Nr. 69. • Abonnements Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrirter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post BettungsPreisliste für 1899 unter Br. 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 16. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonelgeile oder deren Raum 40 Pfg., für politifche und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Amt I, nr. 1508. Zelegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Zwangseid und Ehrbegriff. Mittwoch, den 22. März 1899. schworenen Vertrag brach, wenn ihm ein anderer mehr Vortheile versprach? Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3 Prügelmeister im Herrenhaus. Das Herrenhaus berieth heute den Antrag der Junker Alle diese Meineide und Wortbrüche aber waren Hand- v. Below Saleste, v. Schlutow und v. Levetzow betr. lungen des freien Willens, sie sind sittlich in der That nicht das Verbot von Schantstätten für jugendliche Personen unter 18 Jahren. zu entschuldigen. Ueber den Ehrbegriff der Sozialdemokratie äußert sich der 10 000 Mart- Mann der amtlichen Berliner Korrespondenz": Gelegentlich der dritten Lesung des Etats, bei welcher auch über das Wesen der Kriegervereine debattirt wurde, äußerte die Staatsraison Ueberzeugungen vergewaltigt, häufig gerade Dagegen aber ist der Bruch des Zwangseids, wenn der Herr Staatssekretär des Innern: ein Gebot echter Sittlichkeit und Ehre, und der Zwangseid selbst wird in solchen Fällen unfittlich. „ Ein Mann, welcher sich zur Sozialdemokratie bekennt, also Republikaner ist und die Monarchie beseitigen will, ist in meinen Augen ein ehrloser Mann, wenn er in einem Kriegervereine bleibt." und weiter: „ Wenn die Kriegervereine sich das Ziel setzen, die Treue zu Kaiser und Reich zu pflegen, dann müssen sie auch dahin wirken, daß ihre Mitglieder dieser Gesinnung auch im öffentlichen Leben und bei den Wahlen Ausdruck geben." und endlich: als moralisch bezeichnen können." zu denen Politische Meberlicht. Berlin, den 21. März. Reichstagsschluß. H Namens der Kommission, der der Antrag zur Vorbereitung neulich von uns mitgetheilten erweiterten Antrag, der u. A. auch eine überwiesen war, begründete Graf Pfeil Hausdorf den bereits Einschränkung der Freizügigkeit verlangt. Graf Pfeil führte aus, daß die zunehmende Verrohung nicht mehr bestritten werden könne; es erscheine daher zumal bei gleichzeitigem Anwachsen der Staat und Gesellschaft gefährdenden Umtriebe einer großen politischen Parteiunbedingt geboten, der Jugend die Ideale zu schüßen, Körper und Geist gesund zu erhalten. Die jetzige Jugend lebe in einem Chaos; es müsse ihr etwas geboten werden, wohin sie sich vor all' den verderblichen Einflüssen der modernen Zeit flüchten könne. Mit dem Verbot des Besuchens der Schantstätte allein sei wenig gethan. Das Bedürfniß nach Unterhaltung und Zerstreuung bleibe bei der Jugend bestehen, umsomehr, je früher sie durch die Anforde rungen des Lebens an schwere Wochenarbeit gebunden sei. Hier jei zu Die dritte Lesung des Etats bewegt sich gewissermaßen Wenn ein Beamter Sozialdemokrat ist, so bricht er damit auf einer Brandstätte, wo eben noch die Feuersbrunst gewüthet seinem Könige oder Fürsten den Eid der Treue; denn er bekennt hat, die Flammen haben sich ausgetobt, Alles, was in ihren fich zu einer Partei, die offen den Republikanismus predigt. Er Bereich kam und dessen sie habhaft wurden, ist verzehrt ist ein unwürdiger Gefelle, denn er dient einem Herrn, den er" Großfeuer" nicht mehr zu befürchten. Nur hier und da züngeln ein Ersatz zu schaffen, der geeignet ist, die jungen Leute nicht nur innerlich bekämpft, und niemals werden wir ein solches Verhalten noch einmal Flämmchen auf und schießen Funken empor- zerstreuen, sondern auch fräftigend und veredelnd in den Mußzestunden der Feiertage zu wirken. Ganz besonders verheerend seien jedoch ohne daß es sehr ernst wäre. Der erste derartige die Einflüsse des Branntweingenusses. Ein Hauptaugenmerk sei auch auf Zu diesen Posadowsky- Sprüchen bemerkt nun die„ Berl. Funke war der Besuch des südafrikanischen Napoleon" und die Erziehung der Lehrer zu richten, weil deren etwaiger schädKorrespondenz": gleich seinem Vorbild Großräubers Rhodes in licher Einfluß auf die Jugend die verderblichsten Folgen haben müsse. Das sind die Anschauungen von Ehre, die in der überwiegen- Berlin, den Herr Eugen Richter zur Sprache brachte, Was die Empfehlung der Prügelstrafe betreffe, jo den Mehrheit der bürgerlichen Parteien bestehen und auch die verbündeten Regierungen in ihrer Gesammtheit sich be- Herr Bülow befriedigte natürlich die Neugierde des Herrn stehe er nicht an, ihr eine große Bedeutung zuzuerkennen. Es sei kennen. Mit diesem Ehrbegriffe steht derjenige der Sozial- Richter nicht und der Funke erlosch, ohne gezündet zu haben. aber ein eigen Ding mit dieser Angelegenheit. Frage man den demokratie in unversöhnlichem Gegensaze. Durch Der zweite Funke war schon ernsthafter: Die Milz Parteien eine zustimmende Ansicht zu hören mit Ausnahme der einzelnen, so erhalte man von Angehörigen der verschiedensten den Mund des Abgeordneten Bebel ließ sie verkünden, daß es brandgefahr in den Haar Industrien. Der National fozialdemokratischen Partei-; frage man aber die Parteien, so erihrer Anschauung nach genüge, wenn ein Sozialdemokrat liberale Beck und der fortschrittliche Bech liefen, halte man teine so allgemeine Zustimmung. Wollte man über die darauf verzichte, als Mitglied eines Kriegervereins feine voll Begeisterung für die Fabrikanten- Interessen, in Frage ein Blebiszit veranstalten, so würde sicherlich sich die Mehrheit Politik treibe, und daß der Beamten edlem Wetteifer Sturm gegen die Verordnung des Reichs- für die Prügelstrafe aussprechen.( 1) Entschieden wohne ihr viel nur zu treuer Berufserfüllung innerhalb seines amts des Innern zum Schuße der Arbeiter, und sie ist doch eher ein bessernder Einfluß bei, als der Gefängniß und ZuchtDienstzweiges verpflichte. So also tommentirt Sperr Bebel ben Beamteneid, durch welchen der Beamte mit seiner wahrhaftig fehr, sehr schwächlich. Unsererseits forderte Genosse hausstrafe, bei deren Verbüßung die jungen Leute nur verDertel eine weit fräftigere Maßregel. derbter aus der Haft kämen. Zahlreiche Erfahrungen ganzen Persönlichkeit unwandelbare Treue bis zum Tode dem Kaiser oder seinem Landesherrn gelobt! Und mit einem solchen Eine kleine Funkengarbe ließ Bebel aussprühen, indem bewiesen, wie gut Prügel wirtten, und wie dantbar Leute im späteren Leben dafür seien, daß man Eide sollte es vereinbar sein, einer Partei anzugehören, welche die er den Fall des Reservisten Griese, der 14 Tage Arrest sie nicht ins Gefängniß geschickt und unglücklich für's Leben gemacht, Niederwerfung der Monarchie bewußt betreibt? bekam, weil er nicht meineidig werden wollte, wieder vor- fondern ihnen einen Dentzettel gegeben habe. Er sei überzeugt, Immer tiefer öffnet sich die Stluft, welche die Sozial brachte und feststellte, daß die Erklärungen des Kriegsministers der Löbtauer Fall wäre nicht vorgelommen, demokratie von der überwiegenden Mehrheit des deutschen Bürger- in der zweiten Lesung den Thatsachen nicht entsprachen. Außerdem hätten wir noch eine Prügelstrafe für solche Aus thums trennt. Verschieden von einander sind längst nicht mehr führte er aus, daß die Spielwuth unter den Militärschreitungen, wie sie dort den Anlaß zu schweren allein die politischen Ueberzeugungen beider Gruppen. Die ganze viel ärger graffire, als der Herr Kriegsminister Wort haben Buchthausstrafen gebildet hätten. Er schlage vor, die Empfindungswelt beider ist völlig verschieden und miteinander wolle. nicht mehr vereinbar. Die Sozialdemokratie hält für erlaubt und Der Herr Kriegsminister meinte, über den Fall Anträge sämmtlich an eine Kommission von 15 Mitgliedern zur zulässig, was im Sinne der Mehrzahl der nicht sozialdemokratisch Griese habe er noch keine Nachricht empfangen, obgleich Borberathung zu überweisen.( Beifall.) Der Antragsteller von Below Saleste bemerkte: Die verGesinnten als chrlos und schmachvoll, als der Gipfel unfittlicher er sich feit Wochen erkundigt habe und er wurde dann, zu schiedenen im Abgeordnetenhause und im Reichstage zu diesen Fragen Heuchelei anzusehen ist. Die sozialdemokratischen Redner erklären den Spielfällen übergehend, grob, wie die meisten Leute, wenn eingebrachten Anträge beweisen, daß man die Gefahr auf allen Seiten es mit der Manneßehre vereinbar, einem Monarchen den Eid der sie wenig zu sagen wissen. Er verlangte, Bebel solle ihm zu erkennen beginnt. Es freut mich, daß man mit dem System des Treue bis zum Tode zu schwören und gleichzeitig einer Partei fein Material mittheilen, welche Zumuthung natürlich Gehenlaisens gebrochen hat. Ich berhehle nur nicht, daß durch anzugehören, der nach den Worten eben dieser Redner niemand dankend abgelehnt ward, worauf der Herr Kriegsminister polizeiliche Verordnungen allein sich nicht erzieherisch wirken läßt, auch nur einen Augenblid länger angehören darf, der ein Hoch die Stim hatte, Bebel's Angaben als„ Verdächtigungen" aber wir können fie doch nicht gänzlich entbehren. Wenn auf den Monarchen ausbringt oder in ein solches Hoch einstimmt! 10 vertretung läßt mit erfchredender Deutlichkeit erkennen, einen wie half der Rittmeister- Präsident, der seinem militärischen in träftiger Männertrunt galt von jeher, das Die Möglichkeit derartiger Debatten in der deutschen Wolfs zu bezeichnen. Auf den entrüsteten Ruf: Zur Ordnung! wir der Trunksucht entgegentreten, den Leuten einen träftigen Trunt nicht berbieten. zersetzenden Giftstoff die Sozialdemokratie in unser Volks. Vorgesetzten doch keinen Verweis öffentlich geben konnte, gilt auch heutzutage noch an beiben ufern des leben und in die Empfindungswelt der Nation hineinträgt und sich mit dem wunderbaren Wort: Der Herr Striegsminister theins als wirkliche männliche That. Aber den wie sehr die Ausscheidung dieses Giftstoffes ein Gebot der Noth hat natürlich von objektiven Verdächtigungen ge- Ausschreitungen muß entgegengetreten werden; die Jugend ist zu wendigkeit ist, wenn dem deutschen Volkskörper die Lebenskraft sprochen!" Ebenso gut könnte man von objektiven Lügen schügen. Man wende nicht ein, daß die Sache nicht durchführbar sei erhalten bleiben soll. sprechen. oder daß wir dadurch die persönliche Freiheit beschränken. Derartige Sehr bedauerlich ist es, daß die Redner der Freisinnigen Volkspartei, wenn sie auch weit davon entfernt waren, für den Zulegt sprühte noch eine Funkengarbe beim Bostetat Beschränkungen nach dieser oder jener Richtung enthält jedes Geses, 18 Jahre und wenn jemand Singer fragte an wegen der Maßregelung eines wirkung des Verbotes schüßen will, auf. und alt ist fozialdemokratischen Ehrbegriff einzutreten, doch auch in dieser" Poſtbeamten" in Hamburg und veranlaßte dadurch den mit einem Legitimationsscheine verfehen, der beweist, fich gegen die des so fain er fich ja Debatte an der Seite der Sozialdemokratie kämpften. Und so weiter. Wozu soll das heuchlerische Gerede; der Husaren- Postsekretär, solche vorsintfluthliche Junker- An- daß er das 18. Lebensjahr schon zurüdgelegt hat. Zwangseid als Gelöbniß, dem man sich unterwerfen muß, ob schauungen über Dienstzucht" zum Besten zu geben, daß Nachdem der zweite Antragsteller, Herr von Schlutow, sich in man will oder nicht, ist eben ganz etwas anderes als ein Singer der Husaren- Post- Praris das Epitheton: Terro- ähnlichem Sinne ausgesprochen hatte, wurde der Antrag an eine Eid, mit dem man eine Wahrheit bezeugt. Ja, er kann sein rismus" anhängte. Das Wort Terrorismus ist nicht parla- Kommission von 15 Mitgliedern verwiesen, die zu zwei Dritteln aus Gegentheil werden. Der politische Zwangseid wird leicht Ver- mentarisch!" schnarrte es nun vom Präsidentenstuhl, auf waschechten Junkern besteht. Es ist nur zu billigen, daß die edlen und erlauchten Herren so gewaltigung der Ueberzeugung sein. Faßt man ihn als Meineid welchem der Vater des Schreckgespenstes" während einer im gewöhnlichen Sinne auf, so müßte man logischer Weise auch Pause, die sich Ballestrem gegönnt, gerade seinen Siz hatte. gründlich zu Werke gehen und eine so ernste Angelegenheit nochmals eingehend berathen wollen. Hoffentlich werden sie sich, von einer Verleitung zum Weineid reden, und die Verantwortung Dieser Herr ist wirklich unverbesserlich. Andere Präsidenten bevor sie die Berathung beginnen, durch einen kräftigen Schlud nach und die Schuld der Ehrlosigkeit" träfe nicht die Opfer, sondern machen auch von von Zeit zu Zeit eine altdeutscher Art stärken. Wenn sie sich dann noch gegenseitig ihre die Gewalten, die den Meineid gefordert haben. Der sozial- aber dann suchen sie diefelbe hernach wieder gut zu machen. Heute gehaltenen Reden vorlesen, so werden sie voraussichtlich in demokratische Soldat muß den Fahneneid leisten; er hat keine Herr Frege thut das nicht, und zwar aus dem einfachen einen tiefen Schlaf verfinken und süß träumen von den herrlichen Wahl. Es wäre freilich ein sehr einfaches, aber auch ein sehr Grund, weil er zu genial" ift, feine Genialitäten" zu er- Buständen, wo junge Adelige unter 18 Jahren nicht mehr ohne tindisches Mittel, jeden für ehrlos zu erklären, der trotz des fennen. Der Ruf nach dem„ parlamentarischen Lerikon", der Legitimation eine Kneipe oder gar den Klub der Harmlosen bes Fahneneides republikanische Ueberzeugung hegt. Mit einem aus dem Haus ertönte, vermochte diesen Präsidenten nicht zu suchen werden. Wir gönnen es ihnen, daß sie einmal, wenn auch nur im Schlaf, Freude an ihren Kindern erleben. Schlage tönnte man auf diese Weise alle politischen und belehren, und eine Minute später berübte er eine ähnliche fozialen Konflikte lösen. Man führt einfach einen allgemeinen Genialität". Eid ein, durch den sich etwa jeder Wähler und ReichstagsUm 1/25 Uhr war die dritte Lesung des Etats zu Ende, Abgeordneter auf das Stumm'sche Glaubensbekenntniß verder in seiner Gesammtheit mit allen gegen die Stimmen der Sozialdemokraten angenommen wurde. pflichtet. Nächste Sizung: Dienstag, den 11. April. Preußisches Abgeordnetenhaus. # " " " Genialität, Mit Gut und Blut -wollen tvir doch stehen die Junker für das theure Vaterland ein; natürlich aber nicht mit ihrem Gut und ihrem Blut, diese Beitragsleistung überlassen sie den minder Hochgeborenen, den niederen Klassen der Bevölkerung. Die hervorragende Abneigung der Junker gegen MindeAm allerwenigsten aber haben die Staatsstreichler, die Konfliktsschürer und Scharfmacher Anlaß, derartigen Gelöbnissen einen übertriebenen Werth beizulegen. Die Geschichte zeugt gegen fie.„ Ehrlos und schmachvoll" wäre nach dieser Das Abgeordnetenhaus genehmigte heute in dritter Lesung den rungen ihres eigenen Gutes zu Gunsten des Vaterlandes Beweisführung ja der König von Preußen gewesen, der trok Staatsvertrag zwischen Preußen und Hamburg spricht sich wieder in einer Interpellation aus, die der Graf feines Eides auf die Verfassung in der Konfliktszeit jahrelang ver- über die wegen der Hamburger Eisenbahnen getroffenen Ver- Mirbach mit Unterstützung der konservativen Fraktion im fassungswidrig regierte. Ja, feine Lage war weit bedent einbarungen debattelos und beschäftigte sich sodann mit Wahl- preußischen Herrenhause eingebracht hat und die an die licher, als etwa die eines durch die Beamteneid Formel in Prüfungen. Die Wahl des Abg. Dr. Kersten( f.) erklärte Regierung, insonderheit an den Schutzpatron aller Nothlicher, als etwa die eines durch die Beamteneid Formel in das Haus für ungiltig und forderte gleichzeitig die Regierung leidenden, Miquel, folgende energische Anfrage richtet: seiner Ueberzeugung bedrängten, wirthschaftlich schwachen, ab- durch eine Resolution auf, dem Landrath des Kreises Schlochau auf- ,, Wann ist eine Gesetzesvorlage der königlichen Staatsregiehängigen Beamten, da nichts ihn gehindert hätte, seine Krone zugeben, die gesetzlichen Wahlvorschriften künftig zu beobachten rung, betreffend ein Fideikommißgefez, mit Her absezung in die Hände des Volkes zurückzugeben. und die größeren Gemeinden bei Festsetzung der Wahlorte beffer des Fideikommißstempels zu erwarten?" Oder sollen wir an die Annegionen erinnern, in denen zu berücksichtigen. Wie schlimmer Art müssen die landräthlichen VerDer Stempel für Fideikommißstiftungen, d. h. alle von die preußische Dynastenpolitik ganze Stämme und Heere zwang, ſtöße gegen das Wahlrecht gewesen sein, wenn selbst die Landraths- Todeswegen oder unter Lebenden getroffenen Anordnungen, ihren Fürsten den Eid zu brechen? Oder sollen wir weiter in die brandenburgisch- preußische größerer Summen in den Etat zur Hebung der Viehzucht, immer oder für mehr als zwei Generationen erhalten bleiben Montrag: Antrag v. Mendel- Neufeld( t) auf Einstellung fraft deren gewisse Vermögensgegenstände der Familie für Geschichte zurückschreiten, und etwa an die Gestalt des Großen Antrag Dr. Langerhans( fr. Bp.) auf Zulassung der Feuer- sollen, beträgt gegenwärtig 3 pt. des Gesammtwerthes des Kurfürsten erinnern, für dessen Haupteigenschaft der Historiker bestattung. Fideikommisses ohne Abzug der Schulden. Schlosser die Strupellosigkeit erklärt, mit der er jeden befammer daran Anstoß nimmt! " Wenn die Junker für das Privilegium eines garantirten Eigenthums nicht einmal dem Staat den geringfügigen Tribut| Entgegenkommen bei dem Oberbürgermeister, als er sich gegen die falschen Beugenaussage gegen Bicquart verleitet erstatten wollen, so mögen sie auf das Vorrecht verzichten. Polizei wandte, für die er keinen Pfennig bewillige, bis sie nicht hätten; ferner weist Trarieng darauf hin, daß Freycinet, obgleich Adel verpflichtet die Andern, das ist zwar eine sehr den Gewerkschaften die gleiche Freiheit bei Umzügen u. f. iv. ein- bas Striegsministerium bereits am 25. August v. 3. über den profitable Weltanschauung, die aber doch anrüchig geworden räume, wie den Militär, Tun- und Sportvereinen. Der Ober- erwähnten Savienaud die denkbar schlechteste Auskunft erhalten habe. ist, seitdem die große französische Revolution über diese feudalen bürgermeister Guanth fand diese Stellungnahme unferes Genoffen am 16. Dezember in einem Brief an den Advokaten Lavori Ansprüche Gericht gehalten hat. erklärlich und beklagte es gleichfalls, daß die Polizei ungleich Savienaud als gut beleumundeten Soldaten Hinstellte. Trarieur vorgehe. Wir werden ja sehen, ob es nun beffer wird. An bemerkt, Freycinet sei offenbar von seinen Untergebenen irregeführt dieser Haltung könnte sich der Berliner Magistrat ein Erempel worden und verlangt eine Untersuchung in dieser Angelegenheit. nehmen. Jm„ Echo de Paris" drückt Beaurepaire sein Erstaunen Deutsches Reich. Landrath v. d. Necke. neuen Die bayerischen Landtagswahlen, deren Näherrücken den Ge- darüber aus, daß der Generalprokurator Manau auch vor der noffen ein intensiveres Gintreten in die Agitation gebietet, be- vereinigten Kammer des Staffationshofes bie Funktionen des Der Landrath von Mansfeld, der den Namen Freiherr anspruchen jett insofern ein größeres Interesse, als die file diefe Staatsanwalts weiterführen solle; die Regierung habe daburch b. 5. Rede führt, erläßt an der Spize des amtlichen Kreisblattes Wahlen maßgebenden Wählerlisten endgiltig vom 1. bis 15. April gezeigt, daß sie in der Dreyfussache nicht unparteiisch vorgehen aufliegen. In diese Liste möglichst alle wahlberechtigten Arbeiter fönne. Bekanntmachung. Gegenüber dem im Verlage von aufzunehmen, war das hauptsächlichste Feld der bisherigen ThätigBelgien. Wörlein u. Ko. in Nürnberg erscheinenden sozialdemokratischen feit. Zu den verschiedenen, mit der Ausübung des Wahlrechtes ver- Eine Schöpfung der Sozialisten und Radikalen, die wird von dem Evangelisch sozialen Zentral- bundenen Pflichten zählt unter Anderem in ganz hervorragender Université Nouvelle", hat 3. 8. mit fo großen Schwierig Ausschuß für die Provinz Schlesien im Verlage von Velhagen Weise die eine Bestimmung, wonach als Urwähler feber volljährige feiten zu kämpfen, daß es fraglich erscheint, ob das Institut erhalten u. Klasing( Bielefeld und Leipzig) ein Wert unter dem Titel Staatsangehörige, der dem Staate feit mindestens sechs werben tann. Es wurde vor fünf Jahren begründet, als dem Evangelisches Volkslerifon zur Orientirung in den sozialen Fragen Monaten eine direkte Steuer entrichtet", wahl Geographen Elisée Reclus wegen feiner anarchistischen Ges der Gegenwart" Herausgegeben werden. In demselben sollen die berechtigt ift. Bisher war man allgemein der Auficht, daß wer bis finnung die Besteigung des ihm zugedachten Lehrstuhls von den fozialen Fragen in christlich vaterländischem Sinne furz und leicht zum 1. April dem Staate für sechs Monate direkte Steuern bezahlt Gemäßigt- Liberalen berfagt wurde. Hieiche Radikale und Sozialisten faßlich beantwortet und die sozialdemokratischen Frrungen und hat, falls die sonstigen Voraussetzungen erfüllt sind, in die Wähler- spendeten Gelder und die neue Universität berief Gelehrte von bestem Irrlehren aufgedeckt werden. lifte einzutragen und zur Wahl zuzulaffen fei. Gar mancher wird Muf ohne und religiösen Rücksicht auf ihre politischen Das durch jede Buchhandlung für den Preis von 6 M. zu jetzt zu seinem Erstaumen belehrt, daß diefe Ansicht irrig ist. Ver- Ansichten, und herbe met the daß bag Die Gemäßigtfufalle Fakultäten, beziehende Wert wird 48-52 Bogen umfassen und in Lieferungen anlagt durch eine Anregung im Landtage, hat nämlich das bayerische Liberalen und die Klerikalen standen der Universität feinb bon etwa 4 Bogen ausgegeben, deren erste im Januar d. Js. Staatsministerium, um angeblich den durch die Fassung dieses Artikels lich erschienen ist. gegenüber. Die Regierung verweigrte dem Indem ich auf dieses Wert aufmerksam mache, kann ich seine dahin interpretirt, daß Bersonen, deren Anmeldung zur Stener erst verleihen, und die zur Prüfung der akademischen Diplome bestehende veranlaßten Zweifeln zu begegnen, den oben gesperrt gedruckten Say Institut das Recht, vollgiltige akademische Diplome und Würden zu weitere Verbreitung mir lebhaft wünschen. nach dem 1. Oktober 1898 stattgefunden hat, in die vom 1. bis Staatskommission verweigerte die Anerkennung der Diplome der Der Königliche Landrath. 15. April öffentlich auszulegenden Wählerlisten nicht aufgenommen neuen Universität, so daß es den Belgiern unmöglich geFrhr. v. d. Recke. werden dürfen. Personen, die sich vor dem 1. Oktober 1898 im Be macht wurde, die neue Universität zu ihrem Studium zu besuchen. Dieser Landrath Freiherr v. d. Recke hat unfere ungetheilte zuge eines steuerpflichtigen Einkommens befunden, die Anmeldung Dazu trat eine neue Schwierigkeit. Es wurde immer schwerer, Geld Belvunderung. Er findet nebent feinen sonstigen schweren Amts- zur Besteuerung jedoch versäumt haben, find auch dann von der zu schaffen. Der Staat, der Brüsseler Gemeinderath und der Brabanter pflichten Zeit, für die geistige Nahrung feiner ihm unterthanen Be- Wählerliste ausgeschlossen, wenn sie die bisher nicht beantragte Brovinzialrath lehnten jeden Zuschuß für die neue Universität ab. Das völkerung des Mansfelder Kreises väterliche Fürsorge zu hegen. Er Steuerveranlagung nachholen. Nur wenn die Anmeldung vor dem Schicksal der neuen Universität war nicht mehr zweifelhaft. Der akademische studirt mit heißem Bemühen die gesammte sozialistische Literatur und, 1. Oftober 1898 erfolgt ist und eine Steuerentrichtung vor dem Rath hatte daher am Dienstag Abend die Professoren und Studenten der nachdem er erkannt hat, daß darinnen Jrrungen und Irrlehren" sonder 1. April 1899 stattgefunden, hat die Eintragung in die am 1. April Universität zu einer Bollversammlung berufen. Rektor De Greef Bahl verbreitet werden, stubirt er ebenso eifrig die chriftlich vater auszulegenden Wählerlisten zu erfolgen, auch wenn die Verschilberte die traurige Lage der Universität und begründete den ländische" Literatur. Was er da für gut befunden, das zeigt er den anlagung der Steuer etwa erst nach dem 1. Oktober v. J. voll- Beschluß des Rathes, die Univerſität mit allen ihren Fakultäten au Wissen suchenden Männlein und Weiblein, so ihm zur Hut überzogen wurde. antwortet find, mit gefchäftlicher Fertigkeit an, um die ein Handelsschließen und nur das Institut der hohen Studien, für das die Mitgehilfe ihn beneiden tönnte. Und unter das Ganze sett er seinen Zweifel, daß etwa in der zweiten Hälfte des Juni aus den Reihen sichert feien, aufrecht zu erhalten. Advokat De Jona be betonte, Nach dieser Interpretation steht es schon jest außer allem wirkung ausländischer Gelehrter und finanzielle Unterstützungen geAmtssiegel. der beiden großen Parteien" gar mancher bekanntlich doppelt- bag die Universität zu ihrem Fortbestehen einen Jahreszuschuß von Bollte femand fagen, es sei nicht des Beamten Sache,' fich in gestebte Landtags- Abgeordnete nur auf Kosten der den Arbeitern 60 000 Fr. brauche, der ganz unfindbar set. Und so wird ein berartige bürgerliche und geschäftliche Angelegenheiten einzumischen abinterpretirten" Stimmen in die Brannerstraße humpeln wird. und Partei für ein buchhändlerisches Unternehmen gegen ein anderes Die reichsländischen Germanisatoren an der Arbeit. Die gehabt. Institut eingehen müssen, wo der freie Gedanke die freiefte Stätte zu ergreifen, so würden wir diese Auffassung des Mansfelder Land Straftammer des Landgerichts zu Wie z verurtheilte fürzlich den raths von seinen Amtsaufgaben gern milde beurtheilen, denn wir Arbeiter Heinrich Lecluse aus Lincelles in Frankreich wegen Aus seidong unit Italien.id is wiffen, daß eine landräthliche Abmahnung die beste Empfehlung ist. stoßens aufrührerischer Rufe" zu sechs Wochen Gefängniß Rom, 16. März.