Nr. 53. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Brets pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrirter SonntagsBeilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Zeitungss Preisliste für 1899 unter Br. 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 16. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für dte fechsgespaltene Kolonel: zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Hernsprecher: Bmt I, nr. 1508. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Freitag, den 3. März 1899. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3 Das„ Alles" des Herrn v. Goßler wird nicht viel sein. und manches Wörtchen, das heute dem Zaun seiner Zähne entfahren, wird Wasser sein auf die Mühlen der Sozialdemo fratie. Morgen Forsegung. um den Antrag wete tamp( frf. Vp.): Das Haus wolle bedaß bei den Staatseisenbahnen die Ausgaben von Arbeiter schließen, gegenüber der Regierung die Erwartung auszusprechen, Rüdfahrtarten und Arbeiter Wochentart en mindestens in dem bisherigen Umfange beibehalten werden. Nachdem der Antragsteller den Antrag begründet und Abg. Krawinkel( natl.) ihn befämpft hatte, wurde die weitere Verhandlung auf morgen vertagt. Die Invalidenpensionen in der Armee. mindestens einer Stompagnie, also rund 50 Mann von Soldaten zu Treibjagden, Mißhandlungen der Rekruten ( meistens kommen zwei Kompagnien in Betracht) visitirt; durch ältere Soldaten, die Soldatenmißhandlungen, die kriegsVon einem Fachmann in militärischen Angelegenheiten somit trifft auf einen Mann durchschnittlich auch nur ein Zeit rechtlichen Urtheile gegen Gemeine im Vergleich zu denen der wird uns geschrieben: raum von höchstens drei Minuten. Und was die allmonat- Offiziere, der Unfug des Hazardspiels, die Hatz gegen SozialWährend die Summen, die das Reich für pensionirte, lichen Gesundheitsbifitationen anbelangt, so beziehen sich die demokraten. Bebel war unerbittlich, er erspart dem Militarismus aber völlig gesunde Offiziere aufwendet, ins Ungemessene selben nur auf geschlechtliche Erkrankungen, und werden, so nichts. Und der Militarismus- was konnte er durch den Mund steigen, ist die Versorgung der invaliden Mannschaften und viel uns bekannt, häufig von Lazarethgehilfen ausgeführt. des Herrn Kriegsministers antworten? Nichts! Der Miliwirklich invaliden Subalternoffiziere höchst färglich. Wir er- Unter den dargelegten Verhältnissen ist es unvermeidlich, tarismus ist eben der Militarismus. Er ist keiner Reform innern nur daran, daß das nach Herrn von Posadowsky so daß relativ sehr viele Leute in die Kaserne gesteckt werden, die fähig. Gleich dem Jesuitenorden ist er, was er ist, wunderschöne Deutsche Reich zum Beispiel einem inva- gar nicht hineingehören. Wir erinnern uns hier dreier Fälle, oder er ist nicht. Keine der wuchtigen Thatsachen, liden Soldaten, der fremder Wartung und Pflege be- die bei weiterem Nachdenken wohl noch zu vermehren wären. Die Bebel gebracht, konnte der Herr Kriegsminister widerdürftig ist, monatlich dreißig Mark gewährt, daß In der Kompagnie, in der Schreiber dieses als Fähnrich stand, legen oder auch nur entkräften. Er machte sich aber schneidig ferner eben dieses herrliche Deutschland für den Verlust beider war ein Soldat mit auffallend blassem, frühgealtertem Gesicht und scharf und schloß mit den Worten: Ich werde Alles Augen ganze 36 Mart monatlich und für den Ver und schlecht ernährtem Körper. Dieser Mann fiel uns oft auf thun, um den Einfluß der Sozialdemokratie auf das Heer zu Iust der Sprache 18 Mart bezahlt. Ein im Dienste und bei genauer ärztlicher Beobachtung wäre es wohl möglich brechen. invalide gewordener Sekondleutnant bezieht 487 m. jähr- gewesen, den Gesundheitszustand dieses armen Teufels recht lich, ein Premierleutnant 600-700 M., dafür aber bekommen zeitig zu erkennen. Nur kurze Zeit dauerte es, dann wurde die kommandirenden Generäle 16 400 M., die Generalleutnants dieser Soldat auf den Friedhof getragen. Später erhielten 11 600 M., die Generalmajore 8000-9000 m., die Obersten wir einen Rekruten von zwar hoher Figur, aber so enormer 6300-7000 M. 2c. Schwächlichkeit, daß derselbe das Gewehr mit einer Hand nur Wir wollen nun zeigen, daß diese üblen Verhältnisse schwer zu dirigiren vermochte. Zirka ein halbes Jahr gebessert werden können und zwar ohne jede Antastung nach seiner Einstellung wurde er als Invalide entPreußisches Abgeordnetenhaus. des bestehenden Militärsystems und ohne große Belastung lassen. Dieser Manu hätte auch von vornherein Das Abgeordnetenhaus setzte heute die Berathung des Etats der Steuerzahler. gar nicht in die Kaserne gehört. Ein Jahr später befand sich der Eisenbahnverwaltung fort. In die Generaldebatte griffen die Die Heeresverwaltung sollte nur dafür Sorge tragen, daß unter unseren Refruten ein Mann mit vorzeitig gealtertem Minister Dr. v. Miquel und Thielen wiederholt ein, ohnedie Zahl der schon beim Eintritt in den Dienst nicht völlig Gesicht, tiefliegenden Augen und einer fast stets belegten jedoch etwas zu sagen, was sie nicht bereits seit Jahr und Lag Tauglichen vermindert werde. Nur vollkommen Stimme. Nach weiteren drei Jahren wir waren inzwischen gepredigt haben. Es war die bekannte Beschönigung des fiskalischen gesunde Leute dürfen in die Kaserne kommen, was aber verfekt worden gerieth uns zufällig der Invaliditätsaft nabmequelle für den Staat erblickt und jede Reform mit dem Hinweis Standpunktes der Regierung, die in den Eisenbahnen eine Einnur durch eine gründliche Untersuchung der dieses Soldaten in die Hände. Er wurde, so viel wir uns nahmequelle für den Staat erblickt und jede Reform mit dem Hinweis Militärpflichtigen zu erreichen wäre. auf den möglicherweise daraus entstehenden Einnahme- Ausfall be= Eine solche erinnern, wegen eines Lungendefektes entlassen. Solche Fälle, kämpft. Von einer Trennung der Eisenbahn- und der Finanzkann bei der heutigen Lage der Dinge auch der gewissen die sich viel öfter ereignen als der Laie glaubt, wären verwaltung, wie sie seit langem gefordert wird, will Herr v. Miquel hafteste und beste Militärarzt nicht zu Stande bringen und zum weitaus größten Theil zu vermeiden, wenn nichts wissen und auch dem Vorschlage des Abg. v. Eynern( natl.), zwar aus dem einfachen Grunde, weil ihm zu einer gründ- die Untersuchung vor der Einstellung eine gründliche und die wonach die Eisenbahnverwaltung jährlich eine feste Summe an das lichen Visitation die Zeit fehlt. Zum Beweise hierfür Beobachtung der Mannschaften in sanitärer Hinsicht eine aus Finanzministerium zahlen, im übrigen aber unabhängig sein soll, geben wir ein kleines Bild der„ Untersuchung", wie sie jetzt bei der giebigere wäre. Vor allem müßte es auch den Offizieren zur steht der Minister nicht sympathisch gegenüber. hauptsächlich maßgebenden Musterung üblich ist, wobei wir Pflicht gemacht werden, daß sie Mannschaften, die sich bei In der Spezialdiskussion drehte sich die Debatte zunächst nur bemerken, daß wir die Sache nicht vom Hörensagen kennen, den Uebungen als besonders schwächlich erweisen oder die sondern selbst der Musterung von zirka 2000 Militärpflichtigen sonstige Abnormitäten aufweisen, dem Arzt, aber nicht einem beiwohnten. jungen unerfahrenen Assistenzarzt, zur genauen Untersuchung Zunächst wird der Mann, nur mit dem Hemde bekleidet, vorführen lassen. gemessen, dann ohne diese legte Hülle seines Leibes gewogen Eine genaue Statistik über die Entlassungen und Todes und nun tritt er an den Arzt heran. Dieser mißt fälle, welche sich beim Militär infolge Tuberkulose er den Brustumfang, dann frägt er: Haben Sie etwas eignen, würde gewiß interessante Aufschlüsse in der besprochenen anzugeben?" Antwortet der Mann mit„ Nein", was Hinsicht geben, weil es sich hier um eine Krankheit handelt, meistens geschieht, so ist mit dieser einzigen Frage die bei sorgfältiger Untersuchung und Beobachtung wohl rechtdie ganze Untersuchung" auf interne Leiden zu Ende. Hierauf zeitig zu erkennen wäre. werden noch rasch die Hände und Füße einem Blick unter- Wollte sich die Heeresverwaltung entschließen, unsere Vorworfen, um ein etwaiges Fehlen oder Steiffein von Fingern schläge zu berücksichtigen, so würde die Zahl der als invalid oder Zehen, sowie das Vorhandensein eines Plattfußes konstatiren aus dem Dienst zu Entlassenden sicherlich bedeutend sinken. zu können, dann noch eine flüchtige Untersuchung auf Bruch, Es würde mancher junge Mann vor dauerndem Gesundheitsund das Urtheil, ob der Mann tauglich oder nicht, wird schaden geschützt werden und die dann noch bleibende Zahl gefällt. Die ganze Prozedur dauert inklusive Messen und der Militärinvaliden könnte mit weniger jämmerlichen Pensions Wiegen durchschnittlich höchstens drei Minuten und fäßen bedacht werden. -nun kommt der springende Punkt sie kann und darf gar nicht länger dauern, weil das deutsche Musterungs- und Aushebungsverfahren dem Arzte überhaupt nicht mehr Zeit gewährt. Es werden nämlich in Deutschland an einem Tage im Allgemeinen 130-160 Militärpflichtige untersucht. Rechnet man für jeden derselben auch nur drei Minuten, so begann seine heutige Thätigkeit mit der Erfüllung einer ergiebt sich eine ununterbrochene Arbeitszeit von 6-8 Stun- poetischen Pflicht. Es handelte sich um das Goethe- Denkmal den, welche für den Arzt äußerst anstrengend ist. in Straßburg. Und bei der gestrigen allgemeinen BegeisteNun möchten wir sehr bezweifeln, daß die Frage:„ Haben rung für Kunst und Wissenschaft" hätte man auf eine glatte Sie etwas anzugeben?" geeignet ist, um eine genaue Unter- und einstimmige Bewilligung hoffen können. Indeß, es giebt suchung auf interne Leiden ersehen zu können. Gerade in Leute im Reichstag, die von jedem Groschen, der nicht in ihre jungen Jahren machen sich derartige organische Fehler sehr Taschen geht, glauben, daß er seinen Beruf verfehlt habe, häufig wenig oder garnicht bemerkbar und so geht dann War doch gestern Graf Kanit ärgerlich, daß der Präsident Der Reichstagshaß der Reaktionäre äußert sich bei jeder mancher junge Mensch mit einem Herzfehler oder einer nicht des Deutschen Reichstags nicht in einer Hütte mit junkerlich Gelegenheit. Daß das Reichstags- Präfidialgebäude eben so viel ganz normalen Lunge umher, ohne es zu wissen. Die geflictem Strohdach und nicht unter einem Dach mit seinem fosten soll, wie da der preußischen Landrathstammer, behagt dem erwähnte Frage ist also gewiß nicht dazu angethan, viel zu Vieh wohnen soll- eine Anschauung, für die er von Junker ganz und gar nicht. Die Liebhaber des ausschweifendsten nügen, und damit wird auch die Untersuchung anläßlich der Singer nach Verdienst abgekanzelt ward. Und gar ein die Repräsentation einer wirklichen Volts vertretung handelt. In Lugus schwärmen plöglich für die größte Einfachheit, wo es sich um Musterung und Aushebung als gänzlich unzulänglich Denkmal für Goethe?? Wenn er ein Schnapsbrenner oder der Deutschen Tageszeitung" fingt Herr Oertel, angeregt charakterisirt. Rennstallbefizer gevesen wäre, dann wäre es allenfalls noch durch die Neichstags- Verhandlungen vom Mittwoch, folgendes Lied: Diese Mangelhaftigkeit zu ändern, wäre thatsächlich kein gegangen. Aber ein deutscher Dichter und blos ein deutscher Kunststück. Man brauchte nur die militärärztliche Untersuchung Dichter und Heide nebenbei denn der Weimarische bon den übrigen Geschäften der Ersatz bez. Ober- Minister gilt nicht in Ostelbien das wäre vom Uebel und erfagkommission loszulösen. Jezt muß der Arzt könnte zu schlimmen Konsequenzen führen. Herr Kropatscheck, Gegenwart dieser Kommission der auch etwas Anderes kann als niesen, hielt eine seine Untersuchung in machen, deren militärischer Vorsitzende den Untersuchten auch Rede gegen das Goethe- Denkmal, und der Zentrumsmann sofort für einen Truppentheil oder für den Landsturm oder Frißen unterstützte ihn. Die Freunde und Gegner waren die Erfahreserve bestimmt oder eventuell als gänzlich un- an Zahl so wenig bon einander verschieden, daß tauglich erklärt. Würde man aber den Militärarzt etwa acht ein Hammelsprung nöthig wurde, der eine kleine Majorität Tage vor dem Eintreffen der Kommission an den Musterungs- für das Denkmal, aber auch die Beschlußunfähigkeit des beziehungsweise Aushebungsort unter Beigabe eines Schreibers Reichstags feststellte. " .. Politische Uebersicht. Der Reichstag Berlin, den 2. März. Der Kuhhandel wird von der Germania" abgeleugnet. Das Blatt weiß von nichts die reinste Unschuld. Aber niemand in der Welt glaubt an diese Unschuld der holden Zentrumsmaid, die ihre Liebhaber nie baar bezahlen, sondern nächsten Tages ein doppelt reichliches Angebinde senden läßt. Die Freis. 3tg." hält ihre Nachricht, daß das Kompromiß zwischen Zentrum und Regierung bezüglich der Militärvorlage fertig sei, auf das bestimmteste aufrecht. Die Führer der Zentrumspartei haben sich bereit erklärt, die in der ersten Berathung der Kommission abgelehnten 10 Eskadrons in der giveiten Berathung zu bewilligen. Die Frage, ob diese Eskadrons in Regimenter zusammenzuschließen sind, ist offen gelassen, weil man diese Frage als eine Frage der Etatsbewilligung und nicht der Festsetzung durch Militärgesetz anfieht. Das Militärgesetz fiyirt bekanntlich nur die Zahl der Eskadrons im Ganzen, ohne über die Eintheilung in Negimenter etwas zu bestimmen. Außer dieser Bewilligung der 10 Eskadrons ist eine größere Bewilligung von Infanteriemannschaften zugesagt. " " Das deutsche Volt hatte, so lange es gesund war, einen ausgeprägten Hang zur Schlichtheit. Wir sind überzeugt, daß die Mehrheit des Volkes kein Berständniß für solche Verschwendung 31/2 Millionen für das Präsidialgebäude des Reichstages haben wird. Wie gestern vom Grafen Kanit richtig hervorgehoben wurde, wird die Folge dieser proßigen Festräume die Bewilligung von Repräsentationsgeldern für den Reichstags= präsidenten sein. Es war höchst bezeichnend, daß der Abgeordnete Singer diese Bewilligung für selbstverständlich hielt. Wohin ist die Partei des arbeitenden Voltes" gerathen. wenn ihr anerkannter Führer offen ausspricht, daß das arme werkthätige Bolt von seinen mühsam erarbeiteten Groschen Gelder bewilligen soll, damit glänzende Feste veranstaltet werden können, die mit dem Zwecke und der Aufgabe der Volksvertretung gar nicht oder ganz lose zusammenhängen? Wenn man aus der artigen Aeußerungen auf den Zukunftsstaat schließen darf, so wird man annehmen können, daß die" Dynastie Singer" borausgesetzt, daß sie nicht sehr schnell von der Dynastie Landauer" abgelöst wird viel mehr progigen Brunt entfalten werde, als alle monarchischenDynastien der Vergangenheit. Die innere hohle Univahrheit des ganzen sozialdemokratischen Ideenkreises kam gestern wieder einmal offenkundig zum Ausdruc." boraussenden, so wäre derselbe in den Stand gesezt, die In einer rasch anberaumten zweiten Sigung begann Untersuchungen gründlich vornehmen zu können, denn er hätte dann die Berathung des Militär Etats, die eine dann an einem Tage nur mehr 16 bis 20 Mann zu bisitiren. Schaar bunter Uniformen in den Reichstag gezogen Bei dieser Einrichtung müßten die Militärpflichtigen allerdings hatte. Es famen die obligaten Beschwerden über zweimal zur Musterung erscheinen, aber die deutsche Wehr Störung des Verkehrs und der Arbeit durch militärische ungenügende religiöse Nahrung pflicht fordert solche horrende Opfer vom Volt, daß es Schießerei, über der lächerlich wäre, über diese kleine Unannehmlichkeit ernstlich zu Soldaten, ein eminent friedliches Thema, das dem frommen debattieren. Herrn Lingens, der es schon etliche Duzend Mal behandelt Der Bemängler der flüchtigen Untersuchung anläßlich der hat, einen Ordnungsruf einbrachte, weil der fast heilige Musterung und Aushebung erhält gewöhnlich zur Antwort, Mann sich von seinem Eifer zu einer, für die evangelischen nur dann zum Ausbruch, wenn es gilt, die Boltsvertretung auch Der Hang zur Einfachheit kommt bei den Junkerschreibern leider daß die Rekruten in der Kaserne ja nochmals untersucht Brüder in Christo nicht schmeichelhaften Bemerkung hatte hin- äußerlich würdig erscheinen zu lassen. Bei Dombauten und Kaiser würden. Wir müssen aber leider entgegnen, daß es reißen lassen. Dann kam Bebel's Rede, die mit Spanning von Wilhelms- Denkmälern nimmt man die Arbeitergroschen herzlich gern nach unserer mehrjährigen Erfahrung hier feineswegs lang- allen Seiten erwartet worden war, und der das Haus mit in Empfang. Als man die Bezüge des Reichskanzlers unlängst versamer geht. An jedem Nachmittag werden die Rekruten von gespanntester Aufmerksamkeit zugehörte. Die Verwendung doppelte, begeisterten sich die Junter für dieje Erhöhung. Für -OUT durchreisende Fürstlichkeiten werden unsinnige Summen zu flüchtigem[ wißigsten Lügen Hezt, wo man jedes schärfere Wort der Kritik mit| Steuerpflichtig, nach dem Entwurf und nach denselben Grunds Tand aufgewendet. Die Summen, die die Kreise aus den Erträgen schweren Gefängnißstrafen ahndet, wo unserer literarischen Propa- fäßen, wie oben, sollen ferner Betriebe mit einer oder zwei Waarender lex Huene empfingen, wurden zum großen Theil von den in ganda jede Ausschreitung, die Arbeiter begehen, zur Last gelegt wird, gruppen sein, wenn sie drei oder mehr Filialen unterhalten. diesen Vertretungen maßgebenden Agrariern für die Erbauung da sind wir genöthigt, urkundlich zu beweisen, wer den Kultus der Bei Geschäften mit Filialen wird Nuzungswerth sämmtlicher Geüppiger Kreispaläste bergendet. Brutalität treibt und als wahre Humanität feiert. schäftsräume und die Anzahl sämmtlicher Angestellten gerechnet. Was die Höhe der Steuer anbelangt, sollen vom Nuzungswerth der Graf Pückler drischt! Der Amtsvorsteher Graf Büdler Räume bei 2 Waarengattungen 10 pCt., bei 3 Waarengattungen in Klein- Tichirne hat gegen den Niederschl. Anzeiger", der die Heß- 15 pCt. ,, bei 4 Waarengattungen 20 pet., bei 5 Waarengattungen reden des Grafen gebührend geißelte, eine Privatllage angestrengt. 25 pet. in Anfaz fommen, und bei 1-3 Waarengattungen und mehr Wir sind neugierig, wie schwer der Redakteur bestraft werden als 25 Gehilfen 20 m. jährlich für den Gehilfen, und bei jeder wird, der sich erdreistet hat, die Dresch Nede des Grafen zu weiteren Waarengattung 10 M. pro Gehilfen mehr. Genossenschaften, kritisiren. die nur an Mitglieder abgeben und keinen Gewinn vertheilen, also nach§ 5 des Gewerbesteuer- Gesetzes ohnehin von der Gewerbesteuer frei sind, fallen nicht unter das Gesetz. Kurz, überall treiben sie Aufwand und Verschwendung. Nur für den Reichstag, deffen Thore das allgemeine, direkte, gleiche und ge heime Wahlrecht erschließt, ist jeder Pfennig den Herren zu viel. Keine Diäten, keine übermäßige Ausstattung der Räume, und wo möglich ein ostelbisches Arbeiterschloß für das Präsidium! Darum wird die Arbeiterschaft erst recht Sorge tragen, daß für den Reichstag auch äußerlich eine würdige Form geschaffen wird, in der sicheren Erwartung, daß er in immer steigendem Maße berechtigt sein wird, das Schloß des Voltes zu heißen. Auch Italien will sich jetzt, wie wir schon meldeten, an der Auftheilung in China betheiligen. Die Times" melden aus Peking, im Tjung- li- Yamen habe der italienische Gesandte die Verpachtung der San- mun- Bai an Italien als Kohlenstation und Flotten basis unter denselben Bedingungen und mit einer ähn lichen Zone verlangt wie bei der deutschen Konzession in Kiautschou. Italien fordere auch den Einschluß dreier vor der Küste gelegenen Jufeln in das Pachtgebiet und das Recht, von der San- mun- Bai sowie nach dem Bajang- See eine Eisenbahn zu bauen fowie Vorzugsrechte bei dem Bau der Vahn und der Ausbeutung von Minen, welche denen entsprächen, die Deutschland in Schantung erhalten habe. Ferner habe der belgische Gesandte sich an das Tjung- li- Yamen wegen Ueberlassung einer Konzession in Hankau gewandt, auf welcher der Bahnhof der nach Luhan führenden Eisenbahn errichtet werden solle. " Deutsches Reich. Graf Pückler's zweite Botschaft. " Die Denunziation der ,, Post". Einer der gehaussuchten" Redakteure des„ Vorwärts" hat an die Staatsanwaltschaft das Ersuchen gerichtet, ihm den Namen des Denunzianten zu nennen, Eisenbahntarif für Militär. Am 1. April tritt für die der unter dem Vorgeben eines Einbruchsdiebstahls in der" Post" bewaffnete Macht( Landheer und Marine) und die Schuztruppen im die Haussuchung in seiner Privatwohnung veranlaßt hat. Der Frieden wie im Mobilmachungs- und Kriegsfall, im lekteren auch Bwed der Anfrage ist, dem Redakteur die Möglichkeit zu geben, für den Landsturm, das Heergefolge und die Streitkräfte der mit dem Reiche verbündeten Staaten ein neuer Eisenbahntarif in Kraft. gegenüber der Verdächtigung der Hehlerei ſeine Rechte zu wahren. Für Mannschaften vom Feldwebel abwärts, Gendarmen, BüchsenDie" Post" felbst schweigt zu unserer gestrigen Dar- macher 11. f. w. ist, wenn sie in geschlossenen Trupps oder Marinelegung. Vielleicht ist nun das Blatt selbst geneigt, Näheres über theilen, sowie einzeln kommandirt, einberufen oder entlassen werden, den Einbruchsdiebstahl und die Person des Denunzianten anzugeben, für das Kilometer 1 Pf. zu vergüten, bei Beurlaubungen aber damit das Verfahren möglichst beschleunigt wird, das die 1,5 Pf. Rebatteure des Vorwärts" zur Abwehr der Beschuldigung der Hehlerei anzustrengen genöthigt sind. Gegen vier Anarchisten in Hannover ist nun doch noch Außerdem sollte es den ein Verfahren eingeleitet worden und zwar sollen sie sich der Ge= Redakteuren der" Post" selbst erwünscht sein, möglichst bald durchheimbündelei schuldig gemacht haben. den Zeugeneid Gelegenheit zu erhalten, sich ihrerseits von dem Ver- Spionageprozeß. Leipzig, 2. März. Vor dem vereinigten dacht zu reinigen, den die Behauptung der Post" von dem 2. und 3. Straffenat des Reichsgerichts begann heute früh um 9 1hr Einbruchsdiebstahl gegen die Redakteure der" Post" selbst hervor der Prozeß gegen den angeblichen Wollwaarenhändler Alfred rufen muß. Desiré Golthuber aus Paris, welcher der Spionage beschuldigt wird. Geladen sind 13 Zeugen und 5 Sachverständige, darunter zwei militärische. Sofort nach Aufruf der Beugen und Sachverständigen beantragte der Oberreichsanwalt den Ausschluß der Oeffentlichkeit für die ganze Dauer der Verhandlung wegen Gefährdung der Staatssicherheit. Der Gerichtshof beschloß gemäß diesem Antrage. 