Ur 50. Kb»nmtm«nts-Hrdingungea: Bbonnement«'Sßrctä pränumerando: vierteljährl. 3£0 Mb, monatl. 1,10®!t., «vöcheullich 2S Psg. frei tnS Hau«. Einzelne Nummer S Psg. Sonnlag»- Nummer mit tlluftrirter SonnlagS- «etlage„Dt- Neue Welt» 10 Pfg. Post- Abonnement: 3.20 Marl pro Quartal. Eingetragen in der Post- Zeitung»- Preisliste für lSSS unter Dr. 7820. Unter«reuzband für Deutschland und Oesterreich- Ungar» 2 Marl, für da» übrige Ausland 3 Marl pro Monat. 16. Jahrg. Erscheint laglich«utzer»anlag,. Devltner VolksvlAkt. Die Instrtlons-Gebilhr beträgt für die fechsgefpaltene Kolonel- »eile oder deren Raum»0 Pfg., für politische und gewerlschaftliche Verein»- und Versammlung»-Anzeigen, sowie ArbeitSmarN 20 Pfg. Inserate für die nächste Nuinmer müssen dt»» Uhr nachmittag» in der Expedition abgegeben werden. Tie Expedition ist an Wochen- tagen bi» 7 Uhr abend», an Sonn- und Festlagen bi» SUhr vormittag« geöstnel. Fernsprecher: Bmt I, Er. 1608. Telegramm- Adresse: «Koxlaldemokriil Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Uartei Deutschlands. Redaktion: S�. 19, Veuth-Strastr 2. Dienstag, den Ä8. Februar 1809. Expedition: 19. Bentlz-Stratze 3 abo- Ein Beutezug des englischen Kapitals. In unseren bürgerlichen Zeitungen sind dieser Tage große Annoncen in englischer Sprache erschienen, in denen das Publikum zur Erwerbung von Aktien k 1 Lstrl. gleich 20 M. einer mit 320 000 Lstrl. gleich 6400000 M. gegründeten Aktiengesellschaft aufgefordert wird. Die Aktiengesellschaft trägt den stolzen Namen„Nernst Elektric Light, limided"; ihr Zweck besteht in der Verwerthung des Nernst'schen Glühlichtes, über das in den Tages» und den Fachzeitschriften so viel Ueberschwengliches gesagt worden ist, daß sich in allen Kreisen der Bevölkerung Käufer in Massen finden werden, die 20 oder mehr Mark zur Erwerbung von Nernst-shares, die heut schon 200pCt. stehen sollen, mit Ler- gnügen... zum Fenster hinauswerfen werden. Sehen wir uns diese Sache, die eine vor den Augen der Polizei geschehende Ausraubung der kleinen und mittleren Leute darstellt, einmal etwas näher an. Sie hat ein weit über den einzelnen Fall hinausgehendes allgemeines Interesse. Das Nernst'sche Glühlicht ist fraglos eine außerordentlich bedeutsame Erfindung auf dem Gebiete der Elektrotechnik, denn dasselbe bringt den Preis des elektrischen Lichtes auf den Preis des Gasglühlichtes herab; oder sagen wir vor sichtiger: wird den Preis auf dieses Niveau herabdrücken, wenn es erst einmal gelungen sein wird, das Nernst'sche Prinzip in die Praxis des täglichen Gebrauchs überzuführen. Bis zur Stunde ist das noch nicht geglückt, und es hat infolge dessen die Allgemeine Elektrizitäts-Gesellschaft. die Besitzerin der Nernst'schen Erfinderrechte fast auf dem ganzen Kontinente, das Nernst'sche Glühlicht bisher weder auf den Markt gebracht, noch auch die mit diesem Lichte in der Oeffentlichkeit gemachte Reklame zu Börsenspekulationen im eigenen Interesse auszunützen ver- sucht. Die Allgemeine Elektrizitäts-Gesellschaft ist allerdings, und zwar mit vollem Rechte, enthusiastisch für das Nernst'sche Licht eingenommen, aber sie hat trotzdem für dasselbe einen nur sehr bescheidenen Betrag(wir hörten von einer Seite 35000, von einer anderen Seite 60000 M.) ausgegeben. Wesentlich höhere Beträge sind von der Allgemeinen Elektrizitäts-Gesellschaft bisher, leider vergeblich, ausgegeben worden, um das Nernst'sche Licht aus dem Stadium des ratoriumsversuches herauszubringen. An den deutschen Börsen war deshalb f. Z. sogar eine gewisse Depression in Allgemeinen Elektrizitäts-Gesellschafts- Werthen eingetreten, weil diese den Börsenleuten nicht den Gefallen thun will, mit einer unfertigen Sache an die Oeffentlichkeit zu treten. Anders denken die smarten Engländer. Hat da eine Bankgruppe die Nernst'schen Erfinderrechte für eine Reihe von exotischen Staaten erworben. Patente sind hier bereits ertheilt worden in Argentinien, der Kap-Kolonie, Egypten, Neu-Seeland, Neu-Süd-Wales, Süd-Australien, Vene- zuela, Victoria, also, wie man sieht, in Kulturländern aller- ersten Ranges und von höchster industrieller Bedeutung I In ähnlichen Kulturstaaten: auf den Fidschi- Inseln, in Tibet, Samoa:c. zc. sind zwar Patente noch nicht erlangt worden, aber die neue Nernst- Gesellschaft hat dort das Recht der unbeschränkten Ausbeutung des neuen Glühlichtes, und wie wir aus sicherer Quelle in Erfahrung gebracht haben, soll L a n d o r mit der Mission betraut worden sein, bei dem Dalai-Lama wegen der Einführung des Nernst'schen Glühlichtes in den Himalaya-Hochländern vorstellig zu werden. Aber Scherz bei Seite! Die Rechte, die die englische Gesellschaft gutgläubigen Käufern offerirt, und zwar für den horrenden Preis von 6,4 Millionen Mark offerirt, sind so gut wie wcrthlos, denn so lange in den industriellen Kultur- ländern, wo bereits in gewissem Umfange elektrische Anlagen vorhanden sind, noch nicht das Nernst'sche Licht allgemein benutzt wird, so lange hat es natürlich in denjenigen, fern von der Kultur abliegenden Ländern, die nur wenige oder gar keine elektrischen Anlagen besitzen, gar keine, oder wenigstens nur untergeordnete Bedeutung. Für ganz Europa, mit Ausnahme von Oesterreich-Ungarn, Italien und die Balkan- Staaten, aber einschließlich Groß- dritannien hat die Allgemeine Elektrizitäts- Gesellschaft die Nernst'schen Rechte für, sagen wir 60000 M. erworben, in den Vereinigten Staaten sind von der Westinghous- Gesellschaft nach unserer Information 600 000 M. gezahlt worden; für die ganze Kulturwelt also noch nicht eine Million. Für die übrige Welt, wo ein relativ größerer Bedarf nach eßbarem Atenschenfleisch als nach elektrischem Lichte vorliegt, aber sollen die gutmüthigcn Schafe 6,4 Millionen Mark bezahlen! Das genügt vollständig, um die Skrupellosigkeit dieses Beutezuges zu illustriren! Aber der Gründerprospekt in englischer Sprache ist noch weit offenherziger, er giebt mit nicht zu übertreffender Dreistigkeit an, wie viel zum Mindesten in die Taschen der englischen Share-Brokers fließen soll. 180000 Lstrl. gleich 3.6 Millionen Mark fallen als Gründergewinn der einführenden Gesellschaft zu. 50 000 Lstrl. werden angeblich als Betriebskapital erforderlich sein, sind zusammen 3,7 Millionen Mark; der Rest der Gründungssummc, also insgesammt 2,7 Millionen Mark, stießen in die Taschen der Emissionsbanken. Da die Aktien aber bereits heute mit 100 pCt. Aufschlag gehandelt werden, so sollen die Schäflein, die Aktien kaufen, insgesammt um 12 Millionen Mark, denen nur etwa 100000 M. Betriebs- kapital gegenübersteht, geschoren werden. Daß diese 100 000 M. Betriebskapital bald durch die Annoncenkosten aufgezehrt sein werden, wenn in derselben Weise die Annocennetze zum Fange von Dummen ausgeworfen werden, wie bisher, bedarf kaum noch des Beweises. Dann kann ruhig der Krach erfolgen; denn was haben die Share-Brokers noch für ein Interesse an den bunten Nernst-Papierchen, wenn sie dafür die schönen blanken Zwanzigmarkstücke des Publikums eingetauscht haben. Obwohl die ganze Sache so außerordentlich durchsichtig ist, daß nur ein Tölpel darauf hineinfallen kann, so hat von den uns zu Gesicht gekommenen bürgerlichen Blättern einzig die„Frankfurter Zeitung" den Muth gehabt, das blutige Bank-Manöver zu kritisiren. Die übrige Presse schweigt sich aus. weil ihr mit den ganzseitigen Annoncen der Mund ge- stopft worden ist. Es würde schade um die schöne Druckerschwärze sein, dieser Gründung und diesem Verhalten der bürgerlichen Presse noch ein weiteres Wort der Kritik zu widmen! ,1 Stnmui s Antwort. Die Stumm'schcn Briefe, die wir in der SonntagSl Nummer veröffentlichten, werden in der„Post» zwar nicht wieder- gegeben, aber heftig gewürdigt. Stumm wird von der„Po st und die„Po st" von Stumm mit großem Eifer verleugnet. Beide Theile wollen offenbar nicht„Unter den Linden» zusammen angetroffen werden, erst wenn Herr v. Stumm mit dem schönen Kind zu Hause ist. findet sich AlleS— nur lein Geld, denn Stumni opfert der„Post» leinen Pfennig. Die„Post» schreibt: Neueste mißlungene Sensation des„Bor w ä rt s» durch Enthüllung von„Geheim- Papieren». Mit großem Aplomb veröffentlicht der„Vorwärts», der ja immer ganz besonders stolz ist, wenn er durch Diebstahl oder auf andere unehrliche Weise in den Besitz geheimer Aktenstücke oder Briefe gelangt ist, in seiner gestrigen Nummer eine Anzahl Briefe, welche der Vorsitzende des Aufsichtsrathes der„Post», Herr Frei- Herr v. Stumm, in der Fink'schen Angelegenheit seinerzeit an unseren Chefredakteur gerichtet hat. Wir betonen zunächst, daß auch hier der Pfeil auf den Schützen zurückprallt. Wir haben nicht im mindesten die Veröffentlichung dieser Privatbriefe zu be dauern, da nicht ein Wort darin enthalten ist, das wir zu verheimlichen Ursache hätten. Unberührt hiervon bleibt die moralische Seite der jüngsten That des „Vorwärts», der natürlich wieder nur auf Wegen, die das Licht zu scheuen haben, in den Besitz der vernieintlichen Beweisstücke gelangt sein kann. Die Veröffentlichung der Briefe beweist das Gegentheil von dem, was durch sie bewiesen werden soll, sie zeigt, daßHerr Frei- Herr v. Stumm in der Fink'schen Angelegenheit von Anfang an eine durchaus korrekte Haltung eingenommen hat. Aus den Briefen geht lediglich hervor, daß Freiherr von Stumm die Wahrheitsliebe Fink's angezweifelt hat, die angeblich von Fink verübten Fälschungen hat er aber nicht zugegeben, und hierfür liegen die Schuldbeweisc auch heute noch nicht vor. Für den Chefredakteur der„Post", der in Bezug auf Anstellung und Entlassung des Redaktionspersonals vollständig freie Hand hat, lag es nahe, daß er in diesem Aufsehen erregenden Falle, ehe er Fink entließ, zunächst die Ansicht des Vorsitzenden des Aufsichtsrathes einholte, zumal dieser bereits persönlich in dieser Angelegenheit in, Reichstag das Wort ergriffen hatte. Wenn Frei Herr v. Stumm in seiner Antwort betont hat, daß die„Post» ihren Schild rein halten müsse, und daß deshalb seincrAnsicht nach Fink wohl kaum dauernd in den Diensten der.Post» bleiben könne, so zeigt diese Antwort, welche vollkommen mit den Ansichten des verant- wortlichen Leiters der„Post» und der übrigen Redaktionsmitglicder übereinstimmte, welche strengen Anforderungen die„Post» an die Ehrenhaftigkeit ihrer Mitarbeiter stellt, sie beweist aber noch nicht, daß die„'Post" Fink in allen Punkten der ihm vorgeivorfenen Vergehen für überführt erachtet. Wenn also Herr Bebel in der von Fink gegen ihn angestrengten Klage Herrn v. Stumm als Belastungszeugen glaubt anrufen zu können, so dürste er hiermit wenig Glück haben. Ebenso haltlos, wie die Schlußfolgerungen, welche der„Vor- wärts» aus den oben erwähnten Briefen zieht, sind seine weiteren Bemerkungen über die angebliche Entlassung eines Redakteurs, die infolge eines in unserer„Revue der Prcsie» erschienenen Artikels erfolgt sein soll. In diesem Artikel war der national-soziale Schriftsteller Max Lorenz mit dem antisozialistischen früheren Kieler Werftarbeiter Lorenzcn verwechselt worden. Dieser Jrrthum ist aber nicht der„Post", sondern der „Nordd. Allgem. Ztg.» passirt, aus welcher jener Artikel in die Revue der„Post» übernommen wurde. Es ist unwahr, daß der betr. Redakteur infolge dieses Verschens entlassen worden ist, derselbe gehört noch heute der Redaktion der „Po st» als Mitglied an. Von.TerrorismuS» kann hier also nicht im entferntesten die Rede sein. Herr von Stumm hat in seinem Briefe nur bemerkt, es erscheine ihm dringend geboten, daß ein Mitarbeiter der. Po st». derderRichtung der freikonservativen Partei widerspreche, nicht länger auf seinem Posten bleibe. Eine direkte Aufforderung, den Betreffenden zu entlassen. i st in diesen Worten nicht enthalten, sie würde aber, wenn die Annahme des Frciherrn von Stumm nicht eine irr- t h ü m l i ch e gewesen wäre, durchaus berechtigt gewesen sein, da keine Partei zugeben wird, daß in ihrem Organ Tendenzen ver- folgt werden, welche denen der Partei widersprechen; einen solchen Widerspruch würde die sozialdemokratische Partei am allerwenigsten in ihren Organen dulden, Frhr. von Stumm hat erst jüngst im Reichstage erklärt, daß er weder Artikel für die„Po st» schreibt, noch solche vor ihrem Abdruck revidirt. Wir können auch unsererseits nur lonstatiren, daß Herr Freiherr v. Stumm stets den Grundsatz befolgt hat, die Führung der iuneren Redaklionsgeschäfte voll und ganz dem verantwort- lichen Leiter der„Post» zu überlassen. Angesichts dieser Sachlage ist eS geradezu lächerlich, wenn der„Vorwärts» Herrn v. Stumm als den Chefredakteur» der„Post» bezeichnet, indessen ist man solche Lächerlichkeiten ja bei dem„Vorwärts», der deshalb über- Haupt kaum noch ernst genommen wird, gewohnt. Uebrigens sind die Briefe nicht korrekt wiedergegeben. Nach dem„Vorwärts» soll Herr v. Stumm unter Anderem geschrieben haben:„Bis zur völligen Klarstellung würde ich jedenfalls die Verbreitung der„Post» bei hochgestellten Personen nicht empfehlen.» Hier liegt eine Fälsch u n g vor, es hieß in dem betreffenden Briefe:„würde ich jedenfalls die Vertretung der „Post» durch Fink bei hochgestellten Personen nicht empfehlen». Unnöthige Sorgen macht sich der„Vorwärts» auch über die an- geblichen schweren Gcldopfer, die Herr v. Stumm für die„Post» gebracht haben soll: bis jetzt hat Herr von Stumm keinen Pfennig für die„Post» geopfert, ebenso wenig die übrigen Gesellschafter. Der„Vorwärts» hat offenbar geglaubt, seinen Lesern mit den besprochenen Briefen besondere Leckerbissen zum Sonntag vorzu- setzen. Zur besonderen Würze derselben hat er es auch noch für angeniesten erachtet, die sämmtlichen Redakteure der„Post» zu be« schimpfen, worauf zu antworten wir unter unserer Würde halten. Die ganze Veröffentlichung des Blattes stellt sich bei näherer Be« trachtung als ein neues Glied in der Kette von Täusch un-gs- versuchen dar, die eine so traurige Spezialität der sozialistischen Presse geworden sind.» Da Herr v. Stumm erklärt, daß er für die„Post" keine Artikel schreibt, so nehmen wir eher an, daß er die vorstehende Ans- lafsung den auf ihre volle und ganze Unabhängigkeit stolzen Redakteuren der„Post» d i k t i r t hat. Hat er sie auch nicht diktirt, so stellt die Redaktion eine Art spiritistischen Phonographen dar, der schon exakt wiedergiebt, was Stumm in ihn hinein- denkt, ohne daß er es nöthig hätte, in ihn hinein- zu s p r e ch e n. Denn es ist die ganze Swmm'sche Logik in der wirren Auseinandersetzung. Außerdem funktionirt der Phonograph so merkwürdig genau, daß er sich an einer Stelle geradezu mit dem Hineindenker verwechselt. Da wird gesagt, daß in den Briefen kein Wort enthalten sei,„das wir zu verheimlichen Ursache hätten.» Wer sind die„wir"? Der nächste Satz giebt die Aufklärung. Die Veröffentlichung beweise„im Gegentheil», daß Freiherr v. Stumm korrekt verfahren ist. Die„wir» haben sich also stilistisch verrathen. Da der Verfasser der„Post»-Auslassung die Briefe selbst nicht mittheilt, obwohl er sich ihrer nicht schämt, macht er es den Lesern allerdings unmöglich, sich ein Urtheil zu bilden. Wenn Herr v. Stumm wünscht, daß ihn seine— ganz unabhängigen— Mitarbeiter nicht belügen, so erachten wir dies als kein besonderes Ruhmeszeugniß. Jeder kapitalistische Feudalherr„verlangt», daß ihm selbst gegenüber seine Leute die lauterste Wahrheit sprechen. Da er aber von ihnen zugleich fordert, daß sie in seinem Interesse gegen politische Gegner jede Unwahrheit, Verdächtigung, Unterschlagung verüben, so ist es eine allzu anspruchsvolle Anmaßung, kein löbliches Reinlichkeitsbedürfnitz, daß diese sonst zur Unwahrhaftigkeit gezwungenen Leute in dem einen Ausnahmefall durchaus nicht lügen sollen. Besonders traurig finden wir eS, daß sich die Hörigen der Stunim-Politik, die doch ihr Loos kennen, nun noch auf offenen Markt hinstellen und ihre Freiheit betheuern müssen. Dagegen ist es erfreulich, daß der unselige Redakteur, der einen Max Lorenz zu loben wagte, schließlich zu weiterer Haft in der Redaktion der„Post» allerhöchst begnadigt worden ist. Wir erfahren sogar, welcher Ausrede der Redakteur dies Glück verdankt. Er hat vorgeschützt, daß er den national-sozialen Max Lorenz mit dem Stumm'schen Liebling, dem Werftarbeiter Lorenzen verwechselt habe, und zwar soll diesen tollen„Jrrthum» vor dem Post-Redakteur schon die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung» begangen haben. In welches Paradies der Unschuld blicken wir da! Der Werftarbeiter Lorenzen wird von einem ausgewachsenen politischen Redakteur für den Verfasser eines Artikels in den„Preußischen Jahrbüchern» gehalten, und darum, nur darum wird der Artikel gelobt; denn Lorenzen ist Stumm's Mann, Lorenzen darf gerühmt werden. Stumm aber ist nicht scharf- sinnig genug, um gleich zu merken, daß sein Redakteur den Lorenzen zitirt zu haben glaubte; er hält den„Post»-Menschen für einen Be- günstiger des national-sozialen. also grauenhaft umstürzlerischen Lorcnzen. Eine Tragikomödie entsetzlichster Irrungen hebt an. Stumm wüthet, der Redakteur befindet sich im„Fliegen»— da kommt die erlösende Aufklärung. Nicht für den schlimmen Lorenz, sondern für seinen vergrößerten Namensvetter hat der Redakteur Propaganda u treiben gewähnt. Stumm's Herz wird weich, und der fhefredakteur der«Post» hat wieder völlig freie Hand, den Gestrauchelten weiter im Solde zu behalten, der aus der vierten Dimension stammt, nicht etwa von den Gesellschaftern des Post»-Nnternehmens, obwohl man diesem seit Jahren eine finanzielle TodeSmüdigkeit nachsagt. Dankbar sind wir der„Post» für die Korrektur eines von uns begangenen Lesefehlers— im.Post"«Jargon: Fälschung. Nicht die Verbreitung, sondern die„Vertretung» der„Post» hat Stumm bei hochgestellten Personen nicht weiter empfehlen wollen. Diese richtige Lesart ist ja noch interessanter, als die unscrige. Und damit überlassen wir die Redakteure der„Post" ihrer Freiheit, Stumm'schen Geist— ohne Diktat oder Inspiration— täuschend ähnlich nachzuahmen, ohne daß Stumm einen Pfennig zu opfern braucht. Wir aber fügen in unsere Redaktionskette der Täuschungsversuche das neue Glied ein: Die„Post» hat mit keinem Worte unsere Würdigung der Briefe Z mocht.— Stumm's zu widerlegen ver- WslMCche«rbertzcht. Berlin, den 27. Februar. Der Reichstag hat nie eine gemüthlichere, selten eine so gemüthliche Sitzung gehabt wie heute. Nicht ein zorniges, nicht ein erregtes, nicht einmal ein lautes Wort ist gefallen. Freilich die gemüthlichsten Menschen sind auch die langweiligsten, und die Langeweile gilt un- gemüthlichen Menschen als eins mit Gemüthlichkeit. Es handelte sich um die elsatz-lothringischen Bahnen, und die elsaß-lothringischen 1 Geschichtsfälschung. Wie Bismard wider seinen Willen im 1890 Abgeordneten sprachen von den elfah- lothringischen Bahnen und stellte dagegen in folgender Art das Jdeal einer guten, are 990 feinen Abjcted erhielt, iſt ſeit jener Zeit aller Welt bes und die elsaẞ- lothringischen Abgeordneten sprachen vier erfolgreichen Regierungspraxis auf: Stunden Yang nachdem sie es am Sonnabend schon fünf Stunden lang gethan- von den elsaß- Lothringischen Eisenbahnen und von nichts als den elsaẞ- lothringischen Eisenbahnen. Es war das ihre Revanche. Die allgemeine Gemüthlichkeit steckte die Regierung an, und sogar unser Genosse Bueb, der über die Behandlung der Eisenbahn- Arbeiter und Beamten recht ungemüthliche Dinge zu fagen hatte, fand unter dem Einfluß der allgemeinen Gemüthlichkeit bet dem Herrn Eisenbahnminister ein sehr gemüthliches Entgegenkommen. " Der Zedlig'sche Volksschulgefeßentwurf hat einen großen fannt. Die Einzelheiten bei jenem Vorkommniß find durch Fehler: er ist zu ehrlich. Was andere Staaten flüglich der Bismard's Enthüllungen bekannt geworden und sie bestätigen nur, Verwaltungspragis und einer behördlichen Regelung mit welcher Hartnäckigkeit er an seiner Stellung hing und wie er überlaffen, was auch in Preußen bisher zumeist auf diesem niemals seine Verabschiedung wider Willen dem Kaiser verzieh. Das Wege gemacht wurde, formulirt er auf's forgfältigfte und alles hindert aber nicht, daß in dem bei Velhagen und Klasing, ausführlichste im Geseze selbst. Einem Gefegentwurfe aber ist Bielefeld Leipzig 1895 erschienenen Lesebuch für die Oberstufe jenes stille Veilchendasein, dessen sich bloße Ausführungs evangelischer Wolfsschulen im Regierungsbezirk Arnsberg der Borgang bestimmungen, Regulative, Restripte und ministerielle Ber in irreführender Weise dargestellt wird. In diesem Buche heißt es ordnungen in der Regel erfreuen, nicht beschieden. Er muß vor auf Seite 456: bas Parlament, muß erst Spießruthen laufen durch die Blätter, und dadurch erst erfährt der liberale Biedermann von dem Attentat, das man auf ihn vorhat." " Doch mußte der Kaiser Wilhelm II. dem wiederholten Drängen bes Fürsten. endlich nachgeben und ihm. den erbetenen Abschied bewilligen." Ist das nicht ein netter Geschichtsunterricht, in dem so mit den Thatsachen ungesprungen wird? Redakteur des betreffenden Schulbuches soll der Schulrath Riemenschneider in Arnsberg sein. Der Etatstitel 8ölle und Verbrauchssteuern, dessen Diskussion noch gegen Ende der Sigung begann, wird So geigte die Seipz. Stg.", wie fehr sich die preußische voraussichtlich zu lebhaften Debatten Veranlassung geben. Regierung die Arbeit erschwert habe" und wie man Die Agrarier wollen ihn zu einem Vorstoß benutzen. Heute unter Umgehung der Geseke und ohne Befragung der gesekgeben eröffnete Graf Schwerin schon das Gefecht durch eine den Körperschaften auf den stillen Pfade der Verwaltungswillkür Plänkelei. Es ist merkwürdig, wie die Menschent gleich reaktionäre Anschläge gegen Recht und Freiheit des Volkes werden, wenn das gleiche Interesse sie treibt. Ein Graf und durchführen könne. ein Schacherjude sind, der gewöhnlichen Annahme nach, die Wir wissen nicht, ob diese Methode, der die Devise voran- den Berl. Neuesten Nachr." zufolge geäußert, daß er sie vorauszwei denkbar weitest von einander verschiedenen Menschen- feuchtet: nur nicht zu ehrlich und die bas sächsische ftahtlich zu den Zweden bes projetlirten Reichs- Marine- Museums gattungen. Und doch hätte der scharfsinnigste Schacher Regierungsorgan den preußischen Nachbarn an's Herz legt, zu verwenden gedente. " 250 000 Mark sind dem Kaiser zu einem von ihm zu bes ſlimmenden gemeinnützigen Zwecke" von einer Abordnung der Aachener und Münchener Feuerversicherungs- Gesellschaft überreicht worden. Der Kaiser hat diese Widmung angenommen und dabei 9 bon Berzog 0 jude feinen Profit nicht scharfsinniger ausschnüffeln nach der Meinung der Leipz. 