Nr. 71. Abonnements Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 fg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pig. Sonntags: Nummer mit illustrirter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post BeitungsPreisliste für 1899 unter Dr. 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich anker Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 16. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgefpaltene Kolonel: geile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewerffchaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochenstagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, nr. 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Freitag, den 24. März 1899. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Unsere Post- Abonnenten wollen umgehend das Also ins Zuchthaus mit der ganzen sozialdemokratischen haben, was vor ihnen tausendmal gesagt worden warAbonnement ernenern, damit in der Zustellung Schriftstellerfippe! Die Sozialdemokraten sollen unter keinen baß solche Männer der eine zu ſechs, der andere zu zwei Monaten keine Unterbrechung eintritt. Umständen zu Ehrenämtern zugelassen werden, es soll ihnen Gefängniß verurtheilt werden konnten diese Thatsache wird in das Kainszeichen auf die Stirn gedrückt werden. Aber nicht weiten Kreisen Befremden erregen. genug damit! Von der Kanzel herab soll gegen sie gepredigt, die Schulkinder sollen durch ihre Lehrer gegen sie gehegt werden, kurz, es soll keinen Menschen mehr im heiligen deutschen Reiche geben, der nicht den Sozialdemokraten wie der Best aus dem Wege geht. Die Reichs- Nagethiere. Politische Ueberlicht. Die preußischen Junker, die fort und fort gegen den Berlin, den 23. März. Umsturz predigen, haben zu wiederholten Malen den Beweis Paragraphen Kesseltreiben. geliefert, daß sie die eigentlichen Umstürzler sind, daß sie es Und all das genügt dem ritterlichen Grafen noch nicht. Seitdem wir die Neuesten Nachrichten" der Großindustriellen find, die Gesetz und Recht mit Füßen treten und die, wenn Er denunzirt, daß irgendwo in irgend einer sozialdemokrati verdächtigt haben, sie wären einmal chrlich und aufrichtig gewesen, cs ihnen zum Vortheil gereicht, nöthigenfalls nicht einmal vor ichen Zeitung eine Notiz gestanden hat, die noch nicht unter suchen sie mit verstärktem Eifer Tag für Tag diese furchtbare Be dem Staatsstreich zurückschrecken. Sie verfolgen die bekannte Anklage gestellt ist. Und er fragt sich erstaunt: Ist denn schuldigung zu widerlegen. Das rothe Gespenst, das sie neulich Taktik des Diebes, der, um seine Verfolger von sich abzu kein Richter, fein Staatsanwalt, kein Polizist da? Teugnete, wird täglich in all seiner Farbenpracht heraufbeschworen, lenken, selbst in den Ruf„ Haltet den Dieb!" mit einstimmt. Ob die Reden der Mirbach und Klinckowström beſtellte Neuerdings entdeckt sie, daß wir noch lange nicht mit genügender und das Blatt überbietet sich in Mitteln, um die Puppe zu scheuchen. Es giebt keine zu Gewaltthätigkeiten geneigtere Klasse als Arbeit gewesen sind, wagen wir nicht zu entscheiden. Aber Energie den Zuchthauskurs steuern, noch bei weitem nicht alle Fußdiefe Junker, die das eigene Interesse als einziges Gesetz gilt, die Vermuthung liegt nahe, denn es ist nicht das erste Mal, angeln und Selbstschüsse ausnüßen, die in den Gesezesparagraphen und die alles, was sich ihrem Ausbeutungszuge in den Weg daß in Uebereinstimmung mit den Wünschen der leitenden verborgen liegen. Der Spürsinn der Staatsanwälte und stellt, mit brutaler Gewalt zu Boden streden. Kreise die Junker sich zu derartigen Handlangerdiensten herbei Richter scheint dem Blatt nicht hinlänglich ausgebildet. Wer die Junker richtig verstehen und ihre staatsgefähr- lassen. Und wenn auch die Minister Schönstedt und wir nun einmal kein Ausnahmegesetz haben, so muß eben mit lichen Umtriebe erkennen will, der darf sie nicht allein be- Freiherr v. d. Re de dem Junker Klindowström in einzelnen den Mitteln des gemeinen Rechts ein Kesseltreiben gegen die Perurtheilen nach ihren Reden im Reichstage, obwohl auch diese Puntten entgegentraten, so stimmten sie doch dem Grundgedanken fonen eröffnet werden, die das Verbrechen begehen, das kulturelle reichliches Material enthalten; nein, der muß dahin gehen, feiner Rede zu. Der Vizepräsident des Staatsministeriums, Aufwärtsstreben der Arbeiterschaft zu fördern. wo die Junker zu Hause sind, in das Abgeordnetenhaus, oder Dr. v. Miquel, freilich saß am Miniſtertische, ohne sich zu noch besser in das Herrenhaus. Hier machen sie aus äußern, er begnügte sich mit einem verständnißvollen Lächeln. ihrem Herzen keine Mördergrube, hier, wo sie sicher sind, nicht auf Widerspruch zu stoßen, enthüllen sie ihre legten Ziele, die da find Volksverdummung, Volksentrechtung und Volksausbeutung. Mögen sich immerhin die Junker unter Führung des Edlen v. Klindowström zu neuem Kampfe rüsten. Die Sozialdemokratie hat nichts dagegen, sie hat zu kämpfen gelernt und fie. wird auch diesen Kampf aufnehmen. Mächtigere Gegner Von der Tribüne des Herrenhauses herab hat vor einigen als der Landrath von Gerdauen sind von ihr zu Boden geJahren Graf Mirbach zum Staatsstreich auf- worfen, und so wird auch der neueste Ritter, der auszieht, gefordert, um das allgemeine gleiche und geheime Wahl- den Drachen Sozialdemokratie zu vernichten, bald einsehen recht zu vernichten. Das Wert, was er damals begonnen, lernen, daß für diesen Kampf seine Kräfte nicht ausreichen. hat er heute fortgefekt, nur ist er, gewißigt durch die Kritik Die Sozialdemokratie wird alles daran sezen, die von den seiner Rede in der Presse, etwas vorsichtiger geworden, er Junkern bedrohten Volksrechte zu vertheidigen, sie wird will nicht mehr den gordischen Knoten mit dem Schwerte den Ansturm von oben abzuwehren wissen, sie wird auf die durchhauen, er verlangt vielmehr, daß die Regierung die Thiere gehen, die an der Wurzel der deutschen Eiche nagen, Initiative zur Vernichtung des höchsten Rechtes des und sie wird diese Thiere zur Strecke bringen. Volkes ergreift. Zunächst gilt Stimmabgabe zu Leibe zu werden. es, der geheimen gehen, die AllgemeinDas sollte sich auch der Bundesgenosse des Grafen Mirbach, Graf Alindowström, gesagt sein lassen, der die Rede seines Genossen ergänzte und außer der Vernichtung " Der Prozeß Landauer " Da Wir haben Geseze, nur daß ihre Anwendung bisher an Entschlossenheit und Energie zu wünschen ließ. Was in dieser Hinsicht seither versäumt wurde, kann aber nachgeholt werden, wenn man nur an leitender Stelle sich überzeugen möchte, daß in der That der Augenblick zu einer intensiven Kraftanspannung gekommen ist. Würden alle die Hilfsmittel, über welche die Justiz- und Exekutivbehörden auch gegenwärtig schon verfügen, zur rechten Zeit, am rechten Ort und nach einem einheitlichen Plane gegen die grundsätzlichen Vernichter aller staatlichen und gesellschaftlichen Ordnung angewendet, so wären wir zweifellos in der Bekämpfung des UmSturzes schon ein gutes Stück weiter. In Ermangelung von etwas Besserem nehme man seine Zuflucht zu dem Guten, was man hat, und vergesse nicht, daß das Bessere gar oft der Feind des Guten ist. Die leitenden Stellen aber dürfen sich versichert halten, daß ein energisches Vorgehen ihrerseits der vollsten Zustimmung und nachhaltigen Unterstützung durch die Gesammtheit des nationalen Erwerbslebens, durch Industrie und Handel, Kleingewerbe und Handwerk, wie überhaupt durch alle, welche den Druck des sozialdemokratischen Terro= rismus mit wachsender Bitterkeit empfinden, im vorhinein ficher ist." Die Richter sollen also nach dem Wunsch der„ Neuesten Nachr." zu Schergen und Henkern im Dienste des Großkapitalismus erniedrigt werden, die das Gesetz nicht anwenden sollen, um die Schreckensherrschaft einer toll gewordenen Unternehmerschaft zu bändigen, um den Terrorismus rechtsfeindlicher Kapitalisten, die Kulturvernichter und Brutalitätsprediger in Schranken zu halten, sondern die das Gesez im Namen des Gesetzes beugen sollen, um die gewaltigste Bewegung im Geiste der Humanität, die die Weltgeschichte gesehen hat, zu erdroffeln. Welch' armseliges Beginnen! Der Gedanke marschirt am schnellsten, der Ketten trägt, und aus der Pein der Märtyrer wächst ihr Sieg machtvoll empor. Möge die herrschende Gesellschaft, soweit sie in jenem Blatte ihre Vertretung findet, in der Politik des. Bluthundes den Inbegriff höchster Weisheit verehren, die Menschheit schreitet über diese ihre Verleumder und Schänder verachtend und zielsicher hinweg. Preußisches Abgeordnetenhaus. Das Abgeordnetenhaus ist heute nach Erledigung einiger Kleinerer Vorlagen, Rechnungssachen und Petitionen in die Ferien gegangen. Ein längere Debatte rief nur die Petition des Vorsitzenden des Friedensvereins in Frankfurt a. M. betr. andere Behandlung des Geschichtsunterrichts in den Volks- und Mittelschulen und höheren Lehranstalten hervor. Ueber die Petition, welche verlangt, daß der geschichtliche Unterricht sich mehr auf die fulturhistorischen Momente, statt auf die Kriegsereignisse erstrecken soll, ging das Haus schließlich zur Tagesordnung über. Am 11. April nimmt das Haus seine Sigungen wieder auf. 00 heit und die Gleichheit des Wahlrechts sollen erst später an die Reihe tommen. Dadurch, daß die Stimm wird von der bürgerlichen Bresse sehr wenig beachtet. Wenn man abgabe öffentlich erfolgt, soll nach dem eigenen Geständniß sich des Eifers erinnert, mit welchem vor etwa Jahresfrist der des Grafen Mirbach die Sozialdemokratie ber- 30la- Prozeß besprochen ward, erscheint diese Gleichgiltigkeit allernichtet werden. Ist dies geschehen, und hat man auf diese dings etwas feltsam. Welche Entrüstung damals über den Pariser Gerichtshof, der durchaus nicht in die Diskussion des Dreyfus Weife einen gefügigen Reichstag erhalten, so wird es leicht Brozeffes eintreten wollte. Jm Prozeß Landauer lehnte das Gericht sein, auch die anderen Vorzüge des geltenden Reichstags- ebenso entschieden ab, in die Diskussion des Falles Biethen einWahlrechts wegzuestamotiren, und fo werden wir zutreten. mit der Zeit vielleicht dazu gelangen, das preußische Und wahrlich, wer den Bericht des Berliner Prozesses liest, wird oder das fächsische Landtags- Wahlsystem für den Reichstag nicht sagen können, daß es sich hier um vergleichsweise Unwichtiges zu bekommen. Ganz nett ausgedacht, schade nur, daß gehandelt habe. Die Elberfelder Tragödie nimmt das menschliche die Rechnung nicht stimmt, denn wenn man auch mit Hilfe Interesse aufs vollste in Anspruch und das Niederwald- Attentat dieser umstürzlerischen Pläne die Sozialdemokratie aus dem bildet einen hochpolitischen Hintergrund. Reichstage hinausgetrieben hat, aus dem Reiche kann man aufgeklärt worden. Jene Tragödie und dieser Hintergrund find in keiner Weise sie nicht treiben; im Gegentheil, aus diesem volksfeindlichen Der Thatbestand stellt sich nach dem Prozeß genau so dar wie Gebahren werden ihr ungezählte Schaaren neuer Anhänger vor dem Prozeß, der Schleier ist nicht gelüftet erwachsen, die im Verein mit den alten kampferprobten Ge- worden. Wenn der Vorsitzende des Gerichtshofes unter Annossen den Kampf gegen den Umsturz von oben kämpfen spielung auf den Dreyfus- Prozeß sich mit Befriedigung dahin aussprach, der Prozeß Landauer- Rubber habe den Beweis ge= liefert, daß es hier kein Geheimniß gebe, so hat der Herr Vorsigende sich entschieden geirrt. Das Geheimniß", das die Freunde der Wiederaufnahme des Brozeſſes Ziethen in ihrem Wege zu finden glaubten, ist gerade das Niederwald- Attentat. des Wahlrechts auch ein neues Sozialistengeset Und hat etwa die Berliner Gerichtsverhandlung den Beweis forderte. Es ist noch nicht lange her, da galt dieser Herr, geliefert, daß Polizeikommissar Gottschalt mit jenem Attentat feines Zeichens Landrath des weiten Kreises Gerdauen mit nichts zu thun gehabt habe? Im Gegentheil: Die Aussagen eines seinen 655 Getreuen, als das Schreckensfind der konservativen Beugen haben die Verdachtsmomente wesentlich vermehrt. Und Partei. Jest ist er ihr geistiger" Führer. Und warum? dieses Geheimniß" lastet nach den Verhandlungen des Prozesses Er hat einige sozialistische Broschüren und Flugblätter durch- Landauer- Rubber noch schwerer auf dem öffentlichen Gewissen als vorher. gelesen, einige Zitate auswendig gelernt und mit Mühe und Noth daraus eine Rede gegen die Sozialdemokratie zusammengestellt, Freunden des Wiederaufnahme- Verfahrens in der Ziethensache der Ueberhaupt find alle Hauptmomente, auf welche sich bei den die er allwöchentlich, sei es im Reichstage, sei es in Versammlungen Glaube an die Unschuld Ziethen's gründet, gestärkt worden. Diese unter dem Jubelgeheul seiner 655 Getreuen hält. Den Momente find, abgesehen von dem Licht, welches das Niederwaldmangelnden Gehalt feiner Rede sucht er durch ihre Länge und Attentat auf den Hauptbelastungszeugen wirft, und abgesehen die Noth der Aerzte, die teine Patienten, und die der Patienten, die durch häufige Wiederholung derselben zu ersetzen. Aber er von der Zeitfrage die Wichtigkeit, die dem Zeugniß der todt- feinen Arzt finden oder bezahlen können, sollte in der seit Jahren hat bisher wenig Erfolge aufzuweisen; im Reichstage hat er wunden Frau Biethen beigelegt wurde; und die mangelhafte angekündigten und einmal bereits versuchten Medizinalreform besich noch jedesmal eine glänzende Blamage dadurch zu- Prüfung des Hammer, Partikelchens", das mehr als irgend ein hoben werden. Da es nur ein Mittel giebt, den Nothstand zu beseitigen, die Verstaatlichung der Aerzte, so hätte eine gezogen, und selbst König Stumm soll sich dahin geäußert anderes Belastungs- Indiz zur Bejabung der Schuldfrage beitrug. Das Publikum weiß durch die Berhandlungen des vorigen gründliche Medizinalreform mur in dieser Richtung vorgehen haben, daß seine Rede gegen die Sozialdemokratie wirkungs- Mittwoch, daß die zusammenhanglos gemurmelten Worte der mit fönnen. Jegt ist nun der Medizinalreform- Entwurf fertig und aus Fragen gequälten Frau: Mein Mann, mein Herr Gemahl u. j. w.", dem großen Organisationsplan ist ein dürftiges Flidwert geworden, So hat es denn Graf Klinkomström einmal im als ein Beweis für die Thäterschaft des Mannes angesehen das sich Gefeß über die Dienststellung des Kreisarztes preußischen Herrenhause versucht, und der Neid muß wurden, obgleich der Schädel ganz zertrümmert und das Vorder- und die Bildung von Gesundheitstommissionen" es ihm lassen, er hat glücklich debutirt. Die edlen hirn ausgelaufen war, so daß bewußtes Reden absolut nennt. und erlauchten Herren staunten ob der Weisheit, die dem ausgeschlossen war. Und vor allem wurde am Mittwoch gräflich- landräthlichen Munde entströmten, und sie bemerkten in ihrer Begeisterung gar nicht, daß das, was der Graf ihnen predigte, schlimmer als der schlimmste Umsturz, daß es Auflehnung gegen die bestehenden Gesetze und offene Gewalt ist. Er ruft die Also nicht blos das Niederwald- Geheimniß ist unenthüllt gePolizei an, die die Verbreitung sozialdemokratischer Flug blieben, sondern auch das Geheimniß der Verurtheilung Ziethen's schriften verhindern soll. Er ruft die Staatsanwälte an, denen durch ist durch den Prozeß Landauer- Rubber nicht nur nicht aufgeflärt, eine generelle Instruktion klar gemacht werden soll, daß sie sondern dem Zweifel nur noch mehr Raum und Nahrung gegeben die Pflicht haben, in jedem Falle, wo Sozialdemokraten eine worden. Die Hoffnung des Berliner Gerichtsvorsitzenden hat sich scharfe Sprache gebrauchen und unter allen Umständen ein- also keineswegs erfüllt. Dagegen ist der Bewegung zu Gunsten der zuschreiten haben, selbst wenn eine Freisprechung zu erwarten Wiederaufnahme des Prozesses Biethen jedenfalls neue Straft zugeführt worden. ist. Er will, daß die Richter durch eine generelle Instruktion Ueber das Erkenntniß nur wenige Worte. Daß zwei Männer, darüber belehrt werden, daß es sich bei den sozialdemokratischen die, wie das Gericht selbst annahm, durch die besten Motive zu ihrer Schriftstücken nicht um Preßvergehen, sondern um Aufreizung Strafthat" veranlaßt waren, und deren einziges formelles Verzum Klassenhaß und um hochverrätherische Umtriebe handelt. gehen darin bestand, im Interesse des öffentlichen Rechtes gefagt zu boller ist. wie wir gestern schon andeuteten die hochwichtige Thatsache festgestellt, daß das" Partikelchen", wie gesagt das wichtigste Beweis: blut untersucht worden ist! Stück gegen Ziethen, nicht einmal chemisch anf Menschen Deutsches Reich. Die Aerztenoth, Der Entwurf, den die„ Deutsche medizinische Wochenschrift" veröffentlicht, bestimmt, daß für jede Gemeinde mit mehr als 5000 Einwohnern eine Gesundheitskommission zu bilden ist. Aufgaben der Kommission sind: 1. Von den gesundheitlichen Verhältnissen des Ortes durch Befichtigungen sich Kenntniß zu verschaffen und die Maßnahmen der Polizeibehörde bei der Verhütung des Ausbruchs oder der Verbreitung ansteckender Krankheiten in geeigneter Weise( Untersuchung von Wohnungen, Belehrung u. f. wv.) zu unterſtüßen; äußern; 2. über alle ihr von dem Landrath, von der Polizeibehörde und dem Gemeindevorstand vorgelegten Fragen sich gutachtlich zu 3. diesen Behörden Vorschläge zu machen. Auch sollen der Landrath und die Ortspolizei- Behörde vor Erlaß von Verordnungen, die das Gesundheitswesen betreffen, die Gesundheitskommission hören. In Gemeinden mit 5000 oder weniger Einwohnern kann, in Städten muß die Bildung erfolgen, hier, wenn der Regierungs präsident fie anordnet; in Landgemeinden kann sie vom Landrath im Einverständniß mit dem Kreisausschuß angeordnet werden. Der über den Kreisarzt handelnde Abschnitt sagt: Der staatliche Gesundheitsbeamte ist der Streisarzt. Er ist der technische Beirath des Landraths, im Stadtkreise der Polizeibehörde. Der Kreisarzt iit dem Regierungspräsidenten unmittelbar unterstellt. Der Kreisarzt hat insbesondere die Aufgabe: 1. auf Erfordern der zuständigen Behörden in Angelegenheiten des Gesundheitswesens fich gutachtlich zu äußern, auch an den Sikungen des Kreisausschusses und des Kreistages auf Ersuchen dieser Körperschaften oder ihres Vorsitzenden mit berathender Stimme 2. die gesundheitlichen Verhältnisse des Kreises aus eigener Anfebauung zu beobachten und auf die Bevölkerung aufklärend und belehrend einzuwirken; Einen katholischen Unterstaatssekretär hat das Zentrum, Oberbürgermeister von Berlin" gewählt worden, der einzige Vize". trotz seiner Militärfrömmigkeit nicht in das Kultusministerium zu der namenlos auf dem Papier steht. Vorsichtigerweise hat das bugfiren vermocht. Die Proteste der ultramontanen Preffe gegen die Komitee nämlich den Namen fortgelassen. Kandidatur Bartsch haben nichts gemigt. Wie die Kreuz- Zeitung" er- Das heißt eine Ehrung ohne Ansehen der Person! fährt, ist nunmehr Ministerialdirektor v. Bartsch auf den durch das Ausscheiden v. Wehrauch's erledigten Posten des Unterstaatssekretärs sammelte sich am Montag eine Anzahl alter Acht und vierziger Aus der Rheinpfalz. In Kirchheimbolanden ber beimbola im Kultusministerium berufen worden. " Daß die Geistesfreiheit" im Reiche Bosse durch diese Berufung aus der Hinterpfalz, Mainz u. f. w., um sich wegen der Vorberei nicht nothleidet, dafür ist gesorgt. Die„ Kreuz- Zeitung" rühmt ihm tungen zur 50 jährigen Gedenkfeier zu Ehren der im Kampfe für die nach, daß er einer uralten märkischen Pastoren familie entstamme. Reichsverfassung am 14. Juni 1849 gegen die Preußen in Kirch„ Er ist ein Mann von konservativer und bekenntnißtreuer Gesinnung beimbolanden Gefallenen zu besprechen. Nach längeren Berathungen Synodalen Körperschaften stets in versöhnlichem Sinne für den Zu- 11. Juni stattfinden. Soviel bis jetzt feststeht, wird sie in der Hauptund hat während seiner früheren langjährigen Mitgliedschaft in ben einigte man sich dahin, daß der Volksverein Kirchheimbolanden die nöthigen Vorbereitungen treffen soll. Die Feier ſelbſt foll am sammenschluß der positiven Elemente gewilt." Wäre der heilige Paasche nicht ein noch frömmerer Unter- fache in einem Festakt auf dem Friedhofe am Dential der um ihre Söhne trauernden Germania bestehen. 3. die Durchführung der Gesundheitsgesetzgebung und der staatssekretär geworden? Hierauf bezüglichen Anordnungen zu überwachen und nach Maßgabe Die alte Leier. Die, Post" bildet sich immer mehr zu jener Ueber die Stadtverordneten Wahlen in Karlsruhe i. B. der beſtehenden Vorschriften die Heilanſtalten und anderweitige Ein- Boffenfigur eines geistesschwachen Schwägers aus, ber bei jeber wird uns geschrieben: Von 8757 Wahlberechtigten der III. Klaſſe tiger in Intereffe des Gesundheitsweſens zu beaufsichtigen; benet Staffe auch hat er über das Apotheken- und Hebammenwesen, über die Grörterung auf die gleiche Nuganwendung herauskommt. Heute Sozialdemokraten und Demokraten erhielt 2511 bis Heilgehilfen und anderes Hilfspersonals des Gesundheitswesens die lesen wir: Aufsicht zu führen; efens bie Ginen weiteren fich lagenden Beweis Ginen weiteren flagenden Betveis für diefe geistige 2024 Stimmen; es fiegten davon 10 Sozialdemokraten, 4 Demobie Genolien stolb und Sauer unterlagen, obschon Refert her fant, bon rate iften und Sozialbem at raten halen, während liefert der heutige„ Vorwärts", welcher die Verurtheilung Landauer's fie nur wenige Stimmen unter den Kollegen blieben; denn die beiden als durchaus berkehrt bezeichnet und seine Freisprechung 8entrumsleute, welche auf der Liste der nationalliberalfordert. Das fozialdemokratische Blatt Das sozialdemokratische Blatt verlangt daher nichts fonservativ freifinndemokratischen Vereinigung und auf der Mäelangt 3170 Grimmten ate weniger, als daß die Ehre pflichttreuer Männer sozialdemokratischen Bentrumsliste standen, erschienen mit Das Bentrum verfügte über und anarchistischen Verdächtigungen schutzlos preisgegeben werden an erster Stelle gewählt. foll, wenn nur den Urhebern dieser Verdächtigungen ein dolus 822 Stimmen; die Höchstzahl der Stimmen des reaktionären nicht nachgewiesen werden kann. Diese Auffassung des sozialdento- Dreintännerbundes beträgt 2876. Im Jahre 1896 hatten die fratischen Parteiblattes bedarf feines Kommentars; es spricht Nationalliberalen 1200, die Sozialdemokraten 1900 Stimmen in der 4. den betheiligten Behörden Vorschläge zur Abstellung von Mängeln zu machen; auch neute für die öffentliche Gesundheitspflege geeignete Maßnahmen in Anregung zu bringen. In dem früheren Entwurf war der Streisarzt( reisphysikus) Boll beamter, und es war ihm ein Assistent beigegeben, der gleichfalls keine Privatpragis treiben durfte. Der jezige Entwurf ändert an der Stellung des heutigen Kreisphyfikus nichts Sonderliches: er bleibt halb Beamter, halb Privatarzt. Die Voff. 8tg." macht darauf aufmerksam, daß diefe Aenderung gegenüber dem früheren Entwurf etwa 5700 ihr Wahlrecht aus. Die der vereinigten den Wünschen der Ostelbier angepaßt ist. Durch die Zwitterſtellung welche auf Ehre etwas halten, die deutliche Mahnung, sich zur ehrenhafter, weil die Gouvernementalen das Aeußerste aufboten, um der Kreisärzte wird lediglich der Konkurrenzkampf der Mediziner verschärft, und für die ärmere Bevölkerung namentlich auf fast unmöglich. " Die schamhaften Studenten. Aus Anlaß unserer Bemerkungen über den verleumderischen und heuchlerischen Aufruf der Hallenser Klinikerschaft find uns verschiedene Zuſchriften zugegangen, die Material über die fittliche Reinheit der aus den Stätten ehrlichen Strebens" hervorgegangenen männlichen Aerzte beisteuern. Da ist u. a. ein Bäcklein Druckschriften, die dazu dienten, an Festabenden ärztlicher Standesvereine die Gemüther der durch den Chnismus der veiblichen Studenten noch nicht bedrängten Mediziner zu erheitern. Wir haben vergebens versucht, diese Dokumente ehrlichen Strebens durchzulesen. Eine solche Verquickung von Rohheit, Wiglosigkeit, schmugigster Gemeinheit und Wissenschaftlichkeit hätten wir nicht für möglich gehalten. Wir können uns nichts Ekelhafteres denken, als diese schamlose Ausbeutung der Gynäkologie, um die Lüfternheit der Festgenossen zu fibeln. 31 910 die getreue Residenz" vor der sozialdemokratischen Gefahr zu retten. Sie sind doch geschlagen und machen nun das sonderbündlerische Zentrum zum Prügelknaben. Jest gilt es für unsere Karlsruher Genossen, bei der Wahl der 4 Ersatzmänner der 3. Klasse noch einmal auf dem Posten zu sein. nachdrücklichen Abwehr gegen sozialdemokratische und anarchistische Bestrebungen zusammenzuschließen." do sen dem Lande wird nach wie vor die Gesundheitspflege erschwert, jare Boſt hätte sich mit ihrer Entrüstung an die Adresse des Die Staatsanwalts im Prozeß Landauer wenden sollen, der unsere Dem Bundesrath ist ein Gefeßentivurf wegen Verwendung lich hat der Oberstleutnant v. Egidh die„ Ehre pflichttreuer Aus Seien, 18. März.( Eig. Ber.) Landtag. Die hessische Anschauung in noch schärferer Form ausgesprochen hat. Bekanntbon Mitteln des Reichs Juvalidenfonds zugegangen. Danach Männer" den gleichen Verdächtigungen" preisgegeben, und gweite Kamnier hat in der verflossenen Woche einen großen Theil wird die im Gesetz von 1895 vorgesehene Beschränkung der Verbie Staatsanwaltschaft hat nicht einmal Antlage erhoben, well, wie ihrer reichhaltigen Tagesordnung erledigt. Das Häuflein Sozialwendung von Mitteln des Fonds für die daselbst bezeichneten Zwede der Staatsanwalt ta chow in der Verhandlung erklärte, an demokraten hatte alle Hände voll zu thun, um unserem Standpunkt auf die Binsen des entbehrlichen Aktivbestandes aufgehoben. Der feinem guten Glauben kein gweifel bestand. Das war eine sehr so viel als möglich Ausdruck und Geltung zu verfchaffen. Leider Ausgabebedarf des Fonds für nicht anerkannte Invalide verständige Anschauung des Staatsanwalts, die leider weber in fehlte unsere bewährteste Kraft, der Abg. Ulrich, ben eine nicht wird um 400 000 m. für das Jahr 1899 erhöht, also auf 1 100 000 M. feinem Strafantrag, noch in dem Urtheil des Gerichts zur unbedenkliche Erkrankung fernhielt. Er befindet sich jetzt glücklicherfestgesetzt. Ferner werden aus dem Reichs- Invalidenfonds für 1899 Geltung kam. weise außer Gefahr und auf dem Wege der Genesung. Der sozialBeträge zur Verfügung gestellt, um im Falle des Bedürfnisses Wittwen und Kindern ber im Kriege 1870/71 Ueber den verlotterten Ehrbegriff der Sozialdemokraten demokratische Antrag auf Errichtung einer staatlichen Lungenheilgefallenen oder infolge des Krieges gestorbenen Militärjammert die Bost", wagt aber nicht, gleich der übrigen reaktionären Anstalt wurde, entgegen dem Beschluß der Ersten Kammer, einstimmig angenommen; eine entpersonen neben den gesetzlichen Bezügen 8uschüsse Bresse, unsere Ausführungen über Zwangseid und Ehrbegriff wieder zum zweiten Male gewähren zu können. Für 1899 sind für diese Buschüsse zugeben. Würden ihre Leser nicht besser von dem verlotterten Ehr- gegenkommende Erklärung des Staatsministers Rothe läßt 600 000 m. festgesezt. In den folgenden Jahren soll die begriff der Sozialdemokratie überzeugt werden, wenn sie unseren hoffen, daß die neue Regierung die Sache in Angriff nehmen erforderliche Summe in den Reichshaushalts- Etat eingestellt werden. Artikel ganz abbrudte? Die Deutsche Tageszeitung" wird. Der für die Entwidelung des Boltsbildungswesens wichtige Diese Zuschüsse unterliegen nicht der Beschlagnahme und die Be- hat bisher keine Antwort auf unsere Frage nach dem Deutschthum, Antrag Schönberger und Genossen, sämmtliche Kosten der willigung erfolgt unter Ausschluß des Rechtswegs durch die Militär- frog der fruchtbaren Phantasie ihres Chefredakteurs, gefunden. Die Fortbildungsschulen auf den Staat zu übernehmen, wurde von behörde. Die Wittwen der Soldaten vom Feldwebel abwärts follen Gefchichte ist eine unangenehme Erfindung für die Herren, die unserem Abg. Rau energisch unterstüßt. Auch in dieser Angelegen neben der gesetzlichen Beihilfe jährlich 120 m. Zuschuß erhalten, jedesmal an historischem Gedächtnißschwund leiden, wenn es sich beit dürfte die Regierung dem Willen der großen Mehrheit der Behufs Ausbau und Zentra Kammer demnächst Folge geben. wodurch sich die Bezüge der Wittwe eines Feldwebels auf 444 m., nicht um geschichtliche Fälschungen handelt. eines Unteroffiziers auf 372 M., eines Gemeinen anf 300 m. lisation der Arbeitsnachweise forderte ein vom Abg. Köhler erhöhen. Ueber die Berliner Spieleraffaire schreibt der Berliner( Worms) ausgegangener Antrag Erhöhung des Staatszuschusses um Berichterstatter der Hamb. Nachr.":" Die Untersuchung in 6000 Mart. Seitens der Regierung gab ber Ministerialrath Bezug auf den Klub der armlofen" dauert fort, und Braun eine Uebersicht über die rasche Entwickelung der Heffifchen wie man sich erzählt, follen die Umstände, die dabei zu Tage ge- Arbeitsnachweise und versicherte fein lebhaftestes Intereffe für treten sind, für manchen hochangesehenen Namen von pein- ihre weitere Vervollkommnung. Abg. Sa as( Mainz) gab unferen lichster Art sein. Aber Herr v. Windheim ist ein energischer Wann Wünschen in Bezug auf den Ausbau dieser Organisation Ausdruc. und fühlt sich durch keinerlei Rücksichten gebunden; ich glaube, daß Gegen den vom Abg. Köhler( Worms) in die Debatte geworfenen das in diesem Falle doppelt gut ist; denn es scheint in der That, Gedanken, die Arbeitsnachweise durch Ausschluß des Stellenals habe in lezter Beit das Unwesen des heimlichen Glückspiels nachweises na ch den Städten gewiffen agrarischen Wünschen zu Liebe wieder start überhand genommen. Unwillkürlich werden die zu verstümmeln, wurde durch den Abg. David sofort energischer Melteren bei dieser Gelegenheit an jenes ähnliche Vorkommniß Brotest eingelegt. Dem von der Regierung geforderten weiteren in ben fünfziger Jahren zurückdenten, das in seinen Folgen den da 10 Millionen Staatsfredit für die Landeskreditkaffe, deren Aufgabe maligen Bolizeipräsidenten v. Hindeldey in den Tod stürzen sollte." es ist, Meliorationsdarlehen gegen hypothetarische Sicherheit an Ges Der in der höheren Gesellschaft gut bekannte Korrespondent erzählt meinden und Private zu geben, wurde von unserer Seite zugestimmt. dann aus den 70er Jahren von der Spielhölle eines gewissen Casper: Abg. David begrüßte die Erweiterung dieses dem landw. Fortschritt Natürlich drehte sich Alles um das Spiel, an dem der Wirth selbst dienenden Instituts und entwickelte die Vortheile einer staatlichen sich aber klugerweise nicht betheiligte; er erhielt von jeder Banteinlage Bermittelung des gesammten Hypothekarkredits. Boraussetzung bliebe seinen Prozentjag, ließ sich die verabreichten Speisen und Getränke jedoch für uns dabei immer, daß der Staat fein Geld zuſeze; hoch bezahlen und machte dabei ein glänzendes Geschäft, ohne sich andererseits solle bie ginsspannung nicht größer sein als nöthig fei, allzu großem Risiko auszusetzen. Die Hauptsache für ihn waren die um die Verwaltungskosten zu decken. Der speziell die Mainzer Darlehen, mit denen er den Herren, die unglück im Spiel hatten, Arbeiterschaft nahe berührende sozialdemokratische Antrag auf Aufinfolge ungeheurer Verluste erschossen hatte, aufgehoben wurde, trotz der fachlich gewichtigen und vortrefflichen Ausführungen des Abg. unter die Arme griff. Als das Neft späterhin, als ein Herr v.. fich hebung des Brückengeldes wurde leider wiederum abgelehnt, brangen eigenthümliche Gerüchte in die Oeffentlichkeit. Es stellte a as; nur für die ein Fahrrad benutzenden Arbeiter wurde seitens der fich heraus, daß der Wirth der Spielhölle mit der ganzen Wucher Regierung eine Erleichterung dieser Extrasteuer in Aussicht gestellt. flique Berlins in Verbindung stand und daß man die Eine große Debatte knüpfte sich an den Antrag Brunner und interessanten Abende" nur arrangirte, um fich neue Opfer zu sichern. Genoffen, der die hessische Regierung ersucht, im Bundesrathe auf Denn natürlich erhielten lediglich solche Heeren Einladungen, von die Anfhebung der Sollkredite für Getreide hinzuwirken. Die benen man wußte, daß sie selbst, refpeftive ihre Väter vermögende Regierung lehnte es ab, fich eine gebundene Marfchroute vorschreiben Leute waren. Gefälligkeitsatzepte spielten bei diesem Treiben eine zu laffen, worauf die Agrarier verschiedenster Parteischattirung ein große Rolle; auf der Buchererbörse gingen dann die Papiere von heftiges Angriffsfeuer auf sie eröffneten. Nicht nur das Heil der LandHand zu Hand und wurden tagirt und abgewogen, aber den ent- wirthschaft, auch die Rettung der kleineren Mühlen wurde von der Besei fcheidenden Schlag gegen die leichtsinnigen Aussteller führte man ge- tigung der gemischten Tranfitläger und Aufhebung der Mühlenkonten wöhnlich erst, wenn das Opfer reif war. Die größte Freude erwartet. Der Zentrumsagrarier Frhr. v. Stöth erklärte dabei frant und leider pflegte auf dieser Wucherbörse zu herrschen, wenn man einer frei, die heutigen Getreidezölle feien Fälschung auf die Spur gekommen war, die dann so lange geheim lange nicht hoch genug". Abg. Davib beleuchtete scharf gehalten wurde, bis man sie zum Zwede einer größeren Erpressung den Zweck, den die Antragsteller verfolgten: die Erhöhung des Bolles ausnügen konnte...“ dictus ir afuum die Zollzinsen für die Zeit des Transports und der Einlagerung. Eine Verhöhnung der Familie Bismarck leisten sich die Erschwerung der Brotversorgung und Bertheuerung feien die Folge. Hamburger Nachrichten" indem sie folgende Kund. Die heimische Landwirthschaft folle durch Hebung der Produktion und genossenschaftliche Organisation der Getreidelagerung die gemachung der Welt preisgeben: Ginige Zeitungen beschäftigen fich neuerdings wieder mit dem mischten Tranfitlager entbehrlich machen; dann verschwänden sie von selbst. Prozeß, ben der frühere Friedrichsruher Oberförster Lange gegen Der Antrag wurde schließlich gegen die sozialdemokratischen den verewigten Fürsten Bismard angestrengt hatte. Üm verschiedenen irrthümlichen Auffassungen zu begegnen, möchten wir und eine freifinnige Stimme angenommen. wiederholt feststellen, daß der Oberförster Lange mit einer festen noch den größten Theil der kommenden Woche zu thun haben, um jährlichen Bension von viertausendfünfhundert Mark baar aus feinem das borliegende Material aufzuarbeiten. Dienstverhältniß ausgeschieden ist seine Mehransprüche, wegen beren er gegen feinen früheren Dienstherrn prozessirte, und bie von den Gerichten als unbegründet abgewiesen worden find, bezifferten fich auf die Summe von jährlich rund zwei hundert Mart;" Wir werden abwarten, wie sich die Mediziner zu dem die Frauen beschimpfenden Hallenfer Aufruf stellen werden, und hoffen nicht genöthigt zu sein, um die Heucheleien der Herren zu entlarven, einige„ Beleuchtungsproben" von der ſittlichen Anschauung medizinischer einige Beleuchtungsproben" von der fittlichen Anschauung medizinischer Standesvereine aus unserem Archiv den„ Stätten ehrlichen Strebens" zu widmen. Worte: Die Presse beschäftigt sich auffällig wenig mit dem Aufruf. Die Studenten werden ungalant das ist die gemüthliche Auffaffung einzelner Blätter. Dagegen widmet das offiziöse Organ ber liberalen Geheimräthe, der, Hamburgische Korrespondent", den Hallenfern träftige „ Wir erschrecken über die Leichtfertigkeit, mit der dieser Aufruf feine zum Theil geradezu unerhörten Behauptungen aufstellt. Man kann über die Thunlichkeit eines gemeinsamen flinischen Unterrichts für beide Geschlechter bei einem Theil des zu behandelnden Stoffes gewiß im Zweifel sein. Aber was sollen diese maßlosen Uebertreibungen, und was stellen sich die Herren Kliniker in Halle selbst für ein Zeugniß aus, wenn sie bemerken, daß in die Stätten des ehrlichen Strebens" mit den Frauen der Cynismus eingezogen sei! Den Frauen ist es gewiß bitterer Ernst mit ihrem Studium. Der Cynismus wirb also anderswoher tommen, und er taun nur in Leuten ausgelöst worden sein, die an sittlicher Reife Alles zu wünschen übrig lassen." A 91 Ein Vorgänger Kirschner's. aus " Zweihundert Mark find für die Millionäre schon langwierige Prozesse werth.1 Ein Schlag ins Waffer. Aus dem Elsaß wird uns geschrieben: Die Kammer dürfte In der Berliner Siegesallee wurden am Mittwoch wieder ein paar Standbilder enthüllt; eines stellte den letzten Wittelsbacher Markgrafen Otto den Faulen( 1865-1873) dar, dem als Begleiter Thilo v. Brügge und Thilo v. Wardenberg, Bürgermeister von Berlin, dienen. Bei der Enthüllungsfeier machte der Kaiser, wie die Die von der Colmarer Staatsanwaltschaft gegen die LandesBlätter erzählen, den anwesenden Bürgermeister Kirschner auf organisation der elsaß- lothringischen Sozialdemokratie eingeleitete Saupt- und Staatsaftion scheint sich als ein Schlag ins Wasser zu die Person seines Kollegen" Thilo v. Wardenberg aufmerksam, der ein troniger, aber tüchtiger Kerl gewesen sei; seine Berliner" eriveifen. Wie wir seiner geit mittheilten, fanden zu Anfang des hätten ihn allerdings in seinem Streben im Stiche gelassen. Der Das Busch- Tagebuch wird demnächst auf dem deutschen Jahres bei ben leitenden Genossen unserer Parteivereine in Geb. Staiser fragte, ob Herr Kirschner vielleicht zufällig schon von ihm Büchermarlt erscheinen. Die Bismard- Breije fucht schon vor dem weiler( Oberelsaß) zahlreiche Haussuchungen, Ronfistationen von gelesen habe; es gebe noch Spuren von ihm in der fgl. Bibliothek, Erscheinen des Werkes das Publikum abzuschrecken. Und doch hat Staffenbüchern, Vernehmungen 2c. statt, denen am 18. v. M. diefelben und fürzlich sei auch eine Monographie über Thilo v. Wardenberg der tonservative Verlag von Grunow in Leipzig bereits dafür gesorgt, Maßregeln bei den Mitgliedern des geschäftsführenden Ausschusses erschienen. daß die anstößigsten" Stellen des englischen Zertes entfernt wurden. unserer reichsländischen Parteileitung, den Genossen Böhle, Hoffmann Thilo v. Wardenberg hat versucht, eine Junterherrschaft gegen- Die Bismard- Bresse fann es nicht ertragen, daß ihr Heros gezeichnet und Martin in Straßburg und Emmel in Saargemünd folgten. über der gemeinen Bürgerschaft" zu etabliren. Er gerieth über wird, wie er wirklich war. 4 Das Ergebniß derselben beschränkte sich auf die Beschlagitahme diesen Streben auf den Richtblod, allwo sein Stopf unter dem Beile fiel. Das alte Berliner Stadtbuch, Ueber die geplante Nord- Süd- Afrika- Bahn schreibt die einiger Kaffenbücher und sonstiger Papiere bei dem Raffirer Hoffallerlei Freif. 8tg." Wirthiaftlich hat eine solche Bahn, soweit Nachweis dafür zu erbringen, baß die in den verschiedenen Barteidem die„ Bolts- Beitung" einiges aitirt, fagt ihm allerlei Freif. 8tg.": Wirthschaftlich hat eine solche Bahn, soweit mam. Es handelte sich bei diesem Vorstoß der Behörde barum, ben feinen babei das Junere, Zentralafrika, in Betracht kommt, ganz und gar orten des Landes bestehenden politischen Klubs( landesgefeßlich er„ lose Dinge" nach, zum Beispiel, daß er Landesherrn schlecht behandelt. Wenn nämlich die Fürsten einen feine Bedeutung: benn bort ist überhaupt nichts glaubte Vereinigungen von nicht über 20 Mitgliedern) eine mit dem laubte Vereinigungen von nicht über 20 Mitgliedern) eine mit dem Landtag abhalten wollten und Thilo als Bürgermeister die Nath- holen. Die Menschen sind bedürfnißlos und unluftig zu jeder Landeskomitee zusammenhängende Organisation ohne die erfordermannen zusammenberufen sollte, fo ritt er einfach up dat velb" Arbeit. Sentralafrita produzirt nur Elfenbein und Silave n. so und wartete der Herren nicht. Er verbot seinen Stumpanen", im Die Ausfuhr von Sklaven aber ist verboten, und die Ausfuhr von liche behördliche Genehmigung bilden. Das dieferhalb eingeleitete Strafverfahren ist nunmehr, soweit es sich gegen die erwähnten Strafverfahren ist nunmehr, soweit es sich gegen die erwähnten Sath zu reden, so daß sie nicht rathen konnten zu der Stadt Rug Elfenbein nimmt von Jahr zu Jahr ab. Die aus früherer Zeit Gebweiler Genoffen richtete, wegen Mangels genügender Verdachts, noch aufgespeicherten Vorräthe von Elfenbein im Innern Afrika's geben zur Neige, und die lebenden Elephanten find in rascher Ab- gründe" eingestellt worden. Die Koften wurden der Staatss bekannt burch seine Thätigkeit an der Post des Herrn v. Stumm, ist schon durchweg westwärts durch das Kongogebiet nach der Küste untersuchung gezogenen Mitglieder des Landeskomitees außer Bers erstattet. Es stehi fonach außer Zweifel, daß auch die in Der Zeitungsgeheimrath Freiherr v. 3 eblig- Neukirch.nahme begriffen. Was an Elfenbein noch zu holen ist, wird jest faffe zur Laft gelegt und bie befchlagnahmten Gegenstände zurüld folgung gesezt und damit der ein gewisses Aufsehen erregende Vors nunmehr zum Präsidenten der Seehandlung ernannt worben. Mit dieser Ernennung erlischt bas Mandat des Herrn stoß der Colmarer Staatsanwaltschaft im Sande verlaufen wird. Dieser v. Jedlitz zum preußischen Abgeordnetenhause. Es wird jedoch schon Ausgang der Angelegenheit ist um deffenwillen einigermaßen zu bes jeht die beglückende Stunde verbreitet, daß der Beförderte in seinem dauern, weil unseren angeklagten Genossen, denen der Nachweis der bisherigen Wahlkreise wieder zu kandidiren geruhen werde. absoluten Gesetzmäßigkeit unserer derzeitigen reichsländischen Parteiund Frommen". 10 ausgeführt." Oberbürgermeister Namenlos. Im Oktober d. J. wird hier bekanntlich der siebente internationale Geographentag zusammen treten, dessen Ehrenpräsidium fürstliche Personen übernommen haben. Bu einem der Ehren- Vizepräsidenten ist nun laut Programm der organisation ein Leichtes gelesen wäre, dadurch die Möglichkeit genommen ist, in öffentlicher Gerichtsverhandlung darauf hinzuweisen, daß die Behörden oft dasjenige, was sie der sozialdemokratischen Partei gegenüber zum Anlaß eines mit Aplomb in Szene gesetzten Straf verfahrens nehmen, für völlig erlaubt erachten, sobald es sich dabei um staatserhaltende" Vereinigungen, wie Kriegervereinte, die Organisation der Klerikalen, der Nationalliberalen 2c. handelt. Schweiz. Geistig ist Leo XIII. dagegen vollkommen rege. Er möchte gern Berit, 20. März.( Eig. Bericht.) Das Bundesgefes über alles sprechen, muß sich jedoch wegen Schwäche in feiner Unter betreffend das Berbot der Phosphorzündhölzchen haltung unterbrechen. Die Operationswunde ist noch nicht vollständig ist ohne Voltsabstimmung passiert, doch läßt es sich nicht so schnell verheilt. Allerdings könne der gegenwärtige Zuſtand noch lange ausführen. Der Bundesrath hat beschlossen, die einzelnen Bestim- dauern. mungen folgendermaßen in Kraft zu setzen: betreffend Verbot der Spanien. Schweden. Fabrikation von Zündhölzchent und Streichferzchen mit gelbem Madrid, 22. März. Eine Anzahl in die Heimath zurüd Phosphor am 1. April 1900; betr. Verbot der Einfuhr von Zünd- gelehrter Soldaten veranstaltete heute vor der Präfeftur Kundhölzchen und Streichterzchen mit und von gelbem Phosphor am gebungen. Der Präfekt empfing eine Abordnung der an der KundChronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. 1. Juni 1899; betr. Verbot der Ausfuhr und Verkaufs von solchen gebung Betheiligten und erklärte, er werde feine neue Kundgebungen Der verantwortliche Redakteur und Verleger des antifentitischen am 1. Januar 1901. Die schreckliche Phosphornekrose wird nun oder Ansammlungen mehr dulden. Die Gruppe zerstreute sich, ohne Fürther Beobachter" in Fürth stand Dienstag vor dem Nürn- bald in der Schweiz zu den überwundenen Berufskrankheiten daß es zu Ruhestörungen fam. berger Schwurgericht wegen Majestätsbeleidigung und Vergehens gehören. wider die Religion. Das Delift wurde in einer Kritik der Jerufalemer Nach dem Jahresberichte des eidgenössischen IndustrieKaiserrede erblickt. Der Beklagte wurde zu drei Monaten departements besteht das Personal des Fabrit Gefängniß vernitheilt. inspektorats aus 10 Beamten; im vorigen Jahre fam der Aus Oberschlesien wird uns geschrieben: Wegen Majestäts- Ingenieur Soldati in Lausanne neu hinzu. Die Zahl der aus beleidigung, angeblich begangen beim Anblicke einer Kaiserbüfte, geführten Revisionen betrug 6418 bei 5726 Etablissements. Das wurden am 22. d. M. von der 1. Strafkammer des Beuthener Industriedepartement hatte sich im Vorjahre auch mit der Frage Landgerichts der Maurermeister Kasimir& iersch und der Geschäfts- der Anstellung weiblicher Fabritinspektoren zu beführer des polnischen Verlagsgeschäfts Katholit", Robert Jarda, schäftigen. Die Fabrikinspektoren sprachen sich in einem Gutachten beide aus Beuthen, zu 6 resp. 4 Monaten Gefängniß dagegen aus. verurtheilt. Abrüstungskonferenz. Italien soll seine frühere Weige rung, auf der Konferenz zu erscheinen, wenn auch der Vatikan eingeladen werde, aufgegeben haben. Rußland soll für Aufgabe der Weigerung eine Unterstügung der italienischen Ansprüche in China zugesagt haben. Auch ein Attentäter! V = heblich berbösert worden. Der Schuh ber,.Arbeitswilligen". Ueber das neue Gesez gegen die Arbeiterorganisationen, von den wir berichtet haben, schreibt Arel Raphael- Stockholm in der Soz. Praxis": M " Daß der Reichstags Beschluß, wenn er wirklich Gesezeskraft erhält, von schwerwiegenden Folgen sein wird, braucht nicht in diesen Blättern hervorgehoben werden. Die Arbeiter werden sich als in der Reichsversammlung nicht vertreten und als der vollen Bürgerrechte nicht theilhaft betrachten. Die bisher mancherorts noch befriedigenden, patriarchalischen Verhältnisse werden den Klassentämpfen geöffnet. Die sozialdemokratischen Säemänner haben in ihrer Arbeit eine treffder Arbeiter kein Einhalt gethan; er wird nur vorsichtiger und mehr liche Hilfe bekommen. Und bei alledem wird dem Zusammenschluß insgeheim organisirt werden. Der einzige Gewinn des Gesetzes wird vermehrte Unzufriedenheit und Erbitterung sein. " zur Yokohama, 22. März. Hier wird angenommen, daß vor der nächsten Parlamentssession eine Aenderung im japanischen Kabinete nicht eintreten werde. Einer Meldung aus Soul zufolge find alle minister vom Kaiser von Korea entlassen und 8 wei verbannt worden; der Vorgang stehe im Zusammenhang mit durchgreifenden Personalveränderungen in den Provinzämtern. Amerika. Zürich, 20. März.( Eig. Ber.) Die Kundgebungen gegen die dauern fort, ebenso ihre Erörterung in der Preffe. In der„ Berner Ausweisung der vier italienischen Sozialisten Taqwacht" veröffentlichen die 11 sozialdemokratischen Mitglieder des Berner Kantonsrathes wie die 25 sozialdemokratischen Mitglieder des Berner Stadtrathes mit ihren Unterschriften einen offenen Brief an Indessen ist mit den Abstimmungen im Reichstage der Antrag den Bundesrath, in dem sie daran erinnern, daß der Artikel des noch nicht Gefeß. Noch hat er zwei Etappen zu passiren, wobei er " Sozialista", wegen dessen Todeschi ausgewiesen wurde, anstandslos wahrscheinlich nicht mit heiler Haut davonkommen wird. Wie jede im römischen„ Avanti" abgedruckt worden ist und daß ferner die Gesetzesänderung wird auch dieser Gegenstand dem Gutachten des Aus Zürich wird uns geschrieben: In Luzerner„ Demokrat" italienischen Flüchtlinge, welche 1849 vom Kanton Tessin aus Reichsgerichts unterbreitet, und es ist kaum zu erwarten, daß sie der wird eine romantisch flingende, aber thatsächlich wahre Attentats- einen betvaffneten Einfall in Italien machten und bewaffnet unparteiischen Kritik der hervorragendsten schwedischen Rechtsgelehrten geschichte aus Reinach im Kanton Aargau, wo Zigarrenindustrie ein österreichisches Dampfschiff weggenommen hatten und endlich Stand halten wird. Würde aber dies auch der Fall sein, so bleibt betrieben wird, veröffentlicht. Darnach tam jüngst dorthin ein ver- 1869 Mazzini und Genossen, welche beschuldigt waren, den Aufstand doch noch eine letzte Auswahl übrig: die Regierung kann ihre heiratheter Bigarrenarbeiter aus Bayern, der bald einen Landsmann, bon Mailand von Lugano aus angezettelt zu haben, nicht aus- Ganttion verweigern. Ihr jeßiger Leiter, Herr Boström, hat mehr den Schuhmacher Hofmann, in Reinach lennen lernte und diesem gewiesen, sondern lediglich internirt worden als einmal seinen praktischen Blid, seinen fühlen Kopf bewährt." bertraulich mittheilte, daß er in ein anarchistisches Kom- eien; desgleichen Giuseppi Nathan, der 1870 mit einer Handvoll als einmal seinen praktischen Blid, seinen fühlen Stopf bewährt." Rußland. plott verwidelt fei, das beschlossen habe, den Flüchtlinge von Lugano aus einen bewaffneten Einfall in Italien deutschen Kaiser am 11. März au tobten. Das 2008 gemacht hatte. Das Verlangen selbst geht dahin, den Ausgewiesenen Wie hohe Wellen die finische Bewegung, über die wir für die Ausführung sei auf ihn gefallen, nun habe ihn der Muth Gelegenheit zu geben, sich zu verantworten und erst dann einen bereits mehrfach berichtet haben, gegenwärtig schlägt, das schildert verlassen und aus diesem Grunde sei er in die Schweiz definitiven Entscheid zu geben. sehr anschaulich ein aus Helsingfors vom 18. März batirter. Im Kanton Aargau wurde in der gestrigen Bolts- in der Voii. 3tg." abgedruckter Brief: Für die Massenadresse an geflüchtet," Hofmann schrieb mun darüber an den Kaiser und an den Reichskanzler nach Berlin abstimmung das neue Lehrerbesoldungsgeseh, das den Baren, die von der gegen 500 Mann starken Abordnung aus und der dumme Prahlhans wurde auf Beranlassung den Lehrern schätzenswerthe Gehaltserhöhungen bringt, mit 18 684 Finland überreicht werden sollte, war in Finland im Laufe vou des deutschen Konsulats in Zürich verhaftet und gegen 14 180 Stimmen angenommen. faum 24 Stunden ein Garantiefonds von 500000 M.( finisch) auch dahin abgeliefert. Hier ergab sich, daß der Zigarrenarbeiter Da man nämlich glaubte, daß sich Frankreich. zusammengebracht worden. in albernster Weise geflunkert hatte und an der ganzen KomplottSer Kaiser zu der Zeit, wo die Adresse zur Ueberreichung und Attentatsgeschichte fein wahres Wort ist, so daß er sofort ber Arbeitsbedingungen in den öffentlichen Arman die Absicht, Paris, 21. März.( Eig. Ber.) Gesegliche Regelung fertig sein konnte, an der Riviera befinden würde, hatte wieder entlassen wurde. Er hat nie irgend einer Organi die ganze Abordnung, die meistens aus fation angehört und ist weder Anarchist noch Sozialist und beschäftigt beiten bezweckt ein von der Arbeiterkommission der Kammer fertig Landleuten bestand, dorthin zu senden. Wurde ihr die fich nicht mit Politik. Nach seiner Rüdfehr von Zürich nach Reinach gestellter Gesetzentwurf. Wie jede sozialpolitische Reform, hatte auch Audienz verweigert, so sollte sie auf einen geeigneteren Zeitpunkt machte er einen Selbstmordversuch, an dessen Ausführung er aber biefer Entwurf, der sozialistischen Ursprungs ist, eine jahrelange warten. Auf diese Weise konnte also die Reise recht fostspielig verhindert wurde. Durch die dumme Geschichte hat er seine Arbeits- Schlummerzeit in der Kommission durchmachen müssen. In der werden und daher brachte man eine große Summe zusammen, die stelle verloren und fizzt nun mit der ganzen Familie mittellos in neuen Legislatur wurde er vom Genossen Vaillant wieder ein- an und für sich schon ein Ausdruck dafür ist, in welcher Bewegung Reinach. Für findige Polizeispiel wäre der Vorgang Bauholz gebracht. Der Pariser Massenstreit vom Herbst vorigen Jahres, der sich gegenwärtig das finische Volt befindet. Die Unterschriften zu gewesen zu einer gruseligen Attentatsgeschichte und ein fetter Bissen arbeiten beschleunigt. Der sozialistische Entwurf ist freilich dabei er- was bei dem Wangel jeglicher Verkehrsgelegenheiten und der dünngewesen zu einer gruseligen Attentatsgeschichte und ein fetter Bissen sich zum Theil um die bezügliche Frage drehte, hat die Kommissions- der Adresse trafen selbst aus den entlegensten Theilen Finlands ein, für alle Scharfmacher.Der Hauptgrundsatz der Reform ist die Verpflichtung der Unter- gefäeten Bevölkerung nicht wenig zu befagen hat. Von den auc Der Hauptgrundsatz der Reform ist die Verpflichtung der Unter: Sammlung von Unterschriften ausgeschickten Abgesandten wurde als Dem neuen Bürgermeister von Paris widmet die Konserv. nehmer von öffentlichen Arbeiten auf bestimmte Arbeitsbedingungen. nördlichster Punkt ein dicht unter dem Polartreis belegenes KirchKorrespondenz" folgende Betrachtung: Die gesegliche Einführung dieses Grundfazes wurde nothwendig, spiel besucht. Die Bauern dieses Kirchspiels sandten aber nicht nur Der neue Gemeinderaths- Präsident, Louis Adrian Lucipia, nachdem der Staatsrath( das oberste Verwaltungsgericht) die feit Boten an alle Bewohner ihres ungeheuer ausgedehnten Bezirks, der französischen Hauptstadt ist Sozialdemokrat. Ursprünglich 1882 vom Gemeinderath den Unternehmern auferlegten Berpflich- sondern schickten auch einen Schneeschuhläufer zu einem über Jurist, trat er in die Redaktion der sozialdemokratischen Blätter tungen in Bezug auf den Lohn annullirt hatte. Im Einzelnen sollen 20 deutsche Meilen nördlicher, über dem Polartreis liegenden Kirch Reforme" und" Rue" ein. Während des deutsch franzöfifchen die Pflichthefte der Unternehmer die folgenden Bestimmungen ent- spiel, welchen Weg hin und zurück der Schneeschuhläufer in un Krieges war er Hauptmann in einem Freiwilligen Genie- halten: Lohn- und Arbeitszeit richten sich nach den orts- und glaublich kurzer Zeit zurücklegte. bataillon und bis zum Sturz der Kommune, der er gewerbeüblichen Bedingungen, welch' letztere durch lebereinkunft der angehörte, Mitarbeiter des Afien. „ Cri du Peuple". Das betreffenden Gewerkschaften und Unternehmer Organisationen Kriegsgericht verurtheilte Lucipia zum Tode. Doch wurde festzustellen wären, oder wo feine solchen bestehen und Ans China wird berichtet: Die britischen Marine. diese Strafe in lebenslängliche Zwangsarbeit umgewandelt. wenn feine Uebereinknnft zu stande fam, durch gefoldaten haben am Mittwoch Peking verlassen; das deutsche Lucipia trug zunächst in Toulon die grüne Müße und die Stette. mischte Stommiffionen", die je zur Hälfte aus Unternehmern Truppenkontingent hatte sie zum Bahnhofe begleitet. Dann deportirte man ihn nach Neukaledonien auf die Insel Nou. und Arbeitern bestehen soll. Ferner wird ein Ruhetag in der Jim nächsten Jahre, 1879, genoß er eine Begnadigung zu zehn o dhe festgesetzt und die Zahl der ausländischen Im jähriger Berbannung und im Jahre 1880 nach seiner Rüdlehr nach Arbeiter beschränkt. Frankreich vollkommenen Straferlaß. Er wurde Mitarbeiter des Vaillant's Entwurf verlangte dagegen die gesetzliche Einführung „ Citoyen de Paris", der, Convention Nationale" und des„ Radical". der neunstündigen Arbeitszeit und eines Lohnminimums, sowie die Bald darauf wurde er auch in den Pariser Gemeinderath ent- Beschränkung der Zahl der ausländischen Arbeiter auf höchstens sendet, und mun ist er Präsident dieser Körperschaft. So herrlich 10 pet. weit haben wir es in der deutschen Reichshauptstadt nun Dieser Tage wurde der Gefeßentivurf der Arbeitskommission in freilich noch nicht gebracht; wer weiß aber, was bei dem einer gewerkschaftlichen Versammlung der Arbeitsbörse berathen, an Wachsen des sozialdemokratischen Einflusses auf die führenden welcher der Berichterstatter, der Linksradikale Pierre Baudin, und legten Tage haben Drahtberichte aus englischen Quellen gebracht, mehrere sozialistische Abgeordnete als Redner theilnahmen. Die Verlegten Es verdient hervorgehoben zu werden, daß der ,, Genoffe" fammlung war von der Gewerkschaft der Baumaler einberufen, die die bestätigen, daß die Lage des Generals Otis nichts weniger als Bürgermeister bei der bevorstehenden Pariser Weltaus zum Frühjahr einen Generalstreit geplant hatten zweds Durchfegung behaglich ist. Keine zwanzig Kilometer von Manila, bei Marilao, stellung die hauptstädtischen Sonneurs au machen haben ihrer Forderungen in Bezug auf die öffentlichen Arbeiten. Der lagert ein starkes Tagalenbeer unter Aguinaldo, auf Hügeln wohl wird. Für diejenigen Standespersonen, welche etwa Lust Entwurf wurde als eine Abschlagszahlung einstimmig gutgeheißen verschanzt und im Schuße der Dschungeln; es mit Gewalt zu verhaben sollten, der Republik die Ehre ihres Besuches zu und das Parlament von ber friedlichen", d. H. dem Streit ab- treiben, dürften die Truppen des Generals Otis zu schwach und zu theil werden zu laffen, dürfte die Aussicht, von einem ehe: geneigten Stimmung der Versammelten versichert unter der Be- nur durch eine Umschließung möglich, die durchzuführen schon die Bodenunerfahren im Busch- und Sumpftrieg sein, es auszuhungern wäre maligen Mitgliede der Kommune begrüßt zu werden, wohl bingung des baldigen Zustandekommens der Reform. etwas abkühlend wirken." verhältnisse und das Klima verbieten. Uebereinstimmend wird berichtet, daß Aguinaldo die strengste Manneszucht hält und insbesondere jede Regung von Unterwerfungsluft erbarmungslos straft. Zwölf in Manila wohnende Philippiner, die in Briefen an Krieger Aguinaldo's zur Unterwerfung riethen, sind von ihm vogelfrei erklärt und der Stache der Tagalen preisgegeben worden; einen Unteranführer, der Zur Dreyfus: Affäre. Das Journal" will wissen, die ver- ihm von Rapitulation zu sprechen wagte, hat er auf der Stelle enteinigten Kammern des Kaffationshofes würden in der Revisions haupten lassen. Auch in Jlo Jlo gehen die Dinge nicht so glatt, angelegenheit teine neue Untersuchung veranstalten; den wie die Amerikaner nach der unerwartet leichten Einnahme der Enthüllungen Bicquart's würde nur relative, den Enthüllungen Hauptstadt gehofft hatten. Im Innern der Insel behaupten sich die „ New- York Esterhazy's teinerlei Beachtung geschenkt werden. Der Kassations- Aufständischen. Vorige Woche lieferten sie, wie Der Gewaltstreich gegen Finland. Die von der ruffischen hof werde fich faft ausschließlich mit dem Prozeß aus dem Jahre Herald" berichtet, den amerikanischen Truppen bei Santa Barbara Regierung gegen Finland ins Werk gefesten Gewaltmaßregeln 1894, mit der Prüfung des Bordereaus und mit der Frage ein Gefecht, in dem diese zum Rückzuge auf Faro gezwungen wurden wie üblich in der ruffischen Presse todtgeschwiegen und die der Gefegmäßigkeit des Urtheils beschäftigen, außerdem untersuchen, wurden. Ein Indianeraufstand ist in der südamerikanischen Republik Nachrichten über jene Vorgänge tommen theils durch die Vermittelung ob das für die Wiederaufnahme des Prozesses nothwendige neue Bolivia ausgebrochen. Zwei Bataillone sind von Oruro ausgerückt, der schwedischen Bresse, theils auf privatem Wege. Diesem Umstande Faktum wirklich vorhanden sei. ist es zuzuschreiben, daß auch allerlei unrichtige Gerüchte auftauchen Die brei Kaffationsräthe, welche als nicht einwandsfrei den um den Aufstand niederzuwerfen. Die Regierung hat in Tarija konnten. Die Gerüchte über den Gesundheitszustand und Verhandlungen der bereinigten Stammern nicht beiwohnen Befestigungen errichtet. Ferner wird aus Valparaiso ge Wir meldet: Der frühere peruvianische General Caceres ist aus die vorgebliche Entmündigung des Kaisers fanden umsomehr sollen, haben folgende Erklärung abgegeben: Glauben, als man nicht wohl annehmen konnte, daß der glauben uns befugt, an den Verhandlungen der drei vereinigten Argentinien in Arica eingetroffen. Er giebt zu, daß er die Absicht Autor bes Friedensmanifestes, der im Geruche Stammern theilzunehmen: 1. Weil wir früher unfere Meinung nicht habe, einen Streich gegen die derzeitige Regierung von Peru zu ciner gewissen liberalen" Gesinnung steht, einen derartigen über die Basis dieser Angelegenheit abgegeben haben, da wir sie führen, sobald ein günstiger Moment dazu gekommen ist. ritt, wie ihn die Vergewaltigung Finlands nicht kannten, und auch nicht über die Untersuchung, die damals bildet, in kürzester Frist unternehmen würde. Diese Thatsache noch gar nicht eingeleitet war; 2. glauben wir uns an das Gesetz nun findet durch den Umstand ihre Erklärung, daß der gar, wenn halten zu müssen, welches formell fordert, daß alle Mitglieder der auch vielleicht nicht in dem Maße wie seinerzeit fein Vater, von der brei vereinigten Stammern ohne Ausnahme an den Berathungen Die Bernstein'sche Broschüre über„ Die Voraussetzungen orthodox- geistlichen Partei am Hofe in hohem Maße beeinflußt theilnehmen müssen." Italien. des Sozialismus und die Aufgaben der Sozialdemokratie" ist jest wird, wobei diese Partei in der Person der Kaiserin- Wittwe eine fanatische Interpretin ihrer Wünsche und Jdeen findet. hat man die Inhaltsangabe aus dem„ Vorwärts" abgedruckt, zum Erst in einer der letzten Nummern der„ Nowoje Wremja" werden Romano" ein offigiöses Kommuniqué, welches nur einen einzigen Theil selbständige Referate darüber gegeben. Die meisten größeren Zur chinesischen Angelegenheit veröffentlicht der Popolo lo ziemlich in der ganzen Parteipreffe erwähnt worden; zum Theil die finländischen Angelegenheiten wieder erwähnt und zwar weiß die Zeitung von einer neuen Gewaltmaßnahme zu berichten. Auf die in neuen Buntt enthält, daß nämlich der mit Vollmachten zu Ver: Blätter haben auch erfreulicherweise kritische Besprechungen anPetersburg erhobenen Borstellungen des finländischen General- handlungen über Sanmun nicht ausgestattete chinesische Botschafter Blätter haben auch erfreulicherweise kritische Besprechungen anAußer dem Genossen Kautsky, dessen Kritik jetzt auch die gouverneurs, Bobrilow, nämlich ist unter deffen Aufficht ein Benfurbom gegenseitigen Vortheil einer Gebietsabtretung durchaus über- gelündigt. fomitee gebildet worden, welches forgfältig darüber wachen soll, daß zeugt fei und bie Forderung Italiens bei seiner Regierung in Beling Bielefelder Boltswacht" übernimmt, hat in der Sächsischen ja fein Wörtchen des Unwillens über bas auf loyal unterſtügen werde. Dasselbe Blatt publizit einen energischen Arbeiterzeitung" Genosse Parvus eine Artikelreihe begonnen zur gewaltigung der Breffe entschlüpfen soll. Bobrikow begründete politit Stellung nehme, nachdem die lombardischen Induſtriekreise Standpunkt des Genossen Parvus ist im Allgemeinen bekannt, wir feine Forderung mit der Vorspiegelung, die finländischen Zeitungen erst händeringend die Regierung um ihr Eingreifen in die oſtaſiatie unterlassen es daher heute, wo erst der erste einleitende Artikel zu hätten seit dem Manifeste des garen angeblich einen revolutionären fchen Dinge gebeten hätten. Ton angeschlagen und" Thron, Regierung, die Wahrheit und persön Der Zustand des Papstes. Der römische Berichterstatter des liche Ehre" angegriffen. Streise Berlins noch werden mag. Die Stonf. Storrefp." ist über die Stimmung der Standespersonen sehr schlecht unterrichtet. Die Standespersonen" wären glücklich, wenn der sozialdemokratische Bürgermeister das einzige Hinderniß eines Besuchs der Weltausstellung bildete. Selbst der Bar hat ja der Marseillaise gehuldigt. Aber für manche Standesperson bestehen ernste zwingende Gründe, die Sehnsucht nach Paris zu bändigen.Ausland. So werden alle feierlich beschworenen Rechte des finländischen Bolles, eines Volles, das stets ruhig und loyal die ruifische Oberherrschaft getragen, rüdsichtslos vergewaltigt. Und derselbe Barismus beglüdt Europa mit Friedensmanifesten"! Lepteres ist eben der Haten. Die Stammer foll alvar fofort nach Erledigung der so überaus verspäteten Budgetberathung den Gesetz entwurf in Angriff nehmen. Aber der Senat hat die sozusagen grundsägliche Gewohnheit, sozialistische Reformen zu verschleppen, mögen fie auch so bescheiden sein, wie die vorliegende. Matin" versichert, die volle Wahrheit über den Zustand des Papstes sei diese: die Kräfte tehren nicht wieder, Schlaflosigkeit ift häufig, Nahrungsaufnahme gering. Der Papst wohnt der Messe bet, lieft fie jedoch nicht felbft. Die Empfänge, von denen die Zeitungen berichten, beschränken fich auf eine flüchtige Vorstellung, die der Papst, auf einem Ruhelager ausgestreckt, entgegenimmit. Von der Lage der Amerikaner auf den Philppinen. Die Partei- Machrichten. dem Gegenstande vorliegt, etwas daraus wiederzugeben, um damit zu warten, bis die ganze Arbeit oder wenigstens mehr davon vorliegt. Für heute nur soviel, daß er Bernstein als einen Abtrünnigen bezeichnet. Auch die Schwäbische Tagwacht" nimmt in der entschiedensten Weife Stellung gegen Bernstein. Sie fagt: ... Das Buch Bernstein's hat die Optimisten, die in seinem vorjährigen Angriff auf das Endziel" keinen Bruch mit dem Kerne " 1 des fozialdemokratischen Programms erbliden wollten und zu befizer lehnten jede Vermittelung ab und stügten sich auf ihre Rings denen auch wir trok unserer Bolemit gehörten- und erwarteten, bildung. Am Mittwoch Vormittag hatten bereits 100 Arbeiter der fein Buch würde die Scharte wieder auswegen, in's Unrecht gesetzt. Brauerei Henninger die Arbeit niedergelegt. Ed. Bernstein ist kein Sozialdemokrat mehr. Der arme Bernstein ist entgleist, die Partei aber wird fein Buch nicht zum Entgleisen bringen. Im Gegentheil wird es 18 dazu führen, daß wir das„ Endziel", das durch die Tageskämpfe wie natürlich in den Hintergrund gedrängt worden, wieder stärker als in legter Zeit betonen." Diese Kritik wird auch mehrere Artikel umfassen, deren Inhalt tir registriren werden, sobald sie vollständig vorliegen. Die Former der Firma Wolff u. Comp. in Seilbronn, Mann, haben wegen Lohndifferenzen die Arbeit eingestellt. Ausland. Soziales. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Mobler, wies darauf hin, daß es doch ganz natürlich fei, daß sich in den früher sittlich verwahrlosten Kindern das Gewissen erregt habe, als die Segnungen einer wonnen. Er sei fest davon überzeugt, daß die Stinder heute die liebevollen Erziehung in dem St. Afra- Stift Einfluß auf sie geWahrheit gefagt hätten, und er hoffe, daß der Gerichtshof diese Ueberzeugung theilen und den Angeklagten freisprechen werde. In Madrid befinden sich 3000 Droschkentutscher im Streit. Sie Der Gerichtshof hob das frühere Urtheil auf und sprach verlangen bei einer 15stündigen Arbeitszeit 2,40 M. Lohn. den Angeklagten frei. Der Gerichtshof sei nicht in In dem Kampf der schwedischen Arbeitgeber gegen die der Lage zu entscheiden, ob die Kinder heute die Wahrheit gesagt Fachorganisationen ist nun ein neuer Plan ausgeheckt hätten oder nicht, diese Frage müsse ebenso als unaufgeklärt bleiben, Dagegen äußert sich in der Frankfurter Volksstimme" Ge- worden: man will einen Verband religiöser Arbeiter" wie diejenige, ob die Zengin Selinski die Kinder beeinflußzt habe nosse. sehr wohlwollend und in der Hauptsache zustimmend zu begründen, der, wie es heißt, nicht die alten Verbände bekämpfen oder nicht. Es sei deshalb auf ein„ non liquet" erkannt worden, dem Buche. Er sagt:" Sie( die Schrift B.'s) erfüllt die Erwartungen, foll, aber auch nicht mit der sozialdemokratischen woraus folge, daß dem Angeklagten Entschädigungsansprüche nicht die wir auf sie gesezt haben, durchaus. In ruhiger, leidenschafts- Partei in Verbindung tritt. Auch in Dänemar! wurde zuständen. lofer Sprache werden vom Standpunkte einer gereiften und nach vor Kurzem ein ähnlicher Versuch angestellt, man hatte sogar in Eine Schreiberin anonymer Schmähbriefe hatte sich am allen Seiten gesicherten Anschauung aus die gegen manches Land- Kopenhagen eine große Versammlung„ christlicher" Arbeiter berufen, Mittwoch vor der Straffammer des Potsdamer Landgerichts in der läufige, aber auch nur Landläufige verstoßenden" Auffassungen des aber die christlichen Arbeiter protestirten nur, sie wollten in ihren Berson der 21jährigen Modistin Margarethe Billert zu verantworten. Verfassers dargelegt. Wir vermuthen, daß sich nach der Lektüre alten Fachvereinen bleiben. Die Angeklagte, die in den Kreisen der Potsdamer Lebewelt nicht der Schrift Manche verwundert fragen werden, ob das der unbekannt ist, ist die Tochter eines verstorbenen Proviantamtwächters. Mann ist, der schon von Eiferern aus der Partei gestoßen werden Die Angeklagte hatte nun zur Abwechselung einmal ihr Herz an sollte. Da es aber eben nur Eiferer waren, die so energisch" vorden Brigadeschreiber der 4. Garde Kavallerie Brigade Sergeant gehen wollten, so mag es eben gehen, wie so oft in ähnlichen Im Zeichen des Gerichtsvollziehers. Einen recht inter- Fahnkow vom 2. Garde- Ulanen- Regiment verloren; fie glaubte, Fällen: der Schaden wird auf Seite der Eiferer sein. essanten amtlichen Nachweis über die Nothlage, in der sich viele er würde sie heirathen, während Fahnkow versichert, daß Sonst hat die Parteipresse noch weiter feine Urtheile abgegeben. Tausende befinden, erbringt die großherzoglich hessische Zentralstelle er von vornherein der Angeklagten gesagt habe, er könne In Versammlungen haben sich bisher nur die Parteigenossen in für Statistit. Es sollten im Rechnungsjahre 1896/97 im Groß nur ein vermögendes Mädchen heirathen. Fahntow Bremerhaven mit dem Gegenstande beschäftigt. Genoffe Haverkamp Herzogthum Hessen insgesammt für 2 606 321 Posten 9 836 726. faßte das Verhältniß ur als ein platonisches erklärte, daß wir aufhören würden, Sozialdemokraten zu sein, wenn dirette Steuern gezahlt werden. Zum Fälligkeitstermin Freundschaftsverhältniß(!) auf. Als nun dasselbe das, was Bernstein sagt, zuträfe. waren aber 281 731 Posten mit dem Gesammtbetrag von 1898 gelöst wurde, erhielt Fahnkow sowohl wie dessen BeDie schweizerischen Partei: Organisationen planen eine 1 395 052 m. noch nicht bezahlt. Das verursachte schon für tannte fortgesetzt anonyme Schmähbriefe und Postkarten meist recht einheitliche Protestbewegung gegen die Italiener- Ausweisungen. Die Mahngebühren 23 906 M. Kosten. Aber auch nach der gemeinen Inhalts. Auch Waaren, die er gar nicht bestellt hatte, einleitenden Schritte sind schon unternommen worden. Mahnung waren viele nicht in der Lage, zahlen zu können, gingen ihm zu. So erhielten er eines Tages zwei Eimer Eis zu Ein neues lokales Partei- Organ in englischer Sprache ist so daß Pfändungsbefehle zugestellt werden mußten für gefchidt auf Grund einer mit seinem Namen gefälschten Bestellkarte. von den Genossen in Kansas City, Missourie, gegründet worden; es 108 388 rüdständige Steuerposten im Betrage von 648 976 M. Zur Eines Tages erschien in der Kaserne eine Frau und überbrachte ihm führt den Namen ,, Te Wage- Worker"( Der Lohnarbeiter"). Pfändung kam es bei 107 504 Steuerposten mit einer Gesammt ein Kind, das er angeblich in Pflege nehmen wollte, wozu er sich Restschuld von 461 142 M. Ohne Verkauf der Pfänder wurden auf Grund eines Inserats gemeldet hatte. Der Kobold wurde durch Todtenliste der Partei. Ein alter braver Parteigenosse, feit dann bezahlt 339 060 M., das verursachte trotz alledem 25 889 M. einen Zufall in der Person der Angeklagten entdeckt. Sie erhielt Bestehen der Schleswig Holst. Volksztg." Erpedient derselben, Koften. Durch Beschlagnahmen wurden gedeckt 18 926 M., 1 Monat Gefängniß und 50 M. Geldstrafe. Franz Schneider, ist am Dienstag in Kiel gestorben. Die Schwindsucht hat ihn dahin gerafft. Gar manchem Barteigenoffen Kostenpunkt 4915 M. Durch Verkauf der Pfänder wurden in Deutschland ist Franz Schneider bekannt geworden; von Beruf eingebracht 6085 M., Kosten 1359 M. Als uneinbringlich" wurden Weber ist er unterm Sozialistengesetz der Leiter der Partei in der 56 035 M. gestrichen, wegen Mangel an Pfändern( Armuth)" mußte sports stand gestern in der Person des früheren Postschaffners Provinz Schleswig- Holstein gewesen und hat in nie verfagender der Gerichtsvollzieher 5517 Steuerposten mit einer Gesammtsumme Pfleichteifrigkeit für die Agitation und Organisation gewirkt. 1887 bon 29 750 M. fahren lassen. war Schneider Delegirter auf dem St. Gallener und 1889 auf dem Bariser Kongreß. Im Jahre 1890 trat Schneider in die Expedition der neugegründeten„ Norddeutschen Volkszeitung", die er auch zeitweilig als verantwortlicher Redakteur zeichnete; 1893 tam er dann mit Schaffung der Schleswig- Holstein'schen Volkszeitung" nach Stiel als Expedient. Nun hat er seine Augen geschlossen, möge ihm die Erde leicht werden. Polizeiliches, Gerichtliches u. 1. w. " = Dabei erlitt Ein bedauernswerthes Opfer des Briefmarken- SammelWilhelm W. von der 9. Strafkammer des Landgerichts I. Der Angeflagte war beim Hauptpostamt angestellt. Eines Tages will er im Das Reich, welches bekanntlich keine direkten Steuern erhebt, Papierkorb einen Brief aus Amerita gefunden haben, welcher den kann froh sein, daß die Zehlung der indirekten Steuern auf Grund Bermerk„ Unbestellbar" trug, weil der Adreſſat nicht aufzufinden der Mahnungen erfolgt, welche jener Gerichtsvollzieher erläßt, den war. Der Brief mußte nach Ansicht des Angeklagten aus dem Bündel unbestellbarer Briefe herausgefallen und aus Versehen in den Papierjeder im eigenen Magen hat: den Hunger. forb geworfent fein. Der Angeklagte nahm den Brief an sich, löste die die indirekten nicht. Die direkten Steuern fann man wenigstens schuldig bleiben Freimarke ab und vernichtete den Brief. Mit der Marke wollte er jeinem Sohne, einem eifrigen Briefmarkensammler, eine Freude, Arbeiter Risiko. Auf dem Dache eines Villen Neubaues in machen. Die That wurde entdeckt, der im Dienste ergraute Beamte Barmen waren mehrere Tachdecker beschäftigt. Plötzlich löste sich wurde entlassen und erhielt eine Anklage wegen Unterschlagung im der Dachhaken, an welchen das Sigbrett befestigt war. Infolge Amte. Der Staatsanwalt verkannte nicht, daß die geringste Strafe, Der Ausschluß der Minderjährigen aus Versammlungen in Sachsen spielt jetzt alle Augenblicke eine Rolle vor den Gerichten. dessen stürzten zwei Gesellen herab. Während einer von ihnen welche für das in Rede stehende Bergehen angedroht werde, In einer Versammlung in Spechtriz bei Tharandt waren die zwischen dem Dach und dem Schornstein hängen blieb und nur eine im vorliegenden Falle sehr hart sei, aber es müsse auf drei Minderjährigen zum Verlassen des Totals aufgefordert worden. Schwere Hautverlegung an einer Hand davontrug, stürzte der andere Monate Gefängniß erkannt werden. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Einigen minderjährigen Kellnern, die lediglich zur Bedienung der in die Tiefe, wo er schwer verletzt liegen blieb. Außer einigen Dr. Schwindt, hob hervor, welch geradezu barbarische Folgen That für den Angeklagten gehabt habe. Stellung, Gäste anwesend waren, hatte der Stuhlbauer R. Bustlich gesagt, sie äußeren Verlegungen hatte er auch schwere immere Verlegungen die und Freiheit Freiheit verloren und Alles wegen könnten ruhig wieder hineingehen, für die Bedienung gelte das davongetragen und mußte mittels Krankenwagens dem städtischen Pension, Ehre einzigen, fast werthlosen Freimarke! Er meine nicht. Dadurch soll er sich eines Vergehens gegen das Vereins- Strankenhause zugeführt werden. Er ist während der Operation ge- einer storben. nicht, daß der Angeklagte in amtlicher Eigenschaft gehandelt habe gesetz Aufforderung zu Ungesetzlichkeiten schuldig gemacht haben. Dafür erhielt er von der Amtshauptmannschaft eine Straf- unter hereinbrechende Kohlen und Gesteinsmassen. Auf einer Zeche bei Langendreer gerieth der Bergmann Seidel und daß deshalb nur einfacher Diebstahl vorläge, der mit einem Er beantragte richterliche Entscheidung, erTage Gefängniß bestraft werden könne. Er bitte den Gerichtshof, in verfügung über 20 M. derselbe so schwere Verlegungen, besonders im Rücken, daß er nach diesem Sinne zu erkennen. Der Gerichtshof konnte sich den rechtzielte aber nur die Bestätigung der Verfügung. Anlage eines Nothverbandes per Krantenwagen ins„ Bergmannsheil" lichen Ausführungen des Vertheidigers nicht anschließen, sondern - Eine Haussuchung wurde am Mittwoch in den Geschäfts- nach Bochum transportirt werden mußte, woselbst er hoffnungslos mußte nach dem Autrage des Staatsanwalts erkennen. räumen der Volkswacht" in Breslau vorgenommen, um fest- darniederliegt. zustellen, wer in der Zeit vom 1. bis 10. November verantwortlicher Redakteur des Blattes war. Zu diesem Zwecke wurden Geschäftsbücher durchgesehen. Sodann nahm man einen Band der Zeitung in Beschlag. Ein Familiendrama, wie es tragischer kaum vorgekommen Gendarmen, Amtsvorsteher und Gemeindeschreiber in sein dürfte, wurde in einer Verhandlung entrollt, welche gestern vor In unserer zulegt veröffentlichten Zusammenstellung: ,, Unterm Ostpreußen sollte Gen. Bruhns in Breslau als früherer verantwortlicher der neunten Straffammer des Landgerichts I unter dem Vorsize des Redakteur der„ Volkswacht" beleidigt haben. Er hatte nach der Landgerichtsdirektors Hoppe stattfand. Aus dem Zuchthause zu neuesten Kurs" wird von einigen Parteiblättern die Aufführung der Arbeiter Gustav Wobser Königsberger, Voltstribüne" die Verhaftung von Flugblattvertheilern Brandenburg wurde vor des Löbtau Dresdener Urtheils vermißt. Die Nichtaufführung durch die genannten Staatsstüßen kritisirt. Troßdem schon der Re- geführt. Er soll infolge falscher Zeugenaussagen zu Unrecht dieses Urtheils ist nicht die Folge eines Versehens, wie ein Parteisein. dakteur der„ Boltstribüne" in Königsberg von derselben Anklage frei- berurtheilt worden feine Der Angeklagte hat bor blatt annimmt, sondern entspricht einem Vorstandsbeschlusse. gesprochen worden war, wurde doch die Anklage gegen Bruhns wurfsfreie Bergangenheit aufzuweisen, er ist bereits viermal Als seinerzeit die Rubrik:„ Unterm neuesten Kurs" eingerichtet aufrechterhalten und der Staatsanwalt beantragte jogar einen Monat wegen Kuppelei bestraft. Seine Ehe ist eine höchst unglüdliche Gefängniß. Das Landgericht sprach den Genossen Bruhns frei. Es gewesen. Wobser stand im Herbst 1896 unter der Anschuldigung vor wurde, geschah es zu dem Zwecke, um alle im Zusammens nahm den Wahrheitsbeweis als erbracht an und bezeichnete die frag- Gericht, seine Ehefrau derart mißhandelt zu haben, daß der bald hange mit unserer Parteibewegung erfolgten liche Verhaftung als ungefeßlich. darauf eingetretene Tod die Folge davon gewesen ist. Als Haupt- Verurtheilungen und Verfolgungen zu registriren." belastungszeuge trat die Schwester seiner verstorbenen Frau, die So wenig nun der Parteivorstand auch nur einen Augenblick verehelichte Selinsti, gegen ihn auf. Wobser fonnte der That aber darüber im Zweifel war, daß die in dem Urtheil ausgesprochenen nicht überführt werden, er wurde freigesprochen. Einige Monate furchtbar hohen Strafen nur in den besonders in Sachsen auf die später trat die Selinski mit einer neuen, nicht minder schweren Spize getriebenen Klassenvorurtheilen ihre Erklärung finden konnten, Beschuldigung gegen Wobser auf. Sie behauptete, daß derselbe mit seinen eigenen zehn bezw. zwölfjährigen Kindern Hedwig so steht doch andererseits auch fest, daß die so auffallend hart und Else Unzucht getrieben und sie in schamlosester Weise geahndete Strafthat nicht in dem geringsten direkten Zusammenhang Wobser wurde in Haft genommen. gemißbraucht habe. Am mit der sozialdemokratischen Parteibewegung steht. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Die Schneider bei der Firma Gerson, Werderscher Markt ( Maaßbranche und Tagschneider), befinden sich seit Montag im Ausstand. Sie bitten ihre Berufskollegen, den Zuzug fernzuhalten. Deutsches Reich. Gerichts- Beitung. Die Dresdener Verurtheilten und die Partei. = Unsere Gegner, die Scharfmacher, bemühen sich freilich mit allen Mitteln, den Glauben zu erivecken, als sei der Löbtauer Krawall eine nothwendige Folge- Erscheinung der sozialdemokratischen Agitation. Für diese planmäßige Fälschung der öffentlichen Meinung unseren giftigsten Gegnern einen willkommenen Vorwand zu bieten, dazu hatten wir gewiß keinen Anlaß. 10. April 1897 wurde gegen ihn verhandelt. Nicht nur seine beiden ,, Der Steinarbeiter", das Organ für die Interessen der Töchter, sondern auch sein damals 11 jähriger Sohn Ewald gaben so Steinarbeiter Deutschlands, ermäßigt vom 1. April ab seinen bestimmte belastende Aussagen ab, daß Wobfer verurtheilt werden Abonnementspreis. Auch soll außer dieser Verbilligung monatlich mußte. Das Gericht verurtheilte ihn zu 5 Jahren Zuchthaus und eine Beilage, welche sich mit Sozialpolitik befassen wird, hinzugefügt 10 jährigem Ehrverlust. Die beiden Mädchen Wobser's wurden im werden. Das Einzeleremplar, bei der Post bestellt, kostet für Deutsch- St. Afra- Stift untergebracht, während der Knabe Ewald Wobser land und Desterreich vierteljährlich, intl. 15 Pf. Bestellgeld, 80 Pf., einer katholischen Erziehungsanstalt überwiesen wurde. Der Parteivorstand war von der ersten Stunde an entschlossen, durch die Expedition unter Streuzband bezogen 90 Pf., alle weiteren Im Anfange dieses Jahres wurde dem Vertheidiger, RechtsExemplare, d. h. von zwei ab und mehr, das Exemplar 60 Pf., unter anwalt Modler, die Nachricht, daß die Kinder Wobser's sich frei als die Nachricht über das drakonische Urtheil eintraf, alles Mögliche Hinwegfallen der Freieremplare. willig zu einem Geständnisse herbeigelassen hätten, wonach sie ihren zu thun, um das Loos der armen Opfer und ihrer Angehörigen zu Der glänzende Verlauf der auf Anregung des ParteiAn die örtlichen Gewerkschaftskartelle. Es sind wiederholt Bater wider besseres Wissen beschuldigt hätten. Ihre Tante, die Frau mildern. von den Vorständen einiger Zentralverbände Klagen darüber geführt, Selinski, hätte sie beeinflußt und ihnen eingeprägt, was sie vor vorstandes erfolgten Sammlung für die Angehörigen der Verurtheilten, daß von den Gewerkschaftskartellen dem Ersuchen, bei der Agitation Gericht aussagen sollten. Die Mittheilung erivies sich als sowie die Behandlung des Falles durch unsere Presse und die Vermit Erfolg den Hilfe zu leisten, nicht Folge gegeben worden ist. Es muß als eine wahr, der Vertheidiger stellte Antrag, treter der Partei im Parlamente und in den Versammlungen können der wichtigsten Aufgaben der Kartelle betrachtet werden, die nicht- das Wiederaufnahme- Verfahren zu eröffnen. So wurde gestern zum überall, wo proletarische Herzen schlagen, nur Genugthuung hervororganisirten Arbeiter zu den Gewerkschaften heranzuziehen. Wenn zweiten Male verhandelt. Der Angeklagte wiederholte nach wie vor, schon die Aufgabe erfüllt werden sollte, ohne daß es einer Auf- daß er unschuldig sei, er sei das Opfer der Rachsucht seiner Schwägerin Die Selinski wurde zuerst als Zeugin ver Gewerkschaft das Ersuchen um Unterstüßung bei der Agitation an nommen. Sie blieb die Kartelle ergeht, gern und mit besten Kräften Folge gegeben Mit Entschiedenheit wies fie die Beschuldigung, daß sie die Kinder Die Mädchen werden. Die Kartelle würden sich hierdurch das größte Verdienst zu der falschen Aussage angestiftet habe, zurüd. erwerben und eine so umfangreiche Thätigkeit erhalten, daß sie nach hätten aus eigenem Antriebe erzählt, was der Vater mit ihnen vorneuen Aufgaben nicht zu suchen brauchten. genommen habe. Die Generalfommission. Die Vernehmung der drei Kinder bereitete dem Vorsitzenden Die Lohnbewegung der Schneider. In Weimar haben große Schwierigkeiten. Sie waren gedrückt und befangen und taum die Schneider einen sehr günstigen Abschluß ihrer Lohnbewegung zu zum Reden zu bewegen. Uebereinstimmend erklärten sie aber, daß verzeichnen. Anfänglich sträubten sich die Meister mit der Lohn- fie in der früheren Verhandlung gelogen hätten. tommission zu verhandeln, jedoch besannen sie sich kurz vor Ablauf Ihr Vater habe niemals dergleichen Handlungen vorgenommen, wie der Kündigungsfrist eines Besseren und gaben schließlich mit fie früher angegeben hätten. Die Tante habe ihnen so lange voreinigen unwesentlichen Aenderungen dem Verlangen der Ar- geredet, was sie vor Gericht auszusagen hätten, bis sie es aus wendig gewußt hätten. rufen. forderung von außerhalb bedarf, so sollte doch dann, wenn von einer Selinski gewordell Gentieren Verhandlung unvereidet. Opfer anzunehmen, so wenig sind wir geneigt, die Strafthat zu be beiter nach. In München hat die Firma Bach bewilligt. Die Lohnerhöhung beträgt hier bei einigen Artikeln bis zu 40 Prozent. Ablehnend verhielten sich die Firmen: Knappe, Seidl u. Sohn und Union. In Erlangen ist der erste Tarif von den in Betracht kommenden Geschäften anerkannt. Mit den Geschäften, die den zweiten Tarif noch nicht bewilligt haben, wird sich die Lohnkommission weiter beschäftigen. Die Tapezirer in Dresden haben mit der Innung eine Vereinbarung getroffen, wonach die bisher 10stündige Arbeitszeit auf eine 9 stündige verkürzt wird. Bei den wenigen Meistern, die diese Forderung nicht anerkennen, soll gestreift werden. Zeugin linte, die als Hilfsschwester im St. Afra- Stift angestellt ist, bekundete, daß es ihr aufgefallen sei, daß Hedwig und Else Wobser stets sehr unruhig waren, wenn sie von einem Besuche bei ihrer Tante Selinsti zurüdfehrten. Nach einer solchen Nachhausefunft habe Hedwig Wobser der Zeugin dann gestanden, daß sie ihren Bater zu Unrecht beschuldigt habe. Als die Zeugin dann auch das ältere Kind befragte, habe dieses, anfangs zögernd, dann unverhohlen, zugegeben, daß sie in gleicher Weise gefehlt habe, wie ihre jüngere Schwester. Auch der Lehrer des Knaben bekundete, daß dessen Bekenntniß aus eigenem Antriebe erfolgt sei. Die Zeugin Selinski wurde während der Verhandlung von Krämpfen befallen. Staatsanwalt eller hielt die Zeugin Selinski feineswegs für unglaubwürdig, jedenfalls sei sie von der Strafthat des Angeklagten überzeugt gewefen. Der Staatsanwalt kam zu dem Ergebniß, daß das erste Urtheil aufrecht zu halten sei. So sehr wir aber die Pflicht anerkannten, uns der unglücklichen schönigen oder gar als mit der Parteibewegung zusammenhängend erscheinen lassen zu wollen. Berlin, 23. März 1899. Der Parteivorstand. Lehte Nachrichten und Depelthen. Halle a. S., 23. März.( B. H.) Der„ General- Anzeiger" veröffentlicht eine Erklärung der medizinischen Fakultät der Universität Halle, wonach dieselbe sich veranlaßt sieht, infolge des an der Berliner Universität angeschlagenen Aufrufes der Klinikerschaft von Halle a. S., welcher sich gegen die Zulassung von Frauen zum gemeinsamen medizinischem Studium richtet, ihre Mißbilligung auszusprechen. Paris, 23. März.( W. T. B.) Die Deputirtenkammer bewilligte zwei weitere provisorische Budget- Zwölftel. Rom, 23. März.( W. T. B.) Die Kammer beschließt, sich bis zum 25. April zu vertagen. Barzilai spricht den Wunsch aus, man möge noch vor der Vertagung die Interpellationen über die chinesische Angelegenheit erledigen. Ministerpräsident Be II oug erklärt, die Regierung übernehme alle Verantwortung für die Verhandlungen; die Interpellationen über die chinesische Angelegenheit seien bereits auf die Tagesordnung des ersten Montags nach den Ferien gesetzt. Barzilai schlägt darauf vor, über die Interpellationen bereits am 25. April zu berathen. Nach lebhafter Debatte beantragt die äußerste Linke namentliche Abstimmung über den Antrag Barzilai. Der Brauerstreit in Frankfurt a./M. scheint unvermeidlich. Die von dem Vorsitzenden des Brauerverbandes und dem Arbeitersekretär Gräf unternommenen Schritte, eine Verständigung mit den Unternehmern anzubahnen, blieben erfolglos. Die Brauerei Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Konstantinopel, 23. März.( W. T. B.) Vorgestern find in Djeddah 4 Personen an der Peft gestorben. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 71. 16. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Herrenhaus. 7. Sigung vom 23. März. Freitag, 24. März 1899. Ich kann also nur ausdrücklich feststellen, daß die Behörden es bewegung dürfe sich nicht auf die große Maffe der Unorganisirten in feinem Buntte an der nöthigen Pflichterfüllung haben fehlen stüßen. Die Tarifgemeinschaft sei zwar von manchen Seiten ber laffen.( Beifall.) urtheilt worden, sie habe jedoch ihre Vorzüge, wenn eine starke Organisation dahinter steht. Graf v. Klindowström: En Ministertische: Fürst zu Hohenlohe, Dr. v. Miquel, Der Justizminister hält es für unmöglich, Instruktionen an Bryr. b. d. Rede, Frhr. v. Hammerstein, Schönstedt. Auf der Tagesordnung steht die Etatsberathung. die Richter zu geben. Aber die Gesetze sind unter anderen VorausDie Finanz tommiſſion beantragt, die Zustimmung zu ertheilen, und fegungen gegeben und lassen soviel Spielraum, daß man ihre fchlägt folgende Resolution vor:" Indem das Haus die im schärfere Anwendung wohl empfehlen kann. Etat cathaltenen Gehaltserhöhungen( der Beamten) billigt, Oberbürgermeister Dr. Giese- Altona crilärt es zugleich, daß es in denselben den Abschluß dieser Bestimmt zwar in der Schilderung über die Gefährlichkeit der sozialwegung sieht und die königliche Staatsregierung er- demokratischen Agitation mit dem Grafen Klindowström überein, fucht, weitergehenden agitatorischen Bestrebungen ent- fann aber dessen Vorschläge bezüglich der Bekämpfung derselben gegenzutreten." Es ergreift sodann in der allgemeinen Erörterung das Wort Graf Mirbach: die Sozialdemokraten nicht hervortreten. Graf v. Klindowström: nicht billigen. Bauwesen und Kultur. Hoyer Leipzig hält es nicht für rathsam, daß bei der Agitation für den Verband von vornherein die Lohnbewegung in den Vordergrund gestellt werde, wie das von manchen gewerkschaftlichen Agitatoren geschehe. Ein schwerer Fehler sei es, wenn man schon lange vor dem Beginn einer Lohnbewegung den Unternehmern die Forderungen unterbreite und ihnen dadurch die Möglichkeit gebe, fich auf den Streit einzurichten. Vollack Bergen ist für Erhöhung der Beiträge, damit die Hauptkasse für die Lohnbewegung mehr leisten könne, wie bisher. Stellmacher Stettin: Für den Erfolg einer Lohnbewegung Damit schließt die Generaldebatte. sei es sehr wesentlich, daß die Arbeiter einen Ueberblick über den Mehrere Spezialetats werden genehmigt und die obige Resolution Arbeitsmarkt haben. In diesem Punkte feien die Unternehmer viet schlauer, wie die Arbeiter. Mit den Tarifgemeinschaften, die ja Er bedauere nicht, daß er im Reichstage fo scharf gegen das angenommen. Weiterberathung Freitag 11 Uhr. auch jetzt von Unternehmern empfohlen werden, habe es einen Haken. geh..me Wahlrecht aufgetreten sei, nachdem der Reichstag die Bringmann- Hamburg: Die Ansicht, als ob nur die Streiks Ehrung für den Fürs en Bismard abgelehnt habe. Er habe dem als Lohnbewegung anzusehen sind, müsse überwunden werden. Die Fürsten seine Ansichten nicht ausführlich vorgetragen aus Scheu, ihn ganze Thätigkeit des Verbandes sei eine fortgesette Lohnbewegung. zu verletzen. Um so mehr freue es ihn, in den Erinnerungen des Das spreche schon§ 1 des Verbandsstatuts aus. Nach dem AbFürsten eine Stelle zu finden, die durchaus mit seinen Ansichten über- Die Schilderungen der Bauarbeiter und die Forderungen, die schluß eines Streits müsse das gesammte Material desselben bekamit einstimme. Redner verliest die Stelle und fährt fort: Das geheime sie auf ihrem Kongresse erhoben haben, enthüllen der Oeffentlichkeit gegeben werden, auch die begangenen Fehler dürften nicht ver allgemeine Wahlrecht ist die einzige Stüße und der beste Nähr- Zustände, die eine geradezu entsetzliche Rücksichtslosigkeit der Unter- schwiegen werden. Das würde für fünftige Bewegungen sehr lehrboden für die Sozialdemokratie. Oeffentlich würden nehmer gegenüber dem Leben und der Gesundheit der Arbeiter sowohl reich sein. Wenn solche Fehler kritisirt werden, dann dürfe sich Nähme man ihnen als auch eine klaffende Lücke in unserer sonst so viel belobten Kultur dadurch niemand verletzt fühlen. Streiks, die aus Solidarität mit die Möglichkeit der Agitation in Versammlungen, dann bedeuten. Da zetert man über die Rohheit der Arbeiter und anderen Gewerkschaften ins Werk gesetzt werden, seien unter Umständen würde man auch ihre Organisation zerstören. Aber eine poli- hunderttausende von Arbeitern ist auf ihren Arbeitsplägen zu billigen, es müsse aber in jedem einzelnen Falle erwogen werden, tische Partei kann die Initiative nicht ergreifen, das muß die Re- feine Gelegenheit geboten, in anständiger Weise ihre ob ein solcher Streit im Interesse der Gewerkschaft liege. Die Plaz gierung thun, fie trägt allein die Verantwortung. Nothdurft zu befriedigen, selbst Frauen werden in die Zwangs- sperren feien als Kampfmittel nicht von der Hand zu weisen, jedoch lage verseßt, gegen die einfachsten Schambegriffe zu verstoßen, sollten sie nur da verhängt werden, wo sie konsequent durchgeführt Ich möchte nur den Wunsch diesen Ausführungen hinzufügen, weil es einem gierigen Spekulantenthum zu kostspielig erscheint, werden können, sonst schaden sie nur den Organisirten, die sich an daß die Verhandlungen im Reichstage über das todtgeborene Kind geeignete Bedürfnißanstalten zu errichten. Hunderttausende von Ar- die Beschlüsse ihrer Kameraden gebunden fühlen, und die Indifferenten, des Herrn Rickert im ganzen Lande bekannt werden möchten. Da beitern haben auf ihren Arbeitspläßen keinerlei Unterkunftsräume, welche arbeiten, haben den Nugen davon. Die weitere Debatte, die die Vormittagssigung ausfüllte, drehte konnte man deutlich hören, wie es nichts Demoralisirenderes im in denen sie ihre Mahlzeiten einnehmen können, wo sie fich vom öffentlichen Leben giebt, als dieses allgemeine geheime Wahl Schmutz der Arbeit reinigen, wo sie Kleider wechseln könnten. Und fich hauptsächlich um frühere Streils, die von den Delegirten der recht. Das konnte man an den Vorwürfen der einzelnen Parteien zwar Arbeiter, die nicht in geschlossenen Räumen, sondern meist einzelnen Orte besprochen wurden. Den Delegirten wurde die neueste Nummer des Zimmerer" gegeneinander erkennen. Allerdings ist die Abänderung des unter freiem Himmel, an der öffentlichen Straße arbeiten, den Wahlrechts Dieselbe enthält auf einer besonderen Beilage die im Reiche Sache der verbündeten Regierungen, Bliden aller Vorübergehenden ausgesetzt. Unter den Augen des zugestellt. aber ich meine auch, die Ereignisse werden die Frucht Publikums möchten sie die intimsten Verrichtungen üben wäre es zu Bildnisse der Dresdener Verurtheilten, welche von den Delegirten allmälig reifen reifen lassen; lassen; fie wird reif herabfallen. Die verwundern, wenn solche Arbeiter roh würden und sich der mit allgemeinem Interesse betrachtet werden. Sozialdemokraten haben seit 1893 ihre Angriffe auf das Scham entschlügen? Daß fie feit langer Zeit energische An- In der Nachmittags- Sibung wurde über eine Anzahl Land gerichtet. Die Attacke geschlagen worden. Allerdings haben die Sozialdemokraten anstände, daß sie sich schließlich auf einem imposanten Kongresie aus gegangen sind. Eine besonders ausgedehnte Debatte rief ein von Stimmen gewonnen, aber die Behauptung ist falsch, daß ganz Deutschland zusammengefunden haben, um das Eingreifen der Schrader- Hamburg gestellter Antrag hervor, welcher eine Demondieser Zuwachs nur auf Kosten der Konservativen erfolgt sei. Auch Gesetzgebung zu fordern, das beweist, daß sie in ihrer Masse teines ftration gegegen die auf einer Baugewerksmeister- Konferenz in die Freifinnigen haben Stimmen verloren. Das beweisen die wegs roh sind, daß sie sich im Gegentheil der inmitten unserer sonst Breslau gefallene Aeußerung darstellen sollte. Diese geht dahin, Zahlen in Ostpreußen. Die Sozialdemokraten verdanken ihre so feinen Kultur empörenden Unkultur dieses Zustandes sehr die Unternehmer sollten die Arbeiter in ganz Deutschland auf vier aus ihm herausstreben. Roh find Wochen aussperren, um die Kassen der Organisation zu leeren. Der Erfolge nur den maßlosen Hezereien in den Flugblättern und in wohl bewußt sind und die 1m des Profits willen dem sozialdemokratischen Kalender„ Der Landbote".( Redner ver- dagegen diejenigen, den Ar- Antrag Schrader fordert, daß für den Fall, daß diese Drohung ausliest verschiedene Stellen.) Da muß man doch fragen, wenn beitern diese allereinfachsten, allerselbstverständlichsten Kultur geführt wird, die Zimmerer Deutschlands für diese Zeit auf jede derartige Dinge unbeanstandet verbreitet werden dürfen: einrichtungen vorenthalten. Da zeigt man auf Ausstellungen seit Streitunterstützung verzichten. Gab es Richter, gab es Bolizei, gab es Staats: langem musterhaft eingerichtete Baubuden, aber man könnte einen anwalt zu jener Zeit, da dies verbreitet worden ist? Diese Preis aussehen für den Bau, der eine musterhaft ein Staats- und GemeindeSchriftstücke werden in den großen Städten gedruckt. Die Polizei gerichtete Baubude aufzuweisen hätte man würde seinen Preis nicht los. hat also doch die Pflicht, solche Dinge vorher zu lesen. Die Staats- bauten nicht ausgenommen anwälte leiden unter der Ansicht, daß ein Antrag, der vom Gericht fann getheilter Meinung darüber sein, ob es nothwendig ist und ob So auch mit den Schußeinrichtungen gegen Betriebsunfälle. Man abgewiesen wird, für sie eine Blamage sei; das ist falsch. E3 müßte durch eine generelle Instruktion den Staats- den Bauarbeitern damit gedient ist, gefeßliche oder polizeiliche Schußanwälten flar gemacht werden, daß sie die Pflicht haben, in vorschriften von solcher breitspurigen Ausführlichkeit zu erlassen, daß jedem Fall und unter allen Umständen einzuschreiten. Auch die selbst die Stärke und Länge der Schrauben und Nägel vor die zur Befestigung dienen; aber daß Richter mußten durch eine generelle Instruktion darüber belehrt geschrieben wird werden, daß es sich bei den sozialdemokratischen Schrift- überhaupt die Betheiligten das Bedürfniß nach solchen Vorschriften ſtüden nicht um Preßvergehen, sondern um Aufreizung zum empfinden, das beweist, mit welcher brutalen Rüdfichtslosigkeit der StIaffenhaß und hochberrätherische ut m moderne Kapitalismus mit Leben und Gesundheit der Arbeiter umtriebe handelt. Den Beamten muß flar gemacht werden, daß sie springt, wie roh in dieser Richtung die kapitalistische Kultur bei mit dem Anschluß an die Sozialdemokratie den Eid verlegen, den fie dem König geschworen haben, und ferner nicht Beamte bleiben Es erscheint so natürlich, so selbstverständlich, daß Balken und fönnen. In Ehrenamtern find Sozialdemokraten unter keinen Um- Bretter, auf denen Menschen hoch in den Lüften arbeiten und Lasten ständen zuzulassen, das Kainszeichen muß ihnen auf die Stirn ge- transportiren, auch in solcher Stärke verwendet, so gut und dauerdrückt werden. Die Geistlichen glauben, ihre Pflicht gethan zu haben, haft befestigt werden, wie es die Erfahrung des Fachmannes wenn sie von der Kanzel steigen! O nein! Ihre Hauptthätigkeit erfordert, um die Menschen vor besonderen Gefahren zu schützen, liegt in der Seelsorge! Die Geistlichen müssen von dem bem auch ohne besondere Polizeivorschrift. Dennoch geschieht es nicht. Irrthum geheilt werden, daß die sozialdemokratische Partei wie barbarisch die Unterdrückung der Arbeiterfoalitionen ist, welch' Von dieser Seite betrachtet, sieht man auch, wie kulturwidrig, gleichberechtigt mit anderen ist. Auch die Lehrer müssen die herangewachsene Jugend darüber darüber aufklären. Die Zeit hohe Kulturthat es dagegen wäre, den Arbeitervereinigungen die ist vorüber, wo man meinen konnte, es sei besser, nicht davon vollkommenste Aktionsfreiheit zu gewähren. Starke Gewerkschaften, zu reden. Die Leute müssen aufgeklärt werden. Wir müssen aber die sich ungehindert von der Staatsmacht bethätigen dürften, würden unsere Arbeiter nicht blos als Inventar betrachten, sondern auch als Menschen behandeln und für ihr Bestes sorgen. Wir haben ferner darin gefehlt, nicht dafür gesorgt zu haben, daß die Arbeiter gute christliche und unterhaltende Lektüre haben. Die Sozialdemokraten versorgen ihre Leute reichlich mit agitatorischen Schriften. Auf diesem Gebiete muß zielbewußt gearbeitet werden. Ich persönlich bin auch der Ansicht, daß die Gesetzgebung mit einem scharfen Sozialisten gesch uns zu Hilfe kommen sollte. Wie die Dinge liegen, ist darauf ja zur Zeit nicht zu rechnen; aber man begreift es im Lande nicht, daß man die bürgerlichen Parteien in dem Kampfe gegen die Sozialdemokratie so im Stiche läßt. Sollte es einmal zu einem Konflikt zwischen Reichstag und verbündeten Regierungen fommen, so würde unter den bürgerlichen Parteien nur eine Parole Aussicht auf Erfolg haben, das ist die: Auf zum Kampf gegen den Umfturz!( Lebhafter Beifall.) Sozialdemokraten haben el auf das Land ist aber völlig ab- strengungen machen zur Beseitigung dieser jämmerlich rohen Zu von Refolutionen diskutirt, die zum Punkt Zohnbewegung" eins Justizminister Schönstedt: d 11 m= Es würde die Regierung freuen, wenn die Schlußworte des Grafen Klindowström, die als Appell an die Regierung gedacht sind, von den bürgerlichen Barteien beherzigt würden. Auf den Vorwurf, den der Herr Graf gegen den Stand der Richter und uns ist. die Mehrzahl dieser subtilen Polizeivorschriften, wie sie gefordert worden find, überflüssig machen, denn die Arbeiter würden es dann durch die Macht ihrer Koalitionen selber erzwingen, daß diese selbstverständlichen Regeln der Kunst beobachtet würden, sie würden es sich nicht gefallen lassen, daß ihr Leben leichtfertig aufs Spiel gesezt wird. Same dazu eine Rechtsprechung, die nicht darnach fragt, ob der Nagel einen Millimeter fürzer war, wie er nach der Polizeivorschrift sein solle, sondern einfach jeden leichtfertigen Unternehmer für Leben und Gesundheit der Arbeiter verantwortlich machte, dann allein wären die Arbeiter so geschüßt, wie es nach der Natur des Berufes überhaupt möglich wäre. Dreizehnte Generalversammlung des Verbandes der Zimmerer Deutschlands. In der am Donnerstag Bormittag abgehaltenen Sigung wurden zunächst einige Beschwerden über Verbandsangelegenheiten nach den Anträgen einer Kommission, die gestern zu diesem Zweck eingesetzt worden ist, erledigt. Dann folgt die Berathung über den fünften Punkt der Tagesordnung: Die Mehrzahl der Redner war der Meinung, daß die genannte Aeußerung nur eine leere Drohung sei, die die Unternehmer in ihrem eigenen geschäftlichen Interesse nicht ausführen könnten. Sollten sie es aber dennoch thun, so hätten sich die Arbeiter nicht davor zu fürchten. Schrader zog darauf seinen Antrag zurück. Angenommen wurden folgende Resolutionen: I. Die 13. Generalversammlung wolle beschließen, um Nachtheile bei Lohnbewegungen in unserem Verbande unter allen Umständen zu vermeiden, die Zahlstellen zu verpflichten, den Hauptvorstand, sobald Stellung zur Lohnfrage genommen wird, davon in Kenntniß zu sehen. Sollte bei einer Lohnbewegung in einer Zahlstelle die genügende Kraft zur Leitung der Lohnbewegung nicht vorhanden sein, so hat der Hauptvorstand ein Mitglied der Agitationsfommission, des Ausschusses oder sonst ein vertrauenswürdiges Mitglied mit der Leitung zu betrauen. Der Beauftragte hat dann dem Hauptvorstand Bericht darüber zu erstatten und gemeinsam mit demselben die weiteren Maßnahmen zu treffen. II. In Fällen, wo in Streiforten zureisende verheirathete Kameraden, jeglicher Mittel entblößt, sich an Zahlstellen zweds Unterstützung wenden, haben diese das Recht, falls sich die Nachsuchenden als mit einer Streiflegitimation versehene Mitglieder ausweisen, eine einmalige Unterstüßung in der Höhe bis zu 6 M. oder, falls vorauszusehen ist, daß die Zugereisten in den nächsten Tagen in dem berührten Orte Arbeit erhalten, für höchstens sechs Tage die laut Statut festgelegte Streifunterstüßung auf Rechnung der Hauptkasse auszuzahlen. Die ausbezahlte Unterftigung ist auf der Streiflegitimationstarte zu vermerken und darf nur in höchstens 2 Fällen erfolgen. Die Belege find innerhalb 12 Tagen der Hauptkasse zu überweisen, andernfalls der hierauf verzeichnete Betrag aus der Lokalkasse zu decken ist. Zum sechsten Punkt der Tagesordnung: Die Agitation für die Ausbreitung des Verbandes", führte Schrader Hamburg aus: Wenn auch der Verband in den legten Jahren gute Fortschritte gemacht habe, so dürfe man mit den Erfolgen noch nicht zufrieden sein, sondern müsse vielmehr eine kräftige Agitation betreiben. Zur Erreichung dieses der Swedes empfahl Redner einen Antrag des Hauptvorstandes, welcher die Leitung und die Kosten der Agitation in höherem Maße, als es bisher der Fall war, dem Hauptvorstande überweist, da die Thätigkeit der in den einzelnen Bezirken bestehenden Agitationskommissionen nicht in allen Fällen den gewünschten Erfolg gehabt habe. Die Debatte über diesen Punkt der Tagesordnung füllte den Rest der Sigung. Fünfter Verbandstag des Zentralverbandes der Maurer und verwandter Berufsgenossen Deutschlands. Berlin, 23. März. Staatsanwälte erhoben hat, lann ich nicht antworten, da keine Unsere Lohnbewegung. Der Referent Schrader- Hamburg mache Einzelfälle vorgebracht worden find. Der Herr Graf hat ja auch selbst gefagt, daß schärfere Geseze nothwendig sind. Ein Versuch, Lohnbewegungen in Zukunft aus eigenen Mitteln zu unterstützen. den wir vor wenigen Jahren in dieser Richtung gemacht haben, ist wenn wir uns auf Sammlungen unter den Angehörigen anderer vom Reichstag abgelehnt worden. Die Flugblätter der Sozial- Berufe verlassen, so halten sich diese für berechtigt, in unserer Bewegung demokraten sind sehr vorsichtig abgefaßt, sodaß man sie schwer faffen ein großes Wort mitzusprechen, was nicht gerade im Intereſſe unserer fann. Aber die Staatsanwaltschaft in Königsberg geht sehr Bewegung liegen kann. In den letzten beiden Jahren haben Die Debatte über den zweiten Punkt der Tagesordnung:„ Die. scharf vor, so ist die dortige Volkstribüne" in den letzten wir ja, wie aus der Abrechnung hervorgeht, den allergrößten Theil fernere Agitation zum weiteren Ausbau des VerMonaten vier oder fünf Mal bestraft worden. Daß die Staats- der Streitgelder aus unsern eigenen Mitteln bestritten; es fann bandes", wird fortgesetzt und erstreckt sich zunächst über die Frage, anwälte sich vor Stellung des Antrages fragen, ob derselbe nicht also nicht schwer sein, daß wir auch den kleinen Reſt fünftig noch ob Attordarbeiter zu Agitatoren verwendet werden infolge früherer Gerichtsentscheidungen abgelehnt wird, ist selbst- selber aufbringen. Es ist nicht rathsam, wenn Zahlstellen, die über sollen. Instruktion an die Staatsanwälte zu erlassen, die ihnen ein EinMinister des Innern Frhr. v. d. Recke: Im ohne 3 weiter Verhandlungstag. verständlich. Daher muß ich es durchaus ablehnen, eine generelle einen örtlichen Fonds verfügen, schon vom Beginn des Streiks an Verschiedene Redner erklären sich sehr entschieden gegen diese schreiten in allen Fällen zur Pflicht macht. Noch weniger aber fann Unterſtügung zahlen, auch müßten nicht die arbeitenden, sondern die Verwendung und unterstützen einen entsprechenden Antrag. Gegen ich zusagen, eine allgemeine Anweisung an die Gerichte ergehen zu streifenden Arbeiter in erster Linie über die Fortsetzung oder diesen Antrag wendet sich namentlich Dähne- Berlin mit dem laffen. Ich glaube nicht, daß Sie, im Widerspruche mit den be- Beendigung des Streits entscheiden. Ferner müßten, wenn ein Hinweise darauf, daß fast sämmtliche Puzzer Berlins Afford stehenden Gesetzen, mich werden auffordern wollen, den Gerichten Streit geplant wird, die örtlichen Verhältnisse und die ge- arbeiter sind. schäftliche Konjunktur berücksichtigt werden, aber nicht bestimmte Anweisungen für die Rechtsprechung zu geben. Auf die Affordarbeit selbst beziehen sich zwei Resolutionen. Die Allgemeinen bin ich, wie gesagt, mit dem Herrn Grafen Rücksicht auf diese der Streit für einen lange vorher festgefeßten erste ist von Bäplow, Staningt und Bömelburg eingebracht und Klindowström durchaus einverstanden. Tag proklamirt werden. Wenn ein Streit aussichtslos geworden lautet:„ Der fünfte Verbandstag spricht aus, daß die Affordarbeit ist, dann solle man sich auch nicht scheuen, denselben für beendet zu ungleich mehr als jede andere Lohnarbeit dazu angethan ist, die erklären. Am 15. März hat sich hier ein Bund der Arbeitgeber des Ausbeutung der Arbeiter durch die Unternehmer und besonders Auch ich fann mich mit einem großen Theile der Ausführungen Baugewerbes für ganz Deutschland konstituirt. Wenn auch nicht zu auch die Unfallgefahr auf den Bauten zu fördern. In Erwägung des Herrn Grafen Slindowström nur einverstanden erklären.( Bravo!) fürchten ist, daß derfelbe die Lohnbewegung der Arbeiter lahm dessen und in fernerer Erivägung, daß auch die Affordarbeit dazu Ich bin in meinen Anweisungen an die Behörden bis an die zu legen im stande ist, so müssen wir doch mit ihm angethan ist, die Soldarität der Arbeiter hintanzuhalten, spricht der äußerste Grenze des Erlaubten gegangen( Bravo!); aber dahin, rechnen und sein ferneres Vorgehen im Auge behalten. Es muß Verbandstag den dringenden Wunsch aus, daß die Mitglieder für die die Einsetzung von Sozialdemokraten in städtische Ehrenämter zu versucht werden, dem Hauptvorstande so viele Geldmittel zur Ver- Abschaffung der Affordarbeit wirken mögen." verhindern, reichen meine Befugnisse nicht. Ich kann das fügung zu stellen, daß er eine weitgehendere Streitunterstützung Die zweite Resolution geht von Schönborn- Charlottenburg aus wohl bedauern und beklage es auch, aber ich fann dagegen gewähren fann, wie gegenwärtig. Es werde jetzt darüber zu be- und lautet: nichts thun. Nach Lage der Gesetzgebung ist auch nichts rathen sein, auf welche Weise der Lohnbewegung reichlichere Mittel" In Erwägung, daß die Affordarbeit in sämmtlichen Berufsgegen die Flugblätter und Preßerzeugnisse zu unternehmen. zur Verfügung gestellt werden können. zweigen der Maurer ein leberangebot von Arbeitskräften fördert, Es ist ja bekannt, mit welcher geradezu infernalischen Ge Kemmer zehoe hält es nicht für möglich, eine allgemein sowie Leben und Gesundheit durch übermäßige förperliche Anhidlichkeit die Sozialdemokraten ihre Flugschriften abfassen. geltende Taktik für alle Lohnbewegungen festzustellen. Eine Lohne strengungen schädigt und schlechte Arbeit zur Folge hat, ist es Auf zu verbieten. gabe des fünften Verbandstages, die Attordarbeit statutarisch| wird es den Knaben auch gestattet sein, einmal früher zu gehen, Stadtb. Preuß, daß er die Gründe der Freunde der Bertagung wenn sie wollen; die meisten aber find bis 9 Uhr beschäftigt und ge- mißbilligen müsse, ohne sie zu erkennen; er sei durch GeschäftsDer Verbandsvorsitzende Bömelburg erflärte sich im Prinzip zwungen, dazubleiben. Zum Frühstück- und Beitungsaustragen würde ordnungs- Stunftgriffe in diese Lage gedrängt.( Vorsteher Langers als entschiedener Gegner der Affordarbeit, warnte aber vor Annahme fich vielleicht in den Klassen dieselbe Zahl von Kindern melden; die hans weist erregt diesen Angriff zurüd.) Der Redner führt dann der Schönborn'schen Resolution. Sie würde in der Praxis nicht Kinder verstehen doch nicht, was ihrer Gesundheit zuträglich ist. aus, daß der Verzicht auf die heutige Verhandlung die durchführbar sein und nur die Entwickelung der Organisation hemmen.( Sehr richtig!) Die Kinder haben sich in staubigen Räumen mit ganze Sache für die Stadt verloren gebe; gerade für die in die am Der Verbandstag thue vollkommen feine Pflicht, wenn er sich in Büchern zu befaffen, die durch hunderte von Händen gegangen find Verhandlungen am 28. März tönnten aber die heutigen Erörterungen einer Resolution gegen die Akkordarbeit prinzipiell erklärt und für und Krankheitsteime übertragen fönnen.( Oh, oh!) Ich halte nicht der Versammlung von entscheidendem Werth sein. Wozu die siebente ihre Abschaffung zu wirken verspricht. für möglich, daß diese Versammlung zugiebt, daß ein solcher Schand- Vertagung? Es habe sich doch prinzipiell nichts geändert. Auch die fleck im Etat stehen bleibt.( Große Ünruhe; Vorsteher Dr. Langer- Betroffenen wollen nicht geduldet sein, sie wollen ihr Recht. Die hans ruft den Redner zur Ordnung.) Milderungen im Einzelfalle hätten mit den Rechtsprinzipien nichts Stadtv. Stadthagen: Die Sache liegt nicht so, wie der zu thun. Der Magistrat habe ebenfalls ein lebhaftes Interesse den kommissarischen Kämmerer darstellt. Früher handelte es sich um Schulknaben, die in an einer gründlichen Erörterung vor der Schule Bücher ausgaben; hier aber handelt es sich um Kinder, Verhandlungen. Nach Ostern stände man einfach vor einem fait die für Andere außerhalb der Schulstunden Arbeiten gegen Entgelt accompli, da bor Oftern eine Sigung nicht mehr stattfinden solle. verrichten. Der Stämmerer würde auch als fleiner Junge mit Ent rüstung zurückgewiesen haben, daß seine Thätigkeit mit fünf Pfennigen entlohnt würde.( Große Heiterkeit.) Es liegt hier ein wirklicher Arbeitsvertrag vor; die Kinder sind minderjährig, die Eltern sollen ja um ihre Zustimmung vorher angegangen werden. Ganz zweifellos muß diese Art der Beschäftigung der Kinder in den Boltsbibliotheken aufhören. Das Drängen der Kinder zu dieser Arbeit beweist garnichts. Haben wir das Recht, Schulkinder dazu anzunehmen, solche amtliche Thätigkeiten für solche Vergütung zu verrichten? Man könnte ja auch weitergehen und die Kinder befragen, ob sie vielleicht Akten austragen wollen. Sie würden sich auch dazu zahlreich melden. Die Resolution wird abgelehnt, der Etat der Voltsbibliotheken unverändert genehmigt. Es liegt ferner noch ein weiterer Antrag vor, in Baden eine zweite Agitationskommission mit dem Size in Karlsruhe zu bilden. Neben der Besprechung dieser Anträge bringt die Debatte eine Fülle von Material zur Beurtheilung der Schwierigkeiten, mit denen die Agitation zu kämpfen hat. So theilt Sährer- Mainz mit, einzelne Stapläne reizten die Frauen auf, ihren Männern die Er füllung der ehelichen Pflichten zu verweigern, solange diefe der Gewerkschaft angehörten. Geklagt wird weiter über Polizeichikanen, Saalabtreiberei. Aus Oberschlesien wurde lage geführt über die Schwierige feiten der Agitation, über Mangel an Versammlungsräumen und das Vorgehen der Polizei. Dabei wurde die Nothwendigkeit der oberschlesischen Agitation wegen der außerordentlich großen Zahl der Maurer in jener Gegend besonders betont. Intereffant war auch die Schilderung der Zustände in GIfa BLothringen. Dort find öffentliche Versammlungen infolge des Diktatur paragraphen einfach unmöglich. Die Jtaliener, die in ungeheueren Scharen nach Elsaß- Lothringen tommen in den letzten Wochen sind allein 1400 zugereift find keineswegs immer Lohnbrüder, wie gewöhn lich angenommen wird, sondern geben häufig das beste Beispiel bei Lohnforderungen. Beim Kasernenbau in Metz haben z. B. die Italiener höheren Lohn gefordert und erhalten als die Deutschen. Der Organisation beizutreten, find fie nicht abgeneigt, fie fönnen es aber nur als Einzelmitglieber, denn wenn sie den örtlichen Zahl stellen beitreten, werden sie sofort ausgetviesen. Erst am Schluß der Vormittagsfißung hatte die Diskussion ihr Ende erreicht. Das Resultat der Abstimmung war die Ablehnung des Antrags Schönborn mit allen gegen zwei Stimmen und die einstimmige Annahme der Refolution Bömelburg. Die Resolution Silberschmidt wurde in einer vom Antragsteller abgeänderten Faffung genehmigt. Sie befagt: " Stadtv. Schwalbe begreift die Erregung des Vorrebners nicht. Man müsse den Abschluß der Sache abwarten.( Widerspruch.) Das Prinzip fei ja schon im Dezember festgelegt worden; einer Wiederholung bedürfe es nicht. In namentlicher Abstimmung wird die Bertagung mit 50 gegen 35 Stimmen beschlossen. Zur Berathung gelangt hierauf der schon in der vorigen Gigung eingebrachte Antrag Borgmann: Den Magistrat zu ersuchen, für die Erbauung einer Gemeindeschule an der Wiclefstraße das schon fertige Projekt für die Gemeindeschule an der Siemensstraße in Anwendung zu bringen. Stadtb. Borgmann: Durch den Wechsel in der obersten Unter den Beiträgen und Geschenken an hiesige Vereine und Bauleitung der Stadt war ein Stilstand eingetreten, der verschärft Inftitute" find 1000 m., welche der Magistrat dem Berliner worden ist durch den großen Mangel an Schulgebäuden. Im Hausfrauen Verein hauptsächlich für Prämiirung der Pflicht Ausschusse wurden mehrere Auswege vorgeschlagen, die aber zu weit treue von Mädchen und Frauen im Hausdienst zuwenden wollte, führten, so der Antrag Mommsen, für die neuen Schulbauten vom Ausschuß gestrichen worden. Auch die Verdoppelung des bis- schon vorhandene Projekte zu benugen. So generell fann man nicht herigen Unterstüßungsbetrages von 500 m. für die Freiwillige verfahren; es muß von Fall zu Fall entschieden werden. In dieser Sanitätstolonne Berlin" hat ber Ausschuß abgelehnt. Die Richtung geht unser Antrag, der nur für eine bestimmte Schule geForderung einer Subvention bon 3000 m. an das Komitee für das stellt ist. Bei dem außerordentlichen Nothstand, der durch den Archenholb'sche Riefenfernrohr in Treptow dagegen hat der Aus- Mangel an öffentlichen Schulgebäuden hervorgerufen ist, können wir schuß entgegen einem Antrage auf Streichung genehmigt. Die außer Sie nur um Annahme dieses Antrages bitten, nachdem er durch ordentliche Beihilfe von 1200 mt. für das Magdalenen stift ist ge- einen Ausschuß vorberathen ist. strichen, da das Stift ohnehin in diesem Etat 7500 m. Zuschuß bezieht. Außerdem beantragt der Etatsausschuß eine Resolution, wonach der Magistrat um eine Vorlage zum Zweck der Einstellung von 5000 M. in den Etat zur Verfügung des Stadtverordneten Vorstehers ersucht wird. Die Resolution wird angenommen; auch im Uebrigen wird durchweg nach den Ausschußanträgen beschlossen. Der Antrag geht an einen Ausschuß von 10 Mitgliedern. Die Vorlage wegen Erwerbs der Grundstücke Roßstr. 13 und 14 und Neue Roßjtr. 13 geht an einen Ausschuß, desgl. nach längerer Debatte die Magistratsvorlage betr. ein mit der Gemeinde Stralau wegen Uebernahme der Unterhaltungspflicht der Stralaner Dorfstraße zu treffendes Abkommen. Schluß gegen 9 Uhr. esligtonasd en pis Lokales, Es Pflicht eines jeden Mitgliedes, für die größtmöglichste Ausbreitung und Festigung des Verbandes unter den Berufsgenossen zu agitiren, damit nicht nur allein der Mitgliederbestand des Verbandes in Zeiten wirthschaftlicher Prosperität erhalten, sondern auch ein Stamm tüchtiger Kollegen herangebildet werde, der befähigt ist, in Beiten wirthschaftlichen Niederganges das Banner der Organisation hoch. zu halten und gegen alle Angriffe erfolgreich zu vertheidigen. Bei der Agitation ist besonders darauf hinzuweisen, daß das Die Besoldungen der Magistratsmitglieder Unternehmerthum nicht gewillt ist, die in unserem Gewerbe werben entsprechend den zur Beamtenbesoldungs- Vorlage gefaßen herrschenden Mißstände zu beseitigen und eine Befferung der Lebens. Beschlüssen festgefeßt, wonach das Mindestgehalt der Stadträthe von Zweiter Wahlfreis. Den Genoffinnen und Genossen geben lage der Anghörigen unjeres Berufes eintreten zu lassen. Es muß 7000 auf 8000 M., das Meistgehalt von 11 000 auf 12 000 20. steigt. wir bekannt, bag am Sonntag, den 26. März, Abends 6a Uhr, beim daß den Kollegen dauernd zum Bewußtsein gebracht werden, daß fie Dieselbe Konsequenz wird bei dem Etat Zum Personal Genossen Zubeit, Lindenstr. 106, eine oIts versammlung nur durch die Organisation allein befähigt werden, Mensch unter befoldungs- Etat gehörige Stellen" gezogen. Neu angestellt stattfindet, in welcher der Genosse Martwald über die JudenMenschen zu sein. werden follen 30 Bureau- Assistenten. Der Bewilligung einer Der Verbandstag macht es ben 8ahlstellen zur Pflicht, Ein Funktionszulage von bon 1000 M. an den ersten Vorstand der frage" referiren wird. richtungen zu treffen, durch die es ermöglicht wird, daß mit der Invaliditätsversicherungs- Anstalt Dr. Freund hat der Magistrat Der sozialdemokratische Wahlverein für den fünften wöchentlichen Zustellung des Grundstein" auch zugleich die Beiträge nur unter der Bedingung zugestimmt, daß dem koordinirten Berliner Reichstage- Wahlkreis hält heute Freitag Abend von den Mitgliedern abgeholt werden. Bahlstellen, in denen es unter Vorstandsmitglied Assessor Strater ebenfalls 1000 m. Bulage 81/2 Uhr im Saale der Böo w'schen Brauerei am Prenzlauer allen Umständen nicht möglich ist, die Beiträge einkaffiren zu lassen, bewilligt werden. Der Ausschuß hat sich damit einverstanden Thor eine Versammlung ab, in der Genoffe Dr. Wehl ber haben mit Zustimmung des Vorstandes andere, zweckentsprechende erklärt, und auch die Versammlung giebt heute dazu ihre Ge- Die ärztlichen Ehrengerichte und die Arbeiterklasse" sprechen wird. Einrichtungen zu treffen. nehmigung. Um regen Besuch bittet 9. stores Der Vorstand. Stadtv. Spinola regt an, nach dem Vorgange des Staates tonic die Reliftengelder zu erhöhen. Der Magistrat hätte eigentlich damit se Modernes Nomadenthum.sito schon vorgehen sollen. Die Sebhaftigkeit der Berliner ist überaus gering. Stadtv. Schwalbe theilt mit, daß nach seiner Kenntniß der Jedesmal, wenn der 1. April und der 1. Oktober, die Haupttermine Magistrat noch im Laufe des Jahres mit einer entsprechenden Vor- für den Umzug, herantommen, vollzieht sich in Berlin eine kleine lage an die Versammlung herantreten wird. Völkerwanderung, bei der sich das Hab und Gut von rund Ueber die Etats der Gas-, Wasser- und Kanalisationswerte Sand- oder Hundewagen befindet. die Berliner Bevölke fowie über den Etat der Hauptkasse der städtischen Werte referirt einer Viertel Million Menschen auf bem Möbelwagen bezw. auf dem " Berichtigung. In dem Bericht über die Verhandlungen des Deutschen Bauarbeiterschuh kongreffes sind in dem Schlußworte des Maurers Paplow- Hamburg zu den Debatten über die Unfallgefahr im Baugewerbe und ihre Beseitigung folgende Richtigstellungen vorzunehmen: 1. Das im Referate erwähnte freisprechende Urtheil in nicht in Annaburg, fondern in Stendal erfolgt, der Fall selbst hat fich in Arneburg zugetragen. 2. Was aus Helmstedt berichtet ist, hat sich in Osnabrüd ereignet. Kommunales. Stadtverordneten: Versammlung. 11. Sigung vom Donnerstag, den 28. März 1899. Nachmittags 5 Uhr. In den Ausschuß für die Vorlage betreffend Terrainerwerb an der Waldenserstraße für Gemeindeschulzwede ist u. a. Stabtv. Borg in ann gewählt. In die Gewerbebeputation wählt die Versammlung an Stelle des ausgeschiedenen Stadtv. Dr. Friedemann den Stadtv. Bliste. Die Vorlage wegen Zahlung eines Patronatsbeitrags zu ben Kosten der Dachreparaturen an der Thomastirche geht an einen Ausschuß. Darauf wird die Berathung des Stabthaushalts Etats für 1899 fortgefeßt. Die Spezialetats der Kapital- und Schulden- Verw'altung, der Pensionen, unterstügungen, Waisen und Erziehungsgelder werden unverändert nach dem Entwurf festgestellt. Stadtv. Nei ch now. Zum Etat der Gaswerke wird im Plenum nichts bemerkt. ung in dieser Beziehung einem It gleicht, das era Im Ausschusse war ein Antrag gestellt worden, den Preis des Leucht- giebt sich aus den Ermittelungen, die bei den Volkszählungen über die Dauer des Wohnberhältnisses angestellt worden. gaies auf 14 Pf. pro Kubikmeter zu ermäßigen; der Antrag wurde 1895 wurden hier 408 644 bewohnte Wohnungen( ohne Anstalten und abgelehnt; ein Antrag auf Fortfall der Gasmessermiethe zurück- Schiffe) mit einer Bevölkerung von 1623 658 Personen( ohne die gezogen. Die Anbangs- Etats für die öffentliche Betroleumbeleuchtung, von Anstalten und Schiffen) gezählt. Bei 406 567 Wohnungen für den Feuer- und Explosionsversicherungs Fonds wie für den mit 1615 747 Bewohnern war die Dauer des Wohnverhältnisses Erneuerungs- Fonds der Gaswerte für 1899 paffiren gleichfalls ohne angegeben. Es wohnten noch in demselben Hause die InDebatte. Auch der Etat der Wasserwerke giebt zu Bemerkungen haber von feinen Anlaß. Die Frage, ob dem Betitions- und Stoalitionsrecht der Arbeiter auf dem Wasserwerk au Friedrichshagen seitens der Ver waltung zu nahe getreten sei, scheint im Ausschusse befriedigend erledigt worden zu sein. Darunter: 129 857 65 188 Der Kanalisationsetat nebst den Etats der Riesel- 201 996 felber Osborf, Großbeeren, Sputendorf, Faltenberg, Malchow, Blankenfelde und Buch wird ebenfalls ohne Debatte nach dent Ausschußanträgen festgestellt. Dagegen stößt die vom Ausschuß empfohlene Resolution: Dem Stadtbaurath Krause statt der Pferdebahn Abonnementsfarte eine jährliche Fuhrkosten- Entschädigung von 1500 M. au gewähren, " 482 146 240 498 " 45 200 Wohnt. mit 181 332 Bewohn. seit 1885 u. früher 361 367 1.434 415 , 1886 1886 später 302 056 Wohn. mit 1 182 011 Bewohn. seit 1891 u. später 767 944 1894 " 1895 " 1895, IV. Quartat, Das heißt: bon allen Wohnungsinhabern, die die Dauer des Wohnverhältniffes angegeben hatten, wohnte nur der neunte Theil( rund 11 pt.) feit gehn oder mehr Jahren in demselben Hause, dagegen acht Neuntel( rund 89 pet.) noch nicht zehir Jahre, speziell noch nicht fünf Jahre faft drei Viertel( 74 pet.) auf den Widerspruch des Stadtv. Wallach, der kein Präjudiz der Wohnungsinhaber, noch nicht zwei Jahre nahezu die Hälfte ( 491/2 pet.), noch nicht 1 Jahr fast ein Drittel( 32 pet.), noch nicht schaffen will. Zu dem Sammeletat 45, Verschiedene Einnahmen Stadtv. KhIlmann befürwortet die Annahme, es würde für 1/4 Jahr ziemlich ein Sechstel( 16 pet.) der Wohnungsinhaber. Diefer und Ausgaben" gehören u. a. der Etat für das Märkische den verdienten Baurath eine Kränkung sein, wenn diefelbe abgelehnt Mangel an Seßhaftigteit liegt vielleicht weniger im Wesent des Berliners, sondern wird in der Hauptsache bedingt durch die Provinzialmuseum, für das Statistische Amt, das würde. Gewerbegericht und die Voltsbibliotheken und Stadtv. Spinola beantragt, für den Fall der Annahme auch Erwerbsberhältnisse der Mehrheit der Bevölkerung. BeLesehallen. dem anderen Stadtbaurath die gleiche Summe zu bewilligen. Denn fonders gering ift die Seshaftigkeit nämlich bei der un Stadtv. Bruns: Die Verwalter der städtischen Boltsbibliotheken die einseitige Bewilligung wäre für den andern ganz zweifellos eine bemittelten Bevölkerung( die ja in Berlin die Mehrheit bildet). erhalten eine jährliche Entschädigung von tausend Mark. Der Ver- Kränkung. tehr hat sich in den letzten Jahren enorm gesteigert; an einzelnen Tagen werden nahezu 500 Bände ausgegeben, so daß über 150 Besucher gezählt werden. Der Magistrat erkennt die Belastung der Beamten auch an. Seit dem Vorjahre hat sich der Verkehr Die Entschädigung ist die gleiche geblieben; für Hilfeleistungen find hundert Mark in Anfa gekommen. Nun setzt der Etat auseinander, daß die Hilfeleistung doch nicht in Aleinigkeiten so fleinlich zu sein. ivie bisher durch bazu geeignete Schultinder herbeigeführt werden Stadtv. Wallach bleibt bei seinem Widerspruch; es Handle foll. Ich halte es für unzulässig, in dem Etat Berlins eine Be- fich hier eigentlich blos darum, eine Gehaltserhöhung von hinten merkung zu finden, welche darauf hinweist, das Schulkinder in einem herum einzuschmuggeln. städtischen Betriebe, und sei es auch nur eine Boltsbibliothek, ver- Die Versammlung beschließt, jedem der beiden Stadtbauräthe wendet worden. Zu dieser Hilfeleistung brauchen die Vereine Fuhrloftenentschädigung von 1600 m. zu gewähren. walter 5 bis 6 Knaben an jedem Abend; auf jeden ent- Ueber den Tiefbau- Etat und die Steueretats erstattet Stadtb. fallen noch nicht 2 Pfennige auf die Stunde, pro Abend 5 Pfennige. Rosenow den Ausschußbericht. Stabtb. Caffet giebt filr jest Ablehnung anheim, während Stadtb.& chwalbe Sie erweiterte Resolution nach dem Antrage Spinola empfiehlt. Vorsteher Langerhans betont, daß die Frage allgemein doch nicht beim Kanalisations- Etat erledigt werden tann. Stadtb. Kalisch tritt den Bedenklichen entgegen und bittet, 0 11 11Gruppirt man die Wohnungen nach der Zahl der Wohnräume, so ergiebt sich, daß im Allgemeinen die Inhaber der fleinsten Wohnungen am wenigsten febhaft find. Beispielsweise waren von den Wohnungen, die mur 1 heizbares Zimmer hatteit, gegen gwei Fünftel( 871/2 pet.) erst im Laufe des Jahres 1895, ziemlich ein Fünftel( 19 pet.) fogar erst im IV. Quartal durch ihren derzeitigen Inhaber bezogen worden, dagegen von den Wohnungen mit 10 oder mehr heizbaren Zimmern nur etwa ein Neuntel( 11 pt.) im Jahre 1895, rund ein Vierundzwanzigftel( 44 pet.) im vierten Quartal. Andererseits waren von den Wohnungen mit uur 1 heizbaren Zimmer vor 5 oder mehr Jahren nur ein Fünftel( 20 pCt.), vor 10 oder mehr Jahren noch nicht ein gwölftel( 8 pet.) durch ihren derzeitigen Befizer bezogen worden, dagegen von den Wohnungen mit 10 oder mehr heizbaren Zimmern vor 5 oder mehr Jahren über die Hälfte( 54 pet.), vor 10 oder mehr Jahren immer noch etwa ein Drittel( 81/8 pet.). Daß es die Inhaber ber fleinsten In einer Zeit, wo das Bestreben immer weitergreift, die Arbeit von Die Etats für die Betriebssteuer, Hundesteuer, BraumalzsteuerSchulkindern überhaupt zu verbieten, macht eine solche Einrichtung zuschlag, Wanderlager- und Umfassteuer werden unverändert genehmigt. Wohnungen sind, die am schnellsten und häufigsten wechselt, einen sehr eigenthümlichen Eindrud. Auch ist es für den Gesundheits- Als Gemeindegrundsteuer find 17 569 344 M. angefegt; bas zeigen auch die Angaben über die 8ahl der Umzüge, die zustand der Kinder nicht auträglich, fich Abends 3 Stunden in solchen die Gewerbesteuer mit 8100 000 m., die Gemeindes im Jahre 1894( für später find feine Zahlen veröffentlicht) in Berlin Räumen aufzuhalten. Ich nehme die im Ausschusse abgelehnte Gintommensteuer mit 26 880 000 M. Die Steuersäge werden überhaupt 509 pro 1000 vorhandene Wohnungen betrug, aber speziell in Resolution wieder auf, die Erhöhung der Gehälter der Verwalter für 1899 wie folgt feftgefent: 5,8 pet. des Nußertrages der Grund- den ärmeren Stadttheilen bis hinauf zu 662 pro 1000, in den wohl= der Bibliotheken mit täglichem Betriebe in Erwägung zu ziehen ftüde( 302 919 000 m.) für die Grundsteuer, 150 pct. Gewerbe- habenderen dagegen bis hinab au 308 pro 1000 borhandene Die Wohnungen. Man wird sich der Ansicht, daß dieses Nomadenund für die Heranziehung Erwachsener als Hilfsper fonen Sorge zu teuer, 100 pet. Gemeinde Einfommensteuer. tragen. Erhebung der untersten Steuerstufe( 2,40 m. bon Einkommen bon thum mit den Erwerbsverhältnissen zusammen Kämmerer Maaß: Jch habe mich über die Verhältniffe 420-660 2.) unterbleibt. Der Etat, der mit 100 528 807 m. hängt, faum verschließen können, wenn man erwägt, wie oft der Arbeiter der rasch wechselnden Arbeitsinformirt und tann nur tonstatiren, daß die Situation übertrieben balangirt, wird mit diesen Modalitäten fe ft gefest. wird. Die Rektoren der beiden in Betracht kommenden Gemeinde- Nachdem der Bescheid des Kultusministers auf die Vorstellung gelegenheit nachziehen muß. Für ihn bedeutet, in der schulen fragen nach freiwilligen Meldungen, und sämmtliche Knaben der Schuldeputation wegen der Entfernung jübifcher Großstadt wenigstens, die Wohnung in der That nicht viel mehr, der Klaffe heben die Hand hoch. Ich selbst habe mich als lleiner Bottsschul- Lehrerinnen bom klaffen ordinariat als für den Nomaden sein gelt. hm ist es felten vergönnt, int Junge mit Freuden zu ähnlicher Thätigkeit gemeldet. Die Knaben burch das Provinzial- Schulfollegium dem Magiftrat endlich aufeiner Wohnung recht heimisch zu werden, ganz abgefeheit davon, werden auch nicht 3 Stunden hindurch den Abend befchäftigt, fon- gegangen ist, hat der Vorsteher die Angelegenheit mit dem bekannten baß schon die Beschaffenheit der Wohnungen, die fich ein weniger Bemittelter leiften fann, in der Regel teine echte Behaglichkeit aufdern wie sie wollen. Man kann auch diese Beschäftigung nicht mit Antrag Preuß auf die heutige Tagesordnung gefeßt. Badwerk- Austragent 2c. vergleichen; es ist mehr ein geitvertreib. Da über die Durchführung der Anordnungen des Kultusministers fommen läßt. Was der Lehrer den Kindern giebt, wird von uns garnicht fommissarische Verhandlungen stattfinden sollen, welche auf den bestimmt. Die 1000. find ja tein Gehalt für ein besonderes Amt, 28. März angesezt sind, wird von einer Seite Abfegung der Erörte die beiden Verwalter find Lehrer, die je 3048 m. Gehalt beziehen rung bis nach Abschluß dieser Verhandlungen beantragt. und die 1000 m. auch noch mitnehmen. Der Vorsteher ertheilt gegen die Vertagung das Wort dem Stadtv. Bruns: Früher waren die Bibliotheken nur dreimal Stadtv. Preuß, der zunächst den Befürworter der Vertagung zu je 2 Stunden geöffnet; das ist jetzt ganz anders geworden. Gewiß hören wünscht. Da der Vorsteher hierauf nicht eingeht, erklärt Dispenfationen vom Schulbefuch tönnen schon vor Beendigung der Schulpflicht( also vor Ablauf desjenigent Halbjahres, in welchem ein Kind das 14. Lebensjahr vollendet) bewilligt werden, wenn ein dahin gehender Antrag an die Schuldeputation gerichtet wird und ein vom Lokalschulinspektor bescheinigtes um P Zeugniß des Neftors barüber, daß das betreffende sind die Reife finden in den Tagen vom 4. bis 10. April d. 3. statt. Näheres ist| Bidler str. 39/40 in dem Waarenhause von H. Schlesinger zam Ausbruch. Als die von verschiedenen Seiten alarnirte Feuerivehr fitt die erste Klasse der Gemeindeschule erlangt hat, aus der Bekanntmachung an den Anschlagsfäulen zu ersehen. beigefügt wird. Den Grund zu den zahlreich eingehenden Gesuchen unt folche Dispenfationen bildet die Rothlage der Eltern war, nach den Beobachtungen des von der Stadt bestellten fonnten sich noch in Sicherheit bringen. Durch einen energischen Kalte Märstage find nichts Ungewöhnliches. Beispielsweise eintraf, hatten die Flammen bereits einen großen Theil des Ladeninhaltes ergriffent. Das Geschäftspersonal und verschiedene Käuferinnen und der daraus entspringende, sehr begreifliche und verzeihliche Meteorologen Dr. Perlewit, am 1. März 1890 die durchschnittliche Angriff konnte zivar bald das Fener zum Stehen gebracht Wunsch, das Kind schon vor dem 14. Jahre in vollem Umfange zum Temperatur-6,6 Grad Celsius, die überhaupt niedrigste werden, doch ist der verursachte, aber durch Versicherung gebedte Mitverdienen heranzuziehen. Die letzte Versammlung der 12,0 Grad, am 15. März 1888 die Durchschnittstemperatur Schultommissions Vorsteher hat sich mit diesen Dispen 8,4 Grab, die überhaupt niedrigste-13,0 Grad, am 1. März 1886 Schaden sehr beträchtlich. Eine zweite Alarmirang nach demselben müßten strenger behandelt werden, da zu viel dispensirt werde. 14,8 Grad. An den genannten Märztagen der Jahre 1890, 1888, boch fonnte die Gefahr leicht befeitigt werden. Infug am fationen beschäftigt. Ein Vorsteher meinte, die Dispenfationsjachet die Durchschnittstemperatur-11,4 Grad, die überhaupt niedrigste Brandplaße erfolgte Donnerstag früh 4 Uhr. Es hatten sich nämlich Stoffballen im Brandschutt von Neuem entzündet, Ein anderer flagte darüber, daß in den Entlaffungszeugniffen ber 1886 erreichte das Thermometer mit 12,0 Grad, 13,0 Grad, öffentlichen Melder rief die Wehr um 1 Uhr nach Vinetaplas 8. doch fonnte die Gefahr leicht beseitigt werden. dispensirten Schüler sich mehrfach die von dem Reffor eingetragene 14,8 Grab den überhaupt stiefften Stand des ganzen betreffenden sie in so vielen anderen Fällen wurde auch diesmal der Thäter Bemerkung wegen häuslichen Rothstandes enflaffen" winters. finde. Durch ein solches Zeugniß sei das betreffende Kind doch füit nicht ermittelt. Gegen Mitternacht brannten Wilsnaderstr. 32 das ganze Leben beschimpft, darum sollten derartige Be Städtische Sparkasse. Wir machen darauf aufmerksam, daß, Regale und Stoffe. Auf Böswilligkeit dürfte ein fleiner Brand mertungen auf den Entlassungszeugniffen vermieden werden. Diese da der 81. März auf den Charfreitag fällt, die städtische Sparkasse zurüdzuführen sein, der bald darauf auf freiem Felde in der Nähe Ausführungen werden manchem Vater eines solchen Kindes ein aber an den beiden letzten Geschäftstagen wegen der Monatsabschluß von Dunderstraße 11 abzulöschen war. Hier stand Stroh und bitteres Lächeln entlocken. Haben die Schulkommissionen keine andere Arbeiten geschlossen bleiben muß, die Interessenten, welche Gelder ein Bretterzaun in Flammen. Sorge um die dispensirten Stinder? Es ist im Gegentheil durchaus abzuheben beabsichtigen, dies fpätestens Dienstag den zu wünschen, daß die Nothlage der Eltern in den Entlassungszeugnissen 27. März, zu bewertftelligent haben. Sonnabend, den 1. April, ausdrücklich als Grund der vorzeitigen Entlaffung angegeben wird. ift die Staffe selbstverständlich für den Verkehr mit dem Publikum, Daß die Entlassung vorzeitig erfolgt ist, das geht ja ohriedies aus jedoch nur bis i uhr Mittags, geöffnet. dem Zeugniß hervor. Warum soll dann nicht auch der Grund anJu vornehmen Fußstapfen. Herr Belle, der frühere OberIn gegeben werden? Wenn, wie es heißt, Armuth nicht schändet, bann bürgermeister von Berlin, hat, der Staatsbürger- Beitung" zufolge, kann es doch auch nicht beschimpfend sein, daß einem strebsamen in Stairo Aufenthalt genommen und gedenkt sich demnächst als Kinde( denn es werden fast nur solche dispenfirt) die ohnedies nur frommer Bilger nach Palästina zu begeben. bescheidene Bildung, die ihm seine Eltern in der Volksschule geben laffen konnten, durch seine Armuth noch mehr verkürzt worden ist. Man könnte eigentlich eher sagen, daß, wer schon in so jungen Jahren feinen Eltern in dem harten Stampfe um's tägliche Bret beigeftanden hat, dadurch einen Anspruch einen Anspruch auf ganz besondere Achtung erworben hat. Für die Ausbildung und das Fortkommen der Kinder wäre es freilich beffer, wenn sie die Dispensationen vor Beendigung der Schulpflicht nicht nöthig hätten. " ( G. S. 126) follen bei ihrer Auflösung noch etwa 9000 witglieder Der verkrachten Allgemeinen Volkskrankenkaffe zu Berlin angehört haben, die sich auf verschiedene Städte vertheilen. Für das Wesen dieser Art Strantentassen ist es bezeichnend, daß der Zentralvorstand sich bei der Gründung gleich auf zehn Jahre hat wählen lassen, sowie daß laut Statut Sie Generalversammlung nur alle drei Jahre stattfindet. Anträge von Mitgliedern zur General versammlung milffent nach dem Statut von 500 Kaffenangehörigen unterzeichnet fein. Sehr merkwürdig war es auch um die General versammlung bestellt, in der vor einigen Tagen die Auflösung beschloffen wurde. Sie war im Reichs- Anzeiger" befannt gegeben worden, was ben Schluß zuläßt, daß man eine größere Betheiligung der und Wege zu finden gewesen, die Mitglieder noch auf andere Weise zu erbosten Mitglieder nicht gewollt hat, denn sonst wären wohl Mittel benachrichtigen. Hierfür spricht auch der Umstand, daß der Beginn der Versammlung auf eine höchst ungünstige Tageszeit, nämlich auf 6 Uhr Nachmittags angefekt war. Es waren denn außer den etwa 25 Beamten und Vorstandsmitgliedern nur etwa 15 tajienangehörige erschienen. Der Vorstand gab bekannt, daß Geldbestände überhaupt nicht vorhanden feien und man mit Unterbilang arbeite. Einige der genasführten Mitglieder wollten wissen, daß bereits das Statut zu einer neuen Kasse ausgearbeitet wäre. Hoffentlich findet sich niemand, der auf das fragwürdige Unternehmen einer neuen der artigen Gründung hineinfällt. " Marktpreise von Berlin. 22. März 1899.( Nach Ermittelungent des Polizeipräsidiums.) Weizen 15,90-15,00 m., Noggen 14,10 bis 18,30 Mt., Futter- Gerste 13,20-12,90 m.( ermittelt pro Tomme von der Zentralstelle der preuß. Landwirthschaftstammer Rotirungsftelle und umgerechnet vom Bolizeipräsidium für den Doppelsentiter). Hafer, gute Sorte 15,20-14,70 M., Mittel- Sorte 14,60 bis 14,00 m., geringe Sorte 13,90-13,40 M., Nichtstcob 4,16-3,66., Heu 6,80-4,50 M., Erbsen, gelbe zum Kochen 40,00-25,00 M. Speisebohnen, weiße, von 50,00-25,00 M. Linsen von 70,00 bis 80,00 wt.( seleinhandelspreise.); Kartoffeln von 6,00 bis 4,00 M.; alles per 100 Kilogramm. Rindfleisch von der Keule von 1,60-1,20 wt., Bauchfleisch 1,20-1,00 M., Schweinefleisch von 1,60 4,00 M.; alles per 100 Kilogramm." Rindfleisch von der Keule von bis 1,20 M., Kalbfleisch von 1,60-1,00 20., Hammelfleisch von 1,60 bis 1,00 m., Butter von 2,60-2,00 m.; alles per 1 Kilogr. Gier 4,00-2,40 m. pr. 60 Std. Fiche per 1 Kilogr.: Karpfen voit 2,20-1,20 M., Male von 3,00-2,00 M., Bander von 2,60-1,00 M., 3,00-1,40 W., Bleie von 1,40-0,80 W., Strebje 60 Stüd 12,00 bis Hechte von 1,80-1,00 M., Barsche von 1,80-0,80 M., Schleie von 4,00 M. Muf die göttliche Weltordnung in eine menschliche um gewandelt werden? Bild I. Die„ Dentiche Tages- 8tg." meldet: Die ersten sei bigeier find in Berlin eingetroffen und wie im vorigen Jahre, pro Stüd mit 7,50 m. veräußert worden. Bild II. In der Voff. 3tg." lesen wir:" Das höchste Maß von Glend, das ein Mensch zu ertragen fähig ist, hat wohl eine Frau an fich erfahren, die dieser Tage in eines der großen städtischen Krankenhäuser eingeliefert wurde. Die etwa 45 Jahre alte Frau verlor vor etwa 10 Jahren Mann und Kinder durch den Tod. Sie hatte nicht die Kraft, fich über Waffer zu halten und fant von Stufe zu Stufe. Nach ihrem eigenen Geständnisse besaß fie während der legten acht Jahre änderten Preisen, Spiritus lofo ohne Faß mit 70 M. Abgabe ist An der gestrigen Börse hielt sich Spiritus ruhig bei wenig verkeine Wohnung mehr, nächtigte auf Bänken, in Schuppen oder von den Kursmaklern mit 40,5 M. gehandelt worden. 50er Spiritus wenn sie einige Pfennige befaß, in Bennen; auch im Asyl war sie fam nicht zum Umsatz. Startoffelstärke und Mehl März- und häufiger Gaft. Es ist ein Wunder, daß der Störper so lange Aprillieferung 20 M., feuchte Stärke 10,20 M. Berlins Getreide widerstandsfähig geblieben ist- seelisch war das unglückliche Wesen und Mehlzufuhren zu Wasser vom 22. März Mittags bis auf einer Stufe angelangt, die es völlig gleichgiltig machte gegen 23. März Mittags betrugen 145 To. Noggen, 2570 Doppelzentner alles, was um und mit ihm geschah. Endlich war fie an der Grenze Weizenmehl. Eierbericht vom 23. März. Normale Eier 2,90 bis angelangtfie brach auf der Straße zusammen, wurde erst in die 3,20 M. per Schod, fleine 2,55-2,60 27. inneren Organe, besonders die Lunge, find in einem Zustande, daß unfallstation und dann in das Krantenhaus geschafft; der völlig 3,20 M. per Schod, kleine 2,55-2,60 m. ausgemergelte Körper war mit lauter 2umpen bedeckt, die der Tod ein Erlöser sein wird. Jetzt erst tommt das unglückliche Weib zum Bewußtsein ihres entseglichen, hinter ihr liegenden Bebens und sieht getrost dem Ende entgegen-- auch eine GroßstadtGriftens 1" günstige Rongeffionen gemacht sein. Namentlich sei dabei das fo- Ein Schaufensterdiebstahl ist in der Nacht zum Donnerstag genannte Triebfahren zu Gunsten der Droschtenbefizer ins Auge mit außerordentlicher Frechheit in der Alten Schönhauserstraße aus gefäßt. Die Versammlung befchloß, an geeigneter Stelle erneut geführt worden. Dort befindet sich in dem Hause Nr. 12 das vorstellig zu werden und die unzuträglichkeiten, die durch Bigarrengeschaft von B., dessen Schaufenster des Nachts offen bleiben, die Sperrung dieser Straßen entstehen, nochmals zum Aus- um etwa eindringenden Dieben hierdurch die Arbeit im Laden un druck zu bringen. Sollte trotzdem die Verordnung in Kraft treten, möglich zu machen. Bei dem sehr starken Verkehr, der auch Nachts will der Verein die Angelegenheit bis in die höchste Instanz ber- in der Alten Schönhauferstraße herrscht, erschien es allerdings auch folgen. unmöglich, daß ein derartiger Diebstahl verübt werden könnte. Verbrechern, die große Schaufensterscheibe zu zertrümmern und den Trotzdem gelang es in der gestrigen Nacht untermittelt gebliebenen Inhalt der Auslage fich anzueignen. Wiewohl die Ausführung des Diebstahls längere Zeit in Anspruch genommen haben muß, find die Thäter doch nicht beobachtet worden. Aus den Nachbarorten. Der Arbeiterbildungsverein von Ober- Schöneweide und umgegend hält Sonnabend Abend, 8 Uhr, feine fällige Mitgliederversammlung im Restaurant Haferland, Siemensstr. 5, ab. Aufnahme nener Mitglieder. aus formellett Das alte Lieb. Siefige Beitungen melden:„ Der Thäter Wilhelm Mittag ist trotz der anstrengenden Verfolgungen unserer Die Schöneberger Stadtverordneten- Versammlung beendete Polizei leider noch nicht gefaßt worden. Der den Thäter verfolgende in einer fechsstündigen Egtrasigung am Mittwoch die zweite Lesung Kriminalkommissar Braun war diesem während der ersten Tage nach des Haushaltsetats. Der Stadtverordnetenvorsteher theilte unter der That Tag und Nacht dicht auf den Fersen, doch konnte der Ver- großer Verwunderung der Stadtverordneten mit, daß der Magistrat brecher nicht gefaßt werden, weil er jedenfalls immer rechtzeitig vor dem in voriger Sizung einstimmig angenommenen Normal- Be Die Polizei- Verordnung betreffend die Sperre der Leip feinen Berfolgern gewarnt wurde. Jezt ist die Spur des Thaters vollforbungs- Etat feine Zustimmung berfage, da bei einer ziger und Friedrichstraße sowie Unter den Linden für leerfahrende tändig berschwunden, und es ist nicht unmöglich, daß sich vorgenommenen Stundfrage bei den in Betracht kommenden Beamten Droschten hatte die Berliner Droichten befiber Bereinimittag, der wohl weiß, daß er nach außerhalb nicht entweichen famn, fich 53 dagegen und nur 7 bafür erflärt haben. Bei der darauffolgenden git ng zu einer Petition an den Magiftrat veranlaßt, in der gebeten bas Leben genommen hat. Das Befinden der verletzten Frau Burdad Berathung des Voltsschul Gtats, der nach mehrfachen Menderungen wurde, jener Verordnung die Genehmigung zu verjagen. Bezüglich und ihres fleinen Enfels ist den Umständen nach gut und es ist des Etatsausschiffes nunmehr mit einer Ausgabe von 44 370 m. der Leipzigerstraße wird diese Petition, wie in der lezten Versamm Hoffnung vorhanden, falls nicht unvorhergesehene Zwischenfälle ein abschließt, führte Stadtv. Ha se Beschwerde über die unhaltbaren lung der Droschtenbefizer- Vereinigung bekannt gegeben wurde, freten, beide am Leben erhalten zu können." Zustände der Schule im Friedenauer Ortstheil. Hier unterrichten erfolglos bleiben, doch sollen hinsichtlich der beiden anderen Straßen fchied der Geschlechter in zwei Selaffen. Diefer Misstand erheische vei Lehrerinnen die Kinder im Alter von 8-9 Jahren ohne Unterbringende Abhilfe. Bei der Pofition Aerztliche Hilfeleistungen in den Schulen" tommt Gentoffe Obst auf die Anstellung von Schulärsten" zurlid; er ersucht um recht baldige Anstellung berfelben. Der Bürgermeister Wilde erfennt eine Bedürfniüfrage an und stellt eine dementsprechende Vorlage des Magistrats im Laufe des Jahres in Aussicht. Auch bei der Das neue Ortsftatut für die Stadt Berlin, betreffend die der rapid gunehmenden Bevölkerungszahl fich eine vermehrte InanPofition Lehr- und Lernmittel für bedürftige Kinder" verlangen unsere Genossen die Erhöhung dieser Summe um 1000 M., da bei Krankenversicherung der im Kommunalbetriebe beschäftigten spruchnahme dieser Mittel herausstellen dürfte. Die Einstellung eines Personen dehnt die Anwendung der Vorschriften des§ 1 des Postens für die in der neuen Gemeindeschule in der GrunewaldStrankenversicherungs Gefezes aus auf fämmtliche, in Kommunal konnte ftraße eingerichteten Brausebäder betrieben und im Kommunaldienste gegen Gehalt oder Eine aufregende Szene spielte sich gestern Nachmittag um Gründen noch nicht erfolgen, jedoch wird eine Benutzung derfelben Beim Armen Etat verbleiben: a) Betriebsbeamte, Wertmeister, Techniker und Beamte, fechs Uhr an der lönigl. Bibliothet ab. Dem Kutscher der Tarameter- noch in diesem Sommer erhofft. Beren Arbeitsverdienst Хоби an Gehalt 62/3 Mart broschfe 6794 ging das Pferd durch. Das Thier lief, nachdem der langt Stabib. 2ulay Aufklärung Magiftrat über für den Arbeitstag, oder, fofern Lohn oder Gehalt nach größeren Kutscher sich durch Abspringen vom Bod gerettet und zwei gefährdete die Erbauung eines Krantenhauses". Eine große Beitabschnitten bemessen ist, 2000 w. für das Jahr gerechnet über- Stinder fich noch im letzten Augenblick in Sicherheit gebracht hatten, Benruhigung der Bevölkerung Schönebergs habe die Nachricht fteigt; b) Personen, welche dem sie beschäftigenden Kommunal- gegen das Gitter an der Bibliothet und blieb mit dem Hals in von der Ueberfüllung der Berliner Strantenhäuser hervorgerufen. verbande gegenüber in Strankheitsfällen Anspruch auf Fortzahlung einer Stabfpipe hängen. Die Droschte warf im Schleudern einen Alle Stände unferer Stadt beschäftigten fich in eingehendster Weise des Gehalts oder Lohnes mindestens für dreizehn Wochen nach der Theil des Gifters um, so daß es durch einen Brettergaun ersetzt mit diefer so überaus ernsten und wichtigen Sache; er jähe einer Erkrankung oder auf eine den Bestimmungen des§ 6 des Kranken werden mußte. Das schwer verlegte Pferd wurde nach der thier Vorlage des Magistrats balbigft entgegen. Bei Bofition „ Bea versicherungs- Gesetzes entsprechende Unterstügung haben. ärztlichen Hochschule gebracht, die Droschte war halb zertrimmert. foldung der städtischen Arbeiter" wird von mehreren Durch dieses, am 1. April 1899 in Straft tretende Ortsstatut Stadtverordneten beantragt: Behufs Gewinnung eines tüchtigen Einen schrecklichen Tod fand gestern Nachmittag der Arbeiter Stammes von Arbeitern wird der Magistrat ermächtigt, eine Summe werden nicht nur die von der Stadtgemeinde Berlin, sondern auch Albert Fride in der Bögow'schen Brauerei an der Prenzlauer Allee. zivede Gewährung von Brämien für gute und trene Leistungen Die von anderen Kommunalverbänden( Provinz, Kreis) innerhalb des Fride war allein im Maschinenhause und hat allem Anscheine nach einzustellen. Auch dieser Antrag wird lebhaft mit der Motivirung Gemeindebezirks Berlin beschäftigten Personen der Kranken- ben Borschriften zuwider während des Betriebes eine Transmissions belämpft, daß hierbei oft von dem das Gegentheil erreicht wird, versicherungspflicht unterworfen. Alle nach diesem Ortsstatut ver- welle ölen wollen. Bei dem Versuche, von einer Leiter aus das was man erreichen wolle. Bezahle man die Arbeiter anständig und ficherungspflichtigen Berfonen, welche nicht gemäß§ 75 des Stranken Del in den Behälter zu gießen, rutschte er aus und fiel fo un austömmlich, fo werden fie gern auf diefe Prämien" verzichten versicherungsgesetzes von der Verpflichtung, der Gemeinde- Kranken- glücklich, daß er in das Getriebe gerieth. Er wurde so heftig gegen und trotzdem ihre Schuldigkeit thun. Eine recht lebhafte Debatte versicherung anzugehören, befreit find, find bis zum 1. April d. I. eine Wand geschleudert, daß ihm Kopf und Brust zerquetscht wurden. ruft nunmehr der Markt- und Straßen Gfat" hervor. und hiernach spätestens am dritten Tage nach Beginn der Beschäf Der Verunglückte, dessen Kleider sich auch entzündet hatten, hat auf von mehreren Stadtverordneten wird die Aufhebung der Wochentigung schriftlich bei der hiesigen Gemeinde Krankenversicherung der Stelle den Tod gefunden. Stralauerstr. 