Einzelpreis 70 Seller ozialdemokrat Zentralorgan 6. Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei i.d.Tschechoslowakischen Republik. 11. Jahrgang. Grandi in Berlin. Ein nichtssagendes Kommuniqué. Berlin, 26. Oktober.( Eigenbericht.) Der italienische Außenminister Grandi traf Sonntag früh in Berlin ein und nahm sofort die politischen Besprechungen mit dem Reichskanzler auf, die von verschiedenen Empfängen abgelöst wur den. Heute vormittags war Grandi in Audienz beim Reichspräsidenten. Ueber das Ergebnis der Beratungen wird ein Kommuniquee veröffentlicht, in dem es heißt: Bei der Aussprache, die mit vollster Offenheit und freundschaftlichster Gesinnung geführt wurde, ergab sich weitgehende Uebereinstimmung in der Beurteilung der Lage und der Notwendigkeiten, die sich aus ihr ergeben. Insbesondere tam auf beiden Seiten die Ueberzeugung zum Ausdrud, daß die wirksame Bekämpfung einer Krise, wie sie heute die Welt erschüttert, ohne eine planvolle 3usammenarbeit der beteiligten Nationen nicht mehr möglich ist und daß diese Zusammenarbeit, wenn sie zum Erfolge führen soll, auf gegenseitigem Vertrauen und gegenseitiger Achtung gegründet sein muß. * Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich früh. Redaktion und Verwaltung: Brag I., Nelásania 18 Telephon: 26795, 31469( natrebaftion): 26797 Boredami: 57544 Dienstag, 27. Oftober 1931 Nr. 250. Mageres Ergebnis der Berhandlungen Laval- Hoober... Treu zu Rom". Der christlichsoziale Parteitag. Hoffnung auf die Abrüftungstonferenz. Ein Lump, wer mehr gibt als er hat! Alle Probleme nur ,, erörtert". Bor Ablauf des Hoovermoratoriums nene Berabredung ,, notwendig". Aus dem faftlosen Leib der christlichsozialen ,, Die Brüjung aller Methoden wird fortgefekt". Partei, die hierzulande nie aufgehört hat, im Wer von den kapitalistischen Staatsmännern das einzige greifbare Ergebnis der Washingtoner wesentlichen eine Kerzelweiber- und PfaffenDie französischen Guthaben partei zu sein, preßt auch der Nuntius Ciriirgendeine Tat zur Eindämmung der Weltwirt- Verhandlungen. fchaftstrije erwartet hat, wird von dem Ergebnis bleiben in den Vereinigten Staaten, dafür geht aci kein Blut heraus, nur Tränen und Was der Verhandlungen, die der französische Minister- merila mit dem Zinsfuß in die Höhe, so daß ser. Wer sich über die politische Leistungspräsident Laval mit dem Präsidenten der Ver- die französischen Kapitalisten aus ihren New fähigkeit und die soziale Basis der christlicheinigten Staaten Hoover in Washington ge- Porter Stapifalien reichlichsten Zinsengenuß sozialen Bewegung schon klar war, den wird führt hat, enttäuscht sein. Selbst die Vertreter ziehen. der beiden mächtigsten tapitalistischen Staaten der Welt, die zusammen über 61 Prozent alles Währunggoldes verfügen, find nicht imstande, die chaotischen Verhältnisse auf dem Geld und Kapitalmarkt zu beseitigen. Laval und Hoover find nicht zusammen gekommen, weil sie die wirtschaftlichen Verhältniffe der anderen Länder erbarmt haben, sondern weil die Krise auch Frankreichs Wirtschaft zu ergreifen beginnt und in Amerika in den letzten Wochen besonders heftig wütete. Die allgemeine In dem Kommuniquee steht also nicht viel Währungspanit hat dazu geführt, daß die Namehr drinnen, als man bereits ohnedies zur tionalbanken aller Erdteile die sogenannte Gold Genüge weiß, daß nämlich die Zusammenarbeit bebisen, vor allem Dollars und Pfund Sterlinge der europäischen Völker zur Ueberwindung der verkauft haben und mit dem Erlös Gold laufen. Krise notivendig sei. Es kommt nur darauf an, Das hat zu einer Erschütterung des englischen wie all das geschehen soll und wie vor allem Pfunds und zum Rückströmen von Dollars nach die wichtigste Frage, das Schulden- und Repa- Amerika geführt, was sogar einen vorüberrationsproblem sowie die Abrüstungs- und gehenden Rückgang der amerikanischen Währung Sicherheitsfrage, gelöst werden können. Man zur Folge hatte. Amerika ist besonders daran wird zunächst die Rückkehr des französischen interessiert, die Goldverschiffungen, die nach abwarten Frankreich gehen, abzustellen, und das ist auch Ministerpräsidenten aus Amerita müffen, bevor man sehen kann, ob aus diesen Besprechungen eine erfolgversprechende Aktion entsteht. Mussolini für Revision der Friedensverträne. Das offizielle Kommuniqué. * Der deutsche Katholizismus ist von Rom schwer provoziert worden. Ein Nuntius, dem selbst seine Freunde nichts Gutes nachzusagen Die Regierenden der kapitalistischen Staaten magen, der in der Zeit der schwersten Wirt gehen einer Probe entgegen, wo sie zeigen schaftskrise sein privates Luxus- und Reprá lönnen, daß fie auch nur der geringsten Tat fentationsbedürfnis allem anderen voranstellt, fähig sind, das ist die im Frühjahr 1932- jetzt einen 80jährigen Erzbischof ab und beantAbrüstungstonferenz. wortet die Kritik seines Vorgehens und seiner fammentretende Wenn diese kein Resultat bringt, dann wird vor frivolen Ausreden und Entstellungen mit einent aller Augen offen werden, daß der Kapitalismus bislang faum jemals erlebten Strafgericht; unfähig ist, auch nur das Geringste zur Miler läßt zwei Priester suspendieren, einen ganderung der kritischen Lage der Weltwirtschaft, zen Briefterverband auflösen und einem fatho der fürchterlichen Arbeitslosigkeit und der schwe- lischen Preßverein, der so ziemlich alles ge= ren Krife der menschlichen Geſellſchaft zu tun. schaffen hat, was bierzulande überhaupt an Sonst scheinen die Verhandlungen lein Er- darum das Ergebnis des Prager Parteitages gebnis gehabt zu haben. Daß die beiden Staats- nicht enttäuschen. Er wird nur bestätigt sehen, männer, wie es heißt, die Weltwirtschaftslage was er längst wußte und angesichts des Vorerörtert" haben, ist ein schwacher Troft für gehens Ciriacis erhärtet fand, daß die Christjene, die erwartungsvoll nach Washington geblickt lichsozialen feine Kampfpartei eigener Prähaben. Daß der Vorsißende des auswärtigen gung, sondern ein willenloses Instrument der Ausschusses des amerikanischen Senates Borah hohen Klerisei sind. die Bombe der Revision der Friedensverträge in die Verhandlungen hineingeworfen hat, ist für die Franzosen eine schwere Enttäuschung geworden. ** vielmehr auf dem Boden der Laachen nach den Mitteln zu streben, mit denen jedes der beiden Länder in wirksamer Weise im eigenen Bereich handeln könnte. derselben machen beide Regierungen alle ihre ichin to fatholischer Presse besteht, das Stigma antikatholischer Gesinnung aufdrücken. Die fatho lische Bevölkerung ist aufs äußerste erregt, Washington, 26. Otfober.( Havas.) Ter veranstaltet spontane Protestkundgebungen, offizielle Text des gemeinsamen Kommuniqués nimmt in der nationalen und liberalen Presse, Es ist unser gemeinsamer Beschluß, daß die die ihr zugänglich ist, kein Blatt vor den des Präsidenten Hoover und des Ministerpräsi denten Laval nach Beendigung ihrer Washing allgemeine Abrüstungstonferenz die Neapel, 25. Oktober.( C. P. B.) Vor einer toner Besprechungen lautet folgendermaßen. große sich ihr darbietende Gelegenheit nicht ver- Mund. In solcher Stimmung tritt der Partei säume, und es zustande bringe, sich ihrer wahr- tag der christlichsozialen Partei zusammen. großen Voltsmenge hat heute nachmittag Mu 1folini eine große Rede gehalten, in der er u. a. Die trad' t'onelle Freundschaft der Bereinig haften Aufgabe: einer festen und dauerhaften Was hat er zu sagen? Er fann natürlich an den ungeheuererklärte: Schon vor neun Jahren hat das fafci ten Staaten und Frankreichs ohne irgendeine Organisierung des Friedens zu entledigen. stische Italien in London das Problem der Repa Differenz zwischen den beiden Regierungen Bezüglich der internationalen Scharfden er lichen Dingen nicht vorübergehen; aber wie er rationen und Kriegsschulden in den Grundgedan- de Tradition langer Zusammenarbeit behuss fen aufgeworfen, die heute an der Tagesordnung Erzielung des Weltfriedens Traditionen, fennen wir an, daß sich vor Ablauf des von ihnen Kenntnis nimmt, das spottet jeder find. Wir fragen uns: Sollen wirklich 60 furcht- deren neuer glänzender Beweis der vor furzent ein jährigen Hoover- Moratoriums Satire, die sich darüber lustig machen wollte. wahrscheinlich ine neue Berabredung für In einer Erklärung wird zwar zugegeben, de i A Patt bare lange Jahre über die Welt ziehen, bevor abgeschlossene Briand Kellogg unter das tragische Verrechnungsbuch des Soll war, haben den Vertretern unserer beiden Regie die Periode der wirtschaftlichen Depression als die Bartei von der Verfügungen gegen die und Haben das Wort„ Schluß" geicht wird. rungen in geeigneter Weise eine allseitige Pri- rowendig erweisen wird. Betreffs einer solchen fatholische Bresse schmerzlich getrofStann man sagen, daß unter den Völkern Gleich- fung der zahlreichen Probleme ermöglicht, an Berabredung und der genauen Bedingungen fen" jei. Sie erhebt ihre tränende Stimme berechtigung herrscht, wenn der eine Teil bis zu denen die beiden Regierungen interessiert sind. Borbehalte. Die Initiative zu dieser Ver- 34 Gunsten einer baldigen und der Beruhi den Zähnen bewaffnet dasteht und der andere Pflicht der Staatsmänner ist es, fein Mittel Veru af redung wird von den europäischen, hauptsäch gung der Oeffentlichkeit dienenden Lösung hes zur Wehrlosigkeit verurteilt ist? Wie praktischer Zusammenarbeit zur Erzielung des ge lich an ihr inetressierten Mächten im Rahmen entstandenen bedauerlichen Konflikts". Aber kann man von dem europäischen Wiederaufbau meinsamen Wohls außer acht zu lassen. Dieses 20 sprechen, wenn nicht einige Bestimmungen gewis Prinzip ist besonders wichtig in einer Zeit, in des vor dem 1. Juli 1931 geschloffenen fie findet tein mannhaftes Wort tommens ergriffen werden müssen. gegen den Nuntius, sondern versichert in einer ser Friedensverträge abgeändert werden, die der die Welt Richtlinien erwartet, Wir haben uns speziell mit den hauptsäch anderen Erklärung, daß sie ,, treu zu Rom" ganze Völker an den Abgrund des materiellen Zu welche es ermöglichen sollen, die heutige deprejfammenbruchs und der moralischen Verzweiflung five, für so viele Familien verderbliche Lage zit lichsten Mitteln befaßt, mit denen unsere beiden stehe. Rom wird hier vertreten durch den Regierungen ihre Bemühungen 3: Herrn Nuntius Ciriaci. Wie große Stüde überwinden. gebracht haben? Vertrauensvolle Beziehungen zwischen den Wiederherstellung der wirtschaft Rom auf den präpontenten Herrn hält, das Regierungen sind ein wesentlicher Bestandteil fürlichen Stabilität und des Ver- hat sich ja in Olmüz gezeigt. Treue zu Roni die Erzielung einer raschen Wiederaufrichtung, trauens entfalten fonnten. Wir sind vor das kann nur heißen: Unterwerfung die wir suchen müssen. Wir haben uns dieser nehmlich von der Wichtigkeit der Währung unter den Nuntius. Und wenn auch der Aufgabe im Geiste vollkommener Offenheit un stabilität, als der Grundkomponente der Herr Hilgenreiner ein paar Worte gegen Keine größeren Verschiebungen. Bern, 26. Oktober. Um 13 Uhr 30 lag in terzogen. Wir haben tatsächlich Erfolge erzielt Erneuerung des normalen Wirtschaftslebens in Bern folgendes vorläufiges Ergebnis der Natio-( Die Red.). Wir haben die Weltwirtschaftslage der Welt überzeugt, für welche Stabilität die die firchliche Zensur fand, die der katholischen und den ganzen mit ihr zusammenhängenden Erhaltung des Goldstandards in Frankreich und Presse schade, so hat der Parteitag doch die von Es erhalten die Sozialdemokraten 41 Stand der internationalen Beziehungen, die für in den Vereinigten Staaten ein äußerst wichtiger Ciriaci verfemte Presse halb und halb ver leugnet. Er nennt sie das Sprachrohr der ParSize, die Freifinnigen 52, die Katholisch- Stonier- die allgemeine Abrüstungskonferenz vorbereiteten Fatior ist. Wir werden die Prüfung aller Methoden tei und dankt ihr für ihr früheres Entgegen vativen 44, die Bauern-, Bürger- und Gewerbe- Probleme und die Wirkung der Depression auf partei 30 Size, die liberalen Demokraten 4 Sige, die Bezahlung der internationalen Regierungs- fortjeßen, die zur Währungsstabilität zu führen kommen, aber er wagt es nicht, die Presse, die Die Sozialpolitiker 2, die Kommunisten 3 und die schulden sowie die Stabilisierung der internatio imitande sein können. Wenn wir auch in der tatsächlich doch die chriftlichsoziale Parteipreffe evangelische Volkspartei einen Sip. Das Verhältnalen Währungen und andere wirtschaftliche und furzen Zeit, über die wir verfügen konnten, nicht ist, wenigstens in der Stunde der Gefahr zu genau begrenzte Programme formulieren, becken; ehe Ciriaci ein drittesmal gefräht hat, nis zwischen bürgerlichen einerseits und fojial finanzielle Fragen erörtert. Der freundschaftliche und herzliche Meinungs fonnten aber nichtsdestoweniger fonstatieren, daß ist die katholische Presse von ihrer Partei ver demokratischen sowie fommunistischen Abgeord raten worden. neten andererseits hat sich etwas zuungunsten austausch hat es uns ermöglicht, uns des pir den Charakter dieser wirtschaftlichen und der Bürgerlichen verschoben. 72,2 Prozent Bür Charafters dieser Probleme aufs genaueste finanziellen Probleme von den gleichen Gesichts. gerlichen stehen 27,8 Prozent Sozialdemokraten bewußt zu werden. Wir hatten nicht die punkten aus betrachten. Diese Meinungsübereinund Kommunisten gegenüber, während die alte Absicht, unseren Regierungen Verstimmung ist imstande, unseren beiden Regie Kammer 73,8 Prozent Bürgerliche und 26,2 Pro- pflichtungen aufzuerlegen, sondern rungen eine wirksame Aktion zu erleichtern. zent Sozialdemokraten und Scommunisten aufwies. Japan ent endet nene Truppen. Nationalratswahlen in der Schweiz nalratswahlen vor: Heute Wahltag in England. und störungslos verlaufen. Die mittels Rundfunks verbreiteten Appelle haben zur Auf Tokio, 26. Oktober.