Slozelprels 70 Met. ttNnschllrßltch 6 Hell« Porio) Erscheint mit Ausnahme de- Montag täglich früh.* St»am« o. VtrtBoUaag: Brag n, SttMionfa 18 ♦ XttteO.> 30703. 3t«ög. StacfttrtOafl. 33-3»» vo»!»eaom>> 373« 13. Jahrgang. Samstag, 12. August m3 Nr 187. Neue Rundlunkhelze Segen vesterretM Wien, 11. August.(Eigenbericht.) Heute um viertel zehn Uhr abends hat über den Münchener Sender der aus Oesterreich auSgewiesrne Nazi-Korrespondent einen Hrtzvortrag gegen Oesterreich gehalten, der sich dem letzten Vortrag Habichts würdig an die Seit« stellt. In Regie, rungülreisen ist man über diese» Vorgehen äußerst erregt und man sieht in dem Vortrag Honigs «in« Bestätigung, daß Hitler nicht bereit sei, seine Versprechungen zu hallen. Roosevelt wendet ZvanosiM an. New Aork, 11. August(Reuter). Präsident Roosevelt hat ein« Verordnung erlasse«, nach welcher alle Vertrag« zwischen Regierung und Industrie in den Rahme» der nationalen Er« Neuerung eingegliedert werden. Künftighin werden Lieserungüausträge sür öffentliche Arbeiten nur jenen Unternehmen erteilt werden, die den Arbeit»»Eode der Administration für nationale Erneuerung angenommen haben. Koba-DlMolur Setzen die Vereinigten Staaten. Havanna, 10. August.(Reuter.) Die Lag« in .Kuba ist dadurch noch schwieriger geworden, daß der Vollzugsausschuß der liberalen Partei eine Entschließung gefaßt hat, in der die Vermittlung der amerikanischen Botschafters in den politischen Schwierigkeiten KnbaS abgekehnt wird, da sie einen Eingriff in die"Selbständigkeit des kubanischen Staate»'bedeute. Ausnahmezustand In Esnand. Reval, 11. August.(Meldung der Estnischen Telegrafenagentur.) Im Hinblick auf eine unverantwortliche Aktion und die Verbreitung denn, ruhigendcr Nachrichten, die die öffentliche Ordnung bedrohe», hat die Regierung den Ausnahmezustand angeordnct. Alle Bereinigungen ehemaliger Frontkätnpfer, die Vereinigung der Sozialistischen Äugend und zwei andere uniform- tragende Vereinigungen sind verboten worden. Es wurden Maßnahmen getroffen, um die Presse und öffentliche Versammlungen zu überwachen. Die Zeitung„Ehemalige Frontkämpfer" ist heute beschlagnahmt worden. Konen den Parlamentarismus. Da» Programm der irische« Fascisteu. Dublin,• 11. August. Der Führer der Nationalen Garde(Blauhemden), General O'Duffq, erklärte, er bereite einen Feldzug vor zur Beseitigung des Parlamentarismus und sür Einführung eine» neuen Systems nach fascisti- schem Muster. An einem Bürgerkrieg würde die nationale Garde, die unbewaffnet sei, nicht teilnehmend Verurteilte bulgarische Kommunisten. Sofia, 11. August.(Tsch. P.-B.) Das Kriegsgericht in Plowdiws fällte im Prozeß gegen die kommunistischen Verschwörer in der dortigen Pionierkaserne da» Urteil. Jorda Lulev und Di- mitr Dobrew wurden zum Tode verurteilt. Dem letzteren wurde die Strafe in 15 j ä h r i g e schwere Kerkersträfe umgewanoclt. Fünf weitere Angeklagte wurden im ganzen zu 20 Jahren schweren Kerkers verurteilt. Ein Angeklagter wurde freigesprochen. weis antwortet Hitler. „Hitler, Goering haben ein großes Reich in Brand gesteckt.“ Der Vorsitzende der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, Sitz Prag, Otto Weis, äußerte sich in einer Unterredung mit dem Vertreter der „New Aork Times" über das Interview Hitlers in einer amerikanischen Zeitung folgendermaßen: ,^Jn einem Haufen phantastischer untvahrrr und leicht zu widerlegender Behauptungen Hitlers finde ich eine einzige richtige Bemerkung. Es ist richtig, wenn Hitler sagt, daß das,>vas er „Deutschlands Wiedergeburt^ nennt, der A u ß c n. Welt völlig unverständlich ist. Ich glaube ober, daß daS Interview nicht geeignet ist, zwischen den gegensätzlichen Auffassungen eine Brück« zu schlagen. Hitler behauptet, daß durch seine sogenannte Revolution, di« in Wahrheit di« brutalste Kon- terrevolution und schwärzeste Reaktion ist, noch keine zwanzig Menschen das Leben verloren hätten. Allein die amtlich z n g e g e b e n c n Todesfälle durch sogenannte Erschießungen auf der Flucht und angebliche Selbstmorde im Gefängnis übersteigen die von Hitler genannte Zahl um ein Mehrfaches. Dabei sind die furcht- barsten Ding« dem deutschen Volk unbekannt geblieben. Neber die Ermordung des sozialdemokratischen RrichStagsabgrord- neten Johannes Stelling am 21. Juni hat bis zum heutigen Tag kein rrichsdentsches Blatt berichten dürfen, ebensowenig über alle anderen, die der grauenvollem Metzeleien in Köpenick zum Opfer fielen. Nach unseren zuverlässigen Informationen sind in jener Blutnacht allein in den östlichen Vororten Berlins neunzehn Menschen abgrschlachtct worden. Die Zahl der begangenen Morde läßt sich heute noch gar nicht feftstellen, zumal in keinem einzigen Fall ein Strafverfahren gegen die Mörder eingeleitet worden ist. Aber es ist leider gewiß, daß ine Zahl der blutigen Opfer in di« Tausende geht. Womöglich noch toller sind die Behauptungen Hitlers über den Reichstagsbrand. Auch hier