Einzelpreis 70 Seller. Sozialdemokrat Zentralorgan d. Deutschen ſozialdemokratischen Arbeiterpartei i.d.Tſchechoslowakischen Republik. 11. Jahrgang. Fürsorgedebatte im Budgetausjuẞ. Exposee des Ministers Gen Dr. Czech Prag, 13. November. Heute früh wurden im Budgetausschuß die Kapitel soziale Fürsorge, Ernährung und Gesundheit in Anwesenheit der Reffortminister in Verhandlung gezogen. Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich früh. Redaktion und Verwaltung: Brag I., Retázania 18 Telephon: 26795. 31469( Natredaktion): 26797 Bolichedamt: 57544 Gamstag, 14 November 1931 Grazer Parteitag der österreichischen Sozialdemokratie. Nr. 265. Agrarische Mcute. Graz, 13. November.( Eigenbericht.) Heute| den fascistischen und allen jenen Ländern, in Das Blatt des Herrn Ministerpräsidenten nachmittag wurde im großen Saale der Arbeiter- denen die Freiheit vernichtet ist und feine Mög- und Organ der größten tschechischen Partei, und Angestelltenkammer der Parteitag der deutsch- lichkeit aktiven Wirkens mehr besteht, vor allem jener Pariei, welche sich als die festeste und österreichischen Sozialdemokratie eröffnet. Es jener Kämpfer, die jetzt vor einem Gerichtshof verläßlichste Stütze der Republik ausgibt, hat sind mehr als 400 Personen anwesend. Pilsudsstys stehen.( Der Parteitag erhebt sich und in dieser schweren Zeit einer katastrophalen hat. den Seiß gedachte in der Eröffnungsrede zunächst bringt stürmische Hochrufe auf Bieber Wirtschaftskrise, vor diesem Winter des HunDas Referat über das Fürsorgeministerium der Zeiten, da die österreichische Sozialdemorratie mann aus.) Adler gibt der Ueberzeugung Aus- gers und der Kälte, keine anderen Sorgen, als erstattete der tschechische Genosse Chalupa. zuletzt ihren Parteitag in Graz abgehalten hat- druck, daß an die heutigen Schwierigkeiten, die im Jahre 1900. Damals stand Desterreich- Ungarn vielfach mit einem Stillstand oder Rückschlag der Tag für Tag ein Mitglied der Regierung, den Er glaubt nicht, daß die ausgeworfenen Be- vor einem der schwersten politischen Probleme, Arbeiterklasse verbunden sind, Zeiten großen Fürsorgeminister Dr. Czech in der pöbelhafteträge einschließlich des 300 Millionenkredits für die und Viktor Adler hat damals die prophe- Fortschrittes anschließen werden. ſten unter gesitteten Menschen nicht übliArbeitslosenunterstützung in dieser schweren Zeit tischen Worte gebraucht: Wenn Desterreich sich Abg. Dr. Deutsch erstattet den Bericht der chen- Weise anzugreifen. Dem Genossen Dr. ausreichen werden, und befaßt sich nach einem nicht demokratisiert und nicht die nationale Auto- Barteivertretung und der parlamentarischen Czech, der sich weit über die Kreise unserer Ueberblick über die einzelnen Budgetposten in aus nomie einführt, wird es nicht rühmlich sterben, Fraktion. Die Organisation hat sich trotz der Partei hinaus, in den bald zwei Jahren, da führlicher, fachkundiger Weise mit den großen Auf sondern auf dem Schindanger der Weltgeschichte schweren Strise gut gehalten und nur wenige Pro- er die soziale Fürsorge dieses Landes betreut, gaben des Ministeriums in dieser Krifenzeit, wobei verreden." Diese Worte haben sich erfüllt. Seit zent an Mitgliedern verloren. Fest und uner den Ruf eines der fleißigsten und gewissener namentlich das Problem der Sozialversicherung gedenkt dann der Toten der Partei und der schüttert steht der große Block unserer Partei haftesten Minister der Republik erworben und der Sanierung der Krankenkassen eingehend Internationale und erwähnt dabei besonders mitgliedschaft da, Vergebens rennen Hafenfreuzler hat, können die Angriffe des agrarischen behandelte und seine Befriedigung über die Tätig. Dominik Löw, der auch in der Sozialdemo- und Kommunisten gegen ihn an. Nirgendwo ist Sauptorganes nicht schaden: je mehr er vor keit des Ministeriums in der Wohnbauförderung fratie des alten Desterreich eine Rolle gespielt ihnen trotz ihrem großen Geschrei ein nennensaussprach. Scharfmachern, Restgutbaronen und werter Einbruch in unsere Reihen gehungen. Im Am Nachmittag hielt Fürsorgeminister Dr. Stampfer( Berlin) begrüßt den Parteitag letzten Jahrzehnt ist die österreichische Sozial- prozigen Emporkömmlingen der Agrarpartei Czech ein ausführliches, mehr als einstündiges im Namen der reichsdeutschen Sozialdemokratie. demokratie zu einer Wassenorganisation geworden, angegriffen werden wird, desto treuer werden Exposee über den Aufgabenkreis und die Tätig Die Frage, ob ein staatsrechtlicher Anschluß wie faum in einem anderen Lande. Alle unsere die Arbeiter zu diesem Verfechter ihrer Interteit seines Ressorts. Einen ausführlichen Auszug möglich ist oder nicht, ändert nichts an der vor- Bestrebungen, das Proletariat vorwärts zu brin- essen in der Regierung stehen. Je mehr uns aus diesem Rechensch itsbericht über zwei Jahre handenen un zerstörbaren Schidsals ge- gen, sind davon abhängig, ob es gelingt, den An- unsere Klassenfeinde angreifen, so hat einst angestrengter Tätigkeit im Dienste der sozial meinschaft der beiden deutschen Resturm des fulturfeindlichen Fascismus abzuweh- Bebel gesagt, desto mehr erkennen wir, day Schwachen und Schwächfien werden wir in publifen. Ein Sieg des Fascismus in einer ren und unsere Partei zu einer Bastion der De- wir auf dem richtigen Wege sind. Je mehr die unserer morgigen Folge veröffentlichen. von ihnen würde für die andere die schwerste Be- mokratie in Mitteleuropa zu gestalten. ganze agrarische Meute den sozialdemokratiNach Dr. Czech sprach Gefundheitsminister lastungsprobe bedeuten. Darum hat die steirische Nach der Debatte wird dem Barteivor- schen Minister anbellt, desto mehr UnterDr. Spina, worauf die Debatte eröffnet Arbeiterschaft für ganz Deutschland gekämpft. wurde, die voraussichtlich erit morgen gegen Darum fämpfen wir auch für Sie hier in Dester- stand die Entlastung erteilt und ein Antrag der stüßung wird Dr. Czech bei allen jenen finden, reich, wenn wir in Deutschland alles tun, um den Parteivertretung angenommen, der die Aufmert- welche die kapitalistische Unordnung in die Fascismus von der Macht fernzuhalten. Die jamkeit der Vertrauensmänner auf die Bestre- Hölle eines unerträglichen Daseins stößt. österreichische Sozialdemokratie hat in der Inter- bungen lenkt, die Jugend der Arbeiterklasse Wie groß die blinde Wut der Rüppel ist, nationale den hohen geistigen Rang bewahrt, den der Partei zu entfremden, weshalb ein sie feit Viktor Ablers Zeit innehat. Ihr Fort böbte Werbe- und Bildungsarbeit benen der Herr Ministerpräsident die Leitung feines Organs anzuvertrauen beliebt, dafür schritt ist für das ganze Proletariat von der beschlossen wurde. größten Bedeutung. Abend ihren Abschluß finden wird. Brimer aus Bayern ausgewiefen. München, 13. November. Wie die Münchener Zeitung" meldet, ist Dr. Primer ausgewiesen worden. Er hatte bis Donnerstag 18 Uhr München und Bayern zu verlassen. Dr. Soukup überbringt die Grüße der tsche choslowakischen Sozialdemokratie. Dr. Czech übermittelte in einem Telegramm die herzlichsten Wünsche, die er wegen der BudgetVerhandlungen über die Fürsorge nicht persönlich überbringen konnte. Morgen wird Otto Bauer über die wirt- zwei Beispiele. Zunächst findet es der„ Venkov" unerschaftliche und politische Lage referieren. Es liegt dazu auch eine Resolution des Referenten hört, daß dem größten und dichtestbesiedelten vor, in der unter anderem erklärt wird, daß die Industriegebiet der Tschechoslowakei, nämlich Wirtschaftskrise nicht anders überwunden werden Mähr.- Ostrau, eine außerordentliche Arbeitskann als durch den Uebergang vom Bri- losenhilfe von einer Million Kronen bewilligt battapitalismus zum Staatsfapi- morden ist. Das. Blatt tut jo, als ob der Ein Kommunist von einem Friedrich Adler spricht im Namen der talismus, der fapitalistischen Anarchie zur Minister für soziale Fürsorge da ein VerbreInternationale, in deren Auftrag er über staatlichen Planwirtschaft. Der Fascismus Hafentreuzler ermordet. Beschluß des letzten Kongresses der österreichischen ist nichts anderes als der Verfuch der Kapitalisten chen begangen hätte und hat die UnverfrorenPotsdam, 12. November. In Nowawes Arbeiterschaft eine Büste von Karl Marx und Aristokraten den Groll der durch die Krise heit, zu behaupten, das Geld werde zu Zwecken bei Potsdam ist der Kommunist Herbert Ritter 2onguet, geschaffen ist. Er verweist dann auf Lenten und so die kapitalistische Gesellschaft zu ordinäre Behauptung kann man nur mit bei Potsdam ist der Kommunist Herbert Nitter überbringt, die vom Urenkel Marrens, Jean verelendeten Massen vom Kapitalismus abzu der Parteiagitation verbraucht. bei einem Ueberfall auf Mitglieder der ABD er die schwere Lage in Deutschland und erklärt: es retten. Der Parteitag fordert die Arbeiterklasse einem Gefühl der Verachtung für den schoffen worden. Der Täter, der National- gibt für die Arbeiterklasse feinen andern Weg auf, jedem neuen fascistischen Veranonymen Verleumder zurückweisen. Der in fozialist Günther Düstrau aus Nowawes, um Siege als Geschlossenheit in einer fuch die Gewalt der Arbeiterschaft Rede stehende Betrag ist vom Ministerwurde im Laufe des Abends verhaftet. Partei. Adler gedenkt dann der Kämpfer in entgegenzusehen. Der Krieg in der Mandschurei. Eine solche rat bewilligt worden, also mit Zu stimmung der vier agrarischen Minister. Wenn die Herren Frondeure im ,, Venkov" damit nicht einverstanden sind, mögen sie fich das in ihrer Partei ausmachen; der Fürsorge Hindenburg empfängt 5 A.- Beute nicht! Berlin, 13. November. Auf die kürzlich ausgesprochene Bitte einiger SA.- Leute, der Reichspräsident möge sie empfangen, hat, wie der Tolio, 13. November.( Reuter.) Der Kriegs- sion nicht mehr so unnachgiebig gegenüberstehe, minister ist nicht der Sündenbock dafür, daß ngriff" mitteilt, Staatssekretär Meißner minister teilte der Regierung mit, daß die beiden wie vor einigen Wochen. Solche Vorschläge sind der Flügel der Agrarpartei, dem der Cheffolgende Antwort erteilt: Der Herr Reichs- Brücken über den Nonni- Fluß bereits fertig feien bisher stets an der ablehnenden Haltung Japans redakteur des„ Venkov" angehört, mit den prafident hat mich beauftragt, Ihnen auf Ihr und auch die dritte Brücke repariert sei. Die gescheitert. Es scheint nun, daß Japan unter Ministern Udržal und Bradáč nicht zufrieden Telegramm mitzuteilen, daß er mit großem Be Japaner sind bereit, dieses Gebiet zu verlassen, Umständen geneigt sei, auf einen solchen Vor- ist und daß einige Herren von den Agrariern dauern die in der lebten Zeit vorgekommenen wenn General Matschangschan dafür garantiert, schlag des Rates einzugehen und sich damit ein sich lieber selbst auf den Ministerstühlen sehen verstanden zu erklären, daß mit der Mission die würden als andere. Mordtaten und Ueberfälle verfolgt daß die Brücken unbeschädigt bleiben. Militärattachés in Tokio beauftragt würden. Es und den Herrr. Reichsminister des Innern er- Den letzten Nachrichten aus der Mandschu= fucht hat, der Bekämpfung dieser sich in legter vei zufolge hat sich die Lage verschärft. Es be- bleibt abzuwarten, ob diese Gerüchte sich beſtätigt. Zeit häufenden Vorfälle seine besondere Auf- ftchen Befürchtungen, daß der japanische merfjamkeit zuzuwenden. Von einem Empfang Kommandant am Nonni- Fluß zu einer bier Kameraden mußte der Herr Reichspräst- fofortigen Atticn genötigt sein wird, dent im Hinblid auf seine derzeit besonders starte um einem chinesischen Angriff vorzubeugen. Die dienstliche Inanspruchnahme abschen. Er stellt Chinesen seien zablenmäßig den hnen anheim den Herrn Junenminister Ibr Japanern überlegen. Material zu unterbreiten. Angriff auf auf ein japanisches Ronfulat. Aehnlich verhält es sich mit dem zweiten Vorwurf, den der Venkov" in seinem vorgestrigen Leitaufsatz dem von ihm gehaßten Minister machte. Bei der Sanierung der Arbeitslosenkassen der Gewerkschaften feien Tokio, 13. November.( Reuter.) Die Zeitung die der deutschen sozialdemokratischen Partei „ Nischi Nischi" meldet, daß das japanische Kon- nahestehenden Verbände stärker als andere Aus Tientsin wird berichtet, daß dort fulat in Tsitsikar umzingelt und mit Gewalt ge-| Gewerkschaften hätten Geld bekommen. Zuberücksichtigt worden und sogar kommunistische die ganze Nacht hindurch Gewehrfeuer zu öffnet wurde. Der Konsul und das sonsunächst sei festgestellt, daß wir es in der Tschehören war. Die Chinesen haben die neutrale lats personal wurden verhaftet. Nischi choslowakei mit der ganz unerhörten Tatsache Rone zwischen der Chinesenstadt und der japani- Nischi" meldet ferner, daß chinesische Ka- zu tun haben, daß die Unternehmer ballerie einen Angriff auf die japanischen zur Arbeitslosenunterstützung Stellungen bei Tajin unternommen hat. Diese auch nicht einen Seller beitragen. Meldungen wurden aber bisher amtlich nicht be- In der Periode der guten Konjunktur haben sttäigt. die Arbeiter den Unternehmern Milliardengewinne Japanische Truppen zum Angriff übergegangen. Die Sitzung der 3. 6. B. Berlin, 13. November. Ter Vorstand des fhen Ronzession betreten. J.G.B.( Internationaler Gewerfschaftsbund) beDer Neue China- Note an den Bölterbund. endete heute mit einer Sigung, die unter Leitung des Vorsitzenden Citrine staitfand, Genf, 13. November. Die chinesische Regiedie Beratungen über die Weltwirtschaftskrise und ihre Bekämpfung. Der Vorstand sprach seine rung weist in einer neuen Note auf die VerschärLage Zustimmung zu dem vom Diretor des Interna- fung der Zagg in der Mandschurei hin und er: tionalen Arbeitsamts Thomas unterbre teten sucht den Völkerbundrat, neutrale Beobachter Plan über die Vornahme großer, inter nach Agantschi, Tientsin und andere Orte zu entnationaler öffentlicher Arbeiten fenden, um sich ein objektives Bild über die schafts- und Finanzjachverständigen aus verschie chinesische Regierung erklärt sich bereit, solchen teilung des chinesischen Generals Matschangschen, so viel ausgezahlt, daß ihre Arbeitslosenaus und beschloß die Einberufung von Wir: japanischen Truppenbewegungen zu machen. Die benen Ländern zur Beratung der in diesem Plan Beobachtern jede Erleichterung zur Erfüllung sind die japan schen Truppen gestern nachmittags zum Angriff übergegangen, ohne den Ablauf des borgesehenen Arbeiten. Darüber hinaus sollen ihrer Aufgaben zu gewähren Gerüchtweise verlautet heute, daß Japan japanischen Ultimatums abzuwarten. Erst die Die Sachverständigen auch zur internationalen Geld- und Kreditkrije Stellung nehmen. dem Gedanken einer neutralen Kommis- hereinbrechende Nacht beendete das Gefecht. Charbin, 13. November. Nach einer Miteine eingebracht, in der Zeit der Kriſe leisten die Unternehmer für die Arbeiter nichts! Nur die Gewerkschaften und der Staat tragen die Arbeitslosenunterstüßung und die Gewerkschaften haben in den letzten Jahren tassen leer sind und sie ihr Vermögen, das statutarisch den Kampfzwecken der Arbeiter dient, angreifen mußten. Wenn beispielsweise die ,, Union der Textilarbeiter", gegen die der Cette 2 Nr. 265. der Samstag, 14. November 1931. ,, Venkov" besonders ins Feld zieht, mehr als besser, ihre eigenen Genossenschaften darauf-| Bahnen könnte man von größeren Gewinnen nicht ideologischen Beeinflussung andere Organisationen bekommen hat, so hin zu kontrollieren, ob die durch Unwetter- mehr reden. Massen. Zu verhindern, daß der Arbeiter liegt es eben daran, daß die Union die größte fatastrophen geschädigten Landwirte die vom In Personalfragen wolle er feineswegs auto zum Klassenbewußtsein erwacht, ihn von der Textilarbeitergewerkschaft ist und die Krise in Staate gewährten Unterstüßungen auch wirt fratisch auftreten, da die Zufriedenheit des Per Ideenwelt des Sozialismus fernzuhalten, wurde der Textilindustrie am ärgsten wütet. Bei der lich bekommen. Sie brauchen nur bei der fonals die Grundlage der Prosperität des Unter ihr 3wed. In der Wahl der Mittel nicht emp Verteilung der Gelder wurde der einzig mög- landwirtschaftlichen Genossenschaft in Jitschin nehmens sei. Ueber die Konkurrenz, die den Bahnen findlich, wurde Lüge und Verleumdung das Leitmotiv der bürgerlichen Presse. Große liche und gerechte Schlüssel angewandt, näm- nachzufragen und werden da erfahren, daß durch den Autobusverkehr Konzerne entstanden, Riesensummen brachten die lich die Zahl der unterstützten Fälle das den geschädigten Bauern von der GenossenGeldmagnaten auf, um durch wahre Sturm bezügliche Morerial steht dem Obersten Kon- schaft, welche mit der Auszahlung der Unter- erwächst, erklärte der Minister, daß man auch in fluten bürgerlicher Preßerzeugnisse die öffenttrollamt gewiß zur Verfügung. Auch die kom- ftüßung beauftragt ist, jene Beträge, welche der Verkehrspolitik dem privaten Unternehmergeist Meinung zu vergiften. Alles, was sich gegen den munistischen Gewerkschaften haben die auf sie ihr die Bauern schuldig sind, einfach abgezogen Gelegenheit geben müsse, sich zur Geltung zu Sozialismus richtete, fand in den Spalten der nach diesem Schlüffel entfallenden Beträge er- werden. Die Unterstüßungen bei Elementar- bringen. Die Bahnen wollen feine Monopolstellung bürgerlichen Bresse Unterschlupf. Die Regiein Berkehr, da eine gesunde private Konkurrenz so rungen der bürgerlichen Klassenstaaten kauften halten, weil diese Verbände zur Auszahlung katastrophen find also ein Mittel zur Sanie- wohl ihnen wie dem Publikum nüßen werde. Wegen Zeitungen, subventionierten sie und ließen sie zu der Arbeitslosenunterstützung nach dem Genter rung der agrarischen Genossenschaften. Konzentrierung des Verkehrswesens in ein einheit Schleuderpreisen auf die Leser los. Von ParSystem berechtigt sind. Sofern bei diesen Ver- Zum Schluß sei noch einmal des Tones liches Ressort sind Verhandlungen mit dem Post- teien und vermögenden Privaten gefördert, erbänden Ungehörigkeiten vorgekommen sind gedacht, den das agrarische Hauptorgan bei ministerium im Zuge. Mlčoch suchte weiter darzu schienen scheinbar farblose,„ neutrale" Neuigund wir haben selbst nachgewiesen, daß kom- der Kampagne gegen den Genossen Dr. Czech tun, daß die Bahnen auch heute eifrig bemüht seien, teitsblätter, billig, mit Illustrationen, ohne pomunistische Verbände nur die Staatsunter- anschlägt und der bisher in einer Kaschemme den modernen Anforderungen zu entsprechen. Die litischen Inhalt, aber darauf berechnet, die Hirne stügung ausgezahlt haben hat das Mini- üblicher war als in einer großen Zeitung. Investitionen seien feineswegs eingestellt; sie ent- der arbeitenden Menschen zu verkleistern, ih: fterium für soziale Fürsorge Maßnahmen er- Auf das Niveau der journalistischen Leibgarde sprechen auch im nächsten Jahre dem notwendigen Denken und Handeln abzulenken von dem histo griffen, damit die Arbeitslosen die vollen Be- des Herrn Ministerpräsidenten hinabzusteigen nale Momente eine Rolle spielen, stellt der Minister und vor allem vom Sozialismus. Die Bedarf. Daß bei Lieferungsvergebungen auch natio- rischen, politischen und ökonomischen Geschehen, träge, auf die sie statutarisch Anspruch haben, ist unter der Würde der deutschen sozialdemo- nale Momente eine Rolle spielen, stellt der Minister und vor allem vom Sozialismus. Die entschieden in Abrede. bürgerliche Presse, vordem nur Quelle des auch erhalten. Die Herren Agrarier täten viel fratischen Presse. Profits für ihre Eigentümer, wurde damit zum Sachwalter der tapitalistischen polemisierte zunächst gegen die Rede des tschechischen Klasse, zur Waffe des tapitali Genossen Seidl, der über die Politisierung des stischen lassentampfes, und dadurch, Personals und über die Agitation des nationalsozia- daß sie diesen ihren eigentlichsten Charakter gelistischen Postlerverbandes scharfe Beschwerden geschickt zu verbergen weiß, zu einem gefähr= führt hatte. Der Bostlerverband sei angeblich eine lichen Feind der arbeitenden Men" unpolitische" Fachorganisation. Franke werde keine fchen. Denn dadurch, daß es viele, allzu viele solle. Was überhaupt möglich sei, um die Finanz- unwürdige politische Agitation unter den Postlern Arbeiter gibt, die zum Leserkreis der bürgerwirtschaft des Unternehmens wieder ins Gleich- dulden, schon gar nicht in den Amtsstunden. Weiters lichen Presse zählen, bewahrheitet sich die alte gewicht zu bringen, das geschehe bereits. Die Spar- verteidigt er sehr entschieden das zweimalige( Erfahrung immer wieder, daß der größte maßnahmen gehen oft so weit, daß sie berechtigte Avancement eines bestimmten Beamten innerhalb eind der Arbeiterklasse in den Beschwerden der Betroffenen hervorrufen. Wenn die eines Jahres. Reihen der Arbeiter selber zu f1= Bahnen ausschließlich vom Standpunkt des Privatchen ist. unternehmers geführt werden könnten, dann wären In der Zeit dieser Entwicklung der bürgerEisenbahnen und Bost. Genoffe Grünzner für ein einheitliches Berkehrsministerium. Donnerstag abends wurde im Budgetausschuß die Debatte über die beiden größten staatlichen Unternehmungen, Post und Eisenbahn, bereits zum Abschluß gebracht. Genoffe Grünzner befaßte sich in der Debatte zunächst mit dem Defizit der Bahnen. Alle ernsten Volkswirtschaftler bewege die Sorge, wie die Eisenbahnen zu heben und auf eine entwidlungsfähige Grundlage zu stellen wären. Diese Sorge ist vornehmlich auch eine Sorge um die Eristens der Eisenbahnbediensteten und Beamten. Grünzner lehnt die gelegentlich auftauchenden Pläne wie Verpachtung der Bahnen, gemischtes System usw. ab. Wir können wohl bei dem heutigen System bleiben, doch wird eine Ronzentration des gesamten öffentlichen Ver. kehrswesens in einer Hand Vostminister Dr. Franke Die Verantwortlichkeit für die schleppende ErParteien eingetreten, tschechische wie deutsche, und lebermacht. sie sicher auch heute hoch aktiv. So aber find sie ledigung des Falles des Postdirektors Sinef auslichen Presse, die ja noch immer nicht abge aus öffentlichen und sozialen Rücksichten genötigt, Ermäßigungen zu gewähren, die allein% Milliarden den Fall schon viele Monate bearbeite. Angeblich schlossen ist, stand ihr als einziger Gegner die seien für Sinet, der Nationalsozialist ist, mehrere Arbeiterpresse gegenüber. Es war wahrhaftig ein Stampf gegen eine hundertfache ausmachen. Im Gleichgewicht kann man den Betrieb ent- auch verschiedene bedeutende Korporationen. Heute sem Gegner nicht erlegen ist, sondern sich zwar Wenn sie aber trotzdem dic weder durch harte Sparmaßnahmen oder durch große trete er einmal aus der Reserve heraus, die er fem Gegner nicht erlegen ist, sondern sich zwar staatliche Zuschüsse erhalten. Tariferhöhungen sind in diesem Fall bisher beobachtet habe. An die Auf- langfam, aber unaufhaltsam emporgearbeitet nicht möglich, schon deshalb nicht, weil die Bahnen hebung der Postdirektion in Troppau werde nicht dessen als eines Zeichens der tiefen und Einfluß gewonnen hat, so freuen wir uns eine Konkurrenz haben; ein Abbau der Regiebegüngedacht. Ueberzeugungstreue weiter Schichstigungen würde auch scharfe Proteste zur Folge haben. In Beantwortung der Beschwerden des Genossen ten des Proletariats. Der„ Nordb. Grünzner über den deutschen Rundfunk hält der Volksbote", der heute seinen 40. GeburtsMinister eine tägliche deutsche Sendezeit von 35, tag feiert, darf wohl in aller Bescheidenheit ein bzw. 45 Minuten anscheinend für völlig ausreichend. Klein wenig des Verdienstes auch für sich in AnBezüglich der Vereinheitlichung des Autobus- pruch nehmen, an dieser Entwicklung, an diesen verkehrs werden Verhandlungen mit dem Eisenbahn. Stämpfen, an diesen Erfolgen Anteil zu haben. ministerium geführt; die Verhandlungen seien aber mit Rücksicht auf die Kompliziertheit des Problems bezüglich der Angestellten, der Organisation usw. so schwierig, daß man wohl erst in einer ruhigeren Zeit zu einer Lösung kommen werde. Die Teuerungsverhältnisse sind so, daß die Bezüge nicht herabgesezt werden können. notwendig sein; dabei wollen wir nicht einem direk ten Verkehrsmonopol das Wort reden. In diese Sept man die Zahl des Personals herab, dann Stonzentration wird man auch die Poft einbeziehen wehren sich die Gewerkschaften dagegen. Das Defizit müssen. Das ganze Verkehrswesen sollte man unter der Bahnen werde heuer überdies nicht größer ein Verkehrsministerium stellen, dann fein als im Vorjahr, obwohl die Einnahmen fönnte man den Tariffrieg beseitigen. An Stelle um weitere 250 bis 300 millionen gefallen sind. Es eines Generaldirektors wäre unseren Bahnen auch wurde sehr gespart; an den Einkaufspreisen allein ebensogut mit einem Fachmann als Minister Dutzende von Millionen. Bei den Lieferanten der gedient. Das wäre nur eine gegenseitige Ergänzung von Demokratie und Bürokratie. Allerdings müßte dann Verwaltung reformiert die nicht von heute auf morgen oder mit Gewalt, wie feinerzeit beim Personalabbau. bote" Bodenbach, erschienen ist. nichts anderem überboten, als biel= leicht von ihrer Unwissenheit. Industriellengelder für die Hitlerpartei. in Dresden, 13. November,( Eig. Drahtb.) Dem sozialdemokratischen Organ in der Lauvereinigten Elemente herbeiführen, und das war fizz ist ein Bericht über eine vertrau zu kompliziert und zu schwerfällig ist, aber bas geht Ein Presscjubiläum. auch das Ende des ideologischen Liberalismus. fiche stonferens von Rajiführern Die Presse entartete immer mehr. War sie dem Orte Neu- Gersdorf in die Finger gefallen. Von Emil Arnberg. vorher fast ausschließlich nur ein Objekt des Er- Er Dieser Tage sind es 40 Jahre, daß die werbs, so wurde sie mehr und mehr ein Sorder bestätigt vor allem, daß die Nazis aus industriellen Geldquellen gespeist Ich weiß allerdings, erklärte Redner, daß der erste Nummer des„ Nordb. Bolts- der Korruption, der Bestechlichkeit, werden. Allerdings scheint das Geld nicht reichgegenwärtige Eisenbahnminister ein besonderer servil und Inicweich nach oben, schroff ableh- lich genug zu fliegen um alle Ausgaben decken zu Freund dieser Konzentrierung ist und andere An- Man tann das Jubiläum eines Partei- nend und gehässig feig gegenüber jeder freien fönnen; denn der Grundton aller Ausführungen schauungen vertritt. Ich halte es aber für eine Sysiphusarbeit, die das Kleingewerbe doch nicht organs nicht begehen, ohne der Entwicklung der Regung und jeder Neuerung: Inferatenplan- fönnen; denn der Grundton aller Ausführungen retten kann, wenn der Herr Minister glaubt, daß Parteipresse überhaupt und deren Bedeutung tage, nur eingestellt auf Gelberwerb für die in der Sizung war immer wieder der Schrei: Anerkannt wurde nach dem Bericht, daß die er durch Bergebung der Bieferungen an klein gedenken. Dabei wollen wir die Hemmnisse Besitzer, wurde sie zum Organ der Expreffung, Schafft Geld, ganz gleich wie. Großindustrie für jeden beschäftigtent gewerbetreibende dem Unternehmen beson- und Widerstände politischer, organisatorischer, so daß Ferdinand Lassalle mit Recht von der gewerbetreibende dem Unternehmen beson Arbeiter einen Pauschalsa abführt ders nügt; im allgemeinen ist der größere Betrieb ebenso wie jene finanzieller Art gar nicht erör Bresse jagen konnte: tern, wollen nicht der hundertfältigen behörd- Unser Hauptfeind, der Hauptfeind aller ge und die Kohlensyndikate für jede geförderte Tonne doch immer leistungsfähiger als ein Kleinbetrieb. lichen Schikanen und oft genug gesetzwidriger funden Entwicklung des deutschen Geistes und des Stohle einen bestimmten Beitrag in die Nazitaffe Genoffe Grünzner fritisiert weiters scharf die Unterdrückungsversuche gedenken, nicht der oft deutschen Volkstums, das ist heutzutage die fließen lassen. Das alles sei aber nur ein Tropfen ungwedmäßige Elektrifizierung der Prager Kurg an den Haaren herbeigezogenen Preßprozesse und Presse! Die Presse ist in dem Entwicklungs- auf den heißen Stein. Festgestellt wurde ferner, streden und lenkt die Aufmerksamkeit auf die gänz- der Verfolgung und Bestrafung" jener Ge- stadium, auf welchem sie angelangt ist, der ge- daß die Referentengelder bei der Naziliche Unzulänglichkeit der Bahnhöfe in Ausfig, nossen, die in der Hervenzeit der sozialistischen fährlichste, der wahre Feind des Boltes, ein ure partei höher feien als bei anderen Parteien, daß se gefährlicherer, als er verkappt auftritt. Ihre bie Gehälter der Nazibonzen in der Zeit Bodenbach und anderen Orten. Nur die Um. Bewegung die sozialdemokratische Bresse beDas alles waren ja nur Wir- Sügenhaftigkeit, ihre Berkommen der größten Wolfsnot von Monat zu Monat sicht des Personals bewirkt dort, daß nicht mehr treuten. Das alles beit, ihre Unfittlichkeit werden von steigen und daß Braune Häuser und A- KaUnglüdsfälle vorkommen. Leider wird immer wieder kungen, die der zielbewußte, organisierte eingewendet, daß zu Neubauten fein Geld vor- Klaffenkampf hervorrufen mußte und immer fernen unheimliche Summen verschlingen. wieder hervorrufen muß als natürliche Reaktion handen sei, In den Verwaltungsausschuß der Bahnen muß der herrschenden Klasse, gegen die sich der proleSo beschaffen war die Presse, che es eine Mährisch- schlesischer Landesausschuß. In der man nicht gerade Volkswirtschaftler hineinnehmen tarische Klassenkampf richtet. Das waren Epi-die sind in der legten Zeit nicht gerade im An- oben, die die erwachende Arbeiterklasse an- sozialistische Presse gab. Die junge sozialistische Bewegung, in ihren heute abgehaltenen Sigung des mährisch- schlesiwurde beschlossen, eine zuziehung von Eisenbahnern. Praktische gaben, ihre Kampfkraft und ihren Kampfes- Anfängen alles eher denn eine Bewegung der Anleihe in der Höhe von fünf Millionen sehen gestiegen, aber nüglicher wäre die Sinfeuerten, der Arbeiterbewegung neue Impulse Eisenbahner fönnten hier sehr viel zur Gesundung willen stärkten, ihren Trotz entfachten und sie zu Arbeiter, brauchte aber Publikationsorgane. Stronen zur Deckung von Investitionserforder recht! Zwar konnten Marg und Engels, Lassalle und Hier soll davon die Rede sein, wie die Ent- andere dann und wann ihre Auffäße in liberalen niffen aufzunehmen. Beschlossen wurden weiter Rebner legt weiter dar, wie ganz gut auch heute stehung und Entwicklung der sozialistischen Presse Blättern erscheinen laffen, aber wie lange? Und die Richtlinien für den Vorgang bei der Durchnoch ein größerer Betrag für die Aufbefferung der entscheidenden Einfluß nahm auf als aus der kleinen Bewegung Intellektueller beratung der Bezirks- und Gemeindevoranschläge Bezüge der Eisenbahnarbeiter vorhanden sein könnte, Inhalt, Gestaltung und Entwid- eine wirkliche Arbeiterbewegung und allmählich für das Jahr 1932, deren Hauptzwecke die Stawenn die für andere Refforts geleisteten Dienste ent- lung der Presse überhaupt. eine Massenbewegung wurde, mußte sie auch bilität der Voranschläge sein soll. Der Landesausschuß genehmigte ferner eine Reihe von An sprechend honoriert würden. Wie war es denn um das Zeitungswesen in eine eigene Presse haben. leihen der Bezirke und Gemeinden und verhan Jede sozialistische Blattgründung unter handelte und genehmigte auch die ersten BeDer Weihnachtsbeitrag an die Staats- dieser Zeit bestellt, ehe es eine sozialistische Presse licher Seite bekämpft. Dabei ist er doch nur ein Besitzer Quellen des Erwerbes. Ihr chen des Bürgertums. Nicht eingestellt auf den zirksstraßenbauten wurden mehrere Bezirksbeider Dotation für Betion, die oft in einer Weise verteilt wurde, daß anzuloden und Abonnenten zu gewinnen, fein Idee, in den Dienst der Wahrheit und der Stri- träge bewilligt, ebenso wurde die Zustimmung zu Protektion babei eine große Rolle spielte. Seit dem mußte. Geistesrichtung, Kulturprobleme? über- tit fand sie nur geser bei den Anhängern dieser Meliorationsbauten gegeben. Einfluß der Volkszählungsergebnisse auf die Jahre 1921 sind die Bezüge der Eisenbahner ohne- flüssige Dinge für die auf den Profit eingestellten Idee. Deren aber wurden immer mehr, die dies um 500 bis 600 K monatlich gesunken; Zeitungsherausgeber. Freilich gab es daneben sozialistische Presse fand immer weitere Verbrei Gemeindewahlen. Das Statistische Staatsamt hat auch anständige Organe, die es sich zur Aufgabe tung, sie wurde zum Erwecker und Führer des eben Nr. 20-22 der tschechischen Ausgabe der ftellten, eine öffentliche Meinung zu Proletariats, zum Künder und Verbreiter einer Außerordentlichen Mitteilungen" herausgegeben, die bilden, die die damaligen Zustände kritisierten neuen Geistesrichtung und leitete im Verein mit ein Berzeichnis einerseits derjenigen Gemeinden entund anklagten. Marg und Engels selber der sozialistischen Bewegung eine neue Stultur- hält, in welchen die bei der Volkszählung vom Jahre Wir appellieren darum an die genannten Parteien, waren ja darauf angewiesen, ihre Auffassungen und Gesellschaftsepoche ein. Die Klaffenkämpfe 1930 ermittelte Aenderung der Einwohnerzahl Einvon ihrer Forderung Abstand zu nehmen. in solchen bürgerlichen Blättern zu veröffent- verschärften sich, das Bürgertum fühlte sich be- fluß auf die Zahl der Mitglieder der GeNamens der deutschen Rundfunkorganisationen lichen. Aber der Liberalismus selber, der in der unruhigt und war gezwungen, dem neuen meindevertretung nach§ 9 der Gemeindeurgiert Genosse Grünzner dann noch die VerlänZeit der historischen Auseinandersetzung zwischen Werden den organisierten Widerstand entgegen- wahlordnung hat, anderseits derjenigen Gemeinden, gerung der deutschen Sendung auf eine dem Feudalismus und dem aufstrebenden Bür zustellen. Es wußte, daß der proletarische in welchen sich auf Grund der Volkszählungsergeb Stunde täglich; diese Forderung sei sicher berechtigt gertum entstand, barg zu viele Gegensäge in sich, selaffenkampf im Erfolg abhängig ist von der nisse die in§ 19 dieser Wahlordnung vorgeschriebene als daß er an sich und erst recht durch seine ideologischen Einstellung der Maffen, Art der Wahl ändert. Im ersten Falle bandelt es Eisenbahnminister Mlčoch Presse zu größerem und dauerndem Einfluß daß ohne Selaffenbewußtsein tein Klaffenkampf sich um 2069, im zweiten um 535 Gemeinden. Die hätte gelangen können, und die Entwicklung des möglich ist, und war früher die bürgerliche zei Mitteilungen" sind für 3 K durch jede BuchhandKapitalismus mußte zwangsläufig die laffen- tung für den Besitzer eine Quelle des Erwerbes, lung von der Firma Bursit& Kohout in Prog II mäßige Scheidung der im Liberalismus so wurde sie nunmehr ein Werkzeug zur zu beziehen. der Bahnen beitragen. es wäre ein schweres Unrecht, wenn man jetzt ben Weihnachtsbeitrag streichen wollte. erklärte, es sei sehr schwer vorauszusagen, wie lange die Krise noch dauern werde und wie man ihre Folgen für die Eisenbahnen mildern oder beseitigen «r. 265. SamStag, 14. November 1931. Ee'te 3 R MMkl WWklle SlchklI M Mm WWW. Kaum ist eS durch das energische Einschreiten des Metallarbeiterverbandes gelungen, die von den Pilsner Skodawerken geplante Entlassung von 1500 Arbeitern zu verhindern, droht der zweite Mammutbetrieb der Schwerindustrie, nämlich die Witkowitzer Eisenwerke mit einschneidenden, Maßnahmen gegen die Arbeiterschaft. Die Direktion der Eisenwerke teilte dem Betriebsausschuss« mit, daß ab 16. ds. die gesamte Produktion der Blechstrecke und der Appretur im Walzwerk aus mindestens'14 Tage eingestellt wird. Ferner soll im j neuen Walzwerk ein Hocho fen stillgelegt werden, so daß von sechs Oefen nur mehr drei im Betriebe bleiben. Mit diesen angedrohten Maßnahmen werden wieder 800 Arbeiter überflüssig und es werden daher ab 16. ds. weilere 1300 Arbeiter auf unbestimmte Zeit beurlaubt. Die Direktion versucht ihr Vorgehen damit zu entschuldigen, daß sie unter valutarischen Schwierigkeiten zu leiden habe und daß das Werk nicht mehr weiter russische Aufträge erledigen könne, nachdem die staatliche Exportgarantie ungenügend sei. Aehnlich wie gegen die Arbeiterschaft gehr das Werk auch gegen die Beamtenschaft vor. Allen Beamten wurden Reverse vorgelegt, in welchen sie bestätigen solleü, daß sie mit einem Gehaltsabbau von 4 bis 6 Prozent einverstanden sind. Das Vorgehen der Firma ist in der gegenwärtigen Zeit unverantwortlich und es muß ihm auf das schärfste entgegengetreten werden. Die Arbeiter- und Beamtenschaft kann wirklich nichts dafür, daß die Herren Rothschild und Konsorten an der Kreditanstalt ein paar hundert Millionen Kronen verloren haben und sie verbitten es sich vor allem auf das energischeste, zu irgendwelchen Manöver» der Firma miß braucht zu werden. Es ist ganz offensichtlich und d»e Herren bemühen sich gar nicht, es zu verbergen, daß m»t den brutalen Maßnahmen ein Druck auf den Staat ausgeübt werden soll, um die ruffischen Exportkredite zu erweitern. Es waren gerade dir Vertreter der Arbeiterschaft, welche die Forderung nach Einführung der Exportkredite gegen die Partei der Industrie, nämlich die Nationaldemokraten, aus das heftigste verteidigt und schließlick durchgesctzt habt». Herr Sonnenschein möge sich nun an seinen Freund HiwLL wenden, damit dieser für eine Erweiterung der Kredite sorgt, er kämpfe aber nicht seinen Kampf auf dem Rücken der Arbeiter und Beamten aus. Das muß den Herren ganz deutlich gesagt werden, da es unerträglich ist, wenn in der heutigen schweren Zeit die Herrschaften die Arbeiterschaft ganz unnötig provozieren. Weiter muß aber gerade an diesem Beispiel dargetan werden, wie unerläßlich die sofortige Durchführung der vom Ministerium für soziale Fürsorge vorgeschlagenen Verkürzung der Arbeitszeit ist. Es ist sicher, daß in den nächsten Wochen bereits 3000 Arbeiter aus den Witkowitzer Eisenwerken entlaflen würden, wenn die gegenwärtige Arbeitszeit nicht verkürzt wird. Die Direktion erklärt ganz offen, daß auch nach Ueber- windung der gegenwärtigen Schwierigkeiten Arbeit nur für etwa 13.000 Arbeiter bei achtstündiger Arbeitszeit vorhanden sei. Es droht also— und das nicht nur in Witkowitz— die Gefahr von Masienentlaffungen, der nur durch rascheste Verkürzung der Arbeitszeit vorgebeugt werden kann. Dessen sollen sich die Gesetzgeber bewußt sein und nicht durch überflüssiges Hinausziehen des vom Ministerium vorgelegten Gesetzentwurfes eine katastrophale Situation herbeiführen. Die Äoda-Selder M die Hitler' leute. Ei« wertloses Dementi.— Jetzt erst recht Forderung nach Untersuchung! Das Tschechoslowakische Preß- b ü r o gab Donnerstag nachts folgende Meldung aus: Prag, 12. November. Die„Cefloslovenfla Republik" vom 13. November veröffentlicht folgende M tteilung: „Einige Blätter brachten gestern eine Pariser Meldung, des Inhaltes, daß der französische sozialistische Deputierte Faure behauptet habe, ,>die Lkodawerke, an denen Schneider- Creuzot hervorragend beteiligt sind, unterstützen heute die Hitleranhänger durch große Geldspenden." Wir informierten uns über die Richtigkeit dieser Behauptung an den berufenen Stellen, wo uns erwidert wurde, daß dies eine Absurdität sei, die nur m i t- leidiges Lächeln Hervorrufe. Diese unsinnigen Gerüchte wurden zuerst in dem Buche„Das Geld in der Politik" laut, das Richard Lewinson im Fischer-Verlag herausgab, und in dem er auf Seit« 149 bei der Aufzählung aller derjenigen, die die Hitleraktion unterstützen, u. a. sagt:„Aber auch in der Tschechoslowakei beteiligen sich die Industriellen von Duschnitz(?), Arthaben(?), und sogar die Direktoren der größten Waffenfabrik, der von Frankreich kontrollierten ökodawerke, an den GeldsamMungen für die Hitlerleute." Schon aus dem Umstande »st die Absurdität der Behauptung ersichtlich, weil«s solche Ortsnamen in der Tschechoslowakei überhaupt nicht gibt. Auch ist es nicht wahr, daß di« Direktoren der Aodawerke in irgendeiner Weis« die Hitleraktion finanziell gefördert haben. Die Zkodawerke haben diese unsinnige Erfindung sogleich nach Veröffentlichung dieser Publikation in Wien kategorisch dementiert. * Zu diesem Dementi ist folgendes zu sagen: Erstens kommt dem Tschechoflowakischen Preßbüro selber keineswegs jene Autorität zu, die, aus Grund welcher„Informationen" immer, mit einem Dementi die Angelegenheit als bereinigt könnte erscheinen lassen; zweitens aber sind die nach Ansicht dieses Büros— berufenen Stellen" ein Schwammwort— wer sind denn diese berufenen Stell en? Berufen ist da nur die Regierung und die betreffenden Minister! Und drittens hat Paul Faure sich weder auf das oben genannte Buch berufen, noch hat er behauptet, daß die Direktoren der Aodawerke an den Geldsammlungen für die Hitlerleute sich beteiligen; Faure sprach vielmehr von den Skodawerken s ch l e ch t h i n. Und, wie wir gestern schon sagten, ist es doch nirgends bewiesen, daß Faure nicht über andere Nachweise verfügen konnte, die von den„Absurditäten" eines fälschlich oder irrtümlikb genannten, nick>t existierenden Ortsnamen sehr unabhängig sein können.' Kurzum: für uns ist etwas noch lange nicht unsinnig, weil es— über das wir schon öfters mit Grund mitleidig lächelten— vom Korrespondenzbüro in der Prager Stefansgasse, so hingestellt wird, Wir verlangen deshalb noch nachdrücklicher hochosfizielle Untersuchung, die von Regierüngs wegen sofort eingeleiter werden müßte. Unsere hohen Behörden schreiten gegen jeden Mann oder jedes Weib aus dem Volke wegen jeder unüberlegten und harmlosen Redewendung in» die nicht in das Konzept der Udr- Salschen Staatspolitik paßt— aber ein Herr G e n e r a l d i r e k fo r Löwenstein ist natürlich sakrosankt. Der braucht nur die Dementierspritze in die Hand zu nehmen. Nein— auf solche Weise wird man umso hartnäckiger an die Lkodagelder für Hitlers glauben und davon sprechen. Weshalb es eben notwendig ist, die Angelegenheit von höchster Stelle aus raschest und gründlich und vertrauenerweckend zu untersuchen! Unfff neuer Roman Wir beginnen morgen mit dem Abdruck «ine- Schul- und Schülerromans aus dem Manuskript. Es handell sich um ein Erstlingswerk; der Auwr, A. A l t s ch u l, ist unseren Lesern auS kleineren Arbeite»» bekannt, di« wir gelegentlich veröffentlichten. De. rrolpe'B ist ein Roman, den unsere Jungen und unsere Alten'mit Interesse lesen werden und lesen sollen. Hier geht'» im Grunde um Problem«, die uns alle angehen und die, wenn sie auch der Verfasser gut künstlerisch . ohne jede Tendenz behandelt, nur von der psychologischen, piwagogischen und sozialen Seite her, in diesem Roman dennoch deutlich und überzeugend nach der fortschrittlichen Seit« in Angriff genommen wird. In Inhalt und Form wirbt dies« Erzäh- lung erfolgreich durch ihre Schlichtheit und Klarheit, durch das ehrliche Ringen nach dem Wahren, dem Guten und dem Schönen. Wir sind überzeugt, daß dieses Buch bei unseren Lesern Aufmerksamkeit und Gefallen finden wird. Sroener über die Abrüstungskonferenz. Berlin, 13. November. Tas Wolffbüro verlautbart: In einer Unterredung mit dem Berliner Vertreter der„Chicago Tribuna" erllärte Reichsmini st er Groener u. a>, Deutschland habe das Recht auf die gleiche Sicherheit und die gleichen Methoden in der Abrüstung. Im Jahre 1930 sei ihm ausdrücklich zugesichert wor- den, daß die anderen Staaten Deutschland auf dem Wege folgen würden, auf dem Deutschland durch seine sofortige Abrüstung voranging. Deutschlands Ziel aus der Abrüstungskonferenz müsse eS daher sein, seine nationale Sicherheit dadurch zu erlangen, daß die anderen Staaten nach den selben Methoden abrüsten, wie sie seinerzeit Deutschland auferlegt hatten. Der Minister begründete dann im einzelnen dir Ungerechtigkeiten des Konvent» onsentwurfs der vorbereitenden Abrüstungskonferenz und beantwortete schließlich die Frage, ob Deutschland eine größere Armee fordern werde, wenn sich die schwergerüsteten Länder weigern sollten, die Stärke ihrer Armeen erheblich herunterzusetzen, folgendermaßen:„Diese Frage würde vorauS- setzen, daß die Abrüstungskonferenz scheitert. Was Deutschland in einem solchen Falle tun würde, kann ich nicht sagen. Meine Meinung ist es, daß alle Völker der Welt die größten Anstrengungen machen sollten, daß die Abrüstungskon- ferenz nicht scheitert, sondern, daß sie zu einem positiven Erfolg führt, der die Welt von der Last der Rüst»»ngen u»»d der ewigen Kriegsdrohung^ befreit." Hoover für die Herabsetzung des Marinebudgeks Washington, 13. November.(Reuter.) Präsident Hoover hält an seiner Absicht fest, dem Kongreß einen Vorschlag zu unterbreiten, die Ausgaben für die Kriegsmarine entgegen dem ursprünglichen Projekt um 59 Millionen auf 343 Millionen Dollar zu kürzen. Revolution in ßguador. New Jork, 13. November. Associated Preß meldet ans Guayaquil(Ecuador): Revolutionäre unter Führung von Clotariopaz haben sich der Städte Santa Rosa und Pasajozaruma in der Provinz Oro bemächtigt. Der Kriegsminister gibt bekannt, daß O b e r st Alba, der vor der Oktober-Revolution Ministerpräsident mit den Machtbefugnissen eines Präsidenten war, sich als Diktator ausrufen lasse. Truppen sind an Ort und Stelle abgegangen., * Guayaquil, 13. November. Der Kongreß hat den Präsidenten Moreno mit besonderen Vollmachten zur Bekämpfung der gestern ausgebrochenen Revolution ausgestattet. Die handelspolitischen Verhandlungen mit Ungarn< gestern wieder ausgenommen. Prag, 13. November. Nach einem Ueber- einkommen wurden heute die handelspolitischen Verhandlungen zwischen der Tschechoflowakischen Republik und Ungarn wieder ausgenommen. Die j Delegationen beider Regierungen haben in ihrer ersten Sitzung das Arbeitsprogramm festgelegt und gingen zur meritorischen Durchberatung der Fragen über, welche noch in den früheren Ber- handlungen unerledigt blieben. Es gelang zwar schon früher den Umfang dieser Fragen wesentlich einzuengen; es befinden sich darunter aber einzelne, welche einer gründlichen Aufklärung bedürfen. Beide Parteien sind von dem aufrich- tigen Willen durchdrungen, auch in diesen Fragen ein volles Einvernehmen zu erzielen. In oen Verhandlungen wird morgen fortgefahren werden. Ungarische Parlamentsrede für Vie Habsburger-Restauration. Budapest, 13.- November. In der heutigen Sitzung gedachte zu Beginn der Debatte Abg. Janoffy(Regierungspartei) der elften Jahreswende der Jnartikulation des Trianoner Vertrages, der ein Werk menschlicher Bosheit gewesen sei. Er sprach den Darik der ungarischen Nation für die fteundschaftlichen Kundgebungen dem italienischen Ministerpräsidenten Mussolini, Macdonald und dem Senator Borah aus. In der weiteren Debatte sprach Abgeordneter Feller(Regierungspartei) zu den Berichten des 33. Laiwesausschusses und deS Finanzkomitees des Völkerbundes und erllärte, daß das ungarische Kreditproblem durch entsprechende Konventionen baldigst geregelt werden müsse. Markgraf Palavieini trat in seiner Rede für die Restaurierung der Habsburger ein, da die Großmächte dieser Bewegung in Ungarn sympathisch gegenüberstehen und die Nervosität der kleinen Staaten beweise, daß das Vorgehen Ungarns in der Königsfrage richtig sei. Die Freundschaft zu Italien habe nicht nur politischen, sondern auch wirtschaftlichen Nutzen gebracht. Wenn sich Ungarn heute nach Frankreich orientiere, so müsse den französischen Politikern llargemacht werden, daß Ungarn auch heute»wch ein wichtiger Faktor im Donaubecken sei, der bei allen wirtschaftlichen Kombinationen Beachtung finden müsse. Der Prozeß gegen Alfons X1H. Madrid, 13. November. Am Schlüsse der gestrigen Kammersitzung wurde die Anklageschrift gegen den gewesenen König Alfons XIÜ. verlesen, die vom Kammerausschuß zur Prüfung der Verantwortlichkeit für das gewesene Regime ausgearbeitet worden ist. Der Prozeß mit dem gewesenen König Alfons XIII. wird vor der Nationalversammlung, die die Kompetenz des Obersten Gerichts haben wird, verhandelt werden. Der Untersuchungsausschuß wird die Rolle des öffentlichen Anllägers spielen. Alfons XHI. wird wegen Hochverrats, wegen Vorbereitung und Durchführung des S t a a t s u m st u r- z e s und wegen Verantwortlichkeit für die Diktatur, die in Spanien volle sieben Jahre dauerte und das spanische Volk aller Freiheiten und der Grundrechte, die vom König respektiert werden mußten, beraubte, verurteilt werden. AlfonS werden alle Rechte, Titel und Würden entzogen werden, deren er sowohl in Spanien als auch außerhalb dieses Landes verlustig wird. Die T o d e S st r a f e wird jedoch nicht über ihn verhängt werden. Er wird nur lebenslänglich des Landes verwiesen sein. Abgeblltzle Hakenkeuzrer. Eine Klage des nationalsozialistischen„Volkssport' gegen unseren verantwortlichen Redakteur abgewiesen. Prag, 13. November. Im Mai dieses Iah res haben wir in unserem Blatt« Bilder ver öffeirtlicht, welche die politische Tätigkeit der Ha. kenkreuzler skizzierten und in welchen Hakenkreuz lerische Jünglinge bei ihrer üblichen Tätigkeit, nämlich der Niederknüppelung Andersdenkender dargestellt waren. Durch diese Abbildungen'fühlte sich die Ortsgruppe Teplitz-Schönau des Verbandes„Volkssport" und ein gewisser Herr GilbertLorenzin Teplitz in ihrer Ehre verletzt und überreichten durch den Teplitzer Advo katen Dr. Dollhopf gegen unseren verantwort lichen Redakteur, Genossen D r. Strauß, dein Straflreisgericht in Prag die Ehrenbeleidigungs klage. Gegen diese Klage hat der Verteidiger det Geiwssen Dr. Strauß, Genosse Dr. S ch w e l b den Einspruch an das Obergericht in Prag überreicht. Gestern ist die Entscheidung des Obergerichtes herabgelangt. Mit dieser wird die Klage der Ortsgruppe Teplitz-Schönau und des Herrn Gilbert Lorenz überhaupt nicht zugelassen, das Strafverfahren wird eingestellt und die Kläger werden zum Ersatz de rgesamtenVertretungsko st«n verurteilt. Das Obergericht erklärt, daß weder Herr Gilbert Lorenz noch die Ortsgruppe Teplitz-Schönau des Verbandes Volkssport berechtigt seien, l>ie_ Klage zu überreichen. Die Bttiehung der Kläger zu dem Bilde sei viel zu allgemein und entbehre der sachlichen Grundlage. Diese Entscheidung des Obergerichtes ist end- giltig und der Prozeß sohin vollkommen zu Ungunsten der Kläger entschieden. Betriebsansschntzwahlen in der W.®. und ft. in Rendel. Union der Textilarbeiter Kommunisten Nationalsozialisten Christliche Mittwoch, den 11. November, fanden im Betriebe der Neudeker Wollkämmerei und Kammgarnspinnerei die Wahlen in den Arbeiterbetriebsausschuß statt, die folgendes Resultat brachten(in Klammer die Ziffern vom vorigen Jahre): Stim- Man- Stim- Man» men dat« men dat« 1895 12 (1839 13) 292 2 ( 264 21 275 2 ( 152 Ü 116 0 ( 139 0) Wahlberechtigt waren 2723 Personen,, 139 mehr als im Vorjahre, wovon sich 2612"®»' bet'.' Wahl beteiligten. 34 Stimmen waren ungültig.' Die„Union der Textilarbeiter kann’fiw’lf diesem Ergebnis zufrieden sein. Das eine Man- dat, das sie an die Hakcnkreuzler verliert, konnten diese nur zufolge deS größeren Stimme^, restes erhalten. Arbettelofigkett bei den Bnchdrnckeru Wie wir dem„Gutenberg", dem Organ der- Buchdrucker entnehmen, ist in der letzten Fei- die Arbeitslosigkeit dieser Schichte von Arbeitern bedeutend gestiegen. Im Jänner 1930 gab es in der ganzen Republik 471 arbeitslose Buchdrucker, deren Zahl im Jänner 1931 aus 989 und im September dieses Jahres auf 1465 gestiegen ist. Die Zahl der arbeitslosen Buchdrucker hat sich also vom Jänner 1930 bis September 1931 verdreifacht. Am schlimmsten haben sich die Verhältnisse in Böhmen entwickelt, wo sich di« Zahl der Arbeitslosen von 234 im Jänner 1932 aus 921 zu Ende September des heurigen Jahres erhöhte, also vervierfachte. Di,e Zahl der arbeits- j losen Buchdrucker in Mähren beträgt 276, in/ Schlesien 26, in der Slowakei 242. Gin« Arbeitslosenunterstützung bei der Anion der Bergarbeiter. Lom 1. Jänner bis 30. September 1931 über 1.6 Millionen Kronen ausgezahlt. Nach Mitteilung des„Glückauf" hat die Union der Bergarbeiter für die Zeit vom 1. Jänner bis 30. September 1931 ausgezahlt: an ordentlicher Arbeitslosenunterstützung 1 Million 360.783.90 X, an außerordentlicher 269.764.60, zusammen 1,630.548,50. Im vorigen Jahre hat die Union dagegen nur 931.182 Kronen ausgezahlt. Es ist heuer damit zu rechnen, daß die Summe der von der Union ausgezahlten Ar- beitslosenunterstützungen mit Ende des Jahres 1932 ungefähr 2 Millionen Kronen betragen wird, also das doppelte dessen, was im Vorjahr ausgezahlt worden war. Wie sich das beim einzelnen Mitgliede der Gewerkschaft auswirkt, sei im folgenden gezeigt: die arbeitslosen Mitglieder erhalten' im Durchschnitt durch 39 Wochen in der ersten Klasse 3518 Kronen, in der zweiten Klasse 2576 Kronen, in der dritten Klasse 2001 Kronen. Volksbegehren über die Auflösung de» süthflsltzen Landtages. Dresden, 13. November. Die kommunistische Partei.hat mehr als tausend Unterschriften von Stimmberechtigten für ihren Antrag auf Zulassung eines Volksbegehrens über die Auflösung des Landtages beigebracht. Damit hat sie die gesetzlichen Voraussetzungen für die, Zulaffnng des Volksbegehrens erfüllt, so daß dem Anträge stattgegeben worden ist. Seite 4 Tagesneuigkeiten Ber istungen im Neu raer Kranten aus. Zwei Todes opfer durch Verwechslung der Arzneien. Samstag, 14. November 1931. Gegen die Entlaffungen und das Wasseßen von Arbeitern und Bediensteten bei den Eisenbahnen. Vom Rundfunk Nr. 265. Empfehlenswertes aus den Programmen. Sonntag. Brag: 12.05: Blasmujit, 13.05: Schallplatten, Preßburg: Freitag, den 13. November 1. J. sprachen die Arbeitslosenfürsorge zu partizipieren, 17.45: Eindrüde aus Amerika, 18: Deutsche Bertreter der im Zentralvertrauensmänner- Aus- behandelt. Der Minister zeigte hiebei die Bereit. Sendung: Arthur Schnißler- Gedenkfeier, 20,20: schuß Sik und Stimme habenden Eisenbahner willigkeit der Erhaltung der Arbeiterschaft in der Unterhaltungskonzert.- Brünn: 10: SinfonietonNeutra, 13. November. Entgegen entstell- Organisationen und zwar die Abgeordneten Beschäftigung und erklärte, alles zu unternehmen, zert, 16: Musik bor 80 Jahren, 18: Deutsche ten Berichten der Tagespresse über Massenver- Grünzner, Brodecký und Procházka was ihm möglich ist und wünschte, daß er hiebei Sendung: Tomaschet- Quartett. giftungen von Geistestcaufen in Nitra durch ferner Senator Novák, der auch den Senator von den interessierten Parteien in der Regierung 19: Herbstliebeslied.- Berlin: 14.30: Zitherorde das Präparat Modistop teilt der Primarius Navrátil vertrat und Sekretär Eeeh beim unterstügt wird. Falls ein Ausweg nicht gefunden terkonzert, 20: 1001 Nacht, Operette von Stein. der Abteilung für Nerven- und Geisteskranke bei Eisenbahnminister Mlčoch vor und erhoben werden sollte, verpflichtete sich der Minister, nach Breslau: 15: Harjfentonzert.- Hamburg: 14: Bedem Landeskrankenhaus in Nitra folgende Tat- vor allem Einspruch gegen die beabsichtigten Ent- Erhalt von Berichten von den Vertretern derühmte Sänger. Königsberg: 15.45: Moderne fachen mit:„ Jujolge Verwechslung der laffungen. Sie stellten an den Minister das Er- intereffierten Organisationen alle Fälle mit der Komponisten.- Leipzig: 10.10: Stammermusit, 17: Vignetten auf Arzneifläschchen in der Apo- suchen, daß die beabsichtigte Entlassung von größten Rücksichtnahme auf die sozialen, wirtChorkonzert.-München: 17.30: Mufit. Kulturbild, there erhielten zwei Krante statt Natrium- Lumi Arbeitern aus dem Eisenbahndienste nicht angen schaftlichen und familiären Verhältnisse sowie 18,50: Violinkonzert. Wien: 11.05: Sinfonienal zwei Prozent Morphium. In einem dritten blicklich durchgeführt wird und den Vertrags- auch unter Berücksichtigung der Daner der Dienst- konzert. Falle erhielt ein Kranker auch noch eine Injek- arbeitern die Weihnachtsentlohnung zeit prüfen und behandeln zu lassen. tion, die zur Hälfte Morphium, zur Hälfte Na- für das Jahr 1931 mit denselben Beträgen wie Prag, Sonntag, den 15. November, 18: Deutsche trium- Luminal enthielt. Keine dieser Arzneien im vergangenen Jahre gesichert werden möge. Bediensteten sowie deren Vertrauensmännern, Es liegt nun an den Eisenbahnarbeitern und Sendung. Arthur Schnikler- Gedenkfeier. erfolgte jedoch in letaler Dofis. Die Todesursache In der Debatte, an welcher sich anger dem Bediensteten sowie deren Vertrauensmännern, Einleitung( Sohne- Quartett). Einleitung daß sie ungerechtigkeiten bei Entlassungen und bei dieser dritten Person war die Krankheit Minister und dem Sektionschef Nue alle Depn- Ausfegungen des Personals sofort an ihre zustän-" Anatol". Von Loris( Franz Bäumel). Anatols als solche, und der Verdacht einer Vergiftung tationsmitglieder beteiligten, wurde die unerHochzeitsmorgen" Anatol- Franz Bäumel. Mar kam nur dadurch auf, daß diese Person gleich freuliche finanzielle Situation des digen Organisationen berichten. Kurt Weichert. Ilona- Trude Streniz. Frans, zeitig mit den zwei Vergifteten starb. Die zwei Eisenbahnunternehmens erörtert, In Sachen der Weihnachtsbelohnung fite die Diener. In der Pause deutsche Pressenachrichten. Stranten erhielten je 0.1 Gramm Morphium statt gegen die Bergebung von Eisenbahn Vertragsarbeiter und Bediensteten nahm der Luminal. Es entspricht nicht der Wahrheit, daß arbeiten an Brivatunternehmer bei Minister die Forderung der Organisationsverzehn weitere Kranke mit dem Tode ringen und gleichzeitiger Entlaffung der eigenen Arbeiter treter, daß dieser Bediensteten- Kategorie die daß die Kranken eine Modiskop- Injektion erhiel- protestiert, die Frage des Bedürfnisses der Eisen- Belohnung wieder in der vorfährigen Höhe zuerten, da ein solches Präparat auf der Abteilung bahnen am Fonds für die produktive tannt werden möge, zur Kenntnis. niemals verwendet wurde. Die Injektion gab = Prohibitions- Bilanz in U.S.. zu Die geseggebenden Instanzen der Vereinigten Staaten haben eine Kommission zur Prüfung der der Sekundararzt der Abteilung. Alle teil vorging, gegen welches der Staatsanwalt die seiner Einlieferung ins Krummauer Kranken- Durchführung des Alkoholverbotes in den Vereinig anderen Meldungen müssen als untvahr ange- Nichtigkeitsbeschwerde anmeldete. haus st a r b. Die übrigen zwei Personen erlitten Staaten eingesetzt. Diese Kommission Wickersham hat nunmehr einen abschließenden Bericht schen werden." Interessant ist der Umstand, daß der Kom- ten leichtere Verletzungen. Der am Auto ange- vorgelegt, in dem sie zunächst darauf hinweist, in richtete Schaden beträgt 20.000 K. ponist dieses Marsches ein Tscheche ist! wie aufsehenerregender Weise das Personal der Begnadigt. Die vom Schwurgerichte Pilsen Ueberwachungsorgane im Laufe der Jahre gewechselt am 19. November 1930 wegen Vatermords hat. In den letzten 10 Jahren reichten allein etma zum Tode durch den Strang verurteilte Marie 12.000 Beamte ihre Demission ein, während 1600 Kačerovita aus Taus wurde zu lebenswegen nicht zufriedenstellender Leistungen entlassen länglichem Rerter mit vierteljährig einer werden mußten. Die Zusammenarbeit und Faste und Dunkelhaft am Jahrestag der Tat Ernst der Ueberwachung ließen unter den verschiebegnadigt. Ein Bater tötet feine fünf Rinder mit dem Rasiermesser. Linz, 13. November.( AN.) Im Mitter„ Raufen Sie Kinder!" Bild aus der Slowakei Bier Todesopfer eines Flugzeug- Unglüces. Aus Kapstadt wird gemeldet: In der Gor donbay stürzte ein Post flugzeug ab, wobei vier Personen den Tod fanden. Die brunn Wald, Gemeinde Bernhardschlag, ereignete Eine Frau auf dem Markt in Sahy bei fich am 11. 6. M., vormittag eine grägliche Blut- Kaschau: verhärmt, in Lumpen gekleidet, friz d. fat. Der 33jährige Kleinbauer Josef rend, hat sie die groben, roten Hände auf die denen Zweigen der Bundesverwaltung und der Scheibelhofer tötete in Abwesenheit seiner Schultern zweier Kinder, eines Buben und eines Bundesstaaten sehr viel zu wünschen übrig. Frau feine fünf Kinder im Alter von neun Mädchens, gelegt, und ihre brüchige Stimme Wochen bis sieben Jahren, indem er ihnen mit fordert die Vorübergehenden auf:„ Kaufen Sie Kommiffion ist der Ansicht, daß trop der Ab. Gute nahme der Todesfälle infolge von einem Rasiermesser die Stehlen durchschnitt. Stinder... Herr, kaufen Sie Kinder! Alkoholismus doch feststeht, daß vor allem im Sierauf entleibte er sich selbst auf die Frau, laufen Sie, taufen Sie...!" Die Leute gleiche Weise. Die Tat dürfte von Scheibel- verhalten den Schritt, bilden einen Kreis um das Rekordflug. Der Inhaber des Rekordes für Laufe der letzten Jahre der Altoholverbrauch hofer in einem Anfall von Trübsinn begangen Weib, um die vor Kälte zitternden Kleinen. den Flug Australien- England, millison, ist wieder stetig zunahm. Ueber die kanadische worden sein. ,, Raufen Sie..." bettelt die Frau, laufen Sie gestern früh furz nach drei Uhr von Lympne Grenze und von den Bahama- und Bermuda- Inwir haben noch neun daheim!... Der Ring abgeflogen, um den Rekord England- Kapseln werden gewaltige Mengen von Alfohol nach den. Vereinigten Staaten eingeführt. Die um sie wird enger, die Marktbesucher bestaunen st a dt zu brechen. Die Hitler- Bantnote. die lebende Ware; und dann fragt ein gutmütig Todesurteil in Pilsen. Vorgestern und Smuggler verfügen über eine ausgezeichnete Ein Schtverindustrieller von Düsseldorf, der aussehender Mann: Was kosten sie denn, Mut- gestern hatten sich vor dem Pilsner Geschwore- Organisation, machen sich die modernsten Einrich ter?" Die Frau schiebt sich mit den Kindern dich- nengericht der 30jährige Landwirt tungen der Wissenschaft zunuze, besitzen eigene mit nationalsozialistischen Führern an einer ge- ter an den Fragenden heran:„ Herr, geben Sie, Johann Protesch aus Neudorf bei Dobr- Funkstationen, große Schnelliachten und armierte meinsamen Tafel teilnahm, verlor einen Schein, ... bei uns zan und sein 19jähriger Knecht Franz Schiffe. Ihre Gewinne beim Schmuggel sind so groß. der neben dem Hakenkreuz die folgende Inschrift was Sie wollen! Nehmen Sie sie Novák wegen des Mordes an der Aus- daß es ihnen völlig genügt, wenn von 5 Schiffs. zeigt. Urkunde. In Deutschlands tiefster Not daheim müssen sie verhungern!... ladungen nur eine wirklich in die Hände der Kun Der Kauf kommt nicht zustande. gedingerin Margarete Gründl zu gab der Inhaber dieser Urkunde für den Kampf Ein Polizist taucht auf, führt die Mutter verantworten. Profesch führte die Wirtschaft, den kommt. Erst in lester Beit, seit Kanada die um Deutschlands Ehre und Freiheit den Betrag mit den Kindern weg. Sie wendet den Kopf und welche ihm die Gründl als ihrem Neffen abge- Ausfuhr von Alkohol nach den Vereinigten Staaten von 100 Mark. Nationalsozialistische Deutsche winkt beschwörend dem Manne zu, der nach dem treten hatte, nachdem er die auf der Liegenschaft verbietet und selber die Durchführung des Verbotes Arbeiterpartei, Kreis Düsseldorf, Winter 1931/32." Hitler brudt also eigene Sundertmart. Raufpreis der Kleinen gefragt hat aber der haftenden Verpflichtungen und finanziellen Ber- überwacht, ist eine gewisse Besserung festzustellen. traßt sich jetzt nachdenklich das Hinterhaupt, zuckt bindlichkeiten gegenüber der Gründl übernommen Neben diesem direkten Schmuggel gelangt auch scheine, die ihm von den Schwerindustriellen schließlich die Schultern und verliert sich in der hatte. Diese Verpflichtungen waren für Brokesch noch auf anderen Wegen Alkohol in ziemlich erheb gegen bares Geld abgenommen werden. Die Tat Menge, in die wieder Bewegung gekommen ist ein unangenehmes Hindernis. Er rief deshalb lichem Umfange in den Handel. Der für gewerbsache, daß die Hitlerpartei Subventio- und die sich stumpf zwischen den Buden der Händ- Streitigkeiten mit der Ausgedingerin hervor und libe Zwede bestimmte Alfohol wird in großen Wennen von der Schwerindustrie bezieht, ler dahinschiebt, dumpf und stumm vor diesem entschloß sich schließlich, sich der Frau durch einen gen zu Trinkzwecken verwendet, und es ist außerist damit ganz einwandfrei festgestellt. Es ist gräglichen Aufschrei der Not aus dem Mund einer Mord zu entledigen. Für seinen Plan gewann er ordentlich schwierig, dies zu verhindern. Außerdem selbstverständlich, daß die Herren Schwerindu- Mutter:„ Kaufen Sie Kinder!" seinen Knecht Franz Novak, der geistig ist auch überall im Lande eine geheime Alkoholherstriellen den Versuch unternehmen werden, ihre minderwertig ist und den er unter dem ftellung organisiert und obwohl diese ständig be. Hitler- Hundertmarkscheine sich vom Staat und der Heimkehr der Polarforscher. Der Dampfer Versprechen einer Geldentlohnung tämpft wird und fast täglich geheime Brennereien Arbeiterschaft bezahlen zu lassen! Sans Egede" ist gestern vormittags aus Grön zur Ausführung des Mordes veranlaßte. Novat ausgehoben werden, nimmt doch die Produktion land kommend, in Kopenhagen eingetroffen. An führte die Tat am 15. März d. J. aus, indem dieser geheimen Brennereien nicht ab, was schon aus Der Regimentsmarsch der ehemaligen Borb des Dampfers befinden sich die Witglieder er die Frau in ihrer Stube mit einem der Tatsache hervorgeht, daß diefer in geheimen 92er. " gb. der deutschen Wegener- Expedition Eisentopf, mit einem Messer und Brennereien hergestellte Alkohol zu verhältnismäßia und der englischen Watkins- Gruppe, einer Eisenstange tötete. Die Geschwo- niedrigen Preisen abgesetzt wird Auch bei de: Bierdie in den Polargegenden Forschungen durch renen bejahten die Hauptfrage, die bei Novat, auf herstellung haben sich vielfach Mißbräuche heraus In Grafenstein in Nordböhmen dirigierte bei geführt haben. Der dänische Staatsminister Mord lautete, mit 12 Stimmen, bei Protesch die gebildet. Die Bierbrauereien ftellen zunächst altoeinem öffentlichen Konzert der Kapell Stauning danfte in seiner Begrüßungsrede Frage, ob er den Novak zum Morbe gedungen holhaltiges Bier her und diesem Bier muß dann der meister Rudolf Arnold aus Grottau eine den Expeditionsteilnehmern für das große Er- habe, ebenfalls mit 12 Stimmen. Infolge dieses Alkoholgehalt entzogen werden. In sehr vielen Er- Frage, er zwanzig Mann starle Stapelle vor einer Zu- gebnis ihrer für Dänemark so wichtigen For Berdiktes wurde Novak zu acht Jahren Brauereien bergist" man dann gelegentlich diesen hörerschaft von 1500 Personen. Den Schluß des schungsarbeiten und sprach sein tiefes Bedauern schweren Kerkers verschärft durch viertel- weiten Prozeß der Alkoholentziehung, so daß auch Konzertes bildete der Vortrag des Marsches des über das Schicksal des Prof. Dr. Alfred Wege- jähriges Faster und Dunkelzelle am 15. März bier eine forafälttoe Kontrolle notwendig gewor ehemaligen Infanterieregimentes Nr. 92, in wel- ner aus. Nachdem der Minister noch der engli- jedes Jahre, Prokesch zum Tode durch den ist. chem( als Nebenmotiv) einige wenige Tatte des schen Erpedition seinen Dank ausgesprochen ben Strang verurteilt. Much die Aerzte, die bekanntlich das Recht ehemaligen österreichischen Kaiserledes vorkom- hatte, erklärte er:„ Wir Dänen, die wir selbst Antisemitische Unruhen in Polen. Die Be- haben, Affohol in gewissen Mengen für Krante zu men. Das hörte ein tschechischer Gendarmerie- in so hohem Grade an der Erforschung unserer wachtmeister namens Cermat, der die Anzeige großen Kolonie Grönland arbeiten, wissen die wegung für die Einführung des Numerus verordnen, find häufig genug bei Mißbräuchen ergegen den Kapellmeister Arnold erstattete, worauf glänzende Arbeit zu schäßen, die von der deut- claufus hat sich fast auf alle polnischen Hoch- tannt worden. Allerdings ist die Kommission der gegen Arnold von der Reichenberger Staats- fchen und englischen Expedition geleistet wurde. Schulen ausgebreitet. Gestern drangen auch in Ansicht, daß man hier vielfach zu rigoros vorgegananwaltschaft die Anzeige wegen Vergehens nach Wir bitten Sie, unsere Glückwünsche zu den Krakau volnische Studenten in die Hörsäle, um gen urd daß es gwedmäßiger fei, den berechtig dem Schutzgeses erstattet wurde, da er, wie Resultaten entgegenzunehmen, die Sie erzielt die jüdischen Hörer zu entfernen. Die Univer- ten Wünschen der Aerzte mehr zu entsprechen und es in der Antlageschrift heißt, durch den Vortrag haben." Der ehemalige preußische Kultusmini- ität ist geschlossen worden. Gegenwärtig fie fo zur Mitarbeit heranzuziehen. der österreichischen Volkshymne öffentlich gegen fter Dr. Schmidt. Ott ergriff darauf das halten nur noch zwei polnische Universitäten, Der illegale Verkauf von Alkohol ist in großden Staat wegen seiner Entstehung, gegen feine Wort. Auch er brachte seine Anteilnahme an dem Bosen und die katholische Universität in Lublin zügigster Weise in den ganzen Vereinigten Staaten Selbständigkeit und verfassungsgemäße Einheit Tode Professor Alfred Wegeners, der von seinem ihre Tore offen. In Warschau sind gestern, wie trganisiert. Die Hintermänner sind nicht selten lichkeit aufgewiegelt" habe. Bruder im ewigen Eise begraben wurde, zum der jüdische„ Nasz Przealond" schreibt, an ver reiche und angesehene Staatsbürger, die einen wichBei der ersten Hauptverhandlung verantwor- Ausdruck, und begrüßte die Zurückkehrenden im schiedenen Punkten der Stadt Juden verprügelt tigen Einfluß auf Polizei und Verwaltung, ja auf worden. Die Angreifer sollen zumeist Studenten tete sich der Angeklagte damit, daß ihm nicht be- Ramen der Reichsregierung. kannt gewesen sei, daß der 92er- Marsch verboten Curt Begener, daß er nach dem tragischen Tode gewesen sein. In einer fleinen Stadt nahe bei ie Gefengebung besigen. Es ist in den meisten Fäl wäre, er verwies aber auch darauf, daß die paar seines Bruders die Erpedition zu Ende führte Warschau kam es gestern abends zu ernst en einer Berkaufsorganisation zu entdecken, da sie über Takte aus der Melodie der österreichischen Kaiser- und brachte den dänischen Behörden den antisemitischen Unruhen. Die Volks hymne nur als Nebenmelodie eingeschoben find warmen Dank der Reichsregierung für die menge drang in eine jüdische Bibliothet gewaltige Mittel verfügen und ganze Verbrecherund daß bisher niemand an der Wiedergabe des Unterstützung dar. ein und warf die Bücher auf die Straße. Die banden in ihren Dienst gestellt haben. Die Kommission selber muß feststellen, daß die Korruption bis jüdischer Marsches Anstoß genommen habe. Die Ver- Tod bei der Arbeit. Bei einem Gehöft Schaufenster mehrerer in die öffentlichen Dienststellen vorgedrungen ist, ja handlung wurde weds Einholung von Gutachten unweit von Böhm- Budweis wurde in Geschäfte wurden eingeworfen. selbst bis in die Justiz. Man ist jedoch der Ansicht, Siebenfacher Giftmörder. In Lago( Nigeria, daß des zum Teil auf die verfehlten Methoden der darüber vertagt, ob der Marsch mit einem Auf einem Mühlgraben die Leiche eines Mannes geführungsverbot für die Tschechoslowakei belegt funden. Die Nachforschungen ergaben, daß es Afrifa) wurde ein Student. unter fiebenfacher ersten Jahre zurückzuführen war, in denen die ist, nachdem im Gerichtsfaal auf einem Grammo sich um den Arbeiter Onderka aus Bier Mordbeschuldigung verhaftet. Der Student ist ueberwachungsbeamten viel zu rigoros und unbesonphon die beanständete Melodie zum Vortrag ge- höfen handelt, der bei Regulierungsarbeiten be dringend verdächtig, feine Familienangenen vorgingen, so daß häufig genug Zeute ohne gebracht worden war. Bei der jetzt nunmehr durch schäftigt war. Onderka ist wahrscheinlich wähhörigen durch Gift, das er ihnen ins Essen nügende Beweise verhaftet wurden und von den Gegeführten Hauptverhandlung lag dem Gerichte rend der Arbeit von Univohlfein befallen worden gemischt haben soll, ums Leben gebracht zu haben. richtet wieder freigelassen werden mußten. Die ein Bescheid des Polizeipräsidiums Reichenberg und in den Wassergraben gestürzt. Der Tod ist Ratastrophe eines Privatflugzengs. Auf dem Kommission ist der Ansicht. daß die wirtschaft. Münchener vor, aus welchem hervorgeht, daß ein Verbot des durch Erst i den eingetreten. Flugplay Oberwiesenfeldlichen und sozialen Folgen des Allo 92er- Matiches wohl nicht besteht, das es aber Lastauto- Katastrophe. Auf der Staatsstraße stürzte am Donnerstag abend aus 70 Meter Holberbots günstig waren. Die Kommiffion schon vorgekommen sei, daß man gegen Personen, bei aplit in Südböhmen rannte ein Last Höhe eine Privatflugmaschine ab. Beide chließt infolgedessen ihren Bericht mit dem Rat, die diesen Marsch gespielt haben, einge- auto so heftig gegen einen Baum, daß drei In- Infassen, der Sohn des Tabakindustriellen Rau- die bisherige Gesetzgebung mit einigen. schritten sei... Eine ähnliche Antwort faffen auf die Straße geschleudert wurden. Derlin und ein Student aus Düsseldorf, wurten fchen Aenderungen beizubehalten und batte auch das 2andesamt' n Proo erteilt. 31jährige Arbeiter Josef Schaller aus den getötet. Die Maschine wurde vollständig zer das für die Durchführung des Verbots vorhandene perjonal zu vermehren. Dr. Bernhard Merz. so daß das Gericht mit einem freisprechenden Ur- Kaplin wurde so schwer verletzt, daß er bald nach trümmert. Er dankte Dr. en außerordentlich schwierig, die wirklichen Führer Nr. 265. Das Begräbnis Emil Guntels. Donnerstag nachmittags nahmen die Glasarbeiter und Vertreter aller sozialdemokratischen Organisationen des Bezirkes Teplit- Schönau Abschied von Emil Gunfel. In der Aufbahrungshalle des Teplitzer Friedhofes hatten sich die Mitglieder des Vorstandes der Glas, und Keramarbeiter, die Vertreter der Zentralgewerkschaftskommission, des Parteivorstandes, des Klubs der sozialdemokratischen Abgeordneten und Senatoren, der Stadtgemeinde Teplitz- Schönau und alle Verwandten und Freunde des Verstor benen eingefunden. Rote Wehr- Männer hielten die Ehrenwache. Nach einem Lied der Arbeiterfänger jetzte sich der Zug, in welchem viele hunderte Glasarbeiter und Mitglieder von Organi sationen und Vereinen gingen, in Bewegung. Am Grabe nahmen für den Verband der Glasund Keramarbeiter Genoffe Neumann, für die Gemeindefraktion Genosse Ruffy, die Glas arbeiterinternationale Genosse Girbig- Berlin und für die übrigen Organisationen Genoffe Seidl Abschied. Ein Lied der Arbeitersänger schloß die Trauerfeier. Volkswirtschaft und Sozialpolitik Die Notwendigkeit einer Organisation der Hopfenpflücker Alljährlich fahren in das Saazer Hopfengebiet biele Tausende Personen, um den im Monat August reifenden Saazer Hopfen zu pflücken. Die Arbeitsbedingungen der Hopfenpflüder sind die denkbar schlechtesten, berücksichtigt man die anderen ArbeitsYategorien, und wenn es sich auch um eine sogenannte Saison- Arbeit handelt, so es doch eine gewaltige Arbeitsleistung, welche diese Proletarier für einen ganz geringen Hungerlohn leisten. NT Samstag, 14. November 1931. wwwin 1. 9. 28 1. 2.29 ميسي 20.4.29 Keine 8 Monate... In dieser kurzen Frist wurde ein Fall mit schwerer Zahnsteinbildung nur durch regelmäßigen Kalodont- Ġebrauch gänzlich davon befreit. Nur Kalodont enthält den wirksamen Zusatz gegen Zahnstein( Sulforizinoleat nach Dr. Bräunlich). So kann sich jetzt jeder blanke und gesunde Zähne erhalten. XXXY KALODONT W gegen Zahnstein Ich habe bereits im Vorjahre in einem Artikel um die armen Leute vor einer noch rabiateren tocher zu regulieren. Da nur einer arbeitete, fragte ber Freiheit" aus dem September 1930 auf die Ausbeutung als bisher zu schützen. J. F. fchlechten Arbeitsverhältnisse hingewiesen und darauf, ich ihn, wozu denn der andere mitgekommen sei. ,, Er muß halt aufschreiben, wie lange ich zu jeder Arbeit brauche." quitt." Gerichtssaal Sowjet- Spionage? Seite 5 Die von Staatsanwalt Dr. Časlavsky vertretene Anklage stüßt sich auf den§ 2 des Schuhgesezes, der u. a. Verbindungen mit fremden Mächten, die einen Anschlag gegen den Staat bedeuten, mit schwerer Kerkerstrafe von einem bis fünf Jahren, bei besonders qualifizierten Fällen sogar von fünf bis zehn Jahren bedroht. Vorsitzender des Senates ist OGR. Trost und natürlich ist ein äußerst umfangreiches Beweissystem von Zeugen und Sachverständigenaussagen aufgebaut worden, wobei die militärischen Fachleute eine Hauptrolle spielen. Da Publikum und Presse ausgeschaltet sind, spielt sich der Prozeß in einem fleinen Ver handlungsjaal ab. Die Angeklagten erklären dem Vernehmen nach, daß von einer militärisch- politischen Spionage teine Rede sein könne, es handle sich um rein wirtschaftlich- technische Dinge, also etwa das, was man mit dem Ausdruck„ ndustriespio. ntage" bezeichnet, die als vein produktionstechnische Angelegenheit fein Delitt nach dem heutigen Strafrechtssystem darstellt. Demgegenüber sollen Sachverständige in der ganzen Aktion den typischen Charakter der Sowjetspionage im normalen Sinne des Wortes festgestellt haben. Der erste Verhandlungstag fand erst in den Nachmittagsstunden feinen Abschluß. rb. Mitteilungen aus dem Bublifum. Das Rezept des Augenarztes ann nur dann leinen gwed erfüllen, wenn das Augenglas fachmännisch angepaßt wird. Lassen Sie Ihr Rezept bei Optiker Deutsch, Prag. Graben 2, Balais Koruna" ausführen. Immer weiße Zähne hat man beim ständigen Gebrauch von Chlorodont- Zahnpasta( Tube Kč 4.-) unter gleichzeitiger Benuzung der praktischen Chlo rodont- Zahnbürste( Spezialschnitt). Versuch überzeugt. Was ist Edelstrom? Edelstrom wird in der Sprache der zünftigen Elektrotechniker der Gleichstrom genannt. Mit voller Berechtigung führt diesen Namen nur ein vollkommen wellenfreier Gleichstrom, Thermojäule liefern fann. Da eine Thermosäule für wie ihn lediglich eine galvanische Batterie oder eine Anodenspeisung nicht in Betracht kommt, verwendet ber anspruchsvolle Rundfunkhörer nur eine aus Serien- Anoden- Batterien Radio Palaba zusammengestellte Anoden- Batterie. 1343 wie enotwendig es ist, dem Ausbeutersystem der Prager Produktenbörse.( Off. Bericht vom Saazer Hopfenproduzenten ein Ende zu machen. Im 13. November.) Die heutige Produktenbörse war. Er weiß sich zu helfen. borigen Jahre wurden für ein Viertel Sopfen 1.40 fehr schwach besucht, so daß sich auch das Geschäft Bei der alten Kölner Polizei gab es noch gemüt bis 1.80 K gezahlt, heuer waren es nur 110 K nicht auszubreiten vermochte. In Uebereinstimmung K❘ für ein Biertel Hopfen, doch ist im Hopfenpreise mit dem Auslande zeigte die Tendenz des Getreide- liche kölnische Originale. So leiſtete einer sich folgegenüber dem Vorjahre feinerlei wesentliche marktes eine flauere Saltung. Aus diesem Grunde hendes Stückchen: Der Polizist traf einen Herrn am Sentung eingetreten. nahmen die Mühlen keinerlei Räufe vor, aber auch Rhein an, der dort angelte, ohne eine Fischkarte geIch will nicht außeracht lassen, daß seit einigen auf der anderen Seite hielten die Verkäufer mit föſt zu haben, und protokollierte ihn. Der Herr, ein Jahren auf dem Hopfenmarkt eine Strisis herrscht, Angeboten zurüd in der Ueberzeugung, daß die Ab wenn er das Protokoll, welches auf fünf Mart lauFremder, dachte sich, weitere Scherereien zu ersparen, welche die Produzenten des Sopfens nötigt, den schwächung nur vorübergehender Natur iſt. Bei un tete, fofort bezahlte. Er reichte dem Polizisten daher teilhaftesten laufen. Deshalb gehen Sie zu Busch Sie wissen genau, Gnädigste, wo Sie am bor. Hopfen um ein viel geringeres Entgelt herzugeben, genügendem Geschäfte blieben die Getreidepreise un- ein Behnmarkstück und bat ihn, das Protokoll gleich( Britopy 27- Mitte des Grabens). Lassen Sie als in Jahren, da auf den Weltmärkten der Sopfen verändert.( Berichtigung zum Dienstag: rumänischer aufzunehmen. Verlegen fragte sich der Polizist hin- sich aber nicht durch die marktschreierischen Plakate aus Saaz sehr gute Preise erzielte. Aber deffen Banat- Weizen 79-80 g. 130-131.) Nur die Notie- ter den Ohren und sagte, er fönne nicht wechseln.ber Konkurrenz innen im Durchhaus täuschen! Stg. ungeachtet ist es notwendig, hierin seitens der rung für böhm. Hafer wurde um einen Bunft ber- Wissen se wat", sagte er dann, während es wie ein Unsere Verkaufsräume befinden sich nach wie vor Regierung Maßnahmen zu schaffen, um dem Sopfen abgefeßt auf 114-116, auch Mais verbilligte sich um Peuchten über sein rosiges Vollmondgesicht ging, ausschließlich im 1. Stod und auch der gleich den anderen landwirtschaftlichen Erzeugnissen 1 K und es notierte Unterer Donaumais getrodnet wollt Ehr nit och noch bade? Dat es nämlich och Eingang ist nur oben in der 1. Etage! Busch, hinsichtlich der Preise einen festen Standard zu er- 1931 66-67, rumänischer Kleinförnig gemischter 61 verbodde un foß och fünf Mark; dann fi' mer grad Damen- und Mädchen- Kleidung en gros und zielen. Der Hopfen ist leider ein Spekulations. bis 62, La Plata Futtermais 68-69. Von den en detail, Prag, Přitopy 27( Mitte des Grabens), objekt einiger Hopfenhändler geworden, die den übrigen Veränderungen sind noch zu erwähnen: Eingang nur im 1. Stod, teine Schaufenster. guten, im Auslande begehrten und dem Saazer böhm. Kümmel 420-443, holl. Kümmel 420-430, 1356 Soeben großer Saison- Abverkauf! Lande reichen Gewinn einbringenden Sopfen zu Leinkuchen 127-129, getrodnete Schnigel 40-41. Schleuderpreisen den verarmten Hopfenbauern ab- amerikanisches Fett verbilligte sich auf 930-940, laufen und daran schweres Geld verdienen. Die frische polnische Eier( 1440 Stück) Dollar 23-24.50. ganz minimalen Hopfenpreise hatten natürlich die Die übrigen Gattungen blieben unverändert. elendsten Sopfenpflüderlöhne zur Folge, ferner ist heuer der Umstand eingetreten, daß ein großer Teil des Hopfens wegen Mangel an ordentlichen und fachgemäßen Pflüdern, die eben wegen der zu ge ringen Löhne ausblieben, rot wurde. Ganze Streden Ich wohne in einem Städtchen im tiefsten Inin der Umgebung des Trnawaner und Micheluper Hopfengebietes wurden rot, einfach deshalb, weil nern Wecklenburgs. Die Invalidenkarte unserer Hausangestellten war mit lauter bunten Marken mancher Hopfenbauer keine Aussicht hatte, seinen vollgeklebt, ich schickte sie an die Ortstrankenkasse, Hopfen abzusetzen und auch nicht genügend Pflücker um eine neue zu bekommen, Steine Antwort. Mein Das ist gleichbedeutend mit dem Vorgehen man- frankenkasse zurüd mit dem Bemerken,„ daß die Rücksicht auf das heille und konfiskable Thema nur Familien an Stelle der elektrischen Glühbirne das cher anmerikanischen Getreide- und Baumwollprodu- Rarie ausgefertigt und seit langer Zeit zur Ab- unter Beobachtung geziemender zurückhaltung in milde Leuchten der lebendigen Kerzenflamme gezenten, die, um angeblich die Preise zu schützen, holung bereit liegt, daß aber die Uebersendung nur den wichtigsten Punkten wiedergegeben werden. treten ist. Das Licht der Stearinkerze isoliert, ungeheure Mengen Getreide und Baumwolle einfach erfolgen kann, wenn Porto beigefügt ist". Tiesen Angeklagt sind vier Personen: Der Schriftsteller schaltet den Alltag, die nervenzerrüttende Unrast verbrannten und so dem Weltkonsum entzogen. Antwortbrief schidt mir die Kasse durch ihren Boten Josef Soudet, geboren in Wien, der von Dr. aus und läßt, auf Stunden wenigstens, wieder Es wäre eben Sache der Regierungsfreise, den in die Wohnung, – die neue Klebefarte lag diesem Friedrich BIII verteidigt wird, und die technischen die behagliche Stimmung schöner Zeiten erleben. böhmischen Hopfenpreis zumindest dem der anderen Briefe aber nicht bei. Beamten Josef 3elinet, Jaroslav Prusen vsty Auch bei uns gewinnt dieser schöne Brauch immer Hopfenmarken, wie des deutschen oder tiroler Hopund Jaroslav Stibor, alle in Brünn wohnhaft, mehr Herzen, insbesondere der Frauen. Er entfens anzupassen, um ein für den Staat wichtiges Der Aufschreiber. die vom Jahre 1925 bis zum März 1931 verschiedene spricht ihrem Verlangen nach Trautheit, schafft Erzeugungsgebiet zu erhalten. Unbedingt aber wäre Auf eine Reklamation hin famen heute zwei geheimzuhaltende Tinge an den militärischen Nach- gemütliche Stimmung und läßt sie noch schöner für die Hopfenpflücker eine Organisation zu schaffen, Männer vom Gaswerk, um die Flammen am Gas- I richtendienst der Sowjets verraten haben sollen. erscheinen als sie sind. 1839 Rodin. Zum Geburtstag des Bildhauers am 14. November. Vom St. Bürokratius. Ortskrankenkasse. Zweitägige Geheimverhandlung vor dem hiefigen Kreisgericht. Das Beispiel des Prinzen of Wales. Der Prinz von Wales gewinnt, wo immer er hinkommt, im Sturm die Herzen der Menschen. Man geht nicht fehl, wenn man dies auf seine große Anpassungsfähigkeit zurückführt. Sie ist es auch, die seine Prag, 12. November. Heute begann ein für beherrschende Stellung in Angelegenheiten der ei Tage berechneter Prozeß, der sich um eine äußeren Kultur" verständlich erscheinen läßt. Er angeblich sehr umfangreiche Spionageaktion zu- weiß sich nicht nur Menschen, sondern auch den nsten Sowjetrußlands dreht und deren Dingen anzupassen und ahnt ihre Gestaltung vor. Schauplay die Brünner Waffenwerte aus. So wird er beispielgebend. Seinem BeiBbrojovka) gewesen sein sollen Natürlich ist die spiel ist es nun auch zu danken, daß heute in Peffentlichkeit ausgeschloffen und auch die spärlichen weiten Kreisen Englands bei Abendgesellschaften, Stadium" abbreche? Er hat mit dieser Frage, geisterte, dann wollte er es nicht nur sehen, hälterin, ich möchte sagen, als Wachhund, denn fender Anblid. trauten Beisammensein der lebte ganz und gar in seiner Kunst und hatte für tes hat vor einiger Zeit den fast verschollenen| mal micinen Gruß. Schon bevor ich daheim fortsonst nichts auf der Welt auch nur das leiseste, Sohn Rodins als Arbeiter in einer Pulverfabrik ging, hatte sich mein Vater als Künstler durchInteresse. Nur wenn er ein schönes Bildwerk bei Meudon aufgestöbert. Mein Vater liebte gejezt. Er war damals schon ein reicher Mann. sch France besaß herrliche griechische und micht nicht", erzählte er. In Wahrheit liebte Künstler, Kunsthändler und Sammler aus der römische Statuetten vibrierte jeder Nerv in er überhaupt kein menschliches Wesen. Seine ganzen Welt verkehrten in unserem Hause. Bei Einer jener unvermeidlichen Kunst- Lieb- ihm. Dann war er plötzlich in seiner Welt. Kunst war ihm alles und ihr diente er mit einer folchen Gelegenheiten mußten meine Mutter und haber" hat Rodin eines Tages allen Ernstes ge- Denn dieser seltsame Mensch dachte sozusagen Leidenschaft. die schließlich zum Fanatismus aus- ich unsichtbar bleiben." fragt, warum er seine Arbeiten vor dem„ lesten mit seinen Sänden. Wenn ihn ein Bildwerk be- artete. Meine Mutter galt ihm eher als Haus- Rodin hatte in seinem Testamente fein gandie ihn selbst lächerlich machte, zugleich das fondern auch mit seinen Händen befühlen und als Frau. Sie wachte streng darüber, daß sich zes Vermögen dem Staate zur Gründung und innerste Geheimnis der Wirkung von Rodins liebkosen und das war dann allemal ein ergrei- niemand dem Atelier näherte, wo mein Bater Erhaltung des Pariser Rodin- Museums hinterfaffen. Bildwerken getroffen. arbeitete. Manchmal sah ich auch meinen Vater lassen. Seine Frau hat er erst knapp vo< seinem Es ist wahr, es gibt viele berühmte Bild- Wenn man heute in Paris in das Robin- wochenlang überhaupt nicht. Er blieb Tag und Tode auf Zureben seiner Freunde geheiratet. Für werke Robins, die die Spuren seiner Werkzeuge Museum geht, dann glaubt man in einer Wert Nacht im Atelier, nahm dort die Mahlzeiten, bie einen Sohn bestimmte er. daß er als Aufseher tragen, die Bohrlöcher der Maschine und die har ftätte zu stehen, die der Meister nur eben für ihm meine Mutter servierte, und schlief im Ar- im Rodin- Museum anzustellen sei mit einem ten Kanten des abgeglittenen Meißels. Aber das einen Moment verlassen hat. Man meint, daß beitsraum. Mein Großvater liebte mich wohl, Da aber heutzutage in Frankreich niemend ven garantierten Tagesverdienst von sieben Franken. macht sie erst groß, daß sie ihr Schöpfer aus dem er jeden Augenblick zur Türe eintreten fönnte. fonnte mir aber, da er blind war, nur von gefieben Franfen täglich leben kann, war der Sohn Stein, aus der formlofen Materie heravefchuf. Auch hier die Täuschung durch das„ leßte Sta- ringem Nußen sein. Mein Vater pflegte mir daß die Figur um so fertiger und ausgeführter dium". Die letzte Band fehlt, die der Meister alle niedrigen Hausarbeiten zur Erledigung zu gezwungen, wieder in die Fabrik zu gehen. erschien, je mehr sie nach oben wuchs, daß ichließ- nie anzulegen pflegte, weil ihn eben das vom überlassen. Er sprach selten ein Wort und an lich das fertige Wert zugleich ein Symbol der Handwerker unterschied. Nicht, daß Rodin das meine Mutter brauchte er auch fein Wort zu folche kleinen Menschlichkeiten zu erinnern? Sie Schöpfung überhaupt blieb. des Werdens vom Sandwerksmäßige an und für sich verachtet hätte. berichwenden. Sie schien ihm die Gedanken vom fönnen freilich Rodin dem Künstler nichts an Chaos zur vollendeten Form. Niemals wäre Rodin geworden, der er war, Geficht abzulesen und kam jedem seiner Wünsche haben. Sehr bald wird die Zeit gekommen sein, wo von Rodins Leben nichts mehr übrig sein Dieie Werte die alle vor dem„ legten Sta- wenn er nicht die solideste handwerkliche Unter bor. bium" stehen, ipiegeln zugleich getreu ihren lage gehabt hätte. Aber es war ihm nur MitNach Beendigung meiner militärischen wird. Dann werden seine Werke allein für ihn Schöpfer wieder. Auch Rodin selbst war zeit- tel. Als Paris feine Balzac- Statue auspfiff, er Dienstzeit fehrte ich nicht mehr nach Hause zurüd. zeugen und sie werden es durch Jahrhunderte lebens ein Mensch vor dem„ lesten Stadium". Schütterte ihn das nicht im mindeſten. Ich suchte mich als Gelegenheitsarbeiter durch und Jahrtausende besser und sicherer tun als rein Eindringlich hat ihn France geschildert, dem es Der Mensch Rodin hat oft nicht dem Künst zubringen und ließ mich nach meiner Verhei- Bicgraphisches vermag. Was hätten wir von nach langer Liebesmühe gelang, ihn in die Villa ler die Wage gehalten. Wie könnte das auch ratung in Meudon, in unmittelbarer Nähe des einer noch so schönen Lebensbeschreibung des Said zu locken. Er fah aus. wie ein Fabrik anders sein. Man fann vielleicht gar nicht ein Schlosses meines Vaters nieder. Eines Tages Praxiteles, wenn von seinen Werken nichts erhalten geblieben wäre? arbeiter, hart, fnorrig, hatte große ungeschlachte vollkommener Mensch und Rodin zugleich sein. besuchte ich ihn auch. Er schien mich aber gar Hände und seltsam scharfe Augen. Dieser Mensch Der Berichterstatter eines großen Londoner Blat- nicht wieder zu erkennen und erwiderte nicht einOb es richtig ist, an einem Gedenktag an H. Tesmar. Seite 6 Centralbank der deutschen Sparkassen in der Čechoslovakischen Republik. Hauptanstalt: Prag II., Bredauergasse 14. Zweigniederlassungen: Aussig, Brünn, Eger, Jägerndorf, Reichenberg, C. Teschen, Trautenau, Troppau. Die Bank der deutschen Sparanstalten und Gemeinden. 1008 Samstag, 14. November 1931. Der Vertrauensmann liest die Tribüne Monatsschrift für Arbeiterpolitik und Arbeiterkultur. Die..Tribüne" unterrichtet den sozialistischen Ver rauensmann über die aktuellen Probleme des internationalen ozialismus. der Oekonomie und der Kulturpolitik. Jahresbezug 40 Kč. vierjährlich 10 Kč. Einzelhefte 4 Kč. Bestellungen durch den Vertrauensmann, die Schriftenabteilun 9. Volksbuchhandlung oder direkt durch die Verwaltung in Prag II.. Nekazanka 18. PRAGER ZEITUNG. Die Prager Gemeinde und die \ deu schen ochulen. ( Ab.). Donnerstag, 8 Uhr, zum 25. Male:„ n- 1 timitäten", Komödie von Coward( Ab.). Freitag, halb 8 Uhr: Der Graue". Schauspiel von Forster( Ab.). Samstag, halb 8 Uhr, Erstaufführung:„ Liebling, Adieu!", Operette von Willy Rosen. Sonntag, 3 Uhr: Nina" Komödie von Bruno Frank( Ab.); abends halb 8 Uhr, Gastspiel Leopold Kramer: demand", Komödie von Molnar. Montag, 8 Uhr:„ Liebling, Adieu!" Sport- Spiel- Körperpilege Tas Bantgeschäft, das sich Fifa nannie. Vor fünfundzwanzig Jahren wurde ein Mann namens Maurice Hirschmann Generalsekretär und Kassier der Fifa, der internationalen Vereini gung der bürgerlichen Fußballverbände. Die Fifa Erzeugung und Verteilung ist eine ungewollte Rüd- wuchs, ihre Geldbeutel füllten sich und das Verdienst fehr zur Barbarei. daran maß man nicht zum geringsten Teil dem biederen Holländer zu, der emsig und unverdrossen Schülerwagen auf der Prager Elektrischen. am Ausbau dieser imponierenden Organisation arIn der gestrigen Stadtratssigung wurde be- beitete. Es gibt faum eine bürgerliche Sportrubrik. schlossen, probeweise den letzten Wagen der die den Namen Hirschmanns nicht voll Bewunderung Straßenbahnzüge in der Zeit von 7% bis 8 Uhr und Achtung genannt hätte. Man bedenke nur, hier Der Wagen für Schulkinder zu bestimmen. wird die Aufschrift„ Für Schüler" tragen. Der gestrigen Stadtratssigung lag ein Antrag der Schulfommission der Gemeinde Prag vor, durch den auf die Staatsverwaltung ein Druck ausgeübt werden soll, ihren Verpflich tungen bezüglich der staatlichen deutschen Volksund Bürgerschulen nachzukommen. Es handelt sich da vor allem um die Mieten, die der Staat der Gemeinde seit 1918 schuldig ist. Die Prager deutschen Schulen gehörten vor 1919 der Gemeinde, wurden dann zu staatlichen Minderheitsschulen erklärt, blieben aber in den der Gemeinde gehörigen Gebäuden. Der Staat hat die Schulen übernommen, aber die Gemeinde behielt sich ihre Häuser. Und nun verlangt sie vom Staat die rückständigen Mieten. Die Schulkommission droht sogar mit der Kündigung zusammengebracht, die alle Bevölkerungsschichten der der Schulklassen zum 1. April. Kunst und Wissen ,, Golem", Revue in elf Bildern mit Voskovec und Werich. Die tschechische Theatersaison beginnt eigentlich immer erst mit der Novität im„ Befreiten Theater"; die ganz außerordentliche Beliebtheit der beiden Autoren und Hauptstars hat eine Gemeinde Maurice Hirschmann. für notwendig gefunden, die Fifa vor diesem unerjeglichen Verlust zu bewahren. Rasch stellte sich inzwischen heraus, daß sie nicht nur ihren General jefretär, sondern auch die von ihm behütete Rasse verloren hat. Herr Hirschmann hat sich kein Gehalt geben lassen, wozu denn auch, wenn einem gleich das ganze Vermögen zur Verfügung steht. Fußball ließ er andre spielen, ev spielte mit dem Fußballergeld. Hundertdreißigtausend Hollandgulden, also rund 1,750.000 Kč, sollte die Fifa haben, aber HirschAus der Partei Frei von Störungen. Fr. 265. DIE GRUPPEN- ANODENBATTERIE RADIO PALABA hält eine ständig gleichbleibende Spannung aufrecht und kennt keine Störungen. Sie ist ebenso gut wie billig, da die einzelnen Batterien leicht auswechselbar sind. Lassen Sie sich sie von Ihrem Kaufmanne vorlegen. PALABA PS PS risten einfügt, gestaltet Iustig und aufregend, wie die Ehen der Töchter auf überraschende Weise zustande kommen. Der gesunde Menschenverstand der Der Film Programm der Prager Lichtspielbühnen. Wran- Urania( deutsches Tonfilmtino):„ Das Land des Lächelns." Adria:„ Unter dem Meeresspiegel." nachmittag." Alfa:„ Berge in Flammen." Beranek:„ Ta bu." Fenig: Unter Geschäftsaufsicht." gens. " 1 " „ Sonntag „ Sonntag Hauptstadt vereint. Je moroser das tschechische Die Gemeinde Prag wird es sich sehr über- Schauspiel in seinen repräsentativen Bühnen wird, legen, die deutschen Schulen aus den Räumlich desto begeisterter strömt das Volk von Prag zu diefeiten, in denen gegenwärtig unterrichtet wird, sen Revuen, die in ihrer Zeitsatire, in ihrem tiefen hinauszuwerfen, und wir zweifeln gar nicht und realen Humor, dem Lokalkolorit und dem bedaran, daß das Schulministerium der Proger wundernswerten Spiel mit der Sprache selbst für Gemeinde schon deutlich sagen wird, daß man Prag typisch geworden sind. Das Wesen dieser opferte ein Bankdirektor kostbare Stunden und Tage, Mutter sträubt sich dagegen, nach Schwiegersöhnen so mit Schulen nicht umgeht. Die Deutschen piele, die sich im letzten Jahr im historischen Ge- ohne daß er hierfür ein Entgelt bezeg. Denn Gene- 31 angeln; eine besorgte Tante( vielleicht die höstBrags zahlen Steuern genau jo wie die anderen wand gefallen, besteht in der ursprünglichen Kraft, ralsekretär der Fifa zu sein, das bedeutete selbst- lichste Figur des ganzen Buches) nimmt ihr das sehr übel. Die Töchter selbst sind lebenslustig und selbStaatsbürger, sie zahlen der Gemeinde Umlagen mit der hier hemmungslos Theater gespielt wird, verständlich ein un besoldetes Ehrenamt. und Abgaben, und die Gemeinde kann schon Theater, das keine Kluft zwischen Szene und Bühne Da jagte durch die Telegraphen aller Länder die ständig. Ein amüsanter Querschnitt durch das heuetwas für die deutschen Schulen leisten. kennen will, das in seinen Effekten immer dem Zu- Nachricht: Maurice Hirschmann ist zurüd tige englische Leben! Die Prager deutsche Bevölkerung fann allen- schauer instinktgerecht nahekommt. Aber dieser Vor- getreten! Aber man vermißte etwas an dieser falls in bezug auf die Zukunft der deutschen teil fußt nicht etwa im Himmelbett, in Liebesver- Meldung. Nicht einer der acht Präsidenten hatte es Volts- und Bürgerschulen in Prag ohne Sorge wicklungen, es ist ein Spiel des Alltags, das da im sein, es handelt sich der Gemeinde nur darum, historischen Gewand gezeigt wird, es werden so einen Drud auf die Schulverwaltung auszuüben. Wahrheiten gesagt, die anderwärts unmöglich wären. Dies wurde in der gestrigen Stadtratjihung auch Diesmal müssen der alte Golem und Rudolf II. zugegeben und gefagt, daß von einer faktischen herhalten, die beiden Autoren verstehen es mit spieKündigung der Schulräumlichkeiten nicht die lerischer Leichtigkeit einen Stoff zu gestalten, der Rede sein könne. unter der Feder herkömmlicher Dichter zu einer schwer verdaulichen Sache würde. Aber dieser RuG. Bortrag des Genoffen Hampl im dolf ist ein so nettes Dummerl und der Golem ein so netter Tolpatsch und die beiden Stars zwei so Sozialen Institut. wißig sprechende Jungen, die immer alles in Un mann spekulierte jo unglücklich", daß davon nur Flora: a b u." Ueber Technischen Fortschritt und die Krise" ordnung und doch weiter bringen, daß die Begeiste- noch dreitausend übriggeblieben sind. Seine Versprach am Donnerstag im überfüllten Vortragssaale rung ob dieses Spiels um des Spielens willen ver- untreuungen mögen von denen, denen er verantwort- Gaumont:„ Jeder fragt nach Erika." Lya Mara. bes Ministeriums für soziale Fürsorge im Rahmen ständlich ist; und dabei gibt es noch ticfere Bedeulich ist, milder beurteilt werden, denn Hirschmann| Hollywood:„ Danton." Friz Kortner, G Gründ einer Vortragsreihe des Sozialen Institutes Genosse tung! Reden, Handlung, Chansons, Musik und Tanz, war ein Banfier. Aber daß ein Mensch jahrelang Abg. Ham pl. Der Vortragende erblidt den An- alles mit einfachen aber wirkungsvollen Strichen geio unfontrolliert wirtschaften fonnte, das Svězda:„ Unter dem Meeresspiegel." nachmittag fang der heutigen rise im Auftreten der Erschei- bracht, sogar eine Moritat weiß man vom Golem macht alle sehr perdächtig, die den Kreis um HirschJulis:„ Die Försterchrist!." nung, daß die Nachfrage nach Waren das immer zu singen; den geschmackvollen, flug stilisierten Rahmann herum bildeten. Wo hat die Korruption des mehr steigende Angebot nicht mehr ausgleichen men schuf wie immer der Architekt 3elenta, der bürgerliden Fußballbetriebes eigentlich angefangen? Soruna:„ Gloria." Brig. Helm, Fröhlich. Kotva:„ Der Kongreß tanzt." konnte. Die Wirtschaftskrise fündigt sich zuerst als namentlich in einer spukhaften Tanzizene glänzende taß sie sich von unten herauf bis in den Kopf oder Lucerna:„ Der Kongreß tanzt." Erschütterung des Gleichgewichtes zwischen Produk Einfälle zeigte. Er ist gewiß der begabteste Mit wurden die Glieder von oben her verseucht? Metro:„ Die Jungfrau in Nöten." Szöke Szakall. tion und Konsumption an. Die ungewöhnlich große arbeiter des Ensembles. Die Mujit Ježeks it Radio: Gloria." Brigitte Helm, Gustav Fröhlich. technische Entwicklung hat in erster Reihe der Krieg diesmal sehr arm, einfallslos, immer die gleiche Rory: Vor untersuchung." A. Bassermann, mit sich gebracht: einerseits hat er die Zahl und Marschrhythmik betonend, genvungen im Sumor der G. Fröhlich. bie Größe der Industrieunternehmungen in der Instrumentation und unoriginell in einer Opern ganzen Welt vergrößert, anderseits hat er den tech- parodie. nischen Fortschritt rapid vorwärtsgetrieben, welcher in Industrie und Landwirtschaft die Produktion verbilligt und beschleunigt hat. Aus der Rationalisierung, welche von Amerika ausging, wurde eine Weltbewegung, welche, da sie in der Pragis über wiegend nur in technischer und organisatorischer Sinsicht also einseitig durchgeführt wurde, äußerst ungünstige volkswirtschaftliche und soziale Auswirkungen zeitigte. Ein reiches statistisches Empfindjamkeit". Material des Vortragenden bestätigte diese AusfühSpielplan des Neuen deutschen Theaters. Hente rungen. Genosse Hampl unterzog dann die. einzelnen Arbeitssysteme einer besonderen Untersuchung Samstag, halb 8 Uhr, Erstaufführung:„ Caram Für die schädlichen Folgen kann man die Technik ba", Operette mit Hindernissen von Seca- Fernandez nicht verantwortlich machen. Die Technik fann Gutes( 233). Morgen Sonntag, balb drei Uhr, und Schlechtes bringen. Ihr Wert richtet sich nach Arbeiter vorstellung:„ Cäsar und Cleo dem Menschen, welcher fie benüst. Die Maschine it patra"; halb 8 Uhr: Caramba"( 24-4). ein leblojes Mittel, welches für sich allein feine Montag, halb 8 Uhr:„ Ein Mastenba II" Oper von Verdi( 25-1). Dienstag, halb 8 Uhr: anderen Eigenschaften hat, als Gewicht, Größe, Mittwoch, halb 8 Uhr: ,, Caramba"( 26-2). Härte usw. Nicht bestanden haben bei der Erfüllung" Der fliegende Holländer", Oper von 1brer fozialen Funktion, die materiellen Bedürfnisse, der Menschen zu verforgen, die Unternehmer. Wer Wagner( 27-3). Donnerstag, halb 8 Uhr: 3m Rößl", eber die Gesellschaft jäädigt, büßt früher oder später weißen Rö 31", Singspiel von Müller Venazky selbst dafür. In der Gesellschaft herricht in fosto( 8-4). Freitag, 8 Uhr: II. Philbarm. KonSamstag, halb 8 Uhr, Gastspiel Leopold logischer Beziehung Gesezmäßigkeit. Ihr hat sichert. bisher noch niemand und wird sich auch in Zukunft ramer, Erstaufführung: demand", Komödie von Molnar( 29-1). Sonntag, 7 Uhr:„ Der niemand entziehen können. Bersagt hat der Unternehmergeist in seinem System. Das fapitalistische Freischüt"( Festvorstellung für die Deutsche techn. System hat versagt, urd zwar aus dem Grunde hochschule, fein öffentlicher Verkauf). Montag, weil es das Streben nach Gewinn über höhere balb 8 Uhr, Gastspiel Leopold Kramer:„ de. Roman. M. 3.80, Leinen M. 4.80. Verlag„ UniWerte jette. In der heutigen Krise tönt in allen mand"( 30-2). hier Spielplan der Kleinen Bühne. Heute Samstag, versitas", Deutsdie Verlags- A.- G., Berlin W 50. Ländern der Ruf nach Ersparungen Diese For derung erwächst nicht aus dem Mangel, fordern aus 8 Uhr, Gastspiel Bepi Glöckner- Kramer:„ Das Gute humoristische Romane sind sehr selten Mor ist endlich einmal ein richtiges Buch für unsere der Anarchie in der Organisierung der Distribution. Märchen von der Fledermaus". Wenn die Argestellten nach einer durchgreifenden gen Sonntag, 3 Uhr: Der Mann, den fein grauen Tage! Die englische Humoristin, die sich Kürzung der Arbeitszeit, das heißt, nach einer Bewissen trieb", Schauspiel von Rostand( Ab.); durch ihr Buch Murerherz auf Reisen" in DeutschDämpfung der Produktion rufen, so ist das ein not abends 8 Uhr, Gastspiel Pepi Glöckner- Kramer: land glänzend eingeführt hat, schildert in diesem neuen Roman die Sorgen und Freuden einer Mutter wendiges Verlangen, Die, Verfürzung der Arbeits- Das Märchen von der Fledermau s." geit auf 40 Stunden wöchentlich ist mit Rücksicht Dienstag, 8 Uhr; Gastspiel Pepi Glödner- Kramer: von sechs Töchtern, von denen fünf heiratsfähig sind. Die fultivierte Erzählerkunft der Autorin/ die sich auf die maklos gewachsene Produktionskapazität eine Das Märchen von der Fledermau§", Die Anarchie in der Mittwoch, 8 Uhr: 93" Komödie von labund würdig den besten Traditionen der englischen Humofehr gemäßigte Forderun Die Spielenden leiden unter dem überrogenden Können der Autoren. Stárs und Theaterdirektoren Voskovec und Werich, die sich auch W. Lg. bald im Film vorstellen werden. Bezirksorganisation. Dienstag, den 17. November, um 8 Uhr abends in Odborovy dum, Vegetarjia, wichtige Bezirksleitungejigung. Erscheinen alier notwendig. Jugendbewegung. Das II. Philharmonische Konzert, das ant 20. d. unter Leitung von Georg Széll stattfindet, enthält außer der 3. Symphonie von Brahms als iymphoni- Richtigstellung. S. J. I. Wanderung Sonntag: sches Hauptwerk zwei Erstaufführungen: Milhauds Treffen 10 Uhr, Endstelle 13er in Hrdlořezi; Biolinkonzert und Křeneks Suite aus„ Triumph der nicht Wrichowis! Stant: Marianne.", Romanze." Světozor: Gloria." Brigitte Selm, Gustav Fröhlich. Avion:„ Das Lied vom Leben." Favorit:„ Der gute Soldat Frigo." Buster Keaton. Louvre:„ Wenn die Soldaten marschieren." Maceška:„ Wenn die Soldaten marschieren." Bajine:„ Das Lied vom Leben." Valdel: Danton." Friz Koriner, G. Gründgens. Befeda: Boruntersuchung." A. Bassermann. Fröhlich. 11 S. 3. II( Studenten). Sonntag, den 15., ds., Carlton: Die Kinder des Montmartre." 18.30 Uhr im Verein deutscher Arbeiter, II., Lido:„ Schatten der Unterwelt." Harry Piel. meety 27/ III., Ausschusübung. Montag, den Die gesperrt gedruckten Filme fönnen 16 ds., 20 Uhr im Lokal der Lese- und Redehalle, II., Lügowova( im Haus des Bio Kapitol), Di& empfohlen werden. tussionsabend mit der Halle über„ Bürgerliche Demotratie" Für uns referiert Genosse Dr. Wiener für die Halle Herr Dr. lepetař. Alle pünftlich fommen! Rote Fallen, Prag( Forde I Hofbauer). Bestimmtes Erscheinen am Samstag ist Pflicht. Hefte, Bleistifte, Auffäse und Bilderzeitungen nicht ver geffen. Verständigt noch alle. Freundschaft! Die Hordenleitung. Literatur Cecily Sibgwid:„ Töchter Dußend." Ein Versuch überzeugt! In allen Apotheken. KE.28* Togal unibertroffen bet RHEUMAGICHT KOPFSCHMERZEN Ischias Hexenschuß u Erkältungs krankheiten Entfernt dHarnsäure! 6000 Auztegutachten/ Vollkommen unschädlich Fragen Sie Ihren Arzt Generaldepot BRAUNER'S APOTHEKE ZUM WEISSEN LOWEN PRAG II. PŘÍKOPY 12. Im Palais Sylva Taroucca Preis Ka12 kc 28 Schenkt zu jedem Fest! Bitcher Verkaufe billig: „ DER KAMPF" Jhrg: 1908, 1909. 1913 bis 1920, 1922 u. 1923, gebund. in Halbleinen. J. Peika, Postřelmov Nord mähren. Für den Erud verantwortlich. Otto polit, Druid. Rota- für Jettung und Buchorid. rag' Berantwortlicher Redakteur Dr Emil treug. Brag befrebattent Wilhelm tegner Herausgeber: Siegfried Iaub Südstellung von Manuftripten erfolgt nur bei Eiusendung der Retourmarten, Die Zeitungsmarfenfrantatur wurde von der Post- u. Telegrapbendirektion mit Erlas Nr 13.800/ VII/ 1930 bewilligt Bezugsbedingungen. 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