( Eig. Ber.) Die reaktionären Maßnahmen Wir sind dem Landrath v. d. Rede dankbar, daß er dafür Sorge und 20 M. Gelbfirafe. 2. hatte in einer Wirthschaft die Marseillaise der Regierung dauern fort; Beitungen werden unterbrüdt, Berträgt, daß unsere Literatur im Amtsblatte bekannt gegeben wird gelungen und, als ihm der Wirth dies verbot, mehrere Male laut: fammlungen verboten, selbst die Protefte gegen die geplanten Geſetze und Leute auf sie hingewiesen werden, die sonst niemals unsere Vive la France! geschrien. Schriften lesen würden, weil sie dieselben nicht kennen. Er gab zwar vor Gericht an, er sei werden unterdrückt. Die äußerste Linke, Raditale und Sozialisten fimnlos betrunken gewesen und wiffe von dem ganzen Hergang der fämpfen in der Kammer mit aller Energie gegen die neuen BorDer Befähigungsnachweis für ,, Post" Redakteure wird Staates die obige harte Strafe. Sache nicht das Mindeste. Trotzdem erforderte die Sicherheit des lagen ohne Erfolg; die reaktionäre Mehrheit verhilft ihnen zur Annahme. bekanntlich durch die Prüfung in der Kenntniß Stumm'scher in der Kenntniß Stumm'scher Des Landes verwiesen wurden vom Bezirkspräsidium Außerhalb des Parlaments ist das Bolt in Bewegung gegen die Reichstagsreden erbracht. Daß sie wirklich sich diefer angreifenden für Lothringen der belgische Staatsangehörige Julius Gervaès aus Reaktion und für die Amnestie. In einer Reihe von Städten find ere unterziehen, beweist zum Beispiel die echt Stumm'sche Tombres und der französische Staatsangehörige Stephan Halbarth, abermals von den Kriegsgerichten Berurtheilte in öffentliche KörperWeisheit in der letzten Nummer der" Post", die Gemeinschaft von nachdem sie einen Monat Gefängniß, aut bem fie ebenfalls wegen schaften gewählt. So wurde dieser Tage in Forli in der Romagna Sozialisten und Anarchisten gehe aus dem Umstand hervor, daß wir Ausstoßens„ aufrührerischer Rufe" verurtheilt worden waren, vers der Republikaner Chiefi mit 1800 Stimmen ohne einen Gegner gegen die polizeiliche Verhinderung einer Anarchisten- Versammlung büßt hatten. 100 als Deputirter gewählt. Dasselbe Resultat werben ohne Zweifel Einspruch erhoben haben. die Wahlen in Mailand V. und Ravenna haben, wo demnächst die Wir möchten es den Scharfmachern ja recht gern einräumen, used für so harmlos zu halten wie die Mehrzahl der anarchistischen Chronik der Gewaltthätigkeiten. 6 Neuwahlen stattfinden werden für die zu Buchthaus verurtheilten Deputirten Eurati und de Andreis. In Caftrogiovanni Belletristen, wenn es die Wahrheit nur zuließe. Dann müßte aber Mühlenbefizer Otto Hauenstein aus Esperstedt, der vom Schöffen publikaner Colaianni gewählt; in Livorno find die ber Aus alle wird uns berichtet: Milde Richter fand der( Sizilien) ist ebenfalls trotz des Drudes der Regierung der Re auch die Boft" ihre Gewaltgelüfte abschwören; denn an den gericht in Eisleben wegen Körperverlegung in brei Fällen zu 100 m. Anarchisten der heutigen deutschen Spielart ist nichts zu fürchten als Geldstrafe ev. 10 Tagen. Gefängniß verurtheilt worden ist. Er hatte jorität in den Gemeinderath gewählt worden. Die Bereinigung M. urtheilten Republikaner und Sozialisten mit großer Ma Weiter aber versichern wir, daß wir mit dem gleichen Eifer, wie am 27. September v. J. in der Esperstedter Flur fünf arme Frauen ber Presse hat als als Delegirte au dem internationalen wir die Polizeipolitik gegenüber den Anarchisten verurtheilen, im auf seinem der bei dem Kartoffelnlesen betroffen und dann nach Schriftsteller- Kongreß zu Rom die verurtheilten Schriftsteller gewählt. gegebenen Fall uns auch gegen die Drangsalirungen der Scharf einem Wortwechsel brei Frauen mit dem Gehstock geschlagen und man hatte allgemein erwartet, daß am Namenstag des Königs macher wenden würden, ohne daß wir uns dadurch die ehrenrührige eine bor ben 2eib getreten. Die erheblich verlegte Frau Stozerte( 14. März) eine Amnestie wenigstens der Journalisten erfolgen Behauptung einer Gemeinschaft zwischen uns und den Post" hatte gegen das Schöffengerichts- Urtheil wegen der niedrigen Strafe Komitee's des Kongresses ihre Aemter niedergelegt. war blutüberströmt zusammengebrochen. Der Staatsanwalt würde. Da diese nicht erfolgte, haben einige Mitglieder bes Männern zuzuziehen hoffen. Es geht nun einmal nicht in den" Post"-Schädel, diese mert- Berufung eingelegt und beantragte heute vor der Straffammer mit würdige Thatsache, daß wir unser Prinzip der Geistesfreiheit unter Rücksicht auf die Rohheit vier Wochen Gefängniß. Das Gericht ver allen Umständen verfechten und es auch nicht verrathen, um Gegner warf aber die Berufung. bok al zu schädigen. Die Beschäftigung mit Stumm'scher Logit wirkt version and for det did dit mollis Herend. eds shot date Ausland. der Name. " Baurath Wallot hat an den Staatssekretär Grafen Posabowsky und an den Präsidenten des Reichstages, Grafen Ballestrem, die Mit theilung gelangen lassen, daß er auf die fernere Leitung der Ausschmückungsarbeiten des Reichstages verzichte und das ihm übertragene Amt zum 1. April niederlege. " # bilruthu ili do Leider verhält sich immer noch ein großer Theil der Bevölkerung indifferent oder doch nicht genügend eifrig gegenüber der Bewegung für die Amnestie. Es wäre zu wünschen, daß das ganze Land babon ergriffen würde, damit die in den Stertern Schmachtenden endlich befreit würden. in da Amerika. Parlamentarisches. pim England und Transvaal.pdo dublund New- York, 21. März. Nach einer Melbung aus Savana Jm englischen Unterhaus brachte am Montag Abend bei hat gestern Abend der Polizeileutnant Caffin in einem Hotel einen der Berathung des Zivildienst- Budgets Ashmead Bartlett die Frage tubanischen Major erschossen. Bei den Krawallen am Sonnabend der Behandlung der uitlanders durch die Trans- und Sonntag wurden drei Polizisten und fünf Bivilpersonen, geHerr Wallot hat den Zentrums- Dunkelmännern des Reichstags baal Regierung zur Sprache und führte über diese Behand tödtet, 15 Polizisten und 60-70 Bivilpersonen verwundet, einige bie Antwort gegeben, die er sich und seiner Kunst schuldig war. lung Klage. Kolonialsekretär Chamberlain fragte, was davon tödtlich. Die Aufregung hat nachgelaffen. Revolutions Erinnerungen für den Reichstag. Dem Bartlett, angenommen, daß seine Angaben richtig feien, wünsche, e tudo mis Reichstag find als Gefchent zugegangen: ein gebrudter Aufruf der daß die englische Regierung thun solle? Solle die englische RegieReichsRegentschaft vom 18. Juni 1849 und das Kanglei rung unter Stellung eines Ultimatums auf Reformen dringen und im fchild des Deutschen Rumpfparlaments 1849 mit der Falle der Nichtbefriedigung ihrer Forderungen einen Krieg be Widmung: Canzlei der deutschen Reichsregentschaft 2 Stiegen hoch. ginnen? Wenn dieser Weg eingeschlagen würde, würden die Der Reichstag geht heute in die Osterferien, um am 11. April Canzleischild des Deutschen Rumpfparlaments 1849 in Stuttgart uitlanders selbst mit der Regierung wegen ihrer Einmischung hadern. feine Arbeiten wieder aufzunehmen. Seit dem 6. Dezember, wo er Baulinenstraße 37( damals 15) 2 Treppen liegend, von Hermann Richtig fei, daß Präsident Krüger nach dem Einfall Jameson's zusammentrat, wurden 61 Plenarsizungen abgehalten. Daneben Friedrich Wagner, Fabrikdirektor in Passau, dem Deutschen Reichs gewisie Bersprechungen gemacht habe und daß bis fest tagten 11 Kommiffionen, welche, meist Bormittags, zum Theil auch tage zu Eigenthum des Deutschen Boltes gestiftet zur 50jährigen eine einzige derfelben erfüllt fei, und daß die Be- Abends mit großem Eifer arbeiteten. Die Budgetkommission allein Erinnerung im Februar 1899. Herman Friedrich Wagner." schwerden eher zugenommen als abgenommen hätten. Weber in hat 40 Sigungen abgehalten. Außer dem Etat ist aber im Plenum Es giebt eine ganze Anzahl von Reichstags- Mitgliedern, denen der Frage des Unterrichts für die englisch sprechende Bevölkerung", bon größeren Gesezentwürfen, die dem Reichstage zugegangen, noch berartige Erinnerungsgaben garnicht lieb sind." fährt Chamberlain fort, noch in der bes Dynamitmonopols, noch teiner im Plenum verabschiedet. Zwei bezw. drei Lesungen haben in der Der Kliniker Protest gegen die Frauen veranlaßt die in der Frage des Wahlrechts ist etwas geschehen. Es ist ja richtig, Kommission passirt das Bankgesez und die vom Abg. Rintelen beantragte Deutsche Tageszeitung" zu folgender Anmerkung: Daß daß wir heute das haben, was ich hoffe einen Fortschritt zur Abstellung Justiznovelle, legtere in Verbindung mit dem von der Regierung der Vorwärts" auf einem anderen Standpunkte steht, ist selbst der Beschwerden der Uitlanders nennen zu können. Soweit ich aber vorgelegten Entwurf fiber die Bestrafung falfcher uneidlicher Ansder Vorwärts" auf einem anderen Standpunkte steht, ist selbst verständlich. Scham ist ihm ein fremd gewordener Begriff." Das fehen kann, find diese Versprechen illusorisch. Der Bevölkerung von fagen und die Ersetzung bes Voreibs durch den Nacheid. In erster tommt daher, daß wir nicht in den Arbeiter- Schlafstätten Ostelbiens Johannesburg eine wirkliche Stadtverwaltung geben, das wäre ein Lesung ist in der Kommiffion das Invaliden- Versicherungs- Gesetz, erzogen worden find. geeigneter Weg, den Beschwerden abzuhelfen, ohne die Interessen während die Berathung der lex Heinze" in der Kommission und die Würde der Regierung von Transvaal zu beeinträchtigen; aber erst begonnen hat. Der tommiffarischen Berathung über Dank vom Haufe Bismarck. Im Prozeß des Obereich bin sicher, daß keine Aussichten zu solcher Konzession gemacht wiesen sind das Hypothekenbank- Gefeß und der Entwurf försters Lange gegen die fürstlich Bismard schen Erben werden. Was sollen wir thun? Eine Intervention ist nur gerecht über die gemeinsamen Rechte der Besizer von Schuldverschrei wegen höherer Pensionsansprüche hat jezt auch Fürst Herbert Bis- fertigt im Falle eines Bruches der Londoner Konvention oder bungen. Die Kommission, welcher diese beiden Vorlagen überwiesen mard ben ihm auferlegten Glaubenseid in Berlin geleiftet. Der ber einer Verlegung der internationalen Höflichkeit. Wir tönnen find, wird in der ersten Woche nach den Ferien zusammentreten. Gräfin Rangau ebenfalls zugeschobene Glaubenseid soll ihr wegen der Regierung von Transvaal freundschaftliche Rathschlage im Noch gar nicht zur ersten Berathung im Blenum gelangt find die Strankheit tommiffarisch auf Schloß Dobersdorf bei Preetz ab- Interesse des Friedens in Südafrika geben, wir haben es gethan Boftgefeh- Novelle, die Fernsprech- Gebührenordnung, das Telegraphengenommen werden. Damit find dann Lange's Mehransprüche ab- zur Beit des Einfalles. Aber nichts, was seitdem geschehen ist, läßt Wegegefetz, das Fleischbeschan- Gesetz, die Gewerbeordnungs- Novelle gewiefen. Man sieht, die Erben Bismard's haben auch die Größe mich hoffen, daß solch ein Rathschlag unter den gegenwärtigen Um- und die Vorlage über bas Flaggenrecht der Stauffahrteififfe. Die des Kanglers geerbt. ständen wirksam sein werde. Ich glaube nicht, daß es würdig wäre, legtere fleine Borlage tommt nach Ostern zunächst an die Reihe, die folche Rathschläge zu geben, wenn man schon vorher ber Anficht ist, anderen Entwürfe in der Reihenfolge, wie fie hier angeführt find. daß sie feine freundliche Erwägung finden werden. Solange der Die drei aus dem Poftreffort stammenden Geseze sollen gemeinsam gegenwärtige Stand der Dinge anhält, bildet er eine wirt zur ersten Berathung im Plenum gestellt und dürften auch derselben liche Gefahr. Kommission überwiesen werden. Stumm- Diner. Am Montag Abend veranstaltete Frhr. b. Stumm ein Diner, zu dem unter Anderem der Reichskanzler und fast alle preußischen Minister erschienen waren. Da tonnte man also gründe liche Politik machen.od gm s Vom fliegenden Gerichtsstand der Preffe. In dem Be Invalidenversicherungs- Kommiffion. 18. Gigung vom Teidigungsprozeß des Stadtverordneten Vorstehers Dr. Wendland Zuma dan Defterreich- Ungarn. 20. März Abends. Die§§ 148-156 werden ohne Kenderung anSchwerfenz in Bosen gegen den früheren Chefredakteur der" Post", Geheimbündelnde Realschüller. Aus Laibach wird ges genommen, nur wird in§ 151 auf einen Antrag MollenGrodded, hat das Bofener Landgericht den Beschluß des Schöffen meldet: Das Landesgericht leitete infolge Anzeige des Magiftrats buhr und Genossen hin bestimmt, daß Urkundenfälschung mur gerichts auf Einstellung des Verfahrens wegen Unzuständigkeit des gegen eine größere Anzahl hiesiger Realschuler eine Unter bei Verschaffung eines widerrechtlichen Vermögensvortheils Gerichts aufgehoben, weil der Einwand der Unzuständigkeit fuchung wegen Geheimbünbelei ein. Es wurden viele Haus- bestraft werden soll. Nach Einfügung eines neuen§ 169 nach Anentgegen dem 16 ber Strafprozeß Ordnung erst nach Berlesung fuchungen vorgenommen. Vermuthlich hat es fich um einen Getrag Röfide werden die§ 157-168( Schluß) ohne Kenderungen des Beschlusses über die Eröffnung des Hauptverfahrens erhoben heimbund zum Zweck des Biertrinkens und Bartentwidelns gehandelt. angenommen. Damit ist die erste Befung des Gefeßentwurfes in der Kommission erledigt. Am 18. April beginnt die zweite Lesung Frankreich. in ber Kommission. aid maju noli worden war. Gießen, 17. März.( Eig. Ber.) Kommunalpolitisches. In der hiesigen Stadtverordneten- Versammlung trat Genosse Strumm Paris, 21. März. Wie Gil Blas" meldet, foll gegen brei Wahlprüfungs- Kommiffion. Sinfichtlich der Wahl des Abschulen ein. Bon liberaler Seite wurde diesem Berlangen die verfahren eingeleitet werben. Infolge beffen sei die Mit- geordneten v. Löbell( 8. Potsdam Westhavelland)( f.), Gefahr" gegenübergestellt, daß sich vielleicht zahlreiche Eltern vertheilung des Geheimaktenstückes an den Kaffationshof und das hoben werden über die Behauptung des Wahlproteftes, daß in einer über welche die Entscheidung ausgefegt worden ist, soll Beweis er letzt fühlen würden, wenn man ihnen Wohlthaten aufbringen" Revisionsverfahren selbst um einige Tage verzögert worden. wolle. Eine furchtbare Gefahr, thatsächlich, groß genug, um die Trarieug hat an den Kriegsminister ein Schreiben Reihe von Fällen unbegründeterweise Wähler aus dem Wahllokal Liberalen" zu veranlaffent, gegen den vernünftigen und zeitgemäßen gerichtet, in welchem er mittheilt, daß zwei Generalstabs. hinausgewiesen worden seien. Vorschlag Krumm's zu opponiren. Dagegen fand unser Vertreter Offiziere einen ehemaligen Soldaten Namens Savienaud zur für die unentgeltlichkeit der Lehrmittel an den Bolts- Stäthe des Kaiiation& hofes ein Ablehnungs Deutscher Bauarbeiterschutz- Kongreß. 8 weiter Verhandlungstag. Vormittags- Sizung. # Eröffnung 9 Uhr. Den Vorsitz führt Silberschmidt. Die Berathung des zweiten Bittes der Tagesordnung: Die Unfallgefahr und Mißstände in fanitärer Beziehung im Baugewerbe" wird fortgesetzt. Der Referent Paeplow hat an seiner Resolution einige Menderungen getroffen. Die wichtigsten davon sind die Forderung des Erlaffes von Normalstatuten auch für Reparaturarbeiten, die Forderung, daß auf allen Bauten Verbandskasten zur ersten HilfeLeistung bei Unfällen vorhanden sein müssen, und endlich die Forderung, daß die Berichte über die Thätigkeit der Kontrolleure und über den Befund der Zustände auf den Bauten in regelmäßigen Zwischenräumen zu veröffentlichen find. sidalt shiol 19 Außerdem find zu diesem Punkte außer dem bereits mitgetheilten Autrage noch folgende Anträge gestellt: 1. Ein Antrag Diehl und Genossen: In der Unfallverhütungs- Vorschrift ist einzuschalten: An allen Dächern, welche neu gedeckt werden sollen, das Baus gerüst nicht eher entfernt werden darf, bis die Arbeiten am Dache fertig gestellt sind. Dadurch soll vermieden werden: a) das Abstürzen der auf dem Dache beschäftigten Arbeiter; b) das Herabfallen der Baumaterialien auf die unten beschäf tigten Bauarbeiter, sowie die Passanten. An den Dächern, welche das Eindecken nur vom Bodgerüst oder von Leitern gestatten, ist Schneefang nicht unter 40 Benti meter Höhe an der unteren Dachkante anzubringen. An allen Dächern ist die erforderliche Anbringung von Reparaturhaken nöthig, welche bestimmt sind, bei vorkommenden Ausbefferungen die Leitern oder Gurtleinen mit Sicherheit aufzu nehmen. 2. Eine Resolution der Bauhandwerker Sannovers. Den in Berlin tagenden Bauarbeiterschuß Kongreß zu beauf tragen, beim Reichstage bahin zu wirken, daß die Reichs- GewerbeOrdnung in folgendem Sinne eine Ergänzung erhält: 10. Die Bauschlosser Leipzigs beantragen: Die Gefeß-| dentbar weitgehendste Selbsthilfe anwenden. um gebung möge dahin wirken, daß bei Transport von Werkstüden unseren Forderungen zur Durchführung zu verhelfen. Was bisher genügend Aufzüge, desgleichen bei Aufstellung von Konstruktions- in Sachsen erreicht worden ist, ist nur dem Vorgehen und der starten arbeiten genügend Rüstzeug vorhanden ist. Beides ist vom Bau- Organisation der Töpfer zu danken. unternehmer zu stellen und von den Baurevisoren auf die Tragtraft zu prüfen. 11. Grempe Wilsdorf beantragt: In den UnfallverhütungsVorschriften ist einzuschalten: Soweit im Baugewerbe Dampftessel und maschinelle Vorrichtungen benutzt werden, sollen die felben nur von fachmännisch ausgebildeten Maschinisten und Heizern dauernd selbständig bedient werden dürfen. = 12. Fliege Berlin beantragt, fo energisch wie nur irgend möglich dafür einzutreten, daß auf Bauten, wo Frauen beschäftigt werden, für diese auch besondere Aborte angelegt werden. 13. no 11 Berlin beantragt, bem Antrage der Steinsetzer hinzuzufügen:„ Auf allen Bauten, auf denen mehr als 15 Arbeiter beschäftigt find, muß in der Baubude auch ein mit dem nöthigen Material verfehener Verbandskasten vorhanden sein, damit den Arbeitern bei vorkommenden Unfällen, besonders Quetschungen, die erste Hilfe angedeihen kann." Feilenschmidt Stuttgart spricht über die württembergischen Verhältnisse. Er berichtet über Nichtbeachtung der UnfallverhütungsVorschriften, mangelhafte Rüstungen, und das Fehlen von Schutzvorrichtungen. Die meisten Unfälle, die bei der Stuttgarter Berufs genossenschaft angemeldet find, betreffen das Baugewerbe. 1895 waren es 300 von 676, 1896: 295 von 854, 1897: 295 von 900 und 1898 waren es von 1068: 808. Das Vorschußunwesen herrsche in Württemberg ebenso wie in Bayern. Kraus Mannheim: Bei einer Baukontrolle, welche wir vor nahmen, fanden wir in ganz Mannheim mur awei Baubuden, welche den Anforderungen der Arbeiter entsprachen. In den meisten Fällen find die Baubuden mehr zum Schuße des Materials, als für die Benutzung der Arbeiter bestimmt. Jansen- Ludwigshafen bestätigt das Bestehen von Mißständen in seinem Bezirt, ähnlich, wie fie schon von anderen Rednern aus anderen Landestheilen besprochen worden sind. In der Rheinpfalz 14. Die Baullempner Deutschlands beantragen: Der am sind in einem Jahre sechs Bauten eingestürzt infolge Verivendung 20. und 21. März in Berlin tagende Bauarbeiterschutz Kongreß schlechten Materials. Die Löhne werden meistens in Schankwirtherachtet es als seine unabweisbare Pflicht, von den zuständigen schaften ausbezahlt, obgleich die Gewerbe- Ordnung das verbietet. Behörden zu verlangen, daß Hill Eisenach bespricht die Verhältnisse in den kleinen Städten 1. Feststehende Gerüste, welche der Bauunternehmer zu stellen Thüringens, insbesondere die Mißstände auf den von Zimmerern hat, und die einen hinreichend genügenden Schutz gegen Ab- hergestellten Holzbauten. Redner schildert weiter die Art und Weise, stürzen und andere Unfälle gewähren, bei Neu- und Umbedbauten wie gegen organisirte Arbeiter vorgegangen wird, die die Polizei so lange zu stehen haben, als überhaupt an und auf dem Dache von Mißständen im Baugewerbe in Kenntniß setzen. Die Polizei Arbeiten verrichtet werden. Das fogenannte fliegende Gerüst ist gebe den Namen des Betreffenden natürlich dem Unternehmer bekannt, als in diesem Sinne nicht zu betrachten. 2. Daß zum Löthen auf und die Folge sei, daß der Arbeiter entlassen wird.( Sört! hört!) den Bauten mur Stolben mit durchgenieteten Heften verwandt Vogt Magdeburg: Derselbe Unternehmer, welcher den in werden. 8. Daß eine scharfe Kontrolle darüber ausgeübt wird, Salensee eingestürzten Bau aufgeführt hat, hat auch in Magdeburg daß auf allen Bauten vollständiges Verbandszeug und sonstige einen Bau in Arbeit gehabt, der, als er bis zur dritten Etage ge hygienische Einrichtungen vorhanden sind, um Berunglüdten so diehen war, einstürzte. fortige thatkräftige Hilfe angedeihen zu lassen. " Bucheld Dortmund, Maler: In Westfalen spielt der Baut eiserner Brüden eine große Rolle. Die bei diesen Arbeiten beschäftigten Schlosser und Anstreicher müssen sich mit ganz ungenügenden Rüstungen behelfen, fie arbeiten über den Wasserläufen, ohne daß eine Schußvorrichtung gegen den Absturz ins Wasser vorhanden wäre. i Die Dachrinnen müssen so fonstruirt sein, daß bei Reinigung derse.ben diese auch betreten werden fönnen. Dazu ist erforderlich: Passier Braunschweig berichtet über unzulängliche Kontrolle In der Diskussion, welche munmehr fortgesetzt wird, werden der Bauten. Seit 1895 suchen die Braunschweiger Bauarbeiter die a) Rinnreifen nicht unter 6 mm Stärke und 4 cm Breite. Die folgende Punkte besonders berücksichtigt: Die Beschaffenheit der Behörden zum Erlaß von Kontrollvorschriften zu bewegen, aber fie felben müssen auf den Dachsparren oder auf Dachschalung nicht unter Gerüste; sind die Baltenanlagen abgedeckt? Sind die Unfall- fanden kein Entgegenkommen, In der Landesbau Verordnung 3 cm Stärte angebracht werden; verhütungs- Vorschriften ausgehängt? Werden dieselben beachtet? find nicht wie es im Leitartikel der Sonntags- Nummer des b) auch dürfen die Rinneisen nicht über 0,70 m Entfernung zu werden seitens der Beauftragten und Vertrauensleute der Berufs- Bortvärts" steht Vorschriften hinsichtlich des Bauarbeiterschutzes. liegen kommen und müssen dieselben entweder mit 6 cm langen genossenschaften Baukontrollen vorgenommen n? Wir seitens der enthalten. Schrauben oder mit 10 cm langen Schmiedenägeln befestigt werden. Bolizei bei vorkommenden schweren Mißständen eingegriffen? Bei Umbauten oder Umbedereien alter Gebäude ist jedesmal ein Wie ist es mit den Baubuden und Aborten bestellt? entsprechendes Fanggerüft anzubringen, um das Herabfallen von Schutt Ist am Orte das Vorschußgeben üblich und werden dadurch die oder Material auf die Baffanten zu verhindern und möglichst wenig Arbeiter indirekt gezwungen, in bestimmten Lokalen zu verkehren? mit der Polizei in Konflikt zu kommen. Fräßdorf Dresden hebt die besonderen Wünsche der Ofen wie faum in einem andern Beruf. Bei faltem Wetter müssen sie feger hervor. Deren Arbeitsverhältnisse seien so gesundheitsschädlich, bei unverglasten Fenstern auf dem Bau arbeiten, was insofern ganz besonders nachtheilig sei, als die Ofensetzer mit taltem Waffer und Lehm, der mit den bloßen Händen verarbeitet wird, zu thun haben. Die Bau- Bolizeibehörden find verpflichtet, die Baugenehmigung Genügende Rüstungen seien fast nie vorhanden. Es müsse gefordert auch davon abhängig zu machen, daß der betreffende Bau- Unter- werden, daß der Ausbau erst beginnt, wenn die Arbeiten so weit nehmer oder Bauherr bei der Orts- Polizeibehörde oder sonst näher gefördert sind, daß die Ofenseger nicht nöthig haben, unter den zu bestimmendem Organe einen Garantiefonds zur Sicherstellung Rüstungen der Maurer hindurchzukriechen. Es sei erfreulich, Des Lohnes für die am Bau beschäftigten Gesellen, Lehrlinge und daß die Bauarbeiter sich endlich Arbeiter hinterlegt. aufgerafft haben, um 40 Fällen. energisch für ihre Forderungen einzutreten. Mit der Selbsthilfe sei nichts zu machen, die Angelegenheit müsse von der Gesetzgebung und zwar der des Reiches behandelt werden. Sie dürfe nicht der Regelung durch die Regierungen der Einzelstaaten überlassen bleiben. Auf die Gesezgebung der Einzelstaaten tönne man sich nicht verlassen, denn in Preußen, bem größten Bundesstaat, habe die Arbeiter partei überhaupt keine Vertreter im Landtage und aus dem sächsischen Landtage werden fie infolge des verschlechterten Wahlgefezes bald verschwinden. Solidarisches Zusammenhalten aller Bauarbeiter sei in erster Linie nothwendig, um der Regierung und den besitzenden Klassen den Bauarbeiterschutz abzuringen.