Ginzelpreis 70 Heller. sid. ozialdemokrat Zentralorgan d. Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei id. Tschechoslowakischen Republik. 11. Jahrgang. 6,200.000 Arbeitslose in USA. Washington, 18. November.( Reuter.) Die amerikanische Arbeitsföderation schäßt die Zahl der Arbeitslosen in USA auf 6,200.000. Grandi bei Hoover. Washington, 18. November.( Reuter.) Der italienische Außenminister Grandi ist heute zeitlich früh in Begleitung des Staatssekretärs Stimson im Weißen Haus erschienen und hat die Beratungen mit dem Präsidenten Hoover auf genommen. Außer Grandi wurde heute früh niemand vom Präsidenten Hoover empfangen. Stimson teilte in der heutigen Pressekon ferenz mit, daß er mit Grandi heute früh zweieinhalb Stunden im Weißen Hause tonferiert habe. Hoover und Grandi hätten sämtliche aftellen Fragen sowohl über die wirtschaftlichen Probleme als auch über die Genfer Abrüstungskonferenz diskutiert. Hoover habe von Grandi einen sehr guten Eindrud gewonnen. Katastrophale Devisenpolitif. Desterreichs Baumwollindustrie bekommt teine Rohstoffe. Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich früh. Redaktion und Verwaltung: Brag IL, Nelazania 18 Zelepbon: 26795, 31469( Nachtredaktion): 26797 Bolfchedami: 57544 Donnerstag, 19. November 1931 Japanische Offensive gegen General Ma. Einbruch in die ruffische Interessensphäre. in d Mulden, 18. November.( Reuter.) Der wohnern, die sich den geseßlichen Anordnungen Sonderkorrespondent des Reuterschen Bureaus fügen, vollen Schutz für Leben und Eigentum meldet, daß bei Tagesanbruch eine japanische zusagen.no Offensive gegen General Ma eingesetzt hat. Durch die Beseßung von Tsitsilar sind die Sämtliche militärischen Einheiten am Nonnis Japaner nun Herren der Ostchinesischen Bahn Abschnitt wurden eingesetzt. und noch eines weiteren Gebietes geworden, das des Generals Ma eine ernste Niederlage angesehen wird. Die Japaner sollen den Militärabteilungen als sowjetrussische Einflußsphäre zugefügt haben. Sie verfolgen die Chinesen in japanische Abteilungen die Beseßung Angantder Richtung auf Tsitsikar. Weiters sollen his vorbereiten. Beiderseits schwere Berlufte. Tokio, 18. November. Nach hier eingetroffenen Meldungen sollen heute in der Schlacht Tokio, 18. November. In amtlichen Streisen zwischen Chinesen und den Japanern beide Teile wird erklärt, daß ein japanisches Borrücken bis schwere Verluste erlitten haben. Dem General Tsitsikar, das im Bereiche der Wahrscheinlichkeit stab der Heilungkiang- Armee sollen fünf sowjetliege, kein anderes Ziel hätte als den chinesischen russische Offiziere zugeteilt gewesen sein. Truppen einen empfindlichen Schlag zu versetzen und die chinesische Truppenansammlung auf zulösen. Hierauf würden sich die Japaner zitrückziehen(?). i al * Tsitsikar besetzt! Nr. 269. Die gelbe Komintern. Die Sozialdemokratie muß politisch geschlagen werden die So. zialdemokratie ist unser Hauptfeind... Gegen die Sozialdemo fratie führen wir den Hauptschlag Berschärfung des, Kampfes gegen die Sozialdemokratie auf der ganzen Linie!" do 10156 Aus der Antwort der Roten Fahne auf die Rebe Breitscheids. Die geschichtliche Ablösung der bantrotten Sozialdemokratie durch den Nationalsozialismus beginnt " Aus dem Leitartikel des„ Tag". , Massensturm gegen den Hungerangriff Dr. Czechs Pryě Czechem! Riefentitel der PC.- Blätter. Je weiter wir auf dem Wege in den Peffimistische Stimmung im Nat. furchtbarsten Hungerwinter fortschreiten, den Paris, 18. November. Der Völkerbundrat die Welt seit hundert Jahren gesehen hat, hielt heute eine vertrauliche Sigung ab, die nach desto mehr verschärfen sich die Klassenkämpfe. dreistündiger Dauer um 20 Uhr geschlossen wurde. Noch geht es nicht um Sein und Nichtsein der Wien, 18. November. Die österreichischen Baumwollspinnereien teilen mit, daß sie nur In der Situng wurden nacheinander der japa- heutigen Ordnung und es wäre eine gefähr noch für wenige Wochen mit Baumwolle versorgt London, 18. November. Das Reutersche nische und chinesische Delegierte angehört. Die liche Illusion, die Krise unbedingt für die letzte Lösung des Konfliktes wurde aber dadurch nicht und entscheidende zu halten. Aber es geht sind; wenn man ihnen nicht bald die angeforder- Bureau meldet aus Tokio, daß die japanischen beschleunigt. Im Gegenteil kann man sagen, darum, ob die kapitalistische Krise bezahlt tent Devisen gebe, die sie für die Anfäufe von Baumwolle dringend brauchen, werden sie sich ge- Streitkräfte in der Mandschurei Tsitsikar daß die Stimmung heute abends durchaus wird mit der Deklassierung hunderttausender nötigt sehen, ihre Betriebe zu schließen befeht haben. und Arbeiterentlassungen vorzunehmen. Gleich Die japanische Vorhut rüdte um acht Uhi Die Lösung des Konfliktes erfährt eine neue Proletarier, oder ob wir imstande sind, einen zeitig droht die Schweiz, die Einfuhr österreichi- abends in Tfitfilar ein und entwaffnete Erschwerung dadurch, daß, wie es scheint, die Teil der Gelder, die der Staat aus der Prischer Erzeugnisse zu verbieten, weil Desterreich die chinesischen Polizisten. Unmittelbar iqpanische Delegation aus Tokio neue Instrut batwirtschaft zieht, nicht den Unternehmern, den Schweizern den Export ihrer Erzeugnisse nach ihrem Einmarsch veröffentlichten die Japa- tionen erhielt, die keineswegs versöhn- sondern den Opfern der Krise zuzuleiten. Um nach Desterreich unmöglich mache. Jugoslavien ner eine Bekanntmachung, in der sie den Ein- lich sind. droht mit ähnlichen Maßregeln, weil die öfterreichische Nationalbank den österreichischen SändTern feine Dinars zum Ankaufe jugoslavischen Viehs gibt. pessimistisch ist. Ein europäisches Arbeitsbeschaffungs- Brogramm. jeden Pfennig, den sie von ihrem Profit für die Opfer ihrer weisen Unternehmer- Initiative opfern sollen, führen die Kapitalisten einen erbitterten Kampf. Um jeden Pfennig, den die Sozialdemokratie, in Deutschland, Frankreich und bei uns, den Kapitalisten entreißt, um ihn den Arbeitslosen zuzuführen, wird aufs schwerste gerungen. Was wäre in dieser Zeit natürlicher als Nach dem Vorschlag des Internationalen der Zusammenschluß aller Arbei Arbeitsamtes dürften die Programme der Re- ter, als der gemeinsame Einfa gierungen insgesamt 550 Millionen neue Ar- aller proletarischen Kräfte im beitstage schaffen. Dabei sind nur die durch Kampf gegen die Besitzenden und ihre die direkte Ausführung des Programmes er Garden?! forderten Arbeitstage berechnet, nicht aber die mittelbar neu geschaffenen Arbeitstage durch Ankurbelung des Wirtschaftslebens. Die Kosten dürften sich schäßungsweise auf fünf Milliarden Goldfranken belaufen. Die Arbeiter- Zeitung" kommentiert diese Das Programm zur Durchführung öffentschlägt. Eine ganze Anzahl von Regierungen erErscheinungen mit den Worten: Die Devisenpolitik der Desterreichischen Nationalbank treibt licher Arbeiten, das vom Internationalen wähnte in ihren Plänen die Errichtung eines einer Katastrophe zu. Einige Industrien arbeitsamt in Genf im Rahmen seiner Be- europäischen Wegenetzes sowie andere Arbeiten drohen, vollauf zum Stillstand zu kommen, weil strebungen zur Ueberwindung der Arbeitslosigkeit größeren internationalen Ausmaßes. die Nationalbank es ihnen unmöglich macht, sich aufgestellt wurde, war noch vor nicht allzu langer Zeit heftig umstritten. Inzwischen ist aus manmit ausländischen Rohstoffen it versorgen, andere kommen deshalb zum Stillstande, weil die chem Saulus ein Baulus geworden. Der bittere Absperrungsmaßregeln der Nationalbant Gegen Sohn, mit dem insbesondere in der industriellen maßregeln des Auslandes hervorrufen, die den Presse Thomas' Programm aufgenommen wor letzten Rest des österreichischen Exportes zu beden war, ist einer sachlichen Würdigung gewichen. schlagnahmen drohen. Regierungsfrise in Budapest? Konflikt Lavals mit dem Außenausschuß. Selbst Was aber geschieht tagtäglich? Die Bartei, deren Wirken seit munmehr zwölf Jahren ein einziges Verbrechen an der Einheit und Geschlossenheit der Arbeiterklasse ist, die von Moskau fommandierte kommunistische BeweDie Ausschüsse des Völkerbundes und der EuropaUnion haben sich bereits eingehend mit diesem Programm befaßt. Mit besonderem Nachdruck hat fich soeben der Internationale SewerBudapest, 18. November. In Budapest er- fchaftsbund auf seiner Vorstandssigung in Der Europa- Ausschuß hat bereits im Otto hielten sich heute hartnädig Gerüchte über eine Berlin für die Durchführung großer internatio- ber beschlossen, die Regierungen um fonkrete gung hindert auch heute die Einigung der ArKrise der Regierung des Grafen Karolvi. Einige naler öffentlicher Arbeiten eingesetzt, und auch Vorschläge zur Durchführung dieser öffentlichen beiter, ja schlimmer als das, sie nährt die Nachrichten behaupteten, daß eine Krise der Ge- der deutsch- französische Wirtschaftsausschuß wird Arbeiten zu ersuchen. Diese Vorschläge sollen in Zwietracht der Proletarier, so daß die Sozialsamiregierung bevorstehe, nach anderen Verfio- zu dem Programm des JAA. Stellung nehmen. Form vollständig ausgearbeiteter Pläne einge- demokratie in ihrem Kampfe gegen die tapita Das Programm, das sich auf die Angaben reicht werden, damit auf der Grundlage der listische- fascistischen Mächte im Rüden bedroht nen wieder hieß es, daß eine durchgreifende Stabinettsrekonstruktion erfolgen soll. Die Blätter verschiedener europäischer Regierungen stüßt, sieht Kenntnis aller wirtschaftlichen, technischen und wird von der bolschewistischen„ Bruderpartei". fonstatieren, daß sowohl im Kabinett felbst, wie die Ausführung bestimmter Arbeiten vor für finanziellen Einzelheiten endgültige Beschlüsse geDie Hessenwahlen haben bewiesen, daß auch in den beiden Regierungsparteien, d. i. in Deutschland, Desterreich, Belgien, Bulgarien, fagt werden können. die Flut des Hitlerfascismus in Deutschland der Einheitspartei und in der christlichsozialen Estland, Spanien, Ungarn, Lettland, Litauen, Der Haupteinwand gegen das europäische noch immer anwächst. Wenn Hitler an die Wirtschaftspartei, unüberbrückbare Gegensätze Rumänien, die Tschechoslowakei und die Türkei. Arbeitsbeschaffungsprogramm lautet immer Macht kommt, so bedeutet das den radikalen bestehen. wieder, daß es vor allem darauf ankomme, das Abbau der sozialen Errungenschaften der ArDie Vorschläge erstrecken sich in erster beiter, die Diktatur fascistischer Kommissäre erforderliche Geld zu beschaffen. Linie auf den Wegebau, auf den Ausbau des in den Betrieben, die Aufhebung des StreifWoher das Geld? Seine Beschaffung rechtes und die Beseitigung der politischen Elektrizitätsnezes, auf Meliorationsarbeiten, Paris, 18. November. Der Außenausschuß Eisenbahnlinien, Kanal- und Bewässerungs- liegt in der Hand der Finanzmächte. wenn man das Programm auf zehn bis fünfzehn Rechte der Arbeiterklasse. Nur eine geschlof= der Deputiertenkammer befaßte sich heute mit der anlagen usw. Milliarden veranschlagt, so wäre dies nur ein sene Arbeiterschaft kann diesem Ansturm be lezten Erklärung, die Ministerpräsident Lapal Von Deutschland sind vorgeschlagen Bruchteil des heute brachliegenden gegnen. Die Sozialdemokratie hat den. Komüber seine Washingtoner Reise abgab. Die einzeluen Ausschußmitglieder sprachen die Ansicht worden Wegebauten, ein Ausbau des Elektrizi- Kapitals. Angesichts der Lage in der Privat- munisten durch den Mund Breitscheids ein aus, daß die Darlegung des Ministerpräsidenten tätsnezes und Meliorationsarbeiten im Gesamt- wirtschaft bleibt die Inangriffnahme öffentlicher einheitliches Vorgehen angeboten. Wie die nicht genug eingehend war. Der Aus- betrage von 100 Millionen Mack. Nach dem Vor- Arbeiten auch von der Geldseite her die einzige Antwort der KPD ausgefallen ist, entnimmt schuß nahm hierauf mit 16 gegen 11 Stimmen anschlag der deutschen Regierung dürfte das Pro Möglichkeit zur Ueberwindung des toten Punktes. Der Leser den im Motto zitierten Stellen aus Das Internationale Arbeitsamt erwartet einen Antrag des sozialistischen Deputierten gramm 4 bis 5 Millionen Arbeitstage schaffen. Grumbach an, durch den Ministerpräsident Laval Der österreichische Plan, der u. a. Kanali- von der Durchführung dieses Programms nicht der Berliner„ Roten Fahne". Giftiger Haß eingeladen wird, dem Ausschuß nachträglich e fationsarbeiten der Donau vorsicht, die bei einer die restlose Beseitigung der Arbeitslosigkeit. Es schlägt jedem entgegen, der den Kommunisten Aufklärung zu geben. Gesamtausgabe von 620 bis 630 Millionen sieht darin nur eines der Mittel zur Lin- zumutet, sie sollten gegen den Fascismus statt Schilling im Laufe von zehn Jahren 10.000 Ar- derung, wie sie im nationalen Rahmen von fast gegen die Sozialdemokratie kämpfen. Umjo Schwächeanfall Briands in der Kammer. beitern ständige Arbeit schaffen würde, erstreckt allen Ländern in mehr oder weniger großem lauter erschallt die Parole des BruderParis, 18. November. Matin" berichtet, sich außerdem auf den Ausbau eines internatio- Umfange schon angewandt wurden. Aber die krieges, des Klassenberrats: gedie Sozialdemokratie, und daz in der gestrigen Nachmittagssigung der Kam- nalen Wegenezes und eines internationalen praktische Durchführung dieses großen Programms gen mer Außenminister Briand, der neben dem Elektrizitätsnetzes. Unter den wichtigen Plänen würde nicht nur unmittelbar durch den Einsatz sei's mit Tod und Teufel, mit Sitler und Ministerpräsidenten in der Regierungsbank jaß, der anderen Regierungen ist zu erwähnen der von Milliarden in der Wirtschaft wirken, sondern Sugenberg, mit Krebs und Stanět! Denn auch bei uns schwillt die Woge Anzeichen großer Müdigkeit zeigte, so daß der Plan Est londs, der den Bau einer Eisenbahn- auch mittelbar eine nicht unbeträchtliche BeVorsitzende die Sigung unterbrach. Briand erholte linie zwischen Reval und USSR. vorsicht, der lebung der gesamten Wirtschaft herbeizuführen gefich aber bald und beteiligte sich dann wieder an Plan der Tschechoslowate i, der u. a. einen eignet sein. Dazu käme dann noch die politides kommunistischen Sasses gegen die Sozialder Sizung, die der Außendebatte gewidmet war. Stanalbau zwischen der Elbe, der Donau und der fche Bedeutung solcher Arbeiten; denn durch die demokratie im selben Maße an, als die KapiAm Abend empfing Briand bereits wieder den Oder einschließt, ferner ein polnischer Plan, internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit talisten ihren Widerstand gegen die jozialjapanischen Delegierten Johisa va zu einer der für die Dauer von zwanzig Jahren den Bau wird auch die Basis geschaffen, auf der ein neues, demokratischen Forderungen verstärken. Der fozialdemokratische Fürsorgeminister hat vor von 40.000 Kleinsiedlungshäusern pro Jahr vor- friedliches, geeintes Europa entstehen kann. Beratung. Gette z 99. Donnerstag, 19. November 1931. damit es nicht schlechter werde. 