mit: Einzelpreis 70 Heller. Redaktion und Verwaltung: Prag, II., Netázanta 18. Telephone: Tagesredattion: 26795, 31469. Nachtredaktion: 26797. Bostschedamt: 57544. Inserate werden laut Tarif billigft berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 11. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowatischen Republit. Der Zwischenfall in Hidasnemeti. Tschechoslowakei verlangt Informationen. Freitag, 14. Auguft 1931 Die Krise der tapitalistischen Wirtschaft. Gin Drittel der Baumwollernte soll eingeadert werden! * * * Bezugs- Bedingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Vost monatlich vierteljährlich halbjährig Kč 16.48.9 . 9 ganzjährig 96.192.9 Rüdftellung von Manustripten erfolgt nur bei Einsendung der Retourmarken. Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich früh. Nr. 189. Bürgerpolitik gegen Staatspolitik. Prag, 13. August.( Tsch. P.-B.) Zu der Verhaftung der beiden tschechoslowakischen Zollbeamten in Hidasnemeti wird uns vom Außen- New York, 13. August.( Tsch. P.-B.) Das eine Aktion einzuleiten, daß diese einen großen Der Weg Dr. Brünings. ministerium folgende Information erteilt: Das Federal Farm Board hat den Gouverneuren der Teil der Baumwollpflanzen, die sich nun auf den Außenministerium, das im Laufe des gestrigen vierzehn baumwollerzeugenden Staaten tele- Feldern befinden, nicht abernten, was das Nach dem preußischen Volksentscheid. Tages mit den kompetenten innerpolitischen graphisch anempfohlen, den Pflanzern dringend einzige Mittel zur Einschränkung der außer- nach dem großen moralischen Erfolg des Behörden, vor allem mit dem Innenministerium nahezulegen, ein Drittel der bevorstehenden gewöhnlich starken Ernte des heurigen Jahres sei, republikanischen Gedankens, war in Deutschund dem Finanzministerium, in Kontakt geBaumwollernte einfach zu vernichten. Als Gegen- die sich zu einer wahren Katastrophe für die land der Weg zu einer neuen, großzügigen. standen hatte, beauftragte heute in Abwartung dienst verpflichtet sich das Board, seine vor- baumwollproduzierenden Länder zu gestalten Politik frei. Was man tun könnte, um radikal der Ergebnisse der Untersuchungen über den jährigen Baumwollvorräte zurückzuhalten. Der drohe und einen katastrophalen Einfluß auf die mit den Bankrotteuren aufzuräumen und der Zwischenfall von Hidasnemeti die tschechoslo- Vorsitzende des Baumwoll- Boards, Stone, erklärt Staatsfinanzen haben könnte. Das Federal Farm deutschen Not zu steuern, hat der Vorsitzende wakische Gesandtschaft in Budapest, über die in dem Telegramm, falls dieser Vorschlag voll Board schlägt den Gouverneuren vor, sofort jämt des Reichsbanners Genosse Hörsing vor Gründe der Verhaftung der beiden tschechoslo- durchgeführt werde, so bedeute er eine Vermin liche Agenturen und sonstige Unternehmungen, wakischen Beamten beim Außenamte Erkundi- derung der gesamten Baumwollvorräte um min- die sich in den betreffenden Staaten mit dem wenigen Tagen proklamiert. Zugegeben, daß gungen einzuziehen. Der tschechoslowakische destens vier Millionen Ballen und eine Ein- Baumwollgeschäfte befassen, zu mobilisieren und diese Forderungen dem Kabinett Brüning zu Vertreter intervenierte sofort. Das Außen- schränkung der Belieferung des diesjährigen aufzufordern, sofort alles Notwendige einzuleiten, sozialistisch, zu revolutionär sind, so bliebe ministerium in Budapest teilte ihm folgendes Amt versandte telegraphisch an die Gouverneure Baumwollernte eingeadert werde. Das Amt er aber staatspolitisch fruchtbar wäre, was den Marktes unt weitere drei Millionen Ballen. Das daß auf den Baumwollplantagen ein Drittel der immerhin genug zu tun, was nicht sozialistisch, von vierzehn baumwollproduzierenden amerikani flärt, daß dieser ernste Schritt als einziges Heil- Weg aus der Umklammerung durch Krije, Den Informationen des ungarischen Innenministeriums und des Finanzministeriums schen Staaten ein Zirkularschreiben, worin diese mittel für die heutige Situation unerläßlich sei. Finanznot und politischen Radikalismus wiese. sufolge ereignete sich der Zwischenfall ant aufgefordert werden, unter den Baumwollzüchtern Die erste Voraussetzung hierzu wäre, daß 11. August gegen Mitternacht. Die tschechosloDr. Brüning sein Rabinett aufeine wakischen Zollbeamten Stefan und Smolit solidere Grundlage stellte, das heißt, verließen das Gasthaus und machten Lärm. Sie Auch rumänische Banten hilfsbedürftig. und Devisen zur Beschaffung von Rotationspapier daß er die Sozialdemokratie, die jeine Politit wurden von ungarischen Passanten zur Ruhe sowie allenfalls notwendiger Kredite zur Vergemahnt, worauf sie mit Schimpfworten ant- Butarest, 13. Auguft.( OR.) Der Verwal- fügung stellen fönne, da nur auf diese Weise das heute als das kleinere Uebel ansieht, für sich worteten, die die ungarische Nation beleidigten. tungsausschuß der Nationalbant, der sich mit der Weitererscheinen der Zeitungen gesichert werden gewänne. Man hat erwartet, daß dies nach Es kam zu einer Rauferei, in deren Berlaufe gegenwärtigen Lage beschäftigte, beschloß, unver- fönne. Eine Reihe von Zeitungen, die außerhalb dem Volksentscheid geschehen würde, und da Stefan verlegt wurde. Der dritte der tichecho- züglich und unter Beteiligung des Staates ein des Syndikates stehen, veröffentlicht Erklärungen, das Zentrum als Gegenbedingung eine weitflowakischen Beamten, Pecha, bemühte sich, be- Syndikat der führenden rumänischen Bankiers in worin sie dagegen protestieren, daß ein Stüßung gehende Verwaltungsreform in Preußen, im ruhigend zu wirken, und nahm an der Rauferei Bukarest zu organisieren, das für die Baufen eine des Zeitungsgewerbes durch die Regierung an Grunde die Verschmelzung Preußens mit demi nicht teil. Die herbeigerufene Gendarmerie Stüße sein und den Einlegern die weitesten Ga- gesprochen werde. Reich verlangte, hat Genosse Braun in seischritt ein und führte sämtliche Beteiligte zur vantien gewähren soll. Alle an dem Syndikat ner Rede zur Verfassungsfeier sich zu radikaGendarmerieſtation Göncz ab. Dem ungarischen teilnehmenden Banken sollen zu einem Gavantie Finanznöte der deutschen Gemeinden. len Reformen in diesem Sinne bereit erklärt. Außenministerium ist vorläufig nicht bekannt, fonds beitragen, aus welchen den einzelnen BanWas aber tut Dr. Brüning? Er beginnt ob fich Stefan und Emolil noch beim Bezirksfen die nötigen Barmittel gewährt werden folJahresdefizit: 800 Millionen Mark. gerichte in Göncz befinden, oder ob sie dem leit. Der Staat würde sich an diesen Bürgschaftent aufs neue mit Sugenberg zu pattieren Berlin, 13. August.( Tsch. P.-B.) Der Prä- und, wenn nicht alles trügt, wird die ErweiGerichte in Debreczin eingeliefert wurden. Es und an dem Syndikat unter Bedingungen betei fident des Deutschen Städtetages, Dr. Muler, terung der Regierung Brüning als eine Verersucht die beiden kompetenten Zentralbehörden, Ligen, die durch eine Sonderkonvention genau gab heute in einer Pressebesprechung einen das Finanzministerium und das Innenmini- festgesetzt werden. Diese Konvention würde in leberblick über das vom Deutschen Städtetag engung, nämlich als Beschränkung auf die sterium, das Verfahren mit möglichster Beschleu- erster Reihe auch die Bedingungen festsetzen, unter vorgeschlagene Sanierungsprogram m. Koalition Zentrum, Volkspartei, Deutschnigung durchzuführen, und wird dann der denen der Staat einen Teil der gegenwärtig die Dr. Mulert führte dabei u. a. aus, daß sich die nationale, in Erscheinung treten, die zahlentschechoslowakischen Gesandtschaft über die weis Liquidität der Banken am schwersten bedrohenden Wirtschaftskrise durch ein immer schnelleres mäßig faum stärker ist als die sozialdemokratere Entwicklung Bericht zugehen lassen." langfristigen Verpflichtungen übernehmen würde. Ansteigen der Fürsorgelasten und ein Absinten tische Fraktion allein. Mit dieser Koalition der Einnahmen ausgewirkt habe. Die Gemein- verlegt sich aber Dr. Brüning auch den Weg den hätten in immer stärkerem Maße Einspa- zu einer erfolgreichen Außenpolitik, mit dieser rungen vorgenommen. Diese Einsparungen Koalition bereitet er lediglich die eigene Abhätten im Jahre 1930 gegenüber dem Vorjahre dankung vor Hitler vor. etwa 400 Millionen Mark, im Jahre 1931 gegenDr. Heinrich Brüning, der eine erstaun Wien, 13. Auguft.( Eigenbericht.) In zwölf über 1930 weiterhin rund 450 Millionen geter Stunde erhielt Ungarn die längst ersehnte bracht. Gleichwohl sei im Jaber 1930 ein rest- lich glänzende und schnelle Karriere gemacht Pfundanleihe. Das ungarische Wirtschaftsleben licher Fehlbetrag von 420 Millionen Mark ver- hat, gilt seit Jahr und Tag als der große rechnete schon mit der Entwertung des Pengö, im blieben. Für das laufende Jahr müsse der deutsche Staatsmann schlechthin. Obwohl ihm Winkelverkehr stiegen die Preise des Dollar und Fehlbetrag auf 800 Millionen Mart kaum mehr Erfolg beschieden war, als gerade des Goldes rapid, der Goldpreis von 3828 auf beziffert werden. Der Fehlbetrag sei allein auf noch der, die drohende Katastrophe in zwölf5300 Pengö. Obwohl der Silberpengö nur Wech- den Mehraufwand für die Wohlfahrtserwerbster Stunde abzuwenden, und obschon er dieselgeld und sein Silbergehalt geringfügig ist, lofenfürsorge zurückzuführen. Die Notwendigkeit, sen Erfolg ohne allen Zweifel nur der Sozialwurde er gehamstert und verschwand völlig aus den Fehlbetrag unter allen Umständen zu be- demokratie verdankt, werden auf sein Haupt gleichen Monat des Vorjahrs zurückgegangen. dem Verkehr. Die Nationalbank sah wie eine gefeitigen, jei um so dringender, als für den Rest Ruhm und Lob gehäuft. Man nennt seine Art Prag, 13. August. Das Statistische Staats- stürmte Burg aus, das Land war voll von den des Budgetjahres eine weitere Verschlechterung zu regieren, die doch nur eine Notauskunft ist, amt veröffentlicht soeben die Daten über den unmöglichsten Rettungsplänen, Graf Apponyi der wirtschaftlichen Verhältnisse zu befürchten 3 regieren, die doch nur eine Notauskunft ist, Außenbandel der Tschechoslowakischen Republit fehte sich an die Spitze einer Kommission, deren ici. Es sei unmöglich, die Fehlbeträge auch nur ein neues System und die Zentrumpresse geht im Juli 1931 sowie in der Periode vom Jan- Aufgabe die Organisierung einer Sammlung für für einige Monate mit furzfristigen Strediten zu so weit, ihn als Begründer eines neuen ner bis Juli 1931. Danach betrug die Einfuhr einen National- Devisenfonds war. Das Ber überbrüden. Ein Ausgabenabbau wäre aber mur Deutschland zu feiern. Er habe aus Deutschim Juli des heurigen Jahres 1.013,565.000 K trauen des Landes ist in einem solchen Maße er dann erträglich, wenn er nach einem wohlüber land, das ein Parteienstaat" gewesen sei, gegen 1.212,420.000 K im gleichen Monat 1930. schüttert, daß kaum zu erwarten ist, daß legten Plan erfolge, jo daß die Lebensnotwendig einen parlamentarisch- konstitutionellen Staat Ebenso ist die Ausfuhr zurückgegangen, und zwar die normalen Verhältnisse durchkeiten des Volkes nicht gefährdet würden. Vor- mit demokratisch- autoritärer Spize" gemacht, die Anleihe wiederhergestellt sind. aussetzung hierfür bleibe ein einheitliches Vor- wie sich die Kölnische Zeitung" etwas In der Periode Jänner bis Juli 1931 be- Die Höhe der Anleihe steht nicht im Verhältnis gehen auch in Reich und Ländern. Die Gemein geschwollen und dunkel ausdrückt. Wenn aber trug die Einfuhr 6.560,236.000 K gegen zu den Bedürfnissen des ungavischen Staates und den lehnen aber alle Zwangsmaßnahmen ab, die Brüning der große überparteiliche Staats. 