( Beifall.) Zur Ausführung dieser Bestimmung werden folgende Borschläge gemacht: 1. Die Höhe des vom Bauunternehmer oder Bauherrn zu leiftenden Garantiefonds richtet sich nach der Beranschlagung des auszuführenden Bauobjekts. Bauobjekte unter 300 M. find aus zuschließen. 2. Es bleibt dem Bauunternehmer oder Baugeschäfts- Inhaber unbenommen, für die ganze Dauer und nach Umfang feines Gefchäftsbetriebes einen Garantiefonds zu leisten, doch darf derfelbe nicht unter 1500 M. betragen. In solchen Fällen findet der Borschlag ad 1 teine Anwendung. 3. Der hinterlegte Garantiefonds ist nur dann an den betreffenden Bauunternehmer oder Baugeschäfts- Inhaber rüdzahlbar, wenn derfelbe nachweisen kann, daß er seinen Geschäftsbetrieb auf gegeben hat und dies durch die zuständigen behördlichen Organe bestätigt wird." 3. Ein Antrag Jürgen Weißenfee: Der Kongreß der Bauarbeiter zu Berlin am 20. und 21. d. M. möge nachstehende Anträge diskutiren und die Anträge, welche durch eine Abstimmung angenommen werden, in einer Petition dem Reichstag vorlegen. A. 1. Um die immer größer werdende Zahl der Unglüdsfälle und Misstände im Baugewerbe zu beseitigen, möge der Kongreß bahin wirken, daß durch reichsgefeßliche Bestimmungen jebe örtliche Behörde verpflichtet ist, Bau- Inspektoren einzuführen, die im Baugewerbe praktisch unterrichtet sind. Schmidt- Rigdorf: Die Steinarbeiter leiden unter dem Mangel guter Baubuden, die nicht nur auf Privat-, sondern auch auf öffent lichen Bauten fehlen. Genügende Transportmittel für das schwere Steinmaterial fehlen sehr häufig. Bei Architekturarbeiten haben die Steinarbeiter, ebenso wie die Bildhauer, selten die nöthigen Rüstungen und Schutzabdeckungen. Im Uebrigen leiden die Steinarbeiter unter denselben Mißständen wie alle sonstigen Bau arbeiter. Rheinland 62 Bauten kontrollirt habe. Von diesen hätten gegen Müller Essen theilt mit, daß die Kontrollkommission für das § 2 bes Unfallgefeges 40, gegen§ 4 26, gegen§ 5 42, gegen§ 6 18, gegen§ 7 28, gegen§ 8 45, gegen§ 9 50, gegen die§§ 13, 16 und 20 je einer, gegen§ 24, welcher das Vorhandensein von Verbandstäſten fordert, aber 61 verstoßen. Aborte fehlten in 18 Fällen, schlechte Aborte waren 12 vorhanden. Baubuden fehlten 10mal, mangelhaft waren fie 17mal, auf fenfterlosen Bauten wurde geputzt in Rebner die in der Provinz Hannover herrschenden Mißstände. Tiefte Hannover schildert in ähnlicher Weise wie andere Landgebiet handelt, giebt es weder Baubuden noch Aborte. Die Felsch Lübeck: In ganz Mecklenburg, soweit es sich um das über Land beschäftigten Arbeiter müssen sich entweder ein Fahrrad anschaffen, um den Weg zwischen ihrem Wohnort und der Arbeitsstelle zurückzulegen, oder sie sind genöthigt, an der Arbeitsstelle selber unter den elendesten Verhältnissen zu übernachten. Land beschäftigt sind, eine hinreichende Fürsorge bei Unglüdsfällen Berger Stettin tritt dafür ein, daß für Arbeiten, die über Plaz greife. Dem Redner ist ein Fall bekannt, wo sich ein solcher Arbeiter, der verunglückte, verblutet hat, weil auf der Arbeitsstelle weder Verbandzeug noch fachkundige Hilfe zu haben war. Hierauf tritt um 1/2 Uhr die Mittagspause ein. Berichtigung. Im gestrigen Bericht muß es in den Ausführungen Winkler's in geile 9 heißen: * Während des Streits 1896 wurden diese Kapitäle in Fechenbach am Main für 450 m. das Stück angefertigt, um die Forderungen der hiesigen Bildhauer um Verkürzung der Arbeitsgeit illusorisch zu machen. Partei- Nachrichten. Odenthal- Köln, Studateur, schildert die Uebelstände, welche aus ungenügenden Rüstungen für die Arbeiter entstehen und fordert gesetzliche Vorschriften für den Rüstungsbau, die die Sicherheit des Arbeiters garantiren. Wenn der Studateur auf den Bau tommt, dann haben ihn die Maurer in der Regel schon ver laffen und dem Stuckateur fehlt es an Leitern und Rüstzeug. Das Audenken der Märzgefallenen wurde von der sozialEs wird in erster Linie dahin zu wirken sein, daß das Unfallgefes demokratischen Arbeiterschaft Deutschlands auch in diesem Jahre eine den Ansprüchen der Arbeiter gerecht werdende Fassung bekommt. allenthalben durch geeignete Veranstaltungen gefeiert. Alle Partei2. Damit dem Bauarbeiter durch den Bauschwindel nicht der was für die Arbeiter geschehen soll, fann nur durch die Arbeiter blätter berichten über zahlreiche Märzversammlungen und März verdiente Lohn verloren geht, derselbe als erste Sypothet auf den selbst ins Wert gejezt werden.( Beifall). feiern, die fast burchgängig die lebhafteste Theilnahme seitens der Grund und Boden der Baugesellschaft eingetragen werden kann. Mertel Nürnberg, Maurer: In Bayern ist die Zahl der Klassenbewußten Arbeiter fanden und sich überall zu begeisterten B. Abänderungs- Anträge zur Novelle des Unfall- Gesetzes. Unfälle eine besonders große. Obgleich die bayrischen Bauarbeiter Stundgebungen für die Vollendung des Werkes, bas 1848 begonnen, $ 1, Abf. 1. Daß jeder Strafgefangene, der im Gefängniß schon oft Schritte gethan haben, um die Mißstände, welche die für die endgiltige Befreiung des arbeitenden Boltes aus ben arbeitet und Unfall erleidet, nach der Entlaffung auch die an- Ursachen der Unfälle, find, abzuschaffen, so haben sie doch bei seffeln der politischen, wie auch der wirthschaftlichen Knechtschaft, gegemeffene Unfallrente erhält. ben Behörden fein Entgegenkommen gefunden. Beson stalteten. § 1, Abi. 9. Daß der Unfall in Kraft tritt, von der Wohnung ders im nördlichen Bayern werden beim Süftungsbau nach der Arbeitsstätte und von der Arbeitsstätte nach der Wohnung. fo schwache Stangen verwendet, daß der Uneingeweihte glauben prozeß tehren binnen Sturzem in die Freiheit zurück, nachdem dieselben Die beiden lehten Verurtheilten aus dem Effener Meineids. $ 8 66a, Abf. 1. Die Bestimmungen zu streichen, daß einem fönnte, er sehe nicht eine Rüstung, auf der mit schweren Lasten bis auf die letzte Stunde die ihnen auferlegte Strafe verbüßt haben. Verlegten, der eine Freiheitsstrafe von mehr als 1 Monat ver- bantirt werden soll, sondern einen Hopfengarten vor sich. Diese Am 3. April, also am Ostermontag, wird der Bergmann Graef aus büßt, die Rente für die Dauer seiner Strafe entzogen werden kann. Schwachen Stangen stehen oft ohne genügende Stügen da, fie neigen dem Buchthause entlassen, sieben, vielleicht auch zehn Tage später Ferner dahin zu wirken, daß jeder Arbeiter, der durch Betriebs- sich nach allen Seiten, obgleich eine Polizei- Berordnung vorschreibt, folgt der letzte Verurtheilte Joh. Meyer. Letterer muß deshalb Unfall trant ist, von Stunde ab bon der Berufsgenossenschaft das Gerüst müsse jo gebaut sein, daß es fich nach der Baufront länger hinter Buchthausmauern weilen, weil er fieben Tage Urlaub, unterstützt wird. neigt. Häufige Unfälle sind die Folge folcher unzureichenden Rüstungen. Die er aus Anlaß des Todes seiner Frau voriges Jahr erhielt, nachC. Der Kongreß der Bauarbeiter zu Berlin möge beschließen, Im Innern ber Bauten fieht es mit den Rüstungen nicht beffer aus, zuholen hat, und ferner noch eine Geldstrafe bon 30 m., zu welcher daß jeder Delegirte in feinem Heimathsort dafür sorge zu wie außen. Wir haben eine Unfallverhütungs- Vorschrift, welche er vor vier Jahren in Bochum wegen Preßvergehen vertragen hat, daß die Beschlüsse des Kongresses auch hochgehalten befagt, daß die Baltenlagen mit einer tragfähigen Abbechung verurtheilt worden er hatte einmal vergeffen, von einer Rummer sehen sein müssen. Diese Vorschrift wird aber in ganz Bayern nicht der„ Bergarbeiter Beitung" das Pflichtexemplar bei der Polizei beachtet. Die bayerischen Maurer haben eine Erhebung veranstaltet, begt. Staatsanwaltschaft einzuliefern zu erlegen hat, an deren 4. Eine Resolution: Nerre Wilmersdorf: welche ergab, daß gerade auf den von Bunftmeistern aufgeführten Stelle drei Tage Haft treten. So wird Weyer, dem während der In Erwägung, daß Arbeiterschutzgesetze nur von der Sozial Bauten die Ballenlagen nicht abgedeckt find. In Bayern wird von Berbüßung der entseglichen Strafe Frau und Kind gestorben, erst demokratie angestrebt werden, beschließen die Theilnehmer am oben herab biel gefündigt, bag beveist unter anderem am 10., vielleicht erst am 18. April der Freiheit wiedergegeben. Die Bauarbeiterschutz- Kongreß, in ihren Gewerkschaften dafür einzu der bekannte Unglüdsfall beim Bau des Maximiliantellers. Bertrauensmänner der Bergarbeiter des Effener Bezirks beschlossen treten, daß die Delegirten von derartigen Kongreffen, wenn irgend Oft kommt es vor, daß die Bimmerer den Dachstuhl aufrichten, am Sonntag, zu Ehren ber beiden Kameraden Sonntag, den möglich, politisch organisirt sein müssen. während im ganzen Bau noch nicht eine einzige Baltenlage abgededt 16. April, eine Empfangs- und Begrüßungsfeier zu veranstalten, bei 5. Ein Antrag Glinge Berlin betr. Ginfeßung einer ist. Schutzvorrichtungen fennt man in den meisten Fällen in gang welcher der Leibensgefährte der Unglücklichen, Ludwig Schröder, die Kontrollkommission von Arbeitern, bei der jeder seine Wahre Bayern gar nicht. Ein Klempner, der, auf dem Dache arbeitend, Begrüßungsansprache halten wird. nehmungen, unbekümmert um seine Existenz, vorbringen kann. eine Schußvorrichtung verlangte, erhielt vom Bolier die Antwort: 6. Die Schieferbeder Flensburgs beantragen: Er werde ihn bom Bau werfen, wenn er eine „ Das Mauergerüft muß so lange stehen bleiben, bis sämmtliche Schußborrichtung berlange. Von einigermaßen ausDacharbeiten, beziv. Klempnerarbeiten fertig find; daß Gerüst ist reichenden Rüstungen für Klempner und Dachdecker ist nirgends oben entsprechend mit Fangvorrichtung gegen das Herabfallen von etwas zu finden. Ein erheblicher Mißstand ist der, daß die Arbeiter, Material zu verfehen. welche im Laufe der Woche einen Vorschuß auf ihren Lohn benöthigen, diefen nicht vom Arbeitgeber betommen, sondern an einen Gastwirth gewiesen werden, der den Vorschuß leistet, und sich das durch die Arbeiter abhängig macht. werden. 7. Klempner Diesner Berlin beantragt, daß ben Rontrolleuren Affiftenten aus dem Arbeiterstand beigegeben werden, bie von den Arbeitern selbst gewählt und vom Staat oder der Kommune befoldet werden. 8. Die Dachbeder von Hannover und Linden stellen einen von dem Antrage Diehl und Genoffen nur wenig abweichenden Antrag. = Beschluß, zur Feier des 1. Mai die Arbeit ruhen zu laffen und den Maifeier. Die organisirten Schneider in Hagen faßten ben Arbeitgebern 14 Tage vorher hiervon Mittheilung zu machen. Maifeier in London. Eine Sigung von Delegirten der Gewerkschaften und politischen Gruppen hat biefer Tage beschloffen, den 1. Mai in derselben Weise zu feiern, wie in den legten Jahren geschehen, nämlich durch einen großen Umzug von der City nach dem Sydepark, wo eine Anzahl Rednertribünen aufgestellt sein werden. Lente Dresden: Die fächsischen Bauarbeiter haben fich be- Die Parteigenossen der Bodenseestaaten- sämmtliche müht, die Mißstände im Bauwefen an die Oeffentlichkeit zu bringen. Da fozialdemokratische Vereine und gewertschaftliche Organisationen durch ist die Regierung veranlaßt worden, der Angelegenheit näher Württembergs, Bayerns, Babens, Desterreichs und der Schweiz zu treten und einige Vorschriften in dieser Hinsicht an erlaffen, die werden auf Grund eines Beschlusses der oberschwäbischen Streis9. Maurer Panser beantragt, in die Resolution folgenden jedoch nur auf dem Papier stehen, und von den fächsischen tonferenz au einem gemeinsamen Ausfluge an ben Bodenfee- tach Baffus mit aufzunehmen: Behörden, die gegen die Bestrebungen der Arbeiter sehr schneidig Rorschach oder St. Gallen eingeladen. Man plant ein großIm Intereffe der Bauarbeiter sowohl als auch im Intereffe vorgehen, nicht beachtet werden. Nach den behördlichen Vorschriften artiges Fest der organisirten Arbeiter der genannten Staaten. der gesammten Bevölkerung liegt es ferner, die Solidität der sollen für die Frauen, die in manchen sächsischen Orten regelmäßig Arbeit mehr ins Auge zu faffen. Durch die in den legten Jahren auf Bauten arbeiten, besondere Aborte vorhanden sein. Durchgeführt Polizeiliches, Gerichtliches it. T. iv. vielfach vorgekommenen Hauseinstürze, welche ihren Grund wird diese Vorschrift jedoch nicht, und die Frauen, die sich schämen,-Zuzug fernhalten kein grober Unfug. Gleich dem zum großen Theile in ber Pfuscharbeit haben, find viele mit den Männern zusammen denselben Abort zu benutzen, find ge- Landgericht Halle lehnt sich auch das Landgericht Halberstadt gegen Menschenleben zu Grunde gegangen. Wir fordern deshalb, daß awungen, Wirthschaften zur Befriedigung natürlicher Bedürfnisse bie Rechtsauffaffung des Oberlandesgerichts Naumburg auf. Es hat die eingesetzten Kontrolleure neben der Beaufsichtigung der zu aufzuiuchen. Weiter bespricht der Redner die Mangelhaftigkeit der ebenfalls zwei Arbeiter, die durch die erwähnte Aufforderung nach erlaffenden Schutzmaßregeln eine fortwährende Stontrolle Rüftungen. Im Bereich der fächsischen Berufsgenossenschaft sind zwar vier Ansicht des Staatsanwalts groben Unfug begangen haben sollen, auf die Gütte der Arbeit auszuüben haben. Durch Kontrolleure angestellt, eine ganz ungenügende Bahl. Zudem werden von dieser Anklage freigesprochen. unangemeldete Revisionen muß strenge Obacht auf das vorhandene noch, wenn der Besuch eines Kontrolleurs zu erwarten ist, die Nachtlänge zum Zuchthand- Urtheil. Jetzt hat auch das Baumaterial, sowie die vernunftgemäße Verarbeitung desselben gefährlichen Stellen nothdürftig verdeckt und der Kontrolleur fiber Breslauer Parteiblatt Aussicht auf einen Prozeß wegen Kritik des gegeben und dafür gesorgt werden, daß die Regeln der Baukunft ben wirklichen Zustand der Dinge getäuscht. Wir verlangen einen Buchthaus- Urtheils. Der verantwortliche Rebatteur des Blattes, in technischer und praktischer Beziehung innegehalten werden. reichsgefeglich geregelten Bauarbeiterschutz, müssen aber auch die Genosse Löbe, ist bereits vernommen worden. Das ist nun der dritte -W Prozeß dieser Art, der anhängig gemacht wird. Der Löbtauer Fall Die Schneider in Erlangen beschlossen in einer Versammlung, den Areisphyfifus Dr. Berger eine Disziplinaruntersuchung anhängig wird also noch lange nicht zur Ruhe kommen. fofort in den Streit einzutreten, falls ein nochmaliger Versuch zu gemacht, später aber niedergeschlagen worden. Die Vertheidigung -Ueber einen merkwürdigen Polizeiaft berichtet das„ Mühl- gütlicher Einigung mit den Prinzipalen betreffs des Tarifs erfolglos des Angeklagten hatte ursprünglich Justizrath Dr. Sello überhauser V.": Am Dienstag Mittag lieg der Polizei- Inspektor Raschte sein sollte. nommen, der, nachdem der erste Termin wegen Erkrankung des Landdurch den Sergeanten Sparr den in der rothen Fahnenprozeß- Sache Der Bergknappe, das Vereinsorgan der christlichen Berg- gerichts- Direktors Rösler aufgehoben werden mußte, zurücktreten verurtheilten Genossen Franz H. in Mühlhausen in Thüringen aus arbeiter, ist durch die Angriffe, die im Abgeordnetenhause gegen die mußte, weil ihn zu morgen unaufschiebbare amtliche Pflichten nach feiner Wohnung fort verhaften, ohne daß ein Saftbefehl Gewerkvereine geschleudert wurden, ganz aus seiner sonst vor- Königsberg i. Pr. rufen. An seiner Stelle hat dann Rechtsantvalt. der Strafvoll stredungs- Behörde vorgelegen hätte. nehmen Zurückhaltung gerathen und holt zu folgender Drohung aus: Wolfgang Heine die Vertheidigung übernommen. Die Gefängnißinspektion handelte ihrer Anordnung getreu und nahm" Im übrigen mögen sich die Herren Scharfmacher" nur ins Die Beschäftigung schulpflichtiger Kinder und das Polizei: unseren Genossen nicht an, die Polizei betam ihn zurüd. Da Stammbuch eintragen, daß der Gewerkverein gewillt ist, ohne Verordnungsrecht. Eine Polizeiverordnung, die am 11. Juli 1896 aber der Herr Inspektor nicht anwesend aber, tam er vor 7 Uhr die Sozialdemokraten die Lage der Arbeiter zu verbessern unter für unsere Nachbarstadt Spandau erlassen worden ist, vers Abends aus seiner Gefangenschaft nicht heraus! Wahrung der berechtigten Interessen der Unternehmer, daß er aber bietet es, schulpflichtige Kinder in der Zeit von 7 Uhr NachAufgelöst wurde in Spremberg eine Versammlung, weil auch nothgedrungen, wenu lettere die guten Bestrebungen zu ber- mittags bis 7 Uhr früh mit dem Austragen von Badwaare, ein Redner versuchte, über den 18. März zu sprechen. Das Thema eiteln suchen und sich denselben schroff entgegenstellen, mit den Milch, Zeitungen und anderen Gegenständen, sowie mit der Versammlung, in der Genosse Keller- Görlig referirte, war Sozialdemokraten Hand in hand für die berechtigten Aufsetzen von Kegeln und ähnlichen Verrichtungen zu beschäftigen. Kapitalismus und Sozialdemokratie" und schon vor der Eröffnung Bestrebungen der Arbeiter fämpfen muß und wird. Ob Wegen Vergehens gegen diese Bestimmung war der Bädermeister hatte der überwachende Beamte erklärt, er werde nicht über den man dann darüber Zeter und Mordio schreit im großkapitalistischen Schwan in den ersten Instanzen zu einer Geldstrafe verurtheilt 18. März fprechen lassen. Es muß hierbei darauf hingewiesen Lager, wird den Gewerkverein gar nicht berühren und ihm gleich- worden. Er legte Revision ein und machte geltend, daß die Polizeiweil die Polizei zu werden, daß ein Recht zur Auflösung der Versammlung wegen Ab- giltig sein. Mögen dann die Scharfmacher und Manchestermänner, verordnung ungiltig wäre, weichung von der Tagesordnung in Preußen nicht besteht. denen doch jeder ernste Wille und das Bestreben, auch dem Arbeiter Erlaß nicht befugt gewesen sei. Die Verordnung stehe -Drei Beleidigungsklagen sind abermals gegen den Ge- stande gerecht zu werden, fehlt, die Verantwortung für etwaige un mit dem§ 120 e der Gewerbe Ordnung in Widerspruch. noffen Swienty, verantwortlichen Redakteur bes Boltsblattes für des öfteren die Anhänger des manchesterlichen und nationalliberalen als unbegründet ab und führte aus: Die Polizeiverordnung fei liebsame Folgen übernehmen. Im Uebrigen haben ja auch schon Das Kammergericht wies jedoch die Revision des Angeklagten Halle", anhängig gemacht worden. In allen drei Fällen handelt es Großkapitalismus bei Wahlen Balte mit den sonst so verhaßten rechtsgiltig. Sie werde geſtügt durch den§ 6f des Polizei- Versich um Beleidigung von Gerichtspersonen. Sozialdemokraten geschlossen, um ihre Ziele zu erreichen; wer will waltungsgefeges, wonach zu den Gegenständen ortspolizeilicher VorDer Arbeiter Gefangverein Eintracht" in Mühlhausen es da schließlich den Arbeitern verdenken, wenn sie im Kampfe fchriften auch die Sorge für Leben und Gesundheit gehöre. Solchen in Thüringen ist fürzlich als ein politischer Verein erklärt und der um ihre berechtigten wirthschaftlichen Interessen schließlich, wenn Personen, die mit Backwaare nur handelten, fönne es ohne Leiter desselben in eine Strafe von 10 M. genommen worden, weil jeder andere Weg ausgeschlossen ist, auch Hand in weiteres verboten werden, zwischen 7 Uhr Nachmittags und 7 Uhr er sich einer Uebertretung der Verordnung vom 11. März 1850 and mit den Sozialdemokraten tämpfen. früh schulpflichtige Kinder mit dem Austragen zu beschäftigen, denur schuldig gemacht haben soll. Aus den Liedern des Vereins ginge Die chriftlichen Arbeiter sind es doch mit der Zeit leid, sich mit auf Händler fänden die§§ 120a- e der Gewerbe- Ordnung übernach Ansicht des Gerichts hervor, daß der Haß gegen die besitzenden leeren Redensarten und schroffen Abiveisungen abspeisen zu lassen. Haupt keine Anwendung. Die Polizeiverordnung sei aber auch für Klaffen genährt, die Sozialdemokraten zu treuem Festhalten an Es ist hoch an der Zeit, daß endlich Wandel geschaffen wird; ent- die Fälle giltig, wo derjenige, der die Kinder in den fraglichen ihren Zielen angespornt werden sollten. Das sei die Tendenz des weder in der einen oder anderen Weise. Die tonfessionelle Hege, Stunden zum Austragen der Backwaare veranlasse, das BäckereiBereins! Ein solcher Verein habe die Verpflichtung, auf die Auf- die früher dem Unternehmerthum wesentlich gedient und dem gewerbe betreibt, denn es könnten wohl Lehrlinge, aber keine Schulforderung der Polizei die Namen der Mitglieder zu nennen und Arbeiterstand geschadet hat, wird auf die Arbeiterbewegung der finder zu den Personen gerechnet werden, die im Titel VII der Sonstige Auskünfte zu geben! Zukunft ohne Einfluß bleiben." Gewerbe- Ordnung als gewerbliche Arbeiter aufgezählt seien. -O " Es wird so schlimm nicht werden. Aber die Herren bom Bentrum werden mit Entsetzen wahrnehmen, was für rollenwidrige Seitensprünge ihre Getreuen unternehmen wollen. - Feftreden bei Festlichkeiten dürfen in Sachsen nicht mehr aus dem Stegreif gehalten werden; der Redner muß sie vielmehr zuvor fein säuberlich aufschreiben und dann entweder auswendig lernen oder vorlesen. Die Genossen von Dresden Neustadt hatten zum Gedächtniß des 18. März eine Festlichkeit veranstaltet und die Polizei verbot die dazu geplante Festrede. Allerdings nicht auf Grund durch. des freundwilligen§ 5 des Vereinsgefezes, sondern auf Grund einer Polizeivorschrift über die Veranstaltung von Festlichkeiten. Darnach müssen der Polizei von allen Vorträgen, Liedern und dergleichen die Terte vorher eingereicht werden und was sie nicht genehmigt, darf nicht vorgetragen werden. Abweichungen von dem genehmigten Programm find nicht gestattet. Die Geschichte ist nicht neu; neu ist nur die famose Entdeckung, daß diese Vorschrift auch auf die geplanten Festreden angewendet werden kann. Diese Entdeckung verV ihrem Strafkammer des Landgerichts I. An einem Oktobertage des vorigen Eine Umzugsgeschichte beschäftigte gestern wiederum die vierte Jahres hatte die Wittwe Rigelski den Fuhrherrn Karl BaumBei der Gewerbegerichtswahl in Mittweida und Oberk gart angenommen, um ihr den Umzug zu bewerkstelligen. Es war lung wis ging die Liste der Gewerkschaften mit großer Majorität bafür ein Preis von 37 m. vereinbart worden. Am Bestimmungsorte angekommen, zeigte sich, daß mehrere Möbelstüde durch Verinnung wählten die Dresdener Buchbinder am 18. März Vertreter damit einverstanden erklärte, daß ihm ein Abzug von 5 M. gemacht In den Gesellenausschuß der Dresdener Buchbinderschulden des Angeklagten beschädigt waren, weshalb der Letztere ſich aus ihrer Gewerkschaft. werde. Als die Wittwe Rigelski dann ihre Möbel ordnete, entdeckte sie, daß ihr ein Nachttischchen mit Marmorplatte fehlte. Es mußt im Wagen zurüdgeblieben sein. Am folgenden Tage begab sie sich nach der Wohnung des Angeklagten und verlangte die Herausgabe des Tisches. Baumgart räumte ein, im Be des Tisches zu sein, wollte ihn aber nur herausgeben, wenn er die ihm das Baumgart'sche Ehepaar sie zur Thür hinaus, wobei der Angeflagte ihr verschiedene kräftige Büffe in den Rücken versezte, fodaß fie zu Falle tam. Trogdem das Schöffengericht den Fall außer ordentlich milde angesehen und den Angeklagten nur wegen Körperdie Berufungsinstanz in Anspruch genommen. verlegung zu einer Geldstrafe von 20 m. verurtheilt hatte, wurde Allerdings ohne Erfolg, denn der Gerichtshof bedauerte, daß nicht auch Seitens der Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt worden sei, es würde in diesem Falle auf eine weit höhere Strafe erkannt worden sein. Die Brauereiarbeiter in Frankfurt a./M. stehen vor einem Konflikt mit den Brauereien, die einige von den Arbeitern aufgestellte tommen und droht auch ein Bierkrieg in der weiteren Folge. Forderungen abgelehnt haben. Wahrscheinlich wird es zum Streit In Nürnberg haben 173 Tapezirer die Arbeit niederbewilligt. danken die Dresdener Genossen dem neuen Amtshauptmann von gelegt. Die Forderungen der Gehilfen wurden bis jetzt von 9 Firmen abgezogenen 5 M. erhielt. Als die Besucherin erregt wurde, schob Dresden N. v. Burgsdorf. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Die Differenzen in der Schuhfabrik von Safe find beigelegt. Den Zwidern wurde eine Lohnerhöhung von durchschnittlich 2 Pf. für das Paar zugestanden und die Arbeitszeit wieder auf 9 Stunden verkürzt. Die Ortsverwaltung des Vereins deutscher Schuhmacher. Die Schneider bei der Firma Kadisch, Berlin, Alt Moabit 17, haben die Arbeit niedergelegt, da ihre Forderungen abgelehnt wurden. Zuzug ist fernzuhalten. an Die Ortsverwaltung des deutschen Schneider- Verbandes. Deutsches Reich. Jn Schwabach ist ein Streit der Zimmerleute ausgebrochen. Vom Schuße der Arbeitswilligen. Unter dem falschen VerNägely Frères zu Mülhausen i. Elf. in die sozialistische Freie dacht, einen Artikel über die Zustände in der Fabrik der Firma Presse" lancirt zu haben, wurde vorige Woche ein Holzspinner entlassen. Nachdem der Arbeiter sich vergeblich bemüht hatte, in einer anderen Fabrik Arbeit zu bekommen, wurde er darauf aufmerksam, daß in seinem Arbeitsbuche zwei treisförmige, mit einem Kreuz und vier Punkten versehene Merkmale enthalten waren. Brennende Anschlagfäulen. Ende Februar d. J. wurde die dem der Arbeiter das Zeichen entfernt hatte, erhielt er nun Brände eigenthümlicher Art zu löschen. Irgend ein Unfugstifter Feuerwehr zu sechs verschiedenen Malen in Anspruch genommen, um plöglich in der Fabrik Dreyfus- Lang Arbeit, wurde jedoch nach acht Tagen wieder entlaffen. Das gleiche Spiel wiederholte sich bei hatte versucht, die Anschlagsäulen in Brand zu setzen. In einer anderen Firma. Der betroffene Arbeiter kann sich dies nur zwei Fällen war ihm dies derart geglückt, daß sich das Bild einer Soziales. Nach Die Lohnbewegung der Krefelder Weber. Einer Anregung fo erklären, daß die Firma Nögely frères, sobald ihr bekannt wurde, vollständigen Flammensäule bot, in den übrigen vier Fällen war die der sozialen Kommission folgend, haben sich, nach einer Meldung wo er in Arbeit stehe, sofort eine entsprechende Mittheilung an den Papierhülle, welche die Säule umgab, nur ins Glimmen gerathen. Sammetweber bereit erklärt, ihre Arbeitskollegen zur fofortigen lassen wurde. In der Zeit des Zuchthauskurses, wo die Unter- anschlagsäule in der Markgrafenstraße brannte, turz nachdem ein Mann die Frankfurter Zeitung", die Ausschüsse der christlichen Arbeitgeber ergehen ließ, auf Grund deren der Mann dann ent- Am Morgen des 28. Februar bemerkte ein Schußmann, daß eine Wiederaufnahme der Arbeit zu bewegen, wenn zu den Lohn- nehmerpresse nicht müde wird, über den Terrorismus" der Arbeiter- Schußmann hielt den Verdächtigen an und brachte ihn zur Wache, wo davor gestanden und sich dann auffallend schnell entfernt hatte. Der sägen der Fabrikantenlohnliste die sogenannten Zusäße" in Höhe von 10 Pf. pro Meter als fester Lohnzuschlag bewilligt würden. organisationen zu zetern, erscheint die öffentliche Bekanntgabe der dessen Persönlichkeit als die des stellenlosen Hausdieners Friedr. Busch Es schweben jetzt dieferhalb Verhandlungen. Aehnliche Mittheilungen artiger Praktiken doppelt geboten. festgestellt wurde. Man fand bei ihm Zündhölzer von auffallend find schon früher durch die Presse gegangen, es hat sich aber immer breiter Art und von derselben Art waren die angebrannten Zündherausgestellt, daß die christlichen Weber ihren Rathgebern nicht folgten. Man wird deshalb auch hier erst eine Bestätigung der Mithölzer, welche neben der Auschlagsäule gefunden wurden. Seit der Festnahme des Angeklagten haben weitere Säulenbrände nicht statttheilung abwarten müssen. Der Versuch der sozialen Kommission, die Die Lage der Uhrenarbeiter im Schwarzwalde. Eine ver- gefunden. Da nur das Papier, welches die Säulen bedeckte, vermehrfach schon bemüht war, einen Ausgleich zwischen den beiden Parteien dienstvolle Arbeit hat der deutsche Metallarbeiter Verband in Stutt- brannt war, so wurde eine Anklage wegen Brandstiftung nicht erherbeizuführen, erfährt in der Deutschen Volkswirthsch. Korrespond." gart unternommen durch eine statistische Aufnahme über die Lage hoben, sondern die That nur als Sachbeschädigung angesehen. Der eine herbe zurechtweisung. Ganz vom Hochmüthigen Progenstand- der Uhrenarbeiter im badischen und württembergischen Schwarzwalde. Angeklagte legte sich aufs Leugnen. Der Staatsanwalt hatte keinen punkt geleitet, diftirt diese: Die Erhebungen erstreckten sich auf die Orte Furtwangen, Güterbach, Zweifel an der Schuld des Angeklagten, gegen den er eine Gronberg, Böhrenbach, St. Georgen, Triberg, Villingen, Mühl- Gefängnißstrafe von drei Monaten beantragte. Die 130. Abtheilung heim a. D., Schramberg und Schwenningen. Es kommen mehrere des Schöffengerichts, vor der die Sache zur Verhandlung gelangte, tausend Arbeiter in Frage, die jetzt zumeist in größeren Fabriken erkannte auf vier Wochen Gefängniß. arbeiten. Es giebt allerdings auch noch eine nennenswerthe Anzahl Hausindustrielle, meist ehemalige selbständige Uhrmacher, doch war über ihre Verhältnisse wenig oder gar nichts zu erfahren. " Die Industrie muß es überhaupt ablehnen, daß sich unberufene Dritte in die Fragen des Arbeitsvertrages eindrängen, so follte jeder Unternehmer auch im Streiffalle darauf bestehen, stets nur mit feinen Arbeitern und mit niemand sonst über die Friedensbedingungen zu unterhandeln." ernannten Sammergerichtsraths Przewlola und als Ersatz für den An Stelle des zum Vortragenden Rath im Justizministerium Auf der Erkenntniß mögen heute noch einige rücksichtslose Industries magnaten beharren, einsichtige Sozialpolititer haben längst diesen Die Aufnahme, an der sich in einzelnen Orten über die Hälfte zum Ober- Verwaltungsgerichtsrath beförderten Kammergerichtsrath Standpunkt des absoluten Bestimmungsrechtes über den Arbeitsvertrag der beschäftigten Arbeiter betheiligten, zeigt die Lage dieser Arbeiter Berner find die Landgerichtsräthe Fromm und Bürger zu aufgegeben, vor allem find die Unternehmer durch die Gewerkschaften in einem sehr traurigen Lichte. Die Löhne der meisten der Arbeiter Kammergerichtsräthen ernannt worden. felbst gezwungen worden, ihre Diktatur einzuschränken. Das mag denen in den besten Lebensjahren bewegen sich zwischen 2,40 m. bis 3 M. Eine Privatbeleidigungsklage des Maurers Karl Blau. um Stumm unangenehm sein, darüber mögen die gewinngierigsten per Arbeitstag, über 3 M. find nur wenige, dagegen giebt es auch rock gegen die Maurer Wilhelm Fritsch, Wilhelm Schulze, Ausbeuter ergrimmen, sie werden aber den Fortschritt, der die unter eine ganze Anzahl, die weit unter 2,40 m. verdienen. Dabei zeigen Emil Gröpler, Wilhelm Schulz und Karl Panser beschäftigte würfige Stellung des Arbeiters aufhebt, nicht hemmen können. die Lebensmittelpreise und Wohnungsmiethen die normale Höhe. am geftrigen Dienstag die 148. Abtheilung des Amtsgerichts I. Der Arbeiter", das Organ für die baugewerblichen Hilfs. Es werden Wohnungsmiethen bis zu 300 m. bezahlt; Fleisch kostet Es handelt sich um Vorwürfe ehrenrühriger Natur, die Panser in arbeiter, wird am 1. April d. J. in den Besitz des Verbandes über- 65 bis 75 Pf. das Pfund, Butter ist sogar März 1898 einer Broschüre gegen Blaurock erhoben hatte; seine Kollegen waren gehen. Redaktion und Expedition befinden sich vom 1. April in außergewöhnlich theuer, indem das Pfund zum Theil mehr verflagt als Mitglieder der zentralen Lohntommission Hamburg Eilbed, Friedenstr. 4. als 1 Mart foftet. Durch beigegebene Haushaltungsbudgets, Broschüre herausgegeben hatte. Das Gericht nahm die in der von denen etliche auf genaueren Aufzeichnungen der wirklichen Aus- Broschüre erhobenen Vorwürfe als nicht erwiesen an. Das Urtheil gaben, andere allerdings anscheinend zum Theil auf Schäßungen be- lautete gegen Banser auf 100 m. Geldstrafe, gegen die übrigen auf ruhen, wird die Arbeit besonders werthvoll. Es zeigt sich dabei, daß je 30 M. Geldstrafe; auch wurde dem Privatkläger die Publikationsselbst bei dürftigster Lebensweise, 3. B. in einem Falle Haus- befugniß zugesprochen. Man sollte denken, daß die Maurer in der haltungsgeld in einem Monat 40 m. bei 4 Köpfen, nichts, rein gar Buchthausära Befieres zu thun hätten, als dem häßlichen Streite nichts für Rothfälle übrig bleibt und auf Neuanschaffungen so gut über die Organisationsform eine derartige Schärfe zu geben. studiren will, dem ist das im Selbstverlage des deutschen Metallwie nichts verwendet werden kann. Wer die Verhältnisse eingehender wird. Die Maurer und Zimmerer in Neustadt( Schleswig Holstein) beschlossen in einer gut besuchten Versammlung am 1. April die Arbeit dort einzustellen, wo der erhöhte Lohntarif nicht bewilligt die Arbeit dort einzustellen, wo der erhöhte Lohntarif nicht bewilligt An die Tapezirer! Wie die Kollegen wiffen, befinden sich die Tapezirergehilfen in Bielefeld seit 4 Wochen im Ausstande. Roch ist teine Aenderung zu verzeichnen, denn der Ring der Unternehmer ist fest geschlossen. Die Prinzipale haben die Absicht ausarbeiter Berbandes in Stuttgart erschienene Schriftchen sehr zu Lehte Nachrichten und Depeschen. gesprochen, feinen der im Streit befindlichen Kollegen wieder einzu empfehlen. stellen. Deshalb Kollegen meidet Bielefeld und haltet den Zuzug nach hier fern, damit wir erfolgreich die Sperre über sämmtliche Geschäfte verhängen können. Ferner ersuchen wir, uns nach Kräften finanziell zu unterstüßen. Gelder bitte an C. Schaawe, Bielefeld, Breitestr. 29 zu senden. Die Streiffommission. Gerichts- Beitung. D Wien, 21. März.( B. H.) Im gestrigen Ministerrath wurde das neue, von der Ministerialfommiffion ausgearbeitete Sprachen gesetz unverändert angenommen. Paris, 21. März.( B. H.) Die„ Liberté" versichert, die Katastrophe von Bourges sei durch die Unachtsamkeit eines Arbeiters entstanden, derselbe habe eine Granate fallen lassen, wodurch auch die andern explodirten. Bum Prozeß Landauer. Es scheint fast so, als ob die Er wartungen der Vorfämpfer für eine Wiederaufnahme des Verfahrens Achtung, Metallarbeiter! In den Weltenradfahr- wider den Barbier Albert Riethen, bei Gelegenheit des heute werten Schönebed bei Magdeburg find Differenzen aus- anstehenden Beleidigungsprozesses gegen den Schriftsteller Gust a v gebrochen. Zuzug ist fernzuhalten. Die Differenzen in der Fahr- Landauer Beweise für die Unschuld Biethen's erbracht zu Paris, 21. März.( W. T. B.) Die drei Kammern des rad- Fabrik Clez u. Blessing in Graz find dank der Einigkeit und ſehen, fich nicht ganz erfüllen werden. Die von der Ver- Rasfationshofes hielten heute unter dem Vorfiz des Präsi Solidarität unter den Arbeitern einerseits, der besseren Einsicht der theidigung gestellten umfangreichen Beweisanträge, die die fich denten Mazeau eine gemeinschaftliche öffentliche Sigung ab. Fabrikleitung andererseits zu Gunsten der Arbeiter beigelegt worden. auf die behauptete Fälschung der angeblichen Blutstropfen in der Der Berichterstatter der Dreyfus Angelegenheit Bellota Der Streit der Former bei Friz Müller in Elingen zu einer Handmanschette Biethen's, auf das am Taschenmesser Biethen's Beaupré verlas das Gesuch des Anwalts Mornard, in welchem Gunsten der Arbeiter beendet. gefundene Holzpartitelchen, auf die Geständnisse des Lehrlings Wil- die Ablehnung der drei Räthe, welche Mitglieder der berathenden Kom Die Lohnbewegung der Schneider. In Königsberg i. Br. helm 2c. beziehen, sind vom Gericht sämmtlich abgelehnt worden. mission gewesen sind, die sich über die Revisionsangelegenheit vor ist die Bewegung schnell zum Abschluß gekommen, da vor dem Ge- Vorgeladen find nur der Kreisphyfitus Dr. Berger Elberfeld, der Ueberweisung derselben an die Kriminalfammer des Staffations werbegericht eine Einigung zwischen der Lohnkommission und den der beleidigte Distritts Kommissar Gottschalt aus Bromberg, hofes auszusprechen hatte. Der Generalstaatsanwalt Manau Meistern zu stande fam. Die Butheilung der einzelnen Geschäfte zu Landrath v. Eisenhardt- Rothe aus Bromberg, Regierungs- Assessor unterstützte die Forderung bezüglich der Ablehnung der bes dem ersten oder zweiten Tarif entscheidet in strittigen Fällen das Schumann- Bromberg, Wertmeister Splittgerber und der treffenden drei Räthe. Der Gerichtshof entschied dahin, daß Gewerbegericht. Die Meister sind so lange an den vereinbarten Polizeifergeant o Ile aus Hannover. Der interessanteste dieser Zeugen das Gesuch des Anwalts Mornard formell anzunehmen sei. Er ver Zarif gebunden, als die Arbeiter in teinem Geschäfte wird sicherlich der Kreisphyfitus Dr. Berger sein, der sich im Jahre 1890 tagte sich sodann auf Freitag, um die Erklärungen der drei Räthe unter dem Tarif arbeiten. In Hamburg hat der Ausstand in einem amtlichen Schreiben an den Staatsanwalt Binoff in Elber- entgegenzunehmen und sodann die materielle Entscheidung zu treffen. einen größeren Umfang angenommen; es stehen etwa 1500 Mann feld über die Blutspuren an der Manschette dahin aussprach: sie Paris, 21. März.( W. T. B.) Heute Mittag beschlossen im Streit. Bisher ist in 72 Geschäften mit 500 Gesellen die Lohn- feien bei seiner Untersuchung der Kleidungsstücke nicht vorhanden ge- 3000 Gasarbeiter, in den Ausstand zu treten. Die drei größten bedingung anerkannt. Geregelt ist die Lohnfrage in dem größten wesen. Dr. Berger hat dann in seinen weiteren Mittheilungen er- Fabriken der Gasgesellschaft stehen fast vollständig ohne Arbeiter da. Theil der Geschäfte, die neben Maaßarbeit auch Konfettion herstellen. läutert, warum er Ziethen für unschuldig halten müsse und war Paris, 21. März.( W. Z. B.) Der„ Temps" meldet, das Ein großer Theil der Unternehmer ist zu Verhandlungen bereit, und feinerseits zu dem Schluffe gekommen: Wenn nun 8iethen franzöfifch englische Abkommen betreffend Abgrenzung der Bes hat die Innung beschlossen, eine Lohnerhöhung von 5 pct. eintreten unschuldig an dem gewaltsamen Tode seiner Frau ist, so sigungen in Zentralafrika werde wahrscheinlich heute unterzeichnet, zu lassen. Dieses Angebot ist jedoch von den Arbeitern abgelehnt müffen nach meinem Dafürhalten die Ueberführungsstücke Der" Liberté" zufolge soll Frankreich die Provinzen Tibesti, Wadai gefälscht gewesen sein." Infolge dieses Schreibens war f. 8. gegen und Kanem erhalten. Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Tb. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. worden. Mr. 69. 16. Jahrgang. 1. Beilage des„ ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 22. Mär 1899. Reichstag. 61. Sigung. Dienstag, 21. März 1899, 11 hr. Am Bundesrathstische: Graf v. Posadowsky, Frhr. b. Thielmann, Nieberding, v. Bülow, v. Goßler, b. Thielmann, Nieberding, v. Bülow, v. Goßler, b. Podbielsti. Präsident Graf Ballestrem: Am 31. März vollendet der Herr Reichstanzler Fürst zu Hohenlohe sein 80. Lebensjahr. Ich erbitte mir von dem Hause die Ermächtigung, ihm die Glück und Segens: wünsche des Reichstags zu übermitteln.( Bravo 1) Das Haus ist damit einverstanden, ich tonstatire das. die dritte Etatsberathung( Spezialdiskussion) fortgelegt. Nach debatteloser Erledigung einer Anzahl Rechnungsfachen wird Beim ,, Auswärtigen Amt" fragt Abg. Richter( frf. Wp.) an, zu welchem Ergebniß die Verhandlungen mit Cecil Rhodes über den Bau einer durch das ostafrikanische Schußgebiet führenden Telegraphen- und Bahnlinie geführt haben. Staatssekretär v. Bülow: Ueber diese Verhandlungen, die zum Theil noch schweben, möchte ich heute nur dasjenige sagen, was sich ohne Schädigung der Sache jagen läßt. Ueber die Telegraphenlinie durch unser oft afrikanisches Schußgebiet ist mit der transafrikanischen Telegraphengesellschaft ein Abkommen getroffen worden, durch welches unsere Hoheitsrechte und unsere Intereffen in jeder Hinsicht gewahrt worden find. Die Gesellschaft erhält durch dieses Abkommen die Erlaubniß, die in Rede stehende Linie auf ihre Koften durch deutsches Gebiet zu legen. Der Bau muß spätestens binnen 5 Jahren beendet sein, die Angestellten und Arbeiter der Gesellchaft find während ihres Aufent: halts in Deutsch Ostafrika den deutschen Gesezen unterworfen und haben den Anordnungen des deutschen Gouverneurs Folge zu leisten. Die deutsche Regierung hat sich das ausschließliche Recht vorbehalten, Telegraphenstationen in Deutsch- Ostafrifa zu errichten. Nach Ablauf von 40 Jahren kann die deutsche Regierung die Linie unentgeltlich übernehmen. Ueber die Ausführung der dort geplanten Bahnlinie haben bisher nur ganz vertrauliche Borbesprechungen statt gefunden, welche noch zu feiner Entschließung geführt haben. Wir werden aber selbstverständlich auch in dieser Beziehung nur solchen Verträgen zustimmen, durch welche unsere Rechte nicht verlezt werden und unsere Interessen nicht zu kurz kommen.( Bravo! rechts.) Beim Kolonialamt haben die Abg. v. Kardorff( Rp.) und Lieber( 3) folgende Resolution eingereicht: Den Herrn Reichs tanzler zu ersuchen, noch während der gegenwärtigen Tagung des Reichstags denjenigen Betrag in Anforderung zu bringen, welcher zur Entschädigung der Gebr. Denhardt für den durch Abtretung des Sultanats Witu an England selben erwachsenen Schaden nothwendig ist. Abg. Lieber( 8.) befürwortet die beschleunigte Erledigung der Entschädigungsansprüche der Gebr. Denhardt, um diese vor vollständigem Ruin zu bewahren. mindern. Kolonialdirektor v. Buchka spricht seine Bereitwilligkeit aus, für den Fall, daß die Brüder Denhardt ihre Ansprüche herab Abg. Graf Oriola( nat.- lib.) betont die moralische Verpflichtung des Reiches, die Brüder Denhardt zu entschädigen, mag die juristische auch zweifelhaft sein. Kolonialdirekor v. Buchka: Wenn die Brüder Denhardt ihre Ansprüche herabmindern, so friegen sie etwas, sonst friegen fie garnichts.( Heiterkeit.) Ich verstehe nicht, warum Gie lachen, das ist doch wirklich beffer für die Brüder Denhardt.( Erneute Heiterfeit.) Meine Bereitwilligkeit besteht nicht aus leeren Worten. = Abg. Werner( Reform B.): Mit einer so wohlfeilen Redens art kann man die berechtigten Ansprüche der Brüder Denhardt nicht abthun. Es wäre dem Deutschen Reiche unwürdig, wenn es die Brüder Denhardt zu Grunde gehen ließe. Die Engländer haben uns damals über den Löffel barbirt, aber das Deutsche Reich ist den Brüdern Denhardt gegenüber haftbar. Präsident Graf Ballestrem: Der Ausdrud wohlfeile Redensart", auf ein Mitglied des Bundesrathes angewandt, war ein unpassender und ist zu rügen. Kolonialdirektor v. Buchka: Der Vertrag mit England gehört der Geschichte an, und die Geschichte wird demnächst darüber ihr Urtheil abgeben.( Heiterkeit.) Rechtliche Verpflichtungen zur Ent: schädigung der Brüder Denhardt liegen nicht vor. genommen. Damit schließt die Debatte; die Resolution wird einstimmig anKolonialdirektor v. Buchka theilt mit, daß die in zweiter Lesung vom Reichstage angenommenen Aenderungen in dem Vertrage mit der Neu- Guinea- Gesellschaft von der letzteren angenommen worden sind. Der Kolonial- Etat wird hierauf bewilligt. Beim Etat des Reichsamts des Innern bittet Abg. Beck( natl.) Deutsch- Krone z. B. wäre sehr geeignet für eine Garnisonsstadt. Abg. Gamp( Rp.) wünscht mehr Garnisonen für Westpreußen. Abg. Bebel( Soz.): infektion des übrigen Materials. Nach dem Urtheil der Sach- Das Verhältniß der Bevölkerung im Elsaß zu den Truppen sei trog verständigen werden Rinder- und Roßhaare zweifellos durch der hohen Lasten ein durchaus gutes. strömenden Wasserdampf desinfizirt, ohne dadurch Schaden zu er Kriegsminister v. Goßler: Ich freue mich über das Anleiden. Gerade durch diese Noß- und Rinderhaare aber wird der erkenntniß des Vorredners, daß das Verhältniß zwischen Militär Milzbrand auf die Arbeiter hauptsächlich übertragen. Hier muß und Bevölkerung im Elsaß ein gutes ist. Hoffentlich werde bald aber die zwangsweise Desinfektion durch strömenden Wasserdampf ein lebungsplatz geschaffen, um die Uebungen im Gelände einlaubt, aber nicht geboten ist, werden die Unternehmer das zweiverlangt werden. So lange diese Art der Desinfektion nur er schränken zu können. stündige Kochen vorziehen, da es viel bequemer und billiger ist. Thatsächlich nützt dies Verfahren gar nichts, die Milzbrandbazillen leben deshalb doch ruhig weiter. Ferner fönnen wir nicht einsehen, weshalb das inländische Material durch die Verordnung von der Desinfektion ausgeschlossen ist. Eine Kontrolle, woher das Material stammt, ift oft garnicht möglich, zumal wenn die verschiedenen Arten beim Verarbeiten zusammenkommen. Wenn eine Ansteckung vorkommt, fann garnicht unterschieden werden, ob sie durch inländisches oder ausländisches Material herbeigeführt worden ist. Selbst aus den Kreisen der Unternehmer, von den Bürsten- und Pinselfabrikanten Nürnbergs, ist eine Eingabe aus gegangen, in der verlangt wird, daß auch das inländische Material schredlichen Krankheit, dem Milzbrand, Einhalt zu thun. desinfizirt wird. Uns liegt vor allem daran, endlich einmal dieser Gelegenheit hatte, einmal cinen solchen Kranken zu sehen, wird mit uns zu der Ueberzeugung gelangen, daß es dringend nothwendig ist, energisch in der Bekämpfung dieser Krankheit vorzugehen. Abg. Beckh( frs. Vp.) schließt sich im Allgemeinen den Ausführungen des Vorredners an. Staatssekretär Graf Posadowsky: Ich bitte Sie, zunächst die praktischen Erfahrungen abzuwarten, die die Ausführung der Verordnungen ergeben wird. Sollten sich Mißstände ergeben, so wird eine Abänderung der Vorschriften erfolgen. Damit schließt die Debatte. Das Kapitel wird bewilligt, ebenso der Rest der Ausgaben, sowie die Einnahmen. Beim Militär- Etat bringt Abg. Bebel( S08.) Der Kriegsminister hat erklärt, daß der Amtsanwalt der Militärbehörde die Auskunft gegeben hat. Ich bleibe bei dem bestehen, und hat der Anitsanwalt eine andere Darstellung gegeben, so hat er was ich gesagt habe. Meine Darstellung des Sachverhalts ist richtig unrichtig berichtet. Was nun die Spieleraffäre anlangt, so bedauere ich, den Kriegsminister abschlägig bescheiden zu müssen. Ich gebe ihm mein Material nicht. Ich habe ihm Thatsachen angeführt, habe ihm mein Material nicht. Ich habe ihm Thatsachen angeführt, habe ihn auf den Zeitungsartikel des„ Berliner Tageblatt"" hingewiesen. Ich glaube, es liegt für ihn nun Veranlassung genug vor, der Sache amtlich näher zu treten. Kriegsminister von Goßler: das„ Tageblatt" vorzugehen, liegt keine Veranlassung vor, da es feine Ueber den Fall Griese werde ich später Auskunft geben. Gegen Namen genannt hat. Sozialdemokratische Blätter nennen gewöhnlich Namen und wir müssen dann die Angegriffenen schüßen.( Widerspruch links.) Ohne näheres Material kann ich in der Spielangelegenheit nichts thun. Abg. Bebel( Soz.): " Bisher war es nicht Sitte, ein Blatt unbehelligt zu lassen, daß auch nur im Allgemeinen beleidigende Thatsachen gegen Angehörige der Armee vorbrachte. Ein sozialdemokratisches Blatt brauchte nur eine solche Thatsache über einen simplen Unteroffizier zu bringen und es würde sofort verfolgt werden.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Ich meine, der Kriegsminister hätte alle Ursache, zu untersuchen, ob die Mittheilungen des Tageblatts" auf Wahrheit be nochmals den Fall des Reservisten Griese zur Sprache. Der Kriegs- ruhen oder nicht. Ich habe die Ueberzeugung, daß sie wahr sind, minister hat in der Sigung vom 2. März bestritten, daß der Sach- auch daß das" Tageblatt" dem Kriegsminister mit sehr werthvollem verhalt so liegt, wie ich ihn hier vorgetragen. Nach neuerlich ein- Meterial dienen könnte. Ich wiederhole, das Material kann ich dem gezogenen Erkundigungen muß ich ihm mittheilen, daß er falsch Kriegsminister nicht geben. Ich will auch niemanden demumziren. unterrichtet gewesen ist. Der Reservist Griese ist aufgefordert worden. Es liegt mir nicht daran, daß die Betreffenden verfolgt werden. Ich die Strafe anzutreten, ohne daß ihm überhaupt gesagt wurde, wes- habe die Sache lediglich zur Sprache gebracht, weil ich glaube, es halb. Erst später erfuhr er, daß die Strafe wegen seiner Zeugen- genügt, um die Herren vorsichtiger zu machen. Die Wirkung meiner aussage erfolgt sei. Diese Zeugenaussage trug sich aber unter Rede wird ungefähr die sein, wie wenn man mit einer Flinte unter folgenden Umständen zu. Griese hatte mit einem anderen Genossen eine Heerde Spazen schießt.