Gingelpreis 70 Seller. Redaktion und Berwaltung Prag, 11., Netazanfa 18 Telephone: Sagesredattion: 26795, 31469. Magtrebattion: 26797. Deftichedamt: 57544 Jnferate werden laut Tart billigst berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 11. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartet in der Tschechoslowafischen Republit. Dienstag, 21. Juli 1931 Beginn der Londoner Konferenz. London, 20. Juli.( Eigenbericht.) Die Ministerkonferenz hat heute abends furz nach 18 Uhr 30 im Locarno Raum des Unterhanses begonnen. Ihre Aufgabe ist es, die Möglichkeiten zur Angleichung des Hooverplanes an den Youngplan festzulegen, die Vorausschungen für eine größere langfristige Anleihe an Deutschland zu flären und schließlich noch die Kreditgewährung an die Oststaaten zu besprechen. Die Konferenz dauerte heute bis 20 Uhr 15. Der Berichterstatter des Daily Herald" in Paris, der Henderson be gleitet hatte, erklärt, daß alle unmöglichen Bedingungen für Deutschland aufgegeben worden seien und die Wahrscheinlichkeit bestehe, daß es gelinge, eine Basis der Berständigung über die finanziellen und politischen Fragen zu finden, die sowohl Frankreich als auch Deutschland befriedige. Der Korrespondent glaubt weiter, daß man in London zum Abschluß eines fünfjährigen politischen Moratoriums kommen werde, das bereits in Paris besprochen worden sei. Deutschland werde darein einwilligen, daß die Arbeiten an den beiden ersten Panzerfreuzern auf ein Mindestmaß herabgesetzt und mit dem Bau neuer Kriegsschiffe vor der Abrüstungskonferenz nicht be gonnen werde. Frankreich werde ebenfalls auf den Bau seines neuen KriegsSchiffes verzichten. Hinsichtlich der Anleihe beabsichtige man die gleichen Modalitäten zu wählen wie bei der Younganleihe. Ueber die Sigung wird folgendes Kommu- notwendige Unterstützung zur Besserung der niqué ausgegeben: Lage. halb mit der Behauptung, daß in Paris noch gar] nichts erreicht worden sei und daß sich Brüning von den Franzosen habe hinhalten lassen. Bezugs Bedingungen: Bei Justellung ins Haus ode bei Bezug durch die Bost: monatlich vierteljährlich Ke 16.48.halbjährig ganzjährig P 96. 192.Rädstellung von Manu fripten erfolgt nur bei Cin fendung der Retourmarfen. Grichein mit Ausnahme des Montag täglich' zlih. Nr. 168. Arterienverkalkung des Kapitalismus. Als die ersten Jahre nach dem WeitBei der Sozialdemokratie beurteilt man die Lage nicht ganz so pessimistisch. Man ist sich hier durchaus bewußt, daß Deutschland als Schuldner den Gläubigerstaaten in einer außerordentlich ungünstigen Situation gegenübersteht und friege die Sozialdemokratie Mitteleuropas daß eine Verständigung nicht erreicht werden bemüht sein mußte, die durch den Krieg schwer fann, wenn nicht auch von Deutschland Opfer erschütterte Wirtschaft wiederaufzubauen, als gebracht werden. Sollte es aber trotzdem über die sie zunächst dafür sorgen mußte, den Menschen politischen Fragen nicht zu einem Einverständ- wieder das nackte Leben möglich zu machen, nie kommen, so ist damit zu rechnen, daß ledig ihnen Nahrungsmittel zu beschaffen, als inlich ein kurzfristiger Kredit an Deutschland gewährt wird, wodurch sich die deutsche folge der tragischen Spaltung des ProletaLage noch keineswegs bessern würde. riats und der Macht der fapitalistischen SieWie aber auch die Berhandlungen in Longer in Amerika, England und Frankreich der don ausgehen werden, die Regierung Brüning Weg zum Sozialismus nicht so rasch durchwird auf jeden Fall innerpolitisch einen außer messen wurde, wie wir alle bei Kriegsende ordentlich schweren Standpunkt haben, zumal nach dem in den lezten Monaten erfolgten Abfluß von vier Milliarden ausländischer Kredite mit einer weiteren Verschlechterung der Wirtschaftslage zu rechnen ist. dachten, da erzählten die Vertreter der bürgerlichen Parteien, die damals wieder Atem zu schöpfen begannen und Mut bekamen, der Sozialismus habe verjagt und nur an der kraftvollen Initiative des Unternehmertums, nur am fapitalistischen Eigennut fönne die Der Borsigende hieß die Delegierten will- Die erwähnten Ausführungen Dr. Brünings Berlin, 20. Juli.( Wolff.) In dem Ein- Welt genejen. Nach zehn Jahren aber sieht kommen und gab eine Erklärung ab, in der er galten hauptsächlich der deutschen Krise und der druck, den das Pariser Ergebnis in Berlin her Ursprung und Ursachen der Krise, die zu der Finanzlage Deutschlands. Er hob hervor, daß vor vorgerufen hat, überwiegt die freundliche und man, daß die kapitalistische Wirtschaft die augenblicklichen Lage geführt haben, auseinander- allem zwei Erfordernisse erfüllt werden müssen: optimistische Note. Nach der Ansicht Welt in einen Trümmerhaufen verwandelt sette, desgleichen die Wichtigkeit der Aufgabe der Ein Aufhören der Abrufung der fremden Kredite maßgebender Kreise muß man bei Beurteilung hat und es beginnt eine Binsenwahrheit zu Konferenz. und eine Erhöhung der Golddecke der Reichsbant. von der Spannung ausgehen, die noch bis vor werden, daß nicht der Sozialismus wohl aber In seinem Schlußwort faßte Macdonald wenigen Tagen die deutsch- französischen Bezie der Kapitalismus versagt habe. noch einmal die Ausführungen Lavals und hungen beherrschte und die z. B. in den in der Die Entwicklung des Kapitalismus hat Brüning zusammen. Die Verhandlungen werden französischen Preffe veröffentlichten Forderungen schon in den letzten Jahren vor dem Weltihren Niederschlag fand. Es ist in Paris ver triege dahin geführt, daß das in den Banken morgen vormittags fortgefeßt. mieden worden, daß uns diese Forderungen Der französische Ministerpräsident Laval gab der Konferenz einen Bericht über die zu fammenfünfte, die in Paris stattgefunden haben, und setzte den Geift auseinander, in dem Besprechungen zwischen den französischen und den deutschen Ministern eingeleitet wurden. Er legte * * und Bedingungen vorgelegt wurden. Das hätte konzentrierte Finanzkapital die Serr eingehend den Standpunkt Frankreichs in der Ein neuer Hillsplan Ameritas? nach dem Vorausgegangenen vielleicht sogar in schaft über das Industrie- und Handelskapiultimativer Form geschehen fönnen und hätte tal gewann, an die Stelle des industriellen Debatte, deren Beginn bevorsteht, dar und brüdic Washington. 20. Juli.( Wolff.) Inoffivon neuem die Hoffnung loyaler Zusammenziell wird betont, daß eine Verknüpfung von dann natürlich die ganzen Londoner Verband Unternehmers trat als entscheidender Faftor von neuem die Hoffnung loyaler Zusammenziell wird betont, daß eine Verknüpfung von arbeit zwischen Frankreich und Deutschland für politischen Forderungen Frankreichs mit einer ungen und alle Aussichten einer Hilfe für der Bankdirektor, die zunehmende BerschulDeutschland illusorisch machen müssen. die Wiederherstellung des Vertrauens und des finanziellen Hilfe für Deutschland nicht den dung der Industrie trieb diese in die AbhänKredites in der Welt aus. hiesigen Ansichten über die Behebung des dent gigkeit der Banten, die ausgedehnte KreditDas Berliner Conti- Büro erhält von sei wirtschaft wurde zur Herzkammer des fapitaliDr. Brüning bestätigte den Wunsch zur Au- fchen Notstandes entspricht, insbesondere lehnt sammenarbeit und drückte seine Dankbarkeit für man es nach wie vor stritte ab, den Status quo nem Barijer Mitarbeiter einen Situationsbe stischen Blutkreislaufes. Gerade diese Kredie Gelegenheit der Pariser Besprechungen aus. des Versailler Diktats auch nur indirekt oder richt, in dem es heißt: Man muß erwarten, daß ditorganisation des Kapitalis= Er gab hierauf eine Darlegung mit Statistiken befristet zu garantieren. Es verlautet vielmehr, niemand im Verlaufe der Londoner Bespreüber die finanzielle Lage Deutsch- daß Amerifa einen ganz anderen Silfschungen den Versuch machen wird, die jetzt ge- mus ist aber aufs schwerste erlands und die Maßnahmen, die getroffen wor- plan unterbreiten werde, der sich von allen fonderten finanziellen und politi- chüttert. Kaum war die Herzoperation der den sind, um ihr zu begegnen, Er drängte auf die politischen Komplikationen fernhalte. Beschränkung auf die deutsche Frage. Ueber Betreiben Frankreichs. Paris, 19. Juli, Ueber die Besprechung der Versicherung, daß ihre Regierungen mit größter n Paris weilenden Vertreter der Mächte, die Sorgfalt und größter Syntpathie prüfen wür im 10 Uhr begann und um 12 Uhr 30 zu Ende den, was zu tun möglich wäre, um Deuschland, dessen Schwierigkeiten die Stabilität der dont ging, heißt es in einem Kommuntiquee: hen Wivilschaft angehe, zu Hilfe za fommen. Ministerpräsident Laval unterrichtete die answärtigen Delegierden über die Unterredun gen mit Henderson und Stimson und namenich über die gestrigen Besprechungen mit Dr. Brüning und Dr. Cuvtius. Reichskanzler Dr. Brüning erstattete ein Burzes Exposee über den gegenwärtigen Stand der deutschen Wirtschafts- und Finanzkrise und legte die Maßnahmen internationaler Art dar, die wünschenswert erscheinen. um diese Krife zu Stimson, Henderson, Grandi, der jopan the Botschafter und Sy mans gaben die könnten. * Töfen, * * schen Diskussionen wieder miteinander österreichischen Wirtschaft schlecht und recht gezu vermengen. Geschieht es, dann allerdings lungen, kam der Zusammenbruch der Darmwürde man wiederum an einem fritischen städter und Nationalbank, die nicht weniger Bunft angelangt sein, und die eben erst er als den achten Teil des deutschen Kreditban zielte deutsch- französische Annäherung würde einer starken Belastungsprobe ausgesetzt werden, kengeschäftes in sich konzentriert und wodurch 250.000 Banffonten nicht verfügbar wurden. die sie vielleicht nicht bestehen könnte. Zeigte der Fall dieser Bank die innere Faulheit des deutschen Finanzkapitals auf, so war der Zusammenbruch des großen deutschen TexEin Savas- Kommentar. Paris, 19. Juli. Die Agentur Havas ver- tilfonzerns Lahusen- diese, hochangesehene" Auf Ersuchen von Ministerpräsident Laval öffentlicht zu der Erklärung einen Stommentar, Unternehmerfamilie entpuppte sich als eine wurde im gemeinsamen Einvernehmen festgelegt, in dem es heißt: Es muß betont werden, daß Bande von Betrügern ein Beweis für die daß die Londoner Konferenz, auf die Prüfung der das finanzielle Problem der Unterstüßung Unfähigkeit und Korruptheit der industriellen deutschen Finanz- und Wirtschaftsfrije tritt Deutschlands von den bisherigen Pariser Unter- Kapitalisten, mit einemmale erkannte man in beschränkt sein würde. redungen unberührt bleibt und daß es auf Deutschland und außerhalb seiner Grenzen, der Londoner Konferenz wird gelöst werden daß der schrankenlose Eigennutz der WirtDamit haben die Frangosen ihren Stand- müssen. Ministerpräsident Laval wird auf die schaftsführer" in Banken und Industrie Staat punkt durchgefeßt. Sie wollteit verhindern. daß Erzielung von Garantien drängen, von fich in London eine große politische Aussprache denen französischerseits jedwede finanzielle Unter- und Volf in die Katastrophe hineintreibt. Aber man glaube nicht, daß die frisenhaften onividelt, bei der die Amerikaner etwa auch stüßung absolut abgängig gemacht wird. Zustände, wie wir sie in Deutschland jeben, Probleme wie die Abrüstung aufrollen, nur auf die Schlechtigkeit oder Unfähigkeit Goldschmidt und Lahujen, zurüdzuführen sind, die Krise des Kapitalismus liegt im innersten Haag, 20. Juli. Im großen Sinungsjaal Räderwerk unserer heutigen Wirtschaft: Je des Friedenspalastes begannen heute vormittag die öffentlich- mündlichen Verhandlungen des mehr das kapitalistische System Ständigen internationalen Gerichtshofes über die pervollkommnet wird, kreditpolitisch juristischen Grundlagen der geplanten deutsch- und technisch, je ausgebreiteter die Bankenösterreichischen Zollunion. Zu der heutigen Er- organisation ist, je mehr die technische Ratioöffnungssigung hatte sich ein großes internationalisierung fortschreitet, de sto katastrophaler die Lage der fapitalistinales Publikum eingefunden. Keine konkreten Vereinbarungen in Paris. Paris, 19. Juni. In der am Abend veröffentlichten Erklärung der Vertreter der deutschen und französischen Regierung heißt es u. a.: Die Vertreter beider Regierungen haben übereinstimmend die Bedeutung der Begeg nung anerkannt und bestimmt, daß sie den Beginn einer vertrauensvollen Zusammenarbeit darstellen soll. Der Reichstanzler hat die verschiedenen Aspekte der Krise, unter der sein Land leidet, beTeuchtet. Die französischen Vertreter, die den Ernst dieser Krise anerkennen, haben erklärt, daß borbehaltlich gewisser finanzieller Garantien und Maßnahmen für eine politische Beschwichtigung sie bereit se'n würden, später die Be im internationalen dingungen für eine finanzielle Zusammenarbeit Rahmen zu erörtern. Bereits jetzt haben die Vertreter der be'den Regierungen Wert darauf gelegt, deren Willen zu betonen, soweit wie möglich untereinander die für eine wirksame Zusammen arbet auf politischem und wirtschaftlichem Gebiet günstigen Bedingungen zu schaffen, und fie sind übereingekommen, sich zu bemühen, daß der Kredit und das Vertrauen in einer Atmosphäre der Ruhe und Sicherheit wiederhergestellt werden können. Eine erste allgemeine Verständigung. Die Zollunion vor dem Haager der einzelnen führenden Kapitalisten, der Schiedsgericht. Nichts kann den Zusammenbruch der Der Präsident Adatschi- Japan gab auch en Weltwirtschaft. Die Bourgeoisie nächst bekannt, daß der Vertreter Desterreichs, wird unfähig zu herrschen, weil sie unfähig wie auch der Vertreter der Tschechoslowakei den ist, ihren Sklaven die Existenz selbst innerhalb Antrag gestellt hätten, daß dem Gerichtshofe für seiner Sklaverei zu sichern"( Marr). den vorliegenden Streitfall ein Richter ihrer Stcatsangehörigkeit beigefügt werden solle. Die Vertreter der beiden Staaten fapitalistischen Privatwirtschaft besser beleuch ten als daß selbst reaktionäre, von kapitalistibegründeten ihren Antrag mündlich. Nach einer halbstündigen Beratung wurde schen Parteien gebildete Regierungen in die Entscheidung verfündet, daß der Gerichtshof Desterreich und Deutschland wenn au fewohl den Antrag Oesterreichs als auch den der zögernd und schwach gezwungen sind, zu Tschechoslowakei abgelehnt habe, Der Gerichtshof ging am Nachmittage in staatssozialistischen Maßnahmen das Meritum mit dem Beginn der Plädoyers zu greifen. In Desterreich wird die größte ein, welche die einzelnen Vertreter in alphabe- Bank des Landes, von der das Schicksal vot fast Dreivierteln der Industrie abhängt, mun mehr vom Staat und dessen Organen fon trolliert, in Deutschland ist die Regierung von der zuerst geplanten strengen BantenaufBerlin, 20. Juli.