Nr. 57. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 fg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftrirter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- BeitungsPreisliste für 1899 unter Br. 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montage. sin ty poty apt 16. Jahrg. Vorwärts Berliner Volksblatt. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonelgeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, nr. 1508. bisig szelegramm- Adresse: ,, Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Armee und Sittlichkeit. Mittwoch, den 8. März 1899. " 193 1919 ptisc Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3 VIC Preußisches Abgeordnetenhaus. langsamen Verlauf, daß, um den Etat noch rechtzeitig fertigstellen zu können, von heute ab Abendsigungen stattfinden. Die Schuld baran trifft allerdings in erster Linie die Regierung, die den Landtag und erst in zweiter Linie das Haus selbst, das theilweise sogar von an dem legten verfassungsmäßig zulässigen Termine einberufen hat, einem solchen Eifer, sein Arbeitspensum zu erfüllen, beseelt war, daß es auf die Erörterung wichtiger, die Allgemeinheit intereſſirender Fragen verzichtete. Hätte das Haus diejenigen Fragen, bei denen es sich nur um die Interessen der besitzenden Klassen handelt, mit ebensolcher Kürze abgethan, wie die Arbeiterfragen, so wäre der Etat längst fertig. In der heutigen Sizung wurde zunächst der gestern von uns nspektoren mit der Einschränkung angenommen, daß die mitgetheilte Antrag Hirsch betr. weibliche FabrikFrauen nur als Hilfsbeamte den Gewerbe- Inspektoren beigegeben werden dürfen. = der Wollte Gott, schreibt er, daß doch endlich das Vorurtheil herumstolzirte und eine Rede hielt. Da Genosse Calwer verschwände, als ob es Vaterlandsverrath oder Majestäts- von ihm als dem Herrn Leutnant Hahn" sprach, rügte der Von den unzähligen Arten Aberglauben und Gözen zu bringen. beleidigung sei, sittliche Schäden in der Armee zur Sprache Präsident v. Ballestrem diesen Scherz mit pedantischer Ernstdiensten, denen die Menschheit auf ihrem Wege verfiel, ist bag man im Parlament meist den Sozialdemokraten das Es hat wesentlich zum Schaden gedient, haftigkeit. Mittwoch findet teine Sigung statt, damit die Kommissionen feine so plump und stumpf, so vernunftwidrig und geistlos erste Wort dafür überlassen hat und daß man fich Vorarbeit fertigstellen können. Donnerstag: lex Heinze, Wahlwie die Religion des Militarismus, zu der sich von Bebel im Reichstage Vermahnungen gefallen prüfungen. Bourgeoisie und Feudalismus am Ende des 19. Jahrhunderts lassen muß, wie die( am 23. März 1896): Stellen bekennen. Das Dogma von der allein seligmachenden Armee Sie es doch nicht immer so dar, als sei alles in der Armee steht tief unter den phantastischen Gebilden entlegener und ideal!"- In der That werde sich im Zeitalter der Oeffentlich- Die Etatsberathungen des Abgeordnetenhauses nehmen einen so berirrter Zeiten, die mit der Unfruchtbarkeit der Kindheit oder feit auch die Armee der Kritik nicht entziehen können. der müden Erschöpfung belastet waren. Wer die letzten Reichstagsverhandlungen über den Man mag den modernen Militarismus für ein nothwendiges Militarismus studirt hat, weiß, daß die Taktif des Vertuschens Uebel halten, man mag ihm auch allerlei Zweckmäßigkeiten und inzwischen soweit vorgeschritten ist, daß außer den Sozialerzieherische Wirkungen nachsagen nur mit der einen demokraten überhaupt niemand ernste Kritik an der Armee Lüge verschone man uns, daß er die Sittlichkeit fördere, die übt, für die das Unfehlbarkeitsdogma offen proklamirt ist. Sie Sittlichkeit im höchsten Kulturfinn. Die Sittlichkeit beruht ist ja die Schule der Sittlichkeit. auf der Achtung vor der Menschheit, vor der Heiligkeit des Wagner ist freilich anderer Meinung, und im Anschluß Lebens und des gleichen Rechtes- der Militarismus lebt in an einen Aufsatz der„ Allg. Ev.- Lutherischen Kirchenzeitung" den Vorstellungen der Vernichtung, der Verachtung von( vom 8. und 22. Januar 1897) schreibt er: Wenngleich wir Menschenrecht und Menschenwürde. Die Sittlichkeit fordert zugeben, daß viele Rekruten auch die vom Landedie sich frei entwickelnde Persönlichkeit der Militarismus schon in sittlicher Hinsicht wurmstichig sind, wenn sie in die erstickt die Individualität, er verarmt und verödet das Bewußt Armee eintreten, so kann doch nicht geleugnet werden, daß sein. Sittlich ist die Pflichterfüllung- im Dienste der Mensch das vielfache Anhören anstößiger Reden, Scherze und Lieder, heitsideeaus freiem Willen. Militaristisch wird die die Wahrnehmung sehr ungebundener Gepflogenheiten bei Die übrige Sigung wurde mit lokalen Wünschen über das ethische Pflichtlehre, die auf der Freiheit beruht, verzerrt Stameraden und Offizieren, die Gewöhnung, alles mehr vom gewerbliche Fortbildungs- Schulwesen und zur erzwungenen Disziplin. Kurz, die Sittlichkeit, so wie sie sanitären als vom ethischen Standpunkt aus zu betrachten, auge wertschulen ausgefüllt. Erwähnenswerth ist, daß der unsere Denter auffaßten, findet im Militarismus keine För allmälig eine abstumpfende Wirkung ausübt. Das Gefühl Handelsminister Brefeld auf Anfrage des Abg. Felisch( f.) erderung, sondern verderblichste Hemmung. Steigen wir aber herab zu jenem einzelnen Kapitel der Nichterlaubte, verschwindet und macht einer Ungebundenheit nicht schlüssig geworden sei. Die in früheren Jahren angestellten für das Ehrbare und Unehrbare, für das sittlich Erlaubte und lärte, daß die Regierung über die Frage der Einführung des Befähigungsnachweises für das Baugewerbe sich noch Sittlichkeit, das im landläufigen Gebrauch fälschlich als die in der Gesinnung und dann auch im Handeln Play. Erhebungen lassen es zweifelhaft erscheinen, ob die BauSittlichkeit bezeichnet wird: zur sexuellen Sittlichkeit, so Die Burschen vom Lande erleiden dadurch Schaden an unfälle mehr auf eine mangelnde polizeiliche Aufsicht oder ist die volksthümliche Verallgemeinerung deshalb nicht ganz Leib und Seele, daß sie in die Gemeinheit der städtischen auf mangelnde Fähigkeit der der Unternehmer zurückzuführen im Unrecht, weil die geschlechtliche Moral in der That ein Prostitution eingeführt werden. Die Kenntnisse davon seien; munmehr habe sich aber herausgestellt, daß Gradmesser der öffentlichen Sittlichkeit ist, ihrer Verfeinerung werden in die Heimathsorte mitgenommen und verbreitet; ja größte Theil der Bau Unfälle denjenigen zur und Verrohung. Ist die Armee auch nur auf diesem engeren zuweilen bringen Reservisten und Landwehrleute Syphilis in ast falle, die die Befähigung besigen, und Gebiet eine Schule der Sittlichkeit? die Dörfer. Wie Dr. Höffel nachgewiesen, erkranken alljähr nicht denjenigen, die sie nicht befizen. Einen endDie Reichstagskapuziner zeterten dieser Tage beweglich lich von je 1000 Mann deutscher Soldaten im Durchschnitt 37 giltigen Beschluß werde die Reichsregierung fassen, sobald die Handüber die zunehmende Zuchtlosigkeit der Jugend, um an venerischen Krankheiten. dann verzückt zu schwärmen, wie das Heer die Rettung aus Besonders lehrreich sind die Tagebuch Aufzeichnungen dem Pfuhl der Sünden gewähre, wie kraft des militärischen eines Theologen über seine Dienstzeit, die im ersten Bande Verwandlungswunders sich der verlotterte Zivilist zu einem der Enquete I, 118 mitgetheilt wird. Da werden Ge= frommen christlichen Streiter uniformire, der in Zucht und meine, Unteroffiziere und Offiziere in ihrer sittlichen AufZüchten keusch und gottesfürchtig für Kaiser und Reich diene. fassung getreu porträtirt. Als ersten Glaubensjah in diesem Die Wahrheit der Wirklichkeit entspricht nun diesem Heiligen Ratechismus der Sittlichkeit darf man wohl die Ermahnung Die Köln. Volkszeitung" verlangt gebieterisch nach einem bilde auf blitzblankem Messinggrunde in keinem Zug. Das eines Hauptmanns am Abend beim Einrücken in die ta tholischen Unterstaatssekretär im Kultusministerium an haben die ehrlicheren Vertreter christlicher Sittlichkeits- An- Hauptstadt eines Regierungsbezirks bezeichnen, nicht zu den Stelle des scheidenden Weyrauch. Das ultramontane Blatt schauung, die freilich bei den feudalen und bürgerlichen Reichstags zu gehen, lieber bis auf den nächsten Tag zu warten, wendet sich dagegen, daß der Ministerialdirektor Bartsch etwa militaristen zur bloßen rhetorischen Salbe geworden ist, alle wo wir aufs Dorf kommen und reine Mädchen finden an die Stelle des auserlesenen Frommen rücke und plaudert Zeit erkannt. würden". Ein anderer Berichterstatter erzählt aus dabei interessante Einzelheiten aus: Vor ein paar Jahren wurde von der allgemeinen Kon feiner Dienstzeit: Bei den Refruten übten junge ferenz der deutschen Sittlichkeitsvereine eine Umfrage über Leutenants und Unteroffiziere in der Instruktionsstunde die geschlechtlich- sittlichen Verhältnisse der gewissermaßen als Sport zu fragen: Hast Du Dir noch keine evangelischen Landbewohner im Deutschen Reiche veranstaltet. Braut angeschafft, und eb. den, der verneinte, zu hänseln." Das Ergebniß wurde dann in zwei starken Bänden ver Geschlechtskrankheiten dienten in dieser Klasse der großen öffentlicht, die trotz aller Mängel der Grundauffassung und Schule der Sittlichkeit zum Anlaß unfläthigster Bite. des Materials zu den wichtigsten kulturhistorischen Dokumenten Nach der Darstellung Wagner wirken übrigens nicht nur der Gegenwart gehören. Ueber das dankenswerthe Unternehmen, die Armee, sondern auch die- Militärvereine ent das durchweg von evangelischen Pastoren ausgeführt worden jittlichend, so daß die beiden lezten Bollwerke gegen die unist, geriethen die Interessenten dunkel- und biedermännischer sittliche Sozialdemokratie aus Zuchtlosigkeiten gebaut erscheinen. Heuchelei in große Aufregung und schimpfende Wuth. Die Alles dies wissen natürlich die Lobredner der Armee so gut gottselige Kreuz Zeitung", die den Junkern deutsche wie jene Pastoren und wahrscheinlich noch besser. Aber es Sitte beibringt, und die damals noch gottlose Kölnische gehört nun einmal zu der unergründlichen Heuchlei und VerZeitung" aus der die Großindustriellen ihre höhere logenheit unseres Zeitalters, daß die in ihrem Besitzstand Lebensauffassung beziehen, befehdeten gleichermaßen in bedrohten herrschenden Klassen ihre arg verschlissenen schwesterlicher Einmüthigkeit das Aufklärungswerk der Herren„ moralischen Güter" ins Fabelhafte hinaufwerthen. Fälschungen Pastoren. Sehr begreiflich; denn die Veröffentlichung zer- find ihre letzte Zuflucht und die Phrase von der Armee als störte einmal das Märchen von der ländlichen Sittenreinheit, Schule der Sittlichkeit ist ein Verlegenheitstrick, kein Ausdruck insonderheit von dem segensreichen Einfluß des Patriarchalis innerer Ueberzeugung. mus in Ostelbien. Weiter aber und das verdroß wohl " " vor allem die Liberalen erschien die Armee geradezu als - eine Schule der Unsittlichkeit. Politische Neberlicht. Der Reichstag Berlin, den 7. März. werkerkammern zusammengetreten seien und ihr Votum abgegeben hätten. Allzu tröstlich ist diese Auskunft des Ministers für Onkel Felisch und seine Freunde nicht. Die weitere Debatte bot nichts Bemerkenswerthes. Im Reich des Geistes. M „ Herr Bartsch hat während des Kulturkampfes als Ministerialdirektor an der Spize der Abtheilung für die geistlichen Angelegenheiten im Kultusministerium gestanden; an den Maigesehen hatte er hervorragenden Antheil; man hat nie gehört, daß er seine Anschauungen auf Grund der gemachten Erfahrungen revidirt habe. Und dann ein solcher Mann als Nachfolger des Herrn v. Weyrauch! Es verdient, in die Erinne rung zurückgerufen zu werden, wie Herr v. Wehrauch Unterstaatssekretär wurde. Während der Verhandlungen über die Goßler'sche Schulgesetz- Vorlage im Winter 1891 war Herr Stigler Ministerialdirektor und Kommissar des Ministers. Er sollte damals Unterstaatssekretär werden. Der Abg. Windthorst richtete seine Politik ebenso sehr gegen die Goßler'sche Schulvorlage, wie dagegen, daß Herr Kügler zum Unterstaatssekretär vorrücke. In dieser Sache erftritt er seinen legten Erfolg: man überzeugte sich von der Unannehmbarkeit des Entwurfes und ließ ihn fallen; Herr Kügler wurde nicht Unterstaatssekretär, und Herr von Goßler nahm seinen Abschied. Nun wurde Graf 8edriz- Trüzschler mit dem Kultusministerium betraut und ihm ein Unterstaatssekretär beigegeben, welcher andere Bahnen wandelte, als die Herren Kügler und Bartsch; es war Herr v. Wehrauch. Er blieb auch in seinem Amte, als( Graf Zedlig infolge der bekannten Ereignisse abging und Dr. Bosse ihm folgte." Die Frage nach dem Einfluß des Militarismus auf die Wir möchten der Köln. Volts- 8tg." einen Vermittelungsvorschlag unterbreiten. Es giebt einen Mann, der geschlechtliche Sittlichkeit wurde nämlich, wie es den Kämpfern für Religion, Ordnung und Sitte lieb gewesen wäre, nicht beschäftigte sich am Dienstag mit dem Entwurf eines zwar protestantisch ist, aber sicherlich bereit ist, zugleich umgangen, und es fanden sich einzelne Geistliche, die aus hypothekenbank- Gesezes. Der Entwurf sucht in katholisch zu werden, ohne seinen evangelischen Glauben abzuzusprechen wagten, was sie gesehen. Der Einfluß der Manöver erster Linie den Besitzern von Pfandbriefen eine erhöhte schwören. Wir meinen den einzigen Mann, der gegenwärtig wurde untersucht, und es wurde Bestrafung solcher Vorgesetzter Sicherheit dadurch zu schaffen, daß ihre Forderungen durch befähigt und geneigt ist, zweierlei Konfessionen zugleich gewünscht, welche die Unzucht unter den Gemeinen be- besondere in ein Hypothekenregister eingetragene Hypotheken mit derfelben orthodoxen Inbrunst, gleichsam in religiöser günstigen. Ein Bericht aus dem Regierungsbezirk Königsberg sichergestellt und daß sie im Konkurse der Bant besonders Bigamie, zu bekennen: Professor Paasche. Er würde bezeichnet z. B. die Manöver als„ patriotisch entschieden bevorzugt werden. Ferner wird durch den Gesezentwurf eine außerdem die nöthige Schneidigkeit besigen, um einen Rügler, förderlich, sittlich wenigstens hier nicht gerade nach- weitgehende staatliche Aufsicht über die Hypotheken- der nur mit der Kraft einer Konfession gegürtet ist, theilig". Das war die Antwort der Vorsicht, drei andere Be- banten ausgesprochen. Im Einzelnen giebt der Entwurf eine mittels feiner Doppelbegnadung in Schach zu halten. richterstatter aus derselben Gegend stellten einenhöchst unfitt- eingehende Regelung des Hypothekenbank- Betriebes. Der sozialdemokratische Redner, Genosse Calmer, der zum Das Journal de St. Pétersbourg" schreibt: lichen, schlechten Einfluß der Manöver fest. Für die Friedenskonferenz wird die Reklametrommel gerührt. Einer der Herausgeber der Enquete, Pastor Wagner, hat ersten Male im Reichstag sprach, wies darauf hin, das" Journal de St. Pétersbourg" schreibt: Wie wir erfahren, ist Se. Excellenz der Wirkliche Geheime in einem Schlußwort nach den Ergebnissen der Fragebogen wie sehr der vorliegende Gesetzentwurf eine Wandlung der Rath v. Staal, Botschafter in London, zum Vertreter Rußlands auch über die Sittlichkeit in der Armee" zusammenfassend Anschauungen bezüglich der Aufgaben des Staates beweise; als Bevollmächtigter bei der Konferenz im Haag defignirt. Die gehandelt. Der Bearbeiter von Thüringen hatte geflagt: vor 20 Jahren noch wies es die Regierung weit von sich, Thatsache, daß diese wichtige Mission einer so hervorragenden. Die vielgerühmte altgermanische Keuschheit habe ich bei der dem Staat ein so weitgehendes Aufsichtsrecht über Privat- Persönlichkeit anvertraut wird, wie es Herr v. Staal, der hochgeschätzte Doyen der russischen Diplomatie, ist, beweist das ganz Jugend eigentlich nirgends in weiterem Umfange gefunden. unternehmungen zuzusprechen. Genosse Calwer wies aber auf besondere Intereffe, welches seine Majestät der Kaiser dem großen Ob sie wohl jemals vorhanden war? Oder ob sie uns einige Einzelbestimmungen des Entwurfs hin, welche die Bauhumanitären Wert, welches jezt der zivilisirten Welt vorgelegt angedichtet ist?... Oder ob die Luftfeuche erst importirt Interessen der Arbeiterklasse, insbesondere der wird, entgegenbringt. Da die Fragen, welche bei dieser Konferenz worden ist durch wilde Kriegsleute oder gar durch die all- arbeiter, schwer gefährden könnten und deshalb beseitigt zur Erörterung gelangen werden, sehr komplizirter Natur find, gemeine Dienstpflicht der Kasernen?" werden müßten. werden mehrere Spezialdelegirte seitens der zuständigen Ministerien zur Verfügung des russischen Bevollmächtigten gestellt " " Die Ansichten des Herausgebers über diese Frage find Einen kleinen Zwischenfall veranlaßte der agrarische ganz und gar nicht im Sinne unserer Militärpatrioten. Hahn, der in Reserve Offiziersuniform im Reichstage " werden." Hot 306 tim si tu 15] Cut = Aber selbst einflußreiche deutsche Blätter halten es nicht verrichtungen dieser Beamten betrauten Personen Anwendung finden, I gebliebene Nation erblidt, stimmt dem Schritte des Auswärtigen einmal für nöthig, wenigstens den heuchlerischen Schein zu erweckent, ohne Rücksicht darauf, ob sie als Beamte angestellt sind, diätarisch Amtes zu. Von anderer Seite wird betont, daß Italien weder als erwarteten sie etwas von der Friedenskonferenz". So sagen beschäftigt werden oder außerhalb des Beamtenverhältnisses stehen. reich genug sei, um die unvermeidlichen Kosten einer Niederdie„ Berl. Neuest. Nachr.": Die neuen Vorschriften, denen die Diensteintheilung bei den lassung im fernen Often zu tragen, noch auf eine baldige Entwicklung " In ernsten politischen Kreisen besteht vielfach die Befürch- preußischen Staatseisenbahnen im wesentlichen schon heute entspricht, von Handelsbeziehungen, die diese Kosten wettmachen tung, daß das einzige praktische Ergebniß die werden nunehr auch bei den übrigen Staatseisenbahnen allmälig fönne was beides allerdings nicht mehr ins Gewicht fallen Repräsentationsfosten Rechnung für die nieder- durchgeführt werden. Die Privatbahnen sind vom Reichs- Eisenbahn- würde, falls Italien wirklich nur als Strohmann Englands auftritt, ländische Regierung sein könnte." amte veranlaßt worden, fünftig nach denselben Grundsägen zu ber- wie vielfach behauptet wird. Wir seit Jahrzehnten Vorkämpfer der Völlerannäherung fahren." und des Völferfriedens würden diese mit unvorsichtiger Ehrlichkeit Aus Peking liegt noch die folgende Meldung vom Montag ausgesprochene Meinung, die zugleich eine Stellungnahme bedeutet, Deutschland, soll auch burch Gründung einer technischen diplomatischen unhöflichen Art, in welcher die Forderungen Italiens Die Industrie in Westpreußen, überhaupt im östlichen vor: Der hiesige italienische Gesandte hat es wegen der unaufs lebhafteste bekämpfen, wenn wir nicht insofern dem reaktionären oihule in Danzig gefördert werden. Dem Abgeordneten betreffend die San Mun- Bai abgelehnt wurden, abgelehnt, noch Blatte zustimmen müßten, als von dieser Konferenz der mili- hause ist vom Finanz- und vom Kultusminister eine Denkschrift weiter direkt mit dem Tjung- li- Yamen zu verhandeln. Der Gesandte taristischen Regierungen allerdings nichts erwartet werden über die Begründung einer technischen Hochschule in Danzig zu fehrt heute von Tientsin hierher zurüd.- 08 gegangen. Diese legt zunächst das Bedürfniß nach Errichtung einer solchen Anstalt bar und setzt dann die Gründe auseinander, die zur Wahl Danzigs als Sig der neuen Hochschule geführt haben. fann. " # * Deutsches Reich. Diner- Politik. Freiherr v. Stumm giebt Dienstag Abend ein größeres Diner im Hotel Kaiserhof, zu dem u. A. der Staatssekretär Graf v. Bofadowsky eingeladen ist. Wird man sich da beim Deffert über die Zuchthausvorlage unterhalten? Ankauf der Karolinen? Aus Madrid meldet der Draht: Der deutsche Botschafter hatte mit dem Ministerpräsidenten Silvela eine lange Unterredung. Es scheint sich zu bestätigen, daß Deutschland den Ankauf der Karolinen beabsichtigt." Seit Monaten wird von solcher Absicht Deutschlands gesprochen. Und da wir bekanntlich noch nicht genug Strafehl mit allen möglichen Nationen wegen aller möglichen Kolonialangelegenheiten haben, so ist es dringendes Erforderniß, daß wir uns noch einige neue Kolonien zulegen, um die diplomatischen Schwierigkeiten und die von Deutschland aufzubringenden Kosten zu vergrößern. Neapel, 6. März. Der akademische Senat hat die zeitweilige Schließung der Universität verfügt infolge von Studentenunruhen, die durch einen Zwischenfall mit einem Studenten der Veterinärschule herbeigeführt wurde, der sich hier vor einigen Tagen abspielte. Frankreich. " Dänemark. Die Berliner Korrespondenz", eine Gründung des Ministers Admiral b. Knorr hat sein Abschiedsgesuch eingereicht und ist v. Köller, fristete bisher ein beschauliches Dasein, indem sie vorzugs- Abganges v. Knorr's werden Gegensäge zwischen ihm und dem bom Oberkommando der Flotte entbunden worden. Als Ursache des weise allerlei Ernennungen und Versetzungen veröffentlichte. Bisweilen erfchien auch als Fettauge auf der Brühe ein offigiöses Entrefilet, in Staatssekretär des Reichs- Marine- Amts, Tirpig, bezeichnet. Stupių, bez dem irgend eine oppositionelle Schandthat eine falte Abweisung er Eine Interpellation über die Esterhazy'schen Enthüllungen Die Ernennung des Prinzen Heinrich zum Chef des hatte der sozialistische Deputirte Fourniere angekündigt. Dieser fuhr. Jetzt wird das nun anders werden. Ein Russe, der ehedem oft aftatis en Kreuzergeschwaders an Stelle des Vize- erklärt mun in einem Schreiben an den Kriegsminister Freycinet, er in der Schlesischen Zeitung" die verderbte Welt errettete, ist zum Admirals Diederichs foll eine diplomatische Vorgeschichte haben. ziehe vorläufig die angekündigte Interpellation zurück, da unOrganisator der amtlichen Journaliſtik berufen. Er erhält dafür, Den„ Times" wird aus London gemeldet, der Admiral Diederichs mittelbar bevorstehende Zwischenfälle über die Rolle wie die" Bolts- Zeitung" verräth, 10 000 m. im Jahre, mehr als sei beim Kaiser in Ungnade gefallen. Prinz Heinrich sei zum des Generalstabes in dem Esterhazy- 3ola- Prozesse Licht verbreiten der Redakteur des Reichs- Anzeigers". Sehr viel zu thun hat der Befehlshaber des deutschaftatischen Geschwaders ernannt worden, würden. Einer Meldung des Matin" zufolge beschloß der Mann dafür nicht. Es genügt, wenn er werftäglich in einigen weil der Kaiser wünsche, fich gutgesinnt gegen die Vereinigten Staatsanwalt die Verfolgung der Präsidenten der Ausschüsse geZeilen die bürgerlichen Parteien gegen die Sozialdemokratie sammelt. Staaten zu zeigen, und glaube, daß der Bring hier populär sei. wiffer Ligen, welche sich unerlaubte Treibereien zu Schulden kommen Auf dem durchsichtigen Papier feiner Korrespondenz lesen sich dann Diederichs werde getadelt wegen Mangels an Taft und untenntniß ließen. die geistigen Kraftaufwendungen nicht übel. Sogar die Freifinnigen der Höflichkeiten im internationalen Flottengebrauche. Er erregte find bereits tief erschütternd von der Korrespondenz" gelobt worden daher Anstoß, ohne es zu beabsichtigen. Der Agent der amerikanischen wvorilber die Volls- 8tg." mit Recht sehr unglüdlich ist. Die Associated Breg" in Berlin bezeichnet dies als erstes amtliches stand das schon im Herbst von unseren Parteigen offen be Kopenhagen, 5. März. Jm dänischen golfething Brovingpreffe hat also in ihren Erleuchtungen über die Sozial- Eingeständniß, daß schwierigkeiten vor Manila antragte Gesetz der ,, Einschränkung der erwerbsmäßigen Kinderdemokratie die Wahl zwischen der Konservativen, der Schweinburg vorgelommen feten. schen und der Berliner Korrespondenz, um von den noch winzigeren arbeit zur zweiten Berathung. Die Arbeit von Kindern unter Unternehmungen dieser Art zu schweigen. 12 Jahren sollte völlig verboten werden, sowie von Kindern unter 14 Jahren in Fabriken oder fabrikmäßigen Werkstätten, Schantstätten und Vergnügungsetablissements, sowie das Feilbieten von Waaren auf den Straßen. Andere Arbeiten sollten von diesen Kindern von 12-14 Jahren nur täglich 4 Stunden verrichtet werden, auf dem Lande 8 Stunden, wenn keine Schulzeit ist. Nach einer offiziellen Statistik Der Günftling Stumm's und Mitarbeiter der Post", der bom Jahre 1897 wurden in Kopenhagen nicht weniger als 7761 Beitungsgeheimrath" von Zedlitz- Neukirch soll zu noch größeren Schultinder beschäftigt, das ist über 1/5 der gesammten Schulfinder. Dennoch hat sich sogar die„ Linke" dazu hergegeben, die Dingen als zum Präsidenten der Seehandlung ausersehen sein. Die finder. Dennoch hat sich sogar die„ Linke" dazu hergegeben, die Annahme dieses Antrages zu verhindern. Die Vertreter der Linken", Ernennung des Geheimen Oberregierungs- Raths Freiherrn von Bedliz- Neukirch zum Präsidenten der Seehandlung darf zwar als die auf dem Lande gewählt find, wo man die Kinderarbeit nicht Ausgegangen wie das Hornberger Schießen ist der mit entbehren zu können behauptet, fanden schon im Ausschuß, daß feststehend angesehen werden. Vielfach wird aber, so schreibt dazu so viel Geräusch in Szene gesetzte Anarchistenprozeß" in es an einer Statistit fehlt. Daher arbeiteten unsere ParteiMilit. Polit. Korr.", geglaubt, daß die sehr angenehmné Stellung, Hannover. Nachdem er schon in den Vorbereitungsstadien er genossen Fragebogen aus, die an Lehrer 2c. versandt werden sollten, in welche dieses langjährige Mitglied der freitonservativen fledlich zusammengefchrumpft war, ist er, wie dem Berl. Börsen Sie Mehrzahl weigerte sich hierauf einzugehen und beschloß, der Partei eintreten wird, nur als ein Durchgangs stadium für Courier" mitgetheilt wird, munmehr ganz eingestellt worden, Minister solle ersucht werden, eine Statistit zu beschaffen. Auf diese den zukünftigen Finanzminister Preußen zu betrachten da genügende Anhaltspunkte für die Strafthat des ominösen„ Ge- fann man natürlich lange warten. fei. heimbundes" nicht gewonnen worden sind. Der Antrag unserer Partei wurde mit allen gegen unsere elfaß lothringischen Grenzbezirken wird von Seiten einzelner Lehrern eine Statistik gesammelt hatte, die trostlose Zustände Der Kampf um den franzöfifchen Sprachunterricht in den Stimmen abgelehnt, obgleich unser Parteigenosse Klausen von Kommunalverwaltungen gegen die Schulbehörden seit Jahren mit großer Hartnäckigkeit geführt. In jenen Gebieten ist die gründliche Spanien. Kenntniß der französischen Sprache für die jungen Leute, besonders Madrid, 7. März. Das republikanische Blatt Bais" ist mit im Kaufmannsberufe eine unabweisbare Nothwendigkeit, wenn sie ihr Beschlag belegt worden. Nach der heutigen Kammerjizung gutes Fortkommen finden wollen. Allein die Schulbehörde verschließt sich traten die republikanischen Deputirten zusammen und hartnäckig dieser Einsicht, der französische Unterricht wird in den beschlossen, eine thatträftige republikanische Propaganda Elementarschulen gar nicht oder doch nur in durchaus unzu zu treiben und eine Koalition mit den Liberalen zu schließen. reichender Weise gepflegt. Die Folge davon ist, daß die guten Der Ministerrath hat die Bezahlung der den heimgekehrten Stellen sich in den Händen von Ausländern, zumeist Schweizern, be- Soldaten geschuldeten Sold- Rückstände beschlossen. Demfinden. Darin Abhilfe zu schaffen, wurden von den verschiedensten gemäß ist der Kriegsminister beauftragt worden, Rechnungen Seiten wiederholt Schritte gethan. Jezt hat der Gemeinderath der aufzustellen, welche einem besonderen Ministerrathe unterbreitet oberelfäffischen Industriestadt Wei Ihausen, dem bekanntlich auch werden sollen, der die endgiltige Entscheidung treffen wird. Der unsere beiden Genossen Bueb und Sidel als Mitglieder augehören, Ministerrath beschäftigte sich sodann mit der Auflösung des Kolonialzu einem andern Mittel seine Zuflucht genommen, um seiner seit ministeriums, welche vom Finanzministerium durchgeführt werden Jahren erhobenen Forderung, deren Verwirklichung gerade für soll. Wie die Reforma" meldet, legte der Kriegsminister BolaMülhausen von der größten Bedeutung sein müßte, bei ber vieja in dem Ministerrathe die Nothwendigkeit dar, die Stärke Regierung Nachdrud zu verleihen; er hat dem zuständigen des attiven Heeres und der Reserve zu erhöhen. Schulinspektor, auf dessen Einfluß die bisherige Erfolglosigkeit der Bemühungen um Hebung des französischen Sprachunterrrichts hauptsächlich zurückzuführen ist, den bisherigen jährlichen Gehaltszuschuß anläßlich der legten Budgetberathung durch einstimmigen Beschluß gestrichen. Die Angelegenheit soll auch sonst mit Energie durch alle Instanzen verfolgt werden. Die M Der heilige Paasche ist trotz seiner Reichstags Kapuzinade immer noch Mitglied der nationalliberalen Partei. Auch die liberale Presse wendet sich keineswegs unzweidentig gegen den Mann, ob wohl er zur Zeit der Löwe der Nacht ist, in die unsere Junkerorthodorie das Deutsche Reich zu tauchen bemüht ist. Die Stoniervative Korrespondenz" meint, man werde in weiten Kreisen der Bevölkerung dem Herrn für seine mannhaften Worte Dant wiffen. Die, National 8eitung" hatte, ganz vernünftig, geschrieben: Es ist ein Mangel an Augenmaß, wenn man für das geistige Leben des deutschen Boltes die Gefahr von der Seite der Herren Bebel und Genossen kommen sieht. Vor dieser Gefahr hilfe bei den Herren Gröber, Graf Klindowström und Stöder zu suchen, hieße, aus Furcht vor dem Tode fich das Leben nehmen." " Die Streug 3eitung" bemerkt dazu:" Man wird nun barauf gespannt sein dürfen, ob in der That das Gros der nationalliberalen Partei auf diefem Standpunkte steht, und was in diesem Falle die diffentirenden Parteimitglieder dazu sagen werden." Für die nationalliberale Partei ist es eine moralische Lebensfrage, ob sie noch die Straft hat, auf einen Paasche Verzicht zu leisten. Baasche hatte in seiner Rede von der allein selig machenden Kirche" gesprochen. Im Stenogramm aber hat Abg. Paasche dies umtorrigirt in beseligende Kraft der Kirche". Die Gewerbe- Ordnungs- Novelle liegt nunmehr dem Reichstage gedruckt vor. Alle wesentlichen Bestimmungen waren bereits bekannt und wurden von uns in Nr. 54 mitgetheilt. Eine kritische Würdigung der Bestimmungen zum Schuße der Angestellten im Handelsgewerbe und der Arbeiter und Arbeiterinnen der Konfektion werden wir demnächst bringen. V = enthüllte. Afien. " Europa in China. Den„ Times" wird unter dem 6. d. M. aus Shanghai telegraphirt: Der deutsche, der englische und der ameritanische Konjul lehnten es heute ab, mit dem Taotai von Shanghai über die Ausdehnung der Fremden- Niederlassung weiter zu verhandeln, da derfelbe seit einiger Zeit eine ausweichende und direkt widerstrebende Taktik beobachtet. Ge werden nunmehr Schritte gethan werden, den Vizekönig zu beAngelegenheit ernenne; ferner sollen die Gesandten der drei Mächte wegen, daß er alsbald einen Spezialfommissar zur Regelung der veranlaßt werben, beim Tjung- li- Yamen darauf zu bringen, daß es in der Angelegenheit definitive Instruktionen ertheile. mit China schärfere Saiten aufgezogen, so wird andererseits aus Werden nach dieier Meldung von einigen Mächten im Verkehr Peking berichtet, der russische und der französische Gesandte hätten dem Tsung- li- Yamen die Mittheilung gemacht, daß sie beabsichtigen, binnen Kurzem ihre Marinesoldaten, welche die Gesandts schaften bisher bewachten, zu rüdzuziehen. Es wurden von der chinesischen Regierung Verfuche gemacht, alle in Betracht kommenden europäischen Regierungen zur Zurückziehung ihrer Wachen bon den Gesandtschaften zu bevegen. Die amerikanischen Marinefoldaten sollen bereits den Marschbefehl erhalten haben. Modernes Bauerulegen. Aus dem heifischen Odenwald wird feit längerer Zeit von häufigen Grundstücksverkäufen der Bauern an des Erbacher Amtsblattes werden die Verkäufe von 128 Grund Edelleute und an den Fiskus berichtet. In einer einzigen Nummer ſt i den mit zusammen etwa 100 hektar Fläche veröffentlicht, die Die Kunst im Reichstage. Der Maler Franz Stud. Der Graf von Erbach Fürstenau in den Bezirken Beerfelden dessen Deckengemälde für den Präsidial- Vorsaal des Reichstags von und Michelstadt erworben hat, um sie seinen Fideikommißgütern Herrn Lieber verhohnepiepelt" worden ist, hat sich der Nat.- 3tg." einzuverleiben. Ebenso verfahren andere Grafen und Barone; auch zufolge dahin geäußert:" Er habe noch keine direkte Mittheilung der Staat hat seinen Grundbesitz im Odenwald arrondirt. Daß das erhalten, habe also noch keine Kenntniß, wie weit die Wünsche der kein Vortheil für die kleinen Bauern ist, braucht nicht erst gesagt zu Reichstagsausschmückungs- Kommission auf eine Abänderung des Ge- werden, fügt die Frff. Volksst." hinzu. mäldes gehen. Dieses soll nach Stud's Aeußerungen gar nicht " modern" fein, sondern hat seine Vorbilder in der Renaissance". Es sei dekorativ, in Gobelinart gehalten; in reichem Rantenwerk Chronik der Gewaltthätigkeiten. hängen deutsche Städtewappen und in die Ranken schmiegt sich durch ( Vergleiche zum Dresdener Zuchthaus Kurs.) der die ganze Länge des Bildes( 25 Meter) die Jagd nach den Glück". Der Megger Georg Michel war Säbelsführer einer Stuck erklärt, daß er sich in der Anlage nach den Wünschen des Ausschreitung, die vor einiger Zeit in einer Wirthschaft zu ezen Geheimen Bauraths Wallot gerichtet hat; er habe den dorf stattgefunden hatte. Dabei hatte Michel ohne jeglichen Grund Arbeitsauftrag mur von Wallot, nicht von der Kommission erhalten. mit einem eisernen Gartenstuhl derart auf den Sohn des Wirthes Er sei aus Gefälligkeit für Wallot event. zu fleineren eingeschlagen, daß sich von dessen Schädel Knochen- amerikanischer Borstoß erfolgen. General Otis hat den Plan Auf den Philippinen soll scheinbar demnächst ein energischer Aenderungen bereit, aber nicht zu einschneidenden, die sein splitter lösten. Als Gendarmerie und Schußmannschaft er eines allgemeinen Angriffs fertiggestellt, der bezweckt, die Werk vernichten würden. Ausgeworfen für das Werk ist ein Honorar fchienen war, leistete Michel außerdem energischen Widerstand. Das Filipinos nach allen Seiten aus den Dschungeln zu vertreiben. bon 30 000 m., von dem Stuck bereits den größten Theil erhielt. Nürnberger Landgericht verurtheilte den Michel zu neun Die amerikanischen Truppen seien unter dem ScharfschüßenMan mag über das Stuck'sche Wert denken wie man will, Herr Monaten Gefängniß und 14 Tagen haft. Lieber aber versteht gewiß etwas vom Thee- und Kuhhandel, aber der Beurtheilung hervorragender Künstler ist seine Fähigkeit und Kenntniß allzu entlegen. Der Tag, an dem Herr Lieber, ohne eine scharfe Zurückweisung zu erfahren, als Kunstkritiker im Reichstag debutirte, gehörte nicht zu den Ruhmestagen unseres Parlaments." Ausland. Defterreich- Ungarn. Amerika. Feuer der Filipino's unruhig und nervös geworden und verlangen so begierig, demselben Einhalt zu thun, daß General Otis ihrem Wunsche nachgegeben habe. Nach dem Eintreffen aller Verstärkungen umfaßt die gesammte verfügbare Truppenmacht des amerikanischen Generals einschließlich der Flotte 41 000 Mann. Die demokratischen Amerikaner können nunmehr beginnen, der Freiheitder Philippiner das Lebenslicht auszublasen. Kolonial- Etat. In der Budgetkommission des Reichstags wurde heute die Bes Der böhmische Landtag sowie andere Landtage sind auf den Der nochmals gerügte Rüger. Das Recht zu einer ritit 14. März einberufen worden. Zur Vorgeschichte der Einberufung richterlicher Urtheile hat befanntlich jüngst im Reichstag des böhmischen Landtages schreibt das offiziöse Wiener Fremdender Vertreter der sächsischen Regierung, Generalstaatsanwalt Rüger, blatt", die Regierung habe mit der Einberufung desselben wegen der dem Reichstag abzusprechen versucht. Aus dem Hause selbst wurde Programmarbeiten der deutsch- böhmischen Vertrauensmänner geschon damals gegen diefe Auslegung proteftirt. Nun hat auch, wie wartet, welche auch bereits festgestellt seien. Die Deutschen feien die Freis. Ztg." schreibt, in der Petitionskommission des Reichstags daher in der Lage, über ihren Eintritt oder Nichteintritt in den am Montag ein Vertreter der Regierung das Recht des Reichstags Landtag sich schlüssig zu machen. Der Eintritt der Deutschen in den rathung des Kolonialetats fortgefegt. Zur Verhandlung stand zu einer Stritik gerichtlicher Urtheile ausdrücklich anerkannt. Landtag sei um so wünschenswerther, als ihr nationalBei der Besprechung einer Petition um Bewilligung einer Stelikten- politisches Programm wahrscheinlich auch Angelegenheiten betreffe, rente sprach sich der Regierungsvertreter nämlich dahin aus, daß es welche im böhmischen Landtage verhandelt werden müßten, sodaß fich bei dem in Nede stehenden Falle um grundfähliche Stellungnahme derfelbe das erste Forum werden könnte, um ihr Programm aur zu einer richterlichen Entscheidung handle. Der Reichstag habe das Geltung zu bringen. Recht und die Pflicht, Abweichungen der richterlichen Urtheile von den Rechtsgrundsägen zu besprechen und die Begriffe dafür festzustellen; auf die Urtheile selbst fönne er keinen Einfluß haben. Armer Rüger! Italien. der Etat von Togo, der mit 804 100 m. balanzirt. Abg. Dr. Haffe( nt.) fragt, ob es wahr sei, daß die Engländer sich in dem sogenannten„ neutralen Viered" festsetzten. Direktor v. Buchka_erEine analoge Anfrage im englischen Unterhaus sei fürzlich vom widert, die neutrale Zone werde ebenso respektirt wie im Vorjahre. englischen Kolonialminister in der gleichen Weise beantwortet worden. Abg. Graf Arnim( Rp.) fragt, ob endlich die Abgrenzung des Zu dem italienischen Vorftok in China wird heute aus Hinterlandes von Togo in Aussicht genommen sei. Direktor v. Buchka Rom berichtet, daß der Vorfall das Thema der Unterhaltung in theilt mit, daß zur Beit die Verhandlungen wegen Feststellung der allen Kreisen bilde. Man versichert, zu wissen, daß die fran- Grenze nach dem französischen Gebiet im Gange sind. Abg. MüllerZur Arbeitszeit der Eisenbahnbeamten wird offigiös mit öfifche Regierung den Konsulaten mittheilte, sie sähe nicht Fulda( C.) bringt die Petition des Afrikareisenden getheilt, daß im verflossenen Jahre kommissarische Berathungen über allein mit Freude, fondern auch mit Sympathie den Versuch Gottlieb Krause zur Sprache, welcher behauptet, daß in Togo der das Maß der an das Eisenbahn- Betriebspersonal zu stellenden Italiens, einen Punkt an den chinesischen Gewässern zu besegen. Sklavenhandel von deutschen Beamten begünstigt werde. Direktor dienstlichen Anforderungen stattgefunden haben. Diese Berathungen Oesterreich interessirt sich, ohne die Aktion Italiens zu hindern, v. Buchka erwidert, die Anschuldigungen Krause's seien genau haben, wie es weiter heißt, zur Aufstellung von Bestimmungen auch dafür, dort einen Punkt inne zu haben. Nach aus London ein- untersucht worden. Es habe sich aber nur ein einziger Fall erwiesen, über die planmäßige Dienst- und Ruhezeit der Eisen- gegangenen Depeschen scheint es, daß auf Seiten Rußlands in dem ein Schwarzer, der nach längerer guter Führung als Beamter bahn Betriebsbeamten" geführt, denen nunmehr alle be- Schwierigkeiten bestehen, aber man glaubt, diese Schwierigkeiten angestellt worden, eine Schwarze als Sklavin verkauft habe. Der theiligten Regierungen beigetreten sind. Die Bestimmungen beilegen zu können. Uebelthäter habe sich der Bestrafung durch Flucht entzogen. Aber enthalten die Grundsäge, bon denen bei der Bemessung Im Allgemeinen wird das Unternehmen in Italien ziemlich es sei konstatirt, daß Krause selbst Stlavenhandel der Dienstbauer des Stations- und Bahnbewachungs-, fowie abfällig beurtheilt. Nur ein Theil der italienischen Presse, der in getrieben, Daß die deutschen Beamten Sklavenhandel bedes Bugbegleitungs- und Lokomotiv- Personals auszugehen ist, jeder Bethätigung des staatlichen Unternehmungsgeiftes einen, wenn günstigen, sei absolut unwahr. Ganz zu unterdrücken wäre der und sollen auf alle mit der selbständigen Wahrnehmung der Dienst- auch nur moralischen Gewinn für die allzulange im Hintergrund Sklavenhandel allerdings nur durch Bildung einer großen Schutztruppe, 9 wofür wohl der Reichstag Geld zu bewilligen schwerlich jetzt Neigung Iftimmt eine sozialdemokratische. Wenn das zutreffe finniger Bezirksvorsteher die Wahlleitung unter dem offen vor habe. Wegen der neuerdings wieder erhobenen Anschuldigungen Krause's was er wohl glauben müsse, meinte der Wirth, dürfe die Ver- Gegnern ausgesprochenen Grundfaße zu führen sucht: Wer am sei wieder eingehende Untersuchung angeordnet. Der Bericht darüber solle fammlung nicht tagen. Nach der trotzdem erfolgten Eröffnung der besten zu schwindeln und zu lügen versteht, der wird die Demnächst eingehen. Bebel und Müller- Sagan( frs. Vp.) halten, wenn selben erklärte der zur Ueberwachung erschienene besten Chancen haben." Und das letzte Flugblatt Eugen Richter's hat Krause so schwere unwahre Beschuldigungen erhoben habe, dessen Strafver Polizeikommissar, daß der Wirth die Versammlung ihm ja Necht gegeben. 3 " " folgung für nothwendig. Neferent Prinz Arenberg erinnert daran, nicht dulden werde. Genosse Berger, welcher anwesend war, Nach der Briefleistung des Gymnasial- Oberlehrers daß die Krause'sche Angelegenheit sowie heute bereits früher im protestirte entschieden gegen das unbegründete Eingreifen des Dr. N. Werner wird es auch keinen unserer Leser mehr Wunder Plenum durch den damaligen Kolonialdirektor Kayser largestellt Beamten, welches ganz außerhalb seiner amtlichen Funktionen liege. nehmen, wenn wir über die agitatorische Noblesse, mit welcher der worden sei. Es sei zu unterscheiden zwischen Stlavenhandel Dazwischen rief der Beamte unter dem ironischen Beifall der An- fretsinnige Kandidat Dr. R. Werner den Wahlkampf und ausstlaberei. Die lettere fei allerdings im Togogebiet wesenden: err Wirth, Herr Wirth, jest spricht führte, folgende uns zugegangene Zuschrift veröffentlichen können: Herr verbreitet und hänge mit der dort üblichen Bielweiberei zusammen. einer!" Da Berger weiter sprach, so wiederholte sich der Ruf Herr Dr. R. Werner sprang im vergangenen Wahlkampf mit Diese uralte Sitte abzuschaffen, daran fönne niemand denken. Kors des Kommissars noch mehrere Male. Da der Wirth augenscheinlich der Sozialdemokratie um, als wenn diese überhaupt keine Bereferent Dr. Haffe fennt Herrn Krause seit 30 Jahren und legt wieder unschlüssig war, begab sich der Beamte endlich selbst rechtigung habe, sich an der Wahl zu betheiligen, allerdings nur darum seinen Anschuldigungen feinen Werth bei. Gegenüber diesen zu ihm, und nach kurzer Zeit erklärte Herr Meier denn, er dürfe die dort, wo er einen größeren Kreis bont Gea Anklagen müsse aber öffentlich festgestellt werden, daß es gerade Versammlung nicht weiter tagen lassen. Genosse Jangen als Ein- sinnungsgenossen hinter sich hatte. So wurden das Berdienst der deutschen Regierung sei, daß Sllavenhandel berufer strengte einen Prozeß auf Ersatz des ihm entstandenen regelmäßig seine Wähler- Versammlungen mit einem hoch!" und Sflavenraub sich in Afrika bedeutend vermindert habe. Direttor Schadens an, der mun endlich nach 13 Monaten zu seinen Gunsten auf den Kaiser eröffnet, obgleich er schon in den ersten v. Buchka ist im Prinzip dafür, die Strafanträge möglichst einzu entschieden ist. Herr Meier wurde zur Zahlung verurtheilt. Er Versammlungen von unserem Genossen Görde, seinem Gegen schränken. Aber damit nicht Verjährung eintrete, werde er den glaubte nun, daß der Polizeipräsident ihm, da er sich nur auf fandidaten, auf das unzulässige und geradezu provokatorische Strafantrag gegen Kraufe fofort stellen. Bebel und Müller- Fulda dessen Veranlassung den verlorenen Prozeß zugezogen, mindestens. Treiben seiner Versammlungsleiter aufmerksam gemacht wurde. betonen nochmals die Nothwendigkeit der Strafverfolgung Krause's, die Berappung der Prozeßkosten erleichtern werde, so wandte er Wie leicht konnte da einer der unserigen ge ,, liebknechtet werden, um das Vorurtheil zu zerstreuen, daß man etwa Gründe habe, einer sich mit einer diesbezüglichen Anfrage vertrauensvoll an das wenn nicht rechtzeitig Gegenmaßregeln ergriffen wurden? Es gerichtlichen Verhandlung aus dem Wege zu gehen. Die Strafe Polizei Präsidium. Die Antwort, welche er erhielt, ließ durchaus schien, als wenn er durch diesen Trick unsere Genossen von seinen verfolgung liege gerade im Interesse der deutschen Kolonialpolitit. nichts an Deutlichkeit, alles aber an Dankbarkeit für treu ge- Versammlungen fernhalten wollte, was ihm jedoch gründlich Müller- Sagan weist besonders auf das Ausland hin und auf die leistete Staatsrettungsdienste vermissen. Im Interesse aller derer, bereitelt wurde. Gleichzeitig erinnere ich nochmals an die Affäre englische Presse, die die Krause'schen Anschuldigungen mit besonderer welche genau wissen wollen, wie es gemacht wird, lassen wir das im Dorfe Drewig bei Cüstrin, wo von Seiten des frei Freude nachgedruckt habe. Hauptsächlichste aus dem interessanten Schreiben des Polizeipräsidiums finnigen Bureaus geduldet wurde, daß irgend ein Mensch in das folgen: Versammlungslokal trat, und, während unser Genosse sprach, durch das Ausdrehen der einzigen Petroleumlampe die Versammlung zum Schluß brachte, mit den Worten:„ Nun ist's aber genug 1" So ging's überall zu, und vornehmlich der Ton, den Herr Dr. Werner im Brief anschlägt scheint ihm zur zweiten Natur geworden zu sein, dafür war er ja auch„ nordöstlicher Bauer". Der Etat für Togo wird darauf bewilligt. Erde"( blue ground) gefunden worden, die gewöhnlich Diamanten Die Untersuchungen, ob auch andere mineralische Schäge vorhanden, " Auf Ihre Anfrage wird Ihnen eröffnet, daß Ihnen nur in Ihrem eigenen Interesse mitgetheilt wurde, daß es sich um eine sozialdemokratische Versammlung handle. Verboten wurde Ihnen die Abhaltung der Versammlung jedoch nicht." nehmen. hat deshalb " " Ich gebe zu, mich verschrieben zu haben. Ein kolossaler Irrthum!" " Ich gebe zu, mich verschrieben zu haben. Ein kolossaler Irrthum!" Gloriole erstrahle, fügt Dr. Werner S. 4 wörtlich hinzu:" und damit seine Wahrheitsliebe in um so leuchtenderer pardon bas Protokoll leider nicht mehr zur Hand." Nicht mehr in der Hand haben kann man nur etwas, was habe den Bericht Es folgt der Etat für das Südwestafrikanische Schuhgebiet ( 7 540 000 r.). 3ur Unterstützung deutscher Kirchen gemeinden im Schutzgebiete werden 6000 m. gefordert. Diese legtere Summe beantragt der Referent Prinz Arenberg aus prinzipiellen Gründen zu streichen. Die Bewilligung würde dazu führen, Aus dem Schreiben kann man ersehen, daß die Polizei gar daß das Reich sämmtliche Gemeinden in den Kolonien unterstügen nicht daran denkt, den Wirthen die Hergabe ihrer Lokale zu sozial- Inzwischen hat uns gestern Herr Dr. Werner mit einem acht müßte. Die Kommission beschließt mit großer Mehrheit die Position demokratischen Versammlungen zu verbieten; sie macht sie nur Seiten langen Brief beglückt, der ein neuer Beweis ist für die au streichen. Auf Anfrage erklärt Direktor v. Buchka, das freundschaftlich auf die ihnen drohenden Gefahren aufmerksam. gewiffenlose, Herrn Eugen Richter glücklich abgegudte Rabulistit, mit Gedeihen des Schutzgebiets sei vornehmlich von der Wasserfrage abhängig. Gelinge es, eine praktische Bewässerung durchzuführen, so werde Zu der Landesversammlung der fächsischen Sozialdemo: ersten zwei Seiten führt der Herr Gymnasiallehrer seine gebildete der dieser edle Freisinnstämpe den politischen Kampf führt. In den das Land fruchtbar und für Deutsche besiedelungsfähig werden. Die kratie beginnen die Parteigenossen Sachsens allmälig Stellung zu Sprache auf seine Wahrheits liebe und seine„ kampfesfrohe tlimatischen Verhältnisse seien gut, doch sei in den letzten Jahren sein, als sie abermals Stellung zu nehmen hat zur Frage der Seite 3 einen neuen Beweis: Er will sich nur verschrieben Für seine Wahrheitsliebe erbringt er gleich auf cine Epidemie ausgebrochen, als eine Folge der Rinderpest, da durch Betheiligung an den Landtagswahlen und sodann zur Organi- haben, als er behauptete, der Bericht der WahlprüfungsStranke und absterbende Rinder die Wasserquellen verunreinigt fationsfrage, die aufgerollt worden ist durch Aufhebung des wurden. Diese Ursache sei jezt gehoben, und nachdem auch durch daß die 15 für Fischer Kommission sage nichts davon, Professor Noch wirksame Mittel gegen die Rinderpest gefunden, sei Verbindungsverbots. Auf Grund eines Auftrages der vorjährigen giltig erklärten Stimmzettel wider Stecht und Gesetz" für zu hoffen, daß diese bald ganz aufhören und die sanitären Ver- Landesversammlung auch das Zentralfomitee Wir wiesen ihm nach, daß hältnisse überhaupt wieder gut werden würden. Abg. Graf Arnim den Entwurf zu einer Landesorganisation der öffentlichen Besprechung ein solcher Bericht gar nie erschienen sei, daß dagegen die beantragt, von den Forderungen Herstellung von Gebäuden für unterbreitet und wird ihn der Landesversammlung vorlegen. Beamte 47 000 M." und Herstellung eines Speiseraums für die Eine Parteiversammlung in Chemnitz beschloß dazu im Gegen- jei; und nun schreibt Herr Dr. Werner, selbstverständlich müsse es Thatsache im Protokoll der Wahlprüfungs- Kommission festgestellt Schußtruppen 25 000 M." je 15 000 m., also zusammen 30 000 m. faz zu dem Entwurfe des Zentralkomitees, bei der kommenden Brotokoll statt Bericht der Wahlprüfungs- Stommission heißen: zu streichen. Abg. Paasche( nat.- lib.) frägt an, warum man in Landeskonferenz in Crimmitschau die Gründung eines Landesvereins Afrika nicht nach bort landesüblicher Weise baue und stets europäische der sozialdemokratischen Partei Sachfens zu beantragen, und zwar Afrika nicht nach dort landesüblicher Weise baue und stets europäische soll diese Gründung auf ähnlicher oder gleicher Basis ruhen wie in Mittel anwende, was unpraktisch und viel theurer sei. Direktor v. Buchka erwidert, daß soviel als möglich die Ziegel dort gebramit Bayern. Zu erwägen wäre dabei der Gedanke, ob nicht bereits bewürden und dortiges Material zur Verwendung komme. Paasche stehende oder zu gründende sozialdemokratische Vereine korporativ fragt ferner nach dem Zweck des zu erbauenden Laboratoriums. dem Landesverein beitreten können. Gibeon 1. Buchta: es ſet im weſtafrikaniſchen Schutzgebiet„ blaue versammlung des 16, Reichstags- Wahlkreises erklärt sich für die Be- man schon einmal in der Hand gehabt hat! Das Protokoll der enthalte. tes ficht, folche zu finden fei also vorhanden und erwartet, daß die Landesversammlung in gleicher Weise be- prüfungskominission bez. des Reichstags zur Verfügung! Herr theiligung an den in diesem Jahre stattfindenden Landtagswahlen Wahlprüfungskommission steht aber nur den Mitgliedern der WahlDr. S. Werner genießt aber bis jetzt nicht die Ehre, dem Reichstag feien noch nicht abgeschlossen. Referent Prinz Arenberg: schließen möge. anzugehören. Er hat also das Protokoll, das er angeblich leider Um Diamanten zu finden, müßten viele Kubikmeter aus Unser Parteiblatt in Braunschweig, der Volksfreund", nicht mehr zur Hand" hat, überhaupt noch niemals gegewaschen werden. Das könne nur eine fapitalfräftige Gesellschaft fündigt eine Erweiterung des Blattes an. Es wird während der sehen. Nach dieser Leistung scheint Herr Dr. Werner zu der Sorte unternehmen, und es wäre vielleicht empfehlenswerth, eine solche zu Dauer der Reichstagssession eine besondere Beilage gegeben. Das von Leuten zu gehören, die da glauben, man erbringe den Beweis für fonzeffioniren. Der Sache müsse auf den Grund gegangen und feit Blatt theilt mit und wir nehmen mit Vergnügen davon Notiz- eine Flunterei am besten dadurch, daß man ihr eine zweite Flunterei hinzugestellt werden, ab unsere Kolonien Diamanten enthalten, in welchem daß es die Möglichkeit zu dieser Erweiterung„ den stabilen und ge- füge. Weil er mit seiner ersten Flunterei betreffs des Berichte 3 der Falle sie große Einnahmen liefern würden. Direktor v. Buchka: ordneten Preßverhältnissen der legten Zeit" verdankt. Wahlprüfungskommission hereingefallen ist, versucht er es Bunächst empfehle es sich, fleine Schürfer zuzulassen. Uebrigens befindet sich Berggrund bereits mehrfach im Besiz von Gesellschaften. Der Neustädter Konferenz konstituirten Die diesjährige Parteikonferenz des im vorigen Jahre auf mit einer zweiten in bezug auf das Protokoll, nur um seine Schlußoberschlesischen folgerung anbringen zu können: Sie( wer: Sie? die Nedaktion? Der Antrage Arnim entſprechend, werden 80 000 Wart ge- Agitationsbezirtes ist für Sonnabend, ben 25. März Für einen Oberlehrer sehr schwache Kenntniſſe in der Grammatik) ( Feiertag in Oberschlesien) festgesezt. Sie wird in Redendorf haben in Ihrem Flugblatt behauptet, daß die 15 auf Fischer lautenDie Forderung zur Fortführung der Eisenbahn von Swa- Bielsowi( Bahnhof Morgenroth), im dortigen Winter'schen den Wahlzettel, wider Recht und Gesetz" für ungiltig erklärt kopmund nach Windhoet, 2 300 000 wt., wird mehrfach angegriffen. Botale abgehalten werden. Sonntag, den 26. März, werden in dem- worden sind. Das ist eine Gemeinheit!" Auf Anfrage theilte Direktor v. Buchka mit, die Bahn solle felven Lokale zwei Voltsversammlungen mit einem auswärtigen Das also das Ungiltigerklären ist eine Gemeinheit Abg. Frese hält die Kolonie nicht für sehr werthvoll, empfiehlt das der Konferenz sind an Genossen Winter in Beuthen D.-S. zu eine Gemeinheit bezeichnen. Im Eifer ist ihm nicht nur das 380 Kilometer lang werden und in 2-3 Jahren fertig gestellt sein. polnischen und deutschen Referenten stattfinden. Anfragen in Betreff Natürlich möchte der Herr Oberlehrer das Gegentheil ſagen: Er will die von uns bereits völlig erwiesene Behanptung als Tempo zu verlangsamen und beantragt, 100 000 m. abzustreichen. richten. Südwestafrika habe im Wesentlichen nur Werth als Tauschobjekt. Direktor v. Buchka: Zu einem solchen Tauschgeschäft werden wir Bahltreises Offenbach Dieburg tagte am Sonntag in Offenbach Grammatit zum Teufel gegangen. Hoffentlich paffiren ihm in der Eine Konferenz fozialistischer Gemeindevertreter des Gefühl für Anstand, sondern sind ihm auch die Grundgefeße der Wenn die Kolonie rationell entwickelt sei, werde sie sich auch rentiren. Die von 75 Vertretern aus 24 Ortschaften besuchte Konferenz führte bedauern! Abg. Richter hält den Bahnbau für zu thener. Die Zahl der zu einer gründlichen Besprechung über die Haltung der sozial- Am meisten Schmerzen machen ihm die freifinnigen Aba Weizen sei zurückgegangen. Begen Beginns der Plenarsizung wird demokratischen Gemeindevertreter gegenüber den vielfachen Spezial- tomman birungen und verrätherischen Abstimmungen beine die weitere Berathung auf Mittwoch vertagt. fragen, die in der Gemeindeverwaltung an sie herantreten und denen gegenüber die Bewahrung des prinzipiellen Standpunktes den Beweis in Ziffern und Ramen erbracht, brauchen Sozialistengesetz. Wir haben in unserer Donnerstags- Nummer nicht immer so einfach ist. Es sei hervorgehoben, daß man allseitig daher Heute nichts zu wiederholen. Herr Dr. bentüht war, für eine Klärung der verschiedenen Fragen vom Standpunkte des Sozialismus zu sorgen. Beschlüsse wurden nicht geordnete gefehlt haben; aber die Behauptung auf, daß 23 freisinnige Abgefaßt. auch went fie anwesend gewesen wären, hätten sie das Abstimmungsresultat nicht ändern fönnen. Wir haben unter Namensnennung festgestellt, daß nur 26 freisinnige Abgeordnete mit Namen aufgeführt, die für die neun Freisinnige unentschuldigt gefehlt haben; aber wir haber ermöglicht haben( 183: 158). Diese Thatsache verschweigt Herr Verlängerung gestimmt und durch ihre Abstimmung allein fie Dr. Werner. Nicht blos auf die freisinnigen Drückeberger, sondern auch auf die freisinnigen Verräther kommt es an. Sie können daher nicht uns, sondern wir Sie fragen: Wie nennt man jemand, Zum Schluß fommt Herr Dr. Werner nochmals auf die strichen. Parlamentarisches. Reichstagsdisposition. Mittwoch fällt die Plenarsizung im Reichstag aus. Dagegen sollen die Kommissionen für das Bankgesetz und die Budgetkommission tagen; die letztere erledigt Vormittag den Kolonial- Etat und beräth Nachmittag die Militärvorlage. Die zweite Lesung der Militärvorlage Plenum soll, wie der Referent Abg. Bassermann mittheilt, im frühestens Dienstag nächster Woche beginnen. = D Etwas zu spät, um noch in die letzte Quittung in Nr. 55 des Reichstage- Wahlkreise( Wedding und Oranienburger Borstadt) Vorwärts" aufgenommen zu werden, sind mir aus dem 6. Berliner Spezielle Quittung unter Angabe der Listen erfolgt in Nr. 61 des 1164,15. für die Familien der Löbtauer Berurtheilten zugegangen. A. Gerisch. Vorwärts". ein Polizeiliches, Gerichtliches u. f. w. stellt nunt Werner Gewiß hat die sozialdemokratische Fraktion geschlossen gegen die Dampfersubvention gestimmt das hat auch noch niemand bestritten! Leider muß man aber hinzufügen: soweit sie anwesend war! Wäreit nicht plötzlich elf sozialdemokratische Abgeordnete über Sonntag nach Hause gereist, so wäre die Vorlage nicht angenommen worden soweit man von einem von wenig Stimmen abhängigen Beschlusse solche Behauptung wagen darf." Mit der letzteren Einschränkung will Herr Dr. Werner sich salviren; sie nüßt ihm aber nichts. Die Geschäftsordnungskommission des Reichstage hatte sich Todtenliste der Partei. In Dessau Beerdigten unsere am Dienstag nochmals mit dem Antrage zu beschäftigen, das gegen den Freunde am Sonntag einen Parteigenoffen, den Arbeiter August Abg. Stadthagen schwebende strafrechtliche Verfahren während der Bär, der manchen von den Welteren auch außerhalb Deffan's wohl der solche Thatsache bewußt verschweigt?" Dauer der Session aufzuheben, da der Reichstag den Antrag an bekannt sein dürfte. Bär war es, der unserem Genossen Hasenclever, die Kommission zur nochmaligen Prüfung zurückverwiesen hatte. Die als dieser unterm Sozialistengefeße ausgewiesen worden war, in sozialdemokratischen Abkommandirungen bei der Kommission beschloß, zur Tagesordnung fiberzugehen, weil in dem feinem Hause ein Asyl gewährte. In seinem Hause kamen dann oft Dampferfubvention zu sprechen, er wiederholt seine Behauptung Einstellungsbeschluß vom 15. Dezember v. J. bereits die Einstellung viele unserer alten Parteigenossen zusammen zu ernsten Diskussionen und nennt unsere wahrheitsgemäße fachliche Darstellung eine des jetzt schwebenden Strafverfahrens eingeschlossen gewesen sei, über die Zukunft der Partei. Bär war noch nicht 49 Jahre alt. Er 3ierde für jedes jesuitische Blatt." Er wolle uns die Jnvalidenversicherungs- Kommiffion. 8. Gigung vom hinterläßt eine zahlreiche Familie. Die Parteigenossen werden ihm Sache nicht schenken. Er schreibt: 7. März. Zur Berathung stehen die§§ 20 und 26( Höhe der Beigutes Andenken bewahren. träge und Berechnung der Renten.) Ueber die zu diesen Paragraphen eingebrachten Abänderungsanträge haben wir bereits berichtet. Nach langer, eingehender Erörterung wurden in der Abstimmung folgende dem Gefängniß entlassen wurde, hat noch am Tage vor seiner EntGenoffe Rafutt in Königsberg, der dieser Tage erst aus Beschlüsse gefaßt: Der Antrag Röside au§ 26 wird mit allen laffung abermals eine Vernehmung gehabt, weil er einen Gendarmen gegen 5 Stimmen( Rösicke und die Sozialdemokraten) abgelehnt, beleidigt haben soll, der einige Genossen in der Verbreitung von Dagegen Antrag Schmidt( Elberfeld) mit 17 gegen 7 Stimmen Agitationskalendern behindert hatte. angenommen; es sind hierdurch die übrigen Anträge erledigt. Der sozialdemokratische Antrag zu§ 20 fand feine Mehrheit, während auch bei diesem Paragraphen an Stelle der RegierungsEinmal steht fest, daß niemals und von niemandem in der sozialdemokratischen Fraktion bei der Frage der Dampfersubvention vorlage der Antrag Schmidt afzeptirt wurde.§ 20 a, der von Gemein last und Sonderlast handelt, wurde gleichfalls unter wir in unserer Nummer 52 vom Donnerstag, den 2. März, ver- fommandirung versucht worden ist. Die gegentheilige Behauptung Ueber den famosen Brief des freisinnigen Dr. Werner, den ein Abkommandirungsbrief geschrieben oder irgendwie eine AbAblehnung der Regierungsvorlage nach dem Antrag Schmidt angenommen, und ein Antrag Herold: die Gemeinlaft wird gebildet öffentlicht haben, schweigt sich der Moniteur Eugen Richter's sowie die ist eine frivole Lüge, mit der Eugen Richter den Eindruck der bewiesenen schmachvollen freisinnigen durch dreiviertel der Altersrente( die Regierungsvorlage wollte ganze freisinnige Presse aus. Wie sittlich- entrüstet würden sie auf dokumentarisch " sänumtliche Altersrenten") durch Beschluß der Mehrheit dem Para- berartigen Brief an die freifinnige Parteileitung gerichtet hätte! Wenn Herr Dr. Werner sie heute wiederholt, bleibt sie nichtsgeschrieen haben, wenn ein sozialdemokratischer Arbeiter einen Abkommandirungsbriefe beim Sozialistengesetz abschwächen wollte. graphen eingefügt. Nächste Sizung: Mittwoch. Ausdrücke wie: Vorschwindeln"," Bewußt gelogen"," systematisch in destoweniger eine Lüge. Auch seine Darstellung der Abstimmung ist Unwissenheit erhalten",„ niederträchtige bewußte Lüge"," erbärmliche völlig unwahr. Kümmelblättchen- Trids"," frechstes Lügenblatt" würden bei einem Es fehlte it nicht elf sozialdemokratische Abgeordnete vom Arbeiter als Beweis sittlicher Rohheit und politischen Rowdythums Sonnabend auf den Montag, sondern nur sieben: Bebel, Geiser, gelten, Herr Dr. N. Werner, Großbeerenstr. 55, aber ist Ober- Harm, Heine, Pfannkuch, Nödiger und Schumacher. An den beLehrer am Louisenstädtischen Gymnasium und da treffenden Abstimmungen am Montag 16. März 1885 nahmen ferner mag für die Freisinnspresse das Wort gelten: Ja, Bauer, das ist nicht theil räcker, der frant war, Hafenclever und was ganz Anderes! Vollmar, die schon vorher beurlaubt waren, und Kayser, Partei- Nachrichten. dnje Eine freisinnige Mannesthat. Einen intereffanten Beitrag zur Taktik der Saalabtreiberei veröffentlicht unser Königsberger Parteiblatt. Es handelt sich zwar um einen älteren Vorgang, der aber jetzt erst durch einen Zivilprozeß seinen Abschluß gefunden hat. Um 21. November 1897 follte im Hotel de Danzig" in Danzig eine öffentliche Handlungsgehilfen. Das Schweigen ist jedoch auch noch aus einem anderen Grunde der als entschuldigt aufgeführt wird. Versammlung tagen. Der Einberufer machte dem Inhaber gegen: erklärlich: Herr Dr. R. Werner, der einem politischen Gegner Die Abkommandirungen hätten aber schon' um deswegen keinen über kein Hehl daraus, daß er sich persönlich zur Sozialdemokratie gegenüber solch rohe Schimpfworte mit Namensunterschrift vom Sinn gehabt, weil die Fraktion, nachdem ihr Antrag abgelehnt bekenne, versicherte ihm aber der Wahrheit gemäß, daß es fich Stapel läßt in Bezug auf Thatsachen, deren Richtigteit Wort war, daß die Schiffe auf deutschen Werften gebaut werden int eine gewerkschaftliche, keine politische oder etwa gar für Wort erwiesen wurde, ist bei den letzten Wahlen auch frei- müssen, einstimmig beschlossen hatte, gegen das ganze Gesetz fozialdemokratische Veranstaltung handle. Bor Vor der Eröffnung finniger Reichstagskandidat im Wahlkreise Königsberg N/ M. zu stimmen. der Versammlung erklärte der Wirth dem Einberufer, er gewesen. Da mag freilich der Brief für die freisinnige Das Abstimmungsergebniß war folgendes: Der Antrag Nichter sei nach dem Polizeipräsidium beschieden worden Barleileitung doppelt unangenehm fein. Wenn schon ein auf Streichung der australischen Linie wurde mit 159 gegen und Sort habe man ihm bersichert, die offizieller Partei Vertreter eine derartig 170 Stimmen abgelehnt; also auch die 7 fehlenden Sozialdemobei ihm projektirte Versammlung sei be=' rohe Sprache führt, dann ist's kein Wunder, daß ein Einzelner frei- traten hätten keinen anderen Entscheid herbeigeführt; der Antrag nur 00 D i e tz auf Streichung der afrilanischen Linie wurde mit 166 gegen 157 angenommen; da waren also die 7 Sozialdemokraten gar nicht nothwendig> Der entscheidende K 1 endlich wurde gegen den Antrag Rintelen in der Fassung der Regierungsvorlage mit 170 gegen 164 Stimmen angenommen; auch hier' hätten die Sozial- demokraten also, selbst wenn sie vom ersten bis zum letzten Mann anwesend gewesen wären, das Resultat nicht ändern können. Es bleibt also dabei: die freisinnigen Abkommandirungen beim Sozialistengesetz sind erwiesen; die Verantwortung für die Ver- längerung des Sozialistengesetzes tragen die 9 freisinnigen Drücke- berger und die 26 aus den Reihen der Freisinnigen Um- gefallenen; die Behauptung der sozialdemokratischen Ab- kommandirung ist ebenso unwahr wie jene, daß die fehlenden Sozialdemokraten ein anderes Abstimmungsresultat hätten herbei- führen können. Wenn Herr Dr. R. Werner in seiner ebenso gebildeten wie wahrheitsliebenden Weise weiter gegen unsere Genossen kämpfen will, so mag er in die Wählerversammlungen gehen, unsere Genossen werden ihm in Ton und Thatsachen die Antwort nicht schuldig bleiben! Wenn er am Schlüsse seines Briefes uns endlich mittheilt, daß er„gänzlich unerwarteter Weise" für seinen Brief infolge unseres Artikels„mehrere Zustimmungsbriefe aus Arbeiter kreisen erhalten habe", so zweifeln wir gegenüber der so glänzend erwiesenen Wahrheitsliebe des Herrn Dr. Werner an dieser Ver sichernng nicht im Geringsten und die Arbeiter, die sein Brief Beifall reizte, gönnen wir ihm und seiner Partei— er mag Photographiren lassen, vielleicht ist das ein Werbemittel für sein Kandidatur I Lohn von 29 Kronen steigt auf 22 Kronen. Uebereinkunft tritt sofort in Kraft und ist mit dreimonatiger Frist kündbar, aber nicht vor dem 1. Februar 1992. Alle Arbeiter erhalten ihre Plätze wieder, die inzwischen angenommenen werden entlassen. . Soziales. Getveeksrhafkliches. Deutsches Reich. Der Streik der Bauarbeiter in Eberöwalde ist beendet. Zwischen de» Arbeitern und Unternehmern ist eine Einigung erzielt worden dahingehend, daß die baugewerblichen Hilfsarbeiter den ge- forderten Stundenlohn von 39 Pf., und die Akkord-Steinträger den Satz von 1,59 M. pro Tausend Steine und 99 Pf. statt der ge- forderten 1 M. Zuschlag für jede Etage erhalten. Bisher wurden Pf. Zuschlag gezahlt. Da die Maurermeister mit den Mauren gesellen ebenfalls eine Vereinbarung getroffen haben, dahingehend daß letztere vom 1. April d. I. ab einen Stundenlohn von 49 Pf. erhalten sollen, so dürften im kommenden Baujahre Lohnkämpfe nicht mehr zu erwarten sein. Die Tischler in Bielefeld befinden sich im Streik. Es wird gebeten, den Zuzug fernzuhalten. In de» Steinbrüche» bei Springe, die der Firma Otto PIvgcr, Berlin, gehören, befinden sich die Arbeiter im Ausstand. Die Streikenden verlangen die Entlassung eines Bruchmeistcrs und Jnnchaltung des Tarifs. Unternehmer- Terrorismus. Wir berichteten vor einigen Monaten, daß die Steinsetzer in Halle a. S. der dortigen Innung einen neuen Lohntarif unterbreitet hatten. Und zwar beauftragten die Gesellen mit der Unterbreitung desselben ihre Vertretung in' der �nnung: den Gesellenausschuß. Die Autwort der Innung war eine ablehnende. Als Gegenmaßrcgel verlangte die Innung' dann von den Steinsetzern, daß diese bei Antritt der Arbeit sich linterschriftlich verpflichten, für den bisherigen Lohnsatz arbeiten zu wollen, und außerdem, obwohl Kündigung für gewöhnlich nicht besteht, im Falle eines Streiks acht Tage vorher zu kündigen. Die Stein- setzer, die sich inzwischen überzeugt hatten, daß die Konjunktur in diesem Jahre keine günstige zu werden verspricht, beschlossen darauf. ihre Forderungen zurückzuziehen, und ersuchten die Innung, ihrer- selts auch von der verlangten Unterschrift Abstand zu nehmen und sich zu verpflichten, keine Maßregelungen vornehmen zu wollen, da es inzwischen bekannt geworden war. daß die Gesellen- ausschuß-Mitglieder keine Arbeit mehr bekommen sollten. Die Innung nahm zwar die Erklärung von der Zurücknahme der Forderungen der Arbeiter entgegen, beschloß aber ausdrücklich, auf dem Verlangen der Unterschrift bestehen zu bleiben. Ebenso blieben die Maßregelungen bestehen, trotzdem die Arbeiter sogar auf Au- rathcn dieses selben Gesellenausschusses sich bereit erklärten, auch die verlangte Unterschrift zu geben. Es war also von Seiten der Arbeiter thatsächlich Alles geschehen, um ein friedliches Verhältniß aufrecht zu erhalten. Trotzdem mußten die Arbeiter, als sie in diesen Tagen in größerer Anzahl nach Leipzig kamen, um dort Arbeit zu suchen, die bittere Erfahrung machen, daß zcder einzelne Leipziger Jnnungsmeister im Besitze einer vier Seiten starken schwarzen Liste war, auf der sämmtliche Halleschen Stemsetzer mit Namen und Geburtstag aufgeführt sind. Arbeit erhielten diese Gemaßregeltcn nicht, aber die Innung hat dazu beigetragen, die Erbitterung in Ardeiterkreisen auf das lebhafteste zu steigern. Die Frankfurter Polizei ist bemüht, nach der von ihr unter- nommenen Auflösung der Filiale des Verbandes der Fabrik- und Landarbeiter Nachforschungen über den Verbleib der Mitglieder an- zustellen. Zu dem Zweck hat sie an den Vertrallensmann der Fabrik- arbeiter die Weisung ergehen lassen, ihr die Namen und Wohnungen der Einzelmitglieder des Verbandes einzusenden. Da nun der Ver- traiiensmann nicht recht überzeugt ist. daß die Polizei zu diesem Verlangen berechtigt ist. so wird gegen den angedrohten Strafbesehl richterliche Entscheidung beantragt werden. Die Maasischiieider i» München haben ihren Prinzipalen emen neuen Tarif unterbreitet. An der Bewegung sind über tausend Schneider betheiligt. Schon am Sonntag Nachmittag hatten eine Anzahl Geschäfte die Forderungen bewilligt und unterschriftlich anerkannt. Eine von mehr als 3999 Schneidern besuchte öffentliche Versammlung beschloß, einmüthig in allen Geschäften, in denen die Forderungen der Gehilfen nicht belvilligt sind, die Arbeit so lange ruhen zu lassen, bis die Forderungen von den Unternehmern an- erkannt werden. Diejenigen, die bereits nach dem neuen Tarif arbeiten, verpflichten sich, pro Mann und Woche mindestens 1,69 M. zur Unterstützung ihrer im Ausstände befindlichen Kollegen zu be- zahlen. In unserer gestrigen Notiz war ein Jrrthum enthalten, der dahin richtig zu stellen ist, daß nicht die Maaßschneider. sondern die Damenschneider bereits ihre Forderungen durchgesetzt haben. Bis jetzt arbeiten in den Maaßgeschäften 683 Gehilfen nach dem neuen Tarif. Die Schuhmacher in Tuttlingen stehen vor einem Konflikt mit den Fabrikanten, der höchstwahrscheinlich zu einer allgemeinen Aussperrung führen wird. Die Arbeiter streben seit Jahren danach, die 19 stündige Arbeitszeit einzuführen. Bisher hatten sie damit wenig Erfolg, nur eine Firma führte freiwillig diese Aenderung ein. Nunmehr drängen die übrigen Arbeiter auf eine Gewährung ihres Verlangens in den anderen Fabriken. Leider sind die Verhandlungen ergebnißlos verlaufen und haben die Unternehmer beschlossen, sofort sämmtliche Arbeiter auszusperren, wenn die Arbeiter einer Firma in den Streik treten sollten. Von dieser Maßregel würden 1299 bis 1399 Arbeiter betroffen und bitten deshalb die Schuhmacher, den Zuzug nach Tuttlingen fernzuhalten.— Anfragen sind an Schäfer, Tuttlingen, Thalstr. 6, zu richten. Ein später einlaufendes Privattelegramm theilt uns mit, daß bereits sämmtlichen Arbeitern, etwa 2999 an der Zahl, gekündigt worden ist. Ausland. Der Buchbindcr-Streik in Kopenhagen ist b e e n d i g t. Es haben durch Vermittelung unbetheiligter Personen Verhandlungen stattgefunden, die zu folgendem Resultate führten: Der Minimal- lohn wird auf 17,59 Kronen für junge Gesellen, nach IVsjähriger Gesellenzeit auf 21 Kronen festgesetzt. Weibliche Arbeiter erhalten die ersten 6 Monate 8 Kronen, später 19 Kronen im ersten, 12 im zweiten, 14 im dritten Jahre. Arbeitszeit vorläufig 9'/e Stunden. Ueber Herabsetzung sollen der Arbeitgeber- und Arbeitnehmer- Verband verhandeln. Die Akkordpreise werden erhöht. Bisheriger Ein krasses Beispiel von Kindcrausbeutuug entrollte eine Verhandlung vor dem Gewerbegerichte in der frommen katholischen Stadt Aachen. Der Weber M. klagt für seine Kinder, von denen eines acht Jahre alt ist, gegen die Firma Briem wegen zurück- gehaltenem Lohn. Der Sachverhalt ist folgender: Die Familie M. hatte sich von der Firma B. Haken und Oesen, sogenannten Taillen- Verschluß, zum Aufnähen geholt. Nach Angabe des M. hätte die Familie nun etwa 15 000 Stück aufgenäht und es betrage der Verdienst hierfür 1,25 Mark. Wegen mangelhafter Arbeit wollte nun die Firma eine Mark abziehen, doch erhob hiergegen der Vater der Kinder Einspruch, indem er hinwies auf den geringen Lohn, wofür keine fehlerlose Arbeit zu liefern sei. Er führte noch weiter aus, daß an dieser Arbeit 72 Stunden gearbeitet worden sei. Von dem Vertreter der Firma wurde erwidert, daß diese Arbeit eben nur„Kinderarbeit" sei. Vorhanden sei die gelieferte Arbeit nicht mehr, sie sei schon nachgesehen von Arbeite- rinnen, die, irren wir nicht, 0,80 M. pro Tag bekämen. Der Arbeitslohn für diese Art Beschäftigung beträgt nach Angabe des Herrn Direktors für das Groß Verschlüsse 9,49 M. Nun hat aber ein Verschluß etwa 36 Oesen und Haken, macht also für ein Groß 36 mal 144 gleich 5284 Theile zum Aufheften für 9,49 M. In An- betracht, daß die angeblich fehlerhafte Arbeit nicht mehr vorhanden, außerdem aber der Lohn für diese Arbeit ein so geringer war, daß eine fehlerfreie Arbeit ausgeschlossen, lautete das Urtheil auf Zahlung des eingeklagten Verdienstes und die vom Kläger beantragte Ent- schädigung von 1,59 M. für Zeitversäumniß.— Die Inhaber der Firma Briem sind sicher sehr fromme Katholiken. Ter Bergbau auf der Anklagebank. Schon wiederholt ist in der Arbeiterpresse hingewiesen worden auf die Rücksichtslosigkeit, mit welcher das Leben der Bergarbeiter aufs Spiel gesetzt wurde. Des Oefteren wurden direkte, scharfe Vorwürfe gegen einzelne Ver- waltungen erhoben, ihrerseits würden die gesetzlichen Bestimmungen außer Acht gelassen. Anklagen gab's aber höchstens wegen formaler Beleidigung. Besonders schwere Anschuldigungen wurden seitens der „Berg- und Hüttenarbeiter-Ztg." gegen die Verwaltung der Zeche „Gustav" in Essen erhoben, als daselbst im August vorigen Jahres durch Schachteinsturz sechs Arbeiter lebendig in der Tiefe verschüttet wurden. die heute auch noch nicht ausgegraben sind. Das Fachblatt erinnerte daran, daß es bereits ein Jahr vorher den ein- gestürzten Schacht als lebensgefährlich bezeichnet hatte. Ihre Ent- hüllungen über die unglaublichsten Mißstände auf genannter Zeche unterstützte die„Bergarbeiter-Zeitung" durch Veröffentlichung eines Briefes; in dem ein Steiger dieser Zeche die Bergbehörde auf ver- schiedene gesetzwidrige Einrichtungen auf dem Unglücksschacht auf- merksam machte. Allerdings wurde nichts geändert— wohl aber erhielt der Steiger seine Entlassung, angeblich wegen Trunkenheit. Gegen den Vorwurf, im Unglücksschacht„Gustav" sei das Holz der Schachtzimmcrung zum Theil vollständig verfault gewesen, wehrte man sich nicht durch Klage, obwohl die Verwaltung direkt zur Klage aufgefordert wurde. Auf' jeden Fall wird die angestellte Untersuchung Mißstände und Gesctzübertretungen ergeben haben, denn der Betriebs- führer Müller hat jetzt Anklage wegen fahrlässiger T ö d t u n g erhalten. Der Verhandlungstermin ist auf deft 11. März vor der Essener Strafkammer anberaumt. Arbciter-Risiko. Auf Zeche Konkordia in Oberhausen hatten zwei Stallknechte die Pferde in der Grube besorgt und be- nutzten zum Aufstieg einen Förderkorb. Letzterer ging mit großer Schnelligkeit in die Höhe und stieß mit solcher Heftigkeit oben an, daß er eingedrückt wurde. Der erste Stallknecht war schon noch kurzer Zeit todt, der andere starb am folgenden Tage. Bei dem Walzen von großen eisernen Schiffsplatten auf den Geisweider Eisenwerken bei Siegen waren drei Arbeiter eben im Begriffe, eine elf Meter lange glühende Platte zwischen den Walzen hindurchzutreibcn, als letztere zurücksprang und die Arbeiter traf. Einer derselben erhielt so schwere Verletzungen am Kopfe, daß er sofort starb, der andere hat lebensgefährliche Brandwunden davon- getragen. Ein Gegenstand, der zwischen die Walzen gerathen ist, hat den Unfall herbeigeführt. In Hamburg wurden am Montag früh auf dem Schleppdampfer „Erna", der Oesterreichischen Nordwest-Dampfschiffsahrts-Gesellschaft gehörig, der Heizer Lüdemann und der Maschinist Eckstein durch ausströmenden Dampf verbrüht und getödtet. Eckstein hinterläßt Frau und sechs Kinder. Das Unglück ist durch das Platzen der vaenannten Drosselklappe, eines gußeisernen Ventils am Dampf rohr, herbeigeführt worden, durch welches der heiße Dampf in den Maschinenraum eindrang und den Heizer und den Maschinisten tödtete.— Im vorigen Jahre kani bei derselben Gesellschaft ein Maschinist ums Leben, indem auf einem Lagerkahn ein Donlykessel explodirtc. Eine»! Wirthc, der seinen Kellnerinnen keinen Lohn zahlt, oll nach einer Verfügung des hessischen Ministeriums die Konzession entzogen werden. Das Ministerium nimmt an, daß sich in einem 'olche'n Falle, da die Mädchen dann nur auf Trinkgelder und andere Einnahmequellen angewiesen sind, die Annahme rechtfertige, daß die Wirthschaft zur Förderung der Völlerei und der Unsittlichkeit diene. Es handelt sich hierbei um ein Vorgehen gegen die sogenannten Animirkneipcn, das an sich gewiß ganz löblich ist, dessen Erfolg ivir aber bezweifeln. Den unglücklichen Mädchen, die sich dazu hergeben müssen, wird jedenfalls nicht geholfen mit der Polizeiverfügung. Grundziige eincö allgemeine» Bangcsctzcs für Sachsen. Im„Dresd. Journal" sind die vom Ministerium des Innern aus- gearbeiteten Grundzllge eines allgemeinen Baugesetzes für Sachsen erschienen. Zur Berathung dieser von einer Denkschrift begleiteten Grundzüge tritt am 29. März im Ministerium des Innern eine Kommission zusammen, in welche eine Anzahl von Gemeinde- Verwaltnngsbeamten, Bautechnikern, Aerzteu, Landwirthen und anderen Betheiligten berufen worden sind. Die einzelnen Abschnitte der Grundzüge lauten: 1. Allgemeine Bestimmungen, 2. Ortsgesetze und örtliche'Polizeiverordnungen, 3. Feststellung und Wirkung von Bebauungs- und Fluchtlinjenp'länen, 4. Beschaffung, Herstellung und Unterhaltung der örtlichen Vcrkehrsräume und der Schleusenanlagen, 5. Umlegung und Enteignung von Grundstücken. 6. Erstattungs- ansprüche und Bauabgabc'n, 7.'Bebauung der Grundstücke, 8. Schutz- maßregeln bei der Bauausführung, 9. die polizeiliche Beaufsichtigung der Bauten._ Geric�ks�Äettung. Auf die Geschäftsthätigkeit der Pfandscheinschieber warf eine Anklage wegen fahrlässigen Meineids, die gestern gegen den Schneider Emil Wachs vor der 9. Strafkaminer des Landgerichts I verhandelt wurde, ein charakteristisches Licht. Der Angeklagte hatte am 6. August 1897 bei der Polizei eine Strafanzeige wegen Betruges erstattet. Er fühlte sich durch einen Unbekannten bewogen, der sich ihm ani 17. Juli 1897 in dem Auktions- lokale Schönhauserstraße 16 als Leutnant Michael v ojn Akinoff vorgestellt hatte. Dieser angebliche Leutnant hatte ihm gegen ein Darlehen von 69 M. einen auf den Namen des Akinoff lautenden Pfandschein verpfändet, ausweislich dessen eine goldene Uhr nebst Goldkette und Gehänge bei einem Pfandleiher Cohn gegen 199 M. versetzt war. Thatsächlich hatte aber der russische Gardeleutnant von Akinoff diesen Pfandschein verloren und bei dem Pfandleiher Cohn auch als verloren angemeldet. Der Angeklagte hatte also die 69 M. zum Fenster hinausgeworfen. Am 17. September 1897 begegnete der Angeklagte auf Alexanderplatz zufällig dem Kellner Bruno Wirsi ließ diesen als den angeblichen Leutnant sllino ihm den Pfandschein verpfändet habe, festnehmen. Auf Polizei erklärte er, daß er diesen bestimmt wieder erkenne und ein Jrrthum ganz ausgeschlossen sei. Daraufhin wurde der Kellner Wirsig in Untersuchungshaft genommen und wegen Bewuges angeklagt. Der Angeschuldigte hatte sich aber doch in der Person geirrt. Von der Polizei wurde nämlich der Schuhmacher Georg Leutholdt als der Thäter ermittelt. Der Angeklagte gab denn auch zu, sich in der Person geirrt zu haben und führte die Aehnlichkeit der Beiden als Entschuldigungsgrund an. Dagegen behauptete er nun: Wirsig habe sich in Gemeinschaft mit einem unbekannten Dritten insofern an dem Betrüge betheiligt, als er ihm fort- gesetzt zum Ankaufe des Pfandscheines zugeredet, also mit Leutholdt wohl gemeinschaftlich operirt habe. Dies hat er dann in der Hauptverhandlung auch beschworen, während Wirsig, der wegen anderer Thaten' zu 2 Jahren Gefängnitz ver- urtheut worden ist, einen Entlastungsbeweis antrat und wegen dieses Betruges freigesprochen wurde. Nach der Anklage soll nun der Angeklagte bei Ablegung jenes Eides fahrlässig gehandelt haben. Der Angeklagte blieb dabei, daß er nach bestem Wissen die Wahrheit beschworen habe, und Rechtsanwalt Dr. Schwindt wies darauf hin, daß die Behauptung des Angeklagten viel Wahrscheinlichkeit für sich habe. Es sei bekannt, daß bei solchen Pfandscheinschiebungen immer mehrere Personen zusammenarbeiten: die eine besitze den Pfandschein, auf welchen Geld geliehen werden solle, ein anderer übernehme die Rolle des angeblich Kauflustigen, und eine dritte Person preise das Geschäft an. Der Angeklagte habe daher seine Eidespflicht gewiß nicht verletzt. Der Gerichtshof sah eine Schuld des Angeklagten nicht für erwiesen an und erkannte auf Frei- sprechung. Ueber eine arge Krcditgefährdung und Geschäftsschädigung beklagte sich der Bankier Rodewaldt, der gestern vor dem Schöffengericht als Privatkläger gegen den Kaufmann W. Quant- m ejy e r auftrat. Beide Parteien waren viele Jahre hindurch be- freundet und der Kläger verkehrte in der Familie des Au- geklagten. Die Freundschaft bekam plötzlich einen Riß, da Herr Quantmeyer sträfliche Beziehungen des Klägers zu seiner(des Beklagten) Ehefrau wahrgenommen zu haben glaubte. Der Privat- klüger bestritt solche Beziehungen, die Sache nahm aber einen so ernsten Charakter an, daß Frau Q. vorübergehend von hier ver- schwand und Herr Q. auf Grund der von ihm behaupteten Be- ziehunqen die Ehescheidungsklage anstrengte, die zur Zeit noch schwebt. Herr Q. glaubte ferner Anhaltspunkte dafür zu haben, daß der Kläger mit seiner Ehefrau zu entfliehen beabsichtigte und in seiner Erregung über all' das Vorgefallene hat er sich zu einem Schritt verleiten lassen, der zu der Privatklage geführt hat. Er wußte, haß Herr Rodewaldt Beziehungen zu der Bank des Berliner Kassen- Vereins hatte und so' begab er sich zu dem Direktor desselben, Rcgierungsrath a. D. H o p p e n st e d t und rieth diesem, bei der Geschäftsverbindung mit R. äußerst vorsichtig zu sein. Er behauptete, der Angeklagte, der nur durch die Hilfe leines Schwiegervaters, des Kommerziellraths Röseler, sich habe halten können, sei ruinirt, und fügte die Vernruthung hinzu, daß derselbe beabsichtige, mit seiner(Q.'s) Frau das Weite zu suchen und zu diesem Zwecke durch Bezug und schnelle Verschleuderung von Fahrrädenl sich Geld zu verschaffen. Die Folge dieser Mit- theilung blieb insofern nicht aus, als von der Bank des Kassenvereins Herrn Rodewaldt gegenüber an Stelle der sonst üblichen Zahlung durch Checks die Baarzahlung in Anwendung gebracht wurde. Herr Rodewaldt ging dieser Wandlung auf den Grund und als er von Herrn Direktor Hoppenstedt die Ursache erfuhr, strengte er die Privatklage gegen Herrn Quantmeyer an, indem er alle Behauptungen desselben für Unwahrheiten erklärte. Der vom Angeklagten angetretene Beweis der Wahrheit gelang nicht, insbesondere trafen nach dem Gutachten des Bücherrevisors Henniger auch die Behauptungen über die finanzielle Lage des Klägers durch- aus nicht zu. Rechtsanlvalt Dr. E b st e i n verlangte die Bestrafung auf Grund des§ 187 St.G.B. Es handle sich hier um eine bös- willige Verleumdung, die leicht zum geschäftlichen Ruin des Privat- klägers hätte führen können und deshalb nur mit Gefängniß« strafe zu ahnden sei. Rechtsanwalt G e l p ck e führte dagegen aus, daß der Angeklagte auf Grund einer Reihe ihm bekannter Thatsachen ins gutem Glauben gehandelt habe. Auch der> Gerichtshof nahm nur Beleidigung im Sinne des§ 186 als vorliegend an und verurtheilte den Angeklagten mit Rücksicht auf die Erregung, in der er sich be- funden, zu 199 M. Geldstrafe event. 29 Tagen Gefängniß. Letzke Mschvichke« und Depeschen. Wien, 7. März.(B. H.) In wohlunterrichteten Kreisen geht das Gerücht von einem unmittelbar bevorstehendem Rücktritte Thun's; ein alter Beamter wird als sein Nachfolger von verschiedenen Seiten genannt. PariS, 7. März.(W. T. B.) Senat. FalkisreS über- nimmt das Präsidium des Senats und spricht den Dank für seine Wahl aus. Hierauf gedenkt er in ehrenden Worten des Präsidenten der Republik Loubet und erinnert an dessen Botschaft, in welcher das Parlament um seine Mitarbeit an demWerkezurBeruhigung der Geister gebeten wird. Der Senat werde es sich zur Ehre anrechnen, dieser Auf- forderung zu entsprechen. Man werde mit Geduld abwarten, bis die Justiz ihr Wort gesprochen habe und werde aus ihrer Hand allein die Wahrheit entgegennehmen, welche für so manches Ge- wissen eine Erlösung von grausanien Plagen bedeuten werde.(Leb- haster Beifall.) Tonlo», 7. März.(W. T. B.) Die Opfer der Pulver- cxplosion vom vorigen Sonntag sind heute unter überaus großer Bctheiligung der Bevölkerung beerdigt worden. Marineminister Lockroy' und sämmtliche Behörden befanden sich im Leichenzug, der eine Länge von zwei Kilometern hatte. Auf zwölf Wagen wurden 51 Särge, von zahlreichen Kränzen bedeckt. zumIKirchhofe überführt. Rom, 7. März.(W. T. B.) Die K�a m m e r berieth in erster Lesung die Gesetzentwürfe betreffend die militärische Organisation des Personals einiger öffentlicher Dienstzweige. Minister- Präsident P e l l o u x verweist auf die geringe Bedeutung dieser Vorlagen, da die Regierung glaube, sie habe die volle Befugniß. das Personal der Ersenbahnen und einiger anderer öffentlicher Dienstzweige militärisch zu organisiren. Nöthigenfalls würde er keinen Anstatz nehmen zu wiederholen, was im Jahre 1898 geschah, und den Anlaß zu dem vorliegenden Gesetzentivurf bot. Nachdem mehrere Redner gesprochen hatten, wurde die Abstimmung auf Eintritt in die zweite Lesung auf morgen vertagt. Hierauf wurde die Berathung des Gesetzentwurfs betteffend, die rückfällige» Ver- brecher begonnen. Der Justizminister erklärte, der Gesetzentmnrf habe einzig den Zweck die Slädle und das Land von der Menge e x i st e n z- loser Menschen zu reinigen, die eine stete Bedrohung der öffentlichen Ordnung seien. Der Minister hob hervor, daß das Gesetz sich nicht auf Personen erstrecke, welche wegen politischer oder militärischer Verbrechen verurtheilt seien; auch sei die'Regiernng bereit, jedem Abänderungsantrage zuzustimmen, welcher diesen Grundsatz noch klarer ausdrücke. London,'7. März.(W. T. B.) Unterhaus. Auf eine An- frage, welche Bestimmungen für englische Schiffe bestehen, welche zu den Hafen von Talienwan einlausen wollen, erklärt Brodrick. sobald dieser Hafen als ein dem fremden Handel geöffneter angesehen sei, müsse selbstverstädlich den Vertretern der Bertragsmächte in China eine darauf bezügliche formelle Erklärung zugehen. Dies könne jedoch erst dann der Fall sein, wenn dort ein Zolldienst eingerichtet worden sei. Die Regierung sei vor einiger Zeit benachrichtigt worden, daß Schritte zur Organisation zur Errichtung eines Zollamts in Talienwan gethan und daß die Zölle durch russische Beamte für die chinesische Regierung in Gemäßheit des chinesischen Tarifes erhoben werden sollten. Petersburg, 7. März.(B. H.) Infolge des Berichtes, welchen der mit der Untersuchung der Studcntennnruheu bettaute General- adjutant. sowie der Professor Formissen dem Zaren erstattet haben, wurden mehrere Polizeibeamte und der Kommandant der berittenen Polizei entlassen, überhaupt wurde die Petersburger Polizei durch- greifend reformirt. Stanislaw, 7. März.(B. H.) In den Kohlengruben von Dzurrow ist eine Revolte unter den Arbeitern ausgebrochen. Verantwortlicher Redakteur: Hugo Poetzsch in Berlin. Für den Jnseratentheil verantwottlich: Tb. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mar Babing in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. UnterhaltungSblatt« Ir. 57. 16. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. two, 8. März 1899. Reichstag. 51. Sigung, Dienstag, 7. März 1899, 1 hr. Am Bundesrathstische: Nieberding. Der Abg. v. Arnswaldt- Böhme( Welfe) ist gestorben. Die Abgeordneten erheben sich zu Ehren des Verstorbenen von ihren Pläßen. Zunächst steht auf der Tagesordnung die erste Berathung eines Gesezes, betr. die gemeinsamen Rechte der Besizer von Schuldverschreibungen. D Staatssekretär Nieberding: Unter Schuldverschreibungen sind in diesem Gesetze die Obligationen größerer Unternehmungen wie Eisenbahnen, Bergwerts Gesellschaften u. f. tv. verstanden. Diefe Schuldvers schreibungen haben infolge der rapiden Entwickelung des Vertehrs eine große Bedeutung erlangt: über 10 Milliarden derselben zirkuliren bei uns. Ein großer Mangel ist bisher nur das Fehlen jeglicher Organisation unter den Gläubigern. Einerseits tönnen fie ihre Rechte nicht gemeinsam vertreten und andererseits kann das Unternehmen, z. B. das Bergwert, falls es in finanzielle Schwierig feiten fehr feiten geräth, sehr schwer mit allen Gläubigern gemeinsam Verabredungen treffen. Diesem Mangel soll das vorliegende Gejes abhelfen. Die Gläubiger follen sich gemeinsam berathen können, ohne indeß einmal unberechtigt in die Verwaltung des Werks eingreifen zu dürfen und ohne daß zum anderen die Beschlüsse der Mehrheit eine Vergewaltigung der Minderheit bedeuten sollen. Abg. Strombeck( 8.) erklärt sich für seine Person, nicht namens seiner Partei, gegen den borliegenden Gefeßentwurf. Er gewährt den Minderheiten der Obligationare nicht den genügenden Schutz; sie sind zu leicht der Majorifirung ausgesetzt. Redner geht sodann in längeren Ausführungen auf die juristischen Einzelheiten des Entwurfs ein und beantragt schließlich, die Vorlage einer Kommission von 21 Mitgliedern Abg. Büfing( natl.): zu überweisen. Hoffnung hin, daß es in der Kommission möglich sein wird, in der wichtigsten Frage, der Tagation, zu einer Einigung zu gelangen. demokraten.) Abg. Calwer( Soz.): Mittwoch, Damit schließt die Debatte. Das Haus vertagt sich. Nächste Sigung: Donnerstag i Uhr.( Lex Heinze, Wahlprüfungen.) Schluß 5½ Uhr. Tokales. Den Ausführungen des Herrn Leutnant Hahn( Seiterfeit, 8urufe rechts) fann ich in keiner Weise zustimmen. Wir sind keineswegs dafür, daß den Genossenschaften das Recht eingeräumt werden soll, Pfandbriefe auszugeben; ja, wir gehen sogar soweit, daß wir bedauern, daß die Staatsaufsicht, überhaupt die Einheit der Zur Neuwahl im zweiten Reichstags: Wahlkreise. Den Vergebung des Hypothekenbankwesens nicht ausgedehnt ist Parteigenossen und Genosfinnen die Mittheilung, daß am Donnersauf die Landschaften. Wir sind auch nicht von so tag, den 9. März, Abends 81/2 Uhr, bei Goßmann, Kreuzberggroßer Freude über über die Vorlage erfüllt, wie die Verstraße 48, eine Volksversammlung stattfindet, in der der werden, so thun wir es der Konsequenzen wegen, die aber, wie ich tage" sprechen wird. Um zahlreiches Erscheinen ersucht treter der anderen Parteien. Wenn wir auch für die Vorlage stimmen Reichstags- Abgeordnete W. lees über die Neuwahl zum Reichsglaube, den übrigen Parteien nicht so erwünscht sind wie uns. Wir Das Wahlkomitee. Umschwung der Anschauungen, denn 1868, als die Frage des Hypotreten selbstverständlich für die Staatsaufficht ein und begrüßen den thekenbantwesens zum ersten Mal verhandelt wurde, war man all- der sich früher mehr in den engeren Zirkeln der betheiligten InterDer Kampf um das ,, Scheunenviertel", gemein der Ansicht, daß der Staat überhaupt nicht in wirthschaftlichen effenten, in den Grundbesiger- und Bezirksvereinen des Spandauer Dingen interveniren dürfe. Selbst 1879/80 war man noch dieser Biertels und der angrenzenden Stadttheile abspielte, beginnt jetzt, Ansicht. Heute schlägt die Regierung selbst die Staatsaufsicht vor. nachdem durch das Eintreten der städtischen Baudeputation für das Auf einem beschränkten Gebiete thun Sie also jetzt das, was Sie Projekt des Stadtbauraths Krause die Angelegenheit ihrer endlichen uns vorwerfen, Sie werfen die bestehende Ordnung allerdings in Erledigung nahe gerückt scheint, weitere Streise der Bevölkerung zu geseglicher Form um, statuiren einen Fortschritt, der die Grundlagen interessiren. Dieser Kampf ist überaus lehrreich für die Art, wie ber heutigen Ordnung auf wirthschaftlichem Gebiet in einem uns in Berlin die nothwendigen Verbesserungen der Verkehrswege oft recht vortheilhaften Sinne ändert.( Sehr richtig! bei den Sozial- gerade durch diejenigen verzögert werden, die in allererster Linie Die in der Vorlage vorgeschlagene Staatsaufsicht geht uns indeß die Kaiser Wilhelmstraße längst weiter geführt und das„ Scheunenein Interesse an möglichster Beschleunigung haben. Wahrscheinlich wäre nicht weit genug. In den letzten Jahren hat es sich gezeigt, daß viertel" neu bebaut, wenn nicht unter den in Betracht kommenden das Aufsichtsrecht des preußischen Staates in seinen Normativ- Grundbesizern jeder einzelne ein möglichst gutes Geschäft dabei bestimmungen nicht genügt, um die Hypothekenbanken zu bewachen, sodaß die Geschäftsführung solide ist. Ich erinnere nur an den Fall machen und von der fetten Beute, auf die dabei gerechnet wird, der National- Kreditgesellschaft in Stettin. Damals antwortete die einen möglichst großen Happen erwischen möchte. Ueber dasjenige offizielle Berliner Korrespondenz auf die Klage, die Staatsaufsicht befferung" des alten Hobrecht'schen) die meiste Aussicht auf VerProjekt, das bis zum Auftauchen des Krause'schen( einer Verfei nicht genügend durchgeführt, mit der Vertheidigung, diese Auf- wirklichung hatte, das des Grundstücsagenten Cohn, ist von seinem sicht sei wohl geübt, aber trotzdem hätte die Bank jahre- Urheber in den letzten Monaten in verschiedenen Grundbesitzerlang Beleihungen gemacht, die mit dem Geiste der Ich begrüße die Vorlage mit großer Freude und bin mit ihr Taggrundsätze nicht in Uebereinstimmung zu bringen feien. Dabei vorgelegten Plänen ist sein Projekt das idealste, das sich beziv. Bezirksvereinen berichtet worden. Nach den von Herrn Cohn nach jeder Richtung hin einverstanden. Daß die Minderheiten so genügt die Aufsicht allein nicht, sondern es muß noch denken läßt. Es beseitigt das ganze Scheunenviertel" und schafft majorifirt werden könnten, ist durch das Gesez ganz unmöglich ge= ein besonderes Aufsichtsrecht geschaffen werden, umſomehr für das gesammte Terrain einen macht. Im§1 ist bestimmt, daß nur diejenigen Beschlüsse giltig als im Gesetzentwurf über die Privatgesellschaften, der den Zeitungen plan. Aber es nimmt zugleich den Hausbefizern des„ Scheunenvöllig neuen Bebauungssein sollen, die zur Wahrung der gemeinsamen Interessen der zugänglich gemacht ist, ausgesprochen worden ist, daß die landes- viertels" ihre Grundstücke; denn das Ganze soll unter Mitwirkung Gläubiger gefaßt werden. Ich bitte, das Gesetz einer Kommission gesetzliche Aufsichtspflicht nicht genügt, sondern eine besondere Auf- eines Finanzkonsortiums einheitlich bebaut und in ein Geschäftsvon nur 14 Mitgliedern zu überweisen, da ja nun einmal Kom- ficht führende Zentralbehörde für das ganze Reich geschaffen werden viertel umgewandelt werden. Wenn die dortigen Hausbesizer auch missionsberathung beantragt ist. muß. Weiter stimmen wir aus folgendem allgemeinem Gesichts- nicht, wie einer von ihnen in einem Grundbefizerverein jammerte, Abg. Schrader( frs. Vg.) punkt der Vorlage bei: Die Grundbefizer find im Allgemeinen nackt und bloß" von ihrem Grund und Boden vertrieben" werden, immer und jederzeit ein semitisches Kainszeichen aufzudrücken. Hier seiner jahrelangen Agitation für die Weiterführung der Staiser immer große Feinde des mobilen Kapitals, man fucht dem Kapital o dürfte doch mancher schlechter dabei fahren, als er es sich bei aber nehmen sie das Kapital gerade soweit es hinausgeht auf das Wilhelmstraße geträumt hat. Die Hausbefizer sollen ihr gutes Geld Land zur Unterjochung des Grundbefizes besonders in Schuß für ihre Grundstücke erhalten, aber sie gehen dadurch des ExtraKonsequenterweise müßten die Vertreter der Grundbesitzerinteressen allen Versuchen, die Hypothekenverschuldung auf dem ländlichen Bejiz noch wenn die erhoffte Hebung des Stadttheils wirklich eintritt gewinnes verlustig, der manchem unter ihnen sonst zufallen müßte, schließt sich letzterem Wunsche an. Redner bekennt sich zu den An- weiter auszudehnen, von vornherein entgegentreten. Es sind ver- und vielleicht gar schauungen des Abg. Strombeck, er ist von der Nothwendigkeit und schiedene Vorschläge gemacht worden, in welcher Weise die ländliche findet das C.'sche Projekt durchaus nicht allgemeine Zustimmung. über Erwarten groß ausfällt. Daher Zweckmäßigkeit der Gesetze nicht überzeugt. Das Land ist ant Berschuldung geändert werden müßte, die Hypotheken aber sind schlechtesten regiert, daß die meisten Geseze braucht. Redner polemi immer als die größten Feinde der Selbständigkeit des Grundbesißes Gin Theil der Grundbefizer des„ Scheunenviertels" behauptet firt sodann gegen den Abg. Büsing, bezweifelt im speziellen, daß der bezeichnet worden. Robbertus sagte einmal: Wenn ein Landwirth fogar, daß nur dieses Projekt, das vor 5 Jahren plötzlich in die $ 1 geworfen wurde, an der ganzen Verzögerung Schuld sei. Weil sie §1 zum Schuß gegen die Majorifirung ausreiche. Insgesammt greift eine Hypothek aufnimmt, so nimmt er einen Vogel und verspricht Agitation für die Weiterführung der Kaiser Wilhelmstraße hineindas Gesetz in unerhört scharfer Weise in die privatrechtlichen Be- dafür ein Roß. Uns ist diese Entwickelung ganz angenehm, denn die Anhänger des E.'schen Projelts im Berdacht hatten, daß sie verzichungen ein. fie führt dazu, daß der Grundbesiz immer mehr in Verschuldung vom schiedene, die Sittlichkeits- und Sicherheitsverhältnisse des„ ScheunenAbg. Beckh( frs. Bp.) mobilen Kapital geräth, daß der Grundbefizer von seinem Grund viertels" betreffende, angeblich unwahre Nachrichten in die Tagesund Boden immer mehr losgelöst und den Konjunkturen des Geldmartis und des Weltmartts mehr als bisher ausgelegt wird. preise eingeschmuggelt hätten, haben sie im Dezember vorigen Jahres Das ist unser prinzipieller Standpunkt. Wenn ein Gesetzentwurf anderswo in Berlin, und Prostituirte und Zuhälter scien dort so gut erflärt, im Scheunenviertel" sei die Sicherheit nicht geringer als wie dieser dazu beiträgt, den Aufsaugungsprozeß des Grundbesitzes wie gar nicht vorhanden"." Vorher hatten sie bekanntlich Jahre lang in gläubigern eine erhöhte Sicherheit gewährt, so können wir damit durch das Kapital zu begünstigen, indem man den Pfandbrief vollständig einverstanden sein. Das Kapital wird in Zukunft viel bereitwilliger als bisher auf den Pfandbriefmarkt strömen. erklärt sich für den Entwurf, der ein großes Manko unserer Gefeßgebung gegenüber der des Auslandes aufhebe. Einzelne Bedenken behält sich Redner für die Kommissionsberathung vor. Er beantragt eine 21gliedrige Kommission. Abg. Leuzmann( frs. Bp.): fann in der Borlage, die ihm wichtigen Bedürfnissen zu entsprechen scheint, eine so große Vergewaltigung der Minoritäten nicht finden. Mit einigen Modifikationen würde es wohl annehmbar sein. Redner spricht fich gleichfalls für eine 21gliedrige Kommission aus. Damit schließt die Debatte. Die Vorlage wird einer Kommission von 21 Mitgliedern überwiesen. Es folgt die erste Berathung des Entwurfes eines Hypotheken bankgesches. Staatssekretär Nieberding: " Gegentheil behauptet. Für das C.'sche Projekt agitiren mit bewiederholten Eingaben an die städtischen Behörden das vollkommene jonderem Eifer viele Grundbesiger der außerhalb der ehemaligen Wenn wir so prinzipiell für die Vorlage eintreten, so haben wir und Prenzlauer Thor. Scheinbar kommen sie bei der Sache gar Wenn wir so prinzipiell für die Vorlage eintreten, so haben wir Ringmauer belegenen Straßenzüge, der Gegend vor dem Schönhauser doch im Einzelnen verschiedene Bedenken. Wir haben weder das Das Bedürfniß nach einer Regelung des Hypothekenbankivefens Juteresse des Grundbesizes, noch des mobilen Kapitals, noch gar Interesse an der völligen Beseitigung des Scheunenviertels". Sie nicht in Betracht; in Wirklichkeit haben sie aber ein hervorragendes ist immer wieder und wieder hervorgetreten. Den dringenden Wunsch erst die Interessen der vermittelnden Hypothekenbanken zu ver- werden dadurch den Geschäftsvierteln der inneren Stadt näher gerückt danach hat die Kommission für die Berathung des Bürgerlichen treten. Wir untersuchen den Gesetzentwurf blos nach dem einen und dürfen für sich auf bessere Straßenbahn und OmnibusGesetzbuches ausgesprochen. Jetzt ist der Augenblick dazu gekommen. Gesichtspunkt, ob da und dort nicht etwa die Bestimmungen mit den verbindungen rechnen. Ferner brauchen die neuentstehenden GeschäftsIn den letzten Jahrzehnten sind Erscheinungen hervorgetreten, die Arbeiterinteressen follidiren und das kann bei einzelnen Bezu den gesunden nicht mehr gezählt werden können. Mit Stimmungen eintreten. Einmal sind wir mit der Regelung der Be- häuser eine Menge Angestellter, die natürlich vorwiegend dort oben, jedem Jahre wachsen die Gesellschaften und damit der leihungsgrenze nicht einverstanden. Weshalb soll der ländliche suchen müssen. Endlich aber nehmen die Hausbesitzer dieser Gegend in der Umgebung der Schönhauser und Prenzlauer Allee, Wohnung stille Widerstand, den sie eingreifenden Reformen entgegen Grundbejizz beleihungsfähiger sein, wie der städtische? Dann bejegen. Es ist daher die höchste Zeit zum Einschreiten fürchten wir eine große Schädigung des Baugewerbes durch die auch die aus dem„ Scheunenviertel" verdrängten Miether, wenn sie Der Gesetzgebung. 1897 hatten die deutschen Hypothekenbanken Bestimmungen über die Bestellung von Baugelder Hypotheken und fie friegen können, ganz gern, so schlecht sie sie sonst auch 5 978 000 000 Darlehen ausgegeben, darunter 5 122 000 000 städtische Hypotheken auf Neubauten. Wir glauben nicht, daß durch solche machen. imb 728 000 000 ländliche. Die Hypothekenbanken haben sich zu mechanische und absolute Begrenzungen wie die, Hypothekenbanken dem großen Reservoir ausgebildet, in das die Ersparnisse des Landes dürfen über 10 pct. ihres Hypothekenumlaufes nicht beleihen bedroht. Momentan wird die breite Mittelpromenade der Großen Die Bewohner des Ostens sind von gefährlichen Fabrikanlagen hineinfließen. Sie haben dadurch zur Hebung des Volkswohlstandes oder nur bis zur Hälfte ihres Aktienkapitales beigetragen. Es handelt sich da um 6 Milliarden Kapital, um gehen, irgend einen Schutz gegen unsolide Beleihung bieten. Im Augenblick soll auf dem großen Diller'schen Grundstück, das dicht an damit Frankfurterstraße mit Schmuckanlagen versehen und in demselben 1/2 Milliarde Ersparnisse zumeist des gewerbthätigen Mittelstandes. Gegentheil, gerade unter dem Schuge solcher Bestimmungen wird den neuen Anlagen inmitten des Häuferbloces liegt, welches von der Ich brauche auf den Inhalt der Vorlage, der seit längerer Zeit das Mißtrauen eingeschläfert. Wenn den Hypothekenbanken dieser Frankfurter, der Fürstenwalder, der Lebufer und der Ballisadenbekannt ist, nicht weiter einzugehen, ich beschränke mich darauf, sie Geschäftszweig genommen wird, so wird dadurch eine große Straße umschlossen wird, eine Anstalt zum Trodnen und Ihrem Wohlwollen zu empfehlen. Schädigung der Bauarbeiter eintreten.( Sehr richtig! Einsalzen ungegerbter Thierfelle errichtet werden. Abg. Rettich( t.) fints.) Es ist namentlich für große Städte zu bedenken, daß die weit über die genannten Straßenzüge hinaus ist die Bürgerschaft Bauten ganz enorme Summen baaren Geldes beanspruchen; wird den Sypothekenbauten nun plötzlich untersagt, das Baustellen- Hypotheken- richtet sich weniger gegen die ingeniösen Unternehmer, die Gebrüder geschäft wie bisher zu betreiben, so entsteht die Gefahr, daß wenigstens auf seristeller, sondern in erster Linie gegen den Berliner Magistrat, einige Zeit eine Periode eintritt, wo das flüssige Geld zu den Neu- der als Haupt- Interessent in erster Linie Einspruch gegen das unbauten nicht vorhanden ist. In Berlin werden jährlich ca. 700 Neu- heilvolle Projekt erheben mußte und doch nichts, aber auch rein begrüßt freudig die Vorlage, die endlich die einheitliche Regelung Eine plötzliche Stockung der Geldzufuhr für die Bauunternehmer Schulen und Hospitälern umgeben. Der Magistrat hat die Pflicht, bauten aufgeführt. Etwa 25 000 Menschen sind dabei beschäftigt. garnichts in der Sache gethan hat. Das fragliche Terrain ist von des jetzt qualitativ so verschiedenen Hypothenbankwesens bringe. Die staatliche Aufsicht ist durchaus berechtigt, es fragt sich nur, ob würde die Zahl der Arbeitslosen ganz erheblich vermehren und auch in hygienischer Beziehung für seine Schutzbefohlenen in Schulen durch die vorgeschlagene einzelstaatliche Kontrolle die Rechtseinheit die Wohnungsnoth verschärfen. Im Falle des Konkurses einer gewahrt bleibt. Redner hofft, daß in der Kommission ein brauch- Sypothekenbank sollen nach dem Entwurfe den Pfandbrief- und öffentlichen Wohlfahrtsanstalten zu sorgen, er thut dies auch in und anerteunenswerther Weise ganz besondere Vorzüge eingeräumt werden. doch erhebt bares Gesetz zu stande kommen wird. eine solche Bank Abg. Spahn( 3., auf der Tribüne unverständlich) ist im großen bauten Einspruch gegen eine Anlage, die aller Hygiene Hohn spricht. Auch erhebliche Hypotheken auf NeuNeu- die Polizei ist still geblieben, obwohl es ihrer Beterinär- Abtheilung und ganzen mit dem Vorredner einverstanden. oder Baustellen ausgegeben, die ausgegeben, die noch nicht ganz nicht fremd sein kann, daß außer Ratten mephitische Dünste und ausgezahlt find, weil der Bau noch nicht abgenommen Abg. Munckel( frs. Vp.): ist, so kann der Fall eintreten, daß bei einem solchen Konkurse eine theils lästige, theils giftige Fliegenschwärme von solchen Anstalten untrennbar sind. Im Wesentlichen stehen wir dem Gesetz wohlwollend gegenüber. ganze Menge Bauhandwerker, namentlich Bauarbeiter, um ihr Geld Es entspricht einem lange gefühlten Bedürfniß. Die Hypotheken- kommen. Auch nach dieser Richtung hin werden wir in der Kom- von dem Projekt erfahren und Einspruch erhoben. Der am 3. März Durch einen Bufen haben Einwohner der bedrohten Gegend banken müssen ihren Gläubigern eine reale Sicherheit geben. Un- mission für die Forderungen der Bauarbeiter eintreten. Im Allangebracht erscheint mir, daß bei Kongeffionirung neuer Hypotheken- gemeinen erkennen wir aber die Vorzüge des Entwurfs an. Wir or dem Stadtausschus e abgehaltene Termin ist zu feiner Entbanken die Bedürfnißfrage lediglich durch die Regierungen entschieden fönnen sagen, in ihm haben die bürgerlichen Parteien ihre wirthscheidung gekommen, werden soll. Die Einrichtung des Pfandbriefhalters scheint mir schaftlichen Prinzipien auf Kosten solcher Prinzipien geopfert, die etwas dunkel. Wie sollen es denn neue Gesellschaften machen, die dem Sozialismus näher stehen, als ihnen!( Bravo! bei den Sozialnoch gar feine Pfandbriefe ausgegeben haben, bei denen sich also demokraten.) auch die Pfandbrief- Gläubiger nicht versammeln können? erflärt über dieses Anfinnen geradezu empört und diese Empörung erflärt namens feiner Partei sich im Wesentlichen mit dem Gesetzcntiouf einverstanden. Nicht richtig erscheint ihm, daß im§ 2 den Genossenschaften der Hypothekenbankbetrieb untersagt wird. Abg. Büsing( natt.) Abg. Gamp( Np.): Hat Präsident Graf Ballestrem: Der Herr Vorredner hat am Anfang feiner Ausführungen ein Mitglied dieses Hauses, welches Um die Vorlage zu stande kommen zu lassen, werden wohl infolge dienstlicher Verpflichtungen gezwungen ist, in Uniform zu alle Intereffengruppen Opfer bringen müssen. Ich bin dazu bereit erscheinen, mit" Herr Leutnant" bezeichnet. Diese Bezeichnung ist und werde für das Gesez votiren. In einzelnen Punkten müssen war im ganzen harmlos aber unpassend. Das wollte ich nur festaber Aenderungen vorgenommen werden. So muß die einzelstaat stellen.( Große Heiterkeit.) liche Aufsicht durch die Reichsaufsicht ersetzt werden. Es können Abg. Lenzmann( frs. Bp.): doch z. B. Banten in Preußen eristiren, die ihr Hauptgeschäft Differenzen zwischen mir und Herrn Mundel bestehen bei in Bayern machen. Die Geschäfte, die man den Banken überläßt, dieser Vorlage nicht. Ich halte ihre Grundlagen zum größten müßten noch mehr eingeschränkt werden; so tann man ihnen zwar Theil für richtig. Ueber einzelne Aenderungen, die uniformirtel und die Beleihung von Baugeldern überlassen, dagegen nicht die von nicht uniformirte Redner hier vorgeschlagen haben, werden wir Bauplägen, da ertragslose Gegenstände nicht als Sicherung für die uns besser in der Kommission einigen. Zinsen gelten fönnen. Abg. Schrader( frs. Vg.) er feinen Die Rückständigkeit der Berliner Polizei. Der Polizeibericht der Stadt Frankfurt a. M. enthielt gestern folgende Mittheilung: Die Bekanntmachungen des Polizeipräsidenten vom 18. März 1896 und 15. Mirz 1898, betreffend Beschränkungen des Radfahrverkehrs in der Innenstadt, sind aufgehoben. Das Radfahren ist von heute ab in allen Straßen und auf allen fahrbaren Brücken hiesiger Stadt unbeschränkt gestattet. In Berlin hat sich die Polizei bekanntlich erst vor wenigen Monaten mit theilweiſent Erfolg bemüht, den Fahrradverkehr von einem Theil der bedeutendsten Straßen auszuschließen. Der ausgedehnte Grundstückskomplex Wilhelmstr. 5a und 5b, bisher dem Eisenhändler Höhne gehörig, ist für einen sehr namhaften Preis in anderen Besiz übergegangen. Man plant auch den Erwerb eines der angrenzenden Grundstüde der Friedrichstraße und will dann auf dem gesammten Terrain ein großes Kaufhaus mit einer Passage errichten, die eine Fortsetzung der Handelsstätte„ Bellealliance" bilden würde. Abg. Hahn( wildkons., in Offiziersuniform): Man wird darauf spricht sich ebenfalls grundsätzlich für die Vorlage aus, die die stets bedacht sein müssen, die Ungleichheit unter den jetzt bestehenden geforderte Rechtseinheit ein Stüd weiter bringt. Ob einzelstaatliche Der Steinmegmeister H. Völker ist am Montag Abend auf dem Hypothekenbanken zu beseitigen. Die Vorlage macht einen großen Rontrolle, ob Reichsaufsicht, das hängt wesentlich von dem Wirkungs- Feste der Innungssparkasse, das im Lokal von Rudolf MittenwalderSchritt zu diesem Ziele. Besonders nüglich scheint mir die Ein- gebiet der Kontrolle überhaupt ab. Diese Einzelheiten werden aber 15, gefeiert wurde, plöglich vom Herzschlage getroffen worden richtung des Pfandbriefhalters. Redner giebt sich schließlich der wohl am besten in der Kommission entschieden. und todt zusammengebrochen. Völker genoß in Innungskreisen hohe Achtung, und auch in linksstehenden Handwerkerkreifen wird| In diesem Schreiben erklärt sich der Staatssekretär bereit, die| Er hatte über den Vorfall im„ Reporter" einen Herrn Löwe herabihm Lauterkeit der Gesinnung und gerader Muth nachgerühmt. Telephongebühr für Schöneberg mit der Berlins gleichzustellen, so würdigenden Bericht veröfentlicht, der nach der Behauptung des PrivatEine Neuerung ist seit einigen Tagen bei der Feuerwehr im bald der dem Reichstag vorliegende Gesezentwurf zur Annahme ge- tlägers und mehrerer vor dem Schöffengericht vernommener Zeugen Gebrauch. Vielfach sind Feuerwehrmänner in den Straßen auf- langt. Stadtverordneten Vorsteher Müller konnte in diesen Zu den wirklichen Thatsachen nicht entsprochen und namentlich vergefallen, weil sie an einem Riemen einen viereckigen Kasten tragen. geständnissen keine Ermäßigung erblicken. Man solle sich dem Vor- schwiegen haben soll, daß Herr Schneidt bei dem Renkontre selbst den Damit hatte es folgende Bewandtniß: Bisher konnten die Leute, die gehen Berlins anschließen, welches eine Petition an den Reichstag Kürzeren gezogen habe. Gegen das Urtheil des Schöffengerichts die Melder revidiren, den zugehörigen Wachen zwar Zeichen geben, beabsichtige, des Inhalts, der Reichstag möge diese Bundesvorlage hatte Herr Schneidt Berufung eingelegt, zu deren Verhandlung Terdie Melder revidiren, den zugehörigen Wachen zwar Zeichen geben, ablehnen resp. einer Ermäßigung der Telephongebühren seine min vor der 8. Strafkammer anstand. Zu demſelben war vom selbst von ihnen aber keine empfangen. Daraus entstanden hin und wieder Irrthümer, die Alarmirungen, zum Beispiel nach dem Opern- Zustimmung geben. Nachdem noch der erste Bürgermeister diese An- Angeklagten ein Schreiben mit der Mittheilung eingegangen, daß er hause, zur Folge hatten. Um dem vorzubeugen, sind die revidirenden sicht gutgeheißen hatte, erfolgte dann einstimmige Annahme. Nach an Influenza erkrankt sei und den Termin nicht wahrnehmen könne. Beamten mit tragbaren Apparaten ausgerüstet worden, mit deren der Wahl zweier Stadtverordneten und eines Bürgerdeputirten Der Privatkläger widersetzte sich einer Vertagung, indem er ausHilfe sie von jedem Melder nach der zuständigen Wache sprechen und Punkt der Tagesordnung. in das Kuratorium der Sparkasse kam der der wichtigste führte, daß der Angeklagte und Widerkläger in früheren Terminen sich mit ihr verständigen können. die die Eingemeindung von schon in gleicher Weise vorgegangen sei und sogar seine Sistirung Friedenau" zur Berathung. In großen Zügen gab Stadtv. zum Termin habe stattfinden müssen. Der Gerichtshof war der Ansicht, Einen wüften Auftritt gab es Montag Abend an der Ede der Wagner im Namen des in voriger Sizung zur Berathung dieser daß unter den obwaltenden Umständen die vorliegende unbeglaubigte Linien und Joachimstraße. Eine unbekannte Frauensperson betrat Angelegenheit eingefeßten Ausschusses ein Bild des Standes der Krankheitserklärung nicht als genügende Entschuldigung anzusehen hier eine Schankwirthschaft und verlangte Bier und andere Getränke, Finanzen beider Gemeinden. Der Vermögensstand gestaltet sich sei und erkannte, daß die Berufung als wirksam zurüdgenommen zu benahm sich aber so, daß der Wirth sie aufforderte, die Gasträume folgendermaßen: In Schöneberg kommt auf den Kopf der Be- gelten habe. sofort wieder zu verlassen. Als sie dann noch einmal eindrang, führte völkerung eine Einnahme von 23,90 M., in Friedenau 22,31 M., Gegen Herrn King, als gesetzlichen Vertreter der Süddeutschen der Wirth sie hinaus. Wüthend schlug nun das Frauenzimmer beide demgegenüber steht eine Ausgabe von 26,85 M. resp. 22,78 M. Brauerei- Gesellschaft C. Kinz u. Ko., war wegen unbefugter Fensterscheiben ein, an der Linien- und an der Joachimstraße; schnitt Aehnlich verhalte es sich mit fast allen anderen Einnahmen und Ausübung des Schankgewerbes und wegen Vergehens gegen das sich aber dabei die Pulsader an den Handgelenken durch und bekam Ausgaben. Der Redner empfahl die Annahme der Vorlage. Gewerbesteuergeseß ein Strafverfahren eingeleitet worden. Der Aneinen Krampfanfall. Auf der Wache Wüthende einem Schußmann ins Geficht, eiers schlug die Stadtverordneten- Vorsteher Müller hielt diesen Schritt für überaus flage lag folgender Thatbestand zu Grunde. Der Besizer Schön9 daß er rücklings von der wichtig. Nehme man heute die Vorlage einstimmig an, so sei zu nagel befißt für bestimmte Räume seines Hauses Müllerstraße 12a Treppe fiel. Ihre Verletzungen erwiesen sich als so schwere, daß man hoffen, daß dem Ausscheiden Schöneberg's und Friedenau's zum die Schantkonzession und übt darin das Schankgewerbe theils sie in ein Krankenhaus liegen mußte. 1. April d. J. aus dem Kreise teine Schwierigkeiten erwachsen selbständig aus, theils läßt er es durch Andere ausüben. Gefundene Sachen. In der Woche vom 26. Februar bis 4. März Verwaltungsbehörde der Sache sympathisch gegenüberstehe. Genofie Direktor King von der bekannten Brauereigesellschaft einen Vertrag, würden, umsomehr, da er Anlaß habe, anzunehmen, daß die obere Herr Schönnagel schloß nun im vorigen Jahre mit dem sind in Berlin und sämmtlichen Vororten nach Ausweis der Fund- Obst wandte sich gegen den Beschluß der Kommission, welcher be- wonach er die fraglichen Räume gegen 2400 M. jährlich an die Geliste des„ General- Fundbureaus, Charlottenstr. 93, folgende 208 Gegenstände gefunden worden:.47 Hunde, 2 Pferde, 25 Portemonnaies fagt, daß auch gegenüber den nicht anwesenden Stadtverordneten sellschaft vermiethete und sich dagegen verpflichtete, Getränke, mit Juhalt, 263 M. in 6 losen Einzelfunden, 2 österreichische Koupons, Er hält diesen Beschluß für ungesetzlich, umsomehr, da in der Ge- Brauerei übernahm also nicht den Betrieb. Schön nagel ſette Verschwiegenheit bezüglich der Verhandlungen zu empfehlen sei. Bigarren, Würste 2c. nur von der Gesellschaft zu beziehen. Die 18 Uhren, 2 Trauringe, 3 Siegelringe, 1 goldener Knopf mit Brillant, schäftsordnung festgelegt ist, daß Stadtverordnete in Ausschuß vielmehr als Verwalter seines Geschäfts einen früheren Angestellten 2 Armbänder, 1 Broche, 3 Medaillons, 1 Shlipsnadel, 3 Pincenez, fizungen zugegen sein können. 1 Brille, 1 Lupe, 6 Operngläser, 4 Bücher, 4 Handtaschen und Pom- verordneten Richter und Seelmeyer. Schließlich gelangte die sonderen Vertrag. Der betr. Herr, ein gewisser Naumann, übernahm Ebenso äußern sich die Stadt- der Brauerei ein und schloß seinerseits mit diesem einen bepadours, 1 Aktentasche, 2 Brieftaschen, 4 Stöcke, 16 Schirme, 2 Fächer, 2 Muffen, 25 Bekleidungsgegenstände, 24 diverse Sachen, darunter Ausschußvorlage gegen drei Stimmen zur Annahme. die Speisen, Getränke und Bigarren von Schönmagel zum Selbst3 Handwagen, 1 Zweirad, 2 Schrotleitern, 1 Rolle Draht, 1 Milch- Friedrichshagen. In der Nacht vom Sonntag zum Montag tostenpreise und gab sie an Kunden zum üblichen Ladenpreise ab. faß, 1 Sad Zwiebeln, 1 Kollo Leim, 11½ Killogramım Fleisch, 1 Ead betraten ein Anzahl start angetrunkener junger Leute das Lokal des Was er nach Abrechnung gewisser Geschäftsunkosten( Gas 2c.) vermit 200 Prepfohlen. Restaurateurs Frid, in welchem noch einige Gäste anwesend waren. diente, gehörte ihm nach dem Vertrage. Die Anklage gegen King Der Weißgerber Jahn, der am Freitag den Versuch machte, Anfangs weigerte sich der Wirth, Getränke zu verabfolgen, gab aber machte geltend, er bezw. die Brauereigesellschaft sei der eigentliche Bei Eintritt der Inhaber des Schankbetriebes und hätte die Konzession dazu nachzuim Wahnsinn seine Frau zu tödten, ist in Dalldorf in der Abtheilung Bolizeiſtunde forderte, er die jungen Leute auf, sein Lokal zu ver- suchen, sowie den Betrieb bei der Steuerdeputation anmelden für Tobsüchtige untergebracht. Im Befinden der Frau J. iſt eine lassen. Als dem nicht Folge geleistet wurde, schritt der Wirth zur ge- müffen. Schöffengericht und Landgericht schlossen sich dem an und waltsamen Entfernung. Ihm wurde aber ein derartiger Widerstand verurtheilten Herrn King zu einer Geldstrafe. In der Begründung Ueber eine Schießaffäre berichtet der Polizeibericht: Der geleistet, daß es zu einer förmlichen Schlacht kam, wobei die jungen wurde ausgeführt, die Gesellschaft Kinz und Komp. habe mit 41 Jahre alte Arbeiter August Laubsch feuerte Nachmittags, angeb- Leute wie Bandalen hausten lich um die auf dem Felde hinter dem von ihm bewohnten pause Stöden bedrohten. Sachben fie endlich das Lokal verlassen hatten, hätte also nur mit ihrer Genehmigung das Lotal als SchantwirthDanzigerstraße 78 spielenden Kinder zu erschrecken, einen scharfen demolirten sie die Gartenzäune und bombardirten das Haus mit schaft benutzt werden können. Auch komme in Betracht, daß die Schuß aus einem Revolver ab und traf den 13 jährigen Sohn der Steinen, sodaß eine Anzahl Fensterscheiben zertrümmert wurden. Ein Geſellſchaft mit ihrem Vorgehen bezweckt habe, einen größeren Wittwe Hulda Wagner an der Brust. Trotz des starten Blut- herbeigerufener Nachtwächter fand ebenfalls den heftigsten Wider- Absatz ihrer Produkte zu erzielen. Auf die Revision des Angeklagten verlustes vermochte sich der schwer verletzte Knabe noch zu einem in stand. Erst dem energischen Einschreiten des Beamten, der von den hob jedoch das Klammergericht die Vorentscheidungen auf und sprach derselben Straße wohnenden Arzte zu begeben, von wo er nach Gästen und Hausbewohnern unterstützt ward, gelang es, einen der den Angeklagten frei... Der Straffenaf ging davon aus, daß dem Krankenhause am Urban gebracht wurde. Laubsch wurde ver- Thäter zu verhaften, während die anderen entkamen. Ein Gast des Herr Naumann als die Person, die die Schankwirthschaft betrieb, Wirthes erlitt eine nicht unerhebliche Wunde durch einen Biß in den anzusehen sei, weil er die Differenz zwischen dem Einkaufs- und dem Verkaufspreis der verschleißten Waaren als Gewinn behalten Finger. Die Thäter sollen erkannt sein. sollte und behalten habe. Daß ihm ein Mindestverdienst von 100 M. monatlich garantirt worden sei, ändere daran nichts. Besserung eingetreten. haftet. Ein großes Schadenfeuer brach Dienstag Abend 61/2 1hr in dem Manufakturwaarengeschäft von S. Hirschweh, Landsbergerstr. 21, aus. In wenigen Minuten war fast das gesammte Waarenlager ein Raub der Flammen, doch gelang es der bald erschienenen Feuerwehr, eine weitere Ausdehnung des Brandes zu verhindern. Die Ablöschungsarbeiten dauerten bis zum späten Abend. 15 060 Quadratmeter ein. = Das LandDer Bau des neuen Charlottenburger Krankenhauses auf Westend soll nach einer Mittheilung des Magistrats an die Stadtverordneten- Versammlung erst im Frühjahr beginnen, vorausgesetzt, Zum Falle Rothenburg. In dem Verfahren gegen den daß die Genehmigung der zuständigen Behörden und Körperschaften Referendar Rothenburg auf Entmündigung 2c. hat es jetzt auf Antrag ertheilt sein wird. In den ersten drei Jahren sollen die zunächst der Betheiligten das Justizministerium abgelehnt, der StaatsanwaltEin großer Bodenbrand wüthete gestern Abend am Büsching- nothwendigen Gebäude für die Krankenpflege 2c. errichtet werden. fchaft I, hier, die Anweisung auf Einstellung der Sache zu ertheilen. platz 1. In dem Eckhause Mehnerstraße und Landsberger- Für die ganze Anlage hat der Magistrat soeben einen Kredit von In der Prozeßsache der Frau Baumeister Rothenburg auf vorläufigen straße 21 befizt die Firma Hirsch neh ein großes Wäsches und 1226 000 m. bei der Stadtverordneten- Versammlung beantragt. Das Unterhalt gegen Frl. M. Redkner in Pyrik hat dagegen unter dem Baumwollenwaarengeschäft. Als gegen Abend das Gas angezündet gesammte Hospital und Siechenhaus, wie es amtlich heißt, soll Unter- 28. v. M. das Oberlandesgericht zu Stettin, C.-S. III, auf die Bewurde, geriethen Gardinen in Brand, der sich im Nu über einen funft für 590 Hospitaliten und Sieche bieten und nimmt eine Fläche rufung des Frl. M. Rechner hin die frühere Entscheidung des Landgerichts Stargard umgestoßen und mir 65 M. monatlich, und zwar großen Theil des Ladens verbreitete, so daß die alarmirte Feuerwehr bei ihrer Ankunft einem Flammenmeer gegenüberstand. Während mit Die Einführung von Nothstandsarbeiten im Winter in Grur bis zum 1. Januar 1900 vorläufig der Frau Baumeister Rothenmehreren Schlauchleitungen vorgegangen wurde, waren Löschmann- wägung zu ziehen, empfiehlt ein Beschluß des Ausschusses der M. Redner, welches in den gesammten Besitz des etwa 1 Mill, Mark burg zugesprochen, während das Landgericht Stargard das Fräulein schaften nach den oberen Etagen vorgedrungen, um die Bewohner zu be- Charlottenburger Stadtverordneten- Versammlung zur Borruhigen. Es gelang zwar, das Feuer auf den Laden zu beschränken, berathung der Vorlage, betreffend die Verwaltung der laufenden betragenden Rechner'ſchen Vermögens infolge der bekannten Testamentsdoch ist der verursachte Schaden sehr erheblich. Erst nach fast zwei Mittel für die Armenpflege. Die Nothstandsarbeiten sollen durch auf die Lebenszeit der Frau Baumeister Rothenburg verurtheilt änderung gelangt ist, zur Zahlung von 80 M. monatlich, und zwar änderung gelangt ist, zur Zahlung von 80 M. monatlich, und zwar stündiger Löscharbeit fomte der größte Theil der Feuerwehr wieder Vermehrung der Arbeitsgelegenheit die Armenunterstützung mit ver- hatte. Gegen dieses Urtheil ist, wie wir hören, seitens des Rechtsabrücken. Das Schadenfener hatte eine große Menschenansammlung meiden helfen. Außerdem empfiehlt der Ausschuß dem Magistrat, beistandes der Frau Baumeister Rothenburg, Rechtsanwalt Dr. Nemling am Büschingsplatz hervorgerufen. ein gemeinsames Zusammenarbeiten mit den ebenfalls ArmenDie Einbrecher, welche in den letzten Monaten Einbrüche in neten Armenpflege in verſtärktem Maße anzustreben. Auch die Ge- age der Frau Rothenburg auf Anfechtung des fie zu Unrecht zu pflege ausübenden Wohlthätigkeitsvereinen im Interesse einer geord: sofort beim Reichsgericht Revision eingelegt worden. Die weitere Läden, vor allen aber in Schuhwaarengeschäften ausführten, sind, schäftsanweisung für die Armentommissionen vom Jahre 1888 soll ments nimmt dagegen zur Zeit vor dem Landgericht Stargard ihren Gunsten des Fräulein M. Rechner enterbenden Rechner'schen Testawie bereits mitgetheilt, nebst ihren Hehlern ermittelt und fest- einer zeitgemäßen Revision unterzogen werden. genommen worden. Es sind dies die Einbrecher Kellner Albert weiteren Fortgang. Wie wir hören, gedenkt Frl. M. Rechner dem Migaschewski und Schlosser Georg Graf. Als Hehler fingirten Für die Berathung des Stadthaushalts- Planes, welche nächst nach England überzusiedeln. der Handelsmann Mag Bauer von hier und der Händler, Polizeis auf der Tagesordnung der heutigen( Mittwoch) Sigung der Wozu die hannoversche Sabbathordnung gut ist. Die Observat May Bickel aus Dresden. Die Kriminal Polizei Charlottenburger Stadtverordneten- Berjamnilung steht, hat der Etats- hannoversche Sabbathordnung vom 24. Januar 1822 verbietet für neigte bon Anfang an der Meinung zu, бав die ge Ausschuß( außer den bereits mitgetheilten) folgende bemerkenswerthe die Zeit des Vormittags und des Nachmittags= Gottesdienstes an stohlenen Waaren nach außerhalb verkauft würden, da die- Anträge gestellt: Die Betriebssteuer wird in Höhe von Sonn- und Festtagen alles, was eine besondere Störung der Andacht selben hier nicht zum Vorschein kamen, auch trotz ausgesetzter 100 pt. der festgesezten Betriebssteuer erhoben; die Kanalisations- verursacht. Wegen Vergehens gegen diese Bestimmung waren Belohnung keinerlei Mittheilungen gemacht wurden. Es waren gebühr auf 1 pct. des Gebäude- Nutzungswerthes. Die Gemeinde- 18 Parteigenossen angeklagt worden. Sie hatten an einem Somm deshalb die Stationsvorsteher der Bahnhöfe ersucht worden, ihre Grundsteuer beträgt 2,26 pCt. des gemeinen Werthes der be- tage in verschiedenen ländlichen Gemeinden der Provinz Hannover Beamten auf Personen, die unter verdächtigen Umständen Gepäck, bauten und unbebauten Grundstücke. Die Gemeinde- Einkommen- sozialdemokratische verbreitet. Wahlflugblätter bezw. Waaren, beförderten, aufmerksam zu machen, was auf dem steuer ist, wie berichtet, mit 97 pet. der staatlichen beantragt worden, gericht als Berufungsinstanz stellte fest, daß die Angeklagten Anhalter Bahnhof durch Anschlag in den Beamtenzimmern ge- ebenso die Gemeinde- Gewerbesteuer. Beide Steuern sollen aber zu während des Gottesdienstes keine Flugblätter vertheilt hatten, und schehen war. Hierdurch aufmerksam gemacht, beobachtete der fammen 145,5 pCt. der staatlich veranlagten Realsteuern gleich- sprach die Leute frei. Hierauf legte die Staatsanwaltschaft die Padmeister P. des am 3. d. M. nach Dresden abfahrenden kommen. Personen, welche nicht mehr als 900 M. Einkommen haben, Frühzuges die Diebe, welche, wie schon berichtet, im letzten Moment bleiben von der Steuer befreit. Der Beitrag an den Verein Revision ein und verlangte, daß die Sache zu nochmaliger Vermit den gestohlenen Schuhwaaren den Zug bestiegen. In Dresden für Armen- und Krankenpflege und Kaiser Friedrich- Der Straffenat des Kammergerichts hob dem: auch die Vorhandlung und Entscheidung in die Vorinstanz zurückverwiesen werde. gelang dann die Festnahme des Migaschewski und des Bickel, Andenken wird von 500 auf 1000 m. erhöht, ebenso der Beitrag zur entscheidung auf und gab dem Antrage des Staatsanwalts mit während zu gleicher Zeit hier Bauer und Graf festgenommen wurden. Unterhaltung des Waisenhauses„ Luisen- Andenken". Der Voltsfolgender Begründung statt: Das Landgericht habe allerdings Ein großer Theil der gestohlenen Waaren wurde schon ermittelt und ichul- Baufonds wird aufgehoben. die Angeklagten der Uebertretung der angeführten Bees dürfte den fortgesezten Bemühungen der Kriminalpolizei gelingen, Kerndeutsche Sozialistenbekämpfung. Die Volksversamm- stimmung mit Recht für nichtschuldig erklärt. noch mehr gestohlenes Gut herbeizuschaffen. Gelegentlich des leßten lung in Scharnhorst, welche am verflossenen Sonntag stattfinden und Sabbath- Ordnung enthalte indessen auch eine Bestimmung, Einbruches in das Schuhwaarengeschäft von Ros n hal u. Groß be- in welcher Genosse Pägel- Berlin über antisemitische und sozialdemo- wonach für die ganze Dauer der Sonn- und Fesitage alles und nuzten die Einbrecher vom Spittelmarkt zum Ta isport der Beute kratische Bestrebungen referiren sollte, konnte aus eigenthümlichen jedes verboten wäre, was einer würdigen Sonntagsfeier zuwider eine Droschke und es wäre von Wichtigkeit, wenn der betreffende Ursachen nicht stattfinden. Der Einberufer hatte sich am Donnerstag jei. Der Vorderrichter müſſe nachprüfen, ob die Angeklagten etiva Droschkentutscher sich bei der Kriminalpolizei, Zimmer 37, melden zuvor mit der schriftlichen Anmeldung der Versammlung zum Amts hiergegen verstoßen hätten. Zunächst wäre festzustellen, ob die Anvorsteher begeben, um von demselben persönlich die Anmelde- geklagten mit einem öffentlich sichtbaren Packet von Flugblättern Ausstellung für Krankenpflege. Vom 20. Mai bis 18. Juni bescheinigung zu erhalten. Der Amtsvorsteher erklärte jedoch, daß durch die Ortschaften gegangen seien, um die Schriften dort zu verdieses Jahres wird in Berlin eine Ausstellung für Krankenpflege er die Erlaubniß zur Abhaltung der Versammlung nicht ertheile. theilen. Das wäre als eine öffentlich bemerkbare Arbeit anzusehen, stattfinden, welche einen ausgesprochen wissenschaftlichen Charakter Der Einberufer wandte sich sofort beschwerdeführend an den Land- die möglicherweise geeignet sei, einer würdigen Sonntagsfeier enttragen und das gesammte" Instrumentarium der modernen rath, von welchem ihm schriftlich mitgetheilt wurde, daß der Amts- gegen zu wirken. Danach ist die Ausübung der Agitationspflicht Medizin", soweit es die Krankenpflege betrifft, zur Vorführung vorsteher angewiesen worden sei, die Anmeldebescheinigung auszu- allen Gesegesbestimmungen zum Troy an Sonntagen überhaupt bringen soll. stellen. Als nun am Sonntag der Einberufer sich von Amts- nicht möglich! vorsteher die Bescheinigung holen wollte, vermochte er diesen nicht anzutreffen. Nachmittags sollte die Versammlung eröffnet werden, doch da erklärte der anwesende Gendarm, daß die Versammlung nicht stattfinden könne, da teine Anmeldebescheinigung des Amitsvorstehers vorliege. Der Einberufer der Versammlung will mun und Kammindustrie beschäftigten Arbeiter tagte am Montag Eine öffentliche Versammlung aller in der Stock, Schirmgegen den Amtsvorsteher wegen Erstattung der erwachsenen Unkosten Stechert, Andreasplak, in der Mohs über„ Was bedeuten die flagbar vorgehen. Zwangsinnungen" referirte. Seine Ausführungen, fanden rege ZuIn Schildhorn erhängt hat sich der 58 Jahre alte Bigarren- stimmung und nahm die Versammlung nach kurzer Debatte eine fabrikant Wilhelm W. aus der Langenbeckstr. 7. Hier betrieb W. seit Resolution an, in der sie sich verpflichtet, bei Inkrafttreten des 11 Monaten auch ein Ladengeschäft, das aber in jener stillen Gegend Jnnungszwanges für die eventuellen Gewerbe sich thatkräftig im am Friedrichshain nicht gehen wollte. Sinne der organisirten Arbeiterschaft zu betheiligen. Es berichtete nun Ebeling über den Noa'schen Streit. Er giebt an, daß sich die Ausständigen in etlichen der alten Arbeiter arg getäuscht haben. Anstatt sich solidarisch mit ihren Arbeitsgenossen zu erflären, hielten sie es für angebracht, ihnen als Streifbrecher in den Rücken zu fallen. Trotzdem sei kein Grund, an der augenblicklichen Situation würde. 5 Pfennig- Theilstrecken hat seit gestern die Neue OmnibusGesellschaft auch auf der Linie Alexanderplaß- Moabit( Stephanplaz) unter Einstellung einspänniger Wagen eingeführt. $ 12 Aus den Nachbarorten. Rixdorf. Morgen, Donnerstag, findet eine FlugblattVertheilung statt. Die Parteigenossen werden ersucht, sich Abends 7 Uhr an den bekannten Stellen zahlreich und pünktlich einzufinden. Hinter der Bahn ist jetzt Treffpunkt bei Anders, Restaurant, Knesebeckstr. 135. Am Montag, den 13. März, findet eine Wolfsversammlung statt. Referert: Genosse P. Singer. Näheres durch Juferate und Anschlagsäulen. Der Vertrauensmann. Gerichts- Beitung. Versammlungen. Die Der Schriftsteller Karl Schneidt war vom Schöffengericht Schöneberg. Die Stadtverordneten- Versammlung beschäftigte wegen Beleidigung des Syndikus Cornelius Löwe zu 600 M. zu verzweifeln, sondern es müsse muthig weiter gekämpft werden. sich am Montag mit der Festsetzung neuer Fluchtlinien für die Geldstrafe event. 100 Tagen Gefängniß verurtheilt worden. Der Am Schlusse der Debatte verweist ein Redner noch darauf, daß in Verlängerung der Belzigerstraße." Nach längerer Privatkläger Löwe war f. 3. in einem hiesigen Zeitungsverlage der Werkstätte bereits zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern arge Diskussion gelangte folgender Antrag zur Annahme: Bur Fest- thätig, gegen welchen Herr Schneidt in der von ihm redigirten Mißverhältnisse sich zeigen; der Zustand ist augenblicklich ein solcher, segung neuer Fluchtlinien für die Verlängerung der Belzigerstraße Zeitung Reporter" einen Artikel veröffentlicht hatte. Die darauf daß jeden Tag ein für die Streifenden erfreuliches Ereigniß eintreten von der Akazien bis zur Hauptstraße wird die Genehmigung erfolgende Abwehr hatte eine persönliche Spize und gab Herrn kann, denn die Firma sei so ziemlich am Punkte der Leistungsertheilt, und soll für diese neue Straße eine Breite von 26,40 Metern Schneidt Veranlassung, eine Berichtigung zu fordern. Er nahm unfähigkeit angelangt. Unter Verschiedenem wurden, nachdem die in Aussicht genommen werden." Weiter kam das Schreiben des darauf, als seinem Verlangen nicht entsprochen wurde, in rüpelhafter Versammelten einstimmig die Weiterführung des Streiks beStaatssekretärs des Reichs- Postamts betr. das Ergebniß der Erörte Art Genugthuung, indem er den Privatkläger in dessen Redaktions- fchloffen, in Kürze noch etliche Punkte geschäftlicher Natur vers rung der hiesigen postalischen Zustände zur Debatte.zimmer aufsuchte und ohne Weiteres gegen ihn handgreiflich wurde. handelt. " " Pfeifendeckel", Tichter, Fruchtstr. 69. Vorwärts", GörlitzerLandsmannschaft de Schleswig- Holsteener to Berlin. Mittwoch, den 8. März, Abends Klock 8 Uhr, im Vereenslokal, Olle Jakobstrat 75: Verfammlung mit Froon's. Landslüb( Mannslüd und Froonslüd) warden as Metgleeder opnahmen un sünd inladen. Dresdenerstr. 105, bei Ebeling. Bläser willkommen. Bläserforps Harmonie". Mittwoch, den 8. März, Abends 9 Uhr, Maßschneider der Herrenbekleidung. Heute Abend 8 Uhr in den muß vertreten sein. Bericht über Lohn- und Arbeitsverhältnisse. Arminhallen": Werkstatt und Geschäftsdelegirten Sigung; jedes Geschäft Eine öffentliche Versammlung der Stuckateure, die am handelnde ihres Anrechts auf Unterstüßung verlustig.§ 4. Als| Furcht", Schmidt, Wienerftr. 44.„ Einfach", Brir, Cubrystr. 27.„ Frisch. 6. März bei Buske in der Grenadierstraße tagte, nahm den Bericht gemaßregelt gelten diejenigen, welche für die Rechte ihrer Kollegen, gewagt", Häusler, Memelerstr. 61. Flotte Raucher", Rirdorf, Engelhardt, des Vertrauensmannes Daschütt entgegen. Für den Streitfonds überhaupt für die Arbeiterinteressen eintreten und infolge dessen Jägerstr. 64. Kolumbus S.-D.", Löwert, Oppelnerstr. 19.- Beilchengingen 746,85 M. ein, ausgegeben wunden 98,95 m., fodaß 647,90 m. entlassen werden.§ 5. Streifunterstützung wird vom vierten Tage duft, Bandt, Hussitenstr. 24. Verzaget nie", Schöneberg, Kreyer, Sedanstraße 48. Bestand bleiben. Daschütt referirte hierauf über die Beschickung ab bezahlt und erfolgt die Auszahlung derselben, wenn nöthig, am straße 65. des Bauarbeiter- Kongreffes. In der folgenden Diskuffion wurde Mittwoch und Sonnabend.§ 6. Die Unterſtügung beträgt für Kollegen, of" Bulgarien"," Weldenweg 12.- Eintracht", Frante, Borndorferstraße darüber geklagt, daß die Organisationen sich kein genügendes Material die länger als 3 Monate dem Verband angehören, pro Tag 2 M., Arbeiter Schwimmerbund. Anfragen sind zu richten an E. Bratke, beschafft hätten, sodaß sie mit Zahlen wirken könnten. Verschiedene für Kollegen, bei denen das nicht zutrifft 1,50 M., für Näherinnen Schulstr. 24. Mittwoch: Schwimmverein„ Nord". Uebungsstunde abends Redner vertraten die Ansicht, daß der Bauarbeiterschutz nur auf 1,50 M. und für jedes Kind pro Woche 1 M.§ 7. Jeder in Arbeit 7 Uhr im Admiralsgartenbad, Friedrichstr. 102. Damen- Abth. abends reichsgefeßlichem Wege geregelt werden könne, während andere stehender Kollege hat die Pflicht, pro Woche eine 10 Pf.- Marke zum 7 Uhr Bad der Wasserfreunde, Kommandantenstr. 7/8. Redner hervorhoben, daß es sich erst um kommunale Vor- Reservefonds zu entnehmen und sind die Karten alle 3 Monate der ordnungen handeln könne, da ein Reichsgesch vorläufig Agitationskommission zur Abstempelung vorzulegen. Arbeitslose nicht zu erwarten sei. Folgende Resolution wurde einstimmig Kollegen sind von diesem Beitrag entbunden, doch haben diese die angenommen: Die heutige Versammlung beschließt, da die Pflicht, die Karte alle 8 Tage abstempeln zu lassen. Bei Streits Stucateure ebenfalls unter den Mißständen und Gefahren, die der werden diese Beiträge während der Dauer desselben auf 30 Pf. Bauberuf in sich birgt, zu leiden haben, die am 19.- 21. März in erhöht. Berlin tagende Bauarbeiter- Schutzkonferenz durch zwei Delegirte zu beschicken. Sie beauftragt dieselben, folgende Forderungen zu ver treten: Verbot der Arbeit bei offenem Koatsfeuer und unverglasten Fenstern während der kalten Jahreszeit, Aufstellung sicherer und ge= nügend bedeckter Rüstungen, Gewährung eines von der Bauleitung zu errichtenden verschließbaren Raumes zum Umkleiden und zur Unterbringung des Werkzeuges, Unterstützung des von den Maurern gestellten Antrages über Lage und Errichtung der Aborte. Fermer beauftragt die Versammlung das Bureau, sich mit den Stettiner Kollegen in Verbindung zu setzen, um den felben anheim zu stellen, sich durch eigene Delegirte vertreten zu lassen, oder ihre Wünsche und Anträge den hiesigen Delegirten zu übermitteln. Zu Delegirten wurden Daschütt und Röfener gewählt, Barjanti, Rohrbach und Lehmann zu Revisoren. Rösener wünschte, daß die Kollegen ihre Aufmerksamkeit darauf richten, ob die Meister eine Zwangsinnung einführen wollen. Es sei nöthig, in den dann zu wählenden Gesellenausschuß zuverlässige Kollegen zu wählen. Es wurde noch darauf hingewiesen, daß am Sonntag, den 16. April die Treptower„ Sternwarte" besucht werden soll und der Gesangverein am 1. Osterfeiertag sein Stiftungsfest Die Bauarbeiter( Bahlstelle I) nahmen in ihrer Versammlung wurde die Wahl zweier Vorstandsmitglieder vollzogen und zum am 5. März den Bericht vom Verbandstag entgegen. Sodann Schluß darauf hingewiesen, daß am 12. Mai die kombinirte Versammlung stattfindet. Vermischtes. Zu der Pulverexplosion bei Toulon. Den neuesten MelAdlershof. In der am 2. März im Lokal des Herrn Schmauser dungen zufolge beläuft sich die Zahl der bei der Katastrophe in tagenden Metallarbeiter- Versammlung, welche sich mit den Lagoubran Verunglückten auf 54 Todte und 130 Verwundete. NeuerMißständen in den Duplex- Fahrradwerken beschäftigte, wurde unter dings ist das Gericht verbreitet, die Explosion sei durch Verbrecheranderem die Gründung einer Bahlstelle des Deutschen Metallarbeiter- hand herbeigeführt worden, im Schutte sei eine 1/2 Meter lange Verbandes für Adlershof beschlossen. Als Zahlstellenverwalter wurde Lunte gefunden worden. Der Marineminister Lockroy erklärte auf Hermann Mali, Bismardstr. 47, gewählt. Derselbe nimmt jeden Befragen, die Annahme, die Explosion sei durch Selbstentzündung Sonnabend, Abends von 8-9 Uhr im Lokale des Herrn Herrguth, entstanden, für unzulässig. Andererseits wird vermuthet, ein Stein Oppenstraße, Anmeldungen und Beiträge entgegen. habe sich vom Dache abgelöst, sei auf eine Pulverkiste gestürzt und habe die Explosion herbeigeführt. Lefe: und Diskutirklubs. Mittwoch. Stramm, Ritterſtr 123. " richten" berichten, daß in dem Kalkwerke Eduard Pfeiffer in WolfenZwei Arbeiter erstickt. Die Braunschweiger Neuesten Nachbüttel zwei Arbeiter infolge von Kohlenoxydgas- Vergiftung gestern Vormittags 11 Uhr erstickt seien. 9 besuchte Volksversammlung statt. Leider war der Referent ReichstagsIn Groß- Lichterfelde fand am 3. März bei Pagel eine gutabgeordneter Rose no w nicht erschienen und wurde infolge dessen zum zweiten Punkt der Tagesordnung„ Maifeier" übergegangen. Borsigender Geisen- Kersting wies in eingehender Rebe auf die abhält. Bedeutung der Maifeier hin und forderte die Anwesenden auf, wenn nur irgend möglich, durch Ruhenlassen der Arbeit und Theilnahme Nothschrei in der neuesten Nummer der Mittheilungen des deutschen Die Krimmler Wasserfälle in Gefahr!" So lautet ein In einer Metallarbeiter- Versammlung, die überaus gut an den Partei- Veranstaltungen den 1. Mai. zu feiern. Mit den besucht war, sprach am Eine Wiener Gesellschaft beRosenow über das Thema: Die Arbeiterbewegung einst und schiedenes" beleuchtete Genosse Plätrich das Urtheil im Löbtauer Fabritanlage zu errichten und bewirbt sich zu diesem Behufe um 27. Februar Reichstags- Abgeordneter Arrangements wurde der Vertrauensmann beauftragt. Unter Ver- und österreichischen Alpenvereins. absichtigt nämlich, in Krimml im Pinzgau eine große jetzt. Die Diskussion, die dem beifällig aufgenommenen Vortrag Prozeß. folgte, zeitigte eine längere Debatte über die Hirsch- Dunder'schen das Recht, der Krimmler Ache, welche den großartigsten Wasserfall Gewerkvereine, deren Verhalten beim Streit einer eingehenden Kritik Der fozialdemokratische Arbeiterverein in Spandau hielt in den ganzen Ostalpen bildet, pro Sekunde 12 Kubikmeter Wasser unterzogen wurde. Zum Schluß wurde die Tellersammlung zu vorigen Dienstag seinen Vortragsabend ab. Reichstags- Abgeordneter zu entnehmen, um dasselbe in drei Nohrleitungen dem Thalboden Gunsten der Krefelder Weber fortgesetzt. Sachse sprach unter gespannter Aufmerksamkeit der Mitglieder über zuzuführen. Vermittelst 19 Turbinen soll dort elektrische Energie das Thema„ Soziale Rechtspflege", wobei er besonders die in letter für 28 000 Pferdekräfte entwickelt werden. Jahre hindurch sind Die Gold- und Silberarbeiter hatten am 28. Februar ihre Beit gegen Arbeiter ergangenen drakonischen Urtheile streifte. regelmäßige Messungen über den Wasserreichthum der Ache vorregelmäßige Versammlung auberaumt. Vor Eintritt in die Tages- Zum Schluß verwies Rieger auf das Vergnügen des Arbeiter- genommen worden. Niemand wird verkennen, daß die Ausnüßung ordnung macht der Vorsitzende bekannt, daß durch den Arbeits- Gefangvereins Spandau, welches am 11. März in der Pichelsdorfer der Wasserkräfte in den Alpen für wirthschaftliche Zwecke im Allnachweis verschiedene Stellen zu besetzen sind und bittet die An- Brauerei stattfindet. gemeinen sehr zu begrüßen ist. Im vorliegenden Falle handelt es wesenden, dies in den Kollegenkreisen zu verbreiten. Sodann wurde beschlossen, der Treptower Sternwarte an einem noch näher zu beGleichheit", abends 81/2 Uhr, sich aber darum, daß ein Naturschauspiel von europäischem Ruf seiner Heine", Rirdorf, abends 81/2 Uhr, Prinz Hand: Großartigkeit entkleidet werden, ja sogar für den größeren Theil des zeichnenden Sonntage des Monats April einen Besuch abzustatten. ierystr. 60. Ginigkeit", abends 82 Uhr, Beige, Triftstr. 1. Morgen Jahres in der Hauptsache vom Schauplah seines Daseins verschwinden Hierauf hielt Genosse Grempe einen interessanten Vortrag. Auf roth", abends 9 Uhr, Diefe, Lothringerstr. 67." Sozialdemokr. Agitations soll. Nur in ihrer Gesammtheit bilden die zusammenhängenden drei Listen für die Krefelder Weber find bis jetzt 265,25 M. eingegangen, abends 8 Uhr, Wesener, Artonaplatz 3.-" Friedrich Engels Norden", 9 Uhr einer riesigen Wassermenge in drei Absätzen aus einer Höhe von klub Often", abends 82 Uhr, Jauer, Fruchtstr. 52." Freigeist Arfona". Krimmler Fälle jenes großartige Naturschauspiel den Absturz doch steht die Schlußabrechnung noch aus und werden die einzelnen abends, Aeißen, Voltastr. 34. Bosten im Verbandsorgan veröffentlicht werden. Sodann gelangten die Stimmzettel über die Arbeitslosen- Unterstügung zur Ausgabe Adolf Neumann, Brumenstr. 150. Alle Aenderungen im Vereinskalender Arbeiter: Sängerbund Berlins und der Umgegend. Vorsitzender insgesammt 400 Metern. und ersuchte der Vorsitzende die Mitglieder, nach bestem Ermessen sind zu richten an Friedr. Kortum, Manteuffelstr. 50, v. 2 Tr. Mittwoch. ist der jetzt 81jährige Schuhmachermeister Dankhoff in Luden= Der älteste noch dienstthuende deutsche Feuerwehrmann ihre Stimme abzugeben. Die Stimmzettel find an den Vorsitzenden Uebungsstunde abds. 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. ,, Liedesfreiheit I", einzusenden. Am 19. März findet im Dresdener Garten ein Familien- Nebelin, Langefir. 108. Norddeutsche Schleife", Lübble, Melchiorstr. 15. wa Ide. Der alte Mann, welcher jogar noch als Zugführer seiner vergnügen statt. " Freya I"( Gemischter Chor), Schiller, Rosenthalerstr. 57. Lorbeer: heimathlichen Wehr amtirt und erst fürzlich bei einem Fabrikbrande franz", Späth, Weinstr. 28. Riederlust I( 1865)", Roll, Adalbertstr. 21. rüftig mit Hand anlegte, hat im Jahre 1842 auch bei der BeDer Zentralverband deutscher Maurer( Filiale 1) tagte am Spandau", in Spandau, Radtke, Neumeiſterſtr. 5. 28. Februar bei Fey, Brunnenstraße 184. Vor Eintritt in die Tages- Freiheit I"," Büschel, Bülowstr. 51. Deutsche Eiche I", wältigung des großen Hamburger Brandes mitgewirkt und zwar als Bimmermann, Grüner Weg 29." Allegro", Engelfe, Wienerstr. 64. ordnung gedachten die Mitglieder des dahingeschiedenen Mitgliedes Cautsch. Stephanstr. 31. Pionier des 3. Magdeburgischen Pionier- Battaillons, das, un Lösch" Freier Männerchor Nord- West", hilfe zu leisten, nach Hamburg gesandt worden war. Aus jener Zeit Raby, welcher bei dem furchtbaren Bau- Unglück in Halensee um's Gleichheit", Ewald, Bernauerstr. 95. „ Kupferschmiede", Feind, Weinstr. 11. Leben gekommen ist, in der üblichen Weise. Sodann hielt Hermann Köpfe, Hermann und Karlsgartenstraßen- Ecfe. Schneeglöckchen I", Rirdorf, her besitzt auch der Veteran der Feuerwehr eine Medaille mit der Silberschmidt einen lehrreichen Vortrag über den Einfluß des burg a. S., Wuthenow, Wredowstr. 17.- Arbeiter: Gesangverein Brig" in 1842". Von den militärischen Löschmannschaften, welche seiner Zeit Hoffnung I", Branden: Aufschrift:„ Das dankbare Hamburg seinen Freunden in der Noth Verbandes auf die Gestaltung der Lebenshaltung der deutschen Briß, Dorn, Bürgerstraße 4. Maurer. Von einer Diskussion wurde Abstand genommen. Unter berger Allee 156. „ Seeger'scher Männerchor", Göbel, Lands in Hamburg eine so verdienstvolle Thätigkeit entfalteten, lebten im Maiengruß", Charlottenburg, Bartsch, Scesen- Jahre 1892, als die Stadt Hamburg den 50jährigen Gedenktag jenes Verschiedenem wies Kollege Mu& darauf hin, daß vom 1. März ab beimerſt. 11.- Seinäthetänge", Köpenick, Wener, Roſenſtr. 101. Brandes beging die Beiträge für den Verband wieder zu zahlen sind. der alte Dankhoff hatte aus diesem Anlaß einen Wacht Dambeck, Danzigerstr. 71. Vorwärts X", Nauen, Betrag von 50 M. zur Neise nach Hamburg zugesandt erhalten Hobusch, Marktstr. 16. ,, Treu und Fest I", Schmöder, Grüner Weg 110. Die Schrauben- und Façondreher hielten am Montag eine Bruderbund", Fickinger, Usedomstr. 22. Ost- und Westpreußen", nur noch vier Mann. Heute ist Meister Dauthoff der Einzige, öffentliche Versammlung ab, die so stark besucht war, daß der Grau- Englischer Garten, Alexanderstr. 27c. Keramit", Charlottenburg. Breftet, der von diesen Braven noch am Leben ist. mann'sche Saal in der Naunynstraße die zahlreichen Besucher kaum Osnabrückerstr. 1. 3aget nicht" Stegliz, Tiefe, Albrechtstraße 125. Ein Hannoveraner als Minister auf Hawai. Der Dampfer zu fassen vermochte. Der Anlaß zu der Versammlung boten die „ Liedeslust II", Potsdam, Voigt's Blumengarten, Spandauerstr. 33. den Revolver- und Schraubendrehern der Firma Mig u. Genest Enterbten", Schmidt, City of Peking", der am 23. Februar aus Honolulu in San Nachricht von dem am bor Kurzem gemachten Lohnreduktionen. Nach den Mittheilungen, Manteuffelstr. 72. " Frohe Stunde", Schulz, Francisco eingetroffen ist, brachte Melodia I", Nixdorf, Thomas, Bergstraße 162. 7. Februar erfolgten Hinscheiden des Richters und Er- Ministers welche verschiedene Redner über Herabsetzung der Affordpreise der und Fest II", Schöneberg, Krahayn, Grunewaldstr. 116. Bufunft III", Hermann Widemann. Er war ein Hannoveraner von Geburt. In gezahlten und den erniedrigten Löhnen 10 bis 20 Prozent. Weißensee, Flohr, Brenzlauer Allee 78. einzelnen Artikel machten, beträgt die Differenz zwischen den bisher Nieder- Schönhausen, Setteforn, Lindenſtr. 1.-„ Vorwärts I", Noll, Adalbert seiner Jugend war er Seefahrer, bis er im Jahre 1854 nach Hawai Straße 21.„ Binde". Schebera, Schönhauser Allee 65. Hoffnung II", fam. 1865 wurde er von Kamehameha V. zum Richter der Supreme Von den 25 Schraubendrehern der Firma Mig u. Genest sind bereits Eichenkranz II", Knoblich, Court ernannt und später zum Minister des Innern, der Finanzen sechs, welche sich die Lohnabzüge nicht gefallen lassen wollen, ent- Friedrichstr. 138. Soldinerstr. 36." Friedrichshagener Sängerchor", Friedrichshagen, Conrad, Tassen worden. Seit einigen Tagen sollen jedoch keine weiteren straße 12. " Frisch auf II", Bornim b. Potsdam, Fähnrich, Mittel und Justiz im Kabinet Kalahina's. Rohnreduktionen und auch keine neuen Entlassungen vorgekommen „ Einheit", Rirdorf, Deutsches Wirthshaus, Bergstr. 133. jein. Die betheiligten Arbeiter sind dahin übereingekommen, daß Revolution", Golz, Grünauerstr. 3. Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Mittwoch: Statklub Diese Angelegenheit nicht zum Anlaß eines Streits gemacht werden Lebujerstr. 14. Geselt. Verein„ Soffnung", Dieseler, Artiftenv.„ Vereinte Kraft", Bepfe, Plan- Ufer 92a, Mitt foll. Es soll auch keinem Kollegen verwehrt werden, bei Mig u. Genest woch abends und Sonntag vormittags. Athletenv." Atlas", Dase, in Arbeit zu treten, jedoch darf niemand Arbeiten ausführen, Brunnenſtr. 152. Gesell. Verein Türkische Pfeife", Hansen, Danziger die unter den bisher bei der Firma üblichen Sägen bezahlt werden. straße 93. Tambourv. Froh- Frei", Bolz, Wiesenstr. 27, Mittwochs und Wer wegen seiner Weigerung, in eine Lohnherabjegung zu willigen, entlassen wird, erhält, ebenso wie die bereits Entlassenen, vom Elbingerstr. 9. Pfropfenv.„ Nord- Ost", Jonas, Swinemde. 761 SSW 5volfig-1 paparanda 759 Still Metallarbeiter- Verband Unterstüßung als Gemaßregelter. Die Ver- Gesangv.„ Sangestreue", Spreeterrasse an der Jannowizbrüde. Rauchfl. Schmofe's Werke", Hegener, Krautstr. 39. Hamburg 3wolfig -1 Petersburg 760 23 NW 1wolfent- 21 fammlung billigte den Beschluß der Kollegen von Mig u. Genest Lerche", G. Gerber, Schönhauser Allee.- Bereinigung der Turnfreunde", Wiesbaden 760 NO Gesangv. Berlin 2 heiter-3 Cort 750 3 and erklärte sich mit ihnen solidarisch. Im weiteren Verlauf Demminerstr. 56/57, 8-10 Uhr abds. 749 S Turno. Osten", Männerabth., der Debatte wurden. die Verhältnisse in verschiedenen Blumenstr. 63a, 8-10 Uhr abds.- Musifv.„ Vorwärts", Nebelin, Langeſtr. 108. Schraubenfabriken eingehend besprochen. Aus den Darlegungen Zithertl.„ Alpenglöckchen- Edelweiß", Gipsstr. 11. Theaterv., Proletariat", der Redner ging hervor, daß seit einiger Zeit fast Dresdener Garten, Dresdenerstr. 45. Statfl.„ Pique Bube", Jost, Adalbert: der gesammten Branche erhebliche Herabsehungen der Akkordpreise abends. straße 99. Artistenfl., Freiheit", Schulz, Dunckerstr. 90, Mittwochs und Sonn stattgefunden haben, so daß es nur noch bei äußerster Anstrengung, abends. – Statft.„ Namentos", Gumlich, Reichenbergerstr. 149. Stattl. Naturstock", Wittwer, Martusstr. 31, Mittwochs und SonnTheaterv. oft überhaupt nicht, möglich sei, den 1896 festgesetzten Minimal- Freier Wille", Märkischer Hof, Admiralstr. 18c.- Anglerverein Freundschaft", Wochenlohn von 24 M. zu verdienen. Es wurde bemerkt, daß die jeden Mittwoch nach dem 1. und 15. im Monat. Vereinslokal Wilhelmfortgesetzten Abzüge zum Theil dem Umstande zuzuschreiben wären, daß straße 27. Statflub Oller ehrlicher Seemann", Diete, Ackerstr. 123. die Schraubendreher in ihrer Organisationspflicht nachlässig geworden Theaterverein" Violetta 1886", Linder, Danzigerstr. 23. feien. Man müßte jetzt dahin wirken, daß eine weitere Verschlechterungen, Söönauer Me 130 or 9-11 Uhr.- Gefang. Metallarbeiter- Verband u. Transport Gewerbe beSander, Köpniderstr. 158, abbs. von der Lohn- und Arbeitsverhältnisse verhindert und die Errungenschaften Ebeling, Dresdenerstr. 105. Allee 135. Bläserforps Harmonie", des Streits von 1896 aufrecht erhalten werden. Wenn man dazu nicht die gegenwärtig noch günstige Geschäftslage ausnutze, dürfte von S- 10 Uhr: 1. Männer- Abth. Friedenstr. 37. 3. Männer- Abth. Böckh Arbeiter Turnerbund. Mittwoch: Turnb. Fichte", Berlin, abbs. ein weiteres Sinken der Löhne zu befürchten sein. Die Versammlung ftraße 21. 8. Männer Abth. Höchstestr. 36/37. 2. Lehrlings- Abth. Stalizer: beschloß: Gegen jede weitere Lohnherabseßung entschieden Front zu traße 55/56. 4. Lehrlings- Abth. Stephanstraße 3." Freie Turner machen und beauftragte den Branchen- Bertrauensmann der Schrauben- schaft Rirdorf- Brit", 2. Schüler Abth. von 612-81/ 2 2. Männer dreher, unter Mitwirkung der Arbeiter- Ausschüsse und der Werkstatt- und Lehrlings- Abth. von 81/ 2-102 Uhr abds., Bethge in Briz, Vertrauensleute Erhebungen über die Lohnverhältnisse in der Chauffeeftr. 39. Schülerinnen Abth. Schraubenfabrikation vorzunehmen und das Resultat derselben einer von 8-10 Uhr abos., Wiersing, Sneſebedfir. 113. Freie summer out späteren Versammlung zu unterbreiten. in Swinemünder und Ramterſtraßen- Ede. Weltenruf", Schiller, Rosenthalerstr. 57. Senaatsch", Genz, Kolbergerstr. Sonnabends. Schachkl.„ Norden", Mandel, Seefir. 25. Musikverein " = 2. Kraft Turuv. „ Sumatra Granate", Witterungsübersicht vom 7. März 1899, Morgens 8 Uhr. Stationen München Wien Barometer stand mm richtung WindWindstärke 758 SO 762 SD 76230 Wetter Temp. n. 6. 5° 4° 9. Stationen stand mm Winds Windsärke richtung 757 S Wetter Temp. 11. 6. C 5° C.= 4° R. hvolfent- 29 35lb. beb. 6 2016.bed. 4 3 1 heiter-4 Aberdeen 4hlb. beb.- 4 Paris 2 Regen 769 S 1Dunst-8 Wetter Prognose für Mittwoch, den 8. März 1899. Beitweise heiter, vielfach wolkig mit Niederschlägen, ziemlich frischen südwestlichen Winden und wenig veränderter Temperatur. Berliner Wetterburea it. Deutscher ( Verwaltungsstelle Berlin). Todes- Anzeige. Am Sonntag Mittag, 121 1hr verstarb an den Folgen einer Operation unser Mitglied, der Klempner Franz Sanft. Verband aller im Handelsschäft. Hilfsarbeiter Berlins und Umgegend. Bureau Kommandantenstr. 25, I. Am Sonntag, den 5. d. M., vers starb unser Mitglied Robert Sielaff Die Beerdigung findet Donnerstag, an der Proletarierkrankheit. den 9. März, Nachmittags 4 Uhr, vom Die Beerdigung findet Heute, NachLazarus- Krankenhaus in der Bernauer mittags 4 Uhr, auf dem St. ThomasStraße 115/116, nach dem Elisabeth: Kirchhof, Nixdorf, Hermannstr. 79-83 Friedhof in der Brinzenallee statt. statt. Um rege Betheiligung bittet 110/19 Die Ortsverwaltung. 75/5 Unterstützungsbund der Schneider. Unser Mitglied Der Vorstand. Danksagung. Turnerschaft Johannisthal", abds. 8-10 Uhr, Senftleben. ,, Arbeiter- Turuv. Adlershof", Uebungsstunde von 82-10 Uhr abends, Schmauser, Bismarckstr. 16. Die Tapezirer hielten am 15. und 28. Februar in den Armin- Turnerschaft d. V. Nereus", Lehrlings- Abtheilung von 8-10 Uhr, Reichen hallen ihre fombinirte Versammlung ab. Nach dem von der bergerstr. 131/132. gitationskommission unterbreiteten Bericht fanden im letzten Quartal Bereinskalender sind zu richten an Eugen Raschke, Rixdorf, Mahlowerstr. 1, IV. Kranten Arbeiter Nancherbund Berlins und Umgegend. Aenderungen im 37 Sigungen statt. Arbeitseinstellungen waren nicht zu verzeichnen. Mittwoch:" Arkona", Armer Konrad, Reichenbergerstr. 16. Der Kassenbericht weist eine Einnahme von 108,10 M. und eine Süd- Ost", Manegold, Liegnigerstr. 18. Ausgabe von 16,30 M. auf. Mit den Bestand vom vorigen straße 36. Waldesgrün", Kunze, ForsterFür die zahlreichen Beweise aufQuartal beträgt das Bermögen 397,41 M. " Virginia", Schnieber, Admiralstr. 21. Frei Weg", Schöne richtiger Theilnahme und die überaus Bei Berathung des berg, Klein, Merseburgerstr. 7. Fidele Raucher", Rixdorf, Hedderoth, reichen Streifreglements entspinnt sich eine lange Diskussion, die zur An- Panierstr. 3." Intelligenz", Liebisch, Manteuffelstr. 66. nahme folgenden Reglements führt: Engel, Forsterstr. 58." Fibele Britber", Friedrichsfelbe, Topje, Quien F. Moranzerbigung unſerer geliebten und una Lohse, Luisen: vergeßlichen Tochter und Schwester § 1. Bei allen Werkstattdifferenzen ist es unbedingte Pflicht der Straße 20." Frohsinns Heimath", Schebora, Emdenerstr. 12. Deutscher ist am 5. d. M. verstorben. Die Be Selma Braner Kollegen, respektive der Vertrauensmänner, sofort die Agitations- Michel", Bantow, Griffel, Staiser Friedrichstr. 15. Ohlauer", Nixdorf, Elias, erdigung findet am Mittwoch Nach- fagen wir allen Verwandten, Freunden tommission in Kenntniß zu sehen, um alles Weitere zu veranlassen. Jeratsch, Reichenbergerstr. 160. Weiße Nelke", Felske, Laufizerſtr. 26. Abguß I", Gorn, Markusstr. 23. Die Dampfenden", mittag um 52 Uhr von der Leichen- und Bekannten, insbesondere aber Bei Verhandlungen mit den Unternehmern hat die Agitations- Bufriedenheit", Rirdorf, Karras, Kopf- und Lessingstr.- Ecke halle des neuen Zwölf Apostel- Kirchhofs dem Chef der Entschlafenen, Herrn Apfelblüthe", in Schöneberg statt. Rocholl, sowie dem ganzen Personal kommission das Recht, vertreten zu sein.§ 2. Jede Werkstatt, in Schmidt, Bantstr. 3b. Gliederduft", Kutsch, Fruchtstr. 61.„ Weichselduft", unseren tiefgefühltesten Dank.[ 1636b der durchschnittlich drei oder mehrere Personen beschäftigt sind, ist Görlik, Stargarderstr. 17.. Alter Huffit", Bimmer, Jasmunderstr. 4. Kein Unser Mitglied Die trauernden Hinterbliebenen. verpflichtet, einen Vertrauensmann zu wählen, der die Verbindung Ton", Neckel, Rykestr. 13." Rothe Fahne", Sievert, Görligerstr. 50. mit der Agitationskommission aufrecht zu erhalten hat. Die Unter blume I", Menzel, Gneisenaustr. 71. W. Hansch Einigkeit II", Beutert, Köpnicker: Für die zahlreiche und liebevolle stützung der Vertrauensperson ist Ehrenpflicht der Kollegen und Straße 38. Guter Bug", Prell, Oderbergerstraße 34. Kräftiger Zug", ist am 5. d. M. verstorben. Die Be- Theilnahme bei der Beerdigung meines Kolleginnen.§ 3. Bei Arbeitsniederlegung haben sämmtliche Berufs-" Volldampf", Werder a. H., Martin, Kugelweg 58. Fürstenau, Reichenbergerstr. 39 b. ,, Alter- Stamm", Ruppel, Böckhstr. 49. erdigung findet am Donnerstag Nach Bruders Heinrich Niebelschütz fage gruppen geschlossen aufzutreten. Die Kollegen haben den An- mann, Kleine Martusftr. 8. „ Lebensblüthe", Hoff mittag um 4 Uhr von der Leichenhalle ich im Namen unserer Familiena Fidelibus", Zimmermann, Petersburger des Rirdorfer Kirchhofs, Rudowerstr., angehörigen meinen herzlichen Dank. ordmungen der Kommission Folge zu leisten und gehen Zuwider str. 56. Rothe Nelte", Neu- Weißensee, Waszewski, Sedanstr.1.-„ Ohne statt. Die Ortsverwaltung. 16036 Ernst Niebelschütz. Berlinerstr. 14. " " " " " Korn: 166/7 CO II. Wahlkreis. Donnerstag, den 9. März, Abends 8½½ Uhr, in Goßmann's Salon, Kreuzbergstraße 48: Volks- Versammlung. in Tages Ordnung: 1. Die bevorstehende Reichstagswahl. Ref. Reichstags: Abgeordneter W. Klees. 2. Diskussion. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 210/14 Das Wahlkomitee. Volks- Versammlung Mittwoch, den 8. März 1899, Abends 82 Uhr, in Feuerstein's Salon, Alte Jakobstrasse No. 75. Tages Ordnung: Vortrag und Diskussion über die Frage: Wie stellen sich die Arbeiter zu den Konsumvereinen? Frauen haben Zutritt. Der Einberufer: Pannias. [ 1644b Verein der Berliner Buchdruder und Schriftgießer. Heute, Mittwoch, den 8. März, Abends 9 Uhr, im Louisenstädtischen Konzerthause, Alte Jakobstr. 37: Vereins- Versammlung. Tages Ordnung: Fortsetzung der Berathung der Anträge zur Genal- Versammlung. Die Vertrauensleute werden ersucht, die Kollegen auf diese Ver Der Vorstand. fammlung aufmerksam zu machen. 35/10 Achtung! Rabitzpuker! Achtung! Donnerstag, den 9. März, Abends 8 Uhr, bei Herrn Zubeil, Lindenstrasse No. 106: Oeffentliche Versammlung Achtung! Klempner! Achtung! Unserem lieben Schankwirth Fris Schneider zum Wiegenfeste ein hoch! 16376 R. u. 2. Kränze, Mittwoch, den 8. März 1899, Abends 8% Uhr, Cohn's Festfälen( großer Saal), Beuthstraße Nr. 20: Barteigenoſſen A. Nimtz, Gärtner, Oeffentliche Versammlung der Klempner. Tages Ordnung: Guirlanden, Blumen empfiehlt den NO., Friedenstr. 68.[ 11379* Kränze und Blumen empfiehlt 1135* 1. Vortrag des Herrn Dr. Weyl über: Sozialhygiene und Sozialreform. 2. Distuifion. 3. Steffung F. Jacobitz, Stoppenstr. 46. nahme zum Bauarbeiterschutz- Kongreß und Wahl der Delegivten hierzu. 4. Verschiedenes. Zu dieser Versammlung sind alle Bauklempner, sowie der Vorstand und die Delegirten der Orts: Krankenkasse der Klempner und die Kollegen folgender Firmen ganz besonders eingeladen: Worm& Schüler, Dietrich, Sachse, Heber, Greulich, Neumann, Thom, Schultz, Alexanderstraße. 115/9 Achtung! Der Vertrauensmann. Maurer. Achtung! Donnerstag, 9. März, Abends 82 Uhr, im Luisenstädt. Konzerthaus, Alte Jakobstr. 37: Zur gefälligen Notiz! daß ich Grüner Weg 66 ein Cigarren- Geschäft 16565 eröffnet habe. Ersuche um gütigen Zuspruch. Heinrich Gellings. " Problem" durch sämmtliche Zigarren geschäfte zu beziehen. 14636* Großze öffentliche Maurer- Versammlung. Fahrräder- Theilzahlung Tages Ordnung: V 1. Der Arbeiterschutz im Baugewerbe. Referent Reichstags- Abgeordneter Genosse Hoch. 2. Stellungnahme zum Bauarbeiter- Kongreß event. Wahl von Delegirten zu demselben. 3. Verschiedenes. 131/17 Treptow. Die Lohukommission. J. A.: Karl Panser. mäßige Anzahlung, foul. Theilzahlung. 1 Jahr schriftt. 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Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Zubeil über: Das Koalitions: recht und der Zuchthauskurs im Lichte der Thatsachen. 2. Bericht des Vertrauensmannes und Gewerkschafts- Delegirten sowie Neuwahl derselben 3. Wie gestalten wir die diesjährige Lohnbewegung? 4. Verschiedenes. 252/5 Der Vertrauensmann. Orts- Krankenkasse für das Gewerbe der Tischler und Pianoforte- Arbeiter zu Berlin. General- Versammlung Carl Ludwig, Köpnicker Landstraße 25/26. Spiegel u. Polsterwaaren reell, zu soliden Preisen, empfiehlt H. Strelow, Tischlermſtr. Rixdorf, Theilzahlung Richard- Straße 116. am Denkmal.[ 10002* monatlich 10 ME., liefere T elegante Herren Garderobe nach Maaß( auch baar Kaffe, billigste Preise) Fertige Garderobe wird zum Selbstder Bertreter der Kassenmitglieder und der Arbeitgeber oftenpreise ausverkauft. Tomporowski, am Donnerstag, den 16. März, Abends 7½ Uhr, im Lokale ,, Arminhallen", Kommandantenstraße 20. Tages Ordnung: 1. Abnahme der Jahresrechnung pro 1898 nebst Bericht der Revisoren. 2. Wahl von 4 Hilfsarbeitern. 4. Bericht des Vorstandes über die statt: gefundene Besprechung mit mehreren Vorständen anderer Kassen zwecks Abschließung eines Kartells. 4. Verschiedenes. 16456 Der Vorstand. Schneidermstr., Stralauerstr. 56, Laden * 1 zahlung. Olga Jacobson, Invalidenst. 145 große Auswahl, pfundRohtabat, weise und in Ballen. R. Kettner, Oranienstr. 6. 3000 Rollen Dachpappe, Schaalbretter, Leiſten, Dachlatten, ja fort billig zu verkaufen. * 7166 M. Rühle, Kottbuser Damm 22. Destillation, gute Lage, gegenüber der Markthalle, ist Umstände halber zu vert. Eisenbahnstr. 6.[ 16416 Betten, sämmtl. Wirthschaft verzugs halb. bill. vert. Langestr. 10, Iints II. Junger Mann sucht fleines möbl. Zimmer im S. o. SO. 3. 1. April. Memelerstr. 10, 2. Quergeb. 1 Tr. Uhren mit Preisangabe an C. Müller, Silberne und goldene Uhren Einsegnung empfiehlt zur die Uhren- Fabrik** Max Busse 175. Brunnen- Strasse 175. 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Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, den 8. März. Opernhaus. Haschisch. Die Ab: reise. Vergißmeinnicht. Anfang 71/2 Uhr. Schauspielhaus. Das fünfte Rad. Anfang 72 Uhr. Neues Opern Theater( Kroll). Vortrags- und Gesellschaftsabend. Anfang 8 Uhr. Deutsches. Die Jüdin von Toledo. Anfang 72 Uhr. Urania Taubenstrasse 48/49. Im Theater: Das Land der Fjorde. Im Hörsaal: Prof. Dr. Müller: Die Arbeit der Pflanzenwelt.( Biologie 8.) Invalidenstr. 57/62: Tägl. Sternwarte. Nachmittags täglich 5-10 Uhr. Leffing. Sephia's Lochter. Hierauf: Passage- Panopticum. Liebelei. Anfang 72 Uhr. Berliner. TamTam. Anfang = 72 Uhr. Residenz. Der Schlafwagen- Rontrolleur. Vorher: Zum Einsiedler. Anfang 72 Uhr. Neues. Hofgunst. Anfang 7/2 Uhr. Metropol. Die fleinen Michu's. Hierauf: Die Engelsjäger. Anfang 71/2 Uhr. Schiller. Verbotene Früchte. Vor her: Die Neuvermählten. fang 8 Uhr. AnWeften. Am Wörther See. Hierauf: Der Husar. Anfang 72 Uhr. Central. Die Puppe. Anf. 71/2 Uhr. Thalia. Schidbebold's Engel. An fang 7 Uhr. Luifen. Der goldene Zylinder. An fang 8 Uhr. Belle Alliance. Der Pfarrer von Kirchfeld. Anfang 8 Uhr. Oftend. Der Brandstifter. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Fuhrmann Henschel. Anfang 8 Uhr. Alexanderplat. Studenten: Trud: chen. Anfang 8 Uhr. Wiener Volks. Theater. Un fchuldig. Apollo. Spezialitäten-Vorst ellung. Anfang 72 Uhr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Täglich geöffnet von 10 Uhr Vor: mittags ab. Gintritt 50 Geöffnet bon 9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends. Von 61/2 Uhr ab: Théâtre variété. Um 8 Uhr: Die Palästinafahrt Sr. Maj. d. Kaisers in hundert 35 qm groß. Projektionsbildern m. erläut. Vortrag. Heute 25 Pf., Entree Castan's Panopticum. Jtal. Sänger- u. Tänzer- Gesellsch. ,, Santa Lucia". nder Die berühmten ,, lebenden Bilder". Neu! Dreyfus- Esterhazy. Luisen- Theater 34. Reichenbergerstraße 34. Abends 8 Uhr: Abends 8 Uhr:„ Das Land be Der goldene Cylinder. der Fiorde". Operntelephon. Invalidenstraße 57/62. Täglich Abends von 5-10 Uhr: Stern warte. Neichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. # Feen Palast. Spezialitäten: Vor: stellung. Passage Panoptikum. Speziali S täten- Borstellung. Schiller Theater ( Wallner Theater). Mittwoch 8 Uhr: Verbotene Früchte. Borher: Die Neuvermählten. Donnerstag 8 Uhr: Verbotene Früchte. ( Novität!) = Voltsstück mit Gesang in 4 Atten nach einem vorhandenen Stoffe für die Bühne des Luisen Theaters frei bearbeitet von Richard Brodet. Musik von Friz Krause. Donnerstag: Der Hüttenbesitzer. Freitag: Der goldene Cylinder. Sonnabend Nachmittag 3 Uhr: Schüler: Vorstellung Wilhelm Tell.lbene Abends 8 Uhr: Der goldene Cylinder. Metropol- Theater. Behrenstr. 55/57. Dir. Rich. Schultz. Mittwoch: Die kleinen Michu's. Operette in 3 Aften v. André Messager. Hierauf: Die Engelsjäger. Borger: Die Neuvermählten. Tanzpoëm in 14 Bildern von H. Regel Freitag 8 Uhr: Das vierte Gebot. Central Theater Direktion: José Ferenczy. Die Puppe( La Poupée) Operette in 3 Atten und einem Vorspiel bon Sturgeß und Ordonneau. Musik von Ed. Audran. Morgen und folgende Tage: Die Puppe( La Poupée). Sonntag Nachm. zu halben Preisen: Der Obersteiger. Ditend- Carl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterstraße 132. Nur noch 2 Aufführungen! und J. Bayer. Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72/73. Gastspiel Emil Thomas Vorletzte Woche! Soziale Rechtspflege. " Briefkasten der Redaktion. AltM. T. 10. Läßt sich alles ohne, die Brandenburger Zeitung. Engagement für eine bestimmte Arbeit. Gegen eine LohnM. H. 100. Man kann sich nach vollendetem 17. Jahre zum frei entschädigungsklage des Dachdeckers G. wandte der Dachdeckermeister willigen Eintritt in die Marine melden. Die Meldung geschieht beim VorSchiefe ein, der Kläger ſei nur für einen bestimmten Bau engagirt forderlich sind. Das geringste Maß der Körpergröße ist 1,54 meter. sizenden der Erfaz- Kommission. Dort erfährt man, welche Zeugnisse er worden und habe deshalb nicht weiter beschäftigt werden brauchen. Ein Zeuge sagte im Sinne dieser Behauptung aus und fügte nach Ausdruck Philosophie der Schmach" mißverstanden? Haben Sie wirklich S. in Stuttgart. Aber, verehrter Genosse, haben Sie wirklich den hinzu, der Beklagte habe es lediglich als möglich hingestellt, daß nicht gemerkt, daß er ironisch zu verstehen ist, aus der Anschauung unserer Arbeit auf dem fraglichen Bau noch garnicht fertig sei. Die Verhandlung Warthau. Sie sind mit Ihrer Ansicht im Unrecht. andere Arbeiten dazutämen. Der Kläger machte dann geltend, daß die heutigen liberalen Frömmler heraus? A. H. 3b. Nein. G. M. Nein.- Partei. 5 Jahre. ergab, daß die Fertigstellung aus äußeren Gründen bisher nicht möglich würden Ihnen entschieden abrathen, etwas zu thun, Sie machen sich nur Bettführ. Wir war. Die Kammer III des Gewerbegerichts wies den Kläger mit ungelegenheiten und Kosten, da dem Betreffenden der Schutz des§ 193 unter folgender Begründung ab: Es sei erwiesen, daß G. nur für einen allen Umständen zur Seite steht. bestimmten Bau engagirt worden sei. In einem solchen Falle sei Kenntniß der Statuten nicht beantworten. mit der betreffenden Arbeit das Arbeitsverhältniß zu Ende. Hieran 1. Reichs- Patentamt Berlin. 2. Läßt sich vorher gar nicht sagen. 3. Nein. ändere es nichts, wenn die Arbeit nicht fortgehen könnte. Wenn Dafür giebt es nur Patentanwälte, die hohe Gebühren fordern. indessen die Vollendung der Arbeit möglich werde, dann sei der Ja, 5. 20. B. 1. Dagegen können Sie mit Erfolg nicht anfämpfen. 5. P. Kläger damit zu betrauen. Geschehe dies dann nicht, so entstehe. D. 17. Richten Sie Antrag dorthin, daß Sie dazu nicht im Stande sind. 1. Nein. 2. Nein. F. K. 50. Beschwerde an das Polizeipräsidium. nunmehr ein Anspruch des Klägers auf Schadenersatz. Forderung des Klägers auf Bezahlung von drei Wochenfahrkarten Bezirksphysitus Schulz am Tempelhofer Ufer 29; Frauen aus dem ReF. S. Um in Berlin Hebamme zu werden, meldet man sich beim wurde ebenfalls abgewiesen. gierungsbezirk Potsdam melden sich bei ihrem Kreisphysikus. Diese erste Meldung geschieht zum Zwecke der Vorprüfung und Untersuchung. Hierauf haben die Frauen beim Polizeipräsidenten und die aus dem Regierungsbezirk Potsdam beim Regierungspräsidenten ein Gesuch um Zulassung zur Ausbildung einzureichen. Sodann erhalten Sie Bescheid, ob sie angenommen find oder nicht, und werden im ersteren Falle zu dem Kursus einberufen, der jährlich vomt 1. Oktober bis 31. März in der Charitee abgehalten wird. wohnen. Die Kosten für Ausbildung, Wohnung, Verpflegung und Instru Während der Zeit ihrer Ausbildung müssen die Frauen in der Charitee mente stellen sich auf etwa 300 M. Frauen im Alter von über 30 Jahren werden in Preußen zur Ausbildung nicht zugelassen. Eingegangene Druckschriften. Eine Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, Diet' Verlag) ist soeben das 24. Heft des 17. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Reichstag und Rechtsprechung. Boltsbibliotheken. Von Giovanni Lerda. Eine praktische Frage. Der Kampf gegen das Halbzeit System in der englischen Textilindustrie. Von Eduard Bernstein. der österreichischen Personal- Einkommensteuer. Von Friz Winter.- Notizen: Soziale Momente in Gefolge des Todes. Von R. Bommelt. Englands Außenhandel in den Jahren 1897 und 1898. 897 und Feuilleton: Im SL asisdoeldout Oldenburgische sa นิ ว ไล ด้วย) ท่วม Hochseefischerei- Gesellschaft Verkaufsstellen: 1. Potsdamerstrasse 33, Ecke Lützowstrasse. Telephon Amt IX. 7532. 2. Zimmerstrasse 19, Ecke Friedrichstrasse. Telephon Amt Ia, 5608. 3. An der Stadtbahn, Bogen 73, bei d. Stral. Brücke. Telephon Amt VII, 2269. 1192201 4. Ritterstrasse 4-5, beim Louisen- Ufer. Telephon Amt IV, 2941. 5. Thurmstrasse 34, Moabit. Telephon Amt II, 2903. 6. 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