( Reuter.) Wie aus Die Regierung hofft auf eine große Mehrheit? flärung der einzelnen Parteiprogramme start bei amtlichen Kreisen verlautet, dürfte es wahrscheinlich nötig sein, die Zahl der in der Mandschurei London, 26. Oktober.( AR) Heute Nacht getragen und den Wählern die Lage flar gemacht, stehenden Truppenteile zu vermehren. Es sei zwar endet die Wahlkampagne. In den Wahlkreisen so daß allgemein mit einer großen Wahlbetei nicht beabsichtigt, die durch die Verträge zugelas ist jeder nur einigermaßen geeignete Saal und ligung gerechnet wird. fenen Effektivbestände zu überschreiten, jedoch Raum für die Schlußversammlungen vermietet, Die Führer der beiden gegnerischen Richtunmüsse man den Truppen, die bis jetzt infolge der in denen die einzelnen Kandidaten noch ein leh gen haben ihr absolutes Vertrauen in das Ergeb Tätigkeit der Räuberbanden stets start in An- tesmal vor der Wahl zu ihren Wählern sprechen nis der Wahlen zum Ausdruck gebracht; unparspruch genommen worden sind, die Ruhe gönnen, werden. Mit einer oder zwei Ausnahmen ist die teiische Beobachter erwarten aber eine große die sie wegen ihrer Kleinen Zahl entbehren mußten. ganze Wahlkampagne vollkommen ruhig, Mehrheit(?) für die allnationale Regierung. Selbstverständlich wird es nun in Bälde zu einer Einigung" fommen! Das heißt, der Nuntius, der sich in den Wochen seit Olmüt von der schlottrigen Angst und knieweichen Haltlosigkeit der gemaßregelten Zeitungen überzeugt hat, wird nach dem tiefen Bückling, den der fleritale Parteitag vor ihm gemacht hat, huldvollst einiges von den Olmüßer Bedie bedingungslose Unterwürfigkeit der christschlüssen zurücknehmen und als Gegenleistung lichsozialen Partei und ihrer Blätter buchen können. Herr Ciriaci hat nach diesem Parteitag erst, a uf der ganzen Linie fionen nicht zu geizen. Die Diener, die nicht gesiegt; er braucht jetzt mit seinen Konzes Seit« 2 DienStag, 27. Oktober 1931. «r. 250. Lava! abgereift. Washington, 26. Oktober.(Tsch. P. B.) Der französische Ministerpräsident Laval reiste heute früh 1 Uhr 30 Min. nach New-Aork ab, wo er den letzten Tag seines amerikanischen Aufenthalts bis zur Abfahrt, die um Mitternacht erfolgt, verbringen wird. kuschen wollen, haben ihre Hilflosigkeit ringe sehen, sie stehen, ein dutzendmal geohrfeigt, mit geschwollenen Backen treu zu Nom, bereit, jede weitere Watsche ohne Widerrede in Empfang zu nehmen. Was will Herr Ciriaci mehr? Er hat erreicht, was er wollte. Die Affäre Korda« ist liquidiert, es scheint, daß man auf dem Parteitag mit keiner Silbe mehr an das Unrecht zu rühren gewagt hat, das dem Erzbischof laut eigenem Zeugnis der Christ- tichsozialen geschehen ist. Formell kommt die Bereitschaft zum Kuschen in der Wiederwahl Hilgenreine r s zum Parteichef zum Ausdruck. Ein Antrag aus Mähren forderte den Vorsitz für einen Mährer(wahrscheinlich für einen Laien); er wurde zurückgezogen und Hilgenreiner, der durch seine Stellung als Geistlicher gebundene Hände hat, wurde wiedergewählt. Die Wahl eines Laien, sei es auch des Mahr-Weichling oder sonst eines politischen Simandels, hätte «inen Protest, eine Drohung bedeutet. Einem Laien hat Ciriaci nichts zu befehlen, ihn hat er nicht dermaßen in der Hand wie einen Pfaffen. Der Parteitag hat den Pater Hilgenreiner gewählt. Treu zu Rom! Treu zu Ciriaci! Die Katzenjammerstimmung kam auch in den übrigen Beratungen des Parteitags zum Ausdruck. Was man zur Politik und zur Wirtschaftskrise zu sagen hatte, war nicht warm und kalt, nicht Fisch noch Fleisch. Eine Partei, die sich eben von einem hergelaufenen, von öffentlichen Almosen lebenden Fascisten hat demütigen lassen, muß auch vm politischen Krästespiel ausschalten. So werden die Christlichsozialen am allerwenigsten zu ihrem katholischen Block kommen, so wird der schwarze Block dem grünen kein Paroli bieten. ES ist«ine nicht zuletzt im gesamtstaatlichen Interesse bedauerliche Tatsache, di« der christlichsozial« Parteitag geoffenbart hat: die Kampfunfähigkeit der klerikalen Parteien, die der Agrarpartei vor allem das schädliche Uebergewicht im Staate verl«iht. v Die Affäre KordaL-Ciriaci wäre«ine große Gelegenheit für einen großen katholischen Politiker gewesen. Der christlichsoziale Parteitag hatte es in der Hand, sich von der klerikalen, kapitalistischen Führung zu lösen, mit einem Laien an der Spitze, gestützt auf die rebellierenden katholischen Kleinbürger und Arbeiter, das Steuer nach links zu werfen. Er hat es nicht getan. Zu tief ist die christlichsoziale Partei im gesinnungslosen Klerikalis« mus verankert. Sie bleibt was sie war, eine traurige Schutzgarde des Kapitalis- m u s, eine klägliche Versammlung von Dunkelmännern und Kerzelweibern, die auf jeden Pfiff eines römischen Kammerdieners Ordre pariert! 33 Der Traumlenker Roman von Harnynla Zur MQhlen. Was liegt an einem alten Mann, was liegt an einem jungen Lasten und was an einem kleinen Angestellten, der größenwahnsinnig geworden ist? fragte Peter Brenn sich unaufhörlich, während er durch die hellerleuchteten Straßen heimwärts strebte. Nichts, gab er sich zur Antwort, gar nichts. Aber er konnte seinen eigenen Worten nicht recht Glar^ben schenken. Ich lasse. Marionetten tanzen, dachte er weiter. Puppen, seelenlose Puppen. Was liegt daran, wenn sie der Tanz in den Abgrund führt? Allmählich beruhigte er. sich. Als er in seine Straße einbog. lachte er bereits über Albert Baers Warnung. Und dann farid er m seinem Wohnzimmer, tief in den Klubsessel vergraben, Felix Hakperr. Nein/ nicht Felix Holpert, den erfolgreichen Millionär, der geglaubt hatte, mit seinem Geld alles kaufen zu können, sondern ein unbeholfenes, großes Kind mit erschrockenen Augen und hilflosen Gebärden, ein. Tier, das leidet und auS dessen"Schmer- die Seele geborgen wird, ,,Lhr leid schon zurück?" fragte Peter verblüfft und starrt« Felix Halpert an. „Ja, Liane wollte es." Felix Halpert schluckte ein Paarmal. Er schien nach Worten zu suchen. Seine grobe Hand fuhr unsicher durch die Luft. Peter wartete stumm. Dann sagt« Felix Halpert unvermittelt. »Du mußt mir Helsen, Pet«r." »Ich dir helfen?" „Ja... ich weiß nicht, was ich tun soll. Liane... Schließlich hast du«ns zusammengebracht. Ich weiß nicht, weshalb. Du hast Wie der tschechische Chauvinismus Siege erringt. Zu d«n Gemeindewahlen i« Liboch a. E. In tschechisch-chauvinistischen Kreisen herrscht großer Jubel:«Mich ist der bekannte deutsche Sprachgrenzort Liboch a. E., Bezirk Wegstädtl, in der Nähe Melniks, bei den Gemeindewahlen am 25. Oktober in die Hände einer tschechischen Mehrheit gefallen. Die vier tschechischen Parteien, die untereinander gekoppelt hatten, vereinigten auf ihre Listen 479 Stimmen und 13 Mandate, die ebenfalls gekoppelten zwei deutschen Li st en errangen 425 Stimmen und elf Mandate. Nach den von langer Hand auf tschechischer Seite getroffenen Vorbereitungen war dieser Ausgang eines zähen, langandanernden Ringens unschwer vorauszusehen. Was sich im Laufe der letzten Jahve in Liboch, diesem sehr hübsch gelegenen Orte am Elbestrande in nationaler Beziehung abfpielte, ist typisch für die Skrupellosigkeit, mit der chauvinistischer Eroberungsgeist vorgeht. Eine kurze Schilderung der Ereignisse seit dem Umsturz soll das bestätigen. Am 26. November 1918 besetzte ein Unterleutnant mit 12 Legionären den Ort und jagte die überwiegende deutsch« Gemeindevertretung auseinander. Es wurde ein« DerwaltungSkam- missio'n eingesetzt, die aus zwei Tschechen und einem Deutschen bestand. Der Vorsitzende war der Pächter der Herrschaft Gräfin Lippe-Det- mold namens Homolka, der unter Kuratel stand, weil er während des Krieges als irrsinnig galt. Derselbe Homolka erwarb zwei Jahre spater um den Spottpreis von 3 Millionen Kronen die Herrschaft mit fünf Meierhöfen. Jetzt erst wurde ihm durch höher« Gewalt die Nachzahlung von 10 Millionen Kronen aufgetragen. DaS erste Werk der Derwaltungskom- mission unter Führung Homolkas bestand darin, ein für Schulbauzwecke bestimmtes Grundstück im Wert« von 50.000 Kronen an eine Baugenossenschaft zu verschleudern, ohne daß entsprechende Bauten vorgenommen wurden. Di« Wahlen von 1919,1923 und 1927 brachten trotz mannigfacher Manöver den Tschechen nicht den erhofften Sieg. Man hatte bei der nunmehr tschechischen Herrschaft lauter tschechisches Personal eingestellt, und daz tschechische Schulwesen in einem solchen Umfange ausgebaut, daß es in Liboch viermal mehr tschechisch« Lehrpersonen gibt als deutsch«. Planmäßig wurde der Zuzug tschechischer Elemente gefördert. Der Generaldirektor Rasin, ein Verwandter des verstorbenen Finanzministers Dr. RaSin, siedelte sich an, neben ihm waren es andere Prager ffche- chische Kapitalisten(z. B. der Fabrikant Moö- k a), die in der Sommerfrische Liboch sich Grund kauften und bauten. Auch ein tschechisches Er-, holungshei m' wurde errichtet. Das alles genügte aber noch immer nicht, um Liboch zu erobän. Charakteristisch sind die Vorgänge bei der letzten Volkszählung. Als Zählkommissäre wurden bestimmt der tschechische Burgerschuldirektor ö o n d l und der deutsche Lehrer K r e i b i ch. Das paßt« dem Erstgenannten als einer der Wortführer der tschechischen Chauvinisten nicht; er fuhr nach Prag und brachte von dort«inen UkaS mit, wonach noch ein dritter Zählkom« miflär zu bestimmen sei. DaS war seine— Frau! Beide nahmen den eigentlichen Ort Liboch mit seiner gemischtsprachigen Bevölkerung zur Zählung in Arbeit, während dem deutschen Kommissär lediglich der deutsche Ottsteil G e- weihtenbrunn Vorbehalten blieb. Nun ergab sich bei der Zählung di« verblüffend« Tatsache, daß di« Einwohnerzahl mit 1550 fixiert wurde, obwohl amtlich nur 1340 gemeldet waren! Bevor noch das Statistische Staatsamt seinen Bericht herausgab, wußten es gewisse Zrr- tungen bereits, daß in Liboch 950 Tschechen und nur 600 Deutsche(in Wirklichkeit 650) vorhanden seien. Bei dieser Bevölkerungsanzahl stieg die Mandatszahl der Gemeindevertretung auf 24. TschechischerseitS hält man trotz des so auffällig günstigen Ergebnisses der BolkSKHlung die Eroberung Libochs noch immer nicht für genügend vorbereitet. Der Großgrundbesitzer Homolka beschäftigt alljährlich eine Anzahl slowakischer Saisonarbeiter, di« stets erst Anfangs April «intrafen. Heuer waren sie bereits am 23. März da und wurden als W ä h l e r angemeld«t. Und zwar fünf Minuten vor Torschluß. Gegen deren Aufnahme in die Wählerlisten wurde eme Reklamation an di« Bezirkswahlkommission i» Dauba gerichtet. Dort berief sich der Bezirkshauptmann Gradl darauf, daß nach einer Entscheidung deS Obersten Berwaltungsgerichtshofes die stow. Saisonarbeiter als— dauernde Einwohner und demgemäß als Wähler zu behandeln seien. So gewann der Kapitalist Homolka mindestens 25 Stimmen armer flowakischer Feldarbeiter. Sonst waren diese Saisonarbeiter um den 25. Oktober herum schon längst wieder in ihrer Heimat; heuer wurden sie jedoch zurückbehalten, bis sie auch ihre politische Schuldigkett getan hatten. Doch dieser künstliche Wählerzuwachs' genügte den Herren Homolka und L a d l noch immer nicht. Der schon erwähnte Generaldirektor R a ä i n samt Familie und Personal(darunter vier Sekretärinnen und Chauffeur), wurden als dauernde Einwohner und damit als Wähler vor dem 15. März angemeldet.(Dabei wohnt RaSin ständig in Prag-Smichow). Dagleiche geschah beim Fabrikant Mocka, bei zwei Familien JanuSek, bei der Familie Hadrbolee und anderen. Obwohl ständig in Prag wohnhaft, gelangten sie in die Libocher Wählerliste. Auf die famose Art und Weise wurden der tschechischen Seite wenigstens 50 Stimmen gesichert. Nachdem men endlich genügend Wähler zur Verfügung hatte, konnte die Wahlkomödi« vor sich gehen. Plötzlich legten im Sommer d. I. die tschechischen Mitglieder der Gemeindevertretung samt Ersatzleuten ihre Stellen» nieder, da sie angeblich mit ihren Parteien in Widerspruch geraten waren. Aller wetere spielte sich programmgemäß ab: Die Gemeindevertretung wurde aufgelöst und eine Verwaltungskommission eingesetzt, die aus zwei Tschechen und einem Deutschen bestand. Di« Wahlausschveibung erfolgte zum 25. Oktober. TschechischerseitS trat man behufs„Ersparung an DahÜvsten" an die deutschen Parteien m:t dem Antrag heran, im Wege eines Kompromisses von 13 tschechischen und 11 deutschen Mandaten sich friedlich zu einigen. Man ließ dabei durchblicken, daß im Falle eines für die Tschechen ungünstigen Wahlausganges der deutsche OrtSteil Geweihtenbrunn von Liboch abgetrennt würde! Unsere Genossen lehnten jedoch das Kvm- promis entschiede«' ab und beharten auf offenem Kampf. Ihrer Auffassung, ohne Kampf nichts pveiszugeben, schlossen sich di« übrigen deutschen Parteien an. Das Resultat dieses Kampfes ist bekant. Diesmal konnten di« Tschechen chren auf derartige„noble" Weise erkämpften" Sieg enffpvechend feiern. mich ja immer verachtet und gehaßt..." Seine Stimme gellte zu, einem heiseren Schrei auf: „Weshalb hast du mich nicht lieber gl«ich totgeschossen? Es wäre barmherziger gewesen." Peter fand noch immer keine Worte. ,Z)iesc Frau... sie verachtet mich... vielleicht hat sie recht... Sftr habt mich in der Schule auch immer das Vieh genannt... Aber zu ihr... zu Lian«, bin ich kein Vich gewesen... ich habe ihr alles gegeben, was ich geben konnte. Und ich hab sie lieb... nicht nur mit den Sinnen... nein, auch anders, weißt du, ganz rein, ohne Begierde, das habe ich früher nie gekannt. Aber sie lacht über mich. Ich bin der Automat, der Geld speit. Geld und Schmuck und Spitzen. Sie hat mir nie ein gutes Wort gegeben... Und neulich, da habe ich sie geschlygen..." „Geschlagen? Liane?" Peter suhlte mörderischen Haß. Er wollte diesem Menschen da an die Kehle springen, dieser Bestie, die es gewagt hatte, Lian« zu schlagen. „Ja-, wie ein besoffener Hafenarbeiter. Ich wollte sie schreien hören, wollte sehen, wie daS Lächeln von ihrem Gesicht verschwindet. Sie lallte einmal ein Mensch sein, ein ganz gewöhnlicher Mensch, wi« ich, der schreit, wenn ihm etwas Weh tut." Er wischte sich di« Stirn mit dem weißseidenen Taschentuch. „Aber sie hat nicht geschrien, sie hat gelächelt. Und seit diesem Tag... seit diesem Tag läßt sie sich nicht mehr anrühren.,. Ich halte es nicht auS, Peter. Ich sehe sie den ganzen Tag, sehe ihre Schönheit..,. und sie ist meine Frau... Ich will ihr ein Kind machen Etwas von mir, etwas von dem Vieh, für das sie mich hält, muß in ihr Leben gewinnen. Dann wird sie mir gehören... Aber ich kann nicht ... ich habe Angst vor ihrem Lächeln... Peter;.." Er hob mit einer rührenden Gebärde di« beiden gefalteten Hände hoch, und Peter war zumute, als sähe er einen kleinen Jungen um etwas bitten.