8tg." bei der sächsischen Regie- Die Post- Gesellschaft", eine Gesellschaft mit beschränkter fönnen, wie dieser Graf Schwerin und seine gleichwerthigen rungsmethode schon immer üblich gewesen ist. Doch war es auch Haftung, besteht aus folgenden Personen, in denen wir also die Weitgrafen, Mitbarone u. f. 1. Bet der Ausfuhr bes Wiehls nur ein Rathschlag des offiziellen Organs, dem nicht sächsische Sauptscharfmacher zu begrüßen haben: Freiherr von Edardstein wird angeblich zwischen den Qualitäten nicht genügend unter- Bethätigung zum Vorbild diente, so zeigt er doch wundervoll, Brözel, Bez. Potsdam), Freiherr von Falkenhauſen'sche Erben schieben, und der scharfsinnige Herr Graf meinte, die großen weld' fiefunfittlicher Geist in maßgebenden politischen( Bielau, Bez. Reiffe), Fürst von abfeld Trachenberg, Oberpräsident der Proving Schlesien( Breslau), Freiherr Lucius Mühlenbesther, denen Zoll zurückgezahlt werden muß, würden Streifen Sachfens waltet. dadurch auf Kosten der Herren Agrarier begünstigt. Allen Ein Blatt, das schamilos vor einem zu ehrlich" im von Ballhausen, Kgl. Staatsminister( Klein- Ballhausen), Graf Nespekt vor dem Scharf- und Schachersinn des Herrn Grafen. politischen Leben warnt, hat jedes Recht verwirrt, in Fragen von Malyan- Militsch Exzellenz( Militsch), Legationsrath von NeuMorgen kommen die Kanig und Klindowströmt zum Wort der öffentlichen Moral mitzusprechen oder gar anderen mann( Gerbstädt), first von Bles( les Ober- Schlesien), Ratibor( Manden bei Natibor), Konsul - alles Grafen. Seitungen ethische Vorlesungen zu halten. Dieses selbige Stengel( Staßfurt), Fürst zu Stolberg Wernigerode Blatt steht aber nach wie vor im Dienste der sächsischen( Wernigerode), Freiherr von Stumm Halberg( Halberg Regierung. bei Brebach), Freiherr von Zedlig- Neukirch, Geh. Ober- Reg.- Rath ( Berlin). Der Zar. print má Die reichsten Leute des Deutschen Reiches also find die Ueber den Selbstherrscher aller Reußen Taufen Nachrichten glücklichen Juhaber der Post", die feinen Pfennig für ihr Unter ein, die das bestätigen, was wir gestern auf Grund einer nehmer zu opfern brauchen, und das gleichwohl ihren Geist freiwillig und unabhängig athmet. Aeußerung der Stopenhagener Bolitiken" mittheilten. Der hinter dem Blatt und die brutalfte Anschauung in dem BlattDie vornehmste Gefellschaft Voss. 3tg." wird Boss. 3tg." wird ebenfalls aus Kopenhagen geschrieben: wetch grelles Seclengemälde bietet sich uns dar, wenn wir bie Der Umstand, daß Staijer Rifolaus das Manifest, worin die Menschen nach der geistigen Koft beurtheilen, die ihnen behagt. neuen Befiimmungen für Finland angekündigt wurden, eigenhändig unterzeichnet hat, während die Bekanntmachung, worin die somandichter Friedrich Spielhagen. Bei der Feier feines Auf dem Judex befindet sich zur Zeit der demokratische vom Großfürsten Bestimmungen selbst enthalten sind, vom Großfürsten Michael unterzeichnet worden ist, giebt der Zeitung" Bolititen" fiebenzigsten Geburtstages war ber Aulisminister Boffe nicht zu Anlaß, die schon seit Monaten über die Gesundheitsgegen. Vor zehn Jahren betonte fein Vorgänger in Minifterium verhältnisse des Kaisers gehenden Gerüchte zu er von Geistesfreiheit, Herr von Goßler, seine glühende Bewunderung wähnen. Die Namensunterschriften, die der Staifer unter die für den Dichter. Herr Boffe fchätzt sich durchaus Erlaffe fett, bildeten, wie Politifen" fagt, bie einzige gemessen ein, wenn er sich bei dieser Ehrung überflüssig erschien. Regierungshandlung, die der Kaiser vornimmt. Alle Be- Der Weltruhm macht ehrfurchtsvoll halt an der Schwelle des schlüsse wurden ohne Mitwirkung und Wiffen des Sintiers ge- preußischen geistfreien Kultusministers. Die Grubentnspektion vor dem preußischen Landtage. Im Vordergrunde der heute fortgesetzten Berathung des Etats der Berg, Hütten- und Salinenverwaltung stand die Frage der Gruben Inspektion. Anlaß dazu gab die Etatsforderung von 108 000 Mr. zur Erweiterung der Aufsichtsorganisation, die, wie es in den Erläuterungen zum Etat heißt, gegenüber den in den letzten Jahrzehnten gesteigerten Gefahren des Steinkohlenbergbaues zu länglich erscheint. Die Regierung beabsichtigt deshalb, nach dem Borbilde in anderen Bergbauländer den Revierbeamten in den Steinfohlenbezirken mehrere Aufsichtsbeamte( beizugeben, welche fortgesett die Erkundung und Feststellung einzelner thatsächlicher Berhältnisse, insbesondere des Eicherheitszustandes der Gruben vornehmen und bantit zugleich die Revierbeamten in ihrem verantwortungsreichen Amte wirljam tunterstützen und entlasten sollen." Hierzu hatte der Abg. Dr. Mar Hirsch den Antrag gestellt, neben den Revier- Aufsichtsbeamten Arbeitervertreter zur Besichtigung der Steinkohlengruben heranzuziehen. Dr. Hirsch ges hört zwar formell der freisinnigen Volkspartei an, thatsächlich jedoch steht er in Arbeiterfragen auf einem ganz anderen Standpunkt als die überwiegende Mehrheit seiner Parteifreunde, er ist neben dent Abg. Goldschmidt das einzige freifinnige Mitglied des Hauses, das wenigstens von dem ehrlichen Streben beseelt ist, die Lage der Arbeiter zu bessern, wenn auch der von ihm gewählte Weg fich längst als umgangbar bewiesen hat. Auch die Nede, mit der er heute seinen Antrag begründete, war von redlichem Streben für das Wohl der Arbeiter diflirt und das genügte, um ihn in den Augen fast aller nachfolgenden Redner als verbächtig erscheinen gu laffen. Dabei bezeichnete sich der freisinnige Vertreter ausdrücklich als Gegner der Sozialdemokratie, ja er gestand sogar offen ein, daß er durch Anträge, wie der von ihm jegt eingebrachte, die Macht der Cozialdemokeatie zu brechen hoffe. Aber was nügen alle noch so aufrichtig gemeinten Bethenerungen gegenüber der von bloßer Furcht bor der Sozialdemokratie befallenen Mehrheit des Junterparlaments! Wer für die Arbeiterflasse eintritt, der ist in den Augen dieser Gesellschaft ein Sozialdemokrat, mag er auch der Sozialdemokratie so feindlich gegenüberstehen, wie Dr. Hirsch. Und so zog sich dann durch die Lange Diskussion wie ein rother Faden die Angst vor der Sozial demokratie. Nicht sachliche Gründe find es, die die freikonservativen, fonservativen und nationalliberalen Redner bewegen, gegen den Antrag Hirsch zu sprechen, sondern einzig und allein die Besorgniß, daß die Schaffung einer wirklichen Arbeitervertretung zur Stärkung des Einflusses der Sozialdemokratie führen würde. " " 1 " an faßt; Großfürst Wichael, sein Onkel, habe die ganze au 3- Disziplin muß sein! Die Einleitung der Disziplinars bende Macht in feiner Sand. Dem Kaijer Nikolaus untersuchung wird, der Frantf. 8tg." aufolge vom Kultusverbiete seine Strankheit jede geistige Beschäftigung. minister gegen Dr. Heinrich Schröder in Kiel wegen seiner Ueber die Krankheit, die nach dem Erlaß der Friedensbotschaft Schrift Der höhere Lehrerstand in Preußen, seine Arbeit und fein entstanden sei, wären zwei Lesarten im Umlauf. Theils werde Lohn" beabsichtigt. Dr. Schröder ist Lehrer an der Deckoffizierschule behauptet, der Kaiser sei langsam von einer Krankheit überwältigt in Stiel. Am Ende hat Herr Schröber sich erbreiftet, die Wahrheit worden, die ihn seit langem bedrohe, theils werde aus Peters zu sagen, ohne erst von Boffe die richtige Form zu beziehen. burg berichtet, daß das langiame Fortschreiten dieser Krankheit Galizische Landarbeiter in der Provinz Brandenburg. und andere begleitende Umstände den Gedanken auf eine Ursache geleitet hätten, die ihren Ursprung außerhalb der Person Der Vorstand der brandenburgischen Landwirthschaftstammer macht des Kaisers habe und nicht zufällig, sondern im Gegentheil bekannt, daß der Bentral- Arbeitsnachweis der Kammer galiaifche planmäßiger Natur wäre. Jedenfalls bedeutet es teine Ab- Sommerarbeiter in jeder Zahl zu stellen in der Lage ist. schwächung dieser Gerichte. daß Kaiser Nikolaus die finische Diese Arbeiter erhalten Monatslöhne und zwar der Mann 18 M., Deputation, die in Sachen des Manifestes nach Petersburg gereist die Frau 15,50 M. und außerdem Naturalien im Werthe von 40 Pf. war, nicht empfangen hat." * Deutsches Reich. Vorspann. nun scheint ihm die Bürde zu schwer geworden zu sein und da er sie nicht länger tragen fann, bat er sich Vorspannhilfe erbeten. Der teichskanzler und preußische Ministerpräsident erscheint auf der Bild fläche. Wir werden bald schen, ob so das schwere Werk gelingt oder ob auch die Autorität des Kanzlers nicht ausreichend ist, um der Landeshauptstadt bald ein Oberhaupt zu geben. täglich. Nach Zusammenrechnung der Baarlöhne mit dem ge schätzten Werth der Naturalien sowie der ganzen Unkosten für die Anwerbung und der freien Hin und Rückreise stellen sich bei achtmonatlicher Arbeitszeit der Mann auf 1,32 M., die Frau auf 1,26 M. pro Arbeitstag. Also inklusive Lohn, Kost und Hin- und Rückbeförderung kostet der Mann 1 Mark 32 Pfennig und die Frau 1 Mart 26 Pfennig den Tag. Bei solcher Schundbezahlung ist es ja erklärlich, daß die Herren Großgrundbefizer den Patriotismus an den Ragel hängen und galiziſche Bolen importiren. Und bei solcher Schundbezahlung ist es auch erklärlich, warum den Großgrundbesizern die deutschen Arbeiter davonlaufen. München, 27. februar. Die Kammer nahm heute mit 110 gegen 3 Stimmen den Artikel des neuen Gewerbesteuer- Gesezes an, durch welchen für Waarenhäuser, Großbazare und dergl. eine Umsatzsteuer von 2 bis 8 pet. vom Umfaß festgeset wird. Die Freif. 8tg." meldet: " Der Reichskanzler hat in der Audienz beim Kaifer am Mitt woch die Bestätigung des Bürgermeisters Stirioner zur Sprache gebracht und dadurch bekundet, daß die Autorität des Ministers Frhru. v. d. Necke nicht ausreichend Wie sich die Junker die Grubeninspektion denken, das zeigt am ist, um die Ansicht des Staatsministeriums, welches bekanntlich die besten die Nede des Abg. v. Bodelberg( f.), der die AufsichtsBestätigung befürwortet, entsprechend zum Ausdruck zu bringen." beamten mit dem charakteristischen und das Wesen der neuesten Bisher hat Frhr. v. b. Recke die Verantwortung für die lange Reichstags- Erfahwahl. Bei der am Sonnabend stattgehabten " Sozialreform" der Regierung beleuchtenden Namen Gendarmen oberbürgermeisterloje Zeit auf seiner Heldenschulter getragen. Doch Reichstags- Ersaywahl für den Wahlkreis Bernkastel Wittlich unter der Erde" bezeichnete und für diesen geistreichen Ausspruch den wurde Bürgermeister Biesenbach( 8.) mit über 6000 Stimmen lebhaften Beifall der Junkerflique erntete. Ebenso arbeiterfeindlich gegen Assessor Willer( 3.) gewählt, welcher rund 4000 Stimmen wie Herr v. Bockelberg, zeigten sich die Abgg. Imer( ft.) und erhielt. b. Eynern( natl.). Legterer hat, wenn man eine Rede nach dem darin enthaltenen Unfinn beurtheilt, heute entschieden die Siegespalme errungen. Noch vor einem Jahre hat Herr v. Eynern ans gesichts des entsetzlichen Unglücksfalles auf Karolinenglückt sich für Arbeiterbelegirte ausgesprochen, heute ist er dagegen. Und warum? Ter Brief des Reichskanzlers. Die Münchener Neuesten Lediglich aus dem Grunde, weil die Sozialdemokratie bei der Nachrichten" theilen über den während der vorjährigen Wahlbewegung Tezten Reichstagswahl einen so beträchtlichen Stimmenzuwachs zu bekannt gewordenen Brief des Reichstanzlers an den Abg. verzeichnen hat. Ein nettes Argument! Und ein netter„ Bolts. Prinzen zu Schönaich Carolath mit, daß der Brief vertreter", der von Maßregeln, die im Intereffe von Leben und Ge- niemals vollständig veröffentlicht worden sei, obwohl der Reichs mit dem Ausgang der legten Wahlen unzufrieden ist. Wenn Herr genannte Blatt, das den Brief vollständig kennen muß, fügt dann sundheit der Arbeiter liegen, hauptsächlich deshalb abräth, weil er langler die Ermächtigung zur Beröffentlichung gegeben habe. Das bon Ehneru bei dieser Gelegenheit auch den Professor hinzu: Wagner wegen seiner bekannten Rede über den Unternehmergewinn als sozialdemokratischen Agitator bezeichnet, so mag er das mit dem Tonservativen Nationalökonomen selbst abmachen, wir wollen uns in diesen Streit nicht einmischen, sondern nur für mildernde Umstände für Herrn v. Eynern plädiren, weil diese sinnlose Behauptung nicht fein eigenes Geistesprodukt ist, sondern das des Königs Stumn, der sich vor 1/2 Jahren im Herrenhause wörtlich so geäußert hat. Etwas vorsichtiger, als die konservativen und nationalliberalen Es bietet sich aber vielleicht doch noch einmal Gelegenheit, diesen Brief im Wortlaut kennen zu lernen; er dürfte dann zeigen, daß erstens der Reichskanzler die einseitigen agrarischen Tendenzen der Konservativen nicht theilt, und zweitens, daß selbst das Wort des Reichskanzlers ohn= mächtig ist gegenüber den Einflüssen der preußischen Landrathe auf die Wahlbewegung und ohnmächtig auch gegen über dem sie schützenden preußischen Minister des Junern." Viel Neues wird hier über die Macht- reip. Ohnmachtstellung des Tendenzen" im Deutschen Reiche die oberste Instanz bilden, hat der verstorbene zweite Reichskanzler Caprivi sehr deutlich zu merken bekommen, und dem Onkel Chlodwig wird es auch wohl mittlerweile beigebracht worden sein. Aus Kiantschon wird berichtet: Mit Eintritt der fühlen Jahres. zeit hat sich der Gesundheitszustand in Kiautschou ganz erheblich gebessert. Die während der Sommermonate durch das Klima hervorarten nur noch 8 bezw. 5 Fälle vor, tie sämmtlich einen gutartigen gerufenen Krankheiten des Darmes und die Malaria sind fast ganz verschwunden. Im Monat Dezember famen von diesen Krankheitsleichten Verlauf nahmen. Hoffentlich ist das teine offiziöse Echönmalerei. Ein ,, Assessoren- Paragraph" für die preußische Bergbau- Verwaltung. Wie erinnerlich, bemühte sich die preußische Regierung im Jahre 1896 den be- fannten„ Assessorer Baragraphen" im Landtage durchzudrücken, um durch denselben die Auswahl und Anstellung der widerstande des Landtages, welcher dieser weiteren Beeinträchtigung der„ Unabhängigkeit des Richterstandes" seine Zustimmung versagte. Biberstande des Landtages, welcher dieser weiteren Beeinträchtigung Redner drückte sich der Minister Brefeld aus, der sich bemühte. Meichstanzlers nicht mitgetheilt. Daß die einseitigen agrarischen Stichter allein von dem unverantwortlichen Ermessen der Justiz jeiner Arbeiterfeindlichkeit ein arbeiterfreundliches Mäntelchen umzus hängen. Aber der Mantel war doch zu fadenscheinig. Gründe gegen den Antrag Hirsch konnte auch der Minister nicht anführen, imja Gegentheil, die Erfahrungen seiner nach England gesandten som mission sprechen für den Antrag. Offenbar handelte Herr Brefeld nur unter dem Drude der Landtags- Mehrheit, wenn er sich„ einstweilen" nicht für den Antrag Hirsch erklärte. Wenn auch die Abgg. Dr. Hike( 3.) und Gothein( frf. Vg.) fich für den Antrag aussprachen, so ist sein Schicksal im Junker- und Kapitalisten- Parlament doch schon entschieden, er wird morgen, wo die Berathung fortgesetzt wird, mit großer Mehrheit abgelehnt werden. Sächsische Ehrlichkeit. 0 Gegen den Entwurf des Fleischschan- Gesetzes macht die agrarische Breffe energisch mobil. Die Bestimmungen gegen die Einfuhr ausländischen Fleisches gehen ihr nicht weit genug. Und in ihrer bekannten Wanier und um vor allem den agrarischen Landwirthschaftsminister rein zu waschen, hatte die„ Dentiche Tagesztg." die Schuld auf das Auswärtige Amt geschoben und geschrieben: Daß die Bestimmungen über die Einfuhr ausländischen Fleisches den Anschauungen des Staatssekretärs des Reichsamts des Zunern oder gar denen des preußischen Landwirthschaftsministers entsprechen sollten, ist nicht anzunehmen. Sie sind jedenfalls durch das Auswärtige Amt hineingebracht worden." getroffen: Gegenüber dieser völlig willkürlichen Bemessung des Antheils einzelner Refforts an dem Gesezentwurf ist fervorzuheben, daß wie der gesammte Juhalt des Entwurfs so insbesondere auch die Bestimmungen über die Einfuhr ausländischen Fleisches auf einmüthigen Beschlüssen des preußischen Staatsministeriums beruben." Die„ Leipziger Zeitung", das neben dem„ Dresdener Journal" begründete sächsische Regierungsblatt, sucht mit gleichem Geschick und gleicher Aufrichtigkeit wie die Dresdener Zwillings- und der„ Nordd. Allg. 3tg." von der Regierung das Folgende einHierzu ist nun jedoch in den Nedaktionen des Reichs- Anzeigers" schwester der Sozialdemokratie bei ihrer Kritik über die sächsische Justiz Mangel an Wahrheitsliebe anzuhängen. Dieser Versuch war mißglückt, sobald er unternommen wurde. Aber um die Moral des sauberen Pleiße Organs in der Fülle ihrer Reize zu begreifen, erinnere man sich eines Artikels dieses Blattes, der f. 3. viel Aufsehen machte. Es handelte sich um eine außersächsische Angelegenheit, um das preußische Schulgesetz des Grafen v. Zedlig. Da zeigte fich der fächsische Ordnungsgeist freiest dekolletirt. Da erklärte die Leipziger 8tg." das Verfahren der preußischen Regierung als zu ehrlich" In einem tonstitutionellen Staate würde eine derartige energische Ablehnung seitens der Volksvertretung für die Regierung auch auf anderen Gebieten maßgebend sein. In Preußen natürlich nicht! Und so tam es uns nicht wundern, daß der preußische Handelsminister es für gut befunden hat, nach jener unzweideutigen Stellungnahme des Landtags einen Assessoren- Paragraphen" für feine Bergbauverwaltung einfach auf dem Wege der MinisterialBerordnung einzuführen. " Früher hieß es nämlich in§ 40 der Vorschriften über die Befähigung zu den technischen Aemtern bei den Bergbehörden des Staates" vom 12. September 1883: „ Wer die Prüfung bestanden hat, wird von dem Minister der öffentlichen Arbeiten zum Bergassessor" ernannt." # " 1 Hiergegen heißt es nunmehr in den am 18. September 1897 von dem Minister für Handel und Gewerbe erlassenen: Vots schriften über die Ausbildung und Prüfung für den höheren Staatsdienst in der Berg, Hüttenund Salinenverwaltung" in§ 40: Sofern Bedenken nicht vorliegen, wird der Berg- Referendar auf Grund der bestandenen Prüfung von dent Minister für Handel und Gewerbe zum Berg Assessor" ernannt." " Bermuthlich wird der Landwirthschafts- Minister Herr v. Hammerftein in einer seiner nächsten Reden ausführen, daß die Deutsche Man ersicht hiermit, daß der Minister für Handel und Gewerbe Tageszeitung" eigentlich ganz recht gehabt habe. Und dann werden zur Reinerhaltung seiner Beamtenschaft einen Assessoren- Paragraph die Ministerkollegen dafür sorgen, daß diese Ausführungen aus dem gar nicht braucht, sondern sich durch eine einfache Aenderung der Voramtlichen Stenogramm wieder hinausforrigirt werden. schriften selbst in die Lage seit, Leute aus ihrer Karriere zu stoßen, bie bis zum Bestehen des Assessor- Examens mindestens 8 Jahre auf dieselbe verwandt haben müssen. Welcher Art solche ministerielle Bebenten" find, haben ja die jüngsten Landtags- Verhandlungen über die staatsbürgerlichen Rechte der Beamten wiederum zur Genüge erkennen lassen! 