handelt eS sich um einen Versuch, di« ganze Welt zu täuschen. Ich habe gewiß keinen Anlaß, di« Kommunistische Partei in Schutz zu nehmen. Seit sie besteht, habe ich gegen sie im allerschärfsten Kampf gestanden. Es ist kaum ein« einzige Nummer der Berliner„Roten Fahne" erschienen, die mich nicht mit den ärgsten Schmähungen bedacht hätte. Mich leitet also keineswegs Vorliebe für den Bolschewismus, sondern nur der natürliche Sinn sür Wahrheit und Gerechtigkeit, wenn ich vor aller Welt versichere, daß die Beschuldigungen, die Hitler gegen di« Kommunisten erhebt, unsinnig« Erfindungen sind. Ein Plan der Kommunisten, di« ö f f c n t- lichen Gebäude in Deutschland an zu- zünden und damit die Weltrevolution zu eröffnen, hat niemals bestanden. Der Reichstagsbrand ist nicht von Kommunisten gelegt worden, sondern von denen, di« ihn politisch fruktisi« zierten. Wenn man wirklich in der Rächt vom 27. zum 28. Feber in^ihlreiche» Gebäude» Berlins Zündschnüre, Zündwolle und Explosivstoffe gefunden haben soll, was eine gänzlich neue Behauptung ist, so muh man darüber staunen, daß wegen dieser Brandstiftung-Versuche noch niemand verhaftet worden ist. Offenbar hat man nicht an der richtigen Stell« gesucht. Bi-Her schwebt, soviel die Welt weiß, gegen einen«in- zigen deutschen Kommunisten ein Verfahren wegen Brandstiftung, nämlich gegen den kommunistischen ReichstagSabgeordneten T o r g l r r, der in ganz Deutschland als der gemäßigste und sozusagen bürgerlichste aller Kommunistrnführer bekannt ist, und der sich im Betvußtsein seiner Unschuld den Behörden freiwillig zur Verfügung gestellt hat. Nein, in der Nacht deS 27. Feber haben nicht die Kommunisten öffentliche Gebäude angezündet, sondern Hitler, Goering und ihre Spießgesellen haben ein große» Reich in Brand gesteckt. Die Flammen dieses Brandes schlagen in alle'Nachbarländer hinüber. Wem in der Welt will Hitler«inreden, um den Bolschewismus zu bekämpfen, sei es notwendig gewesen, Ein st«i n aus dem Londe zu jage», Stelling zu ermorden, L o e b e und Zehntaufende andere unanfechtbar anständige Menschen ihrer Freiheit zu berauben. Judcnheheu zu veranstalte», Geiseln zu verhaften, Frauen zu peitschen, all« Parteien biS zu den Dcutschnationalen hinüber zu unterdrücken, die Presse zu knebeln und aus Deutschland einen Sklavenstaat zu machen, wie ihn die Welt seit Jahrtausenden nicht mehr gesehen hat? Bor Hitlers Sieg gab eS keine bolschewistische Gefahr. Erst durch Hitler» Sieg ist dies« Gefahr riesengroß geworden. Bekämpfen läßt sie sich nur dadurch, daß dir politischen Kräfte Deutschlands, die für Demokratie, Freiheit und Menschlichkeit«instehrn, Unterstützung in der ganzen Welt finden. Soll nicht dieses Jahrhundert einen Selbstmord der .Kulturmenschheit erleben, gegen den selbst der Weltkrieg nur ein Kinderspiel getvesen ist, dann darf Deutschland nicht fascistisch bleiben, sondern es nmß den Weg zu seiner freien Selbstbestimmung zurückfinden. E» hat in Deutschland niemals eine BolkSmehrheit ge- geben, di« den gegenwärtigen Zustand gewollt hat. Gegen Hitl«r sein, heißt für das deutsche Volk sein. Sozialdemokratische Flugblätter In Berliner Großbetrieben. Antifascistische Propaganda in Sachsen. Berlin, 11. August. In mehreren Berliner Großbetrieben— in der AEG., de» Borsia- wrrken und der Ludwig-Löwe-AG.— wurden in den letzten Tagen illegal« sozialdemokratisch« Flugblätter verteilt, di« mit Windeseile von Mann zu Mann wanderten. Daraufhin hat die Geheime Staatspolizei mit Unterstützung der SA. unter den sozialdemokratischen Belegschaftsmitgliedern waylloS Verhaftungen vorgenommen. Da trotzdem in den folgende« Tagen wiederum Flugblätter verbreitet wurden, erfolgten auf Anweisung der Geheimen Staatspolizei Anschläge, in denen eS heißt:' Angehörig« der Belegschaft, di« Flugblätter verbreiten, di« sich gegen den Bestand des Staate» richte«, haben in Zukunft zu vergegenwärtigen, daß sie nicht mehr, wie bisher, aus mehrer« Monat«, sondern aus mehrere Jahr« in rin Konzentrationslager bei verschärfter Behandlung kommen. Ein« weitere Warnung erfolgt nicht. Trotz dieser Drohung, di« insofern wahrgemacht wird, al» täglich Arbeiter mitten au» der Arbeit heraus verhaftet und in» Konzentrationslager verschickt werden, hat in den Berliner Großbetrieben di« illegale Arbeit der Sozialdemokraten und Kommunisten nicht nachgelassen. Nassenveriioltungen von Sozialdemokraten. Dresden, 11. August. Da» Geheime Staatspolizeiamt Sachsen» geht in den Ichfcn Wochen mit gesteigerter Scharfe gegen So. zialdemokraten vor. ES behauptet, Beweis- material dafür zu besitzen, daß die sozialdemokratischen Arbeiter der ostsächsischen Textil- und Metallindustrie ihr«„staatsfeindliche Propaganda". mit vermehrter Intensität durchführen. Insbesondere wirst ihnen die sächsisch« Staats- »vor, ein« Verbindung mit ausländischen stellen zu unterhalten. Seit End« Juli wurden in Ostsachsen m-ehr al» zwribnn» dertfünfzig s o z i a ldrmokratrsche Arbeiter verhaftet. Attentatsplan gegen Starhcmberg. Linz, 11. August.