Mr. 58. Abonnements- Bedingungen: th Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 fg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. SonntagsNummer mit illuftrirter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- BettungsPreisliste für 1899 unter Mr. 7820. michal God dit so Spa16. Jahrg. Vorwärts Unter Kreuzband für Deutschland und a Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. 2 Berliner Volksblatt. 1100 Die Insertions Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel geile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pig. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Hmt I, nr. 1508. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die neuen Abänderungsvorschläge zur Gewerbe- Ordnung sind nunmehr dem Reichstage zugegangen. Wir haben den Inhalt nach den offiziösen Quellen schon im Allgemeinen mitgetheilt. Neben einigen hier unwesentlichen Bestimmungen sind es drei wichtige Materien, deren Regelung im Sinne der Beseitigung oder Abschwächung schreiender Mißstände durch die Vorlage versucht wird. Es sollen die bei dem Gewerbebetriebe der Stellenvermittler hervorgetretenen Mißstände beseitigt werden, es wird der Versuch gemacht, den Konfektionsarbeitern und Arbeitern, in deren Beruf ähnliche Erscheinungen zu Tage getreten sind, einigen Schuh gegen übermäßige Ausbeutung zu gewähren und es werden endlich Borschläge gemacht, die den Anfang einer Regelung der Arbeitsberhältnisse der Handelsarbeiter darstellen. Donnerstag, den 9. März 1899. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3 10 Stunden" vor. Also der gefeßliche 14 stündige den Erdiplomaten Grafen zu Limburg- Stirum und den DraufDie Novelle zur Gewerbe- Ordnung. arbeitstag! Bunderbare Sozialreform! Nicht länger wie gänger von Buttkamer Blauth, dessen Name ſchon ſagt, 14 Stunden täglich dürfen die Handelsunternehmer ihre Angestellten weß Geistes Kind er ist. Jeder wußte den anderen in der ausbeuten. Verherrlichung der Reaktion zu überbieten. Während Freiherr Allerdings wird noch eine angemessene" Mittagspause vor v. 8edlig, der sich schon als preußischer Minister zu fühlen geschrieben, die für solche Arbeiter, welche nicht vom Prinzipal be- fcheint, mit einer vornehmen Handbewegung den Abg. Mundel abföftigt werden, mindestens eine Stunde betragen muß, so daß für zufertigen suchte, hielt es Graf zu Limburg- Stirum schon diesen Theil der betreffenden Arbeiter nur 13 Stunden heraus- nicht mehr unter seiner Würde, dem freisinnigen Redner sachlich zu kommen. Dennoch bleibt das eine ärmliche Reform. erwidern. Seine Freunde staunten ob der Weisheit, die dem gräfIst doch bei den Untersuchungen der Reichskommission für lichen Munde entströmte. Einen so schönen Geschichtsvortrag haben Arbeiterstatistit, auf deren Ergebnisse die Begründung des Entwurfs die Herren lange nicht gehört, und unsere Historiker, die die Rede verweist, von den Interessenten sehr energisch betont worden, des Grafen Limburg lesen, werden beschämt eingestehen müssen, daß daß die übermäßig lange Arbeitszeit die geistige Fort ihnen die geschichtlichen Quellen, aus denen der Graf seine Weisheit bildung des Handlungsgehilfen verhindert, daß infolge dessen die schöpft, völlig unbekannt sind. Wie kann man aber auch nur in so Leistungsfähigkeit des kaufmännischen Standes zurückgehe, und ein vorfintfluthlichen Anschauungen befangen sein, daß man glaubt, vom kaiserlichen Gesundheitsamte erstattetes Gutachten, auf das sich Deutschland habe 1848 feine Revolution gehabt? Nein, es war nur Für das Gewerbe der Stellenvermittler wird die Konzessionspflicht die Begründung beruft, bezeichnet eine Arbeitszeit von 16 Stunden, eine ganz gewöhnliche Revolte, wie sie tagtäglich vorkommen. Wie eingeführt und sie werden angehalten, polizeilich bescheinigte Gebühren wie sie häufig vorkommt, selbst dann als gesundheitsschädlich, wenn fann man glauben, daß König Friedrich Wilhelm IV. getagen auszuhängen, an die sie dann gebunden sind. Was diese Vor- die Angestellten sich überall in Räumen bewegten, die in gesundheit zwungen wurde, vor den Todten den Helm abzunehmen? Bou schriften erreichen sollen, wem sie dienen sollen, das muß man aus licher Beziehung zu keinerlei Bedenken Anlaß bieten." Zwang fann gar keine Rede sein, aus freien Stüden entblößte der der Begründung zu erfahren suchen. Da wird nun allerdings davon Da aber die Verkaufsräume vielfach, wie gleichfalls festgestellt König das Haupt, als ein Zeichen feiner edlen Gesinnung und als geredet, daß die meisten dieser Vermittler, in ganz besonderem Maße wurde, zu solchen Bedenken Anlaß geben, so muß auch eine Ausdruck des Wunsches, mit seinen getreuen Unterthanen in Frieden Sie Theateragenten, unverhältnißmäßig hohe Gebühren erheben; wir Arbeitszeit von 14 oder 13 Stunden selbst vom Stand zu leben. Wie kann man nur annehmen, daß der König Gegner vermögen jedoch nicht einzusehen, daß die Vorschrift des Aus- punkte der Verfasser des Entwurfs als gesundheitsschädlich eines konstitutionellen Staates war? Er hat ja aus freiem Erhängens der Gebühren daran bessern soll. In Sachsen angesehen werden. Wir halten sie übrigens unter allen Umständen messen dem Volke die Verfassung gegeben. Herr Graf zu Limburgbesteht, wenn nicht die Vorschrift, was wir im Augenblicke auf die Dauer für gesundheitsschädli wird sich der Handlungsgehilfe daß die Armee das Deutſche Reich geschaffen hat. Wer andere the Stirum hat es gesagt, und der muß es wissen. Er weiß ja auch, nicht genau wissen, so doch die Gepflogenheit, solche Auch bei zehnstündiger Ruhezeit AnTagen auszuhängen. Trotzdem find die Gebühren dort nicht nie- nicht weiter ausbilden können, denn 8 Stunden braucht er zum Schlafen, sichten vorträgt, der fälscht die Geschichte, d. h. er lehrt die Geschichte driger wie anderswo. Der Stellenvermittler hat es nach wie vor mindestens eine Stunde zum Essen Früh und Abends und die letzte nicht so, wie sie sich nach dem Wunsche der Junker hätte zutragen in der Hand, ganz ungehindert selbständig seine Taren zu bestimmen Stunde geht wohl meist für den Weg von und zur Arbeit drauf. Wo sollen. und die ungebührliche Ausbeutung der Stellesuchenden bleibt nach bleibt da die Zeit für geistige Ausbildung, wo die Zeit, sich der Familie Hatte Graf Limburg wenigstens den guten Ton zu wahren vers wie vor bestehen. Sie kann eher durch die Einführung der Kon- zu widmen! Beruft sich doch der Entwurf auch auf die Forderung standen, so warf der dritte konservative Redner, v. Puttkamer mit Schimpfworten um geffionspflicht, gegen die wir übrigens an fich garnichts einzuwenden des Familienlebens. Nichts beweist wohl flarer, durch wen getreu seinen Familientraditionen haben, noch verschärft werden infolge der Einschränkung der Kon- die uns nachgesagte Zerstörung des Familienlebens in Wirklichkeit sich, wodurch er sich eine Rüge des Vizepräsidenten Frhrn. v. Heere kurrenz, die damit leicht verbunden sein könnte. und zwar sehr gründlich besorgt wird, als wie die Thatsache, daß man zuzog. Sachlich brachte er noch größere Gemeinpläge als Graf Im Uebrigen gewinnt man aus der Begründung den Eindruck, ein Gesetz gemacht werden soll, durch welches den Arbeitern ein Limburg vor. daß eher den Interessen der sogenannten Herrschaft- namentlich der 14 stündiger Arbeitstag garantirt wird. Bezeichnend war das Verhalten des Zentrums und der Nationalagrarischen Junterherrschaft gedient werden soll durch die Kon- Das Gesez läßt auch die Anordnung einer bestimmten Laden- liberalen, die der Tapferkeit besseren Theil erwählten und sich auszeffionspflicht. Es wird nämlich den Landes- Bentralbehörden ganz schlußzeit durch die Verwaltungsbehörde zu, falls es von zwei schwiegen. War es wirklich nur die Rücksicht auf die Geschäftslage allgemein das unbeschränkte Recht gewährt, über den Umfang der Dritteln der betheiligten Geschäftsinhaber beantragt wird. Von des Hauses, die diese Parteien bewog, der Debatte auszuweichen, Befugnisse und Verpflichtungen sowie über den Geschäftsbetrieb einem Antragsrecht der Angestellten ist keine Rede! Und auch oder war es nicht vielmehr die Furcht, offen Farbe zu bekennen und der... Gesindevermiether, Stellenvermittler... Bestimmungen zu hier wird an der höchstens zehnstündigen Ruhezeit festgehalten. Dann dadurch nach der einen oder anderen Seite hin Farbe zu bekennen? treffen". Und in der Begründung wird dann davon gesprochen, wird den Polizeibehörden die Befugniß gewährt, die im Handels- Auch noch in anderer Hinsicht ist die heutige Debatte charakte daß danach die Landesbehörden je nach den lokalen Bedürfnissen gesetze vorgesehenen Vorschriften über die Beschaffenheit der Verkaufs- ristisch. Bekanntlich ist der Berliner Magistrat im Begriff, eine stellen und Geräthschaften hinsichtlich des Schutzes der Gesundheit richterliche Entscheidung in der Friedhofsfrage herbeizuführen. Die Das Verbot der Verdingung von Personen, welche bereits im und Sittlichkeit der Arbeiter zu erzwingen, eine Befugniß, die im selben Parteien, die, wenn im Reichstage Kritik an dem Urtheil Gesindedienste gestanden haben, ohne Vorlegung eines rechtsgiltigen Handelsgefeße nicht besteht. Die gewünschten faufmännischen Schieds- eines Gerichts geübt wird, so thun, als ob dadurch die Grundlage Kündigungs- oder Entlassungsscheins; ebenso die allgemeine Ver- gerichte bringt die Vorlage nicht. des Staates erschüttert werde, scheuen nicht davor zurück, pflichtung der Stellenvermittler zur Einziehung sorgfältiger Erkundi- Sie trägt den Stempel aller unserer modernen Sozialreformen: Tribüne des Abgeordnetenhauses zu benutzen, um die Gerichte angungen darüber, ob die von ihnen anzuwerbenden Personeu teine Kleine ungenügende Polizeimaßregeln, bei denen auf die Interessen zufeuern, im Sinne der Junker ihr Urtheil zu fällen. Allerdings im anderweitigen kontraktlichen oder sonstigen Verpflichtungen haben, die der Unternehmer die zarteste Rücksicht genommen wird, nichts Ernst- Reichstage sind es die Sozialdemokraten, die sich unterstehen, ein sie an dem Eingehen eines neuen Arbeitsverhältnisses hindern. Auch liches, nichts Durchgreifendes, und dahinter Tauert das Zuchthaus richterlich Urtheil zu fritisiren, im Landtage find es die Junker, die die Verleitung zum Kontraktbruch, die übrigens in der Regel einen für die Arbeiter, die sich durch eigene Kraft bessere Arbeits- die Richter zu beeinflussen suchen, und die Junker, die Herren im ausreichenden Grund zur Konzessionsentziehung bieten dürfte, würde bedingungen schaffen wollen. Staate, dürfen sich unter dem Schuße der parlamentarischen Rededort, wo die thatsächlichen Verhältnisse ein Bedürfniß dazu erkennen freiheit und mit hoher obrigkeitlicher Genehmigung der Regierung alles erlauben. anordnen können:... " laffen, unter Strafe gestellt werden können." Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, daß den Wünschen und Interessen der Junker sehr viel gedient werden soll und kann durch diese Vorschriften. Den Stellesuchenden dürften sie wenig nügen. Politische Weberlicht. Berlin, den 8. März. Es war Unter Dach und Fach. die Eine Märzfeier im Innkerparlament. Noch vor wenigen Tagen suchten die Zentrumsblätter den Schein Es wird dann ein neuer§ 114a und ein ebensolcher§ 137a vor- Ganz unerwartet entwickelte sich heute im preußischen Landtage zu erwecken, als ob ein weiteres Entgegenkommen ihrer Partei zu den Militärforderungen der Regierung ausgeschlossen sei. geschlagen. Der erste bestimmt, daß der Bundesrath für die Kleider- eine Debatte über die Märzrevolution des Jahres 1848. und Wäschekonfektion, sowie für andere Gewerbe, in denen die Un- eine etwas verfrühte Märzfeier der Junker, äußerlich ähnlich der Die Berathung der Zentrumspartei am Dienstag Abend hat BeKlarheit der Arbeitsbedingungen zu Mißständen geführt hat, Lohn- denkwürdigen Verhandlungen des Reichstages vom 18. März vorigen schlüsse herbeigeführt, durch die das Zentrum auch beinahe den legten Rest der Abstreichungen von der Regierungsvorlage, zu denen bücher oder Arbeitszettel vorschreiben" kann, in die Umfang und Art Jahres, aber auch nur äußerlich. Denn wenn man einen Vergleich es sich bei der ersten Lesung in der Kommission aufgeschwungen der übertragenen Arbeit, die Stückzahl, Lohnfäße und die Bedingungen zieht zwischen den Reden, die vor einem Jahre im Reichstage ge- hatte, preisgab. Und bei der zweiten Lesung der Budgettommiffion für die Lieferung von Werkzeugen und Stoffen vor oder bei Ueber- halten wurden und den Reden, die sich heute die Landrathskammer am Mittwoch Nachmittag wurde der Kompromiß zwischen Regierung gabe der Arbeit einzutragen sind. leistete, so fällt dieser Vergleich sehr zu Ungunsten der preußischen und Zentrum endgiltig besiegelt. Es kann zugegeben werden, daß diese Vorschriften, bei denen Volksvertretung aus. Kein Wunder! Im Reichstage war es unser Natürlich ging es hierbei nicht ohne die übliche Kleine Komödie übrigens einem Mißbrauche der Bettel oder Bücher zur Kennzeich- Genosse Bebel, der die Diskussion eröffnete und durch die schonungs- ab. Herr Lieber, der militaristische Führer des Zentrums, verlas nung mißliebiger Arbeiter durch Verbote und Strafbestimmungen lose Kritit, die er an dem Gebahren des Junkerthums aus eine feierliche Erklärung, daß von einem zwischen der Regierung und vorgebeugt ist, zur Beseitigung der kleineren Betrügereien der Arbeiter übte, alle Parteien zwang, offen für oder gegen die dem Zentrum abgeschlossenen Komgromiß keine Rede sei. Und sodurch willkürliche Abzüge nach Fertigstellung der Arbeit, wie sie von Helden von 1848 Stellung zu nehmen. Im Abgeordneten fort erhob sich der Herr Kriegsminister, um die Richtigkeit der schäbigen Unternehmern in diesen und ähnlichen Berufen leider nur hause eröffnete der Freifinnige Mundel den Reigen, gewiß zu häufig geübt werden, wirksam sein mögen und daß sie wirklich ein gewandter Dialettifer und geistreicher Kopf, dem aber das Feuer Lieber'schen Erklärung zu bestätigen. Zugleich aber erkannte Herr nüglich sind. der Begeisterung fehlt, das nöthig ist, um die Debatte auf eine b. Goßler gern das Entgegentommen der ZentrumsDer§ 187a will bann verhindern, daß die für Arbeiterinnen solche Höhe zu bringen, wie sie der Bedeutung der Sache entspricht. partei an. Es ist also festgestellt: Nicht ein Kompromiß hat stattund jugendliche Arbeiter bestehenden Arbeitszeitbeschränkungen das Anlaß zu der Debatte gab die Berathung des Etats der Bau- gefunden, sondern ein Entgegenkommen. Das Entgegenkommen be= durch umgangen werden, daß fie nach Feierabend zu Hause für verwaltung, bei welcher Gelegenheit Abg. Mundel die Frage der deutet aber die Erfüllung aller der Regierungsforderungen, welche als Inhalt des Kompromisses bezeichnet worden waren. den Unternehmer arbeiten. Er giebt deshalb dem Bundesrathe die Umfriedung des Friedhofs der Märzgefallenen zur Sprache brachte. Das Zentrum hat sich bereit erklärt, nicht nur die gesammten Befugniß, für die Kleider- und Wäschekonfektion, wie auch Eigentlich hat ja die ganze Angelegenheit, streng genommen, mit Artillerieforderungen, sondern auch die bedeutende Vermehrung der für andere Gewerbe ein dahingehendes Verbot zu erlassen. dem Etat der Bauverwaltung nichts zu thun. Es ist ein offenes Kavallerie zu bewilligen. Lediglich die Infanterieforderung der ReDie Vorschriften dieses Paragraphen find leider sehr un- Geheimniß, daß die Verweigerung zur Bauerlaubniß nicht aus bau- gierung ist nicht erfüllt worden. In erster Lesung bewilligte das bestimmt und dehnbar. Es darf nämlich das Zuhausearbeiten polizeilichen, sondern aus politischen Gründen erfolgt ist. nicht unter allen Umständen gänzlich verboten werden. Wenn die Verantwortlich ist also nicht Minister für öffent- 8entrum die Artillerievermehrung, lehnte Stavallerie- und Infanterievermehrung ab. In zweiter Lesung bewilligte es die Kavallerie. Arbeiter in der Betriebswerkstätte türzere Zeit als wie gefeßlich zu- liche Arbeiten, Herr Herr Thielen, sondern der Minister des lässig beschäftigt sind, dann darf ihnen soviel Arbeit mitgegeben Innern, Freiherr v. b. Rede, oder, wenn dieser zu schwach Bielleicht wird es bis zur endgiltigen Erledigung der Frage auch zulässigen Arbeitszeit herstellen können. Daß diese ganz überflüssige auch noch diese Verantwortung auf sich zu laden, der Minister- gierung gefordert hat. Es bewilligt eine Erhöhung der Friedenswerden, als wie sie voraussichtlich bis zur Erfüllung der gefeßlich ist, zu den vielen politischen Sünden, die er zu verantworten hat, noch die Infanterie bewilligen. Das Zentrum bewilligt alle Neuformationen, welche die ReAusnahme der Umgehung Thür und Thor öffnet, ist zweifellos, präsident Fürst zu Hohenlohe beziehungsweise dessen Stellverweil sie auf dehnbare Annahmen und Schäßungen gestügt ist. Sie wird treter Johannes v. Miquel Aber feiner von diesen großen Aber keiner von diesen großen präsenzstärke um 16 271 Mann. auch im Allgemeinen meist nur auf dem Papier stehen, so lange nicht eine Staatsmännern war am Ministertisch zu erblicken, obwohl es allgemein wirksame Ueberwachung durch Ausdehnung der Gewerbe- Aufsicht auf bekannt war, daß Mundel die hochpolitische Frage anschneiden würde, die Hausarbeit dazukommt, und vor allen Dingen starke Gewerk- und so sah sich denn Herr Thielen, der wohl im Stande ist, über schaften, die selbst für Beobachtung bestehender Gesetzesvorschriften rein technische Fragen feines Refforts Austunft zu geben, der aber forgen können. Ss din seinem Leben noch keine politische Rede gehalten hat, plöglich in Und das ist das Wichtigere, ja überhaupt das Wichtigste: man die Lage versezt, in hoher Politit zu machen. Und er unterzog sich gebe das Koalitionsrecht frei, man beseitige die gefeßlichen Feffeln feiner Aufgabe so gut oder besser gesagt, so schlecht es ging, indem des Koalitionsrechtes und verhindere die fleinlichen Chifanirungen er namens der Staatsregierung die Ausführungen des Abg. Mundel Koalitionen und der ihr Koalitionsrecht ausübenden auf das entschiedenste zurückwies, da dieser die Revolution oder die sprechen, am Persischen Meerbusen eine Niederlassung Arbeiter; damit allein treibt man ernsthafte Sozialreform. Kleine Empörung oder wie man es sonst nennen will, verherrlicht und eine Rede Polizeivorschriften zum Schuße der Arbeiter, gehalten habe, wie sie seit Jahren im Hause noch nicht gehört sei. noch dazu mit meist ungenügender Ausführung, Stürmischer Beifall auf der Rechten belohnte den Minister und Herr auf der einen Seite, und der Zuchthauskurs auf Thielen zog sich in dem Bewußtsein, daß er von heute ab von den der anderen Seite, das ist nur ein Zerrbild wirt- Juntern als ein hochbegabter Politiker gepriesen werden wird, von licher Sozialreform. dem Kampfplatz zurüd, um siegesfroh dem sich zwischen der Rechten Für die Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter in offenen Verlaufs- und der Zinken entspinnenden Scharmüßel weiter, zuzuschauen. stellen" schreibt ein neuer§ 139 c nach der Beendigung der täg- Ihre hervorragendsten" Kämpen schickten die Junter ins Feld, lichen Arbeitszeit eine ununterbrochene Ruhezeit von mindestens den für große Thaten in Aussicht genommenen Frhrn. v. 8 edliz, der " der 4 Das Zentrum als Parlamentspartei steckt bis an den Hals im Sumpf des Militarismus. Die Wähler des Zentrums, namentlich die Arbeiter Rheinlands, Westfalens und Schlesiens, sie werden der Partei nicht auf Wegen nachfolgen, wo Wohlfahrt und Freiheit des Grunde gehen. Volkes zu End ji Glad buy and Ein neues Faschoda. 9 396 dit Vor einigen Tagen machte der Versuch Frankreichs von sich zu erwerben. Es war mit dem Sultan von Mastat auch bereits ein Vertrag geschlossen worden. Aber das Erscheinen eines englischen Kriegsschiffes und die Drohung seines Kommandanten, das Bombardement zu eröffnen, wenn der Vertrag nicht aufgegeben werde, machte der Herrlichkeit bald ein Ende. Merkwürdig ist, wie verschieden die Angelegenheit von den französischen und den englischen Behörden aufgefaßt und dargestellt wird. Der französische Minister des Aeußern, Delcassé, machte am Montag in der französischen Deputirtenkammer Mittheilungen über die Vorgänge, und nach seinen seiner langjährigen Bemühungen so gänzlich fehlschlagen. Schon| Deutschen Kolonial- Gesellschaft entworfenen und vorgeschriebenen Ausführungen konnte angenommen werden, Frankreich habe in vor einigen Tagen berichteten wir von Metalldiebstählen und Vertrages abgeschlossen wird, zu produziren und einer scharfen Kritik Maskat einen Steg errungen, es sei mir die Gleichstellung Frant- Verhaftungen auf den Stumm'ichen Werfen. Nunmehr ist es zu unterziehen. Der Vertrag werde mit Recht als Sklavereireichs mit England auf Grund des Vertrages vom Jahre 1862 und in Neunkirchen noch zu einer Verhaftung gefommen. Ein auf vertrag bezeichnet und das Reich übernehme eine Verantwortung, die Erlaubniß der Anlegung einiger Kohlenschuppen an einem Küsten- der Hütte beschäftigter Arbeiter aus Ottweiler wurde, der die es gar nicht tragen könne. Merkwürdigerweise war der Vertrag puntte verlangt worden, und England habe diesem Verlangen zu- Rhein- Westf. Zeitung" zufolge, von der Polizei von seiner nicht einmal der Kolonialverwaltung bekannt, denn der Kolonialgestimmt. Das an den Sultan von Mastat gestellte Ultimatum, die Arbeitsstelle aus abgeführt. Ueber den Verlauf der Unter- direttor Herr v. Buchka mußte sich Bebel's VertragsDrohung mit dem Bombardement, sei eine eigenmächtige Handlung suchung wird Stillschweigen beobachtet, doch verlautet, daß das formular zur Kenntnißnahme aus bitten. Die Wirkung des englischen Agenten in Buschir gewesen, worüber die britische auf der Hütte entwendete Metall auch zur Falschmünzeret benußt der Bebel'schen Kritit war, daß von den verschiedensten Seiten aus Negierung ihr aufrichtiges Bedauern ausgesprochen habe. worden sei. In Ottweiler haben in der Angelegenheit ebenfalls der Kommission Bedenken gegen die Forderung erhoben wurden, was Nun aber hat der englische Parlamentssekretär des Aeußern, umfassende polizeiliche Verhöre stattgefunden. Herrn b. Buchka veranlaßte, die Forderung Brodrick, im Unterhaus eine Erflärung abgegeben, die den amtlichen Oh! Oh! Oh! Sind das die Folgen der mild- patriarchalischen zurückzuziehen. Hierzu hatte Herr v. Buchta allerdings kein französischen Mittheilungen zum Theil dirett gegenüber steht. Mitte Arbeiter- Erziehungsmethode? Hat König Stumm darum Frömmig- Recht, denn es handelt sich um eine Vorlage der verbündeten ReMärz vorigen Jahres, so heißt es nach der englischen Lesart, feit gepredigt, hat er deswegen die Lettüre der Arbeiter überwacht, gierungen. erlangte der französische Agent vom Sultan von Maskat die deswegen die fozialdemokratische Aufhebung" ferngehalten? Herr Dies wird denn auch dem Kolonialdirektor nachträglich einBachtung oder Konzeffion eines Stück Landes, bas als Kohlen- von Stummt war seinen Arbeitern Vater und Mutter zugleich, und gefallen sein, denn Herr v. Buchka erklärte später, daß er zur ZurückStation benutzt werden sollte. Auf dem so abgetretenen Land- nun stehlen ihm mißrathene Böglinge dieser Erziehungsmethode ziehung der Position von 25 000 m. nicht berechtigt sei, worauf diestücke, das das in einem kleinen Hafen in einiger Entfernung Metall und betreiben damit in ihren Mußestunden Falschmünzerei. felbe von der Kommission einstimmig abgelehnt wurde. bon Maskat liegt, wollte die französische Regierung das Recht zum Den fozialdemokratischen Lehren hat König Stumm Man sieht, mit wie mangelhafter Begründung den deutschen SteuerHissen der französischen Flagge und zur Er einen solchen Erfolg noch nicht nachweisen können. Davon wurde zahlern hohe Summen abgefordert werden. richtung von Befestigungen haben. Der englische Agent die patriarchalische Methode gekrönt. Eine Südnordbahn durch Afrika, vom Kap bis Alexandrien, erhielt von diesen Vorgängen in diesem Diese Bahn müßte Auf Du und Du. Zwischen dem Kaiser und einigen seiner ist bekanntlich eine englische Lieblingsidee. bell waren, Jahre Kenntniß; fobald sie aber bekannt Baladine soll ein sehr vertrauliches Verhältniß bestehen. Die Deutschafrita an seiner Westgrenze durchziehen. Es verlautet Stegierung, daß sie im Widerspruche ſtänden zu dem Vertrage Frankf. 3tg." erzählt, Admiral v. Knorr gehöre zu den hohen jetzt, daß Cecil Rhodes um Bewilligung dieses Projektes bei von 1862 und zu den besonderen Verpflichtungen des Sultans Funktionären, die der Kaiser beim Vornamen zu nennen der deutschen Regierung eingekommen sei. Die deutsche Regierung gegenüber England in Bezug auf Abtretung oder Entaußerung irgend irgend ein Theiles feines Landbefizes.. pflegt." Eduard" rebet er ihn an, und wenn wir nicht irren, will aber das englische Projekt nur unter besonderen Garantien ge= Der buzt er ihn auch. Es giebt auch einen Minister, der gleichzeitig nehmigen und auch nur dann, wenn sich das von deutschen JuterSultan wurde aufgefordert, den Pachtvertrag wieder auf Staatssekretär ist, den der Kaiser vertraulich auch beim Vornamen effenten aufgestellte Projekt nicht verwirklichen sollte: Eisenbahn zuheben, was er auch gethan hat. Das Vorgehen unseres Agenten nennt." Letzteres ist, wie man in parlamentarischen Kreisen wissen von Dar- es- Salaam nach Udjidji am Taganjikafee, mit zwei Zweigift von uns nicht gemißbilligt worden, sondern gemäß unserer will, der Staatssekretär des Auswärtigen Bernhard v. Bülow. bahnen, die nördliche Zweigbahn von Tabora zum Victoriaſee, die Instruktionen geschehen. Was die Bedrohung mit einem Bombardement betrifft, so ist es flar, daß, wenn auch Lord Salisbury, wie er dem wir nicht. Ob es sich hier um ein Gegenseitigkeitsverhältniß handelt, wissen südliche von Tabora zum Anschluß mit der englischen Südbahn. französischen Botschafter mittheilte, eine weniger öffentliche Art der Es scheint, daß die Interessenten der deutschen Bahnbauten in Handlungsweise vorgezogen haben würde, unsern Agenten dort kein Die Angestellten von 25 Privat Postanstalten haben dem Ostafrika die Nachricht von den Bemühungen des Cecil Rhodes in Tadel trifft, da er nicht in der Lage war, zwischen der Verantwort Reichstage eine Petition zugehen lassen, in der sie fordern, daß den- die Welt gesezt hätten, um ihre eigenen Pläne zu fördern. lichkeit des französischen Agenten und des Sultans jenigen Angestellten, welche beim Inkrafttreten des neuen Postgesezes Der Afrikareisende G A. Krause erklärt im„ Berl. Tagebl." Mastat einerseits und derjenigen der französischen Regierung ander nicht in den Dienst der Reichspoft übertreten, eine höhere Ent- die Behauptung des Kolonialdirektors v. Buchfa, Krause habe selbst feits zu unterscheiden. Wir sind der Meinung, daß die Handlungsschädigung gezahlt werde, als sie in dem betreffenden Gefeßentwurf Slavenhandel getrieben, für unrichtig. weife unseres Agenten im Wesentlichen eine völlig forrette war. normirt ist. Sie schlagen vor, die Entschädigungssumme wie folgt festzusetzen: von 3 Monaten bis 1 Jahr bon Durch diese Erklärungen wird die scheinbare Nachgiebigkeit EngTands einfach in eine Niederlage Frankreichs verwandelt. Es ist nicht anzunehmen, daß die französische Regierung nach dieser von der ihrigen sehr abweichenden Darstellung die Angelegenheit begraben sein läßt. Und wenn es erst schien, daß der Zwischenfall in Güte aus der Welt geschafft sei, so nuß man jetzt doch annehmen, daß die französische Nation amt Persischen Meerbusen noch weiter Gegenstand der Reibung zwischen Frankreich und England sein wird. Der Militarismus auf der Anklagebank. Der Militarismus ist unfehlbar. Parlamentarische Kritik ist Umsturz, Landesverrath, Gottes- und Majestätsbeleidigung. Aber wehe, wenn der Militarismus im Kriege besiegt worden ist, dann fällt die Kritik wie ein Raubthier über ihn her, dann ist die offene Aussprache höchster Patriotismus, dann hallt es von Flüchen und Verwünschungen, dann ist ein General fein Dreiviertelgott mehr, sondern ein Verbrecher. " 1/4, # mehr als 1 Jahr bis 3 Jahr 1/2, 3 5 . 1, # " " " " " 5 7 7 1/2, " " " 10 " das Doppelte Den Oftelbiern ins Stammbuch. Bei Gelegenheit der Anträge Gamp und Szmula über die „ Lentenoth", ihre Ursachen und ihre Verhütungsmittel, hielt, wie bekannt, auch der Finanzminister Miquel eine große Nede, in der er bedauerte, daß die Beschäftigung der großstädtischen jungen Mädchen im Haus oder Gesindedienste auf so große Schwierigdes zuletzt" bezogenen Jahreseinkommens. Die Betenten fordern feiten stoße. Hat der Finanzminister im Stillen die Absicht, alle ferner, daß ihnen die zuerkannte Entschädigung in einer Summe jungen Mädchen von 14-16 Jahren der Städte aufs Land zu und nicht in Theilzahlungen ausgezahlt werde. Außerdem wird geschicken, um so der„ Leutenoth" abzuhelfen? Wenn ja, dann fordert, daß den in den Reichsdienst übernommenen Angestellten ber empfehlen wir ihm das Studium eines Artikels der Grenzboten", Privatposten die bei den letteren zurückgelegte Dienstzeit voll an der sich über die wahren Ursachen der Landfluchi u. a. wie gerechnet werde und daß diejenigen, welche von der Reichsbehörde folgt ausläßt: nach einer Probezeit von sechs Monaten als nicht für den Reichsdienst leber die unverantwortliche Verwahrlosung der jugendlichen tauglich entlassen werden, ebenfalls noch die volle Entschädigung Arbeiter in der oft elbischen Landwirthschaft hat Herr erhalten. v. Miquel fein Wort gesagt. Wenn er die Verhältnisse kennt, hat ,, Die bemogelten Seeleute" tamen in der letzten Sigung der er fich damit einer schweren Unterlassungsfünde schuldig gemacht. Die bag. Wolfenbuhr und Stadthagen tabelten, daß entgegen und darüber hinaus in der Landwirthschaft ist in unseren Oft Kommission über die Invaliditätsversicherung zur Sprache. Die Behandlung der Kinder und der jungen Leute von 14 bis 16 Jahren bem 8 6 des SeeUnfallversicherungs- Gefeßes noch die für die provinzen heute so, daß in ihr allein eine hinreichende Erklärung § Krüppel, Wittwen und Waisen migünstige Festsetzung der Durchschnitts- der eigentlichen Landflucht liegt. Die Schuld trifft hier, wo sie alle Bis nach Madrid reicht nicht der Einfluß König Stumm's, heuer ans dem Jahre 1887 besteht. Sie verlangten eine Aenderung Macht haben, allein die Besizer, ihre Angehörigen, obwohl sein Bruder früher dort das Deutsche Reich vertrat. Dieses Zustandes, durch den das Rhederthum um jährlich ihre Vertreter, und Gott fei's geklagt, zum Theil auch ihre" Und so fann es geschehen, daß über Madrid in der 60 bis 70 000 Mart aus dem Unglüd der Seelente Paftoren. Nicht Menschenliebe und patriarchalisches Pflichtgefühl befelben Post" Umsturz getrieben wird, die bei uns jede und ihrer armen Hinterbliebenen fubventionirt feelt die Herren, sondern ausgesprochene Gleichgiltigkeit, kaufmännische frete Aeußerung mit dem Zuchthaus zu bestrafen wünscht. wird. Der Ministerial- Direktor v. Wödtke suchte den be- Berechnung, unchristliche Ueberhebung und vielfach rohe Lieblofigkeit. Zuerst wurde der Riegel vor das Parlament stehenden Zustand als gejezmäßig hinzustellen. Kein Mitglied der Die erfreulich zahlreichen Ausnahmen, wo sich die gnädige" Gutsgeschoben, dann der Presse durch die drückende Präventiv- Kommission trat seinen Ausführungen bei. Freilich aber schweigt herrschaft mit von Herzen kommender und die Herzen gewinnender zenfur ein Ma ultorb vorgelegt, und schließlich die tonnach wie vor der Blätterwald der bürgerlichen Preise über das un- Liebe der jugendlichen Arbeiter und der Hofetinder" annimmt, beftitutionellen Garantien aufgehoben. Wenig Licht weisen am besten die Berechtigung des schweren sozialen Vorwurfs, geheuerliche, den Seeleuten zugefügte Unrecht. Der Lentenoth, unter der die ostelbischen Großgrundbefizer den wir foeben ausgesprochen haben. Die Verhältnisse in Pommern, konnte also in das Land dringen, und ein wohlwollen- stöhnen, wird von den preußischen Ministern energisch zu Leibe ge- auch wohl in der Mark, find im Allgemeinen besser als in den der Schleier bedeckte die Haufen angesammelten Schuttes." gangen. Direkt fann man den Landarbeitern nicht verbieten, ihre übrigen Oftprovinzen. Die agrarische Agitation hat auch in So schreibt die" Post" über Spanien, dieses Organ, dessen bisherigen Wohlthäter" zu verlassen. Aber dem verbrecherischen dieser Beziehung die Gewissen verhärtet, die Gemüther theuer bezahlte Lebensaufgabe ist, im Deutschen Reich den kontrattbruch fann man doch wenigstens zu Leibe gehen. verroht. Das möge sich auch Herr v. Wangenheim gefagt sein Heichstag zu verriegeln, der Presse einen Waulkorb aufzu Darum hat das Ministerium der öffentlichen lassen, wenn wir ihm auch gern glauben, daß es ein wahrhaff chriftschnallen, die konstitutionellen Garantien zu zerstören und beiten in Berlin Maßnahmen getroffen, um die Annahme liches Liebeswerk ist, daß seine Angehörigen Sonntags mit den Dorfallen Unrath mit einem wohlwollenden Schleier zu verhüllen. fontraftbrüchiger Arbeiter bei allen Dienstzweigen der preu- jöhren", wie er jagte, spielen. Wir haben solche Veranstaltungen Es ist erfreulich, daß die" Post" wenigstens in Spanien Bien Staatsbahnen zu verhüten. Bei Aufnahme von leider auch in nicht geringer Bahl fennen gelernt, bei denen die rechte Arbeitern soll für die Folge ganz besonders geprüft werden, ob Menschenliebe fehlte, und die deshalb mehr schadeten als nügten. ehrlich sein darf, ja sich sogar gestattet, in aller Gemüthsruhe fie aus ihrem letzten Dienstverhältniß ohne Verlegung der etwa ein- Oft ist auch Mangel an persönlicher Veranlagung für dergleichen die gemeinen Soldaten gegen ihre Vorgesetzten aufzuheben": gegangenen vertraglichen Verpflichtung geschieden sind und fich über Spiele der Grund, daß sie keinen guten Erfolg haben. Sie sollen " Den einfachen Soldaten, die in Noth und Drangfal ihr Leben die ordnungsmäßige Auflösung ihres bisherigen Arbeitsverhältnifies dann beijer unterbleiben. Eine Schablone giebt's hier nicht, und auf dem Altare des Vaterlandes weihten, die die Fluihen bei auszuweisen vermögen. Als solche Ausweise gelten nur vorschrifts- auch nicht Rezepte für Wohlfahrtspflege auf dem Lande. Es kommt Santiago oder Cavite verschlangen, oder die in den Sümpfen und mäßig ausgestellte Abschiedszeugnisse oder„ Abkehrscheine", Arbeits- alles auf den Geist und den guten Willen an, und an dem fehlt es, Urwäldern den Rebellen zum Opfer fielen, ihnen ist gewiß kein bücher für Minderjährige und Gefindebücher. Die Inspektionen und der ist heute verderbt und verkommen, wie es ſeit Gene. Vorwurf zu machen, besonders wenn man die Weberlebenden jetzt Bauabtheilungen wurden beauftragt, auch die in ihrem Bezirke mit rationen nicht war. Jeder Gedanke an ein eigenes Veranämisch und gebrochen, zum großen Theile als Krüppel heim- der Ausführung fiskalischer Bauten befaßten Bauunternehmer schulden und an eigene Pflicht liegt den herrschenden Klassen" tehren sieht. Der Meinung ist auch das Parlament... Veranzuiveisen, bei der Annahme von Arbeitern jetzt und fünftighin in im Osten ferner als jemals, obgleich die Fehler und antwortlich sind die Generäle und Offiziere, und da gleicher Weise zu verfahren. Sünden zum Himmel schreien. Der schroffe Egoismus, lautet denn in Spanien das Urtheil ganz anders." Anerkennung eines unehelichen Kindes. Ueber die Ein- die unduldsame Selbstgerechtigkeit, die heute die große Mehrheit Noch schlimmer! Die" Post" bewundert es, daß Graf tragung der Anerkennung eines unehelichen Kindes in das gerade in dieser Frage beherrscht, gab ja auch den Debatten des Almenas im spanischen Senat in Gegenwart aller militärischen Standesregister hat das Oberverwaltungsgericht fürzlich eine Abgeordnetenhauses über sie ihr charakteristisches Gepräge. Oberbefehlshaber, sich nach der Regierungsbank wendend, ge- wichtige Entscheidung gefällt. Danach darf ein Standesbeamter die sie wissen wirklich nichts mehr davon. Dem Einzelnen kann das Die Herren wollen von ihrer eigenen Schuld nichts wissen, ja fragt habe: Meine Herren, wie tommt es, Anerkennung eines unehelichen Kindes dann nicht eintragen, wenn sie wissen wirklich nichts mehr davon. Dem Einzelnen kann das daß noch keiner dieser Generäte gehentier weiß, daß das Kind nicht von dem Anerkennenden herrührt worden ist." Sie findet es unerfreulich, daß der Kriegs- oder auch nur, wenn er weiß, daß das Anerkenntniß wegen entminister die Verantwortlichkeit der Regierung und der Ober- gegenstehender anderweiter Erklärungen des Anerkennenden der erforderlichen Beweiskraft entbehrt. Letzterer Fall wird insbefehlshaber auf den Mangel an Patriotismus des spanischen besondere dann vorliegen, wenn der Anerkennende selbst seine Bater- Gtarteten wieder zur Besinnung und Bernunft zu bringen, zumal schaft verneint. Boltes abzuwälzen suchte, und sie scheut sich nicht, die Angriffe des Abgeordneten Sol y Ortega wiederzugeben: unter Umständen zur moralischen Entlastung gereichen, und wir sind weit entfernt, das nicht in weitem Umfange anzunehmen. Aber wo weit entfernt, das nicht in weitem Umfange anzunehmen. Aber wo eine solche Entartung der sozialen Gesinnung eingeriffen ist, da hat doch die Regierung vor allem die Pflicht, die wenn, wie das hier der Fall ist, sie selbst durch ihr Vers halten dazu beigetragen hat, daß die Entartung München, 8. März. Dem bayerischen Landtage ist diesen Grab erreicht hat. Er mache sich zum Echo dessen, was auf den Straßen ge- ein Gesezentivurf zugegangen, durch welchen für verschiedene Herr v. Miquel hat aber zum Schluß feiner großen Rede. am schrien, in den Häusern und Cafe's gesprochen, und was die militärische Bauten in München ein Kredit von 5/2 Millionen Mark 10. Febr. den ostelbischen Landwirthen wiederum als dasjenige, worauf Meimmg des ganzen Landes sei. Offiziere habe die Soldaten in den fernen Kolonien nur als gefordert wird; u. A. werden 2 Millionen Mart verlangt für den doch alles antomme, den starten Schutz gegen das billiger proAusplünderungsobjekte angefehen, habe sich auf ihre Kosten Neubau eines Armee Museums und Kriegs- Archivs sowie für den duzirende Ausland, das heißt höhere Agrarzölle, bebereichert und sich selbst möglichst den Drangialen und Gefahren Neubau eines Kommandantur Gebäudes auf dem Plage der alten zeichnet. Die ehrliche Geschichtsschreibung der altpreußischen Landwirthschaft wird ihm dereinst dafür das verdiente Urtheil sprechen, des Berufes zu entziehen versucht. Ein sprechender Beweis für Leibregiment- faserne am Hofgarten. diefe Behauptung sei das frische und gesunde Aussehen der Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozeffe.befangenen Agrarier, vie es ja gar nicht anderes sein kann, mit palla mögen ihm auch heute die in Selbstgerechtigkeit und Lieblosigkeit Offiziere im Gegensatz zu dem der einfachen Soldaten, und die Haufen Goldes, die erstere bei ihrer Rückkehr ins Vaterland Wegen Majestätsbeleidigung stand gestern der noch jugendliche frenetischem Beifall zujubelu." So die tonservative Wochenschrift. Wir haben nichts hinzus wechselten; diese Reichthümer, die nimmer durch den bescheidenen Handlungsgehilfe Mofes bor ber 3. Straffammer des Berliner Sold zusammengefpart sein tönnten, wären so bebentend, daß fie Landgerichts I. Ein Bekannter des Angeklagten Namens Friedländer zufügen. den Goldfours um 4 pct. Heruntergedrückt hätten. Wie viele war durch die Schuld des Angeklagteit vor einiger Zeit zu einer dieser Herren gäbe es nicht, die nach ihrer Rückkehr schöne Häuser fleinen Geldstrafe verurtheilt worden und hatte deshalb einen Haz Immunität der Mitglieder des Landesausschusses für Elsaß- Lothringen. und Besizungen fauften, ohne jemals ein nachweisbares Ver- gegen denselben geschöpft. Er richtete eine Strafanzeige gegen ben mögen besessen zu haben! bo Angeklagten und beschuldigte ihn darin, aur Beit, als die Nachricht Die Frage, ob den Angehörigen des Straßburger LandesausDer Kriegsminister erwiderte auf diese Angriffe, der über das irrthümliche Eindringen eines Feuerwehrmannes in das schusses das Privileg der strafrechtlichen Unverantwortlichkeit zustehe, Redner hätte es mur darauf abgesehen, Injubordination in Schlafgemach des Kaiserpaares in Potsdam in die Oeffentlichkeit wie es für die Mitglieder eines Landtags oder einer Kammer eines die Reihen der Armee zu bringen. Die Striegsminister aller rang, eine umflathige Bemerkung gemacht zu haben. Trotz des mm Reiche gehörigen Staates" hinsichtlich der in Ausübung ihres feindseligen Verhältnisses, in welchem der Belastungszeuge zu dem Berufes gethanen Mengeringen im§ 11 unseres Reichsstrafgeseg Länder und die Stumm's aller Sprachen wehren stets Angriffe Angeklagten stand, hielt der Gerichtshof die in der Strafanzeige be- buches vorgesehen ist, war bisher in Theorie und Praxis eine auf den Militarismus mit derselben Bhrase ab. Die" Post" hauptete Thatsache für erwiesen. Er verurtheilte den Angeflagten strittige. aber findet diefe Argumentation für Spanien ungefchickt. zur niedrigsten Strafe von tv ei Monaten Gefängniß, da ungeschickt. zur niedrigsten Strafe von zwei Monaten Gefängniß, da Die strafrechtliche Stellung der Mitglieder des Straßburger Man sieht: der Militarismus ist erhaben, so lange ihm er annahm, daß die beleidigende Aeußerung mehr aus Unüber Parlaments war unter diesen Umständen keineswegs eine angenehme, das Glück hold ist. Dann ist er ein Verbrechen, die Ehre legtheit, als in der Absicht, eine Mißachtung gegen das Kaiserpaar und es läßt sich begreifen, wenn man auf betheiligter Seite endlich einmal eine gerichtliche Entscheidung zur Klärung der Situation und der Stolz des Vaterlandes wird der Fluch des Volkes, auszudrüden, gefallen set. Aus Braunschweig. 7. März, wird uns geschrieben: Die herbeiwünschte. Jetzt hat das Oberlandesgericht in Colmar und die Helden der Nationen werden zu ihrem Auswurf. Straffammier II des hiesigen Landgerichts verurtheilte heute den den langersehnten Spruch gefäßt, indem es in einem Einzelfalle wie Aus Madrid meldet der Telegraph: In Palma, Valla ohgerber Franz Fisheder aus Wolfenbüttel wegen Majestäts- folgt entschied: dolid und Reus fanden und gebungen der in die Heimath beleidigung zu vier Monaten Gefängniß. zurückgekehrten Soldaten statt, welche die rüdständige Löhnung forderten. Doch fam es nirgends zu ernsten Nuheftörungen. Deutsches Reich. Weiße Sklavinnen in Deutsch Südwest Afrika. In der Mittwochsfigung der Budgetkommission des Reichstages erzielte Ge noffe Bebel einen bemerkenswerthen Erfolg. 3m Etat für Südwest- Afrika wurden unter der harmlosen Bezeichnung BetHerr v. Stumm als Erzieher. Wie oft hat der König hülfen für fich anficdelnde deutsche Mädchen" 25 000 m. ge Stumm das feinen Arbeitern gegenüber angewandte patri fordert. war in der Lage, ben seinerzeit archalifche System im eichstage geschildert und ihm alle unserer Parteipreffe veröffentlichten Bertrag, der zwischen dentbaren Vorzüge nachgerühmt. Und nun sieht er die Hoffnungen den Mädchen und ihrer Herrschaft auf Grund des von der Bebel bon Der Landesausschuß für Elsaß Lothringen ist eine Volkss bertretung, welcher grundsäglich abgesehen von zwei hierant aber nichts ändernden Ausnahmen alle Interessen unterstellt sind, deren Fürsorge die Neichsverfassung den Einzelstaaten übers Lassen hat. Auch die ratio für die den Mitgliedern der deutschen Landtage und Kammern gewährte Immunität trifft für die Mitglieder des Landesausschusses in gleicher Weise zu. Sie follen sich eben bei Ausübung ihrer Rechte und Pflichten als Mitglieder einer solchen Körperschaft nicht beengt fühlen durch den Gedanken an die Möglichkeit, für diese ihre Thätigteit oder eine bei derselben gemachte Aeußerung gerichtlich zur Verantwortung gezogen zu werden. Den Ein- Wendungen, daß Elsatz-Lothringen kein Staat und der Landes- ousschuß kein Parlament im Sinne des Z 11 R.-Str.-G.-B. sei, daß der Landesausschuh selbst seine Immunität nicht für gegeben erachte, und daß dieselbe bei den Verhandlungen im Reichstag verneint worden sei, ist gegenüber den obigen Gesichtspunkten kein Gewicht beigelegt worden." Damit hat eine Streitfrage, die für das politische und Verfassungs- leben der Reichslande von großer Bedeutung ist. eine Lösung ge- funden, die von jedem Freunde einer freiheitlichen Entwickclung unserer Westmarken mit Freuden begrüßt werden wird. Zu bedauern bleibt nur, daß die Frage, ob der Regierung Elsaß-Lothringens das Recht zusteht, unter Anwendung des Diktaturparaaraphen auf a'dministrativem Wege gegen den reichsländilchen Volks- Vertreter vorzugehen, im Urtheil des Colmarer Gerichts offen ge- lassen wurde.— Der demokratische Landsturm in Baden. Aus Baden wird uns geschrieben: Am Sonntag hielt die badische Abtheilung der deutschen Volkspartei zu Offenburg ihren Iah reSkongreß ab, der in 3 Stunden erledigt und von etwa 70 Theilnehmern besuckit war. Der Grundakkord in dem ele- gischen Bericht über das verflossene Jahr war eine Dissonanz, ein Klagelied über die schlechte Ernte bei den Reichstagswahlen 1893. Aber ein Trost ist den Demokraten geblieben. Man dürfe nicht den Muth sinken lassen, meinte der Abgeordnete Dr. Heimburger:„bei energischer Wahrung des demokratischen Gedankens nnd bei einiger Thätigkeit sei es durchaus nicht ausge'ckilossen, daß die erlittene Schlappe wieder bei den nächsten LandL�wahlen ausgewetzt werden könne." Ein sonderbarer„demokratischer Gedanke", der die fürchterliche Niederlage der deutschen Volkspartei in Baden durch die allgemeine Volksjustiz der Rcichstagswahlen jetzt wieder auf dem Wege des i n d i r e k t e n Wahlrechtes bei den Kurien zum Landtag Paralysiren möchte. Und dies soll geschehen in den Bezirken Konstanz, Rastatt. Offenburg, Schwetzingen, Müllheim, Lahr(Land) und Bruchsal(Stadt). vielleicht auch in Weinheim und Ebersbach. Lauter Wahlkreise, in welchen die bürgerliche Demokratie aus eigener Parteikraft kaum einen einzigen Wahlmann durchbringen kann! Jedoch stimmte Herr Heimburger das hohe Lied der politischen Reputation wieder um einige Töne tiefer durch das Schlußwort seiner Rede:„Es wäre vielleicht möglich, dem kleinen demokratischen Häuflein im badischen Landtag einige neue Kräfte zuzuführen. Wenn man sich mit Rath und That gegenseitig unterstütze, sei diese Möglichkeit nicht aus- geschlossen." Herr Rechtsanwalt M u s e r- Offenburg, der in einem Vortrag „Zur politischen Lage" die finstere Reaktion im Reichstag und in den deutschen Landen grau in grau schilderte, zeigte seinen Parteifreunden den Weg ins gelobte Land des volksparteilichen Sieges.„Eine große demokratische Partei müsse in Deutschland ge- gründet werden." Bis zur Vollendung dieser Arbeit begnügt sich die Muser'sche Demokratie mit dem hilfesuchenden Hang an den Arm des Z e n- trumS, welches„nach den politischen Verhältnissen in Baden als das kleinere, der Nationalliberalismus dagegen als das größere Uebel anzusehen sei". Auch auf die Sozialdemokratie richtet Herr Muser einen hoffnungsvollen Blick. Die Aufhebung des Individualismus, wie ihn die Sozialdemokratie anstrebt, sei undurchführbar.„Nach und nach wird sich auch hier die Ueber- zengung Bahn brechen, daß es mit den Endzielen der Sozial- dcmokratie in Wahrheit nichts ist, daß sie sich auf den demokratischen Boden stelle, d. h. praktische Gegenwartspolitik treibe, bevor sie auf die radikale Ausgestaltung des WirthschaftslebcnS übergehe. Muser begrüßt diese EntWickelung oder Mauserung der Sozialdemokratie, die dahin gehe, mit den gegebenen Verhältnissen zu rechnen. Damit sei da» Haupthinderniß beseitigt, das für gemeinsameArbeitimWegelag." Die Errichtung eines Denkmals ftir die in Rastatt ruhenden standrechtlich Erschossenen dürfe die Volkspartei nicht der Sozialdemokratie allein überlassen, meinte ein Rastatter Delegirter, worauf beschlossen wurde, der Ausschuß solle sich mit dem Denkmalkomitee ins Benehmen setzen und die Herren Muser und Heimburger kooptiren lassen. Bekanntlich sind seit Jahren zwei Mitglieder der bürgerlichen Dcmokratie, die Herren Dr. Richter und Franz Peter, als Komiteemitglieder bei der mühsamen Vorbereitung der Arbeiten beschäftigt gewesen. Es ist ebenso bekannt, daß die „Franks. Ztg." als Hauptorgan der Volkspartei es ablehnte, den Aufruf des Komitees zur Schaffung eines Denkmalfonds in ihre Spalten aufzunehmen. Nun möchten sich die Herren nach vollendeter Arbeit an die gedeckte Tafel fetzen. Vor lauter Träunien nach einer großen demokratischen Partei in Deutschland übersah Herr Muser die größte Partei Deutschlands, den demokratischen Sozialismus, dem die badischen Freiheitshelden der Jahre 1348/49 die Hut ihres Andenkens übermachten.— Ausland. Italien in China. Ob die Auftheilung China's wirklich bereit? so weit gediehen ist, daß auch Italien, wie es dies beansprucht, seine chinesische Niederlassung bekommt, erscheint in diesem Augenblick noch unsicher. Doch behaupten die italienischen Quellen, daß die Forderung Italiens von mehreren Mächten unterstützt werde und daß an eine definitive Ablehnung Chinas nicht zu denken sei. Jeden- falls läßt die italienische Regierung die Kriegsdrommete erschallen und macht bekannt, daß sich die italienischen Kriegsschiffe„Marco Polo" und„Elba" in Tschifu befinden. Die Kriegsschiffe„Amerigo Vespucci" und„Etna" seien auf dem Wege nach'Hongkong, ersteres in Sicht von Aunam, letzteres bei Batavia eingetroffen: das Kriegs- schiff„Stromboli" werde von Venedig nach' China in See gehen. Diese Schisse hätten zusammen 1583 Mann Besatzung und 50. Ge- schütze großen und 68 Geschütze kleinen Kalibers. Ferner wird aus Rom berichtet, der chinesische Gesandte in London werde sich am Mittwoch Abend oder Donnerstag früh nach Rom begeben. Man glaube, daß China um jeden Preis den italienischen Forderungen Widerstand entgegenzusetzen beabsichtige; doch handle es sich um passiven Widerstand, indem China seinen Protest aufrecht halte und sich weigere, die Position Italiens in Sanmun zu regeln. Aus Peking selbst werden unter dem 7. März die folgenden Mittheilungen über die Angelegenheit gemacht: In diplomatischen Kreisen glaubt man, daß Rußland die Chinesen unterstütze und der französische Gesandte dabei mithelfe. Ferner verlautet, der britische Gesandte M'Donald habe eine Note an das Tsung-li-�amen gerichtet, in der er die italienischen Forderungen unterstützt. Die Haltung der Japaner ist die strenger Neutralität. Die Haltung China's gegenüber den italienischen Forderungen und in der Tschingkiangbahn-Angelegenhcit zeigt, daß der jüngste Erlaß der Kaiserin-Wittwe. in ivei'chein größerer Wider stand gegen fremde Einflüsse als nöthig bezeichnet wird, seine Wir- knng thut. Nach chinesischen Berichten ist hauptsächlich Tschang-yi für die Ablehnung der italienischen Forderungen verantwortlich. Wenn jedoch das„Berliner Tageblatt" richtig�unterrichtet ist, so hat sich Italien schon durch einen Gewaltakt in den Besitz des erstrebten Hafens gesetzt. Dem Blatt wird gemeldet: Rom, 8. März. Wie ich sicher erfahre, landeten die Italiener in der Sanmunbai und hißten dort. die italienische Flagge. In diesem Augenblick liegen drei italienische Kriegsschiffe in der Sawnunbai, drei andere folgen." ES würde danach den Anschein gewinnen, als ob es sich um ein mit den chinesischen Behörden abgekartetes Spiel handele; daß diese nur formell gegen die Forderung Italiens protestirt, in Wahrheit aber der Niederlassung keinen aktiven Widerstand geleistet haben.—_ Schweiz. Studentinnen in der Schweiz. Die sieben schweizerischen Universitäten und Akademien waren im Sommersemester 1898 von 8494 Studenten, wovon 474 weibliche, und von 696 Zuhörern, wo- von 202 weibliche, somit zusammen von 676 Frauen besucht. Auf die einzelnen Fakultäten vertheilten sie sich folgendermaßen: Rechts- Wissenschaft 13, Medizin 304 und Philosophie 369 Frauen. Auf die einzelnen Universitäten und Fakultäten vertheilten sie sich wie folgt: Genf 83 Medizin, 12 Philosophie und 1 Rechtswissenschaft; Zürich 126, 61 und 8: Bern 41. 87 und 2; Lausanne 44, 40, 0; Neuen- bürg 0, 30 und 1; Basel 6, 6 und 0; Freiburg 0, 8 und 1. Der HeimathSangehörigkeit nach stammten 74 Studentinnen aus der Schweiz, 278 aus Ruhland, 47 aus Deutschland(26 Medizin, 18 Philosophie und 3 Rechtswissenschaft), 26 aus Bulgarien, 12 aus Asien, 8 aus Oesterreich, je 7 aus Holland und England, je 1 aus Lichtenstein, siLtalien, Rumänien und Aftika. Ueber die Ratio- nalität der 202 ZuHörerinnen wurden keine Mittheilungen ver- öffentlicht.- Italien. Die Heimkehr des sozialistischen Abgeordneten Pescetti. Aus Florenz wird uns geschrieben: Der Advokat Giuseppe Pescetti. sozialistischer Abgeordneter für den dritten florentinischen Wahlkreis, der im August v. I. vom Kriegsgericht im Kontumaz- verfahren zu zwölf Jahren Zuchthaus verurtheilt wurde, die dann durch die„Amnestie" um zwei Jahre verringert wurden, stellte sich dieser Tage freiwillig dem Oberstaatsanwalt beim hiesigen Appellations- gericht. Ein Studiengenosse und Freund Pescetti's, der Advokat Gualtierotti, hatte vorher mit dem Staatsanwalt Broggi die Einzel- heiten der„Selbstauslieferung" des Abgeordneten vereinbart. Pescetti war, nach seiner berühmten freiwilligen Gefangenschaft im Parlamentsgcbäude(Montecitorio), nach Paris geflohen, wo er sich bis vor wenigen Tagen aufhielt. Er stellte sich wohl infolge einer jüngst ergangenen Entscheidung des römischen Kassationshofes, die die Wiederaufnahme der vor den Kriegsgerichten zur Verhandlung gelangten Kontumazprozesse zuließ. Dem Staatsanwalt erklärte er, daß er sich der Justiz seiner Heimath zur Verfügung stelle, dann ging er als fteier Mann nach Hause, denn die Kammer hat nicht leine Verhaftung beschlossen, sondern nur die Ermächtigung zur ge- richtlichen Verfolgung errheilt. Pescetti ist noch immer Abgeordneter; die Ungiltigkeit seines Mandats kann erst in diesen Tagen ausge- sprochen werden, da seit der öffentlichen Bekanntmachung' seiner Ver- urtheilung noch nicht die gesetzlich vorgeschriebene Frist von 3 Monaten verflossen ist.— Frankreich. Aus dem zweiten Thcile der Enthüllungen Esterhazy'S im„Daily Chronicle" ist besonders der Abschnitt über den Obersten Henri hervorzuheben. Es geht daraus unzweideutig hervor, daß Henri sich u i ch t s e l b st a e t ö d t e t hat, sondern daß er vielmehr ermordet worden ist. Esterhazy versichert, daß die angeblichen Geständnisse Henri's allen Regeln entgegen nicht unterzeichnet wurden.— Paris. 3. März. Unter dm Deputirten ist das Gerücht verbreitet, General Zurlinden werde demnächst den Posten des Militär-Gouverneurs von Paris verlassen. Als Nachfolger werden die Generale Brugöre und Faure-Biguet genannt. Auch wird behauptet, die Regierung warte nur das Ergebniß der weiteren Untersuchungen des höchsten Gerichts ab, um gegen die durch Esterhazy bloßge st eilte»General st abs-Offiziere vorzugehen. Die Gerüchte leiden jedoch an äußerster Unwahr- scheinlichkeit. Amerika. Chicago. 7. März. Hier traten über 100 Delegirte deutscher Vereine zwammen, um em Massenmeeting zu vereinbaren, auf welchem gegen die gegen Deutschland gerichteten Umtriebe in den Bereinigten Staaten protestirt werden soll.— Die zweite Berathung der Militiirvorlage in der Kommission. Die Budgetkommission des Reichstags trat am Mittwoch Nach- mittag 3 Uhr in die zweite Berathung der Militär- Vorlage ein. In erster Lesung war im 8 2 die Zahl der Ge- meinen, welche die Regierungsvorlage vom 1. Oktober 1890 ab allmälig bis zum Jahre 1902 auf 502 506 erhöhen wollte, auf 494 780 reduzirt worden. Heute beantragt Dr. Lieber(Z.), die Zahl auf 496 600 festzusetzen, und statt bis 1902, bis 1903 zu setzen.— In§ 3, der die Formationen bestimmt, sind statt 482 ESkadrons Kavallerie i» erster Lesung 472 beschlossen worden.— Dr. Lieber beantragt nun, zu sagen, 465 Eskadrons Kavallerie und 17 ESkadrons Jag er zu Pferde(Meldereiter). Ferner beantragt Dr. Lieber, die R e- solution über den Burschendienst wie folgt zu fassen: „Die verbündeten Regierungen um eine Mittheiiung darüber zu ersuchen: 1. in welchem Umfange gegenwärtig Mann- schaften des aktiven Heeres zu Aufgaben. welche die militärische Ausbildung beschränken, verwendet werden müssen; 2. welche Ausgaben für die Beschaffung der etwa erforderlichen Ersatz- mittel aufgebracht werden müßten." Der Referent Abg. Bafferman» tritt in erster Linie für die Regierungsvorlage ein. Abg. Dr. Lieber verliest NamenS seiner politischen Freunde eine Erklärung zur Begründung der vom Zentrum gestellten Anträge und weist die Meldungen der Presse bezüglich eines zwischen der Regierung und dem Zentrum abgeschlossenen Kompromisses nachdrücklich zurück. Kricgsminister v. Gostler konftatirt ebenfalls, daß von einen: Kompromiß zwischen der Militärverwaltung und dem Zentrum keine Rede sei. Er erkenne aber gern das Entgegen- kommen, welches das Zentrum durch Stellung der obigen Anträge bewiesen, an. Doch müsse er an der ursprünglichen Forderung der Regierung festhhalren; die Verminderung um 7000 Mann könnte doch ernste Konsequenzen haben. Abg. Richter erklärt, es würde wenig Zweck haben, noch ernstlich über die Sache zu diskutiren. Abg.' Graf Roon(k.) theilt das Ergebnitz des Antrags Lieber mit. Für die Infanterie würde' sich eine Verminderung pro Bataillon um 1 bis 2 Köpfe ergeben. Die in erster Lesung festgesetzte Durchschnittszahl von 584 Mann reduzire sich auf 682— 88. Dem gegenüber steht als Vortheil die Bewilligung der geforderten Eskadrons Jäger zu Pferde. Die weitere Diskusston ist ohne Belang. Bei der Abstimmung werden die Anträge Lieber und die so modifizirte Vorlage mit 19 gegen 7 Stimmen angenommen. Die R e s o- lution Lieber wird einstimmig angenommen. Ein Anttag Richter, die zweijährige Dien st zeit dauernd fe st- zulegen, wird gegen 6 Stimmen der freisinnigen Volkspattei und der Sozialdemokraten abgelehnt. Sodann wird noch eine von Graf Stolberg beantragte Resolution gegen 6 Stimmen angenommen, in den Etat Mittel einzustellen, um solchen Jnfant-rie-Mannschaften, die freiwillig das dritte Jahr oder die Hälfte derselben im aktiven Dienst verbleiben, eine Prämie, bezw. höhere Löhnung zu ge- währen. Damit ist die Berathung der Militärvorlage er- l e d i g t.— Die Budget-Kommission hält ihre nächste Sitzung am Dienstag, den 14. März ab. NAVlstNVnkttVisiches. Die Reichstags-Kommisfio« für die Novelle zum Bank- geseh ttat am Mittwoch in die zweite Berathung der Vorlage ein. Fast durchweg wurden die Beschlüsse erster Lesung aufrecht er- halten. Donnerstag Fortsetzung der Berathung. Die PetttionSkommiffiou des Reichstags verhandelte am Mittwoch über sechs Petitionen, welche von Landwirthen ec. ausgingen, denen durch Anlegung des Nord- Oftseekanals, wie sie be- baupten, erheblicher Schaden zugefügt worden ist. Nach längerer Diskussion beschloß die Kommission, diese Petttioncn als ungeeignet zur Erörterung im Plenum zu erachten. Hierauf gelangte eine Petition des Verbandes der Maschinisten und Heizer zur Verhandlung. Dieselbe fordert, gesetzliche Bestimmungen zu ,9 erlassen, wonach den mit der Revision der Dampfkeffel betrauten Beamten Assistenten auS dem Kreise der Maschinisten und Hetzer zugetheilt werden sollen. Ferner verlangt die Petition Einführung des achtstündigen Arbeitstages für die Arbeiter aller Dampfkessel- anlagen, welche Tag und Nacht im Betriebe sind. Nach längeren� Ausführungen des Abg. Tutzauer(Soz.), welöher auf die durch allzulange Arbeitszeit hervorgerufene Unsicherheit des Betriebe� und auf die auf der Oder- Dampffchifffahrt herrschenden Mißstände hinlvies, bemerkte der Regierungskommiffar, daß die Anstellung von Assistenten der Gewerbe- Aufsichtsbeamten Sache der Laudesregierungen sei, die zweite Forderung den Petenten, die Bestimmung der Dauer der Arbeitszeit, aber schon jetzt ohne Acndenmg der Gesetzgebung vom Bundesrath durch- geführt werden könne. Die Kommission beschloß, die Petition dem Reichskanzler als Material zu überweisen.— Derselbe Beschlutz wurde gefaßt hinsichtlich einer Petition des„Partikular-Schiffer- Verbandes" in Mannheim, betreffend Einführung einer Minimal- Nachtruhe im Schiffergewerbe.— Eine Petition betreffend Abände- rung der Statuten der Pensionsznschuß- ec. Kasse für Arbeiter und Arbeiterinnen der Gewehr- und Munitionsfabrik zu Spandau wurde dem Reichskanzler zur Berücksichtigung überwiesen.— Pavfzi-Z�Krtzviltzken. Die Schwester deS Genossen Agster hat nun die Zu- siimmung zu dessen Verpflegung in einer Privatheilanstalt gegeben. Polikeilichrs, Gerichlliches u. s.w. — Gegen die„Münchrner Post" hat der Bürgermeister Borscht in München Beleidigungsklage erhoben. Unser Parteiblatt hatte Mißstände in der Stadtverwaltung kritisirt. — Wegen unbefugter Grabrede wurde der Vorsitzende des Malerverbandes in Dortmund, Tipges, auf Grund des Vereins- gesetzes zu 16 M. Geldstrafe von der Polizei verurtheilt. Er rief das Schöffengericht an und hatte den Erfolg, daß er nun 26 M. be- zahlen muß. — Streikende vor Gericht. Die Strafkammer in Meiningen hat in der Strafsache des Streikkomitees der Glasmacher neuerdings ein Urtheil gefällt, das von dem des Schöffengerichts bedeutend m seiner Härte absticht.(Das Schöffengerichts-Urtheil lautete seiner Zeit auf wenige Tage Gefängniß.) Der Berufung des Ober- Staatsauwalts wurde stattgegeben nnd 2 Glasmacher zu 3 Wochen, 6 Glasbläser zu 14 Tagen und 1 inzwischen vom Orte verzogener Glasmacher zu 10 Tagen Gefängniß verurtheilt. Der Staatsanwalt hatte 3 Monate beantragt. — Wegen Beleidigung des ftüyeren Vorsitzenden der Orts- Krankenkassen in Ludwigshafen wurde der verantwortliche Redafteur der„Pfälzischen Post", Genosse Wenzel, zu 60 M. Geldstrafe ver- urtheilr. — Genosse Block in Dortmund, verantwortlicher Redakteur der „Rheinisch-Westfälischen Arbeiter- Zeitung", wurde am Sonnabend vom dortigen Schöffengericht zu einem Monat Gefängniß verurtheilt ivegen Beleidigung des Grubendirektors Reichstags- Abg. Hitbck. Block hatte die Entlassung eines Steigers auf dem Werke Hrlbck's gerügt, der angeblich deshalb entlassen worden sein sollte, weil er Sozialdemokraten zur Besichtigung einer Grube hatte einfahren lassen. Nachträglich stellte sich heraus, daß er wegen roher Thierquälerei entlassen wurde, wofür er auch jetzt mit 3 Monaten Gefängniß be- straft wurde._ Der Weberausstaud in Krefeld. Mit einer verhältnißmäßig geringen Unterstützung haben die Weber in Krefeld bereits 7 Wochen im Ausstand beharrt, und bisher hat nicht eine Fabrik ihren Betrieb wieder aufnehmen können, weil aus den Reihen der Arbeiter keine Abtrünnigen zu verzeichnen sind. Niemand, an letzter Stelle die Fabrikanten selbst, dürfte eine solche Ausdauer der Arbeiter vermuthet haben. Hatte doch bisher die Arbeiterbewegung an diesem Ort nur wenig Wurzel gefaßt, das Gros dex Arbeiter war im Bann des Klerikalismus befangen. Mühsam nur hatten die Weber eine Organisation aufgebaut, die eine Filiale des Zentralverbandes der Textilarbeiter bildete, die Mehrzahl der Weber hielt sich von der Organisation fern, weil sie ihnen als � eine sozialdemokratische Gewerkschaft er- schien. Ihre Kräfte zersplitterten sich zum Theil in einer färb- losen lokalen Gewerkschaft, zum ander» in einer christlichen Vereins- gründnng. Aber es geschah das Ueberraschende, daß' alle in diesen Kanipf hineingedrängten Arbeiter unerschütterlich zusammenhielten. war hat es nicht an Versuchen gefehlt. Uneinigkeit in die Reihen er Arbeiter zu tragen, die christliche» Arbeiter der Bewegung ab- wendig zu machen, aber fast scheint es, daß, je deutlicher diese Absicht der Führer des Zentrums hervortrat, um so entschiedener die Arbeiter an ihrer Sache festhielten. Das ruhige aber feste Austreten der Leiter des Textilarbciter-Verbandes hat einen günsttgen Eindruck auf die Arbeiter hervorgerufen und sie fühlen hier eine Stütze im Kampf, die ohne Scheu und Falschheit ihre Interessen verficht. Bezeichnend für die Stimmung unter den Streikenden ist die letzte Abstimmung, die über die Fortsetzung des Kampfes entscheiden sollte. In ge- heim er Stimmabgabe haben von 2400 Streikenden 2398 für die Fortsetzung des Streiks gestimmt. Ein geradezu überraschendes Resultat, das auch die Hoff- nungen der bürgerlichen Preßorgane, die Arbeiter werden nun zu Kreuze kriechen, zu schänden macht. Selbst der christliche Webcrverband scheint sich nun in das Unvermeidliche zu fügen, denn er fordett seine jüngeren Mitglieder in einer Annonce bürgerlicher Blätter auf, sich möglichst nach anderer Arbeit umzu- sehen, da der Aus st and noch acht Wochen dauern kann. Die von der städtischen sozialen Kommission eingeleiteten Ver- Handlungen sind gescheitert. Die Fabrikanten haben jedes Zugeständ- niß noch vor der Verhandlung zurückgewiesen und den Arbeitern selbst dünkte der Vorschlag der sozialen Kommission, auf einige Monate zu den neuen Tarifen die Arbeit aufzunehmen, unannehmbar. In der Vcrsamnilung, über die>vir vor Kurzem berichteten, nahmen die christlichen Weber sogar einen Standpunkt ein, der entschieden ablehnender war, als die Leiter der Streiks es zum Ausdruck vrachten.. Der schroff ablehnende Standpunkt der Unternehmer, ihre fort- gesetzten Bemühungen in der Presse, die Sache so darzustellen, als ob oie neuen Lohnlisten keine Abzüge enthalten und die Arbeiter eigentlich zum Vergnügen streikten, hat die Erbitterung der Arbeiter ungeheuer gesteigert. Es giebt kein Zurück, kein d e m ü t h i g e s U n te r w erfen, so kommt es aus Aller Munde. Jeder Arbeiter rechnet nach der neuen Lohnliste einen Abzug heraus, den er bei den gegenwärtig schon niedrigen Löhnen und theurem Lebensunterhalt nicht vertragen kann, gegen den er sich wehrt, weil er weiß, daß die Unternehmer in der Sammetbranche auf Kosten der Gesundheit und des Wohlergehens vieler Arbeiter- fanülien Millionen zusammengescharrt haben. Der Versuch bürgerlicher Blätter vom Schlage der„Rh.-Westf. Zeitung", die Arbeiter gegen die Leiter des Streiks mißtrauisch zu machen, sie in Verdacht zu bringen, daß sie ein Interesse an der Fortsetzung des Streiks haben, weil sie angeblich täglich 6 M. Unter- stützung bekämen, ist ein alter verlogener Trick kapitalistischer Soldschreiber, der besonders in Krefeld selbst jede Wirkung ver- fehlen wird. So wie die Situation gegenwärtig sich gestaltet, wird der Streik noch mehrere Wochen anhalten. Die Aufttäge werden dringender rnev der Schaden für die Unternehmer ein so beträchtlicher, daß sie von ihrem wohlüberlegten Plan, die Löhne zu reduzire». Abstand nehmen müssen. Die Arbeiter sind entschlossen, auszuharren, sie werden den Kampf gegen kapitalistischen Hochmuth und Ausbeutung im Vertrauen auf ihre gerechte Sache fortsetzen. Und so wie bisher die Arbeiter aller Berufe durch ihre Unterstützung den Streikenden den Kampf erleichterten, wird es auch für die nächsten Wochen nothwendig sein, eifrig für die Krefelder Weber zu sanimeln, damit sie siegreich den Kampf beenden können. Sorge deshalb ein Jeder, soviel in seinen Kräften steht, den Bedrängten Schutz und Hilfe zu gewähren. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Die Berliner Gewerkschaftskommission hat heute am Donnerstag, den 9. März, Abends 9 Uhr, eine Versammlung in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Tagesordnung: Fortsetzung der Diskussion über: Paritätische Arbeitsnachweise. Die Delegirten werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Gäste will Der Ausschuß. kommen. = er derselben Nachrichten giebt, wenn bei ihm Goldsachen zum Ver- nachgesagt. Wegen Beleidigung dieser Behörde war der Landfauf angeboten werden und die Verkäufer ihm verdächtig erscheinen. wirth Gustab Buchholz angeklagt. Bei diesem wohnte der In einem früheren Verfahren, welches gegen ihn wegen Zigeuner Berlicke, für den, wenn er auf Reisen war, der Hauswirth ehlerei eingeleitet worden war, hatte er sich auf den die fleinen Auslagen machte. In September erschien der VollKriminal Kommissarius von Bädmann berufen, und da ziehungsbeamte Behrendt, um Steuern bei dem Zigeuner einzu dieser ihm bestätigte, daß er der Polizei werthvolle Dienste leiste. freiben. Buchholz sagte dem Beamten, die Steuer jei längst indem er derartige bedenkliche Antäufe nicht von sich abweise, sondern bezahlt, er habe das Geld selbst ausgelegt. Der Beamte fam die Polizei benachrichtige, so erfolgte seine Freisprechung. Gestern noch zweimal wieder, das eine Mal mit einem Mahnzettel, das stand 2o e w wiederum unter der Anklage der Hehlerei und der An- andere Mal, um zu pfäuden. Jedesmal erhielt er den Bestiftung zum Diebstahl vor dem Schöffengericht. Er hatte scheid, die Steuer sei bezahlt. Am 29. September traf Bucheinem jungen Burschen, der seiner Schwester Goldfachen gestohlen hatte, holz den Vollziehungsbeamten Behrendt vor dem Warthul'scher Lokale. diese abgekauft und soll ihn aufgefordert haben, noch mehr zu Er sagte demselben, die Steuerquittung habe sich jetzt gefunden und bringen. Auch diesmal berief er sich auf den Kriminalkommiffar fügte hinzu:„ Wenn die Steuern nicht gebucht worden sind, so ist v. Bäckmann und wies nach, daß er auch hier der Polizei das eine Lüderlichkeit. Da hat sich wohl einer Bier und bie angetauften Sachen vorgelegt habe, um fest Schnaps dafür gekauft!" Im Lokale selbst sagte er:„ Ich glaube zustellen, ob sie als gestohlen angemeldet seien. DStaatsanwalt gar, die Hallunten schreiben sich die Steuerquittungen selber aus hielt dafür, daß der Angeklagte neben seiner polizeilichen Thätigkeit und machen dann Fettlebe!" Wegen dieser Aeußerungen wurde Zur Lohnbewegung der Schneider. In Leipzig nimmt noch eine solche für seine eigene Tasche entfalte und beantragte wegen er angeklagt. Sein Vertheidiger, R.-A. Ulrich, beantragte die Ladung und der Streit eine günstige Wendung, da bereits 12 Firmen die For- Hehlerei 2 Monate Gefängniß. Der Gerichtshof vermuthete auch, daß Bernehmung von 10 namhaft gemachten Einwohnern derungen der Arbeiter bewilligt haben. In München haben der Angeklagte seine Beziehungen zur Polizei als Ded- weißensee's, bei denen ebenfalls die bereits bezahlten Steuern weitere 17 Firmen den Tarif anerkannt, so daß jezt 66 Firmen mit mantel für bedenkliche Geschäfte benuge, hielt aber mehrfach und wiederholt einzutreiben versucht 905 Gehilfen zu den gestellten Bedingungen arbeiten lassen. Im im vorliegenden Falle den Belastungszeugen nicht für durchaus worden seien, woraus sich ergeben werde, daß bei der SteuerAusstand befinden sich noch 453 Gehilfen. glaubwürdig und sprach aus diesem Grunde den Angeklagten frei. verwaltung des Ortes eine heillose Wirthschaft herrschen In England haben die Richter in Fällen, wie den hier ans Licht müsse. Der Vorsitzende des Schöffengerichts am Landgericht II gekommenen, auch mit der Polizei ein ernstes Wort geredet. In erklärte, wenn solche Fälle wiederholt vorgekommen seien, so gehe diesem Falle geschah dies nicht. dies das Gericht nichts an, derartige Angelegenheiten seien nur auf Achtung, Schleifer! Bei der Firma Jakob, Berlin, Fabrit für Pianobestandtheile haben 5 Schleifer die Arbeit niedergelegt. Die Arbeiter verlangten 5 pct. Zulage und besseres Arbeitsmaterial. Die Lohnerhöhung wurde von dem Fabrikanten kurz abgewiesen und den Arbeitern anheimgegeben, die Werkstatt zu verlassen. Es wird gebeten, den Zuzug fernzuhalten. Deutsches Reich. Die Dresdener Steinarbeiter haben durch eine im Monat Februar vorgenommene Erhebung festgestellt, daß in diesem Monat, ungerechnet der abgereisten, am Orte 400 Steinarbeiter brotlos waren. Während um dieselbe Zeit des Vorjahres 900 Personen arbeiteten, waren 1899 nur 350 beschäftigt. Wie es in einer preußischen Jrrenanstalt zugeht. Das dem Verwaltungswege zu regeln. Da dieser Fall aber hier vorDie Landgericht Hannover hat am 21. November v. J. den praktischen gekommen sei, so habe der Gerichtshof dem Angeklagten den Schutz Organisation der Steinarbeiter erblickt in dieser Thatsache und unter Arzt Dr. med. Georg Heinrich Christoph Krische in Wunstorf des§ 193 zugebilligt und denselben nur, weil er in der Form zu Berücksichtigung noch anderer Umstände die Anzeichen einer Baukrise. wegen fahrlässiger Tödtung zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt. weit gegangen, zu 25 M. Geldstrafe verurtheilt. Zur Aussperrung der Schuhmacher in Tuttlingen wird Der Angeklagte ist Anstaltsarzt der Provinzial- Kranken- und Irren- Ein von der Firma Wertheim angestrengter Prozeß fand uns von dort unterm 7. d. M. geschrieben: Goeben wurbe hier in ber husfabriken, 19 an der Zahl, Anstalt war der 50 jährige Schloffer eingeliefert worden. felte Grledigung. Das Waarenhaus, Otein" in der Chauffeeſtraße folgendes Platat angeschlagen: " In der Anilinfabrik von 2. Roesler Sohn in Dornach bei Mülhausen i. Els. haben die Arbeiter beschlossen, in den Ausstand zu treten. Die Differenzen sind auf Lohnabzüge zurückzuführen. Ausland. Die Anssperrung fämmtlicher organisirter Schreinergehilfen steht in Bern bevor, da ihnen von den Meistern gefündigt wurde. Den Anlaß dazu gab den Herren die Ablehnung ihres Vorschlages, wonach schwächere Arbeiter weniger als den Minimallohn von 4 Fr., nämlich nur 3,50 Fr. erhalten sollten. Man hofft noch bis zum Ablauf der Kündigung auf friedliche Erledigung der Differenzen. Unternehmer- Verbände. Preiserhöhung in der deutschen Tuchfabrikation. Aus Aachener Tuchfabritantenfreisen kommt die Mittheilung, daß sich die größere Zahl der dortigen Fabriken, darunter die bedeutendsten des Plages, sowie auch ein Theil der Eupener Betriebe dahin geeinigt hat, eine den Preissteigerungen für Wolle und Garne entsprechende Erhöhung der Preise für die fertige Waare eintreten zu lassen. Boziales. in Die In die E. dieser Das Abkommen Das Budget des Krieges in der französischen Kammer. des Eines Tages hatte einen Oberauficher gemißhandelt. hatte dem Waarenhause von A. Wertheim im Laufe eines Jahres, Infolge Kündigung seitens der Arbeiter bei der Firma Rieker in eine Badewanne bringen, dem kalten Waffer etwas warmes bei als 80 Angestellte nach und nach abspenstig gemacht, die von der und sollte deswegen gedoucht werden. Der Angeklagte ließ ihn vom 1. Oftober 1897 bis zum 1. Oftober 1898, nicht weniger u. Seiz sind wir vertragsmäßig berpflichtet, heute mischen und dann mit dem Douchen beginnen. Nach einiger Zeit Firma Stein theils unter Gewährung eines besseren Gehalts, ebenfalls unserem gesammten Arbeitspersonal laut Arbeitsordnung fragte er den E., ob er den Oberauffeher um Entschuldigung bitten theils unter anderen berlockenden Bedingungen angestellt wurden. zu kündigen. Die Kündigung beginnt also am Sonnabend, den wolle. E. erwiderte, das thue er nicht; man möge ihn aber aus Die Firma Wertheim wollte nicht ruhig zusehen, wie die von ihr 11. März, und endigt am Sonnabend, den 25. März. der Douche herauslassen. Dies geschah jedoch nicht, vielmehr ließ ausgebildeten und bei ihr eingearbeiteten Kräfte von einer Die Unternehmersolidarität zeigt sich hier in der wünschens- Dr. Krische noch weiter den fühlen Wasserstrahl auf E.'s Haupt Konturrenzfirma fortwährend weggekapert wurden. und ließ ihre werthesten Deutlichkeit und Offenheit. Weil Arbeiter einer Firma wirken. Es dauerte nicht lange, so wurde E.'s Haut blau Angestellten einzeln in ein neben den Geschäftsräumen gelegenes fündigten, werden auch ihre Berufskollegen aller anderen Betriebe und bald darauf war er todt. Die Sektion ergab, daß E.'s Bimmer treten und dort ihr Personal, wiederum einzeln, Reverſe ausgesperrt. Ob die Ersteren nicht vielleicht doch im Recht Herz nicht von normaler Beschaffenheit war; es wurde angenommen, folgenden Inhalts unterschreiben:" sch verpflichte mich, im Laufe find, selbst vom Unternehmerstandpunkte aus betrachtet wird zunächst daß der Tod durch die Douche verursacht worden eines Jahres nach meinem erfolgten Austritt aus dem Geschäft gar nicht berücksichtigt. Bethätigen die Arbeiter auch nur entfernt ist. Als nicht widerlegt wurde die Behauptung der Angeklagten der Firma A. Wertheim bei keiner der nachgenannten Firmen Bieselbe Solidarität, dann schreit man über" Frivolität" und angesehen, daß das Wasser etwa 160 R. warm war. Als festgestellt Engagement zu nehmen oder sonstige Dienste zu leiſten; " Terrorismus“; die Handlungsweise der Tutlinger Fabrikanten wurde angesehen, daß die Douche mindestens zehn Minuten ge- die Firmen sind: Stein, Jandorf, Pfingst..... wird die Unternehmerpresse nicht genug loben können als erfreuliches dauert hat; dies sei aber zu lange gewesen und außerdem seien findet nicht Geltung, wenn die Firma A. Wertheim seinen Angestellten Zeichen der Solidarität“ und Energie. derartige Douchen nach den Regeln der medizinischen Kunst unzu- lündigt, ohne daß ein Grund dazu vorliegt, oder falls der Angestellte lässig. Je kälter und länger eine Douche sei, desto mehr kündigt und der Grund zu diesem Schritt durch ein kontraktWärme entziehe sie dem Patienten und es trete schließlich widriges Verhalten der Firma A. Wertheim herbeigeführt ist." Num Douche etwa als Strafe oder Disziplinarmittel angewendet die den Revers bereits unterschrieben hatten, aus ihrem WirkungsHerzschwäche und Kollaps ein. Wenn der Angeklagte die soll die Firma Wertheim zwei in ihrem Betriebe angestellte Damen, habe, er so habe damit seine Befugnisse überschritten, freis in eine weniger gute Abtheilung versetzt haben, um ihre arzt anzuordnen. Demnach wurde festgestellt, daß der Angeklagte unterschrieben hatten, welche die Firma Wertheim aber nicht ents denn Disziplinarmittel habe nur der Vorsteher, nicht der Anstalts- Posten zwei anderen Damen zu geben, die den Revers nicht durch Fahrlässigkeit den Tod des E. verursacht habe. Die Revision des Dr. Krische kam heute vor dem Reichsgerichte zur zu verstehen gegeben worden sein, daß es bei Weigerung der behren zu können glaubte. Im Allgemeinen soll dem Personal Verhandlung. Der Reichsanwalt erklärte fie für begründet, weil unterschrift sofort entlassen werden würde. Die beiden in Rede nicht genau ersichtlich sei, was das Gericht an der Hand der er- stehenden Damen, die sich durch das Vorgehen der Firma statteten Gutachten unter warmen, lauwarmen und falten Douchen beeinträchtigt fühlten, da sie glaubten, ohne Grund in eine verstehe und wie der Angeklagte die Douchen angesehen habe schlechtere Abtheilung bersezt worden zu sein, fündigten Das Reichsgericht hob das Urtheil auf und verwies die Sache an alsbald, traten und sofort aus bald darauf bei einem das Landgericht zurüd. der genannten Konkurrenzgeschäfte ein. Die Firma Wertheim Um fortgesetzte Betrügereien zum Nachtheile der Güter flagte mun gegen diese beiden Damen wegen Kontraktbruchs und Transport Aktiengesellschaft handelte es sich in einem Prozeß, verlangte, daß ihr sofortiges Austreten aus der Konkurrenzfirma welcher gestern vor der ersten Straffammer des Landgerichts I statt- durch richterliche Entscheidung veranlaßt werde. Das Landgericht fand. Auf der Anklagebant befanden sich der Inspektor der genannten erkannte dem Klage- Antrag zufolge, die Verklagten hätten sofort Gesellschaft, Adolph Ehrhardt, und der Landwirth Albert aus dem Geschäft auszutreten bei Vermeidung einer Strafe von Finte aus Nauen. Der letztere hatte während der letzten Jahre die 30 Mart für jeden Tag, den sie nach erfolgtem Urtheil noch im Lieferungen an Heu und Stroh für die Transport- Gesellschaft. Er Dienste der Konkurrenzfirma ständen. Gegen dieses Urtheil legten brachte wöchentlich zwei Fuhren nach Berlin. Auf dem Grundstück die beiden Damen Berufung ein. Das Kammergericht erkannte jeder Gesellschaft in der Wasserthorstraße wurde das Gewicht der doch auf Zurückweisung der Berufung und Aufrechterhaltung der Die Jnnungsmeister gegen das Handwerkergesek. Eine Ladung auf der dort befindlichen Centesimal- Waage durch den den Austritt aus der Konkurrenzfirma bedingenden Zwangsmaßregel. Denkschrift an das preußische Staatsministerium hat nach einer Inspektor festgestellt. Waage war so eingerichtet, Würde die Firma Wertheim ihren Zweck nicht besser erreicht haben, Meldung der Baugewerts 8eitung" der Vorstand vom daß auf einen hineingeschobenen Pappstreifen das Gewicht wenn sie mit den von den Konkurrenzfirmen gebotenen Gehältern zu Zentralausschuß vereinigter Jnnungsverbände auf automatischem Wege niedergeschrieben wurde. Die Anklage konturriren gesucht hätte? Deutschlands betreffend die Innungs- Krantentassen behauptet nun, daß Ehrhardt und Finke Durchstechereien befür Gesellen und Lehrlinge abgehen lassen. In derselben wird die trieben haben. Ehrhardt war geständig. Er gab an, daß er mit Nothwendigkeit betont, den Innungen, auch nach Abänderung der Finke nach der jedesmaligen Lieferung ein Glas Bier zu trinken Sagungen, entsprechend den Anforderungen des neuen Handwerker- pflege. Bei einer solchen Gelegenheit habe Finke ihn darauf gefeßes, einen ihrer Bedeutung und ihrenLeistungen angemessenen Einfluß aufmerksam gemacht, daß man ein bedeutendes UeberParis, 8. März 1899. in der Verwaltung der Innungs- Krankenkassen einzuräumen. Man dürfe gewicht erzielen könne, wenn man das Gegengewicht um eine Bei der Generaldebatte über das Budget des Kriegses nicht dulden, daß, wie es das kürzlich herausgegebene Normalftatut Kleinigkeit zurückschiebe, was unbemerkt bewirkt werden könne, ministeriums hob Aimond hervor, das Kriegsbudget sei in für Innungs- Krantentassen verlangt, die Inmungen von der Gesellen- selbst wenn ein Aufpasser dabei stände. Finke habe ihm der That auf 875 Millionen Francs gestiegen, aber es sei unschaft einfach überſtimmt werden und nichts dagegen thun tönnten, augeredet, mit ihm gemeinschaftliche Sache zu machen, was möglich, diese Summe herabzusetzen, denn man müsse mit Rüstungen Deutschlands und dem wenn eine dergestalt zu stande gekommene Verwaltung absichtlich dabei verdient werde, wollten sie sich theilen. Er, Ehrhardt, den auf den Ruin der Kasse hinwirthschafte. Gegen die Abänderung der habe sich überreden lassen und von dieser Zeit an hätten die Un- wachsen seiner Effektivstärke durch ähnliche Maßregeln bisherigen Braris, wonach Alle als gleichberechtigte Staffenmitglieder redlichkeiten begonnen. Finke habe aber nicht redlich getheilt, sondern Schritt halten. Der Kriegsminister Freycinet erkennt an, daß abstimmten, durch Einführung einer Abstimmung nach Arbeitnehmer- ihm jedesmal nur ein paar Mark gegeben. Der Angeklagte die französischen Effektiv Streitkräfte an Zahl hinter denjenigen und Arbeitgeberstimmen, unter Gewährung einer doppelten Finke, welcher früher ein Geständniß abgelegt hat, widerrief dies im einer benachbarten Macht zurückblieben, man müsse sich darin Stimmenzahl an die ersteren, müffe Termine. Er hat nach seiner Verhaftung einen Anfall von Geistesstörung ergeben mit Rücksicht auf die Bevölkerung Frankreichs. ganz entschieden protestirt werden. Weiter wird in der Denkschrift die Bestimmung, erlitten, Gerichtsphysilus Dr. Störmer begutachtete indessen, daß müssen darauf halten, die Quantität durch die Qualität zu er wonach die Beschlußfassung über Abänderung der Satzungen Finke jetzt vollständig gesund ist. Interessant ist die Art, wie die fezzen.( Beifall.) Ich bin stolz auf die Arbeiten, die Frankreich seit der Generalversammlung der Innungs- Krankenkasse vorbehalten Sache zur Kenntniß der geschädigten Gesellschaft gelangte. Finte 15 Jahren für seine Vertheidigung geleistet hat. Wir gestalten gegenbleiben müsse", nachdrücklich bekämpft. Da die Junung nach wie hatte eines Tages in einer Wirthschaft damit geprahlt, auf wärtig unser Gewehr um, wodurch dasselbe unübertrefflich gemacht bor als die gesetzliche, mit den Rechten der juristischen Person aus- welche Weise Sie Gesellschaft betrogen werde. Ein Privat- wird. Was unsere Artillerie betrifft, so erkläre ich dieselbe für ungestattete Risikoträgerin, für alle Fährnisse und Unterbilanzen ihrer detektiv wurde ungekannt Ohrenzeuge. Er näherte sich zu übertrefflich.( Beifall). Krankenkasse zu haften habe, sei es nicht angängig, die General- nächst dem Angeklagten Ehrhardt in freundschaftlicher Weise versammlung zum endgiltig entscheidenden Faktor für die Giltigkeit und ihm das Gehörte vorhaltend, wußte er ihn zu einem Geborgenommener Statutenänderungen zu machen. Die Selbständig ständnisse zu bewegen, daß er die Durchstechereien schon seit machung der Gesellen in den Innungs- Krankenkassen dürfte sich dem Tage seiner Anstellung betrieben und sich dadurch einen Lehte Nachrichten und Depelden. feineswegs bis zur vollen Emanzipation von der Innung steigern, wöchentlichen Nebenverdienst Hannover, 8. März.( W. T. B.) Heute Nachmittag schoß in sondern müsse sich stets im Nahmen der Organisation der habe. Finte betreibe dies betrügerische Geschäft schon seit Jahren, der Rüdertstraße ein Arbeiter vom Fenster seiner Wohnung aus, selben auf dem Boden des Gesetzes halten. Auf die ihr die beiden Vorgänger Ehrhardt's feien aber zu dumm gewesen, um wahrscheinlich in einem Anfall von Geistesstörung, auf eine im zukommende Betheiligung an der Leitung der Kaffen tönne eine sich mit Finke zu stellen. Der Privatdetektiv erstattete nun bei dem Nebenhause am Fenster stehende Frau, welche schwer verletzt wurde. Innung unter Umständen ganz oder theilweise verzichten; dagegen Direktor Kröger der Gesellschaft Anzeige. Diesem war der starke Sierauf erschoß der Arbeiter seine Frau und sich selbst. sei es ihre Pflicht, auf die Sicherung ihres Einflusses in der Ver- Heuberbrauch längst aufgefallen. Bei der nächsten Lieferung München, 8. März.( W. T. B.) Eine größere Anzahl waltung insofern bedacht zu sein, daß der Bestand und gute Fort- wurde festgestellt festgestellt, daß Ehrhardt das Gewicht des Heues Münchener Künstler, darunter die Vorsitzenden der größeren fünftgang der Kasse nicht gefährdet werde. Die Interessen der Gesellen um etwa 700 Kilo höher angegeben hatte, als der Wahrheit lerischen Vereinigungen und Vereine, haben an den Geh. Baurath würden zur Genüge durch die ohnehin erweiterten Befugnisse des entsprach. Bald darauf erschien Finke, um im Komptoir Zahlung Baul Wallot in Dresden ein offenes Schreiben gerichtet, in dem Gesellenausschusses gewahrt, der vollzählig und stimmberechtigt zu für die Lieferung in Empfang zu nehmen. Beide Angeklagten gegen die Angriffe protestirt wird, welche in der Reichstagsder Innungsversammlung zugelassen sei, sowie auch bei den legten sich aufs Bitten. Finte bot eine Entschädigung in Sigung vom 1. März gelegentlich der Berathung über die Berathungen des Innungsvorstandes durch eines feiner Mit- Höhe von 600 Mart, wenn man die Sache auf sich be- künstlerische Ausschmückung des Reichstagsgebäudes gegen glieder vertreten sei. Es liege keinerlei Veranlassung vor, ruhen lasse. Der Direktor hat berechnet, daß, wenn jedes Wallot und andere hervorragende Künstler gerichtet wurden. Am nach dieser Richtung hin die Rechte der Jnnung zu schmälern. Eine mal für etwa 35 Mart zu viel angegeben wurde, wie es bei Schlusse des offenen Schreibens werden dem Erbauer des Reichsderartige Bestimmung sei auch mit dem Charakter der Innungs- dem letzten Falle zutraf, die Gesellschaft einen Verlust von etwa tagsgebäudes die herzlichsten Sympathien und die aufrichtigste WerthKrantentaffe als Nebeneinrichtung der Innung nicht zu vereinbaren. Der 10 000 m. erlitten hat; vorläufig ist im Zivilflagewege gegen Finke schäßung ausgesprochen. 6000 M. geflagt Innung müsse die Möglichkeit bleiben, willkürliche Abänderungen des auf worden. Der Staatsanwalt hielt Kassenstatuts durch die Generalversammlung zu verhindern, durch die durch die Beweisaufnahme den Angeklagten Ehrhardt des den Bestimmung, daß alle Sagungsänderungen der Zustimmung der Innung Betruges, Angeklagten Finke Anstiftung dazu bedürfen. Die innerhalb des Innungswesens geltende Ordnung dürfe für überführt, er beantragte gegen Ersteren ein nicht durch Bestimmungen gestört werden, welche die Gesellenschaft, Jahr Gefängniß und 2jährigen Ehrverlust, gegen den Letzteren wenn auch nur in einem einzelnen Institut der Innung, zum allein zwei Jahre Gefängniß und 5 jährigen Ehrverlust. Die Verausschlaggebenden Faktor machen. Geschehe dies, so werde die theidiger Ehrhardt's, Rechtsanwälte Dr. Schwindt u. Dr. Meherstein, ganze Gristenz der Innungs- Krankenkassen gefährdet, und mittelbar führten aus, daß die Thätigkeit Ehrhardt's fich nur als Beihilfe tenn auch die ganze Innungsorganisation geschädigt. zeichne, während R.-A. Steinschneider als Vertheidiger des Angeklagten Arbeiterrifiko. Der Wagenputzer Jat. Petersen in Flensburg Finte, für diesen ein milderes Strafmaß zu erzielen suchte, Arbeiterrifiko. Der Wagenpuzzer Jat. Petersen in Flensburg da doch nur diejenigen Fälle in Betracht kommen könnten, welche ist in der Nacht vom Sonntag zum Montag beim Umhängen der zusammen mit Ehrhardt begangen sein sollten. Schlußsignal- Laternen zwischen die Buffer gerathen und derart zerdrückt worden, daß der Tod fofort eintrat. Gerichts- Beitung. von etwa 40 Mart erworben der den Der Gerichtshof verurtheilte Ehrhardt zu 9 Monaten Gefängniß und zweijährigem Ehrverlust, Finke zu 1 Jahr 6 Monaten Gefängniß und dreijährigem Ehrverlust. = AnWir Paris, 8. März.( B. H.) Es verlautet, daß mehrere fenfationelle Verhaftungen bevorstehen. Man spricht von einer möglichen Verhaftung des Generals Boisdeffre und anderer höherer Offiziere, welche im Dreyfus- Prozeß eine Rolle gespielt haben. Paris, 8. März.( B. H.) In dem Verleumdungsprozek Petit Republique" gegen den des sozialistischen Blattes Verwalter des Petit Journal" wurde Letterer zu 1000 Franks Geldbuße und 100 000 Frants Schadenersatz verurtheilt. Paris, 8. März.( W. T. B.) Der„ Liberté" zufolge soll der Kriegsminister Freycinet entschlossen sein, alsbald nach Veröffent lichung der Untersuchung des Kassationshofes die Verfolgung du Path de Clam's einzuleiten. " Peking, 8. März.( Meldung des„ Reuter'schen Bureaus".) Der britische Gesandte McDonald hat dem Tsung- li- Damen erklärt, daß jeder Versuch, dem mit ter Hongkong and ShanghaiBanting- Corporation abgeschlossenen Vertrag die Anerkennung zu versagen, als ein schwerer Vertrauensbruch angesehen werden würde, welcher Vergeltungsmaßnahmen nach sich ziehen müsse. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nachdem erst vor einigen Tagen pie Armenverwaltung Als ein Lockspithel stand der Uhrmacher Leopold Loew zu Weißensee vor Gericht grell beleuchtet worden ist, wurden gestern vor Gericht. Er steht insofern mit der Polizei in Verbindung, als der Steuerverwaltung dieses Ortes recht merkwürdige Dinge Berantwortlicher Redakteur: Hugo Poetsch in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th.Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Nr. 58. 16. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnertag, 9. März 1899. Abgeordnetenhaus. 38. Sigung vom 8. März. 11 Uhr. Die zweite Berathung des Etats der Bauverwaltung wird bei Titel„ Miniftergehalt" fortgefest. Abg. Munckel( frs. Bp.): präsidenten geht nicht hervor, ob er als Ortspolizei oder als Landespolizeibehörde spricht. Der Magistrat hat deshalb beim Verwaltungsgericht Klage gegen die ortspolizeiliche, Beschwerde beim Oberaus der Beschwerde wird, können wir uns fagen, was aus der Klage, präsidenten gegen die landespolizeiliche Verfügung eingelegt. Was wissen wir nicht. Das aber steht fest: dauert der Bescheid des Oberpräsidenten wieder 9 Monate und die Klage auch noch eine Weile, dann haben wir viel Zeit, uns mit dieser Angelegenheit noch zu beschäftigen, und Sie werden das Gegentheil von dem, was Sie erstreben, den 18. März möglichst vergessen zu lassen, erleben.( Sehr richtig! links.) Minister Thielen: Jalan manturAbg. Frhr. b. Zeblik( ft.) · v. protestirt gegen die Ausführungen von der Linken. Die Märztage von 1848 erinnern an eine überwundene Empörung, die unserem Lande nicht zur Ehre gereicht. Es ist ein bedenkliches Beginnen, zu einer Zeit, wo der Rechtsstreit noch schwebt, solche Reden zu halten, welche die Richter beeinflussen können.( Beifall rechts.) Abg. Graf zu Limburg- Stirnm( f.): Invalidenversicherungs- Kommission. 9. Sigung vom 8. März 1899. Zu§ 22( Lohnklassen) beantragen Durchschnittslohnes folgende Lohntlassen nach der Höhe des Arbeitsmoltenbuhr und Genossen anstatt des bisherigen Jahresverdienstes zu bilden: Klasse I einen Wochenverdienst II III IV bis 7 m. bon über 7 bis 11 " 11 17 " " " 17 24 " " 24 " " Die Umwehrung des Friedhofs der Märzgefallenen hat bielleicht formell den Minister noch nicht beschäftigt, aber der Minister ist der höchste Chef der Baupolizei und die so wohlerwogene Verfügung des Berliner Polizeipräsidenten hat die höhere Instanz unter der Hand wenigstens wohl schon passirt. Die vor neun Monaten In Fällen, wo der Wochenverdienst niedriger ist als der sechsnachgesuchte Bau- Erlaubniß ist vor Kurzem versagt worden, weil das Eine derartige Rede ist wohl beim Bau- Etat noch nie gehalten Bauwerk eine Ehrung der Märzgefallenen, mithin eine Verherr- worden.( Sehr richtig 1) Die Nde war eine Verherrlichung der Re- fache Betrag des ortsüblichen Tagelohnes gewöhnlicher Tage- Arbeiter lichung der Revolution darstellte, die aus allgemeinen ordnungs- volution.( Beifall rechts.) Ich habe nicht erkennen können, daß sie( 8 des Krankenkassengesetzes), find Marken zu gebrauchen, welche polizeilichen Gründen nicht gestattet werden könne. Die Begräbniß- mit dem Bau- Etat in irgend welchem Zusammenhange steht, und da diesem Betrag entsprechen. Wenn neben den Gehalt beztv. Lohn lediglich Naturalstätte war in früherer Zeit schon völlig vernachlässigt und kaum noch der Redner dies auch selbst anerkannt hat, so habe ich keine Veranvergütung gegeben wird, so ist der Werth derselben nach den am Orte zugänglich und man sagt, daß es einer Intervention des verlassung, eine Erklärung abzugeben. Die gegen die Regierung er feitgestellten Marktpreisen zu bemessen. Moltenbuhr begründet storbenen Kaisers Wilhelm I. bedurfte, um überhaupt einen Zugang hobenen Vorwürfe weise ich im Auftrage derfelben ganz entschieden festgestellten Marktpreisen zu bemessen. Molkenbuhr begründet Stadtverordneten, einen einfachen Dentstein zu errichten, dem stanzenzuge schwebt, so habe ich meinerseits feine Veranlassung, eine geschädigt würden, was der sozialdemokratische Antrag beseitige. den Angehörigen zu schaffen. Es ist bekannt, daß der Beschluß der zurück.( Beifall rechts.) Da die Angelegenheit selbst noch im In- eingehend den Antrag und weist an typischen Beispielen nach, wie durch die bisherige Festsetzung verschiedene Arbeiterkategorien Magistrat zu weit ging und daß die Niederlegung von Kränzen am Entscheidung herbeizuführen.( Bravo! rechts.) Der Regierungsvertreter vertheidigt die Regierungsvorlage, fünfzigjährigen Gedenktage durch den Oberpräsidenten verhindert weil die dort angewendete Festsetzung des Durchschnittslohns auch worden ist.( Sehr richtig! rechts.) Diese Dinge find ja abbei der Krankenversicherung eingeführt sei. Auch sei die Berechming gethan. Uebrig geblieben ist die Umwehrung des Friedhofs mit des Wochenlohns bei Affordarbeiten und unständigen Arbeiten jehr einem eisernen Gitter und einer schlichten Friedhofspforte, die man erschwert; fast undurchführbar. Auch der württembergische fälschlich Portal genannt hat. Das Projekt ist ausgearbeitet vom StadtRegierungsvertreter spricht gegen den Antrag Mollenbuhr, Röside baurath Hoffmann, der auch das Reichsgericht gebaut hat und dem der Ruf eines sehr konservativen Mannes vorangeht. Das Projekt ist also aus prinzipiell für denselben, macht aber zahlreiche Bedenken geltend; v. Loebell giebt zu, daß der sozialdemokratische Antrag den InterIhrer( rechts) Mitte gewissermaßen geboren.( Heiterkeit.) Daß es der Arbeiter gerecht werde, aber aus praktischen Gründen einfach ist, geht aus der Zeichnung hervor, die ich auf den Tisch des Hoffentlich wird die Regierung alles thun, damit die endgiltige fönne er ihm nicht zustimmen. Er beantragt im§ 22 Absatz 5 wie Hauses niederlegen werde. Die stosten belaufen sich auf etwa Entscheidung im Sinne der Entscheidung des Polizeipräsidenten aus folgt zu fassen: 6500 M.( hört! hört!), das ist etwa der 25. Theil der Summe, fällt. Zweifellos geht ja die ganze Tendenz der Bestrebungen des" Der Versicherte kann die Versicherung in einer höheren als der die die Stadt Berlin für die Ausschmückung der Straßen zur Berliner Magistrats auf eine Fälschung der Geschichte jenigen Lohnflasie, welche nach den vorstehenden Bestimmungen für Centennarfeier hergegeben hat.( hört! hört!) hinaus; eine solche Fälschung aber können und wollen wir nicht ihn maßgebend sein würde, beanspruchen, wenn er nachweist, daß er Man sucht unwillkürlich in dem Bescheide nach irgend einem dulden. Es handelte sich im Jahre 1848 auch gar nicht um eine unter Zugrundelegung seines thatsächlichen wöchentlichen ArbeitsBejeglichen Anhalt. Es paßt aber fein einziger Paragraph, denn es Revolution, sondern um eine Revolte, die den Gang der Geschichte nicht verdienstes in einer höheren Lohnklasse zu versichern sein würde. ist tein einziges Gesetz darin angezogen. Wir leben doch in einem ernstlich beeinflußt hat. Bedauerlich ist es, daß die Entscheidung Kann er diesen Nachweis nicht führen, so tann er zwar auch eine Rechtsstaat, wo nicht Alles verboten werden kann, was nicht aus- so lange auf sich warten ließ, denn dadurch wurde der Eindruck er höhere Versicherung beanspruchen. In diesem Falle ist jedoch der drücklich erlaubt ist. Wenn Demonstrationen gemacht werden, die weckt, als ob es der Regierung an Entschiedenheit und Energie fehle. auf den Arbeitgeber entfallende Betrag( nach dem Gesetzentwurf) strafbar sind, dann mag man uns den Paragraphen des Straf- Es ist auch ganz klar, daß die Tendenz der städtischen Behörden nach der für den Versicherten maßgebenden Lohnklasse zu bemessen." gejezbuches zeigen, gegen den das Bauwerk verstoßen soll. Aber dahin geht, die Rtvolution zu verherrlichen. Zuerst wollte man ein Hofmann( natl.) spricht sich ähnlich aus; Staatssekretär Posanicht einmal, wenn die berühmte Umsturzvorlage, die einzige Denkmal; als das nicht ging, eine Demonstration, und als auch dowsky stimmt ebenfalls dem Grundgedanken des sozialdemo Erbschaft, die die Rechte des Hauses aus dem Caprivi'schen Nachlaß diese fehlschlug, da hat man sich auf ein verleidetes fratischen Antrages zu, die praktische Durchführung stoße aber auf ohne Rechtswohlthat angetreten hat( Heiterkeit), Gesetz geworden, Denkmal zurückgezogen.( Sehr richtig! rechts, nicht einmal darunter hätte man die Versagung dieser Erlaubniß ſpruch links.) Wider folche Schwierigkeiten, daß man statt des Wochenlohnes den DurchEs bleibt aber immer ein Erinnerungsschnitt des Jahresarbeitsverdienstes borzog. Hize tritt für subsumiren können. Die Voraussetzung der Regierung, daß es sich zeichen, ein Zeichen der Hochachtung und Werthschäzung der Abhilfe der bisherigen Mißstände ein. Stadthagen weist nach, um eine Demonstration, um eine Verherrlichung der Revolution Stadt Berlin für die im Friedrichshain Begrabenen, und das wie nothwendig die Annahme des sozialdemokratischen Antrages ist, handle, trifft gar nicht zu. Ich würde es bedauern, wenn bekämpfen wir auf das entschiedensie. Auf die Geschichte haben die nur durch diesen werde dem Versicherten auch klar, in welche Klasse er die Stadtvertretung von Berlin eine Erinne Märzereignisse keinen Einfluß gehabt, denn der König Friedrich gehöre. Frauten( uatl.) diesem Kostenaufwande unternehmen würde.( Sehr geben; gegen 4 Stimmen abgelehnt; in der Ehrung der Wiärzgefallenen seitens des die Eventualanträge Wolfenbuhr's( Seeleute und eingut! links.) Dazu scheint mir die Bedeutung jener Tage größer zu Königs tönnen wir nur ein geimen seiner edlen geschriebene Hilfskaffen betreffend) wird der erste gegen 6 Stimmen, jein als die Summe, die man dafür ausgeben will.( Sehr richtig! Gesinnung erblicken.( Beifall rechts.) Er hatte den der zweite gegen 8 Stimmen abgelehnt. Der Antrag v. Loebell Tints). Nur das Allernothwendigste, was bei jedem Friedhof geschieht, edlen Wunsch, mit seinem Volfe einig zu sein. Die umstürzlerischen wird mit 15 gegen 8 Stimmen angenommen, der ganze Absatz 5 sollte geschehen. Elemente aber widersetzten sich dem sie wollten keine Versöhnung, einstimmig, ebenso Absatz 6, der ganze§ 22 mit 19 gegen 4 Stimmien fondern den Umsturz und die Beseitigung des Königthums. Die angenommen. Strone hat denn die Sache allein in die Hand genommen und aus freiem Ermessen die Verfassung gegeben. Nicht die Männer von 1848, sondern die Armee hat das deutsche Reich geschaffen.( Lebh. Beifall rechts; gischen links.) rung an die Märztage demonstrationsweise mit Wilhelm IV. hatte schon längst versprochen, eine Verfassung zu Der Antrag Mo Itenbuhlt den Antrag für undurchführbar. von einer Abg. v. Puttkamer- Plauth( t.): Abg. Munckel( frf. Bp.) wird Nach einstündiger Bause werden die Berathungen wieder aufgenommen und die§§ 23, 24, 25 erledigt. Molkenbuhr und Genossen beantragen,§ 31a( Beschränkung des Verfügungsrechts von leberschüssen desSondervermögens zu besonderenLeistungen) zu streichen, veil alle nur möglichen Leistungen in das Gesetz aufzunehmen sind, damit nicht auf Kosten der Versicherten Gnadengeschenke von den Austalten erwiesen werden; Wohlthaten zu empfangen hat für den Empfänger etwas Niederdrückendes. Die Inschrift ist zur baupolizeilichen Genehmigung gar nicht ein gereicht worden und bedarf keiner Genehmigung. Die Zeichnung ist eingereicht und an ihr ist bis jetzt keine Änderung vorgenommen. Trotzdem bedurfte es zu ihrer Beurtheilung einer neunmonatlichen Heberlegung. Der Polizeipräsident und der Minister irren sich wirklich in ihren Voraussetzungen. Ein Gutes aber hat der ab= lehnende Bescheid, er nemut offiziell die Ereignisse vom 18. März 1848 eine Revolution", während man sonst mur Ich bin entschieden der Ansicht, daß die Berliner Stadtverord Emeute"," Empörung"." Aufstand" sprach.( Sehr gut! neten- Bersammlung eine Berherrlichung der Revolution beabsichtigte. links.) Auch wenn Magistrat und Stadtverordnete, was sie nicht Das geht daraus hervor, daß nach dem ersten Beschluß der Stadt gethan Stadthagen: Die Begründung, die der Staatssekretär gab, aben, für die Ehrung dieser Revolution etwas gethan verordneten ein Denkstein für die Märzgefallenen errichtet und ein hätten, so wäre das kein Grund, daß unsere Behörden dagegen Kranz darauf niedergelegt werden sollte. Man kann auch nicht die widerspricht den Motiven. Dort sei unter Anderem gesagt: Geeinschreiten. Gewiß ist es bedauerlich, daß damals Menschen: Billigkeit der Umfriedigung des Kirchhofs als Beweis dafür an währung von Hypothekengeldern zum Hausbau, um die Arbeiter leben vernichtet find, aber ebenso gewiß kommen die Früchte jener führen, daß eine Verherrlichung der Revolution nicht beabsichtigt mehr wie bisher seßhaft zu machen". Das liege im Interesse Ereignisse uns allen zu Gute. Wenn wir hier fizen, wenn drüben war. Eine rothe Fahne mit der Inschrift:" Tod dem Tyrannen!" der Unternehmer, aber nicht der Arbeiter, denn nur dort, wo die der Reichstag tagt, wenn der König von Preußen sich jetzt deutscher ist noch billiger, aber doch zweifellos eine Demonstration.( Bei- Löhne am schlechtesten, sind die Arbeiter nicht seßhaft. Die tünstliche Fesselung entspreche dem Unternehmerinteresse, das dann troz Kaiser nennen darf, so haben das die Ideen von 1848 gemacht, für fall rechts.) schlechter Löhne die Arbeiter fesseln könne. die jene Männer gefallen sind, Ideen, die in Ihre Köpfe( rechts) Salisch( f.): Die niemals hineingehen werden( Sehr gut! links), aber auch aus ihren Wohnungsnoth für die Arbeiter sei bei den Bauern( von 50-250 Es handelt sich nicht um ein Denkmal, sondern um ein noth- Morgen Befit) größer als bei den Großgrundbesizern. Die AnKöpfen niemals herauskommen.( Sehr gut! und Heiterfeit links.) wendiges und zweckmäßiges Bauwerk, das nicht einfacher und billiger gelegenheit der Wohnungsfrage sei aber so schwierig, daß sie hier Die Märzereignisse sind nur ein Theil der revolutionären Ereignisse sein kann. Die deutsche Idee fam im Jahre 1848 lebhaft beim nicht erledigt werden könne, beshalb wolle auch er, daß der§ 31a von 1848; sie sind in dieser Wirkung damals auch aus allerhöchstem Volke zum Ausdruck, als der König seinen bekannten Umzug hielt. gestrichen werde. Rösicke beantragt: zu streichen, daß erst die Munde selbst anerkannt worden. Am Begräbnißtage, dem 21. März, nd wenn man das Verdienst des Fürsten Bismard noch technungsstelle zu prüfen habe und den Absatz 2 folgendermaßen stand der König am Fenster seines Schlosses und begrüßte die vor so hoch anschlägt, so wird man doch nicht mehr sagen übergehenden Särge mit abgezogenem Hute.( Sehr gut! links.) Warum können, die Soldaten seien willenlose Subjekte, die feiner zu fassen: Solche Beschlüsse bedürfen der Genehmigung des Bundesfoll man nicht daran erinnern, daß damals alle Behörden, Begeisterung fähig seien. Dem Polizeipräsidenten von Berlin raths; solche Beschlüsse sind jederzeit widerruflich. Moltenbuhr auch die konservativen sie nannten sich damals nicht so alle sollte man zu seinen vielen Geschäften nicht auch noch das Amt eines. Gen. stellen als Eventualantrag, falls die Streichung abgelehnt wird, den Antrag:„ Die Ueberschüsse zu verwenden zu in der Verherrlichung dieser Ereignisse einverstanden waren? Sind Wächters über die Geschichte der Stadt Berlin übertragen. Mit einer Erhöhung der Angehörigen Unterstützung während der Verdenn diese Ehrenbezeugungen etwa nicht aufrichtig oder einer Weltgeschichte, die in erster Instanz bom pflegung der Versicherten in einem Krankenhause, sowie zu einer nicht freiwillig gewesen?( Sehr gut! links.) Das würde föniglichen Polizei- Präsidenten, in zweiter Arbeitsminister gemacht m ich als konservativer Mann auch von einem verstorbenen König Instanz vom Erhöhung des zulässigen Höchstbetrages beim Zusammentreffen von Dieser Antrag wird nicht behaupten( Sehr gut), das behaupte ich als Liberaler von möge man das Bolt verschonen.( Lebhafter Beifall links, Invalidenrente mit Unfallrente oder Bension." gegen 4 Stimmen abgelehnt; der Antrag Stöside gegen ihm nicht. Wären jene Erklärungen nicht aufrichtig oder freiwillig Bischen rechts.) 7 Stimmen an genommen. Nächste Sigung: Donnerstag. gewesen, wäre auch Alles, was gefolgt ist, nicht aus der freiwilligen Initiative der Majestät entstanden.( Sehr gut! links.) Wenn Sie Ich meine, daß das Haus nicht den Beruf hat, über die poli unsere Verfassung die Ihnen immer noch nicht genug zurück- tische Bedeutung der geschichtlichen Ereignisse von 1848 ein Urtheil revidirt ist diese oftroyirte Verfassung vom 5. Dezember 1848, die abzugeben. Die Friedhofsfrage hätte man als einen Theil des Charte Waldeck nennen, dann wissen Sie wohl, weshalb Sie das Hochbaues und nicht als einen Theil der Weltgeschichte behandeln thun( Sehr richtig! links), und Waldeck hätte nicht in der National- sollen.( Sehr richtig!) So hat man die öffentliche Meinung ganz versammlung gesessen, und diese wäre vielleicht mir ein Vereinigter unnüz aufgeregt.( Beifall.) Landtag geblieben.( Rufe: Zur Sache!) Ich spreche zur Sache, ich spreche vom 18. März 1848. Das ist Ihnen wohl unangenehm? Die Stadtverordneten Versammlung hat mit ihrem Beschlusse ( Heiterkeit.) Wir halten den Tag in Ehren, den Sie schmähen, ja keineswegs eine Verherrlichung der Revolution beabsichtigt. Der den manche am liebsten beschimpfen würden.( Beifall.) Er ist der deutsche Einheitsgedanke stammt aus dem Jahre 1848. Sind die Geburtstag unserer tonftitutionellen Verfassung. Liberalen damals nicht als Verbrecher behandelt werden? Wollen ( Sehr richtig.) Sie sprechen von Empörung; sie ging aber nicht gegen Sie bestreiten, daß die damalige Bewegung uns die Verfassung den König, der war nie bedroht, sondern gegen das absolute Regiment, das heute wieder Mode wird, und von dem der zur gebracht hat.( Lärmendes Gelächter rechts.) Besprechung stehende Fall eine neue Auflage darstellt.( Sehr richtig!) denn es war eine Empörung gegen dieses absolute Regiment, das Ob die Regierung das Recht hat, eine Verherrlichung der Redamals gestürzt wurde und dessen Sturz die damaligen Würden- volution zu verhindern, ist eine Frage des politischen Taktes, über träger zum allerhöchsten hinauf ausdrücklich anerkannt haben. Die die wir uns mit dem Abg. Munckel nicht verständigen werden. Die Ereignisse sind mit Blut besiegelt worden. Auch ein Staatsmann Parallele des Berliner Märzaufstandes mit den deutschen Einheitsaus Ihren Reihen( nach rechts) hat gesagt: manches läßt sich nicht friegen von 1870/71 müssen wir entschieden zurückweisen. Das ist anders erreichen, als mit Blut und Eisen.( Sehr gut! links.) Frei- eine Blasphemie. Abg. Ehlers( frs. Vg.): Abg. Dr. Langerhans( frs. Bp.): Abg. v. Puttkamer- Blanth( f.): werde, Kolonial- Etat. Die Budgetkommission des Reichstags setzte am Mittwoch die Berathung des Kolonialetats bei dem Etat für das Südwestafrikanische Schutzgebiet fort. Zur Fortführung der Eisenbahn von Swakopmund nach Windhoeck werden 2300 000 m. gefordert. Abg. Frese( lib. Vereingg.) hatte am Dienstag beantragt, 300 000 m. davon zu streichen. Nach längerer Diskussion wurde die Position unverkürzt genehmigt, ebenso die zweite Rate im Betrage von 500 000 M. zur Fortführung des Baues der Hafenanlagen bei Swakopmund. Zu Beihilfen für sich anjiebelnde deutsche Mädchen find fodann 25 000 M. angesett. Referent Prinz Arenberg befürwortet die Bewilligung, damit nicht in der deutschen Kolonie sich ein Bastardgeschlecht entwickele, wie es in der Napkolonie und anderen Territorien geschehen sei. Der Storreferent Dr. Haffe ist derselben Meinung. Abg. Bebel erklärt sich gegen dieses„ staatliche Ghevermit te lungsbureau. Auch wenn die Mädchen als Gesinde unters gebracht würden, übernehme der Staat eine Verantwortlichkeit, die man ihm nicht zuweisen dürfe. Die Verträge seien unzulänglich, lich, wenn damals schon Herr v. d. Rede gewesen wäre Eine politische Demonstration fann auch mit kleinen Mitteln er- und man müsse befürchten, daß diese Mädchen geradezu der Pround hätte in die Füße schießen lassen( große reicht werden. Es erfüllt uns mit tiefem Schmerz, daß im stitution in die Arme getrieben würden. Direktor von Buchka: Heiterkeit), dann wäre vielleicht die Revolution an- preußischen Abgeordnetenhause eine neue Verherrlichung Die Begünstigung der Einwanderung deutscher Frauen und MädSers ausgefallen.( Heiterkeit; Unruhe rechts.) Denten Sie der Revolution stattgefunden hat. Im Reichstage find chen in die Kolonie habe eine hohe nationale Bedeutung. Denn recht lebhaft an diese Zeit zurück und freuen Sie sich, wir ja so etwas gewohnt von einer Partei, die die Grundlagen die Frau sei in erster Linie die Trägerin deutscher Kultur. Daß daß Sie fie zum großen Theil nicht haben mitmachen unserer Staats- und Gesellschaftsordnung zu untergraben sucht. Aber in den Verträgen, die mit den Mädchen abgeschloffen werden, einige brauchen. Ich wiederhole: Der Bescheid entbehrt der gesetz- auf die Invektiven des Abg. Munckel mußten wir antworten. Härten sich befinden, die der Abänderung bedürfen, sei möglich, daß lichen Grundlage. Die Weisheit der hohen Regierung dabei( Beifall rechts.) die Mädchen auch vom Gouvernement in ihrer Eristenz geschützt zu prüfen, möchte ich mir kaum herausnehmen. Eine Regierung als Bizepräsident Frhr. v. Heeremann werden, wenn sie dienstlos werden und sonst kein Unterkommen mehr folche ist immer weiser als ein Einzelner von uns.( Seiterfeit lints.) rügt den Ausdruck Invektiven. finden, sei selbstverständlich. Abg. Bebel hält seine Bedenken auf Aber bezweifeln möchte ich doch, ob das Vorgehen flug gewesen ist. recht und weist auf einzelne Bestimmungen der Verträge hin. Bei Das Vorgehen gehört ganz und gar in das System der fleinen Es geht nun manchmal nicht ohne Revolution. Auch vom Hofe Streitigkeiten würden die Dienstherrschaften bei dem Gouverneur Maßregeln; ich nenne fie nicht fleinlich, um der Intervention des wird Revolution gemacht.( Sehr richtig! links.) Die Konservativen Unterstützung finden. Auch sei der Lohn zu gering. Abg. Gröber( 8.): Präsidenten zu entgehen. Die Wirkung wird die entgegengesette scheinen mir den edlen König Friedrich Wilhelm IV. als schwach- Bum Theil seien Bebel's Bedenken berechtigt. Jedenfalls müsse sein von der, die man beabsichtigte. Wäre die Einfriedigung ohne sinnigen Menschen hinstellen zu wollen. Man soll an den Worten dafür Sorge getragen werden, daß die Mädchen ohne große ein Wort genehmigt worden, so würde sie kaum in Berlin oder sonst und Thaten eines Königs nicht drehen und deuteln! Muß ich das Schwierigkeiten wieder nach Deutschland zurückkehren könnten, wo Aufsehen erregt haben.( Sehr richtig! links.) Jetzt haben wir jetzt den Herren Konservativen sagen?( Beifall links.) Abg. Graf Arnim meinte, der Vertrag sei verbesserungsbedürftig, auf diese Regierungsweisheit zunächst 9 Monate gewartet. Hätte Hiermit schließt die Debatte. die Rückkehr müsse den Mädchen garantirt werden. Er bittet, die doch die Regierung die vollen 9 Monate abgewartet, vielleicht wäre Forderung für dieses Jahr abzusetzen. Direktor v. Buchka zieht das Kind etwas vollkommener ausgefallen.( Große Heiterkeit.) darauf die Position zurüd. Der Rest des Etats pafsirt ohne Das hat böses Blut gemacht. Aus dem Bescheide des PolizeiDebatte. Abg. Munckel( frf. Bp.): Der Titel„ Minister" wird bewilligt, ebenso ohne wesentliche Debatte eine Reihe weiterer Titel. Um 4 Uhr wird die Verhandlung auf Abends 71/2 Uhr vertagt. " berbieten. Es folgt der Etat für Neu- Guinea( 732 000 M). Referent| Verwaltung geliefert, weil die Berliner Verhältnisse es den Kindern| Stellung, worin fie 15 bis 18 M. die Woche verdiente Beuster, der den mit der Neu Guinea- unmöglich machen, sich dieses Lernmittel durch Botanisiren selber zu ohne Beschäftigung war, verlangte von ihr, daß sie ihm das Geld Nompagnie abgeschlossenen Vertrag zur Annahme. beſchaffen. Aber an der Thaliache der Durchbrechung des gebe und ihn unterhalte. Da fich die Weidner weigerte, ihm Geld Die Baarzahlung von 4 Millionen dürfte den Verhältnissen ent- Prinzips, daß unentgeltliche Lernmittel nur dem Bezu geben, hatte ihr Beuster schon am Sonntag nachgestellt und sie sprechen, doch sei vielleicht die zehnjährige Ratenzahlung zu fürzen. dürftigen zu gewähren seien, wird dadurch nichts ge- mißhandelt. Er drohte ihr mit Erschießen, wenn sie nicht seinen Direktor v. Buchka weist darauf hin, daß der neue Vertrag das ändert. Wenn es der städtischen Verwaltung wirklich so Willen thun und ihm ihren Verdienst ausliefere. Dienstag Abend Resultat langer Verhandlungen mit der Gesellschaft sei. In wesent- sehr um das Prinzip zu thun wäre, man die stand er bereits, wie erst nachträglich bekannt geworden ist, in dem lichen Punkten lassen sich Abänderungen nicht treffen. Neu- Guinea Kinder ja, wie man sie heute für ihre Bücher und Schreibmaterialien Hause Oderbergerstr. 29 mit einem geladenen Revolver auf der sei das aussichtsvollste Schutzgebiet, das wir haben. Es sei berechtigte an Buch- und Papierhändler verweist, für die Pflanzen an die Lauer, erreichte aber seinen Zweck nicht, da die Erwartete schon Aussicht, hier ein zweites Java zu schaffen. Durch die Anklagen des Gärtner verweisen, die sich bei Bedarf gewiß darauf einrichten früher weggegangen war. Gestern Morgen verbarg er sich unter Herrn Hans Blum solle man sich nicht beirren lassen. Daß durch die Aus- würden. Das thut man nicht einmal bei den höheren Schulen. Es der Treppe, den Revolver in der Hand. Als die Weidner wahl der 50000 Hektar seitens der Gesellschaft die Ansiedelung anderer dürfte aber schwerlich schon einmal einem bemittelten Vater ein- furze Zeit darauf über darauf über den Hausflur fam, jagte ihr Konkurrenten gehindert werde, treffe nicht zu, da der Gouverneur gefallen sein, sich dadurch beschämt" zu fühlen. Bezüglich der an Beuster hinterrüds eine Kugel durch den Kopf. Während die Gemit diesbezüglichen Instruktionen versehen werden solle. Abg. Gemeindeschultinder unentgeltlich vertheilten Topfpflanzen wäre es troffene, aus Mund, Nase und Ohren blutend, auf der Treppe Richter: Wenn man die Verwaltungskosten übernimmt, sei es ganz interessant zu wissen, ob sie etwa nur von den ärmsten Kindern zusammenbrach, setzte Beuster sich unten an der Treppe den Revolver ungerechtfertigt, die Geld- und Landabfindung noch zu tragen. Er angenommen werden. Wir glauben es nicht. an den Mund und schoß sich mit den Worten:„ Jezt habe ich meine tritifirt die bisherige Verwaltung und bezeichnet die optimistische Rache, gefühlt!" eine Kugel durch den Kopf. Bewußtlos brach auch Auffassung über die Lage der Kolonien als unbegründet. Und das nennt sich ,, Wahl"! Bei der Stadtverordneten er zusammen. Ein Arzt, den die durch den Knall der Schüsse herbeiAbg. Frese: Er habe schon 1896 darauf hingewiesen, daß er dem Ersatzwahl im Wahlbezirk 9 der ersten Abtheilung wurde am Dienstag gerufenen Hausbewohner holten, stellte fest, daß die Verwundeten Bismarc- Archipel und Neupommern vor Kaiser Wilhelmsland weit mit 16 von 17 abgegebenen Stimmen der liberale Kandidat Fabrik beide noch lebten. Er alarmirte die Rettungsgesellschaft, und diese den Vorzug geben müsse. Der Gesundheitszustand sei hier sehr un- befizer Karl Röhlich gewählt. Eine Stimme fiel auf den Handels- fandte zwei Lüd'sche Wagen, um die Schwerverlegten der Charitee günstig. Die Kulis der Gesellschaft seien minderwerthig gewesen. richter Bamberg. Welche innige Freude müssen doch unsere Liberalen zuzuführen. Auf dem Wege dorthin starb Beuster bereits; ſeine Aber der Tabakbau habe große Aussichten. Auch die Baumwolle, die an einem Wahlsystem haben, das dem Reichthum ein solches Ueber- Leiche wurde in das Schauhaus gebracht. Das Mädchen lebt noch, dort gezogen werde, sei von allerbester Qualität. Neu- Guinea fei eine gewicht über alle gestattet, die mit ihrer Hände Arbeit die Angehörigen liegt aber auch sehr schwer darnieder. viel bessere Acquisition, als es z. B. Ostafrifa jemals sein werde. Das der Plutokratie zu ernähren verdammt sind. Ella Golz hatte sich seiner Zeit, als ihr beabsichtigtes Auftreten schlechte Geschäft, das die Neu- Guinea- Kompagnie gemacht habe, sei Abgelehnt hat der Polizeipräsident den vom Verein Berliner in dem verflossenen Olympia- Theater vom Polizeipräsidium unterihr einziges Verschulden. Ob 3 oder 4 Mill. an die Gesellschaft gezahlt möbeltransporteure fürzlich gestellten Antrag, den diesjährigen April fagt wurde, beschwerdeführend an den Oberpräsidenten der Proping werden, sei minder wichtig. Aber eine Entscheidung müsse getroffen werden. Die 50 000 ha dürften der Gesellschaft aber nur auf Kaiser Umzugstermin mit Rücksicht darauf, daß die beiden Oster- Feier- Brandenburg v. Achenbach gewandt. Jezt ist einer Lokalforrespondenz Wilhelms- Land gewährt werden, sonst tönne er nicht für den Vertrag tage diesmal mit den Haupt- Umzugstagen zusammenfallen, bis zufolge von dem Oberpräsidenten die Entscheidung getroffen worden, daß das Polizeipräsidium vollkommen recht gehandelt habe, und daß stimmen, und dann müsse die Auswahl in den nächsten drei Jahren zum 6. April zu verlängern. geschehen. Graf Arnim beantragt statt 10 Jahre: 3 Jahre Ueber die Berliner Rohrpost von 1876 bis 1897 enthält die auch in Zukunft ein öffentliches Auftreten weder unter eigenem noch unter angenommenem Namen gestattet werde. Uns war die widerzum Erwerb der 50 000 ha festzuseßen und den Bodenwerth auf Statist. Korresp." einen Aufsatz, dem wir folgendes entnehmen: liche Reklame, welche das Olympia- Theater mit dem Namen der das Kaiser Wilhelms- Land zu beschränken.- Dieser Antrag ge- Die Rohrpost ist am 1. Dezember 1876 mit 25,90 Kilometer Leitungs- Gula Goly trieb, wahrlich nicht sympathisch; wissen möchten wir langt mit großer Mehrheit zur Annahme und mit dieser Modi- länge und 15 Aemtern dem öffentlichen Verkehr übergeben worden. aber doch, woher der Vertreter der Regierung das Recht nimmt, filation wird der Vertrag mit der Neu- Guinea- Gesellschaft erledigt. Im Jahre 1881 wurde Charlottenburg, 1894 Schöneberg und 1895 Der Etat wird debattelos angenommen. Damit ist der Kolonial- Rixdorf an das Rohrpostnek angeschlossen. Ursprünglich war die iemandem überhaupt für alle Zeiten ein öffentliches Auftreten zu etat erledigt. Rohrpost nach dem Polygonalsystem angelegt, das sämmtliche Stationen in mehrere mit ihren Peripherien einen Zentralpunkt der Straßenräuber Puh.... mn, der im Herbst v. J. den berührende Kreise zusammenfaßt; 1884 wurde sie nach dem Radial- Mechaniker pfer bei Spandau vom Rade schoß und beraubte, ist systeme, bei dem die Röhrenleitungen von einem oder mehreren in Dresden erhaftet worden. Beim Rangiren hat der 25 Jahre alte Eisenbahn- Arbeiter Bentralpunkten aus nach den einzelnen Stationen strahlenförmig auslaufen, umgebaut, weil die Anwendung dieses Systems die Aus- Hermann Stahl, der bei der Wittwe Hirth in der Türrschmidtstr. 32 dehnungsfähigkeit des Röhrenneges ganz erheblich erhöht, auch eine zu Rummelsburg wohnte, den Tod gefunden. Stahl war seit einem beträchtliche Verkürzung der Beförderungsdauer zur Folge hat. Die Bierteljahr als Hilfsrangirer auf dem Rangirbahnhof der NiederLänge des Röhrenneges, die am Schlusse des Jahres 1877 29,41 schlesisch- märkischen Bahn in Rummelsburg beschäftigt. An einer Kilometer betrug, war Ende 1897 auf 108,66 Stilometer gestiegen; Weiche blieb er mit einem Stiefelabsatz zwischen zwei Schienen die Zahl der Aemter betrug 1877 19, 1897 53. Die Gesammtzahl hängen, kam zu Falle und wurde von einem Güterwagen über3500 M.( Diese Stala bedeutet gegenüber der Magistratsvorlage der beförderten Gegenstände ist von 1325 000 im Jahre 1877 auf fahren. Ein Rad ging ihm über den Rücken. Im Krankenhause und dem Beschlusse des betreffenden Ausschusses eine Verbesserung). 5828 000 im Jahre 1897 gestiegen. Die durchschnittliche jährliche Bethanien, wohin man ihn mit einem Rettungswagen der Bahn 2. Magistrats Assessoren: die letzte Stufe nach der Zunahme betrug 7,8 pCt., in den letzten beiden Jahren allerdings brachte, ist er seinen Verlegungen erlegen. Magistratsvorlage-7500 m. nach 18 Jahren wiederherzustellen. nur je 4,5 pet. Die Nobrpoft dient vornehmlich zur Beförderung Unglückliche Liebe zum Militär hegt der Gemeine Louis Kempf - Ferner wurde folgende Resolution eingebracht: Der Magistrat von Telegrammen; der Antheil der Briefe und Karten, der im stellung den Titel„ Magistratsrath" zu verleihen. allmälig zu finken, jodaß er im Jahre 1897 mir noch 20,07 yet. be dann endlich als unsicherer Kantonist eingezogen worden war, beging wird ersucht, den Magistratsaffefforen nach ihrer lebenslänglichen An- Jahre 1877 20,83 betrug, stieg bis 1885 auf 31,66 pct., um dann vom 3. brandenburgischen Trainbataillon in Spandau. Zunächst hat nur pct. er fich der Militärpflicht geraume Zeit zu entziehen gewußt; als er trug. Seit 1887 ist die Rohrpost auch für die Zwecke der Eilbriefer eine Reihe von Handlungen, wegen deren er bestraft wurde. In Die städtische Hochbau- Deputation, welche gestern unter dem bestellung brauchbar gemacht. Vorsitze des Stadtraths Namslau eine Sigung abhielt, genehmigte voriger Woche ist er nun fahnenflüchtig geworden. endgültig den vom Baurath Hoffmann vorgelegten speziellen EntDas Polizeipräsidium theilt mit: Nach§ 42 der GesindeAufgeklärt ist jetzt ein Vorgang, der am Sonnabend Abend an wurf und Koſtenanschlag für die Gemeindeschulen und den Ordnung vom 8. November 1810 soll das Gesinde, wenn der Tag der Michaelbrücke großes Aufsehen erregte. Dort sprang um 8 Uhr Entwurf des Stadtbauinspektors Hesse für die Turnhalle in des Dienstantritts auf einen Sonn- oder Festtag fällt, an dem letzt von dem Nebenweg an der Brücke ein Mann, seiner Kleidung nach der Grenzstraße 8. Ferner genehmigte die Deputation den vom vorausgehenden Werktage anzichen. der 2. Bert ein Droschkentutscher, in die Spree, weigerte sich, den ihm zugeStadtbauinspettor Wollenhaupt unterbreiteten Borentwurf ze. zum gesetzlich der Dienstantritt erfolgen soll, auf den ersten Osterfesttag worfenen Rettungsball zu benußen und ertrant vor den Augen einer. Neubau einer Doppelschule nebst Schule für gefällt, so muß das Gesinde beim bevorstehenden Vierteljahrswechsel großen Zuschauermenge. Die Leiche wurde bald darauf mit dem werblichen Unterricht in der Straßmannstraße. bereits den 1. April d. J. umziehen. Rettungstahne geborgen. Der Ertrunkene ist jetzt festgestellt als der Endlich genehmigte die Deputation den vom Stadtbauinspektor Haak Der Polizeilicutnant und das Zuchthausurtheil. Zu den 34 Jahre alte Droschkentutscher August Thom, der bei dem Fuhraufgestellten Entwurf 2c. zum Neubau einer Gemeinde doppel- Kunden eines Friseurs in Charlottenburg zählt auch ein Polizei- herrn K. in der Rüdersdorferstraße in Stellung war und in der schule in der Bergmannstraße. leutnant. Eines Tages jah dieser Herr in dem Friseurgeschäft eine Langestr. 90 bei dem Droschkentutscher Matthes sei 4 Jahren wohnte. Sammelliste für die Familien der Opfer des Dresdener Zucht- Thom war von seiner Frau geschieden. Vor einem halben Jahre hauskurses aushängen. Ungeachtet der Thatsache, daß eine starb ihm sein 5 Jahre alter Sohn. Vor einigen Wochen wurde er nicht unbeträchtliche Anzahl politischer Gegner der Sozialdemokratie noch dazu von einemt innerlichen Leiden befallen. Da er dann und darunter auch höhere Beamte ihrer rein menschlichen Sympathie von Donnerstag an wegen Ausbesserung seines Wagens nicht für die Hinterbliebenen jener Opfer durch Zusendung von Geld- fahren konnte, so verfiel er in Grübeleien und ging schließlich ins beiträgen Ausdruck gegeben haben, muß dem Polizeibeamten ein Waffer. solches Zeichen der Humanität von Nebel erschienen sein. Der Friseur erhielt nämlich bald von dem Leutnant eine Postkarte zugesandt, auf der Folgendes zu lesen war: Kommunales. Zu der Magistratsvorlage wegen anderweiter Festsetzung der Dienstaltersgehälter verschiedener Beamtentategorien hat die Fraktion der Linten der Stadtverordneten- Versammlung beschlossen, im Blenum folgende Anträge für die heutige( Donnerstag) Sizung einzubringen: 1. Bureau- Assistenten: Anfangsgehalt 1900 M., nach zwei Jahren 2100, nach 4= 2300, nach 6 2500, nach 9- 2700, nach 2900, nach 15 3100, nach 18 3300 und nach 21 Jahren 12 = Lokales. 2c. Zur Neuwahl im zweiten Reichstags: Wahlkreise. Den Parteigenossen und Genossinnen die Mittheilung, daß heute Abend 8 Uhr, bei Goßmann, Kreuzbergstraße 48, eine Volts bersammlung stattfindet, in der der Reichstags- Abgeordnete W. Klees über die Neuwahl zum Reichstage" sprechen wird. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Das Wahlkomitee. Freie Volksbühne. Die Mitglieder der dritten Abtheilung werden gebeten, darauf zu achten, daß die Vorstellung der dritten Abtheilung im Leffing- Theater erst am 19. März stattfindet, da am 12. teine Vereinsvorstellung im Leffing- Theater ist. " In Behandlung" gelangt für die fünfte Abtheilung am Sonntag mit Frau Auguste Prasch- Grevenberg im Friedrich Wilhelmstädtischen Theater zur Aufführung. Marken zum Märzfest des Vereins à 50 Pf. find nur für Mitglieder in den Zahlstellen ausgelegt. Da dieselben mur in beschränkter Zahl ausgegeben werden können, empfiehlt es sich, die felben baldigst zu lösen.( Programm siehe heutiges Inserat.) Die Mitglieder, welche die am 23. April im Theater des Westens stattfindende Opernvorstellung besuchen wollen, müssen sich bis zum 30. März spätestens in ihrer Zahlstelle notiren lassen. Von da ab gelangen besondere Einlaßkarten à 90 Pf. zur Ausgabe. Der Vorstand. G. Winkler. Geehrter Herr X. Da ich gestern bei Ihnen eine offene Sammlung für sozialdemokratische Zwecke aushängen sah, bin ich gezwungen, auf weitere Dienste Jhrerseits verzichten zu müssen. Auf weiteren Besuch verzichte ich. Ergebenst Y. Entführung eines Kindes. Das Polizeipräsidium theilt mit: Am 28. Februar d. J., in der Zeit von 11 bis 1 Uhr Mittags, ist von einer unbekannten Frau, welche ca. 33 Jahre alt und mit dunkelblauem Radmantel mit dunklem Besaz, dunkelgrünem Hut, weißem Schleier und dunkelbraunen Handschuhen bekleidet war, die zehn Tage alte Tochter der unv. X. aus der königl. Klinit, Artilleriestraße 14/16, ohne Wissen und Willen der Mutter abgeholt worden. Die Person hat mit dem Kinde eine vor dem Eingange der Klinik wartende Droschte bestiegen, und ist die Artilleriestraße nach der Spree zu, wahrscheinlich nach Bahnhof Friedrichstraße, gefahren. Der betreffende Droschkentutscher oder Personen, welche zur Sache Auskunft geben können, wollen sich im Polizeipräsidium, Zimmer Also In einem Anfall von Schwermuth hat sich gestern Morgen 7 Uhr die Frau des Schankwirths August K. in der Grünauerstraße erhängt. In der Postkarte fehlt die Aufklärung darüber, ob der gegen den Friseur gerichtete Boykottzwang, der in der ausgehangenen offenen Sammlung" seine Ursache hatte, rein aus dem indignirten Herzensinnern des Polizeilentnants hervorgequollen ist, oder ob erst ein Anstoß von außen die Maßregel bewirkt hat. Bedenkliches Eingeständniß." Doch Handwerksstolz und Nr. 324, melden. Arbeitslust, Die sind Euch immer weggeblieben" heißt es in einem Festgedicht, welches die Steinsetzerimmung vieren ihrer Mitglieder zum 25jährigen Meisterjubiläum gewidmet und vor getragen hat. Das ist doch boshaft. In der diesjährigen Großen Berliner Kunstausstellung werden einige Neuerungen geplant. Unter Anderem soll die große Vorhalle, die bisher für die Werke der Plastik verwendet wurde, in eine Art Gewächshaus oder Orangerie mit erotischem Pflanzeniverk umgewandelt und mit behaglichen größeren Nischen versehen werden, in welchen die Plastik Aufstellung finden soll. Insbesondere sollen dort einige bereits angemeldete Brunnenfiguren in Thätigkeit aufgestellt werden, die dazu dienen werden, in der heißen Jahreszeit den Besuchern der Ausstellung Erholung und Erfrischung zu spenden. Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse. Am Montag, den 13. d. M., wird Frl. Dr. Wygodzinsky einen Vortrag halten über„ Befferung der Gesundheitsverhältnisse". Gäste haben Zutritt. Wir bitten unsere Mitglieder, die Billette zu der volksthümlichen Kunst- Ausstellung im Rathhaus diesen Sonntag benutzen Das italienische Marionetten- Theater des Signor Guerci ist nunmehr aus Genua im Passage- Panoptikum eingetroffen und wird Ende dieser Woche mit seinen Vorstellungen beginnen. Am Mittwoch, Sonnabend und Sonntag sollen um 4 Uhr Nachmittags Borstellungen für Kinder stattfinden. Im abendlichen Programm gelangen außer' dem Marionetten Theater noch Spezialitäten zur Darstellung. Christliches. Die Jerufalempilger, welche von wahrhaft christlicher Demuth beseelt, gemeinsam mit dem Kaiserpaar die berühmte Reise ins heilige Land" unternommen hatten, waren am 28. Februar im Savoy hotel versammelt, um bei auserlesenen Speisen und Getränken noch einmal fromm des Glückes zu gedenken, mit dem der Herr sie segnete. Auf das bei dieser Gelegenheit an den Zur Förderung der Blumenpflege bei Schulkindern Staiser abgesandte Huldigungstelegramu ist folgende Antwort einfind im letzten Jahre von dem Verein, der vor 2 Jahren hier zu gegangen:" Wilhelmshaven, 1. März. Ich habe mich sehr über diesem Zweck gegründet wurde, an 40 Gemeindeschulen zirka den patriotischen Gruß der Männer gefreut, welche mit mir und der 6000 Pflanzen unentgeltlich vertheilt worden. Die Aus= Kaiserin die heiligen Stätten gemeinsam besuchen konnten, und ich stellung, die der Verein im Herbst veranstaltete, umfaßte über bitte Sie, den Betheiligten dies mit dem Hinzufügen mittheilen zu 3000 Pflanzen und war von über 10000 Personen besucht. Be- wollen, daß ich auf der unvergeßlichen Fahrt noch besonders durch merkenswerth ist die Unterstützung, die die städtische Verdas Bewußtsein beglückt worden bin, von einer großen Zahl mit waltung der Sache zu theil werden läßt. Sie hat sich mir gleichdenkender Landsleute begleitet zu sein. Wilhelm, I. R. zu wollen, da die Ausstellung geschlossen wird. im Tezten Jahre alt der unentgeltlichen Lieferung der Der letzte Winter war, wie die Bossische Ztg." meldet, der Pflanzen mit girta 1000 Stüc betheiligt, die fte aus mildeste, den wir seit mehr als 30 Jahren gehabt haben. Die ihren Pflanzungen hergegeben hat. Auf Ansuchen des Vereins hat Meteorologen rechnen als Winter die 3 Monate Dezember, Januar sie auch Erde unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Die Blumen und Februar, so daß mit Beginn des März der Winter abgeschlossen pflege durch Schulkinder gilt als eine Ergänzung des Naturkunde ist, wenn auch im„ Lenzmonat" öfter noch recht empfindliche Kälte Unterrichts. Die Anweisungen zur Behandlung der Pflanzen eintritt, wie dies zum Beispiel im Jahre 1888, wo Staiser Wilhelm werden in diesen Stunden gegeben, und zur Ünterstützung der bei strengem Frost begraben wurde, und auch in einigen Nächten des mündlichen Belehrung werden auch einzelne Pflanzen in der laufenden Monats der Fall war. Im Winter 1898/99 hatte nun der Theater. Im Deutschen Theater haben die Proben zum Klaffe selber gehalten und unter Aufsicht der Lehrer von Dezember eine Mitteltemperatur von 4,38 Grad Celsius, der Januar nächsten Novitäten Abend begonnen, der zwei Versstücke von Hugo von den Kindern gepflegt. Die Topfpflanzen find also ebenso eine solche von 2,89 Grad und der Februar von 3,05 Grad. Es Hofmannsthal bringen soll:" Der Abenteurer" mit Louise Dumont, Joſef ein Lehr- oder. Lernmittel, wie die losen Pflanzen, die ergiebt sich hieraus eine Mitteltemperatur von 3,44 Grad für den Stainz, Oscar Sauer, und„ Die Hochzeit der Sobeïde" mit Elſe Heims, den Kindern den Sommer hindurch für den Naturkunde Unterricht legten Winter, während normaler Weise der Winter in Berlin eine Maria Reisenhofer, Josef Kainz, Hermann Müller in Hauptrollen. Die aus den städtischen Pflanzungen geliefert werden. Indem die Temperatur von 0,37 Grab hat. Der vorhergegangene, auch un- Erstaufführung ist auf Sonnabend, den 18. März, angesetzt. Am gleichen Städtische Verwaltung die Pflanzen in dem einen wie in dem gewöhnlich warme Winter hatte eine Temperatur von 2,6 Grad, Abend sollen die beiden Stücke auch im Wiener Burgtheater zum ersten Male anderen Falle unentgeltlich hergiebt, durchbricht sie in war also um beinahe 1 Grad tälter als der letzte. Der wärmste in Szene gehen. Jm Schiller Theater fommt Sonntag Nachmittag erfreulicher Weise das Prinzip, daß die von den Kindern Winter in diesem Jahrhundert war der des Jahres 1865/66 mit bend wird der Schwant„ Die Leibrente" von Moser gegeben. Der VorL'Arronge's Voltsstück„ basemann's Töchter" zur Aufführung. Sonntag persönlich zu u benußenden Lernmittel nicht al1-3,66 Grad, den wärmsten Winter im vorigen Jahrhundert zählte das verkauf für diese beiden Vorstellungen beginnt morgen an der Tagestaſſe. gemein, sondern nur bei Bedürftigkeit unent- Jahr 1755/56 mit 5,10 Grad. geltlich zu liefern sind. Wenn das aber bei Pflanzen Zwei Mitgliedskarten der Freien Volksbühne 1. Abtheilung Brand abzulöschen, der die Balkenlage und Schaaldede zerstörte. Feuerbericht. Mittwoch früh war Steinstraße 11 cin geht, ohne daß die Eltern der Kinder sich durch δας find gefunden worden und sind in unserer Expedition abzuholen. ihnen aufgedrängte Almosen" beschämt fühlen, warum soll Zur selben Zeit erfolgte Alarm nach dem Pappelplay. Hier es bei Schreibmaterialien und Büchern nicht Mordversuch und Selbstmord. Das Haus Oderbergerstr. 29 lag Unfug am öffentlichen Melder vor, doch fonnte der Thäter nicht ebenso gehen? Der Unterschied besteht doch nur in den war gestern früh in der achten Stunde der Schauplatz eines Mord- ermittelt werden. Rigaerstraße 126 ging ein Theil der Dach größeren Kosten, die der Stadt daraus erwachsen würden. Die verfuchs und eines Selbstmordes. Es wird darüber berichtet: Die fonstruktion des linken Seitenflügels in Flammen auf, während Topfpflanzen brauchen nicht von den Kindern angenommen zu werden; 19jährige Elsbeth Weidner, die bei ihrer Mutter in der Neuen Rosenstraße 13 Kisten und Körbe verbrannten. Dienstag ábend sie sind kein nothwendiges, durch den Lehrplan erfordertes Lern- Königstr. 31 wohnt, hatte mit dem 23 Jahre alten Sturbelstepper war Kaiser Wilhelmstraße 18 in einem Kaufladen ein mittel und werden auch durch den Verein vertheilt. Die losen Mar Beuster ein Liebesverhältniß, das schon wiederholt ge- Schadenfeuer zu beseitigen, das die Wehr über eine Stunde bePflanzen werden aber durch die Schule vertheilt und müssen trübt wurde, da Beuster ein jähzorniger und gewaltthätiger Mensch schäftigte und erheblichen Schaden anrichtete. Zimmerbrände vers angenommen werden. Die werden sogar den Schülern der war, wogegen die Weidner als ein sehr ruhiges und fleißiges Mädchen ursachten Alarm nach Gerichtsstraße 61, Markgrafenhöheren Lehranstalten unentgeltlich geliefert, ohne daß jemand geschildert wird, das durch ihrer Hände Arbeit ihre Mutter ernährte. straße 69 und nach dem Neuen Markt 16. In allen Fällen Außerdem war Kreuzdarin gleich eine" Degradirung" dieser Schulen zur Armenschule" Die Weidner hatte seit etwa vierzehn Tagen in der Damentonfettions- wurden Möbel und Gardinen beschädigt. erblickt. Die Pflanzen werden allerdings deshalb durch die städtische Schneiderei von Hermann Besser in der Oderbergerstraße 29 eine bergstraße 14 noch ein Kellerbrand beseitigt worden. Aus den Nachbarorten. Rigdorf. Montag, den 13. März, Abends 8½½ Uhr, findet im Apollo- Theater, Hermannstr. 48/50 eine Voltsversammlung für Männer und Frauen statt. Tagesordnung: 1. Die ersten Kommunalwahlen der Stadt Rigdorf. Referent: Reichstags- Abgeordneter und Stadtverordneter Paul Singer. 2. Diskussion. Siehe spätere Annonce und Säulenanschlag. Um zahlreichen Besuch ersucht Das Wahlkomitee. " Saft tritt, hierdurch fest und gebe Ihnen auf, die genannte Geld-| Als Vertrauensmann wurde Lange wiedergewählt und zu Revisoren strafe binnen vierzehn Tagen an die hiesige Amtstasse, angner, Steibel und Struhs bestimmt. Nach kurzer Dis. Bismarckstr. 1a, einzuzahlen. J. V.: Frhr. v. Rheinbaben. fussion über die diesjährige Maifeier wurde beschlossen, am 1. Mai Unter Ver Natürlich hat Herr Schmauser gegen sämmtliche Strafandrohungen eine besondere Branchenversammlung abzuhalten. den Verwaltungsweg beschritten. Wie auch hier die Entscheidung schiedenes" erinnerte Schnorre an die zur Zeit noch an den verausfallen möge, den moralischen Schaden von dem obrigkeitlich be- fchiedenen Plätzen schwebenden Differenzen und ist demnach beliebten Vorgehen hat die Regierung eines Staates, unter der der fonders nach Braunau( Oesterreich) und Dänemark der Zuzug fernzuhalten. Sodann gelangte ein Antrag zur Annahme, nach welchem artige Brattifen möglich sind. den ausständigen Webern in Krefeld als 2. Rate 200 M. aus dem Friedrichshagen. Mit dem Ausscheiden Schönebergs aus dem Kreise Teltow muß Der Gemeindevertreter= Sigung vom öffentlichen Fonds überwiesen werden sollen. Mit der Anstellung die Errichtung eines Krankenhauses für die Stadt in die Wege ge- Dienstag lag ein Antrag vor um Aufstellung von Sammelbüchsen eines zweiten Beamten für das Gewerkschaftsbureau, wofür auch der Nach Aeußerungen des Magistrats würde der Bau behufs Beschaffung von Geldmitteln zur Errichtung von Heilstätten Delegirte gestimmt hat, erklärt sich die Versammlung nach kurzer 1905 feiner Vollendung entgegengehen; während dieses Zeitraumes für tuberkulöse Kranke. Ein der Vertretung zur Kenntniß gebrachter ist Schöneberg durch Vertrag berechtigt, feine Kranken in den Kreis- Aufruf des Volksheilstätten- Vereins vom rothen Kreuz schilderte ein- Debatte einverstanden. Der Bericht über die Thätigkeit der GewerkKrankenhäusern Briz und Lichterfelde unterzubringen, und gehend die verheerende Wirkung der Zuberkulose. Von unseren Geſchaftskommission soll in einer späteren Versammlung erfolgen. Die Bildhauer hielten am Dienstag bei Stechert, Andreasstraße, zwar ist ersteres speziell für epidemische Krankheiten bestimmt. Daß nossen Barth und Sonnenburg wurden die menschenfreundlichen Behierin für eine Stadt von nahezu 90 000 Einwohnern unhaltbare strebungen des Vereins nicht unterschätzt, aber diese Mitglieder des eine gut besuchte öffentliche Versammlung ab, in der der ReichstagsZustände liegen, die die größten Gefahren in sich bergen, liegt auf Gemeinderaths betonten, daß die Privathilfe nicht im Stande sei, Abgeordnete Fischer- Bittau über:" Der Zuchthauskurs und die der Hand. Epidemische Krankheiten sind heute an der Tages- die gefährliche Krankheit einzudämmen. Nur der Staat könne durch Gewerkschaften" referirte. Eine Diskussion über den mit lebhaftem ordnung. Wir sezen munt einmal den Fall, Schöneberg wirksame Arbeiterschutz- Gesetze die Wurzel des Uebels beseitigen. Beifall aufgenommenen Vortrag wurde nicht beliebt. Als Delegirte zum wird bon einer derartigen epidemischen Krankheit etwas auch möge man die Bestrebungen der Arbeiter, ihre Lebenslage zu nächsten Bauarbeiter- Kongreß wurden, nachdem der Zweck des Nonstart heimgesucht. Wohin itun schnell mit den der verbessern, nicht unterdrücken, sondern nach Kräften unterstützen. Ein- gresses erläutert worden war, der Steinbildhauer G. Winkler und ärztlichen Hilfe dringend bedürftigen Kranken? Die Berliner stimmig wurde beschlossen, eine Anzahl Sammelbüchsen aufzustellen der Modelleur Hartung einstimmig gewählt. Gleichzeitig wurde Krankenhäuser sind seit Jahren im Sommer überfüllt. Es und wurden als Orte der Aufstellung das Rathhaus, die Kirche, das ersucht, den gewählten Delegirten die Aufzeichnungen über Mißstände kommen also lediglich Briz und Lichterfelde in Betracht. Wie ist es Bahnhofs= Gebäude, das Lokal des sozialdemokratischen Arbeiter auf den Bauten u. f. w. als Material zu überweisen. Hierauf gab nun möglich, in schneller und für den Kranken zuträglicher Weise Bildungsvereins und mehrere Geschäftslokale in Aussicht genommen. Dupont bekannt, daß die von den Unternehmern projektirte Der nächste Punkt betraf nach Britz zu gelangen? Auf der Eisenbahn und der Straßenbahn Die Vertretung beschloß einstimmig, den bisherigen Abladeplay men wird. Auf eine diesbezügliche Aufrage des Vertrauensmanes die Regelung der Müllabfuhr. Zwangsinnung für das Bildhauergewerbe wohl nicht zu stande komdarf eine solche Beförderung nicht stattfinden. Es bleibt also der mittels Fuhrwerk zu benußende Straßen- und Chausseeweg; und beizubehalten. Ein Antrag des Gemeindekassen- Rendanten um Geist die Mittheilung eingegangen, daß allerdings im verflossenen Herbst dieser Weg ist stundenlang. Mit warnenden Worten hat in mehreren währung von Mankogeldern wurde einstimmig abgelehnt. Ein eine Kommission zur Ausarbeitung des Statuts 2c. gewählt wurde, Sizungen der Stadtverordneten der Vorsitzende der Schöneberger Schreiben des Landraths spricht seine Anerkennung über das von der dieselbe aber bis jezt noch keinen Bericht über ihre event. Thätigkeit Orts- Strantentasse, Steinfegmeister Schlink, auf diese, der Abhilfe Vertretung beschlossene Statut, betr. die dienstlichen, Gehalts- und gegeben hat und die Errichtung einer Zwangsinnung vorläufig überdringend erforderlichen Zustände hingewiesen. Eine Kommission zur Bensionsverhältnisse der Gemeindebeamten aus. Einige den gesetzlichen haupt ziemlich aussichtslos ist. Wie Dupont noch anführte, ist bei Prüfung des Projekts der Ausbauung der Baraden zu Vorschriften widersprechende Paragraphen des Statuts fanden, nach den Meistern auch die Ueberzeugung vorhanden, daß der von einem einem provisorischen Krankenhause" dem Vorschlage des Landraths, die beantragte Aenderung. Die Theil beabsichtigte Zweck doch nicht erreicht wird, indem die Arbeiter den Stadtverordneten vor Monaten gewählt. Wie wir ver- vor einigen Jahren eingeführte Umsatzsteuer( Abgabe bei Grundstücs- feineswegs versäumen werden, auch in der Immung ihre Interessen nehmen, werden von dieser in nächster Zeit in einem Nachtragsetat verkäufen 1/2 pCt. vom Verkaufswerth) ergab im Rechnungsjahr in geeigneter Weise zu vertreten. Nachdem beschlossen worden war, ca. 80 000 M. für Errichtung eines provisorischen Krankenhauses mit 1897/98 eine Einnahme von 5797,04 M. Diese Steuersumme tapita die Berichterstattung des Delegirten zur Gewerkschaftskommission zu 60 Betten verlangt werden. Man will drei Baraden neu erbauen, lifirt, ergiebt einen Werth der veräußerten Objekte von rund vertagen, erfolgte der Schluß der Versammlung. eine für männliche, eine für weibliche und eine für Desinfektions- 1160 000 M. Jm Steuerjahr 1899/1900 dürfte das Ergebniß der Rigdorf. Die hiesigen Buchdrucker beschlossen in ihrer legten trante. Ein Operationssaal an Ort und Stelle ist dringend noth- Steuer auf ca. 6000 M. anzunehmen sein. Das Erträgniß der Bier- Versammlung, in der Vereinsbrauerei keine Versammlungen mehr wendig und müßte unbedingt geschaffen werden. Die Ausgabe für Steuer ist für das bevorstehende Jahr auf 8800 M. und das der abzuhalten, da der Dekonom dem Verlangen des Vereins, den das Provisorium, so wird betont, fei tein fortgeworfenes Geld, denn die Lustbarkeitssteuer auf 2100 M. angesetzt. " Lokal- Anzeiger" abzubestellen, nicht nachkam. Bauten würden nach besonderem System hergestellt und seien später für Zünftlerbeschränktheit. Eine Versammlung biederer Hand- Weißensee. Am 1. März tagte hier eine gut besuchte Verdas Krankenhaus verwendbar. Werden die Schöneberger Stadtverord- werksmeister in Schöneberg, die sich gestern mit der Frage der sammlung, in der Genosse Herfort über das Thema: Der neue neten alle Maßnahmen treffen, um beim Ausbruch einer epidemischen Einführung des obligatorischen Fortbildungs- Schul- Buchthauskurs referirte. Dem Vortrage folgte eine längere BeKrankheit gerüstet zu sein? Wir wollen es hoffen! Heute schon unterrichts beschäftigte, nahm nach heftigem Redekampfe sprechung der Zustände in der sächsischen Wollgarnfabrik von halten wir es für unsere Pflicht, den städtischen Körperschaften den folgende Resolution an:" Der Vorstand sowie die Mitglieder des Tittel u. Krüger. Geklagt wurde über die lange Arbeitszeit, Wunsch tausender Schöneberger Bürger zu unterbreiten, die Fertig- Vereins selbständiger Handwerker" zu Schöneberg schlechte Behandlung und die niederen Löhne. Um eine Abstellung stellung eines derartigen wichtigen Instituts nicht aus finanziellen fehen als eine ihrer wichtigsten Aufgaben an, für die gewerbliche, der Uebelstände herbeizuführen, wurde den dort beschäftigten Ursachen zu verzögern. Tausende werden für andere Zwecke ge- technische und fittliche Ausbildung ihrer Lehrlinge zu sorgen, fie Arbeitern und Arbeiterinnen der Anschluß an die Organisation opfert; möge man jetzt andere nicht so wichtige Ausgaben zurückwünschen aber, daß der Unterricht durch die zu errichtenden empfohlen. stellen zu Gunsten dieses der Allgemeinheit zu Gute kommenden Fachschulen geschehe, und sind gern bereit, die Kosten Projekts. dafür zu tragen. Sie beantragen, daß vorläufige Die Charlottenburger Stadtverordneten Versammlung Abstand von der Einführung des obligatorischen Fortbildungs beschloß in ihrer gestrigen Sigung:" In den Etat ist eine Summe Unterrichts für die Handwerkslehrlinge in Schöneberg genommen wird, Opfer der See. Nach den vom„ Bür. Veritas" in Hamburg von 15 000 M. zur Verfügung des Magistrats einzusetzen zur Ab- bis die Errichtung der Innungs- Fachschulen abgeschlossen veröffentlichten statistischen Listen sind im Monat Januar dieses hilfe der bei den Gemeindebeamten etwa vorliegenden Nothstände." ist. Sollte aber später die Einführung der obligatorischen Fort- Jahres 122 Schiffe verloren gegangen und zwar 97 Segelschiffe mit Damit ist der Nothstand anerkannt, wie ihn die Wohnungsnoth in bildungsschule in Schöneberg erfolgen, so ersuchen wir den Magistrat, 35 102 Registertons netto und 25 Dampfer mit 17 723 Registertons Charlottenburg und die hohen Fleischpreise gezeitigt haben. nochmals betreffs der Jahres- und Tageszeit, wann der Unterricht netto. Unter ersteren befanden sich drei deutsche mit 3182 Registerabzuhalten ist, bei den hiesigen Handwerksmeistern Umfrage zu tons und unter den letzteren ein deutscher mit 32 Registertons. halten." Außerdem weist die Liste noch eine Anzahl Schiffe auf, die durch Havarien u. j. w. Beschädigungen erlitten haben, darunter befinden sich auch noch viele deutsche. " = von ber= Aus Reinickendorf schreibt man uns: Auch in unserem Ort bekämpft die Behörde den inneren Feind dadurch, daß sie Hier tritt der alte Zünftlerhaß gegen das Bestreben zu Tage, Tanzvergnügen von Arbeitern nicht als Tanzvergnügen an- den Lehrling auf furze Zeit der Ausbeutung zu entziehen, damit er sieht, sondern als Versammlungen politischer Vereine, an sein Schulwissen ein wenig erwettere. Um diesem Haß das Mäntelchen benen nach dem preußischen Vereinsgefeß Frauen nicht theilnehmen der Biederkeit umzuhängen, ist man auf die Idee der Fachschulen dürfen. Früher waren die reaktionären Gewalten flüger, indem sie verfallen, deren Errichtung in weiter, weiter Ferne liegt, und die in der Erkenntniß, daß man beim Tanzen schwerlich auf staats- somit wenigstens vorläufig die ungehinderte Ausbeutung sichert. gefährliche Ideen kommt, harmlose Vergnügungen des„ gemeinen" Unter folchen Umständen macht es sich wunderschön, wenn man auf Boltes begünstigten. Da in nächster Nähe der Reichshauptstadt die heuchel- christlicher Seite augenverdrehend über die zunehmende VerHüter der Ordnung aber in ihrem Eifer gegen die Sozial- rohung der Jugend" klagt. Demokratie folches Gebot außer acht lassen, muß auch " Vermischtes. brunst am Dienstag 29 Häuser und viel Wieh. Menschen find In Kauffung, Kreis Schönau, vernichtete eine Feuers brunst am Dienstag 29 Häuser und viel Vieh. Menschen sind nicht verbrannt. der Arbeiterbildungsverein Zukunft" fich darauf ist durch das Ausscheiden der beiden großen Vororte Schöneberg und zu beklagen, auch wurde ein nennenswerther Sachschaden angerichtet. Erdbeben in Japan. Aus Yokohama wird berichtet: Dienstag Morgen wurden dieselben Ortschaften von einem heftigen Erdbeben heimgesucht, welche schon durch das große Erdbeben vom Jahre 1891 viel leiden hatten. zu Der Verlust einiger Menschenleben ist Die Finanzlage des Kreises Teltow für das Etatsjahr 1899 einrichten. Der Verein nahm, gewißigt durch das staatserhaltende Nixdorf so stark beeinflußt worden, daß der neue Etatsentwurf, der Ein blutiger Kampf zwischen Militär- und Zivilpersonen Verhalten, das die Behörde in vorigen Jahr an den Tag gelegt hatte, in diesem Winter von der Veranstaltung eines Stiftungsfestes 94 950 M. aufweist. Von einer Erhöhung des Kreissteuersages, der stattgefunden. Zwei Unteroffiziere von dem in Güstrow garnisonirenam 23. d. M. den Kreistag beschäftigen wird, einen Fehlbetrag von hat am Sonntag Abend in der Nähe von Teterow( Mecklenburg) bollends Abstand. Auch kam bei dieser Enthaltsamkeit so etwas wie Mitleid mit in Betracht. Denn voriges Jahr war die Aufregung jet 331/3 pt. beträgt, soll jedoch abgesehen werden, und der Fehl- den Holsteinischen Feldartillerie- Regiment Nr. 24 hatten ihren Sonnam Morgen nach dem ohne Damen abgehaltenen Stiftungsfeste gar entnommen werden. betrag vorübergehend der Schöneberg- Rigdorfer Kapitalabfindung tagsurlaub zu einem Ausflug nach Teterow benutzt. Nachmittags besuchten sie unter Anderem auch das Kurhaus auf dem Heideberge, groß gewesen. Trotz des Verbotes, zu dem Tanzvergnügen unweit der Stadt gelegen. Auf dem Rückwege zur Stadt, gegen weibliche Personen mitzubringen, hatte der Parteigenosse D. Zur besseren Verkehrsverbindung der neuen Fabrikanlagen Abend, geriethen die Unteroffiziere mit mehreren Rivil sich nämlich doch in Begleitung einer jungen Dame hineingewagt. der Aktiengesellschaft Siemens u. Halste an der Spree auf Spandauer personen in einen heftigen Wortwechsel, der sich immer schärfer zuJa, er war dreift genug, mit seiner Begleiterin unter den Augen des Gebiet hat die Firma beschlossen, von dem Fabrikgrundstück über die spizte und schließlich zu Thätlichkeiten ausartete. Die Unteroffiziere leberwachenden bis zum nächsten Morgen zu tanzen, und auch die Spree unmittelbar beim Etablissement Fürstenbrunn eine Brücke zu hatten ihre Säbel gezogen und schlugen mit blanter übrigen Festtheilnehmer umwarben das einzige weibliche Wesen in bauen. Im Anschluß daran soll dort eine neue Eisenbahnstation er- Waffe auf die Zivilpersonen ein, die ihrerseits Baumpfähle abder tanzluftigen Versammlung" natürlich mit heißem Begehren. richtet werden, von der ein Verkehr nach Spandau und den Ring- brachen und damit auf das Militär cinhieben. Hierbei wurde dem Auf dem Heimweg haperte es allerdings mit der Taktfestigkeit der bahnstationen sowie nach dem Lehrter Hauptbahnhof in Berlin ge- einen Unteroffizier der Unterkiefer vollständig zer arg in Anspruch genommenen Tänzerin, und sehr bedenklich wurde plant ist. Von der neuen Station soll die Bahn über die Spree fchmettert, dem andern wurde der rechte Arm gebrochen. es mit ihrem Befinden, als ihr Herr, gar start von sittlichen Be- nach den Werken von Siemens u. Halske und darüber hinaus Die Zivilisten haben keine nennenswerthen Verlegungen erlitten. denken geplagt, das anhängliche Wesen hilflos auf dem Korridor nach den in einiger Entfernung belegenen Militärwerkstätten geführt Die beiden Verwundeten wurden in das Krankenhaus gebracht und feines Hauses stehen ließ und sich alleine in seinem Bett breit werden. dort verbunden. Der zuleẞterwähnte Unteroffizier fonnte noch machte. Die Frühstücksfrau kami, sah eine weibliche Gestalt auf Abends mit dem letzten Zuge in feine Garnisonstadt Güstrow. arnieder. Eine Untersuchung über den Vorfall ist bereits einzurückkehren. Der andere liegt in Teterow noch schwer frank Aus der Strafauftalt zu Plößensee sind Dienstag Abend in der siebenten Stunde wiederum zwei Gefangene entivichen, ein 28 Jahre alter Posamentier Max Troge und ein 27 jähriger Rohr leger Paul Haß, die beide wegen Diebstahls Gefängnißstrafen von mehreren Jahren zu verbüßen haben. Troge stammt aus Templin, Haß aus Voriveg im Kreise Belgard. dem Flur liegen und floh entsegt auf die Straße, als Die Charlottenburger Stadtverordneten Versammlung das hilflose Wesen auf alle Fragen die Antwort schuldig Sigung mit den in Charlottenburg in den nächsten zwei Jahren beschäftigte sich in ihrer gestern( Mittwoch) Abend abgehaltenen geblieben war. Mörder! Mörder! hieß es bald vor dem Hauſe des aufzuführenden städtischen Bauten. Es handelte sich außer der Er- geleitet worden. ruchlos schnarchenden D. Die entrüstete Nachbarschaft kam schleunigst richtung des Krankenhauses am Spandauer Berg und des neuen Bismarck's Tischgespräche müssen zuweilen nicht gerade sehr auf den Gedanken, auf den ein jeder ordentliche Unterthan verfällt, Rathhauses um die Erbauung eines Reformgymnasiums, eines gewählter Natur gewesen sein. Unter der Ueberschrift„ Erinnerungen wenn er in seiner Angst nicht weiß, was er anfangen soll. Man Siechenhauses, einer Kunst- und dreier Gemeinde- Schulen. In der an Friedrichsruh" veröffentlicht Wilh. Gittermann, ein Arzt, deit lief zum Gendarmen, der, überanstrengt von den Beschwerden, legten Angelegenheit wurde der Magistrat beauftragt, sich mit der Lothar Bucher in den Bismarc'schen Familienkreis einführte, eine die ihm die Ueberwachung des Stiftungsfestes auferlegt hatte, eben in jenen süßen Schlummer gesunken war, den nur die Polizeibehörde wegen beschleunigter Baugenehmigung in Verbindung sehr lebendig geschriebene Stizze in den„ Grenzboten". Besonders Bflichttreue und das gute Gewissen eines tgl. preußischen Beamten zu setzen, damit die drei Gemeindeschulen bereits am 1. Oktober 1901 interessant ist die Schilderung der Tafelrunde. Bismarck erzählte benutzt werden können. Die Versammlung billigte hierauf einen folgende Geschichte: Während ich in Petersburg als Geverstattet. Wie froh waren die guten Unterthanen, als der treue Entschluß des Magistrats, zu Ehren Friedrich Spielhagen's, fandter lebte, war dort einmal eine besonders kostbare Sendung Hüter des Gesetzes dennoch kam, um am graufigen Thatorte der bekanntlich Charlottenburger Einwohner ist, eine Straße mit des Staviar eingetroffen, wovon ich gleich ein Bud kaufte, die Leiche zu besichtigen und nach Den Spuren des Mörders zu um ihn meinem alten Kaiser als Präsent zu schicken. Als ich mich Dichters Namen zu benennen. fahnden. Vollends erleichterte sich das ge= ängstigte Gemüthe aber erst, als der Gendarm nach genauer ipäter in Berlin erkundigte, ob die Sendung richtig eingetroffen war, Untersuchung des Thatbestandes konstatirte, daß das unglück da erfuhr ich deun, daß mein alter Herr von diesem guten Kaviar liche Frauenbild jene ausgestopfte Puppe war, die der ruchlose D. überhaupt nichts bekommen habe, den hatte die hof gesellschaft allein aufgefressen." Auf die Bemerkung eines Herrn, ob am Abend vorher auf das Stiftungsfest gebracht hatte! denn so etwas möglich sei, antwortete der Fürst, lebhaft mit den Händen wintend:" O, noch viel mehr!" Die Scherereien, die in Adlershof solche Wirthe zu er Während einer dulden haben, die dem Amtsvorsteher v. Oppen zum Troß Bause im Tischgespräch sagte Lothar Bucher dem Fürsten: ihre Räume auch den Arbeitervereinen zur Verfügung stellen, be= " Gittermann ist mit einem Herrn v. X. befreundet." worauf wegen sich jetzt auf dem Boden des Verwaltungsweges, nachdem der Fürst Bismarck dieses Thema aufgreift und folgendes sagt: Amtsvorsteher vor Gericht gar zu arge Nasenstüber empfangen hat. „ Ich tenne auch die ganze Familie ziemlich gut, und Bisher wurden die zu Sonntagen angemeldeten Vergnügungen nur Die Handels- Hilfsarbeiter( zentrale Richtung) hatten am Sonn- wenn Ihr Freund ein echter Sohn derselben ist, dann muß er tüchtig berboten und der Wirth schlankweg mit fünfzig Mark Strafe belegt. Jetzt geht der Vertreter der Obrigkeit aber noch einen tag eine Versammlung einberufen, die auch von Kutschern und kneipen können, denn sie faufen alle. Während der Zeit des Erfurter Parlaments hatten wir unter unserer konservativen Kohlenarbeitern gut besucht war. Nach einem Vortrag von Bruno Fraktion auch zwei Vettern dieses Namens, die aber niemals an Am 18. Februar hatte der Arbeiter- Turnverein in Adlers- rich famen eingehend die Arbeitsverhältnisse auf den Kohlen den Sizungen theilnahmen, sondern immer in einem bestimmten Am folgenden Tage plätzen zur Besprechung. Besonders würde über die lange ArbeitsHof ein Stränzchen bei Schmauser angemeldet. Restaurationslokal zu finden waren, wo sie Sett foffen. ane zeit der Kutscher Klage geführt. Von einem Redner wurde behauptet, Satten wir ihre Stimmen nöthig, dann mußten wir sie von bekam der Gastwirth Schmauser folgende Strafandrohung: daß bei dem Asphaltunternehmer Kopp wiederholt die Arbeitszeit vom Arbeiter- Turnverein zu Adlershof für den 18. d. M. hierher bis auf die ganze Nacht ausgedehnt wurde und als die betreffenden unserem Fraktionsdiener jedesmal abholen lassen, und da kam es gemachte Anmeldung Ihr Lokal betreffend, fällt nach meinem pflicht Kutscher 3 W. Extravergütigung verlangten, wurden sie entlassen. tonnten, wenn sie mit Hilfe einiger Handfesten Backträger in den gemäßen Ermessen unter meine Verfügung vom 29. November 1898. Den Versammelten wurde empfohlen, sich der Organisation anzu 3. V.: Freiherr v. Rheinbaben." Zum Sonntag, den 19. Februar, schließen, damit gegen eine derartige Behandlung Front gemacht Sache! Von meinem Großvater Gigungssaal geschoben waren. Ja, mit dem Trinken ist es solche hatte der Naturheil- Verein eine Versammlung und nachher sehen Sie das große Bild dort geselliges Beisammensein geplant; auch hier erhielt der Gastwirth an der Wand, der alte Herr, der so wohl und rosig aussieht Schmauser dieselbe Strafandrohung, und dieser Verein ist doch gewiß Die Vergolder hielten am Montag eine öffentliche Verfamm- weiß ich auch, daß er furchtbar biel Rheinwein trinten fein politischer. Jetzt erhielt Schmauser folgendes Schreiben lung in den" Arminhallen" ab, in der Georg Wagner über die konnte. Nun pafsirt es mir seit einiger Zeit, daß mir die Augen fo vom Amtsvorsteher: Es ist amtlich festgestellt, daß Sie Entwickelung der Industrie in den letzten Jahren referirte. Der sehr laufen, und wenn ich in die frische Luft komme, dann muß ich am Sonnabend, den 18. Februar 1899, in Ihrem Lo- interessante Vortrag, dem eine kurze Diskussion folgte, in der zum immerfort mit dem Taschentuch wischen. Ich denke dann immer an tale zu Adlershof die Veranstaltung einer Tanzlustbarkeit festen Zusammenschluß in der Organisation aufgefordert wurde, das alte Bibelwort, daß die Sünden der Väter an den Kindern bis trog meines Verbotes vom 29. November 1898( J.-Nr. 6147) fand den lebhaften Beifall der Versammelten. Nach dem Kassen- ins dritte und vierte Glied heimgesucht werden sollen, und dann geduldet haben. In Gemäßheit des§ 132 des Landes- Verwaltungsbericht des Vertrauensmannes Lange betrugen die Einnahmen, sage ich mir:" Bismard! Das ist der Rheinwein, den gesetzes setze ich die Ihnen angedrohte Erekutivstrafe von fünfzig inkl. des alten Bestandes seit August v. J. insgesammt 2737,28 M., bein Großvater zu viel getrunken hat, der läuft jett Mart, an deren Stelle im Ünvermögensfalle eine fünftägig el die Ausgaben 2023,99 M., so daß ein Bestand von 718,29 m. verbleibt. I dem Enkel zur Strafe aus den Augen." Schritt weiter. 7 werden kann. Versammlungen. dann freilich vor, daß die Herren kaum noch ihre Pflicht thun Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und Freitags abends von 7% bis 8 1hr abgehalten. 2. Sch. 16. 6. Die Fabrik besteht noch an alter Stelle. Angaben können wir leider nicht machen. Falls nur zur Briefkasten der Expedition. E. Boock, Hilversum. Senden Sie uns 30 Pf. in Briefmarken. Witterungsübersicht vom 8. März 1899, Morgens 8 Uhr. Der Nachwinter ist im Osten ziemlich streng. In Graudenz| die Frage nicht verständlich ist, in die Sprechstunde.-F. R. G. 20. Ja. trat nach heftigem zweitägigen Sturm am Sonntag Nachmittag N. N. Kann strafbar sein als Verbreitung einer Beleidigung.- H. N. 19. Ja. J. 2. 41. 1. Jedenfalls versuchen Sie es mit der Reklamation. 2. Be N. N. Wir wiederholen Ihnen noch einmal, daß ein solcher Vertrag Schneegestöber ein, das die Erde mit einer zwei Zoll starken Schnee- girls- Kommando Insterburg. 3. Jeberzeit. P. 2. 120. 1. Amtsgericht. nicht nothwendig, anfechtbar und unter Umständen strafbar ist. 6. P. 38. decke überschüttete. In der Elbinger Gegend bedeckt der Schnee einen 2. Es ist so wie Sie angeben. 3. Den Schaben, den er nach seinem Durchschnitts: Ja. Grünau 100. Ja. J. D. Binnen drei Monaten nach der halben Fuß hoch das Land. Das Quecksilber fant am Sonntag auf verdienst gehabt hat. Kollmann. Mindestens 1 Arbeiter und 1 Arbeitgeber. Verheirathung, allein Rückforderung ist unzulässig, da vor Eingehung der 4-5 Grund unter Null. In Marienburg herrschte am Sonntag Rechtsanwalt Heine wohnt Rathenowerstr. 1.-U.. 18. Vom 24. Jahre an. A. 102. Unwiffend. 10 Jahre.- Lindow. Wir beantworten Fragen nicht schriftlich. The Beiträge für mindstens fünf Beitragsjahre entrichtet sein müssen. tagsüber starker Schucefall; die Schneedecke erreichte eine Stärke Die Marke steht Ihnen in der Redaktion zur Verfügung. bon 4,5 Zentimeter. Zwischen 4 und 5 Uhr Nachts sant die Temperatur desselben nebst Kündigungsfristen bleibt maßgebend. W. J. B. 100. Der frühere Kontrakt und die dort festgesetzte Dauer Auf schriftlichen Verkehr fönnen wir uns nicht einlassen. ein A. G. 50. Erst die Betreffende Sie plöglich bis auf 11,6 Grad Celsius unter Null. Verschulden trifft, würden Schiedsgericht, dann Reichsversicherungsamt. A. R. 1. Sofort nach angemessenen Vergütung ihrer Dienste verpflichtet sein. A. J. Nein. Feststellung des Sachverhalts. 2. Berufsgenossenschaft. R. S. Die Ehefrau tann entweder unter Einwerfung ihres Vermögens die Hälfte bean: spruchen, so daß den Kindern die andere Hälfte zufällt. Will dies die Ehe: frau nicht, fo fällt den Kindern ber ganze Nachlaß zu O. P., Rummelsburg. 1. Nein. 2. Ja. 2. G. N. 41. Ja, aber nach vorheriger Auffündigung, sodaß das laufende Vierteljahr und bei monatsweise gemiethetem Gesinde der laufende Monat ausgehalten werden muß. S. C. 99. Ja. Verraths" angeklagt, zum Tode verurtheilt und dann zu 20jähriger Festungss J. Keller. Bazaine wurde 1873 wegen haft begnadigt. Er entfloh von der Insel St. Marguerite und lebte in Belgien, dann in Madrid, wo er 1888 in ärmlichen Verhältnissen starb. 100 A. P. Ja. 4. Strafe foll als nicht geschehen gelten. 2. R. 86. 1. Ja. 2. Bis zum 35. 3. Nein. F. B. 200. Ja. G. A. M. Am 1. April. 2. R. 910. Ist giltig. Wette. Die betreffende Swinembe. 754 SSW 2 bedeckt Handlungsweise ist strafbar, wenn auch die Strafe sehr hoch ist. Wettende, Weißensee. 1. Nach Verbüßung. 2. Wenn die Todesstrafe Zwei Hamburg 754 WSW 2 bedeckt vollstreckt ist Berlin 756 SSW 3 wolkig hat natürlich alles Weitere teine Bedeutung mehr. Wiesbaden 756 Stil E. M. 40. 1. Der Betreffende soll jedenfalls Antrag an die Armendirektion richten. 2. Der Betrag braucht nicht zurückgezahlt zu werden. München 758S Wien Gastwirth. Darüber enthält das Bürgerliche Gesetzbuch nichts. A. J. Sehen Sie erst den Kontraft noch einmal nach, ob etwaige Nebenabgaben besonders berechnet werden. Unfall 100. Melden Sie den Unfall fofort bei der Berufsgenossenschaft und führen Sie die Sache durch die Instanzen. westlichen Winden. Weitere Elektra. Die vor Kurzem über die„ Elektra", Lehranstalt für Elektro: technit, gegebene Auskunft bedarf einer Berichtigung. Unsere Information stützte sich auf üble Zustände, die bei dem Vorgänger der Anstalt anzutreffen waren. Die Anstalt ist seit November v. J. in andere Hände übergegangen und lassen der Lehrplan und die Lehrkräfte auf eine Aenderung zum Besseren schließen. H. P., Wermelskirchen. Schöneberg, Habsburgerstr. 5. Gladigau. Nein.. S. 22. Kommen Sie mit den Kontraft in die Sprechstunde. A. S. 32. Es ist in diesem Falle nur der Weg des Testaments möglich. Dies hat allerdings zur Folge, daß der Erbe bis zur Höhe des Nachlasses für die Schulden haftet. Einen anderen Ausweg giebt es nicht. Jacob 100. Dazu sind Sie befugt. N. B. 1. Nein. 2. Amtsgericht. 3. Ja. 4. Amtsgericht. 5. Ja, am besten aber vorher. W. Frankfurth. Amtsgericht. Nur eine Urkunde, durch die Sie sich legitimiren können, z. B. Geburtsurkunde. A. F. 50. Kommen Sie, da Montag, den 6. b. M., starb nach 12tägigem schweren Leiden im Krantenhaus Friedrichshain unser guter Sohn, II. Wahlkreis. Bruder, Schwager, Ontel, der Tischler Donnerstag, den 9. März, Abends 81/2 Uhr, in Gofmann's Paul Lüders im Alter von 37 Jahren an Blutvergiftung. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am Donners: tag, den 9. d. M., Nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle des Andreas- Kirchhofes in Wilhelmsberg aus statt.[ 1660b Deutscher Holzarbeiter Verband. = Den Mitgliedern zur Mittheilung, daß der Kollege 78/16 Paul Lindner storben ist. Salon, Kreuzbergstraße 48: Volks- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die bevorstehende Reichstagswahl. Ref. Reichstags: Abgeordneter W. Klees. 2. Diskussion. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 210/14 Das Wahlkomitee. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. am 6. März an Blutvergiftung ver- sente Donnerstag, Abends 8% Uhr, bei Cohn, Benthstr. 20-21: Sitzung der Ortsverwaltung. Die Beerdigung findet am 9. Därs, Nachmittags 3 1hr, von der Leichen: Halle des Andreas: Kirchhofes, Wilhelmsberg, aus statt. Die Ortsverwaltung. Todes Anzeige. Freunden und Bekannten hierdurch die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau, unsere gute Mutter u. Tochter Auguste, geb. Goris, am Montag Mittag von ihrem langjährigen Leiden Achtung! Moabit. Achtung! Sonnabend, den 11. März 1899, Abends 8%, 1hr, im Lofale des Herrn Fischer, Beuffelstraße 9: Bezirks- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Fräulein Ida Altmann über:„ Das Land der durch den Tod erlöst wurde. Um stille Träume." 2. Diskussion. Nach der Versammlung: Gemüthliches Theilnahme Namens d.Hinterbliebenen Beisammensein. Auch Nichtmitglieder haben Zutritt. bittet Leonhard Pfeiffer. Die Beerdigung findet heute, Donnerstag, Nachmittag 5 Uhr von der Leichenhalle des Freirel. Friedhofs in der Pappel- Allee statt.[ 16825 Allen Freunden und Bekannten die raurige Nachricht, daß mein lieber Mann, der Pianomechanik- Arbeiter August Marker 78/15 Volks- Versammlung am Freitag, den 10. März 1899, Abends 8, thr, am Montag, den 6. März, nach turzem, im großen Saale von Bismarckshöhe, schwerem Beiden verstorben ist. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 9. März, Nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen St. Michaels: Kirchhofes aus statt. 1672b Die trauernden Hinterbliebenen. Frau Marker nebst Kindern. Da sich meine Frau von mir ent fernt hat, bitte ich, ihr auf meinen Namen nichts zu borgen, indem ich für nichts aufkomme. Eruft Maah, Prinz Eugenstr. 22. Invaliden Unterstütungskaffe der Steindrucker und Lithographen zu Berlin. Am Freitag, den 17. März cr., Abends 81/2 Uhr, findet im VereinsHause, Sophienstr. 15, eine Wahlversammlung fämmtlicher großjähriger(§ 17 des Statuts) Mitglieder obiger Kaffe statt. Tages- Ordnung: Wahl von 285 Bertretern der Kaffenmitglieder für die Wahlperiode 1899 bis 1901. Berlin, den 8. März 1899. 1659b Der Vorstand. J. A.: A. Schüz, 1. Vorsteher. Treptow. A. Nonnenberg's Parkschlösschen fft noch einige Sonnabende für Vereine zu Sommerfestlichkeiten zu bergeben. Knaben- uzüge in einfacher u. eleganter Ausführung, Knaben- Byjecks, Einzelne Hosen, Einzelne Blusen für das Alter von 2 bis 18 Jahren, nur eigener Fabrit Größte Ans: wahl. Billigste Preise. Flicken gratis.[ 11512* Karl Hustädt, Berlin 0.85 pt. Koppenstraße am Schlesischen Bahnhof. Masken- Costume verleiht billigst Fr. C. Frommholz, Elsasserstr. 78, Ecke Aderstr. Meine Costume zeichnen sich durch höchste Eleganz aus u. wurden tausendfach mit ersten Preisen getrönt. 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Stationen Barometerstand mm Wind richtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. 5°. 4º R. Stationen Barometer stand mm 2 Haparanda 758 Petersburg 4 Cort 4 Aberdeen bedeckt 25lb. bed. 1 Paris 763 SSO 1wolfen!-4 Winds richtung Windstärke Wetter 2wolkenl 752 WSW 2wollig 745 NW 3woltig 7569 2 Regen Temp. u. C. 15° C.-4° 9. 17 435 Wetter Prognose für Donnerstag, den 9. März 1899. Mild, jedoch ziemlich trübe mit leichten Regenfällen und mäßigen füd: Berliner Wetterbureau. Freie Volksbühne. V. Abtheilung am Sonntag, 12. März, im Friedrich Wilhelmstädtischen Theater: In Behandlung. Achtung! Im Lessing- Theater findet nächsten Sonntag, den 12. März, keine Vereins- Vorstellung statt. Die Vorstellung der III. Abtheilung ist am Sonntag, den 19. März. Das Märzfest des Vereins wird am 18. März, Abends 8 Uhr, in den Gesammträumen des Etablissements Böhmisches Brauhaus abgehalten. Programm: Rezitationen, Doppel- Quartett des Berliner Sinfonie- Orchesters mit Violin-, Cello- und Harfen- Soli's. Gesangssolisten: Frl. Jeanne Golz, Herr Heinemann. Festrede: Genosse Wilhelm Liebknecht. Nur Mitglieder haben Zutritt, wenn sie eine Marke à 50 Pf. in ihrer Zahlstelle für ihre Mitgliedskarte( 2. Rubrik Festmarke) lösen. Die Festmarken sind bereits ziemlich vergriffen. Opern- Vorstellung am 23. April im Theater des Westens. Die Theilnehmer werden ersucht, sich in ihrer Zahlstelle bis spätestens 30. März notiren zu lassen; von da ab gelangen besondere Eintrittskarten à 90 Pf. zur Ausgabe. Einlasskarten à 20 Pf. zum Kunstsalon Ribera sind in allen Zahlstellen zu haben. 228/20 Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Vogel- und Vogelfutter- Handlung Wienerstraße 6. Reelle Bedienung. Seifengeschäft, 1665b 40 Jahre bestehend, wegen Todes des Besizers sofort billig zu verkaufen. Näh. im Restaurant Französischestr. 6. Papierhandlung mit Leihbibliothek, ohne Konkurrenz, zwei Schulen, verzugshalber sof. zu verkaufen. F. M. 50, Postamt 109. 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Bading 10,-. 2 Droschkentutscher aus dem Norden durch Bergmann 1,-. Ein Schriftmaler aus Köln am Rhein 20,-. Stattlub„ Sanfter Heinrich" 6,-. Gesangverein Weiße Rose II", Weißensee 12,-. Berliner Hebezeug Fabrik Landsberg u. Adermann durch Amberg 11,75. Geburtstagsfeier H. M. 1, Sozialistenflub„ Vorwärts" in Chriftiania 14,85. Schwimmverein" Nord" 10,-. Steindbruder bei A. 2. 2,-. Galanterie- Malerei Beta 3,-. Holzarbeiter, Bahlstelle Würzburg d. Dörfer 6,- Von rothen Pfeifenbrüdern aus der Heffiſchen Straße 2,-. Fröhliche Sänger in Helbig's Gaſthaus in Grüna bei Chemnitz 4,-. Von der Erped. des Voltsblatt Bant Wilhelmshaven, 3. Rate( darunter vom Arb.- Verein Stade 4,25, von Arbeitern in Hannover 31,40, vom Maurerverband in Nordenham 17,50) 160, Maschinisten und Heizer Berlins u. Umgegend 50,-.. Motes, Posener Straße 17, 3,- G. R., Aderſtr. 142, 1, Kesselschmiede Borsig( Tegel), Tlebeil 4,05. Von den Kupferschmieden Berlins 25,-. Durch Joersen 3,80. Personal v. Albert Damce 10,55. B. Bunzlau 1,-. Gef. vom Verein der Maschinisten und Heizer in Treptow 5,05. Geburtstagsfeier am 4./3. bei Knief 2,25. Restaur. Wille und Gäste 6,55. Gastwirth Manzey 1,50 Bersonal der Firma Weißenborn 2,-. Ges. von den Formstechern aus Berlin u. Rixdorf 14,15. Durch A. Knoll 43,-( darunter Verb. der Steinfezer( Pflasterer) u. Berufsg. Deutschlands 30,-, Fil. Stendal 5,-, Stein: fezer K. 3,-, M. M. 5,-). Summa 436,50 M. Bereits quittirt 602,70 M. In Summa: 1039,20 m. Berichtigung. In Nr. 45 soll es statt Sozialistenklub Vorwärts in Brüffel in Christiania heißen, und in Nr. 56 ſtatt durch Franc adiniW mi durch Traue. Versammlungen. " Kindern gezahlte Rente auch der Frau zugute tomme. Schieds- namens der Agitationskommission ab. Diese verfügte am 18. Februar gericht und Reichs- Versicherungsamt traten bagegen der Auffassung 1899 über einen Bestand von 12,69 M. der Wittwe bei und sprachen ihr die Hälfte der Beiträge zu. Eine lebhafte Aussprache knüpfte sich an einen anderen Boyenstr. 40. Lese: und Diskutirklubs. Donnerstag. Neue Beit", Gießel, „ Süd- Ost", Toltsdorf, Sorauer- und Görlizerstraßen- Ece. Fall. Ein Gesuch um Altersrente ist deshalb abgelehnt worden, weil, nach gewissen Anzeichen zu schließen, ein Theil Diskutirfl.", Reichenbergerstr. 157. August Geib", Streit, Naunynſtr. 87. " Klub der Freunde", Burghause, Puttbuserstr. 32. Sozialist. Lese- und der in den Quittungskarten des Versicherten eingeklebten Marken Ost", Schumann, Tilsiterstr. 85( jeden Donnerstag vor dem 1. und 15.). schon einmal verwendet gewesen sein soll. Manipulation kann der Versicherte nicht betheiligt sein. Sie muß Morgenroth", Wilte, Liebenwalderstr. 43( jeden Donnerstag nach dem 1. hot bun dieser betrügerischen und 15.). Brüderlichkeit", Haseloff, Landsbergerstr. 8( jeden Donnerstag vielmehr, falls eine solche überhaupt vorlag, von dem Arbeitgeber, Gleiches Recht", Lange, Reichenbergerstr. 83. nach dem 1. und 15.)." Friedrich Engels II", Thäder, Görligerstr. 40. deffen Beauftragte audinem Beamten bor; Donnerſtag nach dem 1. 11. 15. im Monat), Urban, Friedrichsbergerstr. 11. oder " Freies Wort",( jeden genommen worden sein. Das Reichs- Versicherungsamt hat sich Emanzipation", Spät, Weinstr. 28. auf den Standpunkt gestellt, daß, wenn bereits verwendete, also ungiltige Marken Arbeiter- Sängerbund Berlins und der Umgegend. Bors.: Ad. Neusicherten nicht angerechnet werden können, und daß dasselbe richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 50, v. 2 Tr. Donnerstag. eingeklebt find, dieſe dem Ver- mann, Brunnenſtr. 150. Afte Renderungen im Bereinstalender find zu jogar von denjenigen Beiträgen gilt, die dem Versicherten zwar Abends 9-11 Uhr:' Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. vom Arbeitgeber abgezogen worden sind, ohne daß der letztere dafür plaats on, che Rienzi", Schecht, LausitzerMarken eingeklebt hat. Borwärts II", Wernau, Schwedterstr. 23/24. In der Diskussion wurde hervorgehoben, Beder, Köpniderstr. 191. „ Süd- Ost I", daß unlautere Manipulationen hinsichtlich des Markenklebens, sowie Borar", Scholz, Naunynstr. 6. " Frühlingsluft", Werner, Bülowstr. 59. Nichtzahlung von Beiträgen für Versicherungspflichtige leider sehr Friedenstr. 67. " Flöter'scher Gesangv.", Wiedemann, häufig vorkommen, und daß die Arbeiter in ihrem eigenen Interesse Einigkeit I", Gr. Lichterfelde, Paget, Chauffeeftr. 104. Gesango. Berliner Kürschner", Feindt, Weinstr. 11. sich davon überführen müßten, ob ihre Liedesluft I", Kontrollbeamten vermehrt und ihnen weitergehendere Befugnisse Schmidt, Swinemünderftr. 65. pflicht erfüllen. Um Ungeſegliches zu beitgeber auch die Selebe. Glistenwalde a. d. Spree, Senter, Schloßfelleret. Morgenroth II", Köpenia, verhindern, müsten die Stippeloht, Schönerlinderfir.5.- Zufunſt II", Welten i. b. Wt., Grunow, Wilhelmertheilt werden, als sie gegenwärtig haben. Ferner sei es noth Alpenrose", Kunze, Forsterstr. 22. straße 19." Fröhlich", Rummelsburg, Schröter, Mozartstr. 7.- Vineta", wendig, daß die Unterschleife seitens der Arbeitgeber nicht mit Geld, traße 30.- Deutsche Eiche II", Brandenburg a. H., Winter's Salon, Hauptstraße. ,, Alpenröslein", Hilgenfeld, Bergstr. 60 Sangeslust I", Reimann, Buttbusers sondern mit Gefängnißstrafen geahndet werden. Freiheit III", Neu- Weißensee, Königchauffee 38.„ Boreley", Hemmerling, Grünthalerstr. 3-4. Sangestreue", Brandenburg a. H., Wollenweberstr. 3. Kornblume", Gold, Gr. Frankfurterstr. 133. Sängerhort", Liebehenschel, Mariannenstr. 48. Liedes- Echo", Drathschmidt, Stalizerstr. 102. Die Redner, die สิน " 2. = " " Oberon", Gründer, Köpniderſtr. 100.„ Sorgenfrei", Wöhring, Admiralftr. 18c. " Morgengrauen"( Bäcker), Neumann, Brunnenstr. 150( nachmt. 4-6 Uhr).Süd- Ost II", Ludwig, Wrangelstr. 86. Möbelpolirer", Kautsch, Fruchtstr. 61. Fortschritt", Fürstenhof, Bölz, Köpniderstr. 137/ 38.- Vereinigte Sänger", Wilmersdorf, Boltsgarten, Berlinerſtr. 40.„ Gerstenähre", Sommer, Grünstraße 21.- Waldkapelle", Krüger, Seydelstr. 30. Vorwärts IX.", Charlottenburg, Bismardshöhe, Wilmersdorferstr. 39. Biederlust II", Rempfer, Moabit, Beuſſelſtr. 25." Oranienburger Vorstadt", Diefe, Ackerstr. 123. Steinnelfe", Sachs," Binbomerstr. 26. Arbeiter- Gesangverein Freiheit IV", Bernau, Elysium, Berliner Thor. martin, Sugelweg 58. Sängerluft", Werder a. S., Hoffnung III", Friedrichsberg, Böfer, Friedrich " " 22 Hierauf fam eine Entscheidung zur Sprache, welche einem Versicherten, der infolge eines mißlungenen Selbstmordversuches Der Wahlverein für den vierten Berliner Reichstags: arbeitsunfähig geworden ist, das Recht auf Invalidenrente abspricht. Wahlkreis beschäftigte sich in seiner am 7. März im Lokale Königsbank stattgefundenen Mitgliederversammlung mit den nächsten Stadt- ein Urtheil, welches dieſem Fall äußerten, meinten, das sei für zutreffend erachten könne, berordneten- Wahlen. An Stelle des durch Krankheit am Erscheinen da doch die Krankenkassen laut Entscheidung des Ober- Verwaltungsbehinderten Genossen Bruns war es dem Vorstand gelungen, gerichte die Pflicht hätten, auch den infolge Selbstmordversuches ErReferat zu übernehmen. Redner legle das Hauptgewicht auf die Nachdem die Tagesordnung erledigt war, wurde der Vorstand Frage: Wie haben wir die Vorbereitungen zu gestalten, um bei des Vereins beauftragt, bei der Rettungsgesellschaft dahin vorstellig den diesjährigen Stadtverordneten- Wahlen nicht nur zu verhindern, zu werden, daß die Plakate, welche auf dieses Institut hinweisen, daß uns wieder Site entrissen werden, sondern neben den im letzten eine weitere Verbreitung finden als bisher. Des Osterfestes wegen Wahlgang verlorenen Mandaten noch einige neue zu erobern. findet die nächste Versammlung des Vereins nicht am 4., sondern Starfſtr. 34. Senefelder II", Brandenburg a. H., Lehmann, Sel. GartenWie nothwendig es sei, daß die Arbeiterschaft eine immer stärkere erst am 11. April statt. straße I a." Süd- West", Ladewig( Klosterglocke), Kommandantenstr. 66. Vertretung im städtischen Parlament erhalte, ergab sich am besten In einer gut besuchten Versammlung der Former, die bei " Felsenburg", Scheere, Blumenstr. 38. Rütli", Friedenau, Grube, daraus, daß die bisher geübte Kritik unserer Vertreter nicht Nümann in der Brunnenstraße tagte, wurde einstimmig die folgende Stubenrauchstraße und Kaiser- Allee Ecke. wirkungslos geblieben sei. Die Gegner find rüstig am Werke, um Resolution angenommen: Die Versammlung verpflichtet jeden im Vereinskalender sind zu richten an Eugen Raschke, Nixdorf, MahlowerArbeiter Rancherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen ihren Einfluß zur Befestigung ihrer Position auszumußen. Um- Kollegen, die ausständigen Former und Kernmacher in jeder Weise straße 1, IV. Donnerstag:" Mehr Licht", Weißensee, Sorrer, Straßsomehr muß das arbeitende Volt darauf bedacht sein, seine Rechte zu unterstützen. Die anwesenden Dreher der Firma Gäbert be- burgstr. 56. Columbus", Conrad, Kamphausenstraße 3. auf allen Gebieten auszunuzen. Wenn Jeder in diesem Sinne seine trachten die Zumuthung als eine Beleidigung, Guß zu verarbeiten, licht II", Burmann, Liebenwalderstr. 27. „ Glüh Schuldigkeit thut, dann wird der Erfolg sich an unsere Fahnen heften. der von Arbeitswilligen" angefertigt worden ist und behalten sich| Elbingerstr. 17. Morgengrauen", Brintmann, Kamerun", Müller, Weidenweg 97. Glühlicht I", Dem beifällig aufgenommenen Vortrage folgte eine lebhafte Dis- eine diesbezügliche Beschlußfassung vor. Ferner wurde der Arbeiter Neu- Weißenfee, Stegemann, Strenstr. 3. Unverzagt I", Lehmann, Iussion, an welcher sich Penn, Büschner, Wenge Is, ausschuß beauftragt, nochmals eine gütliche Einigung zu versuchen. Weber, Görlitzerstr. 33b. Jeste Brüder", Rixdorf, Schöntag, HermannKoppenstr. 17. Grüner Hain", Heide, Elbingerstr. 14. Veronita", Wiesener, Babel, Brandt, Pantow, Stieber, Es fonnte bekannt gegeben werden, daß bisher nur ein Former Straße 232. Güthling, Wegener und Engelmann betheiligten sich unsolidarisch gezeigt und bei Gäbert angefangen habe. In Unter Verschiedenem entspann sich eine zum Theil ziemlich erregt der Diskussion wurde bemängelt, daß viele Sollegen mehr Verein Unter Uns" Fischer, Beusselstr. 66. Gesang, Turn: und gesellige Vercine. Donnerstag. Geselliger geführte Debatte über die letzten Flugblattverbreitungen gegen den Stunden schreiben, als sie gearbeitet haben, um bei den schlechten Richter, Dresdenerstr. 116. Orchesterverein„ Allegro", Rauchtl.„ Süd- West", Michaelis, SimeonLokal- Anzeiger". Der Vorsigende Schneider führte die laue Stückpreisen auf den Lohn zu kommen. Solche Manipulationen bestraße 13. Rauchfl. Kernspize", Böhl, Rüdersdorferstr. 8. Statklub Betheiligung der Genossen auf den Inhalt der Flugblätter zurück, günstigten die Preisdrückereien. Die Kollegen sollten von vornherein Unter Uns", Bauer, Eisenbahnstr. 7. da dieselben nicht im Sinne der Sozialdemokratie gehalten gewesen auf angemessene Breiſe achten. Auch wurde festgestellt, daß die Sängerkreis"( Musikinstrumenten- Arbeiter), Raabe, Fichtestr. 29.- Ruderv. Orchesterchor, Vorwärts", Riydor, Victoria- Säle, Hermannstr. Stattl.„ Süd", Krebs, Boechstr. 21.- Gesangv. feien. Bon Seiten Wegener's und anderer Genossen wird be- Firma, an die Gäbert die Arbeit gegeben haben soll, durchaus nicht" Vorwärts", Arminhallen, Kommandantenstr. 20.- Statti.„ Gemütht. Ramsch", tont, daß wenn einmal Flugblattvertheilung festgesezt sei, sich kein niedrigere Löhne zahle, wie Gäbert selbst. Es sei also nur ein Jonas, Blumenstr. 21a. Genosse davon zurückhalten dürfe. Penn ist der Meinung, daß das Trick der Fabrikanten, wenn sie behaupten, daß die Konkurrenz Flugblatt gerade seinem Zweck entsprochen hätte; dasselbe sei doch billiger liefern könne. Näther forderte in seinem mit starkem für die Leser des" Lokal- Anzeiger" bestimmt gewesen und nicht für Beifall aufgenommenen Schlußwort auf, nicht mir die Beiträge zu Sozialdemokraten. Die Besprechung erlangte damit ihren Abschluß. leisten, sondern mehr wie bisher agitatorisch für die Organisation zu Der Arbeiter- Vertreter- Werein besprach in seiner am Dienstag wirken. abgehaltenen Sizung einige Revisionsentscheidungen des Reichs: Die Posamentirer hielten am 7. März bei Büsching in der Versicherungsamtes. Der erste Fall war folgender: Ein Arbeiter, Neuen Roßstraße eine öffentliche Versammlung ab. Reichsder sich, nachdem er in den Genuß einer Unfallrente gekommen war, tags- Abgeordneter Seifert referirte über das Zwangsinnungswieder verheirathet hatte, starb. Nach Lage der Gesetzgebung hatte Gesez. Dem belehrenden Vortrage, der lebhaften Beifall fand, folgte die Wittwe, weil sie den Mann erst nach dem Unfall ge- eine animirte Debatte, in der mehrfach betont wurde, daß die Be Heirathet hatte, feinen Anspruch auf die den Hinterbliebenen theiligung an den Wahlen zum Gesellen Ausschuß der neuen Zwangs sonst zustehende Rente, wohl aber wohl aber erhielten die beiden innung im Posamentirgewerbe dringend geboten sei. Darauf nahm Kinder aus der ersten Ehe des Mannes eine Rente. Die man zu der Brandenburger Provinzial- Konferenz Frau erhob nun Anspruch auf Auszahlung der Hälfte der Beiträge, der Textilarbeiter Stellung. Berger theilte mit, welche ihr Mann zur Alters- und Invalidenversicherung gezahlt daß die Agitationskommission der Posamentirer beschlossen habe, hatte. Ein solcher Anspruch ist nach dem Gesetz begründet, wenn sich auf der Konferenz vertreten zu lassen. Redner hält es für der Versicherte für 235 Wochen Beiträge entrichtet hat, und, bevor zweckmäßig, daß der Verband die Mittel durch eine Erhöhung des er in den Genuß einer Alters- oder Invalidenrende tam, verstorben Mitgliederbeitrages von 10 auf 15 Bfg. befchaffe. Anträge hierzu ist, falls den Hinterbliebenen nicht eine Rente aus dem Unfall- wurden nicht gestellt. Der öffentlichen Textilarbeiter- Versammlung, versicherungs Gesetz zusteht. Die ersten Voraussetzungen trafen die am nächsten Montag stattfindet, soll Friz Berger als Vertreter in diesem Falle zu. Da nur die Kinder, nicht aber die Frau der Posamentirer auf der Konferenz vorgeschlagen werden. eine Unfallrente erhielten, so glaubte diese, Anspruch auf Rückzahlung Schubert legte über den Reservefonds Rechnung. Während am der Hälfte der vom Manne geleisteten Alters- und Invalidenbeiträge 31. Dezember 1897 der Bestand 707,50 M. betrug, sind einschließlich zu haben. Die betheiligte Anstalt wies sie aber ab, da die den der Zinsen jezt 836,09 M. vorhanden. Zum Schluß rechnete Berger Gäste willkommen. Fennstr. 3. " " 1 Stattl.„ Grand- Schwarz", Stein, Christburgerstr. 47. Gesango.„ Eintracht", Mauß, Schönhauser Allee 139. forge", Münsberg, Louisenufer 52. Rauchflub Ohite: Gesangv. Ritterhof", Zubeil, Linden: ſtraße 106. Pflanzerv. Veilchen". Rirdorf. Jeden Donnerstag nach dem bergerstr. 23. Musiko." Harmonie", Brizerstr. 19. 15. Elsenstr. 73. Tanzfl.„ Union", jed. Donnerstag nach dem 1. u. 15. Berle: Schachkl.„ Nordstern", Berliner Schachverein", Kommandantenstr. 20. Kosack'scher Bläserchor", Genz, Stolbergerstr. 2. Musikv. Kürsten, Koppenstr. 28. Statfl. Karo Sieben", Gesangv. Hoffnung", Friedrichsberg, Frey, Friedrich Starlstr. 34. Theaterv. Edelweiß", Altmann, Neue Hochstr. 49. Vergnügungsv. Glode", Benharaig, Insterburgerstr. 6. Lotterie: und Bergnügungsverein„ Ratenkopf", jeden Donnerstag 9 Uhr bei Thiemann, 10 Uhr. Hotel Klein, Wilhelmsplay. Schwedterstr. 32. Turno. Eiche", Köpenid, Damen- Abihlg. von 128 bis Arbeiter Turnerbund. Donnerstag: Turnb. abds. von 8-10 Uhr: 7. Männer- Abth., Reichenbergerstr." 131; 2. Damen Fichte", Berlin, Abtheilung, Ackerstr. 67; 7. Lehrlings- Abth., Wafferthorstr. 31. Arbeiter Radfahrervercin Berlin. Monatsversammlungen: Be air I", jeden 1. Donnerstag, Wilte, Andreasstr. 26. Bezirk II", jeden 3 Donnerstag, Raabe, Stolbergerstr. 23.„ Bezirt III", ieben 3. Donnerstag, Andrea8ftr. 26. Ewald, Schönleinstr. 6. Hauptversammlung, jeden 4. Donnerstag, Wilfe, sirt Süden, Gräfestr. 82, bei Jahn, Abends 8 Uhr. Arbeiter Stenographenverein Stolze"( Einigungssystem), Be Bezirk Nord- West, Moabiter Klubhaus, Beuffelstr. 9, Abends 81/2 Uhr. Verband deutscher Barbier und Friseur- Gehilfen. 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