Nr. 49. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Prets pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. SonntagsNummer mit illustrirter Sonntags= Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft BettungsPreisliste für 1899 unter Br. 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. = Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 16. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonelgetle oder beren Raum 40 Pfg., für polttische und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pig. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Amf I, nr. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Herr v. Stumm als Chefredakteur der ,, Post". Wir befinden uns wieder einmal in der Lage, einige Schriftstücke der Deffentlichkeit zu übergeben, dieses Mal solche, welche die Stellung des Freiherrn v. Stumm zur" Post" in einem recht interessanten Lichte zeigen. Bei der autokratischen Natur des Freiherrn von Stumm war von vornherein anzunehmen, daß die Redakteure der von ihm mit schweren Geldopfern unterhaltenen" Post" im Grunde genommen mur höhere Kulis sind, die, falls sie nicht ganz den Intentionen ihres Brotherrn entsprechen, ebenso auf die Straße fliegen, wie das einem seiner Arbeiter geschieht, der es wagen würde, ein sozialdemokratisches Blatt zu lesen oder einer Arbeiterorganisation anzugehören. Dies wird durch den Inhalt der unten folgenden Briefe bewiesen. Sonntag, den 26. Februar 1899. Alles aufbietet, um ihr Schild rein zu halten. Doch hat hier über ja Herr Freiherr v. Zedlig und der betreffende Ausschuß zu entscheiden. Hochachtungsvoll demselben heißt es: Freiherr v. Stumm- Halberg. Unter Beigabe des Fink'schen Schreibens habe ich mich aus demselben wieder überzeugen müssen, daß der gedachte Herr an einem bedenklichen Mangel an Aufrichtigkeit und wahrheitsliebe leidet." Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3 Berathungen über die deutsche Justiz noch leise nachgrollte, lag heute idyllische Ruhe über dem Haus. Freilich, Lärm zu machen, wäre auch nicht gut möglich gewesen, denn die Zahl der Abwesenden war mindestens zehnmal so groß als die der Anwesenden. Nicht, daß es an bitteren Dingen und bitteren Worten Ein zweiter Brief des Freiherrn v. Stumm, der sich ebenfalls gefehlt hätte, allein die Worte waren weniger bitter als die mit der Angelegenheit Fink befaßt, ist datirt vom 29. Dezember Dinge das Kapital des Zorns war durch das Dresdener 1897 und ist ebenfalls an die Redaktion der" Post" gerichtet. In Buchthausurtheil zum großen Theil aufgezehrt worden, so daß es erst einiger Tage bedarf, bis das Kapital sich wieder erneuert hat. Die Thielen'sche Sparpolitik, die Wagennoth, die Besoldung der unteren Beamten, die Bahnhofssperre, die Verwendung der Ueberschüsse für die Zwecke des Militarismus -fürwahr, an Stoff fehlte es der Kritik nicht. Und unser Genosse im Reichstag zwischen ihm und Bebel und zwischen ihm und Fint beleuchtete, hatte ein dankbares Thema. Scharf ging er namentlich Im Weiteren führt Herr v. Stumm aus, wie die Vorgänge fich Bueb, der insbesondere die Zustände der reichsländischen Bahnen zugetragen haben. Fint habe sich ihm gegenüber als durchaus un- beleuchtete, hatte ein dankbares Thema. Scharf ging er namentlich wahrhaftig gezeigt. vor gegen die Verpreußung der Elsaß- Lothringer Bahnen, Der Brief schließt:" Ich hoffe im Interesse der„ Post" und der d. h. die militaristisch- bureaukratische Zopfwirthschaft, die für Partei, daß es Fint gelingen wird, sich im Sinne seines Schreibens rückständige Provinzen am Platz sein möge, für das kulturell an Sie vom 25. ds. zu reinigen. Nach den gemachten Er hoch entwickelte südwestliche Deutschland aber höchst drückend Aber auch noch eine andere interessante Thatsache wird dadurch fahrungen aber glaube ich Herrn Fink nichts und abstoßend sei. Herr Thielen ließ sich indeß nicht irre bekannt. Nämlich die, daß Herr v. Stumm, der noch in der mehr ohne weiteres. Ich bin nach wie vor der Ansicht, daß machen. Und Herr Paasche, der alles beweisen kann, beReichstag- Sizung am Donnerstag unserm Genossen Gradnauer wir, so lange Fink keine ehrenrührige Handlung nachgewiesen wird, wies uns sogar, daß die Elsaß- Lothringer, die sich immer als gegenüber den bekannten Fink in Schutz nahm, bereits jeden Eklat vermeiden und Fink in seiner Stellung behalten möchten. Stieftinder aufspielten, in Wirklichkeit verwöhnte Kinder" Auf die Dauer können wir aber nicht einen Mitarbeiter behalten, den bekannten we I cher mit der Wahrheit in einer Weise umNun, der Geschmack ist verschieden. seien. Köstlich Vorgängen im Reichstag, wo Bebel den Fink als„ Redakteur" despringt wie das wieder in dem an Sie gerichteten var ein Blick in den junkerlichen 8utunftsstaat, den Grnf Kanit uns thun ließ. Die Eisenbahnen sollen berüchtigten Fischer'schen Pamphlets angriff und ihn als Briefe der Fall ist. die Industrie nicht länger begünstigen und nicht länger dem einen moralisch sehr bedenklichen Charakter hinstellte, sich über Zug in die Stadt" Vorschub leisten! Mit anderen Worten: Ruin der Industrie und Erschwerung des Reisens, so daß die Landbevölkerung thatsächlich an die Scholle gefesselt ist das ist der Zukunftsstaat, den die Herren Kanik und Konsorten für uns in petto haben. Montag: Fortsetzung des Eisenbahn- Etats und Etat des Schazamtes. im Dezember 1897, funmittelbar nach Hochachtungsvoll Freiherr v. Stumm- Halberg. Fink vollkommen tlar war. Er charakterisirt denselben in Der dritte Brief des Freiherrn v. Stumm ist von allgemeinerem einer Weise, daß sein Zeugniß in dem noch immer schwebenden Preß- Interesse, er betrifft die Haltung der" Post" und zeigt, wie hier prozeß" Fink kontra Bebel" von erheblicher Wichtigkeit ist und zwar Herr v. Stumm der absolute König ist, der nicht duldet, daß auch zu Gunsten Bebel's. Doch lassen wir Herrn von Stumm selber nur referirend eine Mittheilung in das Blatt gelangt, die sich nicht Er schreibt unter dem 19. Dezember 1897 an die Redaktion der böllig mit seiner Auffassung deckt. Der Brief ist am 6. Oftober 1898 an die Redaktion der„ Post" gerichtet worden und lautet: " Post" folgendes: sprechen. Halberg bei Brebach, 19. Dezbr. 1897. Telegraphisch laffen sich solche heille Dinge wie die Fink'sche Angelegenheit nur dann erledigen, wenn man eine Chiffre vereinbart hat. Deswegen bitte ich, auch fünftig fich auf briefliche Mittheilungen zu beschränken, wenn es sich nicht etwa um die Mittheilung einer einfachen Thatsache handelt. " " " Hochachtungsvoll Die zweite Lesung des Bergetats. " " In der„ Revue der Presse" in Ihrer Dienstagnummer findet fich ein Urtheil über die Gewerkschaftsbewegung, welches mit der Auffassung unserer Partei im schärfften Gegensaße steht. Die Berathung des Bergetats, die heute im preußischen AbgeEntweder handelt es sich hier um ein ka the deriozialistisch es ordnetenhause begann, verlief bis gegen Schluß der Sizung höchst Kukutsei oder um eine völlige Univisienheit über sozialpolitische eintönig. Von einer Generaldebatte sahen die Wolfsvertreter" ab, Dinge seitens Ihres Mitarbeiters. Der bortreffliche" da ihnen eine schnelle Durchpeitschung des Etats wichtiger erscheint, Max Lorenz ist gerade so schlimm wie jeder als eine eingehende Behandlung von Arbeiterfragen. Selbst die Ich kann nicht sagen, daß mir die Erklärung Sozialdemokrat. Sein Streit mit der Sozialdemokratie steht immer und immer sich wiederholenden Unfälle im Bergbau scheinen Fints einen guten Eindrud gemacht hat, denn die in der auf demselben Boden, wie der häusliche Streit zwischen Sozialisten auf dieses Haus völlig eindruckslos geblieben zu sein. felben enthaltene Darstellung des Vereins Berliner Presse" spricht und Anarchisten. Gewerkschaftsbewegung und Sozial Erst gegen Ende wurden die Verhandlungen durch ein Scharmehr gegen als für Herrn Fint. Ob dieser Darstellung demokratie sind völlig identisch, wie ich dies im müßel, das sich zwischen dem Ultramontanen Fuchs und dem eine Animosität zu Grunde liegt, wird ja die gerichtliche Verhand Reichstag wiederholt nachgewiesen habe. Ihr Mitarbeiter Nationalliberalen Dr. Sattler entspann, etwas belebter. Abg. lung aufklären. Mir gegenüber ist aber Herr Fint schon dadurch scheint meine Reden gar nicht zu kennen und Fuchs erinnerte daran, daß die preußische Berggesetzgebung nicht schwer tompromittirt, daß er in seiner anbei zurück- ebenso wenig die„ Preußischen Jahrbücher", welche mit auf derselben Höhe stände, wie die Arbeiterschutzgesetzgebung im Reich folgenden Handschriftlichen Erklärung zugiebt, zu seinem Herrn Delbrück völlig im national- sozialen Lager und forderte dringend Reformen zu Gunsten der Arbeiter, die sich Austritt aus dem Verein Berliner Presse" verstehen. erscheint mir dringend geboten, sonst der Sozialdemokratie zuwenden würden. Sodann polemisirte anlaßt worden zu sein, während er mir positiv einen Mitarbeiter, welcher in einem der wichtigsten Redner gegen Ausführungen des Abg. Dr. Schulz- Bochum, der vor versichert hatte, dies sei ganz freiwillig ge- Punkte der inneren Politik den Standpunkt einigen Wochen im Hause gegen die christlichen Bergarbeiter- Vereine schehen, weil ihm die Mitgliedschaft nicht mehr unserer heftigsten Gegner vertritt, aus seiner den Vorwurf erhoben hatte, daß sie den Streit am Pies= pasie"). Infolge dessen habe ich, nachdem ich Herrn Fink wieder- Stellung zu entfernen. berge inszenirt und dadurch Unfrieden zwischen Arbeitern und Arholt aufgefordert hatte, mir die reine Wahrheit zu sagen, im beitgebern herbeigeführt hätten. Demgegenüber wies Abg. Fuchs Reichstag wörtlich geäußert( 275 der stenogr. Berichte): Herr Fink Freiherr v. Stumm- Halberg. darauf hin, daß der Streit nur eine Frucht religiöser Intoleranz treten, und niemals ist ihm irgend eine Aufforderung wer nicht parirt, fliegt. Die Sozialdemokratie, der man gegnerischer traten. Der Avg. Schulz rühme sich feiner Arbeiterfreundlichkeit, Man sieht, Herr v. Stumm verlangt, daß Ordre parirt wird, und gewesen sei; man werde wohl noch einmal die Zeit zurücksehnen, wo es Arbeiter gab, die aus religiösen Motiven in einen Streit einHerr Fink hat mich also veranlaßt, vor verseits Intoleranz vorwirft, ist im Vergleich zur Stumm'schen und dabei erkenne er nicht einmal das freie Koalitionsrecht der Arsammeltem Reichstag eine Lüge auszusprechen. Braris ein Muster äußerster Toleranz. Daß dies einmal so recht beiter an. Den organisirten Kugeninhabern gegenüber müßten sich was wahrhaftig nicht dadurch kompensirt wird, daß Bebel gleichfalls drastisch namentlich Herrn v. Stumm gegenüber konstatirt werden auch die Bergarbeiter organisiren; sonst würden sie eine Besserung gelogen hat.( Oho!) Es ist nicht anzunehmen, daß unseren Gegnern ihrer Arbeitsbedingungen überhaupt nicht erlangen. Wer die der Unterschied zwischen der veröffentlichten Erklärung Fink's, worin fonnte, der so häufig von dem Terrorismus der Sozialdemokratie Arbeiter hindere, sich zu organisiren, der stärke die er nur bestreitet, von dem Vorstand zum Austritt veranlaßt spricht, freut uns besonders. Einen schlimmeren Terrorismus als Sozialdemokratie, denn der organisirte Arbeiter sei, wie worden zu sein, und meiner im Reichstag abgegebenen Erklärung den Stumm'schen giebt es nicht. Herr v. Stumm sieht seine geistigen das Beispiel Englands beweise, der Hauptgegner der entgehen wird. Machen sie auf diesen Unterschied öffentlich Mitarbeiter nur als willenlose Werkzeuge an, die blind Sozialdemokratie. Die Gewerkschaften seien das beste Mittel aufmerksam, so werde ich genöthigt sein, Herrn Fint als gegen den Umsturz. Das wisse der Abg. Bebel sehr wohl und des Lügner hinzustellen, dessen Wahrheitsliebe mir seinen Anschauungen sich fügen müssen. Wehe dem, der glaubt, noch halb bekämpfe er auch auf jedem Parteitage so energisch die Gein dieser ganzen Angelegenheit überhaupt in eine eigene Meinung haben zu dürfen. einem sehr schlechten Lichte erschienen ist. Mag Die turze Notiz, wegen der der unglückliche Redakteur der man ihn auch entschuldigen, daß er von der Wucht der gegen ihn Post" sich das Mißfallen des Herrn v. Stumm zugezogen und geschleuderten Anklagen so niedergedrückt war, daß er anfangs nicht recht wußte, was er sagte, mir aber auch noch die unwahrheit halb sein Bündel schnüren mußte, lautet: zu sagen, nachdem er vollauf Zeit hatte, mir die volle Wahrheit zu jagen, damit ich mich nicht selbst durch meine abzugebende Erklärung tompromittire, übersteigt doch das erlaubte Maß. ist freiwillig, wie er jagt, aus dem Verein Berliner Presse" ausgezugegangen, dies zu thun." " deswerkschaftsbewegung, denn der Arbeiter, der in der Gewerkschaft seine Interessen vertreten sieht, gehe nicht zur Sozialdemokratie über. Nachdem Redner sodann größere Rücksichtnahme auf Leben und Gesundheit der Arbeiter, eine fürzere Arbeitszeit und die Mitwirkung von Arbeitern bei der Kontrolle der Revierbeamten gefordert hatte, stellte er eine sonderbare, wohl nur ihm verständliche, neue Lohntheorie auf, wonach sich die Waarenpreise nach der Höhe der Löhne zu richten haben, nicht aber umgekehrt. Genau wie die Agrarier bestrebt seien, höhere Preise für ihre Produkte zu erzielen, sollten auch die Zechenbefizer die Kohlenpreise erhöhen, um höhere Löhne zahlen zu können. „ Ein vortrefflicher Kenner der Sozialdemokratie, Herr Max Lorenz, der schon wiederholt in Broschüren das Seinige zur Entlarvung der Sozialdemokratie beigetragen hat, veröffentlicht in den Wenn Sie mich fragen, wie" Post" und Partei sich fünftig Herrn Breuß. Jahrb." einen auch im Sonderabdruck erschienenen Aufsatz, in Fint gegenüber zu verhalten haben, so tann das Verhältniß welchem er an der Hand der Auslassungen sozialdemokratischer Autorimit demselben feinesfalls dauernd beibehalten täten" den Beweis führt, daß die Gewerkschaftsbewegung von der sozialwerden. Um Herrn Bebel nicht zu viel Ehre anzu- demokratischen Partei bisher stets gemißhandelt worden sei. Die Ge- Man wird nicht zu behaupten wagen, daß diese Rede auch nur thun(!!), würde ich Herrn Fint einstweilen so werkschaftsbewegung hat die Erringung besserer Arbeitsbedingungen entfernt sozialdemokratisch angehaucht war; im Gegentheil, sie war Lange beibehalten, bis entweder gerichtlich oder durch ver- auf dem Boden der bestehenden Gesellschafts- und Wirthschafs- diktirt von dem Streben, die Arbeiter von der Sozialdemokratie aböffentlichte Thatsachen die Bebel'sche Anklage soweit bestätigt ist ordnung zum Ziel und Zived, weswegen ste von der zuwenden und für die christlichen Vereine zu gewinnen. Nichtsworden, daß Fink ernstlich kompromittirt erscheint. Ob dies durch Sozialdemokratie verhöhnt und verspottet wird. Der Um- destoweniger sah sich der nationalliberale Abgeordnete Dr. Sattler, die neueste Erklärung Bebel's geschehen ist, vermag ich nicht zu be- sturz steht im prinzipiellen Gegensatz zur Gewerkschafts- der sich für berechtigt und für fähig hält, an den Reden aller Miturtheilen, weil ich sie im Wortlaut nicht kenne." Bewegung. Nichtsdestoweniger geben sich die sozialdemo- glieder des Hauses, mur nicht an seinen eigenen Reden, Zensur zu Freiherr v. Stumm setzt weiter in dem Briefe auseinander, fratischen Führer gegenwärtig ganz besondere Mühe, den gewert üben, veranlaßt, gegen den„ Nachmittagsprediger" Fuchs zu Felde worin man gegen Bebel vorgehen müsse, um diesen ins Gedrängeschaftlichen Organisationen ein moralisch Lied zu fingen, um sie so zu ziehen, weil er fürchtet," daß dessen Worte Unfrieden zwischen Arbeitern und Arbeitgebern hervorrufen könnten. Schade, daß Herr zu bringen, und schließt seinen Brief also: v. Stumm nicht Landtagsabgeordneter ist und die Worte seines gelehrigen Schülers mit anhören konnte! Er hätte beschämt eingestehen müssen, daß er auch nicht arbeiterfeindlicher hätte reden können. „ Wie das Alles auch endigen wird, eine Schädigung der Poft und der freikonservativen Partei durch diese Vorgänge ist unvermeidlich. Bis zur völligen Klarstellung würde ich jeden falls die Verbreitung der" Post" bei hochgestellten Personen nicht empfehlen. Auch die Stellung des Herrn Fink als Sekretär der reitonjervativen Partei würde ich bis zur gerichtlichen Entscheidunig inhibiren, um vor der Oeffentlichkeit nachzuweisen, daß unsere Partei besser zu bethören." " Folgt alsdann ein Auszug aus dem Lorenz'schen Artikel, in dem der Vorwärts" wegen eines Leitartikels zu Gunsten der Gewertschaften angegriffen wird. Dieses genügte also Herrn von Stumm, um einem Redakteur feines Blattes den Stuhl vor die Thüre sezen zu lassen. Politische Ueberlicht. Berlin, den 25. Februar. Der Reichstag *) Diese Mittheilung des Herrn v. Stumm ist um so interjanter, weil Bebel erst durch Ladung einiger Vorstandsmitglieder des Vereins Berliner Presse" vor Gericht beweisen mußte, daß Fink gezwungen worden war, aus dem Verein auszutreten, was er bis hatte heute eine der friedlichsten Sizungen seit Beginn der zur Gerichtsverhandlung hartnäckig geleugnet hatte. Session. Während gestern das Gewitter der dreitägigen Die Löhne der Bergarbeiter sind, wenn die Ausführungen des Abg. Dr. Sattler wahr wären, teine niedrigen, die Arbeitszeit ist eine überaus furze, ja es ist alles so sehr in bester Ordnung, daß die Arbeiter nicht einmal des Koalitionsrechts bedürfen. Im Gegensatz zu dem Vorredner, der es für nothwendig erklärte, organisirte Arbeiter den organisirten Arbeitgebern gegenüber zu stellen, vertrat Dr. Sattler die Ansicht, man solle nicht zwei klassen der Bevölkerung, die auf gemeinsame Thätigkeit angewiesen seien, auseinanderreißen und sie gegen einander organisiren. Besser sei es, sie gemeinsam zu organisiren. Er könne die Nothwendigkeit, die Arbeiter Das Näthsel des Zarenmanifestes. 97 # Die Kopenhagener Politiken" bringt einen sehr sensatio nellen Artikel über den Zaren. Es wird das Gerücht verzeichnet, daß der russische Kaiser seit Monaten nicht an der Regierung theilgenommen hat, dagegen thatsächlich der Großfürst Michael an der Spike der Re gierung steht. Dieses hochwichtige Ereigniß soll schon nach der Publizirung der ersten Abrüstungsnote eingetreten sein. Als Grund werden gwei Versionen angegeben: erstens Gesundheitszwecke des Kaisers, zweitens attive Schritte, die von gewissen Kreisen aus der Umgebung des Kaifers unternommen wurden. Die Dresch Bildersprache des Grafen Büdler hat die„ Staatsaber reiche Leute gehabt hat, zu interpretiren für nöthig gehalten: bürgerin", deren Partei allezeit eine heiße Leidenschaft für gestörte, " Bom Todtschlagen der Juden ist gar teine Rede, sondern vom Zerschmettern des Judenthums." " gegenüber den Arbeitgebern zu organisiren, nicht anerkennen, man( allzu pruntvo), bescheidenere Dekorationen wünschte. Der zweite| Dagegen findet selbst der offiziös bediente Samb. Corresponmüsse vielmehr dahin streben, beide klassen einander zu nähern. Entwurf war jedoch noch immer troppo pomposo; es erregte dent", daß die Publikation des„ Dresdner Journals" manches zu Auch der Streit am Biesberge sei mur ein Beweis dafür, wie durch ein mächtiger Monolith, der das Thor überdachte, Anstoß. wünschen übrig gelassen habe. Vor allem hätte man auf die BeEinmischung Unberufener und Unbefugter ein Geist in die bis dahin Schließlich kam das jezige winzige Projekt zu stande, das nutzung der Auflageschrift hinweisen müssen. friedliche Bevölkerung hineingetragen werde, der zu ihrem Schaden hinter den Thorwegen anderer Friedhöfe zurückſteht und den ausschlage. furchtbar revolutionären Geist des Berliner Magistrats der Bau- die Kritiker des Urtheils wider die Löbtauer Bauarbeiter vor den Eine Erinnerung. Die Drohung des Dresdener Journals", Wir haben den aus dem staubigsten Winkel seines Archivs ent- polizei und dem Minister b. d. Recke offenbar werden ließ. Tehnten Worten bes nationalliberalen Redners nichts hinzuzufügen. Und noch immer weiter reißt das revolutionäre Univefen die Radi zu laden, ruft eine alte Erinnerung wach an einen ähnlichen Wenn die Nationalliberalen begehren, zu Stümmlingen zu abanciren, brabsten Staatsbürger in seinen Bann. In dem Verwaltungs- war. Als im März 1872 Liebknecht und Bebel nach sechzehntägiger Vorgang vor siebenundzwanzig Jahren, dessen Schauplaz Leipzig wir haben nichts dagegen. Diese Garde wirbt für uns! Streitverfahren wegen der verweigerten Bauerlaubniß will der Verhandlung vor dem Leipziger Schwurgericht wegen an Die Debatte, die am Montag fortgesetzt wird, wird möglicherweise Rechtsantvalt Dr. Krause, des preußischen Abgeordnetengelegentlich des an anderer Stelle mitgetheilten Antrages Hirschhauses zweiter Bizepräsident und nationalliberaler Parteimann, verurtheilt wurden, war die Erregung in den Parteitreisen ähnlic geblicher Borbereitung zum Hochverrath zu zwei Jahren Festung betr. Beaufsichtigung der Steinkohlen Bergwerte die Sache des revolutionswüthigen Magistrats führen. Mitschuldiger wie jetzt, denn man war damals noch nicht an so harte Urtheile gedurch Arbeitervertreter das Bild zeigen, wie die Industrie- wird er an der bis an die obersten Stufen des Thrones wogenden wöhnt. In der Presse und Versammlungen brach ein Sturm Ser junker dem älteren Adel von der Scholle den Rang ablaufen. Die Voltsempörung des Berliner Magistratsfreisinns. Bis in das Prä Entrüstung los, den die sächsischen Behörden damit beantworteten, daß Leute- Noth- Tage in zweiter Auflage! fidium des preußischen Junkerthums ist die entfesselte Furie des fie die Redakteure und Redner vor die Gerichte schleppten Aufstandes und der revolutionären Demonstrationsbeihilfe ge- und Strafen aussprechen ließen, die in ihrer Gesammtheit über das bringen. O tempora o moreso welcher Wandel der Zeiten und der Sitten! Strafmaß hinausgingen, das Liebknecht und Bebel zu verbüßen hatten. Der gerichtlichen Verfolgung schloß sich die der Verwaltungsbehörden an, die sozialdemokratische Vereine und Gewerkschaften Die ernste Regierung. auflösten und Versammlungen verboten. Und was war das EndDie Buthans vorlage, die im Sommer der Vollendung resultat dieser Verfolgung? Ein gewaltiges Wachsthum der sozialsich nahte, wird in der Regierung mit beispiellofem Ernst langsam demokratischen Stimmen bei den nächsten Reichstagswahlen. So aber ficher weiter vollendet. In den Schweinburg'ichen Berliner wird's auch diesmal wieder kommen. Man lernt nichts in den Kreisen Politischen Nachrichten", die manchmal die Wünsche Miquel's, des" Dresdener Journals"; denn wen die Götter verderben wollen, in der Regel aber die Anregungen der Großindustriellen dem Druck den schlagen sie mit Blindheit. ausjegen, läutet zart und schamhaft folgendes scheu winkende, zur Todtenmesse der Stoalitionsfreiheit einladende Gellinget: An dem Entwurfe zum Schute des gewerblichen Arbeitsverhältnifies wird eifrig gearbeitet. Wenn feine Herstellung längere Zeit in Anspruch nimmt, so wird daraus nur auf den großen Ernst geschlossen werden können, mit welchem die Regierung diefe Angelegenheit noch mehr als andere zu ber handeln gedenkt. Daß der Entwurf dem Reichstage in nicht allzu langer Zeit zugestellt werden soll, darf ebenfalls als gewiß betrachtet werden. Da der Reichstag, wie gesagt, überreichliche Arbeit an den ihm bereits übergebenen Entwürfen hat, so werden seine geschäftlichen Dispositionen hiervon nur Vortheil haben können. Das Ende der diesmaligen Tagung wird dazu bestimmt sein, das In den Caprivi Briefen finden die Berliner Neuesten gesetzgeberische Fazit aus den nunmehr schon so oft über den Nachrichten" einen Wiederklang der ehrlosen und erbärmlichen Reichssozialdemokratischen Terrorismus gepflogenen Erörterungen zu gloden- Berleumdungen".- Das höchst staatserhaltende Blatt erOb die obige Nachricht, die freilich aus Kopenhagen ziehen." schüttert, wie man sieht, recht energisch die Autorität. Der zweite stammt, wo man über russische Dinge gut unterrichtet zu sein Noch ernster als sonst wir sehen die eifrigen Arbeiter in der Reichstanzler ein lagiator ehrloser und erbärmlicher Berpflegt, richtiges enthält oder nicht, läßt sich nicht ermeffen. Regierung in ihrem gesteigerten Ernst leibhaftig vor uns. Von der leumidungen das ist die vornehme Form, in der man in den Sie würde jener Muthmaßung entsprechen, der zufolge and der Arbeitsstätte schaut erhaben das Glühroth Porträt Streifen der großzindustriellen Bismarcomanen von einem sittlichen entsprechen, der zufolge Nikolaus II. unter dem Einfluß falsch verstandener Tolstoi scher Stumm's, mahnend und anfeuernd. Aber wenn sie einen Alten- Charakter redet! Der Haß adelt den Stil. Lehren und infolge der Lektüre des Bloch'schen Buches gegen Arbeiter- Terrorismus, verwirrt ein unheimlicher Sput die getheilt, das Zentrum bet Zusammentritt des Reichstages in bogen angefüllt haben mit schaurigen Enthüllungen über den Die Einrichtung von Arbeitskammern hatte, wie mite den Strieg, wozu sich die Furcht vor der durch eine neue eruſten Gemüther und vernichtet die mühsame Arbeit. Die schwarze geheilt, das Bentrum bet Zuſammentritt des Reichstages in ..heilige Allianz" zu bekämpfende Revolution gefellte, als ein Tinte erlischt und mit feurigen Buchstaben schreibt eine Geisterhand folgendem Antrag befürwortet: neuer östlicher Romantiker auf dem Thron das Manifest in unermüdlich Geschichten vom Arbeitgeber Terrorismus. So die Welt geschickt habe. Ist diese Muthmaßung berechtigt, geht es Woche für Woche. Und Graf Bofadowsky täglich wird so erklärt es sich, daß die Umgebung des Zaren den er bleich und bleicher. Wie soll man unter solchen Umständen das phantastischen Ideen ergebenen Gebieter bei Seite zu schieben Versprechen einlösen! versucht. Früher arbeitete man am russischen Hofe in ähn- verloren hat, den blassen ernsten Kollegen mit einem pfiffigen Rath Neulich aber hat Podbielsti, der Einzige, der den Humor nicht lichen Fällen mit Dolch und Gift. Jetzt ist man zibilisirter. erlöst.„ Kinder! Främt Euch nich. Mit dem haarigen Jespenst Welche Ursachen und Gründe aber auch das Friedens werden wir noch lange fertig. Auf Sujarentaille. Immer langsam manifest erzeugt haben, die europäische Demokratie wird die voran, wie der felige Jocthe jefagt hat. Zeit jewonnen, alles je Berurtheilung des Krieges durch den feierlichen Ukas des wonnen. Wär's nich was Scheenes, wenn wir das Ding jena u Selbstherrschers aller Reußen für ihre Friedenspropaganda a cht Tage, bevor wir die Reichstagsbude zumachen, den Boltsausnuten und gegenüber den reaktionären Friedensvorspiege- proleten verfekten. Dann wird das abgetriebene Jeschöpf zwischen Lungen in unvermindertem Mißtrauen beharren. Thür und Angel meuchlings zerquetscht und die Hauptsache es ist doch dajewejen." Die Ursachen des Zarenmanifestes find bisher im Dunklen geblieben. Es lag am nächsten, anzunehmen, daß die russische Diplomatie einen schlauen Schachzug beabsichtigte, indem sie anderen Staaten, besonders England in seinen Rüstungsplänen Schwierigkeiten zu bereiten gedachte. Eine völlige Aufklärung gab allerdings diese Auffassung nicht, denn die russische Regierung konnte sich taum darüber täuschen, daß eine ernstliche Gefährdung neuer Militärvorlagen nicht erfolgen würde, wie die jüngste Zeit bestätigt hat. Deutsches Reich. Das Portal. Es wird immer entsetzlicher. Das revolutionäre März gefallenen- Portal, um dessentwillen die Baupolizei den Friedhofsbau verweigerte, ist, woran man sich jetzt wieder erinnert, von einem Konservativen in der Zeichnung entworfen worden. Also auf die treuesten Staatsflügen ist fein Verlay. Der konservative Baurath Hoffmann ist nur ein Pseudo- Konservativer. Er hält sich selbst für einen Konservativen und ist doch in Wahrheit ein gefährlicher Vertheidiger der Revolution. S 4 Bosadowsky's Mienen erheiterten sich sichtlich und Schweinburg schrieb obiges Protokoll, in dem das Ende der diesmaligen Tagung als der Geburtstag der Zuchthausvorlage gefeiert wird. Die Reichstage- Verhandlungen über den Dresdener Zuchthauskurs haben die Scharfmacherpreise zum Schweigen gebracht. Das schlechte Gewissen zeigt sich darin, wie einzelne Blätter über die Verhandlungen berichten. Die Magdeburgische 8eitung" hat für die Rede des Genossen eine folgende 113 Buchstaben übrig. Abg. Heine( Soz.): Die offiziöse Darstellung des Löbtauer Falles ist eine Irreführung der öffentlichen Meinung. Die Richter sind nicht unparteiisch gewesen. Ja, der konservative Baurath ist revolutionärer als der revolutionäre Magistrat. Sein erster Entwurf verherrlichte die Aehnlich berichten die„ Dresdner Nachrichten", die im Märzkämpfe in so hohem Maße, daß Oberbürgermeister Belle daran Uebrigen wieder bis zur Raserei nach einem Ausnahmegesez gegen Anstoß nahm und nachdem eine hochgestellte einflußreiche" die Sozialdemokratie schreien. Man glaubt in einer„ Abtheilung für Persönlichkeit über diesen Entwurf geäußert hatte: troppo pomposo unruhige Straute" sich zu befinden, wenu man den Schwall liest. " Der zukünftige Krieg. IV.