66 Nr. 269. wenigen Tagen im Budgetausschuß sein Bro- juns den Dolch zwischen die Rippen zu jagen, die rote Fahne, die sie hundertmal geschändet Wieder passive Refiftenz in Indien. gramm verkündet. Auf allen Linien beginnt wenn wir uns gegen die kapitalistisch- fasci- hat, streichen und das Banner aufziehen, das nun die kapitalistische Gegen offen- stische Reaktion wehren. Die Komintern sicht ihrem Wirken gerecht ist, sie sollte mit der Ohne Gandhi zu fragen. sive. Vierzigstundenwoche, Arbeitsvermitt- heute im Lager der Reaktion, sie ist die stärkste Fahne flaggen, die seit Jahrzehnten die Staltutta, 18. November. Der Führer der lung, Notopfer der Unternehmer, Erhöhung Stüße der herrschenden Selasse; sie verrichtet ahne des Klassenverrats ist: die Swaraj- Bewegung Pandit Jawarhalal Nehru der Besitzsteuern, das klingt ihnen furchtbar heute das, was ehemals die bezahlten Maro- Filialen Moskaus sollten die gelbe Flagge erklärte in einer heute hier abgehaltenen öffentin die Ohren. Was gilt das Jammern der deure des Klassenkampfes taten. Sie sollte| hissen, für die sie in Wahrheit kämpfen! lichen Kundgebung, es sei unmöglich, daß Indien Hungernden, Frierenden, Verzweifelnden! Ihr ohne neuen Kampf zur Selbstherrschaft komme. Profit ist gefährdet, man will ihnen die Der Ausbruch dieses Kampfes könne in nicht Freuden des Winters, Stilaufen und Eisallzu langer Zeit erwartet werden. Der augenhockey, Bälle und Fünfuhrtees schmälern, um blickliche Waffenstillstand schaffe eine unhaltbare die Arbeitslosen vor dem Verhungern zu retLage und es sei Gebot der Stunde, thr bald ein ten. Welches Verbrechen! Und so seht der Finanzminister fündigt neue Sparmaßnahmen und Kürzung der Ende zu ſehen. Nehru fügte hinzu: Wenn es sich als notwendig erweisen sollte, so werden wir die Kampf aus allen Fronten zugleich ein. Die Weihnachtszulage an. allindische passive Resistenz wieder aufleben laftschechischen Agrarier hetzen Tag für Tag Prag, 18. November. Zum Abschluß der das bisherige Vorgehen könne man mit Ruhe in sen, ohne erst Gandhis Rüdkehr zu gegen die Sozialdemokraten, vor allem gegen Budgetdevatte erstattete der Finanzminister im die Zukunft sehen; man werde freilich alle erwarten. Wir sind dazu bereit, obwohl wir den Genossen Czech, den sie zum Zielpuntt Ausschuß ein Referat, dessen Grundton auch dies- Sorge aufwenden müssen, um die Staatswirtschaft wissen, daß Gandhi Terrorakte als Ausdrud der ihrer hundsordinären nationalistischen Schimp- mal optimistisch gehalten war, wenn er auch die auf ein der modernen Entwicklung entsprechendes Verzweiflung ablehnt. fereien machen. Das deutsche Bürgertum, weitere allgemeine Verschlechterung der Maß zu bringen. längst nicht mehr fampffähig, verläßt sich auf Wirtschaftslage seit dem Sommer nicht verheindie Nazi und Herr Krebs beschließt einen lichte. Fünfmonatsplan"; das heißt, die Der Minister betonte einleitend die Notwendig fommenden fünf Sungermonate, die ärgste feit des Vertrauens, weil jedes Mißtrauen die Notzeit, sollen dem Stampf gegen die Sozial- Widerstandskraft herabjeye. Die Maßnahmen zur Notzeit, sollen dem Stampf gegen die Sozial- Stärkung unserer Wirtschaft beziehen sich vor allem Reichen diese nicht hin, so werde man an neue auf Ersparungen im Staatshaushalt Einnahmsquellen denten müssen. demokratie dienen, sollen das Bollwerk der Arbeiter erschüttern, damit die Kapitalisten ohne Störung tanzen und rodeln, zechen und flirten können. Man werde natürlich nicht zu Maßnahmen greifen, die die wirtschaftliche Situation noch Die weiteren Ausführungen Trapls beschäftigten wie es fein sollte, gibt der Minister zu, sucht es sich mit der Debatte. Von der Errichtung eines aber durch die Entwicklung der Nachkriegsverhälteigenen Amtes für Staatslieferungen verspricht er nisse zu entschuldigen. Bei der Steuereintreibung sich keinesfalls derartige Ersparungen, wie Dr. gehe man kompromißlos vor; man müsse aber unterRosche( 500 Millionen); eine Stonzentrierung der scheiden zwischen Schuldnern, die nicht zahlen könLieferung wäre jedoch am Play. Das Budget ist nen, und solchen, die nicht zahlen wollen. realisieren, die nicht unbedingt notwendig ist, wäre ein Maximalprogramm; heute eine Budgetpost zu In der nächsten Zeit wird eine Kommission direkt ein Verbrechen. Hinsichtlich der errichtet werden, die sich mit der Frage der Sparmaßnahmen bei den Personalausgaben Selbstverwaltungsfinanzen befassen soll. erwähnt Trapl vor allem die Notwendigkeit der Die Mehreinnahmen von 150 Millionen bei der Reorganisation der Staatsverwal- Tabakregie foll durch Ersparungen erzielt werverschlimmern würden, also weder zu Zwangsung. Es besteht nicht die Absicht, ausgediente den; der Minister schließt aber auch die MöglichStaatsangestellte ausnahmslos weiter im altiven feit nicht aus, daß die Tabakregie gegebenenfalls Dienst zu halten, sondern nur, soweit sie dienstfähig zu einer Preiserhöhung werde schreiten sind. Die Staatsangestellten sollen aber nicht müssen. Im Budget wurde jedoch noch nicht mit vorzeitig in Pension gehen. Auch die Verrin- dieser Verteuerung gerechnet; dagegen ist die ge gerung der Zahl der Beamten hänge zusammen plante Erhöhung der Zündholzsteuer mit der Durchführung der Reorganisation; diese schon einfaltuliert. Bisher hätten wir die müsse aber gehörig vorbereitet sein und vertrage billigsten Zündhölzchen in ganz Europa. Ein Zündteine Ueberstürzung. holzmonopol lasse sich schon mit Rücksicht auf die Daß in den Finanzämtern nicht alles so ist, hohen Uebernahmslosten jetzt nicht durchführen. anleihen, noch werde man die Einlagen in den Sparkassen angreifen; die wolle man ja im Gegenteil schüßen. Ebensowenig werde man die in Staatsanleihen festgelegten Gelder antaften, auch nicht die Staatsanleihen konbertieren. In solcher Stunde ist die K P C mit ihren Phrasen wenigstens auf dem Plan. Gegen wen aber wendet sie sich? Gegen die Kapitalisten? Gegen die Fascisten? Der heilige Stalin verhüte, daß sie dermaßen ihren Grundsägen untreu würde. Sie stimmt ein in den Kampfruf der Kapitalisten Fort mit Czech!", sie ruft zum Massensturm gegen den Hungerangriff Dr. Czechs", sie steht in Die Staatspapiere verdienen also kein Mißtrauen, einer Front mit den Rest gut baro- ihre Kursentwicklung zeigt bei uns wie im Ausnen und den Industriellen, mit den land, daß die Staatspapiere fast am günstigsten Nazi und den. Střibrnyfascisten. dran sind. Er glaubt fest, daß das Zutrauen unserer Sparer und Besiger von Staatsvavieren nicht enttäuscht werden wird. Im Budget für 1931 wurden teils durch Streichungen, teils durch das Hoovermoratorium Erspar nisse im Betrage von 261 Millionen erzielt. Für 1932 werden weitere Maßnahmen not wendig sein. Wie bekannt, werde ein progres fiver Notzuschlag zur Einkommensteuer bei höhe ren Einkommen vorbereitet. Auch den öffentlichen Angestellten werde man nicht im vollen Ausmaß die Vorteile belassen können, die ihnen durch das Gefeß über den Weihnachtsbeitrag zuerkannt wurden. Voranschlag im Ausschuß angenommen. Ab Dienstag Budgetdebatte im Plenum. Angenommene Resolutionen. Die zur Annahme empfohlenen Resolutione verlangen von der Regierung, bzw. den zustän digen Ministerien u. a.: Mittwoch vormittag nahm der Ausschuß schloß, diesbezüglich erst ein Gutachten eindann den Staatsvoranschlag in der Fassung der zuholen. Regierungsvorlage an, ebenso das Finanzgeset für 1932. Sämtliche 329 Abänderungsanträge der Opposition wurden abgelehnt. Von den 201 eingebrachten Resolutionen wurde ein geringer Bruchteil angenommen, der Rest teils den zuständigen Zentralbehörden zugewiesen oder abgelehnt. Zum Referenten für das Plenum wurde Abg. Teplansky bestellt. Der Vorsigende stellte fest, daß die Budgetberatung heuer seit 15. Oktober 29 Sigungen, die zusammen 181 Stunden dauerten, ausgefüllt hat. Der sozialdemokratische Fürsorgeminister hat seinerzeit den kommunistischen Gewerkschaften den Staatsbeitrag zur Arbeitslosen unterstützung bewilligt. Er hat ihnen, als die Gewerkschaften nicht mehr imstande waren, aus eigenem ihre Unterstüßungen zu leisten, nach Maßgabe der tatsächlich unterstützten Fälle, in völlig gleicher Weise wie allen anderen Gewerkschaften eine Subvention aus dem Krisenfonds bewilligt. Aber einzelne kommunistische Verbände haben die Arbeitslosen betrogen; sie haben sie um den Gewerkschaftsbeitrag geprellt. Der Minister hat eine Revi- Man werde ihn heuer nicht unverkürzt auszahlen sion angeordnet und selbstverständlich muß tönnen und werde sofort die notwendigen gesetzdem Mißbrauch öffentlicher Gelder, dem Dieb- lichen Maßnahmen treffen müssen. Der Minister stahl an den Arbeitslosen gesteuert werden. hofft, daß die Staatsangestellten das begreifen und Das nennen die Kommunazi den„ Hunger- diese Maßnahme als notwendiges Opfer angriff des Dr. Czech"! hinnehmen werden, zumal auch andere Funktionäre des Staates, Minister und Parlamentarier, Opfer Am selben Tage aber greift der agra- origen. Wir können nicht wissen, wie lange die rische Ventov", das reaktionärste und Krise anhalten wird, und müssen daber unsere bornierteste Blatt der Republik den Fürsorge- Wirtschaft derart einrichten, um unter allen minister an, weil er den Kommunisten Gelder Umständen auszutommen. zuführe, weil er die Feinde des Staates unter- Im Budget werde man freilich noch weiter sühe, mit den Bolschewiken packle! Kann es sparen müssen. Das sei vorerst Aufgabe der ein lächerlicheres, fann es ein widerlicheres Nationalversammlung; fotveit es auf Schauspiel geben, als diese auf Lug und Trug möglich sei, werde man sehr rigoros vorgehen. Daß administrativem Wege oder durch Regierungsbeschluß Das Präsidium befaßte sich weiters mit dem basierende Einheitsfront der Rest- man in der Beschaffung neuer Einnahmen nicht Verlangen des Abg. Hodas nach Einberufung gutbarone mit den Moskauer sehr organisch vorgehe, sei dadurch zu entschuldigen, des Inkompatibilitätsausschusses zwecks Feststel daß sich die Weltwirtschaftssituation seit dem Som lung, ob die Mitgliedschaft im Verwaltungsrat Auch wir haben in dem schweren Kampf, mer derart verschärft hat, daß sich die Staaten einer Versicherungsgesellschaft mit dem Abgeord in dem wir stehen, die KPC im Rücken, bereit, ihr nur schwer anpassen können. Mit Rücksicht auf netenmandat vereinbar sei. Das Präsidium bePataien?! Dr. Tolpe's Rache. Roman von A. Altschul. 4 . Das Präsidium des Abgeordnetenhauses beschloß nach telephonischer Rücksprache des Vorizenden mit dem Ministerpräsidenten, die nächste Plenarsigung des Hauses für Dienstag, den 24. November, halb 12 Uhr, anzuseßen. In dieser Sigung wird die Budgetdebatte beginnen. Sie soll die ganze Woche hindurch fortgehen und wird vermutlich Mittwoch, den 2. Dezember, beendet werden. faum erwarten, bis das Auto vorfahren würde.[ von ihr. Noch als Schuljunge hatte er sie Mit ihrem kleinen Näschen drückte sie beinahe tennengelernt, hatte sich für sie interessiert, um die Fensterscheibe ein, als sie nach dem Wagen sie geworben, ihr den leisesten Wunsch von den Ausschau hielt. Augen abgelejen, furz er verliebte sich in fie, wie Dann war auch die Wartezeit vorüber. Der sich ein Gymnasiast eben nur verlieben kann. So Chauffeur kam um die Koffer, Jenny nahm schien es wenigstens. Erna bei der Hand. Der Abschied war kurz. Ein kurzer Händedrud, ein Kuß, dann war der Vater zur Tür hinaus. Franzl schaute ihm nach. Da fehrte er Auf der Treppe begegneten sie dem Briefnoch einmal um, drückte ihm schnell einen Geld- träger. Achtlos steckte Jenny einige Briefe, die er schein in die Hand, damit er sich kaufen könne, ihr reichte, in die Handtasche. Die zu lesen, wird was er brauchte. Dann ging er. Endgültig. sie ja in der Bahn genügend Zeit haben. Franzl sah noch aus dem Fenster, wie der Vater in eine Straßenbahn einstieg und davon fuhr. Er winkte ihm. Jenny konnte seine Gefühle aber nicht so erwidern, wie er es vielleicht gehofft hatte. Er war ihr ein lieber Kamerad, der einen verwöhnte, mit dem man sich beraten konnte, dem man alles anvertrauen durfte, ohne besorgt sein zu müssen, Der Zug fuhr durch öde Stoppelfelder und daß er es weitererzählen würde, aber Liebe oder abgemähte Wiesen. Langweilig war die Gegend, wenigstens das, was man so Liebe nennt, unfagbar langweilig. Erna hatte sich damit ab- empfand sie nicht für ihn. Er wußte es und Jest war Franzl allein. Ganz allein in der finden müssen, daß sie erst am nächsten Tag in schien zufrieden. Darüber, was er fühlte, hatte großen Stadt. Da kam es, er wußte selbst nicht Stalien sein werde. Schläfrig lehnte sie in einer er nie gesprochen. wie, daß er weinte, bitterlich weinte. Er fühlie Ecke des Coupes und blätterte in einem Märchen- Walter Hensen war sein Freund gewesen. fith so einsam, so verlassen, als wäre er in einem buch. Als Sturt ihn ihr auf einem Ball vorstellte, großen, unendlichen Wald und könnte den Weg Jenny hatte die Morgenzeitung ausgelesen fühlte Jenny, daß dieser Walter Hensen, Kurts nicht finden. Die Stadt, das Große, das Unbe- und wollte schon nach einem illustrierten Blatt Freund, in ihrem Leben eine große Rolle spielen kannte, nach dem er sich so gesehnt hatte, erdrückte greifen, als sie sich an die Briefe in ihrer Tasche würde. ihn fast mit seiner Macht und etwas stieg