( Große Heiterkeit.) Wahlflugblätter ausgetragen, beide wurden dabei überfallen; Griese Kriegsminister v. Goßler: Herr Bebel spricht immer von gelang es, sich durch die Flucht zu retten, sein Genosse aber wurde Thatsachen, die er angeführt hat. Ich habe solche Thatsachen schwer mißhandelt. Der Berlegte hat nun in dieser Sache Klage er nicht vernommen und mit Verdächtigungen allein kann ich nichts hoben und sich dabei auf Griese als Zeugen berufen. Derselbe anfangen. wurde nun, während er gerade als Reservist diente, vor- Abg. Bebel( Soz.): Hier von Verdächtigungen zu sprechen, hat geladen. Er bat mit Rücksicht auf sein militärisches Ver- der Kriegsminister kein Recht. Was ich hier vorgetragen habe, sind hältniß um Verschiebung. Diese wurde aber nicht bewilligt. Thatsacher. Er wurde vorgeladen, wurde vereidigt und dann erst ge- Kriegsminister v. Goßler: Herr Bebel glaubt, daß es Thatfragt, ob er Sozialdemokrat sei?( Hört! hört! bei den Sozial- fachen sind, die er hier vorgetragen hat. Ich aber verlange Bedemokraten.) Er nahm anfangs Anstand, diese Frage zu beweise dafür. Die hat Herr Bebel aber bisher noch nicht erbracht. antworten, da er schon ahnte, daß er damit irgend einen Verstoß Abg. Bebel( Soz.): Wenn der Kriegsminister meine Bes begehe. Erst als der Vorsitzende ihn auf die Folgen seiner Aussage- hauptungen noch nicht als erwiesen ansieht, so hat er doch nicht das verweigerung aufmerksam machte, gab er feine Antwort In Zivil, mindeste Recht, mir Verdächtigungen vorzuwerfen. Das verbitte ich ja".( Hört! hört!) Der Fall liegt aber in der denkbar mir ganz entschieden. fchlimmsten Weise. Der Mann wurde einfach genöthigt, zu antworten, und dafür wurde er dann hinterbrein bestraft. Der Kriegsminister hat felbst zugegeben, wenn der Fall fo läge, wie ich ihn damals darstellte, dann wäre diese Verurtheilung in der That Abg. Bebel( Soz.): Ich hatte diese Auffassung nicht. nicht gerechtfertigt. Nun, der Fall liegt so, und ich hoffe, daß die Präsident Graf v. Ballestrem: Ich aber hatte diesen Eindrud. Militärbehörde jezt dafür sorgen wird, daß dem Mann Gerechtigkeit wider- Abg. Bebel( S03.): Das ist eben Auffassungsfache. Ob ich fährt.( Bravo! links.)- Nun noch ein paar Worte über die Spieleraffaire. auf die Spielerangelegenheit noch einmal zurüdfomme und noch Damals erklärte der Herr Kriegsminister:" Soweit unsere Kenntniß näher darauf eingehen werde, das wird davon abhängen, wie sich reicht, find aktive Offiziere hierbei überhaupt nicht betheiligt". Dem- der Kriegsminister fünftig zu der ganzen Affäre stellen wird. Wenn gegenüber halte ich mich für verpflichtet, zu fonstatiren, daß am Tage ich dem Kriegsminister mein Material einhändigen würde, er würde nach jenem Vorgange hier im Reichstag das" Berliner Tageblatt", Augen machen über die Namen, die in die Affäre verwickelt werden das überhaupt ausführlich über alle Vorgänge im Klub der Harm- tönnten.( Seiterkeit.) lofen informirt war, tonstatirte, daß weit über 100 Mitglieder Der Militär- Etat wird bewilligt, ebenso die Kon des Offizierkorps im Klub der Harmlosen ein- und ausgingen fequenzen aus den Aenderungen in der Organisation des Reichsund dort spielten. An einem einzigen Spielabend jeien heeres. Präsident Graf v. Ballestrem: Ich habe es so aufgefaßt, als hätte der Herr Kriegsminister nur objektive Verdächtigungen im Sinne gehabt.( Oh! oh! links.) Staatssekretär Tirpit von 42 Anwesenden nicht weniger als 36 in Uniform Beim Marine- Etat theilt erschienen.( Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Es giebt übrigens noch einen zweiten Klub in Berlin, in dem, wie mir mitgetheilt wird, in noch viel umfangreicherer Weise als mit, daß der Kaiser gewisse organisatorische Aenderungen in dem im Klub der Harmlofen gespielt wird, das ist der Turfklub, der Marinekommando vorgenommen habe, durch Aufhebung des Oberfich„ Unter den Linden" befindet. Dort verkehrt eine ganze Reihe kommandos und Zerlegung des Kommandos in einzelne Theile. bon attiven Offizieren. Es ist mir ein Verzeichniß mit Die Wirkung dieser Aenderung auf den Etat wird in einem Nachden Namen dieser Herren zugestellt, selbstverständlich habe ich keine trags- Etat zum Ausdruck gelangen. Veranlassung, diese Herren hier zu denunziren. Es ist mir nur Abg. Lieber( 3.) ist dem Staatssekretär für diese Mittheilungen darum zu thun, daß diesem ungefeßlichen Unfug Ginhalt dankbar. Abg. Dr. Hermes( fri. Vp.) um größere Förderung der Fisch gethan wird. Es werden eine Reihe attiver Offiziere vom Major abwärts genannt von hiesigen Garderegimentern, die in nächster Abg. Richter( frs. Vp.) zucht in den Binnenwäffern. Hoffentlich werde schon im nächſtähe von Berlin liegen, in einem Falle tommt der betreffende Herr findet, daß diese Mittheilungen die einfache Schuldigkeit des Staatsjährigen Etat ein höherer Betrag dafür eingesetzt. Staatssekretär Graf v. Posadowsky jagt diese Förderung zu, regelmäßig aus der Dresdener Garnison hierher, um zu spielen. Sommandos stets für eine verfehlte gehalten. Die in Aussicht sekretärs waren. Im übrigen habe er die bisherige Organisation schon der nächste Etat werde eine Erhöhung aufweisen. U. a. verkehren dort drei Prinzen eines sehr bekannten fürst- des lichen Hauses, ein Herr, der eine sehr hohe Stellung in einer der gestellte Einrichtung eines Generalinspekteurs existierte früher einmal bemängelt die fürzlich erlassene Verordnung des Bundesraths be- hauses, ein früherer Landrath und Abgeordneter und noch eine Reihe aber überhaupt teine neue Stellung schaffen, ehe der Reichstag die kaiserlichen Hofhaltungen einnimmt, ein Mitglied des Herren- in Preußen, hat aber nur nachtheilige Folgen gezeitigt. Man kann treffend den Betrieb in Roßhaar Spinnereien und von Personen hochadeliger Abstammung. Wie in diesem Klub gespielt Besoldung derselben bewilligt hat. Troßdem soll die Stelle bereits Bürsten und Binfelfabriten. Die Interessenten sehen in wird, mögen Sie daraus ersehen, daß der Klub, wie mir versichert besetzt sein. Das bedeutet eine Verlegung des Budgets. Ich behalte dieser Verordnung eine Gefährdung des ganzen Industriebetriebs. wird, im vorigen Jahre allein für Kartengelder 350 000 Mart mir vor, bei Gelegenheit des Nachtrag Etats auf diese Sache ausSo wünschenswerth die Fürsorge für die Arbeiter sei, so dürfe doch eingenommen hat. Auf die anderen pikanten Einzelheiten will ich führlicher einzugehen.( Bravo! links.) der hygienische Schutz nicht so weit gehen, daß die Industrie dadurch nicht eingehen, halte mich aber für verpflichtet, diefen Klub dem völlig lahm gelegt werde. Abg. v. Kardorff( Rp.) Herrn Kriegsminister zu denunziren, hoffend, daß er Vor- findet, daß der Standpunkt der Regierung durchaus korrekt sei und Staatssekretär Graf v. Posadowsky: forge treffen wird, daß Offiziere der Armee dort Armee dort nicht das budgetäre Recht des Reichstages nicht antaste. Daß andere Länder nicht so weit im Schuß der Arbeiter gehen, mehr verkehren. Nach einer Kabinetsordre des höchsten KriegsAbg. Richter( fis. Vp.): ist für uns fein Grund, die Verordnung zu unterlassen. Wir find herrn dürfen Offiziere überhaupt keinem Klub beitreten, ehe in dieser Beziehung stets anderen Ländern vorangegangen. Die nicht ihr Kommandeur ausdrücklich die Genehmigung hierzu ertheilt Verordnung ist erlaffen, nachdem wir außer Arbeitern auch zahlreiche hat. Daß die Offiziere die Genehmigung zum Besuch dieses Klubs nicht mehr vorhanden ist. Das kann ich als forrett nicht ansehen. Arbeitgeber und das Reichs- Gesundheitsamt gehört haben. Die bei ihren Kommandeuren finden, erscheint mir ausgeschlossen. Aber Industrie halten wir durch die Verordnung nicht gefährdet, vorläufig man sucht dieses Verbot dadurch zu umgehen, daß die Leiter des bleibt sie bestehen.( Bravo! bei den Sozialdemokraten.) Klubs den Offizieren sogenannte Jahrestarten ausstellen, die sie Abg. Graf v. Bernstorff- Uelzen begründet folgenden Antrag: autorifiren, den Slub, fo oft fie wollen, als Gäste zu besuchen und An die verbündeten Regierungen das Ersuchen zu richten, behufs stellt, können sodann auf Ehrenwort erklären: Wir sind keine Mitdort an den Spielen theilzunehmen. Die Offiziere, zur Rede Ausdehnung der forstlichen Statistik und Durchführung des unterm glieder des Klubs.( hört! hört!) Daß Derartiges für die Zustände 9. August 1871 aufgestellten Programms für dieselbe eine geeignete in der Armee im höchsten Grade bedenklich ist, hat der Herr Kriegsforstliche Kraft in das statistische Amt einzustellen. Staatssekretär Graf Bosadowsky theilt mit, der wirth- minister selbst in der Kommission und auch im Plenum zugegeben. schaftliche Ausschuß habe bereits eine Statistit der Holzerzengung( Beifall links.) und Holzvorräthe in Aussicht genommen. Eine besondere Kraft sei wohl entbehrlich. Wunsches zu. Kriegsminister v. Goßler: Es wird in diesem Etat eine Organisation bewilligt, die gar standpunkt. Staatssekretär Tirpit: Die organisatorische Aenderung könnte an sich ohne Neubewilligung durchgeführt werden, daher bewegt sie sich durchaus auf dem RechtsDer Marine Etat wird bewilligt, ebenso die Verwaltung des Gouvernements Kiautschou. Der Reichs- Justizetat wird debattelos genehmigt. Beim Reichs- Schatamt fragt Abg. Schmidt- Warburg( f.) Abg. Singer( Soz.): an, welche Stellung der Staatssekretär seit der in der zweiten Lesung Wenn Herr Bebel hier derartige Mittheilungen macht, so thäte in Aussicht gestellten Prüfung zu der Frage der Geltendmachung der Abg. Graf v. Kanik( f.) befürwortet, daß bei der nächsten er gut daran, mir auch die Unterlagen mitzutheilen, aus denen er Verjährung gegenüber den Ansprüchen der Militäranwärter auf NachVolkszählung im Jahre 1900 wieder Erhebungen über den Be- feine Kenntniß hat. Es sind in der Regel unkontrollirbare Beitungs- zahlung von Gehaltszulagen eingenommen habe. völkerungsaustausch stattfinden möchten. artikel, auf die wir weiter nicht eingehen können, da niemand sie Schazsekretär Frhr. v. Thielmann Staatssekretär Graf Posadowsky fagt die Erfüllung dieses deckt. Wenn ich von dem Abg. Bebel das Material über jenen Klub erwidert, das eingeforderte Material sei noch nicht eingegangen; erhielte, von dem mir nichts bekannt ist, so würde ich allerdings jedenfalls könne die Sache hier nur vom Standpunkt des Rechts anAbg. Dertel( S03.): Se. Majestät bitten, eine Untersuchung darüber einzuleiten. Einst gesehen werden. Im Gegensatz zu dem Abgeordneten Bech muß ich betonen, daß weilen aber muß ich die Angaben des Abg. Bebel bezweifeln, da Bürsten- und Pinselfabriken für nicht ausreichend halten können, theiligt sind.( Heiterkeit.) Was den Fall des Reservisten Griese bes Sekretär heute plötzlich den Ansprüchen der Beamten gegenüber einwir die Bestimmungen der Verordnung zum Schuße der Arbeiter der es mir undenkbar scheint, daß hohe Hofbeamte an diesem Klub bealles Material desinfizirt, ohne es zu schädigen. Die Versuche, zur Sprache gekommen war, an den Kommandeur geschrieben und amts hat einen Billigkeitsanspruch der Beamten bereits ausbrüdlich Gewiß giebt es heute noch kein Desinfektionsverfahren, welches trifft, so habe ich seinerzeit, nachdem der Fall in der zweiten Lesung nimmt, sehr wundern. Der Herr Staatssekretär des Reichs- Postum nähere Information ersucht. Information Wasserdampf zu desinfiziren, haben ergeben, daß, thatsächlich ist leider noch nicht eingetroffen, ich bin daher noch nicht in der Lage, schließlich auf den Rechtsstandpunkt. Aber auch in der reit rechtdie zwangsweise Einführung dieses Verfahrens eine Schädi- mich über den Fall äußern zu können.( Bewegung links.) gung der Industrie bedeuten würde; und diese wollen wir Abg. Baron de Schmidt( Elf.) bittet um möglichste Schonung natürlich auch nicht. Aber etwas ganz anderes ist es mit der Des- der elsässischen Bevölkerung bei Manövern und Einquartirungen. " Ich muß mich über die Haltung, die der Herr Reichsschaz lichen Berurtheilung der Frage ist er sehr im lnrecht. Er hat eben die gerichtlichen Erkenntnisse, nicht genügend gewürdigt. Das Reichsgericht hat ausdrücklich die bindende Kraft der Grund des Reichstags, der hoffentlich in einer einstimmigen Annahme der Resolution zum Ausdruck gelangen wird, im Nachtragsetat ent sprechen wird. Schatzfekretär Freiherr v. Thielmann Nach den einleitenden Worten des Petitionen. ( Beifall.) äge für die Austellung der Militäranwärter für die ganze Bizepräsident v. Frege: Der Ausdrud Terrorismus ist unzue 2. den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, jede Beschränkung der Reichsverwaltung ausgesprochen. Redner verliest Stellen aus den läffig( Stürmisches Gelächter), ich rufe den Abg. Singer zur Orb Postbeamten bezüglich ihrer außerdienstlichen Leftüre zu unsersagen, Motiven zu diesen Grundsätzen, die die rechtlichen Ansprüche jener mung.( Oho! links.) werden gegen die Stimmen der freifimigen Gruppen und der Beamtenkategorie über jeden Zweifel stellen. Nachdem das Reichs gericht in diefer Frage theoretisch für alle entschieden, nachdem das weit mit der Nedefreiheit im deutschen Reichstag gekommen ist. angenommen. Abg. Singer( fortfahrend): Es ist schlimm genug, daß es so Sozialdemokratie abgelehnt, alle übrigen Resolutionen werden Stammergericht in einem einzelnen Falle zu Gunsten eines solchen( Sehr wahr! links.) Ich habe die Vermuthung, daß die Assistenten Schließlich werden auch das Anleihegeses, sowie das Beamten entschieden, sollte das Reichs- Schazamt seinen Widerspruch mehr Gelegenheit haben, an ihrem eigenen Leibe zu erfahren, welche Schuldentilgungs- Gesep bebattelos angenommen. endlich aufgeben. Wenn sowohl die Rechtslage, wie auch der Stellung sie in ihren Angelegenheiten einzunehmen haben, als Billigkeitsstandpunkt fo völlig zu Gunsten jener Beamten sprechen, Herr v. Sardorff das für fie thun kann. Ich lasse mich Präsident Graf v. Ballestrem: so möchte ich doch wiffen, was für einen 8wed es haben soll, dieſe übrigens hier nicht auf eine Beurtheilung des Assistenten die nächste Sigung Dienstag, ben 11. April, Nachmitage 2 Uhr, Damit ist die heutige Tagesordnung erschöpft. Ich schlage vor, Leute immer noch warten zu laffen. Die Leute sind wirthschaftlich Verbandes ein, ich will nur dagegen Verwahrung einlegen, nicht so geſtellt, daß fie ohne Weiteres jo lange auf das Geld warten daß der Herr Staatssekretär diesen Fall aum Beweis für zu halten. Auf die Tagesordnung feye ich: Rechnungsfachen, die tönnen. Ich hoffe, daß der Herr Reichs- Echagsekretär dem Wunsche die Unrichtigkeit meiner Ausführungen anführt. Der Fall betrifft Vorlage betr. das Flaggenrecht der Kauffahrteischiffe; Wählprüfungen; ja ein ganz anderes Gebiet. Herrn Staatssekretärs habe ich geglaubt, einer groben Unrichtigkeit ich in den nächsten Tagen nach den Ferien die neue Poftregal- VorEs wird viele der Herren intereffiren, wenn ich mittheile, daß überführt zu werden. Aber zu meiner Freude sah ich mich darin enttäuscht. Der Herr Staatssekretär hat auch nicht eines meiner lage, die Fernsprechgebühren Ordnung und die Telegraphen Wegeenttäuscht. Der Herr Staatssekretär hat auch nicht eines meiner Ordnung zur Berathung stellen werde. Es bleibt mir nur noch betont diesen Ausführungen gegenüber nochmals, daß die Listen noch Worte zu widerlegen vermocht. Er hat nur etwas, was nicht völlig abgefchloffen sind und daß er ek nicht über sich gewinnen einem gewöhnlichen Menschen als selbstverständ brig, den Mitgliedern ein recht frohes Osterfest zu wünschen. könne, obne genaue Prüfung der Rechtslage jenen Wünschen nachliches techt eines jeden erscheint, als unberechtigt zukommen. hingestellt. Schluß 5½ Uhr. Der Etat des Reichs Shazamts wird darauf be Im Uebrigen ist es ja sehr menschenfreundlich, wenn er villigt, ebenso werden die Etats des Reichs- Eisenbahnamts, den Verband nicht auflöst, aber wenn er den Beamten ber nicht, wie unser Bericht fagt, für Aufhebung der Annegion von Abgeordneter Freiherr b. hele hat am Montag der Reichsschuld, des Rechnungshofes und des Invalidenfonds bietet, in den Verband einzutreten, so ist das in der Wirkung Elsaß- Lothringen, sondern für Aufhebung der 1866 er Annegion gedebattelos genehmigt. dasselbe. Charakteristisch war es für mich gerade bei diesem Beim Etat der Zölle und Verbrauchssteuern beantragt Graf Staatssekretär, der doch als alter Soldat immer die Solidarität und v. Schwerin- Löwiß, die schon in zweiter Lesung berathenen Reio- Kameradschaftlichkeit betont, daß er es hier als besonderes VerTutionen, betreffend die anderweite Bemessung des Randements für brechen ansieht, wenn die Bostbeamten einem ehemaligen Kollegen Exportmehl und betreffend den Erlaß eines Currogatverbots bei der helfen, eine wirthschaftliche Gristenz zu gründen. Welch ein Recht Bierbereitung einer Kommiffion von 21 Mitgliedern zu überweisen. Hat der Herr Staatssekretär überhaupt über den Verein, wie darf Die diesjährigen Stadtverordnetenwahlen geben vielfach Der Antrag Schwerin- Löwig wird angenommen. Der Etat wird er seine Beamten verhindern, wohlthätig zu sein? Das sind doch zu Anfragen über die Neueintheilung der Wahlbezirke Anlaß. Uni bewilligt. Dinge, die geradezu unglaublich find.( Sehr richtig! links.) Was unsere Leser auf die im Herbst erfolgende Wahlhandlung vorzuBeim Postetat kommt mards haben denn jene 6 Beamten gethan, über die sich der Herr Staats bereiten und ihnen so viel wie möglich über die getroffenen Abg. Dr. Müller Sagan( frs. Vp.) fetretär so sehr aufhält? Genau dasselbe, was in all den Spar Neuerungen Klarheit zu verfchaffen, führen wir in der nachstehenden auf die Perfonalreform in der Poftverwaltung zurüd. Er bedauert und zwar mit Billigung der Behörden. bereinen, Genossenschaftsvereinen 2c. hundert Mal geschieht Tabelle die neuen Wahlbezirke auf und stellen ihnen die Stadtbezirke, Der Herr Staats- aus denen fie gebildet find, gegenüber. Auch bringen wir die Namen insbesondere, daß für die mittlere Beamtenlaufbahn schon die abfefretar scheint eben geradezu von der figen Jbee befallen zu sein, der ausscheidenden Stadtverordneten. folvirte Obertertia genügen soll. Die Leute mit dem Reifezeugniß daß er sich in das Privatleben eines Beamten Eingriffe erlauben Nr. Namen für Unterſekunda hätten gar keine geschlossene Bildung, sondern darf. Er beruft sich dabei auf das Buch von Bebel, wo auch von bes nur eine Halbbildung im schlimmsten Sinne des Wortes. Da wäre ber ausscheidenden Stadt: berordneten es noch besser, die absolvirte Bolksschule als Vorbedingung zu nehmen, Jordan. denn dann läge eine gewiffe Abgefchloffenheit der Bildung vor. Am Hermes.dis besten würde man das Einjährig Freiwilligen- Beugniß als Maßstab nehmen. Redner spricht schließlich die Hoffnung aus, daß man mun Försterling, endlich mit dem System der Stellenzulagen brechen werde. Nouaftein. Staatssekretär v. Podbielski: Ich hoffe, die Personalreform wird mit den nächstjährigen Etat eintreten fönnen, natürlich nur Schritt für Schritt. Daß die Bildung mit der Obertertia nicht abgeschlossen ist, gebe ich dem Vorrebner zu, aber es ist schwer, eine Grenze zu ziehen. Leute die das Einjährigen- Beugniß haben, fühlen sich in der Assistentenlaufbahn, wie wir beobachtet haben, unbefriedigt. Abg. Singer( S03.): sprochen. Wahlbezirks Kommunales. Nr. bes Stadtbezirks ind 1.1-10. 8. mulig 21-28. 25-30. 6. 40-42. 50-58. 56, 54. 55. 57-68, 109-118. 7. 15. 16. 114-121. 19. more! 136-142. 20. 145-148. 150. 151 u. 201. ( 21. 630 26, 26. 27. 30. 38. Zolksdorf. Serbig. Nosenow. 3091 Törmer. 149. 162-166.imolaille. 157. 160. 189-198. Neu gebildet. 184-188. 194. 195. dns Meißner. 210-215. 255. 256. Sutter. 237-241. 248. 244. Gieshoit. 38. 260-264 u. 277. Gleinert. 40. 43. 273. 275. 276. 278. 305. 306. Neu gebildet. 290-292. 20150 Reu gebildet. 44. 298-298. Neu gebildet. 45. 299-301. 303. 304. Reu gebildet. 46. 307, 808, 815-818. Vogtherr. Neu gebildet. 47. 809-814. 325. 826. Zusammen zwanzig Wahlbezirke, darunter sechs neugebildete. Von unseren Parteigenossen scheiden demnach fünf aus und gwar: Toltsdorf, Wilte, Gieshoit, Gleinert und Vogtherr. Tokales. Das Bahltomitée. Aus der städtischen Frrenpflege. Im Jahre 1897/98 wurden neu oder wieder aufgenommen von der Frrenanstalt Dalldorf 727 Männer, 429 Frauen, von der Irrenanstalt Herzberge 782 Männer, 880 Frauen, von der Epileptikeranſtalt Wuh garten 267 Männer und Knaben, 106 Frauen und Mädchen, von ber diotenanstalt Dallborf 42 Stnaben, Dienstzucht die Rede ist. Erstens glaube ich schwerlich, daß mein Freund Bebel den Ausdrud Dienstzucht gebraucht hat. Sie, meine Herren, find allerdings daran gewöhnt, so hoch sie sich auch als Berson fühlen, sich trotzdem immer noch als Unterthan von irgend jemand zu fühlen. Bei uns ist das nicht der Fall. Bebel hat wohl nur von Disziplin gesprochen und in der That Disziplin verlangen wir auch, aber nur dort, wo man ein Recht hat, sie zu verlangen, also innerhalb des Dienstes, den die Beamten thun müssen. Alles was über diesen Dienst hinausgeht, jebe unbefugte Beeinflussung des Privatlebens nennen wir eine moderne Sklaverei.( Sehr richtig! lints.) Was der Herr Staatssekretär sonst noch gesagt hat went er sich darüber beflagt, daß der Betreffende sein Lokal gerade in Nähe der Post aufgeschlagen hat, so erklärt sich das alles aus den praktischen Verhältniffen. Natürlich ist der ehemalige Beamte auf die KundIch will mich in den Streit der beiden Herren heute nicht eine schaft der Postbeamten angewiesen. Solt er nun eine halbe Meile mischen, denn die Postpersonalreform wird uns noch recht oft hier von dem Ort entfernt wohnen, wo diese sich stets aufhalten? Wenn beschäftigen. Ich will dem Herrn Staatssekretär einen Wunsch vor man den Herrn Staatssekretär hört, so tommt man immermehr zu tragen, der die etatsmäßige Anstellung der unter der Ueberzeugung, daß er in allem und jedent, was die Beamtene beamten betrifft. Wie mir gefagt wird, avanciren die Unter- für fich thun, sofort eine Agitation gegen die Vorgesetzten erblickt. beamten innerhalb einzelner Ober- Postdirektionen nicht innerhalb des Daß überhaupt die Möglichkeit eines solchen Falles gegeben ist, er ganzen Reichspoftgebietes und sie meinen, daß fie dadurch im flärt sich nur aus dem Umstand, daß die Leute wirthschaftlich von Avancement zu kurz tommen. Vielleicht zieht der Herr der Postverwaltung abhängig find und daß daher die Vor Staatssekretär diese Frage in Erwägung. Aber noch eine gefeßten auf sie einen Drud ausüben tönnen. Das ist andere Sache will ich Hier zur Sprache bringen, die aber entschieden eine nicht zulässige Ausbeutung der wirth mir mitgetheilt worden ist. Ich würde mich mich gar nicht schaftlichen Nothlage der Leute. Ob Sie allerdings durch der wundern wenn sich der Sachverhalt durchaus bestätigen artige Manipulationen die Freudigkeit und Arbeitslust der Beamten follte, da ich ja die Ansichten des Herrn Staatsfetretärs in dieser fördern, das steht auf einem andern Blatt. Arbeiten Sie nur ruhigg Beziehung kenne. In Hamburg ist der dortige Verein der Unter- in diesem Sinne fort, meine Herren, wundern Sie sich aber nicht beamten von der Postverwaltung boykottirt worden und den Beamten darüber, daß die Beamten dann dadurch, daß sie ihre Zuflucht zur Zur Neuwahl im zweiten Wahlkreise ben Barteigenofien ist ein Schriftstück vorgelegt worden, in dem sie gefragt wurden, ob Sozialdemokratie nehmen, für die Erfüllung ihrer berechtigten und Genofsinnen die Mittheilung, daß am Donnerstag, Abends fie Mitglieder des Verbandes seien und bejahenden Falls aufgefordert Forderungen forgen.( Zurufe: Freuen Sie sich doch darüber!) Rein, 81/2 Uhr, awei Boltsversammlungen stattfinden, nämlich bei Köhler, wurden, bis zum 10. April den Austritt aus dem Verein zu bewirken. meine Herren, darüber freuen wir uns nicht.( Oho! rechts.) Es liegt uns Teltowerstr. 38 und bei Bickel's, Hafenhaide 52/53; die ReichstageIch nehme an, daß die Zentralverwbltung Kenntniß von dem eben viel weniger an einem paar taufend Stimmen der Unterbeamten, Abgeordneten Otto Antrit und Friz Bubeil werden über die bürgerSchriftstück hat, jedenfalls wird es die Ober- Postdirektion nicht als daran, daß wir ihnen helfen.( Wiele zurufe und Lachen rechts.) lichen Barteien im Licht der Wahrheit sprechen. Um zahlreiches Ergegen den Willen der Zentralverwaltung den Beamten vor Ja, meine Herren, Sie verstehen das natürlich nicht.( Lachen rechts.) scheinen ersucht gelegt haben. Der Anlaß zu dieser Verfügung soll fol- Nach Ihrer Meinung kann man nur um materieller Erfolge willen gender sein: Der Vorsitzende des Hamburger Unterbeamten- tämpfen und um Wahlerfolge zu erringen. Wir aber haben die ent. vereins ein Briefträger soll, sich des Verbrechens schuldig gemacht gegengesezte Auffassung( Lachen rechts). Wir bekämpfen das, was wir haben, dem in Braunschweig entlassenen Bostichaffner Schmidt in für ungerecht halten, mag es nun unserer Partei nußen oder nicht. Hamburg zu einer Bierwirthschaft verholfen zu haben. Deshalb( Fronisches Bravo rechts.) Ich will noch einmal konstatiren, daß die ſtraft man nicht blos den Vorsitzenden des are 18 Mädchen, überhaupt straft man nicht blos den Vorsitzenden des Vereins, sondern man Reichs- Postverwaltung fich Maßregelungen erlaubt hat, wie sie fein verbietet sämmtlichen Unterbeamten den Beitritt zu dem Verein. anständiger Privat- Industrieller anwenden würde.( Oho! rechts. Der vorsigende Briefträger ist übrigens noch strafversezt worden. Lebh. Bravo! lints.) Ich halte diese Maßregelung für einen Gewaltatt, wie er schlimmer Vicepräsident v. Frege: Diese Kritit war unzuläffig.( Große aber eine kleine Anzahl in demselben Jahre wiederholt auf1818 männliche, 988 weibliche, zusammen 2751 Personen, worimter nicht gedacht werden kann." Wenn Sie, Herr Staatssekretär, wirklich Heiterkeit.) glauben, die Beamten ihrer bürgerlichen Qualität entkleiden zu genommener Personen doppelt bezw. dreifach gezählt find. An dürfen, wenn Sie wirklich glauben, sich solcher Gestalt um die Es scheint mir müßig, darüber zu streiten, ob das Wort Dienst 1120 Manner, 1078 Frauen, der Anstalt Herzberge 824 Männer, 81. März 1898 waren in der Pflege der Jrrenanstalt Dallborf privaten Angelegenheiten Ihrer Beamten fümmern zu dürfen, dann zucht die deutsche Ueberiegung des Wortes Disziplin darstellt. Jeden 694 Frauen, der Anstalt Wuhlgarten verdienen Sie nicht den Namen, mit dem Sie sich so gern schmücken, falls steht das eine fest, daß, wenn die Herren Sozialdemokraten Knaben, 339 Frauen und Mädchen, der Idioten Anstalt 565 Männer und eines humanen Vorgesetzten, sondern den eines Despoten. jemals die Macht in ihre Hände bekommen sollten, sie den schärfsten 122 Knaben, 66 Mädchen, überhaupt in städtischer Jrrenpflege ( Beifall links.) Terrorismus auf ihre Beamten ausüben würden. Da dürfte niemand 2631 männliche, 2169 weibliche, zusammen 4800 Berfonen( Borjahr: Bizepräsident v. Frege: Dieser letzte Ausdruck war nicht anders Beamter sein, als ein waschechter Sozialdemokrat.( Lachen 2510 männliche, 2055 weibliche, aufammen 4565 Personen), von denen Dieser letzte Ausdruck war nicht fints.) Ebenso aber tönnen Sie es von dem jetzt zu Recht bestehenden ein Theil in den als Filialen benutzten Privatanstalten bezw. in parlamentarisch.( Abg. Singer[ Soz.]: Aber wahr!) Staate nicht verlangen, daß er Sozialdemokraten als Beamte duldet. geeigneten Familien untergebracht war. Staatssekretär v. Podbielski: Sie dürfen sich darüber auch nicht beschweren, daß er das Privatleben seiner waren von den verschiedenen Serankheitsformen besonders Bei den Aufgenommenen Ich verfahre nach einem bestimmten Prinzip. Solange Seine Beamten beaufsichtigt; in§ 10 des Beamtengeiepes wird ihm dieses start vertreten in der Dalldorfer Hauptanstalt die einfache chronische Majestät befiehlt, daß ich diesen Posten einnehme, werde ich von Recht ausdrücklich zugestanden. Na, und das Gejez besteht doch nun Geistesstörung( 44 pet. der Männer, 57 pet. der Frauen) und die diesem Prinzip nicht abgehen. Die Sache ist nicht so harmlos, wie einmal. Was die Hamburger Geschichte betrifft, so betrachte ich sie paralytische Geistesstörung( 33 pet. der Männer, 22 pet. der Frauen), fie Herr Singer dargestellt hat. Der entlassene Boſtſchaffner allerdings als eine Berhöhnung der Verwaltung. Hätte der Mann in Herzberge besonders die einfache Geistesstörung( 66 pet. der Schmidt hat sich an den Lokalverband der Hamburger Unter- fich in Braunschweig niedergelassen( Abg. Ginger: Dann wären Männer, 71 pet. der Frauen), in Wuhlgarten fast nur Epilepfie. beamten gewandt; und die im Vorstande befindlichen Unterbeamten bie Braunschweiger Bostbeamten gemaßregelt worden!) so hätte Dem Berufe nach überragen unter den Männern die Handwerker in haben einer Brauerei gegenüber die Verpflichtung übernommen, ich das begriffen. Aber, daß er extra nach Hamburg kommt und einschl. Gehilfen und die Arbeiter, unter den Frauen die Handwerkerdaß sie für die Bezahlung des Bieres, welches dieser Mann sich dort der Boft unter die Nase fezt das kann ich nicht dulden. und Arbeiterfrauen bezw. Wittwen, die Arbeiterinnen und die entnimmt, haften würden. aber noch nicht das was die Anstellung der Unterbeamten innerhalb ihrer Boftbezirke Dienstboten. Schlimmste, denn der Vorstand des Hamburger Vereins bat anlangt, jo halte ich hier eine große Sentralisation für nicht glücklich dem Schmidt noch dazu verholfen, gerade gegenüber der Sam denn der Postbeamte hängt jehr an seiner Scholle.( Beifall rechts.) finnten Barteien im zweiten Wahlkreise den Wahlkampf aus. Außerordentlich vornehm fechten die national" geburger Ober- Postdirektion seinen Laden aufzumachen. Das ist eine direkte Verhöhnung!( Widerspruch links.) Wenn ich mir das gefallen Abg. v. Karborff( np.): Ich bleibe dabei, die Reben Singer's haben nur den 3wved, die nach der Staatsb. 8tg." am Montag in einer Versammlung davon, lasse, bann bin ich bald am Ende der Verwaltung.( Widerspruch Ihr Kandidat Geheimer Regierungsrath bon witowsti fprach lints; Beifall rechts.) Die Unterbeamten wollten mit der Eröffnung Bostbeamten aufzuwiegeln. Inwieweit die Postbeamten davon Bor- daß unter den Arbeitern der Glaube an Christenthum, Vaterland und der Kneipe gegenüber der Postdirektion zum Ausdruck bringen, theil haben, wenn sie Sozialdemokraten werden, das mögen die Monarchie wieder aufgerichtet werden müsse, während der Staat den daß sie mit dem Entscheid ihrer vorgefezten Behörde nicht ein Beamten mit fich ausmachen, Heßern und Verführern gegenüber, die von den Arbeiter groschen verstanden sind.( Sehr richtig! rechts.) Für das Formular bin ich Abg. Graf v. Limburg- Stirnm( f.): ein sorgenlofes Leben führen, scharf zu Leibe gehen solle. nicht verantwortlich. Die Strafverfegung ist aber von mir Wir halten das Verfahren des Staatssekretärs in dem Ham- Der Herr Witowsti ist ständiges Mitglied bes Reichs- Ververfügt. Ich habe auch nur die Mitgliedschaft zu dem Hamburger burger Fall für vollkommen forrekt. Die Sozialdemokraten mögen sicherungsamtes. Von einem solchen Manne sollte man Verein verboten. Die Mitgliedschaft zu dem Verbande steht den ja Recht haben, wenn sie folche Demonstrationen begünstigen, wir eigentlich annehmen, daß er das, was er fagte, auch vertreten Unterbeamten nach wie vor offen. Meine Herren, glauben Sie mir aber haben die Pflicht, solche Dinge entschieden zurüdzuweijen. Der fann. Wir richten daher das Ersuchen an ihn, die Seger und Ver doch, daß ich bemüht bin, die Beamten streng gerecht zu behandeln. Staatsfetretär verdient unseren besonderen Dank. Wir wünschen führer", denen er vorwirft, daß fie von Arbeitergrofchen ein Aber ich möchte hier ein Wort des Abg. Bebel aus feinem Zukunfts- nur, daß in anderen Ressorts ebenso verfahren würde, wie in der forgenfreies Leben führen, namhaft zu machen. Andererstaat zitiren:„ Dienstzucht muß sein."( Heiterfeit.) Wie weit es Postverwaltung. feits hätten seine politischen Gegner ein Recht, ihm zu sagen, daß er mit den schimpflichen Waffen ber Berleumbung fämpfe. Also heraus mit der Sprache! Staatssekretär v. Podbielski: schon geht, das mögen Sie aus Folgendem ersehen. Da ist neulich Hierauf wird der Bostetat bewilligt, ebenso der Etat der Assistentenverband in Leipzig zusammen gewesen und hat mir der Reichsdruckerei, der Eisenbahnverwaltung, des über mein Auftreten im Reichstage ein Mißtrauensvotum ertheilt Bankwesens. Auch die noch restirenden fleinen Etats werden debatte( Große Heiterkeit), gang öffentlich, hier in der Postzeitung, die ich los genehmigt. " heut früh bekommen habe.( Erneute Heiterkeit.) Es werden darin Das Etatsgefes wird ebenfalls bewilligt. die Verhandlungen beim Bostetat in der zweiten Lesung Damit ist die dritte Lesung des Etats beendet. Das Geses besprochen. Sie werden mir gewiß zugeben, daß ich damals ben betr. den Reichshaushalts- Etat wird in der Gesammt- Manns genug feien, sich ohne gefegliche Beihilfe der Affiftentenverband nicht hart angegriffen habe. Trotzdem dieses Miße abstimmung gegen die Stimmen der Sozialdemokraten an trauensvotum!( Erneute Heiterfeit.) Daß die Sache in den nächsten genommen. Tagen ihre Erledigung finden wird, darauf können Sie sich bombenfeft berlassen.( Große Heiterteit! links. Beifall rechts.) Abg. v. Kardorff( Np.): Wir danten dem Staatssekretär für sein energisches Eingreifen. Eine so große Beamten- Organisation fann in der That nur durch strengste Disziplin aufrecht erhalten werden. Abg. Singer( Soz.): Herr von Kardorff scheint zu meinen, daß jedesmal, wenn einem Chef Vorwürfe über Terrorismus gemacht werden, man es damit zurückweisen kann, daß man auf die Disziplin hinweist. Es folgt die Abstimmung über bie schon in der zweiten Berathung erörterten Resolutionen. Auf Borschlag des Präsidenten wird in Nüdficht auf die GeschäftsLage des Hauses über die Resolution betr. die Beihilfe zum GoetheSentmal nicht abgestimmt. Die von freifinniger Seite gestellten Refolutionen zum Post- Etat: 1. zu erklären, daß Disziplinarmaßregeln gegen Bostinterbeamte wegen bonnirens auf die Wochenschrift Deutscher Postbote" oder wegen Inserirens von Familien und Vereinsnachrichten in dieser Wochenschrift ungerechtfertigt und unzulässig sind; Uebrigens ist die Staatsb.- 8tg." mit dem nationalen Herru Witoweli nicht aufrieben, meil er im Bunkte der Judenfrefferet nicht ganz so will wie fie. Er hat auf eine antisemitische Interpellation geantwortet, daß die Deutschen Juden zu erwehren. Hierzu meint das Antisemiten Blatt: Hier zeigte fich wieder einmal das leider nur zu bekannte Bild der fonservativen Versammlungen: Die Versammlung selbst antisemitisch bis auf die Knochen; der Referent ängstlich und vorsichtig! Nur ja tein Wort zu viel gegen die jüdischen Mitbürger"; denn es könnte in gewissen abligen Kreisen, die ihr verroitetes Ahnenschild mit jüdischem Golde neu aufladiren, Anstoß erregen! Neues Leben wird in die Konservativen erst dann hineinkommen, wenn sie bei der Kandidatenfrage praktische Männer aus dem Volke berücksichtigen und nicht abhängige Landräthe, Geheimräthe 2c." Eine reizende Gesellschaft, diese nationalgesinnten Kreise! Es liegt sehr in unserem Interesse, fie in ihrem staatserhaltenden Wirten bei Leibe nicht zu stören. einer Hartnädigkeit, bie einer besseren Sache würdig gewesen wäre, ständig widersetzt hat. Der Berliner Krankenhaus Nothstand macht fich augene blidlich so start fühlbar, wie sonst nur in den schlimmsten Herbst monaten. In den letzten Tagen war wiederholt für aufzunehmende Krante in feinem Berliner Krankenhause auch nur ein Bett frei. Sehr ins Gewicht fällt dabei, daß die Charitée infolge des Ume baues ihren Bettenbestand von 1800 auf 1250 vermindern mußte. Der Magistrat fucht allerdings diesem Ausfall durch die Einrichtung von 100 Betten im Asyl für Obdachlose und Erbauung von Baracken im Krankenhause Friebrichshain zu begegnen. Auch soll der Bau des auf 1800 Betten berechneten neuen Krankenhauses im Norden an der Seestraße mit allen Kräften gefördert werden. Bis dahin aber, folvie bis zur Erweiterung der Charitee wird jedenfalls der Krankenhaus Rothstand sich nicht vermindern, sondern vielmehr mit jedem Jahre noch immer zunehmen. Die 9. städtische Fortbildungsschule für Mädchen in der Elisabethtirchstr. 19 veranstaltet am 26., 27. und 28. b. M. täglich von 10 bis 5 Uhr eine Ausstellung von Zeichnungen und technischen Arbeiten. Eintritt unentgeltlich. Der neue Unterrichtsturfus be ginnt am 6. April. Landwirthschaftskammer- Notirungs Der Bund der Handel und Gewerbetreibenden hat an und das Hemd, mit denen ble stranke allein befleidet war, in wirde, falls die Stadt biefem Wunsche nicht nachkomme. Nach per. ten Staatssekretär des Reichspostamtes v. Podbielski das Gefuch Flammen. Auf das Hilfegeschrei eilte die Dienstgenoffin, die in sönlichen Verhandlungen hat sich die Regierung bereit gefunden, cerichtet, bei Gewerbetreibenden Verkaufsstellen von Postwerthzeichen demselben Bimmer schlief, zwar fofort herbei und erstickte das Fenter folgende vom Magistrat den Stadtverordneten zur Beschlußfassung terrichten und diefen wie es bei der Badetfahrtgesellschaft der mit Belten, die Verunglückte war aber am Unterleib und an den vorzulegende Bedingungen anzuerkennen: 1. Der weitere Ausbau Fall ist eine Verkaufsprovision von 1 pet. zu beiwilligen. Die Armen und Beinen bereits sehr schwer verbrannt. Der Dienstherr der katholischen Schule wird in der Weise bewirkt, daß zu Ostern Berliner Badetfahrt laffe ca. 2000 Gewerbetreibenden ca. 125 000 W. holte einen Arzt und ließ sie mit einem Lüd'schen Rettungswagen biefes Jahres die 6., 5. umb 4. Stufe, nach Geschlechtern an Provision verdienen und habe fehr gute Erfahrungen mit dieser nach der Charitee bringen. getrennt, zu Michaelis die 3. und 2. Stufe, bei Bedarf Einrichtung gemacht. In Süddeutschland find diese Wünsche längst Durch die Glätte ist am Montag Abend in der siebenten a Gefchlechtern getrennt, und zu Ostern t. 3. die erfüllt, wogegen unsere Postverwaltung fich solchen Gesuchen mit 1. Stufe eingerichtet wird. 2. Bu Ostern b. J. werden die Stunde der Geheimrath Wolfram aus dem Reichsamt des Innern Stellen für einen katholischen Rektor, einen Lehrer und eine Hilfsverunglildt. Er fam auf dem Platz vor dem Brandenburger Thor zu Falle und gerieth unter einen Pferdebahnwagen, deffen Rab ihm lehrerin, zu Michaelis b. J. für zwei Lehrer und eine Lehrerin neut ben großen Behen bes rechten Fußes germalmte. Der Verunglückte bewilligt und in den Etat des Jahres 1899 eingestellt. Ferner geschaffen und die skalamäßigen Gehälter für diese Lehrpersonen wurde in ein Krankenhaus gebracht. did wurde folgender Antrag angenommen: Die königliche Regierung werkerschule, Bindenstraße 97/98, beginnt das Sommerfemefter am lepteres etwa der von der Stadt geäußerten Abficht, die unbenutten Nene Unterrichtsturse an den Handwerkerschulen. Die I. Sand ist zu ersuchen, auf bas Provinzial- Schulfollegium einzuwirken, falls Donnerstag, den 6. April. Anmeldungen werden vom 27. bis 29. März und Räume des neuen Reformgymnasiums mit Volksschulklassen zu am 4. und B. April von 6 bis 8 Uhr Abends in Schulhause entgegen: belegen, Schwierigkeiten bereiten sollte." Nachdem Genosse Obst genommen. Ausfunft und Programm durch Herrn Direktor Jessen, Lindenstr. 97. Außer den Abend und Sonntagstursen bestehen an diefer noch für eine Verbesserung ber Lohnstala der unteren Beamtent Schule für Mechaniker, Elektrotechnifer und Tischler besondere Tagesflaffen. eingetreten war, nahm man in der Angelegenheit des neuen NormalSommersemester am Sonntag, den 9. April. Anmeldungen werden vom( Bureauvorsteher, Rechnungsrevisor) von 3000 bis 4800 M., In der II. Handwerkerschule, Stralaner Play 24, beginnt das Etats folgende Gehaltsfäße ale maßgebend an: 1. Stadtsekretäre 27. bis einschließlich 29. März und vom 5. bis einschließlich 8. April, Abends 2. Magistratssekretäre( Registratoren und Kalkulatoren, Kaffenvon 6 bis 8 Uhr im Schulhause entgegengenommen. Auskunft und Pro: Kontrolleure, Steuerfaffirer und Buchhalter) 2350 bis 4000 r., gramm daselbst durch Herr Direktor Tradt. An dieser Schule beſtehen 3. Bureau und Tagesklaffen für Gürtler, Kunstschmiede und verwandte kunstgewerbliche bis 3000 m. 4. Bureau- 2c. Assistenten II. Klaffe von 1750 m. bis Kaffen Assistenten I. Klaffe vo von 2050 M. Fächer. Zur Verhütung von Todesfällen an Tollivuth bringt der Regierungspräsident zu Potsdam soeben eine die schuim pfung wachsene, Butbufer Straße 23, in ber Nähe des Humboldthains, haben in bon 1600 M. n ber 8. städtischen Fortbildungsschule für Jünglinge und Gr: 3000. 5. Unterbeamten I. Stlaffe( Steuererheber, Botenmeister 2c.) bis 2350 m. und 6. Unterbeamten II. Klasse von durch tollwüthige Hunde Verlegten betreffende Verfügung zur diesem Salbjahr 625 junge Leute, befonders Kaufmanns- und Handwerks( Magistrats- und Polizeidiener 2c.) von 1600 m. bis 2100 W. allgemeinen Kenntniß. Diefelbe bejagt, daß nach einer im Kultus- lehrlinge, an dem Unterricht theilgenommen. Außer in ben allgemein bil In großer Lebensgefahr schwebten Montag Abend die Bes ministerium aufgestellten Statistit über die Erkrankungen und Todes- denden Fächern: Deutsch, bürgerlichem, faufmännischem und geometrischem fälle an Tollwuth infolge Bißverlegungen von Menschen durch Rechnen, wird in Franzöfifch und Englisch in Ober- und Unterfurfen, in twohner des Hauses Nr. 99 in der Hauptstraße zu Schöneberg. Jm tollwuthverdächtige Thiere im Jahre 1898 an Tollwuth starben einfacher und doppelter Buchführung, Stenographie für Anfänger und für Barterregeschoß des Vorderhauses befindet sich die Klempnerei von bon 100 der nicht ärztlich Behandelten 7,69, der ärztlich Behandelten Chemie, Birkel, Projektions, Ornament und Störperzeichnen, Fachzeichnen und war der dazu erforderliche Petroleumapparat im Verkaufslaben Fortgeschrittene, Maschinenschreiben, Geometrie, Algebra, Phyfit, Mechanit, Simon. Lezterer betreibt auch einen Kleinhandel mit Petroleum aber nicht Geimpften 2,31, der nach Pasteur Geimpften fein Ver- für Grabeure und Lithographen, und im Modelliren unterrichtet. Neu ein aufgestellt. Kurz nach 8 Uhr suchte Frau Simon einen Verkaufsletter. Angesichts dieser durch die Pasteur'sche Schußimpfung gegebenen gerichtet ist ein Kursus in Waarenkunde und Handelsgeographie, welcher von Sicherheit des Erfolges bemerkt nun der Regierungspräsident, daß einent bewährten Lehrer ertheilt wird. Gerner in mit der Schule ein gegenstand und entzündete, um besser sehen zu können, ein Streiches im Intereſſe jedes von einem tollwuthverdächtigen Thiere ge- städtischer Gewerbefaal mit 130 und eine Abtheilung der Berliner Tischler Holz. biffenen Menschen liege, sobald wie möglich die Schugimpfung im ule mit 60 Theilnehmern verbunden, in denen Fachzeichnen für Schloffer, Apparate stehende Tropfnäpfchen, deffen Inhalt Feuer fing. Institut für Infektionsfrankheiten in Berlin vornehmen zu lassen Waschinenbauer, Mechaniker, Drechsler und Tischler gelehrt wird. An Im Nu waren die Flammen auf den Apparat übergesprungen, und, falls bies nicht unverzüglich geschehen könne, zuvor schleunigst meibungen nimmt täglich von 12-1 und 7-9 Rettor Klebe im Schulhause, der unter starter Detonation explobirte, so daß sich die für die Ausäßung und antiseptische Behandlung der Bigwunde durch. L. part., entgegen. brennende Flüffigkeit über den ganzen Laben ergoß. Herr Simon, einen Arzt Sorge zu tragen. der sich ebenfalls im Laden befand, stürzte durch die Flammen nach dem angrenzenden Berliner Zimmer, um seine dort weilenden Der eifige Nachwinter hat seine Herrschaft über ganz NordSeinder in Sicherheit zu bringen. Er zog sich dabei schwere Branddeutschland ausgebreitet. In Magdeburg ist das Thermometer in wunden im Gesicht und an den Händen zu. Die alarmirte Feuer der Nacht zum Dienstag auf 8,4 Grad Celsius gefallen, in Frankfurt a. M. auf 7 Grad. Eine gleiche Kälte herrschte in der vor= wehr war innerhalb weniger Minuten zur Stelle, fand aber legten Nacht in Berlin. Aus Posen wird 6 Grad Kälte und heftiges bereits die Situation sehr fritisch. Laben und Berliner Stube bilMarktpreise von Berlin. 20. März 1899.( Nach Ermittelungen beten ein Feuermeer, außerdem war die von dem Laden nach dem Schneetreiben gemelbet. An den meisten Orten gingen, gleichwie in des Polizeipräsidiums.) Weizen 15,80-14,80 M., Roggen 14,00 bis Treppenhause führende Glasthür von der Hige gesprengt, so daß beträchtliche Schneemaffen nieder. Auch im nördlichen und östlichen Frankreich führte sich der Frühling mit der Zentralstelle der preus 12,80 m.( ermittelt pro Tonne von mun Rauch und Flammen Zutritt zu dent Anfgange hatten und Winterfälte und heftigem Schneegestöber ein. Rückweg Stelle- und umgerechnet vom Polizeipräsidium für den Doppels Aus allen Fenstern und vom Balkon herab ertönten Hilferufe, wesDie Schuldeputation macht im Gemeindeblatt" bekannt, daß 14,00 m., geringe Sorte 13,90-13,30.. per 100 kilogr. pannen ließ, daneben aber auch Sappeure auf Hafenleitern nach gentner). Hafer, gute Sorte 15,20-14,70 M., Mittel- Sorte 14,60 bis halb Herr Brandinspektor Flöter sofort das Sprungtuch aus bie Aufnahme in die städtische Taubstummenschule Anfangs( Preise im freien Berliner Verkehr). Richtstroh 0,00-0,00 0, oben beorderte, um die Geängstigten zu beruhigen und vom überApril und Oktober stattfindet, und Eltern oder Vormünder taub- Seu 0,00-0,00 2., Erbsen, gelbe zum Stochen 40,00-25,00 eilten Sprunge zurückzuhalten. Frau Kaufmann Bernhard und ihre Stummer, schulfähiger und noch nicht eingeschulter Kinder Anmeldungen Speisebohnen, weiße, bon 50,00-25.00 M. Linsen bon 70,00 äicherin waren aber vom Rauch bereits berart mitgenommen, baß zum bevorstehenden Sommerhalbjahr bis spätestens 1. April bei dem bis 30,00 M.( Kleinhandelspreise.) Kartoffeln Direktor Guzmann, Markusstr. 49, Sprechstunden von 11-1 11hr, 4,00 22.; alles per 100 stilogramm. Nindfleisch von der Keule von sie mittels Rettungsfaces herabgelaffen und in ärztliche Behandling anzubringen haben. An der Taubstummenschule wird mit Beginn 1,60-1,20 M., Bauchfleisch 1,20-1,00 m., Schweinefleisch von 1,60 gebracht werden mußten. Die Rettungsarbeiten wurden noch dadurch bes neuen Schuljahres eine neue unterste Klaffe" eingerichtet, bis 1,20 M., Stalbfleisch von 1,60-1,00 w., Hammelfleisch von 1,60 wesentlich erschwert, daß sämmtliche Gasflammen durch den welche die in lörperlicher, geistiger und besonders sprachlicher Sinficht bis 1,00 M., Butter von 2,60-2,00 M.; alles per 1 Stilogr. Gier ausgeströmte Gas leicht zu einer Explosion führen konnte, Rauch erstickt waren. Da nun das aus den offenen Brennern zurüdgebliebenen leinen taubftummen Rinber bis zum fünften 4,00-2,40. pr. 60 Std. Fische per 1 Stilogr.: Karpfen von war besondere Vorsicht erforderlich, weshalb die Feuerwehr in den Lebensjahre herab für den regelmäßigen Schulunterricht vorzubereiten 2,20-1,20 M., Male von 8,00-1,10 M., Bander von 2,60-1,00 20., oberen Etagen längere Zeit im Finstern arbeiten mußte. Nach etwa und den Bildungsplan der Taubftummenschule in seinem grund- Sechte von 1,80-1,00 M., Barsche von 1,60-0,80 M., Schlete von 11/2 Stunden war die Gefahr beseitigt. Laden und Wohnstube legenden Theile nach Möglichkeit zu ergänzen hat. In diefer 2,80-1,20 M., Bleie boat 1,40-0,80 22., Strebfe 60 Stück 12,00 bis waren total ausgebrannt und erwächst dem Geschäftsinhaber ein unterften Klaffe sollen die Kinder nur zwei bis drei Stunden täglich 4,00 m. beschäftigt werden. Am Spiritusmartt war die Tendenz am Dienstag recht empfindlicher Verlust, da er mur mäßig versichert hat und nur das Ihre Schneeprobe hat die elektrische Straßenbahn am gestrigen fest, ba feitens des Hamburger Blages starte Kaufluft herrschte. nackte Leben rettete. Die Aufräumungsarbeiten hielten die Wehr noch Morgen mit vorzüglichem Erfolge bestanden. Es galt festzustellen, Von den im ganzen zum Verkauf gestellten 151 000 Litern 70er Waare mehrere Stunden am Brandorte zurück. ob die elektrischen Straßenbahnen ohne Störungen und Verzögerungen wurde der größte Theil für Hamburger Rechnung aus dem Markt Als eine Gifthölle ist die chemische Fabrik von Dr. Meher den Fahrplan innehalten fönnen, ohne daß die Geleise durch Salz genommen. Infolge beffen stiegen die Preise von 70er lofo um und Driedger zu betrachten, die sich seit etwa zwei Jahren in Streuen vom Schnee befreit werben. Die Affumulatorwagen wurden 70 f. auf 39.80 m. Termine zogen ebenfalls auf Hamburger Oberschöne weide befindet. Das Unternehmen beschäftigt im mit Kleinen Befen versehen, die, vor den Rädern befestigt, bei der Stäufe, etwa 60 f. an. Gestrige Börsenpreise: Roggen gul Durchschnitt 16 Arbeiter. Für diese 16 Personen entrichtete die Firma Pf. Fahrt den lofen Schnee aus den Schienen herausschleuderten. Die 140-143,75, mitt. 134-139,00, gering 130-132,50 M., Weizen, gut im Jahre 1898 an Krankenkassenbeiträgen einschließlich der Beiträge, Bagen tamen ohne besondere Aufwendung von Energie borwärts 149-159,75, mitt. 146-148,00, gering 142-144,00 M., Hafer, gut die von den Arbeitern selber au leisten waren, im ganzen 260. amb hielten ihre Fahrzeiten genau inne. 140-148,00, mitt. 134-188,00, gering 180-188,00 M., Weizenmehl, Die Strankentasie hatte im selben Jahre an Unterstützung Der gegen ben unlängst in Dresden berhafteten Sandels Brovingmarken 22,80 M., Braugerfte 140-158., Futtergerste 124 Summe fein 23,90, gering 21,60 M., Roggenmehl, gut, Berliner 19,60, für die in der Fabrik beschäftigten Arbeiter etwa die 17fache der geleisteten Beiträge, nämlich 4235 Mart mann Franz Buhlmann aus Treuenbrießen erlaffene Steckbrief bis 181,00 M., Mais 100-103,50 M., Rüböl loto 47,30, Mai 47,10 M. zu zahlen. Bom 1. Januar 1899 ab bis Mitte dieses wegen versuchten Morbes und schweren Raubes ist, nachdem fich Kartoffelfabritate. Bima Kartoffelmehl per 100 Stilogr. Monats mußte die Firma, um 16 ständige Arbeiter zu haben, int herausgestellt hat, daß Buhlmann an dem Radfahrer- lleberfall nicht 20,00 m., dto. Supra 20,50-20,75 M., dto. Setunda 16,50 bis Ganzen 76 Personen einstellen, von denen in diesem Zeitraum betheiligt war, vom Landgericht Botsdam zurückgenommen worden. 18,00. Brima trodene Kartoffelstärke per 100 kilogr. 20,00 2., 34 Personen an Bletvergiftung ertranften. Die BeschäftigungsBaffenden Unterschlupf gefunden. Der aus dem Prozeß bto. Supra 20,50-20,75 M., dto. Sekunda 16,50-18,00, bto. feuchte dauer der erkrankten Arbeiter hatte zwischen 8 Tagen und 5 Wochen Ledert- Lützow bekannte frühere Bertrauensmann des Herrn v. Lausch, 10,20. per 100 Stilogr. Ingvi irgin m. betragen. Von den am 1. Januar zur Krantentaffe gemeldeten Freiherr von Lügow, ist, wie man der Bolts Beitung" aus Gine dem Berliner Aquarium zugegangene Sendung von Lebe: Personen tvar nur eine einzige bis Mitte März von Krankheit verHamburg freibt, feit einiger Beit als Angestellter ber Inneren wesen aus den standinavischen Gebieten der Norbfee führte dem Institut fchont geblieben. Die Krankheitsdauer der unterstützten Arbeiter Miffion thätig. Arten zu, die in mehr als einer Hinsicht lebhaftes Interesse erregen. Neuschwankte gewöhnlich zwischen 2 und 8 Wochen, doch kommen recht Binnenlandes noch nicht vorhanden gewesen ist ein in verschiedenen die fast ausschließlich in Bleivergiftungen ihre Ursache haben, gefür das Aquarium und auch in anderen derartigen Schauanstalten des häufig Erkrankungen von längerer Dauer vor; auch haben die Leiden, Gremplaren eingetroffenes Krebsthier, eine in mancher Hinsicht an die wöhnlich Nachwirkungen zur Folge, die noch Jahre hindurch zu spüren Taschenkrebse unserer Stüften erinnernde Krabben Art, bie Dreizahn Krabbe" fein werden. Vielfach ist die Bleivergiftung von Gelbsucht begleitet. ersteren find vorn mit brei 8ähnen befest; die Färbung ist oberseits ein Frägt man mun, ob die Herren Dr. Meyer und Driebger ben Mits Ihre Kopfbruft hat etwa die Größe einer Sandfläche, bie Seitenränder ber fchönes Roth in verschiebenen Abstufungen, von dem sich die dunkle Farbe menschen, die in ihrem Geschäfte in furzer Zeit förperlich zu ber vortretenden Augen träftig abhebt, unterfeits ein gelbliches Weiß. grunde gerichtet werden, wenigstens einen Lohn zahlen, Durch ihre fomischen Bewegungen und ihr eigenthümliches Gebahren verber eine gute Ernährung und damit größeren Widerstand gegen die Berftehen fie ebenso bie Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, wie durch ihre törper: giftungen ermöglicht, so möge die Thatsache als Antwort dienen, lichen Absonderlichkeiten. daß der in der Fabrik gezahlte Tagelohn 2,50 M. bis 3 m. beträgt, also felbft einen ledigen Menschen, geschweige denn einen Familienbater zum Darben verdammt. Mancher mag fragen, ob denn der Staat sich nicht verpflichtet fühlt, gegen folche Zustände mit Energie einzuschreiten. Bielleicht geschieht dies, wenn erft die 8 uch ta ausborlage unter Dach und Fach gebracht ist. Der Schlächtergeselle R. Mittag, der am 14. b. M. die Siebzigjährige Wittwe E. Burbad in der Nitterstraße 110 und ihr Entelling liberfallen hat, ist noch nicht ergriffen worden. Es gewinnt an Wahrscheinlichkeit, daß der arbeitsscheue, verkommene Mensch, dem es an Geldmitteln fehlte, feine Abficht, sich das Leben zu nehmen, ausgeführt hat. Der Frau Burdad und ihrem Enkeltinde Willy geht es im städtischen Krantenhause am Urban leiblich. Es ist jest Aussicht vorhanden, beide am Leben zu erhalten. 1 bon 6,00 bis Eine heftige Explosion fand Dienstag Bormittag um 914 Uhr in der Schankwirthschaft von Minkwiz in der Stralauerstr. 8-6 Fenerbericht. Ein Kellerbrand verursachte. Dienstag Vormittag statt. Frau Minkwig hatte eben einen Topf mit 7 Pfund Fleisch einen Alarm nach Admiralstr. 28; Tabal- und Zigarrenvorräthe aufgefegt und befand sich allein in der hinter dem ersten Gaftzimmer der Firma Bogel hatten Feuer gefangen, das aber größere Aus gelegenen Küche. Plöglich gab es einen furchtbaren knall, der Topf dehnung nicht erlangte. Immerhin ist aber der durch den Brand fiog von der mit Koats geheizten Maschine bis an die Dede und und das Wasser entstandene Materialschaden erheblich. Gegen beschädigte diefe. Das Waffer, bas Frau Mintwiz traf, war zum Mittag war Stralauerstr. 17 ein Fußbodenbrand abzulöschen. Die Küchengeräthe wurden sämmtlich zerstört. Sturz vorher erfolgte Stralauerstraße in der Restauration von Frau Mintwig tam wie durch ein Wunder mit dem bloßen Schreden Mintwig eine Explosion der Kochmaschine. Außer der Zertrümme Savon; auch sonst wurde niemand verlegt. Wie die Explosion ent rung einer großen Schaufensterscheibe wurde weiteres Unheil nicht standen ist, ließ sich noch nicht aufflären. Vielleicht hängt sie bamit angerichtet. zufammen, daß sich unter der Maschine ein Wafferbehälter befindet. Montag Abend mnßte legandrinenstr. 55 im Keller ber Geſellſchaft Bierglode ein Brand beseitigt werden, der die Decke und Balkenlage beschädigte. altenlage beschädigte. Tundaijohin Aus den Nachbarorten. # " ber neuesten Staatsrettung des Herrn v. Oppen berichten. In der Adlershof. Bereits in der Sonntagsnummer fonnten wir von bei Sozialdemokraten üblichen musterhaften Ruhe waren am Sonnabend die Parteigenoffen bei Schmauser verfammelt, um einen Vortrag des Genoffen Faber über die Bedeutung des 18. März an zuhören, als gegen 10 Uhr die Bersammlung aufgelöst wurde und nicht weniger als zwölf Gendarmen und Polizeibiener in ben Saal brangen, um diesen unter der Angabe, daß die Polizeistunde ein getreten fei, aut räumen. Es bedurfte der ganzen Besonnenheit unferer Parteigenoffen, um die Ruhe zu bewahren. Wie wir Von einem Schlächterwagen überfahren wurde gestern, Dienstag, Nachmittag zwischen 4 und 5 Uhr die 86 Jahre alte Almosenempfängerin Karoline Reuschel aus der Antlamerstr. 22 bor dem Hause Museumstr. 5. Die Greifin wurde am Kopfe so schtver verlegt, daß man fie in ein Krankenhaus bringen mußte. Der In der Stadtverordneten Versammlung zu Schöneberg bernehmen, haben die Gendarmen mehrere Siftirungen vorStutscher, der festgestellt wurde, behauptet, ein Junge habe die alte am 20. März tam die Petition der Boltsschullehrer, ihre genommen. Um diefe neueste Großthat des Amtsvorstehers in ihrem Frau umgestoßen, fodaß sie unter seinen Wagen gerathen fet. Miethsentschädigung von 550 M. auf 650 M. zu er- Verhältniß zur Gefeßlichkeit zu prüfen, findet heute Abend bei Die Verhaftung eines Berliner Hotelbiebes ist ber Kommission sowie der Magistrat empfehlen Ablehnung dieser Petition. erwarten, daß die Parteigenoffen des Ortes zahlreich anwesend sein höhen, zur Berathung. Die zur Prüfung dieser Frage eingesetzte Schmauser eine Boltsversammlung statt. Es ist wohl zut Kriminalpolizei zu Leipzig geglidt. Es handelt sich um ben breißig Der Referent, Stadtb. b. ranienberg erklärt, daß man von werden. Sahre alten, aus Berlin gebürtigen Koch Meißner, der wegen gableiner Wohnungsnoth nichts verspürt; er wünsche den Miethern nur reicher Diebstähle und Einbrliche bereits von den Staatsanwalt ein viertel Jahr die Lasten und den Merger eines Hausbesizers. Dorfstraße wird im April begonnen werden. Gleichzeitig soll dann Stralau. Mit der Regulirung und Kanalisirung der hiesigen schaften bezw. Gerichtsbehörden zu Berlin, Landsberg a. 2., Bremen, Die sozialdemokratischen Vertreter hier zu bekehren, hieße die Schienenlegung für die elektrische Untergrundbahn erfolgen. Altona, Dresden und Karlsruhe steckbrieflich verfolgt wird. Der Eulen nach Athen tragen. Unsere Genoffen verfehlten auch Schon mehrere Jahre befaßt sich die Gemeinde mit der Regu Gauner logirte fich in einem Leipziger Hotel als Direktor Mertens nicht, diesem Herrn ben Standpunkt flar au aus Berlin" ein und benuste einen günstigen Moment dazu, in Genosse Obst protestirte gegen die Auffassung des Bericht fich bie Sache so sehr in die Länge zog. Da Stralau fich nur machen. Iirungsfrage. Es war immer die Kanalisation, durch welche einem Frembenzimmer die stoffer einer Reisenden aus Berlin mit erstatters, der hier fort und fort den Lehrern seine Sympathie ver- wenig über den Wafferspiegel der Spree erhebt, ist eine EntGewalt zu öffnen und daraus werthvolle Gegenstände zu stehlen. fichere und tros alledem aus rein finanziellen Gründen die Abwäfferung in diefelbe unmöglich. fort In seinem Besige fand man eine Unmenge von Werthfachen vor, lehnung ihres Antrages empfehle. Eine besondere Ehre sei es nicht bisher die Aufnahme der Stralauer Kanalisationswässer in ihre Die Stadt Berlin hielt die augenscheinlich von anderwärts berübten Hotelbiebstählen her für die Stadt, in diesem Augenblid diefe so gerechte Forderung ab- städtischen Röhren für technisch undurchführbar, fie hat aber nunrühren. zulehnen. Nachdem noch die Stadtvv. Masuch und Dr. Bartets mehr diesen Standpunkt verlassen und sich bereit erklärt, den AnSchwer verbrannt ist in der Nacht zum Dienstag bas 28 Jahre warm für die Erhöhung eingetreten, gelangte ein Antrag des Inhalts schluß an die Berliner Kanalisation au geftatten. Noch eine andere alte Dienstmädchen Minna Kirsten, das bei einem Kaufmann in der zur Annahme, baß die Erhöhung bis zum Herbft zu vertagen fei, Frage dürfte thre Erledigung finden. Ramlich für den einen Theil Werderstr. 3/4 in Stellung war. Das Mädchen wurde gegen 1 hr um bis babin, eine" Stabilität der Wohnungssteigerungen feft der Dorfstraße hat Berlin die Unterhaltungspflicht. Die hiesige Ges Nachts von einem Unwohlfein befallen und wollte sich an die Wasser- ftellen zu können. Hierauf stand der Ausbau ber tatholischen meinde bahnte Verhandlungen betreffs Ablösung der Interleitung begeben. Bei einem heftigen Erbrechen ließ es bie lleine Boltsfhule zur Debatte. Die Regierung zu Botsbam verlangt haltungspflicht an. Der Magistrat von Berlin ist darauf einPetroleumlampe, die es angezündet hatte, fallen. Die Lampe zer den Ausbau dieser Schule bis zum Herbst b. J. mit der Androhung, gegangen und hat als Ablösungssumme 75 000 D. geboten. brach, das Betroleum fing Feuer und feste dann auch den Unterrock daß die aivangsveise Einführung bis zum 1. April d. 3. verfligt Dieses Angebot hat Stralau angenommen und es dürfte in nächster cit diese Angelegenheit ihren Abschluß finden. Bei der Straßen-| dacht, ich sei der Verfasser der besprochenen Beilen, gereinigt bin. I burger Schleppdampfer Gladiator fieben Bersonen durch da regulirung laffen auch wieder einige Kapitalisten ihren Gemeinfinn" Beifolgend eine kurze Schilderung des Vorganges: Von einem Rettungsboot Otto Haß" der Südstation gerettet worden. Das leuchten. Unter Berücksichtigung des sich steigernden Verkehrs sowie Streit fann hier überhaupt nicht gesprochen werden. Die Rettungsboot war von Sonnabend bis Montag Abends unterwegs. der Anlage der Untergrundbahn, soll die Dorfstraße ver- Differenzen find entstanden durch einen Umtausch von Flaschen, an breitert und nach der Spreestraße zu verschoben werden, so welchem ich, resp. mein Hausdiener, sowie der hiervon betroffene Holz in den Fichtenwaldungen von Sabeste, die bisher den EinAus Bordeaug wird berichtet: Infolge des Schlagens vont daß ein Fahrdamm von 10 Meter Breite und ein Bürger- Maurer die Schuld zu gleichen Theilen tragen. Durch eine falsche wohnern zur Verfügung standen, versammelten sich etwa 2000 Einsteig auf jeder Seite von von mindestens 3 Meter hergestellt Auffassung der vorstehenden Schilderung kamen die Maurer zu dem wohner, die mit dieser Maßnahme nicht einverstanden waren, bes worden kann. Um da nun die nöthige Breite an einigen besonders Entschluß, mich zu boykottiren, welches auch in der That ausgeführt waffnet mit Beilen, Sägen und Flinten, vernichteten das gefällte schmalen Stellen der Straße zu bekommen, haben eine ganze Anzahl wurde. Die Folge hiervon war, daß sämmtliche Maurer( 112 an Holz, zerstörten die Baulichkeiten der Unternehmer und machten alles Befizer ihr meistens als Borgärten dienendes Terrain freiwillig an der Bahl) am 22. d. M. entlassen wurden und zivar vollzog sich die unbrauchbar. die Gemeinde abgetreten, wogegen diese die Zurücksetzung der Grenz- Entlassung, entgegen der in Ihrem Blatte enthaltenen Schilderung es nicht. Zu einem Zusammenstoß zwischen Personen tam mauern und Zäune auf ihre Kosten machen läßt, welches eine Summe ohne Krawall und sonstige Drohungen, welches von ca. 40 000 M. erfordern wird. Auffallenderweise sind es nun die auch durch die Unterschrift des bauleitenden des bauleitenden Poliers in New York vermißten Personen ist auf 53 gesunken. In Daß die Maurer das Verlangen Die Zahl der seit dem Brande des Windsor- Hotels 0 reichsten Besizer, die sich diesem Beispiel nicht anschließen, hierdurch bestätigt wird. sondern für ihr Land welches zum Bebauen durchaus nicht verstellten, den Kantinenwirth durch einen anderen zu erseßen, ist Laufe des Montags und während der Nacht wurden unter den wendet werden kann, baare Münze verlangen. Ihr Land unent- un wahr. Wie Sie aus dem ganzen Sachverhalt herauslesen Trümmern viele werthvolle Juwelen aufgefunden. geltlich abzutreten weigern sich: Kommerzienrath Progen u. Sohn, werden, ist also von einem Diebstahl sozusagen keine Rede, ebenso Stralauer Glashütte, Vittoria- Brauerei, Beidler u. Kompagnie, wenig wie ich annehme, daß mir die bisher allerdings abKrüger'sche Erben und Berliner Jutespinnerei. Die Gemeindever- handen gekommenen Flaschen speziell durch die Maurer entwendet tretung hat beschlossen, die Straße gerade durch zu legen und alles worden sind. Terrain liegen zu lassen, was nicht freiwillig abgetreten wird.- Nonnendamm, den 24. Februar 1899. M Rudolf Heidtke, Restaurateur. Friz Panny, Maurerpolier. Spandau. Die Polizeidebatten in den letzten Sigungen der Stadtverordnetenversammlung werden ein eigenthümliches Nachspiel erhalten. Wie wir fürzlich berichtet haben, motivirte der Magistrat Die fittliche Höhe konservativer Weltanschauung charakterisirt sich die geforderte Einstellung berittener Polizeibeamter mit den„ Unruhen", dadurch, daß der Stadtverordnete Schob, dem das„ Spandauer die wegen eines Konflikts mit dem Kantinenwirth am 22. Februar Tageblatt" gehört, nach Verlesung dieser Berichtigung in der Stadtauf dem außerhalb Spandau's gelegenen Neubau der Firma verordneten Versammlung erklärte, daß die Berichtigung vom Siemens u. Halste vorgekommen sein sollten. Die über diese Kantinenwirth wohl nur geschrieben worden sei, damit ihm die Angelegenheit gebrachten Schauergeschichten konnten von uns am Maurer wieder etwas ablaufen sollten. Hoffentlich 24. Februar als infamer Schwindel gebrandmarkt werden, weiß der Wirth, was er nach solcher Unterstellung zu thun hat. dessen Dreistigkeit darin gipfelte, daß bereits am Mittag von einem Krawall gefabelt wurde, während die Maurer ruhig bis 6 Uhr arbeiteten. Auf eine Andeutung des Ober- Bürgermeisters Rölge, wonach nicht die Berichte der Spandauer Zeitungen unwahr gewesen seien, sondern die im Vorwärts" gebrachten Mittheilungen, wandte sich unser Parteigenosse Stadtv. Dutsch in scharfen Worten gegen die vom Ober- Bürgermeister aufgestellte Behauptung. In der Sigung vom 16. März kam die Angelegenheit nochmals zur Sprache. Hier erklärte der Ober- Bürgermeister mun, daß er den Stadtv. Dutsch wegen seiner in der vorigen Sigung gethan en Aeußerung zur Rechenschaft ziehen werde. " Die Lügenhaftigkeit der in den Spandauer Blättern gebrachten Berichte geht aus einer Berichtigung hervor, die dem dortigen Tageblatt" zugesandt, aber von diesem fonservativen Organ nicht aufgenommen wurde. Das von dem Maurerpolier und dem Kantinenwirth unterzeichnete Schriftstück lautet: " Auf den Artikel vom 24. d. M. in Ihrem geschäßten Blatte theile ich Ihnen ergebenst mit, daß ich durch die in demselben enthaltene bollständig falsche Darstellung der Thatsache in meinem Geschäft derart geschädigt worden bin, daß ich Sie ersuchen muß, dieselbe in nachstehender Weise richtig zu stellen resp. zu widerrufen und zwar, weil die auf hiesigem Bau beschäftigten Maurer und Arbeiter durch die in Ihrem Artikel enthaltene Herabsetzung ihrer eigenen Person einerseits und das vollständige Verkennen der Sachlage andererseits aufgeregt, zu der Annahme verleitet worden find, ich hätte diesen Artikel in Ihr Blatt setzen lassen. Die Folge hiervon ist, daß diefelben ihren Bedarf an Speisen und Getränken anderweitig be ziehen und nicht wie bisher von mir entnehmen, bis ich darauf hingewirkt haben werde, daß der Sachverhalt der Wahrheit entsprechend an die Oeffentlichkeit gelangt und ich selbst von dem VerSozialdemokratischer Wahlverein Sehr romanhaft flingt folgende Zeitungsmeldung: " Die militärischen Wachen der Pulvermagazine in Nieder- Neuendorf und in Spandau sind bedeutend verstärkt worden. Diese Maßregel wurde ganz unerwartet in voriger Woche angeordnet, und noch Abends wurde eine Abtheilung des Garde- GrenadierRegiments Nr. 5 aus Spandau nach Nieder- Neuendorf an der Havel befördert, wo sich immer eine ständige Wache der Spandauer Garnison befindet, die alle 24 Stunden abgelöst wird. Man bringt diese Verstärkung der Wachen mit den Explosionen in Frankreich in Verbindung; es sollen hier die erdenklichsten Vorsichtsmaßregeln getroffen werden." Die Leute, die derartige Albernheiten verbreiten, sollten doch wiffen, daß die Explosionen in Frankreich nach amtlichen Erklärungen nichts mit irgendwelchen Verbrechen zu thun haben. Auf dem Auswanderer- Bahnhof Ruhleben bei Spandau ist twieder eine Erkrankung an den schwarzen Bocken konstatirt worden. Die nöthigen Vorsichtsmaßregeln wurden getroffen. Quittung. Für den Ziethen- Fonds erhalten 10 M. von W. V. S., wofür ich dankend quittire. Berlin, den 19. März 1899. W. Liebknecht. Vermischtes. Der Wirbelsturm in Nordamerika. Einer Meldung des Daily Telegraph" aus New- York zufolge soll die Zahl der Opfer des Cyklons in den verschiedenen davon betroffenen Landstrichen 140 betragen. In Kalkutta find in der letzten Woche 218 Personen an der Best gestorben, gegen 66 in der vorhergehenden Woche.- Aus Hongkong wird berichtet, daß dort in der letzten Woche weitere sechs Best- Erkrankungen und sechs Todesfälle vorgekommen find. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner. Heute Abend 81/2 Uhr in G. Feuerstein's Festsälen, Alte Jakobstraße 75: Versammlung. Zentral- Kranken- und Sterbekasse der Tischler und anderer gewerblicher Arbeiter.( E. H. Nr. 3.) Die Mitglieder der Orts- Vers waltungen Berlins versammeln sich am Donnerstag, 24. März, Abends 81/2 Uhr, bei Hahn, Stralauerstr. 48. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und Freitags abends von 7 bis 8 1hr abgehalten. 2. Schmid, Nürnberg. Adresse lautet: An den ersten Sekretär des Kommunistischen Arbeiter- Bildungsvereins, 49 Tottenham Street, Tottenham Curt Rd., W. London. Tunikki 79. Nein! Briefkasten der Expedition. licher Zustellung bei ihrem Postamt beschweren; wir tönnen nichts F. Müller, Linden. Die Postabonnenten müssen sich bei unpünkt dabei thun. CON Witterungsübersicht vom 21. März 1899, Morgens 8 1hr. Stationen Barometer: stand mm Wind richtung Windstärke Swinemde. 748 NNO Hamburg 755 NW. Berlin 751 NW Wiesbaden 756 N München In Krone ist am Montag die Friese'sche Brauerei nieder- Bien gebrannt. Wetter Temp. n. C. 5° C= 4º R. Stationen stand mm Wind richtung Windstärke Wetter Temp. 11. G. 2hvolfen!-18 -11 2. 8Schnee- 5 Saparanda 760 92 1wolfent- 8 Petersburg 755 D 3 bededt 5Schnee-5 Cort 762 NNW 3geiter Iwolfen!-4 Aberdeen 755 NW 2wollig 21 6 bedeckt-5 Paris 758 NA 1Dunst 0Schnee 0 753 NW 752 Wetter Prognose für Mittwoch, den 22. März 1899. Schiffsunglück. Die Rettungsstation Borfum telegraphirt: Am 19. März sind von dem auf Schiermonnikoog gestrandeten Ham- gelinder Frost mit leichten Schneefällen und frischen nördlichen Winden. Vielfach heiter, zeitweise wolftig, Nachts ziemlich strenger, am Tage für den 3. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Achtung!. Wahlkreis. Achtung! Geihäfts- Gröfnung. Donnerstag, den 23. März, Abends 8 Uhr, bei Herrn Krieger, Wafferthorstr. 68: Versammlung. Tages Ordnung: Donnerstag, den 23. März, Abends 8 Uhr: Zwei Volks- Versammlungen 1. Bortrag des Genoffen Dr. Ratkowsky. 2. Diskusſſion. 3. Vereins: 1. Köhler's Salon, Teltowerstraße 38. angelegenheiten. 240/7 Stegen Besuch erwartet Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. 79/1 Zahlstelle Berlin. Mittwoch, 22. März, Abends 8 Uhr, bei Cohn, Beuthstraße 20/21: Vertrauensmänner- Versammlung für sämmtliche Bezirke und Branchen. Tages Orbnung: 1. Fortsetzung der Diskussion aus der letzten Versammlung. 2. Die Streits bei Wöhler& Schwab, Elsholz etc. 3. Berbandsangelegenheiten. Jede Werkstatt muß vertreten sein. Die Ortsverwaltung. Allen Freunden und Bekannten, fo wie meiner geehrten Nachbarschaft theile ich mit, daß ich Hochstedter- u. Marstr.- Ede ein Weiß- und Bairischbier- Lokal 1. Köhler's Salon, Teltowerstraße 38. 2. Bidel's Festsälen, Hasenhaide 52/53. eröffnet habe. Für vorzügliche Ge Referent: Reichstags- Abgeordneter Otto Antrick. Referent: Reichstags Abgeordneter Fritz Zubell. Tages Ordnung: 1. Die bürgerlichen Parteien im Lichte der Wahrheit. 2. Diskussion. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 210/17] SOOLKLEIE SCHWEFEL, FICHTENNADELAffland- Bad Marsiliusstr. 9, zwischen Blumen- u. Gr. Frankfurterftr. Loh Tanninbäder, BADER Dampf- und Heißluft- Bäder. Gegen Für Damen Dienstag und Freitag Vormittag. Sämmtliche medizinischen Bäder. Annahme sämmtlicher Krankenkassen. Verkauf frisch gek. schw. perls. und finn. Fleisches. Rindfleisch Schweinefleisch . pro Pfd. von 30 Bf an, 40 Pf. Verwaltung der Kochanstalt Städt. Schlachthof Täglich von 7 Uhr morgens bis 6 Uhr abends: [ 558L Deutsch. Metallarbeiter- Verband Akkumulatoren- u. Elektrizitäts( Verwaltungsstelle Berlin.) Heute, Mittwoch, den 22. März, Abends 8%, Uhr, im Lokale des Herrn Rautenberg, Oranienstraße 180: Vertrauensmännerkonferenz f. den Süden. Bahlreiches Erscheinen ist erforderlich. Werke- Aktiengesellschaft bormals W. A. Boese& Co. Die von der ordentlichen Generalversammlung unserer Attionäre für 111/13 das Jahr 1898 auf 11 pct. festgesezte Dividende gelangt von heute ab mit M. 110,- auf die vollgezahlten, Die Ortsverwaltung. Achtung! Bimmerer Achtung! Berlins und Umgegend. M. 55,- auf die ursprünglich nicht vollgezahlten Attien in Berlin bei der Kasse der Gesellschaft, oder bei einer der nachbenannten Stellen: Donnerstag, den 23. März, Abends 8 Uhr, in Cohn's Bestfälen, in Berlin bei der Deutschen Genossenschaftsbank von Soergel, Beuthstraße 20: Oeffentl. Versammlung. Tages Ordnung: 1. Der Arbeitgeberbund und die Arbeitswilligen. 2. Die AttienParrisius& Co. Bei dem Bankhause von Koenen& Co. Geſellſchaft für Bauausführungen und das in Berlin zu erbauende Ge in Frankfurt a. M. bei der Deutschen Genossenschaftsbank von werkschaftshaus. Die Vertrauensleute. 256/5 Volks- Versammlung der Deutschen Naturheil- Krankenhaus- Genossenschaft Donnerstag, den 23. März, Abends 884 Uhr, in Moabit, Ahrens' Brauerei, Thurmstraße 26. Tages Ordnung: " " zur Auszahlung. " 2 Soergel, Parrisius& Co., Kommandite Frankfurt a. M. Pfälzischen Bank, Bank für industrielle nehmungen, bet bem Bankhause Bass& Herz Berlin, den 20. März 1899. Das Wahlkomitee. Charlottenburg. Allen Freunden und Bekannten hier durch die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, der Tischler Robert Hein, heute früh n. langem Leiden verstorben ist. Um stille Theiln. bittet die Wittwe Helene Hein geb. Pritzkow nebst Kindern. Die Beerdigung findet am Freitag, den 24. März, Nachm. 