Ginzelpreis 70 Seller. Sozialdemokrat Zentralorgan d.Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei i.d.Tschechoslowakischen Republik 11. Jahrgang. Macdonald verlangt ein Ermächtigungsgesek. Scharfe Opposition der Arbeiterpartei. = Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich früh. Redaktion und Verwaltung: Brag II., Relájania 18. Zeitpbon: 26795, 31469.( Nachtredaktion): 26797 Bolichedamt: 57544 Gamstag, 12. Geptember 1931 Oesterreich von neuem unter Kuratel? Die Kommunisten madien praktische Vorschläge. Angesichts der herannahenden GemeindeGenf verlangt Budgetherabsetzung sowie Kürzung der London, 11. September.( Eigenbericht.) Das Beamtengehälter und Abbau der Arbeitslosenversicherung. Unterhaus hat heute die von Snowden vorWien, 11. September.( Eigenbericht.) Heute| Reduzierung und starten Abbau der wahlen haben die Kommunisten das Bedürfgelegten Haushaltsvorlagen bewilligt. Premier- herrschte in Wien Krisenstimmung, da über die Arbeitslosenversicherung herbeizufüh- nis gefühlt, aus der Wolkenregion der Thesen minister Macdonald beantragte dann vor Bedingungen, die die französische Finanzwelt für ren. Dieser antisoziale Druck geht im wesentlichen auf die Erde niederzusteigen. Sie möchten den voll besetztem Hause die Annahme des sogenann die an Desterreich zu gewährende Anleihe stellt, von dem Berater der Nationalbant, dem Hollän- Wählern doch sagen, wie sich die Kommuniten Spar Notgesezes in zweiter Lesung, be unruhigende Gerüchte verbreitet wa- der Bruins, aus. sten die Bekämpfung des schweren Notstandes wonach die Regierung, die das Vertrauen des ren. Allerdings waren diese Gerüchte nicht beIm Augenblick erscheint eine Ministerkrise vorstellen, in den die Wirtschaftskrise die Barlaments genieße, für die Dauer eines Mo- glaubigt, aber die Blätter schrieben schon davon, nicht mehr akut zu sein, doch dürfte sie spätestens arbeitende Bevölkerung gestürzt hat. Denn daß nats ohne vorherige Befragung des Hauses daß im Hauptausschuß, der für 5 Uhr nachmit am 25. d. wieder akut werden, für welchen Tag arbeitende Bevölkerung gestürzt hat. Denn daß Notmaßnahmen sofort durchführen fönne, tags telegraphisch einberufen worden war, die Si- der Ersparungskommissär der Regierung Vor- sie es mit Beschimpfungen der Sozial die um der Dringlichkeit der Sanierungsmaß- tuation für die Regierung sehr ernst werden könne. schläge bezüglich der Ersparungen angekündigt hat. fascisten" nicht schaffen werden, ist nachgerade nahmen willen einen Aufschub nicht vertragen, dem Dümmsten klar. Also haben die KomWeiter verkündete Macdonald, daß die Regie- Schober Im Hauptausschuß erstattete Vizekanzler Dr. rung auch im Luftfahrtwesen große Abstriche Schober Bericht über seine Verhandlungen in Wien, 11. September. Heute vormittags munisten einen Arbeitsbefcha f= vornehmen wolle. Das große englische Luftschiff Genf und teilte mit, daß eine Herabjeßung fond eine Besprechung der Einsparungskommi- fungsplan" ausgearbeitet und legen ihn ,, R 100" foll verkauft werden, ebenso die Anker des Budgets auf das leẞtjährige Budget verfion statt, in der Bundeskanzler Dr. Buresch der staunenden Oeffentlichkeit als Wahlplattmaste für Luftschiffe, die in verschiedenen Teilen langt werde, was im wesentlichen eine Hera berflärte, er erivarte bis zunt 25. d3. Monats form vor. des englischen Weltreiches errichtet worden sind. jeung um 10 Prozent bedeuten würde. einen Plan zur Reform der Verwal Freilich, wer gewohnt ist, unter Linien zu Ferner soll der Lufthafen in Cardington stillge- Er fündigte an, daß er, sobald er die genauen tung und zur Vereinfachung der Administra: wandeln, der findet sich in Plänen nicht mehr Vorschläge haben würde, den Parteien sofort die live, und zwar nicht nur durch Aufstellung all- fo ordentlich zurecht. Darum muß man sich bei legt werden. nötigen Mitteilungen machen werde. gemeiner Grundsäße, sondern auch durch BereitWährend der Rede des Premierministers kam es wiederholt zu Unterbrechungen durch die klärung ab, daß fie der Notwendigkeit der Balan- nungen, um die grundsätzlich beschlossenen Maß- mancherlei Ueberraschungen gefaßt machen. Die Sozialdemokraten gaben darauf die Erstellung der Entwürfe von Gefeßen und Verord- der Lektüre dieses großartigen Plans auf neue Opposition. So wurden insbesondere 3 wi- flärung schenrufe von den Arbeiterbänken laut, als cierung des Budgets zwar zustimmen, sich aber nahmen durchzuführen. Die Kürzungen des Ge- Auf den ersten Blick fällt auf, daß wir in den Macdonald erklärte, für die Arbeiterschaft zu Gebiet und mit welchen Mitteln die Ersparungen auf die sachlichen und personellen Aufwände er alte Bekannte aus sozialdemo= vollkommen freie Hand vorbehalten, auf welchem somiaufwandes müssen sich möglichst gleichmäßig fommunistischen Forderungen lauter gute sprechen. Macdonald entgegnete, man könne ihm strecken. Der Bundeskanzler betont, daß die kratischen Vorschlägen zur Bevielleicht äußerlich diese Zugehörigkeit abspre 3 erreichen sein werden. chen, aber nicht innerlich. Er betonte immer In Genf rechnet man mit einer Her ab- Staatseinnahmen des Voranschlages für 1931 fämpfung der Krise wiederfinden: Verkürzung wieder die Notwendigkeit, daß England nicht nur ießung auch der Beamtengehälter noch mit 2172 Millionen Schilling präliminiert der Arbeitszeit, Hebung des Lohnniveaus, sein Budget ausbalanciere. sondern auch die um 5 bis 10 Prozent, was auch bei den Beamten waren, jedoch fchätzungsweise nur 2013 Millionen Herabsetzung der Altersgrenze für den Anfall Arbeitslosenversicherung auf eine feste Grund schon große Erregung hervorgerufen hat. Jeden liefern werden. Im Budget für 1932 werden die der Leistungen der Sozialversicherung, Bau lage stelle. Selbst nach den von der Regierung falls wurde die Regierung in Genf inoffiziell Einnahmen mit Rücksicht auf die wirtschaftliche von billigen Wohnungen, Schaffung von soziain Aussicht genommenen Abzügen würden sich unter den stärksten Drud gestellt, um Lage mit einem Betrag von unter 2000 Millio- len und Wohlfahrtseinrichtungen, von Krandie Arbeitslosen durch die inzwischen erfolgte die Herabsehung der Beamtengehälter und eine| nen präliminiert werden. tenhäusern, Bau von Schulen, Verbesserung Sentung des Lebenshaltungsindex noch immer der Straßen, Ausbau von Autobuslinien, besser stehen als vor 1929. Die Arbeiterpartei schicte als ersten Redner Regulierung von Flüssen und Bächen, allgemeine Meliorationen. Alles, was die Sozialden früheren Innenminister Clynes vor, der demokratie fordert, wofür sie arbeitet und Macdonald die Berechtigung absprach, in diesem Enttäuschung über die Genfer Rede Briands. Hause als Vertreter der Arbeiterschaft aufzukämpft, an dessen Verwirklichung sie zum Teil Genf, 11. September. In der Völkerbunds schlag Grandis auf Stillegung der Rüstungen nicht ohne Erfolg arbeitet, wird uns hier als treten. Die Regierungsvorschläge berauben die breitesten Schichten der Bevölkerung der not- versammlung hielt heute der französische Außen- bis zur Konferenz erwähnte und auch mit neueste kommunistische Erfindung präsentiert. wendigsten Lebensbedürfnisse, während die übri- minister Briand seine angekündigte Rede, in feinem Worte das Reparations- und Schulden- Wie schützen sich die Kommunisten, die gen Bevölkerungsschichten weiterhin in Luxus der er zunächst den Völkerbund in Schuh nahm, problem erwähnte, das den Kemmpunkt der heuti- mit solchen Borschlägen kommen, vor dem entleben werden. Das beantragte Geset jei teip der heute in wirtschaftlichen Dingen keine Wungen Kerise darstelle, dagegen wieder den alten jetlichen Verdacht, daß sie unheilbarem ReforSpargesetz, sondern ein Gesetz zur Unterdrückung der wirken könne. Es sei ungerecht, dem Völker Standpunkt Frankreich hinsichtlich der Simismus verfallen seien? Auf sehr einfache der Opposition. Wenn die Arbeiterregierung ge- bund vorzuwerfen, daß er seine Aufgabe nicht cherheit" und ihrer Voraussetzungen bewußt Weise. Durch Multiplitation. Die Sowisser Einflüsse entledigt worden wäre, bätte erfüllt habe; gerade im letzten Jahr habe er hervorfehrte. zialdemokratie hat für die Arbeitslosen 400 Sie das Budget zur Zufriedenheit aller Staats- große Probleme erledigt. Wenn zwei große Völbürger ausbalancieren können. fer, wie das deutsche und das französische, jeit Gin verwäfferter Vorschlag. Millionen herausgeholt. Das ist sozialfascistischer Betrug. Die Kommunisten verlan fünf Jahren die Verständigung und Annäherung gesucht haben, so war dies nur möglich in der Genf, 11. September. Die Delegationen der gen zwei Milliarden. Das ist revolutionär. nordischen Staaten sowie Hollands und der Die Sozialdemokraten sezen staatliche UnterAtmosphäre des Bölkerbundes. Morgen, erklärte Briand, werden die fran- Schweiz haben in der heutigen Völkerbundsver- süßungen für den Bau von 22.000 Kleinstzösischen Staatsmänner nach Deutschland gehen. sammlung einen Entschließungsentwurf einge- wohnungen, staatliche Garantie für Tausende Ich hoffe, daß diese Zusammenkunft glud bracht, der die Anregung des italienischen weiterer Wohnungen durch, das ist Verrat. liche Folgen heben wird.( Starfer Beifall.) ußenministers, hinsichtlich einer Rüftungspaule Die Kommunisten verlangen, daß der Man müsse aber alles vermeiden, was das Ver aufgreift und in dem es u. a. heißt: Die Debatte wird Montag fortgesetzt werden; es wird dann zur Abstimmung über einen von der Arbeiterpartei eingebrachten Ablehmungsantrag kommen. Empfang Gandhis in Marseille. Die„ Sicherheit" noch immer über alles. trauen trüben könnte. Zur Abrüstungsfrage führte er aus, Frankreich denke nicht daran, die Abrüstungskonferenz zu vertagen. Sollte die Konferenz nicht zustande kommen, o hätte der Völkerbund Konkurs angemeldet. Jetzt sei der Termin feftgefeßt: man müsse dort seint, weite Barhäuptig und in Sandalen, Paris, 11. September. Zum Empfang Gandhis, der heute an Bord des Dampfers ,, Rayputana" in Marseille eintraf, waren teine offiziellen Persönlichkeiten, aber eine große Anzahl von Journalisten aus der ganzen Welt und biele Anhänger Gandhis aus Genf, Paris und Wenn der Friede gesichert sei, dann werde London erschienen. Ein umfangreicher Sicher- dadurch die materielle Gewalt überflüssig. Je heitsdienst der französischen Polizei verhinderle größer die Sicherheit unt fo störende Kundgebungen und von London einge- gehender sei eine Herabjegung der Rüstungen troffene Polizeidetektive nahmen sich sofort der möglich. Wesentliche Fortschritte seien auf diepersönlichen Sicherheit Gandhis an. Von der sem Gebiet sicherlich zu verzeichnen: der allgemeine Schiedspakt und der Kollegg- Paft. Die Brücke aus erwiderte Gandhi, bar häuptig brüstungskonferenz stehe vor zwei großen Pround in Sandalen, die Grüße. Widerwillig blemen: 1. die Herabsehung der Rüstungen und stellte er sich den Kreuzfeuer der Photographen die Garantie der Sicherheit und 2. eine und zog sich dann ohne Erklärungen vor dem Herabsetzung der Rüstungen mit Hilfe juristischer Santtionsmaßnahmen. Ansturm der Neugierigen in seine Kabine zurüd. Da Gandhi den Wunsch hat, so schnell wie möglich nach London zu kommen, wird er be reits heute nachmittag mit dem Schnellzug nach Calais weiterfahren, ohne in Paris Station zu machen. sk „ Die Versammlung richtet an alle, die die Staat wenigstens eine Milliarde jährlich, die Berwirklichung der dem Böllerbundspakt zugrunde Selbstverwaltungskörper wenigstens eine weiliegenden Prinzipien des Friedens und der Ge- tere Milliarde in ihre Voranschläge einstellen, rechtigkeit wünschen, den feierlichen Appell, ihre das ist proletarische Politik. Und so kommen Bemühungen der Schaffung einer Weltmeinung die Kommunisten spielend zu einem Prozu widmen, die stark genug ist, um zu bewirken, gramm, dessen Verwirklichung, wenn wir noch daß die allgemeine Abrüstungskonferenz zu einer Bie gleichzeitig geforderte Abschaffung der allmählichen Herabsehung der Rüstungen gelangt. Umsatzsteuer, der Lebensmittelzölle und der Es ist notwendig, das Terrain für die Arbeiten der Konferenz vorzubereiten und, um eine Er- Verbrauchssteuern in Anschlag bringen, vielhöhung der Rüftungen zu vermeiden, bittet die leicht acht, vielleicht zehn Milliarden, also Völkerbundsversammlung den Rat, bei den Regie- ungefähr so viel, wie das ganze Staatsbudget rungen darauf zu dringen, daß sie sich in Er- der Tschechoslowakei erfordern würde. Umgewartung der Ergebnisse der Konferenz jeber Maß- fehrt wie bei Hegel: Qualität schlägt um in nahme enthalten, die auf eine Erhöhung des Quantität. Aus sozialdemokratigegenwärtigen Rüstungsstandes hinzielt." scher Arbeit wird boIsche wistische Phrase. Auch Rumänien geldbedürftig. Baris, 11. September. Heute wird in Baris der Gouverneur der Rumänischen Bant, Ma noilescu, erwartet, der hier mit französischen Finanztenten Unterredungen haben wird. Deutschland fauft große Weizenmengen in Amerika. Aber die Kommunisten sagen uns auch, woher sie das Geld für diesen Plan beschaffen Wenn am 2. Feber 1932 alle Nationen hier wollen. Eine grundsätzliche Bemerkung vorversammelt sein werden, um das doppelte Proher: Die Kommunisten wollen die Kapitaliſten blem der Beschränkung der Rüstungen und der besteuern. Damit die Kapitalisten Steuern Sicherheit zu prüfen, so wird eine Schidzahlen können, müssen sie verdienen. Die Komfalsstunde geschlagen haben. Sie müssen down munisten wollen also den Kapitalismus noch das starke Wort aussprechen: Kein Krieg nicht abschaffen, die Helden der diversen ,, Nomehr, in feinem Falle darf der Krieg, dieses ten Tage" geben der Bourgeoisie noch eine Verbrechen, möglich seinll Wir sind bereit, alles Washington. 