Nr. 80. Abonnements Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando! Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags, Nummer mit illustrierter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Bfg. BoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Gingetragen in der Poft Zeitungs Preisliste für 1899 unter Br. 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montage. Vorwärts Berliner Volksblatt. 16. Jahrg. Die Insertions Gebühr beträgt für die fechsgefpaltene Rolonel. gette ober beren Raum 40 Bfg., für polttische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Bfg. Inferate für die nächste Nummer müffen 6ts& Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition tft an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Bmt I, Er. 1508. Telegramm Abreffe: Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: C. 19, Beuth- Straße 2. Sprachenfrage und Gesetz. Donnerstag, den 6. April 1899. Expedition: C. 19, Beuth- Straße 3. feine parlamentarischen Listen und Kniffe zu denken, an teine Ge- Organs des Postassistenten- Verbandes, der Deutschen Postwaltthaten, die öftreichischen Regierungen immer als das erste zeitung". Hubrich. Der Staatssekretär machte nach der -st- ien, 30. März. Auskunftsmittel einfallen, sondern einfach an die Verteidigung des Deutschen Postzeitung" folgende Gröffnungen: Man tann mun so ziemlich erkennen, wie der geheime Kriegsplan Entwurfes durch logische Argumente. Ganz Oestreich sehnt sich beschaffen ist, den die Regierung Thun zur Lösung der parlamen- nach Beendigung dieses verwüstenden Sprachenkampfes, und wenn tarischen Krise ausgehedt hat. Der Retter in der Not ist natürlich eine Regierung nur halbwegs Geist und Mut hätte, diese Friedens. wieder der§ 14, jener merkwürdige Paragraph, auf den sich die sehnsucht gegen die berufsmäßigen Chauvinisten zu verteidigen, so östreichische Verfassung nunmehr reduciert. Um den furiofen fann sie gar nicht unterliegen. Es giebt auch keinen anderen Weg Plan der Herren Thun und Kaizl auch denen verständlich für einen nationalen Ausgleich, als die Beratung im offenen zu machen, die sich nicht berufsmäßig mit dem ewigen Parlament. Nur ein Gefeß, das im Parlament geöftreichischen Jammer zu beschäftigen haben, muß notgedrungenerschaffen wird, kann eine gewisse Beruhigung der aufgeregten weise an die Entstehung des gegenwärtigen Sprachen- Gemüter bewirken, weil sich nur ein solches Gesetz als frieges erinnert werden. Das Ministerium Badeni hatte im das Ergebnis der wirklichen Kräfte und Machtverhältnisse im Jahre 1897 zwei Verordnungen erlassen, durch welche in Böhmen Staat darstellt. Eine Verordnung kann diese Wirkung und doch und Mähren bei allen staatlichen Behörden und Gerichten die ab- nur diese Wirkung sucht man nie erzielen, denn wenn sich zur folute bis ins legte Detail minutiös bestimmte Doppelsprachigkeit alleinigen Spenderin des Rechts die Regierung aufwirft, so bewirkt eingeführt wurde. Nicht nur, daß im ganzen Gebiete beider Länder sie nichts als allgemeine Unzufriedenheit. Wenn sonst eine Regierung jeder Staatsbürger in seiner Sprache an die Behörde herantreten das Recht auf ihrer Seite hat, so sucht sie nichts eifriger, als das fann ein Grundsaz, mit dem man im allgemeinen mur Barlament auf ihre Seite zu bringen; die Regierung Thum aber einverstanden sein wird auch die sogenannte innere Amts- will nicht das Parlament besiegen, sondern sie will es um sein Recht Sprache, die Sprache der Behörden untereinander, wurde betrügen. Das gegenwärtige Verhältniß zwischen Behörde und Verband fönne unmöglich weiter bestehen. Der Verband nehme eine Kampfstellung ein, welche viele Mitglieder zur Unbotmäßigkeit zu verTeiten geeignet sei. Fortgesezt vorkommende Einzelfälle liefern den Beweis dazu. Wie es jetzt stehe, bilde der Verband gewissermaßen einen Staat im Staate, da er die Interessen einer einzelnen Beamtentlasse vertreten wolle, während seine Mitglieder ebenso als Teile der ganzen Verwaltung sich zu fühlen haben, wie die Angehörigen der anderen Beamtentlassen. Die berechtigten Wünsche suche der Staatssekretär nach Kräften zu, erfüllen, den Beweis dafür habe er bereits erbracht. Er vertrete die Interessen der Assistenten ebenso wie die der anderen Beamten und müsse verlangen, daß die ihm unterstellten Beamten in diesem Sinne volles Vertrauen zu ihm haben. Er fordere also, daß in den Sazungen des Verbandes der Punkt bc= treffend ,, Vertretung der Interessen des Postaffiftenten- Verbandes" abgeändert werde. Die freie Meinungsäußerung im Verbandsorgan wolle er feineswegs verbieten, ebenso wenig eine maßvolle Kritif; er nehme brauchbare Anregungen aus der Verbands- Zeitung ebenso gerne an wie von anderer Stelle. Keinesfalls aber dürfe die Spize sich gegen die Verwaltung als solche tehren, die Zugehörigkeit zum Ganzen müsse überall der Grundton der Erörterungen sein. Die Entfernung des Redakteurs verlange er nicht, dagegen müsse der Vorstand die Verantwortung für alles, was in das Verbandsorgan komme, übernehmen. Für die wirtschaftlichen Bestrebungen des Verbandes habe er volle Sympathie. Ueber das Vergangene wolle er den Schleier ziehen. Er biete ehrlich die Hand zum Frieden. Se. Majestät wolle zufriedene Beamte und er, der Staatssekretär, sei bestrebt, Zufriedenheit zu schaffen. durchaus doppelsprachig gestaltet. Die Sprache, die eine Das ist nämlich der dumme Plan des Grafen Thun: Er will Behörde zu gebrauchen hat, richtet sich nach diesen Verordnungen, seinen Entwurf mit dem§ 14 als Gesez" ins Leben sehen und das nicht nach der Sprache, die die Bevölkerung des bestimmten Gebietes Parlament vor eine vollendete Thatsache stellen. Der Plan ist so spricht, sondern nach der Sprache, in der die betreffende Sache an- blizdumm, daß selbst die Regierung zaudert, und deshalb hat in hängig gemacht worden ist. Nicht die Nationalität der ansässigen ihrem Namen der niederöstreichische Statthalter vorgestern an die Bevölkerung, fondern die Sprache, die ein prozeßlüfterner Advokat deutschen Oppositionsparteien die bewegliche Aufforderung richten in einer Eingabe zu wählen beliebte, sollte die Marschroute für die müffen, fie mögen fich an dem„ gemeinsamen Beratungstisch" zuSprache der Behörde, und zwar bis ins legte Amtsstüd hinein sammenfinden und eine einverständliche Lösung der Sprachenfrage bilden und bestimmen. Es liegt auf der Hand, daß diese Ver- versuchen. Das heißt: Die Regierung möchte, bevor sie einen entordnungen durchaus nicht gerecht" sind und mit dem Principe der scheidenden Schritt thut die Verordnung entweder herausgiebt Gleichberechtigung, wie wir Socialdemokraten es verstehen, garnichts zu oder den Reichsrat einberuft die Parteien gerne zu einer außerthun haben. Böhmen ist keineswegs ein zweisprachiges Land in dem Sinne, parlamentarischen Konferenz laden, wenn sie nicht zu befürchten hätte, daß die beiden das Land bewohnenden Voltsstämme gemischt unter daß ihr die Einladung von den Deutschen ebenso schnöde zurückDie Audienzler beeilten sich zu versichern, den Mitgliedern einander wohnen, sondern Deutsche und Czechen wohnen gelagert geschickt wird, wie es bereits zweimal geschehen ist. Wie auf bestimmten Gebieten; neben einem gemischtsprachigen Gebiete bie Dinge stehen, ist nichts wahrscheinlicher, als daß die schwebe dieselbe Entwickelungslinie des Verbandes wie dem egiftiert ein rein caechisches und ein rein deutsches Sprachgebiet, die Regierung ihren dummen Plan wirklich ausführt, die Ver- Staatssekretär vor. Herr v. Podbielski forderte dann noch, sprachlich beide gleich zu behandeln weder nothwendig noch nüglich ordnung im Frühjahr herausgiebt und abwarten wird, wie der Reichs- daß möglichst bald ein Verbandstag einberufen werde, auf erscheint. Welche tief eingreifenden Folgen die Erlassung jener rat im Herbst die vollendete Thatsache aufnehmen wird. Nichts ist dem die Sache geregelt werden soll. Auf den Einwand, daß Badenischen Ordonnanzen nach sich gezogen, ist bekannt. Seit dem charakteristischer für Oestreich, als daß mit Ausnahme der Social der diesjährige Verbandstag schon auf Mitte Juni augesezt Tage ihrer Kundmachung befindet sich Oestreich in einem demokraten eigentlich keine Partei die Einberufung des Parlaments fei, betonte Ministerialdirektor Wittko nochmals den Wunsch Buftande leidenschaftlicher Aufregung, aus der die Obstruktion ent- verlangt. Man ist hier durch die zweijährige Verordnungswirtschaft einer früheren Regelung. In einer Unterredung mit Geh. sprungen ist, die bis heute das Barlament lähmt und eine Krise des vollständig torrumpirt worden; feine Bartei will etwas thun, für Rath Dr. Spilling wurden dann die Aenderungen der gesamten Staatslebens erzeugt hat. etwas die Verantwortung übernehmen, sondern jede ist froh, wenn Die Beschwerde der Deutschen gegen das Princip der fie fich, um ein gutes Wort des Abg. Steinwender zu gebrauchen, a hungen festgestellt. Der Verbandsvorstand hat demmechanischen Doppelsprachigkeit mag manches llebertriebene ent- auf den Standpunft der impotenten Raunzerei zurüdziehen kann. gemäß einen außerordentlichen Verbandstag auf den 5., 6. halten; im Kerne ist sie durchaus begründet. Das deutsche Sprach- Diese servile Willen- und Kraftlosigkeit, mit der hierzulande ebenso und 7. Mai in Berlin angefeßt, auf welchem die Aenderung gebiet in Böhmen ist eine Thatsache, und es ist weder vom wie die Regierung auch alle bürgerlichen Parteien behaftet sind, die beraten werden soll, deren Wortlaut und Wesen bisher nicht nationalen noch vom staatlichen Standpunkte aus einzusehen, warum ist die wahre Krankheit dieses Destreichs. bekannt geworden ist. Politische Mebersicht. Berlin, den 5. April. " Die Berliner Wahl. " Man darf gespannt sein, ob sich die Postassistenten ihrem Chef löblich unterwerfen werden, und sich mit einer von Podbielski dosierten Freiheit begnügen werden, die den Be amten statt der Ausübung ihrer staatsbürgerlichen Rechte das Wohlwollen" ihres Vorgesekten gnädigst gewährt. 00 Deutsches Reich. die Deutschen, die dieses geschlossene Sprachgebiet bewohnen, doppelsprachig verwaltet werden sollen. Selbst aus der starren Gleichberechtigungsformel tönnen die Czechen keine andere Forderung ableiten, als den Schutz für die in das deutsche Gebiet versprengten czechischen Minoritäten. Diese Forderung unterschreiben die Socialdemokraten nicht nur, sondern sie erheben sie selbst um so dringender, als diese Minoritäten wesentlich Arbeiter sind, die aus dem czechischen agrarischen Gebiete in das deutsche Industrieland gezogen sind und Der brave Liberalismus, den die Vossische Zeitung" in deren Arbeit so vielfach das zu verdanken ist, was man den Reich den gebildeten Familien verbreitet, buhlt angesichts der herantum des deutsches Voltes zu nennen pflegt. Aber mit dem Princip, nahenden Reichstags- Erfahwahl im zweiten Berliner Wahldaß jeder Staatsbürger in Böhmen sein Recht in seiner Mutter- freise immer brünstiger um die Stimmen der Konservativen. zeitung" aus. Hält die Abneigung des Centrums gegen dieses Gegen den Mittelland- Kanal spricht sich die„ Kölnische Voltssprache verlangen darf, hat einleuchtenderweise die innere Amts- Die Zünstler und Antisemiten, die Junker und Mucker werden Seulturverf vor, so hätte der Regierungsentwurf keine Aussicht auf Sprache der Behörden und hat die Forderung nach absoluter Doppel- als zärtliche Verwandte angesprochen, die Einigkeit der bürgerlichen Annahme. Indessen wenn die angemessenen Kanalgebühren an das sprachigkeit aller Beamten nichts zu schaffen. Die Forderung ist auch feineswegs national, denn ein zweisprachiges Volt ist ein Parteien mit Miquelscher Sammelsucht erbettelt. die Centrum entrichtet werden, dann wird sich die Lieber- Truppe schon Nonsens; fie ist vielmehr der Ausfluß der staatsrechtlichen Bolitit reaktionären Schädlinge jeder wirklich liberalen Kultur fosend die Notwendigkeit des Unternehmens nachweisen lassen. der Czechen, die das komische Schlagwort von der Einheit und Un- umworben. Fehlt nur noch, daß die Liberalen der„ Bossin" teilbarkeit des Königreichs Böhmen geboren hat. als Wahlparole ausgeben, gleich im ersten Wahlgange für den Allerdings muß gesagt werden, daß wieder der Zustand vor der Konservativen zu stimmen. Die echten Bismarckmemoiren, die wir Moritz Busch vers danken, sind vor Ostern in deutscher Sprache veröffentlicht worden. Die Deutsche Tageszeitung" empfiehlt einerseits die Taktik des Totschweigens dieser unliebsamen Legendenzerstörung gegenüber, andererseits rät sie dem„ Vorwärts", den Vertrieb des Buches zu Erlassung der Badenischen Sprachenverordnungen ein für die Czechen Eugen Richter, der nur noch Komödie spielen kann, agirt unwürdiger und unerträglicher war. Nach den bis dahin geltenden augenblicklich nicht mehr in der Posse vom„ Centrumssieg", Berordnungen aus der Taaffefchen Periode stand nämlich die Sache fondern in dem Lügenspiel von den„ socialdemokratischen übernehmen. Die„ D. T." muß ſehr ſicher sein, daß wir ihren Rat so, daß in ganz Böhmen die innere Amtssprache der Behörden und Gerichte die deutsche war. Die Czechen find aber in Böhmen die Wahlfälschungen". Er stellt in Aussicht, daß er die von ihm geeignet ist, den Dokumenten vom„ nadten Bismard" die größtMehrheit der Bevölkerung, und es ist klar, daß sich ein so entwickeltes und geforderten Nachweise socialdemokratischer Wahlfälschungen ent- mögliche Verbreitung zu sichern. felbstbewußtes Bolt, wie es die Czechen sind, auf die Dauer in dem hüllen werde, wenn der Socialdemokrat Fischer gewählt Lande nicht zur zweiten Bioline verurtheilen laffen wird, in dem es die fei. Hofft er, daß aus Furcht vor den Enthüllungen eine Erflärung, in der er sich unter Berufung auf seine jüngste Graf Mirbach erläßt in der Ronfervativen Korrespondenz' Majorität der Bevölkerung bildet. Die Lösung des Problems, wie die Arbeiter nun Fischer nicht wählen werden? Mit fie Badeni gab, war falsch; aber das Problem felbft brauchte und diesem kindischen Herrenhausrede und ein Bismardsches Citat für die Einführung des Einschüchterungsversuch hat braucht eine Lösung. Die Lösung liegt aber nicht darin, daß beide Richter glücklich die Höhe Ahlwardts erreicht, mit dessen vativen haben sonst eine große Scheu vor der Oeffentlichkeit; auf Eugen offentlichen Reichstags- Wahlrechts ausspricht. Die Konfer Stämme im ganzen Land gleich behandelt werden, sondern darin, Jüngern der Freifinn ja ohnehin jekt Hand in Hand gehen allen anderen Gebieten finden sie durchaus nicht, daß die Heimlichkeit daß sie gleich mäßig behandelt werden. Die Rechte, die ben Deutschen eingeräumt werden, muß jeder Vernünftige auch den will. In der That ist Richters sociale Anschauung gar nicht mit den besten Eigenschaften des germanischen Blutes in WiderEzechen zubilligen; und die Lasten, die die Czechen auf sich zu weit von der des konservativen Kandidaten entfernt, der in spruch" stehe. Mögen fie also erst einmal das Princip der Deffentnehmen haben, müssen auch den Deutschen zugeschoben werden. einer Wählerversammlung sein sociales Programm dahin er- lichkeit im ganzen Staatsleben durchführen, ehe sie den Umsturz Die Formel stellt sich dann dar: deutsche Verwaltung im läuterte, daß mit der Socialreform mit Rücksicht auf das des Wahlrechts aus moralischen Erwägungen predigen. deutschen, czechische Verwaltung im czechischen, doppel Ausland innegehalten und als Ersatz die Zuchthausvorlage Gemaßregelt. Der latholische Pfarrer Richen in Viersen fprachige im gemischten Gebiet. Fügt man diesem Principe noch gefordert werden müsse. ist wegen einer am 19. Februar gehaltenen Rede, in der er gegen V Bestimmungen zum Schuße der Minoritäten an, fo hat man das Der konservative Reichsbote" tritt mit einem zum Teil die Errichtung einer Bismard- Säule in Viersen heftig protestierte, erreicht, was überhaupt zu erreichen ist eine Regelung, die die hirnverbrannten Artikel gegen die veraltete, berdrossene feines Amtes als Ortsschulinspektor enthoben worden. Um einer Reibungsflächen zwischen den hadernden Nationen soweit als mur möglich einschränkt, der nationalen Ehre beider Boltsstämme Rechnung demokratische Zopfpolitit und die socialdemokratische Re- Legendenbildung vorzubeugen, stellt die Köln. 8tg." feft, 1. daß der Centrums- Abgeordnete Dr. Lieber in einem Schreiben vom trägt und dem praktischen Bedürfnisse der Bevölkerung am weitesten volutionspolitik und für den alleinfeligmachenden konservativen 1. März ausdrücklich erklärte, auf ihn könne sich niemand berufen, entgegenkommt. Kandidaten ein. um Katholiken Viersens, die eine Beteiligung an der ErEs ist nun nicht zu verkennen, daß sich diese Formel, auf die Die liberalen Liebkosungen werden also mit spröder richtung einer Bismarc- Säule ablehnen, ins Unrecht zu setzen; von den Socialdemokraten in ihrer Forderung nach der Autonomie Abwehr vergolten. Aber das ist nur äußerlich. Insgeheim 2. daß der Centrums Abgeordnete Roeren dem Pfarrer der Völker zum erstenmal hingewiesen würde, immer mehr durch sind sie doch handelseins, und Liberalismus und Reaktion Richen in einem Schreiben vom 27. Februar ausdrücklich zusetzen beginnt und sich zwischen dem Chauvinismus von beiden Seiten finden sich sicher zur gemeinsamen Umsturz- Hat. „ die vollste und freudigste Zustimmung" aussprach; wie ein als die wahrhaft richtige Mitte erweist. Auch die Regierung Thun hat sich zu Die Arbeiter aber werden hoffentlich dafür sorgen, daß Centrumsmann eine andere Stellung einnehmen könnte, sei ihm undiesem Standpunkt bekehrt; den Anfang zur Umkehr bezeichnen schon der gemeine Schacher um den Prostitutionsfold gebracht wird. verständlich; 3. daß der katholische Oberpfarrer Strour die Drudbereits mit jener mechanisch starren Gleichberechtigungsformel ge- Wenn die Socialdemokratie gleich im ersten Wahlgang fiegt, egung der Richenschen Schmährede anordnete und sie von Haus zu Haus verteilen ließ. brochen hatten, wenn sie auch sonst nur eine schwächliche Halbheit dann hat Liberalismus und Reaktion umsonst den letzten find. Die Regierung Thun hat auch wiederholt ankündigen lassen, Rest ihrer Grundsäge aufgegeben. daß sie einen Gesezentwurf ausgearbeitet hat, der, soweit man den offiziösen Andeutungen Glauben schenken darf, im Geiste der nationalen Autonomie gehalten ist. Was läge nun näher, als daß die Regierung den Reichsrat fchleunigst ein Herr v. Podbielski hat fürzlich drei Ober- Postassistenten berufen und im offenen Parlament die Gesezwerdung des in Audienz empfangen. Den Anlaß bildete die Veröffent Entwurfs mit allen Kräften betreiben würde? Man braucht da an lichung einer Resolution zu Gunsten des Redakteurs des Die Freiheit, die er meint. Das Centrum wird nun wohl nicht unterlassen können, sich mit dem Gemaßregelten solidarisch zu erklären. Wenn Bismarck sich erlaubt hat, katholische Bischöfe Hundsfötte" zu schimpfen, so wird man einem katholischen Geistlichen nicht verübeln, daß er seine Kritik über die Persönlichkeit Bismards nicht sehr glimpflich äußert. Daß aber der Staat den Bismard- Gößendienst durch seine Organe zwangsweise vor Störungen behütet, ist eine Nachahmung des durch die Inquisition geschützten Heiligenkultus. " Weibliche Fabrikinspektoren. Der Bund deutscher Frauen- 1 bereits fura mitteilten, daß ein Anschlag gegen das Leben des land jedes inforrekte Handeln deutscher Beamten desabouiren werde, bereine hatte beim Minister für Handel und Gewerbe beantragt, Kaisers Wilhelm ausgeschlossen sei. Dagegen wurde und natürlich das Gleiche auch von den anderen Mächten erwarte. den von ihm veranstalteten Kursen zur Ausbildung weiblicher eine Auflage wegen Vorspiegelung falscher Thatsachen Inzwischen ist Herr Raffel, der deutsche Kommissar, bereits abberufen Gewerbe- Aufsichtsbeamten einen Gewerbe- Aufsichtsbeamten als gegen Mario Bazzani erhoben, weil er eine Bombe ini Kaffeehaus worden und fein Nachfolger schon unterwegs. in Von der amerikanischen Regierung, die in der Person des Dozenten zur Verfügung zu stellen. Darauf hat der Minister ge- Barrint niedergelegt haben soll, um den Schein eines Attentats zu antwortet, er könne dem Wunsche schon mit Rücksicht darauf nicht erwecken. Bazzani wird sich vor dem Schwurgericht von Ancona Admirals aus auch ein Opfer des Kolonialtollers zu beklagen entsprechen, daß die für eine solche Aufgabe in Betracht kommenden zu verantworten haben. Ferner hat die Anklagekammer dreizehn hat, sind die deutschen Vorschläge sofort angenommen worden. Ob Beamten durch ihre Dienstgeschäfte voll in Anspruch genommen der in Alexandria verhafteten Anarchisten zur Beurteilung dem auch von England das steht noch nicht feft. Die Nachrichten feien. Ueberhaupt fei die Einstellung weiblicher Silfs Stonsulargericht von Egypten überwiesen wegen Beteiligung an einem widersprechen sich da; nach den neuesten hätte England feine Bu träfte in den Gewerbe- Aufsichtsdienst wegen des verbrecherischen Anschlag. stimmung gegeben. Jedenfalls erscheint es undenkbar, daß irgend Mangels an Mitteln vor dem 1. April 1900 nicht möglich. Die gedrückte Stinimung und die Besorgnis, die nach den Er eine der drei Mächte die auf Samoa verübten Standale billigen und Eintretendenfalls follen besondere Kurse für die weiblichen Aufsichts- zählungen des Herrn v. Wir bach unter den Ausflüglern nach fich weigern fann, eine gütliche Verständigung zu suchen, beamten eingeführt oder diese zu den schon alljährlich in Berlin ftatt- Serufalem infolge der Nachrichten aus Alexandrien vorgeherrscht hat, Wir haben die vernünftige Haltung des Herrn v. Bülow ausfindenden, vom Minister eingerichteten Instruktionskursen für männ war also unnötig, sie war hervorgerufen durch raffinierte Polizei drücklich anerkannt. liche Aufsichtsbeamte zugelassen werden. Vernünftig sein ist aber nicht immer Teicht. Herr v. Bülow spizzel.Eine neue Verordnung, welche allgemeine Bestimmungen für Schärfere Neberwachung der Margarinefabrikation ordnet wird von unseren schneidigen Patriotenblättern angerempelt und berdas Verhalten der Sittenpolizeibeamten in Aussicht stellt", ist das bayrische Ministerium an. Es hätten sich Mißbräuche heraus- höhnt, weil er vernünftig ist. Sie erinnern an das alte Wort der nach der„ Breslauer Morgen- Zeitung" vom Minister erlassen worden. gestellt, die eine strenge und fortlaufende Ueberwachung der Bismardfronde gegen Caprivi: Wir weichen zurüd von Ort zu Ort, Die Agrarier, die mit Besonders sollen die Beamten, wenn eine weibliche Person von einer Margarine- Industrie notwendig machen. Der alte Respekt ist eben fort." Privatperson eines Sittlichkeitsvergehens beschuldigt wird, sich darauf dem Gesetz einen Reinfall erlitten haben, werden immer neue Der Respekt, der angeblich unter Bisinard bestanden haben soll. beschränken, die Personalien der Beschuldigten, sowie des Anzeigenden Mißbräuche" entdecken und immer neue Enttäuschungen erleben. denn festzustellen. Dabei ist jede angebotene Legitimation ungefäumt an Ans Heſſen, 1. April.