( Schluß.) von der Wollust des Dreschens durchglühter Hymums so philisterhaft Graf Pidler wird sich mit Recht dagegen wehren, daß sein entnüchtert wird. Immerhin kennen wir um den Ton, der in den Streisen, welche die sozialdemokratischen Hezartikel" verantwortlich für die Löbtauer Ausschreitungen zu machen wagen, für nicht aufreizend, ja für die gesetzliche Normalsprache gehalten wird. Die verbündeten Regierungen zu ersuchen, thunlichst bald dem Reichstag einen Gesezentwurf zum Zweck der Errichtung von Arbeitskammern vorzulegen, um so den Arbeitern den freien und friedlichen Ausdruck ihrer Wünsche und Beschwerden zu ermöglichen und den Staatsbehörden Gelegenheit zu geben, sich über die Verhältnisse der Arbeiter fortlaufend zu unterrichten und mit den letzteren Fühlung zu behalten"( taiserliche Februar- Erlasse vom 4. Februar 1890.) mann, Dr. Hasse, Dr. Hieber, Münch- Ferber, Graf v. Oriola und Die nationalliberalen Abgeordneten v. Sehl, BasserBrinz zu Schönaich- Carolath haben jetzt dazu folgenden Zusag antrag eingebracht: Die verbündeten Regierungen zu ersuchen: für die Pflege des Friedens zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern gefeßliche Be stimmungen über die Formen in Aussicht zu nehmen, in denen Arbeiter durch Vertreter, welche ihr Vertrauen befizen, an der Regelung gemeinsamer Angelegenheiten betheiligt und zur Wahrnehmung ihrer Interessen bei Verhandlung mit den Arbeitgebern und mit den Organen der Regierung befähigt werden kaiserliche Februar- Erlasse); mit in zu 1. zu diesem Zwecke den Antrag Lieber Hize dahin zu er weitern, daß die in dem Gesetze betreffend die Gewerbegerichte vom 29. Juli 1890 enthaltenen Bestimmungen in der Weise gesetzlich ausgebaut werden, daß die Landes- Zentralbehörden verpflichtet find, überall da, wo Gewerbegerichte bestehen oder solche noch errichtet werden, die Bestimmungen des§ 6 dieses Gesetzes für die Fabrikbetriebe und die in denselben beschäftigten Arbeiter zur Anwendung zu bringen. Den auf diese Weise getrennten Sektionen, welche die Unternehmer von Fabriken und die Fabritarbeiter umfassen, liegt ob: a) aur Unterstützung der Arbeiter in Fällen der Arbeitslosigkeit thunlichst Kassen einzurichten; b) Gutachten zur Förderung Wie denkt sich nun Herrer Bloch den Vorgang? Er meint, das klar, daß der Hebung der Lage des Volkes Biel müffe fein, ein internationales Schiedsgericht einzuseßen, welches Europa, die einheimische Nachfrage nach Industriewaaren sich die Streitfragen entscheidet, und dann sollen die Staaten zwar nicht riesenhaft entwidein fann und dann ist es nicht mehr ganz abrüsten, aber ihre Heere reduziren; auf den Stand etwa der nöthig ferne, überseeische Märkte aufzusuchen. Das aber ist möglich, Internationales Schiedsgericht und Abrüstung. falls von der Idee der Boltsmiliz gehört haben muß, berührt es 60er Jahre. Da Herr Bloch bei seinen Literaturkenntnissen jeden wenn die Rüstungslast vermindert wird."( Band VI.) Man sieht falls von der Idee der Vollsmilig gehört haben muß, berührt es dieselbe Argumentation, welche die Sozialdemokratie anwendet. Haben wir uns bisher zu den Ausführungen des Herrn Bloch eigenthümlich, daß er darauf mit keinem Worte eingeht; es scheint Nur besteht ein kleiner Unterschied: Wir Sozialdemokraten wissen wesentlich referirend verhalten, so müssen wir nunmehr Einiges unter ihm wohl ein zu gefährliches Mittel. ganz genau, daß wir durch solche Argumente die Bourgeoisie nicht die kritische Lupe nehmen. Nicht, daß uns etwa das Kapitel über Nun ist die Idee des Schiedsgerichts durchaus nicht neu, Bloch von der abenteuerlichen Kolonialpolitik abhalten, weil diese den Sozialismus besonders aufregte. Es kommen darin allerdings meint aber erstens- und das ist richtig-, die Zustände, welche Bourgeoisie ihrerseits weiß, jene mikroskopisch kleinen Vortheile", furiose Stellen vor, wie z. B. Die Dekonomisten widersprechen der der Militarismus gezeitigt habe, find unhaltbar geworden, und daher welche wir an den Küsten Afrika's und Australiens einheimſen, Grundidee von Marg, nämlich dem Sag, daß die Arbeit die Grund- fci die Frage der Ablösung des„ bewaffneten Friedens" heute eine kommen uns sehr wohl zu statten, die Lasten aber tragen lage und der Maßstab des Werthes ist..... Kurz man antwortet Lebensfrage der europäischen Völker, zweitens Kurz man antwortet Lebensfrage der europäischen Völker, zweitens und das ist Unsinn nicht wir, sondern das Bolt; wir Sozialdemokraten wiffen Marg, daß seine Werthlehre nur dann richtig wäre, wenn die Regierungen hätten es heute mehr denn je in der Hand, ganz genau, daß es heißt, Perlen bor die Säue Bins und Profit bereits abgeschafft wären."( Band V S. 120.) diesem wahuwißigen System" ein Ende zu bereiten, mnd fie feien werfen, wenn man der Herrschenden Klasse mit Argumenten Oder: Bismard unterſtügte Lassalle indirekt bei seiner der Idee durchaus nicht abgeneigt. Um nun dieſe letzten Thesen tommt, wo fie in profitwüthiger Haft auf Beutezüge ausgeht, ſelbſt Propaganda" 2C. 2C. Dann kommt das übliche Gerede bom zu beweisen, ergeht sich Bloch im VI. Bande seines Werkes in end- wenn sie dabei ihre eigene Gristenz untergräbt. Weil wir es wissen, Zukunftsstaate. Das alles ist nicht sehr amüsant zu lesen, aber lojen Stannegießereien über die Frage„ Giaß- Lothringen", über richten wir uns danach und betrachten Fragen, wie die Frage der wenn man an den Spar- Agnes- Unfug und die Stumm'schen Perfidien die orientalische Frage", die Frage des russischen Uebergewichtes". Abrüstung, als das was sie sind als Machtfragen. im deutschen Reichstage denkt, oder an den blühenden Blödsinn, den die ,, Desterreichische Frage", die ,, Ostasiatische Frage" n. s. w. Dabei zieht er Das hindert aber einen Bloch nicht, von sozialistischen Utopien" deutsche Professoren bereits über den Sozialismus zusammen- und das ist charakteristisch für den Ideologen alles Mögliche in Be- zu sprechen und gleichzeitig den Prediger, in der Wüste im Namen geschrieben haben, dann hält man einem polnischen Bantier und tracht, ergeht sich in den spisfindigsten politischen Spekulationen. Er einer Utopie zu spielen. Das Wert über den Krieg der Zukunft", russischen Staatsrath schon manches zu gute; also Schwamm drüber schreibt z. B. ein ganzes Kapitel über Befürchtungen eines Striegs- mit dem ausgerüstet er seinen Bug zur Errettung der sündigen In Erörterungen über den Sozialismus läßt sich Herr Bloch ausbruches in Anbetracht des räthselhaften Charakters Wilhelms II." Bourgeoisie beginnt, unterscheidet sich von dem leichten Rüstzeug der deshalb ein, weil er einerseits in den Sozialisten die wirksamsten Band V, ein Kapitel, das wir aus leicht verständlichen Gründen guten Madame Bertha Suttner dadurch, daß es in der Bekämpfer des Militarismus sieht, andererseits den Militarismus als übergehe), ignorirt aber hartnädig die grundlegende Thatsache, die That den eingefleischtesten nationalliberalen Militärschwärmer, eine der Hauptursachen der Unzufriedenheit der Arbeiter mit Thatsache nämlich, daß der Militarismus heute untrennbar mit den sogar den bom Flotten und Militärkoller befallenen, der bestehenden Ordnung betrachtet, welche Unzufriedenheit die vitalsten Interessen der herrschenden Klaffe verquidt ist. Aus diesem geheimnißlüsternen Herrn Lieber überzeugen könnte, durch Sozialdemokraten so gut für ihre perversen Bestrebungen" ausbeuten. Grunde fann er natürlich auch nicht zu der Erkenntniß sein vortreffliches Thatsachenmaterial. Aber Erfolg wird Bloch Nun ist allerdings sonderbar, wie das beides so nebeneinander her- gelangen, daß zur Verwirklichung des schönen Traumes vom ebenso wenig haben, als jene gute Frau und ihr Anhang, läuft. Die Sozialdemokraten bekämpfen den Militarismus und leben ewigen Frieden" erste und einzige Vorbedingung ist, selbst wenn wir den gar Nikolaus, den angeblich das Buch des davon; fie fagen nicht einmal, daß der Militarismus erft gänzlich die Demokratifirung des heutigen Staates, die politische Herrn Bloch beeinflußt hat, unter die Friedenfreunde zählen wollen. abgeschafft werden kann, wenn die heutige Gesellschaft zerstört ist. Reform, damit wirklich der Wille der Volksmasse, Schließlich noch ein Wörtchen: Staatsrath Bloch versichert, wenn sondern sie erklären als eine ihrer Aufgaben, den Militarismus be- deren Interesse allein die Beseitigung des Militarismus liegt, maß- ein Schiedsgericht eingesetzt wird, dann kann fein Staat sich dem reits in der bestehenden Gesellschaft aus dem Wege zu räumen. gebend wird. Dies ist um so auffallender, als Bloch felbst Schiedsspruche entziehen, weil er nicht nur die übrigen Staaten ins Was für gute Sterle mögen wir Sozialdemokraten doch sein, die hervorhebt, die einzige Sicherheit dafür, daß nach Einsegung eines gesammt gegen fich haben würde, sondern noch dazu die öffentliche wir wie Herr Bloch weiß den Stampf gegen den Militarismus Schiedsgerichtes fein Staat sich gegen einen Schiedsspruch auflehne, Meinung des eigenen Volkes. Sehr richtig. Aber damit die führen, während wir dem Bestehen deffelben nicht nur unsere Fort- liege in der Macht der öffentlichen Meinung. Aber dieser Ideologe, öffentliche Meinung Macht hat, muß fie sich äußern können; schritte, sondern selbst unser Dasein verdanken! deffen ganzes Wert ein Appell an die öffentliche Meinung ist, ist im wenn es also dem Herrn Staatsrath ernst ist, dann hat Herr Bloch behauptet mun und darin stimmen wir ihm aber- Stande folgendes zu schreiben:„ Es müßte der Presse verboten er doch wohl seinem Gönner ins Ohr geraunt:" Geben Sie Gedankens mals zu, aber außer uns wird er nur wenige Zustimmende finden werden, Fragen, die vor das Forum des Schiedsgerichtes gebracht freiheit Sire!" und da mit Gedanken selbst noch wenig gethan ist, das bisher nichts Ernsthaftes gethan worden ist, um das Elend werden, auch nur zu berühren u. f. w."( Band VI S. 888.) So sondern auch noch die Mittel nöthig sind, der öffentlichen Meinung, der Arbeiterklaffe zu lindern, denn die kümmerliche Arbeiterschutz- weit kann der russische Absolutismus die Begriffe eines sonst die Bethätigung ihrer Macht zu garantiren, so hat wohl der Herr Gesetzgebung und das bischen Alters- und Invaliditätsversicherung deinkenden Kopfes korrumpiren! Staatsrath auch gejagt: Geben Sie eine Verfassung. Sire! Wir sind zählt nicht mit. Herr Bloch meint, mit derartigen Mitteln der Ar- Wir können hier natürlich ncht uns darauf einlassen, das Utopische gar neugierig zu wissen, was Väterchen da geantwortet.- Und noch beiterbewegung entgegenzuwirken, kommt darauf hinaus, einen des Räsonnements über die Möglichkeit der Beseitigung des Militaris- eins möchten wir gern wissen: Herr Bloch ist Pole, oder doch reißenden Strom mit ein paar Brettern aufhalten zu wollen, die mus, ohne jede weitere politische Reform, nachzuweisen und be- wenigstens in Polen geboren, ob er da wohl ernstlich glauben kann, man hier und da ins Wasser taucht. Zu einer wirklichen Sozial- gnügen uns damit, dieses Raisonnement an einem einzelnen Rußland sei eine durchaus friedfertige Macht", strebe weder nach reform, meint er, müsse es aber kommen, wenn nicht die be Beispiel zu illustrieren. Bloch kommt auch auf die Kolonialfrage" dem Besitz von Konstantinopel noch nach sonstwelchen Eroberungen? stehende Ordnung von den böfen Sozialisten gestürzt und Annegionen der europäischen Staaten in China zu sprechen. Das behauptet der Herr nämlich allen Gruftes und diese russische werden soll, aber zu einer solchen Reform braucht man Wozu, fragt er, brauchen wir denn überhaupt Kolonien? Wozu Unverschämtheit bei einem Polen macht das Buch in gewissen Partien große Mittel, während heute der Militarismus dem Staate brauchen wir Eroberungen in Ostasten? Die Vortheile, welche man geradezu widerlich, es stinkt nach Zuchten und Dreck, es haftet ihra feine Mittel für fulturelle 8wede übrig lasse. Daher der sich für den Handel verspricht, find nur mitrostopisch flein", ent- der Geruch russischer Geheimkanzleien und widerlichen Nenegatens Schluß: Fort mit dem Militarismus, damit die soziale Reform sprechen durchaus nicht dem Aufwande, welchen die Mächte machen thums an. angebahnt werde. müssen, um solche überseeischen Gebiete zu halten. Es ist -O " my. der gewerblichen Intereffen an Staats- und Gemeindebehörden abzugeben und Jahresberichte zu erstatten: c) Wünsche und Anträge, welche die gesundheitlichen Verhältnisse der Arbeiter und die Fürforge für Arbeiterwohnungen betreffen, zu berathen und den Behörden vorzulegen; 2. die Funktionen dieser Sektionen als Einigungsamt im Falle von Streitigkeiten zwischen Arbeitgebern und Arbeitern dahin zu erweitern, daß ein gefeglich gesicherter Verhandlungszwang eingeführt wird." Wie die Nat.- lib. Korr." dazu bemerkt, geht der Antrag davon aus, daß einseitige Arbeiterorganisationen unter dem Einfluß der zumeist von der Sozialdemokratie beherrschten Berufsvereine einen um so engeren Zusammenschluß der Arbeitgeberverbände zur Folge gehabt haben und daß sich infolge deffen die Gegensäge nur verschärfen. Die vorgeschlagene Sektionsbildung soll ausschließlich Bertretungen der Fabritbetriebe zu gemeinsamem Zusammenwirken zufammenführen" und alle friedensstörenden Tendenzen und sich unbefugt einmischende Nichtinterefiirte fernhalten." 23. Internationale Solidarität. Aus Kopenhagen, den der Linken ganz zu schweigen, fein Nationalliberaler legte ein Wort Februar 1899 erhalten wir folgende Buschrift: dafür ein und der Zentrumsredner zeigte deutlich seine MißWir wollen damit den Reichstag nicht loben. Es ist kein Vera dienst, den sächsischen Dingen abhold zu sein. Es beweist nur, wie weit es die sächsische Helligkeit im Dunkelmännerthum gebracht hat. Einer der Hauptsäße des sächsischen Herrn, mit dem er in falter Zurüdweisung" sozialdemokratische Angriffe abzuwehren ver fuchte, war der folgende: Namens der dänischen Sozialdemokratie sende ich hierdurch billigung. unserer Bruderpartei in Deutschland einen herzlichen Dank für die energische und furchtlose Weise, auf welche sie gegen die Unterbrückungsmaßregeln der preußischen Regierung gegenüber der nordschleswig'schen Bevölkerung protestirt hat. Unser Dant den deutschen Parteigentoffen gegenüber ist um so tiefer gefühlt, als es fich zeigt, daß es ihnen gelungen ist, die Erbitterung des deutschen Boltes gegen die preußischen Unterdrückungen wachzurufen und dadurch festzustellen, daß das deutsche Bolt weber wünscht noch billigt, daß derartige rüdsichtslose Maßregeln gegen solche Mitbürger gerichtet werden, welche einer andern als der deutschen Nationalität angehören. " Wenn behauptet wird, daß die sächsischen Nichter nach Gunst entschieden, daß sie nicht nach ihrer freien Rechtsüberzeugung urtheilten, so wirft man unsern Richtern ein schweres Verbrechen vor, und ich bitte wiederum diejenigen Herren, die einzelne Fälle nachweisen können, mir diese vorzubringen. Dann werde ich Rede und Antwort stehen; aber für solche allgemeinen Be schuldigungen ich wiederhole es- habe ich nichts als talte Zurückweisung." Die Sozialdemokratie hat wiederum bei dieser Gelegenheit be wiesen, daß fie als eine Beschüßerin der Gerechtigkeit auftritt und jede Art von Unterdrückung, ob national oder ökonomisch, energisch bekämpft. Nur dadurch, daß man das Recht einer jeden Nation, So viel Worte, so viel Entstellungen des Thatbestandes. Daß ihre Eigenthümlichkeiten frei zu entwickeln, behauptet, kann das inter der Herr General Staatsanwalt, neben seinen sonstigen hervor Man wird ja erst die nähere Begründung der Antragsteller ab- nationale Brüderlichkeitsgefühl zwischen den verschiedenen Nationen ragenden Fähigkeiten, auch die Fähigkeit, das, um was es sich gewarten müffen, ehe man ein abschließendes Urtheil sich bilden kann, erhöht und entwickelt werden, während rücksichtslose Machtanwendung handelt, nicht zu hören oder nicht zu verstehen, in so hohem Grade aber so viel ist schon jetzt ersichtlich, daß die Herren Nationalliberalen auf diesem wie auf anderen Gebieten nur den Haß und die Feindschaft besitzt, wie die obige Aeußerung beweist, bildet ein neues frischgrünes nicht von arbeiterfreundlichen Absichten dabei geleitet wurden. Wie befördert. Wir hoffen, daß unsere nordschleswig'schen Mitbürger in Blatt in seinem Ruhmestranz. wenig die ausschließlichen Vertretungen der Fabrikbetriebe", d. H. einem vermehrten Maße einsehen werden, daß nur der end- Es ist nicht gefagt worden, daß die Richter nach Gunst" ents also die noch in den Betrieben beschäftigten, von den liche Sieg der Sozialdemokratie über die scheiden, nicht, daß sie ihrer freien Rechtsüberzeugung" zuwider Unternehmern abhängigen Arbeitervertreter in den politische und ökonomische Reaktion bolltommen straften. Es ist gesagt worden, daß ihre Unkenntniß der Ideen " Sektionen“ für ihre Selassengenossen würden leisten können, braucht gerechte Bustände auch für sie zu schaffen vermag, und Ideale der besiglosen Vollstlaffe ihnen die Möglichkeit entziehe, des näheren nicht erörtert zu werden; die Erfahrungen, die mit den und daß ste deshalb sowohl in ihrem eigenen als in dem Interesse über die Angehörigen dieser Klasse objektiv zu urtheilen. Weiß denn famosen Arbeiterausschüssen" gemacht worden sind, lehren das zur der wahren Bollsfreiheit das ihrige dazu beitragen müssen, unsere der sächsische General- Staatsanwalt nicht, daß das sächsische Genüge. Partei, die internationale Sozialdemokratie zu Oberlandesgericht selbst wiederholt und auss Die Solidarität von Arbeitgebern und Arbeitern, welche nach fräftigen. der Nationalliberalen Storr." die Voraussetzung" ist für eine „ friedliche, soziale Weiterentwickelung", ist eben nicht vorhanden. M Medizinal- Reform. Offiziös wird mitgetheilt, der in der Landtags Thronrede angekündigte Gefeßentwurf betreffend die Reform der preußischen Medizinalverfassung, welcher die anderweite Regelung der Dienststellung der Kreisärzte und die Bildung von örtlichen Gesundheitskommissionen vorsieht, werde in Kürze dem Landtage zugehen. Ueber die Produktionserhebungen, die vom Reichsamt des Sunern vorgenommen werden, wird mitgetheilt, daß außer in der steramit, für welche kein Fragebogen unbeantwortet geblieben ist, jezt auch in verschiedenen anderen Industriezweigen die Fragebogen nahezu sämmtlich ausgefüllt eingegangen sind: in der Spinnerei und Weberei fehlen von 4600 ausgesandten Fragebogen nur noch etwa 10, in der Glasindustrie von 756 noch 12, in der Lederindustrie von 1640 noch 26. Gegenwärtig ist das Reichsamt des Jimern mit der Verarbeitung des in den Antworten niedergelegten Materials beschäftigt. Die Disziplinirung des Profeffor- Beamten Delbrück ist heut noch nicht, wie geschehen sollte, in Szene gesetzt worden. Der neue Termin ist noch nicht anberaumt worden. Mit brüderlichem Gruß P. Knudsen. Chronik der Gewaltthätigkeiten. ( Vergleiche zum Dresdener Zuchthaus- Kurs.) er drücklich in seinen Urtheilen gesagt hat: die fozialdemokratische Partei ist mit einem anderen Maße zu meffen, als die übrigen Parteien! Wenn das ein politischer Feind der Sozialdemokratie sagt, so mag das fein. Neue Ausweisungen österreichischer Staatsangehöriger werden aus Sarburg gemeldet. Dort ist der Schloffer Wee Bler, wenn das aber Richter fagen, so fagen fie gerade das von sich, was ein Desterreicher, der seit dreizehn Jahren in Deutschland gearbeitet wir ihnen zum Borwurf gemacht haben. Der General- Staatsanwalt hat weiter seine wiederholte bat, ausgewiesen worden. Der Mann ist verheirathet mit einer falte Burückveisung damit zu begründen versucht, daß Deutschen und hat zwei Kinder, ein drittes Kind ist Anfang April meinte, wir sollten statt allgemeiner Anschuldigungen einzelne zu erwarten. Vorstrafen hat der Mann nicht und wie ihm von Fälle vorbringen. Aber knüpfte sich denn nicht die ganze der Polizei bestätigt wurde, liegt gegen ihn persönlich nichts vor. Debatte an einen Einzelfall, in dem der Nachweis erbracht wurde, wie der Beamte, der M. die Ausweisung anfündigte, ihm mittheilte, daß durch ein sächsisches Oberlandesgerichts- Urtheil das Reichsrecht geschieht die Ausweisung auf Verfügung bom weinisterium des Innern und sollen noch etwa 50 andere durchbrochen worden ist? Und was hat der Herr auf diese nicht Personen gleichfalls ebenso behandelt werden. Sechs weitere Aus- Wort. In seiner ersten Rede ging er einer Antwort aus dem Wege, allgemeine Beschuldigung, auf diesen Einzelfall geantwortet? Kein weisungen sind dem„ Harburger Boltsblatt", dem wir Obiges ent- indem er fagte, er wolle nicht auf Einzelheiten eingehen, und in nehmen, bereits bekannt geworden. Alle Betroffenen sind öfter- feiner zweiten Nede erklärte er, wir sollten ihm Einzelheiten vorbringen! reichische Staatsangehörige aus Galizien. Dem obengenannten M. Wenn aber dem sächsischen Rechtshüter der eine bei der diesmaligen ist ein Aufschub bis zum 1. Juli bewilligt worden. Justizetatsberathung vorgebrachte Einzelfall nicht genügt, wir können ihm gern mit mehr aufwarten: Erklärung des Boykotts wenn er von Sozialdemokraten ausgeht als groben Unfug; Bestrafung von Flugblattverbreitungen, wenn Sozialdemokraten in Frage kommen, Wegen Nöthigung und Körperverlegung erschien der Nagel- wegen groben Unfugs; Verbot von Geldsammlungen wenn sie zu Tiefer hängen! Auf der diesjährigen Plenarversammlung des bank. schmiedemeister Paul Müller aus Graudenz auf der Anklage- sozialdemokratischen Zwecken dienen; Bestafung von Personen, deren Kinder ein Fest mitmachen wenn das Fest von Sozialdemokraten Im Jahre 1897 betrat der Agent Olschewski mit zivei Deutschen Landwirthschaftsrathes kam auch die Land- anderen Männern die Schmiede des Angeklagten. Während die unternommen ist u. f. f., u. f. f arbeiterfrage zur Sprache. Man beschloß in dieser Sache beiden Anderen bald darauf die Schmiede verließen, blieb Ist es nicht, als ob die fächsische Justiz ausdrücklich die Be unter Anderem: Olschewski noch darin. Er erhielt nach seiner Bekundung, als er rechtigung unserer Angriffe wider sie bestätigen wollte, wenn sie jest Der Deutsche Landwirthschaftsrath beschließt: in Erwägung, daß hinter den Blafebalg treten wollte, von dem Angeklagten Schläge den Sedakteur der Sächsischen Arbeiter Beitung" strafen will, weit es im allgemeinen, nationalen Interesse liegt, das ungeregelte über mit einem Stück Eisen auf den Rücken, dabei soll M. gerufen er durch Veröffentlichung des Aufrufs der sozialdemokratischen mäßige Einströmen der Arbeitsuchenden vom Lande in die Städte haben:" Du Hund, ich schlage Dich gleich todt, wenn Du mir Fraktion eine unerlaubte Geldsammlung vorgenommen und Industrie- Zentren planmäßig zu verhüten, beim Herrn Reichs- nicht fagst, ob Du gegen mich eine Anzeige geschrieben hast". Grund oberlandesgerichtlichen Urtheils Arbeiter, die auf einem Bau habe, und wenn die Polizeibehörde von Dresden- Neustadt auf tanzler dahin vorstellig zu werden, daß a) eine Beschränkung Olschewsti erwiderte, er habe dies nicht gethan. Nichts destoweniger Grund oberlandesgerichtlichen Urtheils Arbeiter, die auf einem Bau der Freizügigkeit stattfindet in der Weise, daß junge zog der Angeklagte ein glühendes Stüd Gisen aus dem für die Familien jener Berurtheilten Geld sammelten, mit 7 Tagen für die Familien jener Berurtheilten Geld sammelten, mit 7 Tagen Leute unter 18 Jahren nicht ohne ausdrückliche Genehmigung der Feuer und schrie dem Olschewski zu:„ Du Hund. Du Lump, tnie aft bestraft? Eltern oder Vormünder ihre Heimath verlassen dürfen, und auch hier nieder und schwöre mir hoch und theuer, daß Du die Anzeige da nur dann, wenn die Aufnahme in ein festes Arbeitsverhältniß gegen mich nicht geschrieben hast". Da Olschewsti weitere That nachgewiesen wird; b) auf den Erlaß gefeßlicher Bestimmungen lichkeiten fürchtete, kniete er nieder und versicherte, die WahrBedacht genommen wird, wonach der Zuzug in die Stadt nicht heit gesagt zu haben. Der Angeklagte räumt zivar ein, anders gestattet wird, als bei dem Nachweis einer den Ölschewski mit mit einem Eisenstück geschlagen zu haben, Wohnung, die den sittlichen und hygienischen er will aber von O. angegriffen sein und sich in der Abwehr beAnforderungen entspricht; c) im weiteren Ausbau der funden haben. Olschewski habe sich auch unanständig in der Schmiede Arbeiterschutz- Gesetzgebung die Verwendung jugendlicher betragen, so daß er ihn hinausgewiesen habe. Durch die heutige Arbeiter in der Industrie mehr als bisher ein- Verhandlung wurde dieser Sachverhalt als erwiesen angesehen. Der geschränkt werde." Staatsanwalt, beantragte 3 Monate Gefängniß. Der Gerichtshof faßte aber mit Rücksicht darauf, daß der Angeklagte gereizt und erregt gewesen, die Sache milder auf und verurtheilte den Angeklagten wegen Körperverlegung. Beleidigung und Nöthigung zu 100 Mart Geldstrafe event. 20 Tagen Gefängniß. Inverschämt! Die waschechten Agrarier verlangen Verbot der Beschäftigung jugendlicher Arbeiter in der Industrie, weil die jungen Leute in der Landwirthschaft ausgebeutet werden sollen. ind fie fordern unverfroren, daß auch erwachsene Arbeiter beim Abzug vom Lande städtische Wohnungen nachweisen müssen, die den fittlichen und hygienischen Forderungen entsprechen während die meisten ländlichen Arbeiterwohnungen den sittlichen und hygienischen Forderungen ins Gesicht schlagen. Aus Ostpreußen wird uns geschrieben: " V das Verfahren der sächsischen Justiz gegeben, so würde er behoben Hätte es aber noch für irgend jemanden einen 8weifel über worden sein gerade durch jene Aeußerung des General Staatsanwalts selbst, die er in der Erregung, in der der Mensch seines Herzens tiefsten Grund zeigt, gesprochen hat: Sie mögen fagen, was Sie wollen, Ihr Einfluß reicht jedenfalls nicht so weit, daß sich die Thore des Buchthauses auch nur eine Viertelstunde früher für die Verurtheilten öffnen werden! ein schlimmeres Wort widmen als ihr berufenster Hüter! Kein politischer Gegner der sächsischen Justiz konnte dieser Justiz Ausland. Déroulède's Abentener. Ein auffällig mildes Urtheil fällte dieser Tage das Tilsiter Paris, 24. Febr.( Eig. Ber.) Schöffengericht. Der Gutsbesiger David Milkutat aus Las- So toll Déroulébe's Abenteuer ist, so lächerlich es geendet, es dehnen hat, wie der Knecht Boy wilt durchaus glaubwürdig be- hat doch die Lage bligartig erhellt. Nunmehr kann sich kein zeugte, am 18. Oktober v. J. den Bohwilt in ganz grundloser Er- parlamentarischer Feigling vor der Thatsache die Augen verschließen, Warum die Agrarier an Lentenoth leiden, zu dieser Frage regtheit im Pferdeftall über den Futtertasten gedrückt, daß der Ansturm auf die Republik der wahre Zweck der prä Tiefert eine Antwort die folgende Verhandlung vor dem Witten- geohrfeigt und zu Boden geschlagen. Darauf torianischen Baterlandsretter" ist. Der Draufgänger Dérouléde berger Schöffengericht. Die Neue Wittenberger Zeitung" behat miltutat ein offenes Messer hervorgezogen und hat der ganzen bisher verblendeten Boltsmasse das Geheimniß ist damit dem Knecht auf den Leib gerückt. Boywilt der patriotischen Umtriebe verrathen. Sein Versuch, einen„ natiorichtet darüber: Wegen Berlassen des Dienstes ohne gefefchrie um Hilfe, die Hilferufe wurden auch gehört, die anderen Leute nalistischen" General zu einem militärischen Pronunziamento zu mäßigen Grund war der Arbeiterin Agnes Reimann aus tamen aber nicht herbei, da Milkutat gleich zu Anfang der Affäre bewegen, enthüllt dem ganzen Wolke den innigen Zusammenhang Zapata, Kreis Rybnik, vom Anitsvorsteher ein Strafmandat in Höhe einen der Knechte aus dem Stall herausgeschickt hatte. Der Besizer zwischen der patriotischen Haz und den Plänen der Feinde der bon 15 Mark oder drei Tagen Haft zugestellt worden. Die Reimann flappte darauf das Messer zu und hat dann damit auf den Stepublik. Es trifft sich ganz gut, daß Déroulède's Staatsstreichshatte Berufung eingelegt und ist vom persönlichen Erscheinen ent- ne cht eingehauen, wodurch er ihm mehrere er heb Kandidat, General Noget, ehemaliger Kabinetschef des Kriegsbunden worden. Bei der Bernehmung in ihrer Heimath hat sie zu- liche, wenn auch nicht lebensgefährliche Ber- ministers Cavaignac, zu den hervorragenderen Hetzern gegen gegeben, daß sie den Dienst beim Dekonomierath Rohde- Wachsdorf, le tungen beibrachte. Nun setzte sich der Knecht zur Wehr. die Kriminallammer des Kaffationshofes gehört. Landtagsabgeordneter für Merseburg II, am 28. April aus fol- Er packte den Befizer am Kragen und zerrte sich mit demselben hin Daß sich Déroulède in seiner Rechnung getäuscht hat, spricht genden Gründen verlassen habe. Erstens haben die Arbeiterinnen und her und schließlich aus dem Stall heraus. Hier rief Miltutat einzig und allein für die luge Borsicht des Generals, dem auf dem Rittergute Wachsdorf grüne Kartoffeln als Nahrung er nach einem Strid, um den Menschen, der es gewagt, gegen der gesunde Menschenverstand sagen mußte, daß Déroulède nicht halten, durch welche bei ihr ein heftiges Unwohlsein und Erbrechen ihn, den Brotherrn die Hand zu erheben, zu binden. Der Knecht der Mann ist, die Staatsstreichs- Krone zu vergeben. General Roget erfolgt sei. Auf Beschwerde beim Aufseher haben die Arbeiterinnen wehrte sich weiter und Herr und Knecht bearbeiteten sich gegenseitig wird wohl sich erinnert haben, daß selbst General Boulanger auf erst einige Tage später genießbare Kartoffeln erhalten. Ferner seien mit den Fäusten. Als sie einen Augenblick von einander abließen, dem Höhepunkt seiner Bopularität sich weigerte, gegen das Elysée ihnen nicht, wie es ihnen zugesichert worden, Holz und Stohlen ge- sprang Milfutat in die Wohnung und holte einen Revolver mit bewaffneter Hand zu ziehen. Wer nennt aber unter der großen liefert worden. Eines Tages bei der Arbeit habe sie sich nur ein heraus. Boywilt ergriff, um weiteren Angriffen nicht schuß- Masse den Namen des Generals Roget? Ueberhaupt ist es, das mal umgedreht und hat sie der Aufseher sofort Miststück, faules los gegenüber zu stehen, nach einem eisernen Gartenschrubber. Glüd der Republik, daß sich bisher kein populärer„ brav général" Thier, h... fannst Du die ganze Nacht, aber arbeiten kannst Du Ohne dem Knecht zu gestatten, sich ein Kleidungsstück zu nehmen, finden will. nicht", beschimpft. Als sie sich bei dem Herrn Dekonomierath übertrieb Milkutat den Mann vom Hofe, mit dem Nevolver in der vor- Die nächste erfreuliche Folge des Abenteuers ist, daß es Herrn diefe ihr zugefügte Beleidigung beschwerte, habe derselbe gefagt: gestreckten Hand. Der Knecht entfernte sich. Außerhalb des Thores Dupuy fortan unmöglich wird, mit Déroulède und Konsorten zu Der Aufseher würde es nicht gesagt haben, wenn feuerte der Besitzer und traf den Knecht am Hinterkopf. liebäugeln. Schon die Interpellationsdrohungen des Senats wegen es nicht so wäre. Daraufhin hat sie den Dienst verlassen. Als Vor Gericht behauptete er, er habe mit dem Revolver nur einen der polizeilich geduldeten Kundgebungen gegen Loubet hatten den Zeugen hat sie verschiedene Mitarbeiterinnen genannt, von welchen Schlag nach dem Kopfe des Knechtes geführt, wobei der Schuß los- Ministerpräsidenten gezwungen, die klerikal- monarchistischen Radaueine gewiffe Hedwig Herzog, gleichfalls in Rybnit, fommissarisch ver- gegangen fei. Bor Gericht meinte er, er fei, weil an Influenza ermacher schärfer anzufassen. Die goldene Jugend und ihre bezahlten nommen und die Aussage der Angeklagten durchaus bestätigt wurde. frantt, in besonders gereizter Stimmung gewefen. Das Gericht Lumpenbanden dürfen nicht mehr unbehelligt den neuen Präsidenten Das Gericht war dann so vernünftig, die Arbeiterin freizu erkannte auf dreißig Mark Geldstrafe eventuell drei Tage auf den Straßen schmähen. Und die veränderte Haltung der Polizei sprechen. Aber die Herren Agrarier sollten sich über die Landflucht Gefängniß. der Arbeiter nicht wundern, wenn sie sich ihrer Angestellten ebenso hat genügt, um die geplante Störung der Leichenfeier Faure's zu verhindern. Um einige Franken riskirt der Janhagel das Gewarm annehmen, wie es jener Dekonomierath gethan hat. fängniß nicht... Gottesdienst und Staatsdienst. Dem Hessen nassauischen Die weitere Folge des Dérouléde'schen Abenteuers müßte eigent Sachsens Bundesraths- Bevollmächtigter hat bei den Berathungen Boltsboten" geht über die Besetzungsfrage der Pfarrstelle im Pauls- des Reichstages über den Justizetat mit weiser Lehre an das Haus lich der Sturz Dupuy's sein, dessen seltsame Geduld gegenüber den sprengel folgende Mittheilung zu:" Die Besetzung der durch das begonnen und mit strenger Müge des Reichstags- Präsidiums ab- sivilen Prätorianern erst Déroulède ermuthigt hat. Genosse Jaurès Ausscheiden des Pfarrers Dr. Rade erledigten Pfarrei an St. Paul geschlossen. Herr Rüger glaubte vielleicht, er befinde sich im schreibt in der Petite République":" Die Republikaner haben es hat einen Zwiespalt zwischen der Kirchenbehörde und dem lutherischen fächfifchen Dreitlassenwahl- Landtag, wo ein Adermann präsidirt und fatt, denjenigen überwachen zu müssen, der der Hüter der Republik Gemeindevorstand verursacht. Der Gemeindevorstand hatte Pfarrer ein Mehnert die erste Geige spielen darf. Herr Rüger mußte sich sein soll. Ein seltsamer Wachtposten, dem gegenüber man mindestens Bellmann Kevenhain, der viel im Frankfurter evangelischen belehren lassen, daß das Niveau des Reichstages denn doch ein diesen Worten ist zutreffend das tiefe Mißtrauen der ehrlichen ebenso auf der Hut sein muß, wie gegenüber dem Feinde." In ebenso auf der Sut sein muß, wie gegenüber dem Feinde." In Arbeiterverein gewirkt hat, für die Wahl ebenfalls präsentirt. anderes ist. obwohl ursprünglich nur die Frankfurter Bewerber von der legten Für Herrn Niger und seine Regierung trat nur die äußerste Republikaner aller Parteien gegen Dupuy ausgedrüdt. Wahl berüdfichtigt werden sollten. Das Konsistorium hat aber die Realtion im Reichstage ein. Nur den Beifall eines König Stumm muß jedoch abwarten, ob diese Stimmung in die That umgesetzt Zulassung des Pfarrers Bellmann abgelehnt, u. a. außer fand die sächsische Justiz. Niemand sonst im Reichstage vermochte sie anderen dienstlichen Gründen in Hinweis darauf, daß er als zu vertheidigen. Die ganze Mitte des Hauses, NationalKandidat im Frankfurter evangelischen Arbeiterverein einen liberale sogar und das Zentrum blieben fühl bis ans Aus der Sigung der Deputirtenkammer, in welcher der Fall Vortrag über Lassalle gehalten hat, über den der Kultus Herz hinan bei Herrn Rüger's Versuchen, die sächsischen Zustände Déroulède verhandelt wurde, haben wir unseren gestrigen Depeschen minister bei dem Konsistorium Erkundigungen eingezogen hat. zu verherrlichen. Uud als des sächsischen Bundesrathsboten be- noch nachzutragen, daß nach der ausführlichen, zum Theil stürmischen Wie verlautet, besteht beim Gemeindevorstand die Absicht, die Stelle leidigende Angriffe gegen die Sozialdemokratie den heftigsten Wider Verhandlung der Angelegenheit die Kammer beschloß, die Ge= neu auszuschreiben."