11. September.( Reuter.) Der Atempause. Sie richten ihre Forderungen an Kolportageverbot gegen die ,, Nepszava" zu tun, um die notwendigen Bedin- Federal- Farmer- Board ist dem Antrag auf Ber- das kapitalistische System und geben damit Budapest. 11. September( MTJ.) Die heugungen der Sicherheit zu schaffen. tauf von sieben Millionen Mezzen Getreide ihren Kritikern das Recht, Forderungen, dic Dann werden die Völker sich freuen unen, an Deutschland beigetreten. Die Bezahlung wird tige Nummer des sozialdemokratischen Organs illuminieren können. Die Lage wird nicht mehr em 31. Dezember 1934 fällig und mit 4.5 Bro- in solchem Ausmaße im kapitalistischen Sy Repszava" wurde wegen„ Gefährdung der durch das Risiko eines Krieges verfinstert sent verzinst werden. Die Lieferung wird in stem unerfüllbar sind, als Demagogie zu be öffentlichen Ordnung" beschlagnahmt und dem werden. Raten von 833.333 Mezen monatlich durchgezeichnen. Im Einzelnen würde so ziemlich Blatte das Straßenfolportagerecht für 30 Tage In deutschen Kreisen hat die Rede Briands führt werden, doch können die Monatsraten auf jeder Punkt des kommunistischen Finanzie Aenttäuscht, zumal er tein Wort über den Vor- Wunsch der Käufer erhöht werden. rungsprogramms zur Durchleuchtung reizen. entzogen. Bette 2 Samstag, 12. September 1981. I Ar. 213. Aber das wäre ein zu umfangreiches Begin- die Antwort herumdrücken, indem sie den Ar- schen Kampfmittel des Proletariats diskredi- in der Verteidigung ihrer Lohn- und Arbeitsnen. Zu bunt ist Vernunft und Unsinn durch- beitern empfehlen, in Betriebs- und Wahl- tiert und entwertet, zugleich aber die parlaverhältnisse. einandergeworfen, zu unübersichtlich sind ein- versammlungen zu ihren Vorschlägen einen mentarische Vertretung der Arbeiterklasse hal- Jeder Arbeiter ist daher auch als Gewerkschafter malige Einnahmen mit wiederkehrenden ver- Standpunkt einzunehmen und diesen Stand- biert haben, dieselben Kommunisten, welche an dem Ausgang der Gemeindewahlen intermengt. Kleine Widersprüche, wie etwa, daß punkt dem Klub der kommunistischen Abgeord- vor der Geschichte mit der unsühnbaren Schuld essiert. Jeder Gewerkschafter weiß, was es gerade Vermögen von mehr als einer Million mit neten( Prag I., Barlament) mitzuteilen". In daran belastet sind, daß das Proletariat der es dem Bürgertum und seinen Trabanien gein der heutigen Krisenzeit bedeuten würde, wenn einer einmaligen Abgabe von zehn Prozent, dessen ist diese nicht mehr ganz neue Auf- furchtbarsten Krise des kapitalistischen Systems länge, die Lohn- und Arbeitsverhältnisse in den aber Einkommen von mehr als 50.000 Stro- lösung der Revolution in die Rezersplittert und politisch geschwächt gegenüber Gemeindeunternehmungen zu verschlechtern. So nen mit einer laufenden Steuer von zwan- solution ihnen selbst nicht ganz zureichend steht, die Kommunisten fommen nach Jahr- wie seinerzeit nach der Deflation der Lohnabbau zig Prozent belastet werden sollen, seien dabei erschienen und so verraten sie uns das revolu- zehnten proletarischen Kampfes, nach Jahr des Staates für die Unternehmer aller Branchen ganz übergangen. Daß die Kommunisten aus tionäre Geheimnis: zehnten proletarischer Organisation vor die das Signal war, um auch ihren Arbeitern die der Besteuerung der Dividenden, Tantiemen und hohen Einkommen zwei Milliarden hereinbringen wollen, während die Tantiemensteuer jetzt 12 Millionen beträgt, setzen wir einfach auf Rechnung der bolschewistischen Großzügigkeit, welche die nüchterne Mathematit als reformistischen Schwindel verachtet. Genug, der Tanz der Milliarden ist auf der Einnahmenseite der kommunistischen Rechnung noch toller als auf der Ausgabenseite. mächtige Waffe." " Das Proletariat ist nicht waffenlos. In Arbeiter, die fragen, wie sie diesen Winter Löhne zu fürzen, so würde ein bürgerlicher Wahlseiner Einheit liegt die ungeheuere Kraft. Und der überstehen sollen, mit der weisen Lehre, daß erfolg bei den Gemeindewahlen nicht nur den revolutionäre Massenstreit, verbunden mit einem Arbeitern in den Unternehmungen der Gemeinallgemeinen demonstrativen Auftreten der Arbeits- sie beginnen müssen, die Waffe zu schmieden, den eine Verschlechterung ihrer Arbeitsverhält losen, der Arbeiterjugend und der Frauen ist eine mit der die Forderungen der Arbeiter erkämpft niffe bringen, sondern es würden unmittelbar werden können! Nein, die Waffen des Prole- darauf auch alle Privatkapitalisten Angriffe auf Zweifelllos- und was soll mit dieser Waffe tariats müssen nicht erst geschmiedet werden, die Lebenshaltung der Arbeiterschaft unterdie Waffen des Proletariats sind die Sozial- nehmen. Kein Gewerkschafter darf daher dem geschehen? „ Eine Waffe, die das Proletariat schon jest demokratie und die freien Gewerkschaften, und Ausgang der Gemeindewahl gleichgültig gegenzu schmieden beginnen muß." die Gemeindewahlen müssen eine Gelegenheit überstehen, Das ist der Gipfelpunkt der politischen sein, diese Waffen zu schärfen. Die Arbeiter lein Gewerkschafter darf vergessen, daß er am Gautelei. Dieselben Kommunisten, welche die werden das erkennen und werden nicht durch Wahltag mit seinem Stimmzettel gleichzeitig ungeheuere Kraft der proletarischen Einheit die Wahl von Kommunisten gegen Elend und dazu beiträgt, ob seine Löhne gekürzt oder zerstört haben, dieselben Kommunisten, welche Hunger demonstrieren, sondern durch Es ist wohl selbstverständlich, daß sich kein Geerhöht werden. verkrachten Streits alle außerparlamentari- und Hunger tatkräftig wirken. an unzähligen ,, Roten Tagen", in unzähligen die Wahl von Sozialdemokraten gegen Elend Gewerkschafter und Gemeindewahlen. Um die Berteidigung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse. Die Kommunisten verstehen auch zu sparen. Der Finanzminister zerbricht sich den Stopf, wo er ein paar Millionen abstreichen fann die Kommunisten schaffen einfach Gendarmerie und Polizei und obendrein die werkschafter selbst einen Lohnabbau aufdiftieren Beamten der Bezirksbehörden ab. 670 Milliowird wollen. Er darf daher auch am Wahltag nen sind erspart. Der Minister für öffentliche feinen Stimmzettel einer bürgerlichen Partei abgeben. Er laffe fich auf keinen Fall durch irgend Arbeiten wird dann die Neubauten um zwei welche Phrasen täuschen. Es geht bei der Ges Milliarden persönlich follaudieren gehen, der meindewahl nicht darum, ob der Müller oder der Handelsminister wird von früh bis abends Maier Vorsteher wird, es geht bei der GemeindeGewerbescheine ausstellen und der Fürsorgewahl auch nicht um die Entscheidung des nation minister wird von Ort zu Ort reisen, um den nalen Kampfes, die Gemeindewahl hat auch Borstehern die Lebensmittelkarten zu übernichts zu tun mit religiösen Fragen, sondern bei bringen. Das Sicherheitswesen aber überden Gemeindewahlen geht es diesmal um die nimmt Herr Mikuliček, der sich einmal einent Aber auch jene Arbeiter, die nicht in einem Entscheidung über wirtschaftliche erheiterten Abgeordnetenhaus als PolizeigeBetriebe der Gemeinde beschäftigt find, baben als gistenzfragen. Der Kapitalismus hat in maltiger von Malenowitz vorgestellt hat, in Am 27. September werden in mehr als zwei Gewerkschafter indirekt daran Jutereffe, wie die den letzten zwei Jahren deutlich bewiesen, daß er Eigenregie. Drittel aller Gemeinden der Tschechoslowakei die Wahlen in die Gemeindevertretungen ausgehen, unfähig ist, die Mehrheit der Bevölkerung auch Die Sozialdemokraten bemühen sich, das Gemeindewahlen stattfinden. Es iſt ſelbſtverſtänd- denn auch die Arbeiter in den Unternehmungen hat bewiesen, daß das ganze System faul Militärbudget etwas herabzudrücken, die Ver- lich zunächst Sache der politischen Parteien, zu der Privatkapitaliſten find in ihrem Stampfe bis auf die Knochen ist und es ist deshalb fürzung der Dienstzeit zu erzielen. Die Kom- den Gemeindewahlen Stellung zu nehmen. Den gegen die Unternehmer vielfach davon abhängig, die Aufgabe jedes Gewerkschafters, diesem System Herr Viškovsky schidt morgen die Soldaten nach Hause und 1700 Millionen sind erspart. Pflicht, " Im Internationalen Metallarbeiter"| ist die Arbeiterschaft in den Unternehmungen der ( Komotau) finden wir den nachfolgenden Gemeinde vor einer Verschlechterung ihrer Lohnschönen Artikel, in welchem auf die Bedeu- und Arbeitsverhältnisse gesichert. tung der Genteindewahlen für den organifierten Gewerkschafter hingewiesen wirb. die Gemeindewahlen in ihrer Bedeutung für die Gewerkschaften und den gewerkschaftlichen Kampf die Arbeiter der Gemeinde entlohnt Gibt es nämlich in einem Gemeindebetriebe niedrige Elendslöhne, dann ist es nur selbst verständlich, daß sich die privaten Unternehmer jederzeit darauf berufen Der Dämmernde Erkenntnis. Kein Gewerkschaftler, vor allem aber Arbeiter, der das bittere Los der Arbeitslosigkeit Wochen, ja viel leicht Monate ausgekostet hat, wird gewillt sein, Die Kommunisten wollen auch die diefe Verhältnisse zu verewigen. Wer daher will, Staatsschulden nicht mehr verzinsen und tilgen und so über zwei Milliarden ersparen. Daß zu beachten. Es ist ja heute so, daß jedes Ereignis und verlangen werden, daß auch in ihren Betrie- daß beffere Zeiten kommen, wer will, daß sein mehr oder minder auch in den gewerkschaftlichen ben die Löhne auf keinen Fall höher erstellt wer- gewerkschaftliches Streben auch in den Gemein damit auch Ersparnisse armer Teufel flöten Stampf eingreift, daß um so mehr jedes politische den, als sie in den Gemeindebetrieben sind. Das den und durch die Gemeinden Unterstühung gehen, Waisengelder entwertet würden, das Borkommnis die Gewerkschaften und ihre Mit- selbe Beispiel haben wir ja in der letzten Beit so findet, wer will, daß die Zeit der Not und des stört sie nicht. Daß die Sparkassen zu Grunde glieder aufs stärkste berührt, oft in der umgekehrten Reihenfolge erlebt, denn Elends endgültig beseitigt werde, der wählt jene gehen, die Sozialversicherungsanstalten zusam An den Gemeindewahlen werden vor allem welchem Vertrauensmann in den städtischen Be- Bartei, die die Beseitigung dieser„ gottgewollten" menbrechen müßten, das liegt ihnen nicht am jene Sollegen ein großes Interesse haben, die in trieben wäre es nicht bekannt, wie fich bürgerliche Ordnung, welche den Arbeitern" nur Not und Herzen. Daß die Besitzer der Staatsschuldver- einem städtischen Gas- oder Elektrizitätswerte Stadtväter immer und immer wieder auf irgend Glend bringt, anstrebt, der wählt am schreibungen Rechtstitel in Händen haben, die oder einem sonstigen Gemeindebetriebe beschäftigt einen Privátbetrieb berufen haben, der angeblich 27. September sozialdemokratisch! eingelöst werden müssen, solange die gegen sind. Für sie, bei denen die Gemeinde der Arbeit niedrigere Löhne bezahle, als in dem städtischen wärtige Rechtsordnung besteht, das ist für sie geber ist, ist es von vornherein llar, daß sie als Werke zur Auszahlung gebracht werden. kein Hindernis, Dividenden und Tantiemen Gewerkschafter das größte Interesse an dem Aus- bürgerliche deutsche Volksgenosse" trachtet also bleiben bestehen, der Besteuerung halber, aber gang der Gemeindewahl haben, denn für sie hängt stets darnach, dem Volksgenossen Arbeiter das Einkommen zu schmälern, so weit es geht. Den noch verkündet er dann doch wieder bei Wahlen, die Staatsschulden werden abgeschafft der Er- la vom Ausgang der Wahl direkt die sparung wegen, das ist die eiserne Folge ab. Kommt in einer Gemeinde eine bürgerlich den könne. Wie dumm diese Phrasen sind, das Entscheidung über die Höhe ihres Lohnes daß Deutschen nur durch Deutsche geholfen wer richtigkeit des wohldurchdachten kommunistireaktionäre Mehrheit ans Ruder, dann ist es haben die Arbeiter schon oft durchschauen können schen Blanes. Die bürgerliche Ordnung wird selbstverständlich deren größtes Bestreben, die und sie müssen daher bei den jezigen Wahlen die gleichzeitig erhalten und beseitigt. Das iſt Löhne der Arbeiter in den Gemeindebetrieben Folgerung daraus ziehen, indem sie jeder büzurückzuführen sein, daß er vor der Drucklegung ten Blättern erschienen ist, kann nur darauf Dialettit, aber nicht Marxsche, nicht Hegelsche, herabzusezen. Jene Kollegen also, die in Gegerlichen Partei die Gefolgschaft das ist die Dialettit der Demagogie. meindebetrieben beschäftigt sind, müssen schon verweigern. von den Schriftleitern dieser Blätter entweder Aber wie sich die Kommunisten entschei direkt aus persönlichen Interessen bei den Geden mögen, ob sie den Kapitalismus gleich meindewahlen alles daran ſehen, daß erschaft trieben der Privatkapitaliſten von den in den Ge Betrachtung der heutigen Produktions- und So wie die Löhne der Arbeiter in den Be- wurde. Der Verfasser kommt nach einer fritischen nicht gelefen oder nicht verstanden keine bür nach den Gemeindewahlen beseitigen oder ob gerliche fie ihre Forderungen an die fapitalistische tommt. Im Gegenteil, diese Stollegen müssen eindebetrieben