Ginzelpreis 70 Seller. Sozialdemokrat Zentralorgan d. Deutschen ſozialdemokratischen Arbeiterpartei i.d.Tschechoslowakischen Republik 11. Jahrgang. Genosse Heeger im Parlament: Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich früh. Redaktion und Berwaltung: Drag II., Refásanta 18 Telepden: 26795, 31469( atredaktion): 26797 Boridedami: 37544 Dienstag, 1. Dezember 1931 Wer ist für das Blutbad verantwortlich? Slaviks Darstellung unrichtig/ Fehler über Fehler auf Seite der Behörden Kommunistisches Spiel mit dem feuer/ Hadeks erbärmliche Feigheit. Prag, 30. November. Im Parlament hielt heute Genosse Heeger, der seit Tagen in Frei waldau und Lindew ese Erhebungen über die furchtbaren Ereignisse vom lekten Mittwoch gepflogen hatte, eine aussehenerregende Rede, die gleichermaßen vernichtend für die Behörden, ihre Borkehrungen und amil chen Berichte wie für die Kommunisten war. betrieben. Wer ist schuld? Notgesetze und politische Verantwortlichkeit. Vielen Zehntausenden von Angestellten und Beamten sind die Weihnachtszulagen gekürzt, ist ein dicker Strich durch ihr Privat budget gemacht worden, Tausende bekommen boraus verausgabten oder lombardierten ReDie Darstellungen, die über dieses Blutbad von Schlagwort„ Gegen die Sozialfascisten!" überhaupt keinen Heller der vielfach schon im Lindewiese verbreitet werden, widersprechen einan der start. Der amtliche Bericht des Herrn Ministers, der sofort nach der Bekanntgabe die ses Ereignisses hier abgegeben wurde, und der von ihm im Senat später erstattete Bericht entspre den nicht den Tatsachen.... ( Genosse Hadenberg: Und widersprechen sich selbst!) und widersprechen sich in vielen Teilen selbst. Sie sind nichts anderes als die Rechtfertigung der ich schuldig Fühlenden und können nicht unbesprochen hingenommen werden. Es Der Ministerrat hat auch eine sogenannte Borher hatte der Kommunist Ha det eine lange Darstellung der Ereignisse dieser kritischen Augenblide gegeben und auch seinen Antel daran geschildert. Während der Kommunist Halen im Senat totficher erklärt hatte, Sadek jei überhaupt nicht am Tatort, sondern zur Zeit, als die Untersuchungskommission Schüsse fielen, bei einer Inervention beim Bezirkshauptmann gewesen und alle gegenteiligen eingesetzt, der Parlamentaries beigezogen wurden. Darstellungen je en unwahr und erfogen, er hat der kommunistische Vorrebner die Geschmad tlärte Hader heute ausdrücklich, er sei mit da losigkeit gehabt, uns für das Ergebnis dieser Kom bei gewesen, aber hinter dem Kordon, mission verantwortlich zu machen.( 3 wifchen. woh'n ihn ein Arbeiter im Motorwagen brachte. rufe.) Ich möchte dazu mur jagen: Gendarmen hätten ihn mit dem Kolben aufgehalten, er habe sich aber nicht zu erten nen gegeben und gerade im Augenbl d der höchsten Gefahr unmittelbar vor dem Zu sammenstoß auch nicht interveniert, ,, um nicht auch noch verhaftet an werden." feine Die Konferenz am 22. November. muneration ausbezahlt. Kein Wunder, daß Es fand nun am 22. November in Freiwaldau die so Geschädigten erregt sind, daß sie im eine Konferenz statt, die seitens der kommunistischen Augenblick nicht die größere Not der halben Bartei einberufen war. Trozdem in einem so ernsten Million Arbeitsloser, der Kurzarbeiter, der Stampse selbstverständlich das Zusammengehen mit bei schmalem Lohn schuftenden Proletarier den anderen Gewerkschaften für den Stampf not- sehen, daß sie sich für die Hauptopfer der wenig ist, wenn man ernstlich den Kampf für Strise halten und nach den Schuldigen die Interessen der Arbeiter zu führen gedenkt, suchen. Ja, wer sind die Schuldihat man die freien Gewerkschaften, die dort ziemgen", wer verantwortet die Notlich stark vertreten sind, zu dieser Konferenz nicht gefeße? geladen. Durch Zettel und Zirkulare hat man in den Betrieben die Arbeiter über den Kopf der Kommunisten und Hakenkreuzter, obwohl Gewerkschaften hinweg zu einer Aktion einge- beide uns vor den Wahlen mit dem Arguladen. Diese Konferenz tann nicht als Einheits- ment bekämpft haben, wir hätten die ohnehin fonferenz, sondern als kommunistische Mache be- gut bezahlten" Staatsbeamten noch besser trachtet werden, der der Ernst gefehlt hat, den ausgestattet, haben es schon heraus und ver hungernden Steinarbeitern zu helfen! fünden es täglich mit schreienden Titeln: Die Das Typische an dieser Konferenz war nun, daß Sozialdemokraten haben Euch verman die schlesischen Arbeiter allem zum raten! Die bürgerliche Presse aller SchattieProteft gegen die ungerechtfertigte Entziehung rungen trägt feinerlei Bedenken, mit anderen des staatlichen Zuschusses zur Arbeitslosenunter Worten das gleiche zu behaupten, die Sozialflüßung" aufgefordert hat, daß man die Forderung demokraten der Beamtenfeindlichkeit zu zeihen, bor Diese Untersuchungskommission hat & larheit gefchaffen. Die Kommission hat nichts untersucht, ihre Tätigkeit bestand darin, den Bericht des Generals der Gendarmerie zu hören, den Sofal augenschein und die Besichtigung der corpora delicti berzunehmen, ohne das wesentlich nach der Richtung aufgestellt hat, die Minister Czech und Meiß Stlarheit gefchaffen worden wäre. Die Arbeiten die Genoffe Heeger besprach in objektiver Weise fer Kommission( zu den Kommunisten geroendet die Lage der dortigen Arbeiter wie die Vorbes 3 3hrer Beruhigung das erklären wir con; re tungen der Kommunisten, die wie immer hin- hig, lönnen einen Anspruch auf Vollwertigten ter dem Mücken unserer Gewerkschaften arbeiteten oder Stlarstellung nicht erheben und wie immer und die Demonstranten namentlich gegen den dieser amtliche Bericht ausschauen mag, so fann er teine klärung der Schuldfrage bringen, Fürsorgeminister und gegen die japa weil nur eine Seite zu Wort Tommt, weil Tatzengen nische Intervention in China mob und Augenzeugen nicht gehört wurden ner müßten verschwinden, wenn den Arbeitern fie für das Sparen am unrechten Fleck vergeholfen werden soll, und daß man dort was antwortlich zu machen. ficher eine Lebensfrage für die schlesische Arbeiter- Nun setzen wir einmal den Fall, die schaft ist die Arbeiterschaft zum Proteft gegen Sozialdemokraten wären in der Regierung die Befeßung der ostsibirischen Eisen nicht vertreten; setzen wir den Fall, es bahn aufgefordert hat.herrschte wie vor 1929 ein Bürgerblock Genosse Heeger zeigt dann ein von der fommaus agrarischen, flerifalen und nationalen lieren wollten, deckte ober auch die schwere und Augenzeugen nicht gehört wurden angeblich nistischen Partei am Tage der Demonstration in Barteien! Was hätte der getan? Die Styld der Behörden cuf, die nicht nur böllinen zvedlos mit einem Berbot vorainaen, sondern auch in ihren Sicherheitsvorkehrungen" einen groben Fehler nach dem andern mach fen und so eine schwere Perantwortune für die folgenden Ercionisie auf sich luden. 99 nicht vorzugreifen und es nicht zu beeinflussen einigen Zeilen die Lohnfrage der Arbeiter be Gehaltsgejeze des Bürgerblocks bieten ja das Ich stelle bei dieser Gelegenheit fest, daß sofort handelt wird, dann aber weiter hauptsächlich nur beste Beispiel. Er hätte die Weihnachtszulage bei dieser Untersuchungskommission der Vertreter von dem Entzug des Staatszuschusses zur Arbeits- nicht zu 50, sondern zu 100 Prozent gestrichen. der deutschen Sozialdemokraten Abg. Haden- lofenunterstützung und von der Notwendigkeit eines Er hätte nicht mit den Gewerkschaften und berg eine scharfe Erklärung gegen das Vorgehen Protestes wegen der ostsibirischen Eisen Verbänden verhandelt, sondern ohne viel der Kommission abgegeben hat.( hört! hört!) bahin gesprochen wird. Federlesens verfügt, er hätte allenfalls die Während die Kommunisten sich anjanos auf Er hat damals schon erklärt: Diese Kommission ist oberen Rangsklassen von der Gehaltskürzung agressive Zwischenrufe beschränkten, wandelte sich nicht das, was wir uns unter einer Untersuchungs. Die Sicherheitsmaßnahmen". ausgenommen und nicht wie das jetzige Gedas Bild bald völlig, als sich Genojie Seger mit fommission vorstellen, und wir sprechen diefer Diese Stonferenz war vertraulich; nichts set die unteren. Man erinnere sich nur an dem Verhalten Hadets beschäftigte, der Kommission in dieser Art das Recht ab, die Schulddestoweniger haben Teilnehmer der Konferenz die 1926! Da hat der Bürgerblick aus dem Vollen fich nach seiner eigenen Darstellung völlig frage flarzustellen! berantwortungslos, ja wie ein erDiese Aeußerung des Abg. Hackenberg namens vertraulichen Beschlüsse schon im Gasthaus wieder schöpfen können. Es war die beste Konjunktur, - es war vor der bärmlicher Feigling benommen, jeben der deutschen sozialdemokratischen Partei wurde dort gegeben, was zur Folge hatte, daß die politische Beder Staat tassierte Steuern in Ueberfluß, die falls aber nicht den geringsten Versuch unternom von uns zur Protokollierung verlangt. Sie feben sirksverwaltung angeblich davon Kenntnis erhielt, Steuerreform men hat, unter rücksichtsloser Einſegung seiner also, daß die Herren Kommunisten mit ihrer An- und daß sie, wie ein Bürokrat so schön jagt, Stassen hatten Ueberschüsse. Aber die„ beamtenfreundlichen" Person das Blutbad im letzten Moment noch lage lieber hätten warten sollen, bis wir zur Sache Sicherheitsmaßnahmen" getroffen hat. Bürgerparteien, die sonderDie Sicherheitsmaßnahmen der politischen Beverhindern, nur um ja nicht etwa die Berhai Stellung genommen haben, um nicht Beschuldigun tung seiner geheiligten Person durch die Gen- gen zu erheben, für die sie absolut nicht den gezirksverwaltung bestanden darin, daß sie in den barerweise meist von Beamten und Akademibetreffenden Orten Gendarmerie konzentriert und fern, von Professoren, Lehrern, Richtern, gedarmen zu riskieren! ringsten Beweis erbringen können. Die eigenen Erhebungen, die ich bei den Teil die Zugänge nach Freiwaldau abgesperrt hat, um führten Bürgerparteien haben die Gehälter nehmern, bei den Verwundeten, sowie bei den Stur zu verhindern, daß die Demonstranten in die Stadt der unteren Rangsklassen nicht, oder kaum merklich erhöht; nur den oberen Rängen gästen durchgeführt habe, die diese Vorfälle ganz ob gelangen. Am Mittwoch vormittag sammelten sich in den haben sie in reicherem Maße zugesetzt. Sie jektiv von den Fenstern ihrer Wohnungen aus beob achten konnten, haben ein anderes Bild von verschiedenen Orten des schlesischen Steinarbeiter haben aber weder den Alipensioden Vorgängen gewährt, als sie im amtlichen Begebietes die Arbeiter; einige Betriebe ließen die nierten ihr Recht bewilligt, it och den Arbeit stehen, die anderen, die nicht ſtillegten, Beamten einen 13. Gehalt eingeräumt. richt dargelegt sind. wurden dazu veranlaßt, und sie versuchten nun, aus Erst jetzt schien den Kommunisten aufzuleuchten, wie sehr sich Hadek mit dieser Verant wortung ins Unrecht sehen mußte, doch suchten sie gerade jetzt mit verdoppelter Frechheit die Situation noch für sich zu retten, indem sie un sere Genossen und den Redner mit wütenden Zwischenrufen überschütteten, die selbst Heegers starte Stimme nur schwer zu übertönen ver mochte. Elende Lohnverhältnisse. Ein Empörungssturm unserer Genossen war Einige Worte zu den Verhältnissen im Bezirt die Antwort, und je mehr die Kommunisten schrien, desto dichter hagelten die berechtigten Bor- selbst. Hauptsächlich ist dort die Steinindustrie vorhanden, eine schwere, förperlich furchtbar anwürfe unserer Genossen auf sie ein. Die Herren, die feit Tagen an nichts anderes strengende Arbeit. Die Studenlöhne betragen 2.30 dachten, als an die gewerbsmäßige Ausschrotung bis 3 K, es gibt dort auch und gar nicht selten der blutigen Vorfälle für ihre Parteiagitation, Wochenverdienste von 48 bis 87 K, allerdings bei waren auf einmal in die Verteidigung gedrängt, berkürzter Arbeitszeit. In legter Zeit hat saßen auf einmal selbst auf der Anklage- man nun versucht, auch noch diese elenden Löhne bant.. Zur Sache selbst führte Genoffe Heeger u. a. aus: Die Toten von Lindewiese sind am Samstag beerdigt worden. Dieser Samstag war für ganz Schlesien ein Trauertag. Tausende von Menschen haben sich an dem Begräbnis beteiligt und es muß festgestellt werden, daß Schmerz, Empörung, grenzenloje Verbitte rung die gesamte Bevölkerung ohne Unterschied der Parteizugehörigkeit erfaßt hat, Es ist durch das Begräbnis der Schlußakt für die Toten gejest worden. Aber wir sind der Auffassung, daß dies der Schlußaft für die Lebenden nicht ein fann: Die Toten von Lindewiese müssen eine Warnung, ein Mahrruf sein an alle verantwortlichen Stellen und Faktoren, daß sich so etwas nie mehr wiederholen darf! " verschiedenen Richtungen des Steinarbeitergebietes Sie haben trotz Konjunktur und Kassenüber den Marsh nach Freiwaldau anzutreten. schüssen die staatlichen Ausgaben eingeschränkt, Die Gendarmerie hatte den ganz unsinnigen Auf- weil sie ja die Einnahmen einschränken, weil trag, die Arbeiter nicht nach Freiwaldau gelangen sie die Besitzsteuern herabsetzen mußten. Sie lassen. Was wäre schon geschehen, wenn die Arbeiter nach Freiwaldau gezogen wären! Es wäre ja nicht das erstemal gewesen! abzubauen. In der Kallindustrie tam es des- tionen, aber nie ist vorher etwas geschehen! Es gibt im Jahre fünf, sechs solcher Demonstre Brutales Vorgehen der Gendarmerie. haben durch Zuder- und Spiritussteuer, durch höhere Zölle und durch die Monopole die Massen mit Abgaben belastet, aber sie haben die Erwerbssteuer und die Umlagen, sie haben jegliche Besitzsteuer bis auf Beträge gekürzt, die oft lächerlich minimal waren. Sie haben das Militärbudget um den Rü stungsfonds erhöht und ein Gesey geschaffen, das jede Herabsetzung dieses Budgets erschwert, die Kürzung des Rüstungsfonds unmöglich macht! = balb zu einem Streif; die Kommunisten nahmen sich der Sache an, es wurde dann von einem großen achtunggebietenden Erfolg" erzählt. Es gelang Der Kommandant der Gendarmerieabteilung, nämlich, den Lohnabbau zu verhindern, nicht allein durch den Streit, sondern ich bin fein Oberleutnant Jirkovsky, und das ist jetzt Freund der politischen Bezirksverwaltung unter das Vorspiel für das schreckliche Ereignis und für Derselbe Herr Mayr Harting, der dem Drud der politischen Bezirksver die Berantwortung, die meines Erachtens der waltung in Freiwaldau! Leiter der politischen Bezirfsverwal- jest gegen die Kürzung der Beamtengehälter Diese Tatsache, daß der angekündigte John- tung zu tragen hat, diefer Oberleutnant Jir- und für die Kürzung des Militärbudgets einabbau bei einer zu zwei Dritteln unorganisierten topsty batte schon in Seydorf noch vor dem Ab- tritt, hat als Minister just das Gegenteil dessen Maffe nach drei Tagen mit Erfolg abgewendet wer- marsch der Arbeiter mit diesen 3usammenstöße. getan, was er jetzt fordert. Und er hat mit den konnte, hat nun der kommunistischen Partei die Der Angriff der Gendarmerie gegen die Arbeiter in Möglichkeit gegeben, diesen Erfolg einzig und allein Sendorf wird mit einem auf Streits und Demonstrationen zurückzuführen, angeblich gefallenen Schuß und sie haben nun versucht, auch die übrige Arbeiterschaft in dieser Richtung zu raditalisieren begründet. Man spricht im amtlichen Berichte auch Die Radikalisierung wurde in den Betrieben dieses von einem solchen Schuß in Lindewiefe, der den Steinarbeitergebietes aber vor allem mit dem ( Fortseßung auf Seite 2.) den übrigen Herren vom Bürgerblock geholfen, den Weg zu einer besseren Sanierung der Staatsfinanzen zu verrammeln. Gerade das Wehrgesetz und die Steuerreform des Bürgerblods stellen für die sozialistischen Absichten heute die größ Seite 2 Dienstag, 1. Dezember 1931. Nr. 279. ten Hindernisse dar. Die Steuerreform des[ wir heute aus der Regierung gingen, morgen| schen Zusammenhänge nicht verstehen, solange sein Verhalten unwahr sind. Die Gendarmerie Bürgerblocks hat den Großteil der Lasten den schon weder den 13. Gehalt, noch den Mieter- sie von der Sozialdemokratie die Erfüllung behauptet nämlich, daß am Gemärke„ ein unbebesitzlosen Klassen aufgebürdet, die Besitzschutz, sondern wahrscheinlich nur höhere ihrer Forderungen verlangen, aber den Bür- annter Mann" die Menschen aufgefordert hat, trotz Bür- kannter steuern nur der Form halber bestehen lassen. Steuern und Abgaben. Dennoch haben die gerlichen Macht und Mandat geben, die allem Widerstand nach Freiwaldau zu gehen. Die Setzen wir heute eine Erhöhung der Besitz Beamten zu gut drei Vierteln bürgerlich ge- Durchsetzung dieser Forderungen zu verhin in entscheidenden Momerie bei dieser Keilerei Gendarmerie behauptet, daß der Abg. Habek steuern durch, so bleibt der Ertrag auffällig wählt. Und hier ist die Schuld, die dern, solange können sie und leider auch hinter dem Gendarmerieforbon stand, gering. Die Erhöhung der Tantiemensteuer, Verantwortlichkeit für die Notgeseze die anderen, die zu uns stehen auf keine um von dort aus den Demonstranten„ Weisungen prozentuell recht beträchtlich, liefert die Lappa- zu suchen. Solange die Beamten die politi- radikale Besserung hoffen! und Zeichen zum Vormarsch" zu geben. Ich überlie von 24 Millionen. Selbst die Erhöhung laffe es der Gendarmerie, das zu beweisen. der Personaleinkommensteuer wird, da sie danf Der Abg. Hadet erklärte hier vorhin, diese Bedemokraten und den anderen Parteien keine Rechenschaft schuldig, sondern nur seiner Partei. Ausrichte den Sozialisten die niederen Lohnklassen ver- Wer ist verantwortlich? blieb und ziemlich entrüftete Pfuirufe zum Aus- richte seien nicht wahr; er sei zwar den Sozialschont, mit nur 160 Millionen präliminiert. ( Fortsetzung von Seite 1). Um das zu ändern, müßten wir das ganze Auftakt zur Schießerei gegeben hat. Ich habe durch Steuersystem umbauen; das aber ist in der Krise an sich schwer und vollends unmöglich durch die politische Kräfteverteilung. Die Sozialisten müßten um ein gutes Drittel stärker sein, um so weitgehende Forderungen durchsetzen zu fönnen. Tat- und Augenzeugen, durch Verwundete und Lente, die weder der kommunistischen Partei, noch der Arbeiterklasse angehören, feststellen können, daß diese angeblichen Schüsse" nichts anderes als eine amtliche Erfindung sind.( Genosse Hackenberg: Was wir schon bei der Kommission behauptet haben!) Tatsache ist, daß in Segdorf die Gendarmerie brutal und rücksichtslos gegen die demonstrierenden Steinarbeiter vorgegangen ist. Ohne Grund und die drucke brachte. Der Zusammenstoß. Und jetzt gehen die Meinungen auseinander. Es wird erklärt, es sei eine Salve abgegeben worden; der Augenzeuge Hadet, der vorhin hier sprach, erklärbe, es wurden 60 bis 80 Schüsse abgegeben. Beides ist unmöglich! Stellen Sie sich diese schmale Straße, die ineinander geteilte Menschenmasse vor. Bei 60 Schüssen hätte es nicht sechs, sondern hunderte Tote und Verwundete gegeben! Nach Aussagen von Augenzeugen scheint ein Kommando zum Feuern überhaupt nicht gege= ben worden zu sein, Aber eines ist mir in dieser Erflärung sehr merkwürdig aufgefallen und das ist, daß adet sich gar nicht bemüht hat, durch Vers handlungen irgendeine andere Atmosphäre zu schaf fen. Man hat weiter festgestellt.. ( Es kommt zwischen den Kommunisten, die wütend auffahren, und unseren Genossen, die ihre fortwährenden Schimpfereien gerade fatt haben, zu erregten Zusammenstößen, bei denen die Kommuni sten namentlich den immer wiederkehrenden Vorder Feigheit nicht hinnehmen wollen, ohne daß Seeger, fortfahrend: Ich möchte hier deutlich zum Ausdruck bringen, daß, wenn ich an der Stelle des Abgeordneten Hadek gestanden hätte, ich es für meine heiligste Pflicht gehalten hätte, vor die Gendarmen hinzutreten und das Schießen auf die Arbeiter unter allen Umständen zu verhindern. Das Geld, das der Staat für die Beamten ausgibt, muß irgendwoher genommen werden. Nur die AWG. und der Herr Bacher sind so naiv oder so demagogisch, Ursache ist dort mit dem Gummiknüppel in die ondern die Sache hat sich so abgespielt, daß die Genmit einem Hintern auf zwei Hochzeiten ſizen Demonstranten hineingedroschen worden. Ja, die darmerie den Auftrag hatte, mit den Gummi- wurf Frechheit ging so weit, daß ein Gendarmeriewacht- nütteln die Demonstranten zu zerstreuen. Nun es ihnen jedoch etwas hilft.) zu wollen, zugleich gegen die Kürzung der meister von einem Kondukteur des nach Freiwal- war es ein Wahnsinn, daß 15 Mann der Masse Gehälter und gegen die Erhöhung der Steuern dau fahrenden Personenzuges allen Ernstes ver- gegenüber mit den Gummifnütteln vorgehen! Es zu protestieren. Nun wüßten wir Sozialdemo langt hat, aus diesem Bersonenzuge alle Fahrgäste, mußte sich der Kommandant dieser Truppe sagen, fraten freilich, woher das Geld zu nehmen eine Arbeiterlegitimation befißen, daß er damit eine gefährliche Situation schafft, daß wäre. Wir würden lieber heute als morgen auszuwaggonieren.( Unerhört!) Zweifellos ist es das Militärbudget um weitere 300 Millionen ein Vorgang, der in Seßdorf unter der Arbeiter er feine Leute selbst der Gefahr aussetzt und daß er damit Furchtbares möglich mache. Aber es schaft eine begreifliche Aufregung, eine maßlose geschah. Dadurch kamen die Gendarmen mit den Defürzen, das Steuersystem auf die Belastung Erbitterung wachrufen mußte! des Besitzes umstellen. Dazu aber bedürfen monstranten in eine bedrohliche Nähe und es wird Auf Umivegen, über Feldwegen sammelten sich schon richtig sein, wie viele Augenzeugen behaupten, wir größerer politischer Macht, bedürfen wir die Leute wieder im Walde, um nach Freiwaldau daß es zu einemt förmlichen Handgemenge Arbeiter in der Textilfabrik Regenhart die Ich stelle weiter fest, daß bei dem Streik der eines Mandats der Wähler. Wenn die Be- weiter zu marschieren. Es ist unrichtig, daß, wie tam und da scheint nun...( Abg. Hadel: Schon Streifenden ebenfalls den Versuch machten, in amten nach den Schuldigen für die Notgesetze es im amtlichen Bericht hieß, die Demonstranten wieber die Gendarmerie herausstreichen!) e eger: die Fabritsräume zu gelangen, und daß die suchen, so mögen sie einmal in den eigenen mit Eisenstangen, mit Werkzeugen( Genosse Nein, ich streiche die Gendarmerie nicht heraus, Gendarmevie mit aufgepflanztem Bajonett, Reihen anfangen und sich an jene Beamten gerüstet waren. Tatsache ist, daß die Demonstranten, das ist wieder eine kommunistische Verdrehung! mit schußbereiten Gewehren den Demon Badenberg: Mit Hämmern!") Mit Hämmern aushalten, die am 27. September gegen uns ge- die bereits in Setzdorf Zusammenstöße mit der Gen- Fortfahrend:) Es scheint nun, daß die blutenden ſtranten entgegeneilte, damals dieselbe Situa stimmt haben! darmerie hatten, int Walde die herumliegenden Menschen, die Aufregung und Nervosität bei den tion war, in der sich Hadek befand und ich vor Wir haben es vor den Gemeindewahlen Holzstöde aufflaubten und mit diesen harmlosen verantwortlichen Leitern eine Kopflosigkeit diese Gendarmen hintrat und vor dem Kommandanoffen und wiederholt verkündet: Jede sozial- Bollastöcken nach Freiwaldau zu ziehen versuchten. herbeigeführt haben und es sind dann die Schüsse ten und erklärte: Bevor Sie die Waffe gedemokratische Stimme bedeutet eine Stärkung während sie nun den Weg von Lindewiese nach gefallen. Wie aber viele Sungen bestätigen, soll es gen die Arbeiter richten, müssen Sie der sozialpolitischen Tendenzen, jede national- Beinalbau antraten, geschah folgendes: Der Kom- sich hier um einzelne Schüsse gehandelt haben. erst mich durchbohren! mandant Jirkovsky mit seinen 15 Mann Gendarmerie Ganz gleichgültig, wie es zum Schießen ge- Es hätte sich auch der Hadea sozialistische, kommunistische oder sonstwie anti- fuhr von Setzdorf nach Freiwaldau. tommen ist, ganz gleichgültig, was die Ursache sozialistische Stimme bedeutet eine Gefahr für wegs wurde dieser Autobus aus begreiflicher Erre war, ich verirete nicht die Ansicht, daß das nicht so fcig in dem gefährlichen elle Errungenschaften der arbeitenden Klassen. gung heraus von der Masse, die vorher mit Knüp- Schießen hätte sein sollen, ich vertrete auch nicht Moment verkriechen dürfen! Nun, die Gemeindewahlen haben unsere peln bearbeitet war, mit Steinen beworfen. die These der Notwehr". Und wenn der amtBosition nicht erschüttert, sie haben aber auch liche Bericht sagt, daß es eine Notwehr war und feine Stärkung der Sozialdemokratie gebracht. selbst wenn man das zugeben würde, dann muß man sich die Frage stellen: Wären wir so gewachsen, daß wir der Bour geoisie mit Neuwahlen drohen könnten wir hätten andere Notgeseze" machen fönnen. Nach den Gemeindewahlen fürchtet die Bourgeoisie Neuwahlen nicht, sie verläßt sich auf ihre Kommunisten und ihre HakenkreuzTer. Im Vertrauen auf sie, im Vertrauen darauf, daß gerade die Beamten den Gegnern der Sozialdemokratie zu Erfolgen verhelfen, kann die Bourgeoisie die Kürzung der Gehälter, kann sie, wie es dieser Tage geschah, in der underschämtesten Weise die sofortige und völlige Aufhebung des Mieterschutzes verlangen. An der gefährlichsten Stelle kein politischer Beamter. In Freiwaldau wußte man ao, was sich in Seßdorf abgespielt hat! Man wußte, daß von Segdorf her eine äußerst erbitterte und erregte Menge tommt, und es hätte die Pflicht des verantwortlichen Leiters der politischen Bezirksverwaltung sein müssen, selber hinzuge hen oder einen ruhigen, besonnenen, verant wortungsvollen Beamten hinzusenden, nicht aber einen Offizier, der nur den Befehl hat zurüd oder schießen!", nicht einen Menschen, der mit den Demonstranten nicht verhandeln kann! Das geschah nicht, im Gegenteil, was trat ein? Das Unsinnigste, was man fich denken kann! Dieselbe Gendarmerieabteilung, derselbe Gendarmeriekommandant, der in Seßdorf die Zusammenstöße hatte, dort eine maßlose Erbitterung geschaffen hat, stellte sich nun in Lindewiese, mitten im Kurort, auf einer engen, fünf Meter breiten Straße, auf beiden Seiten von Häusern und Gärten flankiert, der Masse von 500 Menschen entgegen! Die Sozialdemokraten die Schuldigen an den Notgesetzen? Nun, die Beamten haben mitten in der furchtbarsten Krise dank der sozialistischen Mitregierung noch immer mehr, als sie vom Bürgerblod in der wirtschaftlichen Blütezeit Es ist klar, daß die erregte Menschenmasse, als haben konnten. Sie hätten aber, wenn sie die Gendarmen von Seydorf sah, nicht ruhig Dr. Tolpe's Rache. Roman von A. Altschul. 14 Der Kellner ging vorüber und legte eine eben erschienene Abendzeitung auf den Tisch. Mechanisch nahm Georg das Blatt in die Hand. Plöglich blieb sein Blick auf einer in riesenhaften Lettern geschriebenen Ueberschrift haften. " Furchtbare Eisenbahnkatastrophe in Rumänien. Dreißig Tote, hundertfünfzig Schwer- und Leichtverlette. Darunter viele Kinder," las er mit halblauter Stimme. Die anderen schwiegen ergriffen. Da sagte plöblich Erna: Ich habe auch einmal ein Eisenbahnunglück miterlebt. Bin dabei selbst verwundet worden," und sie schob eine Lode ihres braunen Haares zurück, unter der jetzt eine lange, blaßrote Narbe sichtbar wurde. Das ist mein Andenken daran," fuhr sie fort, damit mir jener Tag nur für immer unvergeßlich bleibe. Es ist aber schon sehr lange her." Sie schwieg. Franzl horchte auf. Längst vergangene Bilder erstanden vor seinen Augen. Er sah sein Heimatsdorf. sah das kleine Bahnhofsgebäude, den Stationsvorstand, gestürzte Waggons, eine verzweifelte Mutter. Dann ein kleines Mädel auf dem großen Sofa liegen, das weiße Kleid chen blutig, einen Notverband um das Köpfchen gemidelt, daneben den alten Dorfarzt. Ja, Erna hat sie geheißen. War das Vorsehung oder war das Zufall, daß er heute, gerade heute mit ihr zusammentraf? ,, Das war vor ungefähr acht Jahren, nicht wahr. Fräulein Erna," sagte Franzl langjam. Alle schauten ihn überrascht an. Besonders Erna. Ort. Er unterbrach sie und nannte selbst den Nun hatte das Staunen keine Grenzen mehr. " Du hast hellseherische Talente, Franzl," rief Georg. Wenn du uns jetzt noch Tag und Stunde nennst, kannst du im Varieté viel Geld verdienen." Es war am 17. Juni gegen vier Uhr nachmittags," antwortete Franzl ruhig und als Erna bestätigend nidte, blieb auch Georg stumm. ,, Na, aber erklären Sie mir bitte, wie wieso wiffen Sie das alles," rief Erna in höchster Ueberraschung. Kennen Sie vielleicht noch diese Uhr," sagte Franzl, indem er eine silberne ihr aus der Tasche zog und sie Erna reichte. Allmählich erinnerte sich Erna. Ja, damals hatte ihr ihre Mutter viel von einem Kleinen Jungen erzählt, der sich so nett zu ihr gezeigt hätte und als ihm dann Erna etwas schenken wollte, hatte die Mutter eine Uhr gekauft. Und Erna erzählte nun die ganze Geschichte, soweit sie sich daran erinnern fonnte. Tann seid Jhr also die ältesten Bekannten, die hier am Tisch fiben," rief Greil wieder luftig. Nein, so ein Zufall. Aber dieses Wiedersehen muß natürlich entsprechend gefeiert werden." " ,, Ganz meine Meinung," schloß sich ihr Georg an. ,, ich schlage einen Tanztee vor. Wer ist frelivillig dafür?" Es bedurfte feiner Gewalt. Alle stimmten fröhlich zu. Jebt bleibt also nur noch die Wahl des Lokals übrig," sagte Franzl und zählte deren einige auf. Es gab viele Für und Wider und schließlich entschied man sich für das„ Boccaccio". Gedämpfte Mufit erfüllte den kleinen Saal. Zwischen den Tischen tanzten die Paare. War es notwendig, einen solchen Zustand der Notwehr zu schaffen? Ich komme zum Schluß. Es kann unserer Auffaffung nach nicht geduldet werden, daß, wenn demonstrierende Arbeiter auf die Straße ziehen, um dort ihren Jammer, ihr Elend, ihre Not, ihren Hun ger öffentlich in die Welt hinauszuschreien, man sie einfach zusammenschießt wie die Hasen. Die furchtbare Not der Menschen erfordert ein größeres Berständnis seitens der verantwortlichen Fat toren. Man möge fich darüber klar sein, daß Gummitnüttel, Gewehrkolben und Gewehrkugeln kein Beruhigungsmittel für hungernde Arbeiter gegenüber sein können. War es nicht gescheiter, die Massen ruhig ziehen zu lassen, war es nicht beffer, das Schreckliche zu verhindern und konnte es nicht so sein wie in Böhmischdorf, wo ebenfalls die Steinarbeiter im Anzug waren, wo man ihnen ebenfalls Gendarmerie entgegengestellt hat, wo Der Notstand steigert sich, das Elend wird gröman aber auch einen politischen Beamten beigaber und dieses Elend der Massen wird gerade von und dieser mit den Demonstranten verhandelte dieser Seite( auf die Kommunisten weisend) durch und sie zu bewegen vermochte, nach Freiwaldau eine verantwortungslose Heze gesteigert und sie find eine Deputation zu schiden! es, die mit den Anlaß geben, daß solche fürchterliche Ereignisse geschehen können! Die Tatsache, daß man nach Böhmischdorf, wo man wußte, daß die Menschen nicht so ers bittert zur Stadt gezogen sind wie von Sehdorf, einen Beamten entsandt hat und an die gefähr lichste Stelle nicht, das ist die Schuld der politischen Bezirksverwaltung überhaupt! Und nun wurden wir als die Schuldigen hingestellt und der Herr Abgeordnete Habet hat es unter anderen auch für nottvendig erachtet, hier zum Ausdrud zu bringen, daß die Berichte über führte sie in eine kleine Loge und nahm die Be- 1stellungen entgegen. Man setzte sich. „ Das ist Franzls Lieblingslokal," sagte Georg, nachdem der Kellner verschwunden war. Reinen schlechten Geschmad hat er, aber," fügte er lachend hinzu ,,, man findet ihn hier immer nur knapp nach dem Ersten." Franzl bestätigte diese traurige Tatsache, die anderen lachten, Wir können mit den Berichten des Herrn Ministers des Innern, wir können mit dem Ergebnis der Untersuchung nicht zufrieden sein, sondern er. heben die Forderung, daß die wirklich Verantwort lichen und Schuldigen zur Verantwortung gezogen werden! Es ist Arbeiterblut genug geflossen, Schluß damit! Sie niďte. Das Lied war zu Ende. Die Kapelle begann einen Foxtrott. assen wir vielleicht diesen Tanz aus," bat Erna.„ Ich möchte nicht anschließend einen Fox tanzen." Sie gingen in ihre Loge. Schweigend faßen sie auf den zierlichen, plüschüberzogenen Stühlen und schienen die tanzenden Paare zu beobachten. Woran haben Sie während des Tanzes gedacht," brach Erna das Schweigen. Sie schauten eigenartig vor sich hin als..." Sie fand nicht gleich das richtige Wort, als suchten Sie etwas," fuhr fie fort, als er sie überrascht, fragend ansah. Die Musit spielte einen Tango. Leise wimmerte die Geige, melancholisch blötte das Saxo- jo phon. Dazwischen schlug die Jazz den Takt. Creola" fummte Grefl leise mit, als der Refrain begann. Franzl fah Erna fragend an. Sie mischten sich unter die tanzenden Baare. Gretl und Georg folgten ihrem Beispiel. Leicht glitten sie über das blanke Parkett dahin, glaubten zu schweben. Die Musik brach ab, begann von neuem. Sie tanzten weiter. Ohne ein Wort zu sprechen. Franzl durchlebte während dieses kurzen Tanzes noch einmal die langen sieben Jahre, die seit feiner ersten Begegnung mit Erna ver strichen waren. Er hatte Erna feither nicht wiedergesehen. Die Erinnerung an jenen Tag, an dem er sie als zehnjähriger Junge hatte hilflos daliegen sehen, war zwar etwas verblaßt, nie aber geschwunden. Er hatte während der langen Jahre oft an Erna gedacht. Sie war ihm unbekannt, unbewußt ein Trost in seinem Heimweh gewesen, beson ders in der ersten Zeit. Dann waren andere Eindrüde gekommen, er war abgelenkt worden, aber vergeffen hatte er nie. " Woran denkt sie wohl jetzt?" fragte er sich still. An den Tanz? An etwas Gleichgültiges? Oder vielleicht auch an jenen längst vergangenen Tag?" Wie wissen Sie das?" fragte sie erstaunt. Franzl ging voran, hinter ihm Erna und Die Musik spielt gut," sagte Franzl, nur Wie wiffen Sie, daß ich vor acht Jahren bei.." Gretl, den Abschluß bildete Georg. Ein Kellner! um etwas zu sprechen. 999 Franzl antwortete nicht. Dann begann er, Langsam, zögernd, aus seinem Leben zu erzählen. Er schilderte jenen Tag, an dem das Unglüd geschah, wie er ihn erlebt, was er dabei empfunden hatte, die ersten Monate in der Stadt, die darauffolgenden, seine Freundschaft mit Georg, die ganzen sieben Jahre. Ich habe ähnliche Gedanken gehabt," sagte Erna. Ich habe diese zehn Minuten auch in der Vergangenheit gelebt." Franzt zuckte zusammen. Sie hatte also an dasselbe gedacht. Ein heißes Glüdsgefühl durch strömte ihn. Er wollte etwas erwidern... Da tamen Gretl und Georg. Ihr tanzt nicht," rief Georg überrascht. Soll das vielleicht die Feier des Wiedersehens fein?" Und er zog Erna hinaus in den Trubel. Franzl tanzte mit Gretl. Der Tee war zu Ende. Vor dem Lokal ver abschiedete man fich. Georg begleitete Gret! nach Hause. Franzl ging mit Erna. Erna wohnte weit. Sie nahmen die StraBenbahn. Sie wollten gerade etwas sagen, als die anderen hinzukamen." Jagte Erna und setzte sich auf einen eben freigewordenen Platz. ( Fortsetzung folgt " Nr. 279. Eine Maffenfundgebung der Mieter in Letschen. Dienstag, 1. Dezember 1951. Der mißglückte Butsch in Ungarn. Sette 3 Reichsbanner demonstriert für Freiheit, Demokratie und Republik. Berlin, 29. November. In allen Stadtteilen Zum Schluß der Versammlungen wurde eine Entschließung angenommen, in der gesagt wird, die Geduld und Nachsicht der Republifaner gegenüber dem Treiben der Nationalsoz: alisten habe soweit geführt, daß alles, was.m Laufe von 18 Jahren schwerer unermüdlicher Arbeit geschaffen worden sei, vor der Vernichtung stehe. Die breite Masse des Volkes verlange, daß die Führung in Reich und Ländern offen den Mut zur Tat beweise, um Freiheit, Demokratie und Republik zu erhalten. Das Reichsbanner übernehme die Führ ung der republikanischen Aktion. Loebe: Republit, der einzig dazu kompetenten Instanz,| Recht keine profunde Kenntnis unseres weisen verbotenes Druckwerk darunter befunden hat und Schutzgesetzes wird verlangen können, fommuni daß vor allen den Verhafteten bei Ueberschreitung stische Schriften mitführt, genügt noch lange nicht der Grenzen in die Ueberschweiz tein Sterbens zu seiner Ueberführung; und umsoweniger zu Am 28. November I. J. fand in Tetschen im wörtchen davon gesagt wurde, daß sie als Gäste einer Verhaftung, die nur dann zulässig ist, Schüßenhaus" eine Massenversammlung der nicht gerade willkommen seien und daß die demo- wenn es sich um Ergreifen auf handfester Tat Berlins fanden heute Vormittag große NeichsMieter statt, in der zum definitiven Wohnungs- fratisch- republikanischen Sicherheitsbehörden eine handelte. Diese kritiklose Selbstüberhebung sub- Berlins fanden heute Vormittag große Neichsgesetz Stellunge genommen wurde. Den Stand- augenblickliche Rückkehr mit großer Freude be- alterner Organe, die sich im Staatserhalten nicht bannerfundgebungen in zwölf Versammpunkt der Mietervereine vertraten die Referen- grüßen würden. Das System, Mißliebige ruhig genug auszeichnen können, muß von den Justiz lungslokalen statt, in denen eine Reihe tent, Herr Redakteur Mödl( Prag), Herr Dr. ins Land zu lassen, um sie dann mit gehöriger behörden in die gebührenden Schranken zurüd- namhafter Redner zu den Vorgängen in Hessen Klein( Teplit) und Genosse Rehwald( Teplit), Liebeswürdigkeit beamtszuhandeln, erinnert an gewiesen werden, wenn wir vor dem Ausland und der Aufdeckung nationalsozialistischer Proderen Ausführungen allgemeine Zustimmung der die in alten Büchern oft gepriesenen Methoden nicht unreparabel blamiert werden sollen. flamationen sprachen. Versammlung fanden. In der Debatte sprach der mittelalterlichen Burgenhelden, die den Der Verband der deutschen Selbstverwalauch Genosse Arnberg( Bodenbach). Die Ver- Gegner ganz ungeschoren hinter das bekannte sammlung nahm nachstehende Entschließung ein- Grenzseil ließen, um ihn dann umso sicherer und tungskörper hält seine nächstjährige Hauptver stimmig an: ausgiebiger beliebäugeln zu können. Die Tatsache, sammlung in der Zeit vom 19. bis 22. Mai 1932 Die am 28. November in Tetschen stattfindende daß ein Ausländer, von dem man mit Fug und in Böhm.- Leipa ab. Maffenversammlung der Mieterschaft fordert nicht nur in Anbetracht der außerordentlich schweren Wirtschaftskrise, sondern auch aus Gründen der Gerechtigkeit und sozialen Einsicht ein definitives Wohnungsgeseh, das den Mieterschutz und das soziale Wohnrecht dauerno regelt. Die Mieterfchaft forbert zu diesem Zwede einerseits die unbeschränkte Aufrechterhaltung des Budapest, 30. November.( Eigenbericht.)| Vollzugsausschuß und von einigen im Parlament Mieterschutes, anderseits dessen Ausdeh- Die Putschisten bestehen, wie sich jetzt allmählich nicht vertretenen angeblichen politischen Parteien nung auf die neuen Mieter in allen herausstellt, aus den ehemaligen Weißgar herausgegeben worden war und worin die UnterHäusern. Die Mieterschaft erwartet, daß dem bisten, die fürchteten, im Falle eines Kurs- zeichner, an erster Stelle Bannay, zu revolu= unerhörten Zinswucher und der willkürlichen Kün wechsels für ihre Mordtaten und Plünderungen tionären Berbrechen und Aktionen digungsmöglichkeit der Hausbesitzer, welche die Not zur Verantwortung gezogen zu werden. Es sind auffordern. lage der Allgemeinheit in geradezu herausfordern- das die Reste der Erwachenden Ungarn, die under Weise aunüken, durch wirksame gesetzliche Maßter Führung Ladislaus Vannay stehen, die nahmen ein Ende bereitet wird, in der Form, daß Rassenschüßler, die burgenländischen Aufständivor allem alle Mietzinse einer gesetzlichen Regelung schen und die Tieflandbrigade, deren Führer der unterzogen werden und das Kündigungsrecht des Hausbesizers nur aus wichtigen Gründen als zu lässig erklärt wird. Die Mieterschaft erwartet von allen Parteien, daß sie in Anbetracht der schlechten Wirtschaftslage diese Forderungen unterstützen und allen Versuchen, den Mieterschutz zu lodern, mit aller Entschiedenheit entgegentreten werden. Die Kartoffelaktion des Ernährungsministeriums. Horthys Zerroristenbanden wollten zur Macht. berüchtigte Francia Riß ist. Sie wollten die alte terroristische Bewegung mit demagogifchen Phrasen und der Ankündigung einer Agrarund Wahlrechtsreform neu beleben. Sie tragen blaue Hemden und als Abzeichen eine Sense und nannten sich„ Blauhemden" oder Freiheitspartei. Seit September hielten sie in Budapest öffent liche Versammlungen ab, wo sie ihr rechtsradikales, antisemitisches Programm ganz offen entwickelten, ohne von der Polizei gehindert zu werden. 1 Wir lassen uns nicht abschlachten! Nürnberg, 30. November. In einer überfüllDer Vollzugsausschuß hat nach der Be- ten Massenversammlung der sozialdemokratischen schlagnahme dieses Aufrufes beschlossen, die Partei in Nürnberg warf der Referent des Sache zu beschleunigen und am 21. d. zu Abends Reichstagspräsident Loebe die Frage versuchen, sich in die Kasernen und die auf, wieso es tomme, daß es auch in den Verpolizeilichen und anderen öffentlichen einigten Staaten, in Japan, in Ungarn und Gebäude einzuschleichen sowie die Post- anderswo ebensolche frisenhafte Erscheinungen und Telegraphenämter und die gäbe wie in Deutschland, wo man der StaatsRundfunksender in die Hand zu be- form und der marxistischen Lehre die Schuld lommen, um damit glauben zu machen, daß daran zuschieben wolle. An einer anderen Stelle in Ungarn eine Revolution ausgebrochen sei. feiner Rede erklärte Loebe an die Adresse der Sie wollten weiter die ganze Provinz auf- Nationalsozialisten, wenn sie zum Verfassungsfordern, sich dieser Bewegung anzuschließen. bruch schreiten sollten, dann mögen sie wissen, Gleichzeitig trachteten sie auch, für die ma- daß sich die Proletarier nicht widerstandsterielle und finanzielle Seite ihres Unter- los absch I achten lassen. nehmens Sorge zu tragen. Sie hatten daher im Plan, die Gold- und Geldvor räte der Nationalbant und der privaten Bankhäuser in die Hände zu bekommen, zu welchem Zwed fie genaue Aufzeichnungen über die Banken und die Staatsgebäude, wo sie Geld zu finden glaubten, verfertigt hatten. Aus bisher noch unbekannten Gründen Die Sozialdemokratie habe erkennen müssen, daß mit dem Nationalsozialismus ein größe= rer Feind entstanden set als Brüning, der vorber von ihr bekämpft worden sei, und daß sie ihre Kraft zuerst gegen diesen Feind zu rich ten habe. Sie führe den Kampf auf parlamentar schem Boden. Sie wüßte thn aber auch weiterzuführen, wenn man sie auf ein anderes Schlachtfeld zwinge. Boruntersuchung der helli chen Hochverrats- Vorbereitungen. 2.5 Millionen Kronen in fünf Wochen. Sie bildeten auch den Kern der geheimen Die vor einiger Zeit angekündigte Aktion militärischen Organisationen und insofern ist die durch welche Behauptung des Innenministers, daß keine Soldes Ernährungsministeriums, Arbeitslose und Bedürftige rechtzeitig mit Star- daten unter den Verschwörern waren, eine Bertoffeln verforgt werden sollen, hat in der Zeit drehung. Es waren eben die Angehörigen der von Anfang Oftober bis heute bereits betracht- geheimen militärischen Formationen. Die Behörden waren davon schon lange in liche Erfolge aufzuweisen. Nach den Richtlinien des Ministeriums wurden den Gemeinden Be- Kenntnis, dementierten aber alle Meldungen träge zugewiesen, welche der vom Ministerium über diese Bewegung. Die große finanzielle Not für soziale Fürsorge festgestellten Arbeitslosigkeit zwang jezt die Regierung zur Enthüllung. Sie wurde die für den 21. d. festgesetzte Aktion auf entsprechend abgestuft sind. Für diese Geldmittel wollte damit vor allem beweisen, daß sie allein den 28. d. verschoben. Die Regierung hat nun werden von den Gemeinden die Kartoffeln ange- gegen die Rechts- und Linksradikalen die Ord- die Zeit für gekommen erachtet, um diesen Unfug der auch viele gutgläubige Personen zu Verbre schafft und unentgeltlich verteilt. Bis zum mung aufrecht erhalten könne, und wollte auch chen hätte verleiten können, ein Ende zu bereiten. einen Vorwand zur weiteren Aufrechter. 10. November, das ist also im Laufe von ungedes Standrechtes haben. Deshalb wurden Freitag abend bei der Polizei Berlin, 29, November. In dem Straffähr fünf Wochen, hat das Ministerium folgende haltung Schließlich wollte sie auch mit den rechtsradika- und in den Kafernen die nötigen Vorsichtsmaßverfahren wegen der bekannten Vorgänge in Beträge zuerkannt: nahmen getroffen. Hessen hat der Oberreichsanwalt die Eröffnung In Böhmen 71 Bezirken 1,536.000 K, len oppositionellen Elementen abrechnen. Die Regierung will die Lifte der Verhafte der gerichtlichen Voruntersuchung wegen Vorin Mähren Schlesien 27 Bezirken 546.000 K, in Budapest, 30. November. Zu dem bon bere tung zum Hochverrat beantragt. Zum der Slowakei 49 Bezirken 407.000 K; insgesamt ten deshalb nicht veröffentlichen, weil daraus erwurden 2,489.000 K ausgezahlt. Gleich sichtlich wäre, wie viele Mitglieder der Armee, der Polizei aufgedeckten Putschversuche schreibt untersuchungsrichter ist von dem Reichsgerichtszeitig hat das Ernährungsministerium den Ge- vor allem aber der geheimen Militärorganisa- A Reggel", die Butschiften hatten den Plan ge- präsidenten der Reichsgerichtsrat Goeller bemeinden empfohlen, im eigenen Wirkungskreis tionen, an den Putschvorbereitungen beteiligt habt, etwa tausend Anhänger der Bewegung in itellt worden, die Hauptstadt zu schmuggeln. Die bewaffneten nach Maßgabe der eigenen Mittel entsprechende waren. Unter denen, die wegen des Putsches ver- Butschisten wollten dann an die Verwirklichung Aftionen durchzuführen und Kartoffeln zu ber billigten Preisen abzugeben. Einzelne Gemeinden nommen wurden, befindet sich auch der General ihres Programms gehen, dessen nächste Etappe haben diese Empfehlung bereits befolgt. So hat Haies, der seinerzeitige Leiter des farthogra- die Gefangennahme der Regierungs Reichenberg 25 Waggons, Mährisch- phischen Militärinstitutes, einer der Führer der mitglieder sein und der die Belegung nung des nationalsozialistischen Abgeordneten Ostrau 20 Waggons, Pilsen 43 Waggons Frankfälscher, ferner Johann Barta, der mili- der öffentlichen Gebäude und Ban- Göhring in Berlin wurde auf dem Bürgersteige ten folgen sollte. Nach Informationen des Blat- in großen roten Buchstaben von bisher unbekann angekauft, andere Gemeinden und Bezirke wie tärische Leiter der Gemeindewache.Die Regierung denkt im Ernst nicht daran, tes hatte einer der Verschwörer die Aufgabe, die ten Tätern aufgemalt:„ Tod dem Göhring". Brür, Komotau und Grasliz haben größere Geldbeträge dafür vorgesehen. Es ist zu hoffen, die Verhafteten schwer zu bestrafen. Jedenfalls Synagoge in der Tabakgasse in die. F. 2.( Rot- Frontbund). daß die so günstig eingeleitete Aftion auch weiter wird das Standrecht gegen sie nicht zur Anwen- 2uft zu sprengen. Aukerdem hätten die Berdung gebracht, obwohl selbit die Polizei von schwörer eine Liste von 1500 reichen Leuten bin erfolgreich fortgesetzt werden kann. einem Putschversuch spricht. aufammengestellt, die verhaftet werden foll fen. Nach Erlangung der Macht wollten die Berlin, 30. November. Das englische Pfund Vutschisten Plünderungen und andere Gewalt- bat heute feit der Suspendierung des Goldstandards einen Rekordtiefstand erreicht. ro Der bisher niedrigste Sturs nach dem 19. Sepstantember war 3.48 gegen den Dollar, und zwar am 25. September, während am Tage nach der flori Suspendierung des Goldstandards- nämlich am 21. September die Notiz 4.00 lautete ( letter Kurs vor dem 21. September 4.85.90). Bereits in den letzten Tagen lag das Pfund recht schwach, und man behauptete in englischen Finanzkreisen, daß nur französische AbZagung des Vorstandes des tschechischen Jugendverbandes. Am Samstag und Sonntag tagte in Prag der Vorstand des tschechischen sozialdemokratischen Jugendverbandes. Das umfangreiche organisatorische Referat über die Tätigkeit der einzelnen Streise stellt fest, daß allein im heurigen Jahre 77 neue neue Jugendgruppen ins Leben gerufen wurden, welche einen Zuwachs von Vor etwa drei Wochen gelangte in die Hände der Polizei ein Aufruf, der von diesem tätigkeiten organisieren. Vormarsch und Rüdwärtsbewegung. Keine Klärung in der Mandschurei. fitfitar, 30. November.( Reuter.) Un- und Kriegsmaterial feien bereits eingetroffen. 1200 Mitgliedern brachten. Auch sonst bietet der bestätigte Meldungen befagen, daß General Auch aus Titfilar sei eine starke Abteilung jepa, Bericht ein äußerst erfreuliches Bild auf allen matschanschan an der Spize von 3000 nischer Truppen angekommen. Gebieten. Am Sonntag erstattete Genosse Soldaten den Vormarsch aus Hailun in der Dvoř ein eingehendes Referat über die vor- Richtung nach Tsitsilar angetreten hat. militärische Erziehung und die obligatorische. Körpererziehung. Er hob die in beiden Forderun Neutrale Zone London, 30. November. Reuter meldet Ranting, 30. November.( Reuter.) Die gen berborgenen Gefahren hervor und erklärte, daß die Arbeiterjugend diese Vorlagen nicht an- aus Mukden, daß die japanische Brigade, hiesige Regierung teilt mit, daß China den Vornehmen könne. Ebenso scharf, wie der Referent die am Freitag in der Richtung Tichintschau schlag auf Schaffung einer neutralen Zone in wandten sich alle Debattenredner gegen diese vorgedrungen war, ihre Rüd wärtsbewe- der Mandschurei, um einen Zusammenstoß der Pläne des Ministeriums für nationale Ber- gung in der Richtung auf Mukden nahezu Abteilungen der beiden Streitparteien zu ver teidigung. Das politische Referat erstattete Ge- beendet habe. 200 Eisenbahnwagen mit Truppen hindern, sofort annimmt. noffe Dr. Meißner, welcher sich eingehend mit allen aktuellen, wirtschaftlichen und sozialen Problemen beschäftigte. Der Verbandsvorstand beschloß, den nächsten Verbandstag am 15. und 16. Mai 1932 abzuhalten. So fi: ht die Abrüstung aus! Zod dem Göhring!" Berlin, 29. November. Vor der WohZiefftkurse des Pfund Sterling. gaben der Grund für diese Schwäche wären. Auch heute fanden an den kontinentalen Plätzen wiederum französische Pfundverkäufe statt, fo daß sich das Pfund bis auf 3.38.75 abfchwächte. Lohntarif für den Ruhrbergbau gekündigt. Essen, 30. November.( Tsch. P.-B.) Der Bechenverband hat den Lohntarif für den Ruhrbergbau mit der vorgesehenen vierwöchigen Frist. zum 31. Dezember 1931 wieder gekündigt. Der Lohntarif war am 26. November vom Schlichter unverändert verlängert und vom Reichsarbeitsminister am vergangenen Samstag bekanntlic für verbindlich erklärt worden. Gine halbe Milliarde Dollar Marinebudget in USA. für 1931| 32. Eine faire Berhaftung. Babette Groß und Aus Washington wird geschrieben: zeuge durch 1000 Militär hydroavione, 3bei weitere Mitarbeiter der deutschen VerlagsNach dem heute veröffentlichten Jahres- wozu der Kongreß im Jahre 1926 die ErmächHungermärsche auch in USA. anstalt in Berlin, die vom kommunistischen Washington, 30. November. Die Polizei Münzenbergkonzern fontrolliert wird, wurden bericht des Marinedepartements haben die Ver- tigung erteilte. Zwei Kriegsschiffe wurden moder har Pläne aufgedeckt, die sich mit einer einheir bor wenigen Tagen bei Reichenberg verhaftet. einigten Staaten im letzten Finanzjahr, das mit weil sie angeblich kommunistische Publikationen tem 30. Juni d. J. abschloß, für den Ban ihrer nisiert und drei weitere befinden sich lichen, vermutlich kommunistischen Aktion von den Versuch bekundeten, zum Umsturz der demo- Flotte im ganzen 357,606.219 Dollar aus im Bau. Ferner werden sieben große Hungermärschen aus den verschiedenen HauptKreuzer mit achtzölligen Geschüßen, drei städten der Nordstaaten nach der Bundeshaupt fratisch- republikanischn Staatsform das ihre bei gegeben. Für das laufende Finanzjahr stehen dem Untersee boote und ein Flugzeng mu t- stadt befassen. zutragen. Inwieweit dieses hochgesteckte Ziel Aus Hammond im Staate Indiana wird durch die mitgeführten Schriften erreicht werden Marinedepartement 489,241.564 Dollar zur Ver- terschiff gebaut. Außerdem wurde der Bau önnte, foll ganz außeracht gelassen werden: fügung, doch nimmt man an, daß bloß 386 Mil- von fünf Torpedo bootzerstörern in gemeldet, daß eine Abteilung von Teilnehmern eines ist aber sicher, daß die Zollorgane nach den lionen Tollar verausgabt werden. des Hungermarsches in die Stadt eindrang, jedoch von der Polizei, welche gegen die Manifest inten amtlichen Mitteilungen die inkriminierten Bücher Während des letzten Finanzjahres ergänzte- Am 30. Juni betrug die Zahl der Offiziere auch Tränengas bomben in Anwendung brachte, rasch zersprengt wurde. haben, daß sich kein von den Strafgerichten der das Amt für Marineflugwefen die Zahl der Flug- 9260 und die der Mannschaft 79.991. und Zeitschriften gesehen und nicht beanständet. Auftrag gegeben. Belle& Tagesneuigkeiten Dienstag, T. Dezember 1981. Vom Rundfunk Nr. 279. standrechtlichen Verfahren zum Tode verurteil- I miert wurden, die kostbaren Instrumente. Da der I ten sieben Mitglieder einer Spionagebande, die eiserne Vorhang standhielt, blieb der Zuschauerzu Gunsten Sowjetrußlands tätig war, u. zw. raum, ein Meisterwerk Bibienas aus dem acht- Empfehlenswertes aus den Programmen. den Strang hingerichtet. Die Hinrichtung nahm Mittwoch: nahezu fünf Stunden in Anspruch. Unerhörte Soldatenschinderei. umeist Bauern aus dem Oſtmarkengebiete durch zehnten Jahrhundert vom Feuer verschont. Prag, 28. November. Das Bravo lidu" weiz heute von einem unerhörten Fall von Soldatenschinderei zu berichten. Durch das unmenschliche Verhalten eines Ge freiten ist in der Garnison Trau tenau ein Rekrut, der erst im Oktober zum Militär einrüdte, in den Tod getrieben worden. Das Blatt weiß folgende Einzelheiten zu melden: Der Soldat Petera aus Stoniginhof, welcher ant 1. Oktober seinen Militärdienst in der Garnison Trautenau beim Grenzjägerregiment Nr. 2 antrat, wurde am Montag von seinem Gefreiten auf unerhörte Weise mißhandelt. Bei einer Uebung fiel dem Petera eine Patrone auf die Erde. Der Gefreite bespuckte die Patrone und befehl dann dem Soldaten, diese bespuckte Die italienischen Großstädte. Am 31. Oktober Brag: 11: Schallplatten. 18.25: Deutide wiefen die wichtigsten italienischen Städte folgende Sendung: Arbeitersendung: Dr. MarBevölkerungsziffern auf: Rom 1,004.028 Ein- use: Krankheit und soziale Sage. 19.30 Volksbildnertagung. Der Sonderausschuß wohner, Mailand 993.496, Neapel 843.036, Militärmufit. Brünu: 18.25: Deutsche Sen für das gesamte Volksbildungswesen beim Ver- Genua 609.073 und Turin 598.265. Ueber dung: Dr. Löffler: Was der Arbeiter über The bande der deutschen Selbstverwaltungsförper ver- 100.000 Einwohner zählen die Städte Palermo, cheidung und Chetrennung wissen soll. 20.30: Leber anstaltet am 13. Dezember 1931 in Leit- Florens, Venedig( 260,463), Triest( 250.048), in neuer Beit, Pyrische Suite.-Mähr. Oftrau: merit( 9 Uhr vormittags, Stadtbücherei) eine Bologna, Messina, Bari, Verona, Padua, Livorno, 15: Orchesterkonzert. 20.25: Biolinkonzert. 20.55 Tagung der Vertreter der Gaubildungsausschüsse. Reggio Calabria, Brescia, Ferrara, Spezia, Ta- Tangmusit. Berlin: 16.30: Kammermusif. 21.10: Die Tagesordnung weist folgende Punkte auf: ranto und Cagliar. Orchestermusit. Leipzig: 19.30: Mufit für Harfe Goethefeiern 1932( Universitätsprofessor Doktor Die standesamtliche Berlobung". Aus Ko Mostau: 21: Konzert. Wien: 19.30: Chorkonzert. 21.50: Ronzert. Gierach), Schulung der Arbeitslosen( Sekre- motau wird uns berichtet: Der Handlungsgehilfe tär Ernst Paul), die Aufgaben der Volksbil eines hiesigen Geschäftes hatte sich zu Ostern dungsreferenten( Landesvertreter A. Köhler). 1930 mit einer achtzehnjährigen Verkäuferin ber- ftellungsplates stöberte zwei im Gebüsch versteckte Vertreter der öffentlichen Bildungsausschüsse sind lobt. Bei der bekannten Schlechtigkeit der Män- junge Leute auf, die jedoch fliehen konnten, wobei als Gäste willkommen. Wohnungsanmeldungen ner glaubte die junge Verlobte ganz sicher gehen sie eine Aftentasche und einen Koffer zurüdließen find an Prof. Dr. Wahnauer, Leitmerik, Kiut zu müssen, indem sie darauf drang, daß ihre der Polizei gelang es, auf Grund der zurüd fchatgasse 6, zu richten. Verlobung auch richtig amtlich" eingetragen gelassenen Gegenstände die Spur der beiden bis Tot unter dem Auto hervorgezogen. Ein werde. Der Handlungsgehilfe, dem daran gele- Chrudim zu verfolgen, wo ihr die Verhaftung vom Chauffeur Josef Pecha aus Prag gesteuertes gen war, fich die Zuneigung des Mädchens zu gelang. Es handelt sich um den 21jährigen Starl Personenautomobil erfaßte Montag nachmittags erhalten, ging hin, nahm ein Papier und schrieb Paulus, Spengler aus Chrudim und den 23jährigen auf der Olmützer Straße in der Nähe der Ab- darauf:„ Herr Gr. und Frl. H. Ihre Verlobung Tischler Josef Pilný, gleidfalls aus Chrudim. Beide zweigung der Straße nach Slatina bei Brünn wurde mit dem Tage des 20. April 1930 für geftanben, den Einbruch berübt zu haben. Man mit dem Kotflügel einen Mann und stieß ihn rechtsgültig erklärt und in die staatliche Stan- fanb bei ihnen etwa 22.000 K in bar. nieder, so daß er unter den Wagen geriet. In desführung eingetragen. Bezirksbehörde 1. Jn den Manne wurde der 40jährige Arbeiter M. Stanz. Der Bezirkshauptmann." Dieses Dokument Gefälschte Postanweisungen. Die Wiener Polizei Am Dienstagmorgen wurde die vollkommen ger unter dem Auto hervorgezogen. Mach hatte eine einer alten Stempelmarte ansehnlicher gemacht steten Jean Candille und seine Freundin. gleichMach aus Schlapanit festgestellt. Er wurde tot überreichte der Jüngling, nachdem er es mit berhaftete Sonntag abend den Pariser Postbedienstüdelte Leiche des Batera aufgefunden. Der ge- Stopfwunde und wahrscheinlich innere Verlegun batte, feiner Verlobten, die das wichtige Schrift falls eine Postbeamtin. Candille hatte zum Schaden famten Oeffentlichkeit von Trautenau bemäch- gen erlitten. Die Leiche wurde in das Brünner ftüd wohl aufbewahrte. Aber war nüht eine des französischen Postärars Bostanweisungen in der tigte sich ob des unerhörten Vorgehens des Ge- en Brünnerstück freiten, das inzwischen bekannt geworden war, Institut für gerichtliche Medizin überführt. wenn zwei größte Erregung. Patrone mit dem Munde aufzuheben. Der. Refrut hatte Angst vor Strafe und fam diefem unerhörten Befehl" auch tatsächlich nach. Die schwere Demütigung, die ihm von dem Gefreiten vor der ganzen Kompanie auf erlegt worden war, fonnte der junge Mann nicht überwinden. Am Montagabend warf er sich in der Nähe der Rajerne vor einen Zug. Die sozialdemokratische Parlamentsfraktion wird, wie das„ Pravo lidu" ankündigt, über diesen Fall eine Interpellation an den Verteidigungsminister einbringen. Gin 73.000 Zonnen- Schiff. 11 Spargelder veruntreut. Die Kaschauer Poli- Menschen nicht zueinander passen? Der Jung- öhe von 250.000 Franken gefälscht. Es wurden sei verhaftete den Beamten Friedrich Pešerling fand an einer anderen Gefallen oder von dieser Summe bisher 120.000 Franken sichervon der Kaschauer Staatsbahndirektion, da er bielleicht auch an mehreren und so endete gestellt. Privatgeld der Sparer veruntreute, welche zum die Bekanntschaft mit Zerwürfnis, Aerger und großen Teil Angestellte der Kaschauer Staats- Verbitterung. Also tam es, daß die verflossene bahnbirektion sind. Pešek gab beim ersten Verhör Verlobte eines Tages den Handlungsbefliffenen Winter vor den Zoren! gu, etwa 80.000 K veruntreut zu haben. Die aufforderte, er möge die Verlobung beim Stanamtliche Untersuchung ist noch nicht beendet. desamte widerrufen lassen, ein Anfinnen, das der sie es werden wollen, aus ihrem Sommerfchlaf. Ta Dieser Ruf schredt alle Stifahrer und soldje, Auf der Werft bon Glasgoto( Schott- Vierköpfige Familie erschlagen. In einem Büngling mit einem verdrossenen Achselzucken heißt es nun, nach dem Rechten sehen und die forg sand) wird augenblicklich ein englischer Riefen- Dorfe bei Lemberg wurde von unbekannten auf und sprach bei der Behörde vor, den Beam- Wintersportgeräte herauszuholen und bereitzustel Vierköpfige Familie erschlagen. In einem beantwortete. Da tat sich das Mädchen selber fältig aufbewahrten( ist das wirklich stets geschehen?) ozeandampfer von 73.000 Tonnen das größte Tätern die ganze Familie des Schantwirtesten eine sehr heitere Stunde bereitend. Für den len für den ersten Schneefall da draußen. Das Schiff der Welt gebaut. Der neue für 4000 Seifert mit einem Beil erschlagen. Es handelt ehemaligen Verlobten verlief die Angelegenheit Einlassen mit warment Leinöl ist nur rat am, wenn Weltgebaut. Basiagiere berechnete Dampfer, mit dem sich um den 60 Jahre alten Seifert, feiner Frau, insofern wenig erquidlich, als er wegen Dotu- sie zur erften Stitour noch einige Wochen dozvi England der„ Europa" das Blaue Band des die 22jährige Tochter und den 17 Jahre alten dazwiOzeans wieder entreißen will, ist fast 340 Me- Sohn. Die Täter raubten Bargeld, Tabat und mentenfälschung vor dem Richter erscheinen und schen liegen. Sonst gibt es nurmehr die vorzüg ter lang, also 40 Meter länger als die Bre- Kleidungsstücke und verschwanden. eine Strafe von zwei Tagen Arrest, bezw. 100 che Behandlung mit Fichtenholzteer und Schellat men". Die Kommandobrücke liegt etwa 50 MeKronen Geldstrafe, bedingt auf ein Jahr, ein- eventuell Firnis. Tas Riemenzeug muß noch aut ter über dem Kiel und 33 Meter über dem Was Vierzig Prozent aller Familien haben einen steden mußte. gefettet werden, damit es in der Kälte nicht stod ferspiegel. Das Schiff, mit dem man eine Durch Radioapparat. Die Vereinigten Staaten Tödlicher Unfall bei Stoda. Ter 52jährige steif friert. Auch die Stöcke gehören sorgfältig geschnittsgeschwindigkeit von 30 Knoten zu errei- sind ein Paradies für die Händler mit Radio- Schloffer Wenzel Střelina aus Stornan war Mon- prüft, ob sie nicht durch Sommerhise gesprungen chen hofft, wird mit Del befeuert werden. Eine apparaten, denn nach den Angaben des amtlichen Monprüft, neue noch geheim gehaltene Konstruktion soll statistischen Büros besaßen bei der letzten Zählung tag bormittags mit der Rekonstruktion der Gas- find, ob die Schneeteller noch entsprechen www. das Schlingern und damit das Entstehen der der Radioempfangsapparate 12,078.346 ameri plattform im Stahlwert der Stodaterte etwa die Motten im Stigewand gebauft? Nich.? leitung auf der sogenannien Generatoren- Dann geht's an die sonstige Ausrüstung. Cateit Seekrankheit fast völlig unmöglich lanische Familien, d. 1. 40.3 Prozent aller machen. Der Stapellauf ist für Mai 1932 Familien des Landes, einen Apparat. Im Zu- beschäftigt. Bei der Arbeit betrat er eines der ge- Run, dann um so beffer. Recht ausgeflopit das Im Zulofferten geplant. sammenhang damit wird angeführt, daß im Jahre offerten Bleche, welches einen Teil dieser Blatt- Beng, die Knöpfe festgenäht. Die braven Schuhe, sammenhang damit wird angeführt, daß im Jahre 1930 eine amerikanische Familie durchschnittlich form füllte. Er stürzte vier Meter tief und die wohl das wichtigste unserer Ausrüstung, verlangen Tobesurteil in Budweis. 4,1 Mitglieder zählte gegen 4.3 im Jahre 1920. Platte, auf welcher er stand, fiel auf ihn. Es nach gründlicher Reinigung und sorgfältiger Ein Budweis, 30. November. Heute abends Ein furchtbarer Brand hat das Bühnen- fo daß er auf der Stelle tot war. wurde ihm der Schädelknochen durchgeschlagen, fettung. Sohle mit Leinöl, Oberleder mit einen bewährten Lederfett( Tran). Und dann, wenn das wurde gegen den 62jährigen Johann Vohaus des Stadttheaters in Bologna vollstän- Museum auf dem Spielberg. Samstag alles gefchehen ist, kann der Stijahrer beruhigt der drážka das Urteil gefällt, der am 11. Juni big eingeäschert. Der möchtige Bau wurde unter in Kamenný Malikov die Frau Marie Křiklan Bapit Beneditt XIV. erbaut unb 1763 mit einer Bist du schon Mitglich der Naturfreunde? burch Revolverschüsse getötet und deren 35jähri- Oper Gluds eröffnet. Samstag abends hatte die gen Sohn Josef Křiklan so schwer verletzt hatte, Generalprobe der Oper„ Die schlaue Witwe" von daß er im Krankenhaus verschied. Die Ge- Wolf- Ferrari stattgefunden. Vermutlich dürfte ein schworenen beantworteten die beiden Haupt unvorsichtiger Raucher den Brand verschuldet fragen mit acht Ja- und vier Neinstimmen. Auf haben. Ein Kaufmann, der schon um 4.30 Uhr Grund dieses Verdiktes wurde der Angeklagte aufgestanden war, bemerkte den Feuerschein. Plößzum Tode durch den Strang verurteilt.) lich stieg aus dem Dachstuhl eine gewaltige Rauch fäule und sämtliche Fensterscheiben stürzten auf Sieben Hinrichtungen auf einmal. die Straße. Auf seinen Anruf traf fünf Minuten Warschau, 28. November. Jm Gefängnis später die Feuerwehr ein. Ein Orchestermusiker hofe zu Baranovice wurden heute die gestern im rettete mit Hilfe von Soldaten, die ebenfalls alarwurden zwischen dem tschechoslowakischen Gesand- weißen Dinge warten, die da kommen werden. ten in Rom Mastny und einem Vertreter des Erkundige dich bei einem Funktionär über die tie italienischen Außenministeriums die Ratifikationsgeftaligen Begünstigungen und Vorteile, die du als urkunden über die Errichtung eines Museums der urkunden über die Errichtung eines Museums der Mitglied genießt( Fahrpretsbegünstigungen im n italienischen Patrioten auf dem Spielberg bei und Auslande, Unfallversicherung, Süttenbegünſti Brünn ausgetauscht. gungen, Urlaubsberatungen, fostenlose Beistelling Verhaftete Kaffeneinbrecher. Montag in den von Führern und Karten usw.). Tie Natur frühen Morgenstunden wurde die Kassa der Firma freunde- Bewegung ist die größte Wandervereini Sandsmann in der Wilsonstraße in Pardubig aus- gung der Welt! In allen Eidteilen webt die Fobne geraubt. Ten Tätern fielen, nachdem sie die Kassa der Naturfreunde- Internationale! In der Eichechn angebohrt hatten, 50- bis 60.000 K in Banknoten in iowakei bestehen zirka 100 Ortsgruppen mi: rund die Hände. Der Nachtwächter des nahen Aus- 10,000 Mitgliedern. -11eine starke Verbitterung sich in seinen Mienen strumpf hinter sich auf das Bett und ging leise! Vater war ganz wild Feigling, hat er Der Hungermarsch. zeichnete. hinaus. Im Gehen hing sie noch den Schal über dich mehr als einmal geschimpft. Sag mir, was Aber sie fragte nicht, legte nur ihren den Arm. Dann zog sie möglichst geräuschlos die dran ist. Ich fürchte, daß er es überhaupt nicht mehr duldet, daß wir zusammenfommten." Ein Erlebnis aus unseren Tagen. baumwollenen Schal herunter auf das Bett und Türe hinter sich zu. jah dann eine Weile hinaus auf die stille, abend- Drunten hinter dem Spritzenhaus trafen Warum, Hermine?"" Das sollst du mir Von Hans Honheiser. einsame Straße. Ein Gedanke teimte in ihr auf, fie fich. Dort stand balb verborgen in einem fagen." Vielleicht, weil ich nicht auch, wie alle ,, Ein Feigling weil er ein Feigling ist, machte sie unsicher und verlegen: Es ging um Fliederbusch, der freilich jetzt schon fast ohne Blätter war, eine Bant. Als sie den Weg nach andern, in ein Horn geblasen hab. Nein. Herdrum ist er dagegen," knurrte der alte Körbel, ihn um Willi. während sich sein Gesicht zu einer verächtlichen Eine geraume Spanne war Schweigen links vor dem Sprißenhaus einbog, sah sie ihn mine", er sagte es fast zornig, man könnt es Grimasse verkniff. Dann setzte er sich in der zwischen ihnen. Wo kommst du her?" frate er schon fiben. Trotzdem es schon recht fühl war, fich fast überlegen, noch bei der Partei zu hatte er seinen Hut neben sich auf die Bank ge- bleiben." dunklen Stube auf einen Stuhl und langte die dann ziemlich unvermittelt. Sie schien die Frage erwartet zu haben. legt, jag barhäuptig dort und die rauhe Abend- ,, Hast du Angst, Willi?" fragte sie wieder letzte Schnitte aus der Tasche, die er am Morgen, bevor er wegging, fürsorglich eingestedt Deshalb sagte sie schnell: Bei der Tante im Inft strich über seine Stirn. Er atmete ein paar- und brachte ihr Gesicht nahe vor das seine. Daluft batte. Ja ein Feigling der um dieses Dorf unten war ich am Nachmittag und früh mal tief auf und streckte dem Mädchen freudig bei sah sie ihm tief und lange in die Augen; die Hand entgegen. Weil ich nicht wollt, so wie sie? Weil ich bredige Leben zitterte. Und der der glaubte, hatt' ich im Haus zu tun." Obwohl er auf der Bank auf sie gewartet mir teinen Erfolg versprech, aber Folgen jeh, Er antwortete nichts darauf. Aber faft fühlte fie es, daß er ein wenig Mißtrauen hatte. hatte, war es doch Hermine, die schon, als sie vor denen mir graut? Traust du mir zu, der mine, daß ich mich fürcht?" Grundlos jagte sie sich mit Bedauern. Aber noch ein paar Schritte entfernt war, sagte: sie hatte doch vor sich selbst fein ganz reines Fast hab ich gemeint, du kommist heut über- Nein Willi aber wirst du mitgehn?" Gewissen. Denn den ganzen Nachmittag hatte sie haupt nicht mehr. Hat denn die Versammlung Und wenn die Stadt voll Teufel wär! om Fenster gewartet, daß sie heimkämen; der so lang gedauert? Den ganzen Vormittag und Daheimbleiben kann ich nich." Dann zog er ihre Vater, dann seine Freunde under, er: von icht ist's schon spät am Abend. Und was Hand in die seine und rückte ihr auf der Bank dem der Vater mit so verächtlichen Worten war los? näher. sprach. Sie war ein bißchen furchtsam, als sie die Sie aber stand hastig auf:„ Wir werden jebt wohl heimgehen müssen. Du wirst Hunger Los? Den famosen Hungermarsch haben haben und mir ist talt." sie beschlossen, von dem sie schon die ganze Woche Er zog sie noch einmal an sich. Dann ris gefaselt haben. Ja- die Demonstration drinnen fie fich los und lief leichtfügig von ihm fort. in der Stadtgegen den Minister wegen Raum, daß sie ihm im Davoneilen noch einen des Streites in der Mandschurei und richtig, Gruß zurüdnidte. ,, Womit ihr der Alte nur den das darf ich doch nicht vergessen: wegen des Kopf vollgemacht hat?" neuerlichen Lohnabbaus." des alten Körbel Jüngste heimführen fönnen. Er schüttelte resolut den Kopf. ,, Draus wird mein Lebtag nir!" zu Dann biß er wieder in das Brot, das fchon zu hart war, als daß es sich unter seinen Fingern zerkrümmelt hätte. Biß und riß, dann horchte er durch das Dunkel hinaus. Im Vorhaus waren Ieichte Mädchenschritte laut geworden. Dann Sie hängte die geblumten Vorhänge vor die Frage tat. hörte der Alte, wie die Klinke herabgedrückt Fenster, dann nahm sie einen Stridstrumpf und wurde und die Tür aufging. setzte sich an die andere Seite des Tisches. Verhohlen und neugierig fab sie ihm manchmal ins Gesicht. Sie wußte, daß auch der Vater an den dachte, bei dem auch ihre Gedanken waren dem Feigling. Bist schon daheim, Vater?" fragte eine Stimme in die Finsternis hinein. Man fann in einem halben Tag viel fertig bringen." Dabei riß er ein Streichhol; an und machte sich daran, die Lampe anzuzünden, die Hermine vom Fensterbrett herüber auf den Tisch gestellt hatte. Dann noch einmal: 2 ,, Gelt und du haft nicht mittun wollen, Auf einmal fuhr er sie unwirsch an: Das Das war am Sonntag abend gewesen. Am Montag war Hermine in der Stadt. mit dem Neubert wird auch ein Ende haben müssen! Könnt man so in der Familie brauchen Willi?" Sie trug eine junge Ziege in einem Tragforbe - den Feigling." Während sie die Lippen u ,, Das weist du auch schon wieder", fragte am Rüden zu einem Fleischer. Man mußte So ein Feigling. Hätt' das nicht gedacht fammenpreßte, juchte Körbel aus seiner Roder sie erstaunt. Ja, weil mir dieser Hunger langsam das, was nicht unbedingt zum Leben von ihm." tasche eine Zeitung und begann zu lesen. marsch" mutzlos und dabei ziemlich riskant notwendig war, zu Geld machen, um für den Hermine war vor ihm stehen geblieben und bevorstehenden Winter einen Notgroschen zu fah ihm fragend ins Gesicht. Aber zu fragen haben. leberdies war jest das Grünfutter zu Statt der Antwort füßte er sie hastig auf Ende und Heu war nicht vorhanden und konnte petraute fie fich nicht. Im ungewissen Schein der Petroleumflamme schien ihr nur, daß des Eine Weile hielt sie das wortlose Stillfiben den Mund. Wer hat dir schon so genauen Be- noch weniger gekauft werden. ( Schluß folgt.) Baters Gesicht ungewöhnlich rot war und daß aus. Dann legte Hermine verstohlen den Strid richt gegeben?" Hast du Angst, Willi?" Eine unheimliche Stille Tag nun zwischen scheint." ihnen, das sie unruhig machte und beängstigte. Was gab es nur wieder? " Seite 5 Rr. 279. Dienstag, 1. Dezember 1931. PRAGER ZEITUNG. Noch immer zu hohe Fleischpreise. Die Schatgräberei eingestellt. Die Nachforschungen nach dem angeblich im Kataster der Gemeinde Kamenice vergrabenen Schäße, die in ganz Karpathoruẞland ein gewisses Aufsehen herborriefen, wurden Freitag beendet. Im Walde licher Zufall mollte es, daß gerade in diesem oberhalb der Gemeinde Kamenice wurden nach Augenblick Ottokar Stroptat( ein bejahrter Herr)| den Angaben der beiden Russen Jvan S. Džent: Infolge der heurigen Futtermittels den 3wischenraum zwischen der Sechser und der befow und Stephan Bobričkow einige Gruben miernte waren viele mittlere und besonders Dreizehner passierte. Er geriet mit dem linunter der Assistenz von Amisorganen aus leine Landwirte gezwungen, ihr Vieh in weit ten Oberschenkel zwischen die beiden Puffer Ungvar sowie von Gendarmen gegraben. Die größerem Umfange als in früheren Jahren und und wurde durch den Zusammenprall förmlich festGrabungen führten zu feinem Ziele, weshalb zu ungewöhnlich niedrigen Preisen zu verkau- genagelt. Erst als man die Wagen auseinanderborderhand von weiteren Versuchen abgesehen fen. Dieser Umstand wirkt sich allerdings wie schob, sant er rüdlings zu Boden. Ihm war der wurde. Beide Russen wurden am 26. ds. M. an Bravo Lidu" nachweist in den Kleinhandels- Oberschenkelfnochen zertrümmert und die große die Grenze gebracht und nach Polen ausgewiesen. preisen nicht aus, denn tatsächlich verkaufen die Schenkel arterie zertrennt worden. Er verSchweden gibt seinen Arbeitslosen Arbeit. Fleischer und Selcher ihre Ware zu wesentlich blutete in furger Beit. Die Passagiere tamen Wie das Schwedische Jnt. Preß- Bureau" berichtet, höheren Preisen, als sie es nach den Großhandels- nicht zu Schaden, außer einer Frau Bartoš, die hat sich die schwedische Regierung entschlossen, der preisen tun müßten. Auf dem Prager Markte eine leichte Fußrerlegung und einen Nervenchock erArbeitslosigkeit dadurch zu steuern, daß die Land- betrug Ende April der niedrigste Preis für die litt. Der Wagenlenfer wurde von der Anklage der bevölkerung intensiver in den Staatswäldern be- beste Sorte Ochsen 5 K pro Kilo Lebendgewicht, fahrlässigen Tötung freigesprochen, häftigt werden wird. Schweden ist ja das Land Ende Mai 4.60 K, Anfang September 4.20 K, weil erwiesen war, daß er alles getan habe, was in bes Holzes, denn 59 Prozent schwedischer Erde sind Ende Oktober 3 K und am 23. November 2.20 K. seiner Macht stand. Das Gleiten des Wagens war Wald. Es wird die Möglichkeit erörtert, die Holz- Trotz dieses Sinkens wurden die Kleinhandels- durch feuchte Blätter, die auf dem Geleise fohlenfabrikation zu erhöhen und Holzfeuerung auch preise nur um 2 K für ein Kilo herabgesetzt. Das lagen, verursacht worden. für automotive und Traktorenkraft zu verwenden. Ernährungsministerium hat leider nicht die geEin eigenes Komitee ist mit der Lösung dieser Franügende gesetzliche Handhabe, um gegen diesen Wucher, welcher einerseits auf Kosten der kleinen Schwedens Staatsbahnen werfen Gewinn ab. Landwirte, andererseits auf Kosten der KonsuDie schwedischen Bahnen unterscheiden sich von den menten geht, einzuschreiten. Das Wuchergesetz aus tschechoslowakischen nicht nur dadurch, daß sie ge- dem Jahre 1919 gibt nämlich nur die Möglich radezu luxuriös ausgestattet find, sondern auch da keit, bei ungewöhnlichen Verhältnissen, welche durch, daß fie aktiv find. Während der ersten neun durch den Krieg hervorgerufen wurde, einzuMonate betrugen die Einnahmen der schwedischen Staatsbahnen 125.3 Mill. Kronen gegen 107 Min. " gen betraut worden. Kronen Ausgaben. Der Ueberschuß von 18.3 Will. Bezirksorganisation S.3. 2. Kronen wurde an Zinsen der Staatsschuldentommission überwiesen. 1918 bis 1931. Volkswirtschaft und Sozialpolitik Die Privatangestellten und bie Wirtschaftspolitik. Dritter Diskussionsabend:„ Die Entwid lung der Arbeiterbewegung von 1918 bis 1931", Referent: Genosse Dr. Wie. ner. Beginn 8 Uhr im Gewerkschaftshaus, Perštyn. Was man sich aus diesem Prozeß wird merken müssen, ist die Tatsache, daß ein hilfsbereiter Stra Benbahner im ganzen Wilson Bahnhof vergeblich einen Arzt suchte und daß was noch unglaublicher flingt nicht einmal eine Tragbahre aufzutreiben war. Prags größter Bahnhof verfügt also, was in den Beugenprotokollen festgehalten ist, nicht über bie allerprimitivsten Vorkehrungen für den Fall eines Unglüds, mit dem man ja ständig rechnen muß. Volle zwanzig Minuten lag der Verblutende vor dem Wilson- Bahnhof, bis die Rettungsgesellschaft erschien und ihn ins Spita! brachte. Und da war es zu spät. rb. Kunst und Wissen " GOLD: PS PS PALABA Sonntag, Kinder, wird's was geben Sonntag werden wir uns freu'n! kolaus nicht vergisst, eine elekaber nur, wenn St. Ni trische Taschenlampe mit der PALABA- Batterie zu bringen! PALABA PS⭑PS Das Rezept des Augenarztes Spielplan der Kleinen Bühne. Dienstag, 8 Uhr: „ Der Gerichtsvollzieher".( Ab.) Mittwoch, 8 Uhr: iebling, Abieu!"( Ab.) Don nerstag: Der Gerichtsvollzieher".( Ab.). Der Gerichtsvollzieher", Komödie in drei Aften Freitag, 8 Uhr: Nina".( Ab.) Samstag, von H. M. Harwood, deutsch von Mimi 3off. 8 Uhr, Abschied Kramer: Jemand", Komödie Der Titel Komödie ist vielleicht ein wenig an- von Molnár. Sonntag, 3 Uhr: Intimitä. Wie bereits gemeldet, tagte am Sonntag im Verbandshause Lops" in Prag der Zentralvorschreiten. Aus dieser ungenügenden Gefeßformu- spruchsvoll, als Schwant aber, als Repertoirftüd ten", Komödie von Coward.( Ab.) Abends 8 Uhr: stand des Einheitsverbandes der Privatangestellten, lierung ergibt sich die bringende Notwendigkeit, ist das Stück überaus nett und gefällig. Situations Liebling, Adieu!"( Ab.)- Montag, 8 Uhr: um Beratungen über die weitere Tattif ber Orga- das Wuchergeses zu novellieren und femit wird mit leicht fatirischen Elementen gemigt, Nina".( Ab.) nisation in der Zeit der Wirtschaftskrise zu pflegen die Kompetenz des Ernährungsministeriums das Sappy end hat seine moralische Rechtfertigung darin, daß die anständige Gesinnung eines AbgeMitteilungen aus dem Bublitum. und um ein entsprechendes gangstaatliches Wirt entsprechend zu erweitern. straften und einer Rototte über die bürgerliche und schaftsprogramm auszuarbeiten. Ten Bericht des Zentralsekretariats unb die Referate über die Be- Investitionsarbeiten in der Prager Um- durchaus lumpige Wohlanständigkeit triumphieren. Schon in der Kindheit muß man an eine regelmühungen des Verbandes gegen die Arbeitslosigkeit, gebung. Montag fanden im Minifterium für Man freut sich herzlich der Siege, die ein so ent- mäßige Zahnpflege mit der guten Chlorobont- Bahnüber die Lösung der Wirtschaftskrise, über den der öffentliche Arbeiten unter dem Vorsitz des Mini- arteter Sprößling altenglischer Händler, wie ihn paste denken. Versuch überzeugt. Tube Kö 4. zeitigen Stand der sozialpolitischen Gesetzgebung fters Ing. Dostále mit den Vertretern der Göy darstellt, fiber seine Anverwandten erringt und über die nächste Taftit des Verbandes erstattete Stadt Prag, des Eisenbahnministeriums, des und man genießt doppelt die Niederlage, die sich im ber Zentralsekretär Abg. Robert Selein, welcher Finanzminifteriums und des Ministeriums, des der brabe Bürger in stampf um die reiche Frau kann nur dann seinen 3wed erfüllen. wenn das der Tagung einen präzis ausgearbeiteten volfswirt- öffentliche Arbeiten Beratungen über Investi holt. Unter öffins Regie wurde munter schaftlichen Plan vorlegte, nach welchem der Ver- tionsarbeiten statt, die sowohl im Bereiche von und bei aller Freiheit des Ausdrucs dezent gespielt. Augenglas fachmännisch angepaßt wird. Lassen Sie Balais Koruna". ausführen. bend in die zweite Etappe feiner Sendung auf Groß- Prag, als auch in der Umgebung der Stadt Im Mittelpunkt steht Göy in einer Rolle, die ihm hr Rezept bei Optiker Deutsch. Prag. Graben 2, wirtschaftlichem Gebiete eintrat. Der Bericht und in der nächsten Zeit geds Befämpfung der auf den Leib geschrieben scheint, ein schlauer und liebenswürdiger, wißiger und im Grund doch naidie Referate wurden mit besonderem Interesse ver- Arbeitslosigkeit aufgenommen werden sollen, folgt, und geigte die Beteiligung an der anschließenter Bursche von bezauberndem Charme. Seine Anden Debatte ein hohes Niwsau und das lebhafte gehörigen werden von Rösner mit väterlicher sein, wenn der Nikolo heuer etwas anderes, als Interesse der in der Anzahl von 120 anwesenden Bissigkeit, von ölzlin mit Korrektheit, von Delegierten, welche aus allen Teilen des Staates Frau Reinete mütterlich besorgt charakterisiert. üblich, beschert: eine elektrische Taschenlampe( etwa erschienen sind, um über die nächsten Aufgaben der Bertl alowanies spielt die Dame der Halb- mit verschiedenfarbigen Gläsern) oder eine elektrische Organisation richtunggebend zu wirken. Die bis Telephondienst sowie für den Verschleiß von Post- welt mit so viel Gragte und menfchlicher Wärme, Baterne Magica mit Scherzbildern u. dgl. Ist sie herige Taktik des Verbandes und das Wirtschaftswertzeid en errichtet. Die Amtsstunben wurden von aß in ihrer Sphäre eigentlich nichts Verruchtheit, noch mit einer Batterie Balaba ausgerüstet, ondern alles Freude und Güte atmet. Die wird Ihr Kind sehr lange damit spielen. Sie können programm wurden genehmigt. Die Tagung faßte 7 bis 22 festgesetzt. Warnholt gibt ein forsches Stubenmädchen, in ihm diese Freude machen, weil dies ein billiges und michtige Beschlüsse, in welchen die Privatangestellfleinen Episoden spielen Willi Bauer, Lola Lo- dankbares Geschenk ist. ten unter anderem fordern: den weiteren Ausbau renz unb Stadler mit, nicht zu vergessen des Unterstützungswesens in der Form, daß aud Jantsch, mit überzeugend komischer Nuance einen die Arbeitgeber zu den Arbeitslosenunterstützungen dämlichen Lebejüngling mimend. Das Publikum e. f. mit entsprechenden Beiträgen beizusteuern haben, Errichtung von Postschaltern im neuen Gebäude der Testsparkassa. Mit Wirksamkeit vom 1. De zember 1931 werben im neuen Gebäude der Post partassa auf dem Wenzelsplatz Postschalter der Telegraphenzentralstation für den Telegraphen- und Gerichtssaal die Schaffung eines besonderen Fonds für länger Gin 19jähriger Sittlichkeitsverbrecher. unterhielt sich ausgezeichnet. Sptel im Schloß". Drei Alte von Franz Besonders groß wird die Freude Ihres Kindes Aus der Partei Stadtvertretung. 100 arbeitslos Bleibende in der Zeit der WirtschaftsPrag, 30. November. Vor dem hiesigen Schwur. Molnar( Arbeitervorstellung im Neuen Gegen die Blutmethoden von Freiwaldau not, die Errichtung eines Kuratoriums für die Fürsorge von postenlosen Brivatangestellten, vor- gericht ſtand heute ein Neunzehnjähriger unter der Deutschen Theater am 28. November). Leopold Sozialdemokratische Erklärung in der Aufsiger übergehendes Verbot von unbegründeten Kündigun Anlage der Notzucht. Jaroslav B. bat im se ramer als Gast in Molnars graziösem, entgen und Mitentscheidungsrecht der Gewerbeinfvek. April d. J. mit einem zehnjährigen Schulzüdendem Lustspiel- diese Ankündigung mußte In der ersten Sigung der neuen Aussiger torate bei Kündigungen und Gehaltsabbau, be- mädchen zweimal geschlechtlich verkehrt und in das Haus füllen und jene Stimmung erwartungsschleunigte gesetzliche Regelung der Sperrftunde am der gleichen Zeit auch noch eine Siebenjährige voller Vorfreude und Aufnahmebereitschaft schaffen, Stadtvertretung, in der Bürgermeister Genosse Weihnachtstag um 5 1hr nachmittags, ber allge- mehrfach mißbraucht. Die Verhandlung fand natür in ber bestes Spiel zur Selbstverständlichkeit wird, Bölzl das Arbeitsbeschaffungsprogramm vormeinen Sonntagsruhe, der 40stündigen Wochen- lich unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. Es ist der Dialog wie beflügelt erscheint, die Schauspieler legte( es find große Bauten vorgesehen, unter erbeit und der Sperrstunden in den Geschäften und bemerkenswert, daß den Geschworenen auch die sich an der bankbaren Freude der Zuschauer, blefe anderen Wohnungsbauten, Bau der Elbebrüde), Kanzleien, die Novellisierung des Pensionsversiche Frage auf unwiderstehlichen 3wang" an der Spielfroheit der Künstler erfreuen und die gab die sozialdemokratische Fraktion folgende Trungsgefehes zum Zwecke der Einführung einer vorgelegt und die nur mit zwei Stimmen belben Gruppen, bie bas Theater bilden, für Stun. Erklärung ab: fozialen Rente bei Männern mit dem 55. und bei Mehrheit verneint wurde. Der Gerichtshof des Frauen mit dem 50. Lebensjahre, die Verlänge- CGR. Kvapil trug den mildernden Umständen rung der Frist gemäß Suptstück XVI des Steuer- des Falles Rechnung( Alter unter 20 Jahren, reu sejebes um weitere fünf Jahre, Währungsstabili- mütiges Geständnis, tabellofer Leumund und Verfierung auf Basis produktiver Arbeit, die Veranlagung) und erkannte auf eine Sterterstrafe in mendung des größeren Teiles bes Budgets des der Dauer eines Jahres, wobei dem jugend Rotionalterteidigungsministeriums für öffentliche lichen Uebeltäter auch eine Bewährungsfrist Arbeiten und die Erweiterung des Absatzgebietes bon vier Jahren zugestanden wurde. für die Produkte der tschst. Industrie durch Anerfennung Rußlands de jure und durch Abschluß von swijderstaatliden Hardelsverträgen unter Mitwir tung der Vertreter der Privatangestellten. Mit der Durchführung des volkswirtschaftlichen Programmes und der einzelnen Beschlüsse wurde der Verbandsvorstand, die besonderen volkswirt schaftlichen Ausschüsse und der Zentralsekretär Abg. Rob. Alein als befannter Verteidiger der Ange fell teninteressen auf parlamentarischem Boden berb. Ein tödliches Straßenbahnunglüc und die„ Unfallsbereitschaft" von Brags größten Bahnhof. -fbJn Nieder- Lindewiese ist am leßten Mittwoch) das Blut unschuldiger Arbeiter geflossen. Acht Tote und eine große Anzahl schwer und leichts verwundete Arbeiter und Arbeiterinnen sind das Ergebnis des sinnlosen Gebrauches der Gewehre gegen unbewaffnete Arbeiter demonstranten, die nichts anderes fordern als Arbeit und Lebensmöglichkeit für sich und ihre Familien. Das furchtbare Ereignis in Lindewiese ist ein Beweis dafür, daß die kapitalistische Wirtschaftsordnung auch heute für demonstrierende Arbeiter anstatt Arbeit und Brot nur Bajonette und Gewehre übrig hat und teinen anderen Ausweg aus dem Elend der Wirt schaftskrise kennt, als den Appell an die Waffen der Polizei, Gendarmerie und des Militärs. den zu einer festlichen Gemeinschaft werden. Ja, so war es an diesem Nachmittag, alles war voller Jubel, war entzüdt und begeistert. Natürlich umrauschte vor allem Herrn Kramer der Beifall, aber nicht minder gern bedankte man sich bei den anderen Künstlern: Liebl, Bablesat, Göt. Iba und Gerda Meller vielleicht verbieni die Szene des Spiels im Spiel besonders hervor gehoben zu werden dieses Uebersteigern, Rari fieren des Komödienspiels, ohne dabei zu sehr zu übertreiben, ohre die Grenzen des Wahrscheinlichen mehr als um eine Nuance zu überschreiten. Gerda Meller und Hans Göy stellten sich mit diesen hoch Prag, 30. November. Am 31. August d. J. er- wertigen Leistungen, Herr Lieb!( als Mansty) durch eignete sich um 48 Uhr früh ein folgenschwerer drastisches und doch flug verhaltenes Spiel würdig Zusammenstoß der Straßenbahn, und zwar gerade neben den gefeierten Gast, der das liebenswürdige gegenüber dem Wilsonbahnhof. Ein Stüd womöglich noch schöner, zierlich, wisiger Wagen der Einserlinie näherie fich vom Mu- machte durch sein mitreißendes, bezauberndes Spiel. feunt her in scharfer Fahrt, wie sie zwischen der Bredauergasse und dem Bahnhof wegen„ Gestern und heute", das soeben unter dem Ueberstunden im Oftober 1931. Nach den der guten Uebersichtlichtelt der Strecke zulässig ist, Titel„ Mädchen in Uniform" als Film herausborläufigen Daten des statistischen Staatsamtes der Haltestelle gegenüber dem Hauptportal des gebrachte Bühnenswert von Christa Winsloe, wurden im Oktober 327 Bewilligungen erteilt, Bahnhofs. An dieser Haltestelle stand ein Wagen ist als nächste Schauspielnovität der Kleinen Bühne und zwar an 320 Betriebe für 70.965 Arbeit der Linie Nr. 6 und vor diesem ein Dreizeh in der Regie von Hans Göz in Vorbereitung. Als der Lenker der Einser auf etta 30 Spielplan des Neuen Deutschen Theaters. nehmer, von welchen 16.566 an der Ueberstun ner denarbeit teilnahmen. Durch die Bewilligungen Meter herangekommen war und die elektrische wie Dienstag, 7.30 Uhr: Die Toni aus Wien", wurden 1317 Wochen in einer Gesamtdauer von auch die Handbremse in Tätigkeit jeste, bemerfte er, Operette von Steffan.( Seriensprung 38- II.) 8 Uhr:„ Der Gerichtsvoll. 824.426 Arbeitsffunden gewonnen. Von der Ge- daß der Wagen auf dem glatten Geleife ins Glet Mittwoch, famtzahl der im Oktober bewilligten Stunden ten gelommen war und die Bremsen sich als sie her", Romödie von Harwood.( 87-1.) wurden im gleichen Monat 476.673 verwendet. nuplos erwiesen. Er streute fofort Sand und der Donnerstag, 7.30 Uhr: Der Ring des Nibelungen: Der Rest von 344.753 entfällt auf die folgen uchte mit allen Mitteln, die Herrschaft über den Das Rheingold".( 39- III.) Freitag, halb den Monate. Von der Gesamtzahl der erteilten Wagen zurüdzubek ommen. Es gelang ihm nicht 8 Uhr: Das Herz".( 40- IV.)- Samstag, Bewilligungen entfallen auf die Textilindustrie und der Unglüdswagen stieß mit solcher Gewalt 8 Uhr: Biebling, Abien!", musikalisches Lust25 Prozent. Von den übrigen Klassen erreichen auf den Wagen der Sechserlinie, daß dieser piel von Bertuch, Sachs und Rosen.( 41-1.) die meisten Bewilligungen die Nahrungsmittel- feinerseits mit großer Wucht auf den DreizehSonntag, 8 Uhr: Der Gerichtsvollzieher". industrie mit 34 und die Bekleidungsindustrie nerwagen aufrannte, obwohl anderthalb 42- II.) Montag, 7.30 Uhr: Der lette mit 7 Prozent. Meter Diftang awischen ihnen lag. Ein unglüd- Walzer", Oper von Oscar Straus.( 43- III.) trant. Gegen diese Gewaltmethoden, die am Mittwoch in dem schlesischen Kurort so vielen unschuldigen Menschen Leben und Gesundheit tofteten, protestieren wir schärfstens und begrüßen die Forderung in der Erklärung der deutschen und tschechischen Sozialdemokraten im Parlament nach strenger und objektiver Untersuchung, rüdsichtsloser Bestrafung der Schuldigen und allgemeines Berbot des Gebrauches der Schußwaffen gegen unbewaffnete Demonstranten. In Trauer verneigen wir uns vor den Opfern dieser zum Zusammenbruch reifen Gesell schaftsordnung und erwarten, daß die sozialdemokratische Forderung an die staatlichen Organe in die Tat umgefeßt und den bedürftigen Arbeitslosen und ihren Familien größtmöglichste Unterstüßung gewährt wird, denn nur ausgiebige, werf tätige Hilfe lann ihr entsegliches förperliches und seelisches Leiden lindern. Seite 6 Sozialdemokrat KAUFEN SIE SICH RECHTZEITIG WINTERSCHUHE! WARTEN SIE NICHT, BIS SIE DER WINTER ÜBERRASCHT. DA Dienstag, 1. Dezember 1931. Nr. 279. Aata Wir haben ein reichhaltiges Lager von Winterschuhen. Wir können tro dSie daher schon heute besser und bequem bedienen. 15.19.19.29.Nr. 3-6( 19-23) Nr. 7-12( 24-33) spraw Modell 211 Kč 19.Wenn Ihr Kind aus der Schule nach Hause kommt, ziehen Sie ihm diese warmen und bequemen Hausschuhe an. Nr. 6-8( 23-26) Modell 3651-37 Nr. 9-1( 27-33) Kč 25.Für Damen, Schnürschuhe und Spangenschuhe Kč 39.-. Für Herren Kč 49.-. Warme Meltonschuhe mit Spangenverschluss, Gummi-, oder Ledersohle.Loofaeinlagen Kč 2.3210 Gitt Nr. 6-8( 23-26) dru Modell 2861-01 Nr. 9-1( 27-33) Kč 25.-, Nr. 2-8( 35-42) Kč 29- ist Für Kinder: Ganzgummi- Ueberschuhe mit Kragen und niedrigem Absatz. B- 173 Für Damen: Modell 1865-01 Ganzgummi- Ueberschuhe, warm gefüttert. Schwarz oder braun. Dasselbe Modell aus Gabardin Kč 19.- oder Ganzgummi mit Reissverschluss zu Kč 49.Warme Kinderstrümpfe aus Wolle Kč 6.- und 8.-, Damenstrümpfe aus Wolle Kč 19.-. Moderne Florstrümpfe Kč 12.- Seidene Bembergstrümpfe Kč 15.-, 19.Ausweis für den Monat November 1931. schließend Lieder und Spiele. Instrumente und Licberbüd er mitbringen. Anfang 8 Uhr. re- Vor räge und Veranstaltungen tutive eine Stunde vorher Besprechung. Die erste Zahl bedeutet Parteifonds, die einS. J. II.( Studenten). Mittwoch, ben 2. De- Der bekannte Sexualforscher Dr. Julian Mar geflammerte Wahlfonds: Bodenbach K sember, gemeinsam mit dem Bezirksbildungsaus cufe aus München spricht Mittwoch, den 2. De4000( 1000), Brünn K 2800( 700), Sarlsschuß der Partei um 20 Uhr im Odboroby dum: zember, 8 Uhr, in der„ Urania" über das bad K 8000( 2000), Landskron K 540 Genosse Dr. Robert Wiener: Entwid! nng Thema Die Tragit der Mutterschaft". ( 100), Bilsen Budweis K 1770( 425), des Sozialismus 1918-1931". Eine wissenschafiliche und soziale Betrachtung von = Breßburg K 100( 25), Prag K 407( 100), S. J. II.( Studenten). Samstag, den 5. De- allgemeinem Interesse. Karten: Urania- Kaffe. Reichenberg K 1550( 300), Sternberg ember, Genosse Univ.- Prof. Mag Adler:„ Um K 1960( 420), Teplit- Saa; K 3200( 800), bie Einheit der Arbeiterklasse, bie Trautenau K 1820( 420), Troppau K Spaltung der S.P.D." Nur für Studenten, Sport 1200( 300). Jugend und Parteigenossen zugänglich! Ort Weihnachtssammelaktion unserer Jugend- wird noch bekanntgegeben. lichen. Der Kreis Prag des sozialdemokratischen Jugendverbandes unternimmt in diesen Tagen www www findet im großen Uraniasaal, Brag II., Smectas gaffe 22, ein wichtiger Vortrag statt, welcher von der„ Konsumgenossenschaft" Prag veranstaltet wird. Genossenschafter Rudolf Fischer spricht über das Thema: in Prag eine Sammelaktion, deren Ergebnis für Heute Dienstag, den 1. Dezember die Arbeitslosen und deren Kinder int deutschböhmischen Gebiet bestimmt ist. Gesammelt werden Kleiner, Wäsche, Spielzeug, Lebensmittel und Geld. In den nächsten Tagen werden bei den Genossen und Genossinnen mit einer Legitimotion versehene Mitglieder des sozialistischen Jugendverbandes, Kreis Prag, erscheinen, um die Spenden abzuholen. Wer selbst ein Weihnachtspafet bringen will, kann dasselbe bei der Genosfin Franzel im Barteisekretariat, Nekazanta 18 oder bei Genoffin Fleischmann, Modesalon, Brag II., Banjfá, abgeben. Jugendbewegung. S. J. Brag, Gruppe I. Morgen, Mittwoch, i in der Gec. Monatsversammlung. An17 Der Weg zur Gemeinwirtschaft." Ferner wird im Anschluß daran ein Film, Aufwärts durch Selbsthilfe vorgeführt. Der Eintritt ist frei. Niemand verfäume, diesen intereffanten Vortragsabend zu befuchen! Werte Genossen! Wir werden wie im Vorjahre wieder die A Neujahrs- Enthebungen in unserem Blatte veröffentlichen, wodurch den Genossen die mit den Neujahrsgratulationen verbundenen erheblichen Unfosten erspart bleiben. Die Enthebungen werden, nach Orten geordnet, erscheinen und lediglich Namen und Beruf enthalten. Eine Enthebung wird mit Ke 10.- berechnet. Wir ersuchen Sie, die tieferstehende Enthebungsbestellung frdl. auszufüllen. und umgehend an uns einzusenden. Die Bestellungen müssen bis spätestens 10. De zember bei uns einlangen. Wir rechnen zuversichtlich damit, daß sie von unserem Angebote Gebrauch machen werden und zeichnen mit Parteigruß: Bertoaltung bes, Gozialbemotrat" Brag II., Netazanta 18. Hier abtrennen! hier abtrennen! Neujahrs- Enthebung für ,, Gozialbemotrat". Ich bestelle hiemit unter dem Namen Ort: eine Neujahrsenthebung zum Betrage von Ke 10.- und sende Ihnen diesen Betrag gleichzeitig mit der Abonnementsgebühr pro cin. Unterschrift: ezeusgeber: Siegfried Tasub- befrebattent Wilhelm tegnet Beruf: 3 син * * Spiel Körperpflege Was ist geplant? Ein Anschlag gegen den Arbeitersport? Wie wir erfahren, hat das Barlament vor, ein Gesetz anzunehmen, das die körperliche Erziehung aller Bürger vom 6. bis zum 24. Lebensjahr zur Pflicht macht. Dagegen wäre schließlich nichts einzurenden, wenn der Gesetzentwurf nicht vorfähe, daß außer den Schulen, der Militärverwaltung, den staatlichen Einrichtungen für Körpersport nur ,, un politische" Bereine fich mit der törperlichen Erziehung beschäftigen dürfen. Der Film Olga Tschechowa ist die Partnerin Conrad Veidis in Die Nacht der Entscheidung". Soll das ettva heißen, daß nun die sozialistischen Zutn und Sportorganisationen der Tschechoslowa lei ihre Tätigkeit aufzugeben haben? Genaueres ifth heitate meinen Mann." Wie man jieht, barüber noch nicht in Erfahrung zu bringen ge- cine ebenso glänzende wie originelle Idee, wahrlich wesen. Bei der gegnerischen Einstellung, die die geeignet, im geitgenöiden Film einen Ehrenplatz Befürwortertreise dieses Gejegentwurfes gegenüber einzunehmen; damit das wahre Gesicht dieser lufti unferem start aufwärtsstrebenden Arbeitersport gen Zeit wieder einmal getroffen wird. Tenn haben, muß mit einem Anschlag gegen die Arbeiter welche Brobleme sollten denn heute darstellenswert sportbewegung gerechnet werden. Die Arbeiter fein? Da trifft man also einander in Paris, am Sportben egung aber wird sich, vereint mit den übri. Plat vor der Großen Oper, vor dem Café de la gen sozialistischen Kulturorganisationen gegen einen Bair" und fährt dann unterdessen wird dem solchen Anschlag zu wehren verstehen, dessen fönnen staunenten Auge das Innere einer Pariser Schöndiese Reaktionäre gewiß sein! heitsmassage- Anstalt gezeigt zufällig und ge meinsam ins Seebad, irgendivohin; und weil es doch kompliziert hergehen muß, wo bei normalem Verlauf das erwünschte Ende bald erreicht wäre, so berpaßt man in einem Kleinen Nest den Zug, fann sich nicht spanisch verständigen, wird zum Bür germeister geführt und dort unter Gestitulationen terheiratet. Jezt kommts aber fein: der Gatte hat ich für feinen Freund ausgegeben, er selbst ist nicht DFC. gegen Meteor VIII 3: 1( 1: 0). Große verheiratet, alfo muß der glückliche Mann erst seine Luftlosigkeit beim DFE., dessen Spieler gemächlich Frau licben und dann nochmals heiraten lernen; ihre 90 Minuten abspielten" und nur hin und und um der Reklame willen spielt Sjötte Szakall wieder burchbliden ließen, daß fie auch etwas tön noch einen alten Hausfreund, der immer schläft. nen. Meteor hat ein schönes Resultat erzielt Es spielen Trude Berliner und 3go Sym sounterdient! Die Fußballriege Atus Prag spielte am Sonntag gegen die Akademische Erf, trotzdem sie mur mit zehn bezw. neun Mann spielen konnte, unent chicben 3: 3( 1: 1). Die Tore für Atus er gielten Tommy( 2) und Sitora. Bürgerlicher Sport. wie Herr Vespermann, der aber über den Film Die Profi- Metterschaft. Ein großes" Ereig- felbst sehr traurig zu sein scheint. Die Musik ist nis: Der Tepliger K. hat wieder einmal ge- ganz nett, man macht halt, was man fann, um die wonnen: Bohemians Prag wurden 1: 4( 0: 3) Leute zum Singen zu bringen. geschlagen!- Sparta fchlug die Vittoria„ Die Nacht der Entscheidung." Ein Film mit Ziziov ohne Großes zu zeigen 3: 0( 1: 0) und Conrad Veidt, spielt zur Abwechslung im Krieg wurde durch diesen Sieg Herbstmeister. und ist nach einent Roman gezimmert, in dem ein Die Prager Slavia gastierte in Preßburg gar grausamer General eine der Hauptrollen spielt. beim CSK. und lieferten sich beide Gegner ein Er muß halt einen Professor, der mit wenig Er unentschiedenes Spiel, nämlich 0: 0; für Slavia folg einen Krieger mint, zum Tode verurteilen, nicht gerade eine gute Reklame war das Benehmen wegen Insubordination, begangen durch Aufregung einzelner Spieler, die mehr mit dem Mund und über das Schimpfwort Feigling und wegen Urauch noch rob spielten. Desterreichs Länderelf trat in Bafel gegen die der Schweiz im Rahmen des Europa- Cup an und gewann mit dem äußerst hohen Store von 8: 1( 2: 1). laubsüberschreitung, begangen durch rasche Arbeit an einer Erfindung von epochaler Bedeutung. Aber die Gaflin des Verurteilten rettet ihn, besudelt dafür seine Ehre und liebt den General, der als Verwundeter höchstpersönlich das glüdliche Ende erlebt Sonstige Ergebnisse. Karlsbad: Kft. gegen ud sie boch bekommt. Der Regisseur weiß mit der Čechosloran Košič 3: 0( 2: 0). Saaz: Vittoria Cache nichts anzufangen, läßt die Stars Veidt Pilsen gegen TSV. 2: 1( 2: 0). Brünn: VSK. und Olga Tschechowa nach Belieben spielen gegen Mor. Slavia 1: 0( 1: 0). Iin: AJK und fann einige gute Szenen trotz sichtlicher AnStockholm gegen Bafa- Elf 1: 0( 0: 0). Buda- strengung nicht verhindern. Es kommt auch ein pest: Ferencvaros gegen seispest 5: 2, Hungaria Freudenhaus in der Etappe vor, sonst herrscht idylgeçen Nemzeti 4: 0, Ujpest gegen Somogy 1: 0. lische Ruhe bei den Kämpfern. -Paris: Holland gegen Frankreich 4: 3( 4: 1). Auf der Generalversammlung der Lawn- Tennis Assoziation, die Sonntag in Prag stattfand, wurde 1. a. bekanntgegeben, daß dem Verband derzeit 131 4404040 Tennisklubs angehören. Registriert sind 12.000 Kinderfreunde Brag. Spieler, wobei die des deutschen und ungarischen Vertardes infolge unbeerbeter Registraturarbeiten nody nicht inbegriffen sind. Das Vermögen der Assoziation beträgt 147.788 K. Der Städte- Schwimmfampf Baris- Köln, der in Paris stattfand, wurde von den Kölnern jehr fnapp, und var mit 37.5: 36.5 Punkten gewon nen. Das Wasserballspiel Köln- Paris endete 6: 6. Mittwoch, nachmittags 3 Uhr Kindernachmittag W. 2. Alle tommen, wir haben noch viel zu tun für die Falkenfeier am 8. Dezember. Berantwortlicher Redakteur Dz mil 51: aug. Brag Drud Rota- für Zeitung und Buchdrud. Brag Für den Drud verantwortlich: Otto Holit, Bezugsbedingungen. Bei Zustellung ins Gaus oder bei Bezug durch die Poft monatlich Ke 16.-. vierteljährlich Kö 48.rag. Die Beitungsmartenfrantatur wurde von der Bost u Telegraphenditeltion mu Erlah: 13.800/ VII/ 1930 bewilligt Hüdstellung von Manuskripten erfolgt aur bei Einsendung der Retourmatten, balbjährig Ko 96 ganzjährig Ka 192.-. Jujecate werden laut Tarif billigt berechnet, et teren Einidaltungen Preisnachlab. 71