Nr. 56. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., swöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. SonntagsNummer mit illuftrirter SonntagsBeilage ,, Dte Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 8,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post BettungsPreisliste für 1899 unter Mr. 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn a Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. B Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 16. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel getle oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewerffchaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Mernsprecher: Hmt I, nr. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Der Zuchthauskurs, Dienstag, den 7. März 1899. alter finden wir den Haß gegen das, was heute euphemistisch " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Weibliche Fabrikinspektoren in Prenßen. Arbeitswilliger" betitelt wird, das heißt gegen den Arbeiter, der Im Gegensatz zu England, Frankreich, Nordamerika und vielen nicht mit seinen Standes- und Klassengenossen zusammenhält, anderen Ländern, selbst einigen süddeutschen Staaten, besitzen wir beffen Wesen und Zweck lehthin im Reichstage grell beleuchtet fondern sich auf Seite ihrer wirthschaftlichen Gegner stellt, in in Preußen bisher noch keine weiblichen Fabrikinspektoren. Die gefeg und wie mit Röntgen- Strahlen durch leuchtet worden ist, allen Kulturländern. In England, Frankreich, Deutsch- gebenden Störperschaften haben sich mit dieser Frage so gut wie nicht richtet sich nicht gegen sogenannte sozialdemokratische Aus- land bezeugen zahllose Schimpfworte, wie verachtet im des Handelsministeriums in früheren Jahren keine Veranlassung ges befaßt und namentlich der Landtag hat bei der Berathung des Etats schreitungen", überhaupt nicht gegen die Sozialdemokratie als Mittelalter und später diese Verräther an ihren Genommen, eine so wichtige Frage auch nur zu streifen. Zum ersten solche, sondern in erster Linie gegen die Gewerkschafts- nossen waren." Schwarze Schafe"," räudige Schafe", Male hat sich das Abgeordnetenhaus in seiner heutigen Sigung das Bewegung, gegen alle Versuche der Arbeiterklasse, sich„ Rauhbeine"," schäbige Sterle"," scabs"," knobsticks", und mit befaßt. Daß die Debatte feine erschöpfende war, versteht sich felbständig zu organisiren und dem vereinzelt ohnmächtigen Ar viele ähnliche Ausdrücke bekunden die Gefühle der bei der einseitigen Zusammensetzung des Hauses von selbst, aber Und wer es ist doch immerhin schon als ein erfreuliches Zeichen anzusehen, beiter durch die Vereinigung mit seinen Klassengenossen Wider Arbeiter für die Ueberläufer zum Feinde". " Politische Meberlicht. 17 Berlin, den 6. März. Veteranenfürsorge. sie Distrikten. standskraft zu verleihen. Mit einem Wort: der kann sich darüber wundern? Es ist genau dasselbe wenn selbst ein so sehr in mittelalterlichen Anschauungen befangenes Zuchthausturs richtet sich gegen das Koa. Gefühl, das der Golbat gegen den Kameraden empfindet, Barlament gezwungen wird, ein derartiges Thema zu behandeln. litionsrecht. Und da im Deutschen Reich das Koalitions- der vor dem Feind desertirt; dasselbe Gefühl, das den Bour- Antrag Hirsch( frf. Bp.), unter dem charakteristischer Weise die Anlaß zu der Debatte gab der zum Handels- Etat gestellte recht ein verfassungsmäßig und gesetzlich verbrieftes Recht geois von heute mit tödtlichem Haß den Mann verfolgen läßt, Unterschriften der übrigen Mitglieder der freisinnigen Volkspartei der Arbeiter ist, so erleben wir jetzt das widerliche und seltsame, der aus den Reihen der Bourgeoisie in die der Sozialdemo- fehlen: Das Haus wolle die Regierung ersuchen, nach dem Vorwenn auch nicht seltene Schauspiel, daß der Buchthauskurs, welcher fratie getreten ist; dasselbe Gefühl, das, freilich mit viel gauge anderer deutscher Bundesstaaten auch in Preußen einen Versich angeblich gegen die Umsturzbestrebungen richtet, in Wirk- weniger Recht und in viel gemeinerer Art, unsere Junker fuch mit der Anstellung weiblicher Gewerbe- Aufsichtsbeamten in lichkeit den Umsturz des vornehmsten, den Arbeitern ber- von heute gegen den braven Caprivi erfüllt, weil dieser, folchen Bezirken, wo eine große Zahl von Arbeiterinnen beschäftigt fassungsmäßig und gesetzlich verbrieften Rechtes erstrebt. Es ist das ein neues Beispiel jener bodenlosen Verlogenheit, die das Deutsche Reich an die Junter zu verrathen. obgleich Junker von Geburt, zu vernünftig und zu ehrlich war, ist, zu machen." Der Antrag ist gewiß so bescheiden wie möglich gehalten, der unsere Zeit der Dekadenz auszeichnet und die von Bismarck, Und ein so natürliches, so selbstverständliches Gefühl will stellung weiblicher Fabrifinspektoren, er wünscht nur, daß die Refreifimtige Abgeordnete fordert nicht etwa prinzipiell die Anihrem Klassischsten Vertreter und Träger, politische man bei den Arbeitern für das Produkt fünstlicher Verheizung" gierung einen Versuch in dieser Hinsicht unternimmt, und auch dies Heuchelei genannt worden ist. erklären? Es ist ja tindisch. Der Zuchthauskurs ist übrigens feine spezifisch deutsche nur in gewissen Bezirken. Aber selbst eine so bescheidene Forderung Darum weg mit dieser Heuchelei! Fort mit der Maste! geht der Mehrheit des Junterparlaments zu weit. Eigenthümlichkeit, obgleich die Männer des Zuchthauskurses Der Zuchthauskurs steuert auf die Knebelung und Ent- Sozialpolitiker des Zentrums, Abg. Dr. Size, erklärte sich nur Sogar der mit ihrer nationalen" Gesinnung sich brüsten. Allein das rechtung der Arbeiter los. Das ist sein Ziel mit der Einschränkung für den Antrag, daß ein solcher Versuch zuerst haben die Reaktionäre aller Länder von jeher gethan; und sein einziges Ziel. Von den Männern des Zuchthaus in fleinen Betrieben, z. B. im Konfektionsgewerbe gemacht werbe, das Wort Paul Louis Courier's:„ Der nationale Patriotismus furses aber verlangen wir, daß sie den Muth ihrer aber nicht in der ganzen Monarchie, sondern nur in einzelnen ist der Deckmantel für alle volksfeindlichen Absichten und Ueberzeugung haben, wie weiland die Kezer- und Pläne" ist schon vor mehr als drei Vierteljahrhunderten Herenrichter. In ähnlichem Sinne sprach sich auch der Minister Brefeld Freilich die Keger- und Herenrichter aus, der zwar nur Gemeinpläge für eine so dringende Forderung in Frankreich geprägt worden. Und zwei Jahrzehnte glaubten, was sie vertraten, und sagten, was sie übrig hatte, aber doch dem Antrage eine gewisse Berechtigung nicht früher, bor genau einem Jahrhundert, wurde wurde von achten. Sie fündigten mit dem Geist ihrer Zeit. denselben Elementen, denen wir jetzt in Deutschland absprechen konnte. Viel ist das ja nicht, aber für einen preußischen Und unsere Keger- und Herenrichter von heute den Zuchthauskurs verdanken, in England der Zuchthaus fündigen gegen den Geist unserer Zeit. Minister jedenfalls schon mehr, als wir nach unseren bisherigen Er furs eingeführt. Es war während der Kriege mit Frankreich, fahrungen erwarten fonnten. Die Frage der weiblichen Fabrit inspektoren ist, wie der Minister ausführte, bereits seit längerer Zeit der sogenannten„ Jakobinerkriege". Die englischen Landin eingehender Weise von der Regierung geprüft worden. Ge Lords die Urbilder( freilich in größerem Maßstabe) unserer seien Kommissare nach anderen Ländern entsandt, nach deren Urtheil Kanike, Mirbache, Klindowströms und Konsorten verbanden man in England günstige, in Nordamerika aber besonders ungünstige fich mit den Schlotjunkern- den Vorbildern unserer Stumm, Erfahrungen mit den weiblichen Fabrikinspektoren gemacht habe. Heyl und Konsorten-, um die Arbeiter, die in ihren GeDie Gewerbe- Inspetoren selbst seien der Ansicht, daß die weiblichen So lang sich die Reichstagsdebatte hinzog, so uspettoren nicht viel mußen und daß fie dadurch keine Er werkschaften der wahnsinnigen, das Mark der Nation zer- dürftig ihr Gehalt. Langausgesponnene Reden, besonders aus sparniß an Arbeit gewinnen. Er persönlich sei der Ansicht, störenden Ausbeutung durch die in England zuerst entwickelte der Mitte und der Rechten des Hauses, die eine der anderen man folle die Frage nicht einfach von nicht einfach von der Hand weisen. maschinelle Großproduktion sich widersetzten, zu knebeln und, an zum Verwechseln ähnlich. Bei der großen Zahl der weiblichen Arbeitskräfte gebe es thatsächlich Händen und Füßen gebunden, dem Kapitalismus zu überliefern. Nicht als ob der Gegenstand selbst gleichgiltig oder un- eine ganze Reihe von Fragen, die eine besondere Berücksichtigung Das Recht sich zu vereinigen wurde den englischen Ar- wesentlich gewesen wäre. Aber es wurde nur gesagt, was sich des weiblichen Geschlechtes nothwendig machen und die nicht in beitern durch die Anti- Combination Laws mit einem Schlage von selbst verstehen müßte, ohne stundenlang beredet zu Fragen seien so delitater Natur, daß die Frauen sich scheuert, gleicher Weise von Männern erledigt werden könnten. Manche genommen, und jeder Versuch, zum Streit anzureizen, mit werden. Allerdings gab es eine Entschuldigung für diesen Beit- fich Männern anzuvertrauen, während sie teine Bedenken trügen, Buchthaus hard labour( 3wangsarbeit) bestraft, ganz verlust: die unerhört hartnäckige Weigerung der Re- Frauen ihre Wünsche vorzutragen. Dies gelte nicht nur von wie es auf Stumm's Kommando in Deutschland geschehen soll. gierungen, einer einmüthigen Forderung des Reichstages, den Großbetrieben, sondern auch von den Hausbetrieben und den Viele Jahre Zuchthaus wurden damals verhängt, weil die die zu erfüllen bei ernstem Wollen eine Kleinigkeit, nach Werkstätten. Die Regierung stehe ja jezt im Begriff, die GewerbeArbeiter sich an der Ausübung ihres Naturrechts nicht hindern zukommen. Inspektion auszudehnen auf die Werkstätten, zunächst für das Kon-; ließen, und in dessen Vertheidigung weiter gingen, als das Es handelte sich um die Versorgung der Kriegsveteranen, fettionsgewerbe, und gerade da wäre vielleicht in der That ein geeigneter Geſetz es zuließ. Faſt 30 Jahre dauerte das Schreckens deren Unterstützung aus dem Reichs- Invalidenfonds nach dem Ort, das weibliche Element einzuschalten, um die Wünsche und Beregiment: errorismus der Schlot- und Land- Gesetz vom März 1895 durchaus unzulänglich ist und von Geffen fei man mit den Frauen als Gehilfinnen und Affistentinnen der schwerden der weiblichen Arbeiter entgegenzunehmen. In Bayern und junter und Gewalt von unten als Antwort auf die denen ein erheblicher Theil noch gänzlich unberücksichtigt ge- Gewerbe- Inspektoren zufrieden. Allerdings habe man in der kurzen Gewalt von oben. Die englischen Arbeiter standen aber feft; blieben ist. Gegen diese arge Verschuldung des Reiches an Beit ihrer Anstellung noch keine Erfahrung sammeln können. Er was ihnen öffentlich verboten war, thaten sie geheim, und Männern, die im Dienste des Vaterlandes Leib und Leben behalte fiaj vor, die Frage nochmals zu prüfen, sobald das, im Jahre 1824 war England durch den Zuchthaus daran gesetzt, wendeten sich Redner aller Parteien. Man Informationsmaterial vorliegt. turs dermaßen zerrüttet, daß die verständigen Politiker begründete zwei Resolutionen der Budgetkommission, deren Allzu großen Hoffnungen werden wir uns nach dieser ministe aller Parteien übereinkamen: fo fönne es nicht eine durch Nachtragsetat die Beihilfe von 120 Mark für a II e riellen Erklärung ja nicht hingeben dürfen, denn wir wissen, in weiter gehen, wenn England nicht aus der unterstügungsberechtigten Veteranen forderte, deren andere welcher Weise Herr Brefeld sein Informationsmaterial" verwendet Reihe der zivilisirten und lebensfähigen Berücksichtigung der gesteigerten Kosten der Lebensunterhaltung fämpfen. Und wenn der Minister sich gar erst bei den männlichen hat, um die Anstellung von Arbeitern als Grubenkontrolleure zu beStaaten verschwinden solle. Im Jahre 1825 für die Militärinvaliden verlangte. Da es sich um Armuth Fabrifinspektoren Raths holt, die zum großen Theile schon aus wurden die Knebelgeseke vom Parlament aufgehoben. und Elend von Personen handelte, welche die bürgerlichen Furcht vor der weiblichen Konkurrenz nichts von weiblichen " Unabhängige" Richtes mißbrauchten zwar noch ein Parteien noch als ihre Anhängerschaft ansehen, enthüllten Inspektoren wissen wollen, so wird man vollends jede Hoffnung paar Jahrzehnte lang das Schwert und die Waage der diese Parteien ihr Herz voll Mitleid und Besserungseifer, welche schwinden lassen müssen. Justiz" indeß diese Herren Richter erreichten es blos, die löblichen Eigenschaften ihnen fremd bleiben, so lange es sich Aus der übrigen Berathung ist nur die Haltung der beiden Justiz und sich selbst zu schänden, nicht aber die um invalide Arbeiter handelt, die auch im Dienste der fonservativen und der nationalliberalen Bartei erwähnenswerth, beren Arbeiterbewegung zu schädigen. Seit nahezu zwanzig Gesammtheit Gesundheit und Leben aufs Spiel ſetzen. bes Abg. Gamp( fr.) für eine Abschwächung desselben erklärten, Redner sich gegen den Antrag Hirsch, aber nach dem Vorschlage Jahren ist die englische Arbeiterbewegung auch gegen Justiz- Ja, als der Staatssekretär des Reichsschaamtes Freiherr wonach nur weibliche Hilfsbeamte angestellt werden sollen. Attentate gesichert, und die Folge ist jener friedliche Verlauf v. Thielmann mittheilte, daß die preußische Regierung sich der sozialpolitischen Entwickelung Englands, die unseren oft gegen diese Wünsche des Reichstags a blehnend verhalte, fest, daß morgen, wo die Berathung fortgesetzt wird, der Antrag Zu einer Abstimmung tam es heute noch nicht. Es steht aber elbischen Geschäfts- und Zunftpolitikern ein unerforschliches fiel manches unsanfte Worte gegen Knauserei und Kleinlichkeit Hirsch abgelehnt, der Unterantrag Gamp aber angenommen Räthsel ist und bei ihrer hoffnungslosen Rückständigkeit wohl der Regierung. auch bleiben wird. Den Standpunkt der Sozialdemokraten wahrte Singer. Also nicht einmal original ist der Zuchthauskurs deutscher Er führte den anderen Parteien zu Gemüthe, daß das, was Geldsacksparteien, deutscher Industrieritter, deutscher Junter fie fezt als nöthig für die Veteranen anerkennen und fordern, fliquen und und ihrer Werkzeuge. Nur Nachäffung und bereits bei Berathung des Reichs- Invalidengefeges 1895 von der pfuscherhafte Nachäffung- mit der sicheren Aussicht auf fozialdemokratischen Partei gefordert, daß ferner damals statt noch schimpflicheres Fiasko. des ganz unzureichenden Sazes von 120 M. Jahresbeihilfe Original ist nur eins: nämlich das pharifäerhafte 360 m. verlangt worden waren. An diesem Beispiele zeige sich, wie Geschwät, die Arbeiter seien durch sozialistische oder die bürgerlichen Parteien hinter der sozialdemokratischen Partei Sonstige Agitatoren gegen die Arbeitswilligen" aufgehetzt. nachhinken. Warum thun sie nicht sogleich das, was wir vor Als die englische Knebelakte verhängt wurde, gab es noch schlagen? Warum verzögern sie so die Erfüllung von feinen Sozialismus, wenigstens nicht in dem modernen Forderungen, die sie schließlich doch als berechtigt anerkennen und die englischen Schlot- und Landjunker, roh und müssen? brutal, wie sie waren, hatten doch zu viel Ehrlichkeit und- Den Herren in der Mitte und auf der Rechten war diese Bildung, um einen solchen, allen Thatsachen ins Gesicht Beleuchtung ihres heißen Eifers für die Veteranen und Inschlagenden Unsinn zu glauben und auszusprechen. Der Haß validen höchst unbequem. Sinn " werden wird. Der heilige Paasche. Ein Theil der liberalen Presse wendet sich gegen die konservativ- tleritale Ausbeutung" der Reden des Professors Baasche und des Grafen Oriola, aber- wohlgemerkt nicht gegen die Reden ihrer Parteigenossen. Im Gegentheil, das amtliche Organ der nationalliberalen Bartet, die Nationalliberale Korrespondenz", erklärt, daß die Herren sich mit berechtigter Schärfe gegen die auf das religiöse Gebiet zersetzend hinübergreifende Agitation der Sozialdemokratie" wandten. Die ganze possenhafte Heuchelei des Liberalismus bekundet sich in dieser diplomatischen" Haltung. In Wirklichteit haben die tonservativen und klerikalen Blätter die nationalliberalen Reden nicht ausgebeutet", in dem Sinne der organisirten Arbeiter gegen die nicht organisirten ist so Vor dieser Debatte, die mit einstimmiger Annahme einer unberechtigten Auslegung, sondern sie haben sie einfach alt wie die Arbeiterorganisationen selbst. der beiden Resolutionen endete, wurden der Gesezentwurf beim Wort genommen. In Wahrheit haben die Paasche und Schon bei den Chinesen, Indiern und Egyptern- tausende über die Errichtung eines bayerischen Senats beim Oriola nur jene gebildete und befizende Frömmigkeit reichsbon Jahren vor der christlichen Aera finden wir obersten Militärgerichtshof in Berlin in dritter tags offiziell gemacht, auf die der Liberalismus jetzt, Spuren dieses Hasses. Die indischen Parias sind solche Arbeiter, Lesung, sowie der Rest des Militäretats in zweiter Lesung Werth legt. die keiner Organisation( Raste) angehören und sie werden bewilligt. Dienstag: Hypothekenbank- Gesetz, lex Heinze. deshalb seit Jahrtausenden allgemein verachtet. Im Mittel- l Das Seltsamste aber ist, daß gerade Herr Paasche als Bußprediger von Partei wegen ausersehen worden ist, und ein Märchen. Deutsches Reich. Interessenten. " dk sibliterfomsEsterhazy's Enthüllungen. Esterhazy hat am Sonnabend angefangen, seine vor der Daily Chronicle" zu publiziren. Kriminalfanumer des Staffationshofes gemachten Aussagen im Londoner Diese Enthüllungen machen in Paris das denkbar größte Aufsehen. Fast alle Blätter beschäftigen sich mit ihnen. Allerdings sagt Esterhazy wenig, was nicht schon bekannt wäre. Aber einmal tlingt Meinung heute auch bereits mehr geneigt, an gewisse Umtriebe zu feine diesmalige Erzählung infolge der vielen Details, die sie ent hält, glaubwürdiger als die früheren, und dann ist die öffentliche glauben, die man vor Sturzem noch für eine Erfindung der Dreyfus Partei halten wollte. Diese Perfonen frage verdient noch eine Betrachtung, weil in Washington dem Kaiser ihren Dank aussprechen und gleichzeitig gegen den Antrag kehrten. Sehr lustig war es nun, als darauf der Herr, der in seiner Frömmigkeit schier zu ersticken droht, melden laffen, daß sich Herr Kipling auf dem Wege der Besserung zwei Stadtverordnete, welche leztgenannten Berufen angehören, einer der unangenehmsten und zähesten politischen Streber ist. befinde. namens ihrer Fachorganisation erklärten, daß fie durchaus Herr Paasche hat freisinnig begonnen, zu einer Zeit, da zeben erworben; er ist in Bombay geboren. Kipling hat seinen Ruhm durch Erzählungen aus dem indischen nichts gegen eine derartige Beschränkung der der Freifinn noch kein verkrachtes Unternehmen war. Er hat Geschäftszeit einzuwenden hätten. Der auch vom Nechtssich dann sacht zu seinem Vortheil" gewandelt, ohne allzu teit gebracht? Hat der Verleger Kipling's bas Telegramm in die Deffent ausschuß des Kollegiums akzeptirte Antrag des Naths wurde darauf abgelehnt und ein den Wünschen der Handelsgehilfen Rechnung viel Gebrauch von der wissenschaftlichen Gründlichkeit zu Bivil und Militär. Wie gefährlich es für einen gewöhnlichen tragender Antrag gegen 16 Stimmen angenommen. Die Geinachen, die selbst ein heutiger Professor der Nationalökonomie givilmenschen ist, sich nur irgendwie in militärische Dinge zu mischen, schäftszeit wird demnach an Sonntagen auf 2 Uhr Nachmittags noch einigermaßen nöthig haben soll. Paasche zieht die Ge- beweist wieder ein Fall aus Dresden. Auf einem dortigen Tanz- beschränkt. finnungen der Wissenschaft weit vor, allerdings nur Ge- faale befahl aus irgend einem Grunde der Schankhausdiensthabende Soldaten: Selbstmord. In Mes erschoß sich ein Soldat des finnungen im Iural, auf eine einzige läßt er sich gar Pioniersergeant Langheinrich einem Soldaten, er folle fein Seiten bayerischen 4. Infanterie- Regiments auf Boften am Kriegs- Pulvernicht ein; er wäre fähig, in jedem deutschen Reichstags- Wahl- gewehr umschnallen. Da äußerte, wohl ohne sich etwas dabei zu magazin vor dem Diedenhofener Thore mit seinem Dienstgewehr. freise für eine andere Gesinnung voll und ganz und drei- denten, ein Freund des Soldaten zu diesem:" Fritz, Du brauchst Ueber das Motiv der That verlautet nichts Beſtimmtes. stündig einzutreten. jetzt noch nicht umzuschnallen, die Anderen schuallen auch noch nicht Ats Beamter der Wissenschaft ist Paasche ein gefürchteter test fühlende Sergeant so frumm, daß er hinlief und den Sünder m." Diese Aeußerung nahm der sich dadurch in seiner Würde verChrouit der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Mitarbeiter von Sammelwerken, die er durch seine Beiträge anzeigte. Wegen Aufreizung zur Gehorsamsverweigerung" wurde fchluß der Oeffentlichkeit gegen den Schäferknecht Behnke wegen Die Straffammer zu Schneidemühl verhandelte unter Aus nach Kräften entwerthet. Von heiligen Thaten hat er bisher der junge Mann wegen der Lappalie vom Landgericht auf Grund Majestätsbeleidigung. Das irtheil lautete auf Freisprechung. wenig verrathen. Er zeigte zwar ein großes Interesse für die des§ 112 des Reichs- Strafgesetzbuches zu der unglaublichen Strafe werthvollſten Güter, aber nicht im übertragenen Sinne, sondern von zwei Monaten Gefängniß verurtheilt. Der Bundes- en barm Refpotten. Er hatte in ber Trunkenheit beleidigende Wegen Majestätsbeleidigung hatte sich der frühere Gendarm Kesselring in Worms vor der Straffammer zu in dem realen der Grundstücke, für deren Verkehr" er Befähigungsnachweis im Bangewerbe. Mainz zu beantworten. feinen spekulativen Geist einsetzt. Sein Lebenswert, vielleicht rath hat den Antrag der bayerischen Regierung ab Aeußerungen gegen den Kaiser gemacht. Das Gericht erkannte auf Freifeine Weltanschauung, aber lag, vor seiner Heiligwerding, gelehnt, ber Novelle zur Gewerbe- Ordnung eine Bestimmung iprechung, weil der Angeklagte sich seiner Worte jeben. im Zucker. Er war familiär am Steigen der Zuckeraftien über die Einführung des Befähigungsnachweises im falls nicht bewußt war, auch fei von einem früheren interessirt, reiste als Agent von Zuckerindustriellen gelegentlich Baugewerbe einzufügen. Gendarm, der sich gut geführt hatte, nicht anzunehmen, Das Urtheil erscheint uns nach Amerika, und benutzte all seinen politischen Einfluß, um teine grundsägliche Entscheidung bedeuten. Im Gegen recht vernünftig, mur möchten wir bemerken, daß in vielen anderen Dies soll jedoch, wie man der Augsb. Abendztg." schreibt, daß er den Kaiser beleidigen wollte. diesen Zweig ber nationalen Arbeit" gebeihen zu lassen. theil, nach wie vor sei im Bundesrathe die Stimmung für eine Fällen auf Trunkenheit eine derartige Rücksicht nicht genommen Freilich scheiterte sein redlicher Wille an seiner national folche reichsgesetzliche Vorschrift sehr günstig. Es erschien worden ist. ökonomischen Intelligenz, die ihn dazu verführte, die entgegen aber ber Mehrheit der verbündeten Regierungen nicht gesetzten Wirkungen feiner gesetzgeberischen Thaten voraus angezeigt, eine fo durchgreifende Neuerung, tvie field long spoter Ausland.rastot noth zusehen, als dann wirklich eintraten. im Verhältniß zu der der seit dreißig Jahren Jahren bestehenden hy Herr Paasche fah bald ein, daß er in Marburg, wo er Gewerbefreiheit der obligatorische Befähigungsnachweis im Baueine ordentliche Professur inne hatte, vom Schauplatz der gewerbe darstellen würde, im jezigen Augenblic einzuführen. Man Weltgeschichte allzu weit entfernt war. Seine Sehnsucht war sondern ihnen die Gelegenheit geben, fich gutachtlich über diese möchte den handwerkerlammern nicht borgreifen, Berlin. Aber Berlin mochte ihn nicht. So begnügte er sich Frage zu äußern. Erst auf Grund dieser Gutachten, die voraus mit Charlottenburg. Von Marburg bezog er nur sein Gehalt, fichtlich zu Gunsten des bayerischen Antrages ausfallen würden, Yas aber dort nicht mehr. Und er faßte mit nicht zu erwürde alsdann der