bezahlten Zöhnen abhängig find, Wirtschaftsverhältnisse zu der Ueberzeugung, bak Gesellschaft erheben wollen, auf jeden bestrebt sein, alles zu tun, um eine fosta o ist auch das Schicksal der Arbeiter gegenseitig nur listische Mehrheit durch die Gemein- abhängig. Nicht nur die Arbeiter in den GeFall müssen sie den Massen sagen, bewahl herbeizuführen, denn nur dann, meindebetrieben verteidigen also bei den Gemein wie sie ihren Plan zu verwirt- wenn Arbeiterverterter, wenn Sozialisten in der dewahlen ihre Löhne und ihre Arbeitsbedingunlichen gebenten. Die Notwendigkeit die Gemeinde sind und über die Lohn- und Arbeits- gen, sondern ser Mitteilung bereitet den Kommunisten arge bedingungen ihrer Klassenkollegen in den GeBerlegenheiten und sie möchten sich gerne um meindebetrieben zu entscheiden haben, nur dann Kapitalismus im hohen Norden. Karla Sch wel b. ( Schluß.) Im Vorraum der Kantine hängt ein An jur auch die Arbeiter in der übrigen Industrie stehen im Gemeindewahllamps unmittelbar Jm ,, Nordb. Tagblatt" und in der ,, Sudeten- 1 deutschen Tageszeitung" ist am 29. Auguft ein Artikel erschienen, der den Titel„ Der Irrgang laufmann Leopold Köhler aus Abtsdorf zum der Wirtschaftspolitif" trägt und der den Diplom aufmann Leopold Köhler aus Abtsdorf zum Verfasser hat. Daß dieser Artikel in den genanndaß neue Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung eine Besserung herbeiführen kann. Köhler, der entgegen der sonst bei den Deutschnationalen üblichen Hilflosigkeit, die wirtschaftliche Entwicklung mit etwas Verständnis betrachtet, stellt zunächst fest: ,, Nicht das Streben nach der möglichst vollkommenen und vorteilhaften Befriedigung der menschlichen Bedürfnisse bildet den Angelpunkt der wirtschaftlichen Tätigkeit, sondern die Gold- und Preispolitik diktiert heute die ökonomischen Not wendigkeiten." Im ersten Teil dieses Sazzes hat Stöhler " hin ist die Ausfuhr von 1924 bis 1929 um fafi| bis 20 norwegische Kronen pro Tag, das sind die Hälfte zurüdgegangen, die Bewohnerzahl auf 135 bis 180 Ste; er fann höchstens 3 bis 4 norein Drittel. wegische Kronen im Tag für Verpflegung, WohAugenblicklich leben etwa 450 Menschen in nung und die spärlichen Vergnügungen ausgeLougyearbyen, unter ihnen ein paar Ingenieure ben, so daß er nach ein paar Jaahren des auf und ein Arzt, die ebenso wie fast alle Arbeiter reibenden Lebens da oben mit Ersparnissen rech hier überwintern, und der in Deutschland aus- nen kann, wie sie selbst seinen glüdlichsten recht. Leider kann man mit dem zweiten Teil nicht gebildete Zahnarzt, der nur die Sommermonate Selaffengenossen in Mitteleuropa oder auch in recht. Leider kann man mit dem zweiten Teil nicht auf Spißbergen verbringt. Der Frauenmangel Amerika unerreichbar sind. Aber wie teuer ist biel anfangen. Wenn er die Formulierung so sondern das Profitfchlag in norwegischer Sprache, den wir mit wird sehr schwer empfunden, es sind nur 30 dieser ärmliche Wohlstand" bezahlt; denn un borgenommen hätte Mühe enträtseln: Es ist die Ankündigung des Frauen da, und die sind alle verheiratet. Der vorstellbar hart," eintönig, zermürbend muß trek interesse und die Profitmöglichkeiten bestimmen die wirtschaftliche Tätigkeit um seine Worte zu Fußballmatches für nächsten Sonntag, und die Alkoholausschant ist start eingeschränkt in der netten und behaglichen Häuslichkeit, trop dem Mitteilung, daß in der Spielpause für den Pokal Norwegen gilt das Gemeindebestimmungsrecht in guten Einkommen das Leben in diesem Eis- gebrauchen, man fönnte einfacher sagen, die der Spitzbergenmannschaft gesammelt werden soll. dieser Frage; Karten- und Würfelspiel sind in gefängnis fein. Selbst in den drei Sommer- Wirtschaft- so hätte er eine fundamentale Auch ein paar Kinder blondköpfig, wie es das den unendlich langen Wintermonaten ein belieb- monaten laufen nur zwei bis drei Schiffe in Erkenninis Mary' ausgesprochen. Immerhin nur in Norwegen gibt laufen durch die Gäßter und von manchen üblen Folgen begleiteter der Woche den Hafen an: 5 Grab über Null im aber ist auch in seiner reichlich unklaren Fassung chen, um möglichst viele Fremde bestaunen zu Zeitvertreib. Schatten gilt auch um diese Zeit als wohlige boch die Erkenntnis enthalten, daß eben in der fönnen, Durch neun Monate im Jahr sind die Men Wärme: es ist kein Baum und fein Strauch zu fapitalistischen Gesellschafts- und Wirtschaftsorddas Profitinteresse das bestimAm offenen Fenster eines appetitlichen schen nur durch ihren größten Schak, das Radio, jeben, nur Moose, Flechten und ein paar blaffe nung das Säuschens saß ein rekonvaleszenter Bergmann, mit der Welt in Verbindung. Da herrschen Tem arktische Blüten eriveden sehnsüchtige Erin- mende ist. In seinen weiteren Ausführungen der von seinem Schuldeutsch noch so viel behal- peraturen von 55 Grad unter Null, der Schnee nerungen an eine Natur von größerer Schöpfer- stellt er fest, daß im Mittelpunkt der Wirtschaft weder das Gold noch der Preis zu stehen hat, ten hatte, um mir ein paar Fragen beantworten liegt bis zu den Dächern hinauf, monatelang fraft. zu können. Er erzählte, daß die Siedlung seit lastet auf ihnen das Dunkel der Polarnacht. Ju Und zu der Einsamkeit, Weltabgeschieden- sondern der Mensch, daß das gegenwärtige 25 Jahren bestehe; von den zwei Bergwerken, dieser Zeit nähren sich die Menschen von konser beit, Monotonie, zur Stälte und Armut dieses Produktions- und Wirtschaftsgetriebe( er nennt deren Eingänge wir hoch oben auf den einander vierten Lebensmitteln gesalzenen und geräu- Lebens gefellt sich heute noch die Existenzunficher es wirtschaftlichen Liberalismus") zum Wirt gegenüber liegenden Berghängen fahen, ist nur cherten Fischen, Dörrgemüse, Kondensmilch, Ge- heit; denn kein Mensch weiß, wie lange die un- schaftsanarchismus auszuarten droht und daß die eines noch in Betrieb, im andern wütet seit acht frierfleisch. Eine große, wie mein Gewährsmann ter fo furchtbaren Berhältnissen gewonnene planmäßige Vernichtung von Erntevorräten in Jahren eine nicht zu löschende Feuersbrunst. versicherte: die ganze Weltliteratur umfassende Kohle auf dem überfüllten Markt Absatz finden Getreide, Baumwolle, Kaffee usw.„ am Ruin Amerikaner haben das Bergwert errichtet, und Bibliothek, Kino, Radio, Arbeiterorchester forgen fant, wie lange die staatliche Hilfe zur Auf- dieses Systems feinen Zweifel mehr übrig lassen", um schließlich zu folgendem Schluß zu kommen: lange Jahre machten sie gute Geschäfte; aber in für Unterhaltung; aber sie scheint auf die Dauer rechterhaltung des Betriebes ausreichen wird. Als wir zu unserem Schiff zurüdkehrten, „ Soll es besser werden, dann muß sich eine den Nachkriegsjahren setzte die Koblenkrise ein, nicht zu gefallen. ,, Ach, wir arbeiten und schlaneue Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, die aus die amerikanische Gesellschaft gabohne Rüd fen." fagt mein Informator refigniert. Die fahen wir es war um Mittag- ein paar sicht auf die mit dem Unternehmen verknüpften Arbeiter sind alle gewerkschaftlich organisiert; die Grubenarbeiter auf dem Stai stehen. Sie waren organisch gebundener Grundlage erwächst, Bahn brechen." Eristenzen die Arbeit auf. Staatliche Sub- tägliche Arbeitszeit beträgt acht Stunden. Von gut gekleidet, aber ihre Gesichter waren blaß und ventionen ermöglichten es einer norwegischen Politik wollen sie angeblich nichts wissen, sie sind eingefallen. Und ihre Augen folgten mit dem Gesellschaft, den Betrieb zu übernehmen, ermög- hergekommen, um Geld zu verdienen, mehr Geld, Ausdruck verschämter Sehnsucht jedem einzelnen lichen es ihr, ihn tros der furchtbaren Abfab- als sie da unten, in der farbigeren und leben Passagier, der das Boot bestieg, das ihn zu dem krise, die das tener arbeitende Werk besonders digeren Welt verdienen könnten. Das Einton ritdfahrtbereiten Schiff bringen sollte. hart trifft, auch heute weiterzuführen. Immer men eines Grubenarbeiters beläuft sich auf 15 Es muß arg um die von der Nationalpartei bisher so warm verteidigte gegenwärtige Wirt schafts- und Gesellschaftsordnung bestellt sein, ivent selbst ein bürgerlicher Wirtschaftspolitiker fie als reif für den Sturz bezeich .tr. 213. Das Septemberheft der Tribüne ist als Gemeindewahl- Nummer ausgestattet. Es umfaßt 48 Seiten und enthält jolgende Beiträge: Emil Franzel: Die Gemeindewahlen Kraftprobe. eine Samstag, 12. September 1931. Das grüne Wahlprogramm: Die Agrarier gegen das allgemeine Wahlrecht! Einen kräftigen Appetit ha: der Herr Windirsch. Die deutschen Agrarier haben zusammen mit| Mit welcher Gehässigkeit die Herren Landihren ehemaligen Regierungsfreunden aus der bündler gegen die Arbeiterklasse zu Felde ziehen, deutsch- tschechischen Bürgerkoalition, vor allem mit erhellt aber wohl am besten aus dem Mittel, das den deutschen Christlichsozialen und Gewerbepar- sie zur Gesundung der Gemeindefinanzwirtschaft Josef Hofbauer: Der Wiener Kongres. Robert teilern, unsterbliche Berühmtheit dadurch erlangt, vorschlagen. Auch da müssen wir wieder wörtlich Wiener: Verwaltungsreform und daß sie es mit ihren Stimmen ermöglichten, daß zitieren: Bruno Grund: Die Finanzprobleme der Selbst- reform zustande kam. Wir gönnen ihnen von das Gemeindefinanzgesetz und die Verwaltungsverwaltung. Selbstverwaltung. Theodor Gruschka: Gesundheitspolitik in der Gemeinde. Adolf Schmidt: Unsere Aufgaben in der Landgemeinde. Natia Gerber: Frauen und Gemeindewahlen. J. W. Brügel: 20 Monate Sozialpolitik. Bemerkungen. Die umfangreichste Wahlbroschüre! Nur 4 Kronen. Kein Vertrauensmann geht ohne dieses Rüstzeug in den Wahlkampf! Sie am lautesten nach der Selbstverwaltung geganzem Herzen diese traurige Berühmtheit. Sie, schrien haben, sind ihre Totengräber gewor den. Von allen Seiten sind gar bald Stimmen laut geworden, daß das Gesetz Nr. 77/1927 die Gemeindewirtschaft vollständig ruiniert und ver nichtet, aus dem eigenen Lager erhoben sich im Laufe der letzten Jahre Proteste gegen dieses Gefeß, ganz abgesehen von den Protesten, die von den Fachorganisationen der Selbstverwaltungsförper von allem Anfang an erhoben worden sind. Endlich, nach dreijährigem Bestand dieses unseligen Gesetzes, konnte seine Novellierung durchgesetzt, konnten die drückendsten Bestimmun gen dieses Gesetzes gelockert werden. Die Gemeinde finanznovelle Nr. 169/1930 net. Sein Ruf nach einer neuen Gesellschafts- bedeutet bei weitem keine definitive und Wirtschaftsordnung ist das Eingeständ- Lösung dieser brennenden Frage, aber als eine nis des Banterotis des Kapitalis- Erleichterung für die Gemeindefinanzwirtmus. Welcher Art aber kann die von ihm verlangte neue Wirtschafts- und Gesellschaftsord- schaft muß sie immerhin bezeichnet werden. nung sein? Doch nur die sozialistische! Die Nationalpartei aber, in deren Hauptorgan dieser Auffah Köhlers zu lesen war, wird weiterhin die Stütze des Kapitalismus bleiben, unbekümmert darum, daß dieser zum Chaos führt. ,, Právo Lidu" über die Anmaßung des ,, Večer“. Cette 3 Jeder, der Kinder beobachtet hat, weiß, daß die selben am besten in der Gesellschaft von ihresgleichen erzogen werden; ihr Geselligkeits- und Nachahmungstrieb ist sehr lebhaft. Insbesondere nehmen die Kleinen die Größeren gern als Vorbild und Beispiel und folgen diesen mehr als den Eltern. Diese Eigen schaften können mit Vorteil für die Erziehung ausgenügt werden. August Bebel in Frau und Sozialismus... Unterstüßt die sozialdemokratische ErziehungsEine Besserung und Beseitigung des herr- organisation, die Kinderfreunde" bei ihrer schenden ungünstigen Zustandes lann erst wieder Werbeaktion im September! fommen, wenn das Verantwortungsgefühl der Vertreter in den Gemeinden gehoben wird. Es kann das nur geschehen, wenn diejenigen, die über ist die nach der Beseitigung des allgemeinen die Ausgaben in den Gemeinden beschließen, selbst Wahlrechtes. Es soll das Kurienwahlrecht wieder direkt zu den Gemeindefinanzen in Form von eingeführt werden. Der Arbeiterschaft soll jenes Umlagen zu den Staatssteuern beitragen und wenn Recht, das sie sich in jahrzehntelangem Kampf das Gemeindewahlrecht überhaupt an die blutig errungen hat, wieder genommen werden! Bezahlung von Gemeindenmlagen Wenn den Herren von der grünen Koalition so gebunden ist. Auch die Einkommensteuer soll manches in diesem Staate gelungen ist, das wird daher der Umlagenpflicht in solchen Fällen unter- ihnen bestimmt nicht gelingen. Die Arbeiterworfen werden, wenn nicht bereits zu anderen schaft wird sich dieses Recht zu wahren wissen! Staatssteuern Gemeindeumlagen eingehoben wur Da werfen sie den sozialistischen Parteien den. Nur auf solche Weise läßt sich der Kreis der Interessenten an der Gebarung der Gemeinde- vor, ihr Streben gehe dahin, möglichst viele Vorfinanzen erweitern und es werden die Fälle aus es handelt sich nicht um die Anhänger der Partei, teile für ihre Parteianhänger herauszuschlagengeschlossen bleiben, wo der Gemeindevorsteher und sondern, wohlgemerkt, um die gesamte Ardie Mehrheit der Gemeindevertreter aus Personen beiterschaft! und selbst verlangen sie die bestehen, die an ihre Gemeinden gar keine Umlagen Berdrängung der Sozialisten aus der Gemeindeabführen. Eine derartige in das Leben der stube und aus der Regierung, damit sie entlastet Gemeinden einschneidende