(AN.) Der Sicherheitsdirektor für Oesterreich teilt mit: Am 7. August abend» erschien per gewesen« GutSverwalter Franz Wolf, welcher derzeit beschäftigungslos ist, in der Werbestelli der vaterländischen Front in Lim und machte dort die Mitteilung, daß gegen den BgndeSführrr de» Heimatschutzes Ernst Rüdiger von Starhemberg ein Attentat geplant sei. Die Bundespolizei griff rasch zu und verhaftet« in diese« Zusammenhänge den gewesenen BezirlSleiter der NSDAP Gustav Ne Hal, der in Sedlire in der Tschechoslowakei geboren wurde, und den seinerzeitige« Adjutanten der SA-Standarte 14, Er- tttt.ee, der an».Stockau in Schlesien stammt. Beide wurden dem Polizeigrsängui»^ HunMauseiNle warten... Kein weiterer Rückgang der IVolt Produktion.— Was lehrt die ArheiislnaenMatl* sflk In Deutschland und in der Taehecho- alowakcl?— Wie schafft man rauch Arbeitsgelegenheiten!? Wenn inan bescheiden ist, so können die Berichte über die Entwicklung der weltwirtschaftlichen Lage in den letzten Wochen zu mäßigen« OptimiSmtrs Anlaß geben. Die industrielle Produktion hat, wie c.< scheint, den Tiefstand des vorigen Sommers nicht erreicht und übertrifft selbstverständlich auch die Beschäftigung des Winters. Setzt man den Prodnktionsindc^ des Jahre» 1928 mit 100 fest, so war in Frankreich dieser Index im Juli des vorigen Jahres 72, im Jänner des heurigen JcrhreS 79 und im Mai 85. In Deutschland betragen diese Ziffern für die gleichen Zeilen 60, 62 und 69, in den Bereinigten Staaten von Nordamerika 52, 59, 69 lind selbst in Oesterreich ist eine gewisse Bessernng scftznstellen, die analogen Zahlen betragen 59, 61 und 83. Auch die Preise der Rohstoffe, deren Tiefstand ei» Zeichen der schweren Krise ist, sind seit Jahresbeginn etwas gestiegen. Wir führen einige Waren an, deren Preise nicht in Dollars notiert werden, weil ja durch den Wertrück- gang de» Dollars die Situation verzeichnet würde. So stieg vom Jänner bi» Juni 199!! der Preis des Zuckers von 4,95 auf 5.50(in Reichsmark), der Bauinwolle von 3.60 auf 4.35, der Wolle von 16.22 auf 19.18, von Gummi von 1.89 auf 2.65(bei den letzteren Waren in Pfnnd Sterling). Auch d i e Menge der lagernden Rohstoffe soll geringer sein als im Vorjahre: Bei 19 Rohstoffen waren die Vorräte in« April 1933 um sechs Prozent geringer als in der gleichen Zeit 1932. e> Was die Tschechoslowakei betrifft gibt es hier keinen amtlichen ProduktionSindcx, der uns eine Uebersicht über die gesamte industrielle Produktion möglich machen würde. Wir greifen daher einige wichtige Waren heraus und stellen fest, daß die Förderung von Steinkohle im Jnni 1932 801.000 Tonnen betrug, in derselben Zeit 1933 807.000. Ist hier ein kleiner Fortschritt wahrnehmbar, so müssen wir bei Braunkohle wieder einen Rückgang verzeichnen nnd zwar von 1,127.000 Tonnen auf 1,052.000 Tonnen. Gestiegen ist auch die Erzeugung von Koks in derselben Zeil von 89.000 auf 107.000 Tonnen, von Roheisen von 35.000 aus 16.000 Tonnen und von Rohstahl von 66.000 auf 76.000 Tonnen. Für uns am l'cdeutsa>msten ist naturgemäß die Arbeitslosenziffer, die allerdings Heuer durchwegs höher liegt al» im Borjahre. Hatten wir im Juli 1932 453.294 Arbeitslose, so hotten wir im Juli 1933 636.005 Arbeitslose. Freilich lag der Höhepunkt der Arbeitslosigkeit ini heurigen Wimcr auch viel höher als vor einem Jahre. Den größten Umsang erreichte das Heer der Arbeitslosen heuer im Feber mit 920.182 Arbeitslosen und ist bis Juni auf 636.005, das ist also u m 284.177 oder um 30 Prozent zurückgegangen. Dieser Rückgang muß nicht überschätzt, soll aber dennoch hervorgehoben iverden und zwar deswegen, weil gerade die Hitlcrregie- rnng in Deutschland so viel Aufhebens von dom Rückgang der Arbeitslosigkeit macht. Es wird behauptet, daß die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland bet Beginn des Hitlcr- regimes sechs Millionen betragen hat und bis zum Sommer auf vier Millionen heruntergegangen ist. Man weiß, mit welchen Methoden in Deutschland die Arbeitslosigkeit zum Verschwinden gebrach: wird. In den ländlichen Gebieten werden die Arbeitslosen einfach bei den Bauern eingestellt und dort ZwangSeirtquarUermtgen vorgenommen. Die Seit« 2 Samstag, 12.«ugustlvSS Nr. 187 „Vorwärts^-fcrm^en gestohlen Berlin, 11. August.(Tsch. P.-B.) Da« Ber mögen der„Vorwärts" Vnchtzruckrrei und Bei- IvgSanstait Singer nutz Eo., wurde für den Preußischen Sina», vertreten durch den Minister des Innern, ristgezog»" und ans die allein dem Preußischen Twai gehörende Konzentrativu« A-G. in Berlin SG. tP jiderirnaen, Ferner sind die Grundstücke Lindenstraße Ü. H und 4 nnd Alte Jakydstroße 148—-IsH, htShcr der Linden» hauS-A.