Einzelpreis 70 Seller. Zentralorgan d. Deutschen ſozialdemokratischen Arbeiterpartei i.d.Tſchechoslowakischen Republik. 12. Jahrgang. Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich früh. Redaktion und Verwaltung: Prag II., Relájanta 18. Telepbon: 26795, 31469.( atrebattion): 26797 Bolichedamt: 57544 Donnerstag, 21. Jänner 1932 Nr. 18. Der tschechollowaliche Außen. Deutschland gegen ein weiteres Provisorium. Aufreizung zum Klassenhab. 1931. Attivum 1,351 Milliarden, Umfaßrüdgang 8,26 Milliarden. Das Statistische Staatsamt veröffentlicht die borläufigen Ergebnisse über den Außenhandel der Tschechoslowakei im Jahre 1931. Demnach betrug der Gesamtwert der Einfuhr im Jahre 1931 11,789( 1930: 15,715) Milliarden, der Wert der Ausfuhr 13,140( 1930: 17,474) Milliarden Kronen. Die Einfuhr ist also im letzten Jahre uin 3,926 Milliarden, die Ausfuhr um 4,334 Milliarden weiter zurüdgegangen. Unsere Handelsbilanz war im Jahre 1931 immerhin noch mit dem Betrage von 1,351 ( 1930: 1,759) Milliarden aktiv. Auf die ein zelnen Warengruppen verteilen sich die Ziffern folgend: Warengruppe I. Lebende Tiere II. Lebensmittel u. Getränke III. Rohstoffe IV. Fertige Waren V. Edelmetalle u. Münzen. Warengruppe I. Lebende Tiere. II. Lebensmittel u. Getränke III. Rohstoffe Einfuhr 1931 230,8 2: 383,3 4.982.0 4.124,5 68,6 Berlin, 20. Jänner. Wie die ,, Bossische entscheiden, was Deutschland bisher für den fran- so stellen sie sich darunter immer einen Mann Zeitung" meldet, ließ die englische Regierung zösischen Wiederaufbau bezahlt hat. durch ihren Berliner Botschafter bei der deutschen Regierung fondieren, ob sie einer Verlängerung * Hören manche das Wort Agrarier, vor, der mit rauhen, arbeitsgewohnten Händen seine paar Streifen Land bearbeitet, forSiezu wird offiziös gemeldet: genvoll nach dem Himmel lugt, der ihm in des Hoovermoratoriums um ein Jahr, d. i. bis am gestrigen Dienstag eine längere Unterhaltung einer jahrelangen Mühe und Plage vernichEs ist richtig, daß Sir Horace Rumbold einer Stunde durch ein Unwetter die Frucht 30. Juni 1933 zustimmen würde. Der Reichs- mit dem Kanzler gehabt hat. Eine andere Ant- ten kann, der in diesen schweren Zeit hart unt ranzler habe auf diese Anfrage ablehnend ge- wort als Dr. Brüning ihm gegeben hat, konnte sein bißchen Existenz ringt und der, da er antwortet. Es soll dies während antwortet. Es soll dies während der gestrigen er schon deshalb nicht bekommen, weil die Ver- weiß, daß seine Vorväter einst im Joche der Ver- weiß, Unterredung, die Brüning mit dem englischen längerung des Hooverjahres nur eine Maßnahme Robot schmachteten, Verständnis für das trausein würde, die im Rahmen des Youngplanes Botschafter Sir Horace Rumboldt hatte, er- bleibt und die Lösung erneut für längere Zeit rige 20s der Armen und Unterdrückten besitzt. hinauszögert. Außerdem würde ein zweites Die agrarische Propaganda stellt mit folat sein. Die deutsche Regierung hätte sich mit einer Sooverjahr die Uebernahme weiterer Vorliebe diesen Typus des Agrariers in den halbjährigen Verlängerung des Morato- Deutscher Verpflichtungen bedeuten. Vordergrund. Doch hat sich, begünstigt durch riums bis 15. Dezember I. J. zufriedengegeben, Die Sachverständigen, die ja schließlich auch von Bodenreform und Politik, bei uns ein neuer eine einjährige Verlängerung sei aber für Frankreich mitberufen worden sind, haben aber Typ entwickelt, der des politischen 1930 Deutschland unannehmbar, einerseits des ausdrücklich festgestellt, daß Deutschland nicht Agrariers, der Typ der Restgutbarone, 724,5 halb, weil dadurch die Endregelung der Repara- zahlen kann, daß die Initiative zur Beseiti der durch die Politik Aufgestiegenen und Sa2.657,4 tionsfrage allzu weit hinausgeschoben wird, ande- gung der gegenwärtigen Schwierigkeiten über den turierten. Diese Gattung von Agrariern, sie 7.114,7 rerseits deshalb, weil dadurch dem französischen Youngplan hinausgehen müsse, und daß Gefahr fäet und erntet nicht mit eigenen Händen, son5.183,3 Standpunkt, der an dem Young- Plan festhält. im Verzuge ist. Sie haben die Regierungen fate34,5 entsprochen werde, nach welchem das Moratorium gorisch aufgefordert, so schnell wie möglich zu handern fitzt zum Teil behaglich auf den ehemaAusfuhr bis auf zwei Jahre verlängert werden kann, beln. Dieser Bericht der Sachverständigen muß ligen Landsitzen des Feudaladels, zum Teil 1931 1930 worauf die Zahlungsfähigkeit Deutschlands erst für die weitere Entwicklung maßgebend sein, in der Hauptstadt des Staates und kommt, wieder geprüft werden müsse. wenn es gelingen soll, die Welt über die Krise wie dieser Tage unser Prager tschechisches 22,8 54,9 Die Vossische Zeitung" meldet weiter, daß hinwegzubringen. Bis zum Ablauf des Hoover Parteiblatt treffend gesagt hat, nur dann in 1.113,8 1.705.5 2.039.9 2.795.6 Die deutsche Regierung entfchloffen sei, dem Vor- jabres, also bis zum 1. Juli, sind es noch über Berührung mit dem Lande, wenn sie zum 9.920,6 12.904,3 ſchlag zuzustimmen, den in der gestrigen sigung fünf Monate. Das ist nach deutscher Auffassung festlichen Schweineschlachten dorthin geladen der französischen Kammer der Führer der Sozia eine ausreichende Zeit, um eine vernunft werden, wo sie dann im Auto erscheinen, sich listen Leon Blum gemacht hat, nämlich es möge gemäße Lösung herbeizuführen, die die Verlänge antrinken und anessen und wieder nach Hause Dezemberbilanz mit 74 Millionen paffiv. eine Schiedsgerichtsinstanz Schiedsgerichtsinstanz darüber I rung des Feierjahres überflüssig machen würde. fahren. Sie beobachten nicht die Wettererschei nungen am Himmel, sondern studieren die Kurszettel der Börse, sie befehligen die agraLondon, 20. Jänner.( Reuter.) Das| Die britische Regierung hofft, daß binnen weni- rischen Zeitungsredaktionen und siten in den Foreign Office veröffentlicht ein Kommuniqué, gen Tagen eine befriedigende Vereinbarung über weichgepolsterten Klubfauteuils der Verwal in dem es heißt:„ Die Verhandlungen zwischen das einzuschlagende Verfahren zustande kommt. tungsratzimmer der verschiedensten Bank- und den an der Lausanner Konferenz hauptsächlich Auf eine Anfrage der englischen Regierung, Industrieunternehmungen. Es ist diese verinteressierten Regierungen sind noch nicht be- ob Deutschland mit einer Verschiebung der Lauendet. Es liegt auf der Hand, daß die Konferenz fanner Konferenz einverstanden wäre, hat Brü- hältnismäßig fleine Schichte, welche die tschenicht schon am 25. Jänner, dem provisorisch ning unter Hinweis auf das Baseler Gutachten chische agrarische Partei beherrscht, ihren Geist festgesetzten Datum, eröffnet werden kann. Wei- und auf sein bekanntes Interview ablehnend und ihre Politik bestimmt und was schlimmer tere Verhandlungen finden gegenwärtig statt. geantwortet. IV. Fertige Waren V. Edelmessalle 1. Münzen. 43,0 13,3 Für Dezember 1931 beträgt die Einfuhr 1,230( 1930: 1,287) Milliarden, die Ausfuhr da gegen 1,156( 1930: 1,446) Milliarden Kronen. Die Handelsbilanz für Dezember 1931 ist also mit 74 Millionen passiv, während in der glei chen Zeit des Vorjahres ein Aktivum von 159 Millionen zu verzeichnen war. Identischer Standpunkt hinsichtlich der Reparations- und Abrüftungskonferenz. Prag, 20. Jänner. Ueber die Beratungen des chechoslowakischen und rumänischen Außenministers wurde folgender Bericht ausgegeben: Konferenz abermals verschoben. Europa soll sich selbst helfen. Eine Absage aus Amerika. rammelt. Wenn sich auch die Vereinigten ist als das: den Staat in ihren Händen hält, der sie selber zu sein glaubt und von dem sie meint, daß er nur ihr und immer wieder nur ihr zu dienen hat. Es ist der Geist dieser gesättigten und Im Rahmen des offiziellen Besuches des Washington, 19. Jänner.( Reuter.) Die| zusammengefaßt werden: Europa muß doch niemals fatten Bourgeois, die man kaum rumänischen Außenministers D. Ghita in Brag fanden zwischen ihm und dem tschechoslowa Vereinigten Staaten haben durch den Botschafter selbst sein seil suchen. Trotzdem aber mehr an dbourgeois nennen kann, der Ton fischen Außenminister Dr. E. Beneš zwei poli- Edge Frankreich mitgeteilt, daß Europa das sieht das Blatt den Weg zu neuen Zugeständnissen und Politik der tschechischen Agrarpartei betische Unterredungen, und zwar Dienstag, den Schuldenproblem ohne Eingreifen der Ver- der Vereinigten Staaten nicht absolut ver- stimmt. Wie anders wäre sonst die herz- und 19. Jänner, nachmittags und Mittwoch, den einigten Staaten regeln müsse. Das Staatsdepartement ermächtigte den Bot- Staaten an teinerlei Schuldenverhandlungen gewissenlose Heze zu erklären, die von der 20. Jänner, vormittags, statt. Die Minister besprachen gemeinsam die all. fchafter, die franzöfifche Regierung davon zu ver- beteiligten, so wird nichtsdestoweniger erklärt, agrarischen Presse gegen die Arbeitslosen und gemeine Situation ihrer Länder und Europas, ständigen, daß sich die Vereinigten Staaten nicht daß sie aufmerksam jeden konkreten Plan für eine das Ministerium für soziale Fürsorge betriewie sie sich vor den beiden bevorstehenden Ston- mit dem Versprechen eines neuen Moratoriums neue Bertagung der Ratenzahlungen der Kriegs- ben wird! Nicht erst seit heute, das geht nun wie sie sich vor den beiden bevorstehenden Ston- binden könnten, denn die Parteiführer des Kon schulden oder irgend ein anderes von Europa schon seit Monaten täglich, unaufhörlich und ferenzen in Lausanne und Genf darstellt. Sie greffes hätten das Weiße Haus vor einer Ber- ausgearbeitetes Abkommen, das imftande wäre, unermüdlich, allerdings hat jetzt diese Hetze tauschten ihre Ansichten über die Fragen aus, längerung des Moratoriums gewarnt. die heutigen Schwierigkeiten zu beseitigen, er ihren Gipfelpunkt erreicht. Seit jeher hat diewelche auf der Tagesordnung dieser Konferenz ,, New York Herald" schreibt, der amerika- wägen werden. ser Geist jeden Heller, der nicht für agrarische stehen, und fonstatierten, daß die Standpunkte Subventionen und etwa gar für soziale und ihrer Regierungen bezüglich des Wesens und der nische Standpunkt fönne in einem einzigen Satz humanitäre Zwecke ausgegeben wird, als hin Tattit, die verfolgt werden soll, identisch seient. Sie besprachen dann die unmittelbaren Rückzug der Verleumder. Krankenhaus gebracht werden mußten. Der Zu- ausgeworfen beklagt, doch jetzt, da die durch stand von zwei Mönchen ist ernst. Heute früh die Wirtschaftskrise hervorgerufene Not groFragen, welche das direkte Verhältnis der beiden Budapest, 20. Jänner. Im Dezember des wollten sich die Japaner rächen und schick- her Massen die Aufwendung außerordentlicher Länder betreffen, wie auch die Probleme, welche mit Rücksicht auf die Wirtschaftskrise namentlich Jahres 1930 veröffentlichte das nationalsoziali ten sich an, eine Handtücherfabrik, vor welcher mittel notwendig macht, übersteigen diese Anin Mitteleuropa gegeben sind. Sie einigten itische Blatt Magyarszag" eine Artikelferie, die Mönche überfallen worden waren, in Prand griffe alles jemals Dagewesene. Es soll nicht sich vollkommen über die Politik, die in dieser An- worin die ungarische sozialdemokratische Partei zu stecken. Sie warfen brennende Hadern in die griffe alles jemals Dagewesene. Es soll nicht gelegenheit verfolgt werden soll, und die übrigens und ihre Führer beschuldigt wurden, von der Fabrik und kehrten dann in die internationale verkannt werden, daß sich hinter dieser infabisher in voller Uebereinstimmung von allen drei tschechoslowakischen Regierung, bzw. von der Konzession zurück. Auf dem Wege dahin stießen men Seße gegen die Tatsache, daß der FürStaaten der Kleinen Entente verfolgt wurde. tschechoslowakischen sozialdemokratischen Partei sie mit einer Abteilung chinesischer Polizisten zu sorgeminister sein Amt nicht in dem Sinne Die beiden Minister werden mit dem jugo- Geldbeträge angenommen zu haben. fammen, welche die Demarkationslietie bewachte. auffaßt, daß er gegenüber der steigenden Not Die ungarische sozialdemokratische Partei Es entstand ein Kampf, in deren Verlauf ein der Arbeitslosen untätig bleibt, sondern seine flavischen Außenminister Marinkovic vor der Genfer Konferenz in der Schweiz zusammen- strengte gegen den Magyarszag" sowie gegen 31 chinesischer Polizist durch einen Messerstich in die Kräfte für die Milderung des Loses der vom andere Blätter, die diese Angriffe reproduziert Stehle getötet wurde. Zwei andere chinesische Po- Kapitalismus ins Unglück Gestoßenen getreffen. an, lizisten wurden schwer verletzt. Drei Japaner braucht, hatten, Verleumdungsprozesse politische Motive verbergen, darderen erster, der gegen den Magyarszag" heute wurden durch Revolverschüsse schwer verletzt. unter das agrarische Mißbehagen über die Anzur Verhandlung gelangen sollte. Es kam jedoch Einer von ihnen ist im Krankenhaus gestorben. wesenheit von Sozialisten in der Regierung, Anfäßlich eines Journalistenempfanges be heute ein Vergleich zustande, auf Grund dessen Die japanische Bevölkerung hielt heute eine rührte der rumänische Außenminister auch die der Magyarszag" die Erklärung veröffentlicht, wirtschaftlichen Differenzen, die zwischen daß das Blatt die Angriffe auf Grund irriger öffentliche Versammlung ab, in der sie einen doch was sich hier offenbart, das ist nicht nur Rumänien und der Tschechoslowakei namentlich Informationen, die zu überprüfen es nicht in virtsameren Schutz der Japaner durch Kriegswegen der Getreide- und Viebeinfuhr bestehen. der Lage war, veröffentlichte und sich inzwischen schiffe forderte. Er sagte u. a., daß einige wirtschaftliche Seiten, überzeugt habe, daß die erhobenen Beschuldigun insbesondere soweit es sich um Getreide und Vieh gen nicht stich baltig seien. Auch die übrigen handle, die einen der Faktoren des Ausfuhrreich noch schwebenden Prozesse werden in gleicher tums des agrarischen Rumänien bilden, durch Weise ausgetragen werden. den Widerstand seitens der tschechoslowakischen landwirtschaftlichen Streise gekreuzt würden. So entstünden natürlich Schwierigkeiten, deren Löfung nicht leicht sei; doch hätten derartige Fra gen absolut feinen Einfluß auf die einheit liche Linie des Vorgeheus, durch die der gemeinsame politische Standpunkt gekennzeichnet sei, Die wirtschaftlichen Tifferenzen angeblich nebensächlich. " Agrariertums, Geist und Wesen der RestgutPolitik, das ist echtester Geist des politischen barone, eine Sorte, die seelenruhig die Arbeitslosen verhungern sehen könnte und die, Justiz im Naziparadies. da ein deutscher Sozialdemokrat an der Spitze Braunschweig, 20. Jänner. Nach den Mord des Ministeriums für soziale Fürsorge andere taten bei dem Fascistentag in raunschweig im menschliche und soziale Auffassungen hat, wie vergangenen Sommer ist nur ein einziger der besessen tobt und schreit. Täter ergriffen worden, ein Hakenkreuzler Für ihre Heße gegen die Arbeitslosen Schanghai, 20. Jänner.