Aenderung muß herbeigeführt werden, wenn die Gemeinde- werden, damit ihr Geldsack geschont wird, damit herbeigeführt werden, wenn die Gemeinde- fie wiederum machen können, was sie wollen. finanzen gefunden sollen. Um diese Aenderungen as dem einen recht ist, ist eben dem andern durchzuführen, dazu bedarf es freilich einer Gesetz nicht billig! Wir können den Agrariern ruhig erklären. gebung, die nur fachliche Ziele im Auge hat und nicht billig! die nicht aus Exponenten politischer Parteien besteht, die bestrebt sind, den Angehörigen ihrer daß sie sich ein sehr schlechtes Wahlprogramm besteht, die bestrebt sind, den Angehörigen ihrer ausgesucht haben. Es ist ein Programm leichterungen von Beiträgen für öffentliche Auf- des reinsten Egoismus, das sie da verleichterunge noon Beiträgen für öffentliche Auf- fünden. Die Arbeiterschaft und die Kleinbauernwendungen zu verschaffen." schaft wissen wohl, was es zu bedeuten hätte, Daß aber zu einer Zeit, da man eigentlich allgemein angenommen hat, daß jedermann von der Schädlichkeit des Gesetzes Nr. 77/1927 überzeugt sei, die Agrarier noch die Kühn= heit besitzen, für dieses Gesez einzutreten und Stellung zu nehmten gegen die durchgeführte Novellierung, ist wirklich etwas stark und man müßte eigentlich mit Recht annehmen, daß die eigenen Parteifreunde, die in Der Bürgerblock hat den Soldaten das Wahl- wenn die Agrarier in den Gemeinden und in der den Gemeindeverwaltungen sißen und das Glend recht genommen, hat das Militär politisch ent- Regierung allein am Ruder fäßen. Arbeiter und Auf den gestern von uns wiedergegebenen der letzten drei Jahre mitgemacht haben, ihre mündigt, obwohl eben diesen Soldaten im Even- Kleinbauern, gebt den Agrariern am 27. Sepgemeinen Ausfall des„ Večer" gegen Genossen Führer, die sich so etwas erfrechen, zum Teufel tualfall zugemutet wird, ihr Leben für den Staat tember auf ihre gehässigen Verleumdungen die Dr. Czech wird dem noblen Blatt auch vom jagen sollten. Am 7. September tagten die Ver- 34 opfern. Die nächste Forderung der Agrarier gebührende und wohlverdiente Antwort! Pravo Lidu" die gebührende Antwort zuteil. treter des Bundes der Landwirte aus dem JserPravo Lidu" führt einige der gröbsten Flege- und Jeschkengau, wobei die notwendigen Berichte leien des agrarischen Zentralorgans an und bemerkt dazu: ,, Die Arbeiterschaft wird diesen frechen Angriff auf einen. sozialistischen Minister zivar als Bestätigung seiner wirklichen Bemühungen und seiner Prinzipienfestigteit begrüßen, troßdem müsse ein solches Auftreten der agrarischen Journalistik gegen einen sozialdemo tratischen Minister zurüdgewiesen werden. Ueber ihn fönnen so naive Seelen, wie sie die Agrarpartei ihre Wahlerbärmlichkeiten schreiben läßt, nicht entscheiden, sondern über ihn entscheidet seine eigene Partei. Der„ Večer" hat den Genoffen Dr. Czech nicht ins Ministerium für Soziale Fürsorge eingesetzt und er wird ihn auch nicht absetzen. Wenn die agrarischen Apparatschifi ein solches Lied pfeifen wollen, so fönnten wir ein wenig am Fauteuil eines agra rischen Ministers schütteln, daß ihnen die Augen übergehen würden. Vorläufig sehen wir die Einfältigkeit des Večer" als aufgeblajenes Pofieren bor den Hausherren an, um deren Stimmen die Agrarpartei in dieser Wahl bangt... Wir würden nur bitten, daß die agrarischen politischen Grünschnäbel sich an jemandem andern reiben. als an einem sozialdemokratischen Minister." vom Abg. Windirsch erstattet wurden. Wir fönnen unseren Lesern nicht vorenthalten, zu welchen Feststellungen die Aussprache über die Gemeindewahlen nach einem Berichte der Reichenberger Zeitung" führte. In dieser Festftellung heißt es: Gesteigerte staatliche Bauförderung. Reuer Gesezentwurf des Fürsorgeministeriums. Wie bereits berichtet wurde, sind die Mittel,| Darlehen auf 1.100,000.000 K, die Summe des Die von den sozialistischen Parteien aus welche dem Ministerium für soziale Fürsorge zu Staatsbeitrages auf 35,000.000 K steigen, die staatliche Unterstüßung der Bauförderung Zweden der Bauförderung zu Gebote stehen, begehenden Versuche, für den herrschenden Rotstand reits vollkommen in Anspruch genommen wor wird beinahe verdoppelt. das Bürgertum und die bürgerlichen Barteien den. Im Bauförderungsgesetze vom 10. April Die Demagogie der bürgerlichen Parteien. verantwortlich zu machen, müssen wirkungslos 1930 wurde dem Ministerium bekanntlich ein erhält durch diesen Antrag des Genoffen Dr. bleiben, weil die beklagenswerten Erscheinungen erst von dem Augenblid an einseiten, wo sich im Stredit von 20,000.000 K zur Gewährung eines e ch einen neuen empfindlichen Schlag. Zuerst öffentlichen Leben Verantwortungslosigkeit und Staatsbeitrages für 22.000 Kleinstwohnungen be- haben sie darüber gehöhnt, daß auf Grund der Phrasentum breit gemacht haben. Diese Behaup- willigt und das Ministerium überdies ermächtigt, neien Geſetze nichts gebaut wird und die Bautung trifft auch für die Gemeinden zu. Dort für Baukredite bis zur Gesamthöhe von Kronen förderung des Herrn Šramet wirksamer war, als hat die verzweiflungsvolle Finanz not be- 350,000.000 die staatliche Bürgschaft zu überneh die des Genossen Dr. Czech. Die volle Ausnutgonnen, als in die Gemeindevertretungen men. Durch die letzte Mieterschutznovelle wurde zung der Staatsgarantie und des Staatsbeitrages Elemente zur Mitbestimmung tamen, diese Garantiesumme auf 650,000.000 K erhöht. auf Grund der von der jetzigen Regierungsmehr welche die Gemeindemittel mit vollen Hän Das Gesetz hat sich in vollem Umfange bewährt, heit beschlossenen Gesetze hat diese Behauptung den ausstreuten und die selbst zu den Aus so daß gegenwärtig alle verfügbaren Beträge ent- schlagend widerlegt. Daraufhin hatten die Bürgaben der Gemeinden direkt keinen einzigen Heller weder durch Bewilligungen erschöpft oder durch gerlichen, allen voran die immer sehr unvor sichtige Deutsche Presse", die Stirne, darüber zu beitrugen. Diese Verderber der Gemeinde- erteilte Zusicherungen gebunden sind. spotten, daß Dr. Czech fein Geld mehr habe. Nun finanzen flagen die bürgerlichen Parteien desDas Ministerium für soziale Fürsorge hat wollen wir sehen, ob eine bürgerliche Partei wawegen an, daß sie die Hand dazu geboten hätten, daher dem Ministerrat einen Gesetzentwurf unter- gen wird, dem Antrage, der tausenden Proledas Verfügungsrecht in den Gemeinden einzu- breitet, durch welchen die Uebernahme weiterer tariern Obdach, tausenden Bauarbeitern und schränken. Die beklagten Beschränkungen wären Bürgschaft bis zur Höhe von 450,000.000 K er Handwerkern Arbeit verschafft, Schwierigkeiten niemals erforderlich gewesen, wenn nicht die Unwirtschaftlichkeit in vielen Genteinden möglicht und ein neuer Kredit von 15,000.000 K zu bereiten. Wenn die Gemeindewahlen ein Verzur Gelvährung des Staatsbeitrages bewilligt trauensvotum für die Sozialdemokratie ergeben, dazu die Veranlassung gegeben hätte. wird. Damit würde die Summe der verbürgten werden sie es bestimmt nicht wagen! Die Forderungen der tschechischen Städte. Bürgermeistertagung in Prag. Am Mittwoch fand auf dem Prager RatBei der Schaffung des Gesetzes über die Finangwirt schaft der Selbstverwaltungskörper darf auch nicht auf die Lösung der Frage der Konsolidierung der Gemeindeschulden vergessen werden, was durch eine Entschuldigungsaktion und durch die Ermöglichung der Konvertierung der Schulden erreicht werden soll. Vom Rundfunk Empfehlenswertes aus den Programmen. Sonntag: Prag: 12.05 Konzert. 17.30 Schallplattent. Verbandstag der Bauarbeiter. Montag, den 28. September beginnt der Verbandstag des Die sozialistischen Parteien werden also Verbandes der Arbeiter in der Bau, Stein schließlich und endlich für das Gemeindefinanzund Keram- Industrie in der Tschechoslowakischen gesetz Nr. 77/1927 berantwortlich gemacht. Wir Republik. Der Verbandstag findet im Arbeiter- haben an dieser Stelle wiederholt nachgewiesen, haus in Brünn in der Marrgaffe statt. Außer daß es nicht gerade immer die sozialistisch regierBerichten und Wahlen stehen auf der Tages ten Gemeinden waren, in denen die höchsten ordnung Wirtschaftsfragen des Baugewerbes" Umlagen eingehoben worden sind und daß nicht und Sozialpolitische Gesetzgebung und Arbeiter- wir das Gemeindevermögen als Kriegsanleihe haus eine Tagung der Bürgermeister der zwölf schutz." verschleudert haben. Wenn die Sozialisten in den Die Národni Politika", ein Blatt, gegen Gemeindestuben immer und überall dafür ein größten tschechischen und flowakischen Städte statt, bas sich in zunehmendem Maße die tschechische treten, daß für Sozialfüforge, für die Schulen, bei der die großen finanziellen Schwierigkeiten Deffentlichkeit felbst zur Wehr seit, dient gewiffen für die Armenpflege usw. entsprechende Beträge der Selbstverwaltungskörper den einzigen Gegendeutschen Parteien und Blättern als unerschöpf in die Voranschläge eingestellt und zur Auszahstand der Tagesordnung bildeten. Die Tagung nahm eine Resolution an, in liche Quelle polemischer Anlässe. Natürlich fann lung gebracht wurden und werden, so eben aus man über jede Zeile, die in diesem unter allem dem Grunde, weil sie sich ihrer Berantwortlichkeit der erMärt wird, daß die Steuerreform und das GeNiveau stehenden Segblatt gedrudt wird, einen gegenüber den breiten Bevölkerungsschichten voll- meindefinanzgesetz sowie auch die Novelle 169/30 den Artikel schreiben, natürlich verdient der Herr kommen bewußt sind. Es ist eine Gemeinheit finanziellen und wirtschaftlichen Stand der gesamten 18.00 Deutsche Sendung: Moderne Meister. Nitolau und verdienen einige andere Leuchten sondergleichen, den Massen der Bevölkerung, deren Selbstverwaltung sehr ungünstig beeinflußt haben 21.20 Magnificat Cantinum von Bach. 22.15 JazzBrünn: 16.00 Orchesterkonzert. 18.00 dieses Betriebes als Schädlingstypen charakteri Bertreter ja gerade die Sozialisten, die Sozial- und daß sich diese Geseze namentlich bei der heutigen musik. - Mähr.- Ostrau: 17.30 Orchesterkonzert. fiert zu werden. Wem dient man aber, wenn man demokraten in den Gemeindestuben waren, zu Wirtschaftskrise geradezu katastrophal auf die Deutsche Sendung: Lieder im Volkston zur ein völlig unverantwortliches Blatt, das sich in erflären, sie trügen zu den Ausgaben in den Finanzlage der großen Städte auswirken. Es sei Gitarre. Preßburg: 10.30 Promenadenkonzert. 22.15 8inationalistischen Verrücktheiten überschlägt, ein Gemeinden und im Staate nichts bei. Es ist eine daher ein Lebensinteresse der Selbstverwaltung, daß Organ, das in den Diensten aller möglichen dunt erwiesene Tatsache, daß schon immer die indiret unverzüglich ein definitives Gesetz über die geunermusif. Berlin: 11.30 Bach- Kantate. 14.30 Yen Ehrenmänner seher mag, dauernd in einer ten Einnahmen des Staates, d. f. also die Ein- Finanzwirtschaft der Selbstverwaltungsförper aus- Stimmen der Völker. 18.50 Indische Gesänge. Leipzig: Weise angreift, als sei es der Repräsentant der nahmen aus den Verbrauchssteuern, aus der gearbeitet werde, das deren Verhältnissen und gro- Hamburg: 13.30 Mandolinenkonzert. tschechischen Politik, des tschechischen Voltes. Das Umsatzsteuer und aus den Zöllen, um ein Viel Ben Aufgaben und namentlich auch den Verhältnissen 18.30 Lieder von Gustav Mahler. Cesté Slovo" hat bereits einigemale, die amt faches höher waren, als die direkten Steuern. Ja der großen Städte angepaßt ist. Zu den vorbe- 19.30 Deutsche Volkslieder für gemischten Chor liche„ Csl. Republifa" hat immerhin einmal die dieses Verhältnis hat sich nach der Steuerreform, reitenden Arbeiten sollen Vertreter der zentralen Mostau: 18.15 Konzert. ,, Národní Politika" als ein schädliches Volksgift, die wir ja auch der unglückseligen Bürgerblock Organisationen der Selbstverwaltung herangezogen Eröffnung des Schulrundfunks. Der Minister eine verpestete Quelle der öffentlichen Meinungs- toalition verdanken, zum Schaden der Massen nur werden. Ferner wird die Notwendigkeit der Unterstützung für Schulwesen Dr. Dérer eröffnet Freitag vormache, charakterisiert. Es hat feinen Zwed, diesem noch verschlechtert. So find die indirekten EinBlatt größere Bedeutung beizumessen, als ihm nahmen des Staates seit dem Jahre 1927 von der Investitionen der Selbstverwaltungskörper ge- mittags den tschechischen Schulrundfunk mit einer zufommt, es nüßt den Deutschen nicht, wenn sie 4.270 Millionen auf 4.886 Millionen im Jahre rabe in der Krisenzeit betont und vom Staat eine Ansprache an die Kinder. Der Minister sprach zu in ihrer Breffe täglich dem letzten Schmarrn, den 1929 gestiegen, die direkten Steuern dagegen bon medmäßige Organisation der staatlichen Investi- ihnen über die Schularbeiten, forderte sie auf, für die tschechische Bublizistik hervorbringt, einen 2.062 Millionen am Jahre 1927 auf 1.597 Mil- tion verlangt, in erster Reihe dort, wo die Produk die eigene Gesundheit zu sorgen und verträglich zut Raum einräumen, als spreche hier die Nation zu lionen im Jahre 1930 gesunken. Wir sehen, die tions- und Wirtschaftskrise eine abnormale sein und versprach ihnen, daß er sie durch den uns. Anständige Leute überfeben das Organ, Bürgerblodregierung hat ihre Arbeit verstanden. Arbeitslosigkeit verursacht. Besonders be- Rundfunk wieder fragen werde, ob sie erfüllt hätten, Tschechen, die auf sich