- Das Vorkommniß zeigt wieder einmal recht spruch dieser Partei hervorriefen, als Herr Rüger Minuten lang nicht nehmigung zur Strafverfolgung Dérouléde's drastisch, wie es in unserem Bolizeistaat um die Freiheit des weiterfprechen fonnte, da gab ebenfalls die große Mehrheit des Hauses und Ha bert's zu ertheilen. Der Antrag Castelin, die Dentens und Handels bestellt ist. Ein Geistlicher, der von den zu erkennen, wie berechtigt die Sozialdemokratie war, sich gegen die beiden Deputirten provisorisch in Freiheit zu sehen, welchen Antrag Wünschen der staatlichen Machthaber im mindesten nur abweicht, Brovokationen desselben zu wehren. Vor allem auch das Dresdener der Antragsteller aufrecht erhielt und den die Regierung bekämpfte, darf auch nicht Gottesdienst halten. Schwurgerichts- Urtheil fand keine Gnade vor dem Reichstag. Von wurde mit 438 gegen 109 Stimmen abgelehnt. " M Sächsische Justiz. wird. " Man " " Genossen, der Maurer Earl Osterland, verunglückt. Osterland In Afrika im Städtchen Ruthenburg ist einer der tüchtigsten war früher in Hamburg. 00 Wir sind Außerdem geben wir noch folgende Stelle aus einem Bericht| starten Drud ausgeübt, um ihn zur Veröffentlichung der kaiser- 1 Auf das Grab Jakob Audorf's, des Dichters der Arbeiterder Voss. 8tg." über die Angelegenheit wieder: Déroulède's einzige lichen Botschaft über die Wehrpflicht zu bewegen, Marseillaise, hat, wie das Hamburger Echo" mittheilt, der deutsche Angst ist, daß man ihn auslacht, statt ihn tragisch zu nehmen. während die Mitglieder des Landtages und die Bürger der Stadt Arbeiter- Männergesangverein in Moskau einen prächtigen Kranz Schon im ersten Verhör antwortete er auf eine Frage des Unter- Helsingfors in verschiedenen Versammlungen und durch Vorstellungen niederlegen lassen. fuchungsrichters, ob er gestehe, einen Staatsstreich geplant zu beim Senat die Veröffentlichung zu hindern oder so lange hinaus- Parteipreffe. Mit Beginn nächsten Monats erscheint in haben? Gestehen? Ich verkünde es! Ich rufe es zuschieben gesucht hätten, bis der Kaiser von dem wahren Sach- Breßburg( Ungarn) ein neues Partei- Organ:" Die Wahrheit". aus!" Damit begnügte er sich noch nicht, sondern schrieb Dupuy verhalt unterrichtet sei. Der General Bobrikow habe nun die Dem bisherigen Partei Organ für West Ungarn, der West- Ung. einen Brief, worin er sich rühmt, er habe die parlamentarische Republit Entscheidung herbeigeführt, indem er gedroht habe, den Be- Vollsztg.", ist von den dortigen Parteigenossen die Berechtigung, stürzen wollen. Man streitet jetzt über den Gerichtshof, der für lagerungszustand zu erklären und russische Garde sich zur sozialdemokratischen Parteipresse zu zählen, abgesprochen den Fall zuständig ist. Die Kammerlinke hält daran fest, daß er truppen in Finland einrüden zu lassen. Der Senat worden. dem Senat zuzuweisen sei, die Nationalisten fordern das Schwur habe daraufhin mit zehn gegen zehn Stimmen, wobei der Vorgericht, weil sie auf einstimmige Freisprechung mit Händeklatschen fizende den Ausschlag gegeben habe, die Veröffentlichung beschlossen. rechnen. Die Regierung geht inzwischen gegen die Patriotenliga Afien. vor, die sie seit Jahren geduldet hatte. Die für gestern Abend einberufene Versammlung wurde polizeilich verboten, die Liste der Bezieher Das russische Vorgehen in China scheint im Lande der Mitte des Liga- Amtsblatts„ Drapeau" beschlagnahmt. Unter den Briefen, die doch nicht stillschweigend hingenommen zu werden und große Er- Eine unangenehme Folge der Dreyfussache ist, daß fie, bei der Haussuchung in den Ligaräumen gefunden wurden, sollen auch bitterung hervorgerufen zu haben. Bie aus Beting telegraphirt eben weil sie teine Prinzipienfrage ist, leicht zu Mißverständnissen, Durch eine Bemerkung Abschriften von solchen sein, die Déroulède an mehrere be- wird, ist die Kaiserin- Wittwe höchst entrüstet über die Tödtung der auch unter den besten Freunden führt. tannte Generale gerichtet hat, um sie zur Mitwirkung an Chinesen in Talienwan; sie hat das Tsung- li- Damen angewiesen, in unseres Pariser Korrespondenten über eine Verhandlung der einem militärischen Staatsstreich aufzufordern. Die Regierung ge- fchärfster Sprache gegen das unerhörte Vorgehen der Russen Deputirtentammer( Vorwärts" vom 14. Februar) findet sich unser denkt dieser Sache teine Folge zu geben, da die Generale auf diese zu protestiren, welche ganz direkt die Bestimmungen der Konvention Freund Charles Bonnier verlegt. Es ist dort gesagt, daß Jourde Zumuthungen nicht geantwortet hatten. Petit Journal" versichert so- von Port Arthur verlegt hätten, in der keine Klausel enthalten sei, für das Gesetz, daß die Dreyfus- Revision dem Straffenat aus der gar, General Roget sei vor einigen Tagen zum Kriegsminister ge- welche den Russen die Ermächtigung gäbe, Steuern zu erheben. Hand genommen werden solle, gestimmt habe, und es ist dies Verkommen und habe ihm mitgetheilt, Déroulède sei mit der Auffordehalten sehr scharf getadet und ein Rath an die französischen rung zu einem Handstreich an ihn herangetreten, worauf de Freycinet und nach sehr schwierig zu werden. Admiral Dewey verlangte Wir pflichten unserem Freund Bonnier gern bei, daß es nicht Sache Die Lage der Amerikaner auf den Philippinen scheint nach Sozialisten ertheilt worden, wie sie gegenüber Jourde verfahren sollten. erwidert habe, die Thatsache sei der Regierung bereits bekannt und telegraphisch die schleunige Entsendung des Kriegsschiffes" Oregon" der sozialistischen Parteien in den verschiedenen Ländern sei, sich in der freiwillige Schritt des Generals nur ein weiterer erfreulicher nach Manila. Die Depesche erregte große große Sensation, da die inneren Partei- Angelegenheiten der Nachbarparteien einzumischen man annimmt, daß eine Betit bleu" sagte General Roget:" Man macht keine Umwälzung angehörigen nicht hinreichend geschüßt findet, interveniren will und wir wollen uns mit der Form der privaten Meinungsäußerung mit einer Infanterie- Brigade und einem Kleinen General wie ich; Die Daily Mail" jagt, wahrscheinlich sei Deutschland auch stets gern bereit, Meinungen unserer französischen Genossen, dazu braucht man größere Führer. Ich glaube, der arme Déroulède damit" gemeint. Aus Washington wird dazu gemeldet: Die Bitte die von der des Genossen, der uns regelmäßig berichtet, abweichen, ist ein bischen verrückt. Er und die Seinen sind gute Leute, fie des Admirals Dewey um Entsendung des Schlachtschiffes" Oregon" im Vorivärts" zu Worte kommen zu lassen. thun mir leid; aber Dienst ist Dienst, und ich hatte dem Heer hat in amtlichen Streisen überrascht. Hier herrscht einige Besorgniß. Achtung zu sichern." ob Dewey nicht nach Mitteln sucht, um einer möglicherweise bevorstehenden Intervention der europäischen Mächte auf den Philippinen zuvor zu kommen. Man glaubt, daß bei den letzten Bränden viel Nach dem Geschäftsbericht des Reichs- Versicherungsfremdes Eigenthum zerstört worden ist, und daß einige Kom- amtes für das Jahr 1898 waren auf dem Gebiete ber mandanten der in den dortigen Gewässern stationirten fremden Unfallversicherung 18 Millionen Versicherte vorhanden. Kriegsschiffe erklären könnten, daß die Interessen ihrer Lands- Gegen Urtheile der dem Reichs Versicherungsamt unterstellten 1293 Ieute Schuß verlangen. 8 11 m General Otis will in einer Woche Schiedsgerichte waren 15 769 Rekurse anhängig, unter denen 2500 Main Verstärkung haben. sich 4452 aus den Vorjahren übernommene befanden. Durch Urtheil leber die beabsichtigte Landung deutscher wurden 9725, durch Beschluß( Verwerfung wegen Unzulässigkeit oder Truppen in Manila wird der„ Voss. 8tg." aus London be- verspäteter Einlegung) und auf andere Art( Zurücknahme, Vergleich 2c.) richtet: Nach einer New- Yorker Drahtung des Morning Leader" 1250, zusammen 10 975 Rekurje erledigt. Am 723 Sigungstagen empfing die Regierung zu Washington eine chiffrirte Drahtmeldung haben in 11 813 Sachen mündliche Verhandlungen stattgefunden. des Admirals Dewey, die meldete, daß der deutsche Admiral Darunter wurden an 228 Sigungstagen 3499 Returse aus dem GeDiederichs Schritte gethan habe, um vom Flaggschiff" Frene" biet der land- und Forstwirthschaftlichen und an 4 Tagen 48 Recine Abtheilung Scesoldaten in Manila zu landen, 1111 turse aus dem Gebiet der See- Unfallversicherung verhandelt. Beweisseine Landsleute zu schützen. Dewey drohte, wenn Diederichs dies aufnahmen wurden in 2198 Fällen beschlossen, 5 Urtheile wurden thäte, würde er die deutsche Pinasse in den Grund ohne vorgängige mündliche Verhandlung gefällt. Bei den dem Man wird nähere Aufklärung über die Vorgänge abwarten müssen. im Berichtsjahre 44 313 Berufungen anhängig geworden, gegen Vom Somabend wird allerdings aus Washington gemeldet: Der über 194 433 Bescheiden der Feststellungsorgane. Die Zahl der Marinesekretär Long erklärte, er sei sicher, daß die Bezugnahme Dewey's angemeldeten Unfälle betrug nach einer vorläufigen Erauf politische Gründe in seinem telegraphischen Gesuch um Entsendung mittelung 406 958, die der entschädigten Unfälle 97 432. Die geder" Oregon" feine internationale Bedeutung habe. In anderen zahlten Entschädigungen beliefen sich nach einer vorläufigen Ermitteder Marine nahestehenden Kreisen ist man der Ansicht, daß Dewey lung auf 71 102 687 M. die„ Oregon" brauche, um eine Anzahl kleinerer Schiffe seiner Flotte zum Zwecke der Einsetzung der amerikanischen Herrschaft nach den übrigen Inseln des Archipels entsenden zu können. Desterreich- Ungarn. Das neue ungarische Kabinet. Wie die„ Nene Freie Presse" meldet, hat Koloman Szell am Sonnabend dem Kaiser Bericht über feine Vereinbarungen mit der Opposition erstattet. Nachdem munmehr der Abschluß des Kompromisses erfolgte, ist das Ministerium Banffy entlassen und Szell auch formell Ministerpräsidenten ernannt worden. Szeft wird noch heute seine Vorschläge wegen der Kabinetsbildung unterbreiten und die Er nennung der neuen Minister wird noch im Laufe des heutigen Tages erfolgen. Die Ernennungen sollen am Montag in einer Sonderausgabe des Amtsblattes veröffentlicht werden. Am Montag früh wird das ganze Kabinet in Wien zur Vereidigung eintreffen. Am Dienstag Abend wird sich das Kabinet der liberalen Partei vorstellen und am Mittwoch dem Reichstage. Schweiz. Bern, 24. Februar. Das langjährige Mitglied des Bundesraths Welti, welcher sechsmal Bundespräsident gewesen ist, ist gestern Abend gestorben. England. bohren. Amerika. " Dartei- Machrichten. = Soziales. 75615 Wieder ein kleines Mittel zu Gunsten der Agrarier. Gegen die kontrattbrüchigen Arbeiter will jezt die fönigl. Eisenbahn Verwaltung vorgehen. Von verschiedenen Eisenbahndirektionen sind die Inspektionen und Bau- Abtheilungen angewiesen worden, keine Brbeiter anzunehmen, welche aus ihrem letzten Dienstverhältniß unter Verlegung der etwa eingegangenen tontrattlichen Verpflichtungen geschieden sind. Grubenunglück im Bergrevier Waldenburg. Am Freitag früh verunglückten auf den Fürst Pleß'schen Werken zwei mit dem Abtragen einer Berghalde beschäftigte Arbeiter in lebensgefährlicher Weise Sechzig Prozent Dividende für die Aktionäre, Lohn abzug für die Arbeiter. Das Peiner Walzwerk zahlte den Aftionären im legten Jahre anstatt der vorjährigen 52prozentigen Dividende eine solche von sechzig Prozent, den Arbeitern wurde aber aufgegeben, vom 1. November v. 3. ab statt 250 Tons pro Schicht deren 300 zu liefern, ohne daß der Lohn erhöht worden wäre. An der Sudanpolitik Englands übten am Freitag in der Kommission des englischen Unterhauses zur Berathung der Heeresforderungen die Vertreter der Oppositionsparteien scharfe Kritit. Morley geißelte die empörende" Behandlung des Leichnams des Mahdi und betonte, die mit der Offupation Egyptens verknüpften Lasten, Verantwortlichkeiten und Gefahren seien schwer, und sie seien jetzt noch schwerer gemacht dadurch, daß man die Verantwortlichkeiten übernehme, die die Gründung eines großen Reiches in Zentralafrika mit sich bringe. Man sage, wenn England Krieg mit Kuba? Sm Senate wurde am Freitag das doch in Indien Erfolg gehabt hat, warum nicht auch in Afrika? Er Heeresgesetz berathen, für das als erster Redner Sewell eintrat, bemerke demgegenüber, es beständen drei große Unterschiede zwischen der ausführte, die Vereinigten Staaten würden bald im Kriege Indien und dem neuen afrikanischen Reiche. Das letztere habe mit Kuba sein und auf den Philippinen sei ein entscheidendes nämlich nicht die starke natürliche Grenze wie Judien, ferner feine Vorgehen nöthig. feßhafte Bevölkerung, und drittens werde das neue britische Und aus Havana wird von demselben Tage berichtet: Gebiet an einem oder dem anderen Puntte an Gebiete grenzen, Magimo Gomez ist heute Nachmittag, begleitet vom General Ludlow die vielleicht, oder auch nicht, Freunde Englands seien. Das Vor- und seinem Stabe, einer Abtheilung Kavallerie und von 2000 berücken im Sudan sei von Anfang an ein Fehler gewesen. Par la waffneten Stubanern zu Pferde und zu Fuß, in die Stadt eingezogen, ments Untersekretär Brodrick suchte zu beschwichtigen In der Stadt herrschte große Begeisterung. durch den Hinweis, daß Egypten völlig im Stande sei, für den Sudan selbst die Kosten zu tragen. Seit 1883, wo sich England verpflichtet habe, Egypten zum Schuße seiner Grenzen Beistand zu Teisten, seien England nahezu zehn Millionen Pfund Kosten erwachsen. Die Kosten, die der Sudan Egypten mache, erreichten im nächsten Die Dresdener Polizei gegen die Erwähnung des Zucht: Schweizerischer Genossenschaftsbund. Am letzten Sonntag Jahre kaum den Betrag der Zinsen für jene Summe. Der neue hausurtheils. Je weniger die Behörden die Kritik des Urtheils in fand in Olten eine von den Konsumgenossenschaften der Arbeiter Führer der liberalen Partei Campbell Bannerman der Presse verhindern können, desto schärfer gehen sie gegen die Be- und der Bauern bon 353 Delegirten beschickte Delegirten- Versamm erklärte, er habe stets mit Argwohn und Zögern die gesprechung des Zuchthausurtheils in Versammlungen vor. Den lung statt zur Gründung eines schweizerischen Genossenschaftsbundes, fammte Politit des Vordringens nach dem oberen Ril be- behördlichen Eingriffen bei Reden der Genossen Sindermann dem sofort Organisationen mit 80 000 Mitgliedern beitraten. Der Es sei Zeit, sich über die genaue Stellung Englands und änisch hat sich ein weiterer Eingriff zugefellt, den der über- Bund bezwedt die Sammlung und Organisation aller schweizerischen Klarheit zu verschaffen. Er pflichte Labouchère darin bei, daß es wachende Beamte für nothwendig hielt, als Genosse Ab- Genossenschaften, sowie die allseitige Wahrnehmung ihrer Interessen. unmöglich sei, sich aus Egypten zurückzuziehen. Labouchère rief geordneter Albrecht in der am Mittwoch im„ Trianon" dazwischen:" Für den Augenblic!" Ja! fuhr Bannerman fort, abgehaltenen Schneiderversammlung auf das Dresdener Urtheil Tehke Nachrichten und Depeschen. England sei mit einem großen Werk beschäftigt, das es nicht un- zu sprechen fant. Der Beamte untersagte dem Redner, vollendet lassen könne. Er glaube, es sei nothwendig und zweck über das Urtheil zu sprechen. Die Sächs. Arb.- 3tg." be: Wien, 25. Februar.( W. T. B.) Der hiesige Stadtrath hat mäßig, daß Egyptens Einfluß im Mitthale überwiege. Es wäre merkt dazu:„ Die Wahrheit wollen die Herren von der Behörde einstimmig einen Antrag angenommen, nach welchem den Bericht. unerwünscht, einer anderen europäischen Macht zu gestatten, in das eben nicht hören. Sie mögen aber nicht etwa etiva glauben, erstattern der Neuen Freien Presse" wegen abficht. Nilthal einzubringen und eine neue Störung der ohnehin schon daß sie durch derartige Maßnahmen die Aufrüttelung des lich entstellter Darstellung der öffentlichen Einrichtungen sowie genügend prefrären Stellung zu verursachen. Er beanstande aber die Volkes zitt Kampfe gegen den Zuchthausfurs verhindern der wirthschaftlichen und gesellschaftlichen Zustände Wiens und wegen Politik der Regierung, weil die Besetzung des Sudans eine grenzen fönnen. Im Gegentheil! Je nachdrücklicher die Behörden die ihrer feindseligen Haltung gegenüber der Gemeindeverwaltung der lose Verantwortlichkeit zu involviren scheine. Er hoffe ernstlich, daß Besprechung in Versammlungen verhindern, desto mehr begreifen die Gintritt in den Sigungssa al des Wiener Gemeinderathes die Regierung Alles thun werde, um die Unterhandlungen mit Frank Arbeiter ihr Pflicht, überall in Werkstätten und Fabriken, durch die verboten wird. reich behufs der Grenze zu fördern. Sobald diese Frage geregelt fei, Agitation von Mund zu Mund alle noch gernstehenden über jenes Wie die Neue Freie Presse" dazu meldet, beschloß der fortbestehe Aussicht auf verhältnißmäßige Ruhe. Man stehe in Egypten, Urtheil und seine Konsequenzen aufzuklären. Und das wird die Be- schrittliche Parteiverband des Wiener Gemeinderaths eine man müsse daher auch die vorhandenen Verhältnisse anerkennen. hörde niemals verhindern können, es sei denn, sie stelle jedem Resolution, in welcher er gegen die Ausschließung des Redakteurs Falls Morley's Antrag die Rückgängigmachung des Geschehenen be- einzelnen lassenbewußten Arbeiter einen Gendarmen zur Einspruch erhebt. deuten solle, könne er ihn nicht unterstützen; er betrachte den Antrag Seite." aber als fortgesetzten Protest gegen die Politif, gegen die er sich schon früher ausgesprochen habe, und stimme daher für denselben. Hiernach wurde der Antrag Morleys, von der Heeresforderung 100 Pfund Sterling zu streichen, um dadurch Stritit an der Sudan- Politik der Regierung zu üben, mit 167 gegen 158 Stimmen abgelehnt. Rußland. Bei den Stadtverordnetenwahlen in Bunzlan tam der sozialdemokratische Kandidat Kaufmann Starke mit dem konservativen Kandidaten in die Stichwahl. Starke erhielt 75, der Konservative 62 Stimmen, während der Freisimmige mit 45 Stimmen ausfiel. Die Freifinnigen werden also den Ansschlag geben. Ob sie ihn zu Gunsten des Sozialdemokraten anwenden werden? " London, 25. Februar. Wie dem„ Reuter'schen Bureau" aus Dscheddah gemeldet wird, ist dort der Ausbruch der Best amtlich bekannt gegeben worden. Nizza, 25. Februar. Hier ist Baron v. Reuter, der Begründer des Reuter'schen Telegraphen- Bureaus, gestorben. Brüssel, 25. Februar.( B. H.) Mehrere Blätter versichern, Frankreich werde bei der belgischen Regierung Einspruch erheben gegen die begünstigende Haltung, welche Belgien dem Das Ende der Selbstverwaltung in Finland. Ein in der Lande äußert sich in einer Zuschrift an die Straßburger Ueber die Aussichten der Sozialdemokratie auf dem flachen Herzog von Orleans gegenüber an den Tag gelegt habe. Rom, 25. Februar.( W. T. B.) In der Deputirtenkammer russischen Presse veröffentlichtes Manifest des Baren dürfte wohl ge- Bost" ein protestantischer Pfarrer, der die ganzen sechzig Jahre standen die reaktionären sogenannten„ politischen" eignet sein, der offiziellen Unabhängigkeit des durch Personal- eines Lebens unter der bäuerlichen Bevölkerung zugebracht hat, in Gefeßentwürfe der Regierung zur Debatte. Gegenüber den Union mit Rußland verbundenen Finlands den legten Stoß zu Erwiderung auf einen von dem genannten Blatte fürzlich über die heftigen Angriffen der Opposition erklärte der Ministerpräsident Bellour, versetzen. Der Zar erwähnt in seinem Erlaß die seitens seiner Ursachen des„ Dranges nach den Städten" veröffentlichten Artifel die Regierung beabsichtige, mit ihren Gesetzentwürfen keine der Ahnen diesem Staate bewilligten Privilegien, erklärt aber, daß die dahin: grundlegenden Freiheiten anzutasten, sondern wolle nur die Grenzen gegenwärtigen Interessen der Monarchie, sowie auch Finlands, eine Sozialdemokrat ist der Bauer im Allgemeinen noch der den Bürgern freistehenden Wirksamkeit genau feststellen. Doch konzentrirte, gemeinsame Verwaltung und Gesetzgebung erfordern. nicht; aber das monarchische Gefühl ist in den letzten Jahren auf dem maße sich die Regierung nicht an, ein vollkommenes Werk geschaffen Aus einem, dem kaiserlichen Schreiben beigefügten Statut, durch das in Lande' sehr zurückgegangen und wenn die Sozen in ihren Aeußerungen zu haben, und sei sie daher geneigt, Abänderungszusätze zu ihren acht Paragraphen der neue Modus der Gesetzgebung in Finland festgestellt wird, geht hervor, daß der finländischen Kammer nur bei über Religion, Familie und Eigenthum etwas flüger gewejen Geießentwürfen anzunehmen, umsomehr, da sich aus der bisherigen wären, so hätten sie gerade auf dem Lande am meisten Debatte bezüglich einzelner Gegenstände, z. B. bezüglich der Presse, Angelegenheiten rein lokalen Charakters die ausschlaggebende Stimme bleibt. Jede Gesegesvorlage, die die Gesammtinteressen der Boden gewonnen. Die Berichte über Kriegervereins- und Kaiser- eine große Meinungsverschiedenheit ergeben habe.( Buſtimmung.) Monarchie berührt oder mit der Gesetzgebung Rußlands in ver- feste können mich über diese betrübende Thatsache nicht täuschen. Bellour bezeichnet es als eine Naivetät, wenn man behaupte, die wandtschaftlicher Beziehung steht, bedarf erst der Genehmigung des Auch war ich wahrhaft erstaunt über die Behauptung Ihrer Korgeplanten Maßnahmen nicht nothwendig seien. Man vergesse vor Kaisers und tritt in Kraft durch Abstimmung im kaiserlichen Reichs- respondenten, der Bauer verstehe so wenig von den Theorien der Sachlage in letzter Zeit habe gezeigt, daß die von der Regierung bis zum 30. Juni in Kraft stehe, welche nur rath in Petersburg, mit Hinzuziehung des Generalgouverneurs muß doch Ihr Herr Korrespondent wohnen? Zehn Jahre war ich in allem, daß das Land jetzt noch unter den Ausnahmegesezen und des Staatssekretärs von Finland ſowie einiger vom Baren Lothringen, und jetzt bin ich seit 15 Jahren im Elsaß angestellt, und inzwischen die volle Wachsamkeit der Behörden aufrechterhalten. Die hierzu beorderten Mitglieder des finnländischen Senates. überall habe ich ein sehr feines Verständniß für die augenblickliche Ruhe der ertremen Parteien sei eine mehr scheinbare Die russische Presse erwähnt des Manifestes als einer Wohlthat für Finland und meint bezeichnenderweise, daß durch dasselbe eine ehren der Sozialdemokratie bei dem Bauer ge- als thatsächliche, denn sie ergriffen jede Gelegenheit, um die funden, der stets mit Vorliebe die regierungsfeindlichen Artikel in Maffen aufzureizen. Er bitte die Kammer, für den Eintritt Menderung nur auf dem Papier eingetreten sei. in die zweite Lesung der Gesezentwürfe zu stimmen.( Bu Die finische Bevölkerung scheint über diese Dinge anderer den Zeitungen lieft." Derartige Aeußerungen von Kennern der bäuerlichen Verhältnisse stimmung.) Die Kammer genehmigte den Schluß der Debatte Meinung zu sein. Neuerdings ist es zu offenen Konflikten mit find gewiß dazu angethan, den Eifer zu verdoppeln, mit welchem mit 166 gegen 89 Stimmen mit der Einschränkung, daß die Petersburg gekommen. Nach einer Meldung aus Helsingfors unsere zur Agitation auf dem Lande berufenen Genossen bisher eingebrachten zahlreichen Tagesordnungen vor dem Eintritt in die waren der Landmarschall und die Vorsigenden der Stände von Finland nach St. Petersburg gereist, um eine dort für die Ausbreitung unserer Ideen thätig waren. Audienz bei dem Kaiser nachzusuchen. Die Audienz Der Genosse Agster ist, wie uns aus Offenburg depeschirt wurde ihnen verweigert. Dem Stocholmer Blatt wird, in die württembergische Kaltwasser- Heilanstalt Gundels Dagens Nyheter" wird aus Helsingfors berichtet, der General- heim gebracht worden. Er leidet an hochgradiger Nervosität; sein gouverneur Bobrifow habe auf den finischen Senat einen Zustand ist nicht unbedenklich. zweite Lejung nach einander begründet werden sollen. feien, aber New- York, 25. Febr.( W. T. B.) Nach einem Telegramm aus Managua haben die Truppen des Präsidenten Belaya die Sierra de Yati besetzt und Aguas Catientes genommen. Damit sei die au fa ständische Bewegung in Nicaragua thatsächlich unterdrüdt, Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th.Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Mr. 49. 16. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 26. februar 1899. Reichstag. 42. Sigung, Sonnabend, 25. Februar 1899, 1 hr. Am Bundesrathstische: v. Tirpiz, Thielen. Bor Eintritt in die Tagesordnung giebt Staatssekretär Tirpik im Auftrage des Kaifers der Freude über die Rettung der„ Bulgaria" Ausdruck. Die Mannschaften der Handelsflotte hätten sich vorzüglich bewährt, es sei ein neuer Beweis von der großen Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit unserer Handelsflotte erbracht worden,( Bravo!) die jedes deutsche Herz mit Stolz und Freude erfüllen muß. Abg. Dr. Levehow( f.) stimmt den Ausführungen des Staatssekretärs zu. Desgleichen der Präsident Graf Ballestrem. die Verwaltung der Reichs- Eisenbahnen fortgesetzt. preußifchen sehr gewonnen. Die Elsaß- Lothringer werden unter der preußischen Verwaltung besser behandelt, als wir in Preußen selbst. Abg. Baron de Schmid( Els.) bittet den Präsidenten um die Ermächtigung, feine Rede abzu lesen, da er die deutsche Sprache nicht beherrsche. Die Elsaß- Lothringer wollen nicht Deutsche zweiter Klasse sein.