungen wie diese können nicht solche Propaganda machen, sammlung einberufen, in der das Mitglied Weber in einem intergarantien nicht für ausreichend hält. Der Werth der Berufung wie das Dresdener Urtheil für die Sache des Proletariats gemacht hat. effanten Vortrag über die soziale Gesetzgebung, sprach. Hierauf gein Strafsachen wird von unseren Parteigenojien sehr überschätzt. Wie es früh morgens vor Sonnenaufgang am fältesten und dunkelsten langten einige Werkstattangelegenheiten zur Besprechung und wurde Wenn sie auch in manchen Fällen etwas Gutes hat, so hat sie doch ist, das gilt auch für die Zeiten der Neaktion. Mag noch kommen, sodann empfohlen, dem„ Berliner Lokal- Anzeiger" die genügende Der Maskenball des Vereins auch ihre Nachtheile, da nicht nur der Angeklagte, sondern auch was da wolle, wir haben das Ziel vor Augen; alle Bersuche, uns Beachtung zu theil werden zu lassen. der Staatsanwalt Berufung einlegen kann. So werthvoll davon abzubringen, uns aufzuhalten, find mißhungen. Wir sind Charlottenburg. Hier tagte am 8. Februar eine Versammlung ist die Berufung durchaus nicht, daß wir sie annehmen vorgedrungen, wir werden vordringen, wir werden siegen, und erst müßten mit all den sonstigen Verschlechterungen, welche der wenn die Sozialdemokratie gefiegt hat, wenn sie die Klassenherrschaft der Textilarbeiter, in der nach einem Referat des Genossen Koste Entwurf bietet, wie die Besetzung der Straffammern mit gebrochen hat, erst dann wird es eine Gerechtigkeit geben auf der die Versammlungs- Theilnehmer sich bereit erklärten, dem Verband 3 anstatt mit 5 Richtern, Verweisung aller politischen Vergehen an Erde!( Stürmischer Beifall.) der Textilarbeiter beizutreten. In der Diskussion wurde über die die Straffammern und Einführung des sog. fummarischen Verfahrens. Lohnverhältnisse bei der Firma Gebauer Klage geführt. Wenn man uns die Berufung durch diese Dinge schmackhaft machen Charlottenburg. Die Bau-, Erd- und gewerblichen Hilfswill, dann danken wir für diese Rechtsgarantie. Sie muß doch einarbeiter hielten am 13. d. M. im Lokal Bismardshöhe" eine öffentmal so wie so kommen. Nun zu einer in unserm Programm aufliche Versammlung ab, in der Flemming über den am 20. März gestellten Forderung: den Laiengerichten. Vor 30 Jahren trat das Bürgerin Berlin stattfindenden Bauarbeiterschutz- Kongreß referirte. Nach thum in seiner großen Mehrheit für diese Forderung ein. In dem Maße aber, wie unsere politischen Verhältnisse zurückgegangen sind, hat man Der fozialdemokratische Wahlverein für den 5. Berliner furzer zustimmender Diskussion wurde als Delegirter zu dem Rongreß Sablogti gewählt. Den Bericht vom Gewerkschaftsauch das Verlangen nach Laiengerichten fallen lassen. Das erklärt Reichstags- Wahlkreis hatte Donnerstag Abend im Rosenthaler fartell gab Reimann in ausführlicher Weise, worauf derselbe sich wohl daraus, daß die Bourgeoisie sich nicht mehr die Kraft zu Hof, Rosenthalerstr. 12, Bersammlung. Dieselbe war seitens der wieder mit dem Amte betraut und Sa blogti neu hinzu gewählt traut, als Voltsrichter an der Rechtspflege theilzunehmen. Nament Genossen sehr gut besucht. Auf der Tagesordnung stand ein Vorwurde. Jünger fam auf die im Löbtauer Krawallprozeß verlich sind die Fachjuristen heftige Gegner der Laiengerichte, denn sie trag des Reichstags- Abgeordneten Rosenow über Die deutsche urtheilten Bauarbeiter zu sprechen und bat die Anwesenden, es meinen, ohne gründliche Gesezestenntniß tönne man nicht Recht Bauernbewegung von 1525 und ihre Ursachen". Der Vortrag, fprechen. Betrachten wir nun das Dresdener Urtheil. Wenn man welcher die wirthschaftlichen Umwandelungen, aus denen heraus die möge ein jeder für die Angehörigen derselben sein Scherflein