halten, geben sich mit dem Das Abgabensystem hat sich aber auch in den tont wird die Notwendigkeit der Erneuerung was er von ihnen gefordert habe. Dem Minister fascistischen Hekblatt, das dem Staate und der Gemeinden immer mehr verbreitet und es ist des Gesetzes über die Bauförderung antwortete eine Schülerin, die ihm für seine Antichechischen Stultur aewaltig schadet, einfach nicht ebenfalls nachweisbar, daß vor allent in den mit besonderen Bestimmungen über die Unterstüßung Sprache an die Kinder dankte. Minister Doktor ab. Auch wir Deutsche täten besser daran, das größeren Genteinden die Einnahmen aus den des Baues von Gemeindewohnhäusern mit Kleinft- Dérer wohnte der ganzen Sendung bei, bei der giftige und alberne Gebelfer zu überhören. Abgaben viel höher sind als die aus den Umlagen. wohnungen für die ärmsten Bevölkerungsschichten. Kinder der Prager Schulen utitwirften, 1 München: Sette 4 Samstag, 12. Septemder 1981. Ar. 213. einem Funk einer nach beim Augenzeugen des Unfalles sie unter dem Augzeug hervorzivheu konnten. Der Führer des Flugzeuges wurde bei dem Aufprall mrfs Wasser aus dem Sitze geschleudert und konnte gerettet iverden. Darüber hinaus hat die Arbeiterschaft das Recht und die Pflicht zur Selbstwehr. Sie wird sich, das sei den Verantwortlichen bei den Hit- lerleuten gesagt, nicht widerstandslos niederknüppeln lassen. Der Sieg der Arbeiterschaft über den Hitler- fafcismus muß Hand in Hand gehen mit ihrem Steg über die kommunistische Zerstörungsarbeit. Die ständige Bereitschaft zur Abwehr der fascistischen Angrrffe muß ergänzt werden von dem Willen, die Einheit der Arbeiterbewegung wiederher;«stellen, die allein die Bürgschaft ist für den Sieg über das Hakenkreuz. Die Kommunisten haben der Hitlerschen Mordpest den Boden bereitet. Die Sozialdemokratie muß beide Schädiger der Arberterbewe- gung, den Bolschewismus und den Fascismus, überwinden. Wirbelsturm. Washington, 11. September. Nach beim Marinedepartement eingegangenen_ spruch aus San Juan auf Portorieo hat dort ein Wirbelsturm außerordentlichen Schaden angerichtet. Infolge Beschädigung der Funkstation mußte die Nachricht von einer Notstation abgesandt wechen, zu deren Weiterbetrieb jedoch nicht genügend Strom vorhanden ist. pest haben. Bor der Spaltung der Arbeiterbewegung und in anderen Gebieten, in denen die ! Sozialdemokratie ihre ungebrochene Kraft behauptet hat, hätte ein Zwischenfall wie der in Proschwitz einen Sturm entfacht, der die Mordbuben in die Ecke gefegt hätte. In Nordböhmen dürfen es die Hakenkr'euzler wagen, Arbeiter totzuschlagen, Werl von der einst so stolzen Arbeiterbewegung durch die Schuld der Kommunisten nur ein Trümmerhaufen übrig geblieben ist. In Nordböhmen wächst die Hakenkreuzbewegung, weil die Kommuni st en ihr den Boden bereitet haben. Die Arbeiter haben den Glauben daran verloren, daß eS den Kommunisten ernsthaft darum zu tun ist, den Fascismus zu bekämpfen. Man kann nicht ungestraft in Deutschland mit ihm packeln, man kann nicht ungestraft die Kraft der Arbeiterbewegung schwächen, man kann nicht ungestraft jabrelang auf die„Sozialfascisten" schimpfen und damit den Blick der Arbeiter fiir die ungeheuren Gefahren des Fascismus trüben. Der Kampf gegen die fascistische Mordpest, der unversöhnliche und zielbewußte Kampf, ist das Gebot der Stunde. Er wird erfolgreich sein, wenn es gelingt, die Arbeiter unter den Fahnen der Sozialdemokratie zu vereinigen. Er schlägt fehl, wenn die Arbeiter auch weiterhin den Kommunisten nachlaufen, die die Hakenkreuzseuche geradezu herangezüchtet haben. Wrr hoffen und verlangen, daß die Behörden das ihre tun: es muß das letzte Mal Ärbeiterblut geflossen sein. Es muß den Buben der Krebs und Lung das Mörderhandwerk gelegt werden. Die Hillergarde» morden auch bei uns. A« dem Arbeitermord in Proschwitz. Am Samstag, den 29. August, hielten die Kommunisten in Proschwitz bei Gablonz eine Iugendversammlung ab. Sie hatten bereits zu früheren Bersammlungen in Wiesenthal, Reichenau und Maffersdorf die Nationalsozialisten zur„Aussprache" eingeladen. Auch zu der Versammlung in Proschwitz ließen sie Einladung^ an die Hakenkreuzler ergehen. Und diese kamen. Proschwitz liegt in der nächsten Nähe der nationalsozialistischen Hochburg Gablonz. Die Führer der Nazis witterten nun eine günstige Gelegenheit zur„Abrechnung" mit den Kommunisten. Sie unternahmen einen regelrechten Kriegszug mit allem nur erdenkbaren Drum und Dran. In den Nachmittagstunden des „Schlachttages" schickten sie Kunoichafter aus, die die Aufgabe hatten, das Gelände zu studieren und die Vorgänge im Proschwitzer Arbeiterheim zu beobachten, in dem die Versammlung abgehalten wurde. Am Abend marschierten die Hakenkreuzler m voller Wichs, abgeteilt in verschiedene Gruppen, gegen Proschwitz. Sie fanden das Arbeiterheim bereits zum großen Teile von den Kommunisten besetzt. So entspann sich denn gleich zu Beginn der Versammlung ein Streit um die Redezeit und um die Bersammlungsführung. Dieser Streit steigerte sich bald zum Tumult. Während des Abmarsches der Nationalsozialisten, die im Saale gegen die kommunistische Mehrheit nicht ihren Willen durchsetzen konnten und darum einer Auseinandersetzung auswichen, kam es zu einem regelrechten und gut vorbereiteten Sturmangriff der Hakenkreuzler auf das Arbeiterheim. Die braune Mordpest hatte mittlerweile weiteren Zuzug aus Gablonz erhalten und alle stürzten sich mit frischem Mut in das Kampfgewühl, nicht ohne sich entsprechend„vorgesehen" zu haben. Sie rissen Zaunlatten aus, die pe zum Zuschlägen benützten, warfen große Steine und Bieraläser durch die Fenster, kurz, sie benahmen sich so, wie nran es von rechten Hitlerstreitern erwarten muß: s i e m a ch- ten ihrenMordgenossen in Deutschland keine Schande. Daß sich die Kommunisten wehrten, ist verständlich. Sie sind ja auch nicht gewohnt, zart umzugehen. Aber es ist bemerkenswert und wichtig, daß die Angreiferolle der Fascisten einwandfrei feststeht. Davon zeugen die eingeworfenen Fensterscheiben und die ausgerissenen Zaunlatten. Es ist auch wichtig, festzustellen, daß die Steine und die Zaunlatten gegen unbewaffnete Versammlungsteilnehmer verwendet wurden. Es blieben mehrere Besetzte aus dem Platze. Zwei Kommunisten wurden besoiwers schwer verletzt: der Obmann der kommunistischen Lokal- organisation wurde an einem Auge schwer verwundet, der Vertvalter des Arbeiteryeims, ein sechzigjähriger Mann namens Johann Gödel, erhielt von einem der Moro buben einen derart schweren Schlag über den Kopf, daß er am vergangenen Montag an den Folgen dieser Verletzung starb. Den Vorfällen in S t a a b hat sich nun der Hakenkreuz-Mord in Proschwitz angeschlossen. Die Hakenkreuzler scheinen den Willen zu haben, die Hitlermethoden des Totschlages politischer Gegner auch bei uns einzuführen. Schon gibt eS einige Blutzeugen für ihre Frechheit: nun ist es aber genug! Wir können freilich die Ereignisse in Proschwitz nicht vorübergehen lassen, ohne wiederum die Schuld festzustellen, die die K o m m u n i- st en an der Ausbreitung der fascistischen MordMiami. Die hier eingelaufenen Nachrichten über die Sturmkatastrophe in Mittelamerrka verdichten sich allmählich zu einem Bild grauenhafter Verwüstungen. In Bolizo allein dürften mehrere hundert Verletzte zu bellagen sein. Der Sturm, der über die Stadt raste, hatte eine Geschwindigkeit von 100 bis 150 Meilen die Stunde. Begleitet war er von einer Springflut, die die Wassermengen bis zu zwei Meter Höhe auftürmte und die Straßen überschwemmte. Mehr als 70 Prozent aller, Häuser sind eingestürzt und unter ihren Trümmern liegen noch zahlreiche Einwohner. Wie es heißt, sollen auch mehrere amerikanische Priester unter den Opfern sein. Die Hilfsmaßnahmen haben bereits eingesetzt. Zahlungseinstellung einet tschechisch-amcrika- Die New Iorker ,Mank of Tagesneuigkeiten ßin Tornado tötet 200 Menschen. Eine ganze Stadt in vritisch-Honduras zerstört. Miami(Florida), 11. September. Die Flug- zeugegesellschaft Panamerican Airways erhielt aus Belize in Britisch-Honduras die inoffizielle Nachricht, daß bei einem gestrigen Tropensturm 200 Menschen getötet wurden. Der Leiter der hiesigen Station der Panamerican Airways er- klärte, die Radioverbindung mit der Station Belize, die seit gestern mittags unterbrochen war, sei- jetzt toiebet hergestellt und der Leiter des Flugfeldes Belize habe gefunkt, daßBelize durch den Tropensturm zerstört und 200 Menschen um- gekommeu seien. Die Hälfte der Bevölkerung ist obdachlos. Inzwischen wurde ein in San Sal vador befindliches Flugzeug der Panamerican Airways beauftragt, alle verfügbaren Vorräte und Medikamente nach Belize zu schaffen. Der Tropensturm wandte sich in der Rich tung auf Halft und wird wahrscheinlich gegen Sarfto Domingo Vordringen. Gin Flugzeug ins Wasser gestürzt. Et« Ehepaar dabei ertrunken. Warnemünde, 10. September. Bei Notlandung infolge Motorstörung gleich dein Start geriet das Flugzeug„D 2115" Ausrollen vom Landungsplatz ins Wasser und! überschlug sich. Die beiden vorn sitzenden Passo-I~ giere, ein Ehepaar Köster aus Wandsbek bei»ischen Bank.„ Hamburg, ertranken, bevor die zu Hilfe eilenden I Europa", deren Präsident der bekannte tschc- * Die Beerdigung des Opfer». Mittwoch nachmittags wurde in Proschwitz der von den fascistischen Mordbuben umgebrachte Arbeiter Gödel beerdigt. Die Behörde hat die Verbrennung der Leiche nicht gestattet. Gödel wurde daher im Beisein von vielen hunderten Arbeitern am Proschwitzer Friedhof bestattet. Die kommunistische Partei hatte ihre Anhänger aufgefordert, zur Ein- äscherung ihres Genossen zu erscheinen. Die Polizei „sicherte" die Zugangsstraßen zur Reichenberger Feuerhalle durch starkes Aufgebot. Erst im Lauf« des Tages wurde den Arbeitern bekannt gegeben, daß die Einäscherung verboten wurde. Trotzdem wieS die Beerdigung viele Teilnehmer auf. Nach I verschiedenen Gerüchten soll der Familie des Ermordeten ein anonym«- Schreiben zugekommen sein, in dem.mitgeteilt wird, daß der Schreiber den Täter kenne und ihn namhaft machen wird. chisch-amerikanische Bankier Thomas 6 a p e k ist, wurde Ende August von Amts wegen geschlossen und soll innerhalb von drei Monaten liquidiert werden. Diese einzige größere tschechische Bank im amerikanischen Osten, die gut geführt war und auch bis vor kurzem prosperierte, ist nach Meldungen der tschechischen Presse ebenfalls ein Opfer der Wirtschaftskrise geworden. Seit Ende Juni hatte die Bank über sieben Millionen Dollar an Einlagen zurückzahlen müssen, wodurch sie schließlich zahlungsunfähig wurde. Am Tage der Schließung hatte die Bank noch neuneinhalb Millionen Dollar Einlagen, die sich auf 15.000 Sparer verteilten. Die Aktiva der Bank, die in Wertpapieren und Grundstücken bestehen, sind stark entwertet; die eingeleitete Untersuchung hat ergeben, daß irgendwelche unlautere Manipulationen als Ursache des Zusammenbruches nicht in Frage kommen. Todesurteile in Mähr--Ostra». Vor dem Schwurgericht in Mähr.-Ostrau hatte sich Freitag der 23jährige Arbeiter Franz Zubr aus Poruby bei Orlau zu verantworten, der im Oktober des Vorjahres sein dreimonatiges uneheliches Kind ermordet hatte. Er hatte das Kind mit dem Kopf solange auf einen Stein geschlagen, bis es tot war. Den kleinen Leichnam scharrte er dann auf der Halde ein, die Pölsterchen verbrannte er im Koksofen und zeichnete auf einem Balken das Datum des Mordes ein. Dos Geschworenengericht erkannte ihn mit zwölf Stimmen schuldig, worauf er zum Tode durch den Strang verurteilt wurde. Die Hand abgerissen. In der neuen Kohlenwäscherei der Kokserei„Karolina" in Mähr.» Ostran wurde der Arbeiter Rudolf W ö l ff vom Treibriemen am Aermel erfaßt, wobei ihm das Fleisch der Hand bis an den Ellenbogen abgeschunden wurde. Der Schwerverletzte wurde sofort ins Krankenhaus geschafft, wo ihm die Hand amputtert werden mußtc. Beim Rangieren von Waggons auf der Grube ,-Hlubina" in Mähr.-Ostrau kam die Arbeiterin Mlada Barto sova zwischen die Puffer. Sie wurde buchstäblich z e r o r.