3921007 தி " ale P sid trastipli Ausland. Frankreich. England. M ( 20 eine neue verwaltung. Daß die Organisation des Verivaltungsivesens in über§ 8 wird ausgesetzt, da derselbe mit später folgenden zusammen London im höchsten Grade reformbedürftig ist, weiß alle Welt. Heute behandelt werden soll. werden die Geschäfte der Riefenmetropole von einem wahren Natten-§ 10 enthält die Bestimmung, daß Invalidenrente jenen gewährt König von Verivaltungstörpern besorgt, die in ihrer Zusammen werden soll, die dauernd 26 Wochen( heut sind es 52 Wochen) erwerbsfegung, ihren Vollmachten, ihren Mitteln und der Größe des ver unfähig sind. Die Sozialdemokraten beantragen 13 Wochen tretenen Gebiets die größten Verschiedenheiten aufweisen. Bon zu bestimmen. Die Konservativen bringen zu dem Paragraphen eine Chronik der Majestätsbeleidigungs.Prozesse. einer nach vernünftigen Grundsätzen einheitlich geregelten Arbeits- Mesolution ein, in der eine Aenderung des Krankengesetzes verlangt theilung ist wenig zu spüren. Eine von der liberalen Regierung wird, die anstatt 13 Wochen 26 Wochen Krantenunterstützung festsetzt. Begen Beleidigung des Brinaregenten von 1898 eingesetzte Kommission hatte einen Plan der Vereinheitlichung von allen Seiten unter Einschluß der Regierungsvertreter wird die bors Bayern verurtheilte bas i nener Landgericht II ben der Verwaltung Londons ausgearbeitet, dessen Annahme Ordnung handene Lücke in der Gesetzgebung zugegeben, nur wisse man nicht, ob es Sattlergehilfen Rudolf Gebhard zu 8 Monaten Gefängniß. in das Chaos gebracht hätte. Aber ehe er zur Verhandlung tam, beffer sei, die Menderung hier bei der Invalidenversicherung oder bei Gebhard wurde von seinem Meister ohne Einhaltung der gefeßward die liberale Regierung gestürzt, und ihre konservative Nach dem Krankenkassen- Gesetz zu vollführen. Algemein war man ferner als er beim Amtsgericht folgerin wollte von dem Plan nichts wiffen. Statt der Vereinheitlichung der Ansicht, daß die beste Lösung durch Abänderung des Krankenvers Erding eine Entschädigungsklage anhängig machte, wurde er von predigten Lord Salisbury und Herr Chamberlain die Verzehntelung sicherungs- Geseyes geschehe, das stünde aber vielleicht in weiter Ferne feinem noblen Arbeitgeber aus Rache wegen Beleidigung des Prinz- Londons. Um dem verhaßten Londoner Grafschaftsrath ein Paroli und das Wohlwollen der Regierung tönne die Lüde nicht ausfüllen. regenten denunzirt. bon Seiten der zu biegen, sollte London in zehn große Munizipalitäten mit Bezüglich der höheren Belastung wurden ben Vollmachten von solchen eingetheilt werden, wonach dem Graf- Regierung folgende Bahlen vorgelegt. Zur Zeit( bei 52 wöchentlicher schaftsrath nicht viel mehr verblieben wäre, als die Sorge für die Karenggeit) gebe es 56 160 Renten, bei 26 Wochen( wie im Kanalisation der Metropole. neuen Entwurf vorgesehen) 105 000, bei 13 Wochen steige die Zahl Zum Glück fand dieser schöne Plan selbst bei bielen, in Reichs- der vorübergehenden Rentner auf 267 000. Das entspräche einem Bur Weiterverfolgung der Déroulève'schen Angelegenheit angelegenheiten konservativen Vertretern Londons wenig Gegenliebe, Anwachsen der Belastung von 3,15 pet. bei 26 Wochen und 8,60 pct. wird aus Paris berichtet, man glaube, die Untersuchung werde noch und die Niederlage der Gemäßigten bei der Grafschaftsraths- Wahl bei 18 Wochen. Das ergäbe eine Mehrbelastung von 51 Bf. pro einige Tage dauern. Der Matin" sagt, die aussuchungen von 1898 hat ihm den Nest gegeben. Kopf und Jahr. Bei der Abstimmung wurde der von den Sozialbei der Patriotenliga bewiesen, daß das Vorgehen Die Vorlage des Herrn Balfour ist nicht so offen gegen den demokraten gestellte Antrag auf 13 Wochen abgelehnt, die e-, Déroulède's ein vereinzeltes und spontanes war und keine Ver- Grafschaftsrath gerichtet wie sie nach den erwähnten Reden hätte gierungsvorlage und die konservative Reſolution ange abredung bestand. sein müssen, sie ist aber auch weit davon entfernt, die Verwaltung nommen. Mittlerweile sind auch in anderen antisemitischen und Londons wirklich einheitlich zu gestalten. Sie läßt die alte City Bei§ 11 beantragen die Sozialdemokraten, die von der Re Saussuchungen vorgenommen die östliche innere Stadt) mit ihren Privilegien ganz unberührt und gierung geplante Ausdehnung des entenentzuges bei worden. Am Sonntag haben 17 Bolizeifommisfare den Auftrag fezt ihr im Westen eine neue Gith zur Seite, die den begangenen Verbrechen auch auf Bergehen, abzulehnen. Dertelerhalten, bei verschiedenen Personen Haussuchungen vorzunehmen, Namen City von Westminster führen soll. Sie würde sich Nürnberg begründet den Antrag; der Paragraph entspreche nantentlich bei Guerin, dem Direttor bes Antijuif", bei von der Greitze der alten City bis zur Westgrenge des Hydepart feinem Bedürfniß, sei ungenügend motivirt und André, Buffet, Devaug, Robert de Chevilly, Comte Sabran, hinziehen und bei einer Bevölkerung von 200 000 Stöpfen einen Härte. Denn derjenige, der sich vergeht, würde ja bestraft, daß Ponteves, Georges, Thiebaud, Monicourt, dem Sekretär des Miethssteuer- Werth von 100 Millionen Mart berkörpern. Bei der er auch der Rente, für die er Beiträge bezahlt habe, berHerzogs von Orleans und bei Dubuc, dem Präsidenten der Natur ihrer Bevölkerung ist es sicher, daß fie stets eine fonfervatib- luftig gebe, fet eine boppelte Strafe und schaffe Ungleichheit. Jeuneffe antisemite" und bei Anderen. In einem ben Befehl be- gemäßigte Bertretung haben und eine ständige Bundesgenossin der Trimborn( 3.) erhebt gleichfalls Bedenken und stellt einen Abgleitenden vertraulichen Schreiben des Polizeipräsidenten wird gefagt, alten City gegen den Grafschaftsrath sein wird oder würde. Das anberungsantrag, wodurch Vergehen oder Verbrechen vorfäslig Die Untersuchungen follten sich speziell auf alle Dokumente erftreden, sonstige London soll in Gebietseinheiten von 100 bis 400 000 in- begangen sein müssen, um den Rentenentzug zu rechtfertigen. Die welche über das Wesen und die politische Wirksamkeit der anti- wohnern eingetheilt werden, mit eigenen Bürgermeistern, Keltesten Regierungsvertreter nebst Konservativen find für die Ausdehnung semitischen Liga und ihre Verbindungen mit den royalistischen und und Gemeinderäthen. Die Verwaltungsaufgaben dieser neuen und wird der Paragraph nebst dem Antrag des Abg. Trimborn akzeptirt bonapartistischen Komitees und mit anderen Vereinigungen Aufklärung Munizipalitäten sollen von vornherein die des Grafschaftsraths un- und der sozialdemokratische Antrag abgelehnt. Nächste Sizung: geben können. berührt lassen, dem Letzteren soll aber das Recht zustehen, ihnen be- Morgen. Bei dem Sekretär des Serzogs von Orleans, ftimunte feiner jetzigen Aufgaben zu übertragen eine offene Thür" Monicourt, wurde am Montag ein Stoffer beschlagnahmt mit mehreren für etwaige gemäßigte Mehrheiten des Grafschaftsraths. Sturz, es jab Parlamentarisches. Briefen des Herzogs von Orfeans an Pariser Persönlichkeiten. Die wird dem Grafschaftsrath nichts direkt genommen, aber es werden ihm die Beschlagnahme wird wahrscheinlich weitere Hausfuchungen nach sich Bezirksvertretungen mehr neben als untergeordnet. So erhalten sie das Arbelter- Eisenbahnkarten. Die freisinnige Boltspartei hat ziehen, die sich auf 15 bis 20 belaufen dürften. Unter den im Recht, Anträge vor das Parlament zu bringen und gegen Anträge, beantragt, das Haus der Abgeordneten wolle beschließen: GegenBriefe Esterhazy's und anderer Personen, in denen ber- zu erheben, tönnen also gegebenenfalls dem Grafschaftsrath Senüppel daß bei den Staats- Eisenbahnen die Ausgabe von Arbeiterfchiedene Aktionspläne vorgeschlagen werden. in den Weg legen. Das Wahlrecht zu ihnen soll dagegen baffelbe Stüdfahrtarten und Arbeiter Wochenkarten mindesein, wie das jetzt für die Kirchspiel- Bertretungen geltende, das demo stens in dem bisherigen Umfange beibehalten iverde. fratischer ist wie das Wahlrecht der städtischen Kommunen, denen die Ueber den neuen englisch franzöfifchen Zwischenfall wird neuen Munisipalitäten in anderer Hinsicht nachgebildet find. Wenn Der Reichstag wolle beschließen, die verbündeten Regierungen zu Dr. Paasche, Rösicke( Dessant) und Genossen beantragen: aus London geschrieben: Das energische Vorgehen Englands beim die Regierung auch, erklärte Herr Belfour, auf die sonstige Verfassung ersuchen, dem Reichstage baldigst einen Gesezentwurf vorzulegen, Sultan von Mastat ist, wie in diplomatischen Kreisen verlautet, ber städtischen Kommunen zurüdgegriffen habe, so hatte sie doch durch welchen die Verwendung von Surrogaten und der Zuabgeschloffene Vertrag sich als eine Etappe zum Eindringen in die Leuten geheißen hätte, die zur Zeit Kirchspiel- Wähler sind. Ich bei der Bierbereitung in der Brausteuer- Gemeinschaft verdarauf zurückzuführen, daß der seitens Frankreichs mit dem Sultan deren Wahlrecht nicht brauchen können, da dies Entrechtung von durch welchen die Verwendung von Surrogaten und der Zufaz von Süßstoffen und sogenannten Konservirungsmitteln jede stivalität ausschließende Macht Englands am perfifchen Meer- bin aber ganz sicher, daß dies paus sich, wie stets, bei der Bierbereitung in der Braufteuer- Gemeinschaft verMeer- in aussi, boten wird. bufen herausgestellt hat. Man hofft indeß, daß aus dieser Angelegen- auch diesmal unwillig zeigen würde, irgend einem heit teine ernstlichen Feindseligkeiten zwischen England und Frank Entrechtungs- Geses suaustimmen. Auf einem reich entstehen werden. Fall tönnen δαξ wir weitere Stimmtech t abändern und ein engeres an feine Stelle In die Redaktion des ,, Vorwärts" tritt mit dem heutigen So der konserbative Minister ießen." Englands. Seine Worte sind für den Charakter der ganzen Maßregel bezeichnend. Tage der Genosse Heinrich Wester ein, nachdem er über Bon ber Abreßbebatte: ber offisielle Diberalismus und ber inoffstelle Rabis Sie ist nicht bireft reaktionär, sie bietet sogar eine Anzahl wirklicher sieben Jahre in der Redaktion der Sächs. Arb.- 8tg." thätig gewesen Die Regierung und die Meerschweine. Die Balfour'sche Fortschritte, aber sie bietet fie in einer Form, der überall Stacheln ist an seine Stelle tritt der Genosse Hans Blod, bisher Borlage zur Londoner Botalverwaltungsreform.- Nabelstiche gegen ben Graf- und Widerhaken anhängen. Die Liberalen wußten denn auch zuerst Redakteur der Rhein- Westf. Arb.- 8tg." in Dortmund. schaftsrath. Die Aussichten des Rampfes gegen die Kinderarbeit. nicht, was zu ihr zu sagen. Ein Theil ließ sich durch die fortschritt- Zu dem Wahlresultat bei den Stadtverordneten- Wahlen zu London, den 25. Februar. lichen Vorschläge blenden und hatte mehr Lob als Tabel für die Bunzlau, von dem wir bereits Mittheilung machten, bemerkt der Das parlamentarische Scharmützel, genannt Adreßdebatte, das Vorlage, andere beurtheilten sie ausschließlich unter dem Gesichts- Niederschlesische Kurier":" Besonderen Reiz boten die beiden fich über zwei Wochen hinzog, hat wenig von größerem Jntereffe zu winkel der Ansprüche des Londoner Grafschaftsraths, was sie feinen Wahlen, weil heute zum ersten Male die Sozialdemokraten unserer Tage gefördert. Ein Amendement Labouchere's, das das Beto- guten Faden an ihr finden läßt. Ihnen gesellen sich jezt aller Stadt mit eigenen Kandidaten in die Arena traten. Sie waren remt der Sorbstammer mur je für eine Session zulassen will, hand Elemente zu, deren Interessen durch Zusammenwerfen durch Kleinarbeit, Flugblätter, Agitation von Mund zu Mund 2c. ward von der Regierung wie von den offiziellen Führern der verschiedener Kleiner Kirchspiele zu einer Munizipalität be- rührig gewesen und hatten die Massen in Bewegung zu Liberalen bekämpft, erhielt aber fast ebenso viel Stimmen, droht sind, darunter viele Stonservative. Das„ Daily Chronicle", iegen gewußt. Das Resultat, das sie errangen, ist immerhin wie ein von diesen unterstütztes Amendement, das nur kurzweg das gern als Moniteur der radikalen Grafschaftsrathsmehrheit auf als ein Achtungserfolg zu bezeichnen und wird fie wahrertlärte, die Macht der Zordskammer, Beschlüsse der Boltsvertretung tritt, zieht bereits zieht bereits mit schwerem Geschütz gegen die Vor- icheinlich veranlasien, mit vermehrten Sträften in die bevorstehende über den Haufen zu werfen, erheischen die Aufmerksamkeit des Parla lage zu Felde und versichert die Liberalen, Die fie, wie Herbstkampagne zu marschiren." ments. Für die Regierungspartei war diese Abstimmung, die so die Daily News". wohlwollend aufgenommen haben, seiner Die Landesversammlung der württembergischen Landes. deutlich die Berfahrenheit im Oppositionslager dokumentirte, cin souveränen Verachtung. Das Blatt hat eine feine Witterung für organisation findet am Ostersonntag, den 2. April, in Stutt hohes Gaudium. 2doff nu die Stimmung der breiten masse seiner Parteimitglieder und deren gart statt. Aehnlich mit der Abstimmung über ein Amendement des Jrländers Agitationsbedürfniß, und so tann es leicht kommen, daß der bedingte Redmond, das die gesesgeberische Unabhängigkeit Beifall, mit dem die Balfour'sche Vorlage am Donnerstag auf Irlands verlangte. Redmond machte gar keinen Hehl daraus, genommen wurde, eine Redeschlacht einleitet, die dem Kampf gegen daß die Spize feines Antrags in erster Reihe gegen die Liberalen bas 1897er Schulgesetz der Regierung au Heftigkeit nichts nachgiebt. ging, die er des Berraths an Homerule beschuldigte. Ihm erwiderte Die sozialistische Bresse hatte noch feine Gelegenheit, sich über Namens der Letzteren Campbell- Bannerman, der erklärte, die Liberalen die Bill zu äußern. Nach früheren Artikeln über den Gegenstand zu Polizeiliches, Gerichtliches u. f. w. ständen nach wie vor prinzipiell zu Homerule, behielten sich aber urtheilen, dürfte sich" Justice", das Organ der sozialdemokratischen Mecklenburgisches. Ueber Wahrheit und Recht" angesichts der veränderten Sachlache, wie sie unter anderem die Föderation, günstig zu ihr stellen, so weit es sich um Schaffung darf im Obotritenlaude nicht gesprochen werden! Genosse Groth neue irische Lokalverwaltungsbill geschaffen, das Recht vor, selbst wirksamer Lofalverwaltungsförper in London handelt, ohne natür wollte über obiges Thema in Doberan einen Vortrag halten, der den Moment zu bestimmen, wo sie von Neuem die Agitation für ein lich darum den Balfour'schen Auspuh diefer Körper gutzuheißen. dortige Bürgermeister aber verbot die Versammlung, weil sie eine irisches Nationalparlament auf die Tagesordnung setzen würden. Die Aussichten des Antrages auf Erhöhung der Altersgrenze folche zu politischen 8weden sei. Es ist interessant, daß das Und wieder stimmten Regierung und offizielle Oppofition gemeinsam für die Fabritarbeit der Kinder haben sich in den letzten Tagen sehr bürgermeisterliche Gehirn teine andere Ansicht zuläßt als die, daß, mit Rein. Diesmal allerdings gegen eine schwächere Minderheit. verbessert. Der Verband der Weber von Lancashire hatte auf vors wenn in Medlenburg über" Wahrheit und Recht" gesprochen wird, Denn nur ein Theil der Irländer nahm an der Abstimmung theil gestern( Donnerstag) in London eine Konferenz mit Barlamentariern dabei die Art, wie unsere heimischen Junker und Junkergenoffen und blos vier Radikale, darunter auch Labouchere, stimmten mit Ja. anberaumt, um sie zur Berwerfung der Vorlage zu bewegen. Aber der Wahrheit und dem Recht Gewalt anthun, bloßgestellt würde. Mehr Gunst als diese politischen Amendements fanden bei den er fand meist nur sehr laue Sympathie oder offene Gegnerschaft.- Polizeiliches aus Oberschlesien. Aus Beuthen wird uns Führern des offiziellen Liberalismus die meisten der wirthschafts- Selbst einige Textilfabrikanten, die Wahlkreise von Lancashire ver vom 25. Februar geschrieben: Am 6. und 8. Januar hatten sich und sozialpolitischen Abreßanträge, wie Erweiterung des Unfall- treten, so der Konservative Kenyon, Abgeordneter für Bury, und der mehrere Parteigenossen aus Beuthen und Umgegend zum Zwed entschädigungs- Gesezes, des Arbeiterschutzes und andere. Ferner Liberale Harwood, Abgeordneter für Bolton, haben erklärt, für die privatgeselliger Unterhaltung im Winter'schen Lokale in unterstützten ste den Antrag des Irländers Mac Neill, Erhöhung zu stimmen. Andererseits haben die Tuchweber von Beuthen zusammengefunden, wegen beffen Benutzung zu öffent der verlangte, daß fein Mitglied der Regierung gortshire ihre Opposition gegen die Erhöhung ganz aufgegeben. Tichen Versammlungen Genosse Winter mit der Beuthener PolizeiAufsichtsrathsmitglied einer Attiengesellschaft Auch die Spinnerei- Arbeiter verhalten sich diesmal im Ganzen verwaltung allerlei unangenehme Erörterungen gehabt hatte. Auch sein dürfe. Um diesen Antrag zu verstehen, muß man sich erinnern, neutral. So steht zu hoffen, daß der 1. März eine Mehrheit im die Benugung des Lokals zu Privatzweden war polizeilich gehindert daß in England die Minister nicht aus der Bureaukratie, sondern Barlament für den Kinderschutz finden wird. worden. Um festzustellen, was die Polizei an den bezeichneten aus der Zahl der Berufspolitiker genommen werden, von denen Tagen gegen Winter und seine Bekannten thun würde, benachrichtigten viele durch Aufsichtsrathsposten sich die Mittel zum standesgemäßen fie die Polizei von ihrer Anwesenheit im Lokale. Diese erschien denn auch recht bald sechs bis sieben Mann hoch und„ räumte" das Antalismus. Aus England. Leben beschaffen. In neun von zehn Fällen ist ein solcher Aufsichtsrathsposten die reine Sinefure. Der mit ihm BeInvalidenversicherungs- Kommission. 700 Partei- Nachrichten. Die österreichische Parteipreffe wird abermals um ein neues Organ vermehrt. Das neue Blatt erscheint vom 1. April ab in aufiig unter dem Namen„ Das Volksrecht"; in Aussig erscheinen bereits zwei Parteiblätter. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. 台灣 traute verkauft feinen Namen und je nachdem auch 3. Sigung vom 27. februar. Röfice hat einen Antrag auf Lotal, obwohl sie in dem Lokale nichts vorfand, was auf eine seinen Einfluß für gute Bezahlung") an die die Aktien Einschaltung eines§ 7a gestellt, nach dem durch Beschluß des öffentliche Versammlung hätte schließen lassen können und obwohl man gesellschaften, die seiner theils als Deforationsstück für das Aftien Bundesrathes der auf Grund des Gefeges vom 18. Juli 1887 er- fie fofort hinauswies. Die beiden heutigen Verhandlungen führten selbstfaufende Publikum, theils aber auch für die Förderung ihrer richteten See- Berufsgenossenschaft gestattet werden soll, unter ihrer rebend zur Freisprechung, der Staatsanwalt selbst mußte sie beantragen. Interessen im Parlament benöthigen. Es liegt auf der Hand, was Haftung eine besondere Einrichtung zu dem Zwede zu begründen, Nunmehr fann man neugierig darauf sein, ob dem Vorgehen Winter's für Korruption unter solchen Umständen die Anwesenheit von der die Invalidität und Altersversicherung nach Maßgabe dieses Gesetzes gegen die damals einschreitenden Polizeibeamten, darunter den Polizeiartigen Aufsichtsräthen im Rathe der Regierung heißen fann für diejenigen Personen zu übernehmen, welche in den zur Genossen- inspektor selbst, die er wegen Mißbrauchs der Amtsgewalt und HausGladstone, der in allen solchen Fragen sehr penibel war, verlangte schaft gehörenden Betrieben oder einzelnen Arten dieser Befriedensbruchs angezeigt hat, wird stattgegeben werden. In den denn auch, als er 1892 sein Kabinet bildete, daß alle in dasselbe triebe beschäftigt werden, sowie für diejenigen Unternehmer, welche letzten zehn Tagen find 5 Strafverfahren gegen Winter erledigt eintretenden Personen ihre Aufsichtsrathsposten niederlegten. Lord gleichzeitig der Unfallversicherung und der Juvaliditäts- und worden. 