Nr. 76. Abonnements- Bedingungen: W Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 t., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. Nummer mit illuftrirter Sonntagss Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft Bettungss Preislifte für 1899 unter Mr. 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 16. Jahrg. Die Insertions Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonelgeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Jernsprecher: Bmt I, Br. 1508. Telegramm Adresse: ,, Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Bezugs- Einladung. Am 1. April 1899 beginnt ein neues Abonnement auf ben „ Vorwärts" mit Unterhaltungsblatt und der illustrirten Sonntags- Beilage Die Neue Welt". Im Unterhaltungsblatt beginnen wir am Ostersonntag mit dem Abbrud eines spannenden, aber auch literarisch wertvollen Romans: „ Der Schuldige?" Mon Sector Malot Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennigen frei ins Hans. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 3 Mart 30 Pfennigen für die Monate April, Mai und Juni entgegen.( Eingetragen ist der Vorwärts" in der Post- Beitungsliste für 1899 unter Nummer 7820.) Die Redaktion des Vorwärts". Ein russischer Geheimbericht. Folgenden Geheimbericht hat der Stellvertreter des Mostauer Ober Polizeichefs( Abtheilung der politischen Polizei) an den General Gouverneur bon Moskau gerichtet: Gure taiserliche Hoheit! Donnerstag, den 30. März 1899. Im Kampf mit den Revolutionären wendet die Regierung zwei Mittel an, die für ihre Zwecke von wirklichem Nußen find: 1. Gejegliche Festlegung der Beziehungen zwischen Arbeitern und Fabrifanten; 2. gewaltsame Ausmerzung der Revolutionäre von dem Boden, der für ihre Agitation günstig ist. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. " pflichtet sind, mit ihrer ganzen Kraft der Ausführung der betreffenden Verordnung und den Personen, denen die Aufrechterhaltung der Staats- und öffentlichen Ordnung anvertraut ist, beizustehen. Abgesehen von dem statutenmäßigen Eingreifen der Polizei in den Kreis des Fabritslebens, wurde ihr Einmischen außerdem noch dadurch nothwendig, daß die Fabritsinspektion mit ihren eigenen Mitteln mit den Streitigkeiten innerhalb der Fabriken und Betriebe nicht fertig werden konnte. Solidaritätsbewußtsein ihrer Interessen mit den Inter- Arbeit aller Behörden, die in irgend welcher Beziehung essen aller Arbeiter; das heißt das Bewußtsein von der Nothwendig- dazu stehen, erfordert. feit des Klassenkampfes, für dessen Erfolg sich immer nachdrücklicher Das Prinzip der Uneinigkeit und 8ersplitterung die politische Agitation als nothwendig erweist, die sich den Umbau in den Organen der Regierung kann fann einen der staatlichen und gesellschaftlichen Ordnung im Sinne der Sozial- schnellen und unbedingten Sieg über die demokraten als Ziel segt. Sozialdemokratie, deren Kampfeslosung Einigkeit und Wenn nun die täglichen Bedürfnisse der Arbeiter von den Solidarität"( Arbeiter aller Länder, vereinigt Euch!") lautet, Revolutionären für ihre regierungsfeindlichen Biele ausgenügt abfolut nicht garantiren. werden, wäre es da nicht für die Regierung angezeigt, so schnell Da das Ministerium des Innern den vollen Ernst der als möglich diese für die Revolutionäre so dankbare Waffe ihren Lage erkannt hatte und für die Interessen des Staates und der Händen zu entreißen und die Ausführung dieser ganzen Aufgabe öffentlichen Ordnung besorgt war, erließ es im August des vorigen selbst auf sich zu nehmen? Umsomehr als für diese Zwede teine Jahres ein Birkular, worin es die Gouverneure ersucht, anzuordnen, tiefen Reformen erforderlich sind, sondern nur die Vervoll- daß die Polizei eine sehr strenge Aufsicht über die Betommmung der Thätigkeit der betreffenden Behörden nothwendig triebe, Fabrifen, Werkstätten und Wohnstätten der Arbeiter durchführe erscheint. So lange der Revolutionär nur den reinen Sozialismus und rechtzeitig melde, wenn sich in Arbeiterkreisen eine erregte predigt, kann man mit ihm allein durch Unterdrückungsmaßregeln Stimmung bemerkbar machen sollte, der Ursache der Unruhen fertig werden; wenn er aber zu seinen Gunsten die Mißstände der nachforsche und womöglich den Anlaß zur Unzufrieden Herrschenden gesetzlichen Ordnung exploitirt, genügen die heit in jenen Fällen beseitige, in den die Arbeiter Ursache haben, unterdrückungsmaßregeln nicht. Es ist nothwendig, über Ungerechtigkeiten der Fabrikanten und Fabriksadministrationen eilig den Boden unter seinen Füßen zu untergraben. zu klagen. Man schlug vor, die Untersuchung der Arbeiterunruhen gemäß der Verordnung über staatlichen Schutz zu führen, da man fie zu Angelegenheiten von politischem Charakter rechnete; das Justizministerium erklärte sich in diesem Punkte vollständig folidarisch mit dent Ministerium des Innern. Das Finanzministerium wendete sich am 12. März d. J. mit einem Zirkular an die Fabriksinspektion, Den Agitator interessirt nicht die Noth des Arbeiters an sich, und indem es sich auf§§ 54 und 59 der Statuten über Industrie sondern es beschäftigt ihn nur die Methode, durch die der Arbeiter berief, schrieb cs vor, in keinem Falle die Pflichten, die der Inspektion von der Noth befreit werden kann. Es liegt nicht in der Abficht auferlegt worden sind, der Polizei zu übergeben. Die Fabriksdes Revolutionärs, daß sich die Regierung für die Bedürfnisse des inspektoren müssen im Auge behalten, daß der Polizei die einzige Arbeiters ereifert und diese befriedigt. Indem der Agitator das Pflicht obliegt, von allen ihr bekannten Fällen von OrdnungsPrinzip aufstellt, die Befreiung der Arbeiter muß das Werk des störungen in den Fabriken und Betrieben Mittheilung zu machen Arbeiters selbst sein", stellt er die Erziehung zur Selbstthätigkeit und der Inspektion die nöthige Hilfe zu leisten; ebenso die gerichtunter ihnen in den Vordergrund, und wie in jedem konkreten liche Verfolgung derjenigen einzuleiten, die sich eine Uebertretung Falle für die Arbeiter das thatsächliche Resultat ihres ge- der Ordnung, die im§ 54 festgesetzt ist, haben zu schulden kommer meinsamen Vorgehens ausfällt, tommt für ihn in zweiter laffen. Linie in Betracht. Indem der Aufheßer die Arbeiter fortwährend Diese Ansicht des Finanzministers fann taum als richtig auf die Bedeutung ihrer gemeinsamen Kraft hinweist und ihnen die anerkannt werden. Im§ 59 der Statuten über Industrie wird als der prinzipielle Gegner der Gesetzlichkeit. Vortheile der gemeinsamen Thätigkeit auseinandersetzt, erscheint er nur von der Thätigkeit der allgemeinen Polizei gesprochen, die hauptsächlich die äußere Ordnung aufrechtzuerhalten hat. Aber es Es ist sehr natürlich, daß man, um den Agitator bei der Agitation existirt noch die Staatspolizei als ein selbständiges Gendarmeriezu entwaffnen, dem Arbeiter den geseglichen Ausweg aus seiner forps und spezielle Schutzbehörden, die verpflichtet sind, die innere Die Geschichte der revolutionären Bewegung hat gezeigt, daß schwierigen Lage zeigen muß; man darf nicht vergessen, daß dem Ordnung aufrechtzuerhalten und dort einzuschreiten, wo sich irgenddie Kraft der Intelligenz allein für den Kampf gegen die Regierung, Agitator nur der jüngere und energischere Theil der Masse folgen welche Gährung bemerkbar macht.*) selbst unter der Zuhilfenahme von explosiven Stoffen, zu schwach sei. wird; der Durchschnittsarbeiter aber wird den zwar nicht so Bei diesen Beziehungen zwischen Polizei und Fabriksinspektion In Anbetracht dessen begrüßen alle revolutionären Gruppen die glänzenden, aber ruhigeren gefeßlichen Weg vorziehen. Die so fommt man nothwendig zu dem Schlusse, daß die Fabriksinspektion fozialdemokratische Bewegung in der Hoffnung, daß, indem die Ar- zersplitterte Masse verliert auf diese Weise diejenige Straff, auf nicht so sehr der Hilfe der Polizei bedürfe, als gerade umgekehrt; beiter zu regierungsfeindlichen Unternehmungen herangezogen werden, die der Agitator rechnet. Dasselbe Prinzip der Geseglichkeit, wonach und daß alle Behörden, darunter auch die Fabriksinspektion, ver die Revolutionäre solche Massenkräfte zu ihrer Verfügung gewinnen das gewaltsame Vorgehen des Arbeiters verfolgt wird, verlangt werden, mit denen die Regierung zu rechnen gezwungen sein wird. auch die Beseitigung jeglicher Willfür von Seiten Zudem haben endlich die Theoretiker und Praktiker des Sozia der Unternehmer. lismus eine Methode zur thatsächlichen Umwandlung der realen Die Erfahrung lehrt, daß das Prinzip der Gesetzlichkeit oft Lebensverhältnisse im Geiste und in der Nichtung ihrer Forderungen nicht nur vom Arbeiter, sondern auch vom Arbeitgeber gefunden. verletzt wird, der sich nicht an die Gleichberechtigung Die Erfinderin diefer Taktik ist die deutsche Sozialdemo- der tontrattschließenden Theile gewöhnen kann. Es Iratie, die es verstand, mittelst einer langen Reihe aufeinander- tommt oft vor, daß der Unternehmer nach einer Kollision mit den folgender Kompromisse ihre idealen Bestrebungen Arbeitern, in der jener als schuldig erkannt worden ist, diejenigen In der erklärenden Bemerkung des Gesetzesprojektes vom mit den täglichen Bedürfnissen der Arbeiter Arbeiter entläßt, die als Bermittler gewählt worden waren, Jahre 1886 bildet die Fabritsinspektion in ihrer näheren zu verbinden, wodurch sie nicht nur für jeden Arbeiter ver- indem er zur Kündigung das Zusammenfallen des Zeitpunktes der Beziehung zur Fabrik ein Polizeiorgan von besonderem ständlich wurde, sondern ihm auch als wirkliche Vertheidigerin seiner Unzufriedenheit mit dem Ablauf der Kündigungsfrist benutzt. Indem Charakter. Ihr Wirkungskreis erstreckt sich auf alle Beziehungen einfachen Interessen erschien, und sie gewann dadurch die volle der Unternehmer sich darauf beruft, daß er juristisch im Recht ist, zwischen Unternehmer und Arbeiter, und als ein spezielles Organ Sympathie der Arbeitermassen. Die sichtbaren Erfolge ihrer Tattit will er gar nicht einsehen, daß ein solches Vorgehen von seiner Seite verfügt sie über alle Mittel, um im allgemeinen dafür zu sorgen, tomiten nicht ohne Einfluß auch auf die anderen Staaten bleiben, in politischer Beziehung sehr gefährlich sein muß, daß das Gefeß befolgt werde, und im speziellen für die rechtzeitige und unter diesen auch auf Rußland. Die russischen Revolutio- da es thatsächlich dem Arbeiter sein Recht, Beschwerden zu führen, Untersuchung solcher Erscheinungen im Fabriksleben, von denen die näre verließen eilig ihre alten Fahnen, um sich der neuen Bewegung nimmt. Es fommt auch vor, daß der Arbeiter, der sich beim Unter- Gouvernementsbehörde im Interesse der öffentlichen Ordnung rechtanzuschließen. Die Pragis führte sie auf ununterbrochene Agitation nehmer über irgend einen Mangel in der Fabrit beklagt, von zeitig benachrichtigt werden muß. Das ist die prinzipielle Stellung unter den Arbeitern auf dem Boden ihrer vorhandenen täglichen diesem zur Antwort erhält, es stehe ihm ja frei, die Fabrit der Fabriksinspektoren. Bedürfnisse und Ansprüche. Bei den erwähnten System sind zu verlassen, wenn ihm die bestehende Ordnung nicht gefällt. Die thatsächliche Lage der oben genannten Behörden ist etwa die Revolutionäre nicht genöthigt, viel Worte zu verlieren, Auf diese Weise entläßt der Unternehmer den beschwerde- folgende: Jm Gouvernement Moskou find im ganzen fünfum den Arbeiter zu ihren Ansichten zu bekehren und ihn auf- führenden Arbeiter und bezahlt ihn für zwei Wochen voraus, zehn Inspektoren; fie haben gar keine Assistenten; zuhezzen, da sich eben alles durch die Sachlage selbst er- ohne sich darum zu fümmern, ob Zeit und Gelegenheit für ihn ihnen find etwa 1800 industrielle Betriebe unterstellt( das giebt; dem Aufheßer bleibt nur die Aufgabe, den Unzufriedenen ihre günstig sind, wieder Arbeit zu finden; indem er, statt auf die Be- heißt 120 auf jeden Inspektor), dabei kommen bis 900 auf Moskau. Bedürfnisse und Wünsche zum Bewußtsein zu bringen und in die schwerden Rüdsicht zu nehmen( nach dem Gesetz hat der Arbeiter als Der technischen Aufsicht der Fabrikinspektion unterliegen 2600 Dampfentsprechenden Forderungen umzusetzen. Proklamationen dieser Art kontraktschließender Theil das Recht, beim Fabrikinspektor Beschwerde teffel von öffentlichen und Privathäusern. find gewöhnlich den Interessen der Arbeiter so nahestehend und so zu führen), dem Arbeiter einige Rubel giebt, glaubt er wieder im Hier folgt die Aufzählung der Pflichten der Fabritsinspektoren, verständlich, daß es genügt, fie in einigen Exemplaren zu verbreiten, Recht zu sein. Vom politischen Standpunkt aus indeffen ist eine die nach der Ansicht des Verfassers förmlich mit Arbeit überladen um damit eine ganze Fabrik zum Streit zu bewegen. Es ist selbst- solche Entlassung eine willkürliche Handlungs- und ihrer Aufgabe nicht gewachsen seien. Als Illustration dieser verständlich, daß, ie bescheidener die Forderungen weise, die sehr üble Folgen haben kann, da sie dem Sachlage führt er folgende Thatsachen an: sind, der Erfolg der Unternehmung um so sicherer Arbeiter jegliche Waffe entreißt, ihn erbittert, wodurch er den Plänen Die Polizei mußte im Laufe eines Vierteljahres in fünfzehn erscheint. der Revolutionäre zum Opfer fällt. Es ist die Befürchtung aus- Fällen von Kollusionen zwischen Arbeitern und Unternehmern, die ohne Diese Tattit ergab ausgezeichnete Resultate; es gefprochen worden, daß, wenn man dem Arbeiter das Beschwerde- rechtzeitige polizeiliche Einmischung die Form von ernstlichen Unruhen tamen Maffenausstände auf, deren Resultate im Allgemeinen für recht ertheilt, die Behörden mit Gesuchen seitens der Arbeiter hätte annehmen können, eingreifen. Wenn man nun bedenkt, daß die Theilnehmer günstig waren. Es ist beachtenswerth, daß die überladen sein werden. Wenn diese Befürchtungen nicht ganz diese Fälle in der Residenz, wo die Regierungsorgane konzentrirt Arbeiterbewegung, die ursprünglich durch die Revolutionäre hervor grundlos find, so ist es feinesfalls geboten, sich dieser Art sind, aufgedeckt wurden, so tann man sich einen Begriff davon machen, gerufen worden war, in ihrem weiteren Fortschreiten durch ihre und Weise der Zufriedenstellung völlig zu entziehen; denn die Ne- wie es in der Provinz aussehen muß. eigene innere Kraft durch Nachahmung weiter entwickelt gierung befigt ja zweifellos Mittel und Wege genug, um die Unwillkürlich denkt man dabei, ob nicht die Mehrzahl der in der wurde; Arbeiter, die nie von Propaganda gehört und nur durch Beziehungen zwischen Unternehmer und Arbeiter zu reguliren, und Provinz gewesenen Streits, die selbst das Eingreifen des Militärs Gerüchte mit ihrer praktischen Seite und dem guten Erfolg irgend die Befürchtungen in diefer Hinsicht sind wohl nicht ernst auf- nothwendig machten und die einen so großen Einfluß auf die Weltwelcher Streits bekannt waren, beginnen zu streiten, wobei die zufassen. Andererseits dürfen die Beziehungen zwischen Arbeiter und anschauung der Arbeiter ausübten, nicht dadurch zu erklären seien. Hoffnungen auf den glücklichen Ausgang der Sache nicht selten in Unternehmer der strengen polizeilichen Aufsicht nicht entzogen werden. 8.( 20) April 1898. Erfüllung gehen. Jegt, da ganz Westeuropa sich mit der Arbeiterfrage beschäftigt, Ober Polizeichef Trepow Subatom. Wodurch ist denn der Erfolg des Streits zu erklären? Natürlich ist auch das ganze Interesse des Revolutionärs dem Geist der Zeit nicht dadurch, daß die Regierung terrorifirt sei und auf Stonzessionen entsprechend auf die industriellen Arbeiter gerichtet; ba aber, wo der Rabotschee Delo"( Arbeiter- Sache") des ausländischen Dieses hochwichtige Dokument ist uns von der Redaktion eingehe, wie es die Revolutionäre behaupten. Der Grund des Er der Revolutionär ist, muß auch die staatliche der Rabotschee Delo"( Arbeiter- Sache") des ausländischen folges liegt in der Abwesenheit der Voraussicht und Polizei( die politische Polizei) fein. Die lettere braucht, da ihre Bundes der russischen Sozialdemokraten zugeschickt. Kommentare Umfit auf Seite der betreffenden Beamten und Aufgabe sehr schwierig ist, fortwährende Hilfe( der Fabrikanten, ihrer zu ihm sind überflüssig. Es stellt das beste Zeugniß für die Behörden; und wenn eben die Ausschreitungen bekannt werden, Angestellten u. s. w.) und vor allem die Mithilfe der allgemeinen Erfolge des schweren Kampfes der sozialdemokratischen Arbeiterbleibt der Regierung nur eins übrig die Berechtigung der Be- Polizei. Und deshalb dringen in die Sphäre der Fabrit gleichzeitig bewegung Rußlands unter dem Joche des Absolutismus dar. strebungen der Arbeiter zu fanttioniren, trog aller Gefahr dieses nicht nur der Revolutionär und die Agenten der Staatspolizei. Verfahrens in politischer Hinsicht. Indessen haben die Erfolge, die sondern auch die Organe der allgemeinen Polizei. Die Polizei auf dem Wege des Streits errungen werden, eine äußerst gefährliche hat sich für das zu intereffiren, womit der Revolutionär sich beund schädliche Wirkung auf den Staat, indem sie die elemen- schäftigt. Wenn der Agitator in legter Zeit fein Ziel auf dem tare Schule für politische Erziehung der Arbeiter gejeglichen Wege zu erreichen sucht, indem er die Unterfind. Der Erfolg in diesem Kampfe stärkt den Glauben an ihre lassungen der Fabritinspektion sich zu Nuze macht, eigene Straft, lehrt den Kampf praktischer zu führen, er bereitet vor fo muß die Polizei, um seiner Thätigkeit überwindliche Schwierig„ Aus sicherster Quelle" will der Konfektionär" erfahren haben, und sondert aus der Masse begabtere Elemente mit starter Initiative feiten in den Weg legen zu können, aufmerksam die Ordnung in daß dem Reichstage bald nach seinem Wiederzusammentritt der aus; er überzeugt den Arbeiter von der Möglichkeit und Nüglichkeit den Fabriten beobachten und alles genau verfolgen, was Gefeßentwurf über den ,, Schuk Arbeitssuchender", wie der offizielle der Bereinigung und überhaupt von follettiver Handlung in der die Person des Arbeiters angeht. Das ist die Lage der Titel des Gesetzentwurfs laute, zugehen werde. In derselben AnPraxis. Der Kampf macht ihn aufnahmsfähiger für die Ideen des Dinge, das ist die Forderung der Beit. er gegenwärtige Politische Ueberlichk. Berlin, den 29. März. Das Zuchthausgesch. Sozialismus, die ihm bis dahin als nuglose Träumereien er- Moment ist so beunruhigend, die Thätigkeit der Revolutionäre ist so*) Hier folgen einige Details, die für den deutschen Leser uns schienen. Auf dem Boden lokaler Kämpfe entwidelt sich das intensiv, daß der Kampf mit diesem Feinde eine gemeinsame wesentlich und ohne Kommentar unverständlich sind. Keleg enhcit will die„B. Börs.-Ztg.' wissen, die Vorlage dürfte den Bundesrath kaum lange Zeit in Anspruch nehmen, da die eingehenden Vorverhandlungen zwischen den verbündeten Regierungen alle Fragen von Belang erledigt hätten. Von den.Arbeitswilligen' ist man zu den„Arbeitsuchenden� gekommen. Man will offenbar ins Zuchtshau» schicken die Unter- nchmer, welche Arbeiter ohne Grund arbeitslos machen oder gar verhindern, daß Arbeiter bei anderen Unternehmern des Berufe» Arbeit finden. Man will wohl ins Zuchthau» schicken Arbeiter. welche die Arbeitsbedingungen, die ihre Berufskollegen im Interesse der Gcsammtheit festsetzen, nicht anerkennen und durch über mätzige Arbeitsleistung andere Arbeiter arbeitslos und arbcits suchend machen! Diese Arbeitssuchenden zu schützen, ihnen freie Bewegung und Entfaltung ihrer organisatorischen Kräfte zu gewähren— das wäre wahrhafte Sozialpolitik. So aber wird ein erbitterter Kampf durch das ganze Reich hindurch entbrennen, wenn die Regierungen durch ihren Gcsetzentivur das Koalitionsrecht gänzlich vernichten und w i d e r s o z i a l alle aufstrebenden Kulturtendenzeu unterdrücken wollen.— Der Kampf gegen daö Vervrechen. In den Neichstagsvcrhandlnngen der jüngsten Zeit ist die Klage über die Verwahrlosung der Jugend, über die Ver mehrung der Verbrechen und die zunehmende Rückfälligkeit der Verbrecher wiederum laut geworden. Die Junker empfahlen Prügelstrafe und— Ausnahmegesetze gegen die Sozialdemo kratie. Das Zentrum suchte das Heil in neuen Sittlichkeits Strafparagraphen. Vernünftige Leute wiesen auf die soziale Hygiene als einzig ernsthafte Methode der Verbrechen bekampfung hin. Dieselbe Auffassung spricht Professor v. Liszt aus, der bekannte, kürzlich an die Berliner Universität berufene Strafrechtslehrer. Im Abdruck eines Vortrages, den er kürzlich in Dresden hielt, ist zu lesen: .Die geograghischc Vertheilung der Kriminalität beruht in jedem Land mit auf der wirthschaftlichen Lage der einzelnen Landes- theile; bezeichnend dafür das breite dunkle Band, das auf den kartographischen Darstellungen der deutschen Kriminalität den ganzen Osten der preußischen Monarchie von der Grenze bis tief ins Innere umschließt... Damit ist zugleich gesagt, daß eine auf Hebung der gesammten Lage der arbeitenden Klassen ruhig aber sicher abzielende Sozial- Politik zugleich auch die beste und w i r k s a m st e Kriminal Politik darstellt. Und e» ist damit zugleich an gedeutet, daß neben dem, was die Gesetzgebung des Deutschen Reiche» in dieser Richtung bereits gethan hat, doch noch viel mc' uns zu thun übrig bleibt. Eine gründliche Beseitigung der Mi' stände, die heute fast überall, nicht nur in den Großstädten, mit dem Wohnungswesen der arbeitenden Klassen verbunden find, wird sich ganz zweifellos als ein wirlsamcrcs Mittel zur Verminderung der Kriminalität erweisen, als eine ganze Anzahl von neuen Paragraphen im Strafgesetzbuch.... Wenn der Vater tagüber in der Fabrik arbeitet und auch die Mutter durch die wirthschaftliche Lage der Familie gezwungen ist. Arbeit außer Haus zu suchen, so ist die unausbleibliche Folge dieses Zustandcs die sittliche, geistige und körperliche Ver Wahrlosung der heranwachsenden Kinder. Hier kann die Gesetzgebung eingreifen und sie muß eS thun. Und zwar nicht erst daiin, wenn das Kind bereits zum Verbrecher geworden ist, sondern sobald die Gefahr sittlicher Verwahrlosung droht. Wenn die Eltern ohne ihr Verschulden verhindert sind, die Pflicht der Erziehung zu erfüllen, so muß der Staat diese Pflicht auf sich nehmen.... Ueber den zweiten Punkt werde ich mich noch kürzer faffcn können. Wer aus eigenen Anschauungen, sei eS nur als thätiges Mitglied eines Fürsorgevereins für entlassene Sträflinge, die Wirkungen unseres Gcfängnißwesens kennt, der weiß auch,' daß Abhilfe hier dringend noth thut. Unser gaiweS heutiges Strafensystcm ruht auf der Freiheitsstrafe. Denn die uneinbringliche Geldstrafe wird in Freiheitsstrafe umgewandelt nach jenem merkwürdigen, in der heutigen Gesetzgebung aller Kulturstaaten sich findenden Rcchtssatze, daß für die That, die der Reiche mit einigen Thalern abmacht, der Arme an seinem Körper und, ich darf wohl hinzufügen, an seiner Seele büßen mutz. Durch die Freiheitsstrafe aber reißen wir den Verurtheiltcn heraus ans seiner Familie und seinem Beruf, Wir bringen ihn im Gcfäiigniß, in dem es in zahlreichen Fällen an Aufsicht wie an Beschäftigung fehlt, in nächste Berührung mit andern, vielleicht vielfach vorbestraften Individuen. Und wenn er nach Wochen und Monaten oder nach Jahren wieder herauskommt in die Freiheit, so sind die Familicnbande gelockert, wenn nicht gelöst; die Stelle, die er in seinem Berufe eingenommen hat, ist besetzt, und bei seiner Bewerbung um eine neue Stelle findet der entlassene Sträfling geschlossene Thüren. Wie viel Zeit und Geld, welcher Schatz von Menschenliebe und christlicher Geduld wird von unseren Fürsorgevercinen angewendet, um die Deklassirung, die der Staat durch seine Strafrechtspflege vollzogen hat, wieder wett zu machen und den Entlassenen zurückzuführen in die Gesellschaft I Und doch müssen wir, wenn wir ehrlich find, uns gestehen, daß diese Bemühungen in den meisten Fällen ohne bleibenden Erfolg sind, daß der einmalig Verurtheilte in den meisten Fällen, wie die Kriminalstatistik uns lehrt, wieder rückfällig wird. Eine Umgestaltung unseres S t r a f e n s y st e m s: das ist die zweite Forderung, die der Fachmann an die ReMgesetzgebung stellen muß. Unsere Regierungen freilich haben für eine derartige Reformthätigkeit kein Verständnis, denn sonst müßte ihr guter Wille, an den zu zweifeln sie niemandem gestatten wollen, allerdings bezweifelt werden, da Mißstände wie Abhilfsmöglichkeiten gleicherweise zu Tage liegen. Die Regierungen können sich nicht einmal zur Einführung der bedingten Verurtheilung aufschwingen und ihre sozialpolitische Maßnahmen laufen zunächst darauf hinaus, Zuchthaus-Gesetze zum Schutze der„Arbeitswilligen" zu fabriziren. Wieder ein„Nitarchisten"-Streich und wieder ein Schwindel. Folgendes Telegramm wird verbreitet: Haag, 29. März. Gleichzeitig mit der Abrüstungskonferenz soll hier auch ein großes Anarchisteumceting veranstaltet werden, zu dem, außer anderen französischen Anarchisten, auch Sebastian Faure sein Erscheinen zugesagt hat. In derselben Zeit wird hier ferner ein großer Sozinlistenkongreß zusammentreten, zu welchem auch aus- ländlsche Sozialisten kommen werden. So das Telegramm, Die nüchteme Wahrheit ist: unsere holländischen Genossen haben die Absicht, durch ein ähnliches Meeting, wie das Londoner St. James Hall Meeting des 8. März, gegen die reaktionäre Abrüstungskomödie des Zaren zu protesUrcn, Aus- ländische Sozialisten sind eingeladen. Von deutscher Seite wird Bebel hingehen. Daß die paar Anhänger des verkrachten Domela Nteuwenhuis die Gelegenheit benutzen wollen, um für ihr bankrottes Geschäft etwas Reklame zu machen, ist sehr wahrscheinlich, aber noch gleichgiltiger als wenn die Tanzmeister von Amsterdam eine Ver- sammlung abhalten wollten.— Deutsches Weich. Freisinn und Militärvermchrnug. Herrn Richters„Freist Ztg." war entrüstet, daß wir die Richterffche Taktik der„eingebildeten Siege" bei Gelegenheit der letzten Militärvorlage als thöricht und gefährlich für einen Gegner der ungemessenen Militärfordcrungen bezeichnet hatten. Aber auch eifrige Bewunderer des Herrn Richter sind höchst erstaunt über das Verhalten desselben. Die Greizer„Landes-Zeitnng preist Herrn Richter Lberschwänglich als Militarismus- Zwinger, fährt dann aber fort: »Um so mehr mußte es uns auffalle», daß Herr Richter und seine Zeitung der Komödie ohne gleichen, welche vom 14. bis zum 16, März(zweite und dritte Bcrathung der Militär vorläge) unter der geschickten Regie des Dr. Lieber im Reichstage in Szene gesetzt wurde, eine ernsthafte Bedeutung beilegten, ja sogar eine direkte Niederlage der»Reich»- r e g i e r u n g" in derselben sehen wollten. Wir haben zuviel Respekt vor den parlamentarischen Kennt- nisten des Herrn Richter, vor allem auch, soweit sie die Dinge be treffen, welche hinter den Koulissen sich abwickeln, als daß wir nicht annehmen sollten, er habe gewichtige Gründe für jene Auffassung. Was er im Parlament und was seine Zeitung in der Beziehung öffentlich angeführt haben, reicht indesten nicht aus, um dieselbe annchnibar erscheinen zu lassen. Andererseits sind wir natürlich außer Stande, die Unrichtigkeit derselben zwingend nachzuweisen. Eins aber können wir: nämlich Herrn Richter auf eine höchst auffällige Erscheinung aufmerksam machen, für die unS jede Er- klärung fehlt, die aber in den Rahmen gerade des GesammtbildeS, wie er es zeichnet, absolut nicht passen will. Seitens der Redaktion der»Freisinnigen Zeitung" wird seit lange— und wurde auch jetzt wieder während des Kampfe? um die Militärvorlage— die»Köln. V o l k s z t g.". wenigstens in ihrem politischen Theil, ans das Sorgfältigste gelesen. Da erschien nun am Freitag, den 17. März, in der»Köln. Volksztg." ein längerer Artikel, betitelt:»Die Entscheidung in der Militarvorlage", der mit folgenden gar merkwürdigen Sätzen schloß »Wenn die Links liberalen sich jetzt gegenüber dem Zentrum als die„Unentwegten" aufspielen, so weiß man. was davon zu halten ist. Die äußerste Linke hat die Aktion des Zentrums in der Militärfrage nur geschwächt. Gegen die Regierungsvorlage stimmte sie am Dienstag mit. und so war die Abwehr-Mehrhett eine recht stattliche. Aber die Abstimmung wäre im Interesse des Ansehens deS Reichstages eine viel wirksamere gewesen, wenn die 209 Mehrheitssnmmen sich nicht blas auf die Abwehr der größeren Regierungsforderung, sondern zugleich auch auf die Bewilligung der mittleren Präscnzziffcr nach' dem Zentrumsvorschlage gceimgt hätten. Die freisinnige Volkspartei, die süddeutsche VolkSpart'ei und die Sozialdemokraten fielen aber bei der zweiten, positiven Abstimmung von der Mehr» h e i t ab. Auch bei dieser Gelegenheit hat sich wieder gezeigt, daß es mit dem Ablehnen allein nickt gethan ist.' Die Links- liberalen haben durch ihre Halttmg den Scharfmachern mir in die Hände gearbeitet; ohne den anSglcicheudcu Zentrumsantrag würde die Konfliktsstimmung wohl die Oberhand gewonnen haben." Wir gestehen, daß wir etwas Verwunderlicheres, als diese Zeilen, in unserer Jahrzehnte langen Publizisttscken Praxis selten, sa wohl noch nie gelesen hatten. Und unser erster Gedanke war deshalb: na, danke, d a S Bad wird euch Herr Rickter segnen! Aber wie erstaunten wir. als seitens der„Freist Zeitung' nicht das Geringste auf diese Anzapfung erfolgte! Und selbst dann blieb daS sonst doch stets so kampffreudige Organ deS Herrn Richter stumm, gänzlich stumm, als am Tage darauf Nr. 262, 2. Bl., Abend- Ausgabe) das Kölner Zentrums« blatt schrieb: „Die AuflöstmgSdrohung wird jetzt als bloße Komödie de- handelt, bei der womöglich ein Theil deS Zentrums mitgewirtt haben soll. Herr Richter weiß es besser, aus welcher Besorgniß er und die Seinen durch das Zentrum befreit worden sind, darum enthält die Freist Ztg." sich der sonst beliebten Ausfälle auf da» Zentrum in anerkennenSwerthem Maße." Haben Herr Richter und die Redaktion seines Blattes, auf den Lorbeeren des heißen Kampfes der letzten Wochen mit gutem Recht ausruhend, diese Ausfälle etwa übersehen? Dann werden sie uns nur dankbar dafür sein können, daß wir sie hierdurch nachträglich auf dieselben aufmerksam machen. Denn eine Antwort darauf ist doch unbedingt nothwendig, wenn man nicht aus dem Schweigen Schlüsse ziehen soll, die wenig günstig für die politische Haltung der freisinnigen Volkspartei ausfallen würden..— liegt. Die Sozialdemokratie ist in diesem Sinne stets eine Partei der Krittk gewesen, sie ist kritisch sowohl in der Anerkennung wissenschaftlicher Theorien wie in der Revision von früher anerkannten Lehrsätzen verfahren. Sie bekennt sich heute in kritischer Einsicht zum Marxismus, wie sie sich keinen Augenblick seiner Umgestaltung wider- setzen würde, wenn seine Unhaltbärkeit in kritischer Wrssen» s ch a f t l i ch k e i t nachgewiesen werden sollte. Wenn die„Frankfurter Zeitung" also den kritischen Geist in der Sozialdemokratte vermißt, so denkt sie offenbar an die landläufige Kritik der zweiten Art, auf deren Abwesenheit in der Sozialdemokratie wir nur stolz sein können. Die wahre wissenschaftliche.Kritik erscheint den Ober- flächenlenten leicht als Buchstabenglab, als leere Theorie, als eigen- sinniger Doktrinarismus, in ihrer Verleumdung leistet gerade das Zeit- alter der Bismärckischen Realpolitik das Möglichste, weil es wohl eingesehen hat, wie gefährlich die fundamentale wissenschaftliche Krittk dem reaktionären Geiste ist, während die prinzipienlose Tages- rezensircrei, mag sie sich noch so radikal geberden, niemals die Kraft besitzt, weltgeschichtlich zu wirken. Wenn die„Frankfurter Zeitung" Eduard Bernstein kollegial als Kritiker der zweiten Art anspricht und rühmt, so wird unser Genosse allerdings Werth darauf legen, von dem Blatt lieber unter die Buch- stabengläubigen gerechnet zu werden. Er selbst hat schwerlich durch seine Streitschrift alle Fragen entscheiden wollen. Der Zweck seiner Broschüre war, anzuregen. NebrigenS' wahre Krittk, die gleichbedeutend ist mit Wissen- schaft, ist immer radikal und rcvoluttonär, sie fordert die schroffe logische Strenge, die keine Widersprüche und keine Konzessionen duldet — und deshalb kann ihrer Natur nach eine auf Wissenschaft- licher Grundlage beruhende Sozialdemokratie niemals den opportunistischen Halbheiten verfallen, deren die boshaften Freunde aus dem bürgerlichen Lager Eduard Bernstein jetzt beschuldigen.— Ueber den Wcltfeiertag der Arbeiter ergeht sich heute die Kreuz-Zeitmig" in bekannter Weise. Sie verbreitet dabei wieder provokatorisch das Märchen, der 1. Mai habe die Erzwingung der allgemeinen ArbeitSruhe zum Zweck gehabt, und sei der Ans- gangSpunkt eines Kampfes gegen die Unternehmer geworden. Dabei wird den Arbeitern, die n i ch t die ArbeitSruhe für den 1. Mai ordern, mit hämisch-hctzerischer Perfidie Feigheit vorgeworfen. Um dieses verlogene Treiben deS JunkerbkatteS zu kenn- zeichnen, sei hier festgestellt, 1. daß schon aus dem Pariser Kongreß von 1889, der den 1. Mai einführte, ausdrücklich erklärt wurde, an eine Erzwingung der allgemeinen Arbeitsruhe sei nicht zu denken. 2. daß chon vor der ersten Maifeier, im Jahre 1890, von der sozialdemo- krattschen Fraktion ein Flugblatt veröffentlicht ward, daS ausdrücklich vor jedem Versuch, die allgemeine ArbeitSruhe zu erzwingen, warnte; und 3. endlich, daß sämmtliche Parteitage seit 1892 die ArbeitSruhe nur da, wo sie ohne Gefahr eines Konflikts zu erlangen sei. empfohlen haben. Und an die Fackel dieser einfachen, jedem, der da sehen will, zugänglichen Wahrheit halte man die Hammersteiniade der.Kreil»' , Zeitung", dieses würoigen OrganS der»Edelsten der Nation", die ihre„besondere Ehre" haben.— Eduard Bernstein hat daS Unglück, von dem Sozialpolitiker der„Frankfurter Ztg." unter die Heroen aufgenommen zu werden. Sie lobt ihn, um in bekannter Manier die übrige Partei um so tiefer zu stellen. Es giebt nicht nur die Politik des Sündcnbocks, sondern auch die des Tugendbocks, der hinaus geführt wird, beladen mit allen Tugenden des Volkes, auf daß diesem selbst keine mehr übrig bleibt. Eduard Bernstein ist der Tugendbock der„Frankfurter Ztg." und daS beraubt zurückbleibende Volk ist die Sozialdemokratie, die also charattcrisirt wird, nachdem„Marx Ende" ans der Broschüre Bernsteines deftillirt worden ist: „Freilich kommen jetzt die greulichen Parteipfaffen und schelten Bernstein. Es giebt ja überall Leute, denen eS weniger um Wahrheit und Fortschritt zu thun ist. als darum, daß gegen den Buchstaben ihres Programms, ihrer„heiligen Schrift", nicht ver- stoßen werde. Sie find wie die Zeloten, die unter den alten Juden umhergingen, den Dolch im Gewände, und jeden nieder- stießen, der gegen das„Gesetz" fehlte. Auch Bernstein bat sich gegen das„Gesetz" vergangen— er hat den Parteiheiligen Marx kntistrt. DaS wird ihm vielleicht ein paar unangenehme Stunden bereiten, aber eine echte Bekenner- Natur läßt sich davon nicht ab- schrecken. Innerhalb der Sozialdemokratte gehört die Zukunft doch ihm und seinesgleichen, denn nur, was kritisch ist, bleibt fortschrittsfähig; was aber starr am Buchstaben hängt, das verdorrt." Es giebt zweierlei Kritik, eine deS WiffenS und Denken», die andere die der Oberflächlichkeit und Ignoranz. Zu der produktiven wissenschaftlichen Kritik gesellt sich als mißgestaltete Schwester die opportunistische Schwätzerei, die weder fähig noch geneigt ist, in die Tiefe zu dringen und auf geprüften und gesicherten Gnnidlagen einen einheitlichen Gedankenbau aufzuführen, Die erste Art der Krittk zu üben, hat die Sozialdemokratte sich tetS bemüht— das beweist gerade die gegenwärtige Debatte, LZissenschaftliche Kritik üben heißt nicht bloS„anderer Meinung" 'ein, sondern— in dem bestimmten Sprachgebrauch, der am Aus« ;ang des 18. Jahrhunderts geprägt worden ist— in der Diskussion !>cr Probleme auf die letzten Elemente zurückgehen. Man kann sehr krittklos„ketzerischer" Meinung sein, wie diirchanS kritisch bestehende Aufichten anerkennen. Die Frage der Billigung oder Nichtbilligung geltender Ueberzeugungen hat an sich mit der wahren»rrittschen Gesinnung nichts zu thun, in der allerding» die Lebenskraft einer Sache Untcrdrürknng der Waarenhänscr. Der Minister für Handel und Gewerbe hatte den Entwurf eines Gesetzes über die Besteneriiiig der Waarenhäuser mit dem Anheimgeben dem Aeltesten- Kollegium der Berliner Kaufmannschaft übersendet, sein Gutackten darüber abzugeben. Dabei war jedoch vorgeschrieben, eine Veröffentlichung deS Entwurfes zu vermeiden, um nicht durch vorzeitige Disttlsstoncn in der Tagespreffe eine ruhige und sachliche Prüfung der Angelegenheit zu erschweren. Die Aeltesten haben daraufhin ein ausführliches Gutachten abgegeben, das sich früheren Auslassungen der Aeltesten in der nachdrücklichen Betonung der grundsätzlichen Forderung anschließt, daß die Maaren- Häuser nicht unter dem Namen einer Besteuerung über ihre steuerliche Leistnngsfähigleit hinaus bedrückt oder unterdrückt werden dürften; der Großbetrieb des Kleinhandels sei vielmehr an sich eine ebenso legitime Geschäftsform wie der Groß- betrieb der L a n d w i r t h s ch a f t, der I n d u st r i e und des Großhandels. Deshalb seien sozialpolitische Ausnahme-Maß- regeln gegen die KleinverkaufS-Großunternehmungen mit unserer Rechts- und WirthschaftS-Ordnung nicht zu vereinigen.— Ein verzweifelter Kampf gegen die Waarenhaufer wird vom fchlesischen Mittelstande geführt. Nach Ernnttelungen, die man von Hirsch b erg aus(wo Gebrüder Barasch in Breslau in einem Neubau sämmtliche Läden miethen wollen) über die Wirkung der aarenhauSstener in Beuthen angestellt hat, ist seit dem Beschluß über die Steuer die Konkurrenz für die Beuthener Dctailgeschäfte noch empfindlicher geworden, da die Gebrüder Barasch infolgedessen noch mehr Artikel auf- genommen haben.„In Beuthen und Königshütte haben die Filialen de« Breslauer WaarenhauseS während der Weihnachtszeit das Geschäft so ziemlich allein beherrscht und fast die ganze Konlurrenz lahmgelegt. Wicoerholt mußten die Geschäftsräume geschlossen werden, weil fie vollgepftopft von Menschen waren," Da in Hirschberg daS in Kattowitz und Waldenburg angewandte Mittel, die Errichtung eines WaarenhauseS zu verhindern, nämlich eine Vereinbarung aller Hautbesitzer, an Gebr. Barasch keine Ladenräume zu vermictheu, erfolglos fein würde, da der Neubau von einem auswärtigen Konsortium errichtet und vermiethet wird, so wird die Hirschbergcr Kaufmannschaft andere Mittel anwenden müssen, um den Gefahren der WaarenhauS-Kon- kurrcnz zu begegnen.— Tie zwei gräflichen Streiter, die sich bei der letzten Reichstag»- wähl im Landkreise Königsberg gegenüber standen, haben zu mehreren Preßprozeffen die Veranlassung gegeben. Der Landrath v. H ü l l e s s e m war für die Kandidatur des Grafen Dönhoff eingetreten. DaS ärgerte natürlich die»Deutsche Tages- Zeitung"— die sonst ja gewiß nichts einzuwenden hat gegen' landräthliche Beihilfe—, weil Graf Dönhoff nicht zu den Vollblut- Agrariem gehört. Sie warf dem Land- rath Hiillessem vor, er habe die Kandidatur Dönhoffs aus »persönlichen Rücksichten" gegen die de» Grafen Dohna unterstützt habe. In erster Instanz wurde der Redatteur der „Deutschen Tageszeitung" verurtheilt. Das Reichsgericht hat dicS Urtheil aber aufgehoben und an die Vorderinstanz zurück- vertvicscil. weil nicht geprüft worden sei, ob nicht nur der Verfasser des fraglichen Artikels, sondern auch der Angeklagte die Absicht der Beleidigung gehabt habe. Zur Polksverfrommung wirdauS Köln gemeldet: In Ver« folg der Bestrebungen zur Eindämmung aller Lust bar« leiten hat jetzt der Regierungspräsident verfügt, daß fortan an den Wochentagen überhaupt keine Tanzvergnügen stattfinden dürfe, außerdem statt an jedem nur noch an jedem zweiten Sonntag.— Bon der sächsischen Grenze. Aus Roßbach in Böhmen wird uns zur Ergänzung der in der Sonntagnummer bereit» mit- gethcilten Depesche geschneben: In der Nacht von Freitag den 24. auf Sonnabend den 25. März d. I. wurde von sächsischen Grenz- aufschern in Ebmath in Sachsen der Weber Christian Albert (aenaiint Moritzen-Ehristtan) beim Viehschmuggel erschossen. Der Schuß ging von vorne in die linke Brust. Eine Gegenwehr hat nicht stattqcftmdcn. Der arme Weber betrieb den Vichschmuggel als Nebenerwerb. Der Verdienst beim Schmuggel beträgt per Stück 1—2 Mark. Wenn die Viehseuche durch die Karenzzeit und den hohen Zoll verhindert werden soll, so müßte trotzdem das ganze Voigtland vcrscuckt sein, denn es werden von Roßbach nach Sachsen wöchentlich mindestens 40—100 Stück geschmuggelt.— Ein Schildbürgerstreich. Neueste» Extrablatt I Schauderbare Blutthat I l Schändliche Morithat 1 1 1 Ein Arbeitswilliger ersäuft und gerädert Uli Aller- neuestes vom sozialdemolratischcn Terrorismus!I III Ran mit der Zuchthausvorlaae 1 1 1 l l I Die„Deusiche Tageszeitung", die„Post" und ähnliche geistes- gewaltige Blätter enttiehmen der„Dcutichen Zeitung" deS Wodan- BorbetcrS Friedrich Lange in strampelndem Entzücken folgende» schaurig-schöne Material zur ZnchthauSvorlage: „Einen unglaublichen Vorfall berichtet daS»Liebenw. ftreisbl." aus DomSdorf. Danach unternahmen drei etwa 16jährige Burschen auS Schild a eine nichlose That an dem gleichaltrigen K. deshalb, weil dieser ihrem Verlangen, die Arbeit auf Grube.Luise' zu lüudigen, nicht nachkam. Zuerst ver- suchten fie ihr Opfer im sogen. Fluther zu ertränken. AI« die» nicht gelang, fesselten sie ihm die Hände und Füße und warfen ihn auf die Schienen der DomSdorf-Veutersitzer Grubenbahn. Wäre e» dem K. nicht möglich geworden, sich unter furchtbaren Anstrengungen zu befteien, und hätte der Kohlen- zug nicht Verspätung gehabt, so wäre der Aermste un- rettbar verloren gewesen. Man sieht, wie die Lehre der Sozialdemolratie bei den jüngsten ihrer An- Hänger Schule macht." DaS Kreisblatt von Licbenwerda hat plötzlich eine Weltberühmtheit erlangt, sein Ruhm dringt so weit, wie der Schall deS ScharffchleifcnS reicht. Man findet die Mär de» KrcisblatteS zwar„unglaublich", aber nichtsdestoweniger höchst brauchbar für die Gesetzcsfabrikatton. von griechischer Seite, bie türkisch- griechischen Verhandlungen über den Abschluß einer Spezialfonvention zu dem Friedensvertrage seien eingestellt worden. Die griechischen Delegirten würden in den nächsten Tagen der Pforte ihre Entschließungen überreichen; falls ein Einvernehmen nicht zu erzielen sei, würde das Schieds. gericht der Mächte angerufen werden. Konstantinopel, 28. März. Gestern traten die Botschafter zusammen, um fiber Neflamationen zu berathen, welche bei der Pforte gegen das den Handelsverkehr störende Verfahren der Zollämter bei chemischen Waarenanalysen erhoben werden sollen. Amerifa. Warum ift fte unglaublich? Sie ist genau so glaublich, wie die Finen irgendwelche Unvorsichtigteit begingen, auf Grund welcher jede andere Geschichte von den Schildbürgern. Die drei man den Nuffifizirungsprozeß beschleunigen könnte und dabei noch Burichen stammen ja aus- Schilda, dessen Einwohner früher einigen Anschein von Berechtigung für den frechen Rechtsbruch er als die Helden jener vollsthümlichen Schwänke menschlicher Narrheit langen tönnte. An der Klugheit und Besonnenheit dieses Boltes galten. Ort der That ist Domsdorf im lieblichen Antlang an die und an feiner fest eingewurzelten Achtung für Ordnung und Gesez Grundgescheidtheit freisblättriger Redakteure und ihrer gläubigen scheitert aber jeder Provokationsversuch. Verehrer. Weiter: Die Unholde wollten den Arbeitswilligen in Indessen alle Zeitungen( mehr oder weniger gezwungen) und einem Fluther ertränken; ein Fluther ist ein hölzernes Gerinne zum alle Würdenträger des russischen Staates in Versicherungen über Abfluß von Wässern, ein Gefäß, in dem wenn wir nicht irren fließen, man trete den finländischen Staatsgesezen nicht zu nicht allzu große Mäuse wohl ertränkt werden können, wie denn in nahe, läßt man es überall im Lande selbst, besonders in der früheren Jahren nach dem Kreisblatt von Liebenwerda die Hauptstadt Helsingfors nicht an Provokationen jeder Art fehlen. unglücklich Liebenden von Berlin mit Vorliebe in den Rinnsteinen Die Herren haben aber das Unglück, daß ihnen niemand auf den den Tod fuchten und fanden. Man begreift, daß es den Sozialdemokraten Leim geht. Schon vor einigen Wochen, gerade als die Bevölkerung Auf den Philippinen muß es doch nicht so günstig stehen, nicht gelang, den sechzehnjährigen Burschen in dem Fluther unter- begonnen hatte, Trauerkleider anzulegen, veranstaltete eine dortige wie es die offiziellen Kriegsberichte erscheinen laffen. Blätter- Melzubringen. Jetzt wird die Geschichte einfach teuflisch. Die Scheusäle russische Gesellschaft( cin Zweig des berüchtigten„ Slavischen Wohldungen aus Washington besagen, Präsident Mac Kinley habe mit werfen den Unglücklichen auf die Eisenbahnschienen. Man weiß, mit thätigkeitsverein" in St. Petersburg) ein Boltsfest. Man ließ die den Ministern eine Stonferenz gehabt. Man habe beschlossen, 35 000 welch unheimlicher Geschwindigkeit die Grubenzüge herausaufen. Leute indeffen fich ruhig belustigen. Da wollte man sich anders Freiwillige aufzurufen, zunächst aber reguläre Truppen Niemand hätte den Gefesselten gesehen, die hunderte von Rädern helfen: die russischen Blafate dieser Veranstaltung wurden von einigen von Kuba nach Manila zu schicken und erst nach der heißen wären eines nach dem andern über das Opfer des sozialdemokratischen Jungen an einer Stelle der Stadt beschmutzt und herabgerissen. Jahreszeit dieselben durch die neuen Freiwilligen zu ersetzen. Terrorismus hinübergerollt. Da- zum Glück- tommt der Kohlenzug Eine andere Meldung aus New York besagt: In hiesigen verspätet anzu spät; denn inzwischen ist es den furchtbaren militärischen Streifen fragt man sich mit Besorgniß, ob die SiegesAnstrengungen" des Unseligen gelungen, das für minder Arbeitsnachrichten des Generals Otis mit der Wahrheit übereinstimmen. willige nicht sonderlich schwierige Kunststück zu vollbringen, sich mit Man befürchtet nämlich, daß diefe Nachrichten mur theilweise richtig gebundenen Händen und Füßen vom Plage zu bewegen. find; die Zahl der Todten und Verwundeten auf amerikanischer Seite soll größer sein, als angegeben wird. So ward der tüdische Anschlag der fozialdemokratischen Terroristen aus Schilda jämmerlich zu Schanden. Die Tugend siegte, und das Laster setzte sich hin, und ulfte das Kreisblatt mit der famosen Parodie auf die Terrorismus- Riecherei an. Die ganze Presse aus der Scharfmacherei aber nahm den ult für blutigen Schilda- Domsdorfer- Liebenwerdaer Ernst. Ergänzend fügen wir hinzu, daß die Unthat um Mitternacht bei gräßlich heulendem Sturm geschah, und daß die bekannte Akademie Dalldorf soeben ein Preisausschreiben erlassen hat zweds dramatischer Behandlung des Verbrechens. Die Aufführung des preisgekrönten Stüdes wird dann in der von Stumm begründeten Unfreien Bühne der Arbeitswilligen" erfolgen. " Doch die finländische Polizei, deren Haltung in diesen kritischen Tagen, nebenbei bemerkt, wirklich verdiente, in Europa bewindert zu werden, war zu wachsam: sie nahm die„ Attentäter" fofort fest und da stellte es sich heraus, daß die Veranstalter dieses Streiches ruffische Gendarmen waren. Die Sache wurde natürlich soviel als möglich vertuscht. Auch Anlässe zu Neibungen zwischen den in der Stadt liegenden russischen Truppen und dem finländischen Militär waren vorbereitet, aber sie wurden durch die Wachsamkeit des Offizier körpers und die Besonnenheit der Mannschaft vereitelt. Ueber das Schicksal der spanischen Gefangenen auf den Philippinen liegt die folgende Meldung aus Madrid vor: Der hier anwesende Vertreter der philippinischen Aufständischen Namens Lopez ist bisher an feiner amtlichen Stelle empfangen worden, auch hat die Regierung bisher keine Neigung gezeigt, mit dem Abgesandten in Verhandlung zu treten. Gleichwohl hat die nordamerikanische Regierung durch Mittelspersonen nach Madrid die Erklärung ges langen laffen, Spanien werde die ihm im Friedensbertrage zugesprochenen 20 Millionen Dollars nicht erhalten, wenn es die Philippiner durch irgend eine Geldzahlung unterſtüge. nur dem Partei- Nachrichten. Die russische Presse, soweit fie in den Händen der Reaktionäre ift, und Nowoje remja" natürlich an der Spitze, tischt unermüdlich immer wieder das Märchen von einem zwiespalt in Finland auf: daß nur die finländischen„ Politiker" sich den Gesetzbruch widerfetten, während das„ Volt" in Freude darüber schwimme. Eine fichtige Antwort auf diese bibisch freche Lüge war die innerhalb weniger Tage von 522 981 Finen unterzeichnete Petition an den Kaiser- Großfürsten, welche am 16. März durch eine 600 töpfige Deputation( 1 Vertreter für jede Kommune Finlands) nach PetersDie Deutsche Tageszeitung" ertvidert auf meine Erklärung burg gebracht wurde, tros aller Gegenbemühungen des Generals betreffs der Aussprüche über die Bauern: Wann Herr Kautsky gouverneurs Bobrifoff. Diese Deputation wurde vom Herrscher Maifeier. Eine kombinirte Versammlung der drei sozial die Säße verbrochen hat, ist ziemlich gleichgiltig; denn der ebensowenig empfangen als die vorhergegangene der LandtagsHerr fcheint seine Anschauungen jo häufig nnd präsidenten. Um diesmal den Schein des Rechtes 31t wahren, demokratischen Vereine Hamburg 3. beschäftigte sich mit der Maifo gründlich zu wechseln, daß es nicht leicht festhat man eine längst vergessene Vorschrift des Jahres 1826 feier. In den Verhandlungen beschäftigte man sich auch mit bekannten Antrage des ersten Hamburgischen Kreises, zustellen ist, welches denn seine gegenwärtige ausgegraben, der zufolge eine Audienz beim Herrscher durch auf Ansuchen bie Gouverneure und Anschauung sei." auf Befür die Maifeier aufzuheben. Dieser Antrag fand allgemeine scharfe Daß auf Verurtheilung. Es wurde dann folgende Resolution angenommen: Ich bin der Deutschen Tageszeitung" sehr verbunden für die wortung des Generalgouverneurs gewährt wird. " Jeder der Parteigenossen und der Mitglieder der Gewerks liebevolle Sorgfalt, mit der sie meinen Lebenslauf verfolgt hat, diese Befürwortung nicht zu rechnen sei, weiß man nur zu gut, und noch mehr verbunden aber wäre ich ihr, wenn sie mit den Ergebnissen die telegraphische Intervention des finländischen Minister- Staats- fchaften, der ohne schwere Schädigung seiner Interessen am 1. Mai ihrer Forschungen meiner Gedächtnißschwäche zu Hilfe täme. Ich felretärs in St. Petersburg hatte demitach auch feinen Erfolg. Un die Arbeit ruhen lassen kann, ist verpflichtet, dies zu thun und am fann mich nämlich absolut nicht besinnen, daß ich, außer in der verrichteter Dinge kehrte die Deputation in diesen Tagen heim; ihr Demonstrationszuge theilzunehmen. Am Abend des 1. Mai werden Agrarfrage, in irgend einer Frage, seitdem ich öffentlich für die einziges immerhin achtungswerthes Resultat war der Eindruck, den öffentliche Versammlungen mit einem entsprechenden Referat abgehalten; Vorträge von Liedertafeln, aber nur solche, find neben Sozialdemokratie thätig bin, eine grundsätzliche Wandlung durch diese Demonstration auf die öffentliche Meinung machte. gemacht hätte. 28as aber die Agrarfrage anbelangt, so wird Da diese Massenpetition und die Deputation die Einigkeit des dem Referat ebenfalls gestattet." bie Deutsche Tagesztg." am besten wissen, daß diese Frage selbst Bolles in dieser Frage ohne Nang- und Selassenunterschiede zu deutin den legten zwei Jahrzehnten die gewaltigsten Veränderungen lich manifeftirte, fo fucht man eine Spaltung im Lande fünftlich durch Einen Anarchistenklub gründeten in Aue im sächsischen Vogt durchgemacht hat. Meine Wandlung in der Agrarfrage begann gemeine Umtriebe herbeizuführen. Es durchziehen das Land eine gerade um dieselbe Zeit, als die deutschen Agrarier ihren großen Menge von finisch mit russischem Akzent sprechenden Emissären, be- lande fünf zum Theil bekannte Sozialdemokraten. In dem Parteiilmschwung vom enragirten Freihandel zum Hochschutzo II wiesenermaßen von Often fominend, die der ärmeren Landbevölkerung blatt der dortigen Gegend, der„ Vogtl. Volkszeitung", wird das als den Bären aufzubinden suchen, die russische Regierung beabsichtige ein Aft der Nothwehr gegenüber den Behörden dargestellt, weil in vollzogen. mit dem Systenwechsel nichts anderes als eine gleiche Auftheilung Aue systematisch jede sozialdemokratische Versammlung unmöglich des gesammten Grundbesizes!! Es waren bisher nur hier und gemacht wird. Nach einer Darstellung der verschiedenen Methoden, dort einige besonders Einfältige, welche auf diesen Schwindel hinein- die für diesen Zweck angewendet werden, heißt es in dem genannten fielen, denn die finländische Lokalregierung, die sich noch im Amte Blatte: befindet, traf offen die energischsten Maßnahmen, diesem Unfug zu steuern. Weiß die„ Deutsche Tageszeitung" aber noch ander grundsägliche Wandlungen von mir aufzuzeigen, so möge sie damit doch ja nicht hinter dem Berge halten. Sie könnte sonst in den Verdacht gerathen, daß fie in der Verlegenheit zur Verlogenheit greift und ins Blaue hinein verläumbet. Ist es aber gleichgiltig, wann ich meine Säße verbrochen habe, dann wird hoffentlich die Deutsche Tageszeitung" diesen Grundsay nicht auf mich beschränken. Da schrieb z. B. 1850 ein Studiofus aus Deutschland an Mary, er sei während der Revolution nach Hannover geschickt worden, bort Bauernaufstände zu organisiren. Wir müssen den individuellen Haß, die Nachsucht des Bauern gegen den Wucherer, die Erbitterung des Taglöhners gegen den Herrn ausbeuten. Wir müssen an allen einzelnen Stationen rasch und eindringlich terrorisiren... Ich begann einen Bund zu gründen, deffen letzter Zwed der Kommunismus, dessen erster Grundfaz: der 8 wed heiligt die Mittel, und dessen erstes Gesez unbedingter Gehorsam war." Wie harmlos find dagegen meine sozialistischen Erbauungsbücher! Wenn die Deutsche Tageszeitung" nach wie vor" die taktische Verwerthung" meiner Aussprüche empfiehlt, so möge fie gar nicht vergessen, auch die eben zitirten zur Kennzeichnung der, wie sie sagt, .Gemeinheit" dessen, der sie ausgesprochen, hinzuzufügen. Wer aber hat diesen Brief geschrieben? Niemand anders, als ein gewisser Johannes Miquel Freilich, zwischen Miquel und mir ist ein gewaltiger Unterschied: ich bin Sozialdemokrat geblieben, der Kommunist Miquel ist von Miquel geworden, Besiger des schwarzen Adlerordens, preußischer Staatsminister, Lieblingsminister der Agrarier. Sollte die Deutsche Tageszeitung" in diesem Festhalten an meiner Ueberzeugung einen erschwerenden Umstand, in dem Gefinnungswechsel Miquel's einen milderen sehn? " Aber wie sagte sie doch? Wann Herr Kautsky die Säße vers brochen hat, ist ziemlich gleichgiltig, denn der Herr scheint seine Anschauungen so häufig und so gründlich zu wechseln, daß es nicht leicht festzustellen ist, welches denn seine gegenwärtige Anschauung sei." Ich fürchte sehr, die Deutsche Tageszeitung" thut mir die un berdiente Ehre an, mich mit Exzellenz b. Miquel zu verwechseln. St. Kautsky. Richtigstellung. In dem Abbrud der Antwort Bernstein's auf Rautsty's Rritit feiner Schrift„ Die Voraussetzungen 2c." haben sich unter verschiedenen Druckfehlern, welche die Reser selbst herausgefunden haben dürften( nüglich" statt möglich", verleitend" statt irreleitend",„ Gedanken" statt Glauben"), auch zwei eingeschlichen, die den Sinn seiner Worte erheblich entstellen: 1. Im brittlegten Absatz fehlen nach dem Saz„ Er will keine auf die Katastrophe zugeiviste Tattit" Worte des Inhalts wie:„ er hält aber auch keine Tattit für angebracht, die..."; durch ihren Wegfall wird der ganze Saz sinnlos. 2. In der Schlußzeile muß es statt großen Soup" " großen Krach" heißen. " Ausland. und Massenpetition erfolgte nach der Rüdlehr der Delegirten ein Als Antwort auf die übrigens ohnehin vereitelte Deputation Schreiben des Generalgouverneurs Bobritoff an den finländischen Senat, worin derselbe jein Mißbehagen über die Deputation aus spricht und verlangt, daß die Untersuchung über das Zustandekommen Mit anderen Worten: es soll eine derselben angestellt werde. Prostription jener Personen versucht werden, die an jener patriotischen Demonstration betheiligt waren, einzelne mit dem Opfer des größten Theils ihres Bermögens. Natürlich hat Se. Exzellenz Ursache zu Mißbehagen", weil die ganze Sache so geordnet und würdig vor sich gegangen! * * Einen, wenn auch nur idealen, Troft kann den Finländern bei dieser traurigen Lage der Dinge die freundliche Haltung der gefammten ausländischen Presse bieten. Derjenige Theil der russischen Presse, der auf Seite des Nechts und Finlande gestanden, ist längit gefnebelt und mundtodt gemacht; zuletzt ereilte dies Schicksal Westnik Jewropij. Erstaunlich ist nur, daß die russische Regierung felbst im Auslande einen, wenn auch nur einen Helfershelfer fand: Mr. Stead, der gefeierte Held der Propaganda für das zarische Friedensmanifest in England, hat die zweifelhafte Ehre des traurigen Muthes, mit einer Vertheidigung des frechen Rechtsbruches der russischen Regierung in der letzten Nummer der Review of Reviews" hervorgetreten zu sein. Er hat sich aber mit seinem schamlos höhnischen Artikel, mit seiner Unfenntniß der thatsächlichen Verhältnisse schändlich blamirt. Es wird sich wohl auch noch Gelegenheit finden, das Publikum dieses einzig dastehenden freien Engländers über seine Stellung in dieser Frage aufzuklären. Defterreich- Ungarn. Cassius. Bien, 28. März. Ein Communiqué beruft die Vertrauens männer der deutschen Oppositionsparteien zum 9. April zu einer Konferenz ein behufs Feststellung der nationalpolitischen Forderungen der Deutschen Desterreichs. Frankreich. Zur Dreyfus- Angelegenheit äußerte fich der Kriegsminister reycinet in einer Ansprache bei einem Festmahl des Verbandes der militärischen Fachpresse:" Frankreich habe eine Prüfung, die Dreyfus- Angelegenheit, zu bestehen. Das Blut der Nation werde von schleichendem Gift infizirt, die Entscheidung des obersten Gerichts werde aber bald einen normalen Zustand wieder herstellen." Italien. Rom, 28. März. Das hiesige Appellgericht ermäßigte die über den Deputirten Macola wegen seines Duells mit Cavallotti früher berhängte Strafe von 13 Monaten Gefängniß auf 7 Monate Haft, indem es als mildernden Umstand die durch Cavallotti erfolgte Herausforderung annahm. " T Rußland. In Lübed beschlossen die Schneider, Zimmerer und Tapezirer, den 1. Mai durch Arbeitsruhe zu feiern. " In letzter Zeit nun trat die Meinung auf, man möge doch wenigstens unter den vertrauten Genossen öfter eine Besprechung bemokratie riecht, in ue kein Glück hat, tam man zum Entschluß, abhalten und diese anmelden. Da min alles, was nach Sozial den neuen Klub Anarchistentlub zu nennen, vielleicht habe der mehr Glüd! Und thatsächlich bis heute Sonnabend Mittag ist zu unserer Verwunderung fein Verbot eingetroffen. Also die Sozialdemokraten dürfen nicht tagen, die Anarchisten tönnen tagen. Was will man noch mehr!" Wir glauben gern, daß diese Darstellung der Verhältnisse in Ane zutreffend ist, aber wie das ernsthafte Sozialdemokraten zu solchen Kindereien veranlassen kann, wie die Gründung eines Anarchistenklubs, das ist uns unverständlich. Daß die Sozialdemo Iratic in Aue bisher keinen Schaden, sondern im Gegentheil Nugen gehabt hat durch das Vorgehen der Behörden, das wird in dem Bericht der V. B." selber zugegeben; erst das jezige Vorgehen der erwähnten Parteigenossen kann der Partei Schaden zufügen. Dies verdient die allerentschiedenste Mißbilligung und es wäre erwünscht, wenn sich die berufenen Organe der Partei des dortigen Kreises ernsthaft mit dem Vorfalle beschäftigten. " Todtenliste der Partei. In Offenbach a. M. verschied nach langem, schwerem Leiden einer unserer ältesten Parteigenossen, Georg Leonhardt, im Alter von 69 Jahren. Im Jahre 1867 trat er als 14. Mitglied in den damaligen Allgemeinen deutschen Arbeiterverein ein und war stets bemüht, die Interessen des Vereins zu wahren. Er war als eifriger Genosse bekannt und versäumte feine Versammlung. Wo es galt, für die Rechte der Arbeiter zu tämpfen, war er stets bei der Hand. Der Vater des Genossen Jean Volders, Eduard Volders, ist soeben im 74. Jahre gestorben. Er war seines Gewerbes ein Kunsttischler. Nach dem Lode seines Sohnes beschäftigte sich der Greis mit Agitation, damit der Plaz seines Jean" nicht leer bliebe in der Partei. Jm Kleinen Kreise war er sehr eifrig thätig. Polizeiliches, Gerichtliches u. 1. iv. Zuzug fernhalten. Wie mitgetheilt, hatte das Landgericht Halle den Genoffen Swienty von der Anklage des groben Unfugs, verübt durch die Aufforderung:" Buzug fernhalten", freigesprochen, trotzdem das Oberlandesgericht Naumburg, von dem Halle ressortirt, die Kriterien des groben Unfugs in einer solchen Aufforderung gefunden hatte. Gegen das freisprechende Urtheil hat nun der Staatsanwalt Revision eingelegt. Man kann auf die neue Entscheidung des Oberlandesgerichts um so gespannter sein, als bekanntlich auch das Landgericht Halberstadt, das gleichfalls vom Oberlandesgericht Naumburg ressortirt, gleichfalls ein freisprechendes Urtheil der Art gefällt hat. -A18,, Junkerregierung" hatte Genosse Starosion in Rostoc das mecklenburgische Staatsministerium bezeichnet. Darin wurde eine Beleidigung dieses Ministeriums gefunden und Genosse Starosion zu zwei Monaten Gefängniß verurtheilt. Das Gericht argumentirte so: Starofson als verantwortlicher Redakteur der„ Medlenburgischen Volkszeitung", hatte in früheren Nummern seines Blattes der Junker in wenig schmeichelhafter Weise gedacht und wenn er nun das Ministerium als Junkerregierung bezeichne, so beziehen sich alle die früher auf die Junker gehäuften Schmeicheleien auch auf das Ministerium und stellen somit eine Beleidigung dieser Behörde dar. Eine Logit, deren Schärfe wir allerdings bewundern müssen. Auch Dänemark geht nach China. Der Follething nahm, wie wir gestern bereits fura mit theilten, mit 73 gegen 28 Etimmen eine Vorlage an, durch Zu dem englisch russischen China Abkommen wird der welche der Betrag von 100 000 Kronen zur Absendung eines Kreuzers nach den ostasiatischen Gewässern Int. Korr." aus Petersburg geschrieben: Man darf als sicher anbewilligt wird. Wie verlautet, werde Prinz Waldemar das Kom- nehmen, daß das neue zwischen England und Rußland getroffene mando des Krenzers übernehmen. Das Budget für 1899/1900 ist China- Abkommen nichts enthält, was für die übrigen in Ostasien hiermit definitiv angenommen; der Schluß der Reichstags- Session betheiligten Mächte eine unangenehme Ueberraschung bieten Freigesprochen wurde Starosson dagegen von der Anklage der würde. Der Hauptinhalt ist die Beilegung der beiden, seit Aufreizung zu Gewaltthätigkeiten. Er sollte die Bevölkerung aufist Mittwoch erfolgt. Eisenbahn Streitfragen; doch gereizt haben durch den Ausdruck der Hoffnung, der„ Mecklenburgische Schon vor einigen Wochen wurde bekannt, daß Dänemark nach langem bekannten ein modus vivendi gefunden und fann Boltskalender" werde ihre revolutionäre Gesinnung erwecken." einem chinesischen Hafen Verlangen trage. Die Verhandlungen über ist hierbei mir Abtretung eines Hafens werden der Voff. 8tg." zufolge in erster die weitere Entwidelung leicht zahlreiche neue Streitfragen Wegen Beleidigung der Postbehörde in Erfurt wurden Linie von Petersburg aus geführt werden, nicht direkt in Beling. zu Tage fördern. Deshalb hat das Abkommen gewisse Normen dort die Genossen Poppe. Berichterstatter, zu 1 Monat und So wird wahrscheinlich der reiche Ontel dafür sorgen, daß der arme gefeßt, nach denen derartige nenauftretende Streitpunkte fünftig bes nudolph, früher verantwortlicher Redakteur der„ Tribüne", zu Neffe nicht eine Niederlage erleidet wie Italien, von dem die ge- handelt werden sollen. Dies ist an sich recht lobenswerth, aber es 14 Tagen Gefängniß verurtheilt. Die übrigen noch gegen Rudolph wiegteften Geographen des Chinesenreiches nicht wissen wollen, wo ist doch mehr wie fraglich, ob man solche allgemeinen Vorschriften schwebenden Prozesse wurden vertagt. " es liegt, da das römische Reich schon lange zu Grunde gegangen sei und dann nur ein fatholischer Dalai- Lama in Rom regiert habe. Dänemark hat jedenfalls eine so schroffe Abweisung nicht zu erivarten. Aus Finland. Uns wird aus Finland vom 24. März geschrieben: auch thatsächlich befolgen wird. Von den großen politischen Macht fragen soll dagegen in dem Vertrage gar keine Rede sein, vielmehr habe es die russische Regierung vermieden, sich nach irgend einer Nichtung hin die Hände binden zu lassen. Man habe daher in London wenig Berechtigung, das Abkommen als einen diplomatischen Triumph Englands auszugeben. Türkei. ie Revolution gemacht wird, will man jezt in Finland zeigen. Die russische Reaktionspartei, die sich jest in Ueber den türkisch- griechischen Krieg waren die Friedens: Petersburg am Ruder befindet, sähe natürlich nichts lieber, als daß verhandlungen bisher noch immer nicht abgeschlossen. Nun verlautet Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Die Schneider bei der Firma Ebenstein, Behrenstraße, befinden sich wegen des Verlangens: Berkürzung der Arbeitszeit und anderer Differenzen, im Ausstande. Wir ersuchen die Kollegen, sich solidarisch zu verhalten. Die Orts- Verwaltung des Verbandes der Schneider. Bei der Firma Röffemann u. Kühnemann drohten vor Herabseßung der bis jetzt gehnstündigen Arbeitszeit. In Fürth des Angeklagten für eine so grobe, daß er nach dem Antrage bes einiger Zeit mit den Formern Differenzen auszubrechen. In einer haben sämmtliche Silberschläger und Beschneiderinnen Staatsanwalts erkannte. am Montag abgehaltenen Werkstattbesprechung famen einige recht die Kündigung eingereicht. In dem bekannten Beleidigungsprozeß des Landraths des üble Zustände zur Kenntniß. Es wurde von mehreren Arbeitern Die Dachdecker in Nürnberg beabsichtigen, nach den Oster- Landkreises Königsberg, Freiherrn v. Meerscheid- Hüllessem, gegen festgestellt, daß das Gewicht der Gußstücke nicht um 1 oder 2 Kilo, feiertagen in den Streit einzutreten, wenn nicht bis dahin die Unter- den verantwortlichen Redakteur der Deutschen Tageszeitung", fondern 50-100 differirt. Ebenso geschah es, wenn der Preis aufnehmer ihre Forderungen bewilligt haben. Dr. Strehlke, stand gestern vor dem Reichsgericht Revisionstermin " 5 M. oder 4,40 M. mit dem Meister festgesetzt war, daß den be- In der Eisenbahn- Laternenfabrik von Kolb in Nürnberg an. Dr. Strehlke war am 3. Januar 1899 vom Landgericht treffenden Arbeitern beim Auszahlen viel weniger, 3,90 oder 3,60 M., find sämmtliche Arbeiter in den Streit eingetreten. Sie verlangen Berlin I zu 100 M. Geldstrafe oder 10 Tagen Gefängniß verurtheilt verrechnet wurden. Auf Vorstellungen wurde einer Kommission von 5 Mann Aenderung zugesagt, so daß von nun an ein jeder Arbeiter die Arbeitszeit auf 58 Stunden wöchentlich reduzirt und 35 Pf. worden. Das Reichsgericht hat dieses Urtheil aufgehoben und die beim Wiegen zugegen sein darf und Herr Kühnemann nichts da- Stundenlohn. Da von der Firma allerorts Ersatzkräfte gesucht Sache zur erneuten Verhandlung an dasselbe Gericht zurückgegen hat, wenn Former, welche fleinere Arbeiten machen, ihren werden, so mögen die Klempner, Metalldrücker und Schlosser dafür verwiesen. Guß nachwiegen. Kollegen, hierdurch seht Ihr, daß ein geschlossenes sorgen, daß der Zuzug ferngehalten wird. Vorgehen hilft, bringt Eure Beschwerden bei den Vertretern der Organisation vor und wenn irgend möglich, wird Abhilfe geschaffen. August Plath, Basewalkerstr. 3. Deutsches Reich. Die Lohnbewegung der Schneider in Harburg hat den Erfolg zu verzeichnen, daß von den größeren Geschäften bis auf eins alle den Tarif anerkannt haben. Mit einigen kleinen Firmen ist eine Verständigung nicht ausgeschlossen. Eine Verkürzung der Arbeitszeit verlangen die Arbeiter in Reichenbach in Schlefien in den Betrieben, wo bisher die zehnstündige Arbeitszeit noch nicht eingeführt ist. Vor allem kommen die Webereien in Betracht, die anscheinend dem Verlangen der Arbeiter nicht stattgeben wollen. Die Forderung der Arbeiter ist sehr begezweifelt wird. scheiden, es handelt sich um eine Verkürzung der Arbeitszeit von 21/2 Stunden pro Woche. Mit der schroffen Ablehnung der Forderung werden sich die Arbeiter nicht zufriedengeben, und dürfte es deshalb in einigen Fabriken zu Differenzen kommen. Soziales. Gerichts- Beifung. Nicht jeder, der gegen den Willen des Berechtigten in fremder Behausung berweilt, macht sich unter allen Umständen des Hausfriedensbruches schuldig, wie folgender, gestern vor dem Schöffengericht verhandelter Fall beiveist. Ein hiesiger Weingroßhändler S. hatte einem seiner Kunden eine größere Menge Wein Arbeiterrifiko. Ein schweres Bauunglüd ereignete sich am in Rommission gegeben mit der Vereinbarung, daß S. die an einem bestimmten Tage abholen Montag in Bremen. Auf einem Neubau waren die Arbeiter damit nicht verkaufte waare S. erschien denn auch mit mehreren Arbeschäftigt, einen eisernen Träger von 6 Meter Länge aufzuwinden. lassen könne. Er fam verkehrt oben an und sollte nun auf dem Gerüst beitern und ließ die unverkaufte Waare einpaden. Während gedreht werden. Dabei brach der Nezriegel und fünf Arbeiter dieser Arbeit entbrannte zwischen S. und seinem Kunden stürzten etwa vier Meter tief ab. Zum Glück vermochten die an ein Wortstreit, in dessen Verlauf letterer den S. und seine Arbeiter deren Arbeiter den Träger am Niederschlagen zu verhindern. Zwei wiederholt vergeblich zum Verlassen seines Lokals aufforderte. S. und der Abgestürzten tamen mit Hautabschürfungen davon, während die die Arbeiter wurden daher wegen gemeinschaftlichen Hausfriedensbrei anderen so schwer verletzt wurden, daß an ihrem Aufkommen bruchs, der mit mindestens einer Woche Gefängniß bedroht ist, unter Anklage gestellt. Rechtsanwalt Leop. Meyer führte vor dem Schöffengericht für die Angeklagten erfolgreich die Rechtsprechung des Reichsgerichts ins Feld, wonach nicht schon derjenige sich des Hausfriedensbruchs schuldig macht, Die Giltigkeit der Berliner Polizeiverordnung, bom der gegen den Willen des Berechtigten in dessen Wohnung 18. März 1898 wurde im Laufe eines Strafverfahrens angefochten, verweilt, sondern nur derjenige, der auch unbefugt verweilt. Der Ausstand der Krefelder Weber. Die soziale das gegen die Händlerin Vogel eingeleitet worden war. Die Durch die getroffene Vereinbarung habe aber S. die Befugniß Kommission ist fortgesetzt bemüht, annehmbare Vorschläge zu einer genannte Verordnung verbietet den Straßenhandel mit Obst und gehabt, die unverkauften Waaren aus dem Lokale des Zeugen abEinigung zu unterbreiten. Wie die„ Niederrheinische Voltstribüne" anderen Produkten in bestimmten, nahe bei Markthallen ge- zuholen und er sei daher auch berechtigt gewesen, mit seinen mittheilt, ist eine Verständigung zu erwarten. Der Vorschlag der legenen Straßen. Frau V. hatte trotzdem in einer diefer Leuten dort so lange zu verweilen, als dies zur Fortschaffung Kommission geht dahin, daß der von den Fabrikanten in Aussicht Straßen Obst feilgeboten. Sie wurde in erster und zweiter Instanz der Waaren erforderlich war. Das Verweilen der Angestellte Busatz für fehlerfreie Waare in einen festen ein zu einer Geldstrafe verurtheilt. Rechtsanwalt Wolfgang Heine legte geflagten im Lokale des Beugen selbst gegen dessen Willen könne flagbaren Lohn umgewandelt wird, unbeschadet unbeschadet der Befür die Angeklagte die Revision ein und betonte, daß die Polizei- daher als ein unbefugtes nicht angesehen werden. Das Schöffenschaffenheit der Arbeit. Schon früher wiesen wir darauf hin, verordnung vom 18. März 1898 rechtsungiltig sei. Sie wäre nur auf gericht erkannte aus denselben Erwägungen auf Freisprechung daß eine einfache Zusicherung, wonach die Zulage eintlag- das wiederholte Drängen der Händler in den Markthallen, die sich durch sämmtlicher Angeklagten. baren Lohn darstellen solle, so lange den Arbeitern nichts nügen, den Straßenhandel geschädigt glaubten, erlassen worden, sie solle also tönne, so lange es heißt, diese Zulage werde nur auf fehlerfreie lediglich die Standinhaber vor Konkurrenz schüßen. Da sie weder durch Waare gezahlt. Entdeckte der Fabrikant irgend ein Fehlerchen, was ja bei den Webartikeln so leicht möglich ist, so konnte dem Arbeiter jein Klagerecht nichts mehr nügen. Der Zentralvorstand des christ lichen Verbandes war am Sonntag in Kempen versammelt und faßte folgenden Beschluß: Der Zentralverband des Verbandes christlicher Textilarbeiter erklärt einstimmig: 1 s Herr Hans v. Sturtevant. Einer groben Ausschreitung ordnungspolizeiliche, noch durch verkehrspolizeiliche Rücksichten begründet gegen einen Eisenbahnbeamten sollte sich der Gutsbefizer sei, könne ihre Rechtsgiltigkeit nicht anerkannt werden. Uebrigens gestern vor der 132. Abtheilung des Schöffengerichts stand. Der Hans v. Sturtevant schuldig gemacht haben, welcher habe auch der Polizeipräsident lange gezögert, ehe er zum Erlaß der Verordnung geschritten sei. Das Kammergericht ging auf die Verlegte, Bahnhofspförtner Schröder, schilderte den der Anklage zu Bedenken des Anwalts ein und beschloß, sich vor seiner Entscheidung 17. April v. J. habe er im Bahnhofe Friedrichstraße Dienst gehabt Grunde liegenden Vorfall in folgender Weise: Am Nachmittage des erst aus den Aften des Polizeipräsidiums über die Geschichte der und lag es ihm ob, darauf zu achten, daß das Fahrkarten kaufende Verordnung zu belehren. Publikum von rechts nach links an den Schalter herantrat. Der a) daß er vollständig einverstanden ist mit dem VermittelungsEin bedanerlicher Radfahr Unfall, der den Tod eines Angeklagte sei von links herangetreten und habe dadurch den bereits vorschlage der sozialen Kommission, die Arbeit wieder aufzunehmen, Menschen zur Folge gehabt hat, beschäftigte wieder einmal die erste abgefertigten Personen im Wege gestanden. Der Zeuge habe wenn die Fabrikanten den in ihrer Lohnliste vorgesehenen Zusatz bis Straffammer des Landgerichts I und zeigte aufs Neue, wie überaus den Angeklagten zwei Mal aufgefordert, den vorschriftszu 10 Pf. für tadellose Arbeit derart in flagbaren Lohn( Ergänzungs- vorsichtig die Radfahrer bei der Benutzung der Berliner Straßen, mäßigen Weg zu nehmen; aber der Angeredete habe keine lohn) verwandeln, daß er unter allen Umständen, ohne Rücksicht auf namentlich in der Nähe von Pferdebahn Haltestellen sein müssen, Notiz davon genommen. Darauf habe der Zeuge gesagt:„ Wenn die Beschaffenheit der Arbeit, gezahlt werden muß, unbeschadet des anderseits aber auch, wie vorsichtig auch das Publikum beim Heran- Sie nicht hören wollen, muß ich ernstere Maßregeln ergreifen" und Rechts der Fabrikanten, für schlechte Arbeit Abzüge eintreten zu nahen von Radfahrern sich zu zeigen hat. Die auf fahrlässige gleichzeilig habe er die Hand ausgestreckt, um den Angeklagten am lassen; Tödtung lautende Anklage richtet sich gegen den Bautechniker Arm zu faffen. Bevor er ihn aber berührte, habe der Angeklagte b) er nimmt mit Befriedigung davon Kenntniß, daß die Fabri- römber. Der Angeklagte fuhr eines Abends mit feinem ihm einen wuchtigen Fauftschlag ins Gesicht versezt, wobei derselbe fannten Deußen, Jacobiny, Pelzer Gebr. und Bollems u. Lingen- Nade die Weißenburgerstraße entlang, ohne das bei vor die Worte ausstieß:" Fassen Sie mich nicht an, ich berg den vollen Ergänzungslohn von 10 Bf. bezahlen und weist ihre fichtigen Radfahrern übliche mäßige Tempo zu überschreiten. Nicht bin Offizier!" Der Angeklagte behauptete, behauptete, daß der dort beschäftigten Verbandskollegen an, in diesen Betrieben fofort weit vor ihm hielt plötzlich eine Pferdebahn, und eine 59 jährige Benge ihm heftig am Arme gezerrt habe und δα er die Arbeit wieder aufzunehmen, sobald die Fabrikanten- Vereinigung Frau Rost stieg aus und wollte nach dem Bürgersteige auf der fich dies nicht gefallen lassen wollte, habe er den Angreifer den Vermittelungsvorschlag der sozialen Kommission angenommen rechten Seite hinüber gehen. Der Angeklagte, der auch auf der von sich abschütteln wollen und dabei möge er denselben unabsichthaben wird; c) er weist die in den anderen Betrieben beschäftigten Verbands- wegung befindliches Rad nach der linken Seite hin aus. Unglüd- Aussage im Sinne des mißhandelten Beamten, ein zweiter aber im c) er weist die in den anderen Betrieben beschäftigten Verbands- rechten Seite fuhr, flingelte laut und bog ſein in langsamer Be- lich mit der Hand ins Gesicht gefahren sein. Da ein Beuge seine follegen an, in Betreff der Ergänzungslöhne ihrer Betriebe mit der licherweise wollte nun aber auch Frau Rost, die durch das Sinne des Angeklagten abgab, so hielt der Gerichtshof die Sache fozialen Kommission und ihren Firmen weiter zu verhandeln und Klingeln erschreckt war und stutzig wurde, nach links hin noch nicht spruchreif, sondern beschloß zu einem neuen Termine noch nach Bekanntgabe des Ergebnisses dieser Verhandlungen ebenfalls fo- treten und so fuhr sie der Angeklagte an. Die Frau tam zu Fall andere Zeugen zu laden. fort die Arbeit aufzunehmen. und blieb sofort befinmungslos liegen. Der Angeklagte, der gleichgenommen: renzen obwohl diefer nicht passirt wäre, $ nur im Droschten- Tempo geLehte Nachrichten und Depelthen. Am Dienstag fanden nun die verschiedensten Verhandlungen falls zur Erde gefallen war, sich aber nicht beschädigt hatte, forgte statt. Zunächst eine längere Besprechung der Arbeiter von Pelzer für die Verunglückte und schaffte sie nach dem Krankenhause FriedrichsGebr., die sich nun schon über ein Vierteljahr im Ausstand befinden. hain. Dort wurde ein Schädelbruch an ihr festgestellt, der den Tod Wien, 29. März.( W. T. B.) Dem" Fremdenblatt" zufolge wird Nach heftiger Diskussion erklärte man sich im Prinzip mit obigen der Frau zur Folge hatte. Zwei Augenzeugen, die gestern vor Gericht Oesterreich- Ungarn bei der Abrüstungskonferenz im Haag Vorschlägen einverstanden, ein definitiver Beschluß wurde aber noch vernommen wurden, bekundeten, daß der Angeklagte keine Schuld durch den ersten Sektionschef des Ministeriums des Acußern, Graf nicht gefaßt. Es wird die Gesammtheit darüber zu beschließen haben. an dem Unglück trage, was wenn Welsersheimb, vertreten sein. Als zweiter Bevollmächtigter -Die Fabrikanten beschäftigten sich gleichfalls mit der Sache. Auch nicht die Frau ganz unvermuthet nach links zurüdgetreten wäre. wird der österreichisch- ungarische Gesandte im Haag, Okolicjanyi, fie find am Montag noch zu keiner Entscheidung gekommen. Es Der Staatsanwalt machte dennoch den Angeklagten für den Tod der fungiren. Beiden wird ein hoher militärischer und juristischer Beischeinen wesentliche Meinungsverschiedenheiten unter denselben vor Frau verantwortlich und beantragte gegen ihn zwei Monate rath zur Seite stehen. Das Fremdenblatt" fügt hinzu: Die Wahl handen zu sein. Hoffen wir, daß es zu einer für die Arbeiter be- Gefängniß. Nach der Ansicht des Staatsanwalts haben die des Grafen Welfersheimb zeige, welche Bedeutung an hiesiger friedigenden Beendigung des Streiks kommt. Radfahrer die Verpflichtung, beim Paffiren der Pferdebahn Halte- leitender Stelle den vom Kaiser Nikolaus angeregten Berathungen Der Bierkrieg in Frankfurt a. M. Der Ausstand der stellen so langsam wie nur irgend möglich zu fahren, event. aber beigemessen wird. Brauer hat zu einer sehr energischen Parteinahme der Arbeiterschaft abzusteigen, wenn nicht Blaz genug ist, um in großem Bogen Paris, 29. März.( W. T. B.) Der Raffationshof beendete gegen die Brauereibefizer geführt. In zahlreichen Arbeiterwirth bei den absteigenden Fahrgästen vorbeizufahren. Auch der heute Nachmittag die Prüfung des militärischen und des schaften ist bereits am Montag und Dienstag ohne daß ein Gerichtshof hielt ohne daß ein Gerichtshof hielt eine Fahrlässigkeit des Angeklagten für diplomatischen Geheimattenstüdes in der Dreyfus= Bontott ausgesprochen wurde das Frankfurter Bier verschwunden vorliegend, Angelegenheit und geht nun in die Osterferien. Der Referent und an Stelle deffen auswärtiges Bier, auch Apfelwein eingeführt. fahren sei und dieses noch gemäßigt habe. Der Angeklagte hätte Ballot- Beaupré wird die Ferien benutzen, um seinen Bericht Am Ausstand sind gegenwärtig 509 Mann betheiligt. Die Brauerei- nach der Ansicht des Gerichts die Pflicht gehabt abzuspringen, als er abzufaffen. befizer haben die weitere Ausdehnung des Streits damit be- sah, daß die Frau stuhig wurde und einen Schritt vor und rück- London, 29. März.( W. T. B.) Lord Balfour empfing antwortet, daß nunmehr in den Brauereien, die bisher vom Streit wärts machte, oder aber er hätte mit ganz scharfem, turzen Bogen heute Nachmittag im Auswärtigen Amt eine Abordnung der Gesellnicht in Mitleidenschaft gezogen wurden, sofort 25 pet. der dort be- ausbiegen müssen, selbst auf die Gefahr hin, daß er selbst zu Fall fchaft des Internationalen Friedenskreuzzuges". In der Abordinung schäftigten Arbeiter ausgesperrt worden sind. täme. Der Gerichtshof erkannte auf drei Monate Gefängniß. befanden sich der Earl of Aberdeen und die Bischöfe von Am Dienstag Abend tagten fieben große Versammlungen, die London und Rochester. Die Abordnung überreichte eine Beschränkung der sozialdemokratischen Wahlagitation Denkschrift zur Förderung der in dem Friedensmanifest überfüllt waren und abgesperrt werden mußten. Hunderte fanden durch das Kammergericht. Aus Gleiwiß wird uns vom des Zaren ausgesprochenen Ideen, welche Namensunterfeinen Einlaß und mußten umkehren. Der Bierboykott wird nunmehr von der Arbeiterschaft in energischer Weise durchgeführt Genossen, die durch eine Flugblattverbreitung in Stieferstädtel am aufweist, in denen die Gesellschaft Versammlungen veranstaltet hat, 28. März berichtet: Die bekannte Straffache gegen Winter und schriften aus mehr als 200 Städten aller Theile Großbritanniens werden. In allen Versammlungen wurde folgende Resolution an- Simmelfahrtstage des vorigen Jahres die Sonntagsruhe gestört Balfour betonte in feiner Erwiderung, daß die englische Regierung " Die heutige, von Angehörigen aller Branchen besuchte Ver- haben sollen, beschäftigte heute zum zweiten Male das hiesige Land- der Sache des Friedens die herzlichsten Sympathien entgegenbringt. Brüssel, 29. März.( W. T. B.) Repräsentantenkammer. Bei der sammlung erklärt sich mit dem Vorgehen der hiesigen Brauerei gericht, nachdem sie vom Kammergericht, auf Antrag der Gleiwizer Staatsanwaltschaft an die Vorinstanz zurückverwiesen war. Da die Debatte über die Interpellation Lorand( Linke), betreffend die Arbeiter und deren Vertreter in der Lohnbewegung derselben Entscheidung des Kammergerichts für das Landgericht maßgebend Ausweisung des ehemaligen französischen Abbé vollständig einverstanden. Sie erfenit an, daß die Lohn tommission leinen Schritt versäumt hat, um die Diffe- ist, mußte die Verurtheilung der früher freigesprochenen Angeklagten Charbonnel tommt es zu heftigen 8wischenfällen. Die Rechte Aus der Kammer verlangt den Schluß der Berathung, die sozialistische Linke in friedlicher Weise beizulegen, und verurtheilt erfolgen. Die Strafe betrug 12 bezt. 6 M. ist als wichtig hervorzuheben eine erhebt hiergegen Einspruch; mehrere Sozialisten greifen aufs schärffte die abweisende Haltung der im„ Brauerring" vereinigten gerichts Entscheidung iſt Brauereien. Die Versammlung erklärt das angebliche Entgegen eigenthümliche Definition der öffentlich bemerkbaren Arbeit als den König an. Demblon( Sozialist) wird zur Ordnung gerufen; kommen des Ringes bezüglich der Lohnzulage für einzelne Arbeiter ieder mit einer gewissen anstrengung verbundenen hierauf entsteht Lärm. Der Präsident droht, die Sigung aufals ein Manöver, um im Publikum Stimmung zu machen und be- menschlichen Thätigkeit, die von den Sinnen des Publitums zuheben. Journez( Sozialist) erklärt, die Regierung habe ihre grüßt es ganz besonders, daß die Lohntommiffion das beispiellose wahrgenommen wird. Noch auffälliger in dieser Entscheidung ist die Informationen über die Angelegenheit Charbonnel nur durch Verlangen auf fünfjährige Bindung der Arbeiterschaft ganz energisch Aufstellung eines neuen Thatbestand smertmals zur Strafbarkeit der Berichte ihrer Polizeispiel erhalten. Der Präsident zurückgewiesen hat. Der Brauerring beweist durch sein Verhalten öffentlich bemerkbaren Arbeit an Sonn- und Feiertagen. Sie ist fufpendirte hierauf die Sigung, die Linte drängt gegen die und bedroht sie mit der Faust. Einige und feine ausdrücklichen Erklärungen in den mündlichen Verhand- nämlich strafbar, wenn fie geeignet ist, das religiöse Gefühl Rechte vor verhindern einen Faustkampf. Die lungen, daß es ihm nicht um die friedliche Belegung des Streits zu 3u verlegen(!). In der angeblich übertretenen Polizeiverord Mitglieder der Rechten thun ist, sondern daß von ihm die Frage als Machtfrage betrachtet mung selbst steht vom religiösen Gefühl kein Wort, fie trifft auch Deputirten der Rechten und der Linken schleudern sich gegenseitig ( Bewird, er will die Organisation der Brauerei- Arbeiter zerstören, um nur Bestimmungen für die äußere Heilighaltung der Sonn- und Beleidigungen ins Gesicht und werfen fich Feigheit vor. täubender Lärm.) Der Präsident läßt hierauf die Tribünen Letzteres zu verhüten, erklärt es die heutige Versammlung für die Feiertage, nicht für den Schutz des inneren religiösen Gefühls. Nach dieser Entscheidung ist nunmehr die Bertheilung von Flug räumen. Ein Theil der Tribünenbesucher leistet der heiligste Pflicht eines jeden Arbeiters und mit den Arbeitern Fühlen- blättern an Sonn- und Feiertagen in Schlesien fast unmöglich Räumung Widerstand. Saaldiener und Soldaten den, den aufgezwungenen Stampf mit aller Energie aufzunehmen. gemacht. schreiten zur Räumung der Tribünen, welche Schwierig Sie erwartet deshalb von der Frankfurter Arbeiterschaft, daß diefelbe den durch ihre Vertreter im Gewerkschaftskartell abgegebenen VerUnvernünftiges Fahren eines Bierkutschers hat einen Un- teiten bereitet. Auf den Zuschauertribünen fommt es einen Handgemenge. Die Deputirten fahren in sprechen in der weitgehendsten Weise gerecht wird, und ganz besonders glüdsfall verursacht, der gestern der Prüfung der ersten Strafzu die zugefagte moralische Unterstügung als das wirksamste Mittel im fammer des Landgerichts 1 unterlag. Der Bierfahrer Auguft ihren gegenseitigen Beleidigungen fort. Bethune( Rechte) und Bierkrieg betrachtet." Golz fuhr am 15. November Abends von der Camphausen- Journez( Sozialist) senden sich gegenseitig ihre 8eugen. Der Maler und Weißbinderstreik in Darmstadt ist straße nach der Bergmannstraße zu in sehr schnellem Tempo. Da Nach einstündiger Unterbrechung wird die Sigung wieder aufDer Maler- und Weißbinderstreik in Darmstadt ist tam ein Mann aus der Hasenhaide heraus und als er über den genommen, und die Tribünenbesucher werden wieder zugelassen. Ein durch einen für die Ausständigen günstigen Vergleich beendet. Errungen wurde eine Lohnerhöhung von 40-50 Pf. pro Tag. Die Damm gehen wollte, wurde er von einem Rade erfaßt und über- hierauf gestellter Bertagungsantrag wird abgelehnt, jedoch stellt sich Organisation hat fich trefflich bewährt und war während des Streits fahren. Er wurde in das Krankenhaus am Urban gebracht und ist die Beschlußunfähigkeit des Hauses heraus. New York, 29. März.( W. T. B.) Der englische dort nach vier Tagen an inneren Verlegungen gestorben. Der Anfein Abtrünniger zu verzeichnen. geklagte behauptete, daß er den Berunglüdten, der plößlich Dampfer Norseman" ist auf der Fahrt von Liverpool Der Streik der Former bet Schuckert in Nürnberg stehen geblieben sei, angerufen habe und sein Pferd durch nach Boston bei dichtem Nebel und hohem Seegang in der Nähe dauert unverändert fort. Am Ausstand find gegenwärtig noch den Anruf scheu geworden und durchgegangen fei. von Marblehead um 21/2 Uhr früh gestrandet. 21 Mann der 79 Mann betheiligt, einige der Ausständigen find anderwärts in Der Staatsanwalt hielt das Verhalten des Angeklagten Befagung wurden bis zum Tagesanbruch gerettet; die übrigen Arbeit getreten. Die Arbeiter haben beschlossen, das Gewerbegericht für grob fahrlässig und legte ihm besonders zur Last, daß er nach werden schnellstens vom Bord geschafft werden. Es ist wenig als Einigungsamt anzurufen und soll, wenn auch hier keine Einigung dem Unfall auf das Pferd eingeschlagen und versucht habe, zu ent- Aussicht vorhanden, das Schiff zu retten. Man glaubt nicht, daß erfolgt, mit Nachdruck dahin gewirkt werden, daß die Former in tommen, so daß er erst durch nacheilende Personen festgehalten sich Bassfagiere an Bord befanden. anderen Betrieben die Anfertigung von Guß für die Firma Schudert werden konnte. Der Staatsanwalt beantragte neun Monate Tanger, 29. März.( W. T. B.) Die marottanische Re. Gefängniß. Der Gerichtshof erkannte an, daß der Verunglückte gierung hat gegenüber dem von Deutschland ausgeübten Die Goldschläger in Nürnberg traten mit den Unternehmern felbft fahrlässig gehandelt hat, indem er auf den Buruf gar nicht Drud nachgegeben. Die deutschen Ansprüche werden binnen in Unterhandlung wegen einer 10 prozentigen Lohnerhöhung und achtete, im llebrigen hielt aber auch der Gerichtshof die Fahrlässigkeit wenigen Tagen erledigt werden. ablehnen. Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Br. 76. 16. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donetag, 30. März 1899. Gutsbesizer Schönlein, der danach als Zeuge erscheint, befundet: Rieß sei Anfang der 80er Jahr ein Jahr lang bei ihm Inspektor gewesen. Derselbe sei ein tüchtiger und zuverlässiger Beamter gewesen, dem er nichts Schlechtes zugetraut habe. -Vertheidiger Justizrath Dr. Sello: Sie sollen, als Nieß verhaftet war, gesagt haben:" Wenn Nieß wieder herauskommt, dann würden Sie kein Bedenken tragen, denselben sofort wieder als Inspektor zu engagieren?"-8euge: Jawohl, das habe ich gefagt, ich hätte das auch gethan, denn ich habe den Rieß sehr ungern entlassen. schlagen wollte, dem würde ich wer weiß was geben. Er habe gesehen, welche Auffassung hatten Sie von der Schuld des Rieß ge schon einmal bestraft? -Im Königsberger Gattenmord- Prozeß barauf verfekt: Wenn ich das thun würde, daim wiirden Ste wonnen?- Rechtsanwalt Saafe: Ich hatte den Eindruck gemich doch sofort anzeigen. Keineswegs, habe Frau Rosengart wonnen, daß Nieß die Wahrheit gesagt habe und unschuldig sei. treten am fünften Verhandlungstage wiederum eine Reihe Momente gesagt, das sollte alsdann kein Mensch erfahren. Ihnen würde Die Beweisaufnahme ist damit beendet. Auf Antrag des Ersten zu Tage, die das Familiengemälde, das sich hier im Lande der so ich eine gute Belohnung geben und Sie sollten außerdem Staatsanwalts wird beschlossen, den Kutscher Busch wegen Berdachts viel gerühmten ländlichen Einfachheit der Sitten entrollte, in seiner gutes Brot bei mir haben. Sie könnten weiter bei uns Biegel der Begünstigung nicht zu vereidigen. Die Vereidigung der Frau ganzen abschreckenden Häßlichkeit darlegten. fahren. Bertheidiger Justizrath Dr. Sello: Haben Sie diesen Rieß wird auf morgen vertagt und beschlossen: den Kreisphysikus Buchhalter Seemann: Er sei längere Zeit Buchhalter auf Vorgang während der vier Jahre jemandem erzählt?- 8euge: Professor Dr. Seydel zu ersuchen, sich über den Geiſteszustand der dem Rosengart'schen Gute in Bögershof gewesen. Adameit, der nach Nein.- Vertheidiger: Wodurch mag dieser Vorgang zur Zeugin auszulaffen. Die Zeugen Adameit, Budnid, Karl dem Tode des Rosengart und insbesondere während der Verhaftung Kenntniß der Behörde gekommen sein?- Beuge: Ich war lange to sengart und Referendar Wolff erklären auf Befragen des der Frau Rosengart das Gut verwaltete, habe 3000 Mart jähr weg, dann habe ich es dem Gastwirth Wels vom„ Kaisergarten" er- Präsidenten: sie seien bereit, den Eid zu leisten. Berth. Justizrath liches Gehalt bekommen. Die Kaffenmantos seien aber unter der zählt. Bertheidiger: Was heißt das, Sie waren weg? Sello protestirt gegen die Bereidigung der Zeugen aus Gründen Herrschaft Adameit's stets bedeutend größer gewefen als Benge: Ich bin bestraft worden.- Wertheidiger: Weshalb des nahen verwandtschaftlichen Verhältnisses, bei Adameit aber auch unter der Herrschaft Rosengart's. Adameit habe diese Mankos zu wurden Sie bestraft?- Zenge: Wegen Körperverlegung. wegen Verdachts der Begünstigung, deren er sich, wenn seine Aussage verdecken gesucht, indem er die fehlenden Gelder als verausgabte Wertheidiger: 8u welcher Strafe wurden Sie verurtheilt? wahr sei, in hohem Grade schuldig gemacht habe. Erster StaatsWirthschaftsgelder buchte. 8euge: 8u 18 Monaten. Vertheidiger: Gefängniß oder anwalt: Gegen Adameit könnte wohl faum ein Verfahren wegen Erster Staatsanwalt: Wenn etwa aus den Bekundungen Buchthaus?- Benge: Buchthaus.( Bewegung im Zuhörer- Begünstigung eingeleitet werden, da es sich um seine Schwester des Zeugen bewiesen werden soll, daß Adameit Unredlichkeiten be- raum.) Vertheidiger: Dann sind Sie also vegen handelte. vegen handelte. Vertheidiger Justizrath Dr. Sello: Begünstigung gangen habe, dann muß ich beantragen, einen gerichtlichen Sach- Köperverlegung mit tödtlichem Ausgange bestraft worden? bleibt Begünstigung, auch wenn sie aus gewissen Umständen strafverständigen mit der Prüfung der gesammten Rosengart'schen Bücher 3 e uge: Jawohl.- Bertheidiger: Sind sie außerdem los ist. Der Gerichtshof beschließt, alle bier Zeugen nicht zu beauftragen. Beuge: Jawohl; nur noch zwei zu bereidigen.( Lautes Bravo im Zuhörerraum.) Der PräBertheidiger Rechtsanwalt Dr. Lichtenstein: Wir wollen Wal. Bertheidiger: Weshalb?- 8euge: Auch wegen fibent ermahnt das Publikum zur Ruhe. Gegen Adameit liege der allerdings den Beweis führen, daß, angesichts des Umstandes, daß Körperverletzung.- Wertheidiger: Und welche Strafen haben Verdacht der Begünstigung vor, die anderen Zeugen werden ihres zu einer Zeit, wo Herr Rosengart todt, Frau Rosengart im Gefängniß Sie erlitten?- 8euge: Das weiß ich nicht mehr. 2ernahen verwandtschaftlichen Verhältnisses wegen nicht vereidet. Da waren, bedeutend größere Kajienmankos vorhanden waren, als früher, the i diger: Der Beuge scheint für seine Vorstrafen ein schlechtes nach wird gegen 7 Uhr Abends die Verhandlung auf Mittwoch Verwo zwei Menschen mehr da waren. Ich bin aber der Meinung, daß Gedächtniß zu haben, ich lege im llebrigen fein weiteres Gewicht mittags 9 ühr vertagt. der Zeuge, der viele Jahre bei Rosengart die Bücher geführt, Sach- darauf. Ich will blos noch fragen: Weshalb find Sie von Zögers In der Verhandlung am Mittwoch beschloß der Gerichtshof verständiger genug ist. Auf Befragen des Präsidenten bemerkt hof fortgekommen? Zeuge: Weil ich mit einem anderen Ar- auf Antrag des Staatsanwalts, das Grab des ermordeten Rosengart Adameit: Er hatte in Bögershof auch Kost und Wohnung. Außer beiter nicht zusammen Biegel fahren wollte. Vertheidiger: öffnen zu lassen, um festzustellen, ob etwa das Mord gewehr dem sei seine Schwester Hoffmann auf dem Gute gewesen, als die Sind Sie nicht entlassen worden, weil Sie Leute zum Haferdiebstahl darin verborgen sei. Angeklagte verhaftet war. Er habe im übrigen von der Wirth- verleitet haben? Zeuge: Nein. Vertheidiger Rechtsanwalt Die Grabesöffnung wurde um 22 Uhr Nachmittags vorschaft, insbesondere von der Landwirthschaft nichts verstanden. Dr. Lichtenstein: Sind Sie nicht vom Gendarm Pfau gewaltsam genommen, der Sarg bloßgelegt und ebenfalls geöffnet. Das Ers Erster Staatsanwalt: 8euge Seemann, wollen Sie be- aus Bögershof hinausgeworfen worden? 8euge: Nein. gebniß der genauen Untersuchung war gänzlich negativ. Es fand haupten, daß Adameit durch die Mantos, die er als berausgabte vertheidiger: Dann ersuche ich, der Angeflagten Gelegenheit ich kein Gewehr noch sonst irgend ein verdächtiger GegenWirthschaftsgelder buchte, Unredlichkeiten begangen hat? zu geben, sich hierüber zu äußern. stand vor. 3euge: Nein. Erster Staatsanwalt: Dann habe ich Angeti.: Alles, was der Zeuge hier gesagt hat, ist eine freche in dieser Beziehung keine weiteren Anträge zu stellen.- Buchhalter Lüge. Mein Mann ist allerdings einmal mit bem Pferde gestürzt. Kommunales. Seemann bekundet im weiteren auf Befragen: er habe von Frau Er war infolge dessen sehr aufgeregt, ich habe deshalb alles ausStofengart, und zwar noch zu Lebzeiten des Rosengart, gehört, daß geboten, um meinen Manur zu beruhigen. Die von dem Zeugen Die städtische Tiefban: Deputation hat unter Vorsitz des Icgterer mehrfach Drohbriefe erhalten habe. bekundete Aeußerung ist Lüge. Bräs. Und wie verhält es sich Stadtraths Boigt beschlossen, zur Verbreiterung der Artilleriestraße mit dem Gespräch in Stall? Angel.: Ich habe mit dem den letzten Block daselbst zu erwerben, und zwar das Grundstück Angeklagten niemals im Stall gesprochen. Ich habe aber meinen Artillerieſtr. 15 freihändig und die Grundstücke Artillerieſtr. 16 und Mann einmal darauf aufmerksam gemacht, daß der Zeuge Leute ver- Biegelstr. 24 im Wege der Enteignung. Die Pediolith- Asphaltleitet habe, uns Safer zu stehlen, und daß er uns eine Decke ge- gesellschaft hat beim Magistrat beantragt, weitere Versuche mit stohlen hat. Mein Mann hat ihn deshalb entlassen. Der Beuge Stampf Kunst Asphalt machen zu dürfen, die Deputation hat bedrohte aus diesem Anlaß meinen Mann, ihn zu erschießen. Auf schlossen, einige Straßenstrecken zu diesem Behufe der Gemich kam er mit der Art los und wollte mich damit todtschlagen. fellschaft zu überlassen. Ein Unternehmer beabsichtigt, Einen Mann hatte er derartig mit der Forte geschlagen, daß dieser die Neue Wilhelmstraße auf der Ostseite zu nach etwa acht Tagen im Krankenhause starb. Der Zeuge wurde verbreitern, und hat sich mit dem Anspruch ant den deshalb zu 1½ Jahren Zuchthaus verurtheilt. Ich bin in dieser Magistrat gewendet, ihm zu seinem Unternehmen eine Zubuße von Gutsbesitzer Wendt: Er habe den Rieß nicht näher gekannt, Verhandlung gegen ihn als Zeugin aufgetreten. 11/2 Millionen Mark zu gewähren. Die Deputation hat dieses Gefuch er fönne aber befunden, daß Rieß ein sehr gutmüthiger Mensch war. Bon großer Bedeutung sind die Aussagen des als Beugen ver abgelehnt. Auf Antrag der Berliner gemeinnügigen Baugesellschaft Er habe auch einmal gehört, daß Rieß ein sehr guter Schüße war, nommenen Reichstags- Abgeordneten Rechtsanwalt aaie. Dieser auf theilweise Beiterregulirung der Gneist aus eigener Wissenschaft könne er aber nichts darüber befunden. bekundet auf Befragen: Ich war Vertheidiger des Instraße, hat sich die Deputation dahin entschieden, mit der GesellLandgerichtsrath Hempel bekundet auf Befragen des Ersten speltors Rie B. Ich habe demselben gleich bei meinem ersten schaft in weitere Berhandlungen einzutreten und dem Antrage unter Staatsanwalts: Als die Obduktion der Leiche des Rosengart statt- Besuch im Gefängniß dringend gerathen, in allen Dingen, auch in noch mit der Gesellschaft zu vereinbarenden Bedingungen zu ent fand, habe jemand gesagt: Niemand weiter als Nieß ist der Thäter. allen nebensächlichen Punkten, die volle Wahrheit zu sagen, da, sprechen. Das zur Verbreiterung der Königstraße noch Gleich darauf sei Nieß ins Zimmer getreten. Der Erste Staats- wenn der Untersuchungsrichter ihm eine unwahrheit nachweise, erforderliche Grundstück Königstr. 7 foll freihändig angekauft und anwalt habe den Antrag gestellt, den Nieß zu verhaften. Er, Zeuge, dies einen sehr schlechten Eindruck machen würde. Ganz besonders die erforderlichen Flächen von dem Grundstücke Königstr. 8 und vom habe daher dem Kriminalkommissar Wohlfromm den Verhaftsbefehl solle er genau sagen, welche Gewehre er besize, bezw. be- Grundstück Poststraße 31 enteignet werden. In Bezug auf einen ausgestellt und diesem aufgegeben, den Rieß ins Gefängniß nach sessen habe. Rieß machte mir in dieser Beziehung sofort Antrag eine Verbindung zwischen Kurfürsten und Königsberg abzuführen. Der folgende Beuge ist der Mann von die eingehendsten Mittheilungen. Inzwischen war auch Frau Trebbinerstraße, sowie Stegliger und Schöne der Schwester der Frau Rosengart, der von dem Necht der Zeugniß- Rosengart verhaftet und Herr Rechtsanwalt Lichtenstein mit bergerstraße herzustellen, hat die Deputation beschlossen, bei verweigerung Gebrauch macht. der Bertheidigung betraut. Ich verabredete deshalb mit Herrn Gelegenheit der Anlage der Hochbahn, darauf Bedacht zu nehmen, Maurermeister Simon: Er habe einmal mit Adameit für die Rechtsanwalt Lichtenstein, mit diesem gemeinschaftlich nach Zögershof daß späterhin die Möglichkeit hierzu sich ergebe. Behufs VerFirma A. Rosengart ein Grundstück für 120 000 m. gekauft, Frau zu fahren, um uns die Dertlichkeit anzusehen. Herr Rechtsanwalt breiterung der Wallstraße soll seitens der Stadtgemeinde Dosengart sei mit diesem Kauf einverstanden gewesen. Ange- Lichtenstein sagte mir, daß Herr Adameit sich erboten habe, uns mit der Grundstück Wallstr. 15 a freihändig angekauft werden, während tlagte: Ich bestreite, daß ich mit dem Kauf einverstanden war. einem Fuhrwert abzuholen. Als wir nun mit Adameit nach Zögers die Grundstücke Wallstr. 15, 23 und 24 auf dem Wege der Enteignung Ich habe im Gegentheil den Zeugen und meinen Bruder zur Rede hof fuhren, sagte dieser: er sei der festen Ueberzeugung, erworben werden sollen. gestellt und diesen gesagt: The ein solches Geschäft abgeschlossen daß Sieß nicht der Mörder sei. Auch seine Schwester halte wird, muß ich doch gefragt werden. 8euge: Das ist nicht wahr. er für vollständig unschuldig. Diese sei in frühren Jahren von ihrem Angeklagte: Es ist doch wahr. Praf.: Haben Sie durch Manne derartig gemißhandelt worden, das alle Geschwister es diesen Kauf Schaden erlitten?- Angeti.: Jawohl, durch die ihr nicht verdacht hätten, wenn sie ihren aus dem Wege geräumt hätte, Gelderentnahme für dieses Grundstück.- Präsident: Wurden allein dazu sei seine Schwester garnicht fähig. Rieß verDen Genossen und Genoffinnen des zweiten Kreises zur Ihnen diese Gelder verzinst?- Angeklagte: Nein. ficherte mir auch, als ich ihn am 28. Juni wieder besuchte, wieder- Nachricht, daß am Sonntag( 1. Feiertag) Abends 71/2 Uhr im Lokal Adameit behauptet, er habe im Einverständniß mit holt, daß er unschuldig sei und bat mich, doch seine Frei- von Zubeil, Lindenstr. 106, der Parteigenoffe Schriftsteller Schütte seiner Schwester das Grundstück gekauft.- Angetlagte: laffung zu bewirken. Ich sagte ihm, daß ich zu meinem Bedauern über Attentate in der preußischen Geschichte" sprechen wird. Bahl Der Vertrauensmanit, Das ist nicht wahr, Du hast die Kaufgelder, ohne mich zu in dieser Beziehung wenig thun könne, da doch einmal der Verdacht reicher Besuch ist erwünſcht. fragen, aus der Kasse genommen. Bertheidiger Rechtsanwalt Dr. bestehe und ich anderseits die Sachlage nicht übersehen könne, da Zur Neuwahl im zweiten Wahlkreise. Den Parteta Lichtenstein: Wer waren die Inhaber der Firma A. Rosengart? mir die Einsichtnahme in die Akten verwehrt sei. Ich sagte außer genossen und Genossinnen die Mittheilung, daß am 8euge: Meine Schwester Johanna und deren Kinder.- Ber- dem zu Nieß: vielleicht können Sie selbst in der Sache etwas thun, theidiger: Sie waren nun als Vormund der Rosengart'schen es ist doch der Verdacht entstanden, daß Sie und Frau Rosengart Charfreitag, den 31. d. M., früh 7/2 Uhr, eine Flugblatt. Alle, die gewillt sind, mitzuhelfen, Kinder verpflichtet, das Vermögen der Kinder mündelsicher anzu- den Mord verschuldet haben, haben Sie sich vielleicht ein Bild ge- vertheilung stattfindet. Tegen. Hielten Sie die Verwendung der Gelder zum Ankauf eines macht, wer der Mörder sein könne? Nieß antwortetete darauf: werden ersucht, sich in folgenden Lokalen einzufinden: Schonheim, Grundstücks für mündelsicher? Beuge: Ich glaubte, da meine Ich kann doch nur vermuthen und möchte nicht gern einen Gräfeftr. 8; P. Müller, Gräfeftr. 81; Ewald, Schönleinstr. 6; Linde Schwester mit dem Kauf einverstanden war, dazu berechtigt zu sein. Unschuldigen verdächtigen. Im September 1897 besuchte ich Bertheidiger Justizrath Dr. Sello: Sie geben jedenfalls zu, wiederum den Rieß, der inzwischen in die Strantenabtheilung ge- mann, Morisstr. 9; Zubeil, Lindenstr. 106; Saß, Markgrafenstr. 102; die Hälfte der Mündelgelder ohne Genehmigung des Obervormund- bracht worden war. Ich überbrachte dem Rieß die Mittheilung, daß Naumann, Blücherstr. 42; Lüdke, 3offenerstr. 10; Kizing, Belleschaftsgerichts in einem Grundstüd angelegt zu haben?- 8euge: ein Antrag auf Hastentlassung wieder abgelehnt worden sei, obwohl Alliancestr. 74; Wichert, Großbeerenstr. 54; Faller, Pallasstr. 16; Ich glaubte, dazu berechtigt zu sein, da ich das Einverständniß ich denselben damit begründet hatte, daß der Angeklagte in hohem Schulz, Prinz Albrechtstr. 3; Werner, Bülowstr. 59. inciner Schwester hatte. Grade lungentrant sei und laut Befundung des Gefängnißarztes Bauunternehmer Ranenführer: Adameit habe für das er sich nur schwer fortbewegen könne, mithin ein Fluchtverdacht aus wähnte Grundstück eine Hypothek von 60 000 m. und noch geschlossen sei. Der Angeklagte war sehr niedergeschlagen, er sah 6-7000 m. baar angezahlt. Adamteit habe sich für Abschluß des fehr elend aus und sagte mir, daß es mit ihm sehr bald zu Ende Geschäfts 2000 M. Provisorium von ihm ausbedungen. Er habe gehen werde. Ich suchte ihn zu trösten, Nieß sagte jedoch er fühle, dies auch zugestanden, wenn er einige tausend Mark baar er- daß sein Ende nahe, er könne mir aber nur nochmals die Versicherung halte. Adameit habe sich die 2000 m. Provision selbst abgezogen; geben, daß er unschuldig sei. er( Zeuge) habe sich dies gefallen lassen müssen, da er Geld ge= Erster Staatsanwalt: Ich habe gegen das Plaidoyer braucht habe. des dritten Herrn Vertheidigers nicht das Geringste einzuwenden. Referendar a. D. Wolff: Er könne den Nachweis führen, daß Sch will blos bemerken, daß die Anklagebehörde das Bedie Familie Rosengart durch den Adameit'schen Grundstückskaufstreben hatte, die verhafteten Angeklagten aufs strengste zu isoliren 12 000 M. Schaden gehabt habe. und jede Kommunikation zu verhindern. Von Herrn Rechtsanwalt Brunnenmacher Siemund: Frau Rosengart habe ihm erzählt, Haase, der, so viel ich weiß, ein Verwandter oder wenigstens guter daß sie von dem Grundstücstauf nichts gewußt habe. Als Frau Bekannter des Herrn Rechtsanwalt Lichtenstein ist, haben wir gehört, Rosengart das erste Mal verhaftet war, habe Adameit darüber daß sie gemeinschaftlich die Dertlichkeit in Augenschein genommen mit ihm gesprochen. Er habe zu Adameit gefagt: Glauben Sie und über die Sache tonferirt haben. Wie alsdann die Jfolirung denn, daß Frau Rosengart an dem Morde betheiligt ist? Adameit ausfällt, überlasse ich Ihrem Urtheil. " Lokales. Pflicht der Parteigenossen der übrigen Wahlkreise ist es, an dieser Flugblattverbreitung, sowie den sonstigen Wahlarbeiten im zweiten Kreise regen Antheil zu nehmen. In allen Fällen ist genügende Legitimation mitzuführen. Sozialdemokratischer Verein für den 5. Berliner Reichs. tage- Wahlkreis. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am Char freitag eine Herrenpartie nach Grünau stattfindet. Treffpunkt: Morgens 8 Uhr am Bahnhof Alexanderplatz unter den Kolonnaden. Für Nachzügler bis 2 Uhr Nachmittags bei Lindenhayn in Grünau. Um rege Betheiligung bittet Der Vorstand. Der fozialdemokratische Wahlverein für den sechsten Berliner Reichstags- Wahlkreis veranstaltet am Charfreitag eine u partie nach Bichelswerder. Die Parteigenossen versammeln sich in den Vorstädten um 8 Uhr; der gemeinsame Abmarsch erfolgt punkt 10 Uhr vom Birkenwäldchen, Westend. Den Vereinsmitgliedern der Schönhauser Vorstabt die Mittheilung, daß die Zahlstelle von Niete, Schliemannstr. 48, nach der Schönhauser Allee 40 bei Behrend verlegt worden ist. Sechster Wahlkreis. Am Montag, den 3. pril ( 2. Osterfeiertag), Mittags 12 Uhr, finden in Weimann's Voltsgarten, Badstraße 56, und im Swinemünder Gesellschaftshaus, Swinemünderstraße 42, je eine Matinee statt. Es wirken mit die Gesangvereine Nord" und Nordwacht", sowie das Berliner Ull- Trio" und die humoristische Gesellschaft„ Strzelewicz". Um zahlreichen Besuch bittet Das Komitee. antwortete: Das weiß ich ganz genau. Er sagte darauf: Das wird Rechtsanwalt Haase: Wenn dieser Vorwurf des Herrn Ersten man Frau Rosengart wohl nicht beweisen können. Ada meit Staatsanwalts gegen mich gerichtet war, so muß ich dagegen protebersezte: ich werde die Sache schon machen. Als stiren. Ich habe nichts unternommen, was die Jfolirung irgendwie Frau Rosengart das zweite Mal verhaftet war, begegnete er dem hätte gefährden können. Adameit und dem August Rosengart auf der Chauffee. Adameit Erster Staatsanwalt: Jch erkläre, daß mir jeder Borfragte: Wissen Sie schon das Allerneueste? Dabei lachte jowohl wurf fern gelegen hat, es lag in der Natur der Sache, daß die Adameit als auch August Rosengart recht höhnisch. Bertheidiger beiden Herren Vertheidiger konferirt haben. Ich will nur noch den Rechtsanwalt Dr. Sello: Was mag Adameit wohl unter dem von Herrn Rechtsanwalt Haase erhobenen Vorivurf zurückweisen, daß Allerneuesten" verstanden haben? Zeuge: Ich hatte den Ein- ihm die Einsichtnahme in die Aften verweigert worden sei.do bruck, daß er die Wiederverhaftung der Frau Rosengart in Rechtsanwalt aafe: Jch bemerke, daß ich keinen Vorwurf, Helgoland meinte. Bertheidiger: Damals war gerade fondern lediglich die Thatsache referirend mitgetheilt habe. Vertheidiger Rechtsanwalt Dr. Lichtenstein: Auch ich muß Frau Rosengart in Helgoland verhaftet worden? 8enge: Jawohl. Vertheidiger: Und δα haben Adameit den Vorwurf zurückweisen, daß ich irgend etwas unternommen habe, und August Rosengart höhnisch gelacht?- 8euge: Jawohl. was die Jfolirung hätte verlegen können. Ich bemerke im Uebrigen, Die nächste Lokallifte wird am 23. April herausgegeben. Mit -Kaufmann Wisniewsy: Der Kauf eines Grundstücs fei daß mir bis zum Schluß der Voruntersuchung die Einsichtnahme in theilungen über Aendermugen und Neu- Aufnahmen find bis spätestens allerdings stets mit Gefahren verbunden. Ihm sei die Frau Rofen die Aften verweigert worden ist. gart als eine durchaus anständige Frau bekannt. Erster Staatsanwalt: Ich versichere nochmals, daß mir jeder zum 18. April an Karl Scholz, Wrangelstraße 110, zu richten. Die Lokaltommission. Hierauf wird Arbeiter Neiß als Zeuge aufgerufen und sogleich persönliche Vorwurf fern gelegen hat. Rechtsanwalt Haase: Wenn Freie Volksbühne. Achtung, Mitglieder der 2. und vereidigt. Er bekundet auf Befragen des Präsidenten: Im Jahre in einer Sache mehrere Wertheidiger find, dann würden sie nur ihre 1994 ober 1895 fei er auf dem Rosengart'schen Gute beschäftigt ge- Pflicht verlegen, wenn sie nicht im Intereffe ihrer Klienten gemeinschaft- 5. Abtheilung! Die Vorstellung der 2. Abtheilung( blane wesen. Herr Rosengart sei einmal vom Pferde gestürzt. Da habe lich fonferirten. Ich bemerke im Uebrigen, daß Rieß nichts von der Karten) findet am Sonntag, den 2. April( 1. Osterfeiertag), NachFrau Rosengart gesagt: Schade, daß sich der Kerl nicht sofort das Verhaftung der Frau Rosengart wußte, ich habe ihm aber davon Mit- mittags 23/4 Uhr, im Friedrich Wilhelmstädtischen Genick abgestürzt hat. Ein anderes Mal sei Frau Rosengart zu theilung gemacht. Bertheidiger Rechtsanwalt Dr. Lichtenstein: Theater statt. Der Erbförster" von Otto Ludwig. Die Vorstellung der 5. Abtheilung( gelbe Karten) am zweiten ihm in den Stall gekommen und habe zu ihm gesagt: Mein Herr Kollege, Rieß ist im September 1897 an der LungenschwindMann ist vollständig verrückt. Wenn ihm jemand das Genic ab- sucht gestorben. Sie haben den Rieß noch in den letzten Stunden Osterfeiertag, Montag, den 3. April, im Lessing- Theater: 0 t Erziehung zur Ehe" und Liebesträume". Es ist somit an beiden die einzige Straße Berlins, welche den Ninstein noch in der Mitte 1 graphische Aufnahmen zu machen. Seine Frau, die inzwischen das Feiertagen eine Vereinsvorstellung. des Fahrdamms hat, betritt, fühlt sich nach einer kleinen Provinzial Geschäft versah, bekam Besuch von auswärts und ging mit diesent Die Einlaßkarten zur Opernvorstellung können vom 6. April ſtadt versetzt, obgleich dicht daneben sich der verkehrsreiche Molfen- um 4 Uhr auf einen Augenblick in die im zweiten Stock gelegene Als sie in den Laden zurückkam, fand sie die aus den Zahlstellen abgeholt werden. Wir machen besonders darauf markt befindet. Hier soll es mun gründlich anders werden. Wohnung hinauf. aufmerksam, daß nur eine Opernvorstellung für den Verein im Sämmtlichen Bewohnern wurde per Einschreibebrief die Kündigung Rasse erbrochen und ihres Inhaltes von einigen fünfzig Mark beraubt. Theater des Westens stattfindet und zwar am 23. April Nachmittags übersandt und in ihr zum Schluß von der Ministerial-, Militär- Von dem Diebe war nichts mehr zu sehen. Die von der Ladenthür 3 Uhr:" Der Freischüß". Die Verloosung der Billets beginnt um und Baukommission mitgetheilt, daß man sich behufs Weiter nach der Wohnung führende Läutevorrichtung, auf die Frau Steiner 2 Uhr und können nur Inhaber einer gestempelten Opern- Einlaß- vermiethung an den Theaterdirektor Schippanowsky, sich verlassen hatte, war nicht wirksam gewesen. farte an der Verloofung der Billets theilnehmen. Es gelangen nur hier, An der Spandauer Brücke Nr. 3, wenden wolle. Der Besizer Marktpreise von Berlin. 28. März 1899.( Nach Ermittelungen soviel Billets zur Ausgabe, als Pläge im Theater vorhanden sind. Staat hat diesem Herrn das Grundstück zur unbeschränkten des Polizeipräsidiums.) Weizen 15,80-15,00 M., Roggen 14,30 bis Die Zahlstelle 12 befindet sich jetzt bei Gustav Vogel, Koppen- Ausbeutung abgetreten. Und man muß sagen, der Herr 13,40 M., Futter- Gerste 13,50-13,00 M.( ermittelt pro Tonne von straße 83, und die Zahlstelle 28( Moabit) bei Pfarr, Butligstr. 10. Theaterdirektor versteht die Rolle eines Hauspafchas gut zu spielen; der Zentralstelle der preuß. Landwirthschaftskammer- Notirungs( Siehe heutiges Inserat.) die von ihm angeordneten Steigerungen sind geradezu stelle und umgerechnet vom Polizeipräsidium für den DoppelDer Vorstand. J. A.: G. Winkler. unerhört 3 น nennen; wahrhafte Löcher werden um Arbeiter Bildungsschule. Der Schluß der Kurse im ersten 50, 70, 80 und 100 M. im Miethspreise gesteigert, ja, ein größerer zentner). Hafer, gute Sorte 15,40-14,90 M., Mittel- Sorte 14,80 bis Vierteljahre 1898 hat ant vergangenen Montag stattgefunden. Miether ſoll um 1000 m. aufgetrieben worden sein. Im Durch 14,20 M., geringe Sorte 14,10-13,50 M., Richtstroh 4,50-3,66 M., Wiederbeginn Mitte April. Während dieser Zeit ist die schnitt mögen so die Miethen um 50 pct. emporgetrieben worden eu 7,40-4,40 W., Erbsen, gelbe zum Kochen 40,00-25,00 m. Speisebohnen, weiße, von 50,00-25,00 M. Linsen von 70,00 Bibliothek in der Annenstr. 16 je den Donnerstag Abend sein. Man stelle sich nun vor, wie schwer die armen Leute, die zum bis 30,00 m.( Kleinhandelspreise.); Kartoffeln von 6,00 bis von 8-9 Uhr geöffnet. Diejenigen, welche noch im Besize von Theil ihr Leben lang am Krögel gewohnt haben, von dieser staat- 4,00 M.; alles per 100 Kilogramm.' Rindfleisch von der Keule von lichen Lösung der Wohnungsfrage betroffen worden sind. Man Billets zum Stiftungsfest sind, werden dringend gebeten, um gehend mit denselben abzurechnen. Der Vorstand. frägt sich, ob denn der Staat wirklich nöthig hatte, um eines für 1,60-1,20 M., Bauchfleisch 1,20-1,00 M., Schweinefleisch von 1,60 bis 1,20 M., Kalbfleisch von 1,80-1,00 M., Hammelfleisch von 1,60 ihn geringfügigen Gewinnes willen, einer Anzahl armer Leute durch bis 1,00 M., Butter von 2,60-2,00 M.; alles per 1 Kilogr. Eier einen rücksichtslosen Geschäftsmann derart schwere Schädigungen 4,00-2,40 m. per 60 Stück. Fische per 1 Kilogr.: Karpfen von zufügen zu lassen? 2,20-1,20 m., Aale von 3,00-1,80 m., 3ander von 2,80-1,00 m., In dem Insektensaale des Museums für Naturkunde sind Hechte von 2,00-1,00 M., Barsche von 1,60-0,80 W., Schleie von neu aufgestellt: Die verschiedenen Formen der Insektenfühler, 3,50-1,40 m., Bleie von 1,40-0,80 m., Krebse 60 Stück 12,00 bis Präparate von Käfern und anderen Insekten, welche ihre Eier und 4,00 M. Brut in besonderer Weise pflegen, und Bilder, welche veranschaulichen, An der Börse vom Mittwoch. Julands- wie Auslandsangebot wie die Krenzspine ihr Fangnez spinnt. Alle diese Gegenstände ist reichlich vorhanden und verlor Weizen daraufhin 1,25-1,50 D., find mit den nöthigen Erklärungen versehen. Roggen 0,75-1,00 M., Hafer still, Mais schwächer, Rüböl verkehrte Agitationsvich! Allerdings kein geschmackvoller Ausdruck. Aber er trifft den Nagel auf den Kopf, und daß es Personen giebt, die gezwungen sind, ein solches Pendant zum Stimmvieh darzustellen, ist ein VerLiberalismus. Wegen verschiedener Schwindeleien wird die ehemalige Tänzerin, später Verkäuferin, Martha Nutsch von den Strafbehörden gesucht. Sie hatte namentlich Möbelhändler und einen PianoforteFabrikanten unter dem Vorgeben, eine Wohnung einzurichten, beschwindelt. Die Der Zur Reichstagsnachwahl. Engen Richter registrirt mit Schmunzeln die Mittheilung, daß 2500 Arbeiterwähler durch die verschiedenen Umzüge seit der letzten Wahl für das sozialdemokratische Wahlkomitee bis jcht unermittelt geblieben sind. Er hofft noch immer, die ganz und gar nicht zu rechtfertigende Hinausschiebung des Wahltermins über den Aprilumzug, die auf Wunsch des freisinnigen Magistrats erfolgte, werde den Sozialdemokraten so viel Abbruch thun, daß die Freifinnigen in die Stichwahl kommen; dann würden sich die Konservativen den Geschäftssorgen haben gestern Vormittag den 58 Jahre alten sehr ruhig. Die Stimmung am Spiritusmartt war beffer beBitten der Freisimmigen doch nicht verschließen können, in der Stich- Goldarbeiter 2. aus der Markgrafenstraße 83 in den Tod getrieben. hauptet. Angeboten waren 160 000 Liter 70er und 10000 Liter wahl den Freifinnigen von Reaktions Gnaden zu wählen. Hoffentlich. betrieb sein kleines Geschäft seit zwei Jahren ohne Gehilfen im 50 er Waare, 70 er brachte 39 m., 50 er, der längere Zeit nicht gewerden unsere Genossen durch erneuten Eifer bei Aufsuchung ersten Stock des bezeichneten Hauses. Bum zweiten Male verwittwet, handelt wurde, notirte 58,60 m. Termine waren gut behauptet. der unermittelten Wähler diesen abermaligen Stimmen ließ er seinen Haushalt durch eine wirthschafterin führen. In feiner 20,50 M., do. Sekunda 17,00-18,50 m. Ia trodene Startoffelſtärke Kartoffelfabrikate. Ia Kartoffelmehl 19,75 M., do. Supra schacher unmöglich machen. Aber bei dem Anlaß hätte Eugen Nachbarschaft war es nicht unbekannt, daß der Mann geschäftliche M., Richter Gelegenheit gehabt, den früher so großspurig angekündigten Sorgen hatte; es fiel daher auch nicht weiter auf, daß er in ber 19,75 M., do. Supra 20,50 M., do. Schimba 17,00-18,50., do. er in der feuchte 10,30 M.; alles per 100 kilogramm. Beweis für seine grunderlogene Behauptung endlich legten Zeit sehr niedergeschlagen war. Gestern Morgen um 73/4 Uhr Die städtischen Fortbildungsschulen für Mädchen beginnen das zu erbringen, daß bei der letzten ahl tausende von sozial- schickte er seine Wirthschafterin zum Bäcker, damit sie zum Frühstück demokratischen Arbeitern sich in die Wählerlisten angemeldet noch etwas hole. Diese Zeit benutzte er, sich in der Küche zu er- Sommersemester am Donnerstag, den 6. April und schließen dasselbe ant hätten, die auch nicht eine Nacht in den angegebenen Wohnungen hängen. Als die Wirthschafterin zurückkehrte, war er schon todt. Sonnabend, den 30. September. In den nachstehend zu I bis IX ge gewohnt hätten. Wo sind die Beweise? Her damit oder der Vor- Wiederbelebungsversuche, die zwei Aerzte anstellten, blieben ohne nannten Fortbildungsschulen werden Kurse im Deutschen, Nechnen, Zeichnen, Buchführung, Handarbeiten, Maschinennähen, Schneidern, Wäschezuschneiden, wurf der bewußten unwahrheit bleibt wieder einmal an Erfolg. Plätten und Gesang gehalten werden. Ferner wird in allen neun Schulen Eugen Richter hängen. Unterricht ertheilt im Buzmachen, Französischen, Englischen, Schreiben auf der Schreibmaschine und in der Stenographie. Die Schulen befinden sich: I. Georgenkirchstr. 2, Herr Reftor Fischer; II. Hochstr. 4, Herr Rektor Rüdheim; III. Langestr. 76, Herr Reftor Stärf; IV. Thurmstr. 75, Herr Reftor Zier; V. Gubenerstr. 51-52, Herr Rektor Ziebarth; VI. Kulmstraße 15, Herr Rektor Tausch; VII. Naunynstr. 63, Herr Reftor Gander; VIII. Danzigerstr. 23, Herr Rektor Trettin; IX. Elisabethkirchstraße 19, Herr Reftor Schuberth. In allen Schulen, mit Ausnahme der unter II bezeichneten, wird auch Unterricht im Turnen ertheilt. V. Fortbildungsschule, Gubenerstr. 51-52, hält außerdem noch Kurse im Maschinensticken, Schriftzeichnen und in der Handelsgeographie. Unterricht wird in allen neun Schulen an den Wochenabenden und Sonntag Vormittags ertheilt. Die Schülerinnen haben für den gesammten Unterricht, ausschließlich des Plättens und Schneiderns, monatlich 50 Pf. int Voraus zu zahlen. Schülerinnen, welche auch am Plätten oder Schneidern Das Ende des Konzerthauses. Mit Ende dieses Monats theil nehmen, zahlen monatlich im Ganzen 1 Mart, während dieWir bitten Sie auch diesmal um die gleiche Vergünstigung und verschwindet, wie die„ Voff. 8tg." mittheilt, von der Berliner Bild- jenigen, welche am Plätten und Schneidern zugleich theil nehmen, 1,50 M. monatlich zu zahlen haben. ersuchen Sie ergebenſt, uns auf einl. Starte mitzutheilen, wie fläche ein Ban, der nahezu ein halbes Jahrhundert im künstlerischen, halbjährlich so viel Mart im Voraus zu entrichten, als Stunden in den Für Französisch oder Englisch find viele Hilfskräfte Sie uns am Dienstag, den 11. April, am Vor- politischen und sozialen Leben der preußischen Hauptstadt eine erste betreffenden Kursen ertheilt werden. Für den Unterricht in der Steno mittage von 9 Uhr ab, resp. am Nachmittage von 1 Uhr ab, zu- Rolle gespielt hat: Spizhacke und Art werden dem Konzerthaus den graphie sowie im Schreiben auf der Schreibmaschine wird ein Schulgeld weisen können. Rest geben, und wo über drei Jahrzehnte Frau Musika geherrscht von 50 Pf. monatlich erhoben. Meldungen find an die Herren Rektoren hat, wird in Zukunft Merkur walten. Es ist nun bald 15 Jahre her, zu richten. seitdem Karl Bilse von der Stätte verschwunden ist, an der er wohl In der städtischen Fortbildungsschule für taubstumme Jünglinge 20 Jahre als unbeschränkter Gebieter geherrscht hat. Aber von und Jungfrauen, Markusstr. 49, beginnt der Unterricht wieder am den Bilfe- Konzerten abgesehen hat das Konzerthaus auch im 6. April cr. Diese Fortbildungsschule bietet den Taubstummen nach ihrer Uebrigen der Mufit wichtige Dienste geleistet. War es doch Schulzeit Gelegenheit zur Befestigung und Erweiterung ihrer Schulfenntniffe bis zur Entstehung der Philharmonie der einzige, größere, über und somit zu einer allgemeinen praktischen und geistigen Fortbildung, 1000 Zuhörer fassende Berliner Konzertsaal, der überall namentlich aber zur weiteren Vervollkommnung im Gebrauch und Verständniß der Lautiprache. Zu den bereits in Frage fam, wo ein größeres Publikum Raum finden sollte und bestehenden vier Surfen je zwei für Jünglinge und junge Mädchen die( damals noch nicht umgebaute) Singakademie nicht ausreichte. tritt jezt noch ein fünfter für Gesellen und Gehilfen. In diesem Sturfus Dem zufolge haben gerade die größten unter unseren Virtuosen im wird auf eine weitere Verstärkung der allgemeinen Bildung Bedacht geKonzerthause Gastrollen gegeben. Ganz abgesehen von den histori- nommen werden, insonderheit sollen die Kursisten über die verschiedenen staatschen Wagner- Konzerten der Jahre 1873 und 1875, in welchen Richard lichen und kommunalen Einrichtungen, über bürgerliche Rechte und Pflichten, Wagner selbst den Taktstock geschwungen hat, haben unter anderem über die heutigen wirthschaftlichen Verhältnisse, über die für das gewerbliche Leben im Konzerthause Anton Rubinstein, Camille Saint- Saëns, Sophie wichtigsten geseglichen. Bestimmungen, über die Rechtsverhältnisse speziell der Taubstummen u. dgl. unterrichtet werden. Die Unterrichtsstunden liegen Abends Menter, Josef Joachim, Sarasate, Annette Effipoff konzertirt. Mit von 7 bis 9 bezw. 8 bis 10 Uhr. Anmeldungen sind bei dem Leiter dieser dem Scheiden Bilse's von Berlin fing der Stern des Hauses an, Fortbildungsschule, Direttor A. Guzmann, Martussir. 49, anzubringen. langsam zu erbleichen. Seine verschiedenen Nachfolger hatten nicht Der Unterricht ist umentgeltlich. die Kraft, die übernommene Erbschaft ungeschmälert zu erhalten; die Ansprüche mußten immer niedriger geschraubt werden, so daß zuletzt Frau Musika der zehnten Muse wich. dienst des unentwegt für geistige und leibliche Freiheit kämpfenden Vor uns liegt eine hettographirte Buschrift folgenden Inhalts: Berlin, den 27. März 1899. Sehr geehrter Herr! Sie waren bei früheren Wahlen so freundlich, uns eine Anzahl junger Leute zur Verfügung als Helfer zu stellen. Mit bestem Dank im Voraus sehen wir Ihrer recht baldigen Antwort entgegen und zeichnen Hochachtungsvoll Der geschäftsführende Ausschuß der freifiunigen Volkspartei im 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. J. A.: Heimann. Die Freiheit der Person geht dem unentwegten Liberalismus bekanntlich über alles und so donnert denn auch seine Preise mit Macht gegen das Junkerthum, weil es das Selbstbestimmungsrecht des Gutstagelöhners mit Füßen tritt und seine wirthschaftliche Ueberlegenheit dem Ausgebeuteten mit brutaler Faust fühlbar macht. Der„, Heilkünstler" und Bandwurmdoktor" Richard Mohrmann, der lange Zeit hindurch auch in Berlin ſein Unwesen trieb und bekanntlich im Laufe der Jahre wegen zahlreicher Kurpfuschereien, verbunden mit Betrug, schwerer Körperverlegung 2c., zu empfindlichen Geld-, Haft- und Gefängnißstrafen verurtheilt wurde, ist Beitungsmeldungen zufolge arm und im Elend im Armen- und Siechenhause zu Frankfurt a. M. gestorben. In der Praxis aber, im Wahlkampf fordert der geschäftsführende Ausschuß der freisinnigen Voltspartei die freifinnigen Unternehmer auf, ihre wirthschaftliche Ueber: macht geltend zu machen und ihm von ihren Ausgebeuteten Hilfsfräfte zuzustellen, etwa wie ein Geschäftsfreund dem anderen einige Sad Kaffee oder ein Gespann Pferde zustellt! Hat man auf freifinniger Seite etwa den Muth, einzuwenden, daß jeder Prinzipal es doch dem Belieben seiner jungen Leute überlassen werde, ob fie agitiren wollen oder nicht? Da muß man die ungeheure Abhängigkeit kennen, die gerade die Handlungs- männliche Leichen, am Grundstück Reichstagsufer Nr. 2 durch Schiffer Aus dem Waffer gelandet wurden gestern Vormittag zwei gehilfen in ihrer freien Entschließung beengt. Der Wunsch des Unternehmers ist Befehl; wer nicht parirt, wer nicht seine Ueber- ein Mann von etwa 28 Jahren, der vielleicht vier Wochen im Wasser zeugung verräth, dem winkt das Gespenst der Stellungs- Gitschinerstr. 106 ein Mann von ungefähr 35 Jahren, den Straßenlosigkeit! An den Handlungsgehilfen, die auf solche Weise offiziell von lehrer treiben sahen und mit Hilfe eines Schumannes durch den freifinniger Seite zum Agitations vieh degradirt werden, liegt Rettungskahn ans Land brachten. 1 An der 3. städtischen Fortbildungsschule, Hinter der Garnisons Kirche 2, sollen mit Beginn des Sommer- Halbjahres für den Unterricht im Englischen wieder ein neuer Unter- und Oberkursus eröffnet werden. Im Unterkursus beginnt der Unterricht im Anschluß an englische Fibeln und brauch der Sprache in der Konversation. Im Oberkursus finden die Theils Rejebücher und legt von vornherein das Hauptgewicht auf prattischen Genehmer hinreichend Gelegenheit, sich in der Korrespondenz zu vervollkommnen. an der Bellealliance brücke beim Grundstück Unterrichtszeit: Montags und Donnerstags von 7 bis 9 Uhr Abends. Die Schule liegt fast unmittelbar am Hackeschen Markt und hat von dort aus nicht nur mit allen Stadtgegenden, sondern auch mit den Vororten die bequemsten Verbindungen. 1 " Die Eintrittskarten zu der am 1. April im Bechsteinfa ale stattes, über die ihnen zugefügte Schmach am Wahltage zut Kindesmord. Am Mittwoch Morgen gegen 61/4 Uhr wurde findenden Vorlesung von Goethe's" Proserpina" und" Urfaust" find schon quittiren. Mehr als unsere Agitation sorgt die freifinnige Auf- von Zeitungen austragenden Knaben auf der Treppe des Vorder- feit mehreren Tagen völlig vergriffen und wird deshalb eine Abendkasse forderung an die Unternehmer dafür, daß die Handelshauses Antlamerstr. 44 die Leiche eines höchstens 6 Tage alten, nach nicht eröffnet. angestellten am 11. April fozialdemokratisch wählen! der Geburt anscheinend getödteten Kindes weiblichen Geschlechts, in Das Lehrprogramm der Volks Hochschule Humboldteine schmutzige Serviette eingewickelt, gefunden. Wahrscheinlich steht In die Klemme gerathen ist Eugen Richter mit seinen mit dem Funde eine etwa 20 Jahre alte Frauensperson, welche Akademie für das am 10. April beginnende Frühjahrs- Quartal iſt Versuchen, den Arbeitern und sozialreformfreundlichen Kreisen seiner einen grauen Hut mit grauem Band, weißen Schleier und langen soeben erschienen. Es enthält auf 20 Seiten die ausführlichen Aneigenen Bartei gegenüber seine reaktionäre Haltung in der Frage hellen Radmantel trug, im Zusammenhang. Dieselbe hat am Abend zeigen von 57 populärwissenschaftlichen Vortragszyklen und Unterrichtsder Bäckereiverordnung, die ihm ja sogar den öffentlichen Dank zuvor mit einem dem aufgefundenen ähnlichen Packet im Hausflur furfen aus allen Wissensgebieten, welche in den Lehrstätten NW., Bismard's eingetragen hat, abzuleugnen. Nun denunzirt ihn die bes genannten Hauses gestanden und sich schen umgesehen. Angaben W. und W II.( Architektenhaus) von 25 Dozenten vor Herren und Staatsbürger- Zeitung" den Bäckern gegenüber als„ bedingungslosen über diese Person und über die muthmaßliche Mutter des Kindes Damen abgehalten werden. Im letzten Winterquartal wurden in den fünf Berliner Lehrstätten( in S. und NO. wird im Frühjahr Freund" der den Zünftlern und Konservativen so verhaßten Bäckerei- nimmt jedes Polizeivevier und die Kriminalpolizei entgegen. nicht gelejen) zusammen 94 Vortragszyklen und Kurse von 3002 verordnung. Herr Richter braucht aber die Stimmen der realtionären Bädermeister und günstler im zweiten Kreise und darf auch Unglücksfälle im öffentlichen Verkehr. Gestern Nachmittag ständigen Hörern besucht, gegen 81 gyflen mit 2360 Hörern im den Arbeitern gegenüber, wenigstens jetzt vor der Wahl, fich wurde auf der Ringbahn, bei der Ueberflihrung der Tempelhofer- I. Quartal 1898, fonach eine abermalige Zunahme von 13 Zyklen nicht allzu offen als bedingungslosen Knecht der Ausbeuter- Straße in Schöneberg, der Bahnarbeiter Wilhelm Braun durch einen und 642 Hörern; die Gesammitzahl der Hörer im Wintersemester In der Wienerstraße 1898 99 betrug 6287, ein Mehr von 1377 Hörern gegen das Vorjahr. interessen hinstellen. In diefer Situation, den Eisenbahnzug überfahren und sofort getödtet. zwischen zwei Bündeln Wahlstimmen, ist guter Rath theuer. Biel wurde der acht Jahre alte Sohn des Bahnarbeiters Friedrich Die Programme find für 10 Pf. fäuflich im Juvalidendant" und leicht hilft sich sich Eugen dadurch aus der Klemme, daß Bochausen von einem Geschäftswagen überfahren und an beiden in den Bureaus der Akademie, den Buchhandlungen von Konrad er die Bädereiverordnung schießen läßt( zumal ja Herr Kreit. Beinen leicht verlegt. Auf dieselbe Weise erlitt die zehn Jahre Stopnit, Dorotheenftr. 8( am Rastanienwäldchen); E. Haase, Botsling den Bäckermeistern bei der letzten Wahl schon beruhigende, alte Erna Moritz in der Kaiserstraße Verlegungen am rechten damerstr. 115 a; Selmar Hahne, Prinzenstr. 54, und Th. Fröhlich, Während des Hinauf- Landsbergerstr. 32. Tapitalfreundliche Bufagen abgegeben hat), dafür aber seine alten Oberarm und am rechten Oberschenkel. Artikel wieder hervorsucht, worin er seinem tapital- und aus- gehens zum Bahnhof Börse wurde der Schlächter Hermann von einem unbekannt gebliebenen Manne die beutungsfreundlichen Herzen und seinem Haß gegen die organisirten Sommerfeld Aus den Nachbarorten. Sommerfeld, welcher anscheinend Arbeiter so recht Luft machte. So z. B. über den letzten Buch- Treppe herunter gestoßen. Rigdorf. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß vom Sozial druckerstreit, worin er die Streifenden als„ Streitbrüder" an innere Verlegungen davon getragen hatte, wurde in das KrankenDie vier Jahre alte Ella demokratischen Verein Vorwärts am Montag( 2. Osterfeiertag) Mittags rüpelte, die schon von Weitem für die Prinzipale haus am Friedrichshain gebracht. sichtlich ertennbar feien, sie sogar der vaterlands- Schönwerk stürzte gestern Nachmittag aus dem zweiten Stock- 1 Uhr in der Urania, Taubenstr. 48,49, eine Vorstellung:„ Das Land Iosen Gesinnung denunzirte, weil sie die Hilfe des Auslandes be- werk des Hauses Jahnstr. 6 auf den Bürgersteig herab. Das Kind, der Fjorde" stattfindet. Billets sind zu haben in den Zahlstellen bei anspruchten, und was dergleichen arbeiterfreundlicher Liebenswürdig welches sich unter Aufsicht eines zwölfjährigen Mädchens in der Otto Klein, Rest., Kaiser Friedrichstr. 236; Köpte, Rest., Karlsgartenfeiten mehr waren. Falls er solche Artikel nicht gerade zur Hand Wohnung befand, lief in einem unbewachten Augenblick durch die straße 1; Rezerau, Bigarrengesch., Hermannstr. 50; Münzer, Rest., hat, tönnen wir ihm damit aushelfen schockweise! offenstehende Balfonthür, lehnte sich über das Balkongeländer und Bergstr. 7; Herrmann, Zigarrengesch., Kirchhofstr. 1; Sy, Rest., Der Staat und die Wohnungsfrage. Die Bewohner des verlor das Gleichgewicht. Das Kind hat nur ganz unbedeutende Jägerstr. 69, sowie bei den Vorstandsmitgliedern. Die nächste VerKrögels in der Nähe vom Moltenmarkt sind durch merkwürdige, Verlegungen, eine Verstauchung des rechten Daumens und un- sammlung des Vereins ist eine General- Versammlung und findet bedeutende Abschürfungen im Geficht davongetragen. In der Dienstag, den 11. April, im„ Deutschen Wirthshaus", Klemke, Bergin das Gebiet moderner Sozialreform einschlagende Maßnahmen des Lindenstraße, vor der Einmündung der Hollmannstraße stießen Nach- straße 136/137 statt. Tagesordnung: 1. Abrechnung des Kassirers. Staates in große Aufregung verfekt worden. Man schreibt uns mittags zwei elettrische Straßenbahnwagen zusaminen. Durch den 2. Bericht des Vorstandes und des Bibliothekars. 3. Abrechnung folgendes darüber: Die dem Staate gehörigen Gebäude am Krögel stehen unter Verwaltung der Königlichen Ministerial. heftigen Stoß wurden die Vorderbleche beider Wagen erheblich be- vom Märzbergnügen und der Urania Vorstellung. 4. Statuten am Krögel stehen unter Verwaltung der Königlichen Ministerial schädigt und der Wagen der Linie Behrenstraße- Treptow aus den berathung. 5. Vorstandswahl. 6. Vereinsangelegenheiten und FrageMilitär und Bau Kommission. Die Wohnungen darin, die zum Theil nur als Löcher zu bezeichnen sind, werden von kleinen Schienen gehoben. Derselbe konnte erst nach einer halben Stunde fasten. Diejenigen Mitglieder, welche mit ihren Beiträgen im Rüd Leuten, worunter auch Almosen empfänger sind, bewohnt. aus dem Betriebe gezogen werden. Personen wurden glücklicher- stande find, werden ersucht, dieselben in vorstehenden Zahlstellen zu regeln. Die Vereinsbibliothek befindet sich bei Wurbs, Lessingstr. 9. Zwar waren die Miether bisher nicht besonders hoch, aber die weise nicht verleßt. Wohnungen haben auch thatsächlich keinen hohen Werth, denn von Ein frecher Ladendiebstahl ist gestern am Hellichten Tage in Dieselbe ist täglich geöffnet.( Siehe Annonce und Säulenanschlag.) Der Vorstand. Wafferleitung und sonstigen Bequemlichkeiten ist in ihnen keine Rede. einer sehr belebten Gegend berübt worden. Der Optiker Steiner Um zahlreichen Besuch ersucht Der Arbeiter- Bildungsverein für Mariendorf und Um Das ganze Bauwerk bietet mehr den Anblick einer Ruine als den aus der Chauffeestraße 105, Ecke der Invalidenstraße, war gestern eines Wohnhauses. Ja, man möchte sagen, wer die Straße, Am Strögel" Rachmittag nach einem Vororte hinausgefahren, um einige photo- gegend veranstaltet am Charfreitag eine Partie nach Marienfelde, zu Abmarsch früh 9 Uhr vom Restaurant Schramm, Mariendorf. Um Bürgerlich geiftvolles aus der Attentatsstadt. Die Frage eine an die geschädigte Firma zu zahlende Buße von 250 m. auf zahlreiche Betheiligung bittet Der Vorstand. der Schulbäder hat auf Anregung von sozialdemokratischer zuerlegen. Der Staatsanwalt beantragte nur eine Haftstrafe, der Reinickendorf. Den Parteigenossen von Reinickendorf, Eichborn Seite aus auch die Stadtverordneten- Versammlung in Spandau Gerichtshof hielt aber die Patentverletzung für eine so gröbliche(!), plan, Tegel und Umgegend die Nachricht, daß am Charfreitag früh beschäftigt und dieselbe zu einer eigenthümlichen Stellungnahme ver- daß auf einen Monat Gefängniß für Wegner und eine Herrenpartie nach Stolpe zum Genossen Bergemann anlaßt. Bei der Berathung über den Bau eines neuen Gemeinde- 200 Mark Geldstrafe für Wendland erkannt wurde. stattfindet. Treffpunkt in Böttcher's" Seepart", Abmarsch 8 Uhr schulhauses wurde von sozialdemokratischer Seite der Antrag gestellt, Außerdem wurde beiden Angeklagten eine gemeinschaftliche Buße nach Weidmannslust, Restaurant Heine. Der Vertrauensmann. in dem neuen Schulhause eine Badeanstalt für die Kinder einzur ten. von 250 Mark und die Erstattung der nothwendigen Auslagen der In seiner Begründung wies der Antragsteller darauf hin, da in Nebenkläger auferlegt, endlich wurde den Nebenklägern auch die Rigdorf. Die hiesige Stadtverordneten- Versammlung hielt am Spandau viele Frauen gezwungen seien, schon zeitig in Publitationsbefugniß für den Reichs- Anzeiger" zugesprochen. Dienstag Abend eine dringliche Sigung ab, um den Stadthaushalts- Frühe auf Arbeit zu gehen, sodaß dieselben kaum geit Dieser traurige Fall dient abermals als drastische Illustration Boranschlag für das Geschäftsjahr 1899/1900 festzusetzen. Vor hätten, vorher ihre Kinder zu waschen. Schon aus des Unteruehmer Prinzips, den Arbeiter, der dem Eintritt in die Tagesordnung nahm der bisherige Gemeinde- diesem Grunde empfehle sich die Einrichtung von Schulbädern. mudsen wagt, mit der Strafe des Verhungerns zu be und Amtsvorsteher Boddin das Wort: Durch die Wahl von bürgerlicher Seite wurde die Weisheit verkündet, die Mutter, legen. Wo so ein Verfehmter um Arbeit auflopft, wird er höhnisch zum ersten Bürgermeister und vor allem durch die die nicht selten einen Theil ihrer Zeit auf den Tanzböden zubrächten, abgewiesen mit dem Bemerken, daß er ja kein Beugniß bisherigen Geschlossenheit der Wahl habe ihm die Versammlung sollten lieber an das Wohl ihrer Kinder denten; man scheue sich wohlverhaltens besize. So treibt das Unternehmerthum den eine große Ehre erwiesen. Er danke von ganzen Herzen. aber nicht einmal, die Kinder auf die Tanzböden mitzunehmen. Arbeiter systematisch auf die Pfade der Unredlichkeit, und Er werde versuchen, das Vertrauen zu rechtfertigen, das Unter solchen Umständen möchte es sich fast empfehlen, die Schul- der Unglüdliche, dem jede Möglichkeit genommen war, fich und seine man ihm geschenkt habe. Die Versammlung wisse, daß er ohne häuser gleich mit Tanzsälen zu versehen. Das Ergebniß der Familie auf redliche Weise vor dem Verhungern zu schützen, wird akademische Bildung sei, und habe ihn trotzdem gewählt. längeren Debatte war schließlich die Bewilligung der Mittel für den dann zu schwerer Gefängnißstrafe, sowie zu einer Hierin liege eine Anerkennung, für welche er nicht genug danken Gemeinde- Schulhausbau, jedoch Ablehnung des Antrages auf Ein- Buße, die er wahrscheinlich sein ganzes Leben lang nicht wird abfönne. Sein größter Wunsch sei, erfüllen zu können, was sich richtung eines Schulbades in demselben. tragen können, verurtheilt. Als wirklich Schuldiger die Versammlung bei ihrem Beschlusse gedacht und gewünscht habe, und er hoffe, daß ihm die Kraft hierzu gegeben werden möge. Wohnungselend in Charlottenburg. Ueber die traurigen steht in diesem Prozeß jenes Unternehmerthum da, das nicht ( Allseitiges Bravo.)- Die min folgende Etats- Berathung und Fest Wohnungsverhältnisse in Charlottenburg sind von betheiligter Seite genug über terrorisirende Arbeiter getern kann und selber, rit dsichtslos wie es ist, den Arbeiter in Noth und Glend und somit ſetzung führte nur bei wenigen Punkten zu kleinen Nedegefechten. folgende interessante Aufstellungen gemacht worden. Bei der letzten So zunächst beim Gehalt des Standesbeamten Linke. Einem Volkszählung wohnten 57 pet. der Bevölkerung in sogenannten zum Verbrechen treibt! Wunsche Linke's folgend, schlägt der Berichterstatter der Etats- fleinen Wohnungen, d. 5. 73 679 Einwohner wohnten in tommission namens ihrer Mehrheit vor, das festliegende Gehalt 19 310 Wohnungen bis zu 2 Zimmern, zu denen 67 pct. des Herrn L. in Höhe von 4000 m. zu einem steigenden derart der Wohnungen gehörten. 9455 Wohnungen hatten hiervon Duell. Wie das„ Berliner Tagebl." meldet, hatte der Prinz zu gestalten, daß es im Höchstfalle und erreicht. zwei heizbare Zimmer wurden von 39 903 Ein Alexander Croy- Dülmen, Oberleutnant im 8. Dragoner- Regiment, Die periodische Steigerung soll je 300 m. betragen. Die wohnern bewohnt. Einwohner wohnten in 9688 in Pardubiß mit seinem Oberstleutnant ein Duell, zuerst auf Genossen Ostermann und Rezerau treten diesem Anträge Wohnungen mit nur einem heizbaren Zimmer. 41 Wohnungen Bistolen, dann auf Säbel. Prinz Croy ist schwer verwundet, der entgegen, er wird jedoch nach Einwürfen der Herren Gröpler, hatten überhaupt kein heizbares Zimmer, 49 Wohnungen bestanden Oberstleutnant nur leicht verletzt. Rahmig und Marggraff mit 23 gegen 15 Stimmen an- nur aus einer Küche. Von den Wohnungen mit nur einem heizbaren Für die Wittwen einiger ehemaliger Gemeinde- An- Zimmer war je eins von 13 und 12 Personen bewohnt; in vier gestellten werden an Unterstützungsgeldern einstimmig statt 120 und Wohnungen wohnten je 11 Personen, in 15 je 10, in 37 je 9 u. f. 1. 144 M. je 216 M. in den Etat cingestellt. Der Schuletat weist einen lleberhaupt wohnten in 978 Wohnungen mit 6561 Bewohnern widerruflichen Schulunterhaltungs- Zuschuß für die böhmische mindestens 6 Personen in einem Zimmer! Welch' eine wuchtige Brüdergemeinde von 1500 M. auf. Genosse Konrad Anklage gegen die Zustände in einer der vornehmsten und reichsten beantragt, diesen Posten vollständig zu streichen. Die Städte Preußens! genommen. 4900 M. Konrad 33 914 Vermischtes. Wie aus Hameln mitgetheilt wird, hat sich dort eine von Berlin eingetroffene unbekannte junge Dame auf dem Grabe des Leutnants D., der vor einiger Zeit ebenfalls durch Selbstmord endete, erschossen. berichtet: Der englische Dampfer„ Laugthon", der seit dem 23. Januar Untergang eines englischen Dampfers. Aus Lübeck wird von Newport News nach mehreren Ostseehäfen unterwegs ist, ist mit 14 Mann Besagung untergegangen. Gemeinde habe es nicht nöthig, eine religiöse Sekte zu unterstügen. In Reinickendorf soll ein 25 Morgen großer Güter Herr Toye erklärte darauf, es handele sich um eine Unterstüßung bahnhof hinter dem alten Dorf an der Kremmen- Weltener Bahn für Schulzwecke, während Herr Belß sich zu der fundamentalen errichtet werden. Ein Andenken an die Jerufalemreise. Einem hiesigen LokalDie Befizer find bereits ersucht worden, ihre blatte wird aus Ari stadt berichtet: Bezüglich einer bei zahlreichen Weisheit verstieg: o Religion ist, da ist auch GeForderungen für die Ueberlassung des Terrains an die Eisenbahn Theilnehmern der Palästinafahrt des Kaisers aufgetretenen eigenhorsam, und deshalb wollen wir den Zuschuß Direktion einzureichen. geben."( Gelächter bei den Sozialdemokraten.) artigen Krankheit stellt das hiesige Tageblatt" durch Nachfrage an ( Soz.): Wenn jemand das Bedürfniß fühlt, seine Kinder in Eine Première. Aus dem Gefängniß zu Tegel entärztlicher Stelle in Palästina fest, daß es sich um Jerichow- oder einer besonderen Religion erziehen zu lassen, zu lassen, dann möge wichen ist der 22 Jahre alte Arbeiter Ernst Georg Gustav Sorrer, Aleppobeulen bezw. sogenannte Orientbeulen handelt, die durch ärzter auch das Geld dazu selbst beschaffen. Er bekämpfe der eine Gefängnißstrafe von 3 Jahren und 3 Monaten zu verbüßen liche Behandlung nicht fortzubringen sind und etwa ein Jahr anjede derartige Verwendung von Gemeindegeldern. Der Antrag hatte. Es ist das wohl der erste Fall eines Entweichens aus der halten, dann aber von selbst verschwinden. Ansteckungsgefahr in Konrad auf Streichung des Postens wird abgelehnt. Dafür neuen großen Strafanstalt. Deutschland liegt nicht vor. stimmen nur die Sozialdemokraten. Der Etat des Armen hauses enthält für Seelsorge 200 M. Vom Genossen Reze rau wird beantragt, die Summe zu streichen und sie neu für Berpflegung einzustellen. Man solle für das förperliche Heil der Vertreter des honetten Bürgerthums diese Worte mit an und schweigend stimmten sie einmüthig gegen den Antrag Nezerau, der somit gegen die sozialdemokratischen Stimmen abgelehnt wurde. Der Etats voranschlag gelangte schließlich zur Annahme. Er balanzirt in Einnahmen und Ausgaben mit 1875 159 M. Gerichts- Beitung. dic Briefkasten der Redaktion. 5. F. 77. Lohnbeschlagnahme kann stattfinden. 2 Wettende. K. 44. Nein. M. N. 9. 1. 1892 in den Tagen vom 24. bis 27. Februar. 2. Am 18. Januar 1894. 3. Lubeh. F. K. 13. Wir vermögen solche Gesellschaften nicht anzugeben. Gegen genügende Bürgschaft dürften Sie auch anderweitig die erforderliche Summe erhalten. S. C. 6. 1. Hat fein allgemeines Intereffe. 2. Noch unbekannt. 3. Jm gewöhnlichen Verkehr allerdings zulässig, weil polnischer Sprachgebrauch. Die Behörde dürfte indessen bei Urfunden, Erbschaftsangelegenheiten 2c. nur den wirklichen Namen des Mannes feſtſtellen. Kornblume, Hand in Hand. Wir bitten um Ihren Besuch. von 180 W.; dieselben brauchen nicht zurückgezahlt zu werden. 2. G. 28. Die Stiftung gewährt jährliche Unterstützungen in Höhe P. P.. Naunynstraße. Kaiser Wilhelm I. bestieg am 2. Januar 1861 Siechen und Waisen etwas beffer sorgen und dafür die rührende verlegung aus Noth führte geſtern die Klempnergesellen Karl Paul. Ein Opfer des Unternehmerterrorismus. Eine Patent- ben preußischen Thron, die Krönung fand am 18. Oftober 1861 in KönigsSorge um ihr Seelenheil lieber unterlassen. Herr Belß meine zwar, Wegner und Karl Wendland aus Rixdorf vor die erste Strafvon: General von Steinmetz, Prinz Friedrich Karl von Preußen, Kronprinz 2. K. 10. Die drei Armeen bei Beginn des Krieges wurden geführt wo Religion, fei auch Gehorsam. Darauf komme es aber nicht an, und mit anzusehen, mit welch' schnöden Mitteln sich die Frommen in der schaukeln angetauft, machte im übrigen treffe es nicht einmal zu, denn es sei geradezu widerlich, kammer an Landgericht II. Die Firma Moosdorf u. Hoch- Friedrich Wilhelm von Preußen. häusler hat das Dittmer'sche Patent für WellenbadKirchengemeinde Rirdorf gegenseitig bekämpften. Schweigend hörten die schaukeln angekauft, machte aber die Erfahrung, daß von Rigdorf auts würden, Wellenbadschaukeln vertrieben unter Verletzung des Patents von Unbefugten hergestellt wurden. Die Firma kam auch dahinter, daß Wegner es ſei, der von der Richtigkeit der Thatsachen zu überzeugen. Diesem gegenüber Konkurrenz mache und schickte einen Buchhalter nach Nixdorf, um sich gestand Wegner unumwunden ein, eine Menge solcher Badewannen hergestellt und wohl schon 100 Stück verkauft zu haben. Darauf wurde die Anklage erhoben. Wegner gab vor Gericht an, er sei früher bei der Firma Moosdorf u. Hochhäusler beschäftigt gewesen, sei aber Ende 1895 infolge eines Streiks, bei dem er sich hervorgethan, entlassen werden. Drei Jahre sei er darauf arbeitslos geblieben. Ueberall, wo er um Beschäftigung angesprochen habe, sei ihm erwidert worden, er folle erst eine Bescheinigung seines legten Arbeitgebers beibringen, daß er sein Arbeitsverhältniß richtig" gelöst habe. Diese Bescheinigung habe er nicht erhalten können; die Noth habe ihn gepackt und da habe er sich nicht anders helfen können, als die Wellenbadschaukeln, die er bei M. u. H. gebaut habe, auf eigene Rechnung herzustellen. Daß er 100 Stück angefertigt habe, das sei nur Renommage gewesen. Im Ganzen Swinemde. 760 habe er 15 Stück gefertigt, wobei ihm Wendland geholfen habe. Hamburg Berlin 12 davon habe er mit je 25 m. verkauft, die letzten drei jeien ihm wiesbaden 765 S beschlagnahmt worden. Der Vertreter der als Nebenfläger zu München 770 SW gelassenen Firma M. u. H. führte aus, daß diese Firma Bien 770 23 jede Schaukelwanne mit 40 m. verkaufe und daren einen Wetter Prognose für Donnerstag, den 30. März 1899. Verdienst von 17,50 M. pro Stück erziele, weshalb er Etwas fühler, zeitweise aufklärend, vorwiegend trübe und regnerisch beantrage, außer der gesetzlichen Strafe den Angeklagten auch noch bei frischen westlichen Winden. Zu dem Spandauer Attentatsschwindel wird uns von Seiten der Arbeiter, die im Rathhause beschäftigt find, folgendes geschrieben: Gegenwärtig machen wir die Wasserleitungsanlagen, Hierbei wird zum Löthen Benzin gebraucht. In dem Heizungsraume, wo Schmock das Attentat vor sich gehen ließ, war am dent würdigen Sonntag außer unserem Werkzeug auch die Benzinkanne aufbewahrt. Nun braucht der verunglückte Kastellan Schmidt garnicht einmal einen mystischen Explosivkörper mit dem alten Schutt in den Ofen geschüttet zu haben. Viel näher liegt es, daß er, um das Fener anzufachen, ein bischen Benzin nachgegossen hat. Das Feuer ist dann unter heftigent Stnall ausgeschlagen und hat so den armen Kastellan übel zugerichtet. Bemerkt jei noch, daß im Heizungsraum selber feine einzige Fensterscheibe beschädigt, ja nicht einmal ein Arbeitsrock, der dort hing, versengt worden ist. Selt famerweise hat es aber in einer Gefangenenzelle, die vom Heizungsraum durch die Waschküche getrennt ist, sowie in einem Schlafzimmer, das wiederum von dieser Belle durch einen Sorridor geschieden ist, zerbrochene Scheiben gegeben. Diese Darstellung läßt gen Unfug des Spandauer Schmock noch viel verächtlicher erscheinen, als er sich anfangs darstellte. Witterungsübersicht vom 29. März 1899, Morgens 8 Uhr. Stationen Barometer Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. 5° C. 4º R. Stationen Barometerstand mm Wind richtung Windstärke Wetter 5wolfig 6 Haparanda 749 SSD 4Schnee 6 bedeckt 10 Betersburg 7 Cort 761 23 4 hlb.beb. 6 Aberdeen 743 NNW 7 wolfig 6 Paris 757 SW 762 S 2 wolfig 1hlb. bed. 4 wolfig 1wolfig Sozialdemokratischer Wahlverein Temp. 1. G. 5° C.=° R. 11 8 Unterstützungs- Verein Verein der Berl. Buchdrucker u. Schriftgiesser. 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. aller Hutbranche beschäft. Arbeiter u. Arbeiterinnen Montag, den 3. April( 2. Osterfeiertag), in Louis Keller's Festsälen, Koppenstr. 29: ( Filiale Berlin.) Todes- Anzeige. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am 27. März unser Kollege Otto Kindt verstorben ist. Die Beerdigung findet am Charfreitag, Mittags 31% Uhr, von der Leichenhalle des Georgen Friedhofes Landsberger Allee aus statt. Um rege Betheiligung ersucht 2355b Der Vorstand. Verein der Zimmerer Berlins und Umgegend. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern zur Nachricht, das daß unser langjähriges Mitglied Karl Wenzel am 27. März infolge eines Betriebsunfalles verstorben ist. [ 257/5 Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, ben 31. März, Nachm. 4 Uhr vom Augusta- Hospital, Scharnhorststr., nach dem Nazareth Kirchhof, Dalldorfer Chauffee, statt. Zahlreiche Betheiligung Der Vorstand. erwartet Todes- Anzeige. Allen Freunden, Bekannten und Kameraden die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau und unsere gute Mutter Bertha Schulz geb. Konrad am 27. März, Nachmittags 7 Uhr, verstorben ist. 2348a Die Beerdigung findet am Freitag, den 31. März, Nachmittags 1 Uhr, vom Trauerhause, Soldinerstr. 112 nach dem Gemeinde: Friedhof a Friedrichsfelde aus statt. Berlin, den 30. März 1899. Paul Schulz, Zimmerer, und fünf Kinder. Allen Freunden und Bekannten, Grosse Matinée für den Mitwirkende: Berliner Sinfonie- Orchester, Dirigent: C. Zimmer Frl. Margarete Engler, Konzertsängerin Typographia, Gesang verein Berl. Buchdrucker u. Schriftg.( M. d. A.-S.-B.), Dirigent: Fr. Pieth Berliner Ulk- Trio. Ausserdem kommt zum Vortrage:„ An den Frühling", Prolog, gedichtet vom Kollegen Max Eichler, gesprochen vom Kollegen A. Massini. Der Prolog ist an der Kontrolle à 10 Pf. zu Anfang 12 Uhr. 35/13 Eintrittspreis im Vorverkauf 40 Pf., an der Kasse 50 Pf. Programme sind auf der Verwaltung, Ritterstr. 88, und beim Kassenboten Herrn Graumann, Rykestr. 23, und im Setzersaal des Vorwärts zu haben. Die Vergnügungskommission. haben. Zentral- Verband deutscher Maurer ( Zahlstelle Berlin II.) Am 28. März verstarb nach langem, schweren Leiden unser Mitglied Julius Massow an der Proletarierkrankheit. [ 136/11 Ehre seinem Andenken. Die Beerdigung findet am Freitag, Nachm. 1/24 Uhr, vom Trauerhause Golgstr. 39 aus nach dem Schöne berger Kirchhof, Marstraße, statt. Um rege Betheiligung bittet Der Vorstand. J. A.: Karl Panser. Orts- Krankenkaffe Borhagen Rummelsburg. Mittwoch, den 12. April 1899, Abends 8 Uhr: 266/6 General- Versammlung im R. Weigelschen Lokale hier, Türrschmidtstraße Nr. 45. Tages Ordnung: 1. Bericht des Rendanten über die Achtung! In 6 Monaten Elektromonteur! Ohne Störung der Berufsthätigkeit. Berliner Elektrotechnikum„ Elektra" Prinzenstrasse 55, I.( gegenüber der Turnhalle). Am Donnerstag, den 6. April cr., beginnt ein Neuer Abendkursus für Elektromonteure, Installateure, Maschinisten, Zeichner und alle diejenigen Herren aus anderen Branchen, welche ihre Stellung verbessern wollen. Zweimal 2 Stunden wöchentlich, Abends 8-10 Uhr. Keine Vorkenntnisse nöthig. Voltsschulbildung genügt. bon praktischen Theoretischer Unterricht Glettro- ngenieuren, 300 Demonstrations- Apparate. 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Es ladet ergebenst furterstr. 123, empfiehlt seine be Der Vorstand. J. A.: Korte. ein[ 23596] Reinhold Damm. fannt guten Räder 23185 Ww. Bauer nebst Kindern. Montag, den 3. April( 2. Osterfeiertag): Grosse Matinée in Bickel's Festsälen, Hafenhaide 52/53 unter Mitwirkung der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker, der Gesangvereine:„ Kreuzberger Harmonie" nud, Sorgenfrei" ( M. b. A.-S.-B.) sowie des beliebten Gesangshumoristen Herrn Thauer- Paulsen. Anfang 11 Uhr. Billets find in allen Zahlstellen zu haben. Zahlreichen Besuch erwartet 235/5 Das Komitee. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unsere Genossen Ferdinand Gutsche, Gerber, Eberswalderstraße 4, 246/3 Paul Zersch, Monteur, Boyenstraße 4, gestorben sind. Die Beerdigungen finden flatt: Freitag, den 31. März, Mittags Freitag, den 31. März, Nachmittags 12 Uhr, von der Charitee nach dem 3 Uhr, von der Charitee nach dem Charitee- Kirchhof, Müllerstraße. Gnaden- Kirchhof, Barfusstraße. Zahlreiche Betheiligung erwartet Der Vorstand. Achtung! Sonntag, 2. April 1899 Achtung! ( 1. Ofterfeiertag): 25. Stiftungsfest des Karthaus- Kummer'schen Männer- Chors ( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes) in den Andreas- Festsälen, Andreasstrasse 21. Eröffnung 5 Uhr. Programm 25 Pf. Anfang 6 Uhr. Zu diesem Jubiläums- Feste sind alle Freunde und Gönner, sowie frühere Sangesbrüder des Vereins freundlichst eingeladen. 2260b] Achtung! Achtung! Restaurant Adolf Graffunder empfiehlt sich Charlottenburg, Kantstr. 152. 2358b Das Komitee. Ehrenerklärung. Ich erkläre hierdurch Herrn Restaus rateur Karl Marschall, Reinidendorfer straße 48, für einen Ehrenmann, ders felbe hat mich nicht denunzirt. Frau Friederike Ehrenreich. Br. 76. 16. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donner, 30. März 1899. Dersammlungen. Die Rabikputer waren am Dienstag bei Bubeil in der LindenStraße versammelt. Nachdem Nieke den Bericht über den Bauarbeiterschutz- Kongreß gegeben hatte, wurde über die Verhältnisse bei der Firma Knauer diskutirt. Festgestellt wurde, daß die Firma thatsächlich den Versuch macht, die Affordarbeit einzuführen. Um die Erreichung ihrer Ziele zu verhindern, sollen, nach einstimmigem Beschluß, die Buzzer der Firma am 10. April strikte Durchführung des Lohntarifs verlangen oder insgesammt die Arbeit niederlegen. Gegen eine Stimme wurde beschlossen, den 1. Mai durch eine gemeinschaftliche Versammlung zu feiern. Ferner wurde gerügt, daß die Rabizpuzer sich nicht sämmtlich an ihrem Arbeitsnachweis betheiligen, der jegt, in der günstigen Baukonjunktur, dadurch nicht in der Lage sei, die offenen Stellen zu besetzen. verdienen möchte, unbekümmert darum, ob er die Arbeit so her- A. Voigt, Wiesenstraße 41/42. G. Warnst, Kolbergerstr. 7, von 6-7 Uhr gestellt hat, daß er sie verantworten kann. Bei der Lohnarbeit Abends. P. Reimann, Bellermannstr. 83. J. Krause, Gartenstraße 13, würde das ganz von selbst aufhören, da jeder Zeit hat, seine Arbeit 2. Ging. part. Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: F. Blume gewissenhaft auszuführen. Auch würden im Beruf nicht so viel Strelizerstraße 58.& Trapp, Schwedenstr. 14, von 7 bis 8 Uhr Abends. W. Mohs, Swinemünderstr. 64, vorn linfer Aufgang. Arbeitslose vorhanden sein. In der Diskussion wurde von Oden Im Osten: Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: Für Unfall, Invaliditätsthal unter Anführung einzelner Fälle aus Rheinland und West- E. Bader, Gr. Frankfurterstr. 34, v. 4 Tr. falen den Mitgliedern ans Herz gelegt, recht rege für die Sache der und Altersversicherung: A. Schüz, Holzmarktstr. 60 I. Im Süd- Osten: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: Lohnarbeit einzutreten. Nachdem sich verschiedene Redner zustinimend Nur für Invaliditäts- und Alterszur Lohnarbeit geäußert, wurde unter Verschiedenem bekannt gegeben, Schalthoff, Michaelfirchstr. 18. daß am 1. Osterfeiertag der Gesangverein der Studateure( Wölfer- versicherung: W. Kühne, Pfuelstr. 1. frühling) ein Vokal- und Instrumentalfonzert veranstaltet, wozu Billets bei Schünemann zu haben sind. Ebenso werden dort Billets zur Sternivarte ausgegeben. = Berliner Arbeitervertreter Verein tagt jeden Dienstag nach dem ersten im Monat bei Buste, Grenadierstr. 33, Abends 812 Uhr. UnentIm Norden Berlins: Für Unfall, Invaliditäts- und Alters: versicherung Abends von 7-9 Uhr: A. Daehne, Demminerſtr. 36, v. 3 Tr. . Gutheit, Wiesenfir. 29a, von 8-9 Uhr Abends. F. Pieschel, Gartenstr. 55, v. 2 Tr. E. Simanowsti, Gartenstr. 78, Portal 2, 2 Tr. M. Stuhlmann, Oberbergerstr. 37, 4 Tr., von 6-9 Uhr Abends. Die Stuckateure hatten am 20. März eine Mitgliederversamm= geltlicher Rath wird ertheilt: Yung anberaumt, in der Sittenfeld aus Hamburg über Lohnund Affordarbeit referirte. Redner betonte, daß manche Schäden im Geschäft auf das Konto der Affordarbeit zu setzen sind; so hauptsächlich die Ausführung schlechter Arbeiten, da jeder möglichst viel Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Thrater. Donnerstag, den 30. März. Opernhaus. Deffentliche Konzert: Probe zum X. Symphonie- Abend Der fgl. Kapelle. Schauspielhaus. Geschlossen. Deutsches. Don Karkos. Anfang 72 Uhr. Leffing. Zumt 1. Male: Die Qumpen. Ansang 7/2 Uhr. Berliner. Ju Behandlung. Anfang 72 Uhr. Residenz. Der Schlafwagen Kontrolleur. Vorher: Zum Einsiedler. Anfang 72 Uhr. Nenes. Hofgunst. Anfang 72 hr. Metropol. Der wilde Meier. Hier: auf: Die Engelsjäger. Anfang 71 11hr. Schiller. Die große Gloce. Anfang 8 Uhr. Freie Volksbühne. Sonntag, 2. April( 1. Osterfeiertag),| Montag, 3. April( 2. Osterfeiertag), Nachmittags 234 Uhr, Nachmittags 234 Uhr, im Friedrich- Wilhelmstädt.Theater II. Abtheilung( blaue Karten): Der Erbförster. 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