beitragen. nach dem Buchstaben des Gesetzes geht, dann muß man sagen, daß Bauernbewegung am Ende des Mittelalters entstand, eingehend Niederschönhausen. Die Genossen von Niederschönhausen und bei dem Gerichtsverfahren nichts Ungesetzliches pajfirt ist. Alles war schilderte und die einzelnen Episoden des Bauernkrieges brachte, fand durchaus torreft. Da meint der Jurist, nun sei Alles in Ordnung. Daß vielen Beifall. Eine Diskussion wurde nicht beliebt, dagegen machte Bankow hatten für Dienstag, den 14. d. M., eine Voltsversammlung aber die Korrektheit dieses Urtheil rechtfertigt, davon kann gar keine Rede der Vorsitzende darauf aufmerksam, daß bei den Gruppenführern in das Thiele'sche Lokal zu Niederschönhausen einberufen, die sehr sein, was uns intereffirt, das ist der Umstand, daß es Geschworne, noch Billets zum Besuche der Sternwarte in Treptow zu haben zahlreich besucht war. Zunächst sprach Schriftsezer Groffe, einer gaienrichter waren, welche die in der Trunkenheit verübten Roh- feien, die zum Besuche während des ganzen Jahres berechtigten. Der Gemaßregelten aus dem„ Berliner Zotal- Anzeiger" über die heiten für einen versuchten Todtschlag erklärten. Gewiß waren es Nachdem die Mitglieder, welche noch mit ihren Beiträgen im Rüd- Koalitionsfreiheit der Arbeiter in diesem Blatt." Er schilderte die ja entsetzliche Rohheiten, welche die Angeklagten, wenigstens ein stande sind, auf die Folgen ihrer Saumfeligkeit aufmerksam gemacht bekannten Borgänge im" Lokal- Anzeiger" und empfahl schließlich Theil derselben, verübt haben. Wenn aber die Laienrichter die worden waren, schloß mit einem energischen Mahuruf. Preffe und eine Resolution, die das Vorgehen des Herrn Scherl verurtheilt. Aeußerung:" Den Hund schlagen wir todt!" für einen Beweis an- Parteiliteratur zu verbreiten, der Vorsigende die schön verlaufene Diefe Resolution wurde einstimmig angenommen. Darauf hielt fahen, daß wirklich ein Todtschlag beabsichtigt war, so zeigt Berjammlung. Reichstags- Abgeordneter Rosenow einen Vortrag über die bürgerliche Gesellschaft und die Sozialdemokratie." Der Vortrag wurde sehr beifällig das, daß die Geschworenen die Sprache des Volkes nicht ver: stehen. Leider find solche Ausdrücke sehr im Schwange, Wer trägt die Schuld an den Bau- Unfällen und besonders aufgenommen. Von einer Diskussion wurde Abstand genommen, aber wer die Sprache und Umgangsforinen des Volkes an dem Einsturz in Halensee? Diese Frage wurde lebhaft in einer dagegen rief die„ Lokal- Anzeiger"-Angelegenheit eine lange Debatte femmt, der muß wissen, daß sie nicht ernst gemeint find. gut besuchten öffentlichen Maurerversammlung erörtert, die am hervor. Der Vorsitzende Freiwald forderte am Schlusse der Wir beklagen, daß unter den Geschworenen nicht Leute waren, die Donnerstag bei Nümann, Brunnenstr. 188, stattfand. Das Referat Diskussion zu energischer Agitation für den„ Borwärts" und unsere das Volk verstehen. Wäre das der Fall gewesen, dann hätte das hatte Fris Rater übernommen. Er machte das heutige Bau- Organisationen auf. Er wies noch darauf hin, daß der„ LokalUrtheil anders gelautet. Wir fagen also: Nach unserer Rechts- system und die dadurch geförderte Akkord- und Pfuscharbeit für Un- Anzeiger" jetzt Reisende durch die Vororte zu senden scheine. Ein solcher sei bei einigen Wirthen gewesen und habe sie zu beeinflussen anschauung ist das Dresdener Urtheil falsch. Weiter bespricht der fälle, wie den in Halensee und ähnliche verantwortlich. Redner eingehend unsere Forderung: Rechtsprechung durch vom trage die mangelhafte Kontrolle der Bauausführung einen großen versucht, den Lokal- Anzeiger" wieder zu halten mit der Bemerkung, Bolt gewählte Laienrichter. Die Bureaukratie muß erst aus unserm Theil der Schuld. Sehr selten werde eine Kontrolle ausgeübt, und die Sache würde doch bald wieder geschlichtet und dadurch aus der Rechtsleben beseitigt werden und das Volk lernen, seine Angelegen- noch seltener eine sachgemäße, da die Behörde eingestandenermaßen Welt geschafft sein. Nachdem auch der Referent in seinem Schlußheiten frei und selbständig zu besorgen.