Nr. 81. Abonnements- Bedingungen: de Abonnements Prets pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illustrierter SonntagsBeilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 8,80 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft Beitungss Preisliste für 1899 unter Dr. 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für bas übrige Ausland 8 Mart pro Monat. S Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 16. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel getle oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmarkt 20 Bfg. Jnferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werben. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, nr. 1508. Telegramm Adresse: ,, Bozialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: C. 19, Beuth- Straße 2. Das alte Blut. Freitag, den 7. April 1899. Expedition: C. 19, Beuth- Straße 3. schweigen, wie fläglich war die Haltung der Stadt Berlin den werter Sachlichkeit und Besonnenheit geführten Debatte hat nicht fest angestellten Beamten gegenüber; eine Schmach war es gezeigt, daß auf allen Seiten, bei den Befürwortern der und bleibt es, daß die Stadt sich von den Gerichten erst zwingen Wahlbeteiligung wie bei den Gegnern derselben, das laffen mußte, humanere Grundsäge plazgreifen zu lassen. Um jeden ernsthafte Bestreben vorherrscht, den Streit über An schönen Programmsägen fehlt es dem Restchen deutschen Groschen schachern die Freifinnigen, der den Arbeitern zu gute diese Frage, die vor einigen Jahren größere ErLiberalismus, das sich unter Führung Eugen Nichters zusammen- tommen könnte, desto größer ist ihre Begeisterung, wenn fie irgend regung hervorgerufen hatte, zu löschen und zu begleichen. gethan hat, ebenso wenig wie an tönenden Versprechungen für die etwas beitragen können zu fürstlichen Empfängen, da ist wir zweifeln keinen Augenblick, daß die altgeschulte, vortreffWähler und an schillernden Phrasen in ihren Wahlflugblättern; aber ihnen die Bewilligung von Hunderttausenden Mark nie schwer ge- liche Parteigenossenschaft Sachsens nunmehr jene Mißhellig feine Thaten bleiben fast nie im Einklange mit den Verheißungen. fallen, da verstanden sie zu zeigen, daß ihnen noch nicht ganz die feiten überwunden hat und in vollſter Einmütigkeit und Die Voltsparteiler gehören zu den unzuverlässigsten Politikern Geschlossenheit ihre Siegesbahn weiter schreiten wird. im Deutschen Reiche; dies bewiesen sie erst vor wenigen Monaten Fähigkeit verloren gegangen ist, sich zu begeistern. Der letzte Rest der Volkstümlichkeit ist ihnen abhanden gewährend der Stichwahlen. Da kam es ihnen garnicht darauf an, stramme tommen, ungeschminkt treten sie nun auf die Bühne des öffentlichen Oppositionelle in den Reichstag zu senden, Männer, die sicherlich für Lebens als flaffenbewußte Vertreter der Bourgeoisie, ihr Libera Boltsfreiheit und gegen die agrarische Interessenpolitit stets gefämpft lismus ist eitles Flitterwerk, ihre Beteuerung, daß sie doch hätten, ihr einziges Ziel war, um welche Opfer an Ueberzeugung weit besser seien, als ihr noch rascher gealterter Geschlechtsgenosse, der immer ein oder das andere Mandatchen zu retten. Bei der Wahl- Nationalliberalismus, verdient höchstens ein mitleidiges Lächeln. hilfe für die Reaktion waren die Freiſinnigen immer zu- Ueberall, in Stadt und Land, im Süden und Norden, im Osten und berlässig, wenn sie aber versprochen hatten, einen socialdemokratischen Westen des Dentschen Reiches haben sie das Vertrauen der Wähler Kandidaten gegen einen Junker oder Antisemiten zu unterſtügen, eingebüßt; fein Wahlkreis birgt mehr eine freisinnige Mehrheit, die dann konnte man sicher sein, daß der freisinnige Heerbann Versprechen wähler haben das Zutrauen zu den Mannen Eugen Richters verVersprechen sein ließ und Arm in Arm mit der hohen Geistlichkeit, loren. Nur weil sie von den Arbeitern als das kleinere Uebel beder Gendarmerie und dem Landrate gegen den socialdemokratischen trachtet werden und weil die bürgerlichen Parteien sich unterschiedslos Kandidaten stimmte. gegen die Socialdemokratie verbinden, verdanken sie es, daß sie überhaupt noch eine parlamentarische Vertretung besigen. In Berlin haben sie dank konservativer, antisemitischer und nationalliberaler Unterstügung bei den letzten Wahlen einige Size erobert". Es war ein trauriger Sieg, erfochten mit unreinen Mitteln! Die Wohlwollen statt Freiheit. Zusammengeknickt ist der Vorstand des Verbandes Deutscher Post- und TelegraphenAssistenten. Der Vorstand des Verbandes wird dem schleunigst( 5.- 7. Mai) einberufenen Verbandstage folgende Aenderungen des Statuts vorschlagen: " Der§ 3 der Satzungen erhält die Fassung: Der Verband hat den Zweck, unter seinen Mitgliedern allgemeine und Berufsbildung zu fördern, Waterlandsliebe, Geselligkeit und Kollegialität zu pflegen und durch Schaffung von Kassen 2c. Unterstützungseinrichtungen der unverschuldeten wirtschaftlichen Notlage unter den Hinterbliebenen der Mitglieder, insbesondere der Bollwaisen nach Kräften abzuhelfen. Jedem Verbandsmitgliede steht es frei, die Zugehörigkeit zu einem anerkannten Ortsverein abzulehnen oder aufzugeben. Als Zweck des Verbandes wird ferner die Ausdehnung der Wohlfahrtseinrichtung und die Pflege der Kameradschaftlichkeit" Stelle der" Bu= fammengehörigkeit in dem Assistentenstande" bezeichnet. Die Schriftleitung des Verbandsorgans liegt einem Redacteur ob. Vor der Herausgabe unterliegt die Zeitung der Censur des Verbandsvorstandes. Sämtliche Bezirks- und Ortssagungen sind mit den neuen Festsetzungen in Einklang zu bringen. Bon der Abhaltung des ordentlichen Verbandstages soll in diesem Jahre abgesehen werden. an Als im vorigen Jahre das deutsche Bürgertum seiner mutigen und aufopferungsbereiten Vorfämpfer aus dem Jahre 1848 gedenken follte, da drückten sich die freisinnigen Mannesseelen scheu zur Seite, sie überließen den Arbeitern, der Vorkämpfer der Bourgeoisie zu gedenken. An jedem 18. März häufen sich auf den Im Freisinn selbst erkennt man den Verfall. Man will das Gräbern der in Friedrichshain bestatteten Helden die Kränze, die alte Blut durch junges ersetzen. Aber es ist kein junges Blut da, das werkthätige Bolt pietätvoll darbringt, denen, die nicht wie ihre und das alte behauptet zäh seine Herrschaft. Die paar Ehrlichen Söhne und Entel Opfer der Ueberzeugung, sondern Opfer für ihre und Aufrechten des freisinnigen Bürgertums neigen innerlich weit Ueberzeugung gebracht haben. Wie selten findet man dann neben mehr zu uns als zu ihrer Partei. Sie müssen ja wünschen, daß den von Klassenbewußten Arbeitern dargebrachten Kränzen noch wir erstarken, damit ihre Ideale zur Geltung kommen. einen anderen! Das Bürgertum schämt sich eben seiner Borkämpfer, Socialdemokratie ist auch zur Bollstrederin des wahren Liberalismus es strebt nach Profit und Anerkennung von oben; alles, was dem im geworden, den das sieche Bürgertum verraten hat. Der wirt. Die bürgerliche Presse giebt sich den Anschein, als ob Wege steht, ist es abhold. Als man gar nicht mehr umhin konnte, liche Liberale muß in seinem wirtschaftlichen Gegner, Herr v. Podbielski den Frieden gemacht und als ob der einigermaßen der Verwahrlosung der Gräber der Märzgefallenen zu muß in der Socialdemokratie seine politische Vertretung sehen. Assistentenverband gewissermaßen einen Sieg errungen habe. steuern, da that der freisinnige Magistrat der Stadt Berlin alles, Die Arbeiter des zweiten Berliner Reichstags- Wahlkreises haben Die Herren sind in ihren Ansprüchen an den Liberalismus um dabei so wenig wie nur möglich oben zu mißfallen. Wenn er in diesen Tagen Gelegenheit zu zeigen, wie sie den freisinnigen sehr bescheiden geworden. Der" Frieden" ist erkauft durch dabei doch Anstoß erregt hat, so darf man nun ganz sicher sein, daß Humbug beurteilen; treten sie Mann für Mann an die Wahlurne, Preisgabe des Rechts jeglicher Stritit, die Ueberwachung und fünftighin noch weit mehr von den freifinnigen Mannesseelen Rüd- so werden sie schon im ersten Wahlgange das Urteil des souveränen Korrektur des tampfluſtigen Redacteurs übernimmt der Vorficht genommen werden wird auf die Stimmungen im Polizei Bolles sprechen über die freisinnige Volkspartei, über ihr oft zwei- stand selbst. Nur soweit hat der Verband seine Freiheit", präsidium, im Ministerium des Innern und im Civilkabinette des deutiges, stets unzuverlässiges Verhalten. als er sich jeder Kritik des Herrn Chefs enthält. Doch halt! Kaisers, daß aber dafür in Zukunft noch weit gründlicher HochHerr v. Podbielski will ja die freie Meinungsäußerung mütig ignoriert werden wird, was die große Masse feineswegs verbieten", die Kritik soll nur, maßvoll" geder Berliner Bevölkerung von der städtischen Verwaltung fordert. halten sein. Also die Form, die Form! Das Klassenwahlrecht, das in Berlin herrscht, ist trotz oder beffer wegen seines plutokratischen Charakters den sich ,, Volksparteiler" nennenden überaus erwünscht, sie würden sich mit aller Macht dagegen wehren, daß die Berliner auf Grund des allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts ihre kommunale Bertretung wählen, haben doch ihre Gesinnungsgenossen in schleswigHolsteinischen Städten eifrigst mitgeholfen, das städtische Wahlrecht zu verschlechtern. Als das Deutsche Reich die Schmach des Socialisten gefezes zu tragen verurteilt war, da hatten es die Freifinnigen in der Hand, das Vaterland von der Schmach zu befreien, aber da zeigte es sich, daß die Freifinnigen vorzogen, unter dem Schuße des Ausnahmegesetzes zu leben, als mit der Socialdemokratie den offenen Kampf zu führen. Durch die berühmten Abkommandierungen der Richter Hermesschen Freiheitshelden erhielt Bismard eine Mehrheit für das Gesetz zur Knebelung der deutschen Arbeiter. Politische Nebersicht. Berlin, den 6. April. Landes- und Provinzial- Kongresse. In den Ostertagen fanden neben verschiedenen sehr bemerkenswerten Kongressen gewerkschaftlicher Verbände mehrere socialdemokratische Landes- und Provinzial- Zusammenfünfte statt. In Württemberg, in Sachsen und in den gemeinschaftlich organisierten Provinzen Schlesien und Posen haben unsere Parteigenossen die besonderen Angelegenheiten ihrer Landesteile besprochen. " Die Auffassung des Herrn v. Podbielski dehnt die Disciplinargewalt über die amtlich- berufsmäßige Wirksamkeit der Beamten aus, sie schnürt ihre Menschen- und Staatsbürgerrechte ein, verfümmert ihnen den pflichtmäßigen Kampf um Besserung ihrer Verhältnisse; der Postassistenten- Verein wird den Charakter eines Kriegervereins erhalten, wenn er seinem Vorstand folgt. Natürlich ist es ein erwünschter Zustand, wenn der höchste Chef mit seinen Beamten in Frieden und Eintracht arbeitet. Dafür zu sorgen aber ist nicht nur die Aufgabe der Beamten, sondern in erster Linie die Pflicht der obersten Verwaltung; Ueberall nahmen diese Kongresse trefflichen Verlauf. Sie und das einzige Mittel, zu einer wirklichen innerlichen Einlegten Zeugnis ab von der unausgesetzt eifrigen Bethätigung heit zu gelangen, ist gerade jene freie, furchtlose Aussprache, unserer Parteigenossen im Dienste unserer Ideen und von die Herr v. Podbielski unter allen Umständen eingeschränkt, den Erfolgen, die seit der vorjährigen Reichstagswahl neu ja selbst beseitigt wissen will. erzielt wurden. Sie zeigten aber auch, daß in unseren Es schadet gar nichts, wenn die Beamten in ihrer Kritik Reine Partei ist von der freisinnigen Vollspartei, Herrn Eugen Kreisen verderbliche Ueberschägung des Erreichten teine Stätte einmal übers Ziel hinausschießen nur für den ist die Kritik Richter an der Spize, so bissig, fleinlich, unwissend und unwahr- hat, daß das Streben nach vorwärts, gefördert besonders gefährlich und tödlich, der sie nicht ertragen kann, sonst fördert haftig verfolgt worden, wie gerade die Socialdemokratie; durch ungeschminkte kritische Aussprache unter einander, alle und träftigt sie- aber es erzeugt jammervolle Zustände seine platten Philisterschriften gegen die Socialdemokratie, voll von Geister erfüllt. verhaltenen Hasses, wenn unter der Firma des allerVerdrehungen und Gehässigkeiten, haben den Beifall aller Reaktionäre Es konnte nicht fehlen, daß die Versuche der politischen gnädigsten Wohlwollens die freie Aussprache gefnebelt wird. gefunden, sie erfreuten sich amtlicher Empfehlungen und sie wurden Feinde, unsere Bewegung zu hemmen, wiederum in den Dis- Unterwirft sich der Postassistenten- Verband den reaktionären würdigen Korbmacher Fischers Sudelwerke in fussionen eine erhebliche Rolle spielten. Besonders in Sachsen Anschauungen Podbielstis, so ist damit das Sicherheitsventil tausenden Exemplaren von den Fabrikanten an die Arbeiter verteilt. und Schlesien- Bofen wird der Stampf gegen die Socialdemokratie verlötet, das den Wünschen und Strebungen die explosive Wenn die freisinnige Volkspartei auch zu wenig offen ist, den mit allem Hochdruck geführt, für welche Thatsache zahlreiche neue Gefahr nahm. Polizeikampf gegen die Socialdemokratie rüd- Belege beigebracht wurden. Zugleich aber wurde festgestellt, Die Angelegenheit hat deshalb ein principielles Interesse, haltlos zu billigen, so hat sie jedenfalls die Gelegenheit fast stets daß ungeachtet aller Verfolgungen und Bedrückungen die Partei weil es sich um die staatsbürgerlichen Rechte der Beamten vermieden, die Leistungen der preußischen Behörden im Landtage zu die besten Fortschritte gemacht hat, woraus unsere Gegner handelt. Der Begriff der Disciplin darf nicht militärisch so würdigen. Da wo sie Gelegenheit hätte, ihre angeblichen liberalen Belehrung gewinnen fönnten, wenn nicht die Fähigkeit, poli- weit ausgedehnt werden, daß er den ganzen Menschen verGrundsäge zu bethätigen, da hat sie völlig versagt! tisch zu lernen, unter fanatischer Feindseligkeit gegen das gewaltigt. Die Beamtenpflicht hat ihre notwendige Ergänzung In Friedensvereinen, auf internationalen Friedenskongressen, da Emporstreben der Arbeiterklasse längst verschüttet worden in dem Menschenrecht der Freiheit. Wird der Vorgesetzte findet man die Vertreter dieser Partei, wenn es aber gilt, für das wäre. zum allgewaltigen Zuchtmeister des Untergebenen, dann entMilizsystem, für praktische Bethätigung des Abrüstungsgedankens In Württemberg, Sachsen und in den Ostprovinzen stehen jene innerlich unwahren, verwirrten und zerrissenen einzutreten, da überläßt sie der Sozialdemokratie das Feld. Ueber- Preußens wurde die Organisation der Partei verbessert und Verhältnisse, in denen der Beamte als widerwilliger, gehaupt hat der Freifinn längst vor dem Militarismus tapitulirt. Sie ausgebaut. Besonders in Sachsen erforderte die Organisations- duckter Sklave thut, was er muß, gehorsam, still und-haßbekämpft ihn nicht mehr principiell, sondern begnügt sich, darum zu frage eine gründliche Besprechung infolge der dort gewonnenen erfüllt. Ein freudiges Zusammenarbeiten ist nur dann feilschen, ob ein paar Soldaten mehr oder weniger zu bewilligen Möglichkeit, politische Vereine mit einander in Verbindung möglich, wenn statt der unbedingten Unterwerfung die freifeien. treten zu lassen. Die sächsischen Genossen haben ein Organi- willige Pflichterfüllung tritt, eine Gemeinschaft von Gleich Wo sind die Freifinnigen, wenn es gilt, an der gegenwärtigen fations- Statut aufgestellt, durch das die Agitationskraft der berechtigten trotz der notwendigen Unter- und Ueberordnung. Rechtspflege, dem Fundament des echten liberalen Jdealis- Partei zusammengefaßt und erhöht werden wird. Ferner Das ist das demokratische Princip, dessen reaktionäre Vermus, rüdhaltlose Kritik zu üben? Geschwiegen hat die freisinnige wurde der Bethätigung der Partei in den kommunalen Ver- nichtung jezt selbst unsere Liberalen anscheinend billigen. Breffe mit Ausnahme demokratischer Dissidenten über den waltungen besondere Aufmerksamkeit gewidmet und eine Verfolgten wir nur wahlpolitische Interessen, so würde Löbtauer Fall, geschwiegen haben im Reichstag die frei eifrige Beteiligung an den Gemeindewahlen befürwortet. In uns der Frieden, den Herr v. Podbielski dem Verbande Das Kulturinteresse finnigen Boltsvertreter, sie überließen es dem- Centrum, das Württemberg wurde auch lebhaftere Propaganda unter der dittiert hat, sehr willkommen sein. Recht zu schüßen. ländlichen Bevölkerung gefordert und die Gründung eines aber steht uns höher, daß jedem Menschen die Freiheit der Und wenn sie schon einmal etwas Boltstümliches thun, so ver- Blattes für die Landarbeiterschaft vorbereitet. Meinung und des gesetzlichen Kampfes um die Besserung leugnen fie fich gleich nachher; für bessere Lehrer besoldungen Endlich hatten unsere fächsischen Genossen auch wiederum seiner Lage gewährleistet werde, auch wenn er ein Beamter traten sie wohl im preußischen Abgeordnetenhause ein, als aber die die Frage der Beteiligung an den Landtagswahlen zu er- ist, eine Freiheit, ohne die eine gedeihliche Entwickelung unfreifinnig verwaltete Stadt Berlin zeigen sollte, wie sie diese Grind- örtern. Mit mehr als Zweidrittelmajorität beschloß die möglich ist, ohne die eine Nation von Strebern und Fanatikern säze verwirklichen sollte, da hatten die Lehrer traurige Ent- sächsische Landesversammlung Wahlbeteiligung auch unter des Hasses entstehen muß. täuschungen erlebt. Und, von den städtischen Arbeitern ganz zu dem Dreiklassen- Wahlsystem. Der Verlauf der mit lobens. # " " bu An Auch der Das verbrecherische Treiben des Generalstabs fie daher nicht auf eine Philippifa gegen Socialdemokratie und p Dieses Verfahren, durch das ohne Zweifel die Wähler in den wird durch die weiteren Enthüllungen des Figaro" auf Linksliberalismus sich beschränken, sondern einen Schritt weiter Glauben versetzt werden sollen, sie seien alsdann durch die Unterschrift gehen und auch diejenigen Kreise nicht schonen, welche politisch verpflichtet, den Betreffenden auch zu wählen, muß als ein gegen den das grellste beleuchtet. Ant heutigen Donnerstag bringt das mehr rechts gerichtet sein mögen, in denen aber der auf Bersetzung Geist des geheimen Wahlrechts verstoßendes und darum ungesetzBlatt die Aussagen des Untersuchungsrichters Bertulus. der christlichen Kirche hinarbeitende Geist nicht minder lebendig und liches Vorgehen bezeichnet werden. Dieser übergab dem Kassationshofe Briefe Esterhazys an wirksamt ist." Amerikanische Südfrüchte werden an den Grenzeingangsstellen Rothschild sowie einen mit Beauval" unterzeichneten Der protestantische Konservativismus als Vorfrucht der Social- auf Anordnung des Finanzministers nicht mehr amtlich untersucht. Brief, in welchem es heißt, daß Esterhazy glaube, Rothschild demokratie man sicht, die Vorfruchttheorie gewinnt eine immer Die Furcht vor den Schildläufen scheint also etwas abgenommen zu mit der Bitte um Hilfe angehen zu müssen. Bertulus ist der größere Berallgemeinering, bis schließlich herauskommen wird, daß haben. Ansicht, daß dieser Brief nicht von der Hand Beauvals her- alle Bestrebungen der Socialdemokratie als Vorfrucht dienen oder Für die Surrogate treten die Agrarier ein, wenn sie dabei rührt, sondern zweifellos bon Esterhazy selbst um mehr fatholisch zu reden daß alle Wege nach dem Rom Borteile haben. Ein Antrag Ba as he töfide und eine EinPaasche der Socialdemokratie führen. geschrieben ist. Bertulus übergiebt sodann ein Notizbuch der Socialdemokratie führen. gabe des Vereins der Brauereien Berlins verlangt bekanntlich das Ser Frau Guérard, der Pförtnerin des Hauses Rue schulen in Russisch- Bolen ist auf Grund einer neuen behördlichen bereitung. Dagegen richten zahlreiche Rittergutsbefizer Die Gebote als Umfturzbekämpfer. Für die Bolts gefeßliche Verbot der Verwendung von Surrogaten bei der BierDouai 49, in welchem sich Geständnisse der Madame Offenbarung das vierte Gebot wie folgt modernisiert worden:" Du und Stärtesyrup Fabrikanten eine Bittschrift an den Pays befinden. Bertulus erzählt dann, daß er einige Zeit sollst Deinen Vater und Deine Mutter ehren und dem Mon- Reichstag, worin sie ersuchen, das Verbot überhaupt abzunach der Affaire Henry Picquart Henry begegnet sei und archen und seinen Beamten Achtung und Gehorsam er- lehnen(!!) oder wenigstens Stärtesyrup, Stärtezuder ihn gefragt habe, weshalb er Picquart vor den Schranken weisen, auf daß Dirs wohlgehe und Bu lange lebest und Budercouleur von dem Verbot auszunehmen. des Gerichts in so entschiedener Weise Lügen strafte? Henry auf Erden." ber Spize der Bittsteller steht der Graf Schwerinerwiderte, das sei im Streuzfeuer des Verhörs geschehen; er Wenn man in Rußland in dieser Weise durch eine Umarbeitung 20 wis, Vorsitzender der Landwirtschaftskammer für Pommern; habe jedoch niemals die Absicht gehabt, Picquart als Lügner der Zehn Gebote den Umſturz bekämpft, fo bleibt es unbegreiflich, dann folgen noch drei Grafen Schwerin, ein Graf Bietenhinzustellen. Picquart sei ein Starrtopf, aber daß man die Behörden gerade ins bierte Gebot eingeflidt und sie Schwerin, Grafen Dohna, Rangau, Schlieffen, so durch die Gleichstellung mit Vater und Mutter in ihrer Autorität Bredow usw. ehrenhaft. Bertulus sah du Paty de Clam zweimal; erniedrigt hat, dieweil man ja in Rußland auf besagte Bluts- Für Surrogate, wenn sie die Produzenten solcher find, gegen dieser versicherte ihm, er wäre von der Schuld Dreyfus über- verwandte auch gelegentlich zu schießen gezwungen werden kann, das Surrogat, wenn dasselbe, wie die Margarine, als Nonzeugt. Diese werde bewiesen durch das Bordereau, die was den Behörden gegenüber nicht gestattet, gefchiveige geboten ist. furrenz gegen das von ihnen vertriebene Naturprodukt auftritt. Schriftprüfung Bertillons und durch sein eigenes Verhalten. Die angemessene Stelle finder die Obrigkeit vielmehr im Dreister fann man seine materiellen Interessen wohl kaum verAuch du Paty de Clam äußerte, er halte Picquart für einen zweiten Gebot, das dergestalt würdig zu ruffifizieren ist, daß treten. ehrenhaften Mann. Auf Ersuchendes Präsidenten feht man außer Gott sonst niemand verehren dürfe mit Ausnahme der Ver Der deutsche Eine neue Begünstigung der Landwirtschaft wird dem Bertulus den Vorfall mit der verschleierten Dame auseinander. treter der Obrigkeit vom Gendarmen aufwärts. " Berl. Tagebl." aus dem Regierungsbezirk Merseburg gemeldet. Bertulus spricht die Ueberzeugung aus, die verfchleierte fromune Centrumsmann hat mit seinem Stellvertreter Gottes aus In der Zuschrift heißt es:" In hiesiger Gegend find vielfach galiziſche Dame fei niemand anderes gewesen als du Path de der Unteroffiziersschule gegenüber ber russischen Degradation der Arbeiter in Stohlengruben usw. beschäftigt. Man ist mit ihnen getroffen.no Clam. In der Zeit vor dem Bola Prozeß habe der General Beamten ins vierte Gebot das Richtige getroffen. sehr zufrieden, da sie anspruchslos, tüchtig, stets nüchtern und, im Gonse zu ihm geäußert:„ Sie treffen mit Picquart zusammen, Beitung" lesen wir: Chronik der Gewaltthätigkeiten. In der Staatsbürger- Gegensatz zu den Polen, sehr friedliebend find. halten Sie ihm mit eindringlichen Worten Reichstags- Abgeordnete Bauermeister beschäftigt auf seinen In Böhmen scheinen es die Juden wieder einmal zu arg Werfen etwa 150 dieser Leute. Am Sonntagvormittag ist bor Augen, daß von seiner Haltung im Pro im Schacher getrieben zu haben. Wie aus Nachod gemeldet wird, vom Regierungspräsidenten in Merseburg die amtaeß feine ganze Saufbahn abhänge." Bertulus brachen am Mittwoch dort große Arbeiterunruhen aus, wobei sechs Tiche telegraphische Aufforderung eingelaufen, diejenigen berichtet über die Angelegenheit der falschen Speranza- und in Nebengaffen gelegene israelitische Läden vollständig ausgeplündert galizifchen Arbeiter, die bei der Industrie beschäftigt sind, so fort Blanche- Telegramme. Madame Pays, die Geliebte Esterhazys, und teilweise demoliert wurden. Der Schaden wird auf zu entlassen und über die Grenze zu bringen, dagegen den gestand ein, das Speranza- Telegramm geschrieben zu haben. 