2 endeten mit Einstellung, 2 mit Freisprechung, 1 mit VerEalisbury aber war 1895 weniger vorsichtig, die jetzige Regierung Altersversicherung unterliegen. Eine solche Einrichtung soll jedoch urtheilung. Das sagt genug! zählt verschiedene Mitglieder, bie in allerhand Gesellschaften nur dann gestattet werden, wenn für die Hinterbliebenen der darin Aufsichtsräthe find. Arthur Balfour that denn auch sein Bestes, versicherten Personen von der Genossenschaft zugleich eine Wittwend den Antrag Mac Neill als unlogisch und unnüz hinzustellen, und Waisen versorgung begründet und eine Beitrittsver- b und hatte natürlich die Regierungsmehrheit für sich, denn auf den pflichtung für dieselbe eingeführt wird. Bänken der Rechten wimmelt es von„ Meerschweinen". Aber die Ueber diesen von Röside auch begründeten Antrag entspann Die Berliner Steinseher hatten der Junung, wie das bisher allgemeine Ansicht ist doch, daß der Posten des Aufsichtsrathes einer sich eine lebhafte Debatte. Mo Itenbuhr widerspricht dem An- alljährlich geschehen ist, auch im Dezember vorigen Jahres die Ans für den Profit wirthschaftenden Privatgesellschaft mit dem eines irag in feiner vorliegenden Form, da mit der Verwirklichung des träge zur Lohnfrage für das tommende Jahr durch den GesellenAufsichtsrathes des ganzen Staatswesens unvereinbar ist. jelben die geplante Einführung ein gutes Geschäft für die Herren ausschuß unterbreiten lassen. Für dieses Jahr wurde die neunstünDaß der Antrag Mac Neill eine Halbheit war, ist übrigens zuzu- Rheder bedeute. Es gebe teine Berufsgenossenschaft, die fachlich zu dige Arbeitszeit und eine entsprechende Lohnerhöhung gefordert. geben. Aber wenn Halbheit ein Grund der Ablehnung eines An- so viel Klagen Anlaß gegeben habe, wie die genannte. Redner weist Während aber in sonstigen Jahren die Lohnfrage schon im Januar, trages wäre, dann könnte das Ministerium Salisbury Balfour alle auch auf sein Mißtrauen gegen den Bundesrath hin und wiederholt seine spätestens Februar geregelt war, hat die Innung in diesem Jahre Borlagen, die es angekündigt hat, für sich behalten. Eine Halbheit bereits früher im Reichstag gemachte Ausführung über die vom dazu noch feine Beit übrig gehabt, angeblich, weil dieselbe durch die bösester Art ist zum Beispiel der am Donnerstag von Herrn Balfour Meichskanzler zu niedrig festgestellten Henerlöhne. Staatssekretär Borarbeiten für die Zwangsinnung vollständig in Anspruch geeingebrachte Gesezentwurf zur Reform der Londoner Lokal Posadowsky erklärt, daß, falls im Reichstag Dringlichkeit dieser nommen ist. Angelegenheit gewünscht, die Regierung einen Einspruch dagegen Nun besteht aber die Thatsache, daß die allermeisten Arbeiten schon nicht erheben würde. Direktor Woedtke sucht nochmals die Vor im März vergeben werden. Es ist also offensichtlich, daß es der würfe Wolkenbuhr's wegen der bezeichneten Festsetzung der Heuer Innung blos um die Verschleppung der Regelung der Lohnfrage zu löhne zu entkräften, ohne eine definitive Widerlegung fertig zu bringen. thun ist. Denn selbstverständlich werden die angeblichen Vorarbeiten Der Antrag Nöside wird schließlich angenommen. Die Beschlußfaffung für die Zwangsinnung feinen einzigen Unternehmer abhalten, Ar*) In Hinblick auf die fetten Tagegelder so und so viele Guineen pro Sigung welche diese Aufsichtsräthe beziehen, hat der Bollewig für fie das Wort guinea- pigs gebildet, das wörtlich Meerschwein bedeutet. de Pupuk bite halten. Deutsches Reich. beiten zu übernehmen, soviel er nur bekommen kann. Es hat denn Ueber die Schlafverhältniffe der Schulkinder hat Lehrer wird, hat auch die andere Gruppe, welche noch arbeitet, bie auch eine am 26. Februar stattgefundene Steinfeger Versammlung Joh. Friedrich in Würzburg sich durch eine unter seinen Arbeit niederzulegen, jedoch hat vorher eine Berständigung mit der beschlossen, den Gesellenausschuß zu beauftragen, unverzüglich Ver- Schülern veranstaltete Umfrage zu unterrichten gesucht, worüber er Kommission stattzufinden. Bei selbständigem Vorgehen einer Gruppe bandlungen mit den einzelnen Unternehmern einzuleiten. Damit der in der Zeitschrift„ Die Kinderfehler"( 1899, 1. Vierteljahres- Heft) trägt diese selbst die Verantwortung. Die Unterstützungen bei Gesellenausschuß auch den Nichtinnungsmeistern gegenüber legitimirt ist, berichtet. Die Schüler seiner Klaffe, Knaben im Alter von 10 bis gemeinsamem Vorgehen werden auf Grund gegenseitiger Vereinbarung ist demselben gleichzeitig die Funktion einer Lohnfommiffion übertragen 12 Jahren, stammen sämmtlich aus den unteren Schichten der Würz- beider Kommissionen nach Maßgabe ihres Streitreglements festgesetzt. worden. In einer zum 12. März einzuberufenden Versammlung burger Bevölkerung. Ihre Väter sind fleine Kaufleute, Gewerbe- um ein gutes Einvernehmen zwischen beiden Gruppen aufrecht zu hat dieselbe Bericht zu erstatten und sollen dann eventuell weitere treibende, Handwerker, Arbeiter, untere Eisenbahn- und Post- erhalten, hat jedes schroffe Benehmen namentlich gegen die Lohnarbeiter Maßnahmen beschlossen werden. beamte 2c. Durch das schläfrige Verhalten einiger nicht zu unterbleiben. Das stritte Festhalten an dem Prinzip, nicht mit unbegabter, dabei williger und fleißiger Schüler, die oft schon in der Affordmaurern zusammen zu arbeiten, hat insofern zu Unzuträg ersten Stunde mit offenen Augen fräumten, wurde Friedrich darauf lichkeiten geführt, als solche Bauten von Indifferenten besetzt worden Auf dem Bau der Wasserwerke in Harburg, der von gebracht, sich einmal nach den Schlafverhältnissen der Kinder zu er- find. Es wurde deshalb beschlossen, daß auf solchen Bauten, auf der städtischen Verwaltung an die Firma Masch u. örster in fundigen, um so vielleicht den Grund ihrer Schläfrigkeit zu finden. benen von Anfang an Affordmaurer beschäftigt sind, auch die ArCharlottenburg bergeben ist, befinden sich die Arbeiter im Er stellte fest, daß von den 54 Knaben( die, wie gesagt, 10-12 Jahre beiter thätig sein dürfen. Ausstande. Die Firma versuchte fortgesezt die Arbeitsverhältnisse alt waren) nur 20 allein in einem Bette schliefen. Dagegen schliefen als Delegirte zur Bauarbeiterschutz- Konferenz wurden Guts, zu verschlechtern und sind größere Differenzen nur durch 33 mit einer anderen Person zusammen( 9 mit kleineren Brüdern, Behrend, Heidemann und Rennthaler gewählt.- Hierauf das Entgegenkommen der Arbeiter vermieden, die in den Einigungs- 12 mit größeren Brüdern, 1 bei einem der Schule entwachsenen erstatteten die Delegirten vom Bauarbeiter- Kongreß in Magdeburg verhandlungen immer in einigen Punkten nachgaben. Nun find Bruder, 5 bei Schwestern, 3 bei der Mutter, 3 beim Vater) und Bericht, die Versaminlung erklärte sich mit deren Thätigkeit einver neue Differenzen durch die Maßregelung einiger Arbeiter aus- 1 Anabe schlief mit zwei anderen Personen( fleineren Brüdern) zu- standen. Unter allseitigem Beifall wurde einstimmig beschlossen, gebrochen und als die Arbeiter durch eine Kommission die Zurüd sammen. Dieser legte stammte aus der ärmsten Familie. Die aus dem öffentlichen Fonds je 500 M. an die Angehörigen der nahme der Maßregelung forderten, sind auch die Mitglieder dieser Schlafbauer betrug zwischen 9-10 Stunden, doch tamen auch Dresdener Verurtheilten und die Krefelder Weber zu zahlen. Kommission entlassen. Hiergegen setzten sich die Arbeiter zur Wehr Fälle mit nur 73/4 und sogar 74 Stunden vor. Einige Schüler Nunmehr sollte eine Ersagwahl von drei Mitgliedern der Lohnund traten in den Ausstand. Es wird gebeten, den Zuzug fernzu- mußten regelmäßig um 6, 1/26, 1/46 aufstehen, weil sie zu ver- fommission vorgenommen werden. Es entspann sich über einen der schiedenen Dienstleistungen verivendet wurden; fie tamen dann vorgeschlagenen Kandidaten eine Debatte, die schließlich einen ziemlich müde und schläfrig schläfrig zum Unterricht. Friedrich fagt, daß heftigen Charakter annahm, so daß der Vorsitzende, ohne die Wahl ihm die durch seine Umfrage erlangten Einsichten eine einiger vornehmen zu lassen, die Versammlung schloß. maßen individualisirende Behandlung seiner Schüler erleichtert hätten. Als Volksschullehrer bekomme man manchmal, Die in Holzbearbeitungsfabriken und auf Holzplätzen be. ohne es zu wollen, einen tiefen Einblick in die Familienverhältnisse schäftigten Arbeiter hielten am 21. Februar ihre regelmäßige Mitder Schulkinder; doch dürfe man die Kenntniß des sozialen glieder- Bersammlung ab, in der die Diskussion über den Anschluß Milieus seiner Schüler nicht dem Zufall überlassen, wer die an die Industrieverbände fortgesezt wurde. Mehrere Redner sprachen Fattoren unberücksichtigt lasse, unter deren Einwirkungen sich für Auflösung des Verbandes und Gründung einer Lokalorganisation, die körperliche und geistige Entwickelung der Kinder voll andere wieder für Anschluß an den Holzarbeiterverband. Ein Anziehe, werde oft ungerecht sein. Aehnliche Untersuchungen trag, der sich für die Auflösung des Verbandes ausspricht, wurde find bereits vor mehreren Jahren in Leipzig angestellt worden. von der Versammlung angenommen. Als Delegirte zur GeneralVon den 3 Schulen( 2 Bürgerschulen und i Bezirksschule), die zu versammlung wurde Jaffte und zum Stellvertreter Binte ge diesem Zweck ausgewählt worden waren, wurde die eine vorwiegend wählt, Im Verschiedenen wurde den Mitgliedern anheimgestellt, die von Kindern der Bestituirten, die anderen von Kindern der Gut- Bahlstellen bei Franz Gleinert, Müllerstr. 7 und Otto Bachfituirten, die dritte von Kindern der Unbemittelten besucht. Es zeigte Sänger, Swinemünderstr. 96, mehr zu beachten. sich, daß, wie im voraus zu erwarten war, in den Schlafräumen der durchschnittliche Luftraum pro Kopf bei den Kindern der 1. Schule sprach am 20. Februar Hugo Bösch über die Arbeitsnachweise. In der Versammlung der Möbelpolirer( Filiale Often) am größten, bei denen der 3. am geringsten war, und daß von den Kindern der 1. Schule jedes sein eigenes Bett, von denen der 3. da- Die Diskussion bewegte sich im Sinne des Referats und waren gegen durchschnittlich je 3 Kinder zusammen 2 Betten hatten.( Ber- sämmtliche Redner der Meinung, den außerordentlichen start bemußten Arbeitsnachweis der Gewerkschaft weiterhin auszubauen und gleiche Bericht in der Zeitschrift für Schulgesundheitspflege," 1897, nicht etwa durch Einführung von paritätischen oder städtischen Nach weisen eine der besten Waffen der Gewerkschaft aus der Hand zu Das Koalitionsrecht der Arbeiter in Sachfen. In KirchCe neue Gewerbesteuer ist seit dem 8. Juni 1898 in geben. Unter Verschiedenem erinnerte der Vorsitzende an den berg wurde vor einigen Monaten eine Filiale des Teytilarbeiter- ul and in Kraft. Die Höhe der Steuer wird nach der Anzahl Maskenball, und den am 19. März stattfindenden Besuch der TrepBerbandes errichtet. Vor einigen Tagen wurde dem Vorsitzenden an der von einer Person geführten Unternehmungen bestimmt. Die tower Sternwarte. Nach einer Aufforderung, möglichst in allen Rathsstelle der Bescheid, daß die Filiale als ein Verein, der sich mit Unternehmungen zerfallen in a) Handelsunternehmungen, b) gewerb Werkstätten, in denen wenigstens 4-5 Möbelpolirer beschäftigt sind, öffentlichen Angelegenheiten beschäftigt, dem Vercingesetz zu unter- liche Unternehmungen, c) persönliche Erwerbsbeschäftigungen. Die einen Vertrauensmann zu wählen und dem Wunsch, die Adressen bei ſtellen sei; es hätten sonach alle minderjährigen Mitglieder, sowie bisherigen Gildeſcheine, d. h. persönlichen Dokumente, welche eine S. Schulz einzureichen, erfolgte Schluß der Versammlung. jolche, die nicht im Besitze der bürgerlichen Ehrenrechte sind, aus Person zur Führung mehrerer Geschäfte( höchstens zehn) berechtigten, dem Verein auszuscheiden. Gegen 50 minderjährige Mitglieder sind von dieser Bestimmung betroffen worden. Die Lohubewegung im Rostocker Baugewerbe ist zu einem borläufigen Abschluß gekommen. In einer sehr gut besuchten Versammlung der Bauarbeiter Rostocks wurde bekannt gegeben, daß sich die Bauunternehmer sowohl wie die Innungsmeister schriftlich verpflichtet haben, erstere vom 1. April ab, lettere vom 15. Mai ab eine Erhöhung des Stundenlohnes um zwei Pfennige eintreten zu Tassen. Die Bersammlung erklärte sich mit dieser Vereinbarung ein verstanden. Achtung, Former! In Dortmund haben die Former über die Firma Meißner u. Eving die Sperre verhängt. Ferner ist der Zuzug nach Eiſen fernzuhalten, da dort die Former bei den Firmen Ständer, Stolle und Stern im Streik stehen. Die Tischler in Wiesbaden haben durch freie Vereinbarung mit den Meistern eine Lohnzulage von 5-10 pCt. erreicht. Die geforderte 9/ 2stündige Arbeitszeit wurde von den Meistern abgelehnt. Die Arbeiter find geneigt, sich mit diesen Zugeständnissen zufrieden zu geben. Die Dresdener Parquettbodenleger haben beschlossen, nachdem alle Verhandlungen mit den Arbeitgebern gescheitert sind, in allen Geschäften, mit Ausnahme Lauers Nachf., wo jetzt schon bessere Arbeitsbedingungen herrschen, die Arbeit niederzulegen. So werden dem Koalitionsrecht der Arbeiter fortgesetzt Hindernisse entgegengebracht, ein Kampf geführt, der unerschöpflich ist in der Anwendung Kleinlicher Mittel gegen die Gewerkschaften. Ausland. Heft 3.) sind aufgehoben. Bei Einführung des neuen Steuergesetzes, von welchem eine Abends 5 Uhr hier im Lindenhayn'schen Lokale statt. Sie war von Mehreinnahme von zirka 13 Millionen Rubel erwartet wird, war die Anschauung maßgebend, daß die Gewerbe- und Handeltreibenden in verhältnißmäßig fleinem Maßstabe zur Tragung der Staatslaften herangezogen waren, insbesondere die Fabriksunternehmungen, welche, von den Protektionstarifen begünstigt, einen großartigen Aufschwung in allen Zweigen aufzuweisen hatten. Aus London wird uns von unserem Korrespondenten zu der fchon erwähnten Aussperrung der Stucateure geschrieben: Wenn man Die landwirthschaftlichen Krisen und die Verarmung der länd den Tagesblättern Glauben schenken dürfte, so stünde England am lichen Bevölkerung, welche seit dem Jahre 1892 eine anhaltende Gr Vorabend eines großen nationalen Ausschluffes der scheinung geworden sind, veranlaßten, wie es in dem Bericht des organisirten Studateurgehilfen, der womöglich österreichischen Generalkonsuls in Warschau heißt, die Regierung zur das ganze Baugewerbe stillseyen würde. Thatsächlich Gewährung von verschiedenen Erleichterungen für die Landwirthe, hat am letzten Mittwoch das Komitee der verbündeten Bau- Unter- in Folge deren die Staatseinnahmen um ca. 30 Millionen Rubel nehmer dem Vorstand der Studateur- Gewerkschaft ein Ultimatum jährlich abgenommen hatten. Diefen Erfahrungen soll nun durch übersandt, worin es heißt, daß wenn diese sich nicht endgiltig und das neue Gewerbesteuersystem Rechnung getragen werden. ausdrücklich dazu verstehe, von gewissen Praktiken Abstand zu nehmen, über die die Unternehmer Beschwerde führen, am 1. März im ganzen Land Arbeitssperre eintreten werde. Soziale Rechtspflege. Versammlungen. Grünau. Eine öffentliche Voltsversammlung fand am Sonntag den Genoffen auch der Umgegend sehr gut besucht. ReichstagsAbgeordneter Rosenow hielt unter lebhaftem Beifall einen andert halbstündigen Vortrag über„ Die bürgerliche Gesellschaft und der Sozialismus," wobei auch die parlamentarischen Vorgänge der jüngsten Tage eine eingehende Beleuchtung fanden. Von einer Debatte fah die Versammlung ab. Dagegen wurden angesichts der bevorstehenden Wahl die Gemeindeangelegenheiten lebhaft besprochen. Faber besprach die in Frage stehenden Bunfte. Namentlich der Kleinkrieg gegen die Sozialdemokratie, wie ihn der Amtsvorsteher v. Oppen führt, fand eine Kritit, und die Thatsache, daß über das Lindenhahn'sche Lokal das Militärverbot verhängt worden ist, wurde mit gutem Humor aufgenommen. Die Arbeiter von Grünau sollten bei der nächsten Gemeindewahl dafür sorgen, daß die Vertreter der dritten Klasse aus den Reihen der organisirten Arbeiter hervorgingen. Nachdem auch noch der Kampf der Arbeiterschaft gegen den„ Berliner Lokalanzeiger" besprochen worden war, schloß der Borsigende die gutbesuchte Ber fammlung. Tehke Nachrichten und Depelien. mithin gewählt. V Die Hauptbeschwerden der Meister sind: Boykottirung von Firmen seitens der Gewerkschaft, troßdem dieselben die Gewerkschafts- Der Raths.Maurermeister Rohrschneider hatte dem Maurer bedingungen einhalten; Weigerung der Gewerkschaftsmitglieder, auf S., der etwa 18 Stunden bei ihm arbeitete, die Stunde nur mit Bauten zu arbeiten, wo irgend welche Nichtgewerkschaftler beschäftigt 25 Pfennig bezahlt. S. verklagte darauf den Meister beim werden; Auflehnung der Gewerkschaft dagegen, daß inStreitfällen zwischen Gewerbegericht und verlangte als rückständigen Lohn noch Hamburg, 27. Februar.( W. T. B.) Wie die„ Hamburgische Stucateuren und anderen Bauarbeitern über den Anspruch auf ge- 6 M., indem er feiner Forderung einen Stundenlohn von 60 Pf. Bärsenhalle" meldet, ist der früher der Hamburg- Amerita- Linie gewisse Arbeiten die Meister das Recht der Entscheidung haben sollen, zu Grunde legte. In der Verhandlung vor der Kaminer III gelang hörige und von dieser an die Firma Nob. M. Slomann u. Ko. vers und die Gepflogenheit, in Ausstand zu treten, wo die Entscheidung dem Beklagten der Nachweis, daß der Kläger in 15/2 Stunden 361 faufte Dampfer Moravia", welcher auf der Reise nach Port gegen sie ausfällt, und schließlich Weigerung der Gewerkschaft, alle Steine, also in der Stunde 23 Steine vermauert hat. Diese Leistung land und Boston am 25. Januar von Falmouth weiterging, no ch Streitfälle der Entscheidung durch ein gemischtes Komitee von Ver- glaubte der Beklagte mit einem Stundenlohn von zirka 25 Pfennig Bernkastel, 27. Februar.( W. T. B.) Amtliches Wahlresultat: tretern der Unternehmer und Arbeiter zu unterbreiten. Die Gewerk- richtig gewürdigt zu haben. Der Kläger rechtfertigte sich damit, baß nicht angekommen, so daß wegen desselben Besorgniß herrscht. schaft ihrerseits behauptet, daß sie stets mir zu bereit sei, Streit die fragliche Arbeit besonders genau habe ausgeführt werden müssen. Bei der am 25. d. M. stattgehabten Reichstags- Erfazwahl im Wahlfälle einer Konferenz von Meistern und Gewerkschaftsvertretern zu Das Gericht verurtheilte den Beklagten zur Zahlung von 3,70 M. überweisen, und nur da eine Ausnahme mache, wo ein Meister sich und führte zur Begründung aus: Da die Höhe des Arbeitslohnes freise Bernkastel- Wittich( Trier 2) wurden insgesammt 12 192 Stimmen weigere, die bestrittene Arbeit bis zur Entscheidung der Konferenz nicht vereinbart worden sei, so müsie ein angemeffener Lohn abgegeben. Davon erhielten Bürgermeister Biesenbach- Rheinbreit ruhen zu lassen, und daß sie das das Recht in Anspruch gezahlt werden. Nach dem Urtheil der Sachverständigen im Gerichtsbach( 8.) 6742, Gerichtsaffeffor Müller Trarbach( 8.) 3822, Pfarrer Erstgenannter ift nehmen müsse, so fo gut wie die Prinzipale beurtheilen hof habe nun der Kläger 3/4 von dem geleistet, was ein ordentlicher Hadenberg- Hottenbach( natl.) 1554 Stimmen. zu können, was für Arbeiten den Stuckateuren zufämen, bezw. Ge- Maurer leisten müsse. Er könne darum für seine Arbeit nicht 60 f., Budapest, 27. Febr.( W. T. B.) Eine Extra- Ausgabe des Amtss schäftssperre zu verhängen, wo ihr das Ihrige vorenthalten werde. sondern nur 45 Pf. pro Stunde beanspruchen. Demnach seien ihm blattes veröffentlicht ein Handschreiben, na welchem der König mit Was die zwei ersten der vorerwähnten Beschwerdepunkte betrifft, so noch 3,70 M. zuzubilligen. Entschließung vom 26. de. Mts. die Entlassung des unga feien Fälle, auf die sie zuträfen, nicht zu ihrer offiziellen Kenntniß rischen Gesammtministeriums annimmt und demselben gekommen. Auf einen anderen Beschwerdepunkt: willkürliche Beschrän für dessen treue und eifrige Dienste den Dank ausspricht. Das fung der Zahl der Lehrlinge, erklärt sie, dies sei eine reine Frage Amtsblatt veröffentlicht alsdann die Enthebung der Minister Erdely, der Dertlichkeiten, da der Brauch an den verschiedenen Orten differire. Die Bauarbeiter hielten am Sonntag eine öffentliche Ber: Perczel und Baron Daniel von ihren Posten in voller Anerkennung Sie hat indeß das Verlangen der Prinzipale der Urabstimmung der sammlung ab. Zum ersten Punkt der Tagesordnung: Das Sammel- ihrer ausgezeichneten Verdienste, sowie die Ernennung Koloman Mitglieder unterbreitet, die am 25. Februar stattfand und deren wesen zum Streitfonds, wurde beschlossen: Wer bei einem Ausstand 3ell's zum Ministerpräsidenten und Betrauung mit Resultat am 2. oder 3. März bekannt gegeben wird. Kommt es zur auf Unterstützung Anspruch macht, muß seine Sammelfarte für dieses der provisorischen Leitung des Ministeriums des Innern, ferner die Arbeitssperre, so wird es allerdings kaum zu vermeiden sein, daß Jahr in Ordnung und für das vorige Jahr wenigstens dreizehn Wiederernennung der Minister Fejervary, Lucacs, lassics, andere Zweige des Baugewerbes in den Kampf hineingezogen werden. Wochenmarken geklebt haben. Hierauf wurde über die Daranyi, Cseh und Szechenyi, alsdann die Ernennung des Es ist aber immer noch möglich, daß in letter Stunde ein Mittel- in diesem Jahre zu befolgende Taktik in der Lohn Staatssekretärs Bloß zum Justizminister, des Abgeordneten weg gefunden werden wird. In der Provinz scheint die Kampf- bewegung debattirt. Die im vorigen Jahre aufgestellten Alexander Hegedues zum Handelsminister. Iust der Arbeiter nicht sonderlich groß zu sein, und in Lohnforderungen sollen zunächſt zur allgemeinen Durch Durch Paris, 27. Februar.( W. T. B.) Senat. de Verninac führt London wiederum sind die Aussichten für die organisirten führung gebracht werden. Dieselben wurden in folgendem Tarif den Vorsiz. Das Haus und die Tribünen sind sehr gut befezt. Es Unternehmer durchaus nicht günstig. Bicle mittlere und fleinere zusammengestellt: I. Lohnarbeit: Für gewöhnliche Arbeiten auf beginnt die Berathung des Gefeßentwurfes betreffend die Bauunternehmer können es gar nicht auf einen Kampf ankommen Bauten 40 Bf. Minimallohn pro Stunde. Für Stein- und Mörtel- Abänderung des Revisionsverfahrens. Auf Antrag Lassen, so daß an allgemeine Durchführung des Ausschlusses nicht zu tragen in Steller pro Stunde 50 f. Für Arbeiter an Maschinen des Justizministers Lebret wird die Dringlichkeit der Berathung bedenfen ist. Es wird zur Zeit in London so viel gebaut, daß die und Fahrstühlen 50 Pf. Wenn der Bau bis zum Dachgeschoß in schloffen. Magime Lecomte bekämpft den Gesezentwurf; derfelbe Maffe der Meister froh ist, wenn sie überhaupt Arbeiter bekommen. Lohn fertiggestellt wird, 60 Pf. pro Stunde. II. Alford: Für Stein- fei verfassungswidrig und greife die Unabhängigkeit der Richter Und darin liegt das Geheimniß des ganzen Streits. Es ist eine und Mörteltragen im Keller pro 1000 Steine 2 M. Für jedes Stockwerk an. Lecomte spricht über die Beschuldigungen Beaurepaire's reine Machtfrage, oder wenn man will, es sind Machtfragen, um die( parterre bis 4. Stod) je 1 W., für das Dachgeschoß 1,25 M. und erklärt, daß die Ergebnisse der Untersuchung Mazeau' es fich handelt, und in Bezug auf die in Einzelfällen die Arbeiter Zulage pro 1000 Steine. Der Vereinbarung in jedem einzelnen für die beschuldigten und verleumdeten Richter durchaus chrenvoll vielleicht weiter gegangen sind als zweddienlich. Darauf deuten Falle find folgende Arbeiten überlassen: Mörteltragen zu den Kalt- feien. Der Redner macht Mazeau den Vorwurf, er habe sich dazu verschiedene ausweichende Säge in der Replit des Gewerkschafts- teinen; schwere Herbeischaffung des Materials oder Herantragen hinreißen laffen, einen Rath auf politischem Gebiete zu ertheilen vorstandes, wie daß ihm Beschwerdefälle nicht offiziell zur desselben aus weiten Entfernungen von den Arbeitsstellen; Arbeit und dies sei eine Vermischung der Gewalten. Lecomte fügt hinzu, Kenntniß gekommen seien. Er selbst wünscht ganz offenbar, den auf Bauten, die mit Berblend- oder anderen ungewöhnlichen Steinen die Untersuchung sei einer der schimpflichsten Vorgänge der Gegen Bogen nicht straff zu spannen, aber er hat eben auch keine diktatorische ausgeführt werden; Rapppuz mindestens 5 M. pro Quadratmeter; wart. Am Schlusse seiner Rede sagt Lecomte, der bevorstehende Gewalt und ist nicht allgegenwärtig. Mörteltragen bei folirungen und Rüstlöchern. Die Lohn Beschluß werde nicht die erhoffte Beruhigung herbeiführen.