Ginzelpreis 70 Seller. Sosialdemokrat Zentralorgan 6.Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei i.6.Tschechoslowakischen Republik 12 Jahrgang. Ein komplizierter Weg zur wirtschaftlichen Annäherung der Donaustaaten. Paris, 15. März. Heute schreibt der„ Petit Parisien", daß die erste Etappe auf dem Wege zur wirtschaftlichen Annäherung der Donau staaten allem Anscheine nach eine Einladung der vier Großmächte an die fünf Donaustaaten bilden werde, damit dieselben allein und ohne Teilnahme der Großmächte und ganz untereinander frei verhandeln. Die zweite Etappe wäre die direkte Unterhandlung zwischen Belgrad, Bukarest, Prag, Budapest und Wien und die dritte würde endlich die Konferenz der neun Staaten bilden( das sind die vier Großmächte und die fünf Donaustaaten), auf der die Donaustaaten den Großmächten die Ergebnisse ihrer Unterhandlungen mitteilen würden. Hier auf würde sie mit den Großmächten alle Mittel prüfen, mit denen man zu einer praktischen Durchführung der Ergebnisse ihrer direkten Unterhandlungen gelangen könnte. Diese Mög lichkeit ist jedoch, so fügt der„ Petit Parisien" hinzu, noch weit entfernt. Unterredung Zardieu- Benes. europäischen Staaten. ,, Moralische Abrüftung" 99 Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich früh. Redaktion und Verwaltung: Prag II., Relájania 18. Zelepbon: 26795, 31469.( Rachtredaktion): 26797 Bonfoedami: 57544 Mittwoch, 16. März 1932 Nr. 65. Grubenunglück im Falkenauer Revier. Verschobene Abredinung? 17 Bergleute in der brennenden Grube. Vier Tote, darunter zwei Mitglieder der Rettungsmannschaft. Falkenau, 15. März.( Eigenbericht.) Heute nachmittag um 2 Uhr geriet auf dem Mariahilfs und Matthiasschacht in 3 woda u oberirdisch der Eingang des Luftschachtes in Brand. Der Brand pflanzte sich durch den Schacht unter die Erde fort und ergriff dort das Südfeld der Grube, wo 17 Berglente arbeiteten; auch wurde das Hauptkabel der elektrischen Leitung vom Feuer erfaßt, so daß in der ganzen Grube Kurzschluß eintrat. Die sofort eingreifende Rettungsmannschaft der Grube geriet bei den Versuchen, die durch Brandgase bedrohten Kameraden zu retten, selbst in schwerste Gefahr. Erft als die Rettungsmannschaften von benachbarten Gruben zu Hilfe eilten, wobei allerdings kostbare Zeit verloren ging, konnten die von den Brandgasen bereits betäubten Bergleute geborgen werden. Leider erwiesen sich bei vier Berglenten, darunter zwei Angehörigen der ersten Rettungsmannschaft selbst, Wiederbelebungsversuche als erfolglos. Als es sich herausstellte, daß auch der Pumpenwärter noch fehlte, drangen die Rettungsmannschaften nochmals in die brennende Grube und fanden ihn schließlich be= wußtlos in einem Telephonhäuschen liegen; auch er konnte gerettet werden. Zwei der Geretteten mußten in Spitalspflege gebracht werden; einer von ihnen schwebt in Lebensgefahr. Die anderen konnten in häusliche Pflege entlassen werden. * Ueber den schweren Schlag, den der deutsche Fascismus im ersten Wahlgang der Reichspräsidentenwahl erlitten hat, sucht er sich gewohnheitsgemäß mit gewaltiger Maulaufreißerei hinwegzutäuschen. Zwar sei es, so tröstet er sich, diesmal noch gelungen, die Abrechnungsstunde hinauszuschieben, aber das geschehe nur auf furze Zeit", denn die nationalsozialistische Bewegung werde munmehr den Kampf in doppelter Stärke fortsetzen. Nichtsdestoweniger verbirgt sich hinter den aufgedonnexten Phrasen, mit denen für den 10. April zum zweiten Sturm" gegen das gegenwärtige System geblasen wird, das Eingeständnis einer verlorenen Schlacht, die, mag es auch der Hakenkreuzfascismus nicht wahr haben, doch eine Entscheidungsschlacht ge= wesen ist. Als eine solche haben die Nazis und Sitler selbst die Wahl vom 13. März bis zum Nach bisher unbestätigten Meldungen sollen des bis auf den Pumpenwärter Schmieger Augenblicke der Verkündung des Wahlergebspielende Kinder in der Nähe des Luftschachtes geborgen, aber nicht gerettet, denn Gras angezündet und so den Luftschacht nisses ausgerufen. Die Bedeutung dieser Entvon den Geborgenen konnten vier nur mehr oberirdisch in Brand gesetzt haben. Da bei diesem scheidung hat Hitler richtig eingeschätzt, als er Geni, 15. März. Kurz nach seiner Ankunft Luftschacht die Wetter einziehen, pflanzte als Tote ans Tageslicht gebracht werden. vor einigen Tagen erklärte, der Wahltag werde in Genf hatte der französische Ministerpräsident sich der Brand durch den Schacht in Als die Rettungsmannschaften endlich bis zum entweder den Sieg bringen, oder der NatioTardieu eine einstündige Unterredung mit die Grube fort; das dort eingeleitete Rabel Pumpenhaus vordringen konnten, fanden sie den nalsozialismus werde auf Jahre zurückgeworAußenminister Dr. Benes. Beide Politiker wurde gleichfalls in Brand gesetzt, so daß in sonst dort diensttuenden Pumpenwärter nicht fen werden. Wenn jetzt, da der Schlag für den vor, so daß an dessen Rettung bereits ernstlich tauschten ihre Ansichten über die Fragen der der Grube Kurzschluß eintrat. Durch die Brandgafe geriet die ganze Beleg gezweifelt wurde. Doch noch einmal drangen die Fascismus weit stärker ausgefallen ist, als Abrüstungskonferenz und besonders über den schaft des Südfeldes in Erstichungsgefahr. Die hilfsbereiten Rettungsmannschaften, der Gefahr sogar seine Gegner erhoffen zu dürfen glaubweiteren Fortgang der Arbeiten in den Aus Schredensnachricht verbreitete sich blizschnell in nicht achtend, bis zur Pumpenfamnter vor; ten, diese Frist auf eine ,, kurze Zeit" zusamischüssen aus, Weiters verhandelten ste über all- der ganzen Grube. Die Rettungsmannschaft, die schließlich fanden sie den Schmieger im Tele- mengeschmolzen ist, so fann man darin nichts gemeine politische Fragen und über das Problem fofort in das Südfeld vordrang, faud bereits phonhäuschen eingesperrt, war be- anderes als das krampfhafte Bemühen erblit der wirtschaftlichen Annäherung der mittel- fast die ganze Belegschaft in tiefer Betäubung täubt, aber noch lebend vor. Schmieger hatte ten, sich wenigstens mageren Trost ob der ervor. Die Rettungsarbeiten, die sofort ficberhaft sich durch seine Geistesgegenwart vor dem littenen schweren Niederlage zu spenden. Auch einsesten, gestalteten sich außerordentlich schwie augenblicklichen Tode gerettet; hätte ihn aber rig; sie wurden außerdem dadurch erschwert, daß die Rettungsmannschaft, nicht doch gefunden, so wenn man von den phantasievollen Ankündidie Rettungsmannschaft der eigenen Reche bald wäre er ertrunten, da infolge des Kurzschlusses gungen absieht, mit denen Hitler schon im erinfolge völliger Erschöpfung an dem Rettungs- auch die Pumpen aussetzten und die Grube sten Wahlgange auf den Stuhl des Reichspräsidenten erhoben wurde, bleibt doch die Tatwerke nicht mehr aktiv teilnehmen konnte und daher langsam voll Wasser läuft. der neueste Schlager in Genf. die mit den Grubenverhältnissen vertrauten Per- Die toten Kameraden, bei denen alle Wie- sache bestehen, daß es feinen Naziführer gab, Genf, 15. März. Der politische Aus- fonen, wie der Oberinspektor und der Oberstei- derbelebungsversuche bereits erfolglos blieben, der nicht felsenfest daran glaubte, Hitler werde schuß der Abrüstungskonferen; ist heute nach ger, selbst von der Rettungsmannschaft geborgen sind die Bergarbeiter Anton Moucha, Anton mehr Stimmen erhalten als Hindenburg und mittags zu feiner ersten Beratung zusammen werden mußten. Infolge der Tranch, Tremta und der Sohn des Obersteigers mit Hilfe der Deutschnationalen und der Komgetreten und hat auf Antrag Polens einen Unters sträflichen Ersparungsmaßnahmen, Lein, dessen Vater, ebenfalls leicht verlegt, fich munisten werde dann im zweiten Wahlgang ausschuß für moralische Abrüstung ein durch die die Zahl der technischen Aufsichtsper Tremta gehörten nicht zur Belegschaft des Südin häuslicher Behandlung befindet. Tranch und die Schilderhebung Hitlers gelingen. geseyt. Livinow erklärte, niemand werde gegen fonen in der Grube stark eingeschränkt worden feldes, sondern wurden vom Tode ereilt, als fie Doch nicht nur die gründliche Zerstörung den Vorschlag an sich etwas einzuwenden haben. war, fehlte es jetzt im Augenblick der höchsten var, fehlte es jetzt im Augenblick der höchsten Er sei aber grundsätzlich gegen die Befassung Gefahr nach dem Ausscheiden der eigenen Ret als Rettungsmänner, mit Rettungsapparaten diejes Nazi- Traumes ist das bedeutsame dieses der Abrüstungskonferenz mit Fragen, die mit tungsmannschaft und der beiden erwähnten Be ausgerüstet, den bedrohten Kameraden als erste Wahlausfalles. Man wird seiner Bedeutung der Abrüftung nicht unmittelbar zusammen amten an grubenkundigen Leuten. Die von den Bilse bringen wollten. erst gerecht, wenn man sich klar macht, was hängen. Die Zerstörung von Kriegswaffest werde Nachbarschächten herbeieilenden Rettungsmann Während der Rettungsarbeiten hatte sich zur Entscheidung stand. Es wäre ein Fehler, ein wirksameres Mittel zur Entspannung schaften, die mit den örtlichen Verhältnissen in auf dem Schachthof eine große Menschenmenge dessen sich niemand schuldig machen darf, überfein, als irgendeine Konvention über moralische der Grube nicht so vertraut sein fonnten, waren angesammelt, aus deren Mitte manches harte, sehen zu wollen, daß die Hakenkreuzler ihre Abrüstung. Henderson erwiderte auf die russischen dadurch in ihrem Rettungswerk stark behindert. aber berechtigte Wort gegen die Besitzer der Stimmenzahl seit den letzten ReichstagswahErklärungen, es jei ihm nie in den Sinn ge Die Rettungsmannschaft des Georgsschach Grube fiel. len auf das Doppelte zu steigern vermochten kommen, daß die moralische Abrüstung in Wider es in Lanz unter Führung des Ingenieurs Ein erschütterndes Bild: Bier leblose Same- und daß sie die stärkste Partei in Deutschland spruch stehen könne zu der materiellen. Tobias tat jedoch in anerkennenswerter Weise raden liegen nebeneinander. Schwarze, abgeHierauf wurde die vorbereitende Liſte des ihr Möglichstes, um den bedrohten Kameraden härmte Gesichter schauen finster drein und zer geworden sind. Und doch war diese Wahl eine aus 20 Mitgliedern bestehenden Unterausschusses zu helfen; später trafen noch Rettungsmann drücken eine Träne. Ein alter, weißbärtiger nie zu überwindende Niederlage des deutschen angenommen. Die Sowjetunion und schaften von Haselbach, Unterreiche Mann fragt mit gebrochener Stimme nach sei- Fascismus, der entscheidende Kinnhaken für Deutschland haben sich der Stimmen au und von den Britannia Wernem Sohne; von den Britannia Wernem Sohne; eine Mutter mit erschrecklicher ihn in dem Ringen, das um Sein oder Nichtenthalten. Morgen vormittags findet eine fen ein. Angst in den Augen ruft gleichfalls nach ihrem sein des letzten Restes von Demokratie int Sigung des Hauptausschusses der Ab- Nach angestrengtester Arbeit war um halb Sohn. Stumm senken die umstehenden Kamera- Deutschland ging. Der Vorwärts", das Zenrüstungstonferen; statt, in der offensichtlich die fünf Uhr die Belegschaft des bedrohten Südfelden das Haupt. Erörterung einiger grundsählicher Fragen erfolgen dürfte. Heute Generalstret in Bolen. = 11 tralorgan der deutschen Sozialdemokratie charakterisiert die Situation treffend, in der ,, Diterfriede" in Deutschland. ganzen Linie unerbittlich und ohne jedwede diese Wahlschlacht vor sich ging, indem er sagt: Einschränkung fortgesetzt. Dr. Goebbels spricht Deutschland hing am Rande des Berlin, 15. März. Wie in politischen Kreisen seine feste Ueberzeugung aus, daß es der Partei Abgrundes, sozialdemokratische ArbeiterProtest gegen die soziale Revolution. behauptet wird, plant die Reichsregierung eine in den kommenden vier Wochen gelingen werde, fäuste haben es zurückgerissen. Die Eiserne Warschau, 15. März. Der für den mor- wesentliche Einschränkung der Wahlkampagne für einen vollkommenen Umschwung her- Front hat Deutschland gereftet." Jezt oder nie, das war die Parole, welche die Nazigigen Tag vom Zentralausschuß der sozialistiden zweiten Wahlgang der Reichspräsidenten beizuführen. Eine bedeutende Unterstüßung erwarten die Führer in der Hoffnung ausgaben, daß es in schen Arbeitergewerkschaften verkündete eintägige wahl. Nach dem Muster des kürzlichen WeihGeneralstreit in Polen wird trotz der Gegen nachtsfriedens" soll ein politischer Oster Nationalsozialisten von der deutschnatio- einem Plebiszit leichter ist, die Massen zu entDie Deutschnationale maßnahmen der Regierung am frühen Morgenfriede" proflamiert werden, der vom 30. März nalen Wählerschaft. fesseln und ihre politische Ueberlegung auszueinſeben und bis in die Abendstunden dauern. bis 3. April dauern soll und während dessen alle Partei wird – wie es scheint- erklären, daß Bereits heute abends find in allen größeren politischen Versammlungen und Kundgebungen sie am zweiten Wahlgang kein Interesse hat, schalten, so daß für den Fascismus unzweifelStädten ab 6 Uhr die Zeitungsse per verboten sein sollen. Erst in der letzten Woche so daß wenigstens ein Teil der deutschnatio- haft größere Chancen gegeben waren, als bei in den Streit getreten, so daß am mor- vor dem zweiten Wahlgang würde die Wahl nalen Stimmen Hitler fallen würden. Eines allgemeinen politischen Parlamentswahlen. gigen Tage mit wenigen Ausnahmen in ganz propaganda freigegeben werden, die dann für ist schon jetzt sicher, daß Duesterberg nicht mehr Bolen teine Zeitungen erscheinen werden. Der die Wahlen in den preußischen Landtag ihre für die Deutschnationalen. kandidieren wird. Eisenbahn- und Postverkehr foll am morgigen Fortsetzung finden sollten. Tage unbeschränkt aufrecht erhalten bleiben. Noch immer nicht bescheidener! Die Behörden haben eine Warnung erlajInternationale Zuckerkonferenz in Paris. Dazu kommt, daß Hitler, dessen Namen allein schon Millionen der durch die Trostlosigkeit der Verhältnisse um den Verstand Gekommenen in Taumel der Begeisterung versetzt, persönlich kandidierte und daß die Wahl in einem fen, in welcher bekanntgegeben wird, daß alle Vorläufig jedoch bereiten die National Zeitpunkte vorgenommen wurde, da Not und Versuche der Verhinderung des Eisenbahnver- sozialisten mit großem Selbstvertrauen Paris, 15. März. Die internationale Zucker schwerste Zerrüttung der Wirtschaft die aus fehrs, bezw. die Organisation von Sabotage- Wahlkampagne in schärfster Form vor. Nach touferenz eröffnete heute ihre Beratungen, an dem Geleise geworfenen Menschen nur allzu atten auf den Eisenbahnen unterdrückt und die furzer Desorientierung wird nunmehr von der welchen sich auch die kubanische Delegation betei- leicht geneigt machen, den gleißenden VerheiSchuldigen zur strengsten Verantwortung gezo ganzen Partei das Motto In die Wahlen gen werden. Die Regierung hofft, daß der Ge- für Sitler" befolgt. Dr. Goebbels hat heute ligt. Der erste Tag der Konferenzberatungen zungen des Fascismus Gehör und Glauben zu neralstreit keinen größeren Umfang annehmen einen Aufruf veröffentlicht, in dem es heißt, der brachte keine Entscheidung. Die Beratungen wer- schenken. Aus dieser vielversprechenden Lage heraus glaubte der Hakenkreuzfascismus Kantpf für die Präsidentenwahl werde auf der den morgen fortgesetzt. wird. eute Seite 2 Mittwoch, 16. März 1982. Str. 65 prophezeien zu dürfen, daß das Jahr 1932[ betragen. Solange für die Geldgeber, die Un- Idaran sind die Kommunisten schuld, auf deren| Sache erfahren hat, gibt aber amtlich keine unbedingt die Entscheidung bringen werde und ternehmer und Bankfürsten, die Aussicht be- Stampf gegen die Sozialdemokratie ein guter positive Erledigung, sondern stellt sich dem Ortsdies schon bei der Präsidentenwahl. stand, der Nationalsozialismus werde bald die Teil der Hoffnungen des Nationalfascismus schulrat natürlich gegen ein Honorar Daß die Entscheidung darum ging, ob das Herrschaft antreten und sie zu schrankenlosen fußt und die mit der Kandidatur Thälmanns privat zur Ausarbeitung des Planes zur Verfascistisch verkleidete Großkapital in Deutsch Gewalthabern machen, mochten ihnen die dem nichts anderes erreicht haben, als die Notwen- fügung, wobei er noch auf seine Erfahrungen land herrschen soll oder der„ Marxismus", Nationalsozialismus gespendeten Riesensum- digkeit eines zweiten Wahlganges und die als Landesbeamter verweist. das heißt die Demokratie darüber gab es men als eine sich später rentierende Investi eigene Niederlage, die noch viel weitreichender hat, dem Ortsschulrat sich offen anzutragen, ist Daß der Beamte noch die Underfrorenheit ebensowenig einen Zweifel, wie über die Größe tion erscheinen. Ob ihnen diese Hoffnung noch ist als jene des Hakenkreuzfascismus. Sum ein besonderes Kapitel. Ist das vielleicht allgeder Gefahr, die für die demokratische Republik, nach der sonntägigen Wahl verbleiben wird, Unterschied von ihnen hat die deutsche Sozial- mein üblich? für die sozialistische Arbeiterschaft und für den muß mindestens als zweifelhaft angesehen wer- demokratie gehandelt, hat im Augenblick äußeren Frieden bestand. Worauf die Partei den. Ohne die schwerindustriellen Subsidien der höchsten Gefahr ihre Kräfte ausschließlich unter Aufmerksamkeit der Landesvertretung Gen. Dr. Strauß, der diese Geschichte. Hitlers abzielte, das war die Eroberung der aber würde der künstlich aufgeblasene Koloß auf das nächstliegende Ziel gewandt, der Flut erzählte, und den obigen Brief vorlas, ersuchte Macht im Staate auf ,, legalem" Wege, durch des Nazi- Fascismus bald zusammenſacken. die Gewinnung der Volksmehrheit. Das des Fascismus einen Damm entgegenzusetzen schließlich den amtierenden Vizepräsidenten Eine Schlacht wurde geschlagen. Daß sie und daß ihr dies gelungen ist, darüber darf Srom, die Angelegenheit strenger Prüfung zu Plebiszit bei der Präsidentenwahl sollte der nicht noch wirkungsvoller, nicht noch zer- die sozialistische Arbeiterschaft in allen Zän- unterziehen, was diefer auch mit Entschiedenheit Butsch auftaltem Wege werden, es schmetternder für den Fascismus ausfiel, dern Freude und Genugtuung empfinden. zufagte. sollte die Rechtsgrundlage für die kommende Gewaltherrschaft des köpferollenden Fascismus werden, den Anfang vom Ende der Berfa Unerhörtes Vorgehen eines Landesbeamten. Verfas* Zu Beginn der Sizung hielt der Vorsitzende, Bizepräsident Srom, den verstorbenen LandesNachruf, Landesbeamten.ente se u bat einen längeren Amtlich keine Erledigung- aber privat gegen einen„ Pauschalbetrag". In der gestrigen Sigung der böhmischen Landesvertretung brachte Gen. Dr. Strauß bei Beratung von Schulfragen folgende uner hörte Angelegenheit zur Sprache: Interesse hätten, bitte ich um Antwort an tieferstehende Adresse und zeichne hochachtungsvoll: Ing. O. Fleischhans m. p. Arch. Ing. Otto Fleischhans, Prag- Košiře 333. angehört wurde. sung. Eben weil diese Wahl ein verzweifelter und entscheidender Ansturm des Fascismus war, hat er in die Agitation ungeheure Dann teilte er mit, daß der Landesvor anschlag für 1932 von der Regierung gene h Geldmittel hineingesteckt, hat mit einer ins migt wurde. Die verhandelten TagesordnungsGigantische gesteigerten Reklame das gesteckte punkte wurden zum größten Teil entsprechend den Ziel zu erreichen gesucht. Und nun trotz aller Anträgen des Landesausschusses erledigt, mur der Opfer und Anstrengungen das Ergebnis: noch Bericht über die Verlegung der Zwangskaum ein Drittel der Wähler haben sich für Der Ortsschulrat in omotau hatte an arbeitsanstalt von Prag nach Rughn wurde Hitler, mehr als zwei Drittel des deutschen die Beratungsstelle für Schulbauten bei der dem Landesausschuß und der Budgetkommission Volkes gegen ihn und den Fascismus erklärt! Landesbehörde in Prag, die seinerzeit über Anzur nochmaligen Beratung und Berichterstattung Der Kampf gegen die fascistische Bedrohung ist regung eines tschechischen sozialdemokratischen Erläuterung völlig überflüssig ist. Der Beamte besonderes Interesse, nur der eingangs geschilderte Das Schreiben ist so flar, daß eine längere sugetpiesen. Die Sigung verlief ruhig und ohne nicht zu Ende, doch worüber die Wahl vom Landesvertreters errichtet wurde, eine Eingabe felbft gibt zu, daß er amtlich von der ganzen Fall erregte lebhaftes Aufsehen. 13. März Geißheit geschaffen hat, das gerichtet, in der um Beratung bei der Abfassung ist, daß der Fascismus in Deutsch von Plänen für einen Schulbau ersucht wurde, Tand auf legalem" Wege, durch da in Romotau ein neues Schulgebäude für eine die Gewinnung der Mehrheit des Bürgerschule errichtet werden soll. Der OrtsBoltes, nicht zur Herrschaft geitelle ev. bestimmte normalisierte Baupläne vorschulrat war der Meinung, daß die BeratungsIangen tann. Nicht im zweiten Wahl- rätig habe, so daß die Pläne nicht viel Geld gange und auch nicht später. Es bleibt ihm tosten würden. Die Beratungsstelle hat jedoch nur der Weg des Putsches, der allerdings mitgeteilt, daß sie feine Pläne für Schulbauten einen Bürgerkrieg mit seinen schreckensvollen verfaffe, doch kam dem Ortsschulrat gleichFolgen zeitigen würde, dessen Ausgang aber zeitig ein privates Schreiben eines für Sitler und seine Sintermänner schließlich Beamten der Beratungsstelle zu, aus dem wenig erfreuliche Folgen hätte. unzweifelhaft hervorgeht, daß dieser Beamte seine amtliche Stellung dazu ausnüße, private Geschäfte zu machen. Schreiben hat folgenden Wortlaut: An den Ortsschulrat in Komotau. Wie ich in Erfahrung gebracht habe, hat der Ortsschulvat in Komotan die Absicht, dort eine Bürgerschule mit anschließender silfsschule für schwachsinnige Kinder zu errichten. Soweit ich aus Ihrem Schreiben an die Beratungsstelle für Schulbauten im Landesamt ersehen konnte, benö tigen Sie vorläufig ein Stizzenprojekt, auf Grund dessen um die Bewilligung des Baues bezw. um Unterstütung seitens des Staates und des Landes eingereicht werden soll. Ich erlaube mir, mich Ihnen als Privatmann für die Ausarbeitung des Projektes und später der Einreichungs- und Aus. deutschen Große Protestversammlungen der lozialdemokratischen Arbeiterschaft in Zwittau und Brüsau. sammlungen in Zwittau und Brisau, die am ster Czech zurückgewiesen wird. Sie nimmt be Die beiden sozialdemokratischen Protestver-[ anderen bürgerlichen Barteien gegen den MiniSonntag, den 13. März für die 40- Stunden- sonders Stellung gegen die Durchkreuzung der woche, für den Notfonds für Arbeitslosen, gegen Fürsorgemaßnahmen des Fürsorgeminifteriums jede weitere Belastung und Besteuerung der brei- durch die Vertreter der Agrarparteien im Miniten Volksschichten und gegen die gewissenlose sterrate und spricht vor allem dem Genoffen Heße der Agrarier gegen die Arbeitslosenunter- Dr. Czech für seine aufopfernde und hingestügung, sowie gegen die Kontrolle der Arbeits- bungsvolle Arbeit im Ministerrate zu Gunsten lofen durch die Gendarmerie stattfanden, hatten der Arbeitslosen und der Opfer der Wirtschaftseinen Massenbesuch zu verzeichnen. Die Ver- trise sowie der sozialdemokratischen Fraktion im sammlung in 3 wittau war von mehr als Barlamente überhaupt den besten Dank und das tausend Personen besucht, viele konnten Vertrauen aus. Am Schlusse richtete Genosse einen Einlaß mehr finden. Die Versammlung ange den Appell an die Arbeiterschaft, jederin Brisau war von mindestens 500 Leuten zeit bereit zu sein, ihre Interessen, wenn es notbesucht.( In beiden Versammlungen nahmen wendig ist, auch anders zu vertreten. auch die Arbeiter des Leitomischl- Politschkaer Be- In Brüfau fand die Versammlung un zirtes teil.) In scharfen Worten, oft von leiden- ter dem Vorfiße des Genossen Lange statt. Dort schaftlichen Zurufen unterbrochen, geißelte der war die politische Behörde durch einen Stom" Abgeordnete Genosse Müller Auffig in missär vertreten, auch die Gendarmerie Zittau das unverantwortliche Vorgehen der war unnötigerweise am Blaze. Nach dem Refe bürgerlichen Parteien. Die Ernährungsaktion, rat des Genossen Müller meldete sich auch der die Arbeitslosenunterstüßung muß erhalten blei Kommunist Krautschneider zu Worte, dem dann führungspläne anzubieten. Als technischer Be- ben, muß im Gegenteil durch die Errichtung Genosse Müller treffend widerlegte. Hierauf beeines ständigen Notfonds erweitert werden. Die gründete Genosse Lange die Resolution, welche an die Abteilung für finnlose Setze, die sich zuerst gegen den Genoffen ebenfalls einstimmig angenommen wurde. Schulbauten bin ich natürlich sowohl mit dem Dr. Czech richtet, dann gegen die sozialdemtoStoffe, als auch mit fämtlichen für Schulbauten fratische Partei überhaupt, wird die Arbeiter Widerhall hinterlassen und gezeigt, daß die ArBeide Versammlungen haben einen starten giltigen Verordnungen und Bestimmungen aufs aller Nationen nur noch fester zusammenschlie- beiterschaft hinter der Sozialdemokratie steht. befte vertraut und wäre in der Lage, gen. Genosse Müller befaßte sich auch eingehend Ihnen beim Ansuchen um Unterstüt mit der Vierzigstundenwoche, deren Einführung Setzelsdorf statt, wo sich Genosse Müller Samstag abends fand eine Versammlung in zung behilflich zu sein. allein wenigstens einen Teil der Arbeitslosen hauptsächlich mit den NationalsozialiDie Honorierung des Vorprojet. wieder Arbeit verschaffen könnte! Gen. Jandlisten beschäftigte. Auch diese Versammlung war tes schlage ich in Form eines Pauschal brachte dann eine Resolution zur Verlesung, sehr gut besucht, das Lokal überfüllt. Die Natiobetrages bor, über deffen Höhe wir uns noch welche einstimmig angenommen wurde und in nalsozialisten waren auch anwesend; verhielten einigen würden. Falls Sie für mein Angebot welcher die infame Heße der Agrarier und der sich aber mäuschenstill. Darum ist die Ankündigung einer verschobenen und bald erfolgenden Abrechnung eine leere Drohung. Solange in Deutschland Das Millionen Menschen unter den zermürbenden Wirkungen der Not und Existenzunsicherheit stehen, wäre es gewagt, ein rasches Abflauen der nationalsozialistischen Bewegung prophezeien zu wollen. Dennoch eröffnet die Abstimmung vom 13. März lichtvollere Zukunftsaussichten, als sie bisher bestanden haben. Was dem deutschen Fascismus neben der Wirtschaftsnot und der mißbrauchten Gedanfenlosigkeit der Allzuvielen bisher die Möglichkeit seiner Ausbreitung geboten hat, das war das Geld, das ihm aus den Panzerkassen der Schwerindustrie und der landwirtschaftlichen Verbände zur Erhaltung seines riesigen Bonzenapparates, zur Ausrüstung und Erhaltung seiner Söldnerarmee, zu Ankauf und Bau diverser ,, brauner" Baläste und zu seiner ungeheuer gesteigerten Agitationsarbeit beigesteuert wurde. Es ist berechnet worden, daß die deutsche nationalsozialistische Partei im günstigsten Falle aus Mitgliedsbeiträgen jährlich höchstens sechs Millionen Mark zu schöpfen imstande ist, während die tatsächlichen Jahresausgaben der Partei gering gerechnet monatlich zehn Millionen Mart, das sind über hundertzwanzig Millionen Mark im Jahre Jan Hus/ Der letzte Tag Ein geschichtlicher Roman v. Oskar Wöhrle ( Berlag Der Bücherkreis, G. m. b. J. Berita Sw. 61.) Sie berauschen sich in Glanz des Brandes, am Tanz und Durcheinanderwirbel der Funken, und vergessen darüber ganz der künftigen Trümmerstatt. Weh diesen Blinden! amber des Landesamtes bemöchte! FP 55 will. Soviel Einäugige laufen denn doch nicht In der steinernen Arche ist es still. Die mung verleiten, auf der fein Segen ruht, sondern herum, daß man ihn aus ihrer Schar nicht her- dem Mond abgewandte Front hebt sich wie eine nur Samen des Teufels! Seule zu, Satan! Das auszulesen schwarze Bordwand aus einem Meer von Schat- soll die Fädchen im Nez des Glaubens nicht Warte, du Stechjau, dir wollen wir das ten. Nur ein brennendes Herz strahlt aus der stören! Du friegst dennoch dein Bildnis treuRüdenmart langziehen!" Mit diesem Segens- düsteren, steil übergiebelten Fläche. Das verrät, lich zugemessen! Warte, bis hier der Abschnitt. wunsch laden die Scharwächter ihre beiden nie- daß hinter dem Fensterladen des untersten Stock von den Bürgersrotten fertig ist, dann... dergestochenen Kameraden auf und schleppen werks noch Licht brennt. Hinter dem flammen- Die malende Freder stellt sich noch steiler: sie ab. den Herz fist Petr Chelčicky und hält sich durch Darum steht der Glaube in ihnen wie ein Wo sie lagen, haben sich zwei große, schwarze Schreiben wach. Knochenhaus voller toter Gebeine. Sie wenden Lachen gebildet: Blut! In schmalen Fäden läuft Außer ihm und Luzia ist keine lebende Seele ihnen keinerlei Sorge zu, da sie sehen, daß jene Erschöpft läßt sich der lahme Dekan vorn es die Staffeln hinunter und bildet dort einen im Haus; denn auch der Esel ist kurz nach Mit- des Nachts sich nicht in Rüstung werfen gegen über sinken und fühlt seine Stirne auf der sand- neuen See. ternacht mit den Herren weggegangen, nachdem sie. Und so geht bei ihnen der Glaube untermischt steinenen Brüstung des Fensters. Der Detan bringt die Augen nicht los davon, er sich einen gutgestopften Kleidersack aufge- einher unter dem Namen der päpstlichen Gesetze, O daß der unguten Gedanken Bändiger Immer wieder muß er hinschauen. Immer wie schnallt hatte. daß ihnen das Evangelium und die Episteln so täme, der tröstliche Schlaf! der muß er sich sagen: Da waren doch eben brül- Straßend bahnt sich die Feder ihr schwarzes lind gesungen werden, daß sie hernach nicht zu Doch diesem Seufzer wird keine andere lende, kämpfende Menschen, die wild aufeinander Auf und Ab auf dem rauhen Papier. Der junge weinen brauchen und auch keine Ungelegenheit Antwort als das verstärkte Weiterheulen der losschlugen! Gottes Geschöpfe, die sich zuleib Schreiber knüpft an seinem„ Ney des Glaubens", haben; daß es scheinet, als ob das Evangelium Sunde, und, plößlich aus der Kazgasse heraus- gingen wie reißende Tiger. Was ist übriggeblie- mit welchem Buch er einst den Hauptwurf zu tun in der Schrift sich mit ihnen in Frieden befinde, stiebend, das Geschrei der Scharwächter, die waf- ben von der unheimlichen gespenstischen Szene? glaubt, um dem Fürsten der Welt möglichst viele vor allem, daß es ihnen fendrasselnd einen Flüchtling verfolgen. Schwarze Lachen, dices, verkrustetes Blut! Blut, Seelen aus den Wassern der Sünde zu heben. Auf den Münsterstaffeln stellen sie ihn. Blut, nichts als Blut! Das Geheule der Hunde draußen ist gerade die Es gibt Kampf; unentwirrbar scheint der richtige Begleitmusik zu dieser Arbeit. Falten des feuchende Knäuel. Widerstands graben sich ein in Petrs Stirne. Er weiß, daß es nicht das bellende Viehzeng ist, das seit über einer Stunde durch die Gassen der selber, der Hundsgestalt angenommen hat und nun mit entblößtem Kiefer und fletschendem Zahn aufsteht gegen Christen und Jesuskinder. Heulend geht der Meister aller Listen und Lügen umher, die Herzen der Frommen zu verwirren Darum ist der Glaube des Evangeliums in diesen und zu erschrecken. Doch hier in dieser Kammer Bürgersrotten tot und unsichtbar. Weder ersollen ihm seine höllischen Künste nicht gelingen! schrecken sie davor, noch freuen sie sich daran, Nein, Betrs Kopf sitt fest auf den Schultern des noch sind sie imstande, ihn auch nur zu erkennen Glaubens. Der ist nicht so leicht mit einem diese didbäuchigen Männer, die nach Biere Dem Dekan läuft ein Schauer über den Leib. Gibt es wirklich Gespenster? An der Stelle des Albrecht von Büttelsbach sieht in hoch- Niederstichs ist ein Mann aufgetaucht. Schwarz, erhobener Hand ein Messer gleißen. Zwei furze unheimlich steht er da, wie eine Morchel aus dem Blize grellen, zweimal schlagen sie ein. Der Boden gewachsen. Mit beiden Füßen steht er im Stonziliumsstadt winselt. Nein, das ist Satanas Defan möchte schreien, wie selber getroffen; doch Blut und merkt es nicht. Wie suchend schaut er der Schreck lähmit ihm auch den Mund. über den Play. Dann schreitet er Sankt Stephan Schmerzgebrüll, Stöhnen, Zuhauen, neue zu und verschwindet eilig in der Richtung des Berwirrung! Barfüßerklosters. Der Totenkopf hinter den Geranien hätte schwören mögen, es sei der König gewesen. 20. Aus der kämpfenden Gruppe löst sich ein Schatten. Lautlos, wie ein Weberknecht auf der Fläche des Baches, strebt er auf dem mondhellen Pflaster der Niederburg zu. Geschüße und nicht die Gräben zuschmeißt, nicht die Mauern bricht, nicht die Wurfmaschinen, Musketen stört, nicht den Handel und Wandel der Gaffe, nicht zu Angriff ruft, nicht zu läuten verbietet, nicht umwirft die üppigen Tische, nicht all die andern Gifte mit richtigem Namen nennt. Zu spät merken die prügelnden Wächter, daß ihnen der Mörder entlaufen ist. Sein Vorsprung Mit letzter Kraft hat sich der schwarze Rit- Söllengriff verdreht! Seut ist die leste riechen! Und gegründet ist ihr städtisches ist zu groß. Schon hat ihn das Dunkel der nächter bis in die Gaffe der Böhmen gezwungen. Nacht des Hus! Nur noch Stunden Gaunertum auf einem bösen Grunde: auf Rain. ften Gassen verschluckt. Ihm jetzt noch nachzusier, an der Herberge, wo er geborgen und in trennen den Märtyrer von seiner Wären sie außerhalb des Glaubens, wie die setzen, wäre zwecklos. Doch entwischen wird sicherheit wäre, fann er nicht mehr. Er bricht Berklärung! Darum ist die Hölle, sind die offenbaren Heiden und tröchen sie nicht unter ihnen der elende Hund nicht, mag er auch sehn auf den Stufen zusammen, unfähig. auch nur ganzen niederen Geister im Aufstand gegen ihn. den Schmerzen Chrifti unter..." mal einen Ritterpanzer tragen! Den kriegen sie einen Laut auszustoßen oder den Klopfer zu Und da soll man sich mit hineinreißen lassen? Nein, niemals läßt sich Petr zu einer Unterneh morgen, wenn er eines der Stadttore passieren rühren. ( Fortjegung folgt.). Nr. 65 Der Kampf um die 40- Stundenwoche. Mittwoch, 16. März 1932. Aufmarsch der Frauen. Sette 8 Aus der Arbeiter- Turn- und Sportbewegung. Die Tatsache, daß gegenwärtig nicht mehr genug Arbeit für alle arbeitsfähigen Menschen Wer am Sonntag irgendeine unserer jude- Ider kapitalistischen Staatsmänner begleiten, werfen während 48 Wochenstunden zur Verfügung steht, tendeutschen Bezirksstädte besuchte, mag sich nicht die sozialdemokratischen Frauen den Ruf nach dem Beratungen des Technischen Hauptausschusse.. wird immer mehr erkannt. Auch aus dem Lager wenig darüber gewundert haben, große Gruppen, Frieden. Die Spartenleiter des Atus tagten in Aussig, der Unternehmer mehren sich die Stimmen, die ja ganze Schaven von Frauen durch die Straßen Sie fordern radikale, alle Staaten gwing... de um die Durchführung des diesjährigen Arbeitsplanes für die Einführung der 40- Stundenwoche plädie wandern zu sehen. Ja, da und dort marschierten internationale Abrüstung, verpflichtende zu beraten und zum Verbandstag Stellung zu ren, soll die schwere Wirtschaftskrise in absehbarer wohlgeordnete Züge, in denen Fahnen getragen Schiedsgerichtsbarkeit für alle Staaten in Fällen nehmen. Es fonnte mit Befriedigung festgestellt Zeit überwunden werden. Der Produktions- wurden. Nicht nur das Rot dieser Fahnen ließ internationaler Konflikte. werden, daß die Vorbereitungen für die Vorturnerapparat ist ob seiner Leistungsfähigkeit weit über die Frauen als Proletarierinnen erkennen Sie fordern Freiheit! Freiheit des Arbei- prüfungen fast in allen Bezirke im besten Gange sind. • den gegenwärtigen Bedarf hinausgewachsen und Am Sonntag war sozialdemokrati ters, Freiheit der Fran. Freiheit der Frau: In 24 Bezirken fanden Frauen- Turnkurse statt, die mit dessen Vermehrung hat die Hebung der Kon- scher Frauentag. Nur in wenigen Orten das bedeutet völlige rechtliche und gesellschaftliche in diesem Jahre das erstemal eine erfreuliche Erfumfähigkeit der breiten Massen der werftätigen mußte die Feier auf einen anderen Tag verlegt Gleichstellung der Frau, bedeutet gleiche scheinung aufwiesen: Von 594 Teilnehmern waren Bevölkerung nicht gleichen Schritt gehalten. Die werden. In den meisten Städten versammelten Entlohnung der arbeitenden Frau bei gleicher 356 Frauen. Die Austragung der BundesmeisterUnternehmer freilich versuchen noch immer diese sich unsere Genosfinnen am Sonntag, an diesem Leistung, bedeutet auch Freiheit der Mutterschaften wird( bis auf Fußball) auf das nächste Jahr Tatsache abzustreiten und sie argumentieren gegen Sonntag, der in Deutschland Großkampftag gegen haft und deshalb Beseitigung des mörderischen anläßlich des von den tschechischen, polnischen und die Einführung der 40- Stundenwoche damit, daß den Fascismus war, der so vielen Arbeitern auch Baragraphen 144. deutschen Arbeiter- Sportorganisationen der Tschechojede Verkürzung der Arbeitszeit die Produktions- Tag des Gedenkens an die Märzrevolution war. Kampf für die Freiheit das ist zunächst slowakei in Aussig zu veranstaltenden Sporttages foften erhöhe und damit die Warenpreise hinauf- Sozialdemokratischer Frauentag das ist ein Verteidigungskampf für die Demo verschoben. Aus dem diesjährigen Arbeitsplan set treibe. Dieselbe Argumentation wurde noch in revolutionärer Tag- denn er ist Werbe- und tratie, das ist auch entschlossene Abwehr aller hervorgehoben: Die Schwimmer werden im Monat mer gegen die Verkürzung der Arbeitszeit ange- Stampftag der proletarischen Frauen. & fascistischen Bestrebungen. a seis mus das ist Juni eine größere Aktion für das Schwimmenwendet und wenn sie richtig wäre, dann müßten Noch ist er, so start auch bereits unsere neuerliche völlige Verslavung der Frau, neuerliche lernen durchführen; die Leichtathleten werden je die Warenpreise derzeit doppelt so hoch sein, als sozialdemokratischen Frauenfektionen sind, nicht völlige Knechtung des Arbeiters. Gerade im Kampfe einen Kurs in Hombok( für das mährische und wie zu der Zeit, als in der Industrie der 14 bis der Kampftag aller profetarischen Frauen. gegen den Fascismus erkennen die arbeitenden schlesische Gebiet) und in einem Orte des Böhmer16stündige Arbeitstag gang und gäbe war. Wenn Denn später erst als die proletarischen Männer Frauen die innige Verbundenhei: zwischen Freiheit waldes abhalten. Am 12. Juni wird es wahrscheinaber heute die Weltmarktpreise den tiefften Stand wurden die Frauen der Arbeiterklasse von den der Frau und Freiheit der Arbeiterklasse Nur in sich zu einem sportlichen Dreiländer- Treffen in Grausamkeit der Breßburg fommen.( Ungarn, Desterreich, Tschecho in diesem Jahrhundert erreicht haben, dann zeigt sozialistischen Ideen erfaßt, und schwerere Hem- engster Gemeinschaft mit der diese Preisentwicklung, daß die Argumentation mungen haben die Frauen zu überwinden als die lassenbewußten Arbeiterschaft tönnen die Frauen slowakei.) Die Handballer bereiten je einen Kurs der Unternehmer gegen die 40- Stundenwoche un Männer, che sie sich in unsere Stampfreiben die Demokratie verteidigen und die völlige Befreiung für Schlesien, Nordwest- und Westböhmen vor. zutreffend und daher ganz falsch ist. stellen. Aber jeder neue Frauentag führt neue der Frauen erkämpfen. Nur in Gemeinschaft mit der in der sozial- Das Kreissporttreffen in Neudek. Dieser Tage wurde im Deutschen Rund- Scharen zu uns. Noch mag der Bürger Baum funt" ein Zwiegespräch abgeführt, das der Klä verstehen, was diese Zusammenkünfte der Arbei- und unter dem Zeichen des Wassenbefuches. Die Läufe können die Frauen für mehr Brrbeiterschaft demokratischen Partei organisierten Das Märztreffen unserer Wintersportler rand rung der Frage:„ Kann die Arbeitszeitverkürzung terinnen bedeuten. Noch mag er gleichgültig an arbeit fämpfen. In Uebereinstimmung mit der am Vormittag, die in Abertham, Neuder und Neuder Arbeitslosigkeit steuern?", dienen sollte. Solche den demonstrierenden Frauen vorübergehen. sozialdemokratischen Partei fordern die arbeitenden hammer ihren Anfang nahmen und in Neudek Rundfunk- Zwiegespräche können sicherlich viel Aber wer nur in einer einzigen der Versammdazu beitragen, daß sich die Rundfunk- Hörer über fungen am Sonntag war, diese braven Arbeiter- Frauen Ausgestaltung der Fürsorge für die Opfer endeten, brachten 32 Zäufer auf die Beine. Der der Wirtschaftskrise besonders der Arbeitslofen, for- Anfängerlauf, welcher gleichzeitig in Neudek stattstrittige Fragen ein Urteil zu bilden vermögen. frauen fah, die oft weite Wege zurücklegen muß dern sie nachdrücklichst Fürsorge für die durch die fand, konnte ebenfalls in Leistung und Teilnahme Voraussetzung dabei ist allerdings, daß beide ten, um die Kundgebungen besuchen zu können. Partner die Materie beherrschen und dabei auch wer da sah, wie sich in den größten Sälen die Strife nicht nur körperlich, sondern auch seelisch befriedigen. Das Winterwetter im oberen Erzgebirge war herrlich. Bis zu einem Meter Schnee begleitete objektiv genug sind, feststehende Tatsachen anzu Frauen drängten, und wie sie sich der Ueber gefährdeten Kinder und Jugendlichen. Um wenigstens einem Teil des Arbeitslosen die Läufer über die Berge in 900 bis 1000 Meter erfennen. Da wir annehmen, daß auch in unseren füllung freuten und wer ihre echte, rührende, Heeres wieder die Eingliederung in den Produk Söhe. Die Abfahrt nach Neudet war schon schwieGebieten viel Rundfunk- Hörer dieses Zwie erschütternde Begeisterung miterlebt, der weiß, tionsprozeß zu ermöglichen. fordern die Versammel- riger, da die Sonne im Tal sichtbare Arbeit geleistet gespräch, welches vom Deutschlandsender ver- daß diese Frauentagversammlungen Zeugnisse ten die Vierzigstundenwoche. Sie treten hatte. Das Springen am Nachmittag, wozu sich über breitet wurde, angehört haben, sei dazu folgendes der fortschreitenden Revolutionierung der arbei- ferner mit besonderem Nachdruck für die produk 2000 Zuschauer eingefunden hatten, ging unter bemerkt: tenden Frauen sind, daß die proletarischenitve Arbeitslosenfürsorge ein, für alle ichlechten Schneeberhältnissen von statten. Zwei Tage Das in Frage kommende Riviegespräch hat Frauen sich zu einer neuen Kampfarmee für den zur Arbeitsbeschaffung geeigneten Maßnahmen Sonne hatten die gute Schneelage aufgebraucht; von nichts zur Klärung der gegenständlichen Frage Sozialismus sammeln! öffentlicher Körperschaften. 30 Springern, die am Start waren, beteiligten sich beitragen können, da wohl der Interpret der UnWir werden erst nach dem Einlaufe aller In dem Fürsorgeminister Dr. Ludwig Czech nur ein Drittel an der Konkurrenz. Erster murde ternehmerwünsche, Dr. Erdmann, Syndikus der Versammlungsberichte eine Uebersicht über den Vereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände, Frauentag in unseren Organisationsgebieten sehen die Frauen und Mädchen der Arbeiterlesse Genosse Sattler, Schwaderbach, mit guter Haltung den warmherzigen Anwalt aller Silfsbedürftigen, und 30 Meter Weite. Auch Heidler, Neudek, der einigermaßen mit grundsäglichen Einstellungen bringen. Heute schon können wir aber sagen, daß den zähen und beharrlichen Vorkämpfer ihrer sozial- Erste vom Springen in Bärringen, erreichte der Unternehmer vertraut war, hingegen war die Sundgebung überall, wo nicht organisato- politischen Forderungen. Sie danken dem Fürsorge- 30 Meter Weite. Dr. Röhr, der sich als Gewerkschaftsvertreter be- rische Mängel schuld ant etivas schwächerem Be- minister Dr. Czech aufrichtig und herzlich für seine seichnete, alles andere eher, nur nicht mit der suche waren, wirkliche Massenkundgebungen unermüdliche Arbeit. Sie weisen die niedrigen und Bezirk Graslig wieder in Front. Materie der zu behandelnden Frage bekannt. Es gchassigen Angriffe der Bürgerparteien und der Der Bezirksverbandstag des 3. Bezirkes im hat doch wirklich Beinen Sinn, wenn der als Kommunisten gegen ihn entschieden zurück und ver- 6. Kreis war von allen 14 Vereinen des Bezirkes Gewerkschaftsvertreter bezeichnete Zwiegesprächssprechen, sie zu beantworten durch vermehrte Auf besucht und vereinigte 60 Delegierte. Der Bezirt, partner nur dazu da ist, um die Argumente des Unternehmersyndikus zu bekräftigen. Dr. Erd- Für Friede, Freiheit und Arbeit flärung über das selbstlose, erfolgreiche Wirken des der schwer unter der Wirtschaftskrise leidet, weist mann wußte gegen die 40- Stundenwoche im rämpfen die zur Feier des sozialdemokratischen Vertreters der Deutschen sozialdemokratischen Arbei einen Verlust von 300 Mitgliedern auf und hat terpartei in der Regierung. finanziell schwer zu kämpfen. Die Bezirksleitung hat großen und ganzen auch nichts anderes einzuwen- Frauentages versammelten Frauen und Mädchen. Für Friede, Freiheit und Arbeit fämpfen fie in In unerschütterlicher Trene stehen die heute sehr gute Arbeit geleistet, auch der technische Apparat den, als daß dadurch auf jeden Fall eine Erhö hung der Produktionsfosten eintrete. Und Dr. den Reihen der Sozialdemokratie, gemeinsam mit versammelten Frauen und Mädchen zur sozialist auf der Höhe. Da sich der 3. Bezirk nur auf den Röhr, der angeblich der Bildungssekretär der den arbeitenden Frauen und Mädchen aller Länder, demokratischen Partei und zu ihrer pol. Bezirk Graslin erstreckt( ca. 36.000 Einwohner), christlichen Gewerkschaften sein soll, konnte die mit den in der Sozialistischen Arbeiter- Internatio- Führung. In den Reihen der Partei, als fann der Bezirk auch heute noch als Wusterbeispiel Genoffinnen, werden sie den Kampf für etwas mehr vorgestellt werden. So erfassen wir ca. 10 Prozent Argumentation seines Partners nicht einmal ent- nale vereinigten Proletariern aller Nationen. fräften, sondern er entschuldigte sich sogar inmer In die durch Mißtrauen und Furcht, fapitali Freiheit und mehr Brot innerhalb der tapitalisti aller schulpflichtigen Stinder des Bezirkes in den dann, wenn er hie und da einen bescheidenen Ein- ftische Rafigier und imperialistisches Machtftreben schen Gesellschaft führen, darüber hinaus aber den Arbeiter- Turnvereinen und ungefähr fünf Prozent zerrissene Welt, in der Geschüßdonner und Todes- Kampf um volle Freiheit und ausreichendes Brot der Einwohnerschaft. Besonders erfreulich ist es, daß der Bezirk wieder im Zeichen der Mitgliederschreie Gemordeter die heuchlerischen Friedensworte für alle durch Verwirklichung des Sozialismus! gewinnung steht. Das Referat des Genossen Mykuva löste eine ernste, sachliche Debatte aus und führt einmütig zur Erklärung, daß in Zeiten schärfster Wirtschaftskrise unsere Arbeit erhöht werden muß. wand machte. Es scheint, daß der Deutschland- Sender mit Absicht dem Unternehmersunditus einen vollkom men ungeeigneten Gewerkschaftsvertreter gegenübergestellt hat, um die gute Idee der 40- tundenwoche zu migkreditieren. maren. Alle Versammlungen beschlossen folgende Entschließung: Katastrophe der Zertilarbeiter. Gemeindewahlen im Bezirks Freudenthal. Die Massen der arbeitenden Bevölkerung werden sich durch die Schlagwortartigen Argu- In den deutschen Gebieten der Republit 210 Betriebe mit 31.527 Beschäftigten mente der Unternehmer von ihrer Forderung vollständig stillgelegt, 368 Betriebe mit 74 620 Beschäftigten arbeiten teilweise. nach der 40- Stundenwoche nicht abbringen laffent. Eine Umfrage in den deutschen Gebieten der sie sind alt und arbeitsunfähig geworden und zum Sätte das Unternehmertum in allen Ländern Am Sonntag, den 13. März 1. J. fanden in Altstadt bei Freudenthal und in Breitenau die rechtzeitig bei der Rationalisierung der Betriebe Tschechoslowakischen Republik, welche die Union Teil wohl auch schon gestorben. Die Union der Textilarbeiter, die Organi- Gemeindewahlen statt und hatten folgendes Erdarauf Rüdsicht genommen, die Arbeitszeit ente der Textilarbeiter veranstaltete, ergab am 31. sation dieser Arbeiterschaft, hat im Bewußtsein gebnis.( In Klammern die früheren Mandatssprechend herabzusetzen, dann wären heute weder Dezember ein erschütterndes Bild der trostlosen der engen Verbundenheit dieser Organisation zahlen): die großen Lager überfüllt, noch so biele wert Lage der deutschen Textilarbeiter. Es muß leider mit der Arbeiterschaft in den Betrieben in der Altstadt: Deutsche Christlichsoziale 7 Manbolle Konjumkräfte durch die Massenarbeits- festgestellt werden, daß sich die Situation heute Frage der Unterstüßung der Arbeitslosen und date( 7): Deutsche Sozialdemokraten. losigkeit vernichtet. Die Stonjumfähigkeit kann ichon gegenüber dem Datum der Umfrage noch in Not geratenen Textilarbeitern ganz außer 4( 4); Nationalpartei 4( 5); Nationalsozialisten aber nur gehoben werden, wenn die Massen der bedeutend verschlechtert hat und täglich noch mehr ordentliche Leistungen bollbracht. heute Arbeitslosen wieder Arbeit und damit Ber- verschlimmert. dienst erhalten. Diese Formel ist wohl einfach, dafür aber richtig, und deshalb ist die Forderung was sagen diese Ziffern? nach der Einführung der 40- Stundenwoche vollauf begründet. Was lehrt das Ergebnis dieser Erhebungen, Seit dem Bestehen des Gesezes über den Staatsbeitrag zur gewerkschaftlichen ArbeitslosenJahres 1925 unterstützung also seit dem 1. April des hat diese Organisation 73,410.523 K an Arbeitslosenunterstüßung ausgezahlt. 3( 2) Mandate. Es verlieren sonach die Nationalparteiler ein Mandat an die Nationalsozialisten. die Lage der Textilindustrie in den deutschen GeDurch diese Erhebung wird endlich einmal In Breitenau ist eine vollkommene Verbieten unseres Staates und die Auswirkungen schiebung im bürgerlichen Lager eingetreten, dort der fürchterlichen Wirtschaftskrise auf die Arfind die Nationalsozialisten von 2 auf 8 Mande de Englands Budgetlage beffert sich. beiterschaft einwandfrei festgestellt. Alle Behaup gestiegen. Während früher sechs Parteien in dieIm Jahre 1930 wurden 16,044.293 K und fem fleinen Orte kandidierten, waren es diesmal tungen, alle Schäzungen und Kombinationen London, 15. März.( Reuter.) Die Fistal über die Entwicklung dieses für die Wirtschaft im Jahre 1931 37,437.818 K zur Auszahlung nur noch vier. Auch sind in Breitenau dir Size einnahmen betrugen in der mit dem 12. März unseres Staates so wichtigen Industriezweiges gebracht. Es ist ganz klar, daß jede gewerkschaft in der Gemeindevertretung um drei erhöht worabschließenden Woche insgesamt 25,600.000 Pfund Sterling, die Ausgaben 12,700.000 Pfund. und über das Schicksal der in dieser Industrie liche Organisation, auch die gesündeste und den, von 15 auf 18. Die Mandate verteilen sich Dadurch sind die Bajjiven des Staates auf beschäftigten Arbeiter erhalten durch das Ergeb- stärkste, unter solchen Verhältnissen, wie sie in wie folgt: Nationaljozialisten 8( 2); Sozialdemo 24,200.000 Pfund Sterling zurüdgegangen. Aller nis diefer Erhebung feste Gestalt und zeigen un- der Textilindustrie herrschen und vor welche die Union der Textilarbeiter gestellt ist, auf die traten 4( 3); Wahlgemeinschaft 4( 8), ChristWahrscheinlichkeit nach wird demnach das bri- verhüllt den erschreckenden Dauer aus den Mitgliedsbeiträgen ihrer Mitlichsoziale 2( 2). Wir gewinnen also ein tische Budget mit Ende des Fiskaljahres am glieder so ungeheuere Leistungen nur unter dem mandat und die Wahlgemeinschaft muß vier 31. März ausgeglichen sein, wenn nicht gar einen Einsatz der allergrößten Anstrengungen vollbrin- Mandate an die Nazi abgeben. Ueberschuß aufweisen. gen fann. Wir können mit dem Ergebnis zufrieden Der Staat, die öffentlichen Körperschaften sein, denn die Agitationsmöglichkeiten in diesen und vor allem die Unternehmer, die ja eigent Dörfern find sehr gering und die Hakenkreuzler lich die Träger der Fürsorge für die ArbeitsGrenzzwischenfall bei Bogranitichaaja Sowjetflugzeuge zwingen einen Japaner zur Landung. Charbin, 15. März.( Renter.) Es verlautet. daß ein japanisches Flugzeug bei Pogranitschnaja über sowjetrussischem Gebiete erschien und von acht Sowjetflugzengen gezwungen wurde, niederzugehen. Niedergang einer Industrie und das grauenhafte Elend der in ihr beschäftigt gewesenen Arbeiterschaft. losen in diesem Staate sein sollten, haben diese haben es besonders in Altstadt an Gemeinheiten ihre Aufgabe und Pflicht im Verhältnis zu gegen uns nicht fehlen lassen. ben positiven großen Leistungen der gewerkschaftlichen Organisation bis jetzt ur mengel- Kreuger wird nach Stockholm überführt haft erfüllt. In den 857 von der Erhebung erfaßten Textilbetrieben, die in den deutschen Bezirken dieses Staates find, haben früher einmal bei voller Be schäftigung rund 187.000 Arbeiter gearbeitet und recht und schlecht ihren Lebensunterhalt verdient. Am 31. Dezember 1931 arbeiteten in denselbent Betrieben nur noch 127.300 Arbeiter: von diesen waren 87.635 voll beschäftigt, 18.408 arbeiteten 40 Stunden, 6853 32 Stunden und 14.427 24 Die große wirtschaftliche Krise und insbe- Paris, 14. März. Die Leiche des schwedischen Stunden in der Woche und manchmal noch weniger. 