ü ck t und so schwer verletzt, daß sie auf dem Transport ins Krankenhaus ihren Verletzungen erlag. Falsche Zehnkrouenstücke. Ein Hotelier in Neu- poka stellte dieser Tage unter den Tageseinnahmen ein gefälschtes Zehnkronenstück fest. Das Falkiftkat ist um 2.5 Gramm leichter als die normalen Münzen. Di« Kerbungen sind verschieden von. den Kerben echter Münzen und die Prägung des Bildes und der Aufschrift ist besonders scharf durchgesührt. Sonst ahmt daS Falsifikat präzis die echten Münzen nach. Die Behörden haben entsprechende Schritte eingeleitet. DK Bergungsarbeiten an dem vor Korea ge- strandeten Motorschiff der Hamburg-Amerika-Linie ,Murgenland" machen gut« Fortschritte. Der Kapitän hofft, da- Schiff in etwa zehn Tagen nach einem japanischen Hafen bringen zu können. Auf dem Brünner Güterbahnhof geriet Freitag nachmittags der 32jährige Eisenbahnangestellte Stefan Juriga aus Bisenz beim Rangieren von Waggons zwischen die Puffer und wurde getötet. Herzschlag bei der Gerichtsverhandlung. Der 51 Jahre alte Schneider Thomas Beran starb Freitag vormittags plötzlich bei einer Verhandlung beim Bezirksstrafgericht« in Brünn infolge Herzschlager. Ein Kind Überfahren. In Neu-Leskau bei ! Brünn lief die siebenjährige Schülerin Vöra M a- ! tSjokovü beim Herumtummeln unter ein Pcr- senenautomobil, wurde überfahren und so schwer verletzt, daß sie nach der Ueberführung ins Kranken- I Hans verschied. Eine««genehme Begegnung. Von M. Sostschcnko. SPD. Was man nicht alles erlebt! Bor kurzem wurde ich auf der Eisenbahn um eine Erfahrung reicher. Es wirft kein Helles Licht auf die dunklen Seiten unseres Lebens, es wirft vielmehr«in trübes Licht auf di« Eisenbahnverwaltung, die solche ungesunde Zustände herbeiführt. Ich befand mich, wie Sie es aus der Ein- leituna^vielleicht erraten haben, auf einer Reise. Nach Moskau. Aus der Provinz. Ich war nämlich in einem Dorf«, in dem die Kollcktiv- wirffchaft obsiegte. Auf dem Kollektivgute— man kennt daS „Kolchos"-— gebt alles wie auf dem Papier, einfach großartig! Der Roggen wird auf den Tag reif, der Weizen blüht wie in der bekannten Redensart, der Hafer schießt in Achten, daß es«in Vergnügen ist, dazustehen und zuzuschauen! Aber nicht vom Kolchos soll hier die Red« sein! Ich hatte vielmehr die fabelhaften Erfolge der Kollektivwirtschaft bereits hinter mir und bestieg den Postzug nach Moskau. Ich fand sogar im Waggon dritter Klasse «inen Sitzplatz. Nicht so gleich und nicht so leicht, aber ich fand einen. Ich ersuchte die Reisende« in einem Abteil, ein wenig zusammenzurücken, und setzte mich auch hm. Die Zeit war gegen Abend. ES war noch nicht sinster, aber schon dunkel. Abenddämmerzeit. Ich ließ meine Blicke über die Mitreisenden schweifen und sah. eS waren aan; liebe Menschen, keine aufgeblasenen Gesichter. Einer trug eine lange Mähne auf dem sonst unbedeckten Haupte, er war jedoch kein Geistlicher. Ein zweiter trug einen langen Schnurrbart und«ine Uniformkappe. Man sah diesem seine Herzensgute an: Er hielt in der Hand ein Federmesser und teilte einen Apselp die Apfelsckieiben steckte «r in den Mund eines Armlosen. Es saß neben ihm ein junger Mann ohne Arme, sicherlich«in Invalide der Pflicht. Und da er kerne Hände hatte, teilte der andere für ihn den Apfel in Scheiben und reicht« sie ihm auf der Messerspitze. Ein zu Tränen rührendes Bild, des Pinsels eines großen Malers würdig. Gegenüber aßen auch Leute, darunter ein ergrauter Mann in steifem Hut, der fortwährend'lächelte. Sie hatten wahrscheinlrch ein heiteres Gespräch geführt und der ältere Mann konnte sich noch immer nicht beruhigen. Aber nicht der Lächelnde, sondern der Armlose hatte meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. So jung und schon ohne Arme! Ich dacht«, ich werde die Leute langsam in ein Gespräch ziehen und her- ausbekommen, was ich wissen wollte. Ich richtete nun an den Mann mit der Dienstkappe Fragen allgemeiner Art, doch antwortete dieser nur kurz und ungern. Für ihn antwortete bereitwillig der Intelligenzler mit den langen Haaren auf di« üblichen Fragen: wohin fahren Sie? Was kostet Heuer das Kraut? Haben Sie schwer unter der Wohnungsnot zu leiden? Er antwortete: „Wir kennen überhaupt keine Wohnungsnot, Wir leben auf dem Gut." „Wie?" fragte ich ihn,„Sie haben dort ein Zimmer für sich allein?"’ „Ein Zimmer?" erwiderte er mit verächtlicher Gebärde.„Sechzehn Zimmer, dazu«in Badezimmer, dazu eine Vorhalle,, und das übrige Zubehör." „Hatte nign Sie in der Revolution nicht enteignet oder ist bei Ihnen auch so ein Kol- lektivgut?" drang ich in ihn weiter. '„Nein", sagte er,„kein Kollektivgut. Kommen Sie zu uns auf Besuch. Sie werden sehen, wie wir leben." '^WäS sind Sie eigentlich, ich bitte um Entschuldigung", sagte ich,„ein Pächter, oder ein Landwirt?" .„Ja". sagte er,„«in Landwirt. Ich bin „Wie soll ich das verstehen?" fragt« ich. „Sie sind ein gewesener Gutsbesitzer? Die proletarische Revolution hatte doch Ihr« Klass« weggefegt? Ich bitte Sie um Verzeihung", sagte ich,„aber ich kann das nicht verstehen. Vielleicht haben Sie das Landhaus für besondere Bs^ienst« um die Revolution erhalten?" „Ja", sagte er.„Ohne Frage. Für besondere Verdienste. Aber kommen Sie zu uns auf Besuch! Sie werden sehen, wie wir leben!" Was Teufel! dachte ich bei mir. Soll ich mit ihm fahren, sehen, wie er sich trotz durchgreifenden Maßnahmen auf seinem Gute erhalten hatte? Oder hänselt er mich?... Um so mehr, als der ergraute, ältere Mann fortwährend lächelte, auf mich blickt« und lächelte. Ich wollte ihm schon sein unangebrachtes Lächeln Vorhalten, als der Mann mit dem Schnurrbart, der früher den Apfel teilte, das Fevermesser auf di« Bank legte und mir zurief: „Hören Sie doch auf, mit den Leute« zu sprechen, es sind Irre!" Da erst wurde mir die Erkenntnis! Es waren Irrfinnige, und der mrt der Dienstkappe war ihr Wärter. Auch der langhaarige ivar ein Narr. U"- auch der Armlose. Er steckte einfach in der Zwangsjacke und hatte die Arme auf den Rücken gedreht. Es war auf den ersten Blick in der Dunkelheit, nicht zu erkennen, daß er Arme hatte. Mit einem Wort, es fuhren Geisteskranke mit ihrem Wärter in eine Irrenanstalt. Ich blickte auf sie mit seelischer Unruhe und dachte, sie könnten mich noch erwürgen, der Teufel soll sie holen! Und würden den Mord nicht zu- verantworten haben, sobald sie unzu- rechnungsfähig sind. Während ich das dachte, streckte«in Irrer, ein kräftiger Mann, seinen Arm zum Federmesser hin, und schon hatte er es in der Hand. Das war für mich ein Stich inö Herz. Ich sprang auf ihn zu und ergriff seine Hand mit dem Messer. Aber der Mann wehrte sich a«S seinen starken Kräften, und mit Erfolg. Und obendrein kam ihm der Wärter zu Hilfe. „Was ringen Sie mit dem Mann?" schrie er.„Schämen Sie sich! Es ist sein Messer! Ich habe eS von ihm auSgeborgt, um den Apfel zu zerteilen." Und der Mann, den ich überfallen hatte, jammerte: „Ich überlasse mein Messer, und bekomm: dafür Schläge! Schöner Dank! Der Wärter sagte: „Das ist kein Irrer. Dies« drei sind meine Anstaltsinsassen. Aber der ist ein Reisender wie Sie." Ich sagte zum Manne: „In dem Falle bitte ich um Verzeihung. Ich dachte, Sie wären auch verrückt." Er erwiderte: „Sie dachten!... Truthähne und Narren denken... Sie haben sich auf mich gestürzt wir em Besessener." Um dem unliebsamen Wortwechsel ein End: zu machen, hielt ich mich an den Schaffner, der gerade vorbeikam. Ich fragte ihn streng, wieso er«S dulde, daß Irre mit gesunden Menschen zusammen reffen? Der Schaffner erwiderte gereizt: „Wo soll ich fie denn hintun? Im Hundekäfig ist auch kein Platz frei. Sie brauche» nicht gleich beleidigt zu sein!" Ich war eigentlich gar nicht beleidigt. Ich hatte bloß Angst bekommen. Es war natürlich ein Blödsinn von mir, mit unbekannten Menschen ein Gespräch anzufangen. Ich saß nun still und freut« mich, daß auch die Irren still und ruhig saßen. Aber der kräftige Mann mit dem Messer verfolgte mich mit seinen Blicken ohne Unterlaß, nahm schließlich seinen Koffer aus dem Netz um- ging in ein anderes Abteil. Er hotte augenscheinlich von mir nichts Gutes erwartet. Aus dem Russischen-von B. Halperin. Nr. 213. Für Funktionäre der Selbstverwaltung. Schulwesen- Unterstügung für Schulbauten? Frage: Wie ist ein Gesuch um eine Landesunterstützung für Schulbauten auszustatten? Antwort: Mit dem Erlaß des Präsidiums des Landesschulrates vom 2. April 1931, Zahl 1281, präf. ai 1931, wurden Richtlinien für die Einreichung von Gesuchen um Subvention für den Bau von Schulgebäuden aufgestellt. Die an die zuständige Landesbehörde gerichteten Gesuche sind im Wege der zuständigen Bezirksbehörde bis 31. Dezember 1931 einzureichen und haben zu enthalten: 1. Wer um die Unterstützung ansucht( Schuloder Ortsgemeinde). 2. Welche Gemeinden zur Dedung der Batt fosten verpflichtet sind und in welchem Verhältnis. 3. Bezeichnung der Schule. 4. Zahl der definitiven und provisorischen Schulflaffen. 5. Schülerzahl in den einzelnen Klassen im laufenden Schuljahre und in den verflossenen drei Schuljahren.( Besondere Beilage.) 6. Zahl der im Schulgebäude schon errichteten Lehrräume( neue oder alte). 7. Wenn ein neues Schulgebäude gebaut( oder umgebaut) wird, Zahl der im Neu- oder Umbau projettierten Behrräume. 8. Art des Baues( Neu-, Zu-, Umbau, Ausbefferung). 9. Genehmigung des Baues durch den Gemeinderat( als Baubehörde) und dem Bezirksschulausschuß( besondere Beilagen). 6 NT] 7 Samstag, 12. September 1931. Reichbelohnte 3Minuten... Das ist alles, wwwww was die regelmäßige Pflege mit Kalodont an Zeit beansprucht und dauernd mit blanken, festen und gesunden Zähnen belohnt. Gegen die Ursache lockerer und kranker Zähne, den gefährlichen Zahnstein, enthält nur Kalodont jetzt das wirksame Mittel( Sulforizinoleat nach Dr. Bräunlich). KALODONT gegen Zahnstein 10. Angabe, ob der Bau schon begonnen ober Anschluß der Arbeiter- Schach- Internationale an die SASI. beendet ist. -Seite 5. Centralbank der deutschen Sparkassen in der Čechoslovakischen Republik. Hauptanstalt: Prag II., Bredauergasse 14. T Zweigniederlassungen: Aussig, Brünu, Eger, Jägerndorf, Reichenberg, C. Teschen, Trautenau, Troppau. Die Bank der deutschen Sparanstalten und Gemeinden. 1008 Volkswirtschaft und Sozialpolitik Prager Produktenbörse.( Offizieller Bericht vom 12. September.) Die Produktenbörse bot heute ein ruhiges Bild und der Besuch war tleiner als es an Freitagen üblich ist. Mahlgetreide hatte trog des sichtlichen Weizenangebotes eine freundliche Stimmung, doch kam dies in den Preisen nicht zum Ausdruck und die Weizen- und Roggenpreise blieben unverändert. Etwas teuerer stellte sich Gerste, die andauernd gefragt bleibt(+ 1-2 K). Auswahlgerste 1931 notierte 136-141, Ia. 127-133 und Mittelgerste 121-124. Hafer hatte dagegen unter Angebot zu leiden, was auf den Preis nicht ohne Einfluß blieb(-1 K). Böhmischer Hater 1931 117-119 und fehlerhafter 103-112. Rur am Getreidemarkte war etwas Geschäft, sonst berrichte überwiegend Ruhe. Die amtlichen Rotierungen verzeichnen bei La Plata- Mais 57-58( minus 1), bei Schwedenklee 700-850( minus 100), bei Kleie, wo die obere Preislage gesunken ist, ergibt sich für Weizentleie eine Rotierung von 74-75 und bei Roggenkleie eine solche von 75-76. Schließlich stellen sich im Amtsblatte böhmische und mährische frische Eier auf 40-42, frische slowakische auf 37 11. Wieviel der Bau kostete( fosten wird) die Die Arbeiter Schach- Internationale hielt in bewegung eine dringende Notwendigkeit bis 40, polnische frische Eier auf 36-39 und frija; e Pläne und der Voranschlag sind beizulegen. Wien eine Sigung ab, die von außerordentlicher ist, engsten Anschluß an die Sozialistische polnische zu 1440 Stüd auf 21-23, was eine Ver12. Wie die Baukosten gedeckt werden sollen oder Bedeutung für die Einheit im Arbeitersport und im Arbeiter Sport- Internationale( SAS3.) herbeizu- teuerung von durchschnittlich 2 bis 3 Kronen bewie sie gedeckt wurden( durch Zuschläge, sozialistischen Kulturleben geworden ist. Vertreten führen. Anleihe, Unterstützungen). 13. Ob eine Anleihe aufgenommen oder ein Baukredit erlangt wurde( Angabe der Höhe und der Bedingungen, am besten Anschluß der Bestätigung des Geldinstituts). 14. Bis zu welchem Maße der Baukredit schon benüßt wurde. 15. Ob die Anleihe oder der Kredit von der zuständigen Aufsichtsbehörde genehmigt wurde ( Angabe des Erlasses). 16. Welcher Teil der Baukosten bezahlt wurde ( aus laufenden Geldern, Unterstützungen, Anleihen). 17. Welcher Teil der Anleihe getilgt wurde. 18. Wert des Vermögens( und seines Ertrages) und Schulden der Schulgemeinde. 19. Wert des Vermögens( und feines Ertrages) und Schulden der eingeschulten Gemeinden. Beide Ausweise( 18 und 19) müssen mit dem Grundbuchbogen belegt und von der Bezirksbehörde bestätigt sein. waren in Wien die der Internationale angeschlos jenen Verbände von Desterreich, Ungarn, Lettland, Schweiz, Deutschland und als Gäste der ArbeiterSchachbund von Polen und die Schachsektion des Aussiger Arbeiter- Turn- und Sportverbandes. Die Schachsektion des Anssiger ArbeiterTurn- und Sportverbandes wird sofort ihren Beitritt vollziehen, wenn der Anschluß an die SASI. zustande kommt. deutet. Gerichtssaal Brag, 11. September. Es hat sich mehrfach ereignet, daß Richter in offener Verhandlung Der Vorsitzende der Internationale, Iajer Arbeiter- Schachbund Polens bereit, beizutreten. Unter den gleichen Bedingungen ist auch der Ein Angeklagter, den niemand belastet. ( Chemnitz), behandelte in seinem Bericht eingehend die Borgänge, die sich während und nach dem A its Sport- Internationale wurde ihrer Bedeutung wegen laut barüber flagen mußten, daß das UntersuchungsDie Stellungnahme zur Sozialistischen Arbeitertritt ber Russen aus der Internationale ab- in einem besonderen Tagesordnungspunkt behandelt. material oft in ganz unzureichender Weise vergespielt haben. Einmütige Zustimmung fand seine Die Aussprache war furz, aber gehaltvoll. Alle arbeitet wird, Beugeneinvernahmen im Zuge der Feststellung, daß es den Russen von vornherein Delegierten waren von der Notwendigkeit des An- Boruntersuchung schlampig durchgeführt werden und schlusses an die SASI. überzeugt. Lediglich der der Richter häufig genug erst während des StrafSchweizer Bertreter wünschte eine furze Erflärungsverfahrens um die Ergänzung des Beweisverfahrens frist. In Anbetracht der in der Schweiz besonders sich kümmern muß. Es ist auch schon in der Fachschweizerischen Bundestag, der im Oktober stattfindet, die Untersuchungsrichter ihrer Aufgabe gelagerten Verhältnisse wurde diese Frist bis zum und Tagespresse darauf hingewiesen worden, daß gewährt. Im übrigen fam es zum einstimmi- häufig nicht voll entsprechen. Die Folge ist, daß gen Beschluß: nicht um die Erhaltung der Einheitsfront ging, sondern um eigene, rein parteipolitische Ziele ichinahme auf die jeweils besonderen Verhältnisse innerhalb der Arbeiter Schachbewegung, ohne Rüd in den einzelnen Ländern. Die zweideutige Haltung der Russen hat eine ganze Reihe internationaler Sitzungen zwangsläufig notwendig gemacht, die eine erhebliche Summe Geldes verschlungen haben. Von parteipolitischen Kämpfen, die auch heute noch innerhalb des deutschen Bundes eine Rolle spielen 20. Ob von den beteiligten Gemeinden Abgaben wenn auch ihr Höhepunkt bereits überschritten ist oder Gebühren eingehoben werden.( In einer werden auch die Verbände nicht verschont bleiben, Wir begrüßen diesen Schritt der Arbeiter besonderen Beilage ist anzuführen, welche die in ihren Ländern stärkeren kommunistischen Ein- Schach- Internationale. Er ist ein Sieg der Angaben in den drei letzten Jahren eingeschlag haben. Gläser fam zu der Schlußfolgerung, ehrlichen Einheitsfront der sozialistischen hoben und wie hoch ihr Ertrag war.) daß es daher für die gesamte internationale Schach- Arbeiterschaft. 21. Höhe der den Gemeindezuschlägen unterliegenden direkten Steuern in den Gemeinden, welche zur Bedeckung der Baukosten verpflichtet sind.( Besondere vom Steueramte bestätigte Beilage.) 22. Wenn für diesen Bau schon eine Unter stügung erteilt wurde, von wem( Staat, Land, andere öffentliche Körperschaften) und in welcher Höhe. Kleine Chronik viele Verhandlungen unnötigerweise mehrfach ver„ Die Arbeiter- Schach- Internationale ift in tagt werden müssen, was nicht nur eine vermeidihrer bisherigen Form aufgelöst und fonftituiert bare Mehrbelastung der ohnedies überarbeiteten fich nen als internationale Schachsparte der Richter bedeutet, sondern auch eine effektive GeldSozialistischen Arbeiter- Sport- Internationale." bergeudun g. Denn die Zengen müssen Fahrt osten- und Aufwandentschädigungen erhalten, die Anwälte rechnen für die mehrfache, gerichtliche Intervention ein höheres Palmare u. a. m. Anscheinend hat sich aber auch die Anklagebehörde das Biel gefeßt, auch die schwächste Anlage bis zur Verhandlung zu treiben, obzvar der fel hängt, gefunden hat. Schließlich, er war zu Schließlich, er war zu Staatsanwalt nach der Strafprozeßordnung nicht seiner Zeit ja auch schön, das findet man. Und nur auf das belastende Material, sondern ebengesessen hat er auch. Aber der Schnitt war doch so auch auf die Entlastungsgründe Rücksicht allmählich schon sehr aus der Mode gekommen. Und zu nehmen hat. Jedenfalls erlebt man hierzulande Der neue Anzug. wie man diese Farbe so lange ertragen hat, das be- faum, daß der öffentliche Ankläger eine Anflage falJedesmal, wenn ich vor der Notwendigkeit greift man kaum. Nur manchmal, wenn einem die len läßt, selbst in solchen Fällen, wo der Hauptzeuge stehe, einen alten Anzug ausrangieren zu müssen, Erinnerung an irgendeinen Vorteil, den man nur von Anfang an den Angeklagten entlastet. So 3. Andere besondere berücksichtigungswerte Un wird es mir wehmütig ums Herz. Man steht sich dem alten Anzug verdankte, damals als er noch neu wurde eine Hausgehilfin wegen Diebstahls stände. Außer diesen Beilagen ist noch bei- näher. Und abgesehen davon, daß die Unterwäsche war, aufsteigt, fommen wärmere Gefühle auf, aber berfolgt, obwohl der geschädigte Dienstgeber auszuschließen: a) Der vollständige Voranschlag nähere Beziehungen nicht auftommen läßt, ist man neue Vorteile und neue Begegnungen machen die drücklich erklärte, feinen Verdacht gegen sie zut der Schulgemeinde in den letzten drei Jahren, doch den ganzen Tag zusammen. Viel, was man alten vergessen und wenn uns beim Aufräumen in hegen. Und derartige Fälle gibt es genügend. das laufende Jahr miteingerechnet. In ihnen im Leben erreicht, verdankt man doch dem Anzug, unserm Schrank der alte Anzug plöblich mit dem So hatte heute OGR. Formanet als Einmuß die Berechnung des Abganges des Schul- den man trägt, und auch das bindet. Aber alle Ge- wehmütigen Blick, der alles alte, von der Zeit ver- zelrichter einen Fall nach dem berühmten„ Einundaufwandes enthalten sein; b) Der vollständige fühle, alle Sentimentalitäten helfen nichts. Eines brauchte, an sich hat, ansieht, brummen wir lieblos achtziger" abzuurteilen.„ Widerseglichkeit gegen eine Boranschlag aller eingeschulten Gemeinden Tages, wenn man sich eben entschlossen hat, den An- vor uns hin. Warum der Lumpen immer noch da Amtsperson." Kommunistendemonstration ( und ihrer Ortschaften), welche zur Bedeckung zug, den man liebgewonnen, noch ein Jahr durch- rumliegt und den Platz wegnimmt. fehl zum Auseinandergehen und( wie üblich) soforder Baukosten verpflichtet sind, ebenfalls für zutragen, macht man die Entdeckung, daß der Hosen- Wir verstehen selbst nicht, warum wir plöglichstranten, die einfach teinen Raum hatten„ auseintiges Einschreiten der Gendarmen gegen die Demonboden durchgesessen ist. Man kann ihn betrachten, jo lieblos sind gegen den alten Kameraden, aber wir anderzugehen". Mehrfache Anklagen waren die wie man will, man mag sich einreden, daß es kein Mensch sieht, gegen das Licht gehalten ist der schöne sind es. Und wie es die Menschen fertig bringen, Folge. Originell war das Verhör mit dem WachtStoff, über dessen Festigkeit man so viel Freude zu den Gefährten ihrer Jugend, die das Leben meister. Hat sich der Angeklagte widersetzt?" empfand, eine Gardine. Und Gardinen sind bei den schneller verbrauchte, als es sie selbst verbrauchte, Rein." Hat er sie angegriffen?"„ Nein." heutigen Begriffen von Anstand und Moral nicht Lump" zu sagen und sich mit Etel von ihnen ab- Sat er versucht, die Amishandlung zu vereiteln?" Auf jede Frage nach dem schuldhafgeeignet zur Bedeckung menschlicher Blößen. Dieje Feststellung ist immer das Wehmütigste. Man denkt, zuwenden, wenn sie ihnen unerwartet begegnen, das daß man den Anzug fliden fönnte, aber man be- verstehen wir dann plötzlich auch. Aber besser macht fommt den Stoff nicht. Und wenn man ihn be- uns diese Erkenntnis nicht. Erich Grisar. kommt, der durchgesessene Hosenboden war nur das Signal. Andere Fehler melden sich bald. Und es drei Jahre. Mitteilungen aus dem Bublilam. Das Rezept des Augenarztes fann nur dann feinen Zwed erfüllen, wenn das Augenglas fachmännisch angepakt wird. Lassen Sie Ohr Rezept bei Optiker Deutsch. Prag. Graben 2. Balais„ Koruna", ausführen. " „ Nein." Beten" Tatbestand ein promptes„ Nein"! Und tros dieser negativen Darstellung, die von allem Anfang an vorlag, mußte eine Hauptverhandlung angesetzt, Arbeitszeit versäumt, Zeugengebühren bezahlt, mit einem Wort das ganze gerichtliche Szenarium in Bewegung gesetzt werden. 3225 Versuche wurden vor 10 Jahren in den bleibt schon dabei, das beste ist, einen neuen Anzug Angriff auf den Weitstredenrekord. Auf dem Laboratorien der Firma Pála& Co., Schlan, ange- zu kaufen. Auch dazu kann man sich nicht entschlie- Flugplatz Le Bourget starteten Freitag früh zwei Der Angeklagte wurde freigesprochen. stellt, ehe die Erelsior- Batterien und die Radio- gen, denn so sehr, wie einem der alte Anzug gefiel, Flugzeuge, die den Weitstredenweltreford verbessern Aber es muß nachdrücklichst darauf hingewiesen werBalaba auf dem Markte eingeführt wurden. 3225 gefällt einem fein neuer. Aber was sein muß, wollen, den gegenwärtig die Amerikaner Board- den, daß, abgesehen vom rein ökonomischen StandVersuche! Welche Summe von Fleiß und Anstren- muß sein und so geht man, wenn auch schweren Ser- man und Pblando mit ihrem Flug New York punkt, hier noch andere Dinge in Frage kommen. gung waren da nötig. Diese Versuche zeugen von sens, hin, um einen neuen Anzug zu faufen. 3u- Stambul mit 8100 Stilometer inne haben. Es wir haben es schon erlebt, daß gewisse zartbesaitete der Gründlichkeit und den Sinn für Verantwor- nächst gefällt er einem gar nicht. Die Nähte find handelt sich um die Mannschaft Codos und Robida Dienstgeber ihren Angestellten auf die bloße tung der angeführten Firma gegenüber sich selbst steif, die Knopflöcher eng und der einzige Vorzug mit dem Flugzeug Fragezeichen" und um die Anlage hin auf die Straße warfen, daß z. B. und gegenüber ihrer Kundschaft. Es werden bloß ist, daß die Sose so schön gebügelt ist, wie man lange französische Mannschaft Doret. Le Brig und Mes- ein freigesprochener Familienvater mit fünf gründlich und eingehend überprüfte Erzeugnisse feine mehr an den Beinen gehabt hat. Aber so, min, die das Flugzeug Bin de strich Nr. 2" aur Kindern zum beschäftigungslosen Bettler geworden auf den Markt gebracht. Die Firma Bála stellt ein wie man das erst festgestell: hat, beginnt schon das Verfügung haben. Beide Mannschaften wollen die ist, der im ObdachlosenasyI haust, während Musterbeispiel einer Fabrik dar, die auf diese Art Wunder. Blöglich entdeckt man hundert Vorzüge Richtung Tokio über Berlin- Königsberg- Moskau seine Kinder der öffentlichen Fürsorge zur Last falund Weise und durch dieses Vorgehen in einigen an dem neuen Anzug, die der alte nicht hatte. und-Wladivostok einschlagen. Erreichen sie Tokio, so len. Wir wollen dahingestellt sein lassen, ob eine wenigen Jahren sich die Gunst einer derartig gro- mit dem Bewußtsein, daß man vorteilhafter aus würden sie den Reford auf 10.000 Kilometer ver- solche mehr als liebevolle, einseitige Betreuung des Ben Stundenzahl erwarb, daß sie in der Batterien fiéht. wächst auch das Selbstbewußtsein und plöglich bessern. Der Bindestrich Nr, 2" hat 8000 Liter Tatbestandes" wirklich den Erfordernissen industrie nunmehr den führenden Play in der tann man es gar nicht mehr begreifen, was man Benzin, der Apparat Fragezeichen" 5170 Liter einer wohlverstandenen Justiz- und Strafpolitik entRepublit einnimmt. 1210 an dem alten Zumpen, der nun vergessen im Win- getankt. fprechen lann. Seite 6 Samstag, 12. September 1931. PRAGER ZEITUNG. Von Herbst und Blener zu Goehr und Hornig. Alfred Pitterling, Postbeamte. August Dorschner, Revisionsbeamte der Zentral- Sozialversicherungsanstalt. Paul Weber, Postbeamte. Emil Glaser, Kaufmann. Heinrich Werner, Buchdruder. Frizz Fuchs, Angestellter. Friz Mitten huber, Angestellter. Zuschauern in der ersten Reihe stehen ein paar junge Japaner, die hier in Prag zufällig weilen, dazwischen hört man Brocken im Wienerdialett ein Kaleidoskop der großen, weiten Welt. J. R. Kunst und Wissen Einst waren die Führer des deutschen BürMax Pallenberg- Max Brod. geriums in Prag die Führer des Deutschtums nicht nur in Böhmen, sondern in ganz DesterDas Werk des genialen Jaroslav H.a šet, geschaffen aus der bunten und naiven Welt Altreich. Was sie sprachen, fand die Aufmerksamkeit Brags, ist heute Zantapfel einer Reihe von Liteder gesamten politischen Oeffentlichkeit eines raten, die immer mehr Rechte ableiten aus ihrer Großstaates. Sie hatten zivar fein Verständnis Die Wahlbewegung in Brag. Fruktifizierung der erfolgreichen und großartigen für die Bedürfnisse der sozial schwächeren Schich Lebensarbeit des verstorbenen tschechischen Autors, ien, was ja auch schließlich zunt Niedergang des Eine gesprengte Wählerversammlung. Dramatisierer, Uebersetzer und wieder Dramatisierer Liberalismus geführt hat, aber sie waren immerMit einem überraschenden Elan geht die machen plötzlich einen Wirbel um ihre geistige" hin Männer von Format, man denke nur an die Herbst und Plener und an Doktor tschechische Gewerbepartei, von welcher Arbeit am Schweit. Donnerstag abends, während Schmte y la L. Man vergleiche nun damit die man es zu allerleßt erivartet hätte, in den der Schweit"-Aufführung im Prager Varietee ließ Menschen, die das liberale deutsche Bürgertum Wahlkampf. In die Wählerversammlung der Frau Grete Reiner an Pallenberg einen Prags heute zu seinen Führern erforen hat. Die oppositionellen Gewerbeparteiler, welche am Expreßbrief zustellen, in dem sie behauptet, Liste der Deutschen Arbeits- und Wirtschafts- Donnerstag auf der Sophieninsel stattfinden den Schwejk- Dialekt ausgerechnet durch ihre als gemeinschaft in Prag wird geführt vom Architek sollte, stellte sich Abgeordneter Pech mann in stilistisch unzulänglich bekannte Uebersetzung erten Foehr, den wohl in seiner eigenen Partei Begleitung des Weinberger Vizebürgermeisters funden zu haben und verlangt nun von Ballenberg, niemand für ein politisches. Genie hält und von Novak und einer Anzahl seiner Parteigenossen der ihrer Ansicht nach just mit ihrer Geistesarbeit dem höchstens die Architekten sagen werden, ein und verhinderten die Versammlung zu er- Erfolg hat!, Abrechnung aller der vielen hundert daß er ein fähiger Politiker sei. Der Mann hat vor nicht allzulanger Zeit noch bei einer andern Partei debutiert und hat wahrscheinlich bei der Arbeits- und Wirtschaftsgemeinschaft einen besseren Unterschlupf und ein wärmeres Plätzchen gefunden. Aehnlich ist es um den Herrn Rudolf Hornig bestellt, der in der Liste bescheiden wie er nun ist, als Privatangestellter bezeichnet wird, in Wirklichkeit aber Redakteur eines bürgerlichen Blattes ist, für welchen Beruf er sich zu schämen scheint. Auch er hat ein anderes politisches Lied gesungen, bevor er vom deutschen w Bürgertum in Prag mit den Lorbeeren eines politischen Führers geschmückt wurde. So kann man vom deutschen Bürgertum in Prag wirt lich sagen, es ist auf den Foehr und Hornig gekommen! Seit wann ist die ,, Bohemia" das Organ der Landbündler? www Freitag, den 18. September, findet um 8 Uhr abends im Saale der Urania, Prag II., Smečkagasse, eine öffentliche Wählerversammlung der deutschen sozialdemokratischen Bezirksor ganisation Prag, statt. Redner: Nationalrat Genoffe Otto Glöckel( Wien), Präsident des Wiener Stadtschulrates. AutorenAr. 