Nr. 78. Abonnements- Beding ags: 6 Abonnements Breis prämmenbo: Bierteljährl. 8,30 m, mona L1, M., wöchentlich 28 g. fret ins jaus. Einzelne Nummer 8 Pfg. Smtags. Nummer mit illufirirler Enntagss Betlage, Die Neue Welt" 10..Posts Abonnement: 8,80 Mart preluarial. Eingetragen in der Boft ettungs. Pretstifte für 1898 unter Tr. 7820. Unter Kreuzband für Deuts, land und Defterreich- Ungarn a Mar, für das citate re 1013 will mad mu od modela six i onda 16. Jahrg. Vorwärts übrige Ausland 8 Tlart ro Monat.and bid not re Erscheint täglich außer Montage. Espinia onis dod Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgefpaltene Kolonels getle oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. anlandin Kernspredjer: Amt I, nr. 1508. 12, blodto old bild dblpt Berliner Volksblatt. Telegramm- Adresse: ,, Bozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partet Deutschlands. nd Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Das Osterwerk. In enigem Streislauf wandelt Natur zwischen Werden und Sonntag, den 2. April 1899. Demokratie und Socialdemokratie Bergehen, Racht wechselt mit Lag, und aus dem Scheintod besim Kanton Zürich. Das 10 als socialdemokratische Partei zu konstituiren Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. intereffen stärker sind, als alle Demokratie, ja, daß diese nur dazu dient, die Klassengegensätze klarer zum Ausdruck zu bringen. Auf Seite 138 feiner Schrift: Die Voraussetzungen des Socia1lip 80 lismus und die Aufgaben der Socialdemokratie" sagt Bernstein ilig Winters büht bas Leben überquellend auf. Es ist das Sonntag, den 25. März, hielten die Grütlibereine des mit Bezug auf die Taktik der deutschen Socialdemokratie: Wenn in Deutschland das Bürgerthum immer reaktionärer eigentliche Ofte bounder, diese in unermeßlicher Fülle aus dem Kantons Zürich in Uefter eine Konferenz ab, auf der ein sehr be- werde, so möge das für den Moment vielleicht richtig sein, obgleich scheinbar Starr erwachende Bewegung aller Keime, die zur ver- merkenswerter Beschluß gefaßt wurde. Wan beschloß, sich manche Erscheinungen auch dagegen sprächen. Aber es tönne nicht jüngten Sonne emporwachsen. Freilich, auch unter dem Bann und es jebem Mitglied eines Grütli- ober Ar- auf die Dauer so sein. Das, was wir Bürgerthum nennen, sei eine der unfrugtba en Zeit herrschte kein Stillstand, unter Lage beitervereins zur Bebingung zu machen, daß er sehr zuſammengesetzte Klaſſe, aus allerhand Schichten mit sehr vers hämmerte und pebte es, und das Oster w under, das wir wie nur der socialdemokratischen Partei angehören Schichten hielten auf die Dauer nur zusammen, wenn fie schiedenartigen, bezw. unterschiedenen Interessen bestehend. Diese aus dem Nich in jäher Urschöpfung erzeugt empfinden, weil dürfe. uns die Trief raft der organischen Welt immer wieder neu, Dieser Beschluß enthält die legte Konsequenz einer Entwidelung, bedroht fähen. oder gleichmäßig sich entweder gleichmäßig bedrückt tönne es Im vorliegenden Falle könne überrafcend, ein beglüdendes Rätsel ist, ist in Wahrheit ein die seit geraumer Beit in den Grütlivereinen begann, aber nur sich natürlich nur um das letztere( für Deutschland) Handeln, in fteter, unciblässiger Arbeit erschaffenes Ofter wert. langsam und unter mancherle vor wenig Jahren die Grütlivereine d. h. daß das Bürgertum inneren Kämpfen sich vollzogen hat. eine einheitliche Dem Bewußtsein der Menschheit däuchte ihr wechselvolles Geschick wie ein Gleichnis des Waltens in der Natur. feine bestimmte politische Tendenz hatten, daß Politiker der ver- Elemente von der Socialdemokratie gleichmäßig ver- reattionäre Masse bilde, weil sich alle feine schiedenen bürgerlichen Parteien denselben angehörten und daß die bedroht fühlten, die einen in ihren materiellen, gute und böse Princip ringen in friedlosem Bereite von diesen Politikern vielfach als Steigbügel benutzt sie anderen in ihren ideologischen Interessen: Kriege miteinander, die Finsternis der Sünde regiert wurden, um in ein Gemeindes oder Staatsamt zu gelangen oder auf dem Thron der Welt, Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung als Wolfsvertreter gewählt zu werden. Aber die Klassengegensäße, in ihrer Religion, in ihrem Patriotismus, in Wunsche, dem Lande die Schrecken einer umflammern die verhärteten Herzen, Elend und Siechtum, die auch im Musterlande der Demokratie wie man die Schweiz Not und Schmerz, unfrohe Knechtschaft des Leibes und des mit vollem Recht nennen darf sich in dem Maße bemerklicher Bernstein sieht also in dem Berhalten der deutschen Socialgewaltthätigen Revolution zu ersparen." Geistes- das ist das Los der Menschheit. Da plöklich erfüllt sich machen, als die fapitalistische Entwidlung zunimmt und alle wirt Bernstein sieht also in dem Verhalten der deutschen Socialdas Osterrounder, vergessen ist die schwere Bergangenheit und schaftlichen Verhältnisse sich zersetzen und zuspigen sind auch von demokratie einzig und allein die Ursache des reaktionären Verhaltens des deutschen Bürgerdie erlöste Welt jauchzt zum Guten, Hellen, Schönen. Wie den Grütlivereinen, deren Witglieder in der Mehrzahl Arbeiter find, thum 3. Aber was Bernstein der deutschen Socialdemokratie glaubt in dem jubelnden Siege brausen, in dem Freiheits- und erfaßt worden, und haben sie der Socialdemokratie näher gebracht. vorwerfen zu können, ihr agressives Verhalten gegen die bürgerlichen Schließlich erfolgte der letzte Schritt in dieser Entwicklung, indem Freudensturm, in dem die Neunte Symphonie- die gewaltigste fich die Grütlivereine des ökonomisch am weitest vorgeschrittenen Barteien, die ihr wahrhaftig Gründe im Ueberfluß liefern, Lann utan Berklärung jenes Menschheitstampfes durch die Kunst Kantons offiziell zur socialdemokratischen Partei bekannten und fein Socialdemokratie nicht vorwerfen. Im Gegentheil. derschweizerischen und speziell der Büricherischen himmelan fliegt, das Osterwunder tiefsinnig erhaben sich ge- Mitglied anderer Gesinnung mehr unter sich dulden wollen. staltet, so gesellen sich die Menschen und Völker in dem Die Neue Züricher Zeitung", das leitende Organ der Liberalen, Sier spielen fich die politischen Kämpfe äußerlich unter Rausche des Werdens und in der erträumten Kirche ihrer begrüßt mit Genugthung diesen Schritt der Grütlivereine, der Klar fo ruhigen Formen ab, wie man sie in Deutschland gar nicht fennt. Sehnsucht fingen sie den Hymnus des Osterwunders: heit in die Parteiverhältnisse bringe und einem jahrzehntelangen vollziehen wie in Deutschland. Die Mittelpartei, die Und doch sehen wir hier denselben Prozeß sich Bündniß mit der Demokratie, das immer unnatürlicher geworden Demokratie, wird immer mehr zurückgedrängt und verschwindet Freude, schöner Götterfunken, Tochter aus Elysium, to darsd Die„ Neue Züricher Beitung" hat von ihrem Standpunkt rechtlichen Parteien werden schärfer. schließlich, und die Gegensätze zwischen Socialdemokratie und bürger Wir betreten feuertrunken, sie erwartet, daß die Demokratie, von der Erkenntnis durchdrungen, Vorläufig nicht in dem Maße wie in Deutschland, weil die als selbständige politische Partei auf die Dauer nicht mehr bestehen bemokratischen Einrichtungen eine ganze Reihe Streitpunkte bezu können, schließlich ihr bürgerliches Herz entdecken und mit den feitigen, die in Deutschland Lebensfragen für das Proletariat find Liberalen gehen werde. Was bisher bei dem Niedergang der aber sobald einmal die schweizerische Socialdemokratie Forderunge bürgerlichen Demokratie fich zeigte, giebt der„ Neuen Züricher aufstellen sollte, die auch nur einem Teil der Bourgeoisie als Lebens. Beitung" recht. Die Demokratie geht an ihren inneren Widersprüchen zu Grunde. fragen erscheinen, wird man auch hier den Kampf Formen annehmen Im christlichen Glauben erhielt das Osterwunder eine voller Durchführung gekommen ist, kann nur Mittel zum Gemütlichkeit auf, hüben wie drüben; und darum ist Die politische Freiheit und Gleichheit, wie sie im Kanton Zürich zu sehen, die sich von jenen in Deutschland wenig unterscheiden. In ökonomischen Interessenfragen hört die eigenrimliche weltflüchtig düstere Erscheinung. Die Menschen 8 we sein, d. h. die Demokratie muß sociale Demokratie feines ein sehr undankbares und recht überflüssiges Geschäft den Fabius haben nur eine Freiheit, die der Sünde; die Erlösung ist oder sie kann nicht sein. Vor diese Alternative gestellt, löst fie fich Cunctator einer Betvegung gegenüber zu spielen, die ihre Taktik und ein Geschenk der Gottheit. Das Böse ist die aktive Leistung in ihre socialen Elemente auf sie verschwindet. der Menschen, das Gute eine Gnadenspende der jenseitigen fratie im Kanton Zürich besteht? Das Gros der Arbeiter, ein erWelches sind nun die socialen Elemente, aus welchen die Demo- Stampfweise nicht wählen kann, sondern sie durch ihre Gegner aufgezwungen bekommt. Macht. Sie verrichten aus eigenem Willen, aus eigener Straft das heblicher Teil der Bauern und das Kleinbürgertum. Das KleinBöse, aber das Gute erleiden sie. Verblendet in ihrem bürgertum, von der kapitalistischen Entwickelung bedrängt und in Troß des Bösen weisen sie sogar das Geschent der Erlösung immer unbehaglichere Lage verfest, hat einen Gewerbebund zurück, aber die barmherzige Gottheit erlöst sie trotz ihrem gegründet, der seiner inneren Natur nach reaktionär ist, durch den Widerstande. Der Karfreitag entfühnt sich im Osterwunder. es aber feine focialen Intereffen zur Geltung zu bringen sucht und Die in rastlosem Geistestampf fich reinigende und be- bei Wahlen nur solche Kandidaten berücksichtigt, die bereit sind, seinen frei ende Weltanschauung bleibt bei diesem Erdulden des Interessen zu dienen. Die Bauern haben sich im Bauernbund Guten und Vollbringen des Bösen nicht stehen. Des zusammengethan und verfolgen hierin ihre besonderen Klassen Brometheus Blut fließt in den Adern der Menschheit, aus intereffen, die sie selbstverständlich ebenfalls durch die Wahlen zu igenem Recht und eigener Macht will sie sich ihr Geschick ab, nachdem sie erkannt, daß mit den Schichten, gegen die sie täglich fördern suchen. Die Arbeiter schwenken ins socialdemokratische Lager schmieden. Sie hat nicht nur die Freiheit des schlimmen im Interessenstreit stehen und den Kampf um eine bessere Existenz Handelns, sondern sie selbst ist es auch, sie allein, die sich die führen, kein Busammengehen möglich ist. Erlösung erringt. In den Klassenkämpfen der Weltgeschichte So verschwindet die Grundlage, auf der bisher die Demokratie steigt die Menschheit empor zum Tage des Osterwunders, das stand: sie nimmt an Zahl der Anhänger und an Einfluß ab, ihre nun kein Wunder mehr ist, keine Begnadung durch fremde Haltung in allen entscheidenden Fragen wird unsicher und schwankend Macht, sondern das Werk ihrer Mühen und Opfer. Das und ihre schließliche Auflösung ist nur eine Frage der Zeit. Man sieht, die materialistische Geschichtsauffassung, nach welcher Osterwunder wird zum Osterwerk. die ökonomischen Interessen die politische Parteibildung beherrschen, bewährt sich hier glänzend. adele alan Himmlische, dein Heiligtum! Janar al Deine Zauber binden wieder, Was die Mode streng geteilt; Alle Menschen werden Brüder, Wo dein fanfter Flügel weilt. Tas achtzehnte Jahrhundert endigte in dieser seligen Stimmung des Osterwunders... sei, ein Ende mache. A. B. Politische Mebersicht. Berlin, den 30. März. igne you Wird fort ,, gepachtet"? Wie wenig es das herrschende Deutschland verstanden hat, in dem neu erworbenen chinesischen Besitz als Kulturfräger zu wirken und die gelbe Bevölkerung zu gewinnen, von blutigen Kämpfen und Eroberungs- Expeditionen berichten. zeigen die neuesten Meldungen aus dem fernen Osten, die Aus Tsingtau im deutschen Pachtgebiete meldet das Reutersche Bureau: " Der deutsche Offizier Hannemann, der Dragoman Mooß und der Ingenieur Vorschulte wurden auf dem Wege nach Itschau unweit dieser Stadt von der eingeborenen Bevölkerung angegriffen. Es folgte ein Kampf, in dem mehrere Chinesen getödtet und verwundet wurden. Hannemann und seine Begleiter sind, sämt lich wohlbehalten, in Tsingtau eingetroffen." Itschau ist die größere Stadt im südlichen Teil der ProProvifar Freinademetz wurde in der Nähe von Tsimo ges fangen genommen und geschlagen, das deutsche Detachement in Lizun zu seiner Befreiung ausgefandt. Nach heutiger Meldung ist die Befreiung des Provitars, der leicht verlegt ist, gelungen; Bestrafung der Schuldigen ist eingeleitet. Daß derartige Vorkommnisse nicht ausbleiben würden, Das Osterwunder hat seine Kraft und seinen Zauber gerade in den Klassen verloren, die es in der Formel Wenn irgendwo die Arbeiterklasse der Demokratie zu Danke des Christentums auf der Bunge tragen. Die herrschende verpflichtet wäre, vorausgesetzt, daß in der Politik es überhaupt vinz Shantung, wohin bekanntlich die Eisenbahn von RiauPolitit wagt sich aus ihrem dumpfen Mauerloch nicht heraus. Anspruch auf Dant gäbe, so im Kanton Zürich. Der Kanton Zürich tschou geführt werden soll. Aber auch im Pachtgebiet Sie wagt feinen Osterspaziergang und erlebt und erzeugt hat seit dem Jahre 1868 die demokratischte Berfassung der Welt, selbst, beziehentlich in der neutralen Zone, welche es umdeshalb kein Osterwunder. Statt in blühender Fruchtbarkeit eine Verfassung, die sogar socialistische Keime in fich trägt, insofern tränzt, ereignete sich ein Vorfall, der zu Weiterungen führen Lebendiges zu schaffen, braut sie in den verstaubten Laboratorien in ihr ausgesprochen ist, daß der Staat die Pflicht habe, Arbeiter wird. Hierüber berichtet ein in Berlin eingetroffenes offizielles efle Mixturen, mit denen sie die rüftigen Ofterspaziergänger dieser Verfassung waren in erster Linie die Winterthurer Produktivgenossenschaften zu unterſtüßen. Die Bäter Telegramm: zu bergiften trachtet. Am liebsten möchte man die Natur in Demokraten, an deren Spitze der Redacteur des WinterFeffeln legen, die sich in ewigem Umstura neu erzeugt. thurer Landboten", Bleuler, stand, der in diesem Ver Welch böses Beispiel bietet ihre revolutionäre Schöpfer faffungstampfe in der Person des verstorbenen Fr. Albert traft für den himmelstürmenden Uebermut der Mensch- 2ange einen vorzüglichen Generalstabschef an der Seite hatte. Auf heit, die an den Papierketten der hochwohlweisen, irdischen Grund dieser Verfassung und der sonstigen in der Schweiz bestehenden Borsehung nicht mehr zu gängeln ist! O, das Bolt ist jung demokratischen Institutionen sind die meisten Bunkte, welche die und gesund, es erträgt die derbe Frühlingsluft, in der sie beutsche Socialdemokratie in ihrem Brogramm als nächste Forde- fonnte vorausgesehen werden. Sollen die Einwohner Chinas fich stählt und gedeiht. Es mag sich nicht mit der hüftelnden allgemeine gleiche, direkte und geheime Wahlrecht aller Männer über sich ergehen lassen? Sollen sie den Versuch, ihre rungen aufführt, im Kanton Zürich verwirklicht. So hesteht das das Eindringen der gepanzerten europäischen Faust ruhig Unfruchtbarkeit und Altersschwäche zwischen Spinnweb und vom vollendeten zwanzigsten Lebensjahre ab für alle Wahlen Religion, ihre Sitten anzutasten und ihr Land wegzunehmen, Attendedeln einsperren. Die Aeristen, die kein Osterwunder und Stimmabgaben ohne Ausnahme. Die National, Freudig begrüßen? Wo zwei verschiedengeartete Welten wie mehr erleben, geschweige denn start genug sind, das Oster Kantonal, Stadt und Gemeinderäthe werden nach diesem Wahlre 3 konservativ an uraltem Wesen hängende Chineſentum vert sich zu erarbeiten, ihnen sind die Feiertage gerade gewählt. Ebenso die Regierungsleiter( Minister), Bezirksri recht, um ungestört zu grübeln, wie wohl am leichtesten untersuchungsrichter, Lehrer zc. Die Preß-, Bereins-, Versamml... gs- und die modern- europäische Kolonie- Erwerberei zusammendie teden Osterspaziergänger im Zuchthaus eingefangen werden und Koalitionsfreiheit besteht unbeschränkt. Der Unterricht in den stoßen, fann es da ohne heftige Zuckungen abgehen? Wolfsschulen Und schon geht die deutsche Marine daran, neue Zwangs tönnten; warum sollen diese es besser haben als sie selbst, vollendeten fünfzehnten Lebensjahre währt, ist unentgeltlich, und un- maßregeln gegen die chinesische Bevölkerung, die sich dem die doch längst hinter den Kerkermauern ihrer engen modrigen entgeltlich werden die Lehrmittel geliefert. Weiter besteht die direkte Kulturfegen widersetzt, zu verhängen, neue Strafexpeditionen" Gedanken, ihrer niedrig gierigen Interessen schmachten in ewig Gesetzgebung durch das Volt, und zwar sowohl in bezug auf Vor- einzuleiten, deren erfolgreicher Ausgang manchem chinaofterlofer Zeit, in Dumpfheit und Dürre. schlags- wie Verwerfungsrecht. Auf Grund der schweizerischen Wehr begeisterten Alldeutschen bald stille aber inbrünstige DantWir aber, wir Jungen und Aufwärtsstrebenden, wir verfassung ist die allgemeine Wehrhaftigkeit durchgeführt. Der Grundsatz, fagung für die Bedrohungen und Schläge, die Missionäre wandern lachend ins Freie. Wir feiern den Tag des christ- daß ein freier Mann nur der ist, der das Recht besitzt, die Waffe zur und Ingenieure erlitten, entlocken wird. ichen Osterwunders als eine Vorahnung jenes Siegesfestes Verteidigung seiner Freiheit und seines Rechts zu tragen, ist ber- Schon werden jene Bedrohungen und Angriffe d inferes Osterwerkes, das wir der entfesselt aufblühenden Mensch- wirklicht. Von den ungefähr sechstausend organisirten Arbeitern int jeit erarbeiten. Noch freilich schlafen viele in den Oster- Stanton Zürich sind mindestens viertausend bewaffnet; fie haben ihr chinesischen Bevölkerung nach allen Regeln deutscher Kultivier norgen hinein. Treiben wir sie mit den sproffenden Oster- Gewehr und die nöthigen Patronen in Haufe, und wehe dem, der kunst fruftificiert? Das Wolffsche Telegraphenbure ifern nach alter Voltsfitte aus den Betten, daß die 3. B. versuchen wollte, auf dem Wege des Staatsstreichs ein Bolts- breitet von Berlin aus: lebro recht zu beseitigen. dad rten Blättchen in ihr Lager wirbeln und vie frische Stühle Man hat also hier ein. Gemeinvesen vor sich, das als demo Laubes den nachtwarmen Leibern das längere schlaffe tratisches Mustergemeinwesen bezeichnet werden darf. Und doch zeigt feln verleidet... fich auch hier, daß die Klassengegensäge und Klassen- l Primär und Secundärschulen der bis zum " 1 Nachdem die christenfeindlichen Unruhen in S neuerdings einen Charakter angenommen haben, der dort thätigen deutschen Missionare und Juo droht erscheinen läßt, ist zum Schuß dieser Entfendung einer militärischen Expedition in die Aufruhr-| Kameraben in Stärke von 500 Mann Aufstellung genommen hatten. Jeinem Besizer 2. Stabie- Allenau. efanden sich schon Unter. Natürlich gegend von der kaiserlichen Regierung angeordnet worden. Die Major Wanselow aus Gleiwiz hielt eine kurze Ansprache, schriften von Besitzern aus mehrererfern darunter. Expedition, aus der Besatzung von Eintau entnommen, ist von welche in ein dreifaches Hurra auf den höchsten Kriegsherrn aus- unterschrieben auch Leute im Orte e Gewährsmannes. Wer dort an Bord S. M. S.„ Gefion" am 29. d. M. abgegangen." flang. Hierauf ergriff Oberbergrath Hilger das Wort, um dem die Leute und die Verhältnisse hier int, wundert sich darüber nicht. Die„ Times" meldet weiter aus Peking: Ereigniß, welches sich heute vollzog, beredten Ausdruck zu geben. Besonderen Spaß machte es unseren en Sert, zu sehen, wie auch " " Die gegen die Ausländer gerichteten Unruhen in der Provinz Er dankte den Beamten der Donnersmardhütte und be- Leute unterschrieben, die bei der letzte Wyl garnicht zur Wahl geShantung haben zur Besetzung der Rhede von Au- tung- wei sonders dem Generaldirektor Hochgesand, sowie dem Vorfizenden des gangen waren und die sich nicht im gingsten um politische Fragen feitens Deutschlands geführt. Die Gefion" ist dort eingetroffen, Aufsichtsrathes Herrn Jarislawsky für das freundliche Entgegen fümmern. Er versichert, daß ganz bemist eine ganze Anzahl von um Mannschaften zu landen, welche nach Its chau marschieren tommen, welches sie den alten Soldaten des ihnen unterstellten Leuten, die die Dankadresse untersciebet haben, als sie ihren und diesen Ort befehen werden, bis China in der Lage ist, Werkes dadurch erwiesen, daß sie denselben den Eintritt in den Namen unter das Schriftstück setzten, teine Ahnung davon hatten, Sicherheit zu bieten dafür, daß es im stande ist, die Ordnung in Kriegerverein ermöglichten. Darauf wies er auf die Devise daß Graf Klinkomström eine Rede gellten, in der er die Socialder Provinz aufrecht zu erhalten." des Fahnenbandes des Zabrzer Kriegerververeins Gottesfurcht, demokratie vernichtete. Vaterlandsliebe und Kameradschaft" hin und forderte die neuauf genommenen Mitglieder auf, dieser Mahnung eingedent zu sein und fich besonders fern von den Socialdemokraten zu halten, denn für diese ist kein Raum in den Kriegervereinen. Ferner wird gemeldet, daß der Kreuzer Deutschland" am 1. April von Nagasaki in See gegangen ist, Nichtung Kriegsschauplay. zum Centrum und Zuchthaus- Vorlage. Sehr zweideutig äußert sich die katholische Köln. Volts Zeitung" über die Zuchthaus- Vorlage. Sie schreibt: " Die wangsweise Aufnahme von abhängigen Arbeitern wird zur socialdemokratischen Verseuchung der Kriegervereine einiges beitragen. Niemand kann sich beschweren, wenn auf diese Weise gewonnene" Mitglieder kein Bedenten tragen, socialdemokratisch zu wählen. Es scheint, als ob man die Kriegervereine zu 8wangs innungen gewesener Soldaten erheben will. Auch dieses Mittel wird wider den„ immeren Feind" nichts mützen. Da die Adresse in Schulzenämtern ausgelegt, der Sache also ein amtlicher Anstrich gegeben ist, kann te geringe Bahl von etwas über 600 Unterschriften als ein geradezu lägliches Resultat bezeichnet werden. Wie man die deutschen Scharfmacer, tie nach den Berl. Bol. Nachr." vor allem den fortwährende: Kleinkrieg zwischen Arbeiter und Unternehmer zu gunsten der letzteren vom Staate beendigt wissen wollen, im Auslande beurteilt, zeigt folgende Aeußerung des Berliner Korrespondenten des großkapitalistischen„ N. Züricher Ztg.": Storrelpon " Daß von der Sozialdemokratie ein starker Terrorismus gegenaber nicht sozialdemokratischen Arbeitern geübt wird, haben wir nie geleugnet. Vieles von dem aber, was man Terrorismus nennt, ist eine berechtigte Wahrnehmung eigener Also die politische Grundlage des Reichs ist durch die SocialInteressen und wird auch von Nichtsocialdemokraten, ganz bes Die Abrüftungskonferenz- eine Komödie, über welche demokratie fogar nach diesem Zugeständnis nicht gefährdet. Was es sonders auch von Unternehmern geübt. Einem Gesez, das in bies Recht eingreift, fönnen wir nicht zustimmen. Wo un- wir unser Urteil nicht mehr abzugeben haben wird von mit der wirtschaftlichen Seite für eine Bewandtnis hat, so ist noch deutsche Industrie so gewaltig vorwärts geberechtigter Terrorismus" vorliegt, wäre, ehe man der französischen und englischen Presse genau ebenso beurteilt, niemals die neue Strafparagraphen macht, nachzuweisen, daß die bis wie im allgemeinen von der unfrigen. Wir stellen fest, daß die gangen, der deutsche Handel so unternehmend gewesen, das allgemeine Nationalvermögen so start gewachsen wie während herigen Bestimmungen dagegen nicht ausreichen. bagegen nicht ausreichen. 3ft ein ben Regierungen beider länder nahestehenden Breh der letzten Jahre, und das alles froß der vil bejammerten Preß folcher Nachweis zu führen, so müßten die neuen Be- organe sich, wenn auch in höflicher Form, durchaus skeptisch, Fortschritte der Sozialdemokratie in Deutschland und den beständigen ftimmungen fo gefaßt sein, daß sie erstens nicht auch gegen ja spöttisch verhalten. Stlagen, wonach die deutschen Arbeitgeber angeblich niht mehr Herren berechtigte Interessenwahrnehmung angewendet werden können, Es gilt dies namentlich von dem Pariser Temps", welcher ihrer Fabrit seien und die deutsche Industrie unter der Last ihrer und zweitens nicht bloß Arbeiter, sondern auch jeden anderen, in Fragen der auswärtigen Politit stets den Mantel der Stonzessionen an die Arbeiterwelt zusammenbrechen und international nicht zuletzt den Unternehmer, der Terrorismus übt, genau so treffen. In diesem Falle würde sich ja über das Gesez reden jeweiligen Regierung trägt. In Frankreich hat sich die Nussen- tonfurrenzunfähig werden müffe. laffen. fchwärmerei merklich abgefühlt. Und in England hat Herr Sto ad mit seiner Friedenscampagne so schlechte Geschäfte gemacht, daß er selbst eingestehen mußte, die Bewegung für das Baren- Manifest sei nicht so fräftig geworden, als er gehofft. Mit anderen Worten: sie war ein Fiasko, und ein Fiasto wird die Friedenskonferenz sein. " Die Kölnische Volkszeitung" verrät hier schon das Rezept des Umfalls, der für die Möglichkeit vorbereitet wird, daß die Regierung auf die Zuchthausvorlage bestehen sollte. Sie treibt dasselbe Spiel, wie bei der Militärvorlage. Sie berlangt den Nachweis" der Notwendigkeit. Es ist aber befannt, wie leicht sich das Centrum gegenwärtig etwas von der Regierung nachweisen läßt; das Centrum ist auch in dieser Hinsicht sehr gläubig geworden. 1906 Raportion Deutsches Reich. Ein Veteran der Demokratie Die Lügen, die das ganze Jahr hindurch die Scharfmacher- Rotte über die deutsche Arbeiterbewegung verbreitet, müssen den Maim benn doch so angeekelt haben, daß er sich zu ein& Kritik entschloß, wenn er sie auch nur im Auslande äußert. r Eine Majestätsbeleidigungs. Chronik fir den Monat März veröffentlicht die Berl. Wolfs- 8tg.". Im gangen sind im März die Liste ist natürlich unvollständig 44 Fälle von Majeftätsbeleidigungen bekannt geworden.. In brißig von diesen ist Bestrafung eingetreten, und zwar sind in Summa 136 Mo nate Gefängniß 11/8 Jahre und in einem Falle& Wochen Festung verhängt worden. Im ersten Vierteljahr 1899 find alio, soweit bekannt geworden, 129 Majestätsbeleidigi mngen gerichtlich verhandelt oder anhängig gemacht und mit mehr als 38 Jahren Gefängniß geahndet worden. = Eine Umfallsfinte ist ferner die Forderung, daß die Vorlage auch den Unternehmer- Terrorismus einbeziehen solle. ist Hermann Goldheim, der am 1. April fein fünfaig Das ist doch selbstverständlich, aber für die Praris wenn jähriges Jubiläum als Journalist feierte. An diesem Tage zwet dasselbe thun, ist es nicht dasselbe, ist ja Rechtsgrund- vor fünfzig Jahren wurde der junkerlich- militaristischen Reaktion fat!-ziemlich unerheblich. gegenüber die demokratische Urwähler- Zeitung" gegründet, aus der Des Kaisers Glückwunsch. Der Kaiser hat em den Fürsten Wir stellen fest: Die Kölnische Volkszeitung" nimmt nicht einige Jahre später die Volkszeitung" wurde. Umunterbrochen zu Hohenlohe zum 80. Geburtstage folgendes Glüdwunsch- Telegramm die socialpolitisch allein würdige Haltung ein: Das angekündigte die fünfzig Jahre hindurch war Holdheim Redakteur ber gerichtet:" Ich freue mich. Eurer Durchlaucht zur heutigen BollGesetz sei unter allen Umständen überflüssig und zu verwerfen, Beitung. Als Dreiundzwanzigjährigen hatte ihn die Märzbewegung endung Ihres achtzigsten Lebensjahres meine wärmsteit Glückwünsche weil die heutigen Gesetze, wie Tausende von Fällen beweisen, auf die Berliner Barrikaden geführt. Er gehörte zu denen, die aussprechen zu können. Gott der Herr hat Sie in Ihrem Leben nicht nur völlig genügen, um terroristische Ausschreitungen zu am 19. März als Gefangene nach Spandau transportiert wurden. und in Ihrer Arbeit bisher sichtbar gesegnet. Er wolle Ihnen auch ahnden, sondern auch um die Koalitionsfreiheit schwer zu bells Beitungsredakteur hat Holdheim dann mehr als fünzigmal vor ferner Gesundheit und Kraft verleihen, damit Ihre ausgezeichneten drohen. Gericht gestanden und ist cirta 25 mal zu Freiheitsstrafen verurteilt Dienste mir und dem Vaterlande noch lange erhalten bleiben mögen. worden. Aber immer hat er ausgehalten und er steht noch heute rüftig an demselben Blaze, auf den er sich vor fünfzig Jahren geftellt. Er ist zeitlebens ein waderer Kämpfer für die Demokratie geblieben und verdient in unserer streberhaften Zeit ein warmes Statt dessen sieht das Centrum Nachweisen" entgegen. Das läßt das Schlimmste befürchten für die Taktik der Führer; denn daß die Centrums wähler zum größten Theil nichts von der Zuchthausvorlage wissen wollen, ist zweifellos. Eine ,, Maffentanfe". In den Kriegerverein 8abrae wurden am Sonntage 615 Berg und Hüttenarbeiter der DonnersmardSütte in feierlicher Weise als Mitglieder auf genommen und dadurch der Verein auf eine Kopfstärke von 1200 Mann gebracht. Wort der Anerkennung. Die Getreuen von Gerbauen. Ich weiß mich eins mit meinen hohen Verbündeten und dem ganzen deutschen Volte, wenn ich Ihnen auch an Ihrem heutigen Ehrentage die Gefühle tiefempfundenen Dantes zum Ausdruck bringe für die aufopfernde Treue, mit welcher Sie als ein leuchtendes Vorbild Ihres so verantwortungsvollen Amtes walten. Ihr wohlgeneigter Wilhelm, I. R." Hohenlohe hat also fein bestes Geburtstagsgeschent richt er halten. Man schreibt uns aus Ostpreußen: Die Dantabreffe der 657 Ge- Die Zwangssprache. Die Regierung germanifie wieder treuen aus den Kreisen Gerdauen und Friedland an den Grafen fräftig. Der„ Bolts- Beitung" wird aus Bromberg gemelt Den Klindowström, über die auch Herr v. Podbielski hochgradig entzückt sämtlichen Bahnbeamten, Bahnarbeitern, sowie Beanten und war, ist in einer Weise zu stande gekommen, daß der edle Staats- Arbeitern des Proviantamts ist von den vorgesetzten Denststellen streich- Graf nicht die geringste Ursache hatte, auf diese Bolts- Kund- der fernere Gebrauch der polnischen Sprache im erkehr Der„ Oberschlesische Anzeiger" berichtet hierüber: Die Donners gebung" zu pochen, abgesehen davon, daß einem solchen Aristokraten untereinander streng untersagt worden, benso das mardhütte hatte zur Feier dieses Ereignisses Flaggenschmud an an der Popularität, selbst in Gerdauen, nichts liegen sollte. Ein polnische Grüßen auf der Straße und das Abonnement auf polnische gelegt und auf dem Plage hinter dem Verwaltungsgebäude Parteigenoffe dem Kreise Friedland theilt mit, daß Zeitungen. Die Uebertretung des Verbots zieht sofortige Dienst Das polnische Denten aber tom nicht eine Rednertribüne aufschlagen lassen, woselbst der Festakt vor sich in seinem Dorfe allen Besitzern eine Einladung übermittelt entlassung nach sich! ging. Um 3 Uhr rückte der Kriegerverein in Stärke von etwa wurde, ins Schulzenamt zu tommen, da etwas verboten werden, und dieses wird umsomehr zunehmen, je eifriger 600 Mann mit der Kapelle der Königin Louisengrube und dem Wichtiges zu unterschreiben sei. Unser Genoffe, ein man das Polentum zu unterdrücken sucht. Das Deutsche muß der Offizierkorps an der Spige mit seinen beiden Fahnen durch die tleiner Befiger, ging mit den übrigen dann auch zum Schulzen. Bevölferung ja unter diesen Umständen wie eine 8 wangsjade Straßen nach dem Festplatze, woselbst die neu aufzunehmenden Dort wurde ihnen die bekannte Adresse vorgelegt, unterzeichnet von erscheinen, in die natürlich niemand freiwillig hinein will. Verfassungsentwurf enthaltene absolute Beto des Reichsober- und am 3. April, mittags 12 Uhr, hatten fie feierliche Audienz beim hauptes in ein bloß fufpensives verwandelt werde, das heißt, Könige. Es erschien als fein gutes 8eichen, daß die Gesandten werden sollte, die dreimal vom Reichstag angenommen worden sei. Wagen zur Auffahrt am Schlosse zur Verfügung. Die Hofdienerschaft, Ebenso verlangten sie für ihren Uebertritt zu den Erbkaiserlichen die immer einen feinen Instinkt für die Stimmungen ihrer Herren das allgemeine Wahlrecht. Die Gagernschen waren hierzu hat, empfing die Abordnung des deutschen Parlaments nur mit hlecht bereit. verhehlter Kälte. Als Präsident Simson während des Warten im Am 28. März war die entscheidende Abstimmung, die die An- Vorraum ein Glas Wasser begehrte, bedauerte der Sakai, daß ein nahme der Verfassung und des Erbtaisertums ergab. solches nicht zur Hand ſei. Dann kam man zur Kaiserwahl. Die Oesterreicher, Bayern, Der König empfing die Deputation im großen Rittersaal, inter Ultramontanen und viele Mitglieder der Linken riefen: Ich wähle dem Thronhimmel stehend, umgeben von den Prinzen, Ministern und nicht! oder auch: Ich wähle feinen Fürsten! Ich wähle feinen erb- Generalen. Auf die Anrede Simsons und Ueberreichung des Textes lichen Raiser! Die Mehrheit antwortete jedoch: Friedrich Wilhelm, der Reichsverfassung antwortete der König in freier Rede: König von Preußen! Nach geschehener Wahl ließ sich der Präsident der Versammlung, Simson, also vernehmen: Die Kaiserwahl vor fünfzig Jahren. baß auch gegen den Widerspruch des Kaiſers eine Maßregel Gefes nicht in Hofwagen abgeholt wurden. Die Stadt Berlin ſtellte ihnen Am 2. April 1849, also hente vor fünfzig Jahren, traf eine große und feierliche Deputation in Berlin ein, um dem König von Breußen, Friedrich Wilhelm IV., die deutsche Kaiserkrone anzutragen. Es waren dreiunddreißig würdige Männer, die in Berlin erschienen, und ihr Auftraggeber war die Frankfurter Paulskirchen- Versammlung, das erste deutsche Parlament, das seit dem Sommer 1848 versammelt war, um dem deutschen Volke die heißersehnte Einheit und Freiheit zu verschaffen. Das also war der Ausgang der im März 1848 emporgelohten Revolution, daß man nun auszog, einen neuen Kaiser zu füren! Es hatte so kommen müssen, nachdem es die deutsche National bersammlung und das deutsche Bürgerthum nicht verstanden hatten, bie im Märzfturme 1848 schnell errungene Machtstellung zu be Haupten und auszunüßen. Das Bürgertum war nach furzem Aufflammen wieder lau und bequem geworden. Und die Nationalbersammlung, die von Anfang an mehr gründlich und bedächtig als feurig zu Werke gegangen war, hatte ihre Aufgabe darin er blickt, die„ Revolution zu schließen" und hatte bei ihren Arbeiten nach Oben geschielt, was wohl die drei Duhend deutschen Fürsten dazu sagen würden. So war man denn nach und nach dahin geYangt, daß das neue Deutsche Reich eine monarchische Spike, einen Saifer, haben müsse. 11 " Die mehr oder weniger demokratische, zum Teil sogar republitanische Linte der Paulskirchen- Versammlung hatte leiden schaftlich widersprochen widersprochen und hatte fich schließlich auf die Seite der österreichischen Großdeutschen" geschlagen, die den Staat Defterreich mit in den neu zu begründenden deutschen Bundesstaat aufnehmen wollten, während die von Heinrich von Gagern geführten Erbkaiserlichen" die Interessen dieses neuen deutschen Staatengebildes nicht mit denen der nichtdeutschen Bestandteile der österreichischen Monarchie verquiden wollten. Um diesen Widerstand gegen die österreichischen Wünsche durchführen zu können, mußte sich Die Partei notwendig an die preußische Macht anlehnen, bie einzig befähigt war, der österreichischen eventuell gegenzutreten. So kann man denn glücklich zu dem Antrage, den König von Preußen zum deutschen Kaiser zu füiren. Die 290 abgegebenen Stimmen haben sich sämtlich auf den König von Preußen Friedrich Wilhelm IV., ver einigt. 248 Mitglieder haben sich der Wahl enthalten. Die ver faffunggebende deutsche Reichsversammlung hat also in ihrer 196. öffentlichen Sizing Mittwoch, den 28. März des Jahres 1848, auf Grund der von ihr beschlossenen, angenommenen und ver fundeten Reichsverfassung die in derselben begründete erbliche Kaiserwürde auf den König von Preußen, Friedrich Wilhelm IV. übertragen. Möge der deutsche Fürst, der wiederholt und öffentlich in unvergessenen Worten den warmen Herzschlag für die deutsche Sache sein kostbares mütterliches Erbe genannt hat, sich nun als Schutz und Schirm der Einheit, der Freiheit, der Größe unseres Vaterlandes bewähren, nachdem eine Versammlung, aus dem Gesammtivillen der Nation hervor. gegangen, wie feine, die je auf deutschem Boden tagte, ihn an deren Spize gerufen hat. An unserem edlen Volt aber möge, wenn es auf die Erhebung des Jahres 1848 und auf ihr nun erreichtes Ziel zurüdblidt, der Ausspruch des Dichters zur Wahrheit werden, dessen Wiege vor jest fast einem Jahrhundert, in dieser alten Kaiserstadt gestanden hat: -V Nicht den Deutschen geziemt es, die fürchterliche Bewegung giellos fortzuleiten, zu schwanken hierhin und dorthin. Dies ist unser; so lagt uns sprechen und fest es behalten. Gott sei mit Deutschland und seinem neugewählten Kaiser!" In der Paulskirche erhob sich nach diesen Worten ein stürmisches Hochrufen. Auf ihrem Turm und dann von allen übrigen Türmen Frankfurts läuteten die Glocken und die Kanonen donnerten in den Glockenklang. Die freudige Aufregung, daß man mun wieder einen Kaiser hatte, follte jedoch vergeblich sein. Die Botschaft, als deren Träger Sie zu mir gekommen find, hat mich tief ergriffen. Sie hat meinen Blick auf den König der Könige gelentt; solch ein Blid macht das Auge flar und das Herz gewiß. In dem Beschluß der deutschen Nationalversammlung erkenne ich die Stimme der Vertreter des deutschen Volts. Dieser Nuf giebt mir ein Anrecht, dessen Wert ich zu schätzen weiß. Ich hin bereit, durch die That zu beweisen, daß die Männer fich nicht geirrt haben, welche ihre Zuversicht auf meine Hingebung, uf meine Treue, auf meine Liebe zum gemeinsamen deutschen Water lande stützen. Aber ich würde ihr Vertrauen nicht rechtfertigen, ich würde dem Sinn des deutschen Wolfes nicht entsprechen, ich würde Deutschlands Einheit nicht aufrichten, wollte ich mit Verlegung heiliger Nechte ohne das freie Einverständnis der gekrönten Häupter, der Fürsten und der freien Städte Deutschlands eine Entschließung fassen, welche für sie und die von ihnen regierten deutschen Stämme die entschiedensten Folgen haben muß. An den Regierungen der einzelnen deutschen Staaten wird es baher jegt sein, in gemeinsamer Beratung zu prüfen, ob bie Verfassung dem Einzelnen wie dem Ganzen frommt." Die ganze Verfassungsarbeit des fich fouverän glaubende Frankfurter Parlaments wurde also vom Stönig nur als Entwu1: f behandelt, und den Fürsten wurde das Recht zugesprochen, 2 prüfen, ob sie etwas und was sie von der Verfassung annehme wollten. Auf diesem Wege war aber nach den Erfahrungen de Nationalversammlung nichts zu erreichen. Und so mußte das Ver fassungswert als gescheitert betrachtet werden. ünter diesen Verhandlungen war der März herangekommen. Da that Desterreich einen Schritt, der einen Umschwung zu seinen Die Deputation beriet hin und her, was nun zu thun. Endlic Ungunsten in der Versammlung herbeiführte. Am 4. März wurde in teilte sie der preußischen Regierung mit, daß sie die Antwort des Defterreich mit Umgebung des hierzu berufenen Reichstages eine Königs als eine ablehnende auffaffe. Gleichwohl wohnten die Herre Berfassung oftroyirt. Und gleichzeitig wurde von Olmüz aus das Dreiunddreißig Mitglieder der Paulskirche, an der Spite ihr noch mehreren ihnen zu Ehren gegebenen höfifchen Festen bei. Wa Verlangen an die Baulskirche gerichtet, den österreichischen Gesamt- Bräsident Simson, brachen am 80. März auf, um dem König von der König glaubte, sich gegen fie erlauben zu dürfen, geht daran staat mit den nichtdeutschen Bestandtheilen in den deutschen Bruder Breußen die Krone anzutragen. Man fuhr gen Köln den Shein hervor, daß er bei einem Empfang lachend an den Abgeordnete staat aufzunehmen. Der zu begründende deutsche Bundesstaat solle hinunter. Jedoch der Empfang längs des Stromes war überaus Riesser aus Hamburg, einen jüdischen Herrn, die Worte richtete on einem Direttorium verwaltet werden, dem ein von den Ständen tühl. Die überwiegend demokratische oder republikanische Be- Nicht wahr, Herr Doktor, Sie sind doch auch überzeugt, daß ich d Regierungen gewähltes Staatenhaus zur Seite stehen solle. völterung jener westlichen Landesteile fühlte sich sehr ent- Berfaffung nicht un beschnitten annehmen konnte." us allgemeinen Wahlen hervorgegangenes Boltshaus wurde täuscht über dieses Resultat der Revolution. In Köln wurde Am 5. April verließen die Frankfurter Herren die preußisc den Kaisermachern aus Frankfurt eine feierliche Kagenmufit Hauptstadt. Sie nahmen ihren Rückweg durch Thüringen und Heffe läne der österreichischen Regierung stimmten auch einen dargebracht. Freundlicher wurde die Deputation auf der weiteren In dem demokratischen Hanau wurde den Kaisermachern durch Kage fratischen Männer der Linten um. Sie erflärten Reise durch die hannoverschen, braunschweigischen und preußischen mufiten übel mitgespielt. für den preußischen Kaiser zu stimmen, wenn das im Städte aufgenommen. Am 2. April trafen die Herren in Berlin ein 35 " Marinistische Arbeiten. Um den Flottenenthusiasmus Michel's mit begraben. Die Privatwohlthätigkeit wird überall wachgerufen, Die Enthüllungen im Figaro" haben in Barts ungeheures in Brand zu erhalten, ist den Marinisten jeder Stoff gut. Die in dem zerstörten Orte hängen überall Sammelbüchsen Aufsehen hervorgerufen. Die nationalistischen Blätter äußern ihre Marinepolitische Correspondenz" zählt in langer Liste alle möglichen mit einem Plakat: Für die armen Abgebrannten!" Der höchste Entrüstung darüber. Die meisten sprechen die Ueberzeugung Ortschaften an der Nord- und Ostseeküste auf; diese feien einen Herzog von Weiningen überwies 8000 m., der auf dem Mei- aus, der Figaro" habe die Untersuchungsaften von einem revisionsfeindlichen Bombardement oder einer Brandschatzung ausgesetzt", ninger Schloß wohnende Graf Bopp spendete 2000 W. und gestattet freundlichen Mitgliede der Kriminalfammer erhalten. Die Regierung wenn wir nicht eine genügend starte Schlachtflotte" besigen, die den Besuch der berühmten Gemäldegalerie und der Kapelle im müffe alles aufbieten, um den Schuldigen zu entdecken, der wir einer feindlichen Flotte entgegensenden fönnen, um sie auf Schloffe gegen 50 Pf. Eintritt zum Besten der Abgebrannten. Der unerbittliche Strafe verdiene." Petit Journal" hält die Veröffent hoher See zu betämpfen. Die Aufzählung der zahlreichen Ort Gesamtschaden wird auf 1/2 Million tagiert. Angesichts der trostlichung für eine Striegserklärung, die gerade in dem Augenschaften ist Berschwendung an Papier und Druckerschwärze, denn losen Lage fragt man sich auch in diesem Falle wieder, ist es nicht blide erfolge, in welchem das Bedürfnis nach Beruhigung fich be jeder Atlas und jedes Geographiebuch lehrt uns dieselben in erster Linie Pflicht des Staates, helfend einzugreifen? Oder sonders fühlbar mache. Die republikanischen Blätter meinen, das kennen. Durch so thörichtes Geschreib läßt sich selbst der thörichtste überläßt man die Linderung der Not der Privatmildthätigkeit, weil Urteil des Disciplinargerichts werde, wenn erst alle Einzelheiten beMichel nicht grjelig machen, haben doch Marinetonimandanten und zu solchen Dingen kein Geld da ist? 1fannt feien, eine ebenso große Verblüffing hervorrufen, wie die Marineminister wiederholt erklärt, daß die deutschen Küsten völlig Bauernlegen in Heffen.( Eig. Ber.) Wie die Großen ihren Freisprechung Esterhazy's durch das Kriegsgericht. Das Disciplinargegen jeden feindlichen Angriff gesichert seien. Befit abrunden, zeigt eine amtliche Bekanntmachung im hessischen gericht habe festgestellt, daß Esterhazy drei Drohbriefe an Abfällig über die lex Heinze spricht sich Reichsgerichts- Ministerorgan, der" Darmst. 8tg." Danach ist die Familie derer den Präsidenten der Republik geschrieben, in welchen er mit Interrath a. D. Stenglein in der Deutschen Juristen- Zeitung" aus. von Riedesel zu Eisenbach so freundlich gewesen, im Amtsgerichts- vention eines fremden Staatsoberhauptes drohte. Gleichwohl habe das Er bemängelt sowohl die Regierungs- Vorlage als auch, und dies in bezirk Grünberg ihrem Fibeikommiß 85 883 Ar hinzuzufügen Disciplinargericht dahin erkannt, daß dies fein Vergehen gegen die noch höherem Maße, die Zentrums- Borschläge, die teils überflüssig natürlich zur Arrondierung. Die Antäufe haben in vier verschiedenen Disciplin bedeute. Jaurès meint in der Petite Republique", die Veröffentlichung der Untersuchungsakten hätte den Minister feien, weil das, was sie bezwecken, schon durch das heutige Gesetz Gemarkungen stattgefunden, getroffen werden nu, teils so dehnbar seien, daß die Richter selbst Ein Notschrei aus der Mehlindustrie. Wie man uns aus präsidenten Dupuy wie ein Blikschlag getroffen. Gerade in dem in die schlimm age geraten würden. Baden berichtet, versammelten fich am Sonntag in Offenburg Augenblid, wo er gehofft habe, die öffentliche Meinung einschläfern Die heri de Mittelmäßigkeit hat Herr v. Podbielski bei aus den füddeutschen Bundesstaaten zahlreiche Vertreter des zu können und die Mitglieder des Staffationshofes, weil es die einem Kommers beklagt. Nun, es können eben nicht alle so über- Müller gewerbes und stimmten Wehklagen an über die traurige Staatsraison erfordre, gefügig zu machen, müsse diese Enthüllung ragende Männer fein wie die jeweiligen Minister. Lage, in welche sie durch die übermächtige Konkurrenz der Groß- alle feine Pläne über den Haufen werfen. Ein Telegramm vom Sonnabend meldet: Außer dem gerichts betriebe gerathen. Sie flehten den Schuß des Staates" an und Staatliche Musterbetriebe. Man berichtet uns: Auf der hofften vom Deutschen Reich, daß es ihnen durch Einführung einer lichen Ermittelungsverfahren nach dem Urheber der Veröffentlichung bon Dokumenten im" Figaro" wird gegen letzteren nach den Be kaiserlichen Werft in Danzig ist den über 60 Jahre alten Arbeitern progressiven Umfassteuer nach bayerischem Landesmuster den schlüssen des Ministerrats auch die gerichtliche Verfolgung auf Grund uverlässigen Mitteilungen der Lohn um zwei Pfennige pro Strohhalm reiche, der die mittleren Kunstmüller vor dem des Artikels 8 des Gesetzes vom Juli 1881 eingeleitet werden. Stin titrat Diese Art der Arbeiterfürsorge illustriert prächtig Gririnten rette; sodann fordern fie die Einführung einer Diese Verfolgung war gestern nicht angeordnet worden, weil der den gegevärtigen Stand der Socialreform in Deutschland. verschiedenartigen Tarifirung von Getreide und Mehl bezw. Mühlengeschlossene Angelegenheit beziehen. Die Veröffentlichung vom Mit fofortiger Entlassung bedroht sind, wie uns mitgeteilt erzeugnissen. Bei einem Festessen im Bahnhofs- Hotel gedachten die" Figaro" nur solche Schriftstücke wiedergab, welche sich auf eine abwird, durch einen Tagesbefehl der kaiserlichen Werft in Danzig die Herren Wüller der verflossenen goldenen Zeiten, da sie noch ben Sonnabend frith aber betrifft eine noch im Gange befindliche Sache jenigen Arbeiter, die irgend einen Tagesbefehl der Presse zur Ber- Bauern den Zehnten abgeknöpft haben. öffentlichung übermitteln. Wir meinen, die Werftverwaltung würde Reichsbehörden mit dem Ersuchen gewandt, die Intereffen der GroßBekanntlich haben sich auch die Mühlen- Großindustriellen an die und fällt damit unter das obengenannte Gefeß. besier thun, nur solche Tagesbefehle zu erlassen, die die Kritik der müllerei mit besonderem Nachdruck vertreten zu wollen. Dem Bresse nicht herausfordern. Reichstanzler wird es mun schwer werden, sich zu entscheiden, wo er retten" will. nach Im neuesten Tagesbefehl der Danziger Werftverwaltung würde für den Besuch eines Familienabends Propaganda gemacht, der vom evangelischen Arbeiterverein arrangiert war. Die Bekannt machung hatte folgenden Wortlaut: Tagesbefehl zum Aushang. Evangelischer Arbeiterverein. 638 Am Montag, den 20. März, abends 8 Uhr, findet im Saale der Fleischer- und Bäckerherberge, Breitgasse 88, ein Familien- Abend statt, an weltjent u. a. auch der Gesangschor des Vereins mehrere Lieder vm Vortrag bringen wird. Der Ober- Werftdirektor. gez. von Prillwig. Der Arbeiterverein, um den es fich handelt, ist seinerzeit von bem wegen seiner Wahl Tagesbefehle beltannter gewordenen Werft direktor von Wintersheim mit Hilfe eines Pfarrers gegründet. Das Unternehmen findet teinen rechten Anklang bei den Arbeitern, so daß fich der neue Ober- Werftdirektor veranlaßt fühlt, durch Tagesbefehle für besseren Besuch der Veranstaltungen zu wirken. Belgien. Brüffel, den 30. März. In Antwerpen ist nun ein 23 ahlbündniß zwischen den Liberalen, Demokraten und Socialdemokraten abgeschlossen worden. Bisher endeten alle Wahlen zur Aus der ,, besseren" Gesellschaft. Aus Straßburg i. E. Kammer und Gemeinde mit einem Siege der Kleritalen, hinfort wird schreibt man uns: Gleich zwei Standalaffären auf einmal es mit diesen zu Ende fein. Das Kartell ist auf folgender Grundfind von der hiesigen Polizeibehörde in den letzten Tagen aufgedeckt lage abgeschlossen für die Kammer: allgemeines gleiches Stimmrecht worden. Schon seit einiger Zeit erzählte man sich von dem unfitt- und verhältnismäßige Vertretung, für die Gemeinde: unbedingte lichen Treiben einer den sogenannten" höheren" Gesellschafts- Freiheit der Meinungen aller städtischen Beamten, ferner die Gr freisen angehörenden Persönlichkeit, eines enorm reichen Süd- richtung einer Arbeitsbörse. Die Antwerpener Kandidatenliste ist amerikaners, der seit einigen Jahren in hiesiger Stadt wohnhaft fortab aus allen drei Parteien, den Liberalen, Sozialisten und Fortist: Am Sonntag nun fand die Verhaftung des Mannes schrittlern, zusammengesetzt. in einem Hotel am Bahnhof statt in dem Augenblick, als England. dem er Straßburg berlassen wollte. Ueber den Grund der Verhaftung berlautet, daß ein Verbrechen gegen das keimende Leben, Kuppelei Lord Balfour über die Friedenskonferenz. Wie schon und unzüchtige Handlungen an Kindern Gegenstand der Einleitung gemeldet, wurde kürzlich eine Abordnung der Gesellschaft bes des Strafverfahrens find. von Balfour, Eine ganze Anzahl von Töchtern aus Internationalen Friedens Kreuzzuges" Familien des Mittelstandes sollen durch den Verhafteten mit Hilfe ersten Lord des Schazamts im englischen Auswärtigen Amt einer zweifelhaften Frauensperson ins Unglüd gestürzt worden sein. empfangen. Balfour führte aus: Er bedauere es sehr, daß der Blan Gegen den richterlichen Haftbefehl ist vom Beschuldigten Beschwerde eines allgemeinen Schiedsgerichts- Bertrages zwischen England und den eingereicht und sofort eine Kaution von 20 000 Mart in baar Vereinigten Staaten gescheitert sei; er sei aber überzeugt, daß die Zeit Zum Vereinsgesetz. Man berichtet uns: In Ratibor ist angeboten worden. Da diese Summe jedoch in keinem Ver- noch einmal kommen werde, wo ein solcher Vertrag zwischen den en Centrumsleuten einmal so gegangen, wie es den Social hältnis zu seinem Reichtum steht, so ist sie von der Staats- beiden großen Theilen der angelsächsischen Nasse zu stande komme, ofraten immer geht. Ihr Wahlfomitee ist von der Polizei- anwaltschaft zurückgewiesen worden. In zweiten Das charakteristischste an dem Abrüstungsvorschlag sei, daß er auss örde als politischer Verein angesehen worden; da er sich indes ähnlichen Affaire handelt es sich um ein bekanntes Absteigequartier gegangen sei von dem Haupte der größten militärischen Nation der solches nicht anmeldete, auch Sizungen abhielt, ohne sie an- mit zwei Zugängen in der Nähe der Weißthurmbrücke. Das dortige Welt. Die von dem Kaiser von Rußland ausgegangene Bewegung nelden, wurden die Wahlkomitee- Mitglieder mit je 15 M., der lichtscheue Treiben wurde von gut informirter Seite zur Anzeige habe nirgendwo lauteren und unmittelbareren Wiederhall als in rfigende, Pfarrer Kaluza, mit 45 m. bestraft. Diese Angelegen- gebracht. Eine von der Gerichtsbehörde angeordnete Haussuchung England gefunden. Er, Balfour, begrüße diese Bewegung als einen t beschäftigte sogar den preußischen Landtag. Der Abg. Borsch beförderte u. a. einen recht interessanten Brief von einer hochartstein im Fortschritt der Menschheit und als einen werte fich über die Natiborer Polizeiverwaltung und gestellten Persönlichkeit zu Tage. Man sieht dem gericht Schritt, der die Welt der großen Idee des Weltfriedens merklich näher bringe. hauptete, die Bestrafung bes Wahltomitees sei nur lichen Austrag der Sache mit Spannung entgegen. 12 Rußland. shalb erfolgt, weil in Ratibor zwischen dem Bürgermeister Bernert no einigen angesehenen Centrumsführern Feindschaft herrsche. Das Ratiborer Centrums Wahlfomitee beftand aus 15 Mann. Ein socialdemokratisches Wahlkomitee, das aus 5 Mitgliedern besteht und im Industriebezirk thätig sein sollte, wurde von vornherein als politischer Berein angesehen und konnte deshalb überhaupt nicht in Thätigkeit retert. Wie wird es werden, wenn das neue schlesische Sonntags jocia liftengeset auch aufs Centrum ausgedehnt wird, wenn die Cent rumsleute ihre Flugblätter und Stimmzettel nicht mehr vor den Rird jen werden vertheilen dürfen? Zu den kriegerischen Ereigniffen auf Samoa befagt eine Erneuerung des Studentenkonflikts. Aus Petersburg Washingtoner Drahtung, England und die Bereinigten Staaten seien wird offiziös gemeldet: Angesichts der fortdauernden Unruhen unter geneigt, den Vorschlag Deutschlands anzunehmen, daß eine geden Studenten der Petersburger Universität, durch welche die Lehrs meinsame Kommission, bestehend aus je einem Vertreter thätigkeit unmöglich gemacht wird, werden sämtliche Stu der drei Mächte ernannt werde, um die jüngsten Berwürfnisse auf benten ausgeschloffen. Diejenigen Studenten, die wieder Samoa zu untersuchen und wenn möglich, eine Lösung der Frage zu aufgenommen zu werden wünschen, haben bis zum 24. März a. St. erlangen. Solf, der anstelle Raffels berufene deutsche Munizipalpräfident thr bezügliches Gefuch dem Rektor der Universität einzureichen. Diefür Apia, sei in Washington angekommen und werde vor seiner Ab. jenigen, die nicht bis zu dem bezeichneten Termine ihr Gesuch eindad reise eine Unterredung mit dem Präsidenten Mc Kinley und dem gereicht haben, oder deren Gesuch keine Berücksichtigung gefunden hat, Ans Thüringen.( Eig. Ber.) Wie schon der Telegraph Staatssekretär haben, auch Raffel, der noch in Washington sei, be- erhalten ihre Legitimationspapiere zurück. be ytete, ist am bergangenen Balmenfonntag das halb weimarische orsicht zu handeln und sich zu bestreben, den status quo aufrecht gegnen. An den Admiral Kauz wurden Weisungen gesandt, mit un halb meiningensche Städtchen Kranichfeld von einer ver hirenden Fenersbrunft heimgesucht werden, der 53 Wohnhäuser zu erhalten. Es scheint demnach ohne einen ernsten Zusammenstoß m den dazu gehörenden 135 Nebengebäuden zum Opfer fielen. zwischen den drei beteiligten Regierungen abzugehen. 7. Familien find obdachlos geworden, unter den noch rauchenden Ausland. immerhaufen ist die geringe Habe vieler armer Arbeiterfamilien Auftralier. Bom Philippinischen Kriegsschauplak. Seit Donnerstag ist Malolos in der Gewalt der Amerikaner. Oberst Mac Arthur hat die Stadt, die bisher das Hauptquartier der Tagalenarmee und den Siz der philippinischen Regierung bildete, ohne große Opfer eingenommen, da die Tagalen nur geringen Widerstand leisteten, sie Geheime Attenstücke über die Dreyfus- Affaire steckten die Stadt in Brand und zogen fich längs der Eisenbahn Man hat gesagt, die Ablehnung der Krone und das ganze Auf veröffentlicht der Figaro" vom 31. März. Es sind Bruchstücke der nordwärts in der Richtung auf Santo Thomas zurück, das bis auf ften des Königs sei eine einfache Verhöhnung der National Aften über die von der Kriminalfanumer, in der Revisionsaffaire weiteres Regierungssiz sein wird. Sie zu verfolgen scheinen die Ersammlung, eine Art Rache für die Demütigung des 19. März 1848 geführte Untersuchung. Diese Aftenstücke wurden in einer bestimmten Amerikaner unterlassen zu haben, denn nach einer Drahtmeldung des ewesen. Diefer Haß des Königs auf die Revolution kommt aller Anzahl von Exemplaren lediglich für die Mitglieder des Kaffations- Generals Otis rasteten die Truppen, deren Verlust mit einem ings sehr deutlich zum Ausdruck in einem Brief an seinen ver- hofes gedruckt. Die veröffentlichten Dokumente betreffen die Unter- Toten und 15 Verwundeten angegeben wird, in dem größtenteils auten Freund Bunsen in London, dem er schon im Dezember 1848 fuchung des Disziplinargerichts gegen Esterhazy im zerstörten Malolos. Nach früheren Nachrichten aus Washington eschrieben hatte: Sommer 1898, und sind zumeist bereits durch die Enthüllungen Esterhazys beabsichtigt General Otis, nach der Einnahme von Malolos den Die Krone, die ein Hohenzoller annehmen dürfte, ist feine, die bekannt. Neu find einige Briefe Esterhazys, in denen französische Philippinern eine allgemeine Amnestie zu gewähren, worauf die eine, wenn auch mit fürstlicher Zustimmung eingefegt, aber in die Generale beschimpft werden, und ein Brief des Generals Burlinden von der Washingtoner Regierung nach Manila entfandten Civilrevolutionäre Saat geschossene Versammlung macht; sondern an den damaligen Kriegsminister Cavaignac, in welchem der General fommissare ihre Arbeit beginnen sollten. Es ist jedoch nicht anzu eine, die den Stempel Gottes trägt, die den, dem fie ein mildes Borgehen gegen Esterhazy empfiehlt. Am wichtigsten nehmen, daß Aguinaldo, der noch keine ernste Niederlage erlitten hat aufgesezt wird, nach der heiligen Delung von Gottes Gnaden" ist das Protokoll über die Konfrontation des du Paty de Clam und binnen wenigen Wochen in der Stegenzeit einen furchtbaren Bermacht, weil und wie sie mehr denn 84 Fürsten zu Königen der mit Esterhazy. Daraus ist ersichtlich, daß der Erzlump bündeten erhalten wird, wenn nicht von den Amerikanern von Deutschen von Gottes Gnaden gemacht hat. Die Krone, welche Esterhazy in der That das Werkzeug in der Hand Höherer gewesen ist. vornherein den Philippinern die Unabhängigkeit zugesichert wird. die Ottonen, die Hohenstaufen, die Habsburger getragen, tann Hier einige Bruchstücke aus dem Protokoll: natürlich ein Hohenzoller tragen; fie ehrt ihn überschwänglich mit Präsident: Er hat also nicht allein gehandelt, tanjendjährigem Glange. Die aber, die Sie meinen, berunehrt sondern mit dem Beistand von Offizieren der aktiven Armee. überschwänglich mit ihrem Ludergeruch der Revo= du Paty: Ja. lution von 1848, der albernsten, dimmstent, schlechtesten, Präsident: Wir müssen wissen, in welchem Maße er geleitet wenn auch Gottlob nicht bösesten dieses Jahrhunderts. Einen und demnach ohne Verantwortung ist. folchen imaginären Reif, aus Dred und Letten du Path: Esterhazy hat niemals gewußt, daß er durch gebaden, soll ein legitimer König von Gottes Gnaden den Generalstab verteidigt wurde, sondern er wußte und nun gar der König von Preußen sich geben laffen, der mur, daß er es durch einzelne Personen wurde. Ich war einer von den Segen hat, wenn auch nicht die älteste, so doch die edelste Krone, denen, die am meisten an der Offenbarung der Wahrheit interessiert die niemandem gestohlen worden ist, zu tragen? Soll die tausendjährige Strone deutscher Nation wieder einmal vergeben werden, so bin ich es und meinesgleichen, die sie vergeben werden. Und wehe bem, der sich anmaßt, was ihm nicht zukommt!" Aber trotz dieser Verachtung der vom Volle kommenden Krone waren. Darum habe ich ihm geholfen. Ich habe den Brief an den Präsidenten erst im Ministerium, nachdem er dort eingegangen war, gesehen. Präsident: Sie haben ben Brief gebilligt? du Path: Ja, ich habe ihm das Gerippe bazu gegeben, getadelt. Esterhazy: Aber sagen Amerifa. Habana, 30. März. General Brooke hat beschlossen, die drei Millionen Dollars, welche die Vereinigten Staaten der Armee der Stubaner bewilligt haben, nach Washington zurückzuschicken, da er über die Verteilung des Geldes teine Entscheidung zu treffen vermag. Zur amerikanisch- katholischen Bewegung wird der„ Intern. Korr." aus New York geschrieben: Nachdem bereits Erzbis chof Ireland von St. Paul während seines gegenwärtigen Aufenthaltes in Rom in einem an den Bapst gerichteten Schreiben jede fernere Begünstigung der sogenannten amerikani schen Bestrebungen für seine Person zurückgewiesen und vollständige Unterwerfung unter die päpstliche Auffassung gelobt hat, folgt nun auch der Erzbischof Corrigau bon New- Yort diesem Beispiele. Er erklärt in einem Briefe an urtheilt habe, sei die Streitfrage für ihn und für alle nordamerikanischen Katholiken erledigt. Dieser Ausgang der bisher von den Bischöfen unterstützten Bewegung findet jedoch sehr wenig Zustimmung in den Laienkreisen, und es haben sich schon jetzt Aus schiffe gebildet, welche eine firchliche Nenorganisation der nordamerikanischen Statholiten auf Grund eines nationalen Programms und unabhängig von Rom ins Leben rufen wollen. war der Hauptgrund der Ablehnung doch wohl die Furcht, daß aber nach der Lektüre habe ich ie doch die Wahrheit! Sagen Sie, Papst Leo, nachdem der Heilige Vater den Amerikanismus verBreußen gegen den Widerspruch der„ vier Könige", nämlich des bayerischen, fächsischen, Hannoverschen und württembergischen, und besonders gegen den Widerspruch Oesterreichs die Krone nicht be= haupten könnte. Daß der König im Princip durchaus nicht abgeneigt war, deutscher Kaiser zu werden, hatte er ja mehrfach ausgesprochen. Auch war Breußen ja noch nie besonders schüchtern gewesen, wenn es galt, eine Machterweiterung zu erlangen. Der Paulstirche gelang es nun nicht mehr, die Bewegung in ber Hand zu behalten. Die Linte trat jest zwar für die Durchführung der Reichsverfassung ein, wenn auch bas legte giel auf dieser Seite weiter ging, wie das der Berfaffungspartei. Bogt erflärte, seine Partei betrachte die Reichsberfassung nur als erste Sprosse auf der Leiter, die man hinaufzullimmen habe bis zur republikanischen Spize. Mit bloß fonftitutionellen Mitteln werde nichts erreicht. Die Versammlung müsse zur Revolution greifen. Nun, die Paulskirche griff nicht zur Revolution. Wohl that dies das Volk in Dresden, Rheinpreußen, Baden und in der Pfalz. Aber das blieben bereinzelte Erscheimmgen. Das noch einmal auf flackernde Revolutionsfeuer wurde von der preußischen Reaktion erstickt. wie diese Briefe diktirt worden sind. du Paty: Ich sage, was ich weiß. Präsident: Wo sind sie geschrieben worden? Esterhazy: Einer hinter der Brücke von Canlaincourt, ein andrer auf der Juvalidenbrücke, der dritte, ich weiß nicht wo. Ich habe sie mit Bleistift geschrieben, nach dem Dittat jemandes. Ich habe sie zu Hause in Ruhe kopiert. Präsident: Kennt du Baty diesen Jemand? Esterhazy: Er kennt ihn. Präsident( zu Baty): In Summa, Sie halfen Esterhazy. War es auf Ihre Initiatve? du Path will es vor Esterhazy nicht fagen. Präsident: Lügt Esterhazy, wenn er jagt, der Brief sei ihm bittirt worden? du Path: Er lügt nicht, oder vielmehr ich nehme zurüd, was ich gesagt habe. Am nächsten Tage wird du Bath wieder vernommen. Auf die Frage des Präsidenten giebt er zu, daß Esterhazy in seinem Befiz eine gewiffe Anzahl von Dokumenten habe, bie für militärische Persönlichkeiten génent et ennuyeux"( peinlich und unanSo rächte es sich, daß das Volk die Früchte seiner Revolution genehm) seien. Er habe aber nie Gebrauch davon gemacht. nicht gebrochen hatte, als sie reif waren. M. Pf. Aus England. London, den 27. März. ( Wie ein Oberbürgermeister der organisirten Arbeit seine Honneurs macht. Unternehmer, die vom Arbeitertrup nichts wissen wollen. Ein Rechts fpruch über Unterstützung von ausständigen Arbeitern aus Armenfonds. Armenwesen und Altersunterstützung. Am Montag, den 20. März, fand in Sheffield ein großer Empfangsabend statt, den der Lordmayor der bekannt Metropole der Stahl- Industrie, Lord Clegg, den Arbeit vertretern der Stadt und des Distrikts( Arbeitermitglie Gemeinderats, Gewerkschaftsbeamte, Delegierte der Ber Verbände von Yorkshire und Derbyshire) gab. Die Bah wefenden Arbeiter mit ihren Frauen belief sich auf 1500. nicht der Arbeiterflaffe angehörenden Personen, die es für angemessen erachten, an dem Fest zu Ehren der organisierten Arbeiter teilzunehmen, gehörte auch der Herzog von Norfolk, der vor Mr. Clegg Lordmayor von Sheffield war und jezt im Ministerium Salisbury das Amt des Generalpostmeisters bekleidet. Auch ein Zeichen der Zeit. = Polizeilidhjes, Gerichtliches ut. T. iv. Die Holzarbeiter in Wilsdruff bet Dresden, 150 Mann, Beuthen D.-S., 29. März.( Eig. Ber.) Wegen angeblicher haben die Kündigung eingereicht. Die Kündigung läuft am 8. April Vereinsgesetz- Uebertretung in zwei Fallen hatte sich heute Genoffe ab. Die Unternehmer haben Wechsel über 250 bis 500 m. aus inter von hier vor der hiesigen Straffammer zu verantworten. gestellt, welche fällig werden, wenn sie einen Streifenden innerhalb In der ersten Justanz, vor dem Schöffengericht, war Freisprechung eines Vierteljahres einstellen. erfolgt, der Amtsanwalt hatte sie selbst beantragen müssen, da nicht Lohnkämpfe der Bauarbeiter. In Gotha befinden sich die Zu der schon gemeldeten Erklärung des Parlamentarischen der geringste positive Beweis dafür vorlag, daß Winter ungefeßlich Bimmerer im Ausstand. In Aurich( Oldenburg) haben die Maurer Romitees der verbündeten Unternehmer, daß sie zur gehandelt habe. Trotzdem legte die Staatsanwaltschaft gegen die die Arbeit eingestellt. Die Maurer in Neustadt( Pfalz) haben Zeit nicht in der Lage seien, auf Minister Ritchie's Plan eines freisprechenden Urteile Berufung ein(), und so tam es heute zu durch Verhandlungen mit den Unternehmern eine 10ftündige Arbeitsnationalen gewerblichen Einigungskomitees einzutreten, schreibt zwei Straftammer Verhandlungen, die indeß ebenfalls mit Freizeit und einen Höchstlohn von 44 Pf. pro Stunde vereinbart. James Mawdsley, der Sekretär des großen Textilarbeiter- Bundes: sprechung enden mußten. Auffallend war das Bemühen des einen " Ich möchte gern wissen, ob diese Weigerung des parlamentari Belastungszeugen, des Polizeikommissars Melzer, der zwar niedergelegt, weil die Firma Speditionsverein Wallwighafen die im 110Hafenarbeiter in Wallwithafen bei Desiu haben die Arbeit Then Unternehmerfomitees etwas mit dem Austritt der Unternehmer feinerlei Thatsachen vorbringen konnte, die für den Angeklagten Namen sämtlicher organisierter Hafenarbeiter( es find von 150 dort der Baumwollenindustrie aus der( Unternehmer-) Bewegung zu thun belastend waren, dafür aber desto energischer die Ansicht vertrat, beschäftigten Arbeitern 120 organisiert) gestellte Lohnforderung von Hat. Die Unternehmer der Baumwollenindustrie sind seit langem daß immer und überall, wann und wo die Sozialdemokraten zu 30 Bf. pro Stunde im zehnstündigen Arbeitstag und 35 Pf. für von mehr oder weniger demokratischen Jdeen angestedt und haben sammenkommen, fie öffentliche Angelegenheiten erörtern. Er hatte Ueberstunden rundweg abgelehnt hat. in Befolgung des von ihren Arbeitern gegebenen Beispiels darauf natürlich keinen Erfolg. Wir erwarten nunmehr mit Bestimmtheit, bestanden, daß ihre Organisation einen durchaus repräsentativen daß die Beuthener Polizeiverwaltung von der Behelligung der Charakter haben müsse. Bei dieser Auffassung ist es kein Wunder, Parteigenossen bei ihren privat- geselligen Zusammenfünften absehen daß sie sich gegen die Einbeziehung Lord Wemyß wird, aber auch, daß einige Beamte, bie in ungerechtfertigter Weise und anderen in das Unternehmer Komitee auflehnten, und dies ward einen Augenblid für den Grund ihres Rüdtritts gegen die Genossen einschritten", bestraft werden. gehalten. Jch begreife aber jetzt, daß sie auch durch den vorerwähnten Umstand einen weiteren Anstoß zu ihrem Schritt erhalten haben." Sensationsmache. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Ausland. Das ,, Landessekretariat" der vereinigten Gewerkschaften in Schweden teilt mit, daß die Unternehme nicht damit begnügen die Gesetzgebung zur Unterdrückung ewerkschaften in Anspruch zu nehmen, sondern versuchen, den Arbei das Koalitionsrecht durch Aussperrung zu rauben. In Sunder wall, Hahnstadt und Oskarström wurden insgesamt 2500 Arbeiter mit der Aussperrung bedroht, wenn sie nicht aus den Organisationen austreten. In An das bestätigt die Vermutung, der ich bei Meldung der Antwort des parlamentarischen Unternehmerfomitees( Vorwärts" Detarström ist eine Juteweberei, an welcher eine Hamburger Gesellvom 25. März) Ausdruck gab, daß dies Trugkomitee mit dem Achtung! Gewerkschaften Berlins! Wir ersuchen alle die- schaft beteiligt ist. Es werden dort 300 männliche nnd 600 weibliche Dottrinär Lord Wemyß an der Spize gar nicht das Recht hat, sich jenigen Gewerkschaften, welche zum 1. Mai, vormittags, Berpunkte Arbeiter beschäftigt. Der ganze Betrieb wird von dem Gesichtsals Vertretung der organisierten Unternehmer aufzuspielen. Was von iammlungen einberufen und im gemeinsamen Inserat der punkte aus geleitet, die billigen schwedischen Arbeitskräfte aufs feinen fürchterlichen Plänen in die Oeffentlichkeit dringt, ist eine Berliner Gewerkschafts- Kommission aufgenommen sein wollen, ihr land gereist, wahrscheinlich um Streitbrecher zu werben. Die deutschen äußerste auszubeuten. Der Disponent dieser Fabrit ist nach Deutsch" Ungeachtet der finnlosen Drohungen auf Versammlungslokal, Referenten, Ort und Zeit bis spätestens Arbeiter und Arbeiterinnen werden wissen, daß Unternehmer, die den der einen und der ebenso thörichten Alarmierungen 14. April dem Unterzeichneten mitzuteilen. Das Inserat erscheint Arbeitern das Koalitionsrecht rauben, dies nur zu dem 8wed thun, auf der anderen Seite", heißt es in der soeben heraus- wie in voraufgegangenen Jahren 2 Mal. J. A.: Rud. Millarg, die erbärmliche Lebenshaltung der Arbeiter noch tiefer herunter zu gekommenen( April-) Nummer des Trades- Unionist", ist der Trades- Annenstr. 16, I. drücken. Sie werden deswegen den Lockungen nicht folgen und sich Unionismus in feiner Gefahr; er war zu keiner Zeit in gesicherterer Lage wie jest." Der Streik der Former über unberechtigte Abzüge bei nicht zu Streifbrecherdiensten hergeben. Ausschußstücken führte am 21. März zu einer Bergleichsverhandlung Während des großen Bergarbeiter- Ausstandes in Südwales hatte zwischen dem Former L. und der Firma Cyklop vor dem Berliner Der Schlächterstreik in Kopenhagen mußte vom Gesellendas Armenpflege- Amf(„ Board of Guardians") des Distrikts Gewerbegericht. Auf den Vorschlag wegen des geringfügigen Objekts, verbande aufgehoben werden, weil es den Meistern allmählich gevon Merthyr Työvil denjenigen aus ständigen Arbeitern, es handelte sich um 3 Ausschußstüde zusammen im Werte von 4 M., den lungen war, etwa 40 Streikbrecher zu finden, und es daher für die die fich in besonderer Nothlage befanden, Ar menunterstützung Betrag zu bezahlen, erklärte der Vertreter der Firma Cyklop, die 4 M. seien anderen ca. 350 keinen Zweck hatte, den Streik fortzusehen. Der verabfolgt. Daraufhin haben die Befizer einer Kohlengrube und an- Nebensache. Er vertrete den Verband der Metallindustriellen und da Kampf drehte fich hauptsächlich darum, daß die Meistergilde die dere Steuerzahler des Distrikts gegen die betreffenden Armenpfleger fäme es darauf an, festzustellen, wem die Schuld treffe. Denn Gesellenorganisation anerkennen sollte. beim Chancery Gerichtshof eine Klage wegen Ueberschreitung ihrer wenn die Metallindustriellen bezahlen würden, tämen alle Former, Besseren Erfolg haben die Arbeiter im Konflift mit her Direktion Bollmachten anstrengen laffen, um sie gegebenenfalls persönlich für die Ausschuß gemacht hätten, und verlangten Bezahlung; das ginge nicht. der Freihafen Gesellschaft gehabt. Die Direktion hatte Borhanddie verauslagten Gelder zur Verantwortung zu ziehen. Der Richter- Darauf wurde der Termin auf den 28. März vertagt und dem Vertreter lung gewünscht und dieselbe wurde von Jensen, dem Vorsitzender spruch ist heute erfolgt und lautet zu Gunsten der Armen- anheimgegeben, Zeugen zu stellen, welche die Schuld der Former be- der Bereinigten Fachverbände" geführt in Anwesenheit des wor pfleger. Der Richter, Oberrichter( Lord Justice) Nomer, erklärte, weisen sollten. In der Verhandlung am 28. März war es dem Ver- fizenden des" Hafenarbeiter- Verbandes". Dabei erklärte Direktor im allgemeinen hätten die Armenpflege- Aemter nicht das Recht, treter, ebenso dem Formermeister Hansen nicht möglich, den Beweis Thielsen, daß die Arbeiter durchaus nicht ihres Organisationsrechtes Arbeiter zu unterstüßen, denen Arbeit geboten sei, bei der sie und zu erbringen, daß die Former schuld waren, und wurde die Firma beraubt werden sollten, sondern dem Hafenarbeiter- Verband an ihre Familien existieren könnten. Aber für diese allgemeine Regel Cyllop verurtheilt, die 4 Mark für den betreffenden Ausschuß, gehören dürften. Die fest angestellten Leute sollten nur noch außer gäbe es eine Ausnahme. Wenn der betreffende Arbeiter oder ferner dem Former T. 5 Mark Entschädigung für Versäumnis dem einen Spezialverband begründen, wenn aber zwei Drittel der Mitglieder seiner feiner Familie vor dem Berhungern ständen zu bezahlen. Für die Former ist mit diesem Urteil den Arbeiter es nicht wünschten, könnten sie den Verein wieder aufgeben. oder ernsthaft Schaden zu leiden drohten, wenn ihnen nicht gültig festgestellt, daß die beklagten Firmen den Beweis erbringen Außerdem sollen alle Arbeiter auf 13 Wochen gegen Unfall versichert fofort Hilfe würde, dann sei es Sache der Armenpflege, die Hilfe zu müssen, daß die Former die Schuld an dem Ausschuß tragen und werden. Der Konflikt ist damit aufgehoben. gewähren, den der Fall erheische. Mit anderen Worten, die Armen- nicht wie so oft angenommen wurde, die Former ihre Schuldlosigkeit pflege hätte vorübergehende, aber nicht andauernde Unterstützung zu beweisen müssen. Das ist für die Former ein großer Vorteil. gewähren. Die Verklagten hätten nachgewiesen, daß fie in jedem wäre zu erwarten, daß nunmehr die Beschlüsse, welche in der Ber- Tehke Nachrichten und Depelih einzelnen Falle so viel als möglich Erkundigungen eingezogen hätten, fammlung am 5. März gefaßt wurden, auch Босф bebor fie die Unterstützung gaben. Es sei kein Beweis geliefert, daß gehalten werden, und jeder Former sein Recht wahrnimmt, fie an Leute Unterstügung gegeben hätten, die nicht in dringender bamit endlich die Fabrikanten zu der Ueberzeugung kommen, daß fie Not waren, oder sonst nach falschen Grundsäßen verfahren wären. nicht schalten und walten können, wie sie wollen. Ferner sei auf den Die Klage fei daher abzuweisen und die Kläger zur Beschluß aufmerksam gemacht, daß ein jeder, welcher wegen dieser Tragung der Kosten zu verurtheilen. zur deutscher Former. Konflikte entlassen wird, Unterstützung erhält. Der Centralverein hin. Es Achtung, Schneider! Bei der Firma Gerson( Kaiser- Bazar) Der Verband der Schneider. Die Tragweite dieses Erkenntnisses liegt auf der Hand. Uebrigens steht England am Vorabend einer völligen 11 mwälzung seines Armenwesen s. Die Demofratisierung seiner Armenpflege- emter einerseits und das immer stärkere Drängen der öffentlichen Meinung dauert der Ausstand fort. auf Einführung gesetzlicher Altersunterstützung andererseits wirken in Vom Rigdorfer Gewerkschafts- Kartell sind als fiebente Nate gleicher Weise auf eine gründliche Reform der Armengesetzgebung 70 m. nach Krefeld gesandt, darunter vom Holzarbeiter Verband bleibt jezt faſt nur noch der Vorschlag des Philanthropen Charles von den Tabakarbeitern Rigdorfs 3 M. Weitere Beiträge nimmt Booth übrig, allen, die das 65. Lebensjahr überschritten haben, ob entgegen der Vertrauensmann der Gewerkschaften: A. Nie rich, fie sonst versichert sind oder nicht, Recht auf eine Unterstügung von Steinmetzstr. 85. 5 Shilling die Woche zuzusprechen( eventuell also als Bubuße). Auch Minister Chamberlain hat sich neulich im Barlament im Brinzip zu dieser Lösung bekannt, unter Preisgabe des früher von ihm ver fochtenen Projekts, das die staatliche Unterstützung nur als Zuschuß zu einer Versicherung bei irgend einer der Freien Hilfskaffen abhängig machen wollte. Nur meinte er, die Sache müßte gruppenweise durchgeführt werden, was bei der Finanzwirtschaft der jezigen Regierung weiter fein Wunder ist. Aber gleichviel, wie schnell sie durchgeführt wird, praktisch wird sie das ganze, dem werfen. Bolt so verhaßte jezige Armenhaus System über den Haufen Deutsches Reich. Der Streik in der Baumwollenweberei der Firma Gebrüder = Das Polizei- Präsidium theilt mit: Am 28. Märra ds. abends gegen 9/4 Uhr wurde in einem Hausflur der Megerst die Leiche eines ausgewachsenen, neugeborenen Kindes männli Geschlechts mit nicht abgebundener Nabelschmur, mit Aſche bed. in rotbraunem Badpapier eingewidelt aufgefunden. Das Balet mit weißem, zusammengefnoteten Bande umschnürt. Das Kind, wel mehrere Druckstellen am Halse zeigte, ist anscheinend ohne Hinzuzieh einer Hebamme zur Welt gebracht und von der Mutter nach Geburt getötet worden. Personen, welche Angaben über die Muti des Kindes 2c. machen können, werden ersucht, sich in den Vormittag stunden im Polizeipräsidium, Zimmer 325, zu melden. rau, etwa 60 Jahre alt, weißes Haar, bekleidet mit rothbraune leide, blaubedruckter Schürze, rotwollener Müze, angeha Ite worden. Personen, welche über sie Auskunft geben können, volle sich beim Gemeindevorsteher in Dalldorf melden. Berlin, 1. April.( W. T. B.) Am 29. März ist ein dem hi Blig" zugeteiltes Dampfboot 1. Klasse an der Scheibe ed gefchlagen und trotz der angestellten Bergungsversuche gesunen. Das Boot liegt in der Stollergrund Rinne. Menschenleben ind dabei nicht gefährdet worden.g = " Textilarbeiter. In der Flachsgarn- Spinnerei der Königlichen Seehandlung in Landeshut i. Schlesien wurde den Arbeitern ( Hechlern) eine Lohnreduzierung angekündigt. Die Tagarbeiter sollen anstatt wie bisher 20 Pf. pro Stunde, in Bulunft nur 13-15 Bf. pro Stunde erhalten. Der größte Teil der Arbeiter ist organisirt. Da Differenzen auszubrechen drohen, ist Zuzug fernzuhalten. Stettin, 1. April.( B. H.) Heute Nachmittag erschossen sich Sanders in Bramsche iſt nunmehr nach neunwöchentlicher Daner auf dem Remizer Friedhofe fast zu gleicher Zeit, aber an erzu gunsten der Ausständigen beendet. Der Streit entstand, weil die schiedenen Stellen, zwei Männer, und zwar der Buchhalter qul Firma fich weigerte neue, einheitliche Lohntabellen, woraus der Bittich und der Kaufmann Anselm Höber von der Speditionsfima Meyer H. Berliner. Stücklohn 2c. Hlar ersichtlich, auszuhängen. Erst als der Streik akut Partei- Nachrichten. Frankfurt a. M., 1. April.( B. H.) Prof. Hans Thoid geworden, bequemte sich die Firma zur Anfertigung neuer Tabellen, Einer der Verurtheilten in dem Effener Meineidsprozek, erblidten. Erst das Verhalten der Firma, welche in nicht zu be in welchen jedoch die Ausständigen eine teilweise Verschlechterung hat der" Frankf. 8tg." zufolge die Stelle als Galeriedirektor Karlsruhe angenommen. Wien, 1. April.( W. T. B.) Wie der Politischen Korresponder Genoffe Gräf, verläßt am zweiten Osterfeiertage das Buchthaus, greifender Weise den Kampf heraufbeschwor, brachte es mit aus Petersburg gemeldet wird, stehe unmittelbar eine officioſe Mi tommen. Das fämpfende Proletariat sieht in diesem Zuchthäusler Forderungen verschärften. in dem er 3 Jahre geschmachtet. Wir heißen ihn herzlich will- fich, daß die Ausständigen nach Ausbruch des Streits ihre aus Petersburg gemeldet wird, stehe unmittelbar eine officiöſe Mi Sie verlangten, daß die neue theilung an den Vatikan in dem Sinne bevor, daß eine Einladun teinen Entehrten. zur Beschidung der Abrüstungstonferenz nicht erfolg Tabelle feine Lohnreduktionen enthalten dürfe, außerdem Der Thätigkeitsbericht des Landesvorstandes der württem- 10stündige Arbeitszeit, 20 pet. Lohnerhöhung für sämtliche Arbeiter da zur Betheilung an der Stonferenz nur Staaten eingeladen werde bergischen Socialdemokratie, der an die Ostern stattfindende Aenderungen nur noch nach vorheriger Berständigung mit dem Eisenbahn- Stationskasse, enthaltend 25 000 Gulden, aufgesprengi und Arbeiterinnen. Ferner sollen in Zukunft Lohnfestsetzungen bezw. welche stehende Heere unterhalten. Kaschau, 1. April.( B. H.) Mittags wurde die hiesige eiserne Landesversammlung erstattet wird, ist bereits im Drud er Arbeiterausschuß erfolgen dürfen; sämmtliche Ansständigen müssen schienen. Derselbe bringt nach kurzen Betrachtungen über die erund ausgeraubt. Mitteilung, daß im abgelaufenen Jahre an 20 Orten neue social- regelungen bis zum 1. April 1900 nicht vorgenommen werden. Es folgreiche Reichstagswahl und über den Verlauf des Parteitages die an ihre Pläge sofort wieder eingestellt werden und dürfen Maßdemokratische Mitgliedschaften gegründet wurden, so daß deren Zahl des Ausstandes durch das Verhalten der Firma hervorgerufen sei aber ausdrücklich bemerkt, daß all diese Forderungen erst während jezt im ganzen Lande 185 beträgt. Neben den für jeden einzelnen wurden. Die Ursache des Streits war die Verweigerung der Lohn Wahlkreis verbreiteten Flugblättern anläßlich der Haupt- und tabelle. Den benannten Forderungen hat die Firma nunmehr nach und dem zweimal erschienenen Bollsfreund" wurden zur Wahl zwei Flugblätter fürs ganze Land neunwöchentlichem Kampfe teilweise zugestimmt. Die Verkürzung vom Landesvorstand ausgegeben, die in 700 000 Exemplaren und die Lohnerhöhung ist zum Teil durchgesezt. Die Ausständigen 24 Ueberlebende von dem Dampfer" Pontos" bei Hastings gelandet London, 1. April.( W. T. B.) Von einem Fischerboot find zur Verteilung gelangten. Der Bericht gedenkt weiter der lobens- haben sich damit zufrieden gegeben und beschlossen, den Ausstand worden. Unter den Geretteten befindet sich eine deutsche Erzieherin, vom Landesvorstand ausgegeben, die in 700 000 Exemplaren der Arbeitszeit wurde nicht auf 10, sondern 10%/ 2 Stunden erzielt werten Erfolge bei den letzten Gemeindewahlen. Neben den als beendet zu erklären. fast unzähligen Versammlungen, welche die Genossen an den Es wird als zweifellos angesehen, daß der" Pontos" mit dem einzelnen Orten arrangierten, wurden noch für ca. 500 Versamm- Der Bierboykott in Frankfurt a. M. wird mit großem Eifer Dampfer Star of New- Zealand" zusammengestoßen ist, welcher lungen seitens des Landesvorstandes die Redner besorgt und die von der Arbeiterschaft durchgeführt. Am Mittwoch wurde in Franks 12 Personen gerettet hat. Kosten übernommen. Der Verkehr des Vorstandes mit den Genossen furt und der Umgegend ein Flugblatt verbreitet, in welchem die Rom, 1. April.( W. Z. B.) Die Doktoren Mazzonius war ein sehr reger, es werden 900 Eingänge und 1300 Ausläufer Ursache des Brauerkonflikts eingehend dargestellt wurde. In allen Lapponi entfernten heute abend bei dem Papst mittelst eines beim Sekretär und 450 bezw. 400 beim Staffierer verzeichnet. Arbeiterlokalen ist das Bier der Ringbrauereien verschwunden und der fleinen Schnittes der Scheere einen fleinen, fünf Centimeter langen Der Kassenbericht verrechnet an Einnahmen( für Beiträge Boykott macht sich für die Brauereien recht unliebsam bemerkbar. Streifen franter Haut an der operirten Stelle. Der Bapst empfand der Mitgliedschaften 4323 M., für Maimarken 2536 M.) zusammen Zur Lohnbewegung der Schneider. Der seit dem 18. Mära bierbei keinerlei Schmerz. Die operierte Stelle, ivelche fast völlig 7238,68 M.; an Ausgaben:( für Agitation 1088 M., für Flugblätter währende Schneiderstreit in Hamburg ist in den legten Tagen in bernarbt ist, wurde darauf mittels eines Pflasterstreifens geschlossen. Das wurde entfernt. Allgemeine ganze Verband und 749 ein neues Stadium eingetreten. Die Innungs- Versammlung hat für das Arbeiterfekretariat 375 M., für Prozeßkosten 380 M.) zu den Beschluß gefaßt: Wer von den Streifenden bis Mittwoch, den befinden des Papstes ist gut. Er wird im stande sein, Für die Reichstagswahlen gingen 5. April, nicht wieder zur Arbeit zurückkehrt, soll bis Pfingsten aus- demnächst in der Peterskirche die Messe zu celebrieren. 8088,75 M. ein. Die Es steht im ganzen einer Einnahme von 20 402,37 M. eine Ausgabe fammen 4272,06 m. bon 19,497,08 m. gegenüber. beben verspürt. wurde hier ein mehrere Minuten andauerndes, wellenförmiges Erd. Leoben( Steiermark), 1. April.( B. H.) Heute früh 5 Uhr 20 Min Cherbourg wurden heute der Juwelenhändler Leroy und desser Cherbourg, 1. April.( W. T. B.) In einer Vorstadt vo Mutter mit durchschnittenem Halse aufgefunden. Die Juwelen find geraubt. Der " Ancona, 31. März.( B. H.) Die hiesige Anklagekammer hat gestern die Anklage gegen die Anarchisten wegen des angeblichen Attentatsversuches gegen den deutschen Kaiser in Alexandrien ver Kopenhagen, 1. April.( W. T. B.) Die hiesigen Schuh macergefellen, an Bahl etwa 1000, haben heute wegen der Lohnfrage die Arbeit niedergelegt. worfen. Petersburg, 1. April.( B. H.) Der englische Botschafter erhielt den Auftrag, das englisch russische China. Uebereinkommen zu unterzeichnen. bekannt gegeben, daß in 22 deutschen Städten Inserate zum Arbeitswilligenfang losgelassen seien; ferner find zwei Agenten auf Reisen, die Der Anarchistenklub in Aue. Wir erhalten folgende Buschrift; fich der gleichen Aufgabe widmen. Im Innungshause waltet eine fiebenBezüglich der in Nr. 76 des Vorwärts" enthaltenen Notiz, den gliedrige Kommission ihres Amtes, die planmäßig den Antrieb von Anarchistenklub in Aue betreffend, habe ich zu bemerken, daß ich sofort Streitbrechern besorgen will. Daß die Herren in Hamburg teine nach Bekanntwerden der unsinnigen Handlung der betreffenden Arbeitskräfte erhalten, dafür werden die Streikenden selbst sorgen, Genossen an unser Parteiorgan, den„ Beobachter" in Chemnitz, jetzt damit ihnen dies aber von auswärts nicht gelingt, wird dringend Boltsstimme", eine Aufforderung an diese Genossen zur öffentlichen gebeten, den Zuzug von Schneidern nach Hamburg fernzuhalten. Erklärung ihrer Handlung sandte, die leider bis heute noch nicht Der Verband der Masseure und verwandten Berufs racht wurde. Die in der Vogtl. Volkszeitung" gegebene Ergenossen wendet sich in einem Aufruf an die als Masseure, g kommt hier nicht in Frage, da dieses Parteiorgan im Masseusen, Hausdiener und Krankenwärter Thätigen mit der Aufischen Reichstags- Wahlkreise nicht verbreitet ist. Die nächste forderung, fich dem Verband anzuschließen. Wegen der Mitglied- Washington, 1. April.( B. S.) Hier verlautet, die Regierung mmlung des Kreises wird zu dieser Handlung Stellung fchaft wende man sich an allen Orten, wo noch kein Zweigverein des beabsichtige, nachdem die amerikanischen Waffen durch die letzten Jm ganzen Kreise ist man über diese Kinderei ungehalten. Verbandes besteht, an das Büreau des Verbandes: Hamburg, Siege Genugtuung erhalten haben, mit den Filippinos Der Kreisvertrauensmann Ottomar Gottschald. Luisenweg 151, I., Wilh. Strube. Frieden zu schließen. Belgrad, 1. April.( B. H.) Türkische Soldaten überschritten bei Kopilita die serbische Grenze, wurden aber zurückgeworfen, wobei ein Türke erschossen wurde. tlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Zb. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. 4 Stiftungsfest. 1 ferner werden die Mitglieder, welche ihre Wohnung gewechselt haben, Der auf der Fahrt von Southampton nach Guernseh befindliche In der Stadt Tarezhe im Gouvernement Warschau hat ein erfucht, dies umgehend dem Vorsitzenden R. Küter, Marstr. 5, oder dem Vergnügungsdampfer Stella" stieß Donnerstag nachmittag in Brand 75 Wohnhäuser eingeäschert. 300 obdachlose Familien Raffirer E. Schulze, Frankenstr. 7, mitzutheilen. Der Vorstand. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner. Heute, abends 7 Uhr, dichtem Nebel auf die Casquetsfelsen nördlich Guernsey auf. Behn Tagen auf den Feldern, 7 Personen sind verbrannt. Der materielle in G. Feuerstein's Festfälen( Inh. M. Herzberg), Alte Jakobstraße 75: Minuten später ging das Schiff unter. An Bord befanden sich Schaden ist sehr bedentend. 185 Reisende und 35 Mann Besatzung. Etwa 100 Personen, Langlebigkeit. Aus London meldet man: Michael Shea, der Sumaniſtiſche Gemeinde. Heute, bormittags 10% es geweſen, ist vor furzem in Judianapolis, angeblich 119 Jahre alt, Uhr, im oberen Saal des Langenbeckhauses, Biegelstraße 10: Vortrag des Herrn Dr. darunter sämtliche Frauen und Kinder, wurden in Booten gerettet; zu Beginn dieses Jahrhunderts ein naher Freund Daniel O'Connells Rud. Penzig:" Bekenntnisse und Gelöbniffe." Hierauf findet die man befürchtet, daß alle übrigen ertrunken sind. Z91A gestorben. In Chatham starb am 30. März Frau Sophia Gray Juger daufnahme statt. Damen und Herren haben freien Zutritt. Frauen und Mädchen- Bildungsverein von Friedrichsberg und Eine spätere Meldung besagt: Der Untergang des Vergnügungs- im Alter von 105 Jahren. Sie war 1794 geboren und verheiratete der Imgegend. Am Dienstag, den 4. April, abends 7 Uhr, findet im dampfers" Stella", welcher Southampton Donnerstag mittag ver- fich 1812. Botal: bes Herm Geinide, Griebrich- Starlift. 11, eine Mitglieder- Bersammlung lassen hatte, erfolgte bei den Casquets- Felsen gegen 4 Uhr Nach- Theaterbrand. Das Theater Royal in Jersey, England, und ſtatt. Herr D. Ged i de spricht über:„ Pflege der Bähne".. mittags bei ruhiger See. Die Rettungsboote wurden fofort nach zwei anstoßende Häuser sind am Mittwoch morgen ein Raub der rettet. Dann gab der Kapitän auch das Geheiß: Rette sich, wer Generalprobe statt und das Gas wurde gegen 1 Uhr abgedreht. Am Abend vorher fand auf der Bühne eine tann!" für die Männer. Kurz darauf explodirten die Kessel Um 3 Uhr morgens stand das Gebäude in vollen Flammen. Der Schiff ging unter. Nach der offiziellen Liste Dermischtes. 2.11gainiss und das find von den Reisenden 74 und von der Mannschaft 19 als angerichtete Schaden wird auf 15 000 str. geschätzt. gerettet bekannt; die meisten Geretteten hatten die Nacht in den Aus New York wird berichtet, daß bei den Aufräumungs Booten verbracht und waren am Freitag früh von andern Dampfern arbeiten am Hotel Windsor der Geldschrank aufgefunden worden aufgenommen worden. Die Zahl der Reisenden scheint 140, die der ist. Es befanden sich in demselben für eine Million Geld und WertBesagung 42 betragen zu haben. Es werden also 89 Personen ver- fachen, die vom Feuer verschont geblieben sind. Wie jetzt feststeht, mißt, darunter der Kapitän und fast sämtliche Offiziere. sind bei dem Brande 25 Fremde und 15 Angestellte des Hotels um Ein französischer Schleppdampfer fand auf hoher See ein Boot gekommen. mit acht Passagieren der" Stella", die verlegt waren; ein norwegischer Dampfer ist ebenfalls im Nebel gescheitert. Witterungsübersicht vom 1. April 1899, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer stand mm WindBun Windstärke Wetter Temp. n. C. 5° 4° R. Stationen Die ,, Bulgaria" ist gestern morgen 91/2 Uhr bei Brunshausen in Gicht gekommen. Auf dem Oberdec des geretteten Schiffes fand eine Feier mit soviel Musik und Reden statt, wie es der nüchterne Hamburger Boltscharakter eigentlich garnicht gewohnt ist. Der Hamburger Senior Dr. Behrmann hielt eine sehr fromme Rede und ein preußischer General, namens v. Massow, eine sehr patriotische. Dann teilte der preußische Gesandte mit, daß er der gesamten Mannschaft preußische Dekorationen zu überreichen habe. Schließlich wurden zwei Bergnügungsdampfer bestiegen, die unter Böllerschüssen und den Klängen des berühmten Sanges an Aegir nach Hamburg zurücfuhren. Auch ein deutscher Dampfer ist von einem Schiffs= Dort wurde die Mannschaft der" Bulgaria" vom Senat empfangen. Mancher der braven Seeleute mag bei diesen Feierlichkeiten den stillen unglück im Kanal betroffen worden. Der Hamburger Postdampfer Wunsch gehabt haben, daß sie die Gemüter des hartherzigen Rhedertums Dampfer. Die" Pontos" ist gesunken. Der Dampfer ging von Pontos", Kapitän Jerchau, tollidierte im Kanal mit einem andern auch auf die Dauer ein wenig erweichen möchten. Wie durch manche Rosario nach Deptford und Hamburg. Der Untergang erfolgte durch Swinembe. 766 NW Reichstagsverhandlung bekannt geworden ist, find die Seeleute nicht eine Kollision unweit Hastings. Der Kapitän und 19 Mann sind in Hamburg allein in der Entlohnung, sondern auch, soweit die Socialgesetzgebung Hastings, 12 Mann in Dover gelandet. Der Dampfer, womit der in Betracht kommt, dank der Profitsucht und der Uebermacht des Pontos" tollidierte, ist der britische Star of New Zealand". Der Unternehmertums so elend gestellt wie kaum ein anderer Be- felbe traf beschädigt in London ein. Details über den Rest der rufszweig. Mannschaft fehlen. Der„ Pontos" hatte keine Paffagiére, mir eine Ueber eine neue Schiffskatastrophe, bei der zahlreiche Rindvich- Ladung an Bord. Menschenleben vernichtet worden sind, bringt der graph aus Nach der letzten in London eingetroffenen Meldung ist die lichen Winden; keine erheblichen Niederschläge. London folgende Meldungen: gesamte Pontos" Befagung gerettet. Todes- Anzeige. Allen Genoffen, Freunden und Be fannten vom Webbing die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau Minna Weisse geb. Klei, am Freitag, den 31. März, nachmittags 31 Uhr, verstorben ist. Die Beerdigung findet am Mon tag, den 3. April, nachmittags Achtung! " Maßschneider der Luiſenſtadt! Achtung! o Dienstag, den 4. April 1899( 3. Ofterfeiertag), abends 8½½ Uhr: dat Gr. öffentliche Versammlung der Maßschneider im Englischen Garten, Alexanderstr. 27c. Tages Ordnung: 1. Die Lohn- und Arbeitsverhältnisse der mittleren kaufmännischen Geschäfte. Der Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht. 31 Uhr, vom Trauerhause Trift 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. ftraße 46 a, nach dem Friedhof der Freireligiösen Gemeinde statt. 164/9 Die Maßschneider der Luisenstadt und des Centrums, insbesondere die Arbeiter der Firmen Simon Gräß, Karl Weisse, Beitungsspediteur, Rudolf( Gertraudtenstraße), Leineweber, Weltmann, Baer Sohn, Basodow u. f. w. werden hierdurch besonders nebst Verwandten. eingeladen. Allen Sangesbrüdern u. Freunden zur Nachricht, daß unser langjähriges Mttglteb Max Sikorski am Dienstag, ben 28. März, nach langem Beiben verstorben ist. Wir werden ihm ein bleibendes Andenken bewahren. Die Beerdigung findet am 1. Ofter: feiertag, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Nazareth- Kirchhofes aus ftatt. 24436 Gesangverein Maiglöckchen I. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Vater, der Tischler Heinrich Schulz Cubryst 34, am 31. März verstorben ist. Die Beerdigung findet am zweiten Ofterfetertag Nachmittags 3 Uhr von der Leichenhalle des Emmaus- Kirch hofes aus statt. Um stilles Beileid bitten E Die trauernde Wittwe nebst Kindern. Den Mitgliedern des Vereins zur Wahrung der Intereffen ber Maurer Berlins und Umgegend zur Kenntnis, daß das Mitglteb Ernst Kaiser infolge eines unfalles gestorben ist. Die Beerdigung findet heute, 1. Feier -tag, von der Leichenhalle des Georgen Kirchhofes am Landsberger Thor um 4 Uhr statt. Um rege Betheiligung bittet 129/8 Der Vorstand. Centralverband d. Zimmerer. Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am Donnerstag, den 31. März, der Kamerab Friedrich Below verstorben ist. Ehre feinem Andenken! Die Beerdigung findet am 1. Ofter: feiertag, nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle des Jerufalemer Kirchhofs in Briz, Hermannstraße aus, statt. Um zahlreiche Betheiligung ersucht 254/13 Der Vorstand. Donnerstag, den 30. März, verschied nach langen schweren Leiden im Krankenhaus am Urban meine liebe Frau Anna Irmscher Der Vertrauensmann. Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) 1912 Berlin Wiesbaden München Wien 766 SSW 766 NW 2wolfent Barometer stand mm Winds 3 Haparanda 757 9 1offent 2 Petersburg 755 S0 1wolfent 2 Cort 766 NO 765 SO 766 NW 1 bedeckt 5 Aberdeen 2Schnee 2 Paris 2wolfig Bunpa Windstärke Wetter 2wolfent Temp. n.. Boo== 1Schnee 1 767 2 2 bedeckt 4wolfig 756 SW 768 32Dunst Wetter Prognose für Sonntag, den 2. April 1899. Etwas wärmer, vielfach heiter, zeitweise wolfig bei mäßigen südwestBerliner Wetterbureau. Achtung! 2. Wahlkreis. Achtung! Sonntag, den 2. April 1899, abends 6% Uhr, andonistas bei Zubeil, Lindenstrasse 106: Oeffentl. Versammlung. Vortrag des Genoffen Schriftstellers Schütte über:„ Attentate in der preußischen Geschichte". Nachher: Tanz. 11/2 Der Vertrauensmann. Bildungsverein ,, Mehr Licht!" Großes Offer- Vergnügen am 2. April( 2. Osterfeiertag), im Englischen Garten( ob. Saal), Alexanderstraße 27c. Anfang 5½½ Uhr. Von 6 Uhr ab: Ball. Billets für Herren 50 Pf., für Damen 30 Pf.( inkl. Tanz) sind noch im 40. Lebensjahre. Um fiille Theil- Mittwoch, den 5. April 1899, abends 8 Uhr: bei allen Vorstandsmitgliedern zu haben. Adolf Irmscher. Die Beerdigung findet am zweiten Feiertag, nachm. 2 Uhr, vom KrankenHaus am Urban nach dem EmmausKirchhof statt. 2414b Danksagung. Allen Freunden und Bekannten, befonders den Mitgliedern des Verbandes und der Freien Vereinigung der Bimmerer Berlins und Umgegend, welche meinem lieben Manne die letzte Vertrauensmänner- Versammlung Achtung! für Moabit: im okale des Herrn Joksch, Thurmstr. 84. Tagesordnung: Werkstattangelegenheiten und Verschiedenes. Zu dieser Versammlung sind die Kollegen von Herzer, Stendalerstr. 6, und Martens, Thurmstraße, eingeladen. Dienstag, den 4. April, vorm. 10 Uhr, im Lokale des Genoffen Zubeil, Lindenstraße 106: Ehre erwieſen haben, ſage ich hiermit Versammlung d. Parkettbodenleger. meinen innigsten Dant. 24446 Wwe. Wenzel. destinTages Ordnung: V 1. Bortrag. 2. Bericht der Werkstatt Kontrollkommiffion. 3. Wahl zur Kinderwagen- Bazar Kontrollkommission. Max Brinner, Jerusalemerft. 42, Brunnenstr. 6, Großartige Auswah von Kinder, Sport u. Puppenwag., best. Fabrikat, billigst. Theuzayung gestattet. Stempel jeder Ait H. Guttmann Brunnenstr. 9. [* Drehrollen Fabrik J. E. Leonhardt, Berlin, Sebastianstraße 3. Bekanntmachung. Die ordentl. General- Versammlung ber Orts- Krankenkasse Große Einleber- Versammlung 79/7 120/11 Putzer. Achtung! Mittwoch, den 5. April, abends 8 Uhr: Oeffentliche Versammlung der Puker Berlins und Umgegend in Cohns eftfälen, Beuthstraße Nr. 20. Tages Ordnung: 1. Berichterstattung vom Bauarbeiterfongreß. 2. Stellungnahme zu der Antwort, des Arbeitgeber- Bundes beteffs der Verkürzung unserer Arbeitszeit. 3. Stellungnahme zum 1. Mai. 132/4 Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Lohnfommission. Dachdecker Berlins u. Umg. am 4. April( 3. Feiertag), vorm. 9 Uhr, bei Zubeil, Lindenstr. 106. Dienstag, den 4. April, abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Tages Ordnung: Vortrag des Kollegen Millarg über den Bauhandwerker- Schußtongreß. Alle Einsetzer Berlins und Vororte haben zu erscheinen. Zahlstelle Berlin. Dienstag, den 4. April 1899, Vormittags 10 hr Serm Raabe ,,, Kolberger Salon", Stolbergerstraße Nr. 23 im Lokale des Versammlung der Bautischler der Bezirke 79/6 Moabit, Wedding- Gesundbrunnen und Schönhauser Vorstadt. Tages- Ordnung: 1. Die Schäden in der Bautischler- Branche und deren wirksame Be fämpfung. Referent: Kollege R. Fendel. 2. Diskussion. Um recht zahlreiches und pünktliches Erscheinen sämmtlicher Bau: tischler wird ersucht. Die Ortsverwaltung. Achtung! Schuhmacher! Dienstag, den 4. April cr., vormittags 10 1hr, bei Cohn, Beuth straße Nr. 20/21( großer Saal): Grosse öffentl. Schuhmacher- Versammlung für Schoß- und Fabrikschuhmacher. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Fritz Zubeil über: Das Roalitionsrecht der Arbeiter und die bevorstehende Zuchthaus: vorlage im Lichte der Thatsachen". 2. Abrechnung der Agitations: Kommissionen der Schoß- und Schäfte Branche und Bericht der Revisoren über die Abrechnung der Kommission der Fabrikschuhmacher. 3. Die Feier des 1. Mai. 4. Verschiedenes. 171/1 Zahlreiches Erscheinen erwünscht Der Einberufer. Die Kollegen und Kolleginnen ersuchen wir, sich recht zahlreich an der vom Gesangverein der Schuhmacher am 1. Ofterfeiertag bei Nieft, Weberstr. 17, mittags 12 Uhr, arrangierten Matinee zu beteiligen. f. d. Gewerbebetrieb d. Kaufleute, Handelslente u. Apotheker Achtung! Maurer u. Berufsgen. findet statt am Mittwoch, den 12. April cr., abends 82 Uhr, in ber ,, Berliner Ressource", Kommandantenstr. 57. Tagesordnung: 1. Abnahme der Jahresrechnung pro 1898. 2. Erhöhung von Beamtengehältern. 3. Wahl eines Vorstandsmitgliedes seitens der Arbeitnehmer. 24185] Der Vorstand. Aufforderung. Das Gewerkschaftskartell von Görlik in Schl. sucht zur Besetzung eines mit dem 1. Juli d. J. zu errichtenden Arbeiter- Sekretariats von Friedrichsfelde u. Umgegend. Alexanderstr. 27c: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag über: Was müssen wir zur Erringung des Neunstundens 3. Verschiedenes. tages thun? 2. Bericht des Delegirten vom Bauarbeiterschutz- Kongreß. 54/3 Die Agitationskommission. alles faband Rixdorf. Frauen- und Mädchen- Bildungsverein. Mitglieder- Versammlung am 5. April, abends 8 1hr, im Teutschen Wirtshaus, Bergstraße. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Wurm über: Die Pflege der Augen mit Demonstration. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 3/5 Gäste willkommen. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Unser Stiftungsfest ist am 15. April in den Apollo- Sälen, Hermannstraße. 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Die Parteigenossen werden ersucht, mit ihren Angehörigen zahlreich in der am 2. Osterfeiertag abends 61/2 Uhr in den„ Arminhallen"( im großen Saal) stattfindenden Verfammlung zu erscheinen. Herr Ingenieur Grempe hält ein Referat über, Die Entwidelung der Technik und die Lage des Handwerts". Hieran schließt sich ein geselliges Beisammensein. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Die Vertrauensperson. Vom Vertrauensmann des 6. Wahlkreises erhalten wir folgende Mitteilung: In Nr. 77 vom Freitag, den 31. März d. J. ſteht, daß am 2. Feiertag im 6. Wahlkreis( Moabit) eine Matinee statt findet. Dieselbe ist nicht von den Parteigenossen, sondern von dem Gesangverein unverzagt" arrangirt. Dies den Genossen zur Nachricht. im Keller. . Polizeipräsidium hätte eine Verfügung erlassen, wonach = Was das Umziehen koftet, das sehen die meisten erst, wenn der ganze Trubel vorbei ist. Die Kosten des Transports sind eine doch " Sonntag, 2. April 1899. un# Wir glauben, daß die Germania" den Bismardschwärmern das demonstrative Tragen von Kränzen mit rothen unrecht thut. Denn wo der heilige Paasche dabei war, wird Schleifen zu inhibier en sei. Er persönlich werde strenge darauf doch nicht gezecht und geschmaust, sondern inbrünstig für das Seelensehen, daß solchem Unfug ein Ende gemacht werde, denn die rothe heil des Toten gebetet worden sein. Und daß solches in diesem Farbe sei die Farbe des asses. Sollten Sie," so meinte der Fall sehr notwendig war, wird doch am allerwenigsten die„ Germania" Polizeileutnant endlich, auch vorab im Gerichtsverfahren ableugnen wollen. freigesprochen werden, so ist das für uns noch nicht maß- An den Gemeindeschulen werden im Sommer 1899, nach gebend, denn das Polizeipräsidium wird alles aufbieten, um dem dem Etat, über 4000 wissenschaftliche Lehrkräfte ständig bea Unfug mit den roten Schleifen ein Ende zu bereiten. Unsere Parteigenossen meinten mit Recht, daß auch in diesem schäftigt sein, nämlich 230 Rektoren, 2384 Lehrer, 1403 Lehrerinnen, 32 Lehrpersonen an Nebenklassen, zusammen 4049 Personen, Falle die Socialdemokratie und ihre rote Farbe es länger gerechnet die mit längerer Bertretung betrauten Lehrer und Lehrerinnen, sowie die technischen Lehrerinnen und Gehilfinnen. aushalten würden, als die ihr feindliche Polizei. Die Beerdigung des Genoffen Max Sikorski findet Die Unfallstation XIX mit ärztlichem Tag und Nachtdienst ist heute, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle gestern Huttenstr. 11( Moabit) eröffnet worden. des Nazareth Friedhofes an der Dalldorfer Chaussee aus statt. Der Verstorbene, der einem tückischen Eine Liebestragödie hat Freitag abend im Hause Matthäi langjährigen Leiden erlegen ist, war- namentlich in seinem firchstraße 11 ihren Abschluß gefunden. Dort bewohnte seit sechs eine Monaten die 32jährige Schriftstellerin Juliane Dery in einem Wirtungstreis Oranienburger Vorstadt und Wedding allbekannte und beliebte Persönlichkeit. Die Genossen des Pensionat in der dritten Etage drei Zimmer. Niemand hatte an der sechsten Berliner Reichstags- Wahlkreises werden korpulenten Dame jentals eine schwärmerische Meigung bon bem Dabingeschiedenen ein würdiges Geleit geben. Wie wir hören, genommen. Nahrungssorgen drückten sie nicht, denn, abgesehen von soll von der Friedhofs- Verwaltung dem Gesangverein„ Maiglödchen", dem Einkommen aus ihrer schriftstellerischen Thätigkeit beja fig J. A.: J. Pfarr, Vertrauensmann des 6. Wahlkreises( Moabit). dem Sikorski in seinen gesunden Tagen umunterbrochen angehörte, eine wohlhabende Mutter, die in der Nähe von Wien ein größeres die Erlaubnis versagt worden sein, dem Verstorbenen einige der Gut ihr eigen nennt. Freitag vormittag verbrachte Fräulein Der Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse Trauerfeier entsprechende Lieder am Grabe zu widmen. Warum man Dery damit, Briefschaften zu verbrennen und Koffer zu packen. Sie hat am 9. April, mittags 2 Uhr, eine Urania Vorstellung, sich gegen den letzten Scheidegruß wendet, den die Freunde dem ging dann aus und kehrte erst abends 9 Uhr zurück, wobei Taubenstr. 48. Billets find bei untenstehenden Mitgliedern zu haben: Freunde darbringen wollen, bleibt unverständlich! es dem im Hausflur anwesenden Portier auffiel, daß sie Frau A. Bauschke- Nostoderstr. 47, Stfl. II; Frau Mesch, Lychenerstr. 8; mächtig aufgeregt war. Einige Minuten später hörte er einen Frau Schneider, Höchstestr. 29 v. I; Frau Gerndt, Blumenstr. 26 III: Frau Wengels, Fruchtstr. 30; Frau Jung, Gräfeſtr. 6, 2. Sof I schweren Fall und Lärm auf der Straße. Es stellte sich heraus, Frau Spring, Mariannen- Ufer 7; Frau Luz, Wilhelmstr. 28, o bie einzige. Es tommen dazu die Beschädigungen, die der Hausrat und dabei sich den Schädel zerschmettert hatte. Sie wurde nach dem beim Transport erleidet, und die mancherlei Reparaturen, die zwar eichenschauhanje gebracht. Daß sie die That mit Ueberlegung ausArbeiter Bildungsschule. Wir machen nochmals darauf auf schon früher nötig gewesen wären, deren Notwendigkeit aber erst bei geführt hat, zeigte ein auf ihrem Tische vorgefundener Zettel, in dem merlian, daß die Bibliothet jeden Donnerstag in der Annen- dieser Gelegenheit recht zu tage tritt. Für viele Umziehende, nament fie bat, ihre Habseligkeiten der Mutter nach Wien zu senden. Sonnſtraße abends von 8-9 Uhr geöffnet ist. Wiederbeginn der lich für die meisten Arbeiter, ist auch noch der Ausfall an Verdienst abend früh meldete sich bei dem Bortier ein sehr fein gekleideter Kurse 17. April( fiche Lehrplan in Inseratenteil). Sonntag, den in Betracht zu ziehen. Die im April 1893 durch Dr. Zadek und Herr, der angab, daß ihm die Selbstmörderin am Freitag die still 9. April, abends 7 Uhr, Vortrag des Herrn F. S. Archenhold Dr. Braun für die„ Berliner Arbeiter- Sanitätskommission" vor- schweigend vollzogene Verlobung brieflich aufgekündigt habe, so ( Direktor der Treptow- Sternwarte) mit zahlreichen Licht und Dreh genommene Erhebung über die Wohnungsverhältnisse in der daß der Selbstmord unzweifelhaft auf ein Liebesverhältnis zurüdbildern: Ausflug in die Sternenwelten. Billets à 20 Pf. Sorauerstraße( am Görliger Bahnhof) ergab hinsichtlich der Um- zuführen ist. find in den Schulen, Annenstraße 16, in den mit Plakaten belegten zugskosten, daß die Mehrzahl der Befragten für Fuhrwerk Auf einer Sprizfahrt nach Spandau ist vor drei Wochen Handlungen sowie an der Kasse zu haben. Man wolle fich frühzeitig 10-15 Mart, für Beschädigung des Mobiliars ca. 10 Mart der Rentier Friedrich Wilhelm Kate aus Berlin, Christinenstraße 25 mit Billets verschen. Der Vorstand. und außerdem als Versäumniskosten meist awvischen 2 bis wohnhaft, spurlos verschwunden. Er hatte am 9. März in Berlin 5 Mark ansetzen mußte. Schwabe, der ehemalige eine Bodega besucht und nachmittags mit deren Inhaber, Singner, Freie Volksbühne. Die Vorstellung der 2. Abteilung Direktor des städtischen statistischen Amts, berechnete für das Jahr 1872 der ein gleichartiges Geschäft auch in Spandau befizt, zu dessen ( blaue Karten) findet am Sonntag, den 2. April( 1. Osterfeiertag), bie billigsten Kosten des Umzugs bei einer Wohnungsmiete bis Besuch eine Fahrt nach Spandau angetreten. In ihrer Gesellschaft nachmittags 24 Uhr, im Friedrich Wilhelmstädtischen 300 M. auf 15 M., bei 300-600 m. auf 30 m., bei 600-900 m. befanden sich noch zwei andere Herren und drei Damen. Gegen Theater statt. Der Erbförster" von Otto Ludwig, Die Borstellung der 5. Abteilung( gelbe Karten) am zweiten Oster- auf 60 m. u. i. w. Für die nahezu 75 000 Umzüge des Jahres 1872 10 Uhr abends bezahlte Kate noch seine Beche, wobei er einen belam er auf diese Weise über 3 Millionen Mart Umzugskosten Hundertmarkschein wechselte. Sodann verließen sie sämmtlich die fiertag, Montag, den 3. April, im Leffing- Theater:„ Erziehung heraus, darunter für die über 40 000 Umzüge der Wietsklasse bis Bodega, um sich zum Bahnhof zu begeben. Unterwegs ist State, ein r Ehe" und„ Liebesträume". Es ist somit an beiden Feiertagen 300 m. über 600 000 m. Umzugstoften. Nach dieser Rechnung hat 66jähriger Mann, ihnen abhanden gekommen und seitdem spurlos ne Bereinsvorstellung. Der Vorstand. J. A.: G. Wintler. man die Kosten der rund 250 000 Umzüge, die gegenwärtig in Berlin verschwunden. Der Fall erscheint den Angehörigen des Vermißten im Jahre stattfinden, auf rund 10 Millionen Mart zu veranschlagen, ganz rätselhaft. Für die Jrrenanstalten der Stadt Berlin und für die ufer Parteigenoffe Paul Jahn ist gestern aus dem neuen wovon mindestens 2 Millionen Mart auf die billigsten Wohnungen fommen dürften. Man sieht, wie sehr dem Unbemittelten seine Epileptikeranstaltuhlgarten ist jetzt von der Regierung Strafgefängniß in Tegel entlassen worden, wo er wegen angeb- Wohnung durch die Notwendigkeit, oft zu wechseln, verteuert wird. ein neuer Tarif über die Höhe der für die Pfleglinge zu erstattenden icher Gotteslästerung, die in einer Reichstagswahl- Versammlung be= jangen sein sollte, zwei Monate verbüßt hat. Was unser Partei- Zur Stellungslosigkeit unter den Handlungsgehilfen Kosten genehmigt worden, der vom gestrigen 1. April bis Ende enoffe in diefem neuen Gefängnis an Behandlung auszustehen bringen die neuesten Jahresberichte( pro 1898) einiger tauf- März 1902 Gültigkeit haben soll. Danach beträgt der Kostensatz für Jatte, übertreffe so ziemlich alles bisher dagewesene und das will männischer Vereine in dem Abschnitt über die Stellen die volle Verpflegung in den Frrenanstalten 2,20 M., in der Anstalt bei den trostlosen Zuständen in dieser Beziehung wahrlich etwas sagen. bermittelung wieder mancherlei intereſſantes Material. Beim Wuhlgarten 2,60 W. täglich mit einem Zuschlage von 35 bezw. Verein junger aufleute von Berlin" wurden 1546 50 f. für Privatanstaltspflege und 60 bezw. 75 f. für FamilienJahn wurde sofort beim Antritt seiner Strafe in Sträflings- offene Stellen gemeldet, doch blieben, nachdem 462 Meldungen pflege. Die allgemeinen Verwaltungskosten müssen mit 1,20 M. in Teibung geſtedt; seine Beschäftigung bestand im Zupfen und wegen anderer Dispofitionen der Auftraggeber, anderweitiger ben Irrenanstalten und 1,60 W. fiir die Epileptikeranstalt WuhlSortieren alter Wolle, eine Arbeit, die äußerst schmutzig Belegung u. f. w. wieder zurückgezogen worden waren, nur garten erstattet werden. Verein übrig. und wegen der Staubentwicklung in sehr hohem Grade noch 1084 Stellen zur Besetzung durch den In der städtischen Jdiotenanstalt wird der Unterricht in ungesund ist. Keine von den kleinen, an sich ja selbstverständ- Besetzt wurden 846 gleich 78 Broz. aller in Betracht kommen 6 aufsteigenden Stufen mit 12 Klassen ertheilt. In den 3 sechsten lichen Bequemlichkeiten, wie Selbstbeschäftigung 2c., die man in den Stellen. Für die übrigen 238 Stellen waren geeignete Be Klassen fennt man zunächst mur Anschauungsunterricht preußischen Gefängnissen sonderbarerweise als Vergünstigungen bewerber nicht vorhanden." Bewerber hatten sich im ganzen 1812( Tätigkeitsübungen, Unterscheidungsübungen, Uebungen für Ange gemeldet. 135 davon schieden von vornherein aus, weil sie wegen und Hand), sowie Gesang und Turnen. Ein besonderer Unters Bhitet, und die als solche bisher in Blöensee gewährt wurden, ungünstiger Auskunft abgewiesen wurden, ihre Papiere nicht ein- richt im Leien und Schreiben beginnt erst in den 3 fünften ft unserm Genossen in Tegel gestattet worden; erst als Jahn sich gereicht hatten oder in ihrer alten Stellung blieben. Es waren Klassen, ein besonderer Religionsunterricht in den 2 vierten chwerdeführend an den Justizminister gewandt hatte, ließ die bemnach noch 1677 Bewerber unterzubringen. Davon waren nur selassen, ein besonderer Unterricht im Rechnen und Zeichnen vefängnißverwaltung sich herbei, ihm wenigstens für die legten 417 in noch ungekündigter Stellung, dagegen 588 in gekündigter erst in der dritten Klasse. In der ersten Klasse tritt dann noch Ges 4 Tage feiner Gefangenschaft das Tragen eigener Kleidung und 672 sogar schon außer Stellung. Die 846 schließlich fchichte und Geographie hinzu. Ein großer Theil der Unter nur 50%, Proz. aller in aller in Betracht richtszeit wird auf Handarbeit resp. Handwerk verwendet. and das Lesen einiger harmlosen Bücher zu gewähren. Auch die Untergebrachten waren Dem fommenden Bewerber. Kaufmännischen Hilfs Der Unterricht in diesen Gegenständen beginnt bereits Beschäftigung Jahn's änderte sich, er kam vom Wollezupfen zum den fünften Klassen und nimmt hier und in den Dütentleben. Ob dies als Erleichterung aufgefaßt werden verein zu Berlin" wurden 1133 offene Stellen gemeldet, in Klaffen bei 56 Proz. besetzt wurden. Die Zahl der eingeschriebenen vierten den Mädchen 10, bei Knaben wovon 634: sollte, hat unser Barteigenosse nicht heraustriegen fönnen. Bewerber belief sich hier auf 2898. Die 684 Untergebrachten waren 14 Stunden, in den oberen Klassen bei den Mädchen 10, bei den Zweifellos wird ja auch dieser Fall neben zahllosen anderen davon nur 261/2 Broz. In beiden Vereinen war, wie man sieht, das stuaben 12 Stunden wöchentlich in Anspruch. Auch das Turnen wird im Reichstage wiederum Gegenstand der Beschwerbeführung Verhältnis der Zahl der Untergebrachten zu der der Stellungsuchenden gut gepflegt, in den unteren lassen in 3, in den oberen in bedeutend ungünstiger als das Verhältnis der Zahl der Be- 6 Stunden wöchentlich. Die erziehlichen und unterrichtlichen Das ideale Streben, das unsere Bartet auch im Barlamente fegungen zu der der Stellen. Die Geschäftsinhaber hatten also von Resultate waren im Jahre 1897/98, wie der Verwaltungsfennzeichnet, gebietet hier, immer und immer wieder rüdsichtslos der Benugung dieser Stellenvermittelungen einen bei weitem bericht hervorhebt, recht erfreuliche. Einzelne Böglinge, die an auf die Zustände hinzuweisen, unter denen unser Vaterland leidet. größeren Vorteil als die Angestellten. Der„ Kaufmännische Hilfs- moralischen, auf Störungen des Central- Nervensystems beruhenden Patriotische Pflicht ist es, dem Inlande und Auslande diese Zustände verein" weist in seinem Jahresbericht darauf hin, daß er nur dann Defekten litten und hinsichtlich ihres Betragens viel Sorge und Patriotische Pflicht ist es, dem Inlande und Auslande diese Zustände mit Erfolg thätig sein könne, wenn die Bewerber durch„ t it chtige Schwierigkeit bereiteten, sind durch dauerndes Verhüten, dur zu enthüllen, damit auch der Unkundige erfahre, wohin wir im Lande ti zu enthüllen, damit auch der Unkundige erfahre, wohin wir im Lande kaufmännische Vorbildung" ihm die Möglichkeit ge- Freundlichkeit bei fonfequenter Durchführung der an sie g der Gottesfucht frommen Sitte glücklich gekommen sind! währen, den Personal suchenden Chefs wirklich brauchbare Sträfte stellten Forderungen, durch geregelte Tätigkeit, sowohl zur Verfügung zu stellen." Das stimmt vollkommen; aber um der Schule wie in der Handarbeit resp. im Handwert, sichtlich g gerecht zu sein, hätte hinzugefügt werden müssen, daß nur dann fördert worden. wirklich brauchbare Kräfte in genügender Bahl vorhanden sein tönnen, wenn die Chefs ihren Angestellten in der ehrzeit die Möglichkeit gewähren, sich eine Vorbildung taufmännische werden. 8.u den Ein Polizeikampf gegen rote Kranzschleifen scheint neuer bings ins Wert gefegt worden zu sein. Nachdem wir erst vor furzem über einen peinlichen Zwischenfall berichten mußten, ist am Freitag Auf der königlichen Pfandleihe in der Elfafferstraße ist von Beamten des 57. Polizeireviers abermals gegen den Teilnehmer an einem Leichenzug eingeschritten werden. Von der Charité aus gestern vormittag ein dreister Raub verübt worden. In der Pfanderleihe herrscht zur Zeit ein außerordentlich lebhafter Verkehr, der zum wurde nachmittags 3 Ühr der Parteigenoffe Monteur Paul tüchtige Teil durch das Osterfest, zum Teil durch den Quartalswechsel be Perfch beerdigt. Der Zug hatte sich durch die Müllerstraße faft werben. dingt wird. Diesen Andrang benutzte ein junger Mann, um eine bis zur Barfusstraße bewegt, ohne daß die Schußmannsposten auf Zur Lage der Bühnenarbeiter. Uns wird geschrieben: In Taschenuhr, die der Eigentümer unvorsichtigerweise auf den Tisch der Straße an der roten Kranafhleife im guge Anstoß ge- Nr. 48 3hres Blattes haben Sie das Agenturunwesen am Theater gelegt hatte, bevor er abgefertigt wurde, zu erfassen und hiermit die nommen hätten. Ein an der Seestraße stehender Polizeibeamter stellte geschildert und dabei auch die Lage der technischen Angestellten er lucht zu ergreifen. Der Diebstahl war jedoch von einem dritten aber an den Kranzträger das Verlangen, den Kranz abzugeben und wähnt. Manchem Bühnenarbeiter dürfte nun die Mitteilung Besucher des Leihhauses bemerkt worden und der Räuber, der nach aus dem Zuge herauszutreten. Gutmütiger Weise tam der Träger interessieren, daß unter dem Namen, Verein des technischen der Elfafferstraße hineinfloh, wurde alsbald von einer größeren Der leichtfüßige Bursche würde auch dem Berlangen nach, und nun teilte ihm der Schußmann mit, daß Personals der deutschen Bühnen" bereits seit 13 Jahren Menschenmenge verfolgt. er fofort einfchreiten und die Feststellung des Trägers bewirken ein Verein besteht, der nach besten Sträften bestrebt ist, die Interessen zweifellos entfommen sein, wenn nicht am Rosenthaler Thor ein würde, wenn man den Kranz im ersten Gliede tragen würde. feiner Mitglieder wahrzunehmen. Der Verein unterhält seit seinem bort postierter Schußmann den Vorfall beobachtet und sich dem Diebe Man trug nunmehr den Kranz im zweiten Gliede. Der Bestehen einen Arbeitsnachweis, der schon manchem Kollegen entgegengeworfen hätte. Der Gauner wurde verhaftet und nach Beamte blieb auch ferner in der Nähe zu Zuges. Am Paul von Nußen gewesen ist. Leider wurde der Verein vor allem dem Polizeipräsidium überführt. Gerhardstift gefellten sich zu dem Schizmann noch zwei Kollegen durch die Indifferenz, die bei den Bühnenangestellten infolge Beim Zuckerkochen verunglückte gestern in Charlottenburg ber und nun hielt der Beamte es für erforderlich, auch den Kranz- der langen Arbeitszeit noch vorhanden, bis jetzt gehindert, Konditorgehilfe dellow. Einem Mitgehilfen glitt beim Abheben der träger im zweiten Gliede herauszuholen und seinen fich so auszudehnen, wie es im Interesse der Berufswahl zu Konditorgehilfe Rellow. Einem Mitgehilfen glitt beim Abheben der Namen zu notieren. Mittlerweile traf der Leichenzug mit einem wünschen wäre. Soffentlich wird aber durch diese Mitteilung Refsel aus der Hand, der kochende Zucker traf Nellows Fuß und ver anderen zusammen, der zum Teil aus Kriegerbereinlern mancher Bühnenangehörige veranlaßt, zu seinem eigenen Nutzen brannte ihn schwer. Eine Radfahrerin tam am Karfreitag nachmittag bedenklich bestand. Diese Herren fühlten sich berufen, ihre Meinung dahin zu unserer Organisation beizutreten. Die Vereinssizungen finden jeden äußern, daß der sozialdemokratische Leichenzug mindestens fünfhundert Sonnabend nach dem 16. in der Oranienstr. 171 statt. Die Auf zu Schaden. Kaum hatte die mit einem sehr eleganten Kostüm beSchritt hinter dem ihrigen zurüdbleiben müsse 2c. nahmegebühr beträgt 75 Pf., der Monatsbeitrag 25 Pf., die Geleide junge Dame gegen 3 Uhr ihre in der Winterfeldtstr. 27 gelegene Auf dem Friedhofe ging alles in Ordnung von statten; als aber bühren für den Stellennachweis sind bei Tagesarbeitern 75 Pf., bei Wohnung verlassen und wollte eben in die Potsdamerstraße in der nach einer Stunde die Beerdigung vorüber war, ersuchte der er Abendarbeitern 25 Pf. Richtung nach Schöneberg zu einbiegen, als sie mit einem Omnibus folli wähnte Bolizeibeamte den Strangträger am Ausgange, ihm nach dem Polizeirevier zu folgen. Die von ihm angegebenen Auch eine Feier des Karfreitags. Unter dieser Stichmarte dierte. Der Anprall war so heftig, daß die Dame mit ihrem Nade Adreſſe ſeiner Wohnung stimme nicht. Der Parteigenoffe ging mit. schreibt die katholische„ Germania":" Am Leidens- und Sterbetage 3 Falle kam und unter den Omnibus gerieth. Die Räder desselben Fuß der jungen Dame hinweg, so daß dieselbe nicht im stande war, Hundert Schritt vom Eingang standen die beiden anderen Beamten unseres Erlösers hatte man gestern eine Bismard- Gebent gingen nicht nur über die Maschine, sondern auch über den rechten zur Hilfe bereit; als man aber nicht mehr weit vom Polizeirevier feier in Charlottenburg veranstaltet. entfernt war, kam ein Mann in Zivil dem Beamten entgegen und gegangener Bericht besagt, waren dabei nicht nur die Spigen der sich aufzurichten und hilflos auf dem Straßendamm liegen blieb. bedeutete ihm, daß alles in Ordnung sei. Nun wollte der eifrige Civil- und Militärbehörden, voran Oberbürgermeister Schustehrus Bolizeibeamte den Sistierten gehen lassen, doch damit war jest weder mit der Amtstette, sondern auch verschiedene Herren von der Berliner dieser noch die übrigen Parteigenoffen einverstanden. Sie begaben Universität, z. B. die Professoren Brunner, Delbrück, Dernburg, fich zu mehreren nach dem Revierbureau. Der Polizeileutnant, dem Schmoller, ferner auch zahlreiche Docenten der Technischen Hoch Das ist auch eine die Beschwerde vorgetragen wurde, war nun so liebenswürdig, schule. Profeffor Paasche hielt die Festrede. feine persönliche Meinung mit Geschmack dahin zum besten Feier des Karfeiertags, jenes Tages, an dem unser Erlöser in zu geben, daß er das Tragen eines tranzes mit rother bitteren Qualen sein Leben ausgehaucht auf Golgatha. Mag man Schleife als Blödsinn bezeichnete. Im großen und ganzen sei Bismard feiern wann man will, aber ein unpaffenderer Tag hätte dem Zeichenzug gegenüber forrett verfahren worden, denn das dazu nicht ausgesucht werden können, als es der gestrige war." a Wie ein uns zuFlur eines benachbarten Hauses, wo ihr zunächst der Schuh von Ginige Herren hoben die Berunglückte auf und trugen fie in den bem start verlegten Fuße gezogen wurde. Dann wurde sie unter Flur eines benachbarten Hauses, wo ihr zunächst der Schuh von Assistenz eines Schußmannes in eine Droschte gehoben und na ihrer Wohnung zurückgebracht. Marktpreise von Berlin. 30. März 1899.( Nach Ermittelungen des Polizeipräsidiums.) Weizen 15,80-15,00 M., Noggen 14,35 bis 18,40 M., Futter- Gerfte 18,60-18,00 m.( ermittelt pro Tonne von der Zentralstelle der preuß. Landwirthschaftskammer- Notirungs 1telle 4,00 m. räumt. = い meinde Schöneberg. zu Boden und gab nach wenigen Minuten seinen Geist auf; der Schlag hatte eine Sprengung des Schädels und einen Bluterguß in Jablonsky wegen Körperverlegung mit tödlichem Erfolge zu neun das Gehirn verursacht. Die Strafkammer verurteilte heute den Monaten Gefängniß. Gewerkschaftliches. Für die Weber in Krefeld gingen bei der Berliner Gewerkschafts: Kommission folgende Beiträge ein: Klempnerei C. Karney, Teltowerstr. 14, d. Lübke 10,50. Arbeiter der Ge uno umgerechnet vom Polizeipräsidium für den Doppel- 1 waltung in Schöneberg dem Polizeipräsidium von Berlin über- Jerbot sich zum Beiveise dafür, daß der Beklagte trotz des freis gentner). Hafer, gute Sorte 15,40-14,90 m., Mittel- Sorte 14,80 bis tragen war, für die Stadt Schöneberg außer Anivendung. sprechenden Urtheils der Straffammer sich dennoch des erwähnten 14,20 m., geringe Sorte 14,10-13,50 M., Richtstroh 4,32-4,00 m., Laut Erlaß des Herrn Ministers des Innern wird die Ver- Verbrechens schuldig gemacht habe und berief sich hierüber auf eine Heu 6,90-5,80 M., Erbsen, gelbe zum Kochen 40,00-25,00 M. waltung der Ortspolizei zu Schöneberg in dem Umfange, in ganze Anzahl Zenginnen. Angesichts dieses Umstandes hielt der Speisebohnen, weiße, von 50,00-25,00 M. Linsen von 70,00 welchent fie bisher auf Grund der§§ 1 und 2 des Ge- Kläger es für zweckmäßig, feine Klage zurückzuziehen, worauf die bis 30,00 M.( Steinhandelspreise.); Kartoffeln von 6,00 bis feges vom 12. Jumi 1889 dem Polizeipräsidium zu Berlin Einstellung des Verfahrens erfolgen mußte. Bemer.fen wollen wir, 4,00 W.; alles per 100 Kilogramm. Rindfleisch von der Keule von überwiesen war, mummehr auf Grund des§ 2 des Gesetzes daß andere Zeitungen, darunter auch unser Blatt wegen Beleidigung 1,60-1,20 M., Bauchfleisch 1,20-1,00 M., Schweinefleisch von 1,60 über die Polizeiverwaltung vom 11. März 1850( G.-S. S. 265) des Dr. Evens verurteilt worden sind, obgleich, sie auch nur bis 1,20 m., Kalbfleisch von 1,80-1,00 m., Hammelfleisch von 1,60 einem besonderen königlichen Polizeidirektor übertragen. referirend über seine Angelegenheiten berichtet hatten. bis 1,00 M., Butter von 2,60-2,00 m.; alles per 1 Kilogr. Eier Mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Polizeidirektors ist 4,00-2,40. per 60 Std. Fische per 1 Kilogr.: Karpfen von bis auf weiteres der königliche Landrat Hanmacher und mit dessen Jablonsky von hier hat seinen gleichaltrigen Kameraden beim Spiele Aus Dortmund wird berichtet. Der 13 jährige Anabe Theodor 2,20-1,20 m., Aale von 3,00-1,80 m., gander von 2,80-1,00 M., Vertretung in den Geschäften der Polizeidirektion zu Schöneberg, erschlagen. Der Knabe Heinrich Scholz brachte eine fleine MundHechte von 2.00-1,00 M., Barsche von 1,60-0,80 M., Schleie von einstweilen der bei dem Polizeipräsidium in Berlin angestellte harmonika zum Spielplage. Jablonsky fand Gefallen an dem Spiel 3,50-1,40 M., Bleie von 1,40-0,80 M., Krebse 60 Stüd 12,00 bis Regierungsrat Hoffmann beauftragt. Die Polizeidirektion für Schöneberg ist bis zur Beschaffung eines Dienstlokals in Schöneberg zeuge und hätte es gern behalten. Hierüber wurde Scholz ärgerlich Auf dem Produktenmarkt am Sonnabend verlor Weizen einstweilen in dem Dienstgebäude des Polizeipräsidiums in Berlin und schlug mit einem Stödchen nach Jablonsky. Diefer bewaffnete für Mai 1 M., für Juli 1½ M. Roggen für Mai 1/2 M., für Juli am Alexanderplas untergebracht. Die Polizeireviere in Schöneberg ſich mit einem Besenstiele, den er mit beiden Händen faßte und auf 14 M. Hafer und Mais konnten sich nur schwach behaupten. Rüböl behalten ihre Geschäftsräume an den bisherigen Stellen in der Ge- den Kopf seines Gegners niederſauſen ließ. Der arme Bursche stürzte ziemlich still. Trotz bedeutender Zufuhr konnten sich die Preise am Spiritus markt behaupten, Hamburg trat als Käufer auf, hiesige Aufsichtsinstanz für die Polizeidirektion in Schöneberg ist bis zu Fabrikanten fauften größere Poften. Angeboten waren 250 000 Liter der in Aussicht genommenen anderweitigen gesetzlichen Regelung der 70 er Spiritus, der mit 39,70 m.(+0,10 m.) gehandelt wurde. Regierungspräsident in Potsdam. 50 er Waare nicht zugeführt. Termine blieben fast unverändert. Kartoffelfabritate. Berlin, 1. April. Prima Kartoffelmehl Aus Treptow wird uns von parteigenössischer Seite ge= per 100 kilogr. 20,00 M. Prima trockene Kartoffelstärke per 100 kilogr, ſchrieben: Beschämende Zustände sind im Kabel werk Oberspree, 10,00 M. Feuchte Kartoffelstärke per 100 kilogr. 10,40 m. einer Abteilung der Allgemeinen Elettricitätswerte an Schlachtviehmarkt am Sonnabend. Das Rindergeschäft Der Betrieb im Kabelsaal erfordert zum Teil, der Tagesordnung. tidelte sich ruhig ab; es ward ziemlich ausverkauft. Der Kälber- daß die Eppausen hindurch gearbeitet werden muß. Nun könnte sehr handel gestaltete sich gedrückt und hinterläßt Ueberstand. Bei den gut die Frühstücspause abteilungsweise gewährt werden, ohne daß Schafen war der Geschäftsgang gedrüdt, es bleibt nicht unerheblicher der Betrieb irgendwelchen Schaden erlitte. Eine derartige Bause ist Firma Schäffer u. Hauschner( außer einigen Drückebergern, die gestempelte Ueberstand. Der Schweinemarkt verlief langsam, wurde aber ge- umso notwendiger, als die von 7 bis 7 Uhr dauernde Arbeitszeit Listen als Vorwand benußen) 21,50. Von Stoffel d. W. Hinz 1, mur von einer einstündigen Mittagspause unterbrochen ist. Die Fabrik sangverein Senefelder 6,60. Arbeiter und Arbeiterinnen der Buchbinderet leitung sieht aber strenge darauf, daß niemand beim Hinunterwürgen des Mar Bading, 2. Rate 10,-. Arbeiter der Firma Bolzani d. Balte 35,15. Fachschule für Maurer und Zimmerer. Der Unterricht für das Frühstücks auch nur einen Augenblick pausiere; täglich kann man be- Buchdrucker der Firma Paß u. Garleb, 2. Rate 25,-. Tischler und Polierer Sommerhalbjahr beginnt Sonntag, den 9. April, Vormittags 9 Uhr, und obachten, da der Arbeiter in der einen Hand seine Stulle hält und in der der Firma Barth d. Krump 9,70. Bildhauer der Werkstatt Dinse 6,50. findet für Abteilung A im Gemeinde Schulhause Stallschreiberstraße 54a, andern den Besen führt oder Lasten trägt. Die Arbeiter an den Graveure und Tiseleure Berlins d. d. Vertrauensmann Liſte 121 24,05, für Abteilung B im Gemeinde Schulhause Thurmstraße 86 statt. Anmel Lifte 122 16,05, Lifte 123 12,95. Holzarbeiter- Verband, Bahlstelle Friedrichss dungen von Gesellen und Lehrlingen nehmen jeden Sonntag, Vormittags Panzermaschinen, die um den heißen Theerbottich stehen, sind eben- hagen d. 2. 5,-. Knopffabr. Mannasse, Wallstr. 17/18, 4. Rate 9,70. Uebersch. von 9-12 Uhr, für Abteilung A Herr Rettor Horst, Stallschreiberstr. 54a, falls genötigt, mit schmierigen Händen ihr Brot während des v. Märzkranz Gießerei Borsig- Tegel 8,35. Buchdr. E. Billig Nachf., 3. Mate 8,45. für Abteilung B Herr Reftor Bielice, Thurmstr. 86, entgegen. Neben Arbeitens anzufassen. Schlimmer noch sind die an der Bleipresse Formerei Heinze, 8. Rate 3,- Tischlerei Brieger, Bülowstr. 57, 8,10. den Klaffen, in welchen der Unterricht im Fachzeichnen für Maurer beschäftigten Leute gestellt, die unter der Einwirkung giftiger Gase Arbeiter der Broncewaren- Fabrik With. Dette, Grimmstr. 39, 11,30. Stüchenund Zimmerer in drei halbjährlichen Kursen erteilt wird, sind besondere mit ungereinigten Händen ihr Brot zum Munde führen und dabei möbel- Fabrik Schwarzer, 4. Rate 6,80. Kronleuchter Fabrik von Ruppin, prattische Kurse( Werkplazlehre) für Maurer und Zimmerer eingerichtet, an arbeiten müssen. Als in der vorigen Woche von der streng kon- Elisabethhof, 10,45. Sizmöbel- Fabrik Stehmann, Reichenbergerstraße, 9,10. welchen die sämtlichen Schüler der Fachzeichenklasse ein halbes Jahr teil: trollirenden Verwaltung etwa 50 Arbeiter beim Eſſen ſtilleſtehend stock- Fabrik A. Wendt, 3. Rate 10,- Pianofabrit Herbst, 7. Ste 7,75. Morgenpoft" 4,40. Morgenpost" 4,20." Berliner Beitung" 8,40. Schirms zunehmen haben. Außerdem ist bei Abteilung A für die in Zirkel zeichnen, in den Anfangsgründen der darstellenden Geometrie und Pro- betroffen wurden, erhielt ein jeder von ihnen 50 Pf. Strafe zudiktiert. Fünf untultivierte Sonntagsarbeiter einer Möbelbude, Schönh. Allee 160, jektionslehre ungeübten eine Vorklaffe eingerichtet worden, in welcher Auf eine Beschwerde erfolgte die übliche Antwort, daß jeder, der sich 1, Tischlerei Schaub u. Franz, Feilnerstraße, 18,20. Cifeleure E. H. Maurer und Zimmerer zusammen die nötigen Vorkenntnisse für das Fach- nicht mit den Anordnungen der Fabrikleitung zufrieden gebe, feine 3,50. Möbelfabrik Equiz, Gr. Frankfurterstraße, 10. Rate 6,35. Gesammelt zeichnen erwerben können. Das Schulgeld beträgt für jeden halbjährlichen Entlassung nehmen könne. Leider tragen die Arbeiter insoweit einen bei der Gesellenfeier Gebr. Mechuck 3,50. Buchdruckerei Krebs, 10. Rate 4,-. Unterrichtskursus( 20 Sonntage) 5 M. und ist bei der Anmeldung zu ent: Teil der Schuld an diesen gesundheitswidrigen Zuständen, als sie ihrer Tischlerei Unger, Königsbergerstr. 7, 8,30. Von den Arbeitern der Firma Grunauer 9,20. Stockfabrik A. Schilfe 5,- Gesammelt bei Mutter gewerkschaftlichen Organisationspflicht sozusagen gar nicht genügen. Berner, Bernauerstr. 78, von den Fraisern 6,-. Geburtstagsfeier 1,50. Immerhin wäre es aber angebracht, daß die Gewerbeinspektion sich Tischlerei Steiner, Kastanien- Allee 75, 2,60. Brauer der Brauerei Pichelsdes öfteren genau von dem gesundheitsschädlichen Betrieb im Kabel- borf, 5. Rate 17,90. Bautischlerei v. Meier, Neue Friedrichstr. 48, 13,75. Ueberwerk überzeugte. schuß von Theaterverein„ Gaullerbande", Charlottenburg 127,10. Geburts Die Anleihe von 2570 000 M. ist durch Kabinettsordre der tagsfeier bei C. Fischer, Beusselstr. 66 3,-. Tischler und Möbelpolierer der Feuerbericht. Die letzten 48 Stunden brachten unserer Feuer- Gemeinde Wilmersdorf gestattet worden. Dadurch sollen die Firma D. Weinland, Fruchtstr. 25. 11. Ueberschuß einer Geburtstagsfeier, Grüner Weg 6. 2,- Möbelfabrik Lennig u. Jazky, Rüdersdorferstr. 3 wehr viel Arbeit. Freitag früh mußte Wilhelmstraße 35 ein Mittel beschafft werden zur Tilgung älterer Gemeindeschulden, zum( barunter 4,15 Ueberschuß vom Märzfranz) 23,05. Zimmerbrand abgelöscht werden. Zur selben Zeit stand Brunnen- Bau des Gyninasiums, zur Zahlung des Zuschusses zu den Kosten Rudolf Krüger, Michaelfirchstraße 41, 5 Rate 11,30. Pianoforte it straße 119 ein Laden in Flammen. Durch rechtzeitiges Eingreifen des Neubaues der evangelischen Kirche, zum Ankauf von Grund- a. Lehmann u. Co., 3. Rate 20,50. Tischlerei F. A. Treue, Wienerst Tischlerei Klinte, Königsbergerstr. 7, 2,40. Buchdruckerei G. Sch der Feuerwehr konnte jedoch größerer Schaden vermieden werden. stücken, zur Erweiterung des Rathauses, sowie zur Ausführung 30, Auguststraße 30 war durch Entzündung von Schwefel ein einiger weiterer Bauten. Die Anleihe soll mit 3½ pet. verzinst 7,40. Arbeiter der Schuhfabrit Senger u. Stochwald, 2. Nate 10,80. Gür Auch der von Schmidt u. Co., Stallschreiberstr. 18,- 1,75. Statt Märzkranz i Kellerbrand entstanden, der aber auch rechtzeitig abgelöscht werden und vom 1. April 1899 ab mit 1/2 pet. getilgt werden. konnte. Daffelbe war der Fall bei einem Kellerbrande köpe- Gemeinde Boghagen- Rummelsburg ist zur Beschaffung fämpfenden Krefeldern, von der Tischlei von Friedrich, Fruchtstr. 30 12 den Arbeitern der Maschinenfabrit H. F. Efert, Friedrichsberg, 28, niderstraße 115. Regale mit Inhalt gingen hier in Flammen der Mittel für den Erwerb und die Erweiterung des Wasserwerks Bom Buditer Krüger 1,-. Ueberschuß der Kranzspende vom 18. M ( darunter Gasmefferabtheilung auf. Schönhauser Allee 3 waren Tuchstoffe in Brand sowie der Kanalisationsanlage, zur Tilgung älterer Gemeindeschulden, Berliner Metallarbeiter, 5. Rate 250, geraten, zum Bau eines Amtshauses u. f. w. das Privilegium für eine An- englischen Gasanstalt 43,75. Kranzüberschuß von Lüben u. Bühse 38, größere Ausdehnung nicht erlangte. Kollegen von der Firma Palm 6,-. Schuster u. Baer 17,80. n Kurz nach Mittag wurde die Feuerwehr nach Graun- leihe von 2200 000 m. erteilt worden. und Wrede 2,25. Löwy und Söhne 23,50. Arndt und Mark straße 35 gerufen, wo ein Kleiner Dachbodenbrand zu beseitigen 64 Siftirungen wurden am Karfreitag innerhalb der 12,05. Luckhardt 12,45. Lorenz 36,75. Butzke, Aftiengesellschaft 55,6 war. Nach dem Görliger Güterbahnhof wurde die Feuer- beiden Lokale der Spandauer Bockbrauerei durch die Gendarmerie Personal der Buchdruckerei von H. S. Herrmann 34,70. Rauchflub„ Ohn wehr nachmittags 5 Uhr alarmiert, weil hier eine Bretterwand und vorgenommen. Sämtliche Festgenommenen wurden nach Feststellung Sorge" an stelle des Märzkranzes 15,- Kolonne des Herrn Busse im Packetmaterial in Brand geraten war und zwar dem Berliner der Personalien wieder entlassen. 34 der Ercedenten, die durch Zoologischen Garten d. D. D. 3, Dr. G. 3,-. Möbelpolierer v. Huſe, Spediteurverein gehörig. Erheblicher Schaden ist nicht entstanden. gröbere Ausschreitungen, tumultuarische Auftritte, Schlägereien 2c. Koppenſtr. 9 2,-. Arbeiter der Fahrradfabrik Chorensty 42,75 Güth 13 Pianofortefabrit Gude 7,50. Tischlerei Karl Müller 12,50 In der Nacht zum Sonnabend waren dann noch einige Brände fich vergangen haben, werden dem Strafrichter übergeben werden, ing beer ber Tapezierer der Firma M. Markiewitz 8,15. Gewerkschaftskommission Char abzulöschen. Adalbertstr. 72 gingen Hölzer in einer Tischlerei bie übrigen haben ein polizeiliches Strafmandat zu gewärtigen. Im lottenburgs, 3. Nate 80,-. Ueberschuß der Märztranzspende von der deutschen in Flammen auf; Königin August astr. 21, Tresdow- allgemeinen verhielt sich jedoch das Publikum ziemlich ruhig. Der Waffen und Munitionsfabrik 22,60. Von den Handwerkern im Kurhaus straße 39, Artonaplay, Alexander- Ufer 1 und Fehr- Besuch der Lokale war außerordentlich stark, doch wurde, da ein Flinsberg d. E. K. 8,-. Buchdruckerei und Contobücherfabrik Eyck u. Fried bellinerstr. 30 fanden kleinere Brände statt, die die Feuerwehr längeres Sigen im Freien gerade nicht zu den Annehmlichkeiten ge- länder 3,80. Ueberschuß der Märzkranzspende der Metallwaarenfibri nur kurze Zeit beschäftigten. hörte, verhältnismäßig wenig verzehrt. Kirschner, Brandenburgstraße 4,70. Buchdruckerei Gebr. 1. 11,50. Clankstur fabrit Buchholz, 6. Rate 15,25. Former u. Berufsgen. von Buzke, tter Aus Spandau wird berichtet: Ein sonderbarer Vorfall hat sich straße 16,10. Arbeiter der Firma W. A. Hirschmann 22,50. G. am Karfreitag vormittag in Spandau zugetragen. Vom Bahnhof| Kupferschmiede Berlins, 3 Rate d. Keißer 100, tommend, ging eine Truppe von 12 bis 15 Männern durch die Stadt, Weitere Beiträge nimmt im Berliner Gewerkschaftsbureau Rudo um sich nach dem Schanklokal ihres Parteigenossen, des social- Millarg, Annenstr. 16, I, entgegen. Geöffnet Wochentags 9-1 Uhr Vo demokratischen Stadtverordneten Ducksch, zu begeben. Einige von mittags und 6-8 Uhr Abends. ihnen sangen, aber nicht so laut, daß etwa dadurch die öffentliche Ruhe gestört worden wäre. Plöglich wurden fie von einem Polizeibeamten, der die Namen der Sänger, die sämtlich aus Berlin waren, feststellte. Der Polizeibeamte war hierzu veranlaßt worden von einem des Weges kommenden Herrn, der sich als ein Predigt amtskandidat aus Groß- Lichterfelde legitimierte. Diefer, der zum Besuch von Verwandten in Spandau weilte, behauptete, die von ihm zum Zweck der Denunziation bezeichneten Leute hätten ein Lied gefungen, das Gotteslästerungen enthielt; das habe seinen Unwillen erregt. Der Polizeibeamte hat von dem gotteslästernden Inhalt des richten. Die Zufahrt zur Unterwasserstraße von der Schleusenbrücke aus wird wegen Neupflasterung des Halbseitigen Kreuzbammes der Werder- und Unterwasserstraße bis auf weiteres für Führwerke und Reiter gesperrt. der aber = Aus den Nachbarorten. Weißensee. Der Arbeiter- Turnverein richtet in diesem Monat eine Schülerabteilung für Knaben im Alter von 6 bis 14 Jahren ein. Die Turnstunden finden unter guter Aufsicht Dienstags und Freitags abends von 7 bis 81/2 Uhr, im Turnlokal, Parkstr. 13, Albrechtshof, statt. Meldungen, die durch die Eltern zu bewirken sind, werden vom nächsten Freitag ab in den Turnstunden entgegen genommen. Zur Lokalfrage. Der Wirt von Schweizerhäuschen in Nieder- Schöneweide hat uns die Hergabe seines Saales zur Verfammlungen verweigert. Uns steht am Orte zur Zeit kein Bersamm lungs- Lolal außer dem fleinen Lokal von Streder zur Verfügung. Die Parteigenoffen von Berlin wollen diese Mitteilung namentlich Bebei Ausflügen während der Feiertage strenge beachten. Son Pub Die Lokalkommission. Liedes nichts gehört. 22 Versammlungen. Mechanische Fabrik Die Lederarbeiter( Gerber, Lederfärber 2c.) nahmen in eine öffentlichen Versammlung, die am Donnerstag abgehalten wurde Stellung zur internationalen Lederarbeiter- Konferenz, welche in Auguſt in Wien stattfindet. Wie Brinkmann mitteilte, wird fid die Konferenz unter anderem auch mit wichtigen Fragen der internationalen Regelung der Streifunterstützung zu befassen und auch darüber zu entscheiden haben, ob das internationale Sekretariat, welches sich zur Zeit in Berlin befindet, hier bleiben soll. Zu dieser In der Rühleschen Mordsache ist ein merkwürdiger Zwischen Angelegenheit nahm die Versammlung eine Resolution an, welche besagt, fall eingetreten. Die Angehörigen des Ermordeten haben den Ber- daß sich Berliner Kollegen mit der Gründung einer internationalen Streit tch Rigdorf. Die geftrige Sigung der Stadtverordneten- Bersamm dacht der Thäterschaft auf einen entfernteren Verwandten, den in fasse welche voraussichtlich auf der Stonferenz beantragt werden Ling hatte einen feierlichen Anstrich, da Nixdorf erst gestern in die einem Dorf bei Spandau wohnhaften Arbeiter S. gelenft. Dieser wird nicht einverstanden erklären, sondern dafür sind, daß das Stadtrechte eintrat. In Abwesenheit der Socialdemokraten eröffnete hat vor einigen Jahren eine Tochter des Bruders des Ermordeten bisherige lofe Unterstügungssystem beibehalten wird. Der Belassung Herr Boddin als vorläufiger kommissarischer Bürgermeister die Sigung geheiratet; er gab sich damals für einen unbescholtenen Mann aus; des Sekretariats in Berlin stimmte die Versammlung zu, ferner mit einer Ansprache, die in einem Hoch auf den Kaiser gipfelte. Der später stellte sich heraus, daß er beim Militär wegen Diebstahls be- empfahl sie der Konferenz, dem internationalen Sekretär eine anLandrat hatte ein Glückwunschtelegramm gesandt. Herr Boddin ver- straft und in die zweite Klasse des Soldatenstandes versetzt worden gemessene Entschädigung für seine Mühewaltung zuzubilligen. Die eidete dann die acht unbesoldeten Stadträte, worauf über das Aus- war. Er hat auch nach seiner Verheiratung fein ordentliches Leben Vertretung der Berliner Lederarbeiter auf der internationalen scheiden der Stadt aus dem Kreisverbande Teltow verhandelt geführt, seine Frau oft hart mißhandelt und nur gelegentlich ge- Konferenz wurde. Einstimmig wurde beschlossen, aus dem Kreise auszu arbeitet. Meist war er müßig und trieb sich umher. Auf diesen scheiden und einen selbständigen Kreisverband zu bilden. Die Ver- Mann, der übrigens seit einiger Zeit, unter Zurücklassung seiner Sammlung stimmte ferner einstimmig dem schon lange vorbereiteten Frau, spurlos verschwunden ist, haben die Verwandten Rühles jest Bertrage mit dem Restkreis Teltow zu. Danach muß die Stadt an ihren Verdacht geworfen. Die Polizei hat die Verfolgung aufden Kreis als Abfindung insgesamt 1075 000 Mart zahlen. Diesen genommen. Er soll sich nach Rheinland- Westfalen gewendet haben. Betrag borgt ihr der Kreis gegen 31/2 Broz. Zinsen aus der KreisSparkasse. Die Versammlung beschließt, die Anleihe aufzunehmen. Zum Stellvertreter des Stadtverordneten- Vorstehers wird an Stelle des Stadtrats Brückner mit 17 von 33 Stimmen Herr Vögelte gewählt. 16 Stimmeu fieleu auf den Genoffen Rezerau. Gerichts- Beitung. wurde Brinkmann und Kuste übertragen. Hierauf beschloß die Versammlung, daß der 1. Mai in der bisher üblichen Weise gefeiert werden soll, d. h. es wird eine Versammlung abgehalten, und wo es ohne Schädigung möglich ist, ruht die Arbeit. Der Vertrauensmann wurde beauftragt, sämtliche Fabrikanten von diesem Beschluß in Kenntniß zu setzen. Betreffs des seit einiger Zeit in der Schwarzmann'schen Fabrik bestehenden Streiks machte der Vertrauensmann die Mitteilung, daß die Situation fich nicht geändert habe und die Ausständigen, einem früheren Versammlungs beschluß gemäß, weiter zu unterstügen seien. Hierauf wurden die Verhältnisse in der Karplus'schen Fabrik besprochen und ein Einen entschiedenen Mikerfolg hat der Dr. med. Bernhard Bim stellvertretenden Schriftführer wählte man den Sekretär Märter. Ebens mit den Beleidigungsflagen, die er gegen eine ganze Reihe Beschluß gefaßt, welcher das viele Ueberstundenmachen der Karplus Reunerkommission eingesetzt. Ihr gehören die Genossen Negerau, langten zwei dieser Klagen vor dem Schöffengericht zur Verhand- wärtig eine bedeutende Arbeitslosigkeit in der Lederfabrikation herricht. Magistrat zu ersuchen, baldigst die Ersazwahlen für die aus den des Verbrechens wider das teimende Leben verhaftet wurde, teilten Der Kaffierer des Formervereins, Herr Grüßmacher, theilt Reihen der Stadtverordneten ausgeschiedenen Stadträte anzusetzen. viele Zeitungen diese Thatsache mit. Es knüpften sich daran An- uns mit, daß die in der Versammlung der Former am 26. v. M. Die, lebernahme der Steuerordnungen aus der Dorfgemeinde muß aus formellen Gründen nochmals beschlossen werden, ebenso die gaben über das Vorleben des Klägers, wodurch derselbe in ein aufgestellte Behauptung, er habe den Streikenden der Firma Gäbert Festsetzung des Steuerplanes. Die Mehrheit stimmte für die Steuer- höchst schlechtes Licht gesetzt wurde. Nachdem Dr. Evens mangels auf eine Anfrage, ob bei ihm Modelle dieser Firma in Arbeit seien, ausreichender Ueberführung ein freisprechendes Urteil erzielt hatte, mit Polizei gedroht ,; vollkommen unwahr sei. ordnungen und den Steuerplan, womit sie angenommen sind. strengte er gegen sämtliche Beitungen, welche den vorerwähnten Freireligiöse Gemeinde. Heute, vormittags 11 Uhr, im großen Die nordöstliche Gewerbe- Inspektion zu Berlin- Berlin II Artikel über ihn gebracht hatten, Klage an, wobei er nicht nur die Festsaal der Berliner Ressource, Kommandantenstr. 57: Versammlung. Heft( Potsdam) ist mit dem heutigen 1. April in zwei Gewerbe- Inspek- Beklagten bestraft wissen wollte, sondern auch Anspruch auf eine bortrag des Herrn Dr. Bruno Wille: Bom Keim zum Korne." tionen getheilt worden, nämlich in: 1. die Gewerbe- Inspektion beträchtliche Geldentschädigung erhob. Das Landgericht lehnte den Montag, den 3. April, vormittags 11 Uhr, ebendaselbst: Bestvortrag des Berlin II( Potsdam) in Berlin, umfassend die Kreise Ober- Kläger zunächst ab, auf die von legterem erhobene Beschwerde ordnete Herrn Professor Dr. Albert Gehrke: Sturm und Drang in der Reformationszeit." Barnim und Nieder- Barnim und 2. die Gewerbe- Inspektion in die höhere Instanz indessen die Einleitung des Verfahrens an. Prenzlau, umfassend die Kreise Angermünde, Prenzlau Gestern wurde zunächst gegen den Redacteur Briefen von der" Post" und Templin. verhandelt. Der Beklagte wurde freigesprochen mit der Begründung, daß der Artikel nur wahre Thatsachen enthalte, durch deren Mit Ueber die Polizeiverwaltung in Schöneberg bringt das theilung der Beklagte nicht die Grenzen des ihm als Vertreter Berliner Polizeipräsidium folgende Bekanntmachung: Mit dem der Presse zustehenden Rechtes überschritten habe. Die Kritik sei 1. April d. 3. scheidet die Stadt Schöneberg aus dem Kreise vielmehr vollauf berechtigt gewesen. Teltow aus und bildet einen besonderen Stadtkreis Schönes In der zweiten Klagesache, die sich gegen den Redakteur berg. Mit dem gleichen Tage tritt das Gesetz vom 12. Juni 1889, Dr. Gebel vom Lokal- Anzeiger" richtete, erging es dem Kläger noch durch welches die Wahrnehmung einiger Zweige der Polizei- Ver- schlechter. Der Vertreter des Beklagten, Rechtsanwalt Dr. Werthauer, Samariter Kursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Heute: Ausflug nach Friedrichshagen zu Brüning, Seeftr. 2, Spreeschloß. Abfahrt: nachmittags 2,23 Uhr vom Aleranderplaß und 2,30 Uhr vom Schlesischen Bahnhof. Dienstag, den 4. April, abends 9 Uhr, bei Neumann, Brunnens straße 150: Vortrag des Herrn Dr. Fled:" Ueber die Grundzüge der Der Vorstand. strankenpflege". Gäfte willkommen. Sozialdemokratischer Agitationsverein für Stralsund- Franzburg Rügen. Heute, vormittags 10 Uhr, bei Mörschel, Jüdenstraße 35/36: Generalversammlung. Erscheinen sämmtlicher Mitglieder nothwendig. Schöneberg. Die Generalversammlung des Arbeiter Bildungss Vereins findet am 17. April bei E. Obst, Grunewaldstr. 110, statt. t. 78. 16. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 2. April 1899. Der böse Wille des Militarismus. dienſtvolle und oft ehrend von mir genannte". Und nun vergleiche Verlust als ehrenvoll gift und Gewandtheit beweiſen würde. Nochmals eine Nothwehr von Karl Bleibtreu. ( Schluß.) felben Oberflächlichkeiten. 19 er iſt in = " " " " " Wie nenne ich ihn noch im Bar Befreier"?" Der sehr vers untertrieben haben, da ja großer Erfolg mit relativ kleinem man damit seine tränkenden Wutausbrüche, ich stände„ noch unter Standen ihnen angeblich nur wenige Tausend Spanier dort gegendem Niveau der ant tiefsten stehenden sozialdemokratischen Blätter" über wie tommt B. zu dieser Behauptung, da doch ein ansehn u. f. w. Daß ein Leitartifel des Schwäb. Merkur", der mir zu liches Corps nachher fapitulirte?, so würde dies alles ja nur die Er sagt so schön: Bleibtreu ist in der Kriegsgeschichte anßer Gesichte kam- wahrscheinlich pfeift die übrige Chauvinistenpresse miserable Führung der spanischen Berufssoldaten beweisen. Und fan- in die Chaubiniſtenpresenter Grenache der Unte und die e ner eitt getar te dentlich bewandert und hat sehr eingehende Studien gemacht", sei auf demselben Ton, sich untersteht, die ruhige Sachlichkeit des mögen auch die Regulären" im Felde das Beste gethan haben, her über formalistische" Auffassung nicht hinausgekommen. Ich edlen Generals zu preisen, wundert mich natürlich nicht. Ich habe das allgemein leitende System der Amerikaner war jedenfalls ein ill ihm sagen, was ödester Formalismus ist: seine wiederholt ver- mich vielmehr gentlemanliter Höflichkeit gegen alle meine Gegner Wilizsystem. Auch vergißt B. den wichtigen Unterschied, daß die thene einseitig beschränkte Auffassung der Inneren Linie. So wärmt befleißigt, die ich der mit Recht geschäzte", der ausgezeichnete Amerikaner sämtlich noch grün", die Spanier aber seit Jahren hier wieder Orakel über 1813 des Ueberläufers Jomini quf, der Forscher" u. f. w. betitele. Gedankenleserci über meine Motive muß an Krieg auf Kuba gewöhnt waren. Und einesteils verlangt man 13 Mitarbeiter des Trachenberger Kriegsplanes doch geradezu Partei ich ablehnen, ich möchte sie mit den seinen nicht vertauschen, bei der Kritit von 1870, der Erfolg" folle der einzige Gradmesser dieser Frage ist, und doch habe ich oft flar entividelt, daß und wenn der General mich Werkzeug der Sozial- sein, jest aber soll man den Erfolg" der Amerikaner bekritteln? tapoleon nur deshalb scheiterte, weil er gegen sein Prinzip demokratie" nennt, so antworte ich ihm: Ich bin niemandes Welche Logit! Wie immer die Dinge geschahen, thatsächlich haben ündigte, dennoch aber die Imiere Linie selbst hier noch ihre Un- Werkzeug, mögen andere sich als Werkzeug ihrer Klassen- doch 20 000 ungeübte Amerifaner 120 000 geübte Spanier von Kuba ehlbarkeit bewies. Und soll ich das hundertmal Bewiesene wieder- interessen aufspielen. Die schmachvolle Heßerei" ist ganz auf seiner vertrieben! jolen, daß eben nicht bei Königgräß die getrennten Theile zur Seite, indem er jesuitisch unterschiebt, was mir fremd ist, und weh- Gegen die Milizen Cromivell's, oder Lee's und Grant's techten Zeit vereinigt wurden", daß dies bei Metz und Sedan mütig verschweigt, was er nicht abschwächen kann oder was ihm weiß er nichts weiter einzuwenden, als daß„ Wilizen durch lang en " ur durch unberechenbare Stümperei des Gegners gelang? Daß ich nicht in den Kram paßt. Er schüßt sich vor weiterer Kontroverse Krieg gute Soldaten werden können". Dies ist wenig stichhaltig. er bezüglich des Einmarsches 1866 die Nötigung zugebe, wie auch durch die beleidigende Erklärung, daß er jede weitere Erörterung Sind vielleicht die Heere im siebenjährigen Krieg immer besser ge70 für die excentrische Aufstellung der III. Armee? Dies mit mir abschneide. Wenn ich mm sagen wollte, wie Delbrück ihm worden und im dreißigjährigen? Nein, immer schlechter, wie bei so rt schon allein, wie wenig formalistisch" ich ein für allemal schon mal die„ Ebenbürtigkeit" absprach, ich bräche jede Fehde mit großem Menschenverbrauch natürlich. Da nun infolge der großen Rezept" befolgen will. In welchem Sinne ich Moltke einem Militärhistoriker ab, der den bekannten Broussiers bei Bagram Verluste im englischen wie im amerikanischen Bürgerkrieg immer segendengößen" nannte gegenüber maßloser Verhimmelung, im Labroussière" tauft und die 2. Turcos bei Elsaßhausen fechten neue, d. h. ungeübte Rekrutenmassen in die Front gezogen wurden, so rigen feine eigenartige Bedeutung für Aufmarsch und Vorbereitung läßt. f. w.! Ich bin nicht so brutal. Er gesteht naiv, ohne können sie doch nichts vom„ langen Krieg" profitiert haben! Weiß ets würdigte, weiß B. ganz genau. Er reißt aus einem alten militärische Erfahrung" hätten allerdings zwei Bivilisten Wert- übrigens B. nicht, daß die englischen Veteranen schon bei Bunkersrtitel 1894 Säge heraus, ignorirt aber meine Klarlegung des volles geschaffen. Nämlich man höre und staune!- Thiers, hill im ersten Treffen des amerikanischen Befreiungskrieges, sowie ahren Sinnes. Er verdreht lächerlich meine ausführliche Be- Verfasser der romantischen, militärhistorisch einfach lächerlichen 1814 bei New- Orleans vom amerikanischen Landsturm vernichtet zuchtung des 14. August 1870, wobei er obendrein die andere Hälfte Geschichte des Kaiserreichs", und Bernhardi( der Aeltere, Vater des wurden? Und wie steht es noch 1866 mit Langensalza, wo Landneiner These unterschlägt:„ Diese eine Folgerung genügt zur Stenn- Obersten). Dieser begabte Stilist hat außer bloßer Herausgabe der wehr eine fast doppelte reguläre Uebermacht aufs tapferste zeichnung der Schlüſſe des Herrn Bleibtreu". Ja wohl, für mich Denkwürdigkeiten des Generals Toll sich nur durch Verkezerung abschlug, um lauter neue, im Befreier" noch nicht ers genügt es zur Erkenntniß der wissentlichen Entstellung. Wieder Napoleon's hervorgethan zu Gunsten Friedrich's des Großen, welche wähnte Fälle zu neimen? Bei" fich tramt er die banale Selbstverständlichkeit aus, Strategie sei ver- patriotische Geschichtslesart ihm von Delbrück den Namen„ Friedrichs die Rekrutendivision Newerofsky, eben erst ausgehoben, geblich, wenn der Gefechtssieg ausbleibt", als ob der Sieg nicht theologe" eintrug. Hoch im Preis standen seine schon von Beizke wahrhaft glänzend gegen die gesamte Murat'sche Reiterei. eben planmäßige Folge der Strategie wäre. Das Geschwätz über widerlegten Phantasien über die angeblich größere Zahlenstärke Und wenn B. etwas vom ersten Treffen des englischen Bürgerkriegs Jena- Auerstädt, als ob dort nur die französische Taftit gefiegt habe, Napoleon's 1813 und insbesondere bei Leipzig, aber heutige Militärs, bei Edgehill munkelt, so vernehme er, daß schon im ersten Treffen Berzauste ich schon mehrfach, doch er ist inuner wieder da mit den wie Graf York und Berndt, geben ruhig wieder die älteren Ziffern. von Newbury, nachdem alle alten" Barlamentstruppen geworfen, Weshalb findet mun dieser Zivilist, über den die Zeit längst das eben erst eingerückte Milizfußbolt der Stadt London alle AnSo greift er auch meinen Vergleich heraus:" Das Corps Mac hinwegschritt, so hohe Gnade? Er war Diplomat, Freund Moltke's, griffe der siegreichen royalistischen Schwadronen entschieden zurüdMahon( Elite- Truppen) sei nach Wörth völlig demoralisirt gewesen, Hoffreisen angehörig. So bewahrt der Militarismus, wo immer warf. Auch auf dem Kontinent damaliger Zeit lehren der deutsche dagegen wären die Milizen Chanch's nach der Schlacht bei Orleans man ihm auf die Finger sieht, den gleichen traffen Egoismus! Bauernkrieg und später der merkwürdige österreichische Bauernkrieg bei Beaugench immer wieder am nächsten Tage ins Feuer gegangen. Noch möchte ich eine" Tattit" berühren, von der er wohl selbst gegen Pappenheim unter dem talentvollen civilistischen Häuptling, Das tommt einfach daher, weil sie nicht so ge- faum erwartet hat, daß ich sie entdeckte. Er citiert nämlich( an einer den man unter dem Namen„ Der Student" kennt, wie lange man der schlagen worden waren wie das Corps Mac Mahon bei Stelle wieder stilistisch falsch) die Hälfte einer langen Anmerkung unendlich besser bewaffneten Soldateska Widerstand zu leisten verWörth." Dies habe sich aber bei Sedan wie die andern" geschlagen. meiner Vorrede und schließt das Citat: wo auf 4000 Schrift mochte. Auch find die Cromwell'schen Milizen nicht gute", sondern beste Lesteres stimmt schon nicht. Der größte Teil dieses Elite- Corps unsichtbares 8ielfeuer ganze Massen niederreißen kann". Das Soldaten gewesen, wie noch der heutige Generaliffimus Lord Wolseley schlug sich bei Sedan bedeutend schlechter, als z. B. Corps Lebrun, bei mir nicht gesperrte Zielfeuer" druckt er gesperrt warum? mit Druckerschwärze proklamirte. Was will man mehr? Sollte ferner Division Liébert( Rekruten) und Division Goze. Außerdem Damit ein Naseweiser juchze:„ auf 4000 Schritt Bielfeuer", wahr übrigens V. wieder nicht wissen, daß die Model Army Cromwells, war das Corps mit sieben frischen Bataillonen neu komplettirt wor- scheinlich bezieht sich der biedere Hönig darauf, als er von„ wunder- faum gebildet, auch schon bei Marston die steggewohnte Hauptmacht den und„ Sedan" fiel drei volle Wochen später als" Wörth"; man lichen Phantasien" fafelte. Wie aber fahre ich dort fort? Auf die Rupert's, die Blüthe der Kavaliere, fast bis zum legten Mann verbatte also Zeit genug gehabt, sich zu erholen. Da dieser hintende Fehlschußgarben der Wolozkoi'schen Theorie wird nicht zu rechnen tilgte? Diese beste Seiterei, die es je gab, ist also nicht durch Zujaz nichts mit der Sache zu thun hat, so kommt lediglich das fein, falls der Verteidiger vorher Distanzen martirte." Erfahrung langen Krieges, sondern sofort den bereits zwei von mir betonte tolle Laufen der afrikanischen Veteranen vom Ich glaube, man hat mich verstanden. Seiner Be Jahre fechtenden Royalisten überlegen gewesen. Wodurch? Durchs 7. bis 12. August in Betracht. Die Chancy- Miliz hingegen focht lehrung, daß mir die einfachsten Begriffe über Ausbildung Feldherrenthum des Civilisten Cromwell und ihren höheren moragtimmig vom 1. bis 4. Dezember, war aber nach wenigen Tagen wieder fehlen", bedarf ich nicht; ich weiß sehr wohl, was ich lischen Faktor. Daß dieser begeisterte Miligen zu gutem Fechten zur dreitägigen Schlacht von Beaugench bereit und lieferte noch meinte, beim aufgelösten Gefecht und verbesserten Gewehr sei der befähige, leugnet B. nicht, fügt aber hinzu, daß stehende Heere ihn auf dem Rückzug von dort das heftige Gefecht von Vendôme. Daß bewaffnete Milizbürger gerade so viel werth als der Soldat, und doch auch befizen fönnten, was übrigens Bleibtreu für 1870 nicht auch die Bayern sehr erschöpft waren, ist richtig; daß sie seit dem die Haltung der Philhellenen und Garibaldiner bei Domokos bewies leugnet". Gewiß hob ich solchen Ausnahmefall hervor, im 1. Dezember jeden Tag gefochten hatten"," natürlich es wieder. Warumi war denn schon der Verlustunterschied 1814 so ganzen aber wird darauf nie zu hoffen sein, es sei denn, daß Beunrichtig: nach dem 4. hatten sie geradejo eine Kampfpause, wie die gering, da doch die napoleonischen Rekruten notorisch taum schießen geisterung für den Feldherrnmonarchen wie bei Napoleon und Milizen. Nun, sie mußten sogar nach der Beaugench Operation fonnten, und bei Mentana, wo die Legende von„ Wundern des Friedrich dafür eintritt. B. nennt es ferner eine grobe Täuschung", ganz aus der Front gezogen werden als verbrauchte Schlade, indeß Chassepot" fabelte, während die Regulären mehr verloren als die daß ich von„ Miliztruppen" der französischen Revolution spreche, da die Miliz Chanch's zwar in zerrüttetem Zustand zurückging, aber schlechtbewaffneten Garibaldiner? Warum verlor die Garde so um- ein Drittel der Bataillone aus alten Linientruppen bestanden bald wieder schlagfertig stand. Doch soll ja den deutschen Veteranen gemein viel relativ mehr Offiziere als bei St. Privat bei habe. Nun bestand aber das Linienheer des Ancien Regime übernicht ihr Verdienst bestritten werden, nur leisteten sie eben defensiv Le Bourget gegen den Fabrikanten Baroche und seine völlig grünen" haupt nur aus 120 000 Mann. Davon verkrümelte sich ein Tetl nicht im geringsten mehr, als die unermüdlich offensiven Moblots? Und ähnlich drei tampferprobte deutsche Regimenter am in der Revolution, die Fremdregimenter kamen um, andere desertierten, Writizen. Nun aber der Einwand, die Milizen hätten bei Beaugency 2. Dezember gegen den Landsturm von Côte d'Or? Warum hielten andere blieben nur als Garnison in den Festungen, somit könnte wieder drei Tage geblutet, weil sie vorher bei Loigny nicht so ge- Franttireurs und Nationalgarden so lange das brennende Chateaudun unter 700 000 Mann der Levée en masse boch nur ein ganz verschlagen waren", wie Mac Mahon bei Wörth! Ja wohl, ganz meine gegen Uebermacht? Warum überſtieg der Blutverlust der Milizen schwindender Bruchtheil aus Linie bestanden haben, zumal allein Meinung, aber was ſagt denn die gesamte deutsche Militärhistorie in der großen Bariser Ausfallschlacht und bei Villepion- Roigny den 4000 Offiziere guillotiniert, eingeferkert oder verbannt waren, das dazu? Hat man uns nicht die gräßliche Niederlage der armen deutschen höchstens um zwei Fünftel, offensiv, gegen überlegene Offizierstorps also gänzlich neu verjüngt war. Und nach Ansicht Wilizen bei Loigny in düstersten Farben geschildert?! Da sollen fie Artillerie? Warum schoß die völlig improvifirte Milizartillerie besser der Offiziere find doch die Offiziere die Armee"! Daß er die Levée 18 000 Mann verloren haben, das 16. Corps allein 14 000, Division als die kaiserliche? en masse einte regelmäßige Aushebung, keineswegs eine Miliz Zauréguiberry 50 pet. und doch focht dieselbe Division nachher Wenn B. höhnt, ich hielte nichts von der Taktik, weil ich vom Drill nennt,", ist eine Spiegelfechterei, wie seine Unterscheidung zwischen wieder höchst energisch bei Beauganch! Ich verweise auf meine nichts verſtünde, so kommt mir das so vor, als ob man einem Maler vor- Miliz und Freiwilligen. Sind entweder die Schweizer Milizen ironische Ueberführung, daß Chanch entweder bei Loigny viel werfen wollte, er könne keine Farbendüten konftruiren. Ohne Farben kann feine regelmäßige Aushebung"? Wenn die absolut freiwilligen Kleineren Verlust, oder bei Beaugench viel Kleinere Streiterzahl hatte, man nicht malen, ebensowenig wie ohne Waffenausnutzung fechten, aber Nationalgarden- Bataillone von 1792 und die sofort bewaffneten as die Deutschen fabeln! Ob Chanch bei Loigny schwer oder leicht das Gemälde entsteht nicht mal durch Anwendung der Farben, denn und dem Ausland entgegengeworfenen Boltsmassen von 1798 geschlagen wurde, in jedem Fall bleibt das sofortige Wiedervor jeder Anstreicher wäre dann Künstler, sondern lediglich durch allgemeine nicht den Namen Miliz verdienen, wie soll man sie sonst betiteln? gehen der Milizen höchſt ruhmvoll. Und bezüglich der völligen De geistige Schöpfung. Dieser freigestaltende Denter des Feldzugsbildes Im übrigen habe ich ausdrücklich gewiffe Schäden" eines Voltsmoralisirung der Eliteveteranen nach Wörth paßt es noch besser, auf ist der Stratege, der das Handwerk des Farbenreibens getrost seinen aufgebots nicht bestritten, im Gegentheil betont, daß tro innerer den leidlich geordneten, bewundernswerth schnellen Rüdzug der Subalternen überläßt. Und dabei rechnet B. sogar die Generalstabs- Berrüttung die Revolutionsheere stets ihren Mann standen. Denn Milizen von St. Quentin bei Nacht zu verweisen, da diese doch arbeiten zum Handwerk"! So wenig man aber vom Stunstgelehrten die moralischen und geistigen Vorzüge überwiegen eben derart, daß jedenfalls ebenso gründlich geschlagen waren wie jene! Wer behält verlangt, er solle selber malen, so unsinnig wäre die Zumutung angewisse Schäden" nicht in Betracht kommen. Dem Bürger der nun wieder logisch recht, ich oder die andern? Kriegstheoretiker, sie sollten erst eine Schießschule durchmachen. Die freien Stadt Nürnberg, dem Maler Dürer, verdankt man die KeimIch habe B. keineswegs beschuldigt, seine allgemeine Beur- einzig nöthige Grundlage" dafür ist echte triegshistorische zelle moderner Befestigungskunst, den Florentinischen Republikanern theilung Moltke's" von mir adoptiert" zu haben: gegen diese Ehre Forschung, alles andere ist blauer Dunst. Eine solche hat ein Michel Angelo und Lionardo da Vinci mancherlei Beiträge zur müßte ich mich nachdrücklichst verwahren. Ich sagte, feine Auf- Bernhardi kaum betrieben, ein Boguslawski ebensowenig. dagegen Kriegstheorie. Würden diese Kunstgenies anderswo in der Lage gefassung" habe sich verschiedene, genau von mir formulierte Er- Jomini und Clausewitz trotz mancher Irrthümer im einzelnen. Dies wesen sein, ihre allgemeine Genialität nebenbei in den Dienst des wägungen angeeignet". Denn wie täme es z. B. sonst, daß er waren nun freilich Militärs, mit demselben Rechte könnte man aber Krieges zu stellen, würden der Pächter Cromwell und der Advokat früher Moltte's Direktiven Klassisch" fand und sie jetzt bemängelt? ihre Autorität beanstanden, weil sie ja nie praktisch kommandirt Gambetta je ihre Größe entfaltet haben, wo der stehende" Uebrigens tonftatiere ich ausdrüdlich, daß er trotzdem die Eben hätten, wobei übrigens die Praxis Jomini's die des berühmteren Militarismus wucherte? Aber so geht es jetzt: weil man meine bürtigkeit der Moltke'schen Methode neben Napoleon verteidige". Clausewitz noch ums hundertfache überwog. Nun zerrt B. zuletzt historisch experimentelle Methode nicht widerlegen kann, so hilft sich Auch hier also wieder wissentliche Verdrehung! Er behauptet fett- noch einen ganz beiläufigen, in Petitschrift an versteckter Stelle 3. B. der objektive Referent der Nordd. Allgem. 8tg." mit der gedruckt:" Ich kenne seine Vergleiche über Wagrant und Gravelotte stehenden Satz meines umfangreichen Wertes über Strategie Ausflucht, daß ich doch nicht überzeugen tönne: heut würde nicht". Aber auch in den von ihm gekannten Werken kommt dieser heraus bezeichnenderweije zitirt er diesmal nicht, wie Deutschland eine Miliz Besseres leisten als das Vergleich vor, ebenso in der Schrift Theorie und Pragis", die er steht, in welchem ich mein, von ihm selbst außerordent stehende Heer. er in ich Ei, wie bescheiden! Nun verlangt man gar nicht nennt, obschon sie ihm vom Verlag 1892 zuging, weil darin lich" und brieflich toloffal" genanntes Wissen und schon den Nachweis, nachdem eine gewisse Ebenbürtigkeit zugestanden, fehr freundlich von seiner Fehde mit Delbrück die Rede war. Ebenso vielleicht können gegen Unbefugte betone. Also doch für Ueberlegenheit des Milizsystems im militärischen Sinne. Yas er nachweislich die Polit. Milit. Blätter" 1894( gegen einen wohl Feldherr?!" Auf solch geschmackvolle Anfrage zu antworten, Diese Argumentierung steht aber gar nicht in Frage, sondern eine dortigen Artikel von mir hat er sogar polemisiert) und in fühle ich kein Bedürfniß, zumal die beliebte Auslegung nicht noth- leidliche Ebenbürtigkeit, wie sie z. B. ein alter Offizier" in der diesen stand mein großer Auffaz über Wagram, der wieder mit wendig darin zu liegen braucht. Warum aber, frage nun ich, sollte Frankfurter Beitung" jüngst für die englische Miliz nachwies, dem Vergleich zu Gravelotte schließt. In seinem Kapitel findet man nach tiefstem Studium der inneren Bedingungen nicht auch mal würde schon genügen. Die Militärs müssen eben endlich lernen, fich fogar eine Stelle nicht der Sentrumstoß, sondern nur zum Können" fähig sein, da doch Leute ohne alle Vorstudien schon daß ihre ausschließliche Zunftanschauung bei der gebildeten KulturDabout's Ueberflügelung habe den Sieg entschieden, die sich oft so großes tonnten"? Außer allen früher Genannten sei noch gesellschaft nicht mehr verfängt, daß nicht nur ihre Standesinteressen, offenbar auf eine Behauptung von mir bezieht. Vielleicht foll an Handlungskommis Clive, den Eroberer Ostindiens, und an Bächter sondern auch ihre idealen Wünsche nach möglichst vollendeter Truppenauch schon das Eingeständniß der Anregung( bei sonst selbständiger Washington, den Befreier Amerika's, erinnert. Letterer soll sich ausbildung uns völlig gleichgiltig laffen, daß es dem ganzen Volle Ausführung) darin liegen: tennte ich sie aber, ist etwa die Kriegs- später abfällig über Milizsystem geäußert haben, wahrscheinlich aus nur auf zwei Dinge ankommt: Bähmung des Hoffärtigen ersten geschichte für ihn allein auf der Welt?" Gewiß nicht, an einer fonservativen innerpolitischen Gründen, hat er doch auch die Neger- Standes" und endliche Entlastung von seiner unersättlichen Opfergier. theoretischen Idee aber, wie dieser Vergleich fie involviert, sllaverei vertheidigt! Allerdings benahmen sich seine Freiwilligen Noch eins. In einem Novellenbändchen belletristisch zum Volle haftet ein gewiffes geistiges Eigenthumsrecht, das man mindestens mehrfach auffäffig. Nichtsdestoweniger hat er mit ihnen den glor- herabsteigend, läßt General Boguslawski den Genius der Menschheit durch eine Anmerkung zu respektieren hat. Wäre mein Vorwurf, reichen Uebergang und Ueberfall am Delaware durchgesetzt, und die erscheinen. Befagter Genius teilt ihm mit, daß er bei Valmy und sowie auch ein ähnlicher gegen Bernhardi, augenscheinlich haltlos, so endlich vernichteten britischen Heere, welche überall das französische Jemappes für Fortschritt und Freiheit focht zum Donnerklang der würde man mich grob auffordern, die„ Uebereinstimmung" und mein Berufsheer geschlagen hatten, bestanden aus Veteranen, einschließlich Marseillaise"!! Kind!" ruft ihm der wahre Geist des Fortschritts" Prioritätsrecht" nachzuweisen, was aber bisher niemand sich der deutschen Bundesvölker. zu: was ist mir euer Vaterland!... Wo sind die Zeiten eines getraute. Vor allem hat man sich das Recht verwirtt, Und nun endlich, was hat B. eigentlich an Positivem zur Miliz- Voltaire und Rousseau, Mirabeau und Danton, des großen Napoleon dann noch wegwerfend einen Bleibtreu" anzuzapfen, und bestand frage beigebracht? Nichts. Seine Bemerkungen über die Kämpfe hingekommen!" Bravo, so ernennt dies schöngeistige Kadettentum dieser Widerspruch für mein Gefühl schon durch die vorauf auf Kuba, die ich nicht in den Vordergrund schob, mögen vielleicht sich selbst zum Kandidaten der Fortschrittspartei! gegangene Korrespondenz. Bezüglich diefer genügt eine Thatsache. das einzige sein, wo wir ihm theilweise nicht ganz unrecht geben Er erzählt, er habe mir sein Schriftchen Die Ehre und das Duell" tönnen, da ja wirkliche Atten über diesen Feldzug noch nicht voranfangs verehrt( wovon ich nichts sagte), vielleicht um burchbliden liegen. Daß Amerika beffer gerüstet gewesen sei, widerlegt ja zu laffen, meine Betonung des andern späteren Geschents sei schreiend die neueste Enthüllung, daß es sogar anfangs an Bulver trrig. Also nochmals: Mit seinem Absagebrief in Sachen Moltke fehlte! Daß er zwischen Milizen und Freiwilligen unterscheidet, ist schentte er mir seine Neuen Studien" über Wörth. Er hatte warm für meines Buches allgemeine Auffassung belanglos. Was bleibt Seine Freude über mein„ Entgegenkommen" ausgedrückt, mich überaus herzlich besonderer Hochachtung" versichert und nur des halb beantwortete ich dies so schmeichelhaft", wie mir gesellschaft Liche Formen gebieten. Die mir vertraulich geschriebenen Einzelheiten über seinen dienstlichen Ruhmestag am 19. Januar 1871 habe ich leider nicht verwerthen tönnen, wie ich wünschte, dagegen findet er fich diesbezüglich auch jest wieder ehrend in meiner Dichtung, Paris" genannt. " " " aber immerhin bestehen? Rund 20 000 Amerikaner, Reguläre und Milizen, greifen 120 000 Spanier an, wählen den richtigsten Angriffspunkt, erstürmen das startbefestigte San Jago im Handumdrehen gegen rauchschwaches Bulver" mit Berlust von 1700 Todten und Verwundeten, was wohl ficher 15 pet. der dort engagirten Kräfte ausmacht. Ob die Verlustangabe richtig, bleibt zweifelhaft, da bekanntlich solche sofortigen Angaben stets unzuverlässig; die" Renommiſterei" ( wie B. es nennt) der Amerikaner dürfte den Verlust wohl eher 08 Briefkasten der Redaktion. " 1 Die juristische Sprechstunde wird Dienstags. Donnerstags und Freitags abends von 7 bis 8 1hr abgehalten. Nr. 37. Der Quadratmeter Wiener Pflaster kostet der Stadt etiva 17 Mart, der Quadratmeter Asphaltpflafter hingegen 14 Mart. Wieviel ein Stein toftet, läßt sich nicht sagen, da die Preise fortwährend schwanken. A. R. Bringen Sie in der ersten Woche nach den Feiertagen den Stradivariat" einmal auf die Redaktion. Melden Sie sich im Sekretariat zwischen 10 und 3 Uhr. Alles übrige dann mündlich. Kontuy. 1. Nein. 2. Melden Sie sich bei dem Kapellmeister( Dirigenten) des betreffenden Instituts und tragen Sie demselben Ihre Wünsche vor. Join Grosse Matinée Matinéent Montag, den 3. April 1899( 2. Osterfeiertag), im Concerthaus Sanssouci, arrangirt von den Parteigenossen des IV. Berliner Reichstags- Wahlkreises Süd- Ost. Unter gütiger Mitwirkung des Theatervereins Proletariat, des Gesangvereins Frele Feldblume, Gesangshumoristen 2c. 2c. 215/7 Zur Aufführung gelangt: Die emanzipirte Frau. Auftreten des Srl. Hermine Marion. Anfang 12 Uhr. Garderobe 10 f. Eintritt 30 Pf. Achtung! VI. Wahlkreis. Achtung! Montag, den 3. April( 2. Osterfeiertag), Mittags 12 Uhr: Sozialdemokratischer Wahlverein Empfehle meine Neftaurat Vereinsz. m. Piano, f. Bahlst. eine. Friedr. Walsdorf, Barnin für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Gr. Frühstücks, Mit Montag, den 3. April( 2. Osterfeiertag): Grosse Matinée und Abendtisch. * Liebehenschel, Mariannenstr. Restauran in Bickel's Jestfälen, sasenhaide 52/53 Moritz Uhl unter Mitwirkung der Freien Bereinigung der 8ivil- Berufsmusiker, ber Gefangvereine: ,, Kreuzberger Harmonie" and" Sorgenfrei" ( M. b. A.-S.-B.) fowie des beliebten Gesangshumoristen Herrn Thauer- Paulsen. Anfang 11 Uhr. Kreuzbergstr. 50, Ecke Kazzba Grosser Mittagstiscl à Convert 50 Pf., vorzügl. Bu braten, Entenbraten, Cotelettes Spargel, Eisbein m. Sauerkohl, Billets find in allen Bahlstellen zu haben. bro235/ 5 Vereine und Gewerkschaft Zahlreichen Besuch erwartet Das Komitee. Grosse Matinées Freie Volksbühne. in Weimann's Volksgarten, Badstr. 56, und im Swinemünder Gesellschaftshans, Swinemünderstr. 42 unter Mitwirkung der Gefangvereine ,, Nord" und ,, Nordwacht", sowie des ,, Berliner Ulk- Trio" und der humoristischen Gesellschaft ,, Strzelewicz". 46/10 Billets zu 25 Pf. find bei den bekannten Parteigenossen zu haben. Um zahlreichen Besuch bittet Das Comité. Achtung! Brauerei Friedrichshain Achtung! Montag, den 3. April( 2. Osterfeiertag): Grosse Matinee Sonntag, 2. April( 1. Osterfeiertag),| Montag, 3. April( 2. Osterfeiertag), Nachmittags 234 Uhr, Nachmittags 234 Uhr, im Friedrich- Wilhelmstädt.Theater II. Abtheilung( blaue Karten): Der Erbförster. Trauerspiel in 5 Aufzügen von dru Otto Ludwig. im Lessing- Theater V. Abtheilung( gelbe Karten): Die Erziehung zur Ehe. Hierauf: Liebesträume. Die Opernkarten gelangen vom 6. April ab in den Zahlstellen zur Ausgabe und zwar nur soviel, als Plätze im Theater vorhanden. Achtung! Die Zahlstelle 28 befindet sich von jetzt ab bei Johann Pfarr, Putlitzstrasse 10( Moabit). Die Zahlstelle 12 von Kothe befindet sich jetzt bei Gustav Vogel, Cigarrengeschäft, Koppenstr. 83. 229/7 Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Rottbuſerſtraße Sanssouci Nr. 4a. Rottbuserstraße Nr. 4 a. Empfehle mein Weiß- u. Bairi bier- Lokal nebst franz. Billard Vereinszimmer für 40-50 sonen, auch geeignet für Zahlaben Kottbuser Damm Friz Schmidt( früher Ritterstr. 4 Empfehle meine Restauratio und 2 Vereinszimmer mit Pia für Zahlstellen und Vereine. 546L*] Ernst Lier Alte Jakobstr. 119. Achtung: Restaurant Acht Reinhold Strei empfiehlt sich 138 NW., Kirchstrasse No. Urania Wrangelstrasse 10/11. Jeden Sonntag:[* Grosser Ball. Anf. 4 Uhr. Siehe Anschlagsäulen. Empfehle mein Lokal zu Festveranstaltet von den Gesangvereinen: 1. Berliner Damenchor Harmonie", 2. Nothe Nelfe II., Dirigent: Herr A. Miesch. Unter Mitwirkung der rühmlichst bekannten Humoristen Gebrüder Oestreich und des Improvisators Anoldy. Anfang pünktlich 12 Uhr mittags. Entree 25 Pf. 3. Weike Roſe II.( Weißenfee), 4. Liebesluft I.( Fürstenwalde a. b. Spree), 5. Keramik( Charlottenburg Am Sonntag, den 2. April 1899( 1. Oster- Feiertag), tichkeiten und Bersammlungen. Um zahlreichen Besuch bittet Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag, 9. April 1899, abends 7 Uhr, in Keller's Festsälen, Koppenstr. 29: Vortrag des Herrn F. S. Archenhold ( Direktor der Treptow- Sternwarte): Ausflug in die Sternenwelten. Mit zahlreichen Licht- u. Drehbildern. Nach dem Vortrag: Gemütliches Beisammensein und Tanz. Eintritt 20 Pf. Garderobe 10 Pf. Billets sind in der Schule, Annenstrasse 16, sowie in allen mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. 4/14 Gesangverein der Möbelpolierer ( Mitglied des A.-S.-B.) 145/7 Morgen( 2. Osterfeiertag), abends 6 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75: Oster- Vergnügen verbunden mit Vorträgen, Gefang Aufführung und Tanz ze. Entree Herren 50 Pf., Damen 25 Pf. intl. Tang. Alle Kollegen, Freunde und Bekannte sind hiermit freundlichst eingeladen. Autung! Former. Achtung! Dienstag, den 4. April( 3. Osterfeiertag), findet im„ Kolberger Salon", Kolbergerstr. 23, ein Vergnügen 61/6 verbunden mit Tanz statt, wozu alle Former und Berufsgenossen mit Familie eingeladen sind. Anfang 4 Uhr. Das Komitee. Arbeiter- Bildungs- Schule Annenstrasse 16, 1 Treppe. Lehrplan für das II. Quartal 1899. Behandelter Lehrstoff Unterrichtsfach Lehrer NationalOekoArbeiterschutz- Gesetzgebung der verschiedenen Länder. nomie. Schriftsteller Paul Hirsch Referate und Diskussion über RedeUebung. UnterrichtsAbend Montag Dr. Alfred Donnerstag. wissenschaftliche Thematas, und zwar volkswirthschaftlichen, ge- Bernstein werkschaftlichen und anderen Inhalts. Geschichte. Die deutsche Literatur in den letzten 50 Jahren. Schriftsteller Dr.Rudolf Steiner. Freitag Das Komitee. [ 2431b Jer keinen Stoff hat Stoff zum Herren- Anzug 9 Mark, i einkaufe. 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Die hervor: Claviez hat die Textilindustrie in überaus großem nommen. Seit Jahrhunderten wird gesponnen und halten soll, sich mit Baumwolle oder Wolle in Kette ragende patentierte Erfindung des Fabrikdirektors Maße bereichert. Daß die Papierfaser dazu herhalten gewebt, werden durch die Mannigfaltigkeit des Ein- und Einschlag zu verschlingen und einen Stoff zu bilden, Claviez hat die Textilindustrie in überaus großem soll, sich mit Baumwolle oder gar Wolle in Kette und schlags: und Rettenverschlingens allerhand Muster her aus dem beliebig gut tragbare Anzüge hergestellt werden Maße bereichert. Daß die Papierfaser dazu herhalten Einschlag zu verschlingen, das wird sich niemand haben vorgebracht. Immerhin waren es jedoch Seide, Wolle, tönnen. Dem Herrn Fabrikdirektor Claviez gebührt das foll, sich mit Baumwolle oder gar Wolle in Rette und träumen laffen. Herrn Claviez gebührt das Verdienst, Baumwolle, Jute, Flachs und Leinen, welche die Be- Verdienst, diese eigenartige Kunstwebeart erfunden zu Einschlag zu verschlingen, das wird sich niemand haben diese eigenartige Kunstwebeart erfunden zu haben. Der standteile der gewebten Stoffe bildeten. Das Weben haben. Der Stoff wird zunächst in Weiß hergestellt, träumen lassen. Herrn Claviez gebührt das Verdienst, Stoff wird zunächst in Weiß hergestellt, später sollen schwieriger Muster hat der geniale Franzose Jacquard späterhin sollen auch Versuche mit anderen Farben gedieſe eigenartige Kunstwebeart erfunden zu haben. Der auch Versuche mit anderen Farben gemacht werden. Der Nachwelt als bleibendes Andenten hinterlassen. macht werden. Die Tragfähigkeit und Waschbarkeit des Stoff wird zunächst in Weiß hergestellt, später sollen Die Tragfähigkeit und Waschbarkeit des Papierfaser- Daß aber die Papierfaser dazu herhalten soll, sich mit Papierfaserstoffes stellen dem Gewebe eine große zu auch Versuche mit anderen Farben gemacht werden. stoffes stellen dem Gewebe eine große Zukunft in der Baumwolle oder gar Wolle in Kette und Einschlag zu tunst in der Herrenkonfektion in Aussicht. Die Firma Die Tragfähigkeit und Waschbarkeit des Papierfafer- Herrenkonfektion in Aussicht. Die angestellten Ver: verschlingen, war bisher nicht zu erwarten. Und den Baer Sohn war von dem Erfinder mit den ersten stoffes stellen dem Gewebe eine große Zukunft in der suche waren überraschend und überaus zufriedenstellend. noch ist es so. Dem erwähnten Director Glaviez ge- Proben hinsichtlich der Haltbarkeit des Stoffes betraut Herrenkonfettion in Aussicht. Die angestellten Ver: Die Firma Baer Sohn war von dem Erfinder bührt das Verdienst, diese eigenartige Stunstwebeart worden. Die Folge davon war, daß sich die Firma suche waren überraschend und überaus zufriedenstellend. mit den ersten Proben hinsichtlich der Haltbarkeit des erfunden zu haben. Der Stoff wird zunächst in Weiß Baer Sohn den Alleinverkauf in der Fabri Die Firma Baer Sohn war von dem Erfinder mit Stoffes betraut worden und hat sich den Alleinverkauf hergestellt, späterhin sollen auch Versuche mit anderen tation der Herren Garderobenbranche den ersten Proben hinsichtlich der Haltbarkeit des in der Fabrikation der Herren- Garderobenbranche für Farben gemacht werden. Die Tragfähigkeit und Wasch- für Berlin zusichern ließ. Trotz dieses Monopols Stoffes betraut worden und hat sich den Alleinverkauf Berlin gesichert. Die Preise für ganze Anzüge sind barkeit des Papierfaserstoffes stellen dem Gewebe eine sind die seitens der genannten Firma für ganze Anin der Fabrikation der Herren- Garderobenbranche für sehr niedrige. Besondere Sympathie dürften die An- große Bufunft in der Herrenkonfektion in Aussicht. züge festgesetzten Preise sehr niedrige. Besondere SymBerlin gesichert. Die Preise für ganze Anzüge find züge bei Radfahrern finden. Die angestellten Versuche waren überraschend und über: pathie dürften die Anzüge bei Radfahrern finden. Die ,, Berliner Zeitung" schreibt in ihrer Ausfehr niedrige. Besondere Sympathie dürften die Anaus zufriedenstellend. Die Firma Baer Sohn war züge bei Radfahrern finden. von dem Erfinder mit den ersten Proben hinsichtlich gabe vom 20. März 1899: Herren- Anzüge aus Papier! Daß die Papier: der Haltbarkeit des Stoffes betraut worden. Die Folge davon war, daß sich die Firma Baer Sohn den faser dazu herhalten soll, sich mit Baumwolle oder gar Alleinverkauf in der Fabrikation der Herren- Anzüge Wolle in Stette und Einschlag zu verschlingen, haben für Berlin zusichern ließ. Troß dieses Monopols gelten sich die Techniker der Textilindustrie nicht träumen die seitens der genannten Firma festgesetzten Preise lassen. Und dennoch ist es fo. Dem Herrn Fabrikals niedrige. Viel Zustimmung dürften die Anzüge direktor Claviez gebührt das Verdienst, diese Kunstwebeart erfunden zu haben. Der Stoff wird zunächst bei Radfahrern finden. Der Vorwärts", das Berliner Boltsblatt, in weiß hergestellt, späterhin sollen auch Versuche mit andren Farben gemacht werden. Die Tragfähigkeit schreibt in seiner Ausgabe vom 19. März 1899: In seinen Zukunftsträumereien befaßt der und Waschbarkeit des Papierfaserstoffes stellen dem Amerikaner Bellamy sich auch mit einer Kleiderreform. Gewebe eine große Zukunft in der Herrenkonfektion in Die Kleider aus Stoffen sind in dem Roman Gleich- Aussicht. Die Firma Baer Sohn war von dem Erheit" abgelöst worden durch Papieranzüge, die einfach finder mit den ersten Proben hinsichtlich der Haltbarkeit fortgeworfen werden, wenn man sie nicht mehr fragen des Stoffes betraut worden. Die Folge davon war, mag. Schneller als der Utopist sich gedacht hat, ist daß sich die Firma Baer Sohn den Alleinverkauf in der Fabrikation der Herren- Garderobenbranche für Berlin direktor Claviez hat verstanden, Baumwolle und Wolle zusichern ließ. Troß dieses Monopols sind die seitens mit Papierfaser zu mischen und sich diese Erfindung der genannten Firma für ganze Anzüge festgesetzten patentieren zu laffen. Das Gewebe, das zunächst in Breise sehr niedrige. Besondre Sympathie dürften die weißer Farbe hergestellt wird, ist waschbar. Die hiesige Anzüge bei Radfahrern finden. Firma Baer Sohn verbreitet diese allermodernsten Anzüge. Ob die Erfindung sich bewähren wird, muß die Zukunft lehren. " Die Berliner Abendpost" schreibt in ihrer Herren- Anzüge aus Papier. Wir haben jüngst Ausgabe vom 25. März 1899: erwähnt, daß gegenwärtig die Papierfaser dazu herhalten Herren- Anzüge aus Papier! Daß die Papier soll, sich mit Baumwolle oder Wolle in Kette und Einfafer dazu herhalten soll, sich mit Baumwolle oder gar schlag zu verschlingen und einen Stoff zu bilden, aus Wolle in Kette und Einschlag zu verschlingen, haben bem beliebig gut tragbare Anzüge hergestellt werden sich die Techniker der Textilindustrie nicht träumen fönnen. Dem Herrn Fabrikdirektor Glaviez gebührt das laffen. Und dennoch ist es fo. Dem Herrn Fabrik: Verdienst, diese eigenartige Kunstwebeart erfunden zu direktor Claviez gebührt das Verdienst, diese eigen: haben. Der Stoff wird zunächst in Weiß hergestellt, artige Kunstwebeart erfunden zu haben. Der Stoff späterhin sollen auch Versuche mit andren Farben gewird zunächst in Weiß hergestellt, späterhin sollen auch macht werden. Die Tragfähigkeit und Waschbarkeit Bersuche mit anderen Farben gemacht werden. Die des Papierstoffes stellen dem Gewebe eine große BuTragfähigkeit und Wafchbarkeit des Papierfaserstoffes tunft in der Herrenkonfektion in Aussicht. Die Firma ftellen dem Gewebe eine große Zukunft in der Herren- Baer Sohn war von dem Erfinder mit den ersten konfektion in Aussicht. Die Firma Ba er Sohn in Proben hinsichtlich der Haltbarkeit des Stoffes betraut Berlin war von dem Erfinder mit den ersten Proben worden. Die Folge davon war, daß sich die Firma hinsichtlich der Haltbarkeit des Stoffes betraut worden. Baer Sohn den Alleinverkauf in der Fabrikation dieser Gedanke zur Wirklichkeit geworden. Ein Fabrik Die Folge davon war, daß sich die Firma Baer Sohn der Herren- Garderobe- Branche für Berlin zusichern den Alleinverkauf in der Fabrikation der Herren- ließ. Kroz dieses Monopols sind die seitens der geGarderobenbranche für Berlin zusichern ließ. Troz nannten Firma für ganze Anzüge festgesetzten Preise dieses Monopols find die feitens der genannten Firma sehr niedrig. Besondere Sympathie dürften die Anfür ganze Anzüge festgefeßten Preise sehr niedrige. züge bei Radfahrern finden. Besondere Sympathie dürften diese Anzüge bei Radfahrern finden. Der Berliner Lokal- Anzeiger feiner Ausgabe vom 19. Oktober 1898: schreibt in " Die Deutsche Warte" schreibt in ihrer Ausgabe vom 21. März 1899: Herren Anzüge aus Papier. Eine hervorragende patentierte Erfindung des Fabrikdirektors Claviez Papier- Anzug En gros Export En detail " " Die Berliner Morgenpost schreibt in ihrer Ausgabe vom 23. März 1899: Das„ Deutsche Blatt", die„ Märkische Volks: zeitung" und viele andere Zeitungen berichten ähnlich. Größte Neuheit an der Wende des Jahrhunderts. Weißer, aus Papier und Pflanzenfaser bestehender, haltbarer Stoff, der auch die Wäsche mittels Bürste sehr gut aushält BAER SOHN En gros Export En detail 12, 8 Mark. Fabrikation und Mass- Anfertigung guter Herren- und Knaben- Bekleidung. Lieferanten an Garderoben- Geschäfte, Vereine, Institute, Radfahrer- Klubs und Gesellschaften. 11 Brückenstrasse 11, 24a Chausseestrasse 24a, 16 Gr. Frankfurterstrasse 16, zwischen Bürger- Hospital und Fruchtstrasse. am Bahnhof Jannowitzbrücke, Ecke Rungestrasse. Das 13. retch illustrierte Preisverzeichnis, welches in diesem Jahre in einer Auflage von einer Million erschienen ist, wird kostenlos und portofrei zugesandt. zwischen Invalidenstrasse und Friedr.- Wilhelmstädt. Theater. u. auf Jahre bei bescheidener Anzahlung hinaus ver Möbel, Wohnungs- Einrichtungen auf Credit Central Hobel- Halle, Köpenick, Grünstr. 44. Am 5. April 1899 eröffne ich wieder hierselbst ein Hutgeschäft in Herren- u. Knabenhüten. 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Hierzu kommen noch über 4000 Privatabonnenten der Fachzeitung. Diese 4000 schließen sich dem Verbande direkt nicht an, um nicht gemaßregelt zu werden. Als genaue Angabe über den Mitgliederstand kann jedoch die obige Biffer nicht gelten. Die starke Fluktuation läßt eine präcife Feststellung gar nicht zu. Im verflossenen Jahre wurden zum Beispiel 16 000 Neuaufnahmen vollzogen. Diesen gegenüber steht aber ein Abgang von 9000 Mitgliedern. Im weiteren wird darüber geflagt, daß die Mitglieder oft monatelang mit den Beiträgen im Rüdftande bleiben. In einer Bahlstelle( Dortmund) traten allein 200 Mitglieder aus, resp. mußten gestrichen werden. Sonntag, 2. April 1899. erhöht. Für Agitation wurden verausgabt 5504,92 m., für Rechts- den Industriellen nicht gerne gesehen. Die Aufsichtsbeamten sind fchus 8130,06 M. Eine Ver daher auch schon in die Wohnungen der Arbeiter gegangen, und nur Das Fachorgan Deutsche Berg und Hüttenarbeiter- Beitung" felten und bei besonders passender Gelegenheit findet die Zusammens wird in einer Auflage von 28 500 Exemplaren, seit dem 1. Februar funft im Gasthause statt, weil bei den Arbeitern immer noch die 8seitig, gedrudt. Der Gornit" hat eine Auflagehöhe von 4500 Furcht vorherrscht, in Gesellschaft des Gewerbe- Inspektors gesehen und Eremplaren erreicht. Senunzirt zu werden.. Bewegungen von uennenswerter Bedeutung sind außer dem Im Interesse des Dienstes scheint uns die Teilnahme an Biesberger Streit nicht zu verzeichnen. Einen leinen partiellen den hin und wieder von der organisierten Arbeiterschaft bezw. den ArStreit führten die Knappen siegreich durch auf den Hänicher- Werten beitervereinen einberufenen Arbeiterversammlungen zu ( Königreich Sachsen). sein, in denen die Gewerbe Inspektionsbeamten des III. Bezirks auf erfolgte Einladung jedesmal erschienen sind. fammlung in Stuttgart war von den Vertrauensmännern der Vereinigten Gewerkschaften einberufen, eine zweite in Göppingen von dem dortigen Ortsverband der Gewerkvereine. In beiden Verfammlungen wurde das Verhältnis der Gewerbe- Inspektionsbeamten zur Arbeiterschaft, die Pflege eines regen gegenseitigen Verkehrs, sowie die Notwendigkeit des Ausbaues des VertrauenspersonenSolche Ver Systems und die weibliche Fabrikaufsicht erörtert. fammlungen sind für beide Teile instruftir, weil in den sich anschließenden Diskussionen die Ansichten und Wünsche des Einzelnen oder auch weiter Arbeiterkreise zumeist in ruhiger und fachlicher Weise zum Ausdruck gebracht und erörtert werden können, wodurch immer weitere Schichten der arbeitenden Klasse in das Interesse gezogen werden." Im verflossenen Jahre gelang es folgenden Revieren festen Fuß Bu faffen, in Lothringen, Harzer- Magdeburger Becken, sowie im Hessen- Nassauischen. Ganz neu gewonnen wurden für den Verband die thüringischen Griffelmacher und die bernburger Salzarbeiter. Das frühere Fachorgan Glück auf" wurde am 1. Februar mit Bergarbeiter Beitung verschmolzen." der 11 " Sociales. Die Aufgaben des Fabrik- Inspektors werden von den würts tembergischen Gewerbeaufsichts- Beamten in einer Weise aufgefaßt, mit der wir uns durchaus einverstanden erklären können und die wir sowohl den preußischen wie den sächsischen Beamten dringend zur Nachahmung empfehlen. Aus dem diesjährigen Bericht über die Thätigkeit dieser Beamten feien folgende beachtenswerthe Stellen mitgetheilt: Den Grund dieser Unbeständigkeit sieht der Vorstand in dem Fehlen eines Bindegliedes. Dieses müsse geschaffen werden, vielleicht durch Einführung einer sog. Sterbekaffe. Selbstverständlich würde" Der Verkehr mit den Arbeitern und ihren Vertretern dies eine Erhöhung der Beiträge nothwendig machen. war ein sehr lebhafter; mehr und mehr scheint sich auch die bisher Mit Berücksichtigung der Verhältnisse war das finanzielle den Aufsichtsbeamten gegenüber beobachtete Zurüchaltung zu ver Ergebnis des Vorjahres ein günstiges. Die Einnahmen stiegen lieren. Nicht wenig hat hierzu die im vorigen Jahre erfolgte lebauf 72 194,91 M., gegen 48 847,70. im Jahre 1897; dabei um- hafte Erörterung der Vertrauenspersonenfrage in den Arbeiterkreisen faßt das 97er Geschäftsjahr einen Monat mehr wie das 98er. An beigetragen. Um so mehr waren auch die Beamten bemüht, in steter Beiträgen wurden in den 216 Bahlstellen gezahlt 42 819,47 M. Fühlung mit der Arbeiterschaft zu bleiben und dadurch Einblick in ( 84 313,74). Den erhöhten Einnahmen steht aber auch eine im Ver- deren Berhältnisse zu gewinnen. Als weiterer Erfolg der Aufhältnis noch größere Ausgabe gegenüber, so daß sich der Kajsa tlärung von Arbeitern über die Einrichtung von Vertrauenspersonen bestand von 14 354,35 m. auf 9161,01 m. berringerte, doch tommt tann auch die Thatsache angeführt werden, daß die unbegründeten, dabei in Betracht, daß es sich um bedeutende, außergewöhnliche aus Gehässigkeit angebrachten Beschwerden mehr und mehr zurückAusgaben handelt, welche zum größten Teil für Neuanschaffungen gehen. in der Druckerei gemacht wurden. Von den 63 033,90 m. be- Die von den Vereinigten Gewerkschaften und von den Gewerktragenden Gesamtausgaben entfallen auf Agitation zu den vereinen aufgestellten Vertrauenspersonen sind zumeist ruhig und Knappschaftswahlen allein 3153 m. Für Rotationsmaschine 2c. sachlich denkende Männer, die bemüht sind, die wirklichen Interessen wurden berausgabt 9119 M. Wenn dadurch der Kassa- der Arbeiter zu fördern. bestand auch zurückging, so hat sich das wirkliche Ber Nach den allgemeinen Wahrnehmungen wird der Verkehr mögen des Verbandes doch von 23 554,35 auf 38 161,01 m. der Arbeiter mit dem Gewerbe- Inspektor außerhalb der Fabrik von Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Thraker. Sonntag, den 2. April. Freie Volksbühne. Friedrich: Wilhelmstädt. Theater: 2. Abtheilung( blaue Karten). Der Erbförster. Anfang nach: mittags 23 Uhr. Montag: Leffing Theater. 5. Abtheilung( gelbe Starten). Die Erziehung zur Ehe. Hierauf: Liebesträume. Anfang nachmittags 23 Uhr. Opernhaus. Regina. Anf. 72 Uhr. Montag: Die Stumme von Portici. Dienstag: Tannhäuser. Schauspielhaus. Faust. Anfang 7 Uhr. Montag: Julius Caesar. Dienstag: Dieselbe Vorstellung. Neues tgl. Opern- Theater( Kroll). Im weißen Röß't. Anfang 71 Uhr. Deutsches. Cyrano von Bergerac. Anfang 72 Uhr. Nach. 22 Uhr: Die Weber. Montag: Der Biberpelz. Nachm. 22 Uhr: Die verfuntene Glode. Dienstag: Fuhrmann Henschel. Belle Alliance. Durchläuchting. S Anfang Central- Theater Direktion: José Ferenczy. Nachmittags 3 Uhr zu halben Preisen: Der Bettelstudent. Operette in drei Aften v. C. Miйöcker. Symon: Mar heller als Gast. Abends 71/2 Uhr. zum 85. Male: Urania Taubenstrasse 48/49. Im Theater: Die Puppe( La Poupée) Das Land der Fjorde. Jochen Päsel. Anfang 8 Uhr. Nachmi. 3 Uhr: Napoleon. Montag: Ontel Bräsig. Nachm. 3 Uhr: Das Milchmädchen von Schöneberg. Friedrich Wilhelmstädtisches. Fuhrmann Henschel. 8 lhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Operette in 3 Aften und einem Vorspiel Nachm. 4 Uhr: Der Trompeter von von Ed. Audran. Säffingen. Dienstag: Bar und Zimmermann. Der Obersteiger. Operette in 3 Aften Morgen Nachmittag zu halben Preisen: Nachm. 4 Uhr: Der Hüttenbefizer. von G. Beller. Roderich: May Heller Alexanderplat. Die Lebemtänner a. G. Abends 7 Uhr, zum 86. Wtale: Die Puppe( La Poupée). Operette von Berlin. Anfang 8 Uhr. Nachmi. 4 Uhr: Rotkäppchen und der Wolf. Montag: Die Lebemänner von Berlin. Nachm. 4 Uhr: Schneewittchen und die 7 Zwerge. Dienstag: Fuhrmann Henschel. Nachm. 4 Uhr: Bubenstreiche, oder: Mar und Moris. Wiener Volks Theater. schuldig. Uhr. S Un Apollo. Spezialitäten Borstellung. Anfang 72 Uhr. Urania. Taubeustraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Tag Täg lich geöffnet von 10 Uhr Vor: mittags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr:„ Das Land der Fiorde". Operntelephon. Invalidenstraße 57/62. Täglich Abends von 5-10 Uhr: Stern warte. Leffing. Die Erziehung zur Ehe. Reichshallen. Stettiner Sänger. Vorher: Die fittliche Forderung. Anfang 71/2 Uhr. Nachu. 3 Uhr: Die Jüdin von Toledo. Montag: Jm weißen Röß'l. Dienstag: Die Bauberin. Berliner. Platz den Frauen! Anfang 72 Uhr. Nachmi. 22 Uhr: Fauft( 1. Theil). Montag: Blazz den Frauen! Nachm. 22 Uhr: Minna von Barnhelm. Dienstag: Platz den Frauen! Nesidenz. Der Schlafwagen: Controleur. Borher: Bum Einsiedler. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Jugend. Montag: Der Schlafwagen: Con troleur. Vorher: Zum Einsiedler. Nachm. 3 Uhr: Jugend. Dienstag: Der Schlafwagen- Con troleur. Nenes. Hofgunft. Anfang 7 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der Sohn der Frau. Montag: Der Herenmeister. Dienstag: Dieselbe Vorstellung. Theater des Westens. Zar und Zimmermann. Anfang 7½ Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der Freischütz. Montag: Undine. Nachm. 3 Uhr: Der Troubadour. Metropol. Chand d'habits.( Der Kleiderhändler.) Vorher: Leichte Kavallerie. Anfang 71% Uhr. Montag und Dienstag: Dieselbe Vorstellung. Schiller. Hanneles Himmelfahrt. Abu Seib. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Wilhelm Tell. Montag: Die große Gloce. Anfang 8 Uhr. Feen Palast. Spezialitäten Bor stellung. Passage Panoptikum. Spezialis täten Vorstellung. Schiller- Theater ( Wallner Theater). Sonntag( 1. Feiertag), nach mittags 3 Uhr: Wilhelm Tell. Schauspiel in 5 Aufzügen von Fr. Schiller. Sonntag, abends 8 Uhr: Hanneles Himmelfahrt. Traumdichtung in zwei Teilen von Gerh. Hauptmannn. Hierauf: Abu Seid. Luftspiel in 1 Att von Ostar Blumenthal. Montag( 2. Feiertag), na ch mittags 3 Uhr: Othello, der Mohr von Venedig. Montag, abends 8 Uhr: Die grosse Glocke. Dienstag( 3. Feiertag), nach: mittags 3 Uhr: Götz von Berlichingen. Dienstag, abends 8 Uhr: Die grosse Glocke. in 8 tien und einem Borfpiel von Ed Andran. Dienstag und folgende Tage: Die Puppe( La Poupée). Metropol- Theater. Behrenstr. 55/57. Dir. Rich. Schultz, Feiertag: Montag im Theater: Dasselbe. Hörsaal: Herr Oberleutnant Wensky: Goldland. Klondyke". Metne Reise ins neue Briefkasten der Redaktion. N. Sv. Ja. Der Altersrentner muß weiter leben, falls er nicht invalide wird und Invalidenrente erhält. V. 1. und 2.: Ja. Nach§ 1 des Einkommensteuer- Gesetzes kann ein Preuße, der seinen Wohnsiz in Breußen aufgiebt und ins Ausland übersiedelt, noch zur Steuer in Deutschland herangezogen werden. Hat er sich mehr als 2 Jahre im Ausland aufgehalten, so ist er, da dann sein Aufenthalt als dauernder anzusehen ist, mit Ablauf der 2 Jahre frei. E. S. Altwasser. 1. Wenn fein schrift: licher Vertrag vorliegt, läuft der Vertrag ohne weiteres mit Ablauf eines Jahres ab; sonst besteht vierteljährliche Kündigung. 2. Ja, aber er ist auch ohne Stempel giltig. H. 2., Brit. 1. Int Jahre 332 vor Christi. P. K. 1. 1. Ja. Steuer, Polizei- und Gemeinde- Behörde. 2. Polizei. M.. 17. Falls Ihr Vertrag nicht das Gegentheil besagt: 3. Nein. P. B., Oberschöneweide. Darüber bestehen feine Vorschriften: nein Soffnung. es ist möglichst das wirkliche Einkommen zu ermitteln. Leider giebt es solche Anstalten unseres Wissens nicht. Wenden Sie sich an Dr. Friedeberg, Brückenstraße 10 a. Referendar. Vorher, hernach das Assessor: Gramen. no Stock. 1. Wenn es Entree loses, schloffenes Veranügen ist: nein, sonst ja. 2. Nein. 3. und 4. Ja ge Mähr's Theater Wiener Volks- Theater Oranien Straße 24. Am 1., 2. und 3. Oster- Feiertag: Große Festvorstellung: Mathilde. Schauspiel in 4 Aufzügen von Roderich Benedix. Vorher: Ein bengalischer Tiger. Dienstag im Theater: Dasselbe. Lustspiel in 1 Aft von Brisebarre. Nachmittags 4 Uhr: Borstellung zu Anfang 6 Uhr. Preise wie gewöhnlich. ermäßigten Preisen. Hörsal: Professor Dr. Müller:„ Das Leben der Borwelt" Victoria- Brauerei Invalidenstr. 57/62: Tägl. Sternwarte. Heute am 1. und morgen am 2. Ofters Passage- Panopticum. Gastspiel des Mr. Séverin ( Frankreichs größter Mimiker). Um 94 Uhr, zum 1. Male: Chand d'habits ( Der Kleiderhändler). Bantomime in 4 Bildern von Catulle Mendés, Musik von Jules Bouval. Pierrot: Mr. C. Séverin. Borher um 28 Uhr: Operette in 2 Aften v. Costa. Muſik Leichte Kavallerie. von Fr. v. Suppé. Morgen und folgende Tage: Die: selbe Borstellung. Geöffnet 9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends. 500 Sehenswürdigkeiten. Golf von Neapel. Alpenglühen. Fahrt durch Konstantinopel. SchreckensKammer. Castan's Oſtend- Garl Weiß- Theater. Panopticum. Gr. Frankfurterstraße 132. Nachmittag 3 Uhr fleine Preise. Schlimme Saat. Schauspiel in 4 Aften v. Otto Vischer. Abends 7/2 Uhr zum ersten Male Novität. Novität. Die Bulgaria. Gr. sensationelles Ausstattungsstüc mit Gesang( Wahrheit und Dichtung) in 3 Atten( 10 Bildern) von Hans Buchholz. Mufit von M. Fall. Ge: fangsterte von J. Dill. In Scene gesezt von Joseph Dill. Jm Tunnel von 51/2 Uhr Frei- Konzert. 2. u. 3. Feiertag, nachm. 3 Uhr: Der Brandstifter. Abends: Die Bulgaria. Reichshallen. Täglich: Thalia- Theater. Stettiner Sänger Dresdenerstr. 72/73. Sonntag, Montag und Dienstag: Nachm. 3 Uhr: Dihello, der Mohr Gastspiel Emil Thomas. von Venedig. Dienstag: Die große Gloce. Nachm. 3 Uhr: Göz von Ber lichingen. Central. Die Puppe. Anf. 7 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der Bettelstudent. Montag: Die Puppe Der Raub der Sabinerinnen. Schwant in 4 Atten von P. u. F. v. Schönthan. Anf. 7 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Nachin. 3 Uhr: Der Obersteiger. Luisen- Theater Dienstag: Die Puppe. Thalia. Der Raub der Sabinerinnen. Anfang 7 Uhr. 34. Reichenbergerstraße 34. Sonntag( 1. Osterfeiertag), Nach mittags 3 uhr zu fleinen Preisen: Zum 1. Male: Die Ahnfrau. Trauerspiel in 5Aufzügen v.Grillparzer. Nachm. 3 Uhr: Die Ahnfrau. Montag: Nach berühmten Mustern. Abends 8 Uhr: Nachm. 3 Uhr: Die Ahnfrau. Nach berühmten Mustern. Dienstag: Nach berühmten Mustern. Montag( 2. Osterfeiertag): Die Nachm. 3 Uhr: Der Hüttenbefizer. I felben Borstellungen. Montag und Dienstag: Dieselbe Borstellung. Luisen. Nach berühmten Mustern. Anfang 8 Uhr. ( Meyfel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl, Schneider und Schrader.) Anfang I., II. Feiertag 7 Uhr, am III. Feiertag 71/2 Uhr. Entree 50 Pf. Numerirter Balkon 75 Pf., BalkonLoge 1 Mk., Orchester- Loge 1,50 Mk. Fremdenloge 2 Mk. Tageskaffe 11-1. Grosses Fest- Programm! Jtal. Sänger- u. Tänzer- Gesellsch. ,, Santa Lucia". Die berühmten ,, lebenden Bilder". Neu! Dreyfus- Esterhazy. Apollo- Theater. Mr. et Me. Bianca- Desroches Robert Steidl Henry Bender and 15 Debuts. Lützowstraße 111/112. An allen drei Ofter: feiertagen humoristische Soiree ber beliebten Norddeutschen Sänger ( Führmann, Horst, Walde.) Anfang präc. 7 Uhr. Entree 50 f. CIRCUS BUSCH Sonntag, den 2. April 1899, und Montag, den 3. April 1899, Zwei große brillante Borstellungen. In beiden Vorstellungen: PERSIEN. Außerdem: In beiden Vorstellungen Auftreten der neu engagierten Künstler. Große Schulquadrille, 8 Herren und 8 Damen. Direttor Busch mit seinen vorzüglichsten Freiheits Dreffuren. = Amateur- Concurrenz- Reiten. Dienstag, den 4. April 1899, Um 4 Uhr nachmittags Große Gala- Vorstellung zum Besten des Vereins der Frauen: Oranienstraße 52( Morigplak). Gesangsvorträge. Unschuldig Fuhrmann SchmiedŊ). Das Versprechen hinter'm Herd. Montag und Dienstag: Wiener Elite- Ball. Gebrüder RichterTheater 37 Lothringer- Strasse 37. Am 1., 2. und 3. Oster- Feiertag: Dater und Sohn. Volksstück mit Gesang in 4 Aften von Wilhelm Richter. Heinrich Muffig.. W. Nichter. Borher: Wie denken Sie darüber? Posse in 1 Aft von Carl Bed. Anfang 72 Uhr. Am 3. Osterfeiertag Schluß der Saison. Circus Renz- Riesen- Tunnel. Direktion: J. M. Hutt. Heute, am ersten Osterfeiertag, Konzert und Specialitäten- Borstellung. Am zweiten und dritten Feiertag nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Tanz für Herren und Damen frei. Jeden Abend um 12 Uhr Polonaise, wobei die Theilnehmer humoristische Kopfbedeckungen, Scherzartikel und Ostereier gratis erhalten. Alcazar Theater Dresdenerstr.52/ 53.City- Passage. Direttion: Richard Winkler. 1., 2. und 3. Osterfeiertag: Elite- Vorstellung. Sensations- Schlager der Saison: Endlich allein! Gesangs- Posse von Joh. Eißner. Musit von Max Schmidt. Neu! Neu! Neu! Mr. James Thomas, Juggler on the wire u. f. w. u. f. w. hilfe für die Diakoniffinmen- Stationen W. Noack's Theater sur unentgeltlichen Armen- u. Krankenpflege. Jeder Erwachsene hat ein Kind Anfang 7½½ Uhr. unter 10 Jahren frei, iedes weitere Vorverkauf im Theater und sind unter 10 Jahren zahlt auf allen beim Künstlerdank", Unter den Linden 69. Feen- PalastTheater Burgstr. 22. Burgstr. 22. Am 1., 2. t. 3. Osterfeiertag: Gr. Fest- Vorstellung des neuen erstklassigen Künstler Personals. Gr. Riefen Programm. 25 Nummern! 40 Stünstler! Die Kometen der Luft. Fliegende Menschen. Dazu der größte Schlager der Satson: Fuhrmann Henschel. Berliner Boltsstück mit Gesang. Fuhrmann Henschel: Direktor Wilhelm Fröbel. Lene, feine Tochter: Helene Voß. Anfang 6 Uhr.- Entree 50 Pf. Billet- Vorv. Vorm. v. 11-1 Uhr. Blägen mit Ausnahme der Galerie halbe Preise. Diese Vorstellung wird eine der glanzvollsten der Saison fein. Besonders hervorzuheben ist: Gala- Quadrille zur Zeit Friedrichs des Großen. Direttor Busch mit seinen berühmten 6 Schimmelhengsten und seinen 12 Fuchshengsten. Auftreten des vor: züglichen Schulreiters Burkhardt Brunnenstr. 16. Am 1. Osterfeiertag: Verlorene Ehre. Schauspiel in 3 Affen von Bohrmann Riegen. Am 2. u. 3. Ofterfeiertag Der Goldtenfel. Lebensbild in 4 Aften von C. Elmar. Musit von Tittl. Nach der Vorstellung: Grosser Ball. Forlit. Auftreten der vorzüglichten Concerthaus Reittünstler und Reitkünstlerinnen, der Gigerl- Clown Daniels als Zauber fünftler. Die lustigen Chinesen Dousek. Der beliebte Clown Boganowski u. a.m. Abends 7 Uhr: Große brillante Vorstellung: Persien. Außerdem vorzügliches Programm. Schluß der Saison: Am 12. April. I.eipzigerstr. No. 48. Täglich: Hoffmann's Quartettu Humoristen An allen 3 Feiertagen Anfang 7 Uhr. Die letzte Fahrt und Italiano Berolin. Die lezte Vorstellung im Concerthaus vor Abbruch desselben findet statt am Sonntag, den 23. April. Sonn- u. Feiertags von 8-10 u. 12-2 geöffnet. Man verlange gratis und franco mein neues Preisbuch 1899. Fabrik- Versand und Kaufhaus Berlin C., Jacques Raphaëli, Inh. Th. Büsing, An der SpandauerIF Fahrgeld wird jedem Käufer vergütet. 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Kräuter- Wein beseitigt Störungen in den Blutgefässen, reinigt das Blut von verdorbenen krankmachenden Stoffen und wirkt fördernd auf die Neubildung gesunden Blutes. Durch rechtzeitigen Gebrauch des Kräuter- Weins werden Magenübel meist schon im Seime erstickt. Man sollte also nicht säumen, seine Anwendung anderen scharfen, äßenden, Gesundheit zerstörenden Mitteln vorzuziehen. Symptome, wie: Kopfschmerzen, Aufstoßen. Sodbrennen, Blähungen, Nebelkeit mit Erbrechen, die bei chronischen( veralteten) Magenleiden um so heftiger auftreten, werden oft nach einigen Mal Trinken beseitigt. Stuhlverstopfung Rolitschmerzen, Herzklopfen. Schlaflosigkeit, ſowie und deren unangenehme Folgen, wie Beklemmung, Blutanstauungen in Leber, Milz und Pfortadersystem( Hämorrhoidalleiden) werden durch Kräuter- Wein rasch und gelind beseitigt. Kräuter- Wein behebt Unverdaulichkeit, verleiht dem Verdauungssystem einen Aufschwung und entfernt durch einen leichten Stuhl untaugliche Stoffe aus dem Magen und den Gedärmen. Hageres, bleiches Aussehen, Blutmangel, Entkräftung eines frankhaften zustandes der Zeber. Bet gänzlicher Appetitlosigkeit unter sind meist die Folge schlechter Verdauung, mangelhafter Blutbildung und nervöser Abspannung und Gemüthsverstimmung, sowie häufigen Kopfschmerzen, schlaflosen Nächten, siechen oft solche Strante langsam dahin. Kräuter- Wein giebt der ge schwächten Lebenskraft einen frischen Impuls. Kräuter- Wein steigert den Appetit, befördert Verdauung und Ernährung, regt den Stoffwechsel träftig an, beschleunigt und verbessert die Blutbildung, beruhigt die erregten Nerven und schafft dem Kranten Lebenslust. Zahlreiche Anerkennungen und Dankschreiben beweisen dies. 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