( Beifall.) zahlung soll auf der Baustelle erfolgen, Stautionen sollen Berichterstatter Bisseuil tritt für die Vorlage ein. nicht gestellt und vom Lohn nichts eingehalten werden. Die Bisseuil erklärt, die Vorlage sei durchaus kein Gelegenheits: Arbeitszeit ist dieselbe, wie bei anderen Bauarbeitern, höchstens gefeß, fie bezwede einen mit Recht verdächtigten Gerichtshof dürfen die Arbeiter 1/2 Stunde früher anfangen wie die Maurer, durch einen solchen zu ersetzen, der geachtet werde.( Beifall.) jedoch nicht des Abends länger arbeiten. Sonntagsarbeit soll nicht Girault bekämpft die Vorlage Lamar. Belle fagt, angesichts der geleistet werden. Zur Regelung der Lohnbewegung wurden Schlußfolgerungen Mazeau's müsse man für das Gesez ftimmen. Mons, 27. Februar.( B. H.) Die belgischen Arbeiter. folgende Bestimmungen festgesezt: Jede Gruppe( Maurer und Arbeiter) hat auf jedem Bau einen Deputirten zu wählen. Derselbe hat sich vereine hatten am Sonntag 2000 Delegirte hierher entfandt, über die Zugehörigkeit seiner Kollegen zu Organisation zu informiren, welche nach einem Umzug durch die Straßen der Stadt zu einer sowie Streitigkeiten, welche zwischen beiden Gruppen etwa stattfinden Bersammlung zusammentraten, in welcher die Lage der belgischen Arbeiter sollten, den betreffenden Kommissionen behufs Regelung mitzutheilen. einer eingehenden Erörterung unterzogen wurde. Die Delegirten Wenn bei Arbeitsniederlegungen einer Gruppe auf die Solidarität beschlossen, zum 13. und 14. August d. J. einen Parteitag hierher der anderen gerechnet wird, so muß vorher eine Verständigung einzuberufen, an welchem alle belgischen Arbeitervereine theil zwischen beiden herbeigeführt werden. Eine Bausperre ist nur dann nehmen sollen. Der Krankenkasse Wohl auf"( E. s.) in Altona ist die giltig, wenn sie von den Kommiffionen beider Gruppen anerkannt Madrid, 26. Februar.( W. T. B.) Mehrere Tausend von Bescheinigung ertheilt worden, daß fie, vorbehaltlich der Höhe des wird. Eine gleichzeitige Arbeitsniederlegung beider Gruppen soll Kuba in die Heimath zurückbeförderte spanische Soldaten veranstalteten Krankengeldes, den Anforderungen des§ 75 des Krankenversicherungs- mur in außergewöhnlichen Fällen stattfinden. Wenn bei einem eine Rundgebung, indem sie dagegen protestirten, daß man sie völligen Gejeges genügt. Streit oder einer Gruppe der Bau durch Arbeitswillige befeßt Mangel leiden lasse. Der Präfeft ließ fie auseinander treiben. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th.Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mar Bading in Berlin. Die Presse ist diesmal fast einstimmig auf Seiten der Meister, was ihnen aber wenig nügt, so lange der Markt entschieden gegen fie ist. Soziales. Ein neues Grubenunglück wird aus Herne gemeldet. Am Sonntag Abend 11 Uhr verunglüdten auf der Zeche Mont Cenis" bei dem Schichtwechsel 22 Bergleute, und zwar 5 schwer und 17 leicht, dadurch, daß der zu Tage geförderte Korb mit voller Wucht gegen eine Scheibe geschleudert wurde. Die Schuld soll den Maschinisten treffen. 30pisamsite: 20 suis tibioot sottof allodog 11 Br. 50. 16. Jahrgang. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 28. Februar 1899, Reichstag. detshi ussion 48. Sigung, Montag, 27. Februar 1899, 1 hr. Am Bundesrathstische: Graf v. Posadowsky, Freiherr b. Thielmann, Thielen. Von der Direktion der Hamburg- Amerika- Linie ist ein Dank Telegramm für die Kundgebung des Reichstags bei Gelegenheit der Rettung der Bulgaria" eingegangen. Die zweite Etatsberathung wird bei der Verwaltung der Reichs Eisenbahnen fortgesetzt. Abg. Hauk( Elf.) und Abg. Riff( Hosp. der frf. Bp.) treten für die Eingabe der Betriebssekretäre ein, die seit Jahren auf die Erfüllung ihrer berechtigten Forderungen warten. Abg. Werner( Antisem.) befürwortet die Gleichstellung der Betriebssekretäre mit den Eisenbahnsekretären und beschwert sich über die schlechte Behandlung der Telegraphisten seitens ihrer vorgesetzten Behörde. Auch die ökonomische Lage der Lokomotivführer entspreche keineswegs ihrer verantwortlichen Stellung. Preußischer Eisenbahnminister Thielen: Die Betriebssekretäre gehören zu einer Beamtenklasse, die auf dem Aussterbe- Etat steht: man kann ihnen nicht weiter entgegenkommen, als es schon geschehen ist. Die Telegraphisten, die aus der Hessischen Verwaltung in die preußische kommen, find allerdings von Subaltern- zu Unterbeamten geworden, haben aber gleichzeitig eine Gehaltsaufbesserung erhalten. Die große Bedeutung der Lokomotivführer erkenne ich an; aber eine Erhöhung ihres Gehalts ist nicht angängig. Wohin sollten wir kommen, wenn an der Leiter der Erhöhungen sich einer an den anderen anflammert, um auf dessen Schultern höher zu kommen? Abg. Bueb( S03.): Geheimrath Wackerzapp bittet, entgegen dem Kommiffions- Arbeitern selbst gewählt werden. Deswegen sind sie nach unten beſchluſse, die erste State von 400 000 M. für die Anlegung einer nicht mehr abhängig, als die Abgeordneten hier ihren Wählern. Es elektrischen Zentrale in Mülhausen behufs Beleuchtung der Bahnhöfe scheint mir eine unbegründete und Kleinliche Auffassung, daß eine Mülhausen, Dornach, Lutterbach, Mülhausen- Nord und Mülhausen- solche Einrichtung den Sozialdeniofraten nügen könne.( Sehr richtig! Wanne sowie der Werkstätte Mülhausen und behufs Kraftversorgung links.) d into od sit sisilbing der letzteren zu bewilligen. Die Arbeiter werden am besten durch solche praktische, gemeins Abg. Bueb( Soz.): Obgleich ich Vertreter der Stadt Mülhausen nützige Thätigkeit von ihren sozialdemokratischen Utopien abgebracht. bin, bitte ich um die Ablehnung dieser Forderung. Die ablehnende Die Sozialdemokratie ist bereits eine ganz andere als vor 20 und Haltung der Kommission geschah unter dem Gesichtspunkt, daß die 30 Jahren. Sie hat den revolutionären Charakter abgestreift und Anlage des Elektrizitätswertes fich dem großen Reformplane beim wird sich mit Reformen begnügen.( Schr richtig, links; Widerspruch Neubau des Bahnhofs einfügen müsse. Wenn im nächsten Jahre eine rechts.) Ich stelle dem Hause freundlichst anheim, meinen Antrag Position für legteren eingestellt wird, so soll die erstere mit angefügt angunehmen.( Beifall links und im Beutrunt) ni werden. niishie pot Abg. Ihmer( freif.). Abg. Freiherr von Stumm( Np.): Wenn die Regierung in schnellerer Weise vorgehen will, sollten wir sie nicht daran hindern erklärt, daß seine Partei dem Antrag nicht zustimmen fönne. und die Forderung nach dem Wunsche der Regierung bewilligen. So leicht, wie fich der Vorredner eine Arbeitervertretung denkt, iſt Eine gute Beleuchtung trägt wesentlich dazu bei, infälle zu verhüten; die Sache nicht. Die Arbeiter sind auch nicht im Stande, die Konund wenn in diesem Jahre Unfälle entstehen sollten, möchte ich die trolle auszuüben, dazu gehören technische Kenntnisse eingehender Art. Verantwortung dafür nicht übernehmen. Geheimer Rath Wackerzapp: Die definitive Gestaltung des Bahnhofs hängt mit der Beleuchtungsanlage nicht zusammen. Alle Befürchtungen des Abg. Bucb in dieser Nichtung sind grundlos. Abg. Müller- Sagan( frf. Vp.): Ich bitte, am Kommissions beschlusse festzuhalten. Man soll doch nicht erst eine Waschküche bauen und dann das Haus drum rum( Seiterkeit), sondern umgekehrt. Der Titel wird hierauf dem Antrage der Kommission entsprechend abgelehnt. Eine Resolution, die die Beseitigung der Uebelstände auf dem Straßburger Güterbahnhof sowie einige andere Verkehrsverbesserungen für Elsaß- Lothringen anstrebt, wird nach unwesentlicher Debatte angenommen. Der Etat für den Rechnungshof des Deutschen Reiches wird debattelos genehmigt. " Staatsjetretär" bringt Es folgt der Etat für das Reichsschatzamt. Beim Titel Die Aufbesserung der Beamtengehälter, die wir mit Freuden begrüßen, ist ein Beweis für die Richtigkeit der Beschwerden, die wir in früheren Jahren nach dieser Richtung hin stets erhoben haben. Ebenso zu begrüßen ist die Vermehrung des Personals, vor allem des Streckenpersonals. Die bisher geübte Sparsamteitspolitit iſt Abg. Dr. Pachnicke( frs. Bp.) zur Sprache, daß einer angesehenen gerade auf diesem Gebiete am weitesten getrieben worden. Wenn Berliner Firma, die bisher Wollgarn für den Veredlungsverkehr be= jetzt 50 Zugführer, 150 Schaffner, 100 Weichensteller auf einmal mehr zogen hatte, plötzlich seitens der Hauptsteuerdirektion mitgetheilt eingestellt sind, so ist wohl der Grund nicht darinzu suchen, daß der Verkehr worden sei, die Vergünstigungen für die Einfuhr von Wollgarn seien wollen. Der Mangel an Personal hatte vor allem dazu geführt, daß oft Solcher Partitularismus wirkt doch nur schädlich und ist werth, daß Leute aus anderen Dienstklassen, also mit mangelhafter Vorbildung, er zu Grunde gehe. zur Aushilfe benutzt wurden. Eben ausgelernte junge Schlosser wurden als Heizer, Heizer als Lokomotivführer zc. beschäftigt. Ich ist stets bestrebt, einen Ausgleich solcher Verschiedenheiten herbei Staatssekretär Freiherr v. Thielmann: Das Reichs- Schazamt habe eine Mittheilung von einem Lokomotivführer über diese Miß- zuführen. Auch in diesem Falle sind bereits Verhandlungen im stände erhalten, der auch auf die Gefahren hinweist, die daraus Gange. entstehen, daß sogar Rottenarbeiter als Heizer verwendet werden. Vor allem leidet darunter auch das reisende Publikum. Mit Recht der Etat der Zölle, Verbrauchssteuern und Awersen. Der Titel wird bewilligt, ebenso der Rest des Etats. Es folgt wird ferner darüber geklagt, daß solches Aushilfspersonal nicht Beim Titel 8 ölle fragt wenigstens die entsprechende Zulage erhält, als z. B. ein Schaffner, der als Zugführer dient, eine Zulage, die ihn dieſem an Gehalt gleichstellt. Da müßte es doch heißen: für gleiche Leistungen gleichen Lohn! Bezüglich der Petitionen der Eisenbahnbeamten möchte ich den Wunsch aussprechen, daß dieselben nicht der Petitions-, sondern der Budgetkommission überwiesen werden, damit wir hier beim Etat darüber zu berathen haben. Was zunächst die LokomotivSchatzsekretär Frhr. v. Thielmann: Das Reichs- Shazamt hat führer anlangt, so ist anzuerkennen, daß sie bereits in den früheren nicht in erster Linie das Interesse des Staatssäckels, sondern das Jahren Gehaltsaufbesserungen erfahren haben. Diese Beamten be- wohl des Reichs wahrzunehmen.( Ah!) Es handelt sich hier um eine klagen sich indeß darüber, daß bei jeder Gehaltserhöhung für sie äußerst verwickelte Frage. Es ist möglich, daß wir einen Weg finden, der eine Schmälerung der Nebenbezüge stattgefunden hat. Ihr Dienst uns eine genauere Werthschätzung des Mehls ermöglicht. Aber ist einer der aufreibensten, besonders infolge der unregelmäßigen von allen Mängeln frei können die Typen nie sein. Es ist da utLebensweise, die sie zu führen gezwungen sind. Die Telegraphisten möglich, etwas absolut Sicheres zu bestimmen. wünschen ihre Gleichstellung mit den Telegraphisten der Reichspost als Subalternbeamte. Der Reichstag hat eine dahingehende Resolution Hammacher im März 1897 angenommen und ich möchte wünschen, falls diese Forderung bis zum nächsten erfüllt ist, von neuem einen solchen Antrag anzunehmen. Die Thätigkeit der Eisenbahn- Telegraphisten ist eine überaus berantwortungsvolle, da die Sicherheit des reifenden Publikums in hohem Maße von derselben abhängt. In Bayern, Baden, Oldenburg und Hessen werden die Telegraphisten schon seit vielen Jahren den Eubalternbeamten zugerechnet. Die Ausführungen des Abg. Delior bezüglich der Sonntagszüge unterschreibe ich nicht. Da stimme ich ganz Herrn Gamp bei, daß den Arbeitern unter allen Umständen Gelegenheit geboten werden muß, sich von dem Aufenthalt in der schlechten Fabritluft in der Woche am Sonntag in freier Waldesluft zu erholen, anstatt in den Wirthschaften herumzuliegen. Ich bin überzeugt, daß die Eisenbahnarbeiter die Mehrarbeit, die ihnen aus diesen Sonntagszügen entsteht, aus Solidaritätsgefühl gerne leisten werden. Durch Einstellung von genügendem Personal fönnte aber auch diesent Uebelstande abgeholfen werden.( Bravo bei den Sozialdemokraten.) Minister Thielen: gr Die meisten Unterbeamten gehe ich hervor, sollen den nun gewählte Arbeitervertreter eine beffere Kontrolle ausüben, als ihre früheren Kollegen im Beamtenstande? Zur Wahl würden nicht etwa technische Vorkenntnisse, sondern Ansehen und etwa die Zugehörigkeit zu einer gewissen Partei beitragen. Die Sozialdemokratie ist unter den Berglenten stärker vertreten, als Herr Dr. Hirsch amnimmt. Bei den Arbeitervertretern würde die Sozialdemokratie daher meistens Mitglieder ihrer Partei durchbringen. An den Unglüdsfällen sind oft die Arbeiter selbst fchuld. Die Kontrollbeamten müssen unabhängig sein, sowohl von den Grubenbefizern als von den Arbeitern. Wir beantragen daher Ablehnung des Antrages Hirsch.( Beifall rechts.) Abg. Hitze( 8.): Die Ausführungen des Vorredners fann ich nicht als über zeugend anerkennen. Die Arbeiterbelegirten sollen die technischen Aufsichtsbeamten nicht ersetzen sondern ergänzen. Auch ist eine Ver mehrung der etatsmäßigen unteren Aufsichtsbeamten dringend nothwendig. Wir stimmen dem Antrag Hirsch durchaus bei. dotti Abg. v. Bockelberg( f.): Die Aufsichtsbeamten haen eine so verantwortungsvolle Stellung gehalt nicht hoch genug ist. Nach unserer Ansicht sollen die Aufsichtsbeamten gewissermassen die„ Gendarmen unter der Erde" sein. auf Verminderung Den Antrag Hirsch müssen wir ablehnen, obwohl wir der Tendenz der Unfälle sympathisch gegenüberstehen. Wir halten den Antrag für unpraktisch, gefährlich und politisch nicht unbedenklich. Aus der Denkschrift bin ich gerade zu dem umgekehrten Schluß wie der Abg. Hirsch gekommen. Der Antrag hat eine bedenkliche politische Seite. Wir stehen auf dem Boden der kaiserlichen Botschaft, aber der Sozialdemokratie wollen feine Handhabe für ihre Thätigkeit fonstruiren, wir wollen nicht den Frieden zwischen den Arbeitgebern und ihren Beamten lockern.( Bravo! rechts.) hot 208 Die Vorwürfe gegen das jetzige Regulativ scheinen mir nicht gerechtfertigt. Die Type ist auf Grund von Mustern hergestellt, die von sämmtlichen Bundesstaaten vorgelegt waren. Bei ihrer Herellung waren Groß- und Kleinmüller" betheiligt. Von einer Bediese Type nicht einwandsfrei, und es sollte mich freuen, wenn ein vorzugung des Großmühlenbetriebes ist keine Rede. Natürlich ist Erfahrungen noch neues Verfahren sich ermöglichen ließe, das Allen gerecht werde; den Großmüllern, den Kleinmüllern und den Exportmüllern an der See. Die Vorschläge des Landwirthschaftsrathes werden einer ernsten Prüfung unterzogen werden. tak sinal Die Weiterberathung wird hierauf auf Dienstag 1 Uhr ber ta gt.( Außerdem Bericht der Geschäftskommission fiber den fozialdemokratischen Antrag in Sachen des Strafverfahrens gegen den Abg. Stadthagen.) Schluß 6 Uhr. amalan sider Abgeordnetenhaus. Sigung vom 27. Februar. 11 Uhr. Nach Erledigung einiger Kapitel des Berg: Etats, die keine wesentliche Debatte hervorrufen, tritt das Haus in die Berathung Hierzu liegt der Antrag Hirsch( frs. Vp.) vor: des Kapitels Ober- Bergämter. mi Minister Brefeld: 190 Abg. Graf Schwerin- Löwitz( f.) die Regierung an, welche Maßregeln sie zu ergreifen gedentt, um den Vernichtungsprozeß der tleinen Mühlen, wie sie aus den falschen Typen beim Rendement folgen, aufzuhalten. Die einigen 20 großen Mühlen er= halten dadurch eine Art Exportprämie, schädigen die Staatskasse und Besondere staatliche Aufsichtsbeamte, welche die Revierbeamten ruiniren dabei die kleinen Mühlen. ersetzen, sind umbedingt nothwendig, da die Revierbeamten sich von dem ordnungsmäßigen Zustande der einzelnen Gruben höchstens einmal im Jahre überzeugen können. Ueber die Frage der Zu lassung von Arbeiterdelegirten können wir zur Zeit noch keine Entschließung treffen. Den Bericht der Kommission habe ich aus redaktionellen Gründen dem Hause noch nicht zur Kenntniß bringen können. Es ist nicht schwer, aus dem Bericht Belegstellen für jede Ansicht, mag fie für oder gegen diese Einrichtung sein, herauszulesen. Man muß aber die Aeußerungen auseinanderhalten nach den Ländern und nach den Gruppen von Personen, von welchen sie ausgehen. Am günstigsten hat sich die Einrichtung in England bewährt, erheblich weniger günstig in Frankreich, während man in Belgien eigentlich nicht hat machen können, sondern sich darauf beschränkt hat, Hoffinmgen auszusprechen. In England find Arbeiter und Arbeitgeber damit zufrieden. Nur bei beiderfeitigem, guten Willen fann fann etwas Nüßliches herauskommen. Jch will furz die Gesichtspunkte darlegen, die für und gegen eine solche Einrichtung sprechen: Der Arbeiter hat ein großes Interesse, sich selbst zu überzeugen, daß alles in Ordnung ist, ebenso der Grubenbesiger, daß keine Sicherheitsmaßregel versäumt wird, damit er nachher bei Unfällen gegen nachträgliche Beschuldigungen gedeckt ist. Der Arbeiter kennt die lokalen Verhältnisse sehr genau und cignet sich daher sehr gut zur Revision. Gegen eine solche Einrichtung spricht: Es ist nicht angängig, eine gründliche Revision anders als durch einen technisch gebildeten Beamten vornehmen Jede Revision von Arbeitern ist gegen die Grubenleitung gerichtet. zu lassen. Diese Bildung läßt sich nicht durch praktische Erfahrung ersetzen. Sie werden in den meisten Fällen auch Anstand nehmen, ihre Wir haben für den normalen Betrieb das vollständig ausKameraden zu denunziren. Die Mehrzahl der Unfälle wird aber reichende Personal, dagegen nicht für außergewöhnliche Fälle. In gerade durch die Unachtsamkeit der Arbeiter hervorgerufen. Man diesen ergänzen wir es durch die nach bundesräthlichen Verordnungen würde also durch eine solche Revision die Hauptquelle des Unheils ausgebildeten Anwärter. Die Mittheilungen des Lokomotivführers, nicht verstopfen. Der Arbeitgeber tann einem solchen Delegirten, der die Herr Bueb vorbrachte, müssen irrthümliche sein. Ebenso irr doch zugleich auch Arbeiter ist, zu jeder Zeit den Dienst fündigen. thümlich ist es, daß die Lokomotivführer jedesmal bei Dadurch wird die Stellung der Delegirten höchst prekär und abs Gehaltserhöhungen eine Kürzung ihrer übrigen hängig. Der Arbeitgeber hat so die Möglichkeit, den Nutzen der Emolu tionen erfahren. Daß die Beamten möglichst ihren Dienst Einrichtung vollständig zu vereiteln. Nach Ausweis der amtlichen in der Heimath versehen, wird ohnehin angestrebt. Die Unfallstatistik besteht aber die größte Gefahr nicht bei den staatlichen, colul Abg. Dr. Hirsch( frs. Vp.): Kehrseite der Sache ist aber die, daß ihre Kilometergelder geringer werden, und darüber beschweren sich die Leute bereits. Allen recht Beche Karolinenglück" fand am 24. Februar v. J. die Erörterung belegirten größeres Unheil anrichten, als gerade dort. Die Gruben Unter dem erschütternden Eindruck des Unglücksfalles auf der sondern bei den privaten Bergwerken, besonders im Ruhrrevier. Nirgends würde man aber durch die Zulassung von Arbeitermachen, kann man eben nicht. Was die Eisenbahn- Telegraphisten an dieses Kapitels statt. Damals versprach der Minister, die Höchstzahl befizer würden entschieden dagegen sein und unter den Ars langt, so darf man nie vergessen, daß sie ganz andere Menschen der Ueberschichten festzusetzen. Ich bitte um Aufschluß, was beitern würde sich alsbald eine lebhafte politische Agitation entwickeln. finder find, als die Post- Telegraphisten. Sie haben einen total darans geworden ist. Die Arbeiterdelegirten, die man anderen Dienstplan. Also lasse man doch alle Gleichstellungsverfuche. damals in Aussicht nahm, sollen sich nach dem Bericht der bahn, Arbeiterausschüsse sehr gut bewährt, und man könnte ja daran Nun haben sich ja bei staatlichen Betrieben, besonders bei der EisenAbg. Werner( Autis.) erklärt, durch die Ausführungen des nach England entsandten Kommission dort nicht bewährt denken, durch diese solche Delegirte wählen zu lassen. Prinzipiell ist Ministers von Thielen( heiterkeit) nicht widerlegt zu sein. Die Mehr- haben. Leider ist der ausführliche Bericht der Kommission nur dagegen nichts einzuwenden. Aber ich meine, wir haben jezt keinen zahl der Betriebssekretäre sei zu alt, um noch das verlangte Eisenbahn wenigen von uns zugegangen. Aber diejenigen, die ihn gelesen Anlaß, die taum geschaffene Einrichtung der Aufsichtsbeamten schon sekretäregamen ablegen zu können. haben, sind entgegengesezter Ansicht. In England haben die Arbeiter wieder zu vervollständigen. Wir müssen erst abwarten, wie sich diese Minister Thielen: Der Abg. von Werner( Heiterkeit) kann doch schon seit 26 Jahren das Recht, die Gruben durch ihre Delegirten Einrichtung bewähren wird und können uns durch Annahme der nicht verlangen, daß ständig Gehaltserhöhungen vorgenommen werden. zu beaufsichtigen. Es liegen darüber ausreichende Erfahrungen vor Wenn die Betriebssekretäre das Examen machen, dann erhalten sie und die Stimmen, die wir darüber hören, sprechen sich dahin aus, Resolution Hirsch die Hände nicht binden. Ich bitte daher, die Reso von selbst mehr Gehalt. daß es eine Einrichtung ist, die wohl im Stande ist, Unglücksfälle zu lution abzulehnen.