Einzelpreis 70 Heller. Sozialdemokrat Zentralorgan 6. Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei i.d.Tschechoslowakischen Republik 11. Jahrgang. Dr. Walther Pfrimer. Der Mann, der Oesterreich in den Bürgerkrieg treiben wollte und vor dem ersten Schuß davonlief. mten. Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich früh. Redaktion und Verwaltung: Prag II., Relájanta 18. Telephon: 26795, 31469.( Nachtredaktion): 26797 Bonichedami: 57544 Dienstag, 15. September 1931 Das Ende des österreichischen Fascismus: Nr. 215. Ein mißglückter Putsch der Heimwehrbanditen In der Nacht auf Sonntag haben die obersteirischen Heimwehren einen Putsch versuch unternommen. Sie beschten wichtige Städte, hielten Bahnhöfe, Bezirkshauptmannschaften und staatliche Aemter militärisch offupiert, nahmen sozialdemokratische Funktionäre in Haft und proklamierten die Uebernahme der Staatsgewalt durch den Heimwehrführer Dr. Pfriemer. Die Abwehrmaßnahmen kamen infolge der zögernden und anscheinend nicht einwand= freien Haltung des christlichsozialen Landeshauptmanns von Steiermark, Dr. Rintelen, nur langsam in Fluß. Sonntag vormittag wurde aber der Schutzbund mobilisiert und in Bereitschaft genommen. Die Sozialdemo traten forderten von der Regierung energische und schleunige Abwehr. Daraufhin setzte die Bundesregierung Militär und Gendarmerie gegen Zentren des Putsches in Bewegung. Fast überall räumte Heimwehr die besetzten Punkte ohne Widerstand. In Kapfenberg fam es zu einer Schießerei, die Todes: opfer forderte. In den Abendstunden war das Schicksal des Putsches besiegelt. Im Laufe des Montag versicherte sich die legale Macht überall der entscheidenden Punkte und Personen. Es scheint, daß; Pfriemer zu früh losgeschlagen hat und daß auch in anderen Ländern Putsche geplant waren. Ueber das Spiel hinter den Kulissen wird man erst im weiteren Verlauf der Untersuchungen aufgeklärt werden. * * Was Sonntag in Obersteiermark geschehen ist, wird auch den Betrachter österreichischer Dinge in Staunen verseßen, der die Füh rer des Heimwehrfascismus allesamt für so dumm wie verbrecherisch gehalten und ihnen daher den gewissenlosesten Hochverrat ant ihrem Lande nicht minder als die tölpelhafteste Durchführung ihres Vorhabens zugetraut hat. Noch ist es zu früh, um ein abschließendes Urteil über die Beweggründe der Starhemberg und Pfriemer, vor allem aber ihrer dunklen Hintermänner, der Rintelen und Seipel, der Apold und Piffl fällen zu können. Man kann zur Stunde nicht mehr als das Faktum besprechen, daß der seit Jahr und Tag ausgehöhlte und zu kläglichem Absterben verurteilte österreichische Fascismus den Putsch, den er duizendemale angefündigt, Wahl der nichtständigen Mitglieder Wien, 13. September. Heute früh um 2 Uhr der niederösterreichischen Heimwehren nach jahrelang vorbereitet und im entscheidenden des Bölterbundrates. besetzten bewaffnete Heimwehrabteilungen mit Steiermart zu verhindern. Augenblick noch jedesmal abgeblasen hatte, Der Völkerbund will sparen. Maschinengewehren die Bezirkshauptmannschaft Eine Extraausgabe der Arbeiter- Zeitung" nunmehr, in einem Augenblick, da er völlig und andere Staatsämter sowie die Gemeinde- veröffentlichte unter dem Titel Heimwehrputsch" aussichtslos scheinen mußte, unternommen hat Genf, 14. September. Die Völkerbundver- ämter in Brud a. M., in Kapfenberg, einen sozialdemokratischen Aufruf des Partei- und daß dieser Putsch wie vorauszusehen in sammlung hat heute nachmittags die Wahl der Judenburg, Zeltweg, Schladming vorstandes, in dem es heißt: jämmerlichster Weise, leider nicht ohne Opfer nichtständigen Ratsmitglieder vorgenom und anderen Orten in Obersteiermark, ebenso in Gewissenlose Abenteurer haben in der Zeit Nachdem Guatemala dieser Tage die einigen Kleineren Ortschaften in Oberösterreich der schwersten Wirtschaftsnot und wichtiger Strean Menschenleben, zusammengebrochen ist. Niederlegung seines Ratsmandates zurückgenom- und in Salzburg. Die Abteilungen vertrieben die ditverhandlungen einen Tollhausstreich Vor zwei Jahren begann die Heimwehe men hatte, waren nur die drei turnusmäßig aus Beamten und erklärten, daß sie nun die Macht im gegen die Republik und die Demokratie gewagt. von den bloßen Drohungen und den indivi scheidenden Länder Spanien, Persien und Bene- Staate übernehmen. In Judenburg ver- Der irrjinnige Putsch wird in wenigen Stunden duellen Terroraften zu großen Aktionen überzuela zu ersetzen. Spanien, das vor drei jammelten sich die Heimwehrleute bei ihrem bezusammenbrechen. Die Arbeiterschaft und ihre zugehen. Sie veranstaltete am 18. August Jahren für wiederwählbar erklärt worden war, tannten Führer Dr. Pfriemer und gaben eine Schutzbünde sind in Bereitschaft. Sie werden, 1929 in Sanft Lorenzen den Ueberfall crhielt heute 43 von 48 abgegebenen Stimmen. Proklamation heraus, in der sie mitteilten, daß wenn es notwendig ist, die Republik und die De- auf sozialdemokratische Arbeiter, der das SigFerner wurden gewählt China mit sämtlichen sie die Macht im Staate übernehmen und alle mokratie zu schüßen wissen. Zunächst hat aber die nal zum latenten Bürgerkrieg wurde. Nach 48 und Panama mit 45 Stimmen. ihre Mannschaften unter die Waffen rufen, daß Staatsgewalt gegen die frechen Gesetzesbrecher dem die Heimwehrler das Kabinett StreeDie zersplitterten Stimmen entfielen sie ferner die Staatsbeamten ihres Eides für die einzuschreiten. In das Zuchthaus mit den auf Ungarn, Merito und Portugal( je Republik entbinden und das Kommando des Putschisten, wohin sie schon lange gehören! Ar- uwih gestürzt hatten, wurde Schober zivei) und Belgien und Bulgarien( je eine Bundesheeres, der Gendarmerie und der Polizei beiter! Eiserne Disziplin, tühle Ruhe sind in zum Kanzler ernannt, den zunächst gleicherStimme.) übernehmen, die geltende Verfassung, besonders dieser Stunde das Wichtigste, Keine selbständigen maßen das demokratische Ausland wie die Die Völkerbundversammlung hat außerdem der Stadt und des Landes Wien aufheben, die Aktionen. Haltet Euch bereit, wenn die Sozial- Heimwehren als ihren Treuhänder" ansahen. auf Grund eines Antrages ihrer Budgetfommis Geschworenengerichte beseitigen und Dr. Pfrie- demokratie Euch ruft! Schober paktierte, wie man heute aus den sion beschlossen, das Arbeitsprogramm des Völker- mer zum Staatsführer" erklären. Die Wiener Polizei wurde um halb 3 Uhr Enthüllungen seines ehemaligen Freundes bundes für das nächste Jahr zur Erzielung von Von dem Heimwehrputsch wurden folgende früh alarmiert und besetzte sämtliche Bundes- und Gönners, des berüchtigten und übelst beErsparnissen zu prüfen und gegebenenfalls Städte Obersteiermarks betroffen: Judenburg, gebäude. Ebenso wurden die Stadtgrenzen von leumdeten Zeitungsmannes Lippowitz, mit auf das unumgänglich Notwendige einzuschrärfen. wo der ganze Generalstab der steirischen Heim- Polizeiabteilungen besetzt. genügender Bestimmtheit weiß, mit den HeimAn die einzelnen Ausschüsse wurde der Bescheid wehren mit Dr. Pfriemer versammelt war, wei Ultimatum der Sozialdemokraten. wehrführern, ließ den Major Papst in seinen weitergeleitet, sich aller Beschlüsse zu enthalten, ter Brud a. M., Kapfenberg, Zeltweg, Schladdie neue Ausgaben nach sich ziehen. ming, Knittelfeld und Köflach. Von hier dehnte Im Laufe des Vormittags erschienen die Bureaux in der Polizeidirektion amtieren und sich der Putsch auf einige Gemeinden Oststeier- sozialdemokratischen Abgeordneten Bürgermeister entwickelte den Fascisten den Plan einer Ber marks, dann auf vereinzelte Gemeinden Ober- Seit, Bauer und Danneberg beim Bun- legung des Parlaments nach Stremsmünster, österreichs, namentlich auf der ch dorf, weiter deskanzler Buresch und überreichten ihm im Na- wo es unter den Druck der Heimwehren geauf das Salzkammergut, hauptsächlich Aussee men der sozialdemokratischen Partei und der Ge- stellt werden und eine neue„ Berfassung" beund Umgebung, auf St. Johann im Pongau und werkschaften eine ultimative Forderung, schließen sollte, während in Wien gleichzeitig Falkenstein aus. In Kirchdorf wurde der Be worin sie u. a. verlangten: ein Staatskommissar an Stelle des sozialSofortige Niederwerfung des PutschverBürgermeisters Berlin, 14. September. Aus Berlin wird zirkshauptmann, in Falkenstein der Bürgerfungieren unts telephoniert: Die Kommunisten hatten die meister von den Heimwehren verhaftet, doch wur- suches, Berhaftung der Rädelsführer und Ge- demokratischen währleistung der Sicherheit durch die Regierung, würde. Die Heimwehren verließen sich auf Sozialdemokraten aufgefordert, öffentlich mit den beide bald von Gendarmerie befreit. Die Heimwehren besetzten auch einige Bahn- weiter, daß zwei von den Heimwehrleuten besette Schober, der sie wie vordem und nachher alic ihnen zu diskutieren. Schon in der vorigen Woche sollte eine solche Versammlung stattfinden. böje, wichtige Straßenkreuzungen und einige Eisenbahnstationen in Steiermart sofort freige- jeine Verhandlungspartner in biederer SchlichtDie Sozialdemokraten hatten aber die Beteili- Brücken über die Mur und die Mürz und poftier- geben werden, widrigenfalls die Gewerkschaften heit und Fibelschlauheit über die Löffel haitte und die sozialdemokratische Partei zur Selbsthilfe und an das kreditgebende Ausland verriet. gung daran abgelehnt, da die Kommunisten Ein- ten dort überall Maschinengewehre. schreiten müßten. Bundeskanzler Dr. Buresch Vor allem unter dem Einfluß der englischen trittsgeld, selbst von Arbeitslosen, verlangBlutige Zusammenstöße. erklärte, daß es im Laufe des heutigen Tages Diplomatie bequemte er sich zu einem harmten und damit ihre Kassen füllen wollten. zweifellos gelingen werde, den Putsch niederzu loseren Programm, führte die antiparlamenIn zwei Orten, in Hönigsberg bei Mürz- fchlagen. Die Regierung habe alle Machtmittel tarische Heimwehr auf das Eis der parlamenFür heute hat die sozialdemokratische Partei in den Sportpalast, den größten Saal Ber- zuschlag und in Kapfenberg, lam es zu Schieße des Staates aufgeboten. tarischen Verfassungsrevision und während lins, eine öffentliche Versammlung einberufen, reien. In Hönigsberg machte die Heimwehr In den ersten Vormittagsstunden sand un- noch die Pfriemer, Steidle und Starhemberg zu welcher die Kommunisten einen Diskus den Versuch, den Ort zu besetzen, wurde aber von fionsredner stellen wollten. Schon vom früden Arbeitern berjagt. Auf dem Rüd- ter Führung des Bundeskanzlers im Bundes- den Marsch auf Wien vorbereiteten, spielte hen Nachmittag zogen die Berliner Arbeiter in ug schoß sie aus Maschinengewehren. Sie wur- fanzleramt ein Ministerrat statt, in dem vor sich im Parlament das Hornberger Schießzen den von den Arbeitern verfolgt, wobei diese ihnen allem festgestellt wurde, daß die Organe der um die Verfassung ab, als dessen einziges dichten Scharen zum Sportpalajt. Lange vor Bevier Maschinengewehre und eine Anzahl Gewehre öffentlichen Verwaltung, des Sicherheitsdienstes, positives Ergebnis die berühmte Wahl des ginn der Versammlung war der Saal derart abnehmen konnten. Verletzt wurde niemand. Bier des Bundesheeres und der Bundesbahnen ihren Bundespräsidenten durch das Volk übrigblieb, überfüllt, daß er von der Polizei gesperrt Heimatschüßler, die von einem Dach aus mit Verpflichtungen in jeder Richtung nachgekommen die gegenwärtig oder doch bis zum steirischen werden mußte. Trotzdem versuchten noch Gruppen einem Maschinengewehr feuerten, wobei aber find. Es wurde beschlossen, a II e Macht mit die gegenwärtig oder doch bis zum steirischen von Kommunisten in den Saal einzubringen. Den niemand verlegt wurde, sind verhaftet worden. tel des Staates einzusehen, um die Butsch die größte innerpolitische Verlegenheit Anordnungen der Polizei wurde keine Folge ge- Aerger ging es in Kapfenberg aus. Dort Ruhe und Ordnung in türzester Zeit noch im Desterreichs darstellte. leistet, und als diese versuchte, die Menge in die versuchte die Heimwehr, das Arbeiterheim Laufe des Tages wiederherzustellen und gegen die Es dauerte einige Zeit, bis die HeimSeitengassen abzudrängen, fam. es zu großen Tuzu ist ir men, wobei sie das Arbeiterheim aus Urheber der Bewegung in schärfster Weise nach wehren den Verrat ihres Treuhänders Schomt ultent. Schließlich entstand in dem Gedränge Maschinengewehren beschoß. Dabei wurde ein den bestehenden Gesehen vorzugehen. ber tapiert hatten. Dann setzten sie alles zu eine Panit, wobei eine Anzahl von Personen Arbeiter getötet und drei lebensgefährlich ver- Daraufhin wurde das Bundesheer in den seinem Sturz in Bewegung und da auch Seiverletzt wurde. So wurden 5 schwer und 25 leßt; außerdem wurden ein Arbeiter und ein ersten Vormittagsstunden in verstärkte Bereit- pel die Zeit für gekommen hielt, Schober zu leicht verlegte gemeldet. Die Straße vor dem Heimwehrmann leicht verletzt. schaft verseßt. Ueber Weisung des Bundesmini Sportpalast mußte geräumt werden. sters für Heereswefen Baugoin wurden Trup- erledigen, ließ er vor mun einem Jahr In Wien. In der Versammlung, in welcher die Sopentontingente aus Wien, Graz und Kla- September ist anscheinend der Schicksalsmonat der österreichischen Regierungen das Kabizialdemokraten weitaus die Mehrzahl haben, sprach Gen. Abg. Künstler, dessen Referat durch den republikanischen Schutzbund alarmiert. Wien wurde in den frühen Morgenstunden genfurt nach Obersteiermark beordert. nett Schober fallen und durch das Kabimit stürmischem Beifall aufgenommen wurde. In einem Manifest der Bundesregierung nett Vaugoin ersetzen, in dem die Heim Der Semmering wurde in den Morgenstunden Es ist noch ungewiß, ob die Versammlung, von Angehörigen des republikanischen Schußbun- wurde es als ein Trost in dieser Schicksalsstunde wehren mit den Herren Starhemberg und die noch andauert, zu einem friedlichen Abschluß des befeßt, um ein eventuelles. Bordringen der erklärt. daß die Machtmittel in der Hand der Re- Hueber vertreten waren. Diese verfassungswidrige Putschistenregierung, deren Innen( Fortseßung auf Seite 2.) steirischen Heimwehren nach Niederösterreich oder| gebracht werden wird. Sozialdemokratische Maffenlundgebung im Sportpalast. Kommunistische Tumulte. her Seite 2 Dienstag, 15. September 1931. minister, eben jener Starhemberg, sich an Bü- wehrmaßnahmen entschlossen, denen der Putsch darmen haben sich da und dort an der Büberei bereien nicht genugtun konnte und mit Staats- innerhalb weniger Stunden erlag. Die Söld- beteiligt; die Waffen wurden den Heimwehren streich, Standgericht und jeinem privaten ner des Kapitals und der Aristokraten, geführt in vielen Orten zurückgegeben. Hier liegt Jägerkorps drohte, brachte zwar Desterreich von alten österreichischen Schlachtenverlierern die Schwäche des österreichischen um den Rest politischen und finanziellen Stre- und Etappenhelden, räumten ihre Positionen Sy ste m s. dits, den es nach zehn Jahren bürgerlicher fast ohne Widerstand. Es macht den Eindruck, 4 Der Heimwehrputsch. ( Fortseßung von Seite 1.) Nr. 215. Starhemberg und Rauter verhaftet. Montag früh wurde auch in seiner Grazer Wohnung der Stabsleiter Pfriemers, Rauter, festgenommen und dem Landesgericht eingeliefert. Pfriemer selbst ist bisher unauffindbar. Auch in Wien, 14. September. Heute ist es gelu... gen, Starhemberg zu verhaften. Im AufDer Putsch war, so blödsinnig er scheinen irage der oberösterreichischen Landesregierung Regierung im Ausland noch besaß, aber sie als hätten die Heimwehrler den Putsch der mag, ein Verbrechen, denn er muß die wurde Gendarmerie nach seinem Schloß in Eferbrachte immerhin auch einen Teil der Deiter- reinen Form halber ausgeführt und nur auf Anleiheverhandlungen Desterreichs empfind- ding entfandt, die jedoch das Loch leer fand. Eine reicher zur Besinnung. Die Wahlen das Erscheinen der Gendarmen und die Mobilich stören. Er könnte aber trotzdem zum Aus- Durchsuchung nach Waffen war resultatlos, doch endeten, ohne daß die Heimwehren es wagten, lisation des Schutzbundes gewartet, um sich gangspunkt einer besseren Aera wurde ein Paket mit Evidenzen und Auszeich den angekündigten Putsch durchzuführen, mit nach getaner Pflicht in ihre Wigwams zurück- werden, wenn man sich in Desterreich nun nungen gefunden, die für Starhemberg belastend einer Niederlage des Rabinerts ziehen zu können. endlich in zwölfter Stunde zu einem System:- sind. Das Paket wurde beschlagnahmt. StarVaugoin Starhemberg. Die große Daß die Heimwehr längst auf den wechsel entschlösse. Die„ staatsfeindliche" So- hemberg hatte sich nach Weißkirchen in das Schloß ,, Volksbewegung" der Heimwehren erhielt nur und, daß ihre Führer Hohlköpfe von zialdemokratie hat am gleichen Tage, da der reth, begeben. Als die Gendarmerie auf Lastseines Freundes, des ehemaligen Grafen Coin einem Wahlkreis ein Mandat im ersten Museumswert, ihre Anhänger feige Miet- staatserhaltende" Heimwehrfascismus Dester- autos auch dorthin kam, wurde das Schloß umWahlgang und konnte mit acht Mann gerade linge sind, das hat der Putsch nur bestätigt. reich aufs schwerste gefährdete, ihr Programm zingelt. Starhemberg sah, daß er nicht mehr entein Zwanzigstel der Parlamentssitze belegen. Leider zeigt er aber auch, daß nach wie vor der Krisenbekämpfung veröffentlicht. Es ist das fommen könne. Er versuchte zunächst, freies GeAuch dieser Gewinn ging auf Kosten der Behörden und Landesregierun- Programm der Rettung, das sich leite zu bekommen, und wandte sich mit diesem verbündeten Christlichsozialen, so daß nun die gen mit ihnen liebäugeln. Der stei- vom Hintergrunde des Heimwehrverbrechens Verlangen an die Landesregierung. In den MorSozialdemokraten die stärkste Partei im Na- rische Landeshauptmann Rintelen hat umso rühmlicher abhebt. Wenn das österrei genstunden beriet die oberösterreichische Landestionalrat waren. Im Parlament zeigte sich ohne Zweifel von dem Putsch gewußt und die chische Volk diesmal das Gebot des Tages ver- regierung darüber, trat aber die Sache dann der die erschreckende Geistlosigkeit des österreichi: Abwehr sabotiert; Bezirkshauptleute und Gen- steht, wird es zu retten sein! Ratstammer ab. Schließlich wurde Starhemberg schen Fascismus in hellstem Lichte. Nach um 9 Uhr vormittag verhaftet, mit ihm zugleich wenigen Monaten schien die Heimwehr völlig sein Gastgeber. zerfallen und aktionsunfähig- ein Bild, das sich im übrigen ja auch nach dem Putsch ergibt. Aber wir haben schon im Winter und beim Sturz des Kabinetts Ender neuerlich gierung und allen Situationen gewachsen sind. Die Beamten, die Bürgermeister und auch zahlreichen Orten Steiermarks wurden Verhafdarauf hingewiesen, daß Oesterreich nur mit Genugtuung wird festgestellt, daß dank der die lokalen Polizeibeamten, die früh von der fungen von mehr oder weniger hohen Führern durch einen gründlichen System Pflichttreue aller staatlichen Organe und der Heimwehr ihrer Aemter entkleidet, vertrieben und der Heimwehr vorgenommen. In Kapfenberg wechsel geholfen werden könnte. Treue der überwiegenden Mehrheit der Be- teilweise auch in Haft genommen worden waren, wurden sieben Heimwehrleute, die an der SchieWeder Ender noch Buresch gingen energisch völkerung, welche den verbrecherischen Anschlag wurden wieder in ihre Funktionen eingeführt. Berei beteiligt waren, festgenommen und dem Gegegen die Heimwehren vor, feines der bürger mit Entrüstung und Abscheu von sich wies und Die lokalen Kommandanten der Heimwehr- Or- richte in Leoben eingeliefert. In Linz wurden lichen Kabinette unternahm etwas, um der sich um die gefeßmäßige Regierung scharte, dieses ganisationen wurden größtenteils verhaftet. Die als Heimwehrführer bekannten pensionierten Unternehmen auf einen Teil des Bundesgebietes Wirtschaftskrise zu steuern, die Staatsfinanzen beschränkt und auch dort ohne Erfolg blieb. Die abends einerseits im Raume zwischen Leoben rit in Haft genommen. Refte der Heimwehren waren gegen 7 Uhr Generale Puchmayr und Englisch- Popasicherzustellen. Der Krach der Rothschildschen Bundesregierung wird pflichtgemäß die Schuld- und Judenburg und andererseits zwischen Leoben Der Heimwehrfürst war vorsichtig. Sereditanstalt offenbarte den Bankrott Defter tragenden mit der ganzen Strenge des Gesetzes und der Gemeinde Donawis versammelt. Es reichs, der sich politisch in der Genfer Nieder- zur Verantwortung ziehen. handelte sich um zwei Gruppen der Heimwehr, Bezirkshauptmann von Eferding mitgeteilt, daß Starhemberg hatte bereits am Samstag dem lage auswirkte. Noch immer aber glaubte man, von denen jede ungefähr 800 bis 1000 Mann mit Rullitäten wie Schober und Buresch, zählt. Von Klagenfurt und Graz waren jedoch es wahrscheinlich in der Nacht auf Sonntag mit dem Putschisten Vaugo in und mit der In Obersteiermart wurde durch Truppen- schon Bundesheerabteilungen unterwegs, um zu einer Heimwehrinitiative kommen werde, der Nebenregierung Biff!