Bundesrath in diesem Sinne beschließen. mildender Hartnäckigkeit so lange in der Charlottenburger technischen Hochschule Posto, bis endlich an dieser Anstalt einen Gewerbetreibenden. Die Vertreter des Bundes der Handel Die geplante Waarenhausstener findet nicht den Beifall der eigens für ihn eine ordentliche Professur errichtet worden ist. und Gewerbetreibenden" und des Zentralvereins selbständiger Ist damit Paasche's Laufbahn abgeschlossen? Wenn man Gewerbetreibender" zu Berlin haben zu dem Gesegentwurf Stellung Wiffent, Fähigkeit, Charakter für nothwendige Bedingungen des genommen und folgende Erklärung vereinbart: Vorwärtskommens hält, so ist schon das bisher von ihm Erreichte Wenn die Bestimmungen des Gefeßentivurfs über die Aus den Erzählungen Esterhazy's geht hervor, daß bercits einen Aber die Gegenwart ist glidlicherweise Waarenhausftener den durch die Bresse veröffentlichten Vorschlägen Monat, ehe der Name Esterhazy's in der Oeffentlichkeit genannt to nicht so streng, und darum kann Herr Paasche sich höher hinauf entsprechen, so berücksichtigt das Gejet feineswegs die Wünsche der wurde und ehe Mathieu Dreyfus feine Denunziation erließ, ber träumen. Er ist ein mit Stumm'scher Vernunft arbeitender von Spezialgeschäften, sowie Gemischtvaaren- Geschäften mit geringen stab dann jeden Schritt Efterhazy's geregelt, und daß bie vers Die Vorschläge treffen vielmehr eine große Anzahl Generalstab sich bemühte, Esterhazy zu schützen, daß der GeneralProfeffor der Antivolkswirthschaft, also beinahe so gut wie ein Umjägen, die thatsächlich geschügt und nicht beſtenert werden sollten, fchiedenen Enqueten und Untersuchungen, denen Esterhazy unterMann der Praxis; er ist national bis auf die Knochen", und geben ferner zu der Befürchtung Anlaß, daß die tener worfen worden war, vorher mit ihm bera brebet wurden. militaristisch und marinistisch in jeder gewünschten Intensität. auf bie angestellten abgewälzt werden könnte. Die verlangte, vor ein Striegsgericht gestellt zu werden; und all feine Auf Befehl des Generalstabes schrieb er jenen Brief, in dem er Steht er jetzt am Ziel? Er wäre bereit, jedes Ministerium Ilmia 3iffern, das entscheidende Merkmal hierbei, find an Antworten, die er vor den Richtern gab, waren ihm Wort an zu übernehmen, daß des Stultus vorzugsweise. Niemals hätte scheinend nicht genügend gewürdigt worden. Aus diesen Gründen Antworten, die er vor den Richtern gab, waren ihm Wort die Welt einen frömmeren Minister geschaut, und einen fönnen die gesammten Vereine, die den Berliner gewerblichen Wittel für 28ort vorgefchrieben. Alle diese Weisungen wurden frömmeren Menschen hat nur einer gefannt-- Molière. stand vertreten, sich durchaus nicht für eine Waarenbaussteuer, die auf den ihm durch den Oberstleutnant Path de Clam überbracht, von der Regierung ins Auge gefaßten Gesichtspunkten der N a um und der mit einem falschen Barte angethan war, und dem wiederum Personalverhältnisse in Verbindung mit einer Branchen- Esterhazy's Geliebte, die Madame Bays, als Mittelsperson diente. eintheilung beruht, begeistern und sie als geeignet ansehen, die Besonders interessant ist Esterhazy's Behauptung, daß während offenbaren Schäden zu beseitigen. Der Entwurf trifft durchaus des Bola- Prozesses die ganze Tattit der Generalstabspartei im Anfreizung zum Klaffenhaft betreibt das offizielle Organ nicht den Kern der Sache und entspricht auch nicht dem in der Kabinet des Bertheidigers Esterhazy's, Tézénas, geregelt wurde, und des Ministeriums des Innern, die„ Berliner Korrespondenz". Die Thronrebe zum Ausdruck gekommenen Gedanken der ausgleichenden daß Tézénas auch die Worte auffeste, welche General Boisdeffre vor den Geschworenen fprach. Stölnische Beitung" hatte in ihrer Polemik gegen die angefündigte Gerechtigkeit." Ueber den Ursprung des Bordereau's giebt er eine Kommunalgeseg Novelle, allerdings völlig unberechtigter Die Mittelstandspoltiker werden also nun, da die Geretteten ausweichende Antwort. Er sagt, zwei Kriegsgerichte hätten entWeise, die Ansicht ausgesprochen, durch die Novelle werde nicht nur selbst mit dem Rettungswerk unzufrieden sind, weitere Versuche schieben, daß das Bordereau nicht von ihm sei. Er tönne nichts bas Bentrum, sondern selbst die Sozialdemokratie bei den machen müssen. Gemeindewahlen große Erfolge erzielen fönnen. Dagegen ertheilt Der Menschenmarkt im Osten hat begonnen. In der„ Deutsch. hinzufügen; er bestreitet, erklärt zu haben, der Autor des Bordereau's zu sein. Die Berliner Korrespondenz" eine überaus charakteristische Antwort: Tagesztg." liest man folgendes Angebot: Esterhazy ist nach seinen Mittheilungen von den militärischen Was die von der Kölnischen Zeitung" befürchtete Stärkung der Sozialdemokratie als Folgewirkung der Reform anlangt, und Fabrik, stellt jederzeit, wie ſchon ſeit 10 000 Galizier, Arbeiter und Arbeiterinnen für Feld, Ser Gosialdemokratie als Folgewirkung der Reform anlangt, und Fabrik, stellt jederzeit, wie schon seit einigen Jahren genügend Borgejezten erst gedeckt, damn ant Tage, wo Oberst Henry sich umbringt, aufgegeben worden. Am zweiten Vernehmungsso scheinen die Informationen, welche die Grundlage zu bekannt( nicht unter 20 Leuten mit einem Aufseher) auf Monats. tage vor dem Kaffationshose wird Esterhazy mit seinen Mittheilungen folchen Behauptungen geboten haben, in der That durchaus un- lohn mit Deputat und Afford unter Garantie des Nicht zurückhaltender, leugnet aber, der Verfasser des Bordereaus zureichend gewesen zu sein. Der Zweck des Entwurfs ist eines fortlaufens bis zur beendeten Herbstarbeit, eventuell wird zu sein. Chincholle, der schwerhörig set, tönne nicht gehört haben, wegs die Etablirung der Herrschaft der besig- unentgeltlich Ersatz sofort geleistet. Auf Wunsch sende Ver- daß er die Autorschaft eingestanden habe, und auch die Auss losen Maffen in den Gemeindevertretungen der Monarchie. tragsformulare zur gefälligen Durchficht. Beste Zeugnisse zur fage des englischen Journalisten Mr. Strong, der Esterhazy ſich Wohin ein Wahlgesetz führt, bei dessen Geltung die Besiz- Seite. Adolf Lück, größtes reelles Arbeiter- Vermittelungsbureau, ebenfalls als Verfasser des Borderaus bekennen hörte, fei nicht Tosen zur errschaft über die Besigenden gelangen, Landsberg, Oberichlesien." schlüssig. dafür bieten die Gemeindevertretungen Frankreichs und ein Das Vermittlungsbureau des Herrn Lück scheint in der That ein In einer Zugabe zu den Eröffnungen des Chronicle" ergelner amerikanischerStädte so abschredende Bei großes, reclles Geschäft zu sein. Es versteigert feine Menschenleiber flärt Esterhazy die Technit des Brieffälschens im spiele, daß einer streng monarchischen Regierung die Beschreitung nach dem Grundjage des Meistgebotes, sondern es vermittelt franzöfifchen Generalstabe, speziell des Panizzardischen solcher Bahnen eigentlich nicht zugetraut werden sollte. Nicht nur Arbeitskräfte unter Garantie und nach einem festen Preis- Briefes, und behauptet, daß fast der ganze Generalstab wußte, daß die Erhöhung des Gewichts der besiglosen Massen bei fourant; und es verfügt über ein Waarenlager, wie es auf den der Brief gefälscht war. der Zusammensetzung der Gemeindevertretungen ist das Ziel des besuchtesten Sklavenmärkten Amerifa's nicht gesehen worden ist. Der sozialistische Abg. Fournière findigt eine Anfrage Entwurfs, sondern die verminderung dieses GeGegen das Saccharin. Die Regierung hat den Provinzials über Esterhazy's Geständnisse an. Gaulois" kann die Ent wichts durch Stärkung des Einflusses, welchen der Mittelstand behörden nahe gelegt, daß auch die Aufmunterung zum Verkaufe hüllungen nicht ohne Umstände todtschweigen, rechtfertigt aber die auf den Ausfall der Gemeindewahlen ausübt. Denn gerade in und Feithalten mittels Saccharins gefüßten Bieres sowie die ab Haltung des Generalstabs folgendermaßen: Der Generalstab verder Stärkung des Mittelstandes erblickt die Staatsregierung das sichtlich zu diesem Zwede bewirkte Saccharinlieferung an Gast- und theidigte das Heer von Frankreich. Esterhazy's Enthüllungen wirlsamite Gegengewicht gegen die Gefahr einer Herrschaft der Schantwirthe als Anstiftung oder Beihilfe zu einer Gesetzesübertretung beweijen, daß der Generalstab, um einen Soldaten, einen unschuldigen besiglosen Massen in den kommunalen Vertretungstörpern." angesehen werden könne. Es ist angeordnet, daß das GeschäftsOffizier zu retten, vor keiner Verantwortlichkeit zurüdbebt." Unverhohlener und roher konnte das offizielle Organ die Klaffen- gebahren der in Betracht kommenden Bierbrauer, fowie der zu ihren Picquart wird voraussichtlich von der Militärbehörde frei herrschaft der Besitzenden über die Befitlosen nicht befürworten. Abnehmern zählenden Schankwirthe, Gastwirthe und Bierhändler einer gegeben werden müssen und aus dem Cherchemidi- Gefängniß in die Als abschreckendes Beispiel" wird es hingestellt, wenn in Frankreich leberwachung zu unterstellen und gegebenen Falls strafgerichtliches Santé behufs bürgerlicher Untersuchungshaft überund Amerifa Gemeindevertretungen, in denen weniger oder mehr Einschreiten herbeizuführen ist. geführt werden. Jegt läßt er sich auch herbei, von der bürgerlichen Arbeitervertreter figen, die Besitzenden einigermaßen zu ben Lasten zur Förderung des Gesammtwohls herangezogen haben. Graudenz weiter angezogen. Die Danmenschrauben des Beugnißzwanges werden in Staatsanwaltschaft seine Freilassung zu verlangen. Als Aufgabe einer streng monarchischen Stegierung Im vorigen Jahre hatte die dortige Staatsanwaltschaft bekanntlich über einen Druderlehr- Die Forderung Italiens an China, ihm nach berühmten wird gepriesent, baß fie bas Gewicht der Befiklofen bei der Wer- ling von der„ Gazeta Grudziadzka", ber sein Zeugniß verweigerte, Muſtern einen af en nebst dem umliegenden Gebiet zu waltung der Gemeinden verringere und beſeitige, den Besitzenden aber die ausschließliche Herrschaft überlasse. Eine schlimmere Serab- Beuguißhaft verhängt. Nach sechs wöchiger Saft wurde der überlassen, stößt im Lande der Mitte auf Echwierigkeiten. Das würdigung der Monarchie und zugleich maßlosere Aufreizung der 15jährige Stnabe entlassen. Jegt ist das Zeugnißzwangs- Verfahren Thung- li- Yamen hat die Depesche, in welcher Italien die Neberwiederum gegen den Druckereifaktor und zwei Lehrlinge von laffung der San- mun- Bai verlangt, an den italienischen Gesandten Befizloſen gegen die Besitzenden, als hier durch das Regierungsorgan berselben Zeitung eingeleitet worden. Es handelt sich um den Ver- de Martino mit einem Schreiben einfach zurückgesandt. In dem geschehen, hat noch kein Feind der Monarchie und tein Sozialdemokrat fafier eines Artikels, burch den angeblich die Staatsanwaltschaft be- Schreiben wird erklärt, China sei nicht in der Lage, die Forderung Die 55 000 Mark, die für die Angehörigen der in dem Untersuchungsrichter nicht nennen wollten. leidigt ist, und dessen Namen jene drei Personen am 8. März vor zu gewähren. In Italien hofft man jedoch, daß die Forderung Italiens doch Dresden zu schweren Zuchthausstrafen verurtheilten neun Bauarbeiter in furzer Zeit gefannnelt worden sind, Dresden, 8. März.( Eig. Ber.) Eine Fleischnoth giebt erfüllt werde, da England die italienische Forderung begünstige. haben durch die Wucht der Bahl einen tieferen Eindrud auf die es nicht! So behauptet's wenigstens der hiesige Nath, und ihm Dagegen verlautet, daß Rußland China unterstütze. Die Depesche Zuchthausschwärmer gemacht, als die Kritik, die an dem Urtheil der Stadtverordneten heraus das Ansuchen an den Rath gestellt die Erwerbung einer Kohlenstation durch Italien für beide Länder von nach die Stadtverordneten. Vor einiger Zeit war aus den Kreisen Ausdrücken abgefaßt und enthielt keinerlei Drohung; fte hob hervor, daß des Gesandten de Martino war, wie man aus Nom meldet, in gemäßigten geübt worden ist. Die Berl. Neuesten Nachr." halten es für ein „ bedenkliches Symptom, baß eine Partei eine derartige Summme, bie worden, dieser folle die sächsische Regierung ersuchen, dahin zu Bortheil wäre. Die Rote bestimmte die Grenzen der verlangten fich aus einer vielleicht noch größeren Anzahl von Einzelbeiträgen wirken, daß von Reichs wegen Maßregeln getroffen würden, die eine Stonzession nicht, sondern forderte für den Fall einer bejahenden zusammensetzt, durch Verherrlichung von Aufruhr und Gewalt- reichlichere Versorgung der Städte mit Schweine Antwort ein Gebiet, das zur Sicherung der Vertheidigung der that, die zur Aufrechterhaltung der Arbeiterfolidarität" verübt fleisch, sowie ein Sinten des Preises dafür be- Station hinreichen würde. zwecken. In der letzten Sigung der Stadtverordneten wurde mun Man sieht, daß diese Stapitalistenhirne sich gar nicht mehr vor- die Sache endgiltig erledigt. Der Rath beantragte, von dem verschiffe demnächst in China erscheinen werden, um der Forderung stellen können, daß es cole Begeisterung und ideale Entrüstung langten Ersuchen abzusehen, und die Stadtverordneten fügten Nachdruck zu geben. Möglich, daß sich die Angelegenheit zu einer fich diesem Antrage fangs und langlos. Nicht uninteressant ist neuen Kontroverse zwischen Rußland und England aus die Begründung" der Stellung des Rathes. Da heißt es, Herr von Lucanne soll nun doch auch seinerseits Gesund daß die derzeitigen Vieh- und Fleischpreise teine„ außergewöhnlich wachsen wird. heitsrüdsichten" bekommen haben, von deren Vorhandensein bei hohen" find, weil fie im Jahre 1890 annähernd" gleichhoch geanderen Ministern er so oft den davon Betroffenen die erste Kunde wesen seien. Bei den jezigen Preisen könne von einer wirklichen Paris, 4. März. Einer Meldung der Liberté" zufolge haben brachte. Die Nachricht, daß Herr v. Lucamus sich bald aus dem Fleischnoth in den unbemittelten reifen gar sämmtliche in der Angelegenheit Déroulède- Habert als Zeugen Staatsdienste zurückzuziehen wünsche, wird erneut verbreitet. Als eine Rede sein. Uebrigens würden die Vieh- und Fleischpreise vorgeladenen Offiziere, ebenso wie General Roget, vor dem Unterfein muthmaßlicher Rachfolger wird der„ Tägl. Rundschau" von in den nächsten Monaten wieder zurückgehen, wird weiter prophetisch suchungsrichter Basques erflärt, fie hätten die Rufe:" Nach dem angeblich gut unterrichteter Seite der Regierungspräsident v. Moltke erklärt. Diese Schlußfolgerungen sollen angeblich das Ergebnis ein- Elysée", marichiren wir nach dem Elysée!" nicht gehört. Dérouléde in Oppeln genannt. gehender Erwägungen" fein. und Habert bleiben jedoch dabei, diefe Rufe ausgestoßen zu haben, Noch in einer anderen Sache ließ der Nath von Dresden seine offenbar in der Absicht, ihre Schuld zu erschweren, um vor den Boltsfreundlichkeit in schönstem Lichte glänzen. Drei Organisationen Staatsgerichtshof gestellt zu werden. hiesiger Handlungsgehilfen hatten vor einiger Zeit gleichlautende In der französischen Deputirtenkammer beantragte am Eingaben an den Rath gerichtet. Dieser wurde darin ersucht, Montag Allard, einen Kredit von 200 000 Frfs. für die HinterAls ein enthusiastischer Verehrer der unvergleichlichen Werke die Geschäftszeit der kaufmännischen Nahrungsmittel Geschäfte bliebenen der bei der Katastrophe in Toulon Getödteten zu Ihres Mannes erwarte ich mit Spannung Nachricht über sein Be- an Sonntagen auf Mittags 12 Uhr, höchstens 2 ihr zu beschränken. gewähren. Ministerpräsident Dupuy giebt seinem Mitgefühl an dem finden. Gott gebe, daß er Ihnen und Allen erhalten bleibe, die Auch hier votirte der Rath rundweg ablehnend, hatte aber Unglück Ausdruck und unterstützt den Antrag Allard's, welcher als ihm für die herzerhebende Art dankbar find, in der er die Thaten damit Bech. Der Nath begründete seinen Standpunkt damit, daß dann der Budgetkommission überwiesen wird. unserer großen gemeinsamen Race besungen hat." die Frage einheitlich für alle Nahrungsmittel- Geschäfte geregelt In Beantwortung einer Anfrage über den Zwischenfall in " vollbracht. worden sind, zusammenbringen konnte". giebt. Des Kaisers Lieblingsautor. Der Kaiser hat an die Gattin des erkrankten englischen, in Amerika lebenden Schriftstellers Rudyard Kipling ein Telegramm gerichtet, das in der Uebersetzung lautet: 21 " Nunmehr verlautet, daß fünf italienische KriegsFrankreich. 910 Frau Kipling hat durch Vermittlung des deutschen Botschafters werden müßte, daß aber die Fleischer und Produttenhändler sich Maskat erklärte der Minister des Auswärtigen Delcassé, das französisch« englische Uedereinlommen vom Jahre 18«g habe Frankreich gleichwie England daS Recht gegeben, ein Kohlendepot in Riaskat zu besitzen, auch habe Eng- land nicht Bedenken getragen, das Recht Frankreichs an- zuerkennen. Delcassö fügt hinzu, jetzt wo England mit Frank- reich wegen der Abgrenzungen ihrer beiderseitigen afrikanischen Be- sitzungen verhandele, sei nicht der Moment, wo dasselbe trachten könne, Frankreich in Maskat Schwierigkeiten zu bereiten, oder wo es die bedauerliche Initiative eines seiner Bevollmächtigten billigen werde. England habe vielmehr der französischen Regierung ihr Bedauern hierüber ausgedrückt. (Beifall.) England. Die Stimmung Englands Rußland gegenüber ist bekannt- Nch angesichts des neuesten gewaltthätigen Vorgehens Rußlands in China eine ziemlich gereizte. Die„Times* wenden sich gegen die unverantwortliche Mißachtung der gewöhnlichen Höflichkeit im internationalen Verkehr, welche das Vorgehen Rußlands in China offenbar bekunde, und zwar gerade in dem Augenblick, in dem der Kaiser von Rußland so großes Bestreben zeige, eine neue Aera deS Friedens und Wohlwollen? zivischen den Nationen herbeizuführen. Der von Rußland unter- nommene Schritt rufe ohne Grund Erbitterung hervor und müsse wesentlich die Schwierigkeit der diplomatischen Behandlung der vielen anderen dringenden Fragen erhöhen, die in Bezug auf die Zukunft deS chinesischen Reiches zu lösen seien.— Spanien. Madrid, 6. März. Romero Robledo hat Sagasta seine Hilfe angeboten, um gemeinsam mit ihm die Freiheiten zu vertheidigen, angesichts des UmstandeS, daß drei Reaktionäre im Ministerium seien. Der Ministerrath beschloß die Pensionen sämmtlicher früheren Minister zu streichen. Ministerpräsident Silvela erklärte Journalisten gegenüber, er wolle ein Beispiel von Sparsamkeit geben und fange hierbei von oben an. Valencia, ü. März. Die nach der Heimath entsandten Soldaten veranstalteten gestern wegen der Nothlage, in der sie sich befinden, eine Kundgebung. Nustland. Rnsstsche Preßfreiheit. Petersburg, ö. März. Wie der „RcgieningSbote" meldet, hat der Minister des Innern dem Blatte „Westnik Jewropy" eine zweite Verwarnung ertheilt, weil das Blatt die Rcgierungsmaßnahmen in Finland wiederholt abfällig besprochen habe.— Türkei. Konstantinopel, 6. März. In der Stadt D j e d d a brachen infolge der aus sanitären Gründen getroffenen Verfügung, daß Pilger die Stadt nicht betreten dürfen, Unruhen aus. Die Sanitäts- barocken vor dem Meklathore wurden zerstört, und es kamen Plünde- rungen vor. Der Sultan hat an die Behörden den Befehl gegeben, die zur Wiederherstellung der Ruhe und zur Durchführung der sanitären Maßregeln erforderlichen Anordnungen zu treffen. Man bezweifelt jedoch, daß die Behörden im Stande sein werden, die Befehle durchzuführen.—_ Der Schutz der Arbeitswilligen. Unter diesem Titel veröffentlicht ein Jurist, Hugo Heinemann, in der„Nation* einen Aufsatz, worin er den gegenwartigen Rechts- zustand hinsichtlich der Ausübung des Koalitionsrechtes einer treffenden Kritik unterzieht. Durch Vergleichung des z 153 der Gewerbe» Ordnung mit den Grundsätzen deS All- zemeintn EtrafrechtS führt er den Beweis, daß schon der «biekttv» Inhalt diese« Paragraphen einAusnahmerecht Zuungunsten der Arbeiter darstellt, daß aber die Recht- ,'prechung durch eine dem Nichtjuristen geradezu unfaßbare er- weiternde Auslegung der Vorschriften daS gesetzlich garantirte Streik- recht der Arbeiter thatsächlich aufgehoben hat. DaS allgemeine Strafrecht bestraft nur die Drohung mit einem verbrechen ober Vergehen und läßt dafür auch Geldstrafe zu; der ß 153 der Reichs- Gewerbe- Ordnung aber stellt schon die bloße Drohung unter Strafe, selbst die Bedrohung mit der legalsten Handlung. auf die der Drohende einen rechtlich erzwingbaren Anspruch hat und verhängt dafür unter allen Umständen Gefängnißstrafe. Und was wirb von den Richtern alles als Drohung angesehen I Der Ver- faffer bringt dafür drastische Beispiele, die zwar zum Theil bekannt sind, aber noch nirgends eine so scharfe Beleuchtung erfahren haben. Hier eine? davon: In einer Werkstatt-Versammlung wird berathen, ob man streiken wolle. Zwei Arbeiter erklären sich dagegen und verlasien den Saal. Ein Streikender ruft ihnen nach: „Seht Such die Kollegen an I' Da» wird als Drohung angesehen und mit einem Monat Gefängniß bestraft.„Das Straf- recht tritt hier, wie es ein hervorragender StraftechtSlehrer jüngst ausgedrückt hat, lediglich noch al« Machtgebot auf und beraubt sich damit des stärksten Rückhalts, den ihm das Rechtsbewußtsein im Volke bietet." Sin vielleicht weniger bekanntes, aber noch viel schlimmeres Beispiel der erweiternden Rechtsprechung knüpft an an die Sin- gangSworte bei Paragraphen„wer andere" zu zwingen versucht, sich einer Koalition anzuschließen. Die Bestimmung hat doch nur dann einen vernünftigen Sinn, wenn sie bezogen wird auf den Zwang, der auf die im gleichen Lager Stehenden an- gewendet wird: von Arbeitern auf Arbeiter und von Unternehmern auf Unternehmer. Der Arbeiter hat doch kein Jntereffe daran, den Unternehmer zur Theilnahme an einer Koalition zu zwingen, er hat nur ein Interesse daran, den Unternehmer zur Bewilligung von Forderungen oder Einhaltung verabredeter Bedingungen zu zwingen. Wohl aber hat er ein Interesse daran, seine Mitarbeiter zur Theilnahme an einer Koalition zu veranlassen. Damit dies nicht in einer die in- divibuelle Freiheit beeinträchtigenden Weife geschieht, deshalb die Strafbestimmung. Das begreift man und das widerspricht nicht dem allgemeinen Rechtsbewutztscin. Das Landgericht in Celle hat es aber' fertig gebracht, mit Hilfe dieser Bestimmung einen Arbeiter zu bestrafen,'der als Beauftragter seiner Kollegen einen Unternehmer zu zwingen suchte, sich mit den Lohnforderungen der Streikenden unterschristlich einverstanden zu erklären und es hat dafür die Zustimmung deS Reichsgerichts erlangt. Das begreift man, vom Rechtsstandpunkte aus, nicht! Der Artikel macht dann auf die Anwendung de« ErpreffungS- Paragraphen auf Arbeiter aufmerksam, die Lohnforderungen an Unter- nehmer stellten und zeigt, daß damit die Erstrebung besserer Arbeits- bedlnglingen bei Arbeitern zur Erstrebung eines rechtswidrigen Vermögensvortheiles und zu einer ehrlosen Handlung ge- stempelt wird. „Solche llrtheile stellen sich in einen scharfen Gegensatz zu den Rechts-Anschauungen des Volkes. Und dieser Gegensatz wird dadurch noch gesteigert, daß, während man heute jeden Tag von solchen»nid ähnlichen furchtbaren Strafen gegen die Arbeiter lesen kann, auch nicht ein Fall bekannt geworden ist, in dem die Staatsanwaltschaft gegen einen Unteniehmer wegen zwangs- weiser Verhinderung seiner Arbeiter an der Ausübung ihres Koali- tionsrechtcs eingeschritten ist, obwohl doch der Erprcssungs-Paragraph in seiner soeben dargelegten Auslegung dazu vollkommen die Hand- habe bietet." Vier Streikende treffen mit einem Arbeitswilligen zusammen und fragen ihn. ob er bei X arbeite. Auf seine bejahende Antwort sagte einer, jetzt bist Du noch gesund und hast gesnude Knochen.„Der Sinn der Worte", so heißt eS im Urthcil,„konnte nicht; aufgeklärt werden". ES konnte auch nicht festgestellt werden, welcher der Vier die Aeußerung gethan; der„Bedrohte" erkannte nur einen der vier Leute wieder und dieser eine wurde bestraft. Wurde bestraft, obwohl nicht festgestellt werden konnte, ob er die unverständliche Aeußerung gethan!