( Bravo!) Redner beschwert sich darüber, daß der Bau wichtiger Linien in Lothringen unterlassen werde. Minister Thielen erwidert, die Bahnen wären dort längst gebaut worden, wenn die Interessenten mehr Entgegenkommen gezeigt hätten. Abg. Graf Kanik( f.): Die zweite Berathung des Etats wird hierauf beim Etat für Transport der Saarkohle, wie sie die westfälische Kohle genießt. Da beuten wollten, und für die nationale Einheit nur feien, soDie Lothringer wünschen mit Recht dieselbe Ermäßigung für den herrscht dort jetzt ungefähr dieselbe Anomalie, wie in Preußen, wo einheimische. das russische Getreide zum Theil billiger transportirt wird, als das Abg. Bueb( Soz.) Abg. Riff( frs. Vg.): 0 Es ist bedauerlich, daß die Volksvertretung von Isaß Lothringen nicht das Recht hat, über die Eisenbahnen in ihrem Lande selbständig zu entscheiden. Daher müssen wir unsere Beschwerden hier vorbringen. Die Ergebnisse unserer Bahnen sind durchaus günstig. Man darf aber in der Verwaltung die finanziellen Rüdsichten nicht zu sehr in den Vordergrund stellen. Das Verlangen der reichsländischen Bevölkerung nach Verbilligung der Personentarife ist von der Reichs- Eisenbahnverwaltung selbst als berechtigt anerkannt worden. Trotzdem wird diese nicht durchgeführt. Auch die so sehr worden. Trotzdem wird diese nicht durchgeführt. Auch die so sehr nothwendigen Kilometerhefte und Landeskarten werden immer noch nicht eingeführt. Breußischer Eisenbahnminister Thielen: Eine Kritik, die wie die des Herrn Vorredners sich in so maßbollen Formen bewegt, ist für die Eisenbahnverwaltung so nothwendig, wie der Sauerstoff für den Menschen.( Heiterfeit.) Der Herr Vorredner hat sich darüber beschwert, daß die Ueberschüsse der elsaß- lothringischen Bahnen nicht für das Reichsland selbst, sondern für das Reich verwandt werden. Da muß ich ihm erwidern: Das Reich muß von jedem Groschen, von jedem Pfennig, der eingenommen wird, eine Rente beziehen.( Heiterfeit.) Die reichsländischen Bahnen haben im letzten Jahre nur eine Berzinsung von 8,08 pet. ergeben. Das ist doch keine übermäßig hohe Nente. Das Reich hat doch selbst ziemlich erhebliche Kapitalien für den Bau von Linien auf gewendet, bei denen auf absehbare Zeit an eine Verzinsung nicht gedacht werden kann. Wir haben demnach alle Ursache, mit einer Tarifermäßigung sehr vorsichtig vorzugehen. Nothwendig ist dagegen eine Tarifvereinfachung, und diese ohne wesentliche Erhöhung durch zuführen, das ist die große Preisaufgabe, an die wir jetzt gehen müssen.( Heiterkeit.) Was die speziellen Wünsche des Herrn Redners anlangt, so haben sich die so genannten Landeskarten in Württemberg, wo sie bereits bestehen, gar nicht bewährt. Die Reisenden nächtigen dort überhaupt nicht mehr in den kleineren Orten, die Wirthshäuser auf dem Lande bleiben leer.( Heiterkeit.) Die Kilometerhefte haben sich allerdings in Baden als zweckmäßig erwiesen. Aber es hat sich dort auch gezeigt, daß sie einen besonderen Andrang zu gewissen Bügen zur Folge gehabt haben, und daß dadurch die Abfertigung der Reisenden sehr erschwert wird. Wir haben also alle Ursache, uns mit derartigen Neuerungen nicht zu überstürzen.( Heiterkeit.) Abg. Delfor( Elf.) hält vor allem eine Dezentralisation in der Verwaltung für nothwendig. Der Schwerpunkt der Verwaltung der reichsländischen Bahnen muß von Berlin nach Straßburg verlegt werden. Dann würden die Wünsche des Publikums eher Berücksichtigung finden. Mangelhaft sind die Angaben über Dienst- und Ruhezeit des Zugpersonals in den Berichten. Die Pausen für die Nachtruhe sind durchaus ungenügend. Vor allem ist die Staatsregierung verpflichtet, ihren Angestellten die vollste Sonntagsruhe zu gewähren. ( Abg. Lingen( 8.) hört mit gespannter Aufmerksamkeit zu). Sehr zu tadeln ist die überflüssige Einstellung von Vergnügungszügen. Es kommt vor, daß Theaterzüge 11 Uhr Abends abgelaffen werden, obgleich auf der ganzen Strecke nur Bauern wohnen, die nicht ins Theater gehen, alles blos um einiger Offiziere willen. Das ist doch wirklich nicht berechtigt.( Sehr richtig!) Auch die Perronsperre erfüllt die elsaß- lothringische Bevölkerung nicht mit Befriedigung. Die ärmere Bevölkerung ist nicht in der Lage, wie die wohlhabende, 10 Pfennig zu opfern, um den Abschiedsfuß zu vervielfältigen. Außerdem hatten wir in der ersten Hälfte des Januar die offiziellen Reden der Vertreter der Justiz und der Staatsanwaltschaft bei der jährlichen Einweihung des Kafsationsund Justighofes und der Tribunale. Diese Reden der vornehmsten Vertreter der Justiz- Autorität waren auch vielsagende Symptome, Ebenso charakteristisch ist eine Polemit, in welche sich die Bourgeois- Blätter von Rom und Mailand eingelassen haben. Die offiziöse Presse Roms, von der das sogenannte liberale und fortschrittliche Ministerium Pellour vertheidigt wird, hat der Opposition der Konservativen und der Neaktionäre, die im Senat und in ihren Zeitungen vom Ministerium reaktionäre Geseze gegen die Freiheit der Presse, gegen das Vereins und adrid Versammlungsrecht verlangten, die Anklage ins Gesicht schleudern zu müssen geglaubt, daß sie weder ehrliche Freunde der Einheit noch aufrichtige Anhänger der Monarchie seien. Man hat den Konservativen und Reaktionären vorgeworfen, daß sie die Monarchie zu ihrem Vortheil aus weit sie ihnen Nußen, nicht aber soweit sie ihnen unbequeme Pflichten auferlege und Nachtheile bringe, wie sie aus der Verschiedenheit der ökonomischen Entwickelung zwischen dem Norden und dem Süden entspringen." Selbst die Fahne der nationalen Einheit, die man so stolz Zunächst muß ich zugeben, daß infolge meiner Kritik im vorigen Jahre verschiedene Mißstände in den Elsaß- Lothringischen Eisenbahn- in der Luft flattern ließ, um die orthodoxen Parteien zur Verhältnissen beseitigt worden sind. Noch aber ist vieles nicht gethan, Vereinigung gegen die internationalen Sozialisten aufzurufen, was nothwendig war. Im Laufe der Debatte wurde bereits die wird also schon von denjenigen zerrissen, die in erster Linie Frage der Personal- Union berührt. Ohne Zweifel ist diese mit ein ihre Vertheidiger sein sollten. Grund für das Fortbestehen vieler Mißstände. Die Eisenbahn- ihre Bertheidiger sein sollten. verwaltung in Straßburg fennt die Verhältnisse natürlich besser als die Bentrale in Berlin. Was die Berronsperre betrifft, so stehe ich da nicht auf den Standpunkt des Abg. Delfor, sondern bin im Gegentheil der Meinung des Herrn Ministers, daß dieselbe mit Recht eingeführt worden ist. Die Beschwerden, die daraus entstehen, werden durch die Vortheile wieder aufgewogen. Ich habe nun noch eine Anfrage an den Herrn Minister zu richten betreffs des Bahnhofes von MühlHaufen. Wie die Verhältnisse heute dort liegen, sind sie unhaltbar Wenn dort nicht mehr Unglücksfälle sich ereignet haben, als die zwei oder drei, die im vergangenen Jahre vorgekommen sind, tragen daran wirklich nicht die Bahnhofsverhältnisse Schuld, sondern es ist lediglich der guten Aufsicht der dortigen Beamten zu danken. Ich glaube faum, daß es noch eine Stadt von derselben industriellen Bedeutung giebt, mit deren Bahnhofslokalitäten es so schlecht bestellt ist. Der Bahnhof muß unbedingt verlegt werden, Auf der anderen Seite hat in Mailand der Redner des und es handelt sich nur darum, ob die neuen Strecken als Hoch- Appelhofes an sehr beredten Zahlen die Thatsache vorgeführt, oder Niveau- Bahnen gebaut werden sollen. Man verlangt von der Stadt, daß sie die Kosten für eine Hochbahn selbst trägt, aber bie daß die kaufmännischen Bankrotte sich in Mailand im Eisenbahn- Verwaltung sollte doch berücksichtigen, daß sie seinerzeit Jahr 1898 durch den Belagerungszustand ungeheuer vermehrt den Fehler der falschen Bahnhofsanlage begangen hat. Ich hoffe, haben. Die Kaufleute haben durch die so lange fortgesetten daß möglichst bald eine Einigung zwischen der Stadt Mühlhausen tollen Repressivmaßregeln der reaktionären Minorität, die in und der Bahnverwaltung erzielt wird. Weiter möchte ich noch an der Gemeindeverwaltung von Mailand herrscht, mehrere den Herrn Minister die Bitte richten, daß bei Vergebung von Bahn- Millionen verloren. arbeiten in Submission nur als solide bekannte Unternehmer berück- Schließlich muß hier noch an die Thatsache erinnert fichtigt werden. Im Oktober vorigen Jahres haben in einem Falle werden, daß in den zwanzig Jahren, von 1878 bis 1898, 200 Arbeiter zirka 8000 M. Lohn infolge der Unsolidität eines vierzehn Amnestien erlassen worden sind, und zwar in Unternehmers verloren. Weitere Wünsche bezüglich der Beamten- den legten zehn Jahren fast jedes Jahr eine. Es bedeutet gehälter werde ich bei anderen Etatspofitionen vorbringen. Minister Thielen versichert, daß seinerseits alles geschehen werde, um die Verhältnisse des Mühlhausener Bahnhofes zu ändern. Abg. Hank( Elf.) wünscht, daß die Landbewohner als Mequivalent für die Sonntagszüge, die doch nur den Städtern zu gute fommen, Wochentags ebenso billig in die Stadt fahren tönnen. Redner hält die Bahnsteigsperre nicht für gerechtfertigt. So wird gerade auch jetzt im ganzen Lande und im Abg. Paasche( natl.) sucht den Nachweis zu führen, daß die einer Amnestie für die Politisch Verurtheilten agitirt, die Parlament für eine große allgemeine Bewegung zu Gunsten Eliaß- Lothringer nicht die Stieftinder, sondern die verwöhnten voraussichtlich auch, für einen Theil wenigstens, am 14. März Kinder des Deutschen Reiches find. Der General Staatsanwalt des Kassationshofes in Rom hatte die Dreiftigkeit gehabt, die Voltsfreiheiten zugreifen, die in unserer Verfassungsurkunde verbürgt sind, und die Rückkehr zum Mittelalter, unter die Fittiche der Kirche, vorzuschlagen. Das heißt, man hat in Rom den Quirinal gegen den Vatikan") angerufen, vorausgesetzt, daß sich beide nicht einigen können. 1161 doch, daß selbst die Maschine der Strafgerichtsbarkeit nicht gut funktionirt, wenn man genöthigt ist, durch Amnestien wieder das aufzuheben, was die sogenannte Justiz, die militärische oder bürgerliche, gethan hat. Damit schließt die Diskussion. Der Titel wird bewilligt.( dem Geburtstage des Königs) erlassen werden wird. Eine Nächste Sizung: Montag 1 Uhr. Fortsetzung, außerdem Etat für vollständige und endgiltige Amnestie dürfte dann aber beRechnungshof, Reichs- Schatzamt, Zölle, Verbrauchssteuern 2c. stimmt am 4. Juni( dem Tage der Gedächtnißfeier unserer Schluß 61/2 Uhr. Verfassungs- Verkündigung) erfolgen. Parlamentarisches. im Abgeordnetenhause den Antrag. eingebracht, die Stegierung zu Zum Berg- und Hütten- Etat hat die freisinnige Volkspartei ersuchen, zum Zwecke der thunlichsten Verhütung von Unfällen und der Stärkung des Vertrauens der Grubenarbeiter in die Sicherheit des Betriebes, neben den Revier Aufsichtsbeamten Arbeiter vertreter zur Beaufsichtigung der Steinkohlen Gruben heranzuziehen.Eine beständige Klage der Bevölkerung bildet die Mangelhaftigkeit des Betriebsmaterials gerade an verkehrsreichen Tagen, bei Jahr- Debatte der Artikel 8, der befagt, daß der der Reichsbank zustehende In der Baufgesetz- Kommission wurde gestern nach längerer märkten, Messen 2c. Die Beleuchtung der Koupees ist zu hell zum Schlafen, zu Antheil an dem Gesammtbetrage des der Steuer nicht unterliegenden dunkel zum Lesen. Das kann doch als idealer Zustand nicht be- ungebedten Notenumlaufs auf 400 Millionen Mart fest zeichnet werden. gesezt wird, unter gleichzeitiger Erhöhung des Gesammtbetrages auf 491 600 000., nach der Regierungsvorlage und unter Ablehnung Berathung. Minister Thielen Abg. Wetterlé( Elf.) bellagt es, daß die Ueberschüsse der elsässischen Bahnen nicht dem Reichslande, sondern dem Reiche zu Gute kommen. Bei der Anlage von neuen Sekundärbahnen wird nur das Interesse einiger weniger Großindustriellen gewahrt. Die Zuschüsse, die diese zum Bau leisten, find lächerlich gering. Geheimrath Wackerzapp: der konservativen Anträge angenommen. Dienstag Fortsetzung der Der politische Zerfall Italiens. Nom, im Februar. Diese Episoden aus unserem politischen Leben- ich habe nur die wichtigsten herausgegriffen und bin über viele, nicht unruhen im Süden Italiens, veranlaßt durch die hohen Brot unerhebliche hinweggegangen, z. B. über die kleinen Voltspreise diese Episoden scheinen mir Symptome zu sein, welche den Zustand der politischen und sozialen Auflösung mit Sicherheit erkennen lassen. Was wird das Ende dieses Zerfalls sein? Wird die Regierung genug Energie und Verständniß haben, Richtung zu geben, damit einem noch tieferen und drohenderen das Steuerruder zu drehen und unserer Politik eine andere Berfall vorgebeugt werde? Die verrückten Knebelgesete, welche Belloux der Stammer jetzt eben vorgelegt hat, sprechen nicht dafür. Oder giebt es in Italien eine bürgerliche Demokratie, die der reaktionären und blinden Minorität die Zügel des Staates entreißen fönnte? Oder ist es das sozialistische Proletariat, das allein ein neues, politisches, soziales System aus seinem Schooß herborbringen kann? Daß diese Fragen aufgeworfen werden können und müssen, das allein beweist schon die Verworrenheit der Lage. Enrico Ferri. Kommunales. erklärt, daß die Selbständigkeit der Straßburger Generaldirektion in teiner Weise eingeengt werde. Nur bei der Erhöhung der Beamten gehälter und in der Frage der Bahnsteigsperre hat der oberste Chef der Eisenbahn- Verwaltung und auch das Reichs- Schazamt mit zusprechen. Die Erhöhung der Beamtengehälter der Reichsbeamten setzt die Landesverwaltungen in große Verlegenheiten. Die Bahnsteigsperre ist keine Finanzmaßregel, sondern Der gegenwärtige Stand des politischen Lebens in Italien lediglich für den Schutz der Schaffner bestimmt. haben seit ihrer Einführung feine Schaffner mehr verloren, politischen Zerfalls, hervorgerufen durch ein tiefgehendes, Wir ist sehr symptomatisch. Jeder Tag bringt neue Anzeichen des vorher in einem Jahre 7, in einem anderen 8. Wenn diese That joziales Unbehagen und Uebelbefinden, dem gegenüber sich sache erst in das Boltsbewußtsein dringt, wird niemand mehr gegen die politische Regierung, die aus der glorreichen nationalen die Unbequemlichkeit der Bahnsteigsperre sprechen.( Bravo!) Revolution hervorgegangen ist, als eine Maschine zeigt, bei welcher das Getriebe und die einzelnen Theile nicht mehr Der Ausschuß der Stadtverordneten- Versammlung zur organisch und fest mit einander verbunden sind. Borberathung der Magistratsvorlage, betreffend die anderweitige In Neapel hat die konservative Partei eine„ antifiskale gestiegung der Dienstalters Gehälter für verschiedene Bewegung" gegen die vom Minister Pelloux vorgeschlagenen Beamtentategorien und die Bewilligung von Stellenzulagen, hielt Steuern begonnen, und die Bewegung nimmt mehr und mehr am Freitag die Schlußfiyung ab. In derselben wurden folgende zu, so daß man davon spricht, eine„ Liga der Steuerzahler" zu Abänderungen der Vorlage beschlossen: Für die Stadtbaumeister Der Herr Borrebner hat der Regierung den Vorwurf gemacht, gründen, sogar in Mailand, wo doch das Elend noch nicht so statt 6600 W. nach 10 Jahren 6900 M. nach 12 Jahren; Stadtbaus Assistenten und Bau- Assistenten bis zum 12. Jahre nach dem Magistratsste trage mehr den Interessen der Großindustriellen Rechnung, als groß und chronisch ist, wie in den südlichen Provinzen. antrage, ferner nach 14 Jahren 3400, nach 16 3600, nach 18 3800 Das parlamentarische Leben brachte in diesen Tagen und nach 20 Jahren 4000 M.; ebenso für die Hilfstechniker im, denen der übrigen Bevölkerung. Dies würde eine Pflichtverlegung der schwersten Art bedeuten und der Herr Vorredner wäre verpflichtet einen großen patriotischen Skandal, weil man gefunden hat, Revisionsbureau der Hochbau- Verwaltung. Angenommen wurden gewesen, Beweismaterial für diese Behauptung vorzubringen. Die daß 108 Abgeordnete, meist Konservative, aber auch Fort- ferner die neu eingegangene Vorlage bezüglich der NeuGroßindustriellen zu besonders hohen Zuschüssen heranzuziehen, schrittler einen Antrag an den Kultusminister unterzeichnet ordnung der Dienstaltersgehälter der städtischen Landmesser und wäre unbillig, sie tragen doch schon ohnehin am meisten zur Ren haben, mit der Forderung, daß das Hauptinstitut der Jesuiten des technischen Sekretärs nach der Magistratsvorlage. Bezüglich der tabilität der Bahnen bei. ( das Institut Mondragone in Frascati bei Rom) den Regie- Petition des Ortsvereins der Hilfsarbeiter schlägt der Ausschuß auf die Bitte um Gehaltserhöhung einstimmig Uebergang zur rungsinstituten gleichberechtigt werde. Die Herren aus Elsaß- Lothringen haben ja gewiß das Recht, hier Nun, wir Sozialisten sind für die Freiheit für Alle: Frei- Tagesordnung vor, bezüglich der Pränumerandozahlung Ueberihre Lokalschmerzen vorzubringen, wenn dieselben auch eigentlich heit des Unterrichts, Freiheit der Presse, Vereins- und Verweisung an den Magistrat zur Berücksichtigung, die dritte Bitte Gewährung der Reliftenversorgung erklärte der Ausschuß für nicht vor den Reichstag gehören. Mit ihren Bahnanschlüssen sind sammlungsfreiheit u. f. w., und haben nichts dagegen, daß alle erledigt, da nach Mittheilung des Bürgermeisters Kirschner im sie viel besser daran, als wir Preußen. Wenn wir dort An- anderen Parteien, alle wissenschaftlichen, religiösen und politischen bejahenden Sinne der Versammlung eine Vorlage zugehen wird. schluß für irgend eine Rübenbahn wünschen, so sucht die Eisenbahn- Richtungen und Schulen das Recht haben, nach ihren Lehr- Bezüglich der Standesbeamten und deren Stellvertreter wurde Berwaltung aus den Interessentenkreisen so viel Zuschuß wie Die Wahrheit wird allein siegen, ein Antrag aus der Mitte des Ausschusses, das Höchstgehalt möglich herauszupressen. Ueber die Tarifreform ist gestern bereits fäßen zu unterrichten. ausführlich debattirt worden, zu einer Einigung über die finanzielle wenn sie nur endlich einmal von aller offiziellen und offiziösen ersterer auf 5000 M., legterer auf 4300 m., zu erreichen nach 15 jähriger Anitszeit, festzusetzen, angenommen. Die Wirkung einer solchen Reform werden wir doch nicht kommen. Dogmatit befreit sein wird. Jedenfalls darf dieselbe nicht eine Schädigung der Reichseinkünfte Daß aber 108 italienische Abgeordnete die Beschüßer eines bon den Stadtverordneten Singer und Borgmann beantragte Resolution, den Magistrat zu ersuchen: 1. um eine Nachweisung bedeuten. Auch ist diese Frage eine so prinzipiell wichtige, Jesuiten- Instituts werden, in dem man die Höglinge lehrt, über die' öhne und Arbeitszeit der in städtischen Betrieben daß ihre Regelung nicht der Landesverwaltung überlassen daß die Einigung Italiens nur ein Akt der Räuberei gegen beschäftigten Arbeiter; 2. um eine Vorlage, betreffend die Errichtung werden darf, sondern von der Zentralstelle aus erfolgen muß. das Bapstthum sei, welches stets das Souveränetäts- Recht einer Pensionskasse für die in städtischen Betrieben beschäftigteit Den Ausfall der Vergnügungszüge am Sonntag fann ich nicht über Rom gehabt habe und es wieder erobern müsse Arbeiter auf Grundlage von Beiträgen der Verwaltung und der Arbefürworten. Das sind Erholungszüge für die Arbeiter, die auch das ist das Symptomatische; denn damit werden die beiter, gelangte einstimmig zur Annahme. einmal an die frische Luft kommen wollen. Was die Personalunion anlangt, so würde Elsaß- Lothringen Prinzipien der Gedankenfreiheit und der nationalen und fehr schlecht dabei fahren, wenn es eine eigene Verwaltung befäme. weltlichen Unabhängigkeit verleugnet, welche die Grundlage Die hessischen Bahnen haben durch ihre Betriebsvereinigung mit den und Stärke der patriotischen Revolution waren. Abg. Gamp( Rp.): *) Jm Quirinal residirt. der König von Italien, im Vatikan der von ihm entthronte Papst. Das Magistratskollegium beschäftigte sich in seiner außer- bewußtlos umfiel, glaubte die Ehefrau, daß er todt sei und ergriff| gymnasium sollen 110 M., an den Vorschulen 100 m., an den oberen ordentlichen Sizung am Sonnabend zunächst mit einem, mit dem nun ihrerseits die Flasche mit Gift, um dem Manne zu folgen. Klassen der höheren Mädchenschule 110 M., an den unteren 80 M. Unternehmer Siegfried Cronbach abzuschließenden Vertrage, hinsicht Durch den Angstschrei der Tochter wurde sie zur Vernunft zurück- erhoben werden. lich der Uraniasäulen. Es handelt sich hierbei um Aufstellung gebracht und ließ von der Flasche ab. Inzwischen waren Nachbarn von Kandelabern sowie die Versetzung von Säulen aus dem Innern zusammengelaufen; Richter kehrte allmälig zum Bewußtsein zurück in Charlottenburg hatte im vorigen Jahr zu lebhaften Erörterungen Die Festsetzung des Etats der städtischen Volksbibliotheb der Stadt nach der Peripherie. Das Magistratsfollegium hat be- und wurde in einem Lüd'schen Krankenwagen nach der Charitee ge in der Bürgerschaft und in der Presse geführt. Der Magistrat hatte fchloffen, die Angelegenheit einer Kommission von sieben Mitgliedern bracht. Dort haben die Aerzte sofort Gegenmittel angewandt und für die Bibliothek einen Fonds von 25 000 m. beantragt, der Etats zur Vorberathung zu überweisen. hoffen, ihn am Leben erhalten zu können. ausschuß und die Stadtverordneten- Versammlung aber nur 150 000 Das Magistrats- Kollegium hat das ihm vorgelegte Pro- Die Abholzungen im Thiergarten, welche bisher nur in bewilligt. Für das kommende Rechnungsjahr hat nun der Magistrat jekt zur Errichtung einer eimstätte für tuberkulose dem südlich von der Charlottenburger Chauffee gelegenen größeren wiederum 25 000 M. in den Etat gestellt. Der Etatsausschuß hat Männer genehmigt und beschlossen, der Stadtverordneten- Ver- Theile stattfanden, werden jetzt auch nördlich von dieser Chauffee dieser Position gestern Abend seine 3nstimmung ertheilt, was sammlung eine diesbezügliche Vorlage zur Zustimmung zu unter- vorgenommen. jest hoffentlich auch von Seiten der Stadtverordneten- Versammlung breiten. geschehen wird. = Ein neues Theater- Unternehmen. Wie wir in Erfahrung Der von der Stadtverordneten: Versammlung beschlossenen bringen, wird das Parodie Theater einer vollständigen Um Den Namen Caprivibrücke follte, wie wir berichtet haben, Berbilligung des Wassertarifs ist das Magistratskollegium bei- änderung und Renovirung unterzogen und als Wiener Bolts- eine der vier neuen Brüden Charlottenburgs, der Geburtsstadt des getreten. Theater" am 4. März d. J. unter Leitung eines Herrn Leopold zweiten Kanzlers, erhalten. Für diese Benennung ist jetzt die Brüde, Die Potsdamer Brücke. Der Magistrat hat der Stadt- Weiß, Schriftsteller aus Wien, eröffnet werden. die vom Liezow aus bei dem Zimmermann'schen Grundstück über Berordneten Versammlung mitgetheilt, daß er den Antrag der ge- Der verhaftete Willy Lange hat seine Aussagen über den die Spree führt, ausersehen. mischten Deputation zur Vorberathung der Anlagen bezüglich der Berbleib des veruntreuten Geldes geändert. Er giebt nunmehr an, Ein Opfer des Frühstücks austragens. In der Augsburger Potsdamer Brücke: für die künstlerische Ausschmückung der Bots- daß dic 40 000 M. ihm nicht im Schlaf, als er auf dem Kreuzbergstraße 19 wohnte eine Familie K., deren noch im schulpflichtigen damer Brücke unter Aufrechterhaltung der technischen Konstruktion genächtigt hätte, gestohlen worden seien, sondern er will das Geld Alter stehendes Töchterchen Morgens Frühstück austragen hilft. ein Preisausschreiben zu veranstalten", abgelehnt und von weiteren einem großen unbekannten" Mann zur Aufbewahrung übergeben Das Kind, welches sich zum Leuchten auf der Treppe einer PetroleumSchritten in der Angelegenheit Abstand genommen habe, weil es nicht haben, was sicherlich ebenso unwahr ist, wie die ersten Angaben. lampe bediente, stolperte und ließ die Lampe fallen. Es erfolgte angezeigt erscheint, an dem gegenwärtigen Zustande der Potsdamer Lange macht allgemein einen sehr schlechten Eindruck. Doch ist zu eine Explosion, durch welche das arme Mädchen ausgedehnte Brand Brücke Aenderungen vorzunehmen. hoffen, daß er noch eingesteht, wo er das Geld versteckt hat. Die wunden am ganzen Körper erlitt. Im Kopp'schen Krantenwagent Kriminalpolizei hat bei seiner Mutter und seinen Bekannten Haus- wurde es in sehr bedenklichem Zustande nach dem Charlottenburger suchungen gehalten, die bis jetzt vergeblich gewesen sind. Es ist Krankenhause gebracht. nicht ausgeschlossen, daß Lange das Geld irgendwo im Freien versteckt oder vergraben hat. Die Nächte hat Lange in der Wohnung von zwei Mädchen verbracht, bei denen auch schon Nachforschungen nach dem Gelde veranstaltet worden sind. " Tokales. " " eines Buschlages zur Brausteuer in Höhe von 65 Pf. für den Die Gemeindevertretung von Adlershof hat die Erhebung Freie Volksbühne. Die Vorstellung der 3. Abtheilung( graue Hektoliter beschlossen. Bei Originalgebinden, die von Adlershof aus Karten) findet heute Nachmittag 234 Uhr im Friedrich Wilhelmgeführt werden, wird die Steuer zurückerstattet. städtischen Theater statt, und zwar Jn Behandlung". Die Ein Antrag des erste Aufführung der Komödie Erziehung zur Ehe" von Durch ein Schaufenster des Zigarrenladens von May Geist Schuldieners T. auf Erstattung von 124 M. Umzugskosten wurde Otto Grich Hartleben und des Einatters von ging gestern früh ein scheues Pferd, das vor einen Geschäftswagen abgelehnt. Obgleich der Kostenanschlag für die neue Schule auf M ar Dreyer Liebesträume"( mit Fräulein Eliſe Sauer) wird hielten mehrere Wagen, deren Inhalt für die Zentral- Markthalle schlungen. Die Forderungen der Handwerker haben allein den An gespannt war. An der Ecke der Kaiser- Wilhelm- und Klosterstraße 194 000 m. Tautete, hat der Bau in Wirklichkeit 260 000 m. ber heute Nachmittag für die erste Abtheilung im Leffing- Theater bestimmt war. Ein Pferd wurde plöglich wild, drehte sich kurz um schlag um 7000 M. überffiegen. Im Gemeindebureau, Zimmer 6, stattfinden, so daß heute in beiden Theatern gespielt wird. Die und sprang mit Vorderbeinen und Kopf durch das Schaufenster in soll fortan eine Liste über leerstehende Wohnungen ausgelegt werden. Mitglieder dürfen im Lessing- Theater nur die Vorstellung ihrer den Laden Kaiser- Wilhelmstraße 28 hinein. Abtheilung besuchen, da Nachzügler in den übrigen Borstellungen wurde ein im Fenster hängendes Glasschild zertrümmert und einige gemeinen Feiertagen der Nachmittags- Schalterdienst beim hiesigen Außer der Scheibe Weißensee. Vom 1. März ab ist an Sonntagen und allfeinen Naum finden. Die sechste Abtheilung kann noch einige Mit Stiften Bigarren zertreten. Es kostete Mühe, das am Kopf und an glieder aufnehmen, Anmeldungen nehmen alle Zahlstellen entgegen. den Vorderbeinen durch Glasschnitte verlegte Thier aus der gefähr- Postamt in die Zeit von 12-1 Uhr Mittags verlegt. In den Zahlstellen sind Billets zur Gemälde- Ausstellung im Kunstlichen Lage wieder herauszubringen. Be falon Ribera à 20 Pf. für Mitglieder erhältlich( halber Kassenpreis). lichen Lage wieder herauszubringen. Aus den Nachbarorten. Die Für das neue Etatsjahr ist der Zuschlag zu den Personal steuern um 10 pet. herabgefeßt; er jolle 170 pet. betragen, während 160 pCt. Zuschlag zu den Realsteuern in Aussicht genommen find. Das Kapitalvermögen ist bedeutend vermindert und beträgt jezt rund 234 000 m.; die Schuldenlast ist durch die Einrichtung der Kanalisation und Wasserleitung bis auf 5 679 000 M. gestiegen. In Reinickendorf ist zwischen der Gemeinde und der Allgemeinen Elektrizitäts- Gesellschaft ein Vertrag abgeschlossen worden, geschritten sein muß, daß sämmtliche Straßen, die jetzt mit Betroleum wonach im Oktober d. J. mit der Legung des Kabels soweit vorerleuchtet werden, elektrisches Licht erhalten. Selbst die Amendestraße, wo man Abends völlig im Dunkeln tappte, foll im Licht der Neuzeit erstrahlen. streben der Straßenbautommission, den Wünschen der Einwohner Desgleichen die Marten zum Märzfest des Vereins( mur Fünf Feuermänner bei einem Brande verunglückt. Ein schaft nach guten passirbaren Straßen Rechnung zu tragen, wird für Mitglieder) am 18. März im Böhmischen Brauhaus. Da dieselben schredlicher Brandunfall ereignete sich gestern Abend Megerstr. 29. durch das Verhalten einzelner Grundbefizer äußerst ungünstig beeinnur in geringer Zahl ausgegeben werden können, ist es für die Mit- In dem Dachgeschoß des sehr breiten und tiefen fünfstöckigen Vorder- flußt. Schon seit langer Zeit fordern z. B. die Anwohner der glieder empfehlenswerth, sich schleunigst damit zu versehen.