- Seipel weiter- abteilungen rasch der Zusammenbruch der Attion diese Heimwehrgruppen ebenfalls zu entwaffnen. ex felbft aber nicht zustimme. Die Behörden schließen daraus, daß Starhemberg von dem betoursteln zu können. Während in Genf der der Heimatwehren herbeigeführt. Das Erscheinen vorstehenden Putsch Kenntnis besaß, jedoch den Rest der österreichischen Souveränität für eine jder Truppen genügte überall, die gesetzliche OrdErfolg desselben abwarten wollte. Anleihe verschachert wird, balgten sich daheim nung wieder herzustellen, ohne daß es dabei zu Führer des verkrachten Putsches Dr. Pfriemer In den Abendstunden erging dann von dem bevor er eine Entscheidung traf. die Kliquen und Parteien des Bürgertums Zusammenstöken tam. Die Arbeiterzeitung" beschuldigt den FürGegen Mittag waren fast alle wichtigeren an die Heimatschußformationen die Weisung, die stent Starhemberg weiters, versucht zu haben, den um die Kandidatur zu der überflüssigen Brä- Städte wieder der Heimwehr entrissen. In den Attion einzustellen und nach Hause zu geheit. Kommandanten der Linzer Garnison des BunHänden der Heimwehr befanden sich nur mehr Auch die in der Nähe von Graz zusammengezo-, desheeres, den Obersten Weiler, zu einer BeSei es nun, daß die Heimwehren die Leoben, Katzenberg, Judenburg und Aussee. Sonst genen Heimatschüßler aus Weststeiermark traten teiligung am Buisch zu bewegen, welches Ansinwirtschaftliche Notlage Oestersog in den meisten Orten die Gendarmerie ohne den Heimweg an. Pfriemer hat seine Führerstelle nen diefer abgelehnt habe. reichs und die Panikstimmung, die aus der Blutvergießen ein. Nur in einigen fleineren im Heimatschuß zurückgelegt. Ebenso hat BunAngst vor Lohn-, Gehalts- und Unterstützungssteirischen Gemeinden hielten die Heimwehren die destableiter Rauter seine Funktionen im Heimat abbau entstanden ist, sei es daß sie den Sa- Aemter noch besetzt, doch waren bereits mehrere Schuh niedergelegt. genfurt unterwegs. Der Putsch soll gerüchtweise schon deshalb Bataillone Jufanterie aus Wien, Graz und Klamißlungen sein, weil Dr. Pfriemer um 24 In Kirchdorf( Oberösterreich) kehrte nach Stunden zu bald losgeschlagen hat, Eintreffen von Abteilungen der Linzer Garnison als vereinbart war, und weil Starhemberg rasch wieder Ruhe ein. Eine Gruppe von Hei- in Linz mit den dortigen Heimwehrformationen matschutleuten versammelte sich in Amstetten, verhandelte, aber zu keinem pofitiven Resultat wurde aber durch sofort bereit gehaltene Abtei- über die Teilnahme an dem Putsch kommen lungen des Bundesheeres abgeriegelt, so daß sie konnte. feinerlei Bewegung vornehmen konnte. sidentenwahl. = der der Bürgerlichen um die wichtige Frage, ob Miklas, Buresch oder sonst eine Puppe Seipets Präsident werden solle, zu einer Ueberrumpelung der Regierung aus nügen wollten, sei es auch, daß sie einen Sieg Renners bei der Präsidentenwahl und damit die endgültige Besiegelung ihrer Niederlage fürchteten, sie schlugen jedenfalls los und löften endlich das Wort ein, das sie seit Jahren in den Mäulern führen. Die Regierung, deren Eifer schon durch die Angst um die Genfer Anleihe beflügelt war, hat sich unter dem Druck der Sozialdemokratie zu AbVerlag Schwager. Von Wladimir Ajow. SPD. Sie trafen sich im Gewühl der Sie trafen sich im Gewühl der Straße der Herr Direktor Alexander, ein gut gekleideter und gut genährter Mann, dem man auf den ersten Blick ansah, daß er im Leben das große Los gezogen hat, und ein gewiffer Remei mit einem übermüdeten Hut und einem Antlik, in dem jede überstandene Enttäuschung eine Furche zurückgelassen hat. Angreifer war der Besitzer des übermüdeten Angreifer war der Besitzer des übermüdeten Sutes, er lüftete ihn unterwürfig und rief: Serr Direktor Alexander? Welche Ueber raschung! Eine Ewigkeit, daß ich Sie nicht geWorauf der Gewinner im Leben herabYaffend erwiderte: Jehen habe!" ja Der Zusammenbruch. Abgeblasen! Aufruf der Partei. putsch sozusagen als liquidiert angesehen Um 18 Uhr abends fonnte der HeimwehrWien, 14. September. Die sozialdemokrawerden. Brud a. M., Judenburg und die übri- tische Partei hat noch in der Nacht einen Aufgen besetzten Orte waren bereits wieder in den ruf an die Arbeiter erlassen, in dem im änden der lokalen Polizei, der Gendarmerie wesentlichen festgestellt wird, daß der Putschver und des österreichischen Bundesheeres. sonderbarer Name, muß ich sagen. Ein Berlag heißt in der Regel Storpion" oder„ Distus" auch anders, etiva Natur und Kultur" hört... Der übermüdete Hut stieß einen schweAber Schwager", das habe ich noch nie geren Seufzer aus. Wenn Sie die Einzelheiten kennen, werden Sie das nicht sagen. Ich will sie Ihnen erzählen, damit Sie verstehen, daß mir ein anderer Rame als Schwager" gar nicht in den Kopf fomunen fonnte... Als ich auf die Idee kam, einen Verlag zu gründen, ging ich gleich zu einem alten Bekannten, einem steinreichen Mann. Ich erläuterte ihm ausführlich, was ein Verlag fei, das beste Geschäft heutzutage; etwas Eintrag licheres als einen Verlag gäbe es gar nicht, es sei denn eine Goldgrube. Aber eine Goldgrube wird doch nicht vom Menschen gegründet; die schenkt uns der Himmel und der Mensch gibt nur die A so!.. Herr Remei! Jch erinnere mich. Aftien aus. Aber auch ein Verlag macht nicht Wie geht's" Borläufig geht's nicht. Ich suche Ich suche viel mehr Arbeit: Man gibt ein Buch heraus jemand, der mir auf die Beine hilft, dann wird und der Leser kauft es gegen bar. Ein Buch ist es schon geben: Ich habe nämlich eine glänzende fein Staubsauger auf achtzehn Monate AbJdee!. sagte mit bittender, fast schuldig flin- schlagszahlung, ein Buch ist Geld auf dem Ladentisch. Und ist die erste Auflage ausverkauft, ergender, Stimme der übermüdete Hut. Ich erinnere mich, ja... Sie hatten immer scheint die zweite, ist auch die zweite Auflage verden Kopf voll der glänzendsten Ideen", erwiderte griffen, folgt die dritte. Ein Buch kann aber auch liegen bleiben, es verdirbt nicht, es kommt gelaffen der Gewinner im Leben. nicht aus der Mode wie ein Damenbut. Hat man aber Zweifel über den Erfolg eines Buches, so gibt man eine Zeitung oder ein illustriertes Blatt heraus. Der Leser kommt vom siebenten Stockwerk herunter und fauft es, in der Trafik oder beim Kolporteur! Im Schnee, im Regen, im Rebel er kommt und kauft! Wohnt aber der Leser in einer entlegenen Gegend, wo es keine Zeitungsstände und keine Zeitungskolporteure gibt, so bestellt er das Blatt und schickt das Geld für einen Monat im voraus! Begreifen Sie nun, was ein Berlag ist?... Für welche andere Ware zahlt man einen Monat vorher? ザ " Aber diesmal habe ich eine leicht veripirt Fichbare Jdee", sagte mit seiner schuldig flingen den Stimme der übermüdete Hut. Warum so eilig, Herr Direktor?.. Darf ich Sie begleiten?" Bitte! Und erzählen Sie mir von Ihrer neuen Idee!" Ich will einen Verlag gründen!" erklärte der übermüdete Hut. Einen Verlag?" wiederholte der Gewinner im Leben. Ich bin in dieser Branche nicht bewandert, aber ich glaube, ein Verlag fann unter Umständen ein gutes Geschäft sein." ,, Unter allen Umständen, Herr Direktor!" verbesserte der übermüdete Hut. So?!... Und wie wird Ihr Verlag heißen?" Berlag Schwager." Verlag Schwager. Schiva- ger?!" wiederholte der Gelvinner im Leben und warf dem übermüdeten Hut mißbilligende Blide zu. Ein Ja, es ist augenscheinlich ein gutes Geschäft", sagte der Gewinner im Leben.„ So gründen Sie doch Ihren Verlag! Worauf warten Sie noch?" Das hat mir auch der andere gesagt, aber er gab mir fein Geld dazu. Ich habe ihm einen praktischen Vorschlag gemacht: Ich habe eine fuch zusammengebrochen ist und die Aber sicht der Heimwehr, ihre Diktatur im ganzen Staat aufzurichten, mißlang. Sie hat nicht eine einzige Bezirkshauptmannschaft in die Hand belommen. Die Abwehr wurde viele Stunden lang. vom steirischen Landeshauptmann Rintelen und Organen der steirischen Gendarmerie ja botiert. Erst als der ganze Schutzbund aufgeboten wurde und Zehntausende Schuhbündler in die Sammellokale strömten, und als die Bertreter der Sozialdemokratie erklärten, daß die organi fierte Arbeiterschaft selbst den Putsch niederwer fen würde, hat sich die Regierung aufgerafft und die gefeßlichen Machtmittel gegen die Hochter räter eingefeßt. Dann wird verlangt, daß die Auflösung der Organisationen erfolgt, die die Verfassung der Republik umzustürzen versuchten. " 12 eine Goldgrube. Mit ihm brauchen Sie much gar fein Geld. ,, Was konnte ich da tun? Ich versprach und da tamen Sie mir entgegen. Der Vielgeplagte zog seinen übermüdeter ut ab und trodnete mit einem schmutzigen Taschentuch die sorgendurchfurchte Stirn. wiederzukommen und begab mich auf den Heim Idee, Sie haben Geld, so tun wir uns zusammen und machen wir's halbpart!" Nein!" hat er mir geantwortet: Geld gebe ich Ihnen keines, aber Schwager, den Bruder meiner Frau. Er ist weg ich gebe Ihnen etwas besseres als Geld- meinen Platzvertreter einer großen Papiermühle, er wird Ihnen Papier zu einem phantastisch billigen Preis verschaffen, und das auf Bump! Für einen Verlag ist aber Papier die Hauptsache!..." „ Das ist gewiß sehr vorteilhaft", sagte ich zu ihm. Aber für den Anfang muß man etwas Geld habent. Vielleicht könnten Sie mir doch außer dem Schwager etwas Geld vorstrecken?" ,, Nein!" sagte er. Beides kann ich nicht geben! Finden Sie noch jemand, der Ihnen das Geld gibt! Der Schwager gibt das Bapier, ich gebe den Schwager, Sie geben die Idee, so fönn ten wir selbviert die Firma gründen." ,, Was konnte ich ihm darauf jagen? Ich dankte ihm für den Schwager und ging zu einem anderen Bekannten, auch einem sehr reichen Mann. Auch diesem gefiel meine Idee. Ich mollie nun wiffen, auf welchen Betrag ich bei ihm rechnen kann; da aber sagte er. Wie haben Sie das erraten? Ich will Jänen tatsächlich meinen Schwager geben, den Bruder meiner Frau. Er arbeitet für die Drudereien, nimmt Bestellungen an. Mit seiner Empfehlung wird man Ihre Zeitung zum halben Preis bruden und selbst diesen stunden. Eine Druckerei ist doch für einen Verlag die Hauptsache Was tonnte ich da machen? Ich sagte: Schön, ich will darüber reden, und ging zum dritten reichen Bekannten. Der hat an meiner dee noch mehr Gefallen gefunden als die vorherigen givei, so daß ich ihm bündig sagte: Her mit dem Gelde und wir machen den Anfang!" Darauf er: ,, Nein, ich habe kein Geld für Sie, aber etwas, was noch teurer ist als Geld... Wieder einen Schtwager?" unterbrach: ch ihn, und er zu mir: Das ist toloffal! Sie sind ein Gedankenlejer! Ganz richtig, meinen Schwager, den Bruder meiner Frau. Er ist ein Inseratenagent, und für eine Zeitung bilden Inserate die Hauptsache. Eine Zeitung, die viel Inserate hat, lann nicht untergehen. Mein Schwager ist für Ste ,, Nun, was fagen Sie jetzt?" fragte er den Gewinner im Leben, indem er dus Taschentuch in ein Klümpchen zusammenquetschte. Habe ich ein Recht, den Verlag anders als Verlag Schwager" zu benennen?" Der Gewinner im Leben nickte lächelnd. Ihre Idee gefällt mir ganz gut", sagte er langfam, besser als die Kaffeehäuser und Rabarette, zu deren Gründung man mich tagtäglich animiert. " In den Augen des Vielgeplagten flacerte schwache Hoffnung auf. Mein Teurer!" rief er. ,, Wäre das möglich, daß ich endlich einen verstehenden Menschen geUnd wo? Zufällig auf der funden?... Und wo?... Straße!... Uebrigens sind noch alle Millionengründungen durch einen Zufall zustande gekomAlso, wieviel bieten Sie? Jch nähme men... sämtliche Schwäger in das Geschäft, Sie würden sich sicherlich nühlich erweisen.. In den Augen des Vielgeplagten leuchtete so viel inständiges Bitten, daß es selbst einen Stein rühren würde. ,, Nein!" sagte der Gewinner im Leben fest. Ich gebe Ihnen kein Geld! Ich gebe Ihnen da für... Noch einen Schwager?!" rief der Viel geplagte verzweifelt aus. Aber was für einen!" jagte ruhig der Gewinner im Leben: Meinen Schyvager, den Bruder meiner Frau! Er ist für eine Zeitung schlechthin unerfehlich: er schreibt in Proja und in Versen, er zeichnet Starikaturen, er übersetzt aus allen Sprachen, er..." Aber der Vielgeplagte mit dem übermüdeten Sut hat nicht erfahren, welche Vorzüge der vierte Schwager noch besaß. Ganz gegen seine Uebung, immer höflich und sogar untertänig zu sein, tauchte er ohne Abschiedsgruß im Gewühl der lärmenden Straße unter. ( Nach dem Russischen von V. Halperin.) Nr. 215. Dienstag, 15. September 1931. Seite 3 Ein latholischer Geiſtlicher über Dynamitattentat gegen den Schnellzug Das Brogramm des„ Führers“ Arbeitszeitverkürzung bei gleichbleibenden Löhnen. Roderich Mac Eachen, ein fatholischer Priester in West- Virginia( Amerika) äußerte sich also über eine der brennendsten Fragen unserer Zeit: Wenn zehn von hundert Menschen keine Arbeit haben, jo reduziert zehn Prozent der Arbeitszeit für jedermann, und alle Welt wird Beschäftigung haben. Und wenn man bis zu 25 Prozent gehen muß, warum nicht? Aber was soll mit den 2öhnen geschehen? Kann man fünf Stunden ebenso hoch bezahlen wie acht? Nach der ökonomischen Regel feineswegs! Jedoch nach dem Gesek der sozialen Gerechtigkeit muß der Arbeiter verdienen, was er braucht. Ernährt der Landwirt nicht seine Pferde genauso, auch wenn sie gerade nicht arbeiten? Energisches Vorgehen der Regierung. Budapest- Wien. tag nachts gegen halb 11 Uhr wurde auf den Budapest, 14. September.( MTJ.) SonnSanellzug Budapest Wien Passau == öln ein furchtbares Sprengstoff- Attentat verübt. D Bei der Station Biatorbagy überWie Pfrimer sich seine Dittatur über die Volksgenossen vorstellte. ,, Volk von Oesterreich! In höchster Not hat mich das heimattreue Volt Oesterreichs zum Lokomotive und fünf Waggons von einem hohen Biadukt in die Tiefe ge- obersten Hüter seiner Rechte be schleudert.- Bisher 24 Zote und viele Berletzte.- Nach dem Muster von Nach dem Muster von rufen. Mit dem vollen Gefühl meiner schweren Berantwortung folge ich diesem Ruf und gelobe, Jüterbog. mich mit ganzer Kraft zum Wohle meiner unsere Freunde sind überall zugegen. Es gibt Bolksgenossen für den Aufbau unseres feine Arbeitsgelegenheit. Nun, wir werden sie Staatswesens einzuseßen." schaffen. Alles werden die Kapitalisten zu zahlen haben. Fürchtet nichts, unser Benzin geht nicht Mit diesen Worten beginnt das Maniaus. Der Neberseger." fest Pfrimers, welches in allen ,, besetzten" Orten der Pionierabteilung, bestand die verwendete provisorischen Verfassung ankündigte, welche den Nach den Feststellungen des Kommandanten angeschlagen wurde und die Erlassung einer Ständestaat vorbereiten sollte. Die wichtigsten Höllenmaschine aus einem kleinem VulStellen dieses anfibre- Koffer, der mit 1 bis 2 Kilogramm Nitroglyzerin oder Dynamit gefüllt war, die durch zwei gewöhnliche Kupferdrähte mit lauten: einer elektrischen Taschenlampenbatterie in Verbindung stand. Die Drähte waren so angebracht, ich an: daß sie durch den über sie hinwegfahrenden Zug in Kontakt gefeßt wurden, wodurch ein kurz schluß entstand, der die Zündschnur in Brand sezte, durch die dann die Explosionsmasse zur Entladung gebracht wurde. brüden zwei nebeneinanderliegende 55 Meter hohe und etwa 60 Meter lange Viadukte das Tal. Auf jedem der Viadukte läuft ein Schienen strang, da die Strecke doppelgeleisig ist. Als sich der Schnellzug der Station Biatorbagh näherte, tam es auf dem Viadukt zu einer furchtbaren Explosion, die ein mächtiges Stüd aus den Schienen herausriß, das bis in die fast fieben Kilometer weit liegende Gemeinde Biatorbagy geschleudert wurde. Verfassungsentwurses Als Führer des Staates Oesterreich ordne lauten: Desterreich ist ein Bundesstaat, bestehend Artikel 2 der bisherigen Verfassung hat zu österreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, aus den Ländern Burgenland, Kärnten, NiederTirol und Vorarlberg. Die Zerstörung des Geleises hatte zur Folge, daß die Lokomotive mit dem Gepäckwagen und Wien, 13. September.