70 000 Gulden geschäzt. Erst als militärische Hilfe aus Josefstadt gali gischen Arbeitern, welche bei der Landwirt. Das Blanche Telegramm rührte von du Paty de Clam her. herbeigeholt wurde, wurden die Unruhen beigelegt und die Straßenfchaft thätig feien, bis zum 15. Dezember d. J. Beit au lajjen." Nach Unterredung mit dem Advokaten Thézénas zog Madame gegen Morgen geräumt," Warum nur die industriellen und nicht auch die laudStein Wort gegen die Gewaltthätigkeiten, im Gegenteil, die wirtschaftlichen Arbeiter das Land verlassen sollen, ist nicht Bays ihr Geständnis zurück. Der in der Wohnung der Pays Meldung wird mit offensichtlicher Freude gebucht. Und das be- recht einzusehen, oder werden die Galizier erst durch die gutsherrgefundene Brief, in welchem Esterhazy Beeinflussung schuldigt die Socialdemokratie, daß sie Erecesse billigt und fördert.liche Erziehung, anspruchstos", filchtig und nüchtern"? Sachverständigen verlangt, war, wie Bergwerksinspektion. Wie verlautet, beabsichtigt der Handels- Neue Ausweisungen aus Schleswig- Holstein meldet die Esterhazy sagte, an den General Boisdeffre gerichtet. minister, in Anlehnung an die Einrichtungen in Belgien, in einigen Kieler Beitung". Diesmal find es nicht bloß Dänen, sondern AnVei Esterhazy set ferner ein Brief beschlagnahmt fistalischen Bergwerken Schlesiens zunächst probeweise är gehörige fast after Nationen, die von der Hand Köllers getroffen worden. Dieser Brief war ein Beweis dafür, daß Esterhazy beiter zur Bergizertsinspektion heranzuziehen. Seine Neise nach den find. im Nachrichtenbureau verbrecherische Beihülfe geschlesischen Bergwerksbezirken soll mit diesem Blane in unmittelbarem Ein demonftratives Begräbnis fand am vorigen Dienstag funden habe. Am 18. Juli 1898 begab sich Henry Busammenhange stehen. in Eichigt bei Delsnig i V. unter Teilnahme von über 300 im Auftrage des Kriegsminister in Paris zu Bertulus. Als Die Zuchthansvorlage soll, wie die Scharfmacherpresse wissen Grenzbewohnern statt. Beerdigt wurde der vor acht Tagen bei Henry die verschiedenen beschlagnahmten Papiere sah, geriet will, die Zustimmung der Bundesregierungen bereits gefunden haben, b math erschossene Albert. Der föniglich fächsische Militärer in große Aufregung. Er beschwor Bertulus, die und werde mun mur der form wegen" an den Bundesrat gehen, verein und die Feuerwehr zu Ebmath gaben dem erschossenen Armee zu retten und gestand, daßz Esterhazy und du Baty bie Vorlage an den Reichstag und wenn dieser ablehne, danno protestiert die Grenzbevölkerung gegen die grenzpolitischen Fehler von welchem sie wohl unverändert verabschiedet werde. Dann fomme Schmuggler" unter Mujitbegleitung das letzte Geleite. de Clam die Urheber der Speranza- und Blanche Tele- möge die Regierung nur feftbleiben und auflösen. So bie der Regierungen bei Handelsverträgen. Der betreffende Grenzgramme feien. Als Henry im Begriff war, sich zu entfernen, Stummische Heßpresse. Wir unsererseits fönnten uns eine bessere auficher soll übrigens sogleich nach einem anderen Plaz hin verfagte Bertulus zu ihm:„ Das ist noch nicht alles. Esterhazy Wahlparole nicht wünschen, als die des Zuchthauskurses. Mittler- egt worden sein, vermutlich um ihn der Nache der Grenzund du Path de Clam sind schuldig. Möge du Paty weile aber werden in Süddeutschland einige Stimmen laut, die bevölkerung zu entziehen. fich heute eine Kugel durch den Kopf jagen und Esterhazy unfern Scharfmachern und der Regierung zu denfen geben Von der Grenzsperre für Schlachtvieh. Der Gemeinderat als Fälscher vor das Strafgericht fommen, so ist sollten, umſomehr, als sie aus sonst regierungsfreundlichen der Stadt Straßburg i. G. hatte vor einiger Zeit eine Resolution doch noch eine Gefahr vorhanden. Streisen lommen. So tam es in der am Dienstag in Diese Gefahr Nürnberg abgehaltenen Generalversammlung des Wahlvereins der Wilberung der Grenzsperre für Schlachtvich ersucht wurde. Es geschah an die reichsländische Regierung gerichtet, in welcher biefe um eine find Sie! Ich habe einen von Esterhazy an bayerischen Ronfervativen im Anschluß an einen den Deputierten Jules Noche gerichteten Brief in der Vortrag des Pfarrers Steinlein über die Socialdemokratie zu einem dies auf Anregung des Bürgermeisters der Stadt Straßburg, früheren Hand, in welchem von ihren Fähigkeiten und Charakter das lebhaften Meinungsaustausch über die Swedmäßigkeit eines bei der Beantwortung eines von socialdemokratischer Seite einUnterstaatssekretärs im Ministerium für Elsaß- Lothringen, Bad, der abschreckendste Bild entworfen wird. Es heißt in demselben Ausnahmegeieses gegen die Socialdemokratie. Die mehr auch, baß Sie immer Geld brauchen und Esterhazys Schuldner zahl der Nebner verneinte die Zwedmäßigleit eines solchen gebrachten Antrages auf Herabminderung der städtischen Verbrauchssteuern die Aufhebung bezw. Milderung jener Grenzmaßregel als geblieben sind. Das rührt alles aus der Zeit Gesetzes und erklärte sich auch entschieden gegen den Erlaß eines einziges Mittel zur Verbilligung der hohen Fleischpreise bezeichnet bor bem Dreyfus Prozeß her. Wenn nun der Gejeßes zum Schuße der Arbeitswilligen. Ferner artige Papiere in die Hände Ihrer Stameraden fallen, würde erflärte die Landesversammlung der evangelischen Arburger Gemeinderates damit, daß sie die Viehsperre auf die der evangelischen Ar hatte. Die Negierung antwortete auf diese Kundgebung des Straßbeitervereine Württembergs, die in den man daraus den Schluß zichen, daß Sie Esterha3feiertagen stattfand, daß fie zwar jeden Terrorismus von Arbeitsweiz ausdehnte. Inzwischen hatte sich die Mülhauser militärische Schriftstüde übermittelten." nehmern wie von Arbeitgebern entschieden verurteile, daß fie aber angeschlossen. Die Genry brach in Thränen aus, umarmte und die bestehenden Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung und Antwort, die ihr vor einigen Tagen darauf wurde, beweist, daß die füßte mich und rief schluchzend: Retten Sie bes Strafgesegbuchs, besonders im§ 153 für vollständig gereichsländische Regierung immer noch auf ihrem ablehnenden Standpunkt beharrt. Die zahlreiche Industriebevölkerung der elfaßun 3." Dann äußerte er:„ Esterhazy ist ein Bandit." Ich nügend und bei gleichmäßiger Anwendung nach beiden Seiten für Lothringischen Grenzbezirke darf also auch fernerhin zu Nutz und fagte:„ Esterhazy ist der Urheber bes Borde angemessen halte. In einer Berschärfung derselben oder einem eigens Frommen eines raffgierigen Agrariertums den Hungerriemen eng reaus." Henry erwiderte: Bestehen Sie nicht hierzu bestimmten neuen Gejet jei eine bedentliche Be auf Ihrer Frage, die Ehre der Armee über brohung der freiheitlichen Rechte der Arbeiter und geschnallt behalten. eine Gefahr für unser Boltsleben zu erblicken. alles!" der F " " Neue Maffenverhaftungen in Petersburg. In den letzten Tagen des März und in den ersten des April sind in Petersburg wieder Verhaftungen aus politischen Gründen vorgenommen worden. Es wurden mindestens 25 bis 30 Personen verhaftet, wahrscheinlich noch mehr, doch kann dies bis jetzt noch nicht mit Sicherheit festgestellt werden. Deutsches Reich. Voß" " " Das Zeugniszwangs- Verfahren gegen die Angestellten des polnischen Blattes Gazeta Grudziadsta" ist nunmehr beendet. Die beiden Druderlehrlinge wurden, wie aus Graudenz ge meldet wird, aus der Saft entlassen. Weshalb die beiden, die es mit ihrer Ghre nicht vereinbaren fonnten, den Verfaffer eines bestimmten Artikels zu verraten, bis jetzt ſizen mußten, nachdem der Berfasier der Staatsanwaltschaft schon seit mehreren Wochen be fannt ist, ist nicht recht verständlich. Für eine deutsch- oftafrikanische Centralbahn von der Küfte nach dem Tanganitajce foll nach einer Berliner Mitteilung des Daily Telegr." die deutsche Regierung zur Uebernahme einer Binsgarantie bereit sein. Der Berliner Gewährsmann des Lon boner Blattes will auch wissen, daß ein bezüglicher Geset entwurf dem Reichstag in nächster Beit vorgelegt werden wird und daß sich der Kaiser persönlich für die Angelegenheit interessiert. Man könnte, so meint die Freis. 8tg.", faft annehmen, daß es sich bei dem Gerücht von der Gewährung einer Reichsgarantie für die oftafrikanische Centralbahn nur um einen Coup handele, die deutschen Finanzmänner dem südnordafrikanischen Bahnprojekt geneigter zu machen. Zum Vorgehen der Deutschen in China meldet heute die Norbb. Aug. 3tg.: Nach hier eingegangener telegraphischer Nachricht ist die Befegung von Jtfau in Ruhe erfolgt. Mit den Gerichtsfizungen zur Bestrafung der Schuldigen im Falle Steng ift begonnen worden. Das deutsche Vorgehen hat bereits den Erfolg gehabt, daß durch Befehl des Kaisers vou China zum Schuße der Missionare und Bergwerksbeamten nach Itschanfu Militär gelegt worden ist. Ob auch noch sonst etwas für die deutschen Kolonialbestrebungen herausspringt? Denn mit dem Schuße der Missionare allein ist der Weltmachtspolitik doch nicht gedient. Ausland. Oestreich- Ungarn. Eine gute Seite ist jetzt doch an der neuen Militär- Strafe prozeß- Ordnung entdeckt worden. Eine Anzahl älterer MilitärJustizbeamten wird nämlich vor dem Jukrafttreten des Gefezes, das in Herbit 1900 nor fich gehen soll, aus dem Dienste scheiden, und Der 1. Mat macht der„ Tante Boh" noch immer Kopfschmerzen. da durch die neue Ordnung eine erhebliche Vermehrung der Bahl Da fie nach dem Beschluß des Verbandstags ber Maurer, und nach der Militär- Juftigbeamten erforderlich ist, so wird unter diefen eine der kleinen Lektion, die wir ihr über Barteltaltit in Bezug auf die große Beförderung stattfinden. Arbeitsruhe am 1. Mai gegeben haben, ihre Heulmeierei nicht mehr Nene Uniformen sind für die Feldartillerie geplant. Bei fortsezen tann, so wird sie jetzt weinerlich, und greint, die Arbeiter einigen Artillerie- Regimentern sind nach den„ Berl. Neuest. Nachr. möchten doch alle so vernünftig sein, wie der Maurer- je aivei Probe- Uniformen, mit welchen in der nächsten Zeit Trag der Maurer- je zivci Probe- Uniformen, mit welchen in der nächsten Zeit Trag: Verbandstag und die Parteitage der deutschen Socialdemo- versuche angestellt werden sollen. Waffenrod und Beinkleider be fratie. Wir können mur wiederholen: wenn die Vossische halten zwar die bisherige Form, doch werden die blanten Knöpfe Beitung" Provokationen vermieben haben will, dann wende fie fich durch schwarzgeägte Messingknöpfe ersetzt. Anstatt der roten Achsel an die richtige Adresse, nämlich an die Herren Arbeitgeber und flappen hat der neue Waffenrod fchwarze Klappen, welche die Scharfmacher. Und wenn sie selber Angst hat, so braucht sie Regimentsnummer in rotem Paspol tragen. Das Lederzeug ist nicht gleich zu denken, daß andere Leute Angst haben. Wir burchweg schwarz. An Stelle des Helmes mit Kugel und blankem werden der Realtion fein Wasser auf die Mühlen leiten- forge Beschlage fritt ein Tuch bezw. Filzläppi mit mattgehaltenent sie nur dafür, daß ihre Freunde es nicht thun und den Schlots wie Aluminium- Adler und eingestedtem Haarbusch, wie bei den fächsischen 30Zur Sprachenverordnung. Aus Wien wird berichtet, es Krautjunfern nicht Handlangerdienste leisten.- shane Jägern. Ferner wird zur Probe noch eine Sturmmige getragen Wenn schon- benn schon. Die katholische Köln. Bolls- verben, welche bie Form der öftreichischen begiv. franzöfifchen stehe zur Seit der Regierungsbeschluß feft, den Reichsrat erst im Herbst zu berufen und inzwischen das Sprachengeses mittels Beitung" giebt die Betrachtungen der Kreuzzeitung über die Militärmüßen hat. Mädchengymnafien. Dr. Boffe hat auf eine Eingabe wegen gierungsvorlage über die Abgrenzung der böhmischen Gedes§ 14 zu erlassen, Narodni Lifty" melden, die angebliche Reroten Ostern" wieder, fügt aber hinzu: Gewiß verdienen diese Nachtlänge zum Osterfeste ernste Be- Begründung eines Mädchengymnasiums eine Antwort erteilt, welche richtssprengel entspreche nicht bem Entwurf der Regierung, achtung. Aber wir finden, daß die Streuzzeitung" bei ihren Be- Grundfäße, die das Stultusministerium in dieser Frage befolgen will, sondern bilbe den Bericht des Landesausschusses darüber. trachtungen auf halbem Wege stehen bleibt. Auch rechts von mitteilt. Es soll nichts an dem gegenwärtigen Bildungsgange der der Nationalzeitung" herrscht vielfach noch derselbe, dem positiven Mädchen geändert werden. Mädchengymnafien sollen nur zugelassen Christentum feindliche Geist, wenn auch die Formen, in denen er werden, wenn die Aufnahme von erfolgter Absolvierung der höheren Zu der Abrüftungskonferenz ist jetzt auch die officielle Eins Hladung durch die Vermittelung der niederländischen Diplomatie er fich fundgiebt, vorsichtigere und glattere fein mögen. Für die Töchterschule abhängig gemacht wird. Massen, ja dafür will man die christliche Religion mit ihren Ueber konservative Wahlbeeinfluffungen bei der Reichstags- gangen. Die Einladung nimmt Bezug auf die rühmenswerte strengen Sagungen noch gelten lassen, aber für den eigenen erfagwahl in Melle Diephola berichtet die Dtsch. Boltsztg.": Initiative des Kaisers von Rußland, welche bezwecke, durch die Gebrauch hat man fich, und zwar bis tief in die ton- Im Kreise Diepholz haben die Gemeindevorsteher Konferenz die Segnungen des Friedens zu verbreiten und wenn servativen Reihen hinein, ein ganz besonderes Christen- bon Oben" den Wink erhalten, ungefähr anzugeben, möglich zu einer Mäßigung der übertriebenen Rüftungen zu gelangen, tum zurecht gemacht. Mit Necht haben die Führer der Social- auf wie viele Stimmen für den Landrat v. Bestel und betont das Interesse der Königin der Niederlande an der bemotratie des öfteren erflärt, daß fie auf religiösem Gebiete nur zu rechnen fein würbe. Die Vorsteher schiden mun Listen Konferenz. Die zweite Rote ber russischen Regierung wird als Ber in den Fußstapfen der materialistischen Wissenschaft wandelten. umher, in denen sich diejenigen, welche Herrn v. Bestel handlungsgrundlage dienen. 19 europäische Staaten, ferner die Aber noch mehr: sogar innerhalb des protestantischen zu wählen beabsichtigten, eintragen eintragen sollen. Ferner wird Bereinigten Staaten von Amerita, Siam, Persien, China und Japan Kirchentums geht dieser Geist um. Für manchen Prediger der dem genannten Blatte aus dem Kreiſe Diepholz ge- find eingeladent. verschiedenen Landeskirchen ist Christus, der Sohn Gottes, auch schrieben:" Diejenigen Leute, welche sich unterschrieben haben, Die europäischen Staaten sind: England, Nußland, Deutsch nichts anderes, als ein guter Mensch, Der Reichsbote" für den Landrat v. Bestel zu stimmen, find zum Teil noch nicht ein- land, Destreich, Frankreich, Italien, Türkei, Spanien, Portugal, hat darüber oft die beweglichsten Klagen geführt, aber der mal wahlberechtigt, Knechte sind als Hofbefizer angegeben worden Schweden, Dänemark, Belgien, Luremburg, Serbien, Rumänien, Nationalismus hat nach wie vor nicht nur auf den Lehrstühlen der und eine ganze Wenge erzählten mir bei meinem Besuche, daß fie Montenegro, Griechenland, Schweiz und Holland. Besonders hervor Hochschulen, sondern auch auf den protestantischen Stirchenfanzeln eine wohl dem Worsteher zu Gefallen unterschrieben hätten, wählen würden gehoben wird in der Einladung, daß alle nationalen und politischen Stätte. Wenn die ,, Kreuzzeitung" die Bevölkerung vor den zerfegenden sie Bestel jedoch niemals. Auf drei Viertel der Unterschriften kann Fragen rigoros von den Beratungen der Konferenz ausgeschlossen sein würden. Einflüssen des antichristlichen Zeitgeistes bewahrt wissen will, so sollte sich der Herr Landrat nicht verlassen." Holland. Italien. Bom sechsten internationalen Pre- Kongrek wird gemeldet: Bu Vicepräsidenten wurden Luzzatto( Italien), Lepelletier ( Frankreich), Gilzeau- Reid( England) und Dr. Mantler ( Deutschland) gewählt. Die Einsetzung des endgültigen Präfidiums die wurde mit lebhaftem Beifall aufgenommen. Sodann wurde in die Beratung der Tagesordnung eingetreten. 916 in " " " Als Kandidat für die Reichstagswahl( es wird infolge des Proteftes Nachwahl erwartet) wird wieder Genosse Joos Gotha gewählt. Es wurde beschlossen, die thüringische Agitationskommission zu ersuchen, daß sie die Herausgabe eines Agitationstalenders in Erwägung ziehe. Es founte Dem Bucht demokratischen Partei nur zufällig zusammentreffen oder anf die,| Soldaten mit aufgepflanzten Bajonetten aus Glücklicherbie Menge zu zerstören. wie jezt zugegeben, bestehenden Meinungsverschiedenheiten inner- hause geschickt, um die Menge halb der Partei zurückzuführen find." veise kam furz darauf auch Gräf zum Vorschein, fort ging es unter Die Redaktion der National- Zeitung" hat vielleicht die Güte, Eskorte von berittenen Gendarmen und radfahrenden Polizisten über Austritte in verschiedenen Teilen des Reiches" einmal aufzu- die Werdener Brücke nach Essen. Alle Bemühungen, die Kränze wieder. zu erhalten und ihrer Bestimmung gemäß zu verwenden, waren verzählen, dann sind wir gern bereit, ihre Zweifel zu lösen. Die internationale Konferenz zur Vorbereitung des nächsten gebens. internationalen Arbeitertongresses, welche am 26., Die Genossen in Herne veranstalteten am Abend eine FestSpanien. 27. und 28. Mai in Brüssel zusammentreten soll, wird, wie man bersammlung zu Ehren Gräfs. Madrid, 6. April. Der geftrige Ministerrat beschäftigte sich uns mitteilt, von allen fünf Gruppen der in dem Verständigungs- Eine Landesversammlung für das Fürstentum Schwarzmit dem Budget und mit der Frage der militärischen Ehrenausschusse vertretenen Socialdemokraten Frankreichs beschickt werden. burg- Sondershausen hielten die Parteigenoffen am 2. April in gerichte, welche die gegen die Generale während des Feldzuges auf als Delegierte der Französischen Arbeiterpartei"(" Marristen") Arnstadt ab. Sie war von 20 Delegeirten beschickt. den Philippinen vorgebrachten Klagen zu prüfen haben. Die Minister werden uns bezeichnet Lafargue und Delory, als Verricht des Kreisvertrauensmannes, Genossen Gilat, sei die Thattamen ferner zu einer Berständigung über die Zahlung des rüd- treter der Revolutionären socialistischen Arbeiterpartei"( Allemaniften): sache hervorgehoben, daß im Fürstentum auf Grund einer alten, ständigen Soldes an die heimgekehrten Soldaten. Renon und Joindy; als Vertreter der Unabhängigen Socialisten": jest wieder ausgegrabenen Sabbatordnung Sonntags, auch während Jaurès und Hamelin; und als Vertreter der Social- der Reichstagswahl, feine Flugblätter ausgetragen werden dürfen. Bulgarien. revolutionären Partei"( Blanquisten): Baillant und Dubreuilh. Es wurden zur Wahl 121 000 Flugschriften verbreitet. Die EinDer blutige Zusammenstoß an der türkish bulgari- Ueber die fünfte der Fraktionen, den Bund der socialistischen Ar- nahmen betrugen 3688 M., die Ausgaben 3575 M. fchen Grenze wird von türkischer Seite in Abrede gestellt. Da- beiter Frankreichs"( die„ Brouffiften") haben wir noch keine Nachricht gegen veröffentlicht die Pol. Korr." aus Sofia folgende Einzelfie wird aber auch zwei Delegierte senden, sodaß Frankreich im heiten: ganzen durch zehn Delegierte vertreten feien wird. Der türkische Grenzposten bei Kyzil- Agatsch in Ostrumelien, auf Guesde und Allemane sind leider durch ernste Erkrankung der Straße Bamboli- Adrianopel, versuchte fürzlich, sich der auf an der Teilnahme verhindert. istorinio bulgarischem Gebiet befindlichen Anhöhe von Tabysch zu bemächtigen. Jutereffante Enthüllungen" über bas Treiben innerBeim Punkte„ Preffe" wurden einige Klagen laut über das Die schwache bulgarische Grenzwache erwiderte diesen regelrechten und mit Hornsignalen und Kommandorufen geleiteten türkischen halb der Socialdemokratie" berichten die Münchener Parteiblatt und dazu der Antrag, die Umwandlung der jetzt dreimal wöchentlich erscheinenden Tribüne" in ein Tageblatt zu erstreben, Angriff mit 6 einer Gewehrfalve, aus der sich bald ein neuesten Nachrichten" aus Greiz: förmliches Feuergefecht entwickelte. Die bulgarische Land- Der frühere Expedient der socialdemokratischen Neußischen dem Vertrauensmann überwiesen. bevölkerung eilte bewaffnet der Grenzwache zu Hilfe, so aus der socialdemokratischen Partei hinausgeflogen" ist, hat jest zu Leeuwarden der Jahres Kongreß der focialdemo Boltsztg.", Franz Herm. Schenderlein, der kürzlich auf Parteibeschluß Amfterdam, 4, April.( Eig. Ber.) Während der Ostertage fand daß sich ein mehrstündiger Rampf entwidelte, Jahres- kongreß dessen Verlaufe sich die Türken auf ihre früheren Positionen Enthüllungen fiber die finsteren Mächte der socialdemokratischen fratischen Arbeiterpartei statt. Die Versammlung, welche zurüdzogen. Dabei sollen die Türken vier Tote und über Partei mit besonderer Berücksichtigung der Vorgänge im Fürstenthum unter dem Zeichen des eben erfochtenen Sieges bei der Kammerwahl 20 Verwundete gehabt haben, die sie in das Spital von Steuß ä. 2." erscheinen lassen, worin er u. a. die focialistischen zu Veendam stand, nahm einen glänzenden Verlauf. Adrianopel befördertent. Der Bericht fügt hinzu, daß es im dortigen Parteiführer in Reuß ä. 2., Jahn, Feustel und Röder, der Ver- Beugnis abgelegt werden von dem immer fortschreitenden Einfluß, Grenzgebiete sehr viele Punkte giebt, auf deren Befiz beiderseits schwendung und Verpraffung der aus den fauer verdienten Groschen den die Partei auf die Arbeiterklasse und auf die ganze Landespolitik Anspruch erhoben wird. Es scheine, daß der Konflikt durch den der Arbeiter bestehenden Parteigelder und anderer Dinge beschuldigt. hat. Um den ersteren noch mehr zu befestigen, wurde ein Beschluß lebereifer eines Grenzwach- Kommandanten, der sich des bezeichneten Bunächst behauptet Schenderlein anscheinend aus eigener Erfahrung, gefaßt, wonach die Partei eine engere Verbindung mit den uns zuGeländes durch einen Handftreich bemächtigen wollte, entstanden ist die Herren Statiſten nur Ferienreisen auf Kosten der Arbeiter" fation verstärkt werden und ist beschlossen worden, in verschiedenen daß die Delegationen zu den sogenannten Parteitagen für neigenden Gewerkschaften suchen soll. Auch wird die eigene Organis und durch das Eingreifen der Bevölkerung größeren Umfang angenommen hat. Es sei übrigens nicht zu bezweifeln, daß beider feien. Die Parteiführer verständen in ganz gefchidter Weise, nicht Teilen des Landes ständige Agitatoren anzustellen. feits alles aufgeboten werden wird, eine Weiterung dieses nur beim Besuche der Parteitage und Konferenzen, sondern auch bei unbedeutenden Konfliktes durch eine freundschaftliche Ver- Wahlen und Streiks ihr Schäfchen ins Trockene zu bringen. Der ständigung über das Streitobjekt zu verhüten. Wie es heißt, Beberstreit vom Jahre 1890 habe ihm zahlreiche Beweise geliefert, bereitet die bulgarische Regierung eine Dentschrift an die daß die Parteis und Streitführer Hand in Hand miteinander gehen, Mächte vor, worin dargelegt werden soll, daß die dauernde Unter- um die Arbeiter auszuplündern. Dieser Weberstreit fei ein mutwaffenhaltung bedeutender türkischer Truppenmassen längs der williges Unternehmen einiger Barteigrößen gewesen. Auch bei diefem bulgarischen Grenze einen unerträglichen Zustand schaffe, welcher Streit hätten die geheimen Mächte der Socialdemokratie" sowohl jederzeit folgenschwere 8wischenfälle herbeiführen könne. bei der Anzettelung des Streits als auch in der Streittasse ihr Wesen Auch aus Makedonien kommen beunruhigende Nachrichten von getrieben. Die als gewerbsmäßige Sezer auftretenden sozialdemo- Die Vorschläge einiger großstädtischer Zweigvereine zur Be= Mufftandsvorbereitungen der bulgarischen Bevölkerung. An einen fratischen Agitatoren gaben sich gewöhnlich als gemaßregelte Arbeiter gründung eines Tageblatts wurden abgelehnt. Die Partei fühlt Erfolg ist, wie die Intern. Korresp." meint, allerdings nicht zu aus, in Wirklichkeit seien es aber nur Stellen- und Mandatjäger, die ich dafür noch nicht start genug. Dagegen wurde eine Erweiterung denken, da die türkischen Truppen- Zusammenziehungen die Land- in verzweifeltem Stampfe fich gegenseitig zu verdrängen suchten. Habe des bestehenden dreimal wöchentlich erscheinenden Partei- Organs bevölkerung völlig eingeschüchtert haben. Der griechischen Bevölkerung ein derartiger Streber eine Stelle oder ein Mandat erlangt, so beschlossen. in Süd- und Mittelmakedonien stellen sich die Türken augenblicklich fei es auch um seine persönliche Freiheit geschehen, er sei das Werk- Bielleicht der wichtigste Beschluß des Kongresses war der auf freundlich gegenüber. In den letzten Wochen wurden alle Bersonen, zeug einer eisernen Parteizucht. Diese sogenannten Arbeitervertreter Einleitung einer fräftigen Agitation zur Erkämpfung des allgemeinen welche noch wegen Teilnahme an dem griechisch- türkischen Striege in wollten feine Steigerung der Löhne und feine Verbesserung der Wahlrechts, eine Agitation, in die man suchen wird, auch die Haft waren, freigelassen und mit einem kleinen Entschädigungs- Arbeiterlage herbeiführen, ihre Hoffnung gehe dahin, die Arbeiter Gewerkschaften und bürgerlich politischen Arbeitervereine hineinbetrage beschenkt.durch das steigende Elend während des Streits völlig ins Lager der zuziehen. Socialdemokratie zu treiben. Ein Teil der Führer, die unter der Polizeiliches, Gerichtliches ufiv. Maste von Arbeitern erschienen, hätte für Unterbringung ihrer Gelder, Konstantinopel, 5. April. Die Pforte hat durch ihren Bot- fogar für Wohnungen im Auslande, bereits Sorge getragen, welches die Aufforderung: Zuzug fernzuhalten, für feinen groben Auch das Urteil des Halberstädter Landgerichts, durch schafter in Paris den Originaltegt des französisch- englischen Abum gegebenenfalls von Arbeitergroschen ihr Dasein fristen zu tönnen. Unfug erklärt wurde, ist nun durch Revision von der Staatsanwalt. Yommens über Afrika erhalten mit einer Versicherung des Minifters Niemals habe einen solchen gewerbsmäßigen Streitheßer der Armschaft Delcassé, daß der Vertrag die Karawanenstraßen nach Tripolis nicht der Gerechtigkeit ereilt, aber getäuschte Arbeiter hätten in großer schaft angefochten worden. Man kann gespannt sein, ob das Obergefährde. Seitens der englischen Regierung ist infolge der Ab- Bahl ihre Freiheit mit dem Gefängnisse vertauscht. Nach Schenderlein Landesgericht zwei seiner Landgerichte oder sich selber rektifizieren wesenheit Salisburys von London noch keine Aufklärung über den ist auch die ganze Achtstundenbewegung nur in Scene gesezt, um werde. Bertrag eingegangen. Der nächste Ministerrat soll sich mit dieser einigen Vampyren Gelegenheit zu geben, die Arbeiter auszunutzen. Angelegenheit befassen. Türkei. Einen breiten Raum nahmen die Verhandlungen über das Programm für die kommenden Gemeindewahlen ein. Der Entwurf, von einer Kommission ausgearbeitet, wurde mit wenigen Abänderungen gutgeheißen. Weiter sind Resolutionen gefaßt, worin die Partei ihre Meinung ausspricht über die vorliegenden Gesetzentwürfe für Versicherung gegen Arbeitsunfälle und für Festsetzung der Arbeitszeit und Ruhepausen erwachsener Arbeiter in gefährlichen Betrieben. Er behauptet weiter, die Maifeier diene nur dazu, einigen Führern 10. Generalversammlung des Verbandes der Lederarbeiter und Geschäftsfocialisten eine gute Einnahme zu sichern. Sonst beDeutschlands. Halberstadt, 5. April. Heute Vormittag wurde zu dem gestern verhandelten Punkt Arbeitslosen Unterstütung" noch folgender Antrag angenommen: " Afien. Die Samoa- Wirren fönnen vorläufig als erledigt betrachtet schäftigt fich die Broschüre mit hervorragenden Persönlichkeiten der werden. Der deutsche Vorschlag der Einsetzung einer( Hohen) Stom- socialdemokratischen Partei in Neuß ä. 2., denen schlimme Sachen in in alle bei werden. Der mission, in der alle brei Schuhmächte gleich vertreten sind und die Geldangelegenheiten der Partei nachgesagt werden. Der Verfasser für eine dauernde Regelung forgen soll, ist von England und den wünscht, daß durch seine Schrift recht vielen geblendeten und geBereinigten Staaten angenommen; und alle drei Mächte haben täuschten Arbeitern die Augen geöffnet werden, denn derjenige, ferner beschlossen, ihre lokalen Agenten, die bei den letzten Standalen welcher der socialdemokratischen Parteikasse durch Sammellisten, Der Centralvorstand wird beauftragt, vor der nächsten Generalmitgewirkt haben, abzuberufen. Damit ist jede Gefahr für den Abonnements auf socialdemokratische Zeitungen 2c. ein Scherflein zu versammlung eine Urabstimmung stattfinden zu lassen, um zu er Augenblick beseitigt. Jedoch leider nicht die Gefahr einer wiederführte, machte fich des Großziehens eines Aussaugesystems schuldig fahren, wie viele Mitglieder sich für die Arbeitslosen- Unterstügung lehr ähnlicher Vorfälle. Mit Recht spricht das englische Regierungs- und schlage seinen eigenen Kindern ins Geficht. Zum Schluß läßt erklären. Die Abstimmung hat durch Cirkular zu geschehen." blatt„ Standard“ von der Geistes verwirrung, die in der Luft von sich Schenderlein noch über die„ vielgerühmten Arbeiterblätter" aus, Der nächste Punkt der Tagesordnung betrifft die Einführung Samoa liege und alle dorthin geschickten enropäischen Beamten zu von denen er aus eigener Wissenschaft behauptet, daß sie nichts als von Arbeitsnachweisen. Nach längerer Diskussion wurde befallen pflege. Der Kolonialloller scheint dort allerdings in be- Abdrucke aus solchen Blättern liefern, die von den socialdemokratischen folgender Antrag angenommen; sonders hohem Grade zu grassieren. Scherenredacteuren mit Borliebe als Anatschblätter" bezeichnet Der Arbeitsnachweis hat den Zweck, den Mitgliedern des VerChinesisch- japanisches Bündnis? Wien, 6. April. Bufolge würden, Man darf gespannt darauf sein, zu erfahren, was die bandes der Lederarbeiter Deutschlands jo bald als möglich offene einer Petersburger Meldung der Polit. Storrefp." stimmen dort ein- unentivegten Genossen auf die Anschuldigungen ihres früheren Stellen nachzuweisen. Der Nachweis geschieht unentgeltlich und liegt gelaufene Nachrichten aus verschiedenen Quellen in der Feststellung Intimus zu erwidern haben." in den Händen der Arbeiter. Es find drei Central- Arbeitsnachweise. " " Von Unruhen im Hinterlande von Kamerun melbet das Berleumbungen, die in allen ähnlichen Flugschriften vorgekommen hältnis des Verbandes zur General- Kommission zu lösen. 0 der Thatsache überein, daß die japanische Regierung eifrig bemüht sei, Die Antwort fann sehr kurz sein: In dieser Verbrecher- einzurichten, je einen in Nord, Mittel- und Süddeutschland, bezw. ein möglichst enges Berhältnis zwischen China und Japan gegengesellschaft, die sich Socialdemokratie nennt, hat der edle Schender Hamburg, Berlin, Stuttgart- Eßlingen. Dieselben können gelegentlich über den Bestrebungen der nichtasiatischen Mächte lein so lange sein Wesen getrieben, bis er hinausgeworfen werden mit einander in Berbindung treten. In Orten, wo mehrere in Ostafien herbeizuführen. Zwischen Totio und Beting soll mußte. Was muß das für ein Mensch sein, der nicht sofort eine Betriebe vorhanden sind, empfiehlt sich die Einrichtung eine geheime Abmachung betreffend die Ausbildung eines Teits der Gemeinschaft verläßt, wenn er ihre unsägliche Verworfenheit er- lokaler Arbeitsnachweise. Der veraltete Brauch des Umschauens Chinesischen Armee durch japanische Instruktoren und betreffend die fanut hat, sondern ruhig wartet, bis er gezwungen wird, zu ist möglichst einzuschränken. Die Verwaltung des Arbeitsnachweises Ausbildung chinefifcher Offiziere in den japanischen Striegsschulen gehen. ist solchen Kollegen zu übertragen, welche von der Arbeit bei Unterbestehen. Obwohl eine authentische Bestätigung bisher noch aus- Sie geistige und moralische Armseligkeit der bürgerlichen Blätter nehmern unabhängig sind, und erhalten dieselben eine angemessene steht, erachten die diplomatischen Kreise Petersburgs es nicht für erkennt man recht aus dieser Ausbeutung von„ Racheatten". Wir Entschädigung. Die Adressen der Arbeitsnachweise sind allmonatlich unwahrscheinlich, daß die chinesisch- japanische Annäherung bis zu wünschen dem Schenberlein, daß er von seinen Enthüllungen ein im Verbandsorgan zu veröffentlichen." diesem Punkte gediehen sei. ebenso üppiges" Dasein führen tann wie bisher von Arbeiter Der nächste Punkt der Tagesordnung ist: Anträge zum Ges Afrika. groschen. wertschafts- Stongreß." Die Zahlstelle Berlin II beantragt, das VerBusse Berlin, welcher diesen Antrag begründete, führte aus, Central- News- Depeschen- Bureau aus West- Afrika. Diefelben sollen find. Wir halten es für eine große Unvorsichtigteit, daß die bürger- die General- Kommiffion sei eine Institution, welche heute feine Bebadurch hervorgerufen worden sein, daß die Deutschen, welche seitliche Presse mit solcher Leidenschaft sich der Arbeitergroschen" rechtigung mehr habe. Ihre Leistungen ständen in gar keinem der Occupierung der Kolonie bis vor kurzem bei der Eröffnung des annimmt. Die Socialdemokratie bezahlt die von ihren Führern Verhältnis zu den hohen Stoften, welche sie den Arbeitern verursacht. Landes sehr vorsichtig verfahren feien, neuerdings erheblich rüdsichts- in ihrem Dienste geleistete Arbeit im Berhältnis zu bürger- Andere Redner, namentlich Schmidt Altona, vertraten dieselbe Lofer vorgingen. Gleichzeitig habe die Besetzung von Kunde, welches lichen Anschauungen sehr niedrig, sie zählt eben mit Recht auf den Ansicht, sie meinten aber, man solle sich nicht von der Generalfeit dem deutsch französischen Abkommen von 1804 eine franzöfifche opferwilligen Jbealismus ihrer Borkampfer. Aber die Sorge für Kommission trennen, sondern sie zu reformieren suchen, wozu der Enclave bildet, durch eine französische Truppenabteilung die Be- die Arbeitergrofchen erinnert die Arbeiter daran, daß von ihrem Gewerkschafts- Kongreß die beste Gelegenheit bilde. Der anwesende fürchtungen der eingeborenen Häuptlinge verschärft. Schweiße auch ihre Gegner, die Führer der Bourgeoisie leben. Vertreter der General Kommission," Röste Hamburg, trat den Uns ist es sehr dienlich, wenn die Argumentation unserer Feinde Ausstellungen, welche gegen die Körperschaft gemacht wurden, in derart die Einsicht des Volkes schärft. längerer Rede entgegen. Er bemerkte u. a., die Thätigkeit der GeneralKommission habe im allgemeinen die Befriedigung der Arbeiter gefunden. Wenn die General- Kommiffion gerabe von Berlin aus kritisiert wird, so wundere ihn das nicht, denn die Berliner glauben ja immer alles beffer zu wiffen, wie die Arbeiter in der Provinz. Berlin sei die Mistpfüge, aus der aller frühere Stant in der GewerkschaftsBewegung gekommen ist. Gegen diese Bemerkung verwahrte sich Busse ganz entschieben. Partei- Nachrichten. = Bur Charakterisierung des allerneuesten Enthüllers biene folgende Ein focialdemokratisches Jena hat die bürgerliche Breffe aus Erklärung des Landesvertrauensmannes Heinrich Jahn in Greiz: einer angeblichen Aeußerung des Genoffen Bebel gemacht, bie diefer Schenderlein fühlt sich aus seinem Boften hinausgedrängt. in einer zu Jena gehaltenen Rede gethan haben sollte. Für uns Wir erklären hiermit, daß die Anstellung eines Lokalredacteurs war es selbstverständlich, daß Bebel nicht so gesprochen haben konnte, eine unabwendbare Notwendigkeit geworden war, und daß Schender wie man ihm unterschob, und wir haben deshalb von der Aeußerung Tein deswegen diesen Bosten nicht bekleiden konnte, weil ihm vor teine Notiz genommen. Jahren wegen grober Unterschlagung im hiesigen Schleberfchen GeNummehr hat Bebel in einer Versammlung zu Göppingen auf fhäft eine Gefängnisstrafe von vier Jahren zuerkannt worden war. Es wurde beschlossen, das Verhältnis zur General- Kommission eine Anfrage des socialdemokratischen Gemeinderats Thiele ilber die Bweitens wäre er aber auch geistig nicht dazu qualifiziert gewesen, beizubehalten, und dem zum Gewertschafts- Kongreß geAeußerung, die er in Jena in Bezug auf die Bernsteinsche was jeder verständige Beurteiler aus seiner Broschüre selbst heraus- wählten Delegierten Busse aufgegeben, auf dem Kongreß Broschüre gethan haben soll, der" Frantf. 8tg." zufolge erklärt, finden kann. in diesem Sinne zu stimmen. er habe keinen Anlaß, zu feugnen, daß innerhalb der Social- Rückkehr aus dem Zuchthause. Am Montagmorgen 814 Uhr In der Nachmittags- Sigung wurde folgender Antrag anges dentokratie Meinungsverschiedenheiten bestehen; bon tief: öffneten sich unserem Genossen Gräf die Thore des Zuchthauses in nommen:" Der Gewerkschafts- Kongreß möge dem Verbande der gehenden Meimmgsverschiedenheiten habe er jedoch nicht werden. Aus Herne, Bochum, Essen, von Werden und Umgegend Lande und Hilfsarbeiter die von diesem befolgte Agitationsweise gesprochen. Bernstein sei sein persönlicher Freund seit dreißig waren Genossen herbeigeeilt, um Gräf bei seinem Eintritt in die verbieten, welche darauf gerichtet ist, Arbeiter solcher Berufe als Jahren. Er sei aber genötigt, in London zu leben, und sei infolge- deutsche Freiheit" begrüßen zu können. Ging der Empfang bei Mitglieder aufzunehmen, denen nichts im Wege steht, der Organisation beffen unseren beutschen Verhältnissen fremd geworden, bas beweise Schröders und Imbergs Entlassung ohne ohne nennenswerte desjenigen Berufs anzugehören, in welchem sie beschäftigt sind; oder feine neueste Schrift. Er, Bebel, habe nun in Jena gegen die von Störungen feitens der Polizeibehörde bon statten, so Mitglieder anderer Organisationen diesen abwendig zu machen, um Bernstein empfohlene Taltit Stellung genommen und gesagt, wenn follte diesmal anders Kaum tommen. waren die sie dem Land- und Hilfsarbeiter Verband unter Hinweis auf den biese Taktik von der Socialdemokratie verfolgt würde, dann würde Genossen von Herne und Effen in Werden angekommen, niedrigen Beitrag, welchen derselbe erhebt, zuzuführen." eine neue Partei entstehen mit einer weit schärferen Tonart. In als auch schon Polizeibeamte die dem Gräf gewidmeten Hierauf erfolgte die Statutenberatung. Zunächst wurden dessen sei er der sicheren Ueberzeugung, daß nur ein verschwindend Kränze aus den Wagen herausholten und tonfiscierten; ja, aus den mehrere Anträge auf Erhöhung des Beitrages abgelehnt, mit der fleiner Teil der deutschen Socialdemokraten mit Bernstein ein Herner Wagen eine Stifte wegnahmen, obschon sie gar nicht wissen Begründung, daß der Verband mit den bisherigen Beiträgen ausverstanden sei. Wenn bie Gegner auf eine Mauferung der Social- fonnten, daß dieselbe einen Krana berge. Die öffentliche Ruhe kommen könne, da die Arbeitslosen- Unterstützung nicht angenommen demokraten hoffen, so sei diese Hoffnung eine eitle. Werdens sollte nicht gestört, eine Demonstration verhindert worden ist. Mit dieser Sache beschäftigt sich auch die National- Beitumg" und werben. Aber was die Polizei verhüten wollte, trat ein. Ihr Eine ausgedehnte Debatte entstand darüber, ob die Wieder, schreibt dazu: unbegreifliches Vorgehen erregte selbstverständlich allgemeine Ent aufnahmegebühr für ausgeschiedene Mitglieder zu erhöhen sei. Die Es wird sich wohl bald herausstellen, ob bie aus verrüstung. Wie ein Lauffeuer ging es durch Werben; im Nu Befürworter der Erhöhung glauben, durch dieselbe zu verhindern, schiedenen Teilen des Reiches gemeldeten Austritte aus der social waren die Straßen voll Menschen. Bald wurden dann auch daß die Mitglieder, welche jezt nur 50 f. bei der Wiederaufnahme es zu entrichten haben, so häufig aus und wieder eintreten, wie es 12. März d. J. angenommene Resolution II in fraft, d. h. es hat die Arbeit nieder. In brutalster Weise wurden 24 Mann in Drohßig jezt der Fall ist, so daß also der Mitgliederbestand durch hohe von morgen ab jeder in Arbeit stehende Steinfeger per Woche bei Zeit von den Unternehmern aufs Pflaster gesezt und sollen bis Wiederaufnahmegelder stabiler wird. Schließlich wurde ein Antrag, 50 Pfennige zum Totalen Streitfonds zu zahlen und sich zu diesem zum 1. Mai ausgesperrt bleiben. Bei der Firma Stecher in Straßder die Wiederaufnahmegebühr auf 3 M. festsetzt, in namentlicher 3wed mit einer Streitfondskarte zu versehen. Wer sich dieselbe noch burg sind seit 3 Wochen 20 Mann im Ausstand. Im Streik bes Abstimmung mit 11 gegen 10 Stimmen angenommen. nicht verschafft hat, kann dieselbe morgen abend zwischen 6 und 9 Uhr finden sich insgesamt ca. 360 Mann. Zuzug nach vorgenannten im Bureau, Rosenthalerstr. 57, Hof part., in Empfang nehmen oder Orten ist fernzuhalten. durch seinen Baudeputierten holen lassen. Kongreß der Handels-, Transport- und Verkehrsarbeiter. angenommen: Nach eingehender Diskussion wird folgende Resolution einstimmig " In Erwägung, daß mit der rapiden Entwickelung des Handels, Transport- und Verkehrswesens zugleich auch die Gefahren für Leben und Gesundheit der in diesen Berufen thätigen Arbeiter in gleichem Maße zunehmen; Die Zimmerer in Köln stehen im Streit, weil eine Anzahl Die Einkassierung der Streiffondsbeiträge geschieht in der Weise, Leipzig, den 5. April. daß der auf jedem Bau zu bestimmende Baudeputierte die Gelder Innungsmeister die Stunde, um welche am Sonnabend früher Feierabend eintritt, vom Lohn abziehen. Schumann Berlin referirt über:„ Die Unfallgesetzgebung mit nebst den Streitfondskarten Sonnabends abends einIn Schwelm befinden sich gleichfalls sämtliche Zimmerer im besonderer Berücksichtigung unseres Berufes". Redner schildert in zieht und an die Kommission abliefert, beziehungsweise die Ausstand. furzen Zügen die großen Gefahren, denen die Handels-, Transport Marken einkleben läßt. Es muß also jeder Kollege des Bergarbeiterausstand. Am 1. April find sämtliche Bergleute und Verkehrsarbeiter bei der rapiden Entwickelung des modernen Sonnabends auch seine Streitfondstarte bei sich Sie verlangen Verkehrswesens ausgesetzt sind und bespricht eingehend die Mängel führen. Montags früh hat der Baudeputierte dieselbe wieder ab der Petersrodaer Grube nicht angefahren. der Unfallversicherung. zuliefern. Arbeitslose Kollegen sind vom Beitrag befreit, müssen 20 Proz. Lohnzulage und wollen die Arbeit nicht eher aufnehmen, sich jedoch jeden Sonnabend abend ihre Streitfondskarte von der bis die Forderung bewilligt ist. Unser Partei- Organ in Halle Kommission abstempeln lassen. Diese Beschlüsse haben Geltung für schreibt hierzu:„ Die Lohn- und Arbeitsverhältnisse der Petersalle in Berlin und im zweimeiligen Umkreise belegenen Bauten, rodaer Bergleute find so trauriger Natur, daß die Forde rung mehr als berechtigt ist. Die Grube ist weit und ganz gleich, wo die daselbst beschäftigten Kollegen wohnen. breit als ein Wasserloch bekannt. Die Fünfer- Kommission. Jeden Monat wird ein neuer Mantel gebraucht, der mag noch so gut sein, nach Deutsches Reich. dem man eine halbe Stunde arbeitet, ist man durch und durch naß. Alle drei Monate sind ein Paar neue Stiefel notwendig und so geht es mit der ganzen Kleidung. Ein Trockenraum ist nicht vorhanden. Die durchnäßten Bergleute müssen frierend warten, bis es dem Steiger gefällt, ihnen die Marke abzunehmen. Geht einer nach Hause, ehe ihm die Marte abgenommen worden ist, dann hat er 1,50 bis 3 M. Strafe zu bezahlen. So sind die hiesigen Ver hältnisse äußerst traurig in jeder Beziehung. Hoffentlich gelingt es, durch die jetzige Bewegung eine Besserung zu schaffen." Ansland. in fernerer Erwägung, daß durch die gegenwärtig bestehende Ein Handlungsgehilfen Kongreß, der unter antisemitischer staatliche Unfallversicherung abgesehen von deren allgemeiner Brotettion am zweiten Osterfeiertage in Staffel tagte, beschäftigte sich Unzulänglichkeit, nur ein Teil der Handels, Transport- und mit der Gewerbe- Ordnungs- Novelle, die den Schutz der HandelsVerkehrsarbeiter gegen die Folgen der im Beruf vorkommenden Un- angestellten zur Aufgabe hat. Die treuz Beitung" ist ergrimmt fälle geschützt werden, fordert der Kongreß 1. Ausdehnung der gefeß- über den Ton, der auf dem Kongreß angeschlagen wurde, und miß lichen Unfallversicherung auf sämtliche im Handels, Transport- billigt sehr scharf die Forderung eines Magimal- Arbeitstages von und Verkehrsgewerbe thätigen Arbeiter. 2. Beteiligung der Arbeit- neun Stunden, die sie als socialdemokratisch bezeichnet. Sodann geber und Arbeitnehmer zu gleichen Teilen an sämtlichen Ein- heißt es: richtungen der Unfallversicherung( Verwaltung, Rentenfestsetzung 2c.). Hüten aber sollten sich gerade diese Interessenten, in ihren 3. Direkte Wahl der Vertreter der Arbeitnehmer durch die Ver- Forderungen zu weit zu gehen und damit die Wohlthaten, die ihnen ficherten. 4. Aufhebung des Zwanges für die Verlegten, fich bei ja jedenfalls zugewendet werden sollen, zu gefährden. Wir hätten Der sechste Kongreß des dänischen Schmiede und Berlust der Rente in bestimmten medico- mechanischen Heilanstalten gewünscht, daß der Handlungsgehilfentag sich entschlossen hätte, an- Maschinenarbeiter- Verbandes wurde in Kopenhagen abgehalten. ( sogenannten Rentenquetschen) behandeln lassen zu müssen. Himpel- Hamburg vorgegangen werden soll." Simpel Hamburg referirt munmehr über die§§ 815 und 316 zuerkennen, daß nun endlich mit Schutzmaßregeln zu ihrem Wohle Der deutsche Metallarbeiter- Verband war durch Rohrl ad vertreten, ferner der schwedische Eisen- und Metallarbeiter- Verband, sowie der des Strafgesetzbuchs und ihre Anwendung auf die Straßenbahnen. Wir würden der Kreuz- Beitung" sehr empfehlen, daß sie den norwegische Metallarbeiter Verband. Nach dem Bericht hat sich die Redner beantragt, der Kongreß wolle beschließen, die gefeßgebenden Agrariern über diese weise Politik der Mäßigung Vorlesungen hält. Mitgliederzahl seit dem letzten Kongreß verdoppelt( um mehr als Fassung geben zu wollen: Wer fahrlässigerweise durch eine der Sprache der Handelsangestellten nur maßvoll. Daß fie aber nicht einige in Körperschaften zu ersuchen, dem§ 316 des Str.-G.-B. folgende Bei den zögernden socialpolitischen Reformen der Regierung ist die 2000 Mitglieder vermehrt). Nur einige Staatsbahn- Arbeiter und fleinen Städten gehören der Organisation noch vorbezeichneten Handlungen den Transport auf einer Eisenbahn in als Bettler erscheinen, die über ein kleines Geschenk vor Freude auf- nicht an. Das Hauptereigniß des letzten Jahres war die Gefahr seht, wird mit Geldstrafe bis zu 500 M. oder mit Gefängnis jauchzen, ehrt sie. große Aussperrung nicht um Lohn, sondern um die Macht, bis zu einem Jahre, und wenn durch die Handlung der Tod eines die zu Gunsten der Arbeiter entschieden wurde.- Die Fabrikanten Menschen verursacht worden ist, mit Gefängnis von einem Monat verpflichteten sich, in Streitfällen sich einem Schiedsgericht zu unterbis zu drei Jahren bestraft." An der Diskussion beteiligt sich werfen und zu verhandeln. Es wurden dann mehrere Resolutionen Schulz Berlin, welcher aus seiner Erfahrung einige fraffe Fälle angenommen in der Lehrlingsfrage, in der Ausführung von Fachüber Bestrafungen auf Grund des§ 316 anführt. Die Resolution arbeiten durch ungelernte Arbeiter 2c. wird angenommen und sprach hierauf werden. V " an = Sociales. Arbeiter- Risiko. Eine große Grubengas- Explosion ist zu Bach mut, dem Hauptorte des großen Stohlenreviers( russisches Gouvernement Ratherinoslaw), in dem Steinkohlen- Bergwert erfolgt, wobei 31 Arbeiter getötet wurden. Sociale Rechtspflege. Der Ansstand der Krefelder Weber läßt nach den letzten Vorgängen die Hoffnung auf eine baldige Beendigung fehr gering erscheinen. Die deutlich ausgesprochene Auffassung der Fabrikanten, daß sie wohl die von den Arbeitern verlangten Löhne bezahlen fönnen, aber die Arbeiter zwingen wollen, in die Fabriken zurückRein Berlin über das Fiasko der Socialreform im Handels- zukehren, hat den Widerstand der Arbeiter aufs nene gewerbe. Das Ergebnis von langwierigen Beratungen und Be- gestachelt und auch die Krefelder Bevölkerung bleibt mit ihrer fragungen, welche sieben Jahre lang dauerten, sei der nunmehr ver- Sympathie auf seiten der Streifenden. Jeder empfinde, hier Kinderschuh. Der preußische Kultusminister hat sämtlichen öffentlichte Gefeßentwurf betreffend den Schutz der Handels- handelt es sich nicht darum, ob die Forderung der Arbeiter gerecht Regierungen und Oberpräsidenten einen Erlaß übermittelt, worin angestellten. Derselbe genüge in feiner Weise den Forderungen der ist, sondern daß die Unternehmer, gestützt auf ihren Geldsack, jedes auf ein Urteil verwiesen wird, in dem entschieden ist, daß eine Handelsarbeiter. In der zu diesem Thema angenommenen Re- Mitbestimmungsrecht der Arbeiter im Arbeitsvertrage unter allen Polizeiverordnung, nach welcher schulpflichtige Kinder in folution werden folgende grundlegende Forderungen aufgestellt: Umständen unterdrücken wollen. Unterdrücken in jenem diktatorischen der Zeit von 7 1hr nachmittags bis 7 Uhr vormittags zum AusAusdehnung des Artikels 8 des Entwurfs auf alle Gehilfen, Lehr- Machtgefühl, das sie bisher gegen ihre Arbeiter anwendeten. Der tragen von Badwaren, Milch, Zeitungen und anderen Gegenständen, linge und Arbeiter im Handelsgewerbe und in sonstigen offenen Kampf ist schwer, aber unerschütterlich haben die Arbeiter, zum Kegelauffezen oder zu sonstigen Verrichtungen in Schankwirt Verkaufsstellen." Ferner ist dem§ 139c der Gewerbe- Ordnung unterstützt von ihren Klaffengenossen in Deutschland, den schaften, zum Aufwarten oder zum Handel mit Blumen oder folgende Fassung zu geben:„ Kaufmännische Betriebe, gleich viel Kampf geführt. Und wenn die„ Kölnische Zeitung" in anderen Gegenständen nicht verwandt werden dürfen, Rechtswelcher Art, fowie offene Verkaufsstellen müssen während der Zeit von etwas deprimierter Stimmung ausruft, daß nur eine Uneinigkeit gültigkeit hat. 8 Uhr abends bis 6 Uhr morgens für den geschäftlichen Verkehr unter den Arbeitern die Situation ändern kann, so mag sie darin geschlossen sein und dürfen Handlungsgehilfen, Lehrlinge recht haben, aber ihre Hoffnungen sind sehr gering, fie werden nicht und Arbeiter innerhalb dieses Beitraumes überhaupt nicht in Erfüllung gehen. beschäftigt werden. Handlungsgehilfen, Lehrlinge und Arbeiter Die Berliner Arbeiter aber mögen in Anbetracht der Lage der unter 18 Jahren dürfen nach 6 Uhr abends nicht mehr beschäftigt Streifenden in ihrer Unterstützung nicht einhalten, jezt gilt. es doppelt den Kämpfenden zur Seite zu stehen, sie in ihrer Ausdauer Die tägliche Beschäftigungszeit der Handlungsgehilfen und gegen die Unternehmer durch reichliche Unterstützung zu fräftigen. Arbeiter darf 12 Stunden, die des jugendlichen Bersonals unter Suche jeder im Kreise seiner Freunde und Berufskollegen für die Be18 Jahren 9 Stunden, einschließlich der Bausen nicht überschreiten. drängten hilfreiche Hand zu leisten, damit den Ausständigen zum auf Bahlung rüdständigen Lohnes in Höhe von 17 Mark. Der BeGegen den Oberkellner Helm flagte ein sogenannter Buträger Allen Arbeitern im Handelsgewerbe, auch den in Hausgemein- Siege verholfen wird. schaft mit dem Prinzipal lebenden, ist eine Mittagspause von zwei Beiträge nimmt Millarg, Gewerkschafts- Sekretär, Annen- flagte wandte ein, das Gewerbegericht sei unzuständig, weil Stunden, sowie je eine viertelstündige Frühstücks- und Nachmittags- straße 16, entgegen. er nicht ein Arbeitgeber im Sinne der Gewerbe Ordnung und des pause zu gewähren. Gewerbegerichts- Gesezes sei. Die Kammer VI des Gewerbes Wir fordern, daß der Bundesrat verpflichtet wird, diese Vor- bereits berichtet, haben die Arbeiter in Reichenbach an die Fabrikanten läger 3000 Arbeiter in Reichenbach i./Schl. ausgesperrt. Wie gerichts vernahm den Restaurateur 2a dendorf, bei dem der und der Betlagte gleichzeitig beschäftigt beschäftigt waren, schriften gleichzeitig mit dem Jukrafttreten dieses Gesetzes zu erlassen das Verlangen gestellt, in ihren Betrieben die zehnstündige Arbeits- als Ladendorf bestätigte Obers dem beklagten Zeugen. und sie auch auf den Absatz 2 des§ 62 des Handelsgesetzbuches zeit einzuführen. Diese Forderung wurde von den Fabrikanten fura fellner, daß sich dieser auf seine eigenen Kosten den Zuträger auszudehnen. abgelehnt, worauf es bei der Firma Weyl u. Nassau zum Ausstand gehalten habe. Der Gerichtshof verurteilte Helm, dem Kläger die Schulz Berlin hatte das Referat über die Sonntagsruhe im tam. Infolge dieses Ausstandes wurde sämtlichen Arbeitern ge- 17 M. zu zahlen, und Gewerberichter Krause führte begründend Verkehrsgewerbe übernommen. Seine trefflichen Ausführungen fündigt und befinden sich bereits 3000 Arbeiter aus 7 Fabriten im aus: unstreitig sei der Oberkellner dem Kläger die 17 M. schuldig, finden in folgender Resolution Ausdruck: In Anbetracht, daß die Ausstand. Arbeitszeit der im Verkehrs-, speciell Droschtengewerbe beschäftigten da er den Kläger angenommen und bezahlt habe. Das Gewerbes Kutscher eine ganz enorm lange und unbegrenzte ist, auch dem im Der Streik der Maurer in Bruchmühle bei Alt- Lands- gericht sei aber auch zuständig, über die Forderung zu entscheiden, Gewerbe Beschäftigten ein freier Tag nur nach freier Vereinbarung berg hat nach sechstägiger Dauer mit dem Siege der Arbeiter ge- Denn Kläger und Beklagter seien Arbeiter beffelben Arbeitgebers gezwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zusteht, erklärt der Kongres endet. Errungen ist eine Lohnerhöhung für Maurer, welche weniger wesen. Nach dem Gewerbegerichts- Gesetz sei das Gewerbegericht es für nicht im Interesse der Verkehrssicherheit sowohl, als auch im denn 35 Pf. pro Stunde erhielten ein Mindestlohn von 38 Pf., für auch zuständig für Ansprüche aus dem Arbeitsverhältniß, die Arbeiter Interesse der Gesundheit der im Verkehrsgewerbe Thätigen liegend, wenn solche die mit 35 Pf. und mehr vor dem Streit gelöhnt wurden ein desselben Arbeitgebers gegen einander geltend machen. fie von den Bestimmungen des§ 105i der Gewerbe- Ordnung aus- Mindestlohn von 40 Pf. Sonnabends 1/2 und an den Tagen vor geschlossen find. Der Kongreß steht auf dem Standpuntte den Feiertagen 11/2 Stunden früher Feierabend. Außerdem Verdes Abg. Bebel, daß für die Arbeiter des Verkehrsgewerbes durch besserung der Baubuden und Aborte. Gesetz jede Woche ein freier Tag festgesetzt wird, welcher in jeder dritten Woche auf einen Sonntag fallen muß." Die Resolution wird angenommen. Ebenso wird eine Resolution, welche auf Beibehaltung des Arbeitsnachweises der Gewerkschaft abzielt, angenommen. Darauf erfolgt der Schluß des Kongresses. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. = Lehte Nachrichten und Depelthen. In Leischni im Oderbruch erhielten die Maurer bei elf- Hamburg, 6. April.( W. T. B.) Vor dem hiesigen Seeamt stündiger Arbeitszeit einen Tagelohn von 2,20 m. Die Arbeitszeit begannen heute die Verhandlungen über den Unfall, erhält noch dadurch eine Verlängerung, weil fast alle Arbeiten aus- welcher der„ Bulgaria" zugestoßen ist. Der Vorsigende stellte im wärts, 2 Stunden und weiter liegen. Die Arbeiter forderten zehn- Verlaufe der Verhandlung fest, daß die Passagiere in keiner Weise Klage stündige Arbeitszeit und 25 Pf. Stundenlohn, sowie Errichtung geführt, sondern über das Verhalten des Kapitäns, seiner Offiziere Eine Anregung Baumanns, den Einberufer des nächsten bon Baubuden und Aborte, welche bisher gänzlich fehlen. und der Mannschaft nur in rühmender und lobender Weise ausgesagt Kongresses zu bestimmen, führt zu einer lebhaften Debatte, die aber Am 4. April legten die Maurer die Arbeit nieder. Die Maurer von hätten. Schließlich wurde die Verhandlung vertagt, um den Einschließlich zu der Verständigung führt, daß Hoffmann und Behdenick traten am 5. April in den Streit. Sie erhielten bisher gang mehrerer technischer Gutachten abzuwarten. Nachod, 6. April.( B. H.) Nachdem das Militär aus Josefstadt ein Alboldt mit der Einberufung des Kongresses beauftragt werden. bei 11 stündiger Arbeitszeit einen Stundenlohn von 271/2 Pf. Schon Auf eine Anfrage Drehers erflärte Legien, der Gewählte der im Herbst reichten sie die Forderung: 10 ftündige Arbeitszeit und getroffen, konnte die Ruhe teilweise wiederhergestellt werden. Troglokalen Richtung habe kein Recht, allein einen Kongreß einzu- 35 f. Lohn 2c. ein, Antwort erhielten sie jedoch nicht; im Januar dem ist die Situation noch immer sehr kritisch. Ein von Meuterern berufen. wurde die Lohnkommission bei den Arbeitgebern vorstellig, die angelegter Brand konnte, ohne größere Dimensionen anzunehmen, Ferner wird beschlossen, falls sich die Berliner Lokalorganisation Meister lehnten jedoch jede Verhandlung ab, nur einer rieth, man noch rechtzeitig gelöscht werden. Die Stadt bietet das Bild der bis zum Gewerkschafts- Kongreß dem Centralverbande anschließen möchte die Arbeitgeber nochmals zu einer Verhandlung einladen, Verwüstung. Viele jüdische Geschäfte sind vollständig ausgeplündert. sollte, der heutigen lokalen Richtung einen Delegierten zu diesem dann würden sie erscheinen. Diesem Wunsche wurde nachgekommen, Der Schaden ist sehr bedeutend. Bahlreiche Verhaftungen wurden Kongreß zu gewähren. aber nicht mal der Anreger erschien. Die Arbeitsniederlegung war vorgenommen. an beiden Orten eine einmütige, die Arbeit ist dringend und somit Budapest, 6. April.( W. T. B.) Abgeordnetenhaus. Bei die Situation für die Streifenden eine sehr günstige. Kollegen der Berathung des Ackerbau- Etats erklärt der Ackerbauminister allerorts, haltet den Zuzug fern. Daranyi, das Gesez über die Feldarbeiter habe sich als Die Agitationskommission der Maurer. gut erwiesen. Er bereite auch Vorlagen betreffend die Erdarbeiter Unternehmer- Terrorismus. Die Steinarbeiter von Breiten- sowie bezüglich der Tabakpflanzer vor. Er wolle die Frage der ArbeiterAn die Sattler, Täschner und Treibriemenarbeiter bach und Umgegend, einer Ortschaft bei Zeiz, arbeiteten einen versicherung womöglich in Verbindung mit der Gesindeversicherung Accord- resp. Lohntarif aus und theilten ihre Wünsche den Unter- lösen. Für dieselbe müßten Staat, Gemeinde und Arbeiter Opfer Mit dem 1. April ist für Berlin in unserm Fach die Zwangs- nehmern bereits im Januar mit, in der Erwartung, daß der in bringen. Hinsichtlich Bekämpfung der Weinfälschungen werde die innung errichtet worden. Es können demnach die Wahlen zum Gesellen bescheidenen Grenzen gehaltene Tarif am 1. April in fraft treten Regierung auf der eingeschlagenen Bahn weiter schreiten. Es liege ihr fern, unschuldige Kaufleute zu belästigen; sie werde jedoch die Fälscher auch in Zukunft unbekümmert um die Angriffe verfolgen. London, 6. April.( B. H.) In diplomatischen Kreisen wird eine baldige befriedigende Lösung der Differenzen mit Deutschland wegen Samoa in sichere Aussicht gestellt, umsomehr als die Washing toner Regierung nach Berichten von dort mit dem schroffen Vorgehen bisherigen Lohn nicht zufrieden ist, zu entlassen und einer von dem Englands absolut nicht einverstanden ist und rückhaltlos dem deuts anderen keine Leute einzustellen. Auf keinen Fall wird mehr als 37 Pf. pro Stunde bezahlt. Es soll von den Unterzeichneten ein schen Vorschlag behufs Einſegung einer gemeinsamen Kommiſſion arif ausgearbeitet und den Leuten vorgelegt werden und wieder zustimmt. Accordarbeit eingeführt werden. Dasselbe soll bis zum 1. Mai d. 3. nächsten Woche wieder eröffnet werden, ebenso das technologische Petersburg, 6. April.( B. H.) Die Universität wird in der Institut. Die Universitätsbehörden erhielten den Auftrag, die Nach dem 1. Mai tönnen dann die heute entlassenen Leute jeder strengste Auswahl der zu Inskribierenden vorzunehmen und nur bei seinem früheren Arbeitgeber wieder eingestellt werden. Fremde solche anzunehmen, welche sich verpflichten, die neue Studienordnung Leute können nach Belieben eingestellt werden." Droyßig und Hassel, den 5. April 1899. gez.: Adolf Lehmann. Nudolf Rohland. Otto Hässelbarth. H. Munkel. ausschuß jeden Tag erwartet werden. Laut Beschluß verschiedener Versammlungen unserer Organisation wollen die organisierten Sattler 2c. fich an den Wahlen zum Gesellenausschuß beteiligen möge. Als Antwort erhielten die Steinarbeiter folgendes Schriftstück zugesandt: und nur mit organisierten Kollegen besezen. Die Bekanntmachung" Die Unterzeichneten beschließen in Rücksicht auf die Lohnfordeder Wahlen seitens der Innung erfolgt nur 48 Stunden vorher. Es ist daher unmöglich, eine besondere Agitation zu entfalten und bitten rung der Steinhauer, heute jeden Steinhauer, welcher mit seinem wir daher die Kollegen, sobald der Termin bekannt ist, unter sich von Mund zu Mund für einen regen Besuch der Versammlung zu agitieren. Gebrudte, mit dem Namen der Organisation versehene Stimmzettel werden jedem beim Eintritt in die Versammlung überceicht. J. A.: P. Blum. geschehen. einzuhalten. Konstantinopel, 6. April.( W. T. B.) In der Zeit vom 23. Februar bis zum 4. April sind in Djeddah 76 Personen an der Best gestorben. Achtung, Schneider! Die Leipziger Kollegen stehen mit den Unternehmern in einem harten und schweren Kampf. Deshalb ersuchen wir den Zuzug nach dort streng fernzuhalten. Ferner weisen wir darauf hin, daß die Konfektionsfirma Fabisch u. Laband, Heilige Geiststraße, nach Mitteilungen von Hamburg die dortige Maßbestellung anfertigt und dortigen Geschäften vielfach Anerbieten behufs weiterer Maßanfertigungen macht. Die Kollegen in Hamburg Zu bemerken ist, daß sämtliche 24 Mann der Organisation anWashington, 6. April.( W. T. B.) Als Vertreter der Ver befinden sich seit Wochen gleichfalls im Ausstand und richten wir an gehören und der Widerstand der Unternehmer wohl an dem einigten Staaten werden an der Abrüstungstonferenz im die hiesige Kollegenschaft, namentlich an die Maßschneider, die Solidaritätsgefühl der Steinarbeiter scheitern wird. Haag der Botschafter in Berlin White, der Gesandte im Haag bringende Bitte, für obengenannte Firma teine Arbeit anzunehmen. Lohnkämpfe der Steinarbeiter. Zu den bereits gemeldeten Newell, der Präsident der Columbia- Universität Seth Low, Die Ortsverwaltung des Verbandes deutscher Schneider. Lohntämpfen ist noch hinzuzufügen, daß in den Granitbrüchen von Kapitän Crozier vom Artillerie- Departement für das Landheer, Achtung, Steinseher! Die Innung hat ein Eingehen auf Striegau ca. 200 Steinarbeiter in Ausstand getreten sind. Kapitän Me han fur die Marine und Frederic olls als Sekretär unsere Anträge zur Lohnfrage abgelehnt. Es tritt nunmehr die am 176 Mann legten in Pilgramsreuth bei Rehan im Fichtelgebirge teilnehmen. Berantwortlicher Redacteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 81. 16. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. nfolge Freitag, 7. April 1899. berechtigung giebt, während sie jetzt ganz in das Belieben der Schlußwort der Referent Eichhorn. Er wollte darauf verzichten, Zur Neichstags- Nachwahl im 2. Kreise. Privatgesellschaft gestellt sind, wogegen fie in Zukunft zu einer staatlichen Beamtenschaft gemacht würden. Wenn ich die Wahl habe, weffen ich mich bei dieser Frage annehmen soll, dann nehme ich mich lieber dieser 2700 Beamten an als des Kapitals, damit die Dividenden weiter gezahlt werden." Alle diejenigen Wähler, welche infolge der Verschiedenheit ihres Wohnfiges und ihres Arbeitsortes sowohl an ihrem Wohnort in die Wählerliste eingetragen sind, wie auch an dem Orte, wo sie die Woche über arbeiten( z. B. Arbeiter, Bauhandwerker 2c., die im Wahlkreise Teltow- Beeskow, Bauch- Belzig, Nieder- Barnim u. f. tv. wohnen und in Berlin II arbeiten oder umgekehrt), haben felbstverständlich das Recht, bei der Nachwahl am 11. April im 2. Berliner Reichstags Wahlkreis ihre Stimme abzugeben, sofern sie schon bei der letzten Wahl in die Wählerlisten des 2. Kreises eingetragen waren. " aber persönliche Anfragen, welche Konsequenzen die auf den„ Armen Teufel" sich beziehenden Anträge haben würden, veranlassen ihn, darauf zu antworteft. Die Annahme der Anträge würde eine lebernahme des finanziellen Risikos des Blattes auf die Partei bedeuten. Nach Erklärungen des Druckers deckt sich aber der„ Arme Teufel" finanziell. Es würde sich also höchstens um Straf- oder Prozeßkosten handeln. Der Antrag Eichhorn wird darauf mit großer Majorität Bolichinell mit seiner Karbatsche tommt ane Wahl. Bis dahin angenommen. Es folgt nun die Beratung über die bevorstehenden hat er in seinem Organ, der Deutschen Tageszeitung", geschwiegen, aber jetzt tritt er auf in voller Spaßhaftigkeit. In Landtagswahlen", dazu liegen drei Anträge aus dem 5., 6. unserer Mittwochsnummer sind die Wahlfälschungsmärchen des Herrn und 16. Kreise für Beteiligung, ein Antrag aus dem 18. Kreise Eugen Richter auf Grund seines eigenen" Thatsachenmaterials" auf gegen Beteiligung vor. ihren inneren Wert zurückgeführt worden. Wir tonstatirten, daß der aschgraue Freisinnsmythus, dem zufolge die Socialdemokraten nach gefährdeten Wahlkreisen Völkerwanderungen insceniren, sich auch diesmal als plumpe Erfindung entpuppt hat. Was macht mun Polichinell aus dieser für Herrn Richter so schimpflich verlaufenen Geschichte? Er taucht seine Starbatsche in Tinte und malt in der„ Deutschen Tageszeitung" folgendes Schreckensbild an die Wand: " Socialdemokratische Wahlfälschung. Berlin, 6. April. Die Freii. 8tg." hat festgestellt, daß bei der legten Wahl im zweiten Berliner Wahlkreise Leute gewählt haben, die niemals in diesem Wahlkreise gewohnt haben." Als Referent hat zuerst räßdorf Dresden das Wort. Er ist der Meinung, daß Neues über die Sache nicht mehr vorgebracht werden kann. Die Beteiligung an den Landtagswahlen ist ledige lich eine Frage der Taktik. Trotzdem ist die Sache von größter Bedeutung. Vor allem sollen wir den Kartellparteien nicht die Genug thuung geben, uns zu entzweien. Die Leipziger machen für ihren Standpunkt geltend, daß kein Erfolg und teine Mandate zu erringen sind. In den 70er Jahren hat sich die Partei in Sachsen in der selben Weise mit dem früheren Wahlgesetz beschäftigt und sich später doch mit Erfolg beteiligt. In der nächsten Zeit erringen wir freilich feine Mandate, das wird aber nicht alle Beit so sein. Das wäre lung der Partei bedeuten. Die Entwickelung wird auch dazu auch sehr schlimm, denn es würde Stillstand in der Entwicke führen, daß unsere Gegner, die mit dem Klassennicht uns einverstanden sind, Stimmen die Wir bitten die Genossen, ihre Nebenarbeiter Hierauf aufmerksam zu machen und sie zu veranlassen, am 11. April ihr Wahlrecht auszuüben. Wir haben den letzten Mann notwendig, damit die freifinnige Spekulation, die socialdemokratische Stimmenzahl durch die vielfachen Umzüge künstlich herunterzudrücken, vereitelt werde! Wir müssen alles aufbieten, den Freifinn schon in der Hauptwahl aus dem Felde zu schlagen, denn der Freisimm rechnet darauf, in der Stichwahl abermals die Hilfe der Regierungsorgane und die Stimmen der Konservativen zu erhalten. Wenn er diesmal den Dank auch nicht wie bei der legten Wahl bar in reaktionären Gegendiensten durch die Wahl der konservativen Kandidaten in Potsdam, Brandenburg, Luckenwalde- Jüterbog u. s. w. abstatten kann, Bolichinell tritt mir einmal jährlich im Zirkus Busch auf, und wahlrecht so kann dies ja später in der Form freisinniger Umfälle, Abkommiandierungen und Schwänzungen geschehen wie beim Socialistengeseg. 3tvar, wenn der Bund der Landwirte dort seine Versammlung abgeben. Ein Beispiel haben wir ja in Dresden bei den ReichstagsUnd die Zuchthausvorlage steht drohend vor der Thüre. Und hält. Wir sind überzeugt, daß der Direktor dieses Instituts viel wahlen gehabt, wo offenbar ein Teil der Antisemiten für Gradnauer ebenso als warnendes Wahrzeichen die Thatsache, daß Eugen darum gäbe, wenn er die werte Person Polichinells auf die Dauer gestimmt hat.( Heiterkeit.) Wir brauchen und dürfen uns bei der Nichter den legten Umfall des Centrums bei der an fein Unternehmen feffeln fönnte. Zwar müßte der Kladderadatsch Agitation nicht lediglich auf die Handarbeiter stüßen, ohne daß wir dabei unsere Principien preiszugeben brauchen. Die Reaktionäre im Militärvorlage offen beschönigte, aus Furcht vor Neu- dann trauern, aber das Organ der Agrarier wäre eine böse Landtag waren so schlau, 150 000 Personen mehr das Wahlrecht zu wahlen und zum Dank für die Stichwahl- Hilfe des Centrums! Plage los. geben. Diesen müssen wir Gelegenheit geben, ihre Stimmen für Also, Parteigenossen, agitiert und werbt für vollzähliges Erunsere Sache abzugeben. Der Versuch ist vor zwei Jahren mit der scheinen aller Arbeiter an der Wahlurne und deren Stimm Wahlbeteiligung gemacht worden; das ist aber nicht maßgebend, abgabe für den socialdemokratischen Kandidaten denn es war mir der dritte Teil der Wähler, wir müssen aber. sämtlichen sächsischen Wählern Gelegenheit geben, den Versuch zu Das Land muß demonstrieren, ganze machen. zu erweisen. Kläglichkeit des Klassenwahlrechts aber aktiv durch Wahlbeteiligung geschehen, da nur so das Bolt zu interessieren ist. Das ist auch ein willkommenes Mittel, während der fünf Jahre, wo der Neichstag tagt, die Massen aufzurütteln. Nichtbeteiligung würde bei den Gegnern Jubel erzeugen. Ihnen kommt es ja grade darauf an, die Agitation lahm zu legen. Unsere Bassivität würde, schließlich auch die Bildung von Mittelparteien im Gefolge haben, der wir doch durchaus nicht Vorschub leisten dürfen. Die Gegner werden sich auch nicht alterieren, wenn die Wahlbeteiligung infolge unserer Enthaltung eine minimale würde, das beweist Preußen, wo mur 4 bis 11 Proz. der Wähler wählen. Ja, wenn ein gewiffer Prozentsatz der Wähler für das Zustandekommen einer Wahl notwendig wäre, dann ließe sich über Wahlenthaltung reden, nn Wahlen überhaupt auf Grund des Klassenwahlrechts zu verhindern. Richard Fischer, Kreuzbergstr. 45 IV. Das socialdemokratische Wahltomitee. Zur Beachtung Die freifinnig- reaktionäre Buhlschaft, für die jetzt die Suppler bom journalistischen Mühlendamm unentwegt Gelegenheit machen, ist ben demokratischen Elementen, die freilich im Verschwinden sind, denn doch so widerwärtig, daß sie sehr auffällige Zurückhaltung üben und die Wahl fast ignoriren. Dagegen wimmert das Mosse- Blatt, daß 1898 die Teilnahmslosigkeit der Konservativen den Sieg der Socialdemokratie in die Hände gespielt habe, und es erklärt feierlich, es werde von der Gewissenhaftigkeit der Konservativen und der ihnen demokratie ausliefern wollen. für die am 11. April zu Kontrollversammlungen einberufenen nahestehenden Parteien abhängen, ob sie den Kreis der Social Wähler des 2. Kreises. Diejenigen Wähler, welche am 11. April, dem Tage der Nachwahl im 2. Kreise, zu kontrollversammlungen einberufen find, verlieren dadurch das Wahlrecht nicht. Sie unterstehen zwar für den ganzen Tag dem Militär- Strafgesez, haben sich daher von jeder Agitation und Dienstleistung für die Socialdemokratie fernzuhalten, aber ihr Bürgerrecht als Wähler können sie unbehindert ausüben. Also: Jeder in die Wählerlifte eingetragene Reservist und Landwehrmann, ob er am 11. April zur Kontrollversammlung eintberufen ist oder nicht, hat das Wahlrecht und daher, wenn er feine politischen und focialen Interessen ernsthaft wahren will, die Pflicht, am 11. April für den socialdemokratischen Kandidaten Richard Fischer, Kreuzbergstraße 25 IV feine Stimme abzugeben! Wahllügen scheint der Freifinn unter die verzeihlichen Notlügen zu rechnen. In der That ist die Not der Herren groß genug. Neuer dings verbreitet man zur Berliner Nachwahl ein freisinniges Flugblatt, das eine faulig leuchtende Berlschnur von Albernheiten und Lügen darstellt. In dem Blatt heißt es z. B.: " Sie geben sich als Schüßer der Schwachen aus und natürlich auch als die Freunde des Mittelstandes. Dabei aber um mur ein Beispiel herauszuhebenstellen fie fich in der Frage der Privatposten schützend vor das Großkapital, verhindern billige Portosäge, an denen die ärmere Bevölkerung für ihren Briefverkehr, die kleineren Gewerbetreibenden für den geschäftlichen Wettbewerb das dringendste Interesse haben, und geben die Angestellten der Privatpost preis, um der Schwärmerei für Monopole willen, die sie zu ihrer Unterstügung des Regierungsfeldzuges gegen die Privatposten drängt." Der Verfasser diefer Säße ist offenbar der Berliner Mitarbeiter, der kürzlich in derselben Frage die sonst anständige und wahrheitsliebende„ Breslauer Morgenzeitung" infam hineingelegt hat. Das Breslauer Blatt genügte feiner Pflicht, unsere thatsächliche Widerlegung des einfältigen und unehrlichen Geschwäges seinen Lesern mitzuteilen. Aber die Lüge war zu schön; sie mußte darum in dem Flugblatt noch einmal aufgetischt werden. Welch rührendes Rassenbündnis: die Börse schützt die heiligsten Güter Agrariens! Landesversammlung der sächsischen Socialdemokratie. 3 weiter Verhandlungstag. Krimmitschau, 5. April. 11111 Das die muß Wo teine Wahlmänner vorhanden sind, wird man ja von Be Die Verhandlung wird um 9 Uhr vormittags eröffnet und die teiligung absehen müssen. Das schlimmste würde aber sein, wenn Generaldebatte über die Organisationsfrage fortgesetzt. Nach langer eingehender Diskussion wird schließlich unter Ab- man die Beteiligung jedem einzelnen Kreise überläßt. Wir müssen lehnung aller übrigen Anträge der Entwurf des Central geschlossen marschieren. Wenn wir feine Siege erringen, so schädigen. omitees, aber mit einigen ganz unwesentlichen Aenderungen, wir doch die Gegner, diesen Kampfboden dürfen wir nicht verlassen. Korreferent Lipinsky spricht zunächst seine Verwunderung angenommen, und dazu noch folgende Resolution: Die Landesversammlung stellt es mit Rücksicht auf§ 3 des darüber aus, daß Früßdorf von der Anschauung noch nicht ab Organisationsstatuts den einzelnen Kreisen resp. Orten frei, von der gekommen ist, daß unter dem Klassenwahlrecht Erfolge zu erzielen find. Dieses System ist ja gerade rechnerisch so ausgeflügelt, daß Ernennung resp. Wahl eines Vertrauensmannes abzusehen. Damit ist die Organisationsfrage erledigt; es wird in die Ver- jeder Erfolg ausbleiben muß. Redner sucht das an der Hand der Bedeutenderes habe handlung des dritten Bunttes, Agitation und Presse" ein Bestimmungen des Gesetzes nachzuweisen. getreten. Auf Antrag wird aber wegen vorgerückter Zeit nur über man an der letzten Wahl nur im 10. und 16. Wahlkreise Num fette man die Hoffung auf die AntiSie Presse verhandelt. Es liegt dazu ein Antrag des 1. Kreises erreicht. Die Befürchtung vor, den Armen Teufel aus der Oberlaufig" als artei Organ femiten, darauf können wir nicht rechnen. vor dem Entstehen von Mittelparteien ist unbegründet, die lette anzuerkennen. Der Referent Eichhorn Dresden weist darauf hin, daß die Reichstagswahl lehrt das Gegentheil. Fräßdorf hat auf dem Bausächsische Arbeiterpreſſe im großen ganzen ihre Aufgaben erfüllt, arbeiterkongreß selbst erklärt, daß unsere Abgeordneten aus bem wenn auch im einzelnen zu wünschen übrig bleibt. Der Punkt Agi- fächsischen Parlament verschwinden werden. Das Moment der Agi tation hätte hierzu zweifellos eine Menge Anregungen nach der tation wird so sehr betont. Wenn es teinen anderen Agitationsstoff Richtung gegeben. Vielfach wird auf eine zwedentsprechende Ver- gäbe, ließe man fich das gefallen. Die Agitationsmöglichkeit verjagt arbeitung propagandistischen Stoffes viel zu wenig Wert gelegt. überdies dort, wo wir keine Wahlmänner finden; in solchen Gegen Die Kleineren haben freilich dazu meist nicht genügende Kräfte, den ist die Agitation aber gerade am nötigsten. Und die Wahloder zu wenig geschidie Redaktionen, die großen Blätter wieder versammlungen sind teilweise die traurigsten. Daß negative Demons fühlen sich zu fehr als Hüter des Princips. Es werden ftrationen auf die Dauer nicht bewirkt werden können, ist richtig; da lange theoretische, fruchtlose Erörterungen gepflogen, nicht selten das trifft aber ebenso auf erfolglofe Wahlbeteiligung zu. Auch da der fojtbare Naum durch persönliche Kazbalgereien und Recht läßt das Intereffe nach. Wir tönnen den Kampf auch mehr auf das habereien verschwendet. Es soll durchaus nicht die Notwendigkeit wirtschaftliche Gebiet übertragen, zumal unfere ländliche Bevölkerung verkannt werden, Front zu machen gegen Ansichten, wie fie z. B. zum großen Teil aus hinausgeschobenen Industrie- Arbeitern besteht. Schippel in der Militärfrage zum besten gegeben hat. Er ist ein Auch die sogenannte Bosheitspolitik durch Wahlbeteiligung zu treiben fächsischer Abgeordneter, und die sächsische Parteipresie ist in solchem ist zwecklos, da es uns ganz gleich fein kann, ob ein National Aber der un liberaler oder ein Antisemit in den Landtag geht.( Widerspruch.) Falle in erster Linie berufen, Stellung zu nehmen. nötige Lärm sollte unterbleiben, wenn einmal ein Akademiker, der in Auch Kompromisse mit anderen Parteien, wie sie von manchen der Parteipragis vielfach sehr wenig erfahren ist, eine Ansicht aus Genossen empfohlen werden( Rein 1), müssen wir vermeiden. Ja sie ipricht, die mit unserem Princip in Widerspruch steht. So schwäch find sogar von einem Mitglied eines Agitationskomitees, vom Ge heute nicht mehr mit ihren Millionen nossen Pezold- Löbtau, empfohlen worden. Den Standpunkt des frempeln ließe. Man mißt den Akademikern da eine viel Fehler von uns, daß wir an unserer zuerst eingeschlagenen Taktik Der demagogische Stiff ist aber nicht nur verlogen, sondern zu große Bedeutung bei. Wenn irgend ein anderer Genofie, Ver- nicht festgehalten haben; dann wäre die Frage nicht hier zur Be auch sehr dumm. In den Augen des Freisinns müßte es doch als trauensmann 2c. mal einen Fehler macht, wird er im kleinen Kreise handlung.( Zuruf: Das Princip!) Hier ist gar kein Princip. Die eine sehr löbliche Mauserung der Sozialdemokratie erscheinen, wenn gerüffelt und dann ist es gut. Die große Menge der Arbeiter ver- Minderheit vertritt nur konsequent ihren Standpunkt.( Bravo! im sie sich schützend vor das Großkapital stellt. Das freisinnige Flug steht solche gelehrten Auseinandersetzungen nicht und bekommt es Buschauerraum.) Nach eingehender Debatte und kurzen Schlußworten der Reblatt aber hetzt hier plöglich gegen das Kapital- freilich nach dem fatt, die Beitung zu lesen. Jene Blätter sollten aber nicht ver Haltet- den- Dieb- Grindsay. In Wahrheit stellt sich natürlich gessen, daß sie Lokalblätter und berufen sind, in die finsteren Winkel ferenten wird in namentlicher Abstimmung mit 58 des Indifferentismus hineinzuleuchten. Mit größtem Eifer und gegen 21 Stimmen beschlossen, daß sich die Genoffen der Freisinn auch in dieser Frage schützend bor das Geschick zielbewußte Kritit an den bestehenden Zuständen zu üben, auch in Zukunft an den fächsischen Landtagswahlen be an der Erhaltung der Privatposten interessierte Rapital ist zehnmal wichtiger für die Verbreitung unserer Parteigrundsätze, teiligen. und er befehdet die Socialdemokratie gerade deshalb, weil sie ihren als diese polemischen Artikel der praktischen Parteithätigkeit fern- Zum 5. Punkt: Buntt: Gemeinderatswahlen, referiert Er legt die allgemeinen und speciellen Grundsägen gemäß das allgemeine Interesse staatlicher Organisation stehender Stubengelehrten. Gegen die Annahme des Antrages aus öppner Cotta. über die Selbstfucht des privaten Kapitals erhebt. Warum sagt das dem ersten Streise hätte Redner nichts einzuwenden, wenn dahinter nicht Gesichtspunkte dar, unter welchen wir uns an den Gemeinderats Flugblatt nicht gleich auch, daß die Socialdemokratie sich in der ähn- der fertige Plan eines dreimal wöchentlich erscheinenden Parteiblattes wahlen beteiligen; die Notwendigkeit einer allgemeinen Sticht eines Programms, mache sich immer fühlbarer. lichen Frage der Verstadtlichung der Elektricitätswerte schützend vor stände. Der„ Arme Teufel" kann nur als Partei- Organ anerkannt schnur, werden, wenn er in der jezigen Form als specifisches Propaganda- Er empfiehlt eine Resolution, nach welcher im Laufe des Jahres, das Großkapital gestellt hat. Die blöde, plumpe Berdrehung ist so handgreiflich, daß sie ber- blatt erhalten bleibt. Politisches Parteiblatt ist der Bolts eine Konferenz der Gemeindevertreter stattfinden und dort ein Promutlich mit Entzücken von der Freifinnigen Zeitung" aufgegriffen freund", und ihm darf teine konturrenz gemacht werden. Reduer gramm aufgestellt werden soll. stellt am Schluß deshalb folgenden Antrag:" Die Landeskonferenz Nach kurzer Debatte wird dieselbe angenommen und dem Centralwerden wird, die immer eine Vorliebe für das Allerbümmste hat, erkennt den Armen Teufel" als Partei- Organ an mit dem Vor- Komitee zur Durchführung überwiesen. Ebenso ein diesbezüglicher was auf dem Gebiete der Entstellungen geleistet werden kann. behalt, daß Erweiterungen, die über das wöchentliche Erscheinen des Antrag des 17. Wahlkreises. Bum 6. Punkt, Anträge, findet folgender Antrag des sechsten Um schließlich seine Befähigung für einen- französischen Blattes hinausgehen, der Genehmigung der Landeskonferenz be Streifes nach furzer Begründung ohne Debatte Annahme: Generalstabsposten zu erbringen, behauptet der Flugblatts- Esterhazy, dürfen." In der Diskussion erklärt sich Fischer, Redacteur des„ Armen Es ist Pflicht der socialdemokratischen Reichstags- Kandidaten die Socialdemokratie gebe die Angestellten der Privatpost preis. Es genügt, aus dem amtlichen Stenogramm zu wiederholen, was Teufel", einverstanden mit dem Antrag Eichhorn. Es liege den und der Abgeordneten, ihre Wahlkreise auch außer der Wahlperiode organisatorisch und agitatorisch zu bearbeiten." Genoffe Singer unlängst darüber in der Berliner Stadtverordneten Genossen in der Laufis fern, an dem Blatt etwas zu ändern. Landgraf Chemniz erörtert die Umstände, welche zur VerBersammlung ausgeführt habe: schmelzung des Beobachter" und" Boltsstimme" führten. Er weist " Ich will nur betonen, daß auch in der Vorlage eine Entschäden Vorwurf zurüd, als ob durch den billigen abonnementspreis des Blattes erscheinenden digung der Angestellten und Beamten vorgesehen ist, die mir zwar zu nunmehr täglich Chemniz dem in 8widau eine Konturenz bereitet werden niedrig ist, die aber zu erhöhen in der Verhandlung möglich sein wird." Boltsblatt" „ Außerdem... muß man doch auch den Gesichtspunkt im Auge sollte, oder daß dieser Preis ohne Rücksicht auf die Prosperität fest behalten, daß die Angestellten dieser Brivatposten von einem Tage gelegt worden sei. Wir haben in Burgstädt nur 40 Bf. für die zum andern oder von acht Tagen zu acht Tagen auf die Straße Beitung genommen und sind dabei gut gefahren. Die Festlegung gefeht werden können. In dem Augenblid, wo die Reichspost die des Preises auf 50 Pf. ist auf Grund eingehender Erwägungen er Privatpost verschludt, unter den Bedingungen, die sie einzugehen folgt. Es sei auch wahr, daß man über die Köpfe der fächsischen Barteigenossen hinweg in Berlin Geld verlangt habe. Nach weiteren, die Beitungs- Angelegenheiten betreffenden Besaustlang, geschlossen. merkungen der Genossen 8eisig Chemnis, Lorenz- Planik, Sindermann Dresden und" Stolle Gesau erhält das lich ist die Partei von Wählern, daß sie sich durch Ansichten Einzelner ums Genossen Hänisch gegenüber Leipzig teile ich nicht. Es war nur ein fich einverstanden erklärt hat durch Uebernahme der bei der Privatpost angestellten Beamten, verbessert sich deren Loos erheblich, in dem sie sie in bessere Stellungen bringt und ihnen Penfions. in " Weiter wird auf ein Schreiben an die Landeskonferenz vom Genoffen Grunewald aus Seifhennersdorf, dessen im 2. Streise er folgter Ausschluß aus der Partei nach eingehenden Dar legingen Eichhorns als zu unrecht erfolgt erklärt, und rückgängig gemacht. Als Ort zur Abhaltung für die nächste Landeskonferenz waren Dresden und Löbau vorgeschlagen. Es wird Dresden dazu bestimmt. Damit hatte die Landesversammlung ihr Ende erreicht. Sie wurde von sa den durch ein kurzes, ferniges Schlußwort, welches in einem begeistert aufgenommenen Hoch" auf die Socialdemokratie Vierte kellerMrsmmlung Ks DeMen Metalllirbeiter- VerfilUldes. Halle, den 5. April. Zum zweiten Punkt der Tagesordnung, Berich:? des Borslandes und Ausschusses, bemerkt R o h r l a ck- Berlin, dah der Hauptvorstand den Torgelowcr Streik zu Ungunsten des Verbandes registriert habe; der Streik sei nicht verloren gegangen, sondern das, was verlangt wurde von den Arbeitern, sei erreicht worden. Nach längerer Debatte wird ein Antrag angenommen, den Hauptvorstand zu beauftragen, Verhandlungen anzubahnen, um eine Verschmelzung mit Leipzig-West und-Ce'ntrum zu erzielen. Das Protokoll soll, um Unfrieden vorzubeugen, nicht gratis an einige Kollegen, sondern für den Preis von tl) Pfennigen abgegeben werden. Darauf wurde dem Kassierer Werner einstimmig Decharge erteilt, und zum 3. Punkt der Tagesordnung übergegangen. Als Referent zur Einführung der Arbeitsloscu-Unterstützung und Beitragserhöhung bekam an Stelle des erkrankten Milgliedes S e g i tz. der Sekretär Reichel das Wort. Redner' weist darauf hin, daß die Arbeitslosenfrage eine sehr brennende geworden ist. Die schädigende Wirkung der sogenannten Reservearmee sei bc- kannt; die Arbeitslosen drücken auf den Lohn und diesem llebel- stände müsse entgegengetreten werden. Die Arbeitslosen-Unterstützung müsse als eine sogenannte ausgleichende Gerechtigkeit wirken; denn ebenso wie man den jüngeren Kollegen Reisc-Unterstiitzung, Umzugs- kosten zc. bezahlt, könne man auch den verheirateten Kollegen eine Arbeitslosen-Unterstützung zahlen. Man sagt, der Staat habe die Pflicht, die Sorge für die Arbeitslosen zu übernehmen. Man möge dock aber erwägen, daß ein Staat, der in so ausgeprägter Weise die Interessen des Großbllrgerthums vertritt, für die Arbeitslosen nicht viel thun könne. Unternimmt der Staat aber in dieser Frage etwas, so könne man überzeugt sein, daß es zu Ungunsten der Arbeiter- Organisationen ausschlägt. Durch die Ein- fllhrung der Arbeitslosen-Unterstützung werde ein besseres Binde- mittel unter den Mitgliedern geschaffen und der Verband verliere dadurch nicht den Charakter der Kampfcsorganisation; die Unter- stiitzung werde nur als Mittel zum Zweck bciiutzt. Die Einführung der Arbeitslosen-Unterstützung werde sich zum Vorteile des Verbandes auswachfen und wer das Wohl, des Verbandes wünsche, der möge für den Antrag des Vorstandes stimmeu. Der Antrag des Vorstandes lautet: Unter Erhöhung der Wochenbeiträge für männliche Mitglieder auf 30 Pf. und für weibliche Mitglieder auf lv Pf. und Bei- beHaltung der bisherigen Unterstützungen: Arbeitslosen-Unterstützung für Ortsansässige auf folgender Grundlage einzuführen. Die Arbeits- losen- Unterstützung wird nach 52 wöchiger Karenzzeit nach Ablauf der ersten Woche der Arbeitslosigkeit auf die Dauer von 42 Tagen im Jahre auch an ortsansässige Mitglieder gewährt und beträgt pro Woche bei einer Mitgliedschaftsdauer von für männl. Mitglieder M. 6.— „ 7,- „ 8,- 9,- glieder aus 10 Pf.(wm 5 Pf.) zu erhöhen. Ueber die Anträge be- treff's Zahlung von Krankenunterstützuug, Sterbegeld und Umzugs- kosten wurde zur'Tagesordnung übergegangen. Die Anträge betreffs Gau- bezw. Bezirkseinteilung, besoldeter Vertrauensmänner zc. wurden nach längerer Debatte der Statutenberatungs- Kommission über- wiesen. Beim Punkt Presse bemerkt D e j u n g, daß der Redacteur Scherm nut Arbeiten überbürdet sei und müsse ihm eine Hilfskrast beigesellt werden. Hierauf tritt eine Mittagspause ein. für weibl. Mitglieder M. 3— „ 3,50 „ 4,- . 4,50 5— sich in 62 Wochen 104„ 156. 208, 260„.... 10.— Der Korreferent E h r l e r« Frankfurt wendet sich in längeren Ausführungen gegen die Einführung der Arbeitslosen-Unterstiitzung. Der Verband könne die schlimmen Folgen, die dadurch eutsteheil, nicht übernehmen. Die wirtschaftlichen Verhältnisse seien so un- sicher, daß die Tragweite eines solchen Schrittes nicht abzusehen ist. Mit der Arbeitslosen-Unterstützung werden nur die Indifferenten ge- fesselt; es soll auch zugegeben werden, daß wegen der Unterstützung einige Kollegen eintreten, aber der Kampfescharakter wird durch die Einführung der Arbeitslosen-Unterstützung abgestreift. Warum habe man denn jahrzehntelang auf die Hirsch-Dunckerschcn Gewcrkvereine geschimpft und gesagt, das sind nur Unterstützuugsvereine? Und heute will man dasselbe machen, wie die Hirsch-Dunckerianer. Solche Unterstützung lenke vom richtigen Ziele ab. Die Verkürzung der Arbeitszeit und die Disciplinierung der Massen sei die Hauptaufgabe des Verbandes. Durch die Einführung der Arbeitsloseu-Unter- stützung könnte das Unternehmertum, ivciin es uns einmal recht viel Arbeitslose zur Unterstützung stellt, den Verband mit einein Schlage lahm legen. Ebenso wie man das Kleiuhandwerk nicht vor dem Untergange retten könne, so könne nian auch den Metallarbeiter nicht durch die Einführung der Arbeitslosen-Uuter stützung retten. 6 M. Wochen-Unterstützung ist schlimmer wie gar nichts, damit könne man niemand vor dem Untergänge retten. Die Stinimung für die Arbeitslosen-Unterstützung ist eine künstlich er zeugte. Man möge auch damit rechnen, daß durch die Einführung der' Arbeitslosen-Unterstützung eine ganze Anzahl Mitglieder dem Verbände den Rücken kehren werden. Redner plädiert sodann für eine Urabstimmnug über die Einführung der Arbcitslosen-Unter stützung und schließt mit den Worten, stimmen Sie nicht für die bedingungslose Einführung dieser Unterstützung. Aus dem Bericht des Vorstandes sei noch nachgetragen, daß der Verband am Schlüsse des Jahres 1898— 75 431 Mitglieder zählte. Der Kassenbestand der Hauptkasse betrug zur selben Zeit 391 360,66 M. Nach einer Pause wird in die Diskussion über die Einführung der Arbeitslosen- Unterstützung eingetreten. Um jeder event. Ver bittenmg die Spitze abzubrechen, wird ein Antrag, abwechselnd einen Redner für und einen Redneb gegen die Einführung der Arbeits losen-Unterstützung sprechen zu lassen, angenommen. Als erster Redner tritt Wein Heber- Hamburg für die Einführung ein. Die große Mehrheit der Hamburger Metallarbeiter sei dafür und man wolle doch gewiß nicht sagen, daß in Hamburg der Klassenkampf nicht im Vordergrund stehe; gerade in Hamburg seien die heftigsten Klassenkämpfe gewesen. Redner hält eine Urabstimmung für zwecklos; Berlin allein habe nur 27 Delegierte für die Einführung der Arbeits- losen-Unterstützung gesandt. Trautwein- Quedlinburg trat energisch gegen die Einführung und für eine eventuelle Urabstimmung ein. Man möge in Erwägung ziehen, mit wie viel Stimmen die Delegierten gewählt worden sind. Wie viel Mitglieder mögen wohl für die 27 Delegierten in Berlin gestimmt haben? Man möge den deutschen Metallarbeiter nicht „auseinanderreißen", das heißt nicht etwa körperlich, und nicht Stoff zur Gründung von Lokalvereinen geben. Von der weiteren Diskussion über die Einführung der Arbeitslosen-Unterstützung gc- statten wir uns, Raummangels wegen, mitzuteilen, daß das Für und das Wider bis zum Abend abwechselte. Besonders neue Gesickts- punkte traten nicht mehr hervor. Die Abrechnung des Ausschusses ist geprüft und für richtig befunden worden und dem Ausschuß wird Decharge erteilt. Halle, den 6. April. Die Diskussion über die Einführung der Arbeitslosen- Unter- stützung wurde fortgesetzt. Die eine Gruppe versucht nach wie vor darzulegen, daß durch Einführung der Arbeitslosen-Unterstützung der Boden der Kampfesorgauisation verlassen werde; die andere Gruppe hält die Einführung mit Rücksicht auf die wirtschaftlichen Verhältnisse für absolut notwendig und eine Minderheit ist für fakultative Ein- führung. Nach Annahme eines Antrages auf Schluß der Debatte wurde zur Abstimmung geschritten und die Einführung der Arbeitslosen- Unterstützung durch namentliche Abstimmung mit 108 gegen 29 Stimmen beschlossen. Die Ver- kündung des Resultats wurde mit einen: lauten Bravo be- gleitet.' Der Vorsitzende spricht darauf die Hoffnung aus. daß dieser Beschluß für den Verband segensreich wirken möge. Darauf tritt eine Pause von 15 Minuten ein. Es wird hierauf zum Punkt 4 der Tagesordnung: Statuten- beratnug, übergegangen. Ein Antrag, über die projektierte Ein- führung' der Arbeitslosen-Unterstützung und Beitragserhöhung nach 17 Abs. g des Statuts noch eine Urabstimmung stattfinden zu ?n 63 Stimmen abgelehnt. rage der Beitragserhöhung Für Berlin die Kollegen „Einigkeit" die lassen, wurde mit 74 Stimmen gej Darauf wurde über die principielle\ beraten. Nach kurzer Debatte wurde beschlossen, die Wochenbeiträge für männliche Mitglieder auf 30 Pf. sum 10 Pf.) und für weibliche Mit- IH. Kongreß der durch Vertraneilsmiiiittec centralißerteil Kewerkschllsttil Deutschlands. Braunschweig, den 6. April 1899. In der heutigen Sitzung wird in der Berichterstattung über die Organisation an' den einzelnen Orten fortgefahren und sodann folgende auf dem vorigen Kongresse beschlossene Resolution wieder angenommen: „In Erwägung, daß nach den Berichten der Delegierten der ein- zclncn Berufe und Organisationen mit geringen Äusnahinen die Uistematische Vernichtung der Vertrauensmänner- Centralisationen seitens der in Verbänden organisierten Arbeiter, hauptsächlich aber von den Führern derselben betrieben wird, erklärt der zlveite Kon- greß der Vertrauensmänner-Centralisationen für die Zukunft jede Rücksicht auf ein friedliches Zusammenarbeiten fallen zu lassen und zwar so lange, bis auch unseren Wünschen in genügender Weise Rechnung getragen ist und uns die bisher vorenthaltene Anerkennung zu teil wird. Der Kongreß erblickt in der Agitationsweise der VerbandSleitcr eine schwere Schädigung der Gewerkschaftsbewegung in Deutschland und eine Hemmung der nach Freiheit ringenden Volksmassen, und beauftragt daher die zu wählende Geschäftskommissiou, mehr als bis her in Wort und Schrift den gefährdeten Organisationen zur Seite zu stehen. Hauptsächlich in denjenigen Berufen, welchen es bisher nicht möglich war, selbständig Agitation treiben zu können." Heber den 3. Punkt der Tagesordnung:„Presse" referierte Thieme- Berlin. Redner führte aus, daß die Schwierigkeiten einer Redaktion, allen Wünschen der Leser gerecht zu werden, bei der „Einigkeit" besonders groß seien. Den Vertrauensmännern sei aber der Vorwurf nicht zu ersparen, daß sie die Redaktion nicht genügend unterstützt hätten. Der erste Kongreß habe ihnen die Befugnis gegeben, vierteljährlich Situationsberichte einzusenden, das sei aber nur mangelhaft geschehen. Speziell rügte Redner dies Versäumnis bei den Solinger. Blaukenburger und Brauuschweiger Gewerk- schaften. Die Berliner Maurer hätten demgegenüber das Blatt bei sich obligatorisch eingeführt. Gegenwärtig hätte das Blatt 5140 Abonnenten, doch waren 6500 nötig, um es um eine» halben Bogen vergrößern zu können. Er empfiehlt darau folgenden Antrag der Berliner Maurer zur Annahme: „Der Preis für„Die Einigkeit" bleibt derselbe, um aber die� selbe doch vergrößern zu können, beschließt der Kongreß: Jeder Beruf, welcher sich der Vertraueusmäiuicr-Ceutraliiarion angeschlossen hat, hat das Organ„Die Einigkeit" obligatorisch für seine sämtlichen Organisierten einzuführen." In der Diskussion berichten Zimmerer G r a m a n n- Halle. Fliesenleger Wegen er- Berlin, Maurer Gehl- Berlin, Zimnlerer Spiegel- Steglitz über gute Wirkung des Obligatoriums auf ihre Organisationen. Tapezierer Strauß- Braunschwcig berichtet, daß seine Gewerkschaft die„Einigkeit" ein Jahr lang ohne Beitragserhöhung obligatorisch eingeführt hatte. Infolge dadurch verschlechterter Kasscnverhältnisse sei beschlossen worden, nur 15 Exemplare auf Vereinskosten zu halten. Er hoffe jedoch, daß das Obligatorium bald wieder eingeführt werden würde. Maurer Obermeyer-Braun schiveig bemerkt gegenüber den auf die Maurer Braunschweigs ge richteten Angriffen, daß der Antrag auf Einführung des Obli gatoriums 3- bis 4n:al mit großer' Majorität abgelehnt worden sei. Es sei eben hier eine starke Strömung für den CcutralvcrbanS vorhanden und im„Grundstein" finden die Kollegen besseres als in der„Einigkeit". Die Schreibweise der letzteren gegen den Verband sei viel zu scharf. mag das hingehen, in Braunschweig aber lebten in Frieden mit den Verbänden. Auch müßte die Orte, in denen Maurerstreiks ausgebrochen sind, bekannt geben, auch wenn sie die Notiz aus anderen Blättern nehmen muß, damit es nicht wieder, wie vor einigen Wochen beim Delmcnhorster Streik, vorkommen kann, daß sich Brauuschweiger Maurer aus Unkenntnis zu Streikbrechern anwerben lassen. Auch habe die„Einigkeit" in Bezug auf die in Dresden verurteilten Bauarbeiter nicht genug gethan. Tischler M e tz-Berlin findet die Schreibweise der„Einigkeit" gegen die Verbände noch nicht scharf genug. Bauarbeiter Krüger- Berlin verteidigt gleichfalls die„Einigkeit". Darauf trttt die Mittagspause ein. Nach Wiedereröffnung der Sitzung theilt der Vorsitzende mit, daß folgende Resolution Hoffmann-Fischer eingelaufen ist: „Da aus dem Bericht des Verlegers der Zeitung„Einigkeit" hervorgeht, daß der Stoffandrang zur Zeitung zu groß ist, um ihn in der jetzigen Größe bewältigen zu können, beschließt der Kongreß: 1. Jede Organisation wird verpflichtet, von Nr. 27 ab das Organ„Die Einigkeit" obligatorisch für jedes organisierte Mitglied einzuführen. 2. Sobald festgestellt werden kann, daß die Ausgaben für eine Vergrößerung durch die Abonnentenzahl gedeckt werden, hat der Ver- leger die Pflicht, die Zeitung dementsprechend zu vergrößern. 3. Von denjenigen Organisationen, welche dem Beschluß ack 1 nicht nachkommen, werden' nur dann Berichte usw. aufgenommen, wenn Raum vorhanden ist." Redacteur Regierungsbaumeister a.D. Keßler erklärt, daß er sich von vornherein über die Unmöglichkeit, es allen recht zu machen, klar gewesen sei. Die Disposition über den Raum des Blattes werde durch die langen Versammlungsberichte sehr erschwert, welche meist im letzten Augenblick eintreffen. Durch Vergrößerung des Blattes werde dem abgeholfen werden, doch werde diese selbst- verständlich erst durchgeführt werden, wenn die Mittel dazu vor- handen sind. Nachdem in der Resolution der Berliner Maurer der Passus „Jeder Beruf hat das Organ... einzuführen", umgeändert ist in „Jeder Beruf verspricht, das Organ... einzuführen", wird die- selbe in namentlicher Abstimmung mit 27 gegen 8 Stimmen an- genommen. Die Resolutionen Fischer-Hoffmann und Mielert werden damit als abgelehnt erklärt. Darauf wurde in den fünften Punkt der Tagesordnung,„Taktik der Gewerkschaften gegenüber den Angriffen auf das Koalitionsrecht", eingetreten. Der Referent, Genosse Keßler, gab eine geschichtliche Ent- Wickelung des Koalitionsrechts, besprach die Wirkung der Februar- Erlasse iind ging dann zu den Angriffen der Scharsmacher auf den § 152 der Gewerbeordnung über. Letztere hoffen, es unmöglich machen zu können, daß sich ein Streik noch in geordneten Bahnen vollzieht, indem sie alle diejenigen Personell unschädlich machen wollen, welche einen Streit zu leiten die Aufgabe haben. Wenn auch über die in der Luft schwebende„Zuchthausvorlage" heute noch nichts Greifbares vorliege, so wisse mau doch, welcher Tendenz sie sein werde, weshalb es nötig sei, bereits Stellung dazu einzunehmen. Er schlug deshalb folgende Resolution vor: Der dritte Kongreß der lokalorganisierten und durch Vertrauens- männer centralisierten Arbeiter Deutschlands protestiert mit Nach- druck gegen jeden Versuch, daS Vereinigungsrecht der Arbeiter zur Erreichung günstiger Lohn- un Arbeitsbedingungen in irgend einer Art zu be'ichränkcn oder zu verkürzen. Besonders erhebt er Wider- spruch dagegen, daß unter dem Vorgeben, die Arbeitswilligen z» schützen, die Verbreitung und Durchftihrung von Arbeitseinstellungen erschivert und unmöglich gemacht wird, indem auf die dazu nötigen Handlungen schwere Strafe» gelegt werden, die die mit der Leitung der Ausstände betrauten Personen ins Zuchthnus bringen können. Die Versammlung erklärt, daß solchen Bestrebungen gegenüber eS die Pflicht aller Arbeiter und Arbeiterorganisationen ist, wo- möglich noch mehr als bisher für die Befreiung des Proletariats und die Erlangung der politischen Macht durch Macht und aller Entschlossenheit einzutreten. die Arbeiter mit aller Berichtigung. In dem gestrigen Bericht heißt es irr- tünilich, daß die Maurer nur 10 434 M. im abgelaufenen Jahre gesammelt hätten. Die Summe beträgt 28 473,21 M., wovon 17 899,11 M. Ausgabe abgingen, sodaß ein Bestand von 10 574,10 M. verblieb. Nonunrnrnles. Stadtverordneten- Versammlung. 12. Sitzung vom Donnerstag, den 6. April 1899. Nachmittags 5 Uhr. Zu Beginn der Sitzung findet die Einführung und Verpflichtung des neugewählteu Mitgliedes Fabrikbesitzer R ö h l i ch in der üblichen Weise statt. In seinen Einführungsworten weist der Vorsteher Dr. Langer- Hans mit Nachdruck darauf hin, daß Berlin noch immer ohne sein kommunales Haupt, den Oberbürgermeister, ist. und fordert den neugewählten Kollegen auf, seinen ganzen Eifer und Fleiß ein- zusetzen, damit tr o tz d e m die Geschäfte in einer Weise erledigt werden, daß die Wohlfahrt der Stadt nicht leidet. In den Ausschuß für die Vorlage betreffend Baureparaturkosien an der Thomaskirche ist auch Stadtv. Jacob ey gewählt; dem Ausschuß für den Antrag Borgmann, betreffend den Bau der Gemeindeschule in der Wiclefst'raße, gehört der Antragsteller als Vicevorsitzender an. In dem Ausschuß für die Vorlage wegen der Unterhallungspflicht der Stralauer Dorfstraße fitzen u. a. Stadtvv. Gottfried S Ä u l z und T o I k s d o r f. Nach Erledigung einer großen Anzahl von Rechnungs- fachen wird über' die im Rechnungsjahre 1899 vorzunehmende Neu- bezw. UmPflasterung von Straßen und Plätzen Be- schlutz gefaßt. Bei der Berathung des Stadthaushalts-Etats sind an den Ausgaben für Pflasterung zur Ausgleichung des Fehlbetrages im Etat 200 000 M. abgesetzt worden; der Pflasterausschuß be- antragt, je 100 000 M. davon auf das Conto derjenigen Straßen zu setzen, in denen 1899 die beabsichttgte Neu- oder Umpflasterung wegen eventueller Einlegung von Straßenbahngeleisen nicht zur Aus- führung kommt. An dem Verzeichnis der Pflasterungen selbst sind nur geringfügige Acuderungen vorgenommen worden. Die vom Magistrat vorgeschlagene Asphaltiening der kurzen Strecke am Königsplatz, zwischen Ro'on- und Hindersinstraße hat der Ausschuß abgelehnt, weil das daselbst liegende Steinpflaster noch in vorzüglichem Zustande ist. Stadtv. S p i n o l a beantragt die Wiedereinsetzung mit dem Zusätze:„soweit die Mittel reichen". Der Autrag wird vom Stadtv. R o s e n o w und vom Referenten Stadtv. Dinse bekämpft und von der Mehrheit abgelehnt, ebenso der Antrag auf Berücksichtigung einer Petition des Vorstandes der jüdische» Gemeinde auf Asphalticrung der Hcidereutergasse. Die Ausschußbeschlüsse werden lediglich bestätigt. Der freihändige Erwerb des Grundstücks Neue R o ß st r. 13 für 620 000 M. und die Zahlung von insgesamt 26 375 M. Ent- schädiaungen an 6 Mieter wird vom Ausschuß gemäß dem Magistratsantrag empfohlen; für die Grundstücke Roßstr. 13 und 14 dagegen werden nach Ansicht des Ausschusses zu hohe Preise ge- fordert, so daß er ihren Erwerb im Wege der Enteignung vorzieht. Der Erwerb der drei Grundstücke ist zur Inangriffnahme des Baues der Roßsttaßen-Brücke erforderlich. Stadtv. Dinse beantragt, um den Brückenbau noch in diesem Jahre beginnen zu können, die Ablehnung des Ausschußantrages und den Ankauf auch der beiden Grundstücke an der Rotzstratze für die geforderten Beträge zu beschließen. Stadtv. Wallach und der Referent Stadtv. E s m a n n ent- gegnen, daß der Beginn des Brückenbaues in diesem Jahre sicher- gestellt sei. auch wenn das Euteignungsverfahren platzgreife. Die Versammlung beschließt nach den Ausschußanträgen. Der Ankauf von 302 Quadratmeter Terrain vom Grundstücke A l t- M o a b i t 55 56 für 70 M. pro Quadrattneter zur Bürgersteig- regulierung wird genehmigt. An der W a l d e n s e r st r. 25/26 soll«in Grundstück von 4639 Quadratmeter für 64 M. pro Quadratmeter zur Errichtung einer Gemeinde-Doppelschule erworben werden. Die Verstimm- lung erklärt sich entsprechend dem Antrage des niedergesetzten Aus- schusses damit einverstanden. Vom Stadtv. K y l l m a n n und 25 Mitgliedern ist am 20. März folgender Autrag eingereicht: „Die Versammlung ersucht den Magistrat um eine Vorlage betreffs der einstweiligen Verlegung der Sammlungen des Diärkischen Provinzial- Museums' aus den: Kol- nischen R a t h a u s e gegebenenfalls in die Markthalle an der Griinthaler- und Badstraße, zum Zwecke der baldigen Be- seitignng derVerkehrshinde rnisse in der G e rtr a u d t e n- st r a ß c. Der Antrag st eller hält seinen Antrag für notwendig, da das Kölnische Rathaus endlich im Verkehrsinteresse niedergelegt werden müsse. Der Einwand, daß die einzelnen Stücke der Museums- samnilung keinen mehrmaligen und weiteren Transport vertrügen, sei nicht stichhaltig. Stadtv. M a t t e r n e ist für Ausschußberatung. Mit der Nieder» reißung des Kölnischen Rathauses fei die Frage der Verkehrsver- besscniug noch lange nicht erledigt. Stadtrat Friede!: Der Magistrat hat beschlossen, daS Kölnische Rathaus nach dem I.Oktober er. abzubrechen(Beifall), das Märkische Museum und das Gewerbegericht nach dem Sparkassengcbäude in der Zimmerstraße zu verlegen. Eine besondere llnterkommission soll über die Art der Unterbringung beider Vorschläge machen. Die Bedenken wegen der Gefahren des Transports teilt allerdings auch der Konservator der Äunstdciikmäler. der außerdem den Abbruch des Kölnischen Rathauses nicht für so dringlich hält; diese Bedenken er- scheinen indessen dem Magistrat nicht durchschlagend und müssen gegenüber den Verkchrsintercffen zurücktreten. Stadtv. Kyll n: a n n findet den Ausdruck„nach dem 1. Oktober" zu unbestimmt und fürchtet, daß event. das Rathaus noch drei bis vier Jahre stehen bleibt. Stadtrat Friede!: Der Abbruch soll im Oktober 1899 statt« inden. Stadtv. M a t t e r n e verbleibt bei dem Antrage auf Ausschuß- beratung. Die Nicderreißung des Rathauses allein fördere die Verkehrsinteresseii keineswegs; die Arbeiten würden mindestens drei Jahre dauern, inzwischen sei das neue Museumszebäude fertig, und man ziehe lediglich zweimal um. Die Niedersetzung eine? Ausschusses wird beschlossen. Ferner liegt eine lange Reihe von Hoch- und Tiefbau- Projekten der Versannnlnng zur Beschlußfassung vor. Die specicllen Entwürfe zu den 20 Baracken für innere und chirurgische Krankheiten und zu den Gebäuden für männliche und weibliche Geschlechtskranke auf dem Grundstücke deS IV. städtischen rankenhauses an der Seestraße, sowie die zu- gehörigen Kostenanschläge über insgesamt 5 186 700 Mark werden genehmigt, ebenso einige weitere specielle„Ent- würfe", u. a. zum Neubau eines Gewächshauses an der Rückwand der Halle des Dienstgebäudes im Humboldthain, und zum Neubau einer Turnhalle für die 201. Gemeindeschule in der Gr. Frankfurterstr. 23. Den Umbau der„Eisernen Brücke" will der Magistrat jetzt in Angriff nehmen, obwohl die Versanmilung am 8. April 1897 beschlossen hat, die Entscheidung über die betteffende Vorlage so lange auszusetzen, bis der Magistrat mit dem Fiskus ein Ab- kommen dahin gettoffen habe� daß die Straßenbahn in der Straße„Hinter dem Gießhause" auch nach Ferttgstellung der neuen Brücke verbleibt. Diesen Vorbehalt empfiehlt der Magistrat fallen zu lassen. Die Brücke selbst soll nicht, wie ursprünglich geplant war. massiv, sondern als Balkenbrücke in Eisen ausgeführt werden. da der Bangrund eine andere Anlage nicht gestattet. Während deS Umbaues soll eine Notbrücke angelegt werden. Das Bestehen auf dem obigen Vorbehalt erachtet der Magistrat für ein Hemmnis des förderlichen Fortgangs der mit der Polizei eingeleiteten Verhand- worden ist. Lungen über die Neberführung der Straßenbahn über die Straße der fortschreitenden Ausdehnung des elektrischen Betriebes im| lichkeit" vorlegen tönnen, auch zwei Jahre lang als Gefelle in hiesigen Unter den Linden" im Zuge der Charlottenstraße. Straßenbahn- Verkehr wird ja diefer peinliche Gegensas Werkstätten gearbeitet haben, vorzugsweise aber nur solche Gesellen, Stadtv. Roseno to ist nicht dafür eingenommen, daß hier zwischen der Behandlung der Menschen und derjenigen des Vichs die in Berlin geboren sind. wieder einmal dem Fiskus ein Stückchen nachgegeben werden soll; mehr und mehr verschwinden, weil die Zahl der Pferde immer Diejenigen Gesellen, welche mit einem Stipendium bedacht die städtischen Interessen müßten aufs nachdrücklichste gewahrt werden. weiter verringert wird. Vielleicht werden dann auch die Straßen- werden wollen und vorstehende Bedingungen erfüllen können, werden Die Brücke solle jegt 200 000 m. mehr kosten, als das Projekt von bahn- Angestellten zufriedener" mit ihrer Lage werden, wenn sie vom Kuratorium der Stiftung aufgefordert, ihre selbstgeschriebenen 1897. Die Ueberführung der Straßenbahn über die Linden sollte das durch die Pferde gegebene, ihre Begehrlichkeit" wedkende Bei- Gesuche unter Beifügung eines Lebenslaufs, des Taufscheins und seitens der Stadt gerade mit dem Bau dieser Brücke in festem spiel nicht mehr so vor Augen haben. der Originale oder beglaubigten Abschriften der Lehrzeugnisse, sowie Zusammenhang erhalten werden. Redner beantragt Ausschuß beratung. Eine Heranziehung der Frauen zu den Arbeiten der Ge- der Führungs- und Geschicklichkeits- Atteste ihrer Arbeitgeber bei dem Kuratorium des Gewerks- Ausstellungs- Fouds vom Jahre 1849, Stadtbaurat Krause erläutert die Gründe zur Umarbeitung meinde- Waisenräthe soll jetzt in größerem Maßstabe erfolgen. Die Stralauerstraße 3-6, I, bis spätestens Ende September des Projekts und hebt hervor, daß seiner Zeit die Erhaltung der Instruktion für den Berliner Gemeinde- Waisenrat enthält in§ 12 diefes Jahres einzureichen. Gesuche, bei denen auch nur eines Geleise in der erwähnten Straße nur provisorisch zugestanden folgende Bestimmung:" Jedem Gemeinde- Waisenrat treten in dessen der vorstehend bezeichneten Beweisstücke mangelhaft ist oder ganz Kommissionsbezirk wohnhafte Frauen zur Seite, welche den Sigungen fehlt, fönnen nicht berücksichtigt werden. des Kollegiums mit beratender Stimme beiwohnen. Die MitStadtv. Hugo Sachs: So lange die Geleiſe dort liegen, thätigkeit der Frauen tritt zweckmäßig überall da ein, wo es sich um Vom nächsten Winter an werden im Reich 3- Postmuseum haben wir ein Recht darauf; dieſes geben wir aus der Hand, wenn die Pflege und Erziehung im Kindesalter stehender Minorennen, um fachwissenschaftliche Vorträge aus dem Gebiete des Poſt- und wir jetzt schon mit dem Neubau beginnen. Wozu derart die Position die lleberwachung des Lebensganges weiblicher Mündel, überhaupt um Telegraphenwesens für weitere Streise im Anschluß an die Sammder Stadt verschlechtern? Diese Seite der Sache und auch der solche Zweige der Körperpflege und Erziehung handelt, die inner- lungen des Poſtmuſeums gehalten werden. In den Kreisen der Sostenpunkt machen Ausschußberatung notwendig. Die Vorlage geht an einen Ausschuß von 15 Mitgliedern. halb des speciellen Wirkungskreises weiblicher Thätigkeit liegen. Für Postbeamten wünscht man, daß auch Fragen, wie Stoalitionsrecht, Genehmigt wird der specielle Entwurf zum Neubau einer Ge- die Erfüllung dieser Aufgaben geeignete Frauen wählt der fociale Pflichten des Staates 2c. in diesen Vorträgen behandelt Gemeinde Waisenrat." Auf Grund dieser Bestimmungen werden sollen. meindeschule in der Grenzstraße, ebenso derjenige zum Neubau eines haben eine große Anzahl von Gemeinde- Waisenräten Frauen zur Kochschulgebäudes auf dem Grundstücke der 119./136. Gemeinde Mitarbeit bei ihren Aufgaben herangezogen. Die Thätigkeit der in den Straßen der Stadt bei ihrer Thätigkeit sehen. 4. Schildermalerinnen kann man jetzt, wie die„ Boff. Ztg." meldet, schule, Gubenerstr. 51/52. Hierzu gelangt ein Unterantrag Louis Frauen auf diesem Gebiete hat sich, wie berichtet wird, als außer männlichen Kunstgenossen" tragen sie als Schußkleidung den grauen Gleich den Sachs zur Annahme, wonach der Magistrat ersucht wird, zu erwägen, ordentlich günstig erwiesen. Immerhin find unter den 250 Gegerichteten Speisen an geeignete Perfonen eingerichtet werden kann. Franen gänzlich entbehren. Während einerseits die Heranziehung rüsten bewegen, erregt Staunen. Die angehenden Handwerkerinnen ob nicht ein größeres Zimmer in diesem Gebäude zur Abgabe der her- meinde- Waisenräten noch ungefähr 70, welche der Mitarbeit der Leinwandkittel, während der Kopf mit einer Art Kapuze bedeckt ist. Die Sicherheit, mit der sich diese Malerinnen auf Leitern und GeDie Vorentwürfe zu Neubauten von Gemeinde der Frauen zu den Arbeiten der Gemeinde- Waisenräte dringend er fculen in der Bergmann, Watt, Straßmannstraße wünscht ist, muß doch auf der anderen Seite vermieden werden, daß haben sich augenscheinlich während ihrer Zehrzeit im Zuruen fle und vor dem Stralauer Thor, sowie der XIII. Realschule am und der Schleswiger Ufer werden nach kurzer Debatte einem Ausschusse von einer einzelnen Frau eine zu große Anzahl von Kindern zur Beauf geübt. Ueber die Zuverlässigkeit und Fähigkeit der Gehilfinmen lauten die Aeußerungen von Fachleuten anerkennend. Den Schilder15 Mitgliedern überwiesen. So ist ein Fall vorgekommen, in fichtigung überwiesen wird. welchem einer Frau nicht weniger als 50 Kinder unterstellt worden malerinnen wird ein aufmerksames und sauberes Arbeiten nachfind; ein lebermaß, welches auch die größte Opferivilligkeit zu schäftigten Frauen. Die Frauen erhalten dieselben Löhne wie gesagt, ebenso den in der Stubens und Dekorationsmalerei belähmien geeignet ist. die männlichen Gehilfen." Diese Mitteilung dürfte wohl starken Zweifeln begegnen. Schluß 71/2 Uhr. * " Für die Benutzung der öffentlichen Schlachthäuser Berlina werden in der Zeit vom 1. April 1899 bis 31. März 1900 an Ge- Für die Ferienkolonien wird jetzt wieder, wie alljährlich, bühren erhoben. Für ein Rind über 1 Jahr alt 1,50 M.; im Alter gesammelt. Das Komitee macht darauf aufmerksam, daß es im Ein ,, Deutsches Fahndungsblatt" wird nach Vereinbarung von 4-12 Monaten 1 M.; für ein Stalb bis 4 Monate 50 Pf.; für Vorjahre leider fast die Hälfte der 6000 angemeldeten Kinder hat ein Schwein 1,05 M.; für ein Schaf 30 Pf.; für eine Ziege 40 Pf. zurückweisen müssen, und zwar hauptsächlich aus Mangel zwischen den Bundesregierungen jezt in Bureau des hiesigen PolizeiFerner sollen an Gebühren für die Untersuchung des Schlachtviehs an Mitteln. In diesem Jahre sind schon jetzt mehr als präsidiums herausgegeben. Es enthält Steckbriefe, Beschlüsse über während des angegebenen Jahres erhoben werden: Für ein Rind 6000 Kinder angemeldet, und weitere Anmeldungen stehen noch bevor. Auslande verfolgte Verbrecher, über gerichtlich beschlagnahmte und Ausweisungen aus dem Reichsgebiete, Bekanntmachungen über vom über 1 Jahr alt 50 Pf.; im Alter von 4-12 Monaten 50 Pf.; für Um die wohlhabenderen Mitbürger zu größerer Freigebigkeit zu verbotene Druckschriften, abhanden gekommene Werthpapiere 2c., über cin Kalb bis 4 Monate 20 Pf.; für ein Schwein 85 Pf.; für ein bestimmen, wird darauf hingewiesen, in wie elenden Schaf 10 Pf.; für eine Ziege 5 Pf. Verhältnissen die meisten der für die Ferien- Feststellung von Verbrechern, die unter falschem Namen auftreten, und Ersuchen um Ermittelung von Zeugen. Vielleicht tolonien gemeldeten Kinder leben, und wie In Sachen des Kirchhofs- Portals im Friedrichshain brachten die Blätter fürzlich die Mitteilung, daß der Oberpräsident egensreich fich für solche Kinder ein mehrwöchiger Aufenthalt lassen sich auch passend Mittheilungen über Lodspigeleien, wie sie im Gebirge oder an der See erwiesen hat. Auch wir 3: B. bei dem alexandrischen Bombenschwindel zu Tage getreten durch welche die Bauerlaubniß versagt wird, als ortspolizeiliche Stügung und bestmöglichen Erfolg. Den Leuten aber, die in so allgemeinen Lügen bereits im November vorigen Jahres amtlich als die vom Polizeipräsidium am 15. Februar d. J. erlassene Verfügung, wünschen, um der Kinder willen, den Säuglingen allseitige Unter- find, hineinflechten. Wie schön wäre es gewesen und welcher Schimpf wäre dem Offiziösentum erspart geblieben, wenn die norddeutschen anerkannt habe, wie dies der Magistrat aus einer vor Jahren mit beweglichen Worten über die Not der proletarischen Jugend jammern, folche gebrandmarkt worden wären. Das„ Deutsche Fahndungsblatt" Oberpräsident hat nun aber nicht, wie irrtümlich gemeldet, der Be- geben wir den Rat, doch künftig Mann für Mann dafür einzutreten, erscheint täglich und soll auch Privaten zugänglich sein. schwerde, sondern der Klage Fortgang gegeben, weil der Magistrat ihre wirtschaftliche Lage zu beffern, durch das daß die Arbeitertiasse nicht in ihren Bemühungen, ausdrücklich auf Entscheidung im Verwaltungs- Streitverfahren an- Unternehmertum im Bunde mit Polizei und Gein voller Blüte. getragen hatte. Darnach wird der Märzstreit also doch zwei richter- richten gehindert wird. liche Instanzen( Bezirksausschuß und Ober- Verwaltungsgericht) be- balb weniger vom Elend der Proletariertinder und von der NotDie Herrschaften würden dann fchäftigen, falls gegen das erstinstanzliche Urteil Berufung eingelegt wendigkeit, den Bettelsad für sie umgehen zu lassen, zu erzählen wird. Vor dem Bezirksausschuß, vertritt die Sache des Magistrats bekanntlich Herr Justizrath Kleinholz.do Tokales. Eine Flugblattverteilung findet im zweiten Wahlfreise am nächsten Sonntag, früh 7/2 Uhr, statt. Die Genossen und Genoffinnen, die sich im Dienste der Partei hierfür zur Verfügung stellen wollen, find gebeten, sich recht frühzeitig und recht zahlreich an den bekannten Stellen zur Verfügung zu stellen. Dann ist die Arbeit rasch und ohne allzugroße Belastung für den Einzelnen geschehen. haben. Ein Kranz mit roter Schleife soll der Hutarbeiter Ernst Krause am 31. März nach polizeilicher Anschauung demonstrativ getragen haben, als er den Monteur Paul 3ersch zu Grabe geleitete. Gegen ihn ist deshalb ein Verfahren wegen groben Unfugs eingeleitet worden. Der Parteigenofie Strause bittet in diefem, für uns agitatorisch ausgezeichnet verwendbaren Fall die Zeugen, die das Tragen des Kranzes beobachtet haben, sich baldmöglichst in seiner Wohnung, Bajewalterstr. 4, Hof, Quergeb., 2 Tr. zu melden. Im Botanischen Garten stehen augenblicklich vier Obstbäume " Summe ist bisher noch nicht festgestellt, doch beträgt sie höchstens" Die Höhe der im Bankhause Rudolf Pohl veruntreuten 3-400 000 m2. Zum Kontursverwalter ist Herr Rosenbach ernannt worden. Gestern vormittag ist die Festnahme der Schwester des Riese erfolgt. Sie hat fortgesezt dem Bruder bei der Beiseiteschaffung von Effekten Beihilfe geleistet. In Begleitung Rieses befindet sich seine Geliebte Jenny Fechner. Wohin beide ihren Weg genommen haben, ist mit Bestimmtheit nicht festgestellt, wohl aber wird von der Staatsanwaltschaft eine ziemlich sichere Spur verfolgt. Rudolf Riese ist am 31. August 1868 in Berlin geboren, evangelisch, von kleiner Figur, hat schwarzes, in der Mitte gescheiteltes Haar, trägt schwarzen Spizbart, hat eine große und etwas schiefe, hakenförmige Nase und etwas schiefe Schultern. Seine Begleiterin ist Die fattsam bekannte„ Kulanz" der Großen Berliner ungefähr in gleicher Größe und hat von Natur dunkelblondes Haar, Straßenbahn- Gesellschaft dem Publikum im allgemeinen wie welches sie rotblond gefärbt trägt Beide treten sehr elegant und sicher deren Abonnenten im besonderen gegenüber wird wieder einmal auf. Angaben, welche über den Verbleib und zum Erweise bes Bei der letzten Flugblattverbreitung zur Nachwahl ließ die recht lieblich durch folgenden recht bezeichnenden Fall illustriert: Am stimmter strafbarer Handlungen dienen können, sind an das königl. Unterstützung aus den anderen Wahlkreisen zu wünschen übrig. Um Ostersonntage in der Frühe begab sich der in der Ererzierstraße Bolizeipräsidium, Zimmer 197, zu richten. der Socialdemokratie den gebührenden Erfolg zu sichern, ist es er-. in das Bureau genannter Gesellschaft, um für seinen Vater eine wohnhafte Abonnent der Großen Berliner Straßenbahn- Gesellschaft Mit einer Schußwunde im Kopfe wurde Donnerstagvormittag forderlich, daß sowohl am Sonntag als auch an den folgenden Wochenkarte, für sich selbst jedoch eine Monatstarte zu lösen. Die im Tiergarten in der Nähe der großen Querallee ein unbekannter beiden Tagen die Parteigenossen aus Berlin und Umgebung sich verlangte Wochenkarte wurde auch anstandslos ausgehändigt, die älterer Mann tot aufgefunden. Der Tote ist mittelgroß und hat zahlreich für die Agitation zur Verfügung zu stellen. Möge jeder, Berabfolgung der Monatsfarte jedoch verweigert und zwar mit der bereits ergrautes Haar, Schnurr- und Backenbart mit ausrafiertem bem es Zeit und Umstände irgendwie erlauben, bei den umfangreichen Motivierung, daß es Feiertag sei! Der betreffende Bureaubeamte Kinn.n Agitationsarbeiten, die noch bevorstehen, helfend eingreifen. Nur hielt es für angemessen, zur weiteren Begründung seiner Weigerung, Zwei Straßenbahn- Unfälle werden uns von gestern morgen dann ist uns der Sieg sicher. Alle, die gewillt sind, mitzuhelfen, darauf hinzuweisen, daß dem Publikum bereits vom 25. eines jeden und vorgestern nachmittag gemeldet. Gestern in der neinten Stunde werden ersucht, sich in folgenden Lokalen einzufinden: Schonheim, Monats ab Gelegenheit geboten sei, für den folgenden Monat entitieg eine Zeitungsträgerin Frau Thymian an der Ecke der BrummenGräfestr. 8; P. Müller, Gräfestr. 31; Ewald, Schönleinstr. 6; Linde- sprechende Fahrkarten zu lösen. Das mag ja nun schon seine Richtig und Demminerstraße von einem elektrischen Wagen de: Linie Kreuzkeit haben; jedenfalls scheint derselbe aber in Unkenntnis über die berg- Demminerstraße ab und wollte den Fahrdamm überschreiten. mann, Morigstr. 9; Zubeil, Lindenstr. 106; Saß, Markgrafenstr. 102; ebenso unbestreitbare Thatsache sich zu befinden, daß weite Kreise Ein aus der anderen Nichtung kommender Wagen, den sie nicht fah, Raumann, Blücherstr. 42; Lüdke, Boffenerstr. 10; Sizing, Belle- der Bevölkerung von dieser zu ihrer wie der Gesellschaft eigenen stieß sie mit den Buffern um und schob sie noch zehn bis zwölf Alliancestr. 74; Wichert, Großbeerenstr. 54; Faller, Pallasstr. 16; Bequemlichkeit getroffenen Einrichtung um deshalb keinen Gebrauch Schritte weiter, bevor er zum Stehen fam. Die Schußvorrichtung Schulz, Prinz Albrechtstr. 3; Werner, Bülowstr. 59. zu machen vermögen, weil sie vor einem Monatsersten nicht in der aber rettete der Frau das Leben. Die Verunglückte, die von SchutzDas Wahlkomitee. Lage sind, die Ausgabe für eine Monatskarte leisten zu können. männern der der Unfallstelle gegenüber liegenden 61. Revierwache Geradezu als chikanös muß es aber bezeichnet werden, wenn troß und Bahnbeamten unter dem Wagen hervorgezogen wurde, war an des Feiertages eine Wochenkarte verabfolgt, die Ausfolgung einer Kopf und Füßen zwar bedeutend, aber nicht lebensgefährlich verletzt. Monatsfarte aber unter Berufung auf denselben Feiertag ver- Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht. Mittwochnachmittag um weigert wird. 5 Uhr scheute am Prenzlauer Thor vor einem elektrischen Wagen " Der Selbstmord des Versicherungsinspektors Born, der fich in einem hiesigen Privatlogis vergiftete, hat nunmehr seine Aufklärung gefunden. Ein Bruder des Selbstmörders, welcher die Stellung eines gräflichen Rentmeisters in Altdöbern bekleidete, hatte in seinem Amte weit über 100 000 M. unterschlagen. Diese Summe hatten num die beiden Brüder in leichtfertiger Weise an der Börse verspielt. Als die Entdeckung dieses Fehlbetrages nicht länger zu verdecken war, starb der Rentmeister plöglich vor Aufregung. Sein Bruder, der oben erwähnte Versicherungsinspektor, wollte mim nicht der allein schuldige Teil sein und griff infolge dessen, unmittelbar nach der Rückkehr vom Begräbnisse des Rentmeisters, zur Giftflasche. Zur Neuwahl im zweiten Wahlkreise. Den Parteigenossen und Genossinnen die Mitteilung, daß am Montag, den 10. April, bier Voltsversammlungen stattfinden, in der die Reichs tags- Abgg. Bebel, Liebknecht, Singer und Stadthagen Das Organ der deutschen Industriefeudalen, die Berliner das Pferd einer herrschaftlichen Kutsche, ging durch und raste die über die gegnerischen Parteien und die Neuwahl im zweiten Reichs- Neuesten Nachr.", moquiert sich darüber, daß wir gestern für die ganze Brenzlauerstraße hinunter. An der Alten Schüßenstraße stieß tags- Wahlkreife sprechen werden. elend entlohnten Eisenbahnschaffner, die am Mittwoch wegen die Kutsche mit einem dort haltenden Möbelwagen zusammen. Der Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklaffe. Am Unterschlagung von Fahrkarten verurteilt wurden, ein Wort des Mit- Kutscher rettete sich durch Abspringen vom Bock, der Insasse wurde Montag, den 10. April, abends 8 Uhr, wird Frl. Adele Schreiber leids übrig hatten. Ueber die Lohnverhältnisse dieser Unglüd- aus der Kutfche herausgeschleudert, fam aber glücklicherweise auch Beide Fuhrwerke wurden start fiber Sociale Dichtung" sprechen. Um zahlreiches Erscheinen der lichen geht das Blatt mit einer hocheleganten Wendung hinweg: ohne erheblichen Schaden davon. Mitglieder und Gäste ersucht Der Vorstand. Ob der betreffende Eisenbahnschaffner oder Billetverkäufer sein Ge- beschädigt. Der Bahnverkehr in der Prenzlauerstraße wurde durch halt für zu gering erachtet, ist ein rein subjektives den Unfall zehn Minuten unterbrochen. Urteil, und man darf wahrscheinlich aus diesem persönlichen ,, Er muß wie ein Pferd arbeiten", sagt man wohl von Ermessen auch im Zukunftsstaate noch nicht die Berechtigung hereinem, der mit Arbeit so überbürdet ist, daß es fast seine Sträfte leiten, daß man ohne weiteres fich Werte aneignen darf, über die fibersteigt. Auf die Angestellten der Straßenbahn- man fein Verfügungsrecht befigt. und Omnibus- Gesellschaften will dieses Bild nicht recht Als ob je so etwas je behauptet worden wäre! passen. Sie müssen viel länger und viel schwerer als Wir haben es im Verein mit allen Menschen von Einsicht und ein Pferd arbeiten, wenigstens schwerer als die Pferde, Gefittung aus den socialen Buständen heraus erklärlich gefunden, deren sich diese Gesellschaften bedienen. Bei der" Großen daß die darbenden Eisenbahnangestellten jene Gesezwidrig Berliner Straßenbahn- Gesellschaft" z. B. wurden teiten begingen, für die nicht allein sie, sondern auch ihre Frauen im Jahre 1898 auf sämtlichen noch mit Pferden betriebenen Linien und Kinder jetzt so schwer im äußersten Elend büßen müssen. Und zusammen beinahe 50 Millionen Pferde Kilometer zurüdgelegt, ein solches Erkennen sollte am allerwenigsten in einer Welt getadelt täglich im Durchschnitt gegen 187 000 Pferde- Kilometer. Da täglich werden, wo sich deutsche Industrieritter anschiden, schienen. Feuerbericht. Donnerstag früh waren drei fleinere Brände im Durchschnitt 5177 Pferde unterwegs waren, so tam auf flickende kommerzienräte im Tode durch Prunt. abzulöschen. Großbeerenstr. 58 war in einem Kesselhause ein fedes Pferd eine Durchschnittsleistung von noch nicht bentmäler zu ehren! unbedeutender Brand zu beseitigen. Ein Schornsteinbrand rief die 261/2 Kilometer pro Tag, das ist eine Strede, Der tätowirte Anarchift. Als mutmaßliches Mitglied eines Wehr nach Bellealliance str. 10, während gleichzeitig die in noch nicht drei Stunden( einschließlich Aufenthalt an den Haltestellen) zurückgelegt wird. Bei den anderen Gesellschaften anarchistischen Geheimbund es war, wie wir derzeit be Quito w str. 6 ein Stlofett eingeäschert wurde. Mittwochabend richteten, der Schlosser Löffler in Untersuchungshaft genommen entstand Stegligerstr. 1 ein Schornsteinbrand. Ein Schauverhält es sich mit der Arbeitszeit der Pferde ganz ähnlich. worden. Gelegentlich einer Durchsuchung seiner Wohnung wie feiner fensterbrand verursachte einen Alarm nach Botsdamerstr. 104. Knapp drei Stunden Arbeit am Tage, wie gern würden da die Angestellten mit den Pferden tauschen! Sie wären Person hatte man auf seinem Oberarm eine nicht zu enträtselnde Außerdem war Gerichtstr. 15 in einer Bäckerei noch ein Brand schon froh, wenn ihre Arbeitszeit nur so weit verkürzt würde, daß Tätowierung entdeckt und besonders hier auf() den Ver- abzulöschen, der eine Partie Brennholz und den Fußboden einFreilich liegt für die Straßenbahn- und Omnibus- Geſellſchaften nicht entlaffung Löfflers beantragt, die vom Untersuchungsrichter abdes Polizeipräsidiums.) Weizen 15,85-14,90 M., Roggen 14,40 bis fie von sich fagen tönnten: wir arbeiten so lange, wie brei Pferde dacht geftigt, daß Löffler einem anarchistischen Geheimbunde an- äicherte. gehöre. Sein Berteidiger, Rechtsanwalt Dr. Schöps, hatte die Haft- Marktpreise von Berlin. 5. April 1899.( Nach Ermittelungen ber geringste Grund vor, die Menschen auch nur annähernd so ängstlich zu schonen, wie das Vieh. Die Pferde haben einen An- gelehnt wurde. Hiergegen legte der Verteidiger Beschwerde ein, 13,40 M., Futter- Gerste 13,60-18,00 m.( ermittelt pro Tonne von Der Erſatz für über- worauf er zwei Tage später vom Staatsanwalt bie neber Centralſtelle der preuß. Landwirtſchaftskammer Schaffungswert, die Menschen nicht. Notierungss erhielt, daß er selbst das Verfahren gegen Löffler eingestellt und erhielt, daß er selbst das Verfahren gegen Löffler eingestellt und stelle und umgerechnet vom Polizeipräsidium für den Doppelanstrengte, zeitig abgenugte Pferde verursacht Ausgaben, während seine Haftentlaffung bereits bewirkt habe. Löffler hat 8 Wochen in centner). Hafer, gute Sorte 15,40-14,90 W., Mittelforte 14,80 bis fich für das überanstrengte, zeitig abgenuste Personal alle Tage untersuchungshaft zubringen müssen. Wer mag nur auf die Idee 14,20 m., geringe Sorte 14,10-13,50 M., Richtstrob 4,00-3,32 W., Wer mag nur auf die Idee mühe und kostenlos Erfas schaffen läßt. Auf jeden Mann, der abgeht, warten schon hundert andere, die seine Stelle gekommen sein, daß es Menschen gebe, die sich zu umstürzlerischen Sen 7,00-4,50 wt., Erbsen, gelbe zum Kochen 40,00-25,00 92. Speisebohnen, weiße, 50,00-25,00 M., Linsen 70,00-30,00 m. haben wollen. Den Pferden wird sogar ein Erholungsurlaub Sweden mit der Nadel in den Arm pietten? gewährt, wenn sie ihn nötig haben. Im Sommer 1898 wurden alles per 100 Stipendien für Gewerbegehilfen. Statutengemäß find all-( Seleinhandelspreise); Kartoffeln 6,00-4,00 2.; von der Großen Berliner Straßenbahn- Gesellschaft" 287 der Er- jährlich im Monat Januar zehn Stipendien zu je 60 Mart aus Rilogramm. Rindfleisch von der Steule 1,60-1,20 M., Bauchfleisch holung bedürftige Pferde dem Pferdepensionat" bei Heiners- dem Gewerks- Ausstellungs- Fonds vom Jahre 1849" an Gewerbe- 1.20-1,00 2., Schweinefleisch 1,60-1,20 m., Kalbfleisch 1,80 bis dorf überwiesen. Von einem Erholungsurlaub für die mensch gehilfen( Gesellen) behufs ihrer weiteren gewerblichen Ausbildung zu 1,00 M., Hammelfleisch 1,60-1,00 M., Butter 2,60-2,00 M.; alles lichen Angestellten der Straßenbahn- Gesellschaft, für die unteren verteilen. Anspruch darauf haben nur Gesellen, die Inländer find per 1 Kilogr. Gier 4,00-2,40 m. per 60 Stid. Fische per 1 Kilogr.: Beamten wenigstens, hat man bisher nichts gehört. Mit und Zeugnisse ihres Wohlverhaltens und über erworbene Geschid Starpfen 2,20-1,20 M., Male 8,00-1,80 M., Bander 2,60-1,00 m., " " " 10090 undefine Hechte 2,20-1,00 M., Barsche 1,60-0,80 02., Schleie 3,50-1,40 m., Bleie 1,40-0,80 M., Strebse 60 Stück 12,00-3,00 m. Gerichts- Beifung. um den Bescheid der Unternehmer, für die ftritte Durchführung desselben plädierten, wurde von anderen Rednern beantragt, den Produktenbörse am 6. April. Spiritus fam in größerer Ein Nachspiel zum Brandenburger Zimmererstreit von Bescheid der Unternehmer in der Weise zu beantworten, daß eine Zufuhr zu Markt und fand erst zu um 50 f. billigeren Preisen 1898 wurde gestern vor dem Kammergericht beendet. Als im Berkürzung der Arbeitszeit um täglich 1/2 Stunde vorgenommen Unterkommen, da Hamburg mur mäßig faufte. Lieferung war zuerst vorigen Jahre die Zimmerer in Brandenburg die Arbeit nieder- wird. Beschlossen wurde sodann, den früher gefaßten Beschluß, die behauptet, schloß aber um 30 bis 40 Pf. infolge der Ermäßigung legten, um einen besseren Lohn zu erzielen, sperrten die Maurermeister Arbeitszeit am Montag und Sonnabend um je eine Stunde zu der Loconotiz abgeschwächt. Spiritus loco ohne Faß mit 70 M. Ab- ihre Gesellen aus, in der Absicht, dadurch einen Druck auf die verringern, der auf einem großen Teil der Bauten auch bereits gabe ist heute von den Kursmaklern mit 39,7 M. gehandelt worden, streifenden Zimmerer auszuüben. Zugleich versuchten aber die Herren durchgeführt ist, vorläufig aufrecht zu erhalten. Die Refolutionen, 50er Spiritus fam nicht zum Umsatz Kartoffelstärke und Mehl Maurermeister, fremde Arbeitskräfte nach Brandenburg zu nach welchen eine Verkürzung der Arbeitszeit um 1/2 Stunde täglich Aprillieferung 20 M., feuchte Stärke 10,40 M. ziehen. So kam auch der Maurer Wilbrand nach Branden: vorgenommen werden soll und der Beginn der Arbeitszeit auf 71/2 Uhr Die Neue freie Volksbühne bringt am Sonntag, den 9. April, burg. Auf dem Bahnhof empfingen ihn einige Streifpoften. Sie festgesetzt wird, sollen in der nächsten von der Kommission einberufenen nachmittag 28 Uhr, im Ostend Carl Weiß Theater das Goethesche führten ihn nach dem Lokale des Gastwirts Weidner, wo die Streit- Versammlung nochmals beraten werden. Einstimmig wurde hierauf Meisterwert" Iphigenie auf Tauris", Schauspiel in 5 Atten, zur Kommission vergeblich den Versuch machte, ihn durch Gewährung beschlossen, den 1. Mai wie alljährlich durch strikte Arbeitsruhe zu Aufführung. Die Regie hat Herr Cord Hachmann. Als Darstellerin der des Neisegeldes zur Abreise zu veranlassen. Weidner er feiern, und wird die Versammlung um 10 Uhr vormittags bei Keller, Iphigenie ist Frl. Marianne Marion vom Leffing- Theater gewonnen. Von flärte demnächst, solche Leute wie ihn müßten die Kollegen tot Stoppenstraße, stattfinden. Zum Schluß gelangte nach kurzer Beden Herrenrollen sind zu nennen: Dreft: Herr Jarey; Phylades: Herr schlagen. Nach einiger Zeit trat der Zimmerer Gräf an Wilbrand gründung folgender Antrag zur Annahme: Will eine Kolonne die Alber. Einige Neuaufnahmen werden noch vorgenommen durch die Zahl: heran und mißhandelte ihn, ein Gleiches that später Weidner. Arbeit niederlegen, weil der Sohn von 7 Mart bei dem Preis nicht stellen sowie durch den Kassierer des Vereins: Ad. Löhr, Ackerstr. 38, 2 Tr. Neben Gräf wurde auch Weidner angeklagt, fich des Vergehens gegen verdient werden kann, auch nicht garantiert ist, so hat dieselbe der Theater. Das Schiller- Theater bereitet Eduard Jacobsons den§ 153 der Gewerbe- Ordnung und der gemeinschaftlichen Körper- Lohnkommission vorher davon Mitteilung zu machen und darf die " Der Mann in Monde" bor. Gesang wird mitte nächster Woche stattfinden. Heute ist die letzte Wieder: urteilte Weidner Die erste Aufführung dieser Posse mit verletzung schuldig gemacht zu haben. Das Schöffengericht ver- Arbeit nicht eher einstellen, bis ein Mitglied der Lohnkommiſſion ſich holung des Björnsonschen Schauspiel Die Neuvermählten" und des nach zu sechs Monaten Gefängnis und das an Ort und Stelle von der Sachlage informiert hat. Von allen einem Zwischenspiel des Cervantes bearbeiteten Lustspiels" Verbotene Früchte" Landgericht in Potsdam änderte das Urteil nur insoweit Differenzen, die infolge der Lohn- und Arbeitsverhältnisse auf den bon Emil Gött. ab, als es statt eines Vergehens gegen den§ 153 versuchte Bauten stattfinden, ist der Lohnkommission sofort Mitteilung zu Nötigung annahm. Den§ 153 erklärte es für nicht anwendbar, mächen. weil die Maurer nicht die Arbeit niedergelegt, sondern ausgesperrt worden waren. Ein Zwang im Sinne Die Steinfeger und Berufsgenossen hielten am 5. April im des§ 153 fonnte somit nicht Lokal Brunnenstr. 188 eine gutbesuchte öffentliche Versammlung ab, Die gegen in welcher der Gesellenausschuß( Lohnkommission) über den Erfolg Weidners wurde gestern vom Kammergericht mit folgender 8 Lagen wieder mehrere Schreiben von Jnnungs- und Nichtimmungs das landgerichtliche Urteil eingelegte Revision seiner Bemühungen zur Regelung der Lohnfrage Bericht erstattete. Begründung verworfen: Die versuchte Nötigung sei ohne Rechts- meistern vor. Von legteren hat kollapp Nieder- Schönirrtum festgestellt worden, denn es sei erwiesen, daß Weidner durchhausen die sämtlichen Forderungen bewilligt. Auch eine der feine indirette Drohung den Wilbrand habe zur Abreise nötigen größten Innungsfirmen, die Firma H. Hein, hat bewilligt, deswollen. Auch habe der Vorderrichter ohne Rechtsirrtum eine gleichen wird in der Versammlung mitgeteilt, daß die Innungsgemeinschaftliche Körperverlegung für vorliegend erachtet, da auch förperliche Verlegungen, die nacheinander erfolgten, als gemeinschaft liche Körperverlegung angesehen werden könnten. Die Festsetzung ber Höhe der Strafe beruhe auf thatsächlichen Erwägungen, an die das Revisionsgericht nicht heran könne. Aus den Nachbarorten. Der Arbeiter- Bildungsverein von Oberschöneweide und Umgegend hält Sonnabendabend 81/2 Uhr im Restaurant Haferland feine Generalversammlung ab. Genoffe Köster aus Schöneberg wird über„ Unser Programm" sprechen. " Tempelhof, Mariendorf, Marienfelde. Am Sonntag, nachmittags 31 Uhr, findet im Lotale des Herrn Teutschbein in Marienfelde eine Versammlung des Arbeiter- Bildungsvereins statt. Genosse Sassenbach spricht über„ Das neue Handwerkergesetz". T Der Vorstand. In Johannisthal Niederschöneweide findet die nächste Generalversammlung des socialdemokratischen Vereins am 8. April bei Senftleben statt. Die Stadtverordneten- Erfahwahl in Rigdorf, welche durch Die Ernennung von acht Stadtverordneten zu unbesoldeten Magistrats mitgliedern notwendig geworden ist, findet für die zweite Abteilung am 21. April, für die erste Abteilung am 22. April statt. angenommen werden. = laffen. Ein Vertreter der größten hiesigen Firma hat gesprächsmeister H. Schleick und Nize ebenfalls neun Stunden arbeiten eise seinen Arbeitern erklärt, daß auch fie bewilligen würde, falls einige andere Firmen vorangehen. Einen um so fomischeren Eindruck machte daher das offizielle Schreiben der Die Stimme der Freiheit verfehmt. Wegen Aufreizung zum Innung, in welchem kategorisch erklärt wurde, daß wegen der NeuKlassenhaß stand gestern der Schneider Hermann Stubbe vor organisation derselben in diesem Jahre keine Veränderung in den der neunten Straftammer des Landgerichts 1. Der Angeklagte ist Lohn- und Arbeitsverhältnissen eintreten könne. Es verlautete Redacteur des Anzeigeblatts für Schneider und Schneiderinnen jogar, daß die Innung den bewilligungsluftigen Firmen mit AusBerlins und Umgegend". Am 11. Februar d. J. erschien im Unterschluß aus der Junung gedroht habe. Was jedoch das Verhalten Die Schulärzte, welche in Charlottenburg angestellt haltungsteil Blattes ein Gedicht: Die Stimme der Imung in einem wenig vorteilhaften Lichte erscheinen läßt, ist werden sollen, find in der gestrigen Sigung des dortigen Magistrats der Freiheit", welches einer Sammlung entnommen war, die Thatsache, daß in diesem Jahre zum erstenmal die Arbeiteit gewählt worden. Es sind dies neun Herren, die für ein Jahr mit die dem neuen Amte betraut werden. Gleichzeitig wurde die Dienst- Gedicht wird nach Ansicht der Anklagebehörde dazu der polizeilichen Beschlagnahme verfallen ist. In dem in den Bau- Inspektionen auf drei Jahre vergeben worden sind. auf- Es war also der Innung mit ihrer Verschleppungstaktik nur instruktion der Schulärzte genehmigt. Um Erfahrungen zu sammeln, gefordert, mit Gewaltmitteln gegen die bestehende Ordnung zu darum zu thun, diese Arbeiten noch unter Berechnung der soll diese vorläufig auf ein Jahr Geltung haben. fämpfen. Der Gerichtshof teilte diese Ansicht und verurteilte den alten Lohnsätze unter Dach und Fach zu bringen, um später Es wurde schon mitgeteilt, daß der der Stadtgemeinde Berlin Angeklagten nach dem Antrage des Staatsanwalts zu einer Geld- erklären zu können, jetzt haben wir die Arbeiten auf drei Jahre abgehörige Schäfersee in Reinickendorf nach einer Borlage strafe von 60 Mark. geschlossen. Dieses Verhalten wurde denn auch in der Versammlung des Magistrats an die Stadtverordneten- Versammlung von den ihn verunreinigenden schlechten Stoffen gesäubert werden soll. Der Zu- Wertheim gegen einer recht abfälligen Kritik unterzogen, allerdings dabei auch Vor dem Kammergericht tam gestern der Prozeß der Firma betont, daß, falls es zum Kampf fommen sollte, dieser Umstand stand des Gewässers ist zu einem wahren Uebelstand für die Ums Der Rechtsanwalt Ulrich hatte in einer Versammlung des Antis dazu beitragen würde, den Kampf zu einem recht hartnädigen zu den Rechtsanwalt Ulrich zur Verhandlung. gebung geworden. Im Hochsommer bedeckt sich der See regelmäßig femitenvereins einen Vortrag gehalten und dabei die Behauptung längeren Resolution, die im Sinne der wiedergegebenen Verhandgestalten. Die Versammlung präcifierte ihre Stellung in einer mit einem blaugrünen, weithin üble Ausdünstungen verbreitenden aufgestellt, die Firma Wertheim hätte einem Fabrikanten das Warens Schlamm, und nahm trotz seiner bis 11 Meter großen Tiefe und feiner Ausdehnung von mehr als 16 Morgen das Ansehen und fast lager, das 100 000 M. Werth hatte, für 25 000 M. abgekauft. In lungen gehalten war. erster Instanz wurde der Rechtsanwalt verurtheilt, und die zweite auch die Wirkung eines stinkenden Pfuhles an. Die vornehmliche Ursache Instanz sprach ihn frei, jetzt hat aber das Kammergericht die Ne war neben einem, der strengen Aufsicht der Polizeibehörde entgangenen vision verworfen, und das erste Urteil bestätigt, auch sprach das Mißbrauche einzelner Angrenzer, die den stehenden und den fließenden Kammergericht ihm den Schutz des§ 193 ab. Gewässern der Mart, auch unserer Spree eigentümliche reiche Ulrich verteidigte Algenbildung. Bei Eintritt der Kälte lagerten sich die Reste der sich selbst. Algenbildung alljährlich auf den moorigen Grund des Sees ab und Wegen Sittlichkeitsverbrechen in mehr als 30 Fällen, be fie haben dort im Laufe der Zeit einen meterdicken Schlamm ge- gangen innerhalb der letzten sechs Jahre gegen zwölf Schülerinnen, bildet, dessen oberste Schicht, noch triebkräftig im Sommer, unter wurde in Ratibor unter Ausschluß der Oeffentlichkeit der der Einwirkung von Licht und Sonne eine neue, immer stärkere 42jährige, verheiratete Hauptlehrer Robert Scholich aus Wanowig, Treibetraft entwickelt. Für die Reinigung des Sees, der nur lang- Kreis Leobschüz, von der dortigen Straffammer au vier Jahren Geziation, nach welcher ein Dienstmädchen in Frankenthal( Rheinhessen) sam nach dem Tegeler See entwässert, ist seit längerer Zeit nichts fängnis und fünfjährigem Ehrverlust verurteilt. geschehen. Jetzt endlich hat der Berliner Magistrat, auf Andrängen der Polizeibehörde, namentlich auch im Interesse der nördlichen Stadtteile den Beschluß gefaßt, eine Abhebung des noch nicht ab gestorbenen Grundschlammes des Sees durch Baggerung vorzunehmen, wodurch auch das gesunkene organische Leben des Sees wieder belebt werden kann. Man nimmt an, daß die Stadtverordneten die nicht unerheblichen Kosten dieser Maßregel, die vielleicht mit der in Anregung gebrachten Anlegung einer gärtnerischen Be pflanzung der Wurzelberge in Verbindung gebracht werden könnte, auch ihrerseits bewilligen. Der Magistrat von Spandau hat bei der Militärverwaltung um Erweiterung der Festungsthore petitioniert, deren Ausdehnung den gesteigerten Verkehrsansprüchen schon seit langem nicht mehr genügt. Das Thor, durch welches die über Charlottenburg nach Berlin führende Berkehrsstraße geht, ist so schmal, daß zwei Fuhrwerke zugleich nicht hindurchfahren tönnen; ähnlich sieht es auch mit den anderen Festungsthoren aus. Dem Vernehmen nach ist Aussicht vorhanden, daß die Bitte der Stadt Spandau erfüllt wird. Das ersterwähnte Thor in seinem jezigen Zustande hindert auch die Ausführung der Straßenbahnlinie Spandauer Berg- Spandau, die schon seit dem vorigen Jahre beschlossen ist. Versammlungen. Sierauf gab Knoll den Bericht vom Bauarbeiterschutz- Kongreß, Die Resolution soll den Mitgliedern der Innung zugehen. mit welchem fich die Versammlung einverstanden erflärte. Unter Verschiedenem wurde bekannt gegeben, daß bei der Innungsfirma G. Riedel Ueberstunden gearbeitet würden, ohne daß dieselben mit dem üblichen Zuschlag von 25 Proz. bezahlt werden. Vermischtes. Aus der herrlichsten der Welten. Auf Grund einer Demum sein uneheliches Kind bald nach der Geburt getötet und die Leiche in den Rhein versenkt haben sollte, forderte die Staatsanwaltschaft jämtliche Polizeibehörden der von Ludwigshafen bis an die holländische Grenze am Rhein belegenen Ortschaften um Auskunft auf, ob etwa im Laufe der letzten Jahre eine Kindesleiche gelandet Die Gold: und Silberarbeiter hielten am 28. März die fei, deren Rekognoscierung nicht möglich gewesen sei. Das Ergebnis regelmäßige Versammlung der hiesigen Zahlstelle ab. Der Bor- diefer Umfrage war ein überraschendes; denn nach den eingegangenen figende giebt bekannt, daß durch den Arbeitsnachweis verschiedene Antworten sind in den betreffenden Bezirken nicht weniger als Stellen zu befeßen sind und bittet die Kollegen, dieses zu beachten. 82 Kindesleichen aus dem Rhein gezogen worden, deren Mütter Hierauf hielt Herr Dr. Wollheim einen interessanten natur- bisher nicht ermittelt werden konnten! Solche Zufälligkeiten spiegeln wissenschaftlichen Vortrag. Zum Schluß wurde bekannt gegeben, die Unhaltbarkeit der heutigen Ordnung" ebenso deutlich wieder, daß am Sonntag, den 9. April, ein Besuch der Treptower Stern- wie die großen Kämpfe auf socialem Gebiete. warte stattfindet und treffen sich die Kollegen um 2 Uhr bei Ludwig, früher Jacob, in Treptow, an der Köpnider Landstraße. Duellprügler. In Koblenz fand ein Pistolenduell zwischen Leutnant Döring vom Infanterie- Regiment Nr. 68 und Vicefeldwebel Klövekorn statt. Letzterer wurde schiver verlegt. " 1 Das worden. Damit werden aber die bis dahin von ihm geschlossenen Ehen nicht gültig. Vielmehr werden für sie neue Eheschließungen und nene Beurkundungen nötig. Für die neuen rechtsgültigen Eheschließungen hat der Minister den Dispens von den Aufgeboten erteilt. Pulverexplosion. Aus Petersburg wird berichtet: In einem auf dem Terrain der Ochtaer Pulverfabrik belegenen steinernen Gebäude, welches zur Aufbewahrung von Sprengstoffen diente, erfolgte Mittwoch eine Explosion, durch welche das Gebäude zerstört, ein Arbeiter getötet und eine vorübergehende Frau verwundet wurde. Briefkasten der Redaktion. Die Kupferschmiede nahmen in ihrer Versammlung am 80. März Stellung zur Feier des 1. Mai. Es wurde beschlossen, daß diejenigen, die am 1. Mai ohne Nachteile feiern können, dies Zwanzig ungültige Ehen hat, wie der Magdeb. Zeitung" thun sollen. Denjenigen Arbeitslosen, welche im Arbeitsnachweis aus Stettin gemeldet wird, der Bürgermeister der kleinen Stadt eingetragen sind und zum Dispositionsfonds gesteuert haben, sowie Bölitz geschloffen. Er trat Ostern 1898 sein Bürgermeisteramt an den Zugereisten, welche den Nachweis führen, in anderen Orten zu und nahm zu gleicher Zeit in dem Irrtum, daß auch das von seinem ähnlichen Fonds gesteuert zu haben, wird eine Unterstützung von Vorgänger verwaltete Amt des Standesbeamten ohne weiteres 2 M. gezahlt, dieselben müssen sich aber der Vormittag- Versammlung auf ihn übergegangen sei, die Geschäfte dieses Amtes auf, ohne Friedrichshagen. Trotzdem die Rahnsdorfer Fischer eifrig der Metallarbeiter im Feenpalaft anschließen. daß die Aufsichtsbehörde sie ihm übertragen hatte. Jezt, nachdem fuchten, sind die Leichen der am Karfreitag auf dem Müggelsee erBei Besprechung der Arbeitsverhältnisse wurde folgende Reso- er 20 Ehen geschlossen und eine Reihe anderer Beurkundungen trunkenen Berliner Oberrealschüler Bünz, Erber und Köppen bisher lution angenommen:„ Die Versammlung nimmt mit entschiedener vorgenommen hat, ist die Sache zur Anzeige gebracht worden. noch nicht aufgefunden worden. Infolge des hohen Wellenschlages Mißbilligung davon Kenntnis, daß gerade in denjenigen Wertstätten, Sämtliche Beurkundungen sind für ungültig erklärt worden. am genannten Tage war der See fast gar nicht belebt, so daß von deren Inhaber selbst Fachleute sind und überwiegend Kupferschmiede Amt des Standesbeaniten ist dem Bürgermeister nun übertragen dem Vorfall nichts bemerkt wurde. Erst am Sonntagvormittag beschäftigen, der Minimallohn nicht gezahlt wird. Sie erwartet, daß wurde das gekenterte Boot entdeckt. Der heftige Westwind sowie die die Kollegen der betreffenden Werkstätten ihr Interesse nur in voller starke Strömung, die namentlich in der Nahnsdorfer Gegend un- Einigkeit gewahrt sehen und alle fleinlichen Streitigkeiten ruhen lassen, erfahrenen Nuderern sehr gefährlich wird, scheinen das Unglück sowie alle Bestrebungen auf Regelung des Minimallohns unter herbeigeführt zu haben. Von einem Sachkundigen wird mit stügen. Bezug auf den Unglücksfall folgende beachtenswerte Mahnung Die in der Vertrauensmänner- Sigung bewilligten 20 M. für veröffentlicht:„ Es fann nicht oft genug gewarnt werden, die Krefelder Weber und 25 M. für die Löbtauer Berurteilten gean stürmischen Tagen den Müggelsee zu befahren; wenn derselbe nehmigt die Versammlung und fülgt eine weitere Unterstützung von auch bei Friedrichshagen ruhig erscheint, türmen sich doch auf dem 100 W. für die Krefelder Weber hinzu. Rahnsdorfer Gebiet die Wellen bei starkem Wind oft meterhoch. Es Die Dachdecker tagten am Dienstag Abend im Englischen sollten sowohl die Eltern wie auch die Lehrer die mit den Verhält- Garten, um einen Vortrag von Bruno Pörich über: Was Die Ursache der Explosion ist noch nicht feſtgeſtellt. niffen Unfundigen eindringlich auf die Gefahr aufmerksam machen. müssen wir zur Erringung des neunstündigen Arbeitstages thun?" Jedes Jahr fordert der Müggelsee beträchtliche Opfer an Menschenau hören. Der Vortragende schilderte die Schäden der langen leben und doch hören diese„ Bravourstücke" nicht auf. Wer an einem Arbeitszeit und ermahnte die Versammelten eindringlich, für eine stürmischen Tage die ganze Tücke des Sees bewundern will, der durchgreifende Stärkung der Organisation zu forgen, die allein im beobachte denselben am Ausgangspunkte der Seestraße an der stande sei, eine fürzere Arbeitszeit zu erringen. Hierauf gab Görnis Nahnsdorfer Mühle." den Bericht über die Verhandlungen mit den Meistern. Diese haben In Landsberg a. W. hat sich der Amtsrichter Meß aus erklärt, erst am 1. Mai die Antwort auf die Forderung des neun feinem Amtszimmer im Amtsgerichts- Gebäude auf die Straße hinab- stündigen Arbeitstages geben zu können. Um zu zeigen, daß die gestürzt. Der Tod trat sofort ein. Eines Nervenleidens wegen Dachdecker ernsthaft auf ihren Forderungen beharren, wurde beschlossen, hatte Amtsrichter Meß auf seinen Wunsch einen längeren Urlaub noch vor dem 1. Mai eine Bersammlung abzuhalten, zu der ein erhalten. besserer Besuch als zu der abgehaltenen Versammlung erwartet wird. Ein bei Schildhorn gemachter Leichenfund beschäftigt die Die Puter hielten am Mittwoch eine öffentliche Versammlung Staatsanwaltschaft des Landgerichts II Berlin. Zu Ostern wurde bei Cohn, Beuthstraße, ab, in der zunächst Dähne ausführlich über die Leiche eines 14/ 2jährigen Mädchens namens Galinowski ge- den Verlauf des Bauarbeiterschuß- Kongresses berichtete. In der landet, das vor acht Wochen aus Spandau verschwand. Man ver- hierauf folgenden Diskussion erörterten Dietrich und E. Simamutet, daß es das Opfer eines Verbrechens geworden ist. now sti die standalösen Zustände im Baugewerbe, unter denen die Reinickendorf. Die Allgemeine Elektricitäts- Gesellschaft wird Bauarbeiter und insbesondere die Buzzer zu leiden haben. mit dem 1. Oktober d. J. die hiesigen Straßen, welche jetzt entweder forderten ebenfalls auf, um die Beseitigung der verschiedenartigen mit Petroleumlampen oder gar nicht beleuchtet werden, mit der Mißstände zu ermöglichen, alle diesbezüglichen Vorkommnisse zu Nernstschen Lampe versehen. Dieser Lampe wird eine große Leucht- melden und der Bauarbeiterschuß- Kommission als Material zu übertraft nachgerühmt. Es tommen in Reinickendorf etwa 225 solcher weisen. Eine längere Diskussion veranlaßte der Bescheid, den Lampen zur Verwendung. 6 Haparanda 745 Still Schnee-2 Im Kreistag für Niederbarnim wurde die Lohnkommission von dem Arbeitgeber- Bund für das Maurer- Swinembe. 759 SS 6egen der Etat des Kreises für das Jahr 1899/1900 auf 972 000 m. Ein- und Zimmerergewerbe erhalten hat und in welchem die Forderung Hamburg 5 Regen 7 Petersburg 755 G 3 Regen 7 Cort nahme und Ausgabe festgesetzt. Der Kreistag beschloß die Erbauung der Buzzer: die Arbeitszeit am Montag und Sonnabend um je eine Wiesbaden 765 NW 1 Regen 8 Aberdeen 7573 einer Kreischaussee vom Bahnhof Straußberg über Eggersdorf bis Stunde zu verkürzen, furzer Hand und ohne jedwede Begründung München 2 bedeckt 8 Paris 768 MB 3516.bed. 11 zur Kreischaussee Berlin- Alt Landsberg- Straußberg- Prößel abgelehnt wird. Sämtliche Redner traten für eine Verkürzung der Wien Berlin- Alt- Landsberg 768 W 2woltent 6 ( Chauffeegeld- Hebestelle Radebrüd). Den Gemeinden Reinickendorf, Arbeitszeit ein und wünschten, daß auch mehr wie bisher die üblichen Wetter Prognose für Freitag, den 7. April 1899. Dalldorf und Tegel wurde zum Um- und Ausbau der von der Pro- Baufen innegehalten werden, um eine willfürliche Verlängerung der Beitweise auftlarend, vorwiegend trübe und regnerisch bei ziemlich vinz übernommenen Strecke der Chaussee Berlin- Cremmen( Scharn- festgesezten Arbeitszeit zu vermeiden. Während mehrere Redner für frischen westlichen Winden und wenig veränderter Temperatur. weberstraße) eine Beihilfe von 56 800 Mark bewilligt. die Aufrechterhaltung des gefaßten Beschlusses und unbekümmert Berliner Wetterbureau. Verantwortlicher Redacteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentbeil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin Freitags abends von 7 bis 8 1hr abgehalten. Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und Savignyplak aufgebaut werden, doch ist das Projekt neuerdings wieder in J. K. 48. Ein Riesenrad sollte hier auf dent Ausstellungsterrain am Frage gestellt worden. D. S., Rigdorf. Ist zur Aufnahme ungeeignet. Besten Dank. M. H. 27. 17 700 000. A. D. und E. S. Wie im„ Borwärts" vom 31. b. Mts. dargelegt ist, tönnen zur Kontrollversammlung am 11. April Einberufene zweifellos wählen, thun aber gut, sich nicht nach der Wahl im Wahllokal aufzuhalten. Witterungsübersicht vom 6. April 1899, morgens 8 Uhr. Berlin Barometer stand mm 758 S 762 S 768 3 Wind Bunipia Windstärke Wetter Zemp. n. C. 5°. 4° R. Stationen Barometer stand mm Wind richtung 764 Windstärke Better 1 bebekt Zemp. n.. 4 4 Regen bheiter 10 8 Br. 81. 16. Jahrgang. 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Prügel für die Kinder des Volkes? 118 Sreitag, 7. April 1899. was man fie gelehrt, hättest Du aber recht gelehrt, wie stets nur im freien Raum des Lehrzimmers und in der was man sie su aber rest selebatten Regel nad beendigtem Unterricht vollzogen werden. haben und darfestu( bedarfst Du) der Schläge nicht. 2. Als Werkzeug der Züchtigung ist nur eine aus dünnen Reisern Nun aber follen fie entgelten Deines Jrrtums, bestehende Rute und in erheblichen Fällen, sowie bei größeren daß Du die rechte Art zu lehren an ihnen nicht ge- Knaben ein biegiames Stöckchen von der Stärke eines kleinen Fingers braucht hast: das ist ja eine übermachte( übermächtige) zulässig. Die Züchtigung selbst findet bei Mädchen nur auf den Unbilligteit." Rücken, bei Knaben auf den Rücken oder das Gesäß statt. Es verLocke, Comenius, Rouffeau, Basedow, Pestalozzi, Diesterweg und steht sich, daß die genannten Körperteile nicht von den Kleidern biele andere hervorragende Pädagogen erfären übereinstimmend, daß entblößt werden dürfen. das Schlagen Zeugnis von der Unfähigkeit des Lehrers ablege und seinen Zweck nicht erfüllen könne. Und im Jahre 1899 werden Leben und Gesundheit gefährdende Züchtigungen in Schulen vor den Thoren Berlins festgestellt. 3. Das Schlagen mit einem stärkeren Stock oder mit einem Lineal, desgleichen das Schlagen mit der Hand, der Faust oder dem Buch ins Gesicht und an den Kopf, das Meißen an den Haaren, an den Ohren und an anderen Teilen des Körpers sind unbedingt unter fagt. Auch hat sich der Lehrer aller Schimpfwörter sowie der Beilegung von Spignamen zu enthalten. Nimmer wird's gelingen, Zucht mit Ruten zwingen. Wo noch Ehre wirken mag, Da gilt Wort soviel als Schlag. Da gilt Wort soviel als Schlag, Wo noch Ehre wirken mag, Bucht mit Ruten zwingen, Nimmer wird's gelingen. So fingt Walther von der Vogelweide um die Wende des 12. Jahr Hunderts. Vor wenigen Tagen würden einige Redacteure vom Gericht zu Geldstrafen verurtheilt, weil sie die wahre Thatsache, Wir sind weit entfernt, alle Lehrer als Prügelpädagogen an daß in Schöneberger Gemeindeschulen von Lehrern geprügelt fprechen zu wollen. Die Annalen der Erziehungsgeschichte zeigen worden ist, in gerechtem Zorn mit scharfen, nach Ansicht des leuchtende Beispiele von Lehrern, die jegliche Art der Züchtigung Gerichts zu weit gehenden Worten getadelt hatten. In dem verschmähten und treffliche Erziehungsresultate erzielten. Bon Notter 4. Wenn der Lehrer eine härtere förperliche Züchtigung für Prozeß ist festgestellt, daß Lehrer ihre Schüler mit den dem Stammler, einem Lehrer am Kloster zu St. Gallen im 10. JahrRofenamen Rameel, Affe, Saubesen" belegten und daß wehrlose hundert, einem Stern der schwäbischen Wissenschaft, wird dies ebenso notwendig erklärt, als die ihm unter Nr. 2 gestattete, so hat er in Mädchen und Knaben von Lehrern schwer mißhandelt worden wie von dem berühmten Berliner Schulvorsteher Steinert aus jedem einzelnen Falle dem Lokal- Schulinspektor Anzeige zu machen find. Das Gericht stellte in den Entscheidungsgründen fest, unserem Jahrhundert rühmend anerkannt. Als Steinert zum Lehrer und von diesem weitere Weisung abzuwarten. 5. Die Erteilung jeder körperlichen Züchtigung ist unter Angabe daß eine Ueberschreitung des„ mäßigen Züchtigungsrechts" berufen war, fand er nach hergebrachter Ordnung den Stock als borliegt, das das Gesetz den Lehrern einräumt. Dringend Scepter des Schulmonarchen auf dem Katheder liegend. der Gründe und des Wesens derselben in das Klassenbuch einzuwahrscheinlich ist durch die Beweisaufnahme die Annahme geworden, Steinert öffnete das Fenster, warf den Stock hinaus und tragen." Aehnliche Vorschriften enthält die Regierungs Verordnung vom daß der Tod eines der geprügelten Schüler nicht außer Zusammen- fagte dann zu den erstaunt dreinschauenden Kindern: Nicht wahr, hang mit der Prügelei steht. Nach den Urteilsgründen des wir brauchen den Stod nicht." Er hat den Bakel auch nie nötig 24. Februar 1868 für den Regierungsbezirk Röslin, sowie die Gerichts liegt eine Ueberschreitung des des Züchtigungsrechts, gehabt, feine Echule war eine Musterschule- es ging also Dienstvorschrift für die Bollsschullehrer der Diöcesen Schleiz So ließen sich noch eine und damit ein Amtsmißbrauch in mehreren Fällen vor, auch so! Und im Jahre 1899 stellen 69 Lehrer aus Schöneberg und Ebersdorf( Neuß i. 2.). den§ 340 Str.-G.-B. mit schwerer Strafe bedroht. Uns ist nicht Strafantrag, weil die Ausübung und Ueberschreitung des Büchtigungs- Unzahl Berordnungen für preußische und außerpreußische Landesteile anführen, die Mißständen, wie sie in jener Gerichtsverhandlung bekannt, ob Strafanzeigen wegen Amtsmißbrauchs erstattet waren. rechts mit gerechten, allerdings scharfen Worten getadelt wird I Waren solche erstattet, so mußte nach§ 191 Str.-G.-B. mit der An- Es wäre unrecht, die Lehrer allein für die Ausübung und über Schöneberger Schulverhältnisse bewiesen sind, vorbeugen sollen. flage wegen Beleidigung gegen die Redacteure innegehalten werden, Ueberschreitung des Büchtigungsrechtes verantwortlich zu machen. Selbst eine medlenburger Verordnung vom 8. April 1878 bis über die Anzeigen rechtskräftig entschieden ist. Es würde also weit mehr als die einzelnen Lehrer tragen unsere mangelhaften untersagt ausdrücklich Ohrfeigen und Schläge an den Kopf, das schon aus diesem Grunde die Aufhebung des landgerichtlichen Urteils Schuleinrichtungen und die vorhandenen Anschauungen der Junter Schlagen oder Stoßen mit der Hand oder mit der Faust, mit einem in der Revisionsinstanz ausgesprochen werden. Aber, mag die in- hieran schuld. Der Lehrer, der 50, 60, 70, ja noch mehr Schüler in Lineal oder überhaupt mit einem harten Werkzeuge und darf körperin den Knaben schulen, und zwar zwischen von den Verurteilten eingelegte Revision welchen Erfolg immer einer Klasse unterrichten soll, kann in den meisten Fällen auf die liche Büchtigung mur Niemals darf der haben, den Verurteilten gebührt der Dank für die Beleuchtung der Eigenartigkeit der einzelnen Schüler keine Rücksicht nehmen, sie nicht mittels eines Nohrstocks, erteilt werden. auch von uns so häufig an den Pranger gestellten Prügelpädagogit in der richtigen Weise unterrichten. Das mechanische, handwerksmäßige, Schüler geschlagen werden, so lange er noch zwischen Tisch und Bank einiger Lehrer durch eine öffentliche Gerichtsverhandlung. Weit banauſenhafte Treiben in der Lehrerbildung wie in der Schul steht. Auch ist die Entblößung des Körpers untersagt." 28 ann über die festgestellten Einzelfälle hinaus hat diese Fest erziehung, der Geist der Unduldsamkeit und Tartüfferie, der die wird endlich für Berlin und Umgegend durch stellung allgemeines Interesse. Weit über Schönebergs Gau Pädagogik der leider maßgebenden Faktoren durchzieht, der Wunsch ähnliche behördliche Anordnungen und durch Schulklassen gesundheits. hinaus hat die Bekundung des Schulinspektors, Superintendenten einflußreicher Kreise, nicht freie Menschen, sondern Snechte zu er Vermehrung der gefährdender Behandlung der Kinder des Bolts ehemaligen Reichstags- Kandidaten Vorberg Wert, daß ziehen, befördert die Prügelpädagogik in ungeheurer Weise. besondere Grenzen für das Büchtigungsrecht des Lehrers Ein Lehrer ist heute strafbar, wenn er züchtigt, um zu miß- entgegengetreten werden? Oder gestatten die allezeit für die Provinz Brandenburg nicht geſtedt sind und daß seiner An- handeln oder ein Strafmittel anwendet, dessen Anwendung gefeßlich zur Förderung der Prügelstrafe bereiten, fitilich verwahrlosten ficht nach die Schöneberger Verhältnisse zu Gunsten der Lehrer untersagt ist. Viele deutsche Lande und viele Landesteile Preußens Ostelbier solche Anordnungen nicht? sprechen. So läßt die enthalten Begrenzungen des Züchtigungsrechts. Die Thatsache ist öffentlich unumstößlich bewiesen, daß in württembergische Verordnung von 1810 und 1380 mur eine Gemeindeschulen geschlagen wird und daß die Schulaufsichtsbehörde bestimmte Anzahl von Streichen auf die innere Handfläche oder auf besondere, hinreichende Bestimmungen, um die Gesundheitsgefährlich das Gesäß zu und untersagt jede andere Art der Büchtigung. Die 2. M. Der Mann ist im Unrecht. Klagen Sie gegen den bösen Nachba keit der Prügelei zu hindern, in unserem Bezirt nicht getroffen hat. Regierung zu Königsberg hat angeordnet, daß die körperliche auf Schadenersaß und Rückgabe der Stachel- und Johannisbeersträuche und Ein tieftrauriges und tiefbeschämendes Zeugnis über preußische Büchtigung von Schulkindern, welche der Lehrer ohne Zuziehung des lassen Sie sich die Dinger später gut schmecken. Klara 66a. Sie würden Schulverhältnisse redet jener Prozeß. Schulinspektors oder Rektors vollzieht, mit einer aus die Klage verlieren. B. N. 12. Sprechen Sie zur Klarlegung gelegents in die Zweigen geflochtenen Rute flache Hand lich in der Sprechstunde mit der Aufforderung vor. A. Müller. Vor vielen Jahrhunderten ist die Wahrheit, daß die Anwendung dünnen werden darf. Die weimarsche Ministerialver- Er muß Interventionsklage und Einstellungsantrag einreichen. J. 2. 57. von Schlägen die Unfähigkeit des Lehrers beweist, erfamit erteilt Im 19. Jahrhundert werden Redacteure bestraft, Berordnung vom 6. Mai 1875 untersagt jete törperliche Züchtigung Der Kontrakt läuft weiter, oder lag Zwangsverkauf( Subhastation) vor? weil fie gegen die Barbarei harter Büchtigungen und die Kultur- bei Mädchen überhaupt und bei Kindern in den ersten zwei Schul- Bücher. Den wirklichen Schadenersaz haben Sie zu erstatten. Die Höhe feindlichkeit der Prügelpädagogit mit scharfen Worten eintreten und jahren. Im Großherzogtum Hessen ist durch Verordnung vom muß Ihnen der Verlegte nachweißen. Außerdem kann ihm ein SchmerzensVersehen gehandelt. Die Höhe des Schmerzensgeldes darf das Doppelte hierbei die Form verlegen. Wir citieren einige Jahrhundert alte 31. März 1876 das Schlagen auf Kopf, Geficht, Rüden oder Hände gelb zugebilligt werden, wenn das Gericht annimmt, Sie hätten mit großem berboten. In Braunschweig ist durch Instruktion vom der Kurkosten nicht übersteigen. Laffen Sie es auf einen Prozeß ankommen. Stimmen gegen die Prügelei gegen Schüler. A. W. Wiederholen Sie Ihre Anfrage unter Angabe, wo der Onkel Quintilian sagt:" Rie soll man förperliche Büchtigung an 29. Oftober 1886 jede übermäßige und unanständige Büchtigung, wenden. Die Kinder schlagen, heißt: fie nicht zum jedes Schlagen an den Kopf und jede die Gesundheit des Kindes feinen, lezten Wohnsiz hatte, oder sprechen Sie in der Sprechstunde vor. 5. P. 12. Leider nein. Guten und Rechten anhalten, aber nachher für gefährdende Behandlung verboten. Die badische Verordnung von.. 107, Sch. Müllerftr.: Ja. Unterlassung desselben strafen. Wenn man 1834 schreibt vor„ nur bei beharrlichem, böswilligem Widerstande 130. G. E. Wenn er zur Steuer veranlagt ist, ia, sonst nein. Ist er ein Kind mit Schlägen gezwungen hat, was findet ausnahmsweise auch eine mäßige Büchtigung mittels der veranlagt, muß er rechtzeitig reklamiren. K. 100. Sie müssen bezahlen. 3. R. 99. 1. Bis zum 1. Januar 1900 hat das außereheliche Kind im In einer will man den Jünglingen thun, bei benen Furcht nicht Rute auf die Hand auf unschädliche Weise statt." Gebiete des preußischen Landrechts ein Erbrecht gegen feinen Bater, wenn mehr anwendbar ist und der schon wichtigere Dinge lernen muß? Verordnung der Regierung zu Merseburg vom 15. April wird dieser seine Baterschaft zu notarieller oder gerichtlicher Urkunde anerkannt hat oder zur Anerkennung verurtheilt ist und wenn der Vater ferner Bei Schlägen zertnidt Scham die Seele, drüdt vor jeder Züchtigung gewarnt und schließlich festgesezt: fie nieder und macht sie leicht scheu. Die Prügel- Erscheint dem Lehrer aber dennoch eine törperliche Büchtigung testamentslos und ohne Zurücklaffung von ehelichen Kindern verschieben ist. Hoffmann. 1. und 2. Nein. A. G. Wenden Sie sich an ftrafe ift nur durch die Nachlässigkeit der Lehrer eingeführt: notwendig, so werden, um jeder Ungebühr hierbei vorzubeugen, für 2. Nein. eine beständige Aufsicht über die Beschäftigungen macht sie über- sämmtliche Elementarschüler des Departements folgende Anordnungen Frau Rechtsanwalt Dr. Bieber: Böhm, Kaiser Wilhelmstr. 39. A. S. 28. Ch. H. 1. Dem Verein kann jeder, Leider ist das fein Betriebsunfall. flüffig." getroffen: der sich feuerbestatten lassen will, beitreten; die Beiträge und Bestattungs1. eine törperliche Büchtigung, die als Strafe verhängt wird, fosten( 500 M.) schränken die Möglichkeit erheblich ein. 2. Durchaus. 3. Zur Wolf Natich bemerkt zu seinem Grundsatz„ Alles ohne Zwang:" Man soll die Jugend nicht schlagen zum lernen oder um des darf niemals im Augenblick des Borns oder der Aufwallung Erlangung der Beihilfe ist Hilfsbedürftigkeit erforderlich. Diese ist in Beschweren Sie sich. Lernens willen... Es ist auch wider die Natur. Denn darumb und solange der zu bestrafende Schüler sich noch Ihrem Fall mit Unrecht verneint. pflegt man die Knaben zu schlagen, weil sie nicht gehalten haben, zwischen dem Tisch und der Bant befindet, sondern An die Invaliditäts- Versicherungsanstalt Berlin, Klosterstr. 41. und und verkündet. nur Briefkasten der Redaktion. A. St. 3. 65. 101. Ja. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Verein der Bauanschläger| Arbeiter- Bildungsschule. ( Zahlstelle Berlin.) Branche d. Musikinstrumenten- Arbeiter. Sonntag, den 9. April, vormittags 9 Uhr, im Lokal des Herrn Zubeil, Lindenstrasse No. 106: Vertrauensmänner- Versammlung. Tages- Ordnung: Berlins und Umgegend. Sonntag, den 9. April, vormittags 10% Uhr, im Lokal Am Donnerstag, den 13. April, abends 8 Uhr, im des Herrn Buske, Grenadierstr. 33: Derlammlung. Tages Ordnung: 33/4 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Antrag Wiegandt( Sternwarte). 3. Bereinsangelegenheiten. 4. Verschiedenes und Fragekaften. Beiträge werden nur in der Zeit von 10-11 Uhr entgegen: Der Vorstand. 1. Umfrage refp. Feststellung von Uebelständen aus den gesamten Wert genommen. ftätten und beren Abhilfe. 2. Branchenangelegenheiten Verschiedenes. Sollegen! GB fit Glite flight, bag in eleger berambung ihr Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter Es Gure daß dieser ebe Bert: statt vertreten ist. Moabit. 79/9 und Berufsgenossen Berlins und Umgegend. 81990 Am Sonnabend, den 8. April, abends 8½ Uhr, im 2oral des Herrn Rautenberg, Oranienstraße 180: Sonntag, den 9. April, vormittags 10 Uhr, im Lokal General- Versammlung des Herrn Möwes, Stromstrasse No. 28: Bezirks- Dersammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Th. Völker über: Wissen und Moral". 2. Distusfion. 3. Verbandsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Um recht pünktliches Erscheinen ersucht Der Einberufer. Central- Derband der Maurer Deutschlands ( Bahlstelle I Berlin Puter). Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1899. 2. Borstandswahl und Wahl der 141/11 Revisoren. 3. Gewerkschaftliches. Die Mitglieder werden ersucht, mit den Mastenball- Billets ab: Der Vorstand. zurechnen. Louisenstädt. Klubhaus( C. Vehse), Annenstr. 16: General- Versammlung Tages- Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes und der Revisoren. 2. Anträge. 3. Neuwahl des Vorstandes und der Revisoren. 4. Verschiedenes Schulangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. Beiträge werden entgegengenommen. und Sonntag, 9. April 1899, abends 7 Uhr, in Keller's Festsälen, Koppenstr. 29: Vortrag des Herrn F. S. Archenhold ( Direktor der Treptow- Sternwarte): Ausflug in die Sternenwelten. Mit zahlreichen Licht- u. Drehbildern. Nach dem Vortrag: Gemütliches Belsammensein und Tanz. Eintritt 20 Pf. Garderobe 10 Pf. Billets sind in der Schule, Annenstrasse 16, sowie in allen mit 4/15 Plakaten belegten Handlungen zu haben. Konsum- Verein Berlin- Rirdorf Better E. G. m. b. H. Das Geschäftslokal Biethenstr. 31 ist wegen bedeutender Vergrößerung und Umbau am 9. und 10. April geschloffen. Wiedereröffnung am Dienstag, den 11. April, 12 Uhr Sonntag, den 9. April, vormittags 11 Uhr, in Cohns mittags. Der Verkauf findet nur an Mitglieder statt. Festsälen, Beuthstrasse No. 20: F Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1899. 2. Berichterstattung vom Ber: bandstag. 3. Neuwahl der Ausschußmitglieder. 4. Abrechnung und Neu134/7 wahl der Unterstüßungskommission. Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ersucht Die örtliche Verwaltung. Verband der Bau-, Erdund gewerbl. Hilfsarbeiter Deutschlands ( Bahlstelle Berlin I). Sonntag, den 9. April, nachmittags 5 Uhr, im Lokal Alte Jakobftraße 75( oberer Saal): Mitglieder- Versammlung mit Frauen. Tagesordnung: 1. Die Frau im Kampf ums Dasein. Referent Genoffe Adolf Hoffmann. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom 1. Quartal 1899. 4. Verbandsangelegenheiten. Nach der Bersammlung: Gemütliches Beisammensein. 32/9 Mitglieder werden in dem Verkaufslokal jederzeit aufgenommen. Ein trittsgeld 50 Pf., Geschäftsanteil 30 M., welcher in Raten von je 50 Pf. eingezahlt werden kann, bis selbiger 10 M. erreicht hat, der übrige Teil wird durch die Hälfte der in jedem Jahre im Dezember zur i Auszahlung gelangenden Dividende gedeckt. Rein Rabatt Sparverein. Jeder ist sein eigener Raufmann. Nur gute Ware und reelles Gewicht. 266/8 Bur Eröffnung einer zweiten Verkaufsstelle, in der Nähe des Görliger Lokale des Herrn Toltsdorf, Görlizerstr. 58, aufnehmen lassen. Bahnhofs, tönnen fich neue Mitglieder beim Genossen offmann, im Der Vorstand. J. A.: G. Ostermann, ixdorf, Erfftr. 6. Möbel auf Theilzahl. Oranienstr. 131. Roulante H.& M. Lewent. ohne Anzahl. Lewent.ee Zahl. Bed. Charlottenburg! Reparaturen gut und billig. Gardinen, Stores, Stepp: 1 Anfertigung eleg. Herren- Garderobe decken, Portieren, Waffelded., nach Maaß. Coulante Zahlungsbeding. 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Hierauf: Verbotene Früchte. Luftspiel in 3 Aufzügen nach einem Zwischenspiel b. Cervantes von Emit Gött. Sonnabend, abends 8 Uhr: Die grosse Glocke. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Hanneles Himmelfahrt. Hierauf: Abu Seid. Sonntag, abends 8 Uhr: Othello, Mohr Gesangs Posse von Joh. Eißner. Mufit von May Schmidt. Neu! Neu! Men! Mr. James Thomas, Juggler on the wire. Borher neu: Eingeschriebene Liebeserklärung. Luftspiel in I Aft. Anfang: Sonntags 61 Uhr, wochentags 72 Uhr. Entree nur 30 f. Feen- PalastTheater Burgstr. 22. Burgstr. 22. Das neue erstklassige Specialitäten Personal. Großes Riesen- Programm 25 Nummern! 40 Stünstler! Besonders hervorzuheben: Die fliegenden Menschen. Clown Dolly, Tierfamilie. Lebende Photographien. größte Schlager Der Dazu um 81/2 uhration: Fuhrmann Henschel. Berliner Boltsstück mit Gesang. Huhrmann Henschel: Direktor Wilhelm Fröbel. Lene, feine Tochter: Helene Voß. Anfang 7 Uhr. Somnt. 6 Uhr. Billet- Vorv. Vorm. v. 11-1 Uhr. Sonnabend, den 15. 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Den Mitgliedern des foctaldemo fratischen Wahlvereins für TeltowBeestow- Charlottenburg hiermit zur Nachricht, daß das Mitglied, der Schankwirt Wilhelm Masche im Alter von 48 Jahren verstorben ist. Die Beerdigung findet heute, Freitagnachmittag 4 Uhr von der Leichenhalle des neuen Lonisen- Kirchhofs am Fürstenbrunner Weg aus statt.[ 250/3 Der Vorstand. Central- Verband deutscher Maurer. Filiale Berlin II. Am 3. April verstarb nach langem Leiden unser Mitglied Ernst Winter, im Alter von 41 Jahren. 136/13 Ehre seineni Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, den 7. April, nachmittags 2 Uhr, vom Trauerhause, Malplaquetstr. 12, aus nach dem Neuen Nazareth- Kirchhof, Daldorfer Chaufice, flatt. Un régé Beteiligung seitens der Mitglieder erjucht Die örtliche Verwaltung. Für die zahlreiche Teilnahme und Strangipenben bei der Beerdigung meiner Frau sage ich allen Freunden und Betannten meinen herzlichsten 24886 Dant. Adolf Irmscher. Danksagung. Skalitzerstr. 126, nahe Kottb. Thor. 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November gewählten Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes Louis Stalp fage allen Verwandten, Freunden und Bes Vertreter der Arbeitgeber tannten, besonders den Kollegen der und Kaffenmitglieder in den Firma Krüger, Köpenid, u. denen der Firma Dupler, Adlershof, auch dem Orchesterverein Vorwärts" meinen Marie Stalp. Arminhallen, Kommandantenstr. 20. aufricht. Dant. Die trauernde Witve Tages Ordnung: I. In getrennter Wahlversammlung: Für die Vertreter der Kassemmits glieder Erfahwahl von 1 I Mitglied zum Borstand für 1899 und 1899/1900 II. n gemeinschaftlicher General versammlung: 1. Bericht des Borstandes fiber das verflossene Geschäftsjahr 1898. 2. Bericht des Rechnungs- Ausschusses und Abnahme der Jahresrechnung. 3. Antrag des Vorstandes, dem§ 21 des Statuts folgenden Asjazz beizu fügen:" Denjenigen Mitgltebern, bte bis zu ihrem Eintritt mindestens 13 Wochen ununterbrochen zahlendes Mitglieb einer der sich auf Gegen feitigkeit verpflichtenden Orts: Staffe waren und hierfür den Nachweis bei bringen, werden vorgenannte dreizehn Wochen als zu der diesseitigen Kaffe gehörig in Anrechnung gebracht." 4. Verschiebenes. Nur die mit Legitimation, eventuell Mitgliedsbuch versehenen Vertreter haben Zutritt. Um zahlreiches und pünktliches Er fcheinen ber Herren Bertreter ersucht Der Vorstand der Ortskrankenkaffe der Sattler u. verwandten Gewerbe zu Berlin J. A.: Albert Hoffmann Gustav Muth Borsigender. Schriftführer. Kranten- Unterstützungs- und 24896 Arbeitsmarkt. Stellenangebote. Isolations- Monteur für Arbeiten in Kort, Asbest und tefelguhr, der seine Befähigung durch gute Zeugnisse nachweisen tann, per fofort gesucht. 24565 Offerten mit Angabe der bisherigen Thätigkeit und Lohnansprüche unter A. 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