( Beifall rechts.) Abg. Gothein Abg. Möller( natl.) verweist auf die Thatsache, daß die Zahl verhüten. ( frj. Vg.): Jm vorigen Jahre, des etatsmäßigen Betriebspersonals ohnehin erhöht ist. Die Be schäftigung ungelernter Heizer könne wohl kaum vorkommen, da jeder belegirten durchaus bewährt haben. Man sagt freilich, die sozialen vertreter einzuführen. Unsere Arbeitgeber haben fein Zutrauen Die Berichte bestätigen, daß sich für England die Arbeiter wir unter dem Eindruck des Unglüids auf Beche Karolinenglückstanden glück standen, war das Haus viel geneigter, Beamte, der eine solche anordnet, bei etwaigen Unglücksfällen Verhältnisse Englands feien ganz andere, dort gäbe es infolge der triminell gefaßt werden könne. Gewerkschaften feine Sozialdemokratie. Diese Ehrenerklärung für zu ihren Arbeitern, wie es in England der Fall ist. Abg. Schmidt Warburg( 3.) meint, die Rede des Herrn die Gewerkschaften acceptire ich mit Dant. Aber Arbeitervertreter soll ja keine Verfügung treffen, er soll ja nur als diese Ministers Thielen habe für die Beamten doch etwas aussichtsvoller Arbeiterdelegation geschaffen wurde, seinen Bericht dem Revierbeamten einreichen. Spielt er sich als bestand in England die geflungen, als die Rede des Finanzministers Dr. v. Miquel im Ab- Chartistenbewegung, die eine viel schlimmere Propaganda gitator auf, nun so wird er von seinem Boften entfernt. Wer sich geordnetenhause. trieb als unsere Sozialdemokratie. Für Frankreich lautet der durch übertriebene Versprechungen auf den Bosten gebracht hat, wird Damit schließt die Diskussion. Der Titel wird bewilligt. Beim Bericht theilweise ungünstig, besonders natürlich von den Arbeit im prattischen Dienst bald einsehen, daß er seine Versprechungen Titel: Nicht etatsmäßige Beamte, Bedienstete und Arbeiter, gebern. Das kann bei der dortigen sozialen Unterdrückung nicht nicht einhalten tann, er wird seinen Einfluß einbüßen; damit ist er Die Arbeiter verlangen mit wundernehmen. Frankreich hat ein solches Gesetz erst seit 1890, nach als Agitator abgethan. Abg. Sank( Elf.) dafür ein, daß den sogenannten Silfs. acht Jahren schwerer parlamentarischer Kämpfe. Aber auch hier Recht, daß sie mitsprechen, wo es sich um ihr Leben und ihre Gesundheit handelt. schreibern der Lohn auch dann ausgezahlt wird, wenn sie durch haben die Arbeiterdelegirten zu einem besseren Verhältniß zwischen Krankheit am Dienst verhindert werden. Arbeitern und Arbeitgebern und zur erhöhten Sicherheit des Betriebes 1 Abg. v. Eynern( natl.): mitgewirkt. Für Belgien lauten die Berichte ebenfalls überwiegend günstig. Daher berufen sich die Gegner solcher Arbeiterdelegationen mit Unrecht auf diesen Kommissionsbericht. fritt Abg. Bueb( Soz.): Die Arbeiter an den Kesselmaschinen haben in 5 Wochen nur einen freien Sonntag. Ich habe mich bereits 1896 darüber beschwert und hoffe, daß ich das heute zum legten Male thue. Abg Schmidt- Barburg( 8.) tritt dafür ein, daß die Regierung den festen Eisenbahnhandwerkern und Arbeitern Beamtenstellung, vor allem Penfionsberechtigung gewährt. Der Titel wird bewilligt, ebenso der Rest der dauerden Aus gabeit. Bei den einmaligen Ausgaben findet „ Die Regierung zu ersuchen, zum Zwecke der thunlichsten Verhütung von Unfällen und der Stärkung des Vertrauens der Grubenarbeiter in die Sicherheit des Betriebes, neben den Stevier Aufsichtsbeamten Arbeitervertreter zur Beaufsichtigung der Steinkohlen- Gruben heranzuziehen." ala Arbeiters Der Die Verstärkung der Aufsicht, wie sie hier gefordert wird, ist nach meiner Ansicht weder nöthig, noch praktisch durchführbar. Die Unternehmer haben sich noch nie gegen vernünftige Forderungen ver In Preußen hatten wir im Jahre 1898 im Bergbau eine Verlust schlossen. Aber gegen Zwede der Sozialdemokratie, die ganz andere ziffer von 928 Mann. Das ist eine ungeheure Biffer, die selbst von Bicle als das Arbeiterwohl verfolgt, müssen wir uns aufs England nicht entfernt erreicht wird. Eine Vermehrung der staat- Entschiedenste wenden. Zur Betriebsfontrolle gehören technische lichen bergbaulichgeschulten Aufsichtsbeamten genügt nicht für die Kenntnisse, die der Arbeiter im Allgemeinen nicht besitzt. Bei der Sicherheit des Betriebes, dazu ist das wachsame Auge der Wahl der Kontrolleure werden jedenfalls die Kenntnisse nicht den Arbeiter selbst nothwendig. Es muß nach dem Ausschlag geben. Die Agitatoren in den Bergwerken gehen nicht schönen Grundfaze der Selbsthilfe verfahren werden. Kein immer von den Sozialdemokraten aus, Abg. Hauf( Elf.), daß die Betriebsmittel immer noch un- Bergarbeiterstand eignet sich dazu beffer als der deutsche. Professor Wagner aus Berlin, der in einer Bergarbeiter genügend seien. Diese Vertrauensmänner der Arbeiter können nur von den Versammlung eine Rede mit sozialdemokratischen AIIiren gehalten hatte. Wir wollen nicht eine Bewegung stärken, die| fast sämmtliche Preise eine Steigerung, die meist| einem elektrischen Straßenbahnwagen der Berlin Charlottenburger von Berlin aus geleitet wird und jeden hinauswirft, der nicht Ordre parirt. 1896, vereinzelt bereits 1895 begonnen hat.( Nur der Preis des Straßenbahn und einem Pferdebahnwagen ein Zusammenstoß vorDen Standpunkt, auf den ich mich im vorigen Jahre gestellt, habe Schweineschmalzes ist von 1895-97 erheblich gefallen, 1898 aber stehen gekommen, wobei ebenfalls mehrere Fahrgäste verlegt wurden. Die ich infolge der Zunahme der sozialdemokratischen Stimmen geblieben). Die Erhöhung ist am bedeutendsten beim Schweine Wagen waren zum Glück sämmtlich schwach besetzt. bei der letzten Wahl verlassen. So wie die Dinge aber bei uns fleisch, das ja für die unbemittelte Bevölkerung in liegen, kann der Antrag Hirsch keinen anderen Erfolg haben, als die erster Linie in Betracht kommt. 1898 übertraf der Preis des billigsten ball, den der Flöther'sche Gesangverein am 11. März in den Wir werden darauf aufmerksam gemacht, daß zu dem MaskenBergwerke der sozialdemokratischen Agitation auszuliefern.( Beifall Schweinefleisches den Preis von 1896 um 14 pct., den von 1895 Germania Sälen, Chausseestraße, veranstaltet, in Arbeiterbei den Nationalliberalen.) um 8½½ pCt. Wie schon früher mitgetheilt wurde, ist infolge dieser treisen Billets vertrieben werden. Das genannte Lokal ist gesperrt. Darauf vertagt sich das Haus. Breissteigerungen der Berliner Fleischverbrauch bereits im EtatsNächste Sigung Dienstag 11 Uhr. Rest der heutigen Tages- jahr 1897/98 zurückgegangen und hat im Laufe des Jahres 1898 Das Befinden der in der Meherstraße verunglückten ordnung, außerdem die zurückgestellten Titel des Etats der in- noch einen weiteren Rüdgang gehabt. Fleischtheuerung und Brot- Feuerwehrleute ist nach den neuesten dienstlichen Depeschen zudirekten Steuern. theuerung tragen beide dazu bei, die ohnedies dürftige friedenstellend, obgleich bei dem im Krankenhause befindlichen BrandLebenshaltung der ärmeren Bevölkerung noch meister Baumann und dem Feuermann Howiz noch keineswegs erusts mehr zu verschlechtern. liche Gefahr für beseitigt gilt. Brandmeister Baumann lag bis Sonntag Mittag fieberfret, doch stellten sich später erhebliche FieberHänden, Beinen, im Gesicht und am Gefäß. Oberfeuermann Hanke, erscheinungen ein. Er leidet an schmerzhaften Brandwunden an der start an Rauchvergiftung erkrankte, befindet sich außer Gefahr. Schluß 5/4 Uhr. Lokales. Vierter Wahlkreis Südoften. Mitglieder, welche zu der Sonder- Vorstellung in der Urania am 5. März noch Billets in Händen haben, werden aufgefordert, sie spätestens am Mittwoch an Thiel, Stalizerstr. 35, zurückzugeben. Andernfalls werden die Karten als verkauft betrachtet. Der Vorstand. Bevölkerungsaustausch Berlins mit den Vororten. Seit April 1896 werden unter den Berliner zu und Fortzügen diejenigen aus bezw. nach den Vororten in den Veröffentlichungen des städtischen statistischen Amts besonders mitgetheilt. Für das Jahr 1897 wurden gemeldet( nach Angabe des jezt veröffentlichten Jahresberichts über die Bewegung der Bevölle rung Berlins 1897): Selbstthätige Angehörige weibl. mänil. weibl. 80 102 10 466 21 638 " so Heiteres in eruſter Sache. In der„ Deutschen Tageszeitung" steht folgendes zu lesen: Die Sammlungen für die Angehörigen nicht den erwarteten Erfolg gehabt. Man glaubte in leitenden der im Löbtauer Prozeß Verurtheilten haben in Berlin bis jetzt sozialdemokratischen Streisen, daß die Arbeitergroschen" im Umjehen zu ungeahnter Höhe anwachsen würden, und muß nun erleben, wie Diede, die Tochter eines Grundbesizers in Jlgenau überfahren. Auf Von der Eisenbahn wurde das 19 Jahre alte Fräulein Emma in zahlreichen Werkstätten mehr als die Hälfte der Arbeiter sich von einer Besuchsreise benutte das junge Mädchen den Zug, der um der Sammlung ausschließen, wenigstens soweit sie mit einer gewissen 10 Uhr 58 Minuten aus Dresden in Berlin eintrifft. In Dobrilugk demonstrativen Oeffentlichkeit betrieben wird. Es hat also ganz den wollte es aussteigen, und in dem Eifer, die Abtheilung rechtzeitig zu Anschein, als ob das strenge, aber gerechte Urtheil den Ge- berlassen, stieg Fräulein D. aus dem Wagen, bevor der Zug hielt. nossen" trog aller Wuthausbrüche doch einen kleinen Dämpfer Die junge Dame kam zu Fall, und die Räder gingen ihr über beide aufgesezt habe." Beine. Die Schwerverwundete wurde sogleich wieder nach Berlin Wir wollen lein Wort darüber verlieren, daß die Deutsche gebracht und nach der Klinik in der Ziegelstraße übergeführt. Tageszeitung" hier bont ihrer historischen Pflicht, dem ladderadatsch" vorzuarbeiten, abweicht und in eine Sache Knalleffett" endete am Sonnabend Abend die Erstaufführung der Wasserfall auf der Bühne. Mit einem eigenartigen hineinpaticht, die sich ummöglich für ein Witblatt eignet. parodistischen Posse„ Fuhrmann Henschel" im Friedrich- WilhelmfiberNur sollte ihr Talent zur Hanswursterei sich nicht städtischen Theater. Im 5. Aft( Persien") ist auf der Bühne die haupt weit erstrecken dürfen, daß darob die ihr num einmal anvertraute Manege des Zirkus Busch nachgebildet in Gestalt eines mächtigen 221 458 Wahrung der agrarischen Interessen Schaden leidet. Denn wenn die mit Wasser gefüllten Glasbassins. Nachdem nun die Zobaide auf 45 141 37000 W., die die Arbeiter in 14 Tagen für die Angehörigen der in Dres- ihrer Flucht ins Wasser gesprungen war, unternahm auch der Fürst 20,4 den Verurtheilten aufgebracht haben, von dem Bündlerblatt als ein Kautschuhkopf den unfreiwilligen Sprung in die wässerige Liefe. 176 147 Pappenstiel hingestellt werden, der die leitenden sozialdemokratischen Bei seinen Versuchen, sich zu retten, gab es plöglich einen Knall 45 587 Streise enttäuscht habe, dann müssen die ostelbischen Landarbeiter, die er war der Glaswandung zu nahe gekommen, hatte diese eingedrückt find% aller Fortgezogenen 21,9 23,8 41,3 42,7 davon erfahren, ja große Augen machen. Keine zehn Pferde werden Die Vororte sind, wie man sieht, an den Zu- und Fortzügen im Stande, sein, die Agrarsklaven vom Wegzuge nach einem Orte Bühne. Das tiefsigende Orchester sowie die Souffleuse wurden von und mit rauschendem Getöse ergossen sich die Fluthen über die nach bezw. aus Berlin recht erheblich betheiligt an den abzuhalten, wo die Proletarier so im Wohlleben schwelgen, daß man dem herabstürzenden Wasser natürlich vollständig überschwemmt und Fortzügen verhältnißmäßig noch stärker als an derartige, für einen Ackerknecht geradezu unfaßbare Summe als mußten sich durch schleunige Flucht in Sicherheit bringen. den Zuzügen. In der Gruppe Angehörige" find die Vororte, gar nicht der Nede werth bezeichnet. bei den Fortzügen und auch bei den Zuzügen, mit einem besonders hohen Antheil vertreten. Das deutet darauf hin, daß die aus bezw. nach den Vororten Zu- bezw. Abwandernden zum großen Theil Verheirathete find. Zu den gemeldeten Fortzügen muß übrigens für vermuthlich unterlassene Meldungen noch ein Zuschlag gemacht werden, den das statistische Amit gegenwärtig auf 18 pet. für männliche und 18 pct. für weibliche Personen schätzt. Die Fortzüge erhöhen sich dadurch auf: nach Berlin Zugezogene darunter aus Vororten find/ o aller Zugezogenen aus Berlin Fortgezogene darunter nach Vororten 16 548 männl. 109 252 16 712 3 860 15,1 84 895 18 552 20,9 62 385, 14 843 36,9 9 413 3 883 8.021 37,1 19 454 8 309 31 männl. weibl. männl. weibl. 25,9 = von Zeit zu Zeit Betrachtungen in der Presse auf. Namentlich auf Schuster nebst seinem Hunde todt aufgefunden. Er hatte in dem ihm Ueber das Ansehen des Rechtsanwalts- Standes tauchen auf dem Neubau Utrechterstr. 6 der 45 Jahre alte Bauwächter August Ein Opfer des Koakskorbes. Sonntag Vormittag wurde antisemitischer Seite ergeht man sich darin, aus einzelnen Ungehörigfeiten verallgemeinernde Schlüsse zu ziehen und die begangenen Ver- zum Aufenthalte angewiesenen Zimmer in einem Heizkorbe ein fehlungen unbesehen auf das Konto des Judenthums zu schieben. Roatsfener entzündet und ist in dem Dunste erstickt. Das ist gewiß lächerlich. Wie sehr aber bestimmte Rechtsanwälte Am 14. Beobachtungsabende des Vereins von Freunden der ohne Noth ihr Ansehen mindern, zeigt ein Vorfall, dessen Held, Treptow Sternwarte hielt der Direktor der Königl. Sternnebenbei bemerkt, ein Vertheidiger mit rein arischem Namen ist. warte Herr Geheimrath Professor Dr. Förster einen Vortrag über Selbstthätige Angehörige über- In einer an sich ganz belanglosen Privatklage völlig unpolitischer die älteste Geschichte der Astronomie. Der Vortragende zeigte, mit haupt Natur glaubte dieser Rechtsanwalt politische Momente hereinzichen welchem Fleiß und welcher Ausdauer die Chaldäer, die herrschende Aus Berlin Fortgezogene 100 176 70 495 11 107 21 983 208 761 zu müssen, indem er in seiner schriftlichen Klagebeantwortung Brieftertaste im alten Babylon, Beobachtungen langer Beiträume Darunter nach Vororten 21 891 16 773 4 582 9 389 52 635 bie von gegnerischer Seite vorgeschlagenen Beugen durch aufzeichneten und ordneten. Dadurch bekamen diese ältesten Danach zogen nicht blos relativ, sondern auch absolut viel folgende Gründe als unglaubwürdig hinzustellen suchte: Beobachter unter anderen werthvollen Kenntnissen über Mondmehr von hier nach den Vororten fort, als aus den Vororten nach" Der Zeuge Arbeiter W. gehört der Sozialdemokratie an, ist Schrift- und Sonnenfinsternisse schon einen Begriff von der Kugel hier zuzogen. Das Mehr war bei den Selbstthätigen 5343 männ- führer in einem Verein derselben und hat sich einmal wegwerfend gestalt der Erde. Die sonst kaum begreiflichen Fortschritte und liche, 61 weibliche, bei den Angehörigen 722 männliche, 1368 weib- über den Eid zu seinem Bruder Rudolf geäußert. Desgleichen ge- Entdeckungen auf dem Gebiete der Himmelstunde, welche die liche, zusammen 7494 Personen( während die Gesammtzahl hört die Zeugin M. und ihr Ehemann der Sozialdemokratie an; griechischen Gelehrten in Alexandrien veröffentlichten, haben jedenter Fortzüge aus Berlin um 17 697 Personen hinter der letzterer ist aus der Landestirche ausgetreten, die Zeugin theilt die falls ihren Ursprung in dieser ältesten und gewaltigsten Zentrale der Berliner Zuzüge zurückblieb.) Bemerkenswerth ist an diesem Gesinnung ihres Mannes und ist die treue Gehilfin desselben, menschlichen Geisteslebens. Die zahlreich versammelten Mitglieder Bevölkerungsaustausch Berlins mit seiner näheren Umgebung der da fie ebenfalls sozialistische Schriften vertheilt. Endlich theilt auch des Vereins spendeten dem Vortragenden für die feiſelnden und bedeutende Mehr- Fortzug männlicher Selbst die Zeugin Amalie W. diese Gesinnung, denn sie hat den Arbeiterinnen lehrreichen Ausführungen lebhaften Dant. Die reichen Darbietungen thätiger nach den Vororten, weit über 5000 in einem während des Konfektionsstreites aufgepaßt, ist in ihre Wohnungen des Vereins haben bewirkt, daß die Mitgliederzahl schon auf 210 einzigen Jahre( während bei den männlichen Selbstthätigen die gegangen und hat sie zu überreden gesucht, die Arbeit niederzulegen." gestiegen ist. Der Vereinsbeitrag beträgt jährlich 10 M. AnGesammtzahl der Fortzüge aus Berlin in demselben Jahre um über Ein gewissenhafter Richter macht sich höchstens über den Erfinder meldungen nimmt die Direktion der Treptow- Sternwarte und der c000 Personen geringer war als die der Zuzüge nach hier). Be- derartiger Argumente eigene Gedanken und bleibt im Uebrigen von Schatzmeister des Vereins Herr Rentier Model, Berlin W., Thiersonders in dieser Gruppe giebt Berlin viel mehr an die solchem Geschreibsel unbeeinflußt. Schlimmer ist es aber, daß das gartenstr. 6b entgegen. Vororte, als es von ihnen empfängt. Ansehen des Rechtsanwaltsstandes im Ganzen Schaden leiden kann, wenn ein Einzelner auf solche Weise Leute mit ehrlichem Namen herabzusetzen sucht. zum Sonntage das Dienstmädchen des Kaufmanns Cohn, WallnerFeuerbericht. Ju großer Lebensgefahr schiebte in der Nacht Theaterstr. 5. Es hatte Wäsche zusammen gelegt und war durch Einer scharfen polizeilichen Kontrolle werden seit einigen einen noch nicht aufgeklärten Zufall dieselbe in Brand gerathen, ohne Tagen die sogenannten„ Animir- Chantants" unterworfen. Es wird daß das Mädchen etwas davon bemerkte. Es schlief ein und wäre streng darauf gesehen, daß pünktlich um 11 Uhr Schluß erfolgt und sicher durch den erzeugten Qualm erstickt, wenn man nicht noch rechtunter keinen Umständen nachgekneipt wird. Das Chantant Marine- zeitig auf das Feuer aufmerksam geworden wäre. Kleine Banorama", dessen Leitung der verurtheilte Gastwirth Burti hatte, wird am 25. März seine Pforten schließen. Der Petroleum- Lagerhof gegenüber dem Südufer ist von den Allgemeinen Elektrizitätswerfen zum Bau eines neuen Werkes an getauft worden. Da das große Lager nicht auf einmal geräumt werden kann, wird ein Theil demnächst, der andere vielleicht erst im nächsten Jahre freigemacht werden. leganderstraße 22 hatte sich Nachmittags in der Kantine des Kaiser Alexander- Garde- Grenadier- Regiments Nr. I Benzin entzündet, wobei verschiedener Hausrath eingeäschert wurde. Abends war Brunnenstr. 123 ein Zimmerbrand abzulöschen. Mitternacht wurde die Feuerwehr nach Dresdenerstr. 77 gerufen, Gegen wo im rechten Seitenflügel ein Dachstuhlbrand ausgebrochen war. Fünf Schlauchleitungen mußten längere Zeit Wasser geben, ehe das Feuer zum Stehen gebracht wurde. Ein großer Theil der Dach konstruktion wurde zerstört. Zur Eröffnung des Wahlkampfes im zweiten Berliner Reichstags- Wahlkreis hat am Donnerstag das sozialdemokratische Wahlkomitee ein Flugblatt zur Verbreitung gebracht, das Engen Richter in der Freis. 3tg." natürlich ein Lügenblatt von besonders böswilliger Art" schimpfte. Nun ist freilich Eugen, dessen Berlogenheit in der Polemik mit seinen Gegnern seit Jahren ebenjo bekannt ist, wie sie unverbesserlich zu sein scheint, der Leyte, der solchen Vorwurf ohne Beweis erheben darf; er giebt sich auch garnicht die Mühe, auch nur den Versuch zur Widerlegung auch nur einer der ihm unangenehmen Behauptungen des Flugblatts zu machen, sondern schimpft sie Lügen, um mit gewohnter Bragis später seine jezige Ableugnung als Widerlegung zitiren zu können. Nun ist aber dent Verfasser des Flugblattes thatsächlich ein Irrthum unterlaufen, darin, daß er den freisinnigen Abgeordneten Bräside in einer der letzten Reichstags Sigungen eine neue ersetzt werden soll, wurde gestern Mittag 12 Uhr durch Eine Sprengung an der alten Möckernbrücke, die durch im Sinne der bei der letzten Wahl von Herrn Kreitling den ein Kommando der 3. Kompagnie des Garde- Pionier- Bataillons mit 8ünftlern gegenüber eingegangenen Verpflichtung gleichfalls da- bestem Erfolg ausgeführt. Während der Vorarbeiten und der für eintreten ließ, daß eine bessere Vertheilung der Lasten der Sprengung wurde nur die Nothbrücke für Fuhrwerk, für Fußgänger Reichstags- Abg. Sachse in Lokal von Haferland über die Thätig In Ober- Schöneweide referirt am Mittwoch Abend 7 Uhr fozialen Gesetzgebung auf breite steuerträftige Schultern" mir während der abschließenden furzen Arbeit, von Schußmännern feit des Reichstags. Als weiterer Gegenstand steht auf der Tageserfolgen soll. Herr Bräside läßt uns nun mittheilen und der gesperrt. Den nicht bekannt gewordenen Vorgang beobachtete nur ordnung:„ Der Kampf gegen den inneren Feind in Ober- SchöneBergleich mit dem Stenogramm bestätigt daß er nicht für eine wenig Publikum von den Ufern aus. Abwälzung der Lasten des Gesetzes auf die Arbeiter ein weide". Aus den Nachbarorten. getreten sei; er tonstatirte nur, daß infolge des Arbeitermangels Die Nachforschungen nach den von dem Handlungskommis Willy im Osten die Last thatsächlich ganz auf die Schultern des Lange unterschlagenen 40 000 Mark find bisher erfolglos geblieben. findet im Saale des Pagel'schen Restaurants, Chausseestraße, eine Groß- Lichterfelde. Freitag, den 3. März, abends 72 Uhr, Arbeitgebers gewälzt sei, daß weiter jahrelang im Osten Der jugendliche Verbrecher, der nach einem festen Blane handelt. Veriammlung statt, in der Genoffe Rosenow über: Die für die ländlichen Arbeiterfrauen überhaupt nicht geklebt bricht sein Stillschweigen nicht. Juzwischen hat die Kriminalpolizei worden sei und von der Generalversammlung des landwirth- die Mädchen ermittelt, mit denen Lange nach der Unterschlagung des sozialen Zustände im Deutschen Reiche" sprechen wird. schaftlichen Zentralvereins für Lithauen und Masuren der von ihm Geldes verkehrt hat. Er hat ihnen gegenüber feinerlei auffallende gestellte Antrag auf Nachtlebung seitens der Arbeitgeber Freigebigkeit bewiesen. Ueber den Verbleib des Geldes wissen fie für die leztverflossenen vier Jahre abgelehnt worden sei. Der nichts zu befunden. Die Hartnädigkeit, mit der 2. über den VerVerfasser des Flugblattes ist zu seinem Irrthum gelangt bleib des Geldes schweigt, ist um so bemerkenswerther, als man ihm auf Grund eines uns vorliegenden mangelhaften flar gemacht hat, daß er seines Raubes faum werde froh werden; Beitungsberichtes, der thatsächlich jene Schlußfolgerung zu- denn das müsse er doch wohl einschen, daß man ihn von der Sefäßt; es