59.785 Textilarbeiter, die jahrzehntelang in sondere die schwere Depression, die auf der Ter- Bündholzkönigs Jvar Kreuger ist zur Beerdigung Munitionslager explodieren. diesen Betrieben gearbeitet haben, sind also im tilindustruie lastet, erfordert in der allernächsten freigegeben worden. Sie wird wahrscheinlich nach Rauton, 15. März.( Reuter.) Bei der Explo- Laufe dieser Zeit aus der Textilindustrie aus Beit ganz andere Borkehrungen als wie bisher; Stockholm überrührt werden, wo sie beigesett werfion von vier Munitionslagern wurden in der gefchicden worden. 56.244 von ihnen sind heute Staat, öffentliche Körperschaften und insbeson- den wird. König Gustav von Schweden, der die WinterStadt Erschütterungen in einent Maße wahr noch arbeitslos und auf die Unterstügungen der dere die Unternehmer werden in der Zukunft mit genommen, daß die Einwohner ein Erdbeben vergewerkschaftlichen Organisationen oder öffent- größerem Ernst und in größerem Umfange an ferien an der Riviera verbringt, beschloß, mit muteten. Man nimmt an, daß Kommunisten die lichen Einrichtungen angewiesen. Die restlichen die Linderung der Not unter den Textilarbeitern Rücksicht auf den Selbstmord Jvar Streugers, nach Stockholm zurüdzukehren. Täter find. 3541 haben zum Teil ihren Beruf gewechselt oder dieses Staates schreiten müssen. Seife 4 Mittwoch. 16 März 1932. Nr. 65 Unter dem Titel„WaS verdient Hitler?" veröffentlicht die in Dresden erscheinende Wochenschrift„Die Tribüne" folgende Zusammenstellung: Als Grundeinkommen erhält Hitler die Hälfte aller Einkünfte des Eher- Verlages in München. In diesem Verlag erscheinen sämtliche Standardwerke der Nazibewegung. Sämtliche Drucksachen und Druckschriften werden durch den Eher-Verlag in eigener Druckerei hergestellt. Darunter befinden sich der„Völkische Beobachter" mit rund 90.000 und der„Illustrierte Beobachtet mit rund 120.000 Auflage. Im letzte» Geschäftsjahr konnte Hitler auS dem Eher-Verlag dre nette Summe von 240.000 Mark erhalten. Ferner zahlt die Partei ihrem höchste» Parteibeamten einen Gehalt von 1100 Mark im Monat. Dazu erhält Hitler für jede« Vortrag von der Gesamteinnahme aller Versammlungen, in denen er als Referent auftritt, zwanzig Prozent, was ihm im letzten Jahre bei rnnd hundertdreißig grhal- Bordereitinigeu rite den Hitler-Sieg. Braunschweig, 14. März. In der Sonntagnacht gab in Königslutter ein auswärtiger SÄ.- Mann achr scharfe Schüsse auf einige Kommunisten ab, mit denen Nazis in Streit geraten waren. Ein Arbeiter, der einen Schuß ins Gesicht erhielt, wurde schwer verletzt. Einem sicheren Arbeiter drang die Kugel in den Fuß. Daraufhin schlugen die Kommunisten einen örtlichen Naziführer mit Zaunlatte» nieder. Der Revolverschütze ist flüchtig. Die Polizei beschlagnahmte bei den Nazis mehrere Schußwaffen und Munition. Bewaffnete SA^Leute feftgestellt. Eine am Wahltage im Bezirk des Polizeipräsidiums Weißenfels vorgenommene Durchsuchung nationalsozialistischer SA,-Heime förderte in Weißenfels und Zeitz Hieb- und Stichwaffen und große Mettgen verbotener Druckschriften zutage. In Krauschwitz wurden bei einer Durchsuchung umherpatrouillierender, mit Rucksäcken, Tornistern und Decken ausgerüsteter nattonalsoziaustischer Haufen zwei Selb st lad epi st ölen und eine Stahlrute gefunden, In Kölleda wurden gefunden vier Selbstiädspistolett^ sieben Gummiknüppel,' der«- Der Aiekenbonze. Hitler, Deutschlands Schwerverdiener. lenen Referate« die fast unglaublich« Summe von 200.000 Mark einbrachte. Die Besucherzahl der mit Hitler abgehaltenen Versammlungen belief sich durchschnittlich auf 8000 zahlende Zuhörer, wobei oft Eintrittspreise bis fünf Mark und mehr gefordert und freudig gezahlt wurden. In Berlin unterhält Hitler im vornehmsten Diplomatenhotel Kaiserhof eines der schönsten Appartements. Dafür zahlt seine Partei für den Tag die runde Summe' von 150 Mark. . Nun bekommt Herr Hiller noch von der braunschweigischen Regierung das Gehalt von 5238 Mark nn Jahre; und sollte sich schon morgen Herausstellen, daß der Parteibuchbeamte Adolf Hitler unfähig ist, den Posten als Regierungsrat zu erfüllen, so erhält er 35 Prozent des Gehaltes als— Pension! Also: mit 445.000 Mark im Jahre steht Hiller da, als der Mann mit dem einnehmendsten Wesen, als der große Schwerverdiener und Riesenbonze. Ihm fehlt nur noch das Gehalt als Reichspräsident... schieden? Stahlruten und als Schlagwerkzeuge yergerichtete Fahrradpumpen sowie ein feststehen- des Messer. In Schleinitz fand man eine Selbstladepistole und eine Stahlrute. Sämtliche Natio- nalsozialiften wurden dem Schnellrichler vorgeführt. Waffen und Funkgerät« beschlagnahmt. Im Kreise Pinneberg sind am Wahlsonntag eine Reihe von Nationalsozialisten verhaftet und Waffen und Funkgerät beschlagnahmt worden, da, wie die Polizei mitteilt, angenommen werdest werden mußte, daß die dort in Massenguartieren mrteraebrachten SA.- und SS.-Lcute militärisch organtsterte Maßnahmen zumindest vorbereiteten. Angeftampfte Ziegesprottamation ' Die nationalsozialistische Parteileitung hatte bestimmt an den Sieg Hitlers nicht etwa erst im zweiten, sondern im ersten Wahlgang zur RcichS- vrsisidentenwahl gehofft und diese Hoffnung ihren G-ulcstern in der bestimmtesten Form mitgeteilt. Ore Folge war, daß von vielen Grueu bereits am Samstag große Siegespl-late in Druck g/geben wurden. Die in Weimar bestellten Plakate trugen beispielsweise die Ulk Ueberschrist: „Unser Sieg!" Da aus dem Sieg eine Niederlage wurde, sind die Plakate inzwtschen ein gestampft worden! Tagesneuigkeiten „Es fehlt an Brot.“ Die Agrarier and dtr„gnie Wille“ Ju der Ausgabe vom 9. März 1932 findet sich in großer Aufmachung im ,p8eöer", dem Blatt der reaktionären Restgutbarone, folgende Weisheit oder Frechheit vermerkt: e t uns dars u ieman dem das Brot fehlen, der den guten Willen hat, sich durch ehrliche Arbeit zu ernähren." Da trifft es sich gerade gut, daß der Bericht über die.Not in Karpathorußland, der von einer ausländischen Studienkommission verfaßt wurde, jetzt in den Blättern die Runde niacht und nun soll der„Beöer" einmal sagen, wie sich dort die Bauern ernähren sollen, wenn ihnen die Grundlage der Möglichkeit dazu fehlt, genau so wie vielen anderen, die unverschuldet ins Elend geraten sind? In ein Elend, zu dem die Partei der Restgutbarone ihr reichlich Maß beigetragen hat! Oder ist das vielleicht eine Verleumdung? Gibt sich diese Partei nicht als die staatserhal- tendste Gruppe des Landes aus? Noch vor gar nicht langer Zeit schrieb der„Beöer" oder ein ihm verwandtes Blatt, wie teuer ihm das Leben der Wachleute und der Gendarmerie sei, die im vorliegenden Fall so kläglich versagt hat. Jawohl versagt. Denn es ist ein Skandal, daß erst Ausländer kommen müssen, um der Republik zu sagen, was in ihr vorgeht, während die Lieblinge des „Beöer" in Karpathorußland, statt ordentlich Berichte zu senden, für eine Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung gesorgt haben, die hart an die Zeiten der Leibeigenschaft und des Zarismus erinnert, wie aus dem Bericht des Delegierten Renn hervorgeht: In diesem Dorfe sah