4 Uhr, vom Trauerhause, Wilmersdorferstr. 128 aus statt. Orts- Krankenkasse der Sattler. Am Montag, den 20. d. M., ftarb das Mitglied 21476 Franz Kluck ( Werkstatt von Krank u. Ko.) infolge Blutsturzes. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 23. d. M., Nach des Thomas- Kirchhofes in Nixdorf, mittags 2 Uhr, von der Leichenhalle statt. 1. A.: R. Dittberner. Danksagung. Für die Beweise treuer Theilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes und unseres guten Baters, sage ich allen Verwandten und Be tannten, besonders der Organisation der Steinmegen herzlichen Dank. Frau Marie Bastert nebst Kindern, Eltern und Geschwistern. Danksagung. Hierdurch spreche ich meinen herzlichen Dank für die rege Theilnahme und die vielen Kranzspenden bei dem Begräbniß meines lieben Mannes, des Restaurateurs Julius Winderlich, allen Freunden, Verwandten und Be fannten aus, insbesondere dem Trauer: verein und dem Verein sozialistischer Die trauernde Wittwe W. Winderlich. Achtung! Unter- Gaft und Schandwirthe. 1. Bericht über das erste Naturheil- Krankenhaus in Akkumulatoren- und Elektrizitäts- Werke- Aktiengesellschaft Deutschland. 2. Die dringende Nothwendigkeit eines Naturheil- Krankenhauses. 3. Wie stellen sich die Anhänger der Naturheilkunde und die Mitglieder der Krankenkassen zu diesem Krankenhaus? Referenten: Frl. Minna Kube, Dr. med. Lute, Redakteur Schirrmeister. Distussion. Die Einberuferin: Minna Kube, praft. Naturheilkundige, Charlottenburg, Berlinerstr. 125. 1937b] vormals W. A. Boese& Co. Möbel, Spiegel u. Polsterwaaren reell, zu ſoliden Preisen, empfiehlt Hiermit warne jedermann, meiner Frau Louise geb. Haase etwas auf meinen Namen zu borgen, da ich für teine Zahlung aufkomme. 12812* Pantow, den 20. März 1899. Otto Jahnke, Restaurateur, Heynstr. 31. Die gegen Herrn August Baum bach ausgesprochene 21356 Möbel auf Teilzahl. Oranienstr. 131. H. Strelow, Tischlermere, og hans gelprogene deleidigung neizme Beamten Bable. e. i surtid, H.& M. Lewent. Rixdorf, Richard Straße 116. ich am Dentmal.[ 10002* P. Schreiber. Achtung! Vereine. Umstände halber ist der 2. Ofter. feiertag frei geworden. tränke u. gute Speisen ist bestens gesorgt. Um gefl. Zuspruch bittet F. Hermerschmidt, Gaftw., Hochstedterstraße 20. zahlung. Zähne v. 2 Mark event. Theil. Olga Jacobson, Juvalibenst. 145. Moritzplatz, Dr.Simmel i.paus v.Aschinger 2 Treppen rechts. Spezialarzt f.Haut- u.Harnleiden. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4.* Fahrrad- Händler! aufen fämmtliche Zubehör- u. Rohtheile, fowie Gestelle, gespannte Rüder fehr vortheilhaft. Oranienstr. 47, Fahrrad Artikel en gros. Theilzahlung 53/ 3* monatlich 10 Mt., liefere elegante Herren Garderobe nach Maaß( auch baar Kaffe, billigste Preise) Fertige Garderobe wird zum Selbst tostenpreise ausverkauft. Tomporowski, Schneidermstr., Stralauerstr. 56, Laden " Problem" durch sämmtliche Zigarren geschäfte zu beziehen. 14636 Vermiethungen. Schlafstellen. Saubere Schlafft. f. Herrn z. verm. Hafenhaide 7/8 b. Will. 21336 Frol. Schlafft. b. Schmolle, Barnim: straße 47, v. 4 Tr. 21386 Allerlei Anzeigen. Alte Aften, Zeitungen, Abfalls papier fauft jeden Posten M. Lange, Oppelnerstr. 2 I. 18276 Putzger, Stegliterstr. 65. Klagen, Eingaben Fundbureau, GENERAL Charlottenstr. 93. Heckbauer, großes, umzugshalber billig. 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Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Br. 69. 16. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 22. März 1899. Der Geheimbericht Witte's über die russischen Studentennnruhen. Aus Petersburg meldet der Telegraph: Von den Theilnehmern an den letzten Studentenumruhen wurden 78 ausgeschlossen. Dem Gesuche der Universitätsobrigkeit um 2inderung des Schidsals der Ausgeschlossenen wurde stattgegeben. Sämmtliche Ermatrikulirten erhielten die Erlaubniß, ihre Studien fortzufezen; es wurden nur leichte akademische Strafen auferlegt; damit ist die Angelegenheit als bei gelegt zu betrachten. Wir sind in der Lage, zu dieser Angelegenheit den geheimen Bericht des russischen Finanzministers Witte zu veröffentlichen, den dieser im Ministerrath vom 17./29. Februar 1899 erstattete: Der Finanzminister erinnert daran, daß er selbst Student war und jest Ehrenmitglied der Universität sei; daraus gehe für ihn die Unmöglichkeit hervor, fich stillschweigend oder gar gleichgiltig zur Frage der Studentenuuruhen zu verhalten. Die Studenten, so führt er dann aus, find also berechtigt, von mir ein lebendiges Interesse und ein warmes Gefühl ihren Angelegenheiten gegenüber zu erwarten. Außerdem unterstehen meiner Leitung zwei höhere Bildungsanstalten und schon darum kann ich nicht in der Rolle eines gleichgiltigen Zuschauers des gegenwärtigen Trubels verbleiben. Endlich war ich anwesend auf dem feierlichen Schlußakte der Saint Petersburger Universität und folglich fann ich als imparteiischer Richter des vorgefallenen Trubels gelten. As folcher Zeuge werde ich mir vor allem erlauben, meine persönlichen Eindrücke, die ich dort gewonnen habe, mitzutheilen. Diese Kundmachung ward auch in den Zeitungen ab zum Verderben von vielen jungen Leuten führen und zur Erbittes gedruckt. Sie forderte die Studenten auf zur Beobachtung rung derjenigen, die von der Rechtmäßigkeit ihres Handelns überder Ruhe und Ordnung auf den Straßen am Tage des zeugt sind, oder sogar sie in die Reihen der Staatsfeinde drängen. Schlußaktes. Es wurden ihnen in Erinnerung gebracht die Man bedenke, daß die große Majorität unserer Jugend sich in jenem administrativen Maßregeln, denen sich die Studenten bei Konflikten Uebergangsstadium befindet, das so empfänglich ist für äußere Eins mit der Polizei aussehen und ferner mit dem Strafgeseze gedroht. brüde, in jenem Uebergangsstadium, wo man sich so leicht fortreißen Die Studenten, die sich gewiß durch diese Kundgebung beleidigt läßt und wo die Begriffe der Ehre und Menschenwürde krankhaft fühlten, richteten ihren ganzen Ingrimm gegen den Rektor, der sie ausgeartet sind. Daher nimmt es mich nicht Wunder, daß die gezeichnet hat. Alles verlief in bester Ordnung bis auf das Er- Kundmachung, in welcher jeder erwachsene Mann eine bloße scheinen des Rektors Sergewitsch auf der Bühne; da ging der Warnung erblicken möchte, einen so schlechten Eindruck Spektakel los, der auch bei dem Verlassen der Bühne seitens des Rektors auf unsere Jugend hinterließ. Vielleicht erwarteten die Studenten fofort aufhörte. Mit großer Begeisterung wurde dann die Kaiserhymne einen Appell an ihr Ehrgefühl und nicht die Drohung mit den angehört, einstimmig wurde Beifall gellatscht und ihre Wiederholung Strafen wegen des übermüthigen Benehmens von ein paar ihrer verlangt. Kollegen; vielleicht wähnte sich der beste Theil der Studentenschaft Die Studenten gingen dann friedlich auseinander und erst auf dadurch beleidigt, daß man sie in den Augen der öffentlichen Meinung den Straßen wiederholten sich die Unordnungen. Was da geschah, verächtlich machte für das nichtswürdige und übermüthige Benehmen darüber kann ich nicht richten, aber nach den Berichten vertrauens- von einer kleinen Gruppe. Weiter soll man sich auch nicht wundern, würdiger Leute ist anzunehmen, daß die Mittel, durch die man die daß die eraltirte Jugend in dem Verbote, die Brücke zu passiren, Passage in die Stadt verhindern wollte, nicht sehr taktisch waren. eine Chitane und Ungefeßlichkeit erblickte. Daraus fann man leicht Man kann auch die Zweckmäßigkeit der Polizeiverfügung in Zweifel die Straßenunruhen und den weiteren Gang der Studentengährungen ziehen, die das Absperren der Hofburgsbrüde bezweckte. Schon da- begreifen. durch, daß die ganze Menge zur Passage sich nur einer Brücke bedienen durfte( Nicolaewskibride), mußten naturnothwendig Unordnungen entstehen. Um die Studenten zu verhindern, die Hofburg zu paffiren, war es nicht nothwendig die Brücke abzusperren; es hätte genügen können die bloße Absperrung von ein paar Straßen( folgen Die Namen). Ohne die Studenten zu vertheidigen oder irgend wen zu be schuldigen, muß ich nur konstatiren, daß aus der vorgefallenen Schulausschreitung eine soziale Erscheinung geworden ist. Die Eltern und Verwandten der Studenten beunruhigen sich über ihr Schicksal; ein Gefühl der Unruhe herrscht nicht nur in der Studentenschaft, sondern auch in der Gesellschaft. Es erscheint daher nicht rathsam, mit Repressalien vorzugehen. Nachdem ich die traurigen Begebenheiten geschildert habe, werde ich an ihre Abschäzung schreiten. Die Schuld der Studenten ist Nur durch eine gerechte, unparteiische Untersuchung kann man die augenscheinlich. Wenn man aber bedenkt, daß das Gesez selbst für Leidenschaften stillen und die auferlegten Strafen wenn sich be den abgehärtetsten Kriminalverbrecher einen Bertheidiger bestimmt, sonders Schuldige erweisen als gerecht erscheinen lassen. Als einzigen so erscheint es am Blaze, nach Milderungsgründen zu suchen, die Ausgang aus dieser fatalen Lage erachte ich die Ernennung So traurig auch und unerwünscht uns diese Ereignisse er die Schuld der Studenten kleiner erscheinen lassen. Vor allem muß einer hohen Persönlichkeit, die das Vertrauen seiner Majestät genießt, fcheinen mögen, muß doch die erfreuliche Thatsache konstatirt werden, hinwiederum betont werden, daß diese Bewegung feinen poli- als Untersuchungsrichter des Vorgefallenen. Schon die bloße Erdaß diese Bewegung gar feine politische Färbung gehabt tischen Charakter getragen hat, wie ihre Vorgängerinnen. Es war nennung würde beruhigend wirken. In diesem Sinne glaube ich habe; sie sei blos entstanden auf dem Boden des Mißverständnisses, blos eine Schuldemonstration verursacht durch die Kundgebung, in seiner Majestät einen Vorschlag zu unterbreiten. Es liegt außer vegen rein interner Universitätsangelegenheiten, zwischen den welcher die hißigen Stöpfe eine bittere Beleidigung saben. Wenn allem Zweifel, daß dieses gerechte Ürtheil von der ganzen Gesellschaft Studenten und ihrer Behörde. Darin besteht der deutliche Unter- auch jede Strenge Studenten gegenüber, die regierungsfeindliche und unserer exaltirten Jugend mit Dank und Ergebenheit an= schied von den Bewegungen der sechziger, fiebziger und achtziger Politik treiben, am Plaze sei, so muß doch ein anderes Berfahren genommen werden wird. Jahre. Als nächste Ursache des entstandenen Standals sei die angewendet werden gegenüber diesen Histöpfen, die dreist aber auch Für den Vorschlag Witte's stimmten Ermoloff, Chilkow, Kundmachung, die, versehen mit der Unterschrift des Rektors, auf den mit Selbstverlengnung aufgetreten sind zur Vertheidigung ihrer an- Murawief, Tarasoff, Bachmetjef: dagegen Bogolepof, Goremucin Mauern der Universität angeschlagen wurde. zu verzeichnen. geblich beschimpften Ehre. Eine übermäßige Strenge fann hier leicht und Pobedonostzew. Kuropotkin blieb bei seiner besonderen Meinung Für den Juhalt der Jujerate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, den 22. März. Opernhaus. 9. Symphonie: Abend der fönigl. Kapelle. Schauspielhaus. Geschlossen. Schiller Theater Urania Treptow. C. Ludwig's Park- Restaurant ( Wallner Mittwoch, Abends 8 Uhr, Don Juan und Faust. Tragödie in 4 Atten v. Ch. D. Grabbe. Donnerstag, Abends Uhr: Juan und Faust. Im Theater: Mein renovirtes, über 6000 Personen fassendes mit großem Saal und Bühne, 8 Kegelbahnen, Dosueries,& Das Land der Fjorde. Garten- Etablissement Saffer- Riche, Freitag, Abends 8Uhr: Don Juan und Faust. Deutsches. Cyrano von Bergerac. Central Theater Anfang 7 1hr. Leffing. Die Beche. Unter blonden Bestien. Die Lore. Liebesträume. Anjang 7% Uhr. Berliner. Das vierte Gebot. An fang 7 Uhr. Residenz. Der Schlafwagen Ron trolleur. Vorher: Zum Einsiedler. Anfang 7 Uhr. Neues. Hofgunst. Anfang 71% Uhr. Metropol. Der wilde Meier. Hier: auf: Die Engelsjäger. Anfang 72 Uhr. Direktion: José Ferenczy. Zum 75. Male: Im Hörsaal: der Vorwelt". Prof. Dr. Müller: Das Leben Invalidenstr. 57/62: Tägl. Sternwarte. Die Puppe( La Poupée) Nachmittags täglich 5-10 Uhr. Operette in 3 Aften und einem Vorspiel von Sturgeß und Ordonneau. Musik von Ed. Audran. Morgen und folgende Tage: Die Puppe( La Poupée). Sonntag, Nachm. 3 Uhr, zu halben Breifen: Der Zigeunerbaron. Operette in 3 Aften v. Joh. Strauß. Schiller. Don Juan und Fauft. An Thalia- Theater. fang 8 Uhr. Weiten. Undine. Anfang 72 Uhr. Central. Die Puppe. Auf. 7. Thalia. Der Registrator auf Reisen. Aufang 7 Uhr. Luifen. Das bemoofte Haupt, oder: Der lange Jfrael. Anfang 8 Uhr. Dresdenerstr. 72/73. Gastspiel Emil Thomas Registrator auf Reisen. Der Posse m. Gef. in 7 Bildern( 3 Ait.) Belle Alliance. Napoleon. Anfang von A. L'Arronge und G. v. Mojer. 8 1hr. Oftend. Der Brandstifter. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. B Musit von R. Bial. Auf. 7 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Fuhrmann Henschel. Anfang Ostend Carl Weiß- Theater. 8 11hr. Alexanderplatz. Die Konfettioneuse. Aufang 8 Uhr. Wiener Volks Theater. B un schuldig. Anfang 7 nhr. Apollo. Spezialitäten Borstellung. Anfang 7 Uhr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Tag: lich geöffnet von 10 Uhr Bor mittags ab. Eintritt 50 f. Abends 8 11hr: Das Land der Fiorde". Operntelephon. Juvalidenstraße 57/62. Täglich Abends von 5-10 1hr: Stern: warte. 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Heute, Mittwoch: Der wilde Meier. Berliner Baudeville in 7 Atten von Leon Leipziger. Musik von Franz Wagner. Hierauf: Die Engelsjäger. Wallno& Mertens Curtis& Gordon Scheherazade The 5 Julians 3 Yoscarys Segommer Freedgy Sidley Barma Sato etc. Vorverkauf täglich im Theater u. beim ,, Künstlerdank", Unter den Linden 69. Anfang 7 Uhr. Ballet in 14 Bildern von 9. Regel Mähr's Theater und J. Mayer. H. Donnerstag u. folgende Tage: Die felbe Vorstellung. 0 Oranien Straße 24. Täglich: Voranzeige: Am 1. April aum Die Jagd nach dem Glücke. 1. Male: Gastspiel des Mr. Séverni ( Frankreichs größter Mimifer). Chand d'Habits( Derkleiderhändler), Pantomime in 4 Bildern von Camille Mendés, Musik von Jules Bouvalt. nach dem Glücke. Lustspiel in 4 Attent v. F. A. Sauer. Spezialitäten. Bons haben Giltigteit. Sonntags Anfang 6 Uhr. Passage- Panopticum. ८ 9 Uhr früh bis 10 1hr Abends. Heute Vor2 stellungen um 4 u. 62 Uhr. Die Kreuzfahrer. Großes Ballet von 500 fünftlichen Menschen. Entree heute 25 Pf. 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( Ohne Gewähr.) 317 80 496 98 562[ 200] 72 74 807 11 44 938 63 1064 88 95 127 60 338 49 2041 185 342 405 25 594 815 33 69 3188[ 200] 245 92 527 48 54 92 618 700 846 954 4017 28 189 247 383 402 92 544 700 51 851 63 907 97 5012 284 319[ 200] 54 668 84 781 951 6124 30 61 436 37 527 86 88 713 26 66 865 927[ 200] 68 7021 256 757 99 826[ 200] 8214 73 84 374 505 87 651 93 776 904 39 50 73 94 9169 871 564[ 3000] 619 734 867 959 90 10022 85 248 718 94 905 11064 184 280 520 682 709 15 852 90 94 12146 257 879 485 602 36 13042 315 71 448 622 628 35 74 845 905 39 76 14004 25 29 74 244 411 80 702 24 81 832 15026 67 92 173 83 299 305 10 28 38 400 33 594 785 96 16007 14 26 271 820 48 478 504 46 680 862 912 17023 159 256 80 813 406 21 1500] 88 655 56 819 18171[ 200] 87 287 483 94 526 636 726 884 90 19013 41 135 90 238 89 874 635 905 20098 145 67 276 437 64 84 596 637 46( 200) 706 21115 57 248 301 25 45 72 417 517 617 46 76 770 96 980 22069 106 76 241 51 313 30 488 96 525 88 89 859 23187 40 78 325 457 99 514 90 712 37 64 976 24009 90 165 286 413 522 651 726 99 848 25084 142 234 405 702 84 927 95 26000 84 56 72 178 267 560 668 72 82 98 702 71 950 70 27167 388 94( 500) 476 616 28017 21 112 18 62 69 239 96 417 538 632 787 887 905 84 29057 160 89 92 518 72 744 68 878 917 20 30093 127 51 99 717 801 949 70 31238 384 498 515 58 620 99 750 823 32007 818 52 59 489 561 941 48 3038 78 279 811 88 44 78 486 95 553 646 859 79 908 58 34101 226 80 306 86 419 88 501 69 626 96 860 35121 309 510 627 45 770 875 901 53 86086 272 395 456 558 661 65 87177 265 418 60 545 88107 96 389 508 10 7 94 748 818 94 39014 205 7 81 306 19 50 409 64 78 529 36 666 816 20 58 905 42 71 40098 147 837 48 55 90 571 613 753 64 808 26 41056 166 78 240 400 41 588 798 987 42025 205[ 500] 27 63 357 67 782[ 300] 48062 75 154 392 405 712 80 866 44017 123 208 68 442 778 899 45008 72 187 480 92 685 702 929 46169 408 41[ 200] 550 86 630 821 924 66 77 47066 88 162 64 286 406( 200) 82 549 780([ 200] 911 48108 29 91 824 823 935 49003 113 20 287 429 58 96 568 73 82 743 56 50145 288 453 584 669 832 51072 147 469 74 522 44 56 634 95 795 52034 70 266 720 820 995 53003 30 54 176 83 896 467 89 564 72 611 64 779 864( 1000) 925 54092 108 267 347 518 24 65 646 855 55448 90 664 746 91 50033 150 384 460 647 64 84 773 907 50 64 57057 117 434 743 869 936 72 58372( 300) 478 507 13 56 710 23 58 59 889 945 46 59013 44 207 43 68 331 ( 200) 88 410 92 540 678 852 993 60031 68 109 65 206 83 471 78 506 94 770 828 60 71 927[ 200] 61016 112 378 87 409 12 81 84 547 787 803 14 62058 191 96 200 12 56 342 82 420( 500) 503 733 87 867 68096 345 494 506 12 71 680 906 90[ 500] 97 64295 837 403 88 531 85 86 666 94 770[ 200] 65085 137 227 69 329 680 778 807 66001 229 438 570[ 200] 653 706 90 826 67084 88 108 209 95 387 412 80 632 708 950 68011 112 281 815 468 79 82 542 675 92 814 52 942 69318 92 1200] 410 29 500 631 85 772 70130 412 810 97 991 71070 189 278 72046 98 117 84 341 412 574 648 850 73205 467 709 26[ 200] 65 855 959 74006 63 73 158 205 7 12 28 42 51 77 549 751 ( 800) 75134 219 736 975 89 97 76344 462 562 97 611 703 41 958 77008 146 64 81 89 208 26 352 74 95 78034 209 45 590 645 737 847 79084 284 410 716 909 80277 400 822 75 983 81026 70 231 448 61 549 760 962 90 82040 189 299 300 440 606 16[ 200] 20 750 77 83084 170 84 228 42( 200) 43 436 587 697 715 17 52 84076 114 30 222 25( 200) 37 388 41 490 563 814 15 33 80 85117 35( 200) 47 272 80 445 652 702 804 991 86077 220 468 586 80487053 67 77 80 108 269 79 429 34 678 838 42 53 98 88079 84[ 200] 431 36 546 829 58 89038 72 91 115 27 823 678 863 90087 180 494 610 71 873 908 19 23 91136 240 448 591 610 71 72 987 92012 88 110 61 204 67 351 648 49 67 94 738 819 93069 209 56 320 50 63 461 518 74 613 36 39 86 710 51 883 94021 157 300 39 95 560( 300) 849 69 974 95034 53 142 88 252 899 597 672 729 854 96065 182 84 218 26 851 75 491 525 832 96 97075 [ 300] 204 48 46 807 9 68 469 91 647 90 728 829 98100 20 480 676 786 41 842 9000 259 445 505 49[ 300] 619 771 81 82 805 972 98 100060 183 237 66 86 524 59 731 905 101198 241 42[ 200] 568 92 769[ 200] 868 983 102099 533 667 752 83 897 992 103072 76 18472 848 406 552 95 772 906 104020 39 206 48 402 98( 200) 528 61 681( 500) 727 887 934 105088 110 65 302 484 788 106143 63 549 693 96 902 107147 211 22 408 14 15 626 76 768 817 108157 69 82 451 513 640 862 66 997 109114 65 257 426 867 909 110170 251 64 349 498 549 852 934 89 111091 ( 500) 119 95 217 370 94 490 694 785 98 859 907 46 112265 604 748 844 113291 467 82 597 99 642 50 86 88 786 857 984 114008 208 312 80 530 38 742 802 907 115014 91 302 408 51 526 40 718 52 819 90 974 87 116095 141 55 404 505 640 96 799 117062 160 224 55 Berantwortlicher Redakteur: August Jacobeh in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. 333 559 76 624 31 908 118029 85 223 69 421 551 618 723 89 829 954 119090 127[ 200] 35 229 84 885 50 480 88 544 49 770 93 961 120014 55 105 258 301 49 78 95 438 541 77 121243 305 698 717 893 122169 259 426 520 24 688 898 12: 3025 41 335 830 124005 138 51 226 469 572 609 713 49 125042 278 387 462 620 884 963 126263 760 813 947 57 127004 83 191 346 76 437 65 544 98[ 200) 934 128172 298 345 535 661 778 814 18 129048 68 107 209 72 418 506 89 604 69 94 745 838 85 130006 67 859 69 465 68 642 84( 200) 713 891 97 131004 65 138 97 98 866 87 860 940 46 86 182006 169 408 44 609 69 97 733 53 800 50 903 41 183040 90 375 465 79[ 300] 562 68 99 689 836 134107 28 238 41 314 416 19 97 503 84 667 876 96 985 135018 168 233 51 437 76 587 136052 129 423 500 68 87 668( 1000) 731 979 187058 95 223 57 460 548 656 850 915 20 188057 242 89 883 519 637 799 865 948 54 77 139051 70( 200) 107 518 647 883 918 140019[ 800] 29 88 118 82 208 890 437 50[ 200] 52 541 1200] 664 713 74 75 141017 20 183 269 78 96 331 441 622 865 81 142109 657 70 777 83 86 87 899 949 60 143170 458 617 50 57 717 21[ 200] 76 801 35 61 905 6 46 144585 764 826 33 91 915 17 50 145214 395 414 75 583 84 626 40 702 146041 65 269 94 436 583 653 788 50 804 147044 57 114 43[ 200] 73 232 86 94 801 94 440 521 66 675 706 860 77 935 148228 97 33 7 716 901 51 149094 385 95 400 55 541 649 814 967 150404 71 535 41 607 950 151145 69 357 573 797 969 152004 113 254 604 153209 310 551 804[ 200] 56 154021 157 813 474 529 56 619 26 34 780 48 862 155012 248 355 65 498 528 603 19 56 72( 200) 750[ 200] 863 989 150077 166 802 34 431 907 28 38 157108 80 368 404 5 546 635 858 94 158058 159 282 372 488 643 724 75 99 821 159087 168 249 828 66 414 798 967 AST 100065 121 70 230 54 343[ 500] 528 67 612 81 782 936 65 161827 44 489 672 1200] 717 808 77 982 162119 559 668 899 900 12 103053 83[ 1000) 99 119 26 326 51 474[ 300] 669 706 858 92 164025 26 194 306 53 414 81 567 641 828 71 75 165015 122 434 57 580 36 52 85 672 757 88 90 950 166221 328 442 667 802 167006 171 288 812 55 440 504 8 44 945 91 168027 175 76 203 341 440 59 502 88 636 15000) 40 972 97 169191 304 410 28 545 632 788 812 47 961 170085 217 360 602 97 778 805 171049 183 201 15 330 565 638 855 172015 16 32 104 65 876 424 547 660 721 871 90 993 173290 381 439 89 708 73 174087 188 202 455[ 200] 640 42 765 72 818 19 915 175061 173 248 98 330 86 90 430 518 42 792 802 78 966 176055 64 146 480 641 82 742 44 69 177002 533 600 786 872 979 87 178078 107 8 231 368 489 90 522 29 78 628 741 845 179068 86 128 838 408 555 79 86 180007 67 116 46 222 30,44 412 639 46 789 500) 809 13 908 181002 52 61 73 113 386 452 75 518 656 815 918 182005 23 327 73 81 564 71 685 97 714 928 90 188061 126 279 325 441 54 64 646 726 52 813[ 200] 99 979 184000 85 139 395 511 45 640 61[ 200] 95 721 85 840 72 185067 141 56 214 61 817 20 28 87 47 448 595 683 721 186127 259 322 80 786 918 187286 815 401 14 19 46 79 89 188024 90 97 117 263 65 387 98 424 570 676 83 801 75 189008 119 48 76 226 27( 200) 812 458 509 696 785 190003 9[ 2001 97 108 51 66 80 521 61 668 80 747 975 99 191112 78 265 73 80 441 574 682 912 37 44 192170 79 324 424 623 193117 20( 200) 429 568 79 83 669 780 953 77 194229 35 361 448 508 32 47 652 55 88 754 195225 61 852.85 88 538 41 53 56 94 99 682 741 93 867 1300) 73 87 196008 164 97 274 1391 460 61 95 686 91 725 837 907 13 197012 137 61 779 902 198296 308 483 520 881 199008 9 61 149 74 93 300 510 57 701 47 815 30 69 77 958( 1000) 72 74 200059 94 157 225 32 360 81 470 885 927 201031 277[ 600] 367 436 506 63 664 882 979 96 202056 99 190 346 49 78 648 708 985 203011 275 866 448 569 613 820( 200) 53 924 204031 164 70[ 300] 218 366 575 [ 200] 97 608 70 75 705 879 205870 612 701 845 75 91 908 206122 383 466 533 657 75 762 864 92 207035 75 113 325 41 592 622 722 61 807 50 92 972 208007 40 47 67 145 93 376 80 464 577 671 700 209025 70 185 250 465 97 511 687 996 210034 35 154 439 750 882 69 968 80 211015 127 88 434 583 753 212130 208 466 569 774 861 98 218097 213 50 463 557 74 657 76 739 896 919 96 214108 244 97 621 40 708 808 34( 200) 51 930 215056 116 87 809 87 95( 800) 497 580 57[ 300] 610 822 99 216135 274 406 955 71 73 217278 826 80 408 42 575 79 85 698 747 218099 285 94 358 451 528 58 78 614 83 706 812 42 66 219113 26 44 46 78 263 81 402 508 88 40 761 64 88 930 66 62 220117 43 275 79 431 530 601[ 300] 32[ 200] 85 786 910 76 221025 60 106 12 62 218 37 71 866 92 538 601 60[ 200] 719 93 823 52 62 915( 200) 222020 70 110 206 501 49 849 93 913 55 223052 220 74( 200) 877408 25 549 75 640 91 723 989 221000 4 148 262 89 317 67 456 589 691 722 834 38 225049 94 189 201 29 379 455 $ 9( 200) Berichtigungen. In der Lifte vom 20. März vormittags fies 6318 ftatt 5513, 68 639, 51, 70 ftatt 58 189, 61, 70 und 100 767 ftatt 100 762. th hand Die Siehung ber vierten Riale ber Königlich Breußischen 200 ften Klaffenlotterie beginnt am 12. April 1895. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin.