Einzelpreis 70 Seller. Redaktion und Verwaltung Brag, I., Melajanta 18. Telephone: Tagesredattion: 26795, 31469. Rachiredaktion: 26792. Doftschedamt: 57544. Inferate werden laut Tart billigst berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 11. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartet in der Tschechoslowalischen Republit. Donnerstag, 9. Juli 1931 0 Bezugs Bedingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezng durch die Post: monatlich Ke 16.vierteljährlich 48... halbjährig 98.192.ganzjährig Rückstellung von Manuffripten erfolgt nur bei Einsendung der Retourmarken. Erscheint mit Ausnahme des Moning täglich früh. Nr. 158. Auslieferungsbegehren gegen| Expertenkonferenz in London am 17. Juli. Beamtengehälter Stříbrny heute im Immunitätsausschuß. * und Wahlmanöver. London, 8. Juli.( AR.) Die Experten- nahmen hinsichtlich der Sachlieferungen, fonjerenz, die am 17. Juli in London eröffnet damit die aktuellen Bedürfnisse mit dem Geiste Prag, 8. Juli. Für morgen 11 Uhr früh werden wird, wird die Art und Weise prüfen, des Hoover- Planes in Einflang gebracht werden. Vor einigen Wochen überraschte die ist der Immunitätsausschuß der Kammer einbe- in welcher der Hoover- Plan ins Leben gescht Bohemia" die Deffentlichkeit mit der Sobald die Expertenkonferenz ihre Arrufen, um zu den eingelangten Gesuchen der werden kann. Dieser Prüfung werden drei Staatsanwaltschaft und des Kreisstrafgerichtes in Bunfte unterzogen werden, die sämtlich die beiten beendet haben wird, wird eine Konferenz Nachricht, daß der Finanzminister neben ander zuständigen politischen Mini- deren Ersparungsmaßnahmen auch die KürPrag wegen Auslieferung des Abg. Stribrny amerikanische Regierung nicht direkt betreffen.it er einberufen werden. Das Datum für diese zung der Gehälter der Staatsbeamten plane, Steilung zu nehmen. Die Gerichte verlangen die Dies ist erstens das Ersuchen, daß die Haupt- zweite Konferenz ist aber bisher noch nicht fest- day mindestens der erst einmal ausgezahlte Auslieferung nach§ 101 des Strafgesezes( Ver- zentralbanken durch Vermittlung der Bant für brechen des Mißbrauches der Amtsgewalt) und den internationalen Zahlungsausgleich eine gejezt worden. nach den 88 197 und 199( Betrug, bzw. falsche gemeinsame Aktion zum Zwecke der Organi Zengenaussage). sierung der Hilfe für jene europäischen Das Auslieferungsbegehren gründet sich auf Staaten einleiten, welche durch das vorgeschias das im Laufe der fürzlichen parlamentarischen gene Schuldenmoratorium hauptsächlich betroffen Untersuchung zutage gefördert Material über die werden. Zweitens befindet sich auf dem ProKohlen- und Waggonlieferungsaffäre aus der gramm die Frage des Garantiefonds. Zeit, als Stribrny Eisenbahnminister war, bzw. Der dritte Punkt betrifft technische Mak hinsichtlich der falschen Zeugenausfage auf die Atten des seinerzeitigen Prozesses gegen den Redafteur Dyma. Das Referat im Immunitätsausschuß wird der tschechische Sozialdemokrat Dr. Markovič übernehmen. Ueber die Auslieferung soll das Plenum des • Hauses schon am Freitag entscheiden. Wird dem Auslieferungsbegehren stattgegeben, dann steht die Verhaftung Stříbrnys bevor. Der Prozej würde vor die Geschworenen kommen. Die staatliche Finanzprofuratur hat sich dem Stra berfahren angeschlossen. Sie stellt die Forherung noch Schadenersaß, er die Summe von einigen Millionen erreichen dürfte. Leichenseier für Genossen Austerlit. Das nächste Ziel: Abrüstung! Washington, 8. Juli. Wie die Blätter aus gut unterrichteten Kreisen erfahren, soll die nächste diplomatische Altion Hoovers auf das Abrüstungsproblem gerichtet sein. handlungen mit der Tschechoslowakei in den meisten Punkten eine gewisse Stlärung eingetre ten, mit Ausnahme der Spezialverhandlungen der Gießereien, die ergebnislos abgebrocher Wien, 8. Juli.( Eigenbericht.) Heute fand die wurden. Auch die Verhandlungen mit Jugo Trauerfeier für den Genossen Austerlitz statt. slawien geben weiter. Sollten die VerhandlunUm 2 Uhr nachmittags wurde der Sarg im Hof gen mit beiden Staaten bis Mitte Juli su des Gebäudes der Arbeiter- Zeitung" aufgebahrt. teinem Ergebnis führen, so werden deshalb Zur Trauerfeier hatten sich auch zahlreiche bürger- feinerlei 30f1friegsmaßnahmen liche Politiker eingefunden, so der Bundeskanzler ergriffen werden müssen, weil nur technische Dr. Buresch mit den Ministern Redlich, Momente für den rechtzeitigen Vertragsabschluß Resa) und Beindl, dann eine Anzahl bürger maßgebend wären. ficher Abgeordneter aller Parteien und zahlreiche bürgerliche Journalisten, darunter auch der ChefSandelsvertrag mit Jugoslawien redakteur der Reichspoſt" Dr. Funder. angenommen. Bei der Trauerfeier sprach zunächst Abgeordneter Leutner, der den Dahingeschiedenen als großen Journalisten feierte, dann ein BerPrag, 8. Juli. Das Abgeordnetenhaus vertreter des technischen Personals. Der Trauerzug handelte heute nachmittags den neuen Handels bewegte sich dann durch die Wienzeife bis zum vertrag mit Jugoslawien, der bereits ab 1. Juni Berkehrsbüro, pon wo aus dann der Leichen d. J. provisorisch in Wirksamkeit gesetzt wurde. wagen, begleitet von etwa vierzehn Autos, zum Die Referate erstatteten hiezu Dr. Zadina und Krematorium fuhr. der Nationalsozialist Seba, der frühere Gesandte Dort sprach als erster Abgeordneter Bid, in Belgrad, der u. a. ausführte, daß wir Jugo- der Obmann der Handlungsgehilfenorganisation, flawien in 25 Gruppen und 64 Posten gewisse der darauf hinwies, daß Austerlitz einer der BeBegünstigungen eingeräumt haben, Jugoslawien gründer dieser Organisation war. Dann sprach uns ebenfalls in 25 Gruppen und 65 Posten. für die reichsdeutsche Sozialdemokratie tam p Zu der Vorlage sprachen sechs Redner, dar unter von deutscher Seite Dr. Rosche pro und Dr. Hanreich und 3ajiček contra, fekterer mit der Begründung, daß die Vorlage die Lage unserer Landwirtschaft nicht beffere. Nach dem Schlußwort Sebas, der zumeist gegen Dr. Rosche polemisierte, wurde der Vertrag in beiden Le jungen angenommen. Immunitäten füllten die restliche Sigung aus. Nächste Sigung Freitag, den 10. d., um 10 Uhr. Auf der Tagesordnung steht die Vorlage über die Gerichtsgebühren, die crit heute dem Budgetausschuß mit 24stündiger Frist zugewiesen wurde, und das Auslieferungsbe gehren gegen Stribrny, über das wir an anderer Stelle referieren. Ob mit dieser Sibung das Parlament bereits in Ferien geht, hängt davon ab, ob über die Exportkreditvorlage, die die Agrarier nur gegen entsprechende Gegenleistungen Einsichtlich der Spiritusbeimischung und der Zuckerfabrikvorlage durchlassen wollen, bis dahin noch eine Cinigung erzielt werden wird. fer, der daran erinnerte. daß Austerlitz vor einigen Wochen auf dem Leipziger Parteitag eine große Rede voll Temperament gehalten habe Dr. Bauer, der nach Stampfer sprach, schloß mit dem Gelöbnis, Kämpfer zu sein und Kämpfer zu erziehen wie Austerlitz. Aus dem Auslande waren außer dem noch erschienen für, deutsche Sozialdemokratie der Tschechoslowakei Genosse Müller- Aussig, für sie tschechische Sozialdemokratie a brman und für Ungarn Genosse Buchinger. Ausschließlich gegen die Sozialdemokratie!" ,, 13. Gehalt" für heuer suspendiert werden jolle. Der Finanzminister hatte den Koalitionsparteien nichts dergleichen mitgeteilt und hat, als der Widerspruch der ihm politisch nahestehenden Blätter nichts fruchtete, ein offizielles Dementi ausgegeben. Zu diejem 11 nimmt. die ,, Bohemia" neuerlich Stellung, wobei sie einerseits durchblicken läßt, daß nur ihre Enthüllung" das schon fertige Konzept gestört und den Abbau der Beamtengehälter verhindert habe, andererseits die Vermutung ausspricht, der Plan sei nur bis zu einer bejjeren Gelegenheit vertagt worden, die nach den Gemeindewahlen eintreten werde. Wer das Manöver nicht durchschauen sollte, dem sei hiemit erklärt, worauf die Bohemia" hinaus will: die Staatsbeamten, Lehrer, Staatsbediensteten sollten zunächit alarmiert, gegen die bei diesem Anlaß naturlich wieder einmal sozialistische" Regierung gehetzt und zitr Angabe bürgerlichei Stimmzettel bei den Gemeindewahlen verleitet werden. Man jage nicht, daß der harmfos elige Ton der Tante Geständnis eines Kommunistenführers. ,, Bohemia" jo tüdische Absichten nicht ver SPD. Auf einer Sikung des Communi- rate. Wean lese nur die Provinzblätter, die itischen Elti in costau durfte Thälmann das Gerücht übernommen und die Nachricht einen langen Bericht über die Lage in Deutsch entsprechend frisiert" haben, man höre nur land und die Aufgeben der PD. vorlesen. In die Vertrauensmänner unserer Organisatio diesem Bericht findet sich der folgende Absas: nen, denen man bereits das Gerücht als ferigen Wahlschlager serviert! Damit fomme ich zu dem citscheidenden Bunft für unsere Tattit in Teutschland. Wir hatten uns sehr daran gewöhnt, nach außen hin unsere Propaganda den Stampf ausschließ lich gegen die Sozialdemokratie zu führen, als das Haupthemmnis der proletarischen Revolution und damit einer der stärksten Stüßen der Bourgeoisie innerhalb der Arbeiter bewegung, wobei wir in unserem äußeren Auf treren, ich betone ausdrücklich in unserem äußeren Auftreten, manchmalden kapitalismus und die Bourgeoisie ichon beinahe bergessen hatten." Der Prozeß Major. Breßburg, 8. Juli. In der heutigen ProDas große Maul und die Hezze gegen die zeßverhandlung gegen den Abg. Major wurden Sozialdemokratie aber die Unbekümmertheit neun weitere von der Verteidigung geführte gegenüber dem Kapitalismus, Man wird diese Beugen verhört, die in dem Sinne aussagien, daß Worte, die Thälmann in Moskau verlesen hat, sie gesehen hätten, wie ein Gendarmerie nicht untergehen lassen; denn täglich liefert die label anfblikte, worauf Abg. Major fommunistische Politit neue Beweise dafür, wie plöslich zu Boden fant. Das Feuer der treffend diese Charakteriſtik ist. Gendarmen hätte ziemlich lange gedauert und treffend diese Charakteristik iſt. die Gendarmen hätten noch auf die flüchtenden 2ente geschossen. Sengen erklärten weiter, die Gendarmen hätten sie zu Aussagen gegen den Abg. Major Rach 13 Uhr wurde die Verhandlung bis Die Staatsbeamten haben, nachdem ihnen der Bürgerblock in der Zeit der Konjunktur und der vollen Staatstassen ein Gehaltsgesetz beschert hatte, das ihren Wünschen zuwiderlief, durch die Beteiligung der Sozia listen an der Regierung eine Aufbesserung ihrer Bezüge erzielt. Die Beamten hatten sich mehr, hatten sich den ungeschmälerten 13. Monatsgehalt versprochen. Es ist kein Zweifel, daß sie ihn bekommen hätten, wenn die Geständnis. Das ist ein wertvolles Es Konjunktur angedauert, wenn die Sozialisten enthüllt ungewollt die Kommunisten in ihrem ouf reiche Mittel des Staates hätten verweiwahren Wejen. Sie haben vergessen, daß der jen können. Aber die drohende Krise ließ das Rapitalismus der Feind der Arbeiterschaft ist, baldige Sinken der Staatseinnahmen und die sie haben vergessen, daß es eine Bourgeoisie gibt, Steigerung der Ausgaben befürchten. Da und das alles über ihren maßlosen, verblendeten, waren die Altpensionisten, die der ohumächtigen Haß gegen die Sozialdemokratie! ihr Bürgerblock jahrelang genarrt und um the Recht geprellt hatte. Sie gingen vor, denn wir konnten nicht dulden, daß neuerlich Tausende derer wegsterben, die auf ihre paar Alterstreuzer warteten; da waren die Sch we r st. invaliden, für die wir endlich eine bessere Rente, die ihnen der Klerikale Fürsorgeminister verweigert hatte, erkämpfen mußten; da Die Kreditstügungsaktion der deutschen war die große Sorge um die ArbeitsTosen, die den Sozialdemokraten natürlich die dringendste sein mußte. Dennoch habent Berlin, 8. Juli.( Eigenbericht.) Gestern spät wir der Beamten nicht vergessen. Die jozialinachts ist die Aktion von rund tausend großen stischen Parteien konnten im Laufe des JahUnternehmungen zugunsten der Golddiskontbank bekanntgegeben worden, wonach diese Firmen der es 1930 eine Erhöhung der Beamtenbezüge Bant im Interesse der Aufrechterhaltung des durchsetzen, die den Staat um einige hundert deutschen Auslandskredits eine Ausfallbürgschaft Millionen erhöhte Ausgaben brachte; wir von 500 Millionen Mark zur Verfügung stellen. fonnten uns um so mehr dafür einsetzen, weil Dadurch soll das Vertrauen Deutschland wir überzeugt waren, daß diese Beträge dent wieder hergestellt, weitere Kreditkündigungen ver- Konjum zugute kommen und die Krije mitDie Vorlage über die Errichtung von Staats- verfahren geschlossen. Morgen früh folgt noch die hindert und der Devisenabfluß gestoppt werden. dern würden. In Wirklichkeit handelt es sich um gar kein Aber die Beamten, denen die Bürgerpolizeiämtern wurde in zweiter Lesung angenom nachträgliche Einvernahme des medizinischen Sachmen. Bei der Behandlung von Immunitäten verständigen Dr. Str& f a betreffend einige Ein- so großes Opfer. Das Risiko dieser Unternehmer lichen sofort wieder das Stichwort zur Soziawird der Kommunist kind! nach§ 15 des zelheiten über die Verlegungen und der Zeugin iit gering und von einer Barleistung ist keine lichen sofort wieder das Stichwort zur Sozia Ki h. Nach diesen Einvernahmen werden die Ver- Rede. Dahinter stehen vielmehr noch andere Be- listenhetze zuwarfen:„ Da habt ihr den Bettel, Nächste Situng Freitag, den 10, de., 10 handlungen bis Freitag früh unterbrochen, weggründe. Der Zusammenbruch des Nordwolle- den euch die Sozialisten bieten!", die BeamUhr. Tagesordnung: Handelsvertrag mit der wo der Broturator und die Verteidiger sprechen fonzerns entwidelt sich zu einem ungeheueren ten, denen die Remuneration zu niedrig ist, werden. Das Urteil wird am Samstag erwartet. Finanzstandal, der für die deutsche Wirtschaft von mögen erwägen, was sie in der Zeit der Kerise, weittragenden Folgen begleitet sein muß, wenn der Zeit sinkender Löhne, allgemeiner Spares nicht gelingt, die Sanierung des Konzerns maßnahmen bedeutet! Sie mögen in die Nady und der dabei am meisten in Mitleidenschaft ge- barländer blicken, in denen die Regierungsogenen Banken herbeizuführen. Zwei große Genat. Prag, 8. Juli. In einer einstündigen Sigung nahm der Senat heute einen Bericht über den Antrag Donat entgegen, wonach die Regierung ge3ungen. aufgefordert werden soll, das Material über das Studentenstiftungswesent statistisch zu 16 Uhr vertagt. bearbeiten und eine Sodifizierung des Stiftungs rechtes vorzubereiten. Der Antrag wurde mit einigen Aenderungen angenommen. Trnobransky( Liga) brachte den Fall Střibrný zur Sprache und geriet dabei mit Kommuniften in einen heftigen Wortwechsel. Schutzgesetzes ausgeliefert. Türkei und Jugoslawien. # Urteil am Samstag. Preßburg, 8. Juli. Im Prozeß gegen den Abg. Major wurde heute um 16 Uhr das Verhör weiterer Zeugen fortgesetzt und dann das BeweisFortschritte in den Berhandlungen mit Desterreich. Unternehmer. Im sozialpolitischen Ausschuß wurde heute bereits die Pensionsversicherungsnovelle genehmigt, während der Budgetausschuß die Novelle zum Elektrifizierungsgesetz genehmigte. Im ver Banten sollen, wie gerüchtweise verlautet, bereits macht zu ungeteilter Hand den Bürgerlichen fassungsrechtlichen Ausschuß wurde die Verhandlung dieser Vorlage dagegen abgebrochen und der Wien, 8. Juli. In den Handelsvertrags- in Zahlungsschwierigkeiten geraten sein. Es sind gehört! Im fascistischen Polen hat der Arbeitsminister in die nächste Sigung eingeladen. verhandlungen sind, wie die Neue Freie Breise" also durchaus selbst süchtige Gründe, die die Landesvater Pilsudski, der mehr als ein Drit Die Vorlage über das Staatsgefängnis wurde anmeldet, zum Teil recht bedeutende Fortschritte tausend Firmen zu ihrem Eingreifen veranlaßt tel der Staatsausgaben der Armee opfert, den Beamten die Gehälter um eine eine erfledliche gemacht worden. Jusbesondere ist in den Ver- haben. genommen. Seite 2 Donnerstag, 9. Juli 1931. Fr. 158. 11 " Summe gekürzt. Das fascistische Italien bau des Mieterschutzes ausgespro-| auf den heftigsten Widerstand gerade der Blutige Zusammenstöße in Spanien. hat desgleichen getan; in Deutschland, chen; dasselbe tat der Beamtenvertreter" Bohemia" und ihres Mentors Kasta wo eine Stoalition der Schwerindustrie, des or pynka von der Nationalpartei. Das stößt?! Die Bohemia" und ihre Trabanten Madrid, 8. Juli. Im Zusammenhang mit Bank- und Agrarkapitals unter christlich könnte die Beamten mehr kosten, als ihnen in der Provinz wissen nicht übel zu manövrie- dem Streik der landwirtschaftlichen Arbeiterschaft jozialer Führung am Ruder ist, hat man die der 13. Gehalt eingebracht hat. Möchte die ren; aber wir werden sie doch nötigen, Farbe in Cadig fam es gestern abend zu Demonstra Milliardenlasten der Defizite durch Gehalts- Bohemia" nicht diese Herren davor warnen, zu bekennen und offen zu sagen, was sie tionen und Zusammenstößen mit der Polizei, abbau und Lohnsteuern auf die Arbeiter und Beamten und Angestellten neue und sinnlose den Beamten empfehlen. Wir wären wobei die Polizei aus den Reihen der StreikenBeamten abgewätzt und, soweit Wilderungen Lasten aufzuerlegen? Und möchte sie nicht dem neugierig, ob sie die Stirn hätten, den Beam- den mit Steinen beworfen wurde. Die durchgesetzt wurden, waren sie einzig der So- Finanzminister sagen, woher er das Geld ten zu sagen, daß ein bürgerliches Votum bei zialdemokratie zu danken. In Oesterreich nehmen soll, da doch jeder, auch der schüch den Gemeindewahlen das rechte Mittel gegen haben Christlichsoziale, Landbündler Landbündler und ternste Versuch, zur Besteuerung des Besitzes den befürchteten Gehaltsabbau wäre! Deutschnationale( welch letztere durch ein fleines Deckungsmanöver die Verantwortung abzuwälzen juchten) keinen anderen Weg zu empfehlen gewußt, als den Abbau der Beamreichs nach wie vor zu gewärtigen haben. Daß die Bourgeosie, Agrarier und Gewerbebleiben. Leitsätze über die Von Dr. Arnold Holitsche, Komotau. Ausbau der bereits bestehenden Sozialversicherung, in die nach und nach alle Kreise und Stände einAus der Zeitschrift„ Der sozialistische Arzt". Polizeiabteilungen und die Zivilgarde machten von der Schußwaffe Gebrauch, wobei eine Person getötet und eine weitere schwer verletzt wurde. als tengehälter, den die Gehaltsempfänger Defter Sozialisierung des Heilwesens. Soms anguftrebence Entwicklung tann uns zahler dieſen majorisieren werde. Man sah den zubeziehen sind. Als Anregung und Vorbild für dem„ Steuerzahler", und daß der Nichtsteuerdiese von uns der von der British Medical Association aus- Untergang der Wirtschaft, der Moral und des gearbeitete und angenommene Plan eines Aerzt- Staates voraus. Und allem diesem trat Auſterparteiler voran, auch bei uns am liebsten zu Eine völlig befriedigende Lösung des Heil: lichen Dienstes on ganzen Volke" dienen, der einen lih monate- und jahrelang mit überlegenent diesem Mittel greifen und daß ihnen die natio- rejens sowie des Gesundheitsdienstes am Volke ist großzügigen Arabah nicht nur der heilendon, son- Spotte und mit den scharfsinnigsten Gegenargunalen Barteien feine ernsten Schwierigkeiten im fapitaliſtiſchen, Klaſſenſtaate unmöglich, sie wird dern auch der vorbeugenden Tätigkeit des Arztes einer Demokratie in Desterreich spricht, dann menten entgegen. Wenn man von dem Aufbaue menten entgegen. Wenn man von dem Aufbaue machen würden, ist selbstverständlich. Der eist ku der taſſentesen Gesellschaft zu erreichen bietet, und die bereits bestehende Krankenversiche einer Demokratie in Oesterreich spricht, dann in Finanzminister, der den tschechischen National- fein. Alles, was wir vorerst erreichen können und sozialisten nahesteht, hat tatsächlich keine Rürstreben, barn und wird mur Stückwerk sein und ung als Grundlage der neuen Gestaltung nimmt. hat Auſterlik wohl als fleißigster Arbeiter die Auch wir fordern, daß die Sozialversicherung nicht meisten Bausteine dazu zusammengetragen. Es Wir sehen denn auch, daß die wahnwigige Gegenteil erweitert und verbessert, zum Grundstode masse, für diese Idee, für den Kampf zu gezung der Beamtenbezüge im Sinne gehabt. ature nicht abgebaut und geschwächt, sondern im galt doch nicht allein den Gegner niederzuiver fen, es galt vor allem auch, die Arbeiter, die Er weiß so gut wie die„ Bohemia", daß ein Planlosigkeit der kapitalistischen Wirtschaftsordnung, der angesichts der Fortschritte und der Entwicklung winnen. Das hat wohl Austerlik getroffen, denn solcher Plan den schärfst en ungeheures Güterangebot auf der einen und nicht der Sygiene und der Seilwissenschaft nicht mehr die leidenschaftlichen Zeitungslejer, die früher Widerspruch der Sozialdemokrazu befriedigender Güterhunger auf der anderen aufzuhaltenben Sosialisierung des Ge- ein Stüd Brot als ihre Zeitung entbehren fonntie auslösen würde, die seinen sonstigen Seite, auch auf dem Gebiete des Heilwesens wardheitsdienstes in seiner Gesamtheit unt ten, sind aus dieser Schule hervorgegangen. Rezepten ja ebenfalls mit wenig Liebe gegen herrscht: inomer steigende Zahl schlecht bezahlter, gewandelt werde. Wenn man auf diese Kämpfe zurückblickt, übersteht. Aber es wird eine Frage der ja hungernder Aerzte, die sich wütende Konkurrenz tann man erst den richtigen Begriff von der We a cht sein, ob die sozialdemokratischen Bar- bereiten einerseits, ondererseits schlecht und ungeKleinlichkeit und Erbärmlichkeit der schwarzen teien auf die Dauer bürgerliche Anschläge auf nügend behandelte Kranke, Millionen, die ganz oder und gelben Politiker und Zeitungsschreiber den Gehaltsstandard der Beamten abwehren fast game ohne ärztliche Hilfe bleiben. Die tapitalistische Wirtschaftsord- Zu Friedrich Austerlitz Tod. unserer Zeit bekommen. Wo in aller Welt fintönnen. Umso gefährlicher aber ist nung hot selbstverständlich auch Aerzte und ebendarum die Hezarbeit der bürger Seitwesen in ihre Fesseln geslagen ist ein Genosse von uns gegangen, der der jan- tern eine große Idee, für die ein zäher Stampf Mit unserem Freunde Friedrich Austerlitz det man in den klerikalen und Hakenkreuzblät lichen Presse unter den Beamten. Die Aerzte sind entweder( urdd zum größeren Teile) geren Generation nur als Schriftsteller aus der geführt wird, wie er von uns für die DemokraWenn von den Beamten, denen die So- Lohnfklaven, die die inneren Zusammenhänge nicht Arbeiter- Zeitung" und als Politiker durch seine tie geführt wurde? Heute sieht es jeder Hakenzialisten eine Gehaltsaufbesserung erkämpft begreifend, Krankenversicherung und soziale Fort Reden im österreichischen Nationalrat bekannt kreuzjüngling als selbstverständlich an, haben, nach diesem Beweis sozialistischer Be- schritte für ihre Notlage verantwortlich machen und war. Die wirkliche Größe und Bedeutung dieses Wähler zu gelten, und er wird wie der Säugamtenfreundlichkeit auch nur 20 Prozent neu auf ihren Abbau drängen, oder Kapitalister, die Stämpfers und vor allem seine Taten sind der ling um seinen Brei, zu zetern beginnen, wenn zur Sozialdemokratie gestoßen wären, somit allen Hilfsmitteln mederner Geschäftsmache heutigen Generation nicht mehr geläufig. Und er einmal in der Liste ausgelassen ist. Damals brauchten die Beamten um ihre Gehälter nicht arbeiten und zu arbeiten gesungen find. doch hat selten ein Man für die Erringung der waren auch die Gelben Gegner des gleichen Es gibt keinen Beruf, der so wenig zum ge- Demokratie so viel geleistet, als unser alter Rechtes, das sie heute gepachtet haben wollen. zu bangen. Leider wirken sich sozialistische Welche Mücken und Tücken haben nicht die Christlichsozialen ersonnen, um den Arbeiter um Dienste für die Beamtenschaft bei dieser meist schäftlichen Betriebe gesignet ist wie der ärztliche. Austerlit. Daß ärztliche Leistung stüdwekje verkauft wird wie Es war in den neunziger Jahren, als unter fein Recht zu bringen? Heute spielen sich diese ganz anders aus. Unsere Genossen sind nicht Eßwaren und Kleider, obwohl sie im Seelischen Taaffe der Ruf nach dem allgemeinen Wahlrecht wieder als Arbeiterfreunde auf, und finden mit Unrecht darüber verbittert, daß die Bewurzeln soll und muß, ist von vornherein unjittlich. immer lauter erscholl, als Austerlitz als Redat- unter diesen leider noch immer Dumme genug, amten und zumal die Lehrer, denen wir Daß der Wohlhabende bessere ärztliche Ware mit teur der Arbeiter- Zeitung" den Kampf der die ihnen folgen. Es gibt aber auch unter der in der Krise eine Verbesserung der Gehälter seinem vollen Geldbeutel zu kaufen veramag and wenigen Barlamentarier in damaligen Reichs- übrigen Arbeiterklasse noch unzählige, die das erkämpft haben, die sie von dem Bürgerblock daher vascher und sicherer wieder gesund werden rat mit seinen Argumenten außerhalb dieser kostbare Gut des gleichen politischen Rechtes in der Konjunktur vergebens gefordert haben, fann als der Proletarier, für den Gesundheit einen Körperschaft auf das wirksamite unterstützte. Er gering achten und davon keinen richtigen Geheute zum überwiegenden Teil die eifrigsten ungleich höheren Wert hat, ist von so aufreizender hat in Wirklichkeit der Idee der politischen brauch machen. Allen denen wäre die Lektüre der Propheten des Fascismus, die fanatischesten Cameinheit, daß schon dadurch allein der gegen Gleichberechtigung erst zum Siege verholfen. vor fast 40 Jahren von Austerlitz geschriebenen Streiter für das Hafenkreuz, die gehässigsten wärtige Zustand jebem ethisch eingestellten Men Wir Jungen damaliger Zeit griffen voller Ex- Artikel zu empfehlen. wartung jeden Morgen nach dem Leitartikel der Austerlig hat sich auch unsterbliche Ver Feinde der Arbeiterklasse sind. Wir werden schen als gebrandmarkt erscheinen müßte. Da die allermeisten Aerzte von den Krank- Arbeiter- Zeitung", in dem wir wieder ein dienste um ein dienste um die Reinigung der Presse von trotzdem, solange wir es verhindern können, beiten ihrer Mitmenschen leben müssen, entwidelt neues schlagendes Argument für das Wahlrecht, Schmus, Unbilden und Korruption erworben Teine wirtschaftliche Schädigung dieser uns zu sich in ihnen, bewußt oder meist unbavußt, Ab einen neuen, scharfsinnig herausdestillierten An- und der Freiheit des geschriebenen Wortes den Dreivierteln in gehässiger Feindschaft gegen- neigung und Mißtrahien gegen alle Bestrebungen laß, diese Forderung zu begründen, zu finden Weg gebahnt. Wie haben wir oft gelacht und ge überstehenden Volksschichten zulassen. Aber der ärgilischen Kunst und Wissenschaft, Krankheiten hofften. Er mußte damals jeden Arbeiter mit jauchzt, wenn er wieder einmal den Staats um die Beamten vor Schaden zu bewahren, zu verhüten. Bewunderung erfüllen, wie vielseitig Austerlig anwalt oder einen Soldschreiber der Bürgermüssen wir start genug sein. Und wenn die Der Weg, der aus dem heute herrschenden das Problem anzufassen und zu lösen verstand. zeitungen so recht hineinlegen konnte. Wenn Beamten, aufgeputscht von einer raffinier- Chaos, bei dem Aerzte und Vosgesundheit in Kein Ereignis im öffentlichen Leben, kein Aus- man die heutigen Blätter unserer ChristlichsoziaDer gleichem Maße beiden, herausführt, ist die Ueber- spruch eines bürgerlichen Politikers entging len und Hakenkreuzler liest, so wünscht man sich ten Presse, bei den Gemeindewahlen Bourgeoisie zu einem Erfolg verführung der gesamten ärztlichen Tätigkeh cus ihm und wurde für diesen einen Zweck nach für jedes einen Austerlitz, der diesen Unsinn mit Gavin berechneten allen Regeln der Kunst ausgeschrotet. wenigen treffenden Worten in sein Nichts hin helfen, dann werden sie just das getan preywirtschaftlichen, auf Und wie vielseitig und mannigfaltig waren abwirft. Eine Biographie dieses Genossen würde haben, was die Voraussetzung zum Ginzelbetrieben in eine von der Gesellschaft organksierte, durch ihre Beauftragten und Amtsverwalter die Argumente unserer Gegner? Man stellte es unter der heutigen Generation ungemein nüzAbbau ihrer Bezüge darstellt! burchgeführte öffentliche Funktion. Nur so fann als verrückt dar, daß einmal Arbeiter im Par- lich wirken. Alle älteren Genossen, die den Kampf Der„ Bohemia" würden wir empfehlen, und wird es gelingen, mit möglichst wenig Energie- lamente erscheinen, daß sich ein Schuster oder des Genossen Austerlitz von Anfang an verfoldie Beamteninteressen im eigenen Wirkungs- ausartar die Ergebnisse der Wissenschaft allen in Schneider mit den studierten Berufspolitikern gen fonnten, werden sich vor der Größe dieses bereich zu vertreten. Da hat vor kurzem der gleicher Weise in vollem Ausmaße zukommen zu dort messen, daß neben dem Herrn Grafen sein Mannes beugen und ihm ein ehrendes Gedenken Herr Dr. Peters, Abgeordneter der AWG).. lassen. Ochsenknecht als gleichberechtigter Wähler er über das Grab hinaus bewahren. Nitsch man it. scheinen werde. Vor allem operierte man mit sich für den schnellen und gründlichen Ab= 1 Dieses Ziel ist anzustreben durch großzügigen Ich schleuderte das Kästchen in eine Ecke. Iten. Ich trat mit einem Fluch nach der Tür,| Rahmen umgab. Das waren die MangrovewälStaub stieg aus dem Kästchen auf. Aber hier daß sie barst. der, die ihn umrauschten. Darüber war eine ( Nachdruck verboten.) Von Hans- Herbert Varien. 14 Copyright Greiner& Co., Berlin NW. 6. Trotzdem.... hier geschah etwas... hier geschieht noch etwas " lauerten und da war es mir, als starrten mich aus den Es war kein Zweifel, meine Nerven waren hauchzarte Draperie von Wolken, die mit weiPfeile aus dem Jenseits. Dunklen Winkeln des Zimmers Augen an. überreizt. Ich mußte Ruhe haben. Abstand ge- ßen Silberbergen über ihm lag. Je tiefer wir Kalte, höhnische, boshafte Augen... Sie winnen von den seltsamen Geschehnissen. Dann stiegen, um so dunkler wurde der silberne Spielauerten.. Tauerten würde ich schon den Teufelsfaden fassen und gel. Das Silber verdämmerte in ein sanftes Augen laufen.. spionieren sehen entwirren, der diese tollen Geschehnisse mitein- Blau, in das nur noch silberne Blumen hinein versponnen schienen. alles... und bald treffen Pfeil aus dem Jen ander verband. ,, Wir rudern auf den See, Freddy feits Freddy...", stöhnte Freddy und schlich Wir fangen Fische, Freddy Ein Palmenhain umrauschte uns noch Wir wollen den einen Augenblick and nahm uns das Bild des Nur Augen laufen herum... überall sich heraus. Ich schleuderte die Teufelszeichnung in Teufel noch an den Teufel denken, Freddy... Sees. Aber als wir ihn durchschritten hatten, laufen." Freddys Schultern fielen zujammen und seine langen Arme berührten fast cine Schublade. Was sollte ich tun? Den Bor- Marsch! Abfahrt! Fertig machen! Ich gab kam uns schon der herbsüße Duft und die den Boden. Er stand da wie ein großer Affe, der fall dem Kommandeur melden? Man hätte mich Freddy einen freundschaftlichen Klaps auf den frische Kühle des Wassers entgegen. Ich schloß einen Hieb gegen den Schädel bekommen hatte. ausgelacht? War ich wieder krank? War es ein Rücken. Er wandte mir sein Gesicht zu. Aber einen Augenblick die Augen, und der linde Wind dies Gesicht lächelte nicht, wie sonst. In den verwehte mir auf Sekunden die düsteren GeBei allen Höllen! Laß mich mit deinen Rüdfall? Nein, denn die Zeichnung der Teufelsfraße großen, offenen Augen hingen Tränen. Augen zufrieden.. danken meines erregten Gehirns. Sterben sein nir schwer... auch wenn Anstatt jeder Antwort schlich Freddy davon. ließ sich nicht wegleugnen. Aber würde man es nir schwer Aber gleich war er wieder zurüd. Er trug das mir auf dem Kommando glauben? Sicher nicht! Geister fressen Freddy ſein Kästchen, in dem die Schlange gewesen war. Er Man hätte mich wieder ins Krankenhaus ge- aber nie wieder Freddy Sahib sehen das über den See, der jetzt blau, silbern, grün und stellte es auf den Tisch und sagte, mich starr an- steckt! Man würde sagen, ich habe die Zeichnung sein schwer für arme Freddy...!" Er sah mich clivfarben flimmerte. vielleicht in einem Anfall selbst angefertigt. Ich mit einem so rührenden Ausdruck an, den ich Freddys Augen aber blieben traurig. noch heute nach Jahrzehnten nicht vergessen Er sagte nur: mußte schweigen Ah, wie raffiniert war das alles angefan- kann. Kein Geist wird dich fressen, Freddy. Es einen Bogel, der auf der Spitze unseres Bootes ,, Der Vogel des Todes!" und wies auf gen. Meine Hände waren gebunden. War das Rein... und aber ist alles Torheit, mein Junge! Glaub' es mir! faß. Es war jener seltene tropische Vogel, dessen Niggerarbeit? Nein... Nein.. nein! Aber wessen Arbeit war es Ich gebe dir mein Wort, dich soll kein Pfeil aus kohlrabenschwarzes Gefieder von einem blutdem Jenseits treffen. Ich werde schon aufden. Ich konnte das Stästchen solange betrachten, Aber das schlimmste war, daß mich dies Grü zu nahe kommt. Dann trifft dich auch kein als ich im Boot nach vorn ging, wandte er mit Ich grübelte und fant zu feinem Resultat. passen, daß dir keine der schwarzen Stanaillen roten Schnabel abgeschlossen wird. Er saß unbeweglich, als sei er aus Holz geschnitzt. Erst wie ich wollte. Fort waren die Augen. Die Farbeln immer wieder zu einer Frage zurück- Pfeil!" ben des Nästchens waren stumpf geworden. Sie brachte. War ich wieder erkrankt? Freddy setzte sonst in meine Worte ein un- Augenblid mit seinen seltsam funkelnden Augen. seinen Kopf zu. Er betrachtete mich einen waren fast völlig verblaßt. Es war, als sei das Nein. Ich konnte jo logisch denken wie bedingtes Vertrauen. Aber heute weckten meine Dann erhob er sich lautlos und flog davon. jehend: 1 o jein Augen von Teufel? Sie sein fort aus Kästchen! Sie laufen herum... überall laufen laufen. jahen alles spionieren Ich nahm mir das Kästchen vor. Es war wahr. Das seltsame Phänomen war verschwun dann? V. . Leben des Kästchens abgestorben. stets. Jch rechnete mir im Kopf die verzwick Worte keine Hoffnung in seinen Augen. Sein Ich faßte das Kästchen an. Es schien brüchig testen Rechenaufgaben durch. Es gelang! Ich Gesicht blieb verstört. und alt. So, als wenn es schon Jahrzehnte auf übersetzte mir einen Brief ins Russische. Es bot einem staubigen Boden gestanden hätte. Als ich mir feine Schwierigkeiten! Ich sprach eine fester zufaßte, brach es an einzelnen Stellen aus- Stelle aus dem" Faust" vor mir her. Mein einander. Es war völlig zermorscht. Gedächtnis versagte nicht! Konnte ich frant sein?... Niemals! Vor einigen Stunden noch war es aus frischem Bast gewesen. Das hätte ich beschwören mögen. Was ging hier vor sich? Trieb wirklich der Teufel sein Spiel mit uns? Der erste Pfeil aus dem Jenseits. Als wir wieder über den Berg der BrotAber als ich zur Tür ging, um Freddy zu fruchtbäume gestiegen waren, lag der Moorirufen, war es mir wieder, als wenn mich See zu unseren Füßen. Er lag dort wie ein unAugen aus dem Holz der Tür heraus anstarr- endlicher silberner Spiegel, den ein tiefdunkler ,, Wie schön, Freddy!?" sagte ich und zeigte ,, Er fliegt davon, Freddy!" sagte ich und lauschte dem Plätschern der Wellen nach. Das monotone Gludsen wirkte einschläfernd, die weichen Hände des Windes, die über mich hinliefen, ermüdeten, und so hörte ich fast wie aus weiter Ferne Freddys Antwort: Aber der Tod kommt wieder!" ( Fortjeyung folgt.) Nr. 158. Donnerstag, 9. Juli 1981. Die Forderungen der Joachimstaler Bergleute vor den sozialpolitischen Ausschuß. Ich verweise auf die diesbezüglichen Ausführungen des Motivenberichtes, aus denen ersichtlich ist, daß der Durchschnittsverdienst der Joachimsthaler Bergarbeiter aber niedriger ist, als der Durch schnittslohn in den anderen Revieren! Die§§ 9 und 10 betreffen die Arbeitszeit und Genosse Taub referiert und führt den Vorsitz in einer Subtommiffion. die Regelung des Urlaubes; die Notwendigkeit einer Regelung in dieser Hinsicht geht aus den ärztlichen Prag, 8. Juli. Der sozialpolitische Aus- tigung mit sich bringt, zugelassen werden. Es ist Gutachten hervor. Es gibt sicher keine Zweifel darschuß des Parlamentes hielt heute eine vier- nicht im Interesse des Staates gelegen, es berüber, daß man es verhindern muß, daß schon Ju stündige Sigung ab, in der der bekannte stößt vielmehr gegen dieses Interesse, wenn man gendliche, deren unentwickelter Organismus der Initiativ- Antrag der Abgeordneten Genoffen an dieser Tatsache achtlos vorübergeht und nicht Ansteckung faum widerstehen könnte, in diese so Pohl und Brožit auf Erlassung eines bemüht ist, diesem Uebelstand abzuhelfen. gesundheitsschädliche Beschäftigung eintreten. Gesetzes über Schußmaßnahmen für die in Wir streben eine Aenderung der Ge= Ich habe schon auf die Notwendigkeit verwiesen, Radiumbetrieben beschäftigten Personen zur schäftsordnung an, die es ermöglichen soll, daß den Lungenkrebs der Joachimsthaler Bergleute als Verhandlung stand. Das Referat über diese für auch die Angehörigen der Minderheitsnationen Berufskrankheit zu erklären. Bei der Reunsere Joachimsthaler deutschen Bergarbeiter so Referate übernehmen und erstatten können. Je gelung der Versicherungsleistungen nahmen die wichtige Vorlage hatte Genosse Taub über- früher man geneigt sein wird, disjer Tatsache offen Antragsteller den§ 122 des Pensionsgesetzes zum nommen. Es war das erstemal überhaupt, daß in die Augen zu sehen und aus ihn Erkenntnis Muster. Die Lösung dieser Frage ist insofern ein nicht der Staatsnation angehörender Abges die erforderlichen Konsequenzen obzuleiten, desto schwieriger, als die in Betracht kommenden Berordneter ein Referat über einen Initiativantrag beffer. Ich habe mich als Angehöriger einer Partei, fonen der Bergarbeiterversicherung, der Sozialvererstattete, das gemäß der Geschäftsordnung nur die die Verständigung unter den Nationen in ihrem jicherung und zum Teil auch der Pensionsver tschechisch gehalten werden darf; Genosse Taub Programm hat und deren Tätigkeit immer dahin sicherung unterliegen. Die Leistungen sollen so gab dazu auch eine entsprechende Erklärung gerichtet war, dem Chauvinismus im eigenen Volle geregelt werden, daß sie normalerweise um 100 folgenden Inhaltes ab: zu steuern, berechtigt und verpflichtet gefühlt, diksen Prozent höher sind als die Leistungen der Appell an Sie zu richten. Bergarbeiterversicherung. Lassen Sie mich meinent Referate über den zur Verhandlung stehenden Gegenstand folgendes vorausschicken: Bisher war die Erstellung der Referate nur den Angehörigen der Mehrheitsnation vorbehalten. Mag die Zusammensetzung der Koalition wie immer gewesen sein, immer wurde ein Teil dieser Koalition von der Erstellung der Referate ausgeschlossen. Ich bin der Auffassung und mit mir sicher alle, die die Geschehnisse objektip verfolgen * Der materielle Aufwand dieses Antrages läßt Aus der Debatte ging hervor, daß die Ver- sich solange nicht genau feststellen, als nicht alle Dringlichkeit von Schuhmaßnahmen für die aufmerksam, daß es sich nur um eine geringe An treter aller Parteien die Notwendigkeit und nötigen Daten vorliegen. Ich mache aber darauf Joachimstaler Bergarbeiter anerkennen. Die zahl von Personen handelt, Schuld daran, daß trotz allem Drängen der Aufwand absolut nicht übermäßig groß sein wird. Die zahl von Personen handelt, und daß daher der Gewerkschaft nicht schon längst etwas unternommen wurde, schrieb Genosse Bohl in seiner Vorarbeiten, soweit sich die Vorlage auf Be Das Fürsorgeministerium hat mir über die Ausschußrede ganz klipp und llar der Staat- triebsunfälle bezieht, folgende Informationen lichen Grubenverwaltung und Grubenverwaltung und dem Arbeits- erteilt: ministerium zu, die ihre Untätigkeit mit der sonstigen Passivität der Gruben begründen, obwohl dieser Gesichtspunkt, der gerade hier nicht die geringste Berechtigung hat, bei anderen Staatsgruben gar keine Rolle spielt. daß dieser Zustand für die Da ser unhaltbar ist und daß dadurch eine Atmosphäre geschaffen wird, die keineswegs geeignet ist, den diesen Staat bewohnenden Völkern dienlich zu sein. Wenn wir uns Es wird noch langer Verhandlungen bedürzur Uebernahme des Referates entschlossen haben, sen, um im Arbeitsministerium die einzelnen Beund wenn ich von unserem Klub die Zustimmung Stimmungen des Initiativantrages durchzusehen, zur Erstattung des Referates erhalten habe, so hat denn bisher hat dieses Ministerium seine Zuuns neben den sachlichen Erwägungen, die durchstimmung zu der Vorlage noch nicht erteilt. Daß die Materie selbst gegeben sind, vor allem die fie trotzdem schon zur Verhandlung im Ausschuß Absicht geleitet, mit allem Nachdruck auf die Un- steht, ist ungewöhnlich und jedenfalls ein Zeichen haltbarkeit der Zustände, die sich durch diese dafür, daß unsere Genossen mit allem Nach= Praxis herausgebildet haben, haben, Seite 3 den Vertretern der Träger der Unfalls- und der Krankenversicherung durchberaten. Auch die zuständigen Interessenténorganisationen wurden um die Mitteilung ihres Standpunktes ersucht. Außerdem wurde eine große, auf alle interessierten Kreise ausgedehnte Enquete veranstaltet. Nach langandauernden Verhandlungen war es möglich, an die definitive Ausarbeitung des Entwurfes zu schreiten. Die vorbereitenden Arbeiten sind in dem Maße fortgeschritten, daß schon in den nächsten Tagen die Vorlage in das interministerielle Verfahren geleitet werden wird. Was namentlich die Frage des Schutzes bei der Gewinnung, Verarbeitung oder Anwendung des Radiums betrifft, gedenkt die Vorlage alle Erkrankungen einzubeziehen, die auf dauernde Einwirkungen der Radiumstrahlen( Emanation) zurückzuführen sind, sowie auch die Fälle der Erfrankung an Lungenkrebs in den Joachimsthaler Gruben. Durch diese Maßnahmen auf dem Gebiete der Berufskrankheiten sind alle Ressortmög lichkeiten für das Fürsorgeministerium erschöpft. Zum Schluß meines Berichtes gestatten Sie mir, darauf zu verweisen, daß die Lösung dieser Frage höchst dringlich ist. Ich stelle mir den weiteren Vorgang so vor, daß der Vorsitzende und der Referent sofort in Verhandlungen mit dem Arbeitsministerium eintreten, und Ausschusses verdolmetschen können, daß diese Frage ich hoffe, daß wir dabei die einmütige Ansicht des Der Vorsitzende und der Referent mögen auch beaufin der nächsten Zeit positiv gelöst werden soll. tragt werden, bei der Regierung zu intervenieren, damit die neue Vorlage über die BerufskrantDie Frage des Schutzes der in Radiumbetriebenheiten, die sich jetzt im interministeriellen Verbeschäftigten Personen wird von der Sozialverfahren befindet, so bald als möglich zur legislativen sicherungsabteilung im Ministerium im Rahmen Verhandlung vorgelegt werde. der Bemühungen zur Bekämpfung der Be= rufskrankheiten verfolgt. Mit Rücksicht auf Genosse Taub beantragte die Einsetzung das Umsichgreifen der Erkrankungen unter den einer achtgliedrigen SubkommisJoachimsthaler Bergarbeitern wurden die Vor- sion unter Vorsitz des Referenten, die im Einarbeiten zu einer diesbezüglichen Gesetzesvorlage bernehmen mit den beteiligten Ministerien alle begonnen. Die grundlegenden Fragen dieses Pro Möglichkeiten der Bekämpfung der unter den blems wurden in zahlreichen Beratungen mit den Joachimsthaler Bergarbeitern herrschenden Universitätsprofessoren für Hygiene, sowie mit Lungenkrebses überprüfen soll. aufmerksam zu brud fich für fie eingesetzt haben. Die Person Die Schuld der staatlichen Montanverwaltung. machen. Auf der anderen Seite wird aber zuge- des Referenten ist eine weitere Bürgschaft, daß die geben werden müssen, daß es bei den Angehörigen Lebensinteressen unserer Bergleute, die schon so der Minderheitsnationen ein Minderwertig lange hintangefeßt wurden, nunmehr in absehteitsgefühl erzeugen muß, wenn sie nicht zu barer Zeit die verdiente Berücksichtigung finden werden. allen Funktionen, die die parlamentarische BetäDas Referat des Genossen Taub. Genosse Taub Zur Sache selbst führte Genosse Taub] u. a. aus: Es ist meine Pflicht als Berichterstatter, ausdrüdlich tarauf aufmertjam zu machen, daß der borliegende Initiativantrag Pohl- Brožik bisher die Zustimmung der Regierung nicht erlangt hat. Ich bin aber der Auffassung und alle, denen die Verhältnisse bekannt sind, werben mit mir über vinstimmen, daß allerhöchste Zeit ist, daß die in den Radiumbetrieben herrschenden Verhältnisse von unserer Oeffentlichkeit mit der größten Sorgfalt verfolgt und alles gesan werde, was die Beseitigung der schädlichen Einflüsse auf die Gesundhest der in den Radiumbetrieben beschäftigten Persenen, ohne angemessene Entschädigung jener Personen, die durch die Arbeit in diesen Gruben eine dauernde Schädigung ihrer Gesundheit erlitten, td eine Regelung ibrer finanziel Ten und rechtlichen Verhältnisse verbürgt, die wenigstens annähernd der gesundbeitsschädlichen Beschäftigung dieser Personen angepakt ist. Vei uns ist schon sei langer Zeit der Uebel fand eingerissen, daß Jaibiativanträgen überhaupt tein Gericht beigelegt wird. Viele schreiben die heutige Situation, die ermüdende Verhandlungen mit sich bringt, dem Umstand zu, daß die heutige Roalition feine Pětka oder Osmička geschaffen hat, bile es verhindern sollte, daß die Differenzen der artige Dimensionen annehmen, wie heute. Wer so urteilt, ist im Fertum. Er übersieht vor allem, daß die wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse fich grundlegend geändert haben. Objektiven Beob adterm it feiner nicht unbekannt, daß es auch unter der Herrschaft der Pětla und Comička zu vielen Differenzen gelommen ist. Was am meisten notint, ist aber eine gewisse ArbeitsteiLung. Die Initiative muß dabei acht in jedem Falle ven ter Regierung ausgehen.. Feststellungen des Genossen Bohl. batte wurden verschiedene Anregungen vor- Brief eines Joachimsthaler Bergarbeiters, in dem In der anschließenden ausführlichen De- Genosse Pohl verliest dann einen erschütternden gebracht; so soll unter anderem der Gesundheits- es heißt: ausschuß zur Mitarbeit eingeladen werden. Der Generaldirektor der Staatsgruben, Ingenieur Štauch, gab dann einen ausführlichen Be nach 15 Jahren und 2 Monaten pensioniert richt über die bereits getroffenenen Vorkehrunwerden. In Böhmen entfallen von 1000 Todesfällen 16 auf Lungenkrebs, im Bezirke Joachims thal aber 25. Tr. May Seimer hat darauf aufmerksam gemacht, daß es sich in Joachimsthal um eine be fondere durch die Radiumemanation verursachte Krankheit handelt. Besondere Bedeutung ist den Arbeiten des Prof. Dr. J. Löwy zuzumessen, der su dem Ergebnis fommt, daß es sich um eine durch die Emanation verursachte Krebserkran tung handelt. Diese Ansicht wurde auch von Aerzten bestätigt, die vom Gesundheitsministerium zu einer Eatque te berufen wurden. Ueber Anregung Dr. Löwys wurde der Joachimsthaler Krebs auf dem Lyoner Kongres 1929 als Berufskrantheit anerkannt. In den nächsten Tagen wird eine Abhand Fung aus der Klinik des Prof. Nonnenbruch ver öffentlicht werden, wonach zur klinischen Feststellung des Krebses ein Zeitraum von zwei Jahren notwendig ist. In diesem Zusammenhang muß man darauf verweisen, daß der Herr Präsident 300.000 K zur Erforschung der Entstehung und der Feilungsmöglichkeiten dieser Krankheit gewid met hat. Mit dieser wissenschaftlichen Erforschung muß so bald als möglich begonnen werden; n'ach meinen Informationen wird dies etwa Ottober der Fall sein. Die Gewinnung des Radium, das kranken Leuten so unschäßbase Dienste leistet und mit dessen Hilfe Tausende dem Leben zurückgegeben and Hausende ihre Arbetskraft wieder erlangt haben, hat andererseits den Tod oder die vorzeitige Invalidität der in Nesen Gruben be schäftigten Bergleute zur Folge. Von diesem Gesichtspunkte aus ist es notwendig, daß der Staat alles tue, was in seinen Kräften steht, um weiteren Erkrankungen möglichst vorzubeugen. Ter Initiativantiag wurde auf Grund von Tas verlangt der Initiativantvag, mit dem wir Erfahrungen ausgearbeitet, die diese Gewerkschaft uns heute befassen, und zwar sollen derartige Vorder Union der Bergurbetter gewonnen fehrungen nicht nur für die Grubenarbeiter, sonhot. In der Tenkschrift, die diese Organisation et für alle getroffen werden, die bei der ten Beatralbehörden überreichte, find folgende Radiumverarbeitung beschäftigt find. Daten angeführt: Soll irgend eine Regelung zweckmäßig sein, Im Jahre 1928 starben an Lungenkrebs dann ist eine entsprechende Aufsicht not sto ei Vergarbeiter aus Joachimsthal, nach 16 wendig; Die Antragsteller lösen sie so, daß alle baw. 18 Tienstjahren, im Jahre 1929 nenn daran interessierten Faktoren an ihr beteiligt fein beiter mach 13 bis 22, im Jahre 1930 sechsollen. Die§§ 3 und 4 befassen sich mit den VorArbeiter nach 14 bis 24 Dienstjahren. Auf je 100 Mitglieder der Braderloben entfollen jährlich 0.49 Todesfälle, in Joachimsthe aber 1.29. Das durchschnittliche Sterblichkeitsalier beträgt bei allen Mitgliedern der Bruderladen 43 Jehre, in Joachimsthal aber nur 37 Jahre! Die Pensionierung erreich: ein Mitglied der Bruterade nach einer durchschnittlichen Dienst zeit von 20 Jahren und 5 Monaten, in den Joachimsthaler Gruben muß es jedoch schon schriften über die Einrichtung derartiger Betriebe und Anstalten, die§§ 5 bis 7 mit Vorkehrungen zum Schutz der Angestellten.§ 8 befaßt sich mit dem Lohn der Arbeiter und Angestellten in den Radiumbetrieben. Es ist klar, daß man den materiellen Verhältnissen der Personen, die solchen schrecklichen Schäden an ihrer Gesundheit ausgesetzt sind, die größte Aufmerksamkeit widmen muß. Diesen Personen sollte die Möglichkeit geboten wazben, sich ordentlich zu ernähren und so ihre Wider, standsfähigkeit gegen die Kranthait zu steigean. gen und über die Arbeiten der beim Arbeitsministerium eingesetzten Kommission zum Studium der Joachimsthaler Bergkrankheit. In die Debatte griff der eigentliche Initiator des Gesezentwurfes, ein. Genosse Pohl Er verwies zunächst auf die ausführliche Denkschrift der Union der Bergarbeiter vom Juni 1928, aus der Genosse Taub in seinem Referat die Ziffern über die erschreckliche Steigerung der Todesfälle unter den Joachimsthaler Bergarbeitern bereits angeführt hat. Aus den Sterematrikeln des Pfarramtes in Joachimstahl geht hervor, daß in den Jahren 1927-1928 147 Bergarbeiter gestorben sind, wobei in 61 Fällen Lungentuberkulose als Todesursache angegeben wurde. Jm Rothauer Eisenwerk entfiel ein Todesfall durch Tuberkulose auf 880 Beschäftigte, im Braunkohlenbergbau durchschnittlich auf 770, im staatlichen Bergbau in Joachimsthal aber schon auf 103 Beschäftigte! Seit der Ueberreichung der Denkschrift wurden beim Arbeits- und Gefundhettsministerium unzählige Interventionen durchgeführt. Barsprechungen wurden wiederhole gegeben, durchgeführt doer so gut wie keine. In einer Denkschrift des Arbeitsministeriums vom 2. Dezember 1930 an den Stadtrat in Joachimsthal wird mitgeteilt, das Ministerium sei der Ansicht, ,, daß die Angelegenheit im administrativen Wege gelöst werden kann, so daß es nicht notwen dig sein wird, für diesen Staatsbetrieb ein eigenes Gesetz herauszugeben." In der Zuschrift heißt es weiter: ,, Die bisher aus parlamentarischen Kreifen hervorgegangenen Gesesesanträge enthalten der art weitgehende Forberungen, daß ihre vollinhalt liche Gesezwerbung zur Einschränkung oder Stilllegung des Joachimsthaler Betriebes führen müßte." „ Eine fleine Schilderung aus unserem Familientreis: Mein Vater hatte 6 Kinder und ist mit 36 Jahren gestorben; ein Schwager 39 Jahre, 5 kleine Kinder, 1910 gestorben; ein Schwager 36 Jahre, 3 fleine Kinder, 1913 gestorben; ein Schwager 39 Jahre, 8 fleine Kinder, 1918 gestorben; ein Schwager 35 Jahre, 2 fleine Stinder, 1920 gestorben; ein Bruder 47 Jahre, 5 fleine Kinder, 1928 gestorben; so ist mein zweiter Bruder Klement, welcher jetzt in Brag im Spital ist, der siebente Fall," Der Schreiber dieses Briefes erklärt dann, daß auch er selbst bereits bergfertig" ist. Cenosse Pohl stellt weiter fest, daß die Klinik Nonnenbruch und Prof. Dr. Löwy seither von den Untersuchungen so gut wie ausgeschaltet werden, die zahlreichen Obduktionsbefunde geheimgehalten und die Hinzuziehung des Chefarztes der Falke nauer Revierbruderlade Dr. Nitzl zu den Obduk tionen nach Möglichkeit vereitelt wird. Dieses Vorgehen der staatlichen Montander waltung erweckt den begründeten Verdacht, daß hier etwas vertuscht werden soll. Auf das adminiftreibe Einschreiten der Staatsgrubenverwaltung zu warten, hieße die Joachimsthaler Bergarbeler wehrlos und schuylos ihrer verhwerenden Berufskrankheit ausliefern! Jene Maßnahmen, die die Wissenschaft schon heute zur Linderung dieser furchtbaren Krankheit fordert, müssen erfüllt werden, das kann aber nur geschehen, wenn die sozialpolitisch rückständige Verwaltung der Staatsgruben hiegur durch ein besonberes Gesetz gezwungen wird. Dies soll cben durch unseren Antrag geschehen. Ist es nicht eine Anomalie, daß die Menschen, die das kostbare Wadium erzeugen, dabei selbst elend zugrunde gehen und daß seitens der verantwortlichen Organe des Staates so gut wie nichts unternommen wird, ja daß die staatliche Grubenverwaltung dike Kühnheit hat, die notwendigen Maßnahmen zum Schuße des Lebens der Joachimsthater Bergarbeiter mit der Ausrede verhindern zu wollen, daß der Betrieb passiv sei. Genosse Pohl verwies dann auf die Resolution des Gesundheitsausschusses vom Juni des Vor. jahres, in der von der Regierung die Veripirk lichung einer Reihe von Forderungen verlangt wurde. Der anwesende Gesundheitsminister Dr. Ist nicht der Přibramer Staatsgrubenbetrieb Spina hat sich ebenfalls für diesen Antrag ein- bereits seit 30 Jahren passiv, ebenso die Staatsgefept, aber trotzdem bleibt alles beim alten, Für diese leichtfertige Passivität ist der Arbeitsminister bezw. die Staatsgrubenverwaltung verantwortlich. gruben in Podbrezova seit dem Bestand des Salates mit jährlich mehr als 20 Millionen? Die Löhne der Joachimsthaler Bergarbeiter sind ihrer mörderischen Arbeit keineswegs anDaß die Krankheit in noch schärferem Umgepoßt. Sie sind mit Recht empört, daß sie tatenfang weiter wütet, geht aus einer Ergänzung der los zusehen müssen, wie die mörderische Krankheit Denkschrift der Union hervor, in der festgestellt trots aller Versprechungen unter ihnen weiter wird, daß im Jahre 1928 unter 299 Mitgliedern wütet, wie ein Kamerad nach dem andern im 394, im Jahre 1929 unter 289 aber bereits 487 blühendsten Mannesalter dem Tode verfällt und er Krankheitsfälle zu verzeichnen waren. Von je 100 seine Familie hilflos und dem größten Glend preisMitgliedern der Revierbruderlade in Falfenau gegeben zurüdlassen muß. waren im ersten Halbjahr 1930 5.2 ständig im Krankenstand, in Joachimsthal aber nicht weniger als 9.4! Wie elend die Versorgung der Provisionkten, bzw. die Witwen- und Waisenrenten sind, geht aus folgenden Daten hervor: Auf die durch Seite 4. schnittliche Tienstzeit von 15 Jahren und 2 Monaten entfällt eine Provision von sage und schreibe 1860 K jährlich, das sind 155 K monatlich oder 5 K 50 täglich. The Witwenpension beträgt im Durchschnitt 920 K jährlich, das find 77 K 50 monatlich oder 2 K 58 täglich), die Waisenrente gar nur die Hälfte dieses Betrages. Witwen- und Waisenrenten zusammen dürfen das Höchstausmaß 133 K monatlich oder 4 K 43 täglich! Donnerstag, 9. Juli 1931. Tagesneuigkeiten 4000 Zodesopfer der Ueberschwemmung in China? London, 8. Juli. Times" meldet Vom Rundfunk Nr. 158. Wir protestieren gegen den brutalen Klaffen- 1 egoismus dieser Gerichtsbarkeit. Wir protestieren gegen das Justizverbrechen an acht unmündigen Empfehlenswertes aus den Programmen. Menschen!... Wir erwarten von den verantwort lichen Führern der Vereinigten Staaten, vor Freitag. allem von ihrem Präsidenten, die Erneuerung des Prag: 11.30 Schallplatten. 14.30 Nachmittagsamerikanischen Gerichtswesens und damit dessen fongert. 17.10 Schallplatten. 18.25 Deutsche Senaus Rehabilitation. Im gegenwärtigen Fall erwarten dung: Pleyer: Die nemen deutschen Großtonfilme bon 1395 K jährlich nicht übersteigen, das find Hongkong: Die Neberschwemmungen in Kwan- alle, die das Gut der Gerechtigkeit und der Hu- für den kommenden Winter. 19.30 Rumänische Liemanität selbst höher einschätzen als die Sicherheit der. 22.15 Schallplatten. Brünn: 12.20 SchallWenn die Mitglieder des Ausschusses den tung, die sich bis Kanton ausdehnen, gehen ihrer Person, den Freispruch der acht unschuldig platten. 18.25 Deutsche Sendung: Prof. Krankheitsverlauf an Ort und Stelle verfolgen zurück. Man nimmt an, daß bei der Ueberflutung verurteilten Neger." Dr. Blach: Der Bettler im Orient. 19.55 Musik, könnten, würden sie sichyer bedingungslos dem An weiter Landesgebiete rund viertausend Menschen Mehr als 60.000 gemeldete Arbeitslose in 18.25 Schallplatten. Breßburg: 12.30 MittagsReisebilder. Mähr.- Ostrau: 11.30 Schallplatten. trag zustimmen. Scheinbar gesunde Menschen in ums Leben gekommen sind. den besten Lebensjahren 32 und 36 werden siech, Mähren- Schlesien. In Mähren- Schlesien wur- tongert. 18.00 Ungarische Sendung. Berlin: 16.30 es stellt sich Atemnot ein und nach sechs- bis zwölfden im Monat Juni bei 46 Arbeitsvermitt- Angelsächsische Musik. 21.05 Mark Twain, Quermonatiger Krankheit werden sie vom Tode ereilt. Arbeitslose( im Mai schmitt. Hamburg: 16.15 Das bastische Heimatlungsämtern 62.636 Arbeitslose 74.688) gemeldet. Davon waren 44.762 Män lied. Leipzig: 12.05 Opernduette. 20.40 Rautajische Ballade. München: 20.00 Die Opernprobe, ner, 17.599 Frauen, 178 Lehrlinge und 97 Lehr- Oper von Lorging. Wien: 12.00 Richard Tau mädchen. Von den Arbeitgebern wurden im ber fingt. Für die Feintüde der Krankheit spricht die Tat Mongolen tapern das Poftflugzeug Nanting- Berlin. jache, daß Bergarbeiter aus Joachimsthal, dic Furz vor ihrem Tode mit negativem Befund rönt genisiert wurden, bei der Obduktion ungeheure Krebsgebilde an der Lunge aufwiesen, die Hankau, 8. Juli. Das Postflugzeug Nantting- Berlin, das wegen des schlechten Wetters Juni 12.571 freie Arbeitsplätze( 8505 für Mäneine Notlandung vornehmen mußte, ist Ein kleiner" Irrtum. Dienstag verbreitete sich bis mehrere Kilogramm schwer sind. Wie immer die Wissenschaft zu diesen Fällen von einem mongolischen Stamm in Besitz ge- ner, 3742 für Frauen und 234 für Lehrlinge steht, eines dann niemand bestreiten, daß die nommen worden. Das Schicksal der bei- und Lehrmädchen) gemeldet. Durch die Ver- die Nachricht, daß die Sternwarte in Rioto einen Menschen in den Joachimsthaler Gruben im den deutschen Piloten ist unbe- mittlung der Arbeitsämter erhielten im Juni neuen Planeten entdeckt habe, dessen blütenesten 2cbensalter dahingerafft werden, daß annt. Ein Hilfsflugzeug entdeckte das Post- 11.802 Personen Arbeit zugewiesen. Ausweis- Durchmesser 11.000 Meilen beirage. Diese ihre Sterblichkeit dreimal so groß und ihre flugzeug, bon mongolischen Soldaten farten zum Bezuge der Arbeitslosenunterstützung Nachricht, die in den astronomischen Kreisen der Erbaankungsziffer doppelt so groß ist, als bei umgeben, die auf die zu Hilfe eilende Maschine wurden an 24.671 Arbeitslose ausgestellt, davon aber auf einem Irrtum, der durch schlechtes Ablesen den Bergarbeitern der anderen Rebiere. Ich bin Schüsse abgaben. überzeugt, daß, wenn es sich um einen Privatbetrieb handeln würde, die Behörden schon längst Maßnahmen zum Schuße des Lebens der Betroffenen ergriffen hätten. Daß es aber ein Staatsbetrieb ist, der doch in erster Linie mit seinen sozialen Einricfungen an der Spike stehen sollte, scheint hier gerde das Hindernis zu sein, daß cwas Durchgreifendes geschieht! Die ethische Frage des Kapitalismus. tigungslos waren. ganzen Welt große Ueberraschung hervorrief, beruht an 15.456 Personen, die vorübergehend beschäf- der japanischen Ziffern verschuldet wurde. Der Durchmesser dieses neu entdeckten Himmelskörpers, der kaum als Planet angesprochen werden kann, beträgt bloß 120 Meilen. Der Othello von Laa. Aus Laa an der Ein Leser schreibt uns: Thaya wird berichtet: Furchtbar hat ein LiebesAls zufälliger Zeuge einer Auseinander- verhältnis geendet, das der 30jährige Landwirts- Fabriksbrand. Dienstag abends entstand im sehung zwischen einem Bergarbeiter des Brüger sohn Leopold Kastner aus Hanftal mit der Werk 5 der Wimpassinger Gummifabrit Kohlenreviers und der zuständigen Kanzlei, no- 20jährigen Ludmilla Rudorfer in Laa an der( Oesterreich) ein Brand, der den Dachstuhl, das erste tierte ich einen Ausspruch, der an Frechheit, Thaya unterhielt. Kastner verfolgte das Mädchen und das zweite Stockwerk vollkommen einäscherte. Rücksichtslosigkeit geradezu Rekord schlägt. Jahre seit einiger Zeit mit wilder Eifersucht und er- In den beiden Stockwerken lagerten ungefähr 20 Genosse Pohl stellt abschließend fest, daß unser hindurch schuftete ein Prolet für den Ausbeuter- schreckte sie mit seinen Drohungen so sehr, daß Waggons Stoffe. Der Schaden ist sehr groß. Antrag eine dringende Notwendigkeit fad der Kohlenmagnaten, bis er eines Tages fie gegen ihn die Strafanzeige wegen gefährlicher Das Feuer ist vermutlich durch Selbstentzündung ist und daß auch die Möglichkeit besteht, ihn grund- infolge Massenreduktionen entlassen wurde. Und Drohung erstattete. Am 4. d. nun kam Kastner ausgebrochen. Der Betrieb der Fabrik erleidet durch fählich durchzuführen. Er ersucht den Ausschuß, als er, ergraut und ausgepumpt, entlassen nach Laa, überfiel die Geliebte in ihrer Schlaf den Brand keine Störung. fich grundsätzlich für die Annahme unseres An- wurde, da kam er nicht und forderte sein unan- fammer und erwürgte sie mit bloßen Ausflugs- Sonderzüge. Die Staatsbahndirektion frages auszusprechen und den verzweifelten Berg- tastbares Recht auf Arbeit. Nein! Der hun Händen. Dem toten Mädchen band er die Prag- Nord fertigt im Monate Juli folgende Ausarbeitern von Joachimsthal nicht den letzten Rest gernde, vergrämte Lohnsflave bettelt um Arbeit, Hände mit einem roten Band zu- flugs- Sonderzüge ab: Am 12. Juli nach Hirschdes Glaubens aut die Gerechtigkeit der Gesetz- um Gnade. Hier aber, an der verfluchten Ar- sammen; auf die Brust der Toten legte er berg und auf den Bösig für 58 K einschließlich der Gejet- beitsstätte, wo er Jugend, Mannesalter beitsstätte, wo er Jugend, Mannesalter turz ein Marienbild, eine Brieftasche, die mit üblichen Verpflegung. Die restlichen Fahrkarten sind gebung zu nehmen. das ganze Leben als Opfer dem Moloch des den Liebesbriefen des Mädchens gefüllt war, und bei der Kasse Nr. 13 erhältlich. Die Zahl der TeilKohlenmagnatentums dargebracht hatte, wird ein an den Untersuchungsrichter gerichtetes nehmer ist auf 300 beschränkt. Am 19. Juli von Einsetzung einer Subtommiſſion. ihm die schamloſe Weisheit des Kapitalismus Schreiben mit Worten der Erklärung und des Karlsbad nach Dresden zum Preise von Abschieds. Dann ging Kastner nach Hause, holte 128 K. Dieser Zug wird auch von Prag zum selben Nach abgeführter Debatte wurde eine Kom,, Was wollen Sie eigentlich von uns? Su- ein Rasiermesser und fehrte wieder in die Breise abgefertigt werden. Der Zug wird auf der mission gewählt, der außer dem Referenten GeSchlafkammer der Geliebten zurück. Die Tat Fahrt in Schlackenwert, Kaaden, Komotau, Brüg, noffen Tau b die Genossen Pohl und chen Sie eine Beschäftigung!" war noch nicht entdeckt; die Tote lag im Bett, Dur, Teplit- Schönau, Aussig und Raudnih halten. Tayerle sowie die Abgeordneeten Tuěny, Du Ja, großzügig ist der Kapitalismus. Er wie er sie verlassen hatte. Neben dem Bett ließ von diesen Zwischenstationen aus wird der Fahrbicky, Hudec, Baculik, Stetta und Geyer ange- hat Lehnsklaven befreit", er hat ihnen freie er sich auf einen Stuhl nieder; dann durchschnitt preis entsprechend ermäßigt. Im Preise sind außer hören, und die dem Ausschuß bis zum 15. Sep- Bahn zum Darben und Verkommen gegeben. er sich mit dem Rasiermesser die Kehle. Als man dem Fahrgeld Frühstück, Mittagessen, Jause, Fahrt tember d. J. einen Bericht erstatten soll. Die Sein Gewissen ist rein Und wenn alle ihn fand, war er bereits ausgeblutet. mittels Autocar und alle Eintrittsgelder inbegriffent. Kommission beschloß, am Dienstag, den 14. d. M. Stride dieses Wirtschafts- ,, Systems" reißen, -Am 26. und 27. Juli ins Riesengebirge, eine Exfursion in die Joachimsthaler Radium- wenn eine Krise( die Erbsünde des Kapitalis Berheerender Wolkenbruch über Hamburg. verbunden auf der Rückfahrt mit einer Besichtigung betriebe zu unternehmen, um sich aus eigener mus) Millionen Arbeiter um ihr Brot, Obdach Die wolkenbruchartigen Regenfälle, die auch Mitt- der Pardubiter Ausstellung, zum Preise Anschauung ein Bild über die dort herrschenden bringt, dann verliert der kapitalistische Prediger woch morgens noch andauerten, haben in Ham- von 178 K, worin außer dem Fahrgeld hin und Verhältnisse und über die notwendigen Abwehr- den Wut nicht und erteilt Ratschläge in der Art burg im Laufe von 36 Stunden nicht weniger als zurüd die Autobus- und Drahtseilbahn hin und zuvon„ Sei tüchtig", suche eine„ Nebenbeschäfti- 76 Millimeter Niederschlag gebracht. In Stade an rüd, zwei Mittagessen, zwei Frühstücke, Nachtmahl, maßnahmen zu machen. * Herr Abgeordneter Krumpe, berkündet: Im Sinne der Ausführungen des Genossen gung", Arbeite und es wird dir geholfen", usw. der Unterelbe wurde eine Niederschlagsmenge von Jause, Nachtlager und Eintrittsgelder' inbegriffen Taub wurde der Borsigende beauftragt, mit der Der kapitalistische Prediger sitzt nicht nur in der 95.2 Millimeter festgestellt, während im ganzen sind. Das nähere Programm ist bei der Kasse Nr. 13 Regierung über die baldige Vorlage eines Ge- Direktionsstube, in den bürgerlichen Redaktio- Juni nur 57.6 Millimeter gemessen wurden. Die Prag Masaryk- Bahnhof, die gegen einen Vorschuß setzes über die Berufskrankheiten, das nen, er trägt auch den Habitus eines Wissen gewaltigen Wassermassen haben vielfach ver- von 20 K Anmeldungen zu allen Zügen entgegenauch die Joachimsthaler Bergkrankheit ein- schaftsmannes, eines objektiven" Forschers. Die heerend gewirkt. In Hamburg allein wurde die nimmt, oder beim Ausflugszug- Referat Prag Breschließt, zu verhandeln. Welt der Arbeit muß schon verzweifeln, wenn Feuerwehr 240mal alarmiert, um das in die dovská 7 zu erfahren. Zum Zuge nach Dresden im Jahre 1924 nach Christi Geburt ein Pro- Kellerwohnungen eingedrungene Wasser herauszu können Anmeldungen auch bei allen oben angeführfessor es unternimmt, die Wohltaten der Krisen pumpen. Feuerwehr mußte auch mehrere drohende ten Stationen, u. zw. längstens bis 13. Juli cranzupreisen, wie da folgt: Mauereinstürze verhindern. Ganze Straßen- folgen.( Gemeinsamer Paß.) Im Monat September Was ist der Wechsel von Aufschwung und züge standen unter Wasser. Der Ver- ist ein Ausflugszug nach Berlin und ein zweiStodung im Wirtschaftsleben? Er bildet das tehr fonnte nur mit Sähnen aufrecht er- tägiger Ausflug nach Bayern( Nürnbergstärkste Mittel, das hätte erdacht werden können, halten werden. Die Seirschenernte ist voll- München) in Aussicht genommen. aus dem Menschen an wirtschaftlichem Kraftwillen ständig vernichtet. Auch durch Blitzschläge herauszupressen, was er herzugeben vermag. Im ist viel Schaden angerichtet worden. Mehrere GeAufschwung das Zuckerbrot des Gewinnes, in der bäude wurden durch; Blitzschlag und Fener ein Stodung die Beitsche der Not. Was ist wir geäschert. Tungsvolleres erfindbar?"( Artur Spiethoff im Handwörterbuch der Staatswissenschaften, Artikel ,, Krisen", Auflage 1925). Gie sprechen nicht die Wahrheit! Zu jenen politischen Gegnern der Sozialdemokratie, denen jede Gelegenheit willkommen ist, um der ihnen verhaßten Partei eins anzu hängen, scheint auch der christlichsoziale Abge= ordnete Krumpe zu gehören. Bei der am letzten Sonntag in der Turnhalle in Aussig stattgefundenen Protestversammlung der deutschen Gewerkschaften hat er wenigstens nach dem Berichte im Aussiger Tagblatt" folgende Aeußerung getan: Den gelahrten" Professor sollte man eigentlich in eine Frrenanstalt, oder besten Falles in ein Erholungsheim für Altersschwache stecken. Vielmännerei per Radio. Immer mehr ungeahnte Möglichkeiten erschließen sich dem Radio. Früher hat man eine Kanone gekauft und sich damit selbständig gemacht. Heute schafft sich ein junges Militärischer Berrat aus Romantismus. Ge- Mädchen seinen Kurzwellensender an und stern begann vor dem Divisionsgericht in treibt damit selbständig sein Allotria. Borerst ist das Prezburg der Prozeß gegen den Vormeister freilich nur in Amerifa möglich, allwo sich im Staate Tennessee soeben folgende amüsante Geschichte des Artillerieregiments Nr. 109 Josef Vozar begeben hat. In der Stadt Nashville lebt eine und vier Genossen, die wegen militärischen junge Studentin namens Mabel Willburg. Sie Verrats und Konspirierung gegen die hat sich selbst einen Sturzwellensender gebaut und Die lieben Verwandten und Bekannten waren bald Män. 4 ,, Die Sozialdemokraten spielen schon seit Jahren mit dem Gedanken der Berstaatlichung der in USA. Das Schauspieler ensemble des Anklageschrift dauerte über eine Stunde, worauf erledigt und die Sache wäre langweilig geworden, Gegen den geplanten achtfachen Justizmord Republik angeklagt sind. Die Verlesung der dann drauflos zu senden begonnen. Aber an wen? NEW.( Nordböhmische Elektrizitätswerke); sie hat Teplißer Stadttheaters schreibt uns:„ Am als erster Vozar einvernommen wurde, der sich wenn Mabel nicht einen glänzenden Einfall gehabt, ten schon einen sicheren Vertrauensmann für die 10. Juli sollen in den Vereinigten Staaten in zu seiner Tätigkeit bekannte, sie aber als Roman- hätte: sie beschloß, die Aetherwellen zunt Wertsleitung in Vorbereitung, so daß sie wegen der Stadt Scottsboro a cht unschuldige fismus erklärte. Das Verhör dauerte bis Mittag. nerfang zu benützen. Sie tutete drahtlose Heiratsder Personalfrage beruhigt waren!" Neger hingerichtet werden. Diese acht inserate in die Welt und da sie eine im Radio Wir wissen nicht, was Herr Krumpe im Reger werden beschuldigt, zwei weiße Prosti- Die amerikanischen Flieger Robbins und äußerst wohlgefällig klingende Stimme hatte, meltuierte vergewaltigt zu haben und wurden trok Jones sind gestern in Seattle mit dem Ein- deten sich die Verehrer in Scharen. Die ganze AtmoZusammenhang mit dieser Aeußerung noch der negativen Aussage der beiden Hauptzeuginnen decker Fortworth" zum Fluge nach Tokio sphäre widerhallte von gegenseitigen Liebeserklärunweiter gesagt hat, die Behauptung selbst ist von zum Tode verurteilt. Es handelt sich hier um gestartet, um den von der japanischen Zeitung gen. Für jeden Mann hatte Mabel ihre eigene WelA bis Z unwahr und erfunden! Unsere einen zweiten Fall Sacco- Vanzetti, der einmal sahi" für die erste zwischenlandungs- lenlänge, so daß zunächst keiner der Verehrer etwas Partei hat seit Schaffung des Elektrizitätsgeset- den Protest der Kulturwelt und der Arbeiter- lose Ueberfliegung des Stillen von den vielen Rivalen erfuhr. Allmählich fühlten zes gegen die Durchführung desselben Stel- schaft in allen Ländern hervorgerufen hat. Schon seans gestifteten Preis von 5000 Pfund die Herren jedoch das Bedürfnis, mit der schönen Dame näher in Verbindung zu treten, und mit der lung genommen und immer dafür gefämpft, am 4. Juni ging folgendes Protesttelegramm an Sterling zu gewinnen. das amerikanische Konsulat ab. Drei Kinder verbrannt. In St. Brieuc Frank Beit entwickelte sich so eine Riesentorrespon daß die Selbstverwaltungskörper die Elektrizi Arerianisches Konsulat Prag reich, Bretagne) verbrannten die drei kleinen Töch- benz zwischen Mabel und ihren zahlreichen Vertätswerke zu übernehmen, zu betreiben und die Protestieren gegen Hinrichtung von acht er eines Taglöhners in einem alten Eisenweit, daß sie sich sogar brieflich verlobte. Allerehrern. Die Studentin ging in ihrem Humor so systematische Elektrifizierung durchzuführen Negern in Scott boro stop Fordern Freilassung bahnwaggon, den die Familie bewohnte. Das dings begann dann die Sache schief zu gehen, da das haben. Die Selbstverwaltungskörper bieten pie stop Ferer entstand nachts, die Eltern waren abwesend. Mädchen nicht imstande war, die vielen Verehrer, beste Gewähr dafür, daß sie diese Unternehmun Mitglieder des Stadttheaterensembles Bepliz Unterweltsmord. Im Kontor einer New Yorker der zu halten. Eine Zeitlang ging es noch, dann die ihre Radiobraut" schließlich besuchten, voneinan gen zweckmäßig und zum Wohle der AllgemeinIn einem beigefügten Appell, der von den heit ausbauen sowie in der Lage sind, die Ver- Künstlern namentlich gefertigt ist, heißt es unter Flaschenfabrik wurde Charles Entrabba, der ein tam jedoch einer der Bräutigame durch Zufall auf sorgung der Bevölkerung mit Licht- und Kraft- anderem:„ Das Urteil gegen die acht Negerarbei- monds war, von drei Männern überfallen und Namen und Bilder einiger hundert„ Kollegen" fand. prominentes Mitglied der Bande Jad Dia eine säuberlich geführte Kartothet, in der er die ter erfüllt uns mit einem tiefen Abscheu crschussen. Die Mörder entfamen. Er schlug Lärm und benachrichtigte die Polizei. Die Nie und nirgends hat unsere Partei eine gegen jene, denen das Erbe Washingtons anver traut ist. Wir fordern sofortige Revision! Wir Bei einer Kletterpartie tödlich abgestürzt. Aus Untersuchung ergab jedoch alsbald, daß die junge Ansicht vertreten oder eine Handlung begangen, fordern, daß nicht Klasseninteressen, sondern Ge- Herrnstreichen wird uns berichtet: Beim Dame die vielen Verehrer und Bräutigame nicht wie sie ihr Herr Strumpe andichtet. Sollte Herr rechtigkeit die Verhandlungen leiten und jenes lettern im Schrammsteingebiet bei Bad Schandau geschädigt hatte und auch gar nicht darauf ausgeAbgeordneter Krumpe jedoch die tschechische Bar- Urteil sprechen wird, das die gebildete Welt von stürzte der 22jährige Zimmermann Scholz aus gangen war. Sie wollte sich, wie sie erklärte, nur tei gemeint haben, so müßte er etwas deutlicher einen Kulturstaat erivartet... Wir warnen vor Dresden am sogenannten Falkenstein so unglücklich einen Spaß machen". Infolgedessen wurde von dieser Untergrabung des geistigen und kulturellen ab, daß er einen Schädelbruch ovlitt. Der Vereiner gerichtlichen Verfolgung Abstand genommen. werden, da ihm sonst auch in diesem Falle der Kredits. Wir erheben Protest gegen eine Ge- unglückle wurde mit dem Schandauer Rettungsauto Der Spaß ist dem Mädchen jedenfalls glänzend Vorwurf nicht erspart bliebe, daß er etwas Un- richtsbarkeit, die den Rassenhaß fördert, statt auf nach Königstein geschafft, doch ist er auf dem Wege gelungen und ganz Tennessee lacht über den radic wahres behauptet hat! die Rufe der Vernunft und Humanität zu hören! um dortigen Krankenhause verschieden, tischen Reinfall so vieler junger und alter Herren, strom wirklich gemeinnüßig durchzuführen. Fr. 158. Orchestermulit mit einem Spinett. Die einfachste Art der Kombinationsmusik ist die, aus den verschiedensten Musikinstrumenten ein Orchester zusammenzustellen und auf diese Weise alle Arten bon Tönen ineinanderflingen zu lassen. Doch schon frühzeitig wurden Versuche gemacht, Instrumente zu Das Musikinstrument der Zukunft? Professor Martenot vor seinem spinettähnlichen Mujitinstrument, das die Fähigkeit hat, fast jedes bekannte Orchesterinstrument nachzuahmen. Donnerstag, 9. Juli 1931. Die bedrohten Amtspersonen Lest den Seite 5. Vierteljährlich Kč 18.15 Monatl. 6.45 39 ARBEITERFUNK Verlag der Neuen Gesellschaft, Berlin S 42, Alexandrinenstraße 37. Offizielles Organ des Freien RadioBundes d. Tschechoslowakei. DAS BLATT DER WERKTATIGEN BASTLER U. HORER Probeheft kostenlos vom Verlag der Neuen Gesellschaft G. m. b. H., Berlin S 42. Der ,, Arbeiterfunk" kann durch die Post, durch die Ortsgruppen des Freien Radio- Bundes, alle VolksAlexandrinenstraße 37, bezogen werden. www und die demokratische Sustiz. Prag, 8. Juli. Man kann Ausnahmen zu Urb weiter: Ein Betrunkener macht ungehörige gegeben die Anlagen wegen öffentlicher Bemerkungen gegen den Polizisten, der ihn stellt, Gewalttätigteit", begangen durch Wider- und wird tätlich. Alle Zeugen belunden, daß der abdichteit gegen eine" oder( Gott behüte gar!) Wann sinnlos betrunken war, so daß ihm kein Bedrohung einer Amtsperson" leicht auf eine wirt mehr einschenken wollte. Der Polizist erklärt, Formel bringen. Irgendwo padt ein Sicherheits- daß der Verhaftete nüchtern war, denn er organ ingend jenvanden und verfährt mit ihm in fonnte seine Personalien angeben. Der Polligift einer Weise, die mit den Grundbegriffen der tehält Recht. Der Angeklagte wird verurteilt Staatsbürgerrechte schwer in Einklang zu bringen seine Beschwerbe über die unmenschliche Prügel ist. Der Amtsgehandelte" protestiert was ihm cauf der Wachstube( Dede überm Kopf, so daß er jckermanat, der nicht auf Kubat schwört nach feine Zeugen nennen fann) mit einem Achselzucken fühlen kann und die Folge sind Strafverfahren ctgetan. Tas ist nicht eingeklagt, der Gerichtshof buchhandlungen sowie direkt vom Verlag in Berlin S 42. ach deni Strafgesetz aus dem Jahre 1803, das ist nicht zuständig. unserer Demokratie so gut gefällt, daß in absehForer Zeit faum eine Aenderung dieses Denkmals Man könnte diese Serie nach Belieben bis ins bes stupidesten Absolutismus zu erwarten ist. Urertliche fortseten. Nun hat sich aber ein Fall trommel erleichtert das Festhalten in jeder StelErstaunlich ist die Gedächtnisfrische der Amits- erdignet, der gewiß zu einer solchen Amblage führen lung. Für das untere Flugzeug hat man einen personen, die ihre Aussage wie aus dem Buch" wird und den wir gewissermaßen im Embryonal Einlauftrichter konstruiert, in den das Ende des cfzusagen pflegen, wobei es sich freilich in solchen fadian studieren können. Ein delegierter Arbei herabhängenden Schlauches eingeführt wird und der Fällen um das Rapportbuch des Konimissa- ter, ten der neue Hausherr, trotzdem er schon drei in der Kabine an der Rumpfoberseite rechts vont riats handelt und weiter, daß solche Aussagen Viertel des Zinjes erhalten hatte, nicht dinließ Ausschnitt zu dem Begleiter eingebaut ist. Durch ,, unter Berücksichtigung des Amiseides" ein Ge- und der mit seiner halbe und seinen kleinem Kin Herabdrücken des am Trichter angebrachten Hebels twicht besitzen, das die Zeugenschaft nicht mavifor- dern int Wolkenbruch regen amf der wird das am Schlauchende befindliche Ventil in den mierter Staatsbürger glatt in den Schatten stellt. Straße bleiben mußte, wurde vom Polizisten Trichter hineingezogen und geöffnet. Die VerbinTa spielt sich vor einem Senat eine Reihe von cfgeführt. Auf die Frage: Warum? warf der dung zwischen den für das Tanken bestimmten BeBrozessen nach diesem ominösen Paragraphen ab. Togist ihn auf die Erde und schlug ihn, bis er triebsstoffvorratsbehältern beider Flugzeuge ist daAnläßlich der kommunistischen Maifeier das Bewußtsein verlor. Auf der Polizeidirektion mit hergestellt. Sobald der Hebel losgelassen wird, haben in emem Landstädtchen Gendarmen ,, inter- blieb er bis zum Morgen des zweiten Tages. Mit löst sich das Ventil vom Einlaufstrichter und schließt teniert" und eine ganze Reihe von Anlagen war Keulen und Blitunterlaufungen kam er in die sich. Vom Einlaufstrichter fließt der Brennstoff die Folge. Eine Frau war angefagt, weil sie Redaktion des„ Pravo Libu", wo der Sach- über einen Durchflußanzeiger zum Vorratstant in ihren Mann, der als gaffender Zuschauer verhaftet verhalt festgestellt wurde. Cline Beule auf der der Kabine. wurde, am Arm pacte denn sie wollte da Etirm läßt darauf schließen, daß der auf der Erde Zu den besonderen Sicherheitsmaßnahmen gekonstruieren, welche die Töne verschiedener Instru- urch eine Amishandling vereiteln"(!). Ein Liegende von dem Polizisten mit Fußtritten hört die Ausrüstung der Befagungen dieser Flugmente in sich vereinigen. Bereits im 15. Jahrhundert zeuge mit Fallschirmen. Amt offenen Führersitz der finden wir einen französischen Apparatebauer, der Freund der Ghelente, die auf Fahrrädern zu dem ins Gesicht traftiert worden war. unteren Maschine, die eine Junkers G. 33 ist, sind ein Klavier konstruiert, dem gleichzeitig einige Orgel- Meeting gekommen waren und der ihmen bei der Die Folge dieses Vorfalles wird eine Gerichts zwei Rohrbügel zum Schuße des Führers bei pfeifen beigegeben sind. Etwas später entsteht in erhaftung die zwei Räder abnehmen wollte, danatürlich nicht gegen den etwaigem Schlagen des Schlauchendes angebracht England ein Musikinstrument, das auf mechanischem mit nicht irgendein Gamer den Tumult sich zu berhandlung sein worden. Zur Verminderung der Brandgefahr ist Wege alle möglichen Töne von sich gibt und gleich- be mache, whirbe des gleichen Deliftes verdächtigt Polizisten, sondern gegen den Widersetzlichen". zeitig mit den Händen und Füßen gespielt wird. und seine Frau, die den Gendarmen den SachverDie demokratischen Gerichte der Republik wer- der lange Auspufftopf durch einen furzen ersetzt Von ihm zum Orchestrion ist nur ein fur- belt regen wollte, befand sich gleichfalls vor entfernt von der Tankstelle erfolgt. An der Kielzer Weg, und seitdem wir den elektrischen Antrieb Gericht. Die Verhandlung wurde jedoch zur Karden also wieder einmal Gelegenheit haben, shres worden, damit der Austritt der Gase möglichst weit und Einbernahme Amtes zu walten. Wir sind nicht neugierig auf flosse befindet sich ein Rohrbügel, der verhindert, kennen, haben wir auch bald die elektrischen stellung des Sachberaltes rb. daß der Schlauch sich zwischen Seitenruder un Klaviere bekommen und alle anderen Instru- weiterer Zeugen verlagt. mente, bei denen der Mensch nur noch einen Hebel AAAA Rielflosse einklemmt. Der Kabinenboden des ober wwwwwww wwww liegenden Flugzeuges, einer Folkermaschine, hat ein umzulegen hatte, um Töne hervorzubringen. Der Schallplattenapparat gehört natürlich nicht hierher, und entwickelte zu diesem Zwed folgende Vorrich Gasfenster erhalten, damit das untere Flugzeug denn er ist kein Musikinstrument, sondern ein Wie tungen. Für das oben fliegende Flugzeug wurde gut beobachtet werden kann. Als Luftschraube wird dergabeapparat. Das erste Orchestrion war ein Ineine Tankschlauchtrommel in der Sabine eingebaut. eine Metallschraube verwendet. strument, das den Gesamtklang eines Orchesters wie Diese Trommel hat einen Durchmesser von etwa wird folgendermaßen vorgenommen: Das Tankflugderzugeben versuchte. Die heutigen Apparate sind einem Meter. An ihrer rohrförmigen benginfüh- zeug sucht eine möglichst ruhige Luftschicht auf und funstvolle Maschinen. Da gibt es solche, in denen drei renden Achse befindet sich auf der einen Seite der fliegt geradeaus oder in einer gleichmäßig weiten Geigen eingebaut sind, von denen jede nur eine emAnschluß an den Betriebsstoff- Behälter für das Kurve. Das zu tankenbe Flugzeug fliegt in etwas zige Saite besitzt. Die Geigen stehen im Kreise und Tanken, in der Mitte der Anschlußstuben für den geringerer Höhe an, stimmt seine Geschwindigkeit ein umfponnener auf dieses Tantflugzeug ab, und zwar so genau, bewegen sich mit ihrer Saite auf einen feststehenden Schlauch. Der Danfschlauch runden Bogen zu. Sobald sie ihn berühren, erklingt Gummischlauch mit Aluminium- Innenspinale, hat daß es längere Zeit rüdwärts gestaffelt unter dieder Ton. Da Maschinen exakter arbeiten als Meneine lichte Weite von 40 Millimeter, eine Zänge jenn also micht gewau darunter fliegen kann. schen, lann man mit diesen Apparaten ausgezeichnete von 20 Meter und wiegt pro Meter eva 1.3 kilo- Ist dies geschehen, so gibt der Führer des unteren gramm. Der Schlauch kann durch einen Ausschnitt Flugzeugs dem oberen Tanker das Zeichen zum im Kabinenfußboden herabgelassen werden. Sicher- Serablaſſen des Schlauches. Der untere Tanker heitshalber soll eine Windung des Schlauches stets verständigt sich mit seinem Führer durch ein eletauf der Trommel aufgerollt bleiben, damit der An- trisches, besonders dafür eingebautes Telephon über schlußstuben an der Trommelachse nicht das Gesamt- ethra notwendige Aenderungen der Stellung des gewicht des Schlauches zu tragen hat. Am unteren Flugzeuges, um den Schlauch ergreifen zu können. Ende des Schlauches befindet sich ein selbstschließen- Dann wird das Schlauchende nach Herstellung bes des Ventil. Eine daran angebrachte Drahilize von elektrischen Sicherheitsfonuallies in den Einlauftrichter einem Meter Länge steht mit der inneren Metall- geführt und mittels der Hebelübertragung in den spirale des Schlauches in Verbindung. Den Abschluß Trichter hineingepreßt. Der Brennstoff fließt nun dieses Drahtes bildet ein Stift, der nach Fangen mit einer Geschwindigkeit von etwa 200 Liter in Das Tanken in der Luft wurde bisher nur bei des Schlauches durch den Begleiter des unteren der Minute in den Tank des unteren Flugzeuges. Dauerflügen und zu experimentellen Zweden durch Flugzeuges in einen entsprechenden Kontakt neben Der obere Tanker erhält dabei durch Drehen der geführt. Die Deutsche Lufthansa hat nun auch in den Einbaufstrichter gesteckt wird. Hierdurch soll Schlauchtrommel den Schlauch in der notwendigen fester Beit praktische Versuche für den Luftverkehr die Bildung von Reibungselektrizität im Schlauch Länge. Der untere Beobachter am Durchflußunternommen, da für eine zukünftige Versorgung beim Fließen des Brennstoffs verhindert und ge- anzeiger gibt an, wenn fertig getankt ist. Ist der von Verkehrsflugzeugen mit Betriebsstoffen das fahrbringender Funkenbildung vongebeugt werden. gefanrutie Betriebsstoff übernommen, so gibt der Tanten in der Luft unerläßlich sein wird. Die Ein in die Schlauchtrommel eingebautes Gummi- untere Tanter dies durch Telephon feinem Führer Deutsche Versuchsanstalt für Luftfahrt wurde mit tabel soll das Einziehen und Auslassen des Schlau- und durch Zeichen dem oberen Tanker bekannt. der Herstellung eines besonderen Tantgeräts betraut ches erleichtern. Eine Fußbremse an der Schlauch- Darauf erfolgt das Einziehen des Schlauches. Wirkungen hervorbringen. Ein modernes Orcheſtrion ist sehr tener, tostet 80 bis 160.000 Stronen, liefert dafür aber auch die Mujit einer erstklassigen großen Stapelle, so daß die Gastwirte das Honorar für die Musiker sparen und die Sache sich recht schnell amortisiert. Diese Apparate enthalten alles, was in einem großen Orchester an Musikinstrumenten vertreten ist, im Original. Da sind Geigen angebracht und Trompeten, Flöten, Trommeln, eine Klaviatur und Orgelpfeifen, und wenn eine wirklich gut komponierte Walze aufgelegt wird, hat man in der Tat den Eindrud, es spiele ein großes Opernorchester. Daß dabei die vielen Berufsmusiker arbeitslos werden, ist eine traurige Tatsache, an die wir jeden Tag durch immer mehr Entlassungen erinnert werden. Das Neueste auf diesem Gebiet ist ein von dem französischen Musikprofessor Maurice Martenot tonstruiertes Instrument, das die Form eines Spinetts hat. Die Töne werden im Gegensatz Die Sensation. www ww 3 allen anderen derartigen Kombinationsmaschinen durch Anschlagen von luftleeren Metallröhren erzeugt. Diese Röhren, nebeneinander angebracht und verschieden lang und verschieden dick, geraten nach dem Anschlag in Vibration und übertragen mittels eines sogenannten Zerstreuers die Gesamttöne, also die erzeugte Musik, durch einen Lautsprecher an unser Ohr. Vor einiger Zeit wurde die bekannte Wurlizer Orgel, die außer den Orgelpfeifen noch eine Klaviatur, Flöten, Geigen, ein Tamburin, einen Schellenbaum, ein Xylophon und anderes enthält, als ein Universal- Instrument der Zukunft bezeichnet. Jetzt behauptet Prof. Maurice Martenot, sein Spinett nehme diesen Platz ein. Jeder einigermaßen Musitalische weiß, daß diese Instrumente alle sehr nett und sehr wertvoll sind und da man sie an beſtimmten Orten zu bestimmten Zeiten ganz gern hört, aber ein gut besetztes Orcheſter unter einem bedentenden Dirigenten ist durch ein noch so vollendetes Instrument niemals zu ersetzen. Wie wird in der Lust getankt? Das Resultat. zeugliste auf dem Arm und ein Bund Dietriche nicht bestellt ist, soll draußen bleiben. Da kann in der Hand, folgte ihr. Polizei müßte man rufen, rief jemand, der eben hinzugetreten war und nur das Wort„ erman was erleben. Und dann erzählte sie eine Geschichte von einem Reisenden, der einer Frau, der er was verkaufen wollte, ein unanständiges Angebot gemacht hatte. Sie gingen ins Haus. Man hätte sie fragen sollen, sprang die UnEin Arbeiter stellte sich in das Haustor und steckte, geschützt vor dem Zug des frischen Winterhaltung gleich wieder auf. Vielleicht ist einer des, seine Pfeife an. Einen Augenblid lang blieb ermordet worden. Jeden Tag passiert so was. er stehen. Er zog einmal, schmeckte den Dampi und hob schon das eine Bein, um weiterzugehen. Da stürzte eine Frau aus dem Hause. Wo wohnt Jawohl, Polizei, freischte ein fleiner ein Schlosser, feuchte sie ihn an. Und rannte Rentier, der auf seinem morgentlichen Spazier- ihn schon weiter, ohne auf Antwort zu warten. gang hier vorbeigekommen war. Aber so isses, Vorne um die Ecke, im Hinterhaus, wollte immer wenn man se braucht, isse nicht da. ber Mann noch rufen, da war sie schon weg. Was war denn mit der los, fragte eine Frau den Mann, die war ja ganz aufgeregt. Da muß ja was passiert sein. Nach'n Schlosser hat je gefragt, lagie der Arbeiter und ging nun wirklich. Vorübergehende, die ein paar Brocken des Gesprächs aufgefangen, blieben stehen. Warum macht sich der denn so schnell dünne, meinte eine Frau, und stellte ihren Marktkorb auf die Erde. Da muß was nich stimmen. Eben lief hier ne Frau aus'nt Hause.. Die iß'n Schlosser holen, sagte die, die den Mann gefragt hatte. Den Mann hätte man feststellen müssen. Das war schon der Nichtige, so'n verivegenes Gesicht, wie der hatte. Der hat sicher was auf'm Kerbholz. Diese Sterle heutzutage, jammerte eine, der man anjah, daß sie noch nicht allzuviel mit Kerlen zu tun gehabt. Wenigstens nicht, solange die Sonne dazu schien und ihre Vorzüge zur Geltung brachte. Die Frau, die eben so aufgeregt das Haus berlassen, kam zurück. Ein Schlosser, die Werkmordet" verstanden hatte. brummte er und schob den kleinen Nentier zur Da tam schon ein Beamter. Straße frei, Seite. Warum stehen Sie denn hier so herum. Da drin ham se einen totgeschlagen. Mordkommission is schon da. Wo? fragte der Schuhmann. Da drin. als los Ihnen, fragte ein junger Mann. Wieso mir, fragte die Frau zurück. Ich konnte mir das auch nicht denken. So'ne Frechheit, brummte die Frau. Jemand, der hinter ihr stand, sagte, gleich darauf jemand fragte, was denn sei, wahrheitsgemäß, er wisse es nicht. Aber er fügte hinzu, anscheinend habe man hier eine Bursche, der bald hier, bald da gehorcht hatte Frau vergewaltigt. Und totgemacht, ergänzte ein junger und nun weitergab, was er erfuhr. Jetzt kam der Schutzmann aus dem Hause. Los, weitergehen, sagte er zu den Wartenden. Is nichts los. Ach, Unsinn, da weiß ich ja nichts von. Da haben wir wieder die Polizei, sagte der So ist die Polizei. Erst isse nicht da und Rentner. Davor bezahlen wir das viele Geld. nachher weiß'se von nischt. Als ob das nicht und wenn dann mal was los is, denn wirds verintmer so gewesen wäre, sagte der fleine Rentierscht. Weil sie nicht hinterfassen wollen. Aber und trat zu dem Haufen zurück, als der Schutz- ich gehe nicht vom Blaze. Ich will wissen... mann in dem Haus verschwand. Die Menge war inzwischen noch größer, die Gerüchte noch wilder geworden. Einige wußten schon die Summe anzugeben, mit der der Mör- fam der flüchtig geworden. So'n feiner Pinfel solls gewesen sein, erzählte eine Frau, die schon eine ganze Weile den Versuch machte, in die Mitte des Gedränges zu fommen, wo sie mehr zu erfahren hoffte. Der Schlosser wollte was erwidern. Zu feinem ein Wort. Einverstanden. Und qun fommen Sie mit und erzählen Sie mir, was los war. Ja, was soll da los gewesen sein. Aso da fam eine Frau und holte mich. Und ich sollte ihr die Türe aufmachen. Mit'n Dietrich. Wissen Se, die Frau, wo mich geholt hat, wohnt abgeschlossen und denn is auch kein Drücker von außen an de Türe. Ne, bloß se'n Knopp. Ja, und denn war se aufn Markt gewesen, un wie se zurückkommt, fällt ihr ein, daß se vergessen hat, den Schlüssel umzustecken und denn war ihr das Schloß eingeschnappt. Und so konnte sie nun nicht in ihre Wohnung. Weil se doch den Schlüsfel nich mithatte. Un denn hat ſe mir geholt. War gar nich so einfach. Diese neuen Schlösser, mit acht Zuhaltungen, wissen Se, da muß man schon ein tüchtiger Schlosser sein, wenn man die aufmachen will. Na ja, da hats bei mir ja teine Sorge. Aber das schrieb der Reporter schon gar nicht mehr auf. Die schöne, dicke Ueberschrift war ihm zerflossen. Und der Menschenhausen zerfloß auch. Nur ein paar Unentwegte hielten sich bis zum Abend. Weitergehen, sagte der Schuhmann. Um diese Zeit kam der Arbeiter, der am Ich gehe ja schon, sagte der Meine. Morgen die Frau aus dem Hause hatte laufen Ein Reporter mit einer großen Kamera ſehen, vorüber. Und wieder trat er in dieses vorüber. Als er den Schußmann sah und die Haustor, um sich die Pfeife anzusteden. Als sie vielen Leute, machte er sofort eine Aufnahme. brannte, zog er ein paar mal, schmeckte den Dann photographierte er das Haus. Und schrieb Dampf und ging weiter, als wäre nichts gewealles auf, was er hörte. Das war die Sensation, fen. Das is er, munkelte man hinter ihm her. nach der er so lange gesucht. Das war was für und einer lief sogar, um den Schuzman aufdie erite Seite. Und dann gleich mit Bildern. merksam zu machen. Aber der kam gar nicht Jetzt kam der Schlosser aus dem Hause. Der erst mit. Ja, das sind die richtigen, antwortete ihr eine andere Frau. Diese feinen Pinkel. Gar nich in de Wohnung lassen soll man se. Das ist das einzig richtige. Wer bestellt ist, darf rein, wer Menschen außer mir eine Auskunft! Reporter fah ihn zuerst und stürzte sich gleich Zeiten sind das, sagte eine Frau. Zeiten. auf ihn. Hier haben Sie Geld. Aber feinem Dann war die Straße wieder leer, als wäre nichts gewesen. Erich Grisar. Ceife 6 Die Antwort auf die Angriffe der Reaktion muß sein: Hinein in die fozialdemokratische Partei. Genossen! Genossinnen! Werbet für Euere Bartei. www Donnerstag, 9. Jult 1931. Kunst und Wissen Mitwindung angejagt, boch ist es noch fraglich, ob es zum Start der Nordländer kommen wird. Das Turnier wird in vier Gruppen zu je bier Ländern vor sich gehen. Die Gruppenfieger tragen donn die Semifinalespiele aus, deren Siecer am besten Clympia tag im Stadion um den Weltmeistertitel int Arbeiterfußball fämpfen wer Kuckuck 30 Groschen 20 Pfennig 30 Rappen 1.60& K. cr. 158. Die größte illustrierte Wochenschrift Erscheint jeden Sonntag überall erfältlich Mayer- Egner: Zwischen Neun und 3chn." ( Uraufführung im Tepliger Stadt theater.) Die Kammerspiele des Stadttheaters in Teplit- Schönau brachten im Rahmen eines Ein after Abends die Uraufführung des einaftigen den. Dramas Zwischen Neun und Zehn von Dr. Wie stellt man sich den Verlauf des Turniers vor? Wayer- Erner. Ein Sklauspieler lebt so gang im Banne seiner Kunst, daß er das Leben nicht zeigen wird, sehr spannend und reich an schönen Natürlich wird es, da ja jeder sein Bestes anders sieht, denn als Material für seine schau- Situationen sein. So sicher ntan das erivarten erzielten Zeiten sind unter diesen Umständen jogar pielerische Gestaltungskraft. Er hat keinen Blick für die wirklichen Dinge des Lebens; en ficht ann, so wenig kann man voraussagen, wer die als glänzend zu bezeichnen. Der Endkampf wickelte für die wirklichen Dinge des Lebens; en ſicht große Konkurrenz gewinnen wird. Wan sich erst wenige Meter vor dem Zielband ab. Peklo nicht die Menschen, wie sie sind er spielt Rollen, hat ja, um nur ein Beispiel anzuführen, teine fonnte seinen Sieg vom vorigen Jahre wiederholen, auch wenn er nicht auf der Bühne steht und sogar blasse Ahnung, zu welchen Leistungen das eng- behinderte aber drei Meter vor dem Ziel den StraFrant mehr als Publikum. Alma will aber den Menschen den mitteleuropäischen Mannschaften steht, oder die- aufhin wurde Peklo disqualifiziert und Kühn zum Prager Produktenbörse.( Offizieller Beerwecken und ihr für sich gewinnen. Sie täuscht in der sich selbst die gewiegtesten Fachleute befin( Straßenbahn) in 5:57:33 Std.; bei den Junioin ihm der fanatischen Besessenheit entreißen, ihnen in vielem nachsteht. Aber trotz der Unkenntnis, Sieger erklärt. Lei den Hauptfahrern siegte Kühn nicht vom 7. Juli.) Die heutige Produkten vor, ihn betrogen zu haben. Da spielt Heinrich Produktenwecken börse verlief bei schwachem Besuch und sehr kleinem feine große Egene: er greift zum Revolver, um mannschaften erwogen. Fazt man die Ansich den, werden fleißig die Chancen der einzelnen ren Wrnata( Josefstadt) in 6:06:19 Std. Geschäft. Die großen Mühlen faufen noch nicht sich zu töten. Alma glaubt an die Echtheit der ein, da mit dem Betrieb noch nicht begonnen wurde Selbstmordubsicht und stirbt an einem Herzschlagen, die so im Umlauf sind, zusammen, so ergibt und sie mit heimischen und ausländischen Getreide An der Leiche der geliebten Frau erwacht endlich sich folgendes Bild: versorgt sind. Aus diesem Grunde hielt heute die ter Mensch in dem Schauspieler. Der dramatisch man an, England die Oberhand behalten, in der Dienstag trug die Slavia in Prag das erste Spiel In der ersten Ländergruppe wird, so nimmt Slovia gegen FC. Roma 1: 1( 1: 1). Ahn freundliche Stimmung für Roggen und Hafer nicht sehr gut gebaute Akt erreichte durch seine zielsichere zweiten Desterreich, in der dritten Deutschland and um den Mitropacup aus und erlebte gleich eine on und die Preise gaben mit Rücksicht auf die gün Bürenwirksamkeit und durch die wuchtige Gestal in der vierten Gruppe die Tschechoslowakei. Natür- verdiente Ueberraschung: die Italiener waren nämstige Witterung in der letzten Zeit nach. Für Wei- tungskraft Karl Ranmingers( Schauspieler) zen zeigte sich nur geringe Kauflust, und zwar von einen starken Erfolg. Der Autor und die Dar- ich könnte der Sieg der einen oder anderen nicht lich weit besser als der Ligameister, der von Glück jeiten kleinerer Mühlen. Am Markte war zivar geſteller wurden von dem ungemein beifallsfreudigen raschung gewertet werden. Wer dann in den bei- lage absetzte. Trotz des vorhergegangenen starken genannten Ländermannschaft unmöglich als Ueber- reden Tann, daß es nicht gleich eine glatte Niedernügend Ware vorhanden, doch genügte dieselbe nicht, publikum herzlich gefeiert. Ernst Thöner. um auf die freitägigen Preise drückend einwirken zu den Semifinalespielen siegreich bleiben wird, das Regens, der den Platz teilweise in einen See verTönnen. In Roggen war das Angebot verhältniszu sagen, getraut man sich allerdings schon nicht. wanbelte, waren die Italiener immer im Angriff. Eine Voraussage in dieser Richtung wäre schließ Ihr Tormann bekam im ganzen drei Schüsse zum lich auch eine mehr als gewagte Sache. Letzten halten, während Planička mit viel Glück weitere Endes ist es ja gleichgültig, ob dieses oder Treffer verhindern konnte. Slavia hat im zweiten jenes Band die Meisterschaft gevinnt, Haupt- Spiele gegen die Italiener sehr wenig Chancen zur sache ist und bleibt, daß der große Kampf einem Sieg. seinen vornehmsten Zweck, propagandistisch zu wirken, restlos erfüllt. Volkswirtschaft und Sozialpolitik eine obwohl er fie liebt ist ihm nicht lische Leam befähigt ist, ob es im können über Benbahner Kühn, daß dieser zum Sturz kom. Darmäßig groß und da die Mühlen frembe Ware auf- Sport Sport- Spiel- Körperpflege * * Halb Europa beim OlympiaFußballturnier. Siebzehn Ländermannschaften beteiligen sich. Dk Auslosung für die erste Kampfrunde. Gruppe 1: Belgien gegen England, Frankreich gegen Jugoslawien. Gruppe 2: Lettland gegen Schweiz, gegen Finnland. Gruppe 3: Palästina gegen Ungarn, gegen Dänemarif. Bürgerlicher Sport. Literatur „ Schloß Gripsholm." Eine Sommergechidhe Desterreich von Kurt Tucholsky. Ernst Rowohlt Verlag, Berlin. Mt. 2.85, geb. Mt. 3.75. Nach Schweden Deutschland auf Schloß Gripsholm unternimmt der Schriftstel er Peter mit seiner Freundin eine Ferienreise und Gruppe 4: Tschechoslowakei( Aussig) Holland, Polen gegen Estland.. gegen daraus formt der launige Plauderer eine feine, -r. nahmen, welche auch heute ziemlich angeboten wurde, fonnte heimischer Roggen nur bei Preisnachlässen von 3-4 K untergebracht werden. Auch für Hafer zeigt sich nur Bleine Kauflust, denn die Konsumenten sind genügend versorgt und auch in alter Ware sind die Vorräte groß. An der Börse waren heute auch die Vertreter der Mälzereien anwesend, um Wer sich über die Größe und Bedeutung des sich über den Stand der Gerste und die ErnteArbeiter- Olympias in Wien eine Vorstellung aussichten zu informieren. In alter Ware kam es machen will, der braucht sich nur das Programm zu feinem Geschäft, da dieselbe im allgemeinen aus einer Tetla ilveranstall thing dieses Riesenfestes anzuverkauft ist. In Mais wurde prompte Ware ge- schauen, zum Beispiel das des Turniers der Fußfacht, welche um 2 K anzog, ansonsten war die taller. Er wird dann kaum daran zweifeln fönStimmung hier ruhig. Die schwache Stimmung am Getreidemarkte wirkte naturgemäß auch auf den nen, daß das Wiener Ereignis nicht seinesgleichen Mchllmarkt ein, wo Weizenmehl um 2–5 K und hat und schwerlich so bald übertroffen werden kann. Tlas internationale Meisterschaftsturnier der zarte Liebesgeschichte. Es geschieht nicht viel in' dieRoggenmehl um 5 K zurüdging. Neue Kartoffeln ußballer, trohl nur ein leiner Teil des Festes, sem Buche, doch die Frohlaune, die von ihm auslagen schwächer. Neues Getreide ist verschiedentlich aber cn sich so groß, daß es für sich allein als ge- Man hat genug von den Bürgerlichen! Dev geht, amüsiert den Lefer aufs beste. Die beiden angeboten, doch kommt es mit Rücksicht auf die zu altige Veranstaltung bestehen könnte, ein Wellt den bürgerlichen Fußballverband in Desterreich an- heiteren, netten, lieben Menschen verleben ein paar hchen Preise bisher zu feinem Geschäfte. Gereignis wäre. Wehmen doch an dem Olympia- gehörende Sportbereiht Rapid Oberlaa hielt wundervolle Wochen, zum Schlusse erleben ſiz faſt notierten in K č: Rotweizen böhm., 81-82 g., turnier nicht weniger als siebzehn Ländermann- am vergangenen Samstag seine Generalverjanım- ein Abenteuer und reich an Erinnerungen fehren 166-170, 79-80 Sg. 159-162; Weizen gelb böhnt., daften teil! Wam hat es das schon gegeben? Dung ab Zur Sprache fom nur ein Thema: Ileber- fie heint. Dent Leser beschert die reizende Liebes77-79 g., 152-156, 74-76 g. 150-152; RogAlle Länder stellen ihre besten Mannschaften.#rf zm Arbeiterfußballverband. geschichte ein paar vergnügliche Stunden. F# gen böhm., 68-71 g., 152-155; HinterindustrieEs ist ja eigentlich selbstverständlich, daß jedes und es wurde nicht lange herumgerebet: In Reclams Universal- Bibliothet crichien: gerjte 108-116; Hafer böhm. 156-158, fehlerhaft 153 154; Donaumais 69-70; rumän. Futtermais, Bond, welches sich an der großen Sache beteiligt, die Bersammlung beschloß einstimmig, den Hans Kammerer:„ Photographierbach." Eine leichtBeinförn. neu 71-72; Futteratais La Plata 72 bis für diese seine tüchtigsten Spieler mobili- Wechsel o nasich als möglich durchzuführen. verständliche Anleitung. Mit 7 Zeichnungen im 78; Buchweizen 240-260; Erbsen Viktoria 230 bis fiert. Wir betonen es huir deshalb, weil es dies- Rapid Oberlaa ist einer der stärksten, vielleicht der Text. Nr. 7143. Gch. 40 Pf., geb. 80 Pf. Alle 260, gelb 195-210, grün, großförn. 210-240, grün, mal eine unstreitige Tatsache ist. Was Deutsch stärkste Amateurverein des österreichischen bürger- Freunde der photographischen Kunst- unt's wer ift teinföra. 190-200; Linsen großförn. mähr. 490 bis fand und Cesterreich zum Beispiel getan haben, Lichen Barbandes überhaupt. Daß sich von diesem das heute nicht? erhalten hier eine erschöpfende 520, mistere 280-330, Meinförn. 230-250; Bob- um ihre derzeit in bester Form befindlichen Spie in der lebten Zeit so viele Vereine losgesagt haben, und flare Darstellung dessen, was man wissen muß, nen 190-260; Mohn blau 620-650, silbergrau ler für die Teams zu ermitteln, das war fast mehr spricht nicht gerade für ihn. Bald wird er mit um gute Aufnahmen zu machen und selbst zu ent 660-700, filbergrau( Daubaer) 670-770; Sümmel als Gründlichkeit. Die beiden Nationen haben, um feinen ausgesprochen rechts gerichteten Verein allein widein. Die modernsten Errungenschaften auf photographischem Gebiet sind hier von einem bewähr. holländ. 500-525; Rojenflee 1931 300-350; Heu ihr Biel zu erreichen, eine Ungahl von Auswahl- jein. Wiener Arbeiterfußball. Am Sonntag wurde ten Fachmann in leichtverständlicher Weise für jeden böhm., ungepreßt, jauer 63-67, fit 78-77, ge- ipielen und überdies noch einige Städte und Län preßt, sauer 64-69, füz 74-79; Roggenstroh in derwettkämpfe ausgetragen. Daß in den übrigen die Mehrzahl der Spielle im Rahmen von Jubi- zugänglich und prastisch verwertbar gemacht; auch Bündeln, 1930, unpr. 43-45; Gersten- und Hafer- Ländern mit weniger Songfalt vorgegangen wurde, läumsveranstaltungen ausgetragen, die u. a. nach die Farbenphotographie und Kinegraphie fehlen futterstroh, gepr. 42-44, ungepr. 41-43; andere ist Baum angunehmen, da ja alle den Wunsch haben, stehende Ergebnisse brachten: Altona gegen Co- nicht. Belichtungstabellen erhöhen den praktischen -Alle wissenschaftlich- optischen VorausStrohjorten gepreßt 37-39, ungepreßt 36-38; bei der größten sportlichen Prüfung, die es im umbia 3: 2( 2: 0), Ofenreich gegen Felten 3: 0 Nußen. Weizengries 285-290; Weizenmehl OHH 265-270, Arbeitersport gibt, so gut als möglich abzu-( 1: 0), Ostbahn 10 gegen Phönigia 6: 1( 3: 0), jebungen werden knapp und klar vermittelt; RatO242-247, Nr. 1 198-203, Nr. 4 155-160, Nr. 8 schneiden. Favoribner AC. gegen Rudolfshügel 3: 2( 1: 2)!, schläge für künstlerische Photographie werden aus Wer kämpft alles mit? Ostbahn 11 gegen Simmering 3: 2( 1: 0). 108-110; Roggenmehl Nr. 0/1 233-238, 65% der reichen Erfahrung eines Kenners gegeben. So. 223-228, Nr. 2 138-143, Nr, 4 105-107; Grau- Es ist wirklich seine lebertreibung, wenn wir Freundschaftsspiele: Red Star gegen Haf- wohl der Anfänger wie der Fortgeschrittene findet pen Nr. 10-6 230-270; Bruchgraupen 225-230; jagen, daß on dem Clympiaturmien der Fußballer fing 2: 2( 1: 1), Technische Union gegen Germania in dem Büchlein einen zuverlässigen Berater. Sirje 245-253; Reis Burma 2 185-195, Moul- halb Europa teilnimmt. Gewiß ist bereits die Rudolfsheim 8: 1( 5: 1), St. Veit Gaswerk gegen main 40-250; Bruchreis 170-180; fanadisches Teilnahme von sechzehn Ländern, nämlich Deutsch- Baumgartener Sportfreunde 2: 1( 1: 0). Melhi 170-175; Weizenleie 77-78; Roggentieie 82 Tand, Belgien, Frankreich, England, Finnland, Das Radrennen Wien- Semmering- Wien der bis 84; amerikanisches Fett 990-1000; Eier: frische Lettland, Gstland, Ungarn, Polen, Tschechoslo- Arbeiterrabfahrer über 170 Kilometer fand Sonn- Berantwortlicher Redakteur: Dr. Emil Strauß. Prag. böhm. und mähr. 32-35, lovat. 29-32, polnische wakei( Aussiger Verband), Holland, Jugo- tag silabt. Vom Start weg bis zum Ziel mußten die Drud: Rota A.-G. für Zeitung und Buchdrud. Brag. 28-81, frische polni.( 1440 Stück) in Doll. 15.50 flawien, Desterreich, Schweiz, Dänemark und Pa- Fahrer mit heftigem Seitenwind tämpfen. Von 85 Für den Druck verantwortlich: Otto Solit. Prag. lästina. Als siebzehntes Land hat Norwegen seine gestarteten Fahrern hielten ihm nur 17 stand. Die Die Serungsmarkenfrantatur wurde von der Boft- u. Telegraphen Nur der Mikverda pfeift noch leise zwischen| chen kann er nicht. Er schüttelt nur den Waldden gespizten Lippen hervor vor sich hin. bären allen die Sand, daß mancher von ihnen Bis einer seiner verschlafenen Kameraden aufschreien möchte. fnurrt: bis 16.50. Holzfäller musizieren. Von Hans Honheiser. ( Schluß.) Wußt ruhig sein, fleine Trud, mußt ruhig fein. Jetzt fann der Teufel nicht her und bis wir fortgehn, da bist du wieder gesund. Aber jetzt erzähl mir was von dem garstigen Teufel: erzähl mir." Und die Trug erzählt: Alle Tage, wenns Abend wird, da macht der Teufel die Höllentür auf und der glühende Feuerschein fällt herein bis in die Stube. Und bann kommt er aus der Glut kommt er heraus bis ans Bett und will die kleine Trud aufreißen und mitnehmen. Das ist so schrecklich -wie sie immer davor Angst hat! Aber einmal wird er sie doch holen wenn niemand da ist, Der Vater nicht und niemand. Ach, sie hat Angst. Sie drückt erschaudernd das Köpfchen in die Kissen. ,, Morgen wird er tommen- morgen" schreit sie dann grell auf. Dann liegt sie eine Weile ganz still. Es ist, als ob der gequälte Kopf endlich Ruhe gefunden hätte. Aber dann sagt sie wieder und das kleine Stimmchen flingt rührend flehend: Ja, wenn Mujit da wäre Geigen und Flöten und Trompeten, da hätte ich keine Angst. Bielleicht möcht' er da davonlaufen. Vater tannst bu mir nicht einmal Trompeten und Flöten mitbringen? Bitte, bitte Vater!" Korzer steigt eine eine heiße Träne in die Augen. Armes Kind, willst deine Totenmusik noch selbst hören. Und ratlos steht er von seinem Stuhl auf, brückt Hessenbur furz die Hand, dann ist er ohne jein weiteres Wort hinaus. Was ist da noch zu sagen? Beten möchte er, daß die Trud doch erlöst würde. Wenn man wäh len muß, jie sterben zu sehen, oder in den Mauern des Irrenhauses So geht er schweigend hinaus. Auch Hessenbur hält ihn nicht. Er hat in den Mienen des alten Kameraden gelesen. ,, Gott Gott!" Korzer geht mit gesenktem Kopf und fest geschlossenen Augen über dev Steig durch den Wald. Manchmal flattert ein fahler, gespensterhafter Schein um ihn. Aber sonst ist es schon ganz dunkel. daheim. Er braucht ja nichts zu sehen. Er ist ja hier Aber in seinem Hirn bohrt ein Pfahl. Die Musik die Flöten für die Trud! Wie er in später Nacht an das fleine Fenster der Waldhütte klopft, in der die Kameraden schlafen, da steht es in ihm feſt: Mädel nichts, nichts auch kein Dottor Nein, er tann sonst nichts mehr tun für das mehr fann was tun aber ihre Musik soll sie haben, die Flöten und Pfeifen. Aus dem Schlafe weckt er seine Kameraden und erzählt. Ja, sie können eine recht schöne Musik machen. Der Ferdl mit seiner Flöte und der John mit seiner Ziehharmonifa und der Heidenreich mit seiner selbstgeschnittenen Pfeife. Dann wird der Heinrich die Mundharmonika blasen und der Mikverda wird pfeifen dazu. Alle sind sie einverstanden. Dem Kind des Kameraden soll dieser letzte Wunsch erfüllt werden. Noch in der Nacht beim Schein einer Sterze, fizzen sie um den Tisch und proben. Jeder gibt fein Bestes. ,, Ruh' geben jetzt!" Dann hört auch das Pfeifen auf und nur das dumpfe Schnarchen der müden Männer ist das einzig Lebendige in der Hütte. Und ein erster Schein des aufgehenden Mondes friecht langjant über den Tisch. Am Abend des nächsten Tages, da kriecht eine lange Schlange über den Waldsteig: Sieben Männer hintereinander. Der Ferdl und der John und der Heidenreich, der Heinrich und der Mitverda und der alte Storzer und voran eilt allen Hessen bur, der wieder nicht rasch genug daheim sein kann. Vor Hessenburs Häuschen stehen sie. Der trübe Vater geht zögernd hinein, dieweil stellen machen sich zum Spielen fertig. sich die sechs Musikanten vor der Türe auf und Dann geht es an. ,, Muß ich denn, muß ich denn, zum Städtele hinaus." geht. Dann eine Polfa, reißerisch, die in die Füße Und zum Schluß pfeift Mikverda. Leisje, dunkel und sehnsüchtig. Ein verfluchter Kerl, der Mikverda. Fast müssen sich's die anderen zugestehen: Es ist vielleicht die schönste Musit, die sie an dem Abend gemacht haben. Er pfeift noch immer. Bald flingt das Schluchzen einer Flöte zwischen seinen Lipepn hervor, bald das Singen einer Geige. In seinen leisen Melodien liegt die bange Furcht des sterbenden Kindes und die Sehnsucht Dann legen sie sich wieder alle zum Schlafen nieder und es wird still in der undurchdring-- Ruhe- Ruhe. lichen Finsternis der Hütte, Donn tommt Hessenbur aus der Tür. SpreHerausgeber: Siegfried Taub. Gheirebatteur: Wilhelm Nießnet. direktion mi: Erlas Nr. 13.300/ VII/ 1930 bewilligt. Sie gehen heim, während Heffenbur unter der offenen Tür steht und weint. Am andern Tage, obwohl die Sonne scheint, ist er nicht an seine Arbeitsstelle gekommen. Und er tommt auch übermorgen nicht; nicht am dritten Tage. Da beschließen die Männer, einen von ihnen ins Dorf zu schicken, damit er zuschaue und Nachricht bringe. Er ist am Abend des dritten Tages nicht zurüd. Am vierten lommt er. Und mit ihm Hessenbur und die Gertrud springt ihnen zur Seite und die Augen leuchten dem Mädchen, daß es eine Freude ist, ja faft schmerzt, hineinzusehen. Einen der Holzfäller nach den anderen gibt die Trud' ihr Händchen. Dem alten Storzer aber jezt sie sich auf das Knie und flüstert ihm ins Ohr: ,, Du bist doch stärker als der Teufel. Der ist tot jetzt. Wie die schöne Musit war vor unserem Hause, da war er gerade bei mir. Zugehört hat er zuerst, dann hat er zu tanzen angefangen. Schneller, immer schneller. Bis er hingefallen ist, ganz steif und tot. Dann ist das Höllentor wieder ausgegangen und ein schwarzer Wagen ist herausgefahren. Darauf haben sie den toten Teufel gelegt und alle Engel des Himmels haben Schalmeien geblasen, wie sie ihn fortgeführt haben. Jetzt ist der Teufel tot und er kann mich nicht mehr holen." Dann gibt sie dem alten Korzer einen schallenden Schmaß mitten auf den Mund und lacht dann, daß der Wald schallt und die Vögel neu gierig herbeifliegen.