9.365,147.000 K in der gleichen Periode des seiner Wirtschaft. Die von Ministerrat beschlof- ihre Schwierigkeiten erhöhen würden. mann wäre( wie Stresemann es in Vorjahres. Ebenso ist die Ausfuhr zurüd- fenen Erleichterungen in Geldverkehr sind zum gewissem Sinne, wie es Friedrich Ebert gegangen, und zwar von 9.879,196.000 K in den größten Teil auf die energische Intervention der war), wenn er den Parteienstaat überwinden ersten sieben Monaten 1930 auf 7.485,050.000 K österreichischen Regierung zurückzuführen, die in den ersten sieben Monaten 1931. Der Rüd Anleihe hat einen ausgesprochen politischen ChaLondon, 13. Auguft. Wie das Reuterbureau wollte und wenn das Wort von der demokragang der Einfuhr betrifft vor allem Rof after. Von der Frankenfälschung führt ein lan- erfährt, gelangte die Regierungskommission ztisch- autoritären Spitze des Staates Sinn stoffe. Während in dem erwähnten Zeitalzer Weg zur französischen Anleihe, sie bedeutet dem definitiven Beschluß, daß das Budget aus hätte, dann müßte doch Brüning die Verbinschnitt 1930 Rohstoffe für 4.458,724.000 K ein- den ersten Schritt in der Errichtung der französi- balanziert werden und daß hiebei als Hauptung mit der Sozialdemokratie suchen, die als geführt wurden, wurden 1931 Rohstoffe im schen Beeinflussung der ungarischen Bolisit. Die Bevölkerung gleiche Opfer bringen und gleiche Reiches, als die Repräsentantin der Arbeitergrundsatz gelten müsse, daß alle Schichten der die größte und bestorganisierte Partei des Werte von nur 2.923,144.000 K eingeführt. Der politischen Bedingungen, die Frankreich stellt, Anstrengungen machen müssen. In gut infor- klasse einer Führerautorität erst die ,, demokra Rückgang in der Ausfuhr betrifft ver find nicht bekannt, aber die ungarische öffentliche mierten Kreisen wird behauptet, daß die Finan- tische" Grundlage geben würde, durch die sie allem Fertigwaren. In den ersten Mo- Meinung ist fest überzeugt, daß Ungarn vor der zen Großbritanniens ganz gesund seien und daß sich von einer gewöhnlichen Diktatur unternaten des Jahres 1930 wurden Fertigwaren Aenderung seines außenpolitischen Seuroses steht. Das Schwanken des Pfund Sterling int Werte vont 7.301,390.000 K ausgeführt, heuer nur 5.680,427.000 K. Das Außenministerium setzte sich in dieser Angelegenheit auch mit der ungarischen Gesandtschaft in Prag in Verbindung und ersuchte den Gargé d'affaires der ungarischen Gesandtschaft Gizza, in Budapest auf eine möglichst schnelle Erledigung der Angelegenheit hinzuwirken. Ueber das weitere Vorgehen des Ministeriums wird erst nach vollständiger Klärung der Er eignisse in Hidasnemeti Beschluß gefaßt werden. Die Arise des tschechoslowakischen Außenhandels. Einfuhr und Ausfuhr im Juli gegen den bon 1.426,433.000 auf 1.100,664.000 K. Zwischen Feuer und Waffer. Die ungarische Krise durch Pfundanleihe nicht beseitigt. Budapest: Keine Baluten für Zeitungspapier. Englische Budgetsorgen. schiede. in den letzten Tagen im allgemeinen bedeu Verbündet tungslos war und mit der allgemeinen mit der Sozialdemokratie Finanzlage des Landes keine Beziehung hatte. tönnte Brüning jene Verwaltungsreformen, Nach Ansicht berufener Kreise würde die Durch- jene Wirtschaftskontrolle und jene Sparmaßführung der von der Ersparungskommission nahmen durchführen, die Deutschland wieder Hantau, 13. Auguft( Reuter). Der Yangtse Budapest, 13. August.( Tsch. P.-B.) Das empfohlenen Grundsätze eine Reihe von Gesetzes auf die Beine hülfen. Zu einem Kabinett, in fluß steigt ununterbrochen, so daß die Ueber Syndikat der Budapester Tagesblätter, das aller- maßnahmen erfordern, die das Unterhaus für dem Braun, Severing und Breit schwemmungen immer mehr an Umfang zu- dings nur einen Teil der Budapester Zeitungen zwei Tagungsperioden beschäftigen könnten. nehmen. Im Eingeborenenviertel ist gestern in sich vereinigt. hat sich mit einer Eingabe an Demgegenüber erfordert die Situation ein solcheid säßen, hätte das demokratische Aus ein katastrophaler Brand ausgebrochen, wobei die Regierung und an den parlamentarischen 33er fortiges Einschreiten. Es verlautet, land das Vertrauen, das es den Herren einige bundert Personen ums Leben tamen, da Ausschuß gewendet und das Ersuchen gestellt, den daß das Unterhaus schon zu Herbstbeginn vor Treviranus und Schiele mit Rec es ihnen, eingeschlossen zwischen den Flammen Leiter des Pressedepartements des Ministerrats- der normalen Aufnahme der Gesetzgebungsarbei- nicht entgegenbringt. Mit der Sozialdemokrati und den Wassermassen, nicht möglich war, zu präsidiums mi: Vollmachten auszustatten, durch ten einberufen werden wird, wenn besondere verbündet, könnte Brüning die Voraussetzu entfliehen. die er den Zeitungen die notwendigen Valuten gesetzliche Maßnahmen erforderlich sein würden. gen für die Abrüstungskonferenz schaffen und I Seite 2 Freitag, 14. August 1981. srr. 18V. eine Revision des Aoung-Planes erreichen. Warum geht Herr Brüning den anderen Weg? Warum paktiert er außenpolitisch mit Mussolini, innenpolitisch- mit Hugenberg, obwohl diese Politik nach beiden Richtungen scheitern muß?! Dr. Brüning ist eben nicht der überparteiliche Staatsmann, er ist bürgerlicher Klassenpolitiker und er entscheidet sich, vor die Wahl zwischen Staatspolitik und Klassenpolitik gestellt, für diese. Was ihn von anderen bürgerlichen Politikern in Deutschland unterscheidet, ist nur sein Talent, die klassenpolitischen Maßnahmen mit staatspolitischen Phrasen zu überkleistern. Seit dem Antritt seines Kabinetts wird die Sozialdemokratie dauernd als der Störer einer wahrhaft staatsmännischen Politik befehdet, wird das antimarxistische Regieren als Staatsnotwendigkeit propagiert. Und doch führt gerade diese Methode Deutschland als Äaat ins Verderben. * Das Kabinett Hermann Müller, dem der Hindenburgklüngel und zuletzt dann auch das Zentrum den Vorwurf der parteipolitischen Einseitigkeit machten, stand zwei Jahre lang im Zeichen einer Staatsräson, die von der Sozialdemokratie Opfer auf Opfer verlangte. Wenn es von den„Parteien" gehindert wurBe, so waren es die bürgerlichen Parteien, deren unverschämte Forderungen keine Grenze kannten, während die Sozialdemokratie dem Kabinett mehr Opfer brachte als ihr parteipolitisch zuträglich war. Das Kabinett Hermann Müller hat den größten außenpolitischen Erfolg der deutschen Nachkriegspolitik, die Rheinlandsräumüng, erzielt. Dennoch hat man mit einer an perfide Verlogenheit grenzenden Demagogie den Sozialdemokraten den Vorwurf gemacht, sie stellten Parteirücksichten vor Staatsrücksichten, und hat das„überparteiliche" Hindenburg-Kabinett gebildet, dessen Taten eine Reihe von rein klassen- und parteipolitischen Anschlägen gegen die deutsche Arbeiterschaft und gegen das Staatsinteresse wurden. Mit den Reden des Herrn TreviranuS, mit den Ungeschicklichkeiten des Reichspräsidenten(zu denen ihn die Herren seiner Umgebung anleiten), begann die Vergiftung der europäischen Atmosphäre, die neuerliche Vereinsamung Deutschlands. Die'Wirtschaftspolitik deS Herrn Schiele, die Wehrpolitik des Herrn G r o e n e r trugen das ihre dazu bei- Deutschlands Situation zu verschlechtern. All das nennt sich Staatspolitik und all das war bornierte Klassenpolitik. Herr Brüning muß wissen, was jetzt auf dem Spiele steht, er muß wisien, daß Frankreich und England zu seinem sonderbaren Kabinett, dessen Minister nicht viel mehr hinter sich haben als die Familie Hindenburg, kein Vertrauen hat, daß die Revision deS Aoung-Planes, der Erfolg der Abrüstungskonferenz, die Ueberwindung des deutschen Fascismus nur möglich sind, wenn er Anschluß nach links sucht und die Fehler von 1930 gründlich verbessert. Man hat von dem Staatsmann Brüning diese Wendung erwartet. Es scheint, daß er sie schuldig bleibt. Was sich staatsmännisch gibt, ist nur bourgeois; die„sozialen Lasten" abzubauen, den deutschen Arbeiter zum Sklaven seiner Jndu- strieritter zu machen, der Sozialdemokratie ihre Position in Preußen zu zerstören, das scheint auch Herrn Brüning wichtiger als Deutschland zu retten. Genau so haben es die italienischen Liberalen vor neun Jahren gemacht. Es wäre ein lehrreiches Beispiel, wüßten wir nicht längst aus eigener Anschauung, daß es so und immer und überall gleich ist. Tut nicht auch die tschechische Bourgeoisie, vor allen» die Agrarpartei alles, Die reinsten Lamperln... Die Nazi Hase« Aber Terror! Daß die Ätazis einen geistigen Horizont überhaupt nicht besitzen und daß ihr politischer enger ist als der eines normal entwickelten Kleinkindes, weiß alle Welt. Was sie sich in Betätigung chres Hauptberufes, im Terrorieren und Provozieren Andersdenkender, das und in logischer Folge der allbekannten geistigen Nichtbeschaffenheit der Nazis alle Denkenden schlechthin, der Manieren und Unsitten schlecht erzogener oder von Natur auf verlogener Schuljungen bedienen» weiß jeder, der den„Tag", sei es aus beruflichen, sei aus sportlichen Gründen(Weidmannsheil auf der Grubenhundehatz!) liest. In jeder Schulklasse gibt es einige liebe Burschen, die niemanden in Frieden lassen, die Schwächeren verprügeln, aber dann, wen» sie einmal an den Falschen geraten sind und sich selbst Prügel zugezogen haben, jämmerlich heulen und zum Lehrer Latschen laufen. Dieser Typ von Schulbuben, der in der Atmosphäre der noch immer praktizierten Paukpädogogit prächtig gedeiht, kann als die infantile Erscheinungsform des Nazifaschismus angesprochen werden, der in der »olrtrschen Atmosphäre der Wirtschaftskrise gleich, alls Prächtig gedeiht und die Unarten und Un- itten des eben beschriebenen Schulbubentypes in sie Politik übertragt. Jedermann weiß., daß es die Nazis sind, die die Methoden des handgreiflichen Terrors in unser politisches Leben eingeführt haben. Jedermann weiß, daß es die Nazis sind, die jede relhorische Geste ihrer„Führer" nach Tunlichkeit— wenn es nicht zu riskant ist— mit dem Totschläger unterstreichen. Aber immer dann, wenn jemand, dem sie die Rosse des Verprügelten zugedacht haben, sich das nicht ohne weiteres gefallen, chnen aber das einzige, was sie verdienen, eine Tracht Prügel, zuteil werden läßt, dann jammern sie kläglich über— roten Terror. Als vor einigen Mona-en in Prag ihre akademischen Lausbuben den Reichstagspräsidenten anstänkerten— und das in der geruchssinnfälligsten Weise— da haben sie offenbar erwartet, man würde sich ihr freundliches Erscheinen als hohe Ehre anrechnen. Denn da die Stinkbomben und Knallerbsenschützen hinausgeworfen wurden, schrie der„Tag— roter Terror! Als am 1. Mai die Nazis einige Versammlungen störe» wollten und Kinderfreundeveranstaltungen überfielen, waren sie empört, daß man sich das ganz einfach nicht gefallen ließ und schrien— roter Terror! Weil sich die österreichischen Arbeiter keine Belästigung ihrer Gäste durch die Braunhemden gefallen lassen, hat der„Tag" die selbst bei diesem Matt außergewöhnliche Frechheit, von„Mordbanditen der Arbeiterolympiade", „marxistischem Untermenschentum" usw. zu schreiben. Wenn angesichts der planmäßigen Büvger- kriegsvorbereitunaen der Nazis und sonstigen Faschisten, bzw. ihrer großindustriellen Geldgeber, den Staat aus Klaffen- und Parteiegoismus zu ruinieren und dies unter der Firma einer „staatserhaltenden" Partei? Hat nicht die deutsche Bourgeoisie aus klassenpolitischen Gründen der nationalpolitisch selbstmörderischen Berwaltungsrefornr zugestimmt? Sie tragen überall die gleiche Maske und opfern die angeblich so hochgeschätzten Staatsinteressen ihren Klasseninteressen. Herr Brüning aber ist auf dem besten Wege ein ganz klassisches Beispiel für diese Politik zu liefern. auch die sozialistische Arbeiterschaft zur Abwehr rüstet, ist das ncttürlich— roter Terror. Deshalb entrüsten sich auch zwei Prager Razistudenten, die eine Ferienfahrt nach„JungdeutWand" unternahmen und mit chren Erlebnissen und Eindrücken einige Spalten des„Tag" vom 7. Erntemond vollblödeln, darüber, daß man' im Reichsund Jungbanner schießen lernt. Die Herrschaften glauben anscheinend, unsere prinzipielle Ablehnung der Mittel der Gewalt verbiete uns, die Baroaren mit ihren« eigenen Rüstzeug zu schlagen. Sie solleü sich geirrt haben! Und sie sollen darüber nicht im Zweifel sein, daß d«e Arbeitersäuste weniger zart zugreifen- werden, als etwa der gewesene Rektor der Prager deutschen Universität, Herr Professor Naegle, der, als er unter dem Druck der öffentlichen Meinung und des Unterrichtsminffteriums gegen die randalierenden Nazisskubenten vorgehen mußte, wohl eine zahme Erklärung kundmachen, aber nicht- zur Ausforschung und Bestrafung der Schuldigen tu» ließ. Die Nazis, deren terroristische Praxis' ebenso wie ihr« faschistische Zielsetzung die schwer errungenen sozialen Einrichtungen, damit die Lebensinteressen, die Gesundheit, ja ost genug das Leben selbst der Arbeiter aufs äußerste gefährdet, mögen sich nicht einbilden, daß es durch ihr UnschuldS- gejammer über jede in jedem Fasse Wohl verdiente Züchtigung irgend jemanden über ihr wahres Wesen hinwegtäuschen können. Wenn sie nicht endlich nttt ihrem eigenen Terror aufhören werden, was freilich beinahe einem Aufgeben ihrer ganzen politischen Existenz gleichkäme, können sie es noch erleben, daß sie einmal Grund haben werden, sich über den— sie mögen es dann ruhig so nennen—„roten Terror" zu beklagen. Dann tvird ihnen aber selbst die Lust zum Jammern vergehen. Wir haben es nicht notwendig, immer wieder zu betonen, daß wir keine Freunde der rohen Gewalt sind. Das weiß jeder» der unsere Politik und unsere Geschichte kennt. Wer aber glaubt, uns deshalb mit einem groben Klotz kommen zu dürfen, soll sich gerauscht haben. Für ibn werden wir immer zwei und einen halben zur Verfügung habe«. Einen zur Abwehr und anderthalb zur Lehre! lt. „Liebe Leinen Nächsten." Die Klerikalen gegen die Arbeitslosenunterstützung. Wie die Klerikalen den christlichen Grundsatz „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst" einhalten, dafür liefern den Beweis die nachstehenden Ausführungen des„Praiky veöernik", des Nachmittagsblatte» d«S tschechisch- klerikalen Hauptorgan»„Lidov^ Lisch" vom 11. August: Der denkende Mensch wird sich die Frage vorlegen, ob es wirklich notwendig ist, daß dir außerordentlichen Unterstützungen ständig verlängert und damit nicht nur di« GewcrkschaftS- organisationrn, sondern auch die Staatskassa ^belastet werden. Es gibt in unserer Republik noch viel« Arbeiter, welche überhaupt nicht organisiert sind und also keinen Anspruch auf die Arbeitslosenunterstützung haben. Dies« Arbritslosen übertauchen die Arbeitslosigkeit hauptsächlich auf dem Lande und in den Sommermonaten schlecht und recht aber doch. Warum stellt also das Ministerium für soziale Fürsorge nicht wenigstens im Sommer und auf dem Lande dies« außerordentliche Unterstützung ein? Es könnten ohne sie auch die Organisierten auskommrn, sowie dies jene tun müssen, welche nicht Mitglieder irgend einer Organisation sind. So schaut also die Arbeiterfreundlichkeit unserer Klerikalen aus! Resolutionen, nichts als Resolutionen. Dl« neueste kommunistische Revolutionsarbeit. Die Kommunisten schreien, so schreibt der „Glückauf", mit heiser Kehle ununterbrochen die Behauptung in die Welt, daß sie„den revolutio- irären Klassenkampf" führen und daß sie eine Partei der„revolutionären Taten" seien. Das Reden fei bei chnen verpönt. Sofern die fteien Gewerkschaften ihr« Tagesförderungen in kurzen, sachlichen Resolutionen zusammenfassen, meinen die Kommunisten jedesmal, daß dies keinen Wert habe, daß man nicht reden, sondern handeln müsse. Resolutionen der freien Verbände, auch wenn sie noch so sachlich un» richtunggebend wären, hatten bei den Kommunisten kernen Wert.