Einzelpreis 70 Heller. ozialdemokrat Zentralorgan d. Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei i.d.Tschechoslowakischen Republik. 11. Jahrgang. Hitler fondiert beim Vatikan? Er findet aber keine Gegenliebe. Rom, 23. November. Wie verlautet, versucht ein hier anwesender Agent Hitlers mit dem Vatilan Verhandlungen zum Zwede der Zurückziehung des Verbotes anzuknüpfen, das einer Anordnung des Mainzer Bischofs zufolge den Katholiken den Eintritt in die nationalsoziali stische Partei untersagt. Nach Ansicht der Anhänger Hitlers würde der Widerruf dieses Verbotes die Koalition der Partei mit dem Zentrum in Hessen und später im ganzen Reich möglich machen. Der Vatikan soll dem Ansuchen nicht günstig gegenüberstehen, troßdem Hit ler eine Loyalitätserklärung abgegeben habe. Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich früb. Redaktion und Berwaltung: Brag II., Refásanfa 18 Telephon: 26795, 31469( atreballion): 26797 Boridedamt: 57544 Dienstag, 24 November 1931 „ Der Ferne Osten ein Bulverfaß“. Beffimistische Betrachtungen der Sowjetpresse. Moskau, 22. November.( Taß.) In einem Artikel unter der Ueberschrift Ernste Lage in der Mandschurei" schreibtswjestija": Die Lage in der Mandschurei wird mit jedem Tage ernster. Die imperialistischen Mächte, bie wiederholt Verträge wegen Aufteilung Chinas abgeschlossen haben, vermögen in diesem Fall nicht gegen Japan vorzugehen, ohne eine gegenseitige Fehde zu entfesseln, da jeder von ihnen lediglich daran denkt, sich eine Entschädigung für die Verstärkung des japanischen Einflusses in China zu sichern. Der japanische Imperialismus erweitert und verankert die Stfupation, ohne zunächst befürchten zu müssen, daß andere kapitalistische Mächte ihn daran hindern könnten. Die Lage im Fernen Often ist dadurch noch komplizierter, daß die japanische Militärclique ihre eigene Politik betreibt und eine sehr gefährliche Lage schaffen kann. Die Agitation der imperialistischen Mächte gegen die Sowjetunion wedt in der japanischen Militärclique und in den imperialistischen Kreisen den Gedanken, Rates zu erwägen, wenn dieser nicht gleichzeitig auch mit dem Antrag auf Abberufung der japa nischen Truppen verbunden sein würde. * Nr. 273. Dic Notgesetze. Seit dem Sommer des heurigen Jahres fann man die Beobachtung machen, daß auch die Finanzen aller Industrie länder in den Wirbelsturm der Weltwirtschaftskrise hineingesoll man beabsichtigen, die Studienkommission, Reparationen zu zahlen, weswegen dem Reiche Paris, 23. November. Nach„ Petit Parisien" rissen werden. Deutschland ist unfähig, die die der Völkerbund nach der Mandschurei zu ein einjähriger Zahlungsaufschub bewilligt entienden beabsichtigt, aus einem militärischen wurde, England sah sich genötigt, sein Budget Sachverständigen( Franzosen), einem Ju- zu drosseln und selbst die Voranschläge der risten( Engländer) und einem mit den reichsten Länder, wie der Vereinigten Staa mandschurischen Verhältnissen vertrauten Staats- ten und Frankreich weisen Milliardendefizite mann( Amerikaner) zu bilden. Als militä auf. Kein Wunder, wenn auch die tschechoslo rischen Sachverständigen habe man anscheinend an General Weygand gedacht, jedoch soll dieser wakischen Staatsfinanzen unter den Einwir angeblich abgelehnt haben, weil er als Vize- fungen der Krise empfindlich leiden. präsident des französischen Obersten Striegsrates Die Wirkung der Krise auf die Finanzen notwendiger Weise beim Zusammentritt der all- des Staates ist eine doppelte: Herabjet gemeinen Abrüstungskonferenz in Europa sein zung der Einnahmen und Vermüsse. Man rechne natürlich damit, daß die größerung der Ausgaben. Mit der Enquete in der Mandschurei drei bis bier Serabsetzung der Einnahmen wurde bereits Monate dauern werde. * ,, Räuberbanden" als Vorwand. 18 Monate Gefängnis gegen den Herausgeber der ,, Weltbühne“. Hochverratsprozeß hinter geschlossenen Türen. Berlin, 23. November. Das Reichsgericht verurteilte heute den Herausgeber der Welt bühne“ Offiezky und einen Mitarbeiter namens bei der Aufstellung des Budgets gerechnet. Streifer zu je eineinhalb Jahren Gefängnis Während die direkten Steuern im Voranschlag wegen Verrates militärischer Geheimnisse. Sereiser hatte in der Weltbühne" einen Artikel unfür 1931 mit 1665 Millionen veranschlagt ter dem Titel„ Windiges aus der deuts London, 23. November. Einer Times" wurden, erscheinen sie im Budget für 1932 schen Luftschiffahrt" veröffentlicht, in dem die Subventionen im Reichsbudget an die Meldung aus Tokio zufolge hat das japanische mit nur 1518 Millionen veranschlagt. Ebenso Innenministerium bekanntgegeben, daß Die mußten die Summen für die Umsatzsteuer Lufthansa" kritisiert worden waren. Wegen diefes Artikels war die Anklage erhoben worden. Armee teinen Angriff auf Tschintschau plane; bon 1240 auf 1030 Millionen, für VerDie Gerichtsverhandlung war von ihremt schließt swjestija", daß der Ferne Osten das Ministerium soll allerdings hinzugefügt brauchssteuern von 1827 auf 1806 Millionen, Beginn bis zur Urteilsverkündung geheim; auch ein Bulverfaß ist, das durch das Vorgehen haben, daß Maßnahmen gegen Räuber für die Zölle von 1250 auf 1020 Millionen bei der Verlefung der Urteilsbegründung wurde der Imperialisten zur Explosion gebracht wer- banden, die zwischen Mukden und Tschintschau und für Gebühren von 1670 auf 1585 Milihr Untvesen treiben, geplant feien. die Deffentlichkeit neuerdings ausgeschlossen, und den kann. den Anwesenden überdies Schweigegebot auferlegt. daß die Zustimmung der imperialistischen Mächte zur Annexion der gesamten Mandschurei leichter zu erlangen sein werde, als zur Annexion der Südmandschurei allein. Man darf keinen Augenblid vergessen, China lehnt Untersuchungstommiſſion ab. Ma reorganisiert. siut lionen herabgesetzt werden. Daß die Herabfetzung der präliminierten Summen notwendig. war, geht daraus hervor, daß in den ersten neun Monaten des heurigen Jahres der ErLondon, 23. November. Das Reuter- trag der direkten Steuern, der Umsatzsteuer, Paris, 23. November. Der chinesische Büro meldet aus Mukden: Der chinesische Gene- der Zölle, der Verbrauchssteuern, der Gebüh Delegierte Dr. Sze sandte an den Böllerbund- ral Matschangschan hat eine neue Provinzial- ren und Monopole, woraus sich die Hauptrat eine Note, in welcher er erklärt, die Ent- regierung in Hailun eingefeßt. Die Front seiner einnahmen des Staates zusammensetzen, um ſendung einer Untersuchungs- Kommission wäre reorganisierten Armee erstreckt sich jetzt vom nach chinesischer Ansicht absolut illuso. Nonnifluß nördlich von Tsitsikar bis Sailun. 711 Millionen geringer war, als im Voran risch, wenn nicht gleichzeitig verfügt werden Matschangschan will jedes japanische Vorrüden schlag für 1931 angenommen wurde. Ueber würde, daß die japanischen Truppen sofort den zurückschlagen und nach Süden marschieren, so- dies ist zu erwarten, daß die Einnahmen der Rüdzug aus der Mandschurei beginnen müffen. bald die Japaner die Räumung beginnen. Da- Eisenbahnen, der Post und Tabakregie im Jahre 1932 noch geringer sein werden als im Es sei ihm absolut unmöglich, den Antrag des für liegt allerdings kein Anzeichen vor. heurigen Jahre, wenn sich die wirtschaftlichen Verhältnisse nicht wesentlich bessern werden, wozu leider noch immer feine Aussicht vor handen ist. Paul Boncour tritt aus der sozialistischen Hammerfrattion aus. Aus Paris tommt die Nachricht, daß der bisherige Deputierte des Wahlkreises Tarn und Angehörige der sozialistischen Kammerfrattion Paul Boncour feinen Austritt aus der jogialistischen Kammerfraktion angemeldet hat. Paul Boncour, einer der angesehensten Rechtsanwälte Frankreichs, ist ein glänzender Redner und in seinem Wahlkreis äußerst beliebt, da man in Frankreich sehr oft die äußeren Attr= bute des Politikers, Auftreten und Redegewalt, SPD warnt die Regierung. Industrielle. So hat er sich gewisse Verdienste höher schäßt als seine Gesinnung. Er war der um das Zustandekommen des Locarno- Vertrages Mandatsnachfolger Jaurès und ist erst jetzt, bei Gegen die einseitige Lohnsenkungspolitik.. und vor allem der wirtschaftlichen VorausseßunWährend aber die Staatseinnahmen zu 4 seiner Wahl zum Senator in einen anderen Berlin, 23. November. Am Montag abends gen hiezu erworben. Loucheur sah die Not Wahlkreis übersiedelt. Als Nachfolger Jaurès' hatten die Führer der sozialdemokratischen Reichs wendigkeit einer französisch- deutschen Verständi rückgegangen sind, sind gewisse Staatsaus fühlte er sich auch in dem Sinne, daß er sich vor- tagsfraktion eine längere Besprechung mit gung ein und besaß die Autorität, jeine Ansicht gaben gestiegen. Es wurde die Dauer der Arwiegend mit militärischen Proble- Reichskanzler Dr. Brüning. Dabei brachte, wie auch gegen widerstrebende politische Ideologen gaben gestiegen. Es wurde die Dauer der Ar men beschäftigte und Jaurès' Propaganda verlautet, der Fraktionsvorsitzende Dr. Breit durchzusetzen. Sein Verlust beraubt die franzö- beitslosenunterstüßung verlängert, produktive für die große Milizarmee fortsette. Leider ist das, scheid zunächst eine Warnung an die fische Politit eines hervorragenden Wirt- Arbeitslosenunterstüßung und Lebensmittel was vor 1914 ein revolutionäres Programm Regierung zum Ausdruck vor den wirtschaftsfachmannes und eines Staats- beteiligung der Arbeitslosen wurden einge war, Jaurès neue Armee", die Bewaff schaftlichen und politischen Folgen, die eine Fort- mannes, der den Mut seiner Erkenntnisse hatte. führt und es ist ja auch im heurigen Finanz nung des gesamten Voltes, und wovon sich sehung der einseitigen Lohnfenkungspolitik nach Als Vertreter des Kapitals hat Loucheur nicht gefeß vorgesehen, daß der Staat für Zwede anders wie auf dem rein politischen Gebiete nie der Arbeitslosenunterſtüßung eine Anleihe Jaurès die Verhinderung jedes Eroberungs- fich ziehen müßte. frieges versprach, heute zum Programm der Im weiteren Verlauf der Verhandlungen mals zu den Scharfmachern, sondern stets zu den von 300 Miffionen aufnehmen kann, wenn er mit den Voranschlagssummen das Aus Reaktion geworden. Heute bedeutet das Bolt wurden dann die Fragen der Agrarpolitik und kompromißbereiten Leuten gehört. langen nicht findet. Von dieser Möglichkeit, in Waffen", wie es Boncour in seiner Wehr der Sozialpolitit, insbesondere der Invaliden wird sicherlich Gebrauch gemacht werden müs gesetvorlage fordert, erhöhte Kriegsgefahr und versicherung, besprochen. die Einordnung aller in die Kriegsmaschine. Da Wien, 23, November. Wie der Montag" sen, ja noch mehr! Es ist sehr die Frage, ob meldet, wurden in der letzten Zeit im Fürsten der Staat mit dem 300 millionen- trebit tunt Liechtenstein 30 Holdinggesellschaften, größ auskommen wird und es ist wahrscheinlich, tenteils österreichische Unternehmungen, gegrün" Loucheur geftorben. Kapitalsflucht nach Liechtenstein. Her ger et Boncour in immer wachsenden Ge Neuer Bankenstandal in Frankreich. gensatz zu seiner Partei. Selbst die Rechte der Die Kolonialbant geht mit 90 Millionen plette. Partei( Een audel) teilte seine Auffassungen Paris, 23. November. Heute wurde der nicht und feit langem schwebte ein Ausschlußver fahren gegen ihn. Jeder Parteitag hatte sich mit Bantier Georges Froment, Vorsitzender des det, um auf diese Weise Milliardenbeträge außer daß irgend ein Notfonds für Arbeitslose zuri fahren gegen ihn. Jeder Parteitag hatte sich mit Bankier Georges Froment, Borjizender des Land zu bringen und dem Zugriff des österreichi Einführung wird gelangen müffen. Wie fann man nun das Gleichge dem Problem Boncour zu beschäftigen. Dem Verwaltungsrats der Kolonialbant für die schen Staates zu entziehen. Ueber die Größe letzten Parteitag in Tours wohnte Boncour nich: Organisierung öffentlicher Unternehmungen in dieser Stapitalflucht, die nicht nur aus Defter nicht im Staatshaushalt herstellen? Man mehr bei. Während in Wien der Kongreß der den Kolonien, wegen schuldhafter Strida mit reich, sondern auch aus Deutschland stattgefunden könnte dies tun, indem man Anleihen auf Internationale tagte, trat er im Haag als der einer Schadenssumme von 90 Millionen Anwalt der französischen Regierung gegen die Franken verhaftet. Die Bant unterhielt 20 bat, fann man sich einen Begriff machen, wenn nimmt, die wieder entweder kurzfristig oder man weiß, daß der Umsatz der Liechtensteinschen langfristig sein könnten. Die Aufnahme furzdeutsch- österreichische Zollunion auf. Es kam dazu, Filialen und besaz zahlreiche Unternehmungen Landesbant sich im letzten Jahre von 3.5 Mil friffiger Anleihen würde den Geldmarkt derart lionen Schweizer Franten auf 46.5 Millionen in Anspruch nehmen, daß fein Geld übrig daß er auch als Anwalt Prozesse führte, die der in den französischen Kolonien. Schweizer Franken erhöhte. Der Fremdenver bliebe für die geplanten Investitionen depo Partei höchst unevipünscht waren. So vertrat er fehr im Lande nahm über 30 Prozent zu und es öffentlichen Körperschaften. Außerdem könnte die Forderungen der montenegrinischen PrinReffin Milica, einer geborenen Prinzessin von In Paris ist der franzöfifche Bolitifer ist ein Mangel an Wohnräumen vorhanden, um Mecklenburg gegen die Deutsche Republit, die die- Louis Loucheur gestorben, der in dem die Büros der Holdinggesellschaften unterzubrin- eine übergroße Vermehrung der umlaufenden ser Dame tatsächlich eine Fürstenabfindung zab Jahrzehnt nach dem Kriege an verschiedenen, gen. Man spricht von diplomatischen Schritten, Schatzscheine auch von schädlicher Wirkung für Ien mußte. aber durchwegs bedeutsamen und oft entschei- die in Liechtenstein unternommen werden sollen. die Währung begleitet sein. Aber auch die Unterbringung einer größeren langfristigen War Boncour in Frankreich selbst, wo man denden Stellen gewirkt hat. Zoucheur, der Techbon Parteibisziplin weniger strenge Auffassungennifer war, wurde von Painlevé 1917 in die Vor der Präsidentenwahl in Spanien. Anleihe könnte auf Schwierigkeiten ſtozen und es ist möglich, daß eine solche große An hat als bei uns und den Einzelgänger zu dulden Bolitik gezogen und wurde dann einer der MitMadrid, 23. November. Die Wahl des Prä leihe nur unter drückenden Bedingungen und geneigt ist, noch erträglich, jo bedeutete er für die arbeiter Clemenceaus. Die wirtschaftlichen Be Sozialistische Internationale eine Stimmungen der Friedensverträge sind unter fei- fidenten der spanischen Republik wird am 10. folgenschweren Sicherungen( etwa Verpfän schwere moralische Belastung. Boncour ner Mitwirkung entstanden. Immerhin gehörte oder 14. Dezember stattfinden, je nachdem die mag ja ein platonischer Liebhaber sozial stifcher er zu denen, die manchen Frrium von Versailles Verfassung bereits Ende dieser oder anfangs dung von Einnahmen aus Staatsbetrieben) Ideen sein, stellt sich aber den Weg zu ihrer erfannten und auch bereit waren, ihn zu revi nächster Woche definitiv ausgearbeitet sein wird. zu haben wäre. Es bleibt also der Finanz Verwirklichung doch ein wenig anders vor als es dieren. In den Kabinetten galt er bald als der Für die Wahl kommt in erster Linie der erste verwaltung nichts anderes übrig, als die einem auch noch so rechts stehenden Sozialisten ge- Bertreter der Industrie und als eine Ministerpräsident der provisorischen Regierung Ausgaben zu senken und die Ein nahmen zu erhöhen. Art Partner für Stinnes und andere deutsche Alcala 3a mora in Betracht. stattet sein tann. Seite 2 Dienstag, 24. November 1931. KR. 78. Der Finanzminister hatte, wie bereits 1h a us halte für die nächsten Mo- 1 bekannt, verſchiedene Bläne, die Einnahmen nate wohl das entscheidende wirt Wird die Not der Aerzte durch die Kranken waren wie heute. von versicherung verschuldet? als Deckmantel benüßt, um gegen die Krankenversicherung und ihre Träger loszugehen; Gewiß, die Kassen zahlen die Aerzte Sowohl die Träger der Krankenversicherung als auch die Mitglieder selbst würden es gerne sehen, wenn die Aerzte beffer bezahlt werden könnten, zu erhöhen. Es handelte sich da insbesondere fchaftliche Problem der Tschechoum die Erhöhung von indirekten Abgaben, flowakei ist. Welche Folgen es hätte, wie der Zündhölzchensteuer und um Zoller- wenn wir in eine Krise der Staatsfinanzen höhungen. Dieser Absicht sind die sozialisti- hineinfämen, kann jeder ermessen, der die Das„ Prager Tagblatt" bringt in seiner und den verhaßten Marxisten eins ant Zeu schen Parteien entgegengetreten und dieje Pläne Entwicklung der Verhältnisse in Deutschland Ausgabe vom 17. d. M. einen Beitrag von einem fliden kann. des Finanzministeriums mußten zurückgestellt berfolgt. Vom Gleichgewicht i m Herrn Stefan Hartstein aus Preßburg unter werden. Statt dessen wird eine Erhöhung der Staatshaushalte hängt die Exidem Titel„ Kaffenärzte- Not", dem die Redaktion absintt. Warum, Herr Hartstein? Ist eine AmtsHerr Hartstein hat große Angst davor, daß die ärztliche Leistung zur Amtshandlung herdirekten Steuern kommen, das heißt, es stenz der Staatsangestellten ab wird der Grundsatz zur Anwendung gebracht, und wenn dieses Gleichgewicht den Ehrenplatz eines Leitartikels zuerkannt hat. handlung etwas Minderwertiges? Das ist nicht daß die zahlungsfräftigeren nicht erhalten werden könnte, man wundert sich zunächst, daß das Pr. T., das einzusehen; man kann doch die Wertigkeit einer Schichten der Bevölkerung die dann würde die Existenz von Tausonst dem ärztlichen Stande nicht die größten Tätigkeit nicht nach der Art beurteilen, wie fie neuen Lasten zu tragen haben. So jenden von Staatsangestellten Sympathien entgegenbringt vielleicht auch des entlohnt wird, denn dann wäre die Operation, die der in festem Gehalt stehende Primararzt des wird die Einkommensteuer erhöht, und zwar bedroht sein. Dann würde es sich nicht halb, weil die Aerzte nicht gehörig organisiert und Krankenhauses ausführt, auch eine minderwertige bleiben die Einkommen bis 30.000 Kronen mehr um die Höhe der Weihnachtsaushilfe, nicht zahlreich genug sind, um als Stimmvieh Amtshandlung". von der Erhöhung frei, von da an tritt eine sondern um das Sein oder Nichtsein der mitsprechen zu können, wie Herr Hartstein im Progression ein, die 6 bis 30 Prozent beträgt. Staatsangestellten handeln. Von dem gesunden ersten Absatze seiner Ausführungen bemerkt? daß die gut bezahlten Generaldirektoren die Herr Hartstein regt sich sehr darüber auf, Ebenso wird die Tantièmensteuer erhöht, hier Stande unserer Staatsfinanzen hängt der und ihn erst jüngst gelegentlich des Lübecker Pro- Krankenversicherungsanstalten für sich und ihre beträgt die Erhöhung 100 bis 200 Prozent. Wert unserer Währung ab und was da für zesses recht gröblich beleidigt hat, der Aerztenot Familie ausnüßen; nun, es sei zugegeben, daß Wie man sieht, greift also die Koalitions- Staatsangestellte, sowie für alle Angestellten eine so hohe Ehre widerfahren läßt; bei Turch Slowakei noch etwas ärger sein; aber da die regierung zu ganz anderen Steuererhöhungen, und Arbeiter auf dem Spiele steht, brauchen eine so hohe Ehre widerfahren läßt; bei Durch das zuweilen vorkommt, und es mag in der als der Bürgerblod, obzwar damals die wirt- wir nicht näher auszuführen. Es gibt eine sicht des Auffahes aber ergibt sich rasch die Auf- Bahl dieser gutgestellten Kaffenmitglieder ja schaftlichen Verhältnisse längst nicht so kritisch Reihe von Ländern, die zur Herabsetzung der Klärung: wie jetzt so überaus häufig, wird die doch nur sehr flein ist, spielt das keine ausGehälter der öffentlichen Angestellten schreiten Not der Aerzte nur schlaggebende Rolle. Und man kann dem sehr gut vorbeugen, wenn man die gnädige Frau An die Senkung der Staatsausgaben mußten und wir berweisen nur auf das BeiGeneraldirektor nicht anders behandelt wie die wurde schon bei der Zusammenstellung des spiel, das die Gemeinde Wien gab, wo diese Frau des Taglöhners, ihr keine Vorrechte ein Budgets gedacht, dessen Ausgabensumme um Herabsehung im Einvernehmen mit den Or500 Millionen geringer ist als im Vorjahre, ganisationen der Angestellten beschlossen wor- und nun versteht man: in dem lauten Chor der- räumt, dann wird sie wahrscheinlich bald darauf verzichten, die Sprechstunde des Kaffentobei fast alle Ministerien auch das Mini- den ist. Allerdings muß man da sagen, daß jenigen, die die durch die Wirtschaftskrise verur- arztes aufzusuchen. sterium für nationale Verteidigung unsere Finanzverwaltung nicht so vorgegangen fachte Notlage der Krankenversicherungsanstalten dieser Ausgabensenkung getroffen wurden. ist wie die Finanzverwaltung der Gemeinde zu einem Sturmangriff gegen die Kaffen und schlecht; leider! Diese Ersparungen sind aber zu gering, um Wien. Der Finanzminister hätte gegen ihre Leistungen mißbrauchen, ertönt die das Gleichgewicht im Staatshaushalt herzu- erst mit den Organisationen der Stimme des„ Prager Tagblatts" recht vernehm stellen und deshalb mußte man mitten in den öffentlichen Angestellten berlich. Um den Krankenkassen eins zu verhängen, handeln und dann seine Anträge ift dem Tagblatt der kostbare Plaz des LeitBudgetberatungen zu neuen Herabsetzungen schreiten. Diese Herabsetzungen betreffen die borlegen follen. Gegenwärtig bestehen artikels nicht zu schade! Einkünfte des Präsidenten der Republik, der die sozialdemokratischen Parteien darauf, daß sie wissen, daß dann auch die Behandlung eine Minister, der hohen Staatsbeamten und der mit den Gewerkschaften der öffentlichen Anbessere wäre. Aber leider verbietet die durch die Abgeordneten, bei denen die Reduktion er gestellten verhandelt wird, diese Verhandlun Krise verursachte traurige Lage der KrankenBezüge fich auf 6 bis 16 Prozent beläuft. gen sind in die Wege geleitet und werden heute bersicherung vorerst die gewiß dringend notAußerdem wird eine Kürzung der Weihnachts- beginnen. Man kann da nur den Wunsch aus- die im grausamen Anwachsen begriffen ist und wendige Reform des ärztlichen Dienstes. Sie aushilfe der Staatsangestellten geplant, die sprechen, daß es zu einer Einigung kommen da und dort heute schon erschütternde Formen wird kommen, gewiß, aber es ist fraglich, ob sie to 50 Prozent beträgt. Aber auch diese gekürzten möge und daß der Finanzminister manche angenommen hat. Warum? gibt es schon zu viele imftande sein wird, all den vielen in die Praxis Aushilfen sollen nur an diejenigen Staats- Härten der Vorlagen noch abmildert, bevor Aerzte? Ja und Nein! Es gibt noch immer viel drängenden Aerzten Brot zu gewähren, denn zu wenig Aerzte, um die gesamte Bevölkerung in auch hier wird die dringendst notwendig gewor beamten ausbezahlt werden, deren Einkom die Gesetzentwürfe ins Parlament kommen. Alle die Notgesetze, von denen jetzt die Stadt und Land, auf dem flachen Lande und im bene Rationalisierung eher zu einer Berringemen nicht höher ist als 39.000 kronen, die Rede ist, werden nur für eine beſtimmte Zeit unwegsamen Gebirge mit ausreichender, jeder rung der Zahl der zu beschäftigenden Aerzte berheiratet sind und Kinder haben. und zwar zwei Jahre Wirksamteit Beit leicht erreichbarer Hilfe zu versorgen, zu führen. Sicherlich wird die Kürzung der Weih- haben. Das Opfer, das also die verschiedenen gesundheit, um hygienische und vorbeugende rungsanstalten geben übrigens jährlich rund wenig, um den Dienst für Erhaltung der Volks- Die tschechoslowakischen Strankenversidenachtsaushilfe von den Staatsangestellten Schichten der Bevölkerung zu bringen haben, Tätigkeit den Forderungen moderner Wissenschaft 150 millionen an Aerztekosten aus; und schmerzlich empfunden werden. Es ist erst ein ist fein dauerndes. Dem Abgeordnetenhaus entsprechend zu versehen. Wohl aber ist die Zahl das sind nur die der ZentralsozialversicherungsJahr her, daß die Staatsangestellten diese und dem Senat erwächst die Pflicht, nach Ab- der Aerzte viel zu groß für die verarmte Gefellanstalt unterstehenden Arbeiterkassen, da sind Aushilfe erhielten, sie haben sich also ihrer lauf dieser zwei Jahre den Staatsbeamten schaft von heute, die nicht imstande ist, die Mittel Privatbeamtenfrankenkassen, Bruderladen, Heilnicht lange erfreut. Mit Recht weisen die ihre Zulagen wieder in der früheren Höhe zu für die genügende Zahl von Krankenhausbetten, fonds, Eisenbahntrantentassen nicht inbegrif Staatsangestellten darauf hin, daß ihre Ein- gewähren und die sozialdemokratischen Bar- ungenheilſtätten, Strüppelheimen aufzubringen, fen. Wer glaubt und kann glauben, daß die fünfte noch nicht valorifiert sind, das heißt, teien werden dafür sorgen, daß dies auch gerigen Schidsal überläßt; viel zu viel Aerzte für gewaltiger Teil Sturzarbeiter, aus der Arbeit die den Epileptiker, den Bresthaften seinem trau- rund 2.5 Millionen Versicherten, von denen ein daß ihr Realeinkommen nicht den seit dem schieht, ebenso wie sie sich dafür einsetzen wer- einen um sein Dasein ringenden Mittelstand, für Entlassene, Menschen mit Wochenverdiensten altiger Teil Sturzarbeiter, aus der Arbeit Kriege geänderten Währungsverhältnissen an- den, daß trop der katastrophalen hunderttausende von Kleinbauern, für die ein Entlassene, Menschen mit Wochenverdiensten gepaßt ist. Die Kürzung der Weihnachtsaus Wirtschaftstrife und trotz der ärztlicher Besuch, eine Apothekerrechnung schon bon 80, 70, ja 50 Stronen sind, auch nur die hilfe ist auch deswegen so empfindlich, weil die notwendigen staatsfinanziellen eine wirtschaftliche Katastrophe bedeutet, für Sälfte diefes Betrages für ärztliche Hilfe aufStaatsangestellten nicht damit gerechnet haben Sparmaßnahmen die Existenz der hunderttausende von Arbeitslosen, die ihre Kin- zubringen vermöchten? Tausende von Kranken, besonders Frauen und Kinder, würden ohne und weil man knapp vor der Auszahlung die Staatsangestellten gesichert der ohne ärztliche Hilfe sterben lassen müssen. Silfe bleiben, wie das vor Einführung der ser Aushilfe gestanden ist. Sicherlich wird Das Tagblatt" weint Krokodilstränen Krankenversicherung der Fall war. auch die Kauffraft weiter Schichten der Staatswegen der Aerztenot, an der die Kaffen die Schuld Daß heute doch so viele Arzte ihr Ausebenso großen Not der Ingenieure, Techniker, tommen finden können, haben sie nur der Juristen, Junglehrer, Lehramtskandidaten, ja Krankenversicherung zu verdanken! aller akademischen Berufe? Daß es denen allen Niemand leugnet, daß die Krankenversicheschlecht geht, erflärt man sehr richtig aus der Krise, dem wirtschaftlichen Niedergange; bei den rung verbesserungsbedürftig ist; baran schuld, weil man damit der Arbeiterschaft nicht in einem Angriffe auf die für die Volks wird. Not der Kaffenärzte? Falsch, ganz falsch; es gibt keine Rassen ärzte- Not, wohl aber eine Aerztenot, angestellten durch die Stürzung der Aushilfe Genoffen! Saulb tragen. Weiß bas Tagblatt nichts von der gefchwächt und so das Weihnachtsgeschäft eingeschränkt werden. The met an. ausgelegt fr Die Berbreitung unserer Zeitung agitieren. Indessen darf niemand und am aller- Segt euch überall für unsere Parteipreffe wenigsten dürfen es die Staatsangestellten ein. Jn das Heim des Arbeiters gehört die vergessen, daß die Aufrechterhaltung Arbeiterpresie. Darum, des Gleichgewichtes im Staats: Genellenu.Genoffinnes agitiert ersten find aber bie teuflichen Strankenfaffen form darf nicht in einem Abbai aber die Re8 von zu Hause fortfuhr, hatte sie ihm doch gesagt, daß er feine Sachen schonen solle, weil er jetzt Jenny war am Ende ihre Kraft, jetzt mußte den Lebensüberdruß nicht so ohne weiteres aus eine Entscheidung fommen, wie auch immer sie der Muschel herauszuhören vermöchte, ob dieser peinigende Angst vor dem Unbestimmten. heute im Trauerkleid mit ihm einen illuftren Bummel machen wolle. Dr. Tolpe's Rache. lange nichts belommen könne. Und heute hatte sie wäre. Nur diefe Ungewigheit loswerden, dieſe ſich auch auf ihre Garderobe erstrecken und fie Roman von A. Altschul. Weshalb war Franzl allein? Wird er es im Leben auch bleiben? Wird er auch einst ein sam seinen Weg gehen, genrieden von allen, jelbst unglücklich? Dieser Gedante peinigte sie. Nein, Franzl follte glücklich werden, restlos glücklich. Auch wenn es sie selbst bittere Stunden tosten sollte, wenn er ihrem Einfluß entwachsen, ihr entfrem den sollte. Sich selbst stellte sie ganz in den sin tergrund. Franzl nur sollte glücklich werden. leber ihr eigenes Unglüd hinweg. ihm selbst diesen schönen Anzug getauft. Ohne daß er sie darum gebeten hätte. Nicht ein Wort hat er gefagt. Und sie hat ihm den Anzug gefauft. Die Freude ließ ihn für wenige Stunden den bevorstehenden Abschied vergessen. Franzl war wieder allein. Er hatte die Mutter auf den Bahnhof begleitet. Sie hatte ihm zugeredet, doch vernünftig zu sein, zu Weihnach ten käme er ja nach Hause, er solle nur schreiben, wenn er etwas brauche, was immer es fei. Dann hatte sie ihm noch Geld gegeben, damit er feine Monatstarte behalten fönne. Jetzt sollte Franzl vernünftig sein. Wie schwer war das. Das Herz schlug ihm bis zum Hals, die Tränen finden ihm in den Augen und er sollte vernünftig sein. Einen Unterschied zwischen ihm und seinen Stameraden hatte sie doch bemerkt. Franzl hatte einen guten, soliden, vom alten Dorfschneider Da stieg er in die Straßenbahn ein und fuhr genähten Anzug. Die anderen waren städtisch gekleidet. War es dieser Grund? Sie wollte bis zum Abend in der Stadt herum. nichts unversucht laffen. Erna war wieder daheim. Schön war es in Sie gingen zusammen essen. Franzl saß neben der Mutter und hatte ein unaussprech- talien gewesen, wunderschön. Und hier? Grauer liches Gefühl des Geborgenseins. Er sprach kein Nebel, schmutziger Kot. Alles schien ihr nur ein böser Traum zu sein, der sich aber bald als Wort, hörte nur, was die Mutter erzählte. traurige Wirklichkeit entpuppte. Tagelang schon hatte er sich auf ein solches Beisammensein mit ihr gefreut, jetzt fonnte er seine Freude nicht restlos genießen. Ein dumpfes Gefühl, eine Angst, die ihm fast die Stehle zus schnürte, stieg in ihm auf. Roch einen Tag blieb Die Mutter hier, dann mußte fie wieder heim. Franzl erschrat bei diesem Gedanken. Wieder allein bleiben, einsam, ohne Freund. Fast hätte Franzl geweint. Jenny hatte taum das Reisekleid abgelegt, als sie schon zum Telephon eilte. Das Hotel meldete sich. Der Portier rief Rurt Bacher zum Apparat. Er fam. Jenny Sprach mit ihm. Am Nachmittag wird er sie befuchen. Es läutete. Das Mädchen öffnete, Ein fur zes Slopfen Sturt stand im Zimmer. Jenny sprang auf, eilte auf ihn zu, streckte ihm beide Hände entgegen. Ohne ein Wort zu fagen. Im Gegenteil, im Gegenteil," lachte sie, das schönste Kleid wäre ihr gerade recht für die sen Att der Befreiung. Auch Kurt fand keine Worte der Begrüstet, Bung. Stumm hielt er ihr seine Hände hin, fie legte die ihren hinein und ihr ganzer Leib bebte bei dieser Berührung. ,, Rurt," stammelte sie ,,, Sturt, ich..." Die Tür wurde geöffnet und Erna lam ins Zimmer. Erschrocken blickte sie den fremden zer: Mann an, der ihre Mutter hielt, als wollte er sie festhalten und überhaupt nicht mehr loslassen. Wollte er ihr vielleicht etwas antun? Jenny hatte die Tür gehen gehört und schaute sich erschroden um. Erna tam furchtsam näher, immer den Blick auf Kurt gerichtet, als wollte sie jede seiner Bewegungen verfolgen, um eine drohende Gefahr rechtzeitig wahrnehmen zu können. Kennst du denn nicht mehr deinen Onkel Kurt?" begrüßte Kurt die Kleine und bemerkte, wie das Kind bei den Worten Onkel Kurt" zutraulicher wurde und der ängstliche Ausdrud aus feinen Augen verschwand. ,, Du bist der Onkel Kurt, von dem mir die Mutti so viel erzählt hat?" Ja, Kleine, dieser Onkel Kurt bin ich, erJenny war an diesem Tage nervöser als innerst du dich denn gar nicht mehr an ihn," je zuvor. Der Aufenthalt in Abazzia war für und er schaute dabei Jenny an, deren Wangen Am Nachmittag ging die Mutter mit ihm fie nichts weniger als eine Erholung gewesen. fich mit einem leichten Rot bededten. Gegen 8 Uhr abends rief Jenny Sturt im in ein großes Geschäft. Franzl probierte dort Tag und Nacht hatte sie ein und derselbe Geviele Anzüge und besonders einer davon gefiel banke berfolgt, nein, nicht einer, unzählige waren Hotel an, leise lachend, als täte sie etwas Ver ihm. Er fonnte es gar nicht fassen, daß dieser es, die sie Furien gleich feine Rube fin- botenes. Erna schlafe schon, fie sei allein und Anzug jetzt ihm gehöre, als er ihn schon schön ben ließen, fie wie ein geheztes Wild vor sich wolle den schon sichtbaren Spuren von Lebensberpackt nach Hause trug. Diesen Anzug hatte berjagten und mit teuflischer Frage zu erwarten überdruß entwischen. Ob Kurt mit ihr nicht ein that die Muter getauft, Warum nur? Ms er fchienen, bis sie ermattet zusammenfinden werde. wenig ausgeben wolle, Er antwortete, dağ er von Du sprichst wie eine Frau, die darauf war erlöst zu werden." Werde ich auch", flang es zurüd. " Und was bekomme ich dafür?" Tust du es nicht aus Jdealismus?" Nein, den überlasse ich anderen." Sie lachte und fragte mit gespieltem Seufs Was berlangst du!" Ich verlange... ja, was verlangt man einer so schönen Frau, wie du bist. Seien wir bescheiden: einen Ruß." Ich sehe, ich komme billig fort." „ Aber die Länge des Kusses bestimmt der Empfänger." ,, Nein, Kurt " " Ja, Jenny", antwortete er beluftigt. " Ich breche das Gespräch ab." ,, Und ich befreie dich heute abend." " " Gut", sagte sie. Auf Wiedersehen." Sturt wartete bereits im Salon. Endlich lam Jenny. Sie war schon im Abendmantel. Das Zari hielt vor der Tür. Es sei- Jenny fah ihm in die Augen hobe Zeit und der Weg noch weit. In der Tür blieb sie stehen und fah Kurt hübsch siehst du im Frad aus", warf fic an; hin. Und du?", fragte er lachend. Das wirst du ja heute noch sehen", ant wortete sie schon in der Diele. Tür Sie nidte dem Mädchen zu, das ihr die öffnete, und ſten in den Wagen. ( Fortjepung folgt.) Nr. 273. Dienstag, 24. November 1931. 1801 Das ist der„ nationale Sozialismus." Die Razis mobilifieren den Unternehmerterror gegen die Arbeiter. Im Dritten Reich ist nur Platz für Gesinnungslumpen und Knechtseelen. Der deutschen Arbeit wollen wir Den Weg zur Freiheit bahnen." Ein Seite 3 Ein Achtzigjähriger. In der kleinen Industriegemeinde Krischwi a. E. lebt, in der weiteren Oeffentlichkeit wenig bekannt, dafür aber von den Genossen und der ganzen Ortsbevölkerung geachtet und werden wir geeignete Maßnahmen er- geehrt, unser Genosse Franz Dörre. Er feiert greifen, um zu unserem Biele zu gelangen. Herr heute seinen achtzigsten Geburtstag.. Bürgermeister, in mein Haus tomint tein Wir freuen uns, feststellen zu können, daß man roter asabteser mehr Jch schmeiße ihn raus, denn ich weiß nicht, ob es nicht auch einen Revolver bei sich trägt und auch vollendeter Tat erflärt, Herr Böhmker har mich angegriffen und ich befand mich in Notwehr!" gesundheit unentbehrliche Weiterentwicklung bestehen, sondern in einer den Forderungen der Wissenschaft und sozialen Gerechtigkeit entspre chenden Rationalisierung. Wenn die Aerzte an diesem Werke mitarbeiten, dann wird auch für ihre wirtschaftlichen Bedürfnisse am besten geforgt sein. Gewiß, es ist erschütternd, wenn für eine im Elend lebende Arzttvitve gesammelt werden muß, freilich nicht trauriger, als wenn fity tausende, hungernder Arbeiterfrauen und So steht es in dem nationalsozialistischen Kinder ein Stüd Brot nur durch milde Spenden aufgebracht werden muß. Aber solche bar Arbeiterlied" und wie die Freiheit aussieht, die darbende Arztwitwen gab es auch schon vor Jahr die deutschen Arbeiter im britten Reich zu er zehnten, als noch gar feine Krantenfaffen be- warten haben, wird in diesen Tagen in der oldenburgischen Stadt Eutin zur Schau gestellt. standen; und es wird sie immer geben, so lange Wir haben bereits furz gemeldet, daß die dortigen die kapitalistische Gesellschaft das Recht des Menschen auf die Lebensnotwendigkeiten nicht Nazis ein probates Mittel zur Vernichtung" anerkennt; erst der Sozialismus wird solch des Marrismus entdeckt haben: Sie appellieren an bie national" gesinnten Unternehmer, daß sie die sozialdemokratischen Arbeiter in der Zeit der ärgsten Arbeitslosigkeit aufs Pflaster jezen. Der neueste tommunistische Schlager. Hunger und Unternehmerterror sollen die flaffenbewußten Arbeiter zermürben und Die Bezirksbehörde in Teplitz hat den reif machen für die kapitalistische SllavenGemeinden einen Nunderlaß zugesendet, der den plantage, genannt drittes Reich. Gemeindevorstehern aufträgt, eine ganze Reihe Zur ewigen Schande des Hakenkreuzes muß bon Kategorien aus der Ernährungsaktion des Die Hakenkreuzler bieten schon heute den Ministeriums für soziale Fürsorge auszuscheiben. der ganze Hergang des Lumpen streiches von Eutin auch der Arbeiteröffentlichkeit dieses Unternehmern dazu die Hand, ja, sie sind die Wie nicht anders zu erwarten war, hat sich Bandes unterbreitet werden. In dem Städtchen direkten Auftraggeber, die aufrechten Klassendie kommunistische, aber auch ein Teil der sonst hat der Naziterror unlängst zu blutigen Zu- bewußten Arbeiter aus den Betrieben herausüber die„ Verschwendungssucht" des Genossen Dr. Czech" entrüsteten bürgerlichen Presse auf find darüber empört, daß sich die sozialdemo- Schmaroßer, Speichellecker zu bringen. Nur jene Dr. Czech entrüsteten bürgerlichen Presse auf fammenstößen geführt. Die dortigen Sitlerbuben zuwerfen und an ihre Stelle Knechticelen, diesen Erlaß gestürzt, um daraus abzuleiten, daß tratische Arbeiterschaft auch durch Gewalt- Arbeiter und Angestellten, die für einen SchundGenosse Dr. Czech die Ernährungsaktion ab- methoden nicht einschüchtern läßt. Sie beriefen lohn nicht nur ihre Arbeitskraft, sondern auch eine Versammlung ein, wo der Eutiner Haken- ihre Menschenwürde, Charakter und Gesinnung empörendes Unrecht beseitigen. bauen will. A. H. der Der Sozialist" Böhmler hat die bürgerliche Schützenhilfe nicht umsonst ongerufen. Schon am nächsten Tage wurde der„ rote Gasableser" und Reichsbannermann Siebentur von Gemeinde fristlos entlassen und mit den Ente lassungen von sozialdemokratischen Arbeitern auch in Privatbetrieben begonnen. Aus diesen Borgängen tann sich die Arbeiterschaft ein Bild von den Segnungen des dritten Reiches machen. So sieht die deutsche Freiheit" aus, die die Nazi der deutschen Arbeit bringen wollen. Demgegenüber stellen wir einfach fest, daß treuzführer Böhmer zuerst ein Verbot des verkaufen, werden im Hitlerparadies ein Recht weder Genosse Czech, noch auch das Fürsorge Reichsbanners forderte. Daran tnüpfte er den zum Leben haben. Diese Aussicht wird aber nur unserem Genossen Franz Dörre sein Alter ministerium mit der ganzen Sache überhaupt Appell an die bürgerlichen Scharfmacher der dazu beitragen, in der sozialdemokratischen nicht anmerkt. Er kann noch ganz gut für einen etwas zu tun haben. Das Fürsorgeministerium Stadt, die Arbeiter mit der unger peitsche Arbeiterschaft den Abwehrwillen gegen die braune noch recht rüstigen Sechziger gehalten werden, hat von dem Erlag erst aus den Zeitungs in das Lager des Hitlerfascismus zu treiben. Pest zu stärten. und er selber denkt gar nicht daran, sich alt zu Aus unserer Perspektive gesehen, sind die fühlen, er geht heute noch seinem Berufe nach nachrichten Kenntnis erhalten. Es hat diesen Aber es gibt noch ein greites Mittel" Erlag weder veranlagt, noch auch bei seiner so fuhr Böhmter fortum diesem Terror von Eutiner Vorgänge eine treffliche Illustration zu und nimmt bei voller geistiger Frische und mit Verfassung oder Herausgabe auch nur im ent- links zu steuern, und hier richte ich einige den aufgeregten Tiraden des Herrn Strebs über bewundernswerter Regsamkeit an dem politifernteften mitgewirkt. Es hat nie Weisungen Worte an die nationalen Arbeit die Verfolgung" seiner Partei durch die tschecho- schen und Parteileben den lebhaftesten Anteil. jener Art, wie sie in dem Erlasse der Teplizer geber. Ich erkläre es hier als eine Unmöglich slowakischen Behörden. Wir halten nach wie vor schen und Parteileben den lebhaftesten Anteil. Gen. Dörre ist ein echter Proleta Bezirksbehörde enthalten sind, erlassen und trägt teit, daß nationale Arbeitgeber und Mitglieber jedes Versammlungsverbot für eine Dummheit rier: 1851 als Kind einer Proletarierfamilie weder für den Inhalt, noch für die Form, weber des' Stahlhelms noch toeiter Marristen in und für eine unfreiwillige Reklame, aber wir geboren, erlernte er, der Volksschule entwachsen, für den gesamten Erlag, noch für seine Einzelihren Diensten beschäftigen, während fragen: beiten auch nur die leiseste Verantwortung. Es hunderte SA.- Beute erwerbslos find. Die genügt, einfach festzustellen, daß die BezirksMargiften müßten fofort entlassen behörden nicht dem Fürsorgeminifterium, sondern werden oder aber eine schriftliche Erklärung dem Ministerium des Innern unterstellt sind. abgeben, daß fie nicht mehr dem Reichsbanner Mit einent Worte: Nur politische Aasgeier und und der SPD. angehören. Erfüllen die Arbeit Brunnenvergifter verfügen über den traurigen geber unsere Forderungen nicht, so begeben sie Mut und die freche Stirn, dem Genossen Dr. erneut schweren Berrat an der nationalen BeCzech derartiges anzudichten. freiung. Wir fordern von der Stadtverwal tung echtung und Ausschluß aller Reichsbanner und SPD.- Mitglieder aus der städtischen Lebensgemeinichaft. Mitglieder dieser Mordorganisation dürfen von wirklichen Deutschen nicht mehr gegrüßt werden. Ergreift die Stadt keine Maß nahmen, um diese Forderungen zu erfüllen, so Mit welcher Tüde die Kommunisten ihren Maffenbetrug betreiben und wie sehr sie dabei auf die Dummheit ihrer Leserschaft und ihres Gefolges spekulieren, geht schon aus der Behauptung des„ Borwärts" hervor, daß sich das Rundschreiben des Bezirkshauptmannes direkt auf die Richtlinien des Ministeriums für foziale Fürsorge bezieht. Es ist also in diesem Falle unmöglich, daß von Seite der sozialdemo tratischen Führer wiederum erklärt wird, daß das Ministerium für soziale Fürsorge btv. Herr Dr. Czech bon biefen Dingen nichts weiß oder für sie nicht verantwortlich ist. Diesmal ist im Rundschreiben des Bezirkshauptmannes die Quelle direkt angegeben, da fann es keine Ausflüchte geben." Nun besehen wir uns einmal die Quelle näher, auf die sich die Kommunisten berufen. Im Erlaß, den der Vorwärts" unvorsichtiger weise im Wortlaut abbrudt, steht nämlich etwas ganz anderes. Es heißt dort: Bei der Stontrollierung der Meldungen über die Arbeitslosen wurde sichergestellt, daß bei der Berteilung der Lebensmittelbarten für die staat liche Ernährungsaktion nicht immer nach den Richtlinien des Ministeriums für soziale Fürsorge Instruktion Bahl 8528/ 111- E- 1930) vorgegangen Intompatibilitätsausschuß wird einberufen. in den Jahren 1864 bis 1868 in Tetschen das Wie würde die Freiheit des deutschen Zimmermannshandwerk. Vom Jahre 1877 bis Arbeiters in einem von Krebs und Jung 1908, also durch volle 31 Jahre, war er in der beherrschten Sudetendeutschland aussehen? Majolikafabrik der Firma Schiller in OberWelche Versammlungs- und Redefreiheit die grund a. E. beschäftigt. Im Jahre 1911 trat er Satentreuglern ihren Gegnern laffen, beweist am bei der Firma Stöhr in Neschwitz in Arbesten die Praxis der Herren Frid und beit, wo er heute noch in Beschäftigung steht. Er Se lagge als Innenminister. Staatsterror und hat somit in 51 Jahren nur bei zwei Firmen Unternehmerterror möchten diese Freiheits- gearbeitet und von seinem langen Leben gehö helben" überall gegen die aufrechten Arbeits- ren 66 Jahre der Arbeit, das ist mehr als ein menschen mobilisieren. Menschenalter. Wo immer sich hierzulande die Hakentreugler erfrechen, ihre deutsche Freiheit" den Arbeitern anzupreisen, soll ihnen die Eutiner Schandtat um die Ohren geschlagen werden, daß fie alle Engel des dritten Reiches fingen hören. Eisenbahner- Protestversammlung in Prag So unermüdlich Genosse Dörre in seiner Berufsarbeit ist, so tätig war er im Organisationsleben. Im Jahre 1896, also noch zur Zeit des Kurienwahlrechtes, wurde er in die Gemeindevertretung gewählt, der er bis zum Jahre 1920 angehörte. Eine zeitlang bekleidete er auch das Amt eines Ortsschulinspektors. Im Jahre 1897 errichtete er in Krischwitz die Lokalorganisation der Partei, deren erster Vertrauensmann er wurde, der er Paris, 23. November. Heute nachmittags wegen kommunistischer Störungsversuche mit Leib und Seele angehört und in der der befagte sich das Kammerpräsidium neuerdings polizeilich aufgelöst. Rat und die Meinung des alten Genossen bis mit der vom Abg. Hoda& aufgeworfenen Frage Der Zentralausschuß der Eisenbahner- zum heutigen Tage gerne gehört und beachtet der Bereinbarkeit des Abgeordnetenmandates mit Bertrauensmänner, in welchem alle wird. Wenn auch der Name und das Wirken under Mitgliedschaft im Verwaltungsrat einer Organisationen vertreten sind, hatte für gestern Versicherungsgesellschaft. Das Präsidiunt faßte abends in der Prager Produktenbörse eine feres Jubilars über die Grenzen seiner engeren nach mehrstündiger Beratung den Beschluß, daß Protest kundgebung gegen die Kürzung Heimat hinaus wenig bekannt ist, so verkörpert der Inkompatibilitätsausschuß grundsäglich für des 13. Monatsgehaltes einberufen. Es sich in ihm gleichwohl ein Stüd der Parteige alle Abgeordneten, die Verwaltungsratsstellen bei Versicherungen oder Banken bekleiden, die sollte dort Bericht erstattet werden über die Ver- schichte des Bezirkes Tetschen- Bodenbach. Ihm Frage der Vereinbarkeit mit dem Abgeordneten- handlungen mit dem Eisenbahnminister. war es trop mancherlei, auch schlimmer ErfahIn die massenhaft besuchte Versammlung tungen, gegönnt gewesen, das Entstehen und mandat überprüfen solle. Die Detail- Fragen, die tam auch auch eine Gruppe von ungefähr 50 Werden der sozialdemokratischen Bewegung dieKommunisten der Ausschuh beantworten soll, werden in einer alles andere als Eisenbahner fes Bezirkes von den Kleinsten Anfängen an neuen Präsidializung erst noch genau formuliert welche sich von Anfang an bemühte, die Ver- mit zu ecleben, zu fördern und zu gestalten. In der langen Zeit seines Lebens hat sich werden. sammlung zu sprengen. Damit hatten sie zwar bei den Eisenbahnern fein Glück, es gelang das Bild der Welt gewaltig geändert. Der rechtihnen jedoch, nachdem sich der Vorsitzende ver lose, verachtete und gehetzte Arbeiter hat sich geblich bemüht hatte, sie zur Ruhe zu bringen, weitgehende politische und soziale Rechte er ohne die Ordner einschreiten zu lassen, durch fämpft. Die sozialistische Gedankenwelt um ständiges är men den Polizeikommissär zu spannt den ganzen Erbkreis. Was sich ihr entVerteidigungsminister Viskovsky hielt veranlassen, die Versammlung aufzulösen, bevor gegenstellte, ist im Verfall begriffen und der denen sie weiter durchgeführt werden wird. Sonntag bei Tabor vor seinen Wählern eine der zweite Referent seine Rede beginnen tonnte. Sozialismus schickt sich an, die Welt zu erobern. Unserem Jubilar war es gegönnt, diese Dieser Erlaß vom Jahre 1930 ist also feines Rede über die gegenwärtige politische und wirt- Da die kommunistischen Bemühungen, einen wegs die Quelle" für die Aktion des Bezirks- fchaftliche Lage, in der er u. a. erklärte, daß Teil der Versammlung mitzureißen, ohne den Entwicklung vom Anfang an mitzuerleben und hauptmannes von Teplitz Schönau vom Nonicht das Ausland, sondern die Wiederherstellung geringsten Eindruck blieben, ist der einzige Er- an ihr mittätig zu sein. Der gewaltige Aufstieg, des Gleichgewichtes zwischer der heimischen folg, den sie buchen können, der, eine Kund- den unsere Partei und die ganze Arbeiterklasse Gegenteil dessen, was der Vorwärts" tonſtru Broduktion und dem heimischen Markt die gebung der Gewerkschaften veru verzeichnen hat, mag ihm der schönste Lohn für seine Treue, seine Mitarbeit und seine Ausieren will, aus dem Erlaß hervor. Gerade die Frage der Arbeitsbeschaffung einer Lösung zu- eitelt zu haben. dauer sein. führen werde. Wir werden, erklärt er, vor allem Indem wir ihm zu seinen achtzigsten Ge anderes zitieren fann, als jenen alten längst wirtschaftlich vorgehen, uns ein strenges Gegen die Kürzung der Weihnachts- burtstag unsere besten und herzlichsten Wünsche bekannten und wiederholt abgedruckten Erlaß, Regime auferlegen und den ganzen zulage. entgegenbringen, sprechen wir die Hoffnung aus, beweist für jeden anständigen Menschen, staatlichen Apparat zur Arbeit organisieren müsnatürlich die fommunistischen Stribler wird." Die Jahreszahl 1930 widerlegt bie fommu nistischen Behauptungen schlagend. Es handelt sich ganz einfach um Richtlinien, nach denen die Ernährungsaktion feit September bori gen Jahres durchgeführt wird und nach denen Rüdbildung zum Agrarstaat? Viškovsky über die wirtschaftliche Umgruppierung. Angestellten. Der Verband der öffentlichen Angestellten, von der Sit Reichenberg, hat in seiner Sizung am 20. meilen! längst schon nicht mehr zählen, daß das Mini- len, um nicht Schlimmeres zu gewärtigen. Wirt- Stellungnahme des Verbandes der öffentlichen bild, noch recht lange in unserer Mitte zu verfterium für soziale Fürsorge in diesem Falle schaftlich zeige fich tatsächlich eine Entwidüberhaupt feine Weifung und insbesondere nicht lung nach rechts; so bezeichne er die wirt die ihm unterschobene herausgegeben hat. Während für die Auslandspropaganda, Midie Krise im Traumte ein, den unerhörten Uebergriff des in dieser Richtung in der letzten Zeit in aller Stellung genommen, daß die Regierung beab- noch verschärft würde. Die Staats- und öffentTeplizer Bezirkshauptmannes rgendwie decken Stille eine große Wendung, ja direkt einen Um sichtigt, das Gesetz über den Weihnachtsbeitrag lichen Angestellten empfinden die Beseitigung oder gar verteidigen zu wollen. Was zur Brand- sturz durchgeführt, dessen sich viele in seiner der Staatsangestellten abzuändern und damit des Weihnachtsbeitrages als arge Zurückseyung, Tragweite bisher noch nicht bewußt seien. den. wird borgelehrt und dem Herrn begloba ficher Das Aktivsaldo unseres industriellen Exportes ſtellten um die Weihnachtszulage zu bringen. Es fteuerabzüge für diese Zulage sich gefallen lassen nicht geschenkt werden. Das aber vermag den vermindere sich in der letzten Zeit sehr fühlbar, wurde mit großem Bedauern festgestellt, daß mußten. neuesten Streich ber Kommunisten nicht zu be- dafür vermindere sich aber auch das Paſſivfaldo wenige Tage vor dem Zeitpunkte, zu welchem Ichönigen, die wieder einmal tüchtig daneben unserer Landwirtschaft. Eines sei sicher, daß wir nach dem Geseze der Weihnachtsbeitrag ausge- litarismus und Subventionen Milliarden ausgeschossen baben. Wenn die Kommunisten sich nach der Krise viele Industrien über zahlt werden soll, die Staats- und öffentlichen gegeben wurden, wurden diese Milliarden im beagen, daß wir ibre immer aufs Neue aufbaupt nicht mehr vorfinden oder fie Angestellten um jene Weihnachtsbeihilfe gebracht Laufe der Jahre an den Staats- und öffenttauchenden Phantasien von einer bevorstehenden teilweise liquidieren werden, und daß sich in werden sollen, auf die sie das ganze Jahr über lichen Angestellten erspart, weil man ihnen die Droffelung oder Einstellung der Ernährungs- unserem Staate zur Erhaltung feines wirtschaft- getvartet haben und mit der jeder Staats- und Valorisierung ihrer Gehälter gegenüber dem aktion durch den Genoffen Czech als„ Wahl- lichen Gleichgewichtes die intensivierte Landwirt öffentliche Angestellte gerechnet hat. Im Expreß- Borkriegseinkommen immer vorzuenthalten verichurterei" bezeichnet haben, so müssen wir schon schaft und die landwirtschaftliche Industrie wer- tempo sollen die Staats- und öffentlichen Ange- ſtand. An den Folgen leiden nun Volk und herabeherans jagen, daß diesmal nicht nur eine den ergänzen müssen. Hierin werde unsere Inſtellten unt eine der jüngsten Errungenschaften Staat. Wir warnen und protestieren gegen ichäSchurkerei, fondern eine groß angelegte Be- duſtrie einen Ersatz für die verlorenen Ausgebracht werden. Alle beabsichtigten Einfäufe digende Maßnahmen, die nicht nur die öffentund Anschaffungen müßten beiseite gelaffen wer- lichen Angestellten, sondern die ganze Bevölke trugerei vorliegt, deren eben nur die Stommu landsmärkte finden.. nisten fähig sind. den, so daß auch die Kaufmannschaft durch ge- rung treffen muß. Bette 4 Tagesneuigkeiten 42 Todesopfer Batermord im Egerland. ret modo asi Dienstag, 24. November 1931. Rr. 273. Vom Rundfunk Mittwoch: gendes über die Arbeitslosigkeit in Forderungen aufzurufen. In vierzig Jahren Rußland zu lesen: Kampf haben auch die Handelsangestellten ,, Ueber die Ursachen des Arbeitermangels manches erreicht. Sonntagsruhe, Ladensperre, Empfehlenswertes aus den Programme. geht man aber bei solchen Berichten auch gern Urlaub, Kündigungsschuß, Altersversorgung hinweg. Die meisten Arbeiter sind nämlich un- das sind die wichtigsten Etappen auf dem zurüd Prag: 11: Schallplatten. 14.10: Schallplatter bes Grubenunglücks in Bentley. terwegs auf der Flucht vor der Fa gelegten Wege. Es ist das Verdienst der Wiener 18.25: Deutsche Sendung: Schol;: Märchen Doncaster, 22. November. Das furcht Suche nach einer bequemeren ä- Methoden entwickelt zu haben und die Organi Breg: britbeschäftigung, da sie stets auf der andelsangestellten, erfolgreiche gewerkschaftliche vorlesung. Arbeitersendung: E. Strnad, Der Arbeiter Wintertourist. bare Grubenunglück in Bentley hat bis jest 42 tigkeit sind und zahllose Tage damit fationen der Angestellten auch in der Tschecho- 19.05: Erotische Muftf. 19.20: Der Mantel". Todesopfer gefordert. Jede Hoffnung, die fünf verbummeln... Der große Plan, die slowakei bekennen sich gerne dazu, daß sie die Schauspiel von Gogol. 20.10: Stonzert. Brünn: noch eingeschlossenen Bergarbeiter zu befreien, Bergiftung jeder Initiative durch härtesten Schüler des Wiener Zentralvereins der lauf- 12.35: Orcheſterfongert. 14: Schallplatten. 18.25: mußte aufgegeben werden. Kadavergehorsam, die wundervolle Faul- männischen Angestellten sind. Deutsche Sendung: Zinnburg: Wirtschaftsheit und der Hang zum Wodka fressen Die deutsche Landeskommission für Kinder- fämpfe der Arbeiter in Brünn. 20.10: Orchesterfich gegenseitig auf." schuß und Jugendfürsorge in Böhnt en hält fongert. Breßburg: 15: Orchesterkonzert. 20.10: Eger, 23. November. Samstag gegen 21 beitsbeschaffung ist in den Stöpfen der deutschen am 18. und 19. Juni 1932 in Prag ab. bändler", Operette von Zeller. Also das schwierige Problem der Ar- ihren nächsten ordentlichen Vertretertag Mandolinentongert. Berlin: 16.05: Der VogelUhr fam es in Heinrichsgrün bei Rothau Sederherren sehr einfach gelöst: Die meisten zwischen dem 66jährigen Landwirt Arbeiter" sind einfach zu faul zur Arbeit! Vinzenz Rödig und seiner 27jährigen Sie drücken sich vor der Fabrik: Sie suchen Tochter zu einer Auseinandersetzung, wobei nach einer„ bequemeren Tätigkeit"! Sie glauben der Bauer seine Tochter beschimpfte also vielleicht, man fönnte den Schraubstock mit und mishandelte. Das Mädchen griff einem Klubséssel vertauschen! Dabei verbum in ihrer Verzweiflung zu einer Sademeln" sie zahllose Tage! Faulenzen wundervoll und tötete durch einen Schlag auf den Hinter die ganze Zeit hindurch, fressen und saufen kopf ihren Vater, der bald darauf starb. Das Bodła nach Herzensluft! Mädchen wurde von der Gendarmerie verhaftet und dem Kreisgerichte in Eger eingeliefert. Autounglück bei Raudnik. Kein Wunder, daß den Leuten Herr Adolf Hitler ganz aus der Seele zu reden vermag. 0 eine München: 20.20: Der Liebestran!", Oper von Donizetti. Bien: 19.35: Sinfoniekonzert. 22.15: Tanzmusif. Mostau: 19.20: Rongert. Bitamin D. Nach vierjähriger Arbeit gelang dem Göttinger Professor Adolf Windaus min 2" in reinem tristallisierten Zustande. Das die erſtellung des Anti- Rachitikums„ BitaBitamin ist überaus wichtig zur Bekämpfung der englischen Krankheit. Entführt oder geflohen? Petit Parifien" meldet aus Bukarest, daß vor drei Tagen die bekannte Rabarettfängerin Rose Amy, die fich gerade auf einer Tournee in Rumänien befand, purlos verschwunden ist. Bis her weiß man noch nicht, ob es sich um Entführung, ein Verbrechen oder eine ein fache Flucht handelt. Verdächtig ist aber, daß 3 gleich mit Rose Amy auch alle ihre Juwelen, D die fie bei sich hatte und die einen Wert von mindestens zwei Millionen Franken besaßen, verschwunden sind. Eine ungefährliche Höllenmaschine. In der ,, Wir haben Hunger!" Sonntag mittags Budapester jugoslawischen Gesandtschaft erschien Die Lufitania" wird gesucht. Wie„ Chicago dieser Tage ein Mann, der sich Marko Simic versammelte sich am Freiheitsplatz in ten Tribune" meldet, hat sich in New York nannie und eine Höllenmaschine übergab, Ein Toter, vier Schwerverleßte. eine Gruppe Arbeitsloser, die sich zu einem eine Gesellschaft gebildet, die an Am Sonntag, gegen 6 Uhr abends, fuhr am Bug formierten und über die Ringstraße zum Nachforschungen vornehmen will, wo während nach der jugoslawischen Gemeinde Nas Kagniži der Stelle wobei er mitteilte, er habe sie mit vier Bomben Autobus der Firma Toist aus Turn, Bezirk Parlamentsgebäude zogen. Die Demonstranten, des Krieges der amerikanische Riefendampfer bringen und einem gewissen Seletkovic übergeben, Teplit- Schönau, auf der Staatsstraße von Brag die eine Kinder mitführten, oder auf Lusitania" von der deutschen Marine versenkt follen. Die Bomben seien von gegen Teplitz. In dem Wagen befanden sich zehn den Armen trugen, riefen immer wieder„ Wir wurde. Bei den Bergungsarbeiten wird eine Babie, dem Mörder des Direktors der„ Novosti". bis zwölf Personen, die von einem Fußballspiel haben Sunger! Gebt uns Arbeit: Selft neue Tauchervorrichtung angewendet Toni Schleg I, in Oesterreich verfertigt worden. einem gewissen aus Brag famen und zum größten Teil in wenigstens unseren Kindern!". Unter großem verden. Teplig wohnen. Hinter Raudnik im Gebiete der Aufsehen schritt die Polizei ein und es gefang Babie lebe derzeit unter dem Namen Wagner in Katastralgemeinde Racinoves stieß der Autobus ihr, die Demonstranten in Güte zu zerstreuen.( Nordkarolina) ereignete sich bei der Eröffnungs- ten angeblich zu einem Attentate verwendet Todessturz beim Festflug. In New Bern der Gemeinde Naš Kagniži. Die Bomben sollmit einem Lastwagen zusammen. Der Lenker des Lastwagens fuhr offenbar zu nahe an den Auto- allerlei falschen Angaben hat sich in der ber der Flieger, die an dem Festdefilé teilnahmen, haben die ungarischen Sachverständigen jedoch Warnung vor einem Schwindler. Unter feier des neuen Flugplages ein Unglüd. Einer werden. Bei der durchgeführten Ueberprüfung hus heran, streifte den Autobus und riß die rechte gangenen Woche in Kreisen der Naturfreunde ein der Leutnant des Fliegertorps der Vereinigten festgestellt, daß die Maschine feinen Explo Wagenfeite und mit ihr fünf Persoren, die auf Wann einzuschleichen gewußt. Es ist ihm schließ Staaten, Nott, stürzte aus einer Höhe von 200 ivstoff enthielt, ferner daß die darin befind dieser Seite saßen, weg. Der Autobus fuhr noch lich gelungen, im Touristenverein„ Die Naturein Stück weiter, bevor der Chauffeur, Herr Toist, freunde", Ortsgruppe Tetfchen a. C., eine Fuß ab, wobei das Flugzeug vollständig zer liche Wederuhr- Einrichtung überhaupt nicht geibn zum stehen brachte. Bei dem Zusammenstoß Mitgliedskarte zu erlangen. Dieselbe ist auf den trümmert und der Flieger getötet wurde. eiguet war, irgend welche Explosionsstoffe zur wurden die fünf Personen, die auf der geramm Namen Mar eilert aus Laube bet Leute ohne Sorgen. Sonntag abend wurde Explosion zu bringen. Die ungarischen Behörden ten Seite faßen, auf die Straße geschleudert, Ietsch en a. d. E. ausgestellt. Der Betreffende eine Stabel- Schachpartie in Paris zwischen haben zur Feststellung der Herkunft der Maschine wobei der in Weiskirchliß wohnende, 39 Jahre wird jedenfalls versuchen, mittels dieser Mit dem Britischen Schachklub in Paris und dem eine strenge Untersuchung eingeleitet. alte Seuhändler Anton Reif sofort getötet und gliedskarte persönliche Vorteile zu er Manhattan- Schachklub in New- York ausge Nazi Prazis. Intendant Otto Wilhelm die Fahrgäste Otto Wunder aus Eichwald, die Fahrgäste Otto Wunder aus Eichwald, fangen. Gegebenenfalls wird ersucht, die Legi tragen. Die Partie endete nach 31 Zügen mit Lange vom nationalsozialistischen„ Deutschen Rudolf Siegmund ebenfalls aus Eichwald, timation mit den anderen Dokumenten zu ver- der Aufgabe des Pariser Klubs. Weltmeister Nationaltheater" in Berlin hat den Schauspieler der Beamte Siete aus Teplit und ein Fräulein gleichen und den Schwindler mit der Polizei Aljechin war im Pariser Klub anwesend, um Leopold Biberti entlassen. Biberti, der in dem Höfer sehr schwer verlegt wurden. Reif hat bekanntzumachen.( Um Nachdruck wird gebeten!) nach eventuellen 60 Zügen zu entscheiden, wem von Lange aufgeführten nationalsozialistischen schwere Verlegungen am Kopf erlitten, die den Einer, der sich der Universität schämt. Ge- der Sieg gebühre. Der Partie sah in Paris eine Propagandaftüd eine Hauptrolle spielte, hatte sofortigen Tod zur Folge hatten. Die Berlebten noffe Fris Brügel schreibt der Wiener Ar- Menge von Zuschauern zu. Jeder Zug loftete sich über die nationalsozialistischen Propaganda wurden mit einem Sanitätsauto in das Raud beiterzeitung: Die letzten Hochschultrawalle fo- 15 Francs. niger Krankenhaus gebracht. Die übrigen wie ein Besuch des luiversitätsgebäudes haben reden beschwert, die von den Naziabgeordneten Lindberghs Riesenwasserflugzeug. Somntga Goebbels und Hinkler vor Beginn der Auffühsassen des Autobus blieben unverletzt. Das Last- mich bewogen, den nachstehenden Brief an den lande in Baranquilla( Columbia) das rung im Theater gehalten worden waren. Biauto gehört der Firma Pokorný aus Prag. Rektor der Wiener Universität zu schreiben und vom Oberst Lindbergh geführte amerikanische berti wies darauf hin, daß den Schauspielern bei ihm mein zerrissenes Doftordiplom zu über- Riesenwasserflugzeug American Clipper", Beginn ihres Engagements gesagt worden wäre, fenden: das sich auf seinem ersten Fluge über das Kadaß das Theater zwar national eingestellt, Eure Magnifizenz! taibische Meer befindet. Von Baranquilla aber überparteilich sei. Lange erwiderte, daß das Als Kandidat der Philosophie habe ich bei bis zum Endziel Cristobal übernimmt die Füh- Theater jetzt diese Ueberparteilichkeit aufgegeben meiner Promotion das Gelöbnis abgelegt, das rung des Riesenwafferflugzeuges ein anderer habe und von der Nationalsozialistischen Bartei den Doktoren meiner Fakultät vorschreibt, in der Pilot. abhängig fei. uncigennügigen Bemühung für die Wahrheit Die blutigen Zusammenstöße in Neumünster. Bestochene Journalisten? Ein nicht zu erlahmen und danach zu streben, daß ihr Die Angelegenheit wurde der Staatsanwaltschaft Abendblatt behauptet, daß nach dem Zusammen Licht, in dem das Heil des Menschengeschlechtes abgegeben. Insgesamt sind gegen 23 Perio bruch der Desterreichischen Creditanstalt im Mai nen aftbefehle erlassen worden. Die dieses Jahres auf Veranlassung der Zeitung der beschloffen ist, nur unt so strahlender leuchte. Die legten Vorgänge an der Wiener Univer übrigen Festgenommenen sind wieder entlassen Bant an einige Zeitungsverlage und Journali jität haben mir, wenn ich dieses Beweises noch worden. Entgegen anderslautenden Mitteilungen ften 300.000 Schilling als Beruhigungs- und bedurft hätte, gezeigt, daß die Promotionsformel haben sich keine Anhaltspunkte dafür ergeben, Schweigegeld gezahlt worden seien. Die Standes jeden Sinn verloren hat; daß sich in den An- daß Reichsbannerangehörige an den Vorfällen organisationen der Wiener Journalisten sind schlagelasten, ungehindert vom Rektorat, eine beteiligt waren. Es steht zu erwarten, daß die bemüht, die Angelegenheit aufzuklären. Außer Gesinnung breitmacht, die weder mit den Ge- Angelegenheit bereits am nächsten Montag in dem beschäftigt sich die Staatsanwaltschaft mit sezen der österreichischen Republit, noch mit den Neumünster zur Verhandlung lommen wird; der Sache. Doktorgelöbnissen der einzelnen Fakultäten ver- während die Anklage gegen den kommuniEisenbahnunglüd. Aus Legington( Wissouri) einbar ist.ne ftischen Führer Weissig, der unter wird gemeldet: Ein Eisenbahnzug von 62 Wagent, Mordverdacht steht, vor dem Kieler der von einer landwirtschaftlichen Ausstellung in Ein Toter bei Karlsbad. Karlsbad, 23. November. Der 16jährige Eugen Geiger fuhr heute auf der Straße Chodau- Elbogen- Littmiß mit seinem Motorrad gegen ein Lastautomobil. Er wurde hiebei gegen das Lastauto geschleudert und erlitt eine fchwere Schädelverlegung, der er wenige Augenblice später erlag. Tein Mitfahrer blieb unverTezt. Geiger trägt au dem Unfall selbst die Schuld, weil er auf falschen Straßenseite fuhr. der Und Motorradunglück in Schlesien. Mähr.- Ostrau, 22. November. Gestern um 22 Uhr fuhr ein gewiffer Richard Kolenko mit seinem Motocykl von Troppau gegen das Hultschiner Ländchen. In Ludgerstal tam das Motocykl mit dem hinteren Rad ins Schleudern und stürzte um. Die mit Stolento mitfahrende Schwägerin, die 26jährige Marie Kolenlová, fiel mit dem Stopf auf einen Stein und wurde schwer verlegt, während Kolenko leichte Verlegungen erlitt. Marie Rolentová ist heute nachmittags im Krankenhause ihrer Kopfberlegung erlegen. 71 mur emem b 91 Schwurgericht verhandelt werden dürfte. Rektor und Senat mögen über diesen Zwiespalt hinwegkommen; ich fühle mich durch mein Gelöbnis verpflichtet, einer Universität, die alle Ritualmordheße. Vor dem Bezirksgericht in Gefeße der Humanität zwar in ihren Bromo- Berezne( Karpathorußland) wird zur Zeit, im tionsformeln führt, aber in Wahrheit für nichts dreizehnten Jahr der freien Republik, ein Proachtet, mein Diplom als Doktor der Philosophie zeß verhandelt, in dem sich der Staatsanwalt mit zerrissen zurückzugeben und zu ersuchen, meinen allen Mitteln darum bemüht, den Nachweis zu Ramen aus der Dottorenliste jener Institution, bringen, daß zwei Hausierer jüdischer Konfession, die sich Alma mater Vindobonensis Rudolfina Liebermann und Steinberger, an give: nennt, zu streichen. Ihnen, Herr Rektor, bleibt es überlassen, Ihre Haltung mit dem Gelöbnis, das Sie feiner zeit abgelegt haben, für vereinbar zu halten. = tener Kansas City Vieh nach Chicago brachte, entgleifte. Fünf Personen wurden getötet und mehrere verlegt. 3 wei Wagenladungen Bish famen unt Weftspiel in Sing- Siug. Sonntag fand im Sofe des New Yorker Gefängnisses Sing- Sing ein Rugby Match zwischen einer aus Berbrechern Das Jubiläum der Deutschen Technit Christenkindern das Verbrechen oder Vergehen bestehenden Mannschaft und einer Mannschaft der der schweren Körperbeschädigung durch Blutab- Polizeiwache statt. Die Polizisten siegten 18: 0. wurde Sonntag Vormittag durch eine Feier zapfung begangen haben. Eine eifrige Lehrerin Schiffszusammenstoß. Im Norboffeetanal. begangen, an welcher in Vertretung der Regiehatte die Anzeige erstattet, nicht minder eifrige tollidierte Sonntag abends das holländische rung die Minister Dr. Dérer, Dr. Czech und Dr. Spina, ferner Vertreter der Stadt 300 Hektoliter Rohöl in Flammen. Montag Kinder haben die Tat bestätigt, dann wurden sie Motorschiff Maraboo" mit den russischen Prag, der deutschen und tschechischen Hochmittags brach in der Mineralölraffinerie in M. vom Lehrer auf verschiedene Kleinigkeiten auf Dampfer Sibier". Das holländische Echiff ist geschulen der Tschechoslowakei, die Rektoren fast trau- Oderfurt ein Brand aus, der in einem merksam gemacht und hatten gestanden, daß man unten; die Besayung fonnte gerettet sämtlicher Hochschulen Deutschlands und Dester- mit 300 Hektoliter Roböl gefüllten Staffel der sie zur Beschuldigung verleitet hat und daß fie de werden. Die Sibier" wurde nur unbedeutend bereichs, der deutsche und österreichische GeDestillierabteilung entstanden war. Sic acht an Juden wicht gekannt hätten, daß sie sogenannten häbigt. Für Schiffe bis 8.1 Meter Tiefgara ift jandre in Prag und viele andere Gäste teil der Brandstelle eingetroffenen Feuerwehren Wunden" von Krahern herrührten. Die Gender Kanal weiterhin passierbar Sträflingsmenterei. Die Insaffen des Zivil nahmen. Der Festakt wurde mit der Mei- fonnten sich nur auf die Kühlung eines eisernen darmerie ging darauf sofort gegen den LehSchornsteins beschränken, der durch die Flammen rer vor, rozdem Zeugen die Angaben der Ju strafhauses in a Coruna( Spanien) meuterten, fterfinger" Ouvertüre und Fest prolog eingeleitet. Hierauf hielt Mini- glühend geworden war und zusammenzustürzen den bestätigten, daß sie niemals in den fraglichen da der Gefängnisverwalter ihre Beschwerden nicht fter Dr. Dérer eine Rede an die Versammel drobte; dadurch wurde die Gefahr der Entzündung Dörfern gewesen sind. Und dieses heitere Spie: berüdjichtigt hatte. Sie zertrümmerten die Fenster ten. Nach der Begrüßung durch den Rektor der einer nahen Zisterne und die weitere Ausbrei- findet dauernd seine Fortjehung: die Kinder be- und Türen ihrer Zellen und stifteten auch sonst be Deutschen Technif, Professor lauschef folgte tung des Feuers hintangehalten. Das Rohöl des tonen in den letzten Verhandlungen immer wieder deutenden materiellen Schaden. Die Menterer eine Anzahl von Begrüßungsanspra brennenden Kessels konnte zum Teil abgepumpt unter Tränen oder Lachen, daß sie die Juden wurden aber überwältigt und wieder in ihre Zellen chen. Am Nachmittag fand im Deutschen Hause werden, doch platte der Kessel, so daß das nicht fennen, sowie aber ein Zeuge diefe lächer- gebracht. Ein neuer Kandidat für den Golgen. In der ein Bankett statt. Der Festtag wurde durch reſtliche Del unter dem Kessel in Brand geriet lichen Angaben bestätigt und das so wahrscheineine Freischüß"- Aufführung im und die Löscharbeiten noch um einige Stunden liche Ritualvergeben wiederlegen könnte, tritt der Bankfirma Gorzo& Co., die sich in der sehr belebt Neuen Deutschen Theater abgeschlossen. hinauszog. Eine Gefahr der Ausbreitung des Staatsanwalt in Funktion und verfolgt ihn ten Betöfi- Straße in der inneren Stadt von Brandes droht zur Zeit nicht, doch befindet sich wegen vermeintlicher falscher Zeugenaussage, die Budapest befindet, erschienen Montag gegen noch eine Anzahl von Feuerwehrleuten an Ort Interessen der Republik auf diese Weise treff Mittag zwei junge Leute. Der eine blieb mit vorund Stelle. Unfall ereignete fich feiner. Die Ent- lich verteidigend. In einer Weltgegend, die nach gehaltenem Revolver bei der Tür stehen, der andere stehung des Brandes und die Höhe des entstan- der Ermordung von sieben Menschen eine An- sprang zur Rajja und entnabun daraus 2000 Bengö denen Schadens konnten bis je: noch nicht feft- Mage wegen Tötung von sieben Juden fabrizierie, Bargeld, worauf beide Räuber auf die Straße flüch wird diese Praris nicht wundern; warum aber teten, two ein Auto fie erwartete. Der Geschäfts gestellt werden. # Nicht nur in Rußland, sondern überall. Arbeitslose? Faulenzer! Es gibt eine Sorte von Menschen, die sich immer noch fein flares Bild von der Not der Arbeitslosen machen fann. Für sie ist der Ar- Vierzig Jahre Handelsangestelltenbewegung. das Justizminifterium nicht energisch dagegen führer der Bank sprang in eine Autobroschte und beitslose eben der Faulenzer, der die Arbeit Am Sonntag haben die Wiener Sandelsangestell auftritt, daß diese beschämende Romödie weiter verfolgte die Räuber. Das Auto der Räuber wurde scheut und das Leben verbummelt aus natür- len die Feier des vierzigjährigen Bestandes ihrer gedreht wird, bleibt ebenso unverständlich wie die bald eingeholt. Der eine von den Räubern, bei dem lichem Drang zur Faulheit und Untätigkeit. freigewerkschaftlichen Organisation gefeiert. Unter Auflagen, die in letzter Beit gegen Deutsche sich das Geld befand, wurde festgenommen; dem in anderen gelang es, su flühten. Die Jdentität des Zu dieser Menschenforte gehören sicherlich den schwierigsten Umständen begannen die wegen Schmähung der tschechischen Nation die Herren Lederindustriellen in Wiener Genossen Anfang der neunziger Jahre italienischen Bädern erhoben wurde und wo der Festgenommenen fonnte noch nicht festgestellt wer Deutschland; denn Bentralanzeiger für die rechtlosen Sandelsangestellten zu organisieren Staatsanwalt wegen bedingter Berurteilung und den; er kommt jedenfalls vor bas Stand gerigt Deutschlands Lederindustrie und Handel ist fol- und sie zum Kampfe um ihre lebenswichtigen su geringem Strafausmaß berufen hat! Nr. rrs. Dienstag, S4. November 1931. Seit« 8 Geriditssaal sich da- Er, 30 Tonnen. Wenn dieses neu« Teleskop wirklich di« angekündigte Stärke besitzt, so ist vielleicht eine neu« Aera für di« Astronomie angebrochen. Wenn diese 20 Meter lange gewaltige Röhr« auf daS Sternen- mehr gerichtet wird, werden dir Astronomen eine große Zahl neuer Sterne entdecken, di« bisher noch keines Menschen Auge gesehen hat. Wtr werden ein« Füll« neuen Materials erhalten über die Konstruktion des Weltalls, über die Kräfte, die hier wirksam sind, und vielleicht werden sich manche der bisher ungelösten Rätsel wenigstens teilweise entschleiern. ES ift ein« phantastische Vorstellung, daß daS älteste Licht, das die Astronomen mit diesem Fernrohr sehen werden, bereits vor 1700 Millionen Jahren den Stern verlassen hat, von dem«S kommt. Schon dies« Ziffer allein gibt unS, wenn auch kein« Vorstellung, so doch eine Ahnung von der Ewigkeit des Weltalls. Die Schwierigkeit ist vorläufig noch di« Aufstellung d«S Fernrohrs. Man will es nämlich auf einem geeigneten Berggipfel der Anden oder Kordilleren aüfftÄlen und da di« einzelnen Teile mehrere hundert Tonnen Gewicht besitzen, so ist«S selbst für did heutige Technik em Deutliches Problem, wie man ein solche- Fernrohr biS auf den schwer erreich- baren Berggipfel schafft. P. M. Bedeutend« archäologische Fand« sind neuerdings auf der In sei Samos und auf dem Gebiete deS alten Sp^na gemacht worden. 3» Samos hat der deutsche Leiter der Ausgrabungen, Professor Dr.- Fischer, die Ueberrest« einer prähistorischen Mauer gefunden, di« zu einer bis jetzt unbekannten Kulturstätte aus dem 7. Jahrhundert« v. Chr. stammt. Aus der gleichen Zeit stammen auch weitere Fund« wie ein« Hera-Statuett« aus dem Kretischen Kulturkreis und Rest« von einer Reirer- staruette. Bei den Ausgrabungen in Sparta fand der Byzanthologe Professor Adamantion«ine Grabkammer mit Wandmalereien aus der römischen Zeit. Die an di« pompejamschen Malereien erinnernden Gemälde stellen Europa auf dem Stier, Achilles und die Töchter des L^omedes und di« Krönung der Sappho dar. Ein ganz besonders schönes Gemälde zeigt Apollo und di« Musen. Das größte Schiff der Welt. Die Arbeiten an dem größten Schiff« der Welt—«inen neuen Transozeandampfer der Cunard-Linle, der bisher noch keinen Namen hat und bloß mit der Nummer 53s bezeichnet wird— nehmen einen raschen Fortgang. In den Docks der Firma John Brown& Co. in Clyd«si d e(England) herrscht Hochbetrieb, um das Schiff im Frühjahr 1832 vom Stapel lassen zu können. Dieses größt« Schiff der Welt wird bei 73.000 Tonnen Wasserverdrängung eine Läng« von 1018 Fuß besitzen. Sein Promenadenbord wird Iweimal so lang wie di« ganze Front des Bucking- ham-PalasteS sein. Neue versuche Marroni«. Wie bereit- angekündigt, unternahm Marconi am Freitag in Santa Margarita bei Genua neue Versuch« mit ultrakur- >en Wellen von 50 Zentimeter Länge, di« als gelungen bezeichnet werden, lieber sein« Versuch« äußert« sich Marconi folgendermaßen zu Journalisten: Di« Versuche dienen nur dazu, die praktische Verwendbarkeit- der ultrakurzen Wellen darzutun und zu beweisen, daß die mit ihrer Hilfe geführten Ferngespräche von niemandem, auch nicht von einem Flugzeug, gestört und abgehört werden können. Dies« Wellen brauchen weder Nebel noch Unwetter zu fürchten, sie werden aber von einem Berg unbedingt aufgehalten. Dgher ist es notwendig, daß Sender und Empfänger in einer Geraden durch nichts unterbrochen werden. Ueber die praktische Verwendung äußert« sich Marconi dahin, daß diese Sendungen vor allem zwischen dem Festland und den Jnsän unter Vermeidung der kostspieligen Kabellegung, dann aber zur Verwendung zwischen Schiffen auf hoher Se« dienen werden. Das größte Fernrahr der Welt. Mit de» Fernrohren ist es eine eigenartige Sache Sie sind nicht immer so gewaltig, wie sie auch'ehen. Tx. Mammut-Fernrohre, die man auf manchen Sternwarten gebaut hat-haben in vielen Fällen ein« sehr viel, geringere Wirkungskraft ergeben als klerner« Brüder. Auf der andern Seit« ist nicht zu leugnen- daß man den Fernrohren schon eine gewisse Größe gaben muß, wen» sie für astro- uounjche Zwecke wirklich verwertbar sein lollen. Infolgedessen wurden di« Niesen fernrohre, di« Teleskop«, auch immer größer und deshalb immer schwieriger zu hauichaben, bis man nun schließlich dahinter gekommen ist, daß man den ganzen Mantel bei drn Fernrohren üderhaup: nicht braucht. Irgend jemand hat früher einmal geglaubt, daß der Zwischenraum zwischen den verschiedenen Linsen durch ein« Hüll« gegen seitlich einfallendes Licht geschützt werdeu muß, so entstand die Form des Fernrohrs al« eine geschlossen« Röhre, Heule weiß man längst, baß daS ein Irrtum war. Daß et zwischen den Linsen bell cder dunkel ist, ist ganz gleichgültig und so bestehen die modernen"Fernrohre nur noch*us einem gewaltigen Gerippe, in das di« Linsen eingefügt sind. Aber trotz aller Kunstferrigkeir unserer optischen Industrie sind wir mit unseren Fernrohren doch im wesentlichen au der Grenze unserer Leistungsfähigkeit angelangt. Weiter geht eS nicht mehr. Unsere Fernrohre reichen bis auf ein« Entfernung von 170 Millionen Lichtjahren Dos ist ein« für den Laien unvorstellbare Zahl. Tas Licht legt bekanntlich etwa 800 000 Kilometer in der Sekunde zurück. Ein Jähr bat etwa 31 Millionen Sekunden. Ein Lichtjahr i>t nun di« Entfernung, die das Licht kn hm 81 jf Millionen Sekunden zurücklegt Das sind immerhin auch durch die Anweisung einer Schiffsgesellschaft an den Kapitän des englischen Touristendampfers „Empreß of Canada" veranlaßt, sein« 400 Passagirr« in Ajaccio im Interesse ihrer eigenen Sicherheit nicht an Land zu lassen. Di« Ursache dieser Anweisung war der Mord an einem englischen Touristen. Den unmittelbaren Anlaß zur Eröffnung des amtlichen" korsischen Bandenkrieges bildete jedoch | die kürzlich durch«inen Einheimischen erfoßzt« Erschießung des Banditenhäuptlings Josef Bartoli ■ au- Palneca. Bartoli war durch zahllos« Postraub« und durch sein unerträgliches Erpresserhandwerk, mit dem er all« Unternehmer und zahlreich« Besucher der Insel auf unerträglich« Weise chranni-' sierte,«benso bekannt wi« durch sein« Schönheit und I . sein« kavaliersmäßigen Manieren. Nach aller Lau-' bessitt« haben Bartoli- Genossen Blutrache geschworen. Ihnen will di« französische Regierung zuvor» kommen. Sie benutzt deshalb die Gelegenheit Korsika von der Banditenplag« zu befreien. Die Schüsse im Wald«. Bartoli-fiel nicht im Kampf, wi« eigentlich für«inen Räuberhauptmann gehört, dem man wegen seiner Geldgier und seiner^Berufswahl" den Beinamen„Parcittore"(Steuereinnehmer), verliehen hatte, ist«in Opfer seiner Habsucht geworden. Ihm genügten di« in den letzten Jahren durch Erpressungen erlangten 500.000 längst nicht. Ja,«S genügt« ihm auch nicht, daß ihm schon fast feder Geschäftsmann und Unternehmer seines Bezirks regelrechte Steuern und Anteil« am Gewinn der von ihnen gemachten Geschäfte zahlt«. Dennoch wagt« einer in der Verzweiflung Widerstand. Der HclzhäMer Simonetti,-em aus Angst vor Bar- toli schon das ganze Personal davongelaufen war, so daß er sich außerstande sah, sein Geschäft weiterzuführen. entschloß.sich Simonetti, den gedichteten Banditenkönig aus dem Weg« zu räumen. Unter dem Borwand, ihn„au-zahlen" zu wollen, lockt« Si. monetti den Erpresserkönig in den Wald: Bartoli g'ng mit. Er kam gar nicht auf den Gedanken, daß ein Kaufmann«S wagen könne, gegen ihn zu rebel- iieren. Als Bartoli dann fein Geld haben wollt«, lagte ihm Simonetti zwei Kugeln in den Leib. „Räuber und Soldaten." In Palneca und Umgegend war die Freud« groß. Aber die Erleichterung währt« nicht lange Zeit. Di« von einem früheren Gendarmen geführten Anhänger BartoliS schwuren Rache; si« wollte» nicht nur Simonetti und fein ganzer Geschlecht umbringen, sie wollten auch die Gendarmeriekafern« von Ciamanaee« stürmen und«inäschern. In dieser Situation entschloß sich di« französische Regierung zu ihrer Aktion. Es gilt 80 Banditen das Handwerk zu legen. sein Leidensweg besiegelt: Wir fühlten unS al- Sieger. Mein mögen vielleicht die meisten Kinder vorwiegend gut und vernünftig sein. In der Masse aber sind sie bestialisch und toll. Ausgenommen:'sie spuren die Knute.(Bei den Erwachsenen verhakt es sich übrigens genau so.) Von dieser Stunde damals will ich nicht viel erzählen. Es war der übliche Wirbel: der Lehrer schrie unentwegt(sich dazu noch mij der Stimme überschlagend) und stachelte so unsre Bosheit und unsre, zum Teil, unbewußte Freud« am Wehtun nur immer mehr auf. Es ging ein- fach scheußlich zu: Trompetenkouzert, Pultgeklapper, Papiergeschosse... Ich tat mich dabei besonders hervor.(Heute schäme ich mich dessen ehrlich, weil es feige war! Andere Lausbübereien, bei denen ich etwas riskierte, rechne ich mir nach wie vor als PluS an.) Plötzlich sprang der Lehrer vom Katheder auf mich lo-, feixte mich mit bleichem, durchzucktem und maßlos erregtem Gesicht au urü> zischle mir zu:„Sie haben ja rin Gesicht wie ein Affe!" Ich wollte lachen, spürte aber im gleichen Augenblick, wie sich peinlichste Verlegenheit meiner bemächtigte. Ich wurde rot, begann auf der Stirne fürchterlich zu schwitzen und i gickste idiotisch herum...•• z Ich weiß nicht mehr, warum mich dieser 9.46Ö.OOO Millionen Kilometer. Also hundertsiebzig Millionen mal soweit reichen unsere Fernrohre. Wer sich davon eine Vorstellung machen kann, kann mehr, al- bisher die besten Astronomen konnten. Aber da der Weltraum an dieser Stell« noch nicht zu Ende ist, so möchten di« umrsättlichen^rsorscher der Gestirne wissen, wie es darüber hiEis aussichte Nun hat man in Amerika«in neue- Spiegelteleskop gebaut, daß soll 1700 Millionen Lichtjahre weit reichen— also daS Zchnfach« der bisher^erreichten Entfernung. ES handelt sich vielleicht nicht einmal so sehr um die Entfernung al- nm die Tatsache, daß man endlich einmal die Fixsterne, die Zentralsonnen der anderen Sonnensysteme, genauer betrach, ten kann. Bisher reichen unsere Fernrohre nämlich nicht so weit, daß eS irgend einem Astronomen schon gelungen wäre, auch nur den allernächsten Fixstern, da- ist der Stern Alpha im Sternbild des Zentauren, so nah zu sehen, daß er di« Form einer Scheibe annimmt. Bisher kennen wi-r Fixsterne nur als Punkt«. DaS soll nun alles anders werden, seitdem man in Amerika das neu« Riesenspiegeltelestop gebaut hat. Ter Durchmesser des Spiegels beträgt 500 Zentimeter, di« Ticke fast«inen Meter und das Gewicht Der korfifche Dandenkrteg. 1000 Mann, Tanks, Panzerautos, Flugzeuge, Kreuzer uud Bluthund«— Der verwandelte Räuber— Der Tod des Erpresserköuigs Bartoli. Ei»-«-eNi-ter ME. »Das war vor vielen Jahren, in der vierten oder fünften Klasse unseres Gymnasiums. Wir hatten erfahren, daß wir einen neuen Stenogtaphielehrer bekommen würden. Diese Unterrichtsstunde fand nachmittags statt: wir Buben, von den Strapazen des Hauptunterrichts ausgerastet und durch das Mittagessen tüchtig gestärkt, strotzten natürlich von unbefriedigtem Tatendrang und Prickelnder Schabernackslust. Dazu /kam noch, daß„Stenographie" kein gefährlicher Gegenstand war. Ter jeweilige Lehrer konnte sich nur auf die Macht seiner Persönlichkeit stützen. Und das wußten wir. Wie wohl der„Neue" ausschauen mochte?! Dies« Frage bildete das Hauptthema unsrer erregt-lärmenden und neugierig-gespannten Unterhaltung.. Auf einmal stand„Er" in der Türe: zögernd, unsicher, mit dem rechten Auge schielend, auffällig altmodisch gekleidet, leicht angegraut, vielleicht 45 Jahre alt. Einen Augenblick herrschte Stille: der tödlichere Instinkt der Schüler uyrwittert« den Lehrer. In diesen ersten Augenblicken entscheidet sich oft das Schicksal Führer oder Opfer. Als der Lehrer dann, um einige Kiuaneen unsicherer, das Katheder bestieg, war Sine Kindermörderin. (Prager Schwurgericht.) Prag, 23. November. Wieder saß«ine je», tragischen Gestalten den Geschworenen gegenüber. Wieder ist es eine Proletarierin, wie alle anderen,«in Dienstmädchen, bis dahin von bestem Ruf und musterhaftester Führung. Und es war auch kein leichte- Abenteuer, das diese Tragödie einleitete, sondern wirklich« Liebe, die erste und einzige Liebe dieser 28jährigen Rosa Mika. Ihr Geliebter war ihr vorletzter Dienstgeber, ein Gastwirt, der mit seiner Frau in unglücklicher Ehe lebt«, aber wegen seiner drei Kinder an Scheidung nicht denken kannte. Als die trotz aller Zerwürfnisse eifersüchtige Gattin sie vor die Türe setzt«, fand sie Stellung bei«iner, Lehrersfamilie in Hotowrtz, wo sie zur größten Zufriedenheit arbeitete, bis zum Tage der Katastrophe. Ihr Geliebter besucht« sie allmonarlich in ihrem neuen Dienstort und im September v. I. fühlte sie sich schwanger. Sie wollte sich„helfen" lassen. Einer jener Vampyr«, di« im Schatten des Iruchtabtreibunas» Paragraphen ihr mörderisches, aber«inträgliche- Gewerbe auSüben, eine Prager Abtreiberin, bot ihr ihre Dienst« an— gegen ein Honorar von 3500 Krone'». Da weder sie noch ihr Geliebter dieses Geld auftrerben konnten, wie- si« ihnen die Tür. Und nun beschloß Rosa Mika„dem Schicksal seinen Lauf zu lassen". Ter Pater deS«r- warteten Kindes, der selbst in finanziellen Röten steckt, versprach ihr„später nach Möglichkeit Alimente zu zahlen". Sie traf keine Vorbereitungen für die Geburt, ihr ganzes Bestreben ging dahin, den Dienstgebern ihren Zustand zu verheimlichen. Dabei hegt« sie bis zur letzten Minute«in« zaghafte Öffnung, daß ihr„irgendjemand irgendwie helfen würde". Drei Schrecknisse schwebten dem einfachen Landmädchen vor: Di«„Schande vor den Leuten", di« Verstoßung aus dem frommen Elternhaus und die guÄende Angst, als ledige Mutter nirgends einen Dienst zu finden. Si« wußte, daß mit der„Moral" der(ach so tugendhaften!) Landbevölkerung nicht zu spassen ist. In der Rächt vom 25. Mai d. I. schlug ihre Stunde. Am Abort Pflegt sich die„hohe Bestimmung" dieser armen Geschöpfe zu erfüllen. Am Abort brachte auch Rosa Mika ihr Kind zur Welt; in der Klosettschüssel log es und schrie. Sie versucht« e- zu erwürgen, dann schlug si« sein«n K o P f aus den Rand der Schüssel und endlich holt« sie ei« Küchenmesser, durchschnitr dem neugeborenen Knaben-en Hals bis auf den Wirbel und stach dann noch einmal zu. Dann wusch sic das Blut ab und verbarg die Leiche in ihrem Wäschekorb. Und da es inzwischen Morgen geworden war, ging sie geradewegs von-er schauerlichen Tätigkeit dieser, Nacht zur gewohnten schweren Tagesavbeir über. Sie verlor viel Blut uitb so wurde ihre Dienstgeberin aufmerksam und" ließ Arzt und Gendarmerie holen. Die Geschworenen b e j a h t e n mit elf Stimmen die Schuldfrage und der Gerichtshof unter Vorsitz-es KreiSgerichtspräsr-enten Linhart verurteilte sie zu einer vierjährigen schweren Kerkerstrafe. Damit ist-er letzte Kind«-mordptozeß dieses JahreS abgeschlossen. Mr haben unser« Meinung über dies« Art von Prozessen schon seinerzeit gründlich ausgesprochen. Nun'mag noch zur Steuer -er Wahrheit eine Behauptung jenes Abendblattes erwähnt sein/ daS sich„christlich" zu netrnen wagt — wir meinen den traurig berühmten klerikalen „Praksky Bekernik". Dieses Blatt hat«ist neulich seinen bedauernswerten Losern die, kühne Erfindung vorgesetzt, daß Kindesmordprozesse„stete" mit dem Freispruch der Mörderin enden. Bekanntlich bekennt sich die nationalistisch' Schmutzpresse genau zu der Zeichen Ansicht. Wir lassen al'o die Bilanz der sieben Kindes- mordprozefle folgen. Bon den sieben Fällen endete' mit Freispruch— einer! Fünf führten zur Verurteilung zu j« drei Jahren schweren Kerkers und einer(der heutige) zu vier Jahren. Unsere Ansicht über die verschiedenen Urteile auszusprechen, verwehrt uns das Gesetz. Hier wollen vir nur die Tatsache feststellen, daß in jene» Kreisen der Zweck tatsächlich alle Mittel zu heiligen scheint. rb. Der vor einigen Tagen unter Führung des , französischen General- Huot und des korsischen Mili- , tärgouverneurS Fournier eingeleitet« Feldzug gegen , di« Banditen auf der Insel Korsika hat bis jetzt , noch kein« sehr großen Erfolge aufzuweisen. Etwa . 1000 Soldaten und Gendarmen sind mit Tanks, PanzerautoS, Maschinengewehren und auf Menschenjagd dressierten Hunden unterwegs, um daS urwaldgleich« Gestrüpp am Col de Berd« zu Kämmen". Aber di« Unwirtlichkeit der Gegend und außergewöhnlich schlechtes. Wetter erschweren daS Vordringen der Polizeitruppen in beträchtlichem Maß«. Es sind einige Dörfer besetzt und etwa 75 Personen verhaftet worden. Von den Hauptschuldigen, die für das Räuberunwesen auf Korsika(und damit nicht zuletzt für den Rückgang deS Fremdenverkehrs) ver- antwortlich gemacht werden, hat man noch keinen gefaßt. Damit'sie nicht entwischens'kreuzen drei sonst in Toulon stationierte klein« Kreuzer der fran- zösischen Kriegsmarine vor der Küste. In Ajaccio liege» aus dem gleichen Grunde zwei Militärflugzeuge bereit. Di« letzt« Zuflucht. Biele der in der Macchia, einer korsischen Hochebene,„ansässigen" Banditen sind gar kein« Korsen, sondern Verbrecher auS allen möglichen Ländern, die h:«t, von der Polizei verfolgt, ihre letzt« Zuflucht suchen. Di« Banditen, die jetzt die Insel terrorisieren, sind in den Augen der meisten ihrer Landsleute nichts als gemein« Verbrecher, d« man haßt und fürchtet. Die Zeiten, in denen der BanditiSmuS vor allem ein Wesensmerkmal der Buttrache war, die sür den Korsen auch heut« noch«in« moralisch gültige Einrichtung ist, sind längst vorbei. Vorbei ist auch di« Epoche, in der so große Banditen wie die berühmten Brüder B e I l a e o s i a, um deren Leben sich«in Kranz von Legenden spann, als wirkliche Notionalhelden galten, deren Tod da- ganz« Volk betrauerte. Bor etwa 50 Jahren wurde gegen di« Brüder Antonio und Giacomo Bcllacosia von den französischen Machthabern ebenfalls eine Expedition auSgerüste' Aber der Krieg gegen sie, die eine blutige Liebes- und Eifersuchtstragödie in die Macchia getrieben hatte Und di« von einem Steilbang des Monte d'Oro aus das ganze Gebiet um Bocognano beherrschten und unterdrückten, verlief ergebnislos. Im Jahre 1802 kamen di« Brüder wieder unter Menschen und setzten sich in ihrem Heimatsort Bocognano zur Ruh«. Man konnte ihnen in den beiden letzten Jahrzehnten keine Bluttat nachweisen; sie waren also amnestiert... Der„Empreß of Cameda". In letzter Zeit ist die Bevölkerung der Insel durch zahlreich« Uvberfäll« auf harmlose Touristen, unglaubliche Fäll« von Mord und Erpressung in|j Angst und Schrecken versetzt worden. Daraufhin entschloß sich di« französische Regirrung zu einer energi'chen Aktion. Wahrscheinlich wurde sie dazu i Ausspruch so stark traf. War es nur verletzte Eitelkeit...? Möglich übrigens, daß wirklich ■ irgendetwas in meinem Gesicht in jenem Augenblick an einen Affen erinnert hatte; sicher aber war ich damals ein ganz sauberer Junge. In diesem Augenblick nun haßte ich de» Menschen vor mir mit der ganzen Kraft memer jungen, ungebrochenen Leidenschaft. Ich hätte ihn am liebsten erwürgt. Bis zum Ende der Stunde hatte ich keine Lust mehr, Ulk zu treiben. Ich schämte mich vor meinen Mitschülern, und— für wenige Sekunden zwar nur, aber immerhin— rch dachte daran, wie dieser Mensch durch unsre Grausamkeit leiden müßte. Gleich oaraf aber haßte ich ihn wieder und schwor ihm heimlich Rache. Der Skandal in der Stenographiestunde ging so einige Wochen fort. Bis eines Tages der Direktor unerwartet das Schulzimmer betrat. Die selbst uns damalunendlich qualvolle Verlegenheit und das Böllig- Zusammengebrochensein unsres Lehrer- stehen mir noch heute in klarer Erinnerung. Der Direktor blieb bis zum Schluffe der Stunde; es war mäuschenstill. Die nächste Stund« fiel aus. Dann bekamen wir einen neuen Lehrer. Der war der Richtige: ruhig, verständnisvoll und streng. Nicht einer von den Tyrannen, aber ein wirklicher Schulmann,«in Erzieher. Neulich, nach Jahren, ging ich an einem schonen Herbsttage in den Wildpark unsrer Stadt. Es war em /Spätnachmittag mit klarem, blauem Himmel und schwindender Sonne. Was gibt es Ergreifendere- als die sterbenden Bäume mit ihren überreffen und seltsam müdfarbige» Blättern? Der Wald war menschenleer. Ich fühle mich allein... Bor dem Hirfchgeheae sah rch versonnen und ins Ansckiauen vertieft den Deren zu. Da vernahm rch Plötzlich Schritte: ein alter, säst bettlerhast gekleideter sehr krank auSsehtn- der Mann stand neben mir. Sein schmale«, eingefallene- Gesicht hatte die wachsige Farbe eines Toten. Die dünnen, bläulichen Lippen zuckten unruhig. Mit dem einen Auge schielte er... Irgendetwas Urmächtiges brach in mir aus; ern sonderbar würgendes Gefühl durchströmte mich bis zum Halse herauf: warm, traurig und bitter. Ich spürte da« dringende Bedürfnis, diesen Menschen anzusprechen, ihm etwa- Gute- zu erweisen... Er aber schien meine Absicht zu inerken und entfernte sich scheu, eine kleine, billige Pfeife rauchend; rch roch den schlechten Tabak. Er hat mich sicher nicht erkannt. Harald Spitzer. Seite 6 Dienstag, 24. November 1931. PRAGER ZEITUNG Prager Opferionnta e. In den Depots der Sammelaktion. jährigen Gerhart Hauptmann- Preises geehrt. Die Preisträger früherer Jahre waren Robert Musil, Max Hermann- Neiße, Heinrich Hauser und Jakob Saringer. " Neues Prager Beförderungsmittel der Aufgefundene Meisterwerfe. Bei Erdarbeiten Trolleybus soll schon im nächsten Jahr von der in der Nähe von Moskau wurden mehrere festerEndstation der der und 10er bei der Odkolekfabrit schlossene Blechbehälter gefunden, die sorgfältig zunach Gbell eingeführt werden. Der Trolley- Bus sammengero, fünf im Jahre 1927 auf der WłosDer zweite Sonntag, der der Sammelaktion ist ein Motorwagen, der nach Art der Stra- fauer Gemäldegalerie gestohlene Bilder enthie: er:: des Roten Kreuzes am rechten Moldauufer ge- ßenbahn durch eine Oberleitung Stromzufuhr er den Christus" von Rembrandt,„ Ecce homo" ven widmet war, hat das Ergebnis des vorhergehenden hält, aber nicht in Schienen läuft, sondern wie ein Tizian, Die heilige Familie" von Correggio, den Opfertages nach groben Schäzungen um das Autobus mit Lenkrad gesteuert wird. Er soll sich Apostel Johannes" von Carlo Dolci und die dreifache übertroffen. Das Rote Kreuz hat als durch besondere Billigkeit der Betriebsführung aus Leiden Christi" von Pisano. Mehrere Personen, Depot der eingelaufenen Spenden zwei seiner Gezeichnen. die mit dem Diebstahl in Zusammenhang zebracht bäude bestimmt: den Neubau der Auswandererwerden, wurden verhaftet. Da die Bilder mit einer station, der bereits zum legten verfügbaren besonderen chemischen Substanz überzogen werden Plätzchen gefüllt ist und das benachbarte Nacht. sind, haben sie unter der Feuchtigkeit nicht gelitten. asy in Neu- Wysotschan, ein dreistöckiger, mächtiger moderner Betonbau. Ein Riesenaufgebot von Lastautos war am Wert und man kann sagen, daß bas Ergebnis der Sammlung geeignet ist, für einen Augenblick den Jammer dieser Gegenwart vergessen zu lassen. Der Appell an das soziale Empfinden hat überraschende Erfolge gezeitigt. 26, Sängs der etwa 100 Meter fangen Front des Asylgebäudes innerhalb der Umzäunung steht, Stüd an Stüd, Stüd, allerlei Gausrat. Wachtische, Schränke, Nachttästchen und alle erdentlichen Möbelstücke. Parallel dazu ist eine meterhobe Reihe von Baketen mit Kleidungsstücken aller Art aufgeschichtet. Aber die Hauptüberraschung bildet Sozialdem. Bezirtsorganisation- 6. J. II. Prag. Mittwoch, den 25. November, um 8 Uhr abends, im Gewerkschaftshaus, Perštýn: Die wirtschaftliche Entwicklung Von 1918-1931. Referent Genojie Dr. Strauß. Lil Dagover Erstaufführung„ Das Herz", Oper von Pfizner: Samstag, halb 8 Uhr( Seriensprung 36- IV). Diri gent: Georg Széll, Inszenierung: Oscar Frizz Schuh. Bühnenbilder: Emil Pirschan- Berlin. Kostüme: Trude Voltner. In den Hauptpartien sind be schäftigt: Merfer, Rohne, Schönauer, Boed, Fuchs, Selm. Spielplan des Neuen Deutschen Theaters. Dienstag, halb 8 Uhr: Madame Fabatt", Operette von Offenbach( 31- III). Mittwoch, 8 Uhr: Gastspiel Leopold Kramer: Jemand"( 32- IV). Donnerstag, halb 8 Uhr: Caramba", Operette mit Hindernissen( 33-1). Freitag, halb 8 Uhr: 3ar und 3immermann", fomische Oper von Lorging( 34- II). Samstag, halb 8 Uhr: Erstaufführung:„ Das Herz", Oper von Bfigner. Sonntag, halb 3 Uhr nachm: Arbetterborstellung, Gastspiel Leopold Kramer: Spiel im Schloß"; 8 Uhr: Ga ftTpiel Leopold Kramer: emand". -Montag, halb 8 Uhr: Der Hauptmann von Köpenid", ein deutsches Märchen von Carl Zudmayer.( Freier Verkauf und Bankbeamtengruppe I. u. II.) 6 Phot Ufa in dem Charell Pommer- Film der Ufa ,, Der Kongreß tanzt" Kunst und Wissen Spielplan der Kleinen Bühne. Dienstag, 8 Uhr: Gastspiel Leopold Kramer: Jemand" Mittwoch, 8 Uhr: Biebling, adieu!" Freitag, 8 Uhr: Gastspiel Leopold Seramer. Zum 40. Male! Spiel im Schloß" von Molnár. Samstag, 8 Uhr:„ Nina"( Ab.). Sonntag, halb 8 Uhr: Erstaufführung: Der Ge richtsvollzieher", Komödie von Harwood. die Schmal front des Gebäudes, wo der Ein gang liegt, vor dem sich ein ziemlich großer freier Play befindet. Hier türmen sich wahre Berge: von Baleten, von doppelter Manneshöhe und wohl an die 20-30 Meter breit. Vier solcher Batetberge zählen wir. Und zur Seite wieder Zur Kündigung des Brünner Theaterdirektors allerhand Gebrauchsgegenstände: Bettgestelle, Stroh Demeß schreibt unser„ Voltsfreund": Der Ausschuß jäde, Ottomans,& inderwagen, Sessel, Tische und des Brünner Theatervereines hat sich zu einem Mitteilungen aus dem Bublifum. hunderteriet mehr. Der Anblick dieser Material Schritt entschlossen, der von der überwiegenden mengen ist geradezu faszinierend auch für einen, Mehrheit der Brünner deutschen Beverung geder von dem Zweck dieses Riefenlagers nichts billigt werden wird: Er hat in seiner letzten Sittigung des häßlichen Bahnbelags benutzt man ved Zur Erlangung schöner weißer Zähne u. zur Beseiwußte, das das Das ganze erste Stod wert des Gebäudes sung die Kündigung des Bertrages mit oem bis- mäßig die bekannte Chlorodont- Zahnpaste. Tube 4 Kö Stockwerk herigen Direktor der Vereinigten Deutschen Theaift zum Magazin bestimmt worden. Sämtliche ter, Herrn Hans Demetz, beschlossen. Schon von zwanzig großen Schlafräume( zu zwölf Betten) wer dem Augenblic an, da Dir. Demez bor nahezu tann nur dann einen gwed erfüllen. wenn das Das Rezept des Augenarztes den angefüllt sein bis zum letzten Bläschen. Van sieben Jahren seine Tätigkeit am Brünner Theater Augenglas fachmännisch angepakt wird Lassen Sie hat eine große Zahl Arbeitsloser angestellt: begann, standen wir seinen Fähigkeiten 3hr Rezept bei Optiker Deutsch. Brag. Graben 2. sie bilden Ketten von den Paketbergen bis zum mit nicht allzu großem Vertrauen Bestimmungsori. Unablässig fliegen die Batete von gegenüber und die Entwicklung hat dieses BeHand zu Hand. So verdienen schägungsweise 50fürchtungen leider recht gegeben. Dir. Demetz hat Valais Koruna" ausführen. Kč Vernichten Sie seibst die Störungen. Nr. 273. DIE GRUPPEN ANODENBATTERIE RADIO PALABA befreit Sie ein für allemal von allen Störungen, da sie eine ständig gleichbleibende Spannung aufrechterhält. Ihre leicht auswechselbaren Batterien sind ebenso billig wie dauerhaft. Lassen Sie sich sie von Ihrem Kaufmanne LL verlegen. Γ. Γ PALABA PS PS gende Ergebnisse: Männer: 100 Meter Freistil: 400 Meter Frei1. Medřicky( Slavia) 1: 05.8. til: 1. Getreuer( Hagibor) 5: 25.4.200 Meter Brist: 1. Abeles( Sagibor) 3: 03.6. 100 Meter Rüden: 1. Medřicky 1: 18.8. 4X400 Meter Freistil: 1. Slavia 10: 55.8, 2. Sparta 11: 15.4. Frauen: 100 Meter Freistil: 1. Svitat( CPK.) 1: 22.8. 100 Meter Rücken: 1. Šebesta( Slavia) 1: 10.6. 200 Meter Brust: 1. Nezavdal( APK.) 2. Slavia 7: 18.8. 8: 33.4.4X100 Meter Freistil: 1. CPR. 6: 34.4, Die österreichische Wasserballmeisterschaft gewann WAC. nach einem unentschiedenen Spiel mit Haloah( 4: 4). Landhockey Wien gegen Prag 3: 1( 2: 1). Tas am Sonntag in Brag ausgetragene Damen- Hockeyspiel endete mit dem verdienten Siege der Wienerinnen, die über die bessere Stodtechnik verfügten. Prag vertrat die Damenmannschaft der TEHG. Eishockey. In Paris trainiert derzeit die tonnte auch int zweiten Spiel gegen eine franzöfifche Auswahlmannschaft nur ein Remis erzielen( 1: 1). Menschen an diesem Sonntag einen Zaglohnt. Sie es nicht nur nicht verstanden, sich in der theater Sport Spiel Körperpflege tschechoslowakische Eishodey- Nationalmannschaft und * * -Die Fußballriege Atus Prag wollte Sonntag ihr legtes Spiel austragen doch mit des Geschickes Mächten ist fein ewiger Bund zu flechten: Der Gegner zog es vor, nicht zu erscheinen. Auf diese sportliche" Art tann man schließlich auch einer Niederlage entgegenwirken. Bürgerlicher Sport. So nebenbei bemerkt: In Prag hat man vor Jahren ein Wintersportstadion zu bauen begonnen, auch schon in ihm gespielt, doch es zu vollenden, dazu langt das Geld nicht Heimischen Arbeitern in dieser Krisenzeit Verdienstmöglichkeit zu geben, erachtet man anscheinend nicht für so dringend als in Paris wochenlang auf fremde Kosten zu trainicren. Wozu erhält man denn Staatssubvention!? Aus der Partei Bezirksverein Arbeiterfürsorge", Prag. Ausschußsigung Mittwoch, den 25. November, um 8 Uhr abends im„ Verein deutscher Arbeiter" in Prag, Smetschlagajje 27. Die Ausschußmitglieder werden ersucht, bestimmt zu erscheinen. Jugendbewegung. Zahl 69.761 B1. Ausschreibung. arbeiten angestrengt und unablässig aber man freudigen Brünner Oeffentlichkeit viele Freunde zit merft faunt eine Abnahme der aufgestapelten erwerben und den unbedingt notwendigen engen Ballen, trotzdem unablässig einer nach dem anderen Kontakt zwischen Direktion und Mitgliedschaft hervon Mann zu Mann die Kette entlang fliegt., beizuführen, sondern insbesondere in fünft Sie bergen Kleidungsstücke. Man sagt mir, der lerischer und verwaltungstechnischer Inhalt sei oft überraschend. Da sind selbst BallSinsicht auch jene enttäuscht, die ihm zur anzüge vertreten, ebenso wie Arbeits- Beit seiner Bestellung als Leiter unseres Theaters anzüge, adschuhe ebenso wie Kommiß ihr Vertrauen entgegengebracht hatten. Die tunst. stiefel. Ueberraschend gut sollen die Sachen im lerische Leitung eines Theaters, das mit so vielen allgemeinen erhalten sein. Unniengen von Wäsche ganz außergewöhnlichen Schwierigkeiten zu ringen aller Art, sorgfältig gebügelt und geflidt, oft von hat, wie das Brünner, erfordert eben auch eine Spiel, das sportlich genommen feine Offenbarung DFC. gegen Union Žižkov 4: 0( 1: 0). Ein ermunternden und tröstenden Worten für den ganz außergewöhnliche Befähigung, die der bis- Spiel, das sportlich genommen keine Offenbarung Empfänger begleitet. Selbst Nähmaschinen befanden herige Direktor nicht aufgebracht zu haben chet.it. war. DFC. spielte lustlos, sein Sieg stand aber sich unter den Gaben. Und dort abseits stehen ganze So sah sich der Theatervereinsausschuß schließlich nie in Frage. Die Tschechen hingegen packten die Kolonnen von Säcken mit Kartoffeln und Soh zu der in den Betrieb des Theaters sicherlich tief Sache forscher an und wenn das Können versagte, Ten. Und Mengen von Lebensmitteln aller einschneidenden Maßnahme veranlaßt, einen Wed, dann versuchten sie es mit Roheiten; zwei von ihnen Art find eingegangen. An der Sammeltätigkeit fel in der Leitung herbeizuführen. Hoffen wir, daß wanderten denn auch ins Eril. Slavia gegen AJK. Stockholm 3: 2( 2: 1). Die waren 180 Privatautomobile mit ihren Chauffeuren, die neue Wahl, die der Theatervereinsausschuß nun weiters 165 Feuerwehr Sanitäter, 145 Pfadfinder zu treffen hat, glüdlicher ausfällt, damit unser schwedischen Gäste waren technisch nicht auf hoher und zahlreiche pribate freiwillige Helfer beteiligt. Theater künftig in den Händen eines Mannes Stufe, nur einige Spieler ragten aus dem Ensemble Gesammelt wurden 43.000 Palete mit Seleidern, ruht, zu dem die gesamte deutsche Oeffentlicheit berbor; sie waren aber alle tadellose Sportslente. Wäsche, Schuhen usw. An Bargeld, wurden 26.013 K volles Vertrauen hat. Tief bedauerlich ist es, daß Die Slavia war siegessicher und hatte dann noch S. J. II.( Studenten). Mittwoch, 25. Nogespendet, Direktor Demetz eine Erneuerung seines Vertrages große Mühe, das Spiel zu gewinnen, zumal ihre Es ist ein Triumph menschlichen Empfindens. trotzdem auf eine Weise herbeizuführen sucht, die Stürmer wahre Glanzleistungen im Danebenschie- vember, 20 Uhr, Odborovy bum( Berštyn), I. Sou terrain, Gen. Dr. Strauß: Die wirtschaftEs ist aber auch und vor allem ein jedermann mit Empörung erfüllen muß. Wie ir ben vollbrachten. Die Profi- Meisterschaft brachte am Sonntag liche Entwidlung 1918-1931. Triumph proletarischer Solidarität. erfahren, hat Dir. Demetz in den letzten Tagen bei Denn gerade die Arbeiterviertel gaben reich- maßgebenden Stellen vorgesprochen, wo er unzurei Ueberraschungen: Na chod erlitt auf eigenem Blak die erste Niederlage durch Vittoria Pil. lich, die Proletarier gaben von dem wenigen, was treffende Behauptungen über anges Blak die erste Niederlage durch Viktoria Pilsie besitzen, ihren Brüdern, die um alles gekommen liche Ursachen seiner Entlassung vor- en mit 0: 2( 0: 2) und in Kladno fertigte SK. find. Und wenn wir uns ein wenig umsehen: Dieser brachte. Der Theaterverein sah sich daher genötigt, die Bittoria Ziztov mit 2: 1( 1: 1) ab und billige Diwan bat teine vornehme Bürgerwoh- diese Behauptungen, die das Brünner deutsche ist so der Abstiegsgefahr entrückt. Und das Erwartete: Die Teplizer verloren neuerdings, und nung verunziert, dieser Seinderwagen ist kein Theater empfindlich schädigen könnten, joject vornehmes Modell für den Stadtpark und der richtigzustellen. Die Entlassung des Herrn Demek zwar gegen Sparta mit 2: 5( 0: 3). Bei den Großteil dieser Kleidungsstüde ist billiges Zeug, ist ist einzig und allein deshalb erfolgt, weil der Badestädtern lauter Versager bis auf den BreßburSonfeftionsware, ist solche Ware, wie sie der Pro Theatervereinsausschuß ausschließlich aus fachgewesen sein wird. Mit dieser Niederlage zieren die führung großer Anlagen nachzuweisen haben, Stosics, der wohl bald die längste Zeit bei ihnen letarier für sein bißchen Geld zu laufen vermag. lidhen und fachlichen Erwägungen Und diefes rührende Kinderspielzeug da einen Wechsel in der Befehung des Direktorpostens epliber das Ende in der Tabelle. Wie lange wird fönnen in die Bläne und Behelfe bei der Baudieses Blümchen des Profisports in der deutschen leitung im Neubau des chirurg. Pavillons ab billig und ärmlich, das stammt auch nicht aus Hän- für notwendig hielt. Broving eigentlich noch blühen...? 23. November 1931, nachmittags in der Zeit von ben, die raffen und besitzen. Und höre nur die Sudetendeutscher Künstler in München. Aus Sonstige Ergebnisse. Prag: Bohemians gegen 3-5 Uhr Einsicht nehmen und sind dortselbst auch Aeußerungen der Zuschauermenge, zufammten Munchen wird uns geschrieben: Münchens prole Cechie Rarlin 4: 1( 4: 1), S. Libeň gegen Cechodie Offertunterlagen gegen Erlag der Eigenkosten geströmt aus den unliegenden Proletarierviertel! tarische Jugend hat unlängst einen judetendeutschen flevan Soschirsch 5: 1( 3: 1). Budweis: DFC. Budweis: DFC. erhältlich. Freude, Teilnahme und ein bißchen Stolz, daß sie Künstler, Start Ranninger, vom Stadttheater gegen S. 6: 0( 3: 0). Karlsbad: RFK. geg. Die Bezirksbehörde behält sich das Recht der auch ihr Scherslein beigetragen haben. Man Teplih, lennen gelernt. Genosse Ranninger hat in Sparta Kladno 3: 1( 3: 0). Sa az: DSV. gegen freien Wahl unter den Bewerbern vor und wird Saaz: empfindet es und das Herz lacht einem dabei: die pro- einer Feierstunde für die Jugend" u. a. Gedichte Teplitzer F. Amateure 3: 0( 0: 0). Mährbie Offertstellung nicht honoriert. letarische Solidarität ist kein leerer Wahn fie lebt von Leinsmer, Kästner, Tucholsky und eine zene strau: Garbarnia Krakau gegen Slovan- Mor. Die ordnungsgemäß gestempelten und versie mit ungebrochener and unzerbrechlicher Straft aus Hauptmanns„ Weber" rezitiert. Es war ein Slavia tomb. 3: 2( 2: 2). Preßburg: St. gelten Offerte mit der Kennschrift„ Angebot für die Erlebnis, das Erleben eines hohen darstellerischen gegen S. Brojnih 4: 0( 2: 0). Budapest: Bentralheizungsanlagen beim chirurg. Pavillon in Proźnik Das Bolt hat das Seine getan mögen nun Künstleriums, das sich in den Dienst unserer Sache Ferencvaros gegen Újpest 1: 0( 1: 0), Hungaria geg. Ausfig" find bis 10. Dezember I. J. bei der Einauch die Verteilungsstellen das Ihre tun. Dop. stellt. Und es war eine besondere Freude, daran Sabaria 1: 0( 0: 0). pelt gibt, wer schnell gibt und bürokratische zu denken, daß unsere sudetendeutschen Genossen Austria 3: 0( 1: 0), Admira gegen WAC. 2: 0 laufstelle der Bezirksbehörde Aussig, Marktplay, einSayverfälligkeit hat schon manche große und schöne und ihre Bewegung, anders als wir in München,( 1: 0), Rapid gegen FACE. 3: 2( 1: 0), Wader gegenzureichen. Die Offerenten haben vor Abgabe der Angebote 10 Prozent der Kostensumme als Vadium Aftion uut ihren Zwed gebracht Soffen wir, das über solche Kräfte verfügen." diese Gefahr hier vermieden wird. Denn nicht viel Ehrung Annette Kolbs. Die Schriftstellerin Die Brager Gaumeisterschaften im Schwimmen bei der Kaffe der Bezirksbehörde zu erlegen. Zeit zum Warten haben die, denen diese Gaben zu Annette Stolb wurde vom Kuratorium der Gerhart wurden Sonntag im Hallenbad der BezirkskrankenGeo. Bedacht sind. Hauptmann- Stiftung durch Verleihung des dies- versicherungsanstalt ausgetragen und brachten folFür den Drud verantwortlid): Otts Holit, befredakteur: Wilhelm Regner Berantwortlicher Rebakteur Dr Emil Streng. Brag. Drud: Rote.- 8. für Zeitung und Budbrud, Brag Secansgeber: Siegfried Zerb. Bezugsbedingungen: Bei Buftellung ins Gaus ober bei Bezug durch die Domonatlich Ke 16. vierteljabrlich Ka( 8 Brug. Die Beitungsmartenfrantatur wurde von der Bost- a. Telegraphendirektion mit Erlag Nr 13.800/ VII/ 1980 bewilligt balbjährig K6 96.- gangjährig Ka 192.Jnferate werden laut Zarif billigt berechnet, Bet Jfteren Cinihaltungen Preisnachlaz. Rüdstellung von Manuftripten erfolgt aus bei Einsendung der Retourmerken. Slovan 1: 1( 0: 0). Wien: Vienna gegen Die Bezirksbehörde Aufsig bringt für den Neubau des chirurgischen Pavillons die Zentralheizungsanlagen zur öffentlichen Ausschreibung. Bewerber, welche die einwandfreie Durch Bezirksbehörde in Aufsig, am 20. November 1931.