( Lebhafter Beifall.) praktisch vorgebildete Leute jo gut wie nicht zur Verfügung habe. wort zu energischem Eintreten für die Parteipreffe aufgefordert Hierauf schilderte Fräulein Frisch, die bei der Urtheils- So hätten denn schon vor Jahren die organijirten Maurer in ihr hatte, fand die Versammlung ihren Schluß. Tischler Verein. Heute Abend 82 Uhr, Melchiorstraße 15: Berberlindung in Dresden zugegen war, den tiefen Gindrud, den das Aktionsprogramm die Forderung mit aufgenommen: Beseitigung der Urtheil auf die Volksmenge gemacht hat. Herr Fenchel, der sich Affordarbeit und jeder anderen Pfuscherei! Leider gäbe es inmer fammlung und Ausgabe der Billets zu der am 5. März, Mittags 1 Uhr. als Demokrat bezeichnete, besprach den Fall Ziethen und Genosse noch Stollegen, die der Organisation ihre Erfolge auf diesem stattfindenden Urania- Vorstellung. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 19. Februar, Vormittags Fröhlich, der Heine's Ausführungen so verstanden hatte, als fei Gebiete immer wieder zerstörten. Diese Leute 9 1hr, im großen Festsaal der Berliner Ressource, Kommandantenstr 57: derselbe für die Rechtsprechung durch gelehrte Richter und gegen jetzt das Tausend Steine gar schon für 8 und 7 M., während Bersammlung. Freireligiöse Vorlesung. Um 11 1hr Vormittags ebendaselbst: Laiengerichte eingetreten, polemisirte gegen diese vermeintliche An- früher für dieselbe Arbeit 11 M. und noch mehr gezahlt Bortrag des Herrn Wilh. Bölsche:„ Zur Erde sollst Du werden." Montag, sicht des Referenten. In seinem Schlußwort betonte Heine worden sei. Natürlich werde hier die Affordarbeit zur Mordarbeit ben 20. Februar, Abends 8 Uhr, Eingang Stallschreiberstr. 43: Be unter Hinweis auf den Fall Biethen, wie nothwendig es sei, daß die im zweifachen Sinne. Außen werde alles hübsch glatt gemacht, wie schließende Versammlung. Wahl der Revisoren. Allgemeine Kranken und Sterbekasse der Metallarbeiter Wiederaufnahme des Verfahrens in solchen Fällen erleichtert werde. es aber in den Fugen aussehe, danach frage kein Mensch. Die Filiale Ferner führte er unter allseitiger Zustimmung der Versammelten meisten„ ll nternehmer" von heute hätten ja auch gar kein( iliale Berlin 3). Mitgliederversammlung Sonntag, den 19. Febr., aus, daß er das Gegentheil von dem gesagt habe, was Fröhlich ver- Interesse an guter Arbeit. Im Gegentheil handele es sich flir sie Bormittags 10 1hr, im Restaurant Liewald, Manteuffelstr. 47. Berlin 5. Mitgliederversammlung heute Abend 9 Uhr bei Koplin, standen hat. Filiale Berlin 4. Heute Abend 81/2 Uhr Mits Dann wurde folgende Resolution angenommen: lediglich darum, möglichst schnell einen Steinhaufen aufder sonstige Geld- Lothringerstr. 68. Die Versammlung ist mit den Ausführungen des Referenten ein- 3 urichten, damit die Bank oder der gliederversammlung bei Frizz Wilke, Andreasstr. 26.. Die schlechtesten Zu- Verein der Bierabzieher. Sonntag, den 19. Februar, Nachmittags verstanden, sie erklärt den unglücklichen Dresdener Verurtheilten und geber auch die Bauraten herausrücke. deren Angehörigen ihr Beileid, fie verspricht, dieselben in reichstem thaten würden genommen und das theuere Eisen ließe man am 3 Uhr, Seydelstr. 