( AN) Die Bundes- den ersten vier Waggons, darunter zwei Schlafregierung hat verfügt, daß alle Bundesministerien wagen, entgleifte und sofort vom Viadukt deutsches Fabrikat, die Taschenlampen Gewalt, Leitungs- und Vollziehungsgewalt des Die Zündschnur und der Explosivstoff sind Artikel 19 hat zu lauten: Die gesetzgebende und Landeshauptmanner angewiesen werden, die hinabstürzten. Die fünf leßten Wagen, in denen batterie aber polnischen oder englischen Ursprungs Bundes und der Länder hat der Staatsfüh= vorläufige Suspendierung aller jener Beamten, sich die meisten Passagiere befanden, waren zum Dadurch scheint es wahrscheinlich, daß das Bundes und der Länder hat der Staatsfühdie sich an dem heutigen Anschlage irgendwie Glück noch nicht bis zum Biadukt gelangt. Sie Attentat auf die internationale Kommunisten er übernommen. Ihm unterstehen der von ihm beteiligt haben, im Sinne der Bestimmungen der riffen von den abstürzenden Wagen ab und blie- gruppe zurückzuführen ist, die in den letzten eingesetzte Ministerrat, sowie die von ihm erDienstpragmatik ungefäumt zu verfügen. Gegen ben auf dem Bahnkörper stehen. Das Eisen- Jahren eine ganze Reihe ähnlicher Attentate im nannten Landeshauptmänner. Verordnun die Schuldtragenden wird im Disziplinar- oder geländer des einen Viaduktes hing zwischen den Auslande verübte. Es wurde auch festgestellt, daß gen des Staatsführers haben die Straft von Gestrafrechtlichen Wege vorgegangen werden. Wie Brückenpfeilern herab. In einer Tiefe von 28 die Söllenmaschine nicht mit einem Uhrwert verjeten. Die Verwaltungsgeschäfte in den Ländern die„ Neue Freie Presse" erfährt, ist die Regie- bis 30 Meter, liegen die vollkommen zertrüm bunden war, sondern daß die Explosion auf Landeshauptmänner besorgt, diese sind an die werden durch die vom Staatsführer eingesetzten rung fest entschlossen, aus den gestrigen Ereig merte Lokomotive und die ebenso vollkommen zer- Grund von Beobachtungen herbei Weisungen der zuständigen Minister gebunden nissen die Konsequenzen zu ziehen, die Heimweh- trimmerien Waggons. ren aufzulösen und zu entwaffnen. geführt wurde, die nur an Ort und Stelle ge- und dem Staatsführer verantwortlich. macht sein konnten und große Sachkenntnis zeigen. Man hatte nämlich den vor dem Schnellzuge fahrenden Personenzug ruhig passieren lassen. Gegen die drei Hauptführer des steirischen Butsches, Dr. Pfriemer, Rauter und Lamberg, wurde wegen des Verbrechens des Hochverrates Haftbefehl erlassen. Die Nachricht von der Verhaftung Dr. Pfriemers hat sich jedoch nicht bestätigt. Pfriemer verließ Judenburg in unbekannter Richtung, ebenso sein Unterführer Rauter. Dem Vernehmen nach sind beide nach Italien geflüchtet. Von anderer Seite dagegen wird mitgeteilt, daß sich Dr. Pfriemer in der füd lichen Steiermart aufhalte. Hausdurchsuchungen in Graz und Wien. Graz, 14. September.( AN) Die Polizei nahm heute vormittag im Lokal der Landesleitung des steiermärkischen Heimatschutzverbandes Hausdurchsuchungen vor, beschlagnahmte die vor gefundenen Schriftstücke und Bücher und versiegelte die beiden Lokale. Wien, 14. September.( AN) Die Polizeiforrespondenz verlautbart: Die 260 Heimwehr männer, die Buchberg nebst Klosterneuburg in militärischer Formation am Sonntag nachmit tag besetzt hatten, wurden durch Wiener Sicherheitswachabteilungen noch gestern abend verhaftet. Bei den Verhafteten wurden ungefähr 30 Handwaffen beschlagnahmt. Außerdem wurde eine Anzahl von Gewehren im Walde vorgefunden. Alle 260 Mann befinden sich zur Zeit noch in Haft. Im Laufe des Sonntag nahm die Wiener Polizei in den Sekretariaten und Bezirkslokalen des Wiener Heimatschutzbundes und des vaterländischen Verbandes Starhemberg" Haussuchungen vor. Es wurden eine Anzahl von Gewehren, Karabinern, Pistolen, Bajonetten und Stahlhelmen sowie Totschläger und Gummifnüppel beschlagnahmt und die Strafamtshandlung eingeleitet. Nazis rücken ab. Wien, 18. September. Die Parteileitung der Nationalsozialisten erklärt, daß sie zu dem Putsch in feinerlei wie immer gearteten Beziehungen steht, von seiner Vorbereitung keinerlei Kenntnis hatte und ihn ablehnt. In einer Erklärung der niederösterreichischen Heimwehr wird der Aufruhrversuch Pfriemers und Genossen verurteilt und erklärt, daß sie aktiv gegen derartige Versuche auftreten würde. Sie stellte alle ihre Formatio nen der Regierung gegen Butfchabsichten zur Verfügung und wies ihre Dienststellen an, sich zur Unterstügung der legalen Gewalt bereitzustellen. Die Tiroler Heimwehren unter Führung Steid Yes haben kategorisch erklärt, daß sie mit der ganzen Attion Dr. Pfriemers nichts zu tun haben. Noch zwei Zote. Die Rettungsarbeiten. * Die Rettungsarbeiten wurden sofort in Angriff genommen; sie gestalteten sich aber sehr schwierig, da man zu den tief im Abgrund liegenden Waggons nur schwer gelangen konnte. Ein Berdächtiger verhaftet Bald darauf trafen aus Budapest zwei Sani- Budapest, 13. September.( MTJ.) Während tätszüge des Roten Kreuzes mit Rettungsmann- der Bergungsarbeiten bei Biatorbagy wurde ein schaften in voller Ausrüstung als auch mit Bio- Mann in einem blauen Anzug von den nieren und Ordnungspolizei ein. Man organi- Gendarmen dem ebenfalls am Schauplage ansierte den schwierigen Rettungsdienst bei Fackel- wesenden Leiter der politischen Abteilung der schein. Budapester Polizei vorgeführt mit der MitteiDurch die Stille der Nacht hallen Wehrufe in lung, daß der Mann nach dem Attentat entlang ungarischer, deutscher, französischer und englischer des Geleises in der Richtung nach Budapeſt geSprache und aus den Trümmern der Waggons laufen sei. Der Mann hatte angegeben, daß er wurden der Reihe nach die blutenden Körper Ingenieur sei. Bald jedoch stellte sich heraus, daß der Verlegten hervorgeholt. Es gelang ins- diese Angabe unrichtig war und daß es sich um gesamt bloß 21 Verwundete aus den Trümmern einen Bauarbeiter handelt. Es bestehen Verdachtshervorzuholen. Sie wurden verbunden und im momente gegen ihn und er wurde ebenso wie ein Rettungswagen nach Budapest gebracht. Aus anderer verdächtig erscheinender Fabrikarbeiter den zertrümmerten Waggons hörte man dann festgehalten. teine menschlichen Stimmen mehr und die furcht Artikel 84 hat zu lauten: Angehörige des Bundesheeres werden grundsäglich besonderer Militärgerichtsbarkeit unterstellt, bis zur Er laffung diesbezüglicher Verordnungen bleiben die derzeit geltenden Bestimmungen sinngemäß in Kraft. Artikel 91, Abs. 2, ist aufgehoben. An Stelle der Geschworenengerichte treten Schöffenſenate, die aus je drei beamteten Richtern und drei Schöffen bestehen. Artikel 108 hat zu lauten: Wien ist Bundeshauptstadt und gleichzeitig Hauptstadt des Landes Niederösterreich. Die Bestimmungen über das Standrecht nach dem 25. Hauptstück bis( SS 429, 446) der Strafprozeßordnung vom 23. Mai 1873. RGR Nr. 119, treten wieder in Kraft. Das Gesez vont 5. Mai 1869. RGBI. Nr. 66, womit auf Grund des Artikels 20 des Staatsgrundgesetzes vom 21. Dezember 1867, RGB1. Nr. 142, die Befugnisse der verantwortlichen Im Laufe der polizeilichen Untersuchung Regierungsgewalt zur Verfügung zeitweiliger bare Stille zeigte an, daß sich unter den Trüm- wurde festgestellt, daß der Stationschef einer gro- und örtlicher Ausnahmen von den beſtehenden mern nur noch Schwerverletzte und Tote be- en ungarischen Station um 1 Uhr nachts, also Gesetzen bestimmt werden. tritt wieder in Kraft. finden können. faum 40 Minuten nach dem Attentate, telephoDr. Walther Pfrimer. In der Morgendämmerung sah man aus Absolute Macht des Staatsführers" Primer, phantastisch verbogenen Eisenbestandteilen und nisch aufgerufen wurde. Der Anrufende erfundigte sich danach, ob auf den ungarischen Eisen- Beseitigung vor allem der Selbständigkeit Wiens, aus den plattgedrückten und vollkommen zer- bahnen alles in Ordnung wäre. Auf die Frage, wo die rote Gemeindemehrheit so wunderbare trümmerten Waggons gespensterhaft eine blu- warum er diese Frage stelle, antwortete der Un- soziale Aufbauarbeit geleistet hat, Beseiti tige Hand und einen be strumpften bekannte in deutscher Sprache, er wolle nur gung der Länderfelbstverwaltung und des u hervorragen. Es gelang nur mit schwerer seinen Fahrplan zusammenstellen. Man hält es wiener Bürgermeisters, Beseitigung der GeschwoMühe, die dazugehörigen Körper zu befreien. aber für sehr wahrscheinlich, daß der Anruf mit renengerichte, dafür aber Einführung des StandHinter dem von Gendarmerie und Polizei gezo- dem Attentate in unmittelbarem Zusammenhange rechts und des Diktaturaefekes von 1869, das war genen Kordon stehen die Frauen und Kinder und sehen weinend dem Rettungswert zu. Kleine braune Wagen stehen bereit, um die Holzfärge Budapest, 14. September. Der Berliner Poliaufzunehmen, in denen die blutigen Leichen gezeipräsident hat in einem Telegramm um Aufborgen werden. flärung über die Einzelheiten des EisenbahnAnschlages ersucht und zeigt Interesse insbeson- ins Leben treten! ders dafür, ob die am Attentat- Schauplatz vorgefundene Drohung in stehender Schrift verfaßt war, wie dies beim Jüterboger Unfall der Fall ist. Heute früh find 27 Anzeigen bei der OberNach den bis heute vorliegenden Meldungen beträgt die Zahl der Toten 24. Spuren der Zäter. steht. der Traum der Heimwehren. So sollte der ,, Ständestaat", Das Jdeal unserer Nationalfozialisten Snowdens Rotbudget angenommen. London, 14. September. Das nationale Budapest, 14. September. Nach polizei- stadthauptmannschaft eingelaufen, die Hinweise lichen Feststellungen soll das Eisenbahnattentat auf die mutmaßlichen Täter geben wollen. Be- Spargeses wurde heute vom Unterhaus in merkenswert ist, daß sich am Samstag nachmit- zweiter Lesung mit 310 gegen 253 Stimmen an= bolschewistischen Ursprungs sein. In der Nähe der Unglücksstelle fand man tags etwa fieben Stunden vor Ausführung des genommen. eine Zündschnur und einen Zettel mit dem Verbrechens eine Arbeiterin in einer TabakSandlung erkundigte, ob nicht in einer Zeitung Inhalt: ,, Arbeiter! Ihr habt keine Rechte. Nun werden bereits über den Eisenbahnanschlag etwas erwir Euch solche von den Kapitalisten erwirten. schienen sei. Die Polizei forscht nun auch in dieJeden Monat werdet Ihr von uns hören, denn ser Richtung nach. Die Sparberordnung Breußens. Gandhi spricht im Rundfunt. Jas waffenftarrende Frankreich. Genf, 13. September.( Havas.) Die französische Regierung übergab dem Völkerbundssekre tariat in Genf in Form eines Zusatzes zu ihrem Memorandum vom 15. Juli Ziffernmaterial über den Stand ihrer Rüstungen. Die Zahl der Trup pen in Frankreich betrug im Jahre 1921 513.643, im Jahre 1931 286.342 Mann inklusive Offi zieren. Die mobilen Sträfte für eine eventuelle Berteidigung des überseeischen Gebietes betragen gegenwärtig 71.825 Mann. Die militärischen Sträfte in den überseeischen Gebieten betrugen im Jahre 1921 313.588 Mann, gegenivärtig aber betragen sie mit Einrechnung der EinBerlin, 14. September.( Eigenbericht.) Unterredungen mit Macdonald. Die preußische Regierung hat heute abends ihre London, 14. September. Gandhi hatte gestern schon vor einiger Zeit angekündigte Notverordnung über die Senkung der Staatsaus nachmittag eine längere Unterredung mit dem gaben erlassen. Bei einer Reihe von Beamten- Premierminister Macdonald in der Wohnung des Graz, 14. September. Der am gestrigen kategorien werden die Gehälter und Sonder- indischen Delegierten der„ Round Table- KonfeSonntag in& apfenberg schwer verleßte leistungen gekürzt. Den Gemeinden wird das Franz Geisler ist heute im Bruder Spital Recht erteilt, eine Herabsetzung der Gehälter der enz, Sir Tej Bahadur Sapru. Man nimmt an, geftorben. Angestellten, mit Ausnahme der durch Tarif sagt Maily Telegraph", daß Gandhi dem Pre- geborenen- Abteilungen Der in Peruegg durch einen Schuß in verträge festgesetzten, vorzunehmen. Die Bemierminister angedeutet hat, er sei bereit, an den ben Hals verlegte Heimatschüler Alois züge müssen so geregelt werden, daß sie denen Beratungen teilzunehmen, wenn die britische ReMünster ist im Spital in Brud gestorben. der staatlichen Beamten entsprechen. Vor gierung ihre Zustimmung dazu gibt, daß über die ailent werden die Gehälter der leitenden von dem indischen Nationalfongreß aufgestellt Kommunalbeamten herabgesetzt. Vertrauenstundgebung für die Partei. Gleichzeitig mit dieser Verordnung hat die Prinzipiellen Fragen verhandelt werde Gestern sprach Gandhi im britischen RundWien. 14. September. In einer sozial- Regierung eine Aenderung im Landtagsdemokratischen Vertrauensmännerver- wahlgeset verfügt. Rünftigh'n soll ein Man- funt. Seine Rede war sowohl in England als sammlung wurde eine Resolution beschlossen, dat auf 60.000 Smunen statt wie bisher auf auch in Nordamerika deutlich zu verstehen. in der die Haltung des Parteivorstandes und des 40.000 entfallen. Man erwartet. daß dadurch die Gewerkschaftsvorstandes während der gestrigen Zahl der Abgeordneten von 450 auf 330 bis 340 Vorfälle gebilligt und rücksichtslojes Vor- her abgesetzt werden wird Auch für das gehen, besonders Auflösung der Heim Reich soll eine ähnliche Notverordnung erlassen wehren und gerichtliche Verfolgung aller werden, durch welche die Wahlquoie von 60.000 auf 70.000 Stimmen erhöht werden soll. Schuldigen gefordert wird. = 231.405 Mann. Die Marine hatte 57.129 Offiziere und Mannschaftspersonen. Die Luftstreitkräfte zählen in Frankreich 32.110 Mann, in der Uebersee 8,398 Mann. Die Kriegsschiff- Tonnage beträgt 628.603 Tonnen, wobei das heurige Bauprogramm nicht eingerechnet ist. In Frankreich gibt es 1210 Kriegsflugzeuge, weiter an den Fliegerschulen 637 Flugzeuge Gebieten gibt es 395 Flugzeuge und Hydroavione. und 310 Reserveapparate. In den überseeischen Weiters sind drei lenkbare Luftschiffe von einer Gefamttriebfraft von 974 Pferdekräften. Die London, 14 September.( Reuter.) Gandhi Ausgaben für die Nationalverteidigung betrugen besuchte heute morgens in Begleitung der indi im Budgetjahre 1930-31 8.655,779.000 Francs, schen Dichterin, Frau Najdu, den St. James- wovon 2.505,000,000 auf die überseeischen FormaPalast, um an der Sitzung des Arbeits- Aus- tionen, 3.013,938.000 auf die Marine und schusses der Round- Table- Konferenz teilzunehmen. 2.139,881.000 auf Flugwefen entfallen. * Gette 4 Dienstag, 15. September 1931. Krisenbekämpfung in Defterreich gängliche oder teilweise Abschreibungen Staat zu übergeben. Auf diese Weise werde ein stillgelegt werden, deren Lebensfähigkeit durch| ditanstalt diese Aktien als Gegenleistung dem Planwirtschaft auf dem inneren Markt. Nr. 215. ihrer Bankschulden wieder hergestellt Teil der österreichischen Industrie werden kann. Das kann nur letzten Endes auf in Staatseigentum übergehen. Der Es geht darum, zu verhindern, daß die Die Freien Gewerkschaften und die Kosten des österreichischen Staates erfolgen. Staat habe zur Verwaltung seines Industriebe- Lasten der Wirtschaftskrise ausschließlich auf die Sozialdemokratische Partei Dester- Diese Opfer dürften nicht zugunsten der Kapita- sizes einen von der Hoheitsverwaltung getrenn- Schultern der Besißlosen überwälzt werden. Die reichs haben der Deffentlichkeit ein großzügiges listen gebracht werden, unter deren Führung die ten gemeinwirtschaftlichen Körper zu bilden. Die Programm zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit Betriebe zahlungsunfähig geworden sind. Es finanziellen Schäden, die dem Staat aus der zukunft unserer sozialpolitischen Gesezgebung unterbreitet. Das Programm gibt das Ergebnis müßten daher in jedem Fall, in dem Forderun- Sanierung der Creditanstalt erwachsen, seien da- steht auf dem Spiele. Ein Sieg der Besitzklassen eingehender Untersuchungen wieder und erstrect gen der Creditanstalt an die kapitalistischen Be- durch zu verkleinern, daß alle Personen, die, jei bei den Gemeindewahlen bringt neue Not und sich auf die Arbeitslosenfürsorge, auftriebe abgeschrieben werden, Aktien dieser Be- es als Verwaltungsrat, jei es als Direktoren, neues Leid für das arbeitende Bolk. Er verhindas Verhältnis von Arbeitszeit und triebe im gleichen Wert abgestempelt oder ver- für die Geschäftsführung der Creditanstalt und dert die Wiederherstellung der vom Bürgerblock Arbeitsmarkt und auf die Probleme der nichtet und statt ihrer der Creditanstalt neue mit der in der Creditanstalt aufgefangenen Banken Löhne und der Gestehungskosten. Es einem Dividendenvorzugsrecht auszustattende verantwortlich waren, mit ihrem ganzen Vermö- preisgegebenen Demokratie in der Verwaltung gibt Richtlinien für eine Planwirtschaft Aftien übergeben werden. So bald die Staatshaf- gen zur Wiedergutmachung der unter ihrer Ver- der Gemeinden. zur Ausweitung des inneren Mart- tung wirksam wird und der Staat für Schulden antwortung angetvachsenen Verluste herangezo tes, für die öffentliche Wohnbautäder Creditanstalt auffommen muß, habe die Cre- gen werden. Das ist die Dorfgemeinschaft! Der Staatspensionär Böllmann beschimpft die Arbeitslosen als„ arbeitsunwillige Staatspensionäre"! Unter den Arbeitsuchenden befinden sich genug Bauernsöhne tigfeit, für Investititionen und innere Kolonisation. Abschließend wird bemerkt, daß es kein Zufall sei, wenn die Durch führung der vorgeschlagenen Maßnahmen das ganze Wirtschaftssystem wesent lich umgestalten wird. Der Staat, der über eine ganze Reihe für die Gesamtwirtschaft wichtiger Handelsmonopole, über die größte Bank des Landes und über einen Teil seiner InDas Landvolt soll eine einzige dustrie verfügt und die Wohnbautätigkeit reguliert, würde zur entscheidenden Macht in der große Familie sein!" Dieser Grundsat Bolfswirtschaft werden. Die Besetzung der Kom- wird von den Agrariern regelmäßig als Wahlmandohöhen der Wirtschaft durch den Staat schlager ausgeframt, wenn sie die Stimmen der würde einen breiten staatskapitalistischen Sektor Häusler und Landarbeiter brauchen. Zum Landin die privatkapitalistische Wirtschaft, einen brei- bolt gehören aber heutzutage auch viele Tausende tent Seftor staatliche Planwirtschaft in die kapi- arbeitsloser Menschen. talistische Anarchie einbauen. Die Tatsache, daß jede ernsthafte Suche nach wirksamen Mitteln zur Eindämmung der Arbeitslosigkeit zu Vor- und wenn Ernährungskarten zur Verteilung geschlägen führt, die über die privatkapitalistische langen, dann drängen sich manche darum, die Wirtschaftsordnung hinausgehen, beweist, daß die sonst fleißig über die Roten schimpfen. Ein Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit unserer großer Teil des arbeitenden Landvolkes ist in die Tage mit privatkapitalistischen Mit- rise hineingerissen worden und in zahlreichen teln nicht mehr überwunden werden kann. Dörfern ist die Arbeitslosenfürsorge genau jo Hinsichtlich der Arbeitszeit und des wichtig, wie in den Städten. Arbeitsmarktes wird die 40- Stunden- Die Landbündler fordern auf der einen woche verlangt. Zunächst müsse die Arbeitszeit Seite, daß die ganze Landbevölkerung agrawenigstens in denjenigen, Industriezweigen her- risch wählen soll und sind andererseits unabgesetzt werden, in denen eine Vergrößerung verschämt genug, die ländlichen Arbeitslosen des Arbeiterbestandes unmittelbar bewirkt werin ihrem Elend noch