„Du bist ihr Freund, sprich mit ihr.' Sag ihr, daß ich sie lieb habe, sag ihr, daß sie zu mir gut sein soll." Peters Zorn hatte sich gelegt. Wi« ein schwerer Mantel senkte sich trostlose Müdigkeit auf ihn nieder. Er machte«ine hilflose Gebärde: „Was soll ich tun, Felix?" Und dann begann, zu seinem größten Erstaunen, Felix Halpert die Frau, hie ihm so viel Schmerzen verursachte, zu verteidigen. „Sie kann nichts dafür, Peter. Sie liebt nur Dinge. Schöne Dinge. Wenn sie mich nur einmal so ansehen wollt«, wi« sie einen Edelstein, ein« Spitze ansieht... Aber ich denke immer, wenn sie tote Dinge so lieben kann, so muß sie doch auch einen lebendigen Menschen lieben können... einen Menschen, der bereit ist, alles für sie zu tun. Weißt du, manchmal glaub« ich, das ist gar nicht die wirkliche Liane. Unter ihrer Liebe für die Schönheit liegt noch etwas verborgen, eine gute Seele. Und was ist schön, Peter? Ich weiß ei nicht, ich habe«S nie gewußt. Glaubst du nicht, daß auch meine armselig« Liebe zu ihr schön sein kann?" Peter starrte ihn an: wieder eine Marionette» dir sich als Mensch entpuppte, als armer, hilfloser, gepeinigter Mensch. Er, wußte keine Antwort ans Felix Halperts Frage. J„ch weiß eS nicht, Felix." Felix Halpert betrachtete chn Prüfend. „Du bist ein schöner Mensch, Peter, vornehm, verfeinert, du verstehst dich auf die Dinge, die Liane gern hat. Sag mir ehrlich, hat si« -ich lieb gehabt?" „Nein. Si« hat mich nie lieb gehabt." „Merkwürdig... Sag, Peter, wirst du mit ihr reden?" „Ja, ich will mein Möglichstes tun, um dir zu helfen. Aber ich fürchte,«S wird mir nicht gelingen." „Danke, Peter, danke." Voranschlag Mahreu-Schlefiens. Beendigung der Spezialdebatt«. Brün«, 26. Oktober 1931. In der Debatte wurden heute von fast sämtlichen Rednern die Unzulänglichkeiten im Unterrichtswesen und nicht zuletzt auch di« Frage, die das Landesvermögen und die Landesschulden betreffen, eingehend behandelt. Es sprachen: Reinfuß (Deutschnationaler), weiter- Genosse Schuster, der dem Christlichsozialen Dr. Lrnke erwiderte und feststellte, daß im Frainer Waisenhaus tatsächlich für siebzig Kinder ein« Aufsichtsperson bestellt ist und die von Herrn Dr. Linke zu Aufsichtspersonen ernannten zwei anderen Beschäftigten, Handwerker und zwar der eine ein Schuhmacher und der andere ein Schneider sei, io daß eS notwendig erscheint, die Behauptungen des Herrn Dr. Linke richtigzustellen. Nach dem tschechischen Genossen Clapak kam sodann Genosse Dr. Morgenstern zu Worte, der sich eingehend mit dem Schulwesen in Mähren- Schlesien beschäftigte. In seiner Rede führte er u. a. aus: Während in Böhmen der Finanzreferent eindeutig darauf hingewiesen hat, daß die Entwicklung dahin geht, daß dar Land die Gemeinde durch verschieden« Zweckdotation«« und Erweiterungen des eigenen Haushaltes unterstützen muß, um so Ge meinden und Bezirke zu entlasten, vermißten wir bei uns jedweden Hinweis auf diese selbstverständliche Tatfach«. Wenn wir unsere Schulen betrachten, so finden wir, daß der Großteil der Schulen in den deutschen Gemeinden veraltet, eng und unzulänglich und in nicht wenigen Fällen baufällig ist. Man muß deshalb verstehen, daß es niederdrückend wirkt, wenn man auf der anderen Seite die in den letzt«» Jahren entstandenen modernen Minderheitsschulen sieht. Wir wissen ja, daß diese modernen Schulen aus Staatsmitteln errichtet wurden, während die Gemeinden heute weniger denn je in der Lage sin-, ihre Schulen zu modern! sieren und auszubauen. Diese mein« Feststellungen werden noch durch die anläßlich der Ausstellung in Pardubitz herausgegebene Statistik ergänzt, in der di« Verhältnisse in unserem Schulwesen charakterisiert werden. Im Voranschlag finden wir die geringe Ziffer von 1.8 Millionen als Landesunterstützung für di« Schulbauten notleidender Gemeinden. Man kann sich leicht vorstellen, wie wenig da auf jede einzelne der Gemeinden entfällt." Genosse Morgenstern zeigt hierauf an einem Beispiel und zwar an dem Neubau d«r deutschen Volksschule in Spieglitz(Nordmähren) auf, wie ungemein schwer das Land in Bewegung zu setzen sei, die Zuschüsse flüssig zu machen. Aber auch di« anderen Beträge, di« im Voranschlag eingesetzt sind, lassen alles ver missen, was wir von jenen Seiten erwarten, die damit betraut sind, der Entwicklung im mod"rnen Schulwesen gereckt zu werden. Der Christlichsoziale Klimek sprach über die Verhältnisse in Hultschin, worauf Genosse Morgenstern neuerdings in einer längeren Rede sich mit der Notlage der Gemeinden und Bezirke beschäftigte. In dieser Rede, die wir im Auszugs nachtragen werden, wies er vor allem aus die durch daS'Gemeindefinanzgesetz heraufbeschworenen Verheerungen in den Gemeindefinanzen hin und forderte, daß daS Land diesen mehr als bisher entgegenkommen mülle Mit den Reden des Dr. HoraLek kChristlich- sozialer), Jakabaö(tschechischer Sozialdemokrat), Cyabera, Mayer(Deutschnationale) und Hhvmar ^Klerikaler) wurde die Spezialdebatte über den Voranschlag beendet. In der morgigen Sitzung wird daS Kapitel„Investitionen" beraten und hierauf die Abstimmung über den Voranschlag vorgenommen werden. Felix Halpert erhob sich schwerfällig, und Peter merkte, daß er in den letzten Wochen abgemagert war. Der Anzug schlottert« an ihm. Im Vorzimmer lag Mauk und begrüßte wedelnd seinen Herrn uwi> den Gast. Felix Halpert blieb stehen, beugte sich zu dem Hund nieder und streichelt« sein zottigeS Fell. „Du bist auch nicht schön", sagte er halblaut,„aber du weißt es nicht, du leidest nicht darunter." Mauk hob den Kopf. Seine guten braunen und Felix Halperts verzweifelte helle Augen blickten tief ineinander, und Peter Brenn dachte mit leisem Schaudern: di« verstehen sich. Ein armes Tier dos ander« arme Tier. Albert hat recht. Ich habe meine Macht mißbraucht; eS ist gefährlich, mit Seelen zu spiel««. Vierzehntes Kapitel. Der eherne Himmel. Das erste Frühlingsgewitter stand am Himmel. Böses, drohendes fahles Licht verlieh den Gegenständen«in gespenstisches Aussehen, im W^ten ballten sich röüiche Wolken, aus denen blau« Blitze zuckten; in der Ferne grollte Donner. Don Zeit zu Zeit fuhren gewaltige Wind- stöße heulend durch die schwer lastende Stille. Peter Brenn saß am Fenster und starrte hinaus. Er fühlte daS Gewitter in allen Nerven. In seinen Fingevspsitzen prickelte es, ein scharfer Schmerz wühlt« in seinem Kopf. Durch sein Gehirn zuckten Worte,- di« er einmal gelesen hatte, er wußte nicht mehr wo:„Der Himmel, der über deinem Haupt ist, wird ehern sein und die Erde unter dir eifern." Und:„Und du wirst tappen am Mittag, wie ein Blinder tappet im Dunkeln." (Fortsetzung folgt.) Nr. 250. An unsere Abonnenten und Kolporteure! Infolge des Staatsfeiertages am Mittwoch, de 28. Oktober entfällt am Donnerstag, den 29. Oktober unser Blatt Die nächste Folge unseres Blattes erscheint erst wieder am Freitag, den 30. Oktober. Die Verwaltung Monftreprozeß in Warichan gegen elf Gefangene von Brest- Litowst. Warschau, 26. Oktober. Vor dem Warschauer Bezirksgerichte begann heute vormittags der große politische Prozeß gegen.elf Führer der Sejmopposition, welche im September des Vorjahres während der Parlamentsneuwahlen verhaftet und im Brester Militärgefängnis gefangen gehalten wurden. Auf der Anklagebank befinden fich: der ehemalige Ministerpräsident Witos, der ehemalige Innenminister Dr. Riernik von der Volkspartei Piast, die Abgeordneten Liebermann, Barlidi, Dubois und Ciel tesz von der sozialistischen Partei, der Abgeord nete a widi von der Bauernpartei, sowie die ehemaligen Abgeordneten Prager, Mastet, Baginski und Putek. Der erste Verhandlungstag war ausschließ lich von der Verlesung der umfangreichen Anflageschrift, welche über 100 Drudseiten umfaßt, ausgefüllt. Die Anklage lautet auf Vorberei tung eines staatlichen Umstutzes und revolutionäre Propaganda. Der Prozeß wird mehrere Wochen in Ansrpuch nehmen. Als Zeugen wurden 460 Personen vorge laden, darunter allein 180 Belastungszeugen. Die Angeklagten werden von 19 hervorragenden Rechtsanwälten verteidigt. Im Gerichtssaal erschienen außer Bertreden tern aller polnischen Tagesblätter zahlreiche ausländische Journalisten, darunter der Führer der belgischen Sozialisten de Broudere, der das Blatte Pe up I e" vertritt. Hamburg macht Schule. Ceres Schicht S Dienstag, 27. Oftober 1931. ゴ Ceres Ein Wunderwerk moderner Technik ist die Packmaschine, mit der alljährlich Millionen Würfel CERES- Speisefett zum Versand fertig gepackt werden. Rein ist der Rohstoff, rein sind die Fabriken, rein ist die Arbeitsweise und daher auch vollkommen rein das herrliche CERES- Speisefett. CERES- Speisefett ist verbürgt reines 100% Fett, überaus appetitlich, leicht verdaulich, höchst ausgiebig und unbegrenzt haltbar. CERES- SPEISEFETT Nationaler Bruderkrieg. Wie der Nuntius einen verweigerten Handtuß rächt. Das„ Br. Tagblatt" bringt ein Interview mit dem tschechischen Theologieprofessor anda, der bekanntlich von der Olmüßer Bischofskonferenz im Auftrage des Herrn Ciriaci gemaßregelt worden ist. In dem Interview finbet sich folgende bezeichnende Stelle: Seite 3 Hakenkreuzlerische Demagogie. In größter Aufmachung publizierte der ,, Tag" einen hakenkreuzlerischen Parlamentsantrag auf Einführung der allgemeinen Arbeitslosenunterstüßung und des Arbeitsbeschaffungsplanes für Gemeinden und Bezirke". Alle nationalfozialistischen Agitatoren mußen diesen Antrag als einen zugkräftigen" Schlager aus, wie dies z. B. auch Abg. Krebs in einer Steinschönauer Versammlung getan hat. Im ersten Absatz des Gesetzesantrages, den die Hakenkreuzler im Parlamente einbrachten, heißt es, daß jeder Arbeitslose täglich einen Betrag von 10 K für jedes Familienmit glied eine Zulage von 2 K erhalten soll. Das fieht ja sehr nett aus. Aber sofort nach dieser Forderung der allgemeinen Arbeitslosenunterftügung kommt der hakenkreuzlerische Pferdefuf zum Vorschein: Die öffentliche Verwaltung fann während dieser Zeit von den so Unterstützten gegen angemessene Vergütung( ortsübliche Entlohnung) Arbeitsleistung beanspruchen. Im Weigerungsfalle verfällt das Recht des Bezuges der Unterstützung." Dieser zweite Paragraph des hakenkreuzlerischen Antrages statuiert also unverblümt die Arbeitspflicht, resp. schafft die 8 wangarbeit. In allen Gemeinden, wo die Arbeiterfeinde das Heft in der Hand haben, wird man dabin trachten, daß es ohne Zwangsarbeit überhaupt feine Unterstübung mehr gibt. Nicht die tarif I ich festgesetzten Löhne sollen nach dem Wunsche der Hakenkreuzler maßgebend sein, sondern die ,, ortsübliche n", d. h. die von den Agrariern usw. gezahlten niedrigen Hungerlöhne! Der dritte Paragraph des Antrages fordert für die gewerkschaftlich Organisierten die Aufrechterhaltung des Gen ter Systems, Hakenkreuzler kämpfen zwar gegen die Zins tnechtschaft, verschärfen aber diese durch ein neues Milliardendarlehen! Warum tommen sie nicht mit einem Steuerprogramm, das die Besitzenden, die nichts zur Linderung der Krise freiwillig tun, zu größeren Abgaben für soziale freiwillig tun, zu größeren Abgaben für soziale Zwecke zwingt? Das Smetengericht in Presburg hatte der während doch das Ziel die Schaffung einer allstaatlichen ArbeitslosenverKlage Duchajs in erster Instanz stattgegeben gemeinen In dem durch die Tagung der nationalen und Gen. 3imá! und den Bruder Senatoricherung sein muß, wozu auch die Untere Opposition berühmt gewordenen Städtchen Harz Duchajs, Dr. M. Ducha i, zu Geldstrafen von nehmer heranzuziehen sind. Sollen die letzteren burg haben die atentrenzler und Agra- 2000, bzw. 200 Kronen verurteilt. Das weiter verschont bleiben?? Der vierte und fünfte Paragraph des hafen rier Deutschlands eine gemeinsame Front gegen Gericht zweiter Justang nahm den geführten gottverfluchten Marxismus gebildet. Wahrheitsbeweis als erwiesen an freuzlerischen Antrages fordern die Aufnahme Der Haß gegen die Sozialdemokratie verbin und sprach die Bellagten frei. Das Oberste Ge- eines Drei Milliardentrebites, aus dert aber nicht, daß sich beide Parteien draußen richt hat diese Entscheidung nunmehr be städem die Gemeinden zu drei Prozent auf 30 Jahre im Lande heftig bekämpfen. Kürzlich hat der igt und damit gleichzeitig ausgesprochen, daß Anleihen erhalten sollen, um mit diesen Geldern Pommersche Landbund an seine Kreisorganisatio- die gegen Senator Duchaj erhobenen Boröffentliche Arbeiten auszuführen. Die Herren nen ein Rundschreiben gerichtet, in dem die Er- fürfe berechtigt sind. fahrungen bei dem Kampf um die Senkung der Kalipreise geschildert werden. Nach der SchilKrisenwahlen in Anhalt. derung hat sich der Bommersche Landbund unter Berlin, 26. Oktober.