„Mit papierenen Resolutionen ist den Arbeitern nicht geholfen", sagten sie jedesmal. Wenn aber Resoluttonen keinen Wert haben, wie ine Kommunisten behaupten, warum fabrizieren dann gerade sie so viele Resolutionen? Niemand fabriziert und beschließt so viele Resolutionen wie die Kommunisten! Allein für das Drucken der vielen Resoluttonen dürften die Kommunisten schon ein Heidengeld auSgegLbcn haben. Und immer wieder regnet es förmlich kommunistische Resolutionen— die doch keinen Wert haben. So hat der im Mai in Pvag stattgefundene„Kongreß der roten Gewerkschaften" in kaum einer Stunde nicht weniger als 7(sieben) ellenlange Resolutionen über alles Erdenkbare beschlossen. Dies« sieben kommunistischen Resolutionen sind jetzt in Broschürenfvrm erschienen und umfassen nicht weniger als 55 eng gedru'’t Seiten mit 3100 Zeilen und r u u d 30.000 Worten. Unsere fteien Gewerkschaften beschließen in zehn Jahren nicht so viel Reft- lutionen als di« Kommunisten in einer Stunde. Nach den Resoluttonen zu schließen, müßten die kommunistische Partei und ihre Gewerkschaften schon den Himmel auf Erden geschaffen haben. Sie haben aber trotz allen Resolutionen die Arbeiter nur in noch tieferes Elend hineinresolutioniert. Es muß als ein Glück für di- kommunistischen Nachläufer bezeichnet werden, daß sie die vielen Resoluttonen ihrer kommunistffchen Lho« maS nicht les«n. denn sonst müßte die Republik noch zehnmal soviel Irrenhäuser bauen, als jetzt bestehen. Die kommunistischen Resoluttonen enthalten nämlich immer ein und denselben Quatsch, den selbst der bestlinierteste Bolschewikenjohann beim besten Willen nicht mehr verdauen kann. Wiederum aber wäre es auch gut, wenn die Stalin-Nachläufer die vielen kommunistischen Resoluttonen zu lesen versuchen würden; sie würden nämlich dadurch den ganzen kommunistffchen Unsinn gnindlich satt bekommen und ihren gesunden Menschenverstand wieder zurückerlangen. 42 (Nachdruck verbot«».) Pfeife aus dem Jenseits. Von Hans-Herbert Varien. Copyright Ereiner& Co.. Berlin NW. 6. ,-Sehen Sie, Bing, und ich bin solch Narr, daß ich auf diese Idee nicht gleich kam. Alder Mörder mir seine unbenutzte Waffe zeigte, ließ ich ihn laufen. Ich dachte nicht daran, seine Tasche nach einer zweiten Waffe zu durch- fuchen..." „Und wer ist der Mörder?" fragte Bing und in seinen Augen flammte wieder jenes seltsame Licht, das Clay jedesmal irritierte. „ES ist Lundberg!" antwortete Clay mit Nachdruck. „Er ist es nicht! Kein Europäer kann solchen Pfeil abschießen... Im übrigen waren wir alle zugegen, al- der Commander von dem Pfeil getroffen wurde. Wäre es Lundbergs Tat, so hätte uns das nicht entgehen können..., war Bings Antwort und der skeptische Zug um seine Mundwinkel vertiefte sich noch. Aber jetzt sagte Elay triumphierend: „Ein Pfeil braucht reicht immer von einer Sehne abgeschnellt werden. Man kann auch mit einem Pfeil stechen. Ich weiß genau, daß wir alle auf Ihren Vortrag achteten. Unser« Blicke waren zum Podium gerichtet. Einen solchen Augenblick hat Lundberg benutzt. Er gebrauchte den Pfeil wie ein Messer. Er stieß' den Pfeil in des Commanders Hals.,." „Donnerwetter! Auf diese Theorie wäre ich nicht gekommen. Aber meinen Sie, daß di« Praxis...?", rief Bing erstaunt, aber es waren immer noch Zweifel in seinem Gesicht zu lesen. ,Hch bin überzeugt, daß die Praxis meiner Theorie auf's Haar nahekommt. Es war. kein Zweifel, daß der Commander buchstabieren wollt«:. fragen Sie L... undberg!" Er wollte Lundberg als Mörder bezeichnen. Es ist kein Zweifel, daß Lundberg vor Schreck, als ich mit meinem Alphabetplan herauÄam, vom Entsetzen gepackt wurde. Sie sahen ja selbst, daß Lundberg fast zusammenbrach. Er stürzte hinaus und erschoß von draußen den Commander. Der einzige Weg, um nicht von ihm verraten zu werden..- „Nur das eine verstehe ich nicht, Clay, tvarum führte Lundberg denn iueS ganze Theater mit dem Pfeil aus...?" „Nur um den Verdacht von sich abzuwälzen. Er kannte sicher des Commander- Vergangenheit. Er kannte sein« afrikanischen Erlebnisse. Er frisierte die Sache äußerst geschickt mit Mystik. Es wäre ihm fast alles gelungen, wenn er sich nicht plötzlich durch den Commander fast verraten gesehen hätte. Mit dieser Möglichkeit hatte er nicht gerechnet..." Elay hatte sich in Ekstase geredet. Er wußte, daß sein« Theorie voller Schwachen war. Aber er wollte sie nicht sehen. Er wollte a» seine Theorie glauben, trotz... trotz... der seltsamen Augen, die ihn scheinbar immer noch umlauerten und die selbst dem mutigen Ter- rible ein solch unheimlicher Grauen eingeflößt hatten. „Clay, ich glaube. Sie sind auf einer falschen Fährte!" sagte Bing ernst und legte seine Hand auf des Commanders Schulter. Tlays Gesicht verzog sich ein wenig ärgerlich: .Diese selben Worte werden mir heute abend schon zum dritten Male gesagt!" Clay zog sein« Augen zusammen und sah auf das Telephon, dessen Klöppel eben gegen di« Silberglocke schlugen. Clay nahm den Hörer ab. Als Clay d«n Hörer wieder auf die Gabel legte, war er blas-- ser als je zuvor. Er sagte tonlos zu Bing: „Vom Präsidium wird telephoniert. Soeben fand ein Einbruch bei Notar Cederstrohd statt. Cederstrohd» Diener wurde niedergeschlagen!" „Und was hat man geraubt?" „Cederstrohd telbst!" „Cederstrohd?" „Ja!" ,Moiß man mehr?" „ES ist seltsam. Der Mann, der so spät bei Cederstrohd erschien und ihn unbedingt sprechen wollte, war ein... Neger. Eederstrohds Diener verwies ihn auf die Bureaustunden. Da wurde er ohne weiteres von dem Neger niedergeschlagen. Als der Diener zu sich kam und inS Schlafzimmer feines Herrn eilte, war Cederstrohd verschwunden. Kein Kleidungsstück fehlt. Cederstrohd ist im Nachchemd entführt. Der Revierschutzmann hat zu der Zeit ein Auto vor der Tür Cederstrohds gesehen..." „Und dies Auto trug die Nummer C. 7885 ..." vollendet Bing mit einem leisen Zucken seiner Lippen. ,^Ja!" sagte Clay und warf«inen Fluch hinter das Wort her. „Trotzdem... ich werde Lundberg verhaften. Wellen Sie mitkommen, Bing? Sie haben mir heute schon zweimal das Loben gerettet. Ich will Ihne» die Möglichkeit geben, eS ein drittes Mal zu tun!" Clavs Stimme klang ernst, denn er hatte wirklich das Gefühl, in einer dauernden Lebensgefahr su schweben. ,Hch werde rS wahrscheinlich tun müssen!" antwortete Bing ebenso ernst. XXVII. Katastrophe im Hause Lundberg. Dar Dienstauto ClayS stand auf dem Hof der Billa deS Commanders. Bing und Clay stiegen ein und Clav ries dem Wachtmeister, der den Wagen führte, zu: ,^Lundberg-Palais!" Eben als das Auto den Torweg der Villa passierte, ertönten zwei Detonationen. Clay und Bing wurden schmerzhaft gegeneinander geworfen. Die Fenster deS Wogens zersplitterren. Das Auto seihst wurde gegen einen Pfeile, geschleudert. „Der Teufel, daS war eine Bombe?" schrie Clay. „Nein!" saLte Bing sehr ruhig und versuchte die zertrümmerte Tür zu öffnen.„... nichts, als daß gleichzeitig beide Pneumatiks der Hinterräder platzten. DaS Auto begann zu schleudern und warf uns unglücklicherweise gegen oen Pfeiler. Dies Attentat war harmlos. Im übrigen glaubte ich gleich nicht, daß unsere Fahrt eine Vergnügungsfahrt werden würde." Bing kletterte aus dem Auto und half dem fluchenden Clay heraus. Der chauffierend« Wachtmeister hatte sich inzwischen aus den Trümmern herauSgearbeitet. Er war sehr, blaß und über seine Stirn zog sich«in breiter Riß, den ihm die berstende Windschutzscheibe gerissen hatte. Er blutete stark. „Wie ist daS möglich?" rief er und blickte auf Clay. Clay empfahl ihm, zum Teuft! zu gehen. Eine sinnlose Wut war in Clay. Er wußte, daß das Platzen beider Pneumatik- zu gleicher Zeit kein Zufall sein konnte. Clay ries eine vorbeifahrende Taxe an. „Lundberg-PalaiS!" „Wo ist das?" antwortete schläfrig der Chauffeur, der nicht ganz nüchtern zu sein schien. „Fahren Sie die Edisonstraße heraus." Dann wandt« er sich an Bing. ,Zaben Sie einen Revolver bei sich. Ich glaube, daß wir ihn bei Lundberg nötig haben werden!" (Fortfttzung folgt.) Fr. 189. Der Wettlauf der Dummen. Nazi und Kommunisten streiten sich, wer beim Volksentscheid gesiegt hat. Es ist wirklich ein Genuß, nach dem verfrachten Volksentscheid eine kommunistische oder hatenkreuzlerische Zeitung in die Hand zu nehmen. Was da die linken und rechten ,, RevoJuzzer" zusammenblödeln, ist schon allerhand und man merkt es den Geschlagenen deutlich an, daß sich in ihren Schädeln bereits alle Schrau ben gelockert haben. Sowohl die Thälmannbuben als auch die Hitlerknappen haben selbstverständlich gesiegt", aber daß dieser Sieg" nicht noch größer war, daran sind natürlich die andern" fchuld. Der nationalsozialistische„ Tag" z. B. stellt fest: „ Es ist zunächst festzustellen, daß die Kommunisten fast vollständig dem Volksentscheld ferngeblieben find, da die revolurtionären Telle der K. P. D. ihrer Parteiparole die Gefolgschaft verweigert haben. Ganz eindeutig geht dies daraus hervor, daß in allen Gebieten, wo die K. P. D. bisher ihre stärkste Stellung innehatte, die Abstimmungsergebnisse des Volksentscheids die auffallendsten Differenzen gegenüber den am 14. September abgegebenen Stimmen der gesamten Parteien des Volksentscheids aufweisen." Die kommunistische Internationale" hinwiederum fonstatiert: tommunistischen Partei erfaßt worden sind." Freitag, 14. August 1931. Geteiltes Leid ist halbes Leid... Die geschlagenen Bundes- Brüder Teddy Thälmann und Adolf Hitler, die einander jetzt die Schuld an der Niederlage des Volksentscheids zuschieben. Unruhen in Irland. " Seite 3 Erscheinungsweise unseres Blattes! Nach dem Kollektivvertrag der BuchDrucker wird am Samstag, den 15. Auguſt( Maria Himmelfahrt) im Zeitungsgewerbe nicht gearbeitet. Infolgedessen entfällt die Sonntagsausgabe unseres Blattes vom 16. August und es liegt daher das Blatt 3 Tage auf. Die nächste Nummer erscheint dann wieder am Dienstag, den 18. August, zur gewohnten Stunde. Das Eisenbahnattentat bei Jüterbog. Die Täter noch immer nicht gefunden. Berlin, 12. August.( Tsch. P.-B.) Zu dem Eisenbahnattentat bei Jüterbog teilt die Kriminalpolizei noch mit, daß seitens der Untersuchungskommission Abbildungen der wichtigsten Beweisst ü de veröffentlicht werden. Es handelt sich hiebei einmal um das von dem unbekannten Täter bestellte dritte Rohr, das durchaus den zur Ausführung der Tat benuzten beiden Rohren gleicht. Weiterhin wird die Holztrommel abgebildet, an der der ,, Tatsache ist, daß die revolutionäre Front nicht verbrauchte Leitungsdraht aufgewickelt ist. der deutschen Arbeiterklasse aus der Kampagne Mykola Hantewytsch( 1869-1931). und deutschen sozialistischen Presse eine Reihe von Wichtig ist auch die Klärung der Frage, in des Roten Voltsentscheids gestärkt hervorgeht. politischen Broschüren in ukrainischer und pol welcher Weise die Rohre an den TatVor kurzem ist Genosse Mykola Hankewytsch, ort gebracht wurden. Anscheinend hat er Dabei ergibt die Untersuchung der Einzelresultate der ehemalige Führer der ukrainischen sosialdemo- nischer Sprache veröffentlicht. zum Ankauf der erforderlichen Materialien aus verschiedenen Gebieten, daß die Fascisten in Iratischen Partei Ostgaliziens und Bukowinas, in mehrere Läden aufgesucht. So erschien verdenjenigen Bezirken, in denen sie führend sind einem Sanatorium bei Lemberg gestorben. Ein gangenen Freitag vormittag in einem Geschäft nicht einmal die Zahlen des Volksbegehrens ge- auf dem ukrainischen Boden, widmete Hankewysch unermüdlicher Propagator der marristischen Lehre in der Friedrichstadt ein Herr, der in auslänbalten haben. Das weist darauf hin, daß die zu alle seine Kräfte, seine glänzende Rednerbegabung find Unruhen ausgebrochen. Der Sonderforre- der Draht könne vor Montag nicht geliefert London, 13. August.