zu verhöhnen. den kann. Empfohlen wird zu diesem Zweck ein Ein feines Stück hat sich in dieser Hinsicht gemeinsames Vorgehen des Sozialministeriums Herr Abgeordneter Böllmann, Klubvorsißenmit den Gewerkschaften und den Unternehmer- der des B.d.2. geleistet. In einer Versammlung verbänden. Im Anschluß daran wird die Be- in Schö 1, Bezirk Komotau, wo er am Sonnschränkung des Doppelverdienertums, planmäßi- tag unserem Kleinbauernsekretär Schmidt geger Abbau der ausländischen Wanderarbeiter genübertrat, bezeichnete Herr Böll mann die und ein Stillegungsgesetz verlangt, das die Un- Arbeitslosen als ternehmer verpflichtet, die Stillegung größerer Betriebe vorher der Regierung anzuzeigen, und bas der Regierung ein Einspruchsrecht gegen Dabei ist Herr Böllmann als ehemaliger EisenStillegung gibt. ,, arbeitsunwillige Staatspensionäre". bahnbeamter selber ein wohlbestallter Staatspensionär, Den Sieg der kapitalistisch- bürgerlichen Parteien zu verhindern, ist das dringendste Gebot bei diesen Gemeindewahlen. Darum, Gewerkschaftsmitglieder, tut eure Pflicht, handelt so, wie es euch die wirtschaftliche Not gebietei, wehrt den Vorstoß der politischen und wirtschaftlichen Feinde der Arbeiter- und Angestelltenklasse ente schieden ab. Sorgt für den Sieg der Sozialdemokratie am Sonntag, den 27. September. „ Gewerkschaftliche Rundschau". herausgepreßt werden soll... Statt dafür ju sorgen, daß Arbeitsgelegenheit geschafft wird, daß also die Unterstützung in der Form von Löhnen zur Auszahlung kommt, werden Millionen ausgegeben, die spurlos verschwinden. arbeitsscheue Elemente herangezüchtet und der Schwindel be== günstigt, ohne daß den wirklichen Arbeitslosen dadurch eine durchgreifende Hilfe gewährt wird. Man scheint auf seiten der Sozialdemokraten die Absicht Aus dem Baterland der Arbeiter. zu haben, ein stehendes Heer von Almosenempfän gern zu errichten, von denen man sich eine besonEs gibt keine Einrichtung in der Tschechoders treue Gefolgschaft für die Partei verspricht..." slowakei, die nicht von den Kommunisten in Hier marschieren Unwissenheit und Böswil- Grund und Boden verdonnert wurde, und wenn ligkeit in seltener Paarung auf. Ein agrarischer es sich gar um Institutionen handelt, die von Schriftleiter braucht natürlich nicht zu wissen, Sozialdemokraten geschaffen, von Sozialdentodaß unter den 410 Millionen auch jene 60 Mil fraten geführt werden, so ist des Hohnes und lionen sind, die für produktive Arbeitslosenfür Beschimpfens kein Ende. Was sagen aber diese forge aufgewendet wurden. Er war wahrschein- großmauligen Herren zu folgenden Auslassungen lich die letzten zwei Jahre in einem Saustall ein- des guten Bolschewiken W. Rossior, Sekretär gesperrt, weil er einfach die Tatsache unterschlägt, der kommunistischen Partei Rußlands, der über daß die Sozialdemokraten in Gemeinde- Bezirk, die Verpflegung der Arbeiter in Sowjetrußland vom 21. August Land und Stadt mit Aufgebot aller Kraft be- laut Moskauerswestija" strebt sind, Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen. 1931 folgendes geäußert hat: Seine eigenen Parteigeossen sind es zumeist, die dabei in den Arm fallen. Ausgerechnet die Agrarier, die an das Subventionsnehmen gewöhnt sind, wie keine zweite Bevölkerungsschichte, sie wagen es, von einem stehenden Heer von Almojenemp fängern zu reden. leber ,, Schwindel" und Heranzüchtung arbeitsFür die Senkung der Gestehunskoften wird eine Reihe von Vorschlägen gemacht. ia er hat sich seinerzeit bei den Prager Aemtern scheuer Elemente" halten sie sich auf und wenn Dahin gehört der Vorschlag, den 3 in& fu is die Füße abgelaufen, es zu werden. Wenn man wir die Arbeitslosenfürsorge auf Versicherungsniedrig zu halten, als das mit der Verteidigung neben den Abgeordnetendiäten noch monatlich basis mit festumgrenzten Leistungen und Ander Währung zu vereinbaren ist. Betont wird über zweitausend Kronen Staatspension be- sprüchen stellen wollen, dann schimpfen jie über in diesem Zusammenhang, daß man den Zins- kommt, dann kann man leicht über die arbeits- den Kostenpunkt. Hinter diesem Gerede versteckt fuß übertrieben hochhalte, um ausländisches Geld losen Staatspensionäre" losziehen( nicht wahr, sich, schlecht verborgen, die agrarische Anschauung, hereinzuziehen, eine Hoffnung, die sich angesichts Herr Böllmann!). daß jede Form von Arbeitslosenfürsorge, hin ausgeworfenes Geld ist. Die Herren von der Dorfgemeinschaft möchten ihre darbenden Boltsmassen falten Herzens krepieren lassen. ,, Besteht denn wirklich keine Möglichkeit, die Bevölkerung mit Brot zu versehen? Menschen stehen stundenlang vor den Läden Schlange, schimpfen und vergeuden unnüß ihre kostbare Zeit. Sie hoffen, Brot zu erhalten, aber man gibt ihnen Mehl. Wann wird das Schlangenstehen nach Brot und anderen Produkten aufhören?... Wir haben uns vorgenommen, die Versorgung der Arbeiter mit Lebensmitteln in jeder Beziehung zu bessern. Und was ist aus unseren Vorsägen geworden? In den gemeinsamen Speisehäusern herrscht unglaublicher Schmuß und die Speijen werden miserabel zubereitet. Speisehäuser, die sauber sind und gutes, schmackhaftes Essen věk: abfolgen, begegnet man nur ausnahmsweise. Zum größten Teil wird schlechtes Essen berab folgt. Die Speisekarte ist eintönig, oft werden die Arbeiter zehn Tage hintereinander mit Graupen oder Makkaroni, die ekelhaft zubereitet sind, abgespeist. Neberall herrscht unglaublicher Schmut und Fliegen, Fliegen, Fliegen! Was besonders verblüfft, das ist die buchstäbliche Silflosigkeit der leitenden Persönlichkeiten:„ Was soll man mit den Fliegen anfangen? Sie fliegen ja!..." Ja wandte mich an den Vorsigenden des Grubenfomitees( der Parteimitglied ist): Sind Sie au den herrschenden Zuständen in den Speisehänjern interessiert?" Natürlich, ich esse ja dort." Wie werden die Arbeiter verpflegt?" Schlecht." Haben Sie gestern das Fleischgericht gegessen?" Das weiß ich nicht, ich esse teine Fleischspeisen." Und dieser Mann ist Vorsißender des Grubenfomitecs! Im Bezirk Stalino gibt es nur eine Gemeinschaftsküche, und ich muß sagen, diese Küche ist eine Schmach für das ganze Bezirkskomitee!" stüßung die Unternehmer bisher mit nichts bei, wie dies anderwärts der Fall ist." Wir nehmen an, daß es den Männern, Ueber die militärischen Fragen führte welche die„ Jswestija" schreiben, ehrlich um die der Minister aus:„ Es ist festzustellen, daß dies- Beseitigung der hier gerügten Mißstände zu tun mal auch der Voranschlag des Ministeriums für Freilich übersehen sie, daß dann, wenn man Hunderttausende von Arbeitslosen zur Verzweiflung und zur Revolte treiben würde, auch ein gutes Stück des kapitalistischen Bauernprozentums in Fezzen ginge. der ganzen Situation nicht erfüllen fann, Wei- Herr Böllmann macht Schule. ter wird Abbau der industriellen Leistungskosten verlangt, insbesondere eine Der Deutsche Landbote" spricht von„ arbeitsReduzierung der Direktorenbezüge, eventuell scheuen Elementen" und nennt die Arbeitslosen müßte die Anpassung der Bezüge der leitenden ein stehendes Herr von Almofenempfängern". Personen an die gegentvärtige wirtschaftliche Das westböhmische Kreisblatt des Landbun Lage der Unternehmungen durch Eingriffe der des ist unzufrieden, weil seit der Ministerschaft Gesetzgebung ermöglicht werden. Das Mißver- Dr. Czechs 410 Millionen für ArbeitslosenfürDie Herren Agrarier mögen zur Kenntnis hältnis zwischen dem notwendigen Aufwand für sorge ausgegeben wurden und nörgelt daran, daß Arbeitslosigkeit usw. und der Leistungsunfähig die Sozialdemokraten eine allgemeine Arbeits- nehmen, daß gerade in diesem Punkt die Arbeiterfeit der zusammengeschrumpften Industrie müste losenversicherung fordern, indem es dazu schreibt: schaft keinen Spaß versteht. Falls sie diese dadurch überwunden werden, daß ein größe= Bei einer solchen Versicherung wird man mit provozierende Tonart beibehalten, dann kann es 400 Millionen Kronen natürlich nicht das Auslan- passieren, daß nächstens die Arbeitslosen die Verrer Teil des sozialen Aufwandes als bisher von der Allgemeinheit gen finden. Es wird der doppelte oder gar drei- sammlungen des Herrn Böllmann besuchen, um übernommen wird. fache Betrag notwendig sein, der selbstverständ- mit ihm Aug' in Auge das Thema von den lich wiederum aus den Steuerzahlern Staatspensionären" weiterzuspinnen. Minister Genoffe Meißner über politische Tagesfragen. Für Für die Verkürzung der Arbeitszeit. die Herabseßung der militärischen Dienstzeit. Heranziehung der Unternehmer zur Arbeitslojenunterstügung.- Herabsehung des Militärbudgets. 17 " fönnte." eines neuen Als das wichtigste Mittel zur Senkung der Gestehungskosten wird aber die Verstärfung bes Absages bezeichnet. Daran schließen recht interessante Forderungen für eine Planwirtschaft auf dem inneren Markt. Die Vorschläge gehen davon aus, daß Oesterreich auf Grund seiner schwierigen Wirtschaftslage nur von nationale Verteidigung herabgesetzt werden wird, ist. Aber möchten sie nicht ihre mitteleurofolchen Staaten Waren. vor allem Agrarartikel, was selbstverständlich nicht nur aus der Herab- päischen Kollegen darüber aufklären, daß es nicht faufen kann, die ihm seine Industriewaren abnehmen. Das geschehe nicht genügend. Die Er setzung des Preisindex hervorgeht. Man wird bei nur unerhört demagogisch, sondern auch uneruns zur Ueberzeugung gelangen müssen, daß die laubt dumm ist, die sozialpolitischen Maßnahmen höhung der Agrarzölle, die die bürgermilitärische Präsenzdienstzeit von 18 auf 12 in 2Ländern, in denen die Sozialdemokratie nur lichen Regierungen vorgenommen haben, fönnien baran nichts ändern. Man müsse zu Vorzugs- In einer Versammlung von Vertrauens- Monate wird herabgesetzt werden müssen, was zöllen und zu einer Kontrolle des Außenhandels männern der Sozialdemokratie Mähr.- Ostraus eine bedeutsam Senfung des Budgets des Mini- einen begrenzten Einfluß auf die Regierungs tommen. Aus diesem Gedanken heraus wird ein hielt Minister Genosse Meißner eine Rede, der striums für Nationalverteidigung bringen müßte. gewalt hat, in den Kot zu zerren, wenn die Die Sache ist praktisch durchführbar und würde sozialpolitischen Einrichtungen in einem Lande, Handelsmonopol für Getreide und wir folgendes entnehmen: unserer Republit nur nüßen, wenn sie ihre Dele- in welchem der Bolschewismus die unumschränkte Mahlprodukte und ein Großhan= Der Redner erinnerte zunächst daran, daß dels monopol für Zuder, Benzin und die Wirtschaftskrise nun auch ihren Einfluß auf die schon nach Durchführung dieses Antrages schicken Macht ausübt, so aussehen, wie sie hier geschildert wurden? Denn hier gilt keine Berufung auf Stohle empfohlen. Hand in Hand damit müſſe üstungstonerend die Rationalisierung der österreichischen Land- Staatsfinanzen ausübe. Der Staatsvoranschlag schon nach Durchführung dieses Antrages schicken Was die Bedeckung der Staatsausgaben be- unvermeidliche Kinderkrankheiten wirtschaft, die mehr produzieren muß, vollziehen. für 1932 werde um 160 Millionen Stronen herabgesetzt werden und wird mit einer kleinen Dahin gehört die Forderung nach einem Fünf- Summe aktiv sein. Ob diese Aktivität im Jahre trifft, wird man zu einer vorübergehenden Er- Wirtschaftssystems, hier handelt es sich um jahresplan für diesen Aufbau der österreichischen 1932 wirklich erreicht werden wird, hängt von höhung der Einkommensteuer( erst von den grö- Dinge, die bei etwas Intensivität und GewisViehwirtschaft und nach einer Flurbereinigung in den bäuerlichen Bezirken mit dem ich, die den staatlichen Steuereingängen ab. Der Vor- heren Ginkommen, wie bereits gemeldet wurde senhaftigkeit der verantwortlichen Funktionäre Arbeitsflächen zu massieren, um so die Getreide- wurf, daß die Sozialisten mit den Staatsgeldern D. Rd.) schreiten müssen, welche einen Ertrag produktion zu steigern. Wichtig sei vor allem, nicht genug sparsam umgehen, müsse auf das von 100 bis 140 Millionen Seronen bringen wird, nicht vorkommen dürften. Hier zeigen sich eben Entschiedenste zurückgewiesen werden. Auch in sowie zu einer Erhöhung der Tantiemensteuer. die grundlegenden Mängel eines Systems, das eine Berteuerung der Kosten der Lebenshaltung Ungarn, Italien, Polen, Jugoslawien, Dester- Aus dem Ertrag dieser Steuern werden die die Demokratie mißachtet und daher an Stelle der Mitverwaltung und Selbstverwaltung der zu verhüten. Als erforderlich wird eine Kon- reich gibt es finanzielle Schwierigkeiten, obzwar Arbeitslosenunterstützungen gedeckt werden. trolle der Preisfestiebung aller der- diese Länder nicht von Sozialdemokraten regiert Massen die Diktatur eines seelenlosen Apparates jenigen Unternehmungen durch den Staat ange- werden. Die Sozialisten verlangen nur Gelder Gewerkschaften und Arbeitslosenunter- gesetzt hat, den niemand zur Verantwortung fehen, die ein tatsächliches Monopol auf dem für die Opfer der Wirtschaftskrise.„ War es eine stüßung. Unter diesem Titel brachten wir gestern ziehen kann. österreichischen Markt haben. Die Staatsaufficht müsse sich auch auf die internationalen Kar ungerechte Frderung", so führte der Redner eine lehrreiche Notiz, in der der Nachweis gesicht müsse sich auch auf die internationalen Kar- wörtlich aus,„ Unterstübungen für diejenigen zu führt wurde, daß die deutschen Gewerkschaften Eine magharische Lehrerbildungsanstalt in tellvereinigungen erstrecken. verlangen, welche die Arbeitslosigkeit nicht ver- in der Tschechoslowakei verhältnismäßig weit Für die im Frühjahr 1931 zusammenge- fchuldet haben? Die Sozialisten bestehen aller- mehr Arbeitslose haben, als die tschechischen Ge- der Tschechoslowakei. Wie der Schulminister Gebrochene und dann sanierte Creditan stali, dings nicht auf den Unterstützungen, wenn der werkschaften. Diese Notiz ist durch ein Ver- noffe Dr. Der er einem magyarischen Journa bie größte Kreditbank Desterreichs, die ja auch Staat den Menschen Arbeit verschaffen könnte, sehen der Druckerei wie unsere Leser ingwi listen mitgeteilt hat, wird in der nächsten Zeit irrtürm- liſten einen großen Industriekonzern darstellt, der wenn man sich für diese Lösung ausspricht. Unser ichen selbst festgestellt haben werden, irrtürmeinen wesentlichen Teil der österreichischen Indu- Streben geht dahin, Arbeit zu beschaffen. Bei uns licherweise in eine polemische Notiz hineinge an die Errichtung einer magharischen Lehrerbildungsanstalt in der Slowakei geschritten werden. strie erfaßt, wird verlangt, daß teine Betriebe steuern für die produktive Arbeitslosenunter- raten. Ziel, Nr. 215. Dienstag, 15. September 1931. Seite 5. Genf Wird Mißtrauisch. Genf, 14. September. Die Ereignifle in Oe st erreich werden begreiflicherweise sehr aufmerksam und mit lebhaftem Interesse von den Genfer Kreisen verfolgt. Sie werden durchaus nicht die Verhandlungen im Finanzkomitee erleichtern und beschleunigen, das die Empfehlungen vorbcreltcn soll, welche dann die Grundlage für die künftige Finanzhilfe an Oesterreich bilden sollen. Der österreichische Bun.des- kanzler B u r e sich trifft in- Genf ein, um selbst verschiedene Erläuterungen betreffend die Lage Oesterreichs geben zu können. Statistik der Kranlen- »erMerung. Die Zentralsozialvcrsicherungsanstalt hat soeben die Statistik der Krankenversicherung für das Jahr 1927*) auf Grund der amtlichen Ausweise der Krankenversicherungsanstalten herausgegeben. Kommt die Veröffentlichung auch reichlich spät, so enthält sie doch eine große Menge von Material, das auch heute noch die Aufmerksamkeit weiter Kreise verdient. Von der Krise der Krankenversicherung wird in letzter Zeit sehr viel gesprochen und die Berichte darüber sind meist stark tendenziös gefärbü Nachdem die vorliegende Statistik das erste Mal einen U c b e r- blick über ein Wirt s chaftsjahr gibt, in dem sich das neue Sozialversicherungsgesetz voll aus wirken konnte, ist es nunmehr möglich, an Hand des objektiven Zahlenmaterials die widerstreitenden Ansichten zu überprüfen. Das Jahr 1927, der Gesamtwirtschaft im allgemeinen nicht ungünstig, bedeutete für unsere Kraneknversicherung ein schweres Krisenjähr, denn durch das seit 1. Juli 1926 in Geltung stehende neue Gesetz wurden die Beiträge wesentlich herabgesetzt. Obwohl der durchschnittliche Bersichertenstand gegenüber dem Jahre 1926 nur unwesentlich stieg(bei ruyd 2.5 Millionen Versicherten um 3090), sanken doch die Gesamteinnahmen der Krankenkassen von 923 Millionen Kronen pro 1926 auf 868 Millionen für 1927, während zugleich die Ausgaben von 907 auf 936 Millionen Kronen stiegen. Hatte das Geschäftsjahr 1926 noch einen Uebersch u ß voy 16 Millionen ausgewiesen, so ergab sich 1927 ein Abgang von 68 Millionen Kronen. Wenn auch nicht dein Umfange nach, so waren diese Erscheinungen doch ihrem Wesen nach schon lange bekannt und auch der Einnahmenrückgang war befriedigend und einheitlich zu erklären. Die Steigerung der Ausgaben versuchte man dagegen von mehreren Seiten auf verschiedene, Ursachen zurückzusühren, ohne daß sich für die Richtigkeit der vorgebrachten Argumente konkrete Tatsachen anführen ließen. Solche Tatsachen liegen nun zum Großteile vor. In erster Linie hat man die angeblich so hohen Berwaltungskosten verantwortlich gemacht. Di« Statistik zeigt, daß dieser Posten von 131 Millionen Kronen im Jahre 1926 auf 137 Millionen im Jahre 1927 gestiegen ist und daß dementsprechend sein Anteil an den Gesamtausgaben von 14.44 Prozent auf 14.68 Prozent wuchs. Die Zentralsozialversicherungsanstalt soll denjenigen Teil der Verwaltungsauslagen ersetzen, der durch die für sie geleistete Arbeit entsteht und warf dafür im Jahre 1926 nicht ganz 11 Millionen, 1927 fast 25 Millionen Kronen aus. Wenn auch, nach Ansicht der Kran- kenkassen diese Beträge zur Deckung der Mehrauslagen nicht ausreichen, so müssen wir sie doch, um wenigstens ern formell richtiges Bild zu erhalten, von den Verwaltungskosten abziehen. Dann ergibt sich von 1926 auf 1927 sogar eine Senkung von 120 auf 112 Millionen. Unter den Berwaltungskosten sollen eS wieder die übermäßig hohen Bezüge der Beamten sein, di« das Budget belasten. Stieg auch der durchschnittliche Jahresgehalt eines leitenden Beamten von 35.291 X auf 36.410 K, was aus der berechtigten Zeiworrückung erklärlich scheint, so fiel doch der Durchschnittsgehalt eines Beamten überhaupt von 17.563 auf 17.464 K. Es mußten nämlich im Jahre 1927 1530 Aushilfskräfte beschäftigt werden, während im Jahre 1926 1232 die Mehrarbeit bewältigt hatten. Damit erscheint derEinwandgegendiehohen Verwaltungsauslagen entkräftet, doch führen seine Vertreter noch an, daß früher wesentlich billiger gearbeitet wurde. Nehmen wir die Statistik für das Jahr 1925 