( Siehe hauses lagerten große Posten Koats. Watte, Fellabschnitte und Pistoriusstraße eine vollständige Regelung des Theiles zwischen auch heutiges Inserat.) Der Vorstand. J. A.: G. Winkler. andere in der Kürschnerei verbrauchte Stoffe. Gegen 71/2 Uhr Rölfestraße und Hamburger Platz. Die Kommission berief eine Abends ging der Kürschner Martzcined mit einer Petroleum- Versammlung der Adjazenten dieser Straße ein, um mit ihnen Stüd lampe nach dem Boden. Angeblich explodirte dieselbe und sprache zu nehmen. Es zeigte sich hierbei, daß sämmtliche Adjazenten mit Der Zentralverein für Arbeitsnachweis hatte eine Kom- fetzte die leicht brennbaren Stoffe in Brand, der sich mit einer solchen einer einzigen Ausnahme sich bereit erklärten, die zur Regelung der Straße mission mit der Ausarbeitung eines Normalstatuts Schnelligkeit über den ganzen Dachboden verbreitete, daß die Haus- nothwendigen Arbeiten herstellen zu lassen. Da dieser Eine fic für paritätische Fach- Arbeitsnachweise beauftragt. bewohner der rapiden Entwidelung mit großem Mißtrauen gegen weigerte, mußte die Regelung der Straße unterbleiben. Der Herr, Der Kommission gehörten an als Vertreter der Arbeitgeber: Kom überstehen. merzienrath Richard Röside und Fabrikant Weigert, als VerSie sind geneigt, vorsägliche Brandstiftung an welcher durch Verweigerung seiner Zusage soviel Sinn für das zunehmen. Als Brandinspektor Barth von der ersten Kom- Gemeinwohl zeigte, ist der Gärtnereibefizer Deetz. Nicht oft ge treter der Arbeiter: Former Körsten und Einsetzer Millarg, pagnie mit dem ersten Löschzuge am Brandorte eintraf und schieht es, daß in so augenfälliger Weise die Kurzsichtigkeit gewiffer als Unparteiische: Regierungs- und Gewerberath Sprenger und die Gefahr überfah, ließ er fofort„ Mittelfeuer" nachmelden, Kreise für das Gemeinwohl illustrirt wird als es hier geschehen. Vorsitzender des Gewerbegerichts v. Schulz; den Vorsitz führte der worauf in furzer Zeit neun Löschzüge zur Stelle waren. Leider Gründe anzugeben für solches Verhalten haben solche Herren nicht Borfizende des Zentralvereins für Arbeitsnachweis Dr. Freund. kamen die mechanischen Leitern etwas spät, so daß der erste Angriff nöthig. Ich will nicht! oder: Ich fühle kein Bedürfniß hierzu Die Kommiffion hat nunmehr ihre Arbeiten becudet und sich ein- lediglich über die einzige vorhandene Treppe erfolgen mußte. Als Derartige, von, wir wollen sagen, allzugroßem Selbstbewußtsein stimmig auf ein Normalstatut geeinigt, dessen wesentliche Bestim dann die mechanischen Zeitern eintrafen, unternahm Brandmeister zeugende Aussprüche zeigen mit wünschenswerther Deutliceteit, daß mungen folgende find: Die Verwaltung und Beaufsichtigung des Baumann von der 1. Kompagnie einen Angriff vom Dache aus. in diejen Kreisen die Verfechtung persönlicher Interessen, ohne jede für ein bestimmtes Gewerbe errichteten Facharbeitsnachweises Regteres war aber aus Holzwert hergestellt und erschwerte den Angriff Rücksicht auf die Forderungen der Allgemeinheit, über alles geht. liegt einem Kuratorium ob, das ans je 4 Vertretern der Arbeits- ungemein. Während man noch beschäftigt war, das Dach zu durchgeber und Arbeitnehmer und einem Mitgliede des Vorschlagen, brach letzteres durch und Brandmeister Baumann, sowie und seiner Vororte die erste höhere Lehranstalt nach dem neuen Das Schöneberger Reformgymnasium, im Bannkreise Berlins standes des Zentral Vereins für Arbeitsnachweis als unparteiischen Vorsitzenden besteht. Feuermann Beher stürzten in die Gluth. Beher war Im Einzelnen hat das ( Frankfurter") Schulsystem, wird, wie jetzt feststeht, zu Michaelis Kuratorium folgende Aufgaben: Regelmäßige Revision( des Arbeit nicht möglich, fich zu retten; er wurde später vollständig verkohlt dieses Jahres bestimmt in sein eigenes Heim an der Belzigerstraße unter den Trümmern hervorgezogen. Baumann, obwohl im nachweisbetriebes durch seine Mitglieder, Entscheidung über Be- Gesicht und an den Händen schwer verbrant, konnte sich noch nach übersiedeln. schwerden der den Arbeitsnachweis benutzenden Arbeitgeber und einer seitlichen Oeffnung retten, von wo aus er den Sprung in das Die Spaudaner Stadtverordneten haben eine fiebengliedrige Arbeitnehmer, Festsetzung der Normen für die Einrichtung und den mittlerweile ausgebreitete Sprungtua ristirte und auch glücklich unten Kommission zur Aufstellung einer" ohnstala für sämmt Betrieb des Arbeitsnachweises, Wahl von Beamten des Arbeitsnach- antam. Oberfeuermann Hante erlitt starte Rauchvergiftung und liche städtische Arbeiter" niedergesetzt, der auch unser weises und Festsetzung der Anstellungsbedingungen. Die Arbeits- mußte nach seiner Wohnung gefahren werden. Zwei Feuermänner Parteigenosse Du dich angehört. Die Bevölkerung der Stadt vermittelung geschieht grundsätzlich kostenlos; doch wird von dem den wurden außerdem durch Stichflammen schwer verbrannt. Der Spandau hat sich im letzten Jahre um 1500 Einwohner vermehrt. Arbeitsnachweis benutzenden Arbeitnehmer eine Kontrolgebühr von 20 Pfennigen erhoben, deren Erträgnisse in einen Fonds zur Unter- ganze Dachstuhl brannte aus und haben viele Miether starke Verluste. Branddirektor Giersberg leitete anfangs die Löschungsarbeiten ftügung hilfsbedürftiger Arbeitnehmer fließen. Das Statut enthält feine Borschrift, welche irgendwie die Freiheit der Arbeitgeber in der und kam später noch einmal, um sich nach dem Befinden der Verunglückten zu erkundigen. Annahme der Arbeiter und die Freiheit der Arbeitnehmer in der Annahme von Arbeit beeinträchtigt. Es wird gehofft, daß die also beschlofseiten Statuten eine geeignete Grundlage für die Drganisirung der paritätischen Fachverbandsnachweise bilden werden. Schulpflicht. Aus dem Rathhause wird gemeldet: Wie aus zahlreichen Berichten der städtischen Schultommissionen zu ersehen, ist im Publikum, und zwar angeblich aus Anlaß einer Zeitungs notiz, der Irrthum verbreitet, daß Kinder, sobald sie 14 Jahre alt geworden sind, die Schule nicht mehr zu besuchen brauchen. Wir machen daher darauf aufmerksam, daß die Schulpflicht in Berlin machen daher darauf aufmerksam, daß die Schulpflicht in Berlin gemäß des§ 1 des Regulativs zur Konstatirung des Schulbesuchs 2c. im Allgemeinen bis zum Schluß desjenigen Halbjahres dauert, in welchem das Kind das 14. Lebensjahr vollendet. Sie kann noch Rigdorf. Am Dienstag, Abends 81%, Uhr, findet in Peters länger dauern, wenn das Kind bis dahin die Mittelstufe einer Salon, Knesebecstr. 113, eine Volksversammlung statt. Tagesordnung: Gemeindeschule nicht erreicht hat. Die städtische Schuldeputation ist 1. Welche Bedeutung haben die bevorstehenden Stadtverordnetendaher gezwungen, gemäß der Verordnung des fönigl. Provinzial- Wahlen für die Einwohner Rigdorfs? Referent: Reichstags Schulkollegiums vom 6. April 1897 nicht genügend entschuldigte Abgeordneter Stolle. 2. Diskussion. 3. Bericht des WahlVersäumnisse bis zur Beendigung der Schulpflicht dem föniglichen fomitees. Um zahlreiches Erscheinen, auch der Frauen, ersucht Polizeipräsidium zur Bestrafung der verantwortlichen Personen anzuzeigen. Spandau. Die nächste Mitgliederversammlung des SozialDer Hoffriseur des deutschen Kaisers, Ritter vieler demokratischen Arbeitervereins findet am Dienstag Abend 81/2 Uhr Orden, der Erfinder des Bartwassers" Es ist erreicht", Nationalheld bei Radtke, Neumeisterstr. 5, statt. Reichstags- Abgeordneter Sachfe der Deutschen Warte" 2c. 2c., muß ein ganz verteufelter Ge- spricht über das Thema:" Soziale Rechtspflege". Zahlreicher Besuch schäftsmann sein. In der Nr. 8 der Leipziger Droguistenzeitung" wird bestimmt erwartet. vom 23. Februar finden wir folgende Mittheilung: Die Einführung von Schulärzten ist in der letzten Was ist die Hauptsache an einer kosmetischen u. f. w. Sigung des Charlottenburger Magistrats lediglich im Prinzip beSpezialität? Früher war man wohl der Meinung, daß dics eine schlossen worden. Die Einzelheiten der neuen Einrichtung bleiben zwvedentsprechende Zusammensetzung und gute Wirkung sei, und erst weiterer Beschlußfaffung vorbehalten. Für diese wird seitens der wenn dies festgestellt war, brachte man den Artikel in den Handel. Schuldeputation eine umfangreiche Vorlage ausgearbeitet. Geplant Heutzutage ist die Hauptsache der Name; der dazu gehörige Artikel wird zunächst die Anstellung von fünf Aerzten. Für deren Thätig tommt erst in zweiter Linie. Die" Pharm. Zeitung" enthielt vor feit ist eine Entschädigung von je 300 M. vorgesehen. Jedem Arzt einigen Wochen nachstehendes Inserat: sollen durchschnittlich 1800, höchstens 2000 Kinder anvertraut werden. " Haarfärbemittel!! Für meine Schupmarke Ewige Jugend", um ein möglichst eingehendes und erschöpfendes Urtheil in der Frage verbunden mit einer neu erfundenen, gefeßlich geschützten, originellen zu gewinnen, wird beabsichtigt, hierfür fünf Gemeinde- Doppelschulen Fl., suche ich von einem Chemiker das Rezept eines allmälig in den verschiedenen Theilen der Stadt auszuwählen. Vor allem färbenden, neuen Haar- und Bartfärbewaffers, welches ist dazu die katholische Schule IX/ X in der Kirchhofstraße beſtimmt, aber frei von schädlichen, durch das Gesetz vom 5. Juli 1887,§ 1, die von Kindern aus allen Stadttheilen, insbesondere auch von der Abth. II, verbotenen Stoffen sein muß, gegen einmalige Zahlung zu ganzen polnischen Bevölkerung Charlottenburgs, besucht wird. erwerben. Auf Wunsch bin ich auch bereit, das Geschäft, welches der Gegend des Zoologischen Gartens ist die Doppelschule VII VIII mit großer Retlame in Szene gesezt werden soll. in der Joachimsthalerstraße, von der Gegend der Trinitatiskirche mit dem Erfinder zusammen zu machen. François Habh, die Schule 1/ II in der Pestalozzistraße, jenseits der Spree die Hof Friseur und Parfümeur Sr. Maj. des Kaisers Schule XI/ XII in der Sophie- Charlottenstraße ausersehen. und Königs, Berlin NW. Die Meinungsverschiedenheit des Magistrats und der Stadt ,, Befehlsbuden" sollen fortan im Reiche des Herrn Thielen die Häuser genannt werden, die bisher mit schnöden wälschen Lauten als berordneten- Versammlung in der Frage der Erhöhung der SchulSignalstationen bezeichnet worden sind. Für die Behälter, in denen geldjäge an den höheren Schulen Charlottenburgs dürfte auf einigen Stationen der Stadt- und Ringbahn die Billetſchaffner nunmehr ihre Lösung finden. Wie berichtet, hatte die Stadteingepfercht sind, würden wir den Namen„ Rheumatismusbuden" verordneten- Versammlung einige der Säge etwas erhöht, der vorschlagen, wenn dies Wort nicht so gräßlich undeutsch wäre. Adlershof. Die Parteigenossen werden nochmals darauf hingewiesen, daß heute, Sonntag, den 26. Februar, Nachmittags 5 1hr, ber Gemeindevertreter Wade puh I über die Thätigkeit des hiesigen im Lokal von Schmauser eine Volksversammlung stattfindet, in der Gemeinderathes berichten wird. Außerdem wird Genosse Maijini über die Stoalitionsfreiheit der Arbeiter im„ Berliner Lokal Anzeiger" referiren. Die Wichtigkeit der Tagesordnung verpflichtet jeden Parteigenossen zum Besuch und zu reger Agitation für die Versammlung. Der Vertrauensman 11. Der Vertrauensmann. Aus Wegen Diebstahls an Kriegsgarnituren wurde beim 2. Garde- Feld- Artillerie- Regiment in Potsdam der Quartiermeister Heuer von der 1. reitenden Batterie verhaftet. Der Diebstahl wurde durch Zufall entdeckt. Aufhebung eines Kupplernestes. Die Rigdorfer Gendarmerie hob gestern in der Schinkestraße dafelbst ein größeres Kupplernest ans, wobei u. A. auch ein blutjunges Mädchen sowie ein junger Mann aus Berlin festgenommen wurden. Dieser wollte sich seiner Verhaftung durch schleunige Flucht entziehen, woran er jedoch verhindert wurde. Nach seiner Angabe feierte er gerade an diesem Tage feinen Geburtstag, den er nicht gern im Gefängniß zubringen wollte. Die saubere Gesellschaft wurde dem Amtsgefängniß in Nig dorf zugeführt. Infolge von Typhuserkrankungen, die in mehreren Crts schaften des Kreises Ost havelland aufgetreten sind, ist die Polizeiverwaltung in Nauen von der Aufsichtsbehörde angewiesen worden, das Wasser der öffentlichen Straßenbrunnen auf seine Eigenschaft als Trinkwasser untersuchen zu lassen. Die vom Nahrungsmittelamt in Berlin angestellte Untersuchung hat ergeben, daß das Waffer von zwölf Brunnen, und zwar derjenigen, die am meisten benutzt worden sind, zum Genuß für Menschen völlig untauglich ist. Die gesundheitsgefährlichen Brunnen sind nun polizeilich geschlossen worden. Eine wahrhaft moderne Zeitung. Mit einem Zirkular, das die Reklame- Ueberschrift trägt:„ Einte wahrhaft moderne Zeitung", betreibt jezt der Verleger des„ LokalAnzeigers" den Abonnentenfang. In einer Lobhymne erscheinen die Vorzüge des Weltblattes unübertrefflich von allen anderen. Modern mag fich der„ Lokal- Anzeiger" schon nennen- modern im Sinne Stumm's, aber nicht in der Auffassung einer freien Entwickelung der Arbeiterbewegung, modern wie sie in der Sprache des Gigerl, auf den Rennplätzen und Ballsälen wiederkehrt, aber nicht wie sie in der Sprache eines ernsten Blattes zu finden ist. Aber die Reklame rühmt weiter, der Lokal- Anzeiger" wolle dem Leser nicht eine einseitige Meinung aufzwingen oder ihm Alles durch Magistrat aber seine Zustimmung versagt. Der Etatsausschuß, dem eine gefärbte Parteibrille zeigen. Nur eine parteiloje, die Angelegenheit überwiesen worden war, hat nun am Freitag unabhängige Zeitung ist im Stande, die Ansprüche eines selb Verzweiflungsthat eines Hungernden. Ein erschütternder Abend einstimmig eine Resolution zu der Position beschlossen. In ständig denkenden und urtheilenden Lesers zu be Vorgang spielte sich am Sonnabend Nachmittag um 3 Uhr im Hause der Resolution wird der Magistrat ersucht, mit thunlichster Befriedigen. Swinemünderstr. 113 ab. Dort wohnt der 39 Jahre alte Kutscher schleunigung die Errichtung einer mittleren Bürgerschule, etwa auf Nun, die selbständig denkenden Leser haben dem, modernen Eduard Richter, der seit einem Vierteljahr außer Stellung und der Stufe der Berliner Realschulen, in die Wege zu leiten. Unter 2olal- Anzeiger" den Fußtritt versezt für die in seiner Offizin wiederum vergebens nach Arbeit Umschau gehalten hatte. In seiner dieser Voraussetzung hat der Ausschuß, um alle Härten zu vergegen die Buchdrucker geübte parteiische Behandlung. Die Verzweiflung ergriff er eine Flasche mit Salzsäure und trant einen meiden, beschlossen, nur um wenig höhere Säge als die des Magistrats Maßregelung der Buchdrucker ist eine That, die nur in ganz fanatigroßen Theil des Inhalts aus, ohne daß die Frau und der Stadtverordneten- Versammlung vorzuschlagen. Bei der Ober- fchen arbeiterfeindlichen Kreisen Zustimmung finden kann und in die eine Tochter ihn daran hindern konnten. Als er infolge deffen Realschule sollen die Säge überhaupt dieselben bleiben. Am Real- parteilose Saltung" des„ Lokal- Anzeigers" ein helles " Schlaglicht geworfen hat. Hinter dem Parteilosen" treibt ein Ber- geflagte erklärte darauf, daß er die Wohnung dennoch strafmildernd wurden in Betracht gezogen die schlechte Vorbildung und treter der Reaktion sein Geschäft, der in Verabreichung fleiner betreten müsse, um sich felbst bon der Abwesenheit die Unfähigkeit des Angeklagten. Gegen das Urtheil hatte sowohl Dosen das zu erreichen sucht, was seine Gesinnungsfreunde durch der Frau K. zu überzeugen und da der Beamte in der Angeklagte als auch der Staatsanwalt Revision eingelegt. Offenheit im Kampfe zu erkennen geben. Uniform war, glaubte Frl. G., daß sie dem Verlangen nachfommen Der letztere behauptete, es, fehle die thatfächliche Grundlage dafür, Dabei muß trotz aller angewandten Mittel, trotz allem müsse und ließ den Angeklagten hinein. Sie ist eine Desterreicherin daß der Tod nicht auch ohne die vorangegangene Behandlung des AnVersteckspielen die Abonnentenflucht eine große sein. Dieser Tage wurde und etwas gesprächig und erzählte dem Beamten gleich allerlei aus geklagten eingetreten wäre. In der gestrigen Verhandlung vor dem ein Zirkular an sämmtliche Buchhändler auf Bahnhöfen, an die ihrem Leben, von den schlechten Erfahrungen, die sie mit ihrer Reichsgericht beantragte der Reichsanwalt die Verwerfung Bahnhofs- und Gastwirthschaften vertheilt, in welchem den Empfängern Wirthin gemacht habe u. f. tv. Der Angeklagte verlangte nun beider Revisionen. Das Reichsgericht entschied gemäß diesem mitgetheilt wird, daß sie für den Monat März eine beliebige auch das Bimmer des Fräulein zu sehen und dort fiel er Antrage. Anzahl von Exemplaren des Lokal- Anzeigers" plöglich vollständig aus der Rolle: er umschlang die Zeugin, tüßte beziehen können. Als besondere Vergütigung wird ihnen dann für sie, berührte sie in unanständigster Weise und ließ von seinen Anfammer am Landgericht I zu einem Jahr Gefängniß verurtheilt Der Bureauvorsteher Wolter, der kürzlich von der 1. Straf die Folge eine Preisermäßigung von 50 pet. in Aussicht gestellt. griffen erst ab, als die sich mit Aufbietung ihrer ganzen Kraft wurde, theilt uns mit, daß er gegen dies Urtheil Revision einDas schmuzige Flugblatt der Gutenbergbündler", wehrende, schwächliche Person ihn energisch aufforderte, das Zimmer Sudelfram weiter kein Wort mehr widmen. 1 Und Gewerkschaftliches. Deutsches Reich. die in jämmerlicher Weise ihre Haltung zur Maßregelung ihrer zu verlassen und um Hilfe zu rufen drohte. Sie hat dann in gelegt habe. Kollegen zu vertheidigen suchen, und anscheinend von dem edlen höchster Aufregung ihrer Wirthin ihr Abenteuer erzählt und Gegen die Schauspielerin Rigleben aus der DorotheenStreben beseelt sind, Material zur Zuchthausvorlage zu liefern, wird dieses kam zur Kenntniß des Reviervorstandes des An- straße, deren Verhaftung wegen Kuppelei wir meldeten, ist das jetzt in zahlreichen Exemplaren verbreitet. Aus welchen Quellen der geklagten. Als der Hauptmann Gerte den Angeklagten verschwurgerichtliche Urtheil nach einer Verhandlung unter Ausschluß Sold für diese That bezogen wird, ist nur zu deutlich ersichtlich. nahm, hat dieser schon durch seine Aengstlichkeit einen indirekten Be- der Oeffentlichkeit gestern gesprochen. Der Anwalt der Angeschuldigten Das Machwert ist seiner Zeit von uns besprochen, wir wollen dem weis seiner Schuld gegeben, er hat dann aber auch eingeräumt, die Dr. H. Marcuse bewog sie in letzter Stunde zu einem Geständniß. Zengin umarmit und gefüßt zu haben und nur gebeten, ihn nicht zu Der Nachweis, daß in ihrer Wohnung minderjährige Mädchen preisAn Mühen und neuen genialen Zugmitteln fehlt es also Herrn entlassen. Gestern widerrief er das Geständniß und erklärte die ganze gegeben wurden, fonnte nicht erbracht werden. Daher lautete das Scherl nicht, damit aber der Erfolg nicht ausbleibt, werden Beschuldigung der Zeugin für unwahr. Die Zeugin ist ein ürtheil nur auf 5 Monate Gefängniß, wovon ein Monat auf die die Arbeiter dafür sorgen, daß die„ arbeiterfreundliche" Stellung fleines, fräntliches Persönchen, dem man die Noth des Lebens ansieht.- Untersuchungshaft angerechnet wurde. des modernen Blattes" überall zur Kenntniß gelangt und Staatsanwalt Dieze war durch die schlichte Darstellung von der der Abonnenten Rückgang sich weiter deutlich bemerkbar Schuld des Angeklagten vollkommen überzeugt und beantragte, ihn macht. Kein Arbeiter wird ein Blatt abonniren, das seine aus§§ 123 und 342 St.-G.-B. zu verurtheilen. Erschwerend falle Rechte mit Füßen tritt. damit die Berliner Be- ins Gewicht, daß der Angeklagte sich als Beamter, dem der Schutz bölferung dem modernen Lokal- Anzeiger" die rechte Würdigung zu der Bürger Berlins anvertraut war, in dieser Weise vergangen theil werden lasse, wird heute abermals seine Arbeiterfreundlichkeit" habe. Er habe durch die Blöße, die er sich gegeben, in unparteiischem Sinne in einer Million Flugblättern, demjenigen Theil der Oeffentlichkeit, der jede Gelegenheit in Kempen ist durch Vermittelung des Bürgermeisters beigelegt. die in ganz Berlin und den Vororten zur Verbreitung ge- gern benuge, um den Schuleuten etwas am 8euge au Die Firma erklärte sich bereit, mindestens während eines halben Langen, bekannt gegeben werden. Die Berliner Arbeiterschaft fliden, Stoff zu neuen Angriffen gegeben. Aber gerade dieser Jahres 10 pCt. Lohnerhöhung zu zahlen. wird ihre Rechte nicht von der Laune eines Kapitalisten weg- Fall zeige, daß, wenn sich ein Schußmann wirklich gegen sein Amt dekretiren lassen, sondern wird gegen Angriffe auf ihr Koalitions- vergehe, auf das energischste und rücksichtsloseste vorgegangen werde, recht alle Mittel zur Abwehr benügen, die ihr allen zu Gebote und daß hier gar nichts vertuscht worden sei, was sehr leicht stehen. Deshalb: Fort mit dem Lokal- Anzeiger"! gewesen wäre, da die Zeugin die Bestrafung des Angeklagten gar nicht so nachdrücklich verlangte. Er dagegen halte eine energische Bestrafung für durchaus geboten und beantrage 1 Jahr 3 Monate Gefängniß.- Der Gerichtshof schenkte der Zeugin vollen Glauben und verurtheilte den Angeklagten wegen Vergehens im Amte und Beleidigung zu einer Gesanmistrafe von 6 Monaten Gefängniß. Der Antrag des Angeklagten auf Haftentlassung wurde abgelehnt. Theater. M " Die Anschauungen, die der Staatsanwalt hier über das unvergleichliche Walten der Gerechtigkeit in unserem Polizeiwesen mit einem kleinen Seitenhieb auf den nörgelnden Theil der Oeffentlichkeit vorträgt, verdienen angesichts der Thatsachen, die z. B. im Polizeiprozeß Stadthagen ans Licht gefördert sind, ihres feltenes Jdealismus ivegen ganz besondere Anerkennung. Der Weberausstand bei der Firma Schiller, Crous u. Cie. Tabakarbeiter! Die Streits in Heiligenstadt und Delmenhorst dauern fort, auch die Aussperrung in Braunschweig ist noch nicht beendet. Ferner ist der Zuzug nach Gumbinnen fernzuhalten. Maureraussperrung in Sangerhausen. Der Erfurter Tribüne" wird berichtet: Ende Januar machten die Maurer in Sangerhausen an die Meister eine Eingabe, worin dieselben forderten, daß vom 1. April d. J. an der bis jetzt gezahlte Stundenlohn von Wochen: Spielplan der hiesigen Bühnen. Freie Volts 33 Pf. auf 38 Pf. erhöht werden soll. Es wurde dies Ersuchen bühne, Friedrich Wilhelmstädtisches Theater, Nachmittags von den Meistern furz abgeschlagen. Um den Gesellen betreffs 23 Uhr, III. Abtheilung: In Behandlung". Lessing: Theater, Nachmittags 23 Uhr, I. Abtheilung: Die Erziehung zur Che". Liebesweiterer Maßnahmen zuvor zu kommen, legten die Meister denselben träume". Opernhaus. Sonntag:" Die weiße Dame". Montag: Unterschrift verpflichten sollten, im Jahre 1899 für einen Stundenlohn am legten Sonnabend ein Schriftstück vor, worauf sie sich durch 2. Gesellschafts- Abend." Bajazzi". Bergißmeinnicht". Anfang 72 Uhr. von 33 Pf. zu arbeiten. Dies Anfinnen lehnte jedoch der größte Dienstag: Undine". Mittwoch:" Cavalleria rusticana". Die Abreise". " Bergißmeinnicht". Donnerstag:" Tannhäuſer". Freitag:„ Die Entführung Theil der Maurer ab. Dieselben wurden darauf sofort ausgesperrt. aus dem Serail".„ Vergißmeinnicht". Sonnabend:" Djamileh"." Die Die Meister haben sich gegenseitig verpflichtet, gegen eine Abreise". Bergißmeinnicht". Sonntag, 5. März: Die verkaufte Braut". Bergißmeinnicht". Montag, 6. März: Großes Konzert zum Besten der Konventionalstrafe von 1000 W. feinen Maurer einzustellen, welcher Mildwida. Bum 1. Male: Die Auferwedung des Lazarus" von Don Wie die Polizei fich Achtung verschafft.„ Chrano de borbezeichnete Unterschrift verweigert. Die Situation ist für die Lorenzo Peroft. Freischüß Ouverture. Symphonie„ Eroica". Kaiser Bergerac" und die Gascogner Kadetten" beschäftigten gestern noch Maurer sehr günstig, und ist nach Lage der Sache in furzer Zeit marsch mit Schlußchor. Anfang 8 Uhr. Schauspielhaus. Sonn- einmal die achte Straffammer des Landgerichts I. Wie bekannt bestimmt auf einen Sicg der Arbeiter zu rechnen, wenn dieselben tag:„ Das fünfte Rad". Montag: Julius Cäsar". Dienstag: Das fünfte Rad". Mittwoch:„ Auf der Sonnenseite". Donners: Bergerac" aufführen wollte, die polizeiliche Zensur Anfang 7 Uhr. hatte, als Direktor Brahm im Deutschen Theater den„ Cyrano de wie bisher in Einigkeit beharren. tag: Das fünfte Rad". Freitag: Julius Cäsar". Sonnabend: Das einige Die Dresdener Maurer machen ihre Berufskollegen darau fünfte Rad". Sonntag, 5. März:„ Das fünfte Rad". Montag, 6. März: daß die Polizei nicht das Recht habe, einem Dichterwerk so willkürliche lofigkeit herrscht und deshalb der Zuzug nach Dresden möglichst zu durchaus harmlose Stellen gestrichen. Direktor Brahm glaubte, aufmerksam, daß gegenwärtig in ihrem Beruf eine große ArbeitsLiebe für Liebe". Neues fönigliches Opern Theater. Sonntag: Reine Vorstellung. Mittwoch: Konzert des Belgrader Gesangvereins. Neu Berstümmelungen zuzufügen, er erhob bei dem Oberpräsidenten Be- meiden ist. einstudirt: Die Minnefönigin".„ Der erste Karneval". Donnerstag: schwerde und inzwischen sprach Herr Kainz von der Bühne herab Konzert des Belgrader Gesangvereins." Die Minnetönigin"." Der auch die gestrichenen Stellen. Der Oberpräsident hat auf dem Die Handlungsgehilfen in Frankfurt a. M. betreiben eine erste Karneval". Freitag: Konzert des „ Tanzstunde." Belgrader Gesangvereins. schnellsten Wege den Mißgriff der polizeilichen Zenfur verbessert cifrige Agitation, um die völlige Sonntagsruhe in Bank- und Der erste Karneval". Sonntag, " Madame Sans- Gêne". Frau Hedwig Niemann- Raabe, Herr Gustav Kober, der gestrichenen Stellen keinerlei ordnungs- oder sittenpolizei- bisher der Sache sehr lau angenommen und sucht anscheinend die den 5. März: und entschieden, daß gegen die Aufführung des Werkes einschließlich Engros- Geschäften durchzusehen. Die Gemeindevertretung hat sich als Gäste. Das Deutsche Theater hat für diese Woche folgenden Spielplan: Heute, Sonntag, Abend: Pauline"; morgen, Montag:" Cyrano liche Bedenken vorliegen. Dies fonnte nicht verhindern, daß Direktor Entscheidung hinauszuschieben, indem sie die Handelskammer bebon Bergerac"; Dienstag:" Fuhrmann Henschel"; Mittwoch, neu einstudirt: Brahm wegen Uebertretung der Polizeiverordnung vom 10. Juli 1851 auftragte, sich durch eine Umfrage gutachtlich zu äußern. Hiergegen Die Jüdin von Toledo" mit Josef Kainz als König Alfons und Maria unter Anklage gestellt wurde. Das Schöffengericht erkannte seiner haben die Handlungsgehilfen durch Annahme folgender Resolution Reisenhofer als Rahel; Donnerstag:" Bauline"; Freitag: Cyrano von zeit aus rechtlichen Gründen auf Freisprechung, der Staats- Stellung genommen: Bergerac"; Sonnabend: Fuhrmann Henschel"; nächstfolgenden Sonntag anwalt legte hiergegen Berufung ein. Staatsanwalt Kanzo w nahm Die von Seiten der Frankfurter Kaufmännischen Vereine einAbend:" Die Jüdin von Toledo". Als Nachmittags- Vorstellung bringt der feinen Anstand, zu erklären, daß das Zensurverbot ein absolut unberech berufene Bersammlung bedauert die unschlüssige Haltung des heutige Sonntag Johannes", der nächstfolgende Sonntag„ Die Weber". Im Schiller Theater werden heute Nachmittag Burchard's Komödie tigtes gewesen sei, bielt aber doch eine Verurtheilung für geboten, da für Sozialpolitischen Ausschusses der angestrebten völligen SonntagsDie Bürgermeisterwaht" und der Einafter" Schneider Fips" mit Herrn einen Theaterdirektor das Verbot zwingende Kraft gehabt habe und der ruhe gegenüber. Die Versammlung drückt ihre Mißbilligung Schurasow in der Titelrolle gegeben. Abends tommt das Volksstück Safe: Verfügung des Oberpräsidenten eine rückwirkende Kraft nicht innewohne. aus, daß die Handelskammer mit der Veranstaltung einer Umfrage mann's Töchter" von L'Arronge zur Aufführung. Am Montag und Dienstag Er beantragte 60 Mart Geldstrafe. Nechtsanwalt Jonas be- betraut wurde, obgleich diese Körperschaft durch einen früheren abfinden die letzten Wiederholungen des Schauspiels„ Der Doruenweg" statt. antragte aus rechtlichen Gründen die Verwerfung der Berufung. lehnenden Bescheid in ihren Anschauungen festgelegt ist, während man Für Mittwoch ist die erste Aufführung bon Schauspiel in 2 Aufzügen von Björnson, und Verbotene Früchte", Lust " Die Neuvermählten", Es handele sich hier um einen Fall, in welchem sich die Polizei gleichzeitig auf die Unterstüßung der Gehilfenschaft verzichtet und spiel in 3 aufzügen nach einem Zwischenspiel des Cervantes von Emil die Polizeiverfügung schnellstens aufgehoben, sondern es haben fordert: 1. Mündliche Vernehmung der Gehilfenvertreter; 2. Das gründlich verhauen habe. Nicht nur der Oberpräsident habe das Befragen derselben mir unbestimmt andeutet. Die Versammlung Goett angesetzt. Am Donnerstag und Sonnabend wird diese Vor: stellung wiederholt. Am Freitag geht Othello, der Mohr von alle Instanzen gesagt, daß die Polizei hier etwas unbegreifliches Hinzufügen der weiter angefügten Fragen in die Erhebung: a) Wie Venedig", in Szene. Nächsten Sonntag Nachmittag wird die Bauben gethan habe. Es wäre bedauerlich, wenn das Gericht aus irgend lange ist die gewöhnliche Arbeitszeit? b) Wie lange ist sie in der Terche", Abends Göz von Berlichingen" gegeben. Im Bürgerfaale des einem formalen Grunde der Polizei in diesem Beginnen Hilfe Saison? c) Haben die Handlungsgehilfen regelmäßige MittagsRathhauses findet heute ein Haydn- Abend" statt. Jm Theater des leisten müßte. Westens gelangt Brüll's fomische Oper Der Husar" heute Abend, am seines Vorsitzenden an, Der Gerichtshof erkannte durch den Mund pause? d) Wie lange dauert dieselbe? e) Wird den Angestellten Montag, Mittwoch, Freitag und nächsten Sonntag mit den Gästen Reinh. oder daß in diesem Falle die Zäjur Urlaub gewährt? 3. Die Drudlegung und Veröffentlichung des ErWellhof und Frik Werner zur Aufführung. Fräulein Lejo gastirt nur noch unterblieben wäre. Trotzdem habe das Gericht verurtheilen müssen, Zensur eine verkehrte Maßregel war, die besser gebnisses. zweimal, und zwar morgen als Jlona und am Freitag als Santuzza in Der Streik in der Elektrizitäts- Gesellschaft Schuckert in Cavalleria rusticana", welch letzteres Wert in Verbindung mit" Der da die Polizei nun einmal das Recht habe, die Gestaltung Nürnberg dauert fort. Sufar" in Szene geht. Am Dienstag geht. Der Freischütz" und am Donnerstag eines Stückes nur in eingeschränkter Form auszusprechen und der mit der Direktion anknüpfte, wurde abgewiesen. Wie mitgetheilt Eine Kommission, die Verhandlungen Der Postillon von Lonjumeau", hierauf„ Am Wörther See" in Szene. Theaterleiter habe die Pflicht, dieser polizeilichen Anordnung wird, verschickt die Firma ihre Modelle an andere Gießereien, um Als Vorstellung zu ermäßigten Preisen wird am Sonnabend Das Folge zu leisten, bis er Glöckchen des Eremiten" gegeben. Cavalleria rusticana" leitet außer am das Unberechtigte der Verordnung nachgewiesen habe. etwa auf dem Beschwerdewege dort den fehlenden Guß anfertigen zu lassen. Die Former werden Freitag auch am Sonntag die Vorstellung ein. Als Nachmittags- Vorstellung Gerichtshof hielt aber die geringste zulässige Strafe für geboten aber den Zuzug fernzuhalten. Der gebeten, die Ausständigen in ihrem Kampf zu unterstützen, vor allem ift für heute„ Der Waffenschmied", für nächsten Sonntag Der Freischüß" und erkannte für 3 Uebertretungsfälle auf 9 M. Geldstrafe. bestimmt. Jm Lessing Theater finden heute Abend sowie am Dienstag, Donnerstag und Freitag der Woche Wiederholungen von May Halbe's Drama" Die Heimathlosen" statt. Am Sonnabend beginnt das Gastspiel von Frau Agnes Sorma mit einer Vorstellung von„ Nora" und wird am nächsten Sonntag mit einer Borstellung von„ Cyprienne" fortgesetzt. Am Montag wird das Lustspiel„ Im weißen Röß'l", am Mittwoch der Einafter: zyklus von L. Fulda und M. Dreyer( Die Zeche"," Unter blonden Bestien",„ Ein Ehrenhandel"," Liebesträume") gegeben. Jm Neuen Theater finden in dieser Woche folgende Vorstellungen statt: Sonntag, Montag, Mittwoch, man uns: Der Redakteur Rerhäuser von dem in Leipzig erNeues vom fliegenden Gerichtsstand. Aus Halle berichtet Donnerstag und Sonnabend: " Hofgunst"; Dienstag, zum ersten Mal scheinenden Buchdrucker- Correspondenten war von dem an der fonierDie Pflicht", Drama in vier Aften von Rich. Landsberger; Freitag und vativen Halleschen Zeitung angestellten Faktor Hübsch wegen Benächsten Sonntag Abend:„ Die Pflicht"; heute Nachmittag( zu halben leidigung vor den Radi geladen worden. Hübsch ist wegen UnterPreisen):„ Die Barbaren". Jm Belle Alliance Theater findet die Erstaufführung von E. Wichert's neuem Schauspiel" Die Gräfin schlagung von Arbeitergroschen bestraft worden und diese Thatsache von Schwerin" am Freitag nächster Woche statt. Das„ Milchmädchen von war im Correspondenten seinerzeit beleuchtet worden. Der VerSchöneberg" wird heute, am Dienstag, Donnerstag und Sonnabend theidiger Rerhänjer's, Rechtsanwalt Herzfeld, machte den Ein gegeben, Montag:" Der Nachruhm", am Mittwoch zu ermäßigten Preisen wand der Unzuständigkeit geltend mit dem Hinweise, daß Die Jungfrau von Orleans". Als Nachmittags: Borstellung ist für Preßbeleidigungen nur dort verfolgt werden können, wo sie heute Die Bluthochzeit," für nächsten Sonntag Napoleon" angesetzt. Das Repertoire des Restbenz- Theaters wird auch in dieser 28oche begangen worden sind. Der Privatkläger hätte seine Klage in ausschließlich Biffon's Schwant„ Der Schlafwagen- Kontrolleur" beherrschen. Leipzig anhängig machen müssen. Das Gericht erkannte dem AnHeute Nachmittag geht" Jugend", von May Halbe, zu ermäßigten Breisen trage des Vertheidigers gemäß auf Einstellung des Verfahrens und in Szene. Im Thalia Theater geht heute die Gesangspoffe legte dem Privatkläger Hübsch die Kosten zur Last. Schiddebold's Engel" mit Herrn Thomas als Gast zum 36. Male in Szen! und bleibt auch in der nächsten Woche auf dem Spielplan.