213. So sieht das Innere einer Excelsior- Palaba- Batterie noch nach 10 und sogar mehr Monaten aus. DieZinkbecher bleiben unangegriffen, denn der Elektrolyt wird auf besondere Art und Weise ohne Zugabe von Salmiak und ätzenden Stoffen erzeugt. Vergessen Sie nicht: PALABA PS PS 14 fert in der bürgerlichen Presse über diese Veranstal tung Interessantes" durch. Nach den schon zugegebenen Standalen ohne die eben ein bürgeröffnen. Als der angekündigte Referent Dr. Sa- 1Schweft- Aufführungen und Bezahlung von 20 liches Sportfest teines ist teilt man nun mit, daß trotz des ausgezeichneten Besuches" ein met, Generalsekretär der Prager Handelskam- Prozent der Tantiemen als mer, mit seinen politischen Freunden den Saal honorar! Was würde sie wohl dann ihrem be- Defizit von 100.000 Franken zu verzeichnen zum Protest verlassen wollte, wurden sie von den scheidenen Mitarbeiter Hašek zubilligen? Frau noch vom Fußballverband Geld ausgeliehen hat, unt Frauit. Da der französische Schwimmverband außerdem Gewerbeparteilern bedroht und sogar tätlich an- Reiner hat ihr Vorgehen durch den Anwalt Dr. Die Meisterschaften durchführen zu können, sist er gefallen. Otto Gellner, Herausgeber des im Mercy- Ver- nun in einer argen Klemme, weil der FußballverEiner der Angreifer, Vizebürgermeister lag erscheinenden Archivs für Gesetzgebung, wohl band feine Moneten wiederhaben will. Novat, wurde polizeilich sicherge dadurch am besten ins rechte Licht gesetzt, daß sie stellt. während der Vorstellung dem Künstler mit dem Richter drohte. Aber auch das geistige Eigentum des Literatur Ausschreibung. Bei der Feuerbestattungskasse proletarischer Freidenker mit dem Siße in Auffig a. E., gelangt die Stelle eines Es ist kein Geheimnis, daß zwischen den einstigen Bundesgenossen der Parlamentswahlen Bis zum heutigen Tag wurden 14 Kandidavon 1929, nämlich den Landbündlern und der tenlisten eingebracht, darunter außer den bekann- Herrn Brod wird unter anderem von seinem Die Sozialversicherung in der TschechoslowakiDeutschen Arbeits- und Wirtschaftsgemeinschaft ten alten Parteien noch drei Kandidatenlisten eigenen Leibblatt, dem„ Berliner Tageichen Republik. Bei Gelegenheit der Beratungen eine heftige Feindschaft besteht, die darauf zurück von oppositionellen Splitterparteien, und zwar blatt", lar gewürdigt: der Verbände der Krankenkassen in Prag hat das zuführen ist, daß die Landbündler sich durch das die kommunistische Opposition, dann eine Bar-„ Der Erfolg Pallenbergs... ist bei Deutschen soziale Institut der Tschechoslowakischen Republik Wahlbündnis benachteiligt glaubten und auf tei der tschechischen Hausbesizer, welche ge- und Tschechen gleich einmütig, während man sich eine Schrift herausgegeben, worin die soziale Arbeit den Schultern der Landbündler mehr Abgeord gen die mit den Agrariern verbündete Haus- der Dramatisierung oder vielmehr der Vergeschildert wird, die auf dem Gebiete der Sozialnete und Senatoren der Arbeits- und Wirt- befizerpartei auftritt, und eine Partei der wässerung dieser Dramatisierung versicherung in der Republik bisher geleistet wurde. schaftsgemeinschaft ins Parlament einzogen, als staatlichen, öffentlichen und privaten Angestellten von Brod und Reimann gegenüber, be- Der Titel des Buches lautet: Die Sozialversiche der Stärke dieser Gruppe entsprach. Berschärft und Pensionisten". sonders auf tschechischer Seite äußerst fühl ver- rung in der Tschechoslowakischen Republik. Das wurde der Gegensatz noch dadurch, daß die hält. Diese Verwässerung ist auch der Schweft- Buch ist in deutscher, tschechischer und französischer Arbeits- und Wirtschaftsgemeinschaft int Abgefigur in den Augen Prags abträglich." Sprache erschienen. Preis 20 K. Generalfommisordnetenhaus nicht dieselbe Politik machen wollte Kolonialausstellung en miniature in Prag. Und den Brief seines Mitarbeiters Sans sion Orbis, Prag XII. Bei allen Buchhändlern zu wie der Landbund, so daß der gemeinsame Klub Im„ Eden", dent Prager Lunapark in Wescho- Reimann wird sich der gewissenhafte Kämpfer haben. der beiden Parteien, der ursprünglich bestand, wiz, kann man zurzeit einen kleinen Nachgeschmack für Hašeks Erbe noch lange merken: wieder auseinanderging. Umso auffälliger mußte der Pariser Kolonialausstellung bekommen. Es eine vor einigen Tagen in der Bohemia" er- handelt sich zwar bloß um eine kleine Negergruppe schienene Notiz berühren, daß bei den Gemeinde- von 3 Frauen und einem Manne, aber was man wahlen in Prag die Landbündler für die Liste zu sehen bekommt, das ist ein Stück der gräßlichsten der Arbeits- und Wirtschaftsgemeinschaft stim afrikanischen Gebräuche, die es vielleicht überhaupt men werden. Die Verwunderung darüber muß gibt: Negerinnen mit erweiterten Lippen. noch steigen, als seitdem einige Tage verstrichen Bufolge eines barbarischen Gebrauches werden sind, ohne daß die Landpost" diese Mitteilung, den jungen Mädchen Mädchen zur Verschönerung" die die für ihre Prager Anhänger bestimmt ist, ge- Lippen mit einem Stifte durchstochen und eine bracht hat. Warum ich weigt die and Scheibe in die Wunde gelegt, die dann durch eine post" zu dieser Nachricht der Bo= hemia"? Entweder hat die„ Bohemia" eine größere Scheibe ersetzt wird, bis Ober- und Unterfalsche Nachricht gebracht, dann müßte die lippe eine horizontale tellerartige Form bekommen Landpost" dies feststellen. Entspricht jedoch die und nicht selten bis 25 Zentimeter im Durchmesser Mitteilung der„ Bohemia" den Tatsachen, dann haben. Daß natürlich die Sprache der betreffenden ist nicht einzusehen, warum die Landpost" die Frauen darunter leidet und bloß einem Bellen Nachricht nicht gebracht hat. Es scheint also ähnlich wird, kann man sich denken. innerhalb der Landbündler beziv. ihrer Prager Im Eden sind drei solche Frauen aus dem Organisation etwas nicht in Ordnung zu sein Stamme Djindjé aus Sara am Thad See in der und die Prager Wähler haben ein Recht darauf Aequatorgegend zu sehen. Die Armen sind junge zu erfahren, wie denn der Bund der Landwirte Weiber, etwa 25 Jahre alt, mit hübschen, schlanken bei den Prager Gemeindewahlen vorzugehen Gelenken und führen in Begleitung eines schwarzen gedenkt, ob das Bündnis mit der A.- u. W.- Ge- Galans ein paar einförmige Tänze auf, nach jeder meinschaft wieder erneuert wurde oder ob der Darbietung" für einen Applaus sehr dankbar. Bund der Landwirte seinen Anhängern freigestellt hat, unter den vorhandenen Listen, die in Prag aufgestellt worden sind, zu entscheiden. Wählet Liste 14 der deutschen Sozialdemokratie, die nachstehende Namen enthält: # " Man erklärt sich diesen furchtbaren Gebrauch der Verschandelung und Entstellung einer Frau damit, daß die betreffenden Negerstämme ihre Frauen durch diese Verstümmelung gegen den Frauenraub anderer kriegerischer Stämme schützen wollen. Die französische Regierung, welche jene Gebiete als Kolonialmacht verwaltet, hat das Berreißen und Erweitern der Lippe nunmehr gesetzlich verboten. Bei diesen Stämmen ist es auch üblich, daß die Dr. Emil Strauß, Redakteur und Mit Frau von den Eltern gegen Vieh oder Eisenmünzen glied der Landesvertretung. Dr. Egon Sch wel b, Advokat. Richard Schönfelder, Privatbeamter. Maria Deutsch, Mitglied der Landesvertretung. Franz Nehyba, Bankbeamter. Anton Siegl, Korrektor. Gisela Paul, Private. Edwin Janetschet, Inspektor der tschil. Staatsbahnen. Julius Grundmann, Reisender. Dr. Josef Vatter, Professor. Josef Gregori ch, Souffleur beim Deut schen Theater. gekauft wird. Der Preis für eine Lebensgefährtin bewegt sich in unserer Währung ausgedrückt zwischen 65 und 130 Kronen. Aufführungen müssen stattfinden, bin gegen Deinen Protest... Die Fassung Pallenbergs ist für Bühnenzwecke unendlich besser... hätten wir nur also Iustig geschrieben... Ich bin blindlings für Pallenbergs Fas jung eingenommen und protestiere gegen Deinen Protest... Du wirst nicht nötig haben, einen Rückzug anzutreten, weil durch Deinen Protest die Ehre der Autoren, nebbich, längst hergestellt ist. Seien wir froh, daß der Schweik endlich, endlich in Prag gespielt wird. Diese Stellungnahme seiner eigenen Schrittmacher dürften Herrn Dr. Mar Brod die nunmehr unumgänglich notwendige Aufklärung der Deffent lichkeit nicht sehr erleichtern. Frauen haben das gern", Operette von Walter Stollo( Buch von Arnold und Bach, Gesangsterte von Rideamus) ist als Operettennovität der Kleinen Bühne in Vorbereitung. Der letzte Equipagew", Komödie von Katajem, wurde von Direktor Bolkner zur Uraufführung erworben. Die Premiere wird bereits Donnerstag, den 24. September, stattfinden. Aus der Partei Jugendbewegung. S. J. Prag, Gruppe I. Morgen Wanderung nach Tuchoměřice. Wir treffent uns halb 9 Uhr Endstation der Einser( Hvězda). Sport- Spiel * Körperpflege Bürgerlicher Sport. Gefretärs zur Besetzung. Derselbe muß konfessionslos, auf dent Gebiete des Feuerbestattungswesens bewandert, beider Landessprachen in Wort und Schrift vollkommen mächtig sein und nachgewiesenermaßen organisatorische und agitatorische Fähigkeiten besien. Offerte, welche die Gehaltsansprüche und die Angabe des bisherigen Lebenslaufes enthalten müſsen, sind bis 1. Oktober ds. J. an den Obmann Friedrich Schandert, Aussig, Schlachthof, versehen mit dem Kennworte„ Sekretär", einzusenden. Der Vorstand der Feuerbestattungstasse behält sich die Ablehnung aller Offerte ohne Angabe der Gründe vor. Ein Versuch überzeugt! In allen Apotheken. Preis Kč.28Ke 12 uke.28 1309 Togal unubertroffen bei RHEUMA- GICHT KOPFSCHMERZEN Ischias Hexenschuß u Erhaltungskrankheiten Entfernt d Harnsäure! 6000 Arztegutachten! Vollkommen unschädlich Fragen Sie Ihren Ar Generaldepot ZUM BRAUNER'S APOTHEKE WEISSEN LOWEN PRAG II. PŘÍKOPY 12. Im Palais Sylva Jaroucia Verlangt überall In der Gastwirtschaft des Vereines Arbeiter heim" in Neu- Titschein gelangt die Stelle eines Wirtes Im Negerdorfe gibt es dann ein paar Araber, Aegypter, Feuerschlucker und was sonst zu einer afrikanischen Siedlung in einem Lunapark gehört. Sparta Prag und Fußballer aus Sowjetrußland. Ein junges Arabermädchen lädt im Berliner Dia- Wir hatten schon vor einigen Tagen Gelegenheit, lefte ein, jedem das Schicksal aus der Hand zu lesen, auf bevorstehende Spiele der Prager Sparta mit der ein paar Nickelmünzen als Bakschisch bereit russischen Fußballern hinzuweisen. Nun heißt es hat, eine blutjunge Engländerin, die sich mit ihrem schon, daß die Verhandlungen im Fortschreiten beBatten, einen jungen Aegypter, arabisch unterhält, griffen sind und falls die bürgerliche Internatiofredenzt unter einem Zelte nach orientalischer nale( Fifa) die Erlaubnis erteilt, was gar nicht so Manier echten Moffa und hat sich über den Umweg ausgeschlossen ist, da England, außerhalb der Fifa, des Arabischen und Deutschen bei uns in Prag auch rubig mit Fifa- Vereinen und Verbänden spielt bereits so weit afflimatisiert, daß sie„ Pravy Motta- es zu einem Besuch eines führenden Fußballza dvě Koruny" in der hiesigen Staatssprache ruft, Klubs von Moskau in Prag kommen" dürfte. Auch daß sogar der ehemalige Präsident des Obersten ein Städtespiel Prag- Moskau sei geplant. Wir Gerichtshofes und Betreuer des Sprachengesetzes bringen diese Nachrichten absichtlich ohne Kommen hierzulande mit ihr zufrieden wäre. tar, da sie für sich selbst deutlich genug sprechen. Ein entwichener französischer Legionär macht Auch noch Defizit bei den Pariser Europaben Cicerone bei den Lippen- Negerinnen, unter den Schwimm- Meisterschaften! Langsam, aber doch sikChefredakteur: Wilhelm tegner. Verantwortlicher Redakteur: Dr. Emil Strauß, Prag.- Drud: Rota" A.-G. für Zeitung- und Buchdrud, Prag. Brag. Die Zelingsmarieufrantatur wurde von der Bost. u. Telegraphendiraktion mit Erlaß Nr. 13.800/ VII/ 1930 bewilligt. - Für den Drud verantwortlich: One t Bezugsbedingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Post monatlich Kč 16.-, vierteljährlich Ke 48.-, balbjährig Ko 96.- ganzjährig Ko 192 Jujerate werden laut Tarif billigst berechnet, Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. Rüdftellung von Manuskripten erfolgt nur bei Einsendung der Retourmarlen. Julie Hadenberg, Private. Dr. Emil Franzel, Redakteur. Ernst Strnad, Angestellter. Erna Neuwirth. Mittelschulprofessorin. Franz Brand I, Musiker. Wilhelm Metzger, Schriftsetzer. Rudolf Baier, Glasergehilfe. Serausgeber: Siegfried Za u b. Dont 1. November 1931, spätestens vom 1. Jänner 1932 zur Befegung. Sau tionsfähige Bewerber mögen ihre Anbote bis 25. September 1931 an die Verwaltung des Volkshauses in Rey- itschein, Obertoritras 23. einsenden, woselbst arch die näheren Bedingungen A.S.I zu erfahren sind. VOLKS ZUNDER SOLO 1310 Die Verwaltung.