zur Hand, so finden wir, daß auf Berwaltungskosten 11.25 Prozent der Auslagen entfielen, wahrend cs 1927 nach Abzug der Ersätze 11.96 Prozent waren. Dazwischen liegt die Neueinführung eines großen Gesetzeswerkes, so daß auch diese .Steigerung unbedeutend erscheint. Suchen wir den Grund der Ausgabensteigerung im erhöhten Aufwand an Versicherungsleistungen, so geben uns zunächst die Natural- leistungen recht. Im Jahre 1926 mußte für einen Versicherten im Durchschnitt an Arzt-, Heilmittel- und Spitalskosten ein Betrag von 120.52 X aufgewendet werden, während im Jahre 1927 129.11 X erforderlich waren. Ob an dieser Steigerung eine wachsende Zahl von Fällen oder ein Anwachsen der Kosten des Einzelfalles die Schuld trägt, erfahren wir aus der Statistik leider nicht dirÄt. Wir können nur *) Statistik« ncmoeensköho pojiMni za rok 1987. Sestavila Nstfedni soziülni pöjiStovna. B Praze 1931. Mit deutschen und französischen ürbersetzungen. aus der Entwicklung der statistischen Maßzahlen schließen, daß eher das letztere der Fall war. Während im Jahre 1926 auf einen Versicherten im Durchschnitt 13.92 Krankentage entfielen, waren es 1927 nur 12.23. Von 100 Versicherten erkrankten im Jahre 1926 47.53, 1927 nur 44.61. Auch die Geburtenziffern gingen zurück, nachdem von 100 versicherten Frauen im Jahre 1926 4.81, 1927 dagegen nur 4.32 entbanden. Die Zahl der Todesfälle blieb mit 67 auf 10.000 Versicherte in beiden Jahren gleich. Es erscheint also auch die Behauptung unzutreffend, daß diq Leistungen von feiten der Versicherten in erhöhtem Maße auSgenützt wurden und wir würden eine Senkung der Geldleistungen erwarten. Doch erfahren wir, daß auf einen Versicherten im Jahre 1926.162.66 X an Geldleistungen kamen, im Jahre 1927 aber 165.65 X. Wie dies trotz der sinkenden Maßzahlen möglich ist, kann aus der vorliegenden' Statistik nicht ersehen werden. Die Ursache liegt jm Ansteigen des versicherten Durchschnittslohnes, über den die Zentralsozial- versicherungSanstalt erst seit dem Jahre 1928 eingehende Statistiken führt und veröffentlicht. Für die vorhergehende Zeit liegen nur spärliche Daten zu einzelnen Tagen vor, aus denen errechnet werden kann, daß zum 1. Juli 1926 fast 70 Prozent aller Versicherten einen Taglöhn von weniger als 22 X hatten, während es zum 30. Juni 1928 nurmehr 64 Prozent waren. Die daraus resultierende Lohnstcigerung muß sich schon im Jahre 1927 auch in den Geldleistungen der Krankenversicherung ausgewirkt haben. Die Statistik für das Jahr 1928 wird hoffentlich auch solche Daten enthalten, welche die für uns besonders wichtige Entwicklung der Löhne genauer beleuchten. Der kleine Ausschnitt aus dem überaus reichen Material der Statistik für das Jahr 1927, der hier gegeben werden konnte, zeigt aber, daß auch diese Veröffentlichung volles Interesse aller Beteiligten verdient. Und das sind nicht nur die Beamten der Sozialversicherungsinstitute, sondern vor allem die versicherten Arbeiter selbst. m. b. Versagende Mir. Von Walter L u st i g. Das tschechische Richterorgan, die„Soud-! covfke lisch", hat den Aufsatz eines Richters veröffentlicht, in dem die Mängel der Strafuntcr- suchung aufgezeigt werden. Ich möchte die hier schon oft aufgezeigten hauptsächlichsten Uebel- stände noch einmal kurz wiederholen: vor allem hat sich in den Jahren des letzten Jahrhunderts ein fühlbarer Einfluß des Staatsanwalts auf die Führung der Untersuchung entwickelt, der heute bereits im Stadium eines ganz unzulässigen Ueberge- Wichts ist und die Rolle des unabhängigen Untersuchungsrichters z»Ungunst en des beamteten Staatsanwalts sehr beeinträchtigt. Heute ist es nicht mehr der Untersuchungsrichter, der die Schritte der Anklage und Verteidigung lenkt, heute entscheidet praktisch der Staatsanwalt über die Verhängung oder Aufhebung der Haft, womit leider der Sinn des Strafprozesses, der Grundsatz der Waffengleichheit beider Parteien vereitelt wird: denn unsere Strafprozeßordnung ist nach der Ansicht der Wissenschaft auf dem Gedanken aus« gebaut, daß mit den alten Vorrechten des Anklägers im Jnquisitionsprozeß des Mittelalters und der Neuzeit gebrochen wurde, daß sowohl An» lläger als auch Verteidiger ungefähr mit gleichen Rechten und Pflichten bedacht sein sollen, um die Interessen des Verdächtigen oder Verhafteten auf jede nur mögliche Weise zu wahren. Eine engstirnige undemokratische Praxis, die leider die Justiz fast der ganzen Welt charakterisiert, favorisiert nun den Ankläger in jeder Weise, oftmals direkt gegen das Gesetz und bestrebt sich, nicht die Unschuld des Verdächtigen, sondern gerade seine Schuld nachzuweisen und das mit allen Mitteln, die nur irgendwie erreichbar sind. Da kommt es immer wieder vor, daß man Verteidiger nur schwer zum Angeklagten läßt, da wird die Bestimmung der Strafpto- zeßordnung, wonach ein Verteidiger nur in Anwesenheit des Richters mit dem Angeklagten sprechen darf, oftmals sehr Penibel ausgelegt, da wird den Untersuchungshäftlingen jede besondere Rücksichtnahme verweigert, sie werden auf Gefängnisdisziplin trainiert, einer Hausordnung unterworfen, dürfen nur«in- bis zweimal wöchentlich Besuche empfangen, die Haft wird also nicht„mit möglichster Schonung der Existenz und der Ehre" des Verdächtigen durchgeführt. Und da ist es nun int«resiant, im Richterorgan zu lesen, daß die Richter sich nicht gern zum Amt des Untersuchungsrichters melden und diesen so verantwortungsvollen Posten lieber jungen, ungeschulten Männern überlassen, die sich der Tragweite"ihrer Entscheidungen noch nicht bewußt sind; sowohl in Prag als auch in der Provinz werden die neu eintretenden Richteramtsanwärter zu Untersuchungsrichtern gemacht, ihrer Unerfahrenheit wird die Entscheidung über die Freiheit eines Menschen überlassen. Nun soll damit nicht gesagt sein, daß nur älter«, Richter genügend Qualifikation für das Amt des Untersuchungsrichters haben; immerhin wird ein älterer Richter mit mehr Berechtigung die Stichhältigkeit mancher Beschuldigung überprüfen können, gewiß aber ist es bedenklich, wenn Jugend als solche den Anivärter für das verantwortungsvolle Amt qualifiziert. Und noch«in zweites ist es, was die Strafuntersuchung unzureichend macht: di« ArbcitS- überhäufung, von der sich der Laie keinen Begriff machen kann. Ter einzelne Referent erledigt tä g l i ch ein Dutzend„Fälle", kann er sich da noch individuell in die Materie vertiefen, wie es z. B. am letzten Kriminalistenkongreß in Prag mit viel wissenschaftlicher Gründlichkeit verlangt wurde? Viel an der Justizkrisc ist durch die Arbeitsüberhäufung verschuldet; jeder Mensch hat Nerven, hat nur einen Kopf und ein Hirn zum Denken: der Richter aber soll keine Nerven haben, soll seine Gedanken viele, viele Male im Tag wenden und in neue Bahnen lenken. Das ist natürlich unmöglich: aus dem individuell zu behandelnden Fall wird ein« lästige Nummer, der man sich so schnell wie möglich zu entledigen hat, aus dem Richter- Menschen die Paragraphennlaschin« aus Not. Und noch ein drittes Nebel quält den willigen Richter: der Uebereifer der Staatsanwälte, die geradezu unglaubliche Anklagen erheben: wagt es jemand," einen Polizisten bei seiner Amtshandlung zu fragen oder mit Worten zu widersprechen, flugs arbeitet der Staatsanwalt mit Par. 81; wenn ein Betrunkener sich am Knopf des Mimosenwachmanns fcsthält, dann trifft ihn sogleich der Bannfluch des Par. 81; und wagt es gar jemand, der freundlichen Aufforderung des demokratischen Ruhe-Hüters zu widerstehen, dann faßt der Raum einer kurzen Seite nicht mehr die Verbrechen, die auf Grund der gewährleisteten Freiheiten begangen wurden. Sowie eine Sache politffch angehaucht ist, entscheidet der Staatsanwalt souverän über den Häftling; Politisch ist aber nicht nur der normale Arbesterpro- zeß, sondern vielmehr noch der Prozeß gegen „Einflußreiche"; und deshalb wenden sich die alten Richter vom Untersuchungsamt! Und das sind die Fehler, die ausgemerzt werden müssen, soll das Vertrauen des Volkes wicderkehren. Rückläufige Bewegung der französchen Kommunisten. Folge: Roch schärferer Kampf gegen die Sozialdemokraten. J-m„Populaire" zitiert der Generalsekretär unserer französischen Bruderpartei, Paul Faurc, die kommumstische„Humanitv", in welcher der derzeit herrschende ftanzösische Kommunistenhäuptling Thorez den Rückgang der Mitgliederzahl der kommunistischen Partei, sowohl der französischen kommuni st ischen Partei, als auch der kommunistischen Gewerkschaften feststellt, während gleichzeitig die französische Sozialdemokratie und insbesondere die freien Gewerkschaften dort an Mitgliedern wachsen. Es ist zwar nicht überraschend, aber doch feststellenswert, wie die ftanzösische« Kommunisten diesem Rückgang ihrer Bewegung zu begegnen suchen: nicht etwa indem sie sich«Mich darauf besinnen würden, daß ihre Politik bisher schlecht war, sondern indem sie nach neuen Wegen suchen, um, wie der genannte Thorez schreibt, der Sozialdemokratie die Massen zu entreißen. „Wir werden", sagt jener,„unsere Politik nicht revidieren, sondern wir werden noch stärkere Argumente gegen die Sozialdemokratie beibringen, um ihr mit größerer Kraft die Arbeiter zu entreißen." Erfreulicherweise kann man feststellen, daß unsere französischen Genossen die verschärfte Kampfansage der Kommunisten nicht nur nicht zu fürchten brauchen, sondern daß mit einem weiteren Anstieg der französischen Sozialdemokratie und noch stärkeren Verlusten der ftanzösischen Kommunistenpartei gerechnet werden kann. 3m Kampf vm die„Freie Gemeinde". Die Logik der A.WG. Immer und immer wieder wird von uns daraus verwiesen, daß die Wahlen in die Gemeindevertretungen politische Wahlen sind und keineswegs einen unpolstffchen Charakter haben, wie cS unsere Gegner gern darzustellen wünschen. Die Bevölkerung soll auch bei den Wahlen iu die Gemeinden demonstrieren, mit welcher Politik sic zufrieden ist, ob mit der Politik der bürgerlichen Parteien, die bestrebt sind, auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung zu wirtschaften, alle Lasten und Ausgaben der Arbeiterschaft auszubürden, oder aber ob sie die Politik der sozialistischen Parteien wünscht, die darum kämpfen, daß eine Gesellschaftsordnung an die Stelle der heutigen tritt, in der keine derartigen Ungerechtigkeiten und Widersprüche herrschen werden wie sie in der heutigen Vorkommen. Es ist uns allen klar, daß die Gemeinden keine gesetzgebenden Körperschaften sind, die imstande wären, die besteheiideii Gesetze umzuändern oder neue Gesetze zu schaffen, und daS Blatt'der Dr. Rosche-Partei braucht nicht zu fragen, warum sich die Sozialdemokraten solche Mühe geben, einen Wahlerfolg zu erzielen, als ob eS um Wahlen in die Nationalversammlung ginge. In den Gemeindevertretungen konnte ja nichts geändert werden, heißt eS in dem Artikel„Der Kampf um die Gemeindeautonomie" der„Reichenberger Zeitung" vom letzten Sonntag. Als ob die AWE-Gcmeinschaft nicht ebenso gut wie wir wüßte, daß das Ergebnis der Gemeindewahlen vom 27. September, auch wenn nur 70 Prozent der Gemeinden wählen werden, aufzeigen wird, ob sich in der politischen Struktur in diesem Staate etwas geändert hat oder nicht und in welcher Beziehung. Glaubt die AWE- Gemeinschaft, die Wählerschaft wird sich dadurch, daß ihr vorgercdet wird, durch Gemeindewahlen könne ja nichts geändert werden, irre führen lasten und auf das Wahlprogramm der Doktor Rosche-Partei hereinfallen? Da wird sie sich aber ganz gewaltig irren. Das Jrreführen scheint nun aber einmal' die Absicht der AWE-Gemeinschaft zu sein, den« sonst könnte sie unmöglich das folgende in dem oben erwähnten Artikel behaupten. Nach einer Feststellung, daß beide sozialdemokratischen Parteien in diesem Staate mit der Forderung nach einer freien Gemeinde in den Wahlkampf ziehen, heißt eS: Gemeint ist unter der ,;freien Gemeinde" eine Autonomie, ein bestimmtes, möglich st großes Maß von Selbstverwaltungsrechten, in erster Reihe die Wiedereinsetzung des Zustandes, wie er bestand, ehe noch die neue Gesetzgebung die Rechte der Gemeinden weit hinter das zurückschraubte, was sie seinerzeit in der Monarchie beseflen haben. Es ist traurig, aber wahr, daß man es in der demokratischen Republik, deren Lobpreise« sich gar nicht genug tun können an der Hervorhebung ihrer befreienden Taten, schon als Fortschritt, und zwar als nicht unbedeutenden Fortschritt, empfände, wenn man auf dem sehr wichtigen Gebiete der Gemeindegesetzgebung nur die in der Monarchie bestandenen Rechte wieder erlangen könnte. Ja glaubt denn die AWE-Gemeinschaft, die in weiterer Folge des zitierten Artikels stolz behauptet, daß auch sie um die Rückkehr zur freien Gemeinde kämpft, daß ihr jemand auf diesen Schwindel und auf die Irreführung hereinfällt? Daß jemand glauben wird, daß die Sozialdemokratie, den Zustand herbeisehnt, in dem sich die Gemeinden in der alten Monarchie befunden haben? Daß die Sozialdemokratie jene reaktionäre, für die Arbeiterschaft so feindliche Zeit herbeiwünscht? Wenn wir mit der Forderung nach der Freiheit der Gemeinden in den Wahlkampf ziehen, so Handeft es sich uns keinesfalls um ein rheto- rischcs Beiwerk, um einen Aufputz der Wahlaufrufe, wie es in diesem famosen Artikel heißt, sondern wirklich um eine ernste Forderung. Wir haben vielmehr die bürgerlichen Parteien, die sich diese Forderung anzueignen trachten, im Verdacht, daß sie mit dieser Parole Schindluder treiben wollen/ und treiben werden. Bereits im Jahre 1927 haben unsere bürgerlichen Parteien gezeigt, was sie von der Gemeindeautonomie halten und sie sind zu Toten-- gräbern der freien Selbstverwaltung geworden. Die Arbeiterschaft hat die Auswirkungen jener Gesetze, die der Bürgerblock im Jahre 1927 geschaffen hat, zu spüren bekommen. Wir wissen bestimmt, daß es den bürgerlichen Parteien nicht ernst ist mit der Forderung nach einer freien Gemeinde. Was wir Sozialdemokraten unter der freien Selbstverwaltung, unter der freien Gemeinde verstehen, das ist der Arbeiterschaft, das ist unserer Wählerschaft bekannt und wird von ihr gebilligt und gutgeheißen. Die Wahlen in die Gemeindevertretnngen am 27. September werden eine Kraftprobe dafür sein. Sie werden den Willen der Bevölkerung kundgeben genau so wie die Wahlen in die Nationalversammlung. Die Geschichte der letzten Jahre hat uns wiederholt gelehrt, daß auch Gemeindewahlen sich ausgewirkt haben auf die politischen Ereignifle in dem betreffenden Staate und diesem Gesetze unterliegt auch die Politik in unserer Republik. Wir haben ein Jnterefle daran, der Bevölkerung, der Wählerschaft klar zu machen, daß es sich unr einen Kampf handelt, der zu Ende geführt werden muß, zu einew glücklichen Ende. Wir schließen uns der Ansicht des Artikel- schreiberS an, wenn er seine Ausführungen mit der Aufforderung schließt: Unsere Ausführungen beabsichtigen nur, die Wähler anzuregen, sich die Versprechungen und Forderungen aller Wahlaufrufe sehr nüchtern anzusehen und vor allem die sogenannten Schlager sehr genau auf ihre Durchführbarkeit und auf ihren wahren Gehalt zu prüfen. Wenn wir unS die Wahlprogramme der bürgerlichen Parteien anschauen und ihre Versprechungen durchlesen, dann müssen wir unS sagen: das Papier ist geduldig. Wir erinnern uns wohl der Versprechungen, die die Parteien der späteren Bürgerblöckregierung im Jahre 1925 gegeben haben. Die Arbeiterschaft in Stadt und Land wird wissen, was sie am 27. September zu tun haben wird. Sie wird Abrechnung haften mit den Totengräbern der freien Selbstverwaltung. Seite o Tagesneuigkeiten Probleme der heutigen Gesellschaft. Dienstag, 15. September 1981. Petroleum unter Gtandrecht. Die Jagd nach dem„ schwarzen Gold" von Texas yankis und Nigger im Selfieber Wilde Bodenspekulation Ueberproduktion und Preissturz. JCT. 210. Jeder, der Kinder beobachtet hat, weiß, daß dieselben am besten in der Gesellschaft von ihresgleichen erzogen werden; ihr Geselligkeits- und Nachahmungstrieb ist sehr lebhaft. Insbesondere nehmen die Wenn man sich einbildet, daß die heutige New York, Anfang September.( Eig. Ber.) suchten die Nachbarn sofort, den Delfluß abzuzapfen. Kleinen die Größeren gern als Vorbild und Beispiel Gesell haft keine Sorgen hat, so trrt man sich an den Bezirken mehrerer stillgelegter Petroleum Dabei fostet jede gründliche und erfolgversprechende und folgen diesen mehr als den Eltern. Diese Eigenabe ganz gewaltig. Große Probleme sind es, felder von Ost- Texas kam es zu Unruhen. An vie- Bohrung zwanzigtausend Dollar. schaften können mit Vorteil für die Erziehung ausmit denen sie ringt, die in den bürgerlichen Zeilen Orten wurde Feuer angelegt. Die Regierung In den letzten vier Monaten des Delfiebers genügt werden. tungen durchbesprochen werden und die beweisen, verhängte das Standrecht, ordnete die Schließung sind in Ost- Teras nicht weniger als 87 Brunnen August Bebel in Frau und Sozialismus,.. wie notwendig und gottvoll eingerichtet diese von mehreren Delbetrieben an und ließ diese Be- erbohrt worden, die Riesenmengen Betroleum aus- Unterstüßt die sozialdemokratische Erziehungsheutige Gesellschaftsordnung ist. Während Mil- triebe durch Kavallerie and Miliz beseyen. Einige speien. Der Ertrag der Bohrungen ist wesentlich organisation, die kinderfreunde" bei ihrer lionen Menschen nicht wissen, wie sie den Winter der Betriebe wurden nach einigen Tagen wieder höher als in den besten Zeiten des falifornischen Werbeattion im September! durchbringen werden, während Millionen Ar- eröffnet, blieben aber trotzdem unter militärischer und merikanischen Delruns. Und man schätzt die beiter nicht wissen, wie sie den Lebensunterhalt Bewachung. Die Delproduktion von Ost- Texas Lebensdauer der Brunnen, bei voller Ergiebigkeit, für ihre Familien verschaffen sollen, sorgt man wurde von 700.000 Barrels auf 270.000 Barrels fich auf der Seite der Besitzenden und Satten herabgesetzt. darum, wie man sein Geld am besten losbringt. Die nachstehende Notiz, die wir dem Dr. RoscheBlaft, der Reichenberger Zeitung", vont 13. >. M. entnehmen, zeigt das: produktion der Vereinigten Staaten von NordIn gewaltigen Sprüngen hat sich die Erdölamerika vermehrt. Die Delförderung der letzten betrug noch der Förderdurchschnitt pro Monat 20,704.000 Barrels.( Ein Barrel= 158.98 Liter. 