( Eig. Ber.) Das hefſiſche Ausführungs- Aber hat er dem bestanden mo a sei in diesen Tagen nicht dächten doch, Wort Sa Ort und Stelle selbst entgegenzunehmen und zu prüfen. Wenn es gefetz zum Bürgerlichen Gesetzbuch ist jetzt im Ausschuß fertiggestellt zum ersten Mal von uns gehört worden. War es etwa nicht Bisthunlich und geboten ist, hat der Beamte die nötigen Feststellungen und wird Ende d. Wits. in der Zweiten Kammer zur Beratung mard, der seine ersten Kolonialexperimente Anfang der achtziger auch in der Wohnung der Frauensperson", sofern diese im kommen. Von socialdemokratischer Seite sind dazu eine Jahre auf Samoa machte und durch seine Unkenntniß der weltBolizeibezirt liegt, vorzunehmen und zu diesem Zwede die Frauens- Reihe von Abänderungsanträgen gestellt, die zum Teil auch vom politischen Machtverhältnisse es dazu brachte, daß im Jahre 1888 person" nach der Wohnung zu begleiten. Nur wenn sich auf diese Centrum und von den Freifinnigen unterstügt werden. Sie beziehen und 1889 die Deutschen dort schwere Schlappen erlitten, Weise oder sonst in schonender, jedoch den Zwed sichernder Art die sich auf die Erweiterung der Haftbarkeit des Staates für ja eine schwere militärische Niederlage. Alles durch Feststellung der Berjonalien der Frauensperson" nicht erreichen läßt seine Beamten, die Rechte der Mutter hinsichtlich der religiösen ben Kolonialtoller eines deutschen Beamten und Konfuls. oder wenn aus anderen Gründen eine vorläufige Festhaltung der Erziehung der Kinder, die Aufhebung der Fideikommisse damalige konsul hieß Knappe, während der heutige Kommissar felben unbedingt geboten erscheint, ist sie in möglichst refp. Verbietung von Neubegründungen, sowie auf die Abänderung Raffel heißt. Wohlan, was that Bismard? Er berief den schonender Weise der nächsten Revier- oder sonstigen der Gefindeordnung im Sinne der Reichs Gewerbeordnung. In Knappe ab, gerade wie Herr v. Bülow den Naffel abberufen hat Bolizeiwache zuzuführen, und dort sofort auch zur Nachtzeit- legterer Beziehung ist Aussicht vorhanden, das Recht der Dienst- und den Nose abberufen will. Denn Fürst Bismard wußte ſehr der Reviervorsteher oder sonstige Vorsteher der Polizeiwache oder, herrschaft, Beugnisse über Führung und Leistungen ins Dienstbuch wohl, daß Deutschland außer stande ist, in jenen Gegenden wenn dieser abwesend und nicht alsbald zu rufen sein sollte, einzuschreiben, in Wegfall zu bringen, da die Mehrheit des Aus- mit Gewalt vorzugehen. Gerade wie Herr v. Bülow das jetzt weiß. fein Vertreter zu benachrichtigen, welcher das weiter Erforder- schusses fich für diese Anpassung an die Gewerbeordnung ausge- Oder wollen unsere himmelstürmenden Patrioten, daß das deutsche liche zu veranlassen hat. Auch in diesem Falle darf eine nicht sprochen hat. Unfere weiteren Anträge gehen auf fürzere Be- Ariegsschiff vor Apia von den Engländern und Amerikanern in Grund unter fittenpolizeilicher Kontrolle stehende Frauensperson", sofern messung der Vertragszeiten, Kündigungsfristen und Lohnfälligkeits- geschossen wird, ohne die leiseste Möglichkeit erfolgreichen Kampfes? fie von einer Privatperson denunziert ist, nicht in Gewahrsam be- termine.-( 3) halten werden, sondern ist nach Aufnahme einer Verhandlung sofort wieder zu entlassen. Falls der Anzeigende fich nicht zu legitimieren bermag, ist er gleichfalls zum Erscheinen auf der Revier- oder fonftigen Polizeiwache behufs der Feststellung seiner Bersonalien aufzufordern. " 19 # Der Hoffentlich lernt Herr von Bülow aus dem jüngsten Standal, Aus Hessen, 3. April.( Eig. Bericht.) Die Zweite daß der Kolonialfoller eine sehr gefährliche Krankheit ist, die sich Rammer ist auf Dienstag, den 18. April, einberufen. In Sachen gründlich nur dadurch heilen läßt, daß man die ganze Kolonialder Steuerreform hat die Regierung den Ständen noch nach Fertig- politit aufgiebt, die uns bis jetzt nur Demütigungen gebracht hat. stellung des Ausschußberichtes eine letzte Erklärung zugehen lassen, Wechsel des deutschen Gesandten in Peking. Gerade im in der sie an dem heißumstrittenen Weinsteuerprojett, gegen das ca. Stellung zum deutschen Fleischbeschau: Gesetz werden die 250 Betitionen von Gemeinden, Körperschaften und Interessenten gegenwärtigen Augenblid, in dem Deutschland mit China in kriegedes deutschen Fleischerverbandes gestern, den 5. April, in hinfällig, da keiner der gemachten Ersatzvorschläge( Erhöhung der deutschen Gesandten statt. Zum Nachfolger des Freiherrn b. Hey Berhandlungen wird folgende Eingabe an den Reichstag Bermögenssteuer; Verschärfung der Erbschaftssteuer) annehmbar fei. Danach wird es zu einem erbitterten Kampf in der Kammer tommen. Das Zustandekommen der Reform scheint sehr fraglich. Urlaub antritt, ist ber bisherige faiserliche Gesandte in Merito, Freiherr v. Ketteler ernannt. Derselbe soll seinen Dienst jo rasch wie möglich antreten. Herr v. Ketteler hat der deutschen Ges fandtschaft in Beting von 1873 bis 1884 im Dolmetscherdienste und von 1884 bis 1890 als Legationssekretär angehört. Belgien. Calix solid auch ein zu Grunde gelegt werden, die bereits von der größeren Zahl der deutschen Bauernvereinigungen unterzeichnet ist:„ Die Reichsregierung hat eine Reichs- Fleischbeschau- Vorlage ausgearbeitet, die nach dem allgemeinen Urteil der sachverständigen Landwirte und Fleischer den Die Korruption des politischen Syftems in Elfast Loth Jutereffen der heimischen Produktion und der heimischen Konfu- ringen wird in eine äußerst charatteristische Beleuchtung gerückt durch menten in feiner Weise gerecht wird, vielmehr von diesen eine Reihe von„ Enthüllungen", die wir einem von der Regierungs od Ausland. sahi fchwere Opfer verlangt, dem Auslande aber erhebliche Vor- frippe weggedrängten Geschäftsinhaber, dem ehemaligen Druder und teile einräumt. Die Unterzeichneten richten daher an den Verleger des Ersteiner Kreisblattes", Herrn Görgen, in Ruffische Censur- Oberhoheit. hohen Reichstag das ergebene Ersuchen, dem Gefeßentwurf nur dann zu verdanken haben. Dieser hatte f. 3. in einem von dem früheren Ein feltsames Zeitungs- Kreuzband ist uns zugestellt worden. feine Zustimmung erteilen zu wollen, wenn nachstehende Forderungen Kreisdirektor von Erstein, Beucer, gegen den klerikalen Elsässer" berücksichtigt werden: 1. Die Befugnisse des Bundesrates find zu angestrengten Breßbeleidigungs Prozeß eidlich belundet, daß Herr Die Adresse auf ihm lautet: Suisse. Bern( weiter folgt der beschränken auf den Erlaß von Vorschriften, welche zur Durch Beucer bei der Reichstagswahl 1898 im Wahlkreise Erstein Mols- Name und die nähere Adresse eines bulgarischen Studenten, führung des Gefeßes erforderlich find. Keinesfalls dürfe ihm heim erkennbare Wahlzettel bei ihm drucken und dieselben welcher in Bern studiert)." Auf dem Kreuzband ist eine bulWollmachten gegeben werden, durch die er befugt wird, dem Umfang in den Industrie Orten des Bezirks ausgeben ließ, um auf garische Briefmarte aufgeklebt, auf welche der Poststempel des der Fleischbeschau zu erweitern oder zu berengern und die Zulaffung diesem Wege die socialistischen Wähler der letzteren feststellen zu Aufgabeortes Sophia" aufgedrückt ist, auf der Rückseite ſehen fremder Fleischwaren und fremden Biehes zu erleichtern oder zu tönnen. Diese eibliche Bekundung der Wahrheit konnte man dem erschweren. 2. Ausländische Fleischwaren find nur zur Einfuhr in Kreisblattbruder nicht verzeihen; Herr Peucer strengte sogar eine wir den Stempel des Ankunftsortes„ Bern". Außer diesen das Reichsgebiet zuzulassen, wenn es gelingt, fie einer min best ens Meineidsllage gegen ihn an, wurde mit derselben jedoch von der erblicken wir aber auf demselben Kreuzband noch einen Postgleichwertigen Untersuchung zu unterwerfen, wie sie gegenüber den Staatsanwaltschaft abgewiesen. Die Reichstagswahl von 1898 bot stempel, welcher darauf garnicht gehört, nämlich den PoſtHeimischen Produkten der Landwirtschaft und der Fleischerei vorgeschrieben nun den erwünschten Anlaß zur Beseitigung des unbequemen Mit- stempel der Stadt Warschau. Und außer diesem noch ift. Die Art und die Kosten solcher Untersuchung sind im Gejeg festzu- wifiers. Herr Görgen erzählt darüber das Folgende: Mit dem einen anderen russischen Stempel, welcher lautet:„ Das Tegen. 3. Soweit durch einen etwaigen Ausfall der fremdländischen 1. April v. J. wurde der Regierungsrat Baumbach als Streis- arschauer Censurkomitee 9. II. 1899." Fleisch- und Fettwaren der Bedarf des deutschen Bolles feitens der direktor nach Erstein versetzt( nachdem der schwer fompromittierte Wie uns mitgeteilt wird, erhält der betreffende Student heimischen Landwirtschaft nicht gedeckt wird, ist lebendes aus Herr Beucer inzwischen zum Regierungsrat beim Bezirkspräsidium bis auf den heutigen Tag seine Zeitungen aus Sophia mit ländisches Vieh unter folchen Bedingungen zuzulassen, die eine Ver- in Colmar befördert worden war) Mein Verhältnis zu ihm feuchung der heimischen Biehbestände ausschließen und, soweit es war anfangs ein leibliches; doch mit den Reichstagswahlen dem Stempel des Warschauer Censurkomitees versehen. RußSchlachtvieh ist, derselben doppelten Kontrolle zu unterstellen, die wurde manches anders im Kreise Erstein. Ich wollte zu Beginn land liegt nicht auf dem Wege von Bulgarien nach der für deutsches Schlachtvieh vorgeschrieben ist. Die Bedingungen, unter der Wahlbewegung einen furzen fachlichen Bericht über eine Schweiz und was gehen überhaupt die Postsendungen aus welchen ausländisches lebendes Vieh zur deutschen Fleischbeschau zugelassen vom flerifalen Bewerber, Pfarrer Delsor, in Erstein gehaltene Sophia nach Bern das Warschauer Censurkomitee an? wird, sowie die Vorkehrungen, welche gleichzeitig eine Seuchenübertragung Wahlrede bringen; die Aufnahme dieten nicht genug damit, und Walten der russischen Censur in Rußland und neuerdings Berichtes wurde mir jedoch Hat vielleicht die bulgarische Regierung an dem Schalten gelegt werden. 4. Schlachtungen, die ausschließlich für den eigenen bekam ich auch noch Vorwürfe, weil ich es gewagt" hatte, an- in Finland ein so großes Wohlgefallen gefunden, daß sie oder der Familie Bedarf vorgenommen werden, sind von der Fleisch zufragen, ob ich das mir zugesandte Wahlprogrammi Delfor's im beschau befreit. Geeignete Garantien gegen Mißbrauch dieser Be- Kreisblatt aufnehmen könne. Ich schiene die„ Pflichten" eines Ver- borläufig wenigstens die fürs Ausland bestimmten Drucksachen Bulgarien unter russischer Censur- Oberhoheit stimmungen sind im Gesetze vorzusehen. 5. Die Fleischbeschau wird legers des amtlichen" Streisblattes nicht zu kennen, da ich glaubte, von einem russischen Censor durchsehen läßt? von dazu ausgebildeten und bereidigten Laien ausgeführt, dergestalt, folche Artikel aufnehmen zu dürfen. Herr Görgen erklärte sich daß einwandsfreies Fleisch von ihnen freigegeben wird, während bei bereit, etwaige mißliebige Säße in dem Artikel zu streichen, fand Beitrag zur russischen Weltherrschaft. Beanstandung und Konfistation auf Verlangen des Eigners der vor- aber auch jegt noch fein geneigtes Ohr. Er beugte fich völlig und gefeyte Tierarzt des Beschaubezirks hinzuzuziehen ist.( Folgen verzichtete fowohl auf die Veröffentlichung des Delsor'schen WahlUnterschriften.) aufrufes als auch des Berichtes über die Wahlversammlung. Das genügte Ueber den Verlauf des internationalen Meeting in Brüssel Die Gefangenen gegen Unfall zu verfichern, ist eine seit dem Herrn Kreisdirektor aber immer noch nicht. Wenige Tage nach der am 2. Ostertag wird uns noch geschrieben: Bandervelde, der langem erhobene Forderung. Jetzt hat nun der Justizminister durch Wahl, die dem klerikalen Bewerber mit starker Mehrheit den Sieg ge- den Vorfiz führte, giebt bekannt, daß Ende Mai in Brüssel nocheine allgemeine Verfügung angeordnet, daß den Gefangenen, die bracht hatte, ließ der Kreisdirektor feinen" Drucker zu sich bescheiden, um mals ein großes internationales Meeting abgehalten werden würde, während der Haft einen Unfall erlitten haben, oder den Angehörigen ihm zu eröffnen, daß der amtliche Teil aum Kreisblatt folcher Gefangenen aus Staatsmitteln Unterstügungen auf den 1. Januar 1899 gekündigt werde. Als Grund gab der auf dem u. a. auch Hyndman, Bebel und Liebknecht vertreten fein gewährt werden können. Diese Unterstützungen werden aber vom Kreisgewaltige an, Görgen habe feine Pflichten als Verleger des würden. Außer Frankreich waren Rußland, Italien und England Dejeante, Deputirter von Paris, betont in seiner Ansprache, Justizminister nach seinem Ermessen bewilligt und ein Anamtlichen Blattes verlegt, hauptsächlich dadurch, daß er mit dem spruch auf Entschädigung für Unfallverlegungen steht den Ge- letteren ein Wahlflugblatt bes Standidaten Delfor verbreitet habe; daß nur der Sozialismus den Weltfrieden realisiren könne. Außer das habe„ dem Faß den Boden ausgeschlagen." fangenen oder ihren Angehörigen nicht zu. Da es billig erscheint, main, Gérault Richard, der Chef Redakteur der beschäftigt werden und von deren Anordnungen die mit den Regierung zu bringen, die darauf die Kündigung Petite Republique". Balalow spricht im Namen der Bulgaren, auch die Privatunternehmer, in beren Intereffe Gefangene Kreisdirektors) Pflicht gewesen, diese ungehörigkeit zur Kenntniß der ihm sprachen noch die franzöfifchen Genoffen Cally, Guille verfügt habe. Herr Görgen protestierte gegen eine derartige Betrieben verbundenen Gefahren teilweise abhängen, zur Jaurès: Euer Maison du Peuple wird dereinst das National Tragung der entstehenden Kosten heranzuziehen, so hat der Beschuldigung und berief sich hierbei auf das Zeugnis feines horogood als Abgesandter der Londoner Fabier- Gesellschaft. Justizminister in lebereinstimmung mit dem Verfahren, das bei den Druckereipersonals, auf die Leser und Empfänger des Kreis- Palais des belgischen Bolles sein. Materiell und intellektuell wird fich das Proletariat die Welt erobern. Die Neattion tann uns in dem Minister des Innern unterstehenden Strafanstalten besteht, an- blattes. Umsonst: es blieb bei seiner Maßregelung, und der antworten, es geordnet, daß den Unternehmern, die Gefangene der gerichtlichen Streisdirektor beschränkte sich darauf, vereiteln. Nachdem die Versammlung eine Protestresolution zu pflichtung auferlegt wird, einen Beitrag von einem halben Pfennig barin liegenden Flugblatt gezeigt hätten; die Namen der Herren Gunsten der italienischen Verurteilten angenommen, wurde sie geGefängnisse beschäftigen, bei den Vertragsabschlüssen u. s. w. die Ber- feien einige Herren zu ihm gekommen, die ihm die Zeitung mit dem unserem Siegeszuge wohl aufhalten, aber den endlichen Sieg nicht schlossen. für den Kopf und jeden auch nur angefangenen Arbeitstag der von nenne er nicht. Herr Görgen beschwerte fich beim Ministerium und beim Statthalter, umsonst. Damit waren ihnen beschäftigten Gefangenen zu entrichten. Das bedeutet zwar einen fleinen Fortschritt, muß aber doch als die Beschwerdemittel des Herren Görgen erschöpft, und er wählte eine ganz unzulängliche Maßnahme bezeichnet werden. Es sollte nun denjenigen Ausweg, zu dessen Beschreitung vor ihm schon so nicht in das Ermessen des Ministers gestellt sein, Unterstützungen ge- mancher in ähnlicher Lage fich gezwungen fab: er flüchtete fich aus währen zu können. Die Herren Juduſtriellen und die Agrarier dem Dunkel der bureaukratischen Amtsstuben in das helle Licht der Paris, 5. April. Der Figaro" schließt heute die Veröffents beuten die Gefangenen gerade genug aus, ziehe man sie wenigstens Deffentlichkeit. Die Motive, welche ihn zu diesem Vorgehen verzu den Beiträgen heran, die sie sonst auch für die freien Arbeiter anlagt haben, können hier füglich ununtersucht bleiben. Es genügt lichung der Zeugenaussagen des Generals to get mit dem uns, an der Hand der Enthüllungen" eines in die Geheimnisse der Bericht über dessen Vernehmung vor der Kriminalfammer am zu leisten haben. Ueber die Beschäftigung ruffischer, volnischer und reichsländischen Verwaltungsmaschinerei Eingeweihten wieder einmal 23. und 24. November ab, der über 13 Spalten des Blattes füllt. die Unhaltbarkeit des herrschenden Regierungssystems im Lande der Aus derselben heben wir hervor: Noget sagt, das Bordereau könne galizischer Arbeiter hat der Regierungspräsident von Schleswig wiedergewonnenen Brüder" aufgezeigt zu haben. nur von einem Offizier des Generalstabs herrühren, der praktischer neue Bestimmungen erlaffen. Sie beziehen sich nur auf Arbeiter, Artillerie- Offizier war; von Henry dürfte es nicht herrühren. Noget nicht aber auch auf andere Personen, z. B. auf kaufmännische Das Kolonialfieber, eine Krankheit, von welcher der Tropen- verbreitet sich sodann ausführlich über die technischen Punkte, die Gehilfen 2c. Diese können in inländischen Betrieben beschäftigt toller nur eine Abart ist, hat der deutschen Regierung in Samo a feine Aussage unterstüßen. Er stellt in Abrede, daß Esterhazy werden, ohne daß es hierzu einer Genehmigung der Behörden arge Verlegenheiten bereitet. Daß der deutsche Kommissar die Groß- fich ein Exemplar der Schießvorschrift des Hauptmanns Dagianet bedarf. Die Beschäftigung polnischer Arbeiter in industriellen Betrieben, fofern legtere nicht zu den machts- Renommagen der deutschen Patriotenpresse ernst genommen verschafft habe. Alsdann legt Noget dar, welche Abteilungen des und geglaubt hat, unter den Schiffskanonen der Engländer Generalstabes besonderes Interesse für die einzelnen in dem Bordereau Landwirtschaftlichen Nebenbetrieben gehören, ist gänzlich untersagt und Amerikaner ebenso schneidig" handeln zu können, wie erwähnten Stüde haben. Das Schriftstück betreffend die hydraulische Die ausländischen Polen haben spätestens am 1. December d. I. ein schneidiger" Polizeileutnant auf dem Berliner Gendarmenmarkt, Rückstoßbremse betreffe nicht die Bremse von 1893, sondern von das Juland zu verlaffen. Zur Sicherung der Rückkehr der fremden das geht aus allen- englischen, franzöfifchen und deutschen, 1894. Diese Bremse sowie das zugehörige Geschütz seien der Hälfte Arbeiter endlich ist die Erlaubnis zu ihrer Beschäftigung regelmäßig fogar feinen eigenen Berichten hervor. der Artillerie- Offiziere unbekannt gewesen und erst recht den 311 bertreten. Am Morgen des atveiten Ostertages hatten die Delegierten einen Rundgang durch die Geschäftshäuser und die Betriebswerkstätten der Genossenschaft gemacht. Frankreich. von der Bedingung abhängig zu machen, daß die Arbeitgeber Herr v. Bülow, der sich bis jetzt im ganzen ziemlich vernünftig gezeigt Offizieren der übrigen Truppengattungen. Roget geht alsdann auf sich zu den kosten der eventuellen Heimschaffung hat, weiß, daß dieser Größenwahn wenig Berechtigung hat, und daß die Einzelheiten der Herstellung dieser Geschüße ein und berichtet, der Arbeiter verpflichten. Wie reimt sich dieser Standpunkt Deutschland unter feinen Umständen es auf einen Konflikt mit wie die verschiedenen Regimenter von 1898 bis 1897 mit den zusammen mit den Bestrebungen der Regierung, die Zufuhr aus England oder Amerika darf ankommen lassen. Er hat eine selben ausgestattet wurden. Während der Herstellung derselben ländischer Arbeiter nach den Gefilden der Junker möglichst zu er gemeinsame Kommission vorgeschlagen, welche diese in Bourges hätten nur die Offiziere, die fich in Bourges be Angelegenheit regeln und das Verhältnis der drei Schußmächte fanden, Kenntnis von dem Geheimnis haben können. Geuge glaubt Der Bombenschwindel löst sich auf in eine elende Polizei-( Deutschland, England und Vereinigte Staaten) auf eine dauernde nicht, daß ein Jnfanterie- Offizier sich das Modell hätte verschaffen ma che. Die Antlagekammer von Ancona erklärte, wie wir Grundlage stellen soll. Er hat ferner im voraus erklärt, daß Deutsch- tönnen, selbst wenn er in Bourges gewesen wäre; im Gegenteil ist leichtern? er davon überzeugt, daß Dreyfus, der in Bezug auf die Neuerungen Partei- Nachrichten. Brüche pachten und selbst ausbeuten. Die Ueberproduktion wurde fönnen als selbständige Unternehmer betrachtet werden, weil sie die fehr wißbegierig war, sich Stenntnis von demselben berschafft habe. Dreyfus fei der einzige praktische Artillerie Offizier gewesen, Die Landesversammlung der Socialdemokraten Württem- dadurch nicht etwa behindert, sondern sogar befördert, während der sich in Bourges aufgehalten habe. General Roget er berge tagte am Ostersonntag in Stuttgart. Sie war von dann die Ueberproduktion ungünstig auf die Lohnverhältnisse tlärt im weiteren Verlaufe seiner Beugenaussage, Esterhazy 238 Delegierten aus 106 Orten besucht, die 6200 Mitglieder ber einwirkte. In den Kleinbetrieben ist die Frauen und Kinderarbeit und Henrh hätten sich nicht gekannt und niemals Beziehungen traten. Die Berichte des Landesvorstandes, des Kassierers und der in schrecklicher Weise ausgebreitet. Mütter nehmen ihre Säuglinge zu einander gehabt, sie wären erst nach dem Prozeß gegen Revisoren wurge Beanstandung genehmigt. Aus der Neu- mit zur Hütte, sechsjährige Kinder werden tagelang mit Griffelmachen Zola miteinander in Verbindung getreten. Das geheime Schriftstück wahl des Landesvorstandes gingen hervor: die Genossen beschäftigt. ( Cette Canaille de D.) habe Esterhazy zweifellos von Fisher als Vorsitzender, Belli als Kassierer, Durst als Müller Bochum brachte zu diesen Ausführungen folgende du Path de Glam erhalten. Im Generalstab sei man dar- Schriftführer, Schulz und Prizlaff als Beisitzer. Als Resolution ein: über erstaunt gewesen, da man nicht begriffen habe, welchen Zweck Revisoren wurden die Genossen Epple Feuerbach, Nich. Fischer- Nach den mit statistischen Angaben belegten Erörterungen des Baty de Clam damit verfolge. Henry selbst habe gesagt, was wolle Cßlingen und Holstein- Ludwigsburg wieder bestätigt. Als Ort Delegierten der Griffelmacher, Weigelt- Steinach, hat der KonEsterhazy mit diesem Schriftstid machen, inwiefern solle es feine der nächsten Landesversammlung wurde wieder Stuttgart bestimmt. greß die Ueberzeugung gewonnen, daß die Zustände in der GriffelUnschuld beweisen? Roget behauptet ferner, er habe Beweise, daß unter den gefaßten Beschlüssen ist als besonders wichtig die Ent- industrie in Sachsen- Meiningen als außerordentlich traurige be Path de Clam den mit Esperanza gezeichneten Brief geschrieben, scheidung der Versammlung zu erwähnen, daß der Landesvorstand zeichnet werden müssen; ferner, daß der Meiningische Fiskus die durch welchen Esterhazy von dem gegen ihn eingeleiteten beauftragt wird, ein Wochenblatt für die ländliche Begünstige Monopolstellung, welche er als der weitaus größte Besizer Feldzug unterrichtet wurde. Noget hält es für möglich, daß völkerung herauszugeben. inne hat, noch nicht aus eigenem Antriebe zur Verbesserung der Bath de Clam auch die falschen Blanche- und Speranza- Telegramme in- Vorhergegangen war eine Konferenz der socialdemokratischen Löhne seiner Arbeiter benutzte, sich vielmehr weigerte, auf Vorschläge spiriert habe. Wenn Bath du Clam behaupte, daß er auf Befehl der Vor- Gemeindevertreter. Es waren auf ihr 33 Gemeinden vertreten, in in diesem Sinne einzugehen. Er giebt der ganzen Kulturwelt das gesezten gehandelt habe, so sei dies unwahr, ebenso sei die Behaup denen unsere Partei 27 Gemeinderäte und 67 Bürgerausschuß häßliche Schauspiel einer erstaunlichen socialpolitischen Rückständigkeit. hung Esterhazys univahr, daß er das Werkzeug des Generalstabs mitglieder hat. Außerdem waren 5 Gemeinden angemeldet mit Die dadurch entstandene und sich immer mehr ausdehnende Frauens gewesen sei. Was das Bordereau betrifft, erklärt Noget: Wenn 1 Gemeinderat und 7 Bürgerausschußmitgliedern, so daß wir in und Kinderarbeit in der Griffelindustrie ist geradezu himmelschreiend man