Einzelpreis 70 Heller. ( Einschließlich 5 Heller Porto) Sosialdemokrat Zentralorgan d. Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei i.d.Tschechoslowakischen Republik 12. Jahrgang. Wesentliche Fortschritte in der Wohnungsfrage. Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich früh. Redaktion u. Verwaltung: Brag II, elásanka 18 Zelepb.: 26795, 31469, actredakt.( ab 21 Uhr): 33858 Botidedamt: 57544 Freitag, 20. Mai 1932 Nr. 119. Brutalitäten der Gendarmen Gemeindearbeit und Krisennot 40 Millionen- Kredit für produktive gegen streikende Bauarbeiter. Zum Verbandstag der deutschen Arbeitslosenfürsorge. SOT Prag, 19. Mai. In den heutigen Beratun gen der politischen Minister wurden bezüglich der Wohnungsvorlagen in den grund Täglichen Puntten wesentliche Fort ichritte erzielt; allerdings müssen diese Vereinbarungen erst noch genau formuliert werden und dann noch den Ministerrat passieren. Ihr weiteres Schicksal ist mit den übrigen Vorlagen über die einzelnen Kredite, den Krisenbeitrag um. verknüpft. Es besteht die Absicht, die Wob nungsvorlagen, falls die endgültige Einigung in den Hauptpunkten zustandekommt, bereits in der nächsten Woche an das Abgeordnetenhaus zu leiten und die eventuell noch strittigen Punkte untergeordneter Bedeutung ebenso wie bei den lezten größeren Vorlagen dem Parlament zur definitiven Bereinigung zu überlassen. Auch bezüglich der anderen Vorlagen wurden Fortschritte erzielt. U. a. wurde das Projekt eines 40 MillionenKredits für produktive Arbeitslosenfürsorge zur Berabschiedung durch den Ministerrat fertiggestellt. = Teplit Schönau, 19. Mai.( Eigen bericht.) Im Laufe des heutigen Vormittages kam es in der Graupnergasse in Teplig durch das Verhalten des unter den Bauarbeitern ,, beliebten" Baumeisters Kunert, der durch verschiedene Bemerkungen vorübergehende Bauarbeiter provozierte, zu Zwischenfällen, wobei die Polizei einschritt. Später erschien auch Gendarmerie, die mit unerhörter Brutalität gegen die Streifenden vorging und mit Gewehrkolben auf sie, aber auch auf unbeteiligte Passanten, einschlug. Der Polizist Unger soll einen jungen Burschen in ein Haus gezerrt und mit dem Gummifnüttel geschlagen haben. Einige Gendarmen schleppten eine junge Frau über die Stiegen vor dem Polizeigebäude, als ob sie es mit einer Verbrecherin zu tun gehabt hätten. Als der Sekretär des Verbandes der Bauarbeiter, Genosse Röder, vermittelnd eingreifen und die erregte Stimmung beruhigen wollte, jeßte ihm ein junger Gendarm das Bajonett an die Brust! Auch gestern kam es in Turn beim Angerteich durch die Provokation zweier Gendarmen zu erregten Auseinandersehungen. Zwei Bauarbeiter, die dort spazieren gingen, wurden von Gendarmen aufgefordert, den Platz zu verlassen, wobei sie mit Gewehrkolben und Fußtritten bearbeitet wurden. Der Vorfall, der von unbeteiligten Zeugen beobachtet wurde, rief allgemeine Empörung hervor. Als bei der Bezirksbehörde, und zwar beim Regierungsrat Heßlow a wegen dieses herausfordernden Benehmens der Gendarmerie vorgesprochen wurde, lehnte er es ab, den Gendarmen Weisungen zu geben, sich so zu verhalten, daß es zu teinen Auseinandersehungen mehr tomme. Dieses Verhalten der Bezirksbehörde beim Bauarbeiterstreit ist überraus bezeichnend. Unter der Arbeiterschaft herrscht über das Vorgehen der Gendarmerie und der Bezirksbehörde berechtigte Entrüstung, um so mehr als es fich hier um einen Abwehrkampf handelt, den die Unternehmer hervorgerufen haben. Die morgigen Beratungen der politischen Minister werden zeigen, inwieweit die Verwirk Die amtliche Darstellung, die durch das meisters Kunert mit keinem Wort erivähnt, auch lichung aller dieser Vorlagen schon fortgeschritten ist. Im günstigsten Falle würde noch morgen Tschechoslowakische Pressebüro ausgegeben wurde, wird von dem empörenden Vorgehen der Gennachmittags ein Ministerrat den fertiggestellten ſtellt die Tatsachen geradezu auf den Kopf. So darmerie selbstverständlich nicht das geringste Vorlagen seine Zustimmung geben; andernfalls wird das herausfordernde Verhalten des Bau- erzählt. würde der Ministerrat erst für den Anfang der nächsten Woche einberufen werden. Selbstverwaltungskörper. Seit den Tagen, an denen das neue Steuergesetz, mit dem für Selbstverwaltungskörper so ruinösen Gesetz Nr. 77 in der Sammlung der Gesetze und Verordnungen erschienen ist, gab es für die Gemeinden und Bezirke teine trübere Zeit als die gegenwärtige. Es ist daher wohl verständlich, wenn sich die heute in Böhmisch Leipa versammelten Vertreter der deutschen Gemeinden in der Tschechoslowakischen Republik vor allem mit der Finanzwirtschaft der Selbstver waltungskörper und ihrer Lage in der Krise beschäftigen. Die Gemeinden haben sich im Lauf der Jahrhunderte von kleinen Siedlungsgemeinschaften zu starten wirtschaftlichen und politischen Verbänden entwickelt, deren Aufgaben in voltswirtschaftlichen, sozialpolitischen und kulturellen Angelegenheiten den engen Rahmen früherer Betätigung sprengen mußten. Mit elementarer Kraft brach sich besonders in der Nachkriegszeit das Neue, Notwendige Bahn und eine politisch fluge Staatsverwaltung sollte diese Kraft in eine richtige Bahn lenken, damit sie befruchtend und nicht zerstörend wirkt. Leider ist das auf die privatkapitalistische Wirtschaftsform und den Privatbesitz eingeschworene Bürger- und Bauerntum, in seiner Angst vor dem Sozialismus, furzsichtig genug, um zu glauben, daß die Entwidlung mit untauglichen Mitteln dauernd gehemmt werden kann. Jede Gemeindeunterneh mung ist für die Gegner der Gemeinwirtschaft Gegenstand unsachlicher, nörgelnder Kritik. Jedes gemeindliche Wohnhaus, jede gesetzliche Regelung des Wohnungswesens, ein schwerer GinDas Arbeiterviertel zerniert. Zwei Arbeiter schwer verletzt. griff in das Privateigentum; jede größere EinWien, 19. Mai.( Eigenbericht.) Dr. Dollfus richtung in gesundheitlicher oder kultureller hat heute vormittags die Verhandlungen mit der Graz, 19. Mai.( Eigenbericht.) In der dig passiv. Erst nachdem zwei Arbeiter von Hinsicht wird zur Quelle des finanziellen ZuHeimwehr und dem Landbund wieder aufgenom- Nacht auf heute haben in Donawiß, dem den Heimwehren brutal mißhandelt und schwer sammenbruches der Gemeinde gestempelt; alles men und es schien am Abend, als ob die Regie- Hauptort des Terrors der Alpine Montan- verlegt worden waren, griff die Gendarmerie ein. was nicht einen sichtbaren Ueberschuß in klinrungsbildung nahezu fertig wäre. Es wurden gesellschaft, die Heimwehren arge Exzesse verübt. Es kam an mehreren Orten, wo die Arbeiter in gender Münze in die Gemeinderente abwirft, ist auch schon Ministerlisten kolportiert, in denen Sie hatten schon gestern abends ihre Leute mit größerer Zahl auftraten, auch zu Zusammen- verpönt oder höchstens wie beim Schul- und vornehmlich der steirische Landeshauptmann Dr. Waffen und Stahlhelmen ausgerüstet und bei stößen. Armenwesen als notwendiges oder unausRintelen, der bekannte Förderer der Seim Nacht Patrouillen gebildet, die durch die Straßen Erst am Morgen, nachdem der Obmann des rottbares Uebel nur geduldet; jede systematische wehr, als Außenminister genannt wurde. Es zogen, sozialdemokratische Arbeiter überfielen und Schußbundes Dr. Deutsch bei der Regierung Aufbauarbeit wird am bürgerlichen Stammtisch scheint aber der Landbund schließlich Einspruch einen Borort, in dem vornehmlich Arbeiter interveniert hatte, fam eine größere Anzahl von als bolichewistische Gefahr und im Finanzmini dagegen erhoben zu haben, so daß zur Stunde noch alles in Ungewißheit ist, zumal auch der wohnen, die ganze Nacht hindurch vollständig Gendarmerie aus Graz nach Donawig und stellte fterium als bedenken- und verantwortungslose die Ruhe wieder her. Der ganze Ueberfall war Ausgabenwirtschaft klassifiziert. Wer sich für steirische Landesführer der Heimwehr, der Abge- abriegelten, so daß niemand heraus lonnie. Die Gendarmerie verhielt sich vollstän loffensichtlich planmäßig vorbereitet. Die Heimwehren mit dabei? ordnete Heinzel, aus Graz nach Wien berufen wurde, wo er erst um 10 Uhr nachts eintreffen soll. Die Christlichsozialen hoffen, daß es gelingen wird, die Regierung heute nacht doch noch zu bilden. Sie soll aus Christlich sozialen, Landbündlern und Heimatblödlern, eventuell aus ihnen nahestehenden Beamten bestehen. Ginen Eisbeutel für Sitler! Nächtlicher Heimwehrterror in Donawitz. Kassierter Freispruch eines Soldatenschinders. Inquisitionsmethoden eines 24jährigen Leutnants. ( Vont Obersten Militärgericht.) feine Arbeit im Interesse der Allgemeinheit nicht beschimpfen lassen will, der ziche sich zurüd! Das ist die eigentliche Parole derjenigen, die das gestrige zum morgigen machen wollen. Troßalledem wurde in den Gemeinden man ches geschaffen, was uns die schwere Krisenzeit leichter überdauern und erkennen läßt, daß es eine wirksame Bekämpfung großer Prag, 19. Mai. Das Oberste Militärgericht Das Urteil des Divisionsgerichts Notstände ohne Mitwirkung der hat dieser Tage ein freisprechendes Urteil Rasch au lautete auf Freispruch. Der Bro- Gemeinden überhaupt nicht gibt. des Divisionsgerichtes Kaschau aufgehoben, kurator appellierte und nun hat das Oberste Dr. Eugen Stern fagte in seinem Vortrag über Die Hafenkreuzter- Fraktion des Preußischen das in seinem Erkenntnis ebenso unglaublich Militärgericht das erste Urteil zur die eritische Analyse der Arbeitslosenfürsorge Landtages hielt gestern ihre erste Sigung nach anmutete, wie der Sachverhalt selbst. Ganze aufgehoben und zu neuerlicher in der Tschechoslowakei", den er am 4. Februar der Neuwahl ab. In der Sigung hielt Adolf Der Sachverhalt: Beim 11. Artillerie Verhandlung an die erste Instanz zurücver. J. im Sozialinstitut hielt, es sei ,, ökonomisch in Konjunkturzeiten die Sitler eine selbstverständlich mit stürmischent regiment wurde einem Soldaten ein Geld wiesen. Die Begründung der oberstgerichtlichen widerfinnig, wenn Beifall aufgenommene Rede, in der er Preußen betrag gestohlen. Es folgten strengste Visiten Entscheidung befaßte sich eingehend mit verschie öffentlich rechtlichen Verbände aufschiebbare Arfozusagen für fich reklamierte. Die national( die Mannschaft mußte sich na dt ausziehen und denen Punkten der erstinstanzlichen Urteils- beiten und Bauten durchführen" und meint ganz fozialistische Bewegung wiffe, so meinte er, was alle Stoffer wurden durchgestöbert). Es kam nichts begründung, die es verdienen, festgehalten zu richtig, man müsse diese Arbeiten für Krisensie der Geschichte schuldig ist. Sie habe nicht zutage, aber der 24jährige Leutnant Cest mir werden. zeiten sparen. Wer könnte bei einem derartigen dreizehn Jahre gekämpft, unt die Politik des 3 iar hart, der die 7. Batterie kommandierte, Das Divisionsgericht& as cha u tam zu dem planmäßigen Krisenschutz besser mitarbeiten als heutigen Deutschland in irgendwelchen Koalitio hatte sich in den Kopf gesetzt, daß der Täter kein Freispruch auf dem Wege, daß es der Aussage des die Gemeinden und Bezirke? Allerdings müßten nen fortzusehen. Die Preußenfraktion sei die anderer sei, als der 23jährige Fleischergehilfe mißhandelten Kronzeugen Bablit Staatsverwaltung und Gesetzgebung hiefür die Gruppe, mit der die Endschlacht geschlagen wer Mathias Pavlit, obwohl feinerlei Beweise vor überhaut feinen Glauben schenkte. Die Grundlagen schaffen! Gegenwärtig fann das den kann; die nationalsozialistische Bewegung lagen. Er nahm den Mann am 25. August v. J. ses Mißtrauen begründete das Erstgericht mit der Gegenteil von dem, was Dr. Stern will, festgewerde sich nur von eiskalten Ueberlegungen" in seine Kanzlei und verfuhr mit ihm nach den Tatsache, daß Pavlit vor neun Jahren stellt werdeit; d. h. der ökonomische Widerlerten lajfen. Ausführungen der Anklage folgendermaßen:( also als 14jähriger Junge!!) wegen Rohlen- jinn ist in der Praxis Leitjah ge Er versetzte Pavlik fünfzehn Hiebe mit diebstahls vor den Richter fam. Er erhielt worden. Betrachten wir nur eine der wichdamals aber nitr einen Verweis. Nach der tigsten Aufgaben: die Wohnungsbeschaffung. Geder Reitpeitsche, schlug ihn mehrfach mit Gendarmerierelation genießt der Zeuge seither rade in jenen von der Krise am ärgsten betrofdem Kopf gegen die Wand und trat den allerbesten Ruf. Diese Leumundsnote fenen Gebieten herrscht meistens auch wohihn wiederholt wuchtig gegen den Bauch. wurde bei der Verbandlung überhaupt nungsmangel. Die Gemeinden können vielfach, Weinend und am ganzen Körper zitternd, ver- nicht verlesen! Das Oberste Militärgericht mit Rücksicht auf die Bestimmung des§ 20 der ließ der Mißhandelte die Kanzlei des Komman übt ziemlich scharfe Kritik an diesem sonderbaren Gemeindefinanznovelle, Straßen- Stanal, SchulVerhalten des Kaschauer Divisionsgerichtes. Auch und sonstige Bauten, die zu den sogenannten unverweist das Erkenntnis des Obersten Gerichtes produktiven Anlagen gezählt werden, nicht mehr Seine Kameraden mußten ihn fast zwingen, sich darauf, daß eine Rach sucht oder Vorein in Angriff nehmen, da die Landesausschüsse Die 41 Verschütteten noch am Leben? beim Arzt