in ihm erinnerte. Was wird es schon sein? Ene Ein- Wenn es eine Liebe auf den ersten Blick gibt, auf, das er nie zu fennen geglaubt hatte das ladung zu einer Hausgesellschaft, eine Vermäh- so war diese eine solche. Ja, es war so. Jenny Tungsanzeige, vielleicht auch eine Rechnung. war berliebt. In Walter Hensen. Heimweh. Ganz still war es in dem großen Zimmer. Nur das beise, regelmäßige Tiden der silbernen Uhr in Franzis Tasche war zu hören. Da mußie er wieder an die kleine Erna denken, IV. Jenny Hensen war schon reisefertig, als fie Erna wedte. Es tat ihr beinahe leid, das Kind in seinem Schlaf zu stören, aber sie mußten auf ben Bahnhof. it es schon so spät?" fragte Erna erDa blieb ihr Blid auf einem großen, bräunlichen Umschlag haften, auf dem eine aus ländische Marke flebte. Sie suchte vergebens nach dem Absender. Die Schrift fam ihr bekannt vor, fie hatte fie bestimmt schon einmal gesehen. S'e öffnete den Brief. Das Erste, wonach fie schaute, war die Unterschrift. Da stand: Sturt Bacher." Kurt Bacher. Sie kam mun oft mit ihm zusammen. Kurt wukte, wie die Sache stand. Jenny hatte es ihm selbst gejagt. Es war ihr schwer gefallen, ihm gerade das zu sagen, da sie wußte, wie es um ihn bestellt war. Aber es mußte fein. und Sturt gebärdete sich dabei nicht einmal unvernünftig, nein, er ließ sich nicht einmal anmerten, wie tief ihn diese Mitteilung ins Herz schnitt. Bis jetzt hatte er im stillen doch noch geEr war es also, ter ihr schrieb. Daß fie hofft, jezt war das Spiel endgültig verloren. alle noch fehlenden Regierungsverordnungen zu den Gehaltsgesehen zu erlassen; die Schwierigkeiten zu beseitigen, die der Ber abschiedung des Gesezentwurfes über die Einrech nung der Militärdienstzeit in Vorrüdung und Benjion sowohl im Staats- wie int öffentlichent Privatdienst bisher entgegenstehen; ein Gesez über den Naturshus herauszageben; bei Investitions- und Notstandsbauten it erster Linie Arbeitslose zu beschäftigen, die sonst auf die Staatsunterstüßung angewiesen wären; die Durchrechnung der Tarife für alle Sofalbahnen durchzuführen; im Einvernehmen mit der Zentralsozialver sicherungsanstalt und den Landesausschüssen einen mehrjährigen Arbeitsplan für die Jugendfürsorge in sozialer und gesundheitlicher Hinsicht auszuar beiten, der die Grundlage für die Budgets des Staates und aller Selbstverwaltungskörper jein soll, mit den verfügbaren Mitteln sofort ein mög lichst großes Gebiet dieser Fürsorge zweckmäßig zu betreuen und dem Parlament über den Erfolg zu berichten. Hochzeit Trauzeuge gewesen, er verkehrte weiter in ihrem Hause, er war der einzige, der ihr nach Walters Tod stumm die Hand drückte, ohne irgendwelche Phrasen herunterzuleiern, und nicht von ihrer Seite wich, bis sie sich halbwegs beruhigt hatte und wieder selbständig denken und handeln konnte. Dann fuhr er fort. Weit weg. Nach Südamerika. Sie hatte noch einige Briefe von ihm bekommen, dann blieben auch diese aus. Jahrelang hatte sie nichts von ihm gehört. Heute das erste Mal wieder, nach langer Zeit. Der Brief war in Hamburg aufgegeben. Kurt schrieb ihr, daß er mun Amerika für immer den Rüden gekehrt hätte und sich wieder zu Hause ansiedeln wollte. Wenn sie an ihn noch nicht ganz vergessen hätte und ihr sein Besuch nicht unangenehm wäre, so sollte sie ihm in das angegebene Hotel, in dem er nach einem zweitägigen Aufenthalt in Berlin eintreffen würde, eine Nachricht zukommen lassen. Das stand in dem Brief. In ganz kurzen Worten. Beinahe hätte es auf einer Bifitkarte Blaz gehabt. Und doch las Jenny etwas zivi schen den Zeilen, das viel mehr war, als die paar Worte sagten. es ihm wohl während der ganzen Zeit ergangen Kurt hatte sie also noch nicht vergessen. Wie fein mag? Vier volle Jahre hatte sie nichts von ihm gehört. Und er nichts von ihr. Glaubte er denn nicht, daß sie wieder geheiratet haben fönnte? Sie war doch noch so jung, als fie Witwe wurde. Ob er wohl selbst eine Frau gefunden hatte. Ob er sie mitbrächte. Sie fühlte eine leise Traurigkeit, wenn sie schrocken, als sie sich noch die Augen rieb ,,, kom- die Schrift nicht sofort erkannt hatte. Dann Ins Aber er zeigte nicht, was in seinem Innern vor daran dachte. Und sie selbst hatte ihm doch so men wir noch rechtzeitig zum Bug?" Wir haben noch genügend Zeit," beruhigte fie die Mutter und half ihr beim Anziehen. Endlich war Erna fertig. Voll Reisefieber trippelte sie in der Wohnung umher und konnte fie den Brief. Einmal, zweimal, immerwährend ging. Er wußte von den Zusammenkünften der Bängst vergangene Bilder erstanden neu bor ihren Augen. Wie ein lebhafter mitreifen beiden, ja, er wir ihnen oft dabei behilflich, wenn es galt, die Eltern zu täuschen. Er ging buschten sie vorüber. Kurt Bacher war ein alter Jugendfreund auch oft als Dritter mit. Er war bei ihrer oft geraten, eine Frau zu suchen, wenn sie mit Walter beisammen waren und er als Dritter einsam dabei saß. ( Fortsetzung folgt.) 9h. 269. Donnerstag, 19. November 1981. Seit« 3 in unkorrekt Rolle DersLumt«- Schichten Di« und den ihnen Staates'ist auch und finden dabei bei einflußreichen, Abg. Zii- Di« Ar- Lohnverlust in rr Neve italienische U'Boote. Ra«, 18. November. Di« italienische Kriegsmarine ist um drei Unterseeboote bereichert worden. di« im Hafen von Spezia sowie im Kriegshasen von Tarent mit Erfolg ausprobiert worden. Die Bergarbeiter in der Tschechoslowakei leiden bereits seit dem Jahre 1921 unter einer, in früheren Jahre» nie gekannten Wirtschaftskrise. Welche Wirkungen die Krise gezeitigt hat, geht daraus hervor, daß seit dem Jahre 1920 weit über 35.000 Bergarbeiter entlassen worden ind und daß der größte Teil der noch Beschäftigten, mit Ausnahme der Herbstmonate, schon jahrelang unter der Kurzarbeit:leidet. Im Bergbau sind Betriebseinschränkungen, Betriebseinstellungen und Arbetterentlassungen an der Tagesordnung. Selbst in der Herbstzeit» wo durch die Bestellungen für den Winter gewöhnlich eine kleine Belebung des Geschäftsganges eintritt, werden ständig Arbeiter entlassen." Die Bergwerksbesitzer, die sämtliche in einem Unternehmerverband organisiert sirtt», verstehen es, die Opfer der Krise ganz auf die schwachen Schultern der Bergarbeiter abzuwälzen. Die Bergwerksbesitzer haben bisher nicht iur keinerlei Opfer gebracht, sondern ihre Prosite sogar noch zu steigern gewußt. Di« alleinigen Leidtragenden der Krise find die Bergarbeiter. , Wir wollen heute einmal jene Opfer, welche die Bergarbeiter bloß durch die werkSseiti- gen Feierschichten gebracht haben, kurz aufzeigen und uns dabei nur auf die Lohnverluste beschränken. Diese Lohnverluste betrugen im Stein- und Braunkohlenbergbau der Tschechoslowakei:. Ä«hr keinen Absatz in der Welt finden.- Die beiden „langen" Äuffchwungsspannen des vorigen Jahrhunderts, die von 1843 bis 1873 und die von 1895 bis 1913, stehen im engsten Zusammenhang« mit Erschließung und Aufbau von neuen überseeischen Märkten. Der zweite Weg zur dauernden Ueberwin- dung der Krise hat immer in der Ausnützung von neuen technischen Erfindungen gelegen. So steht die erste der beiden eben erwähnten Aufschwungsspannen unter dem Einfluß des Ausbaues von Eisenbahnen, di« zweite im Zeichen der Elektrizitätswirtschaft. Eine besondere Bedeutung für die Aufwärtsentwicklung der Konjunktur hat besonders die Nutzbarmachung von neuen Energiequellen gehabt. So drückt die Kohle den Konjunkturen des neunzehnten Jahrhunderts den Stempel auf, so spielt heute das Erdöl eine bedeutsame Rolle und beeinflußt den ganzen Verkauf der gegenwärtigen wirtschaftlichen Entwicklung. Vielleicht soll man deshalb die endgültige Ueberwindung der gegenwärtigen Stockung nn Zusammenhänge mit dec Entdeckung und Nutzbarmachung irgendeiner neuen Energiequelleev- warten. Aber auch hier bei der Ausnützung dieser neuen Energiequelle, wird sehr wahrscheinlich die Erweiterung der Märkte eure große“ spielen. Herr Abg. Zäpoloc!^ autwo.ten Lei! Vom Verband der Arbeiter in der Bau-, Stein« und Keramindustrie in Prag erhaltest wir folgende Ottttotag: Der Abgeordnete der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei, Herr Anton Zchpotoektz, hat in der Sitzung des BudgetauSschusjeS am Freitag, den 18. November d. I., bei der Beratung de» Kapitels„Sozial« Fürsorge" des Staatsvoranschlages u. a. laut Bericht des Zentralorgans d. K. P. C-„Rudg PrLvo" vom 17. und 18. November d. I. an einigen Beispielen nachzuweisen versucht, daß unser Verband bei der Auszahlung des Staatsbeitrages zur Arbeitslosenunterstützung vorgeh«. Wir erklären, daß dies« Angaben de» potockh den Tatsachen nicht entsprechen. beitSlosenunterstützung und der Staatsbeitrag wurden bisher und werden i» Hinkunst in unserem Ber- band« genau nach den' Bestimmungen der Unterstützungsordnung des Verbandes und den Bestimmungen der Gesetz« Nr. 287/21 bezw. 7480 auSgr- »ahlt. Bon der Tatsache, daß keinem Mitglied« d«S Verbandes mehr StaatSb«itrag angewiesen oder auS- gezahlt wird, als worauf es Anspruch hat, Weiler», daß kein Mitglied auch nur um einen Heller weniger erhält als es nach der UnterstützungSordnung und dem Gesetze zu bekommen hat, können sich die Organ« de» Ministerium» für sozial« Fürsorge in unserer VerbandSzentralr jederzeit überzeugen. -Herr ZLpotocky hat also unter dem Schutze der Immunität unseren Verband ungesetzlicher Handlungen bezichtigt. Die Beispiel«, die er anführt«, sowie di« Berechnung, die er aufltellt«, zeigen entweder ein« grenzenlose Unkenntnis der Unterstützungseinrichtungen unsere» Verbände» und der gesetzlichen Bestimmungen oder di« bewußte Absicht, unserem Verband« durch di« falschen Angaben Schade« zuzufügen. Herr Zäpotockh hat di« Immunität dazu mißbraucht, unseren Verband kn niedrigster Weise zu verleumden. Er ist in den Augen der in unserem Verbände organisierten Bauarbriterschaft«in Mensch, der daS Gegenteil der Wahrheit sagt, und zwar solang«, bis er un» nachweist' daß wir bei der Auszahlung der Arbeitslosenunterstützung«in« unkorrekte Handlung begangen haben. Für di« Unterstützungsabteilung: Joh. Sommer. Vojtech Z a ch a r d a, Obmann. heute schätzungsweise etwa 1800 bis 1900 Millionen beträgt, bloß etwa, ein Drittel als Käufer von Jndusttiewaren in Bettacht kommt. Davon entfällt mehr als die Hälfte auf Europa, und zwar ohne Rußland, weniger als ein Sechstel auf die Bereinigten Staaten von Amerika und weniger als ein Drittel auf die ganze übrige Welt. Man muß bei Beurteilung der künftigen Schicksale des Industrialismus, ganz gleichgültig, ob wir unS diese Zukunst in kapitalistischer oder ozialistischer oder irgendeiner gemischten Form ausmalen, ob cS sich also um JndustriekapitaliS- mus oder Jndusttiesozialismus handelt, sich stets vor Augen halten, daß noch mehr als eine Milliarde Menschen bis zum heutigen Tage sehr wenig von den Wohltaten oder Missetaten der Jndusttialisierung gespürt haben. Wir werden noch später sehen, welche außerordentliche Bedeutung der innere Markt für die Industrieländer hat, und welche große Rolle die Industriestaaten als Märste füreinander spielen, nichtsdestoweniger kann nicht genug betont werden, daß der Jndusttieappart der hochkapitalistischen Länder zwangsläufig auf den auswärtigen Absatz angewiesen ist, daß das vor allem für die Erzeugung der Produstionsmittel gilt, daß die großen Betriebe der Schwereisen und der Maschinenbauindustrie notwendig verkümmern müssen, falls sie Wie kann die Wellwirtsdiaffs-> Krise nnerwunden werden?> Im Berlage I. W. H. Dietz Nachf., i G. m. b. H., Berlin SW. 68, ist soeben eine I aktuelle Schrift des Genossen Gregor Bien-' st o ck unrer dem Titel»Deutschland und die' Weltwirtschaft" erschienen, in welcher dir Brr«' knüpfung Deutschlands mit der Weltwirtschaft' dargestellt wird, in der aber manches über di«' gegenwärtigen Entwicklungstendenzen der Weltwirtschaft gesagt wird. Wir heben aus diesem! Buche daS nachstehende, allgemein intereffie-' rende Kapitel hervor: Wie sind die Aussichten auf Ueberwindung der Krise, auf welche Art und Weise kann uiw wird sie am wahrscheinlichsten überwunden werden? Es ist sehr schwer, auf diese Fragen eine eindeutige Antwort zu geben, denn die Geschichte der Krisen zeigt uns mannigfaltige Kombinationen von Ursachen, die schließlich zur Ueberwindung der Stockung führen. Es läßt sich mit einiger Wahrscheinlichkeit Voraussagen, daß erstens wir mit einer langen Zeit einer allgemeinen Stockung zu rechnen haben; daß zweitens, diese allgemeine Stockung von mehr oder minder kurzen Perioden de» Aufschwungs unterbrache.n wird; daß drittens diese Lichtstteifen in der Konjunkturentwicklung im wesentlichen durch die Hebung der Massenkaufkrast herbeigefübrt werden; daß viettens diese Unterbrechungen der Stockung nur von kurzer Zeit sein werden, da eine dauernde Aufwärtsentwicklung der Konjunktur durch die Urverinvestitionen in der Erzeugung der Pro- dustionSmittel gehemmt sein wird. Der nächste kurze Aufschwung, den wtt im Laufe von ein bis zwei Jahren erhoffen, wird also den Eharatter einer ausgesprochenen„BerbrauchSkonjunstur" haben. In diesem Lichte erhalten natürlich eine besondere Bedeutung die Bestrebungen der Arbeitnehmerschaft nach Erhöhung der Massenkaufkraft, die zweistlloS durch einen richtigen wirtschaftlichen Jnsttnkt und durch richtige Einsicht in die wirtschaftlichen Ar- sammcnhänge geleitet werden. Aber«S Ware falsch von der Erhöhung der Massenkaufkrast allein die Ueberwindung der langen Stockungs- welle zu erwarten. Der Uebergang von der Stockungswelle kann nur durch eine neue Investitionskonjunktur vor sich gehen. Vorläufig ist eine solche Konjunktur schon aus dem Grunde nicht zu erwarten, weil der letzte Aufschwung in Deutschland(im Jahre 1926) gerade große Kapitalanlagen in der Produktionsmittelindustrie zur Grundlage hatte. Im Endresultat ist heute die deutsche Wirtschaft, die deutsche Industrie gegenwärtig so ausgerüstet, daß eine Erweiterung der, Anlagen vom Standpunkte des deutschen Markes auS für lange Zeil nicht notwendig ist. Eine Berbrauchskonjunktnr geht nicht ohne weiteres in eine Jnvestitionskoniunktur über. Gesetzt den Fall, die Kaufkraft der Bevölkerung steige infolge der Erhöhung der Löhne oder des Preisfalles um 10 bis 15 Prozent. Das würde natürlich sofort zur Steigerung deS sogenannten entbehrlichen Konsums führen und infolgedessen zur Belebung deS Absätze» jener Industrien, die Vie Güter des unmittelbaren Verbrauches erzeugen. Wenn sogar der Verbrauch von Schuhen zum Beispiel um 50 Prozent steigen würde— waS kaum zu erwatten ist—, so würde die jetzige Ausrüstung der Industrie vollständig genügen, um auch diesen gesteigerten Verbrauch zu befriedigen. Es brauchte also nicht zu einer Erweiterung der Anlagen der Schuhindustrie zu kommen, also etwa zu einer Belebung des Absatzes der Maschinen und Werkzeuge für diese Industrie. Eine solche Erweiterung käme erst in einem viel späteren Stadium der Konjunkturentwicklung in Betracht. Aber auch eine solche Erweiterung, wenn sie wirllich kommen sollte, würde kaum zu einem Ausbau jene» Zweiges der Maschinenindustrie führen, der Ausrüstungen für die Schnhindusttie erzeugt, aus dem einfachen Grunde, weil die Mafchinenindustrie auch» in ihrem jetzigen Zustand noch auf Jahre hinaus der Erweiterung derKonsumgüterittdustrien genügen kann.' Die Ueberinvestition in der ProduktionS- mittelerzeugung bildet vorerst eine unüberwindlich« Schranke für die Ueberwindung der gegenwärtigen^langen" Stockungswelle. Vom inneren Markt kann Wohl eine Belebung des Absatzes der Erzeugnisse deS unmittelbaren Verbrauches er- wattet werden, die die heutige Krise mildern und zu einer mehr oder minder kurzen AuffchwungS- periode führen kann. Eine ausdauernde Besserung der Lage kann jedoch nur als^olge einer neuen Jnvestitionskonjunktur^eintreten. Die Geschichte der letzten hundert Jähr« zeigt uns hier zwei Wege, die aber fast immer gleickzeitia begangen werden. Einerseits wird der Anstoß zur Neuen JnvestittonSkonjunktur durch Erschließung von neuen Märkten gegeben. Man spricht nicht selten über eine„Ueberindustrialisierung" der Welt und versteht darunter meistens die Tatsache, daß der heutige Produktionsapparat der Jndu- frre und besonders jener Zweige der Industrie, ie Produktionsnuttel erzeugen, zu groß ist für den heutigen kauffähigen Verbrauch. Tatsächlich ist auch die Produktion von Rohstoffen und Halbfabrikaten im Zeitraum von fünfzehn Jahren, zwischen 1913 und 1928, um rund 40 Prozent, die Produktion von Lebensmitteln in derselben Zeit um rund 16 Prozent gewachsen, während die Weltbevölkerung erst um rund 10 Prozent zuqenommen hat. ES darf dabei jedoch nicht vergessen werden, daß von der Erdbevölkerung, die Frauenrelchskiaferenz der Ssterrelchnchen Partei. Nach dem Grazer Parteitag« traten die sozialdemokratischen Frauen zu einer eigenen Konferenz zusammen, welch«, da der Parteitag sich mit den politischen und wirtschaftlichen Problemen befaßt hatte, ausschließlich organisatorischen Fragen gewidmet war. DaS Referat erstattete Genossin Adelheid Popp. Sie erinnerte einleitend daran, welchen Weg die Frauen innerhalb der Partei zurückgelegt haben,. seitdem im Jahr« 1900 zum erstenmal erne Frau in den Parteivorstand gewählt wurde. Seither ist ihre Bedeutung ständig gewachsen und in manchen Gebieten, wie zum Beispiel in dem hart umkämpften Bereich der Alpine, sind die Frauen geradezu die Fahnenträgerinnen der Bewegung. Gegen die Frauen richten sich vielfach in erster. Linie die Abbaubestrebungen in den Betrieben. Gegen dies« Versuche muß sich die Partei überall ebenso zur Wehr setzen, wir gegen die, die Frauen als Lohndrückerinnen zu benützen. Dasselbe Interesse muß auch der Fra«, die im Haushalt tätia ist, züg«wendet werden. Ihr« Arbeik ist gesellschaftlich ebenso ' wichtig, wie die aller anderen. Die internationale - Frauenkonferenz hat auch auf«in anderes Tätigkeitsgebiet hingewiesen. Dort wurde ausführlich über die Not der F r a u a u f, d e m Lands gesprochen. Die Bewegung hat unter der weiblichen Landbevölkerung noch große und aussichtsreiche Arbeit zu leisten. Eine wichtige Aufgabe obliegt den Frauen im Kampfe gegen den Fascis« m u s. Sie müssen als Mutter ihren geistigen Einfluß auf die proletarische Jugend auSüben, 7. um sie auf den Weg zum Sozialismus zu führen. Der kommende Frauentag wird im Zeichen der A b r ü st u n g stehen. In der Debatt«, an welcher sich zahlreiche Vertreterinnen auS allen Gebieten beteiligten, kam ttotz aller Klagen über die furchtbaren wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse doch ein- mütig der Wille zur zielbewußten Weiterarbeit zum Ausdruck. Erfreulich waren die Mitteilungen über die F o r t s ch r i 1 t e, welch« än vielen Orten zu verzeichnen sind.. Nach dem Schlußworte der, Referentin wurde ein eigenes Komitee eingesetzt, welches über geeignet« Maßnahmen für die Landagitation beraten und Erhebungen über die Lage der Frauen auf dem Land« veranstalten soll. Di« Wahlen in daS Frauenzentralkomitee brachten gegenüber dem bisherigen Stand keine Veränderungen. Wit dem Lied der Arbeit wurde die Konferenz geschlossen. Krisenopser der Bergarbeiter. Lohnverluste der Bergarbetter infolge Feierschichten. olge der Feierschichten an Löhnen eingebüßt jaben, vermochten die Unternehmer, durch ge- teigerte Ausbeutung der Bergarbeiter ihre P r o- i t e auch in der Krisenzeit ganz gewaltig zu teigern. So stiegen bi« Gewinne der acht größt«» und zur öffentlich«» Rechnungslegung verpflich.;>< toten Bergbaugesellschaften der Republik von 41.8 Millionen Krone» im Jahre 1923 auf 90.3 Millionen Arenen im Jahre 1930. Im Jahre 1929 betrugen die ausgewiesenen Reingewinne dieser acht Bergbaugesellschaften 96.4 Millionen Kronen. Die Unternehmer vermochten daher ihre Gewinne um weit mehr als 200 Prozent zu steigern, während di« Löhne der Bergarbetter fast die gleichen geblieben find. Dabei darf nicht unerwähnt bleiben, daß die Grubenbesitzer, nach dem bekannten Worteine» ihrer Herren Direktorerz, nur jenen Reingewinn öffentlich aus weisen, der sich nicht mehr der st ecken lägt. Man kann ruhig behaupten, daß der wirkliche Reingewinn der Grubenbesitzer um eist vielfaches höher ist, als der bilanzmäßig auSgewiesene. Den Grubenbesitzern geht es also, wie ihre Gewinn« zeigen, in der Zett der Krise s^r gut, ja sogar viel besser, al» in normalen Zeiten. Diese Tatsache, gibt uns die Erklärung dafür, daß die Grubenbesitzer bisher nicht das geringste zur Milderung und Behebung der Kohlenkrrse unternommen haben. Obwohl die Grubenbesitzer n der schweren Krisenzeit Riesenprosite einheim- ten, fordern sie von den Bergarbettern immer wieder„weiter« Opfe.r^' sogar das beste Verständnis staatlichen Montanbeamten. Bon den Unternehmern nahestehenden Beamten des nicht die kleinste Maßnahme zur Bekämpfung der Kohlenkrkse im Interesse der Bergarbeiter zu erwarten. Die Bekämpfung der Krise im Bergbau überläßt man ausschließlich'den Bergarbeitern selbst, obzwar das Ministerium für öffentliche Arbeiten in einem demokratischen Staate die verdammt« Pflicht und Schuldigkeit hätte, selbst die Initiative zu'ergreifen und von sich heraus alleß zu unternehmen, um den Bergarbeitern auch in der Krisenzeit das Leben zu ermöglichen urw sie vor dem wirffchaftlichen Ruin zu bewahren. Während die staatlichen Montanbehörden in Untätigkeit verharren, sind die f r e i« n Gewerkschaften der Bergarbetter ununterbrochen bemüht, wirksame DMßnahmen gegen die Krise vorzuschlagen und durmzusetzen. Die freien Verbände(Union und.Stzaz horniku) fordern unter anderem die Einführung der Fünft'oge- w och e im Bergbau, die Errichtung von A r- beitsverM'ittlungsst'ellen und von K o h l e n s y n d i k a t e n, sie verlangen ferner ein Verbot für die Verrichtung von Arbeiten auf den Kohlengruben durch sogenannte Snb- unternehmer, ein Verbot der Neuaufnahme von Nichtbergarbettern solange Berufsbergarbeiter arbeitslos sind, die Rekultivierung der durch den Bergbau zerstörten Bodenflächen usw. Die staatlichen Montänbehörden haben allen diesen geeigneten Maßnahmen zur Bekämpfung der Krise im Bergbau vis heute nicht die geringste Beachtung' geschenkt. Für die Bergarbeiter ist aber der gegenwärtige unerhörte Instand unerträglich geworden. ES ist die höchste Zeit, daß etwas gegen di« Krise Im Bergbau unternommen wird, damit die Bergarbeiter nach der kurzen Bel«, bung de» Geschäftsganges in der Herbstzeit nicht sofort wieder in Rot und Elend dahinvegetiere» müsse». Dabei müsse» aber die Bergarbeiter gewiß selbst mtthelsen dadurch, daß sie sich in ihrer freie» Gewerkschaft wieder fest zasammenfchkieße» und«m bi« Verwirk- lichnng ihrer Forderungen kämpfen...dl. tschechoslowakischen Bergarbeiter haben also in den Jahren 1919 bis 1930 weit über 25 Millionen Arbeitstage durch Absatz- und Waggonmangel zwangsweise versäumen müssen.» Die Lohnverlnste für diese versäumt«» Schichten betragen über 1.1 Millarde» Ke. Das ist eine ganz gewalttge Summ«, die den Bergarbettern in ihrem Haushalt zum Fehlen gekommen ist. Ein'jeder einzelne Bergarbeiter hat in manchen Jahren mehrere tausend Kronen an Lohn eingebüßt. Ter Verlust dieser 1.1 Milliarden Kronen infolge Feierschichten und Waggonmangel» bedeutet für alle Bergarbeiter eine ganz empfindliche Berschlechterung ihrer Lebenshaltung. Die soziale Lage der Bergarbeiter hat sich durch die andauernde Krise und die vielen Feierschichten derart verschlechtert, daß man berechtigt ist, von einer Massenarmut unter den Bergarbeitern zu sprechen. In der Tat, ist die Lebenshaltung vieler Bergarbeiterfamilien auf da» tiefe Niveau des Kriege» herabgesunken. Die große Not der Bergarbeiter, ihre Arbeitslosigkeit und Existenzunsicherheit, sowie die forciette Ausbeutung und der Druck von Seiten der Unternehmer lassen e» begreiflich erscheinen, wenn sich ein Teil der Bergarbeiter immer wieder von den kommunistischen Phrasen verwirren und als kommunistisches Kanonenfutter mißbrauchen läßt. Die Krise mit all ihren nachteiligen Folgen für die Bergarbeiter ist eben ein guter Nährboden für die kommunistffchen und gelben Sumpfpflanzen. Während die Bergarbeiter weit über eine Milliarde und 141 Millionen Kronen allein in» 1919. . 76.500.. . 1,463.164 1920. . 91.557. 3,737.790 1921. . 786.643. 46,087.926 1922. . 3,740.981. 203,282.664 1923. . 2.356.556. . 97,482.568 1924. . 2,051.418. 80,082.969 1925. . 3,412.011 . 136,799.406 1926. . 2,797.268. . 119,873.648 1927. . 2,917.606. . 124.699.783 1928. . 2,027.049. . 96,311.246 1929. 1,121.162. . 50,658.165 1930. . 3,959.413. . 181,372.780 25,388.214 1.141,852.109 Bette 4 Tagesneuigkeiten der Donnerstag, 19. November 1931. Trinkerfürsorgetagung: Unter dem Vorsitz des P Nr. 269. Pädagogische Woche, Brünn. 2. bis 6. Jänner 1932. In der Zeit vom 2. bis 6. Jänner veranstalte: 15. Oftober 1931, 31. 114.943- I bewilligte die Reichsvereinigung deutscher sozialdemokratischer Lehrer eine vom Schulministerium mit Erlaß vom Pädagogische Woche". Sie findet im Gebäude der Brünner deutschen Volkshochschule statt. Das Programm enthält fol gendes: Samstag, den 2. Jänner: " schweig: Psychologie, die Grundlage der nenen Schule". ziologie und Pädagogik". 8 1hr abends: Begrüßungsabend. Sonntag, den 3. Jänner: sitzender der Schulreformfonmission: .Die geistigen Grundlagen unserer Schulreform". eh. Bundespräsidenten Dr. Michael Hainisch findet 10-12 Uhr vorm.: Dr. Alois Mühlberger, Trautenau: vom 21.- 23. November in Wien der 7. österreichische Affobolgegnertag statt, dessen Hauptthema die Trinferfürsorge ist. Es sprechen u. a. Prof. Delbrüd. 8-12 1hr vorm.: Dr. Felix Kanis, Wien:„ Die gemein Bremen, Dr. Druder, Berlin, Prof. Mertl, Wien 2-4 Uhr nachhm.: Prof. Gustav Schweizer, Brünn:„ Lehund Pfarrer Lauterburg, Zürich. Die neue Bürgerschule". Montag, den 4. Jänner: famen Erziehungsaufgaben d. Völker". rer und Jugendbewegung". Bei dem Luftschiff„ Graf Zeppelin" wurde 4-6 Uhr nachm.: Prof. Dr. Hugo Jltis, Brünn:„ BorMittwoch auf dem Werftgelände ein etwa einstünaussetzungen und Ziele der Arbeiter: diger Versuch angestellt, die großen Landetaue, statt 8-10 1hr abend: Elternabend. Redner Dr. Feliz Kanit, bildung". durch Haltemannschaften, bur d Trattorent festhalten zu lassen. Der Versuch verlief überaus befriedigend. 1201 Wien. Dienstag, den 5. Jänner: 8-11 Uhr vorm.: Univ.- Prof. Emanuel Rádl, Prog: „ Schule, Bölkerverständigung und Frieben". Atenachm.: Besuch von Schulneubauten oder Aus flug zur Macocha. 339richtung der in Bewegung befindlichen Schiebe- p Theodore Dreiser unier Anklage. Das Gericht bühne am rechten Fuß erfaßt, wodurch ihm ein von Middlesborom( Kentucky, USA) hat gegen doppelter Knochenbruch zugefügt wurde. In den amerikanischen Schriftsteller Theodore Dreijer Wenn das schon Korfanth sagt...! schwerverletzten Zustande wurde Stary mit dem und acht andere New Yorker Journalisten, die Sanitätsauto in das Bezirkskrankenhaus über Berichte über furchtbare ElendszuKorfanty! Korfanty! Wer erinnert sich nicht führt. stände im Kentudyschen Kohlendes Namens und der Schreie, die in diesem Namen durch Oberschlesien gellten, da die Insur- bolde. Aus Brüŋ wird uns gemeldet: In der lage erhoben wegen Aufhebung der Arbeiter zu Bedrohte Wachleute erschießen zwei Ranj gebiet von Harlan veröffentlichten, Angentenbanden des Herrn storfanty Leben und Sonntagnacht fam es in einem hiesigen Gast Gewalttätigkeiten und wegen eines auf StaatsGut der deutschen Bewohner des ehemaligen hause zu einer Auseinanderseßung zwischen den umsturz gerichteten verbrecherischen Syndikalisoberschlesischen Plebiszitgebietes vor der Abstim beiden als Raufbolde bekannten Brüdern Franz mus". Die von Dreiser und den anderen Poli mungszeit und noch lange nachher bedrohten. und Karl Drexler aus Lindau und einem giften getroffenen Feststellungen werden durch die war eine wilde Zeit damals in dem oberschle- Gaste, der von den beiden schließlich täilidh an- Antlage eher bestätigt als erschüttert.dpu sischen Industriegebiet, Truppen der Entente gegriffen wurde. Die bei der in dem Gasthause Wegen materieller Sorgen in den Tod. Der waren im Land, deutsche Selbstschutzformationen veranstalteten Tanzunterhaltung Assistenzdienst 44jährige Budapester Baufbeantte Ludwig F08-12 1hr vorm.: Dozent Dr. Gelnuut v. Braden, Braun schlugen sich mit polnischen Insurgenten- es gab Mord und Totschlag wie zur Zeit des Krieges fich deshalb veranlaßt, gegen die sich wie wahn- Frau und seine Schwiegermutter habent aus 2-6 Uhr nach: Univ.- Prof. Max Abler, Wien:„ So gab Mord und Totschlag wie zur Zeit des Krieges leistenden Wachorgane Prant und Turyna sahen do r, der sich auch literarisch betätigte, sowie seine und es war schließlich auch ein regulärer ich Guerillafrieg, der da ausgefochten wurde; sein sinnig gebärdenden beiden Brüder einzuschreiten materiellen Gründen durch Einatmung von Guerillafrieg, der da ausgefochten wurde; sein und zu versuchen, sie aus dem Lokale zu drän- Leuchtgas ihrem Leten ein Ende gemacht. Die Haupt und Organisator war Korfanty nationale polnische Rebell. Der gewiß an die gen. Die beiden Drexler stürzten sich jedoch auf Tat wurde durch den 17jährigen Sohn entbedt, die Wachleute und versuchten ihnen die Gummi- den sein Vater abends ins Theater geschickt hatte Symne glaubte, die seine Leute sangen: Noch ist nippel zu entreißen. Einer von ihnen hob einen und der, als er nachts nach Hause fam, feine 8-12 Uhr vorm.: Dozent Dr. Přihoda, Prag, Bor Polen nicht verloren!" Und jetzt steht dieser Sessel auf, um den Wachmann Prant damit Eltern und seine Großmutter bereits tot vorfand. nationale Führer feines Voltes auf, um im Pro- Seffel ges wegen der Vorfälle in Brest- Litowst zu er- niederzuschlagen. Als schließlich der andere DrexHären:„ Ich habe für Polen mit dem Einsatz von ler ein Meffer zog und gegen Turyna ausholte, Leib und Leben etwas geleistet. Aber in tei- feuerten die beiden Wachleute auf ihre Wider nem preußischen Gefängnis ist mir facher, die beide tödlich getroffen wurden. Sie das geschehen, was ich in Brest erlebt taumelten aus dem Gang des Gasthauses auf babe." Worauf der Vorsitzende Korfanty das die Straße und brachen dort zusammen. Franz Wort entzieht. Drexler starb auf der Stelle, während sein BruAber das Urteil ist gesprochen und sein Sinn der nach der Einlieferung ins Krankenhaus verist vernichtend. Alles Leid, das durch die gegen- fchied. Die beiden Getöteten waren 28 und 33 wärtigen polnischen Regierungsmethoden über Jahre alt und mehrmals vorbestrafte gerichtsbeKorfantys eigene Landsleute hereinbrach, findet kannte Raufbolde. Aus Zeugenaussagen geht in diesen Worten, die einer Erkenntnis der Um- hervor, daß die beiden Wachorgane in Notwehr stände von einst und jetzt, für Polen, gleichzufeßen gehandelt haben. Die Genoffenschaften in der Tschechoslowa find, seinen Niederschlag. Die zerprügelten Leiber Erhumierung eines Ermordeten. Montag wurde der ukrainischen Bauern, die Martern der oppo- lischen Republik im Jahre 1930. Jm ganzen gab auf dem Friedhof in Borbovo bei Munfacz auf fitionellen Abgeordneten, das Web von aber und es in der Republik am 31. Dezember 1930 16.546 Befehl der Staatsanwaltschaft die Erhumierung der aber Zehntausenden Entrechteter und Unter- Genossenschaften, davon 7334 Kreditgenossen Leiche Georg Bardelejs vorgenommen, der vor drückter kommt in den Worten dieses von seiner schaften und 9212 Erwerbs- und Wirtschaftsge- einigen Wochen ermordet und eines großen Mittwoch, den 6. Jänner: eigenen Nation enttäuschten nationalen Mannes nossenschaften. Von den Kreditgenossenschaften Teiles seines Geldes in amerikanischen Dollars und 8-11 Uhr vorm.: Oberstudiendivektor Dr. Fritz Karsen, zum Ausdruck. Es ist geradezu grotest, da im waren 4266 Raiffeisenkaffen, 1484 bürgerliche Scheckbüchern beraubt worden war. Als des Mordes Berlin:„ Deutsche Schulversuche". Herzen Europas derartige Zustände herrschen Vorschußkajsen, 483 gewerbliche Vorschußkaffen, verdächtig wurden die Frau des Getöteten Die Pädagogische Woche" ist für Fönnen, welche man dem Mittelalter an Grau- 1101 Kreditgenossenschaften in der Slowakei und und ein junger Mann, mit dem fie ein Berhältnis alle Lehrpersonen ohne Unterschied famkeit und qualvolle Erniedrigung gleichfeßen in Karpathorußland. Von den Eriverbs- und hatte, verhaftet. Das erste Sezierungsprotokoll be- zugänglich. tann. Grotest, Korfantys Klage, daß der Völker Wirtschaftsgenossenschaften waren 4348 landwirt- fagt, daß Bardelej im Schlafe mit einer dünnen bundschuß sich nur auf die Minderheiten schaftliche, 3524 sonstige Genossenschaften. Nähere affe, vielleicht einem russischen Dold, ermordet den nötigen Urlaub sorgen die Beranstalter. Zur Die Teilnehmergebühr beträgt K 30.- Für bezieht, während die polnischen Staatsbürger ihn Angaben über diese Genossenschaften findet der worden jei. Durch die Untersuchung wurde fest- Uebernachtung steht eine Jugendherberge zur Ver nicht genießender nationale Rebell also um efer in Nr. 142 der Mitteilungen des Statisti- gestellt, daß auch auch ein Erſchießen nicht ausge fügung. Nächtigung in der Herberge und VerSchutz ruft vor den Methoden der blutsverschen Staatsamtes". Die Mitteilungen" sind für schlossen ist. Daher ordnete die Staatsanwaltschaftpflegungskosten pro Tag rund 20 K. Billige geheizte wandten Regierung. Aus diesem Anlaß gewinnen eine Krone durch alle Buchhandlungen bei der die Erhumierung und eine zweite Sezierung an. Hotelzimmer fönnen auch bestellt werden. Das Gedie Gedanken, die urt Großmann anläßlich Firma Bursit& Kohout, Prag II., Wenzelsplatz, Im dichten Nebel. Dienstag früh stieß im such um 50 Prozent Fahrpreisermäßigung wurde der Vorfälle in Brest Litowst, im Aufruf", dem zu beziehen. dichten Nebel bei Gravesend an der englischen Küste eingebracht. Organ der„ Liga für Menschenrechte", aussprach, Statt in den Tod in die Frrenanstalt. der 8000 Tonnen große Lloyddampfer Trave" mit neuerlich Bedeutung, ja erheischen sich geradezu Vor einigen Tagen hat sich der 30jährige Lat- dem britischen 10.000 Tonnen Dampfer„ Alanfaff Die Teilnehmerzahl ist beschränkt, deshalb ist zu einer Forderung des Tages:„ Die Dualen, die fierergehilfe Franz Sch. in Saaz, nachdem er Castle" zusammen. Beide Schiffe famen mit leichten baldige Anmeldung erforderlich. Die Anmeldefrist Liebermann und Prepier und viele andere in den sich in einem Raum der feiner Mutter gehöri- Beschädigungen davon. Kertern von Brest Litowst zu erdulden gezwungen Wohnung eingefchloffen und von dort zahlgen waren, sind ein Fenal! Ein Fenal für die reiche Einrichtungsgegenstände durch das Fenster desgericht für Strafsachen hat sich ain Dienstag der Auffig, Billrothstraße 20. Forderung, daß endlich der Völkerbund internationale Strafvollzugsgesetze schaffen möge, die auf das Straßenpflafter hinuntergeworfen hatte, Rechtsanwalt Dr. Fritz Traylmayer mit der Selbstben Strafvollzug unter die Kontrolle der Welt einen Schuß beigebracht, der seine Ueberführung anzeige gestellt, daß er Klientengelder veruntreut ben Strafvollzug unter die Kontrolle der Welt ins Saazer Krankenhaus notwendig machte. Dort habe. Nach seinen eigenen Angaben handelt es sich Pfarrer Stiralyi, der von der Gendarmerie in dem öffentlichkeit ftellen muß. Das Material, das der Gendarmerie in dem ihm vorliegt, reichte aus, um diese Forderung zu eigten sich bei Sch. Anzeichen einer Geistesstö- um Summen, die insgesamt fast 50.000 Schilling Augenblid verhaftet wurde, als er von einer ein rung, weshalb er nunmehr, wie uns berichtet ausmachen. wöchigen Reise durch die Umgebung zurüdfehrte, ist realisieren." Schule und Politif. Darüber berichtet ausführ der farpathorussischen Oeffentlichkeit durch zahlreiche Und faun wohl täglich noch vermehrt wer- wird in die Frrenanstalt in Bohniß überführt werden mußte.sid lich die eben erschienene Novembernummer der Beschwerden bekannt, die die hiesige Presse an den den. Denn Polen ist gewiß nicht das einzige Land, Rohrstock für die Schülerin Ohrfeigen Neuen Erziehung". Weiters ist der Entwurf eines Ungvarer Bischof richtete. in dent fich die Notwendigkeit einer solchen Stontrolle erweisen dürfte: Rumänien mit seiner für den Lehrer. Der bekannte pazifistische und freigewerkschaftlichen Schulprogrammes enthalten. Freitod eines Siebenjährigen. In Groß guranza", Italiens Lipari- Inseln und man- anarchistische Schriftsteller Ernst Friedrich Dr. Ritter bespricht die Tätigkeit der Elternverches andere spricht für eine Kontrolle des Straf- wurde von Erweiterten Schöffengericht in einigungen an der Mittelschule. Wie die Lehrer von Betscheret( Rumänien) berübte ein siebenjähriger Straf- murde vollzuges durch die Weltöffentlichkeit! Nicht nur Breslau wegen Hausfriedensbruchs zu 50 den Nationalsozialisten behandelt werden, zeigt der Volksschüler, Sohn eines armen Arbeiters, Selbst. Herr Korfanth allein! Aber, daß gerade er Mark und wegen Beleidigung zu 200 Mart Geld- nationalsozialistische Reichstagsabgeordnete Mutsch- mord durch Erhängen. Der Junge hatte sein über Polen das vernichtende Urteil fällte, follte ftrafe berurteilt. Friedrich hatte im vergangenen mann. Die Neue Erziehung" foftet fährlich 12 K, Schulbuch verloren und erhängte sich mit dem Lande doch eine Warnung sein; denn sonst Jahre bei Gelegenheit eines vorübergehenden dieser geringe Preis ermöglicht jedem Lehrer, Eltern einer Sette im Keller des elterlichen Hauses, nachTönnte eines Tages die Hymne ihren Sinn ver- Aufenthaltes in Breslau einen Lehrer vor ver- ausschußmitglied und Erziehungsfunktionär den Be- den er stundenlang weinend vergeblich nach demt sammelter Stlaffe geohrfeigt, weil dieser seine zug. Bestellungen sind zu richten an die Neue Er- verlorenen Buch gesucht hatte. Tochter aus nichtigem Anlaß geschlagen hatte. Die ziehung", Auffig, Dr. Billrothstr. 20. Karls Abdankungsurkunde im Justizpalast Beweisaufnahme ergab, daß ungeachtet des Statistit des Armenwesens. Der Ausschuß des verbrannt? Die Sichtung und Ordnung der Jugsunglück in der Station Gger. preußischen Ministerialerlaffes aus dent Jahre Statistischen Staatsrates für Sozialstatistik hat ein seinerzeit beim Brande des Wiener Justizpalastes 1928, der die förperliche Züchtigung u. a. bei fiimmig beschlossen, in den ersten Monaten des Vier Schwer und sechzehn Leichtverlette. Eger, 18. November. In der Station Eger Mädchen untersagt, in der Klasse stets ein Rohr- 3ohres 1932 eine gesamtstaatliche Er- geretteten Atten und Papiere hat ergeben, daß Eger, 18. November. In der Station Eger stock vorhanden und auch verwendet worden, war. hebung über das Armenwesen und über von den dort untergebrachten Beständen viele stieß heute um 13 Uhr 08 die in das Heizhaus Ein Sachverständiger gab zu, daß das Verhalten die Fürsorge für die schusbedürftige wichtige Staatsaften verbrannt oder zumindest fahrende schwere Lokomotive des Schnellzuges des Lehrers vorschriftswidrig gewesen sei. Eine Jugend für das Jahr 1931 durchführen zu verschwunden sind. So wird jenes historische DoNr. 92 vont rüdwärts auf den zur Abfahrt be- Beleidigung des gesamten Lehrerstandes hielt das laffen. Sie wird sich sowohl auf die öffentliche als fument vermigt, mit dessen Fertigung die alte reitftebenden vollbesepten Personen Gericht nicht für gegeben, da Friedrich in auch die private Fürsorge beziehen und wird in für gegeben, da Friedrich in auch die private Fürsorge beziehen und wird in fument vermißt, mit dessen Fertigung die alte zug Nr. 506 der Strecke Eger- Karlsbad auf. Erregung gehandelt habe und„ in seine Idee zwei Etappen durchgeführt werden. Zuerst Monarchie aufgehört hat. Es ist dies die VerzichtsDadurch entgleisten die zwei letzten Wagen und verrannt" jei. Der Ausgang des Verfahrens werden an die Gemeinden, Bezirke und Länder der urkunde, die Kaiser Karl in der Nacht vom 10. der dritte Wagen von hinten wurde beschädigt. gegen Friedrich wird in Breslau wegen seiner ganzen Republik die Fragebogen verfandt werden, auf den 11 November 1918 unterzeichnete. Sie Sechzehn Reisende wurden leicht, vier Reisende, grundsäßlichen Bedeutung insbesondere in päda- mittels welcher die öffentliche Armenpflege erhoben war gemeinsam vom Ministerpräsidenten Dr. davon eine Frau, schwerer verletzt. Die vier gogischen Kreisen viel besprochen. wird, und dann das Adressenmaterial für die private schwerer Verletzten wurden in das Krankenhaus Ein Wüstling. Von der Gendarmerie ver- freiwillige Armen und Jugendfürsorge beschaffta mm asch und Dr. Renner aufgesetzt in Eger eingeliefert. Die leichter Verletzten ſetz- haftet und dem Gerichte eingeliefert wurde in werden. Darauf werden die Fragebogen an jämt worden und der Kaiser hat darin auf seinen Anten nach ärztlicher Behandlung durch den Bahn- Tannwald, wie uns berichtet wird, ein 18jähri- liche Vereine, Organisationen und Anstalten, die sich teil an den Staatsgeschäften verzichtet und im arzt und einen Privatarzt die Fahrt fort, oder begaben sich in häusliche Pflege. Der Verkehr ger Bursche, der sich an einem achtjähri- mit Armen- und Jugendfürsorge befassen, versandt voraus die Entscheidung anerkannt, die Deutsch werden. Die Erhebung wird das Statistische Staats- österreich über seine fünftige Staatsform treffen wurde nicht gestört. Der Personenzug Nr. 506 gen in de vergangen hatte. fuhr von Eger mit einer Verspätung von 48 Vorläufige Mitteilungen des statistischen amt durchführen. Staatsamtes. Das statistische Staatsamt hat eine Durch ausströmendes Gas getötet. Mittwoch würde. Die Urkunde ist in den Justizpalast geMinuten ab. begrüßenswerte Neuerung eingeführt, es gibt nachmittags wollte der 55jährige Installateur der kommen und seit dem Brande von dort vernunmehr Vorläufige Mitteilungen des statisti- Stodawerte, Ludwig Sim! aus Bilsen, in der Nähe schwunden. fchen Staatsamtes der Tschechoslowakischen Redes neuen Stahlwerkes die Wasserzufuhr absperren. lieren. Der Igef. Die Ursache des Unfalles dürfte falsche Weichenstellung sein. Klientengelder veruntreut. Beim Wiener Lanendet am 10. Dezember. Anmeldungen und Auskünfte bei Josef Sud I, Vom Rundfunk Banik auf dem brennenden Schiff publil" heraus, deren Aufgabe es ist, möglichst Er stieg zu dem etwa zwei Meter tief liegenden Banit auf dem brennenden Schiff bald eine Uebersicht der neuesten Gesamtdaten Wasserregulator hinab. Nach etwa 10 Minuten Shanghai, 18, November. Auf dem Fluß- im Vergleiche mit älteren Daten zu geben, um wurde Simi von einem Werfführer der Stobawerke Empfehlenswertes aus den Programmen. Alle Wiederbelebungsvermotorichiff pi" brach heute mittags infolge so in diesen fritischen Zeiten der Deffentlichkeit tot aufgefunden. Freitag. Explosion des Petroleumtants ein Brand aus, einen weiteren Beitrag zu einer leichteren Beob- suche blieben erfolglos. Wie festgestellt wurde, beBrag. 