tabo Einzelpreis 70 Seller. Sosialdemokrat Zentralorgan d. Deutschen ſozialdemokratischen Arbeiterpartei i.d.Tſchechoslowakischen Republik 12. Jahrgang. Tardieus Donauföderation auf wirtschaftliche Isolierung Deutschlands abzielend? Berlin, 3. März. Mit unverholener BeErscheint mit Ausnahme des Montag täglich früh. Redaktion und Verwaltung: Brag I., Netázania 18. Telepbon: 20795, 31469.( Nachtredaktion): 26797 Bodedamt: 57544 Freitag, 4. März 1932 Nr. 55. Ränkevolles Doppelspiel Japans. Nach dreizehn Jahren. Unerfüllbare Waffenstillstandsbedingungen. fürchtung nimmt die ganze deutsche Presse die Genf, 3. März. In der Nachmittagssizung aus Genf und Paris tommenden Nachrichten der Völkerbundversammlung, die auf Antrag über die Initiative des französischen Minister- Chinas für heute einberufen worden war, begann präsidenten Tardieu in der Frage der An- der Vertreter Chinas Jen seine Ausführungen näherung der Donaustaaten auf. Allgemein mit der aussehenerregenden Mitteilung, daß die herrscht die Ansicht vor, daß es sich um eine Waffenstillstandsverhandlungen in Schanghai Aktion handelt, durch die Deutschland aus wegen der überspannten Forderungen der Japader mitteleuropäischen Interner abgebrochen worden seien. effensphäre ausgeschaltet werden soll, Die Bedingungen des japanischen Oberweshalb die Berliner Presse mit besonderer kommandos für eine Waffenruhe, die gestern Genugtuung die Aeußerungen einiger Wiener abends durch Vermittlung des britischen Gesand. und Prager Blätter verzeichnet, die Einwendun- ten der chinesischen Regierung übergeben worden gen gegen den Plan der Interessengemeinschaft sind, unterscheiden sich erheblich von den Beder Donauländer erheben. Die Mehrzahl der dingungen, die am legten Sonntag am Bord des Blätter spricht Zweifel darüber aus, ob Tardieu britischen Kreuzers Kent" provisorisch verfeine Initiative mit Zustimmung Italiens und einbart worden waren. Englands unternommen hat. Einmütig appellie ren die Blätter an das deutsche Außenamt, daß dieses Schritte unternehmen möge, um den Plan zunichte zu machen. Sie hindernde Meistbegünstigung. Deutschland zu einem Entgegenkommen an Desterreich bereit. Wien, 3. März. Der Bundeskanzler Dr. Bureich hat am 16. Feber an die Gesandten Deutschlands, Englands, Frankreichs und Italiens fräfte zu kommen. Heute, so wie an jedem 4. März seit dem schwarzen Tage von 1919, sammeln wir 2. Während der Einstellung der Feindselig- uns zu einer Stunde schmerzlichsten Gedenfeiten solle in Schanghai eine Rundtischton- kens und geschichtlichen Besinnens; denn unferenz zwischen Japan und China abgehalten auslöschlich eingegraben in unsere Herzen und werden, an der die Vertreter der hauptsächlich Gehirne sind die fünfzig Brüder und Schweinteressierten Mächte teilnehmen würden, um zu stern, die im Sudeten- März 1919 in stummer, einer Abmachung über die Methoden der Zurüd friedlicher Demonstration für das Selbstbe ziehung der chinesischen und japanischen Streit- stimmungsrecht, im gewaltlosen Streit für die 3. China solle mit dem Rückzug seiner Trup- Idee der Freiheit der Nation gewaltsam und pen bis zu einer genau festzuseßenden Linie be blutig niedergestreckt wurden. Teuer werden ginnen. Die japanischen Truppen würden sich uns diese unvergeßlichen Blutzeugen einer unerst, wenn der Rückzug der chinesischen Streitkräfte besieglichen revolutionären dee bleiben für erfolgt und festgestellt sei, in die Richtung der immer, und eine bessere Zeit, die die ErfülZone von Schanghai und Wusung zurückziehen. lung aller Märzgedanken gebracht haben 4. Im Falle des Bruches dieser Abmachungen wird, wird noch in Dankbarkeit und Pietät die durch eine Partei würde die andere Partei ihre Märtyrer feiern, die die Bahn freigemacht politische Handlungsfreiheit wiedergewinnen. haben; wir aber, wir stehen immer noch im Nach Ansicht der chinesischen Regierung be. Kampf, wir sind immer noch Blutsbrüder deuteten diese Bedingungen die völlige Ka- jener Toten, die Fahnen, die wir heute zu pitulation Chinas vor Japan und feien in- ihrem Gedächtnis senken, tragen auch heute folgedessen für China un annehmbar. Unter noch dieselben Kampfzeichen. diesen Umständen sei die Fortseßung der Feindseligkeiten unvermeidbar. China erhebt Anklage. Die japanischen Bedingungen lauten: 1. China solle seine Truppen auf eine bestimmte Linie, die von den japanischen und chinesi schen Behörden festzusehen wäre, zurüdziehen. Japan werde dafür in eine Einstellung der Feind seligkeiten während einer gewissen Periode einwilligen. 13 Freilich, die dreizehn Jahre, die da hinter uns liegen, sind nicht ohne Entwicklung verstrichen, und wir dürfen schon sagen, daß der nationale Kampf jener blutigen Tage Aus dem Bericht des Vollmachtenprüfungs- tie baldige Räumung des bejezten Gebietes die hoffnungsvoll zu internationaler Arden Appell gerichtet, Desterreich bei seinen ausschusses ergibt sich, daß alle Mitglieder des Tatsache der immer weiteren Ausdeh- beit sich gewandelt hat. Standen damals tsche= Bemühungen zur Besserung seiner wirtschaftlichen Völkerbundes mit Ausnahme von Argentinien, nung der japanischen Kontrolle Lage zu unterstützen. Der deutsche Gesandte Dr. der dominikanischen Republik, Honduras, Nicara über die Mandschurei gegenüber. Die chische Proleten im Waffenrod gegen deutsche Rieth hat daraufhin heute dem Bundeskanzler gua und Paraguay an der Versammlung teil- Krönung der japanischen Invasion auf chine Arbeiter, so umschließt heute immer fester die die Erklärung abgegeben, daß die Reichsregierung nehmen. Die Versammlung wählte mit 45 von fischem Boden sei der Angriff auf die Chinesen Klasse, ohne Ansehn der Nation, das Band, die Mitteilung mit allem Verständnis für die 47 abgegebenen Stimmen den belgischen Außen- stadt von Schanghai und die chinesische Haupt- internationaler Solidarität, gemeinsamen Wilstadt Nanking am Vorabend der Abrüstungston- lens. Auf dem Boden desselben Staates, der wirtschaftliche Notlage Desterreichs und mit aller minister Symans zum Präsidenten. Hilfsbereitschaft zur Kenntnis genommen habe. Emleitend sprach der Vorsitzende des Völker- ferenz gewesen. im Zeichen des Friedensdiftates gewaltsam Daß die Hilfbereitschaft Deutschlands in der Ver- bundrates Paul Boncour in mehr als einstündi gangenheit nicht immer im gewünschten Umfang ger Rede über das bisherige Verfahren im Völkersich hat auswirken können, lag neben anderen burdrat und erklärte sehr ausdrücklich, wenn auch Hemmungen vor allem auch in den Aus wir mit Uebergehung geoisier heiff: Umstände, tic fungen des Meist begünstigung& Entwidlung des ostasiatischen Konfliktes und des systems begründet. Wenn die Empfehlungen Verfahrens im Völkerbund. Er nahm indirekt sehr des Finanzkomitees und des Völkerbundrates und entschieden Stellung gegen Japan. die Mitwirkung der anderen Staaten die Mög- Dr. Yen stellte in seiner weiteren Rede den lichkeit eröffnet, Desterreich Zugeständnisse für versichedenen Beschlüssen des Völkerbundrates feine Ausfuhr, unabhängig von den Folgen der und den Zusagen der japanischen Regierung über Meistbegünstigung, zu machen, so ist Deutschland zur Aufnahme alsbaldiger Verhandlungen über Art und den Amfang solcher Zugeständnisse bereit. Butschpläne der Nazis? Mit seinem ganzen Vorgehen habe Japan und mit der Rechtlosigkeit von dreieinhalb den Völkerbundrat, brüskiert. Es habe die Völ- Millionen Deutschen begann, kämpfen nun terbundjagungen verlegt und sich der schieds- deutsche und tschechische Arbeiter gemeinsam gerichtlichen Erledigung des Konfliktes ent- um Erhaltung und Ausbau des Stücks Macht, zogen. Darin liege auch eine Verlegung des das wir uns schon errungen haben. Auch dieser Kellogg- Paktes. Auch der in dem japanischen Kampf bleibt nicht ohne Opfer, ja er wird Vorgehen festzustellende Bruch des Neun- ihrer mehr fordern als jene Märztage, die mit mächtevertrages fönne für den Völkerbund nicht den Schüssen von Mies und Eger, von Karlsgleichgültig sein. bad und Brür, von Oberleutensdorf, Arnau, Hohenelbe, von Kaaden und Sternberg besiegelt wurden, weil eben auf der einen Seite ein Volk waffenlos nach den primitivsten Die Mandschurei außer Debatte? Zynische Rede des japanischen Vertreters. Nach dem chinesischen Vertreter erhielt der der Entwicklung des Konfliktes in Schanghai. Rechten verlangte, die ihm die einzige wahrVertreter Japans Matsudaira, das Wort. Bedauerlicherweise seien troß allen Vorsichtsmaß- hafte Idee des Weltkriegs, nämlich der GeWenn Hitler nicht gewählt wird. Er führte aus Japan sei durch die Anforderungen nahmen(?) infolge von Materialmängeln und danke der Demokratie und der nationalen Berlin, 3. März. Aus einer Veröffent- der Lage in Schanghai gezwungen gewesen, Irrtümern(?) Opfer an Menschenleben nicht zu Freiheit, zu bringen versprach, während auf lichung eines Geheimerlasses des Reichspropa. Maßnahmen der Selbstverteidigung gegen eine vermeiden gewesen. Zu der mandschuri- ber anderen Seite die grausame, ideenlose Gegandaleiters der Hakenkreuzler Dr. Goebbels unmittelbar schwere Gefahr für seine Staats- fchen Angelegenheit erklärte Matsudaira, fie walt des Kriegs bei der Ausnübung des Sieist zu schließen, daß die Hakenkreuzler beobjich angehörigen und für die internationale Kon- gehöre nach Auffassung seiner Regierung nicht als einziger Weg nur noch die. A. und die S. S., die für alle Event ualitäten bereitstehen. tigen, im Falle einer Niederlage bei der Reichs- deffion zu ergreifen. Sobald ein sicheres Mittel zur Zuständigkeit der Völkerbundversammlung, ges noch einmal unter dem Schutz des Friepräsidentenwahl einen Putsch zu unternehmen. zur Beseitigung der Gefahr gefunden werden und es wäre unklug, die Erörterungen über die densdiktats und kraft der Gewehre triumIn dem Erlaß wird u. a. gejagt, wenn der Pro- könne, werde sich die Angelegenheit von selbst mandschurische Frage in der Versammlung phierte. Historisch gesehen, sind wir in diesen dreizehn Jahren um einen großen Schritt vorpagandasturm verpuffe, ohne die Mehrheit für erledigen. Matsudaira gab dann eine Darstellung wieder aufzunehmen. wärtsgekommen: die tschechischen Gewehre Hitler im ersten Wahlgang zu bringen, blieben Der japanische Vormarsch renbe bes japanischen peeres, ordnete an, daß die gehen gegen friedliche Demonstranten nicht eingestellt. Landoperationen um 14.30 Uhr eingestellt wür mehr los, nur weil die anderen Deutsche den. Tatsächlich stellten die Japaner bereits ihren sind; der Kampf der Nationen gegeneinShanghai, 3. März.( Reuter.) Admiral Vormarsch ein und befestigen nun ihre neuen ander, hat sich gewandelt, ist auf entwicklungs. Nomura, der Kommandant der japanischen Positionen in Linho, Tajoana, Nazjanu und gemäß höherer Stufe zum Kampf der KlaiKriegsflotte vor Schanghai, erklärte, daß das Tschenju. sen gegeneinander geworden. Nationaler Ziel der japanischen Operationen bereits erreicht Offiziell wird mitgeteilt, daß die chinesischen Kampf, das war für uns immer verschleierDie Revolte brödelt ab. worden sei und daß er deshalb den Befehl erteilt Truppen von ihrem Kommando Befehl erhielten, ter Klassenkampf; notwendig und ausweichlich, Helsingfors, 3. März. Die innenpolitische habe, heute um 14 Uhr lokaler Zeit alle Feind- ich jedweder feindseligen Handlungen zu entwenn Lage scheint jetzt eine Wendung zugunsten der seligkeiten einzustellen, was auch bereits gehalten. Es wird ihnen nur erlaubt, sich zur Wehr wenn und wo die Bourgeoisie im Leben der zu jegen, wenn sie überfallen werden. Regierung zu nehmen. Seit gestern abends hat schehen ist. Die Hitlerpresse will diesen Geheimerlaß als Fälschung bezeichnen, er wird aber in der ganzen Oeffentlichkeit für durchaus echt angesehen. sich die Zahl der Revolutionäre verringert. Um Große Aufträge Japans für die europäische Romplikationen zu vermeiden, enthält sich die j Regierung jeder bewaffneten Einmischung. Sie hat auch die Führer der Aufständischen nicht verhaften lassen, die noch immer versuchen, alle ihnen zur Verfügung stehenden Kräfte aufzubieten. dabei aber wenig Erfolg haben. Rüstungsindustrie. Auch die Skodawerke beteiligt. Völker zu Beutezügen ausrückt und über dem Volk stolze nationale Flaggen wehen läßt, um es im Dunstkreis scheinpatriotischer Gedanken vergessen zu machen, was eigentlich gespielt wird. Gewiß, auch und gerade in der Tschechoslowakei sind wir noch weit, noch meilenweit von jenem gleichen nationalen Recht entfernt, von jener Demokratie, von der Wilson träumte und deren Unterdrückung am 4. März 1919 Genf, 3. März.( Eigenbericht.) Das Ver-| Werke Aufträge von über drei Millionen Es wird einige Zeit dauern, bevor die Lage sagen des Völkerbundes wird erklärlich, wenn Dollar erhalten. wieder ruhig ist. Das Geschäftsleben geht wieder man erfährt, daß Japan große Aufträge für Gegenwärtig soll sich eine japanische Milifeinen gewohnten Gang. Die Neubildung der Munitionslieferungen an Firmen in England, tärkommission in der Tschechoslowatei fünfzig Sudetendeutsche in den Tod schickte. Regierung hat, wenn auch nicht in allen Streisen Frankreich, Deutschland, Belgien, Polen und in aufhalten; von dort sollen bereits 18.000 Gra- Aber lichter ist es um uns geworden, mit jeden der Tschechoslowakei erteilt hat. Vor- naten und 2800 Gasbomben nach Japan ver- Tage mehr erkennen die tschechischen so wie die ebenfalls beruhigend gewirkt. nehmlich über Hamburg sind im Feber jeden schickt worden sein. Die. Skodamerke sollen derzeit deutschen Proletarier, daß sie nur zusammenTag Munitionslieferungen nach Japan gegan- an der Ausführung großer Aufträge für Gra- stehend alle Arten der Unterdrückung, so auch gen, so am 7. Feber naten arbeiten, die über Triest verschickt wer- die nationale, überwinden können. Nicht mehr den sollen. stehen tschechische Arbeiter gegen deutsche, sonJn. Frankreich haben die Schneider- Werke Die deutsche chemische Industrie hat bereits Aufträge auf 20 schwere Tants erhalten; eine dern die vereinigte internationale Bourgeoisie 360.000 Pfund Säuren für Explosivstoffe nach französische Automobilfabrik stellt 4000 schwere gegen die sich immer mehr ralliierende ArbeiJapan geschickt. Eine reichsdeutsche Firma della Flugzeugbomben für die Japaner her. Aus Bel- terschaft ohne Unterschied der Nation. Opfer, sagten wir oben, wird auch dieser rierte 600 Stiften Explosivstoffe nach Japan als fast ist Munition im Werte von 25 Millionen Kampf fosten, ja es werden ihrer mehr sein, Klaviere". Polen hat für die oberschlesischen Dollar nadh Korea abgegangen. Die erste Zat der Untersuchungstommission. Tolio, 3. März.