zu melden, der Blutunterlaufungen genommenheit des Zeugen schon deshalb grundsäßlich die Bewilligung der Darlehen hieBalparaiso, 19. Mai. Die Hoffnung, int Gesicht, eine aufgeschlagene Oberlippe, Strie nicht ohne weiteres anzunehmen sei, da er sich für verweigern; sie wollen aber Wohnhäuser die eingeschlossenen 41 Bergleute aus dem ein men und blaue Flecken in der Gegend der Leber ja geweigert habe, auch nur zur Marodenvifite zu nach dem Bauförderungsgesetz errichten. Welcher gestürzten Teil des neuen Anden- Tunnels doch feststellte, die von den Fußtritten herrührten. gehen und erst unter dem Drud seiner Kamera- Leidensweg muß da gegangen werden, um das Ansuchen durch alle Fährnisse der Banken, Lannoch bergen zu können, scheint sich zu verstär- Auch wurde Fieber festgestellt. Die Milt är den sich endlich dazu entschloß. Man wird diese Entscheidung der obersten desbehörde und Ministerium durchzubringen und fen. Die Hilfsmannschaften gehen mit fieber- profuratur erhob gegen den Batteriefom ander- wie der griechische Heros Theseus schließlich hafter Eile vor, um schon innerhalb der nächsten mandanten Linhart Anllage wegen Ueber- militärgerichtlichen Justanz begrüßen 24 Stunden die Rettung zu vollenden, da man schreitung der Dienstvorschriften seits aber dieses Kaschauer Urteil nicht ganz ber doch den Triumph nicht des von rauschendem geffen dürfen. hofft, daß die Verschütteten noch am Leben sind. und Mißbrauchs der Amtsgewalt. Uns düntt, daß der Rassentopf des Führers das Auflegen eines Eisbeutels vertrüge. Hitler fühlt sich schon ganz als Diktator Preußen Deutschlands und die Rede ist eine deutliche Abjage an das Zentrum. Falls dessen Politik vont eistalten Ueberlegungen bestimmt wird, dürfte fie wohl dafür sorgen, daß die Endschlacht auf einem anderen Gelände und mit anderem Ergebnis stattfindet als es Hifler träumt. danten. な Jubel umgebenen Einzuges im Tempel, sondern Seite 2 Freitag, 20. Mai 1932. Nr. 119 Bombenfabrik in Gevilla ausgehoben. Sigung des Internationalen Techniſchen Hauptausſchuſſes in Brag Sevilla, 19. Mai. Die hiesige Polizei hat in staatliches Monopol; allerdings ist seine Einführung in der heutigen Zeit weniger zu empfehlen, doch muß es dem Staate vorbehalten bleiben, dem Stadtviertel Santa Cruz eine Bombenfabrik Am 19. und 20. Mai tagt in Prag eine In dieser verantwortungsvollen Situation jederzeit die Spirituswirtschaft in eigene Verwaltung ausgehoben. 700 Sprengbomben wurden be- Konferenz der Vorsitzenden der internationalen erachtet es der Technische Hauptausschuß sowie übernehmen. Mit der Preisfestsetzung von 2.60 schlagnahmt. Das gesamte Personal wurde ver technischen Ausschüsse der Sozialistischen Arbeider Frauenausschuß der SAS als die höchste Ke für das neue Brennstoffgemisch war auch die tersportinternationale( Sasi). Für den Atus nah- Pflicht der Arbeitersportler aller Sparten, sich voraussetzung erfüllt, die die Sozialdemokratie für haftet. Man glaubt, daß es sich bei der Anfer- men teil die Genossen R. Reitzner( Winter- mit ganzer Kraft und Entschloffenheit in den ihre Zustimmung aufgestellt hatte. Durch ihre Zu tigung der Bomben um die Vorbereitung für den sport) und R. Storch( Sandballspiele). Nach Dienst der sozialistischen Abwehrstimmung zu der Vorlage will die Sozialdemokratic revolutionären Streit handelt, der vom all- der Eröffnung der Konferenz durch den Vorsit- bewegung zu stellen und die Tätigkeit ihr Verständnis für die Bedürfnisse unserer Landwirtschaft in dieser schwerer: gemeinen Arbeiterverband für heute angekündigt senden Genossen Bühren( Leipzig) begrüßen der Wehrverbände zu unterstützen. Zeit beweisen. war. Die Polizei in Sevilla ist verstärkt worden. Die Tagung Genosse Mrazet für die DTJ., Der Fascismus muß international geschlagen Man hat auch eine Liſte der Ortschaften auf Deutsche Sozialdemokratische Arbeiterpartei, Gent. Dieses politische Ziel soll in der jeßigen gefahr Kohle für die Staatsbahnen. gefunden, in denen Explosivstoff- Niederlagen ge- Dundr für die tschechische sozialdemokratische schaffen worden waren. An Hand dieser Liste hat Partei und Genosse R. Sila ba für das Büro. der sporttechnischen Tätigkeit des Arbeitersportes vollen Zeit ständig das führende Prinzip auch in man bereits in Carmola mehrere große Bomben Vor Eingang in die Tagesordnung wurde aller Länder sein. und eine erhebliche Menge Dynamit beschlag- folgende Resolution einstimmig angenomNieder mit allen Feinden der Arbeiterklasse! nahmen können. Es lebe die Arbeiter Sportinternationale! Genoffe H. Müller für den Atus und die men: An die Arbeitersportler der Welt! nur der klaglosen Kollaudierung und Auszah- Der Technische Hauptausschuß sowie der lung der Darlehensgelder und des Staatsbeitra- Frauenausschuß der Sozialistischen Arbeiter- gende Punkte vor: ges zu erleben. Gerade in der Krisenzeit müs- Sportinternationale stellen fest, daß sich die werden! Endlose Provisionsaffären. fen viele notwendige und zweckmäßige Bauarbei- fascistische Gefahr in legter Zeit in 1 Referenten Bühren, Treybal. Die allgemeine bahnverwaltung, wirft. Es handelt sich ten zurückgestellt werden, Millionen an Subven- allen Ländern vergrößert hat. tionen verfallen, weil den Selbstverwaltungsförpern mit Drahtverhau und Fußangeln der Weg erschwert wird. Die Arbeitslosennot pocht aber weiter und immer eindringlicher an die Türen der Gemeinden und des Fürsorgeministeriums. Die offizielle Die Errungenschaften der Arbeiterschaft und damit die Zukunft des Arbeitersportes sind schwer bedroht. Zahl der Arbeitsloſen wird zwar in den Son Die Spiritusvorlagen im Kammerplenum. SomShre boltswirtschaftliche Bedeutung. Prag, 18. Mai. Noch ist die Mutějowitzer Kohlenaffäre, die mit der Amtsführung des seinerzeitigen Eisenbahnministers Stři brny so eng verknüpft ist, nicht aufgeklärt Die Tagesordnung der Konferenz steht fol- und schon steigt ein neuer Standal auf, der ein sonderbares Licht auf die bisherige Amtsführung Berichte: a) des Vorsitzenden, b) der Fach- der wichtigsten privatwirtschaftlichen Unterneh -Das 2. Arbeiter- Olympia in Wien. mung dieses Staates, nämlich der EisenSatzung zur Durchführung internationaler Wett um das Lieferungswesen dieses Ressorts fämpfe. Der 6. Kongreß in Lüttich. An und es bedarf feiner Erwähnung, wie sehr der Steuerträger daran interessiert ist, vollste träge. Allgemeines. Aufhellung dieser verschiedenen düsteren Provisionsangelegenheiten zu erhalten, die sich da hinter den Kulissen vollzogen haben. Bei der Staatsanwaltschaft sind Strafanzeigen eingelaufen, die im Zuge mermonaten sinken, aber mit Eintritt des nächeines Zivilprozesses erstattet wurden. Der Absten Winters erschreckend emporschnellen. Was geordnete der tschechischen Gewerbepar soll dann geschehen, wenn die GePrag, 19. Mai. Nach endlosen Koalitions- Nach der technischen Seite führt der Ausschuß fei Franz Horat wurde von der Frau Marie meinden und Bezirke, ausgepumpt, verschuldet, ohne Bebedung auch und Ausschußverhandlungen, in denen die auf- bericht zur Spiritusbeimischung auf Grund eines Janečet auf Rüderstattung von 369.264 K nur der dringendsten finanziellen gewendete Mühe und Energie nicht immer der fachmännischen Gutachtens u. a. an, daß die geklagt. Klägerin ist die Gattin des bekannten Verpflichtungen, feine Mittel ha- Bedeutung des jeweils strittigen Punktes ent- Mischung seit Jahren theoretisch wie praktisch er- Bergwerksbefizers Janečet, der als Kompag ben, um die geringste Arbeitslosen- sprach, kamen heute endlich die beiden Spiritus probt, in einer Reihe von Staaten bereits ein- non des seither verschwundenen Franz Stei fürsorge zu errichten? Daher fann nicht vorlagen im Plenum des Parlamentes zur Ver- geführt sei und sich bewährt habe. Aenderungen stal auch im Mutějowitzer Prozeß eine Rolle eindringlich genug gesagt werden: Der Staat, handlung. Die beiden agrarischen Referenten am Motor oder am Vergaser seien im allgemeinen spielt und die natürlich nur rein formell als das sind wir alle, und die Gesetzgebung, das sind Dr. 3adina und Ada met bemühten sich, die nicht notwendig; der Spirituszujatz wirke im Gegen Teilhaberin auf der Bildfläche erscheint. Diese 369.264 K sind nach Darstellung der die gewählten Vertreter, sowie die hohen Beam- Bedeutung und die Vorteile beider Vorlagen teil als lärmbämpfendes Mittel und verhindere das ten in den Ministerien, Staats- und Landesäm- sowohl vom landwirtschaftlichen wie vom gesamtt- sogenannte Klopfen des Motors. Klägerin Provisionsgelder, die der gewerbeparteiliche Abgeordnete empfangen hat, wogegen er tern, müssen dafür sorgen, daß die Gemeinden staatlichen Standpunkt aus im hellsten Licht zu In der Debatte tamen heute 13 Redner. zu sich verpflichtete, beim Eisenbahnminileben und sich wirtschaftlich, sozialpolitisch u. ful- zeigen. turell entwickeln können. Neben der obligatoriDie Einfuhr von Benzin, die im Jahre 1931 Wort, worauf gegen 7 Uhr abends die weitere fterium, deffen Leitung in den Händen seines schen Arbeitslosenversicherung sind die Gemein- 4.2 Millionen Zentner im Werte von mehr als Aussprache auf morgen vertagt wurde. Aus der Parteigenossen lag, die Vergebung der Lieferun den die sichersten Schuhwälle gegen die Flut der einer halben Milliarde betrug, wird durch die Debatte verdienen vor allem die Ausführungen gen an die Firma Tiefbau Freiheit", neuen Brennstoff- des tschechischen Genossen Remes hervorgehoben deren Inhaber Janceck war, sicherzustellen. Wirtschaftskrisen, deren verheerende Gefräßigkeit obligatorische Einführung der nur durch Arbeitsbeschaffung wirksam abgewehrt mischung für Motorfahrzeuge, die aus 20 Prozent zu werden, der in dem zähen Kampf um die Sorak habe sich pro Zentner eine Provision Spiritus und 80 Prozent Benzin bestehen wird, Gestaltung der Vorlage die Forderungen der von 50 Hellern ausbedungen. Später kam es je Man komme nicht damit, daß die Gemein- um etwa 400.000 Bentner eingeschränkt werden; sozialdemokratischen Parteien, gestützt auf seine doch zu einem Bruch des Lieferungsvertrages den nicht wirtschaften können. Diese Behaup- dafür wird eine Wehrproduktion von einer halben umfassende Fachkenntnis, erfolgreich vertreten hat. von seiten des Ministeriums und so fam es ju Genosse Remeš zitiert die Vorlage als Beweis Rückforderung der obgenannten Summe. Spiritus erwartet. Die tungen entbehren der Grundlage auch dann, Million Hektoliter Vorläufig handelt es sich also um eine wenn sie ein Finanzminister aufstellt. abgesehen von dem dafür, daß das Parlament sehr wohl imstande ist, Die Mischungsvorlage fommt- abgesehen ordentlichen Erfordernisse der Gemeinden sind verminderten Devisenbedarf für die Benzineinfuhr auch schwierige und komplizierte Vorlagen zu lösen, zivilrechtliche" Angelegenheit, da, wie wir im allgemeinen und bei annähernd gleichen Ver- in erster Reihe der heimischen Landwirtschaft und verweist auf den Widerspruch, daß gerade erfahren, die Staatsanwaltschaft über das weitere in erster Reihe der heimischen Landwirtschaft hältnissen nicht über das durch die Entwertung zugute, hauptsächlich der Kartoffel- und der Rüben- Parteien, die sonst( namentlich auch auf dem Ge Vorgehen noch nicht entschieden hat. Bemerkens Rüben- biete des Wohnungswesens!) grundsätzliche wert bleibt der Umstand, daß dieses 130jährige der Krone bedingte Ausmaß gestiegen. Hätte produktion. Die Verwertung der Abfälle zur Bieh- Gegner jedes staatlichen Eingriffes in die Privat Strafgeset teinte Sandhabe bietet, ohne weiteres nicht die Gesetzgebung die Gemeinden zu neuen fütterung wird eine Erhöhung der Biehproduktion wirtschaft sind, hier diesen staatlichen Eingriff gegen in wahrsten Sinne des Wortes unjittAusgaben und Vergrößerung des Schuldenstan- ermöglichen. Der Kartoffelabfaz dürfte um 20 bis des gezwungen, so wären die Verhältnisse trok 35.000 Waggons jährlich steigen, der Wehrverbrauch geradezu wünschen. Wir haben etwa 60 induſtrielle liche Provisionsschweinereien vorKriegs- und Nachkriegserschwernissen günstiger an Rohle etwa 15-20.000 Waggons ausmachen, und 900 landwirtschaftliche neben vielen Sunderten zugehen. von Obstbrennereien; die industriellen erzeugen als in der Vorkriegszeit. während die Bahnen etwa 50.000 Waggons mehr bedeutend billiger, weil sie rationell eingerichtet Auslieferung eines Senators wegen Steuerals bisher zu Transportzwecken werden beistellen sind und billige Rohstoffe( vor allem Melasse) hinterziehung. Der Immunitätsausschuß des tönnen. Insgesamt soll der finanzielle Effekt der benüßen. Wenn wir den Spiritus aus den land- Senats beantragte gestern die Auslieferung des Mischungsvorlage für unsere Volkswirtschaft etwa wirtschaftlichen Brennereien teuer bezahlen, so des- ungarisch- christlichen Senators Szilassy auf 400 Millionen Ke jährlich betragen, davon 80 Mil halb, weil zu seiner Erzeugung Rohstoffe eigener Grund einer Anzeige des Finanzministeriums, lionen an Löhnen. Produktion, Rübe und Kartoffel, verwendet werden daß Szilaffy in seinem Einkommen, bzw. Umsatz werden kann. Unsere Gemeinden verdienen eine ausreichende Hilfe! Nicht allein deshalb, weil sie ökonomisch und gut jedenfalls viel besser als der Staat gewirtschaftet haben, sondern vor allem deshalb, weil der Staat die Gemeinden braucht, als wichtige Glieder des Gesamtorga nismus, der dem Verderben geweiht ist, wenn feine unentbehrlichsten Zellen verdorren müssen. Der fluge Mann baut vor; eine fluge Staatsregierung tue desgleichen! 2. Pölzl 14 Schidfale hinter Schreibmaschinen. * Die Gesamtbelastung des Trinkspiritus durch follen, die teuerer sind als Melasse. Daher ist es steuerbekenntnis falsche und unvollständige An Steuern und Abgaben bleibt mit 23 K Steuer, in Ordnung, daß die landwirtschaftlichen Bren gaben gemacht habe; bei einer amtlichen Revision 2 K Landesabgabe und 1.80 K pauschalierter Umnercien zu 70 Prozent Rohstoffe eigener Pro sei festgestellt worden, daß zwischen der einbe fassteuer pro Liter auf der bisherigen Höhe; ins- duktion verwenden müssen. fannten Steuergrundlage und dem amtlich er gesamt erhält die Staatskasse aus diesen Titeln Was die Frage der Spiritusbewirtschaftung mittelten Stand eine Differen; von 76.000 bis über 600 Millionen jährlich. betrifft, so sind die Sozialdemokraten für ein 190.000 tronen bestehe. Rost. Zischend schießt eine glühweiße Flamme hoch. Schon lodert ein Stück der Tapete. Martha hat zufällig einen nassen Lappen zur Hand und schlägt auf das Feuer ein. Dieser Zufall erhält uns das Leben. Wir stehen weiß wie der Stall an den Eindruck der Betriebsamkeit. Immer| ,, Wenn Sie schlafen wollen, bleiben Sie lieber zu Ofens. Vielleicht wehte ein Luftzug ihn gegen den Tumult, immer Tempo, Tempo. Drei Wege läßt Haus. Ich verbiete mir diese Luderei." er für einen machen. Bringen Sie mal dies!" Ich dachte..." So, und nun holen Sie mir das! Jetzt schnell ,, Gar nichts haben Sie zu denken. Zum die Plakate von„ Sturm in der Wüste". Und Denken sind Sie nicht hier, zum Aufpassen. Sie ho find die Kartothekkarten von Gumbinnen? haben die Briefe dem Datum nach abzulegen und die müßten längst schon hier liegen. Fräulein damit basta." Brückner. Wieviel Versand haben wir heute?" Wehe, wenn ich nicht zehn hinzulüge! Ja, aber Herr Lichte..." Halten Sie den Mund, wenn ich mit Ihnen vede. Ich verzichte auf Ihre Verteidigung. Machen Sie jetzt, daß Sie rauskommen." Von Christa Anita Brüd. Max bekommt eine Mark mehr die Woche und darf sich jetzt Expedient nennen. Er ist den ganzen Tag und schreibt Versandpapiere, pact Risten, schafft sie zur Bahn. Die Bollanges Ich muß immerwährend auf der Hut sein, Tegenheiten für den Versand nach Danzig und Memel bearbeitet er selbständig. Er kennt die um zu unterscheiden, ob er nur bluffen will oder Bestimmungen, weiß, wie man einen Film her ob es ihm ernst ist mit seinen Aufträgen. Er Er rast, schäumt, wütet, tobt den ganzen ausbekommt, wenn einmal der Vormertschein schwätzt von Filmen, die wir gar nicht haben, Tag. Wir sind wie verängstigte Tiere, über denen verlorengegangen. Er verhandelt bei allzu wir müssen Plakate fuchen, die es überhaupt sich ein Unwetter entlädt. startem Andrang mit kleinen Kunden. Die nicht gibt. Wenn wir dann kommen und melden,„ Wenn der mir jetzt noch mal kommt von sie wären vergriffen, werden wir angeschnauzt. wegen Schlamperei, wo ich bald gar nicht mehr Reklame liegt ganz in seiner Hand. Martha fist ununterbrochen an der Film Anfangs habe ich mich noch verwirren lassen. übersehen kann, was ich alles zu tun habe, dann fpule und repariert an den Trümmerhaufen Es ging mir schlecht, wenn ich im richtigen zeig ich ihn bei der Baupolizei an," droht Mar. ramponierter Stopien, schneidet, flebt, flickt, dreht Augenblick nicht fapierte. Jetzt bin ich eingespielt. Die sollen nur wissen, daß wir hier fein Lager haben. Die schlössen ihm einfach die Bude." fich den Arm lahm, immer ein Auge auf dem Das Herz tut mir weh. Dazu die mörderische Hiße dieses Sommers. Bruder, daß er nicht allzu nahe der Tür steht und das Gefeilsche da drinnen hört, das Lügen Aber wir wollen uns nicht beklagen, wir wollen und Prahlen, die betrügerischen Winkelzüge auf gern laufen und rennen und bezen, wollen beiden Seiten. Sie hält auch Walter, den Neuen, Ueberstunden machen und uns an jedem Zahltag im Zug, der gern feine Botengänge über Gebühr Vorwürfe wegen des Gehalts machen lassen, ausdehnt. Habe ich allzu viel zu tun, schreibt wenn er nur vernünftig bleibt und nicht seinen fie auch Rechnungen aus. Mehrere Stunden am Raptus bekommt. Tage steht sie über die Mappen gebückt und legt die Poſt ab. Sie nimmt einen Abendkursus in Stenographie und Schreibmaschine. Ihr einziger Wunsch ist: vorwärtskommen. Ich bin zuweilen erstaunt, wieviel diese Beiden leisten. Sie haben nur die Bürgerschule besucht und vorher feine andere Stellung inne gehabt. Und wie schlecht werden sie für ihre Mühe bezahlt! ,, Raptus", sagt Walter, der stets seine Ruhe bewahrt. Aber es ist nichts weiter als Unfähig feit, die üble Laune zu zügeln, Wir erkennen das Unheil schon, wenn er nur die Tür aufstößt, unten mit dem Fuß und oben, ohne die Klinke herunterzudrücken, so daß die Tür mit einem Knall aus dem Schloffe springt. Alle Schrauben sind schon gelockert. Er ist dann unerschöpflich in Quälereien. Jeder von uns arbeitet unter äußerster Nichts ist in Ordnung... wo man hingudt, Anspannung. Ich kann nicht fünf Minuten bet die größte Sauerei... Wer hat die Briefe hier einer Arbeit verweilen, nicht einen Briefbogen abgelegt?... Fräulein Tübel, kommen Sie gezu Ende schreiben, ohne mehrere Male abgerufen fälligst mal rein." zu werden. Lichte liebt es, uns durcheinander Martha läßt erblassend ihre Filmspule fahren. hehen, wenn Kundschaft da ist. Das erhöht)" Dösen Sie nicht immer," herrscht er sie an, der Wand. May hat vor Schreck die Sprache verloren. Er sammelt sich langsam. Lichte sitt irgendwo jetzt und frühstückt. Ob er ahnt, daß einige Jahre Gefängnis haarscharf an ihm vorbeigegangen? Als ich ihn eines Tages aufspringen höre i seinem Zimmer, trampeln und um sich schlagen und, hinzustürzend, seinen Papierkorb schielend im Winkel sebe, verlange ich die Einrichtung eines Filmlagers, wie das Gesetz es unter Androhung schwerer Strafen bei Unterlaffung vorschreibt. Er ist selbst noch so verstört, fäfebleich und zitternd in Händen und Kenien, daß er sofortige Maßnahmen verspricht. Aber die Einrichtung eines Lagers kostet Geld. Seine Devise, wie er mir freimütig zugestanden, lautet: Spare im Büro, wo immer du kannst, desto mehr haft du für deinen Privatgebrauch. So wird der Vorfall vergessen, die Einrichtung des Lagers hinaus geschoben. Damit hat er nun wirklich recht. Wir denken manchmal an Feuer. Meine Unruhe steigt, als im Herbst der eiserne Ofen geheizt werden muß. Dieser Ofen, aus dem ein Funkenregen stiebt, sobald man Briketts von oben hineinwirft, ist geradezu eine Jch erinnere ihn alle Tage. Er hat tausend Herausforderung des Unglücks. Jeder Mensch Ausreden. Auf dem Boden wird ein Verschlag fennt die Feuergefährlichkeit von Filmstreifen. mit Wellblechschutz eingerichtet. Nun fann ich alfe Annähernd hundert Rollen liegen im selben paar Tage fontrollieren, ob die Jungen da oben Raumt, in dem wir arbeiten, offene Kisten mit nicht rauchen. Ich drohe Walter mit Entlaffung, Filmen stehen umher, einzelne Atte liegen auf als er bei meinem Eintritt die brennende Rigaden Fensterbänken, auf Stühlen und Tischen. rette in der Hosentasche verschwinden läßt. Max Kein Mensch kümmert sich um das Rauchverbot. verklage ich zweimal bei Lichte. Es gibt einen Lichte raucht, die Kunden rauchen, natürlich Söllenspektakel. rauchen auch die beiden Jungen. Ich habe Mar Als ich trotzdem Zigarettendunst wittere, bin beim Einpacken der Filme mit brennender ich nahe daran, Anzeige bei der Baupolizei zu Zigarette erwischt. Ein einziger Funfen in eine erstatten. Ich weiß, daß die Lager sämtlicher der umberliegenden Rollen und keiner von uns Verleiher in Königsberg regelmäßig revidiert entginge dem schrecklichsten Tode. Nicht ein Stein werden. Weiß man denn nichts vom Lichte- Verdes Hauses bliebe auf dem andern. leih? Und wie ist das möglich? Einmal hängt Blankfilm in der Nähe des ( Fortsetzung folgt.) Nr. 119 Freitag, SV. Mai 1932. seite 3 Noiafs Rui nach der starken Band. Schwere Auseinandersetzungen Im Senat Prag, 19. Mai. Der Senat erlebte heute eine sehr bewegte Sitzung, die durch eine aggressive Rede Mikuliöeks über die Unteroffiziersvorlage eingeleitet wurde. Ein paar saftige Anspielungen auf die verschiedenen Korruptionsaffären, die den tschechischen Nationalsozialisten vorgeworfen werden, leiten das Gefecht ein und bringen namentlich den Senator Klofa 6 in Harnisch, der schon zu seiner angekündigten Rede gerüstet ist. KlofaL fährt aus der Bank auf und protestiert namentlich gegen die Bemerkung des Kommunisten Kindl, er habe sich feinen Aufenthalt im Kerker bezahlen lassen. Er hält dabei eine zusammenhängende Rede, wehrt sich gegen den Vorwurf der Korruption und erklärt, er habe seine Senatediäten aus dem letzten Jahr zur Gänze seiner Heimatsgemeinde gewidmet. Ein anderer Nationalsozialist wirft wieder Mikuliöck vor, daß er einen Kriegsinvaliden geohrfergt hab«, und wird daraufhin höflichst eingeladen, dies« Behauptung draußen auf dem Gang zu wiederholen, kurz, es entwickelt sich eine derartig« Auseinandersetzung, daß der Vorsitzende Genoss« Dr. Heller energisch dazwischenfahr«» muß, um wieder die Ruhe her- zustellen. ÄlofaL kündigt sodann an, daß er gegen Kindl den Jmmunitätsausschuß anrufen werde. Mit ein paar dürftigen Sätzen weist er die gegen ihn erhobenen Korruptionsbeschuldigungen zurück, erklärt sich durch die Ablehnung eines Untersuchungsausschusses als rehabilitiert, und revanchiert sich durch einen Gegenangriff gegen StribrnY und Konsorten wegen eines Koksgeschäftes mit Rumänien. Während Klofao in seiner Polemik gegen die Liga und die Kommunisten öfters die Lacher auf seiner Seite hat, läßt der politische Teil seiner Rede so gut wie alles zu wünschen übrig. Er zitiert seinen Ausspruch von der„Zweiten Republik", in der aus der ganzen Linie„Ruhe und Ordnung" herrschen und eine energische Durchführung des Programms Platz greifen müsse, und gibt später feiner Sympathie für Rußland im Fernosskonflikt Ausdruck. Bald aber gerät er immer tiefer in«in ausgesprochen undemokratisches Fahrwasser herein, plädiert für„Disziplin" reicht nur in der Arm««, sondern vorerst im Volk, in den politischen Parteien und in dm Zeitungen und wirft sich zum Gralshüter der— ohnedies von Slavik schon genugsam behüteten—„Staats- autorität" auf; er hi-be schon vor langer Zeit die maßgebenden Stellen beschworen, di« Staatsautorität mit aller Energie zu schützen, ober nichts lsei geschehen. Die Koalition müsse«in« f e st e Hand zeigen, andernfalls würde sein« Partei aus dieser Schwäche die Konsequenzen ziehm. Genosse Witt: So fichrt euch schon die Diktatur eint In Klofaös weiterer Rede kehrte die sinnige Wendung, daß die Koalition nicht weich wie Olmützer Quargeln, sondern hart und energisch sein müsse, einigemale bis zum Uebel- fein wieder; bald zitierte er wieder den Geist des 28. Oktober und rief nach einer starken Armee. — Das allgemeine Kopfschütteln übär diese Rede dürfte ziemlich weit bis in die Reihen seiner eigenen, Parteikollegen gegangen sein! Die folgende Antwort TrnobranskyS (Liga) strotzte vor persönlichen Beleidigungen Klofaös, die der Vorsitzende Tröka erst zum Schluß durch einen Ordnungsruf rügte. Klofaö wandte sich sofort an den Jmmunitätsausschuß, der für Trnobransky wie für Kindl eine Rüge beantragt^ Trnobransky tischte dabei ein« Geschichte auf, daß KlosaL als Verteidigungsminister im Jahr« ISIS«inen divekten Befehl hcrausgegeben habe, die Druckerei Hlinkas durch Brandbomben zu vernichten; StrWrny habe später diesen Befehl nach gesehen und habe ihn sofort vernichten lassen. Der Fund von Höllenmaschinen in der Druckerei wird von dem folgenden Sprecher der Hlinkapartei bestätigt. * Der einzige Lichtblick in dieser Debatte war gleich zu Beginn ein« mutige Rede des tschechischen Genossen H a v r a n e k, der in einer Polemik gegen den Referenten die Ansicht vertrat, daß wir uns in Armeefragen nicht mit den Großmächten vergleichen dürfen, sondern nach unseren Verhältnissen einrichten müssen. Auch die viele überflüssige Ausbildung im Heer kritisierte er scharf. Die Dienstzeit könnte sehr wohl noch unter zwölf Monaten herabgesetzt werd«» und dennoch brauchte man nicht mehr Instruktoren. Die Vorlage wurde schließlich in erster Lesung angenommen. Verlängerung der Vorlage über den Jn- landskonsnm. Bor zwei Jahren wurde von der Nationalversammlung ein Gesetz angenommen, das die staatlichen Behörden, Anstalten und Unternehmungen zur ausschließlichen Abnahme bestimmter inländischer Agrar- produkte verpflichtet und dessen Gültigkeit fetzt abläuft. Es handelt sich um Getrcide, Hülsenfrüchtc, Kartoffeln, Fleisch, Milch und Milchprodukte, Eier, Obst, Gemüse und Futtermittel. Das Gesetz wurde gestern vom Senat bis Ende 1933 verlängert und in Resolutionen die Forderung ausgesprochen, daß auch Flachs lediglich heimischer Herkunft verwendet werden soll, daß Pferde für die Armee vorwiegend von heimischen Züchtern angekauft und auch der Veinbedarf im Inland gedeckt werde. schöne Motte' und Zackte Tatsachen'. Nazi-Krebs als Preirfechter der Demokratie. „Die Behörden zerstören jeden Glauben an Recht und Gerechtigkeit" entrüstet sich der„Tag" und bringt darunter eine lange Parlamentsrede des Nazi-Krebs über die„Dolkssport"-Berhaf- tungen und Hausdurchsuchungen bei Nationalsozialisten. Dabei hat er auch die Verfassung zitiert und zwar jenen Satz, der besagt, daß sich das tschechoflowakische Volk der Gesellschaft der Völker als ein gebildetes, friedliebendes, demokratisches und fortschrittliches Mitglied anschließen will, Diesen„schönen Worten" stellt nun Krebs die„nackten Tatsachen" gegenüber, nämlich die Verletzung der staatsbürgerlichen Freiheiten bei der Verfolgung von Hakenkreuzlern. Ob der Aufwand an Polizeimaßnahmen gegen die braunbehemdeten Illusionisten gerechtfertigt war, wird ja der weitere Fortgang des Verfahrens noch erweisen müssen. Zunächst muß aber eine Frage geklärt werden: Dkit welcher moralischen Berechtigung beruft sich die Krebspartei ausgerechnet auf jene demokratisch«« Freiheiten, die sie so bald als möglich zertrampel» will? In der Tschechoflowakei bangt sie davor, daß der Glaube an Recht und Gerechtigkeit verloren gehen könnte. Sehr löblich. Wie schaut es aber dort aus, wo die Hakenkreuzler mitregieren? In Braunschweig hat Naziminister Klagges die Maifeiern der Arbeiterschaft verboten! In Braunschweig werden sozialdemokratische Hochschullehrer auf die Straße gesetzt! In Danzig, wo die Nazis mitregieren, wird die sozialdemokratische„Bolksstimmc" auf drei Monate verboten! In Eutin haben die Nationalsozialisten in öffentlicher Versammlung die Unternehmer aufgefordert, die sozialdemokratischen Arbeiter und Angestellten hinauszuwerfen und dem Verhungern ausMliefern. Nazi-Recht, Nazi-Gerechtigkeit— nicht wahr Herr Krebs!? Herr Krebs, der Musterdemokrat, droht sogar im Zusammenhang mit der Maßregelung des Hochschulassistenten Haider, daß daraus in anderen Staaten natürlich Gegenmaßnahmen kommen werden— er sagt wörtlich: „Mr versprechen ihnen für jede Entlassung eines der unseren werden auch andere daran kommen." Nicht zuviel versprechen,.Herr Krebs!, Wir wissen, daß es dazu Ihres freundlichen Zuspru ches im Braunen Hause zu München garnicht bedarf, wir wissen, daß nicht nur die wirtschaftliche sondern auch die physische Vernichtung jedes aufrechten Sozialdemokraten auf dem Programm des„Dritten Reiches" steht. Auf einen mehr oder weniger kommt es in der„Nacht der langen Messer" nicht mehr an, da ihre reichsdeutschen Parteigenossen nun einmal„bis zu den Knöcheln" im Blute zu waten gedenken. Der Nazi-Krebs ohrfeigt sich selber auf offener Parlamentstribüne, wenn er in einem Atem die hitlerischen Lumpenhunde, die in Deutschland das Fauskrecht einführen wollen, ausspielt und gleichzeitig Krokodilstränen über die Beschränkung der demokratischen Freiheiten in der Tschechoflowakei vergießt. Seine Aufregung könnte nur ernst genommen werden, wenn die Hakerckrcuzler bereit wären, ihren Gegnern soviel Recht und Gerechtigkeit angedeihen zu lassen, als sie vom tschechischen Staate fordern. Herr Krebs, erzähle« sie in ihrer nächsten Parlamentsrede, wieviel Vereins-, Bersamm- lungs- und Pressefreiheit di« sozialdemokratischen Arbeiter in einem nationalsozialistisch regierten Deutschböhmen hätten! Erzählen sie doch, ob auch ihr Vorbild Hitler das deutsche Volk als ein gebildetes, friedliebendes, demokratisches und fortschrittliches Mitglied in die Gesellschaft der Völker eingliedern will! . Nur so könnte sich Herr Krebs von dem Verdacht erbärmlichen politischen Komödiantentums reinwaschen, in dem er von dem schurkischen Nazi-Terror im Reiche abrückt und ein Bekenntnis zu jener hundertprozentigen Demokratie ablegt, die er für sich und seine Anhänger reklamiert. „Gerichtliches Nachspiel um ei« paar Backpfeifen. betitelt der„Tag" den Bericht über die Verhandlung gegen die Naziabgeordneten, die im Reichstag den sozialdemokratischen Journalisten Klotz blutig und bewußtlos prügelten. Er hat sogar entdeckt, daß die bösen Sozialdemokraten diese hakenkreuzlerischen Heldentat sozusagen arrangiert haben, denn man hat „inzwischen in Erfahrung gebracht, daß die Sozialdemokraten Klotz eigens ins Haus bc- stellt, um die Nazi zu provozieren und mittels dieser Provokationen dann Borwände zu schaffen, die Vertreter Adolf Hitlers einfach niederknüppeln zu lassen." Kommentar überflüssig! Wieder ein neues agrarisches Zwaugsgeietz? Klein« Hopfenbauern, seid auf der Hut! Aus Pressemeldungen geht hervor, daß das Landwirtschaftsministerium eine Novelle zum Hopfen-Provenienzgesetz ausgearbeitet hat, welche mit Beschleunigung dem Parlament vorgelegt werden soll. Dagegen ist nichts einzuwenden, daß das Verfahren bei der Herkunftsbezeichnung des inländischen Hopfens nach den gewonnenen Erfahrungen neu geregelt werde. Auffallend ist jedoch, daß mit dieser rein manipulativen Frage auch das schwerwiegende Problem der Zwangsregelung der Hopfenanbaufläche verquickt werden soll. Angeblich soll es dem LandwirtschaftSmini- sterium nach Anhörung der Landeskmturräte überlassen werden, die Anbaufläche für Hopfe» durch Verordnung zu regeln. Daß cs auch em Volksernährungsministerium gibt, welches vom Standpunkte der Verbraucher einiges drein- zureden hätte, scheinen die Herren Referenten im Landwirtschaftsministerium wieder einmal übersehen zu haben. Eine Herausforderung der nichtagrarischen Kreise ist es geradezu, wenn man den administrativen Mumiengestalten, genannt Landeskulturräte, wiederum eine entscheidende Rolle zuspielen will. Da werden sich die Herren Agrarier doch zuerst bequemen müssen, die Landeskulturräte zu reformieren, so daß die ganze Landbevölkerung zu deren Führung Vertrauen haben kann. Jedenfalls haben die kleinen Hopfenbauern, sowohl auf deutscher wie auf tschechischer Seite, alle Ursache, auf der Hut zu sein. Wenn die Agrarier, die den Teufel sozialistischer Zwangsbewirtschaftung nicht kraß genug an die Wand malen konnten, wieder ein neues Zwangsgesetz auftischen, dann ist bei den nichtagrarischen Interessenten größte Vorsicht am Platze! Devisenbewirtschaftung überall. Di« Drosselung des internationalen Wirtschaftsverkehrs durch die Bewirtschaftung, der Deviserrdorräte, die im Juli 1931 in Deutschland unter dem Eindruck der Kreditkrise ihren Ausgang nahm und in kurzer Zeit die meisten mitteleuropäischen Länder zu ähnlichen Maßnahmen veranlaßt«, macht immer weitere Fortschritte. Praktisch wurden dadurch alle internationalen und zwischenstaatlichen Vereinbarungen über Erleichterungen im gegenseitigen Wirtschaftsverkehr hinfällig. Die Mefftbegünssigungs- klausel in den Handelsverträgen hat dadurch sehr diel an Bedeutung verloren. Der Handel steckt, wie der Bericht der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich mit Recht hervorhebt, in einer Zwangsjacke. Die Notenbanken sind in ihrem Aufgabenkreis weit über ihr ursprüngliches Tätigkeitsfeld der Regelung der Währung hinausgewachsen und haben sich zu einer Institution entwickelt, die zentral die Kontrolle über alle auswärtigen Wirtschaftsbeziehungen der Länder ausüben. Jede Beschränkung des auswärtigen Wirtschaftsverkehres eines Staates zwingt aber auch das Ausland zu ähnlichen Einrichtungen. So befindet sich denn die kapitalistische Weltwirtschaft im Stadium der Auflösung, deren Ende und Folgen man gegenwärtig noch nicht übersehen kann. Man weiß heute lediglich, daß die Krise noch nicht ihren Höhepunkt erreicht hat und trotz gegenteiligen Prophezeiungen immer mehr um sich greift. Gerade durch die Abschnürung der kapitalistischen Industrieländer voneinander werden alle Kräfte und Regungen unterdrückt, die allenfalls eine Wendung zum Besseren herbeiführen könnten. Das Berliner Institut für Konjunkturforschung hat berechnet, daß die Produktion in den europäischen Ländern ohne Rußland bis Anfang 1932 gegenüber dem Stande von 1928 um 72.4 Prozent zurückgegangen ist. Die industrielle Erzeugung Deutschlands, das unter der Krise am schwersten leidet, ist auf den Umfang der Jahre 1896/97 zusanlmengeschrumpft. In den letzten Tagen ist- auch Rumänien zur Devisenkontrolle übergegangen. Nach einem Beschluß des Ministerrates wird der Handel mit Schecks, Devisen, Valuten und Wechseln bei der Rumänischen Nationalbank konzentriert, die auch die Zuteilung der Devisen zur Bezahlung der aus dem Auskinde eingeführten Waren vornehmen wird. Die Ausfuhr von Devisen und fremden Valuten wurde untersagt. Alle Devisen und Valuten, die in das Land durch den Wirtschaftsverkehr mit dem Auslände gelangen, müssen der Notenbank abgeliefert werden. Damit ist auch der letzte Nachfolgestaat zur Devisenbeschränkung übergegangen. Die Entwicklung geht also praktisch nicht zur Vereinheitlichung Mitteleuropas, sondern zur Entfrem- dung und Auflösung der mitteleuropäisch«» Wirtschaftsbeziehungen. * Starker Rückgang des Notenumlaufes. Der Bericht der Nationalbank vom 13. Mai zeigt einen wesentlichen Rückgang des Notenumlaufes, der um 217 Millionen Kronen gesunken ist. Trotzdem der Devisenvorrat eine weitere Abnahme um 15 Millionen Kronen zu verzeichnen hat, konnte die Notendeckung von 39.1 am 7. Mai auf 10.3 Prozent erhöht werden. Die Kriegrgefahr im Mn vier Jahrgänge in Sowjetmßland zu Manöver«. einberufen. Die gewaltsame Entfernung der japanischen, Regierung durch Ermordung ihres Führers und i die Aussicht auf noch schärferes Bordring«« Ja-s »ans auf dem asiatischen Kontinent hat die stan»s dige Kriegssorge der Sowjetregierung gewaltig H gesteigert. Am Dienstagabend sollt«, wie der Berliner« „vorwärts" meldet, Kriegskommifsar Woroschi-H low im Rundfunk spreche», was jedoch mit derI Begründung abgesagt wurde, daß er an einerz Konferenz teilnehmen müsse. Es wnrd« durch den« Rundfunk der Befehl des Revolutionären Kriegs- z rates bekanntgegeben, daß an den Manöver« die? Jahrgänge 1909, 1910, 1911«nd di« von der- Heeresdienstzeit wegen wichtiger Betriebsarbeit« Befreiten des Jahrgangs 1912 teilzunehmen- haben. Da sonst unmer nur«i n Jahrgang Re.) erv« zu den Manöver« eingezogen worden ist,; bedeutet dieses Vorgehen ein« Demonstration der j russische« Wehrberettschast, wie schon der 1. Mai4 n dem Aufmarsch von 100.000 Mann Moskauers Garnison, Zehntausenden bewaffneter Arbeiter,» unzähliger Tanks, Motorbatterien und dem Anf-i gebot von 300 ArmeeflnMugen«in« solchen Demonstration gewesen ist. Im Rundfunk wurde« noch mitgeteilt, daß die freiwilligen Flieger der« Organisation„Ossoawiachim" an den Heeres Übungen teilnehm««. Stalin, der zur Erholung«ach der Krim, abreisrn wollte, ist i« der Näh« von Moskau i geblieben. Splmie« im Krisenfieber. Streik der Transportarbeiter. Madrid, 18. Mai. Am Mittwoch ist der! größt« Teil der spanischen Trans-r Portarbeiter in den Ausstand ge-j treten. Nur in Barcelona und im Baskenlands wird nicht gestreikt. Der Innenminister ordnete« gegen die Streikenden die strengste Anwendung!! des Repubkikschutzgesetzes an. In Moron bei Sevilla entdeckte die Polizei j 200 Bomben, die anläßlich des für Donnerstage angesetzten Pandarbeiterstreiks verteilt werden» sollten. In der Provinz Caerres gingen Land-7 arbeiter nach der Erschießung eines Kollegen i und der Verwundung mehrerer anderer Arbeiter« durch die Polizei gegen die Beamten vor, ent-) waffneten und mißhandelten sie. Etwa dreitausend Werftarbeiter in El Ferrol s sind heute in passive Resistenz getreten. Als der: Rat der Stadt von dem Konflikt Kenntnis er-« hielt, hat er sein Amt niedergelegt. Die meisten' Geschäfte blieben geschlossen, da die Inhaber, Ausschreitungen befürchten. Der Madrider Berichterstatter des Journal" meldet, daß der! Streik der Transportarbeiterschaft das Vorspiels zu einem G e n e r a l st r e i t der Arbeiter ge-i Wesen sei.' In der Wohnung eines Anarchisten' in Sevilla wurden vierhundert Bomben gefun-! den, bei einem anderen Anarchisten 470 Bomben.< In Valencia ist im Zentralelektrizitätswerk eine Bombe explodiert, wobei sieben Angestellte' verletzt wurden. Die ganze Stadt ist stromlos. In zwei Städten zerstörten Anarchisten Kabel-; Leitungen, anderenorts wurden auf den Friedhöfen Verwüstungen angerichtet. Um die Regierungsbildung in Frankreich Paris, 19. Mai. Die Verhandlungen über die Regierungsbildung werden fortgesetzt. Die radikalen Senatoren sind zum größten Teile Anhänger einer Zusammenarbeit der Radikalen mit den übrigen Parteien der gemäßigten Linken und des Linkszentrums. Zahlreiche radikale Abgeordnete wollen jedoch mit den Sozialisten über deren Eintritt in die Regierung verhandeln und im Falle eines Mißlingens ein reines Linkskabinett mit großer radikaler Mehrheit bilden. 100 Milliarden«L Defizit in den Bereinigten Staaten. Washington, 19. Mai. Das Finanzdepärte- ment hat gestern bekanntgegeben, daß daS Defizit der Staatskasse am 16. Mai l. I. eine Höhe von 2.598,700.446 Dollar erreicht habe. Da das Finanzjahr erst in sechs Wochen zu Ende geht, kann mit einem Gesamtabgang von etwa 3 Milliarden Dollar(etwa 100 Milliarden Kü) gerechnet werden. Es ist dies in der Geschichte der Bereinigten Staaten das größte Defizit, das die Staatskasse je aufzuweisen hatte. Seite 4 Albert Londres, der berühmte französische Schriftsteller, gehört zu den Vermißten des Georges Philippar". " " Freitag, 20. Mai 1932. Aus der Welt des Radio. Oeffentliche Vorführungen. Das Kilowatt- Rennen der Sender. Nr. 119 Mann, erivehrte sich aur Not des Angreifers, und es tam zu einem Handgemenge, in dessen Verlauf es dem Meggergesellen gelang, dem. das Messer zu entreißen und aus dem Fenster zu werfen. Schließlich unterlag der Schmied dem Fleischer, der einen günstigen Augenblick benüßte, aus dem Fenster zu springen und sowohl zur Gendarmerie als auch zum Auzt zu laufen, weil er einige Verlegungen davongetragen hatte. Die Gendarmen verhafteten W., der angab, er habe dem Fleischergesellen einen Denkzettel vor seiner Frau geben wollen, und lieferte ihn dem Die Zahl der Rundfunkteilnehmer in der Tschechoslowakei betrug am 1. April 417.411. Da jeder dieser Teil- Idas Verhältnis ebenso, wenn nicht noch günstiger nehmer jährlich den Betrag von 120. K entrichtet, für die Arbeiter und Angestellten ausfallen. Wie so ergibt sich daraus eine Einnahme von jährlich ist aber das Verhältnis des Einflusses auf die Pro 50 Millionen K, von dem ein großer Teil der staat- giammgestaltung? lichen Postverwaltung zufließt. Die Zahl der Hörer würde sich noch ganz bedeutend erhöhen, wenn man endlich daran ginge, durch gefegliche Maßnahmen Alle Radiovereinigungen und andere Organijaden Hörern einen Schutz gegen die vermeid- fionen, die bei irgend einer Gelegenheit öffentliche Bezirksgerichte ein. baren Störungen zu geben. Die Kosten einer Vorführungen von Rundfunkdarbietungen veran- Ein nächtliches Bad im Brunnen. In KlemEntstörungsanlage sind verschwindend im Verhält- stalten oder Grammophonplatten abspielen, seien bart bei Prešov tamen zum dortigen Nachtwächnisse zum Preise des störenden Gerätes und würden darauf aufmerksam gemacht, daß sie in solchen Fälter zwei unbekannte Männer und forderten ihn sich überhaupt nicht bemerkbar machen, wenn von len sich mit der Autorengesellschaft wegen des Auf- energisch auf, mit ihnen zu gehen und für sie vorneherein die Erzeugung und der Verkauf sol- führungshonorars zu einigen haben, wenn sie nicht aus dem Gemeindebrunnen mit dem Eimer Wascher Geräte ohne Störschußeinrichtung untersagt Gefahr laufen wollen, nachträglich ziemlich hohe ser zu schöpfen. Als der Wächter den Eimer mit würde. Wichtig für die Erhöhung der Hörerzahlen Gebühren und unter Umständen noch Gerichts- und Waffer heraufzog, warfen sich die Unbekannten wäre es auch, wenn endlich einmal durch ein neues Anwaltkosten bezahlen zu müssen. Die Vorführung auf ihn, banden ihn, verstopften ihm den Mund, Radiogesetz die vorsintflutlichen Bestimmungen aller jener Stücke, deren Autor noch lebt oder noch damit er nicht schreien könne und steckten ihn in des alten Gesetzes, das mehr Verbote als Erlaub nicht 30 Jahre tot ist, ist tantiemenpflichtig, wenn den Eimer, den sie sodann in den Brunnen nisse enthält, modernisiert würden. Es wirkt doch die Aufführung in der Oeffentlichkeit erfolgt, ganz hinabließen. Nur den Kopf des Nachtwächters schließlich lächerlich, wenn bei dem heutigen Stande besonders dann, wenn ein Eintrittsgeld eingehoben ließen sie aus dem Wasser emporragen. Erit der Radiobewegung der Kauf einer Röhre oder wird. Einigt man sich aber schon vorher mit der gegen morgen gelang es dem Nachtwächter, das eines anderen Bestandteiles schwieriger ist als der Autorengesellschaft, so sind die Gebühren ganz Tuch, das ihm in den Mund gestopft worden Der„ Bečer" ist aufgeregt. Rauf eines Revolvers oder einer Dynamitpatrone, mäßige. war, herauszuziehen und um Hilfe zu rufen. Er falls die gesetzlichen Vorschriften eingehalten werden Dreispaltiger Titel. Fetteste Lettern. Uner sollen, so muß nach dem Wortlaute des Gesetzes jeder wurde ganz durchfroren von einem Bauern aus hörter Angriff des Organes des Mitgliedes der Händler eine 2ifte führen, in die jeder Käufer dem Brunnen herausgezogen. Man ist der Meitschechoslowakischen Regierung Dr. Czech." eines einzelnen Bestandteiles mit Namen und Stonnung, daß die Unbekannten Räuber waren und Minister Dr. Czech aus Galizien." Was ist gessionsnummer eingetragen wird! Es haben sich zahl Sender ihre Antenneuleistung erhöht. Im Wächter für die Nacht unschädlich zu machen. Schon im vergangenen Jahre haben eine An- daß sie die Untat deshalb verübten, um den geschehen? Was hat der Dr. Czech wieder ange- Fälle ereignet, wo bei exekutiven Feilbietungen der Sender ihre Antenneuleistung erhöht. Im Wächter für die Nacht unschädlich zu machen. stellt? Der Leser möge sich beruhigen. Er hat Zuschlag eines Radioapparates rückgängig gemacht Dimensionen annehmen. Es werden noch in diesem kleinen Sundainsel Timor nach Port Darwin laufenden Jahr wird dieses Wettlaufen noch größere Verschollene Piloten. Der von der östlichen diesmal überhaupt nichts getan. Er hat von werden mußte, weil der Ersteher seine Konzession Jahre die nachfolgenden Sender ihre Energie wie nichts gewußt. Er steht mit der Sache in gar nicht mithatte, oder weil es sich um einen selbst- folgt erhöhen: Baris auf 150 Kilowatt, Wien auf Bertram ist seit Sonntag überfällig. In der ( Australien) gestartete deutsche Flieger feinem Zusammenhang. Im Grunde genommen gebauten Apparat handelte, der überhaupt nicht ver- 180. Kilowatt, Leipzig auf 150 Kilowatt, Berlin, Bertram ist seit Sonntag überfällig. In der auch der Sozialdemokrat" nicht, der einfach einen lauft werden darf, ohne daß irgendwo ausgesprochen Breslau und München auf 75 Kilowatt, Frankfurt Gegend, in der Bertrams Junkersmaschine ,, AtBericht über die Tagung unserer Turner gebracht ist, was mit ihm zu geschehen hat, wenn z. B. der höchst unnötigerweise) auf 25 Kilowatt und eine lantic" zuletzt gesichtet wurde, herrscht schlechtes hat. Auf dieser Tagung hat nämlich Genoffe Besizer stirbt und die Erben keine Konzession be- Anzahl anderssprachiger Sender auf 50 bis 70 Kilo- und gefährliches Flugwetter. Kapitän Bertram Storch ein Referat gehalten, das dem Herrn finen. watt. Für die Arbeiterschaft ist diese Erhöhung ist einer der ersten Romarflieger. Er war früher Bachmayer nicht gefällt. Genosse Storch hat ge recht erfreulich, weil es dadurch immer leichter wird, lange Zeit im Lübecker Flughafen Travemünde magt zu sagen, daß der Sokol" eine ähnliche mit fleinen Empfängern eine größere Anzahl von ftationiert. Seine jetzige Expedition führte über Enividlung genommen hat wie die deutschnatio Bei uns vermeidet man peinlicht, eine Statistit Stationen zu erhalten und so einer immer größeren Stöln, Friedrichshafen, Venedig, Athen, Bagdad, nale Turnbewegung, die einmal fortschrittlich war über die berufliche Zusammensetzung der Hörerschaft Bahl von Arbeitern die Möglichkeit geboten wird, Ralfutta, Bangkok, Rangoon, Batavia nach und heute reaktionär ist, er hat sich erkühnt, zu veröffentlichen, wahrscheinlich desavegen, um nicht an dieser Kulturerrungenschaft teilzunehmen. Zwed vom sozialistischen Standpunkt aus festzustellen, daraus die Konsequenzen ziehen zu müssen. Dagegen los ist es dagegen, wenn Sender, die kaum oder nur daß auch der„ Sokol" heute seine historische Mis hat man in Deutschland bereits ganz genaue höchst selten ein selbständiges Programm senden und Bei einem Maibaumfränzchen in Soffen im sion vollendet hat, daß er konservativ und real- statistische Angaben gesammelt und veröffentlicht. nur mehr oder weniger als Zwischenfender betrach Bezirke Jechnitz wurde beim Fällen des Maitionär ist. Daraus geht hervor, daß die Zahl der Arbeiter tet werden, ihre Energie erhöhen, weil dadurch der baumes der Schmiedegehilfe Urban aus Ueber diese Feststellung sich zu entrüsten, und Angestellten, welche eine Rundfuntfon- Wellenwirrwarr noch größer wird, der nur auf die Schmihof von dem stürzenden Mast so unglüd steht den Agrariern an und für sich schlecht an, zeffion befizen, 63 Prozent der Hörer be- Weise beseitigt werden kann, daß an Stelle der Un- lich getroffen, daß er einen Schädelbruch, der das da sich„ Večer" und" Venkov" nahezu täglich in trägt, während die Zahl der Angehörigen der Land- zahl von Tendern eine kleine Anzahl großer tritt, Gehirn freilegte, einen Armbruch und ungezügelten Anflegelungen der sozialistischen Bewirtschaft nur vier Prozent beträgt. Die Arbeiter wobei die Zwischenfender, die nur als Orts- oder schwere Bauchverlegung erlitt. In hoffnungswegung in allen ihren Erscheinungsformen erschaft hat also nicht nur verhältnismäßig die größte Bezirkssender gedacht sind, um in diesem Gebiet den losem Zustande wurde der junge Mensch gehen. Aber es wäre natürlich das gute Recht Bahl von Radioempfängern, sondern auch fast die Detektorempfang zu ermöglichen, mit möglichst klei- Krankenhaus gebracht. des Večer", gegen die Behauptungen Storchs Zweibrittelmehrheit aller Hörer. Bei uns dürfte ner Energie arbeiten follten. zu polemisieren, sie abzulehnen, sie zu widerlegen, 11 " Berufsgruppen der Hörer. Tagesneuigkeiten Der Hammer. Meine Stetten wurden unter deinem Schlag; in Nacht und Verderben schlägst du den hellsten Sommertag. so gut und in so vornehmer Weise er es eben vermag. Er fann es aber überhaupt nicht mehr. Er fann nicht polemisieren. Er kann nur schimpfen. Und wenn dem Herrn Pachmayer irgend etwas auf der weiten Welt nicht recht ist, so schimpft er auf den Genossen Czech. Und hält es für ein Argument, wenn er ,, Galizien" sagt. Hält es für ein Argument gegen die deutsche Sozialdemokratie, daß die Anhänger der„ PoaleZion" am ersten Mai das Rote Palästina hoch- unter deinem Schlag aber ersteht mein Haus. Teben ließen, was sie als jüdische Sozialisten wohl unter beinem Schlag bricht die Kohle im Schacht. werden tun dürfen und wofür sie, ganz obune Zu- Wenn dein Schlag vernichtend durch die Lande gellt, sammenhang mit der Sache Storch, zu, Jungens formt meiner Arme Kroft die neue Welt. des Herrn Minister Czech" ernannt werden, der der Boale- Zion" nicht angehört. Herr Bach- Mit Blüten sehe ich dich umtränzt. mayer hält es für ein Argument gegen Dr. Czech, Wenn du Verließe auch und Kerker auferbaut daß Herr Dubicky über die Wohnungsvorlage bein Schlag zerreißt den Fels, fagen ,, mußte", daß die Agrarier einen trockenen durch den der Himmel blant. Bolschewismus nicht dulden werden. Warum Schlag zu, meine Faust, die du den Hammer führst! mußte er? Wer hat ihn gezwungen, Unsinn zu Dicht seße die Schläge, dicht! reden und die in Duzenden kapitalistischen Staa- Schon sprühen Funken unter deinem Schlag. ten bestehende Wohnungsaufsicht Bolschewismus Schlag zu, schlage zu! Schaffe das Licht. zu nennen? Aber wozu alle Polemik? Das Blatt des Ministerpräsidenten hat einfach den Auftrag, Tag für Tag auf ein Mitglied der Regierung zu schimpfen und gleichzeitig über jede Kritik von sozialistischer Seite beleidigt und entrüstet zu verabschiedet werden. Vom Rundfunk Samstag: Hans Honheijer. Drohung mit Kindesraub. Erpressungsversuch in Prag. Timor. Tödlicher Unfall bei einer Maibaumseier. und eine ins Blutiges Familiendrama. In Brandau im Erzgebirge hat sich Donnerstag vormittag ein Urlaube für Lehrlinge, Lehrmädchen und blutiges Drama abgespielt. Der 24jährige Ar jugendliche Arbeiter und Arbeiterinnen. Nach beiter Rudolf Weber unterhielt seit längerer dem Gesetz Nr. 67/1925 haben Lehrlinge und Zeit mit der in Kupferhammer- Grüntal in SachLehrmädchen nach einer halbjährigen ununter- sen wohnhaften Arbeiterin Wilhelmine Reiter brochenen Beschäftigung Anspruch auf einen acht ein Liebesverhältnis, dem ein Kind entsprungen tägigen bezahlten Urlaub. Dieser Urlaub wird war. In der letzten Zeit wurde das Verhältnis in der Zeit vom 1. Mai bis zum 30. September der beiden sehr getrübt, weil Weber seinen Vergewährt. Jene Lehrlinge oder Lehrmädchen, die pflichtungen gegenüber dem Kinde nicht nachkam. bei ihrem Arbeitgeber Kost und Wohnung be- Die Reiter nahm deshalb die Hilfe der Behörde fommen, haben für die Urlaubszeit diese Leistun- in Anspruch. Als sie Donnerstag mit Weber auf gen in Geld entschädigt zu erhalten. Als Ver- der Straße zusammentras, kam es wieder zu rechnungsgrundlage gelten die für die Kranken- einem Streit, in dessen Verlaufe Weber seine Geversicherungsanstalten festgelegten Säße. Jugend- liebte durch vier Revolverschüsse tötete. Dann er liche Arbeiter und Arbeiterinnen haben nach schoß sich Weber selbst. einer einjährigen Beschäftigung Anspruch auf einen sechstägigen gezahlten Urlaub, der ebenMerkwürdiges Unglüd. Samstag abends falls in der Zeit vom 1. Mai bis zum 31. Sep- ereignete sich in Mailand in einem Hause tember zu nehmen ist. Es werden alle Unter- auf der Straße Corso Vecelli ein eigenartiges Unglück. Der 22jährige Mechaniker Luigo Bossi nehmer, Gewerbetreibenden, Lehrlinge und Eltern( Vormünde) der Lehrlinge auf diese Be war in Gesellschaft seines Vaters und seines stimmungen aufmerksam gemacht. Auskünfte in 14jährigen Bruders damit beschäftigt, beim strittigen Fragen werden durch den Sprengel Scheine einer elektrischen Tischlampe Plaz beirat für den Schutz der arbeitenden Jugend am patronen für den Fischfang, eine in Oberitalien sehr verbreitete Fischereiart, Gewerbeinspektorat unentgeltlich erteilt. zu verfertigen. Der Vater entfernte sich ins Eine neue Körperkulturstätte. Der Arbeiter Nebenzimmer und zündete dort das elet Turn- und Sportverein Mantau im Bezirke frische Licht an. Die Leitung scheint jedoch schad Staab tann auf ein stolzes Wert zurückblicken. haft gewesen zu sein, und infolge des eingetre Durch die Opferbereitschaft seiner Mitglieder tenen Sturzschlusses lief ein elektrischer Funke sein. Mimose und Schimpfbold in einer Person Durch einen Zufall erfuhr die Polizei, daß zu sein ist freilich nicht leicht und darum ist es eine der bekanntesten Prager Schauspielerinnen, war er imstande, den Bau eines Sportplat die Zeitung entlang und entzündete das auf dem begreiflich, wenn schon nicht entschuldbar, daß Frau Sedla čet, von einem Erpresser bedroht es zu vollenden, der nunmehr seiner Bestim- Tische im Nebenzimmer liegende Schießpulver, der„ Večer" bei dieser Art Journalistik den Rest wird, welcher ihr mit der Entführung mung übergeben wird. Dieser Arbeit gingen das explodierte. Die Explosion war äußerst von Besinnung verliert! ihres vierjährigen Töchterchens schwere Kämpfe in der Gemeindeſtube voraus, heftig und im Umkreise von 3 Kilometern zu Marielle drohen, wenn Frau Sedlaček bis es dem energischen Kräfteeinsatz der sozial- hören; sie verursachte in einem Kino, das in der Zur Nachahmung empfohlen! ihnen nicht 30.000 Stronen bezahlen werde. Der demokratischen Gemeindevertreter und den zahl- Nähe des Hauses liegt, eine Banit, die jedoch Warichau, 19. Mai.( Polnische Tele- anonyme Expreſſer warnte vor einer Anzeige bei reichen Vorsprachen der Turnerfunktionäre ge- glücklicherweise feine Opfer forderte. Durch die graphenagentur.) Die französische Militärmission der Polizei, welche tatsächlich auch unterblieb. lang, die Zuweisung eines geeigneten Blakes Explosion wurde der Mechaniker getötet und sein wird nach erfüllter Aufgabe am 1. August 1932 Die der Frau Sedlaček gehörende Villa in Čer- durchzusetzen. Die Herrichtungsarbeiten führte Bruder schwer verlegt. nošic und ihre Prager Wohnung werden seit der Verein zur Gänze durch, wofür ihm durch einigen Tagen scharf bewacht. langjährigen Vertrag gegen ein geringes Entgelt Die Katastrophe auf Georges Philippar". das freie Verfügungsrecht über den Blaz einge- Neue Meldungen über weitere Auffindung von Empfehlenswertes aus den Programmen. Armut- eine Grundlage der Religion. äumt wurde. Landbündler und kommunisten Schiffbrüchigen sind nicht eingelaufen. Die Zahl taten alles, um die Verwirklichung dieses Sport- der Vermißten beträgt daher weiterhin 80. In der Zeitschrift des Caritasverbandes plasprojektes zu vereiteln. Den Mantauer Ge- Die ermäßigten Schnellzugsrückfahrten auf den Brag: 11: Schallplatten. 15.30: Tschechische äußert sich der Tübinger katholische Theologie- noffen kann zu ihrer neuen Kulturstätte gratu- tschechoslowakischen Staatsbahnen das Lieder. 18.25: Deutsche Sendung: Dr. Mann- Brofeffor Simon folgendermaßen über den liert werden. reifende Publikum ist mit dieser jüngsten Neuein Mordversuch aus Eifersucht. Der Schmiede- richtung noch nicht genügend vertraut- bedeuten: heimer: Peter Bezrue und sein Wert. 19.20: Jazz- Sinn der Armut: „ Das Schicksal der Kirche und der christlichen gehilfe W. in Jechnik bei Podersam hatte einen vollen Personenzugfahrpreis für die Hin- und Rücklieber. 20.30: Sarophonvorträge. 21: Blasmusik. Gesellschaft hängt in einem viel höheren Maße als im gleichen Orte bediensteten Fleischergehilfen fahrt und Schnellzugzuschlag für nur eine Fahrt. Brinn: 16.10: Orchesterfonsert. 18.25: Deutsche man glaubt von dem Armutsideal ab. Viel Sendung: Lied von Frühling und Vögeln. 19.20: leicht hängt von der Pflege dieses deals im Verdachte, früher in Beziehungen zu seiner Diese ermäßigten Schnellzugrüdfahrkarten gelten an Jazzmusif. 20.30:„ Der Dieb", Komödie. Mähr.mehr ab, als von der organisatorischen Be Frau gestanden zu haben, die bei dem gleichen allen Tagen und für alle Entfernungen und find Oftrau: 19: Mandolinenkonzert. 22.25: Bunter kämpfung der Armut... Nur wenn es fonkret Dienstgeber beschäftigt gewesen war, bei welchem nicht auf die Sonn- und Feiertage beschränkt. Die Abend. Berlin: 16.05: Populäres Orchesterdeutlich wird, daß die Kirche gewillt ist, das arme auch der Fleischergeselle angestellt war. Daher Geltungsdauer beträgt auf Entfernungen bis 50 tongert. 18: Rammermusik. Königsberg: 19.20: Leben Jeju wieder lebendig werden zu lassen, wer- beschloß er, dem" Berdächtigten einen Denkzettel Stilometer zwei Tage, bis 100 Kilometer brei Tage, Scherz- und Spottlieder. 21.15: Das Wiener Lied. den die Besitzenden in der Kirche den rechten Ge- verabreichen. Er erschien deshalb bei dem bis 300 Rilometer fünf Tage und über 300 Kilo Leipzig: 20: Kabarett. München: 18.25: brauch von ihren materiellen Gütern machen, und Fleischer und bat ihn, mit ihm in seine Woh meter zehn Tage. Die Ermäßigung besteht daher Liederstunde. Wien: 19.45: Orchester und Jazzwerden die Armen den Unwert irdischer Güter er- nung zu kommen, da er einen Streit mit der aus dem Nachlaß des Schnellzugzuschlages für eine Frau gehabt habe. Nichtsahnend ging der Flei- Fahrt und beträgt für die dritte Wagenklasse auf Der größte Lautsprecher der Welt wurde schergeselle, der zur Wiederherstellung des häus- eine Entfernung bis zu 30 Kilometer 6 K, von 31 in Washington konstruiert. Er wird von cinem Zwölfröhren- Verstärker gespeist und seine lichen Friedens beitragen sollte, mit. Als er die bis 150 Kilometer 12 K, von 151 bis 250 Rilometer Wiedergabe wird in einer Entfernung von drei Wohnung des W. betreten hatte. versperrte die 18 K, von 251 bis 500 Stilometer 24 K, von 501 Kilometern deutlich gehört. Die Nachbarn des jer die Tür, zog aus einer Tischlade ein langes Rilometer an 30 K. Für die zweite und erste Besizers dieses Riesen werden wohl sehr er dolchähnliches Messer und stürzte sich damit auf Klasse erhöhten sich die angeführten Beträge um 50, den Fleischergehilfen. Dieser, ein starter, junger best. 150 Prozent. reut fein! fennen." Die Schwarzen wissen sehr gut, daß mit der Behebung der irdischen Nöte der Wunsch nach himmlischer Seligkeit abnimmt und damit na türlich auch die Einträglichkeit ihres eigenen Betriebes. Darum die Forderung nach Pflege des Jdeals der Armut der Armen! TOY Nr. 119 VERLANGET UEBERALL VOLKS ZUNDER SOLO A.S.I. Volkswirtschaft und Sozialpolitik Die deutsche Außenhandelsbilanz für den Monat April meist einen Ausfuhrüberschuß in der Höhe bon 45 Millionen Mart auf. Rechnet man die Reparationsjachlieferungen im Umfang von rund Monat März. Gerichtssaal Der Schwarzfahrer. Ungefeßliche Jagd nach dem täglichen Brot. Brag, 19. Mai. Ein unscheinbarer Fall vom Bezirksgericht und doch ein bezeichnender Beitrag zur Geschichte unseres Zeitelends. Freitag, 20. Mai 1932. PRAGER ZEITUNG. Dem„ Erpres" paßt unsere Konjum genoffenschaft nicht. nommen werden. Anmeldungen mit einer Anzah Seite 5 immer Zika, Berger, Černy und Sadlo: das Prager Streichquartett sollte endlich als Kulturfaktor erfter Güte etwas mehr Beachtung finden und gefördert werden. W. Lg. Dienstag: Gastspiel Marie Jeriga. Das Galtfung von 20 K bei Rassa Nr. 13, Majaryfbahnhof. spiel der Kammersängerin Marie Jeriya hat für Ein Sonderausflugszug nach Dresden wird Prag sensationellen Charakter, da die Künstlerin em 12. Juni abgefertigt. Preis 128 K, inklusive hier zum ersten Mal auf der Bühne auftreten wird. Frühstück, Mittagessen, Jause, Fahrt mit dem Auto- Sie singt eine ihrer berühmtesten Partien, die car und Eintrittsgelder. Anmeldungen bei Kassa Tosca". Als„ Scarpia" gastiert Kammer änger Nr. 13, Angabe 20 K. Alfred Jerger von der Wiener Staatsoper. Die Aufführung findet Dienstag, den 24. d., bei aufge hobenem Abonnement statt. Vorverkauf noch heute für Abonnenten gewahrt, ab morgen allgemeiner Verkauf. Kunst und Wissen Die Deutsche Akademie für Mufit und darstellende Kunst in Prag Heute Gastspiel Rudolf Bockelmann- Gustav Schüßendorf: Die Meistersinger von Nürnberg." Rudolf Bockelmann, der berühmte Bayreuth- Sänger, in der Partie des„ Hans Sachs"; Gustav SchüßenEs ist schon eine geraume Zeit her, seitdem das leztemal in Prag ein Pogrom gegen deutsche Aufschriften veranstaltet wurde. Das nahende Sokolfest soll den den nationalistischen Heizspornen eine erneute Gelegenheit geben, einen frisch- fröhlichen Taferlfrieg zu entfachen. Wir fonnten vor kurzem berichten, daß den Blatt des Ministerpräsidenten, dem ,, Večer", die Firmabezeichnung ,, e c" am Hause der Großeinkaufsgesellschaft auf dem Fügnerplaz nicht behagte. Der Bečer" findet nun einen Bundesgenossen im„ Expres", dem Boulevardblatt des sattsam feiert das Jubiläum ihres zehnjährigen Bcdorf von der Metropolitan Opera, in der Parke bekannten Stribrny. Befreit Prag von deutschen it and es. Ihre kulturelle und nationale Beben des Beckmesser". Dirigent: Georg Széll. Anjang Aufschriften!" Diese Ueberschrift ist auf der ersten ung ist im In- und Auslande anerkannt. Troß- 6 1hr( 179- III). Seite der Mittwochausgabe des„ Expres" zu dem ist sie in bitterer Not. Der Staat verlejen. Was nun folgt, ist noch interessanter: J Prag VII., in der Heřmangasse 32, nach dem Minderheitenschutzgesetz Anspruch hat. Es Prag VH., in der Hermangasse 32, lagt ihr jene finanzielle Unterstüßung, auf die sie ist ein Konsum, der eine ausschließlich deutsche muß also der Fortbestand dieser hervorragenden Bezeichnung trägt. Wir hoffen, daß nach Kulturstätte aus anderen Mitteln gesichert werden. dieser Bekanntgabe die deutsche Eine dauernde erfolgreiche Wirksamkeit der Akade Ausschrift verschwindet." mie ist aber nur möglich, wenn sie in Räumen " " Mitgliedsanmeldungen sind an die entsche Akademie für Musik und darstellende Kunst in Prag II., Vladislavova 23( Telephon 33669), 311 richten. 11 Weiße Zähne: Chlorodont: Spielplan des Neuen Deutschen Theaters. vanni"( 181-1). " Aus der Partei Jugendbewegung. " # Echt„ Expres"! Das Blatt fordert keines untergebracht wird, die einen ersprießlichen Unter- reitag, 6 Uhr: Die Meistersinger von neun Millionen Mark( im Monat März elf Mil- vegs auf, der Verteilungsstelle unserer Kon- richt und eine ungestörte Verwaltung gewährleisten. Nürnberg". Rudolf Bodelmann und Gustav sumgenossenschaft in Prag VII, Samstag, die Fenster In diesem Sinne erläßt das Kuratorium der Aka- Schüzendorf a. G.( 179- III). lionen) dazu, so ergibt sich ein Ueberschuß von 54 einzuschlagen; es fordert feineswegs auf, daß die demie einen Aufruf zu einer einmaligen mög( 180- IV). Sonntag, halb 8 Uhr:„ Don Gio balb 8 Uhr: Fran Warrens Gewerbe" Millionen Mart gegenüber 152 Millionen Mark im Gaffe in wüsten Demonstrationen gegen dieses ich it großen Spende. chst deutsche Unternehmen vorgehen soll. Woher! Montag, halb 8 Uhr: Es stellt ja lediglich fest, daß dort und dort eine tüßen der Gesellschaft"( 182- II). deutsche Aufschrift das empfindliche Auge des Spielplan der Kleinen Bühne. Freitag, halb i nationalen Tschechen verleze; es hofft", daß die 8 Uhr: Dittatur der Frauen"( Kulturdeutsche Aufschrift verschwinde". Wenn Die allgemeinen Aufnahms priverbandsfreunde).- Samstag, halb 8 Uhr: Mor der Belehrung durch den Erpres" eine Horde jungen finden heuer am 9. Juni statt. gen gehts uns gut". Sonntag, halb 8 Uhr, von Rowdies die Fensterscheiben einschlagen Schnipler- Wildgans Feier, Premiere: A na tofs wird, dann wird sich der Erpres" in die Brust Moderne Kammermusik. Im letzten Konzert Größenwahn"," Die überspannte Perwerfen und mit dem Brustion des Demagogen der heurigen Saison brachte der rührige Verein für on", Ewigkeit Amen".- Montag, balb versichern, man habe ja immer vor den provo- moderne Musik zwei beachtensiverte Streichquartette 18 Uhr: Morgen gehts uns gut"( Ab.) Ein junger slowakischer Bursche aus der zierenden deutschen Aufschriften gewarnt. Man zur Uraufführung. Felix Frieds vierfähiges weiteren Umgebung Presburgs hat sich wegen fennt das. Die Konsumgenossenschaft wird, werk ist vielversprechend; schon seine Bühnenmusi! der Uebertretung des versuchten Be- soviel wir hören, der Aufforderung des„ Erpres" zur Pandora zeigte viel Beachtliches in der Klangtruges zu verantworten. Zu Hause herrscht bit nicht Rechnung tragen, die Hoffnungen" des wirkung und auch hier hat vor allem die Klanglich terer Hunger, alle Bemühungen Arbeit zu finden, Expres" werden, was die eine Seite anbelangt, vollkommene Ausnügung der vier Instrumente gefallen. Formal am besten ist der letzte Say in find vergeblich. Die Familie besteht aus zehn betrogen werden. Was nun? Die deutschen Verbraucher Prags haben alle feinem straffen Aufbau gelungen, lyrisch mit einem Rote Kinderrepublik bei Brünn. Köpfen. Die Not wird immer größer. Die Roten Falten" veranstalteten zu PfingDa entschließt sich der Neunzehnjährige, Veranlaffung, aus den Anwürfen des Expres" merklichen Schuß von Sentimentalität ist der zweite fein Glüd in Prag zu versuchen. Geld für die die notwendigen Folgerungen zit ziehen und ihre Sak. Das Wert hatte vollen Erfolg und wird hofften auf der Kinderfreundewiese in Billow is bei So reift er als Ronsumgenossenschaft durch rege Anteilnahme zu fentlich die Aufmerksamkeit der heimischen deutschen Brünn ein Gautreffen. Die Jugend wohnte Reise hat er natürlich nicht. Schwarzfahrer. Nicht gerade auf den Achsen fördern. Es ist auch nicht ausgeschlossen, daß Kulturpolitiker auf den jungen Autor lenken, dent in Zelten. Spiel, Tanz und Vorträge wechselten und Radgestellen, wie manche seiner abenteuernden die Information des Expres" aus erst ein tschechischer Verein den Weg zur Deffentlich in bunter Reihenfolge. Ani Sonntag und MontagSchicksalsgenossen. Er fährt Personenzug( ohne Quellen stammt, denen gedankenlose teit ebnen mußte; gibt es wirklich so unendlich, viele bejuchten viele Eltern das Zeltlager, um zu sehen, Karte) und es gelingt ihm tatsächlich, der vielfachen deutsche Konsumenten noch das Geld deutsche Könner, daß sie der literarisch- künstlerische wie wohl sich ihre Kinder bei den Veranstaltungen Fahrtartentontrolle auszuweichen. Er ge- ins Haus tragen. Fördert daher die Kon- Verein erst bei tschechischen Veranstaltungen tennen der Roten Falten fühlen. Im Lager herrichte vorlernen muß? Jaroslav Ježeks legtes Streich bildliche freiwillige Unterordnung unter die Geseze, langt bis an die Prager Stadigrenze. Zwischen sumgenossenschaft! roth quartett ist im Rhythmus, dem gedanklichen Substrat die sich die Falfen selbst gegeben hatten. Das Lager loubětin und Lieben aber kommt underDie Staatsbahndirektion Prag- Nord fertigi am und der interessanten Form eines der interessante hat nicht nur bei den Teilnehmern selbst Freude mutet der Kontrollor und die Amishand 26. Mai zum Preise von 48 K nach Rakovni sten Werke, die man seit langem in Prag gehört und Begeisterung geweckt, sondern auch unter den und Křivoklat einen Ausflugszug ab. In dem hat; allerdings hört man diese Werke, die einem Eltern dem Gedanken der Rotfalten- Bewegung neur Preise ist auch die Verpflegung enthalten. Ein leinen Kreis Interessierter vorbehalten bleiben, Freunde gewonnen, anderer Ausfingszug fährt nach Bilin- Sauermit ettvas wehmütigen Gefühlen; die Kammermusif, brunn und zum Milleschauer. Die Kosten immer eine Angelegenheit aristokratischer Mäzene, betragen 68 K, worin die Verpflegung inbegriffen findet leider heute nicht den Weg zu den weiten Die Pfingstfeiertage werden immer mehr zu ist. Anmeldungen mit einer Angabe von 20 K bei Schichten der Bevölkerung. Die Kunst als AngeRajsa Nr. 13, Wilsonbahnhof. Am 5. Juni legenheit Weniger ist eben eine recht problematische Festtagen der proletarischen Jugend. Zwei große wird ein Ausflugszug nach Karlsbad zum Angelegenheit. Paul Bořkovec leistete sich den Kreisjugendtage des Sozialistischen 3Breise von 85 K, mit Verpflegung, abgefertigt. Lurus, eine gut erfundene Sonate für Solovioline ge nbberbandes fanden in Ronstantins Nachmittags je nach Wunsch der Teilnehmer fönnen aufführen zu lassen und Josef Mandie versucht sich bad und Würbenthal statt. Die tschechische Suite für Streichquartett. sozialdemokratische Jugend war zu ernsten DeAusflüge mit dem Autobus nach Joachimsthal, vergeblich in einer Gießhübel Sauerbrunn oder nach Elbogen unter- Interpreten von seltensten Rönnen waren wie ratungen in Prag versammelt, die Roten I ung nimmt ihren Lauf. Nach etlichen Tagen, Sajt auf der„ Viererabteilung" der Polizeidirettion wird er vor Gericht gestellt. Wegen Betruges am Bahnärar. Der Richter versucht, ihn streng anzubliden. Es gelingt schlecht, denn die schlichten und ungesuchten Borte dieses Burschen lassen das ganze Elend seiner Heimat ahnen. Er genießt einen sehr guten Ruf bei den heimlichen Behörden. Drei Tage Arrest bedingt auf ein Jahr." Jm übrigen wird er sofort aus Prag in die Heimat abgeschoben. Es war msonst. rb. und " B.- Leipa und seine Umgebung. bedrückten, fie arbeiten und zahlen ließen, Anläßlich der 12. Hasptversammlung des Verbandes der deutschen Selbstverwaltungskörper. Pfingsttage der Jugend. Herren der Macht, die ihre Untertanen plagten Auch der Aufstand der„ Maschinenstürmer" die Stadt nicht eingebüßt. In neuerer Zeit in den 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde, B. Leipa auch ein Zentrum des ging an B.- Leipa nicht spurlos vorüber. Der Fremdenverkehres, zu dem sie ja mit Leipaer Chronist Franz Brinni ch berichtet Rücksicht auf die innerhalb ihrer Mauern sich uns darüber etwa folgendermaßen: um selbst ein sorgenfreies, wohliges Leben füih ren zu fönnen. Es war insbesondere Johann Abraham von Salhausen, der in jener Zeit geradezu ein Schredenjeiner UnterVon Ost und West, von Nord und Süd tanen und der ganzen Gegend war. So beleicht erreichbar, liegt B. 2cipa, eingebettet richtet z. B. Leipas erster Chronist, der schlichte in eine anmutige, von prächtigen Hügeln und Bäckermeister Hans Seriesche, Johann Abraaussichtsreichen, Waldbergen umjäumte, vom Sil ham habe am 3. Juli 1611 auf dem Leipaer berband des Polzenflusses durchzogene Tal Schlosse seinen Schreiber Martin Kuba von Lanweitung. genau mit einem ungarischen Streitkolben erIn altersgrauer Vorzeit ein kleines Fischer- fchlagen. Kriesche gedenkt nur mit Widerwillen dorf an den Ufern des Polzenfiusses, entwickelte der Bedrückung seiner Untertanen in der Mißsich die winzige Siedlung, von ihren Grundher- ernte und Not des Jahres 1616. Die Mißernte rent mächtig gefördert und unterstützt, tros des Jahres 1616 und der dadurch bedingte Fut mannigfacher Schicksalsschläge allmählich zu einer termangel hatten nämlich zur Folge gehabt, daß wohlhabenden und bedeutenden Stadt. Doch als das meiste Vieh geschlachtet und verfauft die Wogen des Hussitensturmes das Land werden mußte, so daß bald ein bedeutender Mandurchzogen und auch die nordböhmischen Gegen- gel an den zur Feldbestellung notwendigen Tieden umbrandeten, war das Schicksal der Stadt ren herrschte. Dem half Johann Abraham in besiegelt. Oftmals abgewehrt, gelang es den einfacher Weise ab, indem er seine Untertanen wütenden Streitern ant Pfingstsonntage, dem furzerhand vor Wagen und Pflug spannen ließ. 19. Mai, des Jahres 1426, die Mauern der Reichlich werden jene rühmlichen Fälle, in denen Stadt zu erklimmen und nach einem furchtbaren ein Grundherr seine Untertanen in menschlicher Blutbade und Plünderung B.- Leipa mit all sei- Weise behandelte, aufgewogen durch jene, welche nem Reichtume zu vernichten und dem Erdboden den adeligen Machthaber als Tyrann, als Knech gleich zu machen. Jahrzehnte gingen ins Land, ter und Ausbeuter seiner wehrlosen Untertanen che sich die Bürger B.- Leipas von diesem Schid- erscheinen lassen. falsschlage einigermaßen erholt hatten und die Doch weitaus größeres Unheil erlitten die Stadt wieder zu dem machten, was sie einst ge- Bewohner der Stadt und ihrer Umgebung in den wesen. Jahren der Gegenreformation, in den Erst um das Jahr 1460 begann der allge Jahren des 30jährigen Krieges. Kaum war die meine Wiederaufbau, zogen Ruhe und Ordnung Weißenberger Schlacht geschlagen, muß in ihren Mauern ein. Es war der damalige ten die bisherigen Grundherren, die eifrig dem Grundherr Heinrich Berka von Dauba auf protestantischen Glauben anhingen, mit vielen Mühlstein, der in dieser schweren Zeit helfend ihrer Untertanen fliehen. Der neue Gebieter, und fördernd eingriff, wo es galt, die Spuren Albrecht von Wallenstein, fonnte wie seine diefer Heimsuchung zu tilgen. Raum war jedoch Nachfolger die furchtbaren Drangsale des Kries ein Sälulum vorüber, als schon wieder das ges nicht mildern. Als das Jahr 1648 endlich Bordringen des lutherischen Glaubens den ersehnten Frieden brachte, war wohl das nuch in B.- Leipa und seiner Umgebung den An- Aergste vorüber, allein auch in der Folgezeit Tag zu langwierigen Religionsstreitig brach noch manches unheilvolle Jahr über die bietenden Sehenswürdigkeiten und namentlich ,, Da man ähnliche Unruhen wie in Prag, infolge ihrer Lage inmitten einer reizenden UmReichenberg und anderen Städten auch in Leipa gebung geradezu bestimmt erscheint. Und was befürchtete, so rückte am 18. Juli 1844 bis zu der Fremde in der Stadt selbst nicht findet, das diesem Tage hatten zur Hintanhaltung von Aus- bietet die an Naturschönheiten und Naturdentschreitungen und Gewalttätigkeiten die Bürger mälern reiche, von wohlgepflegten Straßen und und Mitglieder des Scharfschützenkorps bei Tag gut markierten Touristenvegen durchzogene u mund Nacht den Sicherheitsdienst versehen das gebung: die eine hervorragende Rundsicht vererste Feldjägerbataillon von Komotau in Leipa mittelnden Spizen des Kahlenberges, des ein. Am 22. Juli in den Abendstunden entstand pit berges und der Kosel, ferner das auch wirklich von den Kattundruckern vor dem schattige Tal des Höllengrundes mit seiHause des Bürgermeisters und auf dem Markt- nen bizarren Felsformen, die Hohlner und plate ein Aufstand, weil man einen wegen Hirnsner Teichlandschaften mit den Unmassen von Wasservögeln, die Burgruine verdächtiger Umtriebe in Verdacht gehaltenen reisenden Druder einsperren Habichtstein, das herrliche Summerhatte lassen; und da man selben auf Verlangen gebirge mit Frauentor, Sundskirche usw., das der hier arbeitenden Drucker seiner Haft nicht ent- Schwoikaer Gebirge mit dem Betgraben und ließ, rotteten sie sich zusammen und dem nahen Einsiedlerstein, der Sonnebersuchten ihn mit Gewalt zu befreien; und da sich ger Höhenzug mit der Sommerfrische ein Kattundruder an dem Hauptmann der zur Sonneberg( Safranblüte), im weiteren Umfreije Stillung des Aufruhrs herbeigeeilten Feldjäger dann die großen Badeorte und Sommerfrischen vergriffen hatte, wurde derselbe von letzterem vor Thammühl und Hirschberg am Hirschberger dem Hanse des Bürgermeisters auf der Stelle tot Großteich, Kummer, Hammer, die Daubaer geschossen und einer von einem Jäger mit Schweiz mit Naturschönheiten aller Art, die dem Bajonette verwundet. Starte Patrouillen Bösigberge, der ruinengekrönte Rollberg, der Jäger durchstreiften die ganze Nacht die Stadt Grenzberg Lausche u. a. m. Und mit besonderer Liebe und Wärme und den folgenden Tag wurden fortwährend Anstalten zur Verhütung neuerlicher Unruhen ge- nimmt sich dieser schönen Gegend hinsichtlich der macht. Die Fabrifsarbeiter wurden hierauf durch Markierungen, der Wege usw. unter zahlreichen die Vermittlung des Kreishauptmannes zur anderen Vereinen auch der Touristenverein Ruhe gebracht, drei von ihnen, die sich am Die Naturfreunde" an, deffen Mitglie ungebührlichsten gezeigt hatten, mußten ins der zur Sommers- und Winterszeit in vielen Kriminal nach Leitmeriz wandern. Da man Wanderungen die Reize dieses schönen Fledchens noch fernere Folgen fürchtete, rückten am 25. Juli Erde genießen, getreu den Worten eines Heimatein Bataillon Latour- Infanterie von Leitmerit dichters: und 24 Mann Fiquelmont- Dragoner in Leipa D'rum pilg're in die Wälder zur schönen Sommersein." zeit, frent; Haben sich im Laufe der Zeit wie allenthal wo sich im Kranz der Berge dein Wanderherz ergründlich geändert, ihre Bedeutung als MittelFeiten unter der Bevölkerung gab, ja sie zum Stadt, herein. Hervorgehoben seien nur die bei ben auch in B.- Leipa die alten Verhältnisse Ein neues, reges Leben zieht dann in deine Brust. offenen Bürgerkampfe zusammentrieb und ihr den großen Stadtbrände von 1787 und 1820, die Grundherren brachte, welche das Gegenteil des jedesmal nahezu die ganze Stadt in Schutt und ben erwähnten Heinrich Berla waren, nämlich Ajche legten. punkt des nördlichen Böhmens sowohl in tul-' rum folgen wir dem Rufe der frohen Wanderfuſt." tureller als auch wirtschaftlicher Beziehung hat Stadtarchivar Karl J. Bienert. Seite 6 Kinderfreunde Brag. Sonntag, den 22. d. M. Ausflug nach Rostot. Zusammenkunft Endstation der 6er Elektrischen im Baumgarten. Abmarsch halb 9 Uhr. PO40 Freitag, 20. Mai 1932. S. J. I., Prag. Sonntag Wanderung. Treff-| denn die Engländer zeigten nur Roheiten. Als gar der punkt 7 Uhr Endstation der 17er- und 21er- Elektri- Stand von 2: 2 erzielt wurde, trat ein Engländer schen in Branit. Instrumente mitbringen! einem Wiener von rüdwärts so gemein, daß dieser Nächsten Mittwoch Maxim Gorki- Abend". Sport- Spiel- Körperpflege bewußtlos vom Plaz getragen werden mußte. Die Amsterdamer Zuschauer hatten damit genug von der Lehr ,, tätigkeit" der Engländer, stürmten den Plaz und verprügelten diese weidlich, che die Polizei eingreifen konnte. Am Samstag spielte" die englische Profimannschaft Everton in Dresden gegen die deutsche Nationalelf. Auch hier wurde nichts ron Fußballsport gezeigt. Die Engländer gewannen zwar 3: 2, aber um das Resultat zu halten, wasserten fie und das rief bei den geprellten Zuschauern, die horrende Eintrittspreise bezahlen mußten, ein Pfeiffonzert ersten Ranges hervor. Außer diesem glatten Versagen der Gäste lehrten" diefe, wie die Knochen des Gegners behandelt" werden müssen. Neuer Frauen- Weltrekord im Diskuswerfen. ASB. Prag gegen Auffig Nord- Ost. Am Samstag, 21. d., nicht am Sonntag, pie gestern gemeldet wurde trägt unsere Fuß ballmannschaft in Prag ihr erstes Spiel gegen Falten gaben sich im Brünner Zeltlager ein eine Mannschaft des Aussiger Bezirkes aus. Aus Stelleichein und auch die Jugendlichen aus dem sig Nord- Ost gehört der 1. Klasse an und beTepliger Kreisgebiete trafen bei einem Bezirks- fist gute Spielstärke. Es ist demnach schöner Sport jugendtreffen der sozialistischen Jugend in Dug zu zu erwarten. Anstoß um sechs Uhr nachmittags sammen. Viele reichsdeutsche Jugendliche beteiligten auf dem čechie- VIII- Blaze in Lieben. Folgende sich an dem Jugendtag. Das Programm der Elektrische fahren dorthin: 19, 15, 10, 5( Saltestelle Bei einem Meeting in Lodz erzielte die Polin Weiz Weltrekord. Kuckuck Kuckuck ist die schönste illustrierte Wochenschrift Überall erhältlich! Nr. 119 ' S Abendfeier wurde von den Olbernhauer Ju- knapp hinter dem Viadukt). Unterſtüzet den Arim Distuswerfen mit 10.39 Metern einen neuen jeur und der Produzent, gewiß aber nicht das gendlichen bestritten. Die öffentliche Jubeitersport! Sorget für zahlreichen Besuch! gendversammlung, die am Sonntag vormittags abgehalten wurde, war überfüllt. Am Die Radfernfahrt Wien- Graz der Arbeiter Sonntagnachmittag war die Jugend zu buntem Radfahrer über 201 Kilometer wurde am Sonntag Treiben auf dem Festplay versammelt, Montags bei schönem Wetter und sehr starker Beteiligung wanderten die einzelnen Gruppen in die Umgebung. ausgetragen. Dem Sieger Schöffner gelang es, den - Die Bezirtsbehörde hatte den geplanten Umzug unserer Jugendlichen verboten, doch vermochte dieses Verbot den Erfolg der Veranstaltung nicht zu beeinträchtigen. Der Film Publikum bemerken. Auch dieser Film scheiterte bei uns nicht am warmen Wetter, sondern der bedauerlichen Tatsache, daß die Operette( wenn sie eine Stunft ist) die Transposition der Realität in Unwirklichkeit sein muß, daß mit dieser Umformung 1927 aufgestellten Stredenrekond um 33 Minuten zu etwas gesagt werden muß über die Welt; aber die unterbieten. Bei den Hauptfahrern siegte Schöffner Das Mädel vom Montparnaß. Ja, diese Mäd- Deutschen vermischen heillos diese beiden Grund( Straßenbahn Wien) in 6: 09: 12.2 vor seinen Klub chen vom Montparnaz( des Films), die haben eben begriffe und wundern sich dann, wenn man nach tellegen Kühnl in 6: 09: 17.2( am Start 17, am Ziel o irgendwas( im Film). Und dieses Irgendwas ver- fachlichster und überzeugendster Schilderung eines 13); bei den Junioren tam Hartl( Straßenbahn sucht der Regisseur Schwarz, als guter Hand- Milieus nicht daran glauben mag, daß die PrachtWien) in 6:14:35 als Erster vor seinen Klubtame- werker und Mensch mit Verständnis für eindring filmferle urplötzlich Sinnloses zu singen beginnen. Sozialistische Jugend fordert Abrüstung. Die raden Gadovity in 6: 25: 57.6 an( 58 gestartet, 47 am liche Bildwirtung bekannt, eben darzustellen. Wie Im Montparnaßfilm, den Gaumont auch französisch Sozialistische Arbeiter- Internationale und der In- Biel) und bei den Senioren blieb Steffny( Wien- man das macht? Nun, man erinnert sich doch an gedreht hat, gibts einen armen jungen Grafen, der ternationale Gewerkschaftsbund haben zum 22. und Leopoldstadt) in 6: 50: 57.8 vor Steinbach( Mauer) Renée Claire, der in Sous les tois de Paris" das Mädel liebt; sein Vater hat zwar Millionen, 23. Mai nach Zürich eine gemeinsame Abin 7:: 19: 47 fiegreich( 9 gestartet, 8 am Ziel). etwas mehr getroffen hat, als seine Nachfahren. aber ein Herz erst nach komplizierteren Intervenrüstungstonferenz einberufen. An dieser Erhöhte Tätigkeit im deutschen Arbeitersport. Diese felbft haben vor allem die Tatsache im Auge, tionen seitens eben dieses weiblichen Geschöpfs. Konferenz werden auch die Mitglieder des Büros Der Technische Zentralausschuß des Ar- daß in Paris alte Dächer sind und in Dachwoh- Würde man der fleinen Bessel vorwerfen, sie sei der Sozialistischen Jugend- Internationale und die Mitglieder des Jugend- und beiter- Turn- und Sportbundes hielt eine Tagung nungen, Bohemiens leben; also sieht man sie mit nicht herzlich genug, man täte ihr Unrecht: denn Bildungskomitees des Internationalen Ge- ab, in der u. a. zu den schwebenden Fragen des Bundem dazugehörigen Mädchen im Arm des Morgens was soll felbft die genialste Darstellerin mit dieser werkschaftsbundes teilnehmen. Es ist eine gemein- des Stellung genommen wurde. Besonders ein- den Nachbar begrüßen und im Augenblid, daß Friz lieblichen Mischung von Dummem und Sentimenjame Kundgebung der Vertreter der sozialistischen gehende Würdigung fand das Lehrgangswesen der Schulz mit der netten Bessel sichtbar wird, da talem anfangen? Fritz Schulz ist froh wie immer, Jugend- und Erziehungsinternationalen für die Ab- Arbeiter- Turn- und Sportschule. In Buunft fol- man nach einem geschickten Rundgang der Kamera vornehmlich im Gesang, Faltenstein gibt einen rüstung in Aussicht genommen. Das Büro der len zur Erzielung tiefschürfendster Ergebnisse und in die Dachgefilde einen Moment an den deutschen herrlichen Gerichtsvollzieher, Sozialistischen Jugend- Internatio- sur nachbrüdlichsten Pflege des Frauen por Film in fingend- tönender Misdeutung zu glauben Schwiegerpapa, der gar keiner iit, man erfennt tes besondere Frauenlehrgänge stattfinden. beginnt, da ſetzt die Operette mit vollſtem Glanz noch die Gläßner und Hersfeldt und fragt na le tritt am Sonntag, dem 21. Mai, in Zürich zu Die Erziehungsfrage im Arbeitersport fand ein und wir hören, daß diese Mädchens eben etwas heute schon refigniert), warum das alles Film einer Sigung zusammen. Die Tagung wind sich vor allem mit der weiteren Vorbereitung des Inter- eingehende Würdigung. Man begrüßte es, daß die haben, was vielleicht der Autor, eventuell der Regis- heißt. nationalen Rongresses in Prag beschäfti- Sentralfommission für Arbeitersport und Körperpflege einen Erziehungsausschuß einsehen will. Weiter wurden genehmigt Richtlinien für Kinder Freie Vereinigung soz. Akademiker S. J. II. wettkämpfe, Richtlinien für die ZusammenScute halb 8 Uhr im Heim: Diskussionsarbeit der Sportverbände mit den Kinderfreunden abend mit der Marxistischen Arbeitsgemein- und Richtlinien für Stilehrerprüfungen. Auch jur schaft“:„ Soziologische Voraussebun- Schaffung einer Leistungsprüfung im Argen der proletarischen Revolution" beitersport wurde erneut Stellung genommen. Referent Genosse Dr. Hoffmann. gen. Jugendabteilung des Allg. Angestellten- Verbandes, Ortsgruppe Prag. Freitag, den 25. Mai, Bürgerlicher Sport. Lehrspiele, die mit Krawall enden. In Amster DONAU Allgemeine VersicherungsBesuch der Sternwarte, Treffpunkt 8 Uhr dam wurde als Lehrspiel eine Begegnung der Profi Aktien- Gesellschaft in Wien abends vor der GEC., Prag II., Fügnerovo nám. Mannschaften Sheffield Wednesday( England) und Nr. 4. Gäste willkommen. Nicholson Wien) aufgezogen. Zu lernen gabs nichts, 4 BERG- UND HÜTTENWERKSGESELLSCHAFT Prag II., Lazarská Telephon: 39241-39249. BERGBAUE: im Ostrau- Karwiner Reviere: auf Kokskohle: Gabrielenzeche, Barbara-, Hohenegger-, Ignaz- und Oderschacht; auf Flammkohle: Hedwig-, Fortschritt- und Ludwigschacht; in der Slowakei: auf Eisen- und Manganerze: Marienhütte, Bindt und Švabovce; Kalkwerk in Varín. EISENWERKE: Třinec, Karlshütte, Oderberg, KleinErzeugnisse: Mohrau: Roheisen, Stahl, Walzmaterial, Grau- u. Stahlgußwaren, Weichen, Eisenkonstruktionen, Draht, Drahtwaren und Ketten. Koksanstalten mit Nebenproduktengewinnung: Direktion für die Tschechoslowakische Republik in Prag. Gegründet 1867. Im eigenen Palais Prag II.. Národní tř. 10. Telephon 441-41 bis 441-44. 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Die Beitungsmartenfrantatur wurde von der Boft- u. Telegraphendirektion mit Erlag Nr. 13.800/ VII/ 1930 bewilligt. Rüdftellung von Manuftripten erfolgt war bei Einfembang ber Resourmasien, bolbjährig Kö 96,-, gansjährig Ka 102.- Jufecate werben laut Karif billigt berechnet, Bel älteren Einidhaltungen Breisnachlag. Nr. 119 Freitag, 20. Mai 1982. Kommunalwirtschaft im Krisensturm. vers eine kommende beijere 3eit der Berlanget überall sudetendeutschen Kommuna I= wirtschaft die Voraussetzungen neuen Aufblühens und voller Seite 7 Boltszünder Verwendet mehr Stahlblech! In den U. S. A. werden jährlich pro Kopf der Bevölkerung cca. 71 kg, in Großbritannien cca. 60 kg, in Deutschland cca. 27 kg, in Tschechoslowakei aber nur cca. 16 kg Bleche verbraucht. 27 kg, in Die Verwendungsmöglichkeit ist vielseitig: Geschirre, Konserven, Verpackungen, Apparate, Knöpfe, Bauzwecke, Möbel, Behälter, Kessel etc. etc. Der Verbandstag der deutschen Selbst- Kern gesund ist. Sie hat den Beweis ge= verwaltungskörper in B.- Leipa lenft die liefert, daß sie weder jetzt, noch in künftigen Zei- Entfaltung schaffen! Aufmerksamkeit der breitesten. Deffentlichkeit ten eine behördliche Bevormundung braucht. auf den schweren Krisenkampf der In- Jedenfalls haben die Bezirke, deren Führung dustriegemeinden und Städte. durch die Verwaltungsreform in die Hände Freilich, das laute Geschrei gewisser politischer des Beamtenelements gelegt wurde, durch diese Gruppen über die ,, Mizwirtschaft" in den Ge- Bürokratisierung nichts gewonnen und sie meinden hat aufgehört, seitdem das damit ver- konnten den Gemeinden, wo das Selbstverwalfolgte Ziel, die Drosselung ihrer finanziellen tungselement noch immer entscheidend ist, in Bewegungsfreiheit, erreicht ist. Nun, da sich keiner Beziehung ein Vorbild liefern. die Folgen des Finanzgesetzes, furchtbar ver- Ist die Kommunalwirtschaft schon heute schärft durch die allgemeinen Krisenerschei- ein er strangiger Faktor in der Ge= nungen, allerorten bemerkbar machen, ist das sa mtwirtschaft, so deuten alle Anzeichen geheuchelte Interesse für die Ordnung", der darauf hin, daß ihre Bedeutung noch wachsen Gemeindewirtschaft plötzlich verschwunden. wird. Die Verkehrsumwälzung, die wir durchMan überläßt es den Gemeinden, mit ihren leben, macht Straßenbau und StraßenerhalSorgen irgendwie fertig zu werden. Die tung zu einer der wichtigsten öffentlichen Aufschwere, verantwortungsvolle und zumeist un- gaben. Sollen die Schäden von Kriegs- und dankbare Arbeit, welche in der Kommunal Krisenjahren an der menschlichen Gesundheit verwaltung trotz aller Tagesschwierigkeiten ge- überwunden werden, dann werden die leistet wird, gehört zu den Ruhmesblättern öffentlichen Heilanstalten des Abwehrkampfes gegen die Krisennot. mehrt, neue Wasserleitungen gebaut, Gewiß, die Hauptlast der Krisenfürsorge neue Sportpläße und Volksbäder liegt auf der Staatsverwaltung. Doch was errichtet werden müssen. Hebung des allgemeidurch staatliche Leistung an Arbeitsbeschaffung nen Gesundheitszustandes u. Kulturstandards und der Arbeitslosenhilfe geleistet wird, wäre erfordert Ausgestaltung der öffentlichen Wohauch in diesem leider unzulänglichen Ausmaße nungsfürsorge unter Führung der Geundenkbar ohne die Mitwirkung meinden. der Gemeinden. Es verdient bewin Wenn auch das sudetendeutsche Siedjudetendeuti dernde Anerkennung, wie auch fleinere Gelungsgebiet keinen großstädtischen Mittelpunkt meinden mit den größeren Städten auf dem besitzt, dessen aufbauende Leistungen über die Gebiete des Straßenbaues, des Woh Landesgrenzen hinausstrahlen, so kann unter nungsbaues und bei der Schaffung ful fleineren Verhältnissen dennoch Großes geleitureller sowie sanitärer Einrichtungen wett stet werden. Heute schon sind einzelne Städte, eifern. Ohne Nebertreibung kann gesagt wer- wie z. B. Aussig, Mittelpunkte fortschrittden, daß nach Abrechnung der vielfältigen licher Kommunalpolitit, deren Leistungen sich Leistungen der Kommunalverwaltung in der mit reichsdeutschen Gemeinwesen ähnlicher Krisenabwehr gar nicht vorstellbar wäre, wie Größe sehr wohl messen können. Auch die viedie betroffenen Menschen bisher die fatastro len kleineren Industriegemeinden haben in phale Verschlechterung der wirtschaftlichen und ihren Maßstäben Mustergültiges geschaffen sozialen Verhältnisse ertragen hätten. Daß die und werden zweifellos ihr Aufbauwerk mit Gemeindewirtschaft eine so schwere Belastungs- frischen Kräften wieder aufnehmen, wenn der probe bisher ohne größeren Schaden ertragen lähmende Druck der Wirtschaftskrise und fonnte, ist ein Zeichen, daß sie in ihrem Finanznot von ihnen genommen ist. Möge Die inländische Blechindustrie ist gerüstet, auch den höchstgestellten Ansprüchen nachzukommen und scheut keine Mühe und kein Opfer, um auf der Höhe der Zeit zu bleiben, in der festen Überzeugung, daß Stahlblech das Material der Zukunft -Idaliqish bau- list. nismegilA domus Verwendet mehr Stahlblech! BAUUNTERNEHMUNG FÜR HOCH- UND TIEFBAUTEN N. RELLA& NEFFE GESELLSCHAFT M. B. H. Tel.-Nr. 25676, 37493 Zentrale in Prag II., Smečky Nr. 30. 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