( Reuter.) Gestern namens Heymann. Man hat ihn jetzt nach überfiel eine Gruppe von Chinesen im Norden längerer Beobachtung als geistestrant er haben sich die Arrangeure dieser Rampaane schreien über Mißbrauch", der mit den ArShanghais grundlos drei japanische Mönche und klärt, ihn in eine Krankenanstalt gebracht und eine bestimmte Formel zurechtgelegt. Sie mißhandelte sie derart, daß die Mönche ins außer Verfolgung gesetzt. Ernste Zwischenfälle in Schanghai. Sekte 2 Donnerstag, 21. Jänner 1932 Nr. 18 i wildester Bolksmas- nach den W. N. Das Krisenproblem steht im Mittelpunkt aller gegenwärtigen volkswirtschaftlichen Betrachtungen. Nun, sagt mancher, es gab doch auch früher Krise», die Krisen sind ja eine notwendige Erscheinung in der kapitalistischen Wirtschaft und doch wurden bisher alle Kpzsen vom Kapitalismus selbst gelöst. Sollte das nicht auch von der gegenwärtigen Krise gelten? Dazu muß gesagt werden, daß prinzipiell gewiß jede Krise mit kapitalistischen Mitteln lösbar ist, die eine leichter, die andere schwerer. Es kommt bei jeder Krise nun darauf an, ob die Menschen, vor allem die Arbeiter, gewillt sind auf die automatische Lösung der Krise zu warten oder ob sie aus der Krise eine neue Gesellschaftsform aufsteigen lasten. Krisen wurden bisher immer gelöst durch Kapitalentwertung. Die Preise der Waren, die Zinssätze sanken so lange, bis die Lager aufgebraucht wurden und ein neuer Anreiz zur Produktion entstand; technische Neuerungen, Erweiterung des Außenmarktes durch Erschließung neuer Wirtschaftsgebiete erleichterten und beschleunigten die Lösung-der Krise. Wir wollen nun an einigen Beispielen zeigen, warum die gegenwärtige Krise besonders schwer lösbar ist. Erstens treffen diesmal Agrar-und Industriekrise zusammen. Noch in anderer Bedeutung trägt die Krise einen universellen Charakter. Der Kapitalismus hat seinen Umfang bedeutend erweitert, er hat das kleine Gewerbe vielfach vernichtet, er hat die rückständigen vorkapitalistischen" Länder Osteuropas und Asiens zu industrialisieren begonnen. Ein viel größerer Teil der Menschheit ist heute in den kapitalistischen Nexus verstrickt, ein viel größerer Teil der Erde leidet daher heute unter der kapitalistischen Krise alS früher, ein viel kleinerer Teil harrt noch der kapitalistischen Erschließung. Man braucht kein Anhänger der Lu- xemburg-Sternbergschen Zusammenbruchstheorie zu sein, um doch anzuerkennen, daß hier ein krisenverschärfendes Moment vorliegt. Gewiß könnte heute eine Industrialisierung Chinas und Indiens ein Ventil bieten, aber politische Umstände verhindern die Ausnützung dieser Möglichkeit. Noch ein weiterer Faktor erschwert die Krise. Die Automatik des Krisenoblaufs sind gehemmt durch dre Preispolitik der Kar- griff" zu sprechen und sich zu bemühen, den Eindruck hervorzurufen, als wären die armen Opfer der Krise so ziemlich insgesamt Leute, denen ebenso wie den Restgutbesitzern jede Arbeit übelriecht? Es gehört ein, sagen wir: Mut dazu, deshalb, weil die nicht im Bezüge der gewerkschaftlichen Arbeitslosenunterstützung Stehenden und die bereits Ausgesteuerten ab und zu, um sie vor dem Verhungern zu schüt zen, zehn, sage zehn Kronen Unterstützung er halten, von einem„Run auf die S t a a ts- lassen" zu sprechen! Ein Mut, um den kein anständiger Mensch die Urheber der Hetze beneiden wird! Vor kurzem hat die agrarische Presse selber das Vorhandensein von 300.000 Arbeits losen im Staate zugegeben. Daß es seither mehr geworden sind und daß die Aufwendungen für sie naturgemäß größer sind, das ist sicher nicht die Schuld des Fiirsorgeministers, eher schon die der Agrarier,'welche das Zu- staichekommen von Handelsverträgen erfolg reich zu verhindern gewußt haben. Dennoch Zurück zum Liberalismus? erdreistet sich diese selbe agrarische Preste, jetzt von einem„unbekannten Begriff der Arbeitslosigkeit" zu faseln. Was diese Presse unter der direkten Weisung der erwähnten Gruppe agrarischer Führer treibt, das ist aufgelegte Aufreizung zum Klassenhaß, eine Form, die zu verhindern allerdings keinem Staatsanwalt beifallen wird. Man zeige uns noch ein Land, in dem angesichts des durch die Krise hereingebrochenen Massenelends etwas ähnliches wie diese Hetze gegen die Arbeitslosenfürsorge möglich wäre! Nein, das gibt es nicht! Den Rekord schlagen wir. Und die Partei, die solches tut oder doch duldet, nennt sich S t a a t s p a r t e i, ja sogar die Staatspariei, die das Recht besitzt, Zensuren über die richtige staatsbürgerliche Gesinnung auszustellen, desselben Staates, der sich in einen Hexenkessel von Verzweiflung, brodelnder Leidenschaften, Wutausbrüche der ausgehungerten sen verwandeln würde, wenn es Wünschen dieser Herren ginge. beitslosenunterstützungen getrieben wird, aber nur notorische Trottel werden die Naivität aufbringen, zu glauben, daß für diese Herrschaften, die an ganz andere Mißbräuche gewöhnt sind, die einzelnen Fälle von Mißbrauch— nicht bei der Arbeitslosenunterstützung, sondern bei der Ernährungsaktion— ausreichend sind, um sie so in-Harnisch zu bringen, wie dies der Fall ist. Es geht ihnen — und diese Absicht wird kaum noch verhüllt — um die Fürsorge für die Arbeitslosen überhaupt und darum, daß der Leiter des Fürsorgeministeriums nicht eine Puppe in ihren Händen ist. Mit Absicht werfen sie Arbeitslosenunterstützung und Ernährungsaktion in einen Topf, jammern,-klagen, wüten über die„Unsummen", die im letzten Jahre für die Arbeitslosen ausgegeben wurden, zetern über„Kontrollosigkeit" bei der Auszahlung der Unterstützung, wobei sie den geringen Prozentsatz von Mißbräuchen als die Regel sich hinzustellen bemühen. Nach ihren Darstellungen, für die sie nicht den Schatten eines Beweises erbringen, haben sich die sozialistischen Vertrauensmänner angewöhnt, die staatlichen Gelder als solche zu betrachten, die ihren Organisationen zur freien Disposition gestellt werden und die sie gemäß ihrer Parteibedürfnisse verteilen. Wenn es noch irgend eines Beweises dafür bedurft hätte, wie es in dieser furchtbaren Krisenzeit mit dem Lose der Arbeitslosen bestellt wäre, wenn im Staate die Bourgeoisie unter Führung der tschechischen Agrarier allein und ungehemmt herrschen würde, die Zügellosigkeit und Roheit der Angriffe der agrarischen Preste gegen das wahrlich bescheidene Maß von Fürsorge, das dem einzelnen Arbeitslosen zuteil werden kann, hätte sie reichlich erbracht. Ist es nicht Züge l l o s i g- leit und Verantwortungslosigkeit, tvenn die Oeffentlichkeit mit dem Fan-- farenruf zum Eingreifen aufgefordert wird, die Staatskassen würden zugunsten der Arbeitslosen geradezu geplündert, so daß die Gefahr ihrer Erschöpfung in bedrohlichste Nähe gerückt sei? An einem einzigen Tage seien— welch eine nichtswürdig« Fälschung! — fünfeinhalb Millionen Kronen zu Zwek- ken„unkontrollierter Arbeitslosigkeit" ausgewiesen worden? Ist es nicht eine Erbärm- kichkeit, wenn behauptet wird, der Für- sorgeminister, der in dieser Zeit der Wirtschaftskatastrophe das schwierigste Ressort innehat, es mit Selbstaufopferung betreut und der, wahrhaftig die hilfreichste Unterstützung aller verdient, die sich noch einen Funken von Menschlichkeit und Anständigkeit bewahrt haben, übertreibe die Arbeits? l o s e n st a t i st i k, um der mehr als durchsichtig angedeuteten Absicht frönen zu können, bis zum-Ruin der Staatskassen die Gelder der Gesamtbeit an eine Horde von Unwürdigen, Zuhältern und Arbeitsscheuen vergeuden zu können? Und ist es nicht eine Roheit sondergleichen, in dieser Zeit des grauenhaftesten Massenelends, von dem die inr Warmen sitzenden, Führer der Agrarier keine Vorstellung haben, von der Arbeitslosigkeit als von einem„für die Oeffentlichkeit unbekannten Be- Arbeiter, kümmert euch um eure Jugend! Unterstützt di« Kinderfreundebewegnng und die Jugendorganisation. Der Sozialismus beginnt nicht in der Versammlung, sonder» in der Familie! lillllllllllllllllllllllllllllllllllllilllllllllllllllllllllllllllilllllilllllllllilllllllllilillilllllUllllllUlIlIlfillilllil Rad der Geschichte zurückdrehen, der Politik des gebundenen Kapitalismus die der ungehemmten freien Konkurrenz entgegensetzen wollen. Eine solche Zielsetzung ist erstens illusionär, denn starke Gegenkräfte wirken wider sie. Die Kartellmagnaten auf der einen, die Großagrarier auf der anderen Seite hüten ängstlich ihre Positionen, werden in einen vollständigen Zollabbau nie einwilligen. Es kann auch kein Staat diesen Weg beschreiten, ohne die Gewähr zu besitzen, daß hie anderen ihm folgen werden und wer würde heute noch den naiven Glauben hegen, daß die kapitalistischen Staaten sich untereinander einigen könnten die Zollmauern niederzureißen, die Wanderungsbeschränkungen aufzuheben? Sie k ö n n e n es gar nicht tun, denn eben weil die Grundtatsache der kapitalistischen Wirtschaft, die Besitzlosigkeit der breiten Masten, immer wieder jenen Widerspruch zwischen der Entfaltung der Produktivkräfte und dem Nachhinken der Konsumfähigkeit gebärt, muß die Kapita- listenklaste jedes einzelnen Staates versuchen, einen möglichst großen Teil des realisierbaren Profits, einen möglichst großen Teil des Weltmarktes für sich zu ergattern. Die Parole der vollkommenen kapital!stischen Freizügigkeit ist aber nicht nur illusionär, sie ist auch reaktionär. Sie müßte beim heutigen Stand der Technik, bei dem Ueberangebot von Arbeitskräften die Arbeiter in eine ungünstige Tauschposition auf dem Markt versetzen, zum Abbau der Söfi«® führen, den Kurs der Ware Arbeitskraft senken. Nein, das Proletariat hat kein Interesse der Romantik der„guten alten Zeit" zu erliegen, feilte Aufgabe kann es nicht sein, zub überwundenen Formen der Wirtschaft zurückkehren zu wollen. Bedeutete der gebundene, schutzzöllnerischc Svät- kapitalismus die Antithese zum Manchesterliberalismus, so können wir uns aus den Nöten unserer Zeit nicht durch Rückschritt, sondern nur durch den Fortschritt zur Synthese, zum Sozialismus befreien. Wir setzen der heutigen„Plannn- wirtschaft" nicht die Planlosigkeit des Liberalismus, sondern die Planmäßigkeit des Sozialismus gegenüber. Wie der Weg dazu beschaffen sein muß, ob er über das Zwischenstadium des Staatskapitalismus führt, wie so ein Staatskapitalismus beschaffen sein müßte, die geistige Bewältigung dieses Problems gehört zu den wichtigsten Gegenwartsaufgaben der Sozialdemokratie. Dr. H. Hoffmann. Auls<-wuim der spanischen Gewerk« schaftsbewegmn. Direkten Berichten aus Spanien zufolge kann die frei« Gewerkschaftsbewegung dieses Landes seit der Revolutton«inen erfreulichen Aufschwung verzeichnen: der freigeiverkschastlich« Spanische Gewerkschaftsbund, der vor dem Umsturz 275.000 Mitglieder meldete, ist im Begriff, die erste halbe Million zu überschreiten. Wenn man bedenkt, einen wie aktiven Anteil d:e Gewerkschaftsbewegung in den letzten Jähren an der Entwicklung der Ereignisse in Spanien nahm, so ist dieses Resultat nicht überraschend. Daß die günstige Entwicklung ihren Fortgang nimmr, zeigen die Veröffentlichungen deS Parteiblattes „El Socialista" und des Mitteilungsblattes der gewerkschaftlichen Landeszenttale, die fortlaufend über den Eintritt neuer Mitglieder berichten. teile, durch die Z o l l p o l i t i k,'in gewissem Sinn auch durch die gewerkschaftlichen Errungenschaften, durch die Tariflöhne. Die bürgerlichen Regierungen wollen dies.' Gebundenheit, die die Krise verlängert, lösen. Mit großer Entschiedenheit rücken sie den gebundenen Löhnen an den Leib. Ob sie es in England durch die Geldentwertung tun, der keine Lohnerhöhung folgt, oder ob sie es in Deutschland durch Herabsetzung der Nominallöhne bei gleichbleibendem Geldwert tun, in beiden Fällen sinkt das Realeinkommen des Arbeiters. Aber die bürgerlichen Regierungen gehen sehr zögernd vor bei. der Senkung der Preise. So sinken die Löhne schneller als die Warenpreise, besonders als die Kartellpreise. Die Staaten senken die Löhne ihrer Arbeiter, um durch Verbilligung ih^cr Produktionskosten auf dem Weltmarkt einen Borsprung gegenüber ihren Konkurrenten zu erreichen. Aber jeder Staat tut das gleiche. Dem Lohndumping des einen folgt das Valutadumping des anderen. Gleichzeitig bewirkt aber die Lohnsenkung eine weitere Schwächung des inneren Marktes durch die Verringerung der Kaufkraft der breiten Masten. Dd dies aber in allen Staaten der Fall ist, verringert sich auch der Gesamtumsatz des Welthandels, versiegen die Exportmöglichkeiten, die Opfer wurden umsonst gebracht. Der Kampf aller gegen alle in der Handelspolitik endet mit allseitigen Verlusten, sein einziges Resultat ist eine weitere Desorganisation der Weltmärkte, verstärktes Mißtrauen, vergrößertes Elend. Das ist die traurige Bilanz des„organisierten" Kapitalismus. Er konnte die Krise nicht verhindern, er schuf nur größere Wirtschaftseinheiten, die miteinander konkurrieren; da aoer auch der„organisierte" Kapitalismus den Widerspruch zwischen der schnellen Entfaltung der Produktionskräfte und dec viel langsameren Entwicklung der Konsumfähigkeit nicht aufhebt, ja diesen Widerspruch noch schärfer herausarbeitet, ruft er nicht nur schwerere Krisen hervor, sondern erschwert durch die Starrheit der Preise auch ihre Ueberwindung. Wir können der Kritik der Neoliberalen an der gegenwärtigen Phase des Kapitalismus, die eine Publikation der„Frankfurter Zeitung als „Planunwirtschaft" bezeichnet, also beipflichten, aber wir können ihnen nicht folgen, wenn sie das 10 Jan fflis/Her letzte Tag Ein gesdilchtlither Roman v Oskar Wöhrle (Verlag»Der BückcrlreiS".