3-6- anzumelden und spätestens am dritten Tage märkte mit der Begründung verlangt, daß die Nahrungs- und nach Beendigung der Beschäftigung wieder abzumelden. Genußmittel, welche dort zum Verkauf ständen, einer strengen Stontrolle nicht unterliegen, weshalb gut befürchten sei, daß Mißstände in fanitärer Hinsicht sich ergeben würden. Schon jest gelange dort Fleisch zum Verkauf, welches in den Berliner Markthallen nicht mehr feil gehalten werden dürfe. Gegen diese Auffassung wandte vorin festgelegt wird, daß auf den Wochenmärkten nur Nahrungs fich der erste Bürgermeister. Es gelangte ein Antrag zur Annahme, mittel und Blumen feilgehalten werden dürfen und daß die Vermiethung des Standes nicht wie bisher nach laufendem Meter, sondern nach Quadratmetern zu erfolgen habe. oder Jm Thiergarten wurde gestern Abend 8 Uhr in der großen Baumallee der Bolle'sche Milchfuticher Leberecht Dieke hilflos auf In welchem Umfange in den großen Waarenhäusern ge gefunden. Der Mann war augenscheinlich sehr schwer trant. Ein Ftohlen wird, zeigt eine Zusammenstellung, die einem Berichterstatter Schumann brachte ihn mit einer Droschte nach der Charitee. Als Aur Verfligung gestellt worden ist. In einem Waarenhause in ber man hier antam, war Diege bereits todt. Leipzigerstraße, in dem eine ganze Diebesbande, fowie 14 felbständig Einen schrecklichen Fund machte gestern Mittag ein Knabe in arbeitende Diebe abgefaßt wurden, haben diese mchweislich Waaren im Werthe von nahezu 20 000 m. fich angeeignet. Ein anderer der Stegligerstr. 90. Hier wohnte ber 66jährige Arbeiter Eduard Großbazar in der Leipzigerstraße, in beffen Geschäftsräumen in einem Samant, der auf der Potsdamer Eisenbahn beschäftigt war, bei Montat( Dezember) 22 Ladendiebe abgefaßt wurden, hat durch Dieb- feinem verheiratheten Sohne. Da er feit acht Tagen an heftigem Stähle einen nachweislichen Verlust von rund 15 000 m., der Nasenbluten litt, war er diese Zeit hindurch zu Hause geblieben, zum größten Theil durch das Geständniß der Verhafteten ermittelt ist, während sein Sohn und dessen Frau jeden Tag auf Arbeit gingen. erlitten. Der wirkliche Schaden dürfte jedoch bebeutend erheblicher le gestern Mittag sein 7jähriger Entel aus der Schule fam und erlitten. Der wirkliche Schaden dürfte jedoch bebeutend erheblicher die Thür aufmachte, fand er seinen Großvater als Reiche an der 18 ber Schule feit. Im Jahre 1898 wurden in den verschiebenen Waarenhäusern Berlins nahezu 100 Gelegenheits- und gewerbsmäßige Diebe fest linte hängen. Das Leiden hatte den alten Mann lebensüberbrüffig genommen. Hiervon waren acht Angestellte der Geschäfte. gemacht. Gestern unterzogen sich am föniglichen Luifengymnasium alvei Damen der Reifeprüfung, die unter Borsiz des Geheimen Regierungs- und Provinzial- Schulraths Dr. Pilger stattfand. Eine der Damen erhielt das Beugniß der Reife. " bom " leber die Charlottenburger Hilfsschulen für schwachbefähigte Kinder wird in Gugmann's Medizinisch pädagogischer Zeitschrift für die gesammte Sprachheilkunde" berichtet: Bisber bes stand in Charlottenburg nur eine Silfsschule, die im Laufe der Zeit nicht nur auf fünf Klaffen angewachsen war, sondern auch eine große Ueberfrequenz in den einzelnen Stufen aufwies. Die Schuldeputationt hat deshalb beschloffen, von Ostern 1899 ab diese Hilfsschule zu theilen und in verschiedenen Stadtgegenden eine Silfsschule I" und II" eine Hilfsschule 11" zu errichten. Die Geschlechter werden, wie bisher, nicht getrennt. Im Prinzip ist ferner beschlossen worden, weitere derartige Hilfsschulen zu errichten, Ueber einen Misstand beim königlichen Lethamt schreibt man uns: Bekanntlich können bei den drei königlichen Leihämtern bie Pfandscheine nach Ablauf eines Jahres gegen Zahlung der vollen Binfen auf ein weiteres Jahr prolongirt werden. Das betheiligte nach Theater. Else Lehmann, die am Wiener Burg Theater zweimal die nach und Bublitum erscheint nun zu diesem Zwecke nicht pünktlich am Verfalltage, jondern gewöhnlich schon 8-4 Wochen früher, um das für Sanne Schät im Fuhrmann Henschel" gespielt hat, fritt am Sonnabend in aber die Entwickelung einzelner derfelben zu großen Schulsystemen bie Binfen bestimmte Gelb nicht anderweitig auszugeben. Ea der gleichen Rolle wieder am Deutschen Theater auf. Am Montag ähnlich den Gemeindeschulen unter allen Umständen zu verhindern. erscheint„ Die verfuntene Glocke mit Josef Kaing als Glockengießer Heinrich Mit dem Unterricht werden geeignete Bollsschullehrer betraut, die wird dann bei der Berechnung der Zinsen der zwölfte nach langer Paufe wieder auf dem Abend- Spielplan des Deutschen Theaters. fortan möglichst einen der Guzmann'schen Kurse in Berlin absolvirt Monat voll gerechnet, der neue Pfandschein aber nicht vom Verfall- Im Schiller Theater fommt Sonntag Nachmittag Anzengruber's tage, sondern schon vom Tage der Prolongation batirt. Auf diese Boltsstück mit Gefang Die Kreuzelschreiber zur Aufführung; in ber haben sollen. Es hat sich nämlich hier, wie überall, gezeigt, daß Weise müssen für den zwölften Monat doppelte Binjen gezahlt were Sonntag- Abendvorstellung geht Wildenbruch's Schauspiel Die Haubenferche" über 50 pCt. der Schwachfinnigen und hochgradig Schwachbegabten ben, nämlich das zweite Mal bei der Einlösung des Pfandes oder in Szene. Bis einschließlich Sonnabend finden Wiederholungen von Don mit Sprachgebrechen und Sprachunregelmäßigkeiten behaftet sind. ein Jahr später bei der abermaligen Brolongation. Für den ein- Juan und Baust" statt. In der Urania werden eine Reihe von Nach Die Auswahl der Kinder geschieht auf Vorschlag der einzelnen gelnen wird es fich ja bei diesem Verfahren fast immer nur um eine mittagsvorstellungen des lehrreichen Vortrages" Das Land der Biorbe" zu Rektoren unter dem Beistande des städtischen Vertrauensarztes. Abermäßigten Preisen veranstaltet, um den Schülern während der Osterferien folut Bildungsunfähige( biotische u. f. m.) sowie Taubstumme sollen geringe doppelt zu zahlende Summe handeln. Für das Leihamt Gelegenheit zu geben, das Theater und die Ausstellungsfäle zu besuchen. auf städtische Stoften geschlossenen Anstalten zugewiesen werden.-- Neben aber kommen das Jahr über tausende von Mark zusammen, die ihm Die erste dieser Vorstellungen findet am Sonnabend, den 25. b. M., Nach diesen Hilfsschulen besteht in Charlottenburg eine andere, dem städtischen nicht gebühren. mittags 4 Uhr, statt. Schulwesen angegliederte Einrichtung, die Heilkurse für Sprach. Die Frühjahrs- Kontrollversammlungen der in Berlin wohn Feuerbericht. Ein erheblicher Ladenbrand, der auf Unvorsich gebrechlich e. Es finden jährlich 6 Hauptkurse uud 40 Nebenhaften Mannschaften des Beurlaubtenstandes im Landwehr- Bezirk Iltigkeit beim Gasanzünden zurückzuführen ist, fam Mittwoch Abend Turse statt. Die Hauptkurse sind für die schweren Fälle( Stottern, Stammeln u. f. w.) bestimmt und werden im 1. und 3. Quartal des Neute Friedrichstraßen Ede gefordert. Nach den Ausführungen des beifällig aufgenommenen Vortrage folgte eine Besprechung der Ver Schuljahres an drei Punkten der Stadt( Nord, Ost, Süd) abgehalten. Redners war an den Treppen, bei denen die Fliesenleger beschäftigt hältnisse im Berufe. Am 9. April findet eine Versammlung in den Die Nebenkurse werden an jeder Schule im 2. und 4. Quartal find, von oben bis unten fein Geländer vorhanden. Mehrmals Arminhallen statt, zu der die Mitglieder des Vereins Arbeiterschut des Schuljahres abgehalten, und es nehmen die Kinder der be- wurde auf die Gefahr hingewiesen, aber ohne Erfolg. Jezt aller- eingeladen sind. Man beabsichtigt in dieser Versammlung eine treffenden Schule, die in leichterem Grade an Sprachübeln leiden dings, nachdem ein Arbeiter infolge eines Fehltritts in die Tiefe Kommission zu wählen, die mit den Meistern über die Abschaffung oder bereits einen Hauptkursus durchgemacht haben, einmal oder gestürzt ist, was den sofortigen Tod des Arbeiters zur Folge hatte, der Kündigung am Sonntag und die Beseitigung anderer Mißstände mehrmals daran theil. Die Einrichtung hat sich, wie in der ge- wurden endlich die schon längst nothwendigen Schutzvorrichtungen im Beruf verhandeln soll. Das Vereinslokal befindet sich bei nannten Zeitschrift versichert wird, bisher durchaus bewährt. getroffen. Schiller, Rosenthalerstr. 57. Die Frage der Erhöhung des Schulgeldes an den Eine Versammlung der in der Schraubenfabrikation be: Der Fachverein der Holz- und Bretterträger hielt am höheren Schulen Charlottenburgs, die seit mehr als einem Jahre schäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen tagte am Montag in der 19. d. M. seine regelrechte Mitgliederversammlung ab. Die Verso vielfache Grörterungen hervorgerufen hat, ist gestern end giltig Urania, Wrangelstraße, um über die Mittel und Wege zu berathen, sammlung beschäftigte sich zunächst mit dem von der Kommission erledigt. Um die Meinungsverschiedenheiten endlich zu beseitigen, wie den traurigen Lohn- und Arbeitsverhältnissen der Branche ab- ausgearbeiteten Lohntarif, welcher nach einigen fleinen Aenderungen hat der Charlottenburger Magistrat in seiner gestrigen( Donnerstag) zuhelfen sei. In der Diskussion wurde außer zahlreichen anderen angenommen und der Kommission resp. dem Vorstand wieder ein Sigung beschlossen, dem Beschluß der Stadtverordneten- Versammlung Firmen die Fabrik von Sudikatis genannt, wo die sanitären Ver- gehändigt wurde mit der Weisung, die Drudlegung zu veranlassen und beizutreten. Die Schulgeldsätze werden demgemäß um ein hältnisse viel zu wünschen übrig lassen und besonders die Aborte sich den Arbeitgebern zu übersenden. Der Vorsigende machte auf den Streik Kleines erhöht und werden vom 1. April an betragen: in den in miserablen Zuständen befänden. Getadelt wurde, daß die Ar- der Krefelder Weber aufmerksam, worauf die Versammlung 20 M. Vorschulklassen des Realgymnasiums der Reformschule wie der Ober- beiter Leute als Meister anerkennen, die noch nie in der Branche Unterstützungsgelder bewilligt. Am 1. Mai findet eine öffentliche Realschule 100 M., in den mittteren und oberen Klassen des Real- gearbeitet haben. Um zu kontrolliren, welche Preise für schon Versammlung statt. gymnasiums und der Reformschule 110 M., in den mittleren Klaffen gemachte Arbeit gezahlt worden sind, sollten sich die Arbeiter Der Verband der Schneider tagte am 20. März in den der Ober- Realschule 80, in den oberen 110 M. In der höheren in denen sie die Preise notiren und Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Ritter gab zunächst einen Mädchenschule wird das Schulgeld in den drei untersten Klassen so die Lohndrückerei feststellen 80 M. in den übrigen Klassen 110 M. betragen. auf die Einrichter, durch die erst die Ausbeutung der weiblichen furzen Bericht über den Stand der Lohnbewegung am Ort sowie Wie Redner mittheilt, versuchen einzelne Firment Arbeitskräfte ermöglicht würde, wurden zurückgewiesen mit der Be- auch außerhalb. gründung, daß sich zur Einrichtung stets Kollegen finden würden. von auswärts, z. B. eine Magdeburger Firma, sowie der Post- und Telegraphen- Assistenten- Verband zu Leipzig durch Annoncen Arbeiter die erst den Vertrauensmann ihrer Werkstatt zu Borstellungen bei dem man die Kollegen darauf aufmerksam macht, daß sich die Scharf gerügt wurde das unsolidarische Verhalten vieler Kollegen, heranzuziehen. Diese Machinationen müſſen durchkreuzt werden, bie der betreffenden Firma veranlassen, dann aber nicht hinter ihm Schneider in diesen Städten in einer Lohnbewegung befinden. stehen. Ein Antrag, eine fünfgliedrige Agitationskommission zu Da in dieser Versammlung auch die Unterstützungsfrage für die wählen, wurde einstimmig angenommen. Es war darauf aufmerksam hiesige Bewegung angeregt wurde, gemacht worden, daß durch die Annahme dieses Antrages ausgedrückt Resolution an, welche besagt, daß die Höhe der Unterstützung vot werden könnte, daß der Metallarbeiter- Verband nicht die nöthige Bücher anschaffen, Verschiedene Angriffe nahm mant cine Der Teltower Kreistag hat heute den Vertrag zwischen dem Kreise und der Stadtgemeinde Schöneberg über die beim Ausfcheiden Schönebergs zu bewirkende Auseinandersetzung einstimmig genehmigt. Der Amtsbezirk Deutsch- Wilmersdorf wird zum 1. April dieses Jahres in vier Polizei- Reviere eingetheilt. Die Bureaus werden sich Brandenburgischestr. 2, Kurfürstendamm 131, KaiserAllee 124 und Kaiser- Play 5 befinden. Reinickendorf. Eine große Zentralanlage beabsichtigen die Agitation entfaltet hätte. Andererseits wurde erwogen, daß der der Ortsverwaltung festzusetzen ist, und die Gewährung einer solchen Vertrauensmann überbürdet und eine Entlastung nothwendig ist. nach achttägiger Arbeitsruhe eintritt. Hierauf wurden die Mitglieder Berliner Elektrizitätswerke im Norden( Gesundbrunnen) Die Annahme des Antrages sei kein Mißtrauensvotum für den Stühmer, Holzhäußer und Knoop als Delegirte zum Ges zu errichten. Die Vorarbeiten dafür sind schon eingeleitet, dürften Verband, sondern die Thätigkeit der Kommission beweise die Opfer- werkschaftskongreß in Frankfurt a. M. vorgeschlagen. Es erfolgte aber kaum vor Ende d. J. abgeschloffen werden. Das in Aussicht genommene Elektrizitätswerk wird den Ortschaften Reinickendorf und willigkeit für die Organisation. Bei den augenblicklichen Verhält- sodann die Ausschließung eines Mitgliedes wegen unsolidarischen Pankow Strom zuführen. Zu dem Haushalts- Etat für das Schul- nissen müsse etwas geschehen. Und da seien Kollegen aus der Verhaltens gegenüber den eben erkämpften Errungenschaften. Nach wesen ist noch zu bemerken, daß der Etat für das hiesige Schulwefen Branche am besten am Plaze. Zur Kommission wurden gewählt: einigen Mittheilungen geschäftlicher Art schloß der Bevollmächtigte pro 1899/1900 von 85 000 m. auf 103 000 m. also um 18 000 m. Heinrich Schulz, Paschke, Jalobs, Fellenberg und die gut besuchte Versammlung. gestiegen ist. Charlottenburg. Am 16. März hielt das Gewerkschaftskartell Ernst Schultz e. Die Maurer der zentralen Richtung hielten am Dienstag eine öffentliche Sigung ab, zu welcher die Gewerbegerichts- Beisiger bei Cohn, Beuthstraße, eine öffentliche Versammlung ab, in der geladen waren. Menge als Mitglied der Deputation des städtischen Arbeitsnachweises führte aus, daß in der Deputation, welche ant Versammlungen. Fritsch einen eingehenden Bericht über die Thätigkeit der Gewerk- 27. Februar tagte, beschlossen wurde, daß der hiesige städtische Arbeitsschafts- Kommission erstattete. In der hierauf folgenden Diskussion, Der Arbeitgeber- Bund des Maurer- und Zimmerer: an der sich Sperling, Mud und Silberschmidt betheiligten, nachweis sich dem Zentralverband der deutschen Arbeitsnachweise an schließen solle. Gewerbes und die Arbeitswilligen, lautete das Thema, das in erklärte man sich mit der Thätigkeit der Gewerkschafts- Kommission In der Deputationsfigung wurde vom Genossen Menge einer öffentlichen Maurer Versammlung der lokalen einverstanden und wurde die Haltung des Delegirten zu den veres Pflicht der Unternehmer ist, Richtung, die am Mittwoch in den„ Boruffia- Sälen", Ackerstraße, schiedenen Fragen gutgeheißen. Als Delegirter zur Gewerkschafts- darauf hingewiesen, daß tagte, behandelt wurde. Der Referent Fr. Kater erinnerte zu- Kommission wurde sodann W. Schulz und als Vertreter P. Winzler bei städtischen Arbeiten auch die Arbeiter vom städtischen Arbeitsnachweis zu entnehmen und sobald als möglich den nächst an die wirthschaftlichen Kämpfe, die sich seit Jahren gewählt. Eine längere Debatte entspann sich über den bekannten, im Baugewerbe abgespielt haben, er verwies darauf, daß das fürlich erlassenen Aufruf der Bauunternehmer, in dem die„ Arbeits- städtischen Arbeitsnachweis auch auf die gelernten Arbeiter auszus fortgesetzte Bestreben der Unternehmer, eine Zersplitterung willigen" aufgefordert wurden, sich unter den Schuß der Unter- dehnen. In der Diskussion warnte Flemming vor einer Erder Ernehmer zu stellen, und worin ihnen dauernde Arbeit versprochen wird. weiterung des Arbeitsnachweises für gelernte Arbeiter. In dem ringung befferer Lohn- und Arbeitsbedingungen abzubringen, wie mitgetheilt wurde, haben die Unternehmer es nicht bei dem selben Sinne äußert sich Franke und bekämpft den Anschluß des bisher an der Einmüthigkeit der Arbeiter gescheitert ist und famosen Anschlag an den Litfaßsäulen bewenden lassen, sondern städtischen Arbeitsnachweises an die Landwirthschaftskammern. Es daß nunmehr die Unternehmer die allgemeine Nothlage der Bau- es sollen auch noch Listen auf den einzelnen Bauten zirkuliren, zuberufen, die zu der Frage Stellung nehmen soll. Ferner wurde wurde beschlossen, eine öffentliche Gewerkschafts- Bersammlung einarbeider, welche gegenwärtig infolge der großen Arbeitslosigkeit vor die den Arbeitern zum Einzeichnen vorgelegt werden. Von allen herrscht, für ihre arbeiterfeindlichen Pläne auszunüßen suchen. Nach Rednern wurde vor dem Unterschreiben dieser Listen gewarnt marken im Betrage von 20 Pf. an der Kontrolle zu verabfolgen. beschlossen, am 1. Mai zwei Versammlungen abzuhalten und Maiden weiteren Ausführungen des Redners hat die oben angeführte und δας Vorgehen der Unternehmer einer herben Kritik Unternehmer- Organisation Listen an alle Unternehmer versandt mit unterzogen. Die Pläne, die das Unternehmerthum, dem kürzlich Weißensee. Am 16. März tagte hier eine Versammlung, in der Aufforderung, dieselben den auf den Bauten beschäftigten erst auf seinem eigenen Wunsch die Maurer die Forderungen für der Theodor Fischer über die wirthschaftliche Lage der ArbeiterMaurern und Zimmerern vorzulegen und sie zur Einzeichnung zu dieses Jahr unterbreiteten und die Geneigtheit zum gemeinsamen Klaffe sprach. Dem zustimmend aufgenommenen Vortrag folgte veranlassen. In diesen Listen werden ebenso, wie kürzlich an den Verhandeln kundgaben, damit verfolgt, wurden von den Rednern sehr eine Diskussion, in der Genosse Haupt mittheilte, daß die Arbeite Litfaßsäulen, die arbeitswilligen" Arbeiter aufgefordert, fich durch treffend gekennzeichnet und darauf hingewiesen, daß die organisirten rinnen der Wollspinnerei von Krüger u. Tittel von den Meistern die Unterschrift unter den Schutz des Unternehmer- Bundes zu Maurer für alle Fälle gerüstet sind und eventuellen Maßnahmen beeinflußt wurden, die Versammlung nicht zu besuchen. Man möge stellen, und wird ihnen dauernde und bevorzugte Arbeitsgelegenheit seitens der Unternehmer, die sich gegen die Arbeiter richten, mit sich aber trotzdem nicht abhalten lassen, der Organisation beiversprochen. In diesen Listen wird nicht nur die Angabe des genauen aller Energie entgegentreten werden. Bekannt gegeben wurde noch, zutreten. Nationals verlangt, sondern auch die Frage über die daß am Sonntag in den verschiedenen Stadttheilen sechs Ver- Stralau Rummelsburg. Zur Erinnerung an die März etwaige Zugehörigkeit zu einer Organisation gestellt. Es wird fammlungen stattfinden, und zur regen Agitation für dieselben aufgefallenen hielten die hiesigen Genoffen am Sonnabend, den 18. März, den organisirten Arbeitern damit zugemuthet, daß fie sich durch das gefordert. in Schonert's Saal Neuseeland", eine sehr stark besuchte Versamm Ausfüllen der Listen selbst denunziren und den Unternehmern ein Mittel an die Hand geben, die Hezer" und" Wühler", wie der Die Vergolder hatten Montag in den„ Arminhallen" eine Ver- lung ab, in der Reichstags- Abgeordneter Arthur Stadthagen einen Hlassenbewußte Arbeiter bezeichnet wird, möglichst von allen Bauten sammlung anberaumt. Bor Eintritt in die Tagesordnung ehrten mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag über die Bedeutung des fernzuhalten. Der Redner giebt schließlich der Meinung Aus- die Anwesenden das Andenken des verstorbenen Mitgliedes Franz 18. März sprach. Tempelhof. Am 18. März hielt der Arbeiter- Bildungsverein druck, nachdem er das Vorgehen einer sehr treffenden Kritik unterzogen hatte, daß zu dem Ver- von den Pläßen. Hierauf hielt Naturheilkundiger Grundmann im Lokale des Herrn Gerth eine Versammlung ab. Gauger halten der Unternehmer wohl theilweise auch das Bestreben der einen Vortrag über:" Der Mensch und seine Beschaffenheit." Einige sprach über die Bedeutung des 18. März. Unter Vereinsangelegen Verbandskollegen, mit dem Unternehmerthum eine Tarifgemeinschaft interne Filialangelegenheiten bildeten den Schluß der Versammlung. heiten lag ein Antrag des Vorstandes vor: dem Vorstande die Er anzubahnen, beigetragen hat. Es sei anzunehmen, daß die Unter- Am 1. Osterfeiertage, Vormittags 10 Uhr, findet eine Morgensprache mächtigung zu ertheilen wenn nothwendig einem Mitgliede, unter Vorbehalt des Erst- Rückaufsrechts die Vereinsbibliothek zu nehmer darin eine Schwäche der Arbeiter und eine gegenwärtige bei Ferd. Ewald, Schönleinstr. 6, statt. unter den Arbeitern herbeizuführen, um sie von des Unternehmerthums Martmann und anschließend die Märzgefallenen durch Erheben ungünstige Position der Organisationen vermuthen und glauben, den Der Verein der Zimmerer tagte am 19. März. Der zweite verkaufen. Die Versammlung gab ihre Zustimmung. Das Mitglied Arbeitern noch proziger als bisher entgegentreten zu können. Wie Vorsitzende Juppenlazz leitete die Versammlung mit einem Rüd- Jeziorsky wurde aus dem Verein ausgeschlossen. vom Referenten, so wurde auch in der Diskussion von allen blick auf die Revolution des Jahres 1848 ein. In die Tagesordnung Brit. Am 18. März fand hier in Güldner's Saal zu Brig Rednern aufgefordert, die Liſten unter keinen Umständen auszu- eingetreten, wurde ein Antrag Grabsdorf, den Krefelder Webern eine Voltsversammlung statt, in der Genoffe Grempe in einem füllen, dieselben vielmehr einmüthig zurückzuweisen, wie dies 200 M. und den Bielefelder Tapezirern 100 M. als Streitunter- interessanten Vortrag über die Bedeutung des 18. März sprach. Um schon auf verschiedenen Bauten geschehen ist, um so die wohl- stügung zu überweisen, angenommen. Für den Besuch der Treptower die Wirkung des Vortrages nicht abzuschwächen, wurde seitens der berechneten Pläne des Unternehmerthums illusorisch zu machen. Sternwarte wurden 500 Billets à 75 Pf. bestellt, und sind solche Versammlung von einer Diskussion abgesehen und die Versammlung Folgende Resolution gelangte hierauf einstimmig zur Annahme: nur bei Hirte, Liebenau, Döring und Kranich zu haben. mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie goschlossen. " miza. Eingegangene Druckschriften. Vermischtes. " Det Nus Kiel wird berichtet: Das Bauzerschiff Oldenburg ist Mittwoch Abend bei schwerem Schneesturm in der Strander Buct aufgelaufen. Der Schiffe" Pelikan" und" Norder" find zur Hilfeleistung nach der Unfallstätte abgegangen; auch Admiral Köster und Vizeadmiral Thomsen haben sich dorthin begeben. Pulverexplosion. Am Mittwoch Vormittag 10 Uhr fand in den Bulverfabriken des Kommerzienraths Güttler zu Folmersdorf ( Schlesien) eine Explosion statt, die das zum Körnen und Polirent bestimmte Wert in Trümmer legte. 3 wei darin beschäftigte Arbeiter fanden ihren Tod. Die öffentliche Versammlung der Maurer ze. beschließt, mit aller Hierauf hielt Jonny Hinrichsen einen mit großem Beifall Entschiedenheit nach allen Seiten hin, gegen das Anfinnen des aufgenommenen Vortrag über die Arbeiterverhältnisse in der Schweiz. Arbeitgeber- Bundes des Maurer- und Zimmerer- Gewerbes zu agitiren Der Redner, welcher sich lange in der Schweiz aufgehalten, entwarf und zu protestiren. Niemand wird sich in die Listen des Bundes als ein anschauliches Bild der dort herrschenden Lebensbedingungen. Arbeitswilliger" alias Streifbrecher einzeichnen lassen und von dem Er schilderte ferner die organisatorische Thätigkeit der schweizerischen Bon der„ Neuen Zeit"( Stuttgart, Diez' Verlag) ist soebent das 26. Heft Arbeitsnachweis des Bundes Gebrauch machen, indem derselbe ein- Arbeiter, sowie die sozialpolitischen und kommunalen Verhältnisse des des 17. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt desselben heben wir hervor: Pariser Theater. Von Dr. Felicie Nossig- Prochnit. seitig und nur dazu eingerichtet ist, die nunmehr durch dreijährigen Landes. Die sich hieran schließende Diskussion hielt sich im Rahmen Zur Arztfrage bei den Krankenschweren Kampf und vielen Opfern errungenen Lohn- und Arbeits- des Referates. Unter Verschiedenem unterzog Karl Thieme Alkoholismus. Von Dr. Alb. Südekum. taffen. Von Eduard Gräf. Fortschritte in Argentinien. Von German bedingungen wieder rückgängig zu machen. Jeder Kollege ver- die öffentliche Aufforderung des Arbeitgeberbundes, der die ArbeitsAvé- Lallemant. Literarische Rundschau. Feuilleton: Wenn die Wild: pflichtet sich auf Ehrenwort, das Ansinnen der Unternehmer ent- willigen unter seinen Schuß stellen will, einer herben Kritik. Sache gänse ziehen. Eine sfizzirte Erzählung von Henrik Pontoppidan.( Schluß.) schieden zurückzuweisen und rege unter allen Kollegen in diesem der organisirten Arbeiter sei es nun, diesem neuesten Trick der UnterSinne zu agitiren. 2. Obwohl ein Theil der Maurer Berlins und nehmer energisch entgegenzuarbeiten. Nach einer regen Debatte zwar die Leitung des Zentralverbandes der Maurer Deutschlands, über das Submissionsunwesen wurde die Versammlung geschlossen. Filiale II Berlin, die Zeit für gekommen erachtet, mit dem Bunde des Maurer- und Zimmerergewerbes in Unterhandlungen behufs Die Bäcker hielten am 16. März für den Süden eine Bezirks Festlegung der Lohn- und Arbeitsbedingungen zu treten resp. die versammlung ab, die sich mit den aufgestellten Forderungen beTarifgemeinschaft anzubahnen, jedem aufmerksamen Beobachter aber schäftigte. Nach einem eingehenden Referate des Bäders Schneider einleuchten muß, daß die Leitung des Bundes, mit dem längst und sprachen in der Diskussion Wide und Thoma. Letterer ging genugsam bekannten Herrn Felisch an der Spizze, den Frieden etwas näher auf den Maximal- Arbeitstag ein und kritisirte die viel Surchaus nicht will, sondern mit allen erdenklichen Mitteln fachen lebertretungen. Man nahm nach Besprechung dieses Punttes bestrebt ist, Haß und Zwietracht in den Reihen der Maurer Berlins einstimmig eine Resolution an, welche sich mit den Ausführungen zu säen, stehen die Versammelten nach wie vor auf den Standpunkt, des Referenten deckte, und durch welche sich die Versammelten für Baß auf das Ehrenwort und auch eventuell schriftliche Versprechungen eine rege Betheiligung an den Sammlungen für den Streiffonds seitens der heutigen Unternehmerklasse nichts zu geben ist, sondern erklärten. die beste Gewähr zur Erhaltung des Errungenen nur in einer festen, zielbewußten Organisation zu erblicken ist. Die Versammelten ber- bielt am 19. März im Englischen Garten eine ordentliche MitgliederDer Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer pflichten sich deshalb, für den festen Zusammenschluß in der Organisation versammlung ab. Sassenbach referirte über: Die Verfassungs- ist wegen der dort graffirenden Influenza- Epidemie auf zu wirken, um alle noch unorganisirten Kollegen den„ Verein zur Wah- tämpfe und Demagogenverfolgung in Deutschland. Redner schilderte Anordnung des Provinzial- Schulfollegiums auf unbestimmte Zei rung der Intereffen der Maurer Berlins und Umgegend" zuzuführen." die Verfassungsfämpfe von 1815-1848 und gab der Meinung Aus- geschlossen worden. Nachdem Metke über die Bedeutung der Maifeier referirt hatte, wurde beschlossen, den 1. Mai, ebenso wie in den früheren Jahren, druck, daß wir keine Veranlassung haben, so wie es die bürgerlichen durch stritte Arbeitsruhe zu feiern und des Vormittags eine dem Parteien thun, die Kämpfer von 1848 zu verleugnen, sondern wir können diese Leute als unsere Borkämpfer bezeichnen und Tage entsprechende Versammlung abzuhalten. Die Delegation Eine Diskussion über den beifällig aufzum Kongreß der durch Vertrauensmänner zentralisirten Gewerk- ihnen dankbar sein. Vortrag fand genommenen Unter nicht statt. Vereins schaften Deutschlands, wurde durch Robert Kaufmann angelegenheiten wurde der Antrag des Ausschusses, ein ergänzt und 3eglin als Stellvertreter gewählt. Die vor Mitglied wegen Denunziation aus dem Verein auszuschließen, gegen läufige Ueberweisung von 200 M. durch die Lohnkommission an 1 Stimme angenommen. Eine längere Debatte verursachte ein von die ausständigen Tapezirer in Bielefeld wurde von der Versamm fist er gestellter Antrag, wonach alle diejenigen, welche länger lung gut geheißen und der Kommission aufgegeben, dieselben wenn als 4 Wochen arbeitslos sind, während dieser Zeit von den Beinothwendig, noch durch weitere Geldmittel zu unterſtüßen. trägen entbunden werden sollen. Der Antrag wurde mit allen Swinemde. die Hierauf wurden Zustände auf den Bau an der gegen die Stimme des Antragstellers abgelehnt. Alsdann wurde Hamburg 4Schnee-5 Petersburg 747 NN Löwes und Nichthofenstraßen- Ecke lebhaft kritisirt. Wie an= 751 SSW 4 heiter-2 Cort 763 NNO die Zahlstelle Oranienburger Vorstadt von Borsigstr. 9 nach der Berlin geführt wurde, find die Rüstungen 2c. außerordentlich mangel- Gartenstr. 50 bei Risch verlegt. Bekannt gemacht wurde, daß diefe Wiesbaden 1wolfent- 4 Aberdeen 760 NNW 5 bedeckt 2woltent- 2 Paris 758 SSW 1wolfent haft und insbesondere die ganze Behandlung der Arbeiter eine 759 N 1Dunst äußerst unwürdige. Ansprüche auf bessere Schuhmaßregeln und Ein- Bahlstelle am 2. Oster- Feiertage eine öffentliche Versammlung mit München Wetter Prognose für Freitag, den 24. März 1899. wendungen gegen den mangelhaften Rüstungsbau und sonstige Miß- Frauen in der" Borussia", Ackerstr. 6/7, abhält. Die Versammlungen werden künftig pünktlich eröffnet werden. Zeitweise auffärend, vorwiegend trübe bei mäßigen nordwestlichen stände, werden mit der Maßregelung der betreffenden Arbeiter Ein Menschenopfer hat in geahndet. der ber= Im Verband der Schlächtergesellen sprach am 19. März Winden, gelindem Frost und leichten Schneefällen. flossenen Woche der Bau an der Spandauer Brücke und Fräulein Ottilie Baader über die Bedeutung des 18. März. Dem Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von Max Bading in Berlin. Das königliche Schullehrer Seminar zu Ober: Glogau Ju der Wesergegend ist sechs Zoll Schnee gefallen. Witterungsübersicht vom 23. März 1899, Morgens 8 Uhr. Stationen Wien Barometer stand mm Windrichtung Windstärke Wetter 750 SSW2wolkig 752 NNO 756 S 756S 5° 4° R. Temp. n. Stationen ftand mm Wind -1 Haparanda 765 9 -7 Buna Windiärte Wetter Temp. n. T. But Dog 21-11 2wolfen!-18 1Schnee 3eiter Berliner Wetterbureau. 0 Dr. 71. 16. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 24. März 1899. Derlammlungen. Der Wahlverein für den vierten Berliner Reichstags: Wahlkreis hielt am Dienstag im Vereinshaus„ Süd- Ost", Waldemarstraße, eine gutbesuchte Mitglieder- Versammlung ab. Vor Eintritt in die Tagesordnung chrten die Anwesenden das Andenken an die verstorbenen Mitglieder Aug. Völker und Aug. 3inke durch Erheben von den Plägen. Hierauf hielt Georg Wagner einen Vortrag über: Die industrielle Entwickelung und die Arbeiter. In der Diskussion betheiligten sich im Sinne des Referenten zwei Genossen, bei welcher Gelegenheit auf die gegenwärtige Lohnbewegung der Schneider hingewiesen wurde mit dem Ersuchen, diese in ihrem berechtigten Kampfe nach Kräften zu unterſtüßen. Am Schlusse legt der Vorsitzende den Anwesenden an's Herz, für Stärkung des Wahlvereins und regeren Besuch der Versammlungen desselben zu wirken. Ju einer Versammlung der Zementirer sprach am 15. März Wilhelm Schulz über den Zweck und die Bedeutung des am 19. März in Berlin stattfindenden Bauarbeiterschutz- Kongresses. Die Ausführungen des Referenten wurden mit großem Beifall von der Versammlung aufgenommen und wählte man Karl Fliege einstimmig zum Delegirten. Unter Verschiedenem wurden einige interne Vereinsangelegenheiten erledigt. Die Maler nahmen in ihrer Versammlung am 22. März den Bericht über den Bauarbeiterschutz- Kongreß entgegen. Alsdann wurde die Stellungnahme zum 1. Mai besprochen und bestimmt, daß man sich an die Resolution der Gewerkschaftskommission halten werde. Briefkasten der Redaktion. 19 F. S. Das muß aus dem uns nicht vorliegenden Statut erhellen. Schaumhammer. Die Polizei: oder irgend eine andere Behörde hat kaiserlich deutscher, föniglich preußischer, firstlich Tippischer Staatsangehöriger und können auch noch Staatsangehöriger der restirenden 24 deutschen Vatera G. G. Ja. länder werden: in diese Vielseitigkeit hat sich keine Behörde zu mischen. P. P., Gneiseaustraße. Schadowsir. 11. Tempelhof. Die Kontrollversammlungen können wir im Blatt nicht Sprechen Sie doch mal in der Sprechstunde mit der behördlichen Korres bekannt geben. spondenz vor. H. 2. 99. Großjährigkeit ist erforderlich. Die Art der Behl. 1. Sie Legitimation hängt vom Ermessen des Standesbeamten ab. W. und Sch. Wir bitten Sie, die Angelegenheit der B.'schen Fabrit tönnten leider gezwungen werden. 2. 15% Millionen. 3. Potsdam und fortan im gewerkschaftlichen Kreise zu erörtern. Grankfurt a. D.-U. N. 20. 1. Wenn es derselbe Bater iſt: ja, sonst hier nein. 2. Etwa 14 M. monatlich. 3. Nur Ein Mittel gegen ergraute Kuhu. Müllerstr. Nein. Saare ist sicher: abwarten. Die Haare werden dann entweder weiß oder gehen auf Reisen. Alles andere ist mehr oder weniger Humbug. E. 2. 10. Eine Vorschrift besteht darüber nicht. Man nimmt an, daß Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und feinerlei Recht, Ihren Austritt aus Lippe zu verlangen. Sie sind jetzt Freitags abends von 7 bis 8 1hr abgehalten. R. H. Nicht verwendbar. Schlosser sche au empfehlenswertheften. Die erste Ausgabe geht nur bis zu E. 2. Von Weltgeschichten ist immer noch die demokratisch gehaltene den Freiheitskriegen und ist sehr billig antiquarisch zu haben. Die späteren Auflagen sind von nationalliberalen Professoren revidirt und fortgeführt. Die von Ihnen noch genannte Geschichte von V. kultivirt zwar durchaus nicht die nationale Legende, wird aber als unwissenschaftlich und platt charakterisirt. Zwei Wettende. Die Majorität. G. R., Dresdenerstr. Die sächsischen Soldaten müssen Abends 9 Uhr Seidel 100. Der Bundesrath kann Anträge des Reichstages, auch in der Kaserne fein. spätestens bis 12 Uhr Mittags eine aus einer Stube und Küche beſtehende Wohnung geräumt sein muß. Necht. A. F. 100, 2. 3. Ritterstraße, 5. N. 116. Die Pfändung ist 30 Jahre Fall, O. Backer: Nein. lang von Rechtskraft des Urtheils ab zulässig. N. S. Nein, ein zur Unterbringung der Sachen des Neuanziehenden hinreichendes Zimmer Dunkel. genügt. Sie müssen erst fündigen. Fälligkeit tritt ein halbes Jahr nach Ausspruch der jederzeit zulässigen Kündigung ein. S. D. 26. Die Notiz auf dem Postabschnitt fann als Beleidigung wenn sie wiederholt beschlossen worden sind, ablehnen. Zur Auflösung des aufgefaßt werden. Die Forderung scheint ungerechtfertigt: sprechen Sie Hoch Reichstages ist ein Beschluß des Bundesrathes unter Zustimmung des mit den Papieren in der juristischen Sprechstunde vor. Die Auflösung fann wiederholt geschehen, doch sind achtungsvoll. Schriftliche Antwort ertheilen wir nicht. Ihre Adresse lag die Regierungen gebunden, das jährliche Etatsgesetz durch den Reichstag nicht bei. Aus dem Nichtgruß kann ein Gericht ein Vergehen konstruiren. Onkel 64. Wenn ihm der Miethsvertrag nicht etwa solches Recht einJ. J. Ja. fertig stellen zu laſſen. Kanarienvogel" von Dr. K. Ruß. Ueber die Bertilgung der Schwaben langung eines obsiegenden Urtheils würden Sie in alle Vermögensstücke, E. 2. 314. Jede Buchhandlung besorgt Ihnen das Buch„ Der räumt, hat er sich des Hausfriedensbruchs schuldig gemacht. P. 270. Die Gerichtstoften würden etwa 30 W. betragen. Nach Ermüssen Sie einen Kammerjäger fragen. auch in die unbeweglichen, Ihres Schuldners Vollstreckung ausüben können. Eine noch nicht angefallene Erbschaft gehört nicht zum Vermögen. R. G. 500. Ja. 2. B. 4. 3u 1 und 2: Nein. W. 29. 1. Zur Genoffe. 1. Bis zum vollendeten Kaisers erforderlich. J. H. Ist jemand vom Militär entlassen, so muß er, sobald er steuerBerliner Kranken Unterstützungs: und Begräbniß- Verein für pflichtiges Einkommen hat, zahlen. Eine Schonzeit giebt es da nicht. Frauen und Mädchen, gegr. 1892. Jeden Freitag, Abends 7 Uhr, Franz Schmidt. Schriftliche Auskunft ertheilen wir nicht. Strafverfolgung Zahlabend bei Mehrwald, Alte Jakobstr. 54/55.- Neue Mitglieder werden ist unmöglich, wenn der Verkauf spätestens 1893 stattgefunden hat. Ebenso ist solche ausgeschlossen, wenn( was der Fall zu sein scheint) guter Glaube Elektrotechnischer Gewerkverein. Sonnabend, den 25. März, vorlag. P. N. Das hängt davon ab, wieviel Miethe Sie zahlen und was Sie mündlich vereinbart haben. Dy. An das Patentamt. daselbst aufgenommen. Abends 8 Uhr, Rosenthalerstr. 36: Generalversammlung. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Thraker. Freitag, den 24. März. Opernhaus. Don Juan. Anfang 71 Uhr. Schauspielhaus. Julius Cäsar. Anfang 72 Uhr. Central Theater Direktion: José Ferenczy. Zum 77. Male: Die Puppe( La Poupée) Operette in 3 Aften und einem Vorspiel von Sturgeß und Ordonneau. Musik von Ed. Audran. Urania Taubenstrasse 48/49. Im Theater: Das Land der Fjorde. Morgen und folgende Lage: Die Das Land der Fjorde. Puppe( La Poupée). Sonntag, Nachm. 3 Uhr, zu halben Dr. Breifen: Der Zigeunerbaron. Operette in 3 Atten v. Joh. Strauß. Im Hörsaal: Schwahn:„ Die Werke des Wassers". ( Erdgeschichte 6.) Invalidenstr. 57/62: Dentiches. Die drei Reiherfebern. Luisen- Theater Tagl. Sternwarte. 7 Uhr. Lessing. Im weißen Röß'l. Anfang 7 Uhr. Berliner. Das vierte Gebot. Anfang 72 Uhr. 34. Reichenbergerstraße 34. Abends 8 Uhr: Extra- Vorstellung zum Besten der Sanitätswache No. 10. Nachmittags täglich 5-10 Uhr. Refidenz. Der Schlafwagen- Kon Das bemoofte Haupt Passage- Panopticum. trolleur. Vorher: Zum Einsiedler. Anfang 72 Uhr. Neues. Der Herenmeister. Anfang 712 Uhr. Metropol. Der wilde Meier. Hier: auf: Die Engelsjäger. Anfang 72 Uhr. Schiller. Don Juan und Faust. Anfang 8 Uhr. Westen. Undine. Anfang 72 Uhr. Thalia. Der Registrator auf Reifen. Anfang 72 Uhr. Luifen. Das bemoofte Haupt, oder: Velle- Alliance. Nathan der Weise. Der lange Jfrael. Anfang 8 Uhr. Anfang 8 Uhr. Oftend. Schlimme Saat. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Fuhrmann Henschel. 8 Uhr. Anfang Alexanderplatz. Die Konfektioneuse. Anfang 8 Uhr. T Un: Wiener Volks Theater. schuldig. Anfang 7 Uhr. Apollo. Spezialitäten Borstellung. Anfang 7 Uhr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Täglich geöffnet von 10 Uhr Vor mittags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 1hr:„ Das Land der Fiorde". Operntelephon. Juvalidenstraße 57/62. Täglich Abends von 5-10 Uhr: Stern varte. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Feen Palast. Spezialitäten Vor: ftellung. $ = Paffage Panoptifum. Speziali: täten- Vorstellung. oder: Der lange Israel. Sonnabend Nachmittag 3 Uhr: 20. Schüler- Vorstellung zu besonders ermäßigten Preisen: Das Käthchen von Heilbronn. Abends 8 Uhr: All Heil! Hierauf: Die bezähmteWiderspänstige. Thalia- Theater. Th Dresdenerstr. 72/73. Gastspiel Emil Thomas Der Registrator auf Reisen. Bosse m. Gef. in 7 Bildern( 3 Ait.) von A. L'Arronge und G. v. Moser. Musik von R. Bial. Anf. 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Metropol- Theater. Behrenstr. 55/57. Dir. Rich. Schultz. Heute, Freitag: Der wilde Meier. Berliner Baudeville in 7 Aften von Leon Leipziger. Musik von Franz Wagner. Hierauf: Die Engelsjäger. Ballet in 14 Bildern von H. Regel und J. Mayer. Sonnabend und folgende Tage: Dieselbe Vorstellung. Voranzeige: Am 1. April zum 1. Male: Gastspiel des Mr. Séverni ( Frankreichs größter Mimiker). Chand d'Habits( Derkleiderhändler), Pantomime in 4 Bildern von Camille Mendés, Mufit von Jules Bouvalt. Shiller Theater Reichshallen. ( Wallner Theater). Freitag, Abends 8 Uhr: Don Juan und Faust. Tragödie in 4 Aften v. Ch. D. Grabbe. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Don Juan und Faust. Sonntag, Nach m. 3 Uhr: Die Kreuzelschreiber. Abends 8 Uhr: Die Haubenlerche. Oftend Carl Weiß- Theater. B Gr. Frankfurterstraße 132. Schlimme Saat. Schauspiel in 4 Aften v. Otto Vischer. Anfang 8 Uhr. Borzugsbillets haben Giltigkeit. Jm Tunnel von 7 1hr au Frei Konzert. Sonnabend und folgende Tage: Schlimme Saat. Täglich: Stettiner Sänger ( Meyfel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röht, Schneider und Schrader.) Heute, sowie jeden Freitag: Neues Programm. Britton als Pauken- Schulze der Stolz vom Regiment. Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf., Vorverkauf 40 Pf., Num. Balkon 75Pf., Balkonloge 1 Mk., OrchesterLoge 1,50 Mk., Fremden- Loge 2 Mk. Tagestaffe von 11-1. Italienisches Entschädigung sind Sie verpflichtet. 2. B. 100. Sie müssen ant Ersten 14. Lebensjahre. 2. Antragsteller. räumen, da Ihre Wohnung nur aus einem Zimmer besteht: Das Geschäftss lofal rechnet nicht. Wiener Volks- Theater Mähr's Theater Verein der Arbeiter u. Oranienstraße 52( Morigplay). Allabendlich 82 Uhr: Unschuldig" Volksstück in 4 Bildern von Leopold ristische und ernste Gesangsvorträge. Oranien Strasse 24. Täglich: Friedr. Weiß. Bon 7 Uhr an: Hum: Die Jagd nach dem Glücke. Gebrüder Richter- Spezialitäten. Theater 4 v. Santer. Bonus haben Giltigkeit. Sonntags Anfang 6 Uhr. 37 Lothringer- Strasse 37. Circus Renz- Riesen- Tunnel. Novität! Novität! Vater und Sohn. Boltsstück mit Gesang in 4 Allen von Wilhelm Richter. Heinrich Muffig 2. Richter. Vorher: • Direktion: J. M. Hütt. Täglich: Grokes Konzert der Hauskapelle unter Zeitung des Musikdirektors Herrn Otto Görner und Arbeiterinnen der Wäsche und Kravattenbranche. Den Mitgliedern hiermit zite stemmniß, daß unſer Mitglied, der Buschneider Julius Garlipp am Dienstag, den 21. März, nach furzem Krantenlager verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 26. März, Nachm. 4 Uhr, vont Markus Kirchhof, Wilhelmsberg, aus statt. 251/2 Der Vorstand. Danksagung. Wie denken Sie darüber? Spezialitäten- Borstellung baben, lagen wir innigften Dant. Posse in 1 Aft von Carl Beck. unter Regie des Humoristen Gustav Kluck. Allen denen, die unserem theuren Entschlafenen die letzte Ehre eriviesen Agnes Heinicke geb. Baron nebst Kindern. Marionetten- nfg.: Wochent. 8 Uhr, Sonnt. 7 Uhr. Anfang Wochentags 7 Uhr, Sonntags Soeben ist erschienen: Theater. Die Kreuzfahrer. Großes Ballet Apollo- Theater. Das in 8 Eableaug beste Programm der Saison Mittw., Sonnabd., Sonntag 4 Uhr: KinderVorstellung Castan's Panopticum. Jtal. Sänger- u. Tänzer- Gesellsch. ,, Santa Lucia". Die berühmten ,, lebenden Bilder". Neu! Dreyfus- Esterhazy. Concerthaus Leipzigerstr. No. 48. Wallno& Mertens Curtis& Gordon Scheherazade The 5 Julians 3 Yoscarys Segommer Freedgy Sidley Barma Sato etc. Vorverkauf täglich im Theater u. beim Anfang 72 Uhr. Täglich: Hoffmann' s Künstlerdank", Unter den Linden 69. Quartettu. Humoristen Neu: Hoffmann als Fuhrmann Henschel. Die letzte Vorstellung im Concerthaus vor Abbruch desselben findet statt am Alcazar- Theater Dresdenerstr.52/ 53.City- Passage. Direktion: Richard Winkler. Neu! Neu! Neu! Sonntag, d. 23. April. Handel und Wandel. CIRCUS BUSCH Freitag, den 24. März 1899: Humoristische Vorstellung. PERSIEN. Außerdem: 4 Fuchshengste vom Direktor Busch. Feuerpferd Beus". Gigerl Clown Daniels als Schnell: photograph. Charakterbild von A. Anno. Gr. Erfolg d. beliebten Duettisten Ada und Ottfried Relay. Neu! Vorher: Neu! Eine eingeschriebene Liebeserklärung. Lustspiel in einem Att. Wochent. 71/2 Uhr. Anfang: • Sonntags 612 Uhr. Entree an Sonna 5 Uhr. 22156 angränzchzen. des" Sozialismus die GrünJeden Sonnabend der Vorstellung: Jit zur Durchführung Feen- Palast- dung einer neuen sozialdemokratischen Partei nothwendig'"? Theater Burgstr. 22. Burgstr. 22. Den größten Erfolg der Saison hat das Berliner Volksstück Fuhrmann Hempel. Titelrolle: Direktor Wilhelm Fröbel. Lene, seine Tochter: Helene Voß. Dazu das unübertreffliche, erst flassige, neue, riesengroße Dazu bas Spezialität.- Programm Besonders hervorzuheben: Die fliegenden Menschen. Helbig Trio, Turner am hohen Luftapparat. Anf. 7% Uhr. Sonntags 6 Uhr. Billet Borv. Vorm. v. 11-1 1hr Die weltbekannte Bettfedern- Fabrik GustavLuftig, Berlins., Brinzenstraße 46, versendet gegen Nachnahme garant.neue Bettfebern d. Pfd. 55 Pf., hinesische Halbdannen b. Bfb. 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Koppenstrasse No. 29: 1827b Alte Aften, Zeitungen, Abfall: Oppelnerstr. 2 I. Anfertigung eleg. Herren- Garderobe 2918 tie nach Maaß. Coulante Zahlungsbeding. ohne Preisaufschlag. A. Marcus, Schneidermsir., Kaiserstr. 29. Grohe Märzfeier bestehend in Konzert, Gesang und Tanz Landhaus, 2 Wohnungen, Vor: u. Hintergarten, m. Bäckerei, einzige im Orte, verkauft billig Toepfer, Andreasstr. 77, Ladest. Montag, den 27. März, Abends 84 Uhr, im Wedding Park, Auftreten der Gesellschaft Strzelewicz. Baustellen, att, verkauft Müllerstraße 178: Branchen- Versammlung der Modell- u. Fabrik- Tischler. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Georg Wagner über: Industrielle Ent: wickelung. 2. Diskussion. 3. Jahresbericht und Neuwahl der WerkstattKontrollkommission. 4. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen der Kollegen ist wegen der Wichtigkeit der Tages: ordnung bringend nothwendig. Am Sonntag, den 26. März, Nachmittags 6 Uhr, findet seitens der Branchen ein Besuch der Treptower Sternwarte statt und werden die Kollegen ersucht, sich zahlreich hieran zu betheiligen. Treffpunkt Nachmittags 5 Uhr in Ludwig's Park Restaurant( früher Jacob), Köpenider Landstr. 25/26( 2 Minuten vom Bahnhof Treptow). Billets à 75 Pf. sind auf allen Zahlstellen des Verbandes zu haben. 79/4 Die Ortsverwaltung. Achtung, Bauarbeiter! Sonntag, den 26. März 1899. Mittags 12 Uhr, bei Stechert, Andreasstraße Nr. 21: Oeffentliche Versammlung der Freien Vereinigung der Bauarbeiter Berlins und Umg. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Vertrauensmannes. 4. Wie stellen sich die Kollegen zur Beschichung des Braunschweiger GewerkschaftsKongresses? 5. Verschiedenes. Ersuche die Kollegen pünktlich und vollzählig zu erscheinen. Der Einberufer. 31/4 Achtung! Tabafarbeiter. Achtung! Deutscher Tabafarbeiter- Verband Zahlstelle Berlin. Dienstag, den 28. März, Abends 8 1hr, bei Feind, Weinstr. 11: Ausserordentliche Mitgliederversammlung. Tagesordnung: 1. Die Bedeutung des dritten Kongresses der deutschen Gewerkschaften resp. Stellungnahme zu deffen Tagesordnung. 2. Wahl eines Delegirten. 189/1 J. A.: Der Bevollmächtigte. Achtung! Former. Achtung! Sonntag, den 26. März 1899, Mittags 12 Uhr: Große öffentliche Versammlung der Former und aller in Eisengießereien beschäft. Arbeiter. Tages Ordnung: 1. Die bestehenden Arbeitsnachweise und wie sie für den Arbeiter am praktischsten sind, unter Berücksichtigung des Arbeitsnachweises der Metallindustriellen. Referent: Kollege Alwin Körsten. 2. Disfuffion. 3. Die Ver hältnisse in verschiedenen Gießereien. 4. Wahl von Revisoren. Da die Versammlung pünktlich eröffnet wird, bittet um zahlreiches Er Scheinen 115/11 Der Einberufer. Verband der Sattler und Tapezirer. ( Filiale Berlin I.) Am Sonnabend, den 25. März, Abends 9 Uhr, im Englischen Garten", Aleganderstraße Nr. 27c: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Bartossek über:" Das Gewerkschaftsleben Im Jahre 1898". 2. Diskussion. 3. Ersazwahl für ein Mitglied der Agitationstommission für Brandenburg. 4. Wahl eines Delegirten zum Ge werkschaftskongreß. 5. Ersazwahl des Schriftführers. 6. Berschiedenes. Der Vorstand. Achtung! Textilarbeiter. Achtung! ( Filiale I. Berlin.) Sonntag, den 26. März( Palmsonntag), Abends 6 Uhr, im Lokal " Königsbant", Gr. Frankfurterstraße 117: Vortrag des Herrn Dr. Kronecker über: ,, Laud u. Leute in China", dargestellt in ca. 80 Lichtbildern. Telephon Amt III. No 2742. Nur deutsche Waare! Um zahlreichen Besuch bittet [ 242/12] Café EbelDer Vorstand. Annenstrasse 24, gegenüber dem ,, Thalia Theater". Café 10 Pfennig, extra 15 Pfennig. Weiss- u. Bairisch Bier 10 Pfennig. Chocolade 15 Pfennig. Franz. Billard Stunde 40 Pfennig. Schlummerpunsch à la Ebel von Rothwein 15 Pfennig. We Specialität: Orig. Ungar. Gulyasz 40 Pfennig. Erbsensuppe mit Speck 25 Pfennig. 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