( Tsch. P.-B.) In Frland braht erhalten könne. Es wurde ihm erklärt, dischem Akzent fragte, ob er 400 Meter Spulenjäßlichen fünf Millionen, die am gestrigen Tag und sein hervorragendes Journalisten talent der gegen die preußische Regierung gestimmt haben ukrainischen sozialdemokratischen Bewegung. Hanke- fpondent des Daily Expreß" meldet aus New- werden, worauf er erwiderte, er benötige ichn vorwiegend durch die Massenmobilisierung der whtsch gründete mit anderen Genossen die ukvai- bliẞ( an der Grenze von Ulster), daß Freistaats- dringend vorher. Er kam Samstag nochmals in nische sozialdemokratische Partei Ostgaliziens im truppen und Frreguläre sich gestern abend bei das Geschäft und ließ sich sogenannten KlingelJahre 1899 und war seither Führer und theore. Cootehill in der Nähe der Ulftergrenze gegenüber draht vorlegen. Er verlangte 400 Meter. Schließ Die streitenden Parteien werden sich kaum dar- tischer Meister der Partei. Unvergeßlich sind seine gestanden hätten. Die Gegend um die Stadt lich, ließ er sich, da mur fleinere Mengen vorherum sei mit Schüßengräben umzogen. Alle rätig waren, über einigen können, ob die 9 Millionen Wähler Berdienste für die ukrainische sozialdemokratische Eisenbahnverbindungen sind in die Luft gesprengt ging dann fort mit dem Bemerken, daß er kurz 280 Meter zusammenpaden. Er beim Volksentscheid Kommunisten oder Haten Bewegung in dem ehemaligen Zarenreich. oder aufgerissen und die Telegraphen- und Tele- vor 12 Uhr wiederkommen würde, da er um frenzler waren. Wir empfehlen daber den phondrähte abgeschnitten. Die Stadt habe gestern 12 Uhr mit dem Zug fortfahren müsse. Er Kommunazi, damit die Frage endlich gelöst wird, drahtlos um die Entsendung von Truppen zahlte eine Mart an, ließ sich aber nicht wieder jeden Wähler einfach zu halbieren und die gebeten. Der Chef der Civic- Garde, General sehen. Abgesehen davon, daß er die Anzahlung obere Hälfte den Kommunisten, die untere den O'Duffy sei gestern abend eingetroffen, unt im Stiche ließ, ist es auffallend, daß er keine Hakenkreuzlern zuzusprechen oder umgekehrt. die Lage in die Hand zu nehmen. Der Kopf kommt dabei gar nicht in Betracht, Angabe über den Verwendungszweck des Drahdenn den haben die Voltsentscheidwähler am hältnisse sind zurückzuführen auf den Versuch Wieter groß, von slawischem Typ, mit dunklem Diese erstaunlichen und überraschenden Ver- tes machte. Der Unbekannte war etwa 1.75 9. August sowieso zu Hause gelassen. einiger politischer Gruppen, die Abhaltung einer Haar und dunklem Anzug. Allem Anschein nach Rundgebung der Orange- Männer in der handelt es sich um denselben Mann, der in Stadt zu verhindern. Der Korrespondent meldet einem anderen Geschäft die beiden Rohre und weiter: Eine große Streitkraft von Regierungs- die Rolle mit Zeitungsdraht gekauft hat. Seine truppen aus Cavan wurde in Eile nach Cootehill Einkäufe scheint er gerade in den Vormittagsgeführt. Alle Eingänge zur Stadt seien von Trup- stunden erledigt zu haben, um dann Mittag pen abgeriegelt worden, und man habe nieman- einen bestimmten Zug benutzen zu können. bent gestattet, die Stadt zu betreten. Es sei daher auch bisher kein Zusammenstoß erfolgt. Neun legenheit steht ein Fund, der Freitag in einem Offenbar im Zusammenhang mit der Angerepublikanische Führer seien indessen verhaftet Sause in der Kastanienallee gemacht wurde. worden. Hinter der Haustür wurden zwei eiserne Rohre gefunden, die in graues Packpapier eingeschlagen waren. Es handelt sich um Teile eines ursprüng ich größeren Rohres. Hollands Rüstungsstand. Am Ende des Weltfrieges verwirklichte sich die dee, die Genosse Santewytsch in seinen Arbeiten vom margistischen Standpunkt aus so glänzend begründet hatte: zwei Monarchien zerfielen und eine freie, unabhängige, demokratische Ukraine entstand auf den Trümmern des Despotismus. Aber die junge ukrainische Republik unterlag im Kampfe gegen das Mußland Denitins und Lenins und gegen das Polen Pilsudskis. Hankewytsch mußte in seinem durch die polnische Armee eroberten Lande noch eine politische und persönliche Tragödie durch Die Stärke des Heeres und der Flotte leben; die von ihm begründete ukrainische sozialNiederlands wurde dem Generalsekretär demokratische Partei stgaliziens spaltete sich im des Völkerbundes in einer Denkschrift wunsch Jahre 1922 in einen kommunistischen und sozial gemäß mitgeteilt. Demnach betrug die Friedens- demokratischen Teil. Die Sozialdemokratie wurde stärte der niederländischen Landmachi im so geschwächt, daß sie im Jahre 1923 ihre Tätig Jabre 1930 16.293 Mann, von denen 1568 feit einstellte. Erst im Jahre 1928 fand der Kon Offiziere waren. An Berufspersonal zählte die greß der ukrainischen ukrainischen Sozialdemokratie Ost Landmacht 1359 Offiziere, 3999 Unteroffiziere galiziens in Lemberg statt und in diesem Momente aller Dienstgrade und 675 Unteroffiziere der meldete sich Hankewytsch zur erneuten Partei und ( Anmerkung der Redaktion: Die Orangemen Militärpolizei. In Niederländisch- Indien betrug bemühte sich, ungeachtet seiner schweren Krankheit, oder Orangisten waren im 18. Jahrhundert in die Friedensstärke der Landmacht 38.669 Mann, an der Tätigkeit der Partei teilzunehmen. Als im politischen Vereinen zusammengeschlossen, welche von denen 1115 Offiziere waren. In Suriname Serbst 1930 die Trabanten Bilsubstys ihre Greuel- die englisch- protestantische Partei in Irland den wird eine Truppe von 212 Mann mit 11 Offi- taten gegen die ukrainische Bevölkerung Ostgaliziens Bestrebungen der Katholiken entgegenstellte. Als zieren, auf Curacao eine solche von 202 Mann veranstalteten, erhob Genosse Hankewytsch seine mit 4 Unteroffizieren unterhalten. Die Friedens- Stimme gegen diese Ausrottungspolitik des polstärke der Marine belief sich 1930 auf 8613 Mann, von denen 695 Offiziere waren. Zu den nischen Fascismus in den Artikeln, die er in der Luftstreitkräften gehören in Niederland 809 polnischen sozialistischen Presse veröffentlichte. Mann, wovon 404 auf die Marine entfallen. In der Person Mykola Hankewytsch's berliert Die niederländische Kriegsmarine umfaßt drei die ukrainische Sozialdemokratie einen der flarsten Banzerschiffe, zwei leichte Kreuzer und die zuge- und gebildetsten Köpfe der ukrainischen Arbeiter hörigen Torpedobootjäger und Unterseeboote. Die Luftstreitmacht umfaßt 321 Flugzeuge, von bewegung. M. Hankewytsch hat außer zahlreichen denen 116 sich in Niederländisch- Indien befinden. wertvollen Artikeln in der ukrainischen, polnischen Die Bilderzeitung des Hakenkreuzes " die letzte Maß Bier! Leiber in der] Türkentaserne bereit zum Abrükten", so das letzte Maß übersteigend, mit dem man Verkommenheit messen kann und den Geist zum Abrücken von ihr bereit machend, nicht über die Zeitung also, die den Kampf auch auf den Weg zu trauen, der ins dritte Reich führt, nimmt, den sie gegen den Geist führt, heißt wird zum Geheiß geistiger Notwehr. In unIllustrierter Beobachter". Dieser Beobachter, übersehbaren Reihen ging's zu den Verladeder zwar den Kriegsschauplab, auf dem die bahnhöfen" darf der„ Illustrierte Beobachgelbe Gefahr" im Angriff liegt, gegen die letter" unter ein Bild schreiben, ohne Gefahr zu ten Reste heiligsten Stulturgutes, richtig ein- laufen, seine Leser könnte bei den Verladebahnsieht und beobachtet, nicht aber die Regeln der höfen" der ganze Jammer einer Menschheit andeutschen Sprache, müßte als ihr Beobachter fassen, die man verladen hat als„ Leiber", als illustrierend, nicht illustriert beobachten, ver- Ware mit heroischer Etikette. Unbeantwortet zichtend auf des Mittelwortes leidende Form, aber muß das Preisausschreiben bleiben, womit die freilich die Lage des Publikums trefflich denn dieser Beobachter erfolgreicher für den illustriert, an dem sich der Beobachter für sein Untergang plädiert: mit den Racheparolen unllustriertjein rächt und es seinerseits anter den Bildern unjäglichen Grauens geschän schmiert. Am Jahrestag des Schreckens gewinnt deter Erde, den Leichenfeldern von Verdun, oder er dem„ triumphierenden Auszug 1914", da die mit der entsetzlichen Mixtur von Geschäft, GeMenschlichkeit bei uns auszog und unbekannten sinnung und Gedicht, die zum Galgenhumor des Drts übersiedelte, einige Lichtbilder ab.„ Sieg- Geistes in der Armensünderzelle wird: reich woll'n wir Frankreich schlagen, sterben als ein tapfrer Held...", beobachtet er gleich auf dem Titelblatt, einen Text singend, der mit dem Singular des sterbenden Helden nicht nur die deutsche Sprache betrogen hat und unendlicher Jammer erst heute, da die Staaten auch in ihrer offiziellen Terminologie vom Heroismus zum Kommerz übergegangen sind und notgedrungen die Rohstoffe Rohstoffe ,,, nicht heiligste Güter nennen und mehr von Moratorium und Kredit als von Gott und Vaterland reden, als peinigender Anachronismus erscheint. Weltanschauung, die einen Rafernenhof anschaut und dazu meint:„ Vor dem Ausmarsch Einer Zum Preisausschreiben: Samstag: Prag: 11: Militärmusit, 17.50: Schallplatten, Vom Rundfunk gegen Ende des 18. Jahrhunderts durch diese die Empfehlenswertes aus den Programmen. englische Herrschaft bedroht schien, traten im September 1795 die entschlossensten Orangemen zu einer Ordensverbindung zusammen, deren Zweck die Sicherung des Uebergewichts der proteftan-| 18: Deutsche Sendung: Anni Rosar, Wien: Rund tischen Kirche in Juland war. Im Jahre 1836 um die Liebe, 22.20: Bunte Stunde. Brünn: 18: wurden die Orangelogen aufgelöst, doch haben sich Deutsche Sendung: Stlara Waldmann singt Kinderdie Orangiften in neuerer Zeit, obgleich die alten lieber. Berlin: 16.30: Blasorchesterkonzert, 20: Organisationen nicht mehr bestanden, bemerkbar Von der Posse zur Revue. Wien: 13.05: 3ither gemacht, und orangistische Demonstrationen kamen tonzert, 19: Liederstunde. noch in den letzten Jahrzehnten oft genug vor.) zert. Was deutsche Stirn und Faust erschafft, sie stütze es mit aller Kraft! Frau Margerete v. Schipp. Allenstein- Lytufen. Will Juda nicht helfen, mich selbst zu vernrichten. Will kaufen beim Deutschen, den Bruder in Not. Wir wollen doch eins sein im Leben und Tod. Frau Anna Andersen, Sarlhusen, Post Brockstedt, Schleswig- Holstein Wir deutschen Frauen wollen. nur bei deutschen Volksgenossen kaufen; wir werden nie- und nimmermehr zu rassefremden Händlern laufen! Drum, Deutsche, gebt ein Inferat im ,, V. B." oder„ J. B." auf, wir faufen nur bei euch, verlaßt euch drauf! Hildegard Micheel. Laborantin, Bln.- Adlershof, Posadowskystr. 2. " Moskan: 19.30; RonBlähgase verbittern das Dajein. Lies Drebber's Entgasungsfur. M. 1.35 franko! Dreb ber's Diätschule Oberkasse! -Bonn N. 323. ,, Und dabei sei in stiller Tat die deutsche Frau sein Kamerad." Dagegen Was deutsche Stirn und Faust erschaffen." Heroldstrompeten f. Su., SS. und HI., mit borschriftsmäßigen Paradeflaggen. Musikalien für Fanfarenmusit. Ausrüstung ganzer M3. und S3. Pg. Rich. Heber, Instrum.- Fabr., Marktneukirchen. Mitgl. Nr. 11.223. Preist. fr. ,, Will Juda nicht helfen, mich selbst zu vernichten, Knoblauchsaft, das uralte, bewährte Hausmittel. Fl. RM. 1.50, 5 Fl. RM. 7.50 franko. Verlangen Sie Prospekt. Laboratorium E. Walther, Halle- Trotha 118. Will nur auf mein Volk die Blicke richten, Einige von 1.773 Antworten auf die Frage: Also vor solchem Deutschland erwache." damit mir nicht entgeht, wie es, jeder sein eigenes ,, Warum bevorzuge ich bei meinen schlummernder Talente, genen deren in schlich- Volkslied, nie und nimmermehr zu rassefremden Einkäufen in jedem Falle die tem Amateurdasein betätigte urvolkstümliche Händlern laufend mit den bodenständigen Mitteln Inserenten des Völkischen Beobach Sprachgewalt der Professional Arnolt Bronnen Heroldstrompete, Hitler und Knoblauchsaft sich fers" und des Ilustr. Beobachters?" ein Dred ist, soll noch einer behaupten, die von Juda, Blähgasen und Zinsknechtschaft befreit Der deutsche Mann tritt ohne Wanken " für deutsches Wesen in die Schranken und dabei sei in stiller Tat die deutsche Frau sein Kamerad. J. B.“ und„ V. B." zeigen an, Wo man bei Deutschen faufen kann. Deutschen seien nicht das Volk der Dichter und und wie Deutschland, Deutschland über alles, in Denter. Wo die Kaufkraft sinkt und dazu singt, eine geistige Höhe sich erhebt, vor der die Stradort können die Auslandskredite sich ruhig nie- tosphäre sich versteden kann und in der alle Hinderlassen. dernisse dieses deutschen Aufstieges, alle Gehirne, sich in Wohlgefallen auflösen. Erich Heller. Der deutsche Mann tritt ohne Banken für deutsches Wesen in die Schranken." Sette 4 Freitag, 14. August 1931. Tagesneuigkeiten Gin Kandener Profeffor unter Berleumdungsanlage. Antreibesystem in der Glasindustrie. Die Arbeiter getrauen sich nicht einmal auf die Seite zu gehen! Der„ Glas- und Keramarbeiter" beschäftigt fich in seiner letzten Folge mit der Rationalijierung in der Glasindustrie. Es wird da u. a. erzählt: jich oftmals Drei Kollegen anonym als bolschewiftische Spione denunziert? Ausarbeitung Nr. 189. Ein Internationales Treffen der Arbeiter- Touristen Natfor. zu einem großen Unglück gekommen. Drei Plänkler, findet am 15 und 16. August in Pardubig ſtatt und zwar am Samstag im„ Lidový dum". Prag, 13. August. Vor dem Senat des schen in der Schrift des anonymen Briefes und Sonntag Besichtigung der Ausstellung für KörperOGR. Hellriegl begann heute der Prozeß der Handschrift Dr. Wunders übereinstimm- fultur. Jeder Interessani kann durch Ankauf einer gegen den Professor des Kaadener deutschen ien. Sie stellten übrigens fest, daß in den Legitimation Preis 21 K eine 33prozentige FahrStaatsgymnasiums Dr. Robert Wunder, den lassenbüchern nachträglich besonders preisermäßigung und freien Eintritt erlangen. die hiesige Staatsanwaltschaft des dreifachen typische Eigenarten der Schrift geändert und Genossen und Genossinnen, welche die Ausstellung Verbrechens der Verleumdung an- überschrieben worden waren. Auf Grund zu besuchen beabsichtigen, wählen den 15. und Gerade das ungemein intensive Tempo der flagt. Es ist einer der seltsamsten Fälle dieses dieses Gutachtens überreichte die Staatsanwalt- 16. August. Rationalisierungsmethoden in der Maschinen- Jahres nach Sachverhalt, Motiv und Begleit- schaft die Anklage. glasindustrie zeitigt Folgen, die als schwerer umständen. Die Schuldfrage ist vorläufig noch Die Verhandlung nahm einen lebhaften Gefährliche Soldatenübung. Am Mittwoch wäre Schaden an Gesundheit und Arbeitskraft sich ungeklärt, die objektive Sachlage folgende: Verlauf. Der Angeklagte, der nur wenig Tsche es bei Reichswehrübungen, die zwischen Hörsel und auswirken und dringend der Abhilfe bedürfen. Am 4. Oktober 1929 lief bei der Prager chisch versteht und gar nicht spricht, sagt deutsch Spichra an der Werra veranstaltet wurden, beinahe Die bestehenden Antreiber- und Strafsysteme in Polizeidirektion ein in Kaaden auf- aus und der Vorsitzende übersetzt ihm die Fragen, den Maschinenglasfabriken zermürben die gegebener anonymer Brief ein, der gegen selveit er sie nicht ganz verstanden hat. Prof. mit Drillichanzug, Schaftstiefel und Stahlhelm, sollNerven der betreffenden Arbeiter und zeigen drei Professoren des dortigen Gymnasiums in Dr. Wunder stellt jede Schuld in Abrede. Er ten den an dieser Stelle ziemlich breiten Werrafluß gesundheitsschädliche Folgen, die sich beinahe ausführlicher Weise die Anschuldigung erhob, erklärt, den Brief, der ihm vorgelegt wird, nic- burchschwimmen. Ein Soldat erreichte glücklich das fatastrophal auswirken. Bei der geringsten Stö- Agenten des sowjetrussischen und mals geschrieben, irgendwie veranlaßt oder andere Ufer, aber seine beiden Kameraden blieben rung der sich ununterbrochen vollziehenden Pro- deutschen Geheimdienstes zu sein. Einer dieser angeregt zu haben. Er hat auch nicht mit dem zurück und fämpften unter Aufgebot aller Kräfte, duktion werden dem dabei Arbeitenden Stra- Drei, Prof. Slawit, wurde bezichtigt, die Direktorposten in Saaden gerechnet und keinen um nicht zu versinken. Sofort sprangen vier Ret fen zudiktiert, wobei oftmals nicht einmal aus kundschaftung der militärischen Grund gehabt, mit Prof. Wei z oder den ande- um nicht zu versinken. Sofort sprangen vier Rettungsschwimmer ins Wasser, die in letzter Sekunde feststeht, ob seitens des so Bestraften überhaupt Objekte West böhmen 3"(!) übernommen ren Sollegen in Unfrieden zu leben. die gefährdeten Soldaten, die bereits Gewehr und ein Versehen vorliegt. Die Beurteilung darüber zu haben, der zweite, Prof. Tanzer, sollte sich Darüber hinaus behauptet er die physi- Stahlhelm von sich geworfen hatten, retten konnten. ist sehr häufig einem Menschen überlassen, der auf militärischer sche Unmöglichkeit, den Brief verfaßt zu ganz willfürlich urteilt. Dabei noch ein ausge- Pläne und Austundschaftung der westlichen haben. Er hat im Jahre 1929, u. zw. am 11. April Neues Eisenbahnattentat. In der Nacht zum prägtes Antreibersystem, welkes selbst bei diesem Garnisonen spezialisiert haben und der einen Selbstmordversuch unternommen Mittwoch wurde auf den Personenzug Züllichauvorhandenen Arbeitstempo ein Versehen begreif dritte, Prof. Wei, wurde gar zum Haupt und sich drei Kugeln in die rechte Schädel- Glogau bei Bogaden ein Anschlag verübt. Unbelich erscheinen läßt. Nicht immer bleibt es bei dieser gefährlichen Spionage erhoben, denn er seite geschossen.( Der Grund lag nicht in dienst kannte Täter hatten auf die Geleise einen schweren der Bestrafung in Form von Geldbußen und hatte angeblich die endgültigen Elaborate ausAnschnauzereien, sondern sehr häufig werden zuarbeiten, die dann seine Gattin, die zu diesem lichen Verhältnissen, sondern rein persönlichen Felsstein gelegt, um den Zug zum Entgleisen zu liebige Arbeiter versezt oder ent- treffenden Staaten gegen gutes Geld verkaufte. konnte. Die linke Seite war völlig gelähmt, die auf diese Weise für bestimmte Personen mik- 3wed auf Reisen war, den Vertretern der be- Mighelligkeiten.) Er war so schwer verwundet, bringen. Die Lokomotive konnte jedoch den Fels daß er noch Ende August sich kaum bewegen beiseite schieben. Vom Zuge erfaßt. An einem Bahnübergang I affen. Diese Verhältnisse erzeugen bei den auch einer unserer Parteigenoffen, der Kaadener rechte beinahe ganz. Es sei ausgeschlossen ge- bei Billebecke in der Nähe von Opern( Belgien) Arbeitern eine ständige Furcht und Angst, daß Arzt Dr. Iltis, wurde als eingefleischter ja nichts geschehen möge, und sie getrauen Bolschewik" in diese läppischen denunziationen wesen, daß er einen 60 Zeilen langen, anstren- wurde ein mit fünf Personen besetztes Auto vom nicht einmal ihre hineingezogen und das Ganze reichlich mit genden Brief hätte schreiben können. Im übrigen Buge erfaßt und eine Strede mitgeschleift. Vier sei die Handschrift zwar ähnlich, aber doch nicht Personen wurden getötet; einer der Insassen des menschlichen Bedürfnisse zu be- antisemitischen Bemerkungen garniert. die seine. Er erkenne bedeuten de Autos erlitt schwere Verletzungen. " sein Freund, friedigen. Und da keine Pausen eingelegt( Der jüdische Professor der Jude") ".) Prof. Weiß, gegen den Unterschiede. Sein Arzt Dr. Schinke besind, wird das mitgebrachte Essen ganz der Hauptangriff offenbar ging, war damals ſtätigt die Angaben bezüglich des körperlichen Bon„ Hoher Warte" Prager Karpfen hastig und ohne das notwendige Sauen zu Die anderen Zeugenaussagen belasten den fich genommen. Zumindest 70 Prozent der vielen zeitweilig dem Landesschulrat in Prag Bustandes zur fraglichen Zeit. Erkrankungen find auf Verdauungs it özugeteilt und furz vorher zum Direttor Es ist nicht das erstemal, daß wir uns rungen zurückzuführen, als Folge dieses über- des Kaadener Gymnasiums ernannt worden. Er Angeklagten. Die meisten Beugen glauben an rationalisierten Produktionssystems mit seinen trat aber diesen Bosten nicht an, weil er noch einen Racheatt seinerseits. Das Gericht beschließt mit dem, was aus einem unerfindlichen Grund Begleiterscheinungen. Dazu kommt noch, daß ein vorher mit der Leitung des Gymnasiums in eine neue Schriftenvergleichung anzu Hohe Warte" zwar sicher nicht getauft wurde, Prag Kleinseite betraut und versett ordnen und als Vergleichsmatrial das einige ich aber so nennt, beschäftigen. Daß es bei großer Teil der Beschäftigten schon in furzer Wochen nach dem anonymen Brief an den Lan- solcher Beschäftigung, durch die Natur des Zeit vollständig zerstörte Nerven aufweist und Die Denunziation hatte die gewünschten desschulrat gerichtete Gesuch Prof. Wunders um Objektes bedingt, immer eines Abstieges in die Menschen auch bei Nacht keine Ruhe und heranzuziehen jene tiefften Regionen des Mistes bedarf, in ausgiebigen Schlaf finden können, da sie der Folgen. Es sette eine, wie die Akten feststellen, Urlaubsberlängerung Lärm des Betriebes und der ständige Angstzu- äußerst gründliche und umfassende Untersuchung" und dieses von der betreffenden Stelle einzufor- denen Pflänzchen von der Sorte der„ Hohen ein, die vor den privatesten Dingen und dern. Damit wird die Verhandlung vertagt. Warte" gedeihen, ist abschreckend genug, daß Nimmt man den Fall losgelöst von den Verhältnissen nicht zurückschreckte. Man wird bei einiger Kenntnis unserer Bürokratie gern glau- faktischen und praktischen Voraussetzungen und wir bei unserer notorischen Unfähigkeit zum Der Mord im Böhmerwald. ben, daß die Untersuchung gegen die deutschen Zusammenhängen- einmal als solchen in Aufbauen sowie zum Ausbauen und Vertiefen nicht jede„ Nummer" dieser famosen Zeit Budweis, 13. August. Das Verbrechen im Professoren an Gründlichkeit nichts zu wünschen Augenschein, so wird einem zweierlei peinlich Walde bei Kienberg nimmt nun andere Formen übrig ließ. Aber es ergab sich nur die völlige auffallen müssen. Abgesehen von der sonderbaren schrift, niederreißen. Da wir aber durch leider an. Wie bereits in den Tageszeitungen berichtet unhaltbarkeit der Anschuldigungen und moralischen Beschaffenheit des unbe- notwendige Polemiken mit dem„ Tag" und der wurde, wurde vor einigen Tagen der 40 Jahre nun drehten die untersuchenden Behörden den kannten Schreibers, über die ja kein Wort zu Sudetendeutschen Tageszeitung", alte Arbeiter der Papierfabrik in Kienberg Josef Spieß um und begannen den Schreiber des verlieren ist, tritt hier eine geradezu beklemmende Deutschen Presse" und der„ Bohemia" und Tschandel unter dem Verdachte, seine 38 Jahre Denunziantenbriefes mit allem Eifer zu eruieren. geistige unzulänglichkeit in Erschei- durch häufigere eingehende Beschäftigung mit alte Frau Maria umgebracht zu haben, verhaftet. Der Verdacht fiel auf Dr. Wunder, der nung. Wie sich dieser Mann einen Spionage- der moralischen Sendung des Prager TagDas Verbrechen wurde erst 6 Wochen nach der angeblich mit feinem der Angeschuldigten in betrieb in den„ westböhmischen militärischen blatt" das Grusein verlernt und den Efel zu Tat aufgedeckt. Die Gerichtskommission fonnte sonderlich freundlichem Einvernehmen lebte und Objekten" vorstellt! Und in Verbindung damit unterdrücken erlernt haben, fönnen wir es ein dem Kaaden er das nicht gut zu unterdrückende Sepp hepp!" mal in der Zeit auch wagen, uns bis sur nicht genau feststellen, auf welche Art der Mör- angeblich selbst mit und der plötzlich aufwallende tschechoslowa- Hohen Warte" herab zu begeben. der sein Opfer beiseitegeschafft hatte. Tschandel Direttorposten gerechnet hatte. Dort ,, tut sich" allerhand und ein Schelm Die Schriftfachverständigen Red. Flan- tische Patriotismus, wenns gilt, den hat bisher bloß eingestanden, seine Frau im Walde erwürot zu haben. Es ist nun aber die derka und Dir. Tarantit wurden mit der Juden eins auszuwischen! Mag der Schreiber namens itu miei erzählt in einer Rubrik, Vermutung aufgetaucht, daß der Mörder später Erstattung eines Gutachtens betraut, wobei sein, wer immer er gehört zweifellos der fo- die ausgerechnet Lachende Wahrheiten" heißt, feiner Gattin mit einem scharfen Gegenstande als Vergleichsmaterial die von Prof. Wunder genannten Intelligenz an und ist sicher geistig folgendes, wirklich berüdende" Geschichtchen: ,, Die Prager Karpfen auch den Kopf vom Leibe abgetrennt habe. zuletzt geführten lassenbücher und die von zuständig in den intellektuellen Wüstengegenden so Tschandel wurde heute in die Haft des Budweiser ihm geschriebenen Konferenzprotokolle zwischen der Sudetendeutschen TagesKreisgerichtes eingeliefert. Seine Tat versucht er herangezogen wurden. Nach eingehendem Stu- zeitung" und dem„ Tag.". Weit genug hat jedesmal auf andere Weise zu motivieren, Tschan- dium stellten die Sachverständigen in einem um es die bürgerliche Intelligenz und mag sie bels Verhalten läßt den Schluß zu, daß sein Gei- fangreichen Gutachten feft, daß alle markanten Magister oder Dofior gar heißen bei uns Es und maßgebenden Individualzei- gebracht. Und wirds noch weiter bringen. fteszustand nicht ganz normal sein dürfte. Es und wird ein psychiatrisches Gutachten eingefordert werden. stand feine Ruhe finden lassen. Eisenbahnunfall. wurde. werden. rb. www 5. August verliehen, weil er ,, unbeirrt durch alle Schranken übersehen, und das Auto stürzte in Nöte der Zeit in hingebendem persönlichen Ein- die Fluten. Heute früh konnte das Auto mit den ertrunkenen Insassen gehoben satz und raftloser Verwaltungstätigkeit für den vier Aufbau des burgenländischen Schul- und Bildungswesens gewirkt und sich hervorragende Verdienste um die Förderung der Volkskunde, der geschichtlichen Forschung und Kunstdent mälerpflege seiner Heimat erworben hat". gefichtet. mit der In Prag ist folgendes passiert: Eine als Sportlerin und fühne Schwimmerin befannte junge Dame sprang vom Trittbrett mit elegantem Schwung in die Moldau und zeigte dort alle möglichen Kunststüde. Plößlich aber rief fie fürchterlich um Hilfe." Um Gottes willen, was ist geschehen? Erkannte sie unter den ihre Kunststüde bewundernden Zuschauern den Litumlei von der Hohen Warte?" Nein! Denn: ,, Anfangs glaubte man, daß diese„ Hilferufe" zu ihrem Programm gehörten." Das Budweis, 13. August. Auf dem hiesigen Tödlicher Blitzschlag. Mittwoch nachmittags Hauptbahnhof stießen heute die Lokomotive des Personenzugs Nr. 1709, die zum Heizhaus fuhr, wütete nördlich von Uzhorod ein Sturm, in dessen Verlaufe ein Blitz in eine Scheune in der war aber doch nicht der Fall, sondern mit einer Bahnhofsreservemaschine zusammen. Gemeinde Ořechovice bei Uzhorod einschlug. Der Als sie immer verzweifelter schrie, zog sic Bei dem Zusammenstoß wurde niemand verletzt. Leistung steigt, Lohnkosten sinken. Aus dem Blizz fuhr hiebei in eine Gruppe von Land- schließlich ein alter Herr, welcher wußte, wie Die Maschine des Personenzugs Nr. 1709 wurde weit die Nächstenliebe bei manchen Sportlern auf ihre rechte Seite umgestürzt und blieb am foeben erschienenen Tätigkeitsbericht des Berg- arbeitern, die mit dem Getreidedrusch beschäftigt geht, mit eigener Lebensgefahr ans Land. Da Boden liegen. Durch den Anprall entgleiste ein arbeiter- Revierrates in Trautenau geht hervor, waren, hinein, wobei ein Saisonarbeiter erzählte nun das Fräulein, daß ihr ein Karpfen Personenwagen und vier weitere Wagen wurden daß im Jahre 1930 die Leiſtung pro Arbeiter getötet und zwei Frauen schwer an und Schicht bei den Steinkohlenwerken int verbrannt wurden. Der Blizz zündete, so zwischen Leib und Schwimmhose geraten sei, wor beschädigt. Das Geleise wurde ebenfalls an und Schicht bei den Revierdurchschnitt um 2.63 Prozent gestiegen ist, daß die Scheune und Heuschober sowie Strohüber sie so außer Fassung geriet, daß sie beinahe einigen Stellen beschädigt. Der Unfall ereignete sich in den gestrigen während die Lohnkosten um 2.13 Prozent gesun- schober in Flammen aufgingen. ertrunken sei. Da spricht man immer von„ dum men Karpfen." Aber die Prager Karpfen wenig Abendstunden. Im Laufe der heutigen Nacht ten sind. Noch krasser ist das Verhältnis bei einzelnen Werken. So beträgt bei den Schatzlarer Kriegstrophäe im Wirtshaus. Die Krimistens scheinen doch nicht so dumm zu sein, als wurde das Verkehrshindernis wieder beseitigt. Steinkohlenwerken die Leistungssteigerung pro nalpolizei hat in einen Lokal in Charlottenburg man glaubt..." Die drei Punkte sind wahrscheinlich als Das Begräbnis des Genossen Ferdinand Mann und Schicht 10.71 Prozent, der Rückgang gestern ein Gemälde beschlagnahmt, das im Jiráset fand Mittwoch nachmittags vom Prager der Lohnkosten pro Meterzentner geförderter Jahre 1914 beim Vormarsch der deutschen Armee aus einem Kasino in Belgien entwendet eine Anregung gewisser Drüsen mit innerer Strematorium aus unter außerordentlich zahl- tohle 8.72 Prozent. Prager Mustermesse. Auf der heurigen Pra- worden sein soll. Ein Belgier, der des öfteren Sekretion gedacht, wofür der alte Litumlei reicher Beteiligung statt. Unsere Partei sowie ,, nach Gebühr" unsere Genossenschaften waren durch eine Depu- ger Mustermesse werden Jugoslawien, Litauen, Gast in diesem Charlottenburger Lokal ist, be- neben der Subvention, die er angeblich von tation bertreten. An der Bahre sprachen für die Lettland und Ostindien besondere Ausstellungen zeichnet das Bild als einen echten van Dyd, der der Ufa für ein reichliches tschechische Genossenschaftsbewegung Genosse it haben. Ferner wird es Fachausstellungen für einen Wert von mehreren Hunderttausend Mark Loben der Lilian Harvey bezieht, auch eine ftig, für die tschechische Partei Genosse Dr. Musikinstrumente, Spielwaren, handgearbeitete haben soll. Donnerstag vormittags wird das folche von den vereinigten Massagesalons erSoukup, für die Brager Arbeiterbäckerei Ge- Schuhe, Taschlerwaren, eine Modenschau, eine Bild von führenden Kunstsachverständigen auf halten sollte. Und was die Klugheit der noffe Sa ch, für die Brager Handelskammer Herr Pelzwarenmesse, eine Modemesse, eine landwirt- seine Echtheit geprüft. Außerdem will man fest- Starpfen anbelangt, so war wenigstens der eine Fischer und für die Bädereiarbeiter Genosse schaftliche Ausstellung mit einem modernen Baustellen, durch welche Hände dieser van Dyk ge- lug genug, sich einem Interview durch den ernhof, eine Ausstellung für Straßentechnik und gangen ist, ehe er zu seinem jezigen Befizer in Litumlei zu entziehen. Das arme Tier wäre Sejda. Genosse Ludwig Leser Chrendoktor in Hei- Straßenbau, Ausstellungen für Maschinen-, Charlottenburg gelangte. Das Bild ist sehr gut dem sicher nicht gewachsen gewesen. So ein Prager Karpfen sollte man sein, belberg.( D.A.J.) Die Philosophische Fakultät der Bau, Ofen- und Schwerindustrie, eine Radio- erhalten. Strychnin im Rebhuhn. In Camberley( Eng- der sich über alle Hindernisse hinweg und in Rupprecht Karls- Universität Heidelberg hat un- messe, eine Sondergruppe für sparsame Wirtter dem Rektorat des Professors Dr. Meisterschaftsführung im Haushalt, eine Möbel- und land) starb ein junger Artillerieoffizier unmittelbar jede weibliche Schwimmbose, sei sie noch so eng, auf Anregung des Historikers Professor Doktor Pianomesse und eine Ausstellung für Milchver- nach dem Genuß eines Rebhuhns. Es wurde fest- hineinsetzt. Dann hätte man Stoff genug, um gestellt, daß das Huhn eine große Dosis Strychnin die Hohe Warte", die illustrierte Revue für Andreas und unter dem Dekanat des Geogra- wertung geben. - ,, Kultur(!), Kunst und phen Professor Dr. Sölch eine bemerkenswerte Ein schweres Autounglüd ereignete fich in enthalten hatte. Einen Tag später erhielt der Vater Sie werden Chrung vollzogen, die als ein Auftakt zu dem Duisburg. Als auf der Lehnert- Brücke, die des Offiziers ein Telegramm, das nur das Wort Literatur" täglich erscheinen zu lassen, womit herbstlichen Burgenlandjubiläum gelten darf: fie die Stadtteile Duisburg und Ruhrort verbindet Hurrah!" enthielt. Dem Telegramm folgte eine auch die Prager Gesellschaft Neuheiten genug hat dem Landeshauptmannstellvertreter des Bur- und an der Reparaturarbeiten während der Bostkarte folgenden Inhalts:„ Es ist eint Rätsel, hätte, um auf die im Prager Tagblatt" als genlandes,& udwig Leser, die Würde eines Nachtstunden ausgeführt werden, ein Schul- das niemals gelöst wird." Tatsächlich blieben bisher Neuheit für Brag"" gepriesene Double Doktors der Philosophie ehrenhalber durch Be- auto in ziemlicher Schnelligkeit nach Duisburg alle polizeilichen Ermittlungen in dem rätselhaften Massage" bis auf weiteres verzichten zu können. schluß vom 18. Juli und durch Vollziehung am fuhr, wurden seitens des Chauffeurs die Fall erfolglos, " " 1 D. i Rr. 189. Freitag, 14. August 1981. Sette D. 2 Ratschläge für die Schönheitspflege auf der Reise 1. Zur natürlichen Bräunung der Haut fette man vor und nach der Besonnung die Haut, insbesondere Gesicht und Hände, mit Creme Leodor gründlich ein; man erzielt dann ohne schmerzhafte Rötung eine gesunde, sonnengebräunte Sautfärbung. Creme Leodor- fettfrei in roter Padung; fetthaltig in blauer Badung Tube 5 Kč. und 8 Kč., Leodor- Edel- Seife 5 Kč. In allen Chlorodont- Verkaufsstellen zu haben. VERLANGET UEBERALL VOLKS ZUNDER SOLO A.S. I. Masten von Toten und Lebenden. Die naturgetreuefte Abbildung eines Menschen tst zweifellos die unmittelbar den Gesichtszügen nachgeformte, man möchte fast sagen angegossene Form, wie wir fie in der Totenmaste kennen. Freilich ist dabei nicht gesagt, daß die naturLebendmasken. Abdrücke von Gesichtern bekannter Berliner Maler, Schauspieler und Schauspielerinnen, die nach einem neuen Verfahren hergestellt wurden. 43 2. Zur Erlangung schöner weißer Zähne vuze man früh und abends die Zähne mit der herrlich erfrischenden Zahnpaste Chlorodont, die auch an den Seitenflächen mit Hilfe der Chlorodont- Bahnbürste einen elfenbeinartigen Glanz erzeugt.-Chlorodont- Zahnpaste, Tube 4 Kč. und 6 Kč., Chlorodont- Zahnbürsten 7 Kč. und 8 Kč., Chlorodont- Rinderbürste 5 Kč., Chlorodont- Mundwasser 8 Kč. und 16 Kč. funft zur Anwendung kommt.( Denn hier dient| Fechner hat ein solches Verfahren ausgebildet ja die Formmasse gerade zur Verdeckung und und damit für die Bildhauerei eine ganz neue Veränderung, zur Glasur und Glättung der Arbeitsmethode eröffnet. Soll jedoch ein KunstGesichtszüge!) Nein sondern auch wieder für werk zustande kommen, so ist auch bei solchem bildhauerische Zwecke hat man jetzt ein Ver- Bildwert später die tiefe seelische Eindringungsfahren zur Abnahme von Lebendmasten", wie kraft eines Künstlerauges notwendig, um nach sie zum Unterschied zu Totenmasten genannt solchen naturgetreuen Lebendmasken die tiefere werden, gefunden. Der Bildhauer Peter F. lebensechte Büste zu formen. ,, Plombierte" Spionage. Bon Hans Kahan. In dem Ufa- Tonfilm„ Im Geheimdienst" wird gewesen. Merkwürdig blieb aber, daß immer nach das Thema„ Spionage" zum ersten Male ton- einer solchen Fahrt Vorgänge an der Saloniki- Front filmisch ernsthaft aufgegriffen. Ein Thema, das darauf hinzudeuten schienen, daß Nr. 1327 via beim Publikum immer regstem Interesse begegnet. Berlin- Stockholm wichtige Meldungen an England Den Spion umwittert noch heute geheimnisvolles abgegeben hatte. Dunkel phantastischer Romantit, eine Atmosphäre stärkster Hochspannung. Die„ Nachrichtenstellen" der verschiedenen Generalftäbe, wie die Spionagezentralen offiziell hießen, hatten allerdings nicht viel von dieser Romantik an sich. Sie waren nüchterne, mit höchster Intelligenzanspannung arbeitende statistische Büros, in denen Nr. 1327 wurde unter schärffte Kontrolle gestellt. Er bekam keinen Brief, der nicht vorher unter Dampf geöffnet worden war, den man nicht auf auf synthetische Tinten geprüft hätte. Nichts, aber auch gar nichts war zu finden, was auch nur irgendwie den Verdacht hätte bestärken können. Man hatte seinethalben einmal eine haarscharfe Englischer Humor. Für den Nichtbriten ist es interessant, dic Objekte kennenzulernen, auf die sich die Pfeile des englischen Humors richten. Nachstehend seien ein paar besonders hübsche Blüten eng lischen Wiges mitgeteilt, die wir in Londoner Blätter fanden: Wenn man den Berichten trauen darf, so Es haben die Chinesen merkwürdige Ideen. scheint, daß sie ihre Kriege alleine bezahlen. Einer von 400 Amerikanern, behauptet die Statistik, ist geistestrant. Und die anderen 399 fingen die Schlager, die er schreibt. ** Ein Besucher von Doorn erzählt, der Extaiser scheine sich nunmehr jahrelang gut beneh men zu wollen. Die ganze Welt leidet allerdings augenblicklich noch darunter, daß er sich einmal jahrelang schlecht benommen hat. * Ein Leser schreibt uns, er würde lieber wen zu erfahren waren. Diese Nachrichtenftellen ent- nichts. Trotzdem erfolgten prompt die englischen lesen. Das ist aber Sache der Polizei. die unwahrscheinlichsten Dinge nachzuschlagen und Bugsrevision mit Leibesvisitation eingelegt. Wiederum ger Berichte über Verbrechen in der Zeitung zu erfahren waren. Diese Nachrichtenstellen entsandten ihre Kundschaftsoffiziere" und private Agenten. Eine viel größere und schwierigere. Auf- Gegenmaßnahmen auf unsere strategischen VorAufbereitungen bei Saloniki. gabe war nicht die Entsendung eigener Leute, sondern Abwehr und Aufdeckung der gefährlichen Alle Ueberwachungsmethoden waren mit so Gegenspionage. Eine Aufgabe, die um jo schwerer großer Vorsicht gehandhabt, daß sich Nr. 1327 völlig war, als sie sich allzu oft auch mit Angehörigen des sicher fühlte. eigenen Landes befassen mußte. Es gab in allen Ländern Desperado- Naturen, denen nichts heilig war, wenn es Geld gab, und die sich für höhere Summen willig in den Dienst eines feindlichen Staates stellten. Eines Tages war der Mann nach Baden gekommen und traf da eine zu Besuch weilende elegante Dame. Als diese wieder nach Wien zurüdgefahren war, folgten ihr Kriminalbeamte und stellten fest, daß diese Dame, es handelte sich um eine bekannte österreichische Gräfin, mit einem auf einen anderen Namen lautenden Baß nach Baden gefahren war. Grund genug, die Gräfin zu verhaften. Im Krieg war für die Spione vieles leichter geworden. Was zur Zeit des Obersten Redl noch undurchführbar gewesen wäre, da ein immerwährendes Auf- und Abfluten der verschiedensten Offiziere, Bresseleute und Kuriere von der Nordsee bis nach Nr. 1327 war am gleichen Abend mit dem Es ist prophezeit worden, daß im Jahr 2000 die Benzinvorräte der Erde zu Ende sein werden. Aber das macht nichts. Bis dahin wird es fo viele Autos geben, daß sie sich sowieso nicht mehr vom Fleck rühren können. Ein Gelehrter behauptet, daß sich die Schmet terlinge schon auf zwei bis drei Meter Entfer nung erkennen. Man könnte sich als Erklärung denken, daß Schmetterlinge sich nicht anzupumpen denken, daß Schmetterlinge sich nicht anzupumpen pflegen. Bagdad erfolgte, war nun möglich geworden. Bei Expreßz abgefahren. Die Aufsichtsorgane im Buge Volkswirtschaft und Sozialpolitik ficherem Auftreten und vollkommener Beherrschung aller Umgangsdetails war es relativ leicht, mit falschen Papieren für jemand anderen zu gelten, da die Ueberprüfung trotz scheinbarer Genauigkeit doch nie genau" im wahrsten Sinne des Wortes sein konnte.. Persönliches Glück ließ manchen Spion jahre lang die Strede Berlin- Bagdad bearbeiten, und er wurde nicht erwischt. Der Bagdad- Expreß war ein Dorado für diese Leute. Er führte die exotischesten Bassagiere, durchsetzt mit deutschen und österreichischen Offizieren. Außerdem konnte man im Lauf der tagelangen Fahrt nicht nur manches Interessante aus Zufallsgesprächen erfahren, sondern es sich auch eventuell nachts mit einiger Geschicklichkeit aneignen So war es selbstverständlich, daß die deutsch- österreichische Gegenspionage hier mit aller Schärfe ein fegen mußte. Da wurden nach Prag telegraphisch verständigt und nahmen dort die Verhaftung des Mannes vor. Das Gepäck wurde ihm abgenommen, selbst auf die Die Karlsbader Kristallglasfabriken A.- 6. Toilette gingen Kontrollbeamte mit. Als er unter Ludwig Moser und Söhne und Meyrs Neffe solcher Bewachung nach Wien zurückgebracht worden in Meierhöfen bei Karlsbad teilen mit: Der war, schien es fast unmöglich, daß es ihm gelungen gegenwärtige Auftragsbestand sichert trotz der sein könnte, belastendes Material beseitigt zu haben. in der Luxuserzeugung vorherrschenden Krise In Wien erfolgte nun die genante förperliche eine mehrmonatliche Beschäftigung für den Bes Untersuchung, um ein eventuelles Versteck zu finden. trieb in Meierhöfen bei Karlsbad. Bei der Munduntersuchung stellte nun der Arzt gegen gestattet es dieser Auftragsbestand noch fest, daß Nr. 1327 im linken und rechten Unter- nicht, den vor einigen Monaten stillgelegten tiefer Zahnreparaturen hatte, wie sie damals in Betrieb in Winterberg wieder aufzunehmen. Europa noch unbekannt waren und nur von anteri- 3weds Gewinnung neuer Absaßgebiete wurde fanischen Dentisten ausgeführt wurden. Als man die Verkaufsorganisation auf eine breitere Basis sich die Sache näher bejah, tam folgendes zutage. gestellt, jedoch trat die Notwendigkeit ein, den getreueste" auch die lebensechteste Wiedergabe des Es waren in die beiden letzten Backenzähne an Administrationsapparat durch Personalabban zu Menschenantliges sein müsse. Jedenfalls aber Stelle von ausfüllenden Plomben Kanüle aus Platin verringern. ist diese Totenmaste der raschen Herstellungseingelassen. In ihren Höhlungen konnten Papiermöglichkeit wegen schon! dann aber auch eben Das österreichische Armeeoberkommando war im rollen aufbewahrt werden. Nach oben waren die Die Kohlenförderung und Kotserzeugung hat im Monat ahrer großen Naturtreue halber seit langem Jahre 1918 in Baden bei Wien und das Kriegs- Zähne durch eine sinnreiche Konstruktion mit einer im Ostrau- Karwiner Revier das Material gewesen, nach dem der Künstler, pressequartier in dem in der Nähe idyllisch gelegenen Goldplombe verkapselt. Die Papierröllchen bestan- Juli 1. J. eine kleine Besserung im Juli 787.700 der Bildhauer insbesondere, gearbeitet hat, wenn Rodaun untergebracht. Selbst der vaterlandstreueste den aus hauchzartem, eigens präpariertem Papier. erfahren. Es wurden er die Büste eines Menschen nach dessen Tod Oesterreicher konnte nur mit einem mit sieben Auf diesem waren unter der Lupe gestochen, winzig Tonnen Kohlen gefördert, das ist im Vergleiche Schaffen wollte. Siegeln versehenen Reisepaß nach Baden oder| flein, sämtliche Aufzeichnungen niedergeschrieben. zum Juni um 68.500 Tonnen oder 9.54 Prozent wer- Nr. Die Kotserzeugung betrug im Juli Zweifellos ist die Kunst der Anfertigung Robaun lommen. Es braucht nicht betont zu wer- Nr. 1327 batte also Monate hindurch in seinen mehr. von Totenmasten schon sehr alt. Denn auch den, daß sämtliche Kriegsreporter, die hier ver- plombierten Zähnen Pläne und Mitteilungen beför- 168.600 Tonnen gegenüber 161.500 Tonnen im ohne daß uns bestimmte Ueberlieferungen aus kehrten, unter die schärfste Lupe genommen wurden. dert, und diese gelangten via Schweden in die Juni, somit um 7000 Tonnen oder 4.33 Prozent Trotzdem ergab sich bei manchen nach einiger Zeit, Hände seiner Auftraggeber. Man war einer der mehr. Die Briketterzeugung Die Briketterzeugung ist von 16.810 der ägyptischen Kultur hierüber ge- daß bei der Nachrichtenstelle" in Wien ein Bersonal gefährlichsten Spionageorganisationen auf die Spur Tonnen auf 16.060 Tonnen gesunken. Ende geben sind, müssen wir annehmen, daß der aft angelegt werden mußte. Es gab da einige, die gekommen, doch die Revolution 1918 hat diesen Juli betrugen die Kohlenvorräte 114.107nnen agyptische Bildhauer diese handwerksmäßige eines wachsamen Auges bedurften. gegen 98.659 Tonnen Ende Juni, die KotsvorKunst geübt hat. Wie war man zum Beispiel Reservat Aft 1327/18 war ein Spezialfall, der erstaunt, als man nach Entdeckung des berühmten Tut- Anch- Amon- Grabes bei der Deffnung des ganz besonders beachtet wurde. Es war aufgefallen, Sarkophages die Gesichtszüge des Pharao in der daß der, den dieser Att anging, mindestens alle zwei Wochen den Expreß Wien- Berlin und wieder innersten goldenen Mumienhülle fand, die genau zurück benutzte. Das wäre weiter nicht auffällig mit den Gesichtszügen der Mumie selbst übereinstimmten! Also wahrscheinlich ist hier bereits die Abformung der Gesichtszüge mit Hilfe der Totenmaste vorgenommen worden. Neues Land steigt aus der Nordsee. sensationellen Prozeß vereitelt. Würde man die Geschichte von Nr. 1327 im räte 326.059 Toniten gegen 334.515 Tonnen. Film zeigen, das Publikum würde es nicht glauben, Ende Juli beschäftigten die Gruben durchlächelnd mit der Schulter zucken und sagen:„ Natür schnittlich 35.858 Arbeiter( minus 1.28 Prozent lich Film!" Nur Leben und Wirklichkeit tönnen gegenüber Juni), die Kokereien und Brikettes sich erlauben, so tolle Phantasie zu entwickeln. fabriken 4268 Arbeiter( minus 1.02 Prozent). werden. Das sind Pfeilerreihen, die parallel zum zwei Arten von Deichen: Sommerdeiche und WinterLande angelegt werden und das Absetzen von Schlick deiche. Da die Winterfluten höher und kräftiger erleichtern. Damit die so entstehenden Watten sind als die im Sommer, müssen die entsprechenden leichter trocknen können, zieht man in einiger Ent- Deiche ebenfalls stärker und widerstandsfähiger fernung von ihnen Gräben, durch die das Wasser sein. Der Sommerdeich läßt eine geringe Ueberabfließt und so das Austrocknen beschleunigt wird. flutung während des Winters zu, während der Solcher Dämme gibt es schon eine ganze An- Winterdeich jede Flut fernhält. Nunmehr ist Marsahl. Der jüngste und bekannteste ist der Hinden schenland gewonnen, das dem Meere endgültig entburg- Damm nach Sylt. Ihm vorangegangen sind rissen und für die Kultivierung gewonnen ist. die Dämme von Langeneese über die frühere Insel Dland sowie diejenigen, die die Hamburger Hallig und die frühere Insel Nordstrand mit dem Festland verbinden. Das auf diese Weise gewonnene Borland ist ein äußerst fruchtbarer Boden, der Jahrzehnte lang überhaupt feinen Dünger benötigt und reichlichste Ernte liefert. Genaue schriftliche Ueberlieferung, vor allemt aber auch die Totenmasten, die nach diesem VerJuseln werden zu Festland Dämme und fahren angefertigt worden sind, selber, besiven Deiche wir allerdings erst aus der beginnenden FrühWem gehört der neue Boden? tenaissance. Dantes, Petrarcas Totenmasten In Holland steigt aus der Zuidersee, die trockengehören hier zu den ersten, die überhaupt angelegt wird, eine ganz neue Provinz aus dem gefertigt worden sind. Seitdem ist von den Meere, eine der größten Landgewinnungsaktionen meisten großen Toten die Totenmaste abgenom aller Zeiten. Wir haben leider keinen mit dem men werden. Es braucht hier auch nur an die Meer verbundenen See, dem wir auf ähnliche Weise berühmte Maske der Inconnue de la Seine" zu Leibe gehen können, um Deutschland auf friederinnert zu werden, der Unbekannten, die in liche Weise zu vergrößern. Trotzdem legt man auch der Seine ertrunken ist, deren friedvolle Anmut bei uns die Hände nicht in den Schoß und begnügt So einfach liegt nun leider die Sache nicht, Der neue Boden gehört dem, der das sogenannte den Künstler zur Nachforschung bestimmte. sich nicht mit dem, was das Meer freiwillig an daß mit der Anlage des Dammes und der ent- Anlandungsrecht" besitzt. Das ist in den allerDas Verfahren, so einfach man es sich vor- Landzuwachs schenkt. Im neuen preußischen Bud- sprechenden Lahnungen alle Arbeit getan wäre. meisten Fällen der preußische Staat. Er kann das tellen möchte, ist doch recht schwierig und erfor- get sind über 5 Millionen Mark für Landgewin. Wenn es so weit ist, dann heißt es sich zunächst auf diese Weise gewonnene Land verpachten oder dert ebenso forgfältige Vorbereitung, wie rasche nungsarbeiten an der Nordsee vorgesehen. Diese einmal in Geduld fassen. Es vergehen ungefähr zu Siedlungszweden bereitstellen. Auf dem Lande, und geschickte Durchführung. Da müssen die Summe soll auf drei Jahre verteilt werden, um zehn Jahre, bis der durch das Meer abgesetzte das man auf die erwähnte Weise innerhalb der Gesichtszüge selbst entsprechend vorbereitet wer- Landgewinnungsarbeiten in doppeltem Maße wie Schlid allmählich Fluthöhe erreicht. Wenn das der nächsten 15 Jahre zu gewinnen hofft, können mehr den. Beim Auflegen der Wasse, die gewiffer- bisher zu ermöglichen. Der Plan besteht darin, Fall ist, dann seht auch automatisch Pflanzenwuchs als 1500 Familien Brot und Arbeit finden. Fast alle Nordseeinseln an der Nordseeküste entmaßen hier das Regativ" bedeutet, vor allen eine ganze Reihe von Nordseeinseln durch Dämme auf dem„ Heller" ein, schönes, hellgrünes MeerDingen bei ihrer Zerteilung und Abnahme, muß mit dem Festland zu verbinden und damit die Vor- gras, das ein ausgezeichnetes Biebfutter ist. Dieser lang der schleswig- Holsteinischen Stüfte sollen auf sehr vorsichtig gearbeitet werden. Sinterher aussetzung für die zukünftige Wiederverschmelzung Pflanzenwuchs, der mit jedem Jahre dichter wird, diese Weise wieder mit dem Land verbunden verden. werden dann die verschiedenen Stücke der Form dieser Inseln mit dem Festland zu schaffen. Die berhindert jede weitere Abspülung des Sellers und Das wird geschehen zunächst durch die Weiterführung zusammengesezt und daraus die eigentliche Nordsee war es ja auch, die diese Inseln vor un- festigt den Boden. Nach weiteren bier bis fünf des Sylter Dammes über Amrum, Süderog, St. Totenmaste als das Diapositiv der Gesichtszüge denklichen Zeiten vom Festland losgerissen hat. Wie Jahren hat sich der Heller dann etwa zwanzig bis Peter- Ording und Trischen bis Neufeld. gegossen. geht eine solche Landgewinnungsaktion vor sich? breißig Sentimeter über Fluthöhe erhoben. Damit Im Zusammenhang mit diesen Plänen besteht Es muß eigentlich wundernehmen, daß man Das Ziehen des Dammes ist ja nur die Hälfte der wächst nun freilich die Gefahr, daß eine plötzlich auch die Absicht, die Insel Norderney durch einen nicht schon längst ein Verfahren ausgebildet hat, Arbeit. Ein Damm von einer Insel rechtwinfelig auftretende Sturmflut das mühselig gewonnene Damm mit dem Festlande zu verbinden, ein Projekt, auch die Gesichtsmaste von Lebenden abzu- zum Festland laufend, hält zunächst einmal alle Land im Handumdrehen wieder zerstören fönnte und für das schon genaue Pläne vorliegen und das nur nehmen, freilich nicht nach der Art, wie in den heftigen Strömungen links und rechts fern. Nun- jes wird Zeit zur Anlage eines schüyenden Deiches. der Bereitstellung der nötigen Geldmittel bedarf. modernen Schönheitssalons die Bariser Masten- mehr fönnen die sogenannten Zahnungen angelegt Man unterscheidet für diese Zwede hauptsächlich M. Mielen. 1 Seite 6 39° Freitag, 14. Auguft 1931. Nr. 189. 39-75 Gr. 2½- 5½ Modell 3924-00 ( 35-38) Den Studenten für Strapazen diese festen Halbschuhe aus starkem braunem Box mit Zierzunge und kerniger Ledersohle, die mit Messingstiften gesichert ist. 19.. 15 In die Schule. Die Ferien gehen bald zu Ende. 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G Mitteilungen aus dem Bublikum. Ein Das Licht im Dienste des Menschen. Der Abglanz des Lichtes vom Lagerfeuer war die erste Illumination der menschlichen Behausung. brennender Zweig, der aus dem Feuer herausgezogen wurde, war später der Anfang der Fackeln und Kiene. Einen bedeutenden Fortschritt stellt allerdings dann die Einführung von Kerzen und Petroleumlampen dar. Eine bedeutende Epoche leitet das Gas ein und es siegt in dieser Epoche dessen Nachfolger, das elektrische Licht. Dies hatte jedoch den einen Nachteil, daß sich die elektrischen Lampen nicht übertragen ließen. Aber auch hier wußte der menschliche Scharfsinn Abhilfe zu schaffen, und zwar durch Erfindung von elektrischen Batterien, die für die Taschenlampen benützt werden. Große Beliebt heit erlangten die Palaba- Batterien durch ihre ständig unverändert gleichbleibende und verläßliche 1210 Qualität. * Sport- Spiel Körperpflege Neue Naturfreundehäuser. Ein Naturfreundeheim in den Karpathen. Der Gau Tatra der Naturfreunde hat in Neu- Schmecs( Novo Smokovec) in 1010 Meter Höhe ein Heint, Villa Lujza, in Pacht, das einen sehr guten Stützpunkt abgibt. Das Haus ist ganzjährig bewirtschaftet, besitzt acht Betten, zwanzig Matraßenlager und zwanzig Britschen mit Stroh. Außerdem baut der Gau im Grünfeetal am Kerschbrunnen( Kesmarker Gebiet) ein Schuhhaus. Auch im Riefengebirge. der Sportverein Straßenbahner, der Sportverein Nordstern und Union wieder dem alten Verbande beigetreten, ebenso in Basel der Verein Fortuna. In Winterthur Adliswil, Reinach und in Binningen sind neue Satus- Vereine entstanden. Kunst und Wissen heißen muß, was ja im richtig französischen Sinne kaum übersetzbar ist. Die Geschichte spielt um ein Los, das ein verschuldeter Maler gewonnen und im kritischen Augenblick verloren hat. Nun wird das Los gesucht und diese Suche füllt den Film aus. Sie führt in die größte Oper, was der Anlaß zu einer grandiosen Satire auf den Opernbetrieb ist. Man lacht Tränen, wenn die jugendliche Sängerin mit Kleine Bühne„ Die Klabriaspartie" mit San- ihren 100 Kilo daherwalzt, wenn der Tenor den dor Rott und Armin Springer. Das Wiener Thea- Kronleuchter zittern macht, wenn die Nah- Aufter der Komiker bringt in seinem Abschiedsprogramm, nahme plößlich die Maske vom heroischen Bühnendas mur noch heute, morgen, Samstag, und über- bild nimmt und die lächerliche Realität zeigt. Die morgen, Sonntag, wiederholt wird, außer den Gesetze der Logik sind in diesem Film wie in jeder Schlagerit Der Mondsüchtige",„ Sollän- Offenbach- Operette aufgehoben. Es geschieht das der schweigt..." und 3 widl und Hahn" unwahrscheinliche, weil gerade dies in der Operetdie berühmte labriaspartie". Für Jugend- tensphäre das einzig wahrscheinliche ist. Wir haben liche nicht geeignet! Anf. 8 Uhr. Vorverkauf: Aus- Chöre wie bei Offenbach( einen wundervollen Chor kunftsstelle Deutsches Haus Graben 26( Tel. 24687), der Gläubiger) und die Menschen singen, tanzen und beim Portier des Neuen deutschen Theaters und trinken ohne logischen Grund, lediglich der ( Tel. 21210). Gesetzmäßigkeit der eigenen Welt gehorchend. Es ist in seiner Art der beste Film, den man bisher sah. Er weist neue Wege. Von hier aus kann der Tonfilm den Weg erhabener, ganz großer Kunst gehen! E. F. Aus der Partei Jugendbewegung. Literatur S. J. Prag, Gruppe I. Heute fein Liederabend Alle Musiker werden gebeten, sich um halb 8 Uhr mit ihren Instrumenten auf der Heginsel einzuWahn- Europa 1934." Eine Vision. Von finden. Sonntag, Wanderung nach Sbrazlab sanns Gobsah. Fadelreiter- Verlag, HamburgTreffen früh 7 Uhr, Endstation der fünfer Elet- Bergedorf. Es gibt wenige Bücher, die gleich trischen in Hlubočepy. S. J. Staffel. Sonntag Treffpunkt um 7 Uhr früh am Smichover Bahnhof. Vereinsnachrichten DIE NA TEN- VE FATURFREUND der ES GESCHAH: Die Lichter gingen plötzlich aus u. ein Rufen wurde hörbar: der Name der Taschenlampen PALABA und Batterien, welche viele Stunden gut und verlässlich leuchten. PALABA PS PS Ware aktuell wären wie dieses. Ein ehemaliger Berufsoffizier, Hauptmann in der deutschen Armee, der einer der wenigen Offiziere ist, die sich geistig und seelisch umgestellt und zu leidenschaftlichen Kriegsgegnern gewandelt haben, hat es geschrieben, nein, visionär erlebt. Es schildert, wie ein kleiner Zwi- denn gierige Augen funkeln die glücklichen Besizer Leben! Wer nimmt Rücksicht auf den Mit Nach langen Bemühungen ist es den schlesischenfall in dem heutigen waffenstarrenden Europa, an.. Ichen Naturfreunden endlich gelungen, im RiefenOrtsgruppe Prag. Das Treffen der eine Lappalie genügen kann, um den Scheinfrieden menschen! Sitt nicht würgend der Tod an der gebirge( reichsdeutsche Seite) Fuß zu fassen und Arbeiter- Touristen auf der Pardu- in den offenen Krieg zu verwandeln und die Welt Kehle?" Vergeblicher Versuch der Flucht vor dent einen neuen Stützpunkt zu schaffen. Zu den bebiper Ausstellung findet Samstag u. in ein Chaos, in Tod und Untergang zu führen. Gräßlichen. Ehe er gelingt, erscheinen schon die reits bestehenden Heimen in Straßberg, SchmiedeSonntag, den 15. u. 16. August, statt. Wieder wie 1914 wird der Balkan zum Ausgangs- fliegenden Teufel in der Luft und senden den Tod Abfahrt Teilnehmer grund, Striegau, Niedrowitz und Peistervizz tritt vom punkt der Katastrophe. Ein öder Balkanwinkel, hernieder. Und wie Paris der Vernichtung an nun das Naturfreundehaus in ForstlangwasMasarykbahnhof 14.28 Uhr, Verso- unaussprechbar für Durchschnittslippen jagt plößlich heimfällt, so werden auch die italienischen Städte ber bei Schmiedeberg im Riefengebirge, das nengug oder Sonntag früh 6.40 Uhr Majaryl- Europa aus sommerlichem Dämmern auf. Eine zu qualmenden Trümmerhaufen. Eine Vision, die am 2. August feierlich eröffnet wurde. In herr Bahnhof. Unsere Teilnehmer schließen sich den Schießerei zwischen Grenzwächtern führt zum Ein- leichter zur schrecklichen Wirklichkeit werden fann, licher Lage und 900 Meter Höhe, steht dort auf tschechischen Arbeiter- Touristen an. Massenquar- marsch jugoslawischer Truppen auf albanisches Ge- als die meisten Menschen ahnen. Dem Verfasser sechs Morgen eigenem Grundstück das neue, für die tiere und Betten sind direkt bei der Ortsgruppe der biet, Europas Staatsmänner mengen sich ein, jetzt ist ein wahrhaft zeitgemäßes Buch zu danken, ein Zwede der Naturfreundebewegung ausgebaute An Dělnických turistu, Pardubice, Delnichy- dum" zu ist Gelegenheit, Sonderwünsche geltend zu machen, Buch der Warnung und Mahnung, das nicht nur wesen. Im Koppengebiet gelegen, bildet es bestellen. Fahrpreisermäßigungs- und Eintritts- der Völkerbund erweist seine Ohnmacht, Flotten jene lesen sollten, die den Krieg noch immer als den Ausgangspunkt für die prächtigsten Wander- legitimationen in jedem Reisebüro zu 21 K. und Armeen, die„ kraft ihrer bloßen Eristenz ge- cine Art sportlicher Veranstaltung ansehen und sich ziele des Riesengebirges, die nähere Umgebung Ermäßigter Fahrpreis hin- and retour 40 K. Ladenen Meinen zu vergleichen sind und kraft der einreden lassen, sondern alle, alle, welche die Ge darf man ohne Uebertreibung mit als das idealfte Neues Vereinsheim im Haus der Turner eigenen angesammelten Spannung explodieren, sei| fahren in ihrer vollen Größe erkennen wollen, von Stigebiet des Riefengebirges ansprechen und selbst auf der Stvanice. Eröffnung desselben am 3. Sep- es auch nur, um ihr Eristenzrecht nachzuweisen", der heute Menschheit und Kultur bedroht sind. r. seben sich in Bewegung. Fünf Tage genügen, um den lettersport werden die Naturfreunde unweit tember. das Schreckensvolle wahr zu machen, aber auch, um ihres Stützpunktes ausüben fönnen. zahlreiche Städte in giftdampfende Trümmerhaufen zu verwandeln. Erregend schon die Vision der Geschehnisse, die zum Kriege führen, ist die Schilderung des Einbruches der feindlichen Fliegergeschwader über die französischen und italienischen Städte Die erste Tonfilm- Operette. atembeflemmend. Ein Heer fliegender Teufel läßt René Clair, dessen stimmungsvoller Milieu Gift und Stahl regnen. Millionen Hirne haben Flucht! film ,, Unter den Dächern von Paris" eine im Film nur den einen Gedanken: Rettung nie" gefannte Grazie mit spannend realistischer Paris:„ Rajender Aufbruch einer Dreimillionenandlung verband, von bester Musikalität beseelte berde, der eine stählerne Armee von Furien auf Schlager" den ganzen Dred von deutschen Ton- den Fersen sitzt! Aufgesprengt sind die Türen der film- Operetten aus dem Felde schlagen ließ, hat Säufer. Aus den Palästen der inneren Stadt, aus nun in seinem neuen Film„ Die Million" eine den Mietfasernen der Kleinbürger, aus prunkoolwirftige Operette geschaffen. Schon nach len Billen und aus den schwarzen Löchern der Ar- ,, Die Faschingsfee wirkliche den ersten Szenen weiß man, woher das künst- beiterviertel schießt es und tobt es heraus: Mänlerische Fluidum strömt, das Musik und Spiel in ner, die auf Armen und Schultern schreiende Kindiesen Film belebt; es kommt gerademwegs vom der schleppen, Mütter, die wimmernde Säuglinge Die Einsicht kommt. Die den kommunistischen Meister der Operette, von Offenbach. Manches an ihre pochenden Brüste pressen, wankende Weiber, Damen in Spaltern des Schweizer Arbeiter- Turn- und ist bergröbert worden und die Attualisierung des die Kinderwagen vor sich herstoßen, Sportverbandes gefolgten Sportler haben ein Jahr rein Stofflichen bedeutet ja schon eine solche Ver- foketten Hauskleidern, in Lackschuhen, spitzenbesetzten Zeit gehabt, um über ihre neue Lage nachzudenken gröberung; Offenbach schöpfte noch aus einer Nachthemden, die unter übergeworfenen Tüchern und vor allen Dingen darüber, was ihnen der idyllischen Bürgerwelt, Offenbachs Kulissen hatten und Mänteln hervorflattern; Alte und Kranke, die fommunistische Sportverband im Gegen- noch natürlichen Stil, während der Hintergrund auf ratternden Handwagen mitgezerrt werden, ein Sportpläge in Rußland. Wir bringen nachstehend aus dem Zentralorgan des Allrussischen Sportverbandes und der Mostaner Sportinternationale Phys fultur und Sport" eine wort getreue Uebersehung über russische Sportplatzverhältnisse: „ Die Stadien, Sportpläße, Wasserstationen losten viel Geld. Man muß mehr Sorgfalt auf wenden, um diese Einrichtungen für eine längere Zeit zu erhalten. Man muß fie in so einem Bu stand erhalten, daß sie die Arbeiter anziehen und nicht durch ihr entießliches Aeußere, durch zerbrochenes Juventar, ihren Miß brauch zu anderen Zwecken, ihre empörende Unordnung abstoßen." Der Film ,, Die Million" Herausgeber: Siegfried Taub. Chefrebatteur: Wilhelm Nießnet. Verantwortlicher Redakteur: Dr. Emil Strauß. Prag. Druck: Rota" A.-G. für Zeitung und Buchdrud, Brag. Für den Drud verantwortlich: Otto Solit. Prag. Die Zeitungsmartenfrantatur wurde von der Boft u. Telegraphen direktion mit Erlaz Nr. 13.800/ VII/ 1930 bem igi KINO- PROGRAMM vom 14. August bis 20. August 1931. Wran- Urania- Kino finziges deutsches in Prag e 2976 0.129 66 nach Kalman. Der amüsante Operettenstoff, glänzend verfilmt. Vorzügliche Komikerrollen: Szakall, Verebes, Falkenstein. Elegant: Walter Janssen. M.t prächtigen Liedern: Anna Ahlers. Derb und lustig: Kamilla Spiro. Wo verkehren wir? fals zum Satus prattisch an demokratischen Einrich einer Gegenwartshandlung, auch wenn sie in Paris Seer von Radfahrern, Legionen Motorräder, eine Café Continental", Prag, Graben tungen geboten hat. Die Ernüchterung über verspielt, das wie keine andere Stadt das Gesicht der Hemmungslos anschwellende Flut von Luxuslimou fehlte Soffnungen lommt im tontmunistischen Vergangenheit bewahrt hat, doch die Stillosigkeit finen, Lastwagen, von Pferdefuhrwerken, Rollwagen, Sportverband recht schnell und start. Ein gutes und Haft der Gegenwart spiegeln muß. Aber trok Omnibussen und Möbelwagen. Jedes Fahrzeug Teil der kommunistischen Sportler hat erfahren, daß allem ist„ Die Million" offenbachisch sogar in ihrer zum Plazen vollgepfercht; auf den Dächern der das Gerede von der Demokratie im neuen Verband Musit, die etwas von der Süße bewahrt hat, die Autos und Möbelwagen fleben die Menschenleiber. mit der Praxis durchaus nicht in Einklang zu brin- in hundert Werken des großen Zauberers gefan Tausende haben schon Gasmasken aufgesetzt, Taugen ist und ist in den alten Verband zurückgekehrt. gen ist, und sie ist offenbachisch in Stil, Handlung sende umflammernt ihre Gasmasten heimlich unter Co sind z. B. in den letzten Wochen in Zürich und vor allem im Geist, der freilich eher Esprit Mänteln und Umhängen wie ihren lehten Talisman, Gastwirtschaft LIDOVÝ DUM ( Gen. Wilhelm Opatrn) Täglich DRAG II., Konzert, Hybernská Nr. 7. 187