Sbrzelprels 79 Heller. Mns rei Tschekiste n", von denen einer deutsch, die anderen russisch oder tschechisch sprachen, mit einem Kraftwagen, der das Berliner Kennzeichen„IA" Nug, beim Richard Wagner-Denkmal, in dessen Nähe sich di« Münchener Wohnung Hitlers befindet,, vorgefahven und hätten drei Haiüraranaten und Munition in der Nähe des Denkmals niedergelegt. Noch Angabe von Zeugen stehe es fest, daß geplant war, beim Anfahren des Kraftwagens des Reichskanzlers durch die Prinzregentenstraße ein Attenat mit Handgranaten auf ihn auszuführen. Durch das Hi-nzukommen der alarmierten Polini seien die drei„Tschekisten" verjagt worden; man hätte sie bisher nicht fassen können. Die Handgranaten mit den. Sprengkapseln seien sichergestellt worden. Man könnte über diesen„Attentotsplan", der erheblich dümmer zusammengestellt ist als der Brand im Reichstag, kommentarlos hinweggehen, wenn nicht Herr Himmler daran die Drohung geknüpft hätte:„Sobald der' erste Schuß falle, auch wenn er sein Ziel nicht erreichte, wsirde es in Deutschland zu einem Chaos ohne gleichen und zum größten Pogrom kommen, war leine Staatsmacht der Welt verhindern könne." Soll aus dies« Weise erst di« richtige „Rächt der langen Messer" von Amts wegen vorbereitet werden? Die halbe Hlllspollzel besteht ans Verbrechern. Berlin, 20. März. Rund di« Halst« der fasciftischen Hilsspolizei in Berlin mußte entlasten und durch ander« SA-Leut« ersetzt werden, nachdem das Kommando der Schutzpolizei festgestellt hat, daß es sich bei diesen durchwegs um kriminell.vorbestrafte Mensche« oder um solch« gehandelt hat, die die Haussuchungen bei politischen Gegnern planmäßig zum Diebstahl ausgenutzt haben. SPD-Funktionäre vogelfrei / Freithal in Sachsen, 20. Marz.(Eigenbericht.) Der Parteisekretär für den Unterbezirk Freithal der SPD Arno Hennig ist verhaftet worden. Auch die übrigen Sekretäre des Bezirkes Ost-Sachsen werden von der Kriminalpolizei oder SA-Banden gesucht. Man hat sie aber nicht finden können. Auch nach zahlreichen anderen Funk- tionären der SPD geht die wild« Suche weiter. Das alles ist offenbar daraus abgesehen, jede Arbeit für di« sozialdemokratisch« Partei unmöglich zu machen. Man will di« SPD ossi. ziell noch nicht verbieten, um sagen zu können, daß man auch ohne Verbot Mit ihr fertig g«. worden sei. Dieses gemeine Manöver wird aller» dings an der Opferwilligkeit der sozialdemokratischen Parteimitglieder scheitern! Bochum» 20. März. Der Chefredakteur der „Westfälischen Allgemeinen Bvlks'.ci ung" und eine Anzahl von sozialdemokratisch?« Funktionären wurden sestgenommen. Braunschweig, 20. März. Der sozialdemokratische Abgeordnete Minister a. D., Dr. Ia- s p e r! der Vorsitzende des früheren sozialdemokratischen Staatsministeriums, ist in Schutzhaft genommen worden. Nürnberg, 19. März. Oberbürgermeister Tr, Luppe wurde von der Landespolizei gestern nachmittag in Schutzl)gft genommen. In der vergangenen Nacht wurde der Studienprofessor E r t l und der sozialdemokratische Reichstagsabgeordnete Bucchs, der früher zur KPD gehörte. ebenfalls in Schutzhaft genomnren. Berlin, 20. März. Wie die„Germania" meldet, sind das Königsberger Otto Braun-Hans, der Sitz der SPD-Konsumvereine, sozialdemokratischen Zeitungen usw. sowie das Königsberger Gewerkschastshaus und das. Lenin-Haus b e- schlagnah/nt und geschloßen worden. Ueber die Verwendung der drei Häuser ist noch nicht verfügt. Gegen das Hakenkreuz, für Freiheit und Sozialismus. Die nordböhmische Arbeiterschaft kampfbereit. Riesenkundgebungen am Sonntag,— Zehntausende in den sozialdemokratischen Versammlungen. Zu Zehntausenden marschierten die Arbeiter Nordböhmens am vergangenen Sonntag auf, um gegen den Faseismus in Deutschlaud und gegen die Hakenkreuzlerei bei uns zu demonstrieren. Aus allen Orte«, in welchen Kundgebungen ftattfanden— und es war deren«in« groß« Zahl — wird gemeldet, daß di« Beteiligung die stärkst« war, di« seit dem Iwhre 1918 erlebt wurde und daß die Geschlossenheit und Kampfbereitschaft der Arbeiter überwältigend wirkt«. Zum erstenmal seit vielen Jahre« marschierte« i« den sozialdemokratische« Reihen auch kommunistische Arbeiter mit. Ihr« Redner, welch« in einige« Versammlungen auftraten, enthielte« sich diesmal der Angrift« auf die sozialdemokratisch« Partei. Vereinzelt« Berfuch« der Hakenkreuzler, di« gewaltige« Manifestationen zu stören, wurde« schnell verhindert. Das nordböhmisch« Proletariat hat am Sonntag gezeigt, daß es auf der Hut und entschloss«« ist, dem Faseismus rechtzeitig und mit aller Entschiedenheit entgegenzutreten. In Aussig marschierten mehr als 10.000 Menschen unter Borantritt der Fanfarenbläser und Trommler der Sozialistischen Jugend auf den Marktplatz, wo nach der Eröffnung durch den Genossen Icntsch, Geuoss« und für di« Kommunisten Witt sprachen. In Töplitz hat ten die Hakenkreuzler angekündigt, daß sie vor unserer Kundgebung ,chon halben Marktplatz füllen" würden. Angesichts des sozialdemokratischen Massenaufmarsches ging ihnen die Lust aber verloren. Es sprachen die Genossen Dr. Heller, Bino- vec(für die tschechische Partei), Geißler für die Sozialistische Jugend uiü> ein Kommunist. An der Manifestation beteiligten sich ungefähr 6000 Personen. In Tetschen waren 12.000 Arbeiter ! auf dem Marktplatz versammelt, zu welchen die } Genossen Reitzner und Kögler sprachen. In jBensen referierte vor 4000 Demonstranten Genosse Müller-Aussig. In Böhm.-Kamnitz ! sprachen außer der Genossin Kirpal und dem Ge- ! nassen Dinnebier ein tschechischer Genosse, ein Kommunist und ein tschechischer Nationalsozialist. An der Manifestation beteiligten sich über 4000 Arbefter. In Rumburg muhte die Bersamm- lung auf die. Schützenwiese verlegt werden, da das Schutzen Haus sich«ls zu klein erwies. Bor über 4000 Arbeitern sprach Genosse Paul aus ' Prag. In Königsberg a. E. war di« Bersamm- lung im Dolkshaus überfüllt. Es sprachen Gen. ! Katz und ein kommunistischer Redner. Kundgebungen fand?« weiters stabt in Warnsdorf, Haida, Böhm.-Lcipa und Leitmeritz. Das Ermächtigungsgesetz Reichsregierung soll machen können, was sie will!— Wird das Zentrum zustimmen? Berlin, 20. März. Am Vorabend der Reichstagseröffnung, die morgen unter großem Pomp in der Krolloper erfolgen soll, gibt di« Reichsregierung den Entwurf des von ihr geforderten Ermächtigungsgesetzes bekannt, das für ein« Zeit von vier Jahre», d. i. bis 1. April 1937, der jetzigen Regierung di« gesamte gesetzgebende Gewalt übertragen soll.■ Obwohl es in dem Entwurf ausdrücklich heißt, daß die Recht- des Reuhspräfidenten „unberührt" bleiben, wird die AuSftrtigung Her Gesetze und ihre Verlautbarung im Reichs, qesehblatt, die nach der Berfaflung nur dem Reichspräsidenten zusteht, nunmehr dem Reichskanzler anvertraut; der Reichspräsident hätte also in Wirklichkeit gar nichts mehr zu sagen. Ebenso viel ist natürlich dann auch von der weitere« Bestimmung zu halten, daß die Ein richtung des Reichstages und des Reichsrates als solch« durch derartig« von der Reichsregierung beschlossene Gesetz« nicht tangiert werde«. Am interessantesten ist wohl die Schlußbestimmung, daß diese Ermächtigung erlischt, wenn die gegenwärtig« Reichsregierung durch eine andere abgelöst wird. Für gar so absolut sicher scheint Herr Hitler feine gegenwärtig« Position also doch nicht zu halten! Ob dieses Ermächtigungsgesetz, das natürlich versaflungsändernd ist, vom Reichstag mit der nötigen Mehrheit angenommen wird, hängt vom Zentra« und der bayrischen Volkspartei ab. Hitler hat heut« vormittags in dieser Angelegenheit bereits mit» de« Führer« des Zentrums Stegerwald, Brüning und KaaS konferiert; über das Ergebnis dieser Unterredung wird jedoch Stillschweigen bewahrt. 12 SPD-Abgeordnete In „Schutzhaft“. Die sozialdemokratisch« Reichstagssraktion trat Montag nachmittags zusammen. Dell Vorsitz führte Abg. Breitscheid. In der Sitzung fehlten 12 Abgeordnete, die sich in Schutzhaft befinden. An dem„Staatsakt" wird sich, wie schon bekannt, di« Fraktion nicht beteiligen. Es fand eine. längere Aussprach« über di« politische Lag« statt, j ohne daß Beschlüsse gefaßt wurden. Di« Fraktion wird am Dienstag vor der Plenarsitzung erneuti zu einer Fraktionssitzung zusammentreten. Verkehrsflugzeuge werden mit; Nasdilnengewehren bewaffnet! Berlin, 20. März. Aus dem Truppenübungsplatz in Döberitz bei Berlin finden Versuche statt, in besonders qualifiziert« deutsche Verkehrsflugzeuge Maschinengewehre einzubauen. Diese Versuche dienen angeblich polizeilichen Zwecken. Hakenkreuz> WaHentabrlken arbeiten Tag und Nacht. Stuttgart, 20. März. Eine starke TA-, Abteilung hat di« Waffenfabrik in O b e r n-1 dort am Neckar sWürtt«mb«rg) besetzt. AuSi de« Betrieb wurden sämtlich« Arbeiter und Angestellten entlasse«, die nicht zur Hitlerpartei gehören; diese Entlassenen wurde« durch Hakenkreuzler erseht. Der Betrieb, der unter ständiger polizeilicher Kontrolle steht, arbeitet mit Tao- und Nachtschicht. Deutsche Gemeindewahl ohne Naziterror. Schwere Niederlage der Hakenkreuzler. Wetzlar, im März. In unserer Stadt hat die Gemcindewahl der Deutschen Staatspartei nicht bloß gegenüber dem 5. März einen großen Stim- menanftieg(von 663 auf 1721) gebracht, sondern auch einen Mondatszuwachs von drei auf fünf Stadtverordnetcnsitze. Alle anderen bürgerlichen Partei(Kampffront Tchwar;-Weiß-Rot, Bolks- partei, Zentrum und Mittelstand) haben, zusammen auch nur fünf Sitze behalten. Ebenso bemerkenswert ist tvohl, daß die Nationalsozialisten in der einen Woche, wie ihre Stimmziffer(2683 nach 4092) so auch ihren Stimmenanteil von 38 auf weniger als 28 Prozent zurückgehen sahen. Im neuen Stadtparlament verfügen sie selbst mit den deutschnationalen Kampfgenossen zusammen bloß über ein Drittel, nämlich 9 von 27 Mandaten. Tic Mehrzahl liegt bei den drei republikanischen Parteien. Ihr zwingt uns nicht! Die«ferne Hand einer gemietete» SoldateÄo mag das Proletariat für eine Zeitlang in gewaltsamer Unterdrückung Niederhalten. Aber der Kampf muß aber und abermals ausbreche^ in stets wachsender Ausbreitung, und es kam» kein Zweifel sei», wer der endliche Sieger sein wird— die wenigen Aneigner oder di« ungeheure arbeitende Majorität. (Karl Marx in der„Adresse des Generalrats über den Bürgerkrieg in Frankreich 1871*;V. Um Sonntag haben m einer ganzen Reihe von Bezirksstädte« im deutschen Siedlungsgebiet unseres Landes große, m ä chtige Kundgebungen der sozialdemokratischen Arbeiterschaft stattgefunden, in denen die Teilnehmer den unerschütterlichen Willen kundgegeben haben, den haken- kveuzlerischen Faseismus mit aller Kraft zu bekämpfen. Es waren Versammlungen, wie sie einzelne Orte seit Jahren nicht gesehen haben und die von dem außerordentlich regen politischen Interesse zeugen, welches in der arbeitenden Kloss« gegenwärtig vorhanden ist. Diese Beobachtung können wir bei allen unseren Veranstaltungen machen. Ob es sich nun um eine Versammlung von Parteimitgliedern irgend einer kleinen Lokalorganisation oder Sektion handelt, ob eine öffentliche Kundgebung einberusrn wird, es kommen mehr als früher, um zu Höven, was ihnen unsere Vertrauensmänner mitteilen, um zu erfahren, was in der Wett vorgeht und was unsere Partei dazu zu sagen hat. Unsere Anhänger aber kommen auch, mn zu demonstrieren, daß sie bereit find, wenn man sie ruft, bereits die sozialen und politischen Errungenschaften der Arbeiteicklasse zu schützen, entschlossen, alle Anschläge auf die politische Freiheit abzuwehren. Der wäre im Irrtum, der glauben sollte, daß «in deutscher Sozialdemokrat dieses Landes kleinmütig geworden wäre, weil die Nazibanditen Deutschland terrorisieren, Arbeiterheime zerstören, die Menschen mißhandeln und töten. Die Brutalität der Gegen- revolutionwirdihreErziehungs- arbeitandenproletarischenM assen leisten, aber die Ergebnisse dieser Erziehung werden andere sein als sie sich Blut-' Göring und Propaganda-Goebbels vorstellen. Jeder Sozialdemokrat wird in diesen Tagen fester und härter, entschlossener und opferbereiter und die Massen, die am Sonntag zu- samniengeströmt sind, waren von dem glühenden Willen beseelt, ihren Opfermut und ihre Kampfbereitschaft zeigen zu können. In den Reihen der sozialdemokratischen Arbeiter niar- schierten diesmal auch Kommunisten— wir haben sie an unseren Kundgebungen teilnehmen lassen, weil wir jeden begrüßen, der mit uns gegen den hefttgsten Feind allen sozialen Aufstieges und aller politischer Freiheit des Proletariats kämpfen will. Wir tverden nicht das Verbrechen der Führer der Kommunistischen Partei Deutschlands begehen, die in dein Augerchlick, da ihnen der Faseismus schon an der Kehle saß, gedankenlos die Moskauer Parole weiterplapperten:„Die Sozialdemokratie ist der Haüptfeind!" und die das blöde i Wort vom„Sozialfascismus" erfanden, welches die deutsche Arbeiterklasse verwirkt und die Kampfkraft der kommunistischen Arbeiter gelähmt hat.„De r F a sc i s m u s i st der Haüptfeind!", das ist unsere klare und eindeutige Parole, die wir allen denjenigen zurusen, welche die Bevölkerung beschwichtigen oder ablenken wollen. Wer diese Erkenntnis mit uns hat, wer dieser unserer Parole gemäß handeln will, der ist uns willkommen, er muß ein ehrlicher und anständiger Partner sein und wir müssen die Gewähr haben, daß er nicht desertiert aus der Kampffront, wenn die Gefahr am größten ist Unsere Reihen müssen fester zusammengeschl"ssen werden denn je und insbesondere unsere i>nge Generation wird zu zeigen haben, daß si. an Heldenmut I und Gesinnungstreu« in nichts nachsteht uns«- Seite 2 Dienstag, 21. Marz 1335 Nr.«8 Zusammenstöße in Wien. Wien, 20. März. Gestern abends veranstalteten jugendliche Sozialisten, die ein Arbeiter- Symphoniekonzert im Grasten Konzerthaussaal besucht batten, einen Demonstrationszug über die Ringstraße zur Staatsoper. Die einschreitend« Polizei machte 11 Personen wegen Ordnungsstörung stellig, nachdem sie mit Gummiknüppeln di« Menge zerstreut hatte. Im XXI. Bezirk kam es gestern abends zwischen Sozialdemokraten und Nationalsozialisten zu Zusammenstößen. Tie Gegner gingen mit Stöcken, Stablrüten und Schlagringen gegeneinander loS. Polizei griff ein nnd trennt« schließ- lich die Streitenden. Zwei Personen wurden verletzt. üfflBiiuiumnnuinuiiinniiiiHniHnHniiflHinflniimnmiiiiiiiiiinitiiniHitttmniiiiiiiiHiiiHiHiiin ven Vätern und Großvätern, die in Deutschland und bei uns in den achtziger Jahren das Banner des Sozialismus hochgehalten haben. Die Kundgebungen vom Sonntag mögen auch eine Warnung sein für die deutschen Nationalsozialisten in der Tschechoslowakei. Die deutsche sozialdemokratische Arbeiterschaft unseres Landes wird gegen die Hakenkreuzbrut jene Waffen des politischen Kampfes anwenden, die zweckmäßig und erfolgversprechend sind. Mögen die Jung und Knirsch--darüber jubeln, wenn sie bei irgendeiner Wahl, wie Sonntag in Eger, eine Ma sie. von Groß-, Kleinbürgern und Mittelständlern zu sich herüberziehen, eine Masse, die keine anderen gemeinsamen Interessen hat als den Haß gegen die organisierten Arbeiter. Der Kern unserer Anhängerschaft ist nicht zu erschüttern, weder in Deutschland noch bei uns. Die organisierte Arbeiterschaft kann nicht anders als sozialdemokratisch seinundwirdesbleiben. Die schwere Krise des Kapitalismus wird der Welt auf die Dauer keinen andern Ausweg lassen als den Sozialismus und der Mittelstand— der sich auch in Eger widerstandslos den Hakenkreuz- lern in die Arm« geworfen hat— wird, wie es di« Arbeiterklasse schon lange erkannt hndem er sein« Lage jenen darlegte, die er daran beteiligt hatte. Am folgenden Tag, als bei Tschuschima unter dem japanischen Feuer die Flotte Roschdestwenskijs innerhalb weniger Stunden in die Luft flog, besetzt« der aufgerufene Heerbann aus Karls Gasse die Haltestelle vor dem Ost- und Südbahnhof. Die Kämpfe, die sich entspannen, waren blutig und dauerten tagelang. Es ging mit dieser Haltestelle, da sie die einzige ihrer Art war, genau so wie in der großen Weltgeschichte mit der mandschurischen Kohl«, den Eisenbahnen zwischen Samfun und Siwas und dem lothringischen Stahl. Doch behielt Karls Gasse den ergiebigen Platz in Händen. Für ihn allerdings zeitigt« das Umstände, die ihn zum erstenmal auf volkswirtschaftliche Ueberlegungen brachten. Er hatte zwar di« Möglichkeit der Nutznießung, aber nur insoweit, als er sie auch seinen Prätorianern zugestand, was seinen Ertragsanteil entsprechend verminderte. Tie Welt war unleugbar kompliziert eingerichtet. Immerhin bedeutete die Wendung«inen Gewinn. Das Koffertragen wurde zu einer Kollektivpassion der Gaffe; das garantierte den Besitz der Eldorado-Haltestelle aui Monate. Ein organisierter Vetrieb hob an. Zwischen den Geschäften aber saß man tarn, kierend unter den Baumen, die die strengen Straßen in das Weichbild des Marra-Jpsepha- Parks hinüberführten. Oder man saß auf dem Parkgitter und las. Auch Karl las wieder, denn dies« Arbeitstage dehnten sich und Lektüre war reichlich vorhanden. In Heften, die bereits 32 Seiten stark waren und zehn Heller kosteten oder !die überhaupt zu einem Monumentalw-i k gehörten, das in 120 Fortsetzungen erschien. (Forisetzuug folgr.) Nr. 68 Dienstag, 21. Mär, 19SS Nu88olims Vvss^Iax: vorsche, erwiderte MacDonald, die Lag« sei derartig im Fluß und so delikat, daß zugewartet werden müsse, dir durch weitere Besprechungen Oll Kochschullehrerin Franzi Schindler sagt: Ja— Kathreiners Malzkaffee, der macht das Kaffeegetränk gut und gehaltvoll. Und Zudcer spart man dabei auch ganz bedeutend I Man soll sich aber nichttäuschen lassen; den echten„KatferfflRffr" gibt es nie lose zu kaufen, sondern nur in geschlossenen FaKeten mit dem Kneippbild. Gewöhnliche gebrannte Gerste ist nig Malzkaffee und schon gar nicht Kathreiner- Dokument fei sehr kurz und enthalt« einige allgemeine schon seit langem zur Prüfung stehende Gedanken, ohne Einzelheiten anzugeben, wie an dieses ProReme heran« gegangen werden soll. MaeDonald halte es deshalb richtiger, auf diese Frage nichts zu sage». •.—•|T*r VW VUIUI Ivvlliu VIVUIUIIUVII -"«rltenische Regterunasches hat am sich absehen last«, wie man zu Werke gehen könne, ft Das vom italienischen Regierungschef vorgelegte rranhrcldi zurückhaltend. Paris, 20. März. Die amtlichen französischen Averse haben bisher noch keimen Standpunkt zu Mussolinis„politrschen Pakt der Bsrstälünaung und Mitarbeit zwischen den vier westlichen Großmächten" eingenommen. Sie warten die Ankunft des bvitischen Ministers ab, die für morgen mittag angekündigt ist. IN maßgebenden Pariser Kreisen wird darauf verwiesen, daß jeder Gedanke, der in wirksamer und bedeutungsvoller Art zu der Organisierung des Friedens beitragen könnte, sympathisch begrüßt wich. Was jedoch überrascht, das sei bet Umstand, daß der Organismus, der gebildet werden soll«, anschärneüd gegen den Bökerbund grichtet zu sein schemt. Es wich erklärt, der Friede lasse sich der Welt nicht aufdrängen, weder her römische, noch der französische Friede, und daß der einzige Ort, wo er wirksam und mit Pertrauen verhandelt werden könne, Genf sei. Sie stimmen auch in der Anschauung überein. daß es nicht möglich sei, ein? Politik des Diktates der Großmächte gegen die kleinen Staaten zu betreiben. stattet. Di« Sitzung war von ihm als vertraulich erklärt worden. Ueber Antrag unserer Genosse« wurde die Vertraulichkeit abgelchnt und die Beratungen fanden öffentlich statt. Die Bezirksvcr- tretung faßte nach längerer Debatte den Beschluß, den Bericht des Bezirkshauptmauncs nicht zur Kenntnis zu nehmen. Die Strafanzeige war mittlerweile unter.dem Druck der bürgerlichen Mehrheit bereits erstattet worden. So weit in kurzem der Tatbestand. Das ganze ist nichts anderes als eine demagogische Hetze gegen den Genossen Kügler. Die Gerichtsverhandlung wird ja nicht lange auf sich warten lassen und die bürgerlichen Zeitungen werden dann hoffentlich über den Prozeß ebenso rasch und ausführlich berichten, wie sie die Verdächtigungen verbreitet haben. Bank berichtet hatte, wurde in Vie« beschlagnahmt. Durch de« neue» Bankenzusammenbruch ist natürlich in der politischen Lage insofern vollkommen«ine Umgestaltung cingetreten, als es sehr unwahrscheinlich ist, daß ein« solch« Transaktion ohne Mithilfe des oBrloments überhaupt möglich wäre uud daß die Regierung es auch in dieser Situation noch weiter wage« könnt«, mit dem Bürgerkrieg in Oesterreich zu spiele«. Wie za erwarten war... Wi«u, 19. März. Wie die Korrespondenz -verzog meldet, hat die Diener Oberstaatsanwaltschaft die von Dr. Straffner grgen den Bundeskanzler wegen der Behinderung der Sitzung des Nationalrates am letzten Mittwoch erstattete Anzeige unter Berufung auf 8 90 der Stvafpro- zeßordnung zurückgciviesen. »er neue Wiener Polizei* Präsident Wie«, 20. März. Nach Beschluß des Mmi- sterrates erfolgte die Ernennung des Vizepräsidenten Dr. Sehdl zum Polizeipräsidenten von Wien, Prozesses, den Gen. Kögler gegen di e kommunistische Internationale" führt. Die bürgerliche Mehrheit des Bezirksausschusses, denen Gen. Kögler ein gefährlicher und energischer Gegner ist, haben in unverkennbarer Absicht,«he no chein authentischer Revifionsbericht vorlag und ohne daß der Gen. Kögler von dem Inhalt des„vorläufigen" RevistonSberichtes amtlich Kenntnis hatte und sich daher auch nicht dazu äußern konnte, den Beschluß auf Einleitung deS Strafverfahrens nach§ 197 St.-G.(Betrug) gefaßt. In der am Donnerstag, den 16. März, stattgefundenen Sitzung der Bezirksvertretung wurde über diese Angelegenheit von dem Vorsitzenden der Bezirksvertretung, Oberrat PiÄ, Bericht er- ' Abgeordneter Kallina ans Fleißen heimgeWS! ' Die Rational Partei, die nun auch die Geschäfte der Nazis besorgen will und die Harzburger Front in Westböhmen aufrichten würde, wenn die Arbeiter nicht aus der Wacht wären, wurde in Meißen eines besseren belehrt. Sozialdemokraten und K o m m u n i st en besuchten die Versammlung, um der nationalen Fabrikantenpartei und baren Trabanten, den Hakenkreuzlern, ihre Meinung zu sagen. Als es trotz der Arbeitermehrheit das Fabrikantenpräsi- dium wagte, nach u«demokratischen Grundsätzen zu verhandeln, war das Schicksal der Versammlung besiegelt. Kallina kam nicht zu Wärt und mußte ergebnislos die Rückreise antreten. Auf der Straße richtet-? Genosse Lorenz aus Asch einige Worte an die Versammelten, die mit ^begeisterter Zustimmung ausgenommen wurden. Prügeleien in örai. Graz, 20. März. Gestern vormittags kam«ö auf dem Ring und in der Umgebung desselben zu Prügeleien zwischen Nationalsozialisten und der chrisüichsozialen„ostmärkischen Sturmschar". 18 Personen, zumeist Nationalsoz'alssten, wurden Venezia und am Sonntag von 14.80 bis 16 Uhr in der britischen Botschaft zu Rom mit dem englische« Ministerpräsidenten Macdonald und dem Außenminister Sir John Simon Besprechungen gehabt. Rach einem ausqedchnten uud erschöpfende« Gedankenaustausch über die allgemeine Lag« wurde bei diesen Unterredungen ein Plan zur Verständigung über di« politischen Hauptfragen geprüft, der vom italienischen Regierungschef vorbereitet worden war und dessen Ziel di« Zusammenarbeit der vier Westmächte ist, im Geiste des Kellogg- Pakt«S und der Erklärung übe« di«„Nichtanwendung von Gewalt"«in« lange Friedensperiode zu gewährleiste«." Di« britischen Minister werden ihr« Rückreise nach London in Paris unterbrechen» wo st« Gelegenheit zur Zusammenkunft mit den Mit, gliedern der französische« Regierung haben werden. Pension 6er Verträge? Bei einer Pressekonferenz legte der englische Ministerpräsident den größten Wert auf di« ausdrückliche Feststellung, daß keinerlei Grund zu Nervosität über die Besprechungen vorhanden sei und daß die großen Staaten in keiner Weise beabsichtigen, den anderen Staaten irgendeine Lösung zu diktieren und auszuzwingen. Aus die Frag« eines französische« Journalisten, welche Modalitäten der italienische Plan für ' zuvor, und es ist nicht unwahrscheinlich, daß die bürgerliche Hetze gegen die Sozialdemokratie unter den Kreisen der Beamten, die sich durch die Politik der Partei zu Unrecht benachteiligt glaubten, ihr« Früchte getragen hat. Diese Naziwähler wer- j de« dl« Folgen ihrer Enscheidung früh genug am eigenen Leibe spüren. In Eger kandidierten, was nicht übersehen werden darf, zum ersten Male di« Kommunisten, die 658 Stimmen auf ihre Liste vereinigten. Diese Stimmen gehen zur Gänze der Sozialdemokratie verloren. Die Wahl in Eger erinnert in ihrem Ergebnis sehr stark an die Gemeindewahlen des Jahres j 1923, die unserer Partei schwere Verluste brachten. So sank die Zahl der sozialdemokratischen Mandate damals z. B. in Teplitz-Schönau von 15 auf 6; die Sozialdemokratie hat diese Schlappe in kurzer Zeit wie- ider wettmachen können. So wie in Deutschland bei den nationalsozialistischen Nachläufern die Ernüchterung kommen wird, wird sie auch hierzulande nicht ausbleiben. Hier ist ihr rasches Wirksamwerden sogar noch wahrschein- rlicher. Die Egerer Wahlentscheidung wird höchstens den tschechischen Nationalisten Freude machen, denen jeder Wahlerfolg der deutschen Fascisten Wasser aus die Mühle ist. Di« Leidtragenden sind mit der Gesamtheit der Sudetendeutschen auch die nationalsozialistischen Wähler, die da glauben, es komm« darauf an, den Tschechen sozusagen die„starke Faust" zu zeigen. Für unsere Euerer Genossen besteht nun di« Verpflichtung, der Parteiarbeit das größt« Augenmerk zuzuwenden und so die Voraussetzungen zur kleberwindung der in diesen Konjunkturwahlen -erlittenen Schlappe zu schaffen. Kargs Ratschlag an Hitler. „Der Tag" beschäftigt sich in seinem Leitartikel vom Samstag mrt der„Hetze", die di« auslandsdeutschen sozialdemokratischen Blätter angeblich betreiben. Di« Mitteilungen über die Taten der SA. seien nur Schauermärchen und dazu bestimmt, di« Aufbauarbeit des Herrn Hitler zu störe». „Wer ist denn der Leidtragend«, wenn diese ungeheuerliche Pressehetz« im Ausland, die mit ausdrücklicher Duldung und unter tätiger Mithilfe der deutsche« SPD.-Führer betrieben wird, die Aufbauarbeit Adolf Hitlers stört? Mit dem ganzen deutschen Volk« doch tn erster Linie der deutsche Arbeiter, als jenes Glied im deutschen Wirtschaftsleben, das am schwierigsten betroffen wurde, durch di« von dem Marxismus planmäßig betriebenen Zerstörung der deutschen Wirtschaft. Man müßt« diese Zeitung in Mlllionenauf. lagen an di« deutschen Arbeiter, soweit sie noch marxistisch denken, verteilen, und«S würden Een — di« nicht selbst vom Verbrechertum ihrer „Führer" augesteckt find, di« Schuppen von dm Auge« fall««." Topp,«S gilt! Der Verfasser des Leitartikels , wende sich mit seinem Ratschlag an Herrn Hitl« r, der unsere Blätter in Deutschland verbot. Die Nazis brauchten sich nicht einmal Unkosten zu machen. Wir wären bereit, ihnen di« Zeitungen, die st« begehren, um di« deutschen Arbeiter vom Marxismus zu bekehren, kostenlos zur Verfügung zu stellen. Vorläufig sind allerdings sogar die Blätter der reichsdeutschen Sozialdemokratie unterdrückt. Merkst du die Verlogenheit und di« Angst der Nazis vor der Aufklärung deutscher Arbeiter? Spill« gegen den kü8ci8Mll8. Auf dem Samstag und Sonntag in Prag stattgefundenen Parteitag des Bundes der Landwirte hielt Minister Spina eine Rede, in der er sich auch mit dem Nationalsozialismus beschäftigte. Er wies in seinen Ausführungen insbesondere auf den hohen Wert der Demokratie hin, den diese für das Deutschtum in der Tschechoslowakei hat: Eine der wichtigsten, wenn nicht die wichtigste Waffe, die uns als Minderheit im Kampf um unsere Rechte und unsere Selbstbehauptung zur Verfügung steht, ist der moralische Titel einer jeden Mirwerheit gegen das bloße Argument der Mehrheit und der Gewalt. Wenn diese Idee für uns«in geeigneter und immer beredter Anwalt bleibsn soll, dann müssen wir auch freilich alle Konsequenzen aus dieser Idee ziehen, nicht mir die Konsequenz der loyalen Zusammenarbeit im Staat. Wenn wir das Argument der brutalen Gewalt und Diktatur gegen uns verwerfen, dann müssen wir es aber auch überall dort ohne Unter- schied verwerfen, wo es anderswo in Erscheinung tritt und zur Anwendung gebracht wird. Dann müssen wir fäscistische Methoden, ganz gleichgültig, wo sie sich ausleben, aufs entschie- denste verurteilen, ja dann müssen wir es tief bedauern, wenn die Anwendung solcher Methoden von Deutschen gegen Deutsche dem Chauvinismus in unsenn Staat, eine dankbare Handhabe bietet, weil er sich im Kamvs gegen uns auf solche Methoden berufen kann. Beispiele der Gewalt wirken leider immer ansteckend. Und wenn Si« sich das Programm des tschechischem Faseis- mus ansehen, werden Sie unschwer erkennen. daß das Sudetendeutschtum alles zu verlieren hätte, wenn dieser Fascismus ans Ruder käme, und daß die Lebensmöglichkeiten des Sudetendeutschtums ausschließlich davon abhängen, daß das Prinzip der Demokratie erhalten bleibe, und daß es sich zum Prinzip der Demokratie bekenne. Ein Harüberfluten der fascistischen Bewegung auf das Denken und die Einstellung unseres Volkes, des Südetemdeutschtums, würde eine der furchtbarsten völkischen Gefahren bedeuten, die man sich vorstellen kann. Damit würde dem nationalen Gegner, aber auch den Verständigunqsbereiten im tschechischen Lager, für alle Zukunft eine Waffe gegen uns in di« Hand gedrückt werden, die tag- täglich mit erbarmungslosem Grimm ans uns niedersaustn würde. * I« einer Kundgebung, welch« da« Ergebnis der Parteitages zusammenfaßt, wird u. a. gesagt:> In nationalpolitischer Beziehung ist die Sicherung und Entwicklung unseres Volkstums herbeizuführen, denn wir dreieinhalb Millionen Sudeteudeutsche betrachten uns nicht als Minderheit, sondern als«inen wichtigen Bestandteil des Staates. Di« versprochene und verfassungsmäßig zustehende Gleichberechtigung der deutschen Bürger des Staates ist auf allen Gebieten zu verwirklichen, vor allem im Sprachengebrauch. der Sicherung des Arbeitsplatzes sowohl im Staate als auch im öffentlichen Dienst und in der Erhaltung und dem Ausbau unseres deutschen Schulwesens, welche Forderungen nur bei Gewährung der Selbstverwaltung gesickert erscheinen. Die Geduld des deutschen Landvolkes in diesen Fragen ist am Ende angelongt. Wir verlangen, daß in absehbarer Zeit Ergebnisse wahrnehmbar sein müssen, die tunlichst weiter auszubauen sind, weil sonst die weitere Politik von der Erfüllung dieser Forderungen abhängig gemacht werden müßte. Der„Bund der Landwirte" als Landvolkspartei hält die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der tschechischen Agrarpartei und deren Vertiefung im Berufsinteresse für notwendig, und zwar mit der Zeichen Berechtigung ähnlicher Bestrebungen anderer deutscher Berufsgruppen. Neuer Donkenkradi in Wien, fflnlstcrrat besdillefit SanlcrangsmoOnahmcn. Viermächtnpakt zur Sicherung des Friedens. Rom, 20. März. Neper di««nglisch-itali«- die Revisio« der FriedeuSverträg« «ischen Besprechungen ist am So««tag folgendes''**—“"*-“' amtliche Kommunique ausgegeben Word««: Wie«, 20. März.(Eigenebrichi.) Di« poli tisch« Lag« in Oesterreich ist dadurch»« den letz ten Stunden vollkommen verwirrt Word««, daß Oesterreich von einer WirtschaftSkata- strophe von ungeahntem Ausmaß Lberrachi worden ist. Eine der führenden Banken Oesterreichs(es handelt sich um di« niederösterreichiche Eskompte- gesellchasts mußte sich Samstag an die Regierung wenden, um ihr mitzuteilrn, daß sie nicht mehr in der Lag« ist, ihr« Zahlungen zu leisten. Nach der Kreditanstalt ist dies bisher der größt« Ban- ke«z«sammenbruch in Oesterreich. Di« Regierung hat von SamStag an 24 Stunde« in Permanenz getagt. Als Resultat wurde u. a. bekanntgegeben, daß Regierung und Nationalbank einen Betrag von 180 Millionen Schilling bereitstellen,„um den österreichischen Geldinstituten bessere Geldflüssigkeit zu ermöglichen«nd die Arbeitsbeschaffung zu finan zieren". Bon diesem Bankenkrach darf in Oesterreich überaupt nicht geschrieben werden; auch die Re gierung hält ihn streng geheim. Das Prager ^,P r a v o Lid n", das Sonntag früh über den bevorstehende« Zusammenbruch der genannten iHiiiiiiniiiiinniiiiiniiiimifflHiiiniiiiiiiHniiiiHiiiiiHntniiiiHiiniiiiminfnniiiiiimiüiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiminmiHiniiiiiiiHiiiiifiiniiHiinniiiniiiHiittHniHiHniHHHUHiiiHiiHHfiiium Herr Modi protestiert schon wieder... Prag, 20. März. Die hiesig« deutsche Gesandt schaft läßt folgende Meldung verbreiten: Der deutsch« Gesandt« in Prag Dr. Koch, der in den letzten Tagen bereits viermal gegen die Veröffentlichungen und unwahren Nachrichten über Deutschland und Schmähungen der Reichsregierung beim tschechoslowakischen Außenministerium Vor stellungen erhoben hat, hat heute erneut gegen di« Schreibweise der Zeitung„Sozialdemokrat" und„Prager Montagsblatt" in ernstester und dringlichster Form Protest erhoben. Der Herr Gesandte möge sich, so ost er nur will, in dos tschechoslowakische Außenministerium bemühen— unser Blatt wird sich trotzdem-nicht abhalten lassen, über die Verhältnisse in Deutsch land die Wahrheit zu schreiben! Hoffentlich hat Herr Hoch di« einzig- mögliche Antwort erhalten, dar cs nämlich bei uns im Hetze gegen Genoffeu Kögler- In fast allen bürgerlichen Blättern, von der „Bohemia" und„Reichenberger Zeitung" ange fangen bis zu den Wochenblättern, erschien in den letzten Tagen eine Zirkular-Notiz, deren Her kunft auf das deutschnationale„Rordb. Tagblatt" schließen läßt. Die Notiz bezieht sich auf einen Beschluß der bürgerlichen Mehrheit deS Bezirksausschusses von Tetschen, auf Grund eines„vorläufigen" münd lichen Revtsionsberichtes des Landesrevisors gegen de« früheren Obmann der BezirkSverwal- lungskommiffion Tetschen Gen. Kögler di« Strafanzeige wegen„Betruges" zu erstatten.-In dem„vorläufigen" mündlichen Bericht deS Re visors wird dem Gen. Kögler zum Borwurf ge macht, daß er das BezirkSauto zu nicht amtliche^ Zwecken, und zwar schon vor fünf bis sieben Jahren benützt habe. Beschuldigungen dieser Art wurden von einem Beamten der früheren Be- zirkSverwaltungSkommission in die kommunistische T Presse lanciert, und bilden den Gegenstand eines Gegensatz zum Drrlen Reich ein« verfassungs mäßig garantierte Pressefreiheit tatsächlich noch gibt und sein Einschreiten daher nutzlos ist! Sozlaldcmokratlsdic Presse darf nldit naffi Deutsrtiland! So wie der„Sozialdemokrat" und seine Kopfblätter ist, wie zu erwarten war. jetzt auch unser Karlsbader„B o l k s w i l l e" für das Deutsche Reich verboten worden. Und wie es uns ergeht, ergeht es den Blät tern unserer Bruderparteien. Die Wiener„A r- beiter- Zeitung", der Pariser„PoPu la i re", der Basler„Vorwärts"— um nur einige zu nennen— dürfen nicht mehr über die Reichsgrenze. Di« Hitler-Regierung tat, was sie kann, um di« Wahrheit, die in Deutschlv«it ärger aber bei einer späteren kleineren Kreditgewährung, wobei er von 10.000 Kronen alle vierzehn Tag« 400 Kronen Zinsen zahlen mußt«. Aber die Initiativ« CtiburekS beschränkt« sich keineswegs auf Geschäftsleute. Was ihm in die Hände lief, größere und klein« Existenzen wurden nach allen Regeln der Kunst hergenotmnen. In seiner Kundenlist« figurieren Advokaten, klein« Gewerbetreibende, Angestellte und Kaufleute aller Art. Ganz besonders kraß ist ein Fall, wo er 18.000 Kronen auslieh und dafür einen Wechsel auf 50.000 Kronen unterschreiben ließ. Einem Kaufmann, der ein« Erfindung ausbeuten wollte, stellte er 200.000 Kronen zur Verfügung gegen ein Wechselakzept von 450.000 Kronen. Geradezu phantastisch aber wird die Sache, wenn di« Anklageschrift sich darauf beruft, daß die Höhe der Wuchcrzinsen in einem Fall 2800 Prozent betragen habe! Das erste Gericht fand seinerzeit den T a t b e- stand des Wucherg«s«tzeS nicht vollkommen erfüllt, weil das darin gefordert« Tatbestandsmerkmal der Notlage der Geschädigten nicht gegeben sei. Das Oberst« Gericht hat dies« Anschauung aber nicht gelten lasten und ausgesprochen, daß im Sinn des neuen Wuchergesetzes auch das Vorhandensein einer Zwangslage oder Bedrängnis hinreich!, um den Wucherer straffällig zu machen. Es wird also daS Beweisverfabren neuerlich durchgeführt und sein Ergebnis nach dieser Weiler gefaßt«» Gesetzesauslegung gewertet werden.' Der Angeklagte, der seither unter Polizeiaufsicht genommen wurde und sich bitter beklagt«, daß er demnach keine Geschäfte mehr machen könn«, erklärt sich natürlich unschuldig. Alle Geschädigten haben ihm das Geld förmlich nachgeworfen, aufge» dräügt und er, der arm«, redliche Mann, wollt«^a nichts Unrechtes von ihnen. Auch beklagt« er sich bitter, daß man ihm nicht genug Glauben schenke. Am vollendetsten aber zeigte sich der Typus dieser privakwirtschastlich-schöpferischen Persönlichkeit wohl in der Erläuterung, di« er dem Vorsitzenden über die Verdienstmöglichkeiten in den vergangenen golden«» Zeit«» gab:„Ach damals!— Wenn da einer eine Fuhre Mist zu verkaufen hatte, so hat er auch gut verdient."— Die Verhandlung wurde vertagt. rb. Nein, ich Und dank' „Wenn Ihr wollt.. Kammer. Eines winzigkleineu Lichtes gelber Schein stach auf den dunklen Fußboden des Raumes dreieckspitz heraus. Totenlicht.— Stroh raschelte. Ausgcschlagem Decken. fin- Sarg ist gemeint.— ,Za Ja../ Der Alte räkelte sich empor, tappte zur Tür, hantierte am Oberteil des geteilten Holzwerks. Fragte:„Meister^ seid Ihr--v- Draußen sogt« eine junge Stimme:„Grüß Gott! Ddacht mir um Gottes Willen auf. Ich erfrier« sonst..." Etwas Zähneklapperndes von Wanderschaft hörte man noch. Der Bauer, Häusler zur Frau: „Soll ich?" Sie nickie. ,Lä,.. ja... Mensch ist M-nsch..." Nochmals pocht« es: ,MM Euch schön..." Der Alt« öffnete den Oberflügel der Tür. Ein junger Bursch. Bündel quer über den Rücken. Schneestaubbedeckt:„Handwerksbursche... Ein Wagner... Ich bin ehrlich... laßt mich nicht erfrieren... Im Dorf, die großen Bauern, sie riefen die.Hunde..." Der Alte:„Kommt herein. Wärmt Euch. Frau, gib Brot, Speck." Und wieder zum Burschen:„Mit dem Schlafen... ja... das wird wohl nicht... Aber, legt das Bündel weg. Da. der Sessel... Eßt, eßt... da.. Ter Wagnergeselle, so in den Zwanzigern, kältefvisch, braunblond, kräftig, bot Händedruck, setzte sich zum Tisch. Di« Frau reichte chm das Brotmesser, den Brotlaib, langte aus verhan gener Ecke ein Stück Speckseite, legt« si« auf ein Lindenholzbrett, stellte alles, mit dem hölzernen Salzgesäß, vor Pen Hungrigen, hin. betrachtete ihn mit guten Äugen. Der Alt« nahm aus einem Wandschrätckchen einen zweiten Zinn-1<,,, becher, schänkte ein, schob hin:„Das wärm! s sichere Schritt«. TrockenenAuges stand die alte drinnen..." Ter Junge trank:„Zur Gesundheit!" Die Kleinbäuerin rvendcte dem Jungen, nachdem der sauber die Brotbrösel vom Tisch in die hohle Hand gestrichen und aufgegesten hatte, das verrunzelte Muttergesicht zu:„Und was das Uebernachten angeht... Ja... Wir meinten^ Ihr seid der Schreiner und Ihr bringt die Truhe.'.., den SarH... Weil doch die Mila...' Nun weint« die Alte, ohne Läut, so, wie nur ganz hoffnungslose Menschen weinen... Der Gast ward verlegen.„Nun... ja'... einen... Sarg, den könnte ich auch schon machen... als Wagner im Dorf ist man bei uns auch Tischler.,. und nun trotzdem in die Fremde, weil kein« Arbeit..." Der Bauer griff ein. Blickt« geradeaus u>rd paffte di« Worte in die Rauchschwaden der Pfeife hinein:„Der Sarg, den bringt mein Kamerad schon... Morgen früh wohl... Dank Euch... Und die Mila,... Der Sprecher nahm großen Atem zitm Reden:„Die Mila tvar unser einziges Kind... spätes Ltind... aus später Ehe... Wir waren... die Frau tvar Magd, ich war Knecht auf dem Herrschaftshofe drüben.,. Dann kauften wir Accker und Häuschen..... aus vielen Jahren Zparen.-.. Und nun itarb di« Mila gestern... Wir wissen nicht, woran Mutter beim Burschen: Ihr seid wohl müde...' Der Bauer kam, reichte nochmals den Becher:„Zum Schlafen. Zum Einheizen. Schlaft gut!" „Allerseits Gute Nacht!" Der Lebendige ging zu der Toten. Tie Bäuerin klappte die Bettlade auf. Stumm rüstete man zum Schlaf. Man fürchtet sich vor Toten nicht, ist uian ein Wanderbursch, dem alle Gefahren einsauten Nachtwanderns ebenso vertraut sind wie—„wie schwer es ist, das Steigen fremder Treppen, wie bitter schmeckt das Brot an fremden Tischen"... Man fürchtet eine junge Tote nicht. Aber, man geht doch wenig scheu an dem Schrägen— dem Brettgestell auf schrägbeinigen Holzböcken— vorüber. in die ander«• Ecke, wo vieles, reines, weiches, glattes, anschmiegendes Langstroh und wärmende Decken warten. Und der zwtegebrannie Pflaumenschnaps im Kopfe wollt« schlafen Und in die Ecke schien der hell« Mond nicht. Aber, auf den Schrägen. Aus dir Tote... NH la hieß sie... Mila?— Ja... Der Bursche wickelt« sich ein..- Nach einer Weile dachte er— man denkt nicht laut in der Nahe von Toten... Sakra! Es klopft« lauter. Langsam begriff das Eh«- si« starb. Ein Doktor sagt«: ja, st« ist tot. Und paar. Gleichzeitig. Sie zu ihm:„Geh du. Meister zu neuen. Kindern langt's wohl bei euch zwei Tischler wird es sein. Mit der Truhe..." Der\ alten Pferden nicht mehr... Er kannte uns l aus dem Dienste nud er rechnete nichts. Er war sehr gut zur Mila und strich ihr noch über de« toten Kopf,, als sie schon drinnen... da... I banne«; i.; rn der Kammern. auf derw> l Schragen lag..■/'. Pfeife und Stimme ivaren ! ausgegangen?"T«r' Rede:„Ja... wenn Ihr memt... Ihr ! fürchtet Euch wohl nicht vor Lebendigen und nicht vor Tote«... Wenn Ihr wollt, richte ich Euch ein, zwei Schütten Stroh in der Kammer. Decken bekommt Ihr.... Und da könnt Ihr..." die alt« Frau versuchte aus Gastfreundschaft, Liebe zum Menschen, einen Bauernscherz:„Da könnt Ihr bei nteinem... toten... Madel..,, Totenwache, halten, anstatt beim Fenster zu stehen.,.. Was wir nicht erlauben täten.., Die Mla... hatte keinen Burschen... Sie war achtzehn... Der Bursche wand sich förmlich vor Ber- legetchett. Dann:„Wenn Ihr... und der Bauer... so gut seid... Auf Stroh und Decken... da friert man nicht und Beskiden- Wölfe kommen nicht zu einem, sinkt man nieder ! vor Müdigkeit... Und die Mila..^ja... ! das ist so sehr... so fchr... fürchte mich nicht. Und ich bitte Euch. Euch!" Schon ging di« Bäuerin in die VolllMllUW und Sozialoolitik Sektion der Privatangestelltenverbände im Deutschen Gewerkschaftsbunde. In den letzten Tagen fand in Reichenbovg unter Teilnahme von Vertretern aller ihr angeschlossenen Verbände eine der regelmäßigen Tagungen der Sektion der Privatangestelltcnvcrbände im Deutschen Gewerk- schastsbtmde statt. Zur Aussprache standen die Bestrebungen nach Novellienrug einiger Teile des Pensionsversicherungsgefehes. Besonders wurde die Absicht begrüßt, die Besfimmungen betreffend die Ueberweifuttgsbeiträge günstiger zu gestalten, da die gegenwärfigen Besfinnnung?u die Pensionsversicherten unter Umständen hart treffen. Dabei wurde wieder die Notwendigkeit der Herabsetzung der Altersgrenze auf 55 Jahre für d m Bezug der Altersrente in der Pensionsver- sicherung betont. Die Sitzung^ nahm auch Stellung zur Stellenlosenunterstützung, welche die Allgemeine Pensionsanstalt gewährt und dgl. Einen breiten Rahmen nahmen die Erläuterungen über die Schafftmg eiw-'s neuen Angestelltengesetzes ein. Es wurde dabei über die Verhandlungen der für diesen Zweck geschaffenen Kommission berichtet. Die Sektion der Privatangestell- teuverbände im Deutschen Getverkschaftsbunde steht nach wie vor auf dem Standpunkt, daß ein neues Gesetz gegenüber dem jetzigen Zustande nur Verbesserungen für die gesamte Privatange- stelltenichaft bringen dürfe. Augenblicklich wäre eine Verlängerung der Kündigungsfristen eine zweckdienliche Maßnahme. Dje Tagung beschäftigte sich weiter mit Stezierangelegenheiten und | einigen Organijationsfragen. Beite« Dienstag, 21. Marz 193! Nr. 68 PRAGER ZEITENG der Öffentliche Frauenversammlung jgeschmält fruchtbar beirren. Shakespeares be- Den Intentionen der Bearbeitung und Regie ab) und mehr dem Ursprung der Komödie zugeneigt schienen Elsbeth Warnholtz, Musil und Hölzlin, die Mitte zwischen Shakespeare und Rothe hielten Carola Behrens, Ströhlin und Reinhardt und ganz dem mordorischen Tempo verfallen waren Maria A n d e r g a st, Gerda M e l- ler, Taub, Padlesak und Janitschek.— Das Publikum dankt« aus vollem Herzen für di« Leistungen auf der Bühne, für das beruhigend« Bewußtsein, einer erhabenen Bühnentradition immer noch zugänglich zu sein und Shakespeare erleben zu können, als wär' er unser. E. H. des Sänger! stört, vor allem aber, die zu wemg noble Behandlung der Stimm«, der Mangel an Kultur im Piano und Legato. Ter Beifall des Publikums nach der„Spiegel-Arie" möge den Sänger nicht täuschen; denn der momentanen Täuschung durch stimmliche Quantitäten folgt zu bald nur di« Enttäuschung durch mangelhaft« stimmliche Qualitäten. Anerkannt sei die lebendige Darstellung Herrn S ch w e st k a s, die insbesondere das Dämonische der Rolle ausgezeichnet betonte. Der zweit« Sängergast war Mari« Luis« Schilp als NiklauS. eine Altistin von samtfarbener und kultiviertet, wenn auch nicht allzu ergiebiger Stimme, di« auch darstellerisch interessierte. Im Fach der zlveiten Altistin wär« sie sicher am Platze. Wenig Erfreuliches bot der dritte Sängergast, Hilde Clairfried vom Dresdner Staatstheater als Olympia. Da sie als Retterin aus der Not erschienen und für das erkrankt« Fräulein Schönau« eingesprungen war, sei nicht altzü streng über sie geurteilt. Nur io viel sei gesagt, daß st« weder stimmlich und gesangstechnisch«in« Größe ist, noch darstellerisch ein« Der- sönlichkeit. Musikalischer Leiter der im allgemeinen recht guten Aufführung war Kapellmeister Mar Rudolf, der allerdings mitunter viel Geistesgegenwart aufbringen mußt«, um die divergierenden Auffassungen der Gäste und anderen Sänger in Einklang zu dringen.«. j. Es ist rühmenswert, wie bei der samstägigen Wiederaufnahme des„Fidelio"' in den Spielplan des Deutschen Theaters alle, aber auch wirklich all«, dem Werk« alles zu geben bemüht waren, was des Werkes ist. Vor'allem seien hier in diesem Fall« die halb Anonymen, die Künstler aus Chor und Orchester genannt. Die Gefangenen-Chöre bildeten durch edlen, fein schattierten Gesang und durch di« ergreifeitde Schlichtheit auch im Darstellerischen bühnenmäßig den Höhepunkt dieser Aufführung, musikalisch von gleich hohem Wert wie di« Leistung des Orchesters, das unter Szölls bedeutender Führung sich und dem Dirigenten zumal nach der Dritten Leonoren-Ouvertüre außergewöhnliche Beifallsehrungen errang. Auch sonst gab es ein paar musikalisch prachtvoll« Momente und einen im ganzen auch vom Gesangssolistischen her überaus würdigen. Eindruck, trotz etlicher ensemblemäßiger Schwankungen, unreiner Jntonierungen und geringer Abgestimmtheit im Terzett und Quartett des ersten Bildes und trotz des überhetzten Tempos im Schlußgesang. Neu für Prag in dieser Aufführung sind Adolf F i s ch e r als stimnigroßer, im gesanglichen wie darstellerischen Ausdruck erfreulicher Florestan, der bet sparsam angewandter, dem Original manchmal frappierend ähnlicher Slezak-Gesangsmanier noch mehr für sich«innähine, wenn er sich auch in der Kunst der Bindungen gleichmäßig bewährt« und weniger „stieße".. Stärkste Persönlichkeits-Wirkung geht wiederum von I a r o Prohaska als kraftvollfinsterem, schauspielerisch ungewöhnlich interesiantem und hochintelligent nuanciertem Pizarro aus, dessen vornehmer GesangSkunst man freilich mehr Durchschlagskraft wünscht«. Sehr sympachisch Herr Hölz- li n als Rocco, zu sehr im Hintergrund derJacquino des Herrn Hattemer, überaus klangschön di« beiden Gefangenen(Köth und Hotter). Frau Anny Helms in der Höhenkantilene strahlender, in der Mittellage schwächlicher, im dramatischen Ausbruch nicht sehr edler, darstellerisch zu wenig ergreifender Fidelio ist bekannt; aber ein paar prachtvoll« Stellen und di« Meisterung der großen Arie verhalfen der Künstlerin zum Erfolg. Fräulein Schönauers klangüppige Marzelline, immer gewürdigt, ist jetzt leider etlichen tonlichen Schwankungen unterworfen. Musterhaft in noblem Gesang wie immer Herr Hagen als Minister. L. Q Arbeitervorstellung. Jaques Offenbachs Meisteroper„Hoffmanns Erzählungen" ist beim Publikum außerordentlich beliebt. Seit ihrer Neueinstudierung und Neuinszenierung im Dezember vorigen Jahres ist die Op«r vielleicht schon ein dutzendmal wiederholt worden und hat dabei stets ein gut besuchtes Haus gefunden. Sonntag nachmittags wurde sie als Arbeitervorstellung vor ausverkauftem Haus« gegeben. Dreier Gastspiele wegen hatte diese nachmittägig« Opernauf- führung übrigens besondere Bedeutung. Di« dreifache Baritonrolle des Lindorf, Coppekius und Dapertutto sang Hans Schwestka, der angeblich ernstlich für das Heldenbaritonfach an unserem Theater in Frage kommt. Aber schon nach dem sonntägigen Debüt des Sängers muß man von seiner Verpflichtung abraten. Bei heldenbaritonalem Charakter ist seine Stimm« nur der Höhe zu frei und ergiebig, während die Mittellage farblos ist, di« Tiefe aber erst recht feine Resonnanz besitzt und überdies gequetscht klingt. Auch die hart« Aussprache Fidelio. Diese einzige Oper des Größten macht sondergleichen unter allem Bühnenschaffen dos Theater zum geweihten Raum, zum Tempel des Gedankens der Lie'b«, der Freiheit und Gleichheit, der Menschlichkeit, des Siegs des Guten über das Böse. An den ist all« Kunst verloren, den ein« gut«„Fidelio"« Aufführung nicht hinaushebt über sich selbst. Und es ist kennzeichnend für di« unvergleichliche Strahlenkraft dieses Werks, in dem di« dramatische Musik als die erhabenste aller Künste sich offenbart, daß der wahr« Künstler selber— und wenn er hundertmal im„Fidelio" auf der Bühne stand— da er sie zum hundertsten Male als Sänger der Leonor«, des Florestan, des Ministers oder aber auch nur als des ersten Gefangenen betritt, nicht anders als mit Priesterlicher Hingabe ans Werk schreiten kann. Und wenn, zumal in unserer schreckerfüllten Zeit, di« einleitenden Orchesterakte zum Kanon durch den Raum zu schwingen beginnen, dann ist's, als wollt« einem der zeitlos« Genius versichern, daß diese arme, gequält« Menschheit ja doch bald Erlösung finden müsse. am Donnerstag, den 2». März, um 8 Uhr abends im„Monopol" (gegenüber Masarykbahnhof). Referentin: Genossin Lotte Belina über „Die Frau Im Dritten Reich“. Kommt alle, bringt Gäste mit! ^rückende Komödiengrazie, der Zauber seines Wortes, die Heiterkeit seiner Luftspielwesen, di« fröhliche Sinnlosigkeit seiner Märchenerfindungen wüßten vielleicht als Knot'räpunkt zu einer brutalen, ent- ! zauberten, zweckbcrechnenden Welt stärkeren Haß gegen unsere Formen des Daseins zu wecken als |noch so viele polemisch« Aktualitäten. Fern von solcher Erlebuissphär« überantwortet Hans Roth«, der uns mit anderen Shakespear«- bearbeitungen schon vorbesttast hat und mit neuen ! Bühnenfassungen au4 der Fassung bringen konnte, ! Shäkespeares.^Komödie der Irrungen" den ^zeitgemäßen PublikumSansprüchen, rothet den Märchenwald, um auf der so geschaffenen Fläch« das Szenqrium einer Operettenrevu« aufzubauen und den Text zum Schwank hin umzubauen. Ist Shakespeares Lustspiel heiter« Auslegung des Lebens, so ist Rothes Komödie der künstlerischen Verirrungen Auslage eines kultllrell.cn Ausverkaufs, di« denn auch von dem Regisseur Renato Mordo entseuchend dekoriert wird. Aus der graziösen Miranda, mit der bei Shakespeare Antipholus feine Adriana eifersüchtig macht, wird unter dem dramaturgischen Zugriff Rothes ein« erschreckliche Borstvdthure;.,..aus dem prächtigen Dienerpaar Dxauio machen. Rothe Mordo zwei Negerbübchen im Barieteeksstüm und mit Beriet««, akrobatik, aus deren Mnnd man ui« und nimmer die weifen Narrheiten der heiteren Laune«in«S Genies erwartet, aber dafür jeden Augenblick die Aufforderung, mehr Fyffes-Bananen zu essen; daS luftig« Schreckgespenst einer globusförmigen Neger- köchin, von der bei Shakespeare einmal die Rede ist st„Sie ist kugelförmig wie ein Globus; ich wollt« Länder auf ihr entdecken"—„Aus welchem Teil ihrer Körpers liegt Deutschland?"—„Sicherlich in ihren beiden Augen, denn eins sicht scheel aufs andere" — eine Aktualität, di« offenbar durch den ordinär belachten Witz von der„Schutzhaft" ersetzt werden solltet dieses Schreckgespenst wird von Roche, der auf erotische Anlässe, aus ist, zu der Hauptrolle eines feschen NegergirlS„neugefaßt". Di« beiden Frauen sder Komödie sind gekleidet, als kämen sie geradewegs au's einer Gymnastikschulc,, die beiden Herren, als .kämen sie eben vom Golfplatz. Auch sonst wird d«m Sport gegeben, was der Dichtung sein sollte, die Aufschwünge, di« di« Handlung nimmt, sind nicht sprachlich-dramatische, sondern Bauchaufschwünge der Negerturner. Der Witz des Regisseurs überdauert isogar di« Handlung und noch aus dem Dank der Darsteller für den Applaus wird rin Regieeinfall. Kunst und Wissen ShaWemr„Komödie der Armgen" fei» Schwank von Haus Rothe und Renato Mordo. (Kleine Bühne.) Unser Zeitalter urit dem wahren Wortsinn seiner Kulturellen Phrasen zu konfrontieren, das Pathos -feiner kulturellen Sonntagspredigten der Triviali- tät seines geschäftigen Alltags«ntgegenzuhalten, di« Unberufenen vor das Tribunal ihrer eigenen Tradi- tion zu zitieren»ich zu erweisen, daß sie täglich schänden, was ihr« Phrasen hoch in Ehren halten, wär««ine revolutionäre Kulturaufgabe. Auf die Bühne dieser Zeit, di« doch jedem phantasielosen Einfall, jeder gedankenlosen Erfindung, jedem traurigen .Witz ihre Akteure nnd ihr Rampenlicht leiht und -doch bei festlichen Gelegenheiten von den größten -dramatischen Geistern der Menschheit herzukommen -vorgilbt, auf diese Bühne Shakespea re zu stellen, ! müßte di« marktgängige Theaterproduktion von heut« herrlich desavouieren. Ein Publikum, das nur An» teil nimmt, wo viel vor sich geht, das Heiterkeit ! nicht kennt, nur Börsendvitze belacht, Erotik nur erlebt, wo es zu Handgreiflichkeiten kommt, Buntheit nur empfindet, wo mit Farben nicht gespart wird, daS jeder Spannung auf der Bühne erliegt, nur - nicht der des Wortes, dieses Publikum in dem s Märchenzauber eines Shakespeareschcn Lustspiels zu i verstricken, müßt« den herrschenden Publikums- Wochenspielplan des Reue« Deutschen Theater». Dienstag,%8 Uhr:„Glückliche Reise"(A2).— Mittwoch, Uhr:„Die dr«i Musketiere" (AA.).— Donnerstag, A8 Uhr:„Figaros Hoch- ;«i t", Gastspiel Maria Jvogün(AA.).— Freitag, Uhr:„A u s l a n d S r e i s e", Gastspiel Kutt Bois(T 2).— Somstag,'A8 Uhr: ,La Boheme", Gastspiel Maria Jvogün(AA.). Wochensvielplan der Kleinen Bühne. Dienstag, 8 Uhr:„Ich habe«inen Engelgeheiratei" (anläßlich der Prager Mustermesse zu volkstümlichen Preisen).— Mittwoch, 8 Uhr„Komödie der Irrungen".— Donnerstag. 8 Uhr:„Eva aniert das Paradies".— Freitag, 8 Uhr: ..Candida"(Kulturverbandssreundc).— Samstag, 8 Uhr:„Eva saniert das Paradies". Aus der Partei Jugendbewegung. Frei« Bereinigung soz. Akademiker. Mitt- woch, den 22. März, 20 Uhr, findet im großen Saal« der Produktenbörse eine internationale Kundgebung der sozialistisch«» Studentenorganisa- tione» Prags statt:„Di« sozialen Forderungen der deutschen und tschechischen Hochschüler in der 6SR." S. I. I. M i t 1 w o ch um 8 Uhr abends in unserem Heim am Fügnerplatz Gruppenabend. Sport ♦ Spiel* Kömerpllefle Bürgerlicher Sport. DFC. gegen(SK. Preßburg 3:2(1: i). Ein Spiel mit zwei verschiedenen Halbzeiten: In der ersten Halbzeit«in zi«mlich gleichwertiges Spiel beider Parteien und entspricht das Ergebnis dem Verlauf. Als aber nach der Pause der DFC. in geänderter Sturmaufstellung— nach langer Pause (unfreiwilliger?) mit Kanhäus«r— antrat, hatten di« Preßburger jede Aussicht auf den Sieg verloren, obtvohl die Hintermannschaft des DFC. tvenig erfreuliche Lichtpunkte aufwies. Di« Tore für DFC. schossen Stoh(2) und Häbelt; für Pr«ßburg Kostka und Friese. Tschechoslowakei gegen Ungarn 0:2(0:1). L» dem in B u d a p e st ausgetragenen Länderspiel blieben die Ungarn verdiente Sieger. Sie waren den Gästen in technischer und taktischer Beziehung über- legen. Die Mannschaft der Tschechoslowakei beschränkte sich auf Einzelvorstöße und das Half war nach der Pause— nachdem es schon in der ersten Halbzeit mehr für di« Verteidigung arbeitete— mit feinen Kräften fertig. Prag gegen Budapest 2:1(1:1). Dieses in Prag ausgetragende Städtespiel endet« mit einem dem Spielverlauf« unverdienten Sieg«, zu dem der heimische Schiedsrichter seinen Teil beitrug. Die Ungarn machten mit den Pragern fast alles— nur Tore zu schießen vergaßen sie. Prag gegen Pari« 2:1(1:1). Di« in Paris ausgckragene Begegnung endete mit dem verdienten Siege der Präget, die erst nach der Paus« in Schwung kamen. Frankreich gegen Deutschland 3:3(1:2). Dieses Unentschieden, mit dem der Länderkampf in Berlin endet«, ist eher ein Erfolg der Franzosen, die das rasant« Tempo bis zum Schluß durchhiel- teu und den Vorsprung der Deutschen immer wieder«inftellen konnten. Di«„Spitzen" der„Erneuerer", 'die dem Spiel« in dem mit Hakenkreuzfahnen reichlich„geschmückten" Stadion beiwohnten, werden gewiß von diesem„Erfolg" der deutschen Mannschaft nicht„erbaut" gewesen sein! Karlsbader F«. schlägt Teplitzer F«. S: 1(3:1). Die Teplitzer Profi, di« ohne Kröil und den verletzten Kettner, aber dafür mit der Neuakquisition in der Person des Sturmführers Riedel vom Arbeiter-Sportklub Gleichheit Weiskirchlitz — ja das Geld gilt eben mehr(?) als di« Ueber- zeugung; nicht wahr, Riedel!— in Karlsbad antraten, mußten eine arge Schlappe in Kauf nehmen. Die Karlsbader Hintermannschaft war für di« TFK-. Leut««in schwer zu nehmendes Hindernis. Aber daß der TFK-Tormann, der im letzten„Reichender- ger Sportblatt" in alle Himmel gehoben wurde, fünf Stück durchläßt, ist auch ein„Beweis" für sein« so „überragenden" Fähigkeiten... Vrager Konzettlaal. Zwei Kammermusikkonzerte ragten auS der Fülle der letzten Konzertveranstaltungen j besonders hervor; ein der zeitgenössischen Musik gc- - widmetcs„A u s t a k t"- K o n z e r t und ein Bach- iHändel-Buxtehude-Konzert des Deut. I scheu Kammermusikvereins. Im zuerst genannte» 'Konzert kamen Jung-P cager Komponisten zu Gehör. Die bedeulsamste Lehre, die man durch dieses Konzert empfing, war die Tatsache, daß sämtliche vier zur Uraufführung gelangten moder- neu Werke ihre Schöpfer auf den: Wege zur gefühls- betonten Musik zeigten, die vor Jahresfrist Noch streng verpönt im modernen Musikschaffen war. Interessant war auch die durch die aufgeführten Werke ermöglichte Gegenüberstellung der durch Fi- delio Finke als Lehrer vertretenen Prager deutschen Komponistenschul« und jener des Berliner !KompositionSmeisterlehrerS Franz Schreker, bei der der Prager Pädagoge durchaus im Vorteile war. Die erste der uraufgeführtcn Kompositionen war ein Streichquartett von dem jungen Prager Pianistin Frank Pollak, eine setztcchnisch gekonnte und formal gerundete Arbeit, dir aber noch stilistische Klärung vermissen läßt, denn ihr Stil pendelt zwischen Klassizismus, Romantik und Expressionismus hin und her. Auch in der zur Manier erhobenen fugierten Schreibweise wird der Koniponist Maßhalten lernen müssen. Tie B i o l i n- S o n a t e der jungen, talentierten Prager Pianistin Friederike Schwarz, die man nachher zu hören bekam, zeichnet sich vor allem durch forsche, an Robert Schumanns Vorbild anknüpfende Rhythmik sowie übersichtlich« Klarheit des Satzes und formalen Aufbaues aus; im langsamen Mittelsatz verrät die Autorin auch Sinn für Gefühl und Ausdruckssinnigkeit. Mehr improvisationsartig als streng durchgeführt und ausgesührt erwiesen sich die aus schöne eigene Gedichte komponierten drei.Lieder von Walter S ü ß k i n d für Gesang mit Streich, quartettbegleitung, Lieder übrigens, die noch allzu sklavisch der Textvorlage folgen und di« Begleitung nur zur Stimmungsuntermalung heranziehen. Auch der gesangsmäßigeren Führung der Singstimme wird der Komponist mehr Aufmerksamkeit schenken müssen. Eine starke Talentprobe stellten zehn kleine Streichquartette von Walter Kaufmann dar, kleine musikalische Momentaufnahmen von Stimmungen und Eindrücken, bald elegischen, bald burlesken, bald rustikalen Charakters, von ausdrucksstarker Innerlichkeit und Bestimmtheit, vornehm in der Gestaltung und von feinneroiger Transparenz in den zarten Sätzen. Als das beste Stück der Serie erwies sich das erste Quartettchen, weil auch das am sorgfältigsten aus- und durchgeführte. Die allzu schablonenhafte formale Gestaltung der Quartette in Vordersatz, Mittelteil und wiederholter erster - Teil wirkte bei der Menge gleichartiger Stücke monoton. Künstterische Mittler der Kompositions- Neuheiten waren: die Sängerin Olga Forrai, die Geigerin Margarete Hönel, die Pianistin Friederike Schwarz und das aus Hörern der Deutschen Musikakademie zusammengesetzte Brand- Quartett.— Das Bach-Händel-Buxte- hude-Konzert des Deutschen Kammermusi kver ei ns beschert« selten gehörte kammermusikalische Leckerbissen aus der Zeit der Borklassiker: Ein« Ouvertüre von Joh. Seb. Bach, eine Sonate von Dietrich Buxtehude, ein Ricercare aus dem„Musikalischen Opfer" von I. S. B a ch, drei Sätze für Cembalo von Händel, eine fran- zösische Suite von I. S. Bach und desselben Großmeisters Sechstes Brandenburgisches Konzert. AuS- führende Künstler deS Konzertes waren die Cem- balistin Anni D ü m l e r, der Flötist Prof. K l i c- pera, die Geiger Peter Rybak und Norbert Hofmann, die Violaspieler Dr. K a l l i w o d a und' Wigand, W. M l e j n e k und Fritzi Linke (Gambe), Wenzel Ibl(Cello) und Josef Tom?' s ch i t s ch e k(Kontrabaß). Bedauerlich wär bei diesem intimen Kammerkonzerte nur der große Aufführungsraum des Theaters, in. dem die Feinheiten des zarten Cembalo, namentlich im Zusammenspiel mit den anderen Instrumenten, mehr oder weniger verloren gingen.— Nachzutragen ist auch noch ein künstlerisch bedeutender Kammermusikabend, den di« glänzende tschechische Geigerin Ervine Brakes und der ausgezeichnete Prager Pianist Erwin Schulhofs gemeinsam veranstaltet hatten und bei dem drei bet schönsten Biolinsonaten Ludwig»an Beethovens in vorbildlicher Wiedergabe, bei der das Temperament und di« überlegene Musikkultur des Pianisten den Ausschlag gaben, zu Gehör gebracht wurden.— Zur Feier ihres 70 j ä h r i g e n Bestandes hatte die Prager„Umvleckä Beseda", die den größten tschechischen Musikverlag repräsentiert und deren Musiksektion zum erste» Vorsitzenden Friedrich Smetana hatte, ein großes Festkonzert mit der Tschechischen Philharmonie veranstaltet, bei dem Werke des eigenen Berlages zur Aufführung gelangten, Werke, di« im Konzertsaale längst heimisch und erprobt sind: Smetanas Ouvertüre zur Volksoper„Die verkaufte Braut", Bit. Novüks iinpressionistische sinfonische Dichtung „Bon ewiger Sehnsucht", Josef Suks Sinfonie „Das Rifen" und Lad. Vycpüleks Liederzyklus „Erwachen". Dirigent des glänzend verlaufenen Konzertes war Prof. K. B. Jirük, Solistin die tschechische Konzertsängerin M. Fleischer. Die Musiksektion des Verlages der„llmöleckä Beseda" hat zu ihrem Jubelfeste auch eine durch ihren Sekretär Mikota verfaßt« vortreffliche, höchst übersichtlich geschriebene Broschüre hrrausgegeben, in der die Entstehung, Entwicklung und bisherige Tätigkeit des Musikverlages anschaulich geschildert wird— Schließlich sind heut« noch zwei musikpädagogisch« Veranstaltungen zu erwähnen; ein öffentlicher Musikabcnd der Deutschen Musikakademre und ein unter dem Titel„Brchliek^ und die Musik" veranstaltetes Sonder-Konzert des Prager Tschechischen S t a a t s k o n s e r v a t o r i u m s. E.J. , u,. kXtrofrieb tank— Cbcfteiattenr Wildel» 9t i t ft n• t.—«-loytworlilcher 9Uöalteur Dr.®mU eIr« uft, Brog.— Druck:„9toW>.-« iür Zeitung. UI»«uchdiuck, Prag- Mr d-u Druck o-roolwortlich cito ooltl. ch... m^tru-rNntronk-tü, umrd«»»» ter Poft. a. lelrorophknoiretlioa mit Ittlaft 9h. 13800,'VII 1930 brwtlliot.— B-jug«bk2in,unzen: Bei Zujlrllun, int tzoud oder bei«ezug durch d,< Pojj monatlich lit 16—,«irrteljadrltch IW UI.—, Viag.—«» o^‘0^ yj ganjiadli« U Utz.—,— Jns-ru!««erd» laut r«is dtllijli brirchnrl, Br, öp»»» PrrisUitchlaft.— Nückstellun, von Äonuslripir,«n-l,t NU, dri iktujendun,«tt Rrtdurmarl«»