- Jm ApolloTheater wird am 1. März ein vollständig neues Programm beginnen, welches dadurch von besonderem Interesse sein dürfte, daß fast die sämmt lichen Kräfte bisher noch niemals in Berlin aufgetreten und für das hiesige Publikum vollständig neu sind. = J " 11 Gerichts- Beitung. V Als der Landtags Abgeordnete Barth die merkwürdigen Ver fehlungen des Zensurpolizisten im Abgeordnetenhause unter allgemeinem Gelächter vortrug, glaubte er bekanntlich, sich ganz besonders entschuldigen zu müssen, weil er in seiner Rede das Wort " Geist" mit diesen Polizeithaten in Verbindung gebracht hatte. Ausland. Die Textilarbeiter in Nachod( Böhmen) befinden sich in allen Fabriken im Ausstand. Es sind ungefähr 1700 Arbeiter betheiligt. Die Differenzen entstanden durch einen Lohnabzug in einer größeren Fabrit, worauf sämmtliche Arbeiter in den anderen Fabriken dem Streif sich anschlossen. Die Londoner Stuckateure werden anscheinend ihre Differenzen mit dem Prinzipalsverein doch nicht auf gütlichem Wege erledigen tönnen. Wie bereits mitgetheilt, verlangten einige Sektionen der Arbeiterorganisation, daß die Werkführer und Betriebsleiter ihrer Vereinigung beitreten müßten. Der Prinzipalsverein drohte hiergegen die Aussperrung an, worauf die Arbeiter in einer Konferenz das Verlangen der Sektionen zurückwiesen. Nun haben die Unternehmer weiter verlangt, daß die Organisation fünftig nicht mehr durch Rundschreiben die Meister bekannt geben soll, bei welchen keine Arbeit angenommen werden darf und ferner die Mitbestimmung über die Arbeitsverhältnisse aufgeben soll. Die Stuckateure lehnten dieses Verlangen ab und hat hierauf die Unternehmerorganisation angedroht, daß fie am 6. März in ganz England die Stuckateure aussperren wird. Vermischtes. " Ein empfehlenswerther Arzt. Der praktische Arzt Dr. med. Mar Schleiß von Löwenfeld war in einem früheren Verfahren vom Landgericht weiden wegen fahrlässiger Tödtung zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt worden. Nachdem seine Der Geeftemünder Tankdampfer Minister Maybach" ist mit Revision vom Reichsgericht verworfen worden war, reichte er ein 33 Mann Besazung von New York nach Vlissingen unterwegs und Gnadengesuch ein. Hierdurch wurde der Staatsanwalt veranlaßt, feit zehn Tagen überfällig; man besorgt, er sei berloren. die Wiederaufnahme des Verfahrens zu beantragen. In der neuen Verhandlung, die am 29. November v. J. vor dem Landgerichte gaura hütte durch mehrereRevolverschüsse lebensgefährlich verletzt Der Arbeiter Rangol, der den Amtssergeanten Randzia in Weiden stattfand, beantragte der Staatsanwalt zwar die Freisprechung Abermals ein Berliner Schuhmann vor Gericht. Als ein des Angeklagten, aber das Gericht verurtheilte den Angeklagten doch hat, ist gestern in Piasniti verhaftet worden. fauberer Wächter der Ordnung hat sich der jetzt entlassene Schutz- wieder zu drei Monaten Gefängniß. Zur Last gelegt wurde deni Gefährliche Zigaretten. Aus Graz wird berichtet: Wieders mann Dallmann bei einem Vorfalle erwiesen, der ihn gestern Angeklagten, daß er bei der Entbindung einer Frau in höchst fahr- holt schon explodirten in österreichischen Fabriken erzeugte Zigaretten auf die Anklagebant der zweiten Straffammer des Landgerichts I lässiger Weise zu Werke gegangen ist, so daß Mutter und Kind starben. aus unbekannten Uriachen. Bei in Laibach fabrizirten Drams brachte. Er wurde angeklagt, in amtlicher Eigenschaft sich eines Das Kind befand sich in der Querlage und der Angeklagte wußte, Bigaretten fand man nun Knallsilber. Es wurden infolge dessen Hausfriedensbruches schuldig gemacht und eine weibliche Person um die Geburt zu ermöglichen, nichts befieres zu thun, als daß er 9000 Schachteln tonfiszirt. thätlich beleidigt zu haben. Der Angeklagte hat kein Vertrauen einen Arm amputirte, wobei er bemerkte, das Kind werde wohl schon erweckende Personalaften aufzuweisen; es geht aus ihnen todt sein. In Wirklichkeit lebte das Kind aber noch. hervor, daß er im Dienste wiederholt angetrunken war und einmal Nachdem der Angeklagte mehrere Stunden vergeblich eine schwere Disziplinaritra fe erlitten hat, weil er im Jähzorn bemüht war, die Geburt zu Ende ชน führen, stand auf einen andern mit einem Messer losgegangen war. Der im 16. Polizei- er davon ab. Ein anderer Arzt, der sodann herbeirevier angestellt gewesene Angeklagte hatte am 20. Dezember den dienst- gerufen wurde, brachte das Kind in kurzer Zeit zur Welt. Ring ausgebrochenen Stein verkaufen wollte. Er ist der 16jährige lichen Auftrag erhalten, die Ehefrau eines geistestranten Malers nach dem machte nach dem Austritt noch einige Athmungsversuche, starb dann Bürschchen mit verschmigtem Gesicht. Er hat bereits gestanden. Die danneggerlehrling May Bagner, ein kleines, unansehnliches Bureau zu bestellen. Er traf die Frau nicht zu Hause, er wußte aber, aber sofort. Zwei Tage später starb auch die Mutter, wie an- Bürschchen mit verschmittem Gesicht. Er hat bereits gestanden. Die daß sie mit einer in der Koblantstr. 5 wohnenden Frau K. verkehrte genommen wurde, weil der Angeklagte während seiner Thätigkeit gestohlenen werthfachen fand man in seiner Schlafstätte. Die geund deshalb begab er sich dorthin. Frau K. war auch nicht zu Hause, wie feine Hände nicht genügend desinfizirt hatte. Die Fahrlässigkeit des fohlenen 500 M. hat er verbraucht. tohlenen 500 m. hat er verbraucht. ihm von der die Thür öffnenden, im Negligee befindlichen In- Angeklagten und der ursächliche Zusammenhang zwischen seinem Handeln Die Rettung der„ Bulgaria". Von dem Kapitän Schmidt wohnerin, der Klavierivielerin Garmisch, gesagt wurde. Der An- und dem Tode von Mutter und Kind ist vom Gerichte festgestellt. Als ist der Direktion der Hamburg- Amerita- Linie ein Bericht über den Es Der Raubmörder, der vor etwa vier Wochen die Pfands leiherin Diell in München am hellen lichten Tage in ihrem Laden ermordete und beraubte, ist jetzt verhaftet worden. Auf seine Spur fam nian, als er in einem Juwelierladen einen aus einem Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und Freitags abends von 7 bis 8 1hr abgehalten. -Witterungsübersicht vom 25. Februar 1899, Morgens 8 Uhr. Berlauf der Reise zugegangen, der in feiner rein fachlichen Dar-| immer stärker werdende Orkan ein Offenhalten der Luten nicht mehr stellung ein lebendiges Bild davon giebt, wie gewaltige Anfordes gestattete, Ladung zu verbrennen. Eine Sturzsee brach über das rungen in den schweren Tagen, die die" Bulgaria" durchgemacht hat, Bootdeck, nahm jämmtliche Boote von der Backbordseite weg und an die Leistungsfähigkeit des Kapitäns, der Offiziere und der Mann- sching das Deck ein. Alle Reelings und Treppen gingen verloren. schaft dieses Dampfers gestellt worden sind, und in wie glänzender Sämmtliche Thüren in den Aufbauten eingeschlagen. Der Matrose 5. B. 182. Gipsstr. 23 befindet sich für Sie die nächste Volts: Weise sie sich denselben gewachsen gezeigt haben. Der Bericht Wilhelm König wurde über Bord gewaschen und konnte des schweren bibliothek. des Kapitäns besagt, wie der Hamburger Korrespondent meldet, Wetters wegen nicht gerettet werden. Sonst Alles wohl an Bord. W. H. Der Betreffende kann ausgewiesen werden. R. 78. 1. Jn folgendes:„ Bulgaria" ist ohne fremde Hilfe in Ponta Delgada Erwarte Ihre Befehle. 2 Jahren, jedoch nur sofern die Waare nicht für den Gewerbebetrieb des Die Londoner Times" besprechen in einem Leitartikel das Empfängers bestimmt war. 2. Jft zu 1 beantwortet. 3. Nein, 11. 2. 34. eingetroffen; über den Verlauf der Reise berichte folgendes: E. H. 27. Ja, wenn dieIn der Nacht vom 1, auf den 2. Februar während eines heftigen Schicksal der Bulgaria" und sagen, daß sie solch ein Unwetter habe 3ft ungiltig und möglicherweise strafbar. Lilli. Nicht nothwendig. Orfans wurde das Schiff steuerlos und drehte in den Wind. Eine bestehen können, sei in erster Reihe dem Muth, der Tüchtigkeit und selbe in auffallender Weise sich benimmt. enorme Welle überfluthete das Schiff und schlug die Lufen 1 und 2 der Disziplin der gesammten Besatzung zu danken, aber auch der ein, wodurch große Mengen von Wasser ins Oberdeck strömten. Bald vorzügliche Bau des Schiffes habe in nicht geringem Maße dazu darauf peilten im Raum Nr. 4 16 Fuß Wasser. Das Schiff legte beigetragen." Standard"," Daily Chronicle" und" Morning fich start nach Backbord über. Infolge der gewaltigen Erschütterung Post" rühmen die bewunderungswürdige seemännische Tüchtigkeit wurden die Ballast Tants undicht und liefen auf. Die Lenzrohre und die eiserne Ausdauer der Offiziere und der Mannschaft der des Raumes 4 waren durch Getreide verstopft. 108 Pferde ver- Bulgaria". endeten, konnten aber infolge des anhaltend schlechten Wetters erst am sechsten Tage über Bord geworfen werden. Am Morgen des 2. Februar, während der Orkan von Neuem einsetzte, brach der Dampf- Steuerapparat und später auch das Handsteuer. Durch das schivere Arbeiten des Steuers lösten sich die Bolzen in der Kuppelung und gingen schließlich gänzlich verloren. Erst nach tagelanger Arbeit gelang es, die Kuppelung wieder zu befestigen, und nachdem die Platten von den Seitenwänden des Nuderhauses los genietet waren, konnte das Schiff mit Bäumen auf Rudertopf gelascht gesteuert werden. Wir waren gezwungen, um das Schiff aufzurichten, von der Ladung zu werfen und als der 99 " Stationen Berlin Barometerſtand mm QUI875 richtung 777 OSO 7770 Windstärke Wetter Temp. n. C. 5° 4° R. Stationen BarometerWind richtung Windstärke Wetter Temp. n. C. 9 4 Auch ein Heldentod. Aus Sidneh meldet man dem Berl. Tagebl.": Bei den gestern dort stattgehabten Radrennen ereignete sich eine erschütternde Szene. Dem Rennen wohnten mehr Swinemde. 778 OSO 1heiter-4 paparanda 768 SW 2616. bed.- 12 2 bedeckt als zehntausend Menschen bei. Der bekannte australische Renu- Hamburg -0 Petersburg 776 2 3Schnee- 10 3wolkig-3 Cort 767 SSO 5Dunft fahrer Jamies Sommerville startete im Hauptrennen des Tages und Wiesbaden 772 NO 3wolfent- 3 Aberdeen 772 SSD 3bedeckt fegte fich unter enormen Jubel der Zuschauer in der letzten Runde München 7710 5 wolfent- 7 Paris 769 NO 2voltent- 2 an die Spitze des Feldes. Er gewann mit einer halben Randlänge, Wien 775 2wolfent- 9 trotzdem er zum allgemeinen Staunen kurz vor dem Ziel Lentstange und Pedale losgelassen hatte. Als Sommerville das Band passirt hatte, stürzte er topfüber vom Rade und war eine Leiche. Ein Herzschlag hatte ihn getödtet. ( Molkenmarkt). Alt Berlin" Molkenstrasse 12, Tagl.: Elsbein Hermann Gärtner. Verloren am 25. 2. 99 10 Bücher des deutschen Metallarbeiter- Verband. und 14 grüne Karten zur Freien Montags: Wellfieisch. Voltsbühne", auf dem Wege Köpnicker Brücke, Elsenstraße, Treptower Weg, Herzbergstraße. 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Werdau, amerikanische Auktion 6,20. W Soziale Rechtspflege. Zur Begründung wurde speftionen bezogen 1895/96 durchschnittlich 2,58 M.; ihr Verdienst stieg im Jahre 1896/97 um 2 Pf. pro Tag, sant aber im BerichtsFür die Familien der Opfer des Dresdener Schwurgerichts- Urtheils jahre wieder auf 2,53 M. Die Bahnhofsarbeiter, Kohlenlader, gingen bei dem Unterzeichneten folgende Beträge ein: Die örtliche Unzuständigkeit des Gewerbegerichts stand in Wasserpumper, Rangirarbeiter, Wagenpuger, Magazinarbeiter und einem Rechtsstreit, den der Arbeiter F. gegen den Unternehmer Berlin: Bimmerplaz H. u. Fr. 16,-. Elektrische Glühlampen Scheuerfrauen, die 1895/96 2,32 m. verdienten, verdienten im letzten Menze beim Berliner Gewerbegericht anhängig gemacht hatte, Chausseestr. 2e, 4,-. Die Metallarbeiter von Enes 17,15. Die Litho: Jahre nur 2,31 M. graphen und Steindrucker der Firma Hagelberg 37,95. Bautischlerei unstreitig fest. Der Beklagte wohnt in Potsdam, der Kläger in bon Sawatzky, Belle- Alliancestr. 84 6,- Arbeiter der Bigarrenfabrit Betrachten wir nun die durchschnittlichen Tagesvergütungen und Lichterfelde, und die strittige Arbeit war ebenfalls in Lichterfelde. F. Wienert 2,60. Bau Monumentenstr. 21 9,-. Nürnberg, durch die Löhne im Einzelnen! Einen ganz genauen Ueberblick können wir Die Stammer III trat trotzdem in die Verhandlung ein, weil beide Expedition der„ Fräntischen Tagespost" 491,21. München, durch den Verlag leider infolge der eigenartigen Berechnung der Verwaltung nicht ge- Parteien damit einverstanden waren. Gewerberichter Schmieder beder„ Münchener Poſt" 125,70. Bom Memelſtrande 5,-. Aus Ostpreußen, winnen. Die Vergütungs- und Lohnsäße sind nämlich in der Weise merkte, die örtliche Unzuständigkeit sei ein Gegenstand des Einwandes. über das Dresdener Urtheil empörte Angehörige des Bürgerthums 10,- ermittelt, daß die an die einzelnen Diensttlassen im ganzen Jahre und da der Einwand fehle, müsse das Gericht verhandeln. Budapest, von deutschen Arbeitern 10,18. Breslau, durch die Vertrauens überhaupt gezahlten Lohnbeträge durch die Gesammtzahl der geYeute 1. Rate 500,-. Erfurt, Sammlung der" Tribüne" 2. Rate 200,- leisteten Tagewerke getheilt sind. Auch die geleisteten Ueberstunden Höhe von etwa 6 Metern waren dem Brauereiarbeiter Schleid die Unfall und innere Krankheit. Durch einen Sturz aus einer Gotha, durch die Expedition des„ Voltsblatts" 110,-. Stuttgart, Sanim. find in Tagewerke umgerechnet worden. Wie viele Arbeiter hinter lung der„ Schwäbischen Tagwacht" 1. Rate 451,92. Elze, Steinarbeiter 2,15. dem Durchschnittslohn zurückgeblieben sind, läßt sich also nicht er drei Monaten konnte er die Arbeit wieder aufnehmen und soviel Arme und Füße, sowie die Nase erheblich beschädigt worden. Nach Mylau, von den Parteigenossen 50,- Bunzlau, d. d. Vertr. 30, Neuenhagen a. Ostbahn, v. d. Arbeitern der Tietel'schen Ofenfabrit 17,- mitteln, und doch wäre es dringend erwünscht, darüber genaue Aus- verdienen, wie vorher. Im Sommer 1897 ertranfte er und siechte Bonn, b. d. Maurern der Zahlstelle Bonn 8,-, Oranienburg, funft zu erhalten. Mitglieder des Holzarbeiter- Verbandes, Zahlstelle Or. 4,50. Werdan, Unter den in der Tabelle aufgeführten Hilfskräften und Arbeitern dann langsam hin, bis er an einem Krebsleiden der Leber und 18. fächs. Reichstags: Wahlfreis 18,40. arbeiter 10,-. Werdau, organisirte Textil stehen obenan die technischen Bureaugehilfen und Bauanfseher mit anderer innerer Organe zu Grunde ging. Seine Hinterbliebenen Stuckateure der Firma Beinlich u. Hamſchke nebst Bubiter 8,55. Zeichnergehilfen mit 4,26 W., die Werkstätten- Vorarbeiter mit Gewährung auf, wurden aber damit von der Brauerei- BerufsgenossenFriedenau, einem Durchschnittseinkommen von 6,17 M., dann folgen die nahmen einen schon von ihm gestellten Antrag auf RentenGreiz, Wahltr. Reuß ä. L., die klassenbewußten Arbeiter 100,-. Garz a. D., yon Maurern 20,-. Hamburg, Zentralverband der Zimmerer und verw. 4,17 M., die in Stücklohn arbeitenden Werkstätten- Handwerker mit schaft abgewiesen. Der Genossenschaftsvorstand bestritt jeden urBerufsgenossen Deutschlands 500,-. Hanau, Wahlkr., durch G. Hoch 4,05 M. Mehr als 3, aber weniger als 4 m. verdienten die nicht- fächlichen Zusammenhang des Unfalles mit dem Tode des Ver161,04. Berlin: Windthorst 98" 9,60. Von der Versammlung der technischen Bureaugehilfen( 3,59 M.), die Telegraphenunterhaltungs- unglückten. Das Schiedsgericht gab jedoch der Berufung der Wittwe städtischen Arbeiter durch Fiebig 10,-. E. W. 3,-. Karneval 50,-. Rechtsanwalt Heine 50,- Arbeiter( 3,37 M.), die im Stüdlohn beschäftigten, handwerksmäßig statt und verurtheilte die Berufsgenossenschaft, ihr die Rente zu Köln a. Rh., durch die Expedition der ausgebildeten Werkstätten- Arbeiter( 3,56 M.), die im Stücklohu zahlen. Das Gericht berief sich auf ein Gutachten des Professors Fürbringer, " Rheinischen Zeitung", 1. Rate 175,-. Gschwege, 2. Rate 30, Gorzyce, arbeitenden sonstigen Werkstätten- Handarbeiter( 3,33 M.), die Hilfe- wonach Leber- und Darmkrebs auch durch äußere Einwirkungen hervor $. 5,- Genthin, Gewerkschaftskartell 10,70. Freiberg S., von den Mitgliedern der Filiale der Hutmacher 3,-. Porzellanarbeiter in Wagenmeister( 3,13 M.) und die Schreibgehilfen für Betriebs- Wert- gerufen werden könnten und führte aus, daß eine solche Einwirkung hier vorläge. Sch. tönne unmöglich die Wucht des Falles mit den Desgleichen in Hermsdorf 15,20. Desgleichen in Gräfen- meiſter( 3,01 m.). Sämmtliche übrigen Arbeiter hatten weniger Händen, den Beinen und dem Kopfe allein aufgefangen haben, hain 4,-. Desgleichen in Langenwiesen 6,-. Desgleichen in Döbeln 5,70. als 3 M. Tagesverdienst, also bei 25 Arbeitstagen Im Desgl. in Fürstenberg a. W. 10,- Desgl. in Schwarzenbach a. S. 10,-. Monat noch nicht einmal 75 M. Am geringsten beläuft sondern müsse auch mit dem Leibe aufgeschlagen sein. Die BerufsJena, von den Parteigenossen durch Leber 1. Rate 160,- Crimmitschau, sich der Verdienst der Hilfs Weichensteller( 2,28 m.), Silfs- genoffenschaft legte hiergegen den Rekurs ein und machte geltend, gef. y. d. Arbeitern der Firma B. Haase u. Co. 10,-. Braunschweig, durch Nachtwächter( 2,18 M.), Hilfs- Krahnwärter, Hilfs- Bahnwärter das Krebsleiden des Sch. wäre viel eher wie auf den Unfall, auf hen Bertrauensmann D. 500,-. Rostock, durch die Erped. der Wiecklenb. und Wegeschranken- Wärterinnen( 1,75 M.), Bahnunterhaltungs- und die fehlerhafte Diät aller Brauerei- Arbeiter, auf das viele Bier, Boltszig." 200,- Kiel, durch die Erped. der„ Schlesw.- Holst. Volkszeitung" Kiesgewinnungs= Arbeiter( 2,06 m.). Das Durchschnittseinkommen 2. Rate 600,-. Reichenbach i. V., Gold- Stern durch B. 3,- Dortmund, der Werkstätten- Lehrlinge betrug 1,11 m. auch die Vorentscheidung wieder auf und wies die Klägerin durch die Expedition der Shein.- Westf Arb.- 8tg." 100,-. Offenbach, durch die Expedition des„ Offenb. Abendbi." 77,92. Nowaives, Bentralverband Recht auffallend ist der unterschied des Einkommens zwischen endgiltig mit ihrem Verlangen ab. D. Maurer 20, Guben, Holzarbeiter 3,45. Rabenau, B.-V. 3,70. Deffau, denjenigen, die im Akkord, und denjenigen, die im Tagelohn arbeiteten. ausgeführt, Sch. habe nach Lage der Sache bei dem Unfall unmöglich 2. State 70,-. Bremerhaven, a. b. Unterweser- Orten Bremerhaven, Geeftemünde, Es sind das drei Arbeiterkategorien, die Werkstätten- Handwerker, die innere Verlegungen erlitten. Darauf deuteten die festgestelten Lehe, 2. Rate durch R. 200,-. Bietigheim i. B., ges. nach einem Vortrag handwerksmäßig ausgebildeten Werkstätten- Handarbeiter und die äußeren Verlegungen und die Thatsache, daß sehr bald eine Besserung der Genoffin Greifenberg 6,52. Lübec, gesammelt in der Expedition des sonstigen Werkstätten- Handarbeiter ausschließlich der Magazinarbeiter. fest, daß Sch. auf den Leib gefallen sei, es fehlten also die Vorim Befinden des Mannes eingetreten sei. Jm Uebrigen stehe nicht Volksbote", 1. Rate 200,-. Hannover, von den Parteigenoffen 600, Dresden, ges. durch die Erped. der Sächsischen Arbeiter- Zeitung", 1. Rate sind im Jahre 1895/96 2 498 002 Tagewerke im Tagelohn und 10.000,- Stuttgart, Sammlung der„ Schwäb. Tagwacht", 2. Rate 326,96. 8 351 717 Tagewerte im Stücklohn, im Jahre 1896/97 2 667 024 Tage auslegungen für die Annahme des ursächlichen Zusammenhanges Bremen, gesammelt von den Parteigenossen, 1. Rate 200,-. Helmstedt, werke im Tagelohn und 8 260 543 Tagewerke im Stücklohn, im zwischen Unfall und Tod. durch E. 30,- Schönebeck a. E., durch Sch. 70,-. Aschersleben, organisirte Jahre 1897/98 aber mur 2502 421 Tagewerke im Tagelohn, Die Dynamitpatronen. Der Arbeiter Kolling, der in einem Former 15, Aschersleben, v. d. Parteigenossen durch R. G. 16,70. Dagegen 9 262 610 Tagewerte im Stücklohn geleistet 16,70. dagegen 9 262 610 Tagewerke im Stücklohn geleistet worden. Hüttenbetriebe beschäftigt war, erhielt beim Stohlenabladen von Beiz, b. d. Parteigenossen, 1. Rate 126,62. Charlottenburg, Borzellan: 2c. Im Jahre 1897/98 haben sonach die Arbeiter im Tage einem Kollegen eine Patrone mit Dynamitfüllung, die der betreffende Arbeiter durch die Redaktion der" Ameise"( R. Jahn, Marchstr. 22), lohn ab, die Arbeiter im Stüdlohn aber zugenommen, so Arbeitsgenoiie am Tage vorher bei derselben Beschäftigung auf 1. Rate 111,- Landsberg a. W. 50,-( darunter von den bei der Firma daß die Arbeiter Bendix beschäftigten Parteigenossen 30,-). in verhältnißmäßig viel größerer Anzahl einem Kohlenvagen gefunden hatte. Kolling versuchte mit einent. Pößneck i. Th. durch P. S., 1. Rate 20,- Seidenberg, von gut denkenden aber nicht organisirten ant den höheren Stüdlohnverdiensten betheiligt gewesen find. Holzfpahn aus der Patronenhülse den Inhalt zu entfernen. Hierbei Frankfurt a. M., durch die Expedition der Volts: Welche Folgen diese Affordarbeit auf den Gesundheits- explodirte die Patrone und zerschmetterte ihm die Hand. Harburg a. E., durch die Expedition des" Bolts- zustand der Ärbeiter ausgeübt hat, darüber schweigt der Bericht Der Verlegte verlangte darauf von der rheinisch- westfälischen Effen( Ruhr), Ortsverein des Verb. deutscher Buch leider. Hütten- und Walzwerk- Berufsgenossenschaft eine Unfallrente, wurde drucker 15,-. Erfurt, Sammlung der Tribüne", 3. Rate 200,-. Berlin: Die tägliche Dauer des planmäßigen Dienstes aber mit seinem Anspruche abgewiesen. Die Genossenschaft führte Hünf Schloffer, Blumenthalstr. 13 5,-" Strugbier", Kreuzbergstraße 4,25. des Personals betrug bei 34 732 Arbeitern bis zu 8 Stunden, begründend aus, K. fönne eine Entschädigung nicht beanspruchen, Im zweiten Berliner Reichstags Wahlkreis auf Liſten gesammelt: bei 33 550 Arbeitern 8 bis 9 Stunden, bei 95 031 Arbeitern 9 bis weil er einer selbstgeschaffenen Gefahr zum Opfer gefallen sei. Auf Liste 201, einsichtsvolle Zimmerer bei Höche 13,35. Lifte 202, Bau Winsstraße 11,25. Liste 204, Zimmerer Warschauerstraße 20 8,70. 10 Stunden, bei 67 084 10 bis 11 Stunden, bei 68 714 11 bis feine Berufung verurtheilte jedoch das Schiedsgericht die Rentengewährung, indem es aus Lifte 205 3,- Lifte 206 11,70. Liste 210 11,15. Liste 211 4,10. Liste 222 12 Stunden, bei 11 403 12 bis 13 Stunden, bei 7473 13 bis Berufsgenossenschaft zur 7,05. Liste 223 5,-. Liste 224 10,95. Liste 226 8,80. Liste 228 6,- Lifte 252 9,50. 14 Stunden, bei 3032 14 bis 15 und bei 2295 15 bis 16 Stunden. führte: Der Unfall habe sich während der Arbeit er= Lifte 253, von Schöff u. Hausche 18,75. Liste 259, ges. in einer fgl. Werfft. 10,20. Die Ausdehnung des Dienstes über 11 Stunden betrifft eignet. Wenn 11un auch die Untersuchung der Patrone Liste 261 10,20. Liste 299 1,50. Lifte 273 1,-. Liste 277 7. Liste 279 7,20. hauptsächlich die Bahnwärter, Weichensteller, das Zugbegleitungs- durch den Kläger ein zufälliges Ereigniß gewesen sei und Liste 302 8,40. Liste 304 21,75. Lifte 305 32,90. Liste 312 9,50. Liste 313 und Lokomotivpersonal, sowie die Bahnhofsarbeiter. Üm mit dem Betriebe in keinem direkten Zusammenhange stehe, so 32,85. Liste 316 9,65. Rifte 352 7,20. Lifte 354 7,30. ifte 355 13,60. jedoch dem Eisenbahn- Minister Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, sei doch ein indirekter Zusammenhang mit dem Betriebe vorhanden. Liste 359 10,15. Liste 370 15,35. Liste 375 4,50. Liste 376 14,65. Liste 379, Arbeiter bei Ruble, Kopischstr. 1, 6,75.Liste 388, Werkstatt Ravucy 14,70. müssen wir hinzufügen, daß bei dem Zugbegleitungs- und Lokomotiv- Unter den in großen Werken verbrauchten vielen Kohlen könnten Liste 397 10,25. Liste 420, Giese S. Reinide Co. 11,20. Lifte 431 12,72. personal sämmtliche in die planmäßige Diensttour entfallenden Ruhe- sich schr leicht Dynamitpatronen befinden, es feien also gerade die Lifte 432 8,40. Lifte 433 6,50. Liste 436, Richter's Tischfabrit, Bluntenstraße 3,35. paufen, die bei diesem Personale häufig vorkommen und bis zu Arbeiter derartiger Riesenbetriebe von Explosionsgefahren bedroht. Liste 437 6,30. Liste 442 6,40. Liste 451 9,90. Lifte 452 8,95. Liste 457 7,60. 6 Stunden umfassen, in die planmäßige Dienstzeit eingerechnet sind. Der Betrieb habe somit im vorliegenden Falle bei den Lifte 472, Lotteriell. Einigkeit 6,20. Lifte 480 2,40. Liste 492, Tischlerei Immerhin aber ist die Dienstdauer bei dem verantwortungs- Unfalle mitgewirkt, das genüge aber schon, die Annahme eines Goffow 16,- Lifte 498 15,25. Liste 499 3,70. Sa. 510,77. In der vollen Dienste dieser Beamten noch eine viel zu lange. Zahlreiche ursächlichen Zusammenhanges zu begründen. Das Reichs- VersicheExpedition des Vorwärts" vom 17.- 25. Februar eingegangen 4134,02. Gerichtsverhandlungen haben ja zur Genüge den Beweis erbracht, rungsamt als Retursinstanz trat dieser Auffassung bei und wies den Summa 22 929,91. Bereits quittirt 14 727,86. Gesammtsumme 37 657.77 M. daß die von Beamten verschuldeten Unfälle in der Mehrheit zurück Returs der Berufsgenossenschaft zurück. Der Vorsitzende bemerkte zuführen sind auf Leberanstrengung des Personals. Gerade bei noch, die Thatsache, daß der Kläger leichtsimig gehandelt habe, einem so verantwortungsvollen Dienste, wie ihn die Eisenbahn- schließe ihn nicht aus dem Betriebe für die Zeit aus, während der Beamten zu versehen haben, wäre es Pflicht der Verwaltung, streng er sich mit der Patrone zu schaffen machte. darauf zu achten, daß nicht überarbeiteten Beamten das Leben und die Gesundheit tausender von Reisenden anvertraut wird. Weniger Arbeitern 4,50. stimme" 700, blattes" 295,75. A. Gerisch, Berlin SW., den 25. Februar 1889, Katzbachstr. 9. Arbeiter und Unterbeamte 0 der preußischen Eisenbahnverwaltung. als irgendwo anders ist in der Eisenbahnverwaltung Sparsamkeit angebracht. Dermischtes. Wie alljährlich, so ist auch diesmal dem preußischen Landtage Die zahlreichen Eisenbahnunfälle im Sommer 1897 haben den Ganz abscheuliche Majestätsbeleidigungen find an einem eine Dentschrift des Eisenbahnministers über die Ergebnisse Minister zum Erlaß neuer Vorschriften über die planmäßige In- Fürsten, der kürzlich noch in Berlin zum Besuch weilte, begangen des Betriebes der Staatseisenbahnen zugegangen. Der Bericht, anspruchnahme und Ruhe des Personals bewogen. Seit Jahren worden. Im Fürstenthum Monaco, das heißt unter den der sich auf die Zeit vom 1. April 1897 bis 1. April 1898 schon werden fort und fort neue derartige Verfügungen erlassen, die Organen der öffentlichen und geheimen Gewalten dieses Staates erstrect, hebt u. A. hervor, daß sich der Durchschnittslohn der ge- aber leider in der Praxis nicht befolgt werden und nicht befolgt herrscht, so wird der Frankf, Zeitung" berichtet, fürchterliche Auffammten Hilfsbediensteten und Arbeiter im Berichtsjahre erheblich werden können. Kein Wunder! Zieht man doch zur Berathung regung, und das hat mit ihrem Mangel an Ehrfurcht vor den gehoben habe, weil einestheils in fast allen Direktionsbezirken, durch nicht Arbeiter oder untere Beamte hinzu, die die einschlägigen Ver- höchsten Dingen eine Postkarte gethan. ,, Souvenir de Monte Die stärkere Nachfrage nach Arbeitskräften bedingt, die Lohnsätze an hältnisse am besten kennen! Man verläßt sich vielmehr in echt Carlo". Jn der Kopfleiste sieht man des Fürsten Hoheit auf dem sich erhöht worden seien, anderentheils die Zahl derjenigen Hilfs- preußischem Bureaukratismus auf die Herren ant grünen Throne. Ringsum dicke Geldsäcke, keuchende Männer schleppen immer bediensteten und Arbeiter, die langjährig bei der Staatsverwaltung Tische, die genug praktische Erfahrungen gesammelt zu haben neue Riesenbeutel auf dem Rücken herbei. Zu Füßen des Thrones beschäftigt sind, sich stetig vermehrt und somit das für das Auf- glauben, um dem unteren Personal Vorschriften machen zu können. langt die Hand eines Croupiers mit der Krüde über die Spielrücken in den Lohnfäßen maßgebende Lohndienstalter, für alle würde sich die Verwaltung endlich dazu entschließen, auch die einsätze hin. Ueber der Gruppe stehen die Worte: Rouge perd et Arbeiter zusammengenommen, sich höher gestellt habe, als im Arbeiter und Unterbeamten zu hören, so würde in mancher Be- noir perd, la banque gagne toujours."