( Reuter.) Der Kaiser von Japan hat heute im kaiserlichen Balast zu Ehren der Mitglieder der Völkerbund kommission die mit der Untersuchung der Lage in der Man dschurei betraut ist, ein Festdiner veran staltet. allein 700 Risten Munition von den Pilsner Skodawerken. Seite 2 Freitag, 4. März 1932. Der russische Schatten. Meine Frau weil ja das Aufrücken dieser Fronten den Beginn der großen, der letzten Auseinandersetzung bedeutet, Anfang des Endkampfes um eine Gesellschaft, die mit gleichem sozialen Recht gleiches Recht auch der Nation, der an der Tatsache rütteln, daß sich die Sowjet- Wiederholung des gleichen Spiels, das zu dem Rasse und des Geschlechts heraufführen wird. regierung bis jetzt im mandschurischen Konflikt russisch- japanischen Striege von 1904 geführt hat. Schon sind, auch in der Tschechoslowakei, befleißigt. Ihre im Interesse einer baldigen um Vieles größer geworden sind. Ein neuer Schon sind, auch in der Tschechoslowakei, einer für ihre Begriffe musterhaften Neutralität Nur die Gefahr ist größer, weil die Ausmaße die ersten Opfer dieses gewaltigen Kampfes Beilegung des Konflikts höchst erfreuliche Zurück- russisch- japanischer Serieg wird nicht mehr lokaligefallen, Opfer in Vorgefechten, die die bei- haltung ist zwar nicht das Ergebnis ihrer Frie- siert werden können. Er wird zum mindesten spiellose Krise, die fürchterliche Not der Ar- densliebe um jeden Preis. Wenn Mostar heut Asien in zwei feindliche Lager beitslosen, die Verzweiflung der Massen auf alles tut, um triegerische Verwicklungen zu ber- spalten. Alle japanischen Polemiken können nicht[ sucht wird. Jm Grunde handelt es sich um eine freut sich... der einen Seite, die Angst, das Unverständnis meiden, dann geschieht das aus der wohlerwogeEnglands Budget start zusammengestrichen. Nr. 55. wenn die Post die„ Unzufriedene", das Wochenblatt der Frau, bringt! 0000000000 Einzelpreis 60 Heller in jeder Trafik erhältlich! Vierteljahrpreis mit Postzusendung Kč 7.50. Verwaltung: Prag il., Nekazanka 18. 0000000000 Genfer Gestalten. André Tardien. Das heutige Japan wie das heutige Rußund die Härte der Bourgeoisie auf der anderen nen Berechnung, daß der Waffengang mit einer land befinden sich erst in den Anfangsstadien Seite herbeigeführt hat; wohl standen seit 1919 Macht den Angriff der ganzen Meute ihrer Geg- einer neuen sozialen Entwicklung. Beide sind nie mehr so gewaltsam- blutig tschechoslowa- ter im ungünstigsten Augenblick nach sich zie- barum bemüht, Industriestaaten von großer Zeiwürde. tische Soldaten oder Gendarmen gegen demonstungsfähigkeit zu werden und beide sind desstrierende Arbeiter, nur weil sie nicht der Sowjetdiplomatie zum Doppelspiel und Grenzen nach Hilfsmitteln umzusehen. Das Ziel eine induſtrialiſierte Geſellſchaft weder durch die Angesichts der angeborenen Neigung der halb genötigt, sich rechtzeitig außerhalb ihrer Staatsnation angehören; aber mehr als ein bei dem Nebeneinanderwirken einer oberirdischen ihres Strebens tann nur China sein, das als im Geiste des konservativ- militaristischen Japan mal sind die Gewehre wiederum losgegangen, und einer unterirdischen Außenpolitik fönnen Absaymarkt wie als Rohstofflieferant in beider noch im Sinne der bolschewiſtiſchen staatssozialimehr als einmal ist Blut geflossen, mehr als zwar ungeachtet dessen Fälle eintreten, in denen Bereich liegt. China braucht dagegen in seinem stischen Pseudodemokratie. einmal sind tschechische und deutsche bie eine Hand nicht wissen will oder auch tat- augenblicklichen Zustand auf lange Jahre hin- Noch ist es Zeit, den Lauf der Dinge von und slowakische Arbeiter gefallen, sächlich nicht weiß, was die andere tut. Daher aus Anleitung und Führung und gewährt die Europa her durch das ehrliche Bemühen um als Arbeiter im Kampfe um ein Stück liegt es durchaus im Bereich der Möglichkeiten, verlockende Aussicht das gefügige Werkzeug in eine Reform Chinas zu ändern, ehe aus dem japanischen Kampf gegen den russischen Schatten Brot, im Gebrauch ihres Rechtes auf Mei- daß die irregulären und auch die regulären der Hand eines Starken zu werden. nungsfreiheit, Koalitionsfreiheit, Versamm- sischem Kriegsmaterial versehen sind und die Vorsprung. Die Mandschurei ist bereits seit chinesischen Truppen in der Mandschurei mit rus- Japan hat hierbei zeitlich einen erheblichen ein blutiges Ringen um die chinesische Beute wird. lungsfreiheit. friegsbegeisterte studierende Jugend Chinas sich langem seine Filiale auf dem asiatischen KonDreizehn Jahre liegen zwischen jenem deshalb so start fühlt, weil ihr hinter den Ku- tinent, während Rußland dabei ist dieses Manko 4. März des Selbstbestimmungsrechtes der liffen die russischen Sympathien deutlicher als auszugleichen. Es ist deshalb kein reiner Zu Nationen und dem Freiwaldau des rei- nötig ausgesprochen werden. Die Ansprüche, die fall, daß sich das Schwergewicht des russischen nen Klassenkampfes. Nur scheinbar besteht ein in der Politik der Gegenipart an Neutralität ge- Industrieaufbaus immer stärker nach Sibirien Genf, Ende Feber 195. Unterschied zwischen dem Wollen, das die stellt werden, sind jedoch so gering, daß Rußland verschiebt. Troß Dumping und politischer Miniereinen und die anderen mit dem Tode bezah- den Verdacht der Inkorrektheit in diesem Spe- arbeit wird der Westen trok seines gegenwär Zweifellos wartet Frankreich in Genf mit Yen mußten, in Wahrheit sind sie alle Sel- zialfalle von sich weisen fann. tigen Schwächezustandes immun bleiben. Auch den größten Persönlichkeiten auf: Léon Bour den und Märtyrer einer einzigen großen Idee, Rußland kann dazu Japan gegenüber den die Hoffnung auf einen baldigen Zusammen geois René Viviani- Edouard Her eines einzigen gewaltigen Kampfes: Idee der unschätzbaren taktischen Vorteil für sich buchen, bruch der Kolonialmächte erweist sich als trüge- riot- Paul Painlevé- Aristide Briand Befreiung aller Menschen von jedem politi seinem Gegner die Initiative zugeschoben su risch. Selbst von einem für England ungünstigen und André Tardieu waren nacheinander die schen, sozialen und wirtschaftlichen Leid und haben. Das Reich des Mikado ist genötigt wor- Ausgang des indischen Konflikts hat Rußland französischen Delegationsführer. Briand das den, einen langwierigen und fostspieligen Kampf nicht das geringste zu erhoffen. Als Ort des war die Stimme der Menschlichkeit, die nach Unrecht, Kampf um eine Gesellschaft, die diese gegen den belangloseren chinesischen Gegner an- geringsten Widerstandes bleibt einzig und allein Frieden rief, das war der einzige in der Genfer Jdee verwirklicht. zufangen, der ihn wichtige moralische Sympa- das aus den Fugen geratene China übrig, des- Versammlung, der viel von sich selbst sprechen thien nicht nur in China sondern auch in der sen in den Bereich europäisch- amerikanischer durfte, ohne daß man darin eine zu große Ueberöffentlichen Weltmeinung fostet, ohne fein eigent- Bivilisation geratene Jugend die Konsolidierung heblichkeit gesehen hätte, zumal da er stets mit liches Ziel, die direkte Schwächung Rußlands im hres Vaterlandes durch ene Macht erhofft, die einer feinen Fronie, die ihm niemand nachFernen Osten zu erreichen. Der von ihm ge- teine Prätensionen auf politische Herrschaft machen fann, über sich sprach. Tardieu dagegen, der sein neues MiniLondon, 3. März.( Reuter.) Heute wurde führte Stoß muß ins Leere gehen und erhebt. das Budget der Kriegsmarine, der Landarmee Rußland sieht ruhig zu, wie sich sein gefährlich- Ein solches Verlangen kann Rußland viel sterium innerhalb weniger Stunden schuf, ist der und der Luftflotte für das Jahr 1932 veröffent- fter Rivale in der asiatischen Politit abzappelt. eher erfüllen als Japan, dessen Politik China energische Realdenter. In diesem Zimmer licht. Darnach werden für die Kriegsflotte Mostau tann seine Energie aufsparen, um sie gegenüber mit dem Odium des politischen und schlief einmal Briand!", sagte ihnt der französi50,476.300 Pfund Sterling, d. i. gegenüber 1931 nötigenfalls anzuwenden, wenn die Kräfte auf wirtschaftlichen Imperialismus belastet ist. Die- fche Konsul in Genf, Herr Amé- Leroy, als er um 1,128.700 Pfund weniger, für die Landarmee der Gegenseite verpufft find. Auch in dem man fer Antipathie gegenüber bleibt der Hinweis Tardieu Anfang des Monats die Räume des Soll ich tas 36,488.000, d. 1. um 3,442.000 weniger, für die dschurischen Fall wird die Lieblingsidee der Mili- auf die Raffengemeinschaft und das Ideal einer französischen Konsulats zeigte. Luftflotte 17,400.000 Pfund, b. i. um 700.000 tärs von Präventivkrieg, auf deren Leim fich panasiatischen Solidarität völlig wirtungslos. Simmer vielleicht mit Weihwasser besprigen?" Pfund weniger als im Vorjahr angefordert. Der die Diplomatie trop der vielen bittern Erfah Sapan bleibt als einziges Mittel zur Realiste- fragte Tardieu als Antwort den treuen MitStand der Armee ist mit 148.700 Mann, der der rungen der letzten Jahre immer wieder loden rung feiner Absichten in China nur die militä- arbeiter Briands, der darauf nur ein verdustes Reserve mit 125.500 und der der zweiten Reserve läßt, zum soundsovielten Male Schiffbruch er- rische Gewalt übrig, aber seine Tragit liegt Geficht machte. Jetzt nachdem Tardieu sogar mit 134.716 Mann vorgesehen. Da die Regierung leiden. Der Besitz der Ostsibirischen Bahn und darin, daß sich die beschränkten Kräfte des Insel wieder Ministerpräsident wurde. ist der Konsul das Abkommen über die Rüstungspause unter die Kontrolle des Weges nach Charbin und reichs für das gigantische Objekt als unguretNur das Lob, das andern gilt, liebt Tardieu zeichnet hat, erklärte der Marineminister bei Vor- ladiwostok werden ebensowenig darüber ent- chend erweisen. Tage feines Budgets, daß er für das Jahr 1932 scheiden, ob Japan oder Rußland zum Herren Das Verhalten der in der Politik des Fer nicht. Er, der die große französische Preffe als nicht an den Bau irgend welcher neuen Einheiten Chinas und damit zu demjenigen des Fernen nen Ostens bisher maßgebenden Großmächte ist einstiger Journalist ganz in der Hand hat, kann dente. Die Gesamtzahl der Flugstreitkräfte beträgt Oftens wird, wie der Besitz von Antwerpen und leider nicht dazu angetan, die Entwirrung des in ihr über sich schreiben lassen, was er will. gegenwärtig 75% ordentliche Eskadren, mit ein- Calais Deutschland die dauernde Ueberlegenheit mandschurischen Knotens auf friedlichem Wege zu Die französischen Filmgesellschaften machten gerechnet 13 Marineflugestadren. über England und Frankreich gesichert hätte. fördern. Abgesehen davon, daß sie nicht mehr oft Aufnahmen von der französischen Delegation In dem Kommentar zum Budget wird be- Die Wahrscheinlichkeit einer japanisch- russischen start genug sind, ein Wachtwort zu sprechen, während der Situngen, ohne daß sie es wußte. tent, daß die Herabsetzung mur deshalb vorge- Auseinandersetzung über das Reich der Mitte entspringt ihre Bauderpolitik nicht zum geringen Auf einer diefer Aufnahmen sieht man Tardieu nommen werden konnte, weil sie durch die Lebens- rückt bei dieser Mentalität, die auch auf der Teil der Hoffnung, Japan während eines Boy- während der Rode des deutschen Reichskanslers interessen diktiert ist. Der Aufwand für die Zivil- Seite der Sowjets besteht immer mehr in den fotts wieder einen Teil des chinesischen Marktes von ganzem Herzen gähnen. während sein Nachverwaltung beträgt demgegenüber 402,028.105 Bereich der Möglichkeiten, mit denen die inter- abzujagen. Bei einer so fleinlichen Einstellung bar, der in der Liste der Delegierten als„ Seine Pfund Sterling, d. i. um 7,586.660 weniger als nationale Politik in der nächsten Zeit zu rechnen muß das Chaos des Fernen Ostens nur noch Ercellenz Senator Paul Boncour" eingetragen im Vorjahr. Im ganzen gelang es, gegenüber haben wrd. bergrößert werden. Der Gang elementarer gei- ist, auch nicht gerade scharf aufpaẞt. Jetzt haben dem Vorjahrsbudget 12,857.360 Pfund einzu- Bei den Kräften, die hüben wie brüben stiger, politischer und sozialer Entwicklungen verschiedene Delegierte dagegen protestiert. daß sparen. Im September des Vorjahres wurde für durch die Uebersteigerung der industriellen Wirt- läßt sich aus der Händlerperspektive nicht ein sie heimlich aufgenommen werden. Marim Litwinow. das Jahr 1932 ein Gesamtbudgetaufwand von schaft im Innern zur Expansion nach außen mal begreifen geschweige denn lenken. Der Ferne Der russische Volkskommissar für die aus 584,250.000 Pfund Sterling vorgesehen, so daß drängen, haben beide Teile mit Recht die Be- Osten braucht genau wie der übrige Orient die jetzt, wo er im ganzen mur 506,392.405 Pfund sorgnis vor einer Gefahr des gewaltsamen Zu- uneigennützige und weitsichtige Führung zur wärtigen Angelegenheiten ist ein ruhiger gesezbeträgt, 77,857.590 Pfund am Gesamtbudget fammenpralls, wenn nicht rechtzeitig nach ande- Reorganisation seiner natürlichen Wirtschaftsbe- ter Mann. Als die Stadt Genf am zweiten erspart werden. ren Sicherungen als den jetzt gebräuchlichen ge- Idingungen und nicht die Revolutionierung durch Konferenztag einen Empfang gab, erschien Lit45 Jan Hus/ Der letzte Tag Ein geschichtlicher Roman v Oskar Wöhrle das Geländer: Ich warte, bis du mir pfortest!" Was willst du in der Stadt?" Den Hus will ich!" Mensch, wer bist du?" Mit Verlaub, Herr, ein Henker!" Ammon Weifli öffnet bei diesen Worten den Mantel und zeigt sein Blutwams. Der dicke Wachtmeister fährt zurüd, als hätte er einen Sieb auf die Nase erhalten. noch fleinlauter als vorher. daran hoch, um auf diese Weise an Land zu ge-[ Rücken der Twieler Ritterschaft Arbeit bekommen, sich wundflatternden Seele. Der unvermutete langen. ,, he, was tust du hier, fremd, frech und fett?" Besuch seiner Freunde noch spät am Abend, das Nein, der Wachthabende braucht dem Art Der Graubünder betrachtet ihn mit einem Anfinnen eines Widerrufes und zuletzt die dround dem Sträubele nicht mit dem Schlegel zu Blid, der von seinem Wachtmeisterhals