( Eigenbericht.) Auch anderem im Frühsommer dieses Jahres an alle bei den Kreis- und Gemeindewahlen in Anhalt ihm nahestehenden Barteien mit der Bitte gezeigte sich die gleiche Erscheinung wie fürzlich in wandt, im Preußischen Landtag einen parlamen Hamburg: Die bürgerlichen Parteien verschmin- tarischen Vorstoß gegen das Kalifyndikat zu den, ihr Erbe treten die Nationalsozialisten an. unterſtüßen. Ueber den Erfolg der Bemühungen Die Wirtschaftskrise fügt der Sozialdemokratie heißt es in dem Rundschreiben wörtlich: Verluste bei, aber sie tann sich trotzdem gegenüber dem Ansturm von allen Seiten gut be haupten. Die Stimmen verteilten sich wie folgt: Sozialdemokraten 67.474( bei den lezten Reichs tagswahlen 84.979), Kommunisten 29.319 ( 23.742), Nationalsozialisten 76.430( 43.634), Wahlblock Volkspartei und Deutschnationale 27.615( 40.800), Staatspartei 8634( 5026). 3u diesem Wahlausgang ist zu sagen, daß in Anhalt die Arbeitslosigkeit und die Not außerordentlich groß ist, so daß sich die Unzufriedenheit mit den bestehenden Zuständen vor allem gegen die Sozialdemokratie richtet, die seit einem Jahrzehnt in Anhalt eine führende Stellung inne batte. Zwischenfall bei der Präsidentenwahl. Der neue Präsident von Peru nur knapp dem Tode entronnen. „ Lediglich die NSDAP. hat abgeTehnt; das Kalifyndikat sei international gebunden, hätte sich in die deutsch- französische Wirtschaftsverständigung einspannen lassen, fände des. halb die Unterstügung aller derjenigen Personen, die an einem Baneuropa intereffiert seien; infolgedessen sei gegen das Syndikat wenig zu machen, außerdem habe es mit seinem Millionengeschent fir die Landwirtschaft etwas getan. Hegte der Nuntius gegen Sie eine persönliche Abneigung? Nicht uninteressant ist, daß es in dem An trag heißt, daß der Weg zur Aufnahme eines Staatskredites geschritten werden müsse, da nach den bisherigen Erfahrungen nicht anzuneh men ist, daß durch große Ersparungen in Staatshaushalte solche Geldmittel reserviert werden können, die zur Linderung der et nötig find." Was er sich von mir denkt, kann ich nicht wiffen. Ich traf mit ihm im Leben nur einmal persönlich zusammen, vergangenes Jahr auf der Rüdlehr aus London im Schnellzug zwischen Soll das heißen, daß z. B. der Militaris Nürnberg und Eger. Als mich fein Begleiter vor- mus nicht abgebaut werden kann? Der hafenstellte und ich mich ihm mit einigen italienischen Freuzlerische Antrag entpuppt sich bei näherer Höflichkeitsphrasen näherte, brehte er sich, ohne ein Betrachtung als eine arge Demagogie, die Wort zu sagen, um und ließ mich stehen. Ich auch darin ersichtlich ist, daß Milliardenkredite schrieb dies dem Umstande zu, daß ich ihm unter den heutigen Verhältnissen selbst beim die Hand nicht füßte, was nirgends vorbesten Willen schwer oder gar nicht unterzubrin geschrieben ist, ich bin auch um 12 Jahre älter. gen sind. So nebenbei benterkt, hätten die Herren Am 9. September dieses Jahres fuhr er mit mir Am 9. September dieses Jahres fuhr er mit mir um Krebs statt drei Milliarden ebenso gut fünf im gleichen Wagen von Graz bis Abbazia, eine milliarden verlangen können, nachdem doch auch Annäherung an ihn habe ich diesmal natürlich die Agrarier für landwirtschaftliche Zwecke einen derart hohen Kredit begehren. nicht versucht. Diese Stellungnahme der NSDAP. ist von uns natürlich nicht ruhig hingenommen worden, sie steht in absolutem Gegensaz zu dem, wasseitens der NSDAP. in Wort und Schrift sonft Herr Krebs zeigt laut Bericht des„ Tag", wie in der Oeffentlichkeit gesagt wird. Man fühlt Ist es nicht wie zur Zeit des größten Uebermuts mit Schreden, daß der Arm des Kali- der Kirchenfürsten? Weil ein katholischer Gelehr der Nationalsozialismus auch dann, wenn er ter den um zwölf Jahre jüngeren Nuntius nicht die alten Absatzgebiete nicht mehr syndikats auch in die Reihen der die Hand küßt, rächt sich der Vertreter des Hei- wiedererobern kann, doch Arbeit Lima, 26. Oktober. Oberst Sanchez Cerro NSDAP. hineinreicht." wurde mit einer Mehrheit von über 30.000 ligen Baters", indem er den ihm unliebsamen und Brot zu schaffen weiß." Da werden Stimmen, zum Präsidenten der Republik Beru Der Pommersche Landbund bezichtigt alfo Priester von seinem Amte entheben läßt. Die die seit Jahren in einer schweren Strise befindligewählt. Staum hatte der neu gewählte Präsident die Nationalsozialisten in nicht mißzuverstehender fatholischen Lämmer, die diesem Treiben zu- chen Glasarbeiter in Steinschönau natürlich aufsich nach dem Präsidentenpalais begeben, da kam Weise der vollständigen Abhängigkeit vom Kali- sehen, müssen wahrhaftig nicht nur eine Schafs gehorcht haben. Die nordböhmische Hohlglasinduein großes Automobil, das mit bis an die Zähne synditat. geduld, sondern auch eine Elefantenhaut haben! strie ist auf den Weltmarkt seit Jahrhunderbewaffneten Männern dicht befest war, mit groAehnliches soll nach Ausführungen des Der Dank der Befreiten. Der rumänische des reihandels am besten gedeihen. Durch Der Dank der Befreiten. Der rumänische ten eingestellt, sie kann nur unter dem System Ber Geschwindigkeit vor dem Palais angefahren. Die Männer eröffneten eine Schießerei in die Völkischen Beobachters" in Nummer 267 der Ministerpräsident Iorga veröffentlicht in sei die Absperrungspolitik vieler Staaten mittels erPräsident des Pommerschen Landbundes, von nem Organ Neamul Romanese" einen Aufsatz, Fenster der Präsidentenwohnung und fuhren Rohr( Demmin), dem landwirtschaftlichen Reichs der sich mit dem Verhalten von Scotus Via- ohter Zölle, durch die Weltwirtschaftskrise leidet wieder davon. Der Präsident wurde nicht verleitungsfachberater der Nationalsozialisten, Walt or Professor Seton Watsoninsbe der nordböhmische Glasexport furchtbar. Dem Herrn legt, doch nimmt man allgemein an, daß er nutter Darré, gegenüber behauptet haben. Der fondere Rumänien gegenüber befaßt. In diesem Krebs verursacht das anscheinend nicht das min" Bölkische Beobachter" nimmt das zum Anlaß, Aufsatze des Ministerpräsidenten wird eingangs teste Stopfzerbrechen. Der Nationalsozialismus von Rohr( Demmin) anzugreifen. Er macht ihm anerkannt, daß nicht oft genug ausgesprochen wird trotz Verlust der alten Absatzgebiete Arbeit zum Vorwurf, Veröffentlichungen über die Rog- werden könne, wieviel das rumänische Volk diz- und Brot schaffen genstützungsaktion in der Pommerschen Tages sem englischen Publizisten Dank schulde, welcher Falle machen wird, ist allerdings vollständig dunGelsenkirchen, 26. Ottober. Heute morgens unterbunden zu haben. post", deren maßgeblicher Beherrscher er sei, in früheren düsteren Tagen ein aufrichtiger fel. Wird Herr Krebs die Glaswaren, welche das furz nach Mitternacht tam es zwischen einer Freund desselben gewesen wäre. Seit aber das Ausland früher abnahm, die einen Wert voy Bolizeistreife und zehn Kommunisten zu einem Die feinen Herrschaften beschuldigen sich rumänische Volk zu seinen Rechten gelangt sei, hunderten Millionen Kronen ausBusammenstoß, in dessen Verlauf die Kommu- demnach gegenseitig unsauberer Machenschaften. tomme Scotus Viator daher und vermeine Kri- machten, nun im Inland abseßen? Eine nähere tit an Verhältnissen der rumänischen Innenpoli- Darstellung der Hakenkreuzlerischen Pläne in dienisten gegen den Polizeiwachtmeister Nieder- Sie müssen sich ja genau fennen! tit üben zu können, wie sie ein Fremder nur fer Richtung wäre wirklich lohnenswert. Also her werfer mehrere scharfe Schüsse abgaben. Der schwer verstehe. Noch nie aber sei ein Freund aus mit der Krebsschen Weisheit! schwer verletzte Polizeiwachtmeister ist heute vormittags im Strantenhaus seinen Verlegungen erlegen. Noch in der Nacht umstellte die Polizei das kommunistische Volkshaus in Gelsenkirchen und sperrte es. 40 Personen wurden festgenommen. um ein Haar dem Tode entronnen ist. Ein Polizit von Rommunisten erschossen. Gin agrarischer Senator mißbraucht seine Funktionen. " wie er das im konkreten des rumänischen Bolkes derart über die Rechte, Die Kapitalisten werden die klugen" die ihm selbst geleistete wesentlichste Dienste ge- volkswirtschaftlichen Ideen der Hakenkreuzler währten, hinausgegangen, als Scotus Biator in schmunzelnd quittieren und mit dem in Rede Das Oberste Gericht entschied in letter einem unerhörten Auffah, den er in der Reit- stehenden Antrag einverstanden sein, denn sie Instanz in einem Prozeß der sozialdemo- schrift L'Esprit International" veröffentlichte. kommen dabei glänzend weg. fratischen Robotnické noviny" und ihres Man könne für jene die Verachtung nicht verChefredakteurs Gen. Sen. 3i mát und Dr. M. hehlen, die aus dem Freunde eines Landes den Der Budgetausschuß des AbgeordnetenhauZusammenstoß in den Lüften. Duchajs gegen den agrarischen Sen a- Beleidiger eines Regimes schwerer Arbeit und London, 26. Oktober.( Reuter.) Unweit von tor Jan Duchaj. Das Blatt hat den ehrenhafter Aufopferung im Dienste der Allge- fes begann gestern die Spezialdebatte zum Bud Seton Watson get mit den Kapiteln Präsident der Republik, Titworth in der Grafschaft Leicestershire stießen Senator beschuldigt, seine Funktionen zum per- meinheit" gemacht hätten. heute während des Fluges zwei Militärflugzeuge fönlichen Vorteil ausgenügt zu haben, indem er dürfte sich eben von den üblen Folgen seiner Gesetzgebende Körperschaften und Ministerrats zusammen und stürzten brennend zu Boden. sich bei Aufteilung der Eszterházy- Besibungen in Völkerbefreiung überzeugt haben. Das„ Befrei- präsidium. In der Debatte brachte u. a. Dr. Zwei Militärpiloten und ein Mechaniker wur- der Slowakei ein Rest gut verschaffte. Ferner ung" nur Umfehrung der Unterdrückung ist, wird B a cher( AWG.) die von uns bereits mehrfach den getötet. Ein Mechaniker fonnte einen Fall- foll er sich als Mitglied der Einkaufs- Kommis- Watson nicht begreifen wollen, darum erntet er gekennzeichneten Verhältnisse beim Saazer Wolfschirmabsprung ausführen und unversehrt sion beim Ankauf von Pferden für den nun den Dank der Befreiten in Form von Be- Verlag zur Sprache. Die Debatte wird heute schimpfungen. landen. Staat bereichert haben. bormittags fortgesetzt werden. Seite 4 Tagesneuigkeiten Das Zodesopfer einer Dienstvorschrift. Soldatenselbstmord in Prag. Dienstag, 27. Ottober 1931. Nr. 250. Enecht sprach die neugebadene Kommunistin wurde, die Flucht ergriff, wobei sich ihm noch deutsche Dampfer ist bereits in Kronstadt eingetrof Frau Tohost. Sie gab den üblichen Schmus zum mehrere Personen beigesellten. Am Waldrande fen. Er hat infolge des Lecks, das er bei dem Zubesten. Die linken Sozialdemokraten seien die angekommen, leuchteten die Verbrecher die Ge- sammenstoß davon getragen hat, viel Wasser im ärgsten Verräter usw. Um Seydewiß nicht zum gend mit einem Reflektor ab und waren darauf Vorderschiff, konnte aber noch die Rückfahrt bis Schlußwort kommen zu lassen, sprengten die spurlos verschwunden. Um weitere Schäden hint- Kronstadt vollführen. Kozis die Versammlung. Mit Stuhlbeinen fielen anzuhalten, wird im Orte ein Feuerdienst orgasie über die meist jugendlichen S.A.P.- Genossen nisiert werden ber. Viele S.A.P.- Jugendliche mußten ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Biehung der Klaffenlotterie 100.000 K: 94.371. 30.000 K: 552, 1422. Capone: 11 Jahre Gefängnis! Der amerifanische Bandenkönig Al Capone wurde vom Gericht in Chikago wegen Steuerhinterziehung zu elf Jahren Gefängnis und 50.000 Dollar Geldstrafe verurteilt. München im Schnee. Ununterbrochener Schneefall in der Nacht auf Montag, der bis in die späten Vormittagsstunden mit unverminderter Heftigkeit anbielt, hat in München schnell zur Bildung einer hohen Schneedede geführt und der Stadt ein winterfiches Gepräge gegeben. Der plötzliche zweite Wintereinbruch hat im Verkehr empfindliche Störungen verursacht. Aus dem Alpenvorland und dem Bayerischen Wald werden gleichfalls starke Schneefälle ge melbet. 50prozentige Bahnermäßigung für Jugendliche bis zu 18 Jahren. Das Eisenbahnministerium hat mit Erlag vom 23. Juli 1931, 3. 21.832- III 3 1931. dem Jugendherbergsverband die Begün tigung zur Inanspruchnahme der 50prozentigen Der dem Maschinenbataillon Nr. 1 in Prag gugeteilte Soldat J. Viktora hat sich, weil er zum Rapport befohlen war, erhängt. Der Fall ist um so tragischer, wenn man die Vorgeschichte dieses Freitodes, welche das„ Večerni Č. Slovo" schildert, kennt. Viktora war seit dem heurigen Frühjahr beim Militär. Er war ein ruhiger, Zum Schajott getragen! In Saint Mihiel ganz für sich lebender Mensch, welcher keinen Um10.000 K: 29.250, 61.495, 62.404, 81.546, 89.060.