( Noth verliert und schwarz Vorjahre. ziehung Wandel geschaffen werden nicht zum Schaden der Ver- verliert, die Bank gewinnt immer.) Links als Hauptbild steht das waltung. Kasino. Den Vordergrund des Kasinoplages flantiren zwei Balmen. ein be Vergleichen wir einmal mit diesem Lobe, das Herr Thielen fich selbst spendet, die wirklichen Verhältnisse an der Hand der Angaben Um so mehr ist es nöthig, das untere Personal mit zu Rathe An einer hängt ein Selbstmörder, an der anderen jagt sich eben ein eben dieses amtlichen Berichtes! zu ziehen, als ja gerade dieses tagtäglich in der größten Lebens- eleganter Herr eine Kugel durch den Kopf. Unter diesem Bilde ein Ge Die Gesammtzahl der beim Staatseisenbahn- Betriebe gefahr schwebt. Von den Bahnbeamten und Bahnarbeitern im mach mit einem verzweifelnden Mann, der eine Frau zu trösten sucht: schließlich der Bahnunterhaltung und des Werkstättenbetriebes Dienste verunglückten beim eigentlichen Betrieb im Jahre 1897/88 Ruiné! rien ne va plus!" Gegen den leeren Raum der Karte schäftigten Arbeiter und Hilfskräfte im unteren Dienst belief sich im durch Unfälle der Züge während der Fahrt 147, auf andere Weise hin vermittelt den Uebergang ein rothes Teufelchen, der mit verDurchschnitt des Jahres 1897/98 auf 205 025 gegen 188 262 im 907. Davon sind aus der ersten Kategorie 19, aus der zweiten 308 bindlichem Lächeln und einladender Handbewegung sagt: Faites Jahre 1896/97, sie ist also um 16 763 oder 8,90 pCt. gestiegen. sofort getödtet oder innerhalb 24 Stunden gestorben. Im Jahre votre jeu, messieurs"! Wie man sieht: So viele Figuren, so viele Außerdem waren beim Bau neuer Bahnstrecken und bei den ertra- 1896/97 war die Zahl der verunglückten Beamten geringer; getödtet Aufrichtigkeiten! Die Postkarte hat eine angesehene Kunst- und ordinär vorgesehenen Ergänzungs- und Erweiterungsbauten auf den wurden, wenn man die innerhalb 24 Stunden Gestorbenen mit ein Verlagsanstalt in Minchen für einen Herrn in Mentone anim Betriebe befindlichen Strecken im Jahre 1897/98 3597 Ar- rechnet, durch Unfälle während der Fahrt 4, auf andere Weise 260, gefertigt. Als die Karte in Monte Carlo gesehen wurde, beiter, 1896/97 3821 Arbeiter beschäftigt. Die Vermehrung verlegt wurden 87 durch Unfälle während der Fahrt 87, auf andere wurde sie sofort verboten, und es wird alles gethan, um des Personals ist nicht etwa, wie es auf den ersten Weise 590. Es tamen auf je 1 Million durchfahrene Zugfilometer ihre Verbreitung unmöglich zu machen. An alle PolizeiBlick erscheinen könnte, die Folge einer verkürzten Arbeits: 1896/97 1,099 Tödtungen und 2.817 Verlegungen, im Jahre 1897/98 Organe Monaeo's und Monte Carlo's wurde mit einer genauen zeit, sondern einmal eine Folge der anhaltenden Verkehrs- hingegen 1,239 Tödtungen und 2,755 Verlegungen von Beamten und Personalbeschreibung des Bestellers der Befehl erlassen, diesen Miffesteigerung und der zu ihrer Bewältigung getroffenen Maßnahmen, Arbeitern. Die tödtlichen Unfälle haben also zuthäter zu verhaften, sobald er die Grenzen des Fürstenthums übersodann aber eine Folge des Erwerbs der vormaligen Hessischen genommen, die leichteren Unfälle weisen eine kleine Ab- schreite. Trotz alledem fand die entsetzliche Karte weitere Verbreitung Ludwigsbahn durch den Staat und der mit dem Beginn des Be- nahme auf. und sie hat nun schon ein zweites Opfer gefordert. Ein Herr aus richtsjahres eingetretenen Vereinigung der hessischen mit den preußi- Diese trockenen Zahlen reden eine deutliche Sprache. Abge- Berlin hatte eine der Karten gelegentlich seinem Hotelwirth in Monte schen Staatseisenbahnen zu einer Betriebsgemeinschaft. jehen vom Bergbau ist der Eisenbahn- Betrieb der Carlo gezeigt. Dieser bat ihn, ihm 100 Stück zu besorgen. Der Was nun die an die Gehilfen im mittleren Dienste, die Hilfs- allergefährlich st e. Stündlich segen die Arbeiter ihr Leben Berliner Herr willfahrte dieser Bitte. Am nächsten Morgen war Seine Briefschaften wurden geöffnet fräfte im unteren Dienste, die Handwerker und Arbeiter im Betriebe aufs Spiel, teinen Augenblick sind sie sicher, ob sie nicht als Krüppel er aber schon verhaftet. der Staatseisenbahn- Verwaltung gezahlten durchschnittlichen in ihr Heim zurückkehren, das sie mit gesunden Gliedern, im Voll- und er erhielt den Befehl, binnen 24 Stunden das Ländchen zu ver Tagesvergütungen und Löhne betrifft, so ergiebt sich, befize ihrer Körperkräfte verlassen haben. Aber der Kapitalismus, lassen. Vorher wurde er noch in einen Hof geführt, es wurde ihm wenn man die Tagewerker und Löhne sämmtlicher Klassen von Be- der in diesem Falle von dem Fistus repräsentirt wird, gewährt den eine Tafel mit einer Nummer vor die Brust gehalten und jetzt wurde diensteten zusammenfaßt, für einen Tagewerker einen Durchschnitts- Arbeitern nicht einmal ihr natürliches Menschenrecht, er verbietet der Herr von vier Seiten photographirt und hierauf gemessen nach Iohn von 2,48 m. gegen 2,41 W. im Jahre vorher und 2,39 M. ihnen bei Strafe fofortiger Entlassung, sich zu organisiren, um sich Größe, Schädelumfang, Hand- und Fußgröße it. s. w. Nach dieser im Jahre 1895/96. Im Allgemeinen ist also thatsächlich eine, auf gesetzlichem Wege im Verein mit ihren Kollegen eine menschen Prozedur mußte er einen Revers unterschreiben, daß er nie wieder Hierauf wurde er auf freien wenn auch geringe Steigerung des Einkommens zu verzeichnen. würdigere Existenz zu erringen. Unzulänglicher Lohn und lange nach Monaco zurückkehren werde. Ganze 42 Pfennige mehr sind an wöchentlichem Arbeitszeit, Vorenthaltung des gesetzlich gewährleisteten Koalitions- Fuß gesezt. Als er erflärte, daß er noch weitere vierundzwanzig Durchschnittslohn gezahlt worden. Aber nicht alle rechtes das ist das, was heutzutage den Arbeitern im Eisenbahn- Stunden nöthig habe, weil er sich aus Berlin telegraphisch Selaffen haben einen höheren Verdienst zu verzeichnen; bei einigen betrieb geboten ist. Die Eisenbahnen sind ihrem eigentlichen Zwecke, weiteres Reisegeld verschaffen müsse, erbot sich die Bank in ihrer ist er stehen geblieben, bei anderen sogar zurückgegangen. So ist dem eines bloßen Verkehrsmittels, längst entfremdet; heute dienen Großmuth, ihm ein. Billet I. Selasse bis nach Berlin zu bezahlen. 3. B. an die Hilfs- Kartenausgeber und Ausgeberinnen 1895/96 für sie hauptsächlich dazu, hohe Ueberschüsse für den Staat zu erzielen, der Der Herr lehnte dieses Anerbieten jedoch ab. Auf Schritt und Tritt ein Tagewerk im Durchschnitt eine Vergütung von 3,13 M. gezahlt sein Geld oder besser gesagt, das Geld der Steuerzahler, hauptsächlich wurde er bis zu seiner Abreise von einem Geheimpolizisten überworden, 1896/97 nur noch 2,64 M. und 1897/98 2,69 M. ein für Militarismus, Marinismus und abenteuerliche Kolonialpolitik verwacht, und als er abreiste, wurde er von drei Detektivs bis Der Berliner wird sich auf der Rückreise Rüdgang, der nach Angabe des Ministers auf die seit 1895/96 ein wendet. Für die Arbeiter aber hat der heutige Staat nichts Ventimiglia begleitet. getretene große Vermehrung der Arbeitskräfte zurückzuführen ist, übrig, denn die Besserung des Looses der arbeitenden Klassen wäre freuen, daß er mit seiner Majestätsbeleidigung so gut davon von denen die neu eingestellten nur den Anfangslohnjaz erhalten ja eine Kulturaufgabe. Von Kulturaufgaben aber will Herr v. Miquel gekommen ist. Was wäre ihm bei Verübung derartiger Verbrechen tonnten. Die Arbeiter bei den Eisenbahn- Direktionen und In- bekanntlich nichts wissen. in Deutschland geschehen? Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, 26. februar. Freie Volksbühne. Friedrich: Wilhelmstädt. Theater: In Behandlung. 3. Abtheilung ( graue Karten.) Anfang Nach ntittags 23 Uhr. Leffing Theater. Urania Apollo- Theater. Gircus Renz- Riesen- Tunnel. Taubenstrasse 48/40. Im Theater: Das Land der Fjorde. Im Hörsaal um 8 Uhr: Oberleutn. Wensky: Klondyke!' Meine Reise ins neue Goldland. Invalidenstr. 57/62: 1. Tagl. Sternwarte. Nachmittags täglich 5-10 Uhr. theilung( rothe Karten). Die Erziehung zur Ehe. Olerauf: Anfang NachLiebesträumte. mittags 23 Uhr. Opernhaus. Die weiße Dame Berliner Aquarium Anfang 7 Uhr. Montag: Bajazzt. Bergißmeinnicht. Schauspielhaus. Das fünfte Nab. Anfang 72 Uhr. Montag: Julius Cafar. Neues fgl. Opern- Theater( roll). Madame Sans Gêne. Anfang 7 Uhr. = Deutsches. Pauline. Anfang 7/2 Uhr. Nachm. 2 Uhr: Johannes. Montag: Cyrano von Bergerac. Unter den Linden 68 a, Eingang Schadowstr. 14. Heute Sonntag Eintrittspreis BF 25 Pf. der Welt an lebenden Seethieren, Reichhaltigste Sammlung Reptilien etc. Leijing. Die Heimathlosen. Unang Passage- Panopticum. 71/2 Uhr. Montag: Im weißen Nöß'l. Berliner. Das Recht auf sich selbst. Sterauf: Herbst. Anfang 72 Uhr Nachm. 21 Uhr: Maria Stuart. Montag: Zaza. Residenz. Der Schlafwagen Kont trolleur. Vorher: 8um Einsiedler. Anfang 72 Uhr. Nachun. 3 Uhr: Jugend. Montag: Der Schlafwagen Rontrolleur. Vorher: Bum Einsiedler. Neues. Hofgunft. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Die Barbaren. Montag: Hofgunst. Metropol. Die kleinen Michu's. Hierauf: Die Engelsjäger. Anfang 71/2 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Schiller. Hasemann's Töchter. Anfang 8 Uhr. Nachmi. 3 Uhr: Die Bürgermeisterwahl. Schneider Fips. Montag: Der Dornenweg. Westen. Am Wörther See. Hierauf: Der Husar. Anfang 712 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der Waffenschmied. Montag: Der Freischüß. Central. Die Puppe. Anf. 71 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Die Fledermaus. Montag: Die Puppe. Thalia. Schibbebold's Engel. An fang 7 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Luifen. Der goldene Bylinder. Anfang 8 Uhr. Nachu. 3 Uhr: Das Käthchen von Heilbronn. Lehter Sonntag: 40 Krieger des Mahdi. Im Theatersaal von 6 Uhr ab: Théâtre variété. Castan's Panopticum. Jtal. Sänger- u. Tänzer- Gesellsch. ,, Santa Lucia". Die berühmten ,, lebenden Bilder". Neu! Dreyfus- Esterhazy. Luisen- Theater 34. Reichenbergerstraße 34. Nachmittags 3 Uhr: Volks- Vorstellung zu kleinen Preisen. Mile. Leo de Bacha Tåglich: Grosses Konzert unter Lettung bes Musikdirektors Herrn Otto Görner. Brothers Braatz Spezialitäten- Vorstellung Mr. Segommer Alexias Thibault- Tauffenberger unter Regie des beliebten Humoristen Gustav Kluck. Stets wechselndes Programm. Moabiter Henry Bender Gesellschaftshaus, und 16 hervorragende Spezialitäten. Anfang 7 Uhr. Vorverkauf tägl. im Theater u. beim ,, Künstlerdank", Unter den Linden 69. Feen- PalastTheater Burgstr. 22. Burgstr. 22. Dienstag zum letzten Male: Direktor Wilhelm Fröbel in der urkomischen Gesangsposse Berliner Konfektioneusen sowie das mit kolossalem Erfolg aufgeführte riesengroße Spezialitäten Programm. Mittwoch zum ersten Male: = Berliner Waschermädel. Durchweg neues Programm. Sonnabend, den 4. März: Großes Bockbier- Jubel: u. Trnbelfest. Vorstellung, Tanz, Gratis: Verloosung. Anfang 72, Sonntags 6 Uhr. Billet- Borv. Vorm. v. 11-1 Uhr. Mähr's Theater Oranien Strake 24. Täglich: X- Strahlen. Schwant in 1 Aft. Der Zigarren- Baron. Schwant mit Gesang. Berwandlungsjongleur. Alt- Moabit 80-81. Jeden Sonntag: Ball. Anfang 4 Uhr. Jeden Mittwoch: Hippel's Stettiner Gesellschaft. Anfang 8 Uhr. Passe- partouts haben Giltigkeit. C. Peters. Urania [* Wrangelstrasse 10/11. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Auf. 4 Uhr. Siehe Anschlagsäulen. Empfehle mein Lokal zu Fests lichkeiten und Versammlungen. Max Kliem's Freie Volksbühne. III. Abtheilung heute Nachmittag 28 Uhr im FriedrichWilhelmst. Theater: In Behandlung( mit Frau PraschGrevenberg). I. Abtheilung heute Nachm. 23 Uhr im Lessing- Theater: Die Erziehung zur Ehe. Komödie in 3 Akten von Otto Erich Hartleben. Hierauf: Liebesträume. Anmeldungen zur VI. Abtheilung werden in allen Zahlstellen entgegen genommen. Marken zum Märzfest à 50 Pf. in allen Zahlstellen nur an Mitglieder. Dito Billets zur Kunstausstellung im Salon Ribera ( à 20 Pf.) für Sonntag, den 26. Februar und 6. März, Mittags 12 Uhr. Vortrag über: Harro Magnussen und seine Kunst. Bis 3 Uhr geöffnet. 228/17 Der Vorstand. I. A.: G. Winkler, Entree frei! Entree frei! Weimann's Volksgarten. Volksgarten welmann's Gesundbrunnen. Pankstrasse 25. Badstrasse 56. Da befinden sich: Hippodrom, Dampf- Karouffel, Schaubuden aller Art, Schießhallen, Riesendame, Spielbuden, Photographie, Amerikanische Schaufel, Cirfus, Boytämpfer, Athleten, Bölferraffen aller Art, Riesen- Gesellschaftsschaufel, Kasperl- Theater, Waffelbäckerei, Bufferbäckerei, Russische Schaufel, Seesturm13486 Schaufel, Singspielhalle( 8 Damen, 4 Herren). Fm Saale: Heute Grosser Ball! Täglich Vorstellungen außer Freitags. Entree frei! Entree frei! Sommertheater und Festsale Gustav Milbrodt Festsäle, MüllerHafenhaide 18-15. In den Sälen: Jeden Sonntag Grosser Ball. Gleichzeitig empfehle den geehrten Vereinen mein bedeutend vergrößertes Sommertheater zu Sommerfesten. Außerdem mache hiermit bekannt, daß ich zum 1. Ottober meinen neu zu erbauenden 3. Festsaal Hasenhaide 13 ( 1500 Personen faffend) eröffne. 10349* Max Kliem. Restaurant Strasse 7. Jeden Sonntag: Großer Ball, große Ballmusik. Empfehle meinen großen Taal zu Versammlungen und Festlichkeiten sowie Vereinszimmer und Restaurant. 8442* Louis Keller's Festsäle. Koppenstraße 29. Koppenstraße 29. Grösstes u. schönstes Etablissement der Residenz. Sente, Sonntag: M. Bevor Moritz Uhle, Grosse Spezialitäten- Vorstellung Bons haben Giltigteit. Sonntags Anfang 6 Uhr. W. Noack's Theater Brunnenstr. 16. Jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag: Große Extra Theater- Vorstellung Das Käthchen von Heilbronn. Die Rose von Bacharach. Abends 8 Uhr: Montag: Der goldene Zylinder. Der goldene Cylinder. Belle Alliance. Das Milchmädchen von Schöneberg. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der Nachruhm. Montag: Der Nachruhm. Oftend. Der Brandstifter. Anfang Uhr. Nachm. 22 Uhr: Lorbeerbaum und Bettelstab. # Montag: Der Brandstifter. Friedrich Wilhelmstädtisches. Fuhrmann Henschel. 8 lihr. V Volksstück mit Gefang in 4 Aften nach einem vorhandenen Stoffe für die Bühne des Luisen Theaters frei bearbeitet von Richard Brodet. Mufit von Fris Krause. Montag und folgende Tage: Der goldene Cylinder. Freitag: Anfang Benefiz für Arthur Winckler. Montag: Diefelbe Vorstellung. Alleganderplatz. Studenten Trud: chen. Anfang 8 Uhr. Nachm. 4 Uhr: Tischlein deck Dich, Eflein fired Dich, Knüppel aus dem Sack. Montag: Studenten- Trudchen. Apollo. Spezialitäten- Vorstellung. Anfang 7 Uhr. Der Hüttenbesiker. Ostend Garl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterstraße 132. Nachm. 3 Uhr, zum letzten Male: Lorbeerbaum und Bettelstab. Schauspiel in 3 Atten Urania. Taubenstraße 48-49. und 1 Nachspiel von Carl v. Holtei. Ausstellung. Täg Abends 72 Uhr: Kreuzbergstr. 50, Ede Grosser Mittagstisch Konzert mit darauf folgendem Ball. Entree 30 f. 6752* 2 Orchester. Anfang 5 Uhr. Louis Keller. à Couvert 50 Pf., vorzügl. Buten: braten, Entenbraten, Cotelettes mit Spargel, Eisbein m. Sauerkohl, Spez. Donnerstag, den 2. März: Frische Wurst à Pfund 60 Pf., Etablissement Süd- Ost, Waldemarstr. 75. Zwiebel- Leb erwurst, Thüringer FleischPfund 70 Bockbier, 10239* März- Weisse. Bon 4 Uhr an: FreiGesellschaftshaus Boltsschauspiel mit Gefang in 4 Aften Konzert. von Th. Baßmann. Nach der Borstellung: Lauztränzchen. Alcazar Theater Dresdenerstr.52/ 53.City- Passage. Direftion: Richard Winkler. Markthalle VII V ober: Ein Kostümfest. Ausstattungsposse mit Gesang von Ostar Victor Röder. Jeden Abend unter stürmischem Beifall: Carl Jörgensen, der beste Mimiker der Jezztzeit. ,, Bismarck vom Jüngling bis zum Greise." Vorher: Ein bengalischer Tiger. Patustundliche Bons to be Bor: Der Brandstifter Anjang: Bodent, h mittags ab. Eintritt 50$ 3f. Abends 8 1hr:„ Das Land der Fiorde". Operntelephon. Zuvalidenstraße 57/62. Täglich Abends von 5-10 1hr: Stern warte. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 7 Uhr. H Feeu Palait. Spezialitäten Vorftellung. Metropol- Theater. Behrenstr. 55/57. Dir. Rich. Schultz. Freitag: Die kleinen Michu's. Operette in 3 Atten v. André Messager. Hierauf: Die Engelsjäger. Passage Panoptifum. Speziali Tanzpoëm in 14 Bildern von H. Negel täten Borstelling. und J. Bayer. Schiller Theater Concerthaus ( Wallner Theater). Sonntag Na ch m. 3 Uhr: Die Bürgermeisterwahl. Hierauf: Schneider Fips. Abends 8 Uhr: Hasemann's Töchter. Montag 8 Uhr: Der Dornenweg. Dienstag 8 Uhr: Der Dornenweg. Central Theater Direktion: José Ferenczy. Lustspiel von Brise Barre. Wochent. 71% Uhr. Entree: Wochentags 30 f. Sonntags 40 Pf. Vorzugsbillets haben Giltigkeit. Quarg's Swinemünderstr. 42. Jeden Sonntag: Ball und Theater Vorstellung. 5362 Moabiter Klubhaus Beusselstr. 9. Empfehle meinen großen Saal, Vereinszimmer f. 20-80 Personen, Reftauration. Mittags: n. Abendtisch. Jeden Sonntag: Grosser Ball. 535L* Carl Fischer. [ 494L* Säle zu Festlichkeiten und Versammlungen. Jeden Sonntag: Grosser Ball. H. Brüder. Märkischer Hof ,, Admiralstraße 180. Jeden Sonntag: Grosser Fest- Ball. Anfang 4 Uhr. Am Palm- Sonntag sind beide Säle an Vereine zu vergeben. Robert Scheere, Restaurant" Sängerheim" 0. Blumen- Straße Telephon: VII Nr. immen: Strahe- 3760. Arbeitsnachweis der Möbelpolirer, Brauer, Braueret- Hilfsarbeiter. Bahlstelle des Verbandes der Holzarbeiter, Metallarbeiter, Buchbinder, der Orts Krankenkasse der Möbelpolirer, der Bentral Krantenfassen der Schuhmacher, Gold- und Silberarbeiter, Buchbinder und Zahlstelle des Wahlvereins für den 4. Berliner Reichstags: Wahlkreis( Often). Moabiter Spreehallen Vereinsbrauerei- Ausschank Rixdorf Kirchstr. 27. Empfehle meinen Saal. Sonntag S Tanz. Jeden Herrlicher Garten und große Säle. Mittwochs und Sonntags: Einige Sonnabende noch frei. Gr. Frei- Konzert. 5329* R. Hube. H. Krieger's Festsäle Wasserthorstr. 68. Empf. meinen Saal Vereinen und Gewerkschaften zu Bersammlungen u. Festlichkeiten. Jeden Sonntag, Dienstag u. Sonnabend öffentl. Tanz. Einige Sonnabende noch zu vergeben. Graumann's Festsäle ( früher Renz) Naunynstrasse 27. Spezialitäten- Theater Empfehle meine Säte mit und ohne im Grand Hôtel Alexanderplatz. Hedwig Günther! Leipzigerstr. No. 48. Willy Walde! Täglich: Hoffmann's Quartett. Humoristen Hente Sonntag: Theaterskandal und Dienstmädchen von heute. Montag: Theaterskandal. Reichshallen. Täglich: The Threvelly: Louis Höhn! ebenbe Photographien: Anfang 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Am 28. d. M. Benefiz für Köhler und Ajatla. IRCUS BUSCH Sonntan, 26. Februar 1899: Bühne, 900 Personen fassend, zu allen Festlichkeiten und Bersammlungen. Einige Sonnabende sind noch an Vereine zu vergeben. Jeden Sonntag und Donnerstag: Grosser Ball. Achtung Gewerkschaften! Auch der Montag ist für Bersammlungen zu haben. [ 5349* Johannisthal! Park- Restaurant! Jeden Sonntag: Gr. Ball. Tanz und Garderobe frei. Die Kaffecküche ist von 2 Uhr ab geöffnet. Zwei Kegelbahnen, Bereine erhalten Grtra- Preife. Bestellungen für Sommervergnügen nehme schon jetzt entgegen. Wwe. Elise Ran, früher Skalitzerstr. 126. Demnächst erscheint: Nachmittags 3 ihr zu halb. Breifen: Stettiner Sänger 2 gr. brillante Vorstellungen. Zur Kritik und Sachlage der Der Bettelstudent. Operette in 3 Aften von E. Millöcker. Bronislava: Gorde Walde bom Karl Schulze- Theater in Hamburg als Gast. Abends 71/2 Uhr: Sum 51. Male: Die Puppe( La Poupée) Operette in 3 Aften und einem Vorspiel von Sturgeß und Orbonneau. Musik von Ed. Audran. Montag und folgende Tage: Die Puppe( La Poupée). Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72/73. Gastspiel Emil Thomas Schiddebold's Engel. Bosse mit Gefang in 4 Aften von W. Mannstädt. Musik von demselben. Konplets von Alfred Bender. Anfang 72 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. ( Mehfel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl, Schneider und Schrader.) Heute: Nenes Elite- Programm. Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf., Vorverkauf 40 Pf., Num. Balkon 75Pf., Balkonloge 1 Mk., OrchesterLoge 1,50 Mk., Fremden- Loge 2 Mk. Tagestaffe von 11-1 Uhr. Morgen: Frauen- Emanzipation. therapeutischen Bestrebungen Nachmittags 4 Uhr: der Gegenwart von Gr. Humor. Vorstellung. Dr Robinski( Berlin), erweiterter Auftreten der Troupe Polo à Separat Abdruck aus dem Werk: bicyclette. Die deutschen Kraft ,, Dr Robinski, Operiren oder Nichtturner Sandor Trio. Außerdem: operiren bei Krebserkrankungen Contre danse zu Pferde, geritten und andere zeitgemässe, insbebon 4 Damen und 4 Herren auf sondere therapeutische Fragen. 8 Schulpferden. Auftreten der vor:( Ein weiterer Beitrag z. Kenntniss züglichen Clowns und Augufte der der Natur u. d. Wesens, der BeGesellschaft mit ihren neuen Späßen 2c. handlung u. Heilung d. KrebsAbends 72 Uhr: erkrankungen)." Grosse Gala- Vorstellung. Verlag: Robineti& Co., Berlin( W) 62. Bum 104. Male: PERSIEN. Debut der deutschen Straftturner Sandor Trio. Borführung der Ballspieler Achtung! Wegen Aufgabe meines Geschäfts, mein Lager in Stoffen und Futtersachen zu räumen, fertige Anzüge nach Maß, reiner Woll- Cheviot, Polo à bicyclette. für 27 2, Kammgam für 35 Mr. Auftreten des berühmten Schul- Sofen für 8 Met., Paletots für 20 Mt. reiters Burkhardt- Foottit. Clowns Auch wer Stoff hat, fertige Anzüge und Auguste. nach Maß, beste Buthaten, garantirt 8529* guter Sig, für 18 Mt. Weberstrasse 63, Laden. Morgen Montag, den 27. Februar, Abends 72 Uhr: Persien. [ 555L Deconomie: Martin Berndt 5262*] Borzügliche Küche, Wurstpavillon Schießstand, Kegelbahnen u sonstige diverse Belustigungen. Kaffeeküche von 2 Uhr ab geöffnet. Pferdebahn vom Morigplatz für 10 Pf. bis zur Brauerei Nach beendeter Inventur u. vollständiger Umgestaltung Preis- Herabsetzung für meines Teppich, Kaufhauses Teppiche Gardinen, Portièren, Möbelstoffe, Steppdecken reclite Sabritate in Copha đ 11. j. w. Salon Teppichen à 3,75, 5, 6-500 M. [ 1046L* Slluftrict. 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Drei Volks- Versammlungen für Männer und Frauen in den Lokalen: Königshof, Bülowstraße 37, on ebasd a Calda Norddeutsche Brauerei, Chausseestr. 58, Conntag, den 26. Februar, Abends 6 Uhr, im Lokale des Herrn Wernau, Schwedterstr. 23-24: Seffentliche Versammlung Tagesordnung: 1. Bortrag des Herrn Dr. Friedeberg über: Sygiene im eigenen Heim". 2. Diskussion. Nach der Versammlung gemüthliches Beijammensein. 1/12 Die Vertrauensperson. Achtung! Wahlverein f. den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. ( Süd- Ost.) Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Genoffe Carl Zinke an der Proletarierfrankheit verstorben ist. Die Beerdigung findet am Montag, den 27. d. M., Nachm. 32 Uhr vom Trauerhause, Schlesischestr. 46, aus nach dem Emmauskirchhof in Brizz statt. 2. Wahlkreis. Achtung! im rege Beteiligung ersucht 2 Sonntag, den 26. Februar 1899, Abends 6% Uhr, bei Zubeil, Lindenstrasse 106: 242/7 Der Vorstand. Zentral- Kranken- und Sterbekasse der deutschen Wagenbauer. Den Mitgliederit zur Nachricht, daß Oeffentl. Derlammlung.ſer Tages Ordnung: V Vortrag des Herrn Dr. Leo Arons über:" Der Schnaps und bie Arbeiter". Nachher: Tanz. 210/11 Der Vertrauensmann. Schweizer Garten, Am Königsthor. Dienstag, den 28. Febr., Abends 9 Uhr, Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Tages- Ordnung in allen Versammlungen: Die Knebelungsversuche an Verbands- Mitgliedern durch Herrn August Scherl und Zwecke und Ziele der Rausreifer Kompagnie, gen. Gutenberg- Bund. Diskussion. nedoba neden " 101 Kombinirte Versammlung. Tages Ordnung: 1. Berathung des Streifreglements. 2. Anträge. 3. Verschiedenes. 177/6 Achtung! Zimmerer. Achtung! Dienstag, den 28. Februar cr., Abends 8 Uhr: Versammlung der Play- Deputirten Die Leser und Inserenten des Berliner Lokal- Anzeigers" werden auf diese Verfammlungen ganz besonders aufmerksam gemacht; die am Verlage des Berliner LokalAnzeigers" betheiligten Bankfirmen( Berliner Handels Gesellschaft und Dresdener Bank) Jede Arbeitsstelle muß zu dieser Versammlung einen Delegirten entsenden. werden ersucht, Vertreter zu entsenden. Der Ausschuß der Berliner Gewerkschafts- Kommission. R. Millarg, Sekretär. 35/9 Achtung! Maassschneider der Herren- Bekleidung. Dienstag, den 28. Februar, Abends 82 Uhr, in den Arminhallen( großer Saal), Kommandantenstr. 20: Grosse öffentliche Versammlung. Tagesordnung: 1. Die Zustände in der Maßbranche und gedenken wir Abhilfe zu schaffen? Referent Kollege Stubbe. 2. Diskussion. 3. Beschußfassung. 164/3 Die Kollegen werden ersucht, in dieser Versammlung recht zahlreich zu erscheinen; auch die Tag, Hosen: und Westenschneider werden besonders darauf aufmerksam gemacht. Der Vertrauensmann. Achtung! Vnter. ST Achtung! Montag, den 27. Februar 1899, Nachmittags 5 Uhr, in Keller's großem Saal, Koppenkrake 29: 256/3 bei Lange, Dragonerstraße 15. Die Vertrauensleute. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Branchen- Versammlung der Drechsler Dienstag, den 28. Februar, Abends 8 Uhr, im Lofal des Herrn Stechert, Andreasstr. 21. Tages Ordnung: 1. Die letzten Werkstatt- Streits und ihre Erfolge, und wie gebenten wir ferner vorzugehen? 2. Unsere Stellung zur Zwangsinnung. Referent: Kollege A. Mohs. 3. Verschiedenes. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, zu erscheinen. Branche Korbmacher. Montag, den 27. Februar, Abends 8 Uhr, bei Herrn Wilke, Andreasstraße 26: Derlammlung. Tages Ordnung: 78/8 Vortrag über die Aufgaben und Pflichten der Vertrauensmänner in unferer Branche, Branchenangelegenheiten, Berschiedenes, Fragetaften. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen der Kollegen wird gebeten. Deffentliche Versammlung der Puter Deutsch. Metallarbeiter- Verband Berlins und der Vororte. ( Verwaltungsstelle Berlin.) Tagesordnung: 1. Der Beschluß der Putzer Berlins und der Vororte vom 25. Januar 1899 und wie gebenken wir einer weiteren Verschlechterung unserer Lohn- und Arbeitsbedingungen vor: zubeugen? Referent: Franz Schulz. 2. Die Verkürzung unserer Arbeitszeit um zwei Stunden pro Woche( am Montag und Sonnabend je eine Stunde) und deren Nugen. Referent: Julius Am Montag, den 27. Februar, Abends 8½ Uhr, im Lokal Dietrich. 3. Allgemeine Diskussion und weitere Beschlußfassung. 131/14 Kollegen, wir richten an Euch die ernste Mahnung, daß alle Mann unseres Berufs erscheinen. Es sollen in dieser Bersammlung Beschlüsse gefaßt werden, welche für die Bewegung der Buzer Berlins und der Vororte in diesem Jahre bindend sind. Deshalb alle Mann zur Stelle. Die Lohnkommission. Achtung! Deffentliche Achtung! gl. v. morgens 8 bis abends 11 Uhr Bautischler- Versammlung am Montag, den 27. Februar, Abends 8 1hr, im Englischen Garten( großer Saal), Alexanderstr. 270. Tages Ordnung: Warme ZUM Hiesiges helles Lagerbier. URATION 1. Stellungnahme zu dem am 19. März d. J. stattfindenden ersten Bauarbeiterschutz- Kongreß. Referent: Kollege Millarg. 2. Diskussion. 3. Wahl von Delegirten zum Kongreß. 78/1 Pflicht sämmtlicher Bautischler, Einsetzer und Bodenleger ist es, in dieser Versammlung zu erscheinen. Mittags Küche. GOLDENE Tisch. Dresdener Münchener Bürger- Bräu. Der Vertrauensmann. 8. Felgentreff, trae 33. Achtung! Musikinstrumenten- Arbeiter. Montag, den 27. Februar, Abends 8 Uhr: Oeffentliche Versammlung im Lokal von Graumann, Naunynstraße 27. Tages- Ordnung: 1. Bericht und Abrechnung des Vertrauensmannes. 2. Wahl des Ver: trauensmannes und Stellvertreters. 3. Wahl des Delegirten zum Kongreß. 4. Stellungnahme zur Gründung eines Streiffonds. 5. Die Differenzen bei Nieber& Co. 6. Verschiedenes. Reell! Cigarren Reell! Direkter billigster Bezug. Jl. Preis: four. franto Pf. Cig. " " 71/2" " 10 100 Std. 2,50 2,80 3, 3,30 3,50 3,80 4,20 4,50 4,80 5,50 5,75 des Herrn Milbrodt, Müllerstraße 7: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Reichstags Abgeordneten Rosenow über:„ Die Arbeiterbewegung früher und jekt". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 110/15 Die Ortsverwaltung. Verband deutscher Gold- und Silberarbeiter und verw. Berufsgenossen( Mitgliedschaft Berlin). Dienstag, den 28. Februar cr., Abends 8% Uhr: Mitglieder- Versammlung im Dresdener Garten", Dresdenerstraße 45. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Ingenieurs Herrn Grempe über: Die Bedeutung des Müllschmelz Verfahrens für die rationelle Beseitigung der Abfallstoffe in den großen Städten" mit Demonstrationen. 2. Diskussion. 3. Ausgabe der Stimmzettel zur Urabstimmung über die Einführung der Arbeitslosen- Unterstügung. 4. Verschiedenes. 70/8 6,50 7,50 in Händlern, welche in Fabrit. verkaufen, von Nieber& Co., aufgefordert, sich zu dieser Versammlung recht zahlreich Heinzelmann& Co. Begr.1888. Der wichtigen Tagesordnung wegen werden die Kollegen, beſonders fura. Siel. Uebern. galta. Gefchäftsein und pünktlich einzufinden. Der Vertrauensmann: Arendt. Verein deutscher Schuhmacher. Montag, den 27. Februar, Abends 8½ Uhr: Zwei Bezirks- Versammlungen. Bezirk Westen: bei Cohn, Beuthstr. 22. Tagesordnung: Vortrag des Genossen Pörsch über:„ Die wirthschaftlichen Aufgaben der Stadtgemeinde. Berlin SW., Schützenstr. 3, Hof I. Tüchtige Vertreter gesucht. Die Werkstatt- Delegirten haben vollzählig zu erscheinen. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. Mitglied Karl Zinke ant 24. Februar verstorben ist. Die Beerdigung findet am 27. Februar, Nachmittag 3 Uhr, vom Trauerhause, Schlesischestraße 46, aus nach dem Emmaus- Kirchhof in Britz statt. Um rege Betheiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Berlin 4. Hierdurch meinen Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, daß meine Mutter Clara Pönitz geb. Hantsch am 23. Febr., Mittags 121 Uhr, nach jahrelangem schweren Leiden sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet Sonntag, den 26. Febr., Nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Jakobi- Kirchhofes aus statt. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Max Pönitz, Brandenburgstraße 54. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Kollegen zur Nachricht, daß mein lieber Mann, unser Bater und Großvater, der Töpfer Eduard Kuffner am Freitag, den 24. d. M., vers storben ist. Die Beerdigung findet Dienstag, den 28., Nachnt. 4 Uhr, von der Leichenhalle der GethsemaneGemeinde, Niederschönhausen, statt. Die trauernde Wittwe nebst Kindern, Todes- Anzeige. Allen Freunden, Bekannten und Vers wandten die traurige Nachricht, daß ant 22. d. M., Nachin. 1½ Uhr, nach furzem Krantenlager meine inniggeliebte Frau, unsere gute Mutter Johanna geb. Hahnzog in der Charitee verstorben ist. Dies zeigt betrübt an und bitten um stilles Beileid der Gatte nebst Kindern. Karl Lehmann, Restaurateur, Schulftr. 12. 13096 NB. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 26. Febr., 31 Uhr, von der Leichenhalle der Freireligiösen Gemeinde, Pappel- Allee 15-17, statt. Am 24. Februar verschied sanft unser Kollege, der Klempner: meister Rudolf Hechler. Er war uns stets ein lieber, rechtschaffner und treuer Kollege und werden dem Heimgegangenen stets ein ehrendes Andenken be: wahren fämmtl. Kollegen u. Arbeiter der H. Conrad'schen Fabrik, Sophienſtr. 8/9. Für die zahlreiche Theilnahme und große Kranzspende bei der Beerdigung meines lieben Mannes W. Rubach fagen allen Kollegen der Firma J. Pintsch unseren herzlichsten Dant. 23we Nubach u. Sohn. Danksagung. 12936 Hiermit sage allen Freunden und Bekannten, sowie den Arbeitskollegen und Meistern, insbesondere dem Verein für Frauen und Mädchen Bentralverband' deutſcher Bauarbeiter ( Filiale Weißenfee) für die rege Theilnahme und Seranzspenden bei der Bes erdigung meines lieben verunglückten Mannes, den Steinträger Wilhelm der Arbeiterklaffe. Montag, den 27. Februar, Abends 8 Uhr, den ,, Armin- Hallen". Kommandantenstr. 20: Weigelt, meinen herzlichsten Dant. Vortrag des Herrn Dr. Lux: ,, Chemie in der Küche". Gäste willkommen! Der Vorstand. [ 55/2 Wedding- Park, Bildungsverein ,, Mehr Licht!" Müllerstr. 178. Heute, Sonntag, Abends 72 Uhr, Weißensee, 25. Februar 1899. Ww. Johanna Weigelt nebst Kindern. Von der Reise zurück. Dr. Lilienthal, Arzt für Hautkrankheiten, Kommandantenstr. 33. 48/ 18* Parteigenossen und Genossinnen empfehle meine Buchdruckerei und Buchbinderei. [ 9232* 1. Osterfeiertag Saal frei geworden, im Englischen Garten, Alexander- Straße 27c: Saubere Ausführung. Solide Preise. an Vereine zu vergeben. Alhambra- Fest- Säle, Wallnertheaterstr. 15. Vortrag des Genossen Dr. Weyl über: Ein Hemmschuh der modernen Arbeiterbewegung. Diskussion. Nachdem: Gemüthliches Beifammensein und Tanz. Eintritt 10 Pf. Garderobe 10 Pf. Hierzu ladet höflichst ein Der Vorstand. Jeden Donnerstag und Sonntag Gr. Elite- Ball. Es sind die Sonn abende der 25. März und 8. April 120/6 noch frei. Aug. Zameitat. 1310b Bezirk Osten: bei Feindt, Weinstr. 11. Tagesordnung: Vortrag der Genoffin Frl Baader. Es ist Pflicht eines jeden Mitgliedes, in der Versammlung seines Bezirks zu erscheinen. Die Kolleginnen des Oftens machen wir heront en als Vereinszimmer zu vergeben bei Gäste Butritt und werden zu diesen Bersammlungen freundlichst eingeladen. Bortrag des Frl. Baader aufmerksam. Auch Nichtmitglieder haben Der Vorstand. 0 Das Bureau und der unentgeltliche Arbeits Nachweis des Vereins deutscher Schuhmacher befindet sich Dragoner Straße 15, Hof part. Geöffnet von Vormittags 10-1 und Nachmittags 5-8 Uhr. 40,80-100Pers. Schöneberg. 6542) Sepp Wiedemann, Montag, den 27. Februar, Abends 8 Uhr, im Klubhause, Friedenstr. 67. Empfehle meine Restauration und 2 Vereinszimmer mit Piano für Zahlstellen und Vereine. Am Sonntag, den 12. März, findet ein Urania- Besuch statt. Billets Ernst Lier, å 60 Pf. find im Bureau zu haben. Achtung! Töpfer. 169/8 546L*] Alte Jakobstr. 119. Hauptstrasse 5/6: Volks- Versammlung für Frauen und Männer. Tages Ordnung: Dienstag, den 28. Februar 1899, Abends 7 Uhr: Berichtigung der Bilanz 1. Bortrag bes Reidstags- Abgeordneten August Bebel: Die Oeffentliche Versammlungen in Pankow und Umgegend bei Devantier, Floras und Mühlenstraße- Ecke; in Rigdorfu. Umg. bei Thomas, Hermannstr. 48/49. Tages Ordnung: 195/1 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. Da über 200 Kollegen in Pantow und Umgegend und ebenfalls in Rigdorf und Umgegend soviel wohnen, so erwarten wir von unseren Kollegen, daß diese Versammlungen einen zahlreichen Besuch aufweisen. Der Vorstand. pro 30. September 1898. Der Gesammtbetrag des Geschäfts: guthabens sowie die Haftsummegber Genossen haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahre um je 5 Mt. vermindert. Berliner Genossenschafts- Bäckerei ( Eingetragene Genossenschaft mit be: schränkter Haftpflicht.) Der Vorstand: Richard Kelm, Karl Petersohn, Raffirer. Geschäftsführer. Frau in Staat und Gesellschaft. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Karol Weil's Seifenextrakt ist der einzige Freund aller wirklich sparsamen Hausfrauen. 202/9 Constantin Janiszewski, Dresdenerstr. 38, 2. Hof part. rechts. Fernsprecher Amit IV 1067. Erstklassige Fahrräder Mk. 95.[ 1003L* Baer Sohn, LIDE Chausseestr. 24. M. Krüger's Speise- Leinöl frisch und garantirt rein nur aus solchen Flaschen überall käuflich. Engros Lager V SO., Skalitzerstr 105. Nen! Eröffnet! Neu! Bade- Anstalt. Norden Lortzingstr. 33. Lohtannin, Russisch- Römisch, DampfGr. Frankfurterstraße 39 Wannen, Sool, Fichtennadel, Kleieempfiehlt sämmtliche Inftrumente, mechanische Werte, Fantasie: bäder 2c. Lieferant sämmtl. KrankenGegenstände, Bestandtheile zc., Saiten zu reellen Preisen.( 10218* kassen. Musik- Instrumenten- Fabrik H. Howe& Co., faften mit Maffage und Padungen. 10402* Central- Leihhaus, 72 Jägerstr. 72, Ecke Kanonierstrasse. 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Die Agitation und wie ist sie am besten zu fördern; 3. Die Arbeiterschußkonferenz und Anträge zu derselben. Anwesend find 64 Delegirte, die 46 Orte vertreten. 165,91 M. dem meinten die Fabrikanten, fie verlangten von den Arbeitern Arbeiterschaft fönne aber die Politit folcher fleinen Pfiffe " eigentlichen Punkt der Tages Ordnung einnahmen, agitatorischen Swedes wegen die Genoffen täuschen. Die nichts weiter, als daß sie ihre Mißbilligung über die Preisherab- und Kniffe den Gegnern überlassen.( Lebhafter Beifall.) fegung der Firma Lange u. Wagner aussprechen. Schließlich wurde Der Artikel der N. 8." finde, daß man beim Bestreiten des poli eine Resolution folgenden Inhalts angenommen: Die Versammlung tischen Charakters der That ein schlechtes Licht auf die Angeklagten spricht ihre entschiedene Mißbilligung über die Herabfeßung der Breise fallen lasse. Redner fei dagegen der Ansicht, daß anderenfalls dies feitens der Holzbearbeitungsfirma Lange u. Wagner aus. Falls der von schlechte Licht auf die Partei fallen würde. Die Hauptsache aber sei, dieser Firma versandte Preistourant allgemeine Giltigkeit erlangt, daß seiner Ueberzeugung nach die von den Angeklagten verübten erachten wir ein ferneres gewinnbringendes Fortbestehen der selb- Mißhandlungen teinen Zusammenhang mit ihrer politischen Ge Bu Punkt 1 ergreift Töpfer- Hamburg das Wort. Der ständigen Unternehmer unserer Branche für gefährdet; ein friedliches finnung gehabt hätten und nur eine Frucht der Erregung gewesen Bericht erstreckt sich auf die Thätigkeit in den letzten zwei Jahren. und gedeihliches Zusammengehen mit unseren Arbeitnehmern bei den feien. Anders stehe es mit dem Urtheil. Wenn der Artikel Er führt aus: bisher gezahlten Löhnen und der jetzt üblichen Arbeitszeit für aus der Neuen Zeit" den Redner darauf hinweise, daß dem Urtheil die Seine Aufgabe sei gewesen, in Orten, an denen die Zentral- geschlossen. Die jegige Marktlage giebt teine Veranlassung zu Annahme zu Grunde liege, es habe sich um eine politische AusOrganisation noch nicht vertreten war, für die Bentral- Organisation folcher Preisdrückerei und der damit verbundenen Schädigung schreitung gehandelt, so renne er offene Thüren ein, denn eine thätig zu sein. Das sei ihm mit Hilfe der Kartelle möglich ge- der Gesammtheit der Arbeitgeber. Entschieden verurtheilt solche Auffassung habe Redner selbst längst im Vorwärts" vertreten. wesen, sodaß eine Anzahl neuer Bahlstellen ins Leben traten. die Versammlung die Art und Weise der Anpreisungen Aber wenn die Richter dies geglaubt hätten, so seien sie eben im Schwierigkeiten seien ihm nur in Frankfurt a. M. und Stuttgart und die sonstigen Handlungen der Firma, die eine Verlegung berech- Irrthum gewesen, und wir hätten keine Veranlassung, diesen Irrthum erstanden. Nach vielen Mühen sei es aber gelungen, in beiden tigter Interessen unseres Standes zur Folge haben. Im übrigen zu unterstützen. gegengehen. Im Jahre 1897 wurden 100, im Jahre 1898 125 Orte weitere Vorgehen in der vorliegenden Angelegenheit. Arbeiter eine pre jie. Gegenüber den Angriffen der Gegner sei solidarischer Zu Orten Zahlstellen zu gründen, die heute einer guten Zukunft ent überläßt die Versammlung der Organisation der Arbeitgeber das Redner unterzog darauf das Urtheil einer eingehenden juristis schen Beleuchtung und verwies auf die Heßerei der Scharfmacherbereist. Nebenbei wurden noch andere Agitationsreisen unternommen. Nach Schluß der Versammlung veranstalteten die presse. Die Mittel zur Agitation seien aber nur von wenigen Orten, vor Tellersammlung für die Krefelder Weber. sammenschluß, Massenbeitritt zu den Gewerkschaften, Ruhe und Kraft allem aus der brandenburgischen Gegend eingegangen. Orte mit starken Lohnbewegungen hätten fast nichts senden können.( Aus trauensmänner- Versammlung tagte am Mittwoch bei Cohn, Beuth- neuen Machtzuwachses für die Arbeiterbewegung entstehen.( Lang Deutscher Holzarbeiterverband. Eine gut besuchte Ver- von Nöthen. Dann werde aus der Giftsaat der Gegner die Frucht nahmen hierbei machen Magdeburg, Olvenstedt, Ottersleben.) Die Straße. Klingner referirte fiber das Thema: Kann eine Kampf- anhaltender socialn Einnahme beläuft sich auf 4873,59 M. Ausgegeben wurden für Organisation auch Unterstügungskaffen haben? Der Referent betonte des Redners beipflichtete, wurde einstimmig angenommen. Eine Resolution, die in energischen Worten den Ausführungen Agitationen 8867,40 m., für Drucksachen 133,85 M., für Porto unächst, daß die Unterſtügungsfrage feine prinzipielle, sondern eine Sierauf sprach Kube über die außerordentlichen Mißstände Der Versuch, internationale Verbindungen antaktische sei. Es handele sich für uns darum, die Mitglieder dauernd Hierauf sprach Kube über die außerordentlichen Mißstände zuknüpfen, sei verschiedentlich gemacht worden, aber ohne Erfolg, da an die Organisation zu feffeln. Dies gelinge heute nur zum Theil. im Baugewerbe, deren Beseitigung schon lange erstrebt werde und mit denen sich der demnächst tagende BauarbeiterUnterſtügungen werden im Verbande gezahlt, so Reise-, Streit-, Desterreich und Dänemark noch zu verworren sind. die Verhältnisse bei den organisirten Bauarbeitern in der Schweiz, Sterbe- Unterstügung u. s. w. Die Einführung einer Arbeitslosen Rongreß im Besonderen beschäftigen wolle. Kube und knüpfer gewählt, das Ergebniß der Es wird nach einer längeren Debatte beschlossen, Bunkt I und II anfäffigen Mitgliedern zu Gute kommen und zweifellos die Organi wiesen und besonders auf die Versammlung am nächsten Mittwoch Es wird nach einer längeren Debatte beschlossen, Puntt I und II Unterstügung, würde als Gegenstück zur Reise- Unterstügung den wurden zu Delegirten des Kongresses gewählt, das Ergebniß der Tellersammlung den Angehörigen der Löbtauer Verurtheilten überzusammen zu verhandeln. Handorns Altona( Erdarbeiter) schildert in lebhafter Weise die Lage dieser Arbeiter, die er eine ſation stärken. Die Konkurrenz der Arbeitsuchenden würde ver- aufmerksam gemacht, wo der mit den Meistern zu vereinbarende traurige nennt, und geht des weiteren auf die Unfreiheit der in mindert, unser Arbeitsnachweis gestärkt und das lästige Haufiren- Tarif berathen werden soll. Dann wurden die in der letzten Woche Kasernen einlogirten Erdarbeiter ein. Sein Vorschlag geht dahin, gehen nicht mehr in dem Maße vorkommen, wie es jetzt noch leider verunglückten Kollegen durch Erheben von den Plägen geehrt und durch Flugschriften die Erdarbeiter für die Organisation zu ge- anheim, die Frage der Arbeitslosen- Unterſtügung in ihren WerkSer Fall ist. Der Redner gab zum Schluß den Vertrauensmännern die Versammlung mit einem Hoch auf die Arbeiterbewegung ge= schlossen. Die Debatte endet mit der Entlastung des General- Bevollstätten eingehend zu diskutiren. Den Ausführungen des Referenten mächtigten. Alsdann wird die Einsetzung von Agitationskomitees, folgte eine lebhafte Debatte. Wegen der vorgerückten Zeit gelangte Ungesetzliche Versammlungsauflösung. Freitag Abend sollte welche unter Aufsicht des General- Bevollmächtigten zu stehen haben, Fortsetzung der Debatte in der nächsten Vertrauensmänner- Ver- Der große Saal des Stadttheater- Lokals war übervoll. ein Antrag zur Annahme, welcher Schluß der Diskussion und die in Köpenick Genosse Bebel in einer Volksversammlung sprechen. beschlossen. Ein weiterer Antrag, der zur Annahme gelangte, be= Genosse Kaum ſtimmt die Wahl von Provinzial Bevollmächtigten, welche auf eine ganze Reihe von Werkstattdifferenzen. Binde theilte mit, daß hatte diefer einige Minuten gesprochen, so unterbrach ihn fammlung verlangt. Der Arbeitsvermittler berichtete sodann über Faber war Vorsitzender und gab Bebel das Wort. Provinzial- Konferenzen gewählt werden und dem GeneralBevollmächtigten unterstehen. Der dritte, gleichfalls zur Annahme der Ausstand der Drechsler bei Schwarz, Urbanstraße, zu Gunsten der Vorsitzende; der die Versammlung überwachende Polizeigelangte Antrag fordert die Herausgabe von Flugschriften in dänischer der Kollegen beendet ist. Hierauf wurde beschlossen, am Sonntag, Wachtmeister Waldow habe ihm eben mitgetheilt, daß, wenn die Sprache. Hierauf wird Krens- Hamburg als General- Bevoll- den 5. März, eine Generalversammlung zu berufen. anwesenden Frauen nicht aus dem Saale entfernt würden, er die mächtigter gewählt. Versammlung auflösen müsse. Genosse Faber protestirte 20. Februar seine ordentliche Mitglieder Versammlung ab, in der Bebel schloß sich diesem Protest an. Das Gesetz gestatte die AnDer Fachverein der Musikinstrumentenarbeiter hielt am gegen dieses Verlangen, zu dem die Polizei kein Recht habe. Genosse Kleinlein über das Dresdener Zuchthausurtheil referirte. Die wesenheit von Frauen in Volts versammlungen, es verbiete nur Diskussion Referats. Sodann erstattete die Agitationskommission Bericht über Anwesenheit in solchen Vereinsversammlungen. Referale" war eine sehr lebhafte und bewegte fich im Sinne des ihre Mitgliedschaft in politischen Bereinen und ihre den Lohnabzug bei der Firma Nieber u. Co. Es wurde der Kommiffion des Verbandes der Vorwurf gemacht, daß sie sich zu zustimmen und hoffe, daß man sich nicht fügen werde. Führe alsdann fordere die Versammlung auf, über die Forderung der Polizei abeinem Vorgehen gegen die Firma nicht aufzuschwingen vermochte. Die Polizei ihre Drohung aus und löse die Versammlung auf, so Ferner wurde bekannt gegeben, daß die für die Krefelder Weber ge- sei dies ein ungefeglicher Aft und würde man die entsprechenden fammelten Gelder nach wie vor an die Geschäftskommission der Mittel hiergegen ergreifen. Die Versammlung beschloß mit allen Vertrauensmänner- Zentralisation abgeführt werden. Aufgenommen gegen brei Stimmen die Frauen nicht auszuschließen. Darauf wurden sechs Kollegen. winnen. A Zur Berathung fommt der Bauarbeiterschutz- Kongreß, welcher am 19. März d. J. in Berlin stattfindet. Sämmtliche Redner find von der Nothwendigkeit und der hohen Bedeutung des Kongresses durchbrungen, fie schildern eine Reihe von Vorkommnissen auf Bauten, welche die Nothwendigkeit eines wirksamen Bauarbeiter Schutzes illustriren. Beschlossen wird, die Beschickung des Kongresses den einzelnen Orten zu überlassen. Damit tritt Schluß der Sonferenz ein. Versammlungen. AWS §'in ge, politische Naturheilmethode machend, dann D Er erhob sich der Wachtmeister, erklärte die Versammlung für geschlossen und forderte die Anwesenden auf, den Saal zu verlassen. Ein Sturm der Entrüftung antwortete ihm. Langsam verließen die Anwesenden den Saal. Den Genoffen des 6. Wahlkreises steht ein neues großes Die Lederarbeiter hielten am Freitag eine öffentliche VerLokal zur Verfügung. Es ist dies Ballschmieder's großer Festsaal in ſammlung im Lotal„ Marienbad", Badstraße, ab, in der Genosse der Badstraße. Am Freitag Abend fand in demselben eine Volts Wagner über„ Volksbildung und Klassenbewußtsein" referirte. Versammlung statt. Etwa 900-1000 Personen hatten sich zu dieser Der sehr interessante Vortrag, in dem der Redner an der Hand So geschehen in der nächsten Nähe der Hauptstadt, nachdem die Berjammlung eingefunden, ohne daß dadurch der Saal überfüllt eines reichhaltigen Materials die verschiedenartigen Mißstände auf Verordnung über das Versammlungsrecht nahezu fünfzig Jahre gewesen wäre und da auch die Akustik des Raumes eine vorzügliche dem Gebiete des Schulwesens einer herben Kritik unterzog und die besteht, also alt genug ist, um von den Behörden verstanden zu ist, so verspricht es den Genossen des 6. Kreises bei der Agitation daraus refultirenden, den Kulturfortschritt hindernden und insbesondere werden. Hervorzuheben ist, daß schon vor Beginn der Versammnoch gute Dienste zu leisten. Auf der Tagesordnung stand: Die für die Arbeiterklasse sehr nachtheiligen Folgen beleuchtete, wurde lung das Gerücht im Saale zirkulirte, die Polizei werde die Entbürgerliche Gesellschaft und der Sozialismus." Zur Behandlung von den Versammelten mit lebhaftem Beifall aufgenommen. fernung der Frauen aus dem Saale fordern und, falls dieser For dieses Thema's war der Reichstagsabgeordnete Rosenow erschienen. Hierauf berichtete die in der vorigen Versammlung hierzu beauf derung nicht Folge geleistet werde, werde sie die Versammlung aufRedner schilderte die klaffenden Widersprüche in der bürgerlichen Ge- tragte Kommission über die Verhandlungen mit dem Gerberei lösen. Gegen die Auflösung wird der Beschwerdeweg betreten sellschaft, den Verfall der bürgerlichen Parteien, die Thatsache, daß das besiger Schubert. Nach diesem Bericht sind die Verhandlungen werden. Bürgerthum immer mehr die geistige Führung an die Arbeiterklasse ver- völlig resultatlos verlaufen, weil der Unternehmer jedes Entgegens Es ist ein starkes Stück und beweist, wie weit wir in Preußen liere, umschließlich nachzuweisen, daß der Sozialismus über das Bürger- fommen verweigert und nicht gewillt ist, die durchaus unbegründete noch in der Kultur zurück sind, daß ein untergeordnetes Polizeithum triumphiren werde. Der Vortrag fand stürmischen Beifall. Lohnreduzirung, wegen der die Zurichter die Arbeit niederlegten, Organ es wagen darf, Tausende von Menschen, die sich friedlich In der Diskussion sprach zunächst Fratscher, einige Bemerkungen rüdgängig zu machen. In der Diskussion wurde von allen Rednern versammeln wollen, an der Ausübung ihres Staatsbürgerrechts zu die Ansicht ausgesprochen, daß dieſe Lohnreduzirung unter allen bindern, wider Recht und Geſetz nach Hause zu schicken, als handle welcher die politischen Ereignisse zur Sprache brachte und Umständen abgewehrt werden müsse, weil die Preise schon so wie so es sich um einen Haufen ungezogener Kinder. Sen Anschluß an die Organisation empfahl. Darauf wurde eine außerordentlich geringe sind und besonders auch deshalb, um weitere Resolution angenommen, die sich im Sinne des Referats bewegte. Lohnabzüge zu verhüten. Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklaffe. Montag, für Frauen Von mehreren Rednern wurde der den 27. Februar, Abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Nachdem noch der Vorsigende Brinkmann dem Lokal- Anzeiger" Meinung Ausdrud gegeben, daß das Vorgehen des Herrn Vortrag des Herrn Dr. Lur über:" Chemie in der Küche." Gäſte ſind einer gebührenden Kritit unterzogen hatte, fand die Versammlung Schubert auf eine Verabredung mit anderen Fabrikanten willfomment. mit einem hoch auf die Sozialdemokratie ihren Schluß. zurückzuführen ist, daß bei dieser Firma nur der Anfang gemacht Bildungsverein Mehr Licht". Heute Abend 7/2 Uhr im Englischen Die Preisdrückerei im Fraisereibetriebe. Mit diesem Thema werden soll und falls die Arbeiter dem nicht entgegentreten, die Garten, Aleranderstr. 27 c: Vortrag des Genossen Dr. Weyl über„ Gin beschäftigte sich eine am Freitag in Stechert's Saal tagende Ber- Unternehmern zu einer planmäßigen allgemeinen Lohnreduzirung 27. Februar, Abends 9 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20: gegenwärtig nicht sehr günstige Konjunktur auch von den anderen Hemmschuh der modernen Arbeiterbewegung". Camariter Rurfus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Montag, sammlung von Fraiſereibesitzern und Arbeitern an Holzbearbeitungs- benugt werden wird. Wie noch mitgetheilt wurde, beabsichtigt Herr Vortrag des Herrn Dr. Bischofswerder über:" Transport verunglückter maschinen. Die von den Fraisereibefizern einberufene Versammlung war sehr zahlreich, zum größten Theil von Arbeitern, besucht. Aus Schubert die Gerberei- Arbeiter in der Zurichterei zu beschäftigen und und ertranfter Personen." Gäste willkommen. dem einleitenden Referat des Fraisereibesitzers Bry ging hervor, war sollen diesen die alten Preise bezahlt werden, welche den ausdaß die kürzlich ins Leben getretene Firma Lange u. Wagner ihre Ständigen Zurichtern verweigert werden. Bei der Firma Schwarzmann Arbeiten zu ganz ungewöhnlich niedrigen Preisen offerirt. Der Re- ind ebenfalls den Zurichtern Lohnabzüge gemacht worden. Während diese Allgemeine Familien- Sterbe- Kasse. Heute Zahltag: Ackerstraße 123 ferent führte aus, daß ja die Arbeiter immer die Ersten sind, welche unter Firma in einem früheren Falle einen Lohnabzug von 50 Pf. versucht hatte, bei Diete und Oranienſtr. 185 bei Bukow. einer Herabsetzung der Preise zu leiden haben, und da es nicht mög- aber durch den Widerstand der Arbeiter ihre Absicht wieder aufgab, Arbeiter Bildungsverein für Steglitz, Friedenau und Umgegend. lich sei, daß die Firma Lange u. Wagner bei den Preisen, zu denen wurde den Zurichtern für eine Arbeit, die bisher mit 8 Mt. bezahlt Dienstag, den 28. Februar, Abends 8 Uhr, im Lotale des Herrn Schellfie ihre Arbeiten herstellt, auf die Dauer die in der Branche üblichen worden ist, in dieser Woche gleich ein Lohnabzug von einer Mark haie, Stegliz, Ahornstr. 15: Vereinssizung und Vortrag des Genossen Löhne zahlen könne, io hätten die Arbeiter auch ein Interesse daran, zugemuthet. Die Arbeiter weigerten sich die Arbeit zu dem herab- Kutscher. Gäste willkommen. daß einer Preisdrückeret, wie sie die Firma Lange u. Wagner be- gejezten Preise anzufertigen und wurden nun entlassen. Nach einer treibt, entgegengetreten werde. Weiter besprach der Referent die längeren Diskussion, in der das ungerechtfertigte Vorgehen der UnterReklamemacherei der genannten Firma, und stellte in Aussicht, daß eine Resolution zur Annahme, in der sich die Versammelten wir bitten, bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine BahD nehmer gegenüber den Arbeitern tritifirt worden war, gelangte Briefkasten der Redaktion. man dem Verein der Fraiſereibefizer empfehlen werde, zu erwägen, ob u. A. mit den Ausständigen solidarischlerklären und verpflichten jedweder anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll und bie letzte es nicht angebracht sei, auf Grund des Gesetzes gegen den unlauteren Lohnreduzirung mit aller Energie entgegenzutreten und außerdem Abonnementsquittung beizulegen. Fragen ohne solche werden nicht beantWettbewerb mit einer Klage gegen die Firma vorzugehen. Von eventuell weitere Maßnahmen in Aussicht gestellt werden. Ferner Seiten der Arbeiter sprachen Stein, 8impel, Hoffmann, wurde beschlossen, Gauerzapf und Andere. Sie vertraten übereinstimmend den und die zurichter nicht zu den alten get rigging en act Standpunkt: Bis jetzt zahle die Firma Lange u. Wagner gute Woche wieder eingestellt werden, daß. dann auch die Gerberei- Arbeiter zu den alten Preisen noch im Laufe der Löhne, auch über die Behandlung hätten die Arbeiter nicht am Sonnabend bei beiden Firmen die Arbeit niederlegen sollen. Die zu lagen. So lange diese Verhältnisse bei der Firma bestehen, Kommission wird die Unternehmer von den Beschlüssen in Kenntniß hätten die Arbeiter keine Veranlassung, irgend etwas gegen fegen und damit nochmals Verhandlungen behufs Beilegung der Lange und Wagner zu unternehmen. Sollten die Löhne herabge Differenzen versuchen. drückt werden, was ja bei den niedrigen Preisen zu erwarten sei, Deutscher Senefelder Bund. Mitgliedschaft Berlin. Montag, den 27. Februar, Abends 8 Uhr im Restaurant Miegel, Stralauerstr. 57: Mits glieder- Bersammlung und Vorstandssizung. wortet und schriftliche Antwort wird nicht ertheilt. Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und Freitags abends von 7 bis 8 1hr abgehalten. werden können. B. S. Wir sind so genau nicht informirt, ob Ihre Ansprüche erfüllt Noch- Nürnberg. Berichte sind uns immer angenehm. Lohnkommission der Maurer. Die Angelegenheit ist wohl durch die heutige Lokalnotiz erledigt. Mm. D. 106. 1. Sie können von dort flagen, falls es sich wie es dann würden die Arbeiter selbstverständlich dagegen oorgehen. Die Zimmerer tagten am Freitag bei Keller in der Koppen- scheint um ein Darlehen handelt. Es tritt erst in 30 Jahren Verjährung Den Fraiserei Besizern müsse man es überlassen, wie sie straße, um einen Vortrag des Reichstagsabgeordneten eine über: ein. 2. Früher 15, jest 9. 3. 14 in Berlin. 4. Ja. Sonst noch etwas? mit dem unbequemen Konkurrenten fertig werden. Ferner Der Prozeß der Löbtauer Zimmerer" zu hören. Redner führte Wohnung bezogen ist, wie viel Miethe Ihr Vater zahlt, welche Stellung er C. S. 37. Wiederholen Sie die Frage unter genauer Angabe, wann sprachen sich die Arbeiter dahin aus, daß es ja recht aus, daß unsere Gegner die Löbtauer Vorfälle politisch ausnuten bei dem Vermiether hat u. s. w. Am besten kommen Sie in die Sprecha crfreulich sei, wenn Herr Bry betont habe, es liege den Arbeit- wollten, daß man aber sehe, wie es ihnen selbst bei den 53 Jahren stunde. H. W. Ist nur möglich, wenn Sie den Vater heirathen. gebern an der Aufrechterhaltung des guten Verhältnisses, welches Zuchthaus nicht recht wohl sei. Die That der Angeklagten, die 20. Nein. Ist unnöthig, überdies anfechtbar und möglicherweise strafbar. jeit 1896 zwischen ihnen und den Arbeitern bestehe. Es sei zu der Redner im Anschluß an die Prozeßverhandlungen ausführlich Klose. Es muß zunächst ein Vormund bestellt werden. Dieser kann wünschen, daß sich die Unternehmer des Zusammengehens mit den schilderte, sei ein Gewaltakt, den moralisch die Sozialdemokratie am dann die Klage anstrengen. Sp. N. Der von Ihnen gezahlte Betrag Arbeitern nicht nur dann bedienen, wenn es ihr eigenes geschäftliches meisten verwerfen müſſe, wenn derselbe auch aus den Umstände präftbenten ein. reicht aus. A. S. 99. Legen Sie dagegen Beschwerde beim Obertten ein.- Kl., Adlershof. Das Reich leiſtet Zuſchüſſe. Interesse erfordere. Mit Rücksicht auf die Gefährlichkeit der heraus zu erflären sei; aber politisch sei die That, d. h. Arbeit an den Holzbearbeitungs- Maschinen sei eine Verkürzung gewaltsame Mißhandlung Klemm's, nicht etwa als ein Ausfluß fozial- 1. Ja. 2. Wiederholen Sie die Frage unter Angabe, wann und wie viel E. 61. Nixdorf. Wenn Sie nicht zahlen, Miethe Sie zu zahlen haben. der Arbeitszeit auf acht Stunden sehr am Plage. Es demokratischer Gesinnung oder gewerkschaftlichen Solidaritätsgefühls fann getlagt werden.- 5. K. Darüber ist uns nichts bekannt. wäre deshalb wohl angebracht, daß zwischen den beider anzusehen. Redner erklärte, hierbei bleiben zu müssen, trots G.. 100. Wenn es sich um einen Zeugen oder Offenfeitigen Organisationen wegen dieses Punktes Verhand- dem ihn der Leitartikler der„ Neuen Zeit" deshalb angegriffen habe. barungseid handelt, müssen Sie den Eid leisten. M. L. Nein. Iungen gepflogen werden. Seitens der Arbeitgeber wurde Diefer habe diese Auffassung getadelt, denn, man tänsche die Kranten 30. Es bleibt hier nur der Klageweg übrig. darauf erwidert: Ob die achtstündige Arbeitszeit in nächster Zeit Gegner doch nicht dadurch." Dem Redner sei es nicht eingefallen, Etwa 3 M. Ohrfeigen. Sie können Privatflage anstrengen. Da aber eingeführt werden könne, das könnten die Unternehmer nicht ver- die Gegner täuschen zu wollen. Das wäre allerdings ein sehr ver- feine Zeugen vorhanden sind, würde die Klage, falls die Gegnerin bestreitet, sprechen. Kleinmichel. Wenn der Betreffende dies will, muß Die Arbeiter sollten vorerst dahin wirken, daß die 1896 fehltes Beginnen gewesen. Er habe lediglich der ganzen reinen abgewiesen werden. er der Jnnung beitreten. Drechsler. 1. Es ist beim Amtsgericht zu festgesezte neunstündige Arbeitszeit allgemein durchgeführt werde. Wahrheit dienen wollen.( Beifall.) Wenn man sagte, daß die Ver- flagen. 2. Ja. 3. Amtsgericht. 4. Dagegen giebt es Berufung Es gebe noch manchen Betrieb, wo noch 10 Stunden gearbeitet urtheilten mit ihren Gewaltthaten der gewerkschaftlichen oder politian das Landgericht. Pruk. 1. In dem Falle bleibt wird. Bezüglich der Stellung, welche die Arbeiter zu fchen Agitation hätten dienen wollen, so würde man eines der Klageweg übrig. 2. und 3. Wie hoch ist der Betrag? H. D. L. 3. 100. nur Vorläufige Anzeige! Den Bewohnern des Oftens hiermit zur gefälligen Anzeige, daß mein Kaufhaus Willy Leiser, Weidenweg, Edke Baltenplatz, nahe der Petersburger Strasse( Pferdebahn von allen Richtungen) demnächst eröffnet wird. Näheres über die Eröffnung siehe Inserat in den nächsten Tagen. Hochachtungsvoll J. Brünn, ( Bahnhof Börse) Hackescher Markt 4 Nach beendeter Inventur gelangen größere Lagerbestände meiner Teppiche Gardinen! Portièren! Steppdecken! Tischdecken! zu sehr billigen Preisen zum Ausverkauf!! J.B Elegante Paletots. 6992* J. Baer, Berlin N., [ 540L* nur Gesundbrunnen 26, Badstraße 26, Ecke Prinzen- Allee, empfiehlt, wie bekannt, in reelster Aus: führung und allerbilligsten Preisen Herren- u. KnabenGarderobe, Arbeitssachen. Anfertigung nach Maass. 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