Ur VS. AdomemrM»- Kedingungen: Abonnements-Prel» pränumerando: «terteljSdrl. S,N Mb, monatl. 1,10 m. wöchentlich SS Pf«, frei in» Haus. Einzelne Nummer 5 Pf«. Sonntag», Nummer mit illuflrtrter Sonntag», «eilage„Tie Neue Welt" lOPfg. Post- «bonnement: 3,30 Mark pro Quartal. Eingetragen in der Post. Zeitung». Preisliste für lSSS unter Dr. 7SS0. Unter»reu, band für Deutschland und Oesterreich-Ungarn S Marl, für da» Sbrige Ausland 8 Marl pro Monat. Erschein!»glich«ufttr Moning«. 16. Jahrg. Devlinev VolKsbl�kk. Die Insertion- Grdlllfi. beträgt fiir die sechzgespaltene Kolonel- zeile oder deren Raum 40 Pfg.. fiir politische und gewerkschaftliche Vereins- und Versammlung»-Anzeigen, sowie ArbeitZmarlt 20 Pfg. Inserate fiir die nächste Nummer müssen bt» 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen- tagen bi» 7 Uhr abends, an Tonn- und gesttagen bt» SUhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Aml I, Er. 1508. Telegrainm-Adrefse: „Po>i»ldimoKr»k Berlin". Dentrawrgan der sozialdemokratischen Martei Deutschlands. Redaktion: SW. 19. Beuth-Stratze 2. Expedition: SW. 19, Bentlz-Stratze 3. Unsere Post-Abonnenten wollen umgehend das Abonnement ernenern, damit in der Zustellung keine Unterbrechung eintritt. Das englisch-französische Abkommen. London, 22. März. Die Nachricht, daß die englische und die französische Re gierung über die Abgrenzung ihres gegenwärtigen und zu künftigen Annektionsgebietes im Sudan handelseins geworden sind, kommt gerade in demselben Moment hier an, wo alle Welt sich über einen von der„Rsvuo des deux rnondes" ausgeheckten Plan der Unterwerfung Englands die Seiten hält. Mittels der nöthigen Anzahl— 1500— nach einem System Flay konstruirter Dampfpinassen soll es gemäß dem„Admiral (Bumbum?) der einst so viel gelesenen französischen Revue ein wahres Kinderspiel sein, eines schönen Tages von allen Ecken und Enden der französischen Küste her 170 000 Mann niit allem Zubehör blitzartig in England zu landen. Mittels ihrer und der gleichzeitig auf dieselbe Weise mit Waffen vcr sehener und durch etwa 40000 französische Soldaten unter stützter Jrländer würde es alsdann wiederum die leichteste Sache von der Welt sein, den Engländern Raison einzubläuen So nicht die„Patria" oder irgend ein anderes Boulevard- Blatt, sondern die sehr ernste Revue des Herrn Brunelisre, und selbst das nicht minder ernste„llournal des Debets diskutirt den Plan mit wichtiger Miene und hofft von ihm Belehrung der Engländer, daß Frankreich sich nicht ungestraft Faschoda wegnehmen läßt. Die Antwort der englischen Presse läßt sich am besten in die Worte„Charenton— Gummizelle" zusammenfassen. Wobei allerdings verschiedene Parteigänger des Marinebundes nicht verfehlen, die Sache mit den Worten „Ist dies auch Wahnsinn, hat es doch Methode", für ihr Ideal einer„immer noch größeren" Flotte auszunützen. Die erwähnten Austheilungsbedingungen lassen sich kurz dahin zusammenfassen, daß nunmehr das ganze einstige Hoheitsgebiet Egypten's(Darfor, das Bahr- el- Ghazel und das obere Nilthal) cndgiltig von Frankreich als der englischen Interessensphäre zugehörig anerkannt wird, während Frankreich dafür Wadai und die noch unbesetzten Gebiete nördlich, östlich und südlich vom Tschad-See zugesprochen erhält, so daß das ganze Hinterland von Tripolis, westlich von der lybischen Wüste bis zum französischenKongo der französischen Interessensphäre zufällt. Außerdem sichert England Frankreich das Recht auf Errichtung von Handelsfaktoreien in Bahr-el-Ghagel und am Nil zu, während ihm dafür ein freier Handelsweg durch französisches Schutzgebiet nach dem Niger hin zugesprochen wird. Damit ist die Auftheilung Afrika's— von Abessynien und Marokko abgesehen— im„Prinzip" beendet. Frankreich hat sich sein Nordwestafrika„abgerundet", verzichtet aber auf Ausdehnung seines Gebiets bis ans Rothe Meer, England verzichtet auf die Verbindung seiner oft- und wcstafrikanischen Besitzungen, behält aber dafür, soweit Frankreich in Frage kommt, seine ideale Straße von Kairo bis zum Kap frei. Die englische Presse äußert sich im Ganzen über den Vertrag sehr befriedigt und hat Wohl allen Grund dazu, wenngleich man auch in Paris Grund hat. zu- frieden zu sein. Es ist, wie die„Pall Mall Gazette" schreibt, „ein schöner Tausch". Aber das Tory- Blatt fügt vorsichtig hinzu:„Das letzte Wort werden die Eingeborenen zu sprechen haben, und wenn sie nur sich zu organisiren lernen, so wird es ein rauhes Wort sein".— Paris, 23. März. Das französisch-englische Abkommen in Afrika ist hier im Allgemeinen, von einigen chauvinistischen gewerbsmäßigen Hetzern gegen England abgesehen, mit Be- friedigung aufgenommen worden. Aber die Befriedigung er- streckt sich im Wesentlichen nur auf den Umstand, daß die Möglichkeit eines bewaffneten Konflikts mit England nunmehr ausgeschlossen ist. Sonst werden die Bedingungen des Ab- kommens hie und da mißmuthig kritisirt und von niemand rückhaltslos begrüßt. Zum Theil kommt in dieser Stimmung die Nachwirkung des Faschoda-Rückzuges zum Ausdruck, zum anderen Theile das Bewußtsein des zweifelhaften Werthes des neuen Land- Zuwachses für Frankreich. Einige Blätter betonen, daß Eng- land wieder einmal Zugeständnisse„auf fremde Kosten" gemacht habe, da das Frankreich zuerkannte Gebiet ohnehin England nicht gut zugänglich wäre. Dagegen habe Frankreich auf die ihm kraft der ersten Besetzung zustehenden Gebiete der Bahr-el-Ghazcl verzichten müssen. Desgleichen wird die Klausel in Bezug auf den freien Zugang zum Nil und die zollfreie Zone auf franzö- sischer Seite als ein zweifelhafter Vortheil für den französischen und ein sicherer Vortheil für den englischen Handel erklärt. Doch das gehört schon zum Kapitel der schlimmen kolonial- politischen Erfahrungen Frankreichs ini Allgemeinen. Kein Abkommen, keine Nachgiebigkeit der Rivalen könnte daran etwas ändern, daß die französischen Kolonien Militär- und Beamtenkolonien sind, die das Budget des Mutterlandes ohne nennenswerthen Vortheil für den Ausfuhrhandel belasten. So schreibt denn der„Temps" melancholisch:„Wir wiffen nicht, welchen Werth Frankreich diesem ungeheueren Landantheil zu verleihen wissen wird. Im gegebenen Falle hängt die Verwerthung ab nicht nur von der Regierung, von ihren Reglements und ihren Beamten, sondern auch von der Rasse der Individuen, von ihrem Initiativem- und Unternehmungs- geist..." Bemerkenswerth ist noch, daß die französische Presse es für nöthig hält, die Thatsache hervorzuheben, daß Egypten nach wie vor außerhalb des Abkommens bleibt. Damit sollen die bekannten französischen Ansprüche auf Egypten bezw. die Stellungnahme Frankreichs gegen die englische Herrschaft in Egypten gewahrt bleiben, trotzdem man sich nicht verhehlen kann, daß das neueste Abkommen thatsächlich die englische Herrschaft in Egypten erst recht befestigen muß... Nunmehr haben die beiden Länder an schwebenden Streitigkeiten nur noch untergeordnete Fragen zu erledigen: die Zollfrage auf Madagascar und die französische Fischeret Gerechtsame auf Neufoundland. Nach der friedlichen Regelung des afrikanischen Konflikts können jene Fragen keine weiteren Verwickelungen herbeiführen. Damit sind dauernde fried- liche Beziehungen zivischen den beiden großen Kulturländern gesichert.—_ politische Mebeelrcht. Bersin, den 24. März. Löblich unterworfen haben sich gegenseitig Regierung und Konservative. Die agra- rische Fronde ist verstummt. Die Regierung redet nicht mehr von Brotwucher und die Konservativen drohen nicht mehr mit der Kündigung des monarchischen Gefiihls. Selbst die Kanal- frage wird zur Zeit sänftlich erörtert, wenn es auch keines- Wegs ausgeschlossen ist, daß über diese spezielle Wasserfrage, in der die Zukunft Deutschlands liegt, das innige Bündniß sich verheddert. Zur Zeit aber herrscht die tiefste, gefährlichste Einigkeit. Das stellt auch die„Post" in einem Rückblick auf die Landtagssession fest: „Was die Konservativen anlangt, so ist zunächst das vollständige Aufhören der agrarischen Opposition gegen die Re- gierung hervorzuheben. Dies tritt besonders scharf in dem Ver- halten der agrarischen Wortführer gegenüber dem Minister der Landwirthschast hervor. Während sie früher den Landwirthschafts- minister nicht scharf genug angreifen konnten, sind sie jetzt durch- weg voll Lobes für seine Verwaltung und sprechen ihm ihr un- bedingtes Vertrauen bei jedem sich darbietenden Anlasse aus. Hammerstein ist also nicht mehr gleich Null und Kollege Recke geht nach eigener Versicherung so weit bis an die äußerste Grenze des Zulässigen in seinen scharfmachenden Anordnungen an die Behörden, daß der„Reichs- Anzeiger" seine Herrenhans- Rede wieder nicht gleichzeitig mit den anderen Reden veröffentlicht, weil die Korrekturen zu viel Zeit erfordern. Will die Regierung wirklich dieses schöne Bild der Ein- tracht durch einen Kanal verunzieren? Ja, wenn es noch ein Kanalzuschüttungs-Entwurf wäre! Aber leichtsinnig ein Kultur- werk planen, das sollte sie den Junkern nicht anthun. Dabei geht die glücklichste Ehe in die Brüche. Will man schon etwas ür den Verkehr thun, so verbiete man, daß Personen unter 40 Jahren östlich der Elbe auf der Eisenbahn westwärts ahren. Das würde die zartsinnigen Junker gewiß rühren und eine Gewähr für die Dauer des reaktionären Zwei- bundes bieten.—._ Herreuhaus. DaS Herrenhaus hat heute die gestern begonnene Berathung de« Etats beendet. Da das Haus nach der Verfassung nicht befugt ist, Abänderungen zu treffen, sondern»ur den Etat im ganzen au- nehmen oder verwerfen darf, waren die Verhandlungen recht ein- tönig. Die meisten Etats wurden debattelos genehmigt. Beim Etat de»' K r i e g s m i n i st e r i u m s gelangte eine agrarische Jntcr- pellation der Herren v. Below-SaleLke und Frhr. v. Man- teuffel zur Annahme: „Die Regierung wird ersucht, dahin zu wirken, daß seitens der Militärverwaltung nicht mehr wie bisher bei Einkäufen von landwirthschaftlichen Produkte» die kommunalen Marktnotizen des bezüglichen GarnisonorteS zu Grunde gelegt werden— sondern die Notizen der landwirthschaftlichen Zentral- st e l l e—. und zwar so lange als amtliche Börsennotizen für die betreffenden Gegenden ausstehen." Im Uebrigen ist aus den Verhandlungen nur noch der bei der Berathung des Etats des F i n a n z m i n i st e r i u m s seitens der ostelbischen Junker unter Führung des Grafen Mirbach aus- gesprochene Wunsch auf Ermäßigung der Steuern zu er- wähnen. Die Herren verlangen vom Staate fort und fort neue Liebesgaben; wenn sie aber selbst etwas zahlen sollen, dann sind sie nicht willens, auch nur die gesetzlich vorgeschriebenen Steuern zu leisten. Sogar der Finanzminister Dr. v. Miguel sah sich gc- nöthigt, seinen Freund, den Grafen Mirbach, mit scharfen Worten zurückzuweisen. Die nächste Sitzung des Herrenhauses findet voraussichtlich erst im Mai statt._ § 193. Nach der jetzigen Rechtspraxis des Reichsgerichts vertritt Her verantwortliche Redakteur nur dann berechtigte Interessen, genießt also nur in dem Fall den Schutz des§ 193 des Strafgesetzbuchs, wenn er persönliche Interessen oder im uf trage eines Dritten dessen Interessen vertheidigt. Diese Auslegung ist eine Prämie auf den Egoismus und eine Bestrafung des uneigennützigen Idealismus. Wenn der Re- datteur einen beleidigenden Artikel schreibt, um eines persön- lichen Vortheils oder der Abwehr einer drohenden materiellen Schädigung Willen, so wird ihm der§ 193 zugebilligt. Tritt er hingegen für eine allgemeine Sache ein, an der er persönlich-materiell nicht interessirt ist, oder für Personen, die ihn„nichts angehen", so wird er, falls sein selbstloses Eintreten gerichtliche Weiterungen hat, ohne die Gnade des Z 193 verurtheilt. Allgemeine Interessen sind nach neuer Auffassung des Reichsgerichts nicht berechtigt. Es ist unter solcher Auffassung eigentlich ein gutes Zeichen für die sittliche Höhe der oppositionellen Presse— in der Regel beschäftigt ja nur diese die Gerichte—, daß der§ 193 kaum jemals mehr bei Preßvergehen in Anwendung kommt. Denn es beweist, daß trotz dem Reichsgericht und seiner den Idealismus be- drohenden Rechtsüberzeugung der Redakteur das allgemeine über das persönliche Interesse stellt. Ueber einen der seltenen Fälle, wo auch heute noch einem Redakteur die Vertretung berechtigter Interessen zugegeben wird, berichtet die„Volkszeitung": Wegen Beleidigung des Landraths von Zawadzky zu Witkowo hatte sich der Redakteur des„Gnesener General- Anzeigers" vor der Gnesener Strafkammer zu verantworten. In dem inkriminirtcn Artikel war dem Landrath große Polenfrcund- lichkeit vorgeworfen worden, die dem Dentschthum zum Nachtheil gereiche. Der Landrath verkehre sehr viel in der Seredynsklschen Weinstube. Dieser Herr v. Scredynski habe aber bei der Hundert- jahrfeier am 22. März 1807 sein Hans ungeschmückt gelassen. Deshalb sei auch unter Zustimmung des Landraths seitens aller Deutschen in Witkowo beschlössen worden, künftig das Seredynskiy'che Weinlokal zu meiden. Der erste Gast im v. Seredynsköschen Wein- lokale sei aber am anderen Tage der Herr Landrath gewesen, der jetzt noch regelmäßig dort verkehre. Vor Allem aber habe der Landrath von Zawadzky in seinem Kreise nicht mit dem noth- wendigen Nachdruck für diese gemeinsame deutsche Kandidatur ge- wirkt.' Deshalb sei der Pole gewählt worden; von Zawadzky verkehre auch fast garnicht mit den deutschen Rittergutsbesitzern seines Kreises, sondeni fast nur niit polnischen. Bei der silbernen Hochzeit des Land- raths V. Zawadzky im Jahre 1898 sei kein einziger deutscher Rittergutö- besitzer desKreises, sondern nurpolnischeGntsbesttzeraiNvesend gewesen. Die Bweisanfnahme fiel für den angeklagten Redakteur ungünstig aus. Landrath von Zawadzky hatte in seinem Kreise sehr eifrig für die'Wahl des dentschcü Landtags-Kandidaten gewirkt. Daß beider silbernen Hochzeit des Landraths keine deutschen Ritterguts- bcsitzer zugegen gewesen, hatte einen zufälligen Grund. Bei der Zentenarfeier war auch die Boykottirung der von Scredhnskiffchen Weinstube seitens der Deutschen nicht beschlossen worden. v. Scredynski hatte sein Hans allerdings nicht mit Tannengrün gc- schmückt, aber eine Fahne ausgehängt. Der Staatsanwalt be- antragte gegen den Redakteur 150 M.'Geldstrafe, der Gerichtshof erkannte auf Freisprechung, indem er dem angeklagten Redakteur den Schutz des§193 zubilligte. Man sieht: Der glückliche Redakteur, der das große Loos gezogen hat, einmal ein berechtigtes Interesse zu ver- treten, hat ein Blatt schäbiger chauvinistischer Denunziationen zu vertreten, das ungenirt in Familienverhältnisse eindringt, ganz naiv einem Landrath die Pflicht der Wahlbeeinflussung zuweist und das Handwerk des Geberdenspähens und Geschichtentragens mit großem Eifer ausübt. Das mag nun ein berechtigtes Interesse im Sinne eines Polenhetzers sein, sicherlich aber ist es im Sinne des Reichs- gerichts ein allgemeines Interesse, das ihn also nicht berechtigte, den beleidigenden Artikel zu schreiben. Es ist kein Zweifel, daß der Staatsanwalt Revision anmelden und das Reichsgericht das Urtheil der Straf- kammer wohl aufheben wird, so sehr wir uns an sich darüber freuen, daß es noch Gerichte giebt, die der Preßfreiheit geneigt sind. Noch schlimmer als die Beschränkung des§ 193 auf die persönlichen Interessen wäre eine Rechtsauslegung, die je nach der Richtung, nach dem Inhalt des vertretenen Jnter- esscs ihm die Berechtigung ab- oder zuerkennt. Ein all- gemeines Interesse bleibt stets u n berechtigt, mag es sich um ein reaktionäres, ein sozialdemokratisches, ein polnisches, ein agrarisches oder ein börsenschützerisches Interesse handeln. Auch wenn man dem nationalen Götzendienst ein Opfer schlachtet, vertritt man kein berechtigtes Interesse.— Miqnel in der Falle. Herr Miqnel dreht und wendet sich, um aus dem Fuchseisen herauszukommen, darinnen ihn Professor Weber so fein gefangen hat. Er berichtigt sogar mit Namensunterschrift, während tonst die Minister ihre Herzensivünsche der offiziösen Anonymität zu offen- baren pflegen. Aus dem Stenogramm soll danach hervorgehen, so schreibt er der„Sozialen Praxis", erstens: daß er von Herrn Pro- fessor Weber weder gesprochen noch nur an ihn gedacht habe; zweitens: daß er den Gcsammtbericht über die ländlichen Ver- hältnisse nicht für unrichtig, sondern im Ganzen für richtig erklärt habe. Schließlich will er sich gegen den ihm angeblich von Professor Weber gemachten Borwurf vertheidigen, daß seine Rede über die Leutenothfrage„eine klare Absage" der Regierung an die wissenschaftlichen Bestrebungen des Vereins ffür Sozialpolitik) be- deute. Professor Weber hätte lieber das Stenogramm lesen sollen, anstatt ihm derartige Vorwürfe zu machen Das heißt es! hilft nichts; das Eisen hält: In dem Stenogramm «„Aber ein Buch lesen von einem einzelnenMenschen, der dem Leser gar nicht bekannt ist. dessen Wissen und Zuverlässigkeit. dessen Stellung zu allen sozialen Fragen ihm vollkommen schleierhaft sind, und darauf ein solches Gelvicht zu legen, wie man legen nmß auf das Zeugniß eines solchen Mannes, der die Dinge aus eigener Wissenschaft kennt, das ist eine Verwechselung, die ich gar nicht begreife. ÜsSehr richtig 1 rechts.)" Das Buch hat Weber geschrieben und nicht der einzelne Unter-Berichterstatter. auf den Miquel hinweist; von diesem rührt nur einer der Einzelbcrichte her, deren Gesammtheit das Buch bildet. Miquel will das größere Gewicht legen auf das Zeugniß deS ManneS, der die Dinge ans eigeuer Wissen- schaff kennt— er meint damit Gamp und Genossen— Weber hat Ihm nachgewiesen, daß die Unterberichterstatter" Leute waren, die die Dinge aus eigener Wissenschaft" kennen; daß es Leute waren, die ihm von den landwirthschaftlichen Unternehmervereinigen empfohlen worden waren, also Leute, die gewiß nicht geneigt waren, die Lage der Arbeiter zu schwarz zu malen. Darauf weiß Miquel überhaupt nichts zu erwidern. Endlich hat nicht Weber Miquel's Aeußerungen als eine flare Absage der Regierung" u. f. w. bezeichnet, fondern der Bund der Industriellen hat seine Freude daran gehabt und erblidte in Miquels Worten eine flare Absage der Regierung" an jene, wissenschaftlichen" Bestrebungen, die namentlich auf den Generalversammlungen des genannten Vereins zu tendenziöser Bu rechtmachung der Thatsachen und Zahlen führen." Die Herren Industriellen haben ein feines Gefühl für derartige Dinge und find gewiß nicht leicht zufrieden gestellt. In diesem Falle hat Herr Miquel sie zufriedengestellt und er hätte gewiß auch fich gehütet, die gute Meinung der Junker von seiner agrarischen Reife durch dieses Entschuldigungsschreiben an einen Mann wie Professor Weber zu beeinträchtigen, wenn ihm nicht das Unglüd begegnet, wäre, ben Herrenhäuslern des preußischen Abgeordneten hauses die landwirthschaftlichen Berichterstatter als bloße Theoretiker preiszugeben, um dann sich von Weber nachweisen zu lassen, daß biese Theoretiker echte und rechte Männer der Pragis" feien. se- Deutsches Reich. Wider die ,, schamhaften Studenten". Wie And Opreuken. Mehrfach sind in legter Beit aus den liegen. bamit fie 0 Ein Graf eines Jahre nicht ereignet hat, ist ausschließlich dem mangelnden| Dauer gewefent, denn sofort nach der neuen Bartverfügung find Stampfesmuth der Sozialdemokratie zu verdanken. Sie hat die zahlreiche Edirbärle gefallen, da die Stationschefs und In Gewohnheit, alle Male gegen das Etatsgesetz zu stimmen, weil sie spettenre streng auf die Befolgung der kaiserlichen Ordre zu achten nach außen hin bei der blinden Masse ihrer Anhänger nicht den haben. Glauben erwecken will, als wenn sie bereit wäre, aus Reichsmitteln gemeinsam mit den staatserhaltenden Parteien gemeinnützige Unter nehmungen im Reiche zu fördern. Wenn es der Sozialdemokratie Streifen der Gutsbefizer Stimmen laut geworden, die gegen mit dieser regelmäßigen Ablehnung des Etats jemals ernst ger weitere Teinbahn Bauten profeftirten. Bei der letzten wesen wäre, so würde es ihr jegt ein Leichtes geivorden sein, das Tagung des Provinzial Landtages machten einige Abgeordnete gegen Zustandekommen des Neichshaushalts- Gesezes vor Ostern unmög- die Bereitstellung von Mitteln für die Betheiligung der Provinz an Kleinbahn- Unternehmungen energisch Opposition. Der Oberpräsident lich zu machen." treten, Was die Köln. 8tg." von Verfassungsbruch fagt, ist gana Graf Bismard mußte entschieden für die Positionen einzur Annahme gelangten. 212 verfehlt. Unsinnig aber ist, was das Blatt von der Sozialdemokratie Schlieben hatte offen erklärt, daß er von Kleinbahnen fagt. Der Sozialdemokratie ist es mit der Ablehnung des Etats nichts wiffen wolle. Aus ostpreußischen Landwirthschaftlichen durchaus ernst. Die Ablehnung bedeutet das schärfste Mißtrauens- Streifen ist ferner an die Regierung das Ersuchen gerichtet, im votum gegen die jetzige Regierungswelfe. Sie widerspricht Thatsache, daß die Sozialdemokratie stets bereit ist, Wittel zu bauten in den nächsten Jahren wenigstens ein erheblich langsameres gemeinnüßigen Unternehmungen im Reiche" zu bewilligen, o wenig, daß fie ihr vielmehr durchaus entspricht, ba ber gegen Tempo einzuschlagen. Es würde diejes, wenn auch im Widerspruch wärtige Reichs- Etat zum größten Theil nicht gemeinnügige, sondern au einzelnen lokalen Wünschen, sehr im Interesse der Allgemeinheit Klassen Unternehmungen fördert Gerabe aber weil es der Sozialdemokratie Die Eisenbahndirektion Königsberg hat daher die ostpreußische mit ihrer ernft ift init Ablehnung des Etats, darum macht sie hieraus nicht ein Spiel. Landwirthschaftskammer erfucht, sich zu der Angelegenheit zu ängern. Das Antwortschreiben des Vorstandes der LandwirthschaftsEin politisches Spiel wäre es nur, die Gelegenheit der zeitweiligen fammer enthält manches Interessante. Es wird sehr richtig darauf Beschlußunfähigkeit des Reichstages zu einer Berhinderung der Etatshingewiesen, daß der Ausbau des Kleinbahn- Netzes durchaus im fertigung zu benußen. Interesse der Landwirthe liege. Eine neue Bahn in der Akademische Frauen. Die Berliner Politischen Nachrichten" Gutes bedeutet eine bedentende Steigerung des Werthes desselben, Die Hallenser Klinizisten, welche sich gegen die Zulassung der schreiben: 6 moltonino adiding and weil die Produkte leichter verschickt, Futtermittel, Düngestoffe u. f. u. viel weil die ut, tu. Frauen zum medizinischen Studium aussprachen, werden seitens der aus Aeußerungen eines Regierungsvertreters. in der leichter herangeführt werden können. Selbst die Arbeiterverhältnisse brauchten durch Bahnbauten nicht verschlechtert werden. Es seinothwendig, medizinischen Fakultät in Halle nach Gebühr zurecht Betitionskommission des Abgeordnetenhauses zu entnehmen ist, find den Arbeitern, die nicht dauernd in der Landwirthschaft Beschäftigung die beim Reiche schwebenden Verhandlungen Bulassung Streift in hohem Grade zu mißbilligen, daß eine Anzahl hiesiger ber Braueu au ben mediziniſchen Prüfungen, wie befinden, Arbeitsgelegenheit in der Proving zu geben, damit sie nicht zu Sibirender aus klinischen Semestern, welche sich mit zweifel- Brüfungen der Zahnärzte und Apothefer dem Abschruffe gänzlich wegziehen. Die Landwirthschaftskammer forbert aber, daß der Bundesstaaten trachten, die vorliegende Angelegenheit in die Oeffentlichkeit sich dafür ausgefprochen, daß den Bewerberinnen, welche anf Grimmb bauten eingeschränkt werden. Bei dem Bau von Bollbahnen sollen brachten, bevor sie ihre Eingabe in Betreff derselben der Fakultät ein- des gereicht und die Antwort letzterer abgewartet hatten. Gymnasialreifezeugnisjes, zwar nicht als immatritulirte aber ausländische Arbeiter herangezogen werden. Am interessantesten sind die Ausführungen, welche sich gegen Bei ein- Studentinnen, aber als hofpitantinnen einen ordningsmäßigen Schuber Priifung der auf Wunsch der Fakultät genau spezialifirten Studiengang zurückgelegt haben, die Zulassung nicht zu untersagen die Gegner der Bahnbauten richten. Es heißt von denselben, daß gehender Beschwerden hat sich herausgestellt, daß diese zum Theil auf Weiß- fei. Eine entsprechende Vorlager an den Bundesfet. Die Anschauungen von der Schädlichkeit der Bahnbauten bobo, nicht zu sie Leute feien, deren Gemeinsinn wenig entwidelt benständnissen, zum Theil aber auch auf tendenziöfen Entstellungen rath ist in Borbereitung. Glebe einiger in den klinischen Anstalten von Seiten der Direktoren oder gischen Staatsregierung zu der Frage ist die gleiche wie pflegten sich bei Personen einzustellen, deren Bedürfniß an Affiftenten getroffenen Maßnahmen und von ganz bedeutungslosen früher. Verkehrsanlagen, wie Eisenbahnen, Kleinbahnen, Chausseen, gedeckt set. Vorgängen beim Klinischen Unterricht beruhen. Die Fakultät hoffte, daß nach dieser Antwort auf die Beschwerdeichrift eine Beruhigung betrug im legten Wintersemester an den preußischen Univerfi finn haben, sondern lediglich die Wahrnehmung der eigenen Inter Die Zahl der zum Hören von Vorlesungen zugelassenen Frauen Es ist ja schon lange bekannt, daß die Agrarier feinen Gemeins in biefer Sache eintreten wirde. Nichtsdestoweniger haben einige täten 414, welche sich auf die einzelnen Universitäten, wie folgt, effent im Auge haben, immerhin ist es recht nett von der oftpreußischen bezetheter der hiesigen Klinizisten sich erdreiftet, in dem oben vertheilten Berlin 288, Bonn 26, Breslau Göttingen bezeichneten Anfruf von den hiesigen Anstalten zu behaupten, daß Greifswald 17, Halle 15, Kiel 17, Königsberg 33, Marburg 10. Nur Landwirthschaftslammer, daß fie ebenfalls diese Ansicht offen ausmis Joiqisdiri stdout ni in die Stätte ehrlichen Strebens mit den Frauen der Zynismus 22 ber Bugelassenen gehörten dem Alter unter 20 Jahren an, spricht.is eingezogen fei," und daß der gemeinsame Unterricht peinliche und 250 waren zwischen 20 und 30, 142 über 80 Jahre alt. 276 be- Bremen, jeder Schamhaftigkeit fpottende Situationen herbeigeführt habe." Bremen, 24. März. Wie die Weser- Zeitung" meldet, bes faßen die Reichsangehörigkeit. Von Ausländerinnen entfielen antragt die Finanzdeputation die Aufnahme einer Anleihe von Dent gegenüber erklärt die medizinische Fakultät, daß durch die 59 auf Rußland, 50 auf Amerika. Dem Bekenntniß nach waren, 22 Millionen Mart durch Ausgabe 81/2 prozentiger Staats- Schuld Theilnahme der studirenden Frauen am flinischen Unterricht hier soweit darüber Mittheilungen gemacht sind, 300 evangelisch, scheine, da unter anderem die Weserkorrektion, die Erweiterung des selbst die Sitte und Ordnung in den klinischen Anstalten und Hör 24 katholisch, 88 israelitisch, dem Familienstande nach 374 lebig, Hafens und die Anlegung eines Trockendocks in Bremerhaven sowie fälen nicht im geringften geftört, daß die Sittlichkeit und 86 verheirathet, 8 verwitiwet. der wiffenfchaftliche Ernst des Unterrichts in keiner genannt( von einzelnen Kombinationen abgefchen) bei 159 Gewendungen erfordern. Als Studienfächer waren die Erweiterung des bremischen Freibezirts außerordentliche Aufinf. id tin o Beziehung beeinträchtigt worden ift, und eine Bechichte und Philosophie, bei 92 nachtheiligung der Studirenden in feiner Hinsicht stattgefunden bei Kunst und 72 neuere Sprachen, bei 48 Naturwissenschaften und Weimar, 23. März.( Eig. Ber.) Landtag. Die neue hat. Sie muß daher jene Behauptungen als eine Verunglimpfung Mathematit, bei 14 Medizin, bei 3 Zahnheilkunde, bei Gefinde- Ordnung ist angenommen. Nach derselben können Dienst der hiesigen flinischen Anstalten und deren Leiter auf das Ent 18 Rechts- und Staatswissenschaften, bei 9 Theologie, bei 4 alte boten bis zu 30 m. oder mit Haft bis zu acht Tagen ohne ges schiedenste zurüchweifen. Die Fakultät bedauert ferner im höchsten Sprachen. Als Stand des Vaters waren in 138 Fällen richtliche Aburtheilung bestraft werden. Unser Genosse Abg. Grade die Animofität gegen die weiblichen Studirenden, die sich in afademische Berufsarten, in 17 Offiziersstand, in 13 Lehrerstand, in Bau dert trat für gänzliche Aufhebung der Gesinde- Ordnung ein dem oben bezeichneten Aufrufe ausspricht, und zu welcher das Ver. 23 mittlerer und unterer Beamtenstand, in 3 Künstlerberuf, in und verlangte Gleichstellung der Dienstboten mit den gewerblichen halten ber hiesigen weiblichen Studirenden nie ben geringsten Anlaß 144 Kaufmannsstand, in 24 landwirthschaftlicher Beruf, in 83 sonstige Arbeitern. Die drei freisimmigen Abgeordneten stellten Abänderungsgegeben hat. Die Fakultät wiirde gegen die Verfasser des Aufrufes gewerbliche Berufsarten angegen. anträge, jedoch ohne Erfolg, fo daß gegen vier Stimmen die Ne disziplinarisch einschreiten, wenn sie nicht annähnie, daß dieselben Misstände, die fich aus dem gleichzeitigen Besuch der Vor gierungsvorlage mit geringfügigen Abänderungen genehmigt wurde. fich der Bedeutung und Tragweite ihres Vorgehens nicht bewußt lesungen durch männliche und weibliche Studirende ergeben Heute hatten die Agrarier den Blah ihres Führers des Abg. gewesen find. Damit sind die Herren Studenten" gebührend abgestraft. hätten, find nicht bekannt geworden. Gleichwohl besteht in Universi Sans use von Wurmb, großherzogl. fächs. Schloßhauptmann, tätskreisen vielfach noch Abneigung gegen die Zulaffung der Frauen, wie im Landtage geschmückt; es wurde bekannt, daß derselbe ins Staatsdics erneut bei Besprechung der Angelegenheit in der im Oktober b. 3. ministerium, und zwar als Chef des Ressorts des Innern, berufen abgebaltenen Rektorenkonferenz hervorgetreten ist. Den Frauen die sei. Staatsminister v. Groß tritt am 1. Juni in den Ruhestand. Bulaffung zur Immatrifulation und damit ein Recht auf Befuch Der bisherige„ bürgerliche" Departements- Chef der Finanzen, Herr sämmtlicher Borlesungen zu gewähren, hält die preußische Regierung Rothe, wird sein Nachfolger. Wenn Herr von Wurmb als Minister unter diesen Umständen nicht für angezeigt. die Sozialdemokratie so schneidig" bekämpft, wie er dies als Wann würde auch die preußische Regierung für angezeigt halten. Abgeordneter gethan hat, wird unsere Partei davon mur Vortheil was jungen, zukunftsvollen Geist verräth! Das wäre im Junter- haben. 100x41900 99 cd( bildt fir 119bjida zed wod billigt legj ned p finne einfach Umsturz.München, 24. März. In der heutigen Sigung der Ab Freifinnige als Schützer der Schwachen. Die Bres- geordnetentammer legte Staatsminister Freiherr v. CrailsIauer Morgen- Zeitung" wirft uns in einem Artikel heim nochmals den Standpunkt dar, welchen die bayerische ReSonderbarer Schutz der Schwachen" nichts weniger als eine Fälgierung in der Frage ber Reichs- Militär Strafprozeß schung einer Rede, die Singer im Stadtverordneten Kollegium ge- Ordnung und des bayerischen Senats bei dem obersten Militärhalten, vor, indem sie schreibt: Gerichtshof eingenommen hat. Der Minister führte dabei aus: Die 〃 affeld ,, Meineidige" von Natur. Die Deutsche Tageszeitung" will feine weiblichen Fabrilinipeltoren, nicht einmal weibliche Affiftenten, sondern höchstens weibliche Vertrauenspersonen, die nach Bedürfniß von den Gewerbe Inspektoren zu Rathe gezogen werden. Warum? Hören wir: " se fun 60 sid, me Literatur, Wir meinen, daß das im weiblichen Wefen liegende lleber wiegen des Gemüthes über das logische Urtheil vielfach von Agitatoren zur Hebe gegen das Kapital" ausgenutzt werden wird. Es kommt noch das hinzu, daß das Bertranen zur Bewahrung des Amtsgeheimniffes fciteus Angehöriger des schwachen Geschlechts im Allgemeinen nicht zu groß ist. In der Fabrikund Gewerbe- Inspektion fließen aber naturgemäß alle FabrikMerkwürdigerweise list der Bericht des sozialdemokratischen bayerische Regierung habe von Anfang an betont, daß die Frage des geheimnisse des ganzen Industriebetriebes zusammen, und sie werden Hauptorgans, des Vorwärts". über die Nede des Herrn Singer obersten Gerichtshofes ein bayerisches Reservatrecht sei. Nachdem bon von den Fabrikanten völlig preisgegeben im Vertrauen auf Ge- fo redigirt worden, daß jeder, der Herrn Singer gehört hat, ber Mehrzahl der Bundesregierungen das Bestehen heimhaltung durch die Beamten. Dies dürfte sich ändern und das baß erstaunt fein muß. Während die Rebner, welche Herrn eines Refervatrechtes jedoch geleugnet worden sei, Funktioniren der Fabrit Inspektion dürfte eine Beeinträchtigung Singer antworteten, gerade die Thatsache festnagelten, daß die bilde die nach Ueberwindung großer Schwierigkeiten schließlich era erfahren, fobald weibliche Assistenten in ihrer Eigenschaft als Arbeiterintereffen der 2700 Angestellten auf Seiten des fozial- folgte Verständigung über die Errichtung eines bayerischen Senats felbständige Beamte Kenntniß von allen diesen Geheimdemokratischen Redners keine Berücksichtigung gefunden hätten, in Berlin die Grenze dessen, was erreichbar war. Bom politischen niffen erhalten, denn das nun einmal bestehende Vorurtheil werden in dem„ Borwärts"-Bericht Herrn Singer Worte wärmster und praktischen Standpunkte aus habe diese Verständigung viele gegen die Verschwiegenheit des weiblichen Geschlechts wird Anwaltschaft für die Angestellten in den Mund redigirt." Vortheile und Bayerns Reservatrecht sei durch diese Verständigung in absehbarer Beit faum auszurotten sein." Der Stadty. Singer ist zur Zeit nicht in Berlin, einige gewahrt, umſomehr, als festgelegt sei, daß eine Abänderung nicht Herr Dertel scheint sehr schlimme Erfahrungen auf diesem andere Abgeordnete aber, die der fraglichen Sigung beigewohnt ohne Zustimmung Bayerns erfolgen könne. Im gleichen Sinne wie Gebiete gemacht zu haben. Aus diesen Erfahrungen der Praxis haben, bezeugen uns, daß unser Berichterstatter bie Nede Singer's ber Minister sprach fich Dr. Rochelmann( liberal) aus, während heraus wird die Deutsche Tageszeitung" ja wohl auch alsbald durchaus richtig wiedergegeben hat. Die„ Br. M.- 8tg." muß Dr. Daller( Bentrum) in der Errichtung des bayerischen Senats in ben Herrn v. Podbielski darauf hinweisen, in welche furchtbare bie Fälscher also anderswo suchen. Aber selbst angenommen, Singer Berlin feine vollständige Wahrung ber bayerischen Justizhoheit erGefahr er sämmtliche Benüger des Fernsprechers bringt, beffen hätte in jener Sigung nicht mit besonderer Betoming die Uebernahme bliden kann. In der Nachmittagsfizung wurde der GesetzDienst durch Frauen verwaltet wird. Uebrigens hat gerade die der Privatposten durch das Reich als auch im Interesse der An- entwurf über verschiedene militärische Bauten in München, darunter Gelöbnißeid, und mun hält sie es für das selbstverständ- lange nicht berechtigen, ber Sozialdemokratie abzusprechen, daß fie tagung bis zum 17. April beſchloſſen. Deutsche Tageszeitung" die strengsten Auffassungen von dem gestellten liegend hingestellt, so würde das die Freisinnigen noch der Bau eines Armeemuseums einstimmig angenommen und VerLidste Ding der Welt, daß die Frauen die eidlich gelobte bestrebt fei, die Intereffen der arbeitenden lajien zu wahren. mtsverschwiegenheit aus Naturbrang fortgefest Das ist auch in Beziehung auf die Angestellten der Privatposten gebrechen. Entweder hat also der Gelöbnißeid für die Deutsche fchehen, in Reichstags- Plenum sowohl als in der Kommission und Tageszeitung" nicht nur feinen übertriebenen, sondern überhaupt auch in der Presse. An allerwenigsten ziemt es den Berliner gar feinen Werth, oder sie hält die Frauen tros ihres lyrischen Manchesterleuten, sich als Schüter der Schwachen auf Stultus des schöneren Geſchlechts burchweg für geborene Meineidige, Wendefterleren, offer mobilgilen für undeutsche Geschöpfe mit ruchlos verlotiertem Chrbegriff. " " ist Up this g Stuttgart, 24. März. Der hiesige Oberbürgermeister Rümelin nach längerer Strankheit heute früh in Baden- Baden gestorben. Nimelin hat sich durch strenge Unparteilichkeit gegenüber allen Parteien und feinen politischen Talt bei der gesammiten Bevölkerung der württembergischen Hauptstadt Anerkennung erworben.ht dammum drplan in attique metominated eni ishbilo Ueber die Berfehung des Boltsgeiftes" erinnert der dd Chronik der Majestätsbeleidigungs.Prozesse. Reichsbote", das Organ von und für Pastoren. Von der Sozial noregen Majestätsbeleidigung wurde der Schmied August Florinsti Die Erklärung des Parteivorstandes Aber die Nichtnotirung demokratie miffedas Bürgerthum sich alles gefallen lassen, aus Grabow von der ersten Straffammer in Stetin zu zwei der Löbtauer Bauarbeiter in der Rubrit Unterm neuesten weil sie ihm übermächtig geworden ist, aber wenn es von anderer Monaten Gefängniß verurtheilt. idol i mu Surs" hat in den journalistischen Schleifbuden eine lebhafte Seite auf seine falschen Wege und seine Irrthünter und Sünden todo mig bundante mogubit- oblox and Thätigkeit hervorgerufen. Die Aermften müssen schleifen, schleifen, hingewiesen wird, die alle der Sozialdemokratie Vorschub leisten, fchleifen- obwohl ihr bleierner Stil niemals scharf zu werden dann stößt es um sich und erhebt sogar den Vorwurf, man förderer odd Ausland. sud and bermag. Sie stellen fich, als ob die Erklärung eine ganz neue die Sozialdemokratie. So hat man die Pastoren bei Seite und niedo Frankreich. Offenbarung enthalte, während in Wirklichkeit die sozialdemokratische gedrängt und ihnen die Politit verboten." Fraktion und Preise von Anfang an festgestellt hat: Urtheil Das ist denn doch eine unbegründete Beschuldigung des Paris, 22. März.( Eig. Ber.) Die Senatsdebatte über und Thater hätten zwar mit der Sozialdemokratie etwas zu thun, Bürgerthums. Christlich- sozial ist nun einmal Unsinn, und die die prätorianischen Umtriebe, die am lebten Freitag aber nicht die That. Um das Sachverhältniß in diesem Falle flar zu Herren Pastoren haben sich um Politik nicht zu fümmern. Diese wegen des Unwohlseins des Interpellanten, Joseph Fabre, untertennzeichnen, unterblieb die Aufnahme, wenn man auch andererseits für Anschauung herrscht zwar, aber es ist just nicht eine speziell brochen war, wurde gestern zu Ende geführt. Inzwischen ist aber die Meinung Verständniß haben könnte, die Löbtauer Bauarbeiter bürgerliche Anschauung. aus der Interpellation eine bescheidene Anfrage geworden, in welcher hätten notirt werden sollen, weil das Urtheil alle Kennzeichen mur der Frager und der Minister das Wort ergreifen dürfen und des, neuesten Kurses" zeige. Wir halten niemanden für fo Die Bartfrage bei ber Marine der Kaifer hat sich, nach die mit feiner Abstimmung verbunden ist Senator Fabre hat näm einfältig, daß er jenen Unterschied nicht zu fapiren im Stande ist, dem von uns veröffentlichten Erlaß, dahin ausgesprochen, daß er lich den patriotischen Mahnungen der gesinnungstüchtigen Presse Folge aber wir begreifen es sehr wohl, daß gewisse Journalisten ge- nicht wünsche, Seeoffiziere nur Schnurrbärte tragen zu sehen hat geleistet. So ist es denn zu keiner ernstlichen Auseinandersetzung über zwungen find, fich einfältig zu stellen. Eine doch eigentlich un- nach der Deutschen Tageszeitung" eine Vorgeschichte, die nach Eng den wundesten Bunkt der ganzen Situation gekommen. angenehme Berufspflicht. land hinüberspielt. Dem Kaiser waren nämlich bei einem Befuche Fabre zählte die meisten einschlägigen Vorkommnisse der frilheren in England vor einigen Jahren die vollbärtigen Gefichter der und der legten Wochen auf, in denen das prätorianische Auftreten Thürichtes Geschwät schwazt die Köln. 8tg." über das Ver- englischen Marine- Angehörigen aufgefallen, was den Monarchen ver von zahlreichen Offizieren und Generälen gegen die Zivilgewalt, halten der sozialdemokratischen Reichstags Fraktion bei der Etats- anlaßte, den Mannschaften der deutschen Marine durch Ordre bekannt gegen die Rundschreiben des Kriegsministers, gegen die KriminalAbstimmung. Das Blatt bellagt den mangelhaften Besuch des zu geben, daß sie entweder einen Vollbart tragen oder aber boll fammer des Saffationshofes und schließlich gegen den neuen Präsi Neichstages durch die bürgerlichen Abgeordneten und fährt fort: tändig glatt rafirt sein follten. Den Seeoffizieren wurde durch das denten in standalöser Weise zum Ausdrud tam. Insbesondere bob " Die rechtzeitige Fertigstellung des Reichs- Haushaltsetats ist Marine- Oberkommando der Wunsch des Kaisers ausgesprochen, daß der Redner hervor die überaus schwächliche Haltung des zivi.en eine der wichtigsten Aufgaben, welche die Reichsverfassung der sie der Anregung nachkommen sollten. Lange wurde von den Kriegsministers de Freycinet, der stets verspätet und nur unter der deutschen Boltsvertretung stellt. Wird diese Aufgabe nicht erfüllt, Offizieren der faiserliche Wunsch als Befehl befolgt, bis in legter Beitiche der öffentlichen Meinung" einschreite.. so bedeutet das einen Verfassungsbruch der schlimmsten Art feitens Beit allmälig die Badenbärte verschwanden und der Schnurrbart Der Kriegsminister tonnte feine einzige Thatsache des Anfragers der deutschen Voltsvertreter. Daß dieser Vorgang sich in diesem sich wieder bemerkbar machte. Ihr Dasein ist nicht von langer entfräften. Er beschränkte sich auf die übliche Beweihräucherung der Jip in mi „Disziplin der Armee" im allgemeinen, so gänzlich die Debatte ver« schiebend, um den unbequemen konkreten Fragen zu entgehen.... De Freycinet hat wieder einmal gezeigt, daß es wirklich nicht sein Verdienst ist, wenn die Prätorianer es bei Umtrieben und bei Detailstreichen haben bewenden lassen müssen.— Die diesjährige Debatte über das Marinebudget bietet ein seltenes Schauspiel. Der unermüdliche, rücksichtslose Kritiker der Marineverwaltung, Lockroy, sitzt diesmal in der Regierung, ist Marineminister. Er sieht mm alles plötzlich in so rosigem Lichte, daß er jede Kritik seiner Verwaltung geradezu als „antipatriotisch" zurückweist. Dieses antiparlamentarische Gebahren nimmt sich bei Lockroh desto schöner aus, als er Mitglied der linksradikalen Kammerfraktion ist. Auf die zwar ge» hässige, aber doch theilweise auf Thatsachen beruhende Kritik des AdmiralS a. D. Rieunier, eines ehemaligen MarineministerS, lehnte er überhaupt jede Antwort ab, sich in seine erhabene Ministerwürde hüllend. Das gestattete ihm, auch dem be- rechtigten Angriffe des Admirals auszuweichen. Und als ihm Camille Pelletan, der Generalberichterstatter des Budgets, auf seiner Nach- gicbigkeit in Personal- und Verwaltungsfragen gegenüber der Admi- ralität festnagelte, da antwortete er hochmüthig, Pelletan verstände nichts von der Sache. Schließlich kam es zu einem offenen Konflikt zwischen Pelletan und dem Marineminister, zwischen zwei Fraktionsgenossen, über die Frage der Schaffung einer 4. Abtheilung im maritimen Generalstab Diese„Reform" ist vom linksradikalen Marineminister ungesetzlich, ohne den Willen des Parlaments, durchgeführt worden— und nun sollte da? Parlament die durch diesen Willkürakt erhöhten Koste» votiren! Die Budgetkommission hatte die Kosten mit allen gegen drei Stimmen gestrichen. Daher der Konflikt. Der Marincminister rechtfertigte sich mit dem unvermeidlichen und stets durchschlagenden Hinweis auf die patriotische Nothwendigkeit der„Landes- vcrtheidigung", die natürlich gefährdet wäre, wenn die viette Ab- th eilung erst ein paar Monate später mit Bewilligung des Parlaments geschaffen wäre. Pelletan führte dagegen den Nachweis, daß die „Reform" keine andere Wirkung haben kann, als die ganze Verwaltung dem unverantwortlichen Generalstabe auszuliefern und den verant- wortlichen Minister zum automatischen Unterzeichner von Dekreten herabzuwürdigen. Trotzdem billigte die Kammer durch das Vottim des betreffenden Budgctpostens den von der Admiralität eingegebenen Willkürakt, und zwar mit Hilfe der Radikalen, die ja darauf ganz stolz sind, einen der Ihrigen im Besitze eines leibhastigen Ministerpottcfeuilles zu Püffen. Die Parteigrundsätze aber können ruhig schlummern, bis die Radikalen wieder keinen einzigen Minister in der Regierung zählen.... Iudeff ist Pelletan anderer Meinung. Er ist'cntschlosien, seine Denlission als Generalberichterstatter und als Vorsitzender der Links- radikalen zu geben, falls die Mehrheit der Bndgetkommisston und seiner Fraktion für den Marineminister gestimmt hat.— „In Schönheit gestorben?" Man schreibt der„Franks. Ztg." auS Paris: Unter dem Titel„Plaideront-ils?" iWird es zum Prozeß kommen?) bringt die.Furore' folgende verschleierte Notiz: „Man spricht davon, wie von dem großen Sklandal der nächsten Zeit. Man spricht davon noch mit leiser Stimme. Man flüstert die Namen. Dieses sind die Thatsachen: Ein Maler hatte eine Frau; die Frau hatte einen Liebhaber, einen sehr hohen und sehr mächtigen Herrn, der tief in ihre Reize verstrickt war. Er ließ sie in sein Haus kommen— welch ein Hau? I ein wahrer Palast. Er war wahnsinnig verliebt in die kleine Frau, und trotz seiner Haare erglühte sein Herz in heißester Flamme. ES verbrannte darin. Letzten Monat ereilte ihn der'Tod in den Armen semer Schönen... Große Aufregung. Auf die Angstrufe der Frau des MalerS eilten die Diener herbei. Sie fiel in Ohnmacht. Man ruft die Aerzte zu dem Sterbenden und trifft zugleich Anstalten, um die kleine Dame fortzuschaffen. Man bringt ihre Toilette so gut und so schlecht eS geht in Ordnung, man stopft sie in einen Fiaker, wo sie aufs neue von einer furchtbaren NervenkrisiS befallen wird. In diesem Zustande führt man sie nach der ehelichen Wohnung zurück, und dort ruft ihre Heimkehr eine gewaltige Sensation hervor. Der Gatte will die Scheidungsklage einreichen. Aber die Erben des hohen und mächttgen Herrn bieten ganze Haufen von Gold und von Ordens- bändcrn auf, um sein resignirtes Schweigen zu erwirken. Wird es zum Prozeß kommen?" Soweit die„Aurore". Wer mag nur der tragische Held dieser seltsamen Geschichte sein? Wer mag nur der sehr hohe und sehr mächtige Herr sein, der vor einem Monat in Frankreich gestorben ist? Wie lange ist doch z. B. Herr Felix Faure todt...?— Paris, 24. März. In der heutigen Sitzung des KassationS- Hofes verlas der Berichterstatter der DreifuS-Anoelegenheit, Ballot- Beauprö, seinen Bericht, in welchem er die Zurückweisung des Gesuches der Frau Dreyfus auf Ablehnung der drei Räthe Petit, Crepon und Lepelletier beantragt. Der Generalstaatsanwalt Manau dagegen beanttagte formell die Zulassung des betreffenden Gesuchs. Der Kassationshof verwarf das Gesuch und verurtheikte Frau Dreyfus zu den Kosten des Verfahrens.— PariS, 24. März. Prof. Gabriel Monod veröffentlicht heute im„Sidcle" einen Brief, welchen er im November 1897 von dem kürzlich in HSvre verstorbenen Arzte Gibert, einem intimen Freunde des Präsidenten Faure, erhalten hatte. In diesem Briefe thcilt Gibert mit, daß er im Februar 189(5 dem Präsidenten Faure die Gründe auseinandergesetzt habe, aus welchen er Dreyfus für un- schuldig halte. Faure habe darauf erwidert, DreyfuS sei nicht auf Grund von Thatsachen verurtheilt worden, welche in der Berhand- lung vorgebracht worden waren, sondern auf Grund eines Schrift- stückeS, welches weder dem Angeklagten, noch dem Vertheidiger unterbreitet wurde, aus Furcht. daß hierdurch diplomatische Zwischenfälle entstehen könnten. Ueber dieses Schriftstück wollte Faure nichts Näheres sagen; er erklärte nur, daß dasselbe keinen weife! über den stattgehabten Berrath bestehen lassen könne. Monod emerkt dazu, daß er den Brief Giberts dem Advokaten Monard übergeben habe, welcher ihn dem Kassationshof vorlegen könne, so- bald die Frage der Ungesetzlichkeit und Annullirung des Uttheils von 1894 zur Verhandlung komme. Dem„Jlttranfigeant" zufolge ist eine Spionageaffäre entdeckt worden, welche viel größere Bedeutung habe, als die des zu fünf Jahren veruttheilten Boisson.— Italien. Jntelligenzstaat und Militärstaat vertragen sich nicht mit einander— das haben wir in Preußen erfahren, wo der Militär- staat den Jntelligenzstaat glücklich dahin gebracht hat, daß die preußischen Schulen auf dem besten Wege sind, vo» denen aller anderen Kulturstaaten überflügelt zu werden, und daß unsere Junker, die Stützen des Militärstaats(der auch ihre Stütze ist) den Schulmeister, der nicht mit der Kuh und dem Schwein unter einem Dach wohnen will, für einen anspruchsvollen, verschwenderischen Thnnichtgut halten und zum Hungertod verurtheilcn. In Italien hat niaii den preußischen Militaristen nachgeahmt, und der arme Jntelligenzstaat hat natürlich die Kosten zu tragen. In einem der letzten, der italienischen Kammer vorgelegten. Gesetzentivürfe macht das Ministerium Pelloux den Vorschlag, die kleinen Universitäten abzuschaffen— Ersparnih halber. Viel taugen sie ja nicht, diese italienischen Universitäten. Aber besser als Kasernen und Pferde- stalle waren sie doch!— England. London, 22. März.(Eig. Ber.) Gestern kam im Parlament die Bill zur Vereinfachung der Verwaltung Londons zur zweiten Lesung. Herbert Gladstone hielt die offizielle Rede für die liberale Partei und ließ an dem Werk des Herrn Balfonr wenig Gutes. Das Gros der Liberalen folgt in dieser Hinsicht der von den Progressisten des Londoner Grafschafts- rath» ausgehenden Parole, die der Bill absolut feindselig gegenüber- stehen. Daß sie auf eine Verminderung deS Einflusses des GrafschaftsrathS hinausläuft, ist auch gar nicht zu bestreiten. Den- noch find gerade einige Linksradikale und ein Theil der Sozialisten (darunter„Justice", das Organ der sozialdemokrattschen Föderation) im Ganzen für die Vorlage, die nur in einzelnen Punkten ver- bessert zu werden brauchte, um eine wirkliche demokratische Reform der Verwaltung Londons abzugeben. Ich habe schon erwähnt, daß die neuzuschäffenden Munizipalitäten nach der VorInge ein radikaleres Wahlrecht erhalten sollen, als es das be- stehende Gesetz für die städtischen Kommunen vorschreibt. Unter den Konservativen ist die Meiming über die Bill ebenfalls yetheilt, so daß ihr endgiltiges Schicksal keineswegs sicher ist. Sie kann durch Abstimmungen„übers Kreuz" so abgeändert werden, daß sich schließlich überhaupt keine Mehrheit mehr für sie findet. Am Charfreitag tritt in Leeds eine Konferenz von Soziali st en aller Richtungen und Gewerkschafts-Mit- gliedern zusammen, die den verschiedenen Selbstverwaltungs- körpern(Gemeinden, Schulämter, Annenämter sc.) als gewählte Vertreter angehören, um über die einschlägigen Fragen und Forde- rungen zu verhandeln. Der Borsitz für die Ervffuungs- Verhandlung ist dem bekannten Fabianer Sidney W e b b übertragen, der über das Thema der Stellung und Behandlung der vi?n öffentlichen Körperschaften beschäftigten Arbeiter referiren wird. Alsdann wird sich in die drei bezeichneten Sektionen(Gemeindevcrwalttmg, Erziehungswesen und Annenwesen) theilen, und am zweiten Tage wird Sidney Webb vor den Mitgliedern der ersten und dritten Gruppe über gewerbliches Erziehungswesen referiren. Zu Vorsitzenden der Spezialgruppen sind Dan. Irving von der Sozialdemokrat. Föderation, A. Jomett von der Unab- hängigen Arbeilerpattci und William Crooks, gelverkschaft- liches Arbeitermitglied des Londoner Grafschaftsrath gewählt worden. So bedeutsam die Konferenz der verhandelten Fragen wegen ist, so erhält sie noch eine besondere Bedeutung durch die in ihr dokumentirte Annäherung der verschiedeneu Fraktionen der eng- tischen Arbeiterbewegung für die Förderung der gemeinsamen Zwecke.— London, 21. März.(Eigener Bericht.) Kürzlich hat die Regie- rung dem Parlament ein weiteres Stück ihrer Sozialreforni vor- gelegt. Es besteht in einem Gesetz, das die Gemeinden bevoll- mächtigt, Arbeitern und kleinen Leuten die Mittel zum Erwerb von Wohnhäuschen vorzuschießen. Au Häuser bis zum Kaufpreis von 399 Pfd. Sterl.(6009 M.) sollen Vorschüsse bis zu vier Fünfteln des Preises gemacht werden, zu billigem Zins und unter leichten Abzahlungsbedmgungen. Dies Ab- schätzungSverfahrcn soll in ähnlicher Weise' geregelt werden wie bei den irischen Agrargerichtcn. Herr Chamberlain, der an Stelle des zu- ständigen Ministers Chaplin die Vorlage einbrachte, empfahl sie als ein Mittel, Arbeiter dadurch, daß man ihnen einen„Einsatz" am Nationalinteresse verschafft, zu qualifizirten Staatsbürgern zu machen. Das Fluktuiren der Arbeiter sei sehr übertrieben worden, ein großer ZAeil der Arbeiter sei gerade so seßhaft wie andere Klassen der Be- völkerung. Jndeß enthalte das Gesetz Bestimmungen, die die Ueber- tragung solcher Häuser erleichtern, so daß die Uebertragungskosten zehn Mark nicht übersteigen, und in Fällen, wo der Besitzer den Ort schnell verlassen müsse,' für eine Uebenmhme des Hauses durch die Gemeinde Vorkehrung treffen. Dem Minister trat der Liberale Mac Kenna mit der Er- klärung gegenüber, die Vorlage sei in keiner Weise geeignet, die Wohnungsfrage zu lösen. Sie bedeute Aufwendung und Festlegung von Gemeindemitteln für Leute, denen heute Baugenoffenschaften und ähnliche Vereine für die Beschaffung von Baugeldern zur Ver- fügung ständen, während die Gemeinden Mittel' brauchten, dem Wohnungsbedürsniß derjenigen Klassen vorzusehen, die zu arm oder sonst verhindert seien, ein eigenes Haus zu erwerben. Vorbedingung jeder durchgreifenden Reform in dieser Hinsicht sei die Aenderung des Gemeindesteuer-Gesetzes beziv. die Ermächttgung der Gemeinden, eine Steuer auf Bodenwerthe einzuführen. In diesem Sinne hat Herr Max Kenna für die zweite Lesung der Vorlage einen Antrag angekündigt, der jede Entscheidung für unwünschbar erklärt, bevor nicht die parlamentarische Kommission, die zur Zeit über dies« Steuerfragen berathe, ihren Bericht erstattet habe, und der ferner die Verwendung öffentlicher Gelder zu Vorschüssen für Häuserankauf nur unter der Bedingung gestatten will, daß der B o d e n, auf dem die Häuser stehen, Eigen- thum öffentlicher Körper(Gemeinde, Grafschaft) und nicht v o n P r i u a t p e r s o n e n ist. Sowohl der ministerielle Antrag wie das liberale Amendement sind bezeichnend für die Wandlung, die sich in der öffentlichen Meinung hinsichtlich dieser Frage vollzogen hat. Ehedem ivürde der erstere als eine nrradikale Maßregel betrachtet worden sein, heute haben die radikalen Blätter nur Spott für ihn.„Daily Chronicle" meint, die große Masse der Arbeiter, welche die Bedingungen des modernen gewerblichen Lebens erkannt haben, seien Gegner des Systems der eigenen Häuser, diejenigen aber, die anders' dächten, hätten durch Bau- und Konsum-Genoffenschaften reichlich Gelegen- heit, sich die Mittel zum Ankauf von solchen zu beschaffen. Letzteres ist unzweifelhaft richtig. Selbst viele Gewerkschaften sind froh, wen» sie ihre Reservefonds in Form solcher Vorschüsse, bezw. Hypotheken anlegen können. So verleiht der große Maschinenbauer-Verband aus seiner Jnvalidenkasse Gelder an Ver- bandsmitglieder zum Ankauf von Häusern. Im Oktoberhcft 1898 des Verbandsorgans legt einer der Sekretäre des Vereins die Be- dingungen dar und bemexkt dann:„Die Theorie, wonach die all- gemeine Annahme dieses Systems die„Beweglichkeit" des Arbeiters beeinträchtige, ist meines Erachtens hinfällig und keinen Augenblick Berücksichtigung Werth." Unter den qualifizirten Arbeitern, die über starke Gewerkschaften verfügen, gicbt eS in der That eine größere Anzahl, auf welche die obige Bemerkung des Herrn Chamberlain betreffs der Seßhaftigkeit zutrifft. Aber, wie Figura zeigt, brauchen gerade diese seine Sozialrefonn nicht. Und für die hunderttausende von Arbeitem Londons, die in Miethskasernen wohnen, ist sie absolut werthlos. In London heißt die Wohnungsfrage'heute, soweit sie nicht Grundrente heißt. Verkehr sniittel: daher die Opposition, auf welche gerade in London die Fusion der beiden großen Eisen- bahnen stößt, die London mit der Südostküste Englands ver- binden. Man befürchtet von dieser Fusion Monopoltarife auch für den Lokalverkehr. Sie ward demgemäß, als sie im Parlament zur Sprache kam, von den Radikalen, darunter die beiden Arbeiter-Abgeordneten Burns und Woods, heftig bekämpft, und die Opposition erreichte wenigstens soviel, daß ein gemischtes Komitee eingesetzt wurde, um die, mit Bezug auf die Fusion eingereichten Petitionen zu prüfen. Sehr viel wird jedoch nicht dabei heraus- kommen. denn das Eisenbahn- Interesse(das heißt das der Aktionäre) ist im gegenwärtigen Parlament durch öS Aufsichtsrathsmitglieder von' Eisenbahnen vertreten, die mit wenigen Ausnahmen sämmtlich auf den Regierungsbänken sitzen. Fünf von ihnen gehören dem Ministerium an. Türkei. Konstantinopel, 23. März. Der Bautenmiilister und Dr. Zander haben heute in Gemäßheit des kaiserlichen JradeS den Verttag nebst Tarifen. Plänen w. unterzeichnet, durch welchen der a n a t o l i s ch e n Bahngesellschaft, bekanntlich eine deutsche Gründung, die Konzession zur Erbauung eines Hafens nebst Docks und EntrePotS in H a i d a r- P a f ch a crtheilt wird. Der türkische Staat kann erst jnach 39 Jahren den Hafen zurückkaufen und zwar nur gleichzeitig mit der gesammten auatolischen Bahn. Der bulgarische diplomatische Agent Markow überreichte gestern dem Großvezier eine Note, in welcher er gegen die von Türken gegen Bnlgaren verübten Gewalt- t h a t e n und gegen die Bedrohungen von Bulgaren protestirt und gleichzeitig nochmals die Aufmerksamkeit dqr Pforte ans die gefahr- volle unerträgliche Lage ig den europäische» Bilajets lenkt.— Vstvkvi Maifeier. In Bremen beschloß das Gewerkschaftskartell, mit allen Kräften für vollständige Arbeitsnihe einzutreten. Die Parteigenossen des Wahlkreises Offen bach-Dieburg nahmen ans ihrer Kreiskonferenz einstimmig folgende Resolution an: „Die Kreiskonferenz des Kreises Offenbach-Dieburg erachtet es als unerläßliche Pflicht der Genossen, trotz Zuchthaus-Vorlage den 1. Mai durch allgemeine Arbeitsruhe zu begehen. Die Konferenz erblickt in der Feier nicht allein eine Demonstration zu Gunsten der achtstündigen Arbeitszeit, sondern auch einen flammenden Protest gegen den Kapitalismus und dessen venmnftwidrige Auswüchse, den verderblichen Militarisnms, ohne deren Beseitigung das Glück der Völker, der Weltfriede, ein leerer Wahn bleiben muß." Todtenlistc der Partei. In Schweinfurt starb der Genosse Fritz Thain. Die Parteigenossen ehrten ihn durch außerordentlich zahlreiche Bctheiligmig an der Beerdigung. Die„Fränkische Volks« zeittmg" widmet ihni einen warm empfundenen Nachruf. Die französische Sozialisti» Alme Valette ist nach langem schweren Leiden am 21. März in Arcachon im Alter von 44 Jahren gestorben. Sie ist seit 187g in der französischen Arbeiterbewegung ihätig gewesen. 1893 wurde sie Mitglied des Generalrathes der französischen Arbeiterpartei. Sie war auch Jnspektorin für Frauen- arbeit für die Stadtgemeinde Paris und hat auch für die Organisation der Lehrerschaft gewirkt. Aline Valette hat ihre Kraft für die Sache des Volke? eingesetzt und sich in dessen Dienste aufgerieben. Ehre ihrem Andenken i Polizeiliches» Gerichtliches«. s. w. Z« Geldstrafen von je 59 M. wurden in Magdeburg der Ver« trauensmann der Metallarbeiter, Hugo Gärtner, und der Redatteur der„Vollsstimme". Robert Pistorius, polizeilich verurtheilt, weil sie ohne Erlaubnitz eine öffentliche Kollekte veranstaltet haben sollen. Sie haben nämlich über Beiträge zur Unterstützmig der Weber in Krefeld öffentlich quittirt, die ihnen ohne Aufforderung zugegangen waren. Sie werden gerichtliche Entscheidung anrufen. —„Die Weber" dürfen in Meerane nicht rezitirt werden; der Stadtrath verbot den vom Gewerkschaftskartell veranstalteten Vorttag des Herrn Walkotte. GemevKMttffttrises. Deutsches Reich. Zur Lohnbewegung der Krcfclder Weber enthält die„Nieder- rheinische Volkstribüne"'ein Eingesandt, welches die Stimmung in Arbeiterkreisen treffend wiedergiebt. Der Einsender schreibt: Die augenblickliche Lage des Streiks ist eine für den Nichtfachmann sehr verzwickte, es werden Rechenknnststückchen aufgestellt, daß er sich sagen muß: entweder sind die Arbeiter verrückt oder die Fabrikanten l Der Kenner der Verhältnisse weiß aber, daß die Fabrikanten im Trüben fischen wollen. Es wäre den Fabrikanten ein leichtes, den Streik zu beendigen, indem sie ihre Lohnliste zurückziehen und die Nebenarbeiten bezahlen. Denn die Herren können doch nicht ver- langen, daß die Arbeiter Tage lang umsonst arbeiten sollen. Es ist auch nicht nothwendig, daß so willkürlich viele Nebenarbeiten gemacht werden. Bei der Haltung, welche die Fabrikanten jetzt einnehmen, muß sich jeder anständige Bürger sagen, es ist den Fabrikanten nur darum zu thun, den Arbeitern die Unterstützung zu entziehen und sie so zu zwingen, die neue Lohnliste anzuerkennen. Aber was beweisen denn die veröffentlichten Löhne vom verflossenen Jahre? Wenn auch die Aufstellung wirklich richtig wäre— nichts l Denn erstens war es ein gutes Geschäftsjahr und zweitens sind nur die besten Qualitäten Sammet verarbeitet worden. Eine Ausstellung der Löhne von den letzten fünf Jahren würde ein ganz anderes Er- gebniß liefern. Man sollte eS kaum glauben, daß die Fabrikanten so vor- gehen könnten, denn sie inüffen es doch wissen, da eine große Zahl von ihnen im Stadtrath sitzt, daß die Mehrzahl derer, die aus dem Armenbudget Unterstützung beziehen, Weber sind. Schreiber dieses kam auch einmal um eine Unterstützmig ein, es wurde festgestellt, daß er noch keine 13 M. die Woche verdient hat. Und das ivar auch in diesem Rechnungsjahr. ES wäre auch zu wünschen,' daß die Fabrikanten einmal ihren Verdienst veröffentlichten. Dann würde man sehen, ob sie„gezwungen" sind, die Löhne herabzusetzen oder die Industrie zu verlegen. Wollen die Fabrikanten dieses aber nicht, so könnte es vielleicht die Steuer« bchörde besorgen, die ja bei der Geschichte doch auch nicht un- interessirt ist.— Einsender hofft, daß in diesem schwierigen Kampfe die Arbeiter Deutschlands wie auch die Bürger Krefelds den kämpfenden Webern nach wie vor ihre volle Sympathie zuwenden. Die Sammctweber der Firma Bruck in Rheydt, ca. 299 Mann, haben die Arbeit niedergelegt, weil die Firma Arbeiten für Krefelder Fabriken übernommen hat. Die Belvegmig droht noch einige andere Firmen in Mitleidenschaft zu ziehen. Die Schuhmacher in Kiel haben ihre Lohnbewegung zu einem befriedigenden Abschluß gebracht. Der geforderte Lohn wird von 84 Meistern gezahlt, nur 6 haben sich ablehnend verhatten. Ueber diese ist die Sperre verhängt worden. Die Brauer und Böttcher der Brauerei Mark in Hamm haben an die Direktion folgende Forderungen gestellt: Aufhebung des LogislvesenS und Gewährung eines einheitlichen WochenlohnS von 26 M. Von einer Verkürzung der Arbeitszeit wurde Abstand genommen. Tie Tischler in Burg haben am 18. März in sämmtlichen Bau- und Möbeltischlereien die Kündigung eingereicht. Werden die Forderungen der Bau- und Möbeltischler abgelehnt, so beginnt am 1. April der Ausstand. Bewilligt haben bislang 3 Unternehmer, welche 15 Tischler beschäftigen. In Itzehoe haben die Tischler durch Vercinbanmg mit den Unternehmern die Zusage erhalten, daß vom 1. Mai ab ein Stimden« lohn von 34 Pf. gezahlt werden soll. Die Arbeiter haben das Vor- iprechen abgegeben, in den nächsten zwei Jahren keine Lohn- forderungen zu stellen. Das Verlangen, die G/z stündige Arbeits- zeit einzuführen, wurde fallen gelassen. Die Maurer in H e i d e haben für die diesjährige Bauperiohe einen Stundenlohn von 49 Pf. erzielt. Die Vereinbarung ist durch Verhandlungen mit den Unternehmern zu stände gekommen. In P i n n e b e r g ist die Lohnbewegung zu gunsten der Arbeiter beendet. Die Meister haben sich verpflichtet, den neuen Lohntarif der Maurer, in welchem ein Aufschlag von 3 Pf. pro Stunde vor- gesehen ist, am 1. Juli einzuführen. Der Streik der Former bei der Finna Thiele u. Lindner in Altgersdorf(Sachsen) dauert unverändert fort. Wie uns mit- getheilt wird, vermittelt der Arbeitsnachweis der Berliner Metall- industriellen Arbeitswillige nach diesem Ort. Die Lohnbewegung der Schneider. In Rostock sind in verschiedenen Schneideraeichäften Differenzen entstanden, welche zu Arbeitseinstellungen geführt haben. Bor allem sind es die schlechten und ungesunden Logis, welche die Schneidergesellen veranlaßt haben, diesen Schritt zu thun. Ihre Forderungen sind: Abschaffung der Halbstück-Arbeit, sowie Kost und Logis im Hause. Da die größeren Geschäfte diese Forderungen schon seit längerer Zeit bewilligt habe», so kommen hierfür nur noch einige Firmen in Betracht. In Gießen haben die Schneider ihre Lohnbewegung erfolg- reich beendet. Die aufgestellten Lohnforderungen sind' von allen Meistern und Ladengeschäftsinhabern gutgeheißen worden bis auf eine einzige Ausnahme. Das Haupt der Antisemiten, der Schneidermeister Stumpf, verhandelt nicht mit seinen Arbeitern. Daß die Schneider so schnell am Ziele ihrer Wünsche waren, haben Es wurde fie ihrer guten Organisation zu danken. Bis auf wenige Ausnahmen in dem Bericht der Züricher Seidenwebschule, dem wir auch obige eine derartige Einrichtung haben und gut funktioniren. find alle in Gießen ansässigen Schneider Mitglieder des Verbandes. Zahlen entnehmen, auf 81 700 000 Franken geschäßt. Von den folgender Beschluß gefaßt: Die Ortsverwaltung wird beauftragt, Das wußten die Unternehmer. 47 500 Seidenarbeitern dürften taum 100 gewerkschaftlich orga- mit allen den Organisationen, die Arbeitslosen- Unterstützung haben, in Fühlung zu treten und das gesammelte Material im Herbst den Bei den Wahlen zum Gefellenausschuß der Baugewerks- nifirt sein. Kollegen in einer großen Versammlung vorzulegen. Innung in Halle und der Buchbinderimmung in Hamburg Ueber den Stand des Genossenschaftswesens in England Kunze machte sodann den Vorschlag, falls die Arbeitslosens wurden Vertreter der Gewerkschaften gewählt. bringt die Labour Gazette", das offizielle Organ des englischen Unterstützung scheitern sollte, möge man den Streitfondsbeitrag als Die Graveure und Ziseleure verhandelten am 21. d. M. über Arbeitsamtes folgende Mittheilungen: Die 1153 Kooperativgenossen- einen ständigen Beitrag einführen, den jedes Mitglied zahlen müßte. schaften( Konsum- und Produktiv Genossenschaften), welche im den Anschluß an den Metallarbeiter- Verband. Nach längerer Debatte IV. Quartal 1898 Berichte einsandten, zählten zusammen 1 453 835 Mit Man könnte dann ans diesem Fonds den kranten Mitgliedern einen fam man zu der Ueberzeugung, daß vorläufig dieser Anschluß un- alieber. Der Umsatz an Waaren erreichte die respektable Höhe von bas nöthige Material herbeizuschaffen und den Mitgliedern im Herbst über 207 Millionen Mark gegen 197 Millionen Mark im halben Der Brauerausstand in Frankfurt a. M. Hat weitere Aus- Quartal des Vorjahres. 47 Genossenschaften meldeten die Gründung behnung genommen. Am Donnerstag haben 86 Arbeiter in zwei von zusammen 55 neuen Filialen. anderen Brauereien ebenfalls die Arbeit eingestellt. Am Ausstand find jett 200 Mann, Brauer, Böttcher, Fahrburschen und Hilfsarbeiter, betheiligt. durchführbar sei. Achtung, Klempner! In der Eisenbahn- Laternen- Fabrik von Kolb in Nürnberg find Differenzen ausgebrochen, die zu einem Ausstand führen können. Zuzug ist fernzuhalten. Ausland. Der Bürstenbinderstreit in Kopenhagen ist beendigt durch Uebereinkunft zwischen Arbeitgebern und Arbeitern. Es ist eine Lohnerhöhung von 2 Kronen bewilligt für männliche wie für weibliche Arbeiter. Ferner ist ein fester Preiskourant für Affordarbeiter aufgestellt. Der wohlgemeinte Plan des englischen Ministers Ritschie, eine Art höheres Gewerbetribunal aus Vertretern des Zentralverbandes der Unternehmer und der großen Gewerkschaftsverbände zu Stande zu bringen, ist bis auf Weiteres ins Wasser gefallen. Die Gewerkschaftsvertreter hatten sich prinzipiell bereit erklärt, an einer gemischten Konferenz zur Berathung des Vorschlages theilzunehmen, das parlamentarische Komitee der verbündeten Unternehmer aber hat dem Minister erklärt, es könne zwar feine guten Abfichten nur anerkennen und billigen und es selbst jei eifrigst bestrebt, den für die Wohlfahrt des Landes so nöthigen gewerblichen Frieden zu fördern, sähe aber zur Zeit teine Möglichkeit, eine ausreichende Vertretung der Unternehmer und Arbeiter für ein solches Komitee herbeizuführen. Wenn das keine bloße Ausrede ist, so würde darin das Eingeständniß liegen, daß das besagte parlamentarische Unternehmerkomitee die Masse der Fabrikanten überhaupt mentarische Unternehmerkomitee die Masse der Fabrikanten überhaupt nicht hinter sich hat. = Derlammlungen. Wochenzuschuß gewähren. vorzulegen. Der Arbeitsvermittler Ma a ß berichtet sodann über WerkstattDifferenzen, welche in zwölf Fällen ohne Arbeitsniederlegung zu Gunsten der Arbeiter erledigt wurden. Die Arbeiter bei Wöhler u. Schwab, Pallisadenstr. 103, befinden sich seit zwei Wochen im Streit und sind daselbst die Untermehr wie anderwärts. Die Firma hat schwarze Listen der Streikenden herausgegeben. Die Arbeiter der Firma Elsholz, Krautsstr. 52, handlungen abgebrochen, weil die Firma der Meinung ist, sie zahlt befinden sich die erste Woche im Streit. Bei Mau, Memelerſtraße, herausgegeben. Die Arbeiter der Firma Elsholz, Krautsstr. 52, der Kollegen beendet. wurde fünf Tage gestreift und ist dieser Streik zum Theil zu Gunsten Der Wahlverein für den dritten Berliner Wahlkreis hielt am 23. März im Lotale Wafferthorstr. 68 seine Mitgliederversamme lung ab. In derselben hielt Dr. Ratto w sty einen beifällig auf genommenen Vortrag über Darwinismus und Sozialismus". An der Diskussion betheiligten sich Rosenberg und Stein. Einige mißverständliche Ausführungen des letzteren wurden vom Referenten richtig gestellt. Unter Vereinsangelegenheiten wird bezüglich der Der Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter tagte am alljährlich am Charfreitag stattfindenden Fußparthie beschlossen, daß 20. März. Der Vorsitzende gab bekannt, daß der Vorstand be dieselbe in diesem Jahre ausfallen soll, falls an diesem Tage im schlossen habe, in diesem Jahre von der Niederlegung eines Kranzes zweiten Wahlkreise Flugblattverbreitung stattfindet. Da hierüber auf die Gräber der Märzgefallenen abzusehen. Redner rügte das noch keine bestimmte Mittheilung vorlag, so erfolgt nähere Bekannte eigenmächtige Vorgehen der Agitationskommission die über den Vors machung im Vorwärts". Weiter fordert der Vorsigende auf, die stand hinweg auf Vereinstosten einen Kranz bestellt hatte. am zweiten Osterfeiertag Abends in den„ Arminhallen" stattfindende spann sich hierüber eine sehr rege Diskussion. Von verschiedenen Versammlung mit Frauen recht zahlreich zu besuchen. Rednern wurde gerügt, daß der Beschluß nicht erst der Versammlung " Das Es ents sämmtlichen Filialen zur Diskussion zu empfehlen. Die ausscheidenden Vorstandsmitglieder Guschmied und Fiedler noch mit wurden wiedergewählt, zum Bevollmächtigten Bagemühl be stimmt. Unter Verschiedenem wurden einige Werkstellenverhältnisse tritifirt und erfolgte hierauf Schluß der Versammlung. Eine Versammlung der Zimmerer, die am Donnerstag bei borgelegt, auch wurde das eigenmächtige Handeln der Agitations Cohn in der Beuthstraße tagte, nahm Stellung zu dem Vorgehen kommission einer scharfen Kritik unterzogen, während auf der anderen des Bauarbeitgeber- Bundes. Der Referent Fisher fennzeichnete Seite Kleinlein den Vorstand heftig angriff. Nachdem ein Andas Plakat des Bundes, durch das die Arbeitswilligen" zur Eintrag, dem Verein die Kosten des Kranzes aufzulegen, angenommen, ger mit Fuchsschlauheit gerade jegt, in der Zeit der allgemeinen Weise ein Mißtrauensvotum erhalten, hiermit ſein Amt niederlege. zeichnung in Listen aufgefordert werden, als einen Gewaltstreich, gab der Vorsitzende bekannt, daß der Vorstand, da er auf diese In einer Versammlung der Möbelpolirer( Filiale Often) Arbeitslosigkeit, in Szene gefekt worden sei. Der im Jahre 1897 eröffnete Arbeitsnachweis habe nur wenigen Unternehmern niedrigere referirte das Mitglied Neuter über die Lehrlingsfrage. Redner Arbeitslöhne verschafft. Nun versuche der Bund, ähnliche Zustände gab eine flare Darstellung der verschiedenen Arten der Lehrverhält im Baugewerbe einzuführen, wie sie den Metallarbeitern durch den nisse und formulirte seine Ansichten in eine entsprechende Resolution. Arbeitsnachweis in der Gartenstraße beſcheert worden seien. Alle Nach lebhafter Debatte beschloß die Versammlung, dieses Thema ein Kollegen, die für die Interessen ihrer Berufskollegen Der Ausschluß der Stuckateure zieht sich langsam hin. treten, sollten von der Arbeit ausgeschlossen werden. müßte allen, die Trozdem die organisirten Unternehmer landauf, landab gereist find, Vorgehen der Unternehmer um ihre Kollegen in der Provinz zum Anschluß an den Kampf zu ihnen verhandeln wollen, zeigen, was sie von den Arbeitgewinnen, und auch hier und da Erfolg hatten, bleibt die Zahl der gebern zu erwarten haben. Gegen ein solches Attentat auf die Ausgesperrten zu den in Arbeit stehenden Mitgliedern der Gewerk- Rechte der Arbeiter fei nur ein energisches Auftreten angebracht. schaft im Verhältniß von 1: 4, das heißt auf je vier beschäftigte In der Diskussion wurde betont, daß die Listen nur dazu dienen tommt ein ausgesperrtes Mitglied. Inzwischen hat der Vorstand sollten, die erlangten Bedingungen herabzusetzen. In drastischen des Maschinenbauer- Gewerkschaft schon beschlossen, seine Mitglieder Worten wurden die„ Arbeitswilligen" gekennzeichnet und einstimmig wegen Erhebung einer Extrasteuer zu Gunsten der ausgesperrten ein Antrag angenommen, jedem Stadtviertel Protest Studateure abstimmen zu lassen, so daß für die Meister die Hoffnung, Versammlungen zu veranstalten. Auch die folgende Resolution diese durch Noth zum Nachgeben zu bewegen, immer geringer wird. wurde einstimmig angenommen: Die auf dem Boden der VerDiese Woche wird den Ausgesperrten 28 Schillinge Ausstandsgeld trauensmänner- Zentralisation stehenden Zimmerer Berlins und Um pro Mann gezahlt werden! gegend weisen mit Entrüftung das Ansinnen der Unternehmer, sich int die Listen des Arbeitgeber- Bundes einzeichnen zu lassen, zurüc und verzichten auf den Schutz Schutz des Arbeitgeber Die Versammelten erklären, nach wie bor alle Angriffe der Unternehmer die persönliche Freiheit der Arbeiter geschlossen und gemeinsam abzuweisen und nur die am 9. März 1899 erneuerten Arbeitsbedingungen als maßgebend zu betrachten. Desgleichen erklären die Anwesenden es für unter ihrer würde, den Arbeitsnachweis des Bundes zu benuzen. E3 in Soziales. Bundes. in auf Schöneberg. Am Montag, den 20. März fand eine gut besuchte Versammlung des Arbeiter- Bildungsvereins in der Schloßbrauerei statt. Genosse Liebknecht sprach über die Bedeutung des 18. März. Nach einer Schilderung der Entwidelung Deutschlands im Gegensatz zu den anderen Ländern kam er ausführlich auf das Revolutionsjahr zu sprechen, das unsere Gegner immer als nicht gewesen hinstellen wollen. Am Schlusse seiner Ausführungen wies er noch darauf hin, wie unsere Gegner jetzt schon wieder auf eine Spaltung innerhalb unserer Partei rechnen, die Bernstein mit seiner Broschüre angerichtet haben sollte. Aber wir werden auch diese HoffDer tvie alle derartigen zu Schanden machen. Vortrag wurde mit großem Beifall aufgenommen. Außer dem wurden noch Vereinsangelegenheiten erledigt, und Gratisvertheilung an die Mitglieder gelangte bie Broschüre: Im April Das Dresdener Zuchthausurtheil vor dem Reichstag." findet die Generalversammlung des Vereins statt, die sich mit der Schöneberger Krankenhausfrage beschäftigen wird und in der die Era gänzungswahl des Vorstandes vorgenommen wird. nungen, " zur Aus dem Bundesrath.ed Ueber die Betriebsunfälle bei der oftpreußischen I and wirthschaftlichen Berufsgenossenschaft hat die Verwaltung fürzlich einen Bericht veröffentlicht. Aus dem Bericht geht hervor, daß die Zahl der Unfälle in landwirthschaftlichen Betrieben fortgesezt erheblich steigt. Beim zweiten Puntt der Tagesordnung: Die Attiengesellschaft gelangten Unfälle zur Anmeldung: 3772 in 1898, 4721 für Bauausführungen und das Berliner Gewerkschaftshaus", entspann 1894, 5645 in 1895, 6668 in 1896, 6772 in 1897 fich eine erregte Debatte. Der Referent Fischer machte darauf und 6981 im Jahre 1898. Bon 1893 bis 1898 ist die aufmerksam, daß die Aktiengesellschaft sich stets fühl gegen die Forde Adlershof. Am 16. März hielt der hiesige Arbeiter- BildungsDer Kassierer Neumann Zahl der Unfälle also um 3209 gestiegen. Unter den Verunglückten rungen der Zimmerer verhalten habe. So habe sie im Jahre 1896 verein feine Generalversammlung ab. befinden sich sehr viele weibliche Personen und eine Anzahl Kinder. nicht die neunstündige Arbeitszeit bewilligt und stets die Kollegen gab den Kassenbericht, der eine Einnahme von 335,45 M. und eine Die Mitgliederzahl ist von 125 In dem Maße, wie die männliche Jugend abwandert, brauchbare entlassen, die gegen die Löhne der Firma und gegen die üblichen Ausgabe von 182,80 m. aufweist. Arbeiter besonders für die Arbeit an den Maschinen nicht zu er Sonntagszahlungen protestirt haben. Zwar seien die jetzt aufgestellten auf 137 gestiegen. Bei der Neuwahl des Vorstandes wurden ge langen sind, nimmt die Beschäftigung von Frauen und Arbeitsbedingungen für den Bau des Gewerkschaftshauses bewilligt, wählt: Worbs, 1. Vorsitzender; Plöger, 2. Vorsitzender; Kindern bei den gefährlichsten Arbeiten zu und Samit aber es müßte durchgesetzt werden, daß sie auf allen Bauten der Neumann, 1. Raffierer; Driest, 2. Raffirer; Lehmann, natürlich auch die Zahl der Unfälle bei diesen Personen. Firma bewilligt werden. Die Schuld liege leider an den dort thätigen Schriftführer; Beffermony, Beifizer; kusinsti und SeidIm Jahre 1898 erhielten 490 weibliche erwachsene Personen Ent Bimmerern, die den Werth der Organisation, des Solidaritätsgefühlsli, Bibliothekare; Wolff und Feiertag, Revisoren. schädigung für erlittene Unfälle( gegen 464 im Jahre 1897 und 439 nicht zu schäßen wüßten. Diese Verhältnisse seien wohl nur vom Gewerkim Jahre 1896). An Kinder mußte im Jahre 1896 in 66 Fällen, schaftssekretär übersehen worden. Der folgende Redner, Sassenbach, 1897 in 85 und 1898 in 79 Fällen Entschädigung gezahlt werden. bezeichnete es als einen Standal, daß die Bauhandwerker sich zum olis Bemerkenswerth ist, daß trotz der erheblichen Steigerung der Zahl größten Theil nicht am Gewerkschaftshaus betheiligten. Das Thema der Unfälle die Zahl der gezahlten Entschädigungen nur sehr wenig, stehe doch seit 1/2 Jahren auf der Tagesordnung, sodaß die Zimmerer in den letzten Jahren gar nicht mehr gestiegen ist. Bei den 3772 sich wohl eher damit hätten befassen können. Experimente, etwa wie Berlin, 24. März.( W. T. B.) In der am 23. d. M. unter Unfällen des Jahres 1893 wurden 1563 Fälle entschädigt, von den 5645 mit einem Regiebau, hätten nicht gemacht werden können. Klotzdem Vorfiße des Staatsministers des Innern v. Posado wsty im Jahre 1895 dann 2216, von den 6981 Fällen im letzten Jahre vertrat die Ansicht, es sei Pflicht der Gewerkschaftskommission ges abgehaltenen Blenarsizung des Bundesraths wurden der Entwurf aber nur 2277. Bei den außerordentlich geringen Löhnen der oft- wesen, über die Firma Erfundigungen einzuziehen. Webers, der eines Gesetzes, betreffend die Friedenspräsenzstärke des deutschen sowie die Entwürfe von Gesetzen wegen Festpreußischen Landarbeiter werden die gewährten Renten in ganz ge- Vertrauensmann der zentralorganisirten Zimmerer, erwiderte dem Heeres, ringer Höhe festgesetzt. Das Schicksal der armen Teufel, die zum Genossen Sassenbach, die Zimmerer hätten es abgelehnt, sich am stellung des Reichshaushalts Etats für das RechnungsKrüppel geworden sind, ist in den meisten Fällen ein äußerst be- Bau des Gewerkschaftshauses zu betheiligen, da sie diesen für jahr 1899, wegen Aufnahme einer Anleihe für Zwede der des Reichsheeres, der Marine und der flagenswerthes. Von den Renten fönnen sie unmöglich leben. Für zu schwierig hielten. Doch hätten sich unter den Zimmerern und Verwaltungen ein wahres Almosen wird den Leuten oftmals eine Thätigkeit zu- Maurern genug gefunden, die ohne Unternehmergewinn gearbeitet hätten. Reichs- Eisenbahnen, wegen Verwendung überschüssiger Reichswegen Feststellung des gemuthet, die weit über ihre Kräfte geht. Es ist fast allgemein ag en vertheidigte das Kuratorium des Gewerkschaftshausbaues. einnahmen zur Schuldentilgung und Negel, daß den Vortheil von den Renten die Besizer haben. Er selbst habe mit Fischer, Kube und Knüpfer über den Plan ge- Haushalts- Etats für die Schutzgebiete auf das Rechnungsjahr Lebhafte Klage wird von nicht wenigen Personen, welche Un- sprochen. Die besseren Firmen hätten leider abgelehnt. Schäffer 1899, in der Fassung der Reichstagsbeschlüsse angenommen. fälle erlitten, darüber geführt, daß die Erlangung einer Rente überwies nach, daß die Aktiengesellschaft im Jahre 1894 die erste gewesen Ferner wurde zugestimmt: dem Entwurf einer faiserlichen Bers Haupt, sei es auch im bescheidensten Umfange, außerordentlich ist, die den Stundenlohn unter 50 Pf. gedrückt hat. Millarg er ordnung über die Hauptmängel und Gewährfristen beim Viehschwierig ist. Das fann als feststehend angenommen werden, daß flärte, daß nur der Rohbau vergeben sei. Er selbst habe gegen die handel, den Gefeßentwürfen für Elsaß- Lothringen wegen Auses in Ostpreußen erheblich leichter ist, eine Alters- und Invaliden Ertheilung des Auftrages an die Attiengesellschaft protestirt, doch führung des Reichsgesetzes über Angelegenheiten der freiwilligen rente zu erlangen, wie eine Entschädigung für erlittenen Unfall. ohne Erfolg. Hagen fei beauftragt worden, mit den Gewerkschaften Gerichtsbarkeit, wegen Ausführung der Grundbuchordnung, wegen Nach den Gründen für diese Erscheinung braucht nicht lange gesucht zu unterhandeln. Also könne ihm, dem Redner, der Vorwurf, er Ausführung des Bürgerlichen Gejezbuchs und wegen Feststellung des dem Entwurf von Vorschriften zur Aushabe mit den Interessen der Arbeiter Schindluder getrieben, nicht Landeshaushalts für 1899 Im übrigen sei der Bau nicht nicht in Submission, führung des Personalstandsgesezes- den Vorlagen, betreffend die BerDie Thätigkeit der bayerischen Gewerbegerichte. In Bayern treffen. bestanden am Anfange dieses Jahres 24 Gewerbegerichte, darunter sondern im Bewerb einiger vorgeschlagener Firmen vergeben. leihung von Rorporationsrechten an die„ Deutsch Ostafrikanische 4 mit einer über mehrere Gemeinden sich erstreckenden Zuständigkeit. Fischer hob hervor, fie wollten das Unternehmen nicht in Miß- Gummi- Handels- und Plantagen- Gesellschaft" und an die„ MoliweDie 24 Gewerbegerichte sind im Jahre 1898 in 5062 Fällen zum Fredit bringen, sondern nur die Zimmerer der Aftiengesellschaft be- Pflanzungsgesellschaft". Den zuständigen Ausschüssen wurden überZwecke der Rechtsprechung, in 2 Fällen( Nürnberg und Würzburg) stimmen, die jetzt giltigen Arbeitsbedingungen auf all ihren Bauten wiesen: Der Entwurf eines Gesetzes wegen Verwendung von Mitteln zum Zwede eines Gutachtens angerufen worden. Von den 5062 an- au verlangen. Der Regiebau sei wohl durchführbar, sogar noch des Reichs- Invalidenfonds, die Vorlage, betreffend die allgemeine hängig gewordenen Rechtsstreitigkeiten betrafen 4988 das Verhältniß billiger als die Submission, und dauerhaft und gut. Eine Resolution Rechnung über den Reichshaushalt für 1895/ 96,- der Entwurf eines sowie zwischen Arbeitern und Arbeitgebern; erledigt wurden: 2044 durch über die strittigen Punkte wurde abgelehnt, da eine Aenderung des eines Gesezes für Eliaß- Lothringen über das Hinterlegungswesen und den Geschäftsbetrieb der Staatsdepositenverwaltung, Bergleich bezw. Klagezurüdnahme, 50 durch Anerkenntniß, 351 durch Kontrattes doch nicht mehr möglich ist. der vom Reichstag beschlossene Gefeßentwurf wegen Abänderung des Versäumnißurtheil und 1199 durch andere Urtheile. Auf die einzelnen Der Verband der Fabrik-, Land-, Hilfearbeiter und Ar Reichstags- Wahlgefezes. Außerdem wurde über verschiedene EinGewerbegerichte vertheilen sich die 5062 Rechtsstreitigkeiten wie folgt: beiterinnen hielt am 19. März seine Mitgliederversammlung ab, in gaben Beschluß gefaßt. München 2144, Nürnberg 659, Birmasens 545, Ludwigshafen 323, welcher die Wahl eines Delegirten zum Gewerkschaftskongreß vollWürzburg 209, Fürth 205, Schweinfurt 145, Augsburg 135, Speyer 118, Neustadt a. S. 115, Bamberg 95, Kaiserslautern 90, wurde von einer Aufstellung in der eigenen Zahlstelle Abstand ge- Tehte Nachrichten und Depeschen. H. 60gen wurde. Da ein eigener Kandidat nicht durchzubringen ist, Frankenthal 75, Schwabach 58, of 44, Lambrecht 31, Oggers- Hinde hon einer Heim 23, Baffau 18, Erlangen 15, Aschaffenburg 6, Neu- Ulm 5, nommen und beschlossen, Paul Mathes Magdeburg in Vorschlag Weißenburg a. S. 4. Die Gewerbegerichte in Landshut( feit De 8 bringen. Sodann wurde noch befannt gemacht, daß die Mitzember 1898 errichtet) und in Erlangen sind während des Vorjahres gliederversammlungen von jetzt ab jeden dritten Donnerstag im Monat bei Na be, Stolbergerstr. 23, oberer Saal, stattfinden. in feinem Falle thätig gewesen. werden. N 1 1 # Wien, 24. März.( B. H.) Fast überall in Oesterreich- Ungarn ist ein mächtiger Schneefall niedergegangen zum Schaden der Saat und Obstkultur. Der Verkehr auf dem Lande ist unterbrochen und alle Züge haben Verspätung. Deutscher Holzarbeiter: Verband. Eine zahlreich besuchte London, 24. März.( W. T. W.) Unterhaus. ParlamentsDas Auskunfts- und Gewerkschafts: Bureau in Chemnit veröffentlicht seinen zweiten Jahresbericht. Es wurde im abge Vertrauensmänner- Versammlung beschäftigte sich am 22. 6. M. mit Unterfetretär Brod rid erklärt, die Beitungsberichte über das englischfranzöfifche Abkommen seien richtig. Die Regierung unterhandle laufenen Jahre von 630 Personen in 656 Angelegenheiten in Anspruch der Frage: Kann eine Kampforganisation auch Unterstützungstassen Unterſekretär Brodrick erklärt, die Zeitungsberichte über das englischjezt mit der französischen Regierung wegen Veröffentlichung des genommen. Der Bericht macht auch Angaben über den Stand der haben?" Die Diskussiou, welche eine Fortsetzung aus der vor vier franzöfifche Abkommen seien richtig. Die Regierung unterhandle Gewerkschafts- Organisationen in Chemniz. Es waren danach in Wochen tagenden Versammlung war, gestaltete sich sehr lebhaft. iezt mit der französischen Regierung wegen Veröffentlichung des Chemnitz in 30 Berufsorganisationen nur 4643 Arbeiter organisirt, Klingner geht nochmals des näheren auf die Vortheile der Wortlautes des Vertrages, er hoffe, diesen in wenigen Tagen mitdes französischen und englischen Handdels zwischen dem Nil und das sind ganze 6,53 pet. der Gesammtzahl der Arbeiter in Chemniz. Arbeitslosen- Unterstützung ein und zeigt durch mehrere Beispiele, wie theilen zu können. Das Abkommen ſege eine gleiche Behandlung vortheilhaft eine derartige Einrichtung für die Mitglieder sowohl, Die schweizerische Seidenindustrie zählte im Jahre 1855 wie für die Organisation im allgemeinen wirken fönnte. Redner dem Tschadsee fest, was den Zugang zum Nigergebiet gewährleiste. London, 24. März.( W. T. B.) Wie das Reuter'sche Bureau 140 Firmen, 25 290 Handwebstühle und noch keinen einzigen mecha- empfiehlt, daß sich die Vertrauensmänner darüber aussprechen und nischen; 1897 aber nur noch 77 Firmen und 21 202 Handwebstühle, mit ihren Kollegen in der Werkstatt über diese Frage recht rege erfährt, haben die Verhandlungen zwischen England und RußEine Anzahl der Vertrauensleute äußerten sich dahin, land betreffend China praktische Gestalt angenommen und es ist aller dagegen 10 445 mechanische Webstühle. In 44 Jahren ist die 3 a hi diskutiren. der Firmen um die Hälfte zurüdgegangen. Die daß ohne eine erhebliche Erhöhung des Beitrages die Arbeitslosen Grund zu der Hoffnung vorhanden, daß dieselben in nicht zu ferner Handwebstühle hatten sich aber bis 1881 noch weiter auf 80 398 ver- Unterstügung nicht möglich wäre, fie also aus diesem Grunde Gegner Beit zu einem befriedigenden Abschluß gebracht werden. Mailand, 24. März.( B. H.) In ganz Ober- und Mittel- Italien mehrt und seitdem ging ihre Zahl, wenn auch in Schwankungen, be- einer derartigen Einrichtung sind. ständig zurüd. Sie stehen im Dienste der hausindustriellen Seiden- Mehrere Redner erklärten sich für die Arbeitslosen- Unterstügung herrscht strenger Frost. Aus Mantua, Bologna und Ancona arbeiter. Der Gesammtwerth der 1897er Seidenstoffproduktion wird und beriefen sich auf die Organisationen, welche schon seit Jahren werden Schneestürme gemeldet. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. 11 Nr. 72. 16. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 25. März 1899. " Stellung ( Bfuirufe.) In den meisten Fällen ließen sich die Unternehmer in Der Verbandstag erblickt in diesen Behauptungen, für welche es Städtische Sozialpolitik. Unterhandlungen ein, und wo das der Fall war, wurde auch meist schwer halten dürfe, irgend welche Beweise beibringen können, Man schreibt uns: ſtädtischen Kanalisati jest ist in den Betrieben der eine Einigung erzielt. Aber in vielen Fällen haben die Unter- bas Bestreben, die Arbeitgeber gegen die Organisation ihrer Arbeiter städtischen Kanalisation feine Arbeitsordnung. nehmer eine unerhörte Broßenhaftigkeit zur Schau einzunehmen und unsere auf friedliche Beilegung etwaiger Differenzen Die Leitung dieser Werke vertrat bis vor Kurzem den Standpunkt, getragen. So fam es im Jahre 1898 zu 40 allgemeinen Angriffs gerichteten Bestrebungen zu hintertreiben." daß für sie die in Betracht kommenden Bestimmungen der Gewerbe- ftreits mit 11117 betheiligten Personen, zu 26 partiellen Angriffsstreits Ueber den nächsten Bunkt der Tagesordnung: Ordnung nicht zutreffen, weil die Kanalisationsbetriebe fein gewerb- mit 1290 Personen, zu 8 Aussperrungen mit 3870 Personen in 35 Orten, nahme zum nächsten allgemeinen Gewerkschaftsliches Unternehmen, sondern eine gemeinnützige Einrichtung seien. zu Abwehrstreits mit 3448 betheiligten Personen. Die Lohnfämpfe Kongreß" referirt Staningt- Hamburg. Redner spricht sich Da nun aber die Kanalisations Arbeiter nicht einsehen konnten, haben gegen die Vorjahre an Dauer und Schärfe zugenommen. dafür aus, den im Mai in Frankfurt a. M. tagenden Gewerkschaftswarum fie in einem gemeinnügigen Unternehmen schlechter und Trotzdem fönnen die Arbeiter im Ganzen mit dem Erfolg der Kongreß zu beschicken. Die Maurerorganisation habe nach den Vorschußloser gestellt sein sollten, als in einem gewerblichen Streits zufrieden sein. 27 Streits mit 5469 Personen endeten mit schriften das Recht, 20 Delegirte zu entsenden, es empfehle sich aber Betriebe, so forderten fie in dem vergangenen Jahre vollem Erfolg, 34 Streits mit 5150 Personen endeten mit theil- aus Sparsamkeitsrücksichten, sich auf 6 zu beschränken. Von einer bon ihrer vorgesetzten Behörde" die Einführung einer weisen Erfolg, 5 Streits endeten ohne Erfolg für die Arbeiter. Vergewaltigung der Organisation fönne ja auf dem Kongreß nicht Arbeitsordnung. denn fein, ftehe jeder Organisation frei, Diese Forderung wurde jedoch mit Die Hoffnung der Unternehmer, den Verband zu die Rede das Verhältniß mit der Generalfommission der Begründung abgewiesen, daß die Verschiedenartigkeit des Berniniren oder nur flein zu friegen, ist gründlich zu Schanden sobald sie will das Er empfehle, bei bestehende Verhältniß triebes eine Arbeitsordnung unmöglich zulaffe. Als darauf in der geworden. Diese Tattit der Unternehmer hat tläglich Schiffbruch zu lösen. Presse nachgewiesen wurde, wie hinfällig diese Ansicht ist, ging man gelitten. Wir haben ihnen ihre Absicht vereitelt, selbständig Tarife zubehalten. Was die Wahl der Delegirten anbelange, so sei es denn wirklich daran, eine Arbeitsordnung auszuarbeiten. Sie ist festzustellen und einseitig Vorschriften zu erlassen, In Magdeburg rathjam, je ein Mitglied des Vorstandes, des Ausschusses und der dieser Tage den Arbeitern unterbreitet worden. wurde diese Absicht vom Verbande sofort erkannt und von uns das Redaktion des Fachorgans zu wählen; die übrigen drei Mitglieder Nun müßte man eigentlich annehmen, daß die Arbeitsordnung Nothwendige veranlaßt. Erfreulich sind unsere Erfolge in der solle der Verbandstag nach der Maßgabe wählen, daß die vereines städtischen und gemeinnüßigen Unternehmens auch Bestim Arbeitszeitvertürzung. In 150 Orten haben 40 000 schiedenen Richtungen Deutschlands dabei vertreten sind. Die Tages mungen enthalte, die den Privatbetrieben in jeder Beziehung als Kollegen in den letzten Jahren Arbeitszeitverkürzungen errungen. ordnung des Gewerkschaftstongresses sei so wichtig, daß der Verband Muster dienen könnten. Leider aber bringt die Arbeitsordnung des Das sind nur die Maurer, hinzu kommen noch alle die anderen Bau- alle Veranlassung habe, ihn zu beschicken, namentlich wegen der städtischen Unternehmens für die Arbeiter sogar erhebliche Verarbeiter. Das sind nicht zu unterschätzende Vortheile. Die Berichte dort zur Berathung stehenden Fragen der Baukontrollen und schlechterungen des gegenwärtigen Zustandes mit sich. Es sei dringend nöthig, daß der in bürgerlichen Blättern decken sich in den meisten Fällen nicht mit der Gewerkschaftskartelle. Während bisher dem größten Theil der Arbeiter eine acht- den Thatsachen. In diesen Blättern unterliegen die Arbeiter stets Stongreß einmal bestimmt, welche Befugnisie eigentlich den reip. vierzehntägige Kündigungsfrist eingeräumt wurde, ist diese Fest- und ständig. Hier ertönt aber auch fortwährend der Ruf nach dem Gewerkschaftskartellen zustehen.( Sehr richtig!) Die Uebergriffe, Diese lieben Menschen die sich die Gewerkschaftskartelle hin und wieder erlaubt haben, fegung zukünftig für alle Arbeiter aufgehoben. Wenn in einem Schuß der Arbeitswilligen. Unternehmen, deffen Betriebsgröße bedeutenden Schwankungen sollen geschützt vor unserem Terrorismus werden. Es handelt sich müssen endlich einmal eingedämmt werden. Der Referent faßt seine unterliegt, die Kündigungsfrist ausgeschlossen wird, dann ist das aber bei diesen Leuten nicht um die Handvoll Arbeitswilliger, Ausführungen in folgende Resolution zusammen: 11111 die Macht der Organisation, die um jeden begreiflich. In den Kanalisationswerten giebt es jedoch derartige sondern Der 5. Verbandstag des Zentralverbandes der Maurer DeutschWir gebrochen werden soll. laffen uns Schwankungen gar nicht; das Arbeitsverhältniß ist hier durchaus Preis gebrochen dadurch lands beschließt: 1. Das Verhältniß des Verbandes zu der GeneralAuch die Berliner Komödie stört nicht. fommission der Gewerkschaften Deutschlands wird in der bisherigen ständiger Natur. Von 138 Arbeitern waren z. B. nach einer nicht stören. der Weise auch weiter aufrecht erhalten. 2. Der am 8. Mai und die vergangenen Jahre aufgestellten Statistik nur 38 unter Man hat hier den Felisch zum Vorsitzenden gewählt. 3 Jahren, die übrigen 105 dagegen bis zu 21 Jahren ja nie unterhandeln will, aber ihm Herrn Stelm aus Stettin zur folgenden Tage in Frankfurt a. M. stattfindende Gewerkschaftstongreß bei der städtischen Kanalisation beschäftigt. Wenn man jetzt Seite gestellt, der auf Unternehmerversammlungen offen für Tarif wird durch sechs Delegirte beschickt." Im Laufe der Debatte stellen Kraus Mannheim und Genossen die Kündigungsfrist gänzlich beseitigen will, so müssen dabei von gemeinschaft eingetreten ist. Die Stämpfe werden in den nächsten ihren Verfassern, den Herren Direktoren Adams und Fechner, Jahren noch schärfer werden, wenn die Unternehmer sich nicht mehr den Antrag, den Delegirten für den Gewerkschaftstongreß die Diret wohl bestimmte 8ivede verfolgt werden. Wohl nicht mit Unrecht wie bisher friedlichen Verhandlungen zuneigen. Unsere Taftit tive zu geben, dafür zu sorgen, daß die Gewerkschaftskartelle die nehmen die Arbeiter an, daß die Direktoren nur eine Handhabe be- werden wir nicht ändern. Gegenüber den Worten, die in Dehn- Agitation der Maurer moralisch sowie petuniär zu unterstügen haben. figen wollen, um die„ unzufriedenen Elemente", welche ihnen in hausen gesprochen wurden, wo uns das Buchthaus in greifbare Nähe Nach unwesentlicher Erörterung wird die Resolution Staningt legterer Zeit viel zu schaffen gemacht haben, sofort hinauswerfen zu gerückt wurde, gegenüber dem Geschrei, das die Unternehmer unter Ablehnung des Antrags Kraus einstimmig angenommen. in Breslau vollführt haben, bleiben wir ruhig. Wir sagen Die Wahl der Delegirten erfolgt später.. Nunmehr tritt die Versammlung in den 6. Punkt der TagesAuch die Bestimmungen über die Arbeitszeit lassen nicht nur uns, wir stehen durchaus auf gefeßlichem Boden, es ist unser biel zu wünschen übrig, sondern sind geradezu beschämend für die gutes Recht, höhere Löhne zu verlangen und durchzusetzen, und werden ordnung, die Beitragsfrage", worüber Efftinge referirt. Kommune Berlin. Nach den Anordnungen müssen zum Beispiel uns unser gutes Recht nicht nehmen lassen. Was nun die Tarif- Nach den jezigen Bestimmungen des Statuts werden die Beiträge die Kanalarbeiter innerhalb einer 14tägigen Lohnzahlungs- Periode gemeinschaft anlangt, jo liegt in ihr gewiß fein neues Brinzip, fie für 40 Wochen im Jahre erhoben, und zwar in Orten, wo der Lohn dreimal je 20 Stunden innerhalb eines Tages arbeiten. hat sich in der Praxis als nothwendig herausgestellt und sie wird bis 3,50 beträgt, 15 Bf., in allen übrigen Orten 20 Pf. Der Beitrag Die Arbeitszeit beginnt dann um 6 Uhr Morgens und dauert bis allgemein als richtig anerkannt. Unter den Buchdruckern besteht ja in zum Streitfonds ist freiwillig, den einzelnen Orten bleibt es jedoch 5 Uhr Nachmittags. Hierauf tritt eine vierständige Ruhepause ein, Bezug auf die Tarifgemeinschaft Streit, aber der Widerspruch richtet überlassen, denselben obligatorisch zu machen. Es sind zu der Beitragsfrage zahlreiche Anträge gestellt, die faft die auf Anordnung unserer Beamten um eine Stunde verlängert sich wohl nicht so sehr gegen das Prinzip der Tarifgemeinschaft, als dagegen, daß diese Gemeinschaft auf die werden kann. Die Arbeit beginnt also um 9 Uhr Abends desselben Lange alle eine Erhöhung des Beitrags bezweckeit, aber im Uebrigen weit Tages von Neuem und währt bis zum folgenden Tage 6 Uhr Dauer fünf Jahren festgelegt ist.( Sehr richtig.) auseinander gehen. Auch der Referent Efftinge betonte die Morgens. In Paris hat man türzlich für die Kanalarbeiter den So vorzugehen, wie die Buchdrucker, ist im Maurergewerbe wegen Nothwendigkeit einer Erhöhung der Beiträge und trat der Be Achtstundentag eingeführt, ihre Kollegen in Berlin arbeiten oft der verschiedenen Verhältnisse in den einzelnen Landestheilen einfach fürchtung entgegen, als ob dadurch der Mitgliederbestand gefährdet 20 Stunden! Den Heizern ist ferner nach den Bestimmungen der Arbeits- unmöglich. Es können nur örtliche Vereinbarungen und nur auf werden könne. Die Erfahrungen lehren das Gegentheil. Es komme ordmung während einer 12stündigen Nachtarbeit keine einzige Pause furze Zeit, höchstens für zwei Jahre getroffen werden. Gegen die darauf an, daß der Verband die nöthigen Mittel habe, um dem eingeräumt. Ueber die Sonntagsruhe enthält die Arbeitsordnung Unterstellung der Unternehmer, daß die Arbeiter die Verträge nicht feindlichen Ansturm begegnen zu können. Fehle es an Geld, so Wo bisher Verein- tönne auch eine noch so hohe Mitgliederzahl nichts ausrichten. Ga überhaupt keine Bestimmungen. In städtischen Betrieben scheint eine einhalten, müssen wir entschieden protestiren. folche wohl nicht nothwendig zu sein? In Krankheitsfällen verlangt barungen getroffen sind, sind sie von unserer Seite niemals gebrochen sei fein Zweifel, daß das Unternehmerthum, sobald eine wirthschaftman sofortige" Meldung, erfolgt diese nicht, so wird der Kranke als worden. Arbeiten wir auf dem bisherigen Wege weiter, und wir liche Strifis hereinbricht, die Errungenschaften früherer Jahre wieder zu nichte machen werde. Wolle man das vermeiden, so müsse man entlassen betrachtet. Ueber Beschwerden heißt es, daß die Ar- werden auch in Zukunft Erfolge erzielen.( Lebh. Beifall.) beiter solche nur bei ihrem nächsten" Vorgesezten anbringen dürfen. Die Debatte nahm den ganzen Nachmittag in Anspruch und rechtzeitig für gehörige Kampfesmumition forgen. Demnach würde der Arbeiter, der sich über den Aufseher beschweren wird morgen fortgesezt werden. will, die Beschwerde bei demselben Aufseher anbringen müssen. So wenigstens wird diese Bestimmung von den Arbeitern aufgefaßt; sollte diese diese Auffassung falsch sein, so ist eine flarere Berlin, 24. März. Fassung des betreffenden Paragraphen am Blaze. einem Arbeiterausschuß Die Debatte über Punkt 4 der Tagesordnung, Tattit bei Arbeitsordnung enthält die tein Wort. Ferner weist dies tapitalistische Meisterwert über ohn bewegungen und Stellung des Verbandes Schadenersatz, Bestrafungen 2c. noch eine Reihe rigoroser und un- 8ur Frage der Tarifgemeinschaft wird fortgefekt. gerechter Bestimmungen auf, deren nähere Erläuterung zu weit führen würde. Die Arbeiter haben daher gleichlautende Schreiben an die Betriebsinspektoren gerichtet, in denen sie ihre Einwände gegen die unterbreitete Arbeitsordnung erheben und erklären, sie in der vorgelegten Fassung nicht anerkennen zu können. tönnen. Von bon Dritter Verhandlungstag. Grundsätzlicher Widerspruch gegen das Referat wird nicht erhoben, es werden nur an den vom Referenten beantragten Resolutionen einige Aenderungen von Pä plow vorgeschlagen. Außerdem wird angeregt, die zum Beschluß zu erhebende Resolution der Firma Felisch zur Stenntnißnahme zu übermitteln. Fünfter Verbandstag des Zentralverbandes der Maurer darüber, ob die Resolution der Firma Fellich überfandt werden soll, und verwandter Berufsgenossen Deutschlands. Berlin, 28. März. = Bevor die Diskussion beginnt, theilt der Verbandsvorsitzende Bömelburg das Ergebniß einer von ihm aufgenommenen Statistit über die Löhne der Mitglieder mit. Dieselbe erstreckte sich auf ca. 56 000 Mitglieder in 426 Bahlstellen. Es hatten durchschnittlich pro Stunde verdient: 50 " 12292 Mitglieder in 20 Bahlstellen über 50 Pf. 1545 46-49 Pf. 45 41-44" 2330 16267 6276 1604257 13092 18 6 み 6 " 10 " " 6299 33 39 40 " 53 36-39 " 30 7558 1897 30 35 81-34 " " " 36 80 3533 74 26-29 1510 25 25 Pf. und darunter. In der Diskussion sprechen verschiedene Redner gegen eine Beitragserhöhung, da die Organisation bei zu hohen Beiträgen Gefahr Taufe, viele Mitglieder zu verlieren. Die weitaus größte Zahl der Mitglieder hingegen erklärt sich für eine Erhöhung der Beiträge. In der Nachmittags- Sizung, in der die Erörterung In seinen Schlußwort erklärt sich Bömelburg mit den von Paplow beantragten Abänderungen einverstanden. Er bittet aber, feinen Beschluß zu fassen, sondern das dem Vorstande zu überlassen. Die Abstimmung ergiebt die Annahme der Refolution mit allen gegen drei Stimmen. Dieselbe hat die Ueberschrift: Kooperativer Arbeitsvertrag" erhalten, da die In der Nachmittags Sigung hält zunächst Bae plow- frühere Ueberfchrift Tarifgemeinschaft" auf Widerspruch gestoßen Hamburg das Referat über den 8. Punkt der Tages Ordnung: ist. Sie lautet: Statistische Erhebungen". Redner verweist auf die im„ Es handelt sich bei der gewerkschaftlichen Bewegung und Auftrage der vorjährigen in Magdeburg abgehaltenen General- Ver- Organisation in der Hauptsache um zweierlei: Einmal um die der Beitragsfrage fortgesetzt wurde, werden weder von Freunden fammlung vom Verbande hergestellte Tabelle über die statistischen Erringung befferer Lohn- und Arbeitsbedingungen, und sodann noch von Gegnern der Beitragserhöhung neue Gesichtspunkte geltend Erhebungen der Lohn- und Arbeitsverhältnisse der Maurer Deutsch- darum, möglichst sichere Garantie dafür zu schaffen, daß diese Be- gemacht. Rabe Berlin, der prinzipiell für eine Beitragserhöhung ist, in lands, welche sehr viel werthvolles Material, namentlich über die dingungen auch respektirt und erfüllt werden, so lange, bis auf Löhne und die Länge der Arbeitszeit in den einzelnen Orten und Grund besonderer Vereinbarung andere an ihre Stelle treten. Stets der Praxis aber einen Mitgliederverlust davon befürchtet, weist darauf Provinzen Deutschlands enthält. Der Verband wird diese Er hat die gewerkschaftliche Organisation das entscheidende Gewicht hin, daß die Rückständigkeit vieler Stollegen auch darin zum Ausdruck hebungen demnächst allen Zahlstellen, auch den größeren sozialdemo- barauf gelegt, daß sie als gleichberechtigter Faltor die gebührende fommt, daß sie politisch nicht organifirt und nicht Mitglieder der kratischen und bürgerlichen Zeitungen und der Reichstags- Bibliothek zu- Anerkennung seitens der Arbeitgeber findet, daß sie die Arbeits- sozialdemokratischen Wahlvereine sind.( Widerspruch und Rufe: Gegänglich machen. Redner hält es für nothwendig, diese statistischen bedingungen, den Lohn, die Arbeitszeit 2c. regelrecht und regel- hört nicht hierher!) Statt die Beiträge zu erhöhen, solle man lieber Erhebungen fortzuseßen und im Jahre 1900 wieder eingehende Ermäßig mit den Unternehmertoalitionen vereinbart, damit Streits die Beitragswochen im Jahre um 5 verlängerit, im Dezember werde doch meistens gearbeitet.( Widerspruch.) hebungen zu veranstalten. Die Orte, die jetzt noch in der Tabelle möglichst vermieden werden. Bomelburg Hamburg erwidert, daß hier nicht der Ort sei, fehlen, sollen dann darin erscheinen, auf die Zahl der in jedem ein- Niemals hat die gewerkschaftliche Organisation auf dem Standzelnen Ort arbeitenden Maurer soll Bedacht genommen werden. punkt gestanden, daß möglichst viel regelmäßig alle Jahre wieder die Frage der politischen Parteizugehörigkeit der Maurer zu erörtern, Auch eine Statistit über Arbeitslosigkeit, wobei der Grund für die kehrende Streits um die Arbeitsbedingungen nothwendig seien. Im doch sei sich alle Welt einig, daß sie röthlich sei.( Heiterkeit.) In Arbeitslosigkeit( Witterungsverhältnisse, Arbeitsmangel, Krankheit 2c.) Gegentheil, die organisirte Arbeiterschaft hat diejenigen Unter- Hamburg seien die Maurer am zahlreichsten an der politischen Or mit angegeben werden soll, soll veröffentlicht werden. Nothwendig nehmer- Koalitionen, welche die Arbeiterorganisation als gleichganisation betheiligt, und ähnlich so werde es wohl auch an anderen fei, daß die Ortsgruppen die Erhebungen alle sozusagen in einem berechtigten, vertragschließenden Faktor nicht anerkennen und auf Orten sein. Im allgemeinen hätten sich die Maurer in dieser Hin Moment vornehmen. Schnell und pünktlich müsse eine Statistik auf- das" techt" pochen, die Arbeiter von ihrer willkürlichen Entschließung sicht nicht zu schämen.( Beifall.) abhängig zu machen, stets in härtester Weise, und zwar mit Recht, ist, geht wohl am deutlichsten hervor aus der mit stürmischer HeiterWie schwierig die Entscheidung über die Erhöhung der Beiträge genommen werden. Bömelburg Hamburg theilt mit, daß die bisherigen ge- verurtheilt. brudt vorliegenden statistischen Erhebungen noch nicht ganz voll In Erwägung deffen, erklärt der fünfte Verbandstag des feit aufgenommenen Erklärung eines Delegirten, er werde sich einfach ständig find, aber in kürzester Zeit vervollständigt werden. Zentralverbandes der Maurer und verwandter Berufsgenossen der Majorität anschließen. Erst am späten Abend konnte zur Abstimmung geschritten werden; Deutschlands eine Vereinbarung über Lohn- und Arbeitsverhältnisse zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer nicht allein mit den dieselbe ist eine namentliche. Wir theilen das Resultat morgen mit. Brinzipien der gewerkschaftlichen Arbeiterbewegung für vereinbar, sondern auch für unbedingt nothwendig und auch im Interesse sowohl der Arbeitgeber, wie auch der Arbeitnehmer liegend. : Nach kurzer Diskussion wird eine von Päplow gestellte Resolution angenommen. Die Resolution beauftragt den Borstand, auch ferner statistische Erhebungen über die Lage der Arbeiter im Maurergewerbe zu veranstalten. Die Erhebungen sollen sich erstrecken: 1. auf die Vervollständigung der Statistik über Länge des Arbeitstages und Lohnhöhe; 2. auf die Ergründung aller Mißstände im Baugewerbe; 3. auf die Ermittelung von Material zur Beurtheilung der Arbeitslosigkeit der Maurer Deutschlands, und zwar nicht nur für die Wintermonate, sondern auch mindestens für die Dauer zweier Monate im Sommer; Dreizehnte Generalversammlung des Verbandes der Zimmerer Deutschlands. Den Verbandszahlstellen allerorts wird die Verpflichtung auferlegt, bei Ueberreichung etwaiger Forderungen und Wünsche an die Arbeitgeber auch um Unterhandlungen nachzusuchen und, falls am Orte eine Arbeitgeber- Organisation besteht, von dieser zu verlangen, Am Freitag Vormittag wurde die Debatte über den mit den Gesellen- Organisationen einen fooperativen Arbeitsvertrag sechsten Punkt der Tagesordnung:" Agitation" fortgesezt. Die Delegirten sprachen ihre Ansichten darüber aus, in welcher von ein bis höchstens zweijähriger Dauer abzuschließen, mit der Maßgabe, daß nach Ablauf des Vertrages die beiderseitigen Art die Agitation in den von ihnen vertretenen Bezirken mit RückOrgane zusammentreten, um über Verlängerung des Vertrages, sicht auf die besonderen Verhältnisse in den einzelnen Gegenden zu respektive Aenderung desselben Berathung zu pflegen und vor- betreiben sei. Es handelte sich hauptsächlich darum, ob der Schwerbehaltlich der Genehmigung der Mandatgeber Vereinbarungen zu punkt der agitatorischen Arbeiten in die Hände des Hauptvorstandes gelegt, oder ob die Agitation von Kommissionen, die bereits für verschiedene treffen. Bezirke bestehen, betrieben werden soll. Es wurde betont, daß namentlich in den ländlichen Bezirken, wo gimmerer ansässig sind, Der Referent Bömelburg führte aus: Im Jahre 1898 wurden an 191 Orten Forderungen an die Unternehmer gestellt, und zu gleicher Zeit protestirt der Verbandstag gegen die wiederholt eine lebhafte Agitation entfaltet werden müsse, da gerade diese zwar an 88 Orten die Forderung einer Verkürzung der Arbeitszeit in Arbeitgeberkreisen, besonders vom Vorsitzenden des Innungs- Berufsgenossen zu den rückständigsten und indifferentesten Arbeitern in Verbindung mit Lohnerhöhung, an 103 Orten nur die Forderung verbandes deutscher Baugewerksmeister, Herrn Felisch, aufgestellte gehören, und deshalb oft deu Interessen der Organisation entgegen einer Lohnerhöhung. Vielfach fei der Werth vertürzter Arbeitszeit Behauptung: Die Arbeiter hielten sich an abgeschlossene Verträge wirken. in Kollegenkreisen aber noch nicht erkannt, ja in zahlreichen Fällen nicht gebunden, benugten vielmehr jede für sie günstige Gelegenheit, Aus verschiedenen Bezirken, ganz besonders aus Westpreußen wünschten die Arbeiter noch eine längere Zeit, als die Unternehmer. solche zu durchbrechen. Jibed molded to und aus Lothringen wurden Fälle angeführt, wo die Behörden 4. auf Verarbeitung der vom Reiche Herausgegebenen Berufsstatistik zu einer handlichen Agitationsbroschüre. Es folgt der vierte Punkt der Tagesordnung: Tattit bei Lohnbewegungen und Stellung des Berbandes zur Frage der Tarifgemeinschaft." Als selbstverständlich wird es betrachtet, daß abgeschlossene Berträge auch beiderseitig gehalten werden müssen, gegen die Organisationen der Arbeiter vorgehen, und die Unter-[ Oberbürgermeister Zelle an, daß er fein Amt zum 1. Oftober nieder- Im Eisenbahnzuge ist auf dem Wege von Hamburg nach nehmer organisirte Arbeiter maßregeln. legen werde. Seitdem ist die Frage seiner Nachfolgerschaft eine Berlin gestern Nachmittag eine Dame von etwa 60 Jahren plöglich Weiter wurde über eine Reihe von Anträgen diskutirt, die auf offene, wenn auch die Wahl des Nachfolgers seit dreiviertel Jahren gestorben. Kurz hinter der Station Prizler bemerkten die Mits Erhöhung der Beiträge, Leistungen an die Hauptkasse und dergleichen schon erfolgt ist. Herr Bürgermeister Kirschter soll sich mit einer reifenden, daß die Dame plöglich erblich und zitterte. Man eilte hinzielen. schriftstellerischen Arbeit befassen, die den Titel führt: Ueber die ihr zu Hilfe; zwei mitfahrende Damen öffneten ihr die Kleider, In der Nachmittags- Sizung wurde zu diesem Punkt staats erhalten de Bedeutung der Berliner Bürgermeisterfrage". aber man hatte es mit einer Sterbenden zu thun. Als der Zug in beſchloſſen: Die Extramarken bleiben bestehen, der wöchentliche In den lezten Tagen hat das Fortschreiten des Werkes dadurch eine Hagenow ankam, war die Unbekannte todt. Die Leiche wurde nach Beitrag wird um 5 Pf. erhöht. Der Hauptkaffe werden von den Unterbrechung erfahren, daß Herr Kirschner sich mit Eifer daran Ludwigslust mitgenommen, wo eine telegraphisch beorderte Bahre Bahlstellen 80 pet.( bisher 60 pet.) ihrer Einnahmen überwiesen. gemacht hat, die Geschichte des Lebens und Sterbens seines Vor- am Bahnhof war, auf welcher der Transport nach dem dortigen Bum Bunft Agitation" wurde folgender Antrag des Haupt- gängers Thilo von Wardenberg zu studiren. Leichenhaus erfolgte. Die Todte hatte 7 M. bei sich; irgend welche vorstandes angenommen: Papiere wurden nicht bei ihr gefunden. betrieben wurde. " 3. Die Provinzialverbandstage sollen nicht mehr periodisch, sondern mir nach Bedarf abgehalten werden. 4. Die Haupttaffe hat für alle Stosten der Agitation aufzukommen, soweit diese bis jetzt von den Agitationstommiffionen Zur Berücksichtigung wurde dem Hauptvorstand eine von füddeutschen Delegirten eingereichte Resolution überwiesen. Dieselbe ersucht den Vorstand, in der Zeit vom März bis August zwei ständige mit den füddeutschen Verhältnissen bekannte Agitatoren nach Süddeutschland zu entfenden. Ferner wurde beschlossen: Aus Liebesgram versuchte gestern Vormittag die 43 Jahre Man brachte sie in ein Gier In Erwägung deffen, daß einzelne Agitationskommissionen nicht öffentlichen Schulen hat die Repräsentantenversammlung der Ber In Sachen des jüdischen Religionsunterrichts an den in der Weise für die Ausbreitung der Organisation thätig waren, finer jüdischen Gemeinde in ihrer legten Sigung auf Antrag des alte Wittwe Emilie St. in ihrer Wohnung in der Alexanderstraße, als dies unbedingt nothwendig war; in weiterer Erwägung, daß die einzelnen Provinzialverbandstage mit verhältnißmäßig hohen Kosten Landgerichts- Raths Löwe beschlossen, daß die Präsentation der an sich durch einen Revolverschuß in den Kopf zu tödten. Schwer ververknüpft sind, welche oft mit dem Werthe derselben nicht in Einklang den königlichen und städtischen Lehranstalten anzustellenden Religions- legt eilte sie auf die Bodentreppe, wo fie bewußtlos liegen blieb zu bringen find; und in fernerer Erwägung, daß die erforderlichen lehrer für die jüdischen Kinder nach Anhörung des Schulvorstandes und von Hausbewohnern gefunden wurde. Mittel zur Agitation den Agitationskommissionen von einzelnen Zahl durch den Gemeindevorstand erfolgen soll. Bezüglich der Beauf Krankenhaus. stellen garnicht und von anderen Zahlstellen oft nur nach mehrmaliger fichtigung des Religionsunterrichts wurde es allgemein als wünschens- Marktpreise von Berlin. 23. März 1899.( Nach Ermittelungen Aufforderung zur Verfügung gestellt werden, beschließt die 13. General- werth bezeichnet, daß ein Spezialinspektor für den gesammten jüdischen des Bolizeipräsidiums.) Weizen 16,90-15,10 M., Roggen 14,25 bis bersammlung: Religionsunterricht ernannt werde, gleichviel ob dieser an den öffent1. Die gefanummte Zeitung der Agitation, sowie die Aufsichtlichen Schulen der jüdischen Gemeinde der Stadt Berlin oder des 13,40 M., Futter- Gerste 13,30-12,90 m.( ermittelt pro Tonne von über die Agitationsfommiffionen wird dem Verbandsvorstande der Zentralstelle der preuß. Landwirthschaftstammer- NotirungsStaates ertheilt wird. stelle und umgerechnet vom Polizeipräsidium für den Doppelübertragen. Vom Umzugstermin. Gegenüber häufigen Anfragen machen zentner).. Hafer, gute Sorte 15,20-14,70 m., Mittel- Sorte 14,60 bis 2. Die Agitationskommissionen sollen nur dort bestehen wir wiederholt darauf aufmertiam, daß die Umzugs Terminszeit 14,00 m., geringe Sorte 13,90-13,40 M., Richtstroh 0,00-0,00 2., bleiben, wo die nothwendigen und geeigneten Kräfte vor- für Berlin auf Grund des Gesetzes vom 30. Juni 1834 und der Heu 0,00 0,00 M., Erbsen, gelbe zum Kochen 40,00-25,00 M. handen sind. Polizeiverordnung vom 26. März 1870 wie folgt geregelt ist: Speisebohnen, weiße, von 50,00-25,00 M. Linsen von 70,00 1. Die Näumung der Wohnung seitens des abziehenden Miethers bis 30,00 M.( leinhandelspreise.); Kartoffeln muß bei fleinen, das heißt höchstens aus zwei Wohnzimmern mit 4,00 M.; alles per 100 Kilogramm. Rindfleisch von der Keule von Zubehör bestehenden Wohnungen am ersten April Abends be 1,60-1,20 M., Bauchfleisch 1,20-1,00 M., Schweinefleisch von 1,60 en det sein. Die Räumung mittlerer, das heißt aus brei bis vier bis 1,20 M., Salbfleisch von 1,60-1,00 M., Hammelfleisch von 1,60 Wohnzimmern und Zubehör bestehenden Wohnungen muß am bis 1,00 m., Butter von 2,60-2,00 m.; alles per 1 Kilogr. 4. April( auf den 2. und 3. April fällt Ostern) zwölf Uhr Mittags 4,00-2,40 m. pr. 60 Stüd. Fische per 1 Kilogr.: Karpfen von beendet sein: jedoch muß bei solchen Wohnungen bereits am ersten 2,20-1,20 M., Male von 3,00-1,80 M., Bander von 2,60-1,00 m., April ein Wohnzimmer dem anziehenden Miether für Unterbringung echte von 1,80-1,00 M., Barsche von 1,80-0,80 M., Schleie von der Möbel zur Verfügung gestellt sein. Große, das heißt mehr wie 3,00-1,40 W., Bleie von 1,40-0,80 M., Strebje 60 Stück 12,00 bis 4 Wohnzimmer umfassende Wohnungen, müssen am 5. April 4,00 m. Mittags 12 Uhr geräumt sein; doch müssen dem anziehenden Miether An der Börse war Freitag schivache Haltung auf größere Bus bereits am 1. April mindestens zwei Wohnzimmer behufs Unter- fuhren am Spiritus markt vorherrschend, die Kaufluft, naments bringung der Möbel eingeräumt werden. Unter" Zubehör" sind lich auf Hamburger Rechnung, hat nachgelassen. An den Markt Alkoven, Küchen, Kammern, Bodenräume, Verschläge und Vorraths- tamen 132 000 Liter 70 er Waare, die nur mit 40 m.(-0,50 M.) feller zu verstehen. Läden zählen nicht als Wohnzimmer. Eine Unterkommen fanden.. 50er Spiritus war nicht zugeführt. Im aus höchstens zwei Wohnzimmern und einem Laden bestehende Anschluß an Lokowaare verkehrten Termine still und um 30 Pf. nach Wohnung muß also am 1. April Abends geräumt sein. gebend. Kartoffelfabrikate. Berlin, 24. März. Prima herauszugeben. Er hat in solchen Fällen auch zu beſtinimen, wie Strede Halleiches Thor- Oberbaum- Brüde an der Herstellung der stärke 19,75 M.; feuchte Kartoffetstärke 10,40 M.; alles Beim Bau der elektrischen Hochbahn wird jetzt auf der Kartoffelmehl 19,75 m.; prima trodene Kartoffel. viel jedes Marlen muß den Beitragsklassen entsprechen. Jedes Mitglied it an einigen Stellen noch fehlenden Viadukte gearbeitet. Zunächst ist per 100 Stilogramm. mit der Ueberbrückung des Kanals am Wasserthorbecken begonnen Urania. Heute, Sonnabend, wird Herr Dr. Naß in der Urania einen berpflichtet, die entsprechende Anzahl Marken zu kaufen, bezw. find worden. Außerdem ist mit den Vorarbeiten zur Weiterführung der Vortrag über„ Die Elemente der Atmosphäre" halten. Es werden hierbei Hochbahn vom Schlesischen Thor bis zur Oberbaum- Brücke begonnen die erst vor kurzem von dem Engländer Ramsay entdeckten Bestandtheile unserer Atmosphäre Argon, Metargon, Krypton u. s. w. zur Besprechung gelangen, außerdem die experimentelle Darstellung des Heliums demonstrirt Das Wesen der bekannten Sorte freier Hilfstassen wird werden. abermals bloßgelegt durch das Schicksal, das den Mitgliedern der Die Sonnenuhren gehören nach der Ansicht der Meisten wohl woh I" beschieden worden ist. Hier find etwa 1700 Mitglieder von der Tasche bei uns tragen, wo auf jedem Thurm das weithin ſichtgleich der Volts- Krankenkasse verkrachten Krankenkasse Bolts- der Bergangenheit an; heute, wo wir tunstvolle kleine Maschinen in den Liquidatoren auf Nachzahlung einer nicht unbeträchtlichen Summe bare Zifferblatt einer großen Uhr angebracht ist, wo auf den berklagt worden; die Klage- Objekte variiren gewöhnlich zwischen 12 meisten Blägen der Stadt Uhren zu sehen sind, die in dauerndem und 15 M. wahrzunehmen, haben verschiedene Mitglieder sich zur Anberaumung scheint eine Sonnenuhr ein recht überflüssiges Inſtrument zu ſein. Um nun die Interessen der Verklagten nach Kräften telegraphischen Verkehr mit der zeitbestimmenden Sternwarte stehen, einer Versammlung geeinigt, die Sonntag Nachmittag 2 Uhr bei Der größte Theil des Publikums, das sich Mittwoch Abend im erwarten, daß die geschädigten Mitglieder sich zu dieser Versammlung Freunde der Treptow- Sternwarte einen Vortrag des Herrn Prof. Wilfe in der Andreasstraße stattfinden soll. Es steht wohl zu Bürgerſaale des Rathhauses eingefunden hatte, um im Verein der Reuleaug über Sonnenuhren beizuwohnen, wird daher wohl der Meinung zahlreich einfinden werden. gewesen sein, einen wesentlich geschichtlichen Vortrag zu hören. Doch wurde ihnen eine angenehme Enttäuschung bereitet. " Jede Zahlstelle ist verpflichtet, einen örtlichen Fonds zu sammeln, die Höhe der Beiträge zu demselben bestimmen die Zahlstellen selber, über diesen Fonds muß jedes Quartal abgerechnet werden. Von den Geldern der örtlichen Fonds können Verbandsbeiträge für arbeitslose Mitglieder entrichtet werden. Der Hauptvorstand ist berechtigt, zur Unterstützung von Ausständen Extramarken( jedoch höchstens zum Befrage von je 20 f.) dieselben aus dem örtlichen Fonds zu bezahlen." Kommunales. worden. " Aus der Magistratssitzung am Freitag. Dem vom fönigl Polizeipräsidium beabsichtigten Erlasse einer Droschtenfahr Ordnung, die wir früher bereits mitgetheilt haben, hat das Magistratskollegium in Bezug auf die Leipzigerstraße, den zwischen der Französischenstraße und der Weidendammer Brüde belegenen Theil der Friedrichstraße und die Südseite der Straße Unter den Linden zugestimmt. Das Magistratskollegium hat die von der städtischen BauDeputation unterbreiteten Projekte für folgende Schulbauten genehmigt: 1. für die Doppel- Gemeindeschule in der Bergmannstraße init einem Kostenanschlag von 710 000 m., 2. für eine Gemeinde- Ueber ein Stück modernes Staatschriftenthum wird beschule in der Stralauer Allee mit einem Kostenanschlage von 660 000 m., richtet: Das Hedwigstranfenhaus in der Gr. Hamburgerstraße ist An einer Sonnenuhr und ihrer Einrichtung kann man auch 3. für eine Gemeinde- Doppelschule und eine Schule für gewerblichen im Besige eines Vermächtnisses, aus welchem jeder dort um eine Unterricht( Schmiede-, Schlosser- und Tischlerwerkstatt) in der Straß- milde Gabe" Vorsprechende mit Lebensmitteln versorgt wird. Diese heute noch sehr viel lernen, zumal ein städtisches Publikum, das mannstraße mit einem Kostenaufwand von 978 000 m., 4. für eine wohlthätige Einrichtung, die sich natürlich eines regen Zuspruches von den Vorgängen am Himmel aus eigener Anschauung nur sehr Gemeinde- Doppelschule in der Wattstraße mit einem Kostenaufwande erfreut, ist aber nicht nur den Bettlern, sondern auch der Polizei wenig weiß. Es ist heute ein Gemeinplatz geworden, daß die Erde bon 687 000 m., 5. für eine einfache Schule in der Grenzstraße mit bekannt. Diefe läßt das Haus daher durch Kriminalbeamte fich um ihre Are dreht und sich gleichzeitig um die Sonne bewegt; einem Kostenanschlage von 375 000 m., 6. für eine Kochschule in der beobachten, welche die zahlreich erscheinenden Bettler wegfangen und an Modellen werden diese Bewegungen in den Schulen und anderen Gubenerstraße mit einem Rostenaufwande von 26500 M., und 7. für eine die als arbeitsscheu bekannten Individuen dem Polizeigewahrsam Anstalten vorgeführt, so daß eine leidliche Vorstellung davon Gemeingut Realschule am Schleswiger Ufer mit einem Kostenaufwande von zuführen. unferer Bildung geworden ist. Die Erscheinungen am Himmel aber, wie 460 000 M. Ferner genehmigte das Kollegium das Projekt eines sie sich vor unseren Augen thatsächlich abspielen, sind weitaus den meisten ein Geheimniß; denn die wirkliche Beobachtung des Himmels ist bei Straßenreinigungs- Depots im Köllnischen Parte. dem fleinen Stüd, das wir in der Stadt nur übersehen können, fast unmöglich gemacht. Eine Sonnenuhr kann uns eine sehr gute Borstellung wenigstens von dem scheinbaren regelmäßigen Laufe der Tokales. die Unser Parteigenosse Christian Schulz in der Blumenstr. 14 ist in der Nacht zum Freitag durch einen Einbruchs- Diebstahl Das Magistratskollegium hat eine Kommission gewählt, welche ganz empfindlich geschädigt worden. Die Diebe stahlen außer einem Vorschläge machen soll, ob infolge des zum Oktober in Aussicht ge- Bosten Zigarren verschiedene Briefmarken- Sammlungen im Gesammt nommenen Abbruchs des Köllnischen Rathhauses das Gewerbe- werthe von 400 W.; ferner hießen sie eine unbestimmte Anzahl Somme geben. gericht oder das Märkische Provinzial Museum oder beide Quittungsmarten des Wahlvereins, sowie 340 Institute in das Markthallen- Gebäude in der Zimmerstraße zu ver- Marten der Freien Boltsbühne, für die Schulz eine Stab senkrecht in die Erde steckt und den Lauf seines Schattens bes Am einfachsten wäre sie wohl zu konstruiren, wenn man einen Tegen seicu. Das Magistratskollegium hat beschlossen, der Stadtverordneten 8ahlstelle hat, mitgehen. Ebenso wurden in geringerer Anzahl auf obachtet; doch würde man dann nur die Mittagszeit und die HimmelsDas Magistratskollegium hat beschlossen, der Stadtverordneten- Castan's Banoptitum, das Aquarium und die Urania lautende richtungen genau finden, während eine wirkliche Zeitmessung eine sehr kom Versammlung eine Vorlage zu unterbreiten, um die Bewilligung Eintrittskarten der Freireligiösen Gemeinde gestohlen. Unsere Partei- plizirte Theilung des Kreises, auf welchem man dem Schatten des Stabes der Kosten zur Ausbaggerung des Reinidendorfer Sees zu genossen werden um besondere Aufmerksamkeit für den Fall gebeten, folgt, erfordern würde. Der Kreisbogen, den die Sonne täglich am fordern, weil sich in dem See gesundheitsgefährliche Stoffe an- daß ihnen auf irgend eine Weise Marfen angeboten werden sollten, Himmel zurücklegt, ist ja parallel dem Aequator, und diesem gesammelt haben. Dem von von denen sie vermuthen, daß sie aus diesem Diebstahl herrühren. parallel muß daher auch der Kreis stehen, auf welchem der Schatten der Stadtverordneten- Berjanımlung gegen die Magistratsvorlage geänderten Plane für die Verbreiterung der Die göttliche Weltordnung, die die Proletarierfrau zwingt, zeiger der Sonnenuhr herumläuft. Bringt man also einen Stab Landsbergerstraße zwischen der Kurzenstraße und dem außer dem Hause zu frohuden und ihre Kinder unbeaufsichtigt allen parallel der Erd- oder Weltare irgendwo an einem von der Sonne Alexanderplatz hat das Magistratskollegium nicht zugestimmt; Gefahren des Zufalls preiszugeben, hat am Mittwoch abermals ein beschienenen Blaze an und befestigt senkrecht dazu einen getheilten es wird einen neuen Plan vorlegen, wonach auf diefer Strede nur Opfer gefordert. In der Koloniestr. 128 wohnt der Arbeiter Schulz Kreis, so wird der Schatten des Stabes mit völlig gleichmäßiger herumlaufen und dadurch die Grundstücke auf der Südseite der Straße mit Ausnahme des Ed- mit seiner Frau und zwei Kindern, dem noch nicht ganz drei Jahre Geschwindigkeit auf diesem Kreise Je dünner der Zeit angeben. Stab im hauses an der Kurzenstraße in Anspruch genommen werden. alten Albert und dem 134 Jahre alten Lieschen. Da Schulz im genau zum Durchmesser des Kreises ist, je Eine Sigung der Stadtverordneten- Versammlung findet in Krankenhause liegt, so muß seine Frau für die Kleinen und sich Verhältniß ist, je feiner der nächsten Woche nicht statt. den Lebensunterhalt erwerben. Morgens um 71/2 Uhr geht sie also der auf der Theilung laufende Schatten, umso genauer weg, um einen Bezirksanzeiger auszutragen. Das geschah auch wird die Ablesung erfolgen können. Prof. Reuleaux hat der Sonnengestern. Frau Schulz zog die Kinder an und ließ fie dann uhr eine besonders geeignete Gestalt gegeben, indem er bei vers auf dem Fußboden in der Küche fizen. Eine Schachtel mit hältnißmäßiger Kleinheit des ganzen Apparates den Schatten unStreichhölzern stellte sie vorsichtshalber wie immer auf ein Küchen- endlich dünn machte. Der Stab ist nämlich durch eine Kante, die brett. Gegen 10 Uhr hörten die Nachbarn ein furchtbares Geschrei Schnittfläche zweier senkrechten Ebenen, ersetzt worden; indem die Ueber die Schulnoth ist in der letzten Verfammlung in der Schulz'ichen Wohnung. Eine Frau Zimmermann, die zuerst Sonne über diese Kante scheint, wird die vorrückende Schattender Schultommissions Vorsteher verhandelt worden. Ein Vorsteher berichtete, daß im Osten der Stadt ein ber hineinging, sah den kleinen Knaben lichterloh brennen. Er hatte sich grenze außerordentlich scharf, so daß eine nadte Beobachtung mit einem Stuhl an das Küchenbrett herangemacht, die Streichhölzer möglich ist. artiger Mangel an Echulräumen entstanden sei, daß die daraus heruntergeholt und mehrere hintereinander angezündet. Blöglich Das Instrument kann mit Leichtigkeit so gestaltet werden, daß folgenden Uebelstände sich den Schulfommissionen immer mehr fühl- waren seine Kleider in Brand gerathen. In der Angst war der eine Reihe interessanter Einzelheiten, die auf die tägliche und bar machten. Der als Kommissar der Schuldeputation anwesende Knabe rathlos hin- und hergelaufen. Erst als er anfing, heftige jährliche Bewegung der Sonne Bezug haben, für jeders Bürgerdeputirte Herr Kochhann antwortete, es jei nicht möglich, dem Schmerzen zu empfinden, hatte er um Hilfe geschrien. Als Frau mann erkennbar bequem abgelesen werden können. fich plöglich entwickelnden Bedarf an Schulklassen ebenso plöglich Zimmermann dazu tam, waren ihm die Kleider schon fast bis auf regung Professors Reuleaug, eine solche Sonnenuhr im Viktoriaabzuhelfen; es müßten dann fliegende" Klassen noth- ben legten Rest vom Leibe heruntergebrannt, er selbst am ganzen part aufzustellen, scheint uns recht angebracht. Doch möchten wir gedrungene Abhilfe bieten, zumal fich Miethsräume nicht Körper bereits mit Wunden bededt. Das Feuer wurde zwar rasch darauf hinweisen, daß die Zeit, die sie angiebt, die sogenannte wahre immer so schnell beschaffen ließen. Bei besonders großen erstidt, aber es war schon zu spät. Nach wenigen Minuten starb Sonnenzeit, von der unserer Uhren etwas abweichen miß; denn die Uebelſtänden müßten die Schulkommissions- Vorsteher und namentlich der Verunglückte. Die fleine Schwester dagegen wurde gerettet. Ihre auf die Sonne bezogene Tagesdauer ändert sich zu verschiedenen auch die Inspizienten( die aus den Mitgliedern der Schuldeputation Schürze batte ebenfalls schon Feuer gefangen; sie selbst aber blieb Zeiten des Jahres von Tag zu Tag ein wenig, während unsere genommen werden) dringend um Abhilfe ersuchen. Von anderer ühren nach einer stets als gleich angenommenen Tagesdauer von Seite wurde darauf zur Sprache gebracht, daß in Moabit die24 Stunden eingerichtet sind. So hat gegenwärtig( 24. März) die selben Uebelstände vorlägen und hier Abhilfe ebenso nöthig sei. Aus Ein schreckliches Erwachen hatte gestern Morgen die Ehefrau Sonne erit 6 Minuten nach 12 Uhr ihren höchsten Stand erreicht, dem im„ Gemeindeblatt" veröffentlichten Versammlungsprotokoll ist des Handelsmannes Groß aus der Landsbergerstr. 101. Frau Groß und erst am 15. April wird sie genau um 12 Uhr im Mittag stehen. leider nicht zu ersehen, was der Herr Magistratskommissar hierzu ge- hatte sich am Abend vorher um 91/2 Uhr schlafen gelegt und ihr ein Mitte Februar betrug ihre Verspätung sogar eine volle Viertelstunde, fagt hat. Die Erklärung der Schulnoth aus einer un Monat altes Söhnchen Siegfried in den linken Arm genommen. während sie im Anfang des November um eine Viertelstunde zu früh borhergesehenen Zunahme der Bevölkerung ist als sie morgens um 6 Uhr erwachte, war der Knabe todt. Ein in der Mittagsstellung eintrifft. nicht überall stichhaltig. Daß Moabit beziehungsweise die Arzt stellte fest, daß der Tod wahrscheinlich schon zwei Stunden Feuerbericht. Wegen einer Benzin- Explosion erfolgte Freitag Gegend nahe dem Viehhof bei fortschreitender Bebauung einen vorher eingetreten war, die Ursache konnte er jedoch nicht angeben. Mittag ein Alarm nach Manteuffel str. 32. Als ein Mädchen Bevölkerungszuwachs haben würden, das war schon vor Jahren Verhaftung eines entsprungenen Verbrechers. Durch die in einer Waschanstalt mit dem Lichte einer Benzinflasche zu nahe für jeden klar. Uebrigens behilft man sich auch in Stadtgegenden, die längst bebaut sind, manchmal noch mit gemietheten hiesige Kriminalpolizei wurde der am 3. d. M. aus dem Gerichts- tam, entzündete sich unter lautem Knall das Benzin und setzte das Echulräumen und fliegenden" Klassen. Von einer plöglichen" gefängniß zu Justerburg entsprungene Kommis Heinrich Müller, der ganze Zimmer in Flammen. Die in demselben befindlichen drei Zunahme des Bedarfs an Klassen kann da doch keine Rede sein. Es fich dort wegen mehrerer ihm zur Laft gelegten Einbruchtsdiebstähle Personen erlitten Brandwunden an den Händen. Die Feuerwehr fönnte fast unbegreiflich erscheinen, daß sich überhaupt noch Leute feit einiger Zeit in Untersuchungshaft befand, festgenommen. Wie hatte längere Zeit zu thun, um das Fener zu löschen. Die Werkfinden, die für den Standal der fliegenden" Klassen ein Wort der ermittelt wurde, hatte sich M. sofort nach seiner Flucht aus dem stelle ist vollständig ausgebrannt. Weitere Alarmirungen sind in den Entschuldigung oder Vertheidigung vorzutragen wagen, wenn Gefängnisse nach seiner Vaterstadt Königsberg i. Pr. begeben, wo er legten 24 Stunden nicht erfolgt. mittels Einbruchs ein Sparkassenbuch über 1200 m. entwendete, man nicht wüßte, daß die Stellung der städtischen Behörden( des von welchem er bald darauf die Summe von 1000 M. abhob. Mit Magistrats und auch der Mehrheit der Stadtverordneten) zu Gemeindeschulen mehr durch die Rücksicht auf das finanzielle feinem Staube wandte er sich dann direkt nach Berlin, wo er nun von seinem Schicksal erreicht wurde. In seinem Besitz wurde außer als auf das pädagogische Gedingen bestimmt wird. einer Baarfumine von 200 m. eine größere Menge von Gold- und Ein Jubiläum. Die Berliner Bürgermeisterfrage Silberfachen gefunden, die vermuthlich aus weiteren von ihm verwird morgen, am 25. März, ein Jahr alt. Am 25. März 1898 zeigte übten Einbruchsdiebstählen herrühren. den unversehrt. Aus den Nachbarorten. Die An Steglit Friedenau. In der Versammlung des Arbeiter Bildungsvereins am Dienstag bei Schellhase spricht Genosse Lantow über Boltsschule und Junkerthum. Man schreibt und aus Schöneberg: Is ein recht Tobens- III g. Elettrizitäts- Gesellschaft Berlin, wie weit oft bas Schöffengericht, da fortgefekt Perfonen, die sich durch das Werther Schritt kann es bezeichnet werden, daß der„ Verein Berliner die Vorarbeiten zur Abgabe von Kraft und Licht für unseren Ort überlaute Ausrufen belästigt fühlen, polizeiliche Hilfe in Anspruch Bororte", an dessen Spitze der Stadtverordneten- Vorsteher Gustav gediehen seien, die Gesellschaft den Bescheid ertheilt hat, daß nach nehmen. Am 7. Februar hatte Neumann vor dem Portal des Müller- Schöneberg steht, sich mit einer Eingabe an die Stadt- Eingang der erforderlichen Genehmigung der Stadt Berlin etwa Reichstagsgebäudes, welches die Abgeordneten zum Eintritt benußen, verordneten- Versammlung zu Berlin gewandt hat, den Antrag Ende April oder Anfang Mai mit der Rabellegung in der Breite- Aufstellung genommen und pries seine Broschüre in überlauter Wallach:" Den Beamten der Stadt Berlin das Wohnen in den straße begonnen werde. Einen Theil des Netzes gedenkt die Gesell- Weise an. Als der Abg. Snörde ihm hierüber Vorhaltungen Vororten zu untersagen," abzulehnen. Um so mehr muß es aber schaft bis zur Mitte des Sommers herzustellen, zu welchem Zwed machte, erwiderte Neumann in noch lauterer Weise, so daß schließlich überraschen, daß, was man in Berlin vermeiden möchte, in anderen eine provisorische Kraftstation in der Breitestraße errichtet werden ein Schuhmann eingreifen mußte. Am 10. Februar untersagte ihm Bororten für erstrebenswerth hält. So hat z. B. die Stadtverord- foll. Der ehemalige hier stationirte Gendarm Schenkowitz, der in der Friedrichstraße ein vom Publikum herbeigeholter Schußmann ruhiger rathung des„ Normal- Besoldungsetats für Beamte" folgende Aus- war, sollte sich vor einigen Tagen wegen Betruges vor dem Straf zu sein, nicht sofort nach. Das Schöffengericht verurtheilte führungsbestimmungen angenommen:„ Alle Beamte sind im Orte, richter verantworten. Der Angeklagte zog es jedoch vor, nicht zu den Angeklagten Neumann wegen dieser beiden Uebertretungen bezw. unterbeamte in einem zu bestimmenden Ortstheil zu wohnen erscheinen, und soll min laut Gerichtsbeschluß zum nächsten Termin gestern abermals zu 9 M. Geldstrafe event. 3 Tagen Haft. Ge verpflichtet." Möge auch hier bei der endgiltigen Festlegung dieses zwangsweise vorgeführt werden. scheidter wäre es wahrscheinlich gewesen, wenn die Beschwerdeführer Normaletats diese für alle Beamten brüdende Bestimmung entfernt den lungenkräftigen Juden- und Sozialistenvernichter ruhig hätten werden. weiter schreien lassen. neten- Versammlung in Schöneberg am 20. März bei der Be- wegen vielfacher hier verübter Betrugsfälle zur Anzeige gebracht sein lautes Rufet, erom Publikum herbeigeholter Schuhmann Rigdorf. Die hiesige Gemeindevertretung hielt gestern ihre legte Sigung ab. Gemeindevorsteher Boddin theilte mit, daß der staatliche Zuschuß zu den Kosten der Gemeindeschulen in Höhe von 20 000 m. auch für das neue Etatsjahr wieder ge= Spandau. Der Schlosser Meißner, Lhnarstr. 8, theilt uns mit, daß er in der Angelegenheit der Züchtigung seines Kindes nicht verhaftet worden ist, sowie daß seine Frau mit der Angelegenheit nichts zu thun habe. Theater. daß er und bei der Gewichtsermittelung das Publikum assische Stüde um das Fehlen der von nämlich Ter Oberhebeamme H. war es bom hiesigen Polizeipräsidenten untersagt worden, sogenannten hygienischen Frauenschutz" in Beitungen öffentlich anzupreisen. Nachdem der Polizeipräsident gegen Zwei Selbstmorde find diese Woche wieder an einem Tage fie eine Erefutivstrafe von 150 M. festgesetzt hatte, zeigte sie diesem nehmigt worden sei. Der Besoldungsordnung für die Handarbeits- im Grunewald begangen worden. An der Chaussee Pichels- an, daß sie ihren Beruf als Hebcamme aufgebe; ihr Wittel pries Lehrerinnen habe die Regierung ihre Zustimmung gegeben. Die berge- Westend wurde die Teiche des Handlungsgehilfen Theodor C. fie aber nach wie vor an. Nunmehr erneute der Polizeipräsident feine Bersammlung beschloß dann, die Stadtgemeinde Berlin zu ersuchen, aus Berlin aufgefunden; er hatte sich durch einen Schuß ins Herz Verfügung, sorauf Frau H. ſich beschwerdeführend an den Oberg für das Jahr 1898/99 gemäß§ 53 des Kommunalabgaben- Gesetzes getödtet. In seinen Taschen fand man 2,35 W. Die zweite Leiche präsidenten wandte. Dieser wies ihre Beschwerde mit der Begründung zu den Kosten der Unterhaltung der Gemeindeschulen beizutragen. Tag unweit der Chauffee nach Wannsee zwischen Schildhorn und dem ab, daß die Gewerbe- Ordnung die in ihr festgelegte Berlangt werden 95 000 M. Nach Erledigung einiger anderen Kaiser Wilhelm- Thurm; der Lebensmüde, ein 22jähriger Mann in Gewerbefreiheit niemanden von der Beachtung allgemeiner polizei. Gemeindeangelegenheiten wurde wegen des Baues einer Brücke über Radfahrerkleidung, hatte sich gleichfalls erschossen. Seine Persönlich- licher Vorschriften entbänden. den Schifffahrtskanal und über die Anlage der Rixdorfer Anschluß- feit ist unbekannt. Beide Leichen wurden nach dem Selbstmörder- Mitteln zur Verhinderung der Konzeption könne auf Grund des straßen verhandelt. Die Brücke, deren Herstellung von den Friedhof bei Schildhorn geschafft. § 10 11 17 des Allgemeinen Landrechts verboten werden, weil es die städtischen Körperschaften Berlins beschlossen ist, soll den Kanal an öffentliche Ordnung verlege. Auf die Klage der Frau G. hob der Grünauerstraße überschreiten. Wegen Ausbaues der Nixdorfer Anschlußstraßen haben Verhandlungen mit den interessirten Grund- im vorigen Jahr unter den hiesigen Feldarbeitern. Sie sollten fcheid und die Verfügung des Polizeipräsidenten Aus Friedrichsfelde berichtet man uns: Große Freude herrschte jedoch das Ober- Verwaltungsgericht diesen Beeigenthümern stattgefunden. Diese haben sich verpflichtet, die Kosten nämlich die so schwer empfundene Konkurrenz der„ Schwarzen", der auf. Der Senat ging davon aus, daß die Polizei nicht das Recht zu tragen und das Geld vor Ausführung der Arbeiten einzuzahlen. Gefangenen aus dem Filialgefängniß Rummelsburg los werden. habe, gegen gewerbliche Ankündigungen in Zeitungen VorUnter anderem handelt es sich um den weiteren Ausbau der Friedel- Das Filialgefängniß ist eingegangen und die Gefangenen sind nach beugungsmaßregeln zu ergreifen. und Reuterſtraße. Die vorgeschlagenen Verträge wurden zum Theil Tegel gekommen. Die Freude der steuerzahlenden Ortseinwohner genehmigt. Mit dem Abschluß weiterer Verträge wird der Orts- war jedoch verfrüht, denn jetzt laffen sich Gutsbefizer und Bauern, Viel zu denken gab eine Verhandlung, welche gestern vor vorsteher betraut. sie an Stelle der Gemeindevertretung zu genehmigen. Die Straßenbau- Kommission erhält Vollmacht, fa sogar die Gärtner aus Bosen und Schlesien Arbeiter kommen; einer Schöffenabtheilung des Amtsgerichts I stattfand. Der Regimentsarbeiten diese auch nicht ganz so billig wie die Gefangenen, fo find fattler des zweiten bayerischen Garde- Ulanen- Regiments in Ansbach, Herr Gemeindevorsteher Boddin schloß dann die Sizung mit fie immerhin noch beträchtlich wohlfeiler als die hiesigen Arbeiter. Herr Schröder, hatte den Sattlergefellen Wear Preuß in warmen Worten der Anerkennung für das gute Verhältniß, das trok An diesem Beispiel, das der sozialdemokratischen Agitation unter den Berlin wegen Beleidigung verklagt. Der Beklagte hatte ant aller Meinungsverschiedenheiten in der Gemeindevertretung und Landarbeitern außerordentlich förderlich ist, ersieht man wieder, daß 15. September vorigen Jahres an den Sattlermeister Philipp zwischen dieſer und der Verwaltung die Jahre hindurch bestanden habe. der Patriotismus wie in der Industrie, so auch in der Landwirth, Nahrun in Potsdam einen Brief geschrieben, in welchent Herr Sander dankte darauf namens der Versammlung dem Ge- schaft beim Geldbeutel aufhört. der Werkstatt der Ansdie angeblichen Zustände in meinde- und Amtsvorsteher für sein gemeinnügiges Wirken. bacher Regimentsfattlerei schilderte. Es war darin gesagt, daß der Regiments sattler( so wird der Meister der Militäs In der Charlottenburger Stadtverordneten- Versammlung werkstatt genannt) von dem Leder des Regiments Privatarbeiten bom legten Mittwoch gelangten eine Anzahl Anträge und Beschwerden anfertige. Es seien bei demselben viele Hunderte von Halftern und der beiden dortigen sozialdemokratischen Stadtverordneten Beher Kartuschen vom Regiment bestellt, aber in die Privatarbeit des und Wernicke zur Berathung. Der erste Antrag verlangte die Regimentsjattlers gegeben worden. Er habe dazu die Ledervorräthe Bewilligung von 10 000 m., um denjenigen städtischen Arbeitern, die-r. Das Ostend- Theater hat in der jetzt zu Ende gehenden des Regiments benutzt, und dieses habe das auf Regimentskosten weniger als 1500 M. Jahreslohn beziehen, eine Theuerungs- Saison gerade nichts Hervorragendes für die Hebung des Gefchmacks beschaffte Leder in der fertigen Waare noch einmal bezahlen zulage in Höhe von je etwa 50 M. als einmaligen Zuschuß zu in den weiten Kreisen gethan, die sich nun einmal auf die Koſt müssen. Der Regimentsjattler habe fremde Lederabgänge gewähren. Die Thatsache der Theuerung war von der Versammlung einer Vorstadtbühne angewieſen fühlen. Gewiß kommt der herbeigeschafft und mit den eigenen Abfällen vermischt, durch eine Bewilligung zu Gunsten der Beamten bereits Einwand in Betracht, anerkannt. Die liberale Frattion beantragte Kommissionsberathung. wenigstens in den Vorstadttheatern mit einer gewissen ihm unterschlagenen Häute zu bemänteln. Er, d. h. der Die Mehrheit wollte jedoch auch nicht einmal diese zugeben, sondern lehnte Scheu meidet; aber trotzdem braucht eine Direktion immer Regimentsfattler Schröder, habe auch bei der Erwerbung der in namentlicher Abstimmung die Kommissionsberathung mit 35 gegen noch nicht mit Widerwärtigkeiten zu tommen, wie sie goldenen Medaille von der Nürnberger Ausstellung nicht reell ge 20 Stimmen und nachher auch den Antrag ab. Bei jeder in dem berüchtigten Brandstifter" wohl an die hundertnial handelt, denn die Hauptarbeiten an seinen Kummeten und Reiteinzelnen Etatsposition, bei der Arbeiterlöhne zur Sprache famen, im Ostend- Theater aufgetischt worden find. Daß an erträglichen zeugen seien in Berlin gefertigt worden und fertig gestellt seien die wurde dann wenigstens eine Erhöhung der 2ohnpositionen Stüden volksthümlicher Art kein völliger Mangel herricht, bewies Arbeiten durch die von Schröder angenommenen Spezialisten berlangt, aber wiederum gegen die Stimmen der sozialdemo- die am Donnerstag erfolgte Aufführung eines vierattigen Schau- worden. Er habe daher nicht für seine Leistungen, sondern für tischen Antragsteller und der kleinen liberalen Fraktion abgelehnt. spiels von Otto Wischer:" Schlimme Saat". Hier wurde die größte Betrügerei" die goldene Medaille erhalten. Schröder Beim Etat der Feuerwehr wies der Stadtverordnete Beyer auf von einem Manne, dem ein achtungswerthes dramatisches habe auch dem einen Einjährigen einen mit Schafsleder eine große Anzahl von Mißständen hin, nicht abzusprechen ist, in derben, aber überzogenen Koffer als Schweinsleder, einem andern EinBehandlung von Feuerwehrmännern, Verwendung zu privaten meistens treffenden Strichen ein Stück Berliner Leben hingeworfen, jährigen den Koffer von Schafsleder als Rindsleder verDienstleistungen u. f. w. und beklagte fich insbesondere und zwar hat der Verfasser eine durchaus selbständige Variation des fauft. Der Empfänger des Briefes, Sattlermeister Nahrun, auch darüber, daß bei einem Appell den Feuerwehrleuten direkt Themas, das Anzengruber im Bierten Gebot" mit erschütternder sandte denselben an das bayerische Kriegsministerium, welches eine untersagt worden sei, sein des Redners Lokal zu be- Tragik behandelt, etwa in der Sprache und auch in dem Zynismus der Untersuchung einleitete, was zur Folge hatte, daß Preuß als Schreiber des fuchen. Der Oberbürgermeister ust ehrus bat um schrift- Acerstraße vorgeführt. Eine Mutter mit ausgesprochenem Kuppler- Briefes wegen verleumderischer Beleidigung unter Anklage geſtellt liche Formulirung der Beschwerden und sagte eine eingehende Prüfung talent will ihre Kinder höheren Zielen zuführen, und da wurde. Der Kläger öffentliche Anklage war der Thatsachen zu. Da aber der Magistratsdezernent über jenen dies auf geradem Wege seine Schwierigkeiten hat, wird von der Staatsanwaltschaft nicht erhoben worden hatte sich die Appell sich bereits dahin ausgesprochen hatte, daß er um Lokalverbote die Tochter gleich den beiden Söhnen mit sanften Büffen Sache etwas tosten lassen, denn er hatte den Rechtsanwalt fich nicht zu kümmern habe, so wurde von dem liberalen Stadt- auf den trummen gestoßen. Im letzten Augenblick scheitert das Un- Freiherrn von Eschenbach aus Ansbach nach Berlin geschickt, berordneten Dr. Jastrow der Ueberzeugung Ausdruck gegeben, daß heil an dem im Grunde tüchtigen Sinn der Kinder und die Mutter um seine Sache zu vertreten, und dieser trat als Baumeister auf, unter den Stadtverordneten Charlottenburgs niemand sein werde, büßt in Reue ihre Schuld. Eine prächtige Figur hat der Verfasser der dem Beklagten goldene Brücken baute, umso schien es der das System der Boykottirung einzelner Lokale in die in dem verkrachten Fabrikanten" Wolfgang, dem ältesten Sohne der die umfangreiche Beweisaufnahme zu erübrigen. Herr v. Eichenbach Charlottenburger Feuerwehr eingeführt zu sehen wünsche. Damit war ſtrebsamen Wittwe, geschaffen. Der Kerl, vor dem sich nach dem gab selbst zu, daß Unregelmäßigkeiten borgekommen aber die Frage der Boykottirung erst recht aufgerollt. Denn mun meldete Urtheil seines jüngeren Bruders die Partei bestens bedankt, weil er feien und nach Ankunft des Briefes Abhilfe ge= fich von der Mehrheitspartei, den sogenannten„ Unpolitischen" der unter dem Gerede, daß er für Arbeiterinteressen wirte, ein Lotter- fchaffen worden sei. Die Friedensliebe des Vertreters Stadtverordnete e bens( Oberverwaltungsgerichtsrath a. D. und leben führt, ist ausgezeichnet stizzirt und fand auch in Herrn Wach des Klägers veranlaßte auch den Vorsitzenden, dem Augeklagten Exzellenz) mit dem Bemerken, daß er seinerseits sich doch wohl denten einen ganz vortrefflichen Darsteller. Auch im Uebrigen wurde das gut zuzureden, auch des Letzteren Vertreter, Rechtsanwalt Hirschel, Tönne, daß die Untersagung einzelner Lokale berechtigt, ja jogar Stück recht gut gespielt. nothwendig sei, z. B. wenn eine Gefahr für die Sittlichkeit der Besucher vorliege. Stadtverordneter Beyer legte Verwahrung dagegen ein, daß durch die Herbeiziehung solcher Möglichkeiten der Anschein ertvect werde, als ob auf fein Lokal in dieser Beziehung ein Makel falle. Uebrigens wurde, und zwar mit vollem Recht, aus der Mitte der Versammlung Aus der Gesellschaft. Die Verhandlung gegen den feit Ander Standpunkt wahrgenommen, daß nicht einmal in sittlicher Be Graf v. Egloffstein( Schachtel u. Gen.) wird am 7. April vor fang Januar in Untersuchungshaft fizenden Leutnaut a. D. Claus ziehung die Vorgefeßten ein Recht hätten, ihre Untergebenen zu der 7. Straffammer des Landgerichts I unter Vorsitz des Landbevormunden. Wenngleich die Verhandlungen nicht zu positiven Für kanfmännische Kreise von Intereffe ist eine ReichsgerichtsErgebnissen führten, so lieferten sie doch den Beweis, daß selbst da, umfang annehmen. Angeklagt sind der Mafler Henry Schachtel, lungsbücher im Falle eines Konturses bezieht. Der Kaufmann gerichtsdirektors Voigt stattfinden und voraussichtlich keinen großen Entscheidung, die sich auf die Beschaffenheit der Handwo die sozialdemokratischen Vertreter in so geringer Anzahl vor der Stallmeister Herbert Dietel und der Graf gloff- Goldstein hatte im April 1897 in der Chauffeestraße ein Geschäft handen sind, wie in Charlottenburg, sie immerhin durch den hin- stein, welche von den Rechtsanwälten Dr. Halpert, Dr. eröffnet, stellte aber bereits im November deffelben Jahres ſeine weis auf Mißstände im stande sind, die anderen Parteien zur Davidjohn und Justizrath& leinholz vertheidigt werden. Bahlungen ein. Es wurde gegen ihn Anklage erhoben und ihm Stellungnahme zu nöthigen, was namentlich im Hinblick auf zu- Schachtel ist in zwei Fällen der Untreue und Unter- aur Last gelegt, keine Gröffnungsbilanz gezogen, außerdem tünftige Wahlen von Wichtigkeit ist. fchlagung, Graf gloffstein des Betruges in zwei Fällen aber seine Handlungsbücher unordentlich geführt zu zu Ungunsten des Kammerherrn v. Salisch und des Schlächter- haben, daß fie feine Uebersicht seines Vermögensstandes meisters och sta edt, Dietel in zwei Fällen der An- gewährten. Wegen dieser unordentlichen Führung der Hand2ochstaedt, Transaktionen mit Wechseln von Herren, die sich an Schachtel zur des Landgerichts I zu zwei Wochen Gefängniß. Es war stiftung beziehungsweise Beihilfe beschuldigt. Es handelt sich um lungsbücher verurtheilte ihn seinerzeit die erste Straftammer Beschaffung von Geld auf Accepte gewandt hatten; dabei sollen alle festgestellt worden, daß der Angeklagte in der legten Zeit des Bea drei Angeklagte thätig gewesen sein und Schachtel und Dietel sich stehens seines Geschäfts die Eintragungen nicht mehr in seine Nen- Weißensee. Der Gemeindehaushalts- Etat pro 1899/1900 unrechtmäßig bereichert haben. Bei dem Grafen Egloffftein handelt ordentlichen Geschäftsbücher, sondern in ein kleines blaues Heftchen balancirt in Einnahme und Ausgabe mit 723 000 m. gegen 633.200 es sich gleichfalls um einen Wechsel, den er untergebracht hat, ferner gemacht hatte, aus welchem sie von Zeit zu Zeit übertragen wurden. um einen Koup, den er dem Schlächtermeister Lochstaedt gegenüber Die Straffammer hatte einen Verstoß gegen das Gesez für vorMark im Vorjahre. Die Gemeindeverwaltung erfordert eine Ausgabe unter Beihilfe Dietel's ausgeführt haben soll. Er war start ver- liegend erachtet, weil es ein solches Heft nicht als eigentliches" von 80 288 W.( im Vorjahre 74 619 M.); die Armenverwaltung eine schuldet und soll nun in einem Moment, wo er zur Begleichung von Handlungsbuch anjah. Rechtsanwalt Dr. Haase legte hiergegen solche von 62 164 M.( 61 530); die Schul- und Kirchenverwaltung Ehrenschulden dringend Geld gebrauchte, dem Beugen Lochstaedt vier Revision ein und erzielte die Zurückverweisung der Sache in 225 433 M.( 227 591 M.); Straßenbauiachen und sonstige Lasten und Wagen verkauft haben, die er gar nicht besaß. 2. hat vergeblich auf die erste Justanz. Abgaben 90 613 M.( 40 174 M.); Kanalisation und Wasserleitung die Lieferung der Wagen gewartet, schließlich den Grafen E. mit Stimmung mit der Ansicht des Vertheidigers folgendes aus: Das Reichsgericht führte in Ueberein 77 743 9.( 137 886 M.); Vermögens- und Schuldenverwaltung 119 717 M.( 17 468). An Kreissteuern hat die Gemeinde 59 244 W. Erfolg verklagt und sich dann mit ihm geeinigt. Es werden nun Das Handelsgesetzbuch Artifel 28 Artikel 28 fennt feine eigent lichen" Handlungsbücher, es gegen 65 587 M. im Vorjahre aufzubringen. Seit dem Jahre 1885 etwa 20 Zeugen zu vernehmen sein. genügt jede Buchhat die Gemeinde an Anleihen aufgenommen die Summe von führung, aus welcher die Handelsgeschäfte des Kaufmannes und die In der bekannten Schöneberger Schulaffäre findet am Lage seines Vermögens zu ersehen ist. Nichtig ist, daß das bloße 2 383 000 M. Hiervon wurden verwendet: Für Schulhausbauten 486 336 M., zur Kanalisation 1107 484 M., zur Wasserleitung Montag Bormittag 10 Uhr vor der zweiten Strafkammer des Land- Notiren zur Unterstügung des Gedächtnisses teinen Erfaz für die 318 282 M., zum Betriebsfonds der Gemeindefasse 100 000 m., zu gerichts I im kleinen Schwurgerichtsjaale. die Schlußverhandlung vorgeschriebene Buchführung bieten kann. Wenn jedoch die AufStraßenpflasterungen 103 726 M. Der Rest wurde für Ablösung blattes". Schriftsteller Ostar refie, sowie die Redakteure Sugo fortlaufende schriftliche Figirung der Tageseinnahmen gelten könnten, 8utaat. Angeklagt ist der Herausgeber des Schöneberger Tage zeichnungen in dem gehefteten Buch nach der Ordnung desselben als früherer Anleihen, sowie zum Bau einer Krankenbarade, einer Kleinkinderbewahranstalt u. f. w. verwendet. Brüning und Alwin Vormeng wegen Beleidigung einer An- so stand nichts entgegen, das Heft als einen Bestandtheil der ge zahl Schöneberger Lehrer durch die Presse. In der Hauptsache handelt schäftlichen Buchführung anzusehen. Auf Grund dieser reichses sich um den Tod des Schulknaben Fischer, der nach der Be- gerichtlichen Entscheidung beantragte Rechtsanwalt Dr. Haase nunKonflikt", der dadurch entstanden war, daß der vom Schul- hauptung des Angeklagten infolge einer Züchtigung durch den Lehrer mehr die Freisprechung des Angeklagten, auf welche der Gerichtshof vorstand in Vorschlag gebrachte Schularzt von der Gemeinde- Reinhardt gestorben sein soll. Der letzte Termin wurde nach längerer auch erkannte. vertretung nicht gewählt wurde, ist als gegenstandslos zu betrachten. beschlossen wurde, gegenüber dem den Angeklagten ungünstigen GutVerhandlung vertagt, weil auf Antrag des Justizraths Munde I Der Juwelendieb Hans Reiff and Berlin ist vom Dresdener In der am Dienstag stattgefundenen Sigung der Gemeindevertretung achten des Kreisphyfitus, Sanitätsraths Dr. Elten, ein Ober- Landgericht zu 3/2 Jahren Gefängniß und 5 Jahren Ehrverlust verbeschloß man im Sinne einer Verfügung des Regierungspräsidenten und des Landraths, daß an Stelle des Schulvorstandes die Ein- gutachten das Medizinallollegiums einzuholen. Letzteres ist inzwischen urtheilt worden. Während des spanisch- amerikanischen Krieges war richtung einer Gemeinde- Schulkommission zu erfolgen habe; ein erstattet worden. Der Fall erregt auch in medizinischen Kreisen be- R. auf Portorico als Korrespondent für zwei New- Yorker Zeitungen rechtigtes Aufsehen. Für den behinderten Justizrath Mundel hat thätig. Von den dem Hofjuwelier Mau in Dresden entwendeten entsprechendes Ortsstatut wurde einstimmig genehmigt. Die Schul: N.-A. Hugo Sachs und R.-A. Dr. Halpert die Vertheidigung Schmuckfachen verkaufte St. unter a derem auch in Berlin vier Tommission besteht laut Statut aus 7 Personen und zwar zwei übernommen. Gemeindefchöffen, drei Gemeinderathsmitglieder, den Amtsvorsteher In das Bureau der Rixdorfer Kriminalpolizei ist der frühere Vollziehungsbeamte F. eingebrochen. Wie sich bald herausstellte, ist der Mann geistestrant. Er gab au, nachsehen zu wollen, ob alles in Ordnung sei. Der„ Einbrecher" wird einer Heilanstalt zugeführt werden. m. Pankow. Der von uns neulich erwähnte kommunale -Gerichts- Beitung. und den Prediger. Dem Leiter der Realschule wurde Der Zeitungshändler und Redakteur Albert Neumann, eine Funktionszulage von 500 Mart pro anno gewährt. der seit geraumer Zeit die Broschüre Juden, Sozialbemo Ferner theilt der Amtsvorsteher mit, daß auf eine Anfrage bei der traten und Anarchisten" vertreibt, beschäftigt jetzt recht rieth zum Vergleich und da der Vorfizeirde dem Angeklagten sagte, wenn er in allen Bunkien Recht und mur in einem Punkte Unrecht habe, er eventuell doch verurtheilt werden könne, so ging der Beflagte den Vergleich ein, und gab die Erklärung ab, daß er wohl falsch berichtet worden sei und den beleidigenden Inhalt des Briefes zurückziehe. Die Parteien tamen überein, daß jede Partei ihren Anwalt bezahle und der Beklagte die etwa 5 W. betragenden Gerichtstoften trage. Brillanten für 1130 M. Ein Gattenmordprozeß, der al gemeines Aufsehen erregt, wird zur Zeit in Königsberg i. Pr. gegen die GutsbesizersWittwe Rosengart verhandelt. Sie soll ihren Mann, der sie in der Trumfenheit häufig mißhandelt und auch eine Maitresse ausgehalten durch Gastwirth Vogt, Nigaerstraße für welche Beiträge ich hierHat, eines Abends in feinem Zimmer erschossen haben. Ihr wird mit dantend quittire. vorgeworfen, daß sie mit einem inzwischen verstorbenen Gutsinspektor sträflichen Umgang gepflogen habe. Die Angeklagte bestritt fest und entschieden, die That begangen zu haben. Versammlungen. Die bürgerlichen Parteien im Lichte der Wahrheit, lautete das Thema in zwei Volts- Versammlungen für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis, die zum Donnerstag vom Wahlkomitee einberufen waren. Berlin, den 24. März 1899. d Vermischtes. 2. Liebknecht. P. G. 77. Den stenographischen Bericht der Verhandlungen des Reichstags fönnen Sie vom Verlag der Norddeutschen Allgemeinen Beitung" Berlin, Wilhelmstr. 32, beziehen oder auf einer dortigen Bibliothek einsehen. Die Verhandlungen der Kommissionen werden nicht amtlich stenographirt, es giebt darüber nur private Zeitungsberichte; die Drucksachen" der 19 Rommissionen, an das Plenum des Reichstags erstattete Berichte 2c., find ebenso erhältlich wie die stenographischen Berichte der Plenumsverhands lungen. Zwei Wettende Friedenstraße. Es gab im Deutschen Reiche im Jahre 1890 31 026 810 Evangelische, 17 674 921 Statholifen, 145 540 Anges hörige chriftlicher Setten, 567 884 Juden und 13 315 Bekenner anderer eligionen und Dissidenten. C. B. Seit dem 11. Jahrhundert etwa sind die katholischen Geistlichen ausnahmslos zur Ehelosigkeit verdammt. W. Cöthen. Nicht möglich. Der ftrenge Nachwinter treibt in ganz Mitteleuropa fein Wesen. Auf dem Kamm des Riefengebirges tritt der Winter mit großer Strenge auf. Jn 1200 Meter Seehöhe zeigte das Thermometer am 20. März-10 Grad C., am 21. März-12 Grad C. Starte Schneestürme haben dem Kamme eine neue Schneedecke von 35-40 Zentimetern gebracht, infolgedessen die Schlittenbahnen der Branke, Potsdam. Die Erklärung des Austritts aus der Landess In Köhler's Salon, Teltowerstraße, referirte der Neichs- Südseite des Gebirges, welche während der letzten überaus warmen firche hat die vermögensrechtliche Wirkung, daß der Ausgetretene zu den tags- Abgeordnete Otto Antrid. Der Redner erörterte zunächst die Thautage schon viel gelitten, wieder in ganz vorzüglichem Zustande kosten eines außerordentlichen Baues nur noch bis Ende des auf die Aus ökonomischen und politischen Zustände, um nachzuweisen, daß die ver- find. In allen Theilen der Pfalz trat Mittwoch Schneefall ein. trittserklärung folgenden zweiten Kalenderjahres, zu anderen Kosten der schiedenen Bevölkerungsklassen ganz verschiedenartige, entgegengesetzte In der Borderpfalz sind Frühobst und Kirschen durch mehrtägiges Kirchengemeinde nur noch bis Ende des auf die Austrittserklärung folgenden In ganz Schleswigerften Kalenderjahres beizutragen hat. Leistungen, die ohne Rücksicht auf Interessen zu wahren haben und davon keine Rede sein könne, daß eine Frostwetter größtentheils vernichtet. Kalenden, Kanon), hat auch der Ausgetretene zu tragen. Die Ihnen gegens versuchen, die Wünsche und Rechte aller Interessengruppen zu ver- Schneefall, daß die Eisenbahnzüge vielfach Verspätung hatten. Die über erhobene Forderung ist demnach berechtigt. Partei, wie es bürgerliche Kandidaten den Wählern vorzugankeln olstein war in den beiden letzten Tagen ein derartig starter die Konfeſſion des Besitzers an beſtimmten Grundſtſiden zu tragen find( z. B. Werkzeugfabrik Kärger. Die zweite Hälfte der Widmung ist der treten vermag. An der Hand eines reichhaltigen Materials wendete Kieler elektrische Straßenbahn mußte ihre Fahrten einstellen. Aus Triest wird über einen bon Schneestürmen begleiteten polizeilichen Zensurfcheere zum Opfer gefallen, daher in unserem Feuilleton der Referent ſich ſodann gegen den Freifinu, er beleuchtete bessen Ortan berichtet, wie er dort seit Jahren nicht erlebt worden Artikel vom 19. März die verstümmelte Wiedergabe. Verhalten zur Sozialgefeßgebung, zum Militarismus, zum Vereins ist. Die Schifffahrt ist eingestellt. Den Hafen können Fahrzeuge H. E., Georgenkirchstraße. 1. Hauspflege". Verein zur Pflege und Bersammlungsrecht, zum allgemeinen direkten Wahlrecht und weder verlassen noch anlaufen. In England nehmen die Todes: des Hausstandes und der Kinder bet der erkrankten oder im Wochenbett ſch zum indirekten Steuersystem, er verwies auf das wirken der frei- fälle an Grippe stetig zu. finnigen Partei in den Kommunen und Landtagen und kam Feststellungen aus den 33 größten Städten Englands in den letzten urban. Dort erfahren Sie das Nähere. Die Sterblichkeitsziffer ist dadurch nach befindenden Hausfrau. Vorsisende: Frau Sanitätsrath Schwerin, An der Schleuse 13. 2. Das Wöchnerinnenheim" befindet sich Aut dabei zu dem Schluß, daß das Handeln dieser Partei zwei Wochen von 19,5 auf 23,3 gestiegen. Der Schneefall in Paris A. B. 88. 1. Der Anspruch auf Rückerstattung der Hälfte der Klebes feineswegs ihrem Programm entspricht, daß sie längst die Ber- war am Montag und Dienstag derart, daß der Wagenverkehr nur marten steht den weiblichen Personen zu, die in den Stand der Ehe tretem tretung demokratischer und freiheitlicher Forderungen aufgegeben hat. mit größten Anstrengungen aufrecht erhalten werden konnte. Dabei Dieſer Anſpruch muß aber binnen drei Monaten nach Eheschluß bei dent Nachdem der Redner noch das reaktionäre Gebahren der Konfer- fant die Temperatur bedeutend. In der Umgebung von Baris richtete Borstande der Versicherungsanstalt geltend gemacht werden, an welche zuletzt Sozialdemokratie, der auch noch die Aufgabe zugefallen ist, die die Kälte schweren Schaden an. Viele Obstbäume ſtanden schon in Beiträge entrichtet sind. Voraussetzung des Anspruches ist, daß 235 Marten geklebt sind. Formulare für eine Anmeldung hat die Buchhandlung bürgerlichen Freiheiten zu vertreten und die Angriffe der Reaktion Blüthe, die durch Schnee und Frost vernichtet wurde. Auch die Vorwärts vorräthig. Mit der Erstattung erlischt die durch das frühere abzuwehren, verwiesen hatte, forderte er die Versammelten auf, Provinzen wurden von dem Wettersturz betroffen. In Havre fiel Bersicherungsverhältniß begründete Anwartſchaft, dermaleinſt Reichsrentnerin 2. Ist eine Quittungskarte verloren gegangen, so ist der Are recht rege dafür thätig zu sein, daß bei der bevorstehenden Neuwahl der erste Schnee in diesem Winter und in manchen Gegenden gab zu werden. better berechtigt, die Ersetzung der Karte durch eine neue zu verlangen. in diesem Streise die Sozialdemokratie, die Vertreterin der es mehrere Zentimeter dickes Eis. Stellen Sie einen dahingehenden Antrag bei der Polizei, ver besitlosen Bevölkerungsschichten als Siegerin hervorgeht. Der Der Physiker Gustav Wiedemann ist gestern in Leipzig, abjäumen Sie aber nicht, rechtzeitig, eventuell vor Ertheilung 2. 9. Nein zweistündige Vortrag wurde mit lebhaftem Beifall aufgenommen. wo er an der Universität eine Professur bekleidete, im Alter von der Erfaßkarten den zu 1 geschilderten Antrag zu stellen. Nachdem Martwald an einigen Beispielen den Freifinn in der 72 Jahren gestorben. Wiedemann hat sich durch seine Erforschung fehen und können nach Ablauf des Termins beim Amtsgericht flagen. M. 91. Sie müßten erst einen bestimmten Termin dem Betreffenden Theorie und Praxis fritisch beleuchtet hatte, ergriff der Kandidat des der Naturgeseze des Magnetismus, der Elektrizität und der Wärme Gr. 16. Der Vater haftet nicht. S. R. Sie müßten fündigen. Kreises, Genosse Richard Fischer, das Wort, um in kurzen einen hervorragenden Namen erworben. Seine Hauptschriften find. M. Münden. Wenden Sie sich an den Regierungspräsidenten. Zügen der Versammlung die gegenwärtige politische Situation vor das zweibändige Werk:„ Die Lehre vom Galvanismus und Elektro- Otto. Sie müssen rechtzeitig mittheilen, daß Sie verhindert sind und bis Augen zu führen. Der Redner unterzog das Verhalten der Regierung einer treffenden Kritit, er erinnerte hierbei daran, daß magnetismus" und das vierbändige Werk:" Die Lehre von der wann und wo Sie vernommen werden tönnten. Die Zwangsmaßregelit E. 50. Der Standesbeamte braucht dieselbe Regierung, die bei den Zusammenfünften der Groß- Elektrizität". Er war auch Redakteur der Poggendorff'schen Annalen find diefelben wie im Strafprozeß.- E. 50. sich mit solcher Erklärung nicht zufrieden zu geben. Reichenbergerstr., industriellen durch eine ganze Anzahl Abgeordneter vertreten ist, um der Physik und Chemie". Frau B. 1. und 2. Nein, falls nicht etwa zum Ausrücken berechtigende. die Wünsche derselben, die auch stets die ausgiebigste Beachtung W. M., Charlottenburg. 1. Nein. 2. und 3. Ja.. Eine aufregende Szene spielte sich am 21. März in einer Gründe vorlagen. G. K. 8. Ja. M. G. N. W. 4. Nein, die tägliche Kündigungs finden, entgegenzunehmen, für die Arbeiter feine Beit hat Gaststube zu 8ittau ab. Es hatten sich dort ein Mann und ein M. S. 57. 1. Ja. 2. Die Höhe der gilt weiter als vereinbart. und die Entsendung eines Regierungsvertreters, wie es Mädchen niedergelassen, die eifrig miteinander sprachen. Plöglich Gerichts- und Anwaltskosten hängen nicht von der Anzahl der Termine, dem letzten Bauarbeiter- Kongreß erst geschehen ist, einfach ablehnt, trachte ein Schuß und schwer verletzt fant das junge Mädchen auf sondern von der Höhe des Streitgegenstandes und davon ab, ob mündlich Er verwies auf eine Reihe von anderen Vorgängen, die das ar- den Siz nieder. The die erschreckten Gäste es verhindern konnten, verhandelt und Beweis erhoben erhoben ist. 3. Ja, auch direkt am Gericht. beiterfeindliche Verhalten der Regierung, die sich nach eigenem Aus- richtete der Mörder den Revolver auf sich selbst, und mitten durchs 4. Die Höhe der Zeugengebühren steht in feinem Zusammenhang damit, spruch nur als die Vertretung der befizenden Klaffe hält, zur Ge- Herz getroffen stürzte er to dt nieder. Der Toote war ein Bürsten- eine Beeidigung stattgefunden hat. 5. Ihre Mittheilungen reichen a 6. In Wohnung bringen. nüge fennzeichnet. Im Weiteren erinnert der Redner an die jüngsten fabrikant. Das 17 jährige Mädchen stand bei ihm im Dienst. An- antwortung dieser Frage nicht an. Debatten im Herrenhaus, wo die Junker und auch die Regierung scheinend ist die That im beiderseitigen Einverständniß ausgeführt. M. 1. Dieſe ſehr verwickelte Sache läßt sich nicht im Brieffaffen e die arbeitende Bevölkerung nicht im Zweifel laffen, was es von worden. Ob das Mädchen mit dem Leben davonkommen wird, erledigen. Der Antrag der Geschäftsordnungs- Kommission wurde einstimmig angenommen. N. Sch., Nieder- Schöneweide. Frage unverständlich. dieser Seite zu erwarten hat, er innerte an die in Aussicht scheint fraglich. H. S. Der Arbeiter fann nach§§ 115, 116 Gewerbe Ordnung flaget, 6. 20. gestellte Zuchthausvorlage und forderte schließlich auf, fortgesetzt im der Arbeitgeber ist nach§ 146 der Gewerbe- Ordnung strafbar. Sinne der Sozialdemokratie zu wirken, um der Reattion ein Baroli Einen Mordversuch hat am 21. März in Löbtau der Alimente sind zu zahlen. Pfändbarkeit der betreffenden Forderung und des zu bieten. Durch stürmischen Beifall erklärte die Versammlung ihr Zimmermann Ernst Gerstenberger an seiner von ihm getrennt Cohnes ist soweit zulässig, daß dem Schuldner und seiner Familie tennt Nothwendige berbleibt. bestimmten Satz Einverständniß mit den Ausführungen des sozialdemokratischen Kan- lebenden Ehefrau verübt. Frau Gerstenberger, die sich zur Arbeit das bas A. N. 1. Nein. 2. und 3. Ja. æ. Nein didaten. Nachdem der Vorsitzende Lanka u die Anwesenden noch begeben wollte, wurde von ihrem Manne auf der Straße überfallen Gefeh nicht. B. J. 72. Wenn Sie nicht etwa etwas unterschrieben haben, sind Sie ersucht hatte, recht rege bei der Wahlarbeit thätig zu sein und fich und durch Messerstiche verlegt. Als die Schwerverletzte blutüberströmt nicht verpflichtet, tönnen aber Rückzahlung nicht begehren. 999 N. B. zu diesem Zweck bei dem Vertrauensmann zu melden, erfolgte Schluß am Boden lag, rief der Unmensch:" Run, Kind, mußt Du sterben! 1. und 2. Nein. 3. Geringe törperliche Fehler. Adam. 1.- 5.: Jeder der Versammlung. Erst Du, dann ich!" Einige hinzugekommene Personen rissen Gersten- Chefcheidungsflage muß eine Sühneversuch vorangehen. Zu diesem Behuf In der Versammlung, die bei Bickel in der Hafenhaide statt berger von seinem Opfer ab und übergaben ihn der Schußmannschaft. muß der flagende Ehemann seine Ehehälfte vor das Amtsgericht des Be fand, referirte der Reichstags- Abgeordnete Frig Bubeil. Redner Frau Gerstenberger hat zwei Stiche in den Vorderkopf sowie einen zirts laden, in dem der Mann seinen Wohnfiz hat. In dem Sühneverfahren Nach fruchtlofem Ausfall des Termins fritisirte die bürgerlichen Parteien. Was die Freifinnigen beider in den Hinterkopf und einen in die rechte Schulter erhalten; die findet eine Vertretung nicht statt. Schattirungen angehe, die beim Wahlkampf im zweiten Wahlkreise Verlegungen sollen nicht lebensgefährlich sein. Der Thäter wurde ist die Klage durch einen Anwalt beim Landgericht zu erheben. Kostenpnnft etwa hundert Mark. Wenn die Klage nicht vor dem 1. Januar 1900 be besonders in Betracht kämen, so feien sie angeblich für manche an die Staatsanwaltschaft abgeliefert. endet ist, ist Chefcheidung auf grund gegenseitiger Einwilligung nicht mehr politische Freiheit, für die die Sozialdemokratie auch eintrete. möglich. 6. Ja. J. W. 1000. In der Erpedition des„ Borwärts". Auf wirthschaftlichem Gebiete beweise jene, Voltspartei" indessen ihre Die Pulvermühle von Dupont in Penn's Grove( New Jersey) 35. 1. Rein. 2. Beide Grundstücke haften für den Zins. Bater A. F Volksfreundlichkeit auf eigenthümliche Weise. Man sehe sich nur ihre ist am Donnerstag in die Luft geflogen. Drei Arbeiter Sie müssen schleunigst, in derselben Art wie im Vorjahre gegen die frühere, D. G. 45. 1. Ja. 2. Nein. Stellungnahme in den Kommunalvertretungen an. Auch ihr Ver- wurden getödtet, hundert verletzt. Ueber hundert Häuser sind be- gegen die jetzige Einschäzung reklamiren. halten in den Barlamenten sei für sie bezeichnend. Nach dem Erlaß schädigt. 3. Für jede Beschädigung des Materials müßte der Betreffende kostenlos der Bäckereiverordnung des Bundesrathes, die der unbeschränkten aufkommen. Da Sie sich aber mit der Erklärung des Fabrikanten eins Ein Irrenhaus für Religionsftifter. Symbolismus und verstanden erflärten, müssen Sie zahlen. 23. N. 100. Sprechen Sie Ausbeutung der Bäckerei- Arbeiter steuern sollte, habe sogar der Magie blühen in England schon viel länger als anderswo. Sie sind mit Abschrift des Testaments in der Sprechstunde vor. Emma M. 20. Freisinnsheld, der große Eugen, vom Reichskanzler und im Abgeordneten- infolge deffen dort stärker, besser organisirt und„ ahnungsvoller". Beide Fragen find leider zu verneinen. Der Betreffende ist nach Ihrer hause vom preußischen Ministerpräsidenten verlangt, für die Außerkraft- In weiser Voraussicht haben sie ein„ Dalldorf" eingerichtet, das Schilderung ein Ruppfact, aber gerichtlich nicht mit Erfolg zu belangen. fetzung der Verordnung zu wirken. Auch gewisse Mittelschichten und das ausschließlich für ihre Abepten reservirt ist. In Broodmoor existirt Agrarier 1000. 1. Berliner Polizeipräsidium. 2. Ja. 3. Darüber beſtehen Kleinbürgerthum hätten von den freifsinnigen Bollsfreunden nichts ein Irrenajyl, wo fast alle Bubbhisten, Gnostiker, Rosenkreuzer, eine Unzahl Bolizeiverordnungen. 4. Nein. zu erwarten. frift fchwerde erfolglos. Stationen 757 23 Wiesbaden 7609 757 München Wien S Einen Better Stationen A. G. 20. Soweit ohne 3Schnee-2 Haparanda 7 59NN 2wolfent- 7 Petersburg 757 NW 3wolfent- 6 Cort 7679 1wolfent- 4 Aberdeen 764 3 4htb.bed.- 5 Paris Wetter Temp. n. C. 2wolfent- 21 1wolfent- 24 3polten! 1 2 heiter -2 1 756 MM 3 bedeckt Wetter Prognose für Sonnabend, den 25. März 1899. Theils heiter, theils wolkig, Nachts ziemlich strenger, am Tage gelinder Berliner Wetterbureau. Beim bevorstehenden Quartalswechsel empfehlen Zum Beiſpiel habe die freisimmige Boltspartei tein Särs und Magier Englands enden, die in den letzten Jahren den mündliche Rücksprache ersichtlich, sind Sie im Unrecht und wäre eine Be Wort gehabt zur Bertheidigung des Petitionsrechtes der Unterbeamten. Versuch gemacht haben, der Literatur, Kunst oder Religion ihrer Wo es sich um das Wohl von Hunderttausenden und Millionen Landsleute einen„ neuen Schwung" zu verleihen. Diese Witterungsübersicht vom 24. März 1899, Morgens 8 Uhr. handele, stehe der Freifinn der Sozialdemokratie als größter Gegner Kranten sind meist harmlos und unschädlich; einen großen gegenüber. Manche Konservativen seien nicht so reformfeindlich, wie Theil ihrer Zeit verbringen fie damit, sich gegenseitig gerade der Freifinn. An den thätigen Parteigenoffen liege es nun, zu bekehren und sich wechselseitig die Grundzüge ihrer Sen zweiten Wahlkreis, der infolge zu großer Siegesgewißheit an esthetit oder Philosophie flar zu machen. Den Rest ihrer den Freifinn verloren worden sei, wieder zu gewinnen. Zur Stich Mußestunden wenden sie auf die friedlichste Weise von der Welt an: wahl dürfe es nicht kommen, die Barole sei: Am 11. April muß fie machen Mufit, spielen Würfel, Karten, Billard oder malen; in die Sozialdemokratie fiegen!( Lebhafter Beifall.) Ewald er- Broodmoor wird viel Leinwand beschmiert. Dr. Brayn, der Leiter Swinemde. 756 mahnte dann die Versammelten, bis zum Tage der Wahl in jeder des Asyls, hat unter seinen Pensionären eine Schauspielertruppe und Hamburg 761 NNW Beziehung ihre Schuldigkeit zu thun. Der Sieg werde dann unser eine Orchester gegründet, die oft Vorstellungen und Konzerte ver- Berlin fein. Mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie schloß die Veranstalten; es soll unter den Frren Künstler von wirklichem Talent fammlung. geben. Die Gemälde und Kunstsachen, die von den Kranken an Der Verband der Stock und Schirmarbeiter hatte am gefertigt werden, werden zum Besten des Asyls verkauft. Das Asyl 21. d. M. eine Mitgliederversammlung einberufen, in der Adolf bejizt auch eine kleine Kirche. Alle Pensionäre wollen sie besuchen, Hoffmann einen mit Beifall aufgenommenen Vortrag hielt über: aber nur etwa ein Drittel der Insassen erhält die Erlaubniß dazu; Frost mit leichten Schneefällen und mäßigen nordwestlichen Winden. die anderen sind religiöse Fanatiker der ärgsten Sorte, die in der Auf was wir stola sind". Sodann wurde Kollege May zum Stirche sicher in Fatirtrisen verfallen würden. Revisor gewählt. Hildebrand berichtete hierauf, daß die Firma Gebr. Noa, Dresdenerstraße, vom Gewerbegericht Recht bekommen hat Vermiste Dampfer. Den Stürmen, die im Februar auf dem und demnach 5 Streifende zu 250 M. Konventionalstrafe verurtheilt sind. Atlantischen Ozean tobten, sind zahlreiche Schiffe zum Opfer ge= Herr Noa erklärte vor Gericht, er sei Jnhaber einer Weltfirma und könne fallen. Leider scheint die Verlustliste noch nicht abgeschlossen zu sein, Surch eventl. ausbrechenden Streit sehr geschädigt werden, weshalb denn noch zehn Schiffe werden vermißt, die Ende Januar aus er auch Kontrakte von 1/4 und 1/ 2jähriger Dauer mit einigen seiner nordamerikanischen Häfen nach Europa abgingen. Es sind dies die sich folgende Arbeiter geschlossen habe. Für ihn sei es eine Prinzipienfrage, denn Dampfer City of Wakefield", Alleghany"," Oberon"," Dora wenn er Recht bekommt, werden auch seine Freunde" derartig vor Förster"," Bicton"," Croft"," Laughton". Port Melbourne",„ Arcona" gehen. Hildebrand ging noch des Näheren auf die Kontrakte und Minister Maybach". Seit ihrem Abgange hat man von Berlin vierter Wahlkreis O.: Robert Wengels, Fruchts ein, und meinte, daß, wenn die weiteren Gerichtsinstanzen zu dem feinem diefer zehn Schiffe etwas gehört oder gefehen, und von Tag selben Urtheil kommen, das geseglich gewährleistete Stoalitionsrecht zu zu Tag schwindet immer mehr die Hoffnung, daß fie jemals an- Sechster Wahlkreis( Moabit): Karl Anders, Salzwedelers SO.: Friz Thiel, Staligerstr. 35 v. part. Straße 30, Hof II. nichte geworden ist. Es ist unmöglich, daß Arbeiter, die durch derartige kommen oder geborgen werden. Zusammen enthalten die obigen straße 8, part. im Laden. Wedding und Oranienburger Kontrakte gebunden sind, jemals die gute Konjunktur zur Verbesserung zehn Dampfer 29 464 Tons und haben einen Gesammtwerth von Vorstadt: Emil Stolzenburg, Wiesenstraße 14. Gesund ihrer Lebenslage ausnußen können. Es ist tief bedauerlich, daß 251 000 Dollars, während ihre Ladungen einen Werth von rund brunnen: ilhelm Gaßmann, Grünthalerstr. 64/65. Kollegen tros aller Warnung dennoch dieser Gesinde- Ordnung der 300 000 Dollars repräsentiren. Es sind bedeutende Kapitalien, die thaler Vorstadt und Schönhauser Vorstadt: Karl Charlottenburg: Gustad Gebr. Noa sich unterwarfen. Sie wurden dadurch zu Verräthern mit den Dampfern verloren gehen. Aber noch weit schwerer fällt mars, Kastanien: Allee 95/96. ihrer eigenen Klassengenossen, weil sie die Verpflichtung übernehmen, der Verlust an Menschen mit den Schiffen ins Gewicht. Wenn sich dorf: Frau übler, Sigmaringenstr. 34, und Frau Heinemann, Scharnberg, Schillerstr. 94, v. 1 Treppe.- Deutsch- Wilmers event. als Streitbrecher einzutreten. Alsdann wurde bekannt gegeben, auch zur Zeit die genaue Befagungsziffer der 10 Dampfer noch nicht Sigmaringenstr. 35.( Hier ist auch die„ Brandenburgische Bolts- Zeitung" zur daß die Mehrzahl der Streifenden in anderen Fabriken untergebracht angeben läßt, so dürfte dieselbe mit 300 Personen nicht zu hoch ge erhalten.) Rixdorf: Ostermann, Erfstraße 6. wurden und demzufolge nur noch diese Woche Sammellisten aus- griffen sein. Wenn nun auch noch die schwache Möglichkeit vorliegt, berg: Wilhelm Bäumler, Belzigerstr. 59, Seitenflügel part. gegeben werden. Saß wenigstens ein kleiner Theil dieser Leute von paffirenden Seglern Johannisthal- Nieder- und Ober- Schöneweide: Otto Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 26. März, Vormittags gerettet ist und vielleicht erst nach einigen Wochen in dem einen John, Ober- Schöneweide, Siemensstraße 7, Bigarrengeschäft. Annahmes 11 Uhr, in Keller's Festsaal, Koppenstr. 22: Feier der Jugendaufnahme. oder dem anderen Hafen gelandet werden kann, so ist doch wohl stellen: Nieder: Schöneweide: Karl Weber, Bigarrengeschäft. Johanniss Bortrag des Herrn Dr. Bruno Wille:„ Wo ist Gott." Gäste willkommen. leider mit Bestimmtheit anzunehmen, daß wieder mehrere Hundert Bernjee, Stirchstraße 15 in Friedenau. Bestellungen nehmen entgegen in thal: Senftleben, Restaurateur. Friedenau- Steglitz:. Samariter Kurfus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Sonn- braver Seeleute ihrem Berufe zum Opfer gefallen und eine Beute Steglitz: 5. Mohr, Düppelstraße 8, und& r. Schellhase, Ahorns abend, den 25. März, Abends 8 Uhr, in den„ Arminhallen", Kommandanten: des tückischen Meeres geworden sind. straße 15a. Baumschulenweg: Godel, Baumschulstr. 32 v. III. ftraße 20:11. Stiftungsfest, wozu der Vorstand ergebenft einladet.( Siehe Neu- Weissensee: Spediteur Heinrich Bachmann, vom 1. April auch Inserat.) Montag, den 27. März, Abends 9 Uhr, in der Zentrale ab Lehderstr. 1, part. links. Kommandantenstr. 20: Vortrag des Herrn Dr. Bischofswerder über:„ Die Außerdem sind sämmtliche Parteiliteratur fowie alle wissenschaftlichen Grundzüge der Krankenpflege". Werke dort zu haben. Auch werden Juferate für den Vorwärts4 entgegengenommen. " Konsum Verein Eintracht". Heute Abend 9 Uhr bei Prok, Annenstraße 9: Vortrag über:" Genossenschaftswesen". Gäste willkommen. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und Freitags abends von 72 bis 8 1hr abgehalten. W. W. Der Gummischlauch- Prozeß unter Leitung des bald darauf 1894 ftatt. Um Partei- Speditionen: RosenSchöne genaue Angabe der Adresse wird Bitte ausschneiden! Für den Ziethenfonds erhielt ich durch Genosse Gerisch in offensichtlich in Wahnsinn verfallenen Brausewetter fand am 8. und 9. Mai dringend gebeten. Briefmarken 8 M. 5 von A. St. Caffel und 3 von der Expedition bes Offenburger Bollsfreundes", ferner 3. M. 15 Pf. gesammelt " Wattenscheid gehört zum Regierungsbezirk Arnsberg, Landkreis Bochum, Landgericht Essen. Ein Amtsgericht befindet sich dort Verantwortlicher Redakteur: August Jacoben in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. r. 72. 16. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sobed, 25. März 1899. Volkswirthschaftliche Rundschau. Tab einems and Die Entvölkerung Frankreichs. aus dem Deutschen Reiche 1 236 875 Personen aus, demnach fast| Zivilstandes der Bevölkerung, so ergeben sich nach Bodio( zitirt bei Mehr Beachtung, als sie infolge des Zusammentreffens anderer 8 If mal so viel wie in der fast gleichen zehnjährigen Beriode Goldstein) für die Zeit von 1874 bis 1891 auf 10 000 lebige, verVorgänge der Politik fanden, hätten einige prinzipielle Bemerkungen aus Frankreich! wittwete und geschiedene Personen im Alter von über 15 Jahren über die Frage der Heeresvermehrung verdient, die kürzlich in der eine Machtverschiebung, wenn auch die Bevölkerungszahl nicht der Frankreich 458, England und Wales 526, Deutschland 530. Die Die Verschiebung der Bevölkerung bedeutet selbstverständlich auch folgende Zahlen der Eheschließenden: Schweiz 408, Belgien 419, französischen Deputirtenkammer gefallen sind; sie waren nicht nur an fich von hoher Bedeutung, sondern auch des Umstandes wegen, alleinige Maßstab für die Veränderungen der Machtverhältnisse ist. Seirathsfrequenz ist demnach bei den Franzosen zwar geringer daß es sich um die erste bedeutsame, nicht die Affaire Dreyfus be- in der Kulturwelt, seine Heere hielten die der verbündeten Gegner höher als in der Schweiz und Am Beginne des Jahrhunderts war Frankreich die gewaltigste Macht als in Deutschland und in England; fie ist aber viel treffende Erklärung eines französischen Kriegsministers nach der Ver- in Schach, eine lange Neihe von Kriegsjahren konnte das Land bebeutend günstigere Bahlen der natürlichen Volksvermehrung in Belgien, die aber öffentlichung der Kundgebung des Zaren handelte. Herr Freycinet mußte erklären, daß der Wettlauf in den Heeres- ertragen, Jahrzehnte von Kriegen waren voraus gegangen, bis aufweisen als Frankreich. Der von Napoleon I. im Inter rüstungen von Frankreich nur mehr in der Richtung der Qualität, Napoleon I. Befürchtungen hatte, daß er die durch die Kriege in esse der Vermehrung des Kanonenfutters aufgestellte Grundder Ausbildung, Ausrüstung, Bereitschaft u. dergl. aber nicht mehr feine Armeen geriffenen Lücken nicht mehr durch heimisches Soldaten- faz zur Förderung des Bevölkerungszuwachses außerhalb der Ghe in Bezug auf die Quantität der Heeresvermehrung vorgenommen material ausfüllen fönne. Seit Beginn des Jahrhunderts hat La recherche de la paternité est interdite"( Art. 340 des Code werden kann. Frankreich ist am Ende mit seinem Menschenmaterial; Frankreichs Bevölkerung um 12, die Englands und Wales' um civil, des französischen Bürgerlichen Gesetzbuches, wonach die Klage was der Militarismus der Bevölkerung herauspresien konnte, hat die Zeit feit Anfang der 70er Jahre gestaltete sich dieses Ver- Baterschaft und Gewährung von Unterhalt ausgeschlossen iſt) hat ca. 22, die Deutschlands um ca. 30 Millionen zugenommen. Für eines unehelichen Kindes gegen den Erzeuger auf Anerkennung der er gethan, ein Mehr giebt es nicht. Das ist der Sinn der hoch hältniß folgendermaßen: bedeutsamen Freycinet'schen Erklärung. Hier wollen wir die Die Bevölkerung Frankreichs nahm heute noch volle Gesegestraft, ohne aber die erwartete Wirkung ausbevölkerungsstatistische Unterlage der so lange aufgeschobenen, nun um ca. 2. die Englands um ca. 8, die Deutschlands um geübt zu haben; kamen doch in Frankreich auf 1000 nichtverheirathete aber unaufschiebbaren Erklärung der französischen Militärverwaltung ca. 12 Millionen zu. Frauen im Alter von 15 bis 50 Jahren 17 uneheliche Geburten gegenflarlegen.*) Es darf auch nicht unberücksichtigt bleiben, daß die Stellung der über 27 in Deutschland. Am Beginne des Jahrhunderts tamen in FrankDer Ueberschuß der Geburten über die Todesfälle betrug im französischen Sprache als Weltsprache immer mehr im Abnehmen 6-7 1850 waren 7,27 pet. der Geburten unehelich, Jahre 1897, wie vor wenigen Wochen eine amtliche Publikation über begriffen ist; während vor einem Vierteljahrhundert diejenigen, en reis, 7 uneheliche auf 100 Geburten überhaupt, bis 1825 ſtieg dieſe die Bevölkerungsbewegung Frankreichs feststellte, 108 000. Die An- wei Sprachen beherrschten, in der Regel neben ihrer Muttersprache von 1850 bis 1861 7,40 pct., von 1861 bis 1869 7,58 pct., 1876 zahl der Geburten betrug das Französische erlernt hatten, wird heute vielfach dem fran- erreichten sie mit 6,96 pet. ihren Tiefstand und stiegen dann bis 1897: 859 107 pin12 zösischen das deutsche, englische, selbst das russische vorgezogen; 1890 auf ca. 8 pet. In Bayern kamen dagegen 15, in Desterreich 13, 1896: 865 586 aber schon durch die natürliche Boltsvermehrung ist der Kreis der in Dänemard 11, in Schweden 10, in Norwegen 8,5, in Preußen Die Geburtenzahl ist demnach wieder im Rückgange. Wäre die französisch sprechenden relativ zurückgegangen gegenüber der englisch und in Ungarn 7,5, in Belgien und in Italien 7, in England 5, Sterblichkeit in Frankreich nicht verhältnißmäßig sehr günstig, günstiger und der deutsch sprechenden Bevölkerung. 46 Millionen sprechen in der Schweiz 4,5 und in den Niederlanden 3,5 ameheliche Geals in Deutschland z. B. gewesen, so wäre von einem Ueberschusse heute das Französische als ihre Muttersprache( Franzosen, fran- burten auf 100 Geburten überhaupte der Geburten über die Todesfälle überhaupt nicht zu sprechen. Anfang zösische Schweizer, etwas über die Hälfte der Belgier, die fran- Die Niedrigkeit der Geburtenziffer ist die Ursache der langsamen der 90 er Jahre überſtiegen infolge der Opfer der Influenza- Epidemie zösisch sprechenden Creolen und Kanadier), deutsch sprechen dagegen Bolksvermehrung in Frankreich. Während man auf 1000 Einwohner die Todesfälle die Geburten, das Verhältniß der Geburten zu den Deutsche in Ungarn, Rußland, Bosnien und außer Europa), und auf Reich 39, in Preußen 38,8, in Desterreich 38,4, in Holland 36,8, in über 80 Millionen( Deutsche, Deutsch- Cesterreicher, Deutsch- Schweizer, in Ungarn 43 Geburten pro Jahr, in Bayern 39,5, im Deutschen Todesfällen war damals 216 zu 229. Betrachten wir die französische Bevölkerungsbewegung für einen mindestens 115 Millionen schätzt man diejenigen, deren Mutterlängeren Zeitraum( 1806-1889) auf je 1000 Einwohner: sprache das Englische ist. Frankreichs große kolonialpolitische Erfolge versprechen keinen Jahre Staatswesen, fehit doch Frankreich die erste Vorbedingung für tolonialpolitische Erfolge: die Abgabe einer Ueberschußbevölkerung des Mutterlandes an die kolonisirten Länder; Frankreich müßte im Gegentheil den Betrieb vieler Bergwerke, Fabriken, Werkstätten und Handelsunternehmungen einstellen, würde es nicht von Ausländern folonisirt.(„ La France colonisée par les étrangers", jagt der jüngere Bertillon.) Kein Land in Europa beherbergt so viele Berfonen fremder Staatsangehörigkeit wie Frankreich; der Fremdenzustrom wächst sprunghaft. Man zählte bei den bei ben Fremde nicht gebürtige nicht naturalisirte naturalisirte Franzosen überhaupt 1851 506 881 1861 92879 280 Ueberschuß der Besten bar Die Todesfälle +5,0 +6,2 Perioden Heirathen burten Todes: fälle Erstes Kaiserreich 1806-1814 8,1 31,2 26,2 Restauration: 1815-1829 7,7 31,4 25,2 Louis Philipp 1830-1847 8,0 28,5 24,1 Zweite Republit 1848-1850 8.1 26,9 24,1 ( 1851-1860 7,9 26,3 23,9 1861-1868 8,0 26,5 23,0 Be +4,4 +2,8 +2,4 +3,5 7,3 24,6 28,8 Zweit. Kaiserreich Krieg, mit dem borangegangenen u. folgend. Jahre 1869-1872 Dritte Republit 1877-1881 1882-1884 1885-1889 1872-1876 -4,2 dauernden Nugen für die franzöſiſche Nationalität und das franzöfifche Frankreich blos 28,51 in 8,6 26,3 23,5+2,8 Boltszählungen 78277 36652 von 7,5 25,0 22,4 +2,6 7,5 24,8 22,2 +2,6 13 525 15 259 392 814 521 640 7,2 24,2 22,2 +2,0 Verminderung der legten Periode im Vergleich zur ersten auf je 1000 Einwohner 1866 655 036 16 286 671 322 ITH009H. 1872 740 668 15 303 755 971 1876 801 754 34 510 836 264 0,9 7,0 4,0 8,0 1881 1001 090 77 046 1 078 186 1886 1 126 531 103 836 1891 1 130 211 Diese Zahlenreihen zeigen eine fast ununterbrochene Verminderung der Geburtenzahl, freilich sinft auch die Zahl der Todesfälle, aber nicht so rapid wie die Geburtenzahl, so daß auch eine fast ständige Verminderung des Ueberschusses der Geburten über die Todesfälle zu Tage tritt. Goldstein hat die Bevölkerung der wichtigsten europäischen Kulturstaaten zu Beginn unseres Jahrhunderts mit den Ergebnissen der neuesten Volkszählungen in Vergleich gestellt. Es ergab sich da das folgende Bahlenverhältniß: zu Beginn England und Wales. Deutschland im heutigen Umfange. Frankreich 170 704 35,1, in Schottland 34,7, in Belgien 31,5, in Dänemark 31,3, in Norwegen 30,8, in Schweden 30,2, in der Schweiz ebenso viele, in Jrland 26,4 zählte, fielen in die gleiche Beobachtungsperiode in Ständig ist die Geburtenzahl in Frankreich im Laufe dieses Jahrhunderts gesunken. Man zählte auf 1000 Einwohner lebend ges borene Kinder in den Jahren 3319 1801-1810 1811-1820 32 31 29 # 1821-1830 1831-1840 1841-1850 1 27 1851-1860 26 1861-1870 26 in 1871-1880 25 1881-1890 24 1891-1895 21,6. Departements mit sinkender Bevölkerungszahl 29 steigender Die Verminderung der Geburten seit Anfang des Jahrhunderts wurde ausnahmslos in allen Departements festgestellt; merkwürdig ist auch, wie die folgende Kleine Tabelle zeigt, daß die Zahl der Departements steigt, in denen die Bevölkerung abnimmt, und die Zahl derjenigen dagegen sinkt, in denen die Bevölkerung noch in der Zunahme begriffen ist. 1886 1891 1896 55 63 58 32 23 1 230 417 $ 1300 915 Nur die größeren Städte und die anderen hochindustriellen BeInnerhalb 40 Jahren hat sich die Zahl der nicht naturalisirten zirke weisen in Frankreich noch eine Bevölkerungszunahme auf. Fremden fast verdreifacht, die der naturalisirten fast verdreizehnfacht! Während der relative Bevölkerungszuwachs im Deutschen Reiche Diese Zahlen beleuchten ein Stück sozialer Geschichte und Bevölke-( nach seinem heutigen Umfange), in Oesterreich, England und Italien rungs- Politik flarer als lange Auseinandersetzungen. Die Zu fast unverändert blieb, zeigt Frankreich auffallende Rückgänge, wie wandernden stammen ausnahmslos aus Ländern mit günstigeren die folgende Tabelle zeigt: Bevölkerungsverhältnissen; würde man in der französischen Statistik der Bewegung der Bevölkerung" die natürliche Boltsvermehrung Franzosen und die geborenen Ausländer getrennt verarbeiten, so dürfte sich unzweifelhaft ein absoluter Rückgang der von geborenen Franzosen stammenden Bevölkerung ergeben. unſeres Jahrhunderts Ueberschuß der Geburten über die Todesfälle) für die geborenen Millionen 9 31 22-23 27 53 39 Für das Jahr 1700 wird die Bevölkerung Frankreichs auf 10, die von Großbritannien und Irland auf 8-10, die vom damaligen Deutschland, also mit Einschluß des nicht ungarischen Oesterreichs, auf 19 Millionen geschäßt. Aeußerlich kann eine Erscheinung der BevölkerungsentwideYung, wie sie Frankreich aufweist, durch eine oder mehrere der folgenden drei Ursachen erklärt werden: geringe Zahl der Cheschließungen, niedrige Geburtenziffern, starte Sterblichkeit. Die erste und die letzte Ursache verursachen nicht das Zurückbleiben des Bevölkerungszuwachjes hinter dem Deutschlands, Englands und anderer Staaten. Kein europäischer Großstaat außer Großbritannien und Irland hat günstigere Sterblichkeitsverhältnisse wie Frankreich. Ju den Jahren 1881-1890 famen auf 1000 Einwohner Todesfälle: in Spanien. Ungarn Oesterreich. Bayern 1994 Sachfen buatan, Italien Frankreich hatte demnach am Anfang des Jahrhunderts die größte Bevölkerung dieser Staaten, seine Einwohnerzahl betrug ca. 47 pet. der Gesammtbevölkerung dieser drei Länder, dagegen am Ende des Jahrhunderts blos noch 32 pct. derselben; zu Beginn der großen Revolution betrug die Bevölkerung Frankreichs ca. 1/4 der Gesammtbevölkerung der damaligen fünf Großmächte, heute nur fehr wenig mehr als 1/8 derselben. Bei all' diesen Berechnungen ist aber nicht in Betracht gezogen, daß im Laufe dieses Jahrhunderts England( 1815-1891 über 131/8 Millionen) und Deutschland( 1832 bis 1891 fast 5 Millionen) viele Millionen durch Auswanderung verToren haben, während der Verlust der französischen Bevölkerung durch die Auswanderung verhältnißmäßig sehr unerheblich war, fo 3. B. in den zehn Jahren 1880-1889 blos 103 283 Seelen, dem- ost nach in diesem langen Zeitraume kaum mehr als die Hälfte der deutschen Auswanderung in dem einen Jahre 1882( 203 585 Seelen) betrug; in der zehnjährigen Periode 1882-1891 wanderten *) Turquan, Manuel de Statistique pratique, Paris und Nanch 1891. Bertillon, Dr. Jaques, Le problème de la dépopulation, Baris 1897. Goldstein, Dr. J., Die vermeintlichen und die wirklichen Ursachen des Bevölkerungsstilstandes in Frankreich( Separatabbrud ber " " 320) soi 1 " " " " Württemberg Breußen. Baden Frankreich Niederlande. Belgien 32 32 29 28 28 27 26 25 24 21 20 22222222EERS England und Wales 19 Schottland Dänemart. Irland Norwegen Schweden 1841-1850 1881-1890 Deutschland 88 88 Desterreich 38 England 38 83 33 Italien 37*) 88 Frankreich 27 24 dann( 1890) 21,6 Bertillon, der jüngere, ruft, nachdem er diese Ziffern angeführt hat, aus: " Damit Frankreich sich seinen gegenwärtigen Rang erhalte ( ich sage nicht, damit es sich seine frühere Stellung zurüderwerbe), muß fich die Geburtenhäufigkeit auf 38 v. 2. steigern, es muß also bei einer Bevölkerung von 381/2 Millionen 1464 000 Geburten pro Jahr aufweisen, eine Biffer, welche um 630 000 seine gegenwärtige Geburtenzahl übersteigt." Selbstverständlich wirkt dieses Zurückbleiben der Bevölkerungs- Vermehrung auch auf das Militär- Ersatzgeschäft. Troßz aller schlechten Erfahrungen, trotz aller Reklamationen bon ausländischen Staaten und Kritiken von den eigenen LandsIeuten, werden wie für die Industrie fremde Arbeiter, gt für die Armeen in den Kolonien Fremdenlegionäre ans idgetvorben. Während Frankreich nach dem deutsch französischen Kriege in der Rekrutenzahl nicht weit hinter dem Deutschen Reiche ( 296 324 Refruten in Frankreich, 330 136 im Deutschen Reiche), hatte das Deutsche Reich 1896 um die Hälfte mehr Stellungspflichtige wie Frankreich und, entwickeln sich diese Verhältnisse in gleicher Weise fort, wird im Jahre 1910 das Deutsche Reich doppelt so biel Stellungspflichtige haben wie Frankreich. 19 19 d 18 17 17 2 Verschiedene Bände des Annuaire statistique de la France in England ca. 75 und im Deutschen Reiche Frankreich ca. 74, in| der Statistique générale de la France und andere Materialien. Mnternehmer- Verbände. Weniger günstig, aber noch nicht direkt ungünstig ist es um die Bahl der Eheschließungen bestellt. Im Durchschnitt der Jahre 1881 bis 1890 famen auf je 10 000 Einwohner in ca. 78 Eheschließungen. Berücksichtigt man die Verschiedenheit des Altersaufbaues und des Geld sei ihr von ihrer ehemaligen Schlafwirthin, die Beklagter am Löhnungstage zu sich ins Geschäft bestellt habe, weggegrabfcht" worden. Sie schulde der betreffenden Frau St. allerdings 3,50 M. und habe ihr " Man ersieht hieraus klar, daß das Deutsche Reich keinerlei Ver anlassung hat, jede Veränderung im französischen Heeresverbande sofort zu übertrumpfen. Das natürliche Uebergewicht des Deutschen Reiches steigt so erheblich von Jahr zu Jahr, daß selbst Anhänger des Militarismus einsehen könnten, daß das Deutsche Reich ohne jeden Nachtheil für seine militärische Position und mit dem größten Vortheile für seine ökonomische und politische Entwickelung das Spiel mit der ewigen Schraube aufgeben könnte. ") In den Jahren 1865-1870. -XXXSeidenpapier- Kartell. Auf eine Anregung in Nr. 12 der diese Summe auch zahlen wollen; die Frau wollte jedoch durchaus 4,50 M. fich der Schmied mitten Hufeisen des andern zu lösen. Das " Die Landwirthschaftliche Berufsgenossenschaft und Hufschmiede: Arbeiten. Zu dem ländlichen Hufschmied Nolte tam eines Tages der Landwirth Nabe, um seine Pferde beschlagen zu lassen. Während dem sein breiBapier- Beitung" haben sich alle deutschen Fabrikanten feiner und haben, was für das wenige mangelhafte Effen und für die schlechte zehnjähriger Sohn die alten Hufeisen des andern zu lösen. Das mittlerer Seidenpapiere mit Ausnahme einer einzigen bereit erklärt, Schlafgelegenheit zu viel wäre. Klägerin habe mit der Tochter der Pferd schlug aus und verlegte den Knaben an der Hüfte. mittlerer Seidenpapiere mit Ausnahme einer einzigen bereit erklärt, Frau St. zusammen in einem einschläfrigen Bett geschlafen, und was Sein Vater beantragte darauf für das Kind bei der westfälischen Vereinbarungen zu treffen, die zur Verhinderung gegenseitigen Vereinbarungen zu treffen, die zur Verhinderung gegenseitigen das Effen angehe, so tönne man ihr nicht zumuthen, für Kartoffeln landwirthschaftlichen Berufsgenossenschaft eine Unfallrente. Unterbietens geeignet sind und die Preise auf einem Niveau zu mit Stippe mehr als 25 Pf. zu zahlen. Frau St. wolle dafür 30 Pf. Berufsgenossenschaft erkannte den Anspruch nicht an und das halten, bei dem mit Rugen gearbeitet werden kann. Auch ist man haben und für eine Tasse Gerstentaffee mit einer Schrippe beanspruche Schiedsgericht verivarf die Berufung des Klägers mit der Be bemüht, eine Verständigung mit den österreichischen Seidenpapier- fie 10 Bf. Die Kammer I vernahm die Schlafmutter" als Beugin. gründung, daß die Ausführung von Hufbeschlag- Arbeiten an Thieren Fabrikanten herbeizuführen. Frau St. bekundete, daß der Beklagte sie nur in seinem Geschäft während landwirthschaftlicher Betriebe nur dann bei der landwirthschaftVerband der Blechemaillirwerke. Eine in Berlin abgehaltene der Lohnzahlung geduldet" habe. Herr Hinz habe auch der Klägerin lichen Berufsgenossenschaft versichert sei, wenn fie der beVersammlung deutscher, österreichisch ungarischer, schweizer und das Lohnbuch mit dem Geld hingeschoben, so daß diese es erfassen treffende Landwirth nicht bei einem selbständigen Handrumänischer Blechemaillirwerke beschloß im Prinzip die Gründung fonnte. Im entscheidenden Moment sei sie, die Beugin, ihr jedoch werter vollziehen laffe. Das Abreißen der alten Eisen gehöre eines internationalen Verbandes behufs gemeinsamer Preisfeftjeßung. zuvorgekommen und habe ihr das Geld unter den Händen mit dazu. Es sei somit anzunehmen, daß der Verletzte Nachdem die belgischen, französischen und holländischen Werte tele- borgeholt. Die 15 Groschen, die sie zuviel gegriffen, könne lediglich im Betriebe seines Vaters thätig sein wollte und in diesem graphisch ihre prinzipielle Zustimmung erklärt haben, wird mitte sich ja die Klägerin von ihr abholen(!), von den 4,50 Mark Betriebe verunglückt sei. In Betracht komme auch, daß sich das April 1899 die tonstituirende Generalversammlung einberufen werden. affe aber feinen Pfennig ab. Der Vorsitzende Unglück auf dem Gehöft des Schmiedes ereignet habe. Der gegen Techow rügte das gegen die Stlägerin angewandte Verfahren diese Entscheidung eingelegte Returs wurde vom Reichs- Ber und versuchte einen Vergleich herbeizuführen. Nach einigem Besicherungsamt als unbegründet zurückgewiesen. Der Vorsitzende mühen gelang ihm dies auch. Der Beklagte Hinz gab der Klägerin führte aus, daß sich ein landwirthschaftlicher Betriebsunfall hier 2,80 m., während sich die 3eugin verpflichtete, ihm 1,50 Mart nicht annehmen lasse. Wenn überhaupt in einem Betriebe, dann Vom Elend der Proletarierin. Wegen eines Lohnbetrages zurückzugeben, so daß fie thatsächlich die Forderung in Höhe von fei der Knabe im Hufschmiede- Betriebe seines Vaters thätig gea bon 6 M. flagte die Plätterin F. gegen den Plättanstalts Befizer| 4,50 M. durchgebrüdt hat. Die milde Birthin erklärte mit Nachdruck, wefen. 13 Hinz beim Gewerbegericht, indem sie geltend machte, das hiervon auf teinen alt etwas abzulassen. Soziale Rechtspflege. 0 0107 Für den Inhalt der Jujerate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, den 25. März. Urania Taubenstrasse 48/49. Im Theater: Das Land der Fjorde. Im Hörsaal: Opernhaus. Die verkaufte Braut. Dr. Nass: Die Elemente der Bergißmeinnicht. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. 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April, desgleichen zur Treptow- Sternwarte sind bei Otto Franke, Pallisadenstr. 9( im Restaurant) zu haben. Achtung! Former Achtung! Sonntag, den 26. März 1899, Mittags 12 Uhr: q Große öffentliche Versammlung der Former und aller in Gisengießereien beschäft. Arbeiter M im Kolberger Salon, Rolbergerstraße 23. Tages Ordnung: 242/12 Sozialdemokratischer Wahlverein f. den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Den Genoffen zur Nachricht, daß unfer witglied, der Schleifer Hubert Kessler Achtung, Bauarbeiter! Sonntag, den 26. März, Mittags 12 Uhr, findet bei Stechert, Andreasstr. 21, eine öffentliche Versammlung der Bauarbeiter Berlins und Umgegend statt. er: Da voriges Jahr ein Beschluß herbeigeführt wurde, alle öffentlichen Versammlungen werden von Seiten der Kommission einberufen, die Kommission jedoch von der Einberufung der Versammlung nichts weiß, suchen wir die Kollegen, in dieser Versammlung recht zahlreich zu erscheinen. 30/4 Die Lohnkommission. 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Die bestehenden Arbeitsnachweise und wie sie für den Arbeiter am praktischsten find, unter Berücksichtigung des Arbeitsnachweises der Metall: Beerdigung findet am Sonntag Nach induſtriellen. Referent: Stollege Alwin Körsten. 2. Distuffion. 3. Die Ber- mittag 3 ihr vom Angustahofpital, hältnisse in verfchiedenen Gießereien. 4. Wahl von Revisoren. Scharnhorststraße, aus nach dem Neuen Da die Versammlung pünktlich eröffnet wird, bittet um zahlreiches Er- Nazareth- Kirchhof statt. scheinen 115/11 Der Einberufer. Zahlreichen Betheiligung erwartet 246/11 Der Vorstand. Uus Deutscher Holzarbeiter- Verband. Deutscher see Zahlstelle Berlin. osad Metallarbeiter- Verband ( Verwaltungsstelle Berlin). 10 Uhr, verstarb unser Mitglied, der Donnerstag, den 23. März, Abends Metallschleifer le bag nehoda Zur Beachtung! Die Bahlstellen bleiben am Sonnabend vor Ostern( 1. April) geschlossen. Heute letzter Zahlabend in diefem Quartal. Montag, den 27. März, Abends 84 Uhr, im Wedding- Park, Müllerstraße 178: soor Hubert Kessler. Branchen- Versammlung der Modell- und Fabrik- Tischler. Shre seinem Andenken! Tages Ordnung: 08.a. 1. Die Ansichten von Stumm und Genossen über die Arbeiter Organi fationen. Referent: Reichstags- Abgeordneter Zubeil. 2. Verschiedenes. 1. Bortrag des Genoffen Georg Wagner über: Industrielle Ent Die Beerdigung findet Sonntag Nach dem Neuen Nazarethtirchhof statt. mittag 3 Uhr vom Augustahospital nach Die Ortsverwaltung. widelung. 2. Distuffion. 8. Jahresbericht und Neuwahl der Werkstatt Verband der Buchbinder 2c. Kontrollkommission. 4, Verschiedenes. Bahlreiches Erscheinen der Kollegen ist wegen der Wichtigkeit der Tages ordnung dringend nothwendig, a Am Sonntag, den 26. März, Nachmittags 6 Uhr, findet seitens der Branchen ein Besuch der Treptower Sternwarte ftatt und werden die Kollegen ersucht, sich zahlreich hieran zu betheiligen. Treffpunkt Nachmittags 1 lg i udwig's Park- Reſtaurant( frither Jacob), Köpenider Landstr. 25/26( 2 Minuten vom Bahnhof Treptow). Billets à 75 Pf. find auf allen Bahlstellen des Verbandes zu haben. 79/416011 Die Ortsverwaltung. Achtung! Manrer. Achtung! Sonntag, den 26. März 1899, Vormittags 10 Uhr ( Nixdorf 11 Uhr): ung de 7 Mitglieder- Versammlungen des Zentral- Verbandes deutscher Maurer für Berlin und seine Vororte. Tagesordnung in allen Bersammlungen: 1. Der Werth der gewerkschaftlichen Organisation refp. die Vortheile ber deutschen Maurerschaft in Bezug auf die Verbesserung der Lohn- und Arbeitsbedingungen durch den 8entral- Berband deutscher Maurer. 2. Dis fussion und Gewerkschaftliches. olg 136/10 Süden bei Sitzenstock, Gueifenauftr. 67.97.1 Referent Herborn- Frankfurt a. M. Moabit, Wedding, Oranienburger Vorstadt: Borussia- Sale, Aderftr. 6-7, Referent Efftinge- Hamburg. Westen: Königshof, Bülowstr. 37. Referent Thöne- Staffel. Südoften: bei Brüder, Waldemarstr. 75. Referent Koch Gr. Ottersleben. = Often: Königsbank, Gr. Frankfurterstr. 117. Referent Voigt- Magdeburg. Charlottenburg: Bismarckshöhe, wilmersdorferstr. 39. Referent: Hartwig- Hamburg. Rixdorf: Referent 3. Staningt- Samburg. Gröppler, Bergstr. 147. Möbel v. d. billigsten bis zu den elegantesten Neueste Gewebe u. Muster in Tüll, Tüllspachtel, Mull mit Tüll und Mull- Gardinen ( auch Reste). Jeder Käufer erhält ein Jubiläums- Geschenk. Gardinen Muster zur Ansicht portofrei. 974L* Kinder-, Puppen-, Sport-, Kasten-, Leiter- u.Ziegenbockwagen, Kindertische, Kinderklappstühle, Krankenwagen, auch leihweise für Erwachsene u, Kind., Triumphstühle. und Polsterwaaren. Reelle Arbeit. Reise- u. Papierkörbe, Blumentische, Ganze Einrichtungen zu billigen Breifen.[ 11642* Korbwaaren jeder Art, KinderbettFranz Tutzauer, Brunnenstraße 152. stellen. Grösstes Lager Berlins. Auf Kinderwagen gest. Theilzahlung. Schöner schattiger Garten A. W. 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A.: Franz Schulz, Griebenowstr. 5. richt, daß unsere Kollegin Da vielfach angenommen wird, daß unser Maskenball wegen des darauffolgenden Palmsonntags nur bis 12 Uhr stattfinden darf, hält der Borstand es für seine Pflicht, mitzutheilen, daß der Maskenbau wie jeder bisherige die ganze Nacht dauert. ( 94/7] Hedwig Grützmacher am Abend Mite item ber forben ist. Ehre Andenken! Die Beerdigung findet morgen, Sonntag, Nachmittag um 3 Uhr vom Trauerhause Rathenowerstr. 30 aus nach dem neuen Johannes: Kirchhof in Plößensee statt. Um recht rege Betheiligung bittet 23/18 Die Ortsverwaltung. Kranken Unterstütungsbund der Schneider. Unser Mitglied W. Kiel ist am 22. d. M. verstorben. Die Beerdigung findet am Sonn abend, den 25. März, Nachmittags um 52 Uhr, in Wilhelmsberg auf dem Markus- Kirchhof statt. 166/8 Die Ortsverwaltung. Arbeiter- Radfahrer- Verein Berlin. Sonntag, 26. März: Trainir- Tour nach Teupih. Abf. 7 Uhr, Schlesische Brücke. Achtung! 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