( Eigenbericht.) Die über die weitere Entwicklung in Europa erst in Bituation nach Abschluß der Pariser Berhand- London fallen wird. lungen fann von hier aus so beurteilt werden, Die Rechtspreffe hält sich im allgemeinen tischer Reihenfolge der Staaten vortragen wer saß zwischen Deutschland und Frankreich eine zurück, was vor allem daraus zu erklären ist, den. Als Erster sprach der Vertreter Deutsch rite allgemeine Berständigung er daß die neue Notverordnung über die Preffe fie lands, Dr. Bruns, der seine Rede morgen jolgt ist, daß aber die eigentliche Entscheidung an einiger Vorsicht zwingt. Sie begnügt sich des- forthezen wird. Seite 2 sicht zwar zurückgeschreckt, aber die Notverordnung vom 18. Juli greift in das privattapitalistische Treiben so scharf ein wie noch nie in Friedenszeiten. Sie zwingt bei Androhung einer Höchststrafe von zehn Jahren Zuchthaus die Besitzer ausländischer Zahlungsmittel diese der Reichsbant anzubieten: sie verpflichtet jeden jeine Beteiligungen ( gleichfalls bei Strafandrohung bis zu zehn Jahren) der Steuerbehörde bekanntzugeben; sie nötigt jeden, dessen Einkommen eine gewisse Grenze überschreitet, eine alljährliche Zusammenstellung seines Vermögens machen. Die Verschiebung der Kapitalswerie ins Ausland, welche die ,, nationalen" Unternehmer und Finanzkapitalisten im Großen betreiben, zwingt Herrn Brüming durch drako nische Maßnahmen, dem Reiche bezw. der Reichsbank einen stärkeren Einfluß auf dem Kapitalsmarkt zu schaffen, zu versuchen, die Bewegung des Kapitals von Land zu Land der privaten Willkür zu entreißen und dem Willen der Staatsgewalt zu unterstellen. Dienstag, 21. Juli 1931 Nr. 168. Wieder ein blutiger Zusammenstoß. Weitere Berschärfung der Kriſe Bolizei und Kommunisten Gin Toter. Schutz von Streifbrechern? Ingvar, 20. Inli. Unter den Arbeitern, die bei den Regulierungsarbeiten des Flusses Chrusice in Ghuk beschäftigt sind, brach dieser Tage ein Streit aus. Unter dem Schutze von sechs Polizisten, die das Polizeikommisariat in Chust stellte, arbeiteten nur die Maurer. Heute vormittags zogen vom fommunistischen Sekretariat in Chust unter Führung des kommunistischen Senators Jvan Lofoto etwa sechzig Arbeiter zur Arbeitsstätte und überschütteten die arbeitenden Maurer und die uniformierte Wache mit einem Steinhagel. Einem Maurer wurde das Auge ausgeschlagen. Drei Polizisten erlitten blutige Verlegungen. Die Wache war gezwungen, aus ihren Dienstrevolvern eine Salve auf die Angreifer abzufeuern, wobei einer der & ommunist en einen schweren Bau chich u erhielt und bald darauf st arb. Ein anderer der angreifenden Arbeiter wurde leicht verletzt. Einige Demonstranten wurden verhaftet und die übrigen flüchteten. An dem Orte des Zusammenstoßes traf ein Polizeibeamter der Užhoroder Polizeidirektion ein. wurde verhaftet und dem Gefängnis des KreisUžgorod, 20. Juli.( C. V. B.) Der kom- gerichtes in Chust eingeliefert. Zeugen be munistische Senator Jwan Lokota, der Ur- stätigen, daß Lokota den ersten Stein auf die heber des heutigen Blutvergießens in Chust, Polizei geworfen habe. in der Keramindustrie. Die schwere Kerise, die in unserer Seramindustrie in den letzten acht Monaten besonders scharf hervortrat, hat eine weitere Verschärfung erfahren, die wohl in der Hauptsache auf den Verlust des reichsdeutschen Marktes zurückzuführen ist, da infolge der unsicheren Wertverhaltnisse der Mart die Geschäftsbeziehungen der tschechoslowakischen Keramindustrie mit Deutschland beinahe gänzlich unterbunden sind. Durch diesen Umstand ist eine weitere Verschlechterung in der Beschäftigungsmöglichkeit eingetreten, was wiederum neuerliche Entlassungen unter den Belegschaften zur Folge hat. So wurden in der lebten Tagen die Kaolinwerke Aferos" in Poschezau gänzlich stillgelegt und die noch vorhandene Belegschaft von hundert Personen zur Gänze entlassen. Die Porzellanfabrik Richter, Fenkl & Hahn in Chodau, hat ebenfalls gegen hundert Arbeiter und Arbeiterinnen entlassen Anm. d. Red.: Da vorläufig nur die Meldung des amtlichen Preẞbüros vorliegt, ist und arbeitet zur Zeit mit einer Belegschaft von es nicht möglich, zu dem Ereignis fritisch Ste llung zu nehmen. Die Arbeiter- Olympiade eröffnet. 220 Personen, während der Stand der Beschäf tigten in normalen Zeiten siebenhundert bis achythundert Arbeiter und Arbeiterinnen betrug. Die schwere Krise hat alle Branchen der Feinkeramindustrie erfaßt. In der Kaolinbranche beträgt die Einschränkung der Produktion rund Diese bedeutsamen Tatsachen, die wir miterleben, sind so eindringlich, daß sie auch von Kreisen außerhalb der sozialistischen Arbeiterschaft erkannt werden. Der Glaube an den Kapitalismus beginnt auch im Mittelstande zu wanfen. Im kapitalistisch eingestellWien, 19. Juli. Pioniere marschieren als erste. Hinter ihnen vierzig Prozent, in der Porzellanindustrie bereits ten ,, Berliner Tageblatt" vom Samstag er- und Enden haust und die Furcht vor dem Morgen slowakei. Nun In einer Zeit, in der die Not an allen Eden kommen die Arbeiter- Turnkinder aus der Tschecho- mehr als fünfzig Prozent und in der Feinton- unübersehbar unübersehbar die Kinder der branche sogar gegen sechzig Prozent der normalen kennt einer der angesehensten volkswirtschaft- alle Geister lähmt, inmitten dieser Zeit wurde ein österreichischen Arbeiter. Zehntausende, glücklich, la- Kapazität. Auch die Grobkeramik hat im ähnlichen Publizisten Deutschlands, Felix Pni- Fest eröffnet, das im Augenblid, als es beschlossen chend, ein Bild der Kindheit, wie man es wünscht. lichen Verhältnis unter der Einwirkung der Krise ner, nicht nur, daß sich die Einführung wurde, als ein Freuden- und Jubelfest gedacht war. Auf dem Schwarzenbergplay löst sich der herrliche zu leiden, wenn es auch hier noch etwas besser und Durchführung einer weitgehenden Bant- Die Zeit selbst hat dem Fest nun eine andere Be Bug auf. geht als in der Feinkeramindustrie. aufsicht nicht vermeiden lassen" wird, sondern deutung gegeben. Gestern, am Tage seiner Gröff Die Kinder auf dem Trabrennplag. verstärkteren Maße als die Einschränkung der Die Arbeitslosigkeit ist aber in einem noch daß es sich um ,, tiefgreifende Umbil- nung, wurde es ausgesprochen: ein Freudenfest ja, dungserscheinungen" der Wirtschaft aber darüber hinaus ein Fest des Kampfes Zur Feier des Weltkindertages veranstalteten Produktion zu verzeichnen, weil dabei noch die handelt,„ die vielleicht nicht nur gewisse wider die Resignation des Entsagens und der Mut- die Arbeiterturner am Trabrennplatz ein Kinderfest. Auswirkung der Rationalisierungsmaßnahmen zu Funktionen des bisherigen Wirtschaftssystems losigkeit, ein Fest, das die Herzen und Geister er um 3 Uhr nachmittags begann der Aufmarsch der verzeichnen ist, die eine weitere Verschärfung der betreffen werden, sondern unter Umstän- Weiterkämpfen geben soll. Ein Truzfest also, wider Nach dem Spiel wurden die Kinder zu einer ernst- die freie Gewerkschaft der Keramarbeiterschaft im den dieses ganze Wirtschafts- Not und Elend, das soll die 2. Arbeiter- Olympiade haften Feier zusammengerufen. Nationalrat Julius ersten Halbjahr 1930 539 Unterstützungsfälle zu system selbst". Das ist gewiß ein dent- jein. Deutsch sprach zu ihnen zündende und begeisternde verzeichnen hatte, ist diese Zahl in der gleichen liches Zeichen für den Sieg der sozialistischen Eine würdige Eröffnungsfeier. Worte. Nach der Ansprache führten die Kinder Zeit 1931 bei der gleichen Mitgliederstärke auf Joee, die nun mit Wucht selbst an die Balken einige fleine, reizende Turntänze und Reigenspiele 2517 Unterstützungsfälle, also beinahe um das vor den kapitalistischen Köpfen stößt, aber würdig, war der feierliche Art der Eröffnung. Der Der Bedeutung und Größe der Veranstaltung vor. Das Publikum sparte nicht mit Anerkennung. Fünffa che gegenüber dem Vorjahre, gestiegen. man darf dabei nicht in den Irrtum verfallen, Borstand der sozialdemokratischen Partei Defter- Vorführungen der Kinder im daß der erschütterte Glaube an die privat reichs, der Bürgermeister der Stadt Wien, StadtStadion. fapitalistische Wirtschaft schon der Sieg des und Gemeinderäte, die Vertreter aller Ministerien Inzwischen begannen auch die Vorführungen Sozialismus ist. Mögen kapitalistische Jour- und Behörden, Führer und Funktionäre der Sport- der Kinder im Stadion. Hortzöglinge der Wiener nalisten, ja einzelne Unternehmer selbst zur und Stulturorganisationen und zahlreiche Gäste aus Schul- und Kinderfreunde führten Faust- und VölEinsicht kommen, Organisation und planwirt dem Ausland wohnten der Feier im Apollotheater ferballspiele vor. Währing fämpfte gegen Döbling schaftliche Regelung der Produktion werde bei. Ein Orgel- und Orchesterſtück leiteten den Aft im Handball und siegte 10: 0. Wirksam waren die immer notwendiger- der Träger der soziali ein. Gesangs- und Sprechchöre der Arbeiterfänger Borführungen des volkstümlichen Turnens. Bei der stischen Entwicklung, der Bollstrecker der ge- Festreden voran. Es sprachen der Bürgermeister Beifall der zahlreichen, an die 30.000 Menschen zähund Arbeiterjugend und Fanfarenklänge gingen den letzten Nebung, dem Kürturnen, brach spontaner schichtlichen Notwendigkeit kann nur das Pro- Seik, der Vertreter der Arbeiter Internationale lenden Zuschauer aus. Gerade als die Kinder einfetariat sein, nur diejenigere Schichten der Roosbroed( Brüssel) und die beiden Präsidenten marschierten, begann es zu regnen. Schon die Bevölkerung, die fein Interesse an der Auf der Arbeiter- Sport- Internationale, Nationalrat Dr. tschechischen Turnerkinder mußten ihre Darbierechterhaltung kapitalistischer Vorrechte haben. Julius Deutsch und Reichstagsabgeordneter Cor- tungen im Regen durchführen, aber als man mit Nicht von selbst wird die verkaltte kapitalistische nelius Gellert( Leipzig). Als die Fahnen Deutschlands und Frankreichs gleichzeitig auf der Bühne erscheinen und die Träger einander die Hände reichen, da erfüllt brausender Jubel den Raum. Völkerversöhnung, heißer Wille nach Friede. Wirtschaft zusammenbrechen, immer wieder Fanfarentlänge, Auftakt zum Aufmarsch der vird die Kapitalistentlasse ver- Fahnenträger. Einzeln werden die Fahnen der an iu chen, auf Stoſten des Proletariats durch der Olympiade beteiligten Länder auf die Bühne getragen, ein Sprecher fündet in gewaltigen Worten Abbau der Sozialpolitik und Lohnjentung das Schidfal und Kampf der Arbeiterklasse in jedem der lecke Schiff des Kapitalismus flott zu machen, Länder. durch Verelendung des Proletariats das fapitalistische System für einige Zeit noch zu retten. Nurch durch den Klassenkampf des organisierten Proletariats kann der Sozialismus, die organisierte im Interesse der übergroßen Ein einfacher Händedruck nur, das Aufeinander Mehrheit geleitete Wirtschaft, zum Siege ge- treffen zweier Fahnenspitzen und doch war alles bis langen. Der Kapitalismus ist im ins Innerste ergriffen, gepackt von der schlichten Zusammenbruch, der Sozialis- Schönheit und dem tiefen Sinn des Augenblicks. So mus kann dem Proletariat nur wurde denn die Eröffnungsfeier der Arbeiter- Olymals Frucht des Klassenfampfes piade zu einer Friedenskundgebung. in den Schoß fallen. Der erste Weltfindertag. Der Feftzug. den Sondervorführungen der Turnerinnen begann, goß es in Strömen. Die tapferen Mädels ließen nicht locker. Sie tanzten, daß es eine Freude war. Unter Bliz und Donner zogen die Roten Falken burch das Stadion. Regen, Wind, wir lachen darüber...", sangen sie und beschlossen so fröhlich ihre Feier. Das Kinderfest im Schwimmstadion. War für die Hauptkampfbahn des Stadions das Schwarz- weiß der Kinderturndressen charakteristisch, so gab das Braun der sonnverbrannten Schwimmer „ Am Tore der Zukunft". Unter diesem Titel schreibt der bekannte Bublizist Ferdinand Peroutka in den Lidové Noviny". Die Sozialdemokraten und nach ihnen die Nationalsozialisten haben im Barlament einen Gesezentwurf auf Verkürzung der Arbeitszeit eingebracht: sie beantragen, diese von 48 auf 40 Stunden wöchentlich herabzusehen. Wie steptisch man auch immer auf das Schicksal dieses Antrages in der Gegenwart bliden tann, wie immer auch die gegenwärtige praktische Politik mit ihm verfahren wird, wie ärgerlich auch die Unter nehmer explodieren werden: Tatsache ist, daß diejenigen, welche den Antrag überreichten, bereits an der Türe tasten, die zur Zukunft führt, und die Hand auf ihre Klinke gelegt haben. Bei ihnen ist die Wahrheit. Wenn sie auch, wie zu erwarten, heute mit blutigen Köpfen zurüdgewiesen werden, morgen wird sie der Sieg nicht verlassen. Größere und mächtigere Kräfte als der Wille einer oder zweier sozialistischer Barlamentsparteien, arbeiten für sie. Die Welt hat sich so verändert, daß ohne Berkürzung der Arbeitszeit taum in ihr Ordnung geschaffen werden kann. Die Veränderung der Produktionsverhältnisse selbst diktiert diesen Antrag. Die in ihm enthaltene Wahrheit ist heute noch Eigentum der Sozialisten, aber bald wird sie auch in das Bewußtsein von Nichtsozialisten übergehen, wenn sich diese nicht in ge fährlicher Weise von der Wirklichkeit entfernen wollen." in Schwimmstadion diesem ein für ihn charakteri ſtiſches Gepräge. Sehenswertes boten besonders die Arbeiter- Schwimmvereines, unter welchen wieder Springer der Olympiademannschaft des Wiener die Leistungen der Springer Stadelmayer und Gütt! die Leistungen der Springer Stadelmayer und Gütt! durch ihre Sprünge vom Zehnmeterturm hervorzuheben sind. Auch das Springen der Kinder wurde von den zahlreichen Zuschauern mit großem Beifall Das Bemerkenswerte an diesen Ausführunaufgenommen. In bunter Reihe folgten nun die Wettkämpfe der Kinder, der Frauenreigen, Kinder- gen ist, daß Peroutka kein Sozialist ist. 20.000 Kinder sind durch die Straßen der Stadt staltungen im Schwimmstadion bildete ein WasserSevilla, 20. Juli. Kurz nach Mittag fant es gezogen, Arbeitertinder aus aller Welt, umhüllt von ballkampf der Olympiademannschaft gegen das förper. Bei der Landesbehörde erliegen eine 20.000 Kinder sind durch die Straßen der Stadt Wasserballspiele u. v. m. Den Abschluß der VeranDringende Anleihen der Selbstverwaltungsin der Stadt zu heftigen Zusammenstößen. Etwa woten Fahnen; hunderttausend Arbeiter, geschmüdtballkampfbet das 1000 Gewerkschaftler tehrten vom Begräbnis mit roten Blumen, im Spalier; ein trüber Tag, der Olympiademannschaft mit 7: 3 Toren. Wiener Städteteams. Den Kampf gewann die Den Kampf gewann die ganze Reihe von Gesuchen einzelner Gemeinden eines der Kameraden zurück, die bei einem zu sich vor dem Glanz der hellen Kinderstirnen, der und Bezirke um Bewilligung von Darlehen, sammenstoß mit der Polizei getötet worden Blut der Fahnen, der vielfältigen Buntheit der damit begonnene Investitionsarbeiten weiter varen. Der Zug stieß auf einen Bolizeifordon. Wimpel und Trachten in Licht und Helligkeit geführt werden können. Der Landespräsident hat Von beiden Seiten wurde geschossen. Die Gewert auflöjt. Sigung des Landesausschusses einberufen, damit daher für den 1. August eine außerordentliche und dadurch Schwere Zusammenstöße in Sevilla schaftler versteckten sich in den Häusern und gaben wind und Regenschauer an. * Das Radrennen Rund um Wien. Als erste sportliche Veranstaltung der Olyn werden Politische Ferien. Unter diesem Titel verab. Dann wurde ein erfolgloser Versuch eines ersten Züge der Kinder ein, Ausländer und Deleum Wien über 140 Rm. statt. Einige Stunden vor die Investitionsarbeiten fortgesett Angriffes auf eine Kaserne unternommen. gationen der österreichischen Bundesländer. Um Begin for tonturen, sing starker, anhaltender tönnen. Ein Polizist wurde getötet, zwei Wachleute 9 Uhr ist der mächtige Rathausplatz gefüllt. Ueber Regen nieder. Der Start erfolgte um 7 Uhr früh bei strömenden Regen. Angesichts der widrigen Umwurden verletzt. Unter den Gewerkschaftlern dem Rathaus wehen ungewiß singende Stimmen. wurden ein Toter, vier Schwerverletzte und eine Die Kinder aus den Bundesländern, aus dem Aus- stände entschlossen sich nur 35 von den 140 genannten öffentlichen die„ Národni Lifty" eine Bespre Fahrern zum Start, unter ihnen fünf Ausländer, chung der nach den Parlamentsferien in Angroße Anzahl Leichtverletter gezählt. land- vor allem aus der Tschechoslowakei nämlich fünf polnische Rennfahrer. Die Ergebgriff zu nehmenden Arbeiten. Vor allem handelt die im großen Innenhof des Rathauses auf den niffe: 1. Karl Samed!( Wien) 4:23: 29.6, 2. Kühn es sich um die endgültige Feststellung des BudSeedts Ebenbild. Beginn des Aufmarsches warten, fingen dort die Wien) 4: 23: 29.7. Ant 11. Stelle tam als erster gets, wobei es angeblich schon gelungen ist, die Lieder ihrer Länder. Fanfaren geben vom Turm( in) Paris, 20. Juli.( Wolf.) Kriegsminister das Zeichen zum Beginn des Festes. Glödel, der Ausländer Czawig( Polen) in der Zeit 4: 32: 29.8 Maginot hat gestern in Montmedy bor fran- Schöpfer der Wiener Reformschule, tritt vor das zösischen Frontkämpfern und Kriegshinterbliebe- Mitrophon und spricht zu den Kindern. Nach ihm Am Samstag fanden keinerlei sportliche nen eine Rede gehalten, in welcher er erklärte: richtet der Kinderturnwart von Wien, Alfred Wir durchleben Stunden, die man als entſchei- chwarz, einige Worte an die Turnjugend, dann Veranstaltungen ſtatt. Es regnete in Strömen, bend bezeichnen kann. Ich kann nicht zulassen, spricht Day Winter, der Obmann des Vereines so daß die angekündigten Ausflüge unterbleiben baß man vor einem Volte kapituliert, das stets Freie Schule- Kinderfreunde, Präsident der soziali- mußten. den notvendigen Kredit zu finden wußte, um fei- ftischen Erziehungs- Internationale: die Arbeiter- Ein bedauernswerter Unglücksfall. nen friegerischen Bedürfnissen zu genügen. Ver- tinder der ganzen Welt müssen zusammenhalten, daß teidigen wir unser Volt und unsere Währung! diese Welt schöner und glücklicher werde, daß keiFür unsere Militärmacht habe ich Sorge zu ner in ihr hungern muß, daß jedem sein tragen. Für den Augenblick erfordert der Friede Recht werde und daß es andauernde Bemühungen. Zivei Bedingungen find notwendig, um ihn zu verwirklichen: Die praliminierten Ausgaben um 460,000.000 Stronen herabzusehen, so daß auch bei Einrechnung neuer notwendig gewordener Staatsausgaben in fer des Budgets für 1932 um 160 Millionen der Höhe von 300 Millionen, die Ausgabenzifniedriger wäre als die des Budgets mit 1931. von Gefeßentwürfen müſſen im Herbst verhan delt werden: derjenige über die obligatorische Mischung von Spiritus und Benzin, die Aus Oberösterreich wird ein sehr bedauer- heifliche Regelung der Arbeitsvermitt Regelung der 3uderwirtschaft, die einlicher Unfall gemeldet, der zwei Nürnberger lung und die Aenderung des BaragraArbeiterradfahrern das Leben kostete. Eine phen 82 der Gewerbeordnung.( EntGruppe deutscher Radfahrer, die auf das Rechts- laffung von Arbeitern.) Es sei auch nicht ausge fahren eingestellt sind, während in Oesterreich schlossen, so schreibt das Blatt, daß die Regie friedlich gesinnten Länder müssen start bleiben gäbe! Der Aufmarsch beginnt. Musik und Jubel noch links gefahren wird, wurde von einem rung ein Bankgesetz vorlegen wird, schließund die triegerisch gesinnten den in den Straßen. Unabsehbare Reihen Fahnen mar Brivatautomobil niedergestoßen. Zwei der Radlich sei auch die Frage der Sanierung der Mund halten. Wir sind nicht Besiegte, son- fchieren dem Zug voran. Die Scharen der Kinder fahrer waren fofort tot, die übrigen famen Krantenversicherung und der Bera bern Sieger. niemals wieder Krieg und der bunten Wimpel folgen. Die lettischen mit leichten Verlegungen davon arbeiferbruderladen aktuell. Rr. 168. Fünfzig Jahre ,, Volksfreund". Dienstag, 21. Juff 1981. Seite S Wir feiern die Gründung des„ Volksfreund" deffen Redakteur war den Aufstieg der Arbeiund das Gebenfen derer, die uns ihn geschaffen terklasse in den verflossenen fünfzig Jahren und gab haben. Er war immer eine starke Waffe in unserem jeiner Freude darüber Ausdruck, daß es ihm noch übrigen Proletariat weiterführen, bis das legte Mit einem Hoch auf die internationale Sozialzeitig ein Stück der Geschichte der Arbei- Bollwert bes Rapitalismus gefallen demokratie" schloß er seine, wiederholt von Beifall erbewegung überhaupt ipiegelt, an der ist und die Menschheit aufsteigt zu lich- begleitete Rede. wir unseren Mut aufrichten und die uns zu neuem teren Höhen.( Langanhaltender und stürmischer Als Vertreter der deutschen sozialdemokratischen Beifall.) Arbeiterparteien Polens brachte Ausharren begeistert. Gine machtvolle Kundgebung für den internationalen Sozialismus in Brünn. Befreiungskampf, den wir Seite an Seite mit dem gegönnt sei, diesen Festtag miterleben zu fönnen. " " Eine Eine Kundgebung, wie sie im Brünner Arbeiterheim seit vielen, vielen Jahren nicht mehr stattgefunden hat und die durch die Teilnahme vieler ausländischer Gäste Bedeutung weit über den lokalen Rahmen freund" ist schon an seinen Kopfe angedeutet. Bir begrüßt, Die Bedeutung des Jubiläums des Volks- Als erster in der Reihe der Gäste tam, lebhaft Abgeordneter Genosse Rowoll hinaus erhalten hat, wurde am Sonntag lesen dort 51. Jahrgang" und vor nicht allzu langer en. Morris Siliquit( New- York) die Grüße der deutschen und polnischen Genossen. ( Kattowig) anläßlich des fünfzigjährigen Bestandes des Zeit stand bort Zentralorgan ber österreichischen Volksfreund" abgehalten. Ein Fest war es Sozialdemokratie"." Siemit ist schon die Rolle, die zum Borte. Gen. Hillquit führte in seiner, oft von Er erinnerte an die Zeit, da das jubilierende Blatt und doch viel mehr. Das zeigten die vielen der Volksfreund" in der Arbeiterbewegung gespielt Beifall unterbrochenen Ansprache aus: auch der Erwecker der jetzt durch die Friedensver= Liebe Freunde und Genossen! Es gereicht mir träge zu polnischen Staatsbürgern gewordenen Arbeihunderte Wienschen, die aus allen Teilen des hat, angedeutet. Er ist nicht das älteste Blatt der Staates gekommen waren, freudigen Herzens Partei, aber die vor ihm gegrünbeten sind den Ber- um großen Bergnügen, an euerer herrlichen Feier ter gewesen ist. Und wenn"- so führte Gen. und voller Siegeszuversicht. folgungen und materiellen Nöten erlegen. Auf dem heute hier teilnehmen zu können und dem„ Bolts- Stowoll" aus auch Staatsgrenzen die Arbeiter Und allen wurde es wieder tiei ein Boden der Desterreich- Ungarischen Monarchie ist es freund" und der sozialdemokratischen Bewegung in von einander trennen, so kann ich Ihnen die Vergeprägt: Hier lebt die Kraft, die unzerstör- willigkeit und den bealismus der Genossen, die ihn herzlichsten Glückwünsche der Sozialisten Ameritas folgen und von derselben Jdee beseelt sind!"( Lebgeprägt: Hier lebt die Kraft, die unzerstör- einzig und allein dem„ Bollsfreund" durch die Opferschechoslowakei die brüderlichen Grüße und sicherung geben, daß wir alle das gleiche Ziel verbare, immer mächtiger wirkende und aufgeschaffen haben, gelungen, sich bis zum heutigen zu übermitteln. Ich weile erst seit sechs Tagen in hafter Beifall.) bauende Kraft des vorwärts strebenden Tage zu erhalten. euerem Staate, aber ich muß gestehen, daß ich unt- Die Grüße der tschechischen BruderProletariates, das sich in harten und zähen Um die Sänge des zurückgelegten Weges zu bergelime Eindrüde von der Stärke partei überbrachte, mit stürmischem Beifall. beKämpfen seiner geistigen Fesseln ent- ermeffen, um alles zu verstehen, müssen wir uns die ber fogialistisen Bewegung in euerem grüßt, der Präsident des Senates, ledigt hat und das bereit ist, alles ein Bergangenheit lebendig machen. Wer heute der Barde in meine Heimat hinüberbringe. Noch vor Senator Genosse Dr. Soukup, zujesen im Kampfe um das jozia Partei beitritt, der betritt geebnetés Terrain; unsere einigen Jahren, beim Rongreß in Hamburg im listische Ziel. Und wir müssen es wahr Bartei genießt heute ein Stück Freiheit, das ihr Jahre 1923, wurden die Genossen der Tschecho- der in wiederholt von lebhaftem Beifall unterlich nicht verschweigen: Die tränengefüllten allerdings nicht von selbst in den Schoß gefallen lit. lomalei wegen ihrer Scheibung beftigst kritisiert, als brochener Rede die innige 8usammenarbeit Augen der alten Stämpfer, die hell aufleuch- Bei der Grünbung des Bollsfreund hingegen ihaber jest hierber fair, war ich erstaunt, eine foamisen deutschen und tschechischen Augen der alten Kämpfer, die hell auflenh- herrschte Voraussetzung weiterer Erfolge für tenden Augen unserer prächtigen proletarischen herrschte die politische und soziale Eiszeit; über ben matige, einige und harmonisan- Sozialdemokraten als bie notwendige Massen Tagette Sas Dunkel. Wir hätte es aber auch lammenarbeitende fozialistische BeJugend, aus denen flammende Begeisterung anders sein können, wie hätte auch Licht in die Stopfe egung zu finden. 3 habe mir die Errungen die Arbeiterklasse dieses Landes be Ich sprach, sie sind beredte Zeugen jener Kraft der Arbeiter bringen können? Die Schulbildung war faften ihrer Battei hier angesehen, die große poli- eichnete. Er führte unter anderem in deutscher und Hingabe, jener Treue und Zuversicht, die noch mangelhafter, noch verlogener als heute und tische Macht, den großen politischen Einfluß, ben sie Rebe aus: Die heutige Feier des„ Volksfreund" ist auch einzig und allein im Proletariat lebt. Die blieb darauf beschränkt, den Kindern das Besen und ausüben, um die materielle Lage und den intellek Boltsfreund" Feier hat neuerdings diesen Schreiben beizubringen und sie zu demütigen Unter- tuellen Stand der Arbeiterschaft hierzulande zu heben, eine Feier der tschechischen sozialdemokratischen Beweis erbracht und die Brünner und met fanen an machen. Schule und Kirche waren bemüht, ihre mächtigen Organisationen und Institutionen, Bartei und der gesamten sozialdemokratischen Arihnen all die vielen hunderte Gäste werden in den Menschen die Ueberzeugung zu roeden, daß ich habe alles mit Bewunderung beobachtet und ich beiterbewegung. In der Geschichte unserer Be mit neuem Mut und neuem Arbeitseifer ihr Los ein undbänderliches fei. Die Bildungsliden muß mit ein wenig Reib gefteben: leiber find wir wegung ist Brünn eingetragen als der Ausgangsder Arbeiter auszufüllen war nicht leicht. Die Zei in Amerifa noch nicht so weit fortgeschritten. Mit punkt der tschechischen Arbeiterbewegung. daran gehen, neue Kräfte für die kommenden tungen waren damals wenig entvidelt. Arbeiter bem fortgeschrittensten Kapitalismus haben wir bei große Reihe von Führern der Arbeiterbewegung ist Kämpfe zu sammeln, neue Kräfte für den zeitungen, aus denen der Arbeiter hätte Klassen- uns die organisatorisch rückständigste Bewegung. Die von Brünn aus den Weg geschritten. Pecka, Hybeš Kampf um die Befreiung der Arbeiterklasse. bildung holen fönnen, gab es nicht. Die großen Lebenshaltung der amerikanischen Arbeiter war und eine Reihe anderer meilen nicht mehr unter Vor fünfzig Jahren haben wir die größten Schon am Samstag famen sie. Ein gans Maffen lafen beinahe gar nichts und auch die Teil- immer hober als hier und als im Weltkriege die uns. feltener Gast, der aus dem anderen Erdteil, ausnahme an der Politik erschien der Masse vedios, europäischen Länder ihre eigenen Industrien und Versekutionen durchleben müssen. Wir haben diese Amerika gekommen war und dessen Erscheinen In das Dunkel der Massen drang fein Licht und Menschen zerstörten, blieb Amerika als das einzige Zeit überstanden und auch das monarchistische stürmischen Beifall und Begeisterung auslöfte, das Leben des Arbeiters war ein menschenumpur Tapitalistische Lanb bestehen, in dem der Reichtum System. Die Meilensteine unserer Bewegung: Der war Genosse Morris Hillquit. Aber auch die diges Dahinbegetieren. stieg, neue Milliarbare hervorgingen und auch die ainfelder Parteitag, der Kongres in anderen Gäste, die Genossen Nationalräte Dr. Zu all dem tam noch die überlange Arbeitszeit. Arbeiter an dieser Prosperität einigermaßen Til Paris, wo die Barole, die in aller Welt millionenEllenbogen und Rieger aus Desterreich, Genoffe Daß es zur Achtstundenarbeit fommen würde und hatten. Alles befand sich im Wohjein und man ver- fachen Widerball gefunden hat,„ Der 1. Mai der Feiertag der Arbeiterklasse!", ausgegeben wurde, Kowoll von der deutschen sozialdemokratischen daß die Sozialdemokraten in Parlament einen meinte, daß das soziale Problem gelöst sei, wait Partei Bolens, die tschechischen Genossen Antrag auf die Bierzigstundentboche einbringen dür. anfcheinend eines hab. Man arbeitete planlos für alles fand lebhaftes Echo auch in Brünn. Wir erunter Führung des Präsidenten des Senates den, dies hätte man nie für möglich gehalten. Das den Weltmarkt, wie es in diesem tapitaliftigen innern uns der Zeiten, da wir das erstemal unseren Freund Rieger in die fünfte Sturie brachten, als Genoffen Dr. Soutup und eine Reihe anderer heutige Geschlecht kann sich faum vorstellen, Die Spitem liegt, und dann fam bie Stunde des wurden von den vielen hunderten Genoffen und zermürbend so ein Leben war. In diesen Menschen tracs unb a ble anberen Folgen, die zu ben, wahr dann die ersten Sozialdemokraten nach den WahlGenoffinnen, die den großen Saal des Arbeiter fonnte fein Kulturstreben auftommen und jie suchten lich gering geschäst, at Millionen Arbeitsrechtstämpfen ins Barlament Einzug hielten, und heimes, alle Nebensäle und auch den Garten, wo ihr Leib in der Religion und im tohol zu ver- lofen führten. Kein soziales Broblem gab es in wir erinnern uns des Sturzes des alten