mir beweisen würde, daß Esterhazy das Bordereau geschrieben 38 Gemeinden durch 102 Genoffen vertreten sind. Die Konferenz geworden. habe, so fönnte ich es natürlich nicht bestreiten, wenn aber nahm einstimmig folgende Resolution an: Der Kongreß spricht die schärfste Mißbilligung darüber aus und Esterhazy selbst die Versicherunggäbe, dann würde Die erste Konferenz der socialdemokratischen Gemeindevertreter erwartet, daß nunmehr die Lage der Griffelmacher wenigstens ich sie nicht glauben." Am Schluß der Zeugenaussage sucht Württembergs hält eine intensive Betheiligung unserer Partei menschlich gestaltet werde. Ihre jetzigen Erwerbsverhältnisse Noget darzuthun, daß das„ Petit bleu eine Fälschung sei. Ferner an den Wahlen zu den Gemeindevertretungen für geboten, um sind mit einem langsamen Hinmorden zu vergleichen und berichtet er eingehend über die Umstände, unter denen die von Henry mehr wie seither Einfluß auf die Verwaltungen der Gemeinden zu fordern flammenden Protest aller human denkenden Menschen verübten Fälschungen entdeckt wurden. gewinnen. Heraus. Der Kongreß wünscht der Bewegung der Griffelmacher zur Dazu ist die Schaffung eines allgemeinen Gemeindeprogramms Verbesserung ihrer elenden Lage die Unterstützung aller deutschen notwendig. Bergleute. Um die dazu erforderlichen Unterlagen zu schaffen, haben sämtliche Gemeindevertreter möglichst darauf zu sehen, alle GemeindeAufstellungen zu sammeln. Das Befinden des Papstes wird von der Agenza Stefani", Zur Berarbeitung dieser Materialien, die allen Gemeindevertretern nach den Bulletins der Leibärzte, wieder einmal als vollständig bezunuze zu machen sind, hält die Konferenz die Schaffung einer friedigend angegeben. Was die Meldung anbetreffe, nach welcher Centralstelle für notwendig. Dieselbe hat unter Beteiligung des die Kardinale, welche Präfetten von Kongregationen find, die Unter- Landesvorstandes die gewonnenen Erfahrungen in geeigneter Weise schriften an Stelle des Papstes anfertigen, so handele es fich hier zur Kenntnis der Genossen zu bringen.no um eine Anordnung, die schon vor drei Jahren getroffen worden sei und sich nur auf Angelegenheiten von geringer Bedeutung beziehe. Die Entscheidung über wichtige Angelegenheiten sei nach wie vor dem Papste vorbehalten. Italien. Rom, 5. April. Der 6. internationale Preßkongreß wurde ente Bormittag auf dem Kapitol in Gegenwart des Königs und er Minister vom Bürgermeister von Rom eröffnet. Dänemarkt. " Des weiteren beschließt die Konferenz, eine Kommission zu wählen, die beauftragt wird, im Verein mit dem Landesvorstand und der Centralstelle die Vorarbeiten zur Schaffung eines Gemeindeprogramms zu treffen und einer zum Herbst einzuberufenden weiteren Konferenz einen Programmentwurf vorzulegen, auf Grund dessen die fernere Wahlagitation zu geschehen hat." Diese Resolution, sowie die des Referenten Sachse, diese mit dem Nachtrage: Desgleichen ist die Frauen und Kinderarbeit auf den Gruben und Hütten gesetzlich zu verbieten. Die Arbeit unter Tage darf erst mit vollendetem 18. Lebensjahre beginnen, wurden angenommen. Ferner wurde folgendem Antrage zugestimmt: Der Voll- und Lehrhauer darf weder zum Kohlenfahren, noch zum Der diesjährige Bergarbeitera Bergeverfehen verwendet werden. Kongreß protestiert energisch dagegen, daß dem Lehrhauer 20 Broz, weniger an Lohn gezahlt werden, wie dem Vollbaner. Dies umsomehr, da doch dieser Abzug imir den Werksbefigern zugute tommt, Das Berggewerbegericht muß bei allen Verhandlungen statt mit 2 Vertretern( 1 Arbeitnehmer-, 1 Arbeitgeber- Vertreter) durch 4 Beifiger vertreten sein." zugestimmt Sodann nahm zum nächsten Punkt der Tagesordnung: Regelung Der dänische Reichstag ist vor Ostern gefchloffen. Die Resultate der letzten Session find folgende: 124 Anträge standen zur am 2. und 3. April in Budapest. Leider zeigte der Kongreß ein Nach längerer Debatte wird die Resolution enter: Dresden Ein Kongreß der ungarländischen Socialdemokratie tagte Dresden. Redner fordert den Erlaß eines Reichs- Berggesetzes. des Knappschaftswesens durch Reichsgesetz, das Wort Henter= Verhandlung, 43 von ihnen wurden Gefeß, unter denen folgende Bild häßlichster persönlicher Zäntereien, die schon am ersten Tage zu zu diesem Bunkte einstimmig angenommen und folgender Resolution Hervorhebung verdienen: Vermögensverhältnisse zwischen Eheleuten, lebhaften Tumulten führten. Der von 268 Delegierten aus 114 Orten Zollgesetz, Erhöhung der Beteranengabe auf 100 Str., erhöhter beschide stongres sprach sich für das allgemeine geheime, birekte Staatszuschuß von 500 000 Sr. zur Altersversicherung, das Land- und gleiche Wahlrecht und für die wirtschaftliche Selbständigkeit nachträglich gegen jede Beschränkung des Koalitionsrechtes der Der zweite Kongreß deutscher Berg- und Hüttenarbeiter proteſtiert arbeiter- Gesez, das Schulgesetz. Die drei legten sind Reformgesetze. Ungarns aus. Am zweiten Verhandlungstage erhob sich der Streit auf Arbeiter, wie sie geplant wird in der angekündigten 3uch tha us Nicht zum Abschluß gebracht sind von wichtigen Gesezen: Geheime neue und der Tumult wurde schließlich jo arg, daß der Stongrevorlage. Wir verlangen völlige Freiheit der Vereinigung für die Abstimmung, Abschaffung der Prostitution. Metergefeß. Kommunale mittags 1/212 Uhr polizeilich aufgelöst wurde. Jetzt erft tamen die Arbeiter, da nur ein wirklich freies Bolt auch empfänglich ist für Wahlreform, Lohngesez für Unteroffiziere, Eisenbahngesetz. Unsere Partei beantragte folgende socialen Reformgefege: 1. Er aufgeregten Menschen zum Bewußtsein ihrer Thorheit. richtung von Landarbeiter- Ansiedelungen; 2. Staatshilfe bei Arbeits- zum Oberstadthauptmann, um die Zurüdziehung der Auflösung nach empörenden Gerichtsurteilen, sondern durch Anerkennung der staats, Eine Deputation des Parteitags- Präfidiums begab sich sofort eine hohe geistige Bildung. Nicht mit drakonischen, die Arbeiterschaft losigkeit; 3. Achtstunden- Arbeitstag: 4. Reform der Altersversicherung; zusuchen. Der Oberstadthauptmann antwortete ablehnend, bemerkte bürgerlichen Rechte der arbeitenden Klasse ist der sociale Frieden ge5. Beschränkung der Kinderarbeit; 6. Speifung der Schulkinder; 7. All jedoch, daß der für den nächsten Tag anberaumte Feldarbeiter- und gemeines fommunales Wahlrecht; 8. Arbeitszeit in Bäckereien; Kleinbauern- Kongreß ungehindert tagen könne. 9. Aufhebung der Kopenhagener Bürgerwehr. Gesez Nr. 8 nahm der Folkething an, im Landesthing fam es noch nicht zur Berathung. Alle anderen wurden abgelehnt. Zu Nr. 5 wurde die Regierung aufgefordert, eine Statistit zu besorgen. Nr. 2 wurde in einem Ausschuß begraben. Rußland. Judenpolitik in Rußland. Eine Verfügung des Petersburger Ministerkomitees ordnet an, daß jüdische Kaufleute für Mostau und die Städte des Mostauer Gouverne ments Gildenscheine erster Klaffe nur mit Genehmigung des Finanz ministers und des Generalgouverneurs erwerben dürfen. Personen, die die Erlaubnis erhalten, find berechtigt, in Moskau mit ihren Frauen, ihren ummündigen Söhnen und ihren unverheirateten Töchtern zu leben. Nach Ablauf von 10 Jahren nach Erteilung der Konzeffion genießen die jüdischen Kaufleute erster Gilde das Recht des weiteren Aufenthalts nur nach der abermaligen Erteilung der Konzession durch den Finanzminister und den Generalgouverneur. Jüdische Kaufleute erster Gilde können keine Wahlämter in der ständischen Verwaltung oder im Handelsstande bekleiden. Diese neuen Bestimmungen er streden sich nicht auf die bereits in die Moskauer Kaufmannschaft aufgenommenen Personen. Griechenland. Die Wahl der Parteileitung muß nun brieflich vorgenommen werden. fichert." Als Ort des nächsten Kongresies wurde Braunschweig be stimmt und hierauf mit einer zustimmend aufgenommenen Schlußrebe des Bergmannes Schröder Dortmund der Kongreß geschlossen. Der deutsche Arbeiterverein in Basel zählte Ende 1898 325 Mitglieder gegen 280 Ende 1897. Die Einnahmen des Vereins betrugen 8082,26 Fr., die Ausgaben 6000,48 Fr., der Kassenbestand Kongreß der Handels-, Transport- und Verkehrsarbeiter. 2031,81 Fr. Jm Berichtsjahre kaufte sich der Verein ein eigenes In der Sigung vom 3. April wird beschlossen, den LokalHeim mit Restauration uni 142 875 Fr. Für Unterstützungszivede organisationen eine Uebergangszeit von sechs Monaten für den Anwurden 450 Fr. ausgegeben, außerdem für die Reichstagswahlen schluß an den Verband zu gestatten. 138 Fr. gesammelt. In Chicago, wo die Genoffen schon seit mehreren Jahren am Werke sind, ein deutsches totales Partei- Organ zu schaffen, ist nun zunächst die Herausgabe eines englischen bewerkstelligt worden, welches den Namen" The Workers Call" führt und auf dem strikten Boden des internationalen Socialismus steht. Polizeiliches, Gerichtliches u. 1. w. Ein Wirth in Dortmund, in dessen Lokal eine öffentliche Bimmererversammlung tagen sollte, erhielt von der Polizei ein Schreiben, daß, wenn er die Versammlung duldete, zwei Stunden vor und ebenso zwei Stunden nach der Versammlung die Schant sperre über sein Lokal verhängt würde. Diese polizeiliche Magnahme hatte zur Folge, daß der Wirt sich beeinflussen ließ und so mit die Versammlung nicht stattfinden konnte. Konferenz der deutschen Socialisten in der Schweiz. Luzern, 3. April. 0 Leipzig, den 4. April. In der heutigen Sigung beginnt die Specialdiskussion über das Statut. Dazu beantragt Boy Hamburg, im§ 3 Abjag 1 zu streichen: sowie alle in Verkehrsanstalten, Omnibusa und Straßenbahn- Betrieben thätigen Arbeiter, Kondukteure und Kutscher" somit die Verkehrsarbeiter von der Mitgliedschaft im Verbande auszuschließen. Dies wird abgelehnt. Hierauf wird der 3 des Statuts, welcher vom Beitritt, Austritt und Ausschluß handelt, in seiner alten Faffung bestätigt. Schwerdt Frankfurt beantragt die Verlegung des Verbandssizes. Es wird beschlossen, denselben in Berlin zu belassen. Eine längere eingehende Debatte entwickelt sich nunmehr über die Beitragshöhe und die ArbeitslosenUnterstützung. Die namentliche Abstimmung ergiebt die Beibehaltung der Arbeitslosen- Unterstüßung mit 23 gegen 12 Stimmen, Die Beitragshöhe wird in namentlicher Abstimmung mit 25 gegen Deutscher Soldatendrill. Der Intern. Corresp." wird aus 10 Stimmen auf 20 Pfennige pro Woche festgesetzt, das Eintrittsgeld Athen berichtet: Mehr als die Ministerkrisis interessirt die von halbamtlicher Seite verbreitete Meldung, daß die Berufung deutscher auf 50 Pf. normiert. Der Agitationsbeitrag foll pro Quartal 10 f. betragen. Dem Vorstand wird auch weiterhin das Recht eingeräumt, Offiziere zur Neuorganisation des griechischen Heerwesens mit der für unvorhergesehene Fälle Extrabeiträge bis 10 f. erheben zu dürfen. deutschen Regierung entgültig vereinbart sei. Dem Vorgange wird Die gestern hier stattgefundene Konferenz war von 23 Deles Ein Antrag, den Verwaltungsstellen über 500 Mitglieder das Recht um beswillen eine so große Bedeutung beigemessen, da man annimmt, gierten aus 17 Orten besucht, und zwar aus Zürich, Winterthur, einzuräumen, über die Höhe der diversen Unterstützungen ſelbſt bedaß die Berufung der deutschen Offiziere nicht gegen den Schaffhausen, Amrisneil, Frauenfeld, St. Gallen, Ugwil, Baden, stimmen zu können, wird abgelehnt. Der Siz des Ausschusses wird Wunsch des Sultans erfolgen würde. Daraus sei weiterhin Bafel, Luzern, Entlebuch, Zug, Bern, Freiburg, Liestal, Sorgen, von Stuttgart nach Leipzig verlegt. Nummehr wird über einen zu folgern, daß sich unter Mitwirtung Deutschlands die früher schon Wädenswil und Cheaur- de- fonds. Aus dem Berichte des Landes- Antrag der Lokalorganisation Hamburg, welcher verlangt, Schumann vielfach besprochene türkisch griechische Annäherung nun doch voll Ausschusses ist zu erwähnen, daß er in den letzten drei Jahren, d. h. und Dreher- Berlin, Himpel- Hamburg und Eckardt- Mannheim auf ziehen werde. jeit der letzten Konferenz, 123 Bersammlungen veranstaltete, resp. 8 Jahre das Recht abzuerkennen, irgend welche Aemter innerhalb des Asien. dafür Referenten bestellte. An Schriften wurden 2100 Exemplare Centralverbandes zu bekleiden, verhandelt. Gegen Schumann liegt ei Von den Philippinen. Der Oberkommandirende der amerika- der Calwerschen Broschüre Arbeiter Katechismus" gratis an die gleicher Antrag aus Leipzig vor. Beide Anträge werden gegen, nischen Truppen, General Otis, hat eine großsprecherische Proflamation Mitglieder verteilt. Für Agitation wurden in den drei Jahren 7 Stimmen abgelehnt. Bei der Verbandsvorstandswahl erhalten in an bie Philippiner erlassen, in der er ihnen auseinanderfeßt, welche 897 r., für Unterstützungen 760 Fr. ausgegeben. Der Berichterstatter geheimer Abstimmung Albold 9, Schumann 20, Rein 1 Stimme. Politit die Bereinigten Staaten ihnen gegenüber durchzuführen beab- Genosse Näsperli lagte namentlich über die Gleichgiltigkeit der Schumann ist somit gewählt. Kasler wird als Hauptkassterer fichtigen. Die Broklamation besagt, die Oberherrschaft der Verleinen Sektionen, die wenig geistige Regiamiteit entfalten und oft mit 17 gegen 6 Stimmen gewählt. Es folgt die Wahl des zweiten einigten Staaten werde auf dem ganzen Archipel durch nicht einmal auf Anfragen eine Antwort geben. Der Bericht wurde Verbandsvorsitzenden, welcher bei Anschluß geführt werden, und jeder, der sich dem widersetze, werde es zu seinem sodann genehmigt und dem Landesausschuß eine Entschädigung von befoldet werden soll. Hierzu wird seitens der centralen Richtung eigenen Verderben thun. Die weiteste Freiheit der Selbstverwaltung 80 r. für seine dreijährige Mühewaltung bewilligt. Zum Punkte Albold- früher Bertrauensmann der lokalen Richtung- einstimmig werde bewilligt werden, soweit es mit den souveränen Rechten Agitation wurde beschlossen, den Landesausschuß zu beauftragen, vorgeschlagen. Albold erklärt ablehnen zu müssen. Die Dele Amerikas und einer stabilen, wirtschaftlichen Verwaltung der öffent alljährlich zwei Agitationstouren zu veranstalten. Ferner wird den gierten der lokalen Richtung ziehen fich zu einer Beratung zurück. lichen Angelegenheiten vereinbar fei. Die bürgerlichen Rechte der Vereinen empfohlen, Studienzirkel zu errichten zum socialen Studium Nach Beendigung derselben erklärt Uthes im Namen der übrigen Für Delegierten:„ Die Delegierten der lokalen Richtung erheben Ans Filipinos würden geschützt und die religiöse Freiheit gesichert werden, und zur Förderung der socialdemokratischen Bewegung. Ehre und Gerechtigkeit verböten es, das Boll der Filipinos oder die Unterstüßung der italienischen Ausgewiesenen wurden 50 Fr. fpruch auf die beiden noch zu beseßenden Aemter des Redacteurs Jufeln als Ausbeutungsobjekte zu benutzen. aus der Kaffe bewilligt." Für die Mitglieder der Kranten- und des zweiten unbesoldeten Borsigenden. Sollte der Kongreß so erklären die Einstweilen sind das leere Worte. Die Philippiner sind noch taffe der Arbeitervereine Die Philippiner find noch tasse der Arbeitervereine wird die Freizügigkeit und ferner diesen gestellten Anspruch nicht erfüllen, gänzlich unbefiegt und haben sich in das für die Amerikaner unweg beschlossen, die Centralisierung der Krantentassen anzustreben. Delegierten( lokaler Richtung), nicht mehr weiter über den fame Junere zurüdgezogen. Der amerikanische General hüllt diesen Ein weiterer Beschluß geht dahin, daß womöglich jedes zweiten Punkt der Tagesordnung( Statutenberatung) verhandeln zu Thatbestand in die Worte, die amerikanischen Truppen hätten die Mitglied Organisation seiner Gewerkschaft angehören wollen." Die Delegierten centraler Richtung ziehen sich nun ebenfalls zur Fühlung mit den Filipinos verloren. Aguinaldo sei verschwunden, soll. Sodann wurde die Verschmelzung der Landesorganisationen General Arthur marschiere nach Norden, um die Armee der Filipinos der deutschen und österreichischen Socialisten in dem Sinne be- Beratung zurück, das Ergebnis derselben leidet Hoffmann in fol. aufzufinden. schlossen, daß die letteren feinen eigenen Landesausschuß mehr be- gende Erklärung: Die Kollegen centraler Richtung erflären, Nach einem Kabelbericht aus dem amerikanischen Hauptquartier stellen, sondern eine Vertretung von drei Mann in dem einen daß sie mit der Wahl resp. der Besoldung des 2. Vorsitzenden hat jedoch das Kriegsamt in Washington den General Otis an- Landesausschuß erhalten. Der neue Titel heißt: Landesorganisation durch gewiefen, sich auf teine Verfolgung der Philippineo der deutschen, österreichisch ungarländischen und slavischen Social Sie einzulassen und den Feldzug während der Regenzeit ein- demokraten in der Echweiz. Als Vorort wurde Zürich bestimmt, als Ort für die nächste Konferenz Basel. Um 7 Uhr abends wurde die guftellen. Stonferenz, die zuletzt gemeinsam mit den Oesterreichern tagte, mit einem dreifachen Hoch auf die Socialdemokratie geschlossen. Es hat also mit der proklamierten Oberherrschaft der Vereinigten Staaten im ganzen Archipel noch gute Wege. Amerita. Aus Cuba läuft die folgende Meldung ein: Der Ausschuß der cubanischen Aufständischen- Armee hat sich durch Mehrheitsbeschluß aufgelöst, die Armee entlassen und die Waffen den Amerikanern ausgeliefert. Sodann wurde der Gemeinderat von Havana als endgültige Regierung der Cubaner aufgestellt. Da von Cuba seit einiger Zeit Nachrichten einlaufen, die einander widersprechen und die ganzen dortigen Verhältnisse sehr im untlaren laffen, so ist auch die obige Meldung wohl mit Vorsicht aufzunehmen. Sie scheint mehr die Wünsche der Amerikaner, als die Thaten der Cubaner wiederzugeben. der II. Kongreß deutscher Berg- und Hüttenlente. = Halle, den 4. April 1899. Sachfe eröffnet 914 Uhr die Verhandlungen und verliest zu nächst ein Danttelegramm des Bergmanns Gräf Herne, einer der Berurteilten im Essener Meineids Prozeß, dem der Vorstand zu feiner gestern erfolgten Entlassung aus dem Zuchthaufe eine Gratulation übermittelt hatte. Dann nimmt zur Debatte das Wort: Weigelt Steinach: Die Griffelmacher in Sachsen- Meiningen unterliegen betreffs der Lohnverhältnisse großen Schwankungen. ames Dieſe find begründet in den besonderen Verhältnissen. Die Arbeiter der Lokalvereine einen Kollegen lokaler Richtung einverstanden find. erklären weiter, daß sie dafür eintreten wollen, daß Rein im Berliner Bureau angestellt wird. Den Kollegen lokaler Nichtung soll der Vorsiz des Ausschusses und weitere Vertretung in demselben zugebilligt werden." thes entgegnete hierauf seitens der lokalen Delegation, daß für sie die Sache erledigt sei, sie werden deshalb nicht weiter an der Statutenberatung teilnehmen. Das Statut wird hierauf weiter beraten und schließlich en bloc angenommen. Gewerkschaftliches. Deutsches Reich. Der Ausstand der Krefelder Weber. Die Krefelder 8tg.". das Fabrikantenorgan, giebt in seiner letzten Nummer eine intereffante Schilderung über die Stimmung in den Kreisen der christlichen Textilarbeiter. Sie schreibt:. „ Bei der Firma Pelzer Gebr. follte nach den getroffenen Abmachungen heute früh von sämtlichen Arbeitern die Arbeit wieder aufgenommen werden. Thatsächlich hat aber nur ein einziger Ar- Iniffe Herausbilden. Für die elenbesten Löcher, die zum Teil zu Firmen: S. Gräs, Rudolf, Qeineweber, Basebow und beiter fein Wort gehalten und den Wut gehabt, durch die Spalier Maffenquartieren umgewandelt find, müssen ganz horrende Mieten Lindenbaum wurden gleichfalls bemängelt und sollen die bes bildenden ausständigen Kollegen hindurch zur Weberei zu gehen und bezahlt werden. Auch die Lebensmittelpreise sind sehr hoch, die stehenden Zustände in einer späteren Versammlung eingehend erörtert die Arbeit aufzunehmen. Dörfler lassen sich von den fremden Arbeitern alles möglichst gut werden. Mitgeteilt wurde noch, daß sich die Arbeiter bei der Firma Der Vorstand des Niederrh. Verbandes christlicher Tegtil bezahlen. Dabei grassieren Krankheiten unter den Arbeitern, hervor Kalisch, Alt Moabit 17 wegen Lohndifferenzen im Ausstande beFolgende Resolution gelangte hierauf zur einstimmigen arbeiter ist mit seinen Mitgliedern, soweit sie zu den ausständigen gerufen durch die schwere ungesunde Arbeit, und die schlechte Lebens- finden. Annahme: Sammetwebern gehören, am Sonnabend in Mißhelligkeiten geraten... weise. zu der sie gezwungen sind. Als die Ausständigen vom christlichen Verbande am Sonnabend Die Unternehmer haben auch eine Art Krankenkasse gegründet, Die Versammlung erklärt, daß nach den Ausführungen des abend in der„ Unitas" ihr Streifgeld erheben wollten, wurde die für die jeder Arbeiter beizusteuern hat und zwar 1,50 Frcs. pro Referenten und den in der Diskussion zu Tage getretenen Thatsachen Auszahlung des Geldes von der Verpflichtung abhängig gemacht, Monat. Dafür wird Arzt und Medizin gestellt. Das ist eigentlich ein Vorgehen unerläßlich ist. Zu diesem Zwede erachtet die Verden obenerwähnten Beschluß des Vorstandes anzuerkennen und auf gesezwidrig, denn das Schweizer Gesez schreibt vor, daß der Unter- fammlung es als Pflicht eines jeden Stollegen, behufs weiterer Verseiner Grundlage mit den Fabrikanten zu verhandeln. Nur vernehmer den Arzt aus eigenen Mitteln stellt. ständigung über zu bessernde Lohn- und Arbeitsbedingungen Auf einzelt wurde dieser Aufforderung entsprochen. unter der großen Das ist in furzem die Lage der Arbeiter am Symplon. Die in nahe Fühlung mit dem Vertrauensmann zu treten. Mehrzahl griff eine große Erregung Plaz, die noch Italiener spielen bei ihrer Arbeitsamkeit und ihrer Zufriedenheit mit Grund durch Anschläge des Gewerkschafts Kartells in Verbindung geringen Löhnen in der Schweiz die Rolle der Chinesen. Sie in mit dem Deutschen Textilarbeiter Verband und dem Nieder dieser Rolle zu belassen, ist das Bestreben der Unternehmer. Daß rheinischen Weberverband erheblich genährt ivurde, deren sich ein Teil ihrer aufgeklärten Landsleute und auch Schweizerbürger Inhalt dahin ging, daß, falls den Mitgliedern des befleißigen, den armen, unterdrückten Arbeitern Bedürfnisse anzu christlichen Verbandes die Unterstüßung vererziehen, sie aufzuklären über ihre Lage, das ist es, was das Unter weigert werde, die anderen Verbände und das Kartell ihre nehmertum mit scheelen Blicken betrachtet; darum das Geschrei fernere Unterstützung für die Dauer des Streits übernehmen. Darauf gegen die" Hezer" und„ Wühler“. hin hat der Vorstand des Verbandes christlicher Tegtilarbeiter die Auszahlung der Streikgelder wieder aufgenommen. Inzwischen sollen jedoch, wie bestimmt behauptet wird, schon an hundert seiner V Sociales. der in den„ Arminhallen" gefaßten Refolution ant 13. März d. J., wonach die Kollegen verpflichtet sind, einen besseren Zusammenhalt in den einzelnen Geschäften anzubahnen, spricht die Bersammlung die bestimmte Erwartung aus, daß die Werkstattund Geschäftsdelegierten- Sigungen in Zukunft mehr als zuvor auch von den Kollegen des Centrums und der Louisenstadt die gebührende Berücksichtigung finden werden. Da es Thatsache ist, daß in einzelnen Geschäften eine sofortige Verbesserung der Lohnverhältnisse unum gänglich notwendig ist, autorisiert die heutige Versammlung die Leiter der gewerkschaftlichen Organisation, in Verbindung mit den bisherigen Mitglieder zum Niederrh. Weberverband übergetreten fein." Reichstage gefallenen Behauptung, daß die ländlichen Arbeiter energisch entgegenzutreten. Die Kollegenschaft verpflichtet sich, in dem Zur Lage der ländlichen Arbeiter. Zur Jllustration der im Arbeitern der in Betracht kommenden Geschäfte unverzüglich Schritte einzuleiten, um dem weiteren Niedergang der dort gezahlten Arbeitslöhne Die wiederholten Versuche der Führer der christlichen Organisation, dreimal in der Woche Braten und Kompott bekämen, veröffentlicht alle, daß Arbeitseinstellungen notwendig werden, diese Kollegen eigenmächtig die Bedingungen für die Beendigung des Streits zu unser Parteiblatt in Stettin, der„ Volksbote", den Vertrag eines in dem berechtigten Kampfe um ihre Eristenz nach besten Kräften zu diktieren, sind bisher immer an dem Widerstand der Arbeiter gescheitert. Es zeigt sich somit, was auch in dem Bericht des Fabrikanten- agelöhners in Krebsow bei Büffow in Vorpommern, wo übrigens unterſtügen, erwartet aber auch, daß sich alle Kollegen dem Verbande organs bestätigt wird, daß sie jede Fühlung mit den Arbeitern die Verhältnisse noch günstiger sind wie in Hinterpommern. Der deutscher Schneider und Schneiderinnen, welcher als gewerkschaftliche verloren haben und ihre Organisation der Auflösung ent- Vertrag lautet: Organisation die wirtschaftlichen Interessen seiner Mitglieder vertritt, Der Tagelöhner in Krebsow ist verpflichtet, einen Hofgänger zu in Zukunft anschließen. gegenbringen. Die zähe Ausdauer und die Einmütigkeit halten. Für die Wohnung muß er 52 Softage gleich 20,80 Mark der Arbeiter, die nahezu ohne Beispiel in gewerkschaftlichen Kämpfen Wiethe geben. Er erhält frei 2 Haufen Holz oder 9 M. Für jeden Beit in den verschiedenen Orten stattfinden, hingewiesen und ersucht Nachdem der Vertrauensmann noch auf die Lohnkämpfe, die zur dasteht, verdient hohe Anerkennung, sie beweist am besten, wie be= rechtigt das Verlangen der Arbeiter ist. Ohne einen berechtigten Tag, den er im Tagelohn arbeitet, erhält er 25 Pf. und 5 Liter hatte, den Zuzug nach dort fernzuhalten, erfolgte der Schluß der Kern in ihrer Forderung wäre dieser Zusammenhalt nicht möglich 4 Scheffel Erbsen à 3 M. und 4 Scheffel Gerste à 2,25 M.; ferner Roggen, der Hofgänger 40 Pf. An Masttorn erhält der Tagelöhner Versammlung. gewesen. Die Millionäre der Krefelder Textilindustrie mögen sich 6 Scheffel Monatgerste à 2,75 M. In Accord erhält er bei DampfVerein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse. Der noch so sehr entrüsten, ihre gefügigen Lohnfklaven sind unerschütterlich in ihrem Streben, das Joch uneingeschränkter Ausbeutung ab- breichen 25 Scheffel, bei der Pferdemaschine 21 Scheffel, bei am Montag, den 27. März, angekündigte Vortrag des Herrn Dr. Flegeldreschen 14 Scheffel. Er erhält eine Kuh durchgefüttert Benzig über:" Die Strafe in der Erziehung" mußte leider wegen auschütteln. wie die Hofkühe ohne Kraftfutter und Rüben. Er fann sich plötzlicher Erkrankung des Herrn Referenten ausfallen. Die Maurer in Blankenburg a. 5. stehen in einer Lohn- 12 Hühner und einen Hahn halten mit Zuzucht im Gehege und sammelten Mitglieder und Gäſte füllten jedoch den Abend mit Zum Teil bewegung. Sie fordern einen Lohn von 35 Pf. pro Stunde; für 2 Zuchtgänie, von der Zuzucht er die zehnte à 12 Pfd. an die Herr fehr intereffanten Debatten über Kindererziehung aus. Junggesellen 30 Pf., zehnstündige Arbeitszeit, achttägige Lohnzahlung fchaft abliefern muß. Er ist verpflichtet, eine Klude zu feßen, wozu gaben Mütter über ihre eigene Erziehungsmethode etwas zum besten, und einen Aufschlag von 5 Pf. für Ueberstunden. Bis jegt wurde er die Eier von der Herrschaft erhält; für jedes Ententüchlein erhält fodaß sich eine eifrige Diskussion entspann und es sicher keinem der gezahlt 25-30 Pf. Die schon längere Zeit eingeführte zehnstündige er 1/2 Liter Gerste, für jedes Hühnerküchlein 1 Liter Gerste. In Anwesenden gereut hat, diesen Abend, der nach dem plötzlichen AnArbeitszeit wurde vielfach von fremden Arbeitern durchbrochen. der Ernte erhält er frei 1 Scheffel Trinkgerste, 2 M. Schnapsgeld künden des Fehlens des Referenten verloren schien, Verhandlungen schweben. Zuzug ist streng fernzuhalten. für sich und 1 m. für den Hofgänger, ferner erhält er 13,50 M. Woll- zugebracht zu haben. Hoffentlich ist es dem Vorstand möglich, den Vortrag des Herrn Dr. Penzig seinen Mitgliedern In Nürnberg haben 60 Dachdecker die Arbeit niedergelegt, geld. Für Säen erhält er 10 Pf. pro Tag ertra, der Hofgänger für da mit den Unternehmern teine friedliche Einigung erzielt werden Pflügen 5 Pf. extra und für Pferdebesorgen 10 Bf. extra und für den ein ander mal bieten zu können, da gerade diefes Thema, wie Sonntag erhält der Hofgänger 25 Pf. extra. Für einen Sonntag erhält vorausgedacht, großes Interesse für seine Mitglieder hat. Billets für die Urania- Vorstellung am 9. April sind noch zum Der Ansstand in der Reißzeng Fabrik Karl Eckert Sohn der Tagelöhner wie Hofgänger 50 Pf., die Frau erhält 50 Pf. pro u. Comp. in Nürnberg wurde zu Gunsten der Arbeiter beendigt. Tag, Heuernte 75 Pf., Kornernte 1 M. pro Tag und im Fach Preise von 60 Pf. zu haben bei Frau Wengels, Fruchtstr. 30; Viele Parapraphen der Fabrikordnung wurden abgeändert, die 25 Bf. extra. Ein Kind erhält 30 Pf. pro Tag. Arzt hat der Tage Frau Junt, Gräfeftr. 6; Frau Luz, Buttkamerstr. 7a; Frau Mesch, umfangreichen Strafparagraphen sämtlich gestrichen. Der Fabrik- löhner frei, doch keine Medizin. Jedes Jahr kann ein Kalb auf- hchenerstr. 3. inhaber garantierte, den Wirkungsfreis des Vorarbeiters Wirth ein gezogen werden von einer Familie, welche die Herrschaft beſtimmt. zuschränken, und endlich versicherte er noch, teinerlei Maßregelung Er erhält 4 Kavel Kartoffelland und 48 Rut Leinland, ferner fann vornehmen zu wollen. er sich 12 Rut Torf machen. Bei fehlender Kuh erhält der Tagelöhner 4 Liter Milch im Sommerhalbjahr und 3 Liter Milch im Winterhalbjahr. tonnte. Die Maler und Tüncher in Bayreuth und Umgebung find in eine Lohnbewegung eingetreten. Sie fordern, 91/2 stündige Arbeitszeit bei Beibehaltung des bisherigen Lohnes. Lohnkämpfe der Steinarbeiter. 36 Steinarbeiter der Firma Walther in Erfurt haben die Arbeit niedergelegt. Da die Firma alles mögliche aufbieten wird, Arbeitswillige" aus allen Himmelsgegenden nach Erfurt zu locken, so seien die Steinarbeiter Deutschlands sowie Böhmens ganz besonders darauf aufmerksam gemacht. Der Ausstand der Steinarbeiter in Albensleben dauert fort, desgleichen in Fechenbach a./M. Jm Mainthal haben sämt liche organisierte Steinarbeiter Lohnforderungen gestellt. Der Streit bei der Firma Plöge in Springe und Altenhagen ist durch gegenseitige Vereinbarung beendet. Die Einnahmen des Mannes stellen sich danach für 226 Tage lohntage vom 7. November 1897 an wie folgt: 90 M. 40 Pf. Für 226 Hofgängertage à Tag 40 Pf. Für 179 Männertage à Tag 25 Pf. Für 179 Männertage à Tag 5 Liter Roggen zu Scheffeln gerechnet 22,40 Scheffel à Scheffel 4,80 M. macht 20 Tage im Torf auf Accord Gedroschen, verdient 19 Scheffel Roggen, 14 Scheffel Hafer, 3 Zentner Gerste, 18 Scheffel Mengekorn, das gedroschene Korn zu Geld gerechnet 19 Scheffel Roggen 91,20 W., 14 Scheffel Hafer 42 M. Zentner Gerste 19,50 m., 18 Scheffel Mengekorn 54 M. Fortschritte der Gewerkschaftsbewegung in Lothringen. Auch in der sonst von der Gewertschaftsbewegung gar nicht berührten 3 Militärstadt Metz hat es endlich angefangen, etwas lebendig zu werden. Nachdem dort bereits vor Jahresfrist die Schuhmacher Für Weizen 3 Scheffel à Scheffel 8 M. fich organisirt hatten, folgten bald darauf die Holzarbeiter ihrem Beispiele. Dies war das Signal für die anderen Arbeiter, die sich nun ebenfalls zu regen begannen. Maler, Anstreicher, Für die Kuh im Durchschnitt gerechnet Ladierer, Maurer, Steinhauer, Dachdecker, Bier brauer, Küfer und Bäder versammelten und schritten " • 44 75 " 880 109 20 " 33 50 " " 2.81 133, 20 " 73 50 " 24 " • 146 " " " " Die ver dort Centralverband der Konditoren.( Mitgliedschaft Berlin.) Heute abend 8 Ubr bei Schiller, Rosenthalerstr. 57: Mitglieder- Versammlung. Bericht des Delegierten vom Verbandstage. Die Wichtigkeit der Tages: ordnung erfordert das Erscheinen sämmtlicher Mitglieder. Gäfte willtommen. Centralverein der Bureau- Angestellten Deutschlands.( Mitglied schaft Berlin). Heute abend 82 Uhr bei Schiller, Rosenthalerstraße 57: Generalversammlung. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen der Mitglieder ist dringend erforderlich. Gäste willkommen. Freie Vereinigung der Bauarbeiter Berlins. Sonntag, den 9. April, vormittags 10 Uhr, bei Wernau, Schwebterstr. 23/24: Versamm lung. Vortrag. Tehte Nachrichten und Depelthen. Neue Enthüllungen zur Dreyfus: Affäre. Paris, 5. April.( W. T. B.) Das Blatt„ Voltaire" versichert, aus den Aussagen des französischen Botschaftssekretärs Baléologue vor dem Kasiatonshofe gehe hervor, daß das Ministerium des Aeußern zu wiederholten Malen amtliche Mittheilungen erhielt, bahin lautend, daß weder von Schwarztoppen noch Panizzardi Beziehungen zu Dreyfus hatten. Das Blatt führt eine Erklärung Summa 508 M. 55 Pf. der deutschen Botschaft vom Jahre 1897 an, welche besagt, b. Schwarzkoppen habe die Versicherung abgegeben, daß er Dreyfus niemals gekannt habe. Auch der italienische Botschafter Graf Tornielli gab der franzöfifchen Regierung Kenntniß von einem Bericht Panizzardis an den italienischen Generalstab, welcher die Verficherung Banizzardis enthält, daß er niemals mit Dreyfus zu thun gehabt habe. Das Blatt fügt hinzu, auch der italienische General stab habe erklärt, niemals direkte oder indirekte Beziehungen zu Dreyfus gehabt zu haben. ,, Voltaire" sagt weiter, die Aussage Paléologues erwähne ein Telegramm des französischen Botschafters in Rom, in welchem es heißt, Esterhazy habe mehr als 200000 Francs von auswärtigen Regierungen erhalten. Auch erklärte Paléologue, er habe niemals die angeblichen Briefe des Kaisers Wilhelm gesehen. 654 M. 55 Pf. Das ist aber die Einnahme für die Arbeit von drei Personen, nämlich des Tagelöhners, seiner Frau und des Hofgängers. Davon hat der Tagelöhner folgende Ausgaben zu bestreiten: Hofgänger an Geldlohn. 90 M.- Pf. Für Hofgänger Kost und Logis, à Tag 75 Pf. 273 Für Torf 11 Ruten Für Maftkorn, 4 Scheffel Erbsen à 3. M. 4 Scheffel Gerste à 2,25 M. Für Hausmiete Für Alters- und Invalidenkasse • 2922 75 " " 19 25 " " 12 " " " " 20 80 " " 5 20 " " 2 71 " " Summa 432 M. 61 Pf. Für sonstige Steuern( Kirche und Kommune). wie wir einem Situationsbericht in der Freien Presse" entnehmen zur Gründung von Gewerkvereinen, die sich ihren Zentralverbänden in Altdeutschland anschlossen. Das Unternehmertum gerieth darob in nicht geringe Angst und versuchte, wie gewöhnlich, die Bewegung durch Maßregelung der führenden Personen im Keime zu ersticken. Als dies nicht gelang, nahmen die Herren ihre Zuflucht zur Polizei. Sämmtliche von den provisorischen Vorständen der neugegründeten Gewerkschaften eingereichten Gesuche zweds Erlangung der polizeilichen Genehmigung wurden abschlägig beschieden, Privatversammlungen der Arbeiter ohne weiteres aufgelöst, die Einberufer verfolgt, und was der Maßnahmen mehr find. Aber mit welchem Erfolge!? Die in den Privatversammlungen durch VorWas nach Abzug dieser Summe übrig bleibt, das kann dann ja träge, Flugschriften und Gewerkschaftsblätter aufgeklärten Arbeiter nun zu Braten und Kompott für Mann und Frau verwendet werden. blieben, nachdem ihre lokalen Gewerkschaften den behördlichen Segen nicht erhalten hatten, Einzelmitglieder der ZentralDas schweizerische Schnapsmonopol ergab im Geschäftsjahr verbände und hielten um so zäher zu ihren Organisationen. Gegen 1898 einen Reingewinn von 7 260 000 Fr.( 1897: 6 980 000 Von obiger Summe er ge wärtig gehören etwa 600 Meger Arbeiter den legteren an, gewiß um 780 400 Fr. mehr als budgetiert war. ein schöner Erfolg unter den denkbar schwierigsten Verhalten die Kantone 6 453 335 r. hältnissen! Wenn nun damit für die Verbesserung der Lohn- und Für gewerbliche, industrielle und kaufmännische Berufs: im Jahre 1898 die Summe von Arbeitsbedingungen auch noch nicht viel gethan werden konnte, so bildung hat der Bund soll doch nicht unerwähnt bleiben, daß bereits in zwei Fällen eine 1110 000 Fr. ausgegeben in Gestalt von Subventionen an Kantone, von den Unternehmern versuchte Lohnreduktion mit Erfolg zurück- Gemeinden und Vereine. Für 1899 find ca. 200 000 Fr. für den gewiesen wurde. Sollten die Behörden wie bisher fortfahren, im gleichen Zwed mehr budgetiert. Bunde mit dem Unternehmertum die Arbeiterschaft zu bekämpfen und ihre ohnehin schon spärlichen Rechte noch mehr zu verkürzen, so steht zu hoffen, daß binnen Kurzem die große Mehrzahl der Mezzer Arbeiterschaft aus ihrer Lethargie aufgerüttelt und der Organisation ihres Berufes zugeführt wird. Ausland. Der schwedische Gießerkongres fand in diesen Tagen in Stocholm statt. Es sind 30 Lokalverbände durch 34 Deputierte vertreten. Auch Vertreter des dänischen und des deutschen Verbandes waren anwesend. Die Arbeiter am Durchstich des Symplon. Vor einigen Wochen kam die Nachricht vom Symplon, daß die an den SymplonDurchstich beschäftigten Italiener ausständig geworden und daß es dabei zu Ausschreitungen gekommen sei. Truppen wurden mobil gemacht, Polizei aufgeboten und die„ Ruhe wurde wieder her gestellt". In den Zeitungen hieß es natürlich, daß die Arbeiter zum Streit gehegt worden seien. Hatten die Leute nun wirklich Ursache, mit ihrer Lage unzufrieden zu sein? Versammlungen. r.), " Die Ruffifizierung Finnlands. Helsingfors, 5. April.( Privat- Depesche). Nya Preffen" und Aftonposten", die zwei größten Blätter von Helsingfors, find, das eine auf awei, das andere auf einen Monat, verboten.( Finnland beginnt die russischen Segnungen zu spüren.) Zürich, 5. April.( B. H.) Hier hat sich ein Centralver band deutsch- östreichisch- ungarischer und slavischer Socialisten gebildet. Paris, 5. April.( B. H.) Der Direktor des„ Figaro" ist für nächsten Sonnabend vor das hiesige Schwurgericht geladen, um sich wegen Veröffentlichung der Verhöre der Kriminalfammer zu berantworten. Rom, 5. April.( B. H.) Die Aerzte rieten dem Papst die Einstellung der Pilgerempfänge. heit der Kollegen Chiesi Romussi und Turati und schloß daran den Wunsch, daß diefe der bürgerlichen Arbeit des Journalismus zurückgegeben werden möchten.( Beifall.) Präsident Singer erividerte, die Versammlung werde es nicht an hoher Achtung vor den italienischen Behörden fehlen lassen; er hege die Hoffnung, daß die abwesenden Kollegen bald dank den bea fonderen Vorrechten des Königs in Freiheit gesetzt Eine öffentliche Versammlung der Maßschneider tagte am Rom, 5. April.( W. T. B.) Die Senatoren De Campo reale und Dienstag im„ Englischen Garten", Alexanderstraße, in der der Ver- Vitelleschi- Nobili richteten an den Präsidenten des Senats die trauensmann Stubbe über: Die Lohn- und Arbeitsverhältnisse Anmeldung einer Anfrage an den Minister des Aeußeren Canevaro, in den kaufmännischen Geschäften" referirte. Nach den Ausführungen In der Anfrage heißt es, sie wünschten zu wissen, ob die Regiedes Referenten, der die traurige Lage der Schneider eingehend rung Kenntniß von einem englisch französischen Abhabe, schilderte, wird der im Jahre 1893 festgelegte Tarif in vielen fauf- tommen durch welches Frankreich ein eventueller mämischen Geschäften garnicht mehr und in einigen nur teilweise Befiz im Hinterlande von Tripolis zugesichert wird und welche imtegehalten. Beständig sind seit dieser Zeit Lohnabzüge gemacht Schritte die Regierung demgegenüber gethan habe, oder zu thun worden und der Verdienst demzufolge so außerordentlich niedrig, daß gedenke. die Arbeiter nur durch äußerste Anstrengung und lang bis in die Rom, 5. April.( W. T. B.) Der internationale Pres Nacht ausgedehnte Arbeitszeit ihr recht anspruchsloses Leben fristen. kongreß hielt heute Nachmittag seine erste Sigung ab. Monets Nachdem der Redner die unwürdigen Zustände, unter denen die sprach sein Bedauern aus über die unfreiwillige Abwesen Schneider in den verschiedenen Geschäften zu leiden haben, fritisiert und darauf hingewiesen hatte, daß die Aufbesserung der wirtschaft lichen Lage dieser Arbeiter infolge des Indifferentismus, der teilweise bei denselben noch vorherrscht, sehr schwierig ist, erinnerte er In den drei Dörfern, die am Eingang des Tunnels liegen an die Erfolge, die die Maßschneider in der letzten Zeit in den wohnen etwa 800 Jtaliener, von denen 500 ihre Familien in besseren Geschäften durch ihr einmütiges und energisches Vorgehen Italien haben. Dreihundert Mann sind bei den eigentlichen erzielt haben und forderte die Anwesender auf, in derselben Weise Tunnelarbeiten, fünfhundert find an den äußeren Arbeiten, am für ihre Intereffen einzutreten. In der hierauf folgenden Diskussion, an werden.( Lebhafter Beifall.) Bahnhofsbau 2c., beschäftigt. Die Bohrer, fast immer bis über der fich 3ander, Schulz, Täterow, Witte u. a. betheiligten, Madrid, 5. April.( B. 5.) Durch ein fönigliches Dekret ist die Knie im Wasser watend, haben bei einer Temperatur von 20, wurde für eine recht rege Agitation und für den festen Zusammenschluß der Staatsrat aufgehoben worden. 25, auch 30 Grad zu arbeiten. Diese Leute erhalten für eine acht in der Organisation plädirt. Die Einführung der zweierlei Tarife bezog jährlich 15 000 pesetas. stündige Schicht 3,60 Fr.; nur 36 Mann unter ihnen bringen es auf für die einzelnen Geschäfte hat sich, wie im weiteren angeführt Helsingfors, 5. April.( B. 5.) Die finnischen Lands 4,50 Fr. An junge Leute von 14-17 Jahren werden Tagelöhne wurde, nicht bewährt und nur zum Nachteil der Arbeiter gewirkt. stände sind entschlossen, die russische Wehrpflichtvorlage abvon 2,50 Fr., 2 Fr., selbst 1,60 Fr. gezahlt. Von den Löhnen Der erste Tarif mit den höheren Preisen kommt fast überhaupt zulehnen und es auf die gewaltsame Durchführung der Vorlage ans werden aber noch Abzüge gemacht für das Werkzeug und die Lampen, nicht in Anwendung und auch der zweite Tarif wird ignorirt und fommen zu lassen. die von der Direktion geliefert werden. Die Lebensweise ist eben von den Unternehmern die Löhne ganz willkürlich fest= ( W. T. B.) Der Oberkommissar Bring Kanca, 5. April.( W. T. B.) teuer wie in den großen Städten der Schweiz. Am gefeßt. Von mehreren Rednern wurden die Mißstände Georg erließ eine Amnestie für die in der Zeit vom September In den kleinen bei schlimmsten liegen die Wohnungsverhältnisse. der Firma Baer Sohn, über die wir bereits 1896 bis Dezember 1898 begangenen politischen Vergehen; Dörfern fuchen die etwa 1000 Arbeiter Unterkommen berichteten, und bei der Firma Weltmann herben nur die im August 1898 in Kandia begangenen sind von der Amnestie zu finden; es läßt sich denken, daß sich da die größten Mißverhält- Sritik unterzogen. Die Lohn- und Arbeitsverhältnisse bei den ansgenommenen. Berantwortlicher Redacteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mar Bading in Berlin. fo einer i Jedes der 12 Mitglieder Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. "■«■ ww 1. Killigt lies.FlllMs" Krl« UcksM IM. LWhesversmmlllng her sachWell Tocialhemokratie. Krimmitschau. 4. April.. Die alljährlich stattfindende Landesversammlung wurde heute bornrittag 11 Uhr hier vom Reichstags-Abgeordneten Stolle mit einer Begrüßungsansprache eröffnet. Stolle wies darauf hin. wie gerade Krimmitschau historischer Boden für alle freiheitlichen Be- strebungen seit 1848 sei. Hier habe sich auch die Arbeiterschaft früh- zeitig als Klasse gefühlt und sich organisiert. Hier haben aber auch vielmehr als anderswo die Arbeiter die Macht der Reaktion zu fühlen bekommen. Krimmitschau habe in solchem Sinne ein Recht darauf, die Delegierten empfangen zu dürfen. In das Bureau wurden hierauf Kaden- Dresden und Grenz- Leipzig als Vorsitzende, Schmidt- Krimmitschau, Sindermann- Dresden, Zeisig- Chemnitz und K l e r i s- Mylau als Schriftführer gewählt. Das später verkündete Resultat der Mandatsprüfung crgie'bt, daß alle 23 Wahlkreise durch 64 Dele- gierte vertreten sind. Außerdem sind außer Auer nnd Schippe! sämtliche sächsischen Reichstags- sowie die Landtags- Abgeordneten anwesend. Ebenso das Centraikomitee. Der Parteivorstand in Berlin hat diesmal keinen Vertreter gesandt. In einem Briefe wird das mit Unwohlsein und anderweiter Behinderung entschuldigt. Vor Eintritt in die Tagesordnung wird auf Antrag Eichhorn- Dresden beschlossen, über die diesmaligen Verhandlungen ein ge- drucktes Protokoll herauszugeben. Tie Tagesordnung ist folgende: 1. Bericht des Zentralkomitees. Berichterstatter: Eichhorn- Dresden. 2. Die Organisationsfrage. Berichterstatter: G o I d st e i n- Zwickau. 3. Agitation und Presse. Berichterstatter: Eichhorn- Dresden. 4. Die bevorstehenden Landtagswahlcn. Referent: Fräßdorf- Mickten. Korreferent: L i p i n s k i- Leipzig. S. Die Gemeinderatswahlen. Referent: H ö p p n e r- Cotta. 6. Anträge der Parteigenoffen, 7. Neuwahl des Centralkomitees. 8. Wahl des Ortes für die nächste Landesversammlung. Zum ersten Punkt verweist der Referent Eichhorn auf de» gedruckten Bericht, der auch vom„Vorwärts" gleich den sächsischen Parteiblättern im wesentlichen abgedruckt worden ist. Ergänzend weist der Referent auf die Referentenfrage besonders hin, die immer noch nicht genügend geregelt sei. Ein früherer Beschluß, daß sich die Referenten nur den Agitations- komitces zur Verfügung stellen sollen, werde nicht gehalten i ebenso nicht, daß die Referenten gegenseitig von den Bezirken ausgetauscht werden sollen. Die Agitation zur Reichstagswahl sei außerordent- lich rege gewesen, in der schriftlichen habe man vielleicht gar stellen- weise des Guten etwas zu viel gethan. Das erklärt sich aber zum Teil wieder aus dem Mangel an Versammlungslokalen.— Der Stimmenrückgang in einigen Kreisen sei teilweise wohl der lässigen Agitation der Genossen mit zuzuschreiben.— In der Strasliste sind die verurteilten Löbtauer Bauarbeiter mit aufgeführt. Damit ist das nachgeholt, was der Parteivorstand in Berlin unterlassen hat. Es sieht fast so aus. als ob man sich dieser Arbeiter geschämt habe. Der Parteivorstand habe da wohl einmal eine Dummheit begangen; man muß dagegen protestieren, ohne in dem Verhalten gerade eine Schwenkung zum Opportunismus zu erblicken. So schlimm ist es wohl nicht. Die nun folgende Diskussion drehte sich fast ausschließlich um die Haltung des Parteivorstandes das Zuchthausurteil betreffend. Voll und ganz auf dessen Standpunkt stellte sich aber nur Genosse Kaden. Alle übrigen Redner, so Lorenz. Hof mann, B e h e r- Leipzig, Sin d e rm ann- Dresden gaben Eichham recht. Sindcrmann brachte sogar eine Protest- Resolution gegen das Verhalten des Parteivorstandes ein. Ein der- artiges Vorgehen wurde nun freilich von allen anderen Rednem als übertrieben bezeichnet. Im allgemeinen ging die Meinung dahin, daß sich über die Sache streiten lasse und das Nichtregistrieren des Urteils vielleicht ein Fehler war; daß aber das unnötige Aufbauschen in der Presse nicht notwendig gewesen sei. Jedenfalls müßte die Frage, welche Urteile zu registrieren seien, in nächster Zeit einmal erörtert werden. In dem Sinne äußerten sich noch eingehend Gradnauer und Geyer.— Den Stimmen- rückgang einiger Kreise führen mehrere Redner in der Hauptsache auf sehr natürliche Ursachen, nicht auf mangelhafte Agitation zurück, das wird hauptsächlich vom Vertreter des 11. Kreises(Würzen) betont. Die Erfolge in der Oberlausitz sollen vornehmlich der Agitation in gegnerischen Versammlungen zu danken sein. Jw seinem Schlußwort weist Eichhorn unter anderen die An- ficht Kadens über das Zuchthausurteil zurück.(Dieser hatte jeden Zusammenhang desselben mit der Arbeiterbewegung bestritten.) Eine solche Ansicht«verde sich auch der Parteivorstand nicht zu eigen machen. S i n d e r m a n n zog schließlich seine Resolution zurück. Nach einigen persönlichen Bemerkungen war nunmehr der erste Punkt erledigt. Jjum zweiten Punkt erhält darauf daS Wort Gold st ein- au: Die Organisation ist das Rückgrat der Partei. Sie aus- zubauen ist deshalb eine Notwendigkeit, die Organisation war bis- her eine sehr lose in Sachsen— eine Folge der gesetzlichen Zustände und des Polizeisystems. Nachdem nun die eine gesetzliche Schranke: daS VerbindunaS- verbot, aufgehoben ist, mußte die Partei in Sachsen ganz selbst- verständlich an die Organisationsfrage herantreten. Die Landtags- staktion in Gemeinschaft mit dem Centralkomitee ist an diese Auf- gäbe herangetreten. Das positive Ergebnis ist der vorliegende OrganlsationSentwurf.(Derselbe ist seinerzeit in den Parteiblättern abgedruckt worden.) Mit der Aufhebung deS BerbindungSverbots ist aber den Arbeitem zugleich eine Verschlechtcmna deS Vereinsgesctzes beschert worden— der Ausschluß der Minderjährigen aus politischen Versammlungen. Die Regierung hat eS aber unterlassen, eine Definition zu geben, was politisch ist, und wnS nicht; eine solche Definition ist auch sehr schwer. Da ist nun aber das eingetreten, was bei den sächsischen Polizeimaximen vorauszusehen war und was von unserer Seite im Landtage seinerzeit als Befürchtung ausgesprochen wurde, nämlich, daß von der Polizei überhaupt alle Veriammlunaen. auch die gewerkschaftlichen, als.politische" angesehen werden. Jede Be- Hörde verfährt und entscheidet wie sie gerade Lust hat. Minister v. Metzsch hat also nach der Richtung den früheren Kurs beibehalten. Unter solchen Umständen ist cS ganz erklärlich, daß den Arbeitem die Aushebung deSVerbindllngSverboteS nicht so viel nützt, als mangeglaubt hat. Solche Erwägungen waren mitbestimmend für das Zustande- kommen deS vorliegenden Entwurfs. Derselbe bringt keinegnindsätzlichen Aenderungen gegen bisher Bestehendes. Er will nur das Vorhandene in gewisie Formen bringen und zusammenfassen; die Agitations- komiteeS sollen mehr Befugnisse bekommen, vor allem dort, wo sie bis jetzt nur als Eventualkraft wirken konnten. Sie hatten jetzt nicht die Macht, ihren Beschlüssen und Direktiven die nötige Geltung zu verschaffen. In der Diskussion über die Frage in Genossenkreiscn sind drei Richtungen vorhanden: die auf dem Boden des Entwurfs stehende, die centralistische(für einen Landesverein nach süddeutschem Muster), und die föderalistische(Kreisvereine). Redner hält die erstere Anschauung für die richtigere, weil sie nicht schablonisiert, sondern jedem einzelnen Kreise für die Art der Organisation freie Hand lasse. Als Einheit sei der Wahlkreis da; dieser muß aber in sich selbst eigenes Leben bringen. Eines schicke sich und passe da nicht für alle. Redner führt dafür eine Reihe Beispiele an. Er weist ferner ebenfalls an der Hand recht drastischer Beispiele aus die ganze gesetzliche politische Situation in Sachsen hin, die mit Süddeutschland nicht zu vergleichen sei. Er erinnert an Vorgänge unter dem Socialistengesetz. Heute sei es nicht anders. Damit solle man rechnen. So lange wir das„Juwel" haben, müssen wir an dem, was sich bewährt hat, festhalten. Es wird darauf in die Diskussion eingetreten. Außer dem Entwurf liegen noch einige Anträge, die sich auf die Organisation beziehen, vor; der 5. Kreis(Dresden-Altstadt) will Schaffung eines Landesvereins unter Beibehaltung des Vertrauensmännersystems; das Centraikomitee soll nächstes Jahr einen neuen diesbezüglichen Entwurf vorlegen; der 16. Kreis fordert einen Landesverein nach bayerischem Muster; der 6. Kreis wünscht das Kreisvereinsshstem eingeführt; der 18. Kreis möchte das bisherige Vcrtrauensmännershstem beibehalten wissen und ist für Annahme des Entwurfs. Nach einer längeren Geschäftsordnungs-Debatte werden diese Anträge von Rednern ans den betreffenden Kreisen, und zwar von D re y e r- Löbtau, L o r en z- Chemnitz, K r ü g e r- Dresden und N e i s e l- Crimmitschau begründet. Die Generaldebatte eröffnet F r ä ß d o r f- Nickten. Er ist mit dem Entwurf einverstanden. Eine andere Art der Organisation sei unter dem jetzigen Polizeisystem nicht möglich. Wir müssen uns auf den Siandpunkt stellen: Geteilt marschieren, vereint schlagen. Geher ist mit dem. was der Entwurf will, im allgemeinen auch einverstanden. Er ist aber gegen die sofortige Annähme, da man sich heute noch nicht festlegen dürfe. Die Ansichten sind noch nicht geklärt, das beweisen die vorhandenen drei Richtungen. Er sei gegen einen Landcsverein iveniger in Rücksicht auf die Polizei. sondern aus praktischen Gründen. Die Centralisation mache die Werbung von Genossen schwieriger. Die durch lokale Vereine den Genossen gegebene Selbständigkeit erhöhe den agitatorischen Trieb. In seinem Artikel über die Frage sei er mehrfach mißverstanden worden. Er wolle die Vertrauensmänner nicht beseitigen; er habe nur gesagt, daß sie in manchen Fällen überflüssig sein werden. Uebrigens brauche man auf dieses System nicht zu sehr zu pochen. Es sei seinerzeit nur als Notbehelf eingeführt worden; die Aktionsfähigkeit einer geschlossenen Organisation könne ein solches System nicht ersetzen. Lange- Niederhäslich ist für Wahlkreis-Vereine. Grenz- Leipzig weist auf die bisherige verschiedenartige Stellung der Agitationskomitees hin. Er ist für den Entwurf, da dieser den verschiedenen Meinungen Rechnung trägt. Redner exem- plifiziert weiter auf Verhältnisse und Einrichtungen im 12. und 13. Kreise. Die weitgehendste lose Form biete der Behörde sicher am wenigsten Angriffspunkte. Die Verhandlungen wurden nunmehr abends 6 Uhr abgebrochen. Die Crimmitschauer Genossen haben zu Ehren der Delegierten einen Kommers in zwei festlich und sinnreich dekorierten Lokalen arrangiert. »» m» *•* Krimmitschau, 5. April.(Privat- Telegramm.) Die sächsische Londesversammlung der Socialdemokratie debattierte heute ausführlich über die Partei- Organisation. Der centralistische Landcsverein wird abgelehnt, der Vorschlag des Centralkomitees, welcher die bestehenden Organisationssormen systematisch zusammen- faßt, angenommen. Ueber die Presse referierte Eichhorn. Er stellt ihren be- bedeutenden Aufschwung fest; die Abonnentenzahl hat sich von 27 000 auf 72 000 seit Jahresfrist gehoben. In der Debatte werden besonders Bedenken geäußert wegen des niedrigen Preises des um- gestalteten Chemnitzer Blattes. Der„Arme Teufel für die Ober- lausitz" wird als Partei-Organ anerkannt. ES folgt die Diskussion über die Beteiligung an den Land- tagötvahlen. Der Antrag Sindermann, eS den Wahlkreisen zu überlassen, ob sie sich beteiligen wollen oder nicht. wird mit großer Majorität abgelehnt. Der Beschluß: Die Partei beteiligt sich an den LandtagSwahle», wird mit öS gegen St Stimmen angenommen. Uokktles« Eine Flugblattverteilung findet im zweiten Wahlkreise a m nächsten Sonntag statt. Die Genossen, die sich im Dienste der Partei hierfür zur Verfügung stellen wollen, sind gebeten, sich recht frühzeitig und recht zahlreich an den bekannten Stellen zur Ver- fügung zu stellen. Dann ist die Arbeit rasch und ohne allzugroße Belastung für den Einzelnen geschehen. Erster Reichstags-WahlkreiS. Heute abend 8'/» Uhr findet eine öffentliche Versammlung in Cohns Festsälen, Beuthstr. 20—21 statt, in welcher der ReichStags-Abgeordnete Genosse W. L i e b k n e ch t über die Angelegenheit deS„Friedens-Kongresses" spricht. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Zur Neuwahl im zweite« Wahlkreise. Den Parteigenossen und Genossinnen die Mitteilung, daß heute abend 31/2 Uhr in Kriegers Salon, Wasserthorstr. 68, eine Versammlung stattfindet, in der Reichstags-Abgeordneter Max S ch i p p e l über die bevor- stehende Neuwahl sprechen wird. Warum wurde die Wahl de» Herrn Abg. Kreitling kassiert? Ueber diese Frage spricht Parteigenosse Abgeordneter Otto A n t r i ck heute abend in einer bei Habel, Bergmann- straße 2—7 stattfindenden öffentlichen Versammlung des Wahl- Vereins für den zweiten Wahlkreis. Zahlreicher Besuch wird er- wartet. Freie Volksbühne. Die Vorstellung der 3. Abteilung (graue Karten) findet am Sonntag, den 9. April, nachmittags 2�/« Uhr, im Friedrich-Wilhelm städtischen Theater statt.„Der Erbförster" von Otto Ludwig. Die Vorstellung der 6. Abteilung(grüne Karten) am Sonntag, den 9. April, im Lessing-Theater:„Erziehung zur Ehe" und„LiebeSträume". ES ist somit in beiden Theatern eine Vereinsvorstellung. Siehe heutiges Inserat. Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Mit der Denunziation droht Eugen Richter wieder einmal. Sein Haß gegen die Arbeiter und die Furcht vor dem socialdemo- kratischen Wahlsiege hat alle kapitalistischen Instinkte dieses Bourgeoispolitikers zur Glühhitze entflammt. Die Einflüsterungen gewisser Wahlmacher aus der Viktoriastraße über„Wahlfälschungen der Social- demokratie" haben ihn sogar die Thatsache vergessen lassen, daß die Wählerlisten von dem freisinnigen Berliner Magistrat angelegt sind. Wenn also wirklich Wähler eingetragen sind, die gar nicht in der angegebenen Wohnung wohnen, so trifft die Verantwortung da« für einzig und allein den freisinnigen Magistrat, denn nach- trägliche Anmeldungen zur Wählerliste erfolgen nur gegen Vorweis der amtlichen Papiere. Trotzdem stellt Eugen Richter immer wieder die grundverlogene Behauptung auf. daß„socialdemokratische Wähler(zu Tausenden, schrieb er zuerst) 1898 im 2. Berliner Wahlkreis zur Wählerliste sich gemeldet haben, obgleich sie in dem Wahlkreis gar keine Wohnung besaßen." Zum Beweis aufgefordert. konnte er bekanntlich nur einen einzigen Wähler nennen, den Tapezierer Rademacher, den niemand kennt, und von dem Eugen Richter daher wohlfeil behaupten konnte, er sei Sozialdemokrat. Um seine Verlogenheit und seine elende Verdächtigung des politischen Gegners zu verdecken, greift er jetzt unter großer Wortkanonade zu dem edelen Mittel aller schönen Seelen: er droht mit Gericht und Polizei und thut so, als wolle er die socialdemo- kratischen Wähler einschüchtern, indem er schreibt:„Die b e« treffenden socialdemokratischen Wähler, welche damals zur Neu- wähl sich angemeldet haben, werden gut thun, um später sogar unbequeme Weiterungen zu vermeiden, diesmal dem Wahllokal fernzubleiben." Wir verlangen Angabe von Name, Beruf, Wohnung oder wir erklären nach wie vor diese Eugen Richterschen Redensarten als elende Flunkereien, denn weiter sind sie nichts. Und im übrigen kann sich Richter auslachen lassen: Wer in der Wählerliste steht, hat das Recht zu wähle», gleichviel, ob er im Wahlkreise wohnt oder nicht. Und niemandem können „unbequeme Weiterungen" daraus entstehen I Herr Eugen Richter braucht man auch dann nicht zu glauben, wenn er sich einmal ausnahmsweise sogar dümmer stellt, als er selber-7- sein Willi De» Dank der Konservativen sich im voraus zu sichern, ist Eugen Richter ängstlich bemüht. So druckt er heute in der „Freisinnigen Zeitung" die Aufforderung des Vorstandes des konser- vativen Wahlvereins nach, worin dieser um Beiträge zum Wahlfonds ersucht und die„nationalgesinnten' Mitbürger auffordert, sich zu den Wahlvorbercitungsarbeiten zur Verfügung zu stellen. Ob Eugen Richter unter den.nationalgesinnten" Männern auch die sonst von den Konservativen so verächtlich mit„jüdischem Freisinn" benamsten Heimann, Perls, Ullstein, Sachse u. s. w. versteht? Kein AgitationSvieh zu erlangen. Am 30. März druckten wir eine Aufforderung ab, die vom treisinnigen Wahlausschuß de? zweiten Reichstags-Wahlkreises au die s r e i I i n n i g e n ll n t e r* nehmet gerichtet war und dahin ging, am Wahltage so und so viele H a n d el s an g est ell t e zur freisinnigen Agitation abzukommandieren. Herr Eugen Richter meinte darauf ganzj naiv in der„Freis. Ztg.", an wen sich der Wahlausschuß in solchem Falle denn sonst wenden sollte, wenn nicht an die Prinzipale! Mit dem Streben auf Erlangung von Agitationsvieh scheint e9 aber seine Schwierigkeiten zu haben, denn ein parteioffiziclleS Cirknlar an das freisinnige Unternehmertum besagt folgendes.- Berlin, den 2. April 1909. Sehr geehrter Herr l Vor einiger Zeit erlaubten wir uns an Sie die ergebene Bitte zu richten, uns für den Wahltag einige Herren als Hilfskräfte zur Verfügung zu stellen. Zu unserem größten Bedauern sind wir bis heute ohne Ant« wort Ihrerseits geblieben und gestatten uns daher, unsere Bitte recht dringend zu wiederholen und Sie zugleich zu? ersuchen, uns die Namen der Herren zugleich mit Ihrer Zusage schleunig st aufgeben zu wollen. Wir sagen Ihnen im voraus besten Dank und zeichnen Hochachtungsvoll Der Vorstand des Wahlvereins der Fortschrittspartei im zweiten Berliner Reichstags-Wahlkreise. I. A.: Arnold Perls. Albert Heimann. Woran liegt es, daß der Vorstand des Wahlvereins mit Hilfe des Unternehmertums nicht genügend Agitationskräfte erlangen kann? Denken die freisinnigen Unternehmer anständiger als die freisinnige Wahlleitung? S ch ä m e n sie sich der Zumutung, ihre Angestellten, um deren politische Gesinnung sie sich nach liberaler Weltanschauung nicht kümmern sollten, wider Sitte und Recht zur freisinnigen Wahlagitation abzu» kommandieren? Fürchten sie den Protest der Handlungs- gehilfen? Oder ist ihnen in richtiger Erkenntnis die freisinnige Sache nicht so viel wert, um die gewinnbringende Arbeitskraft der Angestellten auf einen Tag preiszugeben? „Kommunale Monopolbestrebungen auf dem Gebiete deS BadewesenS" wollen die Inhaber der Privat-Bade- a n st a l t e n entdeckt haben. Nachdem sie mehrere Jahre hindurch erfolglos dagegen protestiert haben, daß die Stadtgemeinde durch die Errichtung von Warm-Badeanstalten ihnen die Kundschaft entzieht, hat jetzt der„Verein der Badean st alts-Jn Haber von Berlin und den Vororten" eine Denkschrift verfaßt, durch die das Publikum über die angeblichen Monopolbestrebungen der Kommune aufgeklärt werden soll. Die Denkschrift verlangt, daß in den städtischen Badean st alten der Preis für die Wannenbäder herabgesetzt und die Zahl der Brause-Badeeinrichtungen vermehrt wird. Die. Stadt verdiene noch zu viel an ihren Bädern und berücksichtige nicht iienug die Bedürfnisse der unbemittelten Bevölkerimg. DaS timmt vollkommen, aber die Inhaber der Privat-Badeanstaltcn sagen das nicht deshalb und treten nicht dämm für die unbemittelte Bevölkerung ein, weil sie uneigennützige Förderer der Volks« gesundheit sein wollen. Sie wollen die städtischen Warm- Badeanstalten durch die von ihnen vorgeschlagene Reform in den Augen desjenigen Publikums, das zwar auch nichts weiter in die Suppe zu brocken hat. das aber doch, wie man zu sagen pflegt, noch ein bischen auf sich hält, auf das Niveau von Anstalten für das „niedere" Volk hcrabdrücken. In der Denkschrift wird das nicht offen als Absicht zugegeben, aber die BadeanstaltS- Besitzer können von ihre» Vorschlägen unmöglich etwas anderes als diese Wirkung erwarten. Vielleicht würde die(ans sachlichen Gründen zu empfehlende) Durchfühmng ihrer Vorschläge nur bewirken, daß der größte Teil der ihnen jetzt bereits untreu gewordenen Kundschaft nach der Preisherabsetzung erst recht in den städtischen Badean st alten bliebe. Dann könnte eS leicht geschehen, daß der Betrieb von Badeanstalten thatsächlich zu einem kommunalen Monopol würde. Der öffentlichen Wohlfahrt wäre damit nur gedient. Ueber die Bildung eines Regierungsbezirks Berlin, in den die Städte Charlottenburg, Schoneberg und Rix- dorf, sowie eine Anzahl benachbarter Gemeinden aufgenommen werden sollen, wird der„Köln. Ztg." zufolge dem Landtag schon in nächster Zeit eine Gesetzesvorlage zugehen. Die„Kölnische Zeitung" bringt mit diesem Plan die Neuregelung der Polizei- Verwaltung in Schöneberg in Verbindung, das seit dem 1. April einen eigenen Stadtkreis bildet. Während die Orts- Polizeiverwaltung von Schöneberg bisher dem Polizeipräsidium in Berlin unterstellt war. ist jetzt für sie eine eigene königliche Polizeidireftion geschaffen und an die Spitze derselben der bisherige Landrat in Ruhrort, Hammachcr, der Sohn des ftüheren Parin- mentariers, vorläufig kommissarisch, gestellt worden. Bemerkenswert ist hierbei, daß für die neue Polizeidirektton in Schöneberg nicht, wie für die Polizeidirektion in Charlottenburg, das Polizeipräsidium in Berlin, sondern bis zu der in Aussicht genommene» anderweitigen gesetzlichen Regelung der Regierungspräsident in Potsdam als Auf- sichtsinstanz bestellt worden ist. Ueber die Berliner Tterblichkeit im Jahre lKSK liegen bereits jetzt ausführlichere Mitteilungen bezüglich des Alters der Gestorbenen und der Todesursachen vor. Von den Alters- k l a f s e n war die Klasse 0—1 Jahr, die Säuglinge, mit 10 290 unter insgesammt 30 274 Sterbefällen weitaus am stärksten betheiligt. Unter den 12 Monaten hatten, wie immer, die heißesten die höchste Säuglingssterblichkeit. Infolge der zunächst kühlen Temperatur des Sommers fiel aber das Maximum diesmal erst in den August und September. Allein 3233 der gestorbenen Säuglinge kamen auf die Monate August und September, wodurch sich auch die Gesannntsterblichkeit. deren Höhe ja wesentlich durch die Höhe der Säuglingssterblichkeit bcein- flußt wird, in diesen beiden Monaten bedeutend steigerte. Von den # fibrigen Gestorbenen des Jahres fommen auf die Altersklassen: Einzelfahrgeld, so daß die Einnahme dieses Tages fich auf an Bilder, englische Fibeln und Lesebücher und findet Dienstags und Anmeldungen nimmt täglich Herr 1-5 Jahre 3307, 5-10 Jahre 659, 10-15 Jahre 327, 15-20 Jahre 69 500 m. belief, während noch fast 100 000 Personen die Straßen Freitags, abends von 7-9 Uhr, statt. 634, 20-30 Jahre 1815, 30-40 Jahre 2208, 40-50 Jahre 2635, bahn auf Abonnementstarten benutten. Ani ersten Osterfeiertage Rettor Lugenberger, Heinersdorferstr. 18, entgegen. Marktpreise von Berlin. 4. April 1899.( Nach Ermittelungen 50-60 Jahre 2730, 60-70 Jahre 2672, 70-80 Jahre 2432, über wurden von der Großen Berliner" rund 600 000 Personen be 80 Jahre 965. Unter den Todesursachen standen obenan die fördert, so daß die beiden Festtage der Straßenbahn nicht weniger des Polizeipräsidiums.) Weizen 15,80-14,80 M., Roggen 14,35 bis Erkrankungen der Athmungsorgane, speciell der Lungenschwindfucht als rund 1 300 000 Fahrgäste gebracht haben, eine Biffer, die bisher 13,40 M., Futter- Gerste 13,70-13,00 m.( ermittelt pro Tonne von der Centralstelle der preuß. Landwirtschaftskammer Notirungsmit 3558( besonders viele Fälle in den Frühjahrsmonaten) und die für zwei Tage noch niemals erreicht worden ist. Lungenentzündung mit 2389. Die Erkrankungen der VerdauungsDie neue Berliner Omnibus- Gesellschaft hat mit dem ſtelle und umgerechnet vom Polizeipräsidium für den Doppelfonders im Auguſt und September), speciell Brechdurchfall mit 1486, organe waren diesmal weniger stark vertreten( in größerer Zahl be- Inkrafttreten ihres Sommer- Fahrplanes die Fünfpfennig- Teilstreden centner). Hafer, gute Sorte 15,40-14,90 M., Mittel- Sorte 14,80 bis Diarrhoe mit 1229, Magen- und Darmfatarrh mit 1032. Die große der drei Schöneberger Touren vermehrt. Die Linie Golstraße 14,20 m., geringe Sorte 14,10-18,50 M., Stichtstroh 4,16-4,00 2., Spittelmarkt hat jetzt sechs, die Linie Schöneberg- Heu 6,80-4,40 M., Erbsen, gelbe zum Kochen 40,00-25,00 2. Zahl von Todesfällen durch Erkrankungen der Atmungsorgane bezw. Brunnenstraße befist deren acht, und die Linie Bahnhof Speiſebohnen, weiße, bon 50,00-25,00 2. Linsen von 70,00 bis 30,00.( leinhandelspreise); Kartoffeln von 6,00 bis der Verdauungsorgane, von denen jene besonders in den mittleren Groß Görichenstraße Frankfurter Alle e sieben solche 4,00 M.; alles per 100 kilogramm. Nindfleisch von der Keule von Altersklassen, diese unter den Säuglingen ihre Opfer fordern, ist für 1,60-1,20 2., Bauchfleisch 1,20-1,00 M., Schweinefleisch von 1,60 die Berliner Sterblichkeit charakteristisch; fie erklärt sich daraus, daß billigen Teilstrecken. Berlin im wesentlichen eine Arbeiterstadt ist. Von den akuten Das Waldeck Denkmal auf dem alten Jakobi- Kirchhof bis 1,20 M., Kalbfleisch von 1,80-1,00 M., Hammelfleisch von 1,60 so schreibt ein Bericht bis 1,00 M., Butter von 2,60-2,00 m.; alles per 1 Kilogr. Eier Infektionskrankheiten sind ferner besonders zu nennen: Masern und( Waldeck- Park) an der Oranienstraße M. Lungenentzündung nach Masern zusammen 264, Scharlach und erstatter gewährt einen Anblick, der deutlich darauf hinweist, daß 4,00-2,40 m. per 60 Stüd. Fische per 1 Kilogr.: Karpfen von Scharlachdiphtherie zusammen 268, Diphtherie 608. Zahlreich waren das Monument seit seiner vor neun Jahren erfolgten Enthüllung 2,20-1,20 m., Aale von 3,00-1,80 M., Zander von 2,80-1,00 m., auch die Todesfälle durch Schlagfluß, 1008 Fälle. Gewaltsamer einer Säuberung nicht unterzogen worden ist. Bewohner der dem Hechte von 2,40-1,00 M., Barsche von 1,80-0,80 M., Schleie von Tod wurde 903 Mal festgestellt, 463 Fälle davon wurden als Selbst- Parte benachbarten Häuser sowie andere Personen haben nun an 3,50-1,40 M., Bleie von 1,40-0,80 M., Krebje 60 Stück 12,00 bis mord gemeldet. die Stadtverwaltung das Gesuch gerichtet, bei der demnächst be 4,00 Mart. Berliner Produktenmartt. Weizen zog Hafer und Radsport und Kirchenfrömmigkeit. Ueber die Festtage ginnenden Denkmalswäsche" auch des Standbildes Waldeds zu am Mittwoch 1/3 Mart, Roggen 14 Mark an. Mais waren nur schwash behauptet. Rüböl still. Für Loco war die in Berlin läßt sich die ultramontane Köln. Volfsztg." schreiben: gedenken. Die Berliner pflegen an den hohen Festtagen in größerer Zahl als Ein neues Einberufungsverfahren wird zunächst versuchs- Tendenz am Spiritusmarkt fest, die Fabrikanten zeigten größere Aufnahmelust, Hamburger Käufe machten sich weniger bemerkbar. Ansonst die Kirche zu besuchen, besonders wenn es schlechtes Wetter weise für das Mobilmachungsjahr 1899/1900 eingeführt werden. In geboten waren 125 000 Liter 70er Spiritus, wovon 50 000 Liter nach ist. Bei gutem Wetter werden wenigstens Ostern und den erlassenen Ausführungsbestimmungen heißt es: Die Einberufung fingften50er Spiritus fehlte. Auf etwas Käufe zogen Termine um 30 Pf. an. Ausflüge in die Umgegend gemacht; statt nach Treptow ber Offiziere und Mannschaften des Beurlaubtenstandes, einschließlich Samburg verkauft wurden. Bezahlt wurde 40,20 M.(+0,20 M.). oder Wannsee geht es dann oft weiter, besonders in die märkische ber Erfagreserve, erfolgt durch öffentliche Aufforderung kartoffelfabrikate. Berlin, 5. April. Prima KartoffelSchweiz oder nach Dresden, bis an die böhmische Grenze. Die auf Grund von bereits im Frieden ausgehändigten Gestellungsprotestantischen Kirchen sind Weihnachten, Neujahr und Char- befehlen( Kriegsbeorderungen). Die Mannschaften, die zunächst nicht mehr per 100 kilogr. 20,00 M. Brima trockene Kartoffelſtärke per freitag am meisten gefüllt. Der Charfreitag ist eigentlich der am gebraucht werden und daher in den ersten Tagen der Mobilmachung 100 Kilogr. 20,00 9. Feuchte Kartoffelstärke per 100 Stilogrumint meisten gefeierte Tag, neuerdings leidet an diesem Tage der Kirchen- ben Bezirkskommandos ferngehalten werden sollen, erhalten im 10,40. befuch vielfach durch das Radfahren. Die Theater find Frieden eine Baßnotiz, die im wesentlichen besagt, daß ein Der deutsche Tierschutzverein teilt uns mit, daß die alten geschloffen und auch sonst giebt's fein Vergnügen" in der Stadt; besonderer Befehl noch abzuwarten ist. Striegsbeorderung" und Hundesteuermarten nicht, wie fürzlich berichtet worden, am 1. April, 10 fahren denn die jungen Leute" beiderlei Geschlechts scharenweise Bagnotiz" sind so eingerichtet, daß sie in den Militärpaß oder in fondern am 1. Juni ihre Gültigkeit verlieren. Bis dahin schützt die hinaus auf die Dörfer. Schon am frühen Morgen bevölferten viele ben Erfagreservepaß eingeklebt werden können. Nach diesem neuen alte Marke vor dem Aufgreifen. Tausende von Radfahrern den Kurfürstendamm und den ganzen Verfahren muß sich jeder Mann bei den Kontrollversammlungen im Tag hindurch waren alle Kneipen in den weiter hinaus liegenden Besitz einer Kriegsbeorderung befinden, so daß Irrtümer sofort Orten überfüllt. Jedenfalls schädigt das Radfahren stark den bemerkt werden. Kirchenbesuch, und die an den Bau so vieler protestantischen GottesAus Groß- Lichterfelde wird uns berichtet: In den hiesigen Die Berliner Unfallstationen sind im Monat März d. J. in häuser an hoher Stelle geknüpften Hoffnungen haben sich im allgemeinen nicht erfüllt. In der ersten Zeit schien es anders zu fein; 2825 Fällen gegen 2251 im gleichen Monat des Vorjahres für erfte bürgerlichen Streifen scheint man sich sehr lebhaft für die Frage des jedermann wollte die neuen Kirchen wenigstens in Augenschein nehmen. Hilfe in Anspruch genommen worden, und zivar 2327 mal bei Un- Austritts von Groß- Lichterfelde aus dem Kreisverband Teltow zu Jegt hat der Zulauf wieder start nachgelassen, dem fällen und 498 mal bei plöglichen Erkrankungen. In den Stationen intereffiren. Diese Ausscheidung aus dem Streise fann selbstverständveränderungs füchtigen Großstädter ist der Kirchenbesuch schon wieder wurden 2583, außerhalb derselben 242 Personen behandelt. Mit den lich erst stattfinden, wenn nnser Ort zur Stadt" erhoben worden ist, vas Altes" geworden. Hier hat eben alles abwechselnd seine„ Bug- Krankenwagen der Unfallstationen wurden im verflossenen Monat und hierzu ist die Vorbedingung eine Einwohnerzahl von 25,000, an traft", auch der Kirchenbesuch. Damit der„ Reichsbote" nicht etwa 128 Transporte ausgeführt. Die Zahl der polizeilicherseits den der zur Zeit 3000 fehlen. Groß- Lichterfelde bezahlt an Kreissteuern argwöhnt, wir fagten das aus ultramantaner Bosheit, wollen wir Stationen übergebenen, teils bewußtlofen Personen betrug 159; die mehr als 100 000 m., d. i. der sechste Teil des Gemeinde- Etats. darüber die allem Radikalismus abholde rechts nationalliberale unentgeltliche Inanspruchnahme von Eis bei Krankheitsfällen geschah Nach den Festsetzungen des Kreisetats für 1899 steigen die KreisBörsenztg." citieren, die dieser Tage an leitender Stelle schrieb: in 167 Fällen. " Der Einblick in die sehr zahlreich gewordenen Berliner Kirchen am Sonntage lehrt, daß nur eine tieine Anzahl Personen das tirchliche Bedürfnis empfindet." " In der Schönholzer Haide erschossen hat sich der 31 Jahre alte Schneidermeister Paul T. aus der Brunnenstr. 148, der kränklich und feit Dienstag voriger Woche verschwunden war. Arbeiter hörten den Schuß fallen, fanden 2. mit einer schweren Kopfwunde am Boden liegen und sorgten für seine Ueberführung nach einem Berliner Strantenhause. Hier ist der Verwundete, der eine kranke Frau hinter Natürlich behauptet die„ Köln. Volksztg.", um das Dogma von der Berliner Kirchennot wenigstens für die katholischen Kirchen auf rechtzuerhalten, daß es in diesen voller ist. Augenscheinlich hat also, so bemerkt die„ Volts 8tg.", der Nadlersport in katholischen läßt, gestorben. Kreisen weniger Anhänger als in den evangelischen. 9 undus Anz den Nachbarorten. geschrieben werden, da dasselbe für den Kreis errichtet wird. Ferner erhält Lichterfelde als Beitrag zu den Kosten der Amtsverwaltung 1200 M. Bei der Erwerbung des Städterechts für die Gemeinde Groß- Lichterfelde dürfte als Abfindungssumme für den Kreis der Betrag von einer Million Mark in Betracht kommen und würden außerdem noch erhebliche Aufwendungen für den Fall zu machen sein. Besonders wegen des legteren Umstandes scheint der Umwandlung der bisherigen Orts- in eine„ tönigliche" Bolizei bei den bürgerlichen Interessenten der Respekt vor den enormen Rosten mindestens ebenso groß zu sein als vor der„ königlichen Bolizei" selbst. Jedenfalls bedarf die Frage des Ausscheidens unserer Gemeinde aus dem Kreisverbande einer eingehenden, gründlichen Prüfung. umlagen für den hiesigen Ort auf 102 000 M. Nachdem Schöneberg und Nixdorf, die mit ihren hohen Beiträgen für den Kreisetat von äußerst erheblichem Einfluß waren, ausgeschieden find, steht Lichterfelde bezüglich der Belastung mit Streissteuern bereits an zweiter Stelle ( nach Wilmersdorf), dann folgt Stegliz, Grunewald 2c. Bei der fortdauernden Steigerung der Kreisausgaben und dem Ausscheiden der kapitalkräftigsten Gemeinden aus dem Kreisverband, erscheint eine weitere prozentuale Erhöhung der Kreisumlagen für die noch übrigen Orte sehr wahrscheinlich. Die Zuwendungen, die Groß Die Kriminalpolizei hat als vermutlich gestohlen ein 3 wei- Lichterfelde aus den Kreismitteln erhält, find relativ ge: ng. Der Die veredelnde Wirkung des Rennsports hatte man an rad Marke Deutschland Nr. 7272" mit Beschlag belegt. Das Betrag von 500 000 m. für das hier zu erbauende Krankenhaus ben Feiertagen auf der Rennbahn zu Karlshorst zu beobachten Fahrrad ist schwarz ladiert und hat weiße Felgen. Der Eigen- lann nur zum geringsten Theil der hiesigen Gemeinde gutGelegenheit. Man braucht an der Rennbahn faum die Bahn selber tümer wird ersucht, sich während der Vormittagsstunden auf dem zu betreten: es genügt, wenn man am Abend die Heimkehrenden Bolizeipräsidium, Zimmer 36, einzufinden. nach dem Ausfall der Rennen befrägt. In neun von zehn Fällen Von den jugendlichen Mördern des Justizrats Lewy dürfte erhält man die Antwort: heute war es jehr interessant; so und so viele Reiter find gestürzt und so und so viele Pferde mußten er der eine, Große, seine bis 1912 dauernde Strafhaft schwerlich über schoffen werden! Mit besonderem Entzücken wird ein Unglücksfall leben. Er befindet sich seit einiger Zeit im Lazareth des Gefängnisses er- zu Plögensee, da er förperlich sehr herabgekommen ist. Dabei leidet geschildert, wenn er sich in möglichster Nähe des zählenden Sportfanatikers ereignet hat. Baijfiert tein Malheur, er auch an Wahnvorstellungen, die mit der Mordthat in Zusammen so ist allerdings auch das Publikum unwirscher Laune, hang stehen. Oft schricht er zusammen und sieht dann starr nach und man bernimmt die Klage, daß diesmal nicht einer und derselben Richtung. Befragt, was ihm sei, erwiderte er, recht was war, da kein einziger Zwischenfall vorgekommen sei. Ein ihm scheine, als wenn da der Justizrat Lewy stehe. Sein Komplice besonders widerlicher Vorgang war am zweiten Feiertage auf der Werner befindet sich dagegen wohl. Rennbahn zu beobachten. In einem Rennen war ein Pferd, auf Zahlreiche Hausdiebstähle an Waren und Geld hat ein das man allgemein große Hoffmumgen gesetzt hatte, mitsamt feinem 21 Jahre alter Handlungsgehilfe 3idel zum Schaden einer großen Reiter gestürzt und dadurch hatte ein anderer Gaul den Sieg er- Teppichhandlung in der Spandauerstraße verübt. Er wurde gestern rungen. Hierüber geberdeten sich zwei junge Leute wie wahnsinnig; fie verhaftet. jauchzten vor Freude auf und fielen einander schließlich um den Beraubung eines Geldbriefes. Durch ein Berliner Bankhaus Hals. Die Ursache dieses Wonnetaumels ist leicht zu erraten: die beiden Jünglinge hatten gerade auf das Pferd gesetzt, das durch den wurde dieser Tage dem Sohne eines höheren Offiziers, welcher sich Unglücksfall feines Mitläufers als erstes aus Biel gekommen war. gegenwärtig in einem Marburger Pensionate befindet, ein Geldbrief An den Reiter, der längere Zeit besinnungslos auf dem Plage liegen mit 550 M. Inhalt übersandt. Bei der Aushändigung des Wert- Maurerstreits in Spandau. Diese nationale Unternehmerblieb, dachte niemand. Es muß übrigens betont werden, daß selbst briefes an den Adressaten stellte sich nun heraus, daß von der deArbeiter an Renntagen die Arbeit versäumen, um sich an dem häß- flarierten Summe 400 M. fehlten. Der Brief wurde fofort zur Post lichen Schauspiel in Karlshorst zu weiden und womöglich ihre sauer zurückgebracht und dort nachgewogen, wobei sich ergab, daß er sechs verdienten paar Pfennige in irgend einem jener Wettbureaus anzuTegen, bie zu Duzenden in der Gegend etabliert sind. e3 Die Befteigung des Rathansturmes ist jetzt wieder gegen Bahlung einer Gebühr von 20 Pf. täglich von vormittags 10 bis nachmittags 3 Uhr gestattet. Gramm Mindergewicht aufwies, also etwa so viel, wie vier Hundert martscheine wiegen. Ferner machte man die Entdeckung, daß sich unter bem einen der beiden Verschlußstegel, welches abgelöst gewefen fein muß, ein fleiner Schnitt im Coubert befand, aus welchem in geichidter Weise die fehlenden Scheine herausgeholt worden sind. Die Postbehörde in Marburg hat fofort eine Untersuchung eingeleitet, doch fonnte bisher nicht ermittelt werden, ob der Brief in Berlin während der Fahrt oder in Marburg beraubt wurde. Eine der wesentlichsten Bethätigungen nationalen Sinnes und patriotischer Pflichterfüllung fieht das deutsche Unternehmertum bekanntlich darin, daß es sich sofort billige Arbeitsträfte aus dem Auslande heranholt, wenn die deutschen Arbeiter in profitreicher Zeit ihren färglichen Lohn um ein Geringes erhöht haben wollen. So geschah es auch während des vorjährigen marime haben sich die italienischen Maurer zu nuge gemacht, die sich im vorigen Jahre zu Streifbrecherdiensten mißbrauchen ließen. Sie sind wieder in Spandau eingetroffen und hoffen, auch in diesem Jahre wieder Arbeit zu erhalten. Auch haben sie die Ankunft einer größeren Anzahl von Landsleuten in Aussicht gestellt. Es wird Sache der deutschen Maurer sein, die Italiener von der Notwendigfeit der Organisation zu überzeugen und ihnen flar zu machen, welche entwürdigende Rolle fie im vorigen Jahre hier spielten. Recht teuer ist der Besuch der Karlshorster Rennbahn einem jungen Ehepaar aus Friedrichsberg anscheinend zu stehen getommen. Aus Furcht vor Einbrechern hatte die Frau einen ihr ge= hörigen Hundertmartschein in einen mit Kartoffelschalen gefüllten Storb gelegt, beffen Inhalt am andern Morgen bem Milchmann mit auf die Reise gegeben wurde. Als die Frau den Frrtum gewahr geworden war und sich jammernd auf den Weg gemacht hatte, um den Hundertmarkschein aufzusuchen, wußte sie nicht, wo der Milchman wohnte. Ob sie ihr Eigentum wiedererhalten hat, war nicht in Erfahrung zu bringen. Die Tochter des Schmiedemeisters Borchert in Tempelhof, Von einer geregelten Sonntagsruhe im Droschkenfuhrgewerbe nach den Wünschen der Kutscher ist trop der schönen Versprechungen der Unternehmer noch wenig zu verspüren. Im Mit Salzsäure vergiftet hat sich ein unbekanntes, junges Droschtenfuhrgewerbe besteht eine Arbeitszeit von zwölf, vierzehn und Mädchen, das gestern Abend am Alexanderufer zusammenbrach und noch mehr Stunden. Von Ruhetagen für die Kutscher ist überhaupt befimmungslos liegen blieb. Leute, die dazu tamen, und ein Schutz Yaum zu reden; es herrscht hierin die reine Willkür. Hat ein Stutscher mann brachten die Unbekannte nach der Charitee. Bei ihr fand man einmal das Bedürfnis, einen Tag frei zu erhalten, so kommt der einen Zettel mit dem Namen Handke. Unternehmer und verlangt von dem Kutscher, daß dieser den ber Schwer verunglückt ist gestern morgen der 20 Jahre alte fäumten Tag nachhole. Dieses„ Nachholen" geschieht in der Weise, daß der Kutscher für den freien Tag, welchen er gehabt hat, nach- Friseur Friz Karoli, der in der Luisenstr. 21 beschäftigt war. Der junge Mann wollte eine drehbare Scheibe eines Lichtschachtes öffnen. träglich 36 Stunden hintereinder fährt, damit der Fuhrherr keinen Die schwere Scheibe schlug wieder zu und ging in Trümmer. Karoli die von dem Grenadier Schiefer auf dem Tempelhofer Helde Schaden erleide. Diejenigen Fuhrherren, welche die Kutscher gewissermaßen auch als Menschen betrachten und ihnen wenigstens in wurden an der linken Sand zwei Finger abgequetscht und Sehnen überfallen worden ist, ist von den schweren Verlegungen jegt geheilt. noch unfähig zur Arbeit macht. Die militärgerichtliche Verhandlung bestimmten Zeiträumen einen freien Tag gewähren, befinden sich in durchschnitten. Ein schweres Glasstück durchschlug ihm außerdem Freilich ist eine nervöse Schwäche zurückgeblieben, die Frl. Borchert der verschwindenden Minderheit. Von einem im Osten der Stadt einen Stiefel und verlegte ihn am Fuße. Feuerbericht. Mittwoch mittag hatte Neue Königstr. 19c gegen Schiefer, der neuerdings sich aufs Leugnen legt, soll in nächster wohnenden Fuhrherrn, welcher über 20 Rutscher beschäftigt, verBeit erfolgen.le) si al öffentlicht die Allgemeine Fahr- Beitung" von 8 Rutschern in der Inhalt eines Hängebodens Fener gefangen, wobei Kleider, Ein erschütteruder Straßenbahn- Unfall hat sich vorgestern betreff der Ruhetage, welche dieselben gehabt haben, folgende recht Betten und allerlei Hausrat vernichtet wurden. In der vorherTehrreiche Zahlen: gehenden Nacht wurde die Wehr nach effische ft r. 4 gerufen, in Spandau zugetragen. Der Amtsvorsteher Teschner aus dem Kutscher K. hatte in 3 Jahren 59 Ruhetage, barunter 8 Sonntage. ivo in einem Maschinenhause der Kesselmantel in Brand geraten Streife Heilsberg war zum Besuch seines Sohnes, eines Beugoffiziers, " 48 44 34 H. 2 " " 2 " 2 " 2 " 112 " 2 15 " " " " 31/2 " 2 " 17 " " 273472 " war, der auch die Ballenlage erheblich beschädigte. Vorher nach Spandau gekommen. Beide stiegen in der Neuendorferstraße Marigrafenstraße 25 von der Straßenbahn und wollten sogleich das benachbarte Geleise erfolgten Alarmierungen nach und Prinz Eugenstraße 25, doch handelte es fich in überschreiten. Der Sohn fam auch glüdlich darüber hinweg, der beiden Fällen um Brände, die mit Leichtigkeit erstickt werden konnten. Vater wurde jedoch von einem aus entgegengesetter Richtung. Dienstagabend 8 Uhr gingen Prinzenstraße 92 Kleidungsstüde kommenden Straßenbahnwagen überfahren und anscheinend tödlich und Papier in Flammen auf. Kleider, Wäsche und Körbe wurden verlegt. Der Unglückliche wurde in völlig bewußtlosem Zustande eingeafchert bei einem Brande, der eine Stunde vorher ort- ins städtische Krankenhaus geschafft. In Friedrichsberg hat am Sonnabend ein Gen'barm auf einen Ruhetag gehabt zu haben! Und babei ist der in Nebellarmierung nach Friedrichstraße 97, wo in einem Hotel offener Straße mit einem Revolver auf einen fliehenden Letterer ist somit 81/8 Jahre hindurch gefahren, ohne auch nur traße 20 abgelöscht werden mußte. Außerdem erfolgte noch eine Menschen geschossen. Ueber den aufsehenerregenden Vorfall stehende Fuhrherr noch zu denjenigen zu rechnen, bei denen die Gardinen und künstliche Palmen Feuer gefangen hatten. Arbeitsverhältnisse einigermaßen geordnet find. Bei den meisten Die Fachschule für Schuhmacher beginnt ihren Sommer- Rurfus in wird uns berichtet: Nachmittags gegen 5 Uhr richtete in der GürtelFuhrherren aber liegen die Verhältnisse noch weit ungünstiger. An- der Fachschule für Meister und Gefellen am Sonntag, den 9. April, vor traße ein der Nummelsburger Gemeinde zugehöriger Gendarm an gesichts solcher Thatsachen ist wohl dte Frage berechtigt: Wer zer- mittags 9 Uhr, in der Aula der Gemeindeſchule Albrechtstr. 20, und am einen als gewaltthätig bekannten Menschen die barsche Aufforderung, Dienstag, den 11. April, abends 7 Uhr, ebendaselbst. Der Unterricht um stött das Familienleben der Arbeiter?" faßt Modelltonstruktion. Anatomie des Fußes, Abgipsen von Füßen, Leder: den Bürgersteig zu verlassen. Der Angeredete beachtete die Aufund Warenkunde, Kalkulation und Buchführung; außerdem wird ein Anrfus forderung nicht, sondern leistete Widerstand, als der Gendarm eröffnet für Schaftfabrikation, unter Borführung der neuesten Maschienen. ber neuesten Mafchienen.ihn gewaltsam vom Bürgersteig entfernen wollte. Schließlich suchte Der Unterricht im Rechnen, Lesen, Schreiben, Deutsch, Buchführung und die Person aber doch ihr heil in der Flucht. Der Gendarm Modellzeichnen beginnt am Montag, den 10. April, abends 7 Uhr, im feuerte nunmehr bei der Verfolgung seinen Revolver auf den Flücht Schulhaufe Niederwallstr. 6/7. Melbungen zur Aufnahme nehmen die ling ab; glücklicherweise verfehlte der Schuß sein Ziel, auch wurde Herren Rettoren an den Unterrichtstagen, sowie der Dirigent der Fachschule sonst niemand von dem Geschoß verletzt. Darauf zog der Gendarm für Schuhmacher, Obermeister L. Schumann, Wörtherstr. 45, bis zum 8. April auch noch seinen Säbel hervor. Inzwischen war der Flüchtling mit Die Gründung eines Allgemeinen Autisemitenbundes für ganz Deutschland ist in Aussicht genommen. Der zu diesem Zwecke erlassene Aufruf schließt in bezeichnender Weise mit folgenden Worten: Die Namen der Bundesmitglieder sollen, um beren geschäftliche So sieht das Schädigung zu verhüten, geheimgehalten werden." Urgermanentum ungewaschener Sorte kühn dem Feinde ins Auge. entgegen. Den stärksten Tagesverkehr, der jemals auf der Großen An der 4. Fortbildungsschule, Heinersdorferstr. 18, find im letzten Silfe einer Privatperson gestellt worden; der Gendarm schritt auf Berliner Straßenbahn zu bewältigen war, hat der zweite Ofter- Salbjahr zwet neue Kurse im Englischen eröffnet worden. Der Unter ihn zu und ließ ihn bald darauf ruhig seines Weges gehen. Man feiertag gebracht. Es sind an diesem Tage auf der Straßenbahn richt ist besonders Kaufleuten und Handwerkern zu empfehlen, die später ins fann sich leicht vorstellen, wie dieser Vorgang auf die Bevölkerung gegen 700 000 Personen befördert worden, davon rund 600 000 gegen Ausland gehen wollen; denn er beginnt sofort mit Konversation im Anschluß eingewirkt hat. Gerichts- Beitung. die drei Ghefrauen je 9 Monate Gefängnis. Diese Anträge[ Zimmer allein schlafende Lehrer träumte, Diebe feien in seiner wurden von lautem Aufschrei und Wchtlagen der im Stube eingebrochen. Er schrie laut um Hilfe und eilte schlaftrunken Das Elend der Eisenbahn- Angestellten vor Gericht. Zuhörerraum anwesenden Auverwandten der zur Thür, die er aufriß. Sein nebenan schlafender Bruder Franz Die zweite. Abteilung der ungetreuen Bahnsteigschaffner der Angeklagten begleitet. Die Verteidiger wandten sich hörte die Hilferufe und riß eiligst das mit Schrot geladene Gewehr Stadt- und Ringbahn stand gestern vor der III. Straffammer des gegen den Gedanken, hier nicht nur eine einzige fortgesetzte ver von der Wand. In demselben Augenblick trat der junge Lehrer zur Landgerichts I, die unter Vorsiz des Landgerichtsdirektors Rösler brecherische Handlung, sondern gewerbs- und gewohnheitsmäßige Thür herein. Franz Herbig schoß das Gewehr ab in der Meinung, im großen Schwurgerichtssaale tagte. Die Antlage richtete sich gegen Hehlerei annehmen zu wollen und plädierten für eine milde Strafe. ben Dieb vor fich zu haben, und traf seinen Bruder so unglücklich 15 Personen, nämlich die Bahnsteigschaffner Moser, Wirs Der Gerichtshof bemühte sich anscheinend, die Sache vom mensch in die Brust, daß dieser noch in derselben Nacht starb. bigti, Selbig, Sonntag, Sommer, Röpte, chapte, lichen Standpunkt aufzufassen und verurteilte Mofer, irsBeim Verlassen des Hafens von Eureka in Kalifornien ist die Fahrkartenverkäufer Beibler, Altmann, Jache, Kögel, biski, Helbig und Sonntag zu je 1 Jahr Gefängnis der Dampfer Chilta" untergegangen. Von den an Bord Kane und die Ehefrauen der Angeklagten Moser, Sonn- unter Anrechnung von 3 Monaten, Sommer zu 6 Monaten tag und Selbig. Die Beamten sind wegen Amtsunter- unter Anrechnung von 3 Monaten, Röpke zu 3 Monaten, die befindlichen vierzehn Mann Besatzung und fünf Passagieren find elf ertrunken. schlagung und Hehlerei, die Franen wegen Beihilfe zur Hehlerei als verbüßt erachtet wurden, Schapte zu 4 Monaten( 3 ver Neue Eide wird die Familie Bismard zu schwören haben. angeklagt. Den Angeklagten standen die Rechtsanwälte Matters- büßt), 8eidler zu 3 Monaten( verbüßt), Altmann zu dorf, Dr. Werthauer, Dr. Ivers I, Dr. Schwindt, 4 Monaten( 3 verbüßt), Jache zu 4 Monaten( 3 verbüßt), Aus Hamburg wird gemeldet, Förster Spörde hat jetzt durch Dr. Barnau, er f Dr. Halle und Neumann als Kögel zu 4 Monaten( 2 verbüßt), Kane zu 4 Monaten seinen Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. Vielhaben, einen Prozeß Verteidiger zur Seite. Die Antlage vertrat Staatsanwalt Dr.( 2 verbüßt), Frau Moser zu 2 Monaten Gefängnis, die als gegen den Fürsten Herbert Bismard um Gewährung der ihm an Kleine. Die erstgenannten fünf Angeklagten sind Angestellte der verbüßt erachtet wurden, Frau Sonntag zu 1 Monat Gefängnis, geblich kontrattlich zustehenden Bension in Höhe von rund 1450 M. Berliner Stadt- und Ringbahn und hatten auf den auf den ber der gleichfalls als verbüßt erachtet wurde, und Frau Helbig zu anstrengen lassen. schiedenen Haltestellen der Bahn die Fahrkarten der Fahrenden 2 Monaten Gefängnis, die auch auf die Untersuchungshaft ver fängnis, die aus auf die Linter Ans New- York wird berichtet: Meldungen der Blätter aus bei Beginn der Fahrt zu durchlochen mit der Zange, die rechnet wurden. Montevideo zufolge hat die Reise der„ Belgica" vollen Erfolg gleichzeitig das Datum einprägte, Datum einprägte, bezw. bei den Ende Revision des Prozesses wegen der Schöneberger Schüler: gehabt. Sie hat viele neue Länder im Weddellmeere entdeckt, ebenso der Fahrt sie abzunehmen und demnächst an den Vorstand der Halte- mißhandlungen. In dem bekannten Beleidigungsprozeß, der in neue Meere weiter dem Südpol zu; auch thätige Bultane aufſtelle abzuliefern. Ganz in der Art der kürzlich verurteilten Schaffner erster Instanz mit der Verurteilung der wegen objektiver Beleidigung gefunden. Die Belgica" werde entgegen der ursprünglichen Absicht follen fie es verstanden haben, den Fahrenden an Stelle der ihnen schuldig befundenen Redacteure Awin Vormeng und Hugo Brüning des Führers der Expedition im nächsten Winter nicht nach dem Südübergebenen und zu durchlochenden Fahrkarten andere für die gleiche zu beträchtlichen Geldstrafen endigte, hat der Rechtsbeistand Hugo pol zurückkehren. Strecke lautende zu geben, bie bereits benutzt waren und Sachs Revision angemeldet. Wie es heißt, steht die Erneuerung die neu erhaltenen für sich zu behalten. Die bem fahrenden des Strafantrages gegen den Lehrer Richard seitens der Eltern des übergebenen, bereits schon einmal gebrauchten Fahrkarten Schulknaben Fischer unmittelbar hatten die Angeklagten unter einander ausgetauscht. Die Personen wird sich schwerlich feststellent lassen. Bis zum 21. ungebrauchten Karten sollen sie dann durch die mitangeklagten sind in dem Schutt Leichenreste gefunden worden, die man als voit Fabrtartenverkäufer, meistens bei den Fahrkartenausgaben felbft, fünf verschiedenen Personen stammend erachtet, an deren Rekognosverkauft und den Erlös unter sich geteilt haben. Wenn die an zierung aber gar nicht zu denken ist. Dagegen ist die Persönlichkeit geklagten Bahnsteigschaffner, die die Fahrkarten unterschlugen, an Ueber den Untergang des englischen Dampfers ,, Stella" ber vierzehn durch Sturz aus den Fenstern lingekommenen festgestellt. demselben Tage gleichzeitig Dienst hatten, so sollen die angeklagten wird noch folgendes belannt: Das Unglüid geschah zwanzig See- als vermigt werden noch 58 Personen angegeben. Das Aufräumen Ehefrauen den Austausch der Fahrkarten bewirkt haben, damit die meilen nordöstlich von Guernsey und acht Seemeilen westlich von der Brandstätte wird noch viele Tage dauern, obwohl 250 Arbeiter Beteiligten die unterschlagenen Karten von demselben Tage noch Aldernoth. Bei den Casquetfelsen soll bei Rebel höchstens mit dazu angestellt find. Großes und allgemeines Lob wird Frl. Helene einmal benutzen konnten. Wenn dies nicht ging, dann haben 15 Knoten Geschwindigkeit gefahren werden. Die" Stella" machte Gould gespendet. Die junge Millionärin stellte ihren dem Windsordie Schaffner die von ihnen unterschlagenen Fahrtarten mit nach trotz des Nebels, weil spiegelglatte See war, 18 Knoten die Stunde. Hotel gegenüber gelegenen und eine zeitlang selbst gefährdet geHause genommen, fie genäßt und indem sie sie auf eine fefte Unter- So dicht war der Nebel, daß auch nicht der schwächste Schimmer wesenen Palast zur Aufnahme aller Verletzten zur Verfügung und belage hielten mit einem eisernen Blätteisen das eingeprägte Datum der Laterne auf der Casquetflippe fichtbar war. Plötzlich, es war fümmerte sich selbst um die Pflege derselben. In den kalten Nächten und die Zangennummer entfernt. Da die gangen fast durchgängig 4 Uhr nachmittags, lief die" Stella", die über 100 Baffagiere läßt sie die Arbeiter der Brandstätte in der großen herrschaftlichen hatte, auf einen Felfen auf." Kapitän Reets ließ und 0198 notes nebe? Vermischtes, Aus New York wird berichtet: Die Zahl der bei dem = Brande des Windsor- otels am 18. Där ungefon. März alsdann ihre gange dort eingesetzt und den Fahrenden so die schon Alarmsignal geben, und die Bergung der Frauen lofort das Küche mit heißem Staffee und Speisen bewirten. Der städtische " teadma ap Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde wird Dienstage. Donnerstags und Freitags abends von 7 bis 8½ Uhr abgehalten. Streitfragen 58. 1. Schneit. 2. Schlösser. Anna B. Wenden Sie sich zunächst an den Metallarbeiter Verband, 39. Organisation vorzutragen. A. N. 37.: Ja. wajchinist St. Wir bitten Sie, die Angelegenheit zunächst Ihrer 2 g. 66. Geringe körperliche Fehler. a. 2. Nein. Frankfurter Allee 100.: Nein. A. B. Gilig 1000. 1. In Hinterpommern gelten etwa 10 verschiedene Güterrechte. Ohne genauere Angabe, wo der fall sich abspielt und wie die etwa vor handenen Testamente lauten, ist Ihre Frage daher nicht zu beantworten. 2. Die Auseinandersetzung vor dem Vormundschaftsgericht kann nicht widerrufen werden. 3. Sie können jederzeit durch gerichtlichen Bertrag Gütereinmal gebrauchten Fahrkarten mit dem richtigen Datum gegeben zog sich in musterhafter Ordnung. In jedes Boot wurden zwei goldenen Abzeichens versprochen, das ihr das Privilegium gewähreit an Stelle der ihnen übergebenen neuen zu durchlochenden. Matrosen gesetzt. Leider waren die Boote au flein für die ganze foll, in Zukunft bei jedem Brande in New- York die Feuerlinie zit Die Angeklagten haben ihre Durchstechereien auf den Haltestellen Gesellschaft. Bon männlichen Touristen blieben etwa zwanzig auf überschreiten. Beuffelstraße, Brenzlauer Allee, Gesundbrunnen, Central- Viehhof dem Schiffe. Die Kesselerplosion erfolgte erst, nachdem alle Kähne ausgeführt. Um keinen Verdacht zu erregen, haben die Schaffner hinabgelassen waren. Die Geretteten glaubten anfangs, vom den Verkauf der ungebrauchten nicht selbst vorgenommen, diese vielmehr Leuchturm sei eine Kanone abgefeuert, um die Aufmerksamkeit den mitangeklagten Fahrkarten- Berläufern übergeben, die sie anderer Schiffe aut erregen. Einzelne mit Rettungsgürteln verentweder anderen Verkäufern gegen den entsprechenden Gelb sehene Balſagtere konnten in Booten Aufnahme finden. Durch fie betrag unter irgend einem einem Grunde zurüdgaben oder sie erfuhr man, daß das Schiff förmlich entzweigeriffen und in felbst an Reisende an ihren Schaltern abgegeben haben. Wirbel unterging. Die Geretteten ruderten abwechselnd Die Angeklagten, die die gebrauchten und neuen Fahrtarten fich an- 15 Stunden. Suhig ſchliefen die Kinder, fie mußten erst geweet geeignet haben, haben sich der Amtsunterschlagung schuldig gemacht, werden, als früh morgens zuerst ein Fischerboot in Sicht tam und der Austausch der gebrauchten Fahrkarten wird von der Anklage- bald darauf die rettungbringende Lyng". In einem anderen behörde als Hehlerei angesehen, ebenso die Verwertung der neuen Bericht heißt es: Die meisten bei der Explosion an Bord gebliebenen Fahrkarten. Das Ausklopfen der Prägungen aus den Fahrkarten Personen tamen um; wenige wurden von den bereits überladenen tann nach einer ergangenen Reichsgerichts- Entscheidung nicht als eine Booten aufgelesen; eines derselben, ein zusammenlegbares Boot ging strafbare Handlung, insbesondere nicht als Urkundenfälschung an- mit ca. 40 Insassen unter. Die übrigen Boote trieben im Nebel die gesehen werden. Die angeklagten Schaffner waren durchweg ganze Nacht umher. Zuweilen wurden fie gerudert, doch meist ließ geständig. Sie behaupteten übereinstimmend, daß sie durch ihr man sie treiben, da der Nebel bie Orientierung verhinderte. Die geringfügiges Gehalt, Krankheiten in der Familie 2c. Kälte und die Angst, jeden Augenblick an den Felsen anzurennen, Bertrag find nicht ersichtlich. Bielleicht sprechen Sie gelegentlich in der gemeinschaft für sich und Ihre Frau einführen- praktische Gründe für solchest dazu gebracht worden seien, in der geschilderten Weise gruppenweise ließen die Insassen fast verzweifeln, doch sprach man sich Mut zu und Sprechstunde vor. F. A. 50. Sie müssen für den Schaden haften. mit den anderen sich einige Mart" zu machen. Sie haben erklärte, in so belebten Gewässern müßte man bald begegnet werden. 2. R., Zorndorferstrafte. Sie sollten doch zunächst den Mann, der mit den Durchstechereien nach Schluß der Gewerbeausstellung be- Das kleinste Boot, obwohl selbst kaum flott zu erhalten, nahm ein derartig seine Pflicht verletzt, selber zur Nebe stellen. gonnen und diese mit vorübergehenden türzeren und längeren Boot mit Frauen und Kindern ins Schlepptau. Endlich um 6 Uhr Rathaus, Binnerstr. 17-19, oder an das Bürger- Rettungsinstitut, Bureau 0-300. Wenden Sie sich schriftlich an die v. Biedersen- Stiftung, Unterbrechungen bis zu ihrer Verhaftung fortgesetzt. Die morgens tauchte der Passagierdampfer Chur" von der Great WesternGesamtsumme, die ihnen aus diesem Unternehmen zugeflossen, ist Company auf und nahm ein Boot mit Frauen und Kindern, sowie ebenfalls im Rathause. Möglich, daß Ihr Gesuch dort Berücksichtigung Tächerlich genug, sie wurde von einzelnen auf 15-20 m., von ein anderes Boot mit zusammen 38 Personen auf und brachte sie findet. anderen auf 30-40 M., dann aber auch auf 50, 60 und 80 M. an- nach Guernſey. Der Basiagierdampfer„ Bera" von der Southweſtern Brautwein in einem nicht mit Bollfongeſtion, ausgestatteten Zotal it firaigegeben. Die sämtlichen angeklagten Schaffner standen schon eine Company nahm zwei weitere Boote mit 57 Männern und Frauen bar. Die bloße Aufbewahrung des Brauntweinteufelwaffers ist gestattet ganze Reihe von Jahren im Dienste der Stadt- und auf Jersey. oder verschäufen. G.. 5. 1. Wenn die Miete Ringbahn. Auch die Fahrkartenverläufer waren im großen und sich bei dem Wiedersehen ab. 15 Stunden getrennt geweſene Gatten 300 Wt. und nicht darüber beträgt, so ist kein Stempel zu zahlen. 2. Jd. ganzen geständig, den Schaffnern durch Verkauf der Fahrkarten Hilfe faben sich wieder. Auf Jersey, Guernsey und in Southampton herrscht geleistet und von dem Erlös einen Teil abbekommen zu haben, die tiefste Erregung, da zahlreiche Familien ihre Angehörigen veraur der Angeklagte Röpke behauptete, von dem unredlichen loren haben. Unter den Geretteten ist ein Passagier mit dem deutschen Erwerb der Fahrkarten keine Kenntnis gehabt zu haben. Der Namen Leonhard Reuß. Staatsanwalt gab nach Schluß der Beweisaufnahme feiner Dent Stapitän der" Stella" wird der anscheinend nicht unbe Ueberzeugung dahin Ausdruck, daß das verbrecherische Treiben der gründete Vorwurf gemacht, daß er in dem dichten Nebel, in welchem Angeklagten riesige Dimensionen angenommen haben müsse. Gegen- fich das Unglück ereignete, mit voller Straft gefahren sei und in dem über der Berufung der Angeklagten auf ihre Notlage wußte der Bestreben, seiner Gesellschaft möglichst großen Profit zu sichern, jede Staatsanwalt nichts anderes zu sagen, als daß darauf hin- Vorsicht außer acht gelassen habe. Es ist nichts Neues, daß die gewiesen werden müsse, daß bei außerordentlichen Not- tapitalistische Profitjucht der Dampfergesellschaften jede Nücksicht auf Fällen auch die Eisenbahnbehörde ihren Angestellten außer Menschenleben außer acht läßt. ordentliche Unterstüßung gewähre! Die Angeklagten feien durchweg bestrebt gewesen, nicht dem Staate, der sie angestellt, awei auf dem Bahntörper spielende Kinder des Bahnvärters Swinembe. 757 S Auf der Bahnstrecke Elmshorn- Zornesch wurden am 3. April tren zu dienen, sondern in ungesetzlicher Weise ihr Gehalt eigen- techten durch eine in der Richtung von Elmshorn kommende mächtig zu erhöhen. Der Staatsanwalt, welcher an der Ansicht fest: Maschine getötet. Die Stinder stauden im Alter von 7 bezt. Berlin hielt, daß die in Frage stehende Hehlerei als ich were Hehlerei 3 Jahren. ahol sus aufzufassen sei, wies darauf hin, daß der Staat nicht bestehen tönne, wenn er sich auf seine Beamten nicht verlassen könne, daß Tötung im Irrwahn. In Naspenau bei Seidenberg D.-L. Wien 768 2 hier ein schwerer Vertrauensbruch und ein förmliches Komplott vor- ist, der Boff. 8tg." zufolge, in der Nacht zum Karfreitag der Liege und beantragte deshalb gegen die Schaffner je 31/2 Jahre 22 Jahre alte Volksschullehrer Josef Herbig, der bei seinem Bater Kühler, vielfach heiter, jedoch unbeständig mit geringen Niederschlägett 3uthaus und 5 Jahre Ehrverlust, gegen die Fahrkarten- Ber- zu den Osterferien weilte, von seinem Bruder, dem 23 jährigen und frischen nordwestlichen Winden. fäufer je 2 Jahre Zuchthaus und 3 Jahre Ehrverlust, gegen Gerbergehilfen Franz Herbig, erschossen worden. Todes- Anzeige. Den Kollegen und Genoffen zur Kenntnis, daß meine Frau 2485b Anna Plath geb. Hülsen am 3. April nach langen, schweren Leiden verstorben ist. Die Beerdigung findet am Donners: tag, den 6. April, nachmittags 3/2 Uhr, von der Leichenhalle der Anstalt in Dalldorf bei Berlin statt. August Plath. Deutscher Dantjagung. Allen Berwandten, Freunden und Bekannten, sowie dem Gefangverein Männerchor Nord- Ost, welche meinem Radmacher, die letzte Ehre erManne, dem Bildhauer Hubert wiesen haben, sage ich hiermit meinen innigsten Dank. 24716 Wittwe Radmacher nebst Kindern. Danksagung. Allen Genossen, Freunden und Be fannten des Weddings, sowie dem Ge sangverein„ Nord" sage ich meinen Metallarbeiter- Verband Dant für die Ehre, die diefelben meiner ( Berwaltungsstelle Berlin). Todes- Anzeige. Am Sonntag, den 2. April, starb nach langem Krantenlager unser langjähriges Mitglied, der Klempner Ernst Böhm. Die Beerbigung findet heute, Donnerstag, den 6. April, abends 6 Uhr von der Leichenhalle des Neuen Thomaskirchhofes in Rirdorf aus statt. 111/10 Die Ortsverwaltung. Freunden und Bekannten zur Nach: richt, daß meine liebe Frau, unfere gute Mutter Emma Heinicke, geb. Gröpler, am 2. d. M. nach Langent Leiden verstorben ist. Die Beerdigung findet am Freitag, ben 7. b. M., von der Leichenhalle des Emmaus- Kirchhofes nachm. 2 Uhr statt. Die trauernde Familie Heinicke, Wrangelstr. 92. 24816 Frau Minna Weisse zu teil haben werden laffen. Dem Gefango.„ Nord" age ich außerdem noch meinen Dant, K. Weisse, Beitungssped., m. Verwandt Fundbureau, GENERAL Charlottenftr. 93. Möbel Kleiderspinden, einfach, v. 20 M. an, fournirt v. 36, Wäschespinden v. 36, Schlaffophas v. 30, Wohnzimmersopha v. 25, Paneelfophas v. 60, Plüschgarnituren i. all. Garb. v. 100, Bettstellen m. Federboden v. 30, Ruhebetten intit Decke v. 33, Marmortoiletten v. 25, Kommoden, Ansziehetische von 16, Sophatische, Rütchenspinden von 15, Rohrstühle v. 2½ sowie alle sonstigen Möbel in großer Auswahl allerbilligst Vollständige Einrichtungen, besonders preiswerth, transportfrei. auf Theilzahlung. Möbel auf Theilzahlung. Möbel J. Kellermann, unter Garantie, unter solidesten Be bingungen. Schier, Möbelfabrik, Prinzenstr. 97. Neanderstrasse 13. sem gaiss 2018 no h " Telephon Amt III. 3315. 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Arbeitsnachweise und Arbeitersekretariate. S. Taktik der Gewerkschaften gegenüber den Angriffen auf das Koalitionsrecht. 6. Streiks, deren Regelung und Unterstützung. Anwesend find 29 Delegierte mit 34 Mandaten, die 13 Berufe auS 13 Orten vertreten. Die Berufe sind: Maurer, Fliesenleger, Bauarbeiter, Zimmerer, Töpfer, Tapezierer, Möbelpolierer, Musik- instrumentenmacher, Bilderrahmenmacher, Bäcker, Tischler und Weber. Die Orte der Vertretung: Berlin, Friedrichsfelde, Weißensee, Groß- Lichterfelde, Blankenburg a. H., Halle a. S., Braunschweig, Königsberg i. Pr., Stralsund, Rüdersdorf, Französisch- Buchholz, Bernau, Biesenthal, Tegel, Steglitz und Zehlendorf, Breslau, Bielefeld und Aachen. Herfa rth beantragt, daß die als Rcvisorin anwesende Frau G u b e I a, welche auf Grund des Braunschweigischen Vercinsgesetzes an den Verhandlungen des Kongresses nicht teilnehmen könne, ihren Bericht an die Geschäftsordnungs-Kommission abgebe. Dieser letztere Antrag führt zu einer längeren Debatte, in welcher allgemein bedauert wird, daß die Geschäftskommisston das braunschwe'igische Vereinsgesetz nicht in Betracht gezogen und solche Kalamitäten entstanden seien; die Anträge der Gefchäftsordnungs- Kommission werden hierauf angenommen. Hierauf wird Kater zum ersten, Gramann-Halle a. S. zum zweiten Vorsitzenden gewählt. Es erstattet hierauf Kater den Geschäftsbericht über die im vorigen Jahre entfaltete Agitation und empfiehlt Redner zum Schluß die auf dem vorjährigen Kongreß angenommene Resolution zur Wiederannahme. Anschließend hieran erstattet T h i e m e- Berlin den Kassenbericht über das Jahr 1898, sowie den Geschäftsbericht über die Presse. Es sind 44 Fragebogen an die einzelnen Vertrauensmänner mit An- fragen über die am Orte befindlichen Berufe, Organisationen und deren Leistungen ausgegeben, von denen 33 beantwortet zurück- gekommen sind. Der Agitationsfonds hat eine Einnahme von 7345,35 M., inkl. eines Darlehns von 52(><),— M., und eine Aus- gäbe von 6876,51 M. Vom Darlehn seien noch 100 M. zu bezahlen. Die Einnahme des Preßfonds beträgt 11 128,69 M. und die Aus- gäbe 10 199,63 M., und sei der Stand des Blattes ein guter. Außerdem ist noch durch die Herstellung und den Verkauf von Kongreßprotokollen ein Gewinn von 120,30 M. zu verzeichnen, so daß der Gesamtgewinn 1049,31 M. beträgt. Bäcker K l a m m e t- Berlin bestätigt die Richtigkeit der Abrechnung. Die Diskussion über den Geschäftsbericht war eine rege und wünscht in derselben K I a m m e k- Berlin, daß, wenn von der Ge- schäftskommission größere Agitationstouren unternommen, auch die nötigen Vorbereitungen unternommen werden. Hoffmann- Berlin bemerkt, daß die Organisation ganz er- hebliches an Streikunterstützung geleistet. Fischer und Schulz- Verlin wünschen andere Fassung der vorjährigen Resolution, welche die Organisation regelt. Dieselbe hat folgenden Wortlaut: .Der zweite Kongreß der lokalorganisierten Gewerkschaften Deutschlands nimmt Kenntnis vom Bericht der Geschäftskommission und verpflichtet sich, da der Kommission im vergangenen Jahre die Mittel fehlten, welche zu einer gedeihlichen Fortentwickelung not- wendig waren, zu folgendem: 1. Jeder Beruf hat am Ort einen Vertrauensmann zu wählen und die Adresse desselben mit An- gäbe des Berufes der Geschäftskommission sofort mit- zuteilen. Die Vertrauensleute sind verpflichtet, öffent- liche Versammlungen einzuberufen und für die Ausbreitung unserer Organisati'onsform thätig zu sein. Bei Mangel an Re- fercnten haben sich dieselben möglichst frühzeitig an die Geschäfts- kommission zu wenden und isttdiese verpflichtet, für geeignete Referenten zu sorgen. Ilm obigen Anforderungen Rechnung zu tragen, verpflichtet sich jeder Beruf resp. Organisation für jedes Mitglied pro Quartal nicht unter 5 Pf. an die Gcschäftskommission abzuführen. Die Aufbringung dieser Gelder bleibt jedem Ort, resp. jedem Beruf selbst überlassen. Die Geschäftskommission hat zur besseren Information ein Ver- trauensmänner-Verzcichnis herauszugeben und an jeden Vertrauens- mann zu senden.' Graßmann- Königsberg und die übrigen Redner sind im allgemeinen mit dem Geschäftsbericht einverstanden. Hierauf tritt die Mittagspause ein. Nach Wiedereröffnung der Sitzung wird in der Diskuffion über den Geschäftsbericht fortgefahren. Reuter wendet sich gegen Klammek, welcher die Kosten der Agitation von den einzelnen Orten getragen wissen will. Die Agitation müsse dort entfaltet werden, wo sie nötig erscheine. E h r i ch- Aachen berichtet über die Eni- stehung des Textilarbeiter-Fachvereins. Es ist ein Antrag von Metz, Wcgener und Ahrend eingegangen, die Geschäftskommission aufzu- fordern, überall Berufsvereine mit weiblichen Mitgliedern zu gründen. Kater wendet sich in seinem Schlußwort gegen den letzteingebrachten Antrag, da es nicht in allen Orten Deutschlands möglich fei, dem Antrag zu entsprechen. Der erwähnte Abänderungsantrag zur vor- jährigen Resolution lautet: Der dritte in Braunschweig tagende Kongreß der durch Ver- trauensmänncr-Centralisatioiien Deutschlands beschließt im Anschlüsse an die Beschlüsse der vorher stattgcfundenen Kongresse: 1. Diejenigen Berufe und Organisationen, welche von der Ge- schäftskommission Referenten verlangen, müssen die Mittel selbst aufbringen. 2. Die Geschäftskommission hat möglichst an denjenigen Orten und Bernsen Agitation zu betreiben, wo noch keine Organisationen bestehen. Zu diesem Zwecke verpflichten sich die einzelnen Gewerk- schaften wie bisher 5 Pf. pro Quartal und Mitglied an die Geschäfts- kommission abzuführen. 3. Alle diejenigen Organisationen, die diesen, sowie den auf dem zweiten Kongreß gefaßten Beschlüssen nicht nachkommen, können bei Streiks nicht berücksichtigt werden. 4. Alle Gelder, welche seitens der Gewerkschaften als Streik- Unterstützung gezahlt werden, sind an die Geschäftskommission abzu- liefern: wenn das nicht möglich ist, ist aber bestimmt der Geschäfts» kommission davon Mitteilung zu machen. Von diesem Antrag wurde der Punkt 1 abgelehnt; Punkt 2 und 3 angenommen und Punkt 4 vorläufig zurückgestellt. Antrag Metz, Wegener und Ahrcnd wurde abgelehnt. Die beantragte Ent- lastuiig der Geschäftskommission wird genehmigt. Es wird in den 2. Punkt der Tagesordnung eingetreten: Be- richt der Delegierten. Wegener- Berlin berichtet über den Fach- verein der Fliesenleger. Von 200 Berufsgenossen sind nur etwa 50 organisiert. Es steuern auch die Unorganisierten größtenteils zum GcneralfondS. Herforth- Berlin berichtet, daß die Maurer- Organisation von 1500 Mitgliedern im Laufe des letzten Jahres um das Doppelte gewachsen sei. Für Unterstützungen seien 9625 M. ausgegeben worden. Zu beklagen sei der Streit um die Organi- sationsform. Am Jahresschluß waren 2540 Mitglieder organisiert. Auf 3200 abgeschlossenen Karten mit Wochenrubriken sind 10 434 M. gesammelt worden. Bauarbeiter Kärj er- Berlin erwähnt, daß ilrs Jorairts" von seiner Branche 21 620,90 M. vereinnahmt und 11 994,40 M. verausgabt worden seien. Davon sind nur 4000 M. für Streik- Unterstützung und 7000 M. für die Verwaltung. die ganz in den Händen der Verbändler lag, verausgabt worden. Bäcker Most- Berlin berichtet, daß in seinem Beruf die Lohnkommission aus beiden Organisationen bestehe und sehr gut zusammen arbeite. In ihrer Lohnbewegung sei gegenwärtig ein Stillstand eingetreten. Die Frage eines partiellen Boykotts sei indessen noch nicht definitiv erledigt. Zimmerer G r a m a n n- Halle a. S. teilt mit, daß seine Or- ganisation seit dem letzten Kongreß ohne erhebliche Mühe den Stundenlohn von 45 Pf. errungen habe. Lokalisten und Verbändler sammeln bei ihnen getrennt. Zimmerer Spiegel- Steglitz berichtet, daß� dort die Mitglieder bedeutend zugenomnie» haben. Maurer P ries er-Braunjchweig teilt mit. daß 300 Kollegen im Verein seien gegen 450 während des Streiks. Das sei für 700 hier arbeitende kein schönes Bild. Der Stundenlohn betrage 43 Pf. Zwölf Jahre seien keine Forderungen an die Meister gestellt worden. Fünf Monate vor dem letzten Streik habe die Kommission die Meister benachrichtigt, damit diese ihre Kostenanschläge danach ein- richten könnten. Die Braunschweiger Maurer haben aber sehr gut gesammelt und selbst im Winter sei die Opferwilligkeit groß ge- wesen. Nach Berichten von B r e d e r i ck- Friedrichsfelde und P e t r o- Stralsund teilt Tapezierer Strauß- Braunschweig mit, das von 120 Kollegen 44 organisirt seien. Der Lohn schwanke zwischen 27— 15 M. herab. Eine Mitgliedschaft des Verbandes bestehe am Orte nicht. Redner bemerkt, daß die Verbindung mit der Gcschäftskommission sich in Zukunft noch bessern würde. Töpfer H o f f m a n n- Berlin berichtet, daß im Fachvercin 70, im Verbände etwa 200 Kollegen seien bei etwa 2000 in Berlin und Umgegend beschäftigten Töpfern. Der Verdienst betrage 15—13 M. Es würde auch noch weniger verdient. Töpfer G i l k e- Breslau berichtet ausführlich über die dortigen Verhältnisse. Zimmerer M i e I e r- Berlin schildert' die Schäden des Submissions- Wesens. Die rege Agitation habe in den Vororten Berlins etwas gebessert. Es seien zirka 200, zwei Drittel der Gesamtheit organisiert. Tischler Metz-Berlin berichtet, daß in Berlin etwa 25 000 Tischler arbeiteten, von denen ca. 6000 dem Verbände an- gehörten. In den vielberuflichen Verbänden könnten jedoch die Interessen der einzelnen Berufe nicht gewahrt werden. Daher sei der Fachverein gegründet worden, der jetzt 150 Mann umfasse. Nach kurzem Bericht des Maurers Hermann- Rüdersdorf schildert Fischer- Berlin die dortige Zimmererbewegung unter Hinweis auf den vorliegenden gednickten Bericht. Eine versuchte Einigung mit den Verbändlern sei an Kleinigkeiten gescheitert. Mit dem Resultat der Lohn- bewegungen könne man zufnedcn sein. Erschwert werde das Vorgehen der Arbeiter durch die Behörden. Die Zimmerer Berlins seien zu zwei Dritteln organisiert. Der Verein habe 1236 zahlende Mitglieder und besitze 8285 M. Redner geht dann noch ausführlich auf die Bestrebungen ein, durch welche den Arbeitern das Koalitions- recht verkümmert werden solle, wobei die Bauunternehmer hervor- ragend beteiligt sind. Schließlich empfiehlt er noch, eine Aenderung des Sammclwesens ins Auge zu fassen. Centrillversmmlllllg des Verbaillies deutscher Lagerlialter k. A l t e n b u r g. 3. April. Die vierte Generalversammlung tagte hier im„Waldschlößchen". JN't»as Bureau wurden Buhl-Leipzig und Ex n e r- Chemnitz als Voriitzcnde gewählt. Zunächst gab der Verbandsvorsitzende Friedrich- Leipzig noch begrüßenden Worten den Jahresbericht. Er betonte zunächst, daß sich die Einführung eines eigenen Preßorgans und die Erhöhung der Beiträge bewährt und nützlich erwiesen hat. Redner kritisirt dann das Verhalten einiger Verwaltungen— Pirna und Grötzsch speciell— gegenüber den Lagerhaltern. Letzterer Verein hat für sein Geschäft in 5 Jahren 8 Lagerhalter gebraucht. In den Verträgen haben vielfach die Lagerhalter nur Pflichten aber keine oder nur wenig Rechte; die Kollegen sollten ihre Anliegen und Beschwerden stets nur schriftlich bei der Verwaltung an- bringen, damit dieselben mehr Beachtung finden. Redner hebt am Schluß hervor, daß die Lagerhalter-Organisation speciell die Aufgabe habe, das Genossenschaftswesen im für die Arbeiter günstigen Sinne zu beeinflussen. In der Diskussion kritisirt Otto- Dresden das vielfach noch vorkommende Bezahlen der Lagerhalter nach dem Umsätze und das Tantiämensystem. Krautzsch- Brandenburg bemerkt, daß in seiner Gegend so krasse Mißstände, wie sie geschildert wurden nn Bericht, im allgemeinen überwunden sind. Im weiteren Verlauf der Dis- kussion berichtet P ö tz s ch- Connewitz über das Ergebniß einer auf- genommenen Statistik. Es ist daraus hervorzuheben, daß aus 62 Vereinen 296 Lagerhalter und 14 Lagerhalterinnen berichten. Die Arbeitszeit beträgt demnach in der Hauptsache 60—100 Stunden pro Woche; das Gehalt beträgt 80— 140 M. monatlich, lieber 140 M. hatten 44, unter 80 M. 20 Personen. Die bekannte Dresdener Resolution ist für 105 Personen ganz oder zum größten Teil er- füllt. Sonntags-Ladenschlutz war für 173, Mittagsschluß für 55, Mittagspause für 172 Personen durchgeführt. Mankovergütung wurde von>/e— 2 Proz. gewährt. Dividende an die Mitglieder zahlten 10 Vereine 5—8 Proz., 16 Vereine bis 10 Proz., 36 Vereine bis 16 Proz.(Hört, Hört!) Braun- Dresden meint, daß angesichts der Bekämpfung der Konfumvereine die Verwaltungen die„Klcinigkeits- Politik" gegen die Lagerhalter aufgeben sollten, um eine größere Einigkeit zu erzielen. Es wird sodann die Beschickung des Gewerkschaftskongresses angeregt und beschloffen, die eventuelle Beschickung dem Vorstand zu überlassen. Sie soll nur erfolgen, wenn auf die Tagesordnung des Kongresses die Besprechung über die Lage der in Aussicht stehenden gesetzlichen Bestimnmngen über die Handelsangcstellten gesetzt wird. Aus dem K a s s e n b eri ch t geht hervor, daß sich der Ver- band zur Zeit auf 42 Orte bez. Bezirke erstreckt. Die Bilanz be- trägt bei einem Kassenbestand von 186,32 M. 3196,97 M, Beim Punkt„Presse" weist F r i e d ri ch- Leipzig darauf hin, daß von der arbeiterfeindlichen Presse die Berichte über Arbeits- Verhältnisse in Konsumvereinen, wie sie im„Handlungsgehilfen- Blatt" öfter erscheinen, gegen die Konsumvereins-Verwaltungcn aus- gespielt werden. Den Lagerhaltern könne man aber daraus keinen Vorwurf machen, denn sie gehen nur in der Presse an die Oeffent- lichkeit, wenn kein anderer Weg, Mängeln Abhilfe zu schaffen, übrig bleibt. K e u t s ch- Zwickau bringt Mißstäiide. unter denen die Lager- Halter im Schedewitzer Berein zu leiden haben, zur Sprache. Auch von anderen Rednern wird, zum Teil persönlich, gegen den Leiter dieses Vereins polemisiert. Unter solchen Umständen sei eine scharfe Sprache in der Presse sehr nötig. Es schade auch nichts, wenn das die gegnerische Presse aufgreift, meint F r c n z e l- Leipzig. Beschlüsse wurden zu dem Punkt Presse nicht gesaßt. Der Vorstand soll aber den gegebenen Anregungen Rechnung tragen. Unter„Anträge" liegen zwei sich deckende aus Dresden und Burgstädt vor. Danach wünscht man. daß die Generalversammlung in Zukunft durch gewählte Delegierte gebildet werden soll. Nach längerer, teils recht erregter Debatte werden die Anträge mit 82 gegen 34 Stimmen abgelehnt. In den Vorstand wurden Friedrich und P ö tz s ch als Vor- ätzende. H e n n i g als Kassierer. Becker als Schriftführer. Hantschmann, Thieme und Hagen als Beisitzer, sämmtlich in Leipzig, wo der Verband seinen Sitz hat, gewählt. Die nächste Generalversammlung wird in Magdeburg abgehalten. Mit diefem Beschluß war die Generalversammlung, welche von 136 Lager- Haltern aus 43 Vereinen besucht war, beendet. ÜMtierstog, 6. April 1899. 10. CtnerMrsamlllilg des Verbllllhes der Lederarbeiter DeutsGaads. Halberstadt, 4. April. Aus dem gestern erledigten Geschäftsbericht des Vorstandes ist noch folgendes nachzutragen: Der Kassenbericht schließt in Einnahme und Ausgabe mit 142 387,52 M. ab. Die finanziellen Leistungen des Verbandes werden durch folgende Ausgabeposten veranschaulicht: Reise- Unterstützung 33 419,63 M., Streikunterstützung 22 441,83 M,, Umzugsentschädigungen 6001,60 M., Familienunterstützung 5083,50 M., Rechtsschutz 676,59 M.. Agitation 2478,87 M.,„Lederarbeiter- Zeitung" 9174,68 M., Drucksachen. Marken sc. 2914,11 M. u. s. w.— Die Kassenverhältnisse haben sich seit der letzten Generalversammlung erheblich gebessert. Während damals der Kassenbestand 5000 M. betrug, waren am Schluß der gegenwärtigen GeschästSperiode 36 656,91 M. in der Hauptkafse vor- handen. In der heutigen Vormittags-Sitzung nahmen die Delegierten den B e r i ch t des R e d a c t e u r s der„Lederarbeiter-Zeitung", B e i s- w e n g e r- Berlin, sowie den Bericht der Preßkoni Mission entgegen, welchen Haferland- Berlin erstattete. Mit der redaktio- nellen Haltung des Blattes waren alle Redner einverstanden, was auch durch Annahme einer dementsprechenden Resolution zum Aus- druck kam.— Eine Neuerung hinsichtlich des Inhalts der Zeitung wird durch die Annahme des folgenden Antrages herbeigeführt: „Von Zeit zu Zeit soll ein Bericht über den Geschäftsgang, so- wie über den Prciscourant fertiger und roher Waare, über Import und Export gegeben werden." Hierauf wurde der nächste Punkt der Tagesordnung:„A g i- t a t i o n" behandelt. Verschiedene Delegierte schilderten die örtlichen Verhältnisse und machten Vo schlüge hinsichtlich einer denselben an- zupassenden Art der Agitation. In der Nachmittägs-Sitzung wurden zum Punkt„Agitation" folgende Anträge angenonmien: „Die bestehenden und sich noch bildenden Agitations-Kommissionen sind weiter auszubauen, sowie in materieller und geistiger Beziehung zu unterstützen. Der Verbandsvorstand ist gehalten, insoweit die Zeit ihm in Anbetracht seiner sonstigen Arbeiten das gestattet, sich per- sönlich an der Agitation zu beteiligen." „Die Generalversammlung erklärt, daß sie solche Arbeiter, welche in der Gerberei und Lederfabrikation dauernd beschäftigt sind, nur dann als organisierte Arbeiter anerkennt, wenn sich dieselben dem Verbände der Lederarbeiter angeschlossen haben." Dieser Antrag richtet sich'— wie aus der Diskussion herbor- geht— gegen diejenigen ungelernten Arbeiter, welche in Leder- fabriken arbeiten und sich dem Verbände der Hilfsarbeiter an- schließen, bei welchem sie geringere Beiträge zu zahlen haben, wie bei dem Verbände der Lederarbeiter. Man ist der Meinung, daß es diesen ungelernten Arbeitern nur darum zu thun ist, den Schein eines organisierten Arbeiters zu wahren, und daß dieselben nicht anders, denn als Nichtorganisierte angesehen werden können. Der folgende Punkt der Tagesordnung ist die„Arbeitslosen- Unterstützung". Ueber die Einführung derielben waren die Mei- nungen geteilt. Die meisten Redner hatten zwar keine prin- cipiellen Einwendungen gegen die Arbeitslosen-Unterstützung, sie hielten aber dieselbe im Hinblick auf die Verhältnisse des Verbandes zur Zeit noch nicht für durchführbar. Andere Redner, darunter auch die Berliner Delegierten, traten im Namen ihrer Zahlstellen für so- fortige Einführung der Arbeitslosen-Unterstützung ein. Sie halten dieselbe bei einer geringen Beitragserhöhung für durchführbar und versprechen sich davon auch eine Förderung und Stärkung der Organisation. Am Schluß der Sitzung wurde in namentlicher Abstimmung mit 14 gegen 7 Stimmen folgende Resolution angenommen: „In Erwägung, daß zur Einführung der obligatorischen Arbeits- losenuntcrstützung es zur Zeit an einer statistischen Unterlage über die Zahl der Arbeitslosen, sowie über die Dauer der Arbeitslosigkeit mangelt, in weiterer Erwägung, daß durch Einführung derselben eine bedeutende Erhöhung der Beiträge sich nötig machen würde, ferner, daß von den in Gerbereien beschäftigten circa 33 000 Arbeitern nur 5000 dem Verbände angehören, hohe Beiträge aber die Agitation unter den Indifferenten noch schwerer machen würden, möge die Generalversammlung beschließen, obgleich im Princip mit der Einführung derselben einverstanden, daß es zur Zeit aus materiellen und auch agitatorischen Rücksichten geboten erscheint, sich dieser Frage gegenüber ablehnend zu verhalten." Vierte Celltralversinlnilllnig des Deutsche» Metallurbeiter- Verbanlits. Halle, den 4. April. In dem festlich geschmückten Saale des Hofjägers wurde heute früh die vierte Generalversammlung des Deutschen Metallarbeiter« Verbandes eröffnet. Nach dem Bericht der Mandatsprüftings- Kommission sind 133 Delegierte erschienen, 5 fehlen noch. Als Vorsitzende mit gleichem Recht wurden gewählt: Näthcr-Berlin und Riemann-Themnitz. Die dänischen Metallarbeiter sind vertreten durch Hansen ans Kopen- Hägen. R o h r l a ck begrüßt die Versammlung im Namen der dänischen, schwedischen und norwegischen Metallarbeiter. Er habe am letzten Kongreß in Kopenhagen teilgenommen und sei dort aus das freund- schaftlichste aufgenommen worden. H a n s e n- Kopenhagen dankt für die gute Anftiahme, die ihm zu teil geworden ist. Darauf erstattet Schlicke Bericht über die Thätigkeit deS Vorstandes. Da ein gedruckter Bericht vorliegt, so meint Redner, sich darauf beschränken zu können, nur diejenigen Punkte zu berühren, die für die Generalversammlung von weientlichcm Interesse sind. Die statutarischen Bestimmungen betreffs Auszahlung von Streik- geldern auf Schuldscheinen seien zwecklos und könnten beseitigt werden, da dem Verbände, wie einige Gerichte entschieden haben, ein klagbares Recht auf Zurückziehung der Streikunterstiitzung zustehe. Der Vorstand beantrage nach eingehender Beratung, die Erwerbung der Rechtsfähigkeit des Verbandes nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch nicht nachzusuchen, weil man nicht gewillt sei, sich unter amtsgcricht- liche Kontrolle zu stellen. Einem kleinen Vorteile ständen größere Nachteile entgegen. Dejun'g' erstattet darauf den Bericht über die Thätigkeit des Ausschusses. Bezüglich des mit dem Drucker des Fachorgans geschlossenen Vertrages meint Redner, daß der Drucker dem Ver- bände sehr entgegengekommen sei. Nach kurzer Diskussion wurde der Vertrag e i n st i ni m i g angenommen. In der darauf folgenden Diskussion über die Thätigkeit des Vor- standcs monierte man, daß der Vorstand die Konferenzen beschickt habe, um Propaganda f ü r die Einführung der Arbeitslosen- Unter» stütznng zu machen. Man hätte gerechter gehandelt, wenn man ebenfalls Redner gegen die Einführung der Arbeitslosen-Unterstützung auf Agitation geschickt hätte. Im allgemeinen wurde aber die Thätigieit des Vorstandes lobend anerkannt. Eine Streitsache von Leipzig, die aber kein öffentliches Interesse erweckte, wurde von mehreren Rednern etwas sehr ausführlich behandelt, worauf ein Antrag einging, die Leipziger Kollegen möchten ihre Angelegenheiten lelbst regeln.'Ferner ging hierzu ein Antrag ein, den Vorstand zu ersuchen', den Bevollmächtigten von Leipzig- West seines Amtes zu entheben. Für den Inhalt der Inferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, den 6. April. Opernhaus. Undine. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. Anfang 7 Uhr. Der Burggraf Urania Apollo- Theater. Atung! 1. Wahlkreis. Achtung! Taubenstrasse 48/49. Im Theater: Das Land der Fjorde. Im Hörsaal: Dr. Spies: Photographie in natürlichen Farben. Invalidenstr. 57/62: Neues tgl. Obern Theater( Tagl. Sternwarte. Im weißen Röß't. 71 Uhr. Deutsches. Die drei Retherfebern. Anfang 7%, Uhr. Leffing. Tatjana Répina. Anfang 7 Uhr. Berliner. Platz ben Frauen! Anfang 7 Uhr. # Residens. Der Schlafwagen Konttrolleur. Vorher: 8um Einsiedler. Anfang 7 Uhr. Neues. Hofgunst. Anfang 71 Uhr. Weften. Das Glüd tut Winkel. Anfang 7 Uhr. Metropol. Chand d'habits.( Der Kleiderhändler.) Vorher: Leichte Kavallerie. Anfang 7% Uhr. Schiller. Die große Gloce. Anfang 8 Uhr. Central. Die Puppe. Anf. 71% Uhr. Thalia. Der Raub der Sabinerinnen. Anfang 7 Uhr. Luifen. Nach berühmten Mustern. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Dörchläuchting. Jochen Päsel. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Martha. Anfang 8 Uhr. Alexanderplat. Fuhrmann Henschel. Anfang 8 Uhr. Wiener Volts: Theater. Un: schuldig. Anfang 7 Uhr. Oftenb. Die Butgarta. Anf. 8 Uhr. 81 Apollo. Specialitäten Borstellung. Anfang 7 Uhr. Urania. Zaubenstraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Tägs lich geöffnet von 10 Uhr vors mittags ab. Eintritt 60 Pf. abends 8 Uhr:„ Das Band der Fiorbe". Operntelephon. Juvalibenstraße 57/62. Täglich Abends von 5-10 Uhr: Stern varte. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Feen Palast. Specialitäten Borftellung. Paffage Panoptikum. Specialt täten- Borstellung. Schiller Theater ( Wallner Theater). Donnerstag, abends 8 Uhr: Die grosse Glocke. Bustspiel in 4 Att von Ostar Blumenthal. Freitag, abends 8 Uhr: Die Neuvermählten. Sierauf: Verbotene Früchte. Sonnabend, abenb8 8 Uhr: Die grosse Glocke. Central- Theater Direktion: José Ferenczy. Die Puppe( La Poupée) Operette in 3 Atten und einem Vorspiel von Ed. Audran. Morgen und folgende Tage: Die Puppe( La Poupée). Sonntag, nachmittags 3 Uhr, zu halb.Preisen: Die Fledermaus. Operette in 3 Atten von Johann Strauß. Mar Heller: Erich als Gast. Oftend- Carl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterstraße 132. Novität. Zum 5. Male: Novität. Die Bulgaria. Sensationelles Ausstattungsstüc mit Gesang( Wahrheit und Dichtung) in 3 Aften( 10 Bildern) von Hans Buchholz. Mufit von M. Fall. Ge fangsterte von J. Dill. Anfang 8 Uhr: Nachmittags täglich 5-10 Uhr. Passage- Panopticum. Geöffnet 9 Uhr frith bis 10 Uhr abends. Miss Leah May, das grösste Weib des Jahrhunderts La belle Irène, die schöne Tätowierte. Theatre variété. Ital.MarionettenTheater. Palästinafahrt des Kaiserpaares. Castan's Panopticum. Jtal. Sänger- u. Tänzer- Gesellsch. ,, Santa Lucia". Die berühmten ,, lebenden Bilder". Neu! Dreyfus- Esterhazy. Feen- PalastTheater Burgstr. 22. Burgstr. 22. Das neue erstklassige Specialitäten Personal. Großes Riesen- Programmt 25 Nummern! 40 Künstler! Besonders hervorzuheben: Die fliegenden Menschen. Clown Dolly, Tierfamilie. Lebende Photographien. Dazu um 81/2 Uhr: Der größte Schlager der Saison: Fuhrmann Henschel. Berliner Voltsstück mit Gesang. Fuhrmann Henschel: Direktor Wilhelm Fröbel. Bene, seine Tochter: Helene Voß. Anfang 72 Uhr. Sonnt. 6 Uhr. Billet- Borv. Borm. v. 11-1 Uhr. Sonnabend, den 15. April: Benefiz für den Kapellmeister Alfred Sommerfeldt. Alcazar- Theater Dresdenerstr.52/ 53.City- Passage. Direktion: Richard Winkler. Sensations- Schlager der Saison: Das humoristischte Programm der Saison. Me. et Mr. Bianca- Desroches La Bella Robert Steidl Henry Bender Ada Milani Carmanellis, Prof. Jmanns. Nur noch kurze Zeit: Ein Abenteuer im Harem Burleske von W. Mannstädt. Musik von Paul Lincke. 1 Anfang 7 Uhr. Vorverkauf im Theater Orts- Krankenkasse Heute, Donnerstag, den 6. April, abends 8, Uhr, in Cohns des Bimmerergewerbes Festsälen, Beuthstraße 19-20( großer Saal): zu Berlin. Große öffentliche Versammlung Sonntag, 16. April, vorm. 10 Uhr, für Männer und Frauen. Tages- Ordnung: bei Buske, Grenadierstr. 33: Ordentliche Frühjahrs1. Bortrag des Reichstags- Abgeordneten Genoffen Wilhelm General- Versammlung. 236/3 Liebknecht über: Die Angelegenheit bes Friedens Kongresses". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Ad Tages Ordnung: 1. Verlesung der Jahresrechnung pro 1898. 2. Bericht des Prüfungs: ausschusses und eventuelle BeschlußAchtung! 2. Wahlkreis. Achtung! ung über die Stonahme der JahresDonnerstag, den 6. April, abends 82 Uhr, in Kriegers J. Krause, Festfälen, Wafferthorstraße Nr. 68: Verschiedenes. Der Vorstand. Borsitzender. E. Petermann, Schriftführer. Volks- Versammlung par- u. Bauverein Tages Ordnung: 1. Die Neuwahl zum Reichstage. Referent: Reichstage Abgeordneter Max Schippel. 2. Diskussion. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 211/ 1* Das Wahlkomitee. Sozialdemokratischer Wahlverein Reichstags- Wahlkreises. beim Künstlerdank", Unter den des 2. Berliner Reichstags Wahlkreises. Linden 69. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger ( Menfel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl, Schneider und Schrader.) Britton ats Panken- Schulze der Stolz vom Regiment. Anfang präc. 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 Pf. Numerirter Balkon 75 Pf., Balkon Loge 1 Mk., Orchester- Loge 1,50 Mk. Fremdenloge 2 Mk. Tagestafje 11-1. Jeden Freitag: Nenes Programm. Victoria- Brauerei Lützowstraße 111/112. Donnerstag, den 6. April, abends 82 Uhr, in Habels Brauerei: Ausschaut, Bergmannstraße Nr. 5-7: Deffentliche Versammlung Tages- Ordnung: 1. Warum wurde die Wahl des Abg. Kreitling fafftert? Referent Reichstags Abgeordneter Otto Antrick( Mitglied der Wahlprüfungs: Kommission). 2. Diskussion. 238/7 3 Pünktliches und zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. Freie Volksbühne. im Lessing- Theater VI. Abtellung( grüne Karten): Sonntag, den 9. April, nachmittags 2% Uhr: im Friedrich- Wilhelmstädt.Theater III. Abtellung( graue Karten): Der Erbförster. Trauerspiel in 5 Aufzügen von Die Erziehung zur Ehe. Otto Ludwig. Hierauf: Liebesträume. Achtung! Die Zahlstelle 28 befindet sich von Die jetzt ab bei Johann Pfarr, Putlitzstrasse 10( Moabit). Zahlstelle 12 von Kothe befindet sich jetzt bei Gustav Vogel, Cigarrengeschäft, Koppenstr. 88. 229/8 Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Buchbinder- Männerchor Berlin. Dirigent: Herr M. Bombelke. Sonnabend, den 8. April, in den Andreas- Festsälen, Andreas Strasse No. 21: Feier des Jeden Conitag, Montag u. Freitag X. Stiftungs- Festes, Norddeutschen Sänger ( Führmann, Horst, Walde). Anfang: wochentags präc. 8 Uhr, fonntags 7 Uhr. Entree 50 Pf. Endlich allein! Concerthaus Gesangs- Poffe von Joh. Eißner. Mufit von May Schmidt. Neu! Neu! Neu! Mr. James Thomas, Juggler on the wire. Vorher neu: Eingeschriebene Liebeserklärung. Lustspiel in 1 Att. Anfang: Sonntags 612 Uhr, Wochentags 72 Uhr. Entree nur 30 f. Leipzigerstr. No. 48. Täglich: Hoffmann's bestehend in Konzert, Quartett- und Chorgesänge, Theater- Anfführung, Lebendes B( unter gütiger Mitwirkung von Mit gliedern des Turnvereins Fichte". Konzert der Solisten des Tisschen Konzert- Orchesters. Einlaß 7/2 Uhr. Eintritt 25 Pf. Anfang Puntt 81/2 Uhr. 23/20 Das Komitee. Bauhandwerker- Krankenkasse für Berlin und Umgegend( E.§. 118). Den Mitgliedern zur Kenntnis, daß für Nixdorf und Charlottenburg bom April an in folgenden Lokalen kassiert wird: Für Rixdorf: 8iethenstraße 77 bei Bracht. Für Charlottenburg: Wallstraße 94 bet Beyer. Der Vorstand. J. A.: H. Metzke. 38/4 eingetragene Genossenschaft mit be schränkter Haftpflicht. Die Mitglieder unserer Genossenschaft werben hiermit zu der am Sonntag, den 16. April 1899, vormittags 91%, Uhr, im großen Saale des Berliner Handwerker- Ver: eins, Sophienstr. 15, stattfindenden Versammlung eingeladen. ebenten ordentlichen General. eaten ord Tages Ordnung: 1. Borlage des Geschäftsberichts, sowie der Bilanz, nebst Gewinn- und Berluft- Berechnung für das Jahr 1898. 2. Bericht der Revisionsfommission. 3. Beschlußfaffung über die Genehmigung der Bilanz und über die Berteilung des Gewinnes. 4. Er gänzungs- und Neuwahlen zum Aufsichtsrat. 5. Beschlußfassung über den Gesamtbetrag, welchen Anleihen der Genossenschaft und Spareinlagen Bei berselben nicht überschreiten sollen. 6. Beschlußfaffung über die Ausschließung von säumigen Genossen. Die Bilanz, sowie die Gewinns und Verlust Berechnung für das Jahr 1898 find in der Geschäfts: stelle, Sickingenstr. 7, einzusehen. Der Vorstand. L. Schmidt. Ernst Roscher. Großer Möbelverkauf Oranienstraße 73, aut ber Kont mandantenstraße( früb. Schützenstr. 2), tu meinem vier Etagen hohen Fabril gebäude, großes Möbel- Spezialgeschäft für fleine und mittlere WohnungsEinrichtungen. 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Male: Chand d'habits ( Der Kleiderhändler). Pantomime in 4 Bildern von Catulle Mendés, Mufit von Jules Bouval. Pierrot: Mr. C. Séverin. Borher um 28 Uhr: Brunnenstr. 16. Jeben Sonntag, Dienstag und Donnerstag: Theater- Vorstellung. Verlorene Ehre. Schauspiel in 3 Aufzügen v. Bohnmann- Rügen. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4.* Anfang 8 Uhr. Bons haben Giltigkeit. Achtung! MAURER. Uhr. Achtung! Am Freitag, den 7. April, abends 8 Uhr, in Cohns Festsälen, Beuthstraße Nr. 20: Mitglieder- Versammlung der Zahlstelle Berlin II. des Central- Verbandes deutscher Maurer. W Tages Ordnung: 1. Berichterstattung vom Verbandstag. 2. Neuwahl des Ausschusses. 3. Gewerkschaftliches. Die örtliche Verwaltung. Um zahlreichen Besuch bittet Billets zur Urania- Vorstellung 136/ 12* RCUS BUSCH Donnerstag, den 6. April 1899: am 9. April, mittags 1 hr, sind noch an folgenden Stellen haben: A. Bauschke, Rostockerstraße 47; A. Mesch, Lychenerstraße A. Schneider, Höchstestr. 29, v. 1 Tr.; D. Gerndt, Blumenstr. bes beliebten Clowns Boganowski. 3 Tr.; M. Wengels, Fruchtstr. 30; Frau Sprung, MariannenPERSIEN. Ufer 7; Frau Jung, Gräfestraße 6, 2. Hof 1 Tr.; Bertha Luz, zu 3; 26, 1/13 Gr. humorist. Vorstellung zum Benefiz Außerdem: Clown Boganowski. Wilhelmstraße 28, Hof im Keller. Zum ersten Male: 8weikampf mit dem Champion Borer Gonalhan von Amerita. Amateur- Konkurrenzreiten. ( 50 Mart Prämie ze.) Vorführen und Vorreiten der bestdressierten Schulund Freiheitspferde. Die lustigen Leichte Kavallerie. Chinesen Gebr. Dousek. Operette in 2 Aften v. Cofta. Mufit von Fr. v. Suppé. Morgen und folgende Tage: Die: felbe Borstellung. Freitag, den 7. April, abends 71/2 Uhr: Persien. Sonnabend, den 8. April: Benefiz für Herrn Burkhardt Foottit und Madame Maria Doré. SO Luisen- Theater am Sonntag, den 9. April 1899, Abends 8 Uhr: 34. Reichenbergerstrake) 34. Nach berühmten Mustern. Boffe mit Gesang in 4 Aften von E. Nessien. Mufit von G. Collin. Morgen: Dieselbe Borstellung. nachmittags 4 ühr: Apollo- Theater RIXDORF früher Victoria- Säle, Herrmannstrasse 48-50. Meinen prachtvollen Saal, der grösste und schönste in Rixdorf und Umgegend, ca. 2000 Personen fassend, nebst grossem schattigen Garten, halte ich den Vereinen, Gesellschaften und Gewerk1420L bestens empfohlen. Wohlthätigkeits- Vorstellung schaften zur Abhaltung von Sommerfestlichkeiten, Vergnügangen und Versammlungen zum Besten der oftafrikanischen Hungersnot in Deutsch- Ostafrika. Gesellschaft zur Linderung der Am 12. April: Schluß der Saison. Hochachtungsvoll Philipp Thomas, Gastwirth, Rixdorf. aufgestellt, auch außerhalb. [ 1241L* er keinen Stoff hat oder Hose, kauft bei neueste zum Anzug, Baletot mir billiger, wie beim Tuchfabrikanten, da ich große Posten Partie Waaren per Staffe Stoff zum Herren- Anzug 9 Mark, reine Wolle, Muster, ff. Tuch Kammgarnstoffe, nie glänzend werdend, in schwarz. Hosen- Reste, schönste Muster, zu 4-5-6 Mart. Reste zu Knaben Anzügen. 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