〃 = M Eine Majestätsbeleidigungs Statistik für den Monat Die Staatsbürgerin" forcht sich nit. Sie berbreitet Februar veröffentlicht die Volfs 8tg." Es werden in diesem als Flugblatt zum Abonnentenfang eine zweite Botschaft des edelsten Monat 37 Fälle von Majestätsbeleidigung verzeichnet. Die Summe Grafen Büdler aus Klein- Tschirne, die in demselben verrückten der verhängten Strafen beträgt 1191/2 Monate, also rund zehn Stil abgefaßt ist, wie die erste. Leider beraubt uns die Staats. Jahre Gefängniß und neun Monate Festung. In bürger- Beitung" des Vergnügens, gerade die blutigsten Stellen der den beiden ersten Monaten des Jahres werden, trog der Ungräflichen Rede fenuen zu lernen, indem sie von dem Mittel des vollständigkeit der Mittheilungen, 85 Fälle von MajestätsBunttirens reichlichen Gebrauch macht. beleidigungen berzeidmet, in denen auf über 27 Jahre Gefängniß erkannt worden ist. Gleichwohl find einige Kraft- und Eaftwendungen des Herrn Amtsvorstehers stehen geblieben. Wir notiren: " Der Jude ist gegenwärtig der Wolf im deutschen Schafftall; das gutmüthige Lamm ist der Deutsche, der sich geduldig von dem Wolfe zerfleischen läßt, aber mit der Zeit werden aus den Lämmern wüthende Löwen werden, die mit ihren gewaltigen Pranken Israel zerschmettern werden." Graf Bückler ist in seiner zoologischen Wissenschaft noch ein wenig junterlich zurückgeblieben; sonst hätte er den Vergleich vermieden. Man weiß heute, daß auch der König der Thiere eine blutdürftige und feige Bestie ist. retten. Stumm das Zuchthaus für die wahre Humanität. Ausländisches Schweineschmalz. Die Zoll- und Steuerstellen wurden angewiesen, wie dies bezüglich der ausländischen Butter, Käse und Margarinefendingen schon angeordnet ist, auch von den Patriotische Phrafen und volksfeindliche Thaten. Die mann bei ihnen zur Schlußabfertigung gelangenden und in den freien hafte Haltung der Besatzung der„ Bulgaria" hat allenthalben mit Verkehr übergehenden, muthmaßlich zu Handelszwecken beſtininiten Recht Bewunderung und Beifall erregt. Dieser Vorfall, der so des Bestimmungsortes rechtzeitig Nachricht zu finnenfällig klar die schwere Gefahr, in der Tag für Tag unsere geben. Die deutschen Agrarier sind bekanntlich nicht böse über braven Seeleute schweben, vor Augen führt, sollte den patriotisch" folche Maßregeln gegen ausländische Nahrungsmittel. und„ national" sich bezeichnenden Kreisen endlich Veranlassung geben, Einkehr bei sich zu halten und das beschämende Nurecht Chronik der Majestätsbeleidigungs Prozesse. Wegen einzugestehen, das unseren mit dem Tod und Unglüd tag Gustav das unseren mit dem Tod und Unglück tag- Majestätsbeleidigung hatte sich heute der Post- Aushilfsarbeiter vor Gustav Kräger aus Halensee der zweiten StrafWenn die wüthenden Löwen nicht bald losgelassen werden, so das Gesetz alljährlich zugefügt wird. täglich ringenden Seeleuten und ihren Wittiven und Waijen gegen fammer am Landgericht II 811 verantworten. Der Antist der Kladderada tsch unvermeidlich: Alljährlich gewinnt geklagte befand sich am Abend des 9. Dezember in einem Schant„ Wenn das Juden- Regiment noch lange bei uns andauert, nämlich das nothleidende Rheder- Unternehmer- lokale der Grunewaldstraße. Er war start angetrunken und vermochte dann werden wir in einigen Jahren nur noch einige reiche thum etwa 60 bis 70 000 Mart durch unberechtigte Ver in diesem Stadium seine Zunge nicht im Baum zu halten. Er kriti Juden und sonst Bettler haben, und dann kommt der fürzung der an sich schon so schmalen Renten sirte die Dienst- und Gehaltsverhältnisse der Post- Unterbeamten und große Kladderadatsch, dem wir uns mit Riesenschritten nähern." der verunglückten Seeleute und ihrer Wittwen und hatte dabei vieles zu tadeln, wofür er lediglich die Person des Kaisers Wir hören dann weiter von fremdem Gesindel, Bestien, Waisen. Es richtet sich nämlich nach§6 des See- Unfall- Versicherungs- Abend noch in einer anderen Kncipe. Diese Vorgänge tamen zu verantwortlich machte. Dasselbe Schauspiel bot er an demselben Vampyren, Blutsaugern, Wach' auf, deutscher Michel, wach' auf, es gesetzes die Höhe der Nenten der verunglückten Seeleute und ihrer Ohren der Postverwaltung, er erhielt zunächst seine Kündigung und ist hohe, es ist die allerhöchste Zeit". Dann folgen leider ein paar Hinterbliebenen u. A. nach dem Neunfachen der Höhe der Durch wurde am 12. Januar entlassen, worauf er in Untersuchungshaft geschamhaft verhüllende Bunfte, um fernerhin erleuchtet zu werden, schnittsheuer. Diese Durchschnittsheuer ist vom Reichskanzler das nommen wurde. In einer früheren Verhandlung legte der Angeklagte was wahre Humanität sei: " Die wahre Humanität besteht darin, daß wir die Juden erste Mal am 22. Dezember 1887 festgelegt. Nach dem Gesez hat Spuren von geistiger Störung an den Tag, weshalb der Gerichtshof bande jetzt endlich hinauswerfen, um das eigene Boll zumindestens alle fünf Jahre eine Revision" dieser Festsetzung beschloß, den Angeklagten auf seinen Geisteszustand untersuchen zu lassen. Jeder ist sich selbst der nächste, wir handen zu erfolgen. Diese gesegliche Bestimmung foll verhüten, In der heutigen Verhandlung erklärte Kreisphyfitus Dr. ElIm den nur in Nothwehr, wenn wir uns energisch wehren gegen dieses daß die schon an sich überaus gering bemessenen Renten Angeklagten für geistig gefund. Der Gerichtshof verurtheilte den fremde Gefindel." trotz Aenderung der Höhe der Heuer denselben Stand behalten. Angeklagten hierauf zu drei Monaten Gefängniß. Wahre Humanität ist nach den Junkern das Prügeln, nach Die Durchschnittsheuern sind gestiegen, die Durchschnittsheuer hätte in Augsburg denunzirt und, weil er feine feste Anstellung" habe, Der Schriftsteller Friß Nißbrecher war wegen Majestätsbeleidigung Graf Bückler erklärt das Todtdreschen mithin im Jahre 1893 und 1898 durch den Reichskanzler als eine verhaftet worden. Die Haft wurde auf Beschwerde aufgehoben und Nicht uninteressant ist das Monarchenideal des Grafen: höhere wie im Jahre 1887 festgesetzt werden müssen. Solche Festsetzungen jetzt ist überhaupt das Berfahren eingestellt worden. Statt ihrer machte Herr v. Bötticher am Friedrich Wilhelm 1. wird oft von liberalen Geschichts- sind aber unterblieben. Aus Ratibor wird der Bolts- Zeitung" geschrieben: Die fchreibern ungemein falsch beurtheilt und als grausam und 13. Februar 1893 und ein Herr Hopf am 4. August 1898 im Auftrage des Straffainmer des hiesigen Landgerichts verurtheilte den Sandschiffer tyrannisch hingestellt; meiner Ansicht nach war er einer der Reichskanzlers bekannt-, daß zu einer anderweitigen Festsetzung der im Otto Scholz von hier wegent Majestätsbeleidigung zu sechs tüchtigsten und bedeutendsten Herrscher aller Zeiten. Mit eiserner Jahre 1887 festgestellten Durchschnittsbeträge eine hinreichende Veran- Monaten Gefängniß. Fauft regierte er sein Volk und trieb rücksichtslos alles aus lassung nicht vorliege." Keine„ hinreichende Veranlassung", wiewohl die seinen Landen, was faul und schlecht war. Nie hat Preußen Durchschnittsheuer um 16%, bis 25 pet. nach dem amtlichen statistischen Chronik der Gewaltthätigkeiten. so geordnete und so gute foziale Verhältnisse gehabt, wie Jahrbuch gestiegen war! Keine„ hinreichende Veranlassung", wiewohl ( Vergleiche zum Dresdener Zuchthaus- Kurs.) unter der Regierung dieses gerechten, aber so überans das Gesetz eine den Thatsachen entsprechende Aenderung verlangt! Durch ftrengen Monarchen." Angeklagt sind: 1. der Forst beflissene Freiherr Frih Damals in jener herrlichen Zeit der Stodprügel gab es noch diese unserer Ansicht nach mit dem Gesetz nicht im Einklang stehende v. Snene, 2. der Forstaffessor Ernst Solkinger, 3. der feine Berjudung. Aber inzwischen- wehe: Unterlassung werden die Nenten der im Seedienst zu Strippeln Forstbeflissene Wilhelm Zöpfel und 4. der Forst. Ueberall, wohin sie kommen, verbreiten sie einen unheim- Gewordenen und der Wittwen und Waisen, deren Ernährer im beflissene Max Buffe. Die Angeklagten sind Studirende lichen Leichengeruch. Tod und Untergang sind ihr grauses Wasser ein Grab fand, um jährlich 60-70 000 m. geschädigt. der Forstakademie zu Eberswalde. Alle vier find bes Gefolge. Das urwüchsige und gesunde Leben ist bald von ihnen Ist das keine„ hinreichende Veranlassung" zu einer dem Gefez entschuldigt, ruheſtörenden Lärm verursacht zu haben, ferner vernichtet, und wo früher lachende Thäler und grünende Sügel sprechenden Bekanntmachung? Freilich, das Rheder- Unternehmer- sollen Holzinger und Zöpfel den Polizeisergeanten Preuße, waren, entsteht bald eine dürre Wüste und ein großes Leichen- thum gewinnt genau so viel, als die Rente der Wermsten gekürzt v. Huene den Polizeifergeanten Untrodt beleidigt; endlich- und feld." Dagegen vermag nur der Furor teutonicus zu helfen. sind. Und diese„ Renten" sind ja ungeheuer groß! Es erhält näm das ist der Kernpunkt der ganzen Sache soll von Huene den Im Herzen des Germanen, da liegt so ganz tief unten lich die Wittwe eines verunglückten Vollmatrosen oder Hand- Polizeisergeanten Preuße während der rechtmäßigen eine Rente von etwas Heiliges und Gewaltiges, das ist der deutsche Wolfsgeist, werkers monatlich 6 Mark und Ausübung seines Amtes thätlich angegriffen, ihn das ist der Furor teutonicus; wenn dieser Geist wieder alle Ge 58 Pfennig, für jedes Kind ferner 4 Mark und 93 Pfennig: mit Todtschlag bedroht, ihm Widerstand geleistet und müther ergreift, dann sind wir furchtbar, dann ist uns kein Gegner und der Höchstbetrag der Wittwen- und Weisenrente beträgt ja, ihn vorsäglich körperlich mißhandelt, sodam auch zu stark und zu mächtig, feine Festung ist uns zu ge- felbst wenn zehn Kinder Hinterblieben sind, insgesammt baare den Wächter Taßler während der Ausübung seines Amtes that. waltig, wir bringen dennoch siegreich hinein!" 19 Mark und 74 Pfennig monatlich, also fast so viel lich angegriffen haben. Immer friegerischer gipfeln sich gegen den Schluß die in teuto- als eine Freudendepesche eines nothleidenden Rheders kostet. nischen Wuthanfällen sich überschnappenden Säge: Bei ihrem nächtlichen Straßenlärm wurden die Angeklagten von Wir haben auf diese ungeheuere Benachtheiligung unserer hinzugekommenen Polizisten zur Ruhe verwiesen. So hochgeborene Die Kriegserklärung an das Judenthum ist braven erfolgt; jetzt muß sich der Aufmarsch der Armeen vollziehen, Seeleute wiederholt hingewiesen, der sozialdemokra- Herren glauben aber, der Polizei keinen Gehorsam leisten zu müssen. jest müssen die Bataillone der Kämpfer fich sammeln zum schnellen tische Abgeordnete Moltenbuhr hat sie im Reichstag dargelegt. Die Sie berullten" vielmehr die Obrigkeit, so daß die Polizisten die und energischen Angriff. Möge Gott einige muthige bürgerliche Presse und die bürgerlichen Parteien haben leider Tumultuanten aufforderten, ihre Namen zu nennen und als Männer erwecken, die mächtig in das Kriegs- den Muth nicht gefunden, in diesem zum Himmel schreienden sie dies verweigerten, sie für verhaftet erklärten. horn blajen, daß man den ehernen Schall Unrecht den armen Krüppeln, Wittwen ind Waisen zur Vor Gericht entwickelt sich bei Vernehmung des Zeugen Unkrodt der Trompete hört auch in den fernsten Thälern; Scite stehen. Erlaubt es ihnen die Profitfucht des folgende Szene: " dann wird es bald wieder lebendig werden in den Unternehmerthums nicht? Wir verlangen, daß eine dem Gesez Vors. Wie war denn nun die Sache mit Huene vor dem Polizeideutschen Landen, und der deutsche Michel, der lange Zeit im entsprechende höhere Bemessung der Nenten endlich erfolge. Wir ver- Total? Untrodt: Als Preuße sich bückte, um den Thorweg auftiefen Schlafe traumversunken lag, er wird plöglich erwachen und wird sich verwundert die schlaftrunkenen Augen reiben. Warum langen ferner, daß den armen Wittwen und Waisen nachgezahlt zuschließen, bekam er hinterlistiger Weise von Huene stehst du noch immer unthätig am Markt, du blondbärtiger, reden werde, was ihnen fünf Jahre lang vorenthalten ist. Wir verlangen zwei Schläge ins Gesicht.- Borf.: Wollen Sie das auf Ihren Eid hafter Germane, warum siehst du müßig zu, wie deine Brüder endlich, daß die Unfall, tenten" der Seeleute eine zum Leben nehmen? Unkrodt: Ganz sicher, Preuße sagte dann:„ Jezt müſſen und Stammesgenossen leiden unter der Knechtschaft des Juden auskönumliche Höhe durch Aenderung des Geseges erlangen. Es ist Sie auch mitkommen!" Vors.: Wissen Sie das ganz bestimmt? boltes? Ist denn kein Funke von Vaterlandsliebe mehr bekannt, daß alljährlich um 60-70 000 M. durch das Unglück der Untrodt: Ja, ich selbst habe es gehört. Bors. Haben Sie in deiner Brust, tein Rest von Mannesmuth und Kampfes Seeleute das Unternehmerthum infolge der unterlassenten Revision Huene auch sagen hören: Ich spalte Ihnen den Schädel andLuft? Frisch auf, ermanne dich endlich und werde ein der amtlichen Festsetzung bereichert wird! Wird dte bürgerliche Presse einander?" Unkrodt: Ja, das weiß ich ganz bestimmt. Huene Held; tritt ein in die Reihen der christlichen Streiter -, dann wird der Mann jämmerlich un endlich den Muth finden, den Seeleuten in ihrem Kampf gegen das faßte dabei an den Hirschfänger; gezogen hat er ihn Gnade schreien und wieder Respekt bekommen vor der flare Unrecht beizustehen? aber nicht. deutschen Kraft. Bleiches Entseßen wird die Juden erfassen; fie Die Besteuerung der Waarenhäuser. Der Entwurf der Auf die weitere Frage des Vorsitzenden, ob Huene den Polizeiwerden plöglich ihr Hab und Gut zusammenpacken und in Schaaren preußischen Regierung sieht von einer Umjagsteuer ab und schlägt fergeant Preuße von hinten geschlagen habe und ob etwa Preuße die deutschen Grenzen verlassen und hinterher erich allt eine fombinirte Branchen, Personal- und Raum- Steuer eine Bewegung gemacht hätte, die ihn dazu veranlaßt habe, antdas Hurrah der Deutschen. Die Nation ist vor. Die Steuer soll sich auf Geschäfte erstrecken, in denen wortete der Zeuge: Nein, er erhielt dann, während er sich nach dem erwacht. mindestens drei von fünf aufgeführten Waarengruppen gehandelt Schlüsselloch bückte, hinterrücke die Schläge. Ich muß das Und zum Schluß noch ein Wort an den christlichen Abel verden, unter Verwendung von mehr als 25 Gehilfen, oder hinterrüids" durchaus aufrecht erhalten. deutscher Nation. Wir deutschen Edelleute sind die berufenen in Geschäftsräumen, deren jährlicher Nugungswerth eine näher be-" Führer der Nation und sind gewohnt, stets in der ersten Schlacht- ftimmte Höhe erreicht oder überschreitet. Der zweite Zeuge Breuße sagt u. A. aus: Als Huene vor reihe zu fechten; unsere Bäter haben das Volk geführt von Sieg Die fünf Waarengruppen sind wie folgt gewählt: 1. Nahrungs- dem Thorweg mich geschlagen hatte, sprigte mir gleich das Blut zu Sieg in hundert Schlachten und Gefechten und die Erde mit mittel, Drogen, Parfümerien, 2. Bekleidungsgegenstände, Wäsche, aus der Nase. Auf dem Flur drohte er, mir den Kopf zu spalten, ihrem Herzblut getränkt. Stellen wir uns jetzt wieder fühn an Waffen, Jagdutensilien, 3. Möbel und Wohnungsutensilien, 4. Glas- und griff auch nach dem Hirschfänger. Ich hinderte ihn daran, die die Spize der Nation in dieser ernsten Zeit, in diesem heiligen und Porzellanwaaren, 5. Bijouterie, Juwelierwaaren. Wer mehr Waffe blank zu ziehen, und und nahm ihn mit ins Bureau. Krieg und die Nation wird uns willig folgen von Sieg zu Sieg, als zwei dieser Waarengattungen führt und zugleich mehr als sier trieben die Herren den gröbsten Unfug. Unterdessen schlugen von Triumph zu Triumph. Unser Herz gehört dem Kaiser, unser 25 Gehilfen beschäftigt oder Räume benutzt, deren Nutzungswerth Leben dem Vaterland; reiten wir hinein in die Schlacht, in das dichteste Kampfgewühl, gerüstet mit dem Panzer des Glaubens und dem Schwert des Gebets, und wir werden unüberwindlich sein! Wir würden unter anderen Umständen vernünftige Menschen nicht veranlassen, diesem Veitstanzballet schwülstiger Thorheiten zu zuschauen. Aber jetzt, wo man die Sozialdemokratie. mit den wahnin der Provinz ( in Berlin) 30 000 m. bei einer Waarengattung 20 000 m. bei zwei Waarengathmgen 12 000 m. bei drei Waarengattungen 6000 M. bei mehr als drei Waarengattungen beträgt, fällt unter die neue Steuer. ( 50 000 M.) ( 85 000 M.) ( 20 000 M.) -LO die anderen Akademiker, darunter Leutnant Kayser, von draußen fortwährend gegen die Fenster. Vors.: Nun, das ist doch nichts Strafbares? Preuße: Nein, aber es war doch für die drinnen Befindlichen eine Aufforderung zu weiterem Widerstand! Der Lärm war so groß, daß die Nachbarn aus den Betten sprancen und an die Fenster stürzten. Das Das Urtheil lautet folgendermaßen: v. Suene, Holzinger und Buchthausstrafe verurtheilten Anarchisten Moineau wurde am 15 yndman, van Mann, van Kol, Troelstra. 3öpfel werden wegen ruheftörenden Lärmis zu je 5 M. Geldstrafe vergangenen Sonntag im Generalrath der Sozial- ganze sozialistische Belgien wird in Brüssel sein: die Gewerkverurtheilt, Busse wird freigesprochen; Holzinger und Zöpfet demokratischen Partei verhandelt. Die Sache stieß auf schaften der Provinz haben seit 2 Jahren Sparkassen gegründet, um Die Genossen von Charleroi, ihren Mitgliedern die Reise nach Brüssel möglich zu machen. Das erhalten wegen Beleidigung 5 M. Geldstrafe; v. Suente unerwartete Schwierigkeiten. wird ferner wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt in einem welchen die Ehre zugedacht ist, die Amnestiekandidatur durchzufechten, neue Gebäude der Maison du Peuple ist eins der schönsten sprachen sich zum großen Theil gegen die Mandatsniederlegung aus. Kunstwerke der Hauptstadt. Es hat der Partei bis heute 1 200 000 Frts. Falle und wegen Körperverlegung zu 100 Mark Geldstrafe ver- Eine definitive Entschließung wird erst am 5. März gefaßt werden und gekostet. Der große Saal befindet sich im oberen Stockwerk und urtheilt, von der Anklage wegen Bedrohung mit einem Verbrechen es ist beinahe sicher, daß die Opponenten die Majorität haben faßt 3000 Mann. Rings um den Saal liegt in freier Luft eine und wegen des Widerstandes in einem zweiten Falle aber frei- werden. Diese fürchten nämlich, daß die Partei sich eine Niederlage Blattform, die über die Stadt hängt und worauf 600 Personen gesprochen.holen könne. Weiter steht aber auch zu befürchten, daß, da ja die spazieren können. Wahl Moineau's für ungiltig erklärt werden wird, nicht eine neue Polizeiliches, Gerichtliches u. f. w. Aus Baden.( Eig. Ber.) Auch der Gefeßentwurf betr. die Wahl anberaumt werden wird, sondern daß man dann einfach den freiwillige Gerichtsbarkeit und das Notariat Gegenkandidaten als gewählt proklamiren werde. Damit wäre Wegen Verbreitung eines italienischen Flugblattes ( Rechtspolizeigesez) erzielte in der zweiten Rammer eine ein- Vandervelde aus der Kammer entfernt, und ein Reaktionär an waren seinerzeit in Magdeburg die Genossen May Hünig in Dresden als Drucker und Maurer Karl Schoch in Magdeburg als Verleger stimmige En bloc- Annahme nach einer lebhaften Generaldebatte, an seiner Stelle, der Kampf um die Amnestie Moineau's wäre aber welcher sich für die sozialdemokratische Fraktion der Abg. Ged be- nicht gefördert. Nichtsdestoweniger wird der Kampf fortgeführt, die zu einem Monat Gefängniß verurtheilt worden. Ihre Revision ist theiligte, um hauptsächlich vor der grundsätzlichen Versorgung von Bewegung hat sich bereits über das ganze Land ausgebreitet und legt vom Reichsgericht verworfen worden. Militäranwärtern zu warnen durch Anstellungen derselben als wird nicht eher zum Stillstand kommen, als bis das Ziel erreicht. Weil unter dem Deckmantel harmloser Vergnügungen Gemeinde- Waisenräthe oder Mitglieder der örtlichen Inventurbehörden. sozialdemokratische Agitation getrieben werden könnte, deswegen Der Vorbehalt, den das Bürgerliche Gesetzbuch den Einzelstaaten macht, Frankreich. berbot ein Bürgermeister, natürlich in Sachsen, in dem Städtchen wurde im badischen Ausführungsgesetz in ausgedehntem Maße aus Der Dreyfusprozeß in neuer Auflage. Der Gefeßentwurf Wilsdruff bei Dresden, ein Vergnügen des dortigen Tischler- Fachgenügt. Zunächst um das unter dem französischen Einfluß ent- bezüglich der Abänderung des Revisionsverfahrens ist am Mittwoch vereins. In der Kunst, Gründe" für die Sozialistenvernichtung zu standene Notariat als ein beliebtes Boltsinstitut zu erhalten, die im französischen Senat mit 158 gegen 131 Stimmen angenommen finden, sind die Sachsen in der That Allen über! Beschränkung des Geschäftskreises der Notare nach norddeutschem worden. Die Affäre Dreyfus wird nunmehr vor den vereinigten Zu 300 Mart Geldstrafe wurde der Genosse Quart System würde dem Interesse der Allgemeinheit widersprochen haben. Kammern des Kaſſationshofes noch einmal zur Verhandlung als Redakteur der„ Volksstimme" in Frankfurt a. M. verurtheilt, Der Waiseurath wird nicht Staats- sondern Gemeinde behörde, kommen und zwar wird diese eine öffentliche sein. weil in einem Artikel des Blattes das Landgericht in Erfurt beleidigt ebenso die für die Aufnahme von Vermögensverzeichnissen an Stelle worden sein soll. Die Angelegenheit hat insofern ein besonders der bisherigen Waisenrichter amtirende örtliche Inventurbehörde. Die aktuelles Intereffe, als die Veranlassung zu dem angeblich beleiNotare besorgen das Nachlaßgericht. Die Gerichtsvollzieher dürfen digenden Artikel eine Art Parallele zum Ürtheil des Dresdener Gefakultativ mit Wechselprotesten betraut werden. Die Antisemiten schworenengerichts bildet. drohten, gegen das Gesetz zu stimmen; bei der Abstimmung gingen sie doch bei. Sonst liegen aus Paris heute noch die folgenden Meldungen vor: Paris, 2. März. Die nationalistischen Blätter sprechen die Ueberzeugung aus, daß der Kaffationshof nunmehr bald die Entscheidung in der Revisionsangelegenheit fällen werde. Die radikalen Blätter meinen, das nun auch vom Senate votirte Revisionsgesetz verliere infolge der Zusicherung vollständiger Oeffentlichkeit der Verhandlung wesentlich an Bedeutung. Schweden. " Kommunales. Stadtverordneten Versammlung. Ein Hauptmann a. D. v. Lilienstern hatte in einem Wirthshause in der Nähe Meiningens mit etlichen Bauern Streit anBei Berathung des Expropriations- Gesezes entstand eine gefangen, fie Saubunde geschimpft und schließlich fünfmal scharf Generalbebatte größeren Stils. Das neue Zwangs- Enteignungs geschossen, wobei er einen Mann schwer und einen andern leicht vergesez ergänzt das alte Recht von 1835 in fortschrittlicher Weise, indem wundet hatte. Vom Landgericht Meiningen war er zu über einem jezt zum Zwang der Eigenthumsabtretung, auch ein Zwang zur Buchthauskurs. Der zweiten schwedischen Kammer lag legt- Jahre Gefängniß verurtheilt worden. Das Reichsgericht hob das Duldung von Beschränkungen des Eigenthums und von Rechten an hin ein Antrag aus der Gruppe der Großindustriellen vor, der einen Urtheil auf, weil die Frage der Nothwehr nicht genügend geprüft Grundstücken zugelassen wird. Auch ist das Entschädigungsverfahren Schuß für den freien Arbeitsvertrag" verlangt, aber in Wirklich- worden wäre und verwies die Sache an das Landgericht Erfurt. bei der Expropriation neu oder gründlicher geregelt. Die Durch feit die Fachorganisationen juristisch verantwortlich" zu machen Dieses Gericht prüfte nun die Frage der Nothwehr so eingehend führung von Wasserversorgungs- Anstalten, die Uebertragung elek- bestrebt ist für die Streiks, die durch sie hervorgerufen find". Die und erwog so liebevoll selbst die seelischen Stimmungen des Scharftrischer Ströme 2c. entspricht einem öffentlichen Interesse und es kontraktbrüchigen" Arbeiter sollen strafrechtlich verfolgt werden. schützen, daß es schließlich zu seiner Freisprechung gelangte. Diese tömmen nicht nur der Staat, die Kreise und Gemeinden, sondern Diese Vorlage hatte einem Ausschuß zur Berathung vorgelegen und Freisprechung hatte Genosse Quark zum Gegenstande der Kritik auch Privatpersonen das Recht der Zwangsenteignung in Anspruch war dort gegen nur drei Stimmen angenommen worden. Im gemacht und daran in Vorahmung des Dresdener Urtheils eine Frage nehmen. Die Entscheidung, ob ein öffentliches Intereffe vorhanden Plenum wurde der Antrag, durch welchen die Regierung aufgefordert geknüpft, die sich auf die Behandlung von Streifenden bezog, falls ist, liegt zulegt in der Hand des Staatsministeriums. Bei der wird, ein solches Gesez baldigst vorzulegen, mit 118 gegen 83 Stimmen Biese Gewaltthätigkeiten begingen. Dafür die Strafe. Werthberechnung für die Entschädigung kommt, was insbesondere angenommen. Vergebens wies der einzige sozialdemokratische Vertreter für die Geländeabtretung zur Straßenanlage von Bedeutung ist, im Parlament Branting darauf hin, daß im Vorjahre ein ähneine Erhöhung oder Verminderung des Grundstückswerthes, welcher licher Antrag mit 127 gegen 74 Stimmen abgelehnt wurde. Was erst durch das Unternehmen selbst eintritt, nicht in Anschlag. Für sich denn nun in dem einen Jahre verändert habe, daß man plötzlich Ortsstraßen Anlagen tommt als Beitpunkt der Werthbemessung die ein solches Gesetz für nothwendig hielte? Die Gegner aber be öffentliche Bekanntgabe des Ortsbauplanes in Betracht. haupten, der innere Friede sei bedroht", wie das die letzten Streits bewiesen haben, bei denen es nur zu Ausschreitungen Der Vorsteher Dr. Langerhans spricht vor Eintritt in die fam, weil in ganz voreiliger Weise Militär aufgeboten wurde; die Tagesordnung dem Dr. Eduard Engel, der am 26. Februar cr. Aufreizungen der Fachvereine" brächten demande auf eine 25jährige Thätigkeit in der Aufnahme der stenographischen δας größte unglück", es müsse deshalb ein Gesetz ge- Berichte der Versammlung zurückblickte, unter allseitigem Beifall den schaffen werden, das es möglich macht, die Fachvereine Dank der Versammlung für seine prompte und gewissenhafte für die Folgen verantwortlich zu machen, die ihre Streif- Erklärungen Arbeit aus. herbeiführten. Vergeblich betonten mehrere andere Redner, daß bei Die Versammlung beginnt mit der Spezialberathung des allen großen Streit- Bewegungen gar keine Kontraktbrüche" vor- Stadthaushalts Etats für 1899 auf Grund der Berichte gekommen seien und daß die Fachorganisationen viel dazu beigetragen des Etatsausschusses. Referent für die heute zur Berathung stehenden haben, Konflikten durch vorherige Verhandlung vorzubeugen. Die Stats ist der Stadtv. Kalisch. erste stammer stimmte ohne Diskussion dem Antrag zu. An den Entwürfen der Spezialetats: Grundstücke in der Es fragt sich nun, wie sich die Regierung dieser erstrebten Stadt, ländliche Grundstücke in und außerhalb, sowie ernichtung der Arbeiter Organisationen und Miethsgrundstücke außerhalb der Stadt und kalksteinbruch zu Verhinderung der Streit- Bewegung gegenüber verhalten wird. Diese Niederknüppelung der Arbeiterbewegung geht aber einigen nichts geändert worden. Rüdersdorf, Berechtigungen ist seitens des Ausschusses Heißspornen noch nicht weit genug und so kommt demnächst ein babin ändern will, daß erzwungene Arbeits Gin neuer Antrag derselben Gruppe zur Debatte, der das Strafgesetzbuch stellung" mit bis zu zwei Jahren Strafarbeit Es war für die Vertreter der sozialdemokratischen Fraktion der Kammer eine nicht unangenehme Situation, von der nationalliberalen Seite zu hören, daß die erhöhte Möglichkeit, den„ Egoismus am Brivateigenthum" wie sich der Abg. Fieser ausdrückte dem fozialen Fluge unferer Zeitrichtung entsprechend zu beschneiden, in diesem Geseße im gesellschaftlichen Interesse zu begrüßen sei. Den entgegengesetten Standpunkt nahm der Zentrumsabgeordnete Hug ein: Für die Sozialdemokratie sprach der Genoffe Ad. Ge d. Er führte aus, daß unsere Partei im Allgemeinen mit dem Gesetzentwurf einverstanden sei; dieser bedeute einen Fortschritt im Sinne der Sozialdemokratie, einen Fortschritt in der Anerkennung des öffentlichen Intereſſes. Nur bebauere er, daß nicht der Staat allein diefes öffentliche Jnteresse ausnüße, sondern auch Kapitalisten sich darin theilen, um für ihre private Spekulation eine Wegnahme des Privateigenthums vornehmen zu dürfen. Stuttgart, 2. März. Die Ständeversammlung ist auf den 14. März einberufen worden. " 1 " bestraft wird. Mit der Annahme auch dieses Antrages würde Schweden ein nächst unsere deutschen Scharfmacher dorthin auswandern, um das wahres Jdyll für das Unternehmerthum und wir sehen vielleicht demVersuchsfeld für Zuchthausgefege zu bevölkern. Amerika. Menterei Eingeborener in Kamerun. Der„ Kölnischen Volkszeitung" ist von der Regierungsstation Buea im Ramerungebirge eine vom 1. Februar datirte Mittheilung über eine beabsichtigte Meuterei der zur dortigen Bejagung gehörigen Eingeborenen zugegangen. Diese hätten in Stärke von 15 Mann die Weißen tödten, berauben und sich dann über die Grenze auf englisches Gebiet flüchten wollen. Der Stationschef Leuschner, welcher von einem Soldaten von dem Vorhaben in 20. v. M. vom Nepräsentantenhause genehmigten Gesezentwurf an, Washington, 1. März. Der Senat nahm den bereits am Kenntniß geſetzt worden sei, habe sich durch List der Waffen der ein- nach welchem an Spanien gemäß den Friedensvertrage 20 Millionen geborenen Soldaten bemächtigt, welche flüchteten. Hierbei seien Dollars zu zahlen sind. mehrere, darunter 4 tödtlich, durch das Feuer der Weißen ver wundet worden. Die Mittheilung wird offiziös bestätigt. Ausland. Oesterreich- Ungarn. Die Partei- Nachrichten. 8. Gigung vom Donnerstag, den 2. März 1899. Nachmittags 5 1hr. Die Versammlung genehmigt sie ohne Debatte. Moabit, am Urban und Gitschinerstraße hat der EtatsDie Etats der Krankenhäuser am Friedrichshain, ausschuß unverändert genehmigt. Zum Etat für die Frren und Idiotenanstalt in Dalldorf empfiehlt der Ausschuß folgende Resolution: Den Magistrat zu ersuchen, darauf hinzuwirken, daß in allen städtischen Anstalten, soweit dies noch nicht geschieht, Koats mit verfeuert wird. " Durch Nachtragsvorlage des Magistrats ist der Etatsansatz für den Titel Pflegegeld für in Privatanstalten und in Privatpflege untergebrachte Geistestrante" infolge Herabminderung der Kosten der Familienpflege von 80 auf 75 Pfennigen pro Stopf und Tag um 4000 M. von 683 000 auf 679 000 M. ermäßigt worden. Die Etats für die Irrenanstalt Herzberge und für die Anstalt für Epileptische Wuhlgarten" bei Biesdorf sind unverändert geblieben. Die Resolution wird vom Stadtv. Esmann furz empfohlen " und von der Versammlung angenommen; die Etats werden nach Betition des Bundes der Handel- und Gewerbetreibenden vor, welche Zum Etat der Bade- Anstalten lag dem Ausschuß die die Beseitigung der Selasseneintheilung und die Einführung eines Behnpfennigtarifs unter Fortfall jeder Stammkarte verlangt. Der die Verabreichung medizinischer Bäder eingestellt ist, den weiterAusschuß hat, nachdem die Wannenbäder 1. Selasse beseitigt find, auch annehmbar und als einen unberechtigten und unzulässigen Eingriff gehenden Antrag auf Herabsetzung der Bäderpreise als völlig unin die Nechte der Stadtgemeinde erachtet und empfieht einstimmig Uebergang zur Tagesordnung. Auf ein neues Vorgehen Deutschlands in China läßt eine Meldung schließen, die den„ Times" unterm 2. März aus Peking Eine Parteiversammlung in Bochum, die am Sonntag abzugeht. Danach herrsche in der ganzen Provinz Schantung Be- gehalten wurde, beschloß, bei dem nächsten außerordentlichen unruhigung. Dort habe die Ueberschwemmung des gelben Flusses eine Provinzial- Parteitage zu beantragen: 1. Die Druckerei und Redaktion Menge Menschen dem Hungertode nahe gebracht. Besonders groß der„ theinisch- Westfälischen Arbeiterzeitung" von Dortmund nach sei diese Unruhe in Itschaufu in der Südostecke der Provinz. Bochum zu verlegen; 2. das Agitationskomitee für das westliche Weitere Berwidelungen fönnten leicht zu einer Einmischung Westfalen von Dortmund zu verlegen. be Deutschlands führen, welche wahrscheinlich in Form einer Ottu pation von Antung wei erfolgen würde, das eine gute Rhede schrieben, fand anfangs weder in einer privaten, noch in einer staat Genoffe Agfter, so wird uns von unterrichteter Seite gein der Nähe von Jtschaufu hat. Inzwischen seien die Verhandlungen lichen Heilanstalt einen Erholungsplatz. über die deutsch- englische Eisenbahn von Tientsin nach Tschingliang Reutlingen gab dem kranken Genossen nur über eine Nacht ein Die Staatsanstalt bei zum Stillstand gekommen und die Aussichten auf eine Verständigung Asyl; man ist in Württemberg wegen des bekannten Falles Kuhnle feien in die Ferne gerückt. Die Deutschen beständen darauf, daß sehr steptisch geworden bei der Aufnahme nervös ertranfter Berdie in Schantung liegende Strecke diefer Bahn von den Verhand fonen. Die Zustimmung der Verwandten Agster's, es tommt lungen ausgeschlossen und daß über diesen Theil der Bahn zwischen hier nur die Schwester in Betracht Ohne Debatte beschließt die Versammlung demgemäß. Zu den China und Deutschland besonders verhandelt werde. zur Aufnahme in die Heil- Ausgaben für Besoldungen bemerkt Deutschen verlangten, daß dieser Theil, welcher von Tsinanfu bis Tages wieder nach Pforzheim, wo er alsbald bei der Polizei Schutz den städtischen Bademeistern und Bademeisterinnen eingegangen, die anstalt konnte nicht erlangt werden; der Krante tam des anderen Stadtv. 3ubeil: Es ist in diesem Jahre eine Petition von Itschaufu geht, von Deutschen gebaut und geleitet und daß auch der gegen seine imaginäven Verfolger suchte. In dem Krankenhause ist bitten, ihr Gehalt etwas zu erhöhen. Schon im vorigen Jahre haben Sicherheitsdienst ganz wie bei einer deutschen Eisenbahn von Deutschen. vorläufig gut untergebracht; indessen beschloß die sozialdemo- fie fich an unfere Deputation gewandt und sind von dem Stadtausgeübt werde. Da das offiziöse Wolff sche Telegraphenbureau die Meldung ohne den Genossen Agster in einer Brivat- Heilanstalt unterzubringen. werde, daß der letzte Sommer ungünstig war, fratische Parteileitung des 9. Wahlkreises, die Mittel aufzubringen, um schulrath Bertram dahin beschieden worden, daß zwar anerkannt jeden Kommentar wiedergiebt, so ist wohl anzunehmen, daß den Nach ärztlicher Ansicht wird es möglich sein, durch eine fach aber gerade deswegen die Arbeiten ohne Hilfskräfte selbst daß sie Mittheilungen thatsächliche Vorgänge oder Absichten zu Grunde gemäße Pflege den franken Genoffen zu heilen. Es darf nicht hätten verrichten können und daß sie das auch in Zukunft tönnten. liegen.ungetadelt bleiben, daß die Verbringung Agster's von Pforzheim in Die Bademeister und-meisterinnen können das aber nicht, es ist einer Weise und zu einer Zeit geschah, wo wegen des lebhaften Ber- ganz undenkbar, daß sie ohne Hilfskräfte fertig werden können, weil tehrs auf den Straßen ein Auflauf entstehen mußte, der auch auf sie ja die Aufsicht wahrzunehmen haben, vor allem aber für jedes den Zustand des Kranken eine ungünstige Wirkung ausübte. singlück, das geschehen kann, verantwortlich sind. Sie bekommen Die ungarischen Parteien haben nun wohl alle Stellung zu Gedränge, daß sich der Wagen nicht von der Stelle bewegen konnte, unter 3 M. nicht bekommen. entstand bei dem Hause, in welchem Agster wohnte, ein solches nur 75 M., also pro Tag 2,50 M. Hilfskräfte können sie der neuen Regierung genommen. Die Programmrede des Minister bis die Polizei einschritt. Sie müssen also von ihren präsidenten Sell wird auch in der oppositionellen Breffe Nebeneinnahmen noch 50 f. täglich zugeben. Sie haben sympathisch beurtheilt. Man schließt aus der Erklärung des Vor- Freunde Agster's diese Statastrophe schon vorausgesehen hätten, glaubt aus der Aufbewahrung der den Badegästen gehörigen Kostüme; Eine Notiz des Volfsfreund", welcher babon sprach, daß die freilich Nebeneinnahme aus der Verleihung der Wäsche, ferner figenden der Nationalpartei, or an saty, welcher sagte, es egiſtire bie nationalliberale Bresse Pforzheims verwenden zu dürfen, um aber letzteres fommt mir selten vor, und schließlich aus dem nunmehr fein prinzipielles Hinderniß, die Regierungspartei zu unter- daraus für die Beschönigung ihres Verhaltens Kapital zu schlagen. Schwimmunterricht, den sie ertheilen. Daß man diese Leute derart stützen, daß ungefähr 40 Mitglieder der bisherigen Partei Apponyis Sie hat nämlich in übertriebener Weise den Fall Agster ausgenügt, gewissermaßen auf Trinkgelder anweist, ist der Stadt nicht würdig. in die Regierungspartei eintreten werden. Die klerikale Volkspartei verharrt auch weiter in oppositioneller Stellung; ebenso wird die als unser Genosse noch frei herumging, und so offenbar zur Be- Die Stadt sollte die Einnahmen selbst nehmen, die Hilfskräfte selbst Unabhängigkeitspartei unter Führung Kossuth's die Opposition auf stärkung seines Verfolgungswahnes beigetragen. Die eigenthümliche besolden und die Bademeister so stellen, daß fie ein ausBemerkung im Volksfreund" wollte jedenfalls nicht andeuten, daß kömmliches Gehalt haben. staatsrechtlicher Grundlage fortsetzen. Sonntags wird nur bis zwölf Das Abgeordnetenhaus wählte am Donnerstag den etiva schon bei der Aufstellung der Kandidatur Agster zum Reichstag Uhr gebadet. Der Kontrolleur hat dann seine Ruhezeit, der Badebisherigen Minister des Innern, Desider Perezel, zum ersten seinen Freunden die Beranlagung zu einer solchen Krankheit bekannt meister muß ober die Anstalt erst in sauberen Zustand Präsidenten. Zu Vizepräsidenten wurden Bela Tallian und gewesen wäre. Agster hielt noch vor kurzer Zeit einen sehr inter- feßen, was ihm noch 4-5 Stunden kostet. Man soll sie nicht wieder Gabriel Daniel gewählt. essanten Vortrag in einer Gewerkschaftsversammlung zu Pforzheim. auf fünftige beffere Sommer vertrösten; es handelt sich auch hier Reichstags- Abgeordnete gegnerischer Parteien versicherten, daß ste um städtische Beamte. Ihr Gehalt sollten sie auch nicht posta Schweiz. im Verkehr mit dem Kollegen Agfter nichts Anormales an seinem numerando, sondern am Monatsanfang erhalten. Ueberweisen Sie Basel, 28. Februar.( Eig. Ber.) Eine Anzahl bürgerlicher geistigen Zustande bemerkten. diese Anregung dem Magistrat zur Berücksichtigung. Frauen hatten an den Regierungsrath eine Petition gerichtet be- Brüffel, 28. Februar.( Eig. Ber.) Der Kongreß der belgischen Stadtrath Ha a d: Der Hinweis auf die ungünstigen Witterungstreffend die Wahl von Frauen zum Schnlinspektorat. Sozialdemokratie, der alle Jahre am Ostersonntag und Montag verhältnisse in dem Bescheid erklärt sich daraus, daß sie in befferen Die Regierung beantragte dem Großen Rathe die Ablehnung der stattfindet, ist dieses Jahr auf ein noch unbestimmtes Datum ver- Sommern eine so reichliche Einnahme gehabt haben, daß eine AufPetition, dieser aber lehnte umgekehrt den regierungsräthlichen An- tagt, weil die Eröffnungsfeierlichkeiten der neuen Brüsseler Mais on befferung nicht nöthig schien. Auch im letzten Jahre sind sie nicht so trag ab und beschloß, die Regierung aufzufordern, einen Gejezdu Peuple auf dieselben Tage festgesetzt wurden und nicht ver- färglich mit der Einnahme bestellt gewesen, wie sie angeben. Man entivurf vorzulegen, der die Theilnahme von Frauen an der In- schoben werden können. Das Programm der Feste wurde soeben darf nicht unterschäßen, daß die Wäsche, welche die Leute verleihen, spektion der Mädchenschulen vorsieht. definitiv bestimmt: Auszug, an dem sich alle Arbeiter- ihnen recht erhebliche Einnahmen bringt. Sollten wir auf den gea Belgien. forporationen betheiligen, Ilumination, Voltsball, machten Vorschlag eingehen, so würden uns die Leute nur quälen, Brüffel, 27. Februar.( Fig. Ber.) Vandervelde's und endlich ein internationales Meeting, zu welchem unter es beim Alten zu belassen. Die Petition trägt ja nicht einmal eine Mandatsniederlegung zu Gunsten des zu langjähriger anderem eingeladen werden: Liebknecht, Adler, Jaurès, Unterschrift. " Stadtv. Esmann hält dafür, daß Stadtv. Zubcil den Betenten den harmlosen Vorschlag der Ausschreibung hätte ich nichts, aber ich = einen schlechten Dienst mit seinen Vorschlägen erwiesen hat. Die Hilfskräfte seien junge Männer, die nicht 3 M. Entschädigung zu erhalten brauchten. In den Privatanstalten bekämen die Bademeister gar kein Gehalt. Stadtv. 8ubeil: Wir haben 23 Bade Anstalten mit ganz verschiedener Frequenz. Nebeneinkünfte in erheblicher Höhe giebt es nur in den frequentirteren Anstalten. Der Hinweis auf die Trinkgelder ist ein trauriges Zeichen; wenn man auch in der städtischen Verwaltung ein System empfiehlt, gegen welches ein anderer Stand, die Kellner, seit Jahren als unwürdig anfämpfen, dann freilich können wir nicht weiter kommen. Stadtrath Wagner: Auf Trinkgelder weisen wir unsere städtischen Beamten nicht an, vielmehr ist den Bademeistern das Annehmen von Trinkgeldern verboten. Die Hilfskräfte können thatsächlich den Bademeistern die angegebenen Unkosten nicht machen, da sie nur gelegentlich an heißen Tagen stundenweise angenommen werden. bin befriedigt ind nehme die Zuschrift einfach zur Kenntniß, weil jede Aenderung mit einer neuen Verkehrsstörung verbunden sein von würde; nachdem die Anwohner fast 2 Jahre schon darunter zu leiden hatten, habe ich den Muth nicht, aus rein ästhetischen Rückfichten nochmals eine langwierige Verkehrsstörung und Verkehrsabsperrung zu verantworten.( Beifall.) Ausland. In Antwerpen ist der Streit der Tabalarbeiter in der Fabrik Grewal beendet. ON Unternehmer- Verbände. Die Zwangsinnung der Schuhmacher in Köln hatte bei Stadtv. Schwalbe: Das Brückenbauprojekt hat uns vor ihrer Wahl des Obermeisters das überraschende Resultat zu vergelegen, nicht die Ausschmückung, diese ist ganz illegal zu zeichnen, daß ein Gegner der Zwangsinnung mit Stande gekommen. Was damals versehen war, hätte der Magistrat 181 Stimmen gegen den bisherigen Obermeister, der nur 104 St. wieder gut machen können; das hat er nicht gethan. Den Erbauer erhielt, gewählt wurde. Der Unterlegene zählt zu den eifrigsten der Brücke können wir auch nicht mehr verantwortlich machen. Agitatoren für die Zwangsinnung. Mit je 165 Stimmen wurden Welches sind denn die Gründe des Magistrats? Er hat doch die Ver- die sechs anderen Vorstandsmitglieder, sämmtlich Gegner der Zwangspflichtung, fie uns anzugeben. Jest bleibt uns freilich nichts übrig, innung, gewählt. Auf die Liste der Zwangsinnungsfreunde entfielen als von der Ablehnung Kenntniß zu nehmen. 68 Stimmen. Dieses Resultat zeigt deutlich, wie wenig der MehrStadtv. Kyllmann sieht den heutigen Zustand als einen vor- heit der Handwerksmeister die ihnen aufgezwungene Organisation trefflichen an und nimmt mit Vergnügen von dem Entscheid des behagt und wie gering das Butrauen zu den Innungsschwärmern, Magistrats Kenntniß. die sich bisher stets als die einzig wahren Vertreter des Handwerks aufzuspielen beliebten, in den Kreisen ihrer Kollegen ist. Soziales. oben los, fiel auf den Unglücklichen und drückte ihn zu einer untenntKörper herausgepreßt wurde. Infolge des Luftdrucs erloschen alle lichen Masse zusammen, sodaß das Blut nach allen Seiten aus dem Lichter. Die mit Sch. arbeitenden Kameraden riefen in der Dunkelheit einer den andern an; alle antworteten, nur Schiereuz blieb Kameraden nur noch eine Hand des Verunglückten; die übrigen stumm. Als die Lichter wieder angezündet waren, fanden die Körpertheile bildeten eine zu Brei zerquetschte Masse. Stadtb. Singer: Die letzten Ausführungen nöthigen mich zu Stadtv. Meyer hält es unter den obwaltenden Umständen für einer Gegenbemerfung. Die Hilfskräfte werden, so heißt es jetzt, das Richtige, die Angelegenheit als abgethan anzusehen. Den nur vorübergehend auf Stunden angenommen. Im Gehaltsausschuß Magistrat nimmt er gegen die Infinuation in Schutz, als komme es hat der Magistratsvertreter ausdrücklich konstatirt, daß der. Lohn für ihm nur auf eine Deckung Hobrecht's an. die Hilfskräfte dasjenige absorbirt, was die Bademeister an Gehalt Stadtbaurath Krause bemerkt, daß die Brücke so schlecht, wie Groß- Moyeurre( Lothringen) verunglückte vor einigen Tagen Risiko der Arbeit. Auf einer der Stumm'schen Gruben bei bekommen. Der Gehaltsausschuß hat troß der Einwendungen seitens fie gemacht werde, doch nicht sei. Die Anwohner des Schöneberger der ledige Bergmann Schizereutz auf wahrhaft schreckliche Weise. des Magistrats die Petition dem Magistrat überwiesen, weil er sich Ufers bitten unter Hervorhebung der Verschönerung, welche die Bei der Arbeit löfte sich plöglich ein Felsstüd von etwa 5 Zentnern nicht davon überzeugen konnte, daß ein Lohn von etwa 4,60 Mart Gegend durch die Vollendung der Brücke erfahren, die Straße mit Bei der Arbeit löfte sich plößlich ein Felsstück von etwa 5 Zentnern für eine 14-16 stündige Arbeitszeit als übermäßig hoch zu Asphaltpflaster zu versehen.( Stürmische Heiterkeit.) bezeichnen sei für Leute, die einen so anstrengenden Stadtv. Goldschmidt II schließt sich den Ausführungen Dienst haben, von Morgens 7 Uhr bis Abends 10 Uhr. Schwalbe's an und bittet noch besonders, die Namen der Dar Die Verhältnisse der Bademeister sind also durchaus nicht gestellten nicht anzubringen, da die Familien Siemens und Helmso, glänzend, wie es hier heute dargestellt worden ist. Die Holz sich ohnehin durch die betreffenden Gruppen tief verlegt fühlten. Dienste der städtischen Beamten durch Trinkgelder entgelten zu lassen, Damit schließt die Debatte. Die Zuschrift des Magistrats wird entspricht nicht der Stellung der Stadt Berlin. ch billige die zur Kenntniß genommen. Untersagung des Trinkgeldnehmens vollkommen. Die Anweisung auf Trinkgeld führt zur Demoralisirung und zur verschiedenartigen Das Mittelalter entschuldigt sich. Der in der gestrigen In Wittenberg ereignete sich am vergangenen Montag ein Behandlung der Besucher der Anstalt. Die Petition wird ja bei der Sigung der städtischen Schuldeputation in einem Schreiben beschweres Bauunglüd. Ein Fabrikbau stürzte zusammen und begrub Berichterstattung des Gehaltsausschusses zur Verhandlung kommen. Brov.- Schulfollegiums erwähnte Erlaß des Kultusministers über die sieben Arbeiter unter sich. Vier davon sind schwer verletzt. Als Der Etat der Bade- Anstalten wird genehmigt. Der Antrag Ordinariate der jüdischen Lehrerinnen hat folgenden Morgen des Unglückstages hatte sich deswegen ein Arbeiter ge= Ursache des Unglücks wird lüderliche Bauart bezeichnet. Schon am Zubeil wegen der Petition bleibt einstweilen auf sich beruhen. Wortlaut:" Die Vorstellung der hiesigen städtischen Schuldeputation weigert, aufs Gerüst zu steigen. Er war dafür entlassen worden. Der Etat für die öffentliche Desinfektionsanstalt in vom 10. November vorigen Jahres hat mir Veranlassung zu erneuter Am Abend zeigte es sich, wie richtig er die Sachlage beurtheilt hatte. der Reichenbergerstraße hat ebenfalls teine Veränderung er- Prüfung der Vorgänge gegeben, welche zu meiner Verfügung vom fahren. Im Etat für die Heimstätten für Genesende und 27. Dezember 1895 geführt haben. Ich habe aber keinen Grund zu Tekte Nachrichten und Depelihen. verschiedene Einrichtungen für die öffentliche einer Zurücknahme oder auch nur zu einer Abänderung der VerGesundheitspflege ist nachträglich seitens des Magistrats die fügung finden fönnen. Dieselbe gründet sich, wie ich vorausschide, Position Unterstützung privater Sanitätswachen, unter- auf die Vorschriften des Artikels 24 der preußischen Verfassungsstadt die Verhaftung des Privatdetektivs Büttner, der FriedrichEin Wüstling verhaftet. Aufsehen erregt in der Friedrichhaltung der Sanitätsstuben, Rettungsfähne, urkunde, nach welcher bei Errichtung der öffentlichen Volksschulen straße 27 ein Detektivbureau eingerichtet hatte. Vor etwa zwei Rettungsringe, Verbandskästen u. f. w." dem Beschlusse die konfessionellen Verhältnisse möglichst zu berücksichtigen sind. Jahren übernahm er das in jenem Hause bestehende Auskunftsbureau der Versammlung gemäß von 40 300 auf 65 000 m. erhöht worden. Denn wie auch sonst über die Tragweite dieser Vorschriften ge- von Dr. jur. Maier u. Ko.; mochte aber mit eigentlichen DetektivDie Erhöhung bezweckt die Dotirung der Rettungsgesellschaft, stritten werden mag, darüber kann kein Zweifel sein, daß es der Ver- arbeiten nicht überhäuft werden, denn die einzige Schreiberin des der Unfallstationen u. 5. w. Dem Beschluß wegen Uebernahme der fassung nicht entspricht, wenn für eine Klasse, die von Kindern Bureaus hatte wenig zu thun. Da verfiel der Chef auf einen Aufsicht über das gesammte Rettungswesen durch die Stadtgemeinde nur einer Konfession besucht wird, ein Lehrer oder eine Lehrerin nichtswürdigen Plan. Sobald er in den Tageszeitungen Annoncen und wegen Einsetzung einer Deputation für das vereinigte anderen Glaubens als Erzieher bestellt wird. Auch widerspricht fand, in denen von Damen Darlehen gesucht wurden, richtete er Berliner Rettungswesen hat dagegen der Magistrat nicht ein solches Vorgehen der ganzen Entwickelung des preußischen Schreiben an dieselben, in denen er bat, ihm postlagernd mitzutheilen, beitreten zu können geglaubt, da die Bildung einer Deputation, in Volksschulwefens. Es hat mir aber bei dem Erlaß die Absicht wann er sie in der Geldangelegenheit in ihrer Wohnung aufsuchen welcher ein Vertreter des Polizeipräsidiums und Vertreter der Sani- fern gelegen, ältere und in langjähriger treuer Ausübung des könne. Kam eine Antwort, so benutte er seinen Besuch zu untätswachen und der Unfallstationen als stimmberechtigte Mitglieder Ordinariats bewährte Lehrpersonen plöglich aus demselben zu ent- sittlichen Attentaten auf die Damen. Er nannte sich Dr. med. Voß. eintreten, nicht mit§ 59 der Städteordnung in Einklang zu bringen fernen und denselben damit rücksichtslos unverdiente, Gin Darlehen bekamen die betrogenen Damen nie zu sehen. Wie ist, der Erlaß eines besonderen Ortsstatuts für diese Materie ihm persönliche Nachtheile zuzufügen. Wenn dies gleich lange B. das schändliche Treiben beging, ist noch nicht festgestellt, aber verfrüht erscheint. Der Magistrat stellt die Aufhebung dieses wohl geschehe, und dadurch eine eine erklärliche Bitterteit doch sind schon eine größere Anzahl Fälle ermittelt, in denen er Beschlusses anheim. Ohne Debatte wird dem entsprochen. erregt worden ist, so liegt das nur an der Art und Weise, Frauen vergewaltigte. Letztere schwiegen vielfach aus Scham, doch Jm Spezialetat für die Park- und Gartenverwaltung in welcher meine Verfügung vom 27. Dezember 1895 zur fam vor einigen Tagen das schändliche Thun des Wüstlings zur ist für den Betrieb des Wassersturzes im Vittoriapark Ausführung gekommen ist. Es hätte der städtischen Schul- Kenntniß der Polizei. Büttner hatte eine alleinstehende Dame in vorgeschlagen, den Wassersturz vom 1. Mai bis 15. Oftober 168 Tage deputation nicht schwer werden können, die jüdischen Lehrerinnen, Charlottenburg auch mit einem Ueberfall bedroht, als glücklicherTang, täglich 8 Stunden, die elektrische Effektbeleuchtung an 2 Abenden welche ihr Ordinariat um deswillen nicht mehr behalten weise das Dienstmädchen zurückkehrte, worauf der freche Patron wöchentlich bis 10 Uhr funktioniren zu lassen. Bezüglich der Abdurften, weil in ihren Klassen Kinder ihrer Religion überhaupt die Flucht ergriff. Er wurde dann von einem Verwandten der holzungen im Thiergarten ist im Ausschusse auf Anfrage nicht oder mur ganz vereinzelt vorhanden waren, an eine Dame refognoszirt, als er auf einem Postamte postlagernde Briefe die schon bekannte Antwort erfolgt, daß die Verwaltung nicht habe andere Gemeindeschule oder Klasse zu versezen, in welcher in Empfang nahm. Er ist ein Mann von etwa 40 Jahren und in Erfahrung bringen können, wer den Auftrag zur Abholzung mindestens so viel jüdische Schulkinder waren, daß sie dort ein kinderlos verheirathet. Seine Verhaftung erfolgte Donnerstag Nachertheilt habe. Ordinariat erhalten konnten, oder wenn das nicht der Fall war, mittag. Stadtv. Hugo Sachs: Die Abholzungen zeigen, auf welchem doch ihre Verwendung außerhalb desselben nicht auffällig und für Tiefpunkt die Beachtung der Stadt Berlin in einer Berlin so nahe die betheiligten Lehrerinnen verlegend erschien. Ich wünsche, daß bei Budapest, 2. März.( B. H.) Der„ Pester Lloyd" berichtet, daß berührenden Frage bei gewissen Behörden angelangt ist. Wir zahlen weiterer Ausführung meiner in Rede stehenden Verfügung ins- der ehemalige Ministerpräsident Baron Banffy zum ungarischen feit langen Jahren 30 000 m. jährlich zur Verschönerung des Thier- besondere ältere Lehrpersonen geschont werden. Es handelt sich Oberhofmeister des Königs ernannt sei. Infolge dessen erscheint gartens. Ganz unabhängig von uns ist nach den ursprünglichen lediglich um rein fachliche, im Intereffe der Schule liegende Unter- es als selbstverständlich, daß Banffy sein Mandat als Abgeordneter Verhandlungen über diesen Beitrag die Verwaltung in diesem Vor- richtseinrichtungen, bei denen jüdische Lehrpersonen den gleichen Angehen nicht. Man will angeblich durch die Abholzung die Luftspruch auf gerechte und billige Rücksichtnahme habent, wie sie vielleicht auch die Luft der Opposition verbessern. anderen in vorwurfsfreier Pflichterfüllung bewährten Lehrern und Stadtv. Kyllmann hält die Durchholzung für eine sehr be- Lehrerinnen schon im Interesse der Schule und des für eine gedeihberechtigte Maßregel, wie die Durchlichtung des Parks von Sans- liche Lehrwirksamkeit erforderlichen Ansehens gezollt werden muß souci beweise. Er nimmt an, daß auch die Mehrheit der Versamm- Bosse." lung auf seinem Standpunkt steht. Hiernach tritt also die verblüffende Neuigkeit zu Tage, daß nicht Stadtv. H. Sachs: Ich habe die Frage der Berechtigung gar der Minister und das Provinzial- Schulkollegium die Schuld an der nicht berührt, sondern ausgeführt, daß es sich, wenn man einmal zu mittelalterlichen Maßregelung tragen, sondern die Schuldeputation, einer solchen Maßnahme schritt, geziemt hätte, uns auch davon die sich mit Händen und Füßen dagegen gewehrt hat. Man muß Kenntniß zu geben. nur richtig beweisen können. Der Etat wird genehmigt, der Vorschlag wegen des Betriebs des Wassersturzes gutgeheißen. Ein von Professor Hans Fechner gemaltes Bildniß Theodor Fontanes soll für den Preis von 3000 M. angekauft und im Rathhause an geeigneter Stelle aufgehängt werden. Die Versammlung stimmt zu. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Deutsches Reich. niederlegen wird. Prag, 2. März.( B. H.) In Planiz weigerten sich die Mit glieder der Rekrutenkommission, die in deutscher Sprache abgefaßte Militärliste zu unterzeichnen. Sie ließen an das Ministerium eine Protestdepesche ergehen, in der fie der Ansicht Ausdruck verleihen, daß eine deutsche Verfassung solcher Listen den Rechten des czechischen Volkes widerspreche. Paris, 2. März.( B. H.) In der heutigen Kammerfizung wurden die von den Antisemiten und Monarchisten eingebrachten Interpellationen, welche den Zweck hatten, von der Regierung Aufflärung über die in den letzten Tagen stattgefundenen Haussuchungen zu fordern, auf Antrag der Regierung bis nach Beendigung der Budgetberathung bertagt. Paris, 2. März.( B. H.) Die Regierung beschloß, alle poli tischen Ligen auf gerichtlichem Wege aufzulösen, weil von den Gerichten fonstatirt worden ist, daß diese Ligen dem Strafgesetzbuch zuwider gegründet wurden. Dies genüge, um die Auflösung der Ligen zu rechtfertigen. Paris, 2. März. Prozeß Picquart. Der Advokat Mimerel unterzog in seinem Plaidoyer den Bericht des Kriegsgerichtlichen Untersuchungsrichters Hauptmans Tavernier, welcher das„ Petit bleu" als eine Fälschung erklärte und nachzuweisen suchte, daß Picquart schon vor Auffindung des„ Petit bleu" Esterhazy zu verdächtigen und Dreyfus zu rehabilitiren versucht habe, einer überaus scharfen Kritik. Mimerel führte aus, das" Petit bleu" sei durchaus authentisch und griff lebhaft die Beugenaussagen unserer Offiziere, namentlich des Generals Roget an, welche er als gehässig bezeichnete. Schließlich beantragte er Verweisung Leblois' und Piquardt's vor das Schwurgericht. An die Bautischler Deutschlands!( Parkettbodenleger, Ein sezer.) Am 19., 20. und 21. März findet in Berlin ein Bauarbeiter Im Gegensatz zu der gemischten Deputation für die ander- fongreß statt. Derselbe nimmt zu folgenden Fragen Stellung. weitige Ausschmüdung der Potsdamer Bride hat 1. Bauschwindel. 2. Submissionswesen. 3. Unfallgefahr auf Bauten. Paris, 2. März.( B. H.) Die Kriminalfammer des KassationsSer Magistrat die Ueberzeugung gewonnen, daß es nicht an- 4. Die fanitären Zustände auf Banten. Da nun die Bautischler der hofes beschäftigte sich heute mit der Richterregelung für den Picquartgezeigt erscheint, an dem gegenwärtigen Zustande der Brücke verschiedenen Kategorien an allen diesen Fragen interessirt sind, so prozeß. Der Bericht Atthalins geht dahin, Picquart vor ein ZivilAenderungen vorzunehmen. Die Deputation hatte vorgeschlagen, ersuchen die unterzeichneten Delegirten, die in Berlin in einer öffent- gericht zu verweisen, welches sich damit befassen soll, alle Punkte für die künstlerische Ausschmückung ein Preisausschreiben zu ver- lichen Bautischlerversammlung gewählt wurden, die Kollegen in der verschiedenen, theils von der Militär-, theils von der Zivilbehörde, anlassen. Gründe für seine Entscheidung giebt der Magistrat in Deutschland, Stellung zu dem Kongreß zu nehmen. Diefelben tönnen gegen ihn angestrengten Prozesse aufzutlären. Picquart müsse daher seiner Zuschrift an die Versammlung nicht an. Delegirte auf eigene Kosten nach Berlin senden, oder ihre besonderen wieder vor der Anklagekammer erscheinen. Der Vertheidiger Picquart's Stadtv. La de wig: Die Bürgerschaft würde es nicht ver- Wünsche formuliren und den Unterzeichneten bis zum 18. März ein- hat seinerseits gefordert, daß Picquart zugleich mit Leblois vor das stehen, wenn wir über diese Zuschrift kein Wort verlören.( Wider- senden. Die eingesandten Wünsche werden dann von den Unter- Schwurgericht gestellt und von diesem abgeurtheilt werde. Die spruch; Buruf des Stadtv. Jacobi.) Bis jetzt wußte zeichneten auf dem Kongreß vertreten. Verhandlung wurde auf Freitag vertagt. ich noch nicht, daß Sie die Berliner Bürgerschaft sind.( Zuruf M. Kley. A. Kühne. Rudolf Millarg, Berlin S., Annenstr. 16. des Stadtv. Jacobi: Mehr wie Sie!) Im Abgeordnetenhause Alle Arbeiterblätter werden ersucht, von dieser Notiz Kenntniß hat Abg. von Ehnern erklärt, die Potsdamer Brücke zeige, daß Berlin zu geben. gar keine Fähigkeit in künstlerischen Dingen befize.( Große Unruhe.) Achtung, Stockarbeiter! Die Differenzen bei der Firma GeMan muß doch mindestens den Vorschlag des Preisausschreibens brüder No a in Berlin, Dresdenerstr. 38, bestehen fort. Am Ausakzeptiren. In der Berurtheilung des jetzigen Zustandes der Brücke ist stand find 50 Celluloidarbeiter betheiligt. Ferner machen wir bedie Mehrheit der Deputation und der Bürgerschaft einig; die Familien kannt, daß in Malmö( Schweden) die Stockarbeiter im Streit stehen Siemens und Helmholtz sind durch die Verbildlichung, welche die beiden und bitten wir, den Zuzug fernzuhalten. Der Vertrauensmann Männer gefunden haben, nicht erfreut, sondern betrübt. Lebten die beiden der Stockarbeiter. noch, sie hätten jedenfalls das Recht, im Wege der Klage die Entfernung dieser Bildwerke zu verlangen. Der Magistrat lehnt jede Aenderung ab, weil clericus clericum non decimat, weil Herr walde sind in den Streit getreten, nachdem die mit der MeisterDie Steinträger und baugewerblichen Hilfsarbeiter in Ebers London, 2. März.( W. T. B.) Unterhaus. Parlaments- Unters Hobrecht die Brücke gebaut hat.( Unruhe und Zischen.) schaft eingeleitet gewesenen Verhandlungen zu keinem Ergebnisse sekretär Brodrick erklärt, es sei fein formeller Vorschlag für die Stadtv. Först er wünscht, daß die Namen der vier Forscher geführt haben. Die Arbeiter hatten folgende Forderungen gestellt: Theilung der Samoa- Inseln von irgend einer Macht ausgegangen. irgendwie dem Publikum, das die Einzelnen nicht auseinanderzu- Für die baugewerblichen Hilfsarbeiter 30 Bf. Stundenlohn; für Zwischen den drei betheiligten Mächten dauerten die Unterhandlungen halten vermöge, an den Gruppen zur Kenntniß gebracht werden. Steinträger ein Akkordlohn von 1,75 M. pro Tausend Steine mit über die jüngsten Unruhen auf Samoa fort. Stadt. Singer: Sollen etwa die Figuren mit Brustschildern einem Zuschlag von 1 M. für jede Etage. Der Streit ist vorläufig Ront, 2. März.( B. H.) Abends 7 Uhr 20 min. Zu dem versehen werden, worauf der Name steht? Selbstverständlich müssen ein partieller und soll überall da gearbeitet werden, wo die Forde- Befinden des Papstes wird noch gemeldet: Die Temperatur stieg wir uns das Recht der Kritik vorbehalten, aber wir sollen uns rungen seitens der Meister anerkannt werden. feit heute Nachmittag 5 Uhr um 2 Millimeter, und zwar beträgt sie hüten, mit Einzelvorschlägen den Künstlern ins Handwerk zu pfuschen. Der Bürgermeister hat ein Desaveu im Magiftrat er foziale Kommission beschlossen hat, trop der Erklärungen der Körperfunktionen find normal. Der Fanfulla" zufolge soll Professor Zum Krefelder Weber Ausstand wird berichtet, daß die jest 37,7 Grad. Der Puls ist kräftiger; die Ernährung und alle halten, das ist wahr, aber er tragisch nehmen. Die ſittliche Entrüstung des Herrn Lade- Fabrikanten und Arbeiter, beide Parteien auf den 3. März zu Ver- Mazzoni die vollständige Genesung des Papstes verbürgt haben. Madrid, 2. März.( W. T. B.) Infolge der Ergebnisse der wig bliebe beffer für wichtigere Dinge aufgespart. Das handlungen einzuladen. Untersuchung über die Kapitulation von Santiago wird General Urtheil des Herrn v. Ehnern fann mich nicht bestimmen, Der Ausstand der Weber in Erdmannsdorf ist leider Toral heute verhaftet werden. was Berlin auf diesem Gebiete macht, in Grund zu Ungunsten der Ausgesperrten beendet. Es sind aber eine Anzahl Helsingfors, 3. März.( W. T. B.) Der Senator für den und Boden zu verurtheilen. So schlimm, wie die Herren da, die nicht wieder eingestellt wurden, unter denselben auch Familien- Kultus Dr. Baron Jrjökoskinen hat heute seine Entlassung eindem Westen die Brücke machen, ist sie nicht.( Sehr väter. Geldsendungen für diese sind zu richten an H. Kräzig, gereicht. richtig!) Ich bin lein begeisterter Freund der Anlage, aber andeshut i. Schl., Friedrichstr. 4. Tobermory( Insel Mull, Schottland), 2. März.( W. T. B.) der Zorn und Eifer der Kunstkenner sollte sich andere Dinge als die Ein schönes Zeichen von Solidarität gegenüber den neun Der Dampfer der Dominion- Linie ,, Labrador", welcher auf der Potsdamer Brücke aussuchen. Wir haben eine schöne, breite, verurtheilten Bauarbeitern, bezw. deren Familien, bekundeten die Fahrt von Halifax nach Liverpool begriffen war, stieß gestern bei bequeme Passage bekommen, und wenn wir uns über die Oeffnung Dresdener organisirten Maurer. Sie beschlossen in einer öffentlichen dickem Nebel auf die Mckensie- Felsen, vier Meilen vom Sterrymorein der Mitte der Brücke wundern, so haben wir doch das Projekt Versammlung einmüthig und mit Begeisterung, behufs Unterstützung Leuchtthurm. Die Schiffsräume füllten sich alsbald mit Waffer. seinerzeit genehmigt. Weswegen wollen wir unsere Schuld auf an zwei Wochen Extrabeiträge von 50 Pfennig pro Mitglied zu er- Passagiere und Mannschaften retteten sich in die Boote. Ein Boot andere abwälzen? Selbst diese Oeffnung aber genirt garnicht in heben. So handelt die denkende Arbeiterschaft, während das mit Passagieren landete am Leuchtthurm. Alle andern Boote wurden der Weise, daß man sich dieser Brüde schämen müßte. Gegen reaktionäre Gelichter die Unglücklichen mit Schmutz bewirft. von dem Dampfer Bifing" aufgenommen. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th.Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Alles, aus Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt, r. 53. 16. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Reichstag. 146. Sigung, Donnerstag, 2. März 1899, 1 Uhr. Am Bundesrathstische: v. Goßler, Graf v. Pojadowsth. Die zweite Etatsberathung wird beim Etat des Reichsamts des Innern fortgeseßt. Zur Ünterſtüßung für die Herausgabe von Veröffentlichungen auf dem Gebiet des Erziehungs und Schulwesens werden 30 000 m. gefordert. Die Kommission ( Referent Abg. Singer, Soz.) beantragt Annahme der Position. Abg. Frhr. v. Hertling( 3) befürwortet die Bewilligung. Das von deutschem Jdealismus getragene und mit deutscher Gründlichkeit bearbeitete Werk verdiene die Unterstügung des Reichs. M. Abg. Dr. Hieber( natl.) betont, daß für die Weiterführung der überaus wichtigen Arbeiten der Gesellschaft Unterstügung aus Staatsmitteln unbedingt nothwendig fei. Sehr wünschenswerth sei die Einstellung der Summe unter die dauernden Ausgaben und, wenn möglich, spätere Erhöhung der Summe. Abg. Lieber( 3.) erklärt, mit dem Kollegen Dr. Hieber und seinem hochverehrten Freunde Dr. Freiherrn v. Hertling in dieser Frage Hand in Hand zu gehen; doch dürfe die Gesellschaft feinesfalls ihre volle wissenschaftliche Freiheit an die winzige Gabe des Steichszuschusses verkaufen. Redner berlangt ferner, daß alle wissenschaftlichen Werke, die durch das Reich unterstützt werden, auch der Reichstags- Bibliothek überwiesen werden, so auch die Monumenta historica Germania, Abg. Zwick( frf. Bp.) giebt eine Uebersicht über die Thätigkeit der Gesellschaft und wünscht, wie der Vorredner, staatliche Unterstügung ohne bureaukratischen Zwang. Die Forderung wird bewilligt; ebenso als erste Rate die Summe von 25 000 M. als Beihilfe zu den Kosten der Wieder herstellung des ehemaligen furfürstlichen Schlosses zu Mainz und 50 000 M. als Beitrag zu den Kosten des 1899 zu Berlin statt. findenden internationalen geographischen Kongresses. Damit sind die einmaligen Ausgaben erledigt. Dem Antrag des Abg. Prinz zu Schönaich- Carolath, zu den Kosten der Errichtung eines Goethe Denkmals zu Straßburg 50 000 M. einzustellen, beantragt die Kommission anzunehmen. Abg. Graf Roon( t.) spricht aus schwerwiegenden finanzpolitischen Gründen dagegen. Gegen Straßburg spricht der Umstand, daß dort von der dichterischen Begabung Goethe's noch gar nicht die Rede war. Von sozialdemokratischer Seite ist in der Kommission die Bewilligung beantragt worden. Die Sozialdemokraten machen sich das sehr leicht: erst werfen sie das Gewicht ihrer Stimmen in die Wagschale, und dann stimmen ste gegen das ganze Budget. Abg. Graf Limburg- Stirum( t.) stimmt gegen die Annahme des Antrags, da lein Grund vorliegt, für Elsaß- Lothringen Extra- Ausgaben zu machen. Abg. Prinz zu Schönaich- Carolath( Hosp. b. d. Nationallib.): Es handelt sich hier nicht um eine preußische Versammlung, sondern um die Vertretung des deutschen Volkes. Sollte diese feine Veranlassung haben, den Manen des deutschen Dichters eine Huldigung darzubringen? Gerade nach Straßburg gehört ein solches Denkmal hin, damit es verkünde, daß Straßburg nie auf gehört hat, deutsch zu sein. Abg. Frigen( 8tr.): Wenn Straßburg stets deutsch war und blieb, so wird es wohl auch aus eigenen Mitteln das Denkmal errichten fönnen. Wenn wir Straßburg 50 000 m. für das Goether Denkmal bewilligen, fönnte auch Stuttgart mit der Forderung eines Zuschusses zu einem Schiller- Denkmal kommen. Abg. Frhr. von Tiedemann( Rp.) schließt sich den Ausführungen des Prinzen zu Schönaich- Carolath an. Eine Ablehnung aus rein finanzpolitischen Gründen wäre doch sehr fleinlich. Freitag, 3. März 1899. daß die Bestrafungen während der Dienstzeit in steter feit, den der Herr Kriegsminister hier proklamirt.( Widerspruch Abnahme begriffen sind. rechts.) Abg. Baffermann( nat. lib.) bringt die Frage der Erleichterung Der Herr Abg. Lingens hat über die Moralität in Sache ist vor allem für die Handwerker und fleinen Leute von viel verdorbener aus der Kaserne zurückfehren, als sie in dieselbe der Erlangung des Berechtigungsscheins zur Sprache. Diese der Armee gesprochen und dabei behauptet, daß die Militärs hoher Bedeutung. Von der Bestimmung, daß man auf Grund begehen. Der kürzlich verstorbene Herr Hofprediger D. Frommet fonderer gewerblicher Leistungen den Berechtigungsschein erlangen fann, hat in einer Schrift Die Sittlichkeit auf dem Lande" erklärt: ist insgesammt sehr wenig Gebrauch gemacht worden. So fommt es, daß die Unser Heer, das eine Stätte der Bucht sein sollte, wird für jungen Leute die wissenschaftliche Reife zum Einjährigeneramen zu die meisten zu einer Stätte der Unzucht.( hört, hört!) erlangen suchen. Sind sie dann einmal so weit, so ist die Lust zum Es ist bemerkenswerth, daß eine derartige Beschuldigung gegen die Handwerkerstand dahin. Sie suchen dann andere Karrièren auf. Armee von so tonfervativen und religiösen Männern erhoben wird. Diesem Uebelstand kann nur dadurch abgeholfen werden, daß man Ich wundere mich auch sehr darüber, daß der Herr Kriegsminister besondere gewerbliche Fachschulen mit der Berechtigung zum Ein- fich gegen jene Aeußerung des Herrn Lingens nicht sofort verwahrt jährigenzeugniß errichtet. Ich bitte, diese Angelegenheit, die von hat, wie er sich sicher verwahrt haben würde, wenn ich eine derartige großer sozialpolitischer Bedeutung ist, einer wohlwollenden Prüfung Beschuldigung ausgesprochen hätte.( Heiterfeit.) zu unterziehen. Kriegsminister v. Goßler: Allgemeine Bestimmungen für das Reich haben deshalb nicht erlassen werden können, weil die Schulverhältnisse außerordentlich verschieden sind. Die Sache wird aber nicht aus den Augen verloren werden. Soldaten Abg. Bebel( Soz.): D Es hat Ich will nun eine Reihe von Vorgängen zur Sprache bringen, die hier nicht unerwähnt bleiben dürfen. Zunächst einen Punkt, der bereits in der Budgetfommission besprochen worden ist, im meine die Verbreitung des Hazardspieles in der Armee. Man hat da auf den Spielerprozeß in Hannover hingewiesen, der ศู น einer Verurtheilung der Bankhalter geführt hat. mich sehr gewundert, daß bei dieser Gelegenheit nicht auch die viel Den Ausführungen des Herrn Abg. Baffermann gegenüber muß bedenklicheren Zustände in Berlin erwähnt worden find. Die Presse ich zunächst betonen, daß wir die Einrichtung des Einjährig hat berichtet, daß hier ein Klub der Fröhlichen( viele Zurufe: reiwilligen Dienstes so lange entschieden befämpfen Sarmlosen!) richtig, der Harmlosen, das paßt ja auch viel besser, werden, als dieselbe ein Privilegium der befizenden Klassen ist. Heute( Seiterkeit) existirt, in dem professionsmäßig das Hazardspiel aber hängt die Berechtigung zum einjährigen Dienst in der That fultivirt wurde. Es nahmen daran theil besonders Offiziere der nicht etwa von einer bestimmten wissenschaftlichen Befähigung ab. Garderegimenter, ferner auch Referendare, Assessoren und sondern von den Mitteln der Eltern des jungen Mannes. Räthe, Angehörige der Hochfinanz, aristokratische Abgeordnete Die Herren Schmidt und Lingens haben hier Klage geführt über des Reichstages und Landtages.( Hört! hört! Bewegung, Lachen, die Schädigung der Landwirthschaft durch die Schieß- Burufe.) Es wäre doch sehr interessant, festzustellen, ob unter übungen der Soldaten, und der Herr Kriegsminister hat die Beder gesetzgeberischen Körperschaft fich Leute befinden, rechtigung der Klagen zum Theil zugegeben. Da scheint mir doch die die Gesetze übertreten.( Große Bewegung, viele Bu ein Widerspruch vorzuliegen in dem Vorgehen der Militärverwaltung. rufe: Namen nennen!) Auf der linten Seite An anderer Stelle ist dieselbe doch der Landwirthschaft gegenüber des Hauses sind diese Herren schwerlich zu suchen.( Große Erregung, stets aufs bereitwilligste entgegengekommen, wenn es sich nämlich darum besonders beim Abg. v. Kardorff.) Sie brauchen sich gar nicht handelte, Soldaten zur Aushilfe bei Ernte Arbeiten so sehr zu entrüsten, Herr v. Kardorff, ich nehme gar nicht an, daß zur Verfügung zu stellen. Jm vorigen Jahre ist eine direkte Sie mit dabei waren.( Heiterkeit.) Die Namen der Verhafteter Verfügung seitens des Oberkommandos ergangen, den Wünschen der Land zeigen aber, welchen Gesellschaftstreifen sie angehören. Die Herren wirthschaft nach dieser Richtung möglichst nachzugeben. Diese Be- Offiziere sollen namentlich am Sonnabend in großen Schaaren nach Berlin urlaubung der Soldaten beweist übrigens wieder, daß die zweijährige gekommen sein, um den dienstfreien Sonntag zum Spielen zu bes Dienstzeit zur Ausbildung der Soldaten vollauf genügt, wenn sie mußen. Das ist auch eine besondere Art der Sonntagswährend derselben noch so viel Zeit zu nichtmilitärischen Arbeiten feier.( Sehr gut! links.) Was besonders seltsam an der Sache ist: haben. Wir sind aber gegen jede außerdienstliche Beschäftigung der es soll sich um Vorgänge handeln, die sich Jahre lang zugetragen ausgenommen bei plöglichen Unglücksfällen, wie Zug- haben. Wie war es nun möglich, daß das Berliner Polizeipräsidium, entgleisungen und dergl. weil dadurch nothwendigerweise den freien das doch sonst seine Nase in Allem hat( Heiterfeit), hiervon teine, Arbeitern eine schwere Konkurrenz erwächst. Ich habe aber hier eine Kenntniß genommen hat? Es ist auch faum glaublich, daß man ganze Liste von Vorkommnissen in neuerer Zeit, aus denen hervorgeht, daß so lange Zeit hindurch im Kriegsministerium feine zahlreiche Mannschaften für allerhand außermilitärische Dienst- Ahnung gehabt haben soll.( Hört! hört! Zurufe.) Der Herr leistungen benutzt sind. So wurden im vorigen Frühjahr zirka Kriegsminister hat konstatirt, daß heute allgemein das Spiel in der zwei Monate lang täglich 15 bis 20 Mann vom 7. Feld- Artillerie- Armee abgenommen hat. Ein alter Offizier hat das gerade Gegentheil Regiment in Wesel mit der Anlage eines Lawn- Tennis- Plages für behauptet, er hat gesagt, daß das böse Hazardspiel nie so verbreitet war wie Offiziersdamen beschäftigt.( hört, hört! links.) Das hat doch mit jeßt. Da fann man es verstehen, daß außerhalb des Hauses gewisse der militärischen Ausbildung nicht das geringste zu thun! Wie ist es agrarische Kreise über die Nothlage der Landwirthschaft janmern, denn, wenn ein Soldat bei solchen außerdienstlichen Arbeiten invalide wenn ihre Herren Söhne so dem Spiel fröhnen.( Heiterkeit.) wird, wer hat dann für die Kosten der Invalidität aufzukommen? Nun noch etwas anderes: Sie kennen alle den Fall des Premiers Aus Halberstadt ist mitgetheilt worden, daß für städtische Erdarbeiten lieutenants v. Brüsewitz. Die Sache ist ja seiner Zeit am 16. und eine ganze Anzahl von Infanteriesoldaten abfommandirt wurden. 19. November 1896 hier im Reichstage behandelt worden. Sie wiffen, Die Gewerkschaften Halberstadts haben sich darauf beschwerde- daß Herr v. Brüsewiß zu 4 Jahren Gefängniß verurtheilt worden ist. führend an den Herrn Kriegsminister gewandt und ausdrücklich Mußte das außerordentlich geringe Strafmaß, wenn man bedenkt, darauf hingewiesen, daß es feineswegs an arbeitslosen Leuten daß es sich um einen vollendeten Todtschlag handelte, schon wunder in Halberstadt fehlt. Ein großer Theil derselben könnte bei den nehmen, so mußte es vollends schwer begreiflich erscheinen, daß der Erdarbeiten Verwendung finden, statt dessen aber werden Soldaten Herr nicht einmal die Hälfte seiner Strafe wirklich außerdienstlich beschäftigt! Ich hoffe, daß der Herr Kriegsminister verbüßt hat. Er ist unlängst begnadigt worden. Für eine folche baldigst eine generelle Verordnung erlassen wird, in welchen Fällen Begnadigung trägt meines Erachtens auch der Kriegsminister eine gewisse Mannschaften abfommandirt werden dürfen. Verantwortung, weil er doch in dieser Sache an allerhöchster Stelle Herr Lingens hat dann auf die Zunahme der vorbestraften Referent ist. Die Entlassung des Herrn von Brüsewviz hat auch Refruten hingewiesen und daraus auf den Mangel an religiösem außergewöhnliches Aufsehen erregt. Man hat diesen Vorgang mit Sinn im Volle geschlossen. Ich meine aber, diese gewiß außer anderen verglichen, die wir erst fürzlich hier in ausführlicher Weise ordentlich bedauerliche Erscheinung hat mit der Religion nicht das behandelt haben. Angesichts dieses Begnadigungsfalles entsteht geringste zu thun, sie erklärt sich sehr einfach und natürlich aus den allerdings die Befürchtung, daß etwas ganz Aehnliches pafsiren wird fozialen Berhältnissen, unter denen diese jungen Leute zum großen in einem Fall, der kurze Zeit nach jener Begnadigung paffirt ist Theil aufwachsen. Ein Fonds von guten Grundsäßen könnte ihnen und man fann annehmen, daß diese Affäre möglicherweise ebenso doch nur in der Familie oder in der Schule beigebracht werden. verlaufen wird. Ich meine den Fall des Rittmeisters Graf Mit der Erziehung in der Familie ist es aber heute für von Stolberg- Wernigerode, der den Sergeanten Steinhard erMillionen junger Leute sehr schlecht bestellt, weil ihre Eltern ge- stochen hat, weil dieser sich gegen Beschimpfungen und gegen eine zwungen sind, tagsüber in der Fabrik zu arbeiten, und fich thätliche Beleidigung gewehrt hat. Es mag ja eine Verlegung baber nicht um ihre Kinder fümmern können. Aus den Berichten der Subordination vorgelegen haben, die der Rittmeister hätte der Fabrikinspektoren ist zu ersehen, daß im Jahre 1895 6 Millionen streng ahnden können. Um so schwerer aber mußte die weiblicher Arbeiter in Landwirthschaft und Industrie thätig waren, Handlungsweise des Rittmeisters beurtheilt werden. Es liegt und von diesen können wir mindestens 1 Million als verheirathet hier ein Todtschlag unter ganz erschwerenden Umständen vor, annehmen. Al diese Mütter find gezwungen, ihre kleinen Kinder und in der Presse ist die That ein Aft brutaler Gewalt von früh bis spät sich selbst zu überlassen und können ihnen keine thätigkeit genannt worden. Es kommt hinzu, daß der Rittmeister, Erziehung zu theil werden lassen. Und nun gar die Schule! Nach weil er seinen Burschen erstochen hat, schon früher einmal Jahre unserer Anschauung ist ein großer Theil der Schulen vor allem auf lang vom aktiven Dienst fern gehalten worden ist. Für die leyte 47. Sigung. Donnerstag, 2. März 1899, 3 1hr 30 min. dem Lande geradezu erbärmlich.( Sehr richtig! links.) Vormittags That ist er zu 3 Jahren 4 Monaten Festungshaft verurtheilt, also gehen die Kinder ein paar Stunden zum Unterricht und arbeiten die mit dem denkbar mildesten Strafmaß belegt worden.§ 123 Abjat 3, Gingegangen ist der Gesezentwurf betr. die Errichtung eines brige Zeit des Tages auf dem Acker. Da kommen dann solche der von der Körperverlegung mit tödtlichem Ausgang handelt, sieht besonderen Senats beim obersten Reichs- Militär- Erziehungsresultate heraus, wie sie sich in der Zunahme der vor eine Zuchthausstrafe nicht unter 3 Jahren vor, und mur, wenn gericht für das bayerische Heer. bestraften Refruten äußern. Aendern Sie die sozialen Verhältnisse, mildernde Umstände vorhanden find, tritt Gefängnißstrafe nicht Die zweite Berathung des Militäretats beginnt beim Titel legen Sie ernsthaft Hand an eine grundlegende Erziehung der Be- unter einem Jahre ein. Man hat also den Fall hier nicht für Kriegsminister. völkerung, so werden Sie andere Resultate erzielen, wie die gegen schwer angesehen. Der mit Festungshaft Bestrafte hat ja sehr viet Abg. Schmidt- Elberfeld( frf. Vp.): wärtigen.( Bravo! bei den Sozialdemokraten.) Bei den Scharfschießübungen in Hessen haben im vergangenen gesagt, wir glauben selbst nicht daran, daß sie je erreicht werden Herr Lingens hat ferner von unseren Zielen gesprochen und freie Bewegung, und der Rittmeister soll auch schon oft in der Stadt gesehen sein. In anderen Fällen haben die Militärgerichte sehr harte Urtheile hat auf die Landleute nicht die mindeste Rücksicht genommen. Auf werden. Eine solche Verdächtigung muß ich entschieden zurück- gefällt. So sind im Oktober vom Militärgericht zu Würzburg zwei eine Eingabe der Landleute wurde vom Großherzog verfügt, daß weisen... Soldaten zu 7 und 8 Jahren Zuchthaus verurtheilt worden wegen statt der angeordneten zwölftägigen nur eine neuntägige Absperrrung Vizepräsident v. Frege( unterbrechend): eines Zusammenstoßes, den sie mit radfahrenden Offizieren in 8ivit stattfand, ein Beweis, daß die Kommandeure über die nothwendige Der Ausdruck Verdächtigung, auf Mitglieder des Hauses an hatten, wobei es aber nur zu geringen Thätlichkeiten gekommen ist. Beit hinausgegangen waren. Der landwirthschaftliche Schaden einer gewendet, ist nicht zulässig. Ich rufe den Herrn Abg. Bebel deshalb Diese Widersprüche in der militärischen Rechtspflege sind doch geradezu folchen Absperrung läßt sich gar nicht ermessen. Eine verzögerte zur Ordnung. himmelschreiend. Hier handelt es sich um gemeine Soldaten von Ernte kann die schlimmsten Folgen haben. Wenigstens sollten die geringem Bildungsgrade, dort um einen Angehörigen des höchsten Erntemonate Juli und August von solchen Absperrungen verschont Adels. bleiben. Kriegsminister v. Gokler: Abg. Kropatscheck( f.): Weder Elsaß Lothringen noch das Romitee zur Errichtung des Denkmals hat an den Reichstag irgend eine Forderung gerichtet.( hört! hört!) Sie ist lediglich dem begeisterten Gemüth des Herrn Prinzen zu Schönaich- Carolath ent fprungen. Ich glaube, Elsaß- Lothringen ist nicht so arm, daß das Reich ihm hier beispringen müßte. Abg. Brinz zu Schönaich- Carolath( Hosp. b. d. Nationallib.) erwidert, daß er vom Komitee des Goethe Denkmals aufgefordert worden sei, diesen Wunsch hier vorzubringen. Abg. Friken( 8.) erklärt, Straßburg habe schon genug Erinnerungen an Goethe, sogar eine Goethestraße.( Heiterkeit.) Bei der darauf folgenden Abstimmung, bei der die Sozialdemokraten für die Bewilligung stimmen, bleibt das Präsidium über das Resultat der Abstimmung im Zweifel. Es findet daher eine Auszählung( ammelsprung) statt. Dieselbe ergiebt 91 Stimmen für, 84 gegen die Bewilligung( dagegen stimmt der größere Theil der Konservativen, fast das ganze Zentrum inkl. Präsident Graf Ballestrem und ein Nationalliberaler). Das Haus ist somit nicht beschlußfähig. Der Präsident beraumt eine neue Sigung auf 81 Uhr an.( Tagesordnung: Mititäretat.) Schluß 3 Uhr. Die Klagen aus der Umgebung von Mainz sind im Minifterium erörtert worden. Der Uebelstand liegt darin, daß das XI. Armeetorps feinen Schießplatz hat. Wir werden bestrebt sein, den Mißständen dort ein Ende zu machen. Abg. Bebel( fortfahrend): Ich wüßte wirklich nicht, wie ich eine derartige Behauptung anders bezeichnen sollte. Was kann es denn überhaupt für eine härtere Beschuldigung einer fänipfenden Partei geben, als die Ertlärung, fie glaube selbst nicht an die Verwirklichung ihrer Ziele? ( Sehr richtig! lints.) Noch ein anderer Fall interessirt hier. Nicht weniger als 16 Jahre Zuchthaus, und zwar 6 Jahre Zuchthaus, 5 Jahre 6 Monate und 5 Jahr 1 Monat haben drei Reservisten in Darmstadt bekommen, weil sie bei der Rückkehr von der Kontroll- Versammlung Sergeanten, von denen fie Zurechtweisungen erhielten, krakehlt haben. Die allerband Possen getrieben und mit einem Leutnant und einem Leute waren betrunken. Das Urtheil ist ganz horrend, und im Volk hat man kein Verständniß dafür. Aber die Militärgerichte können auch milde urtheilen. Ein Sergeant Bleß ist, obwohl er wegen Mißhandlungen schon zweimal bestraft, sogar vom Militär ausgestoßen worden und erst später wieder in Gnaden angenommen ein Lingens erklärt: es bestehe in der Armee für alle Religionen gleiches Der Herr Kriegsminister hat auf eine Beschwerde des Abg. Recht. Die Verkündigung eines derartigen Grundsayes hat mich sehr Abg. Lingens( 3.): Als der greise Kaiser nach dem ruchlofen gefreut. Ich weiß leider, daß nach diesem Grundsaß viel zu wenig geAttentat im Jahre 1878 auf seinem Schmerzenslager gebettet lag, handelt wird. Wir treten feiner religiösen Ueberzeugung zu nahe. Wir erda rang sich aus seiner gequälten Brust das große Wort: Dem achten es als selbstverständlich, daß den Leuten das Recht der Andacht unBolte muß die Religion erhalten bleiben! Auch für die Armee ist verkürzt eingeräumt wird. Aber auch nicht mehr. Einen Zwang dieje Forderung von größter Bedeutung. Ich erhebe daher die zur Andacht können wir nicht billigen. Ich denke an meine eigene worden ist, wegen 4 Verbrechen und 8 Vergehen zu 6 Monaten dringende Bitte, für vermehrte Seelsorge in der Armee Sorge Lehrzeit, wie ich da oft durch meinen Meister gezwungen Gefängniß( Hört, hört! links) verurtheilt worden. Es wurde zu tragen und vor allem zu verhindern, daß die Soldaten durch wurde, am Sonntag Vormittag die Kirche zu besuchen. Ich festgestellt, daß von der nur ganzen Korporalschaft Dienststunden verhindert werden, am Gottesdienst theilzunehmen. habe diesen Zwang stets schwer empfunden.( Lachen rechts.) Einziger ungeprügelt davon gekommen ist, daß Pleß Kriegsminister v. Goßler: Der katholische Armeebischof hat Ich halte es daher für unbedingt unberechtigt, daß man zu einem anderen Soldaten gefagt hat, er sei nicht bisher keine Klage über die Vernachlässigung der Religiosität in der die Soldaten Heerdenweise in die Kirche führt. Das werth, daß man ihm ins Gesicht spucke, daß er ihm aber gleich darauf Armee geführt. Daß die katholischen Mannschaften im Verhältniß müßte man gerade auch vom überzeugt religiösen Standpunkt thatsächlich ins Gesicht gespuckt habe. Diese namenlose Gemeinheit zu den evangelischen nicht benachtheiligt sind, geht daraus hervor, aus mit Entschiedenheit zurückweisen. In die Armee werden Leute und Rohheit wird also so wenig streng bestraft. daß die Kosten für die katholischen Geistlichen höhere sind als die aller Glaubensgemeinschaften aufgenommen. Da wird nach dem Auch ein zweiter Fall fiel mir durch das gelinde Strafiaß auf. für die evangelischen. Für die Pflege des religiösen Sinnes in der religiösen Bekenntniß so wenig gefragt, wie nach der politischen Ein Sergeant Kömte von den Wansbecker Husaren erhielt wegen Armee geschieht sehr viel: es sind z. B. Abendandachten in den lleberzeugung. Dann darf aber auch in der Armee selber eine Unter- Nothzucht eines Mädchens und Mikhandlung mit blanker Waffe Kajernen eingerichtet worden. Der Kirchenbesuch wird den Soldaten scheidung nicht gemacht werden. Ich will da einen Fall anführen. In 2 Jahre Gefängniß. auf Wunsch nie verwehrt. Nur ist auch gerade feitens der fatho- Spandau besteht bekanntlich eine Bewegung zum Austritt aus der Daß gemeine Schimpfworte nicht nur von Unteroffizieren gelischen Geistlichen geklagt worden, daß diejenigen Soldaten, die ohne Landeskirche. Es erging da nun von Seiten des Kriegsministeriums braucht werden, beweist folgender Fall, bei dem sich ein Hauptmann Führung in die Kirche famen, nicht gerade zur Erbauung der Kirchen- eine Anfrage an die Direktion der Spandauer Militärwerfstätte, ob auch schwer vergangen hat: Dieser Hauptmann hatte in Schlesien eine besucher beitrugen.( Heiterkeit.) Arbeiter derselben dabei wären. Wenn das der Fall wäre, so sollten Landwehrkompagnie zu befehligen und titulirte die Landwehrleute Wenn der Herr Borrebner auf die große Zahl der vorbestraften fie fofort entlassen werden.( hört! hört! links.) Das ist doch eine mit Lumpengesindel, Bauerupad" und anderen nicht wiederRekruten hinwies, so steht dem die erfreuliche Thatsache gegenüber, einfache Verlegung jenes Grundsatzes der Gleichheit und Gerechtig- zugebenden Schimpfworten. Wenn er noch einmal eine zutreten. Der Mann wußte nicht weshalb, er fragte nach dem Grund, erhielt aber keine Antwort, und so blieb ihm nichts anderes übrig, als die Strafe anzutreten. Seine Frau wandte sich an das Kriegsministerium und erhielt von dem Generalkommando des 17. Armee korps den Bescheid, daß ihr Gatte wegen Uebertretung des Korpsbefehls vom 22./23. Februar 1894, wonach jede Bethätigung sozialdemokratischer Gesinnung verboten ist, zu 14 Tagen Haft verurtheilt sei. Er habe sich in Uniform vor Gericht als Sozialdemokrat bekannt.( hört! hört! bei den Sozialdemokraten. Abg. Stadthagen: Direkte Verleitung zum Meineid! Glode des Präsidenten.) Präsident Graf Ballestrem: • Parlamentarisches. einer am die Landwehrkompagnie führen müßte, würde er lieber den Ab- verurtheilt worden ist. Deshalb ist die Schlußfolgerung des Ab- Kaffeetransport. Im Ganzen fommen 387 Doppelzentner oftafrifa schied nehmen, sagte er. Hauptmann hat sich also solche geordneten Bebel unrichtig, daß er, bevor er noch die Hälfte der nischer Kaffee jährlich in den Handelsverkehr. Er möchte um eine Aeußerungen zu enten erlaubt, die im Felde berufen find, Strafe verbüßt hatte, entlassen worden ist. Er hat beinahe 2 Jahre besondere Dentschrift über den Kaffeebau in Ostafrika bitten. Abg. dem Vaterlande höchst wichtige Dienste zu leisten. Es ist gemein in der Gefangenenanstalt in Freiburg zugebracht. Der Fall Graf Arnim( Rp.) hält es für sicher, daß der ostafrikanische Kaffeeund skandalös, daß ein Offizier sich so herabwürdigt. Der„ Mieder- ist in Militärkreisen sehr hart beurtheilt worden, während bau eine große Zukunft hat. Abg. Bebel ist sehr mißtrauisch gegenschlesische Anzeiger", ein Hamburger und ein Breslauer Blatt andere Kreise, die den ehemaligen Offizier Brüseivik gekannt über den ausgesprochenen Erwartungen. Wäre in Ostafrita etwas brachten den Vorfall zur Sprache. Sie wurden wegen Beleidigung haben, wesentlich milder urtheilen. Von ihm ist ein Be zu verdienen, so würden sich Kapitalisten für die Unterangeklagt. Die Sache schwebte ein halbes Jahr, bis sie vor wenigen gnadigungsgesuch ausgegangen. Die Gründe darin waren nehmungen finden. Direktor v. Buchka hofft, daß sich in Tagen den Bescheid erhielten, daß das Verfahren niedergeschlagen folgende: Brüsewitz hat sich während der Strafzeit musterhaft ge- furzer Zeit auch das Privatkapital an den Bahnbauten in den ist. Daraus folgt, daß die Sache wahr ist. Ich frage nun den führt, er hat alle Arbeiten zur vollen Zufriedenheit erledigt. An die Kolonien betheiligen werde. Abg. Frese( frs. Vg.) meint, man könne Herrn Kriegsminister: was ist mit dem Hauptmann geschehen? Verwandten des Verletzten ist eine namhafte Entschädigungssumme die Bahn billiger erwerben. Die Rentabilitätsberechnung der Bahn Denn ich nehme an, daß der Fall untersucht und der Hauptmann gezahlt worden. Brüsewig Gesundheit hat im Gefängniß gelitten. fei nicht zutreffend. Beim Kaffeebau sei auch zu berücksichtigen, daß für seine Handlungsweise streng bestraft worden ist. Wenn der Kaiser also von seinem Begnadigungsrecht Gebrauch ge zur Zeit infolge Ueberproduktion in Brasilien eine ungünstige In Mülheim im Elsaß ist ein Mannheimer Rekrut von seinen macht hat, so geschah es auf Grund dieses Gesuches. Ich will nur Konjunktur sei. Nach weiterer Aussprache beantragt Abg. v. HertKameraden mit mi bhandlungen während der Nacht bedroht betonen, kein Herrscher ist mir bekannt, der von ling( 3.) statt der geforderten 2 Millionen nur 1750 000 7. worden. Er hat sich mit einem langen Schustermesser bewaffnet und diesem Recht in fo gütiger Weise Gebrauch macht. zu bewilligen. Diefer Antrag wird mit großer Mehrheit an als gegen 10 Uhr die Leute an sein Bett traten, um ihn zu prügeln, Herr Bebel ist nun noch auf mehrere andere Fälle eingegangen. genommen. Der Reservefonds zu unvorhergesehenen Ausgaben den Stubenältesten erstochen. Ich erwähne diesen Fall mur, um zu Er hat sie mir in einem Briefe, den ich heute früh empfing, mit 13 154 M., wird genehmigt. Damit ist der Etat für Ostafrika zeigen, daß solche Prügeleien der jungen Leute durch die älteren Mann- getheilt. Ich bin ihm dankbar dafür, aber um das Material für alle erledigt. Es folgt der Etat für Kamerun( 1713 400 M.). schaften gar nicht selten sind sehr richtig! links). Es handelt sich Fälle zu beschaffen, war die Zeit zu kurz. Was zunächst den Fall Abg. Dr. Haffe( natl.) berührt die Frage des Landerwerbs. hier um eine Art Lynchjustiz in der Kaserne und das ist auch den des Nittmeisters Grafen Stolberg anlangt, so ist die Charakteristik Direktor v. Buchka: Von einer Abtretung von Theilen des SchutzHöchstkommandierenden nicht unbekannt. Ich verweise auf die Rede, des Herrn, die Herr Bebel hier gegeben hat, den Thatsachen in keiner gebietes fönne feine Rede sein. Die Reservationen für die Eindie der frühere Kriegsministers Bronsart von Schellendorf am Weise entsprechend. In seinen Personalakten steht, daß Graf Stol geborenen werden in angemessener und ausreichender Weise be24. Februar 1896 hier gehalten hat. Er sprach davon wie von einer berg von äußerst lebhaftem Temperament ist, aber ein vortrefflicher stimmt. Dasselbe gelte für die Missionen. Das Großkapital fange ganz selbstverständlichen Sache, gegen die gar nichts einzuwenden fei. Offizier, unermüdlich im Dienst, streng gegen sich und feine Unter- an, in die Kolonie hineinzugehen. Daß in Südkamerum eine deutsche O, es ist sehr viel dagegen einzuwenden. Die Mannschaften haben gebenen. Herr Bebel hat ihn beschuldigt, seinen Burschen erstochen Gesellschaft gegründet ist, sei nur mit Freuden zu begrüßen. Die gar fein Recht zu solchen Mißhandlungen, die unter stillschweigender zu haben. Wie diese Legende sich noch fortgesetzt weiter verbreiten Verhandlungen werden Freitag fortgeſežt. Billigung der Vorgesezten geschehen.( Sehr richtig!) fann, ist mir unerfindlich. Es ist gar keine Rede davon. Das Immer noch ist die Zahl der Selbstmorde in der Armee sehr einzige Vorkommiß, was aus dem Vorleben des Grafen bedenklich. Ich will nur daran erinnern, daß im Mai vorigen Stolberg hier interessirt, verhält sich so: Graf Stolberg Jahres in der Garnison Potsdam nicht weniger als 5 Selbstmorde war Rittmeister in einem Husaren- Regiment, zu dem ein RegimentsDer Bundesrath überwies in seiner Sizung vorgekommen sind. schuster versetzt war, der Dienst thun sollte. Dieser Mann widersetzte Ich komme nun zu einem eigenthümlichen Fall, der sich in sich fortgesetzt den Anordnungen, war 3. B. nur mit Gewalt in die Donnerstag den Entwurf eines Gesetzes für Elsaß- Lothringen wegen Elbing zugetragen hat. Einer unferer Parteigenoffen war zur Reitbahn zu bringen, um vor dem Herrn Rittmeister zu erscheinen. Ausführung des Reichsgesetzes über Angelegenheiten der freiwilligen Reserve eingezogen und wurde in einer Sache als Zeuge vor das Nur um einen thätlichen Angriff, der unmittelbar bevorstand, zurück- Gerichtsbarkeit und die Vorlage, betreffend das Verbot des TerminSchöffengericht in Marienburg vorgeladen. ihn, ob er Sozialdemokrat sei. Meines Erachtens hat er überhaupt links.) Graf Stolberg ist aus formellen Gründen mit 8 Tagen antrag zu dem Entwurf eines Gesetzes betreffend die Abänderung tein Recht, nach der politischen Ueberzeugung des Zeugen zu fragen. Arrest bestraft worden. Was nun den Vorfall beim 15. Manen- der Gewerbe- Ordnung und dem Ausschußbericht über die Vorlage Der Soldat antwortete: in Zivil ja" Die Elbinger Militärbehörde Regiment anlangt, so war thatsächlich durch die Schuld des betreffend die Einfügung eines Spezialtarifs für bestimmte Eilgüter und am 14. Oftober erhielt er den Befehl, cine 14tägige Arreststrafe an- Rittmeister stand nun vor der Frage, was mit den hungrigen ertheilt. erfundigte sich dann bei ihm, ob ihm die Korpsbefehle bekannt feien, Sergeanten Scheinhardt das Essen, verdorben worden und der in das deutsche Eisenbahn- Gütertarifschema wurde die Zustimmung Soldaten werden sollte. Scheinhardt war inzwischen nach dem Die Petitionskommission des Reichstags besprach am Mittwoch nächsten Dorfe geschickt worden, um Wasser für die Schwadron zwei Petitionen des Inmungsverbandes deutscher Baugewerksmeister. und ein Faß Bier auf des Hauptmanns Kosten für die Die eine verlangt Regelung der Rechtsverhältnisse Mannschaft zu holen. Als Graf Stolberg merkte, daß das Essen der Grundstücks- und Hypothekenmakler und verdorben war, schickte er sofort den Wachtmeister nach Viktualien wünscht u. A. Errichtung von Grundstücksmakler- Kammern nach dem und war sehr aufgeregt. Auf die Bemerkung eines Offiziers, der Vorbild der Anwalts- und Aerztekammern. Der hinzugezogene ihm Essen anbot, antwortete er:„ Wie können Sie mir zumuthen, Regierungskommissar erklärte, es bestehe bei den verbündeten Redaß ich einen Bissen esse, ehe meine Schwadron satt ist?" wie es von Als der gierungen nicht die Absicht, so vorzugehen, Sergeant endlich mit dem Wasser ohne Bier zurückkehrte, hat ihn den Petenten gewünscht werde. Die Petition wurde dem allerdings Graf Stolberg aufs Heftigste angefahren. Der Sergeant Herrn Reichskanzler als Material überwiesen. Dasselbe ges stellte sich ihm aber trozig gegenüber und begleitete fast jeden Satz mit schah mit weiteren Petition dieses Verbandes, einem Gesichtsausdruck und den Worten: Zu Befehl, Herr Graf! Den die Versicherung gegen Arbeitslosigkeit verlangt; Ich ersuche die Herren, keine Zwischenrufe zu machen. Rittmeister packte die Wuth, und da es das Unglück wollte, daß er eine jedoch will der Verband die ganzen Lasten den Arbeitern aufgehalft Abg. Bebel( fortfahrend): Weile später noch einmal im Bivouat mit dem Sergeanten zusammen- wiffen. Der Regierungskommissar erklärte, daß die ArbeitslosenWas sollte der Soldat thun? Er hat seine Antwort vor Gericht so gerieth und dieser von Neuem troßige Antworten gab, so zog er, Versicherung eine Frage sei, welche die Regierung schon seit Langem um endlich der Szene ein Ende zu machen, den Säbel grundsätzlich beschäftige. Bei den großen Lasten aber, die sich die abgeschwächt wie möglich gegeben. Hätte er die Antwort verweigert, und versetzte dem Sergeanten einen leichten Hieb nach dem bürgerliche Gesellschaft durch eine solche Versicherung event. auflade so hätte das Gericht Zwangsmittel gegen ihn angewendet. Würde er Kopf. Mit besonderer Kraftanstrengung ist der Hieb nicht und der Schwierigkeit der Materie überhaupt, feien noch keinerlei die Wahrheit nicht gesagt haben, so hätte er einen Meineid begehen geführt worden, es ist nur eine ganz minimale Stich- Abschlüsse erreicht worden. Die Petition wurde daher ebenfalls als müssen und wäre mit Zuchthaus bestraft worden, und nun bitte ich wunde, dagegen eine größere Quetschwunde konstatirt worden. Schein- Material überwiesen. Ein Fall, der Rentenansprüche betraf, Ste in aller Welt, wie kann ein Mann, der vor Gericht die Wahrheit hardt ist zweifellos an einer Gehirnerschütterung infolge des Säbel- wurde von dem Abgeordneten Schwarz( Soz.) behandelt. gejagt hat, deshalb mit 14 Tagen Haft bestraft werden?( Sehr hiebes verstorben, aber die ärztlichen Gutachten jagten, daß hier ein Eine Petition, welche die Abänderung der Unfallversicherungs- Geſetze wahr! links.) Das ist einfach unglaublich, daß so etwas vorkommen sehr seltener und besonders unglücklicher Fall vorliegt. Ich glaube, betrifft, verlangt die Ausdehnung der Unfallversicherung kann, und ich möchte den Herrn Kriegsminister dringend bitten, mir die Milderungsgründe für den Rittmeister ergeben sich ganz von auf die Seefischer. Die Regierung ließ durch den zugezogenen zu sagen, ob die Vorgänge fich wirklich so zugetragen haben. Ich selbst. Seine That läßt sich erklären, entschuldigen läßt sie sich Regierungskommissar erklären, daß die Angelegenheit bereits von halte es einfach für unglaublich, daß solche Dinge passiren. der Regierung erwogen worden sei. Die Petition wurde ebenfalls Zum Schluß will ich noch einen Fall berühren. Anfang Mai Ueber den Fall in Würzburg bin ich außer Stande, Mittheilungen der Regierung als Material überwiesen. borigen Jahres hat in Burgstädt i. S. bei einer Kontroll zu machen. Der Sergeant Kömte ist zu 2 Jahren Gefängniß verversammlung der Major eine Rede gehalten, in der es hieß urtheilt und mit Degradation bestraft worden. Was den schlesischen Die Gewerbegerichts- Kommission des Reichstages bes Wer den sozialdemokratischen Verführern Gehör schenkt, ist ein ehr Hauptmann anlangt, so ist der Vorfall in einem Dugend Blätter schäftigte sich am Donnerstag ausschließlich mit einem Antrage des loser Soldat, weil er dadurch den Eid bricht, den er seinem König besprochen worden. Es ist eine kriegsgerichtliche Untersuchung ein- Abg. Trimborn( 3.), welcher dem Gesetz als§ 62a neu hinzugefügt geschworen hat.( hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Zum Schluß forderte der Major die Leute auf, den sächsischen Militär- geleitet und der Hauptmann ist wegen Beleidigung von Ünter- werden soll. Er betrifft die Anrufung des Gewerbegerichts als vereinen beizutreten. Das ist offene politische Agitation! Sem Falle des Musketier Rupp hat Herr Bebel den Thatbestand gebenen zu mehrmonatiger Festungshaft verurtheilt worden. In Einigungsamt und hat folgenden Wortlaut: Erfolgt die Anrufung nur von Seiten einer Partei, so hat ( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Dabei mußte richtig dargestellt. Es sind von der Behörde Anordnungen getroffen, der Vorsitzende hiervon einer oder mehreren der ihm als Verder Major wissen, daß sich unter den Leuten eine trauensmänner der anderen Partei bekannten Personen Kenntniß daß sich solche Vorgänge nicht wiederholen. Die Selbstmorde haben große Anzahl Sozialdemokraten befand, es in diesem sich im legten Jahre gegen das Jahr 1897 um 37 verringert. Herr zu geben und zugleich nach Möglichkeit dahin zu wirken, daß auch dichtbevölkerten Juduſtriebezirke Sachsens selbstverständlich ist. Bebel mag daraus sehen, daß sich die Verhältnisse gebessert die andere Partei sich zur Aurufung des Einigungsamtes bereit Die fächsische Heeresverwaltung weiß ganz genau, daß die findet. habent. Schließlich will ich noch auf den Fall des SozialMehrheit der fächsischen Truppen aus Sozialdemokraten bedemokraten Wiese eingehen, der als Beuge vor dent steht.( Große Unruhe rechts.) Sie hat aber keinen Grund sich zu Landgericht Marienburg vernommen worden ist. Der Fall wäre gar beschweren. Die Leute thun ihre Schuldigkeit, sie wissen, daß sie nicht zur Kenntniß der Militärbehörde gekommen, wenn nicht die fich, so lange fie unter der Waffe stehen, jeder politischen Agitation Königsberger Vollstribine", ein sozialdemokratisches Blatt, ihn herzu enthalten haben. Der Soldat kann Anarchist, kann Sozial- vorgehoben und den Soldaten Wiese in ihrem Sinne ausgenutzt Semotrat sein, das geht die Militärbehörde gar hätte. In dem Blatte heißt es: Benge Wiese wurde vor seiner nichts an, so lange er nicht im Dienste Agitation Bernehmung vom Vorsitzenden gefragt: Sind Sie Sozialdemokrat, treibt.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Die Armee soll und er sagte:" In Zivil, ja." Vor der Militärbehörde hat Wiese keine Politik treiben, hat der Kriegsminister hier erklärt. Das die Wahrheit dieses Thatbestandes zugegeben und deshalb 14 Tage Wort soll aber für Alle gelten. Und wenn ein Offizier, wie dieser Arrest erhalten.( Hört, hört! lints!) Meiner Meinung nach mit vollem Rach längerer Debatte, in der sich besonders die konservativen Major, sein Amt und seine Würde mißbraucht, um Agitation zu Recht.( Ruf links: Er sollte wohl meineidig werden?) Mitglieder der Kommission, sowie auch der Abg. Müller- Schaumtreiben, so kann das nicht scharf genug verurtheilt werden. Es wird Durch Befehl war ihm jede Bethätigung sozialdemokratischer Ge- burg( frei.) gegen die in Abſaz 3 dieſes Paragraphen feſtgeſetzte geradezu versucht, die entlassenen Soldaten in die Kriegervereine sinnung Dritten gegenüber untersagt, und er fannte diesen Befehl. Strafandrohung ausgesprochen, die Abg. Zubeil( Soz.), Trimborn hineinzupeitschen. Wir wollen die Politik aus der Armee für alle und Sitze( 3.) und Zurz( 3.) dieselbe aber befürwortet hatten, wurden Da die Frage des Vorsitzenden vor der eidlichen Vernehmung er Richtungen entfernt ſehen und fordern gleiches Rechte für Alle! folgte, so hätte er ruhig die Antwort geven können: es ist mir ver- Abs. 1 u. 2 einstimmig, Abs. 3 mit 8 gegen 5 Stimmen angenommen. boten, darüber auszusagen, und der Vorsitzende hätte ihm sicherlich Damit ist die erste Lesung der gestellten Anträge erledigt. Bur zweiten dann unter seinem Eid die Frage nicht mehr vorgelegt, er hätte auch Lesung hat Abg. Tuyauer( Soz.) beantragt, dem§ 55 des Gesetzes Ehe ich das Wort weiter ertheile, muß ich auf eine frühere Rede in diesem Falle die gleiche Antwort geben können, ohne daß er die folgende neue Bestimmung zuzufügen: zurüdgreifen. Aus der Mitte des Hauses ist mir mitgetheilt Gefahr eines Meineids heraufbeschworen hätte. Wäre die Beworden, daß die evangelischen Mitglieder sich durch einen Bajius der strafung nicht erfolgt, so kommt vielleicht nächstens ein Soldat, der Rede des Abg. Lingens gravirt fühlen. Wegen des schwachen Organs da sagt: Auf Urlaub bin ich Sozialdemokrat, oder: außer Dienst. des Redners ist diese Aeußerung von meinem Vertreter im Präsi- Auf solche Spitfindigkeiten können wir uns nicht einlassen. Er dium nicht vernommen worden. Ich habe mir den stenographischen hat sich vergangen und deshalb wird er eingesperrt. Herr Bebel Bericht fommen lassen, die Stelle lautet: In Deutschland können wir das leider nicht von unseren tatholischen Mitgliedern sagen, unsere Evangelischen in Deutschland können nicht tolerant sein. Ich muß zu meinem Bedauern dem Redner bemerken, daß diese Aeußerung allerdings in dieser Allgemeinheit geeignet war, die evangelischen Mitglieder zu verlegen und daß sie deshalb gegen die Ordnung des Hauses verstoßen hat.( Beifall rechts.) ( Bravo bei den Sozialdem.) Präsident Graf Ballestrem: Kriegsminister v. Goßler: nicht. hat sich über die Stellung der Sozialdemokratie zur Armee ausgelajien; eine Versöhnung ist nicht möglich, ich will darauf nicht eingehen, jedenfalls aber werde ich Alles thun, um den Einfluß der Sozialdemokratie in der Armee zu brechen.( Beifall rechts.) Die Weiterberathung wird auf Freitag vertagt. Schluß 64 Uhr. = Kolonial- Etat. " Auch in anderen Fällen soll der Vorsigende bei Streitigkeiten der in§ 61 bezeichneten Art auf die Anrufung des Einigungsamtes hinzuwirken suchen und dieselbe den Parteien bei geeigneter Veranlassung nahe legen. Der Vorsitzende ist befugt, an den Streitigkeiten betheiligte Bersonen vorzuladen und zu vernehmen. Er kann hierbei für den Fall des Nichterscheinens eine Geldstrafe bis zu 100 M. androhen. Gegen die Festsetzung der Strafe findet Beschwerde nach den Be stimmungen der Zivilprozeßordnung statt." Bestimmungen in Arbeitsordnungen, nach welchen an sich der Zuständigkeit des Gewerbegerichts unterliegende Streitigkeiten diesem Gericht entzogen werden, sind nichtig." Die zweite Lesung beginnt am nächsten Donnerstag. In der Bank- Kommission des Reichstage wurde in den Sizungen am Mittwoch und Donnerstag die erste Lesung der Novelle beendet. Zu Artikel 5, der dem Bundesrath die Ermächtigung giebt, von dem Kündigungsrecht behufs Aufhebung der Befugniß der Privatnoten- Banken zur Ausgabe von Banknoten vom 1. Januar 1901 Gebrauch zu machen, wenn diese Banken sich nicht bis zum 1. Dezember 1899 verpflichten, vom 1. Januar 1901 ab nicht inter dem Prozentjazz der Reichsbank zu diskontiren, wurde ein Antrag Hertling Müller Fulda mit 19 Stimmen angenommen, wonach die Reichsbank nicht unter dem von ihr öffentlich bekannt gegebenen Prozentsatz diskontiren darf, Wenn der Herr Abg. Bebel das Scharfschießen im Terrain beseitigt haben will, dann möge er mit dafür sorgen, daß der Armee In der Budgetkommission des Reichstags wurde sobald diefer Saz 4 pct. erreicht oder überschreitet. Auf dieser GrundSchießplätze bewilligt werden. Was die Herstellung eines Lawn- am Donnerstag die Berathung des Kolonial Etats fortgejezt. Tage foll die Verpflichtung der Privatnotenbanken hinsichtlich des tennisplatzes für Offiziersdamen in Wesel anlangt, so muß hier wohl Für Erwerbung, Instandsetzung und Betrieb der Eisenbahn Diskonts festgestellt und bestimmt werden, daß diese Banken nicht ein Frrthum vorliegen, mir ist nichts davon bekannt. Die Angabe Tanga- Muhesa, sowie zur Jnangriffnahme ihrer Fortführung um mehr als 1/8 niedriger diskontiren dürfen. Wenn die Reichsbank des Abg. Bebel, daß in Halberstadt Soldaten zu städtischen Erd- bis Korogwe find 2 Millionen im Etat für Ostafrika gefordert. zu einem geringeren als dem öffentlich bekannt gemachten Zinssatz arbeiten verwendet worden seien und damit den freien Arbeitern Die Referenten Prinz Arenberg und Dr. Haffe befürworten die diskontirt, so hat sie diesen Say, sowie die für denselben maßgeben= Konturrenz gemacht hätten, ist unrichtig. Das Militärkommando Bewilligung und weisen auf die guten Erfolge des ostafrikanischen den Bedingungen im„ Reichs- Anzeiger" öffentlich bekannt zu machen". hat die Genehmigung ausdrücklich verjagt.( Hört! Hört!) Herr Bebel Kaffeebaues hin. Direktor v. Buchka bemerkt, die Eisenbahnstrecke Jm Uebrigen wurde die Vorlage der Regierung unverändert anhat ferner behauptet, daß die Arbeiter der Militärwerkstätte sei durch Ingenieure geprüft worden und habe sich herausgestellt, genommen. dem Betriebe der Eisenbahn ſci ein belebender in Spandau, die an der Bewegung für den Kirchenaustritt be- daß der Werth des vorhandenen Materials dem Preise ent- Bayerischer Senat beim Reichs Militärgericht. Dem theiligt seien, sofort entlassen werden sollten. Die Militärverwaltung spreche. Man könne auf Deckung der Betriebskosten rechnen. Reichstag ist nun der Entwurf zugegangen, durch den die Frage des hat keinen derartigen Erlaß ergehen lassen. Nun die Berliner Von Spieleraffäre. Nähere Angaben kann ich zur Zeit nicht machen. Einfluß auf die gesammte wirthschaftliche Entwickelung des obersten Militärgerichts für Bayern geregelt werden soll. Es soll Die Untersuchung ist im Gange und von den Kommandobehörden angrenzenden, durch große Fruchtbarkeit sich auszeichnenden ein besonderer bayerischer Senat in Berlin beim Reichs- Militärgericht wird Alles gethan, um die Untersuchung zu erleichtern. Aftive Gebiets mit Sicherheit zu erwarten und in demselben Maße eine geschaffen werden. Die Beamten desselben werden von dem König von Bayern ernannt. Offiziere sind nur in sehr geringer Bahl betheiligt. Es ist der Steigerung des Verkehrs und damit auch eine Rentabilität des Wille des Kaisers, daß volle Klarheit geschaffen und wenn Unternehmens in Aussicht zu nehmen. Abg. Richter kritisirt die nöthig, mit aller Energie eingegriffen wird. Gegen die Verführung, steigende Zunahme der Ausgaben für die Kolonialpolitik. Erst war die sich an die unerfahrenen jungen Offiziere schamlos herandrängt, mur der internationale Schutz durch die Marine in Aussicht gemuß eingeschritten werden.( Sehr richtig! rechts.) Ich kann aber nommen, dann schuf man eine Kolonialtruppe und jetzt geht man In der Ziethen- Sache wird kräftig gearbeitet. Sind auch die wiederholen, das Spiel in der Armee hat abgenommen, in den zum Eisenbahnbau über. Die Zurückzahlung der 25 pet. des ein- sensationellen Nachrichten, die von spekulativer Seite seit einiger einzelnen Offizierstafinos wird nicht mehr gespielt. gezahlten Aktienkapitals von 2 Millionen sei ganz ungerechtfertigt, die Zeit in Umlauf gesezt worden und gegen die wir das Publikum zur Was den Fall Brüse wiz anlangt, so war es mir weiter von den Referenten und Dir. v. Buchla in Aussicht gestellte Rentabilität Borsicht ermahnen mußten, dem wahren Sachverhalt nicht entnicht überraschend, daß er wieder hier erwähnt wurde. Ich will sei Zukunftsmusik. Man werde zufrieden sein, wenn man die Be- sprechend, so kann doch gesagt werden, daß die Arbeiten des Biethenfeststellen, daß Brüfewiß nicht zu 4 sondern zu 3 Jahren Gefängniß triebskosten herausschlage. Die ganze Begründung bafire auf dem komitees einen günstigen Fortgang nehmen und daß die Aussichten Lokales. = An der Bewilligung der auf Gelingen fich gebessert haben und fortwährend bessern. Wir waren, befand sich Frau J. bei ihrem Liebhaber. Gegen 8 Uhr 645 Schauffonzessionen hat der Charlottenburger Stadterhalten aus dem Schooße des Ziethenkomitee's folgende Buschrift: traf der Ehemann bei dem Gastwirth Bärsch ein und meinte, daß ausschuß, nach der Mittheilung seines Vorfizenden, Stadtrath Boll, In dem eng mit der Sache Biethen verknüpften Prozeß seine Frau sich wundern würde, ihn so früh zu sehen; er sei in seiner ersten diesjährigen Sitzung im Jahre 1899 ertheilt. gegen den Schriftsteller Landauer wegen Beleidigung des Polizei beurlaubt. Der Wirth erkundigte sich nach dem Befinden Jahn's und tommissars Gottschalt ist noch kein neuer Verhandlungstermin anbe- erhielt zur Antwort, daß sich der Zustand öfter verschlimmere. Dann Der Anstellung von Schulärzten, welche der Magistrat von raumt worden. Die damit befaßten Behörden ſtellen, so darf man begab sich Jahn über den Hof nach der Wohnung, wo sich der Charlottenburg, wie berichtet, versuchsweise beschlossen hat, hat auch wohl annehmen, weitere Erhebungen an, welche nicht zu Gunsten des geschilderte Vorgang alsbald abspielte. Jahn ist später von der der Etatsausschuß der Stadtverordneten- Berfammlung seine ZuGottschalt auszufallen scheinen. Inzwischen hat natürlich das hiesige Polizei nach der Anstalt zurückgebracht worden. Die Kinder Stimmung zu ertheilen, beſchloſſen. Biethen Komitee nicht geruht und Thatsachen ermittelt, die wurden ant Nachmittage durch das 101. Polizei= Revier erforderlichen Mittel durch das Plemum der Versammlung ist nicht geeignet sind, die Hoffnung auf ein Wiederaufnahmeverfahren in nach dent Waisenhause übergeführt. Als wieder völlige Ruhe ein- zu zweifeln. Sachen Ziethen zu stärken. Das Komitee hat auch einen engeren getreten war, fand sich auch der verscheuchte Liebhaber wieder ein, Der Ausbau der projektirten elektrischen Kleinbahn von Ausschuß gewählt, welcher allwöchentlich tagt und u. a. mit der um seinen Koffer zu packen und die Wohnung zu räumen, die dann Berlin nach Mühlenbeck dürfte voraussichtlich noch in diesem Jahre Herausgabe einer größeren Broschüre über den Fall und seine bis- von der Polizei geschlossen wurde. Frau Jahn, eine nicht unschöne in Angriff genommen werden. Die Linie, welche als eine Berlänge herigen Schicksale beschäftigt ist. Person im Alter von 42 Jahren, war am Abend noch am Leben und rung der bereits bestehenden Straßenbahnlinie Gesundbrunnen Der sonderbare Ausgang des Prozesses Stephany- fann vielleicht wieder hergestellt werden. Bankow gedacht ist, wird über Französisch- Buchholz nach Hermsdorf Strehlfe, über den wir im Gerichtstheil berichten, muß bei allen Betheiligten, aber auch bei denen, die kein persönliches Interesse an Schlächtergesellen Emil Glaser um den Verstand gebracht. Die läufig endigen. Die Liebe zu einer Sechzigjährigen hat den dreißigjährigen und Schönfließ geleitet und zwiſchen Schönſließ und Mühlenbed vorechzigjährigen dem Ausgange des Streites haben, berechtigtes Befremden erregen. 60jährige Schlächtermeisters- Wittwe Wilhelmine Grüssing aus der Lichtenberg Friedrichsberg. Die katholische Schulsozietät Die Haft, mit welcher der vorsitzende Amtsrichter Matthies wenige Wallstr. 95 hatte früher in ihrem Geschäft in der Krummestraße in beabsichtigt hier ein Schulhaus mit 14 Klassen zu errichten. Die Minuten nach der feſtgeſetzten Terminszeit den Beschluß des Gerichts Charlottenburg den etwa 30 jährigen Gefellen Emil Glaser be- Gemeinde- Bertretung beschloß in ihrer letzten Sizung, das hierzu verkündete, daß das Verfahren wegen Ausbleibens des Privat- schäftigt. Zwischen Meisterin und Gesellen entspann sich trotz des erforderliche Grundstück zur Verfügung zu stellen und auch die Kosten tlägers einzustellen sei, entspricht doch wirklich nicht der Bedeutung ungleichen Alters ein Liebesverhältniß, das auch nach Aufgabe des auf die Gemeindekasse zu übernehmen, welche durch Schaffung von dieses Streitfalles und auch nicht der sonst im Kriminalgerichts- Geschäfts fortgesezt wurde. Glaser, der in der Kantstraße Räumen sich ergeben, die einer zukünftigen Steigerung der SchülerGebäude üblichen Praxis, noch war durch eine Geschäftsüberbürdung wohnte, fühlte sich in der Wohnung seiner Meisterin und frequenz genügen werden. Zu dem Projekt des Berliner Nordkanals Siulaß dazu gegeben. Der Herr Amtsrichter Matthies hatte auf der Geliebten Mit der die leistete die Gemeinde einen Kostenbeitrag von 500 M. Im Jahre Tagesordnung der gestrigen Sitzung seines Schöffengerichts nur Neigung alternden Braut ab Zeit fühlte sich Am Mittwoch war die 1897/98 hatte die Gemeindekasse eine Einnahme von 613 941,54 m., diese eine Prozeßverhandlung angesetzt, zu welcher eine ganze An- Mutter Glaser's aus Küstrin in Charlottenburg eingetroffen, eine Ausgabe von 615 175,38 M.; die Steuerfasse eine Einnahme zahl von Zeugen erschienen war. Bei den in Berlin in Frage kom- um ihren Sohn nach der Heimath abzuholen. Obgleich dieser damit von 656 679,44 M., eine Ausgabe von 656 417,77 m. Als uneintreibbar menden Entfernungen und der für einen Uneingeweihten immerhin nicht einverstanden war, begab er sich des Abends gegen 1/8 1hr wurden 152,81 M. Rückstände niedergeschlagen. Die diesjährigen Militärzu finden, würde es gewiß zwedmäßig erſchienen sein, wenn der Dieſe öffnete indeß nicht, weil sie mit ihm nichts mehr zu thun Dorfſtr. 7, ſtattet berichtet man: In der Armee- Konservenfabrik bestehenden Schwierigkeit, sich in dem weitläufigen Gebäude zurecht in die Wohnung seiner Braut, um mit ihr Rücksprache zu nehmen. musterungen finden vom 8. bis 13. April im Restaurant Schwarz, Borjigende midst to formal fein Mert in Anwendung gebracht, gaben wollte. Darüber gerieth Glafer dermaßen in Wuth, daß er Aus Spandau wie es auch sonst üblich ist noch wenige Minuten ge- die Herrschaft über sich gänzlich verlor und mit den Fäusten die wartet hätte, namentlich, wenn er die Thatsache berücksichtigte, daß Glasscheiben der Hausthür zerfrümmerte. Dann schnitt er sich in vorgeladene Zeugen oft Stunden lang über die Terminszeit hinaus den Glasscherben mit Absicht die Pulsadern und Sehnen an beiden jonals, ca. 300 Die Entlassung des Arbeiterpers a warten müssen und daß die anwesenden Vertreter des Privattlägers Armen durch. Nachdem ihm der Heilgehilfe Koch einen Verband an ſofort jeden Zweifel an dem Erscheinen deſſelben zu beheben, in gelegt, brachte man den bewußtlos, gewordenen und nahezu verAnspruchs auf Wiedereinsegung in den vorigen Stand" etwas helfen am Thatort ohnmächtig neben ihrem Sohn zusammen. wird, erscheint nicht ganz sicher, da nach§ 44 der StrafprozeßOrdnung dieser Anspruch nur dann begründet erscheint, wenn der Antragsteller durch Naturereignisse oder andere unabwendbare Zufälle an der Einhaltung der Terminszeit verhindert war. brach friebsperiode am 11. März statt. Die Entlassung des Arbeiterpers zu Haselhorst finden die letzten Schlachtungen der diesmaligen BeSchlächter und Ende Monats. In der königl. Geschützgießerei find jezt gleichfalls Nündigungen erfolgt. Bisher ist etwas fiber hundert Arbeitern mitgetheilt der Lage waren. Ob dem Privatkläger die Geltendmachung eines bluteten Glaser nach dem Krankenhaus. Die Mutter Glaser's aufhöre. Die B ihre Beschäftigung in der Fabrik zum 1. April Heinrich Beier fand gestern unter ungewöhnlich großer Betheiligung Die Beerdigung des verunglückten Feuerwehrmannes aus den verschiedensten Streifen statt. In der Halle des Gethsemane Kirchhofes, wo der Sarg aufgebahrt war, wurden sehr zahlreiche Kranzipenden niedergelegt. Die Offizierkorps der Feuerwehr und der Schußmannschaft, die Hausbewohner aus der Meyerstr. 29, wo Beier um das Leben kam, sowie die Wehren von 23 Ortschaften aus der Umgegend Berlins hatten Blumenspenden und Abordnungen gesandt. Anwesend waren unter Anderen der Polizeipräsident mit mehreren höheren Beamten. Schmerzen eines byzantinischen Gemüths. Der Bächter eines im dritten Wahlkreise belegenen Lokals, welches bis vor Kurzem für Arbeiterversammlungen nicht zu haben war, kam endlich dahinter, daß auch die. Groschen der Arbeiter nicht zu verachten sind, namentlich wenn die erhofften Thaler der Bourgeois ausbleiben. Er gab feinen Saal frei und wurde deshalb in der Lokalliste verzeichnet. Darob fuhr die schlotternde Angst in das Gebein des Direktors der Nachdem der Berliner Polizeipräsident bereits die Petition Aktiengesellschaft, welche Besitzerin des Lokals und des betreffenden des Vereins Berliner Saalbefizer" um Genehmigung öffentlicher Grundstücks ist. Der Herr Direktor ließ den Bächter zu sich kommen Luftbarkeiten am Palm- Sonntage abschlägig befchieden hat, ist eine und machte ihm die dringendsten Vorhaltungen ob seines gleiche Abweisung auch seitens des Oberpräsidenten der Provinz graufigen Frevels. Es sei doch eine Schande, daß Versamm Brandenburg erfolgt. Jungen und Vergnügungen von Arbeitern stattfänden in einem Hause, Ausstellungen zu beherbergen, die unter dem Protektorat hoher und dem schon mehrmals die Ehre wiederfahren sei, in seinen Räumen höchster Personen standen. Es sei zu befürchten, daß dem Hause die hohe Gunſt nie mehr zu theil werde, wenn der Bächter es zu einem Berkehrslokal der rothen Rotte mache. Die Schmerzen des um hohe Gunst und Profit besorgten Direktors konnten natürlich den Bächter, dessen Geschäftsinteressen auf anderem Gebiet, als dem des Direktors liegen, nicht bewegen, seine Räume der Arbeiterschaft| wieder zu entziehen. verwandelt worden. Maschinenfabrik hat sich, wie verlautet, Arbeiter zu übernehmen. bereit erklärt, einen großen Theil der zur Entlassung kommenden Ortsüblicher Tagelohu in Wannsee. Infolge der Vers einigung des von dem Gutsbezirle Düppel abgezweigten Bahnhofes Wannsee und des Gutstheiles mit dem Gemeindebezirke Stolpejetzt Wannsee genannt ist vom Regierungspräsidenten laut Verfügung vom 9. Februar gemäß§ 8 des Krankenversicherungs- Gesetzes vom 15. Juni 1883 der ortsübliche Tagelohn für Wannsee für gewöhnliche Tagearbeiter wie folgt feſtgeſetzt worden: a) für männliche Personen über 16 Jahre auf 2 M.; b) für weibliche Personen über 16 Jahre auf 1,50 W.; c) für männliche Personen unter 16 Jahre auf 1 M.; d) für weibliche Personen unter 16 Jahre auf 80 Pf. Diese Festsetzung tritt nach sechs Monaten in Kraft. Im Thiergarten werden jezt zwischen der Siegesallee und der Marmorgruppen verschiedene neue Fußwege angelegt, understung zwei verschiedenen Orts- Strankenkassen sollte sich der Bureauvorsteher Königgrägerstraße infolge der Abholzungen und der Ausstellung der Gerichts- Beitung. wieder müssen verlegt werden und erhalten eine Wege Durch den gleichzeitigen Bezug von Krankengeldern aus Die„ Blinde Allee", welche von der Lennéſtraße nach dem Innern Emil Brehm, welcher gestern vor der zweiten Straffammer Der des Thiergartens führte und früher als Reitweg viel benutzt wurde, Landgerichts I stand, des Betruges schuldig gemacht haben. Der ist jetzt kassirt und zum größten Theil in einen Kinder- Spielplatz Angeklagte mußte seine Stellung bei einem hiesigen Rechtsanwalt frankheitshalber aufgeben. Er bezog längere Zeit hindurch von der Orts- Krankenkasse für die bei Anwälten angestellten Personen" Arzt, es mit einer leichteren Beschäftigung zu versuchen. Der AnKrankengeld. Als sein Zustand sich etwas besserte, rieth ihm der geklagte fand eine Anstellung in einem Versicherungs- Bureau, vermochte hier die Arbeit indessen auch nicht zu leisten, sondern schied nach einiger Zeit wieder aus. Juzwischen war er von seinem Chef, der seine Zugehörigkeit zur vorerwähnten Kasse nicht kannte, zur Oris- Krankenkasse der Kaufleute" angemeldet worden und wurde ihm bei seinem Abgange bedeutet, daß er sich im Bureau der Kasse Der Angeklagte that das Krankenbuch aushändigen lassen möge. dies und bezog von jetzt ab aus beiden Stassen Unterstüßungen. Der Gerichtshof glaubte, diese Schädigung einer dem Gemeinwohl dienenden Einrichtung empfindlich ahnden zu sollen und vers urtheilte deshalb den Angeklagten zu einer Gefängnisstrafe Die Schauspielerin Heidenreich aus Berlin und der SchauSeines Amtes als Beifiker des Gewerbegerichts enthoben manne aus Dithmarschen seine gesammte Baarschaft im Betrage von spieler Martens aus Charlottenburg, die in Hamburg einem Landist auf Verfügung des Oberpräsidenten der Provinz Brandenburg 30 000 m. geraubt hatten und dann nach Paris geflohen waren, wo der Gastwirthsgehilfe Wegener. Nach der Verfügung des Ober- fie ermittelt und verhaftet wurden, sind jetzt von dort ausgeliefert präsidenten haben die angestellten Ermittelungen ergeben, daß und den Strafbehörden in Hamburg übergeben worden. Im Besige Wegener als Arbeitnehmer nicht mehr zu betrachten sei. der Diebe befanden sich bei ihrer Verhaftung nur noch 9000 Francs Wegener ist, wie erwähnt, Sellner und ist als solcher i. 3. in in französischem Gelde vor. das Gewerbegericht gewählt worden. Seit geraumer Zeit ist W. Redakteur des Fachorgans für gastwirthschaftliche Angestellte, des hier Fräulein Ella Goltz theilt uns mit, daß sie völlig zurückerscheinenden Gastwirthsgehilfen". Er hat seinen Beruf nicht gezogen lebe und nicht daran dente, ihren Namen zu Reklamen herdefinitiv aufgegeben, ist vor allem nicht Arbeitgeber geworden, wir zugeben. Die Steporternotiz, welche Fräulein Ella G. mit einer können deshalb auch nicht einsehen, inwiefern W. seine Qualifikation Wirthshausreklame in Verbindung brachte, beruhte auf einer Namens als Arbeitnehmer im Sinne des§ 19 des Gewerbegerichts verwechselung. eingebüßt haben sollte. Wegener hat gegen diese Verfügung Beschwerde erhoben. Königl. Bibliothek. Vom 6. bis 11. März findet die Zurüd nieferung fämmtlicher aus der königl. Bibliothet entliehenen Bücher Statt. Die Zurichnahme erfolgt nach alphabetischer Ordnung der Namen der Entleiher: von A- H am Montag und Dienstag, von I- R am Mittwoch und Donnerstag, von S- Z am Freitag und Sonnabend. Fechtunterricht für Damen. Der Vorsitzende der Turner schaft des Vereins„ Nereus", Herr H. Weidenbach, Zorndorfer straße 4, schreibt uns: " 1 von drei Monaten. Jufolge mehrerer Einstürze, zu denen auch der des Treppenhauses in Halensee gehört, hat eine Vereinigung von Bement- Fachmännern in einer Eingabe an das Ministerium die Spionageprozeß. Aus Leipzig wird berichtet: Vor dem verErrichtung eines Lehrstuhls für Zementbankunde an der Technischen einigten zweiten und dritten Straffenat des Reichsgerichts begann Vehicle noget Die Spanntraft des Zementes foll bisher aus der vielfach überschätzt worden sein. Eintretendenfalls würden die Pro- händler Alfred Desiré Golthuber aus Paris, welcher der Spionage fessoren Krüger und Koch in Frage kommen. beschuldigt wird. Geladen sind 13 Zeugen und 5 Sachverständige, Sachverständigen beantragte der Ober- Reichsanwalt den Ausschluß darunter zwei militärische. Sofort nach Aufruf der Zeugen und der Oeffentlichkeit für die ganze Dauer der Verhandlung wegen Ge fährdung der Staatssicherheit. Der Gerichtshof beschloß gemäß diesem Antrage. Tod im Elend. Der 66 Jahre alte Arbeiter Crust Michael, der kein Obdach besaß und sich seine Schlafstellen suchen mußte, wo er sie fand, war gestern Abend auf den Neubau Richthofenstr. 18 gerathen und hatte sich dort zum Schlafen niedergelegt. Als der Bauwächter heute Morgen Umschau hielt. fand er den Greis als Leiche vor. den Gajuwirth Ch. in der Schönhauser Allee auszuüben versucht Wegen eines Revolverattentats, das der Hausdiener St. auf die Direktion Vermischtes. " Die Turnerschaft des Vereins„ Nereus"( Mitglied des Arbeiter Turnerbundes) hat für ihre Damen- Abtheilung einen Fecht Kursus unter Leitung des Herrn Paul Wohlfahrt eröffnet; dieser Lehrer hat schon früher im Zurnverein„ Gichte" einen gleichen Kursus mit Erfolg geleitet. Die Uebungsstunden finden an den haben soll, kam es im Lokal des Bedrohten zu einiger Aufregung. berichtet: Auf dem alten Schachte 1 der Zeche Grubenbrand. Aus Wattenscheid wird vom Donnerstag Sonntagen, Vormittags von 11-12 1hr statt. Centrum" brach Der Unterricht Es gelang im letzten Augenblick, dem Hausdiener die Waffe zu Mittags 12 Uhr Feuer aus. Das Wasserhaltungs- Maschinenhaus ist vollständig kostenlos. Anmeldungen zu diesem Fecht- Kursus entreißen und ihn selber der Polizei zu übergeben. Geschäftliche und der Schachtthurm sind von den Flammen ergriffen. Der Betrieb werden entgegengenommen Dienstags und Freitags, Abends von Zwistigkeiten sollen den 20jährigen Mann auf den Attentatsgedanken und die Förderung sind mit Hilfe der übrigen Schächte aufrecht8-10 Uhr, in der Turnhalle der 7. Realschule, Mariannenstr. 47. gebracht haben. Frau Professor Dustmann t. Heute Morgen 6 Uhr starb, erhalten. Die Ursache des Feuers ist noch unbekannt, ebenso ob Theater. An dem Friedrich Spielhagen- Abend", den das Schiller: Leute verunglückt sind. Die Belegschaft wurde durch die anderen wie das„ Berl. Tagebl." berichtet, in Charlottenburg im 67. Lebens- Theater Sonntag, 5. März im Bürgersaal des Rathhauses veranstaltet, Schächte hinausbefördert. jahre die ehemalige hochgefeierte und nach dem Urtheile erster werden Autoritäten bis heute noch unerreichte Primadonna der Wiener Hofhagen's vortragen. Herr Kammerfänger Eduard Feßler wird Lieder von 3 vortragen, erraumeie au wax aurence Dicht Sieber pol Eine Aufsehen erregende Nachricht kommt aus London. oper, Frau Professor Luise Dustmann geborene Meyer. Sie war erst, Zeppler, Berger u. a., die eigens für das Programm des Spielhagen: Die dortige Polizei will endlich den geheimnißvollen Jack den eine Freundin Richard Wagner's und Johannes Brahms' und hat aus seinen Prosa Werken zum Vortrag bringen. Da die Nachfrage nach Donnerstag meldet: Bei einem allein wohnenden Trödler in BuckAbends komponirt find, singen, und Friedrich Spielhagen selber wird Stücke Aufschlitzer" dingfest gemacht haben. Ein Telegramm vom namentlich in den Rollen der Senta, Judith, Fidelio Unerreichtes Eintrittstarten eine außerordentlich große ist, soll der Spielhagen Abend horst- Street, Bethnal Green, wurde heute infolge des Verdachts der geschaffen; ihr" Sentaschrei" war berühmt wie der Wolterschrei". Sonntag, den 12. März wiederholt werden. Seit Jahren lebte sie in Berlin und Charlottenburg in ziemlicher Bienet Bolts- heater's mittheilt, wird sie ihr Hauptaugenmert auf Schlerei eine Haussuchung vorgenommen. Hierbei entdeckten die Vereinsamung, aber von ihren zahlreichen Freunden und Verehrern das Volk 3 st lid, die Posse und das Singspiel lenten und mit dem Polizeiagenten in einem ume mit den charakteristischen Verſtimmteliegenden Theil des Kellers zwei unvergessen. Ihre Schwester ist die bekannte Schauspielerin Marie Theaterstücke um 19 Uhr beginnen; von 7 Uhr an werden sowohl humoristische weibliche Leichname Meher am Lessing- Theater. als auch ernste Gesangs- und Musikvorträge zur Aufführung gelangen. Die lungen der Opfer des Jack the Rippers. Die Leichen scheinen erst Eröffnung des Theaters findet infolge Verzögerung der Renovirungs furze Zeit dort gelegen zu haben. Da das Haus des Trödlers, Blutthat cines Wahnsinnigen. Der 44 Jahre alte Weißgerber arbeiten nicht wie vorher angekündigt am 4., sondern definitiv am Mittwoch, welcher jede Schuld leugnet, in der Nähe des früheren sensationellen Heinrich Jahn aus der Drontheimerstr. 1 b, der schon früher wieder den 8. d. Mts. statt. holt in einer Frrenanstalt untergebracht war, befand sich seit einigen Verbrechens liegt, mißt die Polizei der Entdeckung große Bedeutung Fenerbericht. Zwei umfangreiche Brände hatte die Feuerwehr bei. Monaten in der städtischen Anstalt zu Dalldorf. Seine Frau wohnt in der Nacht zum Donnerstag abzulöschen. Kurz nach 1 1hr früh Ripper selbst. Er wurde jofort gefesselt und verhaftet, das Man glaubt allgemein, der Trödler fei Jad the in der Drontheimerstraße. Gestern Morgen entlief Jahn aus der wurde sie nach Schönhauser Allee 40a gerufen, wo der Dach Haus gesperrt. Im ganzen Stadtviertel herrscht große Aufregung. Anstalt und tauchte plöglich in seiner Wohnung auf, ohne daß stuhl des Quergebäudes fast in seiner ganzen Ausdehnung in jemand anzugeben vermag, wie er sich den Eintritt verschafft hat. Flammen stand. Es bedurfte der größten Anstrengungen, um die einer Petroleumlampe ein Feuer entstanden, das in seinem VerIm Dorfe Goldenbeck unweit Segeberg ist durch die Explosion Frau Jahn hat einen Theil ihrer Wohnung an einen jungen Mann unter dem Brandherde befindlichen Wohnungen zu retten. Obgleich laufe acht Gebäude einäscherte. Der Hofpächter Fischer erlitt beim vermiethet, in dessen Zimmer sie sich gerade befand, angeblich um mit vier Schlauchleitungen vorgegangen wurde, konnte das Fener Löschen erhebliche Brandwunden. ihren Miether zu wecken, als der Ehemann plötzlich erschien. Er riß doch erst nach fast zweistündiger Arbeit zum Stehen gebracht Eine Anzahl Pferde sind vers die Frau an den Haaren zu Boden, ergriff einen Stiefelknecht und werden. Mehrere Miether sind stark geschädigt, da viel Hausrath schlug damit blindlings auf sie ein. Der Miether war aus der und Wäsche vernichtet wurde. Auch der größte Theil Eine Anweisung zur Feier des Buntages. Im Leipziger Wohnung geeilt um Hilfe herbeizurufen. Ehe aber diese Absicht der Dachkonstruktion ist eingeäschert. Es wird Brandstiftung ver- Tageblatt" ist folgende Mittheilung zu lejen:„ Stadttheater in ausgeführt werden konnte, hatte der Wahnsinnige seiner Frau den muthet, und ist die polizeiliche Untersuchung eingeleitet. Ein zweiter Halle a. S. Vielseitig geäußerten Wünschen zu entsprechen, hat sich Schädel eingeschlagen. Mit den Worten:" Nun habe ich erreicht, bedeutender Brand kam gegen 4 Uhr Königsbergerstraße 32 die Direktion veranlaßt gefehen, für Mittwoch, den 1. März( sächsischer was ich wollte", entfloh Jahn. Die Frau wurde in sehr bedenklichem in einer Drechslerwerkstatt zum Ausbruch. Nughölzer und Säge- Bußtag), die glänzend ausgestattete Operette„ Die Geisha" oder Bustande nach einem Krankenhause gebracht. fpähne gingen hier in Flammen auf und ist der entstandene Schaden Eine japanische Theehausgeschichte" anzusetzen. Die Vorstellung Zu der Blutthat des wahnsinnigen Weißgerbers Jahn wird ebenfalls beträchtlich. Im Laufe des Vormittags erfolgte dann beginnt um 7/4 Uhr und ist 10/4 Uhr beendet, so daß zur Rückfahrt weiter mitgetheilt, daß die Frau, der in der Umgebung nicht das noch ein Alarm nach einem Kohlenplatz vor dem Schlesischen nach Leipzig der um 11 Uhr 5 Minuten von Halle abgehende Schnellbeste Zeugniß ausgestellt wird, selbst die Schuld daran trägt, daß Thore. Die Kohlen hatten sich entzündet und mußten umgeschichtet aug bequem erreicht werden kann. Billetbestellungen per Positarte bei dem Mann der Wahnsinn wieder zum Ausbruch kam. Frau werden. werden pünktlich effektuirt." In dieser Mittheilung wird das BußJahn, die mit drei Kindern im Alter von 11, 7 und 11/2 Jahren bedürfniß der sächsischen Bourgeoisie entschieden besser bewerthet, als und einem anderthalbjährigen Pflegekind im zweiten Stock auf dem in den heuchlerischen Artikeln, die fromme Blätter zur Feier cines Hofe wohnt, hatte am Mittwoch eine bei sich beherbergte Familie D. solchen Tages bringen. ziehen lassen, um den jungen M. bei sich aufzunehmen. Dieser Die Zahl der Einwohner Charlottenburgs hat nach der berlehrte schon seit etwa vierzehn Tagen bei der Jahn und vorläufigen Feststellung gestern 175 392 erreicht. Im Laufe des scheint ein Liebesverhältniß mit ihr unterhalten zu haben. Monats Februar sind 3786 Personen zugezogen und 3890 wegWährend nun die beiden ältesten Kinder nach der Schule geschickt gezogen. Aus den Nachbarorten. brannt. Erdbeben in Dalmatien. Aus Zara meldet man vom Donnerstag: Letzte Nacht um 11 Uhr 55 Minuten wurde in Sinj ein heftiger drei Sekunden dauernder Erdstoß verspürt. Schaden wurde durch denselben nicht angerichtet. Für den Ziethen- Fonds habe ich aus der Werkstatt Hitbe 2. G. 38. Sie müffent einen Arzt fragen. 1 M. erhalten, die ich hiermit dankend quittire. Berlin, den 2. März 1899. W. Liebknecht. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und Freitags abends von 7 bis 8½ 1hr abgehalten. M. G. 41. Die Anzeige ging von Oskar Noack, Lübbenau N.-L., aus. Schreiben Sie an diesen Herrn. 2 Wettende. 1. Die Stadt H. hat 622 745 Einwohner. 2. Das H. Gebiet hat 681 632 Einwohner. P. F. Nein. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Verwandten die traurige Nachricht, daß mein innigstgeliebter Mann, der Tischlermeister Robert Müller am 1. März verstorben ist. 14976 Anna Müller, Zeughofstr. 9. Die Beerdigung findet Sonntag, den 5. ds., Nachm. 22 Uhr vom Trauerhause n.d.Thomas- Kirchh., Hermannstr.1 statt. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Verwandten zur Nachricht, daß meine liebe Frau Karoline Plasse geb. Kaiser am Mittwoch Nachts an Lungenlähmung verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, ben 5. d. M., präzise 2 Uhr von der Leichenhalle des Thomas Kirchhofes in Rirdorf statt. 3 14916 Achtung! adatchi H. P. Denaturirter Spiritus darf nicht zur Herstellung von Trink branntwein benutzt werden. Die Branntweinstener ist für 1899 mit 16,8 Millionen Mark Materialsteuer und 102,4 Millionen Mark Verbrauchs: abgabe, zusammen mit 119,2 Millionen Mart Steuer angesetzt. O. 3. II. Wenden Sie sich an May Kern, Charlottenburg, Garde du Corpsstr. 3, 3 Tr., um Auskunft. " 3. 100. Der Große Kurfürst" ist am 31. Mai 1878 untergegangen, die„ Cimbria", wenn wir nicht irren, 1875. Wetter Prognose für Freitag, den 3. März 1899. Etwas fühler, zeitweise heiter, jedoch sehr unbeständig mit Nieder: schlägen und starken nordwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Achtung! 2. Wahlkreis. Freitag, den 3. März, Abends 8 Uhr: Zwei Volks- Versammlungen. 1. Kliem's Salon, Hasenhaide 14-15. 2. Friedrichstädt. Kasino, Friedrichstraße 236. Ref.: Reichstagsabg. B. Kramer- Darmstadt. Ref.: Reichstags- Kandidat Richard Fischer. Tages Ordnung: 1. Die bevorstehende Neuwahl. 2. Diskussion. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Achtung! Maurer. 210/12 Das Wahlkomitee. Achtung! Der trauernde Gatte Albert Plasse. Sonntag, den 5. März, Vormittags 10 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27 c: Außerordentl. General- Versammlung SamariterKursus für Arbeiter u. Arbeiterinnen Nachruf. Am 24. Februar verſtarb unſer lang. fähriges Mitglied, der Klempner Hermann Raue, nach langem, schwerem Krantenlager. Wir verlieren in ihm ein thätiges Mitglied der Kolonne; er war stets an Blaze, wo es nöthig gewesen, Ber: unglückten oder Erkrankten Hilfe zu 155/5 des Vereins zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins u. Umgegend Tages Ordnung: Witterungsübersicht vom 2. März 1899, Morgens 8 Uhr. Stationen Barometers stand mm WindSwinembe. 760 23 Hamburg 765 23 Berlin Wiesbaden 773 SW München 774 2 Wien Bunzpia Windstärte Wetter 765 N 6 bedeckt 3wolfig 5 bedeckt 2hlb. bed. 768 23 5 bedeckt 4bedeckt Temp. n. 6. 5° C. 4° R. Stationen Barometer= stand mm Windrichtung Windstärke Wetter 6 Haparanda 755 M 5 Petersburg 754 WNW 1woltent 6 Cort 6 Aberdeen 7789 765 4 Paris Temp. n. T. [ 88o?= ༄ ༅ ། ༠ ཌཀ 2516. bed.- 20 1heiter 3 3 bedeckt -15 11 776 S 1hlb. bed.-1 Für Vereine, Versammlungen, Hochzeiten 2c. ift mein Saal( 150 Personen) mit Parkettboden nebst anschließendem Vers einszimmer( 70 Personen) noch an mehreren Sonnabenden, Wochen- und Sonntagen unter toulantesten Bedingungen zu vergeben. 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Deutsch- Wilmers- beendet sein kann. dorf: Frau Kübler, Sigmaringenstr. 34, und Frau Heinemann, Sigmaringenstr. 35.( Hier ist auch die„ Brandenburgische Volts- Beitung" zu erhalten.) Rixdorf: Ostermann, Erfstraße 6. Schöne berg: Wilhelm Bäumler, Belzigerstr. 59, Seitenflügel part. Johannisthal- Nieder- und Ober- Schöneweide: Otto John, Ober- Schöneweide, Siemensstraße 7, Bigarrengeschäft. Annahmestellen: Nieder- Schöneweide: Karl Weber, Zigarrengeschäft. Johannis: thal: Senftleben, Restaurateur. Friedenau- Steglitz: Bernjee, Kirchstraße 15 in Friedenau. Bestellungen nehmen entgegen in Sonntag, den 5. März, Vormittags 11 1hr, in den Arminhallen, Leipzig. Steglitz:. Mohr, Düppelstraße 8, und Fr. Schellhase, Ahorn: ftraße 15a. Baumschulenweg: Godel, Baumschulstr. 32 v. III. . Die Bertrauensmänner, welche für ihre Werkstattkollegen die Beitragzahlung besorgen, werden ersucht, am Sonntag, deren Bücher mit nach der Versammlung zu bringen und dort dieselben den Kollegen auszuhändigen, Eintritt nur gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuches. Achtung, Putzer! Kommandantenstraße Nr. 20: eine Filiale. Jeder Hut für den Preis von M. 3,15 ift von einer im Verhältniß zum Preise hervorragenden Eleganz ber Auss führung und von großer Solidität. Auch in den unten stehenden Filialen erfreuen sich meine Hüte allgemeiner Beliebtheit. Für jeden Herrn wird der Besuch meines Geschäftes von Interesse sein. Filialen: Filialen: Frankfurt a. M. Hannover. Stuttgart. Außerdem find sämmtliche Parteiliteratur sowie alle wissenschaftlichen Mitglieder- Versammlung Köln. des Zentralverbandes deutscher Maurer Werke dort zu haben. Auch werden Inserate für den Vorwärts" entgegengenommen. Um genaue Angabe der Adresse wird dringend gebeten. Bitte ausschneiden! Tischler- Derein. Sonnabend, den 4. März, Abends 8 Uhr, Melchiorstraße 15: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Massatsch über:" Ein konservativer Professor fiber die sozialen Aufgaben der modernen Staaten." 2. Abrechnung vom Właskenball. Ein Unterstützungsgesuch und Vereinsangelegenheiten. Damen haben Zutritt. 198/6 Sonntag, den 5. März: Besuch der Urania. Billets find noch in der Versammlung zu haben. Der Vorstand. Verband der Ban-, Erd- und gewerblichen Hilfsarbeiter Deutschlands. Zahlstelle Berlin 1. Sonntag, den 5. d. M., Vormittags 10% Uhr, in Fenerstein's Salon( oberer Saal), Alte Jakobstraße 75: Mitglieder- Versammlung Tages Ordnung: 1. Bericht der Delegirten vom Verbandstag. 2. Diskussion. 3. Wahl eines zweiten Kassirers. 4. Verbandsangelegenheiten. 32/6 Die Ortsverwaltung. Yerband der Bau-, Erd- u. gewerbl. Hilfsarbeiter Deutschlands. Berlin III. Sonntag, den 5. März 1899, Vormittags 11 Uhr, im Lokale des Herrn Cranz, Badstraße 12: Mitglieder- Versammlung. 1495b Tagesordnung: 1. Bericht der Delegirten vom Verbandstage. 2. Bericht von der Vorstands- Konferenz und Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. für Hüte auszugeben, man erhält auch zu billigen Preisen gute Sachen, wenn man die richtige Bezugs: quelle fennt.[ 10922* Knabenfilzhüte b.0,75M. an Herrenfilzhüte, 1,25 Cylinderhüte 4, Haarfilzhüte 4,80 Einsegnungshilte b. 1 M. an Chapeaux claques zu 8,-, 9, u. 10, Mr. im Einzelverkauf bei Arnold& Eggert, Hut- Engros- Lager Waldemarstr. 44, prt. rechts Kein Laden. Unsinn ist Viel Geld " " " ". Rahlstelle Berlin I( Puter). Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Millarg über: Gewerbegericht. 2. Diskussion und Beantwortung juristischer Fragen vom Rechtsanwalt Dr. Heinemann, 3. Vereinsangelegenheiten. 134/5 Die Mitglieder werden ersucht, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Die örtliche Verwaltung. Verein der Bauauschläger Berlins und Umgegend. Grenadierstraße 33: Sonntag, den 5. März. Vormittags Centrale: Hamburg, Gr. Burstah 44. Erstklassige Fahrräder Mk. 95.[ 1003L* Baer Sohn, Chausseestr. 24. Fundbureau, Tücht. Versilberer u. Farbigmacher berl. Gr. Frankfurterstr. 84. 1457b Ein älterer Sattler in Anfertigung 10662 bon Luxusgeschirren durchaus erfahren und der in Abwesens heit des Meisters eine Werkstatt selbs ständig leiten kann, findet dauernde Offerten W 9 an die Expedition dieses Blattes. GENERAL Charlottenstr. 93. und lohnende Stellung. Her, bei Gerru Buske, Für 3 Mark General- Derlammlung. Refle, fehr groß, au stabenenzingen, 3. Tages: Ordnung: zu Herrenanzügen, schöne Muster 7-10 M. Für 12 M. ff. Cheviot: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Berwendung der Vereinsgelder. auch Kammgarnreste, Baletot: und ahl des Bergnügungskomitees und Feſtſetzung der Bergnügen. 4. Ber Sojenrefte, so lange der Borrath reicht 33/3 im Riesenstofflager schiedenes und Fragelaften. Beiträge werden nur in der Zeit von 10-11 Uhr entgegen genommen. Der Wiener Maskenball des Vereins findet am 11. März in Spiegelberg's Apollo- Sälen, Sebastianstraße 39, statt. Achtung! Achtung! Achtung! Former. Former. Achtung! Sonntag, den 5. März, Mittags 12 Uhr, in Cohn's Feitsälen, Beuthstraße Nr. 21: Oeffentliche Versammlung der Former und Berufsgenossen. Tages Ordnung: 1. Die Beschickung des Formertages. 2. Disfuffion. 3. Wahl der Dele: girten. 4. Die Lage der Berliner Former und welche Maßregeln sind zu ergreifen, um dem Vorgehen der Fabrikanten entgegenwirten zu können? Kollegen! Wenn Ihr nicht wollt, daß eine fleine Zahl über Euch be: schließen soll, ist es nothwendig, daß Ihr alle erscheint; ob Ihr Mitglieder des Sentral- Verbandes der Former oder des Metallarbeiter- Berbandes seid, alle, auch Nichtorganisirte, find zu obiger Versammlung eingeladen, um über ihre Lage Aufklärung zu erhalten. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet, daher zeitiges Erscheinen nothwendig. 61/4 Der Einberufer. Sonntag, den 5. März, Mittags 12 Uhr, im Märkischen Hof", Admiralstraße Nr. 18 c: Barbiergehilfen 2., feft, verl. Bimmerftr. 64. 14886 Geübte Arbeiterinnen auf gute 1465b Damen- Jacketts verlangt M. Guazzy, Manteuffelstr. 103. Lehrmädchen auf beffere Oberhemden, auch ohne Lehrgeld, werden verlangt Nachher dauernde und lohnende Bes 14. Stransenstr. 14, 1 r., schäftigung. Allt- Moabit 49, Stfl. 4 Tr. Kein Laden.[ 228L Moritzplatz, Dr. Simmelschinge 2 Treppen rechts. Spezialarzt f.Santau.Harnleiden. 10-2,5-7. Sonntags 10-12, 2-4.* 20 Jahre best., mit Zigarrengesch., Wohnung i. wegen Strantheit per 15. März od. 1. 4. bill. zu verkaufen Koppenstr. 90. Arbeitsmarkt. Genosse sucht Stellung als Expedient oder Beamter bei einem Konsumverein, besigt gute Kenntnisse und könnte der Arbeiterbewegung nüglich sein. Offert. unter D. I. poftlagernd Ruhla er: beten. Für Trier a. d. Mosel: 1 Gießer Große öffentliche Versammlung für der Holz- und Bretterträger Berlins und Umgegend. Tages- Ordnung: 84/3 1. Neuwahl des Delegirten der Gewerkschafts- Kommission. 2. Bericht der Kommission über Lohntarif. 3. Verschiedenes. Bahlreiches und pünktliches Erscheinen ist Pflicht eines jeben Kollegen. Der Einberufer. Achtung, Arbeiter Moabits! Beinguß und Drüder für KirchenGeübte Karton- Arbeiterinnen in und außer dem Hause verlangt 14346 Beckert, Schmidstr. 15. Geübte Kartonarbeiterinnen verlangt sofort Kartonfabrik Martus 10622* straße 50. Mamsells a. beff. Jacketts verlangt 1425b Köpnickerstr. 8, v. III. r. Belegerinnen verlangt 14876] Barthels, Gr.Frankfurterst.84, Stepperinnen verlangt Schmolling, Straußbergerstr. 36. Beinkleider- Arbeiterin auf beffere weiße Beinkleider, außerm Hause, v. Dumack, Friedenstr. 95, III. 14905 Lehrmädchen zur Erlernung der Blumen und Federfabritation fucht[ 1475b Breitbarth, Neue Jakobftr. 12. Blousenarbeiterin verlangt 1492] Fröhling, Reinickendorferstr. 9a Arbeiterinnen im Flaschen- Füllen und Etiquettiren bewandert, verlangt Nach Braunschweig bei Röver: HartwigLewin, Neuestönigstr.39 Ein Lehrmädchen arbeiten. Für Berlin: Tüchtige Sammerarbeiter; tüchtige Silberarbeiter auf Preßarbeit; Mädchen zum Umsetzen und Poliren auf Messerschaalen. Ein Juwelenarbeiter auf Carmoisie: Arbeit sowie ein guter Monteur auf imitirte Weißjuwelen. Alles per sofort. Arbeits- Nachweis Grünau. Sonntag, den 5. März: Grünau. Sonntag, den 5. März 1899. Vormittags 9 1hr, im Lokale des deutscher Gold. u. Silberarbeiter, Gr. Wurst- Essen, Herrn Renfer, Beuffelstraße 23: General- Versammlung des Unterstützungsvereins Berlin- Moabit. Tagesordnung: 1494b wozu ergebenst einladet Gustav Lindenhayn. Mein Saal steht den geehrten Vereinen zu Versammlungen und Wahl des Gesammtvorstandes. Bergnügungen auch Sonntags zur Verfügung. D. D. 3. A.: R. Rehbein. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Holzmarktstr. 8. Für unsere Baumwollwaarenfabrit für die Damenschneiderei findet gute Ausbildung Prenzlauer Allee 200, v. 1. Karton Arbeiterinnen fucht Fränkel, Kastanien- Allee 79.[ 14846 Maschinennäher. auf leichte Ars beit verl. Mewes, Stralauer Brücke 4. Künstliche Blumen Kröserinnen und Kleberinnen sowie Lehrmädchen werden verlangt[ 14766 Fünkenstein& Leopold, Beuthstr. 1. Blousen: u. Rockarbeiterinnen ( 14776 der bereits in der Branche oder ähn- verl. Lista, Buttbuserstr. 51. lichen Geschäften thätig war. Maschinennäherin verl. Hoff Singer& Wahrenberg, Stönigstr. 43/44. mann, Hollmannstr. 36. Druck und Verlag von Mar Bading in Berlin. fuchen wir einen gewandten Mustermacher, [ 14826 [ 14805 Jr. 53. 16. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. bom Bierverbot 20,05. 1990 Gerichts- Beitung. " 1 er = " es V Freitag, 3. März 1899. Für die Angehörigen der Verurtheilten in Dresden vordem in Pflege war, zurückgekehrt, die Waisenverwaltung hat III. Sonstige Bestimmungen. Die Lohnzahlung findet den Knaben aber immer wieder der Anstalt in Potsdam zugeführt. des Sonnabends zu Feierabend auf der Arbeitsstelle statt. Wird der gingen bei der Expedition des„ Vorwärts" folgende Beiträge ein: Der Junge soll im November v. J. zu anderen Böglingen des Lohn im Komptoir ausgezahlt, so find die Gesellen berechtigt, die Tischlerei Gorzig, Steglit 8,80. Gefangverein„ Tonblüthe" 5,-. Ge: St. Josephs- Waisenhauses seine Absicht, wieder zu entfliehen, aus- Arbeitsstelle so viel früher zu verlassen, als sie Zeit gebrauchen, um müthliche Geburtstagsfeier bei Steffen 8,-. Statgewinn F. M. C. 1,55. gesprochen haben. Das war der Grund, weshalb die Schwester rechtzeitig( um 5 Uhr) im Komptoir einzutreffen. Werden Gefellen Klub der Harmlosen, Moabit" 6,- Rieb, 1. März 4,65. Sozialdemokr. Karola( Therese Niesen) die Vollziehung einer Prügelstrafe ver- entlassen, so sind sie eine Stunde bor Feierabend davon Gaft und Schankwirthe Berlins und Umgegend 100,- Metallarbeiter fügte, die am 13. November einem Sonntage in aller zu benachrichtigen, damit sie ihr Werkzeug in Ordnung der Pianoleuchter- Fabr. von C. Schiller 4,50. Frauenverein„ Norden" ohne Form vollstreckt wurde. Schwester Karola rief Auf jeder Arbeitsstelle muß jemand den in bringen fönnen. Datum 5,-. Käsereisender-, 50. 4 Former a. d. Adalbertstr. 70 4, der Anstalt beschäftigten Korbmacher Nikolaus Bastian, bestimmt werden, der vor den Bausen, sowie zwischen Frühstück und Segelfl. R. 11. V. 7,-. Geſ. i. d. Dreh. u. Gieß. v. Teichelmann, Breslauerstr. 12,85. Der nebenbei auch die Stellung eines Prügelmeisters zu be- Mittag, und zwischen Mittag und Vesper die erforderlichen NahrungsGej. durch A. Wurbs 9,-. Siemens u. Halske, Charlottenburg, Ersparnisse fleiden scheint, damit er die verhängte Prügelstrafe vollstrecke. mittel einholt. V. B. H. 10,-.. G. 20,-. D. B. 15, Auf jedem Neubau sowie auf den Holzplätzen muß R. S. 6,-. F. V. 5,-. S. M. 3,-. M. R. 3,- E. P. 1, Bastian band den Knaben nach dem Geheiß der christlichen Schwester ein verschließbarer Raum vorhanden sein, in welchem die Arbeiter J. M. 1,50. 2. W. 2,- 2. W. 1,-. F. B. 0,50. 2. D. 0,50. auf einem Schemel fest, damit er sich keine zarten Körpertheile bei ihre Mahlzeiten einnehmen und ihr Werkzeug unterbringen können. G. A. 1,-. B. B. 1. G. E. 1,-. S. S. 1,-. S. A. 3,-. G. G. 3, der Prügelei verlege", wie Schwester Placia( Katharina Becker) Der Raum muß so beschaffen sein, daß er gegen Witterungseinflüsse, A. 2. 1,-. R. W. 3,-. W. E. 1,-.. 2. 1,-. M. 3. 1,- W. L. 1, G. 2. 1,-. sagte. Schwester Karola hat dem Knaben, nach dessen Aussage, auch noch Schmutz und Staub, sowie gegen Diebstahl Schutz gewährt, auch müssen M. G. 2,-. M. N. 1,-. Dr. Rosenthal, Basel 10, Bump und sein Nachbar Mare, Swinemünderstraße 2,-... 2, die Hände festgehalten, während Bastian ihm mit einem Rohrstock eine An- Tische und Bänke in hinreichender Anzahl vorhanden sein. Zur Arbeiter- Radfahrerverein„ Berlin"( einschl. 7,- von den Reigenfahrern) 20, zahl Hiebe auf den hinteren Körpertheil applizirte. Als der Prügel- ersten Hilfe bei Unglücksfällen darf ein Kasten mit Verbandsmaterial Geburtstagsfeier der Frau Marie Süßmann 4,50. E. Köhler, Maurer 1,50. necht mit seiner Arbeit innehielt, trieb ihn Schwester Karola aufs nicht fehlen. Diejenigen Arbeiter, welche den 1. Mai feiern, dürfen Verein der Wäsche und Kravattenmacher 30,-. Musik 2,-. Teller: Neue an mit den Worten: Nur noch mehr, er hat noch dieserhalb nicht entlassen werden. Wird von irgend einem Geschäft sammlung der öffentlichen Versammlung der Möbelpoltrer durch nicht genug!" Dieser Prozedur mußten Dieser Prozedur mußten der Abschreckung gegen obige Bestimmungen verstoßen, oder sind sonst Differenzen A. Niese 7,-... 3,-. Xylographen, 1. Rate 51,-. Frau wegen sämmtliche 3öglinge des St. Josephs- Waisenhauses zwischen Arbeiter und Arbeitgeber entstanden, so ist der Vorstand des f. 50. Geburtagsfeier bei Naute, hinten draußen Pantstr. 4 2,35. beiwohnen. Die als fommandirte Zuschauer anwesenden Knaben Verbandes berechtigt, dieserhalb bei dem betreffenden ArbeitVon den Kupferschmieden der Filiale Beckum durch Kurz 15,-. Gesang haben später dem Steiner gesagt, sie hätten die Hiebe, die er bekommen, geber vorzusprechen um Abhilfe zu verlangen. Wird eine verein Vorwärts", Charlottenburg 12,30. Morgensprache der Zimmerer bei Gerth in Tempelhof durch ersten 4,-. Gejangverein" Sangeslust", gezählt. Es seien im Ganzen 59 gewesen. Die frommen Berständigung nicht erzielt, fo ist der Vorstand des Tempelhof, Staterbummel 2,50. Tischlerei Kart Müller u. Comp., Blücher Schwestern, welche die Hiebe zwar nicht gezählt haben, behaupten Arbeitgeberbundes davon zu benachrichtigen, er hat die Sache ebenstraße 35, 2. Rate 11,60. dagegen, es könnten nur einige 20 gewesen sein. Eine Woche falls zu untersuchen, damit eine Beilegung der Differenzen auf friedSumima 468,65 Mr. Bereits quittirt 1403,10 m. Jn Summa 1871,75 m. nach diesem Vorfall ist Karl Steiner wieder zu seiner früheren lichem Wege erzielt wird. Obige Bestimmungen treten mit dem Pflegemutter entlaufen. Dieselbe ließ ihn bald nach seiner 1. April 1899 in Kraft und haben bis zum 31. März des nächsten Ankunft von einem Arzte untersuchen und dieser stellte Jahres Giltigkeit. Wird von einem der beiden Theile eine Aenacht Tage nach der empfangenen Prügel fest, daß der derung gewünscht, so ist dies vier Wochen vor dem 1. April zu In der Beleidigungsklage, die der Chefredakteur der Knabe an der Schulker und am Gesäß blutunterlaufene, beantragen. Geschieht das nicht, so hat dieser Vertrag auf ein weiteres ,, Voffischen Zeitung" Fr. Stephany gegen den Redakteur ber berfärbte Striemen, sowie mit Blutfchorf bebedte Jahr Giltigkeit. " Deutschen Tageszeitung" Dr. Strehlfe angestrengt hat, stand gestern Stellen hatte. Schwester Karola und Korbmacher Bastian Nachdem die Tagesordnung erledigt war, ersuchte Kube die vor der 150. Abtheilung des Schöffengerichts Termin zur Haupt- waren infolge der geschilderten Prügel- Grekution wegen Körper- Zimmerer, sich nicht von der Firma Schvien, welche gegenwärtig verhandlung an. Die Entstehungsursache des Prozesses läßt sich berlegung angeklagt. Die frommen Schwestern( Karola und die Zimmerer nach Hamburg sucht, anwerben zu lassen, denn es scheine, kurz folgendermaßen zusammenfassen: Im März vorigen Jahres Beugin Placia) suchten den Knaben als einen verlogenen Jungen als ob da hinsichtlich des Arbeitsverhältnisses nicht alles in Ordnung ging dem Vorstande des Vereins Berliner Presse" die Mittheilung hinzustellen, der seine Prügel verdient habe, während die sei und den Hamburger Zimmerern eine unlautere Konkurrenz gemacht zu, daß der Redakteur des Handelstheils der„ Bossischen Zeitung", frühere frühere Pflegemutter des Steiner ihn als willig, ehrlich werden solle. Schriftsteller Mar Dunst, zu hiesigen größeren Bantinstituten un und wahrheitsliebend bezeichnet. Der als Beuge ber Yautere Beziehungen unterhalte, wodurch seine journalistische Ehre nommene Vormund Steiner's ſagte aus, feien sowohl Die freie Vereinigung der selbständigen Barbiere nahm bloßgestellt werde. Dung, welcher Mitglied des Vereins einige der frommen Schwestern, wie auch ein Prediger an in der Versammlung am 20. Februar zu der Gehilfenforderung Berliner Presse" war, wurde vom der Kaiser Wilhelm Gedächtnißkirche bei ihm gewesen, um ihn zu folgende Stellung: Resolution: Die Vereinigung erklärt sich mit Vorstande aufgefordert, sich dadurch zu rechtfertigen, Der Amts- den von der Organisation der Gehilfen gestellten Forderungen: gegen den Professor bewegen, daß er keine Anzeige erstatte. Fechner und den Rechtsanwalt Jonas, welche das Gerücht dem anwalt faßte den Vorfall als eine keineswegs erhebliche Ueber- I. Schluß der Geschäfte um 9 Uhr, II. Verkürzung der Arbeitszeit Borstande unterbreitet hatten, den Kelageweg beschreiten sollte. Dunk schreitung des der Schwester Karola zustehenden Büchtigungsrechtes von 7 Uhr Morgens bis 9 Uhr Abends, im Prinzip einverstanden. kam dieser Aufforderung nicht nach, strengte dagegen gegen die auf und beantragte gegen diese 30 M., gegen Bastian 20 M. Geld- Einen bindenden Beschluß zu Forderung I. tann die heutige Ver Vorstandsmitglieder Leopold Kalisch und Richard Schott die Klage strafe. Dem Gerichtshof erfchien es nicht festgestellt, daß der vom sammlung nicht fassen, da derselbe doch nur auf dem Papier stehen an, weil diese das Gerücht weiter verbreitet haben sollten. Aber Arzte atteftirte Befund eine ausschließliche Folge der Züchtigung sei, würde, und zwar aus folgenden Gründen: Ein Beschluß zur kurz vor dem Verhandlungstermin zog Dunk diese Klage zurück, er beschloß daher, die Sache zu vertagen und als Sachverständige Forderung I würde an der schlechten Lage unseres Geschäfts und mit der Begründung, daß den Beklagten doch wohl der Schutz des den Arzt, welcher den Knaben untersucht hat, sowie den Professor an dem großen Indifferentismus der Kollegen scheitern. Besonders an der Peripherie der Stadt und den Vororten Berlins, wo die § 193 Str.-G.-B. zugebilligt werden würde. Darauf wurde Dunk D. Bergmann zu laden. aufgefordert, seinen Austritt aus dem Verein anzumelden. Der ChefKollegen mit der Kundschaft der Arbeiter zu rechnen haben, würden redakteur Stephany erhielt von den Vorgängen Kenntniß, er stellte Ein Beispiel, wie Behörden mit organisirten Arbeitern umgehen, läufigkeit, die zwischen Wohnung und Arbeitsstätte besteht, wären die Das Vereinsgefeh gegen Arbeiter- Tanzvergnügungen. der Durchführung Schwierigkeiten entstehen. Denn bei der WeitDung dieserhalb zur Rede, der ihm unumwunden eingeräumt haben giebt folgender Vorfall: Ein Tanzvergnügen, das die Verwaltungs- Arbeiter nur dann in der Lage, die Geschäfte vor 9 Uhr zu besuchen, soll, daß er in früheren Jahren, bevor ihm die Leitung stelle Luckenwalde des Deutschen Metallarbeiter- Verbandes Deutschen Metallarbeiter- Verbandes am wenn diefelben etwas von ihrer eigenen Bequemlichkeit opfern des Handelstheils der Bossischen Zeitung" übertragen worden war, 4. September 1897 abhalten wollte, wurde von der Polizeiverwaltung würden. Wie es aber mit diesem Opfermuth bestellt ist, beweist uns für die Diskontogesellschaft statistische Arbeiten angefertigt habe. Er mit der Begründung verboten, daß es sich hierbei um eine der 2 Uhr Ladenschluß an den Sonntagen, da gerade in den babe dafür im Laufe der Jahre zweimal je 150 M. und einmal versammlung eines politischen Vereins handele, an der Stadttheilen die Geschäfte an den Sonntagen länger aufhaben, wo 200 M., int Ganzen also 500 W. erhalten. Seit seiner Zugehörig Frauen nicht theilnehmen dürften. Der Bevollmächtigte Buhlmann be- eine zahlreiche Arbeiterschaft wohnt. Da wir diesen Beschluß auch feit zur Bossischen Beitung" habe jede journalistische Thätigteit für schwerte sich vergeblich beim Regierungspräsidenten und beim Ober- im Interesse von alten und kranten Kollegen, die ihren Geschäften die Diskontogesellschaft aufgehört. Die Affäre Dung bildete im präsidenten. Berein Berliner Presse" den Gegenstand ernſter Erörterungen, bei baß die Luckenwalder Zweigstelle des Verbandes ein politischer Verein beraubt und den Daseinskampf allein führen müssen, gefaßt haben, Beide Regierungsvertreter beriefen sich dafür, nicht mehr vorstehen können und armer Wittwen, die ihres Ernährers denen Herr Stephany die Sachlage von seinem Standpunkte aus be- fei, auf die polizeilichen Berichte über verschiedene Verbands- und so wird gerade dieser Beschluß von dem größten Theil der Arbeiter Teuchtete und die gegen Herrn Dung erhobenen Beschuldigungen öffentliche Versammlungen. Buhlmann klagte gegen den Ober- nicht beachtet. Dagegen erkennt die heutige Versammlung die nach seiner Kenntniß der obwaltenden Verhältnisse auf das richtige präsidenten beim Ober- Berwaltungsgericht und machte Forderung II, Verkürzung der Arbeitszeit, als berechtigt an, und Maß zurückzuführen sich bemühte. In der betreffenden Versammlung geltend, der Verband und seine Zweigstelle in Ludenwalde bezweckten verpflichten sich die Kollegen, für Durchführung dieser Forderung des Vereins Berliner Presse" war bezüglich dieser Erörte- lediglich eine Verbesserung der Lage der Arbeiter. rungen Stillschweigen für selbstverständlich gehalten worden. handlung vor In der Ver- voll und ganz einzutreten. dem ersten Senat des Gerichts wurde Die Deutsche Tageszeitung" war aber doch in der Lage, Mittheilungen darüber zu bringen und sie verdichtete diese alsdann zu Verbandsversammlung den Polizei- Akten folgendes vorgetragen. In einer Die Möbelpolirer waren am Montag bei Möhring in der am 24. Auguſt 1895 fei von Admiralstraße versammelt. Nachdem der Vertrauensmann den BeAngriffen gegen den Privatkläger, indem in einer Anzahl von einem Redner als sehr bedauerlich hingestellt worden, daß sich die richt gegeben hatte, wurden Krump, Reimann und Albrecht Artikeln die" Berliner Breßkorruption" besprochen und angedeutet Metallarbeiter einer Fabrit an der Sedanfeier betheiligen zu Revisoren gewählt, während August Niese zum Vertrauens wurde, daß eine dem Privatkläger sehr nahestehende Person mit wollten. Dann habe man beschloffen, eine öffentliche Metall- mann ernannt wurde. Die Maifeier soll wie im Vorjahre abHerrn Dung zusammen ein gemeinsames Konto bei einer hiesigen arbeiter- Versammlung einzuberufen, und in dieser Versammlung gehalten werden, und zwar Vormittags eine Versammlung und Banffirma gehabt habe. Diese Artikel waren erschienen zu einer habe Nohrlad ausgeführt, wie die Arbeiter von den Großunter Nachmittags ein Ausflug. In das Komitee zur Maifeier wurden Zeit, als sich der Privatkläger auf Urlaub außerhalb Berlins be- nehmern gedrückt, gemaßregelt und durch schwarze Listen in Verruf gewählt: Gade, Meier und Volz. Nach dieser Wahl entspann fand. Als er Kenntniß davon erhielt, erließ er in der" Vossischen erklärt würden. Solche Millionäre seien schlimmer wie Polizei und sich eine lebhafte Diskussion über die Beschickung des Kongresses der Zeitung" eine längere Erklärung, in welcher er alle diese Vor- Staatsanwaltschaft zusammengenommen. Die ganze Staatsverfassung lokalorganisirten Gewerkschaften zu Braunschweig. Es wurde bes würfe und Andeutungen der Deutschen Tageszeitung" für un- jei auf den Kapitalismus zugeschnitten. In einer anderen öffentschlossen, einen eigenen Delegirten zu entfenden und Heinrich zutreffend und unwahr erklärte. Die Erklärung begann mit der lichen Versammlung habe Sagler bei einer Empfehlung der Schulz mit diesem Amt beauftragt. Zum Schluß wurde über Bemerkung, daß weder er, der Privatkläger, noch die Kollegen des Organisation geäußert, man müsse Geld zusammenbringen, damit die Verhandlungen mit dem Gewerberath Dr. Sprenger bes Herrn Dunt, noch kompetente Sachverständige etwas Bedentliches in man bei einem Streit Munition habe. Jeder Streit wäre eine richtet. Dr. Sprenger hatte die Organisation veranlaßt, der früheren Nebenbeschäftigung des Herrn Dung gefunden hätten Revolution, um im Verein mit der Sozialdemokratie zum Siege zu mit ihm gemeinsam Untersuchungen über die Berufskrankheiten der und daß auch nie bemerkt worden sei, daß diese außerberuflichen gelangen. Nach dem Bericht über eine Verbandsversammlung vom Möbelpolirer, die Kräge und die allgemeine Kurzsichtigkeit, vorArbeiten die redaktionelle Thätigkeit des Herrn Dunk beeinflußt August 1897 sei der Anschluß an die Organisation befürwortet und zunehmen. Es sollte festgestellt werden, ob sie thatsächlich von dem hätten. Dennoch sei Letzterem nahegelegt worden, daß nach den dabei gesagt worden: Wenn der Kampf losbricht, muß jede Klinge schlechten Arbeitsmaterial herkommen. Am Sonntag nun hat ſtrengen Grundfäßen und Ansprüchen, die die Eigenthümer derf, Boss. geschliffen sein. Das Ober- Berwaltungsgericht wies die Klage Dr. Sprenger erklärt, daß es der Regierung nicht genüge, wenn sich 3tg." an die Unantastbarkeit der Redaktionsmitglieder stellen, schon der ab, ohne Gründe zu publiziren. Diese Entscheidung setzt voraus, etwa 40-50 Mann untersuchen lassen. Die Behörde wolle statistisches laut gewordene Verdacht seine Stellung in der„ Boff. 8tg." unhaltbar daß der Senat die Luckenwalder Mitgliedschaft des Deutschen Metall Material, das den ganzen Beruf umfasse. Es wurde angeregt, unter mache. Herr Dung habe darauf erklärt, daß er nach Ablauf der ihm gefeß- arbeiter- Verbandes als politischen Verein ansieht. Auf diesen Umständen die Untersuchungen auf Rechnung der Organisation lich zustehenden Kündigungsfrist aus seiner Stellung ausscheiden werde. die schriftlichen Gründe darf man gespannt sein. zu versuchen, da die Regierung für diese nothwendigen Erhebungen Herr Dung habe denn auch thatsächlich seit Ende Mai 1898 fein Geld übrig habe. Der Ertrag der Tellersammlung wurde den aufgehört, Mitglied der Redaktion der Boss. 3tg." zu sein. Was Angehörigen der Dresdener Verurtheilten überwiesen und wiederum die beleidigenden Behauptungen der Deutschen Tageszeitung" bevor dem Lokal- Anzeiger" gewarnt.. trifft, so erklärte der Privatkläger, daß er der Deutschen Tagesztg." Gelegenheit geben werde, ihre Verdächtigungen vor dem Strafrichterlichen Versammlung der Verbands- Filialen von Berlin, Charlotten führung der Unterſtügung Arbeitsloser zu empfehlen. Hierauf Die Zimmerer beschlossen am Mittwoch in einer außerordentDer Verband der Bäcker beschloß am 21. Februar, die Einzu erweisen. Die Deutsche Tageszeitung" schrieb darauf: Dies sei burg, Nirdorf, Schöneberg, Friedenau, Wilmersdorf, Tempelhof, sprach der Vorsitzende über die Lohnbewegung; er empfahl, die ihr sehr willkommen, zumal sie nur vor Gericht ihr reichhaltiges Treptow, Friedrichsberg, Stralau- Rummelsburg, Weißensee, Halensee, Lohnkommission in ihren Bestrebungen eifrig zu unterstützen. Für Material vorlegen könne. Diese Vorgänge haben zu der gestern Grunewald und Reinickendorf dem Arbeitgeberbund ihres Ge- die in Dresden Verurtheilten wurde eine Sammlung veranstaltet. zur Verhandlung angestandenen Privatklage des Herrn Stephany gegen den verantwortlichen Redakteur Dr. Strehlte auf Grund der werbes folgende Forderungen behufs gegenseitiger Vereinbarung zu $§ 185 und 186 des St.-G.-B. geführt. Den Vorsitz führte AmtsDie lokalorganisirten Musikinstrumenten Arbeiter hielten richter Matthies, den Privatkläger vertraten Rechtsanwalt Paul 15. Oftober täglich 9 Stunden; sie beginnt Morgens 7 Uhr und Der Vertrauensmann Arndt gab zunächst den Bericht über seine I. Arbeitszeit. Die Arbeitszeit beträgt vom 1. März bis am 27. Februar bei Graumann eine öffentliche Versammlung ab. Michaelis und Justizrath Dr. Sello, der Angeklagte Dr. Sello, der Angeklagte endet- mit folgenden Unterbrechungen: Bon 81/2 bis 9 Uhr Thätigkeit als Delegirter der Gewerkschafts- Kommission und seine wurde durch Rechtsanwalt Paul Jonas vertheidigt. Als Zeugen Frühstücspause, 12-1 Uhr Mittagspause, 4-41/ 2 Uhr Vesper- Abrechnung als Vertrauensmann. Die Abrechnung ergab in Einwaren u. A. an Gerichtsstelle erschienen: Chefredakteur Vollrath, pause- Abends 6 Uhr. Bom 16. Oftober bis 24. Februar wird die nahme 273,85 M., in Ausgabe 212,35 M. Auf Antrag der Revisoren Robert Schweichel, Dr. Franz Mehring, Gust. Dahms, Arbeitszeit auf täglich 8 Stunden festgesetzt, sie beginnt Morgens würde dem Vertrauensmann Decharge ertheilt. der Inhaber der„ Boff. 8tg." Geheimer Justizrath Lessing, 7/2 Uhr Frühstück von 81/ 2-9 1hr, Mittagspause von 12 bis Bei der hierauf folgenden Neuwahl wurde Arndt einstimmig Schriftsteller 3. 6 ott und Mar Duns, Frau Stephany, 12 Uhr die von 1/ 2-8 th, Mittagspause von 12 bis Pantier Julius Friedmann 2c. und endet Nachmittags 4/2 Uhr. Die Verhandlung wurde durch In der wiedergewählt und zum Stellvertreter O. Dreyer ernannt. Zu einen eigenartigen Umstand vereitelt. Der Termin war auf 91/2 Uhr Feierabend gemacht, jedoch unter Fortfall der Vesperpause und ohne gewählt. Hierauf referirte Arndt über die Gründung eines StreifZeit vom 1. März bis 15. Oftober wird Sonnabends um 5 Uhr Revisoren wurden Groger, Scheunemann und E. Mahnke angesetzt und genau auf die Minute wurden die Parteien und Zeugen Lohnabzug. An den Sonnabenden der übrigen Jahreszeit tritt eine fonds und fand der Vorschlag in der Diskussion allgemeine Zustimmung. aufgerufen. Beim Aufrufe fehlte der Privatkläger, der rechtzeitig im Kriminalgerichts- Gebäude erschienen war und auf dem Korridor halbe Stunde früher als an den anderen Tagen Feierabend ein, Bur Ausarbeitung eines Regulativs für den Streitfonds wurden nach dem etwas entlegenen kleinen Schöffengerichtssaale suchte. Seine ohne daß ein Lohnabzug stattfindet. Am Sonnabend vor Ostern Drabnit, Scheunemann, Seibt, Blossies und Richter Bertreter suchten einen turzen Aufschub zu erzielen, es gelang aber nicht, und Pfingsten ist unter den nämlichen Bedingungen wie oben, um bestimmt. Ferner wurde beschlossen, den in Braunschweig stattfindenden Kongreß der lokalorganisirten Gewerkschaften zu beschicken, der Vorsitzende erklärte vielmehr, da das persönliche Erscheinen des 4 Uhr und am Tage vor Weihnachten um 8 Uhr Feierabend. II. 2ohn. Die Arbeit wird in Zeitlohn ausgeführt und der und Arndt einstimmig zum Delegirten gewählt. Böttcher Brivatklägers angeordnet und er nicht zur Stelle sei, das Verfahren auf feine Stosten eingestellt werde. Wenige Minuten nach der Termins- Lohn nach Stunden berechnet; für die Stunde wird ein Minimallohn erstattete Bericht über das Verhalten der Kommission des Holzzeit meldete sich der Privatkläger, die sämmtlichen Zeugen waren von 60 Pf. feſtgeſetzt. von 60 Pf. festgesetzt. Ueberstunden-, Sonntags- und Nachtarbeit arbeiter- Verbandes zu den Lohnabzügen bei der Firma Nieber u. Ko. noch zur Stelle, die schon getroffene Entscheidung des Gerichts konnte ist mir in ganz außerordentlich dringenden Fällen zulässig. Sind solche Die Haltung der Kommission wurde einer absprechenden Kritik unternoch zur Stelle, die schon getroffene Entscheidung des Gerichts fonnte Arbeiten unvermeidlich, so ist für die leberstunde 75 Bf., für Sonn- 30gen. Vom Vorsitzenden Grundmann wurde der Bericht der Holzaber nicht mehr rüdgängig gemacht werden. Die Vertreter des Privattlägers wollen die Wiedereinsegung in den vorigen Stand be- tags- und Nachtarbeit 80 Pf. pro Stunde zu zahlen. Ueberstunden arbeiter- Zeitung" über die vorletzte Fachvereinsversammlung einer antragen und meldeten dahin zielende Schritte an. fallen in die Beit von 6-8 Uhr abends; die Zeit von 8 Uhr Besprechung unterzogen. Redner ist der Meinung, der Bericht entAbends bis 7 1hr Morgens ist als Nachtarbeit anzusehen. spreche nicht den Thatsachen. In der darauf folgenden Diskussion, Eine Prügel- Exekution im katholischen St. Josephs. Bei größeren Arbeiten, die des Nachts ausgeführt werden müssen, an welcher sich Kleinlein, Blossies, Drabnik, Thieme Waisenhause zu Potsdam kam am Donnerstag vor dem Schöffen- dürfen die Zimmerer, welche den Tag über gearbeitet haben, nicht und Frau Gubela betheiligten, wurde die gleiche Ansicht vergericht unserer Nachbarstadt zur Sprache. Im genannten Waisen zur Nachtzeit herangezogen werden, sondern es muß in solchen treten. hause war der 10 jährige Knabe Karl Steiner untergebracht. Fällen ein Wechsel der Arbeiter stattfinden, auch sind bei Nachtarbeit Wie es scheint, hat er sich unter der strengen Zucht der St. Josephs- die üblichen Bausen zu gewähren. Bei Arbeiten außerhalb Schwestern nicht wohl gefühlt, denn er ist früher schon mehreremal Berlins und der genannten Vororte ist ein Zuschlag von 5 Pf. pro entlaufen und zu einer Frau in Berlin, bei der er Stunde und das Fahrgeld zu zahlen. " " " " aus unterbreiten: Versammlungen. -3 Berliner Kranten Unterstützungs- und Begräbniß- Verein für Frauen und Mädchen, gegr. 1892. Jeden Freitag, Abends 7 Uhr, Bahlabend bei Mehrwald, Alte Jakobstr. 54/ 55- Neue Mitglieder werden daselbst aufgenommen. GO Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Thraker. Freitag, den 3. März. Opernhaus. 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