30: Versammlung. Maße zu unterstützen. Die Amvesenden fordern, daß die Stecht- liebsten ganz heraus. Sparsamteit" sei ihnen die Hauptsache, sprechung aus dem Nechtsbewußtsein des gesammten Volkes ge- wenn es sich um das Material Handele. Die Behörde werde sagen, schöpft wird. daran scien die Arbeiter schuld, die das nicht anzeigten. Ja, wie gehe es denn denen, die zur Anzeige schritten? Seien sie nicht mehr auf dem fraglichen Bau beschäftigt, dann sage der Beamte: Aha, Sie find wohl entlassen worden. Eine Kontrolle, die dann vor genommen werde, sei wertblos wegen der Voreingenommenheit des Beamten gegen den„ Entlassenen". Auch bermauerten Arbeiter Bildungsverein in Friedrichshagen. Heute Abend 9 Uhr Friedrichstr. 69 im Gesellschaftshaus: Vortrag des Herrn Dr. Wollheim über: Naturerkenntniß und Weltfortschritt." Bahlreichen Besuch erwartet der Vorstand. Der Neue Volksschullehrerinnen- Verein hält heute Abend 7 Uhr im Bürgerfaal bes Rathhauses eine Gebächtnißfeier für M. von Egidy ab. Herr Lehrer R. Gramse wird über„ Egidy'sche Erziehungs gebanten" sprechen. Frau A. Plothow wird einen von ihr verfaßten poetischen Nachruf vortragen. Gäste willtommen. Bildungsverein Mehr Licht." Morgen Sonntag, Abends 742 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27c: Vortrag des Augenarztes Herrn Dr. Wurm über:„ Die Erhaltung der Sehkraft"( mit Demonstrationen). Briefkasten der Redaktion. Wir bitten, bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Zahn Abonnements quittung beizulegen. Fragen ohne ſolche werden nicht beaut Ueber unsere Rechtszustände sprach Genosse Liebknecht Donnerstag Abend im überfüllten und polizeilich abgesperrten Kösliner Sof". Ohne Gerechtigkeit kann kein Staat bestehen, Gerechtigkeit heißt: Gleiches Recht für Alle. Der Begriff Recht steht aber in der heutigen Gesellschaft nicht fest, mit dem Klassengegensatz Im andern Falle aber werde der Erstatter der Anzeige, der der verschieben sich auch die Nechtszustände. Als aus Italien die Polizei als Zenge dienen müsse, schuurstracks entlassen und den Nachricht von der Verurtheilung des Genossen Turati zu zwölf anderen Bauunternehmern gegenüber in Verruf erklärt. Man Jahren Zuchthaus tam, konnte man es taun fassen; aber fönne es mur niemandem verdenken, daß sein erster Gedanke sei, die war ein Kriegsgericht und unmittelbar nach einer Familie nicht hungern zu lassen. Redner zog dann noch in packenden Revolution, einer Revolution des Hungers. In Dresden war kein Ausführungen einen Vergleich zwischen der Behandlung, der die Belagerungszustand, war es tein Kriegsgericht, das die 53 Jahre organisirten, humane Forderungen vertretenden Arbeiter von der anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll und die letzte Zuchthans verhängte; aber der Klassenkampf stand vor Gericht. bürgerlichen Gesellschaft und ihren berufsmäßigen Hütern wortet und schriftliche Antwort wird nicht ertheilt. Sienojie Liebknecht zeigte mum an dem Beiſpiel Englands, wie sich ausgesetzt feien, und der Behandlung, deren sich die Pinscher die Entwickelung der Rechtszustände naturgemäß vollzieht, wie dort und Helfershelfer der Baulöwen erfreuten. Jene würden in Verruf Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und jetzt vor einem Jahrhundert mit der Erfindung der Maschinen, der erklärt, diese dagegen gehätschelt und getätschelt. Unter großem Bei- Freitags abends von 7 bis 8 Uhr abgehalten. Entwickelung des modernen Fabriksystems der Kampf um die Arbeits- fall schließt Redner, dem die Versammlung mehrfach ihr EinK. 56. Noch nicht bekannt gegeben. Wahrscheinlich im April Norderney 111. Sie brauchen dazu keine Genehmigung. zeit und die Ausbeutung der Arbeitskraft begann; wie die Unterdrückung verständniß und gegeben hat, mit der Verlesung einer Reſolution. der Trades Unions, die Anti- Combination- Law mit ihren furchtbaren Es entspann sich eine lebhafte Debatte, in der alle Redner dem Chemie 212. Halten Sie Nachfrage in einer chemischen Reinigungss Zuchthaus und Deportationsstrafen entsprechend unserem Bortragenden zustimmten und dessen Ausführungen durch eigene Anfalt. 