<8. m b. H. Berkin LW 61.) Schon unterscheidet er Bank und Tisch und allerhand dunkle Gestalten. Wie zusammengebaute Klumpen sitzen sie da. Aber jetzt, da ihm, wie von einer Schnur gezogen, alle der Anwesenden auf einen Schlag ihre Gesichter zuwenden, fällt das Visier des Schattens und er erkennt, mit raschem Blick über sie hinstreichend, die meisten. Da, ihm gegenüber, nah, mit der Hand zu greisen, Herr Ian von Chlum, genannt Kepka, der im verwichenen November Hus von Prag nach Konstanz geleitete. Neben ihm Peter von Mladenowicz, Kepkas Schreiber und Sekretär, den sie der Einfachheit halber nur den Notar heißen. Links, am Eck des Tisches. Herr Iindbich von Plumlov, und, ihm benachbart, Herr Wilhelm Zajiec mit der verkrüppelten Schwerthand Wo das Gelenk sitzen soll, ist nur ein fleischencr Stummel, an dem die Finger klein und mnnzig hängen, wie eingetrocknete Stachelbeeren. Aber Herr Wilhelm kann links um so bester hauen. Zirka weiß cs» von manchem Turniergang her. Rechts, wo die Fässer stehen, Herr Heinrich von Chlum nach seiner Stammburg der Lacem- boc genannt. Dichtbei Wenzel von Duba ruf LeStna, auch diese beiden Herren männiglich bekannt als Hussens Beschirmer^ und Geleiter. Ans der Längsbank, aneinandergcreiht wie Orgelpfeifen, die mährischen Herren. Auch Herr MySka ist da, und das Lachen sprengt ihm die kaum halb verheilte Backe auseinander, als er Zirka erkennt. Dabei hüpft sein Schnurrbart' wie eine Heuschrecke, die hoch will. Da streckt Kepka, von» ersten Erstaunen erholt, die Hände aus: „Bruder!" ruft er,„in unser aller Rainen willkommen!" Die beiden umarmen sich mit einer Kraft, als wollten sie sich die Rippen brechen. Tann tritt ZiLka zu den anderen an den Tisch. Hua von Schönwald und der glatzköpfige Albrecht Sehdenstrang rücken die Bank zurecht; Buob Fronberger, Gerso von Chalm und dessen Bruder machen ihm Platz. Kein anderes Geräusch ist zunächst zu vernehmen als Handschlag auf-Handschlag. Klirrend Geräusch, wie Schellen im Chor bei der Wandlung. „Äh, tut die Bank gilt!" sagt ZiLka und streck, die zerrittenen Glieder. Fragen summen jetzt auf ihn los wie Bremsen und lautflüglige Hummeln. Der Ritter macht eine Bewegung, als ob er sie mit der Hand verscheuchen wolle: „Ich sehe Wein in der Kanne! Laßt mich erst mal den Gaumen verkühlen. Ich bin heut, bei Weichung der Nacht, aus Ravensburg weg- aetrabt und habe seitdem außer einer Schüssel Hirsbrei noch nichts hinterm Halszapfen!" Ioddok von Mähren schiebt einen Becher hinüber, der von Lacemboc langt nach der Kanne und schenkt'ein. Wie ein goldener Strahl läuft der Nierlinger aus dem hellen Zinn in das arauere. Mährend er noch bernsteinig glänzt im Scheine des Lichts, fragt ZiLka: „Zunächst, wie stehl cs mit Hus?" „Schlecht!" sagt der Notar. Dieses„Schlecht!" fällt nieder mit der Schärte eines Richtschwertes, das auch dem letzten Strang Hoffnung das dünne Hälslein abschneidet. ZiLka. der den Becher auf einen Zug geleert und hart hingestxllt hat. vergißt ob, dieser Antwort gänzlich das Lippenwischen und das so gern geübte köstliche Nachschmecken des Weines mit der Zungenspitze. „Schleift?" fragt er in einem Tone, als ob er sich verhört habe. „Jawohl, schlecht!" bestätigt der lange Notar und schaut eindringlich seine Fingernägel an, alss ob er aus deren schwarzen Rändern Kraft fände zum Weiterreden.„Wir haben sichere Kundschaft, dem Magister wird morgen von den Vätern das Urteil gesprochen." „Unmöglich!" fährt flirrend der Ritter auf, und sein Auge fängt zu glosten an wie Glut, in die gesammelt der Wind pfeift. Kepka stimmt seinem Sekrctarius mit bitterem Lachen bei. Stark preßt er die Handflächen zusammen. Es scheint, als ob er zorn,g etwas zerdrücken will. Er kehrt sich voll zu Zirka. „Unmöglich, sagst du. Dieser Antwort hören wir an, daß du lang aus der hiesigen Pfoffenluft weg warst. Wiste denn. Bruder, bei diesem Konzil und dessen Beschaffenheit ist nichts unmöglich!" „Besonders nicht, wenn es gegen uns Böhmen geht!" Dieier leidenschaftliche Schrei kommt auS der dunkelsten Ecke. ZiLka sieht das Gesicht deS Rufenden nicht, aber er kennt diese Stimme.^ Bei Slovo und bei Pantra hat er sie gellen hören. Unvergeßbar prägte sie sich ein. Der junge Stebn- berg ist das, Stechpeter genannt. Im Herrenhaufen immer in vorderster Reihe, draufhauend, losspritzend, von einer'Unbekümmertheit, als wäre der Graben schon genommen und alles erfochten. Im Rat dagegen sonst immer im Schatten der Nachhut.. „Unmöglich, daß Hus Leides getan werde!" ZiLka schlägt an die Tasche, die ihm am Koller hängt.„Unmöglich: denn ich trage hier die Dokumente, um die ihr mich schicktet, ein Schutzschreiben König Wenzels und ein Einspruch an das währende Konzil, von über zweihundert Rittern und Freiherren Böhmens gezeichnet!" Er legt die Tasche auf den Tisch, knüpft sie auf, entnimmt ihr die Dokumente und breitet | diese aus. Peter, der Notar, schiebt ein Licht heran, um bester lesen zu können. BÄächtig fährt er mit dem Zeigefinger die Schristzeilen ab. Bier-- . zig Augen folgen dieser Bewegung. „Schade um das schöne Pergament und schade um die schöne Tinte!" durchbricht er zum Schluß ein wenig spöttisch die Stille.„Böhmen und Böhmens Adelsschaft ist weit! werden die ^frommen Väter sagen. Der Ketzer aber rst nah. Besser die Gans in der Hand, als zwechundert Schwäne im böhmischen Land! Wie hat doch dieser meineidige, abtrünnige Schuft Palecz gejubelt:„Du bist im Eisen, Hus, und wir werden dich nicht lösen, bis du auf Heller und Pfennig bezahlt hast!" Das heißt also Sterben! Soviel versteh ich mein Kirchenlatein! Ja, anders stünde die Sache, wenn die Herren ihre Wehr MÜckt hätten, statt der Unterschriftsfeder. Mrt den Waffen hätten sie Lärm machen müssen! Das ist die einzige Sprache, die die im Dienst« der Kirch« hart gewordenen Pfaffenohren heutzutag noch verstehen. Mit Pergament und Gesiegeltem kommst du gegen sie nicht mehr an. Die Weihrauch- und hochmutstinkende Bande macht damit, was sie Willi" „Und HussenS freies Geleit, von Sigmund bestätigt. Kepka schnippt verächtlich mit den Fingern: „Der Luxemburger hat es gebrochen, wie alles, was er verspricht!" Der Rotär, den Unglauben und Zweifel sehend, der ZiLka in Wellenfältchen ums Auge läuft, stimmt bekräftigend bei: „Ja, Ritter. Kepka, mein Herr, hat recht. Hier sind alle Säulen eingestürzt, di« die Welt noch hielten. Dieses verdammte Stück Erde, das das Konzil trägt, diese Synagoge des Antichrists, das ist kein Ort der Frommheit, kein Ort der Erneuerung der Kirche, das ist eine Stätte der Gleisnerei, ein Wald des Hinterhalts, eine Landschaft des Betrugs. lForrjetzung folgt.) Nr. 18 Hinauswurf der tommunistischen Führer in Württemberg. weil sie statt der Sozialdemokratie die Haken freuzler bekämpften! Der Hauptkampf ist gegen die Sozialdemo fratie zu richten! So steht es nicht nur in hundert Beschlüssen der kommunistischen Internationale und in hunderten nachgeäfften Entschließungen tommunistischer Landeszentralen, sondern diese Beschlüsse werden auch in die Tat umgesetzt. Und wer nicht Ordre pariert, wer da als kommuni stischer Führer etwa glaubt, daß der Feind, der rechts steht und der immer fühner wird, nämlich der Fascismus, die Kampftraft der tommunistischen Arbeiter erfordere, der der fliegt unbarmherzig. Donnerstag, 21. Jänner 1932 Agrarische Erzesse. Unerhörte Beschimpfungen der Arbeitslosen und des Ministers Czech. Cette 3 Gar nichts passiert, wenn die Kommu isten demonstrieren! Wir haben angesichts der Verbotspraktiken der Behörden gegenüber tommunistischeu hingewiesen, daß diese Schikanen und JustamentVerbote nicht nur sinnlos sind, sondern im Gegenteil der kommunistischen Führung eine willfommene Gelegenheit zur Agitation und zu Ausreden bieten. Das wird durch ein Beispiel berichtet, über das uns aus Neudet im Erzgebirge berichtet wird. Die agrarische Presse setzt nach der kurzen öfters Anmeldungen, ohne Erhebungen, irgendAtempause eines Tages die Angriffe gegen die wo an der Mauer, und das sofort, wenn ihnen Straßendemonstrationen immer wieder darauf Arbeitslosen nd gegen den Minister für soziale ein hartnäckiger, aber unberechtigter Gesuchsteller Fürsorge Dr. Czech fort. In einer ganz unge- droht, daß er zur Konkurrenzpartei übergeht. wöhnlich ordinären Weise schreibt der„ Večer", So werden Hunderttausende auf Kosten der die Abendausgabe des agrarischen Zentralorgans: berechtigten, sparsamen Arbeitslosen binans Vor allem würden wir wünschen, daß das geworfen, auf Kosten jener, welche mit Freuden Gesek über die Arbeitslosenunterstützung ver- arbeiten würden, wenn ihnen nur irgend jemand bunden werde mit einem Gesetz über die Zwangsarbeit. Das bedeutet, daß es unumgänglich notwendig ist, festzusetzen, daß derjenige, der eine Arbeit Das ist nicht neu und oft belegt. Aber das ablehnt, aus dem Verzeichnis der Unterstützten jüngste Beispiel, nämlich, das aus der tommuni gestrichen wird. Es geschieht oft, daß ein gesunder, stischen Praxis in Württemberg, überragt starker Mensch Arbeit anzunehmen nur deswegen doch an Deutlichkeit und Eindringlichkeit seine ablehnt, weil er für die Arbeit um 1 Krone Vorgänger. In Württemberg wurden jetzt über weniger bekommen würde, während er als Veranlassung des Zentralfomitees der KPD. die Arbeitsloser eine Unterstützung bekommt, die um eine Serone mehr beträgt. bisherigen tommunistischen teigrößen, die gestern dort von Stuttgart aus noch unbeschränkt herrschten, mit einem Male radikal abgesetzt wegen ihrer opportunisti schen Abweichungen und Schwanfungen von der Generallinie der Bar ei" während der württembergischen Gemeindewahlen. ParBei diesen 3aben sei das strategische Sauptfeuer" gegen den Nazifascismus statt pegen die Sozialdemokratie gerichtet worden. Durch die Parole Kommunisten ins Rathaus" seien bei den Arbeitern parlamentarische Jufionen erweckt worden. Man tann nicht leugnen, und auch der Minister Dr. Czech bemüht sich nicht, es abzustreiten, daß verdächtige und notorisch faule Individuen Arbeitslosenunterstützung nehmen. Heute bekommen Arbeitslosenunterstützung Leute, von denen bekannt ist, daß sie sich durch Jahre hindurch nur von Gelegenheitsarbeiten ernährt haben. Sie haben Koffer von den Bahuhöfen getragen, die Türen der Autos aufgemacht, Handwagen gezogen usw. Aber das sind wenigstens Leute, welche hie und da gearbeitet haben. Aerger ist, Und deswegen wurde in einer zweitägigen Sigung der Bezirksleitung Württembergs, natürlich unter Führung eines Delegierten des Zentralfomitees, das Steuer herumgedi rissen" und der Reichstagsabgeordnete Schlaffer, der Landtagsabgeordnete Schneck und der dritte kommunistische württembergische Führer Belleman ihrer Rosten enthoben! daß nach dem heutigen unkontrollierten System Zuhälter Arbeitslosenunterstüßung beziehen as fönnen und auch beziehen. Solche Menschen verstehen es, sich des Nachts Geld zu beschaffen und bei Tag gehen sie als Arbeitslose um Unterstügung. Es gibt aber noch einen ernsten Umstand, der Alo? Weil diese Führer die National- den Mißbrauch der Arbeitslosenunterstützung er fozialisten bekämpften, wurden sie abgefägt; möglicht. Viele sozialistische Vertrauensmänner weil ihnen in den Stunden und Tagen der höch haben sich gewöhnt, Staatsgelder als Gelder zu ften Gefährdung der Arbeiterbewegung und eines betrachten, die sozialistischen Organisationen zur freien Deutschland durch die Hitleristen der freien Verfügung stehen. Sie unterschreiben Kampf gegen diese wichtiger schien als die Hee gegen die Sozialdemokratie, müssen sie jetzt meichen. Müssen weichen neuen Männern, die fflavisch den Willen Moskaus und seiner Berliner Fale auszuführen bereit sind und die auf einen Wink von eben noch hemmungsloser der Sozialmofratie in ihrem Kampf gegen die fascistische Realtion in den Rüden fallen wollen, feicismus geschwächt wird. Mit einem Wort: die mürttembergischen Kommunisten werden wahrhaftig zu Steigbügelhaltern Adolf Hit lers gemacht. Und das nennt sich revolutionäre" Taftil! Neutonstituierung der öffentlichen Bildungsausschüsse. Brüning wird das Feld nicht räumen. Arbeit antragen würde. Wir stellen fest, daß das Regime des Für forgeministeriums unglüdlich und für die Republik in dieser Hinsicht geradezu katastrophal ist. wir sagen ehrlich und offen, es ist nicht möglich, daß in dieser kritischen und heillen Zeit ein so wichtiges Ressort, wie es das Ministerium für soziale Fürsorge ist, in den Händen einer mehr als einseitig engagierten Berson ist. In der Industriestadt Neudet ist erst in der jüngsten Zeit eine bedeutende Verschärfung der Krise eingetreten. Die NWK, die bis vor kurzem mit voller Belegschaft( an 4000 Arbeiter) beschäftigt war, ist in den Zusammenbruch des Lahusenkonzerns einbezogen worden und hat einen Großteil ihrer Arbeiter entlassen, bzw. Feierschichten eingeführt. Das Eisenwert -Neudet soll völlig stillgelegt werden. Die Kommunisten betreiben bekanntlich int Zusammenhang mit der Verlegung des Rothauer Werkes feit Jahr und Tag eine wütende Hetze gegen die Sozialdemokratie, eine Hetze, die soweit ging, daß sie bei der Direktion vorsprachen, sie möge den jozialdemokratisch organisierten, bzw. freigewerkschaftlichen Arbeitern die Werksunterstützung entziehen. Nun schien die Verschärfung der Krise eine Gelegenheit für die Kommunisten, von neuem mit ihrer Hetze einzusehen. Sie beriesen eine Bezirksdemonstration ein und die Herr Dr. Czech hat aus eigener Tasche wie wir wissen für die Unterstützung der Arbeitslosen feine Serone hergegeben. Aber aus Arbeitslosen keine Serone hergegeben. staatlichen Geldern schöpft man luftig darauf los. Wir schreiben das alles int höheren Staats interesse. Es kann nicht geduldet werden, daß unter dem Vorwand der Arbeitslosenunterstüßung aus öffentlichen Geldern Geldern Bagabunden, arbeitsscheue Elemente, Zuhälter, Berufs, Behörde bewilligte ihnen Versammlung und Umzug in Neudek. bettler, ja Diebe bezahlt werden. Niemand prüft die Vergangenheit noch die Lebensweise derjenigen, die ArbeitslosenunterWas geschah? Brach die Revolution aus? stützung verlangen, niemand kümmert sich darum, ob öffentliche Gelder versoffen werden oder ob de Wurde jemandes Eigentum beschädigt? Nichts Arbeitslosenunterstüßung nicht als Zubuße zum dergleichen. Es erschienen bei der kommunistischen Einkommen von oft sehr gefährlichen Berufs. Demonstration insgesamt gezählte 1260 Per sonen( unsere Genossen kontrollierten die Zaybettlern verwendet wird." udatomis pulung mehrmals), der größte Teil nicht aus Neudek, sondern, etwa 800 Personen start, aus Was zu derartig gemeinen Beschimpfungen Barringen und den umliegenden Orten an der Arbeitslosen, die da als Auswurf der Mensch der sächsischen Grenze, wo die Kẞo seit der Spaiheit hingestellt werden, obzwar sie schuldlos in Arbeitslosigkeit geraten sind sowie gegen berartige tung eine gewisse Position hat. Nun fand eine unerhörte persönliche Angriffe, wie sie gegen den Bersammlung unter freiem Himmel statt, die Genossen Dr. Czech erhoben werden, zu bemerken fommunistischen Redner schimpften nach ist, sagen wir an leitender Stelle. eben nur Herzenslust auf die Sozialdemokraten, die an allem schuld seien, und dann marschierte man durch die Stadt. Weil aber weder die Mauern einstürzten wie beim Umzug der Juden Bor der Ausweisung der Jesuiten in Jericho, noch sonstwie die Ordnung erschüttert ans Spanien.in Berlin, 20. Jänner. Das Geschrei der Hakenwurde, zogen sie halt noch einmal und dann ein Kreuzpreffe nach dem sofortigen Rücktritt Brü- Paris, 20. Jänner. Nach einer Blätter drittesmal durch die Stadt. Diese Spaziergänge nings ist auch heute nicht verstummt. Die natio- meldung aus Madrid hat der von der Regie- waren das einzige Ergebnis der Demonstration. nalsozialistische Korrespondenz in München ver- rung eingesetzte Juristenausschuß zur Prüfung Bei der Bevölkerung hinterließen Aufmarsch und Die Ablenfung der kommunistischen Arbeiter öffentlicht einen weiteren heftigen Angriff auf die der Frage der verfassungsrechtlichen Zulässigkeit Reden der Kommunisten die Ueuerzeugung, daz von ihrem natürlichen Kampfe gegen den Natio- Regierung Brüning, die nicht mehr fähig sei, der Ausweisung der Jesuiten diese Frage be- die aljo vein gar nichts machen könnten. Die nalforialismus bedeutet natürlich dessen Stär irgendwelche außenpolitische Verhandlungen zuia ht. Voraussichtlich werde nun demnächst eine Arbeiter hatten sich von den Künsten der KomVerordnung des Justizministers über die Auf- munisten überzeugt und waren einhellig der Auffung; bedeutet diese Stärkung doppelt, denn führen. der Kampfwille der württembergischen kommuni Darauf antwortet die Zentrumsforrefpon- lösung des Jesuitenordens in Spanien erscheinen. fassung, daß die Kommunisten Aus Loyola wird mitgeteilt, daß mehr als schimpfen, aber nichts ändern könnten, während stlichen Arbeiter wird jetzt noch hemmungsloser denz, Brüning werde das Feld nicht räugegen die Sozialdemokratie gelenkt werden, die men, denn Hitler habe absolut kein Recht auf 200 3öglinge und Professoren des dortigen Je- die Sozialdemokratie durch praktische Arbeit doch dadurch in ihrem Abwehrkampf gegen den Nazi- die Macht. Er werde sie auch in einer Neuwahl ſuitenkollegiums bereits Borbereitungen zur Ab- die dringendste Hilfe erkämpft und immer wieder reise treffen. Es verlautet aber, daß einer ge- Rat schafft. Bei den Kommunisten war ein nicht erringen, sondern werde immer in der wissen Anzahl von Zöglingen gestattet werden Kazenjammer, bei den klassenbewußten Arbeitern I wird, weiter im Kolleg zu verbleiben. eine sichtliche Beruhigung und Festigung ihrer Minderheit bleiben. mi stbi Ueberzeugung die Folge des tommunistischen Remajuri. Die Behörde aber hatte ihre verder letzten Zeit werden die Gemeinden nünftige Haltung nicht zu bereuen, denn es Rommunistische Manöver. Getreu den von der Zentrale der KPC. mobilisiert, die Kosten der Arbeitslosendeputa- geschah nicht das geringste, was zu Besorgnissen" Getreu den von der Zentrale der KPC. tionen nach Prag zu bezahlen. Gar manche Anlaß gegeben hätte. herausgegebenen Richtlinien organisieren Gemeinde, die das Geld für die eigenen Arbeits- Unsere Partei hielt dann am Sonntag eine die Unterläufel der Bolschewiken überall, losen dringend braucht, hat sich mißbrauchen Versammlung nur für die Stadt Neudek( in wo sie halbwegs Einfluß haben, Sundgebungen lassen, hunderte Kronen für durchaus über- der nächsten Umgebung fanden eine Reihe Die Aermsten der Das Ministerium für Schulwesen und der für Schulwesen und der Arbeitslosen. flüssige fommunistische Delegationen herzugeben. anderer Veranstaltungen statt) in geschlossenem Volkskultur hat einen Erlaß über die Neukonsti- Armen sind für die Kommunisten nach ihrer Dem Gen. Dr. Czech braucht wirklich kein Saal ab und brachte dabei allein 400 Menschen tuierung der öffentlichen Bildungsausschüsse hin Ansicht das geeignete Menschenmaterial, ntit Kommunist zu erzählen, daß die Not der Arbeits- ohne besondere Propaganda zusammen. Die ausgegeben. Die Konstituierung soll bis Ende dem sie nach Belieben exerzieren können. losen schlimm ist; das weiß er selbst und tut, Debattenredner in der Versammlung( Gen. Dr. Feber durchgeführt sein. Nach den gesetzlichen Bekanntlich ist der allergrößte Teil der was er tann. Der kommunistische Dant" dafür Franzel hatte über die Abrüstung referiert) gaben Bestimmungen gehören dem Bezirksbildungs- Arbeitslosen nicht gewoertschaftlich ist in der kommunistischen Presse zu lesen. Dort übereinstimmend der Ueberzeugung Ausdruck, ausschusses an: je ein fachmännisch geeigneter organisiert, entbehrt also durch eigene steht z. B. in größten Lettern: Minister Czech daß die Kommunisten sich mit ihrer Schimpferei Vertreter der im Bezirke vertretenen organisier- Schuld einer stärkeren Hilfe. Diese Arbeitslosen dekretiert den Hungertod für die Arbeits- und ihrem Umzug nur als unfähig zu ernster ten politischen Parteien, je ein Vertreter der sind leicht geneigt, auch solchen Forderungen losen!" Ist das nicht toll? Dabei handelt es Hilfe für ide Arbeiterklasse gezeigt hatten. Selbstvewaltungstörper( Gemeinde, Bezirk), zwei zuzustimmen, die unter den heutigen Machtversich lediglich um Beschlüsse des Ministerrates Es wäre zu wünschen, daß die Behörde den Vertreter des Bezirksbildungsausschusses, wei- hältnissen leider nicht durchsetzbar sind, wobei gegen die festgestellten Mißbräuche der Sommunisten überall die Straße freigibt; sie ters Vertreter der bedeutendsten Vereine( z. B. die triste Wirtschaftslage, die sich auch in den Lebensmittelaftion, wie sie speziell in Landge- würden dann viel weniger Zulauf haben und Lese- Boltsbildungsvereine), die sich mit allge- Finanzen des Staates und der Selbstverwal- meinden und dort zu verzeichnen waren, wo Glauben finden, als wenn man sie durch Verbote meinen Bildungsbestrebungen als Hauptzwed tungskörper fühlbar macht, ebenfalls eine große Kommunisten fontrollos herrschten. schikaniert und ihnen den Nimbus großer Revobefassen, schließlich ein Bertreter aller anderen Rolle spielt. Der neueste Schlager der Kommunisten für lutionäre gibt! Vereinigungen, die sich teilweise auch mit Volks- Die tommunistische Presse ist derzeit ange die Arbeitslosen ist der Reichsaufbildung befassen( Turn-, Gesang, Geselligkeits- füllt mit Berichten über Arbeitslosenkundgebun- marsch. Die kommunistischen Zeitungen probereine). Den Gemeindevertretungen wird gen, Ankündigungen von Bezirksaufmär- pagieren dafür in folgender Weise. empfohlen, möglichst die bisherigen tätigen Vor- fchen, Einheitsfronten und dgl. mehr. figenden oder Geschäftsleiter der Ortsbildungs- Wie weit die Kommunisten in ihrer aufpeitschenausschüsse in den Bezirksbildungsausschuß zu den Agitationsmethode gehen, zeigt die Bemerentsenden. Zu der konstituierenden Sibung sind kung des Reichenberger Vorwärts", daß in auch der Borsigende, der Geschäftsleiter und Maffersdorf zur Unterstützung der fürzlich Raffier des abtretenden Ausschusses einzuladen, arbeitslos gewordenen Ginzky- Arbeiter ein allgedamit sie über ihre Tätigkeit Berichte erstatten. meiner Schul streit durchgeführt werde! Rajjabücher, Rechnungsbelege, Protokolle und Die ohnedies große Arbeitslosigkeit in der wird absichtlich von der das Inventarverzeichnis sind vorzulegen und Tschechoslowakei dem neuen Ausschuß zu übergeben. Das Ple- fommunistischen Presse übertrieben. Die hum des VBA. wird zweckmäßig auf etwa 20 Internationale" und der„ Vorwärts" behaupMitglieder, der geschäftsführende Ausschuß auf ten schlankweg, daß es mindestens eine Million Arbeitslose gibt, die mit ihren etwa sechs Mitglieder beschränkt. Selbständige Minderheitsbezirks Bildungs- Familienangehörigen eine ungetarmee von duf eine Art Generalstreit hinaus. Ange- über die Erhöhung der deutschen Butterzölle. ausschüsse sind in Bezirken zu errichten, deren 3 Millionen bilden". Es ist offenkundig, daß die fichts der Erfolglosigkeit der jüngsten GeneralKopenhagen, 20. Jänner. Minister des nationale Minderheit nach der letzten Volkszäh- Kommunisten die Arbeitslosen in eine derartige streikparole der Kommunisten Deutschlands lung mindestens 2000 Mitglieder zählt. Vertre- Psychose hineintreiben wollen, daß sie den wählt man vorsichtigerweise einen anderen Aeußeren Munch erklärt in der„ Politiken", daß der Kommunisten willenlos Ausdruck: Reichsaufmarsch. Doch, ob so oder so, die Erhöhung des deutschen Butterzolles in ter zur Konstituierung entsenden nur jene Ge- Machern meinden, in denen die nationale Minderheit 200 parieren. Dabei sind es immer wieder dieselben die denkende Arbeiterschaft wird sich hüten, Dänemark stärkstes Bedauern hervorrufen werde. Mitglieder zählt oder den 10. Teil der gesamten Parolen: nicht gegen die Kapitalisten geht es, sich in ein Abenteuer zu stürzen, das rein man habe in Dänemark volles Verständnis Einwohner der Gemeinde ausmacht. Die Ver- sondern in erster Linie gegen die Sozial- parteipolitischen Rwed en dient und Man habe in Dänemark volles Verständnis treter der Gemeinden müssen Angehörige dieser fascisten", gegen die Sozialdemokraten. war die kommunistische Partei hochzubringen. dafür, daß die Verhältnisse in Deutschland eine Minderheit sein. In Bezirken mit weniger als n ganz unglaublicher Weise wird Minister Die eigentliche Arbeit zugunsten der Erwerbs Herabsetzung der Einfuhr erfordern, aber Däne2000 Mitgliedern einer nationalen Minderheit Dr. Czech befeht derselbe Mensch, vor dem lojen verbleibt aber nach wie vor den bewußt mart sei nicht mur Verkäufer, sondern auch einer lonstituiert der benachbarte BBA, derselben Na- kommunistische Deputationen massenhaft erschei- verleumdeten Sozialdemokraten, in tionalität den Sprengelbezirksbildungsausschuß, nen, um von ihm mehr zu bekommen, als er erfter Reihe dem zwar vielgeschmähten, aber der größten Räufer, und der Rückgang der welcher organisatorisch diesen Nachbarbezirk an- auf Grund der Ministerratsbeschlüsse geben tatkräftigen und erfolgreichen Minister Tr. dänischen Kauftraft werde im wesentlichen gerade Deutschland treffen. fann. Nachher wird er erst recht beschimpft! In Czech... gliedert. Die nächste Plenarsigung des Senates wurde für Montag, den 25. Jänner, 3 Uhr nachmittags ,, Eine Million arbeitslose Arbeiter, zwei einberufen. Auf der Tagesordnung stehen ein Millionen unzufriedene, Kurzarbeiter und beschäftigte Arbeiter stellen eine ungeheuere ufagprotokoll zum französischen HandelsKraft dar. Wenn diese Kraft die Betriebe vertrag, das die Porzellanzölle tangiert, ein Zueinstellt und die Straßen über- fazprotokoll zum Handelsvertrag mit Holland fluten wird, dann wird über die For- und verschiedene Fristverlängerungen an das derungen der Arbeiterschaft entschieden werden. Abgeordnetenhaus. Vor der Plenarsizung tagt Und deshalb: Bereitet den Kampftag des Reichsaufmarsches der gesamten Arbeiterschaft um 2 Uhr der Immunitätsausschuß und um vor! Hinaus auf die Straßen, zu neuen halb 3 Uhr der Initiativausschuß. 6163 Massendemonstrationen, zu neuen Siegen!" Verstimmung in Dänemark Das Ganze läuft im Grunde genommen Bette 4 Tagesneuigkeiten Der„ Tag" und der„ gefälschte gefälschte Donnerstag, 21. Jänner 1932 Bilsudstys Mannen amtieren in Brag. Auf Kosten der Zschechoslowakei. Nr. 18 Vom Rundfunk Empfehlenswertes aus den Programmen. Freitag. Brag: 11.00 Schallplatten. 15.30 Schallplatten. Grubenhund". Die aus Bolen hätten zur Dokumentierung Man verfällt oft in Optimismus: also denkt 17.05 Stammermujit. 18.20 Deutsche Sendung: Der historisch gebüldete Chefredakteur des ihrer Liberalität und Menschlichkeit des Lieber der neugierige Recherchent, daß es sich hier um Dr. Schmiedi: Bestimmungen des Pensionsversiche Tag" ist in peinlicher Verlegenheit. Das Emil mann- Prozesses nach den ukrainischen Befrie- einen Ausnahmsfall handelt; aber diese Illusion tungsgesetes. 19.15 Lieder und Arien. Brünn: Ludwig- Grubenhündchen hat ihn kräftig in die dungsaktionen" gar nicht mehr bedurft; die wird durch die bereitwillige Verwaltung der 16.00 Orchesterkonzert. 18.25 Deutsche Sen. Stulturwelt ist heute darüber genügend aufge- Schubinstanz gründlich zerstört, es zeigen sich dung: Dr. Tirala: Leben und Beriodizität. 19.00 völlische Wade gebissen und er sucht sich vor sei flärt, weld) Geistes kind heute die wehrlose Be- hier haarsträubende und empörende Rechtsbeu Russische Gefänge. 19.35 Es war einmal ein König, nen Lesern nun zu rechtfertigen, so gut oder völkerung hinter den polnischen Grenzpfählen gungen, die die Stadt Prag dem polnischen Märchentomödie. Berlin: 14.00 Jad Hylton schlecht das eben möglich ist, wenn man bont Emil Ludwig keine Ahnung hat und obendrein drangsaliert und zum Gaudium entmenschter Staat finanzieren muß. Ein gewisser Bar- spielt. 18.30 Chorgefänge. nicht weiß, was eigentlich ein Grubenhund ist. Soldatesta malträtiert. Es ist nicht eines der savsky verläßt jest nach fiebenmonatiger lan tümliches Konzert. höchsten Gefühle, diese Regierung als den berger Haft die Republik toftet Prag mindestens Die verlaufte Braut, Oper von Smetana. Leip So erzählt der Gebissene halt, es handelt sich um antwortungsvollen Repräsentanten eines be- 3500 K, Jonas Spiegel fist seit drei sig: 22.00 Klavierkonzert. München: 19.15 Mar eine Frreführung, ja eine nieder- freundeten Staates" ansehen und womöglich attch Monaten, trotzdem alle notwendigen Dokumente dolinenkonzert.- Wien: 19.30 Wiener Lieder. 22.40 trächtige Fälschung". Der gute Mann weiß nicht, daß es ja das Wesen des Gru- Wertschätzen zu müssen; noch viel merkwürdiger am Brager Konsulat liegen, Herr Nissenholz Tanzmusit. weiß nicht, daß es ja das Wesen des Gru benhundes ist, eine Frreführung, in gewis- aber muß es auf den demokratischen Staatsbür hat seinen Paz sogar vom Konsul in MährischHamburg: 20.00 Volts Königswusterhausen: 20.15 fem Sinn jogar eine Fälschung zu sein! Der er wirken, wenn festgestellt wird, daß diese Ostrau beglaubigt, wartete aber schon 11 Wo- Schwaben bis zu der 2 Kilometer von der Wiz besteht doch darin, lieber Freund, daß der durch die diplomatische Vertretung hierzulande gleichen Umständen zwei Monate, eine Frau o gleichfalls einige Personen Verbrennungen, Wiz besteht doch darin, lieber Freund, daß der sprichwörtlich gewordenen polnischen Methoden chen auf die Erledigung, Finkelstein unter Unglüdsstelle entfernten Stadt Vadheim selbst, Redakteur sich irreführen läßt! Krulowna sitt vier Monate, ein 18jähriges hauptsächlich im Gesicht, erlitten, Die Höhe des Darum, lieber Tag", um es Dir nochmals zu eingeführt und erfolgreich behauptet werden. Da flatterte vor kurzem ein Hilfebrief aus Mädchen Wohlfeilerova schon viel länger, Schadens läßt sich zur Stunde noch nicht angeben. erklären, war eben die Meldung des Sozial- Wien auf meinem Schreibtisch; eine Braut bittet hat alle Papiere in Ordnung, sogar den Iden demokrat", daß der Bruder Mussolinis in BuchTau sei, t'ein Grubenhund, sondern eine bloße für ihren Präutigam, der polnischer Staatsbür titätsausweis, das Konsulat in Brag verweigert Gin Massenmörder an der deutschirrige Meldung, die aus tschechischen Blättern ger ist, um Intervention, weil er seit 1. Novent- aber die Ausstellung des Passes, weil ihre Seiholländischen Grenze. ber in Prag gefangen gehalten wird, um abge- matsgemeinde den einst ausgestellten Heimatübernommen wurde. Zum Grubenhund gehört Echt( Provinz Limburg), 19. Jänner. Die auf jeden Fall einer dazu, der absichtlich irre- der Zentralschubstelle für fäftige Ausländer, daß die Mutter der Bedauernswerten gestorben und ausseheneregenden Mordiaten, die sich vor meh schoben zu werden. Nachforschungen ergeben bei schein nicht anerkennen will; Mitte Jänner ist führt, der den Grubenhund züchtet, der den der betreffende Häftling am 1. Juli 1931 wegen trokdem der Verwalter des Prager Haftlofals reven Wochen int hiesigen deutsch- holländischen Redakteur hineinlegt! Bei der Mussolini- Mel- Verwendung eines falschen Basses verhaftet, zu aus menschlichem Empfinden sofort die nötigen Grenzwalde ereigneten und zur Verhaftung dung war feiner da, der sie absichtlich ausgege vier Monaten Gefängnis verurteilt wurde und Ausweise ausstellte, um ihr die Teilnahme am zweier Jagdaufseher führten, scheinen ein ben hätte, um eine Zeitung hineinzulegen, sic nach den hier geltenden Gesezen also am 1. No- Begräbnis zu ermöglichen, mußte sie über direk weiteres Nachspiel zu haben. Seit 8. Jänner war außerdem durchaus glaubhaft, so daß nur bember hätte in seinen Seimatstaat abgeschoben tes Verlangen des polnischen Stonſulats hier wird nämlich aus der in der Nähe von Echt vollkommen vernagelte Köpfe von einem„ Gru- werden müssen. Ja, wenn das im Zeitalter der bleiben in ungerechtfertigter Haft, die ihre Psyche liegenden Ortschaft Hingen ein 19jähriger i u benhund" reden konnten. Der Tag" aber läßt sich hineinlegen, in- Nationen so ohne weiteres gehen würde; solche liche und Bezeichnende an allen diesen Fällen ist, hatte an diesem Tage abends die elterliche bem er eine Fälschung" bringt, die eben darin Leute werden dem Konsulat ihres Heimatlandes bag es fast immer um jüdische Häftlinge geht; Wohnung verlassen und ist seitdem nicht mehr besteht, daß ein Zitat aus Emil Ludwig als angezeigt, das ihnen dann zwecks Durchführung der Antisemitismus ist ja in Polen sehr beliebt. dorthin zurückgekehrt. Die polizeilichen Nach eine Bolemit gegen Emil Ludwig hingestellt der Ausweisung die nötigen Papiere auszustellen Spricht man mit den Organen der Fischbant" forschungen haben bisher noch keinen Erfolg wird. Nun muß natürlich nicht jedermann Emil hat. Unser Fall sieht nun also aus: man hat wie die alte Schubstation im Voltsmund heißt gehabt. Der Bevölkerung hat sich beim Bekannt Ludwig gelesen haben. Aber der völkische Histo- dem Konsulat Heimatschein, Geburtsschein und so erfährt man, daß diese Zustände nicht ab- werden dieses erneuten rätselhaften Vorfalles riker, der ihn bekämpft, der völlische Redakteur, Bürgerausweis vorgelegt, die Ausstellung des zuschaffen sind, daß sich die Polizeidirektion schon große Aufregung bemächtigt, zumal beg und muß wissen, daß die ihm unter dem Stamen Passes wird aber verweigert, weil die Bestätigung im rein finanziellen Interesse der Stadt vergeb- Bermißte sich niemals eines Wilderervergehens Erich Ramler servierte Bolemik tatsächlich dieser Originaldokumente erst aus Bolen abge- lich dagegen wehrt, daß die polnische Sauwirt schuldig gemacht haben soll. die Charakteristik Bismards ist, die Emil Bud- wartet werden muß. Man läßt sich also auf schaft und Unmenschlichkeit auf Kosten unsrer der ihn beschimpft, der muß ihn gelesen haben schriftlichem Wege die Echtheit öffentlicher Uröffentlichen Hand ausgeübt wird. Der Staat, die Auf der Karsten Zentrum Grube wurde wig gibt! Aus dem Zusammenhang ist diese funden- die gar nicht angezweifelt wird be- Sicherheitsbehörden, die so oft ihre eiserne Faust heute früh die Leiche des verheirateten Häuers Stelle nicht gerissen, sie ist geradezu das Herz- stätigen; und das dauert nun schon den vierten gegen Werktätige einzusetzen wissen, müssen hier Starch geborgen. Der Landeshauptmann von stück der Bismard- Darstellung Ludwigs. Köstlich erheiternd wirkt der vom Gruben Monat. Im Sinne der geltenden zwischenstaat- energisch eingreifen, um dieser Stulturschmach ein Oberschlesien hat den Rettungsmannschaften auf hund gebissene Historiker, wenn er zu seiner lichen Normen darf ein Ausländer gegen den Ende zu bereiten; das Außenministerium muß Karsten- Zentrum 3300 Mart zur Verfügung Entschuldigung anführt, daß ja dem Ber Willen der diplomatischen Vertretung feines Machtmittel in Szene setzen, die geeignet sind, gestellt, die an die beteiligten Bergleute verteilt liner Bruderblatt in Sitler, dem„ Angriff" Landes nicht ausgewiesen werden, er wird sozu diesen Zuständen ein Ende zu bereiten. Wenn werden sollen. Erdbeben in Lima. Nach einer Meldung eine ganz ähnliche Geschichte mit lagen zur Verfügung" gehalten; und das dauert schon nicht aus rein menschlichen Interessen hier Remarque passiert sei. Also gewissermaßen: bei den Polen immer viele Monate. Während mit aller Macht eingeschritten wird, dann muß aus Lima haben sich innerhalb 24 Stunden zivci bei allen andern Staaten Deutschland, Jugo- wenigstens ganz energisch verlangt werden, daß wellenförmige Erdbeben ereignet. Es brach eine was sogar bei Goebbels passieren kann, das muß slawien, Oesterreich, ja sogar Rumänien alles sich der polnische Staat den Lurus feiner Ord- Banit aus. Die elektrische Beleuchtung versagte, doch uns verziehen werden... Herr Geobbels fennt eben Remarque so wenig wie Herr Vier- in chestens acht Tagen erledigt ist, müssen wir nung selbst finanziert und nicht die Prager und Gebäudeteile stürzten auf die Straßen. Mcherbl Emil Ludwig. Beide aber maßen sich Ur- auf das Wichern des widerspenstigen polnischen Schubstation auf Kosten der tschechoslowakischen rere Automobile sollen auf den nichtbeleuchteten teile über die Werke an, die sie nicht kennen, Stadt Brag fäglich 18 K für die Anhaltung eines innigste internationale Freundschaft darf nicht an fein. Einzelheiten über Menschenverluste und Amtsschimmels viele Monate warten, muß die Hauptstadt mit Gästen bevölkert; auch die Straßen in die flüchtende Menge hineingefahren und beide sind in der verdienten Weise irrege Menschen aufwenden, der vor dem Geseke frei zu der Tatsache vorbeigehen, daß unser Staat die Schäden sind noch nicht gemeldet. führt", nämlich durch einen Grubenhund ihrer Bei Einfahrt eines Personenzuges in den unwissenheit überführt worden. Ein lein hat und an dem unser Staat, unfre Haupt- Menschlichkeit wenigstens in der Verfassung veranfert hat, die respektiert werden muß. W. 2. Bahnhof Leubingen( Thüringen) stürzte gestern Grubenhund ist feinbergifteter Pfeil", der auf stadt nicht das geringste Interesse hat! Habend aus unbekannter Ursache der drittletzte den Urheber zurückschnellt, wie sich der getränkte Herr Viererbl ausdrückt, er ist vielmehr das Schulbehörde? Vielleicht sind noch mehr Wagen plötzlich um und brachte die folgenden Irrlicht, das den Redakteur auf das Gebiet verderartige Wische im Umlauf; das Brünner Pano- Wagen zur Entgleifurg. Während die Fahrgäste Todt, auf dem er vorgibt, etwas zu wissen, in rama fcheint sie ja nicht hergestellt zu haben, mit dem Schreden davonkamen, wurde der Zugs. Wahrheit aber nichts weiß. sondern nur zu verbreiten. Ein Druder ist auf schaffner so schwer verletzt, daß er bald darauf dem Blatt nicht angegeben. Dagegen einzu- im Krankenhaus starb. schreiten, läge jedenfalls im Interesse von Kultur und Bildung! " Wintertönig, weil er einen einzigen Winter regiert hatte. Die Prager öffneten hierauf dem siegreichen Maximilian die Tore und der sammelte in Im übrigen empfehlen wir der Redaktion Prag soviel Rostbarkeiten, daß sein des Tag", sich endlich das Buch Der Grutäuberisches Heer dieselben auf 1500 benhund" von Artur Schütz, dent Schöpfer des Grubenhundes anzuschaffen und die nötigen Lehren daraus zu ziehen. Herr Ing. Schütz ist sicher bereit, dem Tag" gegen Vorlage der bisher aufgelaufenen Bilanz an Grubenhunden ein Gratiseremplar zu überlaffen; gewissermaßen als Preis für die Mitteleuropameisterschaft! biris& n Bergiftung der Jugend. In Kultur und Bildung voran." 02 Ein Brünner Panorama( Passage, Nová ulice 23) verteilt an Schulkinder, und zwar nicht nur an tschechische, sondern auch an deutsche, eine Art Flugblatt, ein Käspapierl, das mit scheußlichen grellbunten Bildeln" und mit einem deutschen Tert bedruckt ist, der folgendermaßen lautet: stas Die Schlacht am Weißen Verg. Der unglüdlichste und furchtbarste Tag in der Geschichte unseres schönen böhmischen Heimatlandes war der Sonntag am 8. November 1620, als am Weißen Berg die entscheidende Schlacht geschlagen wurde, deren grausame folgen wir der noch heute verspüren. Das war Fall der tschechischen Macht. In der Mittagsstunde überfiel der bayerische Herzog Wagen nach Bayern schaffte. Nach ihm fam der Graf Liechtenstein, um die Tschechen zu richten und zu strafen. Am Altstädter Ring ließ er eine Richtstätte bauen und am Montag, den Piccards Gondel. Dr. Kipfer, der Assistent Professor Piccards ist in Obergurgel eingetroffen, um den Abtransport der Gondel des Piccardschen Stratosphärenballons vorzubereiten. Sowohl das deutsche Museum in München als auch die Brüsseler Firma, die Piccards Stratosphären Expedition finanziell unterstüßte. bewerben sich unt die Gondel, Die Erde spaltet sich in Neapel. Neapel, 20. Jänner. Nachdem sich bereits an 21. Juni 1621 ließ er 27 tschechische Adelige, einer Stelle der Stadt in einer Straße ein Ritter und Bürger hinrichten. Er befahl, ihnen tiefer Abgrund aufgetan hatte, der den die Zunge aus dem Munde zu reißen, Einsturz mehrerer häuser verursachte, die Hände abzuhauen, sie zu töpfen spaltete sich neuerdings in der Rione Mata eine orf( Kreis Boltenhain, Schlesien) ereignete fid) Verzweiflungstragödie. In Thomas und den Rumpf unter dem Galgen Straße in ihrer ganzen Breite. Der Spalt ist ein furchtbares Dranta. Ein Bädermeister, seine zu vierteilen. Andere wurden auf seinen 10 Meter lang und zwei Meter tief. Die Be- ein furchtbares Drama. Ein Bädermeister, feine Befehl mit Ruten gegeißelt, aus dem Lande gehörden haben festgestellt, daß die seit Urzeiten Frau und seine beiden drei- und eineinhalbjäh jagt, lebenslänglich eingeferkert, und das, alles durchgeführten Untergrabungen des gesamten Bo- rigen Kinder wurden in ihren Betten mit nur, weil sie Protestanten waren und dem Glauben dens, auf dem die Stadt gebaut ist, namentlich ihrer Bäter nicht untreu werden wollten. Ihr für Wasserleitungszwede in früheren Eigentum verfiel dem Staat, tschechische Bürger Beiten, diese ständige Gefahr verursachen. wurden verbrannt, so daß unser Volt materiell und geistig an den Bettelst a b gebracht wurde. Die beiden Kinder verstarben nach furzer Zeit; schweren Schußwunden im Kopf aufgefunden. das Ehepaar wurde in bedenklichem Zustand ins Krantenhaus gebracht. Die Frau, die kurze Zeit das Bewußtsein erlangte, gab an, daß ihr Mann Rampf mit einem Wolf. infolge schwerer wirtschaftlicher Not Potenza, 20. Jänner. Bei Sant Angelo de lage zu der Tat getrieben worden sei, Die Auf dem Thron saß Ferdinand II. Die bisher untergeordnete deutsche Sprache witrde als gleich Fratte in Calabrien vernahm ein Bauer nachts Stinder habe er getötet, während sie schliefen. berechtigt mit der tschechischen erklärt, aber biefe aufgeregtes Gebrüll seiner Rinder. Als er wafAutolarambol mit Pferdegespann. Auf der Horoseld- Deutsch- Horschowih Gleichberechtigung verwandelte sich fenlos den Stall betrat, ertappte er einen Wolf, bald in eine Vorherrschaft der deut der in die Schafherden eingefallen war. Der Jechnik fuhr ein Personenauto der Firma Bauer ergriff einen Senüppel und führte eine Rella u. Reffe, Bauunternehmung Brag- Aufsig, in schen über die tschechische... ill Tschechische seinder, seib einge- Stunde lang einen verzweifelten Sampf ein Pferdegespann des Gutsbesigers Karl Seß us und mit dem Raubtier, bis es ihm gelangt, den Wolf Sorosedl, wobei der Kutscher von seinem Sit dent jenes furchtbaren Tages wallfahret alljährlich am Jahrestag den niederzuschlagen. Er selbst mußte vor Aufregung geschleudert und erheblich verlegt wurde. Von den vei Tage lang im Fieber das Bett hütent. Natriumlager explodiert. Staatsstraße bei beiden dem Fuhrwert vorgespannten Pferden mußte eines an Ort und Stelle notgeschlachtet werden. Die Automobilisten selbst tamen mit dem Schreden 8. November, auf den Weißen Berg. Dort auf dem blutgetränkten Boden gedenkt des agimilian das tschechische Heer. Er stellte einstigen tschechischen Ruhmes. Diese ben 20,000 Tschechen 50.000 beutegierige Erinnerung wird euch Kraft geben, zu weiterem Bergen( Norwegen), 20. Jänner. Infolge davon. Söldner gegenüber. Nach einem nur eine Kampf, den ihr für unsere behre tsche- von Ueberschwemmungen in Vadheim drang das Niedergeschlagen und beraubt. Auf der Straße Stunde währenden Kampf war nicht nur unjer chische Heimat auf euch nehmen müßt. Keinen Wasser in ein Natriumlagerhaus der Chemischen von Gablonz nach Broschwitz wurde der 23jährige Heer geschlagen, sondern auch unsere Selbständigmörderischen, barbarischen Kampf mit Waffen und Fabrik ein. Da Natrium sich bei der Berührung Bäckergehilfe Richard Bleil aus Grottau bei heichen feit vernichtet. 3u Beginn der Schlacht Blut, sondern einen Sampf aufgeistigem mit Wasser entzündet, entstand eine Explo- berg mit mehreren Verlegungen aufgefunden. Er siegte das tschechische Heer, aber auf Gebiet. In Kultur und Bildung sion, die das Gebäude und ein danebenliegen wurde ins Gablonzer Bezirkskrantenhaus gebracht, einmal wurde das Fußvolt in Unordnung gebracht. boran, Rinder! Unsere heute so hoch des zweites Natriumlagerhaus in Brand stedte. woselbst festgestellt wurde, daß er neben leichteren Diesen Augenblic benützte Maximilian, überfiel stehende Nation wird niemand mehr unter Die herumschwimmenden brennenden Natrium Verlegungen auch einen Bruch des Brustknochens das in Berwirrung geratene Heer und besiegte brüden können. behälter setzten noch verschiedene kleinere Lager- aufwies. Bleil gab an, von einem unbekannten beim Luftschloß Stern die sich verzweifelt wehrenden Tschechen und die treu zu ihnen stehen Diese Auslaffungen stroßen von blöden Geschuppen und das Holzlager der Fabrik in Brand, Manne, der hinter ihm gegangen war, überfallen den Mährer vollständig. Sechstausend Leichen schichtslügen und sind sichtlich darauf be- das vollständig eingeäschert wurde. Verluste an und zu Boden geschlagen worden zu sein, worauf decten das Schlachtfeld am Weißen Berg. rechnet, nationalistische Heße zu ver- Menschenleben sind nicht zu verzeichnen. Der der Mann, nachdem er ihm aus seiner Brusttasche 50 Kronen entwendet hatte, geflüchtet war. Die Während der Kampf am Weißen Berg am breifen: Daß ein solcher Wisch zum Schluß noch Sachschaden dürfte sehr hoch sein. Das Feuer hat zwei Lagergebäude mit etwa Erhebungen wurden aufgenommen. heißesten tobte, schmauste der kurz zuvor gewählte an ultur und Bildung appelliert, wo Schwerer Autounfall. Wie uns aus Zwidau König Friedrich auf der Hradschiner Burg, nur er doch alles dazu tut, eine Stimmung zu schaffen, 60 Tonnen Natrium völlig zerstört, ferner eine und barbarische Anzahl kleinerer Häuser und einen Teil der berichtet wird, geriet in der Ortschaft Röhrsdorf am eine Stunde vom Kampfplatz entfernt: er schmauste aus der iteue ,, mörderische vergnügt, er gab ein Fest. Als er aber aus der Kämpfe" hervorgehen müssen, ist eine besondere Fabriksanlagen vernichtet. Mehrere Personen, leis ein mit Papierwaren beladenes Auto infolge Burg trat und die Flucht seines Heeres sah, nahm Frechheit. Wir fragen: wo bleibt hier die sonst die sich an den Rettungsarbeiten beteiligten, er von Glatteis ins Schleudern und stürzte um, wobei er Frau und Kinder und flüchtete ängstlich nach fo geschäftige 3 ensur, wo bleibt das So I por litten durch den mit Gas vermischten Rauch starte ein Mitfahrer schwer verletzt wurde, so daß er in Breslau. Später erhielt er den Spottnamen tageverbot der Polizei, wo bleibt die Verbrennungen. Dieser Rauch trieb in dichten das Krankenhaus gebracht werden mußte. Nr. 18 Militärktrafanstalt Hrobpolje. Von Franz Heller. I. Donnerstag, 21. Jänner 1932 Die jonglierten Millionen. ... und keiner weiß, wie es kam! Leiter dieser Filiale, der bekannte Herr Hlava ček Seite 5 Die Redaktion des Tag" hat sich in der gerichtlichen Ausgleichsverhandlung bor dem Pressegericht in Leitmeritz zur Veröffentlichung folgender Erklärung in ihrem Blatte sowie auf ihre Kosten im Sozialdemokrat" verpflichtet: Erklärung: Prag, 20. Jänner. Heute, am Schluß des dritten| Wobei vorläufig unerflärt bleibt, daß in der Bilanz Mitten im ödesten Karst in einer trichter Tages des Brhemia- Banktprozesses, haben eben dieses mit 7 Millionen Verlust bewertete förmigen Musoe, Doline genannt, stand die noch immer nicht alle Angeklagten ihre Verantwor- Filmt onto plöglich 8 Millionen Gewinn aufFilmkonto Militärstrafanstalt Hrobpolje. Das Gebäude, aus rohen Karststeinen aufgeführt, an die Nord- ung beendet, so dast das Beweisverfahren wies. Dr. Slavif erklärt, in die Buchhaltungsdinge erst morgen beginnen wird. Da jeder der Angeklag- leinen Einblick gehabt zu haben. wand der Doline angelehnt, selbst ohne jedwede ten durchschnittlich eine Stunde spricht und sich Gliederung, hob sich nur wenig von seiner Um- dann Fragen der Votanten, des Staatsanwalts, der Slavit, bis zuletzt von der vorzüglichen Jänner 1931, Nr. 22, erschien ein Artikel unter Dir. Rudolf Weigner erflärt ebenso wie In der Folge unseres Blattes vom 31. gebung ab. Nur an besonders lichten Tagen sechs Verteidiger und der Sachverständigen an- age der Bank überzeugt gewesen zu sein. der Ueberschrift:„ Aufregung ist kein Promerkte man, daß die Nordwand der Doline das schließen, nimmt die Verhandlung einen äußerst Auch er schildert das amerikanische Geschäft und der Ueberschrift:„ Aufregung ist kein ProGebäude steil überragte, sonst schien sie dem Bau schleppenden Verlauf. Heute kamen drei Ange- sodann die leichtsinnige Geschäftsgebarung der gramm", welcher beleidigende Ausdrücke über als oberster, fensterloser Teil anzugehören, dies flagte zu Wort, deren Aussagen wir ganz furs Bariser Filiale, gegen die er scharf protestiert den Verfasser des in der Folge Nr. 23 des„ Somso mehr, als die Fenster des oberen Stod zusammenfassen, da im Zuge des Beweisver- habe, aber trotz seiner Eigenschaft als kontrollieren- zialdemokrat" vom 27. Jänner 1931 unter der wertes nach rüdwärts gingen. Der Ausblid fahrens auf die bemerkenswerten Punkte näher der Funktionär nichts ausrichten fonnte, weil der Artikels, insbesondere den Vorwurf der RüpelUeberschrift:„ Ein Marxistentöter" erschienenen durch diese Fenster erweckte in den Gefangenen einzugehen sein wird. das Gefühl, als wäre hier die Welt zu Ende, als gäbe es über diese steile Felswand hinaus tein dig, auch von diesen hohen Funktionären hatte de motraten, seit einigen Wochen Jünger flärt hiermit, die in dem obenerwähnten Artikel Auch diese Herren erklären sich völlig unschul-( bis vor turzem Generalsekretär der Nationalhaftigkeit enthält. Die gefertigte Redaktion er Leben mehr. Im oberen Stockwerke wurden nur fein einziger eine Ahnung von dem miserablen Stribrnys),' die rosigsten Berichte ein- ihres Blattes vom 31. Jänner 1931 enthaltenen die Neuangekommenen, noch nicht Eingewöhn- Bustand der Bank. Die Frage nach der Schuld oder schickte und der Verwaltungsrat die optimistisch beleidigenden Ausdrücke mit Bedauern zuten und die Fluchtverdächtigen untergebracht. Nichtschuld der einzelnen Maßgebenden tritt in den aufgeputten Referate lieber las, als rückzunehmen. Wenige Tage genügten und die kühnsten Pläne Hintergrund gegenüber der Frage: waren vollständiger Hoffnungslosigkeit gewichen. die pessimistischen Warnungen Weigners, der Die Schriftleitung des Tag". Zuweilen kam es vor, daß Gefangene gegen Ende erst unter Androhung seiner Kündigung eine Aenihrer Strafzeit selbst um die Unterbringung im derung dieses Systems zu erzwingen vermochte cbersten Stochverte bittlich wurden. Der An- ohne daß auch nur einer der namhaftesten Fach- als es zu spät war. Er schildert u. a. auch verstaltsverwalter Major Schlachta, ein unförmiger, leute aber auch der Aufsichtsstellen und schiedene Details aus der Nostrifizierungsungemein fettleibiger Riese, willfahrte diesen Behörden nicht rechtzeitig Lunte rochen? Hier wird attion", auf die wir später zurüdfommen wollen. tungen brachten auf der ersten Seite einen Arti= Bitten ausnahmslos und bewilligte überdieses mancherlei aufzuklären geben. Vielfache Revisionen seitens des fel mit der Ueberschrift:„ Eifersuchtsdrama eines eine kleine Zubuße zur Kost und eine kleine Zer- Den heutigen Tag eröffnete mit einer Dar- Finanzministeriums, der befreunde- Stabsarztes, der Täter stellt sich selbst dem Gestreuung, meistens eine alte Zeitung. Er war legung über die Schwierigkeiten und Gefah- ten Anglobant und anderer Inter- richte." Scholz nahm, nachdem er seine Ausein stiller, friedlicher Mensch, der seine Tage in ren des amerikanischen Verlustgeschäftes essenten hätten stets ein sehr gutes lagen zu Protokoll gegeben hatte, Gift. Lebensder Badewanne verbrachte, von wo aus er auch Direktor Dr. Slavi!, zugleich Direttor der Ergebnis gehabt. Wie konnte eine Viertelmilliarde zum Teufel gehen, = Sochorovský. feinen Dienst erledigte, indem er sich die einlau- Narodni Politika". Von diesem Punkt wird Die Direktoren Havlu und Viškovsky fende Post und die zu unterfertigenden Dienst bei der Beweis aufnahme zu sprechen sein. versicherten gleichfalls ihr festes Vertrauen zur stücke auf ein quer über die Badewanne gelegtes Als charakteristisch wäre die Art festzuhalten, Bonität der Bant. Ersterer hatte u. a. die KonBrett bringen ließ. Dies besorgte der Sträfling in der Millionenabschreibungen vorgenommen wur- trolle der inländischen Filialen, letterer Lebenslänglich, von dem sich Schlachta auch rafie- den. Der Buchhaltungschef Such antet hatte nach Exponent der industriellen Interessensphäre. Morten und, wenn es sein mußte, anziehen ließ. Aussage Dr. Slavits am 6. Dezember 1920 gen wird das Beweisverfahren eröffnet. Ambition war Schlachta fremd, ebenso Furcht infolge größerer Verluste auf Konto der Film. bor Vorgesetzten, nur Scherereien haßte er. Unter beteiligungen sieben Millionen abgeschrieben. Scherereien verstand er alles, was ihn dazu Dann wurde diese Buchung storniert und am 3wang, sich anzuziehen. Das waren Inspizierun- 23. Dezember die sieben Millionen kurzerhand auf gen, das waren Kommissionen, die sich an die dem Petroleumtonto abgeschrieben, das noch willigte er die fleinen Benefizien. Denn auf die Gerichts, wer denn eigentlich zu solchen Millionen Flucht eines Sträflings anschlossen. Daher be passiver war. Auf die verwunderte Frage des Ausseher war fein Verlag. Da die ausgeschrie- abschreibungen Vollmacht hatte, ergibt sich, daß diese benen Stellen niemals einen Bewerber fanden, ohne weiteres vorgenommen wurden, wobei versahen den Dienst Soldaten, meist niedere nur die Unteroffiziere. Sie versahen ihn gezwungen, ganz formelle Unterschrift eines zweiten fühlten sich hier selbst als Gefangene, schlossen sich Direktors erforderlich war. den Sträflingen an, sehnten sich mit ihnen nach War diese Formalität erfüllt, so genehmigte der dem Schatten heimatlicher Wälder, nach dem Verwaltungsrat im Rahmen der Bilanz fernen Familientreife, nach der wohligen Berüh automatisch solche hochybedeutsame Buchungen. rung weiblicher Körper. Statt sie zur Arbeit, Dir. Slavit, der von diesen Sachen nichts verSteinklopfen auf der Straße, anzuhalten, ließen st and, erfüllte denn auch diese Formalität, weil sie sich von den Gefangenen Mut und Geduld halt fein anderer Direttor da wa r". zusprechen. Viel anders war es auch bei den Offizieren und Beamten nicht, die sich hatten länglich aber erhielt die Erlaubnis, sich Bart und Haare stehen zu lassen und verließ kurze Zeit darauf als freier Mann die Militärstrafanstalt Hrobpolje. Kleine Chronik Junge Mädchen gesucht! Als Buch- Bertreterin durch St. Pauli Von Ellen Thönissen. Anzeige: Zehn junge Mädchen werden gesucht. Nebenverdienst. Buchverlag. Ein psychopathischer Defraudant. Prag, 20. Jänner. Am heutigen Verhandlungsfaufte und betrogen wurde, ferner der Vater von tag treten verschiedene Nebenzeugen auf. Ein Belzhändler Pola čet, der einen Pelz auf Raten verSochorovskys erst er Frau, der als Beispiel für die unsinnige Verschwendungssucht des Hauptangeklagten Treppe in einem Hinterhaus hinauf. Durch die Die Zeitung in der Hand, laufe ich die dunkle anführte, daß dieser sich einmal einen Belz für geschlossene Tür tönt eine Stimme. Ein paar Worte 10.000 K gekauft und am nächsten Tag für 500 K find von außen zu verstehen: Medizin wieder verschleudert habe, ebenso ein Klavier für Buch Aerzte 2000 K, dessen Preis 15.000 K betrug. Dann fommt stunde. Leise tinte ich die Tür auf. In dem Raum in die Häuser gehen. Eine Informationseine Reihe Zeugen gegen die Neben angeflag- find mehrere junge Damen, auf einem Pult steht ten, bei deren Einvernahme es zu verschiebenen ein kleiner, unscheinbarer Mann und erklärt, was Scharmützeln mit den verschiedenen Verteidigern zu tun ist. Eine Schwester in Tracht mit gutmütigen tommt. Im ganzen eine ebenso inhaltsleere Ver- Gesicht wirst ab und zu ein Wort ein und zeigt ein handlung wie ihre Vorgängerinnen, medizinisches Wert. Das Buch ist von bekannten Aerzten. Es enthält Beiträge von UniversitätsproJezt tritt Lebenslänglich ein und Schlachta frägt fessoren und sehr gute Bildtafeln. Es ist nicht in ihn: Wollen Sie amnestiert werden, dann müs- den Buchhandel gekommen und wird durch eine jen Sie mir einige Fragen beantworten, zunächst Organisation, die sich über ganz Deutschland was würden Sie tun, wenn Sie frei wären? Ich erstrect, vertrieben. Man trennt sich. meine als erstes." Lebenslänglich:„ Es lebt noch rb. hierher tommandieren lassen, um ihre Schulden Frauchen. Er fand sie mit einem Fähnrich im abzuzahlen und die erforderliche Zeit als Straf Bett, nahm die Hacke und erschlug sie. Hundert zeit empfanden. Der einzige Unterschied lag mal schon hatte er die Geschichte erzählt und vielleicht darin, daß sie über ihren Dienst ständig Scholz quälte ihn immer wieder. Wozu? Er rasonierten, wiewohl, abgesehen von einigen fannte ja schon alle Einzelheiten. Nach und nach Zifferneintragungen in vorgedruckte Rubriten, hatte er Lebenslänglich nach ihnen gefragt. der Fähnrich, das wäre das erste." Schlachta: Treffpunkt, St. Pauli, neun Uhr. Eine andere nichts zu tun war. Aber sie sagten. das Herum- Also, was empörte dich am meisten?" Weil Ueberlegen Sie sich das noch einmal. Weil Ueberlegen Sie sich das noch einmal. Genug Schwester als am Vortage erwartet mich. Bildschön, stehen auf den trostlosen, von keinerlei Natur um- sie ant hellichten Tage im Bette lag." Ja, für heute, meine Herren." Und er begab sich zait, flein, tizianrotes Haar, leicht geschminkt. Ich gebenen Straßen wäre noch schwerer als die nicht der Ehebruch, wie hoch spritzte das Blut, wieder in seine Badewanne, Scholz zu seinem bin verschüchtert, habe Herzklopfen. Die Schwester harte Arbeit daselbst. Der Alpdruck vollkomme- wieso ist der Fähnlich entkommen?"-„ Ich Spirituosenschrankt. Er trant seine gewohnten ist aber reizend zu mir und erzählt von ihrer ner Dede und die sengende Hiße führte die Men- fürchtete, sie könnte nicht ganz tot sein, könnte drei Becher, schickte dann nach Lebenslänglich Arbeit. Sie reist von Stadt zu Stadt, geht von schen einander zu und verwischte die Unterschiede. noch Schmerzen haben, deshalb zerhackte ich sie und sagte:„ Du wirst selbstverständlich amnestiert Saus zu Haus. Durch ihre Schwesterntracht hat sie Das war die Militärstrafanstalt Hrobpolje, vom und währenddem entkam er." Weil du sie werden, es fommt nur auf mich an, aber sag ein leichter Zutritt. Londeskommando mit leichtem Spott, aber schwe- io zerstückelt hattest, mußtest du weinen." mal, ist das mit dem Fähnrich dein Ernst, ich Inzwischen sind wir im Hafenviertel angefomrer Sorge, die hohe Schule der Demokratie oder Genug, Herr Stabsarzt." Scholz trank einen sehe das nicht ein." Lebenslänglich: Wenn ich men. Ein großes Mietshaus. Ich beobachte, wie Staat im Staate genannt. Becher, wischte sich den Bart ab und sprach: frei sein will, muß ich es vollbringen." Stabs- die Schwester sich aufreckt und alle Energie konzen,, Also gut, bis nächstens. Du hast eine befreiende arzt Scholz: Ja, ja, befreien fann nur die Tat." triert. Sie schellt. Ein schlürfender Schritt nähert Tat vollbracht, ich werde es auch so machen, aber Er machte einen tiefen Schluck, wischte sich den sich. Die Tür wird einen Spalt geöffnet. Was weißt du, bei mir ist es so: ich brauche zu jeder Bart ab und setzte dann fort: Also, es soll ge- wollen Sie?"" Wir sind von Herrn Dr. Werner Tat eine ganz bestimmte Menge Alkohol, oft schehen, aber du mußt dabei sein, du fährst jetzt geschidt, gnädige Frau." Wir werden eingelassen. glaube ich. wenn ich im Gasthaus size, jetzt ist mit mir. Bei beginnender Nacht überraschen wir Ich staune, wie die Schwester die Frau mit einem der Augenblick gekommen, jetzt gehst du nach das Luber mit ihrem Hauptmann. Die Hade ist Rebe chwall überfällt und gar nicht zu Worte komRebeschwall Hause und nimmst die Hacke, aber da heißt es vorbereitet, ich werde mich erst auf sie stürzen, du men läßt. Ganz unauffällig zieht sie das Buch hernoch eine Runde trinken, aus der einen werden mußt dich in die Tür stellen, er darf auch nicht vor, das sie bis jetzt unter dem Arm versteckt hatte. zwei und das ist zuviel, die Energie erlahmt, entkommen. Komm, ich will mit dem Major Umsonst. Häßliche Worte; wir gehen weiter. Eine man wird gleichgültig. Aber es wird schon wer- sprechen." Schlachta saj mant im Bade, die Etage höher. Immer Abweisungen. Jedes Mal den, geh nur, geh." Tätigkeit hatte ihn erschöpft, er hielt von dem neuen Menschen gegenüberstehen, das gleiche erzäh Plane nichts, meinte schließlich: Mach mir len. Die Füße schmerzen. wenigstens teine Scherereien, schau. daß er zurück ist, bevor man ihn sucht und daß er nirgends fen wir uns mit mehreren Kolleginnen der SchweEin Uhr. In einer kleinen Hafenschenke tref angehalten wird." Und er unterschrieb den ster. Ich fühle mich schnell wohl, es herrscht ein Passierschein. II. III. freier ungezwungener Ton. Man bespricht von Hamburg aus nach Holland zu gehen. * Die Verbindung mit der Außenwelt stellte Stabsarzt Scholz dar, ein vollkommen versoffener Brummbär, der zweimal im Monate in einer alten Ralesche, von den Gefangenen Arche Noah genannt, angefahren tam, während seinen Dienst m der Zwischenzeit Lebenslänglich in ein wandfreier Weise versah. Er bestellte durch Vermittlung von Lebenslänglich Post und allerhand Aufträge, zuweilen brachte er auch eine Nichte für die Herren oder eine Wäscherin für die Sträflinge mit. Für das Geld, das man ihm Heute ist Major Schlachta aus der Badezum Einkauf der Medikamente bewilligt hatte, faufte er bei einem befreundeter: Apotheker wanne gestiegen. Er steht in der VerwaltungsVinum Cognacis ein und Lebenslänglich verteilte kanzlei. Die anderen Herren sind auch da, Stabses nach einem besonderen Schlüssel an die Be- arzt Scholz ist dieses Mal bei Tag gekommen. IV. wohner von Hrobpolje. Scholz selbst trant nichts Major Schlachta nimmt ein Schriftstück zur von dem Kognat, er hatte in dem Medikamenten- Hand und beginnt: Allgemeine und besondere Da hast du die Schlüssel, du gehst als schrank sein eigenes Depot an Spirituosen. Er Amnestie aus Anlaß der Geburt eines Prinzen." erster", sprach Scholz. Lebenslänglich dreht den Am nächsten Morgen, es ist eiskalt, ein Wind tam stets in der Nacht, trant drei Becher irgend- Kanzelist Pieslinger unterbricht ihn: Strengen Schlüssel um. Ein entsetzter Schrei des Dienst- fegt durch die Straßen, gehe ich allein. Ich nehme eines Fusels aus einer Flasche mit der Aufschrift Sie sich doch nicht an, Herr Major, die hohen mädchens, welches eilig durch die Türe ent- mir ein großes Mietshaus vor. Dumpfe Luft schlägt " Gift" und schickte dann nach Lebenslänglich. Herren machen die Amnestie nur, um uns zu schlüpft. Scholz öffnet das Schlafzimmer. Ein mir entgegen. Ein Druck liegt auf mir, ich fann Dieser mußte ihm immer wieder seinen Fall er ärgern, Voltsbeglückung auf unsere Kosten, wir Mann in Unterkleidern wird sichtbar. Lebens- faum atmen. Ich schelle. Die Tür wird geöffnet, zählen. Die Geschichte Lebenslänglichs war furz haben die Arbeit damit, als ob wir schuld daran länglich bemüht sich, in höchster Spannung seine aber die Kette vorgelegt. Ein alter mürrischer gesagt die: Er blieb nach Absolvierung seiner wären, wenn ein Prinz geboren wird." Major Gesichtszüge zu erfassen. Scholz dreht das Licht Mann fragt nach meinem Begehr. Dienstzeit als Regimentsschneider beim Militär Schlachta:„ Meine Herren, hier handelt es sich auf. Richtig, er ist es und hält einen Revolver Wieder vor verschlossener Tür. Dann und brachte es bald so weit, daß er daran denken darum, ob wir Lebenslänglich vorschlagen sollen in der Hand, das tat er damals nicht, jetzt er tomme ich zu freundlichen Leuten. Ein junges Mädfonnte, sich nach einer Frau umzusehen. Da oder jemand anderen Lebenslänglich wäre fennt er Lebenslänglich, er läßt den Revolver chen mit ihrer franken Mutter. Sie liest Stellen ihm die Mädchen in der Stadt leichtfertig und in erster Linie zu berücksichtigen." Kanzelist fallen. Kanzelist fallen. Mit einem kazenartigen Sprunge ist daraus vor. Nach einer Stunde kauft das junge falsch vorkamen, holte er sich seine Frau aus Pieslinger: Hrobpolje ohne Lebenslänglich, eine Lebenslänglich an dem Revolver und der Haupt- Mädel das Buch. Es kostet zwanzig Mart, sie kann seinem Heimatdorfe. Es war ein heiteres, ar- Wüste ohne Dase. Sie sollten seine Reden hören, mann lebt nicht mehr. Mit der Ruhe eines es in Raten abzahlen. beitsames Mädchen, zwar sehr ärmlich, aber Herr Major, wenn er über die Zukunft der Wissenschaftlers tritt Lebenslänglich an ihn her- Ein Erfolg! Ich habe Mut. Treppen desto mehr freute er sich, wenn er ihr ein kleines Menschheit spricht, in der es keine Geknechteten an. Ja, er ist tot. Lebenslänglich reicht Scholz Türen Menschen Menschen Abweisungen. Gegen Abend Naschwert oder ein billiges Puzzstück bringen und Entrechteten geben wird." Sanzelist Kretsch den Revolver, aber Scholz braucht ihn nicht mehr, fomme ich zu einer alten Frau, die Mitleid mit konnte. An warmen Abenden ging er mit ihr mer: Ohne Lebenslänglich ist das Werkl nicht er hatte die Hacke im Wagen. Er macht einen mir hat und mir einen Teller Suppe gibt. durch die Stadt, zeigte ihr die Post, die Schule, zusammenzuhalten oder soll vielleicht der Herr tiefen Schluck, wischt sich den Bart ab und meint Müde komme ich heim in meine kleine Kamdas Stadtamt und freute sich über die großen Stabsarzt selbst die Zähne ziehen?" Schlachta: lachend: So oft haben wir über die Geschichte mer, in der kaum das Bett Plat hat. Augen, die sie machte, wenn sie die Gebäude mit zu bedenken ist nur, daß Lebenslänglich spä- gesprochen und nach den Namen des Fähnrichs Der nächste Tag, dasselbe. Ich erreiche nichts. Ich kann nicht wie die Schwester meinen Fuß zwidenen ihres Heimatdorfes verglich.. Tagsüber testens in einem Jahre ohnedies amnestiert wer- habe ich dich nie gefragt." aber sperrte er sie ein, denn seine Wohnung lag den muß, er sißt das zwanzigste Jahr." Stabs- Unter dem Schutze der Nacht gelangt schen die Tür stellen und fremden Menschen meinen im Hinterhofe der Kaserne und er wollte seine arzt Scholz: Dann soll er noch das eine Jahr Lebenslänglich in den öden Karst. Hier begegnet Willen aufzwingen. Ich tann auch nicht zusehen, Frau nicht den Belästigungen seitens der ande- sitzen, ich brauche ihn noch." Schlachta: Ein ihmt niemand und am Morgen rasiert er wieder wie jemand ein Buch für sein letztes Geld fauft, ren Unteroffiziere aussehen. Eines Nachmittags unsachlicher Standpunkt." Scholz:„ So, und ich seinen Herrn. Seine Hand zittert nicht, aber das für den Besuch eines Arztes notwendiger gewurde unerwartet Rajernenteinigung angeord- erkläre dir, wenn Lebenslänglich fort ist, fomme Schlachta ist ein feiner Psychologe, er meint: wesen wäre. Dann rate ich ab. Ich kann nicht mit net und er war froh, das Bügeleisen zu so früher ich nicht mehr her." Kanzelist Kretschmer: ,, Das Hoffentlich werde ich keine Scherereien damit nach Holland gehen, ich muß etwas Neues suchen, Stunde weglegen zu dürfen und eilte zu seinem möchte noch fehlen, dann laufen wir alle davon." haben, warten wir die Zeitungen ab." Die Zei- um Geld zu verdienen. Was wird nun tommen? " Seite 6 Donnerstag, 21. Jänner 1932 Nr. 18 PRAGER ZEITUNG. stischen Schachzeitung Italia Sachiftica" mitarbei-) rolle tete und in ihr seine Arbeiten zum Abdruck brachte. ziehen Ein sonderbare praktische Einheitsfront, im Gegensaz zu dem von den Kommunisten mit Worten geDie Vorsteherwahlen in den und morgen an der Urania- Kaffe. Ab Samstag all- predigten Kampf gegen den Fascismus". Ortsvertretungen. gemeiner Vorverkauf. 7½ Bürgerlicher Sport. man muß leider Theaterausdrüde heranfarb und humorlos. ,, 24 Stunden." Ein Kriminalfilm der Paramount, den man für gut halten könnte, wenn man por der Pause fortginge; was sich aber im Interesse des happy Spielplan des Neuen Deutschen Theaters. Kennen Sie die Wundermannschaft“? Näm- ends nachher abspielt, ist unglaublich. In dieser Ant Dienstag fanden in den Prager Ortsver-( 83- III). Freitag, 7% Uhr:„ Der Trou- lichen öfterreichischen Fußballverbandes, zusammen- blem der unglücklichen Ghen; man betrügi einander, Donnerstag, 7% Uhr:" Sestern und heute" lich die von Hugo Meist, dem Macher des bürger- bernehmen Geldmagnatenwelt gibt es auch das Protretungen die Wahlen der Bürgermeister statt, bado ur", Oper von Verdi( 84- IV.- Samstag, gestellte österreichische Auswahlmannschaft, die wegen gut und schnell es geht, er und sie haben ihre so welche folgendes Ergebnis hatten: 7% Uhr: Ensemble gastspiel Curt Bois: ihrer spielerischen Ueberlegenheit gegenüber den an ständige Nebenbeschäftigung, sozusagen; man sieht Brag I bis VII: Bürgermeister Ing. Rot- Dienst am Runden", Schwant von Bois und deren Berbandsmannschaften des Kontinents im da eine nette blonde Tänzerin, die ihn, der natür nagl( Nat. Dem.), 1. Stellvertr. J. Blast( Rat. Hansen( Abonnement aufgehoben). Sonntag, bürgerlichen Sportlager Aufsehen erregt. Es wird fich faust, was im Lande der Prohibition ja schon Soz.), 2. Stellvertr. St. Berger( Gewerbepartei). 7% Uhr: Ensemblegastspiel Curt Bois: Dienst Sie interessieren, daß 80 Prozent der österrei sunt guten Ton gehört, spät des Nachts zu sich Prag VIII: Bürgermeister J. Ouřada am Kunden"( Abonnement aufgehoben).chischen Berufsfußballspieler aus Wiener und nieder- nimmi: dort schläft er den Schlaf des mehr oder ( Nat. Soz.), 1. Stellvertr. St. Svoboda( Nat. Montag, 7% Uhr:„ Gestern und heute" österreichischen Arbeitervereinen hervor weniger Gerechten, während sie vom eifersüchtigen Dem.), 2. Stellvertr. N. Holič( Sozialdemokrat).( 85-1). Brag IX: Bürgermeister V. Padevět( Nat.Gatten ermordet wird; im Nebenzimmer. Icht Das ist zwar für den bürger- könnte sich etwas Spannendes entwideln; aber man Soz.), 1. Stellvertr. R. Luftig( Sozialdemokrat), 7% Uhr: Professor Bernhardi"( Freier Zeugnis für die Aufzucht eines eigenen Nachwuchses, nunft keine Zeit und so stellt die Kriminalpolizei Spielplan der Kleinen Bühne. Donnerstag, lichen österreichischen Verband ein beschämendes muß doch die Gatten versöhnen, hat also für Ver 2. Stellvertr. Fr. Čihák( Kommunist). Prag X: Bürgermeister Dr. Hanuš( Nat. 7% Uhr:„ Gestern und heute"( Ab.). den Sport zum Geschäft erniedrigt und sind gegen fest, wer der Mörder ist; und der wird auch von Berkauf und Bantbeamten- Gruppe II). Samstag, aber daran stoßen sich die Herren nicht. Sie haben nunft keine Zeit und so stellt die Kriminalpolizei im Handumdrehen mit Hilfe eines Fingerabdrucks Dem.), 1. Stellvertr. J. Kohout( Nat.- Soz.), Sonntag nachmittag 3 Uhr:„ ümmere dich Sportmoral unempfindlich. 2. Stellvertr. O. Hampl( Sozialdemokrat). Prag XI: Bürgermeister Dr. Kostratiewiecz Nad und Grün( A6). Abends, 7% Uhr: Erftunt Amelie", Schwant mit Musik von Feydeau, ( Nat. Soz.), 1. Stellvertr. K. Neumann( Sozial- aufführung:„ Ein entzückender Mensch", demokrat), 2. Stellvertr. V. Adam( Nat. Dem.).| musikalisches Lustspiel von Letraz und Straus. Prag XII: Bürgermeister Dr. Pavlit( Nat. Montag, 7% Uhr:„ Professor Bernhardi" Dem.), 1. Stellvertr. J. Pichl( Nat.- Soz.), 2. Stellvertr. Ed. Kraus( Sozialdemokrat). Brag XIII: V. Ulman( Nat.- Soz.), 1. Stellvertr. J. Dubšit( Nat.- Dem.), 2. Stellvertreter B. Stejskal( Sozialdemokrat). Prag XIV: Bürgermeister J. Meier( Nat. ( Ab.). Mitteilungen aus dem Publikum. -JUDr. Maja Fint, Prag, Ing. Karl Fleischner, Soz.), I. Stellvertreter V. Tyll( Bürgerblock), Tepliß- Schönau, zeigen allen Genossinnen und Ge2. Stellvertr. J. Rosol( Sozialdemokrat). Prag XV: Bürgermeister Fr. Reicht Sonoffen ihre am 23. Jänner in Prag stattfindende zialdemokrat), 1. Stellvertr. A. Šindelář( Nat.Sozialist.) Prag XVI: Bürgermeister A. Jenšovsky ( Rat. Soj.), 1. Stellvertr. R. Bébr( Nat.- Deni.), 2. Stellvertr. F. Holes( Sozialdemokrat). Prag XVII: Bürgermeister A. Banjet( Nat. Soz.), 1. Stellvertr. A. Stocht( Sozialdemokrat), 2. Stellvertr. Fr. Svoboda( Bürgerblock). Trauung an. 1439 Immer weiße Zähne hat man beim ständigen Gebrauch von Chlorodont- Zahnpasta( Tube Kč 4.-) unter gleichzeitiger Benugung der praktischen Chlorodont Zahnbürste( Spezialschnitt). Versuch überzeugt. 1436 Brag XVIII: Bürgermeister A. Brodasta Sport Spiel- Körperpflege ( Nat. Soz.), 1. Stellvertr. F. Nachtman( Nat.Dem.), 2. Stellvertr. J. Cejnar( Sozialdemokrat). Prag XIX: Bürgermeister F. Pražsky( Nat.Dem.), 1. Stellvertr. Fr. Sláma( SozialdemoIrat), 2. Stellvertr. J. Syrový( Agrarier). Bei den Wahlen in die Ortsräte erhielten die Deutschen je ein Mandat in Prag I- VII, Brag XII und Prag XIX. Gegenüber dem bisherigen Stand bedeutet dies den Gewinn eines Mandates( in Bubeně). Den Sozialdemokraten haben die Borsteher wahlen einen großen Erfolg gebracht. Bisher hatten sie keinen Ortsvertretungs- Vorsteher und nur drei erste und zwei zweite Stellvertreter, nunmehr jedoch 1 Bürgermeister, 4 erste und 7 zweite Stellvertreter. Kunst und Wissen Rottbus 93 fommender Lansiger Meister. Kottbus 93, das aus dem Wettbewerb mit Döbern und Räschen als die beste Mannschaft hervorging, schlug in der letzten Vorentscheidung um die Lausitzer Meisterschaft den Landsberger Bezirksmeister Schönlante 8: 0( 6: 0). Die Entscheidung im Kreis Kassel- Südhannover gefallen. Der Kasseler Bezirksmeister Oberfaufungen gewann mit nicht ganz überzeugenden Leistun gen gegen Tennhausen 5: 2, und damit auch die Kreismeisterschaft. Legte Runde in Westdeutschland. Die ersten Spiele der rheinisch- westfälischen Gruppenmeister brachten die erwarteten Siege. Der westdeutsche Meister bensprodhövel gewann über Düren 4: 1 ( 1: 1) und Wanne über Dortmund Barup 2: 1. erworben. gegangen sind. Der Film Kurt Vespermann, Olly Gebauer und Willy Grill in der Ufa- Tonfilm- Operette ,, Ron'n y". Die Filmwoche. Das Konzert." Die Konkurrenzbanditen ermordet; worauf der Millionär aus der Haft entlassen und seiner Gattin, just ant Ozeandampfer, wohin ihn sein Herz treibt, zuge führt wird. Und alles freut sich; bis auf das Publikum. Der Regisseur hat aber Qualitäten, umrahmt diese 24- Stundenhandlung mit einer guten Nachttuliffe, fann auch Schneegestöber hervorzau bern und versucht sogar an einer Stelle, die ameri lanische Gesellschaft zu charakterisieren. W. Lg. Zum goldenen Anker. In Kürze findet im Berliner Gloria- Palast die deutsche Uraufführung des Paramount- Tonfilms Bum goldenen Anker" statt. Der Film wurde nach dem gleichnamigen er folgreichen Bühnenstüd von Marcel Pagnol gedreht, die Uebertragung des Dialoges besorgte Alfred Polgar. Alexander Korda führte die Regie, die Hauptrollen werden von Albert Bassermann, Jakob Tiedtke, Ursula Grab ley, Matthias Wien an, Lucie Höflich, Karl Eflinger berkörpert. Eine ganz andere Frau. Marlene Dietrich hat unter der Regie Josef von Sternbergs die Aufnahmen für ihren dritten Paramount- Tonfilm ,, Shanghai- Expreß" beendet, in dem in weiteren tragenden Rollen Clive Brook, Anna MayWong, Warner Oland beschäftigt sind. Am 15. Feber beginnt sie mit den Aufnahmen zu dem Paramount Tenfilm„ Eine ganz andere Frau", der nach dem in der Berliner Illustrierten Zeitung" erschienenen gleichnamigen Roman von Georg Fröschel gedreht wird. Aus der Partei 11 Freie Vereinigung joz. Akademifer, S. 3. II. Wir beteiligen uns Freitag, 8 Uhr, Verein deutscher Arbeiter, am Wochenendkurs Was muß der Jugendfunktionär vom Recht wissen". Referent Dr. E. Schwelb. 11 31 1582 82. Ausschreibung. provisorischen Anstellung vertragsmäßig nach leberDie Dienstbezüge werden für die Dauer der eintommen, im definitiven Verhältnis nach den Be uimmungen des Gesetzes Sig. 103 26, geregelt. Bedingungen der Anstellung: Legte Vorentscheidung in Baden- Pfalz. Stickers Leo Mittlers Verfilmung ist reichlich Ludwigshafen a. Rh. hat sich durch einen 2: 0 schwach und konnte aus dem bekannten Theaterstüc ( 1: 0) Sieg über den Kaiserslauterner Bezirksmei von Herrmann Bahr nichts Wesentliches herausDeutsche Akademie für Musik. Mittwoch, den ster Rammelebach die Berechtigung zur Teilnahme schlagen. Er wiederholt nur das Theaterstüc ohne 27. Jänner, 8 Uhr abends, Haydn- Brahmsam Endspiel um die Badisch- Pfälzische Meisterschaft die filmischen Möglichkeiten auszuühen. Abend in der Produktenbörse. Zur Aufführung Fahrt ins Blaue eines ältlichen Musikus mit einer gelangen: Haydn, Symphonie, G- Dur und das Arbeiter- Motorradsport in Dänemark. Streichquartett op. 33 in C- Dur, weiter die Sonate rührige Leitung des dänischen Arbeitersportbundes humorvoll ausgedeutet werden, die paar netten Ge- des leitenden Beamten im städtischen Rentami in Die jungen Schülerin müßte und könnte sehr leicht Bei der Stadtgemeinde Auffig gelangt die Stelle D- Moll für Violine und Klavier, op. 108, und das hat den ersten dänischen Arbeiter- Motorradfahrer- birgsaufnahmen sind da viel zu wenig. Wie fast der Dienstklasse I- e zur Besetzung. Klavierkonzert B- Dur, op. 83, mit Orchester von verein ins Leben gerufen, der nach den Erfahrun- immer muß auch hier festgestellt werden, daß den Joh. Brahms. Karten von 3 bis 12 K bei Weyler, gen des deutschen Arbeiter- Rad- und Kraftfahrer- Deutschen zu all diesen Lustspielmotiven der leichte nach Ablauf dieser Frist wird bei zufriedenstellender Die Aufnahme erfolgt provisorisch auf 1 Jahr; Styblo- Passage. bundes„ Solidarität" aufgebaut wird. Auch auf Esprit fehlt, daß die Effekte im Seichten verlaufen. Dienstleistung die definitive Anstellung im Sinne Einmaliges Gastspiel Alexander Moissi in Jeden anderen Sportgebieten weist der dänische Ar- Von den schon zur Filmschule gehörenden Geschmad- des Gemeindebeamtengesetzes zugesichert. dermann" von Hofmannsthal: Donnerstag, den 28. beitersportbund eine anhaltende gute organisatorische losigkeiten beim Wißereißen ganz zu schweigen. Ausd.( Abonn, aufgehoben). Vorverkauf für Abonnen- und technische Entwicklung auf. gezeichnet spielt nur Olga Tschechova die reife ten heute, Donnerstag, und morgen, Freitag, an stellen hier fest, daß der Vorsitzende des russischen und erfolgreich eifersüchtige Frau, Sarlweiß ist der Tageskassa. Für Urania- Mitglieder heute Schachverbandes S. S. Letvmann selbst an der fasci- fehl am Play, Walter Janssen ist in der Hauptfeßen und seinem Absender zurüd. Was mag der] Wieder drehte sich Thaumann herum. Die Sterl eigentlich mit dieser Drohung bezweden?" Finsternis bedrüdte ihn. Aber bei Licht würde er grübelte der Kassierer. Er fann mir doch nichts erst recht nicht schlafen fönnen. Und er sehnte sich Von Manfred Tiefenbach. das weiß er eben so gut wie ich selbst." so nach ein bißchen Ruhe. Er fah Cherubin ganz deutlich vor sich. Ein„ Na begraben und vergessen", murmelte er Am Montag lag da unter den geschäftlichen schmächtiger Mensch, der Angst um seine Existenz vor sich hin. Jest träht tein Hahn mehr danach. Eingängen ein persönlicher Brief, der Thaumanns hatte. Was also will er?" dachte Thaumann er Niemand kann etwas davon wissen. Auch Cherubin Anschrift trug. Der Hauptkassierer, irgendein neut. Mir dienstlich schaden, mich irgendwie bei nicht. Der hat zwar immer so heimlich getan, sich Reflameangebot, oder etwas anderes, ebenso Belang der Direktion anschwärzen? Das könnte ihm faum gebärdet, als hätte er uns alle in der Tasche. Aber Icjes vermutend, öffitete gleichgültig den Umschlag. gelingen. Erstens ist man gegen Anschuldigungen das ist gewiß nur pathologisch zu werten." Ein einer Zettel flatterte auf den Tisch. Hüte durch entlassene Angestellte sehr mißtrauisch, und Er gab sich einen energischen Rud. Wollte an dich!" stand darauf und weiter nichts. In Schreib- zweitens habe ich mir noch nie...." Er erschrat. etwas Angenehmes denken. An das Mädchen, die maschinenschrift, ohne Namen des Absenders. ohne Ein ganz leises Zittern durchlief seinen Körper. Baltin. Er war ihr nicht böse Datum. Sein Herz zog sich zusammen und ein beklemmendes Aber statt des blonden Mädchenkopfes fab er Das fommt von Cherubin", dachte Thaumann Gefühl trieb ihm den Schweiß auf die Stirn. imnter wieder nur jenen so glänzend gefälschten und lächelte, verächtlich. Cherubin, das war der ,, Nie?" grübelte er.„ Aber da war doch... Daß Kassenbeleg vor sich, der ihn oder nein, eigentlich Angestellte, der Ende vergangener Woche aus dem die Sache nun wieder auftaucht. Ich habe die ganze dech nur das Mädchen plötzlich um achthundert Thaumann selbst Geschichte inzwischen völlig vergessen. In diesen Mart reicher gemacht hatte. Er konnte dieses Bild, Bantbetrieb ausgeschieden war. zehn oder gar zwölf Jahren, die inzwischen ver- allen Bemühungen zum Troy, nicht los werden. hatte seine Entlassung betrieben. " Das schlechte Gewissen. antun 1 nein. 1. Tschechoslowakische Staatsbürgerschaft. 2. Bollkommene Gesundheit und Wohlverhaltenheit. 3. Bollkommene Kenntnis der deutschen Sprache als Geschäftssprache der Stadtgemeinde in Wort und Schrift und Nachweis der Kenntnis der Staatssprache zum Dienstgebrauch. 4. Absolvierung einer Mittelschule oder einer Handelsakademie bei beiden Anstalten mit Matura, Burücklegung des Kurses und der Staatsprüfung für Staatsverrechnungskunde und vollständige Kenntnis des fameralistischen, doppi schen und amerikanischen Rechnungsstils. 5. Eine mindestens 10jährige Praxis im fommu nalen oder staatlichen Rechnungsdienst. Die Dienstzeit der geforderten Pragis wird nebst der allenfalls bereits durchgerechneten Dienst zeit bei der Einreihung in die Bezüge nach dem Gesetz Sig. 103 26, berücksichtigt werden. Ordnungsgemäß gestempelte und mit beglauEr wollte schon den Wisch in den Papierforb gangen sind. Nicht noch einmal möchte ich jene Zeit Und als er schließlich dennoch einschlief. verfolgte es bigten Abschriften der bezüglichen Dokumente sowie werfen und sich seinen dienstlichen Angelegenheiten durchmachen. Das war damals, als ich mit der ihn bis in seine Träume hinein. fleinen blonden Baltin befreundet war. Sie hat mit dem curriculum vitae belegte Gesuche, in welzuwenden. Aber dann, einer unbestimmten Regung Am nächsten Morgen erschien er mit schmerzen chemt auch die Gehaltsansprüche anzuführen sind, sind nachgebend, tat er es doch nicht, sondern schob den mich viel Geld gekostet. Und diese Angst. Diese dem Kopf auf der Bank. Er hatte einen Entschluß bis zum 15. März 1932 beim Bürgermeisteramt Zettel in den einfachen Geschäftsumschlag zurüd Jahresabschluß dann... Na, das ging ja dann alles lich davon überzeugen, daß alles viel zu geschickt wahnsinnige Angst vor jeder Revision, vor dem gefaßt. Wollte sich auf unauffällige Art natürAussig einzubringen. und barg das Ganze sorgfältig in seiner Brieftasche vorbei und niemand hat was gemerft. Es war eine gemacht war, um jemals eine Entdeckung zu er- auch die Ablehnung sämtlicher Gesuche ohne Angabe Die freie Wahl unter den Bewerbern, allenfalls Er hatte keineswegs die Absicht, die Sache Lehre eine furchtbare, grausame Lehre..." möglichen. Besonders nach so vielen Jahren. weiter zu verfolgen oder gar die Polizei mit der Er warf sich auf die andere Seite. Kehrte das Ermittlung des Absenders zu bemühen. Vergaß Gesicht der Wand entgegen. Er schickte den Stift auf den Boden, wo die von Gründen, wird vorbehalten. Achthundert Mart", alten Kladden, Kassenbelege, und Rontobücher aufBürgermeisteramt Aussig, ant 19. Jänner 1932. auch die ganze Angelegenheit fast völlig, bis ihm dachte er.„ Keine große Summe gewig. Aber ein bewahrt wurden. der Brief eines Abends, als er die Taschen seines Bruchteil davon genügt ja unter Umständen, einen Bostbote. Uebergab ihm, mit anderen ein neues Während er wartete, tam der 2985 Ter Bürgermeister: Leopold Pölzl. Rodes auf dem Nachttisch ausleerte, wieder in die Menschen für den Rest seines Lebens unglücklich zu Schreiben des Unbekannten, der doch nur Cherubin Hände fiel. machen. Uebrigens faum zu glauben, wie leicht es fein fonnte. Es ist nichts so fein gesponnen Merkwürdigerweise konnte er an diesem Abend zuweilen ist, sich auf unrechtmäßige Art in den einmal tommt's ans Licht der Sonnen" stand da. nicht einschlafen. Blieb stundenlang mit offenen Bejizz fremden Geldes zu, bringen. Ein bißchen Thaumann zitterte. Der Schreiber dieser Zeilen Augen liegen, warf sich von einer auf die andere Glück, ein bißchen Geschicklichkeit, ein bißchen Mut mußte doch etwas wissen er wurde schon deutSeite und suchte ganz vergeblich zur Ruhe zu und schon flappt der Laden. Trotzdem: noch ein- licher, wenn er auch sein Wissen einstweilen noch kommen. Der Brief ließ ihn nicht los. Immer mal würde ich das nicht fertig bringen. Ich war hinter Sprichwörtern und Gemeinplähen verbarg. wieder fehrten seine Gedanken zu diesem Papier eben viel jünger, viel leichtsinniger damals. ( Schluß folgt.) ' n das Heim des flafenbewußten Urbeiters gehört d. Zentralorgan. „ Sozialdemokrat" der Deutschen fozialdemokr. Arbeiterpartei Herausgeber: Siegfried Za u b. Chefrebatteur: Wilhelm Rieknez. Berantwortlicher Nebakteur: Dr. Emil Straus, Brag. Drud: Rota".- G. für Seitung und Buchdrud, Prag. Für den Drud berantwortlich: Otto Holit, Brag. Die Zeitungsmartenfrantatur wurde von der Boft- u. Telegraphendirektion mit Erlag Nr. 13.800/ VII/ 1930 bewilligt. Bezugsbedingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Bost monatlich Kč 16.-, viertel jährlich Kč 48.balbjährig Kč 96,-, gangjährig Kč 192,-, Fnferate werden laut Tarif billight berechnet, Bel öfteren Ginjaltungen Preisnaglag. Rüdstellung von Manuskripten erfolgt nur bei Einsendung der Retourmarlen. 990