Regimes. Lautsprecher die gehaltenen Reden wiedergaben, gessen. Wenn wir dies erwägen, erkennen wir erst, Amerika? Die Arbeiter, die jest ohne Kranken-, Der Boltsfreund" war in diesen Seiten ein treuer füllten, stürmisch und herzlich begrüßt. Von den welch ein großes Wagnis, welch ein Unterfangen es Unfalls, Alters- und Arbeitslosenversicherung da Freund des Proletariates. Seute stehen wir Barlamentariern unserer Partei waren die war, als vor 50 Jahren ein paar mutige Männer then, fie haben jest erfannt, baß es bennoch ein geschlossen, deutsche und tschechische Genossen Dr. Czech, Tanb, Joll, Bolach und darangingen, ein Arbeiterblatt zu grünben, welches folches gibt! Unb bas, was toir Jahre hindurch als Arbeiter, und wir werden so geschloj. Müller gekommen, von Klub der. Landes Licht in diese Gehirne bringen sollte. Es gab zwar notwendige Folge des gangen tapitalistischen Systems fen auf bem Boden der Demokratie die Republik erkämpfen! vertretung in Böhmen Genoffe Pölzl( Aussig) damals schon eine Arbeiterbewegung. Die Partei in dargestellt baben, es wird jest von den Arbeitern sosialistische und eine Reihe von Vertretern der Kreis- den einzelnen Orien war eine Handvoll Menschen, erkannt und barin liegt auch die begründete( Lebhafter Beifall.) In tschechischer Rede fortfahorganisationen aus Böhmen, Mähren und die gelegentlich zusammenfamen, es gab feinerlei offnung, daß es in Amerita, jo wie es früher vend, wies Genoffe Dr. Soukup auf den perSchlesien und der Slowakei. Besondere Freude andere Agitation als die mündliche. Sozialist sein mit dem Aufstieg des Kapitalismus war, im Lande manenten Klassenkampf hin, den unsere löfte die starke Teilnahme unserer tfche chi ist nicht bequem, aber damals war ber Ebzialist ein ber unbegrenzten Möglichkeiten, in der Arbeiter- Genossen nun auf anderen Boden führen. Wir sind schen Genossen aus. Viele alte Freunde verfehmter, ein ausgestoßener und geachteter Mensch, bewegung sein wird. Die Arbeiterklasse in im Kampfe geboren, wir bleiben im ständigen waren erschienen: Die Genossen Vizebürger- der Berfolgungen von den Behörden und Teiber nur der ganzen Welt erkennt jest mehr denn je, daß in Kampf. Wir erinnern uns heute der Zeit vor fünfmeister Franz, Sekretär Tymes,& o vanda, allzu oft auch von den eigenen Klassengenbissen zu ber Welt, in der es alles im Ueberfluß und dennoch sig Jahren. Damals waren wir einig und wir Komprda, von der Vereinigung sozialistischer ertragen hatte. Wie hätte sich aber auch der Arbeiter Millionen Sungernder gibt, das System irrjinnig freuen uns, feststellen zu lönnen, daß wir auch Mademiker Genosse Dr. Koukal, von der wehren sollen? Bon ihm führte teine Brücke zu ben und unheilvoll ist. Darum erschallt auch bei uns der heute einig und geschlossen sind!( LebRedaktion des Pravo Lidu" Genosse Nová anderen, er ſtand allein und rechtlos ba, feine Macht Ruf: Rieber mit dem mordbringenden baster Beifall.) Wir sind zusammengekommen, unt ( Brag) und viele andere nahmen an der Feier stand hinter ihm. Die Bourgeoisie wußte sehr wohl, und zerstörenden kapitalismus! Soch nie mehr auseinander zu gehen! Die teil. Auch einige der„ Alten", die in den früheren daß im Falle sich einmal der dumpfe Groll der der völker- und menschenbefreiende heilige Sache verlangt, daß wir es so bleiben, denn Jahrzehnten zu den treuen Hütern des jubilie Massen gegen sie richten würde, daß in einem solchen internationale Sozialismus!( Langan die letzten zehn Jahre haben der Arbeiterschaft gezeigt, was es heißt, zerrissen zu sein. Wir haben renden Blattes zählten, die Genossen Hieronymus Falle Polizei und Militär genug vorhanden sei, um baltenber und stürmischer Beifall und Hochrufe.) Wir wer Schloßnitel( Sternberg), Genosse Burkert ein solches Auflehnen unterbrüden zu können. Wie Sodann fam, von der Versammlung lebhaft den demokratischen Staat errungen. den in gemeinsamen Kämpfen den ( Jägerndorf), Dr. Weitner( Olmüß), Dr. jozialistischen erringen!( Lebhafter Bei Löwenthai( 3glau), der Vertreter des Tabak fall.) Diese Manifestation heute ist der beste Beweis arbeiterverbandes Genosse Beschka( Jalan), fie dafür, daß wir den richtigen Weg gchen. Wir gehen alle waren zu ihrem Bolfsfreund" gekommen. weiß die Bourgeoisie, daß ihre Herrschaft ins Wan- zu Worte. Er überbrachte die Grüße der österreichi- weiter und versprechen heute, daß wir in geschlossenen Eröffnet wurde die Feier mit Freiheits- ten geraten ist. sche Partei und führte u. a. aus: Reiben zum Siege schreiten werden! Es lebe die liedern, die der gemischte Chor des Machen wir uns das Bilb der Vergangenheit Biele Gedanken stürmen heute auf uns alle ein. internationale Sozialdemokratie!" Arbeiter- Bildungsvereines und die lebendig, so erkennen wir die Kühnheit unserer Ge- Es gab eine Zeit, da der„ Bolksfreund" das 3en-( Langanhaltender und stürmischer Beifall.) Brünner Singgemeinde prächtig zum Vor- noffen bei der Gründung des Blattes, als sie ohne tralorgan der gesamten Arbeiterflaffe Defter- Sodann kam, von nicht endenwollendem Beis trag brachten, Sodann begrüßte Genosse Landes- organisatorische Schulung an die Gründung schritten. reichs war. Bir grüßen aljo im„ Boltsfreund" einen fall und herzlichen Freundschaftsrufen begrüßt, ausschußbeisiger Pipal die Festversammlung. Unendlich schwer war die Erhaltung des Blattes alten Freund, ein Stüd eigener Geschichte. Genoffe Dr. Ludwig Czech Er begrüßte die ausländischen Gäste und die gegenüber allen Berfolgungen und materiellen Sor. Es mag vielleicht eigen erscheinen, daß wir in der Bertreter der Bruderparteien und verlas die gen. Daß der„ Bolksfreund" disse schwere Beit ber- Beit der Strife Feste feiern. Doch unsere Feste waren zu Worte. Glückwünsche, die von der Internationale, den dauerte, verdankt er bem unermüblichen bealismus immer etwas anderes als Feite im gewöhnlichen bielen ausländischen Bruderparteien und Redak und der Opfertvilligkeit unserer Bortämpfer, Aber Sinne des Wortes. Der tiefe Ernst, der uns zusam- Abschluß einer erhebenden Feier, die Ihnen ebenso tionen eingelangt waren. Nach der Begrüßung wir müssen uns dessen bewust fein, baß wir nicht menführt, herrscht and bei unseren Festen vor. Denn wir mir unvergeßlich bleiben wird und die sie sicher ergriff, mit lebhaftem Beifall begrüßt, nur der Vergangenheit gebenken wollen, sondern wir die Erinnerung an die Zeit vor fünfzig Jahren ist ebenso tief ergriffen hat wie mich, mich, einen der müssen uns vornehmen, in diesem alten Geiste alles andere denn eine freudige. Finsterste Reaktion wenigen, bie sagen können, daß sie mit diesem Blatt Senator Genoffe Wilhelm Nießner unsere Presse und unsere Partei zu erhalten( Bei- und barte Kämpfe waren es, bie bie Arbeiterflaffe aufgewachsen sind. Und so wird dieser heutige Tag der nun dreißig Jahre Redakteur des„ Bolks fall). Wenn wir unsere Presse nicht hätten, wären zu führen gezwungen war und wenn wir heute nach alldem, was zurück liegt, für mich ein großes freund" ist, das Wort zu der Festrede. Er wir gelähmt. Leider befinden sich noch viele Arbeiter Rüdschau halten, bann bürfen wir uns der Erfolge Erlebnis bleiben. Wir können diese Feier nicht ab fithrte aus: und Angestellte im Dunstkreis der bürgerlichen freuen. Wenn wir uns sagen, was aus den kleinsten schließen, um ohne vor allem den Genossen im AusPresse. Dies müssen wir ändern. Wir brauchen Anfängen von damals heute geworden ist, dann lande, den Genossen der anderen Parteien innigst zu unsere Bresse dringender und notwendiger als ie Sürfen wir einen Moment innehalten und uns der danken, daß sie in solcher Weise das Fest verschönern vorber, da wir in einer Zeit leben, in der jeber gewonnenen Macht freuen. Möge bie Jugend an dem balfen. Es gibt Momente, wo man nicht bescheiden vorher, da wir in einer Zeit leben, in der jeber einzelne des Führers, des Beraters bedarf. Wer nicht Studium der Bergangenheit lernen. An diese Jugend sein muß und wir freuen uns in diesem Augenblicke, 50 Jahre„ Bollsfreund"! Das sind 50 Jahre irre werden will an der sieghaften Kraft des Sozia- richtet sich heute uitser Wort. Die Geschichte ber ver- daß wir den ausländischen Genossen hier ein Stüc Rampf gegen eine Welt erbitterter Feinde, 50 Jahre lismus, der muß Savon überzeugt fein, daß die Rollenen fünf Jahrzehnte wirb der Jugend viel für Geschichte der proletarischen Arbeiter Rampf gegen Berzopfiheit, gegen Saß und Unter- heutige Zeit des Jammers und Elends einen Weber- bie weitere Entvidfung auf den Beg für die fol- bewegung vorführen fonnten. Wir lagen auf brudung. Das find aber auch 50 Jahre Arbeit für gang bilbet zu neuen, höheren Gesellschaftsformen. genben Kämpfe geben. Denn die Jugend ist es, bie einem Boden, der einer der Geburtsstätten die Erweckung der Arbeiterklasse, für ihre Lebens- Die Bourgeoisie nüßt die Gelegenheit und schütt ben Endtampf zu führen gezwungen ist und sie wird des Sozialismus ist, wir sind auf einem Boden versammelt, welcher klassischer Kampfboden geftaltung, für politische Rechte, das sind 50 Jahre die Unzufriedenheit. Sier Wanbel zu schaffen, das die Generation fein, bie die Fahne de bes Sozialismus ist, wir tagen auf einem Boden, fann nur die tägliche Arbeit unserer Presse sein. Arbeit für die Zukunft, für den Sozialismuts. Sozialismus siegreich anfpflanzen Wir leben in einer Zeit der schwersten Erschüt- wirb. Jugend vorwärts! 3um Sieg des der schon vor vielen Jahrzehnten mit Man könnte fragen, ob der 50jährige Bestand eines Barteiblattes in einer Provinzstadt so bedent- terung des Rapitalismus. Rogue matere, internationalen Sozialismus!( Lang bem das Proletariat die schicksalsschweren Stunden Proletarierblut gedingt wurde und auf fam ist, daß sein Jubelfest besonders zu feiern ist. faß zwischen Besitzenden und Beſiklofen ein so großer, anhaltenber Beifall.) Wir müssen uns der Rolle unseres Blattes in der wie heute. Auf der einen Seite ein mächtig ange Geschichte der Arbeiterbewegung bewußt fein, um idwollener Reichtum und auf der anderen Seite bies gerechtfertigt zu jagen. Unsere Barteipreffe hat Millionen Arbeitsloser. In einer Gesellschaft des Nationalrat Genoffe Stieger( Wien) nalen sozialistischen Broletariat eine der besten und noch nicht die Verbreitung erfahren, wie die bürger- Ueberflusses breitet sich ber Sunger aus. Darum bas Bort. Gen. Rieger, der ebenfalls als Bertreter verläßlichsten Stampftruppen, die bisher nie versagt liche Presse. Uber Hunderte von Parteizeitungen, an muß den Menschen die Ueberzeugung beigebracht des Parteivorstandes der österreichischen Sozialbemo- hat und auch in Zukunft nie enttäuschen wird. benen die besten Köpfe unserer Bewegung mitarbei- werden, daß wir im Herbst des Kapitalismus leben, fratie erschienen war, gedachte in feinen Ausführun 11 Genossen und Genossinnen! Werte Feftgäfte! hat sich die Welt seither verändert! Heute würden begrüßt, bie Anschauungen von damals von der Bourgeoisie Nationalrat Genoffe De. Ellenbogen selbst als vorsintflutlich empfunden werben. Beute ( Wien) Als nächster Redner ergriff Wir sind, werte Genossen und Genossinnen, am zu bestehen hatte. Heute steht die Arbeiterbewegung geistig und geschlossen da und stellt dem internatioWenn wir über die Geschichte des„ Bollsfreund" ten, finden Sunderttausende von Abnehmern. Unter dem bald der Winter folgen mitb( Beifall). Der gen der jämeren und opfervollen Kämpfe, die in sprechen und die großen Erlebnisse Revue passieren biefen Blättern nimmt der„ Volksfreund" eine be- Sozialismus ift fein fermes Biel mehr, sondern er bet balben Jahrhundert, das der„ Boltsfreund" nun laffen, dann geziemt es sich, des großen politischen fcheibene Stellung ein. Er ist nicht eines der größten. Ist greifbar und der Rapitalismus bird fallen, renn volienbet hat, befondets auf Brünner Boden vom Anonymus zu gedenken, des einfachen, unbekannten Aber was uns veranlaßt, seiner zu gebenken, das ist die organisierte Unwiffenheit ein Ende genommen Broletariat fo erfolgreich geführt wurden. Er schil- proletarischen Soldaten, durch dessen Opferwilligkeit berteer. ber felbit in den Anfängen bes Blattes und Bereitschaft das große Wert vollbracht worden fein Ursprung, seine Geschichte, in der sich gleich- hat. Seite 4. Naturfreunde bei der Olympiade. Sonderzug am 21. Juli L. J. Alle Teilnehmer haben spätestens um 20.15 Uhr in Schreckenstein am Bahnhofe gestellt sein. Daselbst erfolgt die Fahrtartenausgabe. Die Mitgliedskarte und und Festkarte sind, soweit nicht schon geschehen, bei dieser Gelegenheit abzugeben. Die Teilnehmer melden sich sofort bei der Reiseleitung im Wartejaal III. Klaffe. Der Reiseleiter ist durch eine rosa Armbinde gekennzeichnet. Jene Teilnehmer, welche die Einzahlung des Vienstag, 21. Jun 1931. Tagesneuigkeiten Ein Zukunftsbild. Anno 19.., nach der Ratifizierung des Ueber. einkommens über die selbständige Staatsbürgerschaft der verheirateten Frau, wie sie die bürgerlichen Frauenrechtlerinnen anno 1931 gefordert haben. Nr. 168. dischen und der Sowjetpresse. Der Eisbrecher| Bureau" meldet, betrug das Gesamteinfommen trägt volle 12.000 Briefe mit sich, die dem Luft- Schwedens aus Alkoholsteuern 110 Mill. schir. schiff„ Graf Zeppelin" in der Pelarzone über- Kronen, das ist eine Milliarde Kč, in Stodgeben werden sollen. Genau um Mitternacht ver- holm allein 16 Mill. schw. Kronen, das sind etwa 150 Mill. Kč. Da Stockholm mehr als ließ der Malygrin" das Weiße Meer. eine halbe Million Einwohner besitzt, bedeutet Das Wiener Orpheum abgebrannt. das, daß auf den Kopf jeden Einwohners faft 30 schw. Kronen( oder 300 Kč) pro Jahr bloß. Wien, 20. Juli.( AN.) Im Brigittenauer für foholsteuer entfallen, also immerhin eine Orpheunt, dem sogenannten„ Rory"- Theater, hohe Summe. Gegen frühere Jahre bedeutet Ein junger Schweizer Arbeiter, ein Spezialist einem Solzbau, ist in den ersten Morgenstunden das aber eine Abnahme des Alkoholt munts, Festbeitrages und des Fahrgeldes in den legten acht lebt in Rußland und verliebt sich dort in eine des gestrigen Sonntag ein verheerender Brand was die schwedische Regierung aber eher auf den Tagen vorgenommen haben, müssen den Erlagschein Ruffin. Als sein Vertrag zu Ende ist, will er ausgebrochen, das das ganze Theater in Asche Alkoholschmuggel zur Zeit der Ausstellung abschnitt mitbringen! Jeder Teilnehmer muß das wieder in die Heimat. Wie er sich aber von dem legte, so daß die Grundmauern zu sehen sind. der Touristenverkehr machte eine Kontrolle Naturfreundeabzeichen sichtbar tragen! Mädchen verabschieden will, da gesteht sie ihm ein Das Orpheunt, einst ein beliebtes Theater der schwieriger zurückführt. Die Zahl der TrumFahrzeiten: ab Schredenstein 21.10 Uhr, Zeit füßes Geheimnis. Nun, wenn das so ist, da Wiener, war anfangs des Jahres 1931 endgültig fenheitsfälle aber ist gegen das Jahr 1913, he merių 21.38, Všetaty 22.40 Uhr, Lyfa 23.06 Uhr, werden wir halt heiraten und Du kommst mit gesperrt worden. Nach der Sperre des Theaters der restringierte Alkoholausschant eingeführt Nymburg 23.30 Uhr, Bardubis 1.03 Uhr, Böhmisch mir in die Schweiz. Ich habe dort schon einen wurde es, da es vollständig leerstand, gern bon wurde, beträchtlich zurüdgegangen, und zwar Trübau 2.31 Uhr, Zwittau 2,55 Uhr, Brünn 4.30, Poften." Alles schön. Wie der Arbeiter die Frau Wohnungslosen aufgesucht, die hier ihre Nächte von 50.42 auf 13.22 per 1000 Einwohner. Lundenburg 6.15 Uhr, Preßburg an 7.39 Uhr. nach der Hochzeit auf seinen Paß schreiben lassen verbrachten. Man bermutet, daß der Brand Schon wieder ein Spion hingerichtet. Sonntag Retourfahrt von Wien nur ein Sonderzug am will, erfährt er, daß es das nicht gebe, denn nach durch die Unvorsichtigkeit eines Obdachlosen ent7. Juli. Ab Wien um 8 Uhr früh von der dem neuen internationalen Uebereinkommen standen war, der beim Rauchen entweder das früh um 4 Uhr wurde in Wilna der wegen Spionage Dampferhaltestelle Reichsbrücke. Ab Preßburg 13.20 wirte die Heirat nicht mehr auf die Staats- Zündholz oder den Zigarettenrest beiseite warf. für Litauen zum Tode verurteilte Korporal Szym Uhr, an Schreckenstein 0.11 Uhr. Die Teil- bürgerschaft der Frau, auch dann nicht, wenn sie folas hingerichtet. Ihm wurde vorgeworfen, genehmer des Sonderzuges haben eine das will. Sie sei als selbständige Staatsbürgerin Brennende Petroleumquelle. misse militärische Dokumente an einen gleichzeitig Stunde vor Abgang des Dampfers, also um in bezug auf Erwerb und Verlust der Staats7 Uhr, bei der Dampferhaltestelle bürgerschaft dem Manne vollständig gleichgestellt Mount Pleasant( Michigan), 20. Juli. Eine verhafteten Agenten des litauen Nachrichtendienstes Reichsbrüde gestellt zu sein! Wassen und müsse sich auf eigene Faust um ein Staats- Petroleumquelle geriet hier in Brand. Durch verkauft zu haben. lager der Naturfreunde in Wien III., bürgerrecht bewerben, wenn sie das mitgeborene das nach allen Richtungen ausgeschleuderte bren- Einbruch. In Groß- Lippen bei Postelberg Knabenschule Strohgaffe. Den Weisungen des Reise- ändern wolle.„ Na", sagt die Frau, dann bleib nende Erdöl wurden sieben Bersonen wurde in die Wohnung des dortigen Oberlehich eben Russin, dann geben Sie mir einen eigenen getötet und mehrere schwer verletzt. Paß." Bombenexplosion in Kairo. Teiters ist unbedingt Folge zu leisten! Ausrüstung: Wanderkleidung, Schlafsack oder Beintuch und Dede sind mitzuführen, desgleichen Trinkgefäße und Kochgeschirre. Festzug: Die Naturfreunde der CSR. schieren als Sondergruppe. Ja, dann müssen Sie aber um eine Einrers eingebrochen. Die Täter nahmen alle wertbollen Gegenstände mit und fügten dem Oberlehrer einen Schaden von 20.000 K zu. Der reise, dann eine Aufenthalts- und schließlich eine Kairo, 20. Juli.( Reuter.) Gestern nach Einbruch wurde erst jetzt, obgleich er schon mehmar- Niederlassungsbewilligung in der Schweiz an- mittag explodierte im Garten beim Gebäude des rere Tage zurückliegt, entdeckt, weil sich der Wohsuchen und ob Sie die bekommen, das ist mehr Justisministeriums eine Bombe. Die Fenster- nungsinhaber auf Urlaub befand. 24. Juli am Nußberg statt. Die Teilnehmer der entzogen werden." Wenn ich aber auch wurden zersplittert. Hiebei fam niemand zu zum Sonntag in Naturfreunde- Weihestunde. Diese findet am als fraglich. Auch kann sie Ihnen jederzeit wie scheiben aller in der Nähe befindlichen Gebäude Eine schwere Buttat wurde in der Nacht dem Dorfe Wendersreuth treffen sich zwischen 18 und 19 Uhr vor dem Karl- Schweizer Staatsbürgerin werden will?" Da Schaden. ( Oberpfalz) verübt. Das Gastwirts- Ehepaar Marr- Hofe. Der Abmarsch erfolgt um 19 Uhr. Die müssen Sie um die Zusicherung der Aufnahme in Schieder wurde Sonntag früh in seiner Wohnung Weihestunde beginnt mit Eintritt der Dunkelheit einen Heimatverband ansuchen, um Aufnahme in Nach Schluß der Weihestunde erfolgt der Abmarsch einen Bürgerort. Zuvor aber müssen Sie eine Amerikanisches Banditentum. durch Beilhiebe ermordet aufgefunden. Auch ihr Cairo( Staat New York), 20. Juli. Polizei- schwer verlegt worden und ist später seinen Verin Biererreihen auf demselben Wege, der beim Auf- Eingabe an die eidgenössische Regierung machen beamite und Detektive nahmen acht Mann feft. hver verlegt worden und ist später seinen VerPolizei- peijähriges Kind war durch einen Beilhieb marsch benützt wurde, unter Benüßung von Hand- und um die Zustimmung ersuchen, sonst darf die angeblich Jad Diamond to ten wollten. Täterschaft wurde der Bruder des Gaftlegungen erlegen. Unter dem Verdacht der fadeln. Näheres im Festführer ersichtlich. Ihnen keine Gemeinde das Bürgerrecht ver- Außerdem beschlagnahmten fie dreißig Maleihen." Ja, kann ich das alles auch sehr rasch chinengewehre(!), Gewehre und Revolver. irtes verhaftet und in das Gerichtsgewww haben? Mein Mann muß nämlich in vierzehn fängnis eingeliefert. ist. Wir haben eine ruhmreiche Vergangenheit, aber Tagen abreisen in seine neue Stelle."„ Rasch? Bom Zuge erfaßt. Der Ehrenbürger der Ge Der Hurenmarkt des Prager Tagblatt" ist meinde Schreiberhau, der bekannte Maler, Professor damit schließt unser Tagewerk nicht ab. Denn es Da haben Sie eine schöne Idee!" Ja, aber tommt morgen schon die harte Zukunft, die an Das Wort erstirbt der jungen Frau schambaft auf die einzige Effektenbörse, die von den diversen Hermann Hendrich, wurde Samstag nachmittag uns die schwierigsten Forderungen stellt. Wir werden Lippen und ihre Augen füllen sich mit Trä- Bankrotten nicht berührt wird. Auch die Schalter- in Schreiberhau beim Ueberschreiten eines Bahnden so wie bisher nimmermüde weiter arbeiten. Bis nen. Wohin soll ich mich denn wenden?"" Am perre gilt hier nicht, es wechseln vielmehr tag- überganges vom Zuge erfaßt. Er wurde zur Seite zum letzten Atemzuge. Die nächsten Auf- besten ist es, Sie nehmen einen Advokaten." aus tagein Angebot und Nachfrage im alige geschleudert und erlitt durch den Sturz so schwere gaben gehören aber der Jugend. Sie Einen Advokaten? Das fostet wohl sehr viel wohnten Reigen: Verlegungen, daß der Tod auf der Stelle eintrat. Professor Hendrich hat ein Alter von 77 Jahren erreicht. Der Reichsausschuß. " 11 werden das zu vollenden haben, was wir begonnen Geld?" Ja, wie schon die Advokaten sind. Sie haben. Sie werden erst die Arbeit frönen, die wir können sich auch an eine Rechtsauskunftstelle wenin Jahrzehnten mühevoll geleistet haben und darum den." Verzagt und verängstigt beginnt also die fage ich: junge Frau Arbeitsstunde um Arbeitsstunde, = In diesem Augenblide ist der Mo Schicht um Schicht zu versäumen und von Amt ment für eine Huldigung an unsere zu Amt zu laufen, in Borzimmern zu warten, Jugend, an unsere Hoffnung gegeben! Bogen auszufüllen, Gebühren zu zahlen.. Und Genossen und Freunde! Dieser Jugend, der los. Der Gatte hat indessen allein abreisen wir das Schicksal der Arbeiterklasse überantworten, müssen und der jungen Frau werden die Lau dieser Jugend gehört heute unser fereien täglich mühseliger. Schließlich kommt der herzlichster Gruß! junge Stammhalter auf die Welt, ohne daß die Fescher, arischer Intelligent, sucht symp., fultibierte Freundin, fchlant, sonnig, bescheiden, bis 35 Jahre. Unabh., Eigen heim, Vorzug. Aufrichtige Buschriften unter Wer saniert junge, elegante Dame, welche nicht rechnen konnte. An träge unter Rennwort: 0 diese Mathematit". Schwere Explosion in einer Autowerkstätte. In der Linzer Vorstadt in Budweis waren Montag bormittags drei Monteure in der Autowerkstatt der Firma Parlač mit der Reparatur eines Lastautos beschäftigt. Plötzlich entzündete sich der Motor, worauf der Benzinbehälter explodierte. Es entstand ein Brand, der sich rasch über das ganze Gebäude ausbreitete. Dabei erlitt der PratUnd nun gedenken wir der Sozialistischen Mutter zum Vater fahren tönnte. Jahre verwenn sich doch Lahusen auch so einfach aus titant Franz Brož schwere Brandwunden und Arbeiter- Internationale, der wir alles geben, die Liebe kühlt sich ab. Der Bub wächst der Batsche helfen tönnte! Ist es nicht herz- mußte fofort in das Krankenhaus gebracht werden. verdanken, was wir bedeuten und sind und die die bei der Mutter auf, sie sorgt in immer größerem erfreuend, in dieser Zeit der rauhen Sitten und das ganze Gebäude der Autowerkstätten brannte größte Hoffnung unserer Zukunft ist. Wir bekennen Maße allein für ihn, aber er ist ein Ausländer, der trockenen Geschäfte den Handel mit Menschen- nieder. Auch zwei Bersonenauto und zwei Lait uns heute bei dieser Tagung mit Stolz zur Soziali denn er ist dem ehelichen Vater im Staatsbürger- fleisch von Idylle und Romantit umflort, mit wagen fielen dem Brande zum Opfer. Zwei weithen Arbeiter Internationale und entbieten recht gefolgt. Eines Tages fragt er die Mutter: nedischen Redensarten und schalthaften Kenn- tere Lastauto, die vor den Werkstätten standen, wurihr unsern heißen Gruß! Du, Mutter, warum hat uns eigentlich der Va- worten garniert zu sehen! Wie bei diesen beiden: den schwer heschädigt. Für die Gauorganisation Brünn der tschechi schen sozialdemokratischen Arbeiterpartei ergriff fodann, von der Versammlung lebhaft begrüßt, Welche wohlh. Persönlichfeit tönnte armen, doch hübsch. Seelchen bas Leben erleichtern? Chiffre:" Dankbar 307". 19jähr., fesches Fräulein sucht distr. feriösen, älteren Freund. Chiffre: Frag nicht warum". Es lebe die Sozialistische Arbeiter- Internatio- ter nicht mitgenommen in die Schweiz?"„ Er hat nale! die große Hoffnung des Proletariates, die ja vollen, dantals, bevor Du noch auf der Welt große Vorkämpferin für den Frieden der Völler!" warst und als Du noch sehr flein warst, aber weil ( Stürmischer, immer wieder einsetzender Beifall und ich eine Russin bin, haben mich die Schweizer BeHochrufe.) hörden nicht mitkommen lassen."„ Warum hast Du aber nicht damals gleich, wie Du den Vater geheiratet hast, gesagt: wenn ich Deine Frau bin, dann will ich auch Schweizerin sein!, damals Es geht nichts über eine entsprechende AusVizebürgermeister Genosse Franz gleich?".„ Das habe ich ja wollen, aber die Men bildung. Die im Hinterteil inserieren, haben ihr das Wort. Nach herzlichen Begrüßungsworten schil- fchen haben aus Dummheit ein so schreckliches täglich Brod im Vorderteil nicht umsonst gederte er die gemeinsamen Kämpfe der deutschen und Unrecht geschaffen, daß mein natürlicher und noffen! tschechischen Arbeiter in Brünn, in denen der Volks- selbstverständlicher Wunsch nicht gehört wurde." freund" eine so bedeutsame Rolle einnahm. Genosse Warum haben sie es aber denn gemacht, wenn Franz gedachte der durch die Krise hart betroffenen es ein so großes, hartes Unrecht ist," Sie haben Arbeiter und gab der Freude über die erfolgreiche geglaubt, das sei... Gleichberechtigung. gemeinsame Arbeit der deutschen und tschechischen Partei Ausdruck, die durch das jubilierende Blatt " Martha Taust. seit der Zeit seines Bestehens immer besondere För Zwei Zote an der bulgarisch- serbischen derung erfuhr. Mit Hochrufen auf die Sozialistische Arbeiter- Internationale und auf die 2. ArbeiterOlympiade schloß er seine Ausführungen, die von Grenze. Belgrad, 20. Juli. Gestern abends um 22 den Versammelten mit lebhaftem Beifall aufge- Uhr traf die jugoslawische Grenzwache unweit nommen. Nach der Rede des Genossen Franz dankte Senator Genosse Polach der bulgarischen Grenze vier unbekannte bewaffnete Perfonen an. Auf die Aufforderung, stehen zu bleiben, eröffneten die Unbekannten ein Gehierauf den vielen Gästen des Auslandes und der wehrfeuer. Im Laufe der Schießerei wurden Bruderparteien für ihre so innige Teilnahme an 3 wei Angreifer getötet. Den anderen unserem Feste, er dankte den vielen hunderten Ge- gelang es, in der Richtung gegen die bulgarische nossen, die aus allen Teilen des Staates gekommen Grenze zu entkommen. Bei den Erschossenen waren, um der Feier beizuwohnen und erinnerte wurden zwei Gewehre, eine Bombe, Revolver, unsere Genossen an die große Aufgabe, die uns allen eine große Menge Munition und Verbandstoffe bevorsteht: Die Köpfe der vielen tausenden Arbeiter, gefunden. Die Untersuchung ist im Gange. bie heute noch unter dem Einfluß der bürgerlichen Für die ganz Blöden hat der National sozialismus noch immer Schlager wie den folgenden auf Lager: Ein vielseitiger Betrüger. Der Warnsdorfer ehemalige Versicherungsagent W. K. Sieber beschäftigt, wie uns berichtet wird, seit mehreren Jahren die Sicherheitsbehörden Böhmens durch die Vielseitigkeit seiner betrügerischen Manipulationen. Nach einigen Unterschlagungen zum Schaden der Gesellschaft, bei welcher er angestellt war, verlegte er das Feld feiner Tätigkeit nach Weſtböhmen, errichtete in Chodau bei Karlsbad ein Warenhaus", dessen Einrichtung er schuldig blieb und für das er eine Reihe von Ange stellten aufnahm, denen er die Raution abknöpfte, um dantit zu verschwinden, war dann vorübergehend in Sirschberg tätig, büßte sodann eine längere Freiheitsftrafe ab, beglüdte darnach einen Bodenbacher Chauffeur mit dem Auftrag, ihn zu seiner in Franzens bad wohnhaften sogenannten Braut zu fahren, wobei er den vertrauensseligen Benzinkutscher unt 1600 K prellte und verlegte sich schließlich auf den so einträglichen Darlehensschwindel, den er insbesondere in den nordböhmischen Gegenden schwunghaft betrieb. Ju Liboch ereilte ihn nunmehr das Schicksal: Die Gendarmerie, der mehrere Anzeigen gegen Siebd vorlagen, nahm den Betrüger fest und lieferte ihr ins Gefängnis ein. Vom Rundfunk Dienstag. Warum wenden sich die Herren von der S. D. B. in Deutschland nicht an ihre französischen Genossen, sie mögen ihre Rüstungen einstellen und der wahn jinnigen Verslabungs- und Tributpolitik ein Ende machen? Hier zeigt sich der Boltsverrat, den diese Sorte von Füh rern seit Weltkriegsabschluß in Deutschland treibt! Marxistische Miswirtschaft in wahr ften Sinne des Wortes sie ist keine Lüge... Natürlich. Denn es ist männiglich bekannt, daß Frankreich die Sozialisten regieen, daß die französischen Sozialisten die Macht haben, ihre Rüstungen einzustellen" und der Tributpolitit" ein Ende zu machen. Uns wun Brag: 11.30 Schallplatten, 13.35 Schallplatten, Bert nur, daß nicht auch die italienischen 18.25 Deutsche Sendung. Seemann: Das TheaterSozialisten aufgefordert werden, den Rüstungen leben im deutschen Gebiete des Staates, 21.10 BieberMussolinis und der Versfladung Südtirols ein tonzert, 21.30 Klavierkonzert. Brünn 12.30 Ende zu machen. Warum so zurückhaltend? Man Orchesterkonzert, 17.00 Schallplatten, 18.25 Deutsche fürchtet doch nicht etwa, daß die Leser nicht Sendung. Dr. Lokscha: Der Kompost und andere Summ genug wären, das hinzunehmen?! Keine Bodenkonservierungsmittel, 21.00 Es lebe Radio, Fünf Tote geborgen. Sorge, wer blöd genug ist, die französischen So- Funkszene.- Breßburg: 14.30 Orchesterkonzert; Budapest, 20. Juli.( MTJ.) Wie ,, A Reggel" zialisten für die Schuldigen an den Rüstungen 18.25 Schallplatten; 21.00 Blasmufit. Ausführungen, wird gewiß so wie mich auch alle aus Zalaegerszeg meidet, ereignete sich bei Erd- und Tributen zu halten, dem kann man ruhig 18.55 Bithermusik. Breslau: 19.15 Orphens anderen Genossen und Genofsinnen mit neuer Straft arbeiten in der Gemeinde Gutorfölde ein Erd- erzählen, daß auch Italien, Polen, Ungarn, Süd- in der Unterwelt als Kurzoper. Seipzig: erfüllt haben, mit jener Kraft, die zur Vollbringung all der Aufgaben, die uns gestellt sind, notwendig ist. Sturz. Zwanzig Arbeiter wurden von den Erd- flawien und die Vereinigten Staaten von So- 19.50 Aus romanischen Opern. So danke ich Ihnen namens der Brünner Bartei maffen begraben. Fünf fonnten nurmehr als aialdemokraten regiert werden, daß Poincaré, 17.05 Walküre, Oper von Wagner. nochmals für ihre so herzlichen Begrüßungen und Leichen geborgen werden zwei erlitten lebensge- Mussolini und Bethlen Genossen" sind und daß schließe unsere herrliche Kundgebung mit einem fährliche Verlegungen. Die Frau eines der Ge- schon der Dreißigjährige Krieg eine Folge margistischer Mißwirtschaft gewesen ist! töteten wurde irrsinnig. ,, Hoch auf den internationalen Sozialismus!" Mit dem Lied der Arbeit", das von der Brünner Singgemeinde prachtvoll zum Vortrag gebracht Bresse stehen, mit sozialistischer Erkennt. 20 Arbeiter von Erdmaffen verschüttet. nis zu erfüllen und dazu die sozialbemokratische Bresse heranzuziehen! „ Die heutige Feier", so schloß Genosse Polach seine Ausfahrt des ,, Malygin". " - Berlin: München: Mittwoch. Prag: 11.30 Schallplatten; 17.10 Schall Was trägt die Alkoholsteuer in Schweden? platten; 18.25 Deutsche Sendung. Arbeitersendung. In Schweden herrscht wohl fein Alkoholverbot, Dr. E. Franzel: 3um Wiener Kongres Dagegen eine Alkoholeinschränkung, die jeder der SAJ."; 19.05 Tramplieber; 21.10 Konzert; und von der Versammlung stehend angehört wurde, Moslau, 19. Juli.( Taß.) Der Eisbrecher Berson nur ein bestimmtes Quantum geistiger 21.30 Cellofonzert. Berlin: 16.30 Blasorchester wurde die denkwürdige Kundgebung, die in den Malygrin" hat gestern abend seine Fahrt in Getränke zu genießen gestattet. Außerdem find fongert. Hamburg: 20.00 Golbrausch über Herzr der Brünner unauslöschlich bleiben wird, die Arktis angetreten. An Bord befanden sich auf Wein und starte gitöre sehr hohe Abgaben Masko, Sörbilder. Leningrad: 18.00 Opet, ausländische Reisende und Vertreter der auslän- gefett. Wie das Schwedische Jut. Pre- Operette oder Konzert, beendet ftr. 168. Dienstag, 21. Juli 1981 Seit« 8. Der aktuelle Daumier. Todesstur; in den Auszuqsschacht. Sonntag früh fiel der Mälzer der Troppauer Bürgerlichen Brauerei Josef Fleischer aus Unachtsamkeit in den Schacht des in der Mälzerei befindlichen Aufzuges und stürzte achteinhalb Meter tief, ab, wo er mit gebrochenem Genick tot liegen blieb. Auf den Unfall wurde man erst aufmerksam, als die Kinder Fleischers ihren Väter aus dem Betrieb abholen kamen. Der Verunglückte hinterläßt sechs unversorgte Kinder. Ei» Schwimmbad ahn« Wasser. Man schreibt »ns aus Böhm.-Kamnitz: Eine lustig« Begebenheit, dir freilich für den Urheber mit allerlei Unannehmlichkeiten verbunden war, ereignete sich dieser Tage in unserem Städtchen. Der Schwimm- und Bademeister der städtischen Badeanstalt hatte am Abend, so wie er dies alle Tage zu tun Pflegte, den Ablauf des Schwimmbassins geöffnet, damit das unreine Wasser ablaufe. Rach des Tages Müh und Plag überwältigte den wackeren Bademeister die Müdigkeit, und so geschah es, daß er, am Ufer des Badeleiches fitzend, einfach einschlummerte. Er tat einen tiefen und langen Schlaf, länger, als es gut war, denn als er gegen Morgen die Augen aufschlug, da mußte er zu seinem nicht geringen Schrecken feststellen, daß das Wasier aus dem Badeteich entschwunden war und sich vor ihm nurmehr eine verschlammte Sandfläch« hinzog;.. Wohl beeilte sich der Bestürzte, de» Ablauf zu versperren und den Zulauf zu öffnen, aber das Bett des Schwimmteiches ist so groß, daß zu seiner Füllung mit Wasier ein Zeitraum von wenigstens einer Woche erforderlich ist. Der Stadt- gemcinde als Eigentümerin der Badeanstalt ist damit ein erheblicher Schaden entstanden, denn die Zahl der täglichen Badegäste beträgt in der Zeit der Hochsaison, also im Juli, durchschnittlich 600 Personen. Die Badefreude dieser Gäste ist durch den tiefen Schlaf des Schwimmeisters sozusagen in das nichtvorhandene Wasier gefallen.... Land ohne Rege». In weiten Gebieten Dalmatiens ist seit vier Monaten kein Tropfen Regen gefallen. Di« Wiesen find gänzlich ausgetrocknet und diel Bieh ist zugrunde gegangen. Der Mais mußte unreif abgemäht werden und dient zur Rotfütterung des Geflügels. Die Kartoffeln mußten nußgroh und hart aus dem Boden ausgeklaubt werden. Das Obst ist außergewöhnlich teuer, die wilde Weichselkirsche, die sogenannte Marasche, aus der der berühmte Maraschinolikör bereitet wird, kostet etwa fünfzehn Mal soviel wir im vergangenen Jahre. Die Hitze ist .»»erträglich. Die Fälle von Hitzschlag, Wahnsinn und Selbstmord häufen sich. Ein« Rordböbmin in Berlin tödlich verunglückt. Wie uns auS Haida berichtet wird, ist die in Pärchen gebürtige und dahin zuständige Hausgehilfin Marta Rösler auf tragische Weise in Berlin ums Leben gekommen. Das bedauernswerte Mädchen verunglückte dadurch, daß rin von ihm zum Wäschcplätten benütztes Spirit uSbügeleisen explodierte und ihm so schwere Brandwunden zufügte, daß es kurz »ach der Einlieferung ins Krankenhaus Berlin-Lichterfelde verstarb. Die Verunglückte ist 29 Jahre alt. Hoffnung auf Abrsiiuir«. Zwei junge 22jährige Burschen aus Duisburg-Meiderich schrieben, angeregt durch ein Bild in einer illustrierten Zeitung, an König von Abesiinien mit der Bitte, ihnen angesichts der trostlosen Arbeitslosigkeit in Deutschland, irgendeine Beschäftigung zu verschaffen. Erstaunlicher Weise erhielten die beiden Erwerbslosen Antwort. Der König von Abesiinien riet ihnen, getrost zu ihm zu kommen, für Arbeit wolle er schon sorgen. Da das Duisburger Wohlfahrtsamt den unternehmungslustigen jungen Leuten keinen Reisezuschuß zahlte, haben die beiden sich per Fahrrad auf den Weg ge- machl. Sir hoffen, in fünf Monaten am Ziel anzr- langt zu sein. Hoffentlich auch am Ziel ihrer Arbeitswünsche. Di« Hermopolis-Exveditiou. Di« in Oberäghpten »nd zwar auf dem Tell el Aschmunein unter Leitung von Professor Dr. Röder arbeitende Hermopokis- Expedition fetzt ihre Arbeiten zur Erforschung der alten Stadt Hermopolis erfolgreich fort. Die Ruinenfläche läßt sich bereits gut übersehen. Es hat sich herausgestellt, daß der bereits früher erkannte Urzeitbezirk ein« Ausdehnung von 450 mal 570 Metern hatte urlb von einer etwa 15 Meter dicken Und ebenso hohen Ziegelmauer umschlosien war. Im Innern dieses Bezirkes, der nach altägyptischer Anschauung ,der Schauplatz der Entstehung von Acht und Leben am Anfang der Dinge" war, liegen zwei große Tempel und mehrere Kapellen. Bon hier aus soll nach der ägyptischen Mythologie die Sonne aus einer Lotosblüte aufgestiegen sein, und hier sollen auch die ersten Lebewesen entstanden sein: vier Frösche und vier Schlangen, die ersten Gefährten des Sonnengotts. Traveller-Schecks und Auslandsgeld, werd«« In Deutschland überall eingelöst. Die Generalvertretung der Rcichsbahnzentrale für den Deutschen Reiseverkehr in. Prag II, Lützowova 40, teilt uns folgendes mit: Die neue Devisen-Rotvcrordnung, die den Handel mit Devisen und ausländischen Zah- lungrmitteln auf hie Rcichsbank beschränkt, hat die Meinung aufkommen lasten, daß di« Banken, H o t e l s u n h Reisebüros auch kein« Travel- ler-Tchecks der ausländischen Touristen einlösen dürften. Diese Unternehmen sind im Interesse der reibungslosen Abwicklung des Reiseverkehrs jedoch berechtigt, ausländische Zahlungsmittel zum amtlichen Kurse gegen deutsche einzuwrch- seln und Traveller-Schecks einzulösen. Dir einge- rwmmenen Dsvisen werden an die Reichsbank wei- tergeleitet, Änfö^gcdesten besteht für di« in Deutschland weilenden AuSlandsfremden kein Grund zu irgend einer Beunruhigung. Wie wir hören, wirken auch die diplomatischen Vertretungen der fremden Länder in Berlin in beruhigendem Sinn« auf alle bei ihnen vorsprechenden Touristen ein und lege« jhnen nahe, in Deutschland zu verbleiben. In em«r der intereffantesten Privat-Kunst- ämmlungen des Kontinents, hie nicht nur der Leidenschaft für erstklassige Kunstwerke, sondern auch dem stets wachsenden Bedürfnis eines sorg- ältig arbeitenden Schriftstellers ihr Dasein verdankt, in der Kunstsammlung von Eduard Fuchs, hängen Arbeiten von Honorä Daumier neben altem chinesischen Porzellan und chinesischen Pla- tiken. Die uralten Zeugen einer sagenhaft gewordenen Vergangenheit„vertragen" sich gut mit den Gemälden und Lithographien eines Künstlers aus dem vorigen Jahrhundert. Etwas Gemeinsames ist ihnen, und dieses Gemeinsame ist das kaum näher zu bestimmende Etwas, das den Hauptbestandteil alles Künstlerischen ausmacht. Eduard Fuchs, der beste Kenner Doumiers, hat dem größten„Witzblattzeichner" des vorigen Jahrhunderts also auch äußerlich einen Platz angewiesen in der Reihe der„Ewigkeitswerte", in der Reih« jener Kunstwerke, di« über ihre Zeit hinaus Geltung behalten. Aber von dieser aktuellen Bedeutung Daumier s soll nicht die Rede sein. Die Geltung des bedeutendsten Karikaturisten Frankreichs ist nicht auf ästhetische Dinge beschränkt. Er war groß in der Form» aber diese Form war ihm nur Mittel ium Zweck, sie war ihm das Ausdrucksmittel für sein politisches Bekenntnis. Die bürgerlichen Kunschistoriker haben sich auf die Tatsache gestützt, daß Daumier oft versucht hat, die Tagesarbeit für dre Politik abznschütteln ' und in die besinnlich« Ruhe des Malerateliers zurückzukehren, und sie haben einen gelegentlichen Fluch auf das Hetztempo der Karikatur at einem anhaltenden seelischen Konflikt aufgebaufcht, der das Dasein deS Malers beschatt?! przh sein Leben füx di« Kunst zermürbt hab^. s ES ist richtig, Daumier hat ost di« Absicht gehabt, den Lito- graphentisch mit der Staffelei zu tauschen. Warum aber hat er diese Absicht nicht verwirklicht? Es war nicht nur der Mißerfolg, der seiner Malerei bis an das Ende seines Schaffens den Weg versperrte. Nein, Daumier verwünschte die Pressearbeit nur dann, wenn es für ihn keine Möglichkeit gab, politisch deutlich zu werden. Er warf sofort den Pinsel hin und stürzte der poli-- Der alte Dammkops!... Bon Bernhard Gervais«. Wenig« Männer sind wohl im Laufe ihres ehelichen Daseins von ihren„besseren Hälften" so grausam mißhandelt worden wie Cäsar Cag- not von der fernen. Frau Cagnot war eine herrschsüchtige Frau, jähzornig und ungewöhnlich zänkisch. Was unerklärlich bleibt, wenn man ähnlrche Falle untersucht, ist der Umstand, daß solche Frauen geheiratet werden. In der Ehe setzt man notwendigenveise gegenseitiges Per- standnis voraus: welches Wunder führte Xanthippe und Sokrates so eng zusammen, Laß sie eines Tages die Ehe miteinander eingingen? Wie bracht« es dies« Frau Cagnot zustande» sie,„der Geist, der stets verneint«", daß sie ihre Natur bekämpfte, als sie auf di« traditionelle Frage des Standesbeamten:„Willigen Sie ein, Herrn Cäsar Cagnot zum Ehemann zu nehmen?" mit einem entschiedenen ,Ha" antwortete? Cäsar Cagnot war ein kleiirer Magistratsbeamter ohne Zukunft und ohne Ambitionen, war ein braver Mann, ein wenig farblos, ein wenig schüchtern, ein'wenig feige. Diese Charak- terlosigkert war lange Zeit hindurch der einzige ernsthafte Borwurf gewesen, den seine Frau gegen ihn erhoben hatte. „Du besitzt nicht einen Pfennig Energie, kein Fünkchen eigenen Willen!" pflegt« sie zu behaupten.„Ein wahrer Jammerlappen bist Du!" Vielleicht wäre sie überrascht gewesen» zu erfahren, daß ein Mann voll Energie und starkem Willen ihr bei der ersten besten Gelegenheit eine tüchtig« Tracht Prügel verabfolgt oder sie zum Fenster hinauSgeworfen hätte» in jedem Fall auf und davon gegangen wäre. Aber die zänkischen Frauen entbehren durchaus der Logik. Im später« Alter liefert« Cäsar Cagnot übrigens seiner Gattin ein«n andern Gegenstand des Mißvergnügens, damals, als er di« sonderbare Idee hatte, sich in seinen Mußestunden mit Malerei zu beschäftigen. Ganz Plötzlich war in ihm dieser Gedanke entstanden, als er sich mit mehreren Künstlern angefreundet hatte, deren Ateliers sich im sechsten Stockwerk desselben Hauses befanden, m welchem auch er wohnte. „Böse Gesellschaften verderben gute Sitten!" Er versuchte sich also selbst in der Malerei und war über das Resultat derselben verblüfft. Es war tischen Karikatur begeistert in die Arme, ivenn revolutionäre Ereignisse die bis dahin gefesselte Presse befreit hatten. Aus seinem Schaffen läßt sich die Geschichte der Klassenkämpfe in Frankreich von 1830 bis 1872 ablesen. Nur die Pausen zwischen den Monaten des offenen Kampfes füllte Daumier mit unpolitischen Arbeiten aus, mit Atelierarbeit und mit dem öden Broterwerb für banale Witzblätter— oh, er versuchte auch hier politisch zu sein, und seine soziale Satire entsprang der Erkenntnis und dem Gefühl, daß die bestehende Gesellschaftsordnung wert ist, umgestoßen zu werden. Das Barometer seines seelischen Konflikts stieg und fiel mit den Schwankungen der politischen Temperatur. Ja, dieser Daumier hat nicht nur Witze auf den kleinen Bürger gemacht, der auf das Kapital schimpft und sich vor den» Bolschewismus fürchtet und deshalb im entscheidenden Augenblick bereit ist, aus die Arbeiter zu schießen. Daumier hat nicht nur die Keinen Laster und Dummheiten des Bürgers verspottet, sondern er hat auch die großen Verbrechen dieser Klasse festgehalten, hie Jämmerlichkeit ihrer Innenpolitik, die Niedertracht ihrer Außenpolitik, ihren Eiertanz zwischen Republik und Monarchie. Fünfzig Jahre sind seit seinem Tode vergangen. Und seine politischen Zeichnungen sind noch immer aktuell! Es hat sich viel ereignet in diesen fünf Jahrzehnten, aber nicht genug, uns die Ruhe des Rückblicks zu gestatten. Fünfzig Jahre! Inzwischen hat jedes zerknitterte Blatt von Daumier Sammlerwert bekommen. Aquarelle, für die er mit Mühe und Not 50 Frank bekam, kosten jetzt Tausende, und die Museen reißen sich.darum. Daumier, das ist ein attuelles Wort sirr den Kunstmarkt. Weiter nichts? Das Leben eines kämpferischen Menschen erwartet Antwort von uns. Lernen wir es kennen! Das jetzt als Prämie für die Werbung von zwei Mitgliedern der Büchergilde Gutenberg, Berlin, herausgekommene Buch„Daumier" von Erich Knauf erzählt begeistert und lebendig von Daumier und seiner Zeit, und es enthalt zahlreiche Abbildungen aus allen Schvffcnsperioden dieses größten Zeichners des vorigen Jahrhunderts. Das Buch hat das Formal und den Umfang der Gildenbücher der Normalreihe. Schon die erstaunlich große Zahl der Abbildungen mÄht das Werk begehrenswert. eine Offewbarung, der unwiderstehliche Drang einer Lieb«, einer Leidenschaft, eines bisher ungeahnten Lasters. Wie oft hatte Frau Cagnot nicht sein« Pinsel zerbrochen, seine Leinwand verbrannt, die Far- ventuben auf den Kehrichthaufen geworfen! Vergebens! Cäsar, durch seine neuen Freunde urtter- stützt, welche dieser eheliche Kampf aufs höchste ergötzt«, fand immer wieder Mittel, das vernichtete Material von neuem herbeizuschaffen. Er malte auf Holz, auf Karton, auf Papier, mit Farben ohne Wahl. Wenn auf seiner Palette 8aS Grün ausgegangen war, entwarf er, ohne sich im geringsten beirren zu lassen, rotes Gras und blaue Baume. Fehlt« das Zinnoberrot oder daS Karmin, nun, so stattet« er seine Häuser mit gelben und schwarzen Dachziegeln aus. Wohlverstanden! Frau Cagnot verurteilt« diese scheußlichen Sudeleien. Da sie von ihrem Mann stammten, setzte ihn ihr Urteil nicht in Erstaunen.„Der alte Dummkopf hat es nie verstanden, aus seinem Leben etwas zu machen!" vertraute sie ihren Intimen an. Die Manie Cagnots war bald in einem ziemlich weiten Umkreis bekannt geworden. Wenn er sich mit seiner Staffelei, dem Farbenkasten und dem Klappstuhl an die Arbeit begab, hielten ihn die Ladeninhaber auf seinem Weg an und rissen ihre Witze: „Nun, Herr Cagnot, schönes Wetter heute für die Malerei!" riefen sie chm zu.„Hoffentlich dringen Sie am Abend etwas recht Sensationelles heim!" Und es waren in der Tat sensationell« Dinge, die auf diesen Ausflügen entstanden: blaue und rot« und grün« Bilder, welche Cagnot großmütig an seine Bewunderer verschenkt«, di« sich im füllen darüber lustig machten. „Auch ich werd« durch diesen alten Dummkopf zum Gespött der Leut«!" schrie Frau Cagnot, rot vor Scham und Zorn, wenn sie di« Werke ihres Mannes beim Schlächter, beim Bäcker oder im Grünkramkeller die Wände„zieren" sah. Und schmerzvoll fügte sie hinzu: „Er wird mich wohl mit seinen Torheiten sicherlich bald ins Grab bringen!" Indessen>var er es, der zuerst starb. Eine doppelseitige Lungenentzündung rief ihn ab, nachdem er an einem eisigen Wintertag auf dem trostlosen Hintergrund der Gegerü» eine Schneelandschaft erstehen zu lassen sich bemüht hatte. Wahrend der folgenden zwei Jahre, einer geheimnisvollen Entwicklungsperiode, überstrahlte der Ruhm Cäsar CagnvtS die Welt. Zwanzig Broschüren in Luxusausgabe berichteten, wie dieser bescheidene Mamr, fernes Talents unbewußt, Wunder an Meisterwerken geschaffen hatte. Der alt« Cagnot wurde zu einer Art Heiligen, ein Apostel der modernen Malerei. Di« ganze junge Schule schwor nur auf ihn, und de» Staat wurde nahegelegt, so schnell wre möglich eines seiner Bilder für den Louvre zu erwerben. Etwas von diesem Ruhm fiel auch auf die Witwe des Meisters, ,chie verehrungswürdig« Gefährtin des verblichenen Künstlers". Würdevoll empfing sie die Besucher in großer Trauer in dem Speisezimmer ihrer Keinen Wohnung, unter der vergrößerten Photographie des Verewigten, di« in einem schonen goldenen Rahmen an der Wand prangte. Hier empfing sie auch di« Bilderhäntller, die seit der ersten Stunde auf der Jagd nach„Cäsar Cagnots" waren. Ach! sie hatte ihnen nichts oder fast nichts zu verkaufen. „Verschone mich mit Deinen Schmierereien, bei deren Anblick mir daS Herz lveh tut!" hatte sie früher jedes Mol erklärt, wenn der Gatte mit einer seiner grünen, gelben oder roten Malereien erschien und sie in. einem Zimmer aushängen wollt«. Ein halbes Dutzend Studien hörbstenS hatten Gnade gefunden, man weiß nicht warum. Und dies« gab sie zu eilig her, eh« der Sturm noch eingesetzt hatte, während sie bald darauf wut- erfullt die Bereicherung der Nachbarn erleben mußt«, die der alte Cagnot mrt seinen Werken überschüttet hatt«. Der Bäcker, der Spezerer- warenkausmann, der Schlächter, der Weinhändler erhielten für diese Geschenke hohe Preise: zwanzigtausend, dreißig-, fünfzig tausend Franks. Als Frau Cagnot nun eines Tages eine dunkle Rumpelkammer aufräumt«, entdeckte sie, Ren die Wand gelehnt, in einem Rahmen erne derbar beklexte Leinwand. Im Augenblick kam chr die Erinnerung an ein lange vergessenes Erlebnis ins Gedächtnis zurück: Es war vor einigen Jahren im Sommer an einem Sonntag gewesen. Frau Cagnot und ihr Mann waren auf das Land gefahren. Cäsar hatte natürlich seine Staffelei mitgenommen. Eine mit Blumen bedeckte Wiche, auf welcher ein« Kuhherdc weidet«, regte ihn zum Malen an. Ziemlich ruhevoll verging der Nachmittag, ihm bei feiner Lieb- lingSbchchäftigung, ihr über ihrer Handarbeit. Da geschah eS, daß Cäsar beim Zusammenpacken seiner Sachen ungefchickterweffe mit der noch frischen Malerei gegen daS schöne Kleid seiner Frau strich Welch eine Szene! In gerechtem Zorn hatt« sie daS Bill) ergriffen und zu Boden ge- wochen, zwischen die hohen Gräser, di« seine Arbeit vernichteten, Kühe, Blumen, Wiese durchein- andevwffcheNd... Und Cäsar hatte sich lange Wochen hindurch des Tabaks enthalten müssen, die Reinigungsanstalt zu bezahlen. Frau Cagnot stand m Betrachtung versunken vor dem verdorbenen Bild, dessen Farben zerplatzt und auf dem di« Figuren unkenntlich waren. Wieviel hatte sie an jenem fernen Sonntagnachmittag durch ihren unvernünftigen Jähzorn emgebüßt? Vielleicht fünfzigtausern» Francs, vielleicht noch mehr, die Preise hörten nicht auf zu steigen.... Aber sie fand doch ein« Entschul- vigung für sich: ihre Unwissenheit, während er, der Gatt«, der einzig Schuldig« war. „Ich hab« ihm ja stets feine Energielosigkeit vorgoworfen!" schloß sie. In diesem Moment hob sie ihre Augen, chr Blick fiel auf das Porträt chres Mannes, und cs schien ihr, als ob ern sardonisches Lächeln seine Lippen umspielt«. „Er verspottet mich Wohl noch, dieser alte Dummkopf!" schrie sie erbost. Und zum ersten Male begriff sie, welchen wahren Verlust sie erlitten, daß sie Witwe geworden war. Sie besaß nun niemand mehr,„die Verehrungswüvdige Gefährtin des großen Meisters", an dem sie ihre schlechte Laune auslassen konnte. Berechtigt« Uebertragung von Margarete Michalowski. Volkswirtschaft und Sozialpolitik Ungarisch-deutscher Handelsvertrag. Vorzugszoll für ungarischen Weizen. Budapest, 19. Juli.(MTJ.) Die in Berlin begonnen und Ende Juni in Genf fort- 8«setzten ungarisch-deutschen Handelsvertragsver- andlungen sind mit Erfolg beendet worden. Der Handelsvertrag wurde gestern in Genf von den Bevollmächtigten der bewen Staaten unterzeichnet. Der neue ungarisch-deutsche Handelsvertrag— der erste Tarifvertrag zwischen den beiden Staaten— umfaßt auch Tarifeinlagen, die die gegenseitigen Zollbindungen und Zollermäßigungen enthalten. Entsprechend den vom Europa-Studienausschuß des Völkerbundes gefaßten letzten Beschlüsse wird in dem Vertrage deutscherseits kür ungarischen Weizen ein begünstigter Zollsatz gesichert, zu dessen Inkrafttreten aber die Zustimmung der meistbegünstigten Staaten notwendig ist. Der Vertrag tritt nach Austausch der RatiflkationS- urkunden in Kraft. Es wurde jedoch in Aussicht genommen, den Vertrag in Gänze oder in bestimmten Teilen bereits vor dem Austausch der Ratifikationsurkunden beiderseits p r o v i s o• risch zur Anwendung zu bringen. In diesem Falle werden die von dem ungarischen Zolltarif gewährten Begünstigungen rn dem Maße ins Leben treten, in welchem deutscherseits die auf die Einfuhr von ungarischem Schlachtvieh gesicherten Begünstigungen, bzw. der begünstigte Weizenzoll in Kraft gesetzt werden. Beite 6 Gerichtssaal Zwei blutige Fälle. Dienstag, 21. Juli 1931. Ritteilung aus dem Bublifum. Das Rezept des Augenarztes fann nur dann seinen Zwed erfüllen, wenn das Augenglas fachmännisch angepakt wird. Lassen Sie Den Bruder erschossen, um die Mutter zu schüßen. Ihr Rezept bei Optiker Deutsch, Brag. Graben 2, Balais Koruna". ausführen. Brag, 20. Juli. Dieser tragische Fall spielte im Milieu der ländlichen Kleinhäusler und Arbeiter. Der älteste Sohn der Familie, Anton, selbst schon verheiratet, führte ein übles Leben. Er frant, spicite Sport Spiel und versuchte immer wieder von den Eltern Geld zu erpressen. Dies führte natürlich zu ständigen Rei* * Vereinsnachrichten Nr. 168. einzusehen. Wg. Diet! spricht ebenfalls hiezu und wünscht, daß die Genossen und Genossinnen in den Gruppen mitarbeiten und zweckdienliche Aufsäge Arbeiter- Turn- und Sportverein Prag. und Mitteilungen beistellen. Wg. Dietl spricht dem Olympiafahrer Achtung! Wir machen alle noch- g. Storch gleichzeitig den Dank für seine Mitmals darauf aufmerksam, daß wir uns am Don- arbeit aus und schließt ſeine Ausführungen mit dem nerstag, den 23. Juli 1. 3. um 10 Uhr abends im Wunsche, daß uns Wg. Storch als Redakteur des Gartenrestaurant des„ Lidovy dum", Sybernska, Berg frei!" erhalten bleiben möge. Es folgen nun kurze Berichte der einzelnen Prag, treffen. Alle Teilnehmer müssen dort die Körperpflege Beitelnehmerkarte zur Abſtempelung vorlegen, Ab- Hüttenverwaltungen, die sich mit den Auf- und Ausmarsch erfolgt gemeinschaftlich spätestens 11 Uhr bauarbeiten beschäftigen. Hiezu wird vorgeschlagen, zum Sonderzug. Ankunft in Wien Freitag, 24. Juli cine eigene Konferenz einzuberufen. Angenommen. bereien und Streitigkeiten. Eines Tages gerät der Beginn der Schach- Olympiade in Wien. 9 uhr früh am Nordbahnhof. Abfahrt des Sonder- Neuwahlen. Die bisherige Gauleitung wurde schon halb Betrunkene bei einem Streit mit seiner Mutter, von der er wieder Geld verlangt, so in But, daß er eine Holzart packt und sich auf die Mutter stürzt. Der jüngere Sohn, Josef, der sich teinen anderen Rat weiß, reißt die geladene Flinte von der Wand und schießt auf den Bruder, der sofort zusammenbricht und bald darauf verblutet. Ursprünglich war der Fall dem Schwur gericht zugedacht, aber die Erhebungen entlasteten den Beschuldigten so, daß die Staatsanwalt schaft die Mordantlage fallen ließ und nur Anklage wegen fahrlässiger Tötung erhob. Das Beweisverfahren ergab denn auch durchwegs entlastendes Material. Der Erschossene war ein star fer, ungemein brutaler Mensch und die Zeugen erHärten einstimmig, daß der gewalttätige Angriff auf die Mutter sicher ernst gemeint war. Der heute angeklagte jüngere Bruder ist schwächlich und flein. Er sah kein anderes Verteidigungsmittel als das Gewehr, und so schoß er blindlings auf den Bruder und tötete ihn. Das Gericht( Vors. OGR. Hraba) sprach den Angeklagten nach kurzer Beratung frei, da erwiesen sei, daß er in gerechter Abwehr eines gefährlichen Angriffes gehandelt habe. * holen. * Die Vereinsleitung. Naturfreundebewegung. den Anschluß der Naturfreunde an die fozialdemokratische Arbeiterpartei, diese Anregung wurde nach kurzer Debatte zum Antrag erhoben und angenommen. Zum Schluß gedenkt Wg. Storch noch der beiden Jubilare in Im Naturfreundehaus Nollendorf fand Ende unserer Mitte, unseres Alterspräsidenten Wg. HerJuni 1. J. die ordentl. Gauhauptversammlung mann Morbach und Gau- Obmanns Nikolaus Nordwestböhmen" statt, die von 41 Teilnehmern be- Konhäuser, als gründende Mitglieder der sucht war. Vertreten waren die Gauleitung, die Naturfreundebewegung und Bezirksleiter des 1., 3., 4., und 5. Bezirtes, 26 Orts- Arbeit, welche sich alle jüngeren Genossen zum Beigruppenbelegierte, für den Berg frei!" to r, spiel nehmen möchten, dankt im Namen des Reichsderen unermüdlicher Im Hotelrestaurant Wimberger, Neubaugürtel suges nach Brag, Montag, den 27. Juli 8 Uhr fast restlos wiedergewählt. Eventuelles. g. Bee34-36, gehen die internationalen Länder- abends vom Nordbahnhof, Wien. Ankunft in Prag ger gibt bekannt, daß die Ortsgruppe Herrlich bei kämpfe in zwei Gruppen und die natio- Dienstag früh um 6 Uhr. Nähere Auskünfte wer- Dug vom 2. bis 9. August die zehnjährige Bestandsna len Gaumannschaftstämpfe in fünf den im Zuge oder in der Auskunftskanzlei in Wien, feier, verbunden mit einer Ausstellung abhält, und Gruppen vor sich, und zwar in drei Runden; die Rotunde, erteilt. Die nicht behobenen Festkarten lädt alle Ortsgruppen zum zahlreichen Besuche ein. erste Runde ist am Donnerstag, den 23. Juli, die sind unverzüglich bei Gen. Weber in der Gec abzu- Das gesamte Ausstellungsmaterial steht nach diesen Termin dem R. A. zur Verfügung. Angeregt wird, zweite Runde am Freitag, den 24. Juli und die bezirksweise Wanderungen nach Herrlich zu organi britte am Samstag, den 25. Juli. Beginn an jedem Heute treffen hundert Genossen im Auto- sieren. Beim II. Arbeiter- Sängerbundesfest, 27. bis Tag unt 8 Uhr früh, nach einer kurzen Mittags bus aus Hamburg und 50 Genossen aus Bran- 29. Juni, ist ein Naturfreundetreffen der Gaue N. pause Fortsegung der jeweiligen Hängepartien um denburg in Prag ein. Wir laden alle Bartei-. B. und N. B. anberaumt. An den vom Herhalb 14 Uhr. und Turngenossen zur Begrüßung zwischen 8 bergsverband eingeleiteten Führerkurs in SchlagDonnerstag, den 23. Juli, I. Runde: und 9 Uhr im Garten des„ Volkshauses", Sybern- senwald soll ein Delegierter vom Gau Gau teil2änderfämpfe, 1. Gruppe: Ungarn gegen Deutschland, Desterreich gegen Schweiz; Länder. la 7, ein. Dasselbe gilt auch für den 22. d. M., nehmen. Die Konferenz beschäftigte sich auch mit wo ebenfalls 60 Turngenossen nach Prag kommen. tämpfe, 2. Gruppe: Tschechoslowakei( Aussig) gegen Nürnberg, Desterreich II gegen Budapest. Gautampfe, 1. Gruppe: München gegen Graz, Gladbeck gegen Wien- West; 2. Gruppe: Linz gegen Breslau, Wien- Ost gegen Augsburg; 5. Gruppe: Wien- Süb gegen Wien- Nord, Dresden gegen Hinbenburg; 4. Gruppe: Mödling gegen Wien- InnenWest, Chemnitz gegen Schlesien tomb.; 5. Gruppe: Floridsdorf gegen Wien- Innen- Oft, Frankfurt a. M. gegen Sachsen tomb. Rachsüchtiger Messerstecher. Soldat ift Soldat!" Freitag, den 24. Juli, II. Runde: 2än- Bodenbach, für den Reichsausschus Dietl, Zobel. Roch eine zweite Verhandlung hatte heute einen der fämpfe, 1. Gruppe: Ungarn gegen Desterblutigen Vorfall zum Gegenstand, dessen Ausgang reich, Deutschland gegen Schweiz; 2. Gruppe: zum Glück weniger tragisch ist. Es handelt sich um Tschechoslowakei( Aussig) gegen Oesterreich II., einen Wirtshausstreit, bei der der Angeklagte Nürnberg( deutscher Meister) gegen Budapest. Sospodarsky mit einem Soldaten in Wort- Gautämpfe, 1. Gruppe: München gegen Gladwechsel geriet. Er nötigte seinen Gegner aus dem Tanzsaal vor die Tür des Gasthauses, wo sich der Streit fortsette. Plöglich griff er in die Tasche, der Gegner hörte etwas schnappen" und sah etwas in der Hand des Hospodarsky blihen. In diesem Moment trat ein anderer Soldat, der gar nichts mit der Sache zu tun hatte, unter die Tür, und der Angeklagte stieß ihn mit den Worten: Soldat ist Soldat! Da hast du!" zweimal in den Rüden. Der Angefallene glaubte zuerst, ein Betrunkener habe ihn mit der Faust geschlagen, als er aber ins Wirtshaus zurüdfehrte, war seine Bluse ganz durchblutet. Er lag drei Wochen im Spital, doch hatte die Verwundung keine weiteren Folgen. Der Angeflagte erklärte, er habe damals gar fein Messer mitgehabt. Im übrigen sei er to tal betrunten gewesen. Beide Behauptungen find aber durch viele Zeugen widerlegt. Der Gerichtshof verurteilte ihn zu 3 Monaten schwe ren Rerters unbedingt, weil er bereits eine Reihe ähnlicher Gewalttätigkeiten auf dem Gewissen rb. hat und mehrfach vorbestraft ist. # mögen. Am Borabend eröffnete Ronhäuser mit ausschusses und des Gaues den beiden mit zu HerAm Borabend eröffnete Konhäuser mit sen gehenden Worten und schließt mit dem Wunsche, berzlichen Begrüßungsworten die Gaukonferenz, und daß uns die beiden recht lange erhalten bleiben hielt gleichzeitig jenen einen Nachruf, die uns im abgelaufenen Berichtsjahre durch den Tod entrissen Sierauf schließt Wg. Konhäufer mit Dankeswurden. Das Protokoll wurde ohne Einwendungen worten um 2 Uhr nachmittags die sehr arbeitsbed, Graz gegen Wien- West; 2. Gruppe: Linz gegen zur Kenntnis genommen. Einkäufe: Bom 3. A. lag reiche Konferenz mit einem träftigen„ Berg frei!". Wien- Oft, Breslau gegen Augsburg; 3. Gruppe: ein Schreiben zur Abhaltung von NaturfreundeWien- Süd gegen Dresden, Wien- Nord gegen Hin- Weihestunden vor, welche in allen Ortsgruppen denburg; 4. Gruppe: Mödling gegen Chemnitz, WienInnen- West gegen Schlesien tomb.; 5. Gruppe: Floridsdorf gegen Frankfurt a. M., Wien- InnenOft gegen Sachsen tomb. Literatur Das tlaffische Altertum. Von der Propyläen Weltgeschichte rz. ( deren während der IL Arbeiter- Olympiade durchgeführt werden sollen. Beschlossen wurde, diese bezirksweise abzuhalten. Von der Ortsgruppe Niederleutendorf wurde ein Schreiben wegen des freiwillig ausge Samstag, den 25. Juli, III. Runde: tretenen Mitgliedes Granzner verlesen. Nach ausLänderkämpfe, 1. Gruppe: Schweiz gegen führlicher Berichterstattung wurde beschlossen, GeUngarn, Desterreich gegen Deutschland; Länder nannten in feiner Gruppe mehr aufzunehmen. Vom früheren Bände hier bereits besprochen wurden), fämpfe, 2. Gruppe: Budapest gegen Tschechoslo- I. Bezirk Gau Sachsen" erhielten wir zum Aus- liegt nun jener Teil vor, der die Geschichte der watei( Aufsig), Oesterreich II. gegen Nürnberg bau unseres Süttenwesens eine Anzahl gebrauchte Griechen und Römer behandelt, also die Zeit des Gaufämpfe, Eisenbetten geschenkt, die wir vom Schutzhaus in höchsten Gipfelpunktes menschlicher Zivilisation vor ( deutscher Bundesmeister). 1. Gruppe: Wien- West gegen München, Gladbed Dönschten, nach Erledigung der Zollangelenheit, ab dem 19. und 20. Jahrhundert. gegen Graz; 2. Gruppe: Augsburg gegen Linz, Wien- holen fönnen. Die Ortsgruppe Oberleutensdorf Oft gegen Breslau; 3. Gruppe: Hindenburg gegen erhebt Beschwerde wegen Nichtbeachtung der GauWien- Süd, Dresden gegen Wien- Nord; 4. Gruppe: hütten- Beschlüsse. Nad) längerer Debatte wurde beSchlesien tomb. gegen Mödling, Chemnis gegen schloffen, des öfteren, die Beschlüsse über die GeWien- InnenWest; 5. Gruppe: Sachsen fomb. gegen bühren- Einhebung zu veröffentlichen. Floridsdorf, Frankfurt a. M. gegen Wien- Innen- interne Süttenfragen gelangten noch zur Behandlung. Kurz vor Mitternacht wurden die VerhandOft. lungen abgebrochen.. Bürgerlicher Sport. Ueberraschung im Davis Cup. In dem InterDie, Fahrlässigkeit" einer proletarischen zonenspiel England- Amerika, das von FreiMutter. tag bis Sonntag in Paris ausgetragen wurde, blieb England überraschend Sieger mit 3: 2. Am Freitag stand es 1: 1, Samstag gewannen die Amerikaner das Doppel und führten demnach 2: 1, doch gelang es den Engländern am Sonntag beide rest lichen Einzelspiele zu gewinnen und damit den ganzen Kampf. Nun treffen England und Frankreich Ende der Woche zum Entscheidungskampf aufeinander. Wenns keine warme Stube gibt Prag, 20. Juli. Dies ist ein seltsamer Prozeß. Die 24jährige Arbeiterin Stod soll fahrlässiger weise den Tod ihres zwei Monate alten Kindes verschuldet haben. Und zwar folgendermaßen: Mehrere Das Werk beginnt mit Karl Julius Belochs Darstellung der Geschichte Griechenlands. Beloch ist einer der besten lebenden Kenner der griechischen Geschichte und trägt mit Begeisterung seinen Stoff vor.„ Erst die Griechen sind es", so meint er, Sie unsere Gesittung geschaffen haben; ihnen haben wir die Güter zu danken, die uns das Leben lebenswert machen: unsere Wissenschaft, unsere Kunst, die Ideale Zweiter Verhandlungstag: Ronhäuser erstattete der geistigen und staatlichen Freiheit. Alle die den Bericht des Obmannes, entschuldigt die Ver- Kämpfe, die wir noch heute fämpfen um Wahrheit, zögerung der Konferenz infolge Abhaltung eines um Freiheit, um Recht, sie sind schon von den Grie Buchhaltungsturses für unsere Hütten im Gaugebiet, chen gekämpft worden." Beloch hat Recht, wenn er der dringend notwendig war, und dankt im Namen die gewaltigen Leistungen des griechischen Geistes dem Gauleitung der Wg. Massopust für überschwenglich feiert. Er übersicht aber dabei in seine Mühe als Kursleiter. Eine Reihe von Ver- feiner fonservativen Gesinnung, daß die Griechen sammlungen und sonstigen Arbeiten mit den Hütten eines nicht zustande gebracht haben: eine wirtschaft wurden bestens erledigt. Beim Gautreffen in Böhm.- liche und Staatsordnung, in der die Masse der MenLeipa waren wir vertreten. An der Wintersport- schen glüdlich gewesen wäre. Alle die Spigenleistun In der Mittagspause( beide Eheleute tagung auf der Königshöhe" und an der Gau- gen der griechischen Kultur waren gegründet auf gehen in die Arbeit) hat die Mutter ihren Säugling hüttentonferenz nahmen wir teil. Auch bei unseren der materiellen Arbeit rechtloser Stlaven, für die frisch gewickelt. Es war ein kalter Tag des heurigen Wegen Bruch des Olympischen Eides wurde der befreundeten Verbänden, soweit Einladungen ergin- selbst das perifleische Zeitalter Knechtschaft und frostigen Vorfrühlings. Sie wickelte ihn in die bekannte Brünner Leichtathlet Ing. BartI( ASG. gen, waren wir vertreten. Im Berichtsjahre wurde düsteres Leben bedeuteten. Auch die griechische Sonne falten Betten( die im Freien gehangen hatten), Brünn) vom Deutschen Leichtathletikverband insge- die Ortsgruppe Eidlik gegründet. Mehrere Mit- war verdedt von den Wolken der Sklaverei. Beloch u. zw. in der natürlich ungeheizten Stube. Weil die samt mit zehn Monate Sperre bestraft. Diese glieder des Vereines der Enthmologen sind der schildert zu viel die Sonne und sicht nicht die WolSonne schien, machte sie das Fenster auf, um dem Affäre" datiert noch von den Darmstädter Studen- Ortsgruppe Turn beigetreten. Noch viele andere fen. Er kritisiert die griechische Demokratie, weil sie Kind wenigstens ein bißchen Sonnenwärme zu- ten- Weltspielen her. Die tschechischen Sport Arbeiten wurden im Interesse unserer Bewegung dem Bürger zu viel, nicht weil sie dem Silaven tommen zu lassen. Das Kind erkrankte bald daraufler, die sich des gleichen Bergehens" schuldig ge getätigt und unsere Bemühungen waren von Erfolg wenig Selbstbestimmung gegeben hat, wenngleich auch der Verfasser die sozialen Grundlagen des grie und starb. Der gewissenhafte Arzt, dem eine gemacht haben, sind von ihren Verband noch nicht gekrönt. sprächige Nachbarin von dem offenen Fenster und Der Kassabericht wurde durch den Wg. chischen Staatslebens nicht außer Acht läßt und so den falten Betten erzählt hatte, verweigerte die zur Verantwortung gezogen worden, der diesen Bor Ausstellung des Totenscheines und machte die Anfall von einer Kommission in die andere behan- Massopust erstattet und von allen Teilnehmern bei auch der sozialistische Leser auf seine Rechnung fällig zur Kenntnis genommen; dem Kassier wird die kommt. Weniger konservativ sind die Verfasser der zeige. Das Kind wurde obduziert und als Todes. Wassersport. NE. Barcelonas Wasserball- Entlastung erteilt. Wg. Konhäuser ersucht noch die ursache Bronchial- und Magen- Darmka tarrh, wahrscheinlich als Folge einer Verkühlung mannschaft startete in Millstatt am Samstag einzelnen Ortsgruppen, soweit diese Darlehen vom Geschichte Roms: der Italiener Gaetano de Sanc tarrh, wahrscheinlich als Folge einer Vertühlung als spanische Ländermannschaft und wurde von Gau erhalten haben, diese recht bald zurückzustellen, tis und der Deutsche Ernst Sohl. Die Darstellung festgestellt. Die Mutter kam vor Gericht. Sie hat Desterreichs Team mit 0: 2( 0: 0) geschlagen. damit der Gau nicht ohne Barmittel dasteht, um der gracchischen Revolution beispielsweise fönnte ein angeblich die pflichtgemäße Obforge berabSonntag fand dann ein Städtekampf Wien- auch neuen Anforderungen gewachsen zu sein. Wg. Anhänger der materialistischen Geschichtsauffassung fäumt. Barcelona statt, der beim Stande 3: 1 für Benda berichtet für Nollendorf, das Darlehen erst geschrieben haben. Dagegen läßt die Schilderung ,, Ein Kind braucht Wärme das wissen Sie doch", meint der Vorsitzende. Natürlich weiß fie Wien abgebrochen wurde, da die Zuschauer nach dann abzuberufen, wenn tatsächlich der Gau drin des Unterganges der Antife ein wenig unbefriedigt. das. Aber was fie nicht weiß, ist, wie sie diese einem Zusammenstoß zwischen einem spanischen und gend Geld braucht. Wird zugestimmt. Die Sütten. Der entscheidende Gesichtspunkt- Aufhören der Wärme beschaffen soll. Sie und ihr Mann schuften österreichischen Spieler gegen die Spanier eine dro- verwaltung„ Morbachhütte" hat ein größeres Dar- Zufuhr von Sklaven und damit derjenigen, auf welvon früh bis abends ums tägliche Brot. Wer in hende Saltung“ einnahmen, so daß die Spanier leben zur Dedung laufender Zahlungen aufgenom- hen die ökonomische Kultur der römischen Raiserzwischen die Stube warm halten, die Windeln im nicht mehr weiterspielten. Den in 2übed aus- men. Die Berichte der einzelnen Bezirksleiter ber- zeit beruhte ist nicht genug Har herausgearbeitet. Abgeschlossen wird der hier besprochene Band Bettchen entsprechend wärmen und vor allem die getragenen Länderkampf Deutschland- Eng- raten eine erfreuliche Arbeit und fanden Zustim durch die Arbeit Hans Sodens über die Ents notwendige Kohle bezahlen soll, das bleibt dahin land gewannen die Deutschland mit 4: 0. Das mung. Zur Wintertouristik sprachen die Wg. Dobner stehung des Christentums. Wiewohl Soden die christgestellt. Sie läuft in der kurzen Mittagspause heim, Wasserballspiel gewann Deutschland mit 7: 2( 2: 0). Fußball- Ergebnisse. Aussig: Nordwestgau und Bobel. Wenn auch diesmal eine regelmäßige liche Geschichtslegende kritisiert und das Christen im ihre Mutterpflichten zu versehen. Saftig verBodenbach: SpVg. geg. Tätigkeit vom Gau aus noch nicht entfaltet werden tum aus der jüdisch- römischen Welt erklärt, ist für forgt sie ihr Kind und eilt wieder zur Arbeit. Es gegen B 3: 1( 1: 1). ift ein Proletarierleben wie tausend, hunderttausende DSV. Saaz 4: 2( 2: 2). Karlsbad: K. fonnte, so sind doch gebietsweise schöne Erfolge zu ihn die Frage nach der historischen Persönlichkeit andere und noch dazu ein verhältnismäßig glüd gegen S. Praha 7 3: 2( 2: 1). Breßburg: buchen. Mehr als bisher müssen wir der Bericht- Chriftis die sogar die radikale protestantische Religionsforschung stellt fein Problem. liches. Denn sie und ihr Mann haben wenigstens CSK. gegen SK. Zilina 5: 1( 1: 1). Göte erstattung die größte Aufmerksamkeit beimessen. Photowesen. Wg. Zobel beschäftigte sich ein- Diese wenigen kritischen Bemerkungen sollen Arbeit, wenn auch elend bezahlte. Wenn aber wirt- borg: Alliansen gegen Vienna Wien 2: 1( 1: 0). Köping( Schweden): Rapid Wien gegen Di- gehend mit der Erfassung aller Arbeiterphoto- jedoch die große Leistung auch dieses Bandes nicht lich hier etwas Strafwürdiges zutage kommt, so ist graphen und berichtet über die bisherigen Erfolge. berkennen. Wir haben es hier mit einer modernen es gewiß nicht die Handlungsweise dieser proleta- ftrittsteam 3: 0( 2: 0). Eigene Photoheime sind in Bömmerle und Aussig und lebendigen Darstellung des Klassischen Altertums rischen Frau, die sich mit Mühe und Not die paar erstanden. Anregungen über die Ausgestaltung von zu tun, welche durch die Beifügung hunderter aus Minuten zur Wartung ihres Kindes aussparen Sektionen wurden vorgetragen; die einzelnen Ortsgezeichneter Bilder erst ihren großen Wert erhält. muß. Anzuflagen und zu verurteilen ist in diesem gruppen sollen hiezu Stellung nehmen. Photo- Aus- Es ist ein großer Genuß, auch nur die Illustratio wie in unzähligen anderen Fällen ein Gesellstellungen haben gezeigt, daß diese Art der Vereins- nen dieses Werkes zu betrachten, es ist eine Glanz Ichaftssyste m, das für solche Prozesse überhaupt bewegung sich sehr werbend auswirkt. Eine separate leistung deutscher Wissenschaft und Reproduktions Möglichkeit und Voraussetzungen bietet. Besprechung aller Interessenten ist einzuleiten. technik. deln" läßt Aus der Partei Jugendbewegung. Sozialistische Jugend Prag. Ortsgruppe I. Verschiedene vorher geäußerte Verdachtsgründe, daß der Tod des Kindes vielleicht mit Absicht herbeigeführt worden sei, ergaben sich bei der Ein- Dittwoch, den 22. d. M., in der Gee Gruppenabend. bernahme der Urheberinnen( durchwegs freund Fünfminutenreferate über die gegenwärtige poliItche" Nachbarinnen) als völlig grundloses Geschwähtische Lage. Leitung: Jugendgensse Dregler. Beginn Dienstag, den 21. d. M., findet tein und müßiger Tratsch. Die Angeklagte wurde 8 Uhr. rb. Biederabend statt. freigesprochen. " Run erstattete Wg. Storch, Redakteur des Berg frei!" einen ausführlichen Bericht über den Werdegang und Ausbau unserer Zeitschrift, fordert Verbesserungsvorschläge und Bekanntgabe tueller Mängel und ersucht noch alle Delegierten, recht rege und pünktlicher mit der Berichterstattung evenflar E. St. Herausgeber: Siegfried Taub Chefrebatteur: Wilhelm Nieker. Berantwortlicher Redakteur: Dr. Emil Prag. Doud: Rota A.-G. für Zeitung- und Buchdrud. Brag. für den Druck verantwortlich: Otto Solif. Brag. Die Zeitungsmarkenfraulatur wurde von der Bost z. Telegraphen birektion mit Erlag Rr. 13.800/ VII/ 1930 bewilligt.