1921 produzierte man schon 39,137.000 und im Bahre 1930 etwa 79,144.000 Barrels. Dabei wird angenommen, daß von den vorhandenen Delschätzen auf dem Gebiete der Vereinigten Staaten bisher nur 13.7 Prozent ausgebentet worden sind. auf mindestens vier Jahre. „ Oro Negro", schwarzes Gold, nennen die dort zurück und stellte damit für den Wettbewerb einen neuen Rekord auf. Der Schneiderpokal ansässigen Indianer das Petroleumt. Aber zum UnDelbohren nicht ohne genügend Kapital durchgeführt Fliegerleutnant Stainforth auf einem Sydroavion terschied vom Goldsuchen kann auf die Dauer das wurde damit sofort für England gewonnen. Nach dem Wettbewerb um den Schneiderpokal stellte werden. Große, sichere Tankanlagen und besondere mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 386.1 Fliegerleutnant Stainforth auf einem Hydroavion Wieviel sich eine Dame ihre Schönheit kosten Jahre weist gan; erstaunliche Zahlen auf. 1913 Transportanlagen mit oft tausende von Kilometern Stundenmeilen( 621.23 m.) einen neuen Weltlangen Delleitungen zur Küste hin müssen unterrekord auf. halten und ausgebaut werden. Die lohnende Vermertung der Nebenprodukte erfordert besondere Betriebe und Raffinerien. Nur in großangelegten Del betrieben lohnt sich auch die Produktion bei niedrig sien Preisen. Die gegenwärtig in Ost- Tegas geübte Methode des wilden Delbohrens mußte zu gewal tiger, nicht verwertbarer Ueberproduktion und zu diesem Preissturz führen, dessen Nuznießer nur die großen Delgesellschaften sein werden, die den Klein besizer niederkonkurrieren. Mord an einem Ehepaar. In Hetedorn ( Streis Oschersleben) wurden Montag früb die heleute Klump im Bett erdrosselt aufgefunden. Vian nimmt an, daß der Mord bereits in der Nacht vom Samstag auf Sonntag verübt worden ist. Nähere Einzelheiten sind noch nicht bekannt. Unter die Räder gekommen. Sonntag nachmittag erschien der tschechoslowakische Eisenbahner Stanislaus Syrowatta aus Gmünd am Wiener bereits eine der größten inneramerikanischen Del- den D- 3ug um 16.15 Uhr zur Heimkehr zu benüßen. In das Gebiet der Quellen von Ost- Texas ist Franz Josefs- Bahnhofe, um mit einem Bekannten kompanien eingedrungen und hat durch ihre Maß Dabei plauderten die beiden am Perron und benahmen nicht zuletzt das Vorgehen der Regierung merkten nicht, daß die Türen bereits geschlossen und bedingt. Es ist die neue„ Associated Petroleum Cor- der Zug bereits im Rollen war. Während poration", hinter der die großen Firmen der der Fahrt sprangen beide auf und Syrowatka stürzte Siclair Oil Corporation",„ Tide Water Associated zwischen zwei Waggons auf das Geleise. Er wurde Oil Corporation"," Prairie Oiland Gas Co." und überfahren und mit schwersten inneren Verlegungen andere stehen, die allein über ein Aktivkapital von geborgen, doch verschied er noch vor Eintreffen der rund 1000 Mill. Dollar verfügen. Rettungsgesellschaft. läßt. Nüchterne Zahlen und der unerwägbare Bauber weiblicher Schönheit scheinen auf den ersten Blick nicht zu einander zu stimmen. Und doch läßt sich fast auf Heller und Pfennig angeben, was sich die Dame jährlich die Erhaltung ihrer Schönheit fosten läßt. Die Leiterin eines Schön heitssalons im Londoner Westen hat diesen durch schnittlichen Betrag für die mondäne Dame Die sprunghafte und rapide Aufwärtsbewegung Die sprunghafte und rapide Aufwärtsbewegung mit 2400 art( etwa 20.000 K) angegeben. Ser Rohölproduktion wurde im Besonderen durch Diese Summe liegt um vieles höher, als die noch die Erschließung der neuen Delfelder in Ost- Texas vor zwei oder drei Jahren von der Damenwelt gefördert. Es sind die größten Petroleumvorkommen zur Pflege ihres Aeußeren aufgewandte. Die der Erde. Die dortigen Delquellen sind von ganz meisten unserer Kundinnen," so erzählte die Schön- unerhörter Ergiebigkeit. Noch im Jänner dieses heitsdoktorin, sind Engländerinnen. Manche un Jahres wurden die meisten Petroleumfelder von ter ihnen kommt dreimal in der Woche zur Ost- Texas nur potentiell" gewertet, heute haben sie Gesichtsbehandlung und Massage des Springer von einem geradezu sagenhaften Delreich Halsès, der Arme und der Schultern und gibt fum. Vor zwei Jahren gab es dor: nur wenige dafür sowie für die Anschaffung der erforderlichen Großanlagen, die das investierte Kapital gut ver Santpflegemittel 200 Mart monatsinsten. Sente liefern die Petroleumquellen von lich( 1600 K) aus. Am meisten aber wenden Ost- Texas und Oklahanta allein 22,140.000 Barrels unsere amerikanischen Kundinnen auf. Sie legen der 79,214.000 Barrels betragenden Monatsprodukdas Hauptgewicht auf förperliche Uebungen und tion der Vereinigten Staaten. Die agressiven Maßnahmen der Regierung, die Das verhängnisvolle Streichholz. Die Unterzur zwangsweisen Drosselung der Delausbeute juchung über die schwere Flugzeugkatastrophe, nehmen Gymnastik- Kurse, von denen die EngDie Ergiebigkeit dieser Delfelder hat nicht allein geführt haben und die Stillegung zahlreicher Be- welcher am 19. April d. 3. die italienischen Ozeanländerinnen meist absehen, weil sie sich viel in zum Run auf die Petroleumquellen, sondern auch triebe erzwangen, sind nicht allein aus kriminellen flieger Maddalena und Cecconi zum Opfer freier Luft bewegen." Die Inhaberin eines zu einem Run auf die Preise des Rohöls geführt. Vorkommnissen in diesem Gebiete zu erklären. In fielen, hat als wahrscheinlichste Ursache die Exploanderen Schönheitssalons Londons, dessen beson- Der Preis für Rohpetroleum ist beinahe um siebzig den Südstaaten von Texas und Ollahama basiert jion durch Entzünden eines Streichholzes ergeben. bere Spezialität türkische und Wachsbäder Prozent gefallen. Vor drei Monaten fostete ein Hef- der Staatshaushalt auf dem Erlös aus der Del- Die Flieger befanden sich bei ihrem Fluge über sind, erzählt, daß viele Damen einen großen Teil toliter Rohöl einen Dollar, heute zahlt man faum steuer. Der Run auf die neuerschlossenen Petroleum Pisa in einer geschlossenen Kabine, in der sich offendes Tages bei ihr zubringen. Sie beginnen gegen 0.30 Dollar. Aber trotzdem wird unermüdlich weiter gebiete, die anarchistische Produktion und als natür- bar Benzingase angesammelt hatten. Mittag mit einer Stunde im Gymnaſtikraumt.ach Del gebohrt. Yankees, Nigger, Indianer, Far- liche Folge die auftretende Absatzstodung mit nach Flieger dürfte aus unbekannter Ursache ein Streich Dann ruhen sie eine Stunde, bevor sie eine leichte mer, Händler und Handwerker alle hat das Del folgendem Preissturz, brachte enen so großen Aus- holz entzündet haben, wodurch die angesammelten Mahlzeit einnehmen. Darauf folgt eine Behand fieber gepackt. Jeder versucht, sich eine Parzelle des fall der Delsteuer, daß sich die Regierung gezwun- Gaje zur Explosion gebracht worden sein dürften. lung des Gesichts oder Haarondulation und Mani- tostbaren Bandes zu sichern, oft um den Preis seiner gen jah, diese Maßnahmen zu ergreifen, sollte das Die Explosion hatte dann den Flugzeugbrand und füren, bevor sie noch einmal eine halbe Stunde ganzen Sabjeligkeiten. Die Bodenpreise sind um das Budget nicht endgültig erschüttert werden. Das Par- den Absturz zur Folge. der Gymnastik widmen. Diesen Uebungen unter Fünffache gestiegen. Es hervscht eine wilde Boden- lament des Staates Teras hat bereits eine Reihe ziehen sich die Damen regelmäßig und geben zivi spekulation vor. Selbst auf kleinstem Raume und einschneidender Gesetze zur Beschränkung der Delschen 40 und 60 art wöchentlich( 320 bis mit ganz ungenügenden Weitteln wurde nach Del produktion erlassen und die Kommandanten der 480 K) dafür aus." gebohrt, die Deltürme reihen sich wie Bäume ant- Bezirke zu schärfsten Maßnahmen gegen die wilde einander. War ein Brunnen erbohrt, dann vec- Broduktion ermächtigt. 2400 Mart, d. f. nahezu 20.000 K, braucht eine mondäne Dame jährlich dazu, um ihr Ge ficht in Ordnung zu bringen. 60 Mart, d. f. nahezu 500 K, wöchentlich verwendet eine Dame der Gesellschaft dazu, um ihren Körper zu stählen. Wieviel hat eine Arbeiterfamilie zum Leben in derselben Zeit? Gar nicht zu denken an die Arbeitslosen, die überhaupt nicht wissen, wo von sie leben sollen. Unglückschronik vom Sonntag. mittags ist in Großschönau in der scharfen Kurde Rumburg, 14. September. Sonntag nach beim Deutschen Hause ein mit drei Personen bejetztes Motorrad beim Ueberholen eines Motorrades mit Anhängewagen in rasendem Tempo in den Straßengraben gestürzt. Die drei Fahrer wurden von ihren Eigen weit weggeschleudert. Während der Lenker und die rückwärts sibende Aber die heutige Gesellschaft hat noch ganz andere Sorgen. In derselben Nummer der oben genannten bürgerlichen Zeitung finden wir eine andere Notiz, die uns zeigt, daß die Wirtschafts- Person mit nur leichten Verletzungen davonS. gestürzt. Das Rote Kreuz hat eine Anzahl von das Erdbeben keinen gefährlichen Charakter Athener Observatorium ist der Meinung, daß Zelten in die betroffenen Orte entsandt. Das haben werde. die drei Meter hohe Flutwelle, die sich über das gemeldet: Unter den Toten befinden sich zahlreich Zur Wirbelsturmkatastrophe in Belize wird noch Zöglinge des Jesuitenkollegiums, das nach Angaben von Augenzeugen wie ein Kartenhaus zusammen brach. Viele Leichen sind geborgen worden; aber die Behörden haben nunmehr beschlossen, die Trüm mer in Brand zu stecken, um den Ausbruch and ergoß, auch in das Elektrizitätswert eindrang. Teil der Stadt hat kein elektrisches Licht mehr, da von Seuchen zu verhindern. Der stehengebliebene Amerikanische Segelflugzeuge sind mit Aerzten und Minensucher„ Swan" leistet Beistand. Wie ungeMedikamenten eingetroffen, auch der amerikanische wöhnlich stark der Tornado gewesen ist, kann bereits daraus geschlossen werden, daß der Dampfer , Columbia", der aus Panama unterwegs war, Windhose über Temesvar. Vier Tote und viele Verlegte. Bukarest, 14. September.( Rador.) Ueber die frise wirklich eine böse Erscheinung ist, die es lamten, wurde der in der Mite fizzende Karl Mül- Stadt Temesvar ging heute eine überaus heftige durch die Ausläufer des Tornado erfaßt und gegen mit sich gebracht hat, daß die armen Fabrikanten ler aus Großschönau gegen einen Baum geschleu- Vier Personen tamen hiebei ums Leben, viele Felstlippen bei Margaritaid in Südkalifornien geWindhose hinweg, die große Schäden verursachte. and Bantiers nicht einmal mehr ihre Trüffeln dert und blieb mit einer starkblutenden Stirn wurden verlegt. auf den Tisch bekommen. In demselben Blatte wunde bewußtlos liegen. Sturze Zeit nach dem Tefen wir: Unfalle starb der junge Mann im Spital. Der Trüffel- Dämmerung. In einer der Indu strien, auf die Frankreich besonders stol; war, ist eine Krise ausgebrochen, nämlich int Handel mit den in Schuzhaft genommen. * Trüffeln. Die Erträgnisse dieses von allen Nürnberg, 14. September. In Buch bei Feinschmeckern so hoch geschästen Pilzes, der in Nürnberg stieß hente früh ein Zastkraftwagen der gallischen Stochkunst eine große Rolle spielt, mit einem Möbeltransportauto zusammen, wobei 850.000 Dollar Steuern. Die Filmschauspielerin schleudert wurde. Sämtliche Reisenden und die ganze Besatzung wurden durch einen Dampfer gerettet, der, Attentat auf einen Richter. Aus Gab. nachdem er die Hilfejignale der„ Columbia" gehört Lenter und der Begleiter des Motorrades wuron z wird uns berichtet: Auf dem hiesigen Be- hatte, su Hilfe gecilt war. Wie aus Verobeach auf zirksgericht kam es während einer Verhandlung, Florida berichtet wird, ist ein Flugzeug mit dret vorsag, zu einer aufregenden Szene. Als Dr. wüsteten Gebietes auf Honduras bei sich hatten, welcher der Gerichtsrat Dr. Hermann Roßlav Journalisten an Bord, die Photographien des verRoßlav das Urteil über den Angeklagten aus- abgestürzt, wobei alle drei ums Leben kamen. tertisch stehende Tintenfaß und schleuderte es mit von den Bauern die Trüffelzucht vernachlässigt. Einzelheiten fehlen noch. voller Wucht Dr. Roßlav ins Gesicht. Dem Rich einigten Staaten 850.000 Dollar zu wenig gezahl Hohe Zölle stehen der Ausfuhr der Trüffel entMainz, 14. September. Auf einem Bahn- dem erlitt er eine Augenverlegung und eine ter wurde ein Brillenglas zertrümmert; außerter Steuern abliefern müssen. gegen, und die Vereinigten Staaten sind jetzt das Rasputin unter den Eskimos. Ein kanadisches einzige größere Land, das die Trüffel noch nicht übergang der Bahnstrecke Bodenheint- Alzey Wunde am Jochbein. Der Attentäter wurde Gerich: sprach einen Estimo von der Baffins- Insel mit Gebühren belegt hat. Eine andere Ursache ist wurde ein mit 16 Fahrgästen besetztes Gefell- festgenommen. die allgemeine Wirtschaftskrise, deren schaftsauto von einem Personenzuge erfaßt, Sparmaßnahmen nur noch wenigen Glücklichen wobei drei Insassen schwere und neun leichtere gestatten, sich an dieser kostspieligen Köstlichkeit zu Verlegungen erlitten. erlaben. Auch für die Herstellung der GänseIeberpasteten werden nicht mehr so viel Lille, 13. September. Die Automobilrennen Trüffeln gebraucht wie früher, denn die Trüffel- in Pont a Marq nahmen einen unglücklichen pastete gehört ebenfalls zu den Leckerbissen, die Verlauf. Ein Rennauto fuhr in die Zuschauer, nur noch wenige erschwingen können. Im Depar- wobei ein Kind auf der Stelle getötet tement Dordogne, in dem man das Mästen der und 13 Personen verletzt wurden. Gänse in großem Maßstabe betrieb und wo die merden immer geringer, denn seit dem Kriege wird bier Personen getötet wurden. Nähere prach, ergriff der Delinquent das auf dem Richmarin Davies hat an die Regierung der Ver Vom Rundfunk Empfehlenswertes aus den Programmen. wegen Mordes an einem Lagerberwalter frei. Der Lagerverivalter Neakoteah, selbst ein Estimo, war Nach durchzechter Nacht. In Philippsdorf, von einem Missionar als Einziger zum Christendem bekannten Wallfahrtsorte, kam es Sonntag tum bekehrt worden. Er nühte nach dem Fortgang morgens zu einer wüsten Messerstecherei, des Missionars seine Stellung und sein Ansehen bei der ein Toter und zwei Schwerverletzte am unter seinen Landsleuten nach der Art des russischen Platz blieben. In zwei Philippsdorfer Schank- Wundermönchs Rasputin aus, indem er den Kreis stätten hatten mehrere junge Burschen aus dem seiner Gläubigen in Ekstase versetzte und die Frauen benachbarten Georgswalde die Nacht durchgezecht. unter der Vorgabe, Wunder zu tun, in seinen Bann Aus bisher unbekannten Gründen gerieten fie vängte und sich gefügig machte. Als er auch vor dann in einen Streit, der in eine schwere Messer- der Frau jeines besten Freundes Rotut nicht Salt besten französischen Gänselebern erzielt wurden, Hamburg, 13. September. Nach Beendigung stecherei ausartete. Der 21 Jahre alte Sigmund machte, ermordete ihn Rotuk und befreite so seine weil die Herstellung der Pasteten wegen des ge- Flughafen Fuhlsbüttel ereignete sich ein schive- Arthur Behnert und der 19 Jahre alte Johann hat man das Gänsemästen fast ganz aufgegeben, des heutigen Segelflugtages auf dem Hamburger Ueber aus Georgswalde erlitt einen Herzstich und Stammesgenossen von einer furchtbaren Geißel. schwe- war auf der Stelle tot. edr 20 Jahre alte ringen Abjabgebietes nicht mehr genügend Ge- res Unglück. Gegen sieben Uhr abends startete der Arthur Lehnert und der 19 Jahre alte Johann minn abwirft. Pilot Storff mit einem Sportflugzeuge des Ham- Röttig erlitten schwere Stichverlegungen am Diese Sorgen der bürgerlichen Gesellschaft burgischen Vereines für Luftfahrt mit einem Unterleib und am linten Arm. Die Gendarmerie fönnen wir so recht nicht verstehen. Wir sind ja Passagier. Der Pilot nahm in etwa 25 Meter erschien sofort am Tatorte und nahm fünf der eben auch nur arme Proletarier, die für so etwas eine Surve zu kurz und stürzte steil ab. Der Bas- beteiligten jugendlichen Erzedenten in Haft. Der das richtige Verständnis nicht aufbringen fönnen. fagier war auf der Stelle tot, der Pilot Hauptverdacht richtet sich gegen einen gewissen 18.25 Deutsche Sendung: Scholz: MärchenHeinrich Holfeld aus Philippsdorf. Der eigentliche vorlejung; Arbeitersendung: Dr. Karla Aber das eine ist uns klar: daß es eine Unge- starb furze Zeit darauf. Grund der schweren Messerstecherei ist bisher nicht schwelb( Prag): Soziale Eindrücke aus rechtigkeit sondergleichen ist, daß es eine Gesellbekannt. schaftsordnung gibt, in der die überwiegende Norwegen und Spinbergen. 20.25: Or Mehrheit hungert und darbt, während eine verNeuer Schnelligkeitsweltrekord. Am Sonn- chesterkonzert. 21.00 Liederfonzert. 21.30 Violaton schwindend fleine Minderheit in Saus und tag wurde in der Meerenge The Solent bei der zert. Brünu: 17.45 Schallplatten. 18.25 Deutsche Braus lebt und das Bermögen, das durch der Athen, 14. September. Fast den ganzen Insel Wight die Konkurrenz um den Schne i- Sendung: Dr. W. Brügel: Was wurde zur anderen Fleiß und Arbeit geschaffen wird, ver- gestrigen Tag hindurch wurden auf der Insel derpofal ausgetragen. Das sonnige Wetter Behebung der Wirtschaftskrise getan? praßt und vergendet. Und noch eines ist uns Guböa weitere starke Erderschütterungen ver- hatte eine große Zahl von Zuschauern angelockt. 21.00 Populäres Orchesterkonzert. Berlin: 16.30 auch klar, nämlich daß diese Gesellschaftsordnung, spürt, insbesondere in der Gegend von Limni. Um 13 Uhr 11 startete Leutnant Boothman Opernkomponisten schreiben Kammermusit. 21.10 die solche Widersprüche aufweist, beseitigt wer- Die Bewohner haben ihre Behausungen verlas auf dem Hydroavion Vickers Supermarine. Er Sinfoniekonzert. Breslau: 17.50 Flötenkonzert. den muß, um einer anderen Platz zu machen, in fen und kampieren unter freiem Himmel. Die legte die 217 Meilen lange Strede in 38 Minuten Hamburg: 20.00 Erstes Sinfoniekonzert. Mün Der Gerechtigkeit herrschen wird. B. S. Gesamtzahl der eingestürzten Häufer beträgt 60. 22% Sefunden bei einer Durchschnittsgeschwin- chen: 19.30 Chorlonzert. Wien: 17.00 Stalienische In der Gemeinde St. Anna ist die Kirche ein- digkeit von 340.8 Stundenmeilen( 548.35 m.) Bieder und Arien. Erdbeben auf Euböa. 60 Häuser eingestürzt. Mittwoch. Prag: 11.30 Schallplatten. 17.00 Schallplatten. Nr. 215. Gerichtssaal Dienstag, 15. September 1931. Amsterdam, das nordische Benedig. Amsterdam! Zentralstation!" So, da wären[ lungen annähernd 40.000 Einwohner. Ein GartenEin verrückter Ueberfall. wir in der großen See- und Handelsstadt! Nach dorf nach dem andern gliedert sich dent Weichbilde dem ich dem hastenden Getriebe der Bahnsteige ent- der Stadt an, denn gebaut wird hier in großzügigVerzweiflungstat eines Jugendlichen. Ein sympathischer Freispruch. ronnen, verweile ich erst ein paar Minuten vor dem stem Maße. Portal, um all' die auf mich einstürmenden fremd( Eröffnungderschwurgerichtsperiode.) artigen Eindrüde geordnet in mich aufnehmen zu Prag, 14. September. Das Schwurgericht hat können. " Seite 7 Ausgebeutete! Die bürgerliche Breste fteht im Solde Eurer Ausbeuter In die Hand des Arbeiters das Arbeiterblatt. Sport- Spiel* 1 Montag, Spiel- Körperpflege Daß die schmudlosen Fassaden der Häuser nicht eintönig wirken, ist zum guten Teil dem rege pulsierenden Straßenverkehr zu danken. Fast alle seine Herbst session begonnen. Sie ist die längste Links vom Bahnhof wird der Blick des Be- Küchenbedarfsartikel werden der Hausfrau täglich dieses Jahres und umfaßt 17 zum Teil sehr schwere schauers gefangen durch den imponierenden Kuppel- an die Türe geliefert. Hier werden die duftigen Fälle. Eröffnet wurde sie mit einer Anklage wegen bau der Sint Nifolaaskirche. Dahinter, soweit der( Treibhaus-) Kinder Floras dargeboten, dort ruft bersuchten Raubes gegen den 22jährigen Blid reicht, Hafenanlagen, belebt durch das Kom- ein fahrender Händler seine Ware aus: das langStan. Cerventa. Die Verhandlung leitete Kreis- men und Gehen ungezählter Wasserfahrzeuge. Mit gezogene melodische Kaaaa- bel- jau!" des Fischhändgerichtspräsident 2inhart persönlich. Ausnahme größerer Ueberseedampfer sind so ziemlers wird jäh zerrissen von dem mißtönigen SchrilAm 6. Juni d. I. war die Milchhändlerin lich alle Schiffstypen vertreten. Da liegen schwer- len eines Scherenschleiferrades; fast pausenlos tönt m weißen Rößl"( 233-1). Kučera bei Krtsch auf offener Landstraße um fällige Schuten( Frachtkühne) aus allen Teilen des der monotone Ruf des Lumpensammlers, und da- 7.30 Uhr: Der Graue"( 234-2). die Mittagszeit von dem Angeklagten über Landes, wie auch aus dem rheinisch- westfälischen zwischen hindurch schaukeln rasselnde Lastautos in be- Wochenspielplan der Kleinen Bühne. Dienstag, fallen worden. Als sie, mit der Tageslosung Kohlengebiet und von Oberrhein, aus deren plum- denklich fühnen Kurven. Und auf einmal bei! 7.30 Uhr: 3ntimitäten". Mittwoch, 7.30 von 300 K in der Tasche, auf ihrem Wagen pem Bauche die verschiedensten Güter gewunden wer- erscheint die große Konzertorgel auf dem Plan Uhr: Nina". Donnerstag, 7.30 Uhr: Die heimfuhr, schwang sich plötzlich der Täter auf den den: Tabak, Käse, Mehl, Kohlen, Holz, kurz alles, und haut den neuesten Schlager herunter. Ist fein Spieler"," Der Doppelgänger"," Der Seutschbock und preßie ihr einen Wattebausch mit was so den Lebensbedarf der 750.000 Einwohner Politie- Agent" in Sicht, dann riskieren die Heiratsantrag". die Heiratsantrag". Freitag, 7.30 Uhr:„ In Chlortalt und Spiritus vor den Mund. bildet. Kleine, aber starfgebaute Schleppdampfer Meisje" wohl ein Tänzchen.„ Mujit für alle!" timitäten". Samstag, 7.30 Uhr: Nina". in der Annahme, daß sie dadurch in Ohnmacht prusten und fauchen unter dem stählernen Zügel von lautet die Parole, und ein Amsterdam ohne Stra- Sonntag, 7.30 Uhr: Intimitäten". fallen würde. Gleichzeitig suchte er sich der Tasche drei. vier, ja sechs der schwerbeladenen Frachtkähne, ßenmusikanten wäre einfach undenkbar. Kaum sind Montag, 7.30 Uhr:„ Nina". zu bemächtigen. Die sehr fräftige Frau aber wehrte mejjingbeschlagene Fähr- und Passagierdampfer lei- die letzten Orgeltöne in der Ferne verklungen, da den schwächlichen Burschen ohne große Mühe ab. Er neren Kalibers gligernd prunkend in der noch pral- bringt ein Harmonikaspieler seine zuweilen virwurde verhaftet und gestand ohne weiteres alles ein, len Sonne. tuos gefingerten Phantasien zu Gehör, aus deren ebenso auch einen Obst diebstahl( der Wert Rechts vom Bahnhof dasselbe Bild und auch melancholischen Akkorden die ganz verzweifelte Trabeträgt 7-8 K!), den er mit 50 K gutzumachen Geradeaus, das Damrak entlang, zieht ein breiter git eines zu hoffnungsloser Armut verurteilten versuchte. Motiv der Tat: Hunger! Er war Strang, um sich jedoch nach kaum 200 Meter an Menschenherzens zittert. Doch der Mahlstrom des Ausscheidungsspiel um die Kreisarbeitslos und wußte sich keinen Rat. einem riesigen Gebäudekomplex totzulaufen. Schon Lebens treibt die Menschen weiter, und ehe eine meisterschaft für Fußball im VI. Kreise. Zeigt schon die Durchführung der Tat, daß der wuchtig- kantige Stil dieses massiven Kolosses Stunde vergangen, werden die elegischen Gedanken ASK. Eger gegen FFK. Falkenau 3: 2. Bor es sich um keinen Berufsverbrecher handelt, so ver- deutet auf die Wichtigkeit seiner Bestimmung hin: wieder durch die flotten Märsche einer böhmischen mehr als 1000 Zuschauern wurde am Sonntag auf stärkte sich dieser Eindruck noch durch das reumütige es ist die Beurs"( Börse). Bevor ich mich jedoch Wanderkapelle hinweggeschmettert. dem Sportplate in Chodau das Ausscheidungsspiel Geständnis des Verhafteten. Vermutlich das Resultat mit dem Menschenstrom dem Stadtinnern zutreiben Eine für das Amsterdamsche Straßenleben um die Kreismeisterschaft zwischen den genannten von Schundliteratur ist z. B. der komische Einfall, lasse, möchte ich mir erst einmal das" Y" ansehen, typische Erscheinung ist der„ Rateljongen", welcher Vereinen ausgetragen. Während der regulären einen Menschen mit Chlortalt betäuben zu fön- jenes gewaltige, in Form eines" Y"( prich: Ey) mit einer riesigen Knarre( Waldteufel) bewaffnet, Spielzeit wurde der Stand 2: 2 erzielt, es mußte nen. Der Staatsanwalt modifizierte denn angelegte Hafenbecken, welches wohl jedem deutschen das Nahen des Müllwagens ankündigt. Rrrr zu den sagungsgemäßen Verlängerungen geschritten auch die Anklage in diesem Punkte und legte das Kinde aus des guten alten Peter Hebels Kannit rrrr- rrrr- rrrr!" Das infernale Gefnatter dringt, werden, erst in der 7. Minute der zweiten Halbzeit Hauptgewicht nunmehr nicht auf die Betäu- verstan" bekannt ist. Bor dem Bahnhof stappe ich wie durch Mark und Bein, so auch durch die dicksten kam es zum entscheidenden Tore. Das Spiel war bungsabsicht, sondern auf die Gewalthandlung in die Rundbahn der Tram und erlebe eine ganz Mauern bis in die rückwärtigsten Gemächer. So sehr flott, dabei ruhig und fair. In den ersten 15 als solche. Da aber andere Gewaltatte schwer gewaltige Ueberraschung: Auf ein Kwartje( 25 Cent) rollt sich in bunter Reihenfolge der interessante Film Minuten waren beide Gegner gleichwertig, bann nachweisbar jind und eine Gewaltanwen erhalte ich 24 Cent zurüd; auf meine verblüffte des Straßenlebens ab und illustriert in anschaulicher fam Falfenau mächtig auf, fonnte aber nichts ergicdung"( als welche auch die Betäubung anzusehen Frage bestätigt der Kondukteur, daß der„ rit" mit Realität treffend den Kampf ums Dasein.--len. Aus einem Strafstoße ging Eger in Führung ist) zu dem gefeslichen Tatbestand unbe- der Rundbahn tatsächlich einen Centeinen dingt gehört, beantragte der Berteidiger die Cent loftet. Na, das läßt sich ja gut an; als vorbildlich bezeichnen: das Benehmen der in Schlusse der Halbzeit unverändert. In der zweiten Die Regelung des. Verkehrs kann man getrost über, der Stand 1: 0 für Eger blieb bis zum Bernehmung von Sachverständigen über die Mög⚫ wenn hier alles so goedkoop" ist mich soll's ruhiges Schwarz mit ledernen Tellermügen- Halbzeit griff zuerst Faltenau an, dann war. ungelichkeit, mit diesen Mitteln Betäubung herbor- freuen! zurufen und protestierte gegen die Modifizierung Doch soll man den Tag nicht vor dem Abend gekleideten„ Bolitie- Agenten" ist auf den Ton einer fähr während 15 Minuten Eger ständig überlegen. ernst- höflichen Sachlichkeit abgestimmt. Der weit- Faltenau kam aber dann wieder auf und konnte der Anflage. Rach längerer Beratung lehnte jedoch rot loben, das bestätigt sich auch hier: denn diese verzweigte Archipel der Innenstadt mit seinem Ge- rasch hintereinander das Ausgleichstor und ein der Gerichtshof diesen Sachverständigenbeweis ab, unglaublich billige Rundbahn umkreist nicht etwa wirr von Grachten( Kanalstraßen) verleiht dem zweites Tor erreichen und so die Führung an sich wofür der Berteidiger sich die Richtigkeits- Amsterdam, sondern nur- feinen Zentralbahnhof, beschwerde vorbehielt. so daß, wer nicht schwindelfrei ist, nicht der Kuriosi- äußeren Antlitz der Metropole seinen ureigensten reißen. In der 41. Minute gelang es Eger auszutDer Angeklagte ist bisher unbescholten und besitzt tät halber ein„ wartje" in einem Zug abfahren den Nachmittagssonne in goldenen Reflegen auf den Spielzeit beendet, es mußten zwei Verlängerungen Ausdruck.- Wenn die letzten Strahlen der fallen- gleichen. Mit dem Stande 2: 2 wurde die normaic guten Ruf. Er ist gelernter Mechaniker und längere ſollte. Die hinter dem Bahnhof liegende Straße Wassern der stillen Grachten fringeln, und wenn sich angesetzt werden, erst in der 7. Minute der zweiten Beit ohne Posten. so daß er großen Hunger litt. In wird schon vom feiner absoluten Ratlosigkeit ließ er sich zu dem des Amsterdamschen Schiffsverkehrs, etwa von der dazu die dämmerigen in dem unbestimmbaren ebenso findischen als verwerflichen Entschluß hin- Breite des unteren Rheins, ist von mehreren und Schwarz der Fluten widerspiegin, dann gibt das Bilder von unbeschreiblichem Reiz. reißen. In Betracht kommt noch, daß er als größeren Schiffen belebt: da liegen die Fracht- und Träumerisch stehe ich auf einer Brücke der baterlojes sind keine geregelte Erziehung ge- Fährboote, die den Verkehr mit dem Binnenlande nossen hat. Betreut hat ihn der heute 78jährige vermitteln, weiter oben wartet eine Fischerflotille Brinzengracht und sauge den unvergleichlich idylliGroßvater, so gut es eben möglich war. Der auf gut Wetter zur Ausfahrt. Die schmalen Wim- schen Anblid tief in mein Inneres ein. Meine hindert wurde. " Nach dem ebenso schlichten als wirkungsvollen Blädoyer des Verteidigers Dr. Jasura, der darauf " Y" begrenzt. Dieser Brennpunkt Die fiel die Entscheidung zugunsten von Eger. würfel sind gefallen, der ASK. Eger ist Streise meister und wird am 18. Oktober gegen den Kreismeister des 5. Streifes zum Endlampse um die Bun desmeisterschaft antreten müssen. 9 3. Wiener Arbeiterfußball. Liga: Gaswerf St. alte Mann, als Zenge geladen, bat, nicht aussagen pel auf den hohen, schlanken Masten flattern im Phantasie schweift um Jahrhunderte zurück: zur Beit gegen Helfort 4: 2( 3: 2), Red Star gegen Enkel die Hand zu reichen, was aber den Vorschrif über einem fahlen Tannengehölz. Vom jenseitigen 16. Jahrhunderts herum, muß dieses Bild in groben hügel 8: 1( 1: 0), Feuerwehr gegen Floridsdorfer ten widerspricht und von dem Aufseher eilig ver- Ufer, wo in den Docks einige Ozeanriefen liegen, unriſſen ungefähr dasselbe gewesen sein. Des SC. 6: 3( 3: 1), Phönix Schwechat gegen Noreerinnerte das Knattern pneumatischer Niethämmer Abends saßen da allerdings die ehrsamen Bürger in Wien 3: 2( 3: 1), Altmannsdorf- Meidling gegen friedlichem Plaudern oder an- und aufgeregtem Gleftra 4: 0( 4: 0). Erste klasse: Gruppe an fernes Trommelfeuer unseligen Angedenkens. Nach Süden zu zieht sich eine Hafenanlage nach Diskurs vor der Türe, und sonst wurden alle Fahr- Nord: Technische Union gegen Humanitas Winter hinwies, daß es die vornehmste Aufgabe der Justiz der anderen dahin, im Namen schon die Schiffslinie 3euge in den windfreien Grachten mit der Stange 2: 2( 1: 0), Donaufeld gegen Kaisermühlner AC andeutend Surinamkade, Borneofade, Sumatra- weitergedrückt. Zu dieser idyllischen Zeit wußte das 6: 1( 3: 0), Ostbahn Simmering gegen Neutral kade usw. Den Verkehr mit dem andern User ver- einfache, friedliche Hirten- und Fischervolt noch nichts 3: 1( 0: 1), Fav. AC. gegen Auto 3: 1( 0: 1), frage auf versuchten Raub, während der er- Anzahl von Bontonfähren, welche je etwa ein maschine und Motor, nichts von Telegraph, Radio 4: 3( 2: 1), Phönizia gegen Columbia 1: 1( 0: 1); chworenen mit allen zwölf Stimmen die Schuld- mittelt in Abständen von wenigen Minuten eine von den Errungenschaften der Technif: Dampf Landstraßer Sportfreunde gegen Ostbahn Favoriten wähnte Obst diebstahl, der gleichfalls miteinge- Dußend Autos aufnehmen und die mit ihrem Breis und Au- Au! ein grelles Supengebrüll, ein Gruppe Süd: Donau gegen ASC. Brigittenan 1: 1 Magt war, mit nur sieben Stimmen bejaht ur Fußgänger die Rundbahn noch übertrumpfen. läher Sprung zur Seite und ich stehe ernüchtert( 1: 0), Hochstädt gegen ASC. Simmering 1: 1 fei, zu bessern, und nicht besserungsfähige Menschen zu vernichten, verneinten die Geund die erforderliche Acht stimmen- Mehrheit Die Ueberfahrt ist für Fußgänger frei. Ueber also nicht erreicht wurde. Der Angeklagte wurde Ypsilon leben in vier mustergültig angelegten Sieddemnach freigesprochen und sogleich in Freibeit gejezt. Bei Berkündigung des Urteils brach er in Tränen aus und dankte dem Vorsitzenden und den Geschworenen für ihre Milde. Prästliche als menschlich warme Mahnung mit und wir Bleibt nun abzuwarien, ob die Namen der menschlich- denkenden und richtenden Geschwore nen in der reaktionären Bresse wieder einmal an ben Branger gestellt werden. Die Informationen Stribrnys. Freispruch eines Verdächtigten. rb. Kunst und Wissen wartet. und befleckert wieder in der Wirklichkeit. Udo Terbro. Gestalten, aber ohne zu erivärmen. Mit vornehmer Gelassenheit ist es nicht getan und die Lächerlich ( 1: 0), Nußdorf gegen Germania 5: 1( 2: 0). Zentralverein gegen Olympia 7: 2( 4: 2), Union gegen Reukettenhof 1: 1( 1: 0), Felten gegen Reford Kit fer 3: 1( 1: 1) abgebrochen. Bürgerlicher Sport. liebt hat in echter Art so zeigt, wie sie allen 50 Kilometer- Mannschaftsfahren der österreichi Beteiligten bekannt sein mußte. So wird aus der schen Arbeiter- Radfahrer. Der Verband der ArbeiterSatire über den Tonsilmkitsch das Gegenteil, denn Radfahrer( Arbö) fuhr am Sonntag auf der Strecke dent 2inhart gab ihm noch eine ebenso eindring„ Nina".( Komödie in 3 Aften von Bruno im Grunde gibts doch viele gute Menschen dabei. Inzersdorf- Traiskirchen und zurück die Bundessind überzeugt, daß das Besserungsversprechen des Frank.) Ein Stück, das an den eigenen Bro- Bom erfolgreichen Dramatiker Frank ist darum nur meisterschaft im Mannschaftsfahren über 50 Riloblemen achtlos vorbeigeht und einen harmlosen der trockene Humor des knappen Dialogs geblieben. meter aus. Sieger wurde die Mannschaft von Kari jungen Menschen aus ganzer Seele fam. Abend gibt, wo man psychologische Gestaltung er raus eller spielt die Doppelrolle der beiden Mary Wien in 1:23:26 Std. von Straßenbahn 1 daß sie von einem kindlich verspielten Menschen in auffallender Harmlosigkeit gestaltet wurden. Der Grundgedanke ist dem Tonfilmleben entnommen: feiten ihres Ebenbildes geraten ihr etwas gezwungen. In der Profi- Meisterschaft wurden am Sonneine schöne, ach, so unendlich schöne Diva ist von Ihr Partner Göz ist routiniert lieb und nett, wie tag in der 1. Liga weitere Spiele ausgetragen. ihrem eigenen Ruhm so bedrängt, daß sie fast schon so oft. Ganz trefflich spielt Rösner einen Die Brager Sparta hatte harte Arbeit mit Weltschmerz hat, was sie aber nicht daran hindert, polternden Bayer, sympathisch ruhig ist Frl. Car cechie Karlin, um beide Punkte ins Trockene sich für ein schrecklich fitschiges Sujet zum neuen pentier als Sekretärin. Verzeichnet wurde die zu bringen und gewann nur 1: 0( 0: 0). Slavia Brag. 14. September. Von einem Berufungs Film mit historischer Bracht restlos zu begeistern. Gestalt des Filmregisseurs in der übertriebenen Geschlug Viktoria Ziztov 3: 2( 2: 1), obwohl fenat unter Borsig des Kreisgerichts- Bizepräsidenten Nina leider unter dem Heytempo ihres Reflame- spreizthei: von Werner Jantsch. Hölzlin als wiktoria die bessere Elf stellte. In pilfen fonnBouček fand die Berufungsverhandlung dajeins jo, daß sie mit ihrem Gatten Stefan- der Regisseur hat durch einige Striche etwas vom jeh ten Bohemians( Brag) gegen Vittoria nur W. Lg. einen Punkt retten; das Treffen endete 3: 3( 2: 2) in der Straffache gegen den Beamten des Tiche natürlich auch nicht so ohne ist und etwas mit un lenden Tempo eingebracht. chischen Bregbüros Anton ajman ftat. verständlichen Batenten zu tun hat in ein Sand- Zum goldenen Anker", ein Schauspiel von und in Nach od wurde SK. Kladno vom SK. Diefer war seinerzeit nach dem Antiforrup- haus nach München übersiedelt. Neben ihr gibt es Marcel Pagnol, das im Marseiller Hafenmilien 2: 5( 1: 1) geschlagen. tionsgeses angeklagt worden u. zw. anläßlich dann noch das Double", ihr Ebenbild, 30 m. spielt, ist als nächste Schauspielneuheit des Neuen DFC. Prag besiegte am Samstag in Dresder bekannten„ Exposee. Angelegenheit". Tagesgage, das sich für sie die Knochen strapezieren Deutschen Theaters in Borbereitung. Regie: Otto den mit 4: 2 den dortigen Sportklub und remiBekanntlich war der Tegt eines Exposees des Außen- muß und schließlich ihre Stelle vor der Welt ein Ströhlin. fierte am Sonntag in Sa az mit DSB, 1: 1. ministers Dr. Benes vorzeitig von der Strřibrny nimmt, damit die Produktionsfirma nicht alles Geld Defterreich gegen Deutschland 5: 0( 2: 0). Im Ein einmaliges Gastspiel Harry Liedtke und Ber Breffe publiziert worden und man beschuldigte den vergeblich hinausgeworfen hätte. Bruno Frank zeigt Beamten des Tschechoslowakischen Breß- nun nicht diese Frauen im Kampf um die Schein- liner Ensemble findet Mittwoch, den 23. d., im Biener Stadion fand am Sonntag dieses Länderbros, den Text vorzeitig der Redaktion des existenz, er will uns glauben machen, daß die echte Neuen Deutschen Theater statt. Die Tournee bringt piel statt, das für die Deutschen neuerdings mit einer sicheren und verdienten Niederlage endete, ob" Poledni List" überbracht zu haben. Er wurde Diva viel, viel Herz und Gemüt hat und die andere scar Wildes Komödie Ein idealer Gatte" zur bor dem hiesigen Bezirksgericht nach obengenanntem eine ordinäre Berliner Göre ist, was man ohnehin Aufführung, worin Harry Liedtke die Rolle des Bis- war die Oesterreicher auch nicht gerade hervor Gefeg zu 200 K Geldstrafe verurteilt. Sowohl An- vom ersten Moment an weiß; es ist nicht über- count Gorring spielt. Kartenvorverkauf Mittwoch, ragendes leisteten. Die deutsche Elf war trotz all iger als Berurteilter legten Berufung raschend, daß sie aus Hollywood mit englischem Ge- den 16., und Donnerstag, den 17., nur für Abon ihren Kanonen wie Hoffmann( Dresden), Kuzzora ein und vor der zweiten Instanz wurde nach noch flunker heimkommt und daß ihr Vorbild schon viel nenten, ab Freitag, den 18., allgemeiner Borverkauf. usw. ein glatter Bersager. Erwähnenswerte Ergebnisse. Kladno: Tepmaliger Prüfung des Tatbestandes das erste Urteil angewöhnte Bildung hat, ebensowenig scheint es im Wochenspielplan des Neuen Deutschen Theaters. lizer FR. Brofi gegen Sparta 1: 3( 1: 1)! aufgehoben und der Angeflogte freigesprochen. Charakter des Mannes begründet, wenn er auf den Dienstag, 8 Uhr:„ Die Entführung aus Aussig: Rapid Prag gegen DFK. 6: 2( 4: 1). Much der seinerzeitige Leiter des Preßbüros Cer- Ruhm des ehemaligen Doubles" eifersüchtig wird, dem Serail"( 2284). Mittwoch, 7.30 Uhr, starlsbad:. gegen Sparta 4: 0. Prob KFK. ma! erschien als Zenge. Das Berufungsgericht er- nachdem er im ersten Arkt seiner Verachtung für den neueinstudiert:„ Der lette Walzer"( 2291) nit: Slovan Wien gegen S. 3: 0( 2: 0). flärte, zu einer Ueberzeugung von der Schuld des Tenfilmplunder gehörig Ausdruck gegeben hat und Donnerstag, 7.30 Uhr: Der Freischüt" Breßburg: Wien gegen Breßburg 4: 2( 2: 1). Angeklagten nicht gelangen zu können, da die In- daß diese Regung programmrichtig vor dent happy( 230-2). Freitag, 7.30 Uhr:„ Im weißen Budapest: Nipest gegen Kispest 6: 1, Sunbigien zum Nachweise derselben nicht ausreichten. end aussetzt, da sich der neugebadene Star mit dem 1"( 231-3). Samstag, 7.80 Uhr: Der garia gegen Atilla 5: 0, Ferencvaros gegen Budal neuerheirateten Regisseur der natürlich Rina ge- iesie Walzer"( 232-4). Sonntag, 7 Uhr: XI 7: 1. Agram: Wien gegen Agram 1: 1. rb. . Ceite 8 Dienstag, 15. September 1931. Nr. 213. Wählt fozialdemokratisch, Liste 14. PRAGER ZEITUNG. Wahlgemeinschaft Hakenkreuz- Rom. Grund kann doch nicht darin gelegen sein, daß der Führer dieser Partei, Professor Kafta, vor wenigen Monaten gestorben ist, da ja schon bei den Parlamentswahlen von 1929 die ArbeitsAus der Partei Jugendbewegung. über das Programm zustande kommt. Mit welcher und Wirtschaftsgemeinschaft auch noch auf andere S. 3. Prag, Gruppe I. Heute im Verein deutPartei haben nun die Nationalsozialisten ge- Stopfe" hinweisen konnte. Diesmal scheint die scher Arbeiter Probe abend. 7-8 Uhr TanzDie„ nationalen" Parteien und die„ natio- pacelt? Mit der Partei, die das Gemeinde- Partei keinen Kopf zu haben, ja, sie schämt sich gruppe. Ab 8 Uhr Lieder und Sprechchor. Genoffinnalen Verräter", nämlich die deutschen Christlich- finanzgesetz mitgeschaffen hat, das die sogar, die Namen ihrer Kandidaten in dem nen und Genossen, versäumt die legten Proben nicht! sozialen, die Nationalsozialisten und ihr An- Selbstverwaltung in Fesseln geschlagen hat, die Flugblatte, das sie gestern in Prag verbreitete, Morgen abend in der Gec Vortrag:„ Der Verwaltungsreform mitmachte, auch nur zu nennen. Ist vielleicht Herr Architekt Volts entscheid in hängsel, die deutsche Nationalpartei, haben sich die niemand außer den Angehörigen der genannten welche die zwei deutschen Gaue beseitigte, die das Fochr fein Kopf? Nicht einmal ein schöner 8 Uhr. Parteien, wird davon überrascht sein in Prag 3ertififatiftengeset, ein neues Wert- Stopf? in Prag. In den letzten Jahren hat das deutsche Preußen." Begin Mitteilungen aus dem Bublifum. Das Rezept des Augenarztes zu einer Mandatsversicherungsgesellschaft zusam- zeug der Tschechisierung schuf, die den Rümengefunden. 2 istenführer dieser Wahlver- itungsfonds auf 11 Jahre im vorhinein be- Fortschritte des deutschen Schulwesens wandtschaft ist ein Hafentreuzler, auch das willigte, die eine Steuerreform zugunsten nur ein Beispiel mehr für die alte Tatsache, daß der Banken und Großunternehmer gegen Arbeidie bürgerlichen Parteien sich mit ter, Angestellte und Kleingewerbetreibende vorHaut und Haar den Nationalsoziali nahm, die die Verschlechterung der Sozialver- Schulwesen in Prag, das in den ersten Jahren fann nur dann seinen Zwed erfüllen, wenn das ften verschrieben haben. Grundsäge spielen sicherung zuließ, eine Partei, die als sie in des Bestandes der Tschechoslowakischen Republik Augenglas fachmännisch angepaßt wird. Lassen Sie dabei keine Rolle. Der gestern noch als der ärgste der Regierung saß, die ärgste antifoziale Politik schier gelitten hat, dank der Mitarbeit unserer 3hr Rezept bei Optiker Deutsch, Prag Graben 2, Balais„ Koruna". ausführen. Schädling gebrandmarkt wurde, ist heute wert, trieb und mit deren Einverständnis in nationalen Genossen schöne Fortschritte gemacht. So zählt Repräsentant in der Gemeindeſtube zu werden Fragen Nachteile für die deutsche Bevölkerung er- die deutsche Volfsschule in Prag I.( Altstadt), und um den Preis von Wählerstimmen werden wuchsen, zu welchen nicht einmal tschechische Par- welche ehemals nicht vollklassig gewesen ist, nunsich auch Abstriche am Programm leicht teien ihre Zustimmung gegeben hätten. mehr wieder fünf Klassen, so daß die Möglichmachen lassen. www Wie mag einem Christlichsozialen zu Mute sein, wenn er an denselbem Tag, an welchem ihm die Kandidatenliste vorgelegt wird, an deren Spiße ein Nationalsozialist steht, Erklärungen hoher firchlicher Würdenträger liest, wie z. B. folgende, die des Bischofs von Mainz: „ Die deutschen Bischöfe haben übereinstimmend den Nationalsozialismus als Irrlehre berurteilt, weil in seinem geschrieFreitag, den 18. September, findet um 8 Uhr abends im Saale der Urania, Prag II., Smečkagasje, eine öffentliche Wählerversammlung der deutschen sozialdemokratischen Bezirksor ganisation Prag, statt. Redner: Nationalrat Genoffe Otto Glöckel( Wien), Präsident des Wiener Stadtschulrates. benen und ungeschriebenen Programmen Säße www enthält, die der katholischen Lehre wider sprechen. Es ist deshalb keinem Katholiken mehr Der Film ,, Männer im offside." Nach dem Roman von Polaček, ist das der lange und tönend angekündigte Sensationstonfilm des Regisseurs Innemann; aus einem lustigen Milieuroman wird eine schrecklich langweilige Streuzerkomödie und es scheint schon das Schicksal des tschechischen Films unter dem Stern der Prager Produktion zu sein, daß nur mit den billigsten und naivsten Witzeleien Erfolg gesucht und niemals Die Gefolgschaft des Herrn Ing. Haider, teit geboten ist, den Kindern wieder ein ordent werden, daß dieser Film eine vielleicht ärgere Vergefunden wird. Ohne Gehässigkeit muß festgestellt crlaubt, ber N. 3. D... als eingeschriebenes tümmert das wenig. Die Nationalsozialisten liche Ausbildung zu geben. Auch an anderen irrung darstellt als das Trampunding im TonMitglied anzugehören. Wer sich um dieses Verbot haben ein Mandat zu gewinnen, Grund genug, deutschen Volksschulen Brags, wie in den Wein- film„ Die Siedlung junger Träumte", nicht fümmert, und in die Partei eintritt und auf politische Grundsäße und Anständigkeit zu bergen und Smichov, sind in den letzten Jahren Vorwurf diesmal filmisch verwertet werden könnte. neue Parallelklassen eröffnet worden, in Wein- Innemann hat auch gute Anlagen, wenn er jogar als Führer für sie wirkt, tann tein tirch Pfeifen. berge ist eine neue staatliche deutsche Bürger- das tschechische Fußballmatch schildert; die mitge liches Begräbnis erhalten..." Wo bleiben die Köpfe? schule entstanden, die Kulturverbandsschule in riffenen fanoušci" des Slavia oder SpartaanMan erinnert sich noch an die Form der Holeschowitz, die heuer ein neues Gebäude bezo- hangs, das Tempo des Spiels durch wirklich glänAgitation, welche die„ Deutsche Arbeits- und gen hat, wird in der nächsten Zeit in staatliche zende Ueberschneidungen und Montagen, das sieht Wirtschaftsgemeinschaft anläßlich der Barla Berwaltung übernommen werden, und auf der man gern; es geht auch noch an, daß die beiden mentswahlen von 1929 geübt hat. Ueberall Weinberge wird, nach den besten Zusicherungen streitenden Klubgegner vor dem Polizeikommisjär pragten Plakate und Flugzettel mit den Bildern des Schulministers, der Raumnot in der deut- ihre Dispute fortsetzen, dann aber tommt ein ewiger der Kandidaten dieser Partei, deren ausführ schen Bolts- und Bürgerschule durch einen Neu- Rattenfchwanz von Dialogen, ohne dramatische die bau abgeholfen werden. Auf das Gebäude des Steigerung, man sieht das sattsam bekannte Klein liche Biographien verbreitet wurden, um Kandidaten populär zu machen. Die Arbeits- Stefansgymnasiums in Prag II. ist eben ein bürgermilien, so wie es eben dargestellt werden Man sage nicht, daß andrerseits die Natio- und Wirtschaftsgemeinschaft wollte zeigen, daß neues Stockwerk aufgesetzt worden, so daß sich darf, damit sich die vornehme Welt darüber müde nalsozialisten nur darum eine gemeinsame Liste gerade sie diejenige Partei fei, die die hervor. auch in dieser Schule die Raumverhältnisse geunterhält, aber nichts mehr. Die Werbung einer aufstellen, um die deutschen Stimmen in Prag ragendsten politischen Köpfe des tschechoslowa: beſſert haben. Sehr schlecht daran ist noch die alten Diden um einen Junggesellen und ihr endpelung genügt. Was sie treibt, ist die Sucht der Agitation für die Prager Gemeindewahlen auch da Bestrebungen im Gange, den unzulängder Sandlung, man bedente, in welch ersichtlichen nach dem Mandat und jeder weiß, daß eine jedoch hat die deutsche Arbeits- und Wirtschafts- lichen Raumwerhältnissen abzuhelfen. gemeinsame Liste erst nach einem Stompromiß gemeinschaft ihre Köpfe vergessen. Der Die Prager Christlichsozialen für die diese Worte verbindlich sein sollten( wir haben unsere eigene Meinung über die streitbare Stirche) gehen aber daran, einen Nationalsozialisten in Amt und Würden einzusetzen, ihnen liegt nichts daran, für einen Anhänger von Frrlehren zu wirken. Sie fürchten das politische Begräbnis mehr als das physische ohne Segen des Pfarrers. Nationalismus und Justizkrise. Womit die Patrioten das Gericht belästigen. Immer wieder wird über die Belastung der sitz des OGR. Trost die erste Hauptverhandlung Gerichte geschrieben, alle möglichen Mittel und Wege statt. Die Anklage betreffend die Schmähung der werden zu ihrer Bekämpfung vorgeschlagen. Der Nation wurde von den Zeugen Maximilian Palenachstehend wiedergegebene Fall zeigt wieder einček und Bedřich Svoboda mit aller Bestimmtheit mal ganz flar, in wie unverantwortlich leichtfertiger bestätigt. Nach den bisherigen Erfahrungen mit Weise hierzulande Anklagen erhoben werden, wie unserer Justizmaschinerie in ähnlichen Fällen schien unüberlegt die komplizierte Anklagemaschinerie in nun eine Verurteilung unausweichlich. Aber die Bewegung gesetzt wird für Fälle, deren Haltlosigkeit Sache hat eine originelle Wendung genommen: bei auch nur einigermaßen sorgfältigen Recherchen durch Zufall hat der Verteidiger, Genosse Dr. sonnentlar liegt. Schwelb festgestellt, daß der Zeuge Paleček nur vierundfünfzigmal und der Zeuge Svoboda nur sechsmal vorbestraft ge= wesen ist und daß pikanterweise Svoboda die Vorladung nicht zugestellt werden konnte, weil er zur Zeit, da auf Grund feiner Glaubwürdigfeit die Voruntersuchung geführt wurde, wegen Betrugs im Kittchen gebrummt hat. Da er auf Befragung vor Gericht behauptete, unbescholten zu sein, wurde gegen ihn Strafanzeige erstattet und die Angeklagte bei der Verhandlung vom 14. September frei Frau Emma Philips, eine gebürtige Reichsdeutsche, die durch Verehelichung chilenische Staatsbürgerin geworden ist, lebt seit zwanzig Jahren in Prag. Frau Philips ist eine Hundelieb haberin und pflegt gegen Abend ihre Hunde spazieren zu führen. Am 19. März 1931 abends ging sie mit zwei Hunden aus ihrem Wohnhaus am Palackyplatz weg. Sie wurde von dem Verkäufer des vor dem Hause befindlichen Benzintanks, einen Herrn Maximilian Palečet, der sie aus dem selben Grunde schon oft angegriffen hatte, grob beschimpft, weil angeblich die Hunde der Frau Phi- geprochen. lips seinen Stand verunreinigt hätten. Frau Phi- Wir stellen nun der Deffentlichkeit anheim, fich lips wandte sich an den diensthabenden Verkehrs- ein treffendes Unteil über die Sorgfalt zu machen, wachmann um Hilfe. Nachdem der Wachmann weg mit der bei uns die Schutzgesetzmaschinerie geölt gegangen war, kam es zu einem weiteren Wort wird: der Herr Belastungszeuge ist nur vierundwechsel zwischen Frau Philips und Herrn Paleček fünfzigmal, sein Genosse unter anderem wegen und in weiterer Folge zu einer Menschenansamm Sch än dung vorbestraft, aber der wahrheitslung. Da tam eine Bekannte der Frau Philips, suchende Untersuchungsrichter weiß von Fräulein Vořáč, dazu und fragte Frau Philip in nicht ein Sterbenswörtchen und der Herr Staatsbeutscher Sprache, was denn geschehen sei. Frau anwalt, dem die Strafprozeßordnung ausdrücklich Philip antiportete, Aber wegen der Hunde aufträgt, alles zur Belastung und Entlastung des habe ich eine Unannehmlichkeit. Sofort stürzte sich Beschuldigter vorhandene Material ganz sorgfältig Baleček auf Frau Philip mit der Behauptung, sie zu würdigen, operiert mit einem Zeugen, der gerade habe von„ böhmischen Hunden" gesprochen und habe eine Kerterstrafe absist. Die Vorladung zur Einall dem Die tatkräftige Mitarbeit unserer Genossen in allen Fragen des deutschen Schulwesens Brag wird allgemein anerkannt. 20 Kandidatenliften wurden in Prag eingebracht, und zwar: 1. Tschechische Nationalsozialisten, 2. Tschechische Gewerbepartei, 3. Tschechische Nationaldemokraten, 4. Stříbrny- Liga, in 5. Unpolitische Gruppe der Mieter und unabhängigen Wähler, 6. Tschechische Hausherrenpartei( Agrarier), 7. Deutsche Arbeits- und Wirtschaftsgemein schaft, 8: Partei der tschechischen Hausbesitzer und Kleinhäusler( agrarische Opposition), 9. Vereinigung gegen Kapitalismus, Fascis mus und Korruption( fommunistische Opposition), 10. Tschechische Sozialdemokraten, 11. Republikanische Partei, 12. Beamten- und Angestelltenpartei, 13. Kommunistische Partei, 14. Deutsche, sozialdemokratische Arbeiterpartei, Listenführer Dr. Emil Strauß, Mitglied der Landesvertretung Böhmens, 15. Jüdische Partei und jüd. soz.- dem. Partei Boale Zion", partei), Ausmaß Jnnemann das Wesen des Tonfilms mißversteht, wenn er etwa die Radioübertragung eines Matchs dadurch bringt, daß er den alten Konfektionär einfach im Sessel vor dem Lautsprecher etwas erregt geftifulieren läßt. Und wenn man sich als tomischen Liebhaber gerade Herrn Entant Fiala wählt, dann darf auch nur der bescheidenste Anspruch an Spiel und Charme nicht erhoben werden. So kann den tschechischen Film nicht gehoffen werden; es ist durchaus möglich, daß die faulen und platten Wige der paar Boltstypen noch diesmal Erfolg haben werden; dauernd wird man aber dergleichen Filme den ahnungslosen Kinos nicht aufgrund strupelloser Borreklame anhängen fönnen, dauernd wird sich der holde Klang der Reklamesuperlative nicht bewähren; Geistlosigkeit und Einfallslosigkeit sind auch die Charakteristika dieses Confilms, den selbst Haas als trefflicher Konjettionär und Slavia Anhänger nicht retten kann. Dafür applaudiert das Publikum, wenn seine Sparta antritt! W. Lg. Literatur Tschechische Taschengrammatik, übersichtliche Bie gungs- und Abwandlungstabellen. Von Prof. Dr. Arthur Flan 3, Reichenberg. Dieses praktische Silfsmittel ist in Neuauflage erschienen. Dem Berfaffer ist hier gelungen, die Biegungen und Ab16. Tschechische Fascisten( Gajda), 17. Generalrat der Gewerbetreibenden und wandlungen und den ganzen Formenreichtum des Tschechischen, unter Berücksichtigung der Schwierig Kaufleute( Diffidenten der Nationaldemo- teiten der Rechtschreibung dieser Sprache, in übertraten und der Gewerbepartei), 18. Deutsche Wahlgemeinschaft( Nationalsozia- fichtlicher, tabellarischer Zusammenstellung auf einem Karton von 48X15 zusammenzustellen. Auf diese listen, Chriftlichsoziale, Deutsche National Weise ist es möglich, bei Entfaltung des Kartons, 19. Tschechische christlichsoziale Partei( Oppo- und Fehler zu vermeiden. Der Behelf hat sich nicht jeiner ganzen Länge nach, jede Form herauszusuden fition), nur in den Schulen bewährt, sondern er wird von 20. Tschechische Volkspartei. Von diesen zwanzig Parteien sind dreifung und alt überall dort willkommen geheißen und die tschechische Nation beleidigt. Das gleiche fagte vernahme kann ihm deshalb nicht zugestellt werden, deutsche, sechzehn tschechische und eine gern benützt, wo es sich darum handelt, richtig tschechisch zu übersetzen und zu schreiben. Diese prakti ein Chauffeur, namens Bedřich Svoboda. Es aber die Prager Staatsanwaltschaft hat noch den jüdische Partei. wurde ein neuer Wachmann, namens Fremr, ge- seltenen Mut, tros dieser Tatsachen eine Anklage zu- Gegen alle tschechische bürgerliche che Taschengrammatit foftet 4.50 K und ist in allen Gegen alle tschechische bürgerliche rufen, der Frau Philip arretierte, wobei er sie sammenzufitten. Frau Philips hat es nur einem Parteien, ebenso gegen die Kommunist en Buchhandlungen oder gegen Boreinsendung des Bebelehrte, daß sie nicht in Germanien" feltenen Zufall zu verdanken, daß der Verteidiger und die Stříbrny- Liga treten diesmal Oppo- rages in Briefmarken, vom Verfasser selbst zu be in das geheiligte Amtsgeheimnis der Straffarte einfitionsgruppen, Unzufriedene aus dem Alexander Salfind: Karl Renner, KommissionsDieser Tatbestand führte zu einer Anklage dringen konnte, sonst wäre sie wohl totsicher auf eigenen Lager, auf. Die deutschen bürgergegen Frau Philips wegen Vergehens nach Grund der vertrauenswürdigen Angaben der Zeu- lichen Parteien, die nie genug über Einigkeit verlag der Wiener Volksbuchhandlung, Wien VI., § 14 P. 5 des Gesetzes zum Schuß der gen verurteilt worden; es fann nicht länger angehen, und Einheit reden und schreiben können, waren Gumpendorferstraße 18. Der obgenannte bürgerliche Republit( Schmähung der tschechi- daß die Justizbehörden ihr Heil darin suchen, die die eriten, die mit zwei Listen aufmarschier- Bublizist unternimmt es, in einer 32 Seiten starken fchen Nation) und wegen WachebeleidiSchuld mit allen Mitteln festzustellen: eine objettive ten, Nur die deutschen und tschechischen Sozial- Broschüre den Lebenslauf des Genossen Dr. Renner gung. Frau Philips soll Herrn Wachmann Fremr Untersuchung wird viele der überflüssigen Strafver demokraten gehen ohne innere Zwistigteiten in zu schildern. Angesichts der Kandidatur Renners für auf seine zitierte Bemerkung über Germanien" fahren unmöglich machen und dahingehend wäre den Wahlkampf, ein Beweis, daß ihre Mitglied- die Stellung des Bundespräsidenten ist die Broschüer. eine Weisung an alle Staatsanwaltschaften gejagt haben, er solle nicht mit ihr spielen. zu fchaft die Arbeit, die die sozialistischen Parteien die eine zusammenfassende Darstellung Renners als W. Gg. Politiker und Schriftsteller enthält, aktuell. Am 2. September I. J. fand unter dem Vor- richten. geleistet haben, zu würdigen weiß. Für den Drud verantwortlich: Otto Holik. Cheftebatteur: Wilhelm Nießner. Berantwortlicher Redakteur: Dr. Emil Strank, Prag. Drud: Rota" A.-G. für Zeitung und Buchdrud, Prag. Serausgeber: Siegfried Taub. Die Beitungsmartenfrantatuz wurde von der Bojt u. Telegraphendirektion mit Eriaß Nr. 13.800/ VII/ 1950 bewilligt. Bezugsbedingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Post monatlich Kč 16.-, vierteljahri Kč 48.halbjährig Ko 96.-, ganzjährig Kö 192,-, Inferate werden lant Tarif billigst berechnet, Bet öfteren Einschaltungen Preisnachlag. Rücstellung von Manuskripten erfolgt nur bei Einsendung der Retontmarten. sei. Brag ziehen.