bedarf keiner weiteren Darlegung, daß also von Lüge, wie funde an, da er nach verbüßter Strafe den Fuß aus dem Gefängniß Eugen Richter seinem politischen Jargon entsprechend sich geschmad- iegt, auf Schritt und Tritt verfolgen werde. voll ausdrückt, teine Rede sein kann, sondern der Verfasser des Flugblattes das Opfer eines Irrthums geworden, der hiermit Hargestellt ist. Der Vertrauensmann. Nixdorf. Die Gemeindevertretung erledigte in ihrer gestrigen außerordentlichen Sigung eine größere Anzahl von Anträgen auf Richtigstellung der Wählerliste für die Stadtverordneten- Wahlen. Sämmtlichen Anträgen auf Aufnahme in die Liste, die fast ausschließlich von Arbeitern ausgingen, wurde stattgegeben. Drei Personen wurden gestrichen, weil sie noch nicht die preußische Staatszugehörigkeit erlangt haben. Gemeinde- Vorsteher Boddin präsidenten, eine Verfügung des Regierungsber Stadtverordneten Wahlen getroffenen Maßnahmen worin fich dieser mit den hinsichtlich einverstanden erklärt, insbesondere mit der Eintheilung der Wahlbezirke 2c. Der Regierungspräsident bestimmt ferner, daß verlas dann erfolgen haben. den Um die Wahlperioden am Schluß des Jahres ablaufen zu laffen, wird der Ablauf der ersten Wahlperiode auf 31. Dezember 1904 festgesetzt. Am 31. Dezember 1900 scheidet das erste Drittel und amt 31. Dezember 1892 das zweite Drittel der Stadtverordneten aus. In diesen beiden Fällen entscheidet das Loos. Mit der Eröffnung der ersten Sigung der neuen Stadtverordneten- Versammlung will der Regierungspräsident Das Beispiel des Kauzliften Willi Lange hat schnell Nach ahmung gefunden. Der 20jährige Buchhalter Emil Lentthies, der in einem Baugeschäft angestellt war, wurde am Sonnabend Nach Berliner Fleischpreise. Nach den Ermittelungen der Direktion mittag zu einem Maurermeister in der Blücherstraße geschickt, um der städtischen Markthallen über die Fleisch preise war im dort die Summe von 2500 M. abzuheben. Als er mit dem Gelde Dezember 1898( bezt. 1897, 1896, 1895) im Markthallen- Klein- nicht zurückkehrte, wurde Nachfrage gehalten und ermittelt, die Stadtverordneten Wahlen am 15., 16. und 17. März zu Handel der Durchschnittspreis( in Pfennig, berechnet aus den daß er es abgehoben hatte. Seitdem hat er nichts von sich höchsten und niedrigsten Preisen aller Detailhallen) pro Pfund Rind- hören lassen. Die polizeilichen Nachforschungen nach dem Die III. Abtheilung hat zu wählen am 15. März in der fleisch: Filet 101( 103, 99, 97), Keule, Oberschale oder Schwanz- Verschwundenen, der bald in der Veteranenstraße bei der Mutter Zeit von 10 Uhr Vormittags bis 6 Uhr Nachmittags, die II. Abftid 72( 70, 69, 70), Bruft 64( 63, 61, 62), Bauch 56( 56, 54, 54); wohnte, bald sich auch bei dem Vater in der Schönhauser Allee auf- theilung am 16. März in den gleichen Stunden und die I. AbKalbfleisch: Keule oder Rücken 76( 76, 74, 74), Bruft 67( 66, 64, 65), hielt. find bisher ergebnißlos verlaufen. Lentthies dürfte sich umbers theilung am 17. März. Schulterblatt oder Bauch 61( 61, 57, 57); Hammelfleisch: Keule freiben, wie es Lange gemacht hat. Er ist blaß und infolge einer oder Rücken 70( 69, 67, 68), Brust oder Bauch 60( 58, 57, 58); überstandenen Krankheit von fräntlichem Aussehen, von schmächtiger Schweinefleisch: Rüden oder Nippespeer 80( 80, 74, 76), Gestalt, dunkelblond und kurzsichtig. Schinken 69( 69, 62, 64), Schulterblatt oder Bauch 65( 65, 57, 58); Sped 75 Von einem Hunde wurde am Sonnabend Nachmittag an der ( 75, 69, 72); geräucherter Schinken 106 ( 106, 97, 100), ausgeschnitten 145( 142, 139, 141); Schweineschmalz Friedrichsbrücke ein jähriger Knabe gerettet, welcher an der Landungs37( 59, 56, 62). Aus den jetzt bis Ende 1898 veröffentlichten Spandauerstraße wohnenden Schneidermeisters F., verlor dabei das treppe der Burgstraße spielte. Der Kleine, der Sohn eines in der Monatsdurchschnitten ergiebt sich für das ganze Jahr 1898 Gleichgewicht, fiel in die Spree und verschwand sofort in den Fluthen. ( bezw. 1897, 1896, 1895) als Durchschnittspreis pro Pfund Ein Herr, der mit einer deutschen Dogge vorüberging, hatte den Nach Erledigung einiger Angelegenheiten ohne öffentliches Jutereffe Rindfleisch: Filet 102( 100, 99, 99), Keule, Oberschale oder Schwanz Infall mit angesehen, und auf den Zuruf seines Herrn sprang das bringt Herr Boddin die für die neue Stadt bedeutungsvolle Beamtenſtück 71( 70, 69, 70), Bruft 63( 62, 61, 63), Bauch 55( 55, 54, 55); Thier in den Strom, erfaßte den wieder auftauchenden Knaben mit frage zur Sprache. Um die Stadt vor einer üblen Lage zu bes Kalbfleisch: Keule oder Rüden 76( 76, 74, 73), Brust 6( 65, 64, 65), den Zähnen und hielt ihn so lange, bis von der Brücke die Besizer wahren, schlägt er vor, diejenigen Bureau- Angestellten zum 1. April Rücken 70( 69, 67, 67), Bruft oder Bauch 59( 58, 57, 57); Schweinefleisch: das Kind aus dem Wasser zogen. Schulterblatt oder Bauch 60( 58, 57, 58); Hammelfleisch: Keule oder der vor Anker liegenden Obstzillen mit einem Boot herautamen und zu fündigen, die sich in den ersten Jahren ihrer Ausbildung befänden und von denen man nicht sagen könne, daß fie für die Anstellung Rücken oder Rippefpeer 80( 77, 74, 75), Schinken 68( 65, 62, 64), reif seien. Der Herr Gemeindevorsteher betonte dabei, daß Schulterblatt oder Bauch 64( 60, 56, 59); Spec 75( 71, 70, 73); Zusammenstöße auf der Straßenbahn. An der Köpenicker die Kündigung keine ernsten Folgen für die Betroffenen geräucherter Schinten 105( 99, 99, 103), ausgeschnitten 143( 140, Brüde erfolgte Sonntag Abend ein Zusammenstoß von zwei haben solle. Der Stadtgemeinde möge es vorbehalten 140, 142); Schweineschmalz 57( 57, 58, 64). Der Durchschnittspreis elektrischen Straßenbahnwagen, wobei dem einen Wagen der Vorder- bleiben, die Beamten Verhältnisse auf grund der Städte war 1898 meist höher, vereinzelt ebenso hoch, nirgends niedriger als raum beschädigt und mehrere Fahrgäste durch Glassplitter verlegt Ordnung durch ein Ortsstatut zu regeln und durch das der von 1897. Geht man bis 1896 und 1895 zurück, so zeigen wurden. Mittags um 12 Uhr war am Brandenburger Thor zwischen Statut jenen Personen ihr Verbleiben in der Verwaltung zweds 57 den Landrath betrauen. N " " die " = " der Vermischkes. alt Ausbildung zu sichern. Eine Anzahl anderer Bureau- Arbeiter| Straffenat des Kammergerichts führte durch den Mund seines feien noch nicht angestellt, weil der Streit wegen der Anstellung von Präsidenten Groschuff begründend aus: Der§ 9 des preußischen Militäranwärtern noch schwebe. Hierunter befänden sich Leute, Breßgesetzes sei allerdings noch rechtsgiltig, er könne aber hier And den Schreckenstagen der ,, Bulgaria" werden mancherlet deren lebenslänglicher Anstellung nichts im Wege stehe. Vierzig nicht angewendet werden. Zwar stehe hier eine Ausstellung Einzelheiten bekannt: Aus Punta Delgada werden der„ Daily Mail" angestellte Beamte feien vorhanden und achtzig würden sicher ge- von Papptafeln in Frage, und es sei auch unerheblich, daß Berichte der geretteten Passagiere der Bulgaria" mitgetheilt. Nach braucht. Auf Vorschlag Thomas' wird beschlossen, alle Bureau- diese Ausstellung eine bewegliche gewesen sei; indessen könne Abgang der Boote am 5. Februar flüchteten alle in die Küche, den Angestellten zu kündigen, die nicht fest angestellt sind, und als Plakat im Sinne des§9 mir eine Drudschrift angesehen einzigen trodenen Play; fie erwarteten jeden Augenblick den Unteres der Stadtverordneten Versammlung zu über- werden, deren Inhalt an und für sich tlar ver gang des Schiffes. Man hörte danach, wie die Oberingenieure Iassen, den Pumpen zu zur Anstellung geeigneten ausständlich sei. Das sei hier nicht der Fall, denn das Wort befahlen, das Feuer anzuhalten und zuwählen und anzustellen sowie die jüngeren Leute im Bentrumspartei" allein lasse nicht erkennen, was damit gesagt arbeiten, drohend, daß sie den Ersten niederschießen wollten, Ausbildungsdienst zu behalten. werden solle. Es werde erſt verſtändlich, wenn man zugleich die ber bie Arbeitgebe Der Rest der Mannschaft mußte Thatsache berücksichtige, daß die Träger der Papptafeln vor Wahl- die Ladung ins Feuer werfen und verbrennen. Mit Weizenpaceten Ein größerer Brand kam Sonntag Nachmittag vor 2 Uhr lokalen standen und dort Stimmzettel vertheilten. Das Urtheil sei und hölzernen Schuhnägeln wurde der Kessel geheizt. Das Schiff in Charlottenburg in dem Maschinenhause der Berlin- Char- auch wirksam für die wegen der gleichen Sache angeklagten Personen, richtete fich allmälig auf und begann langsam südwärts zu fahren. Tottenburger Straßenbahn an der Spree zum Ausbruch. Das neu die teine Revision eingelegt hätten. Der Gestank der Pferdeleichen im Schiffsraume war so furchtbar, erbaute Haus liegt an der Ecke der Uferstraße, hart am Ufer der Auf die Bedeutung der Entscheidung auch für die Sozials daß man den Ausbruch einer Krankheit befürchtete. Nach sechs Tagen Spree; es dient als Elektrizitätswert für die Straßenbahn. Das demokratie braucht nicht erst hingewiesen werden. Wie den Bentrums mäßigte sich der Sturm; die Lufen konnten geöffnet werden. Feuer foll im Oellager ausgekommen sein. Die Flammen fanden leuten in Breslau ist es auch den Sozialdemokraten ergangen. Mannschaft warf nun die Pferdeleichen ins Wasser. Am zwanzigsten an Schmierölen, Spiritus, Petroleum u. s. w. reiche Nahrung und gelang es den Offizieren, durch Anbringung eines geeigneten Tafelwerks erfaßten den Dachstuhl. Als die Charlottenburger Wehr erschien, Eigenartige Geschäftsprinzipien der Firma Aschinger ben direkten Kurs nach den Azoren einzuschlagen. Alle Geretteten sind voll stand schon das Dellager in hellen Flammen. Diese waren weithin, wurden am Montag vor Gericht aufgedeckt. In der Berufungs- Lobes für den Kapitän und ersten Ingenieur, welche während der gefahrbesonders in Moabit fichtbar, weshalb auch die Berliner Feuerwehr instanz sollte über eine Privat- Beleidigungsklage verhandelt werden, alarmirt wurde und der 15. Löschzug ausrückte, der aber nicht in die ein früherer Geschäftsführer einer Aschinger- Filiale gegen drei vollsten Zeit schwer für die Rettung des Schiffes arbeiteten. Die Thätigkeit kam, weil die Charlottenburger Feuerwehr die größte weibliche Angestellte des Geschäfts angestrengt hat. Der Klage liegt" Bulgaria" liegt jezt im Hafen vor Anker. Gefahr schon beseitigt hatte. Zwei Feuermänner sind verlegt worden, folgender Thatbestand zu Grunde: Nachdem sich einmal zu Königsberg t. Pr. hat der Borstenivaaren- Fabrikant 8., fonnten aber im Dienst bleiben. Wie uns von der Straßenbahn- herausgestellt hatte, daß die Kasse des Zapfers der die Kasse des Zapfers der beder mit seiner Frau in Unfrieden lebte und sich seit einiger Zeit mit Gesellschaft mitgetheilt wird, hat der Brand im Betrieb der Bahn treffenden Filiale nicht stinimte, und Zapfer An- feiner Mutter in getrennter Wohnung aufhielt, sich und die Mutter feinerlei Störung hervorgerufen; der Brandschaden ist durch Ver- deutungen gemacht hatte, wonach das Manto auf Veruntreuungen durch Revolverschüsse getödtet. Nach der gewaltsamen Oeffnung ficherung vollständig gedeckt. des Geschäftsführers zurückzuführen fei, sagten die beklagten Mädchen der Thüre fand man die Mutter im Bett liegen, während sich der Auf dem Tische beAus Schöneberg schreibt man uns:„ Es ist erreicht!" auf Befragen des kontrollirenden Oberinspektors der Firma, daß Sohn in knieender Stellung davor befand. fie zum Theil gesehen, zum Theil von Kolleginnen gehört hätten, fanden sich vier verschlossene Abschiedsbriefe und auf offenem Papier fo kann der Arbeitgeberbund für das Maurer- und Zimmergewerbe der Geschäftsführer habe sich, wenn er für furze Zeit den ab genaue Anordnungen für das Begräbniß von der Hand der Mutter, von Berlin und den Vororten" mit dem Herrn Hoffriseur François wesenden Zapfer vertrat, aus dessen Kasse Geld angeeignet. In so daß man amiehmen muß, daß dieselbe freiwillig mit dem Sohne habh ausrufen. Der Terrorismus der Streitbrüder ist auch der ersten Instanz sind die Beklagten freigesprochen worden. zusammen in den Tod gegangen ist. ohne Zuchthausvorlage gebrochen. Darob herrscht eitel Freude as vor dem Berufungsgericht der übliche Bergleichsversuch und Jubel in den Hallen unserer Baulöwen und Innungsschwärmer. Ein Flüchtling erschossen. Aus Rastatt berichtet man: gemacht wurde, stellte sich heraus, daß daß der Vergleich als in der Sonnabend Nacht eine Abtheilung Festungssträflinge nach In bandwurmlangen Plakaten an den Stegliter Anschlagssäulen ant den Geschäftsprinzipien der Firma Aschinger scheiterte. und dito Anzeige in der Stegliger Zeitung" erlassen sie folgende Der informatorisch vernommene Oberinspektor der Firma sagte Regiment( Rheinisches) die Flucht. Trotz dreimaligen Anrufens des der Kaserne zurückkehrten, ergriff einer derselben vom 25. InfanterieBekanntmachung": Der unterzeichnete Bund hat es sich nämlich, der Prozeß müsse in der einen oder anderen Weise ent- Unteroffiziers fezte der Sträfling seine Flucht fort, worauf der schieben werden, die Gewerbes möglichst für ständige(?) Gesellen und Arbeitern des Maurer- und Zimmer beiden Parteien im Recht sei, und der schuldige Theil dann ent- Unteroffizier Feuer gab. Der Flüchtling brach zusammen und starb alsbald. Arbeit Gelgenheit zu lassen werden könne. Hier wandte der Vorsitzende des Gerichts geben. Alle Gesellen und Arbeiter vorgenannter Gewerbe, Ans Lauterbrunnen( Kanton Bern) wird berichtet: In der welchen an dauernder Arbeit unter dem Schute des Arbeitgeber ein, daß das ja ein recht bequemes Verfahren der doch besser ihren Nacht zum Sonntag fand bei der Ladung der ersten Bohrmine im Bundes gelegen ist, wollen sich behufs Eintragung in die Listen Zweck erreicht Firma sei; die Geschäftsinhaber würden haben, wenn sie einen Strafantrag Eigertummel der Jungfrau- Bahn eine Dynamiterplosion der Arbeitswilligen( recht groß) im Baubureau von H. Westphal, Die Sache statt, bei der sechs Arbeiter getödtet wurden. Die Verden Geschäftsführer gestellt hätten. gegen Stegliz, Schloßstraße 82, melden." Herr Landtags- Abgeordneter, liegt also so, daß beide Barteien um ihre Existenz fämpfen. unglückten find fämmtlich Italiener. Zwei Leichen sind schrecklich Amtsvorsteher und stellvertretender Maurermeister Denn wenn das Gericht feststellt, daß die gegen den Geschäftsführer verstümmelt. Ring wird ob dieses genialen Streiches seiner Stollegen seine helle erhobene Beschuldigung grundlos ist, wird dieser wieder in In Athen hat der verstorbene Bankier Andreas Syngros einen Freude haben. Ob sich aber viele Arbeiter finden werden, die Gnaden aufgenommen, die Beklagten aber, von denen zwei gegen- fehr großen Theil seines Vermögens, welches auf 30 Mill. Drachmen ihren guten Namen aufs Spiel setzen? wärtig noch bei Aschinger in Stellung sind, entlassen. Nun scheint geschätzt wird, zu wohlthätigen Zwecken bestimmt. Der Haushalts- Etat der Stadt Schöneberg, der den Stadt- es nicht ausgeschlossen, daß, selbst wenn die von den Beklagten geverordneten soeben gedruckt zugegangen ist. schließt im Ordinarium machten Wahrnehmungrn zutreffen, die Veruntreuung damit noch nicht Eingegangene Druckschriften.1 in Einnahme und Ausgabe mit 3 119 303 m. ab. Die Schul- erwiesen ist. Die Beklagten konnten aber, weil das Damoklesschwert verwaltung erfordert eine Aufwendung im Betrage von 517 489 m., der Entlassung über ihrem Haupte hängt, einem Vergleich nicht zu( Wir verzeichnen die bei uns eingehenden Druckschriften, ohne damit eine besondere Empfehlung aussprechen zu wollen.) während die Einnahmen sich nur auf 96 190 M. belaufen. Davon stimmen, in welchem sie erklären, sie hätten sich geirrt und könnten Die Sozialistischen Monatshefte( Berlin W., Gleditschstr. 23) haben entfallen auf: a) Reform- Gymnasium 87 849( Einnahme 63 210 M.), den Vorwurf, der Kläger habe sich fremde Gelder angeeignet, nicht b) Mittel- und Volksschulen 426 720 M.( 31 750 M.), c) Fortbildungs- aufrecht erhalten. Würden die Mädchen nicht ihre Entlassung be- foeben das 2. Heft ihres IV. Jahrgangs erscheinen lassen. Aus dem Inhalt Dr. Gouaro David: Bäuerliche ſchule 2920 M.( 1230 M.) Beim Kapitel" Allgemeine Verwaltung" fürchten müssen, dann wäre die Angelegenheit jedenfalls durch Ver- heben wir u. a. folgendes hervor: Dr. Georg 3epler: Die Lage der Aerzte und die Ehrengerichte. beträgt die Gesammtausgabe 484 356 M., darunter allein an Ge- gleich erledigt worden. Falls ein solcher innerhalb vier Wochen nicht Barbaren. Dr. Zofia Daszynska: Kapitalismus und nationale Adolf hältern 352 481 M., die Einnahme dagegen nur 120 550 M. Der zu stande kommt, wird sich das Gericht noch einmal mit der Sache Frage in Polen. Georg Bernhard: Ueber Geldwesen. Abschluß des Kapital- und Schulden- Etats" stellt sich in Ausgabe beschäftigen. Marred: Gemeinsames und Trennendes. Ein Beitrag zur Auseinander auf 491 900 m., in Einnahme 12 100 m2. Henry van Kol: Auch das Kapitel fegung zwischen Anarchismus und Sozialismus. Wegen Beleidigung durch die Presse hatten sich der Redakteur neber Grubenbesitz und Grubenrecht. Dr. Franz Oppenheimer: Armen- Verwaltung" weist in einer Ausgabe von 150 000 m. eine der Berliner Morgenpost", Arthur Brehmer, und der Bericht: Die soziale Bedeutung der Genossenschaft. Rundschau: Bücher. Revuen. Einnahme von nur 45 600 m. auf. Es befinden sich darunter an erstatter Hans Hyan vor der II. Straffammer des Landgerichts I Baria. Der Preis des Heftes beträgt 50 Pf.; pro Quartal 1,50 M. Baar- und Naturalunterstützungen sowie Pflegegelder 77 500 M., an Kurkosten in Krankenhäusern 22 500 m., an Verpflegung für Idioten, zu verantworten. Es handelte sich um einen am 3. November v. J. Man abonnirt in allen Buchhandlungen, bei allen Kolporteuren und auf Blinde, Frre und Taubstumme 15 000 m., an Pflegekosten für Ber- erschienenen Artikel, der eine am Abende vorher an der Leipziger- ieder Postanstalt, ferner direkt bei der Expedition. und Charlottenstraßen- Ede stattgehabte polizeiliche Sistirung einer sonen in der Fürsorge fremder Armenverbände 20 000 M. Die Frau besprach umd gegen die gewaltsame Art, in welcher die Schutzweiteren Kapitel stellen sich in Ausgabe und Einnahme wie folgt: leute die Giftirung bewirkt haben sollten, Front machte. Die BeweisGrundstücks Etat 30 300.( 6200 m.), Steuern 134 420. aufnahme ergab, daß es sich um eine geistestrante Dame gehandelt ( 1924 125 M., darunter an Gemeinde Einkommenſtener( 100 pet.). hatte, deren Siftirung von einem Herrn, den sie arg belästigt hatte, 650 000 M., Gemeinde Grundsteuer 695 000 m., Umsatzsteuer 340 000 M., Hundeſtener 30 525 W., Lustbarkeitssteuer 3000 W.), verlangt worden war. Die Dame befindet sich zur Zeit in einer Anstalt. Staatsanwalt Diet hob hervor, daß die Beweisaufnahme Markt und Straßen 247 915 M.( 53 018 M.), Kanalisation 195 000 2. von der behaupteten Ausschreitung der Beamten nichts übrig gelassen ( 102 000 M.), Feuerwehr 84 101 m.( 689 M.), Verschönerungs- Etat habe und beantragte je 500 m. Geldstrafe. Der Gerichtshof ver27 243 W.( 50. M.). urtheilte den Angeklagten Brehmer zu 200 M., den Angeklagten Hyan zu 300 M. Geldstrafe. = W L'Influence des Villes sur les Campagnes( Ginfluß der Städte auf das Land. Monographien von Emil Bandervelde, Brüffel. Balad. Noch einmal der Fall Kuhnle. Stuttgart, Verlag von R. Luz, 1899. Masaryk: Palacky's Jdee des Böhmischen Voltes. Prag, Verlag von Zur Handwerker Frage... Das Klebegesetz Burschen Bataillone. Praktische Vorschläge zur Lösung der sozialen Frage. Samm i. W. Komm.- Verlag von Breer u. Thiemann. Der Zerfall der konservativen Partei im Kampfe Preußens gegen Deutschland. Zürich, Cäfar Schmidt. Ewig oder Zeitlich? Eine philosophische Abhandlung von Fr. Benz, Zürich. Denfpfennige. Ein Beitrag zur österreichischen Rechtspflege von Franz Stadler. Bürich, Gaia alden Zürich, Cäsar Schmidt 1899. Urchristenthum und Sozialdemokratie von Dr. F. Goldstein. Irrenärzte auf Irrwegen. Offener Brief an Herrn Dr. C. Wernice Paul Hirsch: Der Kampf gegen die Arbeiterkoalitionen. Material zur Zuchthausvorlage. Charlottenburg Berlag you to Julins Baich: Wirthschaftliche Weltlage. Börse und Geldmarkt im Jahre 1898. Berlin, Prager. Dr. Karl Schütze: Die soziale Reichsgesetzgebung und ihre sanitären Ans Weißensee schreibt man uns: Unter den Anhängern des fattsam bekannten Herrn Stephan macht sich zur Zeit die gewiß beEin Ehrenmann. Ein Seitenstück zu dem kürzlich veröffentrechtigte Ansicht geltend, daß die Zustände in den hiesigen Schulen lichten Vorfall in Charlottenburg, bei welchem der frühere unhaltbar geworden sind und dringend der Abhilfe bedürfen. Leutnant v. Bismard eine so wenig rühmenswerthe Rolle spielte, Während bisher die vorhandenen Uebelstände ausschließlich nur durch bildete ein Prozeß, welcher gestern vor der dritten Straffanier des Natorp: Serbart, Pestalozzi und die heutigen Aufgaben der Ers die organisirte Arbeiterschaft ans Licht gezogen wurden, fängt jezt auch in den so schwer beweglichen katholischen Kreisen an die Erkenntniß Landgerichts I stattfand. Auf der Anklagebank befand sich die uns ziehungslehre. Acht Vorträge. Stuttgart. Frommann's Verlag. 1899. verehelichte Friederike K., die Tochter eines hiesigen angesehenen Die Frauenfrage. Eine Diskussion zwischen B. Yarros und S. Hol durchzubringen, daß nur durch energisches und bestimmtes Fordern Restaurateurs, welche sich wegen wijfentlich falscher Anschuldigung mes. Aus dem Englischen von Gg. Schumm. Berlin, Verlag von Bad. die maßgebenden Faktoren gezwungen werden können, aus ihrer Das Necht der Frau auf Arbeit. Eine soziologische Betrachtung zu verantworten hatte. Sie erzählte, daß sich ihr vor etwa 2 Jahren zu beschäftigen. Es muß hierbei bemerkt werden, daß so lange mur Silbermann genähert habe. Gleichgiltigkeit herauszutreten und sich ernstlich mit der Schulfrage ein Gast des väterlichen Restaurants, der Handlungsreisende Heinrich von G. Günther, Rechtsanwalt. Berlin und Leipzig. Verlag von G. Wattenbach, 1899. Er sei bald mit Heiraths: Der Handlungsgehilfe und sein Recht. Ein Nathgeber für Handvon unserer Seite auf die vorhandenen Mißstände hingewiesen wurde, die Voreingenommenheit der Gegner dafür sorgte, daß es beim Alten anträgen an sie herangetreten und es sei zwischen ihnen zu lungsgehilfen von Signt. Kaff. Wiener Volksbuchhandlung( Ignaz Brand). einem stillen Verlöbniß gekommen. Ihre Eltern hätten von blieb. Vielleicht bequemt man sich jetzt, nachdem solch gutgesinnte dem Verhältniß gewußt, jeien aber nicht schr davon erbaut in Breslau. Dresden- A. Kommissions- Berlag bei Oscar Damut. Wusterbürger zu„ rebelliren" anfangen, endlich dazu, Erwägungen" gewesen, da sie eine ungünstige Auskunft über Silbermann erhalten Die Einführung einer obligatorischen Fleischschau für das anzustellen. Ist nur ein Theil der am Sonntag in einer Versamm hätten und dessen Verhältnisse ihm nicht gestatteten, vorläufig ans deutsche Reichsgebiet von R. Schmidt. Hamburg 1899. lung vorgebrachten Uebelſtände vorhanden, dann hat man hier in Heirathen zu denken. Sie habe dennoch treu zu ihm gehalten, ihm der Nähe der Stadt der Intelligenz keinen Grund, über die täglich die drei Mark zugesteckt, welche sie für ihre Thätigkeit im Schulverhältnisse Ostelbiens die Nase zu rümpfen. väterlichen Geschäft erhielt, und ihm freie Zeche gewährt. Als Bei einigermaßen gutem Willen Abhilfe zu schaffen, wird auch das Silbermann im verflossenen Sommer erklärte, er müsse nach NußGespenst der Mittellosigkeit der Gemeinde, das bei jeder Gelegenheit land reisen, um ans seinem Heimathsorte die zu seiner Vereinen Grund zur Ablehnung aller auf Besserung gerichteten Anträge heirathung nothwendigen Papiere zu beforgen, habe sie ihm auf sein S. Adamski: Warnung vor ärztlich approbirten Kurpfuschern. Berlin abgeben muß, zum allergrößten Theile als das erkannt werden, was Ersuchen 300 M. geborgt. Nach seiner Rückkehr sei er völlig es ist als eine Ausrede. Hoffentlich ist die eingeleitete Be- umgewandelt gewesen. Er sei tälter und tälter gegen sie geworden wegung von Dauer; wir sind dabei und nehmen das Gute, wo und habe sich einem lüderlichen Lebenswandel ergeben. Es sei zwischen ihnen zu heftigen Auftritten gekommen und nun habe Einen Aft grenzenloser Rohheit verübte vor einiger Zeit Silbermann ihrem Vater erklärt, daß er das Verhältniß aufgebe. ein Einwohner aus Bornim, der mit einem Freunde auf der Da sie das vorgeschossene Geld nicht zurück erhielt, sei sie zu der Rückkehr von einem Radausfluge begriffen war. Beide fuhren aus Ueberzeugung gelangt, daß Silbermann von vornherein mir die AbUnachtsamkeit unweit Nedlig einen Krüppel um. Als der am Boden sicht gehabt habe, sie auszubeuten. Sie habe deshalb Anzeige wegen liegende arme Mann darüber seinem Unmuth Luft machte, sprang Betruges gegen ihn erstattet. Der Beuge Silbermann wollte der der eine Fahrer vom Nade, ergriff eine der Krücken des Krüppels Angeklagten nur 300 M. schuldig sein. Er habe zunächst die redlichsten umd hieb damit unbarmherzig auf den Unglücklichen ein. Nachdem Abfichten gehabt, sei aber später zu der Erkenntniß gekommen, daß er diese rohe That vollbracht hatte, setzte er sich auf sein Rad und er mit der Angeklagten nicht glücklich werden würde. Der Staatsfuhr davon. Der Krüppel wurde nach einigen Stunden von anivalt beantragte selbst die Freisprechung der Angeklagten, da er Passanten bewußtlos, aus mehreren Wunden blutend, auf der nicht zu der Ueberzeugung gelangt sei, daß sie die Anzeige wider Erde liegend vorgefunden und nach dem Krankenhause gebracht, besseres Wissen erstattet habe. wo er nach einigen Tagen infolge dieser Verlegungen starb. Jeyt ist es gelungen, den Thäter zu ermitteln und zu verhaften. Er wird sich vor dem Schwurgericht wegen Todtschlages zu verantworten haben. wir's finden. Gerichts- Beitung. Der Gerichtshof erkannte nach diesem Antrage. Postulate. Jena, Gustav Fischer, Breis 10 Pf. Alb. Lehmann. machen? Dresden und Leipzig, Pierson. Alfred H. Fried: Was kann die Petersburger Friedenskonferenz Otto de Jerra, Eisenbahndirektor: Im Zeichen des Verkehrs. Kritische Streifzüge und Reformngedanken. Berlin, Deutsches Verlagshaus Bita. v. Guston: Die Sprengung des Dreibundes. Berlin und Leipzig, Luckhardt. R. E. Man: Wirthschafts- und handelspoltische Rundschau für das Jahr 1898. Berlin, Buttfammer u. Mühlbrecht. Johann von Bloch: Der Krieg. Uebersetzung des russischen Werles des Autors: Der zufünftige Krieg in seiner technischen, volkswirthschaftlichen und politischen Bedeutung. Bd. I, Bd. III, Bb. VI. Puttkammer u. Mühlbrecht. 2. Kiparsti, Rechtsanwalt: Beitrag zur Frage der allgemeinen Abrüstung und des internationalen Schiedsgerichts. Berlin, Puttfammer u. Mühlbrecht. Nicolai- on: Die Voltswirthschaft in Rußland nach der Bauerns Emanzipation. Aus dem Russischen von Dr. Georg Potonsky. München, Franz'sche Hof- Buchhandlung, 1899. Greulich, Arbeitskammer. Zürich, Verlag Grütliverein. Philo vom Walde. Niezenz Prießniz. Berlin, Möller. Christiani, Bürgerliches Rechts- Berikon. Berlin, Heine. Dove, Hypothekenbant- Gesezentwurf. Berlin, Sinion. Brentano, Lujo, Schutz der Arbeitswilligen. Berlin, Simon. Denkschrift der Privat- Postanstalten. Dresden, Hansa. Witterungsübersicht vom 27. Februar 1899, Morgens 8 Uhr. Stationen Wetter Stationen Wetter Daß bei den Anzeigen wegen Thierquälerei häufig über's Biel hinausgeschoffen wird, lehrte eine Berhandlung, welche geſtern vor der ersten Straffammer des Landgerichts I stattfand. Der Angetlagte, Straßenreiniger Gorgs, war vom Schöffengericht zu einer. Geldstrafe von 4 M. verurtheilt worden. Er sollte, wie eine Dame bekundete, einen Hund mit seinem Besen derart mißhandelt haben, Bei den lehten Reichstags: Wahlen trugen in Breslau daß das Thier winselnd liegen blieb und mehrere Tage krank war. eine Anzahl Leute, die vor den Wahllokalen Stimmzettel vertheilten, Der Angeklagte behauptete dagegen, daß der Hund, ein kräftiger ein Plakat vor der Brust, das als einzige Aufschrift das Wort Wolfsspiz, die Straßenreiniger häufig bei ihrer Arbeit belästigt Sentrumspartei" enthielt. Dreizehn Personen erhielten deshalb eine habe, indem er sie bellend verfolgte und sie bisweilen auch anAnklage wegen Vergehens gegen den§ 9 des alten preußischen Preß- sprang. Dies sei ihm auch an dem betreffenden Morgen passirt gejeges, wonach Anschlagezettel und Plakate nicht angeschlagen, an- und da habe er mit dem Besen nach dem Hund geworfen, denselben geheftet oder in sonstiger Weise öffentlich ausgestellt werden dürfen, wenn aber nicht getroffen. Dies bestätigten drei einwandsfreie Zeugen. fie einen anderen Inhalt haben als: Ankündigungen über gefeßlich Der Vorsigende stellte fest, daß die Belastungszeugin, eine Freundin Swinemde. 774 WNW nicht verbotene Versammlungen, über öffentliche Vergnügungen, über der Familie, der der Hund gehörte, bei ihrer Bernehmung durch den Hamburg Berlin gestohlene, verlorene oder gefundene Sachen und über Verkäufe oder Thierschutzverein angegeben habe, daß der Hund vor seiner an- Biesbaden 774 Das geblichen Mißhandlung sich völlig ruhig verhalten habe, während sie München über andere Nachrichten für den öffentlichen Verkehr. Schöffengericht sprach die Angeklagten frei, das Landgericht bereits in der ersten Instanz eingeräumt habe, daß der Hund den wien als Berufungsinstanz verurtheilte sie dann jedoch zu Geld- Straßenreiniger angebellt habe. Die ganze Sache sei wohl schwer Wetter Prognose für Dienstag, den 28. Februar 1899. Der Staatsanwalt beantragte darauf selbst strafen. Zwei von ihnen legten Revision ein und erzielten dadurch aufgebauscht worden. Ein wenig wärmer, ziemlich trübe und nebelig bei mäßigen nordwestgestern nicht nur ihre Freisprechung, sondern auch die Frei die Freisprechung des Angeklagten und der Gerichtshof erkannte dem- lichen Winden; teine erheblichen Niederschläge. Berliner Wetterbureau. sämmtlicher sprechung Mitangeklagten. Der gemäß 7760 775 NW 773 2heiter 3bedeckt 0 Saparanda 762 N 1 heiter -2 Petersburg 755 WNW 2 bedeckt 2 bedeckt-1 Cort 772 SSD 4wolkig 2wolkent- 5 Aberdeen 774 23 heiter 3wolfent- 9 Paris 773 NNO 2wolfent 12 775 NW 2 heiter -7 tal mod 350 CE amit din of bud shed should dare language Warenhaus A.Wertheim 1398 11008 Versand- Abteilung Berlin, Leipzigerstr.132/ 33 Proberersand- bellofrel. Rosenthalerstr. 27/29, 54155 Oranienstr. 53/54 bost Geschliffene Glas Wassergläser 236 GHD G monter dill Intro 0.0000 B 18 u. 14 Pf. Geschliffener TafelAufsatz mit Vase 3,50 M. Kompottschalen Juanjo ne u. 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Von den Steinmeßen und Steinbildhauern Werfplatz Niggl 7,-. gingen bei der Expedition des„ Vorwärts" folgende Beiträge ein: Berfonal v. Paul Schahl, Neanderstr. 16, mit Ausschluß des Lichtbrud Liederhort( gem. Chor) 3,50. Tellersammlung der öffentl. Verf. der photographen 5,50. Von den organisirten Buchbindern von Littauer Simmerer in Keller's Festfälen v. 24. Februar 22,75. Von den Tapezirern u. Boisen 3,50. Jugendabtheilung des Schwimmklub„ Vorwärts" 3, von Conrad Trund, Kronenstr. 38 11,55. Ant Stammtisch der Kurbelsticker E. Jabobi 1,-. Tischlerei A. Stabenow, Bülowstr. 5,20. Tischlerei Wolf, Andreasstr. 38 2,-. 4,50. W. S. in Budau 1,-. Zentralverband der Töpfer, Fil. Berlin 50,-. bon Buchdruckerei Billig Nachfolger der Oranienstraße 3,-. Von den Quosque tandem pruntlos ges. im Kulmbacher, Scharrnstraße 10,20. Stein: 8,20. Schlesische Schlosser aus Mittenwalderstraße der Schraubenfabrik Schulze, 14,10. fezer und Berufsgen. d. Firma Zöller, Wolfers u. Riege 8,25. Verband d. 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Donnerstags und Freitags abends von 7% bis 8% Uhr abgehalten. 2. 43. Ein Kursus zum Erlernen der Hebammenfunft tommt in der Charitee im Ganzen auf etwa 300 Mart zu stehen. Rubahn. Emaille- Geschirr läßt sich nur mit lauwarmem Sodawaffer reinigen. Germer. Ihre Buschrift haben wir erhalten, aber nicht verwendet weil wir über den Ausbruch des Streits feine Information erhielten. Die Meldung von der Beendigung wurde deshalb unterlassen. F. R. 100. Nein.-F. G. 100. 1. Es tommt darauf an, ob eine Unters brechung der Verjährung erfolgt ist. 2. Ja, aber die Staatsanwaltschaft fann unterbrechen. 3. Nein. S. N. 103. Wird aufgenommen. La Poupée) Urania Deutscher Holzarbeiter- Verband. Urania Direktion: José Ferenczy. Publikum gegenüber feinerlei Die Puppe( La Poupée) Verantwortung. Theater. Dienstag, 28. februar. Chernhaus. Undine. Anf. 7% Uhr. Schauspielhaus. Das fünfte Rad. Anfang 72 Uhr. Deutsches. Fuhrmann Henschel. Anfang 7 Uhr. Operette in 3 Atten und einem Vorspiel von Sturgeß und Ordorneau. Musik von Ed. Audran. Taubenstrasse 48/49. Im Theater: Morgen und folgende Tage: Die Das Land der Fjorde. Puppe( La Poupée). Sonntag Nachmittag zu halben Preisen: Der Vogelhändler. Lucia Engelfe als Gast. Metropol- Theater. Dr. Im Hörsaal: ( Zahlstelle Berlin.) Sozialdemokratischer 1.Wahlverein f. den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Mittwoch, den 1. März, Abends 8 Uhr, im Lotale des Herrn Krieger, Wasserthorstraße 69: Bezirk Süden Nass: Die Erdmetalle. Vertrauensmänner- Versammlung. ( Experimental- Chemie VIII.) Invalidenstr. 57/62: Leffing. Die Heimathlosen. Anfang Behrenstr. 55/57. Dir. Rich. Schultz. Tägl. Sternwarte. 7½ 11hr. Berliner. Das Recht auf sich selbst. Hierauf: Herbst. Anfang 7/2 Uhr. Residenz. Der Schlafwagen Ron trolleur. Vorher: Zum Einsiedler. Anfang 72 Uhr. Neues. Die Pflicht. Anf. 71/2 thr. Metropol. Die kleinen Michu's. Hierauf: Die Engelsjäger. A1fang 72 Uhr. Schiller. Der Dornenweg. Anfang 8 1hr. Westen. Der Freischütz. Anfang 7 Uhr. Central. Die Puppe. Anf. 71/2 Uhr. Thalia. Schiddebold's Engel. Anfang 72 Uhr. Luisen. Der goldene Bylinder. Anfang 8 Uhr. Vele Alliance. Das Milchmädchen von Schöneberg. Anfang 8 Uhr. Ostend. Der Brandstifter. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Fuhrmann Henschel. Anfang 8 Uhr. Alexanderplatz. Studenten Trud chen. Anfang 8 Uhr. Apollo. Spezialitäten Vorstellung. Anfang 72 Uhr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Täg lich geöffnet von 10 1hr Vor mittags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 1hr:„ Das Land der Fjorde". Operntelephon. Invalidenstraße 57/62. Täglich Abends von 5-10 Uhr: Stern warte. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. = Feen Palast. Spezialitäten Vorstellung. Paffage Panoptikum. Speziali täten Borstellung. Freitag: Die kleinen Michn's. Operette in 3 Aften v. André Messager. Hierauf: Die Engelsjäger. Tanzpoëm in 14 Bildern von H. Regel und J. Bayer. Quarg's Spezialitäten- Theater im Grand Hôtel Alexanderplatz. Heute Dienst a g( Ultimo) BENEFIZ für den Kapellmeister Richard Köhler und den Regisseur Fredy Ajatla. Einmaliges Gastspiel von Clara Antonie! Nach der Vorstellung: Tanz- Kränzchen. Anjang 7 Uhr. Entree 30 Pf. Nachmittags täglich 5-10 Uhr. Passage- Panopticum. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends. Dienstag, den 28. Februar, Abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Stechert, Andreasstr. 21: ( Süd- Ost.) Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Genosse Tischler August Völker nach langem Leiden am 25. b. M. an der Proletarierkrankheit verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Dienstag, den 28. d. M., Nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus- Kirch hofes in Brit aus statt. Brauchen- Versammlung der Drechsler. um recht rege Betheiligung ersucht Tagesordnung: 1. Die letzten Werkstatt- Streits und ihre Erfolge, und wie gebenfen wir ferner vorzugehen? 2. Unsere Stellung zur Zwangsinnung. Referent: Kollege A. Mohs. 3. Verschiedenes. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, zu erscheinen. 78/9 Theatre Deutsch. Metallarbeiter- Verband variété. Heute Schluß des Februar Programms. Castan's Panopticum. Jtal. Sänger- u. Tänzer- Gesellsch. 99 Santa Lucia". Die berühmten ,, lebenden Bilder". Neu! Dreyfus- Esterhazy. Apollo- Theater. Feen- Palast- B Mile. Leo de Bacha Brothers Braatz Mr. Segommer Alexias * Schiller Theater Thibault Tauffenberger ( Wallner Theater). Dienstag 8 Uhr: Der Dornenweg. Mittwoch 8 Uhr: Henry Bender und 16 hervorragende Spezialitäten. Anfang 7 Uhr. Vorverkauf tägl. im Theater Zum ersten Male: Verbotene u. beim Künstlerdank", Unter den Früchte. Linden 69. Borher: Die Neuvermählten. Mähr's Theater Donnerstag 8 Uhr: Verbotene Früchte. Borher: Die Neuvermählten. Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72/73. Oranien Straße 24. Täglich: X- Strahlen. Schwant in 1 Aft. Der Zigarren- Baron. Schwank mit Gesang. Gastspiel Emil Thomas Mr. Berno, Berwandlungsjongleur. Schiddebold's Engel. Bons haben Giltigfeit. Sonntags Anfang 6 Uhr. Boffe mit Gesang in 4 Aften von Circus Renz- Riesen- Tunnel. 2. Mannstädt. Musik von demselben. Rouplets von Alfred Bender. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Direktion: J. M. Hütt. Täglich: Grosses Konzert unter Leitung des Musikdirektors Herrn Otto Görner. Luisen- Theater Spezialitäten- Vorstellung 31. Reichenbergerstraße 34. unter Regie des beliebten Humoristen Novität! Abends 8 Uhr: Novität! Der goldene Cylinder. Volksstück mit Gesang in 4 Atten nach einem vorhandenen Stoffe für die Bühne des Luisen Theaters frei bearbeitet von Richard Brodet. Musik von Frit Krause. Mittwoch und Donnerstag: Der goldene Cylinder. Freitag: Gustav Kluck. Stets wechselndes Programm. CIRCUS BUSCH Dienstag, 28. Februar 1899: Theater Burgstr. 22. Burgstr. 22. Das durchweg neue Große März- Programm Nur allererste Kunst- Spezialitäten! Neu! Neu! Berliner Waschermädel. Gesangs: Burleste von Wilh. Geride. Fridolin Pieffe: Dir. Winkler. Sonnabend, den 4. März: Grokes Bockbier- Jubelfest. Extra- Vorstellung. Tanz und Gratis- Berloosung. Anfang 7/2, Entree 50 Pig. Billet- Vorv. Vormt. v. 11-1 Uhr. Alcazar Theater Dresdenerstr.52/ 53.City- Passage. Direktion: Richard Winkler. Markthalle VII ober: Ein Kostümfest. Ausstattungsposse mit Gesang von Oskar Victor Röder. Jeden Abend unter stürmischem Beifall: Carl Jörgensen, der beste Mimifer der Jeztzeit. Bismarck vom Jüngling bis zum Greise." Vorher: Gin bengalischer Tiger. Lustspiel von Brise- Barre. Wochent. 71/2 Uhr. Aufang: Sonntags 6 Uhr. Entree: Wochentags 30 Pf. Sonntags 40 Pf. Vorzugsbillets haben Giltigkeit. Jmbs' Festsäle ( Ostbahn- Park) Benefiz für Arthur Windler. Elite- Abend. 71 Rüdersdorfer Straße 71, Der Hüttenbefizer. Sonnabend Nachmittag 3 Uhr: Wilhelm Tell. Abends 8 Uhr: Der goldene Cylinder. Ostend Garl Weiß- Theater. D Bum 106. Male: PERSIEN. Außerdem: Der deutsche Matrose im Schiffbruch, dargestellt von Mr. Wells. Die 4 Fuchshengste u. f. w. Thurmspringer von Direttor Busch Polo à bicyclette. Auftreten der deutschen Straftturner Gr. Frankfurterstraße 132. Sandor Trio. Vorletzte Woche! Bum 71. Male: In der Tanzstunde: Quadrille, ge: Der Brandstifter ritten von 4 Damen und 4 Herren auf 8 Schulpferden. Auftreten der Sensationelles Ausstattungsstück mit vorzüglichen Klowns und Auguste der Gesang in 5 Aften von G. Ofontowsty. Gesellschaft mit ihren neuen Späßen. Musit von L. Fall. Morgen, Mittwoch, den 1. März, Abends 71/2 Uhr: Persien. Anfang 8 Uhr. Vorzugsbillets haben Giltigkeit. Konzert. Morgen und folgende Im Tunnel von 7½ Uhr an Frei Masken- Garderobe Tage: Dieselbe Vorstellung. Sonntag gr. Auswahl, solide Preise, empfiehlt Nachm.: Die Waise aus Lowood. Stenzel, Rottbuser Damm 8. am Küstriner Plaz. Jeden Dienstag: Korddeutsche Sänger Herren Gäme, Cahnbley, Zimmermann, Stangenberg, Grubow und Raake. Nachher: [ 455b Frei- Tanzkränzchen. W. Noack's Theater Brannenstr. 16. Jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag: Große Extra- Theater Vorstellung ( Verwaltungsstelle Berlin.) 2426 Der Vorstand. Statt besonderer Nachricht! Hiermit allen Freunden und Bes tannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, der Tischlermeister August Völker am 25. d. Mts., Nachm. 1 Uhr, nach langen, schwerem Leiden sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet, Dienstag, den 28., Nachm. 4 Uhr, von der Halle des Emmaus- Kirchhofes aus Am Mittwoch, den 1. März, Abends 8 Uhr, im Lokale statt. Die trauernde Wittwe. des Herrn Rautenberg, Oranienstraße 180: Frau Lina Völker, geb. Blak. Versammlung. Bentral- Kranken- u. SterbeTages Ordnung: 0 1. Vortrag des Reichstags Abgeordneten Rosenow über: Die Arbeiterbewegung früher und jetzt". 2. Disfussion. 3. Neuwahl der Bezirksleitung für den Süd- Osten. 110/16 Die Ortsverwaltung. Achtung! Zimmerer Achtung! Berlins und Umgegend. tasse der Tischler 2. Dertliche Verwaltung Berlin H. Todes Anzeige. Am 25. d. M. verschied das Mitglied unserer Kaffe, der Tischler August Völker im Alter von 38 Jahren. Mittwoch, den 1. März, Abends 8 Uhr, im Lokale der mittag 4 Uhr, von der Leichenhalle Arminhallen, Kommandantenstrasse 20: Außerordentliche Versammlung der Zahlstellen des Verbandes der Zimmerer von Berlin, Char: lottenburg, Rigdorf, Friedrichsberg, Weissensee und Pankow. Tagesordnung: 1. Berathung des vom Vorstand ausgearbeiteten Entwurfs, betreffend die mit dem Arbeitgeberbunde zu vereinbarenden Lohnund Arbeitsbedingungen. 2. Verschiedenes. Die oben bekanntgegebene Tagesordnung ist für jeden Zimmerer von besonderer Wichtigteit und muß daher jeder in dieser Versammlung anwesend fein. [ 254/11] Der Vorstand. sozialistischer Führer,* Lassalle, Wiary 2c. in Cigarrenipigen, Pfeifen, Nadeln, Brochen, Knöpfen, Büsten, Bildern u. dgl., sowie jede Drechslerwaare u. Repar.( Man verl. Preisturant.) 10 Jahre Garantie. Vollkommen schmerzloses Zahnziehen 1 M. Plomben 1.50 M. Thellzahl. wöchentl. 1 M. 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Februar, Nachmittags 21 Uhr starb meine vielgeliebte Frau, unfer: geliebte Mutter und Schwiegermutt r Anna Charlotte Albrecht geb." Bar idim 49. Lebensjahre in Folge eines hlaganfalls. 13806 Die 2erdigung findet Mittwoch Nachmittag3 4 Uhr von der Leichenhalle des Georgenkirchhofes Neus Weißensee statt. Um stilles Beileid bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Zentral- Kranken- u. Sterbekaffe d. deutschen Wagenbauer. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied [ 1359b Franz Hahn am 25. d. Mts. verstorben ist. Iumenhandlung Die Beerdigung findet am 28. cr., P. Abromeit, Berlin SW., Blücherstr. 7. Eing. 3oenerstr. Kränze, Bouquets, TopfNachm. 2½ Uhr, vom städt. Kranten hause am Urban aus nach dem Emmaus- Kirchhof in Briz statt. Un rege Betheiligung ersucht Frauen- Emanzipation gewächse, Guirlanden etc. Die Ortsverwaltung Berlin IV. Burlesfe von Meyfel. Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf., Vorverkauf 40 Pf., Num. Balkon 75Pf., Balkonloge 1 Mk., OrchesterLoge 1,50 Mk., Fremden- Loge 2 Mk. 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Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin.