od Einzelpreis 70 Heller. osialdemokrat Zentralorgan d. Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei i.d.Tschechoslowakischen Republik. 11 Jahrgang. Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich früh. Redaktion und Berwaltung: Prag II., Relásanta 18. Telepbon: 26795, 31469. ( Nachtredaktion): 26797 Boedamt: 57544 Dienstag, 29. Dezember 1931 Europa muß sich selbst helfen! Eine rätselhaite Affäre: New Yorf, 28. Dezember.( Reuter.) Berald Tribune" veröffentlicht einen Artikel, in welchem die Anschauungen der höchsten offiziellen amerikanischen Kreise wiedergegeben sein sollen und demzufolge die Vereinigten Staaten nicht nur entschlossen sind, sich an der fünftigen europäischen Reparations- und Schuldenkonferenz 156 Der tichechollowakische Diplomat Vaněk Nr. 301. Rumäniens Sorgen. Von Hermann Wende. Wenn aus Rumänien zur Zeit wemger Kunde über politische Unzuträglichkeiten in die europäische Oeffentlichkeit dringt als in Moskau verbredierischer Pläne bezichtigt! Mostau, 27. Dezember.( Taß.) Am 22. wjetunion angezettelt werde. G. erklärt, er habe aus den balkanischen Nachbarstaaten, ist das nicht zu beteiligen, sondern sich auch entschlossen Dezember richtete der Angestellte des Verkehrs- begriffen für welche sonderbare Rolle eines feineswegs ein Beweis dafür, daß sich das nicht zu beteiligen, sondern sich auch entschloffen fommissariates G. an das Kollegium der staat- Kriegsprovolateurs jein Bekannter ihn ausnügen Land wohlbefindet, daß die Verhältnisse stabil hätten, daß jedes weitere amerikanische Angebot, Europa zu helfen, die Bedingung sein werde, daß lichen politischen Verwaltung eine Eingabe, wolle". In Aubetracht dessen erklärt G. sind, daß das Staatsschiff in flotter Fahrt habe ich beschlossen, die vorliegende Eingabe an Europa die Bereitwilligkeit nachweisen müsse, worin er Folgendes mitteilte: Im Laufe von drei Jahren war er mit die staatliche politische Verwaltung zu richten dahinzieht. Ach nein! Die Dinge stehen heute ohne jede weitere Verzögerung sein eigenes in Bukarest genau so auf des MesPrestige lösen zu wollen. Das Blatt fährt fort: einem Mitglied einer ausländischen Gesandtschaft und möchte dadurch die Schwere der Schulb in Bukarest genau so auf des Mei„ Europa müsse aus eigener Initiative zwei Ber- in Moskau bekannt, mit dem er ursprünglich auf fühnen, die ich mir aufgeladen habe, indem ich ers Schneide wie in Sofia oder in Belsicherungen abgeben: Die Zahlungsfähigkeit dem Boden gemeinsamen Interesses für Antiqui- aus Unerfahrenheit in eine derartige schmußige grad, und wenn von einem Tag zum anderen Deutschlands und weiterhin, daß ein Programm täten eine Bekanntschaft unterhielt. Allmählich und schändliche Arbeit gegen meine Heimat ver- die Nachricht einläuft, daß es drunter und ausgearbeitet werde, das zumindest den Weg für begann jedoch das erwähnte Mitglied der aus wickelt worden bin. Nach Empfang der Mittei- drüber geht, darf das niemanden überraschen. die wirtschaftliche Genesung Europas vor- ländischen Gesandtschaft von G. Angaben über lung mit den obigen Angaben über die Tätigkeit Als vor genau drei Jahren, am 12. Debereitet." Das Blatt erklärt, daß in offiziellen den Zustand der Eisenbahnen der Sowjetunion des Mitgliedes der ausländischen Gesandtschaft zember 1928, die ersten freien Wahlen, die Kreisen die Ueberzeugung vorherrsche, daß Frank- zu beziehen, u. a. Angaben über den Bau neuer und nach erfolgter Nachprüfung gewisser in der ohne Druck der Regierung von statten gingen, reich noch immer fähig sei, seine Schulden zu Eisenbahnen. Anfangs Dezember begannen die Eingabe des G. enthaltenen Angaben richtete das Unterhaltungen auf Veranlassung des Mitglie Bolkskommissariat für Auswärtige Angelegenhei- der nationalzavanistischen, der Bauern des der Gesandtschaft sich ausschließlich um die ten an den Chef der Gesandtschaft die Forderung, Partei alle Macht in den Schoß schütteten, Frage der Geschehnisse in der Mandschurei zu daß der erwähnte Mitarbeiter binnen türzester schien das alte Rumänien für immer erledigt; G. die Andeutung gemacht, dak, wenn in Mos im Hinblick auf seine persönliche diplomatische Opanken des zum Bewußtsein seiner Zahl und drehen. In einer dieser Unterredungen wurde Frist aus der Sowjetunion abberufen werde, der die Erde über seinem Grabe wurde von den an ein attentat auf den japanischen Immunität nicht vor ein Gericht der Sowjet- seiner Straft erwachten Landvolks so fest zuBotschafter in der Sowjetunion erfolgen union gestellt werden könne. Dieser Forderung gestampft, daß niemand an eine Auferstehung würde, dieser Umstand einen Krieg zwischen der des Volkskommissariat des Auswärtigen, daß das Sowjetunion und Japan hervorrufen würde." erwähnte Mitglied der Gesandtschaft abberufen geglaubt hätte. Aber Schuld und Schicksal Da G. vorerst auf diese Andeutung nicht rea- werde und abreise, wurde stattgegeben. gierte, nahm das Mitglied der ausländischen Gesandtschaft nach einigen Tagen das Gespräch über den Konflikt im Fernen Often wieder auf und begann hierauf schon direkt G. zu überreden, daß bezahlen. Die Lage Großbritanniens sei allerdings anders geartet. Troßdem wird jedoch behauptet, anders geartet. Trotzdem wird jedoch behauptet, daß die amerikanischen offiziellen Kreiſe davon daß die amerikanischen offiziellen Kreise davon überzeugt seien, daß auch Großbritannien eventuell imstande sei, im bisherigen Ausmaße weiter zu zahlen. Ein Borstoß des Katholizismus. Die neue Enzyklita Pius XI. Rom, 26. Dezember. Zum Abschluß der 13. Jahrhundertfeier des Konzils von Ephesus ,, cin Attentat auf den japanischen allem einer wirkten zusammen, um das Land wieder vont Wege der Demokratie abzudrängen. Nicht nur erfuhr die Bauernpartei die forrumpierenden Prag, 27. Dezember. Zu der Nachricht Wirkungen der Machtausübung am eigenen der Presseagentur der Sowjetunion über angeb Leibe, sondern sie stand auch sehr bald einer liche Umiriebe eines Mitgliedes einer anslän hot Papst Pius XI. eine Enzyklika erlaffen, die dischen Gesandtschaft in Moskau wird aus Mos- Wirtschaftskrise, vor mit den Worten Zug veritatis" beginnt. Das Botschafter eine große Tat wäre" tan über Berlin mitgeteilt: Der Name dieses Agrartrise, von einem Ausmaß gegenHauptthema ist die oberste und unfehlbare Autorität des Papstes, der sich in den ersten Zeiten und daß G. dieſes Attentat auf sich nehmen ausländischen diplomatischen Beamten wird vom über, daß dagegen kein Straut gewachsen war. der Christenheit alle Kirchen und religiösen Geönnte. Bei den nächsten Zusammenkünften hat Volkskommissariat des Auswärtigen geheimgehal- Als schließlich ihr Führer Mani u die falsche meinschaften des Morgen- und Abendlandes das Mitglied der ausländischen Gesandtschaft. ten, es kann aber mitgeteilt werden, daß es der Karte auf den Tisch warf, indem er den Brinunterworfen hätten. Bei der Eril und zum Lehrsätze, mit denen auf dem Konzil von Ephesus dingt ausgeführt werden müsse und daß es rein Vertretung in Moskau, Vanet, ist. Nach unjes König machte, war die große Partie verspielt. die Irrlehre Nestorius widerlegt worden sei, demonstrativer Natur sein würde". Er sagte, es ren Informationen ist Legationssekretär Baněl wird das Hauptgewicht auf den Lehrsatz gelegt, handle sich nicht darum, unbedingt den Botschaf von der tschechoslowakischen Vertretungsbehörde Hatten die Kenner feines Charakters dem daß den römischen Papst kraft göttlichen Rechtes ter zu ermorden, vielmehr würden zwei Kugeln in Moskan bereits auf dem Wege nach Prag, wo jungen Monarchen von vornherein Abneigung bie oberste, höchste und unfehlbare aus einem verrosteten Revolver in die Scheiben er Dienstag eintreffen soll. Er führt einen Bes gegen das parlamentarische System und VorAutorität in Sachen des Glaubens und der des Automobils des Botschafters in den Straßen richt mit, durch den die ganze Angelegenheit sicher liebe für die Diktatur nachgesagt, so sprengte Sitten für die gesamten Kirchen zu Moskaus genügen". Angesichts der Beharrlich geklärt werden wird, welche, wie aus der Weber er in der Tat im Frühjahr dieses Jahres aus komme. Bei der Darlegung der beiden anderen feit, die das erwähnte Mitglied der ausländischen mittlung der Sowjettelegraphen- Agentur hervor heiler Haut das nationalzaranistische Stabinett Lehrfäße über die Vereinigung der göttlichen und Gesandtschaft in dieser Frage an den Tag legte, geht, verwickelt und unklar ist und romantisch Mironestu und betraute, als Titu= begriff G. was für ein Abenteuer gegen die So- flingt. menschlichen Natur in der göttlichen Person Christi und über Maria als wahre und wirkliche Mutter Gottes behandelt die Enzyklika auch die Eimvendungen der Proteftanten gegen die Ma Iesku mit dem Versuch, ein Ministerium der ,, nationalen Konzentration" zusammenzubrin Zschechische Bolemit gegen Mostau. Sirja in Bladiwostor zugeteilt. 1923 fam er nach gen, gescheitert war, den Professor Jorga Brag, unt hier seine juristischen Studien zu he- mit der Regierungsbildung. Was jetzt zuPrag, 28. Dezember. Der dem Außenminister enden, die er in Rußland begonnen hatte. Später standekam, war ein sogenanntes unpolitider Statholiken auf, die Jungfrau Maria als Dr. Benes naheſtehende„ Telegraf" schreibt: Die wirkte er bei der diplomatischen Expofitur in fches" Kabinett, das angeblich nur die AufFürsprecherin beint göttlichen Erlöser anzurufen. ganze Sache flingt phantastisch und nicht Charkow und wurde 1925 nach Moskau verfest, gabe hatte, die Sintflut der Wirtschaftskrise An die orientalischen Kirchen richtet der glaubwürdig; besonderen Charakter ge- wo er bis jetzt tätig war. winnt sie dadurch, daß sich ihr die Sowjetbehörrienberehrung und fordert die Prote ſtanten zur Nachahmung des Veispiels Gingley- Maffersdorf stillgelegt. Möglichst rasche Entfeffelung eines Krieges. abzudämmen; in Wirklichkeit war es ein ,, abinett des Königs", zusammengesetzt aus LeitBapst noch eine besondere Ermahnung zur den cifrig widmen, was schon daraus hervorgeht, Ridichr zum gemeinsamen Vater in der Per- daß selbst Molotow von dieser Angelegenheit, ten, die tanzten, wie der Hohenzoller pfiff. Vor allem aber bedeutete es die Aufson des römischen Papstes, den sie bereits im faum daß sie der Oeffentlichkeit übergeben wor Konzil des Ephesus als den Hüter des Glau- den war, sprach. Unter normalen Umständen ist erstehung des alten Rumänien, Mostau, 26. Dezember. Bei der Session des die Rückkehr zu dem rechtens eingescharrten bens begrüßt hätten. Zum Schluß verkündet der es üblich, daß solche Angelegenheiten durch direkte Papst die Einrichtung eines besonderen Offi diplomatische Verhandlungen erledigt werden, Zentralexekutivkomitees der Sowjetunion, die der System, den Rückfall in die fluchwürdigen ziums und eine Meffe der Mutterschaft Maria insbesondere, wenn die Angelegenheit nicht gründ- Borsigende des Rates der Bundesvolkskom- Methoden von einst, denn nicht wurde eine in Grinnerung an die 15. Jahrhundertfeier des lich geklärt ist; die Sowjetbehörde hat in diesem missiäre, Molotow, einleitete, wies er auch auf Regierung auf Grund der Mehrheit im BarRonzils von Ephesus. Fall einen andern Weg eingeschlagen. In diesem die Flut von Verleumdungen gegen die Sowjet- lament berufen, sondern eine Regierung fant Zusammenhang muß an den Fall des Legations rats Stilip erinnert werden; auch aus diesem union hin. Er erwähnte Kautskys Buch Der mit dem Auftrag ans Ruder, sich ein Barlaunbedeutenden Fall haben die Sowjets eine Bei- Bolschewismus in der Sadgasse" und führte aus: ment mit gefügiger Mehrheit zu schaffent. Reichenberg, 28. Dezember. Die Teppichtungssensation gemacht.( Anm. d. Boh.: Stilip Kautsky und seine Jünger sind jetzt die Avant- Nikola Jorga, ein Gelehrter von europäifabrik 3. Ginzley in Maffersdorf bei Reichen mußte wegen einer geistigen Erkrankung Rußland garde der Konterrevolution und die Vorkämpfer schem Ruf, der einige seiner Hauptwerke, die verlassen.) der Interventionen und die Provokationen, Geschichte des rumänischen Volkes" und die berg hat sich wegen der bekannten Exporterschwe Legationssekretär Vaněk trifft morgen in wie z. B. der Versuch des Attentates auf Deutsch geschrieben und herausgegeben hat, ,, Geschichte des osmanischen Reichs" auf rungen und insbesondere wegen der Sperre des englischen Marktes entschlossen, ihren Betrieb Bericht erstatten, die die Oeffentlichkeit über den den japanischen Botschafter in Mos- mug persönlich ein wohlwollender Mann sein Brag ein und wird seiner vorgesetzten Behörde vorübergehend still zulegen. Die Belegschaft wurde wahren Sachverhalt aufklären wird. Solange die kau, worüber heute die Blätter eine Mitteilung und den ehrlichen Drang verspüren, der Allzum fleineren Teil per 31. Dezember 1931 und Schuld nicht zweifellos festgestellt ist, muß die Be- der„ Taß"-Agentur bringen, bestätigen die afgemeinheit zu helfen, aber die eigentliche Gezum größeren Teil per 11. Jänner 1932 gefünfchuldigung, die mit einer auffanguine ativität der sowjetfeindlichen Kräfte. walt übt, weil er das Vertrauen Star Is II. digt. Bon zuständiger Zeite wird erklärt, daß die glaubwürdig bezeichnet werben. Die Zschechoslo. Dieſe Provokation bezweckte die möglichſt r a ſche ungeschmälert genießt, ſein Amtskollege ArWiederaufnahme der Arbeit in Kürze zu erwakei würde sich den gleichen Fehler wie die Entfesselung eines Krieges und die getoianu aus, und der ist ein mit allen Sowjetbehörde zuschulden kommen lassen, wenn Beschleunigung der Intervention. fie die Angelegenheit vor emer gründlichen Untersuchung zu wessen Ungunsten auch immer erläu tern wollte; um so mehr aber muß fie protestic Santiago de Chile, 27. Dezember.