11: Schallplatten, 12.15: Schallplatten, der unter den 200 chinesischen Passagieren ente achtung der wirtschaftlichen und sozialen Ent- findet sich in der Nähe der Stelle der schadhaften Vanit hervorrief. Der Geistesgegenwart des wicklung zu geben. Die vorläufigen Mitteilun- Wafferleitung auch ein Mangel in der Gas 17: Etreichquartette, 18.25: Deutsche Bresse Kapitans gelang es, das Schiff auf eine Sand- gen erscheinen auch in deutscher Sprache, der leitung. Es ist wahrscheinlich, daß die Vergif Johann Urzibil: Kleist in Böhmen, 19.20: Benes tung durch das ausströmende Gas erfolgte. Es Blasmusik, 20.25: Liederkonzert, 21: Orchesterton bank laufen zu lassen, so daß außer 14 Personen, Preis einer Nummer beträgt 2 Kronen. Brünn. 15: Orchesterkonzert, 18.25: die durch die Explosion getötet wurden, oder Prozeß gegen Rauschgiftschmuggler. In wurde die gerichtliche Obduzierung der Leiche ange- zert. über Bord gesprungen und ertrunken find, alle Basel begann ein auf etwa zwei Wochen be- ordnet, weil der Arzt die Todesursache nicht sicher Deutsche Sendung: Dr. Streisler: zu J. I Davids 25. Todestag, 19.20: Das Laub ist schon Passagiere gerettet werden konnten. rechneter Prozeß gegen 23 des Rauschgift- feftſtellen fonnte. schmuggels angeklagte Personen: Deutsche, Ein Pfarrer wegen Wechselfälschung und abgefallen, Stimmungsbild. Mährisch- Ostran. Schierer Betriebsunfall in der Staatsbahn- Schweiger, Franzosen, Italiener, Polen, Aegyp- Wucher verhaftet. Ueber Anordnung der Staats- 12.30: Orchesterkonzert, 16: Schallplatten, 20.20: wverfstätte in Auffig. Geffern nachmittag gegen ter. Der Sauptangeklagte ist der Chemiter anwaltschaft in Suft wurde dieser Tage der Konzert. Breslau. 21: Jazz an zwei Flügeln. halb vier br ereignete sich am Hofe der Staats Dr. Fris Müller aus Basel, der in seinent griechisch katholische Pfarrer Stefan Kiralyi aus Samburg. Walzer- und Operettenabend.- Königsbahn Werkstätten in Aussiq ein bedauerlicher Un Laboratorium für etwa 1.5 millionen Roločava unter dem Verdacht der Wechsel- berg. 12: Blasmufit, 20.45: Sinfoniekonzert. fall. Als der in den Werkstätten beschäftigte Schweizer Franten Rotain und fälschung und des Wuchers in 86 Fällen ver- Leipzig. 16.30: Mufifal. Wig, 19.30: Orchesterkonzert. Padierer Bohuslav Stary die Gleise über Seroin herstellen und durch die anderen Ange haftet. Er wurde in die Saft des Kreisgerichts in München. 21.45: Gitarrenmujit. Wien. 22.20: schreiten wollte, wurde er von der Auffahrtvor flagten ins Ausland schmuggeln ließ. Sust gebracht. Die Untersuchung ist im Gange. Konzert. Str. 263. Briefmarkenfälscher. Die Wiener Polizei hat ein Konsortium ausgehoben, das sich mit der An fertigung und dem Vertrieb von polnisch en Briefmarken befaßte. Die Marken wurden in der Druckerei Mendel Lewin hergestellt, der ebenso wie sein Geschäftsführer verhaftet wurde. Während in der Druckerei selbst nur einige Falsifikate entdeckt wurden, wurden in der Wohnung des Geschäftsführers ungefähr 3000 Bogen zu je 250 Stüd Briefmarken à 25 Groschen vorgefunden. Außerdem wurde in einem von Lewin gemieteten Kabinett eine Perforiermaschine zum Durchlochen der Marten beschlagnahmt. Die Marken wurden von dem KaufDonnerstag, 19. Rotember 1931. doch erst noch mit dem Regiffeur über die Sache Aber der Kommerzienrat meint, er müsse reden. Die dee sei gewiß glänzend. Der Film würde auch gedreht, aber da es sich eben doch um eine historische Sache handle, könne man nicht Geite B Der Kommerzienrat liest gleich, ist entzückt.[ gelächter, und wie so ein Prozeß ausgeht, das es eine ungeheure wirtschaftliche Belastung wäre, golen?" fragt Gaul. Wann fann ich mir die tausend Mart läßt sich nie im voraus sagen. Aber ich will wollte man alle Anlagenteile überdachen. Bis auf mit Ihnen feinen Prozeß haben das könnte die Kommandowarte und die Meßräume hat man fünfhundert Mark mir bei der Branche schaden., Zahlen Sie mir daher die gesamte Anlage als Freiluftstation ausgeführt, man fann solche Freiluftstationen heute so beIch denke gar nicht daran!" triebssicher bauen, daß selbst außergewöhnliche Zahlen Sie mir fünfhundert Mark, und flimatische Verhältnisse, wie etwa der strenge und ich werde die Geschichte nicht weiter erzählen!" lange Winter 1928/29, ihnen nichts anzuhaben verDer Filmgewaltige verstand und zahlte die mögen. Alle beweglichen Teile, Antriebsmotoren Der Kommerzienrat gibt das Manuskript schichte auch nicht weiter erzählt, auch nicht, als wir sprachen eingangs von der telephonischen fünfhundert Mart. Anton Gaul hat die Ge- usw. sind natürlich eingekapselt. dem Regisseur. Nach zwei Tagen läßt er Gaul zu sich bitten. Nach zwei Tagen läßt er Gaul zu sich bitten. et die fünf Portionen Mokka einforderte. Aber Verständigung zwischen dem Energiebefehlshaber mann Fat Wagner vertrieben, der gleichfalls ver- Stommerzienrat. Sie haben mir die„ Minna gebalten hat.. „ Sie sind mir ein sauberer Herr!" sagt der es scheint, daß der Regisseur nicht reinen Mund und seinen Werken; die ist natürlich von besonderer haftet wurde. Stockholm erhält die größte Spannbogen- Brüde der Welt. Wie das Schwedische Int. Prez- Bureau berichtet, hat die Stadt Stockholm das Projekt einer Spannbogenbrüde afzeptiert, die 90 Fuß breit, 80 Fuß hoch und einen Brüdenbogen von 181 Metern haben wird, die längste Spanntveite einer Brücke dieser Art auf der Welt. Die Brücke wird 5 Mill. schwed. Kronen( 35 Millionen Ka) fosten und 1933 vollendet sein. Sie wird die Bucht von Traneberg umspannen. Krise" in Monte Carlo. Das Spieltafino in Rizza sucht einen Bankier". Daß der früher sehr begehrte Boften bereits seit langent verwaist ist, dürfte auf den auch in Monte Carlo festzustellenden 10 genau wissen, wann. von Barnhelm" von Schiller andrehen wollen!" Verzeihung, Herr Kommerzienrat-bas ift Wieso?" nicht richtig!" " Die Minna von Barnhelm" ist doch von Goethe!" ,, Das bleibt sich gleich. Jedenfalls haben Sie mich hereinlegen wollen. Hier haben Sie Ihr Manuskript wieder!" Ah", sagt Gaul, so geht das nicht. Sie Wenn ich Sie verklage, gibt das ein Bombenhaben das Manuskript so gut wie angenommen. Schöne weißeZähne unter Beseitigung des häßlich gefärbten Zahnbelages erhalten Sie durch ständigen Gebrauch der guten Chlorodont- Zahnpaste mit dem herrlich erfrischenden Pfefferminz- Geschmack. Tube Kč.4.-. ſchlechten Besuch der Spielfäle an der Riviera n der größten Schaltstation Die vertaufte Filmidee. Von Adolf Nold. Wichtigkeit. Rascheste und zuverlässigste Verbindung der Stirn des gewaltigen elektrischen Systems mit allen seinen Gliedern ist dringendstes Erfordernis. Man verläßt sich daher nicht auf die postalische Verbindung und auch nicht auf den Funkverkehr, man baut auch leine besonderen Kabelverbindungen, sondern benutzt die Hochspannungsleitungen selbst als Träger für die Sprechströme. Man telephoniert heute auf Leitungen, die unter einer Spannung von 220.000 Volt stehen, genau so sicher und zuverlässig wie auf dem besten unterirdischen Fernsprechkabel. Ja, man kann heute über die Hochspannungskabel jogar Fernmessungen ausführen, beispielsweise die Anzeige eines Beigerinstruments in irgendeinem beliebigen Kraftwerk zur Schaltstation fernübertragen. Wir können noch mehr: von der Fernmessung ist nur der der Welt. mehr ein Schritt zur Fernsteuerung und zur Automatisierung des Kraftwerkbetriebes. Wir haben heute bereits zwei Strafverfe in Deutschland, die $. Scholl. Gerichtssaal Die beschworene Unschuld. zurückzuführen sein. Durch diesen schlechten Besuc der Spielfäle find nämlich die Wahrscheinlichkeits3 Milliarben Kilowattstunden in einer Hand. gesetze, auf denen die Gewinnchance der Banien Wo sich das rheinische Vorgebirge gegen Stöln für diese Entwicklung liegen auf wirtschaftlichem Ge- bedienungslos arbeiten und vom Lastverteiler aus beruht, nicht mehr anwendbar Das Fehlen ber hin senft, liegt ein Städtchen, dessen Name im biet; hier kommt es nur auf ihre Auswirkungen an. gesteuert werden. Die Zukunft wird uns in diefer leichtsinnigen Spieler und der großen Masse one Rheinland einen etwas unsympathischen Bei- In solchen Fällen fann nämlich die einzelne Kraft- Richtung noch manche Ueberraschung bringen. Gewinnroutine bewirkt, daß die Spielbanken an geschmad hat: es ist Brauweiler mit seiner großen quelle nicht mehr nach eigenem Belieben arbeiten, ber Riviera meistens mehr auszahlen müsser als Strafanstalt. Umveit dieses Ortes, im Mittelpunkt es wird vielmehr eine zentrale Kommando- Instanz fie einnehmen. Kürzlich mußte das Kafi.o in Morte eines phantastischen Gewirrs von elektrischen Hoch- notwendig, die jedem angeschlossenen Werk den von Carlo an einen einzigen Spieler 800.000 Mart aus- spannungsleitungen, hat ein gewaltiger Befehls- ihm zu liefernden Anteil der gesamten Stromerzenhändigen - ohne daß es, wie sonst meist in solch n haber sein Hauptquartier aufgeschlagen. In einer gung vorschreibt. Ein solches Zentralorgan, das die Fällen, an den folgenden Tagen einen Ausgleich gab. lichten, hellen Halle mit einem in halber Höhe rings elektrische Belastung verteilt, nennt man Lastverteiumlaufenden Gang figt in einer erferartigen Ver- ler". Um aber die erzeugten Energien planmäßig breiterung am Schreibtisch ein Betriebsingenieur, verteilen zu können, muß man sie zunächst an einem allerlei Telephongerät vor sich, einen Stapel Korre- gemeinsamen Punkte, in einer gemeinsamen SchaltEin Beitrag zu dieser Geschlechtsmoral. spondenz, und ein Fernrohr, durch das er zu- und Transformatorenstation zusammenfassen. So. In einem Berliner Literatencafé unterhält weilen hindurchblidt. Und sein Blick streift auf der entsteht der elektrische Knotenpunt als zeit ben etwas. jüngeren Angeklagten der BerPrag, 17. November. Die Angeklagte hat seinerman sich über die Umbildung und die Filzigkeit gegenüberliegenden Wand eine Unzahl von Meß- Durchgangsstation für die Energie auf ihrem Wege führung unter Zusage der Che" begewiffer Filmagenten das ist ein sehr beliebtes instrumenten mit allerlei geographischen Bezeich von der Erzeugung zum Verbrauch. Gesprächsthema für lange Nachmittage. Ins- nungen darüber; bis nach den Alpen hin finden sich zichtigt und vor Gericht als Zeugin beschworen, sie besondere von einem der Gewaltigen ist die Rede, die Namen und bis nahe an die Nordsee. Jeder gleich die größte der Welt Eine solche Durchgangsstation und zwar zu fei bis dahin unberührt gewesen. Das Bezirks der an Geiz gar nicht zu übertreffen ist. Wet- Name hat sein Feld, und jedes Feld seine Meßitation Brauweiler; das elektrische Hirn Alten der Staatsanwaltschaft, denn der Eid der ist die Schaltgericht unterbrach diesen Prozeß und übergab die ten", jagt Anton Gaul, daß ich dem Mann instrumente. Ab und zu Klingelt das Telephon; der darin, das die strömenden Kräfte sinnvoll lenkt und angeblich Verführten schien keineswegs einwandfünfhundert Mark für gar nichts abnehme?" Mann am Schreibtisch fragt nicht, er ordnet an leitet, ist jener Herrscher in dem hellen und freund- frei. Dem von ihr Beschuldigten, der durchaus Mann wettet um fünf Portionen Motta. Zuweilen veranlaßt ihn ein Blick auf dieses oder lichen Saal, dessen Wände von Instrumenten star- glaubhaft alle intimen Beziehungen bestritt, stellten Anton Gaul macht sich an den Filmgewal- ienes Instrument, selbst eine Zeitung zu wählen ren. Er beherrscht etwa ein Fünftel der gesamten sich freiwillig Zeugen zur Verfügung, die sontigen heran. und seine Anordnungen zu erteilen. Er tut das Ich hab' eine ausgezeichnete Filmidee, Herr mit der Ruhe und Selbstsicherheit des Ingenieurs, elektrischen Energie, die in Deutschland im Jahr in derbare Dinge aussagten. Tatsächlich bewies die AnStommerzienrat", sagt er. Wie wär's?" de: seine Arbeit kennt und beherrscht. öffentlichen Elektrizitätswerken erzeugt wird, oder. geklagte eine Vertrautheit mit den Verhältnissen Unter seiner Hand aber strömen die Energien um in Zahlen zu reden, rund 3% Milliarden Kilo- ber Brager Absteige quartiere, die ihrer Unter seiner Hand aber strömen die Energien wattstunden. Sechs Drehstromleitungen für 220.000 Sache faum förderlich sein dürfte, dabei verteidigte nad, allen Richtungen, Hunderttausende von Men Bolt und neunzehn Leitungen für 110.000 Bolt fie mit glühenden Worten ihre frühere Aussage schen und Tausende von Fabriken aller Größe und stoßen hier zusammen und vereinigen sich über ge- und bestritt die Aussagen der Zeugen, wobei es zu Art mit dem gewaltigen Hilfsmittel der elektrischen waltige Sammelschienen( es sind drei Sammelschie- drastischen Zwischenfällen tam. So rief ihr einer Energien versorgend. Denn das ist die Aufgabe nen für 220.000 Volt und fünf Schienen für 110.000 ber Beugen sogar Muster und Farbe der " Natürlich! Aber zimmerrein muß fie fein jenes verantwortungsvollen Kommandeurs: die Sie wissen: die Zensur. Am liebsten möcht gebeuren Energien, die die Straftwerke vom Rhein- Bolt vorhanden), in denen sie in der verschiedensten Steppbede ihres Hotelbettes ins Gedächtnis, Rhein- Weise miteinander verbunden werden können. ich mal was Sistorisches haben!" worauf sie für den Moment betroffen schwieg. Das ist gerade. was ich Ihnen vorschlagen einem mächtigen Knotenpunkt zusammenströmen, Aber die Energie wird hier nicht bloß weiter- Der Verteidiger stellte schließlich einen Bemöchte", jagte Gaul.„ Morgen haben Sie das fach- und fachgemäß in die Verbraucherkreise hineingeleitet, sondern auch transformiert, das heißt, je weisantrag, der nicht nur die Zuhörer, sondern Manuitript. Aber ich will natürlich verdienen!" zuleiten, das Gleichgewicht herzustellen zwischen dem nach Bedarf auf höhere oder niedere Spannung ge- auch den Gerichtshof, der ja gewiß an manches Sollen Sie! Wenn die Idee gut ist, zahle ständig wechselnden Strombedarf der unzähligen ber bracht. Das geschieht in mächtigen Transforma- gewohnt ist, verblüffie: Die frühere makelloje ich Ihnen tausend Mark Vorschuß und beteilige schiedenen Abnehmer und der Stromerzeugung der toren, von denen jeder neun Meter hoch ist und das Jugend seiner Klientin will er nämlich durch Sie das ist ja jetzt das Neueste." respek: able Gewicht von rund 180 Tonnen besitzt. Die Tatsache erhärten, daß ein Bekannter, mit Am anderen Tag bringt Gaul dem FilmWarum er das muß, das lehrt uns ein kurzer Neben den Sammelschienen bilden die Transforma- dem sie drei Jahre lang in züchtigster Weise begewaltigen das Manuskript. Drei Schreib- Blick in das Gebiet der elektrischen Energieversor- toren und die Delschalter die wichtigsten Teile der freundet war, die fragliche Tatsache se I bit festmaschinenseiten. gung. Wir sehen da, wie die einzelnen Versorgungs. Schaltstation. Die Delschalter sind runde stehende gestellt habe und daraufhin Rücksicht genom Schön!" sagt der Kommerzienrat und legt gebiete sich immer mehr zu größeren, viele Tausende Reſſel, in denen die Kontakte der Strombahnen men" und ihrer nicht weiter in Unehren begehrt das Manuskript auf die Seite. von Stilometern umfassenden Netzen zusammenschlie- unter Del geschlossen und geöffnet werden. habe. Wie er Gelegenheit und Anlaß zu dieser Nein, Herr Kommerzienvat Sie müssen ßen und wie oft viele Kraftwerke ihre Energien in Die gesamte Anlage bedeckt eine Fläche von Tugendprobe gefunden hat, wird nicht gesagt. Das das Manuskript gleich lesen! Tempo! Tempo!" lein gemeinsames Net liefern müssen. Die Gründe 300X500 Meter und man kann leicht einsehen, daß Gericht vertagte die Verhandlung. rb. Warum nicht?", sagt der Kommerzienrat. Ausgezeichnete Ideen fann man immer gebrauchen. Schreiben Sie die Sache auf und bringen Sie sie mir!" Ernsthaft?" land bis zu den Alpen erzeugen und die hier in zahlreichen Kraftwerke. Der Detektiv war peinlich überrascht. Ich| Aufsehen vermieden wird, und daß Sie mir Ein Detektiv nach Vorschrift. weiß nicht, mein Herr, wie Sie auf den Geban- Dummheiten, wie etwa Handschellen und so stünde. Grey zog ein Etui aus der Innentasche Kriminalhumoreske von Adolf Nold. Es war schon gegen halb elf Uhr abends, als der Detektiv Jaques Dartmor in Nizza an tam. Er begab sich im geschlossenen Wagen sofort ins Hotel Imperial, juchte sein Zimmer auf und begann, sich aus einem Seleinkrämer in einen guten, liebenswürdigen Oberlehrer zu verwandeln. Detektive müssen sich bekanntlich immer verwandeln; dazu sind sie erfunden. Jaques Dartmor hatte übrigens auch noch eine andere Aufgabe: er sollte den berühmten Hoteldieb und Gentleman- Einbrecher John Grey verhaften, der natürlich ganz anders hieß, und von dem man annahm, daß er jetzt, in der Hochsaison, an der Riviera seinem Beruf nachgehen würde. Dieses John Grey wegen verwandelte sich Jaques Dartmor- warum er glaubte, ihn als Oberlehrer leichter zu fangen, denn als Sleinträmer, das war sein Geheimnis. ten kommen, und was Sie veranlaßt..." Bitte, geben Sie sich keine Mühe, Herr Dartmor! Es vereinfacht die Sache ungemein, wenn wir mit offenen Karten spielen. Ich bin nämlich John Grey." " 1 Wa.. a..?" " Ja. Sie sind hier, um mich zu verhaften, Herr Dartmor bitte, greifen Sie nicht nach Ihrem Browning!- und ich bin hier, um mich von Ihnen verhaften zu lassen. Bitte. Ich bin vollständig reisefertig. Behn vor zwölf geht ein Schnellzug nach Paris; wenn Sie sich ein wenig beeilen, tönnen wir ihn leicht erreichen." weiter, ersparen werden!" Es sieht fast aus, als ob Sie mich verhafteten, Herr... Grey". fagte der Detektiv und fah bedeutsam. ,, Es ist etwas ungewöhnlich, was ich von Ihnen verlange, Herr Dartmor, aber die Verhältnisse sind auch ungewöhnlich. Ich bitte Sie, fich zurecht zu machen; wenn Sie gestatten, nehme ich einstweilen bei Ihnen Play." Jaques Dartmor lächelte, als ob er verfeines Frads und brannte sich eine Zigarette an. ,, Sie rauchen gar nicht, Herr Dartmor? Nicht vorgesorgt? Aber bitte, genieren Sie sich gar nicht! Die Marke ist gut!" Jaques Dartmor nahm die Zigarette, John Grey gab ihm Feuer und als der Detektiv wieder erwachte, befand sich der Zug bereits in der Nähe von Paris. Jaques Dartmor hatte einen etwas benommenen Kopf, aber das bemerkte er im Augenblick, daß er allein war. Sein Koffer war da. Auch seine Brieftasche. Nur der Verhaftsbefehl gegen John Grey: fehlte. Auf dem Fensterplatz, an dem Grey gesessen hatte, lag ein Brief: Herrn Jaques Dartmor! Sehr geehrter Herr! Ich konnte Sie heute Nacht in Nizza nicht brauchen, da schon die Tatsache Ihrer Anwesenheit die Leute im Imperial zur Vorsicht anzuregen imstande war. Darum habe ich Sie nach Paris geschickt, wo Sie besser am bis zur ersten Station begleitete, ich hatte drin gend zu tun. Die Zigarette, die Sie so rasch und angenehm einschlummern ließ, hat keine schäd liche Nachwirkung. Ich grüße Sie, als Ihr ergebenster John Grey!" Jaques Dartmor nahm seinen Oberlehrerbart wieder ab und wurde wieder Kleinkrämer. Dann ließ er sich die Rechnung für das nicht benützte Zimmer bringen, und eine halbe Stunde später saßen der Detektiv und sein„ Gefangener" in einem Abteil zweiter Klasse des Nachtschnellzuges nach Paris. John Grey hatte sich seine Fahrkarte selbst bezahlt, was den Detektiv mit einiger Hochachtung erfüllte. Ebenso wie das Trinkgeld, das Grey dem Schaffner gegeben Nicht nur das ich bitte Sie fogar, mich hatte, damit sie allein im Abteil blieben. Als Plaße sind. Entschuldigen Sie, daß ich Sie nur Jaques Dartmor befand sich in einiger Verlegenheit. Er dachte nach, was Sherlock Holmes in folchem Falle getan hätte, konnte aber nichts finden. So jedenfalls batte er sich die Sache mit Grey nicht vorgestellt. ,, Sie sind bereit, mir freiwillig zu folgen, Herr"... Grey?" der Zug sich in Bewegung setzte, sagte John Grey in dem liebenswürdigen Ton, den er von Anfang an dem Detektiv gegenüber angeschlagen hatte: ich sehe, Herr Dartmor, Sie haben sich in die Situation noch immer nicht ganz hineingefunden. Es ist doch so einfach! Ich ziehe die paar Jahre Einschließung-mehr kann mir nicht geschehen einer lebenslangen Fesselung vor. Flucht vor Ihrer Gerechtigkeit daran ist man gewöhnt. Das gehört zum Beruf. Aber eine Frau auf den Fersen zu haben, eine Amechritanerin das ist etwas anderes, als zwei Dußend Detektive. Sie Jedenfalls: Jaques Dartmor hatte eben so schnell als möglich hier wegzubringen. Ich den dunklen Bart tunstgerecht an Wangen und jehe, ich muß mich Ihnen erklären. Ich bin auf Stinn feſtgeklebt, und roch drei Zimmer weit der Flucht, Herr Dartmor. Nicht vor dem, was nach Maffir. Er mühte sich nun ab, ein lächer Sie Gerechtigkeit nennen- nein! Sondern vor liches Stonfektionsschleifchen am viel zu weiten einer Frau. Vor acht Tagen kam ich hierher und Stragen anzubringen, als es an der Tür Klopfte. fand eine Stelle als Einfänzer, die mir sehr zu berein!", rief der eben vollendete Oberlehrer, fagte. Heute Abend erschien die Dame im Tanz und ein junger Mann trat ins Zimmer. Fabel- faal des Imperial. Ich weiß mir keine andere haft elegant. Die schlanke Figur im Frad; im Rettung, als Sie, ich ziehe die Verhaftung einem interessanten, feingeschnittenen, bartlosen Gesich: Zusammentreffen mit der Dame vor. Sind diskret das Einglas. Ueber dem Arm trug der nun im Bild, Herr Dartmor?" junge Mann einen leichten Ueberrock, und an der Hand, die den Hut hielt, blizte ein Brillant. meine Genau so sah er aus, wie man in Hollwood die Gesandschafts- Attachés vor den Seurbelfasten tum. Ich habe die Dame nicht bestohlen, fie ſtellt. Nur die Gesandtschafts- Attachés felbft will von mir geheiratet sein. Sie ist eine Ameschen nie so elegant aus. rikanerin, Herr! Aber wir verlieren die Zeit. Ich ersuche Sie, Ihre Angelegenheiten mit dem Hotel in Ordnung zu bringen und mit mir noch in dieser Nacht nach Paris zu fahren. Als selbstverständlich sehe ich voraus, daß alles Der elegante junge Wann schloß die Tür hinter sich. Guten Tag, mein Herr! Ich habe doch be Ehre, mit Herrn Jaques Dartmor zu iprechen, nicht wahr?" ,, Sie haben die Dame wohl... chritanerin Was Sie meinen, ist natürlich ein JrrJaques Dartmor schien durch diese letzte Bemerkung etwas chofiert. Es ist mir nicht ganz flar, weshalb Sie solche Angst vor der Frau haben!" Ich sagte Ihnen doch: sie will mich beiraten!" Ist sie denn so häßlich?" Im Gegenteil, Sie ist sehr schön. Und febr reich. Sie tennt meinen Beruf. Aber denken Sie doch: heiraten!" Als Herr Dartmor den Bahnhof verließ, riefen die Camelots die Abendblätter aus. Großer Einbruchsdiebstahl in Nizza! Der Safe des Hotels Imperial ausgeraubt. Bargeld und Juwelen im Wert von mehreren Millionen ge stohlen." Der Detektiv überzeugte sich noch rasch, daß das Signalement des mutmaßlichen Täters fein eigenes war, dann ging er langsam nach Hause. Er steckte sich seine amerikanische Pfeife an, sezte die Müze schief aufs Ohr und wartete auf den Auftrag zu einer neuen Heldentat. Ein richtiger Detektiv läßt sich nicht so leicht entmutigen. Allerdings mit John Grey wollte Herr Jaques Dartmor nicht gern wieder zu tun haben den gönnte er der Stonkurrenz. Geite 6 Donnerstag, 19. November 1931. PRAGER ZEITUNG. Der Voranschlag der Stadt Prag. nationaler Wettbewerb der besten stattfinden. Eine aus internationalen Fachleuten Sänger, Geiger und Pianisten der Welt bestehende Jury wird die Künstler feststellen, die für diesen Wettbewerb in Betracht kommen. In der nächsten Zeit tritt die Prager Stadtvertretung es ist noch immer die 1927 gewählte, da die neue Stadtvertretung infolge Des Returjes gegen die Wahl Berglers noch immer nicht fonftituiert ist zur Beratung Donnerstag, balb 8 Uhr: Gastip. Mag Schipper: Spielplan des Nenen Deutschen Theaters. des Voranschlages der Stadt für das Jahr 1932 zusammen. Das Erfordernis ist in dem Im weißen Röß!" Singspiel von Müller Voranschlag mit einem Betrage von 563,381.104 Benagfy.( 28- IV.) Freitag, 8 Uhr: II, hit. Stronen festgesetzt, was um 11 Millionen Karmonisches Konzert.- Samstag, halb mehr ist als im Jahre 1931. Daß dieses 8 Uhr: Gastip. Leopold Kramer: Erstaufführung: Erfordernis der Stadt Prag von Jahr zu Jahr Jemand" Komödie von Molnar.( 29-1.). wächst, es ist heuer um 11 Millionen Kronen Sonntag, 7 Uhr:„ Der Freisch it".( Feſtvorgrößer als 1931, ist nur eine Folge davon, stellung für die Deutsche Technische Hochschule, kein daß sich die Stadt in raschem Wachstum befindet. öffentlicher Verlauf.) Montag, halb 8 Uhr: Gaft Die Bedeckung im ordentlichen Budget beträgt piel Leopold se ramer:„ Jemand"( 30- II.) 452,862.230 K, so daß sich ein Fehlbetrag von Spielplan der Kleinen Bühne. 110,518.874 K ergibt. Dieser Fehlbetrag ist tag, 8 Uhr: Sum 25. Male: Intimitäten". Donners aber nur ein rechnungsmäßiger, denn m die Stemödie von Coward.( Ab.) Freitag, halb 8 Uhr: Bebedung sind nicht die Gemeindeabgaben und Der Graue" Schauspiel von Forster.( Ab.) Zuschläge eingerechnet, deren Ergebnis mit K Samstag, halb 8 Uhr: Erstaufführung: Lieb. 110,979.208.- veranschlagt ist. Es erübrigting. Adieu!" Operette von Willy Rosen. daher einen Ueberschuß von 460.334 K. Der Sonntag, 3. Uhr: Nina" Komödie von Bruno, außerordentliche Voranschlag weist ein Erforder- Frank.( A6.) Abends halb 8 Uhr: Gastsp. Leopold nis bon 289,917.000 K auf, die Bedeckung wird ramer: demand". Komödie von Molnar. mit 54 Millionen Kronen veranschlagt. Das Defizit wird durch Kreditoperationen, die durch aus zulässig sind, weil es sich da um Investitionen handelt, gedeckt. Bemerkenswert ist, daß trotz der schweren Wirtschaftskrise an eine Erhöhung der Umlagen und Gemeindeabgaben nicht gedacht wird. Dies ist um so mehr hervorzuheben, als die Gemeinde Prag in den letzten Jahren die Mietzinsabgabe herabgesetzt hat, wodurch ihr jährlich ungefähr 37 Millionen Kronen verloren gehen. Bortrag im Sozialen Juftitut. Am Donnerstag, den 19. November, findet um halb 8 Uhr im Vortragssaal des Ministeriums für soziale Für forge, Prag II., Palackého nám. 4, ein Vortrag des Abg. Alois Tuěny über das Thema Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit" statt. Eintritt frei, Gäste willkommen. Weiße Stäbe für unsere Blinden. Der Unterstigungsverein der selbständigen Blinden für die tichechoslowakische Republik in Brag fordert seine Mitglieder auf, ich zu jeder Zeit in der Vereins. fanzlei weiße Stibe zu beheben, die die Blinden als Gefchent von der Zeitschrift Letem světem" in der Anzahl von 200 Stüd erhalten haben. Die übrigen Blinden in Prag erhalten einen weißen Stab in der Zentralfürsorgestelle für die Blinden. Die Blinden erfuchen die Lenker von Gefährten, sowie auch die V. T. Fußgänger, ihnen bei dem selbständigen Gang über die Straße behilflich zu sein. Montag, 8 Uhr: iebling, Adieu!" Nationalismus und Raffe, eine fritische Auseinanderseßung mit dem Hakenkreuzgelehrten Günther- Jena. Redner der bekannte Rassenforscher Genosse Dozent Hugo Iltis, Leiter der deutschen Volkshochs schule in Brünn. Freitag, 20. Nov., 8 Uhr. Großer Urania- Saal. Karten Ke 2 bis 6 bei Optiker Deutsch, an der Urania- Kassa, bei den Genossen Bartosch„ Sozialdemokrat" Genossen Wolfert, Gec. * Sport- Spiel * und Körperpflege Der Film Seinz Rühmann als Rapitänleutnant Schmidt im neuen Ufa- Tonfilm der Erich- PommerProduktion„ Bomben auf Monte Carlo". wwwwww Wochenendschule Nr. 269. der Prager Sozialistischen Jugend und der Bezirksorganisation der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei. Samstag, den 21. d. M., halb 8 Uhr abends und Sonntag, den 22. d. M., neun Uhr vormittags: Naturwissenschaften und Weltanschauung". Lehrer: Dozent Dr. Hugo Itis, Brünn. Ort: Vortragssaal des Einheitsverban des, Prag II., Jungmannova 29. Bücherausstellung. Nachtflug des Postflugzeugs erbauen und paar Lan dungslichtern und Atelieraufnahmen der fliegenden Luftpegasi. Der Oberverführer ist Fris Kampers, der Augenroller. nigh W. Lg. Aus der Partei Jugendbewegung. Der verjüngte Adolar. Und noch von etwas möchte ich fünden, von der Vertonfilmung des Herrn Hanns Moser: Woronoff, der Verjünger heißt hier Safelhuhn und wird von Hörbiger gestellt, die sinnliche" Frau des alten Adolar ist Oda Wüst. der Schwiegerjohn natürlich Frizz Schulz, underwüstlich fröhlich um die Trude Berliner bemüht, die als Dodo einen etwas abgebrauchten Eindrud hinterläßt. Dann gibt es noch einen Privatgelehrten Jeder frägt nach Erika. Also wir bestimmt nicht, alles nur der höhere Wiz in des Films wahrer als Bräutigam und Adolars Töchter. Natürlich ist auch wenn sich Frau 2ya Mara nunmehr im Dredbebentung: er läßt sich ja gar nicht verjüngen, verführerisch zu wirken; vielleicht aber die Prager Mann ist, wird nicht wirklich wild Tonfilm bemüht, mit tiefer Stimme nedisch und er ist doch kein Verfuchslaninchen; was ein feiner Zensur, die eine Bettkarriere von armen Handels- wäre man, könnte man dent Regisseur Jacoby . Wie froh angestellten weiblichen Geschlechts für unanstößig etwas filmisches Verständnis jubilligen; weit gefehlt, hält und dafür unsomehr Sorge trägt, daß der Film hat nur so viel Tempo wie eine fimple etwa joziales oder pazifistisches Gift" Groteske des gradesten Theatres. Und dafür sind nicht zu sehr ins Bolt getragen werde. Wie lange Sapitalsinvestitionen zu haben. Weil heute Instinkte werden wir diese Hurenkarrieren noch glorifiziert eingewidelt werden; das trägt manchmal noch Geldsehen; diese gesitteten" Leistungen von Produzenten früchte.m und Regisseuren, die gewohnt sind, Frauen einzuteilen in solche, die zu haben sind und die sogenannt Unbernünftigen?" Also diesmal fährt der liebe Herr Graf wirklich nicht einmal nach Tibet, das uns doch kulturell und wirtschaftlich ungeheuer nahesteht, sendern bleibt bei seiner Erika, die sich auch nicht ( sächsisches Erzgebirge). Die Bezirksvereinigung Oftfchlägt: vor allem Verstand und Kultur, die in abend. Bünktlich halb 8 Uhr in Turnkleidung. Internationales Wintersportfest in Altenberg lumpet läßt und alle Konkurrenz aus dem Felde erzgebirge des Arbeiter- Turn- und Sportbundes, Sie unseren besigenden Kreisen nicht mehr getragen Leipzig, veranstaltet vom 1. bis 3. 3änner 1932 werden. in Altenberg ein internationales Wintersportfest, zu dem folgende Wettkämpfe ausgeschrieben werden: flug, weil man doch schließlich auch die Fliegerei Gloria. Eine Ufageschichte von einem Ozean. Männer( 18 bis 30 Jahre): 20, 12, 6- Kilometer ausnügen muß. Brigitte Helm übernimmt die Mannschaftslauf; 3- Stilometer- Hindernislauf. 4- Rolle der Fraut, die es mit ihrer den Mann von Kilometer- Langlauf für Männer über 30 Jahre. Ju- sportlichen Seldentaten abhaltenden Liebe so weit gend( 16-18 Jahre): 6- Kilometer- Mannschaftslauf; treibt, bis sich besagter Uebermensch und Patent4- Rilometer- Mannschaftslauf für 14 bis 16 Jahre. fejchat zufammenpadt, für zehn Mark in der Flie. Sportlerinnen: A- Klaffe: 4 Kilometer; B- gerlantine Bananen und sonst prächtigen Proviant Klaffe: 2 Kilometer. Für beide Klassen: 1% Rilotauft und sich auf den Transozeanflug also nicht „ Die Erziehung des Fräulein Bauman", Lust- meter Abfahrtslauf. Schüler: 2 Rilometer- Bauf auf die eigenen Soden macht. Dieser Prachtspiel in vier Aften von Andrej Upits, aus dem Letti in give: Stlaffen( 10-12 und 12-14 Jahre). mensch, dieser Götterliebling Gustav Fröhlich Sammlung Archiv des Arbeits- und Sozialversiche schen übersetzt von N. Studre. Zur Feier des letti- prunglauf: A- Klasse: Geisingschanze; Bhat auch seinen natürlich urtomischen Mechaniker rungsrechtes", als Beilage der Zeitschrift„ Pracovni schen Staatsfeiertages brachte das Theater Afro Klasse: Raupennestschanze; Schüler: Am kleinen Hü mit, der nicht einmal imstande" ist, sich auf dem Bravo" erschienen, beröffentlichte fürzlich das Odpolis das Lustspiel des lettischen Dichters zur Auf- gel. Meldeschluß: 5 Dezember 1931. Alle Festbankett ordentlich zu benehmen und dafür eine borové fdruženi československé das Gesetz über die führung. Upits farifiert in dem Spiele die Nach- Meldungen an Kurt Ehrhardt, Altenberg im Erz äußerst schwere Havarie in der Luft, über tobenden Arbeitsgerichte. Diese Publikation war auch durch Triegsmoral der Kriegsgewinner, die„ heimlich Wein gebirge, Hirschsprungener Straße 215. Bei der Mel Wassern, im Angesicht des wahren Filmgottes sozu die Materialien der Parlamentsverhandlungen und trinken und öffentlich Wasser predigen". Das Stüd dung ist mit anzugeben, ob Quartier gewünscht wird fagen nicht reparieren fann, weil doch die wah- einen ausführlichen Sachregister belegt. Das erste pait natürlich nicht bloß auf die Verhältnisse in( wie lange). Festbeitrag für Wettkämpfer 30 Pf. ren Heldentaten dem Fröhlich- Karl May vorbehalten Heft des Archios erfreute sich eines außerordentlichen Riga, sondern ebenso auf die in Prag. Die AufBürgerlicher Sport. bleiben. Und dann tritt noch ein Held auf, ein Interesses, so daß die erste Auflage in furzer Zeit führung litt an einer gewissen Outvage der Schauwahrer Marlenus Garbo, ein Luftdämone, vergriffen wurde. Damit den Bestellungen nachge spieler. Eingeleitet wurde die Feier mit einem Vor- DFC. Prag gegen 1. FC. Neukölln 2: 2( 1: 1). der alle Weiber im Sturmschritt nieder mäht, der kommen werden kann, beschloß das Odborové frage der beiden Staatshymnen durch den Chor Das am Mittwoch in Berlin ausgetragene auch in die glückliche Einkindehe etwas Tempo und sdruženi československé, das Heft über die ArbeitsStřižkovitý". Herr Dr. Synek sprach dann ein paar Freundschaftsspiel brachte den neugebadenen Meister einen netten, kleinen Konflikt trägt, den nicht einmal gerichte als zweite Ausgabe erscheinen zu lassen. Das einleitende Worte über die Entwicklung der lettischen ber Tschechoslowakei nur ein Unentschieden. Der das beliebte, unschuldige und minderjährige Kind Heft erscheint schon in der nächsten Woche am BücherBühne. Die Aufführung fand unter dem Brote! DIE. war wohl technisch und tattisch überlegen, doch in den Herzen der Zuschauer fisen muß. Bei den des Heftes wird 4 Ke betragen. Bestellungen find Schlichten fann; ein wahrer Luftspielerfolg, der tief markt und wird jedem zugänglich sein. Der Preis vergaß der Angriff vor lauter Ueberfombination, Amerikanern sieht man bei solchen Filmen wenig an die Administration der Zeitschrift Bracovni daß auch Tore geschossen werden müssen. stens Luftakrobatik: hier kann man sich an einem Bravo", Prag II., Na Perštyně 11, zu richten. Kunst und Wissen torate der lettischen Gesellschaft statt. 3. R. Für die Wiener Festwochen 1932 soll, wie das ,, Neue Wiener Tagblatt" erfährt, ein inter Brager Konzertsaal. Sämtliche Jungordner treffen sich Freitag, den 20. Jungordner. Donnerstag, befanntes Lofal, TurnNovember, um 7 Uhr abends vor der Urania ( Smečtagasse). Staffelkleidung. Erscheinen ist Pflicht! Heute halb 8 Uhr. Bujammenkunft aller Stifahrer in S. 3. Preg, Gruppe II. Wintersportler, Achtung! der Gee. Literatur ,, Arbeitsgerichte" II. Ausgabe. In der dankte man dem vorzüglichen Cembalisten Frank Bollat, bei dem alte Rompositionen von Kuhnau, Couperin, Rameau, Scarlatti und Bach in delikater langlicher und stilistisch vollkommener Wiedergabe zu Gehör gebracht wurden. Auch seine Konzertpartnerin, die tschechische Sopranistin Andula Bečirta, erwarb sich durch den kultivierten Bortrag franzöfifd; und italienischer Gesänge derselben Stilrichtung verdiente Anerkennung. Zu gemeinfamer schöner fünstlerischer Tat hatten sich in einem Interesse erhielt es durch die solistische Mitwirkung| reizendes Singspiel Die Opernprobe" zur Aufder Koloraturfängerin Ada Sari von der Mai- führung, während sie in der zweiten Progдiamm länder Scala". Während die Künstlerin in der hälfte vor allem für die schön gesungenen Bolts Die Wogen der Stonzerthochflut gehen immer Martern"-Arie aus Mozarts„ Entführung" Wärme lieder verdienten Beifall fanden. In der ethe noch beängstigend hoch. Sinfoniekonzerte, Chor und des Gefühls vermissen ließ, gelang ihr die Wahn- der Solistentonzerte ist an erster Stelle da Solistenkonzerte jagen einander in buntem sechsel, finns Arie aus Donizettis Lucia von Lammermoor" Beethoven Abende Frederic 2amonds zu willkürlich, system- und planlos nebeneinander sowohl im ausdrudsmäßigen Sinne als auch und gedenken. Dieser berufenste Beethoven- Spieler der gestellt. In einem Konzert der Tschechischen ganz besonders in gesangstechnischer Hinsicht voll Gegenwart beglüdte auch in dent zweiten und Philharmonie stellt sich ein neuer Diri- tommen. Das legte Abonnement- Konzert des dritten Konzert seines Beethoven Klavier gent vor: Georg Scheidler, ein lange Jahre Radiojournal Orchesters dirigierte D. 3yttus durch die geist und gefühlvolle, in Rußland tätig geweſener tschechischer Weusiker, Jeremias, der aber künstlerisch nicht ganz zu edle und von innerlichster Offenbarungsfcaft Wohltätigkeitskonzert swei bewährte heimische Konder berufen ist, gemeinsam mit Prof. Jirat die befriedigen vermochte. Denn er ist ein mehr auf getragene künstlerische Interpretation. Die Bro- zertfünstler zusammengefunde... Die aus er chule Tschechische Philharmonie während des durch den äußere Wirkungen bedachter als im geistigen Inhal: gramme der Konzerte enthielten wieder neben der Prager Deutschen Musikakademie hervorAbgang Wenzel Talichs eingetretenen Dirigenten der Werke aufgehender Dirigent. Auch rein orchester- Sonaten auch Variationen und andere Klavierwer gegangene vortreffliche Pianist in Friederile interregnums fünstlerisch zu betreuen. Scheidler ist technisch war seine Arbeit mangelhaft, nämlich zu Beethovens. Leider war die Teilnahme des Pasii Schwarz und der tschechische Geiger Otto ein ebenso guter Musiker wie tüchtiger Dirigent; wenig auf flangliche Genauigkeit und rhythmische fums an der großen Kunst Lamonds nicht allzu Silhavy. Außerordentliche Kunstgenüsse im denn er besitzt Geschmack und Stilsicherheit in der Sorgfalt gestübt. So geriet ihm Mahlers ,, Siebente" lebhaft. Die Konzertraferei schädigt also bereits musikalisch- heiteren Sinne wurden in einem Iusti Interpretation und hat das Orchester bei sorgfäl farblos und langweilig. Besseren Eindruck machte auch die größten Künstler. Eine neue Sopregen Vortragsabend geboten, den der tigster Behandlung des instrumentalen Details fest die von ihm selbst stammende, als Neuheit gebrachten ist in lernte man in der Deſtinn- Schüler'n berühmte Wiener Musikhumorist Beopoldi und in der Hand. Daß er auch den Chorapparat inftrumentale Bearbeitung einer Toccata und Juge Milada BeutI kennen, die nach dem Muster der feine charmante Partnerin mitskaja veranstal beherrscht, bewies er in der Faust" Sinfonie Liszts. von J. S. Bach. Solist des Konzerts war per prominenten Gefangsgrößen mit einemt Misch tet hatten. Die Vielseitigkeit Leopoldis vor allem Die besondere Ueberraschung dieses Sinfoniekon Cellist B. Seran, der sein bedeutendes Können programm funterbunter Arien und Lieder auf ist verblüffend und zur Bewunderung zwingend: zerts war die Aufführung einer proletariihen an ein neues, romantisch- opernhaft wirkendes, fir gewartet hatte. Aber außer der großen und auch Seine Pointierungskunst, sein Einfallsreichtum und Sinfonie, des Titels Maschinen musik den Spieler aber nicht allzu dankbares Stonzertönen Stimme hat die Sängerin vorläufig nicht seine blendende pianistische Begabung. einer Eisengießerei", von dem jungen von J. B. Foerster gewendet hatte. Wirk then viel zit geben; ihre Gesangskultur ist mangelhaft, registrieren wäre diesmal noch, daß sich Frene zu Sowjetrussischen Tonseher Alexander Mossolo w, Kunstgenuß bereitete in einem selbständigen ihre Sprachbehandlung unvollkommen und ihre 3oltan, die Stoloraturfängerin des ein Wert, das sich allzu sehr an den Titel des Bokalkonzerte der Chor der Wiener Intonation in der Höhe reichlich forciert und un- Brager Deutschen Theaters, zum erstenmale auch finfonischen Programmvorwurfs hält, also verwie Sängerknaben, der schon vor zwei Jahren im rein. Künstlerischer Withel bei ihrem Stonzert auf dem Konzertpodium erfolgreich hören ließ und gend lärmd ist, für die Zukunft einer och geistig. Prager Stonzertsaal Aufsehen erregt hatte. Die war der ausgezeichnete tschechische Orgelmeister daß bei der letzten Geistlichen Abendinhaltlich fundierten proletarischen Musik daher nicht jugendlichen Sänger entzüdten auch diesmal durch Prof. Friedrich Wiedermann, der in Werken musit" des Deutschen evangelischen Gesangvereins biel bedeutet. Ein zweites Stonzer der die Schönheit und Klarheit ihrer Stimmen und von Bach, Vierne und eigener Fechsung seine tech- wieder Prof. Jakob Haller von der Deutschen Tschechischen Philharmonie war aber durch die Stilsicherheit, Wasifalität und Diszipi nisch und in der Registrierung gleich bedeutende Mujifakademie als Mittler alter und neuer Orgel mals der fünstlerischen Führung des Russen Safoniertheit ihres Vortrags. In der ersten Abteilung Orgelfunft glänzen ließ. Ein fünstlerisch beden- werte an der Orgel saß. E. J. laus Malko anvertraut worden. Besonderes ihres Vortragsprogramms brachten sie Lorgings tendes und interessantes Cembalo Konzerth esensgeber: Siegfried Texb. belzebattext: Wilhelm tener. Berantwortlicher Redakteur: Dr. Emil Drag. Die Zeitungsmattenfrantatuz wurde von der Bolt. a. Telegraphendirektion mit Eclaj z 13.800/ VII/ 1930 bewilligt balbjährig Ko 96 ganzjährig Kö 192,-, Juferate werben laut Zarif billigt berechnet, Bet ofterea GPW 4 " Stress, Brag. Drud: Rota.- für geitung und Buchdrud, Brag. Für den Drud verantwortlich: Otto Holi, Bezugsbedingungen: Bei Zustellung ins Saus oder bei Bezug durch die Bot monatli Ke 16.-, biezteljährli Kö( 8. inihaltungen Preisnaglag. Nüdstellung von Manuftripten erfolgt nur bei Einsenbung der Retourmasten, Zu