„Damit haben wir glücklich die Verdachts strafen des Mittelalters in aller Form wieder hergestellt." In einer Versammlung wird mitgetheilt, daß in einer bestimmten Fabrik ein Streik ausgebrochen sei. Zugleich werden die Namen von sechs Leuten bekannt gemacht, die ei» Jahr zuvor während eines Streiks weiter gearbeitet hatten. Dafür wird eine Woche Gefängniß ausgeworfen, weil der Zweck dieser Namensnennung nur sein könnte, anderen zukünftigen Arbeitswilligen das gleiche Schicksal der Namensnennung anzudrohen. „Vergeblich ftagt man sich angesichts solcher llrtheile, woran der Graf von Posadowskh für die Zukunft denn auch nur gedacht haben kann, wenn er in seinem viel besprochenen Erlasse die nach den Er- fahrungen der letzten Monate fast naiv klingende Frage stellt:„Sind weitere gesetzliche Maßnahmen in Aussicht zu nehmen, um bei grund- sätzlicher Aufrechterhalwng der Koalitionsfreiheit der Anwendung un- erlaubter Mittel zur Durchführung der Kämpfe um Lohn- und Arbeitsbedingungen entgegenzutreten 2 Welche Vorschläge können in dieser Beziehung gemacht werden?"" Da giebt es eben logischerweise nur noch Androhung der Zuchthausstrafe fürs Streiken überhaupt, und die „grundsätzliche Aufrechterhalwng der Koalitionsfreiheit" wird zu einer papiernen Phrase._ Pavfei-Msrhvichken« Die Parteileitung des 12. und 13. sächsischen Reichstags- Wahlkreises, Leipzig Stadt und Land, macht folgendes bekannt: Frau Lina Vogel, früher in Gera und Netzschkau, jetzt in Leipzig, haben wir nach Gehör eines Schiedsgerichtes und deffen einstimmigem Beschlüsse auf Grund des§ 2 des Organisationsstatuts der sozialdemokratischen Partei Deutschlands aus der sozial- demokratischen Partei ausgeschlossen. Der„Süddeutsche Postillon" giebt eine sehr gut aus- gestattete Märznummer heraus, die soeben erschienen ist. Das Titelblatt zeigt einen erschossenen Freiheitskämpser, und über ihm steigt der Genius der Freiheit empor, den Gedanken verkörpernd, daß, soviel auch Freiheitskämpfer fallen, der Freiheitsgedanke nicht getödtet werden kann; er steigt immer wieder siegreich aus dem Blute der Gefallenen empor. Den Märzgefallenen ist ein leben- athmendes feuriges Gedicht gewidmet. Auch mit dem Dresdener Zuchthaus-Urtheil beschäftigt sich die Nummer. Sie dürste reichen Absatz finden. Zum Internationalen Arbeiterkongreß in Pari« Im Jahre 1900. Die„Petite Republique" veröffentlicht den Wort- laut einer Zirkularnote, welche das sozialistische Komitee den ver- schiedenen sozialistischen Arbeitervereinen der ganzen Welt zugesandt hat, um sie zu einer vorläufigen Versamnilung, welche zwischen dem 20. und 30. Mai d. Js. in Brüssel stattfinden soll, zusammen- zuberufen. In dieser Versammlung soll dann die Organisatton deS großen sozialistischen Kongresses von 1900 berathen und ins Werk gesetzt werden. Neues Partciblatt. llnter dem Titel„Die Wahrheit" erschien in P r e ß b u r g am 4. März die Nummer 1 eines in deutscher Sprache gedruckten neuen Parteiblattes ftir Westungarn. DaS zu- nächst wöchentlich einmal erscheinende Blatt ist in einer Auflage von 5000 zur Agitation verbreitet worden. Wir wünschen dem neuen Mitstreiter besten Erfolg. Der Kongreß der nngarländischen Gozialdemolratie findet am 2. und 3. April in Budapest statt. Die Tagesordnung ist folgende: 1. Bericht der Parteileitung. 2. Organisation und Presse. 3. Allgemeines, gleiches direktes Wahlrecht. 4. Arbeitcrschutzgesctze. 5. Wahl' der Parteileitung. 6. Die politische und wirthschaftliche Unabhängigkeit Ungarns.'6. Die Bewegungsfreiheit der Arbeiter m Ungarn. Anschließend an diesen Kongreß wird der Kongreß der ungar- ländischen Fcldarbeitcr und Kleinbauern am 4. und 5. April mit folgender Tagesordnung abgehalten: 1. Berichte. 2. Organisatton und Presse. 3. Abschaffung des Gesetzartikels II vom Jahre 1898 (Feldarbeiter- Gesetz). 4. Die Forderungen der organisirten Feld- arbeiter. 6. Die Fcldarbeiter und die Sozialdemokratie: a) Das allgemeine gleiche und direkte Wahlrecht, b) Arbeiterschntz- Gesetze. 6. Reorgani'ation und Wahl des Elfcr-Komitces. Todtcnliste der Partei. Ein langjähriger Parteigenoffe, der Schuhmacher Johann Rümmer in Köln, ist in der Nacht zum Freitag einem längeren Leiden erlegen. Der Verstorbene war ein eifriges Mitglied des Sozialdemokratischen Vereins, konnte sich aber in der letzten Zeit, seines leidenden ZuftandcS ivegen, nicht so, wie er es gerne gethan hätte, an der Agitation betheiligcn. Berichtigung. Genosse Dr. Landmann in Barmen theilt uns ans Anlaß der in Nummer 54 gebrachten Besprechung seiner Broschüre„Die Lösung der Kassenarzlfrage" mit, daß-die darin ge- inachte Angabe, er sei Inhaber und Leiter eines Medizinischen Waarenhanscs für Krankenkassen, auf freier Erfindung beruht. Auf den nach seiner Ansicht auch im klebrigen nicht objektiven Inhalt der Rezension einzugehen verzichtet derselbe mit der Erklärung, daß er bereit sei, Interessenten seine Broschüre kostenfrei zu übersenden, um jedem dadurch ein selbständiges Ilrtheil über seine Bestrebungen zu ermöglichen. Polikeiliche«, Gerichkliches u. s. w. — Gegen mehrere sozialdemokratische Vertrauensleute, so läßt sich die„Deutsche Tages-Zeitung" aus Plauen i. V. melden, die zum Zweck der Protcstbcgründung gegen die Wahl des Konservativen Zeidler im 23. sächsischen Reichstags-Wahlkrcise falsche Beschuldigungen erhoben haben, soll jetzt amtlich eingeschritten werden. Die Wahl Zeidler�s wurde im Reichstage bekanntlich für gilttg erklärt, doch zugleich beschlossen, den Kommissionsbericht durch den Reichskanzler der sächsischen Regierung zur Kenntnißnahme und weiteren Veranlassung zu übermitteln. Zum Schädelbruch des Herrn Klemm wird uns von ärztlicher Seite geschrieben: Aus dem Ausschluß der Oeffcntlichkcit im Löbtaner Prozeß er- klärt es sich, daß über den gemachten ärztlichen Befund bei dem ver- wundeten Klemm nichts Genaueres verlautet. Die einzige Quelle, welche sich aber nicht als lauter erwiesen hat, ist der Bericht des Dresdener offiziösen Blattes. Aber auch dieser läßt bereits Schluß- folgerungcii zu, welche(für die Beurtheilung der Affäre und' des Rechtsspruches nicht unwichtig sind. Der Bericht schildert den Befund folgendermaßen:„Klemm hat in Folge der Mißhandlungen starke Schwellungen und Blutergüsse um und in daS Auge, ausgedehnte Haut- und Muskelverletzungen über den ganzen Körper und einen Bruch der Schädeldecke davongetragen. Er hat mehrere Tage Blut gespuckt."— Vergegenwärtigen wir uns einmal die Szene, welche sich abspielte, als K. nach der Mißhandlung das Haus erreicht hatte. Seine Angehörigen werden vor Schreck und Angst köpf- und sprachlos gewesen sein. Es stürzt jemand zum Arzt, womöglich mit den Worten: Schnell kommen, Herr Klemm ist von den Sozialdemokraten gemordet iporden. Der Arzt tritt echanffirt ein, wird von einer ganzen Salve von Wchrufen empfangen, fragt nach dem Hergange. Es wird ihm eine Mittheilnng gemacht, in der das Wort„Mordbuben" vielleicht noch als glimpflichste Bezeichnung vorkommt. Klemm gilt ihm als mischuldig Ueberfallener, und die Niedertracht der Missethäter ist in aller Augen grenzenlos. Das ist alles rein menschlich und natürlich. Und nun beginnt— die ärztliche, wissenschaftliche Untersuchung. Dabei kdnn aber der Arzt nimmer der objekttve Urtheiler sein, sondern ist, besonders, wenn er schon lange als Hausarzt der Familie beigestanden, ein Mitinteressirter am Geschick der Familie; die Ab- scheu vor der That prävalirt zunächst, verbunden mit dem Streben, den Verwundeten, soweit an ihm liegt, zu rächen. Einige Aus- spräche tteffter Empörung mögen diesen Seelenzustand auch der Um- gebung verrathen und derselben schon den Trost gewährt haben, an dem Arzt nicht blos den Befreier des Kranken von seinen körper- lichen Leiden, sondern auch einen Mithelfer bei ihrem weiteren Streite gefunden zu haben. Ein Attest wird mitten in der ersten Erregung angefertigt, um der Nemesis möglichst die Wege zu bahnen. Ohne nun die Person jenes Arztes irgendwelcher»nehrenhafter Handlungen bezichtigen zu wollen, kann man es doch al« psychologisch nothwendig hinstellen, daß in einem solchen Falle das Attest nicht gerade als ein Muster von Objektivität ausfallen wird. Ich kann hier als Arzt ein Beispiel anführen, welche« typisch ist, für viele solche Fälle. Zu mir kam daß Dienstmädchen einer begüterten Familie und erzählte mir, daß sie krank sei, daß aber, nachdem die Hausfrau, eine Frau Majorin, dem Hausarzt die erläuternden Mittheilungen über ihr gegenseittges Vcrhältniß gemacht und ihre Krankheit als Faulheit bezeichnet hatte, ver Arzt sie für eine Simulantin und für arbeits- fähig erklärt hätte, weswegen sie sofort den Dienst verlassen habe. Sie forderte von mir eine Untersuchung ihres Halses und wenige Minuten später hatte ich einen großen Eiterherd im Rachen geöffnet. Hier liegt ein durch die Umstände suggerirter Jrrthum des Haus- arztes vor, denn es ist nicht anzunehmen, daß er einen Zustand, wie den geschilderten, aus Bösartigkeit, Liebedienerei oder ähnlichen Gründen als belanglos wider besseres Wissen hingestellt hätte, ohne fürchten zu müssen, durch eintretende Erstickungsgesahr des Mädchens Lügen gestraft zu werden. Der Klemmffche Befund bezeugt als wahrscheinlich schwerste Ver« lctzung einen Bruch der Schädeldecke. Ein solcher macht jedoch in den meisten Fällen schwere Hirnerscheinungen, die sich als Gehirnerschütterung oder auch als Gehirndruck infolge inneren Blut- ergusses manifestiren. Diese Begleiterscheinungen scheinen hier sehr geringfügig gewesen zu sein, da der Patient(nach dem Dresdener Bericht) nach den gegen seinen Kopf mit einer Flasche und Balken- stücken geführten Schlagen sich von selb st weiterschleppte und später von Pollack gestützt nach dem Eingange geführt wurde, also gerade nach den Schädel- Verletzungen bei Bewußtsein gewesen ist. Es ist ferner anzunehmen, daß der Schädelbruch kein„komplizirter", sondern ein„einfacher" gewesen ist, d. h. ohne Verletzung der Kopf- haut an derselben Stelle, denn ein komplizirter Schädelbruch heilt nicht so schnell, daß der Patient in kürzester Zeit das Krankenbett verlassen könnte, da er meist nicht aseptisch ist und eine Gehirnhautentzündung nur selten durch glückliche Zufälle vermieden wird. Ist aber der Schädelbruch ein„einfacher", so baß er nicht in der Tiefe einer Kopfwunde durch das ärztliche Auge oder die Sonde direft nach- gewiesen werden kann, sondern sogar durch eine Blutbeule in der Kopfhaut verdeckt, so ist seine Diagnose sehr schwer, denn erstens ist es Pflicht des Arztes, jeden stärkeren Druck Mit dem tastenden Finger zu unterlassen, um das Gehirn nicht durch ein lose gewordenes Knochenstück zu verletzen' und zweitens täuscht ein bloßer Bluterguß unter der Kopfschwarte oft ein Loch vor. Im Lehrbuch der Chirurgie von Hüter heißt es wörtlich:„Diese Blutergüsse sind oft so circumscript(scharf begrenzt), daß man, wenn der Finger bei der Betastung überall in einer scharfen Linie von der harten Konsistenz des Schädeldaches zu der weichen des Blutergusses vordringt, die Ueberzeugung gewinnt, es müsse ein Loch im Schädel vor-. liegen. Nach Resorption(Aufsaugung) des Blutergusses stellt sich dann der Mangel jeder Formveränderung heraus und die Irrigkeit der Vorstellung, welche man bei der ersten Palpation(Abtastung) gewonnen hatte." Und ähnlich fast in allen Lehrbüchern. Alle diese Umstände lassen mit Recht vermuthen, daß auch hier der Arzt in der Hast und Aufregung diesen Jrrthum begangen und eine einfache Blutbeule für einen Schädelbruch angesehen haben könnte. Denn wie ist es erklärlich, daß, was der„Vorwärts" jüngst be« richtete, ohne daß bisher irgend eine Gegenerklärung geschah, Klemm ein paar Tage später b ereits seinen Ar- beitern vom Balkon herab wieder Anweisungen gegeben hat. Ja, könnte man einwenden, der Arzt würde aber in der Gerichtsverhandlung seinen Jrrthum doch angegeben haben. Doch das ist nicht nothwendig, da der Arzt von diesem Jrrthum noch heute befangen sein könnte. In dem Vorhergehenden ist viel hypothetisch(angenommen), da« gebe ich zu. Aber wenn sich bezüglich der schwersten Verletzung des Klemm ein diagnostischer Jrrthum des Arztes bestätigte. so bleiben als Verletzungen des Klemm nur noch zahlreiche Blutbeülen übrig, wie sie z. B. bereits entstehen, wenn ein Lehrer mit einem Nohrstock kräftig den Schüler verprügelt, und dann würde kein Geschtvo rener die Frage des versuchten Todt- schlages bejaht und kein Richter an die Verfügung einer derartigen Strafe gedacht haben können. Denn während bei einem Schädelbruch noch vom ärztlichen Sachverständigen die Schä d elv erletzung als eine das Leben bedrohende bezeichnet werden würde, müßte dsie Frage beim bloßen Bestehen von Blutbeulen und Fehlen jeder inneren Verletzung auf das Entschieden st e verneint werden. Ganz ähnlich wie mit dem Schädelbruch, steht es mit dem Bluterguß im Innern des AugeS. Bekanntlich hatte der Kaiser auf einer seiner Nordlandsreisen einen solchen erlitten, und lauteten die Bulletins in einigen Tagen sehr befriedigend. Was heißt denn übrigens„Bluterguß in das Auge"? Da giebt eS auch noch Anffaffungen, die wesentlich verschiedenen Dingen entsprechen. War die weiße, äußere Haut des Augapfels blutunterlaufen, oder befand sich im I n n e r n des A u g a p f e l s ergossenes Blut? Ersteres wäre eine Lappalie, letzteres könnte schon eher einmal eine Gefahr für daS Auge mit sich bringe», ruft aber meist auch nur vorüber- gehende Sehstönmgen hervor. Der Befund einer Verletzung im Innern des Augapfels läßt sich fast stets nur durch Anwendung deS Augenspiegels sichern. Es>väre sehr interessant, ob die Feststellung auf diesem Wege erfolgt ist, oder mir eine Bermuthung deS Arztes vorliegt. Weiter wird„Blutspucken" während mehrerer Tage angegeben. Dieses Syniptom kann wiederum von sehr geringfügigen ver- lctzungen herrühren, aber auch Zeichen eines schweren ZustandeS sein. Blutfpeien tritt auf bei Verletzungen der Mund- und Rachen- fchleimhaut, deS Rachens, Schlundes und bei Verletzungen und Krankheiten des Magens, der Luftwege. Welchen Grund eS bei Klemni hatte, verschweigt der Bericht. Da aber Magen- oder Lungen- blutung sicher als solche in— diesem— Vencht auch Erwähnung gefunden hätte, so ist anzunehinen, daß die Quelle der Blutung in den einer Verletzung zugänglichsten Theilen— Mund-, Nasen-, Rachenhöhle— zu suchen ist. Nun— ein bischen Nasenbluten dürfte auch nicht den Ausschlag gegeben haben, die Verletzung des Klemm als lebensgefährlich darzustellen. Wunderbar ist, daß bei den vom Dresdener Bericht aufgezählten Gewaltakten, wie Fußtritten in das Gesicht zc. außer obigen Befunden, nur Blutbeulen in Haut und Muskeln sich ergaben. Nicht ein paar herausgebrochene Zähne, ein zer- brochcnes Nasenbein oder dergleichen. Das gestattet einen Rückschluß darauf, daßdieeintvirkendenGewalten unterhalb einer gewissenStärkestanden, also sehr überschätzt worden sind. Wahrscheinlich gemacht wird die Geringfügigkeit der augelvandten Kraft schon durch den Zustand der Angeklagten bei der That, denn, da bei dem Hebeschmaus, von dem sie kamen(f. Bericht), 35—40 Mann ca. 150 Liter Münchener und Lagerbier getrunken haben, kommt auf jeden ca. 4 Liter, ein Quantum, welches, wie jeder Arzt mir zugeben wird, von einem Arbeiter— diese vertragen viel weniger Alkoholica, als andere Stände— nicht getrunken werden kann, ohne ihn stark schwankend zu machen. Letzteres hätte aber zur Folge, daß er außer stände wäre, wirklich kraftvolle Gewaltafte auszuführen. Noch jetzt gäbe es bei gutem Wollen der Betheiligten eine Entscheiduug, die, wenn auch nicht absolut sicher, so doch leidlich den Thatbestand klarlegen könnte. Das wäre die jetzt noch vorzu- nehmende körperliche Untersuchung des Klemm. So gut wie Harm- lose Anarchisten sich diese letzthin gefallen lassen mußten, würde auch Herr Klemm sie gestatten können. In diesem Falle würde sich, wenn ein Schädelbruch bestanden hat, wahrscheinlich noch jetzt eine Knochen narbe oder Knochenlücke nach- weisen lassen oder der Knochen mit der Kopfschwarte, diesonst aufjenem beweglich ist, an der früheren B r u ch st e l l e narbig verwachs en sein. Herr Benzmann hat, wie aus der letzten Reichstags-| Reise- Unterstüßung, Bermittelung des Arbeitsnachweises und Uebers Verhandlung hervorgeht, zu Herrn Heine gesagt: Wenn man ver- weifung der sich auf der Reise befindlichen Arbeiter in die Herbergen suchten Todischlag annimmt, wären die 10 Jahre Zuchthaus nicht so nur für die Gewerkschaften, welche den Auftrag dazu ertheilen. befremdlich, wie die hohe Gefängnißstrafe bei dem nur wegen LandIn der Maschinenfabrik und Eisengießerei von Frig friedensbruchs Verurtheilten. Müller in& ßlingen haben 21 Mann die Arbeit niedergelegt. Ausland. muthung? 3. Welche Ursache hatte das Blutspeien? 4. Läßt der Dresdener Bericht noch innere Verlegungen des Klemm unerwähnt, und sind diese sicher festgestellt worden oder beruhen sie auf bloßer Vermuthung? er quittirte die erstere gleich Da man dem AnEin außerordentliches Schwindlertalent entwvident der ur beiter Paul Pat, welcher gestern wegen Betruges im Rückfalle und wiederholter Irkundenfälschung vor der siebenten Straffammer des Landgerichts I stand. Bag liebt es, fich in Schantwirthschaften als Kriminalbeamter auszugeben, der erst kürzlich in das betreffende Wäre also die Frage nach versuchtem Todtschlag, deren EntRevier versezt worden ist. Kommt er in eine Kneipe mit Damenscheidung doch von der Aussage der ärztlichen Sachverständigen in erster bedienung und sieht, daß dort eine Kellnerin bei einem Gaste Plak Linie abhängt, verneint worden, so hätte das Urtheil bei weitem Die österreichischen Staatsbahnen haben, ganz nach dem be: genommen hat, so sagt er in wohlwollendem Tone: Bleiben Sie milder ausfallen müssen, denn 53 Jahre 8uchthaus ist rühmten Muster der Privatunternehmer, schwarze Listen gegen nur sigen, ich bin nicht so strenge, meine Beamtenthätigkeit liegt Bei einem späteren Besuche die Verlegung des Herrn Klemm wirklich nicht werth. einige mißliebige Arbeiter in Umlauf gefeßt. Die Wiener Arbeiter auf einem anderen Gebiete." Es wäre schön, wenn wenigstens durch Ausschluß jedes Jrrthums Beitung" veröffentlicht ein Zirkular der Direttion Olmüy, in hat er dann stets sein Portemonnaie vergessen, worauf der Wirth in obiger Beziehung die in wenigen Tagen geschehene Heilung eines welchem zwei Arbeiter benannt werden, die wegen fozialistischer gern bereit ist, dem„ wohlwollenden Beamten" mit dem erbetenen echten Schädelbruches einmal der staunenden Mitwelt verkündet Agitation entlaffen sind. Der 8wed des Rundschreibens ist flar, es fleinen Darlehn auszuhelfen. Derartige Betrugsfälle lagen jegt werden könnte. bedeutet für die Arbeiter die Kennzeichnung auf einer schwarzen zwei gegen ihn vor, während die übrigen auf einem anderen GeJedenfalls stellt sich zur weiteren Beruhigung des öffentlichen Liste und damit schließt sich die Eisenbahn- Direktion einer Kampfes biete" lagen. Bazz hielt sich mit Vorliebe auf den Treppen auf, die Gewissens die Nothwendigkeit heraus, wenn nicht den ganzen Prozeß weise an, die nur vom Standpunkte eines bornirten Kapitalisten ber zum Bureau eines Rechtsanwalts führten. Er fahndete hier auf gang, so doch den von den Aerzten festgestellten Thatbestand authentisch treten werden kann. Laufburschen, welche er aushorchte, zu welchem 8wede fie das zu veröffentlichen, damit folgende sehr wichtige Fragen ihre Beant Bureau besuchen wollten. Erfuhr er, daß der Gefragte Die Urabstimmung der englischen Stuckateur- Gewerkschaft eine Rechnung bezahlen wollte, so erklärte er, daß wortung finden. 1. Beruht der Schädelbruch des Klemm auf sicher festgestellten der Antwort des Vorstandes der Gewerkschaft auf die Beschwerde nebst Geld aushändigen und hat eine große Mehrheit für die Politik ergeben, wie sie in felbst der Inhaber des Bureaus fei, ließ sich Rechnung Symptomen oder auf bloßer Vermuthung? 2. Beruht die Feststellung eines Blutergusses im Auge, voraus- fchrift des Unternehmerbundes dargelegt wurde. In seinem Schreiben gesezt, daß es nicht blos ein solcher in die weiße Haut des Aug- an diesen deutet der Sekretär der Gewerkschaft indeß an, daß diese auf der Treppe mit dem Bemerken, daß er gerade im Begriffe sei, einen Geschäftsgang zu unternehmen. In vier Fällen glüdte dem apfels war, sondern in das Innere des Augapfels selbst, auf Unter- nach wie vor zu Verhandlungen mit den Unternehmern bereit ist. Angeflagten dieser Betrug; es fielen ihm dabei bisweilen recht ersuchung mit dem Augenspiegel oder auf bloßer Ber- In den nächsten Tagen wird die Entscheidung fallen, ob diese die Im Termin entschuldigte er sich hebliche Beträge in die Hände. angekündigte Arbeitssperre ins Werk sehen werden oder nicht damit, daß er mit 80 Pf. aus dem Gefängniß entlassen worden sei, Da nur eine Minderheit der Unternehmer im Verband ist, würde die da habe er wieder rüdfällig werden müssen. Sperre auch nur eine Minderheit der Arbeiter treffen und an eine feine Bemühungen, Arbeit zu erhalten, seien vergeblich gewesen, und baldige Beendigung des Konflikts ganz und gar nicht zu denken sein. geklagten außerdem ansah, daß er im hohen Grade bruftleidend war, Die vierte Jahreskonferenz des Bundes der organisirten fo beantragte der Staatsanwalt, ihn noch einmal vor dem Zuchthaus Staatsarbeiter( Post-, Arsenal-, Proviant: 2c. Werkstätten- Arbeiter) zu bewahren und ihn zu einer Gefängnißstrafe von zwei Jahren fand am 15. Februar in London statt. Der Vorsitzende konnte in fechs Monaten und fünfjährigen Ehrverlust zu verurtheilen. Der feinem Berichte verschiedene Erfolge des Bundes in Abstellung von Gerichtshof erkannte diesem Antrage gemäß. Uebelständen im Regierungsdepartements fonstatiren. Von den ge Der Kampf der Aerzte gegen die Unfallstationen ist noch faßten Beschlüssen drehten sich die meisten um Wahrung des Koalitions- immer ein erbitterter und wird vielfach vor dem Richter ausrechts der vom Staat beschäftigten Arbeiter und Sicherung von gefochten. Gestern hatte sich die 8. Straffammer des Landgerichts I Gewerkschafts- bezw. Mindestlöhnen. Dem Arbeiter- Abgeordneten wieder mit einer Brivatflage des Direktors May Shlesinger Sam. Woods wurde der Dank der Konferenz für seine Bemühungen gegen den verantwortlichen Redakteur der Berliner Aerzteum die Sicherung des Mindestlohnes von 24 Schillingen die Woche Korrespondenz", Herrn Dr. Heinrich Joachim, zu beschäftigen. für Staatsarbeiter ausgesprochen, aber hinzugefügt, daß nach UeberDie übergroßen Mißstände, die in dem Barbiers und Friseur zeugung der Konferenz bei beutigen Preisen ein Wochenlohn von Die genannte Korrespondenz hatte einen von Herrn Dr. Hüls ver gewerbe herrschen, veranlassen uns, die Unterstützung der Arbeiter 30 Schillingen das Mindeste sei, was ein Arbeiter für das häusliche Schlesinger'schen Monatsberichten" gesprochen wurde. Das SchöffenNachdem das Gesetz über die Sonntagsruhe in Kraft getreten schlossen, den Vertreter des Fawcett- Bundes( Organisation der Post urtheilt. Gegen dieses Urtheil war Berufung eingelegt worden. Der Leben mit seiner Familie brauche. Schließlich ward einstimmig begericht hatte den Angeklagten deswegen zu 50 M. Geldstrafe verwar, wurde unser Gewerbe mit Hilfe der Innungsweisheit von angestellten), W. B. Cheesman, bei der nächsten Parlamentswahl in einen einer Sonntagsruhe beglückt, die wohl dem Arbeitnehmer von 2 Uhr Wahlkreis bei London( Epping) als Kandidat aufzustellen, damit er im Angeklagte trat gestern einen Wahrheitsbeweis an, gegen den Herr ab völlige Ruhe zusichert, dagegen dem Arbeitgeber gestattet, ruhig Barlament die Intereffen der Staatsarbeiter wahrnehme. Die Kan- Dir. Schlesinger nichts einzuwenden hatte, da er die Ueberzeugung aus weiter zu arbeiten, also auch noch Sonntags Nachmittags Sklave bidatur soll von den bürgerlichen Barteien unabhängig sein, indeß ſprach, daß durch einen derartigen Beweis die völlige Haltlosigkeit der gegen die Richtigkeit der Monatsberichte vorgebrachten Be feines Berufs zu bleiben. Nun trat die Frage an uns heran, haben die Liberalen des betreffenden Kreises sich bereit erklärt, die Hauptungen erwiesen werden würde. Der Gerichtshof beschloß Beweis was macht der krante Kollege und die arme Wittwe, die auf Kandidatur Cheesman zu unterstützen. Grund dieser Sonntagsruhe um 2 Uhr ihr Geschäft schließen mur über folgende Behauptungen des Angeklagten zu erheben: 1. Daß Hr. Dir. Schlesinger den auf der Unfallstation der Gewerbeausstellung thätig gewesenen Aerzten an's Herz gelegt habe, dafür zu sorgen, daß die Zahlen der dort zu registrirenden Fälle nicht hinter den Zahlen der Sanitätswachen zurückbleiben; 2. daß in der Unfallstation in der Kronenstraße ein Dienstmädchen über 100 Mal erschienen sei und jeder dieser Besuche als ein besonderer Fall aufgeführt worden sei. Als Zeugen für diese Thatsachen, die der Brivatfläger entschieden bestreitet, soll Herr Dr. Mugdan vorgeladen Zum Schluß bemerke ich noch nebenbei, daß ich bei meiner Information über den Dresdner Bericht fand, daß viele Beitungen, u. a. die Vossische" echt liberal- den Angriff des Dresdener Berichts auf die sozialdemokratische Partei nicht mit in demselben abgedruckt haben, vielleicht um die übrigen Stellen des Berichts so recht objektiv erscheinen zu lassen. zu erbitten. Gewerkschaftliches. An die Arbeiter Berlins! muß, während der Konkurrent sein Geschäft geöffnet halten darf. von Ein gewonnener Fischerstreik. Seit drei Jahren hatten die Diesen mißlichen Umständen mußte abgeholfen werden, und so wurde Fischer von Thorsmünde- Tangen an der Westküste Jütlands be durch gegenseitige freie Vereinbarung beschlossen, an Sonn- und schlossen, niemand mehr überzujeßen, bevor ihnen das Amt nicht Festtagen pünktlich um 2 Uhr zu schließen. Leider fand der Beschluß einen höheren Fährlohn zahlte. Die Fischer haben diese Streit Festtagen pünktlich um 2 Uhr zu schließen. Leider fand der Beschluß in der Arbeiterschaft nicht die genügende Beachtung. Der Indiffe- übereinkunft so streng gehalten, daß nur der Telegraphen- Revisor im rentismus der Berliner hat es denn auch fertig gebracht, daß dieser origen Sommer übergesezt wurde, der 15 Kronen für die Ueber Beschluß nur auf dem Papiere steht. Und wo sind die meisten Ge- fahri zahlte. Jetzt haben die Fischer gefiegt. Der Amtsrath hat schäfte des Sonntags nach 2 Uhr noch offen? Nur in den von der 100 Kronen zur Anschaffung von Fährmaterial und 200 Kronen jährArbeiterschaft am meisten bewohnten Stadtgegenden. Wir appelliren lichen Zuschuß für die Fährleute bewilligt. mun an die arbeitende Bevölkerung, uns bei der Durchführung dieses Beschlusses zu unterstützen. Wir sind vollständig davon überzeugt, daß, wenn die organisirte Arbeiterschaft diese unsere Forderung für gerecht anerkennt, es eine Leichtigkeit ist, den 2 1hr Ladenschluß in Berlin und seinen Vororten stritte durchzuführen. Freie Vereinigung selbständiger Barbiere, Friseure und Berrüdenmacher Berlins und der Umgegend. D J. A.: Max Klarbaum, Vorsitzender. Deutsches Reich. Die Harburger Zahlstelle des Holzarbeiter- Verbandes ist nicht aufgelöst, sondern nur als politischer Verein erklärt worden. Die unrichtige Mittheilung ist auf eine falsche Information, die dem " Harburger Volksblatt" übermittelt wurde, zurückzuführen. Boziales. werden. Kuppeleiprozeß. Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit fo lesen wir in der Charlottenburger Neuen Zeit" verhandelte am Sonnabend die 1. Straffammer des Landgerichts II gegen die Aus dem Geschäftsberichte des Reichs- Versicherungs: Hotelbefizerin Frau Anna Sheer zu Westend wegen Ruppelei. amtes für 1898 geben wir einige vorläufige Mittheilungen. Es Der Berhandlung wohnte ein Major des Königin Elisabeth- Regiments find 406 958 Unfälle angemeldet und 97 432 erstmalig entschädigt. im dienstlichen Auftrage bei. Das Urtheil des Gerichtshofes lautete Die Summe der gezahlten Entschädigungen belief fich auf auf drei Tage Gefängniß. 71,1 Mill. Mark gegen 63,9 Mill. Mark im vorigen Jahre. Sie vertheilt sich auf 581 995 Personen, so daß auf die Person durchschnittlich 120 Mart entfielen. Bei ben 1293 Schiedsgerichten Schwebten 44 313 Berufungen. Davon wurden 38 476 erledigt und zwar 28 235 durch Abweisung der Berufungen. Im Berichtsjahre bezogen 294.000 Personen Invalidenrente und Rente, also nicht ganz 120 m. pro Kopf. 222 500 Altersrente; fie empfingen zusammen 61,9 Millionen Mark Die Schneider beabsichtigen, in mehreren größeren Städten in eine Lohnbewegung einzutreten. Im Vordergrund steht die Forderung auf Einführung der Betriebswerkstätten, um die Schäden des Zwischen- Arbeiterrifiko im Bergbau. Auf der Zeche„ Erin" in meisterthums und der Hausindustrie zu beseitigen. Beim Vorstand Castrop bei Dortmund wurde der Häuer Schoam durch hereindes Verbandes der Schneider ist aus folgenden Städten eine Lohnbrechende Kohle sofort getödtet. In Herne wurde der bewegung für das Frühjahr angezeigt: Altona, Gießen, Maschinist Hiller verhaftet, bem man die Schuld an dem Unglüd Halberstadt, Hamburg, Magdeburg, München, Weimar, Wiesbaden, auf der Beche„ Mont Cenis" zuschreibt. Von den dort Berunglückten Bielefeld, Erlangen und Pforzheim. In München haben soll die Hoffnung bestehen, daß keiner dauernden Schaden erleidet. Lehte Nachrichten und Depeschen. Elbing, 6. März.( B. H.) Einer Meldung der Elbinger Zeitung" zufolge bestrafte die Provinzial- Steuerdirektion den früheren Mühlenbefizer Albert Meyer in Elbing, jezt in Berlin, wegen Zollhinterziehung in Höhe von 63 000 Mart zur Zahlung bes vierfachen Betrages der defraudirten Summe, sowie zum Bertherfaz des unrechtmäßig in den Inlandverkehr gebrachten russischen Roggens. Die Strafe beträgt insgesammt über eine halbe Million. Bei der Verhandlung gegen Meyer wegen Nahrungsmittel- Fälschung hatte sich herausgestellt, daß Meyer russischem Transitroggen 12 pet. entzogen und dafür Kehrichtmehl zugesezt hatte. Paris, 6. März.( B. H.) Der Raisationshof hat den Grosjean in Versailles auf zwei Monate die Maaßschneider bereits ihre Forderungen durchgesezt Auf Beche Holland" Schacht III in Dortmund ließ Sonntag Richter Amtes enthoben, weil er fürzlich die Kriminalund wendet sich die Bewegung nun der Stoufektionsbranche zu. Die früh 5 Uhr der Maschinenwärter den Korb zu tief gehen. Bei dem feines des Kassationshofes in Bezug auf die Dreyfuk Magdeburger Unternehmer sträuben sich gegen eine Aenderung Emporheben desselben fiel einer von den neun im Korbe befind- kammer der Betriebsweise, während in Wiesbaden die Schneider eine lichen Arbeitern heraus und fand einen kläglichen Tod durch Ertrinken. angelegenheit heftig angegriffen hat. Der Präsident des Lohnerhöhung durch Vereinbarung erreichten, die annähernd ihrem Außerdem wurden bei dem Unglüdsfälle zwei Mann schwer, einer Raffationshofes hat als Berichterstatter in der Dreyfusangelegenheit den Präsidenten der Zivilkammer, Ballot, ernannt. Ballot wird Verlangen entsprach. Ueber einige Differenzen sollen nochmals Ver- leicht verletzt. seinen Bericht Mitte April dem Kassationshofe unterbreiten. handlungen angebahnt werden. In Leipzig befinden sich die Wohnungsnoth. In Erfurt macht sich eine steigende WohnungsParis, 6. März.( B. H.) In der Kammer wurde heute die Schneider bereits im Ausstand. Sie wehren sich gegen eine Ver- noth geltend, die namentlich für Arbeiter einem fast völligen Mangel Interpellation des Abg. Fournière auf ein späteres Datum fürzung ihres Lohntarifs, den sie im vorigen Jahre ertämpft haben. an Wohnungen gleichfommt. Während im Jahre 1893( immer vertagt. Die Schneider in Königsberg i. Pr. hatten einen Lohn für April gerechnet) bei 16 862 Wohnungen 961 leer standen, verminderte tarif eingereicht, dem die Unternehmer eine eigene Auf- fich diese Bahl tros regelmäßig steigender Anzahl der überhaupt vor stellung entgegenseßten. Dieser Tarif wurde in einer gut handenen Wohnungen dennoch stetig und es standen April 1898 bei 17 632 besuchten Versammlung von den Arbeitern abgelehnt, da überhaupt vorhandenen Wohnungen nur 92 leer. Nach einer Betrachtung die Annahme des Tarifs eine Lohnherabsetzung bedeutet hätte. Am unseres Erfurter Parteiblattes, die die vorhandene Bauthätigkeit be1. März haben die Arbeiter die Kündigung eingereicht, um eventuell rücksichtigt, wird sich der Nothstand noch verschärfen und für die am 15. in Streit einzutreten. In Berlin find ebenfalls Schritte ein- Arbeiter selbst dann, wenn im Allgemeinen genug Wohnungen gegeleitet, um in der Maaßbranche eine striktere Durchführung des schaffen würden, doch dazu führen, daß sie in kostspielige Wohnungen Tarifs zu erzielen. nachrüden müſſen. 0 Paris, 6. März.( W. T. B.) Die vereinigten Rammern des Saffationshofes unter dem Vorfiz Mazeau's ernannten Ballot Beaupré, den Vorsitzenden der Zivillammer und Nachfolger Quesnah de Beaurepaire's zum Berichterstatter in der Angelegenheit der Revision des Prozesses Dreyfus. Dem Vernehmen nach wird die Angelegenheit nicht vor dem 10. April zur öffentlichen Verhandlung foniment. London, 6. März.( B. H.) Esterhazy macht im heutigen Daily Chronicle" weitere Enthüllungen: Er sei schon Mitte der In dem Zeitraum vom 1. April 1899 bis 1. April 1900 wird der Verband Erhebungen über die Lohn- und Arbeitsverhältnisse soEine Wohlfahrt8.Einrichtung. Auf der Zeche Vollmond im 70er Jahre in dem Spionage Bureau des Kriegsministeriums wie Arbeitslosigkeit veranstalten und zu diesem Zweck am Beginn Ruhrrevier besteht eine Unterstügungstaffe, die unter der Firma einer gewesen, wäre daselbst bis zu seiner Ernennung zum Hauptdann zur Truppe versezt worden. jeden Quartals Fragebogen ausgeben. von dem Unternehmen geschaffenen sogen. Wohlfahrts- Einrichtung mann verblieben und segelt. Wie diese Wohlfahrts- Einrichtung beschaffen ist, davon liefert macht genaue Angaben, wonach Henrh das ihm verhängnißvoll Der Weberstreik in Eupen. Mit den ausständigen Webern ihre letzte Abrechnung einen Beweis. Sie zeigt für 1898 eine wirt- gewordene Dreyfus- Dokument fälschte, und erklärt, daß Boisdeffre, der Firma Lejenne- Bincent sind seitens des Vertreters der Aufsichts- liche Einnahme von 4944,51 M. Davon staminen 2958,80 m. aus du Bath de Clam und Bellieur bereits im April 1898 davon behörde neue Verhandlungen angeknüpft worden, die dahin geführt gestrichenen Kohlen, also nicht ausgezahlte Arbeitslöhne, 919,20 m. find wußten, haben, daß die Firma sich bereit erklärte, die Forderungen der Aus- Strafgelder, 609,57 M, überschießende Pfennige vom Arbeitslohne, die Ausgestrichenen London, 6. März. Wie das„ Reuter'sche Bureau" aus Mombasa ſtändigen unter der Bedingung zu bewilligen, daß die Ausständigen nicht ausgezahlt werden und 85,05 M. rückständige Löhne und von heute berichtet, sind dort Meldungen eingetroffen, daß in mehreren einzeln bei der Firma wieder um Arbeit vorsprechen. Die Aus- 371,89 M. find aus der Stasse des Wertes zu dieser sogenannten großen Distrikten des britisch- ostafrikanischen Protektorats Hungersständigen erklärten, auf diese Bedingung nicht eingehen zu können. Wohlfahrtseinrichtung gezahlt worden, deren Kosten also in Birt- noth ausgebrochen ist. Das Getreide auf den Feldern ist von Sie wollen die Arbeit nur gemeinschaftlich aufnehmen, auch verlangen fie die vorherige Entlassung der Wallonen, die als Streiflichfeit von den Arbeitern getragen wurden. brecher eingestellt wurden. Die Breslauer Arbeiterschaft plant die Errichtung eines Arbeitersekretariats und ist Hoffnung vorhanden, daß dem Unternehmen von Seiten der Gewerkschaften die nöthige Unterstützung zu theil wird. Gerichts- Beifung. Er Die Orts den Heuschrecken vor der Ernte vernichtet worden. behörden und Missionsgesellschaften thun ihr Aeußerstes, um dem Elend vorzubeugen, allein e3 gilt nicht für unwahrscheinlich, daß ein Aufruf an das englische Volt zur Hilfeleistung nothwendig sein werde. Brüffel, 6. März.( B. H.) In der hiesigen Wohnung des im Der Triumph der Empfindsamkeit. Juden, Sozialbemo a ag verhafteten deutschen Anarchisten J. Rödiger, der befraten und Anarchisten" und" Judenfrechheit" unter diesen Spiz- schuldigt ist, von einer Anarchistenversammlung, welche angeblich Das Gewerkschafts- Kartell in Halle beschloß, der demnächst marken pries im Januar ant verschiedenen Tagen ein Mann mit in der Nähe von Frankfurt stattgefunden, durch das Loos bezeichnet stattfindenden allgemeinen Versammlung zu empfehlen, das in besonders lauter Stimme eine Broschüre an, die er namentlich den worden zu sein, den holländischen Justizminister niederzustechen, hielt Aussicht genommene Arbeitersekretariat am 1. Juli d. J. zu eröffnen. auf den Plattformen der Straßenbahnwagen stehenden Fahrgästen in die Polizei heute eine Haussuchung ab, bei welcher kompromittirende Der zur Errichtung erforderliche( einmalige) Betrag foll durch aufdringlicher Weise anbot. Mehrere Fahrgäste jüdischen Glaubens Schriftstide beschlagnahmt worden sind. Bons à 25 Pf., welche vom Gewerkschafts- Kartell zur Ausgabe ge- fühlten sich durch diese Art des Broschürenhandels belästigt Genua, 6. März.( B. H.) Der Expreßaug NizzaLangen, aufgebracht werden. Die weiteren jährlichen Kosten werden und sorgten an zwei verschiedenen Tagen für die polizei ien lief bei der Station Cereali infolge falscher Weichenwie folgt berechnet: 1. Gehalt des Sekretärs D 0 2. Für Miethe pro Jahr. 1800 m. 350 We 3. Für Porto, Heizung, Licht und Reinigung 300 300 . " Summa 2750 M. 4. Für Zeitungs- Abonnement, Drudfachen u. f. w. stellung in einen leeren Güterzug, der vollständig zertrümmert wurde; trotz der starken Besetzung des Expreßzuges wurde niemand ernstlich verlegt. liche Feststellung des Mannes, indem sie behaupteten, daß dieser die Broschüren, die er in überlauter Weise ausgerufen, ihnen direkt unter die Nase gehalten habe. Der Händler stand gestern als Redakteur Neumann unter der Anklage des groben Madrid, 6. März.( W. T. B.) Kammer. Der Schriftführer Unfugs. Er erklärte, daß er den Kampf gegen die Juden zu seiner verliest das königliche Dekret, durch welches das neue Ministerium Lebensaufgabe gemacht habe und seine Broschüren so laut anpreisen ernannt wird. Der Ministerpräsident verliest darauf das Dekret, dürfe, daß seine Worte auf 30 Schritte Entfernung gehört werden durch welches die Kortes aufgelöst werden. Der Deputirte Abanez fönnen. Der Gerichtshof hielt den Angeklagten des groben Unfugs ruft: Nieder mit den Jesuiten", worauf Hochrufe auf die Republik Das Bureau foll Auskunft ertheilen in allen gewerblichen in vier Fällen schuldig und verurtheilte ihn zu 12 M. Geldstrafe und die Freiheit erschallen. Unter großem Tumult hebt der Streitigkeiten, über Unfall-, Kranken-, Alters- und Invaliditätsver- event. 4 Tagen Haft. Wäre es nicht gefcheidter gewesen, wenn die Präsident die Sigung auf und läßt die Tribünen räumen. New- York, 6. März.( W. T. B.) Nach einem hier veröffent sicherung, über Arbeiterschutz, Vereins- und Versammlungsrechte, Fahrgäste ihrer Empfindsamkeit Zügel angelegt hätten? Jetzt erscheint sowie über das Fabrikinspektorat. Desgleichen in Heimaths-, Bürger- der Ausschreier, den bis dahin kein verständiger Mensch beachtet hat, lichten Telegramm aus Manila versuchten die Aufständischen rechts, Berehelichungs- und Armenfachen sowie bei Miethsstreitig im Verein mit der Staatsbürger- Beitung" und dem Dreschgrafen legte Nacht sich der Wasserwerke zu bemächtigen. Es entspann sich teiten. Ferner übernimmt das Sekretariat die Auszahlung der Bückler am Ende gar noch als Märtyrer. ein Kampf, bei dem es eine Anzahl Todte und Verwundete gab. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt, " Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th.Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. 4 Br. 56. 16. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Reichstag. = . Dienstag, 7. März 1899. 7,65 M. 16,95 71,15 " Verfahren war fruchtlos. Das gegen die Genannten eingeleitete ZwangsbeitreibungsMost Abg. Dr. Schädler( 8.): Personen zu der diesseitigen, für ihr Gewerbe zuständigen Kasse Handelt es sich um Wünsche, die von der Regierung an das melden, im Jahre 1898 folgende Ausfälle an Beiträgen gehabt: 250. Sizung, Montag, 6. März 1899, 1 Uhr. Haus tommen, so wird möglichst sofortige Erfüllung erwartet, um- n? 1. Georg B. Am Bundesrathstische: v. Goßler, Nieberding. getehrt zeigt es sich auch hier wieder, daß Wünsche, die der Reichs- chod dish 2. Ottilie E. Eingegangen ist die Novelle zur Gewerbe- Ordnung. fag, wenn auch fast einstimmig, äußert, von der Regierung stets erst stuns 3. Paul H. Zunächst steht auf der Tagesordmmg die dritte Berathung des in lange Erwägung gezogen werden. Auch meine politischen Freunde og tops Summa 95,75 M. Gesezes betreffend die Einrichtung eines besonderen halten die Wünsche der Veteranen und Invaliden für durchaus Senate für das bayerische Heer bei dem Reich 8 Militär- berechtigt, die erforderlichen Geldmittel müssen auf jeden Fall zu gericht in Berlin, 16 beschaffen sein, ded) Graderismo tot 13 puthi Abg. v. Staudy( t.) s tim bezweifelt die Schätzung des Herrn Schazsekretärs, daß die Zahl der als Anwärter anerkannten Veteranen in den nächsten Jahren noch steigen werde. Aber selbst wenn das der Fall wäre, dürfte sich die Regierung den Resolutionen gegenüber nicht ablehnend verhalten. Abg. Singer( Soz.): Abg. Dr. Schädler( 8.) giebt die Erklärung ab, daß er trok der Erklärung des Reichskanzlers wegen nicht genügender Wahrung des bayerischen Reservatrechtes mit seinen engeren Freunden gegen das Gesetz stimmen werde. Das Gesetz wird darauf in der Gesammtabstimmung mit großer Mehrheit angenommen. Hierauf wird die zweite Etatsberathung beim Militäretat fortgesetzt. Zur Gewährung von 3ulagen an die Unteroffiziere 2c. bei den Besatzungstruppen in Elsaß- Lothringen werden 430 000 m. verlangt. Abg. Schrempf( t.) bittet auch den nach Elsaß Lothringen tommenden Mannschaften solche Zulagen zu bewilligen. Die Forderung wird bewilligt. 3 Zum Neubau einer Fußartillerie Kaserne in It Breisach werden als zweite Rate statt 8000 nur 2000 m. betvilligt. Für den Neubau eines Wasch- und Desinfektions- Dienste geleistet hauses beim Garnisonlazareth in Glogau werden 27 000 m. gefordert. Die Kommission beantragt die Forderung abzulehnen. Das Haus beschließt demgemäß. Aber für die von diesen genannten Hausindustriellen bes schäftigten Personen, für welche die Beiträge nicht gezahlt wurden, haben wir an baarer Kranken- Unterstützung exklusive Medizin u. s. w. folgende Aufwendungen gemacht. Für boni 1./11. 98 bis 9./1. 99: 63,- M. 1. Frau S. 2. Herm. S. 3. Otto R. 4. Emil K. 12./12. 98 30./8. 98 9./1. 99: 115,50 11./9. 98: 12,-" 15./9. 98 16./10. 98: 40,50 か " D 12./11. 98 11./12. 98: 39, " " " 5. Magim. R. 15./11. 98 24./11. 98 28./11. 98: 16,50 " " " " M. 6. Heinrich D. 29./12. 98: 49,50 Summa: 886, Bemerken wollen wir noch, daß gen. Hausindustrielle iherer Ver pflichtung, bezüglich der An- und Abmeldungen sehr mangelhaft nachlassung erfolgte, nachdem es zu unserer Kenntniß kam, daß die bes famen, daß die Abmeldung verschiedentlich erst auf unsere Verans treffenden Bersonen längst aus der Beschäftigung ausgetreten seien und wir daher uns bezüglich des Unterstützungsanspruchs nur auf die Ehrlichkeit der Mitglieder verlassen konnten, welche auch mitunter zweifelhaft sein dürfte. D Die Unterzeichner der vorliegenden Resolution, zum Theil sehr Hochgestellte Herren, haben gemeint, daß die unzulängliche almojen hafte Unterstützung der Beteranen von gewiffenlosen Agitatoren geschickt benutzt worden sei, um das Vertrauen der alten Beteranen zur Fürsorge der Regierung zu erschüttern. Ich nehme an, daß unter diesen gewiffenlofen Agitatoren Eine Forderung in Höhe von 135 000 M. zum Neubau und Die Herren bestätigen es( freilich rechts.) Da muß ich mich über die Sozialdemokratie verstanden wird.( Burufe rechts: Allerdings.) Ausstattungsergänzung zweier Garnison Arrest anstalten bas turze Gedächtniß der Herren wundern. Die Herren haben ganz in Berlin wird, dem Antrag der Kommission gemäß, gestrichen. vergessen, daß die Vertreter der Sozialdemokratie im Jahre 1895 Weiter werden zum Neubau und Eriveiterung der Dienst den fargen Absichten der Regierung entgegentraten, indem sie aus räume des Kriegsminsteriums in Berlin 180 000 2. geführten, daß alle Veteranen die Unterstützung bekommen sollten fordert. Gemäß dem Kommissionsbeschluß werden nur 140 000 M. und daß die gegebene Unterstützung ein bettelhaftes Almofen dardafür bewilligt. Infolge dieses ersuchen wir den Herrn Magistratskommissar er Für den Neubau einer Ravallerietaserne in Bajewalt stellt. Jegt find die Herren v. Kardorff und Werner derselben gebenst, dahin wirken zu wollen, daß baldmöglichst ein Ortsstatut Meinung. Als wir 1895 die Unterstützung der Veteranen höher für die Stadt Berlin erlassen wird, welches bestimmt, daß nicht die werden statt 250 000 m. nur 150 000 m. bewilligt. erkennen fie an, daß das nicht genug war. normiren wollten, da sagten die Herren 120 m. find genug. Heute Sausindustriellen, sondern die eigentlichen Arbeitgeber, nämlich die Fabrikanten, zur Meldung und Entrichtung der Kassenbeiträge vers Es zeugt von fittlicher Rohheit, wenn man einer Partei pflichtet sind. Hochachtungsvoll J. A.: A. Lippert, Vorsitzender. insinuirt( Unruhe rechts), daß sie für Berfonen, die dem Vaterlande Aus Vorstehendem geht für jeden, der sehen will, klar und haben, feine Sympathie habe, das zeugt deutlich hervor, welch' schwerer Schaden die Kassen schon unter den von einer so häßlichen Gesinmung, daß ein parlamenta- heutigen Verhältnissen treffen kann. rischer Ausdruck fehlt, um sie richtig zu qualifiziren. Man sollte aber dann der Fall sein, wenn der Entwurf der Gewerbedeputation Wie viel mehr muß dies von Leuten, bei denen man ein gewisses Maß von Bildung Gesetz wird, wonach der sogenannte unmittelbare Arbeitgeber die voraussehen darf, annehmen, daß sie sich scheuen würden, gewisse Melde- und Zahlungspflicht hat. Dinge in die Welt zu fezen, um so mehr als sie ja wissen, daß wir diese Behauptungen sehr bald auf ihr Nichts zurückführen diese Bestimmung die Existenz einer ganzen Reihe jolcher Stassen, in Es ist durchaus feine Uebertreibung, wenn gesagt wird, daß durch würden. denen Hausindustrielle start vertreten sind, einfach in Frage gestellt wird. Ich gehe auf die Resolutionen weiter nicht ein; wir verbleiben Andere Stassen, namentlich die Schneiderkasse, haben dieselben üblen Zum Neubau einer Infanterietaserne und einer bei unserer Stellung, die wir 1895 eingenommen haben, wir sagen, Erfahrungen gemacht, wie die Sattlerkasse, da sich gewöhnlich bei Garnison Waschanstalt in Kamenz werden statt 400 000 daß die Summe an sich, sowie die Bestimmung, an die ihre Her- 3wangsvollstreckung herausstellt, daß das Mobiliar entweder der Mart nur 300 000 m. bewilligt. Zum Ersatzbau für die abgabe geknüpft ist, durchaus ungenügend ist. In einem Punkte muß Frau gehört oder auf Abzahlung genommen ist. gebrannte Kaserne in 8 widau werden 800 000 m. beich freilich dem Herrn Schazsekretär recht geben: Wenn nach den willigt, gefordert waren 900 000 m. Dem Schreiber dieser Zeilen ist z. B. folgender Fall bekannt: Auf dem Vorwerk Adelsdorf des Remontedepots altreuth bekommen würden, Wünschen des Reichstages sämmtliche Veteranen die Unterstüßung Eine Frau arbeitet mit ihrer verkrüppelten Verwandten, ihrer Mutter so würden die Zinsen des Invaliden- und ihrem Schwiegervater für eine Konfektionsfirma. Die Frau holt soll ein Ochsensta II gebaut werden. Es werden dazu 59 000 m. fonds dazu nicht ausreichen. Indessen gefordert, jedoch nur 45 000 m. bewilligt. wir haben diesen die Arbeit, liefert sie ab, empfängt den Lohn und theilt diesen zu Einwand bereits 1895 gemacht und das, was die Resolutionen Hause aus. jetzt vorschlagen, die Unterstügung aus Reichsmitteln haben wir Arbeitgeber, die von Diese Frau wird nach dem Ortsstatut Entwurf bereits 1895 gewünscht. Die übrigen Parteien waren es, die sich Anderen den Arbeitgeber Beitrag zu zahlen hat. In ihrem Verdienst für die drei unserem Antrag damals entgegenstellten. Wir sind der Ansicht, daß Zeiten des schlechten Geschäftsganges aber bezieht sie für sich, ihr man gegenüber dem Militäretat, der Hunderte von Millionen ver- Kind und die fchlingt, eine solche Forderung nicht ablehnen sollte. Diese Summe könntest ü yung. So sehen viele der neuen, von der Gewerbedeputation verkrüppelte Verwandte Armen Unter in der That mit Leichtigkeit aufgebracht werden; man braucht nur auf fünstlich geschaffenen Arbeitgeber" aus. halten.( Sehr richtig! links.) Wir verzichten aber auf einen eigenen einige Ausgaben verzichten, die wir für unnöthig und fulturwidrig dahinzielenden Antrag, wir wollen nicht den Anschein erwecken, als ob wir in dem Wettrennen der Parteien um die Veteranenversorgung den Rekord erzielen wollen. Für größere Neubauten auf den Remontedepots werden statt der geforderten 178 050 nur 154 000 m. bewilligt. Bum Neubau einer evangelischen Garnisontirche in Dieuze werden dagegen statt 86 000, die gefordert waren, 91 000 m. betvilligt. V Zur Wiederherstellung 2c. des abgebrannten Garnison Iazareth in Stuttgart werden 147 000 m. gefordert. Es werden davon als erste Rate 10 000 m. bewilligt. " Der Rest des Extra- Ordinariums wird debattelos genehmigt Damit ist die zweite Berathung des Militäretats" erledigt. Es folgt die Berathung des Etats über den Allgemeinen Pen fionsfonds. Derselbe wird debattelos genehmigt. Bum Etat über den Reichs- Invalidenfonds beantragt die Kommission folgende Resolutionen: 1. Die verbündeten Regierungen zu ersuchen, die Mittel, welche zur Gewährung von Beihilfen von 120 M. an alle nach dem Gesetz bom 22. Mai 1895 Art. III als berechtigt anerkannten Veteranen fehlen, aus allgemeinen Reichsmitteln durch einen Nachtragsetat für das Rechnungsjahr 1899 alsbald anzufordern. 2. Den Herrn Reichstanzler zu ersuchen, dem Reichstage noch in dieser Session einen Gesezentwurf vorzulegen, durch welchen unter Berücksichtigung der gesteigerten Kosten der Lebenshaltung den berechtigten Wünschen der Militärinvaliden, insbesondere auch in Bezug auf die Versorgung der Wittwen und Waisen, die Entschädigung für Nichtbenutzung des Zivilversorgungsscheins und die der Zivilpension Rechnung getragen wird. Abg. Graf Oriola( natl.): Abg. Schrempf( f.): 103 ma Arbeitgebern" ins Ungemessene ausdehnen müssen, liegt auf der Daß fich die Berlubeitgeber" aus. Daß sich die Verluste der Orts- Krankenkassen bei derartigen Hand; des Weiteren aber ist klar, daß die Lasten sich in derselben Weise steigern werden. Und weshalb dies Alles? " = 0 Kommunales. Ilm einer handvoll Unternehmer eine Reihe wirklicher und einIch schließe, indem ich Ihnen fage, die Richtigkeit unserer Ueber gebildeter Unbequemlichkeiten zu ersparen, Unbequemlichkeiten, welche zeugungen ist viel zu sehr in die Wassen gedrungen, als daß diese die fasernirte Industrie schon über 15 Jahre getragen hat. Dieser Glauben schenken fönnten. Aber es ist immer nüglich, ad oculos wie die„ Guten" alle heißen, muß auf das Nachdrücklichste entgegensolchen Verdächtigungen, wie ich sie vorhin charakterisirt habe, Drückebergerei der Herren V. Manheimer, Lewin, Rosenthal und zu demonstriren, daß das thatsächliche Berhalten meiner Partei jene getreten werden. Die Kassen müssen sich der schweren Laft, welche immer wiederkehrenden Behauptungen aufs bündigste widerlegt. ihnen ( Bravo! bei den Sozialdemokraten.) od sedihant hier auferlegt wird, boll bewußt werden und durch sachgemäße Eingaben an den Magistrat die drohende Abg. Dr. Stockmann( f.): dit alle Gefahr befämpfen. Leider haben die Unternehmer einen beredten Belassung der Militärpension neben dem Zivil- Diensteinkommen relp die Erhöhung der Beihilfe für Veteranen von 120 auf 360 M. be Stadtrath Weigert, der, obwohl er jeinerzeit dem ersten OrtsDer Vorredner hat damit geprahlt, daß seine Partei schon 1895 Vertreter ihrer Interessen im Dezernenten für diese Angelegenheit, antragt habe. Es ist sehr leicht, solche Dinge, von deren Unaus- Statutenentwurf zugestimmt hat, heute, nachdem ihm von seinen Jahr für Jahr bringe ich hier dieselben Klagen, dieselben Be- führbarkeit man überzeugt ist, zu beantragen. Das erweckt auch an- Selassengenossen Einsicht beigebracht wurde, das pure Gegentheil genehme Empfindungen bei denen, die bedacht werden sollen. Wir feiner früheren Meinung vertritt. Wird der Entwurf durch die Zuschwerden vor, und ich werde nicht eher rasten noch ruhen, werden heute den Resolutionen zustimmen. Ihr Inhalt deckt sich ja ſtimmung des Magistrats Gesez, dann darf man auch hier wieder bis jene überaus beklagenswerthen Zustände beseitigt sind. auch mit den Intentionen Sr. Majestät des Kaisers. Die Er fagen daß über den sozialpolitischen Unternehmungen der städtischen Redner befürwortet sodann die Erfüllung der berechtigten Forde- bitterung der hilfsbedürftigen Beterauen ist gerechtfertigt und muß Behörden der böse Engel„ Einsichtslosigkeit" waltet. rungen der Veteranen und Invaliden, wie sie in den beiden Resolu beseitigt werden. tionen zum Ausdruck gelangt sind. Er legt besonderen Nachdruck auf die Worte: Aus allgemeinen Reichsmitteln. Die Militärverwaltung und der Herr Reichsschapsekretär sind auch durchaus Die Regierung treibt in dieser Frage arge Knauserei, an Die Protokolle des Ausschusses zur Vorberathung der willig, nur im Kastanienwäldchen liegen die Schwierigkeiten. Sedantagen hält man die schönsten Reden, aber den Veteranen Wir müssen aber durch einen einstimmig gefaßten Beschluß darauf giebt man nichts. Da der Reichstag von der äußersten Rechten bis Magistratsvorlage, betreffend die anderweitige Festsetzung der Dienstalters Gehälter für verschiedene Beamtenkategorien, bringen, daß die Regierung endlich unseren Wünschen nachkommt. zur äußersten Linken einig ist, wird die Regierung hoffentlich die Bewilligung von Stellenzulagen zc. liegen nun abgeschlossen der In dem großen kommenden Krieg, vor dem uns Gott bewahren nöthige Konsequenz daraus ziehen. Die Forderungen der Invaliden Stadtverordneten Versammlung vor und werden die lettere in der möge, werden die verheiratheten Leute mit einem ganz andern Ge- und Veteranen sind sehr bescheidene, deshalb sollte man nicht erst nächsten Sigung beschäftigen. Ueber den Stand der Klagen fühl der Sicherheit ins Feld ziehen, wenn sie wissen, daß das Water- lang und breit in Erwägung ziehen. Das nöthige Geld kami zum verschiebener diätarijch beschäftigten Militär land für Frau und Kind sorgt. Beispiel beim Bankgeseh bet den Renten für die Groß anwärter gegen den Magistrat auf Nachzahlung tapitalisten oder beim Präfidialgebäude für den Reichstag geipart Diäten find dem Ausschusse folgende Mittheilungen ge= werden. Es würde einer Bankrotterklärung gleichkommen, wollte das Reich sagen, es fei für die Veteranen kein Geld vorhanden. Klage mit der Behauptung erhoben, daß sie auf grund des§ 13 des macht worden: Ein Theil jener Militäranwärter haben die ( Beifall rechts.) Gesetzes vom 21. Juli 1892 nach Ablauf einer sechsmonatigen ProbeDienstzeit definitiv angestellt seien und von diesem Zeitpunkte ab Anspruch auf das volle Gehalt der Stelle hätten; da ihnen die Diäten nur in Höhe von drei Vierteln des Gehalts gezahlt worden seien verlangten sie die Nachzahlung der Differenz zwischen und den bezogenen Diäten dem Gehalt der Stelle. Der Magistrat vertritt demgegenüber den Standpunkt, daß eine Verpflichtung der Stadtgemeinde in dieser Beziehung nicht bestehe und der Klage- Antrag hinfällig sei. Die erhobenen Forderungen sind hervorgerufen durch das bekannte, in dem Prozesse eines Militäranwärters gegen den Reichspost- Fistus ergangene, den Fistus verurtheilende reichsgerichtliche Erkenntniß. Nach Ansicht des Magistrats ist aber die Rechtslage in jenem Prozesse eine ganz andere, wie in dem hier fraglichen. Die Militäranwärter, jo behauptet der Magistrat, wurden von ihm nicht für eine bestimmte Bureau Beamtenstelle einberufen, auch für eine solche nicht geführt. Durch ihre Beschäftigung bei der Stadt solle den Militäranwärtern nur Gelegenheit gegeben werden, sich in der städtischen Verwaltung auszubilden und sich die zur Ablegung der Bureau Assistentenprüfung erforderlichen Kenntnisse zu erwerben. Sie erhielten ihre Bezahlung aus dem allgemeinen Diätenfonds und könnten nach den bestehenden Vorschriften erst angestellt werden, nachdem sie die Prüfung zum Bureau- Assistenten bestanden hätten. Schatzsekretär Frhr. v. Thielmann: Die verbündeten Regierungen haben das Gesetz von 1895 nicht mur voll erfüllt, sondern sind sogar über seine strenge Auslegung hinausgegangen. Daß der Reichstag das Gesez von 1895 nur als eine Abschlagszahlung betrachtet hat, davon ist mir nichts bekannt. Die Regierung fann nicht, kaum daß ein Gesez verabschiedet ist, auf Mittel und Wege sinnen, wie dasselbe zu erweitern ist. eine weitere Abg. Prinz Schöneich- Carolath( Hosp. der Nationall.) hofft, daß die Regierung den beiden Resolutionen zustimmen werde und namentlich die in Preußen maßgebende Stelle ihren Widerstand auf geben werde. Den Vorwurf der Kleinlichkeit müssen die Regierungen ents Abg. Beckh( frf. Vp.) erklärt namens seiner Partei, daß diese den schieden zurückweisen. Er beruht auf einem fundamentalen Frrthum. beiden Resolutionen zustimmen wird. Die Gesammtzahl der als Anwärter anerkannten Veteranen ist Die Diskussion schließt damit. Der Etat wird bewilligt. 1896-98 von 26 145 auf 35 268 Köpfe gestiegen. Es läßt Die beiden Resolutionen werden einstimmig anfich also mit ziemlicher Sicherheit annehmen, daß jedes weitere Jahr genommen.( Bravo.) Steigerung von einigen Tausend bringen Bräsident Graf Ballestrem: Ich konstatire nochmals, daß die wird. Daß den Beteranen aus bem glorreichen Kriege Annahme der beiden Resolutionen einstimmig erfolgt ist. eine warme Theilnahme seitens der Regierung entgegengebracht( Heiterkeit und nochmaliges Bravo!) wird, darf nicht bezweifelt werden. Aber die Uebernahme Hierauf vertagt sich das Haus. der Veteranen auf allgemeine Reichsmittel ist teine Invalidenfürsorge Nächste Sizung Dienstag 1 Uhr.( Gefeß betr. die gemeinsamen mehr, sie ist allgemeine Menschenfürsorge und würde die Einstellung Rechte der Besitzer von Schuldverschreibungen. Hypothekenbank eines ganz neuen Kapitels bewirken. Ob dazu eine Geneigtheit Gesetz. Novelle zum Strafgesetzbuch.) herrscht, ist freilich fraglich; bei der preußischen Regierung besteht sie nicht. Abg. Frhr. von Kardorff( Np.) theilt die Ansicht des Grafen Oriola, daß es vielleicht ein Fehler war, die Veteranen aus dem Invalidenfonds zu versorgen. Es besteht aber noch der Ausweg, daß man durch eine beträchtliche Anleihe den Reichs- Invalidenfonds so erhöht, daß er auch dieser Aufgabe gerecht werden kann. Auf jeden Fall muß der wachsenden Unzufriedenheit vorgebeugt werden. Abg. Graf Roon( f.) erklärt namens seiner politischen Freunde, daß sie auf dem Boden der Resolutionen stehen. Wir haben es aber nicht nöthig, unseren Patriotismus besonders zu betonen. Für unsere Soldaten sorgen Abg. Werner( Antis.) wir immer gern. fonstatiert, daß über die vorliegende Frage allgemeine Ueber einstimmung im Hause herrscht. Hoffentlich wird nun auch die Regierung ihren Widerstand aufgeben, es ist für das Deutsche Reich geradezu eine Ehrenpflicht, die Wünsche dieser Veteranen und Invaliden zu erfüllen. Viele von diesen Armen nagen heute am Hungertuch, obgleich sie doch einen berechtigten Anspruch auf die Fürsorge des Reiches haben. Schluß 53/4 Uhr. Die Ausdehnung der Krankenversicherung auf die Hausindustrie. Lokales. von bat, um die Hausindustrie in die Krankenversicherung einzubeziehen, Das Ortsstatut, welches die Gewerbebeputation ausgearbeitet dürfte in einer der nächsten Sigungen dem Magistrat zur Beschlußfassung unterbreitet werden. Wir haben schon früher darauf hin gewiesen, welche schwere Belastung den Orts- Strankenkassen durch Gegen die Benutzung der Schulhöfe als Spielplähe ver bie Faffung dieses Statuts droht. Wie recht wir mit dieser Aufhalte sich die Schul deputation, sagt die„ Berl. 3tg.", nicht fassung hatten, wird schlagend bewiesen durch nachstehende Eingabe, prinzipiell ablehnend. Sie wolle die Höfe versuchsweise welche die Orts Krantentasse der Sattler und verwandter für den Sommer freigeben, aber es solle nur unter Aufsicht von Gewerbe an den Kommissar für das Krankenversicherungswesen Lehrern und Lehrerinnen gespielt werden, und auch nur auf dengerichtet hat: „ An jenigen Höfen, für die die betreffenden Rettoren Anträge stellen. Dagegen ist in der letzten Versammlung des„ Grund- und Hausbefizer Vereins" der nördlichen Stadtbezirke", wie aus dem im Grundeigenthum" abgedruckten Protokoll hervorgeht, mitgetheilt worden, daß auf eine bezügliche Petition des Vereins von der Schuldeputation ablehnend geantwortet worden sei. Wir haben bei einigen, von hiesigen Fabrikanten beschäftigten Es könnten, jagt der Bescheid, die Schulhöfe nicht zu den gewünschten Häusindustriellen( 8wischenmeistern), welche die von ihnen beschäftigten Zweden hergegeben werden; es solle aber den Rektoren den Herru Magistratskommiffar für die Orts und Betriebs- Krankenkassen Sier. Hierdurch erlauben wir uns, dem Herrn Magistratskommissar Folgendes zu unterbreiten: " Aus den Nachbarorten. überlassen bleiben, ob sie für Kinder, die bei ihnen den Schul- Theater und andere Bergnügungsorte polizeilich überwacht, und als 110 Uhr Abends mußte nach Lindenstraße 81 ausgerüdt unterricht besuchen, die Höfe in dieser Weise benutzen wollen. im Alexanderplatz- Theater die Vorstellung zu Ende war, wurde das werden, wo ein Kellerbrand beseitigt werden mußte. Sonnabend Danach scheint das Eine sicher zu sein, daß die Entscheidung Bärchen, das sich thatsächlich unter den Zuschauern befand, zu einem Abend brach in einem Zimmer des Konsistoriums der Mark Branden in die Hand der Rektoren gelegt werden soll. Damit Besuch in den nahen Polizeipalast eingeladen, wo man es immer burg Schüßenstraße 26 ein Zimmerbrand aus, der die Schaaldecke dürfte aber die Sache für die Mehrzahl der Schulen von vornherein noch festhält. Sein Geld hat der Bestohlene wiedererhalten. An und Aftenregale einäscherte.- Montag früh gegen 6 Uhr war A ders au ungunsten der Kinder entschieden sein; denn das Nuhe- der theuren Gattin ist ihm vielleicht weniger gelegen. Nach dem straße 4 Leuchtgas ausgeströmt und hatte sich entzündet. Die Gefahr bedürfniß der Rektoren ist ja auch aus Lehrerkreisen als wesentliches Berliner Tagebl." erhält die Angelegenheit noch insoweit einen fonnte von der schnell herbeigerufenen Wehr leicht beseitigt werden. Hinderniß bezeichnet worden. Die Behauptung, daß die Benuzung eigenthümlichen Beigeschmack, als der Entführer der Sohn des Größere Ausdehnung erlangte ein Schadenfeuer, das Ritters der meisten Höfe sich mit Rücksicht auf Nachmittags-, Turn- und Rittergutsbesizers aus erster Ehe ist. gasse 7 ausbrach und den Juhalt einer Räucherkammer von einer Fortbildungsunterricht verbiete, scheint durch den Bescheid der SchulUnglückliche Liebe war der Grund, weshalb sich der ehemalige Schlächterei vollständig zerstörte. I opstod straße 25 war Deputation nicht bestätigt worden zu sein. Der genannte Grund- Feuerwehrmann Wilhelm Krüger aus der Langenstraße 12 erschoß. außerdem ein Zimmerbrand abzulöschen, bei dem der Unterarzt besitzerverein will sich übrigens nun an den Magistrat bezw. an die Er liebte ein hier in Stellung befindliches Mädchen aus dem Spree- Dr. Krause noch Brandwunden erlitt. Stadtverordneten- Versammlung wenden. wald, das ihm schließlich einen Korb gab. Das ertrug er nicht. Eine Ausstellung von Schreibmaschinen, Vervielfältigungs- Nachdem er bereits im Januar aus Schwermuth den Dienst quittirte, Apparaten und Ansichtskarten hat der Papierverein Berlin in der erschoß er sich am Sonnabend Abend in der Wohnung seiner Eltern Passage Friedrichstraße 16 veranstaltet. Das Hauptinteresse an dieser mittelst eines Revolvers. dr.d Sozialdemokratischer Wahlverein für Charlottenburg. Ausstellung nehmen natürlich die Schreibmaschinen in Anspruch, die Ein herrenloser Tausendmarkschein. Wie eine Lokal- Heute Diskutirabend im Lokale Bismarckhöhe". Anfang sich in den letzten Jahren auch in deutschen Bureaus mehr und mehr torrespondenz meldet, hat sich ein bekannter Agitator für die Natur- pünktlich 9 Uhr. Tages- Ordnung:„ Unser Parteiprogramm". Ref.: eingebürgert haben. Wir werden in der Ausstellung darüber belehrt, heilkunde, Herr K. in Charlottenburg, am Sonnabend vergeblich Genosse Sabor. daß diese hochmoderne Erfindung, gleich vielen anderen, ein Produkt bemüht, einen Tausendmarkschein loszuwerden. Er hatte von einer Der Schöneberger Lehrerverein beschäftigte sich in seiner der Geistesarbeit mancher Generationen ist. Bereits 1714 arbeitete hiesigen Bant 20 000 M. erhoben. Als er das Geld, das er in letzten Vereinsversammlung mit der Schularztfrage. Der ein Engländer Hill an der Erfindung einer Schreibmaschine, 1829 Tausendmarkscheinen empfangen, zu Hause nachzählte, fand er, daß Referent bezeichnete einzelne Forderungen der Aerzte als dem Interentstand eine solche in Amerika, 1833 in Frankreich, 1843 und 1849 traten er nicht 20, sondern 21 Scheine erhalten hatte. Er begab sich sofort esse der Schule entgegenstehend. Die Lehrerschaft müsse sich ganz Vorläufer und Pfadfinder der heutigen Schreibmaschine in die Erscheinung nach dem Bankinstitut, um den zu viel erhaltenen Betrag dem entschieden dagegen verwahren, daß dem Schularzt eine Stellung Ursprünglich zum Gebrauch für Blinde beſtimmt und in dieser Form Stassirer zurückzugeben. Dieser lehnte jedoch die Annahme der Bank- eingeräumt werde, die ihn als Aufsichtsbeamten des Lehrers erscheinen bereits 1851 in London, 1869 in Altona, 1873 in Wien auf Aus- note ab mit der Erklärung, daß ein Irrthum seinerseits völlig aus- lasse. Diese Einrichtung könne nur dann segensreich wirken, wenn ftellungen prämiirt, verdankt die Schreibmaschine ihre Vervoll- geschlossen sei. Herr K. erkundigte sich nach der Wohnung des der Arzt die Stelle eines Berathers des Lehrers einnehme. Reftor tommnung vor allem Amerika. Dort, in dem haftigeren Geschäfts- Beamten und begab sich am Abend dorthin. Seine Hoffnung, das Albrecht kennzeichnet den Stand der Frage in den maßgebenden treiben, in dem für Neues leicht zugänglichem Lande war es, wo Geld nunmehr loszuwerden, wurde wiederum vereitelt. Der städtischen Körperschaften. Danach ericheine die Anstellung auf Anregung und unter späterer Unterstützung von Carlos Glidden Kassirer wiederholte nur seine Vormittags abgegebene Erklärung von Schulärzten ant den hiesigen Schulen zum 1. April in Milwaukee die Buchdrucker C. Latham Sholes und S. W. Soulé und fügte hinzu, daß seine Kasse in Ordnung sei. Die herrenlosen dieses Jahres als gesichert. Seine weiteren Ausführungen bes eine Schreibmaschine fonstruirten, auf welche sie im Jahre 1867 tausend Mark sollen nunmehr einem Wohlthätigkeitsinstitut über- fchäftigten sich mit der Aufgabe, den Rechten und Pflichten das erste Patent nahmen. Noch traten Mängel auf. Auch fehlten wiesen werden. der Schulärzte. Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß den hiesigen Sapitalisten, welche die Fabrikation im Großen aufgenommen hätten. Eine Diebes: und Sehlerbande, die in der letzten Zeit hiesige Schulärzten eine Stellung zugewiesen werde, die dem Interesse der Im Jahre 1873, nachdem den Patentanwalt Densmore, der Partner von Sholes jr., des Sohnes hier, zum Theil in Dresden dingfest gemacht worden. der Mechaniker Yost, durch Schuh waarenhandlungen heimsuchte, ist jetzt zum Theil Schule und den Wünschen der Lehrerschaft entspreche. Folgende Es ist über Resolution gelangte darauf zur Annahme:„ Der Lehrerverein erkennt des Erfinders, geworden war, dem Unternehmen zugeführt, bedeutende Schuhwaarendiebstähle in großem Umfange schon wiederholt berichtet an, daß durch die in Aussicht genommene Anstellung von Schul Verbesserungen an der Maschine vorgenommen hatte, übernahm die worden. Die Einbrecher hatten nun, wie sich jetzt herausgestellt hat, ärzten eine für die Schule fegensreiche Einrichtung geschaffen wird, Remington Armoury- Fabrik die Herstellung und nun gelang es nach hier einen Hehler, der die Beute nach Dresden verschärfte". Durch spricht aber die Hoffnung aus, daß durch die Dienstanweisung für wenigen Jahren( 1876), bereits das zweite zweckentsprechende Modell Bufall erfuhren sie die Adresse des Dresdener Abnehmers und Schulärzte die Lehrpersonen in ihrer Autorität den Kindern gegendes Remington- Typewriter herauszubringen. Zur Zeit fonfurriren arbeiteten nun mit ihm unmittelbar, um nicht den Verdienst mit über und in ihrer Selbständigkeit nicht beeinträchtigt werden". etwa 40 Systeme miteinander. Bis jetzt stehen die brauchbaren Maschinen, dem„ Zwischenhändler" theilen zu müssen. Das bekam ihnen jedoch d. h. solche, mit denen ein geübter Schreiber dreifach so schnell wie schlecht. Die Hast, mit der sie ihre Geschäfte abwickeln mußten, ließ schäftigen sich bereits seit mehreren Wochen mit der Frage des Die Stegliter und Friedenauer Geschäftsinhaber bes mit Tinte und Feder arbeiten kann, noch außerordentlich hoch im ihnen teine Zeit, die gestohlenen Waaren erst von Neuem zu ver- Neunuhr- Ladenschlusses. Es haben schon einige verjammPreise; kostet doch ein Yost- Fabrikat ungefähr 500 M. Auch die packen, sondern so, wie sie sie erbeuteten, schickten sie die Ballen in lungen stattgefunden, in welchen die Art und Weise einer zwecks deutsche Industrie hat sich auf die Herstellung von Schreibmaschinen der ursprünglichen Verpackung nach Dresden. Durch die verschiedenen entsprechenden Agitation eingehend zur Erörterung gelangte. Man gelegt, und einige Firmen, so Jewett in Sundern( Westfalen) und Geschäftsbezeichnungen fielen aber die Sendungen den Bahnbeamten beschloß, bei sämmtlichen Geschäftsleuten durch Zirkular anzufragen, Frister u. Roßmann in Berlin, sollen zu etwas billigeren Preisen den auf; sie benachrichtigten die Kriminalpolizei, und diese faßte zuerst ob sie die frühere Ladenschluß Stunde einzuführen gewillt seien. amerikanischen an Leistungsfähigkeit nahekommende Maschinen her- den Dresdener Hehler, als er eine Sendung in. Empfang nehmen Das Resultat der Umfrage soll dann in einer späteren allgemeinen stellen. Eine Anzahl Fabriken betreiben die Anfertigung von verhält- wollte, und dann auch die Spitzbuben in Berlin. Die ganze Gesell- Versammlung verkündet werden, welche endgiltige Beschlüsse zu nißmäßig wohlfeilen Schreibapparaten, doch wird diesen Produkten schaft ist jetzt bereits in das Untersuchungsgefängniß abgeführt, die faffen hätte. nachgesagt, daß sie höchstens so schnell wie ein Handschreiber ar- gestohlene Waare, soweit sie zu ermitteln war, nach Berlin zurückbeiten und daher nur als Spielerei zu betrachten seien. Vielleicht gebracht worden. Die niedrigste Gemeindefteuer wird unter den westlichen verdient eine von der Firma Wunder u. Kneist in Hannover Vororten Berlins, wie auch bisher, in dem neuen Etatsjahre 1899 hergestellte Maschine, die zum Preise von 75 M. ausgeboten wird, mann in der Prenzlauerstraße. Gegen 1 ühr Mittags durchfuhr ein von der neuen Gemeinde Grunewald absieht, die mit ihrem Beschluß. Einen guten Fang machte Sonntag Nachmittag ein Schuh- wieder die Gemeinde Wilmersdorf mit 90 pCt. erheben, wenn man ihrer merkwürdig einfachen Konstruktion wegen Beachtung. Für gewisse soziale Bustände ist es bezeichnend, daß den Maschinen- junger Mann mit einem Handwagen, auf dem drei leere Butterfässer die Einkommensteuer auf nur 50 pct. festzusetzen, ein Unitum geschreibern mehrfach gerathen wird, sich auf eigene Kosten einen im Werthe von 12 Mark standen, die Prenzlauerstraße und hielt schaffen hat, dem die größeren Gemeinden niemals werden nach Apparat zuzulegen, in dessen Besitz sie dann verhältnißmäßig leicht Mann, mit dem er sich wegen Verkaufs der Fässer unterhielt. Beide mit 97 pct., während Schöneberg, Friedenau, Stegliz und Nixdorf schließlich an der Ecke der Linienstraße an. Hier traf er einen zweiten eifern können. Den zweitniedrigsten Steuersaz hat Charlottenburg auf Beschäftigung rechnen könnten. Von Sammlern wird die reichhaltige Sammlung von Ansichts- entfernten sich sodann, um einen Käufer für die Behälter zu suchen je 100 pet. erheben. Doch ist in dem Steuerfaze Rigdorfs nicht, Postkarten, die in den gleichen Räumen ausgestellt ist, viel be- und ließen den Wagen stehen. Der Vorgang hatte die Aufmerksam wie in dem der drei anderen Vororte und bei Wilmersdorf und feit eines Schumanns hervorgerufen, der nunmehr in der Nähe auf Grunewald, die auf 333 pCt. bemessene Kreissteuer mit enthalten, die Rückkehr der Diebe wartete. Gegen 3 Uhr endlich kam der fondern dieselbe wird dort besonders erhoben. Das bevorstehende Im Lichthofe des Kunstgewerbemuseums an der Prinz junge Mensch zurück und wurde sogleich verhaftet. Wie sich heraus- Ausscheiden aus dem Kreise Teltow bietet aber auch Rigdorf jetzt Albrechtstraße wird morgen Dienstag eine intereffante Ausstellung stellte, ist der Verhaftete ein gewerbsmäßiger Handwagenmarder. die Aussicht, in naher Zeit der Kreissteuer- Zahlung enthoben zu eröffnet werden. Dr. Sarre, früher Assistent an demselben Museum, hat aus Perfien, das er in mehreren Jahren durchreist hat, eine der bei der Verhafteter Durchgänger. Am 25. Februar d. J. war hier werden. Unter den übrigen Vororten sieht am ungünstigsten GroßFirma M. 3zarikow u. Co., Zementbauanstalt, Lichterfelde da, indem es zulegt 110 pet. und im neuen Gtatsjahre reichhaltige Sammlung tunstgewerblicher Gegenstände mitgebracht, angestellte 20 jährige Stomptorist Kurt Lenglies aus Königsberg nach sogar 120 pt. erheben muß. die er jetzt auf furze Zeit der Direktion des Museums überlassen Unterschlagung der Summe von 2500 Mart durchgebrannt. In der Der Teltower Kreistag ist für den 23. d. M. zu einer Sigung hat. Die Sammlung umfaßt nahezu alle Zweige der persischen Nacht zum Sonntag wurde der flüchtige junge Mann, wie aus einberufen. Derselbe wird sich u. a. mit der Abänderung von AmtsIndustrie und enthält besonders eine große Anzahl von Waffen: Leipzig geschrieben wird, dort von einem Berliner Kaufmann, der bezirken zu beschäftigen haben. Es wird beabsichtigt, die Gemeinde Schwerter und Dolche mit kunstvoll geschmiedeten Klingen und reich von der Sache wußte, in einem Kaffeehause gefehen und erkannt und Schmargendorf von dem Amtsbezirk Nr. 2 Deutsch- Wilmersdorf verzierten Schneiden und Griffen. Feiner weist die Sammlung der Polizei übergeben. Im Besize des Verhafteten fanden sich noch persische Teppiche und Stoffe in farbenprächtigen Mustern, reich 1000 m. vom veruntreuten Gelde vor. abzuzweigen und zu einem eigenen Amtsbezirk zu machen. Desbemalte Gefäße und Teller, Proben glafirter Kacheln und endlich gleichen soll die Gemeinde Grunewald von dem Amtsbezirk 39 Spandauer Forst zahlreiche photographische Aufnahmen auf, die von Dr. Sarre selbst Gemeindebezirk gemacht werden. Im weiteren wird sich der Kreisabgezweigt und ebenfalls zu einem eigenen angefertigt worden sind. tag über einen Vorschlag, betr. die Auseinandersetzung des Kreises mit der Stadtgemeinde Schöneberg für den Fall deren Ausscheidens gemäß§ 4 der Kreisordnung, sowie über einen Vorschlag, betreffend die Neuwahlen zum Kreistage nach dem Ausscheiden der Städte Schöneberg und Rirdorf aus dem Streisverbande, schlüssig zu machen haben. Dem Kreistag wird auch eine Vorlage betreffend Erlaß statutarischer Festsetzungen über die Fürsorge für Streiskommunalbeamte infolge von Betriebsunfällen, sowie eine Vorlage, betreffend die Besoldungs- und Anstellungsordnung für die Bureaus und Kassenhaftung eines Aufsehers stattgefunden, der Durchstechereien mit den wird schon am 1. April begonnen werden. Im Zentralgefängniß Plößensee hat wieder einmal die Ver- beamten des Kreises Teltow unterbreitet werden. Mit dem Bau des neuen Rathhauses in Charlottenburg Gefangenen getrieben haben soll. Der Beamte heißt Schulze. wundert. Unmittelbar vor seiner Verhaftung machte am Sonntag der 25 Jahre alte frühere Bostassistent Richard Kloß in seiner Wohnung in der Schlegelstraße einen Selbstmordversuch. Kloß wurde wegen Unterschlagung im Amte steckbrieflich verfolgt. Sonntag Morgen erschienen Kriminalbeamte in seiner Wohnung, um ihn zu verhaften. Als Kloß vernahm, um was es sich handelte, griff er zum Revolver und jagte sich eine Kugel in den Unterleib. Für Wohnungsmiether! Beim Herannahen des Hauptumzugstermins warnt das Polizeipräsidium davor, Wohnungen in neuerbauten oder umgebauten Häusern zu miethen, ohne sich beim zuständigen Polizeirebier zu erkundigen, ob die gemietheten Räume auch zu der betreffenden Zeit beziehbar sein werden. Zwischen der Straßensperrungen. Die Burgstraße von der KönigRohbau- Abnahme und der Gebrauchs- Abnahme von Neu- und Um- straße bis zum Mühlendamm wird behufs Umpflasterung der südbauten muß nach der Bau- Ordnung in der Regel eine sechsmonatige lichen Nampe der Kurfürstenbrücke vom 6. d. M. ab bis auf Weiteres Frist liegen, vor deren Ablauf aus leicht erklärlichen Gründen das für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Beziehen von Miethsräumen polizeilich nicht geduldet wird. Die Bolizeireviere find angewiesen, über die Beziehbarkeit derartiger Wohnungen bereitwilligst Auskunft zu ertheilen. l6 Die Influenza hat in der 2. Hälfte des Februar eine größere Zahl von Todesfällen verursacht. Nach der neuesten Veröffentlichung des Berliner statistischen Amtes sind hier in der Woche vom 12. bis 18. Februar 15 Personen an Influenza gestorben.( Für die folgende Woche, vom 19.- 25. Februar: sind nach den vorläufigen ärztlichen Meldungen fogar über 20 Influenza- Todesfälle festgestellt.) In den 7 Wochen vom 1. Januar bis 18. Februar starben 4, 8, 9, 4, 9, 9, 15 Personen, zusammen 58 Personen an Influenza. Für das Jahr 1898 wurden im ganzen 139 Todesfälle dieser Art gemeldet, abgesehen von etwaigen Nachmeldungen. Selbst in den heißesten Monaten des letzten Jahres, z. B. auch im August, tamen einzelne InfluenzaTodesfälle vor. " = Im Berliner Aquarium haben die am oberen Rande der Treppen: Selbst gestellt hat sich gestern der Kriminalpolizei in Chargrotte aufgestellten Süßwasser Behälter, welche den Zweck verfolgen, die lottenburg der Geschäftsreisende Seifert, ein Mann von 27 Jahren, Naturfreunde über die Art und Weise der Einrichtung der Zimmer Aquarien der für die Gesellschaft Prompt" thätig war. Seifert war früher zu belehren und sie mit den neuesten Erfahrungen auf diesem Gebiete be: Landwirth, suchte vergeblich eine Juspektorstelle und wollte dann fannt zu machen, eine neue Besetzung erhalten. Der erste derselben weist eine Geſellſchaft amerikaniſcher Sundsfische auf, Bertreter einer in nur zwei seinen Lebensunterhalt durch Sammeln von Aufträgen für die geSpezies bekannten Gattung, die ihren Namen von der Eigenthümlichkeit nannte Abfuhrgeſellſchaft erwerben. Da er kein Glück hatte, so erhielten, daß fie beim Schwimmen abwechselnd die Brust- und Bauchflossen brachte ihm seine Thätigkeit wenig ein, und aller Mittel bar, erähnlich den Beinen eines laufenden Hundes bewegen. Ein zweites Becken dichtete er schließlich Aufträge, um die Gebühr einzuzichen. Seine enthält den in den öftlichen Küstenstrichen Nordamerika's heimischen, in Be: Selbstbezichtigung bezieht sich auf 33 Fälle. Seiner Bitte, ihn in wegung und Wesen an unseren Ufelei erinnernden reizenden Maifisch in Haft zu nehmen, wurde entsprochen. mehreren Exemplaren. Ihui schließen sich in zwei folgenden Behältern zwei farbenschöne, buntschillernde Barschfischchen aus Amerika an, von welchen Einen Selbstmordverfuch aus Verzweiflung über ihre der mit glänzenden Tüpfelchen gezeichnete Diamantbarich besonders auffällt. fürzlich erfolgte Ermission machte die Schuhmacherswittwe Marie Für das Lokomotivpersonal der preußischen Staatsbahnen Zu Ehren von Friedrich Spielhagen hatte die Direktion des Nagolsti in Rigdorf, Prinz Handjerhstraße wohnhaft. Sie war ist jetzt eine vom Eisenbahnminister beantragte Sommer- Dienst- Schiller- Theaters Sonntag Abend im Bürgersaale des Rathhauses durch andauernde Krankheit ihres Mannes, die mit deſſen Tod tleidung genehmigt worden. eine Feier veranstaltet. Vom Dichter felber war anfangs die Zusage endigte, in die bitterste Noth gerathen. Die Schande" der ExDas Polizei- Präsidium theilt mit: Auf Grund der§§ 5 und ergangen, sich an diesem Rezitationsabend zu betheiligen; eine mission konnte die Arme nicht verwinden und versuchte sich mittelst 6 des Gesetzes über die Polizeiverwaltung vom 11. März 1850 Familientrauer er der Tod seines Bruders verhinderte ihn jedoch einer Wäscheleine zu erhängen. Doch war ihr Vorhaben bemerkt ( Gefeß- Sammlung Seite 265) und der§§ 143 und 144 des Gesezes an der Erfüllung des Versprechens. Die Feier vollzog sich in denkbar worden und es gelang den Hausbewohnern, sie wieder ins Leben über die allgemeine Landesverwaltung vom 30. Juli 1883( Gesetz einfachster Weise. Herr Reinhold Ortmann, der in kurzer Ansprache zurückzurufen. Sammlung Seite 195) wird für den Stadtkreis Berlin mit Zu der Bedeutung Spielhagen's gerecht zu werden suchte, mochte wohl Durch die Aufmerksamkeit eines Kriminalbeamten ist in stimmung des Gemeindevorstandes Folgendes verordnet:§ 1. Das das Richtige getroffen haben, als er mit einem gewissen Sarkasmus be- Charlottenburg ein arger Vertrauensbruch ans Tageslicht Einbringen, die Beförderung, das Abladen und die Lagerung aller merkte, daß auf jenem geräuschvollen Feste, allwo das literarische Berlin" gekommen. Einem Kriminalbeamten des 7. Reviers fiel seit einiger von auswärtigen Gemeindebezirken herrührender Haus, Fabrits- sowohl den Dichter als auch sich selbst zu ehren bestrebt war, eigent Beit ein Mann auf, der in Schankwirthschaften Nasirmesser, Taschenund Wirtschaftsabgänge, insbesondere von Müll, Asche, Schlacken, lich nur wenig Zeit zur liebevollen Würdigung des Gefeierten übrig messer und andere Stahlwaaren zu einem außerordentlich billigen Abraum, Schutt, Kehricht, Modder, Küchen- und Fleischabfällen, geblieben wäre. Ob das damals Versäumte am legten Sonntag Preise verkaufte. Er fand auf den Waaren übereinstimmend den Marttabgängen, Knochen, Lumpen, Scherben und anderen ähnlichen, nachgeholt worden ist? Der gute Wille muß für die That gewonnen Stempel eines bekannten großen Geschäftes von T. in der Scharrnsowie von allen übelriechenden Stoffen ist verboten.§ 2. Zuwider- werden, wenn an einem Rezitationsabend, der fast ausschließlich auf ftraße und setzte dessen Juhaber von dem auffallenden Handel in handlungen gegen die Bestimmungen dieser Polizeiverodnung werden die Wiedergabe von Gedichten angelegt ist, ein Schriftsteller ge- Stenntniß. Den Händler stellte er als einen Messerschmied Mag mit Geldstrafe bis zu 30 M., im Unvermögensfalle mit entsprechender würdigt werden soll, dessen wesentlichste Stärke im Roman liegt. Schulz fest. Nun ergab sich, daß Schulz ein Vertrauensmann Haft geahndet.§ 3. Diese Polizeiverordnung tritt mit dem Tage aber insoweit war die vom Schiller- Theater veranstaltete Feier gewiß des Geschäftsinhabers war, der seit 2/2 Jahren bei ihm arbeitete der Verkündigung in Kraft. ein Gewim, als manche Spielhagen'sche Dichtung, die dem großen und ein solches Ansehen genoß, daß er oft lange Zeit ganz fam. allein im Laden gelassen wurde. T. Hatte zwar schon seit längerer Ein Liebespaar, das vom Werth des schnöden Mammon Publikum kaum bekannt ist, einmal unter die Leute offenbart sich ein Zeit wahrgenommen, daß ihm neue Sachen und auch alte, die ihm offenbar eine hohe Meinung hat, ist von der hiesigen Kriminalpolizei In den meisten dieser kleinen Poeme am Sonnabend Abend im Aleranderpla Selbstbewußtsein, ein Unabhängigkeitsfinn, der auch dem Unkundigen zur Ausbesserung übergeben wurden, abhanden kamen, und er hatte haftet. worden. Ein Rittergutsbefizer P. in Schlesien erhielt vor Klarheit darüber verschafft, warum der Schöpfer solcher Unhöflich schon manchen Schadensersatz leisten müssen. Niemals aber hätte er einiger Zeit den Besuch eines Herrn F. aus New- York, der feiten ohne jene Dekoration bleiben mußte, die gewisse Freisinns- auch nur entfernt daran gedacht, daß sein Vertrauter der Dieb sein Länger bei ihm verweilte. Der könnte. Und doch war es so. Eine Haussuchung bei Schulz förderte Amerikaner belohnte die mannen unter großem Wehtlagen an ihm vermißten. Gastfreundschaft sehr schlecht, indem er sich in die Gattin Feuerbericht. Sonntag Abend furz nach 11 Uhr wurde die ein ganzes Waarenlager zu Tage und der Ungetreue legte denn auch des Hausherrn, dessen dritte Frau, verliebte und sie zur Wehr nach Bellealliancestraße 84 gerufen, wo Sägespähne ein Geständniß ab. Dagegen bestreitet er, 133 Mart, die auf unerFlucht mit ihm beredete. Nicht das allein, das Pärchen nahm und Breßtohlen Feuer gefangen hatten. Nachmittags war am flärliche Weise aus der Ladenkasse abhanden gekommen sind, ents auch von dem disponiblen Vermögen des Rittergutsbesigers mit, Bellealliance play 2 derefahrstuhl durch Kurzschluß der wendet zu haben. Der Kriminalpolizei ist es bisher gelungen, für was es nur erraffen konnte, preußische und andere deutsche Werth elektrischen Leitung in Brand gerathen. Zwei Alarmirungen nach etwa 50 Mart gestohlene und verkaufte Waaren wieder herbeipapiere im Betrage von weit über 100 000 m. B. entdeckte die Quizowstraße 16 und Christ burgerstraße 4 waren zuschaffen. zurüdzuführen. Flucht noch rechtzeitig, um die Behörde auf die Flüchtlinge auf- auf Unfug In waren Fällen Für das Personal der Geschützgießerei in Spandau soll mertjam machen zu können. Er stellte fest, daß das Paar vorgestern Bauzäune in Brand gesezt. Ein Schornsteinbrand mußte nun endlich auch, gleich den sonstigen föniglichen Instituten, eine Morgen nach Berlin abgereift war, und dampfte mit dem nächsten Schwedterstraße 253 abgelöscht werden. Ein Zimmer Badeanstalt errichtet werden, an welcher es bisher noch mangelt. Es Zuge nach. Außer den Bahnhöfen wurden nun in Berlin auch die brand rief die Wehr nach Wasserthorstraße 20. Gegen sind für diesen Zweck zwei Gebäude in Aussicht genommen, deren Theater verV beiden den Kopf ging. D. G. 46. 1. Den Namen Bom rothen Kreuz" tragen eine rege fedes mit zwölf Wannen- und sechs Douchebädern ausgestattet[ an Böswilligkeit absehen. Die Marinebehörden glauben, daß eine 1 werden soll. chemische zersetzung in einer Kiste mit rauchlosem Pulver statt von Vereinen, deren ursprünglicher Zwed ausschließlich die Pflege vers bon Pflegern u. f. w. war. Allmälig haben diese Vereine den Kreis ihrer Aus Lübben berichtet die F. O. 8.": Der Einjährig- Frei- gefunden hat. Die benachbarten Pulvermagazine find unbeschädigt wundeter Krieger, bez. die Vorbereitung für diesen Beruf Ausbildung Der Marineminister hat 10 000 Franks gesandt. Der Präsident der Thätigkeit erweitert, und sie dienen fest verschiedenen allgemeinen Wohlwillige Droh in wurde Freitag Vormittag auf den Scheibenständen Republik Loubet und der Ministerpräsident Dupuy fandten jeder thätigkeitszweden. 2. Die Heimstätte für Lungenkranke am Grabowſee ist des hiesigen Jägerbataillons durch die unvorsichtigkeit eines Jägers 500 Franks nach Toulon als erste Beihilfe für die Familien der Eigenthum des„ Volksheilstättenvereins vom rothen Kreuz". 3. Unferes erschossen. Dieser Hantirte mit einem Gewehr, hatte es eben Wissens stehen in der genannten Heimstätte Freibetten nicht zur Verfügung, geladen, als auch schon der Schuß los- und dem Einjährigen durch Opfer der Explosion. Vier neue Opfer der Pulverexplosion sind gestorben, drei weitere sondern es finden nur Krante Aufnahme, die aus eigenen Mitteln das drei Mark pro Tag zahlen, oder für die eine Krankenkasse befinden sich in einem verzweifelten Zustande. Man glaubt, daß noch Pflegegeld etwa 15 unter den Trümmern liegen. oder Versicherungsgesellschaft diese Zahlung übernimmt. Sichere Auskunft hierüber wird durch schriftliche Anfrage bei der Heimstättenverwaltung zu 2Ueber ein Eisenbahnunglück wird aus Bukarest gemeldet: erhalten sein. Wenn aber der betr. Krante, um dessen Aufnahme es sich Von einer verhängnißvollen Pulver- Explosion, der etwa Der Schnellzug von Bukarest nach Jassy ist Sonntag früh zwischen handelt, Mitglied einer Krankenkaffe ist, oder der gesetzlichen Alters: und Barnova und Giurna entgleist. Ein Reisender und ein Heizer Invaliditätsversicherung unterliegt, fo thut er gut, sich in erster Linie an fiebzig Menschenleben zum Opfer gefallen find, ist Toulon und Um- wurden getödtet, 14 Personen wurden verwundet. Der Postwagen den Kaſſenarzt, bez. unmittelbar an die„ Alters: und Invaliditätsversiche= 2. P. 117. Nein. In dem Marine- Pnlbermagazin in wurde zertrümmert, doch blieben die in demselben beschäftigten rungs- Anstalt, Berlin C., Klosterstr. 41", zu wenden. F. H. 5. 1. Nein, wenn Sie dies nicht können, Lagoubran, zwischen Toulon und La Sehne, welches etwa 50 000 Kilogramm schwarzes Schießpulver enthalten haben soll, ist Sonntag früh 2½ Uhr aus noch nicht aufgeklärter Ursache eine furchtbare 10 Vermischtes. gegend heimgesucht worden. Explosion erfolgt. Beamten unversehrt. ohne sich und Ihre Familie zu schädigen. 2. Klage. 3. Ja, für die gemeinAus Hamburg wird berichtet: Auf dem Schleppdampfer, Erna" schaftlichen Kosten haften Sie auch.- B. A. 41. Ja. fand eine Reifelerplosion furz vor Beginn der Fahrt statt. Der Maschinist Edstein und ein Heizer sind durch Dampf verbrüht und getödtet. In Bromberg brannte die Dampfgerberei von Buchholz nieder. Der Schaden wird auf 300 000 M. geschätzt. Genosse. Nein, wenn für Ihren Gewerbebetrieb die Waaren beſtimmt waren, sonst ia. Kaffen- Neubau Wien. Um die Frage zu beantworten, müßten wir fann interveniren. • Hedwig K., Liebigerst den Vertrag mit dem Möbelhändler einsehen. straße. 1. Dann haben Sie Anspruch. 2. Die Ermissionsklage wird abs gewiesen. H. B. 182. 1. Finden Sie im Adreßbuch. 2. Ihr Mann Kaiser. 1. Ja. 2. Bis 10 Uhr. J. O. Nein, 2. K. C. 111. Beantragen Sie wenn Sie das Armenrecht haben. In der Bucht von Muggia sind, wie aus Triest berichtet zunächst Abschrift des Testaments und wiederholen Sie dann die Anfrage wird, sechs Männer bei einer Bootfahrt vom Borasturm überrascht unter Beifügung einer Abschrift. D. S. 55. Der Vertrag gilt auf ein worden. Das Boot tenterte; von den sechs Insassen konnte nur Jahr. einer gerettet werden. A. Sch. 49. Die Fragen fönnen nur beantwortet werden, wenn Sie uns den Inhalt des Testaments mittheilen. W., Nigdorf. Nein. Witterungsübersicht vom 6. März 1899, Morgens 8 Uhr. Ueber eine folgenschwere Katastrophe in einem Eisenbahnzuge wird aus Petersburg depeschirt: In dem nach Dwinst Klasse durch die Explosion eines mit Benzin gefüllten Ballons Sonnabend Abend abgegangenen Personenzuge ist ein Waggon dritter verbrannt. Sechs Frauen und ein Mann wurden getödtet; sechzehn Stationen Personen wurden schwer verwundet ins Krankenhaus gebracht. Von den sieben Soldaten, welche die Wache bei dem Pulvermagazin hatten, sind vier getödtet und drei schwer verwundet worden. Die Katastrophe forderte auch zahlreiche Opfer unter den Bewohnern des nächstliegenden Viertels dessen Häuser vollkommen dem Erdboden gleich gemacht sind. Unter den Trümmern sind bisher einige fiebzig Tode und 110 Verwundete hervorgezogen worden. Vier von den Verwundeten sind bereits gestorben, drei weitere befinden sich in hoffnungslosem Zustande. Man glaubt, daß noch etwa 15 Todte unter den Trümmern liegen. Die Arbeiten zur Auffindung der Opfer dauerten den ganzen Tag. Die Identität der Getödteten festzustellen, ist meist unmöglich. Die Aufräumungsarbeiten gestalteten sich sehr schwierig. Ein ganzes Viertel von Lagoubran ist zerstört. Auf zwei Kilometer im Umfreise ist alles verwüstet, die Häuser zerstört und die Felder verheert. Zahlreiche Schäden sind bis 4 Kilometer in die Stadt Toulon hinein angerichtet. In der Vorstadt St. Jean Duvar find Thüren und Fenster zertrümmert. Der Knall der Explosion wurde bis Nizza gehört, die Erschütterung wurde an der ganzen Riviera verspürt. Der Munizipalrath trat zu einer außerordentlichen Sizung zusammen und beschloß Maßnahmen zur ersten Hilfeleistung für die Betroffenen. Der Marineminister sandte ebenfalls Hilfe. Die in Untersuchung über die Ursache der Explosion hat bis jetzt keine greifbaren Resultate ergeben. Jedenfalls muß man von jedem Gedanken Für Inhalt Luisen- Theater Briefkasten der Redaktion. Freitags abends von 7 bis 8 Uhr abgehalten. Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und erwünscht. Ist persönliche Begegnung nicht möglich? Turfflub. Für Ihre interessanten Mittheilungen besten Dank. Mehr Karneval, Berlin. Die von ihnen vermißte Quittung befindet sich der Nr. 49 vom 26. Februar d. J., Zeile 25 von oben. 9. 44. Wahrscheinlich. Näheres ist noch nicht bekannt gegeben. M. S. 1. Kommen Sie in die juristische Sprechstunde. 2. Nein. Barometer ftand mm richtung WindWindstärfe Swinemde. 763 Hamburg 22 765 S Berlin 768 Wiesbaden 770 Still München 770 SO Wien 771 NNW Wetter Temp. n. 6. 5° C. 4° R. Stationen Barometerstand mm Wind richtung -2 Haparanda 752 9 -5 Cort Windstärke Wetter Temp. n. G. 5° 6.4° R. 4wollent- 21 wolfig 5 bedeckt-2 Petersburg 759 5 bedeckt 3 heiter 754 4wolfen! 9 Paris 767 6 bedeckt 2wolfent wolkent- 6 Aberdeen 3wolkent- 8 ထာ Wetter Prognose für Dienstag, den 7. März 1899. Wärmer bei ziemlich frischen füdwestlichen Winden und zunehmender Bewölkung; nachher etwas Regen. Typographia The den Jubalt der Ruferate Entiset Urania Gesangverein Berliner Buchdrucker und Schriftgiesser. übernimmt die Redaktion dem 34. Reichenbergerstraße 34. Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, den 7. März. Opernhaus. Der Freischütz. Anfang 712 Uhr. Schauspielhaus. Julius Cafar. Anfang 7 Uhr. Deutsches. Fuhrmann Henschel. Anfang 72 Uhr. Peijing. Nora. Anfang 7/2 Uhr. Berliner. Zaza. Anfang 7 Uhr. Residenz. Der Schlafwagen Nontrolleur. Vorher: 8um Einsiedler. Anfang 7/2 Uhr. Neues. Hofgunst. Anfang 72 Uhr. Metropol. Die feinen Michu's. Hierauf: Die Engelsjäger. Anfang 72 Uhr. Abends 8 Uhr: Der Kaufmann von Venedig. Lustspiel in 5 Aften Tanbenstrasse 48/49. Im Theater: von William Shakespeare. Das Land der Fjorde. Uebersetzt von A. W. v. Schlegel. Im Hörsaal: Mittwoch: Der goldene Cylinder. Donnerstag: Der Hüttenbefizer. Dr. Nass: ,, Die Schwermetalle!" Freitag: Der goldene Cylinder. Sonnabend Nachmittag: 19. Schüler Vorstellung: Wilhelm Tell. Abends: Der goldene Cylinder. Metropol- Theater. Behrenstr. 55/57. Dir. Rich. Schultz, Dienstag: Die kleinen Michu's. Operette in 3 Aften v. André Messager. Hierauf: Schiller. Verbotene Früchte. Vor- Die Engelsjäger. her: Die Neuvermählten. An- Tanzpoëm in 14 Bildern von H. Regel fang 8 Uhr. Weiten. Der Husar. Am Wörther See. Anfang 72 Uhr. Central. Die Puppe. Auf. 7%, usr. Thalia. Schiddebold's Engel. Anfang 7 Uhr. Luifen. Der Kaufmann von Benedig. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Das Milchmädchen von Schöneberg. Anfang 8 Uhr. Oftend. Der Brandstifter. Anfang 8 Uhr. $ Anfang Friedrich Wilhelmstädtisches. Fuhrmann Henschel. 8 1hr. Alexanderplatz. Studenten Trud chen. Anfang 8 Uhr. Apollo. Spezialitäten Borstellung. Anfang 7/2 Uhr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Täglich geöffnet von 10 Uhr Vor mittags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr:" Das Land der Fiorde". Operntelephon. Juvalidenstraße 57/62. Täglich Abends von 5-10 Uhr: Stern warte. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 1hr. Feen: Palast. Spezialitäten Vorstellung. = Passage Panoptikum. Speziali täten Vorstellung. Schiller- Theater ( Walluer Theater). Dienstag 8 Uhr: Verbotene Früchte. Borher: Die Neuvermählten. Mittwoch 8 Uhr: Verbotene Früchte. Borher: Die Neuvermählten. Donnerstag 8 Uhr: Verbotene Früchte. Borher: Die Neuvermühlten. Central Theater Direktion: José Ferenczy. Die Puppe( La Poupée) Operette in 3 Aften und einem Vorspiel von Sturgeß und Ordonneau. Musik von Ed. Audran. Morgen und folgende Tage: Die Puppe( La Poupée). Sonntag Nachm. zu halben Preisen: Der Obersteiger. Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72/73. Gastspiel Emil Thomas Borletzte Woche! Schiddebold's Engel. Poffe mit Gesang in 4 Aften von 2. Mannstädt. Musik von demselben. Kouplets von Alfred Bender. Anfang 72 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. und J. Bayer. Ostend- Carl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterstraße 132. Der Brandstifter Nur noch 3 Aufführungen! Sensationelles Ausstattungsstück mit Gesang in 5 Atten von G. Ofontowsky. Musit von L. Fall. Anfang 8 Uhr. Im Tunnel von 7 Uhr an Frei Konzert. Vorzugsbillets haben Giltigkeit. Mittwoch bis Freitag: Der Brand: ftifter. Sonnabend: Benefiz für Joh. Dill. Bum 137. Male: Der deutsche Michel. Feen- PalastTheater Burgstr. 22. Burgstr. 22. Gr. Erfolg des neuen März- Programms. Um 82 Uhr: Berliner Waschermädel. Gesangs- Burleste von Wilh. Geride. Fridolin Pieffe: Dir. Winkler. Neu! Vergissmeinnicht, Quart. Plötzlarella. Little Nanon. Alfredo Truppe. Helma Mihée. Ernst Sprecher. Gust. Schmidt. Ada und Victor. Helene Voss. Lebende Photographien. Anf. 72 Uhr. Entree 50 Bfg. Billet- Vorv. Vorm. v. 11-1 Uhr. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Nöhl, Schneider und Schrader.) Frauen- Emanzipation Burleske von Meysel. Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf., Vorverkauf 40 Pf., Num. Balkon 75Pf., Balkonloge 1 Mk., OrchesterLoge 1,50 Mk., Fremden- Loge 2 Mk, Tageskaffe von 11-1 Uhr. Jeden Freitag: Neues Programm. ( Experimental- Chemie 9.) Invalidenstr. 57/62: M. d. A.-S.-B. Dirigent: Fr. Pieth. Sonntag, den 12. März, in L. Keller's Festsälen, Koppenstrasse 29: Vokal- und Instrumental- Konzert unter Mitwirkung der Solisten des Neuen Berliner Sinfonie- Orchesters. Nach dem Konzert: BALL. Hieran theilnehmende Herren zahlen 50 Pf. extra. Tägl. Sternwarte.. Nachmittags täglich 5-10 Uhr. an der Kasse 50 Pf., Kinder 10 Pf. Liedertexte an der Kontrolle Kasseneröffnung 5 Uhr, Anfang 62 Uhr. Eintrittspreis 40 Pf., Berliner Wetterbureau. Mähr's Theater Oranien Straße 24. Täglich: Rezept gegen Schwiegermütter und Im wunderschönen Monat Mai. Spezialitäten. Bons haben Giltigkeit. Sonntags Anfang 6 Uhr. Avis! Ant 14. März cr.: Benefiz für Klara Hayn, Gebrüder RichterTheater gratis. Billets sind im Bureau des Vereins Berliner Buchdrucker. Ritterstrasse 88 1 Tr., im Setzersaal des„ Vorwärts", Beuthstrasse 2, 57 Lothringer- Strasse 57. Passage- Panopticum. Hof 4 Tr., sowie in den mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends. Von 62 Uhr ab: Théâtre variété. Um 81 Uhr: Die Palästinafahrt Sr. Maj. d. Kaisers in hundert 35 qm groß. Projektionsbildern m. erläut. Vortrag. Castan's Panopticum. Jtal. Sänger- u. Tänzer- Gesellsch. ,, Santa Lucia". nden Die berühmten ,, lebenden Bilder". Neu! Dreyfus- Esterhazy. Y Apollo- Theater. Das beste Programm der Saison. 65/6 Heute Dienstag, Abends 9 Uhr: Uebungsstunde in den Arminhallen, Kommandantenstrasse 20. Novität! Novität! Dater und Bohn. Volksstück mit Gesang in 4 Aften von Wilhelm Richter. Heinrich Muffig.. W. Richter. Neue freie Volksbühne. wie denten Sie darüber? Sonntag, den 12. März 1899, Nachmittags präz. 22 Uhr, im Ostend- Carl Weiss- Theater: Novität! Ohne Liebe Fräulein Pfannenstiel. Lustspiel in 2 Aufzügen von M. von Ebner Eschenbach. = Tragikomödie in 2 Aufzügen von May Gebhardt. Die Verlofang der Bläße beginnt 1½ Uhr. Die Mitglieder werden dringend ersucht, recht pünktlich zu sein, denn die Vorstellung beginnt präzise 2 Uhr und werden dann die Zugangsthüren zum Theater raum geschlossen, sodaß Nachzügler erst nach Schluß des ersten Aftes Zutritt Posse in 1 Aft von Carl Beck. Anfang: Wochent. 8 Uhr, Sonnt. 7 Uhr. 71 Jmbs' Festsäle ( Ostbahn- Park) Nüdersdorfer Straße 71, am Küstriner Plaz. Jeden Dienstag: erhalten können. Einige Neuaufnahmen werden noch durch die Norddeutsche Sänger Zahlstellen vorgenommen. Sonntag, 26. März: Extra Vorstellung im Schiller: Theater: Die Kreuzellchreiber. 150/3 Bauernkomödie mit Gesang in 6 Bildern von 2. Anzengruber. Karten sind bereits am Sonntag im Theater zu haben. Wiener Volks- Theater Oranienstr. 52( Moritzplatz). Eröffnung Lilli Freedgy. Mlle. Sidley. Mittwoch, den 8. März cr. Miss Barma. 0. K. Sato. SeWallno und Mertens. gommer. Vendaro- Trio. Frl. Werther. 3 Toscarys. Paul Jülich. Curtis und Gordon. Scheherazade. Serenadas. The 5 Julians. Der Kosmograph. Anfang 72 Uhr. Vorverkauf tägl. im Theater u. beim ,, Künstlerdank", Unter den Linden 69. Circus Renz- Riesen- Tunnel. Direktion: J. M. Hütt. Täglich: Konzert- und SpezialitätenVorstellung mit fiets wechselndem Programm. Sonnabend, den 11. März cr.: Benefiz für den beliebten Humoristen und Regiffeur Gustav Kluck unter Mitwirkung bedeutender Künstler. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Concerthaus Leipzigerstr. No. 48. Täglich: Hoffmann's Quartett. Humoristen Heute, Dienstag: Theaterskandal und zum ersten Mal: Ad. Löhr, Kassirer, Ackerstr. 40. Moabiter Gesellschaftshaus, Alt- Moabit 80-81. Jeden Sonntag: Ball. Anfang 4 Uhr. Jeden Mittwoch: Hippel's Stettiner Gesellschaft. Anfang 8 Uhr. Passe- partouts haben Giltigfeit. C. Peters. Alcazar- Theater Dresdenerstr. 52/ 53.City- Passage.W Neu! Direktion: Winkler. Täglich: Neu! Alles was zum Ban gehört! Komische Bilder aus dem Berliner Voltsleben mit Gesang u. Tanz. Neu! Neu! Neu! Ada und Ottfried Relay, vorzügliches Gesangsduett. Vorher: Ein bengalischer Tiger. Lustspiel von Brisebarre. Wochent. 71/2 Uhr. Anfang: Sonntags 6% 11br. Entree 30 Bf. an Sonn- u. Wochentagen Vorzugsbillets haben Giltigkeit. Wedding- Park Müller Strasse 178. Jeden Dienstag: Jeden Dienstag: Der Jubilar. Norddeutsche Sänger. Mittwoch: Der Jubilar, Noack's Theater Brunnenstr. 16. Jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag: Theater- Vorstellung. Die Schule des Lebens. Schauspiel in Herren Gäme, Cahnbley, Zimmermann, Stangenberg, Grubow und Raake. [ 455b Nachher: Frei- Tanzkränzchen. Louisenstädt. Klubhaus, 16, Annenstr. 16, empfiehlt seine Säle u. Vereinss zimmer zu Festlichkeiten u. Vers sammlungen. Frei: Palmsonntag. 1. n. 3. Ofterfeiertag. Nach Ostern alle Tage frei mit Ausnahme Mons tag, Donnerstag und Freitag, wo die Arb.- Bildungsschule d. Saal benutzt.[* Vereine und Gewerkschaften! Empfehle mein Weiß- u. BairischBierlokal nebst franz. Billard und Vereinszimmer für 40-50 Pers sonen, auch geeignet für Zahlstellen. Kommandantenstr.65, G. Ladewig, naye aite Jakobstraße. Bettstellen, Matrazen, Spinden, Tisch, Stühle, Spiegel, Fahrrad, Sopha, Betten, Küchenmöbel spottbill. verkäuflich, Waldemarstr. 27, born I. Lebens. 54 5¼ 5 Aften von Dr. G. Raupa ch. Rach ber Lauzkränzchen. Vorstellung: CIRCUS BUSCH Dienstag, den 7. März 1899: HEF Elite- Abend. Pfd. Brot 50 Pfg. 4 H. Albrecht's Bäckerei Wrangelstr.9. Krantstr.19. Falckensteinstr. 28. Laufikerstr. 2 Möbel, baar u. Theilzahlung, billigst Franks furter Allee 110 1, * Ecke Königsbergerstr. Möbel, ganze Wirthsch. billig verkäuft. Waldemarstr. 68, I, Nehrkorn. Für 30 Mark fertige hochfeine Anzüge nach Maß, für 30 Mt. fertige feine Sommer- Paletots 8222* nach Waß. Riesenstofflager Krausenstr. 14. I( fein Laden). Sum 113. Male: PERSIEN. Außerdem: Zum 1. Male: Doppel: Aft zu Pferde der außerordentlichen Reitfünstler Miß Doris und Mr. Leon. In der Tanzstunde, Quadrille, ger. von 4 Damen und 4 Herren. Direttor Zähne 1.50 M. Reparaturen 2 M. 1. Schmerzl. ZahnBusch mit feinen vorzüglichen Frei ziehen 1 M. Plomben 1 W. 2c. E. Fuhrheitsdreffuren. Gigerl- flown Daniels, mann, Dentist, Schwedterstr. 245 a, Slown Boganowsky mit neuen Späßen. Ede Kastanien- Allee. Polo. Sandor Trio. Morgen, Mittwoch, den 8. März: Biegler, Wolf, Hohenberg etc. Entree 20 Pf., Vorzugsbillets 15 Pf. Persiene 8282* 2 M. an, vorzügl. 10jährige Künftl. Zähne Tojarige Garantie Plomben 1,50 an. Schmerzloses Zahna Iziehen. Goldstein, Oranienftr. 123. Sozialdemokratischer Wahlverein. für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( Osten). Dienstag, den 7. d. M., Abends 8 1hr, bei Breuer( Königsbank), Gr. Frankfurterstr. 117: Versammlung. Tages Ordnung: 242/9 Wahlverein des 6. Berl. Reichstags- Wahlkreises. mim Sonnabend, den 11. März 1899: X. STIFTUNGS- FEST 1. Bortrag des Genoffen Stadtverordneten Bruns über:„ Die nächsten Stadtverordnetenwahlen". 2. Dispund in den Räumen des Feen- Palastes, Burg- und Wolfgangstrassen- Ecke. Die Bersammlung wird präzise eröffnet. Erscheinen aller Mitglieder ist Pflicht. Gäfte haben Auftreten des gesammten Theater- Personals. Gesangs- Aufführungen von mehreren Arbeiter- Gesangvereinen. tuffion. 3. Verschiedenes. Zutritt. Der Vorstand. Achtung! Droschkenkutscher. Achtung! Festrede, gehalten vom Reichstags- Abgeordneten Thiele. Die in der Allgemeinen Fahrzeitung" angekündigte Versammlung findet nicht am 17. März, sondern am Donnerstag, den 9. März, Abends 9 Uhr, in Stechert's Saal, Andreas- Straße 21, mit folgender Tagesordnung statt. TANZ Herren, welche daran theilnehmen, zahlen 50 Pfennige nach. Anfang präc. 8 Uhr. Programm gratis. Billet 25 Pfennige. Den Mitgliedern zur Nachricht, dass die Broschüre:„ Das Dresdener Zuchth aus- Urtheil vor dem Deutschen Reichstage" von Anfang nächster Woche an bei den Bezirks führern in Empfang genommen werden kann. [ 246/8] Achtung! Töpfer. Achtung! Der Vorstand. Brotbäcker[ 16236 fann für eigene Rechnung eine Brot fabrik übernehmen. Freie Miethe. 1. Die soziale Lage der Arbeiterschaft und die Mittel zur Verbesserung. Am Mittwoch, den 8. März, Abends 6 Uhr, im Saale des zu erfragen Friedenſtr. 60, Hilbig. Referent: Genosse G. Wagner. 2. Berichterstattung über unsere letzte Lohnbewegung. 3. Wahl von Revisoren. 4. Diskussion. Zahlreichen Besuch erwartet Achtung! Das Agitations- Komitee. Achtung! Maurer. 52/7 ,, Alten Schützenhauses", Linienstraße 5: mit Materialwaaren- Geschäft Oeffentl. Derlammlung alber ſof. zu verkaufen Beffingſtr. 15. der Töpfer Berlins und Umgegend. Tages Ordnung: 1. Die Bedeutung des allgemeinen Bauarbeiter- Kongreffes. Referent Genoffe Dietrich. 2. Unsere Taktik im Jahre 1899. 3. Gewerkschaftliches. Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Donnerstag, 9. März, Abends 8 Uhr, im Luiseustädt. Konzerthaus, Alte Jakobftr. 37: Achtung! Große öffentliche Maurer- Versammlung. Tages Ordnung: Der Vertrauensmann: H. David. Zimmerer. 193/2 Klempnerei, verbunden mit Installation für Gass und Wafferanlagen, ist wegen Burs rubesetzung für 700 W. zu verfaufen. Off. unter C. 10 an d. Exp. d. 3tg.[ 16205 700 M. vertfl. Holz Achtung! Stehbierhalle martstraße 40, part. Donnerstag, den 9. März 1899, Abends 8 Uhr: Oeffentliche Versammlung in Cohn's Festsälen, Beuth- Straße Nr. 20. Tagesordnung: 1. Der Arbeiterschutz im Baugewerbe. Referent Reichstags- Abgeordneter Genoffe Hoch. Stellungnahme zum Bauarbetter- Kongreß event. Wahl von Delegirten zu demselben. 3. Verschiedenes. 131/17 Die Lohnkommission. J. A.: Karl Panser. 1. Stellungnahme zur Lohnbewegung in diesem Jahre. 2. StellungAllen Freunden und Bekannten die nahme zum Bauarbeiter- Kongreß. 3. Der Kongreß der durch Vertrauens: traurige Nachricht, daß mein lieber männer zentralisirten Gewerkschaften in Braunschweig. Anträge und Wahl Mann, der Klavierarbeiter der Delegirten. 4. Der 1. Mai. Die Vertrauensleute. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Carl Flemming 256/4 am Sonntag, den 5. März, nach langen Mittwoch, den 8. März, Abends 8 Uhr: fchweren Veiben verstorben ist.[ 16226 Vertrauensmänner- Versammlungen. Moabit: im totale bes Herrn Joksch, Thurmstraße 84. Tages Ordnung: Werkstattangelegenheiten und Verschiedenes. 78/13 In dieser Versammlung müssen sämmtliche Werkstellen vertreten sein. Wedding und Gesundbrunnen: Die Beerdigung findet am Mittwoch, Wirthschaft wegzugshalber zut bert. Kirchner, Ohmstr. 10.[ 16246 Geschäftsteller sof. Spreestr. 6 25 M. Komptoir, Stallungen, Remisen 2c. auf Abbruch zu vert. Näh. u. M. K. 24 Berlin N, 54 Bostamt. 16126 Baustellen, Oftvorort, Quadratruthe 6 M., verkauft 16095 Fischer, Breslauerstr. 30. Schlafft. b. Kolbe, Koppenstr. 94, b. Deutsch. Metallarbeiter- Verband Arbeitsmarkt. den 8. März, nachm. 4 Uhr, von der stonow Leichenhalle des des Emmaus- Kirchhofes aus statt. Die trauernden Hinterbliebenen ( Verwaltungsstelle Berlin.) Dienstag, den 7. März, Abends 6 Uhr, bei Herrn Nümann, Brunnenstr. 188: Heinrich Flemming Frau Flemming Versammlung. als Bruder. nebst Kindern. Deutscher Tages Ordnung: 110/18 Der Streit der Former und Kernmacher der Firma Gäbert. im Lokale des Herrn Raabe( Kolberger Salon), Kolbergerstr. 23. Holzarbeiter Verband. Mittwoch, 8. März, Abendz 8½ Uhr, in den Andreas- Feftfälen, Tages Ordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Diskussion. 3. Werkstatt- und Verbandsangelegenheiten. Schönhauser und Rosenthaler Vorstadt bei Wernau, Schwedterstr. 23. Tages Ordnung: = Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Mittheilung, daß der Kollege Klavierarbeiter Karl Flemming an d. Proletarierkrankheit verstorben ist. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 8. März, Nachmittags 4 Uhr von hofes aus statt. 1. Bericht der Werkstatt- Kontrollfommission. 2. Verbands- und Werkstatt der Leichenhalle des Emmaus: Kirchangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Die Bersammlung wird pünktlich eröffnet. Often und Nordoften: bei Mann, Strausbergerſtr. 3. Tages Ordnung: 1. Bericht der Obmänner. 2. Werkſtattangelegenheiten. 3. Berschiebenes. Jebe Werkstatt des Bezirks muß vertreten sein. Südoften: bei Rautenberg, Oranienstr. 180. Tages Ordnung: 1. Besprechung über Werkstattangelegenheiten. 2. Verschiedenes. Westen und Südwesten: bei Zabell, Lindenstr. 106 Tages Ordnung: 1. Wertstattangelegenheiten. 2. Verschiebenes.- Anfang 8 Uhr. Musikinstrumenten- Arbeiter im Lokale des Herrn Zubeil, Linden Strake 106. Tages- Ordnung: 1. Der Abzug bei Nieber u. Co. und das Verhalten der Kommission. 2. Branchenangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Es ist Pflicht, daß jede Werkstatt vertreten ist. Drechsler. Often: bei Mühle, Koppenstr. 41. Andreasstr. 21: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Georg Wagner über: Die Ent: wickelung der Industrie in den letzten Jahren. 3. Menwahl der Bezirksleitung. Achtung! Schlosser. 2. Diskussion. 78/14 Sonnabend, 18. März, in den Andreas- Festfälen, Andreasstr. 21: Die Ortsverwaltung. Zentral- Kranken- u. Sterbetasse der Tischler u. Dertliche Verwaltung Berlin H. Am Sonntag fra Berfchleb nach langen Leiden das Mitglied unserer Staffe, der Tischler Karl Flemming im Alter von 39 Jahren. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 8. d. M., Nacht. 4 Uhr, von der Vergnügen der Schloffer Achtung, Stockarbeiter! In der Stockfabrit von Gebr. Noa, Dresdenerstr. 38, haben fünfzig Celluloid- Arbeiter wegen Diffe renzen die Arbeit eingestellt. 175/15 Zuzug fernhalten! Der Vertrauensmann d. Stockarbeiter, Farbigmacher verlangt Göpfert, Blumenstr. 63 Quergeb. III. 16316 Bersilberer u. Farbigmacher Loose, Wienerftr. 57a. 16296 Verftlberer verlangt Göpfert, Blumenstr. 63 Quergeb. III. 1630b Tücht. Farbigmacher sofort verl Muskauerstr. 29. 16216 Tüchtige Schriftmaler fofort gesucht Gebrüder Rudolph, O., Thaer- Straße Nr. 5. tüchtiger, bestehend aus Konzert, Gesangsvorträgen der Gesellschaft Waschmeister, te Strzelewitz und Tanz. Billets à 25 Pf. find bei den bekannten Vertrauensleuten sowie im Bureau, Annenstr. 39, zu haben. Die Ortsverwaltung. Eintritt und gutem Einkommen gef. Offerten sub G. 373 befördert mag Gerstmann, Potsdamerstr. 128. Achtung! Klempner. Achtung! Klempner. Atung! dingen erbeten. Am Mittwoch, den 8. März, Abends 82 Uhr, in Cohn's Festsälen( grosser Saal), Beuthstrasse 20: Deffentliche Versammlung der Klempner. Tages Ordnung: Salle d. Emmaus- Kirchhofes aus statt. reform. 2. Disfuffion. 3. Stellungnahme zum Bauarbeiterschuß- Kongreß 1. Vortrag des Herrn Dr. Weyl über: Sozialhygiene und Sozial: und Wahl der Delegirten hierzu. 4. Verschiedenes. Um rege Betheiligung ersucht 184/6 Die Ortsverwaltung. Am 5. März starb unser Kollege Carl Flemming. Beerdigung findet Mittwoch Nachm. 4 Uhr von der Halle des Emmaus: Kirchhofes statt. [ 16196 Die Kollegen derPianofabrik Hooff& Ko. Allen Freunden und Bekannten herzlichen Dank für die freundliche Theilnahme an dem Begräbnisse uns. theuren Gatten und Baters, des 1632b Die Hinterbliebenen. Süd- Ost u. Süd- Weft: bei Metzner, Oranienftr. 184. Klempners Baul Hirsetorn. Bu dieser Versammlung sind die Kollegen der Werkstatt von Hrn. Fröbe, Hollmannstr. 23 und Simonftr. 11 besonders eingeladen. Norden: bei Hoppe, Aderstr. 145. Die Kollegen der Werkstätten von Mehnert, Schulzendorferstr. 6, Baustian, Ruppinerstr. 44, und Wagemann, Joachimstr. 10, sind be fonders eingeladen. Tages- Ordnung in allen Versammlungen: Werkstatt- und Verbandsangelegenheiten. Werkstatt vertreten ist. Danksagung. Ein Lehrling mit guten Vors fenntnissen im Zeichnen wird verlangt. 16075 Probezeichnungen Chromolithographisches Ateller, Scharnhorst Straße Nr. 16, 1 t. Meldungen v. 5-7. Lehrling verlangt Schneidermeister Gräbeniz, Ritterstr. 73. • 16105 Arb. auf bess. Badfischil., Steppe mann, Dreyſeſtr. 9. rinnen h. Lohn, dauernd, verl. Lehs Junge Mädchen 16046 Zu dieser Versammlung sind alle Bauflempner, sowie der Vorstand und die Delegirten der Orts- Krankenkasse der Klempner und die Kollegen mit guter Schulbildung finden in folgender Firmen ganz besonders eingeladen: Worm& Schüler, Dietrich, Sachse, Heber, Greulich, Neumann, Thom, Schultz, Alexanderstraße. Der Vertrauensmann. Portemonnaie verl. Inhalt Geld u. Kor.- Ohrring gegen Bel. abzugeben 6. Thiem, Adlershof, Kronprinzstr. 7. 300 Mart gegen Zinfen und 16176 Sicherheit vom Selbstgeber gesucht. Rückgabe Uebereinkunft. Offerten R. Postamt 4 Invalidenstraße. Schneiderin Siermit fage allen Freunden und empfiehlt sich, billig, Kostüme 7,50 bis Berwandten, sowie dem Gefangverein 8 M. anzufertigen, Manteuffelstr. 21, Hoffnung" zu Friedrichsberg für die vorn 1 Tr., Fr. Stechert.( 16285. rege Theilnahme und Kranzfpenden bei der Beerdigung meiner Frau meinen herzlichsten Dant. Pflicht ist es, daß jede 16136 Branchen- Versammlung der Stellmacher. Albert Plasse. Danksagung. Für die überaus reiche Theilnahme und Kranzspenden bei dem Begräbniß meines inniggeliebten Mannes des Allen, insbesondere den Kollegen der chirurgischen Branche der Firmen Donnerstag, den 9. März, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Gürtlers Paul Lucke sage ich Schiller, Rosenthalerstr. 57. Tages Ordnung: 1. Bortrag. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. A. Kettner, Dewitt u. Herz, Löwen Erscheinen dringend nothwendig. Verband der Fabrik-, Land-, Hilfsarbeiter n. Arbeiterinnen Deutschlands. ( Bahlstelle Berlin.) Die nächste Mitglieder Versammlung findet nicht Donnerstag, sondern Sonntag, den 19. März, Nachmittags 4 Uhr, im Kolberger Salon, ftatt. Die Mitglieder werden ersucht, vollzählig und pünktlich zu erscheinen, da die Versammlung präzise 4 Uhr eröffnet werden muß. Um 5 Uhr findet im obigem Lokale eine Oeffentliche Versammlung flatt, in welcher Genoffe Adolf Hoffmann über: Simmel,$ ölle und deren Bewohner" spricht. Nach der Versammlung Gemüthliches Beilammensein. 64/5 Siehe auch Inserat in Nr. 5 des„ Proletarier". Die Ortsverwaltung. stein, Krüger, Eiligus und dem Gefangverein„ Eintracht"( Steglitz) mei 16166 nen herzlichen Dant Wittwe Elise Lucke nebst Kindern. Für die zahlreiche und liebevolle Theilnahme bei der Beerdigung meines Bruders Heinrich Stiebelschütz fage ich im Namen unserer Familien: angehörigen meinen herzlichen Dank. 16036 Ernst Stiebelschutz. Kranzbinderei n. Blumenhandlung von 5762* Robert Meyer, No. 2. Mariannenstr. No. 2. Widmungs- Kränze, Guirlanden, Ballsträußchen, Bouquets 2c. werden sehr geschmackvoll und preiswerth geliefert. Restaurant. Sehr billig, fof. umständehalb. zu B. Günzel, Lothringerstr. 52. ozialistischer Führer, 16256] Spezialität: Porträts Laffalle, Mary 2c. in Cigarrenspizen, Pfeifen, Nadeln, Brochen, Knöpfen, Büften, Bildern u. dgl., sowie jebe Drechslerwaare u. Repar.( Man verl. Preisfurant.) vert. Näh. Straußbergerstr. 44 part. I. Verpfändet gewesene EUhren goldene, filberne Damen: u. Herren Remontoir Uhren mit feinsten Werken mit zweijähriger Garantie, goldene Ringe, Trauringe, Ketten, jämmtliche Gold waaren, Brillantringe, Ohr: ringe, Broches, alles modern, wie neu, verkauft spottbillig Konzes. Leihhaus, Neue Schönhauserstr. 11 1. Bedarfsartikel für Elektrotechnik empfiehlt 1006b C. Peschmann, Aderstr. 130. Induktions- Apparate, f. Affumulatoren, Flaschen, Elemente. Billigste Bezugsquelle für Wiederverkäufer. Allen Freunden und Bekannten zur gefälligen Nachricht, daß ich seit dem 1. März in der Zwinglistr. 15f ein Parfümerie- u. Seifengeschäft fäuflich erworben habe. F. Gruss. Fahrräder ges verpfändet gewesene, brauchte u. neue erstklassige Damen- u. Herrenräder verkauft spottbillig Concess. Leihhaus 71/ 5* meinem Waarenhause Gelegenheit und Ausbildung zu tüchtigen Berkäuferinnen. Hermann Schlesinger, Bücklerstraße 39. Blufen und Taillenarbeiterinnen im Hause verlangt bei hohem Lohn 16026 Betristr. 15, III. Schürzennäherinnen verl. 16056 Eckert, Ruppinerstr. 10. Schürzenarbeiterin im Hause, auch Lehrmädchen Langeftr. 23, 3 Tr.l.[ 16086 Arbeiterinnen auf Jadetts außer dem Hause, gute Breife. 16116 Steris, Gubenerstr. 9. part. Schürzennäherin verlangt 16146 Domtint, Madaistr. 13. Arbeiterin u. Verschnürerin auf Neue Schönhauserstr. 11, 1. Jadett verl. Kothe, Nordhafen 6. Deutscher Porter Dessert. u. Malstraftbier 1. Rang. Brauerei Burghalter, gegr. 1736, Aufwartefrau verl. 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Lehrmädchen anf Damenhemden verlangt Werdermann, Stralsunderstr. 60. Für die Abonnenten des Often Märzen- Weissbier Möbel J. Kellermann, liegt eine Berfammlungs. Gine 2 Ltr. 25 Pf. 1111L* Neue ladung das Naturheil Krankens Jakobstr. 26. I haus betr. bei. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. r. 56. 16. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. bemitleidet 2,10. Summa 255,- Mart. V Versammlungen. Dicuflag, 7. März 1899. eines fogenannten unparteiischen Arbeitsvermittlers hätten die Die Arbeiter und Arbeiterinnen der Wäschebranche setzten Für die Angehörigen der Verurtheilten in Dresden Arbeiter abgelehnt mit der Begründung, daß eine zwedentsprechende am 28. Februar die Besprechung der Mißstände bei der Firma gingen bei der Expedition des„ Vorwärts" folgende Beiträge ein: Arbeitsvermittlung nur von einem in dem Berufe bewanderten Fach- E. Niese fort. Schließlich wurde beschlossen, die bei der Firma BeVerein Berliner Droschkentutscher 25,-. Gesangverein Lorbeerkranz I, mann besorgt werden könne und sie daher fordern müßten, daß auch schäftigten zu einer besonderen Versammlung einzuladen. Hergt Familien- Kränzchen bei Wilke, 19. Februar, burch Rühlice 90,-. G. Kaiser einer ihrer Vertreter als Arbeitsvermittler an- gab hierauf den Bericht über den Arbeitsnachweis. Darnach hatten 1,-. Gesammelt bei einer Geburtstagsfeier vom Gesangverein gestellt werde. Das Kuratorium, welches die Aufsicht über den sich 79 Zuschneider, 3 Näherinnen, 2 Blätterinnen und 4 sonstige Einigkeit N. W. 7,-. Ein armes Luder 1,-. T. 2,-. Jany Arbeitsnachweis zu führen hat, solle zur Hälfte aus Arbeitgebern Arbeiter einschreiben lassen. Von den Fabrikanten wurden verlangt: Rixdorf 1,-. Drei Gewerbegerichts Beisitzer durch Fröbel 1,50. und zur Hälfte aus Arbeitern bestehen. Die letzteren müßten 48 Zuschneider, 6 Näherinnen, 4 Blätterinnen, 4 Stemplerinnen und Eugen Herzberg 3,-. O. Voß 1,-. Körner u. Proll 18,80. Maaß, durch die Organisation gewählt werden. Ferner verlangen die 8 verschiedene Arbeiter. Davon nur dauernd 36 Stellen besett Scharnhorststraße, 3,-. Von Tischlergesellen der Firma Friedmann, Arbeiter, daß ihrer Organisation das Recht eingeräumt werde, eine werden. Redner führte Klage über die Kollegen und Kolleginnen, Briezenerstraße, 1. Rate 4,25. Mittagsstat 1, Hutsammlung in der Kontrolle nach der Richtung auszuüben, daß die Unternehmer, welche es nicht für nöthig halten, den Arbeitsnachweis zu benutzen Mitgliederversammlung des Bäckerverbandes, durch Hezschold 9,35. Bober's Berliner Brotfabrik, Müllerstraße, durch Hekschold 9,60. Stillvergnügt denen Arbeitskräfte zugewiesen werden, auch angemessene tonnten. Wenn Rigdorf. Am 22. Februar war eine außerordentliche General-50. Lichterfelder Kupferschmiede 6,-. Verein für Körper- und Natur: Lohn- und Arbeitsverhältnisse gewähren. Heilkunde, Magazinstr. 