Maß hende Ankündigung der begleitenden Bischöfe: winten; es genügt schon, daß er die Augsbrauen nimmt für eine haltbare hänsene Schlinge. Dann morgen sei letzter Verhörstag, hat ihn mächtig ( Verlag Der Büchertreis". G. m. b. 6. Berlin W. 61.) stellt. Grinsend machen sich die beiden an die sagt er, und seine Worte flingen wie der Nieder- durcheinander geworfen, mehr, als er sich selber stoß des Rads: Nun hat durch den Ruf„ Hier die Ritter Winde. zugibt. Eigentlich hat er diesen Tag herbeige-. vom Twiel!" sich ja alles aufgeklärt, und aus sehnt, um seinen Gegnern Aug in Aug in aller Einen Augenblick später plumpst die Kette um die mit Oeffentlichkeit gegenüberzustehen, Angst und Bangst, aus Not und Tod, ist mit ins Wasser. Huldrich Wischer und der größte einemmal eine lächerliche und belachenswerte Teil seiner Getreuen plumpst mit. An die dreißig Lug und Trug wider ihn gesponnenen Fäden zu Geschichte geworden! zerreißen, um das hinterlistige Netz des AntiMann paddeln im See. Doch dem Geschrei nach, christs auseinanderzuwirren. Aber jetzt, wo die Den Stadtknechten betrommelts noch immer das jetzt die Nacht füllt, ist die halbe Welt am das Zwerchfell. Der dicke Wachtmeister zwingt Ersaufen. heiß gewünschte Stunde. die Stunde der Abrech sich schließlich das Prusten ab. Er beugt sich über Schwimmt, schwimmt, tapfere Ritter! Laßt nung und des Gerichts, zum Greifen nahe fommt, türmt sie sich vor seinen Augen zu einer immer höher werdenden Hürde auf. Ihm ist zu So, wenn ihr die Ritter vom Twiel seid, euch des Bads nicht verdrießen!" Mut wie einem gehezten Pferd, das unvermutet so wartet gefälligst hier vor der Kette, bis es den Sporn bekommt und springen soll. Es Tag ist und die Sonne und Gewißheit gibt, daß bäumt sich auf, es wirft sich zurüd, es versucht ihr den Twieler Namen nicht mißbrauchet zu alles, um auszubrechen. Zu unvermittelt steilte irgendeiner Hinter- oder Vorderlist!" sich vor ihm das Hindernis auf. Weiß Gott, Irgendwo schallen Stimmen und Schritte. wenn jetzt einer käme und ihn von der Kette Der Gefangene schreckt von seiner Pritsche schlösse, wenn jetzt einer sagte:„ Laß den Streit, „ Kom auf und hebt lauschend das Ohr. ,, om men mach Frieben!" ob er nicht doch schwach würde, fie fchon?" allen feierlichen Beteuerungen zum Trozz, ob Nein, die Füße tappen draußen an der nicht doch das zitternde, vorm Tode zagende Mauer vorbei. Kein Riegel knarrt, fein Schlüs- Fleisch in ihm aufstünde und die angebotene felbund raffelt. Es bleibt weiter im Barfüßer Freiheit nähme, wie ein Ertrinkender, in letter Not um sich Schlagender die rettende Hand? flofter so still wie in einem Totengrab. Fort, ihr feigen, von der Sölle geborenen Gedanken! Kann denn keine Stunde ohne Berfuchung des Satans sein? Die Wachtknechte lachen, daß es ihnen schier die Koller zersprengt. Es lacht der dicke WachtMeister, es lacht der Schwab, es lacht der Sundgauer, es lachen sämtliche Armbruster, die um das Vollbad stehen. Es lachen die Ruderknechte Doch das ist Huldrich Wischer und den paar auf ihrer Bant, es lacht der Rotbart am Steuer, Halbnüchternen um ihn nicht recht. Sie riechen die Betten und wollen daher mit aller Gewalt es lacht sogar der Mann im düsteren Mantel. Die Twieler aber paddeln um ihr Leben in die Stadt. Laßt uns ein! Wir berufen uns auf unsere Wie nasse Hunde, keuchend, das Wasser abschüt telnd, kriechen sie auf den Damm. Alle Ritter Gerechtsame als Bürger!" Wieber hängt sich der Dide übers Geländer: schaft und Großschnauzigkeit ist von ihnen abge: Ihr besoffenen mitternächtlichen Schweine waschen wie Tünche von der nassen Wand bei wollt mir doch nicht einreben, daß ihr Konstanzer einem Wolkenbruch. Schnatternd drängen sie sich Bürger seid! Konstanzer Bürger sind ehrsam, an die Nachtpforte am Aberhaken". Sie sind wieder fleine armselige" Pintelanten geworden, feine Nachtstreifer! Konstanzer Bürger liegen zu dieser Zeit längst in Chepflicht und machen nicht sie wollen nichts als heim, nicht als heim! den See unsicher! Also wartet, bis Tag ist! Eher fommt mir feiner über die Kette!" 15. Frgendwo flirrt ein eisernes Tor. Ein Seufzer löst sich aus der erleichterten Brust. Serz, ängstige dich nicht! Du hast noch fünf, sechs Stunden Zeit! Noch fann es taum Mitternacht sein; denn die gelbe Kerze auf dem Der Mann in der Zelle steht von der Nichts da! Nichts da!" schreit der Wacht Tisch ist erst zu einem Drittel geschmolzen. Pritsche auf. Er versucht zu beten. Er kann Fünf, sechs Stunden Zeit sind eine Ewig es nicht. Immer wieder irren seine Gedanken Meister und wird noch einmal so did vor Macht und Wichtigkeit. Nicht heim! Jns Loch mit feit zum Grübeln, zum Ueberlegen, zum Denken; ab. Er brudt gewaltsam beide Hände gegen die ,, Weg mit der Kett'! Wir wollen heim!" " Wedt die Stadt nicht auf mit eurent Ge- der Bande! Diesen Schweinen Gottes, die fich fünf, sechs Stunden sind aber nur furze Zeit, Schläfen. Doch dem Ansturm der Angst hat er Ritter schimpfen, sollen ihre Herrenrülpfer ver- allzu furze Zeit, um zur inneren Ruhe und nichts entgegenzuseßen als ein rafend geflüfterschrei oder, weiß Gott, ich laffe euch tunken!" tes: Fibre uns nicht in Versuchuno! Führe Doch die Ritter vom Twiel sind feinem Zunehen! Und du", wendet er sich an Ammon Sammlung zu kommen. Und das ist das Notwendigste was ber uns nicht in Versuchung!" Immer wieder spruch zugänglich. Sie vollführen einen Lärm, Weikli. der im Kreis feiner drei Gefellen mit als ob sie am Spieße stäten. In ihrer befoffenen verschränkten Armen dasteht und zuschaut, wie Mann an der Kette braucht, das Gleichmak sei murmeln es seine zudenden Lippen. ( Fortsetzung folgt.) Wut paden sie die Sperrkette und ziehen sich die Hellebarden- Enden der Stadtknechte auf dem ner aufgescheuchten, an den Stäben des Käfigs. Nr. 55. In Freitag, 4. März 1982. ww C Nordböhmen: noch immer Anſteigen der Arbeitslofigkeit. Senoffen haben. Die Sozialisten. Ende Feber über 160.000 gemeldete Arbeitslofe. In den 47 Bezirksanstalten für allgemeine unentgeltliche Arbeits- und Dienstvermittlung in Nordböhmen waren mit Ende Feber 160.177 Arbeitslose angemeldet. Dies ist die höchste Zahl, die bis jetzt überhaupt erreicht wurde, um 9623 mehr als Anfang Feber, Arbeitsmarkte vielleicht doch schon wenigstens in Viel mehr könnte jedoch zur Linderung der Arbeitslosigkeit und der schweren Lage der Arbeitslofen die Meldung aller Arbeits- und Dienststellen bei den zuständigen Anstalten beitragen, und zwar auch in solchen Fällen, wo es sich um furzfristige Stellen ober um Gelegenheitsarbeiten überhaupt hanMit Rücksicht auf die schwere Lage in Nordböhmen Seite 3 wwwwww Ihr manet an ausgesetzt är Die Verbreitung unserer Zeitung agitienen Segt euch aberall für unsere Parteipreffe ein. In das Heim des Arbeiters gehört die Arbeiterpresse. Darum. Genoffenu.Genoßinnen agitiert winow in Smoking und Lackschuhen, wie sich das gehört. Seine versöhnliche Rede im Plenum der Abrüstungskonferenz las er nicht sehr laut in englischer Sprache mit schlechtem Akzent bom Blatte ab. Rein rednerisch gesehen, verpuffte sie. Das war feine revolutionäre Aussprache, feine Anklage gegen die Vertreter derjenigen Mächte, die ihn als einzigen eistalt empfingen, als er zur Rednertribüne hinaufging. Und doch merkt man seiner Stimme die Energie an. Nur Herr von Rheinbaben von der deutschen Delegation hatte nach Litwinows Rede demonstrativ Beifall ge- wo flatscht. Er wird faum Litwinows Verherr erwartet werden konnte, daß sich die dage am lichung des kommunistischen Systems gegölten bestimmten Berufen langsam bessern wird. In den am meisten betroffenen Industriezweigen ( Glas-, Metall- und Textilindustrie) lam es leider Die Großmächte haben die Sozialisten aus zu keiner Besserung, sondern im Gegenteil, es ihren Delegierten entfernt. So sind jetzt 26 Mit- tontten noch in einzelnen Gegenben weitere Verglieder der kommunistischen Weltanschauung in schlechterungen festgestellt werden. Zu der ErGenf, während nur einige Kleinstaaten Soziali- höhung der Anzahl der angemeldeten Arbeitssten herschickten. So ist hier vor allem der bel- losen trug hauptsächlich der Umstand bei, daß gische Senator de Broucère. der auch schon mit sich auch viele von den Arbeitslosen angemeldet glied der Völkerbundskommission war, welche die haben, die dies früher nicht gemacht haben; jetzt Abrüstungskonferenz vorzubereiten hatte, weiter waren sie der Meinung, daß doch schon mit der hin Alfing Emanuel Andersen, Generalsekretär Meldung verschiedener Arbeitsgelegenheiten ge der Sozialdemokratischen Partei Dänemarks. rechnet werden kann was jedoch nicht der Fall Dann ist hier Arthur Henderson als Präjident war, da sich die Witterung in der zweiten Hälfte der Konferenz. Er sieht spit, eingefallen, fränt des Monats Feber bedeutend verschlechtente und lich aus. Unser Präsident, nein, Verzeihung, daher die Bau-, Notstands- und ähnliche ArIhr Präsident", sagte spöttisch Emile Vander- beiten nicht möglich waren. Für die staatliche velde zu den Delegierten, indem er darauf an Ernährungsaktion wurden im Bereiche der erspielte, daß Henderson vorher Präsident der so wähnten 47 Anstalten in der vierwöchentlichen zialistischen Internationale war. Vandervelde Zeitperiode vom 7. Feber. bis 7. März über sprach nicht als belgischer Delegierter, sondern, 6,000.000 K verausgabt. Als Unterlage für die wie Léon Jouhaug, als Vertreter der organi Berteilung der Lebensmittelanweisungen dienten sierten Arbeiterschaft, die ein Gelingen dieser die vom Ministerium für soziale Für Konferenz, fordert". forge eingeführten, durch die Gemeinde- beitskräfte ämter ausgefüllten Verzeichnisse der Arbeitslosen, die den Bezirksbehörden vorgelegt wurden. Die Evidenz der Arbeitslosen in den Bezirksanstalten für allgemeine unentgeltliche Arbeits- und Dienstvermittlung blieb in den meisten Bezirken aufrecht erhalten, weil die frü here Praxis, während welcher sich die Arbeits- Falls viclleicht doch manche Arbeitgeber fie im eigenen Lager deren genug finden. Gar Kurt enz. Wirtschaftskrise und Volksgesundheit. Von Dr. med. Hugo Marchfeld. Fast 60 Millionen Menschen, ihre Familienangehörigen mit inbegriffen, find heute in der angehörigen mit inbegriffen, find heute in der Welt aus dem Wirtschaftsgetriebe ausgeschaltet. Dies bedeutet außer der foloffalen wirtschaftlichen Satastrophe, eine schwere Bedrohung der Volksgesundheit. Ganze Konglomerate von Ursachen für die Erklärung der Strise werden täglich von allen politischen Parteien auf den Besemarkt gewor fen. Aber bis heute wurde noch kein Alheilmittel gefunden zur Bekämpfung dieser Wirtschaftskrise. Die lange Dauer und die kolossale Vehemenz ist ohne Beispiel und ihr schlechter Einfluß wird sich noch auf Jahre hinaus erstrecken. Vorläufig sieht man die gesundheitschädigenden Einflüsse der Krise noch nicht in dem Maße, daß die Bevölkerung darüber beunruhigt wäre. Die Wirkung der Krise auf so lange Dauer hinaus, muß insbesondere die heranwachsende Generation förperlich und geistig vollständig tuinieren. Die fleine Arbeitslosenunterstützung vettende Hilfe der Krankenversicherungsanstalten schüßen einstweilen die Arbeitslosen und ihre Familienangehörigen vor den ärgsten Gesundheitsschädigungen, aber je länger die Krise dauert, je fleiner die Unterstüßung wird, um so größer werden die Schäden an der Volksgesundheit. Insbesondere die junge, der Schule entwachsende Generation, die eben ins Erwerbsleben treten will und aus Mangel an Arbeits plähen nicht unterkommen kann, leidet förperlich und geistig furchtbar. Alle Hoffnung für die Butunft ist ihnen genommen worden, sie sind seelisch erkrankt und dies zeigt sich am besten und deutlichsten in der Tatsache, daß eben diese Jugend politisch in die extremsten Parteien hineinläuft. fungen in den Anstalten gemeldet haben, beibelossen vor der Zuteilung der Lebensmittelanweihalten wurde. Zur Ermöglichung der Unterbringung der unterstützten Arbeitslosen bei den Notstands- und Investitionsarbeiten im Früh jahre, die im Sinne der geltenden Bestimmungen über die Durchführung der Arbeitslosenfürsorge die schwere Lage der Arbeitslosen lindern und dabei auch zur Herabsetzung des staatlichen und gewertschaftlichen Aufwandes für die Arbeitslosenfür forge beitragen sollen, wurden von den maß gebenden Stellen Maßnahmen getroffen, nach Senen alle solche Arbeiten rechtzeitig den Bezirksarbeitsvermittlungsanstalten gemeldet werden sollen, wodurch diesen die Zuweisung geeigneter Kräfte den Unternehmern ermöglicht werden soll, warnen die Anstalten die Arbeiterschaft aus anderen Landesteilen oder Ländern des Staates vor der Reise nach Nordböhmen in allen Fällen, in denen die Stellen nicht in vorhinein gesichert und der Arbeitsbeginn nicht genau festgesetzt erscheinen. delt. Die Vermittlung ist vollkommen unentgelt- Staatsgefährliches lich und in Böhmen bestehen die Bezirksarbeitsvermittlungsanstalten in allen Gerichtsbezirken; Hakenkreuz? fast alle sind auch telephonisch zu erreichen. Die Anstalten bitten wiederholt alle Arbeit- Die Behörden setzen ihre Kampagne gegen geber, regelmäßig alle Stellen zu melden und die Hakenkreuzler fort. Sie haben Hausdurchdadurch die Vermittlungs- sowie auch die Kon- suchungen bei Naziſtudenten vorgenommen, in trolltätigkeit den Anstalten zu erleichtern.. Prag eine Krebs- Jung- Versammlung verboten und die tschechisch- nationale Presse bläst die Be gleitmusik dazu. Sie ist auf den Grundton ge= stimmt: Der Staat ist in Gefahr! Die Narodni Politika", deren politische Rundgebungen nachgerade so toll werden, daß wollte man ihm die Autorschaft zuschreiben, tut man einem Geisteskranken unrecht tun würde, ein übriges und regt sich vor allem über uns auf, weil wir uns gegen die sinnlose Verbots1. ihnen die bestätigten Arbeitsanweisungen, die mug den Kampf für die Republik und gegen die Die Anstalten bitten auch alle Arbeitgeber: praris wenden und weil wir nicht energisch gedie zugewiesenen Arbeiter mitbringen, zurück- staatsfeindlichen Hakenkreuzler führen. Es steht der großmänligen" Politika" zusenden; 2. die angemeldeten, aber vielleicht anderweitig besetzten Stellen abzumelden und 3 schlecht zu Gesicht, derartig Kleinmütig von der Bewerber mit Beschleunigung zu beantworten, zu sprechen. Wenn der Staat tatsächlich durch die die schriftlichen Anfragen der Anstalten sowie der Bedrohung des Staates durch die Hakenkreuzler weil dadurch die überflüssige Zuweisung der Ar- Tiraden der Herren Krebs und Jung and durch beitskräfte sowie andere Unannehmlichkeiten das Soldatenspiel der Braunhemden gefährdet nicht nur den Anstalten, sondern auch den är- würde, dann wäre es um ihn schlecht bestellt. beitgebern und Arbeitnehmern, von denen bes Das Selbstbewußtsein der tschechischen Nationasonders die letztern das lange Warten und die listen sollte immerhin soweit reichen, daß sie sich manchmal unnötigen Auslagen am schwersten nicht vor Gespenstern fürchten! Wenn sie nady staatsgefährlichen Elementen suchen, so würden tragen, vermieden werden können. A: bei: slosigkeit aus irgendeinem Grunde ge- tika" eine Gefahr für den gesunden Menschenauch bei der gegenwärtigen hier herrschenden nicht zu reden davon, daß die„ Narodni Volizwungen sind, bestimmte Arbeitskräfte aus ande verstand der tschechischen Bürger ist, schädigt sie ven Gegenden zu bestellen, so mögen sie dies auch das Ansehen des Staates durch ihre tägdurch die nächste Bezirksanstalt für Arbeitsver- lichen Albernheiten und gefährdet dadurch den mittlung machen, die die nötigen Verhandlungen Staat mehr als alle Braunhemden. Vor allem einleiten wird. Bei der interlokalen Bermitt- aber ist der tschechische Fascismus eine Lung stellen die genannten Anstalten den Ar- Gefahr, die den Staat in böse Abenteuer und beitern bei Entfernung von über 30 Stilometern Berividlungen stürzen könnte. Der deutsche Fascismus wird nur dem deutsche It Anweisungen zur Erlangung der Bolt gefährlich werden, der tschechische fann dem tschechischen Volk unabsehbares Unglüd bringen! 