100. Sie müssen den Sachverhalt flarer und eingehender darlegen. Sozialistengesetz die Arbeitervehme mit der Todesstrafe gegen Erfahrungen ilustrirten, die insbesondere die Pfuscherei und die Bau2. S. 99. Warten Sie den Be Verräther hervorrief, wie der Druck nur um so stärkeren Gegendruck kontrolle der letzten 5 bis 10 Jahre betrafen. Ein gewisser So ist die Frage nicht verständlich. Vermuthlich wird Ihrem Ersuchen Folge geleistet werden. erzeugte, der Schrecken abstumpfte; und wie dann, als unter der Walter hat einen Bolier entlassen, weil er ihm nicht genügend Eisen- ſcheib ab. D. E. B. G. A. 14. Vom 25. Lebensjahre ab.. 2 Wettende. Ja. entfeßlichen Ausbeutung der Arbeitskraft von Männern, Frauen und zeug iparte". Folgende Resolution, die auch den sozialdemo- stommen Sie in die Sprechstunde. P. 100. 1. Nein. 2. Ist damit Kindern die Arbeiterschaft verfrüppelt war, 1825 die Knebelatte auf- fratischen Bertretern in der Stadtverordneten- Versammilung Berlins und erledigt. 3. Ja.. K. 1000. Von 6 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends. R. B. 100. Ja. Stipendium. Bei der Kirche, gehoben wurde, bis später, infolge der Erstarkung der Arbeiter in den kommunalen Vertretungen der Vororte unterbreitet werden soll, Im Uebrigen: Ja. 23. 40. Nein. D. G., ber berechtigt. Zahlstelle Berlin H. 4. Sie fönnen Klage abwarten nnd Ihre G. A. 1046. Dazu ist der Arbeitorganisation, jekt vor 50 Jahren, der gejegliche Behn wurde einstimmig angenommen:" Da bisher die Behörden wie die in der Sie getauft find. Geringe Koften. M. M. 88. Nein.-H. 99. stundentag zur Einführung fam. Aber gang wie jezt Bautommiffionen teine Schritte gethan haben, die Kontrolle Ober- Schöneweide. 1. Nein. 2. Nein. bei 1113, 1111r 70 Jahre früher, führte der über die Bauausführung durchgreifend zu gestalten; da ferner 1. Nein. 2. Nein. 3. Nein. Kapitalisums den Kampf gegen die Arbeiterorganisation noch Jahr eine derartige Kontrolle nur praktisch durchgebildeten Männern, nicht fehlende Einwilligung einwenden. M. W. I. Ja. zehnte lang auf dem Gebiete des gemeinen Rechts, mit Zuchthaus- aber den Polizei- Organen möglich ist; und schließlich das heutige ftrafen auf Grund eines Verschwörungsgesetzes der Landfriedens- Unternehmerthum auf das Schamloseste trotz aller UnfallverhütungsArbeiter: Stenographenverein bruch in Dresden! und zum Schuß der Arbeitswilligen". Seit und baupolizeilichen Vorschriften mit dem Leben und der Gesundheit Zentralverb. deutscher Maurer, ,, Stolze. 30 Jahren ist aber in England die Koalition vollkommen frei, der Klassen- der Arbeiter umspringt: so appellirt die Versammlung an den Magistrat Wir theilen den Kollegen unserer Am Mittwoch, den 15. Februar, tampf wird dort nicht mehr mit Gefeßen, Richter und Polizei geführt. Es und die Polizeibehörde Berlins, sowie an die Behörden der Vororte, Bahlstelle mit, daß das Mitglied Morgens 9 Uhr, verstarb unser langgehört die ganze geschichtliche Unwissenheit unserer Staatsmänner dazu, für eine durchgreifende Kontrolle über die Anwendung der baus Albert Raby, Eberswalderstr. 3, jähriges Mitglied der Schriftsetzer zu glauben, mit solchen Maßregeln einen erfolgreichen Kampf gegen gesetzlichen Bestimmungen Sorge zu tragen. Die Versammlung durch den unheilvollen Hauseinsturz Otto Mörcke die Arbeiterschaft führen zu können. Redner beleuchtet die Thorheit schlägt vor, daß zur Stontrolle diejenigen Männer, die das ganze am 11. d. M. in Salensee sein Leben Die Beerdigung im 22. Lebensjahre. Die Mitglieder der Behauptung, daß die Abneigung gegen die Streifbrecher auf Bertrauen der Maurer Berlins besitzen, herangezogen werden, wenn eingebüßt hat. fozialdemokratische Verhegung zurückzuführen sei, an dem Wesen der die Stadt oder die Polizei keine geeigneten Persönlichkeiten stellen findet am Sonntag, den 19. Februar, werden sein Andenken stets in Ehren Die Beerdigung findet am Nachmittags 3 Uhr, von der Leichen: halten. Gesellenzünfte des Mittelalters und zeigt, wie es sich hier um einen tönnen." halle des Friedhofes in Hohen- Schön- Sonntag, Nachmittags 3 Uhr, von altgermanischen Ehrbegriff handelt. Caprivi wird von den Junkern Die Versammlung protestirte dann gegen die Knebelung der Hausen aus statt. Er war ein treues der Leichenhalle des Nazarethkirchhofes verachtet, weil er die Standesinteressen dem Staatsintereffe unter- toalirten Arbeiter durch ein Zuchthausgesetz, worauf noch einige Mitglied und fiel als Opfer des( Tegeler Chaussee) aus statt. Bauschwindels. Auf einige graffirenden Ehre zahlreiche Betheiligung bittet ordnete, und er, Liebknecht selbst, ist in seiner Jugend nur die gewerkschaftliche Angelegenheiten besprochen wurden. Auf einige 136/7 Der Vorstand. Schande der Familie genannt worden. Da will man das Dresdener Bauten, wo in Akkord gearbeitet wird, soll die Polizei aufmerksam seinem Andenken! Um rege Betheiligung beim Be Zuchthausurtheil der Sozialdemokratie aufs Stonto schieben! Wegen gemacht werden. gräbniß bittet Prügeleien, wie sie oft vorkommen, wenn zwei Abtheilungen sich geDie örtliche Verwaltung. Hänselt haben, wie fie unter Soldatenabtheilungen vorgekommen find Der Zentralverband der Zimmerer beschäftigte sich am Buruf: Hasenhaide!), macht man eine solche Justiztragödie! Wie 12. d. Wits. mit den Anträgen zur Generalversammlung, haupts oft ist mir zugerufen worden: Hund, ich schlage Dich todt! Redner jächlich mit den von ca. 30 Bahlstellen schon gestellten Anträgen auf zeigt weiter an der Entwickelung die Umgestaltung des Rechts- Erhöhung der Beiträge. In der regen Diskussion war es besonders begriffs; wie sich dort und hier Berufsrichter und Geschworene Stehr, der zahlenmäßig die Stothwendigkeit einer Beitragsin gutem Glauben als Schützer des Staates gegen die sozialdemo- erhöhung darlegte. Redner sprach sich für eine Erhöhung von 5 Bf. Iratischen Brandstifter fühlen. Nur so ist es zu erklären, daß die Ge- und 75prozentige Abführung an die Hauptkasse aus, und wurde denn schworenen Bebel und mich 1871 des Hochverraths schuldig erklärten, auch sein Antrag:„ Die Versammlung erklärt sich prinzipiell für eine mir so ist es zu erklären, daß mir ein hochgestellter Beamter, ein Erhöhung der Beiträge" angenommen. 500 W. bewilligte man für in Plößensee fagte: Die fozialistischen die Angehörigen der zu Buchthaus verurtheilten Löbtauer Bauarbeiter anständiger Maun, in Plößensee sagte: Gefangenen find schlimmer als die Eigenthumsverbrecher! und Bimmerer. Auch des Bauunglücs in Halensee gedachte der den 19. Februar, Nachmittags 2 Uhr, Da sich die Wahl statt. Nur so ist das Dresdener Zuchthaus- Urtheil zu verstehen; wenn Vorsitzende mit einigen trefflichen Worten. man bedenkt, daß die Stumm'sche Schandpresse dem Wahr- eines 2. Kassirers nothwendig gemacht hatte, wurde Schulz mit spruche der der Geschworenen frenetischen Beifall zollt. Das diesem Posten betraut. Todes- Anzeige. Am Mittwoch, den 15. Februar d. J., verstarb an der Lungenschwindsucht unser braver Kollege der Schriftsetzer Otto Mörcke im 22. Lebensjahre. Den Parteigenossen des 4. Wahl: tretjes zur Nachricht, daß unser Genosse freises zur Nachricht, daß unser Genosse Joachim Dahms ehrendes Andenken bewahren. nach langem Leiden an der Proletarier: 215/4 frankheit verstorben iſt. Die Beerdigung findet am Sonntag, vom Trauerhause, Tilsiterstr. 80, aus Um rege Betheiligung ersucht Der Vertrauensmann. Wir werden ihm stets ein Berlin, den 17. Febr. 1899. Die Kollegen der Buchdruckerei Denter& Nicolas. Unt Der Herr, welcher am Sonnabend in der Garderobe des Variététheaters Hermannstr. 20 einen falschen Uebers zieher erhalten hat, wolle denselben gegen den feinigen umtauschen. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, 18. Februar. Opernhaus. Aida. Anfang 7/2 Uhr. Achtung! Uraniale teinträger Berlins. 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Februar, Vorm. 10 Uhr, in Marten's Salon, beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Friedrichstr. 236: Ordentliche General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vornahme der Stichwahl. 3. Kassenbericht und Bericht der Revisoren. ( Zahlstelle Berlin.) Dienstag, den 21. Februar 1899, Abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Feuerstein, Alte Jakobstraße 75: Jahresbericht. 3. Neuwahlen zur Ortsverwaltung. 4. Stellungnahme zum Mitglieder- Versammlung. 1. Mat. 5. An die Ortsverwaltung gelangte Anträge. 6. Bekanntgabe des 110/13 Wahlresultats der Delegirtenwahlen. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Die Vertrauensleute sind verpflichtet, allen Mitgliedern die Mitglieds bücher auszuhändigen. Wer 8 Wochenbeiträge restirt, ist nicht wahlberechtigt und hat feinen Zutritt, desgleichen haben Mitglieder anderer Verwaltungsstellen feinen Zutritt. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Massatsch über:" Gewerkschaftsbewegung einst und jetzt". 2. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Bevollmächtigte. Billets zum Aquarium à 40 Pf. und zur Treptower Stern: 23/3 warte à 80 Pf. find noch im Büreau, Annenstr. 50, zu haben. Die Geschäftsstelle der Produktiv- u. Einkaufs- Genossenschaft Spätere Retta für Radfahrer is de Marfilius- Straße 19( Laden). Jedes Mitglied erhält beim Eintritt einen gedruckten Stimm zettel, bezw. hat einen solchen zu fordern. mationen fönnen nicht berücksichtigt werden. Der Stimmzettel enthält die Namen der zwei zur Stichwahl stehenden Kandidaten. Einer dieser Namen ist zu streichen. Jeder Stimmzettel, welcher zwei Namen enthält oder einen anderen als vorgedruckt, ist ungiltig. Die Wahl beginnt um 10 Uhr und wird geschloffen punkt Die Ortsverwaltung. 11 Uhr. befindet sich vom ab Geschäftszeit von 7-9 Uhr Abends. Bestellungen auf Anzüge werden [ 982b] den ganzen Tag entgegen genommen. Der Vorstand. Breuer's Ball- Salon„ Bur Königsbank" Grosse Frankfurterstr. 117 Zentralverband deutscher Brauer und Berufsgen. empfiehlt seine Festfäle mit Theaterbühne und Garten zu Ber Zweigverein Berlin. Sektion der Brauer. Sonntag, den 19. Februar, Nachmittags 2 Uhr, im Englischen Garten", Alexanderstraße 27c: " sammlungen und zu jeder Privatfestlichkeit( bis 1000 Personen). Jeden Sonntag: Grosser Ball. Anfang 4 Uhr. [ 6582* Monats Versammlung. Stralau. Wwe. Schonert, Stralau. Tages Ordnung: Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Emil Rosenow über: Arbeiter: bewegungen früher und jetzt. Nachm. 5½ Uhr in demselben Lokal: Oeffentliche Brauer- Versammlung. T.- D.: Wahl eines Vertrauensmannes. Restaurant ,, Neu- Seeland." Empfehle meinen 1000 Personen fassenden Saal mit großer Der Einberufer. Theaterbühne zu Versammlungen und Festlichkeiten Vereinen unter den Verein der Maschinisten, Heizer und Berufsgen.nftigten Bedingungen. Berlins und Umgegend. Sonntag, den 19. Februar, Nachmittags 5 Uhr, in Cohn's Festfälen, Beuthstraße 19/20: Derlammlung. Tages Ordnung: = 1. Kommiffionsbericht. 2. Wahl des Vergnügungskomitees. 3. Ver Der Vorstand. schiedenes. 4. Fragekasten. Achtung! [ 138/5] Kistenmacher. Achtung! Sonntag, den 19. Februar, Nachmittags 4 Uhr: Mitglieder- Versammlung mit Damen bei Keller, Koppenstraße 29. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Wollheim über:„ Die geschichtliche Entwickelung der Menschheit." 2. Verschiedenes. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Um regen Besuch bittet Der Vorstand. J. A.: Franz Schulz. 94/4 Wo? Achtung! 4362* ist der schönste Ort für Herrenpartien und Aus: flüge? Auf der Jusel Pichelswerder beim alten Freund. Musik. Achtung! Freie Vereinigung der Zivil- Bernfomusiker Berlins u. Umg. empfiehlt wufit zit allen Brivats und Vereinsfeilichteiten vom Klavier bis zu zum größten Orchester. Prompte Ausführung. 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Februar, Abends 81/2 Uhr: Derlammlung im Lokale des Herrn Wilke, Andreasstraße 26. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen H. Pötzsch: Gewerkschaftliche Streitfragen. 2. Disfussion. 3. Verschiedenes. Der Maskenball findet am 4. März in Keller's Festsälen, Koppenstraße 29, statt. Billets à 50 Pf. find heute Abend in den Zahlstellen zu haben. Daselbst Ausgabe der Bibliothek- Berzeichnisse und des Nachtrags zum Statut. Der Vorstand. Achtung! [ 145/7] Achtung! Montag, den 20. Februar, Abends 81/2 Uhr, im Lokale der ,, Arminhallen", Kommandantenstraße 20: Große öffentliche Versammlung aller bei Gasglühlicht- Gesellschaften beschäftigten Monteure, Arbeiter und Arbeiterinnen. Tages Ordnung: Die Arbeitsverhältnisse der Monteure u. f. w. in den Gas: glühlicht- Gesellschaften unter besonderer Berücksichtigung der Zu ftände in der Auer- Gesellschaft. Referent Otto Naether. Freie Diskussion. Zu dieser Versammlung sind alle Monteure, Arbeiter und Arbeiterinnen nachstehender Firmen ganz besonders eingeladen: Deutsche GasglühlichtAktiengesellschaft; Deutsche Gasglühlichtwerke Jaffe& Cie; Excelsior- Gasglühlicht- Compagnie Sieverts, Spandauer Brücke 2. Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter und Berufsgenossen Berlins und Umgegend. Montag, den 20. Februar, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Rautenberg, Oranienstraße 180: Vereins- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag über: Das Dresdener Zuchthaus- Urtheil. 2. Diskussion. 3. Der Abzug bei Nieber& Co. 4. Gewerkschaftliches. Die Kollegen werden gebeten, mit den Billets vom Weihnachts- Bergnügen abzurechnen. Sonnabend, den 18. Februar, in Schnegelsberg's Festfälen, Hasenhaide 21: Großer Wiener Maskenball. Anfang 8 Uhr. Billets à 50 Pf. find zu haben bei Heinrich( Arbeitsnachweis), Naunynstr. 78; G. Darsow, Grünauerstr. 25; Hensel, Steichenbergerstr. 59. 141/7 Der Vorstand. Freie Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker Berlins und Umgegend. Dienstag, den 21. Februar, Vormittags 11 Uhr, im Lokale des Herrn Schuhmacher, Staltherstraße 126: Versammlung. Tagesordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Bericht der Revisoren. 3. Bericht der Tarifberathungs- Kommission. 4. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Mitgliedskarte und Buch legitimirt. Um zahlreiches Erscheinen bittet Zähne 2 M. Der Vorstand. 50/3 10 Jahre Garantie. Vollkommen schmerzloses Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Thellzahl. wöchentl. 1 M. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 22. Sprechst. 9-7 Fischerbrücke 17, Telephon: Amt I Nr. 2869. Einsegnungs- Anzüge in blau u. schwarz Kammgarn u. Cheviot zu sehr billigen, aber festen Preisen Julius Lindenbaum. Gr. Frankfurterstr. 139. Feste Preise. Spezialität: Anfertigung nach Maak. Seefische Cabliau Ein wahrer Segen für die Menschheit ist es, daß sich die untenstehende Tuchfabrik zum Prinzip gemacht hat, ihre Fabrikate direkt an Jedermann abzugeben. 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