17, 5,75. Aus der Klempnerei von Wilh. Jahn 2,50. diese Forderungen der Arbeiter berücksichtigt werden, dann Versammlung von der hiesigen Zahlstelle des deutschen HolzarbeiterDurch Franc 8,60. Badura 1,-. Von den Maurern Mülheims durch hätten fie die Gewähr, daß ihre Interessen nicht durch Verbandes einberufen, in der zunächst die Wahlen der Delegirten zum Müller 20,-. H. S. 2. 3,-. Sammlung Verein Immergrün, Tanger den Arbeitsnachweis geschädigt werden, und deshalb brauchten Gewerkschaftskongreß vollzogen wurden. Von den vorgeschlagenen münde 27,-. Auch im pechschwarzen Amberg werden diese Opfer aufs tiefste fie gegen die Errichtung eines solchen keine Bedenken haben. Delegirten erhielten Hecner- Breslau und Lindner- Görlitz In der Diskussion sprachen sich nur zwei Redner gegen ein weiteres die meisten Stimmen. Hierauf beschäftigte sich die Versammlung Verhandeln sowie überhaupt gegen jedes Zusammengehen mit den mit der Frage betreffend die Anschließung der Bahlstelle an die Unternehmern aus, während die übrigen Redner die Einrichtung Berliner Filiale. Ein dahingehender Antrag wurde nach längerer 2) eines paritätischen Arbeitsnachweises unter Wahrung der Arbeiter- Debatte abgelehnt. abgelehnt.netter Trebbin. Vor Kurzem fand hier eine Boltsversammlung in dem interessen sympathisch begrüßten. Es wurde erwähnt, daß eine fürzlich abgehaltene Meisterversammlung sich gegen die Forderungen der einzigen der Arbeiterschaft zur Verfügung stehenden Lokale, dem Arbeiter erklärt habe, so daß es also scheine, als ob das ganze Schwarzen Adler" statt. Es ist schon eine lange Zeit her, seitdem Projekt schließlich am Widerstande der Arbeitgeber scheitern werde. Die Sozialdemokraten in unserem Orte an die Oeffentlichteit treten Die Versammlung ermächtigte durch einen fast einstimmig an- konnten, denn wie überall in den der Reichshauptstadt entfernter genommenen Beschluß den Vorstand der Ortsverwaltung, auf der liegenden Städtchen und Dörfern, so ist auch hier das Abtreiben von Grundlage der von Glocke dargelegten Forderungen weiter zu ber- Lokalen an der Tagesordnung. Es war daher der Arbeiterschaft handeln, aber wenn dieselben nicht bewilligt werden, jede weitere erst wieder in letzter Zeit möglich, einen Saal zn erhalten, wie Berhandlung abzubrechen. lange aber die Freude dauern wird, muß die Zeit lehren, denn Die Stuckateure beschlossen in ihrer Versammlung am Chikanen gegen den Wirth haben bercits begonnen. Das Referat 20. Februar, am 16. April die Treptower Sternwarte zu besuchen. über:„ Das Friedens- Manifest des Kaisers von Rußland und die Hierauf hielt Dr. Jo el einen recht interessanten Vortrag über die Zuchthausvorlage" hatte Reichstags- Abgeordneter Fiz 8ubeil Entdeckung des Nordpol. Die übrigen Gegenstände der Tages- übernommen, der unter regem Beifall das Thema behandelte. Da von einer Diskussion Abstand genommen wurde, schritt man zur ordnung betrafen interne Angelegenheiten. Wahl der Lokalkommission. Unter Verschiedenem forderte der KreisArbeiter- Bildungsverein auf und schloß nach 6 Uhr mit einem vertrauensmann Eberhardt die Anwesenden zum Eintritt in den Hoch auf die Sozialdemokratie die aus 500 Personen bestehende Bersammlung. Im Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse hielt am Montag, den 27. Februar, Dr. Lur einen äußerst interessanten und lehrreichen Vortrag über das Thema:„ Chemie in der Stüche", auf welchen eine Diskussion folgte. Nachdem eine Anzahl neuer Mitglieder aufgenommen worden war, theilte die Vorsitzende mit, daß Dr. Löwenfeld, Direktor des Schiller- Theaters, dem Verein eine Anzahl Billets zu der volksthümlichen Kunstausstellung im Rathhause zur Verfügung gestellt habe, und forderte die Mitglieder auf, diesen Kunstbetrachtungen reges Interesse zu schenken. Mit der Mittheilung, daß in der nächsten Vereinssizung, Montag, den 13. März, Frl. Dr. Wygodzinsky einen Vortrag halten wird, wurde die Sigung geschlossen. " 1 " " Wieder Alliance" Donath. Glass Die Former tagten am Sonntag bei Cohn in der Beuthstraße, um über die Beschidung des Formertages zu verhandeln. Sämmt liche Redner stimmten darin überein, daß eine Einigung der im Der Verein zur Wahrung der Intereffen der Maurer Metallarbeiter- Verband und im Bentralverband der Former organi- Berlins und der Umgegend hielt am Sonntag eine gut besuchte firten Former nothwendig sei. Fast ausnahmslos wurden die außerordentliche Generalversammlung ab, um über die einheitliche persönlichen Befehdungen zwischen den beiden Organisationen ver- Berbreitung des obligatorisch eingeführten Vereinsorgans Die urtheilt. Durch die jetzige Spaltung fei die Agitation ohne Erfolg Einigkeit" zu berathen. Nach einer langen eingehenden Diskussion, und ebenso auch die unbedingt nöthige Kontrolle der Kollegen um in der fast alle Redner der Meinung Ausdruck gaben, daß sich die Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. Vorsitzender: Adolf möglich. Nach der sehr lebhaften Diskussion wurden fünf Delegirte bisherige Form der Verbreitung durch die Mitglieder in den ein- Neumann, Brunnenstr. 150. Alle Acnderungen im Vereinskalender sind zu gewählt und zwar sollen Körsten, Stobiad und Massa tsch zelnen Bezirken nicht bewährt hat, gelangte folgender Antrag mit richten an Friedr. Kortum, Manteuffelstr. 50, vorn II. Dienstag, abends 9-11: Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder.„ Senefelder I". ben Metallarbeiter- Verband vertreten, Louis Müller und Bernice allen gegen wenige Stimmen zur Annahme:" Die Versammlung Schiller, Rosenthalerstr. 57. Gerechtigkeit"( Westen), Werner, Bülowstr. 59. den Zentralverband der Former. Bestimmte Aufträge wurden ihnen beschließt: 1. Die wöchentlichen Beiträge werden von 10 auf-Olympia", Martin, Naunynſtr. 86. Hand in Hand I", Drathschmidt, nicht ertheilt, da man der Ansicht war, daß der Formertag auch feine 15 Pf. festgesett Es alio werden aber für die Monate Stalizerstr. 102.- Kreuzberg", Eckhardt, Mariendorferstr. 5. „ Edelweiß", bindenden Beschlüsse fassen könne, sodaß etwa der Zentralverband Januar und Februar, neun Wochen, feine Beiträge Stehmann, Melchiorstr. 15. Echo I", Mündner, Linienstr. 19. Freiheit II", Herrguth, Adlershof, der Former sich zu Gunsten des Metallarbeiterverbandes auflöst, erhoben, so daß im Jahre 43 Wochenbeiträge erhoben werden. Hall", Schnieber, Admiralstr. 21. Myrthenblätter", Spät, Georgenfirchstr. 65.- Unverzagt II", oder die im Metallarbeiterverband organisirten Former dem Zentral- Hierfür leistet der Verein unentgeltliche Zustellung der„ Einigkeit". Oppenstraße. Moabiter Klubhaus, Beuffelstr. 9. Freies Lied", Friedrichsberg, Schuhverband der Former beitreten. Doch sollen die Delegirten dahin 2. Um eine einheitliche und regelmäßige Verbreitung zu erzielen, wirken, daß eine Kommission ernannt werde, die mit den Verbänden beschließt die Versammlung: Ein jeder Bezirk bestimmt sich einen an, Grankfurter Allee 181. Rothe Nelke I", Obst, Schöneberg, Grunewaldstr. 110. ,, Rothe Nelte II", Rosin, Ruppinerstr. 42. ,, Vorwärts IV", berhandelt. Näther berichtete dann über den Streit bei der Firma Verbreiter, wenn möglich einen Kollegen, der nicht mehr im Stande Schulze, Rathenow, Jägerstr. 25. Alpenglocke", Gold, Große Frank Gäbert. Der Meister habe Gußarbeiten auf Entreprise übernommen ist. in seinem Berufe thätig zu sein. Hierfür erhält der Verbreiter furterstr. 133. ,, Eichenkranz I", Jean Boillon, Prenzlau, Schnellestr. 67. und die Preise durchschnittlich um 25 pet. reduzirt. Die hohen pro Mitglied und Quartal 20 Pf. 3. Der Kassirer wird angewiesen, Weddinger Harmonie", Milbrodt, Müllerstr. 7. Borwärts VIII", " Frohsinn", Brewes, Rummels Metallpreise sollten auf diese Weise auf die Arbeiter abgewälzt mit den Hilfskassirern genau Buch zu führen über die Mitglieder Schurbaum, Marwizz in der Mart. Atazie"( gemischter Chor), werden. Es feien sogar noch höhere Abzüge in Aussicht gestellt in jedem Bezirk und hat dann den Hilfstafsirern am Schluß jeden burg, Goethe- und Kantstraßen- Ede. " Sangestuft II", Ralähne, Triftstraße 41. worden. Eine gütliche Erledigung sei vom Meister abgewiesen Quartals die 20 Pf. für jedes Mitglied und Quartal für die Ver- Wegner, Oranienſtr. 184. Weiße Rose", Malchin, Reinickendorf, Residenzstraße 101a. worden. Auf Inserate in der Bolts- Zeitung" hätten zwar breitung der„ Einigkeit" auszuzahlen, die sie sofort den Verbreitern Arbeiter: Maibund", Hiemte, Nowawes, Wallstraße. dreißig Kollegen bei Gäbert angefragt. Sie würden aber, zu überliefern haben. 4. Sämmtliche Beschwerden über die unpünkt-( Maler), Restaurant, Kaiser Franz Grenadierplatz 7. nachdem sie die Sachlage erfahren haben, nicht die liche Lieferung der Zeitung sind an die Hilfskassirer des betreffenden arbeiter" Beidler, Köpenick, Müggelheimerstraße 29. Esmeralda", Arbeit aufnehmen. Jept folle die Arbeit in andere Bezirks, in wiederholten Fällen an den Kassirer zu melden." Baatz, Cotheniusstraße 3. Kreuzberger Harmonie", Möhring, Admirab Gießereien gegeben worden. Melodia II", Pappel Allee 114.„ Nord Ost", Göbel, Der Redner erwartet, daß sich die Ein weiterer Antrag, nach welchem auch diejenigen, die länger als straße 18 c. Alpenglühen", Krause, Wienerstr. 37. Freie Former solidarisch zeigen und die Firma meiden werden.( Beifall.) vier Wochen arbeitslos sind, ebenso wie in Krankheitsfällen von der Landsberger Allee 156. Feldblume", Batterroth, Stalizerstr. 51/52. Grüne Eiche", Baben, Die folgenden Redner wiesen besonders darauf hin, daß die Fabri- Beitragszahlung für diese Beitzentbunden werden sollen, wurde nach schneider, Nixdorf, Hermannſtr. 197. Freiheitsflänge", Sommer, Grünfanten den vom Former nicht verschuldeten Ausschuß nicht zahlen furzer Diskussion bis zu einer späteren Generalversammlung verstraße 20.„ Einig", Scheere, Blumenstr. 38. Morgenroth"( gem. wollen und stets die Kollegen entlassen, die, unter Berufung auf das tagt. Unter" Vereinsangelegenheiten" wurde dem Vorstande auf- Chor), Rummelsburg, Thiele, Türrschmidts und Mozartstraßens Versprechen, das die Fabrikanten im Jahre 1897 vor dem Gewerbe- gegeben, am 18. März einen Kranz auf den Gräbern der März- Ecke. ( gem. Ruf", Kieburg, Dresdenerstr. 58. ,, Schneeglöckchen II", gericht gegeben haben, auf der Erfüllung dieses Versprechens be- gefallenen niederzulegen.- Ein Antrag: die Broschüre, Gewert borferſir. 111.( en, Shor), Brandenburg a./., Bettermann, Wilhelms, stehen. Textilia", Restaurant Waldemars An einer ganzen Reihe von Fällen fönnte nachgewiesen schaften und Koalitionsrecht der Arbeiter" von M. Schippel auf Ver- Potsdam, Hahn, Spandauerstr. 33. straße 27." Froh- Hoffnung", Faller, Pallasstr. 16. ,, Lyra II", Charwerden, daß die Fabrikanten wortbrüchig geworden sind. Wenn das einstosten anzuschaffen und den Mitgliedern je ein Exemplar unentlottenburg, Bartsch, Seesenheimerstr. 11. Einigkeit II", Rielecke, Müllerso weiter gehe, fämen die Berliner Metallarbeiter noch so weit, wie geltlich zur Verfügung zu stellen, wurde, nachdem derselbe von straße 66. Verband Deutscher Gastwirthsgehilfen", Mörschel, Jüdenstr. 35. die Hamburger, die nicht einmal mehr Umschau nach Arbeit halten Snöppchen, Baiersdorf und Jänsch befürwortet worden Arbeiter Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen dürfen. Auch wurden wieder verschiedene Fälle vorgeführt, in denen war, einstimmig angenommen. Die Abrechnung vom letzten Masten- im Vereinskalender find zu richten an Eugen Raschte, Rirdorf, MahlowerFormer, die auf der Erfüllung der bon den Fabrikanten ball ergab eine Einnahme von 480,50 M., eine Ausgabe von 126,50 m., ftraße 1, IV. Dienstag: Raucht. Eldorado", Grüner Weg 120, vor dem Gewerbegericht eingegangenen Verpflichtungen bestanden, so daß ein Ueberschuß von 354 M. zu verzeichnen ist. Nach längerer beling. Grüne Giche", Urbanstr. 87, Grieger. Ambalema", Forsters bom Arbeitsnachweis in der Gartenstraße boykottirt wurden. Die Diskussion wurde beschlossen, den Krefelder Webern von diesem Ueber- straße 19, Udel. Neuer Berliner Rauchklub", Reichenbergerstr. 146, Phönir", Schöneberg, Hauptstraße 97, immer mehr einreißenden Mißstände und der errorismus der Arbeitgeber schuß 100 M. zu überweisen. Nach Erledigung interner VereinsDomingo", Waldemarstr. 16, Tauchert. Rothe Rose", Boechstr. 21, sollen in einer öffentlichen Versammlung..äher besprochen werden. angelegenheiten erfolgte der Schluß der Versammlung. Krebs. Kollegia", Reichenbergerstr. 157, Bergner.„ Einigfeit I", Räther fonnte erklären, daß die Ortsverwaltung des Metall- Deutscher Holzarbeiter Verband. Am 2. März tagte im Rixdorf, Münchenerstr. 49. Rauchan", Simeonstr. 13, Nitsche. arbeiter- Verbandes einstimmig beschlossen habe, alle Former, die Lokale von Behrendt, Manteuffelstr. 75, eine Versammlung der Sitz- Kamerun", Weidenweg 22, Fialkowsky." Palmerio", Lamprecht, Kastaniens wegen Forderung des Bezahlens des Ausschusses gemaßregelt werden, möbel- Tischler, die den Bericht der Kommission entgegennahm, die Allee 95. ,, Korea" Weidenweg 90, Innge. Waldmeister", Marienburgers zu unterstützen. Ferner theilte er mit, daß die Dreher der Firma Erhebungen in dieser Branche vorgenommen hatte. Bei der Lauheit straße 16, Götz.„ Neuer Hain", Langenbeckstr. 4, Techtmeier.„ Bruders " Blüthenduft", Cotheniusstr. 1, Fede Gäbert tein Stüd anfertigen wollen, das aus einer anderen der Arbeiter war die Stommission auf vielfachen Widerstand gestoßen. bund, Grünauerstr. 5, Gallowsty. Gießerei kommt. Alle Kollegen sollen der Ortsverwaltung sofort Es entspann sich hierüber eine sehr rege Diskussion und wurde Rummelsburgerstr. 23, Neigel. Ruhiga", Brizerstraße 46, Herzog." Lange Pfeife", Friedrichsberg, Pfeifenfopf", Caprivistr. 4, Wolf. Nachricht geben, wenn von ihnen die Verarbeitung der Gäbert'schen sodann folgender Antrag angenommen: Die Kollegen in den Stambyl", Neu- Weißensee, Streuftr. 3, Stegemann.„ Gemüthlichkeit I", Modelle verlangt wird. Nach der Debatte wurde folgende Resolution einzelnen Fabriken haben ihren Gesammtverdienst zu berechnen, und Wienerfir. 7, Gläser." Diana", Schöt, Bremerstr. 71. Immergrlin", einstimmig angenommen:" Die Versammlung verpflichtet jeden da, wo der Durchschnittsverdienst unter 27 M. beträgt, zunächst auf Manegold, Biegnigerstr. 18. ,, Kairo", Buttmannstr. 9, Engler. Blaue Kollegen, Bezahlung für unverschuldeten Ausschuß zu fordern. Da gütlichem Wege eine Besserung der Arbeitsverhältnisse anzustreben. Wolfe IV" Putbuserstr. 30, Reimann. Blaue Wolfe II", Rigaerftr. 126, die Praktiken der organisirten Eisenindustriellen darauf hinauslaufen, wo dies nicht möglich ist, ist von der Arbeitsniederlegung Gebrauch feit II"," rangelstr. 86, Ludwig. Vogt. Morgenroth", Landsberger Allee 44, Rolland. Gemüthlich die 1897 vereinbarten Friedensbedingungen illusorisch zu machen, zu machen. " Nordpol", Hennigsdorferstr. 25, Unter Werkstattangelegenheiten wurden die Firmen ride. Veilchenblau", Winsstr. 56, Dimte. muß es Pflicht jedes Kollegen sein, gleichgiltig, welche Maßnahmen Brandt, Dieffenbachstraße; Hensler, Brizerstraße; Benedig, Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Dienstag: Gesangverein das Unternehmerthum trifft, strikte an diesem Beschluß festzuhalten." Eisenbahnstraße, und Huse, Koppenstr. 9, einer eingehenden Kritit efter Wille", Alexandrinenstr. 32, Dietrich. Arbeiter Bitherb. ,, Ginigkeit", Außerdem wurde die Erwartung ausgesprochen, daß alle Metall- unterzogen. Reichenbergerstr. 19, Lehmann. Musikv. Osiris". Wrangelstr. 11, Blume. arbeiter aus den Werkstätten, die vom Ausstand bei der Firma Flugtaubenv.„ Vorwärts- Nord", Aderstr. 17, Reuter. Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. Am Vergnügungsv. Gäbert in Mitleidenschaft gezogen werden könnten, sich ausnahmslos 26. Februar hielt der Bund feine neunte Generalversammlung ab. münderstraße 51, Renter.- Musikv.„ Tusch", Nebelin, Langestr. 108.- Musikv. " Fortuna", Blumenstr. 36, Weiß. Musikv. Norddeutsche Klänge", Swine in der Versammlung am Dienstag einfinden, in der nähere Stellung Der Vorsitzende Neumann erstattete den Bericht des Vorstandes. Einigkeit", Grünthalerstr. 3, Hemmerling.-Quartetty. Wedding", Chauffees zu diesem Ausstand genommen werden soll. Abgehalten wurden 16 Vorstandssigungen, 6 Ausschußfizungen und traße 72, Meißner. Theaterv. Concordia", Elisabethstr. 30, Scholz. Der Holzarbeiter Verband, Ortsverwaltung Berlin, hielt am 8 Üebungsstunden. Die höchste Betheiligung an einer Uebungs- Wünsch'scher gem. Chor", Rosenthalerstr. 57, Schiller.- Geselliger Klub„ Don Sonntag eine start besuchte außerordentliche Generalversammlung stunde betrug 927 Sänger, die wenigste 624. Die Ausschußfizungen Juan", Lindenstr. 106, Bubeil.- Vergnügungsv., Feldblume", Manteuffelstr. 9, Gesangv. ,, Schildhorn", Usedomstr. 33, Olböter. Turnb.„ Osten" im Keller'schen Saale ab. Der große Saal war bis auf den letzten waren im Durchschnitt mit 133 Vereinen vertreten. Dem Bunde Nowad Theaterv.„ Aschenbrödel II, Blaz gefüllt. Zunächst hielt Robert Schmidt einen Vortrag, gehören 192 Vereine an, davon sind 185 Männerchöre, 6 gemischte Lehrl.- Abth. abbs. 8½ Uhr, Blumenstr. 63 a. Acerstr. 144, Borst. Kasino. Musikv.„ Thalia", Stalizerstr. 95, Jechow. in welchem er den von reaktionärer Seite gegen das Koalitionsrecht Chöre und 1 Damenchor. 120 Vereine domiziliren in Berlin und Musikv. Preziosa", Schädler, Putbuserstr. 32. Statklub Schlechte der Arbeiter geführten Kampf tennzeichnete, und demgegenüber 72 in der Umgegend. Die Gesammtzahl der Aktiv- Sänger beträgt Starte", Stattner, Oberbaumstr. 5. Mundharmonikaverein Symphonie", betonte, daß die durch die Verhältnisse bedingte Klassenbewußte 4211, paffib 806; insgesammt 5017 Mitglieder. An Unterſtüßungen Freund, Schulstr. 104. Gesangv. Endlich Vereint"( gem. Chor), Schwarz, Arbeiterbewegung durch keine, wenn auch noch so gewalt- wurden, außer den entstandenen Rechtsschutzkosten für drei Vereine, Elsasserstr. 16. Gesangv. Maiglöckchen Nord", Kranz, Dunterstr. 8. famen Machtmittel von ihrer Bahn abgebracht werden gezahlt: Krefelder Textilarbeiter 200 M., Samariterkolonne 150 M., Arbeiter- Theaterverein„ Charlottenburger Bühnenklub", Bayer, Charlotten Jhn'scher Gesangverein, Humor", Mann, Strausberger, tönne.-Bum folgenden Bunkt der Tagesordnung: Ein- iedergemeinschaft 100 m. Der Rechenschaftsbericht des Kassirers burg, Wallstr. 96. Ihn'scher Gesangverein„ Humor", welcher den Anwesenden gedruckt vorlag, straße 3. Bitherklub Frohsinn", Zimmermann, Grüner Weg 29. richtung eines paritätischen Arbeitsnachweises, führte Glode Raiser, aus: Schon in der vorigen Generalversammlung sei mitgetheilt giebt folgendes: Vom 1. Ottober 1897 bis 31. Dezember 1898 Arbeiter- Turnb. Weißensee", Uebungsstunde abends 8-10 Uhr Albrechtss hof, Parkstraße. Orchesterverein„ Sinfonie", Rautenberg, Oranienſtr. 180. worden, daß der Verband der Holzindustriellen beabsichtige, einen betrugen die Einnahmen 5536,55 m., die Ausgaben 4208,38 M.; mithin Arbeiter- Schwimmerbund. Anfragen an E. Bratke, Schulstr. 24. von Arbeitgebern und nehmern gemeinsam geleiteten Arbeitsnachweis der Ueberschuß 1328,17 M. Die Einnahmen und Ausgaben vom Dienstag: Schwimmklub Vorwärts". Uebungsstunde abends 7 Uhr, einzurichten. Inzwischen haben nun mehrfach Verhandlungen zwischen 1. Januar bis 13. Februar 1899 ergaben ein Minus von 398,35 M., Bad der Wasserfreunde, Kommandantenstr. 7/8. Arbeiter Turnerbund. Dienstag: Turnb. Fichte", Berlin, abbs. Vertretern beider Theile stattgefunden. Während die Unter- berbleibt demnach ein Bestand von 929,82 M. Nach erfolgter DisDer Antrag des 8-10 Uhr: 2. Männerabth.: Staligerstr. 55/56; 4. Männerabth.: Stephans nehmer Anfangs für eine Verbindung des geplanten Arbeits- fuffion wurde dem Kassirer Decharge ertheilt. nachweises mit dem Zentral- Arbeitsnachweis waren, haben Vorstandes, das Statut dahin abzuändern, die Generalversammlung ftraße 3; 5. Männerabth.: Ackerstr. 67; 6. Männerabth.: Stallschreiberstr. 54; die Vertreter der Arbeiter sich nur unter der Voraussetzung zur Mit- findet jedes Jahr im Monat Februar statt", wurde angenommen..ehrlingsabth.: Friebenstr. 37; 3. Lehrlingsabth.: Boeckstr. 21; 1. Damens abtheilung: Mariannenufer 1a.. Alle weiteren eingelaufenen Anträge auf Abänderung des Statuts abth., Klein's Hotel( Wilhelmsplatz), abbs. 7-9 Uhr: Uebungsst. Turnv. ,, Etche", Köpenid, Männer- u. Jugendwirkung bereit erklärt, daß ein vom Zentral- Arbeitsnachweis unDie Berufung des ausgeschlossenen Vereins abhängiger Fach- Arbeitsnachweis eingerichtet werde. wurden abgelehnt. Freie Turnerschaft Nixdorf Briz", Wirsing, Kenesebecstr. 113, 6 bis Dazu haben sich denn auch die Unternehmer bereit erklärt. Der Echo" in Pankow wurde einer Kommission überwiesen. Die hier- 8 Uhr: 1. Schülerabtheilg., 8-10% Uhr: 1. Männer- und LehrlingsTurnerschaft d. V. Nereus", Männerabth., Reichenbergerweiteren Forderung der Arbeiter, daß der Nachweis für diejenigen auf folgende Borstandswahl ergab die Wiederwahl des alten Vor- abtheilg. Geschäftsinhaber, bei denen ein Streit ausgebrochen ist, während standes: 1. Vorsitzender Neumann, Restaurateur, Brunnenstr. 150; ftraße 131/132, abbs. 8-10 Uhr. Damenabth. Mariannenstr. 47, abbs. 8 bis 10 hr. Turno. Froh und Frei", Groß Lichterfelde, Pagel, Chauffees der Dauer des Streits gesperrt sein müsse, hätten die 2. Vorsitzender Hübner, Steindruder, Wilhelmstr. 132; 1. Schriftstraße 104, abends 8 bis 10% ubt. Uhr. Arbeitgeber entschieden widersprochen und zu verstehen ge- führer Otto Rasche, Bigarrengeschäft, Mariannenstr. 23; 2. SchriftLese- und Diskutirklubs. Dienstag:„ Süden", Ewald, Schönleingeben, daß, wenn die Arbeiter auf dieser Forderung führer Fr. Kortum, Lischler, Manteuffelstraße 50; 1. Saffirer traße 6. beharren, der ganze Plan scheitern würde. Nunmehr hätten sich die Al. Kaiser, Buchdrucker, Am Friedrichshain 31; 2. Kassirer Nob. Arbeiter- Stenographenvereine. Stolze"( Einigungssystem), Louisens städtisches Klubhaus, Annenstr. 16, abends 81/2 Uhr. Vertreter der Arbeiter Organisation bereit erklärt, die Streit Meyer, Blumengeschäft, Mariannenstr. 2. An die Maurer Charlottenburgs! Heute Abend findet in ,, Biss Der Textilarbeiter- Verband( Filiale II) tagte am 21. Februar. tlausel so zu fassen, daß denjenigen Unternehmern, die sich weigern, bei ausgebrochenen Differenzen zwischen ihnen und ihren Auf der Tagesordnung stand ein Vortrag des Mitgliedes Alschner, marshöhe", Wilmersdorferstr. 39, eine Versammlung statt, in welcher der Reichstags- Abgeordnete Stolle über: Te Mißstände im BauArbeitern mit der Ortsverwaltung des Verbandes der Holzarbeiter der in interessanter Weise eine Biographie Gottfried Kinkel's gab. gewerbe im Königreich Sachsen und Preußen" referiren wird. Bflicht zu verhandeln, die Vermittelung von Arbeitskräften für die Zur Erledigung gelangten alsdann einige interne Angelegenheiten. eines jeden Kollegen, auch der Arbeitslosen, ist es, in der Versammlung zu Dauer des Streifs abgeschnitten werde. Die Einfeßung Zum ersten Vorsitzenden wurde Karl Müller gewählt. erscheinen. J. A.: W. Schulze, 10 er= " " 1 : Heute, Morgen Fein bunt dekorirte und folgende Tage. Porzellane bestehend aus Ess-, Kaffee- und Theeservices. 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