50prozentigen Fahrpreisermäßigung oder auf Stundung des Fahrgeldes aus, welche bei direkten Verhandlungen der Arbeitgeber mit den Arbeitnehmern ohne Wissen der zuständigen Anstalt nicht ausgefolgt werden tömmen, nachdem die Möglichkeit des Weißbrauches dieser Anweisungen vermieden werden muß. Wir haben keinerlei Anlaß, mit den Nazi zu sympathisieren. Wir wollen auch die Ausschreitungen des Volkssport nicht leugnen; die unvorsichtigen Stinkerlitzchen der nationalsoziali stischen Propaganda, das tindische Kokettieren mit irredentistischen Plänen, die gar nicht ernst gemeint sind, verurteilen wir aufs schärfste. Die Auflösung des Voltssport" ist von den Nazis provoziert worden kommt sicher sehr Vor großen Kämpfen im Oftrauer Revier. gelegen, her bir werden uns bento gegen die Die übrige Arbeiterschaft, die noch heute im Arbeitsprozeß eingestellt ist, leibet unter dem rücksichtslosen Abbau der Löhne und Gehälter. Abbau aller sanitären Einrichtungen, unberechtigte Angriffe auf die Sozialversicherung, schlechte Zollpolitit, Steuerlaften, alle diese sind eine große Gefahr für die Voltsgefundheit. Ueberall werden die Ausgaben für sozialhygienische Maßnahmen gedrosselt und dadurch noch die verheerende WirDa die Direktorenkonferenz in ihrem Befung der Wirtschaftskrise verstärkt und sogar gesteigert, so daß wir heute bereits, für jeden richt die Forderungen der Arbeitervertreter auf Arzt leicht zu erkennen, auf demselben Stand- inführung von abwechselnden Ur Iauben ablehnt und auch die übrgen Vorpunkt stehen, wie in der schweren Striegszeit. Die ärztlichen Beobachtungen itt schläge zur Regelung der Arbeitsbedingungen, die Schulen zeigen uns schon eine Verschlechterung sich der Kompetenz des Ausschusses entziehen, der Volksgesundheit und viele schwere förperliche eine durchgreifende Aenderung der bisher gel und seelische Erkrankungen unter den Schulkin tenden Lohnverträge bedeuten, erklären wir, daß dern weist bereits die Statistik aus. Bei den wir aus diesen Gründen an die Beratung dieser Kleinsten hat die soziale Not, hat die Wirtschaftstrife begonnen, die Volksgesundheit anzugreifen. Revierkonferenz einberufen. dem Aber dumme Legende, daß die Nazi staatsgefährliche Unerhörter Borstoß der Gewerke. Rebellen seien. Sie sind arbeiterfeindliche, fasci stische Banden, deren Kampf sich doch ausschließ Prag, 3. März. Jm Oftrauer Revier droht Vorschläge im Hinblick auf die ständig steigende lich gegen den Sozialismus, insbesondere gegen ein neuer unerhörter Borstoß der Grubenbarone Erbitterung der Arbeiter im Revier, welche die deutsche Sozialdemokratie gerichtet hat. Sie einen schweren Konflikt herbeizuführen. In Aus durch die ständigen Entlassungen der Arbeiter- find gerade in diesem Kampf die solidesten Bunnüßung der Krise halten die Gewerke bie Zeit schaft hervorgerufen ist, nicht herantreten besgenossen der tschechischen Bourgeoisie und der für günstig, um einen radikalen Abbau können. Wir verlangen, daß da. Revierbergamt Stribrny- Fascisten gewesen. Was wir mit den der Löhne und sonstigen vertraglichen Rechte aus seiner amtlichen Vollmfacht heraus auf die Braunhemden auszutragen haben, das gehört in der Arbeiterschaft herbeizuführen. Unter der berufenen Stellen einwirke, daß gegebene Ar- ein anderes Gebiet. Man wird uns nicht einDrohung, weitere 12.000 Arbeiter zu entlassen, beitskündigungen widerrufen und weitere Ent- reden können, daß man etwa die Nazi schitada sonst nicht die ganze Woche geabeitet werden laffungen der Arbeiterschaft eingestellt werden. niere, um uns gefällig zu sein. Ganz im Gegenfönnte, wollen die Unternehmer die Arbeitslöhne Die Mitglieder aus den Reihen der Arbeit für die Herren tschechischen Chauvinisten nur em teil: auch die Auflösung des Volkssport" wird um 27 bis 30 Prozent(!!) herabjeßen, den Sohngeber zuschlag für die zwei Arbeitsstunden am Sams- geber erklärten, die Arbeitgeber könnten die Ent- Anlaß, gegen die Sozialdemokraten und den Dr. melaffung der Arbeiterschaft nicht einstellen, deren Czech zu heben. tag streichen und den Arbeitern zu allem auch Anzahl, wie es in dem Bericht der Direktoren- Wir sehen die Dinge in einem ganz andenoch die Deputatkohle wegnehmen. In der heutigen Sgung des türzlich ein konferenz nachgewiesen sei, bei genren Zusammenhang. Die Verschärfung der Klaswärtigen schlechten Kohlen- und Koksabjab, ren Zusammenhang. Die Verschärfung der Klasgefehten paritätischen Ausschusses, in dem drei hauptsächlich im Hinblick auf die vom aktiven sengegensätze in der Koalition kann jederzeit Bertreter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer Militärdienst zurückkehrenden Arbeiter, zu groß Neuwahlen herbeiführen. Der tschechischen sien, gaben die Vertreter der Arbeitnehmer die sei. Nach diesen Erklärungen wurden dir Bourgeoisie kämen in der Zeit des Sokoltongresses solche Neuwahlen vielleicht sogar sehr folgende Erklärung ab: Berhandlungen abgebrochen. gelegen. Nun fann man aber den Kampf gegen Der Bergarbeiter Revierrat des Ostraus Sie Sozialdemokraten doch nicht unter der Parole Karwiner Steinkohlenrevieres beruft es: Reführen, die man wirklich im Sinne hat: Kürvierkonferenz aller Betriebsratsmitglieder zung der Arbeitslosenunterstüßungen! Man muß und Gruppenobmänner der Vergarbeiter- Gewerk die Hilfstruppen, mit denen man siegen will, schaftsorganisationen für Samstag, den 5. März, auf schlauere Weise hochbringen. Die Ver. vormittags ins Voltshaus nach Mähr.- Ostran bot stampagne gegen die Nazi ist da s ein. Auf der Konferenz wird über die Lege in beste Mittel, den deutschen Nationalismus aufzuputschen und gegen die Revier beraten werden. Sozialdemokratie zu mobilisieren. Sie ist das Mittel, die Arbeitslosen und Kurzarbeiter von Abgeordneter Dr. Hnidek gestorben. Gestern ihren Lebensinteressen abzulenten und für die In dieser einzig schweren Zeit der Wirt früh starb im Weinberger Krankenhaus nach Bürgerfront einzufangen. Wir sind nicht so kurzschaftstrise ist es eine unerläßliche Bedingung, längerem Leiden der Abgeordnete der tschechischen sichtig, das Ablenkungsmanöver der daß die Aerzte in erster Linie ihre warnende Agrarpartei und Ministerialrat im Unterrichts- Bourgeoisie nicht zu durchschauen. Mit Stimme erheben, daß jeßt nicht weniger, Eine Erklärung Runcimaus. ministerium Dr. Fanz nidek im 56. Lebens der Verbotstampagne im deutschen Lager will sondern viel mehr zum Schuße der Volks. London, 3. März. Bei einem Frühstück der jahe. Snidek war ursprünglich Mittelschullehrer: man die Wahlstimmen schaffen, für die im tschegesundheit getan werden muß, denn späterhin schon im Jahre 1908 wurde er für den Kreis chischen der Sokolkongreß sorgen wird. Das den würde diese Vernachlässigung eine schwere Se- englischen Pressevereinigung sprach sich der eng- Chrudim zum agrarischen Landtagsabgeordneten Arbeitern zu sagen, wird uns der Appell der bemerkenswerter gewählt. Nach dem Umsturz gehörte er seit der fundheitskrise zur Folge haben. Der Staat, aber lische Handelsminister mit auch die private Fürsorge muß rasch und schnell Offenheit über die Tributfrage aus. Er bezeichnet Revolutionären Nationalversammlung ständig Národni Politika" nicht abhalten, die auch der der arbeitenden notleidenden Bevölkerung helfen. Die Kriegsschulden und Tribute als die Ursache dem Parlament an, wo er nach Dr. Srdinko die ungeeignetste Propagator der Staatstreute ist. Wenn wir uns loyal zu diesem Staat verhalten, Wenn ein Staat für unproduktive Ausgaben, für der Krise, wodurch das Steigen der Goldpreise wichtige Funktion des Generalberichterstatters so tun wir das wahrhaftig nicht wegen der das Budget innehatte. In dieser Eigenschaft Bantensanierung und anderes Geld aufbringt. so muß auch für die Bewahrung und den Schuß und das Sinken der Warenpreise entstanden sei. hat er tatkräftig auch an der Zusammenstellung Národni Politika", sondern troy ihr! der Volksgesundheit Geld vorhanden sein. Er drückte ferner auch seine persönliche Ansicht, des Budgets mitgewirkt. U. a. führte er sehr inArbeiten wir also dafür, daß nicht einmal die an amtlicher Stelle bestätigt werden tonnte, struttive Uebersichten über die Budgets, aller den De Reparationen bas Hauptübel. Beitere Kredite erforderlin. als die schrecklichste Folge der Wirtschaftsnot, eine dahin aus, daß die Einstellung der gewichtigeren Staaten ein: der Bericht des Bud- Tokio, 3. März. Ein kaiserlicher Erlaß, der wir uns zu verhüten. daß das kostbarste But, das waltigen internationalen Zahlun- ihm zusammengestellt wurde, faßte die Anträge 16 Millionen Yen für militärische Operationen die arbeitende Bevölkerung heute bis zu einem gen, die den Handel vollkommen gestört hätten, und Wünsche zum Budget in fehr übersichtlicher bei Schanghai zur Verfügung stellt. wurde beute gewiffen Teile noch bejizt, ihre Gesundheit, auf das einzige Mittel sein werde, um dem und flarer Weise zusammen. An der Vorberei- bom geheimen Staatsrat gebilligt Die Summe lange Dauer hinaus schwer geschädigt werde An Welthandel wieder einen neuen wirklichen Auf- tung des letzten Budget shat Hnidek noch regen dürfte bis zum 17. März ausreichen. Das Parla Anteil genommen. Sturz vor der Einbringung ment wurde zum 15. März für eine Sonder. dieser Frage dürfen die Aerzte und alle maz trieb zu geben. Man könne eine wirkliche Wohl des Budgets erfrankte er jedoch an einer heim feffion einberufen um die bisherigen Ausgaber gebenden Personen nicht interesselos vorübergehen, sie tragen die Verantwortung für die fahrt in der Welt erst dann erhoffen, wenn die tückischen Tuberkulose, der er trotz aller ärzt nachträglich zu genehmigen und gegebenen lichen Kunst nunmehr erlegen ist. falls weitere Gelder zu bewilligen. Schuldenfrage neu geregelt jet. Zukunft des Volkes. Seite 4 Tagesneuigkeiten Die Sorgen der Brager Bolizei. Haussuchungen in den deutschen Studentenbehielt. heimen. Freitag, 4. März 1982. zufolge hat der berüchtigte Gangster Ischlossen, in Anbetracht der Erklärungen des Capone aus dem Gefängnis mitgeteilt, daß er Reichsfinanzministers den Berliner Bierbojkott bereit sei, 10.000 Dollar demjenigen als Ent- ab Donnerstag, den 3. März, einzustellen. Ein mörderischer Blindgänger. In einem Vom Rundfunk Nr. 55. Empfehlenswertes aus den Programmen. Samstag: Mähr. ,, Pilsner" geht per Auto nach Holland. Donlohnung zu zahlen, der auf irgendeine Weiſe, ſei es durch eine Tat oder durch eine Information, Dorfe des Kreises Lublin fand ein Bauer auf Brag: 11: Schallplatten. 15.30: Trampen dazu beiträgt, daß das entführte Kind Lindberghs seinem Feld einen Blindgänger aus dem Welt- lieder. 18.25: Deutsche Sendung: Dr. Nett!: glücklich aufgefunden werde und die Räuber fest- frieg. Er brachte ihn nach Hause und wollte ihn Goethe und die böhmischen Musiker. Brünn: Prag, 3. März. Im Zusammenhang mit genommen würden. auseinandernehmen. Dabei explodierte das Ge- 16.10: Operettenmufit. 18.25: Deutsche Sen bem Verbot des„ Boltssport" nahm die schoß und der Bauer wurde vollständigung: Gretschaninoff: Das Großvaterbud). 19.20: Der Komponist d'Albert gestorben. zerrissen. Seine drei Kinder, die dem Auf dem Ball bei Grobian, Funkspiel. Prager Polizei hente früh in den beiden deutschen Prager Studentenheimen Haussuchungen bei Riga, 3. März. Der zur Durchführung seiner Bater zujahen, erlitten Iebensgefährliche Oftrau: 18.25: Chortonzert. 22.55: Bunte Stunde. Verlegungen. Berlin: 19.10: Violinmujit. Hamburg: 19: nationalsozialistischen Hochschülern vor, wobei Scheidungstlage seit einigen Monaten hier Auf der Eisenbahnstrede Brünn Preren ader: 16.20: Heiteres Männerquartett. München: Bandoniumfonzert. 20: Suftiger Abend. Mühtdrei Studenten zum Berhör auf die Polizei- weilende Komponist Eugen d'Albert ist heute wurden in der Nacht auf Mittwoch in der Nähe 18.30: Romanze zur Nacht. 20.35: Tonfilmmusit. direktion gebracht wurden, wo man sie in Haft abends im Alter von 68 Jahren an einem Herz von Nouzla bei Vyškov zwischen den Geleisen die Wien: 17: Blasmusit. 19.30: Balladen- und Arien schlag gestorben. Beichen eines Mannes und einer Frau mit abge- Abend 22.30: Konzert. Im Studentenheim Prag VII wurde das trennten Köpfen gefunden. Es wurde festgesteut, Zimmer des Technikers Bittner durchsucht Für die„ Naroni Politika! Teuerste Baba! baß es sich um die Zeichen eines Liebes dünnen Eisschicht überzogen, die außerdem noch mit und die ganze Korrespondenz beschlagnahm, In Deinen gestrigen Ausführungen haben wir Paares, und zwar des 21jährigen Tischlerdarunter auch Drudfachen zu einer für heute eine Sensation vermißt, die wir bestimmt von gehilfen Stanislav Kučera aus Nosálovice be: frischgefallenem Schnee bebedt war. Die SciBerin der ersten Volksschulklasse Marie abends geplanten Safenfvenzversammlung im Deinem Scharfsinn und Deiner Wahrheitsliebe Byskov und der 19jährigen Hausgehilfin Marie Deutschen Haus, in der der Abg. Jung über die erwartet hätten. Alle Zeitungen der Welt schrei- outničková handelt, die aus unglüdlicher Liebe halb, die den Teich überquerte, um den Weg abzukürzen, kam, da das Fischloch nicht gekennzeichAuflösung des Volfssport" hätte sprechen sollen. ben über den Kindes raub an dem Ozean- Selbstmord begingen. net war, auf die dünne Stelle und brach darch. ( Die Versammlung ist inzwischen verboten wor- flieger Lindbergh. Steine weiß, wer das Zerfall des Autotrusts Sloda- Böhmisch Das unglüdliche Rind wurde erst nach vielen den.) Der Beschlagnahme verfiel auch ein Bild kind geraubt hat, wo die Spur der Räuber zu Mährische. Ant 1. Jänner ist eine Aktiengesell- Stunden vermißt und schließlich tot aus dem Sitters. In einem anderen Zimmer wurde suchen ist, was der Grund des Raubes ist. Das schaft Motor- A.- G. ins Leben getreten, welche Zeiche geborgen. jogar ein Buch von Nietzsche der Beschlag- ist begreiflich, weil doch alle diese Zeitungen von eine Vereinigung der Automobilfabrikation der nahme für würdig erachtet. Sei hafenfrenz- Nichtswissern geschrieben werden. Daß aber Du, beiden Großkonzerne Stoda und Böhmisch- Mähgeschmückte Visittarten an der Tür eines anderen weise Urgroßmutter der Freiheit und Vaterlands- rische dargestellt hat. Nach zwveimonatlicher Dauer nerstag frafen Vertreter des Pilsner Städtischen Zimmers waren den Beamten Anlaß genug, um liebe, nicht auf die rechte Spur gefunden haft, ist nun diese Gesellschaft zerfallen und die bei- Bräuhauses aus Holland mit einem großen 15. auch hier allerdings ohne Erfolg eine, nimmt uns Wunder. Es ist doch so far, wie den Konzerne werden ihre Automobilproduktion Tonnen- Lastauto der amerikanischen Marte REO in Pilsen ein, um in ihm Urquell" nach Holland Durchsuchung zu veranstalten. Deine Druderschwärze, daß Lindberghs Kind nur wieder selbständig führen. Zur selben Zeit wurden von vier Detektiven von einem geraubt sein fann: von dem An- Bestrafte Blut- Nazis. Aus Neumünster 3 transportieren. Der für den Biertransport auch im Studentenheim in der Lühow gasse stifter alles Bösen, dem Fürsorgeminister Dr. wird gemeldet: Wegen der bei Bad Segeberg vor peziell eingerichtete Wagen ist vollständig abgeschlos voren und hat auf den ersten Anblid das Aussehen den Brüdern Med 1, die verhaftet und der Baterland in Wirren zu stürzen, um sich an vier Reichsbannerleute schwer verwählt, um ihn bei großen Kälten heizen und im eine Haussuchung vorgenommen, und zwar bei Czech. Er hat das sind rauben lassen, um unser einer Woche erfolgten Zusammenstöße, wobei fen und hat auf den ersten Anblick das Aussehen eines Möbelwagens. Diese Konstruktion wurde ge Polizeidirektion überstellt wurden. Lindbergh zu rächen, der seinerzeit nicht nach let wurden, erhielten 13 National Sontmer durch Eis fühlen zu können. In den Eine Intervention des Rettors beim Polis Deutschland, sondern in unser verbündetes Frank fozialisten Gefängnisstrafen von Wagen wurden 66 Hettoliter Bier verladen. Das zeipräsidium hatte keinen Erfolg. Der Polizei- reich geflogen ist. Nun hält der Wüterich das einem Monat bis zu einem Jahr drei Monaten. Auto tehrte nach kurzen Aufenthalt in Vilsen nach präsident bestätigte, daß die Verhaftungen im 3u- Sind in seiner Burg gefangen und wird es wahr Tod durch Explosion des Spirituskochers. Die Holland zurüd. Es kann 60 Kilometer in der jammenhang mit der Auflösung des„ Voltsscheinlich eher schlachten lassen, als es friedlich 21 jährige Studentin Marcelle Divis Stunde zurüdlegen, fährt aber, da es neu ist, 40 sport" stehen, der auch in Prag eine Orte herausgeben. Es wäre höchst an der Zeit, daß wärntte in ihrer Wohnung in Brag ihr Mittag Rilometer. Die Gesamistrede Amsterdam- Bilsen, gruppe hatte. Bevor das umfangreiche Korrespon- Du, Babušto, dieses Verbrechen aufdedst und das denzmaterial nicht gesichtet sei, tönne eine Ent- amerikanische sind aus den Händen des Räubers ellen auf dem Spiritustocher. Plötzlich explodierte die 800 Stilometer lang ist, wird auf beiden Fahrten der Kocher, die Kleider der Studentin fingen Feuer, in 72 Stunden zurückgelegt. Wenn sich die erste haftung nicht erfolgen. befreist! fie lief auf den Gang, aber ehe die Nachbarinnen die Probefahrt bewährt, wird der holländische Vertreter Raubmord in Wien. Die Serie der furcht brennenden Kleider von dem Mädchen herunter- Urquell nur im Zastauto einführen. An Transbaren Verbrechen, die in der letzten Zeit Wien reißen fonnten, hatte sie so schwere Brandwunden er portkosten wird zwar nicht viel gespart, doch wird erschreckten, ist durch eine neue Üntat vermehrt litten, daß sie noch am selben Abend starb. die Transportgeschwindigkeit, die mit der Bahn Aus Warschau wird uns geschrieben: In worden. In seinem Laden in Simmering ist der Polen wird das höchste Gebäude von ganz Bürstenbinder Leo Spritzer Mittwoch abends er- Frühjahr 1912 entlief der damals elfjährige Karl Nach zwanzig Jahren wiedergefunden. Im sechs Tage dauert, wesentlich erhöht werden. all Billige Osterreifen nach und durch Deutschland. Europa aufgeführt werden. Die Gesellschaft The mordet aufgefunden worden. Die Leiche Tag in Frühjahr 1912 entlief der damals elfjährige Starl Prudential Assurance Company Ltd." in Lon einer großen Blutlache, der Kopf war von vielen Münsterer seinen in Wien wohnenden Eltern und Die Deutsche Reichsbahn gibt zu Ostern 33.3 Prodon baut auf dem Napoleon- Platz in Warschau Sieben getroffen worden, der Schädel war zer kaum gekannt hatte, wandte sich dieser Tage an die zur Sinfahrt vom 23. März( am ganzen Tag) bis blieb seitdem verschollen. Seine Schwester, die ihn zent ermäßigte Festtagsrüdfahrtkarten, die ein Haus von 18 Stod werfen, von denen schmettert und das Gehirn war ausgetreten. Die zwei unterirdische Stockwerte aus Beton gebaut tödlichen Verletzungen dürften mit einem a m- Bolizei, um mit Hilfe der Wiener Sendest a- zum 28. März und zur Rüdfahrt vom 24. März und die westlichen 16 Stockwerte eine Eisenton- mer verübt worden sein. Der Tat dringend ver- tion etwas über den Vermißten in Erfahrung zu 12 Uhr bis zum 4. April 24 Uhr gelten. Die Bestruktion besigen werden. Das Gewicht der für dächtig sind zwei junge Burschen. Die bringen. Karl Münsterer, der in Graz bei der nuhung der D, FD- und FFD- Züge ist gegen Zahden ganzen Bau verwendeten Eisenkonstruktion Polizei hat ihren ganzen Apparat aufgeboten, Bost angestellt ist, hörte selbst den drahtlosen lung des Schnellzugszuschlages gestattet. Die Festwird 540 Tonnen betragen. Stedbrief" mit an. In seiner Aufregung ver- tagsrückfahrkarten werden für sämtliche Verum die Täter zu suchen. gaß er, sich die Aresse seiner Schwester zu notieren, fehrsverbindungen innerhalb ReichsbahnWolfenfrager in Warschau. 1 sehen. ... und in Berlin. Die Kriminalpolizei in die ihm jedoch nachträglich von der Polizei mitgebereiches ausgegeben. Bei weiten Reisen sind die Die Sensation um Lindberghs Sohn. Berlin nahm gestern mittags drei Personen teilt wurde. So verhalf der Rundfunk dem Ge Fahrtarten rechtzeitig, spätestens am 2. Tage vori New York, 3. März.( Reuter.) In die Redar fest, de in dem Verdacht stehen, den 37jährigen fchwisterpaar nach zwanzig Jahren zu einem Wieder her, bei dem Abfahrtsbahnhof zu bestellen, Meyer Hardt sion cines hiesigen Blattes wurde telephoniert, Mittwoch abends im Flur seines Hauses, Miladaß der kleine Sohn Lindbergh von einer geprüftraße 2, erschossen und beraubt zu haben. ten Pflegefchwester fürsorglich gepflegt werde. Die Bombe gegen einen Richter. In Madrid telephonische Verbindung wurde jedoch plötzlich explodierte vor der Wohnung eines Richters eine Oberst Lindbergh spricht die Ueberzeugung Bombe. Der Richter hatte die Bernehmung aus, daß ihm sein Sohn noch heute vor 12 Uhr eines jungen Mannes übernommen, der in der Vorwoche von der Tribüne eine Bombe in den Sizungssa al des Abgeordnetenhauses geschleudert hatte. Die vor der Wohnung des Richters explodierende Bombe richtete zum Glück feinen Schaden an. unterbrochen. mittags wird zurückerstattet werden. Wie aus Mirko City telegraphiert wird, ordnete der merikanische Kriegsminister Calles allen merikanischen Grenzpatrouillen an, scharf die Grenzen zu überwachen, da die Vermutung ausgesprochen wird, daß die Entführer des kleinen Lindbergh einen Fluchtversuch nach Merifo unter nehmen fönnten. Einem telephonischen Berichte aus Chicago 11 Zurück zur Natur! Der rumänische Ministerpräsident Dr. Nikolaus Richard Spieler aus Reitschowes bei Sa a& ichichte und Rektor der Butarester Universität, wurde Tödlich verunglückter Radfahrer. Der Arbeiter Jorga, ordentlicher Professor der allgemeinen Gewurde, als er sich auf seinem Fahrrade auf dem am Donnerstag in Preßburg feierlich zum EhrenSeimtrege aus der Arbeit befand, in dem Augen- dottor der Komensky- Universität promoviert. Ten blic, da er die Straße überqueren wollte, von Bromoventen vertrat der rumänische Gesandte in einem Autobus der Firma Jrmann aus Saaz erfaßt und so schwer verletzt, daß er auf der Stelle tot war. Der Bedauernswerte, der verheiratet und Bater breier unversorgter Kinder ist, hatte bei dem Zusammenstoß einen schweren Schädelbruch erlitten. Ende des Bierstreils" Nachdem der deutsche Ju einem Fischloch ertrunken. Aus Manetin Gastwirteverband und seine nachgeordneten Ver- wird uns berichtet: Ein in die Eisdede des underen bände und Organisationen über die Lage im Neuhofteiches in Manetin geschlagenes sogenanntes Berliner Bierstreik beraten hatten, wurde be- Fischloch hatte sich in den letzten Tagen mit einer Prag, Emandi, den Unterrichts- und Außenminister der Vorstand des Schulreferates Doktor Dvořat. Weiter waren zugegen die Breßburger Konsuln, das Professorenkollegium der Universität, Vertreter der Behörden, Korporationen uiw. Die Balutenschieber. In Berlin ist der Kaufmann Ringwald wegen Valutaschiebungen, bei denen es sich um einen Betrag von ungefähr 800.000 Mart, die er nach Holland verschoben hat, han delt, in Haft genommen worden. Gegenstand in diesem Zimmer ist mit einer Fa- lin jeder Drogerie kaufen und dir selbst für fünf- er blieb ungebrochen. Morgen will ich euch ein britmarke oder sonstigen Etikette versehen. Sag zehn Cents fünfundsiebzig Liter Gurgol"-Mund- Silberputzmittel zusammenmischen. Es ist genau mir einmal, mein Junge, wieviel hast du für wasser zubereiten. dasselbe, von dem ein Viertelliter im Geschäft diesen Radioapparat bezahlt?" einen Dollar kostet. Aber ich werde euch zehn Liter für fünfundzwanzig Cent brauen!" Von Weare Holbrook( New York). Ich legte bescheiden Protest ein, indem ich Zu den unentwegtesten Anhängern Mahatma ,, Etwa hundert Dollar, glaube ich..." bemerkte, daß wir kein Verlangen nach dem Bein den Bereinigten Staaten gehört zweifellos In der Tat? Und dabei hättest du dir für sit von fünfundsiebzig Liter Mundwasser trügen. Diesmal warteten meine Frau und ich nicht mein Ontel Hiram Dudgeon, der seit langem fiebzehn Dollar einen genau folchen Apparat an- Tags darauf bemerkte Onkel Siram, wie auf das Silberputzmittel. In der Nacht, sobald einen mutigen Stampf gegen unser Zeitalter der fertigen fönnen, wenn du dir die Einzelteile ge- meine Frau eine Flasche Flediveg" benützte, um Onkel Siram zu Bett gegangen war, padten wir Maschine und der Massenproduktion führt. fauft und sie selbst zusammengesett hättest." aus dem Vorhang im Salon einen Fled zu ent- unsre Stoffer und begaben uns in aller Heimlich Weißt du eigentlich, was du von mir ver- ,, Aber ich habe doch dazu keine Zeit", warf fernen, und er machte sich erbötig, für uns un teit in ein Hotel. Zuerst ließen wir das Feuer langit?" ruft er aus, wenn Tante Eulalia ihn ich ein.„ Ich bin beruflich zu sehr beschäftigt." begrenzte Mengen ähnlicher Zubereitung zu einem im Ofen ausgehen, schalteten das Gas und das bittet, das Feuer im Ofen nicht ausgehen zu ,, Und warum bist du beruflich beschäftigt?" Behntel des Preises von Fleckweg" herzustellen. elektrische Licht ab und sperrten die Wasserleitung. lassen. Du verlangst von mir, daß ich den habgierigen Bergiverksbefißern von Bennsylvanien fragte Onkel Hiram, ohne eine Antwort zu er- Das Ganze ist doch nichts weiter als eine Mi Dann legten wir vor die Türe feines Schlafzim meinen Tribut darbringen foll. Mit jeder Schau- warten. Ganz einfach, um das nötige Geld zu schung von Bottasche, Benzin und... Pfeffer- mers eine Spishade, eine Sterze, zivei Stüd trot fel Stohle, die ich in die Ofenglut schütte, werden verdienen, für das du dir einen Hundert Dollar- ming. Aber für die Flasche, die lithographierte fenen Holzes, ein Exemplar von Dr. Sweeneys die despotischen Stohlenbarone mächtiger und Radioapparat kaufen kannst! Ich sage immer: Etikette und vor allem für die Reklame mußt du Wetterkalender für das Jahr 1932 und banden fetter!" Wenn seine Tochter Gäste hat und ihn Die heutige Wirtschaftsordnung führt die Men- schiveres Geld bezahlen. Wenn du mir dein Bade- ein Huhn an die Türklinke. Schließlich befestigten zimmer als Laboratoriumt überläßt, so will ich wir an der Türe die folgende Sundgebung: bittet, seinen Abendanzug anzulegen, schäumt er. schen dazu, sich selbst zu betrügen!" euch so viel Fledwasser zusammenmischen, daß ihr Lieber Onkel! Wir haben uns entschlossen, „ Pfui, diese gesellschaftlichen Stonventionen! Die In der Küche blieb er vor dem automatischen bis an euer Lebensende genug damit habt!" den Kohlentrust, den Zündholztrust und die vie Uniform der Nuzlojen! Du versuchst, meine In Eiskaften stehen. Da haft du", sagte er zit len andern Korporationen, die den Konsumentent In atemloser Spannung warteten wir nur ausbeuten, zu boykottieren. Zwei Stunden dividualität zu zerstören, wenn du mich unter meiner Frau, Wieder so eine Maschine, die das Joch der Mode beugft, so daß ich genau so vollkommen überflüssig ist. Gewiß ist sie dir von Gegen vier Uhr nachmittags ertönte aus dem von hier befindet sich ein verlassenes Bergwert, irgendeiner redegewandten Verkaufskanone aufge- Badezimmer eine gewaltige Explosion, und Onkel und wenn du Kohle für den Ofen brauchst, mußt „ Unsinn, Bapa!" pflegt ihm Cousine Agnes dann schwatzt worden, und hast dir einreden lassen, daß Hiram kam, je drei Stufen auf einmal nehmend, du nur die Spißhade nehmen und selbst welche zu entgegnen. Du wirst niemals so wie die du ohne Eiskasten nicht länger leben kannst. Wenn die Stiege heruntergesprungen. Sein Schnurrandern aussehen, solange du dein steifes Vor- du aber die Nahrungsmittel ganz einfach in feuch- bart war gesträubt, und seine Rodschöffe flatter- u Tage fördern. Diese Henne wird, wenn du ihr nur Zeit läßt, ein Ei für dein Frühstück legen hemd trägst, das sich jedesmal wie ein Ballon tes Tuch einwickeln und ans offene Fenster legen ten in ratlofer Verzweiflung. und so den Profit des Zwischenhändlers ausschalaufbläht, wenn du dich hinfeßt." würdest, dann wäre genau dieselbe Wirkung zu Meine Frau rollte den Onkel in einen Tep- ten. Wozu ungeheuerliche Preise für den elektripich, während ich mich mit einem Feuerlöschschen Strom bezahlen, wenn du eine Kerze zur Jm verflossenen Monat fam Onkel Siram ferzielen." Als er am folgenden Tage zum Frühstüc apparat auf ihn stürzte. In diesem Augenblick Verfügung hast, die du durch Aneinanderreiben zu uns auf Bejuch. Das war ein aufregendes Erlebnis. Sofort nach seiner Ankunft unter- fam, war ein fanatisches Glühen in seinen setzte sich Onkel Hiram auf.„ Wie! Ihr verwendet veier Stüde trodenen Holzes anzünden kannſt? nahm er eine Inspektionsreise in unsrer Woh Augen. Ich habe da eine Flasche Gurgol" Marimar?" rief er anklagend, indem er auf den Solltest du Waffer brauchen, so machen wir dich mung, bob die Eden der Teppiche hoch, spähte Mundwasser im Badezimmer entdedi", verfün- Feuerlöschapparat wies. Weißt du denn nicht, darauf aufmerksam, daß neben der Küchentür nuter die Sessel, unterfuchte das Klavier und dete er ,,, und auch eine Tube Bahnheil"-Bahn- daß sein Inhalt aus einer ganz gewöhnlichen eine Regentonne steht. Sie ist jept leer, aber froch unter den Tisch. Saft du etwas verloren, pasta. Um die Zähne zu reinigen, gibt es nichts Söfung von Stohlenstofftetrachlorid besteht? Du Dr. Sweeneys Wetterkalender fagt für Anfang Onkel Siram?" fragte ich.„ Nein!" erwiderte er Besseres als ein bißchen gewöhnliches Stochsalz. fannst es in jeder Drogerie für acht Cent das März 1932 ergiebige Regengüsse voraus. In der eine Flasche zum Pfund kaufen!" grimmig. Aber Jhr! Ihr habt den aufrechten Und was Gurgol" betrifft, Zwischenzeit gedulde dich und bewahre dir deinen Individualismus verloren, der einst dem ameri- Preise von einem Dollar enthält ein antiseptisches Die Wände des Badezimmers waren ver- stolzen Individualismus!" fauischen Bürger eigen war. Thr seid Opfer der Mittel im Werte von zwei Cents und ein biß- sengt, und Onkel Hirams Fledputzmittel hatte die Massenproduktion und der Reklame, Fast jeder chen Pfefferminz. Du kannst dir die Bestandteile Emaille aus der Badewanne ausgefressen. Aber tanischen.) ausjehe wie jeder deiner verwünschten Gäste!" ( Einzig autorisierte llebersetzung aus dem Ameri Jbc. 88. Freita-, 4. März 1932. «Leit« 5 Der Luftschlauch und die Notleine rollten sich langsam in Schlangenwindurigen ab. AlS der Tauchen auf der untersten Stufe der Trepp« an» gekommen war, ließ er sich nach hintenüber in- Wasirr fallen. Langsam versank er in der trüben Flut. Aus dem Wasser quollen gurgelnde Luftblasen an die Oberfläche, sie zeigten genau den Weg, den der Taucher in der Tiefe genommen hatte. Auf dem Prahm stieg soeben eine blutrote Flaggc an dem Mast hoch, das Zeichen für Taucharbeit. Stetig hob Und senkte sich der Kolben in den Zylindern der Luftpumpe. Schweigend verrichteten die Männer ihre Arbeit. Der Tauchmeister beobachtete aufmerksam den Verlauf der Blaienspur und des Luftschlauches... Harmsen hatte den Grund erreicht. Die Schwere der Bleigewicht« an den unförmigen Schuhen und auf dem Körper schien hier unten aufgehoben, aber trotzdem versank er bis über die Knöchel im Schlamm d«S Hafengrundes. Nur mählich gelangt« er Schritt smr Schritt vorwärts zur Kaimauer. Das trübe Wasser ließ eine weite Sicht nicht zu, und so mußte Harmsen sich auf fein Orientierungsvermögen verlasien. Durch die dicke Glasscheibe vor seinen Augen nahm er das schon gewohnte Bild auf dem Hafengrund auf. Um ihn herum flitzten flink und behende die gefräßigen Aale, vor der ungewohnten Erscheinung und vor der auSströmenden Lust am Kupferhrlm ängstlich ausweichend. Fette Hafenbutts, di« träge durch daS Wasser schwabberten, flohen entsetzt, wenn der glänzende Helm mit dem runden Fenster vor ihnen auftauchte. Der Taucher stört« sich nicht an dem schwimmenden Seegetier, darr aus der Ruhe gescheucht hatte. Unbeirrt setzt« er seinen Wog fort, und bald betastete er di« glatte, mit Seetang umwucherte Mau«r der Schleusenkammer. Jetzt hatte er seinen Wegweiser gefunden. Mit der Rechten an der Mauer gestutzt glitt er vorwärts zum Ponton, der eigentlichen ArbeitSstell« zu. Nach einer längeren Wanderung erreicht« er sein Ziel. Sofort machte sich Harmsen au die Arbeit. Er hatte zu unter-, suchen, wie weit die Versandung der Schleusenkammer vor sich gegangen war und an welchen Stellen der Bagger seine gewaltigen Löffel einsetzen mußte, um daS Becken von der lästigen Sandschicht zu befreien. Das pontonahnuche Hafentor, das die Schleusenkammer von dem eigentlichen Hafen abschloß, war gehoben. ES lag oben am Ad wie ein riesengroßer schwarzer Sarg. Harmfen hatte etwa eine halbe Stunde lang unten in der trüben Flut gearbeitet, als durch den dichter gewordenen Nebel sich langsam das Hasentor an den Schleusenabschluß heranschob. Fröstelnd bewegten sich die Arbeiter um de» schwimmenden Koloß. In kurzer Zeit lag die große eiserne Kist« an der Versenkftelle. Langsam glitt daS schwarze Ungetüm m,t gurgelnden Geräuschen in die Tiefe... Auf den Knien liegend untersuchte der Taucher unmittelbar an der Versenkstelle des Pontons die Sandströmungen. Nur noch ku«e Zeit braucht« er zu arbeiten, dann war seine TätiAeit hier unten beendet. In seinen Ohren begann schon ein ferne- Brausen, ein Zeichen, daß er bald auftauchen mußt«. Seine Tauchzeit mußte ohnehin bald um sein. Der«msig arbeitende Mann bemerkt« nichts von dem dunklen Schatten, der drohend über ihm schwebte und sich langsam auf ihn herab senkte.« Er spürte nichts von dem durch das Tor verdrängte Wasser, daß in seinem Strom die Fische vor sich her trieb. Langsam, unheimlich langsam senkte sich das schwarze Tor ... Noch drei Meter, dann hatte es den Boden erreicht, und mit seiner gewaltigen Schwere mußte e» den Taucher zerquetschen. Zwei Meter noch... Zentimeter um.Zentimeter schob sich der Sarg In den Gleitbahnen nach unten... Eineinhalb Meter... Lautlos im Rücken deSj Mannes ließ sich der Tod von der Wand her- ab... Da kroch Harmsen vorwärts und im gleichen Augenblick setzte das- Tor auf den Grund, das link« Bein des Tauchers mit ehernem Zwin- I gen festhaltend. Ein eiskalter Schauer rann über den Nacken des Unglücklichen. Der rasende Schmerz ließ in Harmfen zunächst keinen klaren Gedanken aufkommen. Er wendete sich unter heftigen Qualen am. Nur mit Mühe überwand er eine aufkommende Uebelkeit, dann riß er die Signalleine in kurze« Abständen..« „Himmel, dem Harmsen ist was passiert," stieß der Tauchmeister, der di« zitternden Bewegungen der Notleine wahrnahm, hervor. In rascher Folge gellten seine Kommandos über das Deck. Fieberhaft machten sich die Leute daran, einen zweiten Tauchanzug klar zu machen. In wenigen Minuten sank bereits der andere Taucher in da» schmutzige Wasser hinab. Immer noch schwang die Leine in der Hand deS Tauchmeister».; Harmsen hatte inzwischen vergeblich versucht, sich zu befreien. Er sah zuletzt em, daß eS sein Tod wäre, wollte er sich ohne Hilfe losmachen. Da endlich gewahrte er feinen Kollegen. Durch Zeichen verständigten sich beide Manner. Der zweite Taucher hatte schnell übersehen, daß die Rettung Harmsen» nur unter großen Schwierigkeiten gelingen konnte. Nicht eine Minute Zelt war zu verueren, denn schon weit über die üblich« Tauchzeit war für Harmsen verstrichen. Mit einigen Lederriemen baNd der Retter seinem Kameraden das verletzte Dein oberhalb de» Knies ab. Dann zog er aus seiner Werkzeugtasche ein« doppeltgezahnte Säge hervor. Harmsen sah mit Entsetzen die Vorbereitungen seine» Kollegen, tva» hatte der Mann vor? Da ging dieser an daS ab- geklemmte Bein heran und machte zu Harmsen hingewendet die Bewegungen des Sagens. Kurze Zeit zögert« der Unglückliche, dann drückte er dem andern die Hand und wendete den Kops ab... Al» di- Mannschaft an Bord de» Prahmwenige Zeit später da» Signal zum Aufziehen bekommen hatte, war Harmsen frei. Rur sein linke» Bein lag zermalmt unter dem schweren Hafentor..» Brehm und die Wachtel. Bon H. Holtz. Der große Tierforscher Alfred Brehm war mit dem Apotheker von Triptis sehr befreundet und sie besuchten sich, al» Brehm in Renthendorf lebte, fast täglich. Beide waren große Naturfreund«, der Apotheker stand dem großen Zoologen in keiner Werfe nach. Seine Hauptfpezialität war di« Blumenzucht, und der Garten, den«r sich angelegt hatte, war weitum eine Sehenswürdigkeit. Daneben pflegte er aber auch«ine Menge von Vögeln, Har- zer Singer, Elstern, und sogar'vine Wachtel befand sich unter den Lieblingen des Apothekers. Dieser Wachtel galt dir Zuneigung Brehms, er hatte sie ganz besonders ins Herz geschloffen. „Bitte, schenke mir die Wacht«!!" bat Brehm den Apotheker fast täglich. „Gut," sogt« der eines Tages,„die ewig« Quälerei habe ich nun satt, ich schicke dir das Lieh." Am nächsten Tag« kam der Bogel bei Brehm in Renthendorf an. Er befand sich in einer geschlossenen Kiste, die an beiden Seiten Futterbehälter und vorne«Inen vergitterten Altan hatte, in den di« Wachtel bei SangeSlust«intrat. Brehm, der mit seglichem Getier umzugehen wußte, füttert« seinen Liebling nach Vorschrift Untat aller, was man einem gefangenen Vogel Guter tun kann. Zehn Tage hatte er die Wachtel nun schon in seinem Besitz, ab«r singen hört« er sie nie. So oft er zum Apotheker nach Triptis kam, wurd« »r gefrägi: ,Mie gehts der Wachtel?"„Gut", sagt« Brehm jedesmal, ,^>er Bogel frißt für fünfe, aber singen tut er nicht." An die drei Wochen währte das. Die Wachtel ließ sich trotz aller Lockversuche nicht bewegen, auch nur ein« Minute zu singen. Ja, nicht einmal sehen ließ sie sich. Da riß Brehm endlich die Geduld.„Ich will das verwöhnte Tier sehen", sagte er und machte den Behälter auf. Da hätte ihn aber beinahe der Schlag getroffen; denn statt der Dachtel sprang ihm «in« groß«, fett« Ratte entgegen. Der groß« Naturforscher,«in friedfertiger Mensch, der für manchen Scherz zu haben war,-sann auf Rache. Ein Paar Wochen später kam er wieder nach Triptis. Er kehrte in der Apotheke«in und nach einer kurzen Rast fragt« er seinen Freund, ob er nicht Lust hätte,'«inen kleinen Spaziergang zu machen.„Aber selbstverständlich", sagt« der Apotheker und bald wanderten di« beiden durch di« Natur. Als sie«in« Weile gegangen waren, klagt« Brehm über Schmerzen im Bein. ,^Du weißt", sagt« er zum Apotheker, ,>daß ich nicht abergläubisch bin, aber e» wird einem doch zuweilen seltsam zumute, wenn man von einem Hund gebisien ist, der wahrscheinlich toll war." D«r Apotheker, der di« Natur der Tollwut kannte, wich bei diesen Worten rin paar.Schritte vom Naturforscher ab. So wanderten beide«ine Weile und setzten sich dann nach kurzer Zett auf einer Bank nieder.,. Da fing Brehm an zu jammern und von der entsetzlichen Krankheit zu erzählen. Der Apotheker rückte dabei immer mehr von seinem Freunde ab und schnitt ganz bedenkliche Gesichter. Plötzlich bekam Brehm Krämpfe, griff zu und sperrt« den Mund weit auf zum Beißen. Ter Apotheker, dem bekannt war, daß Toll« wasserscheu sind, sprang auf, lief au» Leibeskräften zum nahen Krähenteich. Brehm immer fest« ihm nach. Ww aber der Apotheker, der kein« blasse Ahnung vom Schwimmen hatte, bi» über di« Schultern im Wasier saß, rief Brehm gemütlich:„So, nun komm herau»— das war für di« Wachtel!" Dobinson Crusoes wirtsdiaftslchrc. Von S. Danzinger. Diese köstliche Skizze des amerikanischen Schriftstellers, eine blutige Satire auf den Unsinn und die Unmenschlichkeit der heutigen Wirtschaft, erschien im Londoner „Commonwealth". Unlängst führten Robinson Cruose und sein treuer Freitag folgendes Gespräch: „Es tut mir sehr leid Freitag", sprach Robinson,„ich glaube aber, ich muß dich entlassen." „Wie meinst du da», mein Herr und Gebieter?" ,Zch glaube, ich kann dir keine Arbeit mehr geben. Ich habe keine Arbeit mehr für dich. Wie du ja selbst weißt, sind von der heurigen Ernte große Ueberschüste übriggeblieben, folglich lasse ich dieses Jahr überhaupt nicht säen, da brauche ich also keinen Arbeiter zum Bestellen der Felder. Zreaensellanzüge habe ich so viele, haß ich damit wahrscheinlich Zeit merne» Lebens versehen bin. Mein Haus ist in vollkommen gutem Zustand, so daß ich auch keine Hausarbeiten für dich habe. Eier aus den Vogelnestern kann ich ja selbst sammeln, sonst habe ich ja so nichts zu tun. Mit einem Wort: ein große» Uebel ist über unsere Insel— die auch deine Insel ist— hereingebrochen; auf der Insel ist Ueberproduk- tion. Daran ist einstweilen jedoch nicht» zu ändern. Einstweilen habe ich keine Arbeit für dich. Du wirst entlassen. Wenn ich dich vielleicht wieder einmal brauchen sollte, werde ich dich irgendwie verständigen, inzwischen aber ist eS ganz und gar überflüssig, daß du da in meiner Nähe herumlungerst. „Ich verstehe dich Herr, die Sache ist in Ordnung. Schade, sehr schade, da» Uebel ist aber vielleicht nicht so groß. Ich muß also von ml» an für mich selbst da» Feld bestellen mrd säen, ich werde für mich ein Häuschen bauen müssen und werde für mich allein Vogeleier und Kokosnüsse suchen, soviel ich brauche, bis du wieder meine Arbeit nötig haben wiistt und mich rufst. Bi» dahin, glaube ich, werde ich ganz gut leben können." „So? Wo willst bu da» alle- tun, Freitag?" „Wo ich arbeiten will? Wo sonst als aus dieser Insel!.Sie ist doch der einzige Ort, wo ich daS alle- machen kann." „Nein. Diese Insel«hört mir, wie du sehr gut weißt, mein Sohn. Wie soll ich dir da» alle» erlauben: säen, eine Hütte bauen, Vogeleier sammeln und alles andre, ohne daß du mir^ür tue Erlaubnis etwas zahlst, etwa», wa» ich notig habe oder mir wünsche? Was hätte e» denn sonst für einen Sinn, daß die Insel mir gehört? Da wäre eS doch ganz gleich, ob die Insel mir gehört oder nicht.' „Richtig, richtig. Das habe ich ganz vergessen. Da vleibt also nichts übrig, als daß ich mir ein Boot baue und damit hinauSfahre aus den Ozean, Fische fangen. Der Ozean gehört doch nicht dir?" „Nein, mein Sohn, der Ozean gehört tatsächlich nicht mir, und so kannst du au» dem Ozean Fische sangen, soviel du willst. Voraus- gesetzt sAbstverstänolieh— die Sache ist nämlich auch nicht ganz so einfach—, daß du dein Boot nicht auf meiner Insel, aus Bäumen meiner Insel baust und nicht die Ufer meiner Insel dazu benützt, dein Boot da landen zu lassen, sondern daß du dies alles genügend weit von meiner Insel entfernt tust und in keiner Weis« meine Eigentumsrechte an meiner Insel beeinträchtigst." „Gott bewahre, Herr, ich denke nicht daran, ich kann ja auch ohne Boot sein. Ich werde einfach zu dieser Klippe dort draußen hinausschwimmen, werde dort fischen und vielleicht mir auch einige Möveneier suchen." „Das wirst du nicht tun, mein Sohn Freitag, auch die Klippe gehört nämlich mir. Du weißt doch, daß ich auch die Uferrechte besitze, Freitag!" „Was soll also auS mir werden, Herr! WaS soll ich anfangen?" „DaS ist deine Sorge, Freitag, und nicht meine. Du bist ein freier Mann und du weißt selbst, wie sehr wir auf dieser Insel die Ideen der Freiheit und der Individualität hochhalten." „Da scheint nichts übrig zu bleiben, als Hungers zu sterben, Gebieter. Darf ich hier auf dieser Insel bleiben, bi» dieses Ereignis eintritt, oder befiehlst du mir, so wert hinaus zu schwimmen, wo deine Uferrechte aufhören, um dort draußen zu verhungern oder im Wasser zu ertrinken?" „Das ist keine leichte Frage, Freitag! Aber halt! Ich babe eine Idee, die dir helfen kann. Und zwar diese: es gefällt mir nicht, täglich die Ueberreste meiner Küche selbst zum Ufer zu tragen und ins Wasser zu werfen. Bleib' also auf meiner Insel. Freitag, und verrichte diese Arbeit ür mich. Und wenn mein Hund und meine Katze ich lattgefreffen haben, so kannst du essen, was re ubriggelassen haben. So wird dir geholfen ein. Alles in allem bist du doch ein glücklicher Kerl, Freitag! SS ist ja nicht so arg." ,,Dank, Herr, vielen Dank, daß du mir doch Arbeit gibst! Laste dir deine- Hände, diese hilf, reichen Hände kuffen, die kein Almosen geben, sondern Arbeit. Dank dir, Herr, Dank!" „Schon aut. Frettag, schon gut... Aber halt! Ich habe dir noch etwa» zu sagen, damit du die Lage recht verstehst und in Zukunft weißt, wie du dich zu Verhalten hast. Auf meiner Insel herrscht nicht nur Ueberproduktion, sondern auch ein andres großes Uebel: die Ueoervölke- r u n g. Fünfzig Prozent der Bevölkerung leiden an ArbettSlostareit. Wir befinden uns in einer Periode der schweren wirtschaftlichen Krise. Ich sehe keinen Weg au» dieser Lage. Einer aber, der da sagt, er sehe einen Weg, kann nur ein Uwpist, Quacksalber oder sonst ein Betrüger sein. Darum sei von nun an sehr achtsam, Freitag! Glaube nicht den Quacksalbern, sondern habe dein Auge darauf, daß kein neuer Mann auf meine Insel kommt, um sich hier niederzulaffen oder gar zu arbeiten! Und wenn ein Schuf sich meiner Insel nähern sollte, um hier Bedarfsartikel, Güter oder gar Gegenstände des LuxuS ans Land zu schaffen, so erlaub« eS nicht, Frettag! So wirst du gegen fremde Arbeit geschützt sein. Ansonsten aber ruht unser wirtschaftliches System auf felsenfesten Grundlagen, im Grunde ist cs völlig gesund und der Eintritt der Prosperität kann nicht mehr lange auf sich warten lasten." »Ich verstehe Herr, ich verstehe! Was für ein Glück, so einen vernünftigen, gelehrten und einsichtigen Gebieter zu haben! Laste dir die Hano küssen. Herr." „Laß gut sein, Freitag. ES freut mich, in dir so einen vernünftigen gelehrigen Schüler zu finden. Bleibe nur auch weiter so." „Welche Freude! Ich darf also hier, in meinem Vaterland bleiben?" ^Ja, und du sollst auch weiter diese unsere gemeinsame Insel lieben, die für dich nicht weniger Vatenand ist als für mich!" Artzetter, kümmert euch um«re Jugend! Unterstützt dir Kinderfteuudebewrgung und d!« Jugendorganisation. A® Der Sozialismus beginnt nicht in der Versammlung, sondern in der Familie! Alter Tollwer. Von A. Ecken. Herr WenzeslauS Benedek aus irgendettn^, Neste der Tschechoslowakei weilt« seit einigen Wochen mit Kind und Kegel bei einem Geschäftsfreunde Hedonij in Tokay, Komitat Zemplin. Wie hinreichend bekannt, wächst in dieser Gegend«in edler Wein, aus dem man«in noch edler«- Gesöff herauS- preßt. Kein Wunder, daß es dort dem Benedek außerordentlich gut gefiel und er sein« ursprüngliche Reis« nicht fortsetzt« und sich Tag für Tag in einer verschwiegenen Kneipe mit feurigem Tokayer Wein volltrank, der so schön die Sorgen vergessen ließ. Und dabei war das Zeug spottbillig. I» der I Tschechoslowakei hingegen— na Benedek wußte Bescheid. Zoll, Steuer uns so. Aber es mußte doch ein« Möglichkeit vorhanden sein, uralten Tokayer Wein nach der Tschechoslowakei zu bringen, ohne daß eine hochwohllöbliche Zollbehörde Lunt« roch. Vielleicht konnte ihm Hedonij mit gutem Rate bei- stehen. „Wenn- weiter nichts ist als«in bisserl Weinschmuggel, kann ich dir schon' helfen", meint« gemütlich der bieder« Geschäftsfreund.„Gehst halt zur nächsten Spenglerei, kaufst dir drei oder vier Wärmflaschen und füllst sie voll Tokayer. Auf der Zollstation werden die Wärmflaschen nicht revidiert." Am Abend schlich WenzeslauS Benedek mit vier kupfernen Wärmflaschen bewaffnet nach der Wohnung seines Geschäftsfreundes und leert« dort«in« Flasche nach der anderen Tokayer Weines in d«n hohlen Bauch der Zollhintergehungsgegenstände. Schon am nächsten Tage reiste WenzeSlaus mit seiner Familie nach den heimischen Gefilden, aber nicht, ohne vorher auf den Ratschlag des Freundes zu hören, in der nächsten Stadt über der Grenze beim Kronenwirt einzukehren und dir Flaschen gleich umzufüllen, denn sonst könne er, Hedonij, für einen guten Geschmack des uralten Weines die Garantie nicht übernehmen. Benedek befolgt«, wie ihm gesagt. Die Reise ging glücklich vonstat.ten, der Einzug beim Kronenwirt glich einem Triümphzug, linden Zollbeamten hatte man«in« lange Nase gedreht. Sorgsam wurden di« Wärmflaschen auSge- packt, auf den Tisch gestellt, und nun ging Familie Benedek erst einmal nach der Gaststube, um zu fut- tern; denn das Angstgefühl lag noch in den Knochen, und einen anständigen Hunger hatte man gleichfalls. Mlt dem Nmschütten des Weines hatte#• noch ein Weilchen Zeit.— Was war nur mit den Wärmflaschen lös? Benedek samt Familie staunten. Di« Flaschen fühlten* sich eklig heiß an. Sollt« hier gar ein Gärungs-• Prozeß vor sich gegangen sein? Herrn Benedek schwant« Unheil..Entschlossen schraubt« er den Verschluß ab und— großmächtiger Nepomuk! War denn das sein Tokayer? Der herbeigerufen« Hausdirn«!, ein verschlafen aursehender älterer Tscheche, klärt« alles auf.„Wollt ich Ihnen Frrw« machen, hab ich weggeschotten dem kalten Wasser und rein- geschotten Heeses. War nicht recht, denn entschuldigen tausendmal." Dann zog sich der Hausdiener zurück und Benedeks reisten ab, ohne Tokayer. Zwei Tage später erhielt Hedonij in Tokay vom Kronenwirt aus der Grenzstadt folgenden Brief: „Auch dieses Mal hat alles bestens geklappt.' Dein ziemlich beschränkter Freund Benedek ist mit seiner Familie auf den Leim gekrochen, so daß m in Hausdiener nur di« alt« Ausrov« vom Wegschütten zu erzählen braucht«. Deinen Verdienst am Wein« überweise ich Dir beute. In alter Freundschaft der Kronenwirt" Lwcher harmsen. Bon Heinz JaeobS. Ueber dem gelblichgrauen Wüster der Schleusenkammer woben feuchte Nebelschwaden. Die weißen Dunstfetzen klammerten sich an die Eisenteile des Hafenpontons, sie krochen durch die Eisenkonstruktionen der riesigen Hubbitücke, di« unmittelbar über dem Schleusentor liegt; an d«n steilabfallenden glatten Mauern deS Schleusenbecken» glitten sie lautlos herab und senkt«« sich gespenstisch auf da» leise in dem schmutzigen Wasser dümpelnde Taucherboot. Da» Kreischen der hungrigen Möwen war deutlicher vernehmbar, al» bei sichtigem Wett«. Jeder Ton wurde von dem Nebel um vielfaches verstärkt und hinaus getrieben in den Hafen. Auf dem Taucherprahm hantierten mehrer« Männer an den Geräten, sich leise unterhaltend. Sie schraubten Schläuche an di» Verschraubungen der Luftpumpe und überprüften kurz den schweren Kupferhrlm, der neben dem Tauchanzug an Deck lag. „Also, Harmsen, Sie wissen nun wohl, wo Sie ansetzen wüsten, nicht wahr?" fragte der Tauchmtister einen hvchgewachsenen Mann, der in einem blauen Sweater an der Reeling lehnte «nd ein« kurze Pfeife rauchte. „Ich weiß", antwortete er,„am Ponton link» anfangen, dann vorläng» geben." „Na, dann.wollen wir un» fertig machen", sagte der erste und deutete, auf den Anzug. Harmfen klopfte gemächlich den Tabakrest au» der Pfeife und ließ sich von einem der Männer in den Tauchanzug helfen. Zwei andere seiner Kollegen haben den glänzenden Helm auf und schraubten ihn fest. Nachdem die Scheibe vor dem Mund des Taucher» befestigt war hingen die Männer Harmsen die Prust» und Rückenblei« auf. Die Pumpenleute bewegten langsam immer gleichbleibend die Schwengel. Schwerfällig bestieg Harmsen die Treppe, die un Master verschwand? Seite 6 Freitag, 4. März 1932. PRAGER ZEITUNG. Kunst und Wissen Internationale sozialisti, che Goetze Feier. Nr. 55. Am Balett". Was Weintraubs Syncopators an Vir- der Wissenschaften und Künste erscheinen. tuojität, Bielseitigkeit und Drolligkeit leisten, wis 16. März beginnt Prof. Dr. Herbert Cysarz an der sie sogar Disharmonien reizvoll zu machen machen ver- Sorbonne in Paris drei Vorträge unter dem stehen, das wird wohl nicht unter viel Konkurrenz Titel: Weimar und Europa". wiederholt hingewiesen werden konnte. Als Kla- 8 Leiden haben. Das Wiatray- Ballett bringt eine vierbegleiter am Flügel bewährte sich wie so oft Rapellmeister Kurt Adler, der auch die melodramatiste Begicianusit zur Schlußszene aus Egmont" ausführte. Vor Reihe außerordentlich hübscher Bilder, inszeniert vont Chef- Regisseur der Reinhardtbühne Ernst vont Chef- Regisseur der Reinhardtbühne Ernit Sport Matray und prächtige Tanz- Neuheiten, in dene insbesondere die Solistinmen Maria Solveg, Ratta Strena und Karin Karén sich durch Grazie und hinreißenden Charme auszeichnen. Den Abschluß des Programms bildet eine höchst heitere Pantomime, dargestellt von Hunter und Bobette. Gerichtssaal Liebe und Hunger. -111. " * Spiel Körperpflege Schwimmwett ampf Prag Breslau. Die Feier, die sich mehr als beabsichtigt in die Länge zog, war leider nicht so gut besucht Die deutsche und tschechische jozial allem ichechisderseits Am 6. März findet um 3 Uhr nachmittags im demokratische Arbeiterpartei der Zsche- wesen wäre. Vorbildlich war das äußere Arranwie es zu erwarten geHallenbad der Bezirkskrankenkasse, Alimentsta, ein choslowakischen Republik dürfen den Ruhm für sich gement dieser Goethe- Feier: Billigste Einlaßkarten Schwimmwettkampf Breslau gegen Prag in Anspruch nehmen, auf dem Boden der Kunst in Form eines zum Besuche berechtigenden Vorstatt, der von den Schwimmern der DTJ. Prag und einen neuen fräftigen und überzeugenden Beweis tragsprogrammes; dieses selbst nicht nur WegFreie Schwimmer" Breslau bestritten wird und folgende Ronkurrenzen betrifft: 6X50 Meter- Frei ihrer internationalen Verbundenheit gegeben zu weiter für die einzelnen künstlerischen Darbiehaben: Durch eine großangelegte internatto tungen, sondern auch willkommener textlicher Fühftilftafette, 3X100 Meter- Lagenstafette, 100 Meter nale sozialistische Goethe Feier, die rer zu den Liedervorträgen. Brust, 100 Meter Rüden, 100 Meter Freistil, Kunst Mittwoch abends im großen Saale der Prager 15 Eine Mutter, die dem meineidigen Kindesvater half. springen und Wasserballspiel. Interesse dürfte der Ausgang des Wasserball städtischen Bücherei unter allen Zeichen eines großen La Traviata" mit Gästen. Weder der Tenor Prag, 3. März. Daß in Alimentations- und spiels erregen, denn die starke Mannschaft der Pro Runstereignisses vor sich ging Unmittelbare Ver- Herr Goldai vom Brünner Deutschen Theater, Baterschaftsprozessen die meisten falschen Zeugenaus- ger Genossen wurde im November vorigen Jahres anstalter der Feier waren die deutsche jozial noch Frl. Lilly Kolar aus Troppau, die auf An- sagen abgelegt und die meisten Meineide geschworen in Breslau ganz knapp geschlagen; ein Erfolg, der demokratische Bildungsstelle in Brag stellung gafstierte, fonnten überzeugen. Herr werden, ist bekannt. Es gibt Fälle, wo eine ledige fich in Prag taum wiederholen dürfte. Einen span und die tschechische„ Dělnická akademie" Goldal ist ein Tenor, der vor allem teine ver- Mutter, um ihrem Kind zu Alimenten zu verhelfen, nenden Kampf dürfte auch das 100 Meter- Freistilin Prag, die es sich in sorgfältigster Vorbereitungständliche Aussprache hat, dessen Organ gepreßt und unbedenklich einen Meineid schwört und diese Mög- schwimmen zwischen dem Olympiasieger Werner( Bres und Auswahl hatten angelegen sein lassen, ein Fest- unsicher ist, dessen Tenor nur sehr selten jenen an. lichkeit liegt um jo näher, je größer die Notlage lau) und dem Prager Bical bringen. Bicat fonnie programm zusammenzustellen, das in der Reichhal genehmen Ton hat, den man auch von Durchschnitts- ist. Heute aber wurde vor dem Senat des DGR. nämlich in Breslau knapp aber sicher über Werner tigkeit und vielseitigkeit seiner Darbietungen, in der fängern verlangen muß. Von seinem Spiel soll nicht Sudoma eine Meineidsanklage verhandelt, die siegreich bleiben. Gediegenheit und Hochwertigkeit der Fesworträge gesprochen werden. Frl. Kolar zeigte als Tra- gewissermaßen eine Umtehrung der sonsti Das Rahmenprogramm wird von den und ihrer künstlerischen Mittel kaum zu überbieten viata, daß sie singen tann; ihre Mittellage ist gut gen Regel darstellt. Die Angeklagte hat ihren Schwimmern und Schwimmerinnen der TTJ. aus war. Nie konnte es besser bewiesen werden, daß die durchgebildet, ihr Organ trägt und klingt angenehm, Geliebten seinerzeit nicht fälschlich der Prag, Pilsen und Teplik sowie Atus AussigKunst das wirksamste Mittel ist, Menschen und ihre Koloraturtechnik ist ziemlich sicher und rein. Vaterschaft bezichtigt, sondern vor Gericht Schredenstein bestritten werden und ebenfalls Völker einander näher zu bringen, als durch diese nicht befriedigt hat ihre Höhe, die gebrochen flingt die tatsächliche Vaterschaft in Abrede guten Sport bringen. deutsch- tschechische Festfeier zu Ehren des größten und im Ansaz merkliche Unsicherheit zeigt, die nicht gestellt, so daß der Richter den tatsächlichen deutschen Dichters Goethe, die tschechische und deutsche Kindesvater nicht alimentationspflichtig befinden Künstler, deutsche und tschechische Veranstalter zu fonnte. einem gleichen und gemeinsamen edlen Ziele verbunden hatte. Des hundertsten Todestages Goethes gerade in Prag festlich zu gedenken, war feim finnigerer Festakt möglich als die Vereinigung deutscher und tschechischer Kunstfaktoren zu edlem Wettbewerb im Dienste Goethes. Wir können unsere tschechischen Genossen für ihre werktätige und wertvolle Teilnahme an dieser Feier für einen unserer größten deutschen Männer nicht besser unseres Danfes versichern, als durch die Versprechen gleicher Mitarbeit, wenn es sich einmal als notwendig erweisen sollte, einem großen tschechischen Meister festliche Ehren zu erweisen. Die Gesetze der Moral find ganz besonders in diesem Falle auch die der Kunst; die Moral unserer sozialen Aufgaben ist die gleiche wie der künstlerischen: International zu denken und zu handeln. Das künstlerische Programm der Festfeier war in zwei Hauptabschnitte gegliedert. Kern des ersten mar die ttchechische Festrede des Genossen Senator F. V. Krejči, Angelpunkt des zweiten die deutsche Gedenkrebe des Genossen Re dafteur Dr. Emil Frangel. Senator Krejči gab mehr eine tritisch- biographische Würdigung Goethes, die in der Ertenntnis gipfelte:" Sein bestes Wert war sein Leben!" Siebei nahm dev Rebner besonders Bezug auf die Beziehungen Goethes zu Böhmen. Dr. Frangel hingegen erläu terte in streng logisch aufgebauter Rebe das Ver Der Film von der Die Sache verhielt sich so, daß die alternde Frau zeitweilig mit einem gewissen Holeček zusammenlebte mit Kinder hatte. Holeček Literatur Internationale der Arbeit Soleset war außerdem verheiratet und hatte ichichte des jungen Goeihe. Von Klara Sofer 21.18ist W. Lg. Der Film von der Frühling eines deutschen Menschen." Die 6.Leipzig, Hesse& Beder Verlag. 376 Seiten. Rart. 5 RM., in Leinen 7.50 RM. Der junge Goethe war namentlich seit der Straßburger Zeit nach dem einstimmigen Zeugnis der Mitlebenden von einem hinreißenden Zauber der Persönlichkeit: beProletarischen Solidarität seiſtert und begeiſternd, allem Schönen anfaechlof. der beste Film des Jahres: „ Kameradschaft" Regie: G. W. Pabst, läuft als Sondervo stellung aller deutschen proletarischen Orga nisationen Prags Samstag, den 12. März, um halb 11 Uhr abends, Ort: Bio„ Gaymont", Wenzelsplay. Karten Kč 3.- bis 10. bei Optiker Deutsch und allen Vertrauensleuten. nur auf das begreifliche Lampenfieber zurückzu führen, ist, ihr Spiel ist zu dilettantenhaft, um auch bei beftem Willen befriedigen zu können. Die Sän gerin ist noch jung, hat ausbildungsfähiges Material und würde mit etwas mehr Gesangskultur befrieeigen können. Heute hätte ein Engagement als dramatische Koloraturiängerin für Prag nur den Cha- noch vier eheliche Kinder. Als das Vormundrafter eines Experiments, das wir uns wohl nicht schaftsgericht sich um die Anerkennung der Bater erlauben dürfen. In der von Rudolf recht lässig haft bolečets bemühte, wußte sich der Liebgeleiteten Aufführung war Vater Germont in baber die Hörigkeit seiner Freundin zunuze agens erprobter Wiedergabe der Erfolg des zu machen und brachte es dahin, daß sie vor dem Abends. Es wäre an der Zeit, wenn auch die Gericht unter Eid erklärte, sie habe zwar mit Reprisen des Repertoires ein Niveau hätten, das ihm verkehrt, sei aber damals schon von einem einen Besuch rechtfertigen fönnte. anderen Manne schwanger gewesen, dessen Heute„ Der fliegende Holländer" mit inte amen sie nicht lenne. Soleče! hatte ihr Reich Dorich als Gast in der Partie der Senta. feierlich versprochen, ihr aus freiem Willen Anfang halb 8 Uhr.( Seriensprung 120- IV.) Alimente zukommen zu lassen, wenn sie sich Morgen, Premiere: Die Braut von Torozlo", 3 der falschen Aussage herbeilasse und sie schenkte Komödie von Otto Indig. Anfang halb 8 Uhr. ihm Glauben. jen, ein treiter, hilfsbereiter Freund seiner Freunde, ( 119 III.) Dieses Vertrauen mußte sie aber schwer büßen. ein leidenschaftlicher Verächter des Standesünkels Sonntag, Festvorstellung anläßlich des Geburts- Er dachte gar nicht daran, auch nur einen Heller und after Vorurteile. Liebebedürftig wie felten ein tages des Herrn Präsidenten der Republik:„ Don zu bezahlen, nachdem das Gericht ihn von der Ausnahmemensch, hängt er sein Herz an Mädchen, Giovanni". Anfang 7 Uhr.( 121- I.) Baterschaft ja offiziell freigesprochen hatte und verdenen er, zur Einsamkeit vorherbestimmt, die Treue hältnis Goethes zu unserer Zeit, zum Arbeiter; traute wohl darauf, daß die Frau im Bewußtsein nicht halten kann Feinfühlig und von zartem GeMontag, Neueinstudiert„ La Boheme", Oper der beschworenen unwahrheit nicht wagen werde, wissen, leidet er selber am meisten darunter und deutete den Weg an, der den Arbeiter zur Kunst und Weisheit Goethes führen kann; zeichnete in bon Puccini. Gaſtdirigent: Antonio Votto. Regie: gegen ihn etwas zu unternehmen. Vielleicht hätte gestaltet in feinen Dichtungen immer wieder den hod interessanter neuer Forschung den Freiheits Oscar Frik Schuh. Hauptpartien: Rohne, Schö- sie auch nichts zu unternehmen gewagt, wenn nicht mann, der sich in Reue über seine Treulojigkeit geist Goethe, der als sittlicher Revolutionär zu, nauer, Andersen, Bandler, Fuchs, Greverus, Hadie Not unerträglich geworden wäre. Als verzehrt. Zum Dichter und Schriftsteller geboren, gelten hat, wie Schiller als der politische. Einge- gen, Schönberg. Anfang halb 8 Uhr.( Seriensprung nun die ratlose Mutter gar ihre Stellung verbringt er doch nur zu Papier, was ihm das Herz rahmt wurden diese beiden Festreden durch Mufit- 123- HI) Ior und nicht mehr wußte, wo sie einen Bissen bedrängt und die Ruhe raubt. Diese Zeit des Wervorträge und Rezitationen. Ohne Musit ist ja eine Kleine Bühne: Samstag, Flucht versuch", Brot für ihre zwei Kinder auftreiben sollte, ent- dens und Reifens hat Klara Hofer in dem vorFeier schlechterdings undenkbar; erst recht eine die Komödie von Joachimson. Anfang 8 Uhr. schloß sie sich endlich, den schweren Gang zum Gericht liegenden Roman mit einer erstaunlichen Gabe der zunt Feier für Goethe, der durch seine dichterischen Sonntag,„ Die Braut von Torozko". Erste anzutreten und sich selbst des Meineides Einfühlung dem Lejer nahegebracht. Aus diesem Werke der Tonkunst so nahe stand, dessen Dich Wiederholung. Anfang halb 8 Uhr. Nachmittags und ihren Geliebten der Anstiftung dazu an- Buche fann man den jungen Goethe besser fennen ungen so unendlich oft musikalische Ausdeutung 3 Uhr Juwelenraub in der Kärntner- zuflagen. lernen als aus mancher an sich vortrefflichen Biofarben. So gewährten die iedergaben der straße".( Ab.) Bei der heutigen Verhandlung versuchte der graphie. Ja, es ist, als ob man die inneren Kämpfe mitpirkenden hochdramatischen Sängerin Frau Donnerstag, den 10. ds., Konzert des Deutschen mitangeklagte ole čet sich mit allerlei Ausflüch diefes einzigartigen Deutschen zum ersten Male Sole Ausflüch- graphie. Fine Reich vom Karlsruher Bandes theater Männergesangsvereins unter Mitwirkung des Sing- ten aus der Schlinge zu ziehen. Es half ihm nichts. wirklich miterlebte. Auch die Verwandten und gerade in dieser Hinsicht wertvollste Aufschlüsse über vereins und des deutschen Volksgefangvereins. Diri Er wurde zu bier Monaten schweren Sterkers Freunde des Dichters weiß Klara Hofer meisterhaft Goethes urb seiner Dichtung Beziehungen zur gent: Dr. Heinrich Swoboda. Programm: Urauf mit Verlust des Wahlrechtes verurteilt, hinzustellen. Alle diese Menschen, die in LiteraturTontunst. Sie sang vier Lieder von Ludwig van führung Hans Krája„ Die Erde ist des Herrn". und zwar unbedingt, während die Frau, die geschichten ein Schattendaiein führen, schauen uns Beethoven auf Goethe- Texte, also von jenem Ton- Darauf Brahms: Ein deutsches Requiem( in sich felbft angezeigt hatte, mit einer beding in diefent Roman an wie liebe Bekannte, mit denen dichter, der Geethe auch persönlich näher stand und memoriam Prof. Rudolf Löhrl, des verstorbenen ten dreimonatigen Kerlerstrafe davonkam, wir schon jahrelang umgehen. Das Buch ist eine von ihm auch einigermaßen berstanden wurde, und Gauobmannes). ohne Verlust des Wahlrechtes, weil das schöne, der bedeutenden Verfasserin würdige Gabe vier Rieder auf Goethesche Gedichte von Frang Gericht die Ueberzeugung aussprach, sie habe nicht zum Goethejahr. Schubert, dem von Goethe leider mißverstandenen so sehr aus niedrigen und unehrenhaften Motiven Meister des Biebes. Ganz wundervoll verstand es gehandelt, als vielmehr unter der Nötigung des diese stimmbegabte Künstlerin, den unterschiedlichen Sonntag, den 13. de., Neueinstudiert„ Der Mar- Mannes und aus Unerfahrenheit. Nun wird der Sinn and Inhalt aller dieser stimmungsverschie quis von Keith", Schauspiel von Frank Wedekind. Baterschaftsprozeß von neuem auffgenom denen Lieder zum Ausdruck zu bringen, sie vollDas Prager Theater- Varieté hat am Mittwoch men und die Vaterschaft Holečeks urteilsmäßig festfommen stilgemäß zu gestalten und ihren Ausbrud ciftmals sein diesmonatiges Programm vorgeführt, gestellt werden. auszuschöpfen. Fran Reich zeigte uns diesmal, dessen einzelne Nummern reichen und wohlverdien. daß sie nicht mur Meisterin ihres fieghaften Orten Beifall ernteten. Seine Zusammenstellung ist Morgen Urteil im Bejbor- Prozeß. gans ist, Gesangskünstlerin von größtem Format. eine solche, daß sie auch den verwöhntesten VarietéPrag, 3. März. Das Verfahren gegen die sondern auch tief empfindende, den Ausdrud des besucher voll zu befriedigen vermag und fann als Gesungenen miterlebende, fühlende und einfühlente durchaus auf dem Range weltstädtischer Varieté- Großdefraudantin Anna Vejbor, dessen BeweisMeisterin des Vortrages. In die deklamatorischen bühnen stehend bezeichnet werden. Die geschmad- verfahren ohne alle bemerkenswerten Vorfälle verVorträge teilten sich Vojta Novák vom Tsche volle Auswahl der Künstlerischen Darbietungen lief, ist abgeschlossen. Nach sechstägiger Verhandlung chischen Nationaltheater und Walter Taub vom widerlegt die Meinung auf das schlagendste, daß die haben heute die Beratungen des Gerichtshofes Deutschen Theater. Interessant war hiebei, die Varietétunft nichts neues und originelles mehr zu begonnen, die infolge des umfangreichen Materials gegenübergestellte deutsche und tschechische Interpre bieten habe. Die 3 Flemmings", prächtige den ganzen Tag ausfüllen, so daß die Verkündigung tation der Prometheus" de durch die beiden Parterre- Afrobaten, leiten den Abend ein. Ihre des Urteils morgen, den 4. März, erfolgen wird. Künstler. V. Nová ist ein mehr ruhiger. vor Vorführungen sind Spitzenleistungen an Kraft und nehmer und routinierter Sprecher, bei dem man Gewandtheit. Originell und humorvoll ist Emi! mehr innere Mitgehen des Vortragenden wünscht. Glaas, der wirklich ein Tonkünstler" in dem Samstag, den 12. ds., Ensemblegastspiel Curt Bois, Charles Tante". Wiederholung Sonntag in der Kleinen Bühne. rb. rb. An Walter I a ub konnte man wieder die virtuoſe Sinne ist, daß er den unwahrscheinlichsten Gegen Vorträge und Veranstaltungen ww KINO- PROGRAMM vom 4. März bis 10. März 1932. Pinziges deutsche Kino Prags 2976 1.429 66 Wran- Urania- Kino ,, Heilende Hände." Aus dem Tagebuche des Dr. X. Ein sensationeller Film Premiere. 100prozentiger medizinischer Sprech- und Tonfilm. Dazu: Großes Beiprogramm. MASARYK ZUM 82. GEBURTSTAGE. LUX, DER WUNDERHUND. Lustspiel in 4 Akten. Wo verkehren wir? Café ,, Continental", Prag, Graben Gastwirtschaft LIDOVÝ DŮM Sprachbefandlung bewundern, die ihm sein flang- ständen„ Musit" abzuloden versteht. Entzückend ist bolles Organ als immer gefügiges, ausdrudsreiches eine von John Bayer borgeführte Gruppe von Goethe- Feier der Deutschen Universität. Der Instrument untertan macht, die ihn zu ebenso Hunde- Akrobaten. Von meisterhafter Sicherheit und starken dramatischen Alzenten befähigt, wie zu sang elegantester Geschicklichkeit sind die Leistungen des Festvortrag, welchen Prof. Dr Herbert Cyfarz hafter, melodieerfüllter lyrischer Biegsamteit. Die Jongleurs Selbo. 1. G.§. Glud ist eine Gruppe im Rahmen der Goethe- Feier der Deutschen Univerpianistischen Vorträge, der Feier Werte von leibhaftiger Estimo- Sportsleute, hervorragend und fität am 6. März, 11 Uhr vormittags, in der Bach, dem alten tschechischen Komponisten Mysli- verblüffend durch ihre Balancierfünste auf dem ela Großen Aula hält trägt endgültig den Titel: večet und Beethoven bestritt der reichtalentierte stischen Drahtseil. Die Glanspunkte des Programms Goethe und die geschichtliche Welt". Die zugehörige jarige Prager Pianist Walter Süßfind, auf bilden The Weintraups Syncopators", Untersuchung wird Ende März als Festdruck der beffen bedeutendes technisches Können hier schon ein symfonisches Jazz Orchester und Matrays Deutschen Universität und der Deutschen Gesellschaft Für den Drud verantwortlich: Ottb bolil, Bezaxsgeber: Siegfrieb Easb. Chefrebattest: Wilhelm 2 teknez- Bezantwortlicher Rebakteur: Dr. Emil Stres. Brag. Drud: Roto".-. für Beitung and Buchdrud, Brag Bezugsbedingungen: Bei Zustellung ins baus oder bei Bezug durch die Poft monatlich Ke 16.-. blerteljährlich Ke 8Brag. Die Baltungsmarkenfranfatur wurde von der Boft Telegraphendirektion mit Erlag Nr 13.800/ VII/ 1930 belvilligt Rudstellung von Monuffripten erfolgt nui bei Einsendung der Retourmarten, balbjährig Kö 96, gangjährig K8 192njevate werben laut Zarif billigst berechnet, Bet öfteren Cialdaltungen Breisnachlag, ( Gen. Wilhelm Opatrný) Täglich DRAG II., Hybernská Konzert. Nr. 7. 187