( Frankreich) wurde ein Italiener hingerichtet, der gang mit feinen Kameraden hatte. Auf einem 5000 K: 3006, 13.163, 39.778, 41.240, 43.689, u Beginn des Jahres eine alte Frau und ihren Spaziergang begegnete er einem Leutnant, 48.577, 51.704, 52.773, 55.590, 58.008, 66.242, 69.606, 15jährigen Sohn ermordet hatte, um sie zu be welchen er, in Gedanken versunten, nicht 78.865, 79.014, 79.733, 82.490, 89.243, 93.734, 99.426. rauben. Der Verurteilte brach beim Anblick der grüßte. Der Leutnant hielt den Soldaten an 2000 K: 4170, 7923, 9925, 10.922, 12.510, 21.808, Guillotine in furchtbare Schreikrämpfe aus und und fragte ihn, warum er nicht gegrüßt habe. 27.351, 30.276, 31.124, 31.694, 32.363, 35.652, 38.412, mußte zum Schafott getragen werden. 39.890, 40.153, 41.922, 44.569, 44.662, 48.498, 49.149, Vor Schreck konnte Viktora nicht antworten. 49.539, 52.481, 52.886, 53.009, 53.935, 54.797, 55.780, Ein Flugzeug in Flammen. Als Montag Bahnermäßigung für Jugendliche unter 18 Jahren Anstatt den Mann, der offenkundig den Gruß 56.345, 58.094, 59.195, 61.113, 61.149, 61.701, 62.351, früh die amerikanische Pilotin Miß Ruth Ni- bewilligt. Alle Bleibenausweis- Inhaber bis zur annicht absichtlich unterlassen hatte, gehen zu laffen, 62.927, 64,422, 65.319, 65.787, 66.459, 68.234, 75.353, cholls mit ihrem Mechaniker von Louisville geführten Altersgrenze fönnen somit vom 3 änner forderte ihn der Leutnant zur Vorweisung der 76.981, 77.614, 84.461, 86.512, 86.601, 90.115, 91.439, zum Fluge nach New York startete, explodierte geführten Altersgrenze fönnen somit vom Jänner mit Kontroll Legitimation auf und als Viktora endlich her- 94.172, 96.728, 99.646, 99.704. 1200 K: 624, 1200, 1450, 3101, 3195, 5049, 5923, der Motor. Im Nu stand das ganze Flugzeug marke beim Serbergsverband zum Preise von 3 K rorbrachte, er habe sie vergessen, ließ er ihn trotz flehentlicher Bitten in die Kaserne abführen. 6119, 6427, 6725, 7195, 7333, 8687, 8817, 8881, in Flammen, da der Benzinbehälter zerrissen erwerben, soweit sie diese Begünstigung nicht durch Der Kompagnieführer Viktoras, welchem 10.229, 10.316, 10.910, 11.988, 12.906, 13.674, 16.037, und dadurch der Apparat mit Benzin direkt ihre eigenen Jugendorganisationen befigen Meldung erstattet wurde, befahl ihn für den näch 16.753, 17.024, 17.762, 18.259, 20.197, 20.665, 20.704, übergossen wurde. Die Pilotin riz geistesgegen Bahnausweis des Berbandes für deutsche Jugendften Tag zum Rapport. Vittora wartete die 21.036, 21.174, 21.302, 22.109, 23.113, 23.435, 26.711, wärtig die Maschine zu Boden, sprang heraus, herbergen ist mit dem Bleibenausweis( BA) berStrafe ab, 26.760, 27.075, 27.606, sich 35.095, 35.390, 36.500, 37.382, 37.854, 38.592, 38.663, wäre verbrannt, wenn sie der Mechaniker nicht bunden, indem die vierte Seite des Bahnausweises der Nacht vor der, Kaserne, wo er am Morgen 38.786, 39.405, 39.472, 40.485, 40.818, 40.977, 44.963, im letzten Augenblick befreit hätte. Das Flugzeug als B. ausgestattet wurde. Die Erneuerung der 45.160, 46.565, 47.002, 47.822, 48.487, 49.629, 49.638, ist vollkommen verbrannt. 50.342, 51.205, 51.322, 51.360, 51.722, 51.775, 51.876, gefunden wurde. Kotain aus Hamburg... Verhaftungen in Bodenbach und Tetschen. Bodenbach, 26. Oktober. Dieser Tage wurde, wie aus Zeitungsnachrichten hervorging, in Troppau, Brünn und Mährisch- Ostrau eine Schmugglerorganisation entdeckt, die schwunghafte Geschäfte mit ausländischen Rauschgiften, vor allem mit Kokain, betrieben hat. Die Spuren des Rauschgifthandels führten auch nach Calmette verteidigt sein Heilmittel. wurde geborgen. Nordböhmen, und insbesonders in den beiden Grenzstädten Tetschen und Bodenbach vermute Verwechslung im Lübecker Laboratorium. Der nahme der Begünstigung ist eine Gruppe von sechs nicht mehr durchgeführt. Wer die Fahrpreisermäßi 53.831, 54.055, 54,360, 55.623, 55.768, 55.971, 56.664, Schredensszenen im Kino. In einem Licht gung beansprucht, muß bei Anforderung des BA. 57.445, 58.055, 58.160, 58.323, 60.573, 60.579, 60.718, fpieltheater in Jassy( Rumänien) brach Sonn- mit Badnausweis auch sein Lichtbild einsenden. Alle 61.006, 61.102, 62.111, 63.035, 63.160, 64.433, 65.077, tag abend während der Vorstellung infolge Ent- neuen Ausweise sind von jetzt ab nur drei Jahre 65.132, 66.507, 66.844, 67.477, 70.039, 70.397, 71.249, zündung eines Filmstreifens Feuer aus. Der Zu gültig, da der Bahnausweis die Kontrollmarke für 72.219, 72,521, 73.502, 73.698, 76.185, 76.267, 76.802, fchauer bemächtigte sich eine furchtbare Panit. drei Jahre vorsicht. Es ist nun auch nicht mehr 77.293, 79.181, 79.456, 79.838, 80.719, 81.569, 82.782, Mehrere Kinder und Frauen wurden schwer möglich, den neuen BA. durch Jugendbünde und 85.325, 86.424, 86.730, 88.959, 89.276, 89.374, 89.810, verletzt. Der Vorführer konnte trotz aller Bemü- Vereine auszugeben. Die Ausgabe geschieht nun90.657, 91.132, 92.129, 92.272, 92.814, 93.455, 93.480, hungen der Feuerwehrleute, von denen sechs er- mehr für alle Jugendlichen nur durch den Verband 93.870, 95.545, 96.710, 97.270, 99.124. hebliche Brandwunden erlitten, nicht mehr ge- für deutsche Jugendherbergen, Aussig. Spitalplay. 3. rettet werden, lediglich seine verbrannte Leiche oder durch seine Untergliederungen( Gaue und Oris gruppen). Der Bahnausweis muß ebenso wie der Belagerungszustand in Paraguay wegen Bleibenausweis Stempel und Unterschrift der be Studentendemonstrationen. Die Regierung von ten die erhebenden Behörden aktive Teilnehmer München, 26. Oktober. Professor Calmette Paraguay hat den Belagerungszustand bertün- reffenden Ausgabestelle tragen. Zur Inanspruch an den Schmuggelgeschäften. In der Tat wur- hat an die Münchener Neuesten Nachrichten" det. Diese Maßnahme ist auf die wiederholten Jugendlichen beider Geschlechter nötig, die im Besipe den im Verlaufe der eingeleiteten Untersuchun- einen Brief gerichtet, in dem er zu den Vorgän- Demonstrationen der Studenten zurückzuführen, Jugendlichen beider Geschlechter nötig, die im Besive des Bahnausweises sein müssen sowie eines Führers, gen in den elbstädtischen Schwesterstädten in den gen in Lübed Stellung nimmt. In diesem Schrei welche u. a. den Sitz des Präsidenten der Re- es Bahnausweises sein müssen sowie eines Führers, der auf Grund des Anmeldescheines( Přihlaša) dic fetzten Tagen der vergangenen Woche fünf Per- ben erklärt Prof. Calmette u. a., im Laboratorium publit mit Steinen bewarfen. jonen verhaftet, von denen zwei jedoch wieder des Lübecker Krankenhauses seien teinerlei Gefängnisrevolte. In der Hamburger Neben ermißigten Fahrkarten löst. Der Bahnausweis ver Neben- fiert für den Jugendlichen an dem Tage, an dem auf freien Fuß gesetzt worden sind, während die Vorsichtsmaßregeln unternommen wor- ftrafanstalt Glasmoor ist es am Sonntag zu er das 18. Lebensjahr erreicht, seine Gültigkeit. Da anderen drei Verdächtigen, da sich ihre Beteili- den, um eine Vermengung von B. C. G.- Kulturen einer Meuterei wegen des Entzuges des sonntägigen her ist bei Anforderung des Bleibenausweises unbe gung an den verbotenen Geschäften einwandfrei und der virulenten menschlichen Bazillen zu verwittagessens gemaßregelter Gefangener gekommen, dingt das genaue Geburtsdatum anzugeben. nachweisen ließ, dem Gerichte eingeliefert wur- hindern, die in dem gleichen Laboratorium zur in deren Verlauf die Zelle der meuternden Gefangenene Bleibenausweis, der wie bisher zur Nächti Es nen, die sich in den fünfziger Jahren stehenden Mietauto- dienten. Es sei ihm nicht verständlich, daß der ten mit der Waffe in der Hand gestürmt werden gung in unseren und den reichsdeutschen Jugend herbergen berechtigt, fostet einschließlich Bortospelen besitzer Bend in Bodenbach, um den früheren Profeffor Deyde und seine Anhänger erklärt hät mußte. Die Belagerten hatten schließlich ihre Da- ab 1932 3 K. mit der Eisenbahnkontrollmarke zu Vächter des Friseursalons auf dem Bodenbacher ten, das B. C. G.- Präparat sei wieder zur Viru tragen in Brand gestedt. Fünf Hauptbeteiligte find in fammen also 6 K. Der Betrag ist voraus zahlbar Bahnhof namens Nowak, und um einen Kauf- lenz zurückgeschlagen, zumal überall bekannt sei, eine andere Anstalt überführt worden und ſehen Enthüllung einer Frend- Gedenktafel. Tas alter mann, dessen Name von der Behörde noch ge- daß das Präparat unschädlich sei. Die Angeflag ihrer Bestrafung entgegen. tümliche Bezirksstädtchen Freiberg in Nordmähren heim gehalten wird. Bisher wurde festgestellt, ten versuchten, die Verhandlungen so zu wenden, Die Mädchenleiche im Bach. Sonntag wurde in feierte am Sonntag den 75. Geburtstag feines daß die Schmuggelgeschäfte seit langer Zeit be- daß die biologischen Eigenschaften des trieben worden sind und daß Kokain in großen BCG. und nicht mehr die Verhältnisse im einem Bach bei Bauban( Schlesien) die 17jährige großen Sohnes Dr. Siegmund Freud, des Be Mengen aus Hamburg über Tetschen und Bo- Lübecker Sanatorium zur Diskussion stünden. Tochter Hildegard des Sattlermeisters Schulze aus gründers der Psychoanalyse. Am Geburtshaus denboth in die Tschechoslowakei eingeführt wurde. Der Bericht so fährt Professor Calmette Bauban ermordet aufgefunden. Das junge Mädchen Freuds in der Schloffergasse wurde eine Gedenttafel Die Erhebungen in dieser Angelegenheit sind fort über die Kindersterblichkeit im bulgarischen ist durch einen aus nächster Nähe in den Rüden ab enthüllt. Zu der Feierlichkeit waren eingetroffen noch nicht abgeschlossen. Weitere Verhaftungen Bernit ei von einem Dr. Simennom er fun- gegebenen Schuß und durch weitere Schüsse in den die Tochter und Mitarbeiterin des Jubilars Anna. sollen nicht nur in Tetichen und in Bodenbach, den, von den bulgarischen Hygienebehörden in mehrere Stichverlegungen am Hals und Kopf auf weiter der Vorsitzende der Internationalen psycho Kopf getötet worden. Die Leiche wies außerdem der Sohn, der Bruder und ein Enkel Freuds, sondern auch in anderen nordböhmischen Städten dessen richtiggestellt worden. bevorstehen. Nach dem Befunde am Tatort hat ein erbitterter analytischen Gesellschaft Dr. Eitingen- Berlin, für Kampf des Opfers mit dem Mörder stattgefunden. Die Wiener psychoanalytische Vereinigung, deren Die Ermordete hatte die elterliche Wohnung Sams- Präsident Dr. Freud ist, der Vizepräsident Dr. Paul tag nachmittags verlassen, um sich nach Löbenslust Federn sowie zahlreiche Vertreter der der Behörden. zu ihren Geschwistern zu begeben. Für die Aufllä Vereine und Storporationen. rung der Mordtat ist eine Belohnung von 1000 Mart ausgesetzt worden. ,, Ginheitsfront von unten“. Kommunisten schlagen junge Linkssozialisten blutig. Sexuelle Aulklärung und Schule. Die in der Inſtitution der juridischen Ehe eine reicher geworden. Brandstifter. Aus Gablonz wird uns gemeldet: Nachdem im Laufe der letzten zwei Wochen in der Ortschaft Heinersdorf am Jesch fen aus bisher unaufgeklärter Ursache zwei fen aus bisher unaufgeklärter Ursache zwei An der Grenze erschossen. Bei Sicheldorf unweit Scheunen durch Feuer vernichtet worden waren, der Stadt Radkersburg wollten Samstag abend Am 22. Oktober fand in Berlin die erste ist nunmehr in der ersten Morgenstunde die Im Finnischen Meerbusen ereignete sich am sieben Personen in der Dunkelheit die Grenze voit öffentliche Versammlung der neuen linksjoziali- Scheune des Landwirtes Weißheitel durch Brand stischen Partei, der S. A. P., statt. Als Saupt- bernichtet worden. In der gleichen Nacht fand Samstag, 35 Seemeilen westlich von Leningrad, in Jugoslawien nach Oesterreich überschreiten. Da sie referent war Mar Seydewig angekündigt. Schon fich in einem Hausflur ein Zettel, mit welchem der Nähe des Leuchtschiffes„ Brieumy" ein Schiffs auf den Anruf des jugoslawischen Grenzsoldaten er ihnen nach. Ein während des Referates Seydewis' machten fich ein ungenannter Mensch ankündigt, daß im Orte zusammenstoß. Ein dort manövrierendes russisches nicht stehen blieben, schoß die in großer Anzahl anwesenden Leninisten fünfzehn Scheuern und nachher die Wohnhäuser Unterfeeboot eines Typs, auf dem fich 50 Mann Be Bursche wurde getroffen und blieb einen halben durch ebenso unsinnige wie lärmente Zwischen- in Brand gesteckt werden würden. Offenbar han- fabung befinden, tauchte zur Wasseroberfläche auf Meter von der Grenze entfernt auf jugoslawischem rufe bemerkbar. Als Theodor Liebknecht, der delt es sich um mehrere Verbrecher, da beim und kollidierte mit dem gerade die Stelle passieren- Gebiet tot liegen, während die übrigen Personen Bruder Karl Liebfnechts, eine Sympathieerklä Brand der Scheune des Bauern Weißheitel in den deutschen Dampfer Gratia", der mit Holz- nach der Angabe des Wachtpostens nach Desterreic rung seiner Gruppe für die S. A. P. abgab, unmittelbarer Nähe des Brandobjektes ein fracht von Leningrad abgefahren war. Das U- Boot entkommen konnten. Es dürfte sich um Schmuggler mur unbedeutende Beschädigungen. Der oder um eine Diebsbande handeln. tam es zum ersten großen Tumult. Nach Lieb- Mann gesehen wurde, der, als er angerufen erlitt rechterhaltung heutigen Gesellschaftsordnung, scheinliche Folge: die Welt ist um einen Neurotifer| Möglichkeit geben, sie sich zu beschaffen. Nur so wird man die, durch den verruchten Abtreibungs Da es heute unbestritten ist, daß schon das paragraphen verursacht, meist unfachmännisch durch Mar Hodann sprach Sonntag als Gast des wichtige Stüye besitzt, interessierten Mächte, wollen Neuen Schulfamp f" seguelle, eine Erschütterung der herrschenden Moralnorm| Kleinkind einen Mechanismus der Lustgewinnung geführten, also gesundheitsschädlichen, ja lebensge Auftlärung und Schule. Der große Saal nicht zulassen, weil diese mit einer Erschütterung befist, also ein geschlechtliches Wesen ist, muß die fährlichen Schwangerschaftsunterbrechungen verhin der städtischen Zentralbücherei war wiederum über der fapitalistischen Gesellschaftsordnung selbst ein feruelle Erziehung bereits im frühen Alter ein- dern können. Diese Aufklärung hätte in einem segen. Vor allem muß mit der Ideologie und Alter zu erfolgen, in dem die Schule noch die füllt. Aus nahezu 1000 meist jugendlichen Zu- hergehen könnte, ja müßte. hörern viele mußten umkehren, weil sie feinen Wie schaut nun die von der Kirche und den um eine solche, nicht etwa um eine wissenschaftlich Kinder aller Geschlechtsklassen erfaßt. Unser Stampf Play mehr fanden bestand das überaus bei- diverfen Schulministerien approbierte Einstellung zu fundierte Theorie handelt es sich der Schädlichkeit muß auch gelten der berühmten Gemüts" erziehung, fallsfreudige Publikum. „ diesen Dingen" aus?: Man soll über die der sogenannten Onanie aufgeräumt werden. Jeder vor allem der Mädchen, die dann völlig unerfahren Genosse Hodann ging von der Feststellung aus, Schweinerei", daß es ein außereheliches Geschlechts- Trieb muß durch die Triebentspannung befriedigt und damit zu jeruellem und erotischem Misgefchid Das Ankämpfen gegen die Triebbefrie- geradezu prädisponiert, ins Leben gestoßen und baß es heute in der Schule aller tapita leben gibt, nicht sprechen." Dennoch hat man es werden. listischen Staaten, von schüchternen Ver- in letzter Zeit dahin gebracht, wenigstens gebracht, wenigstens vor bigung ist ebenso unfinnig wie unmöglich, ja ge- vom Leben gestoßen werden. In der ganzen kapitalistischen Welt gilt gerade fuchen. abgesehen, eine seguelle Erziehung Absolventen der Mittelschulen„ aufklärende" Bor- fährlich. Nervöse und psychische Störungen stellen überhaupt nicht gibt. Die beiden Haupt- träge halten zu lassen. Wie schauen die nun aus? sich als Folgen dieses unmöglichen Kampfes meist das als gut, was wir nicht nur als schlecht erkannt haben, sondern was vor allem unzählige Menschen fragen, mit denen es sich zu beschäftigen gilt, wären Unter Aufbietung aller Vorsicht, die die Delikatesse" ein. Eine vernünftige Erziehung darf den jungen unglüdlich zu machen geeignet ist. Einzig im prole also wie müßte die sexuelle Aufklärung in der des Themas geboten erscheinen läßt, erzählt man Schule ausschauen?" bezw.„, wa rum meicht die den jungen Menschen unter peinlicher Vermeidung Menschen den Weg zum anderen Geschlecht nicht tarisch regierten Rußland tennt man eine moderne, heutige Schule der seruellen Erzie- alles Anzüglichen"( ftatt Geschlechtstrieb, der un- versperren wollen ob das gelingen kann, gehört dem Gefühlsleben und den Bedürfnissen unserer bung aus?" Hodann beschäftigte sich zunächst züchtige Assoziationen auszulösen geeignet ist, wird in ein anderes Rapitel sondern muß den Weg Zeit entsprechende Einstellung zu den Problemen mit der zweiten Frage. Er wies darauf hin, daß mit Vorliebe der„ Paarungstrieb" verwendet, vor zeigen, die realen Hemmnisse, die einer freien des Geschlechtslebens and richtet die Praxis darnach die Macht der katholischen Stirche seit dem Welt- allem von den„ Gefahren der Liebe", so da sind Geschlechtlichkeit heute entgegenstehen, zu über- ein. Auch bei uns wird erst der entschei frieg in ganz Mittel- und Westeuropa wiederum im Gonorhoe, weicher Schanker und Ques, samt Rük- winden. Diese realen Hindernisse sind vor allem dende Sieg der Arbeiterklasse über die die unerwünschte an dem alten Wust interessierte Bourgeoisie, wird Wachsen sei. Ueberall, in Frankreich, in Deutsch- fenmarkschwindsucht und progressiver Paralyse, also die Geschlechtskrankheiten und Welche Folgen, wenn sie Schwangerschaft. Es ist statistisch nachweisbar, daß der freien Auffassung über das, was heute noch land, in der Tschechoslowakei, hat sie Positionen Tod und Verderben. und an Einfluß gewonnen, und gerade die katho- überhaupt eine Wirkung haben, denn, daß heute ein Großteil aller Infektionen im Alhoholrausch als„ berfänglich" gilt, den Weg bahnen. Erst der lische Kirche ist es, die als einzige reaktionäre die Schüler im allgemeinen über feruelle Dinge erfolgt, der Kampf gegen die Geschlechts. Sieg bes Proletariates wird auch ben Macht eine ebenjo flare mie foniequent eingehaltene besser Bescheid wissen als ihre Lehrer, dürfte als franfheiten tann erfolgreich nur ge- Sieg der Naturwissenschaft über die Einstellung zu diesen Dingen" beligt. Die Ge- Binsenwahrheit gelten, baben nun diese Vorführt werden als Rampf gegen den 3deologie des sebzebnte Jahrbun schlechtsmoral der Kirche ist seit dem 16. Jahr träge? Entweder sagt der Schüler, wie Genosse Itoholismus, Rampf gegen das Alroberts bringen. Zur Verhütung ungewollter Stürmischer Beifall belohnte Genossen Mar hundert dieselbe geblieben und wurde und blieb auch sodann es selbst beobachtet hat, so schlimm wird's holfapital awar nicht die Geichlechtsmoral der bürgerlichen, wohl nicht sein" wahrscheinliche Folge: Leicht- Schwangerschaften ist es notwendig, die Jugend Sodann für seine Ausführungen. Hoffentlich mer Rlaffs, mohl aber die Moralnorm der bürgerlich fertigteit; oder er jagt: wenn's so arg ist, dann nicht nur auf die Existenz antifonzeptioneller Mittelben wir ihn recht bald wieder in Prag begrüßen wahr aufmerksam zu machen, man muß ihr auch die können. fapitalistischen Gesellschaftsornung. Die an der Auf- darf man damit nichts zu tun haben" It. Kr. 250. Dienstag, 27. Oktober 1931. PRAGER ZEITUNG. Kunst und Bolt. Eine Festrede. Volk den dürfe. Womit wahrscheinlich wieder einmal der hierzulande so beliebte Sinn der Demokratie unserer Insel der Ruhe und Zufriedenheit" dokumentiert werden soll. Uns liegt nichts daran, Zeit, da materielle Verhältnisse das Bolt vom ob einige notleidende Kinobesiper mehr oder Theater noch allzu sehr trennen. Je mehr das Thea- weniger verdienen; aber sicher ist das eine, daß ter die geistigen Strömungen, die in den Massen feiner dieser Herrn Kulturvorkämpfer den deutIn der sonntägigen Festvorstellung im eranreifen, erfaßt, desto mehr wird es das Leben schen Tonfilm für den sich einzusehen in den legten zwei Jahren wahrlich nicht immer Deutschen Theater, deren mehr als lofale miderspiegeln und die Massen des Volkes begeistern. tulturell begründet war deshalb kauften und Bedeutung in der Teilnahme weiter deut- Ganz aber werden Theater und Bolt erst zusammenscher sozialistischer Kreise zum Ausdrud tam wachsen, bis sich aus dem gärenden Chaos unserer spielten, um den nationalen Charakter der Republik zu wandeln! auch die Genossen Minister Dr. Czech Beit die neuen Lebensformen einer großen Zukunft und Reichsparteisekretär Genosse au begreich gestalten werden und auch die Räume dieſes waren anwesend hielt Genosse Dr. Emil Hauses füllen wird eine befreite Menschheit! Strauß folgende Ansprache: Wir begrüßen Sie beim 25jährigen Jubiläum unserer Arbeitervorstellungen, das wir in einer für unserer Zeit auf. Das reinste Profitinteresse hat sie dazu geSeite 5 der Republik machen große Tafeln mit der Aufschrift AUTO ŠKODA den Fahrer auf gefährbracht, den Film zu kaufen, der noch am meisten gefällt. Es ist der fachkundigen Distributionskommission wohl nicht klar, daß in den letzten Wochen ,, Provokáce" gefällig? der tschechische Tonfilm einen Durchfall nach dem die Menschheit und die menschliche Kultur ernsten, nicht eine liebe Ueberraschung gibt: sie hat jetzt Národní listy" nichts helfen konnte und daß die Es vergeht keine Woche, da uns die Zenjur andern erleben mußte, wogegen auch die gehor Auf allen Straßen samste Propaganda im Večer" oder den fritischen Zeit begehen. Die Säulen, auf denen die einen deutschen Tonfilm„ D- 3ug 13" verboten, amerikanischen Filme in ihrer erdrückenden Kultur von zwei Jahrtausenden ruht, zeigen Risse um den auch in Deutschland der Streit der Mehrzahl fast einstimmig mit Ausnahme und Sprünge, der Dom der europäischen Zivilisation Benfurmeinungen entbrannt ist. Wahrscheinlich eines inferatenhungrigen Montagsblattes- ab erzittert bis in feine Kuppel. Die Organisation, fürchten die Herren aus Erziehungskreisen um gelehnt wurden. Damit soll nichts für den realderen wir zur Aufrechterhaltung unseres materiellen das Seelenheil der Matuschkas, die als bürger- tionären und geschmadlojen Teil der deutschen und geistigen Lebens bedürfen, ist in Verwirrung, liche Edelleute und Geldritter großes Ansehen Tonfilme gesagt sein; niemals darf es aber zudie Würde des Menschen bedroht. Nicht nur leidet genießen und von den firen und gerechten Sicher- gelassen werden, daß nationaler Haß die Prounsere geistige und fünstlerische Stultur unter heitsbehörden tapitalistischer Staaten jo lange grammbildung der Kinos beeinflussen kann. Wer Mangel an materiellen Mitteln, die geistige Produt geschützt und gededt werden, als sich noch irgend- Schund spielen will, soll sich den wählen, der tion selbst weist die Wirkungen der Zerrissenheit ein falscher Verdacht auf einen Kommunisten ihm geeignet erscheint; und wer gute filme haben oder sonst Unbeliebten lenfen läßt; in dem jetzt will, so nicht überlegen müssen, ob man gerade Einer der großen Widersprüche unserer Kultur verbotenen Film wird soweit man die Berichte die Erlaubnis hat, einen Bassermann oder Veidt ist, daß auf der einen Seite ein glänzender Gold- darüber verfolgen fonnte ein Eisenbahn- zeigen zu dürfen. Noch keine culturianz Prags schas geistiger und. Künstlerischer Werte aufgestapelt unglück dargestellt und so etwas wie ein Atten hat sich dafür eingesetzt, daß nur der künstlerische Attenzeigen zu dürfen. Noch keine culturianz Prags ist, das geistige Sparkapital von Jahrtausenden, auf tatsproblem behandelt. Das ist unsern Er hat sich dafür eingesetzt, daß nur der künstlerische der anderen Seite aber Millionen von Menschen ziehungskreisen zu viel, man befürchtet, daß Recht, die größte Minderheit des Staates durch rilm gezeigt wird; niemand hat darum das stehen, denen jedes kulturelle Besiktum vermehrt ist. wieder einmal auf diesen Film gestüzt, die hohe dergleichen Affronts vor den Kopf zu stoßen und Recht, die größte Minderheit des Staates durch Diesen großen Gegensatz, der unerträglich ist für Schule des Verbrechens, wie sie schon in der dergleichen Affronts vor den Kopf zu stoßen und jeden, der nach einer höheren Gestaltung mensch Phantasie echter Sicherheitsbewahrer aussieht, und bedauerlicher Beschränktheit zu geben. einen neuen Beweis nationaler Unduldsamkeit lichen Daseins ringt, haben wir schon vor einem aufblühen und Anhänger werben tönnte. W. Lg. Vierteljahrhundert qualvoll empfunden. Damals Einen weiteren Beweis seiner internatioging eine große Bewegung durch die Welt deutschen nalen Gesinnung und des hier jo flar ausgeSeine Lordschaft und das Montagsblatt". Geistes, daß die nationale Kultur eines Bolles nie- bildeten Gefühls für Gerechtigkeit gibt nachmals Wirklichkeit werden fann, insolange nicht die stehendes Schreiben der Distributionskommission Im Prager Montagsblatt", das seinen Lesern großen Maffen der Nation an Kunst und Kultur für Filme, die zur Wahrung des tschechischen fürzlich angekündigt hat, daß es gewisse Schritte Charakters von Prag, das bekanntlich nur von gegen uns unternehmen werde, ist des weiteren flawischen Fremden besucht wird, eingesetzt von diesen Schritten, denen wir einerseits mit Ruhe, andererseits nicht ohne Spannung entge= gensehen, nicht die Rede; der Raum des Blattes geht reichlich für die Unterbringung des Fanges auf, den Herr Fischer von seinen Fischzügen beimbringt. Aus dem reichen Inhalt nur eine fleine Probe: teilnehmen. Es war die Schriftleitung des Stunfavart", es waren die Kreise um die Berliner Boltsbühne, es waren ein paar Wiener Schriftsteller. die der Arbeiterschaft nahestanden, die alle mit Leidenschaft dafür eintraten, daß zwischen Theater und Bolt eine Annäherung erzielt werde. Und dieser leidenschaftliche Ruf aus Berlin, Dresden und Wien, er fand auch in Prag ein Echo. wurde: Kommission zur Distribution der importierten. Tonfilme, Prag I- 667( Handels- und Gewerbekammer), Telephon 60041-6. Aftnummer 3 b A. Tit. Kino Prag. Prag, 21. Oktober 1931. Wir teilen Ihnen mit, daß die Kommission zur Distribution der importierten Tonfüme in ihrer Sigung vom 20. ds. festgestellt hat, daß Ihr Kino in fein Repertoir ständig Filme mit deutschem Dialog einteilt. ,, Meine Frau, die Reinhardts Schauspielerin" liche Straßenbiegungen aufmerksam, warnen vor Eisenbahnkreuzungen und belehren über die Entfernung von Städten. Dies ist das Service ŠKODA für alle Automobilisten ohne Unterschied. Um die Eigentümer von Škodawagen ist erst recht gut gesorgt. Schon die niedrige, stabile Bauart des Wagens, verläßliche Leistungsfähigkeit der Bremsen und erprobte Widerstandsfähigkeit des verwendeten Materiales verbürgen sorglose Fahrt. Welch ein Gefühl der Sicherheit müssen Lenker der Škodawagen haben, wenn sie wissen, daß ein über das Gesamtgebiet der Republik sich erstreckendes Netz von etwa 90 Servicestationen bereitsteht, um jederzeit mit Rat und Tat beizustehen. So will Škoda seiner Kundschaft dienen. Auch Sie sollten diese Dienste in Anspruch nehmen. Besuchen Sie unsere nächstliegende Verkaufstelle und lassen Sie sich die letztenTypen unsererWagen zeigen. AUTO SKODA spricht Emil Meigner seit einigen Tagen in berechtigtem Gattenstolz von Else Lord. Denn wäh rend er in Berlin großen Filmprojekten nadiging, aus beren bedeutendstem, ber lebernahme der Terra. infolge einiger Unstimmigkeiten mit den neuen Partnern nichts geworden ist, ift fic, nach erfolg= reichem Gastspiel in Reinhardts Großem Schauspielhaus über das wir berichtet haben, ab 6. Novem ber für bie Rolle der Josefa Bogl huber in der Charell'schen Aufführung bes Weißen Röffel berpflichtet wor gehört, an den sich die Fa. Fischer& Glaser muit den. Es muß der lieben Künstlerin, ber die Vorliebe wendet. Dagegen müssen wir auf Mißgünstigen in Prag gerne die Jahre vorwerfen, da sie anderes nichts vorzumversen haben, Anfragen aus der Leserschaft mitteilen, daß jedenfalls eine Genugtuung und Bestätigung ihres Conrad Veidt, dessen Privatleben uns vorigen Könnens sein, daß ihr Berlin so schnell mit Sym- Montag durch ein Interview des Herrn Glaser pathie entgegengekommen ist; man darf Else erschlossen wurde, anderslautenden Vermutungen entgegen im Montagsblatt" nicht inserieren wird. Ein paar junge wagemutige Männer und Frauen waren es, die sich ans Werk machten und mit fühnem Mut und zäher Beharrlichkeit alle Widerstände und alle Trägheit überwanden, die sich threm Beginnen entgegenstellten. Nur der jugendlichen Unbekümmertheit, dem Wagemut und fast möchte ich sagen, der Unbedenklichkeit dieser MenJhen sowie allerdings auch dem Verständnis des Die Kommission verlangt von Ihnen sehr bamaligen Intendanten und vor allem des under- dringend, daß Sie die bisher gespielten deutschen geglichen Angelo Reumann, der auch hier den Blid Dialogfilme mit nichtdeutschen abwechseln Taffen für die Zukunft erties, haben wir es zu verdanken. und macht Sie gleichzeitig darauf aufmerksam, daß den wirtschaftlich schwachen Schichten der deutdaß sie in keinem Falle Ihnen für Ihr nächstes schen Bevölkerung Brags die Pforten des Theaters Programm einen deutschen Dialogfilm zuläßt. geöffnet wurden. Wir haben in diesen 25 Jahren Wollen Sie diese Mitteilung zur Kenntnis unterstützt von der Leitung und den Angestellten nehmen. Lord den Erfolg von Herzen gönnen dieses Theaters ein gutes Stüd kulturarbeit Mit dem Ausdruck der Hochachtung und sich nur freuen, daß fie auch in Prag, geleistet und sind unserer Idee„ Die Kunst dem Stommission usw. Der Stätte ihrer vieljährigen Bühnenfiege, bald wie Volke" trengeblieben. Wir werden dieser Aufgabe der in zwei Gastrollen erscheinen wird, in Willy RoDie Straßenbahn am 28. Oktober nimmt auch auch in Zukunft dienen, wir wollen für die jetzt Ing Syokra. Tens iebling, Adieu", daß in der kleinen beranwachsende Generation genau so Dienst am Dieses Schreiben wurde tatsächlich an viet Bühne herauskommt, und in Benattys 3ur gol heuer wieder den Verkehr um 14 Uhr auf. Das benen Liebe", das als Weihnachtsnovität im Volte leisten, wie in dem abgelaufenen Vierteljahr Prager Kinos abgesandt, wie von der Neuen Theater erscheinen soll. Auf balbiges gleiche gilt auch von den städtischen Autobushundert. Wir wollen in das dumpfe Dasein der Kanzlei der ominösen Distributionskommission Wiedersehen! Maffen einen wärmenden Strahl aus der Welt der bestätigt wurde; die Namen der Kinos feien Für Vaien jei bemerkt, daß seine Lordschaft der geistigen Werte bringen. Volk und Theater gehören allerdings vertraulich, wie überhaupt über den Herr Meißner als einer der großen Prag Berbreitet die Arbeiterprese. zusammen. Sie können nicht eins werden in einer Inhalt der Beratungen nichts verlautbart wer- Sinomagnaten zu dem Inserentenfreis linien. " ,, Caesar und Cleopatra". geworden, es fehlt ihnen der tiefe, fitliche folini und Stalin von einem Extrem ins andere zumal auf der Zunge; es gibt lein hartes 2, fein eine Kreuzung von Ibsen und Offen zwischen Fabianismus und Bolschewismus, Mus- liegt der Schuster Voigt in allen Gliedern und bach Ernst des norwegischen Dramatiters, die Grazie schaukelnd durch diese Welt geschlagen hat, findet scharfes in diesem Text, alles ist stimmhaft Komödie von Bernhard Show. und der satirische Kämpfermut des jüdischen sie zwar reichlich dumm und sich ganz außer und wird daher stimmungslos. Auch als Figur Unter den lebenden Dramatitern internatio- Deutsch Franzosen. Seine Vergewaltigungen der ordentlich gescheit, aber es fragt sich, ob er diesen ist Renner der Aufgabe nicht gewachsen; sein nalen Formats findet man kaum einen zweiten, Geschichte haben weniger Logit als Offenbachs Bustand eigentlich beseitigt wünscht. Es gefällt ihm Caesar ist nicht Mittelpunkt der Szene, er läßt sich dessen Stücke sich an Beliebtheit, Zugkraft und Travestien, weil sie zuviel Logit vorspiegeln. Offen- so und die Bosheiten, die er seinen Zeitgenossen an die Wand[ pielen, ein Kleinbürger, wo minde Jugendfrische mit denen des 75jährigen Iren bach unterwirft alle Zeiten und Länder feinem auch durch die Blume der Geschichte sagt, juden ein stens auch in der Shawschen Travestie ein Bürger messen ließen. G. B. Shaw war jung und fing eigenen Gesen, das er aber zunächst außerhalb der wenig, ohne jemanden zu verbrennen. Das Theater stehen müßte. Man verbrauche doch die Kraft und zu schreiben an, als Ibsen die große Mode und Zeit gefunden hat, er hebt die Welt aus den hat eben nur darum so große Erfolge mit Shaws die Qualitäten eines so ausgezeichneten Schauder Naturalismus der Zeitstil war. Er hatte Angeln, weil er einen Punkt im Unendlichen hat; Stüden, weil die Bourgeoisie in dem amüsanten spielers, wie Renner, es ist, um Gottes willen schon damals feinen eigenen Stil und hat ihn Shaw unterwirft die Geschichte den Gesezen der weißbärtigen Herrn nicht ihren Feind, sondern nicht am falschen Platz! durch die Jahrzehnte beibehalten Damit hat er Gegenwart; Offenbach be rzaubert Shaw ent- ihren Spaßmacher sieht. Ihm erlaubt sie, sich auf Cleopatra war Emmy Carpentier, überes zu der erstaunlichen Leistung gebracht, als Jubel zaubert. Wie jede Kreuzung, die eine interessante Sowjetkanonen photographieren zu lassen, Strieg zeugend in der grazilen und launischen Kindlichkeit greis noch Zei dramatiker und jugendlicher Star Spielart hervorbringt, find Shaws Dramen eine und Nationalismus zu verspotten, ihr feine Wahr- des werdenden Weibes, zu asketisch und düster als unter den europäischen Literaten zu sein. Es ist gesuchte Rarität; wie die meisten Kreuzungen, ist heiten zu sagen. Sie weiß, warum fie es tut. Königin. Die schauspielerische Leistung der jungen erit wenige Jahre her, daß sein Alterwert" feine Dramatit unfruchtbar. Warum gibt es Was zu„ Caesar und Cleopatra" im Künstlerin, die leider die Bühne so bald verlassen die Heilige Johanna"- sozusagen den dernier keine Schule Shaws wenn man von der gele- besonderen zu sagen ist, erscheint in dem einge- soll, flößte Respekt ein.( Ersatz wird nicht leicht zit zu eri der Saison darstellte und in den europäischen gentlichen Nachahmung seiner Reniffe absieht-? schlossen, was über Shaw im allgemeinen gesagt finden sein; daß man Frl. Stadler, leichtsinnig Großstädten Serienaufführungen erzielte wie sonst Die halb genialische, halb saloppe Stiltombination, wurde: eine Komödie, die sich aus einem Kapitel Welt und kurzsichtig, wie man in dieser Theaterleitung cine Charell- Revue. Naturalismus und mit der er arbeitet, ist eben selbst schon Shul geschichte einen uit macht, ein paar falsche und ein schon ist, ziehen ließ, rächt sich jezt.) Die besten Neuromantif, Erpressionismus und neue Sachlich arbeit und Technit, zeugende Kraft wohnt ihr paar richtige Barallelen zieht, menschliche Schwächen Figuren waren unstreitig Rösners, aus einem teit haben die Menschen ermüdet. Jbsen, Stern nicht mehr inne. hervorhebt, ohne sich viel um ihre Ursachen zu Guß geformter Rufio, der mit wundervoll ausheim und Hasenclever sind, der eine langsamer, der Vom Standpunkt des heutigen fümmern. Caesar erscheint als ein moderner gewogenen Gesten immer wieder eine Weltanandere schneller, veraltet, wie kommt es, daß diefer Theaters aus muß man für Sham fein; er Mensch, der das heroische Zeitalter, die soldatischen schauung zu umreißen wußte, und der Britannus Shaw so jung bleibt? Es sind seine Originalität bringt wie auch diese Aufführung von„ Cae- und nationalen Vorurteile hinter sich hat, dann des Herrn I antsch, der seine Sarkasmen mit und Ungebundenheit, die ihn abseits stehen. alle far und Cleopatra" zeigt Leben aufs aber wieder als Gott im Schlafrod, tändelnder bitterernster Miene, in vorbildlich steifersHaltung zum Beitgenossen überleben und so jung oder so aft Theater, Leute ins Theater. Und obschon man Bonivivant und komische Figur. Der Prolog, den besten gab. Richlings Ptolemäus war nach der bleiben ließen, wie er vor 40 Jahren war. nie bergißt, daß hier Komödie gespielt wird, daß Herr Hölzlin als Gott Raa weniger gut sprach, tarikaturistischen Seite gelungen, weniger nach der Das ist aber doch nur eine Wurzel der Un- nicht Caesar und Cleopatra, sondern Herr Ren als man es von ihm erhoffen durfte, verheißt weit menschlichen. Die äthiopische Amme der Cleopatra berwüstlichkeit der Shaw'schen Komödien Origi- ner und Fräulein Carpentier diese geistvollen mehr als das Stück bringt, in dem nach bewährter wurde bon Frau Medelfty volkstümlich, nalität im Stil, die eigene Form, die neben dem und flachen Aperçus vorbringen, obwohl es einen Technik Shaw seine Dosen Wig und Ernst, Historis humorvoll gespielt; an Dämonie hätte sie ein paar Naturalismus entstand, von allen Moden etwas nie erwärmt und dann und wann noch langweilt, mus und parodistische Fronie lug verteilt hat. Striche mehr haben können. Ströhlin spielte und nie zuviel nahm. das fonnte in dieser selbst hat es doch den Reiz des Absonderlichen für sich, Die Aufführung leidet unter dem Schul- den eleganten Amateur Apollodorus. An weiter formlosen und stillosen Zeit doch nur deshalb regt es zu Widerspruch und Beifall an. Das Theater beispiel einer Fehlbesehung: Herr Renner sichtbarer Stelle waren noch die Herren Schindimmer wieder Ruhepunkt sein, weil es der Tiefe der Gegenwart braucht Shaw und soll ihn, in der statt des Herrn Schindler spielt den Caesar. Ter, Taub, Reiter, Alba, Leitgelb, die entbehrte. Gedanklich und formell ist Shaw nie entsprechenden Dosierung, mit einer oder zwei Ko- Ich weiß nicht, ob Schindler ein Shakespearescher Damen Rahm und Gerland beschäftigt. mals tief gewesen. Er ist der Conférencier des mödien alljährlich, im Repertoire haben. Caesar wäre, der von Shaw ist er; den weltmän- Die üppigen und eindrucksvollen Bühnenbilder Jahrhunderts, geistreich und wizelnd, sarkastisch Was man als Sozialist zu Shaw jagt, das nischen Bonivivant mit den kleinen menschlichen stammen von Frank Schultes, die phantasieund zynisch, bleibt er doch immer an der Ober- gehört auf ein anderes Blatt. Gegen den frommen Schwächen könnte Schindler spielen und vor allem vollen Kostüme von Trude Volkner. Die fläche der Erscheinungen, wo die Maffe ist, die er Glauben, daß er ein welterschütternder Revolutio fprehen. Herr Renner spricht das ohnehin Regie war bis auf fardinale Fehlbesetzung unterhält, belehrt, tabelt und verhöhnt, ohne ihr när fet, muß ich gerade angesichts dieser Komödie papierene Deutsch der mangelhaften Ueberlegung sorgfältig wie immer bei Liebl, Das Haus nahm ernstlich wehe zu tun. So sind seine Komödien von neuem protestieren. Der sich sechs Jahrzehnte mit einer sträflichen Weichheit. Diesem Caefar das Stück mit starkem Beifall auf. $ E. F. Seite 6 ,, Sozialdemokrat Dienstag, 27. Oftober 1931. Nr. 250. UND WENN ES WIE AUS KANNEN GIESST- TRAGT GALOSCHEN. S TIES 15.- DAR Regen und Kot vernichten jeden Lederschuh durch allzugrosse Nässe. Es ist sehr unangenehm in nassen Schuhen zu gehen, die Füsse sind auch nass und bei kälterem Wetter können Sie sich leicht erkälten. Beim Eintritt in die Wohnung ziehen Sie die schmutzigen Galoschen aus und treten ins Zimmer mit reinen und trockenen Schuhen. Die Reinigung der Galoschen ist sehr einfach, sie werden mit einem nassen Lappen abgewaschen und sehen wieder wie neu aus. Den Betrag, den Sie für die Galoschen ausgeben, bringt Ihnen gewiss der Gewinn an Schuhen und Ihrer eigenen Gesundheit ein. WIR ERMÄSSIGEN 39.B- 155. 12.Modell 6812-61 Ganzgummi Kindergaloschen schützen die Schuhe vor Kot und Durchnässung. Tragt hauptsächlich beim jetzigen unsicheren Wetter Sorge darum. dass sich Ihre Kinder nicht erkäiten. DIE 9.PREISE 19.UNSERER Galoschettan. GALOSCHEN. Feine Gummi- Galoschetten in verschiedenen Far Bata Gerichtssaal Die unbefriedigte Frau. Liebesstunden für erschwindeltes Geld. ben für Regenwetter. Sie können bei jeder Gelegenheit getragen werden, da sie leicht und für jeden Ihrer Schuhe passend sind. Modell 1045-71 Ein neues Herbstmodell. Ganzqummi Galosche mit Soange warm gefüttert. " * Modell 7815-81 Gummigaloschen für Damen. Sie zahlen sich sicher aus, da Sie den für die Galoschen ausgegebenen Betrag mehrfach an den Schuhen ersparen. Sport- Spiel- Körperpflege aus Goethes Faust" eine Reihe prächtiger, auf den Spielplan der Kleinen Bühne. Dienstag, halb Fejtanlaß mehr oder weniger bezughabender Artikel 8 Uhr: Der Graue"( Ab.). Mittwoch, halb Aufnahme gefunden hatten; darunter„ Erinnerungen 8 Uhr: Erstaufführung: Der Mann, den jein aus der Anfangszeit"( gemeint ist der Arbeitervor- Ge wijen trie b", Schauspiel von Rostand stellung) von Moritz Deutsch, ein Ueberblick über( Ab.). Donnerstag, halb 8 Uhr:„ Der Graue" die umfassende Tätigkeit des Bildungsvereines den:( Ab.). Samstag, 8 Uhr: Der Mann, den Sonntag, Prag, 26. Oftober. Vor dem Senat des OGR. Scher Arbeiter in Prag, die Essays Was ist uns fein Gewissen trieb"( Ab.). Blouse steht die 33jährige Frau eines Post- die Oper" von 2. Goldschmidt und Die Krife nachmittags 3 Uhr: Nina", Komödie von Frank beamten. Sie ist flein, unscheinbar, feineswegs schön des Schauspiels" von Dr. Emil Franzel und( Ab.); abends 8 Uhr: Der Mann, den sein und lebt seit Jahren mit ihrem völlig ahnungslosen Vor 25 Jahren" von Dr. Emil Strauß. Auch Gewissen trieb"( Ab.). Montag, 8 Uhr: Gatten( der auch von der heutigen Gerichtsverhand- wei wichtige Dokumente aus der Geschichte der ntimitäten", Komödie von Coward( Ab.). lung nichts weiß) in sozusagen glücklicher Ehe. deutschen Arbeitervorstellungen hatte die Festschrift Das heißt, fie fühlt sich in dieser Ehe totunglüdlich, zum Abdruck gebracht: den ersten Aufruf des Veraber nach außen hin scheint alles in bester Ordnung. eins deutscher Arbeiter in Brag zur Teilnahme an Sie hatte sich also mit einem a pellettel. Ueber die musikalische Auffüh den Arbeitervorstellungen und ihren ersten Theatermeister", d. h. einem Nachtlokal- Musifer, ange- tung der aufgeführten Oper" Aida" ist erhärtend 3: 8( 2: 2). Die Prager fanden in Auffig eine Fußballriege Atus Prag gegen Ausfig- Kleische freundet, unternahm mit ihm allerlei Ausflüge, per- bas zu sagen, was an dieser Stelle bereits gelegent- berglide und freundschaftliche Aufnahme. Kleische brachte Abende und halbe Nächte in seiner Gesell- lich der Neueinstudierung und Neuinszenierung des als die einheitlichere Mannschaft zeigte ein flottes schaft und wußte ihrem Mann ihre häufige Ab- Werkes gesagt wurde: In den beiden ersten Akten und gutes Spiel und war auch körperlich den Pramesenheit stets irgendwie plausibel zu machen Die der Oper mußte man Prof. Georg Szélls auf Sache hatte nur einen Haken: die leidige Geld straffsten Rhythmus und wirksamste dynamische Bodenverhältnisse des Playbesizers waren für die gern start überlegen. Aber auch die eigenartigen frage. Aber sie wußte sich zu helfen. Sie borgte Gradation bedachte, unbedingt saubere und aufs Prager ein Handicap. Bei Prag war der Angriff sich das Paar für Eheleute hielt, 2000 K unter der 3nterpretation bewundern. im zweiten Teil der außer Engel und Sifora der schwächste Teil, das Half Vorspiegelung, ihr Mann" habe ihr ein Au: Oper aber, der mehr auf den gesanglichen Glanz Rleische einen schweren Stand, der durch die Tüde batte gegen den sehr gut spielenden Angriff von getauft, welches gleich bei seiner ersten Fahrt eine als auf die musikalische Differenzierungskunft des der Plasbeschaffenheit noch schwieriger wurde. Banne erlitten habe und sie habe leider kein Geld Dirigenten angewiesen ist, spürte man doch das Verteidigung hielt sich gut und Zeiß im Tor zeigte bei sich um die Reparatur zu bezahlen. Das Märchen von dem Auto wurde dann noch in phan dessen nahm das ausverkaufte und festlich gestimmte würdigt wurden; auf sein Konto fällt keine Schuld Prachtleistungen, die von den Zuschauern lebhaft getastischer Weise für weitere Vorspiegelungen benügt, und geschmückte Haus den gebotenen Operngenuß um Geld zu erhaiten. Einmal waren die Banken in seiner künstlerischen Gesamtheit begeistert auf und an der hohen Niederlage. Der Besuch war gut, sirka geschlossen, das anderemal mußte Benzin gekauft pendete nicht nur dem Dirigenten Széll den ver- eher infolge der schweren Fehlentscheidungen 600 Personen, die vollkommen, objektiv waren und dienten stürmischen Sonderbeifall, sondern auch allen eher infolge der schweren Fehlentscheidungen Das Bärchen ließ sich dabei nichts abgehen. So anderen Mitwirkenden lebhafte, und Taute An- vier zu Unrecht gegebenen Eden erhielten die Prawurden z. B. die ersten 2000 K in zwei Tagen erkennung. ger auch vier Tore auf Seite der Gäste. Nach berjubelt. Wovon die Schulden bezahlt werden follder Pause machte sich der schwere Boden für die ten, babon machte weder er noch sie sich irgendwelche Prager sehr bemerkbar, der Mittelläufer, starf überStopfschmerzen. Und so nahm die Sache schließlich den obligaten Verlauf. Anzeige wurde erstattet und das Ende vom Liede war eine Anklage wegen des Verbrechens des Betruges. werben n. bgl. m " Fehlen wirklich großer und sieghafter Stimmen. InE. J. Mitteilungen aus dem Bublifam. Das Rezept des Augenarztes fann nur dann seinen Zwed erfüllen. wenn das Augenglas fachmännisch angepakt wird. Lassen Sie Ihr Rezept bei Optiker Deutsch. Prag. Graben 2. Palais Koruna", ausführen. Die Eine elektrische Massage verleiht Ihrem Körper Frische und Gesundhelt. Der ELEKTRIKON PALABA bietet Ihnen diese Körpermassage Jederzelt und überall für wenig Geld Verlangen Sie mit Berufung auf diese Zeitschrift ein Prospekt von der Fa. Pála& Co., Schlan 26 RYKR PIRAS PALABA durch PS PS laftet, fällt für 20 Minuten ab, während welcher Ueber mexikanische Musik Zeit Prag vier Tore erhält, darunter wieder zwei aus falsch gegebenen Eden. Es wurde schön und fair gespielt. Die Tore für Prag schossen: Engel( 2) und Sikora. Bürgerlicher Sport. Um die Staatsmeisterschaft der Amateure. Sonntag wurde die Vorschlußrunde beendet und die beiden Finalisten ermittelt, und zwar DFC. Prag und spricht Sonntag, den 1. Novembe vormit tags 10 Uhr im fleinen Scale des Handwerkervereins in Prag II., Smečky 22, der Vorsißende der Büchergilde Gutenberg in der Tschechoslowakischen Republik, Genosse Siegl ( Prag). Merikanische Originalschallplatten, die sonst nicht zu hören sind, kommen zum Vortrag Eintritt fret. Genoffinnen und Genossen! Besucht diese wwww darauf in das Spielfeld ein und verhinderten die Fortsetzung des Kampfes"! Die Frau war im allgemeinen geständig. Da das Liebesidyll aber inzwischen zu Ende gegangen ist, versucht sie zu ihrer Entlastung glaubhaft gu machen, sie habe im guten Glauben gehandelt, daß ihr Liebhaber wirklich ein Auto besipe. Der fagt 2) nun freilich etwas völlig anderes aus und das Frederic Lamond, der berufenste Beethoven- SK. Proßniz. In Prag siegte DFC. über den Gericht schenkte thr umsoweniger Glauben, als sie Spieler unter den großen zeitgenössischen Pianisten, K. Zidenice aus Brünn überlegen und ver- unterhaltende und interessante Veranstaltung. zugab, den Beruf ihres Galans gekannt zu haben eröffnete am Samstag im Börjen- Saale seinen auf dient mit 6: 0( 3: 0). Vom DFC. sah man schon und Barmusiker im allgemeinen feine Privatautos vier Konzertabende berechneten Beethoven lange fein so schönes Spiel wie er es am Sonnzu besitzen pflegen. Sie fam aber glimpflich davon. 3ylus. Wer Lamond Beethoven spielen hörte, tag vorführte; vornehntlich der Angriff war in guter zumal die gutmütige Gläubigerin sich bemühte, sie weiß, wie überflüssig es ist, über seine geniale Kunst Laune, im Half bot der einarmige Ulanov wohl die nich: allzu sehr zu belasten. Der Gerichtshof per- Worte zu verlieren. An seinen festlichen Konzert beste Leistung und das Hintertrio sah sich vor feiner Sonstige Ergebnisse. Prag: Sparta gegen urteilte sie bedingt zu zwei Monaten Kerabenden schweigt auch die Stritit am liebsten. indem allzu schweren Aufgabe gestellt. Von den Brünnern Viktoria Zižkov 2: 1( 1: 1). Teplit: TFK. fer und ermahnte sie eindringlich, solche Hoch sie sich ganz dem Banne und Zauber der nachschaf hatte man etwas mehr Können nach ihren diversen geg. Nicholson Wien( 4: 1( 3: 0). Saaz: DSV. Stapeleien in Sinfunft zu unterlassen und überhaupt, fenden Kunstwunder dieses Meisterpianisten Siegen über Profivereine erwartet. Sie spielten gegen DFK. Komotan 4: 2( 1: 1). Raris wie es im Gejes heißt, fein unjittliches oder aus gefangen gibt. Nur so viel jei in Begeisterung aber auch äußerst nervös, fonnten sich zu feiner ein- bad: FK. gegen DSV. Eger 5: 0( 1: 0) schweifendes Leben" zu führen. Erleichtert enteilte berichtend festgestellt: Lamond hat auch diesmal seine beitlichen Aktion aufraffen und hatten das Pech, die Preßburg: CSK. gegen Wacker Wien 4: 1( 0: 1). fie zurück zu ihrem ahnungslosen Gatten, rb. Freunde und Verehrer beglückt; durch die erlebende Brager an einem ihrer guten Tage anzutreffen. Das Budapest: Ferencvaros gegen Bajas 5: 1, Eindringlichkeit feines Klaviervortrages. der Beet- Spiel war wohl hart, doch fair, bis auf einen Fall, Ujpest gegen Bocskay 1: 1, Hungaria gegen 3. Be hoven in all seiner ganzen titanischen Größe und wo ein Brünner Verteidiger wegen groben Fouls girl 0: 0. Wien: Vienna gegen Nicholson 4: 1 erhabenen Schönheit offenbart, und durch die voll ausgeschlossen wurde. Schiedsrichter objektiv.( Samstag); Admira gegen Hakoah 5: 0, Rapid gegen tommene und plastische Klarheit seiner wundervollen, In Kladno trugen SK. Broßniz und St. Sportklub 2: 1. Berlin: Hertha gegen Südſtern nuancenreichen Spieltechnik. Ungeheuerumfang Kročehlavy ihr zweites Spiel aus, das von den 0: 2( 0: 1). Breslau: Mittelschlesien gegen reich und anspruchsvoll war das Programm Broßnigern als die technisch Besseren mit 4: 2( 4: 1) Polnisch- Oberschlesien 6: 2. dieses ersten Beethoven- Festabends; es enthielt die verdient gewonnen wurde. Es wurde reichlich unMit einer est aufführung von Giuseppe große C- moll- Sonate opu: 111, die Sonaten in fair gespielt und nach der Bause schloß erst der Berbis großer Oper Aida", der vielleicht Dur und Cis- moll( Mondscheinsonate"), die Fan- Schiedsrichter von Broßniz einen und von KročeBerbis großer Oper„ Aida", der vielleicht genialften und aufsehenerregendsten Opernschöpfung tafie in G- moll, das Rondo in G- Dur und die hlavy zwei Mann aus. Kunst und Wissen Arbeiter- Festvorstellung ,, Aida". Aus der Partei Jugendbewegung. des größten italienischen Meisters der Oper beging sieben Bagatellen" opus 33. Das Konzert war Die Meisterschaft der Profis. In Prag fand der Bildungsverein deutscher Arbei. ter in Prag" am Sonntag nachmittags im ausgezeichnet besucht, sein künstlerischer Erfolg wie nur ein einziges Spiel in der 1. Liga statt, und mmer bei Lamond sensationell. e. i. zwar Slavia- Bohemians, das Slavia mit Rote Falten. Mittwoch um 2 Uhr im Verein Neuen Deutichen Theater die Feier des fünfundzwanzigjährigen Bestehens Spielplan des Neuen Deutschen Theaters. viel Glüd und wenig Rönnen durch Elfmeter ge- deutscher Arbeiter, Smečkagafje 27. Heimnad der Prager deutschen Arbeitervorite! Dienstag, 8 Uhr: Einmaliger Tanzabend Argenwann. In der 2. Liga fanden folgende Spiele mittag. Rote Fallen Prag( Horde I- Hofbauer) Lungen. Was diese Arbeitervorstellungen im Pratina( Abonn. aufgehoben). Mittwoch. 7 Uhr: statt: SK. Libeň gegen CAFC. 5: 1. Meteor VIII ger Suustleben insbesondere aber für die breite Festvorstellung anläßlich des Staatsfeiertages: genen Čechie VIII 2: 1. SK. Bilfen gegen Slavoj Wir treffen uns alle Mittwoch. den 28 Oktober. Masse des Prager deutschen Bublifums bedeuteten Aida". Oper von Verdi( 6-2). Donnerstag, Zižkov 1: 0, Olympia Pilsen gegen Nuselsky SK. um 2 Uhr vor dem Verein deutscher Ar beiter, Smečtagasse 27. Verständigt bitte und bedeuten. wie sie zustande kamen und welches 8 Uhr: 1. Philharmonisches Konzert 3: 2 überhaupt das richtige Verhältnis zwischen Theater( Philharm Sonderabonnement). Freitag. balb Ausrüchse des Profisports. Bei dem am Sonn- alle. Erscheinen ist Pflicht. Papiere und Bleistiftc und Boll ist, das zeigte in einer der Festvorstellung 8 Uhr: 8um goldenen Anter", Schauspiel tag in Wien ausgetragenen Spiel WAC- Austria mitbringen. Die Monatsbeiträge nicht vergessen berangegangenen Feftrede wir veröffentlichen von Bagnol( 8-4). Samstag, halb 8 Uhr: fam es nach einer fairen ersten Halbzeit in der Freundschaft! S. 3. Prag I. Morgen, Mittwoch, treffen wir Sonn weiten zu argen Standalszenen, die ihre Krönung sie an anderer Stelle. d R. Genosse Tr. Emil Tiefland", Oper von d'Albert( 9-1). Strauß Auch eine ichön ausgestattete eigene tag, nachmittage halb 8 Uhr: Der Freijchi", barin fanden, daß der internationale Tor uns um halb 10 Uhr Endstation der Fünfer- Elektri Feitschrift hatte der Bildungsverein deutscher Oper von Weber( volkstümliche Preise); abends mann Giden WAC.) den Schüßen des Ausgleichs- fchen in Hlubočep. Wanderung nach Radotin. Arbeiter aus Anlaß dieses denkwürdigen Jubiläums balb 8 Uhr: Caesar und Cleopatra" treffers der Auftria mit einem gut gezielten. Bieb Donnerstag, 20 Uhr, in der Gee Vortrag des berausgegeben, in der neben einer finn und be:( 10-2). Montag halb 8 Uhr: m weißen fnod out fchluq, so daß diefer bewuktlos vom Play Genossen Dr. Franzel über Omperialismus in netragen werden mußte. Die Zuschauer drangen( Ostasien". ziehungsreichen Szene( Vorspiel auf dem Theater") Rög!" Singspiel von Müller- Benaghy( 11-3). Für den Drnd verantwortlich: Otto Holil, beftebatte at: wilhelm tener. Berantwortlicher Redakteur: Dr. Emil Straub, Brag. Drud: Rota.- G. für Beitung und Buchdrud, Brag. Berausgeber: Siegfried Tenb Bezugsbedingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Bost monatlich Ke 16.-, vierteljährlich Ke 48.-Brog Die Zeitungsmartenitantatur wurde von der Bost.. Telegraphendirektion mit Erlaz z 13.800/ VII/ 1930 bemidligt Rädstellung von Manuskripten erfolgt aur bei Einsendung ber Retourmarten. palbjährig Ke 96. ganzjährig Ké 192,-- Jajerate werden laut Tarif billigt berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Breisnachlas.