( Reuter.) ren, daß die Sowjetbehörde nicht gleichfalls diefen In einzelnen Teilen des Landes iſt ein fomnus Beg eingehalten and bobe Diplomaten Sumanitee" veröffentlicht eine aus Stonstantino spielende Regierung gar keinen Versuch machte, kommu- vor der ganzen uiſtiſcher Aufruhr gegen die Regierung des Bras eine är, bevor vel libenten Monferose ausgebrochen. Im Verlauf beschuldigt hat, bevor die Schuld sichergestellt vont 26. Dezember datierte Wieldung, wonach mit dem Parlament von 1928 zu arbeiten, der Kämpfe. mit den Aufrührern wurden etwa orden war. Schon in den nächsten Tagen dürfte französische Truppen in Damaskus auf eine aus fondern sofort auflöste und Neuwahlen aus 20 Bersonen getötet und viele verwundet. In die Angelegenheit auf Grund der festgestellten geschoffen hätten. Es sollen 32 Bersonen getötet schrieb; kein Wunder auch, daß unser Czernoder Provinz Atacama tam es zu zwei regel Tatsachen beurteilt werden können. und 600 verwundet worden sein. Die Menge habe wiper Parteiblatt über die Wahlen vom rechten Schlachten, bei denen die RegierungsSekretär Karl Vaněl, der ehentaliger die Wahlurnen zerschlagen. Auch aus Beirut und 1. Juni bezeugte:„ Noch niemals waren russischer Legionär ist, wurde dem Gesandten Aleppo würden große Unruhen gemeldet. Terror und Vergewaltigung in truppen siegreich waren. warten ist. Auffand in Chile breitet und nicht Blutbad in Damaskus. Paris, 27. Dezember. Die kommunistische Hunden gehetzter, übler, gewissen und bedenkenloser Gewaltmensch, der der Demokratie die talte Schulter zeigt und mit dem Fascismus liebäugelt. Kein Wunder denn, daß die sich als konstitutionell" auf Bette 2 Dienstag, 29. Dezember 1951. ihrer nadtesten Gestalt, noch niemals Miß-| gen, aufgestörberten Massen zu einer festen| schließung des Zentralkomitees der Sozialbrauch des Machtapparates des Staates zu den Sturmkolonne gegen das Regime zusammen- demokratischen Partei Rumäniens vomt sechsten politischen Zwecken der Regierungsklique, noch zufassen. Ihr Leitstern bei diesem Beginnen April 1931 zu lesen steht:„ Die wahrhafte niemals freche Degradierung staatlicher Or- ist der einfache und doch tiefe Weisheit ber- und ehrliche Demokratie ist es, was diesem gane zu Lataiendiensten für die Regierungs- gende Sak, der in der politisch wichtigen Ent- Lande fehlt!" parteien so sehr Tatsache wie bei diesen Wahlen": kein Wunder endlich, daß Jorga unter den 387 Abgeordneten in der neuen Kammer 299 ergebene Mameluken zählt, obwohl die auf seiner Liste gewählten 75 Liberalen inzwischen die offizielle Bindung an ihn aufgesagt haben. Ein schweres Versagen des Völkerbundes. Im Brüsseler Peuple" vom 15. De- 1 zember schreibt Jeras: Nach vierundzwanzig Tagen mühseliger und Aber hat bis heute, da es dreiviertel Jahr im Amt ist und mehr als ein halbes manchmals demütigender Verhandlungen gelang Jahr über ein durchaus willfähriges Parla- über den japanisch- chinesischen Konflikt in der es endlich dem in Paris tagenden Völkerbundrat, ment verfügt, das Kabinett Jorga Arge Mandschurei eine einstimmige Resolution zu betoianu auch nur einen Teil dessen erfüllt, schließen. Und die Ratsmitglieder, glücklich über was es versprach und was viele gläubig von dieses unerwartete Ergebnis, gehen gerne mit ihm erwarteten? Antwort: Nu II, Somma, Stillschweigen über die Vorbehalte hinweg, die NuII! Die Kammer ist am 15. November Japan einerseits und China andererseits an die zusammengetreten, um ein paar wirtschaftliche Annahme der Resolution geknüpft haben. Briand Notgesetze in Hast unter Dach und Fach zu eine große Schlußrede, in der er erklärte, daß hielt als gegenwärtiger Vorsitzender des Rates bringen; drakonische Ersparungsmaßregeln sol- mit der Annahme der Resolution des Rates ein len dem Staatshaushalt das längst verlorene wichtiger Schritt zur Beilegung des chinesischGleichgewicht wiedergeben, aber die Wirt- japanischen Konfliktes getan worden sei." Und er schaftskrise wütet ungeschwächt, wütet verfügte hinzu, daß er mit Befriedigung von der stärkt weiter, Absatzstockung überall, Wechsel- foeben erfolgten Abstimmung Kenntnis nehme, proteste und Bankerotte zu Hauf, und mag die, vereint mit der Beruhigung der Gemüter, die die Regierung dazu nichts oder nicht allzu gründliche Lösung der schwebenden Fragen vorviel können, so leidet doch auch der städtische bereiten werde." Mat man einen Präzedenziall geschaffen? Briand jagt darüber folgendes: Nr. 301. Revoltierende Bauern. Budapest, 28. Dezember. In den Weihnachtsfeiertagen kam es in der Gemeinde Gyülevesz bei Zalaegerszeg zu einer Revolte der dortigen Bauern, die sich gegen den Kreisnotar Kovács richtete, der mit zwei Gehilfen ins Dorf fam, um eine Pfändung vorzunehmen. Die Bauern setten alle Glocken der Kirche in Bewegung und empfingen den Notar mit einem Steinhagel. Der Notar wurde verwundet und mußte Und um die wahre Natur seiner Besorgnisse mit seinen Gehilfen die Flucht ergreifen. Am noch besser zu verdeutlichen, fügte er hinzu: nächsten Tage nahmen die Gendarmen in der nungen in den in Kraft befindlichen Verträgen, die an der Revolte beteiligt waren, verhaftet ,, Ausgenommen den Fall besonderer Bestim Gemeinde eine Razzia vor, wobei acht Bauern, berechtigt der Völkerbundpakt keinen Staat, so be- wurden. Die Verhafteten wurden in die Haft des gründet seine Beschwerden gegen einen anderen Zalaegerszéger Gerichtes eingeliefert. anderen als den in Artikel 12 des Baktes vorge praktisch die Herren über alles, was ihnen in der Staat auch fein mögen, diese Beschwerden mit sehenen friedlichen Mitteln zur Geltung zu brin- Mandschurei wertvoll und begehrenswert ergen. Dies ist für die Mitglieder unseres Bundes scheint. clin grundlegendes Prinzip, ebenso wie die gewis- Es ist richtig, daß sie in der von ihnen angesenhafte Beachtung der vertragsmäßigen Ver- nommenen Schlußresolution sich verpflichten, die pflichtungen", die in der Einleitung des Battes ses ganze gewaltige Gebiet zu räumen und sich mit Recht hervorgehoben wird: diese beiden Prin- auf die schmale Eisenbahnzone zurückzuziehen, zipien halten einander das Gleichgewicht. Jede auf die sie Anspruch erheben können. Wir bestrei Verletzung des einen oder des anderen stellt die ten nicht den moralischen Wert des Versprechens, Mitglieder des Völkerbundes vor eine schwere das der Rat ihnen abzugwingen vermochte. Aber Verantwortung. Und diese Verantwortung wurde darf man vergessen, daß Japan sich mit größter nochmals im Pariser Pakt festgestellt, in dem sich Entschiedenheit und mit Erfolg der Festlegung die Signatarstaaten verpflichteten, die internatio- eines genauen Termins widersezt hat, bis zu dem nalen Konflikte mur mit friedlichen Mitteln zu die Räumung vollzogen sein muß, und sich lösen. andererseits ausdrücklich das Recht vorbehielt, die Ich legte Wert darauf, diese Prinzipien am Offupation über ihren bisherigen Umfang hin Abschluß einer Untersuchung, in der beide Pakte aus auszudehnen, wenn es dies als für die Leangerufen wurden, nochmals in Erinnerung zu fämpfung des Banditenunwesens notwendig" er bringen." achte? Und welchen Wert haben diese rührenden Beteuerungen des Vorsitzenden? Sind sie etwas anderes als der Ausdruck eines frommen Wunsches? Auch die beredtesten Worte können die Fehler nicht wieder gutmachen, die begangen worden sind, und die Folgen abwehren, die sie für die Zukunft haben werden. Die Lehre. Das Verjagen des Völkerbundes darf aljo die Völker nicht dazu veranlassen, an ihn zu verzweifeln, sondern im Gegenteil den Ursachen nach zuspüren und sich zu bemühen, ähnliche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden, Proletarier unter der Arbeitslosigkeit Ist diese Befriedigung aufrichtig? Sind die wie der Kleinbauer unter der Verschul- Mitglieder und der Borsigende des Rates wirk dung seiner Barzelle, und so wenig Rumä- lich erfreut über das Ergebnis ihrer Arbeiten? nien eine Arbeitslosenunterstützung kennt, so Stelle der Schlußrede Briands zu lesen, in der Welt versichert, daß der Völkerbund- und der rantie dafür, daß Japan die Mandschu Um darüber zu urteilen; genügt es, folgende Die Eindringlichkeit ,. mit der Briand der Es besteht somit feine wirkliche Ga wenig geschieht zur planmäßigen Entschuldung deutlich der bringende Wunsch, nicht nur des Kelloggpatt immer noch aufrechterhalten bleiben, rei tatsächlich räumen wird. Im Gegenwenig geschieht zur planmäßigen Entschuldung der Landwirtschaft. Vorsitzenden, sondern auch der Mehrheit der Mit ist ein beredtes Zeugnis dafür, was für eine teil: wir haben allen Anlaß zu der Befürchtung, Das Kabinett Jorga- Argetoianu glieder des Rates zum Ausdrud tommt, zu verschwere Erschütterung diese beiden Fries daß, wenn es eines Tages seine Truppen zurüd hat andere Sorgen. Das Kabinett Forga- hindern, daß die angebliche Einigung jemals als bensinstrumente durch die Art erlitten haben, mit zieht, so deshalb, weil es inzwischen Zeit gefunArgetoianu ist lediglich ein Wand- Präzedenzfall für andere vom Völkerbund zu der der Rat den chinesisch- japanischen Konflikt be- den hat, in der Mandschurei eine oder mehrere schirm des Absolutismus, eine Fas- lösende internationale Konflikte geltend gemacht handelte. Regierungen einzusehen, die faktisch seine Vasallen sind und ihm erlauben werden, das Land nach fade der Diktatur; der Abgeordnete Corteerde. Willkür zu beherrschen und auszubeuten. anu ließ fürzlich im Parlament ungescheut die Katze aus dem Sack, als er von der Regierungsmehrheit sagte:„ Wir sind keine Partei. Man könnte sagen, daß wir hier nur als von unseren Freunden in der Regierung Eingeladene fizzen, wie die Regierung selbst auf der Ministerbant nur als von Seiner Majestät dem König Eingeladene siht". Nur werden leider von einer Dittatur, ob offen, ob verkappt, die Massen nicht satt, und die Mittel, mit denen man ein gehorsames Parlament zusammentrommelt, verfangen nicht gegen Hunger und Kälte. Darum regt es sich in den Grundtiefen des Volkes; wenn die Agitation und das Regime der Bauernpartei e in Gutes geschaffen hat, so dies: breite Schichten aus der politischen Teilnahmslosigfeit aufzurütteln und ihre Aufmerksamkeit auf die Staasgeschäfte zu lenken. Die Massen sind ganz offensichtlich in Bewegung. Der Sozialdemokratie, die, flein, aber entschlossen, bei den Terror- und Korruptionswahlen des Juni immerhin fast 100.000 Stimmen hinter sich brachte und sieben Abgeord nete im Parlament sigen hat, fällt die bedeut same Aufgabe zu, die unzufriedenen, unruhiDie letzte Zigarette. Von Jwan Prutkoff. Dieses Problem ist, wie ich wiederholen möchte, von ganz besonderem Charakter wegen der außergewöhnlichen Natur der vertraglichen oder gewohnheitsmäßigen Beziehungen, die zwischen die sen beiden Völkern in normalen Zeiten bestehen, und außerdem wegen der Tatsache, daß die politt schen Verhältnisse eines der beiden Länder durch internationale Berpflichtungen geregelt sind, die auf einer im Jahre 1922 in Washington von neun Mächten unterzeichneten Ronvention bemuthen, die wir hier nicht zu interpretieren hatten." „ Wenn ich den besonderen Charakter des Problems betone und die Ursachen, die uns bei bessen Behandlung zu Nach der Art und Weise, wie sich der Rat von Japan behandeln ließ und wie er feinerseits China behandelt hat, wird kein schwaches und friedliches Boll auch nicht in Europa volles Vertrauen haben können, daß der Völkerbund es gegen die Angriffe eines starken und habgierigen Nachbars schützen werde. Es wird viel Zeit und viele Mühe kosten, bis der Völkerbund den Prestigeverlust über wunden haben wird, den ihm das Versagen seines Rates bereitet hat. Und vor allem darf nicht vergessen werden ,. daß nicht die Genfer Institution für das Fiasto verantwortlich gemacht werden darf, sondern die die Völker sich Regierungen gegeben hätten, die Regierungen, die im Rat vertreten sind. Wenn entschlossen sind, das Recht und die Gerechtigkeit zu verteidigen, trotz allem und gegen alle, so hätte der japanische Angriff in seinen Anfängen abgewehrt werden können. Und dann zögern wir nicht es zu betonen, hat die demokratische öffentliche Meinung der veranlaßt haben, so deshalb, weil ich hervorheben Japan bleibt Herr der Mandschurel Belt sich in dieser wichtigen Angelegenheit irre möchte, daß die soeben angenommene Resolution Was ist das Endergebnis der sechs Wochen die Prinzipien des Böllerbundvates in feiner Weise berühren kann. Diese Grundsäße hinsichtlich Gebietsbesehungen und das Funktionieren ber be züglichen Bestimmungen des Völkerbundpattes wurden in Berichten niedergelegt, die von hervor ragenden Juristen und Staatsmännern sorgfäl tig geprüft wurden; sie wurden durch Beschlüsse des Rates fanttioniert; sie bleiben in ihrer Gesamtheit bestehen." vorteilhaften Aenderung der Lebensweise sofort beginnen." Ich setzte mich hin und trant Milch, trant eine Flasche aus und fand, daß Milch wirklich Ich könnt leicht sagen: gib das Rauchen auf: sehr gut schmeckt. Mit jedem Tropfen liefert sie Ich bin selbst in der Lage, tausenderlei bent Organismus einen Zuschuß an Gesundheit. Gründe anzuführen, die alle Nachteile dieser Nur einen Monat lang trinken, dann bin ich üblen Angewohnheit unwiderleglich darlegen. Vor allem ist die Geldausgabe dafür über- gewiß ein zweiter Herkules! Während mein Gehirn diese Ansicht gründlich verarbeitete, regte flüssig und unfruchtbar; das Geld wird buchstäb- sich in einem seiner äußersten unkontrollierten lich in die Luft geblasen. Nach meiner Rechnung Winkel die Vorstellung; daß es jetzt, nach dem handelt es sich um mindestens fünf Rubel im Genuß der Milch, wohl gut wäre... eine... Monat. Für diese fünf Rubel könnte ich andertZigarette... halb Pud Schwarzbrot mehr verzehren oder weitere 28 Liter Milch genießen. Welch verlockende Aussicht! Dann hat die Lunge nach dem Zeugnis ärzt licher Fachkreise nicht die geringste Aehnlichkeit mit einem Rauchfang. Ist es nicht recht leichtfinnig, ein so empfindliches Organ Tag für Tag zu durchräuchern? Nein! Um keinen Preis! Jeder letzte Entscheidungskampf ist schwer; aber ich ergebe mich nicht. Ach, du elendes Wesen von Körper! Du berlangst nach Rauch? Ich bemühe mich um dein Wohl, und du Schlingel suchst Rauch für die Bunge? Schlucke Milch!" Ich trank die zweite Flasche aus, die dritte. Jedoch die Milch ist kein Bier, man kann sie wicht literweise hinuntergießen. Nach der fünften Flasche war ich bis zum Rande voll, aber die Begierde nach Rauch war von der Milch nicht ertränkt. | langen Bemühungen des Völkerbundrates, die japanischen Truppen zur Räumung der besetzten Gebiete zu bewegen? Sie halten noch immer den Brückentopf am Sonnifluß besetzt, sechshundert Kilometer nördlich von Mukden und in der unmittelbarsten Nähe der chinesisch- russischen Eisenbahn; sie sind immer noch vor Tschintschau, dreihundert Kilometer südlich von Mukden, auf der Eisenbahnlinie nach Peking. Die Japaner find Jch irrte in der Stadt umher, ängstlich bestrebt, Rauchern und Tabakläden so weit wie möglich auszuweichen. Schlag zwölf Uhr erhob ich mich von der Bant eines Partes, mit dem Entschluß heimzugehen. Um zwölf ist Polizeistunde, der Handel hört auf, ich tam sonst nicht mehr in Versuchung Zigaretten zu laufen. führen lassen. Bedrängt durch näherliegende Probleme, hat sie die Bedeutung diejes Konflittes nicht vollständig erfaßt. Infolgedessen hat sie es versäumt, auf den Bölterbundrat und auf Japan jenen ständigen, wachsamen und energischen Druck auszuüben, der diejenigen, die im Rat guten Willens sind, ermutigt und die anderen, die schlech ten Willens sind, zum Zaudern genötigt hätte. Dies war ein Fehler, den die Demokratie nicht wiederholen darf. Angestrengt dachte ich nach, ob sich in meinem Zimmer nicht doch noch etwas Zigarettenähnliches befinden könne. Bon neuem begann ich zu forschen, teilte den Raum in Abschnitte ein, um methodisch zu suchen. weh, auch diesmal war die sorgfältigste Untersuchung erfolglos! Da durchzuckte mich, Zu Hause jedoch versiegte meine Kraft voll- wie ein elektrischer Funke, eine Offenbarung. ständig. Ohne den Ueberzieher abzulegen, durch- Unter- dem Bett! Morgens rauchte ich und pflege stöberte ich das ganze Zimmer in der Hoffnung, dann die Stummel unter das Bett zu werfen. eine zufällig verirrte Zigarette aufzutreiben. Vielleicht hat meine wirtin nicht gründlich Alle Sachen flogen in die Mitte der Stube. Alle aufgeräumt. Tischschubladen wurden ausgeleert. Nirgends Jch troch unter das Bett und warf von da etwas zu finden. Schuhe und Pappschachteln ins Zimmer. Einschlafen!" In Kleidern, im Ueberzieher warf ich mich auf das Bett. Zwei! Im ganzen zwei Shummel fanden sich. Der eine bestand nur aus angebranntem Papier, der andere dagegen enthielt richtige zehn Fäserchen Tabak. Jetzt werde ich fortgesetzt an weiße Elefanten denken, die einer nach dem andern an meinem geistigen Auge vorüberziehen. Wenn ich das Behutsam trug ich meine Beute auf den Genügt nicht das schon reichlich, das Raueine Weile tue, schlafe ich sicher rasch ein", sug- Tisch. Jest heißt es aufpassen, Vorsicht üben! gerierte ich mir und dachte krampfhaft an die Jedes Körnchen ist wertvoll. Mein alles auf der chen ein für allemal zu verwerfen? weißen Elefanten, sie erschienen aber in Welt!" Beinahe konnte ich schon scherzen. Ich beschloß, zu entsagen. alle mit einer Ich schüttete die Reste auf einen großen Eines Tages, Punkt neun Uhr abends, ging lächerlichstem Aufzuge, Zigarette im Rüssel! Die nichtsnußigen Tiere Bogen Papier, löfte das Mundstück aus Zigaret ich mit mir zu Rate:„ Basta! Mit der Sache ist Jch begann im Zimmer zu wandern, tam verwünschend, sprang ich aus dem Bett. tenpapier von der übrigen Hülse und brachte die Schluß. Energisch sein! Hauptsache: die ersten an das Fenster. Das erste, was mir in die Was fange ich nur an?" Plötzlich erinnerte verbleibenden Teile so vorsichtig auf eine andere zwei, drei Tage widerstehen, Aushalten...!" Ich trat an das Fenster, die Schachtel, in Augen fiel, ivar meine Schachtel auf dem Dache ich mich an das Dach des Nachbarhauses. Da Stelle des Bogens, als ob sie eine Million GoldDaß dich das Mäuschen beißt! Konntest liegt sie doch noch! Hergott, bin ich ein Einfalts rubel gekostet hätten. der sich noch eine Zigarette befand, flog hinaus, Ach, noch niemals in meinem Leben hatte schlug in der Luft einen Purzelbaum und fier du nicht zur Erde fallen! Absichtlich bist du da pinsel! Auf dem Dache liegt eine ganze Zigarette auf den Dachvorsprung des Nachbarhauses( ich liegen geblieben, um mir in die Augen zu und ich quäle mich! Aber ist sie auch noch da?" ich einen solchen Hochgenuß, wie in dieser Nacht, stechen..." Mit drei Säßen war ich am Fenster. Der als ich endlich den Tabakrauch in meine Lunge wohne hoch oben). Ich kehrte dem Fenster den Rücken zu, doch Mond spendete sein volles Licht. Die Schachtel zog. Auf dem Rückwege vom Fenster bemerkte Es ist wohl überflüssig, zu erwähnen, daß ich, daß sich eine meiner Hände mechanisch in leider ist das Zimmer so angelegt, daß ich es lag noch auf dem Dache. Ich weiß nicht, wieviel Zeit ich mit dem ich um sieben Uhr morgens( sonst stehe ich erst die Tasche versenkte, eine Streichholzschachtel her- nicht vermeiden konte, immer wieder hinAngeln nach der Schachtel verbrachte. Was habe um neun auf) schon unterwegs war, ausbeförderte, und die andere alle übrigen Ta- zugeraten. Eigentlich", dachte ich verdrießlich, hätte ich nicht alles versucht, zuerst mit dem Besen, Zigaretten zu holen. fchen abtastete, unt Zigaretten zu suchen. ich mich mit dem Wegwerfen der Schachtel nicht dann mit dem Fenstervorhang, den ich zerriz Als ich Kleingeld aus der Tasche nahm, Jch riß mich erbittert zusammen. Da sieht man, wie tief die verflixte Ge- so beeilen sollen. Es steckt doch nur noch eine und in eine dide Wurst mit Schlinge verivan- tam dabei eine vollkommen heile, nur ein wenig wohnheit sitzt! Noch hat sozusagen der Hahn nicht Bigarette darin. Wenn ich die jetzt rauchte, delte! Endlich erhaschte ich die Schachtel, aber gequetschte Zigarette zum Vorschein. geträht, und schon... Nein ich bleibe fest, man würde mir das weitere Ringen leichter fallen. sie entschlüpfte wieder und entschwand auf den Nachbarhof. stelle fich mur vor: 28 Liter Milch oder andert- Man kann doch nicht so auf einmal...." Jch raufte mir die Haare. Die Zigarette Um mich von diesen Grübeleien abzulenken, halb Pub Brot!. Gewaltsam lenkte ich meine Gedanken auf griff ich nach Ueberzieher und Müze und verwar endgültig verloren. Denn man kann sie doch den Nutzen der Ernährungsverbesserung. ließ das Zimmer. Man muß sich zerstreuen, nicht aus dem Nachbarhause holen. Würde mir Die Vernunft muß siegen," redete ich mir etivas suchen, was die Aufmerksamkeit feffelt", der fremde Portier die ganze Geschichte glau- laßt ben? zu. Wozu ein Aufschub? Ich werde mit der redete ich mir ein. Doch wohin gehen? " " Eine alte Geschichte: Wenn man Sachen bitter nötig hat, werden sie nie gefunden. Ihr sprecht:„ Gib es auf!" Sm, ja! Leicht gesagt! So, meine Erzählung ist fertig... und nun uns rauchen. Autorisierte llebersehung aus dem Russischen. Vtt. 801. Dienstag, 29. Dezember 1981. Seite 3 •I zu danken haben, daß so viel Tschechen hier ——„Nicht gegen die Tschechen wollen und sollen wir demonstrieren, sondern unser Abscheu sei gerichtet gegen die, denen wir sie zu verdanken haben." Der Mann hat von seinem Standpunkte aus in mehr als einer Beziehung recht, und was er damals schrieb, läßt sich auch heute noch sagen. Das Deutschtum der Deutschnationalen hat nie weiter gereicht als bis zum Geldbeutel, und wenn es um den Profit^eht, hängen sie chre unentwegt nationale Gesinnung in den Schrank. Di« Tetschen-Bodenbacher Baumeister sind durchwegs gute„deutschbewußte Männer", aber wenn der tschechische Maurer billiger arbeitet, ist er ihnen willkommen. Die Spediteure tragen „nationales Empfinden" zur Schau und ziehen oen billigeren tschechischen Arbeiter dem deutschen vor. Wie viele gut dtutschnationale Haushalte in Tetschen und Bodenbach mögen tschechische Dienst mädchen haben, und der deutschnationale Bürgermeister von Tetschen verschmäht kein Geschäft mit den Tschechen. Ihnen allen steht der deutsche Arbeiter als „Volksgenosse" solange nahe, als er sich von ihnen behandeln läßt, wie sie es wünschen und es ihr Profitinteresse verlangt. Wenn er aber leben will, wenn er Ansprüche stellt, an der deutschen Kultur Anteil haben will, hört er auf,„Volksgenosse" zu sein, und wenn er in Gemeinschaft mit dem tschechischen Arbeiter ein höheres Lebensniveau erstrebt, ist er ein„Verräter" am Deutschtum. Internationale Ausbeutung verträgt sich mit dem Deutschtum dieser Herrschaften. International« Solidarität der Arbeiter aber ist>,Verrat". Denkende Arbeiter aber haben den Wert dieses Deutschtums längst erkannt und wissen, daß er nichts anderes ist als ein großer Schwindel. Wahlerlebnille in DeutschbShmea. In der WeihnachtSnummer der„Arbeiterzeitung" gibt Gen. Albert Sever ei« paar Erinnerungen aus Wahlkämpfen der Vergangenheit zum Besten. Wir geben hier davon einiges wieder, dessen Schauplatz das deutsch« Gebiet der Tschechoflo- wakei ist: Aue kalte Lusche. Bei einer Nachwahl in dem deutschböhmi- schen Bezirk Asch kandidierte die Partei Franz Schuhmeier gegen den berüchtigten Alldeutschen Franko Stein, Georg Schönerer» großmäuligen und breitpratzigen Schildknappen. Ich begleitete Schuhmeier um die Ascher Genossen bei der Wahlarbeit zu unterstützen. ES war harte Arbeit. Der Ascher Bezirk war zur Zeit der Monarchie eines der traurigsten Elendsgebiete, die Arbeiter verdienten so wenig, daß sie wirklich nicht einmal Brot kaufen konnten. Ein Beispiel dafür: Der Wahlleiter von Asch, Genosse Rutz, lud einmal Schuhmeier und mich zur Jause ein. Wir sagten gern zu. Der Genosse bereitete unS Gästen ein Festmahl: eS gab Kaffee, Erdäpfel und Heringe. Zu jedem Schluck Kaffe« biß er ein Stück von dem Hering ab und forderte uns auf, ein gleiches zu tun. Wir konnten keinen Bissen hinunterbringen. Die Arbeiter waren mit großem Eifer bei der Wahlarbeit. Es gab Flugzettel und Plakate und in jedem lleinen Orte wurde wenigstens e i n e Versammlung abgehalten. Am letzten Sonntag vor der Wahl war der Hauptsturm. Volkert und David waren aus Wien gekommen, dazu stand eine Reche von deutschböhmischen Genossen als Referenten zur Verfügung. Im strömenden Regen fuhren wir aus. So ost der Zug hielt, kam ein Genosse in den Zug und holte sich einen Referenten.- Endlich kam auch die Reihe an mich. Ein Genosse in Röhrenstiefeln erschien im Waggon und nahm mich Mit. Im Regen stapften wir über Felder und Wiesen, der Begleiter in seinen Röhrenstiefeln hatte es ja gut— ich in meinen Halbschuhen weniger. Bis zu den Knöcheln wateten wir durch Kot und Wasser. Dann waren wir zur Stelle. Die Versamm- lung fand auf dem Dachboden eines kleinen Gasthauses statt, etwa fünfzig Leute waren da, der Raum war dicht gefüllt. Den Referenten stellte man zur D a ch l u ck e, damit er im besten Lichte erscheme. Ich hatte zwar kalte Füße, geriet im Reden aber bald in Hitze. Plötzlich eine eiskalte Dusche: wahrscheinlich war die Dachrinne verstopft, und nun ergoß sich der Inhalt beim Dachfenster herein— in mein Gelt i ck. Ich konnte den Platz nicht verlassen, dazu war eS zu eng— sollte ich die Versammlung stören? Also redete ich noch eine gute Stunde fort, ständig von fließendem Wasser erfrischt, daS mir beim Halskrogen hinein und bei den Schuhen wieder herauSrann. Ich fror elendig, aber der Versammlung hat meine Rede doch warm gemacht. Wahlen im Königreich Schwarzenberg. Bei den ReichScatSwahlen im Juni 1911 stand im Bezirk Krumau im Böhmerwald Anton Weber, dem Deutschagrarier P a u l i k gegenüber. Wahlen im Königreich Schwarzenberg hatten chre Schwierigkeiten, standen doch alle dies« Holzknechte, Kleinhäusler und Zinsbauern unter der Botmäßigkeit des Fürsten, der durch seine Forstbeamten und Gutsverwalter scharf die Ge- sinnung seiner Untertanen überwachte. Eigene Versammlungen in kleineren Orten zu veranstalten, durften wir gar nicht wiwen, da hätten unS die Wirte die Lokale nicht geben dürfen, die Leute hätten sich auch nicht getraut, in eine Versammlung der Roten zu gehen. Wir hatten also den Auftrag, die Versammlungen der Gegner zu besuchen urw dort zu reden. Da kam ich nun in daS Holzhauerdorf Unterreichen st ein, wo am nächsten Tag der deutschagrarische Abgeordnete Z u l e g e r eine Versammlung abhalten sollte. Ich kannte in dem ganzen Ort keinen Menschen, niemand wußte, daß ich gekommen war. In dem kleinen Gasthaus, in dem ich über Nacht bleiben sollte, war außer mir nur noch der Redner des nächsten TageS. Jeder säßen wir an einem Tisch, ich kannte ihn schon auS dem Parlament, er mich nicht. Am Morgen des nächsten TageS— eS war ein Sonntag— fand die Versammlung statt. In aller Frühe ging ich durch den Ort, um jemanden zu finden, den ich als Genossen anreden konnte — vergeblich. Die Versammlung sollte in einem lleinen Saal im ersten Stock stattfinden; als ich die Stiege hinaufging, sah ich mir die Stufen genau an, um bei einem allfälligen beschleunigten Rückzug gut Bescheid zu wissen. Die Versammlung wurde durch einen G u t S- verwalter des Fürsten Schwarzenberg eröffnet, dann kam Zuleger zu Wort. Er sagte, daß der nationale Kampf in Böhmen eS notwendig mache, daß die Deutschen aller Stände, Bürger, Bauern und Arbeiter, zusammenhalten gegen die Tschechen. Lauter Beifall, Händeklatschen und Zurufr fokgtrnder Rede.?-»^» Da waren sicher nur Gegner im Saal. Klopfenden Herzens verlangte ich dann das Wort. Erstaunt schaute der Vorsitzende auf. WaS wollte dieser Fremde? Ich war damals Landtagsabgeordneter, also reichte ich ihm meine Karte, auf der das zu lesen stand. Nun konnte er mir doch nicht daS Wort vosenthalten. Ich begann mit der Frage an Zuleger, warum denn, wenn alle Deutschen zusammenhalten sollen, der Fürst Schwarzenberg und seine Beamten die deutschen Arbeiter so schlecht behandeln, daß Holzarbeiter vor die Holzfuhren gespannt werden, um daS Zugvieh»u ersparen, während doch der Fürst so viele Pferde im Stall stehen hat... Als ich so weit war, brach ein Beifallsturm in dem Saal los, wie besessen llatschten alle diese Holzhauer und Kleinhäusler, die unter der Knute deS Fürsten zu seufzen hatten. Und bei jedem neuen Satz neuer Beifall. Ich sprach wohl länger als ein? Stunde so und schenkte den Herren keine Schandtat. Wutentbrannt sprang schließlich der Verwaljxr auf und rief der Versammlung zu, sie sollen nicht vergessen, daß der Fürst ihr Arbeitgeber ,st Er wurde niedergeschrien. Weber bekam bei der Wahl 3158 Stimmen, Paulik 2165. Erst in der Stichwahl wurde der Deutschagrarier mit einem knappen Borsprung gewählt. Bankrott der Arger. Ein« Jeremiad« KramarS. In der WeihnachtSnummer der„Narodni Lisch" schreibt Dr. Kramar: Völliger Bankrott in allem, WaS nach dem Weltkriege so viel« suchten, vielfach mit Absicht, damit man vergesse, warum er entstand und was die Verbündeten wollten, daß nämlich nicht nur die kleinen Nation««, welche durch daS Germanen, und Magyarentum bedrückt und gefährdet waren, geschützt und befreit werden, sondern, daß dir ganze Welt von-er pangermanischen Gefahr, di« von einem Sieg« Berlins und Wiens drohte, befreit werde. Die wunderliche humanistisch« Demokratie, welche ruhig zusah, wie Millionen d«S russischen Volkes gemordet wurden, di« sich nur um Handel und Profit kümmerte und die durch ihre Abrüstungsagitation eventuell unbewußt hilft, daß Deutschland seine dominierende Stellung in der Weltpolitik wieder erhält, wird— wenn nicht Frankreich festbleibt— di« Ergebnisse -eS siegreichen Kampfe» paralisieren. Und wird schließlich Europa wehrlos machen gegen di« Absichten-er Sowjet-, die ganze Welt durch di« kommunistische Revolution zu erschüttern. Schließ, lich ist Frankreich, wenn es auch dementiert wurde, nicht abgeneigt, den Sowjets die Neutralität zu garantieren, wenn sie durch irgend jemanden gefährdet würden. AuS Kramar spricht rin altgewordener Politiker» der die Welt nicht mehr versteht. Lar Deutschtum der deutsche» Bürgertums. Fast jede Nummer des„Nordb. Tagblatt" oder auch andere„völkische" Blätter führt laute Klage über die Tschechisierung des deutschen Siedlungsgebietes. Da» gehört ja auch zur Wesensart dieser Presse, und ihr Nationalismus ginge bald zum Teufel, wenn es keinen Gegenstand der nationalistischen Hetze fände. Die tschechischnationale Presse ist aber um kein Haar besser und, im Grunde genommen, gleichen die raufenden nationalistischen Brüder einander wie ein faules Ei dem anderen, und weder die eine noch di« andere Seite könnte lange ohne nationalistische Verhetzung leben. Das war schon vor dem Kriege so, das ist heute nicht anoerS, und das wird solange sein, als das Volk, statt die gegenseitige Verständigung zu suchen, sich eben verhetzen läßt. Aber wie wenig Ursache gerade daS deutschnationale Bürgertum hat, andere für die Verdrängung des deutschen Arbeiters vom deutschen Arbeitsplatz verantwortlich zu machen und zu beschuldigen, ergibt die Tatsache, daß eS stets die deutschnationalen Unternehmer waren, die den anspruchsloseren tschechischen Arbeiter den Vorzug vor den eigenen Volksgenossen gegeben haben und heut« noch geben. Da liegen nun Kvei interessant« Zeitungsausschnitte aus dem Jahre 1905 vor, di« unS ein anschauliches Bild des nationalen Charakters des Tetschner Bürgertums gehen. Nach der amtlichen Volkszählung 1900 gab es in Tetschen 154 Tschechen. Im JAre 1905 aber wuttten 526 Tschechen gezahlt. Wer waren diese Tschechen, wckher die starke Zunahme, wer hat sie gebracht? Hören wir, welchen Berufskategorien sie angehörten: Es wurden gezählt: 8 Hausbesitzer, 131 Dienstmädchen, 52 Schuhmacher-, 59 Schneider-, 20 Tischler-, 15 Fleischergehilfen, 48 Arbeiter, 50 Kutscher und Hausmeister, 24 Verkäuferinnen, 15 kaiserliche Beamte, 28 Bahnbeamte, 19 Liebwerdaer Hörer, 9 Kellnerinnen, 8 Ziegelarbeiter und 7 Privatiers. Also von den 8 Hausbesitzern, 7 Privatiers und den paar staatlichen Beamten abgesehen, waren e» durchwegs Arbeitnehmer, die bei den deutschen und zumeist auch deutsch- nationalen Herrschaften, Handwerkern und Unternehmern eine Beschäftigung fanden und die deutschen Arbeitnehmer vom deutschen Arbeitsplatz verdrängten. Das Deutschtum des Tetschner Bürgertums charakterisierte damals ein„Beobachtet in der„T e t s ch e n- B o d e n b a ch e r Z e i t u n g" folgendermaßen: „War nützt unser Demonstrieren gegen die Tschechen, wenn wir Leute unter unS haben, di« zum Hohne in den Gaschäusrrn mit ihrem Deutschtum prahlen und doch diejenigen sind, denen wir Pariser Weihnachten. Paris, LS. Dezember 1931. DaS war diesmal das traurigste Weihnachten in der Geschichte deS siegreichen Frankreichs. Eine Million Arbeitslose! DaS drückte auf die Stimmung. Eine echt« deutsche Weihnachtsstimmung gibt es hier ohnehin nicht. Der Schnee fehlt. Die Leute sitzen, sübst wenn das Quecksilber im Thermometer weit unter Null fällt, bei kleinen offenen Oefenauf den Terrassen der CafäS. Wie ja überhaupt das Weihnachtsfest in Frankreich weit weniger in der Familie gefeiert wich als viel mehr draußen in den Restaurants, die besondere Festessen vorbereitet hatten. Im Vergleich zum vergangenen Jahr waren auch dabei nr allen Restaurants die Preis« mächtig gesenkt worden. Die Kundschaft bleibt auS. Zu Weihnachten und schon vor den Weih- nachtStagen ist man in Frankreich sehr viel auf der Straße. Regelmäßig erstaunt daS große Pariser Warenhaus Louvre mitten in der Stadt durch eine riesige Lichtreklame, die nachmittags und abends von Tausenden bewundert wird, so daß auf dem Louvre.Platz, wo der Verkehr äußerst bewegt ist, oft Kunstpausen von den Autos eingelegt werden müssen. Was zeigt nun im Jahre 1931 die Beleuchtung dieses großen Pariser Warenhauses? Man sieht einen satten Mann an einer Tafel sitzen, vor sich eine Schale Früchte, die er vor lauter Sattheit nicht einmal anschauen kann. Zu seiner Rechten windet sich ein Huhn am Spieße, das von geschickten Köchen mit safttgen Saucen bespritzt wird. Ein nachgemachter Dampf entsteigt sanft dem Bratherd. In Kopfeshöhe zu seiner Rechten hat der Mann ein Glas Bier, das vor den Augen des Publikums langsam gefüllt wird. Links von ihm sind große Weinfässer angebracht, aus denen gepumpt wird. Der LichtmechaniSmuS besteht nun darin, dem Mann, der ohnehin vor Dickheit platzt, die einzelnen Hühnerbissen in Magenhohe hinzuschieben und ihm gleichzeitig den Wem tropfenweise ins Maul zu pumpen. Wo das all«S hin soll, weiß ich nicht. Aber eS ist geradezu phantastisch, beobachten zu müssen, daß man zu Weihnachten 1931 aus keine sinnreichere Idee als auf die ekelerregendste verfallen ist. Und an diesem Lichtungetüm wandern nun neben der verarmenden Mittelklasse, die ohnehin schon meist ohne noch etwas kaufen zu können, durch di« Warenhäuser zieht, mehrere Hunderttausend Pariser Arbeitslose oder Kurzarbeiter in diesen Wochen vorüber, mit knurrendem Magen, mit jabgewandtem Gesicht. Ein wenig weiter, auf den großen Boulevards, sind wieder auf zwei Wochen die 2500 lleinen Holzbaracken aufgestellt, in denen lleine Kaufleute und Angestellte allerhand Zeug im Höchstwerte von 40'Franken verkaufen dürfen. Nur der Verkauf von Parfums, Hüten und Regenschirmen ist dabei verboten. Dieses südliche Jahrmarkttreiben geht bis auf daS Jahr 1789 zuruck und war zur Zeit des Kaisers Napoleon verboten worden. Nur Franzosen werden als Verkäufer in dm Baracken zugelassen. Da kann man alles haben, Knöpfe, Rasierklingen, völlig ungenießbare Schokolade, lleine Kokosnußrinden und neue praktische Erfindungen für den Hausgebrauch. Es hat sich die Gewohnheit herausgebildet, daß die Besitzer der Baracken kurz vor Ablaus der zwei Wochen die Frau deS Republik-Präsidenten bitten, diese möge bei der Polizei dafür eintreten, das Fest nröge noch um einige Tage verlängert werden, so daß die Hauptstraßen von Paris regelmäßig auch noch nach dem 2. Jänner diese» Iohrmarktsleben aufweisen. Der vorige Republik-Präsident, Herr Doumergue, war nicht verheiratet. Da wandte man sich an seine Schwester. Kurt Lenz. T agesneuigkeiten Hauch der Vergänglichkeit. Weihnachten auf dem Schönauer Friedhof unweit von Teplitz. Der Schnee schmilzt, man hört das Wasser rieseln. Ein paar Sonnenstrahlen huschen über das gelblich-grüne Gras, das die Graber bedeckt. In meiner Nahe schluchzt eine schwarz gekleidete Frau, hinter der ängstlich schweigend zwei Kinder stehen. Im vorigen Jahre da standen sie wohl noch um den Weihnachtsbaum herum, an dem die Lichter brannten und den der Vater geputzt hatte. Wie herrlich war doch der Abend gewesen! Nun ruht der Vater in der naßkalten Erde und das leise Schluchzen der Mutter unterbricht die Stille. An dem Hauptwege des Friedhofes steht ein Grabmal, dar die Aufmerksamkeit aller FriedhofS- besucher auf sich zieht und sie wohl auf einen Augenblick ablenkt von ihrem eigenen Leib und Wey. Ein ganz grauer Stein, durchzogen von rotbraunen Adern, darin gemeißelt Manner und Frauen, proletarische Gestalten, die die Hände zum Schwure heben. In all der Schwere des Daseins, in aller Not und Vein wollen sie treu ßin der Idee— Josef SelrgerS, der hier auf esem Hügel, umgeben von den Industriedörfern des rauchigen, nebligen Teplitzer Bezirkes nach einem Leben von Kamps und Unrast di« letzte Ruhestätte gefunden hat. Elf Jahre sind eS her. seitdem daS tückische Schicksal ihn gefällt hat, seitdem der Schall seines hinreißenden Wortes verklungen ist. Geschichte ist geworden, was einst miterlebte, mitgesuhlte Gegenwart war, was Kampf und Gefahr, aber auch Geselligkeit und Freude gewesen ist. Ich stelle mich etwas abseits und beobachte. Ein Arbeiter geht vorüber, er schaut auf das Grabmal und liest den Namen. Er schüttelt zustimmend den Kopf. Er weiß, welcher Geist den Körper erfüllt hat, der in dieser Erde verwest. Der Gedanke der Vergänglichkeit, der mit dem Winde hergeweht scheint, erfüllt alles. ES beginnt zu dunkeln, in der Ferne sicht man die Lichter oer Stadt, leis« hort man daS Rattern eines Autos. Nur gedämpft klingt der Lärm deS Lebens her zu diesem Hügel, dessen naßkalte Erde einen Körper birgt, in dem die brennende Sehnsucht nach einer Zeit lodert«, die besser sein wird al» die unsere, als eine tnibe Gegenwart, die auch am WeibnachtStage Millionen von Menschen keine Stunde der Freude beschert hat. E. St. Die Braut erschossen. Am 1. Weihnachtsfeiertag meldete sich gegen 11 Uhr vormittags in der Kriminalabteilung des PolizÄommissariateS in Aussig der 25jährige Privatbeamte Alois Dyrschmidt aus Schreckenstein und gab an, seine Geliebte, das Dienstmädchen Otnlie Stieber aus Teplitz- Schönau, in seiner Wohnung in Schreckenstein 3, Beethovenstraße Nr. 42, durch«inen unglücklichen Zufall"beim Hantieren mit einem Browning erschossen zu haben. Eine Kommission, die sich sofort nach Erstattung der Anzeige auf den Tatort begab, stellt« fest: In einem kleinen Zimmer des oben- angeführten Hauses im 2. Stockwerke, wo D. als Untermieter wohnt, lag auf einem Messingbett halb bekleidet die Stieber, welche eine Einschußwund« oberhalb des linken AugeS in die Stirn aufwies, die sofort tödlich gewesen sein mußte. Die Bewohner des Hauses gaben an, etwa um 10.15 Uhr vormittags einen dumpfen Knall gehört zu haben, dem sie jedoch keine weitere Bedeutung schenkten. Dhr- schmidt unterhielt mit der Stieber schon längere Zeit ein Verhältnis und gedachte dieselbe demnächst zu ehelichen. Am Heiligen Abend kam die St. auf Besuch, beide waren bei den Eltern des D. in bester Laune. Der junge Mann, der die Pistole vor längerer Zeit gekauft hatte, gedachte sie nunmehr in Gold umzuwandeln, um nötige Gegenstände für den künftigen Haushalt einzu- kaufen. Beim unvorsichtigen Hantieren mit der Waffe ging der Schutz los. Am 2. Weihnachtsfeiertage fand unter Führung des Bezirksrichters Dr. Heinrich eine gerichtliche Kommission statt, bei der auch photographische Aufnahmen am Tatorte gemacht und die Beschlagnahme der Leiche vorgenommen wurde. Gestern fand auch in der Schreckensteiner Totenhalle, wohin die Leich« überführt wurde, die Obduktion statt, bei der er sich vor allem handelte, den Verlauf des Schußkanals festzustellen, woraus man gewiss« Schlüsse über die Richtigkeit der Angaben Dyr- schmidtS zu ziehen glaubt. Samstag vormittags erschienen am Polizeikommissariat der Arbeitgeber der Stieber, Herr Rudolf Reichert und dessen Gemahlin aus Teplitz, deren Aussagen allerdings Dyrschmidt belasten. Sie erzählten unter anderem, daß Stieber sich die letzte Zeit sehr ängstigte, zumal sie einmal von ihrem Freunde mit einem Revolver bedroht wurde. Auch"habe es mehrfach Zwistigkeiten wegen ihres Kindes gegeben, daS Dyrschmidt ohne ihr Wissen und chre Zustimmung von Kummei^ursch nach Aussig gebracht habe. Herr Reichert stellte der Stieher das beste Zeugnis aus, sie sei sehr arbeitsam gewesen und habe die' Abende mit Handarbeiten für ihr Kind zu Hause verbracht. Die bürgerliche Presse bringt anschließend an diesen Fall eine ganze Menge Vermutungen und auch Aussagen, deren Richtigkeit natürlich vorderhand nicht überprüft werden können, so daß wir unS mit der Feststellung dieser Tatsachen begnügen müssen. Im übrigen wird ja das Gerichtsverfahren wohl Klarheit in die ganze Angelegenheit zu bringen habe«. Seite 4. Unfall oder Mord? Aus Reichenberg wird uns gemeldet: später. Zod in der Grube. South Eimsall( Yorkshire), 28. Dezember. Seute früh nahmen sieben Grubenmeister in den Kohlengruben in Fridley eine Inspektion vor Wiederaufnahme der Arbeiten nach den seihnachtsfeiertagen vor, wobei sie auf vergajte Grubenteile stießen. Fünf von ihnen sind dabei ums Leben gekommen. In Ehren fest! Er hat nichts anderes getan als alle übrigen ... da kann er schon recht haben! Dienstag, 29. Dezember 1981. barunter unerfeßbare Dokumente, wurden ein Raub der Flammen. Der Gesamtschade wird auf 100.000 Pfund Sterling geschätzt. Autobus- Zusammenstoß. Frau Dr. Goebbels. Nr. 301. Vom Rundfunk Autounfall. Ein mit acht Personen befestes Automobil stürzte zwischen Belkau und Nimkau Br.- Schlesien) eine Böschung herab. Vier Empfehlenswertes aus den Programmen. Insassen kamen dabei ums Leben, zwei weitere Dienstag: wurden verlegt. Prag: 11.00 Schallplatten. 17.55 Schallplatten. Wien: 19.05 Wiener Woher stammen die Bezeichnungen Am Montag wurde im Morgengrauen die Leiche des Krankenkassenbeamten Josef Reichelt in Maffersdorf an der Bahnübersetzung Rošice, 28. Dezember. Gestern früh stießen Während eines Fußballwettspieles stürzten in 18.25 Deutsche Sendung: Zum 5. Todestag von gefunden, die zirka 15 Meter hinter den Ge- in der Straßenbiegung in der Gemeinde Dargov Catania infolge Bruches des Tribünen- Rilfe. 19.55 Orchestertonzert. 21.00 Flötenkonzert. bäude der Firma Kraus und Hoffmann liegt. ein Privatautobus und ein staatlicher Autobus geländers etwa zwanzig Personen in die Tiefe, Brünn: 12.35 Orchestertonzert. 18.25 Deutsche TenDer Beamte Josef Reichelt war der Leiter der zusammen. Im kritischen Augenblick wollte der wobei eine von ihnen getötet wurde. dung: Ing. Bisom: Wie fördert der tschechoslowaExpositur Maffersdorf der Reichenberger Be- Privatautobus dem staatlichen ausweichen, als Die Brandruinen des Stuttgarter alten fische Staat das Bauwesen? 21.00 Fagottvorträge. zirtsfrankenversicherungsanstalt. Die Leiche wies aber eines der Hinterräder wahrscheinlich in Schlosses stürzten Samstag früh zwischen 5 und Berlin: 18.00 Staats- und Domchor. Hams Verlegungen am Hinterkopf auf. Der folge Schleuderns des Wagens zu nahe an den 6 Uhr unter furchtbaren Krachen ein. Nur die burg: 19.50 Die Iuftigen Weiber von Windsor", Beamte Reichelt war 50 Jahre alt und war all- Straßengraben- Rand geriet, bremste der Lenker Außenmauern stehen noch. Der Reitaufgang, der Oper von Nicolai. Königsberg: 20.20 Orchestergemein beliebt. Er kam in der Nacht von Sonn- Stefan Peola und rieß so den Wagen in die bisher unversehrt geblieben war, wurde teilweise fongert. München: 21.20 Selten Gehörtes ron tag auf Montag nicht nach Hause. Es ist also Mitte der Straße gerade in dem Augenblick, als aufgerissen und auch die Decken im oberen Teil Bach. Wien: 20.40 Chansons. möglich, daß sich die Leiche durch mehrere Stun auch der staatliche Autobus die Stelle passierte. des Aufgangs drohen einzustürzen. Mittwoch: den hindurch an der Stelle befunden hat, an der Der Privatautobus wurde zertrümmert und man sie später entdeckte. In Waffersdorf wer- fünf Personen, darunter auch Pčola, wurden alte Filialleiter Gustav Huth, der seit 40 Jahren theater. 18.25 Deutsche Arbeitersendung. Mord am Weihnachtsabend. Der 66 Jahre Prag: 11.00 Schallplatten. 17.10 Marionettenden Gerüchte über einen angeblichen Anschlag ich wer berlegt. Pčola verschied in der Filiale Mobrenstraße bei der Firma Loefer 19.00 Don Juan", Oper von Mozart. Brünn: gegen Reichelt verbreitet. Die Gründe, die ein während des Transportes in das Krankenhaus.& Wolff in Berlin beschäftigt war, ist am 18.25 Deutsche Sendung: Zdobnitty: Die Natur im solches Gerücht rechtfertigen, find unbekannt. Mehrere Personen erlitten leichtere Ver- Heiligen Abend kurz nach Geschäftsschluß ermorMan vermutet jedoch in der Familie des Verlegungen. Der staatliche Autobus wurde an bet worden. Der Fall ist um so tragischer als ezentber. Berlin: 17.40 Populäres Orchester unglückten einen Unfall. Näheres berichten wir der Vorderseite beschädigt, feine Baffagiere Suth am 31, ds. nach mehr als 40jähriger Dienſt fonzert. 20.00 Haydn- Sinfonie.- Breslau: 17.00 blieben aber unverletzt. Der Fall wird untersucht. zeit pensioniert werden sollte. Den Tätern sind Stonzert auf zwei Zithern. Königswusterhausen: etiva 300 Mark in die Hände gefallen. Auf die 19.30„ Die Geisha", Operette von Jones.- Mün chen: 20.45 Chorgesang. Ermittlung der Verbrecher sind 2000 Mart ausTypen. Mostan: 19.20 Ronzert. Zur Eheschließung des berühmten Nazi- gesetzt. führers Dr. Goebbels am Goldenen Sonntag hatte ein Münzenberg- Blatt die Bosheit produ- Korbmachers Krämer in Colmar geriet Sonntag Bier Kinder verbrannt. Der Wohnwagen des ziert, Frau Dr. Goebbels, früher Frau General- abend in Brand. Dabei verbrannten vier Kinder Sigung im Lübecker Calmette- Prozeß dauerte nur Ein Calmette- Telegramm. Die Donnerstag direktor Quandt, sei eine geborene Friedländer Krämers, zwei erlitten lebensgefährliche und zwei zehn Minuten. Es wurde mitgeteilt, daß die Krankjüdischer Abstammung. Im Angriff" wehrt sich leichtere Brandwunden. Zwei Kindern gelang es, heitsgeschichten der Kinder Lemde und Senger spurGoebbels fräftig gegen die fchamlosen Verleum- sich aus dem brennenden Wagen zu retten. los verschwunden seien. Ferner verlas der Vorsitzende dungen gegen seine wehrlose Frau"; er schreibt: Liebe und Verbrechen. Die Berliner Krimi- ein Telegramm von Professor Calmette, in dem Frau Dr. Goebbels ist eine geborene Ritschel und selbstverständlich rein arischer Ab- nalpolizei verhaftete den Wohnungseinbrecher Calmette erklärt, er glaube nicht, daß Professor Nierzwicki, der Ende August des Jahres in Deyte absichtlich menschliche Tuberkelbazillen in das stammung. Wer daran zweifelt, dem steht es die Wohnung eines Staufmanns D. in Berlin BCG. hineingebracht habe und er von der persön frei, sich durch Augenschein davon zu Charlottenburg eindrang und für 40.000 Marf lichen Ehrenhaftigkeit und Wahrheitsliebe Deykes überzeugen. Wien, 28. Dezember. Wie die Montags- Augenschein trügt. Denn wäre der Augen- Wertsachen erbeutete. Die Polizei stellte feft, daß überzeugt sei. Er bedauere die eventuellen Fehler, blätter melden, wurde der frühere Direktor der schein zuverlässig, würde Herr Dr. Goebbels niemand anderer als die Frau des bestohlenen durch die das Unglüd herbeigeführt sein könnte. Kaufmanns durch Vermittlung des früheren Sereditanstalt, Friz Ehrenfest, aus seiner Haft ficher Goebbeles heißen und Jude sein. schwer vorbestraften Leipziger Kriminalbeamten in Lissabon entlassen. Es wurde ihm die Bewilligung erteilt, in ein Privathotel zu über- Tumulte in der Stadtvertretung Elbogen. Ruwel, ehemals Chef einer Bande von Taschenunserer Fleischwaren? siedeln, wo er unter polizeilicher Aufsicht bis In der letzten Sigung der Stadtvertretung von diebent, an Nierzwicfi berangetreten war und ihn zur Erledigung seiner Angelegenheit stehen wird. Elbogen kam es, wie uns berichtet wird, bei der zu dem Einbruch veranlaßt hatte. Frau D. Selbst in Fachkreisen ist die Herkunft der Be Der Paz wurde ihm abgenommen. Beratung eines von sozialdemokratischer Seite wollte durch die Versicherungssumme, auf deren Frizz Ehrenfest empfing einige Journalisten eingebrachten Dringlichkeitsantrages, welcher auf Erhalt fie gehofft hatte, die mißliche geschäftliche zeichnung allgemein verbreiteter Fleischwaren nur und teilte ihnen u. a. mit:„ Ich habe nichts Zuwendung eines Betrages von 30.000 kronen Lage ihres Mannes verbessern. Sie legte im felten oder kaum bekannt. Untersuchungen von Dr. anderes getan, wie hundert andere Bankdiret an die Arbeitslosen, auf Bezahlung der Weih- Polizeipräsidium ein volles Geständnis ab und zetlinski sind daher in dieser Beziehung betoren. Ich habe der Kreditanstalt und dem nachtsfeiertage und des Neujahrstages an städ- schilderte die Beweggründe zu ihrer Verzweif- sonders interessant und gewähren wertvolle Einblide Hause Rothschild jahrelang ungeheuere Ver- tische Arbeiter und schließlich auf die volle Aus- fungstat, von der ihr Mann nichts gewußt hatte. in die Geschichte der Nahrungsmittelchemie. Das dienste zugeschanzt. Ich habe, so erklärte Ehren- zahlung der Weihnachtsremuneration an die Ruwel konnte festgenommen werden. Frau D. mit Recht beliebte Spanferkel hat nun keineswegs, wie man vielfach annimmt, etwas mit Span fest weiter, Milliarden verdient und in der Angestellten und Beamten der Stadtgemeinde wurde in ihre Wohnung entlassen. Inflationszeit auch viele Milliarden Vermögen hinzielte, zu erregten Auseinanderseßungen in Eisenbahnfrachtbriefe für den Inlandsverkehr( Holz) zu tun, sondern die erste Silbe dieses Wortes der mittelhochdeutschen Bezeichnung vor der Entwertung gerettet. Ohne diese Ge- nerhalb des Stadtverordnetenkollegiums. Die Der Preis der neuen vom 1. Oftober 1931 gülti- stammt von winne wäre die schlecht verwaltete Kreditan- Kommunisten stimmten gegen die beantragte Be- gen Eisenbahnfrachtbriefe für den Inlandsverkehr spen oder spüne, was soviel mie Milch oder Mutterstalt längst schon zusammengebrochen. Es wäre dedung der 30.000 kronen für die Arbeitslosen,( Drudgebühr) wird vom 1. Jänner 1932 an mit brust bedeutet. Spanferkel hätte also in uun wohl die allergrößte ungerechtigkeit, wenn doch wurde schließlich der sozialdemokratische An- 15 Helfer für je ein Stüd festgesetzt. Die für den heutige Umgangssprache übertragen soviel wie Milchnun ich allein als Sündenbod auf die Schlacht trag auf Zuwendung dieses Betrages an die Ar- Inlandsverkehr bestimmten Frachtbriefe früherer ferfel zu bedeuten. Die Bezeichnung Cerbelatbant geschleppt werden sollte. Sollte dies aber beitslosen angenommen. Bei der Beratung der Emission fönnen von Privatparteien noch bis 31. wurst bedeutet ursprünglich Hirschfleischwurst, es tatsächlich der Fall sein, so kann ich heute be- beiden anderen Punkte des Dringlichkeitsantira Mar; 1952 verwendet werden. Die Privatparteien mar also darunter eine aus Hirschfleisch hergestellte reits erklären, daß ich auf dieser Anklagebant ges verwandelte sich der Stadthaussaal in ein fönnen die am 31. März 1932 außer Geltung tre- Wurst zu verstehen, denn Hirsch heißt lateinisch cerpolitisches Versammlungslokal, d. h., es wurden tenden Frachtbriefe bei den Stempelverschleißämtern bus, französisch cerf. Von der ursprünglichen Bedeunicht allein bleiben werde. von nationalsozialistischer und kommunistischer in der Zeit vom 1. bis 30. April 1932 gegen tung des Wortes ist also heute nichts mehr übrig Seite ausgesprochen politische Reden geführt, so nene Frachtbriefe umtauschen( Kundmachung Nr. geblieben, die Bezeichnung hat sich auf ein Erzeugnis daß der Vizebürgermeister Ing. Pfohl erflärte, 202 ai 1931 lg. d. G. u. V.). Die Stempelverschleiß übertragen, dem eine im Hinblick auf das zur HerNew York, 28. Dezember. In New York feine, die deutschnationale Fraktion werde den ämter und die Stempelwertzeichenverschleißer wer- ftellung verwendete Fleisch gänzlich abweichende starben nach dem Genuß von altoho. Saal verlassen, wenn die Beratungen nicht sach- den vom 1. Jänner 1932 an nur neue Frachtbriefe Busammensetzung zukommt. Die naheliegende Anlischen Getränken, die aus Methylalto- lich fortgeführt würden. Als dennoch von kom- für den Inlandsverkehr ausgeben. Die Stempel- ficht, daß die Bezeichnung Mettwurst mit dem hol hergestellt wurden, im ganzen zehn Per- munistischer Seite eine weitere politische Attace werfzeichenverschleißer baben die ihnen am Schlusse altdeutschen aus bergorenem Honig hergestellten sonen. Die Zahl der schweren Vergiftungen geritten wurde, verließen die Deutschnationalen des Jahres 1931 verbliebenen Vorräte an Fracht. Getränk Met zusammenhängt, ist nicht zutreffend. nach dem Genug von Holzfpiritus ist überaus demonstrativ die Sibung, die dadurch beschluß- briefen für den Inlandsverkehr früherer Emission Vielmehr besagt diese Bezeichnung soviel wie gehad. hoch. Es handelt sich insgesamt um Personen, war lediglich der Punkt bezüglich der Zuwen- 1. bis St. Jänner 1932 umzutauschen und bei nung für Fleisch, meat. Besonderes Intereſſe verhoch. Es handelt sich insgesamt um Personen, unfähig wurde. Von dem Dringlichkeitsantrag bei den Stempelverschleißämtern in der Zeit vom tes Fleisch, abgeleitet von der englischen Bezeich die die Weihnachten feierten. dung von 30.000 Kronen an die Arbeitslosen diesen Aemtern um den Ersatz der Differenz der dient die Bezeichnung Eisbein. Irgend ein Zu durchberaten und zum Beschluk erhoben worden, Blankettengebühr rüdfichtlich der Ende Dezember fammenhang mit der verbreiteten Redensart ich New York, 26. Dezember.( Reuter.) Wäh- während die beiden anderen Bunkte durch das 1931 unverkauft verbliebenen neuen dreiteiligen babe Eisbeine", das heißt kalte Füße, besteht keines rend der Weihnachtsfeiertage tamen in den Ver- Auffliegen der Sitzung unerledigt bleiben Frachtbriefe in der Zeit vom 1. bis 10. Jänner wegs. Auch mit gefrorenem Wasser( Eis) hat die einigten Staaten rund 200 Personen in mußten. 1932 einzuschreiten. Die näheren Bedingungen sind Bezeichnung nicht das geringste zu tun. Die Silbe tragischer Weise ums Leben. Eis ist höchstwahrscheinlich auf das mittelniederbeutAn der Freien Schule für politische Wissen beim Stempelverschleißamte zu erfragen. Zusammenstößen und ähnlichen Unfällen wurschaften in Prag finden die Einschreibungen in Warnung vor dem Betrüger Kurt Schöngut, sche Wort hesse, was soviel wie hare bedeutet, zurückden 130 Personen getötet, bei zwei Zusammen bas Wintertrimester vom 28. Dezember bis Die Polizeidirektion in Mähr. Ostrau fahndet nach zuführen, eine Bezeichnung für den Kniebug bezw. Stößen an Bahnüberquerungen wurden 16 Per- 8. Jänner statt. Das Programm der Schule weist einem Betrüger namens Kurt Schöngut. Er wurde Unterschenkel. Aus dem mittelniederdeutschen Wort jonen getötet. In der Station Sacramento in außer den bisherigen Mitgliedern des Professoren am 19. Mai 1909 in M.- Ostrau geboren, ist nach beffeben ist dann später durch Wegfall des anlautenKalifornien explodierte die Lokomotive eines follegiums Vorträge von Minister Dr. Krofta, Bystra( Bezirk Biala in Polen) zuständig, ledig, den h das Wort Eisbein entstanden. Die Bezeich Expreßzuges, wobei der Führer und der Heizer Chefredakteur Koudelka, Sektionschef B. ifraelitischen Bekenntnisses. Schöngut hat im Früh- nung beffe für Unterschenkel ist übrigens heute noch das Leben einbüßten. Neun Personen starben 3 alatnay usw. von deutschen Vortragenden fahr dieses Jahres in der Gegend von Mähr. Oftrau gebräuchlich; Stalbshesse bedeutet in Berlin soviel an Alkoholvergiftungen. Prof. Dr. Rauchberg, Prof. Dr. Zatschet und später in Böhmen eine Reihe von Betrügereien wie Kalbshage. Auch das so fremdländisch flingende und Redakteur Dr. Emil Franzel( Geschichte begangen. Die erste Zeit gab er sich als Reisender Wort Rapaun stellt eine gute deutsche Bezeich Chicago, 28. Dezember. Die hiesige Polizei des Weltkrieges) auf. aus und entloďte mehreren Personen im Namen nung dar. Bekanntlich versteht man unter Kapaun berhaftete zwei junge Mädchen und vier Beftialischer Mord am Weihnachtstag. In einer Firma, bei der er früher angestellt war, An- einen kastrierten und gemästeten Hahn und die Befaum der Schule entwachsene Knaben, die der Gemeinde Košická Nová Ves tam es am zahlungen auf Waren. Er wurde im März d. 3. zefchnung rührt von dem alten deutschen Wort kapfich der Polizei widersetzt hatten, als sie diese ersten Weihnachtsfeiertage zu einem Verbrechen, verhaftet, doch wurde er aus der Haft in M.- Ostrau pen, ist gleich abhauen her, von dem man heute in den zeitlichen Morgenstunden zur Ruhe er- dessen Opfer der 17jährige Michal Lengyel- wieder entlassen. In Böhmen erzählte er, daß er noch in der Seemannssprache Gebrauch macht, in mahnte. Die jugendliche Gesellschaft eröffnete Bolacset wurde. Er wurde auf der Straße von Mitglied des Sportklubs Mährisch- Ostrau sei, und dem Ausdruck ein Tau tappen. Der im Hochsommer gegen die Polizeibeamten das Feuer. Eines der einigen jungen Leuten mit Messern und Heu- taisierte Geldbeträge ein, deren Empfang er auf besonders geschätzte Matjeshering( In dem Mädchen namens Marcella Roye, die 17 Jahre gabeln angefallen. Sein Körper wurde im wahr- Reklamezetteln des Klubs bestätigte. Der hiebei be- Monat Julius ist der Matjes ein Genuß...) entalt ist, feuerte nach Aussagen der Polizei- sten Sinne des Wortes durchlöchert. Für das nüßte runde Stempel war gefälscht. Schöngut spricht stammt dem Niederländischen und ist von maatje, beamten einen Schuß gegen den Geheimpoli- Wesen einiger dortigen Bewohner ist charat schlecht tschechisch und reist nun in Gesellschaft eines ist gleich junges Mädchen, Maid, abgeleitet. Die Bezeichnung Kaviar dürfte wahrscheinlich tartarigiften Caplis ab, der seinen Verlegungen erlag. teristisch, daß einer der erwachsenen Bürger, die gewissen Rudolf Müller. dem Morde zusahen, seinem Sohne zurief: Er Der Mord am Telefon. Der New Yorker Mil- schen Ursprungs sein und der Zusaz malosol, der Ein Bafa- Flugzeug verunglückt. hat noch nicht genug, versetz ihm noch einen!" lionär J. William Schatz wurde aus Rachemotiven einen besonders mild gesalzenen Kaviar fenntlich Bier der Täter wurden verhaftet. von seinem japanischen Haushofmeister ermordet. macht, kommt aus den Russischen, wo malo soviel Salzburg, 28. Dezember.( AN.) Am 24. d. Zugsentgleisung. Bei Rignano( Italien) ent- Durch die Wachsamkeit eines Telefonbeamten konnte wie wenig und fol sobiel wie Salz bedeutet. Bon historischem Interesse ist auch die Bezeichnung mußte um 15 Uhr das vom Biloten Wenzel gleiste ein Kleinbahnzug. Drei Personen wurden die Tat sofort aufgeklärt und der Täter verhaftet mayonnaise, eine aus Del, Eigelb und etwas Lutas gelenkte Privatflugzeug des Schuhfabrikan werden. Der betreffende Telefonbeamte berichtete ten Thomas Pata aus Zlin, an deffen Bord sich getötet und etwa zwanzig verlegt. Zwei Schwerverletzte bei einer Benzin der New Dorfer Striminalpolizei, daß er durch das Effig hergestellte Maffe, die im Jahre 1756 erfunden wurde und damals von den Franzosen zu Ehren der weiters der Mitfahrer Franz Janat befand, im Stampfelwalde des Lantschfelder Gebietes, Ge- explosion in Weiskirchliß. In Weiskirchliß in der Telefon des Millionärs die Schreie einer Frau ge in diefent Jabre erfolgten Eroberung der Feitung meinde Tweng im Lungau infolge dichten Rebels Heinrichsgaffe im Hause Nr. 211 ereignete fich hört habe- offenbar sei bann der Apparat im Ver- Mahon auf Minorca als Mahonnaise bezeichnet und Ueberlastung notlanden. Das Flugzeug am zweiten Weihnachtsfeiertag am Mittag eine laufe eines Rampfes heruntergeworfen worden. Als wurde schwer beschädigt. Es wird abmontiert schwere Venzinexplosion. Das in dem Hause die Beamten der Mordkommission am Tatort ein- wurde, woraus fich die heutige Bezeichnung Mahonden durch Messerstiche furchtbar naise entwidelt hat. Im Althochdeutschen bedeutet hamal soviel wie der Verschnittene und hieraus hat und mittels Bahn nach Zlin zurückgesandt wer- wohnende Fräulein H. Wächter verwendete zum zugerichteten Leichnam des Millionärs; seine Frau sich die Bezeichnung Hammel für den kastrierten Anwärmen ciner Ondulierschere Benzin. Auf Beide Insassen des Apparates blieben unbisher noch nicht geklärte Weise schlug die war schwer verletzt. Den Mörder entdeckten die Schafbod entwidelt. Die wenigen nach den Unterberletzt. Flamme auf die Benzinflasche über. Bei der Er- Beamten in einem Kohlenverschlag verstedt. fuchungen von Dr. Szelinsky zusammengestellten plosion erlitten das Mädchen und ihre Mutter Wahnsinnstat. In einer der angesehensten Beispiele zeigen uns bereits, welche intereffanten ZuWieder eine Bibliothek vernichtet. erhebliche Brandwunden. Besonders Frau Wäch- Belgrader Familien erschoß am Samstag ein jun- fammenhänge bei näherer Betrachtung die uns heute Johannesburg, 24. Dezember. In der ter wurde schwer verletzt. Die Entzündung des ger Mann mit Revolverschüssen zuerst seinen Bater geläufigen Bezeichnungen für Fleischwaren bieten, biefigen Universität brach heute ein Feuer aus, Benzins war von einer großen Detonation be- und die Mutter, verlegte dann seinen Bruder schwer und auch bei näherer Betrachtung anderer Lebens burch das der Hauptteil des Gebäudes mit der aleitet. Die Flammen ergriffen einen Teil des und erschoß sich dann selbst durch einen Schuß ins mittel unter diesem Gesichtspunkte ergeben sich wertibliothst zerstört wurde. Der größte Teil der Mobilars, doch konnte eine Ausbreitung des Herz. Die Beweggründe dieser Familientragödie volle Einblide in ein dem Fachmann wie der Allfind nicht bekannt. gemeinheit bisher wenig bekanntes Gebiet. $ 3,000 Bände umfassenden Bibliothetssammlung, Brandes rechtzeitig verhindert werden. den. Amerikanische Weihnacht. * Bei Auto Nr. 301. Dienstag, 29. Dezember 1931. Seite 5 Hotelbrand. In dem neuen Court- Hotel in lich gütiger Fürsorge zu erleben versuchen, desto Gerade das rechte Gegenbeispiel zeichnete Dr.[ der früher zur Moran- Bande gehörte, die die Springfield Massachussetts) brach ein Brand trasser und quälender fühlen wir die erbarmungs- Walter Lustig in der Arbeitersendung: 14 Jahre Nordseite Chicagos beherrschte. Die Moran- Bande aus, bei dem fünf Personen ums Leben tamen. Man lose Wirklichkeit des Lebens. Das Kindlein, in die russischer Film. Nach einem Rückblick auf den russi- war von Al Capone in dem Massaker am St. befürchtet, daß sich auch noch unter den Trümmern Krippe gelegt, ist uns Symbol der enterbten und schen Vorkriegsfilm gab er die Entwicklung des Wallentintag fast vernichtet worden; Ted aber Leichen befinden. entrechteten Masse, der zu ihrem Recht zu verhelfen. Sowjetfilms aus seinen fleinen Anfängen zu der fand später in den Reihen der Al Capone- Leute Die schwedische Luftschiffahrt hatte noch tein es nicht lieblicher Lieder und frommer Ideologien jetzigen Höhe, zu der materiellen einer Produk- Aufnahme. Ihm könnte es vielleicht gelingen, den Todesopfer. Wie das„ Schwedische Int. Prez( Opium fürs Volk!), sondern scharfen, unerbittlichen tion, die für ihr Wert 30.000 Stinos zur Verfügung alten Strieg zwischen der Nordseite und der TruzBureau" berichtet, hat die Schwedische Aerotransport- Kampfes bedarf. hat, mehr als Amerika, zu der fünstlerischen, die burg Al Capones, dem Stadtteil Cicero, zu be Gesellschaft, welche das Monopol für die Luftschiff- Richtiger der Gegenwart zugewendet, ist die anstelle des verlogenen Geschäftstitsches der kapitali- enden und ein neues Gangstertum zu schaffen. fahrtsverbindungen Schwedens ins Ausland hat, im Reihe„ Musikalische Zeitgeschichte", in deren zwei- tischen Filmerzeugung die Aufrichtigkeit des Lebens, Wohl am ehesten wird der Mann der Zu Jahre 1931 ein Refordjahr zu verzeichnen gehabt. ter Folge Genosse Edwin Janetschef wieder die Straft einer großen, vorwärtsreißenden Idee sept. funft aber jener sein, dem es gelingt, die zerEs wurden 19.623 Passagiere befördert und mit den eine Menge des Hörens- und Wissenswerten zu be- und dieser beispiellose Erfolg des russischen Films riffenen Bande der Freundschaft zwischen ChiFlugzeugen zusammen 495.258 Kilometer zurück- richten wußte, diesmal auch durch Schallplatten- gibt nicht nur ein ausgezeichnetes Borbild, wie in cagoer Polizeifunktionären und den Gangstern gelegt, was eine Entfernung von 12% Mal rund beispiele aufs Glüdlichste untermalend. um die Welt entsprechen würde. Der Verkehr war Etwas stark über utopiſchem Gewölf spazierte einer sozialistischen Geſellſchaft Stunft geübt werden wieder neu zu knüpfen und hinter den Kulissen arbeitend, ein ungeachtetes, sich jeder Gewalttätig gegen 1930 um 50 Prozent gestiegen. Seit Beginn Hans Georg Marer, Wien, mit seinen Gedanken kann, sondern zerstört auch das Philistermärchen teit enthaltendes anonymes Dasein führt. hat die Gesellschaft 98.592 Passagiere, 200.000 Stilo- über Sprechoper, Kunststadt als exterritoriale Repu- von der Unterdrückung der schöpferischen Persönlichgramm Gepäd, 16% Millionen Briefe und 516.000 blit, Weltmittelpunkt aller Theaterkunst mit inter- feit im sozialistischen Staat. Im Gegenteil: dort Silogrammi andere Frachtlasten befördert. Insgesamt nationaler Bibliothek, theaterwissenschaftlicher Hoch- crst wird sie sich rein und groß entfalten können, wurden bisher 2,763.000 Kilometer zurückgelegt. schule usw. Utopisch, wohlgemerkt, bei Andauer des dort erst wird ihr Wirken den gesunden Nährboden Während der letzten acht Jahre ist nicht ein ein- tapitalistischen Wirtschafts- und Gesellschaftssystems, finden, werden ihre Früchte zum Genuß des ganzen ziger Passagier verlegt worden. Dieses Jahr wurde das keine andere Internationalität kennt als die Volkes werden. Auch für die Kunst bedeutet der eine neue Exprez- Linie Standinavischer Luft des Profits und des Elends, und keine Kunstübung Sozialismus Erlösung und Erfüllung! Expreg Super" eingeführt, der Malmö- Kopenhagen ohne Mehrwerterzeugung. -Amsterdam- London als Route hat. Eine neue Route mit 14 Passagieren pro Flugzeug MalmöAmsterdam ist in Aussicht genommen. " Vom Prager Rundfunk Enterweltpleite. Die Wirtschaftstrife bedroht das Gangftertum. Fürstenau. Ende des Gangstertums? Darin darf man sich trotz der Dingfest machung Al Capones nicht täuschen: es werden noch Jahre vergehen müssen, bevor das Gangstertum in Chicago und in den Vereinigten Staaten ausgespielt haben wird. Solange es eine Prohibition gibt, so lange wird es Bootleggers" geben, und solange nach jeder Wahl die leitenden Stellen in der Justiz, in der Polizei und Gemeindeverwaltung neu besetzt werden, solange nicht Eignung der Funktionäre, sondern Ausgang der Wah len entscheidet, so lange wird die Möglichkeit bestehen, daß an jene Stellen auch Männer gelanChicago, Mitte Dezember. durch häusliche Zubereitung alkoholischer Ge- gen, die in einer Zusammenarbeit mit den Schlechte Zeiten find für Chicagos Unterwelt tränte eine gefährliche Konkurrenz entstand die Gangstern das öffentliche und ihr privates Hell Einem dringenden Bedürfnis zu genügen, ward vor acht Tagen ein Vortrag von Jo Hanns gekommendarin sind sich alle sachverständigen Spielhöllen sind so weit heruntergekommen, daß erbliden. Weder Bürgermeister Cermat noch PolizeiRösler über die Geheimnisse der Varieteekunst Beurteiler einig. Ist das Fehlen des Großen dort, wo früher viele Tausende, ja Zehntausende vorgelesen. Man muß unsere Sendeleitung zu der Führers" Al Capone, der von einer Jury, zu der von Dollars am Tag umgesetzt wurden, heute mit präsident Alman sind heute die gefährlichsten Bielseitigkeit ihrer Interessen beglückwünschen, kann elf Geschworene aus ländlichen Distrikten gehör- Einfäßen von 25, ja 10 Cents gespielt werden Feinde des Gangstertums. Größere Schwierigsich aber dabei der bitteren Erkenntnis nicht ver- tent, von denen, wie eine Chicagoer Zeitung jagie, muß, wenn der Betrieb überhaupt aufrecht er- feiten bereitet den Schutzherren des Alkohols, der Spielhöllen und der Prostitution die fich stets schließen, daß solchen hochwichtigen Angelegenheiten nicht erwartet werden konnte, daß sie die Pro- halten bleiben soll. verschärfende Wirtschaftskrise in den Vereinigten guliebe die noch am wenigsten Mitleid haben der Zeit zusammengedrängt wurde. Wann wird ren Gefängnis verurteilt worden ist, allein schuld. Die geheimen Sechs" und die Berbrechens Staaten. Mit diesen Opfern" wird man freilich dieser Unfug des Schillerns nach allen Seiten und In allen Farben einmal aufhören?! nisten etwas bedeuten. Diese stillen Künstlertragend? Oder hat die faiserlose, die schreckliche Zeit" tiefer begründete Ursachen? Al Capones Prestige. tommission". machen", sagte Bundesstaatsanwalt E.. Job Volkswirtschaft und Sozialpolitik ,, Wie wir Capone dingfest machen konnten, so fönnen wir jeden beliebigen andern dingfest Im übrigen war die Weihnachtswoche gebüh Johnrend mit dem Zauber der Musik durchwebt. Oskar Jst Al Capones Ansehen etwa durch den son, der die Anklage im Strafprozeß gegen Al Baum beendete seinen Zyklus Moderne Meister" mit einem Vortrag über moderne deutsche Musiker Schuldspruch unividerbringlich vernichtet? In der Capone vertrat. Wir haben Al Capone nicht Die schlesischen Bauarbeiter lassen sich den in der CSR., ertvähnte Mrazel, Korngold, Straja, Unterwelt ist der große Al Capone noch genau nur ins Gefängnis gebracht, sondern innerhalb Ullmann, um bei Theodor Beidl und Fidelio Finte o geachtet und gefürchtet wie vor seiner Berur- bon sechs Monaten mehr als eine halbe Million Lohn nicht abbauen. Die Lohnverträge der Bauausführlicher zu verweilen. Die vorgeführten Lied- teilung. Und unter den Bürgern der Metropole Dollar an Geldstrafen aus dem Gangstertum arbeiter in den politischen Bezirken Troppau, beispiele ber beiden zeigen ihre Schöpfer als Spät- am Weichigan- See gibt es wohl nur wenige, die dieser Stadt herausgeholt." Auch der vom Bür- Jägerndorf, Freudental ut. a. laufen am 31. De ernstlich glauben, Capone werde wirklich sieben germeister Cermat ernannte neue Polizeipräsident zember 1931 ab. Die Bauunternehmer wollen romantiker, nur den zweiten in den Ausbrudsfor- wertvolle Lebensjahre im Bundesgefängnis von Chicagos, einer der wenigen hohen Polizeifunt nun die Gelegenheit ausnüßen und den Lohn der men entschiedener dem Neuen zugewandt, als den ersten. Bedauerlich, daß für das Schaffen des Mäh- der wurde es mit Befriedigung vermerkt, daß AI teste Verdacht einer verschleierten Bundesgenossen- und 17. Dezember fanden in der Handelskammer ersten. Bebauerlich, daß für das Schaffen des Mäh- Laevenworth zubringen. In der Unterwelt wie- tionäre, auf den niemals auch nur der entfern- Bauarbeiter um 10 Prozent herabsehen. Am 10. rers Viktor Ullmann, der den ganz strengen Stil der Moderne pflegt, tein Beispiel gebracht werden Capone und seine Unterführer sich streng an das schaft mit den Gangſtern fiel, ist von lampfes in Troppau Berhandlungen statt, zu denen per Bauarbeitersekretär Genosse Luresch nicht zugefonnte. Dem Arbeitsvolt fann feiner dieser Kompo- heiligste Gesez des Gangstertums hielten: niemand freudigem Optimismus bejeelt, anderen in die Sache hineinzuziehen. Und Chi- Als wertvolle Bundesgenossin der gereinig lassen werden sollte, weil er rücksichtslos gegen die naturen" fönnen, eben weil sie vom Lärm des cagos Bürger hörten es gerne, als im Beweis ten" Polizei ist die Organisation der Geheimen Unternehmer vorgehe. Unsere übrigen Ververfahren vorgebracht wurde, wie oft Al Capone Sechs" erstanden, die im Jänner dieses Jahres trauensmänner erklärten den Unternehmern aber, Tages nicht berührt" sind, auch auf das Leben des einem Schuhputer eine Fünfdollarnote und einem von der Chicagoer Handelsvereinigung ins Leben daß sie geschlossen hinter Buresch stehen und daß Tages nicht einwirken. Man darf Verständnis nicht Raseur eine 20- Dollarnote zuwarf, wie er in gerufen wurde. Und schon seit mehr als andert- es ohne Buresch keine Verhandlung geben kann. erwarten, wo man selbst sich nicht bemüht. zu ver- einem Herrenmodegeschäft für ein paar Hemden halb Jahren besteht die Bürgervereinigung Chi- Die Unternehmer waren gezwungen, den ersten stehen. Zu verstehen, daß für das mühebeladene Volt und Strawatten eine 500- Dollarnote auf den cagos, die sich Verbrechens Stommiffion" nennt Rüdaug anzutreten und mußten sich den Buresch der Gegenwart die Bauber versonnener Schwärmerei Ladentisch legte und wegging, ohne die Heraus- und mehrere Listen der öffentlichen Feinde" an wieder gefallen laffen. Die Verhandlungen verteinen Reiz mehr haben, daß uns eine Kunſt not gabe des Wechselgeldes abzuwvarten- ein wahr- die Behörden verschickte. Lange Zeit paradierte liefen ergebnislos, weil die Unternehmer unbetut, die sich fühn in den Sturm stürzt, sich jauchzend haft großzügiger Gentleman, eine Heroengestalt Al Capone an der Spizze der Verzeichnisse. dingt den Lohnabbau durchsetzen wollten. Sie und start von seinen Wogen tragen läßt, Gesang in der Zeit der allumfassenden Pleite. Er im- Der Nachfolger ein Mann im Hintergrund? zeigten auf, wie bei den Textilarbeitern und in des Meeres und nicht der mild rieselnden Bächlein. ponierte. Dieses merkwürdig Fremde, bei aller Lieblichleit fast Bedrückende empfinden wir auch bei den Weihnachts- und Marienliedern, deren wir in diesen Tagen fast zu viel beschert bekanten. Gertrude Pizinger, Reichenberg, am Dienstag, Frau Rose Merker und Bauline Strehl am Freitag fangen sehr schön, die beiden letzteren leider wieder voll fommen textunverständlich. Wenn die Worte eines Liebes nicht zu verstehen sind, ist es vielleicht ein schönes Musikstüd, aber kein Lied mehr. Und abgesehen davon, daß die in diesen Liedern ausgedrückte reine, naive Frömmigkeit, als Stimmung durch eine, ja zwei Sendungen hindurch festgehalten, eintönig und ermüdend wirken muß, sie fann auch an sich unser Empfinden nicht mehr erfüllen. Je stärker wir das Weihnachtsfest als die Verwirklichung ursprünglicher, liebevoller Menschlichkeit, als das Fest natür Weite: Mutter, liebe Mutter, weine nicht! Du zeigtest auf das offne Meer, Solch mächtigen Feinden scheint das Gang- der Metallindustrie der Lohn abgebaut wird, Gangstertum in der Krise. stertum führerlos gegenüber zu stehen. Denn troß während den Bauarbeitern bisher noch immer Nein, Al Capone und damit das Chicagoer aller Rivalität dienten viele Maßnahmen Al Ca- der Lohn erhöht wurde. Es müsse daher, so Gangstertum haben nichts von ihrem früheren pones durchaus nicht nur den Interessen seines argumentierten sie weiter, endlich auch im BauPrestige verloren. Aber eine andere ernstere Ge- Trusts, sondern denen der gesamten Unterwelt gewerbe zum Lohnabbau kommen. Da feine fahr besteht für die Unterwelt von Chicago Chicagos. Wird Al Capone einen würdigen Nach- Einigung erzielt wurde, mußte das Lohnschiedsdenn wo fein Geld ist, hat auch das Gangstertum folger erhalten? Einen von Al Capones Gnaden gericht in Brünn entscheiden, denn auch die sein Recht verloren. Tausende der besten und ge- oder einen, der aus eigener Kraft die Zügel führt? auunternehmer brachten eine Klage ein. Sie horsamsten Kunden und Schußbefohlenen unter Aus Gangsterkreisen hört man oft den Na- berlangten Lohnabbau. Der Lohnschiedsgerichtsder Kaufmannschaft Chicagos machten Pleite. men Peter Fuscos nennen, der außerhalb dieses senat des D.-G.-R. Dr. Janoušet berwarf Sunderte vom Capone- Trust abhängige Speck Bereiches so wenig bekannt ist, daß er sich nicht am 22. Dezember 1931 den von den Untereasies" mußten zusperren, besonders in den Ar- einmal auf den Listen der öffentlichen Feinde" nehmern beantragten Lohnabbau und gab dem beitervierteln, denn Arbeitslosigkeit und Wirt- befinde. Auch Frank Diamond( nicht zu verwech- Antrage der Arbeiterorganisation Folge, wonach schaftskrise erziehen wirksamer zur Abstinenz als seln mit dem New Yorker Schmugglerkönig der bisherige Lohnvertrag bis Ende März 1932 die strengsten Prohibitionsgesetze. Und die Spiel- Diamond, der vor wenigen Tagen von der Ston- unverändert weiterzugelten hat. Bis dorthin höllen, deren Erträgnisse in der legten Zeit für furrenz" erschossen wurde. Red.), der Schwager sollen sich die Streitparteien auf einen neuen Verdas Gangstertum noch weit wichtiger waren als Al Capones, steht in ernsthafter Erwägung. trag einigen, da sonst das Lohnschiedsgericht auch die Einnahmen aus dem Alkoholschmuggel dem Große Aussichten hat schließlich Ted Newberry, den neuen Vertrag festseßen müßte. Am Anfang stand die Enttäuschung. Das Eis Nacht erlebten. Er blickt hinaus in das geheim- Inavien läuten die Glocken. Nansen und Hjalmar spielte mit den Polarfahrern. Nicht nach Westen, nisvolle Dunkel. Nach allen Seiten dehnt sich Johansen sind allein, winzige Wesen in einer Dreimal Jahreswende. sondern nach Often, ja, sogar nach Südosten ging das Eis endlos, schweigend. Das Takelwert der gewaltigen Gis- und Gletscherwelt. Der Wind Daz Nordlicht erstrahlt in wundervollen die Drift. Aber am 7. November hatte das net- Fram" hebt sich reifbededt, scharf und dunkel ersetzt den Glockenklang, wenn er heulend daherFarben und Lichtstreifen. Tausende von Sternenfische Spiel sein Ende. Von nun ab wurde die gegen den leuchtenden Himmel ab. jagt und kraftvoll den Schnee zu hohen Wolken emporſteigen läßt. Der Vollmond zieht unbeküm flimmern, leuchten und gleißen zwischen den" Fram" von dem gewaltigen, nach Westen dränNeujahr 1895. Das Eis hat Zeit. Es ist mert um Ende und Anfang eines Jahres seinen ewig sich wandelnden Lichtbändern der Strah- genden Strome des Eises gepackt. Am Silvesterabend saßen die dreizehn muti- Im Laufe eines Jahres hat es die Fram" Einsamkeit, der Verlassenheit ist in den beiden in ständiger Bewegung, aber es geht langsam. Weg, falt, gerubfam, erhaben. Der Schauer der lenkrone des Nordpols und dem tiefblauen Himen Arttis. Inmitten der Unendlichkeit der gen Wänner in dem kleinen, behaglich waren Beute über 30 Längengrade nach Westen geführt. stahlharten Männern lebendig. Ihr Festmahl ist Meißen in Dunkler Buntt. Schiffsmasten ragen lieferte elektriſches Dicht, das von der des rich wende im kleinen Salon versammelt. Sie tran- Schokolade; sie müssen sparen. Die letzten Borpeg in den Simmel. Eine Mühle dreht und hernicherfir, Stanſen hätte wie ein guter aus- fen Moltebeerpunsch, aßen wieder Kuchen, rauch- räte sind für den Weg nach Süden, für die pipingt die Flügel. Zartes Licht hüpft in das netes e eine Mitarbeiter gejorgt, genio, ten, erzählten, lauschten den Klängen des Har- Heimkehr bestimmt. Am 1. Jänner iſt es bitterDunkel, rebell eines Liedes suchen den Weg vater für ſeine sepa- moniums und einer Violine. Nansen und fein lich kalt. Minus 41.5 Grad! Nansen erfrieren die durch das Unbekannte und verhallen in der wie er später für die Unterdrüdten Europas jor Freund Johansen weilten zum letzten Male Fingerspißen. Die Gletscher brüllen; Spalte auf gen sollte. Als das Jahr mit dem letzten Sefunbenschlage des Chronometers zu Ende ging, stan- an diesem Silvestertage unter den Kameraden. Spalte öffnet sich. Schlaflose Nächte auf hartem denschlage des Chronometers zu Ende ging, ftan- Sie hatten sich entschlossen, zu Beginn des neuen Boden. Sehnsucht nach dem arbeitsamen, aber den alle von ihren Bläken auf. Die Vergangenheit war in jedem dieser Männer lebendig. Die Jahres die schon lange geplante große Schlitten- sorglosen Leben an Bord der„ Fram", Sehnsucht Zukunft lag ungewiß, glückverheißend und doch verdrup sprach vom Glüd, das diese Reise reise zum Nordpol zu unternehmen. Kapitän nach der Heimat wird lebendig. Auch an Bord der Fram" war eine gedrohend vor ihnen. Nansen sprach von den HoffFram" nungen und Enttäuschungen der Driftreise. Und begünstigen sollte. Und Nansen wußte, daß der drückte Stimmung. Die Mannschaft hatte ihre doch war er, wie alle, froh, daß es nun nach ſelbe Wind, der heulend durch das Tauwerk der Aufgabe gelöst; sie sehnte sich heim nach NorWesten ging. Dann lobte er die Stameradschaft." Fram" jagte, die Schlittenfahrt nach Norden wegen. Aber der Wind blies aus Süden, dorther, Jeder Führer war hier Arbeiter, jeder Arbeiter begünstigen mußte. Er wußte, daß das neue wohin sie wollten. Und doch wurde das neue im Jahr wieder festlich begangen. Die Schiffsglocke Nacht Jahreswende. Am 24. Juni 1893 bis ins Kleinste zu tun. Dann fangen sie wieder. Expedition bringen würde. In der Nacht grüßte hallte feierlich durch die Stille. Es war, als hät Dreizehn Männer feiern in der arktischen war verantwortlich, und jeder halte seine Pflicht Jahr den großen Wendepunkt im Verlauf der wohin sie wollten. Und doch wurde das neue waren sie mit ihrem prächtigen Schiff, der Die Bordzeitung, die„ Framsja", wurde verlesen. Die Männer von ber fram ein ungewohnlichten ihre Schläge den Wind bezaubert. Nordahl " Fram", zu einer abenteuerlichen Fahrt aufge- Luftige Verse klangen durch den Rauch der be- tartes Nordlicht. Die Sichtstreifen wogen in Johansen war an Deck gegangen. Da blies der brochen. De Abschied von Standinavien, fuhren berte Feigen, ananas un chien ausgestattet. dieſen jagenden Streifen zeigte sich ein mit einer wende. Die Stimmung schlug um. Hoffnung erbrochen. Der 24. Juli sah sie in Vardö. Hier gehrten Zigarren und Zigaretten. Man fnab Sie näherten sich fast dem Zenith, und quer zu det. Eine frohe Botschaft zur dritten Jahresnahuten fortaffe Sibiriens entlang. Hinter dem pedition war mit frischen Frücht bei Band, 130. Längengrabe ſtieken ſie nach Norden vor. Nansen wußte, daß der Storbut bei ihnen nicht herrlichen Nordlichtkrone geschmücktes te begriff alle. Und nun feierten sie erst„ Fröhliches babe. Ce ſen Eſe Sturz nach bent. Ueberschreiten des 78. Breiten zu Gaſte ſein würde. Er selbst wachte noch bis en Biderschein wie Mondlicht auf dem je lag Neujahr". Ein gutes Schicksal führte die Dreisabes quiff bas Eis gierig nach dem hölzernen vier Uhr Morgens. Dann würden in der alten der Himmel ſelbſt feierte mit leuchtender Fadel zehn von der Fram" glücklich in die Heimat grades Bau des Schiffes. Nansens großer Versuch, Heimat da unten im fernen Süden die Gloden die Wende dieses Jahres. Zum dritten Male Jahreswende in der Ein- Jahreswende im ewigen Eis gefeiert. die ungewisse Fahrt mit dem vom Westen nach tönen, und die Seinen dachten dann an die Willy Mobus. hem Norden treibenden Eile batte begonnen. Dreizehn, die die Jahreswende in der arktischen samkeit der arktischen Nacht. Daheim in Glandi- j Nach Norden zu entfalten Die weißen Segel ... und tommt der Tag, an dem die zur Heimat tehret wieder, Dann werden, trop der Tränen, Tausendfach ertönen Jubellieder. zurüd. Sie hatten Großes vollbracht und breimal Seite 6 Dienstag, 29. Dezember 1931. PRAGER ZEITUNG. " Rr. 301. Die Not der Theater: teilweise Vereinigung der Theaterbetriebe Reichenberg und Gablonz. Mit Rüdficht auf die allgemeine Theaternot haben sich, wie uns gemeldet wird, die Stadtvertretung von ReichenNachta yl in Schnee und Eis der Operette ist in nahezu zwei Dutzend Operetten berg und Gablonz im Grundsaze dafür ausgesproschier unerschöpflich geflossen. Millöders Tangmelo- chen, nach dem Muster zahlreicher Auslandsstädte in Man erzählte in den letzten Tagen davon, dien und Operettengejänge in modernisiertem Rhyth- der kommenden Theaterspielzeit ein gemeinsames daß selbst jezt in der eisigen Winterkälte Ar- mus, in modernem harmonischem und instrumen- Opern- und Schauspielensemble für die beiden Bühbeitslose unter freiem Himmel übernachten, jo talem Gewande neu erstehen zu lassen, ist nicht nur nen Reichenberg- Gablonz zu schaffen. Die beiden erschütternd auch diese leider wahre Tatsache ist, eine dankbare, sondern auch eine reizvolle Aufgabe. Städte werden in Hinkunft also wohl je ein eigenes sie wird diejenigen nicht überraschen, die noch und man muß gestehen, daß sie Herr Madeben Operetten- Ensemble, einen eigenen Chor und ein im spätesten Herbst die Truppe von Obdachlosen ausgezeichnet gelöst hat. Millöders Melodien sind eigenes Orchester haben, dagegen wird die von der gesehen haben, die sich vergeblid) um einen Wintrog mannigfaltiger Veränderungen in der Neu- Reichenberger Bühne gestellte Oper und das vom fel in den Bahnhofsräumlichkeiten umsehen, wo bearbeitung flüssig geblieben, die Harmonien wur. Gablonzer Theater geworbene Schauspiel fünftighin hin sie ihren armen geplagten Körper zur furzeit den erfrischend modernisiert, das Orchestergewand für beide Bühnen gemeinsam sein. Durch diese ZuRuhe hinlegen fönnten. Die Gerüchte erzählten wurde, und das ist ein wesentlicher Faftor bei fammenlegung des Opern- und Schauspiel- Ensembles von der Prager Hepinsel, jenem langgezoge- ieder modernen Operettenpartitur, mit blühenden werden sich die Betriebskosten jeder der beiden Bühnen Landstrich, wo neben dem Sammelpunkt der Slangfarben ausgestattet. Allerdings fam es dem nen um rund 200.000 Kč ermäßigen. Bei dem VerTennissnobs im Stadion und der Winterhelden Bearbeiter nicht darauf an, Millöders Original- furche handelt es sich vorderhand um eine vorüberim unvollendeten Winterstadion jetzt das schred melodien nach Wunsch und Bedarf umzugestalten gehende Maßnahme. lichste Elend haust, das man sich vorstellen kann; und musikalisch umzuwerten. Wenn er zum Beispiel Spielplan des Neuen Deutschen Theaters. Diens ein Elend, das Gortis Phantasie weit übertrifft. den berühmten Traum"-Walzer aus dem Feldpre tag, 8 Uhr: Die Dubarry", Singspiel von Es gibt in dem Teil, der dem Denisbahnhof diger" in einen schmissigen Biervierteltaft- Rhyth Millöder- Madeben( 62- II). Mittwoch, 18 Uhr: gegenüberliegt, eine Bretterbude, durch die der mus umgießt, wirkt dies zunächst befremdend. Aber Professor Bernhardi", Komödie v. Schnitzeisige Nachtwind fast ungehindert wehen kann, im allgemeinen werden seine Aenderungen und ler( 63- III).- Donnerstag, 7 Uhr:„ Die Duwo diese Unglücklichen eng aneinandergepreßt Modernisierungen immer mit Geschmad und wirt barry"( Seriensprung 65-1); Nachtvorstellung, einer Ruhe pflegen, die kaum noch etwas mit licher Kunst durchgeführt. Bedauerlich ist nur, wie 10.15 Uhr, Erstaufführung: 3ur gold nen dent menschlichen Begriff des Schlafes zu tun meist und überhaupt in der modernen Operette, die Biebe", Operette von Benazky( Ab. aufgehoben). hat. Hier, unter den Augen der so sorgsamt unt textliche Haltung dieses neu konstruierten Millöder. Freitag, halb 3 Uhr: Im weißen Rößl", das öffentliche Wohl" besorgten Polizeiorgane, Ohne Notzüchtigung der deutschen Sprache scheint Singspiel von Müller- Benagly; abends halb 8 Uhr: entwickelt sich ein Bazillenherd, hier ist eine es heute nicht mehr zu gehen; die fehlerhaften und Bur goldnen Liebe"( 64- IV). Samstag, Brutstätte von Unhygiene, wie sie ärger taum das Sprachgefühl beleidigenden Deflamationen der 7 Uhr, Gastspiel Kerstin Thorborg:" Aida", Oper ausgedacht werden kann, hier mutet eine fluch neuzeitlichen Operettenmusik, die auf den leichten von Verdi( 66- II). Sonntag, balo 3 Uhr: Die Zwei Berliner Jungen vor der Tonfilm- Kamera. beladene Gesellschaftsordnung Menschen ein Da- und schweren Taftteil feinerlei Rüdsicht nimmt, Dubarry"; abends 8 Uhr: Codtail", muji- Rolf Wenthans und Hans Joachim Schaufuz fein zu, wie es selbst der primitivste Bauer von werden immer mehr zut unerträglichen Regel. Die talisches Lustspiel v. Bollmoeller- Benagty( 67- III). in den Ufa- Tonfilm„ Emil und die Detettive". seinem Vieh nicht verlangt. Neubearbeitung des Textes der bei Mil Montag, halb 8 Uhr: Der Troubadour", Im Gespräch mit einem dieser Unglüd- töder„ Gräfin Dubarry" heißenden Operette Oper von Verdi( 68- IV). Hamburg 3: 2 und in Düsseldorf 2: 6 1. FC. Tichen, die in der Terminologie der Sicherheits- haben, vorzüglich unter Modernisierung des Dialoges Nürnberg gegen Schalte 5: 3 und gegen Preußen bewahrer Beschäftigungslose und Landstreicher" und der Gesangsterte, die Herren Paul Knepler Münster 4: 1. München 1860 gegen Sportklub sind, hört man beschämt und bis ins Innerste und J. M. Welleminsty besorgt. Die historische Dresden 0: 1 und gegen BC. Chemniz 5: 2: empört, daß die Polizei Menschen, die in nasser Führung der Handlung, der Werdegang einer betimitäten", Stomödie von Cowar.( Ab.)- Don Eishodey. Teschen: TESG. Prag gegen EV. und talter Novembernacht im feuchten Laub der rühmten Maitresse vom Buzmachermädel bis zur nerstag, halb 7 Uhr: Der Gerichtsvollzie 0: 0. Jägerndorf: DESG. Prag gegen E. Insel einige Ruhe zu finden hofften, verhaftete, Favoritin des Königs, wurde streng eingehalten. her", Komödie von Harwood( Ab.); Nachtvorstel- 5: 5. Troppau: Pögleinsdorfer SC. gegen wegen Landstreicherei bestrafte und dann als Ordnungsstörer in diverse Heimatgemeinden ab- Ganz ausgezeichnet war die Aufführung des lung, 10.15 Uhr, Erstaufführung:„ im mere GV. 1: 0 und 3: 0. Berlin: Ottalpa( Sanada) schob. Niemand weiß davon zu fünden, daß sich neuen Singspieles durch unser bortrefflich zusam dich um Amelie". Freitag, 3 Uhr: nan beiden Feiertagen gegen Schlittschuhclub beide. die Polizei mit all ihremt gewiß nicht schwachen mengespieltes Operettenensemble. Hervorragend war timitäten"( 6.); abends halb 8 Uhr: mal 6: 1.& attowis: Ottawa gegen, polnische umal vor allem Frau Sonja Scheucher als Dubarry, welenraub in der Kärntnerstraße". Auswahlmannschaft 3: 0, Davos: Spengler Apparat dafür einsetzt, daß diese Art von Woh glaubhaft in der Wandlung vom ehrlich und unbe- Samstag, halb 8 Uhr: kümmere dich um Cup: ESC. Davos gegen HC. Milano 4: 2, Orford aungstultur nicht mit dem Pendret, sondern wußt liebenden Mädchen zur bewußt und raffiniert Amelie".-Sonntag, 3 Uhr: Nina"; abends gegen Afad. HC. Zürich 7: 0, Cambridge geren mit Heimstätten bekämpft werde, niemand aus die Männer meisternden Stokotte, außerordentlich im halb 8 Uhr:„ Juwelenraub in der Kärnt- Grashoppers Zürich 1:11. ber Unzahl von öffentlichen Voltsbeglüdern gesangstünstlerischen Sinne. Ihre drei Hauptlieb nerstraße". Montag, 8 Uhr: Kopf oder kommt auf den grotesten Einfall, daß man an- haber wurden durch die Herren Greverus( Dich- Schrift".( Ab.) itatt für 13 Millionen neue Kirchen einige ge- ter), Badlesak( Graf Dubarry) und Ströhlin räumige Wohnbaraden hätte bauen können, die( König) durchaus glaubwürdig gesungen und dargewahrsechinlich nötiger wären als die einhundert ftellt. Ein heiteres Paar fand in der entzüdenden erite und einhundertzweite Kirche des Mütter- Fee Reichlin und Herrn Dudet die entspre chens Prag. amüsante Bostbezieher. Man erfährt von so einem Gaſt des freie- hede aante Berkörperung. Auch die Träger der freie- fleineren Rollen( die Damen Lhosty, Reinede ften aller Nachtasyle recht interessante Details: und Bertram, sowie die Herren Schönberg, Der heutigen Nummer liegt ein Erlag. wo es weniger blafe, wo die Schläfer unter dem Schindler und Reiter) waren zu loben. Als schein zur Bezahlung der Bezugsgebühr bei. Viadukt zu finden sind und schließlich das ganz temperamentvoller, rhythmisch und dynamisch aus. Wir machen besonders darauf aufmerksam, Ungeheuerliche: daßen dah die Einzahlung unter demselben Namen geleistet werden muß, unter welchem der Versand der Zeitungen erfolgt. Die Bezugs gebühr ist am Kopf des Blattes, ersichtlich und ist stets im Vorhinein an entrichten. Der Abonnementsbetrag muß spätestens bis 12. eines jeden Monates in unserem Besige fein; wir erjuchen Sie, dies zu berücksichti gen, damit feine Unterbrechung in der Zu itellung eintritt. Die Berwaltung. es Menschen gibt, die sich im Sande des Starolinenthaler Hafens eingraben, um so menigstens einigermaßen vor der Witterung geschüßt zu sein und die kalte, lange Nacht überdauern zu können. E.. gezeichnet differenzierender St a peltmeister laß Mag Rudolf am Bulte. Geschmackvoll modern und stimmungsfördernd waren die. Szenenbilder von Frant Schultes, fehenswert die historisch echten Kostüme Frau Voltners, lebendig gestaltend die Regie Stablers. Das gut besuchte Haus nahm Das ist ein furzer Streifzug durch eine der das neue Singspiel beifällig auf, ohne den Wert einBrager Inseln; was sonst in den weniger bezelner musikalisch wirklich wertvoller Nummern cintannten Teilen der Prager Peripherie geschieht, schäßen zu können. bleibt weiter unbekannt. Die Polizei, die in politischen Dingen das Gras wachsen hört, die Aemter, die bei allen Gelegenheiten glauben, einschreiten zu müssen, rühren sich nicht. Und der brave Bürger hält sich gleich dem Herrn in Verkleidung eines Polizeirats an das alt bekanute Wort: schmeiß ihn hinaus, er bricht mir das Herz. Ob sich aber die Mehrheit des Volkes derart wird hinausweisen lassen aus einem menschenmöglichen Dasein, das bleibt die Frage, mit der sich das besitzende Bürgertum doch auch beschäftigen sollte! 1g Höhe von 2 K die Raffe Nr. 13 auf dem Wilfon bahnhof entgegen, wo auch nähere Informationen erteilt werden. Spielplan der Kleinen Bühne. Dienstag, 8 Uhr: Juwelenraub in der Kärntnerstraße". Lustspiel von Fodor. Mittwoch, 8 Uhr: An unsere 1 * n Aus der Partei Winterlager der Roten Fallen. Im Win terlager ist alles wohl bestellt. Der Schnee sehr gut. Wetter flar, teilweise Sonnenschein. Die Falten lernen sehr leicht das Stifahren, Die Anfangsschwierigkeiten werden wir bald überwunden haben. Alle Falten grüßen Euch mit herzlichem Freundschaft!" Jugendbewegung. S. J. Prag, Gruppe 1. Tonnerstag in der Gee luftiger Silvesterabend. Anfang 8 Uhr. Wir bitten alle Teilnehmer für Unfosten( Tee und Gebad) einen Beitrag an Genossin Lochner, Genossen Sikora eder Zwinzscher einzuzahlen. Heute und morgen treffen wir uns zur Vorbereitung ab 7 Uhr in der Gec. Mittellung aus dem Bublitum. Spiel Körperpflege Augenglas fachmännisch angepakt wird. Zaffen Sie " Juwelenraub in der Kärtnerstraße." Lustspiel in drei Akten von Ladislaus Fodor.( Kleine Bühne, Erstaufführung am 25. Dozember.) Ter Gentleman- Räuber ist teine neue Bühnenfigur, und die Erkenntnis, daß manche Frauen sich lieber, mit gemalt nehmen, als burch zartes Entgegenkommen Sport gewinnen lassen, ist auch nicht neu, aber recht dürfig, und auch aus dem Zusammenführen dieser ver brauchten Bühnenfigur mit dieser abgestandenen Erneuer Einfall ist, taum ein wirklich neues Bühnen aus der Tschechoslowatei spielten im Aus kenntnis kann, da auch diese, künstlerische Tat" tein mert entstehen. Alte Gestalten unter neuen Namen, lande: DFC. Prag Reserve gegen VfL. Löbau Bürgerlicher Sport. Die Weihnachtsreisenden. Nachstehende Klubs Das Rezept des Augenarztes taun nur dann seinen Zwed erfüllen, wenn das Ihr Rezept bei Optiler Deutsch, Prag, Graben 2. Balais Koruna", ausführen. Die Organisation der Sozialdemokratischen Partei." Montag, den 25. Jänner 1932: Sozialpolitische Aufgaben der Sozialdemo fratischen Partei." Einen Sonderausflugszug nach der Hohen Tatra alte Situationen. Mancher Wiz, der aktuell wirkt. 14; 1. Tavia Prag gegen Galata Serail und Sozialdemokratische Bildungsstelle, Prag. fertigt in den Tagen vom 13. bis 18. Jänner die Nein, nicht so sehr wirkend als wirklicher Wis, fon- Fenerbagiche Konstantinopel 2: 0 und türkisches Na Staatsbahndirettion Prag- Süd für Wintersportler dern als eindeutige Anspielung auf Zeitverhältnisse. tionalteam 0: 0. Vittoria Žižkov gegen Ajar Funktionärkurs: ab Die Fahri geht nach Tatranita Lomnica, Smo- Das war vielleicht das Unterhaltendste an diesem Amsterdam 4: 2 und Städte- Elf Harlem 4: 2. SK. tovec, auf den Hrobienot und Strbske Pleso. Preis Abend, zu sehen, wie sich die Bourgeoisie über anti- t I ad no gegen E. Montpellier 1: 1. Sparta Partei Gewerkschalt Ja, in diesem Kladno in Bordeaux gegen Team von Südwest Genossenschaft." 375 K influfive der Fahrten, Verpflegung und fapitalistische Wige amüsierte. Logis. Anmeldungen nimmt bei Erlag einer An- Lustspiel also wird erzählt, wie ein Gentleman frankreich 1: 0 und gegen Städteteam Toulouse 7: 3. Montag, den 4. Jänner 1932: gabe von 100 K und einer Einschreibgebühr in der Räuber ein wirklicher Gentleman, denn er badet Meteor VIII spielte in Afrita gegen Avant Garde Geschichte der Sozialdemokratischen Partei." - einen Juvelenladen plündert, mit vor Mascara 7: 3 und gegen Gallia 1: 1. Die Montag, den 11. Janner 1932: täglich! gehaltenent Revolver, aber troydem besten Umgangs- österreichischen Vereine hatten ebenfalls gute Die Aufgaben der Sozialdemokratischen fermer, dadurch einer Generaldirektorsgattin fo fehr Erfolge: Austria gegen Wader- Teutonia München Partei." imponiert, daß fie ihm einfach verfallen ist. In 5: 0, gegen VfB Stuttgart 3: 0 und gegen 1. FC. Dienstag, den 19. Jänner 1932: Nizza werden sich beide treffen. Man unterhielt Schweinfurt 7: 3. WAC. gegen SpVgg. Fürth 3: 1 Kunst und Wissen fidh gut, weil unter Herrn Hölzlins Leitung flott und gegen Riders Würzburg. 5: 1. Vienna gegen und vergnügt gespielt wurde, alle Künstler geradezu Bayern München 3: 2 und Riders Stuttgart 8: 2. Die Dubarry. Es ist wieder ein bedenkliches in Weihnachtsgebelaune waren und Herr Göb, der Admira gegen Etoile Carouge Genf 4: 0 und gegen Zeichen unserer Zeit und ihres Geschmades: Daß bewundernswerte Juwelenräuber, und Gerda Cantonal Neuchatel 101. Floridsdorfer AG. gegen das Weihnachtsgeschenk des Prager Meller, seine bewundernde Partnerin( lebte sie FC. Zürich 3: 0. Wader spielte in Griechenland: Montag, den 1. Feber 1932: Deutschen Theaters an sein Publikum aber wirklich, würde es besondere Freude machen und gegen Panatheniafos 4: 3, gegen Apollon 1: 1 und Die Aufgaben der Gewerkschaften." mals eine Operette war. Diesmal aber wenig- sehr erziehlich wirken, sie an eine Maschine zu stel gegen Enoisis 2: 4. Wiener Sportklub gegen FC. Dienstag, den 9. Feber 1932: stens eine fünstlerisch ernst zu nehmende. Die len oder wenigstens an einen Waschtrog), vermochBarcelona 2: 4 und 1: 3. Die Ingarn haben Die Ziele der Genossenschaften." Dubarry", die am ersten Weihnachtsfeiertag ihre ter sogar diesen Schattenfiguren sprühendes Schein weniger gut abgeschnitten: Hungaria gegen Städte. Zur Teilnahme an diesem Funktionärkurs Erstaufführung erlebte, ist wirklich so etwas leben zu geben. Eine sehr beachtliche Leistung bot team Madrid 0: 3. Ujpest gegen Ambrofiana Mai wie ein Singspiel, in dem die Musik eine maß- Frau Salovanie als gleichgestimmte, wenn auch land 4: 4. Ferencvaros geg. FC. Saarbrüden 6: 1 sind eingeladen: Alle Funktionäre der BezirksRis organisation und ihrer Sektionen, die Funktiogebende Rolle spielt und sich durch vornehme Hai- nicht gleich tatentschlossene Freundin der Räuber- und gegen BfR.- Waldhof Mannheim 2: 3. tung auszeichnet. Die Idee, Melodien cines beden bewunderin. Um diese drei gruppierten sich gleich pest gegen Stade Rennais 3: 2 und gegen Olym- näre der Sozialistischen Jugend Prag, die Funktendent Operettenkomponisten der Vergangenheit eifrig die Herren Jantsch, Reinhardt, Leut pique Marseille 2: 1. Bastya gegen FC. Locarno tionäre aller deutschen, freien Gewerkschaften und 3: 1. Das Nachwuchsteam" gegen holländische proletarischen Kulturorganisationen Prags, die unter grundsäglicher Verwendung eines feiner in ges, Schindler, Stadler und Zaub. 1761 der Sozialdemokratischen Partei als Mitglieder Auswahlmannschaft der Zwaluwen 3: 3( 0: 2). Vergessenheit geratenen Werfe zu einer neuen Ope Abbau bei den Wiener Staatsbühnen. Die Sonstige Ergebnisse. Sa a z: DEV. gegen angehören. rette zusammenzuschweißen, ist nicht neu. Der Wiener Anmeldungen müssen sofort schriftlich an Komponist Erich Wolfgang Korngold hat sie Tirektion der österreichischen Staatstheater hat der Schwalbe Brüg 7: 1( 0: 0). Wien: Turnier: wiederholt an Johann Strauß' Operettenmusit Frau Maria Nemeth und dem Kammerfänger Alfred Rapid gegen Slovan 2: 2, Hafsah gegen Nemzeti Bezirksvertrauensmann Richard Schönfel praktisch zur Anwendung gebracht. Bei der Verwen Piccaver mitgeteilt, daß ihre Verträge auf Grund Budapest 4: 2, Rapid gegen Safoah 12: 1, Sloban der, Prag H., Fügnerobo nam. 4, vorgenom bung Millöders als Melodienlieferanten hat es des zweiten Bundestheatergejeges mit den 31. De gegen Nemzett 5: 1, Haloah gegen Slovan 4: 1 und men werden. Lokal und Zeit werden den Teil der Bearbeiter Theo Madeben im Falle zember 1. 3. gekündigt werden. Außerdem werden Rapid gegen Nemzeti 4: 0; Turniersieger Rapid.nehmern schriftlich mitgeteilt. Der Madame Dubarry freilich nicht schwer gehabt; bei den Staatstheatern 20 Rünstler pensioniert, und In Deutschland gaftierte die Auswahlmannschaft von Amsterdamt und spielte in Köln 3: 2, int denn der melodische Quell dieses Klassischen Meisters war git dem gleichen Zeitpunkte. Für den Drnd verantwortlich: Otto bolit, Drud: Rota.-. für Zeitung und Buchdrud, rog. bettebattext: Wilhelm tekez. Berantwortlicher Redakteur: Dr. Em Strat. Brag. Dereasgeber Siegfried Tab zag. Die Beitungsmartenfrantatur wurde ben der Boft Telegraphendirektion mit Grieg Rz 13.800/ VII/ 1980 bewilligt. Bezugsbedingungen: Bei Butellung ins aus oder bei Bezug burch die Bo monatlich Ke 16.-, biezteljährlich Kö 48.Raditellung von Manuffripten erfolat ant bei Einsenbung der Retourmatten, balbjahrig Kö 96.- gansjahrig Kö 198,- Jajemate werben lant Zarif billight beredart, Bei ihren Gixidoltungen Breisnachlas. i