-M in Berlin gehürig, für de»» Preu ßischcn Staat, vertreten durch den Minister des Innern, ciimezogcn und cbcnsall« auf die Kun» zentratious-stkG. übertragen Worden. Auf di» KonzentrationS-AG. übertrage« wurden außer» dem di» Geschäftsanteile der„Vorwärts" Per» lagS-GuibH. und daS Verniöge» der VvlkSkunst- GmbH, Dir enteigneten Grundstücke beherbergten bisher Verlag und Druckerei des„Vorwärts" fotuie eine Reihe von verbotenen Parteiorgan!» fationen. Bauern werden gezwungen, die Arbeitslosen zu ernähr»«-- vielleicht wird dieser Umstand die tschechischen und deutsche» Agrarier bei«ns von ihrer Hitlcr-Begeisterung rin weig heilen — und so können die Aeniter melden, daß eS in den kaiidwirtschgstlicheit Kreisen in Oftpren» ßen keine Arbeitslosen gibt,^sn den Industriegegenden wieder wird den Leuten unter 25 Jahren die Untepstütznug einfach entzogen und no werden in Arbeitslager gebracht, Ans diese Weise hat die Hitlerregierung die Zahl der Arbeitslosen um ein Drittel herabgodrückt, während unsere Ziffern, die eine Ver- ringerung der ArbeitSlasenarme»»u> 30 Prozent anzeigen. ein Beweis für die tatsächlich« Einreihung von einem Drittel der Arbeitslosen in den Arbeitsprozeß sind, V Gewiß berechtigen die Arbeit-lasenstati- stikcn der Dsckfechoslowakci nicht zu irgend welchem Optimismus. Der Rückgang des Heeres der Arbeitslosen im Sommer ist eine Saisonerscheinung und dürfte bald den Knlminattons- pttnkt erreicht haben. Es muß alle Vorsorge getroffen werden, um weitere Arbeit«' g«l e g c n h e i t e n zu beschaffen, Der größte Versuch, den hiezu hie Regierung der Republik unternommen hat, war—- nachdean alle Bemühungen der sozialistischen Parteien und des srürsargeminisiers nach gesetzlicher Verkürzung der Arveitsze,t bei den bürgerlichen Parteien auf Widerstand gestoßen sind di» Durchführung der Arpeissanleih«, deren Ertrag dazu dienen soll, öfsenillckie Arbeiten zu UUternehNten und den Arbeitslosen wieder Arbeit zu geben, ES ist Aufgabe der Behörden, aste Hindernisse, die der Inangriffnahme öffentlicher Arbeiten entgegeirstehen, rgschest zu beseitigen und den Gang des bürokratischen A p p a r a t e s d i e a»i a l r» b e. schleunigen, damit den Arbeitslosen Arbeit und Brot gegeben tverden kann, Auf diese selbstverständliche Pflicht müsse» die Behörde,» Mit alsom Nachdruck ausmerksan» gemacht werden, Es lind nur noch wenigs Monate im heurigen Jahre, in denen ittt Freien gearbeitet worden kann und diose Zeit Muß in, Inter- esse der Arbeitslosen»uv im Jtlterefie des Staates auagenjitzt werden. den Frieden? stiller»w steberfchrtft„Fried»» durch Wahrheit''beschassiai sich w „Äeue Änrwöris",«q« tu Karlsbad erscheinend« ttRohrublatt der Kw alie»iokeo- lisch»« Partei Teotschiaud«. twt der Frag«' n>i« d«r>'«d r»t) t e Friede» Euro- pg« ui» besten zu schütze« ist. Dos Blatt schreibt: „Wer den Weltfrieden rette« wist. Muß hie Maner durchstoßen, hinter der die Httferregie» rung da« ganze deutsche Volk gefangen hält. Er muß diesem Volk sagen, daß es in der ganzen Welt keinen ehrenhaften Mensch«» gibt, der sich nicht von seiner fetzigen Regierung voller Ab- sckx« abwendet. Er muß ihm jagen, daß dieses allgemein» Mlturwil in jo non zahllosen Verbre- chen begründet ist, die die Hitlerregierung begangen hat, und die vor ih»t bisher verborgen go- hgsten worden sind. Er muß ihm sagen, daß ntr inand den Friedensbeteuerungen Hitlers glaubt, daß vielmehr aste West ist der fieberhafte» Aufrüstung Deutschlands die Bor, b e r e i t u« g zum Revanchekrieg erblickt. Wer den Frieden retten will, der muß dem deut» 'chen Volk sagen, daß es im Fast» eines solchen Revanchekriegs nirgend« Freunde, überall nur Feinde finden würde, und-aß am End» dieses Kriege« da« End« Deutschland« steht. Di» deutsch«« Tcuigldemokrawn sehen mit Entsetzen, wie das deutsche Volk mit Verbund«»»» 'Aliaeu j»r Gchiochthank gosührt wich, Mr bls>- ben iu»usswiu Willen- den Frich-n zu evhaltsw l>nskMltz>Aich, Dir sehen aber auch, daß die diplomatisch korrekte Meth,>tze, Testticklaud in»iiie Reihe iuttzrnatwualsr P^matellprozessv zu verwi'- los», den, Ziel der Friedentzstchsruug in feiner Weise dient. Das deutsche Volk anfznklären über di« Lage, in der es sich befindet, ist ssir uns nationale Pflicht, es ist aber auch allgemeine Menschen pflicht, Und wir meinet«, daß bei der Erfüllung dieser MenschenpslA, di» Regierungen zivilisierter Staaten nicht zurück-, sondern»arg»stehen sollten. Da« Prinzip der Nichteinmischung wird zum Widerspruch in sich selbst, tvenn se ne strikt« Befolgung znwngslänsig zu der brntaisten Form der Ein« Mischung fuhrt:-er mit den Waffen in der-Hand! DaS Wort Goethe«„Im Deutschen lügt man, tvenn man höflich ist! muß heut« dahin untge« wandelt werden, daß man di« Deutschen belügt, tvenn Ulan gegen sie höflich ist, Nicht Höflichkeit kamt da nützen, sondern nur A»frich t igk c i t, Wir möchte«, daß da« deutsch« Volk die Wahrheit erfährt, nicht wenn eS schy» zu spgt ist, sonder« solang« noch Zeit ist, Aus der Lüge wachst der Krieg, au« der Wahrheit der Frieden. Darum fordern wir dt« groß« Offensiv» der Wahrheit nach Deutschland hinein nicht gegen Deutschland, sondern für Deutschland." vr. Peter» in Mltcr neutodiiand uncrwomdii i Der„Völkische Beobachter" bringt am 4- August einen Artikel unter der U«h«rskhrift„Ein uurrwstnschter Vertreter", der recht deutlich zemt, daß die Gl-lchschaltuiigsbcmühuugen der Kreise um di«„Bohcmia" in Hitler-Deutschland nut Fußtritten beantwortet werben. In dem sehr aufschlußreichen Artikel dcS„B. P," heißt eß; Wie wir an« hiesige« eingeweihtc« gr,»,« ersahr««, wird gl« Vertreter der» u p e t ende u t l ch«« des der ii» Aiignft statllindonde» Tagung der deutschen B v j t l> g r i, v v e n der Abgeordnete der A r d c> t e• und Wirt» fchgifSaemeinschalt, do, ist«sne Wahl» nemelnschaft zwischen den Demokraten und einer kleinen bargersiche« Gruppe»m Dr.»lösche. Di. Gustav Peters, teilnedmen. ij« ist wehr Sache de« Snd-tendeutschtume. zn solch,,, Tagungen Vertreter zu entsenden, die daß Vertrauen dieser deut' schen Gruppe« restlv« genießen, svat Ihr Dr. Peter» alterding» benoetfelt wird, Für uns«tetchßdeutsche ist aber dt« Person diese« Herrn Dr. Peter» vollst stndtg untragbar und»I wild Tast» der kompetenten Stellen sein, e« diesem Herrn Dr. Pstertz ganz eindeutig zu verstehen IN geben, daß er hier i» Per»»»ereona inlnus or«io Ist und die« au« folgenden Gründ,«-.. Tr. Peter« mgrde von p»in Iinwifchen«erstorbenen Prager Demut,qtentnlner g q< k a in den Veewqltunäßrat einer aeohe» Prager Druckerei, der .«»t«' AG.- eingetührt, deren Gssidält»lüh,n,,g »r übernabn, und m deren Pcrlänßblrektlg,, er qlsl Tirektvr eintretr« foovse. Ds«.«pia' ist»in leit- samfs Gepilde, tvte-Bota* druckt neben der ,.D e N t I ch e N stet«««« ,v»hemi«". dsr sich»wär mit tztgch licht aut ihre steser in der ludstkudrutlchen Provinz einer wahbvüe« veurtrnuna de« neuen Deutsch, land«»«sleigtgt, aber auch böeartig« Seitenhtcbe nicht Untertaste« Ian« und I, z. P. Gchcidrmann« rippest an di, Weltittsentsichtelt ,<» einzig'» Bl-ti M«raßer Pulchgchstna aus der ersten Geste per, «Ist""W Hal. erstauuiicherweile auch«in« Anzahl deutlchteindltcher Setzbljitter und lin|ßste«,stder vrg»»'.»l,«en Saüvih'rd der tzentschseindlichr« Giruetprapaganda ln Prag dqrlteUen. PrifPieiPpesi« druckt die-Agio' da« 3«niroi- nrggi, der sudele»denIschen Suualdemokrate». den, i^Sazialdcmaksgl', des leinen Tag ppstider-s gehen iaht- ohne eine«lut>>uu tvetchiiuptungfii und s Schmghungen über Pa»»«»e Deutschland und sein« Führer au»,»gießen und bi, ungeheuerlichsten >8r«n»In>ä,chc» zu verbreiten/ Pie ,»>»ta' druckt lerner da» wöchentlich erscheinende.Ps a«t a g b» blatt aus Böhme»' da» I» gleichem Geiste aeleitet ist. wie der.Sazlqldemokrat. Der.Sozial- demukrat' mit seinen zehn«vptblältern. die eben- tage in der»Raia gemuckt«»erden, sowie da» .Montqgebtatt" meiden gleich,eilig durch da» tkrpedinvnSpersvnai der.Rata' verjrieden. lieber» dir» Haiti dir.Aeta" den Druck de« lommunlltl- schen trotzksststchen Organ«„Unser Wort" durchgefliblt, der späte» an bt, mit b«e„Mota" tn engster Verbindung stehend» Druckerei A Haas» abgetreten wurde, dl» unter eine«, gemeinsame« Da» mit brr„Vota" arbeitet,«« der Druckerei der „Aeta" werben aber auch die marriftilchen Pamphlete gegen Deutschland gedruckt, di« über die Grenze«esck>m«ggest werde». Ter sudeteudeutsche glbarordiirte Peter», der Ö Teiitlchtaiid gern W»rtsi>l,rer pes uidetenpept- >en Ddttetums sein möchte ist. wie übrigen» i mann im.TschechoilowakischsU üompah" lp-'ist. S. I>82. nachteie» kann, Per«»alt«stg»rat und leitender Sovf in demseltzl«.Nata'-Nlilernehiiieii, dellen listen, sich aus Sinnahineqiiesten gründet, die au» der mastenhasien' Herstestung und Verbreitung d,„tlch?«tjchliq^f Drucktchritten stiege«. Al« solcher Vertreter der Gubetendentscheu ist im Hissee- Tcuttchland unmöglich. Alt- diese», Artikel geht erstens hervor, dqß die. f«d»i,«deutsche« Hokenkreuzl»» nicht nur So- zioldemakrotrn, sonder« auch die Demokrat«« der „Boheuiia" bespitzel«. Dies trotzdem die„Buhe- Mia" sich ost«her bi» vom„Lozaiidemokratei," lirmachtt!« Feststellungen dieser Spitzelcien zu? twnsls« Hqf»»kre>iz-D«l>lschlqnb« anfoereqt hot. Zweitens ist Ml« dem Artikel ersichtlich, büß olle Anbiedcvunsssvcrsuche zwecklos sind; Hakenkreuz? Deutschlqtib sprimst Mit de» i'ir Älcichscholtlinsi bereiten„Bohcmia"-Demokra,pch Hitler" gemacht hatten. Wo« Hf, Rsi»ipr»fse als„A,,t. Wort" hezcichncl, dürfte selbst den eittfältigsten Nazi zu dumm sein. Da schreibt„Der Tag" voi, all?» mögliche,, und noch mehr unmöglich«« Dingen, gibt zu, das, der Äbg. Krebs «feshsthersiändlich bereit war, aiti der ticher- nahme der Führung der Be>vcg>mg In Oesterreich alle Folge»« ng»n zu ziehen, d. h. i,„ der sudeleudeutscheu Partei a u«z u t r«l, n, sein Abgeyrdnes,«mantzas nirderzulegk» und nach Oesterreich— wo übrigens seine Mutter wohnt — zu übersl»delst^ Doch der Hanplschlager in b«r vy« den Nazi gegebenen„Antwort" stpd folgende Dreh«: „Alls der llosternghmc des Amtes eines Reorganisator« her nat.-soz. Bewegung in Oesterreich, können— insbesondere qngesichtt der mit- geteilten B, gleit« m st ä« d,■= daher keinerlei Schluss, aus„argauisatarische" Zstsqm- menhängk der DRLAP. in der Tschechossnwakci mll der DAKAP, sm Reiche und fluch in Oester reich gezogen werden, sonst müßte man solche Schlüsse mit weitaut mehr Berechtigung, auch für die Sozialdemokratie ziehen." Schlecht gedreht, ihr Herren aus der Nazi- redqktiy«: Darum wurde nicht her neue Beweis zu he« vielen änderen für den Herrn Jung und die anderen erbracht. Unsere Nazi behaupten ttnb erklären immer wieder, daß sie mit dem Bluthund Hitler nicht« gemeinsam habe«. Tcr ReichSrebner der TN2OP. in Oesterreich, Herr E h ü, hüt behauptet, baß der H e r r K r e b s von H i t f e r mit der L a n d'»S f ü h r u n g in O«starr«ich„betraut wurde". Der Herr Krebst stand also nach der Bebauptupg des Herr Shn, der sticht btt Letzt, und auch sticht der Dümmste hxi den östemichifche« Nazi gewesen war, unter der„Betrauung" Adolf Hitler«. Und daS wurde, Herr Jung, auch vom„Tag" nicht bestritten, obwohl er ganz ttberslüs- sigcrwcise andere Lächerlichkeiten pacht fett »ruckte. Dar also, Herr Jung, der Abg. KrrbS der von Hitler mit b»r LandrSsnhrnng in Oesterreich„Betraute" oder war er est nicht? Per Hiner wirb sich doch hoffentlich baraitfinban, die richtig,„Erklärung".- zu dieser Frage zu geben. Wir glauben recht gern, daß van Nazi diese Fragen nicht sehr Ist ihren Loyaiftht-hausier- kasten passe« und ihnen desthqsh in weiten Bogen aus dem Wege zn gehen versuchen. Li, tragen aber selbst di» Schuld an diesen Fragen. Denn ihr» wiederholt abgegebenen„Erklärun- qen", bi» kein Mensch von ihnen verlangt hat. und die sie Nstts ÜstS besonderer Ehgrakterfastigkeit da«.Fonnationale» derselben Gesinnung ist voller Ehrfurcht vor die Füße legten, Haban diese Fraga» aktuell gemacht. Hier r»d»n sie immer wieder dgpon. baß ihnen niemand etwas.«, sagen ober gor sie jemand zu„betrauen" hab» und dort, wo über derartige ..Botrauustgan" gesprochen wird, versuchen sie sich mit tviitdiqen Ausreden herausmdrebcn. Pia Olaf« Haban nnn da« Wortls 49 Die Sache mit Borrte Kriminalroman t»on Grate Hartwig Ich lehnt, qh mit der Begründung, daß rch im Theater zu tun hält«, und er bat mich, mit Ihm ei'» Ma« Chniiipastiier zu trinken, sste ich stlilge. Aus diele Anfsordcrnnst iwtto sch nur gewartet. Ich stieß, wi« unabsichtlich feine Zeitstsiü vom Tisch, und als er sich bückte, goß ich rasch bst- Aist aus-em Fläschchen, das ich schon entkorkt in der Rocktasche hielt, m wist^stas. Dann tranken wir.. Er setzt« sich ist die Diwanecke nnd N"r wechselte» noch ei» Paar Wort»-?sch Hoti« schreckliche Angst, daß gerade setzt ein Keklner eintreten könnte, trptz-em konnte ich ja sticht fort, ehe er nicht so umnebelt war, baß ich stitsiestiort-Zntriit in seine Tasche« hott», Es Hot mir zu»» zweiten Mal« Platz an. ich nahm an, wie ich lagt«, an» zwei Minuten, fragte ihn dies nnd jenes nnd ließ ihn nicht aus den Ange» Plötzlich kam»>>r «ist Aedüstke. „Ich würde ja gern« eist« Zeitlaiist hier blci, ben und mit Itmen plaudern" sagte ich,„ah»s Ich darf hier nicht gesahfn werden." Er war«rstaunt. „Ich habe hier vor zwei Taae»»tue» Kellner MNgt, weil er frech war Tresie ich wieder m zusammsst so gibt e« eine wliste Schlägerei. Es spielt h<’ glich eitle Mlbemeschichke mit hinein, Daß lau« ich Ihnen Nicht so genau erkläre». Sie diirsen mich aher«ich,«»«lachen. Dir Ki'instjer sind i»»nleeer Üebsußsühruug»in Wenig eig«n." So naiv meine ErzählstNst auch lstar,»Hst schien sj» nicht nur iu isttMsiewn, solchem gr schien st« iogar zu glaub«». Ich ließ ihn nicht aus den Augen, Ermutigt durch seins Lrilnahme « tverdcu. ssthr ich sors;„Wen» also setzt fist Kestner ein- trctcn sollt«, dann wnndern Sie sich bitte sticht, weizn ich mich verstecke." IM sesbest Augenblicke Härte Ich Schritte auf dem Korridor, ich iprang hinter den Vorhang, der Kellner trat ein, bracht« etwa« ober nahm etwas fort, das weiß ich nicht, bemerkte mich natürlich nicht und versieh da? Gepar« sogleich wieder. Renä Gäubier anrüsierse sich über weine Jungeustreiche, er lacht«, aber plötzlich wnrd« sein Gesicht ernst, gleichsam schläfrig, ustd sein« .Haltung inatt. Ich wußte, daß da« Alft zu wirken begann, ich stätid dicht hei ihm Niid belauerte jede Phase seine« Ohnmacht, wie ich asauht-, seines Todes, wj« sch jetzt weih. Als l«i« Auge bereit« usttlchlciert war, ass feine Hund, die ich hob, schwer nicdersiel. nahm ich sämtliche seiner Pa- viere, die mir wichtja.ipgkest, gst stfich, Paß, Scheckbuch, Vargeld, dtlstckte wn ist di« Diwan- eck«, entfaltete die AeitNstä, Moß seist» Ftstger darum und sah mir mein Machwerf noch einmal von der Tür« ans an, Er wirft« w rrlich wir einer, der in aller Rude seist« Zeitung ab, Nun hieß es aber entkomme», odite gesehen au werde». Ich horchte, hstckt« durch trat wUtef’!^; Ä--* Schritte petzW wrcht«, bficttc durch di« Türfpalt» und ßlich auf de« Gang hinaus. Assi ich 'ertkghttk, schstiftst- ich gitf gut Gsltfk in düs Eepor«« Nr. 1 das zufällig leer war. Und io etapstemveif««»langte ich auf dj« Straße und itttzk ist 8p 8»s Wahn»»«, wo ich auf ihr» Ruck, kehr vom Theater wartet«. Vir vermochten in djeler Nacht nicht w Wasen, wir schiwetzetsn Pläne. Molch am Morgeii mußt« sch das Äesü belieben,«och ehe der Bewußtlos» lhentlsiziert war, was a durch völliges Fehlen von Papieren itttd sonstige» Sk»kialt«p»nkten einige Zeit ist Anspruch stÄm«n mußt», So Lu hat» an« heut 2 beater«chminfe. Teint, Klebemittel nnd Barke msjaebracht, und»»ch ein»» Phokoaraph'*. hi» w> von Renö tvauble, besaß, legte sie mir«ine meisterhafte Ma»ke an. Al« ich mich a»t Morgen mit Renä(üan- o!«rs Paß in der Bank legitimiert«, evhielt ich die große Summe, die ich forderte, anstandslos ausgefolgt. Auch die Unterschrift, di« ich in d«w Paste genau angesehen nnd deren Ngchahstinng ich geübt hatte, stimmte Am gleichen Tage fuhr ich mit Lo Lu nach Genua und vier Tage später waren wir auf h«stl Wege nach Südamerika, Lo L» verwischte die Spur hinter sich, indem sie einen tzlhschiedsbrief schrieb in dem zu lesen stand, daß sie im Flust« ihrem Leben«in Ende gemacht halte. Auch ihrstt Hilt lind ihre.Handtasch« vergaß sie nicht, in verdächtiger Welse am User zn dedomeron, Pie arme Lol Sie hätte wich nicht retten wüsten, sie hätte ein unbekümmertes heben führen können an der Seite dieses WamteS, per sj« vergötterte. Neins Der Zc'tpunst, ihr« Lieh« zu mir zu beweisest, war aefowu>en nnd sie bewies st«. Sic zog ein gefghrtzostes Lebe» an meister Seit- einem ruhigen obst» wich vor. Wir ivpll- tsn drüben«in neues Lehen beginnen. Es war uns nicht vergönnt. Run weißt Du alles, Lilliqu, Beurteil« uns nicht zu strenge und verzeih MS beiden, Mir haben vjel ahgebijßt, gl« wir ist«eststg hi« Nachricht von R«sta Gauhier« Tod erhieltest, So hatten wir«« sticht gewollt. Lilliast, werd« glücklich!. Du bist I»ng und schon, Du wirst einen Plan» finden, der alles an Dir güt machen wird, was ich au Dir verbrochen, Nochmals: Verzeih Deinem Max." Listigst hatte mit hrennendeu Wange» g«, lesen, Jetzt lieb st« den Brief si>ck«n und blickte ins Leere. Haß und Verachtung wechselten mit Wifloid und Staun««. Pa« Endergebnis war Ekel und der Wunsch, alle«, was mit dieser schrecklichen Sach« jusgmmetching, zu vergesten. Zar» und Scham preßten ihr di» Lipp«» zusammen. Sie wollte weinen, aber sie konnte nicht. Sie blickte nach der Uhr, es war sehr spät geworden! fetzt erst bemerkt« sie, daß Honst nicht mehr bei ihr War, Beim Lesen dxs Briefes war ihr nicht ausgefallen, daß er sich entfernt hatte. Ohne ihr„Gut» Nachtl" zn lagen? Schlief er schon? Sie stieg ans dem Bett« und schlich mit bloße» Füßen an sein« Türe. Nicht« regt« sich. Bitterkeit stieg ist ihr qus. Jetzt ließ er sie allein? Jetzt, da so viele« in ihr anfgetvühlt war? Aber ums hals jetzt Äorwurf, Stolz nnd Zurückhaltung? Sie klopft«. „Ja?" hörte sie. Und st» trat ein. Er trug feinen seidenen Schlafanzug, lag auf den» Diwan nutz la». „Ich,-, ich-, ," sagt« sie Verleg«,,,„ich Möchte jetzt sticht allein sei,,." Horst zog sie zu sich nieder. '„Ich wollt« dich nickt stpreit", sagte er,..deshalb gjna ich, Aber schlafest konnte ich natürlich Nicht, MN?" „Ich.,. ich ,., nichts!!" „Ist fetzt qllesi für dich gtts der Welt ae- ichgfftß Ist jetzt Klarheit in deinem Herzen?" „Klarheit? Die Kälte deine« Fragen ist brutal." „Ich wollt« dir nicht weh tun. Aber>4 möchte wissen, ob du endgültig mit ihm fertig ptstf" „Glaubst du vielleicht, daß sch ihn nach liebte? Er war W mch JHgM W du wir vpn ssiiicm BelWwst« mis Lo tzu erMtest, Änd dusj Du W«tftMchtitz! Höchst „Nein, mein Kindl Ich hab» nur Angst." „Angst? Mostar?" «»«setzww kCairl Str. 187 Samstag, 1L. August 1888 Seit« 3 Wandstag nur Gewerbetreibenden und Meute. Sonntag, den 8. August versammelten sich di« Delegierten des Verbände- der Gewerbetrei- benden und Kaufleute im Volkshause in Komatau zu einem außerordentlichen ÄerbandStage. Um neun Uhr wurde durch den Vcrbandsobmann Gen. Grim m-Saaz, die Tagung eröffnet. Vertreten waren die proletarischen Organisationen von Komotau durch Gen. Reichl, weiters waren anwesend Gen. Ernst Pau l-Prag als Vertreter deS Parteivorstandes und Gen. Nejmonn als Vertreter des„Svaz soz. Livnostniku". Nach der Genehmigung der Geschäftsordnung und der Wahl der notwendigen Kommissionen erstattete Gen. Grimm den Bericht. Ausgehend von der Gründung des Verbandes und der Lage der Gewerbetreibenden, die in der Zeit der Krise unter den schwersten wirtschaftlichen Erschütterungen zu leiden haben, teilt er mit, daß der Verband in den letzten Monaten stetig wächst »nd bis zum heutigen Tage auf eine Anzahl von 35 Ortsgruppen blicken kann. Heute, so fuhrt der Redner aus, wo die Zahl der Insolvenzen und der Konkurse immer mehr steigt, wo der Gewerbetreibende immer mehr der allgcmci- nen Rot auhcimfällt, müssen neue Wege gesucht werden, uni die Lage der Gewerbetreibenden zu verbessern. Durch gemeinsames Zusammenarbeiten, durch entschlossenes Kämpfen muß aufgeräumt werden mit alle» Vorurteilen und verstaubten Traditionen, denn der Gewerbetreibende ist nichts anderes als ein Arbeiter mit eigenem Werkzeug«, der den wirtschaftlichen Schwankungen genau so unterliegt wie dir breite Masse und tvenn cs dieser schlecht gehe, so geht eS auch den Gewerbetreibenden schlecht. Er betont, daß die deutsche sozialdemokratische Partei in jeder Beziehung die Bestrebungen des Verbände- fördert und der Verband in der Partei eine große Stühe und Befürworterin hat. In der anschließenden Debatte sprachen Delegierte von Komotau, Aussig, Eulau und Saaz. Nach dem Berichte sprach Gen. Ernst Paul, Prag über den Standpunkt der Partei gegenüber den Verband der Gewerbetreibenden und teilte die Verbundenheit der Partei mit den pm ihre Existenz ringenden Gewerbetreibenden mit. Die Partei wird zu den Gewerbetreibenden stehen, wird sich für alle dem Verband treffenden fragen interessieren und sich an geeignetem Ort für die Forderungen der Gewerbetreibenden «insehen. Gen. Nejmann als Vertreter deS Svaz überbrachte dem Derbandstage die Grüße der tschechischen Genossen. Danach wurde zur Wahl der Berbandsfunk- tionäre geschritten und wurden gewählt: Genosse Grim m-Saaz, Fritsch e-Ausstg, Tobiasch- Komotau, Adolf Samuel-Saaz, R. W o r m- Saaz, T a m p c-Komotau, S r u d c n H-Aussig. Rein l-Saaz, K t c k-Saaz, W e s e l s k Y-Eulau. Nach Erledigung einiger für den Verband wichtiger Anträge schloß Genosse Grimm mit einem markanten Schlußwort die Tagung, dir den Beweis erbracht hat, daß die Gewerbetreibenden entschlossen sind aufzuräumen mit dem, was als unnützer Balast hindernd im Wege steht und daß sie kämpfen»vollen als Bundesgenosse» der deutschen Arbeiter. Wie sie spitzeln» Der tschechoslowakische Arbeiter Knebel aus Grunau bei Ostritz, erhielt den Ausweisungsbefehl. Auf der Suche nach Wohnung kam er nach Engelsdorf bei Friedland i. B. und erkundigte sich bei einigen Bekannten. DaS war an einem Spätnachmittag. Am andern Morgen erhielt er den Besuch des sächsischen Gendarmen Hesse aus Ostritz, der zu Knebel sagte:„Knebel, Sie waren gestern in EngelSdorf, was haben sie dort gemacht? Ich warne Sic, Sie waren bei den .Kommunisten Wöhl und Soukup. Wir sind genau informiert, was in Engrlsdors vorgeht. Alle unsere Gegner sind uns genau bekannt." Dieser Vorfall zeigt genau, daß die deutschen Behörden ein ausgedehntes Spitzclsystcm in den Grenzortcn unterhalten. Erfolgreiche Betriebsausfchutzwahl in Auffis. Die freien Gewerkschaften gewinnen bei der Mühlig-Union zwei Mandat«. Freitag, den 12. August, fanden bei der Firma Mühlig-Union(Aussig) die BciriebsauS- schußwahlen statt. Die Kommunisten, die noch im Jahre 1930 die Mehrheit im Bctnebsausschnß hatten, haben dieS.mal nicht kandidiert, während die Hakenkreuzler, die in diesem Betriebe von den Vorgesetzten und Beamten besonders gefördert werden, durch Flugschriften nedrigsten Inhalts für ihre Kandidaten Stimmung zu machen versuchten. Nur dem Umstand, daß ein Teil der Arbeiter nicht zur Wahl ging, wahrscheinlich Kommunisten, die der Wahl fernblieben, weil sie nicht die notwendigen Unterschriften für ihre Liste aufbrachte», haben es die Gelbe»«l verdanken, daß sie mit einem StimmungSrecht von 88 ein zweites Mandat erhielten. Das Wahlergebnis ist solgeirdeS: Beschäftigte 1933. 4l2(1932: 381), Wahlberechtigte: 357(322), abgegebene Stimmen: 291(289), gültig: 267.— Freie Gewerkschaften: 200 Stimmen und 5 Mandate(147 und 8), Nazi: 67 Stimmen und 2 Mandate(47 und 1'. D>e freien Gewerkschaften habe» eine» Gewinn von 53 Stimmen und 2 Mandaten aufzuweisen. Dieser Erfolg muß den Mitgliedern ein Ansporn zur Arbeit für die geschlossene Betriebs- e i» h e i t sein, die nur im Rahmen der freien Gewerkschaften bestehen kann. Unwahre Berichte Uber Donuhäuser. Unter diesem Titel teilt das Tschechoslowakische Preß- büro mit: Einige Zeitungen brachten dieser Tage die Meldung, daß bei Peter Donnhäuser, der bekanntlich im Vorjahre im Prozeß gegen einige Mitglieder des Vereins„Volkssport" wegen Vor- bereitung von Anschlägen gegen die Republik zu einer zweijährige» Freiheitsstrafe verurteilt wurde und der dann am 28. April l. I. Selbstmord verübte, ein streng vertraulicher Erlaß des Innenministeriums ausgcsunden wurde, der für die staatlichen Sicherheitsbehörden bestimmt war und die Verfolgung von hakeickreuzlerischer Jrre- denta anbetraf. Wie aus zuständigen amtlichen Stellen initaeteill wird, wurden irgendein amtliches Schriftstück dieser Art oder dessen Abschrift bei Donnhäuser nicht aufgesunden und die betreffende Nachricht hierüber entspricht absolut nicht der Wahrheit. Ebenso wurde auch kein Fall festgcstcllt, daß sich die Hakenkreuzler vertraulicher Rundschreiben des Ministeriums des Innern bemächtigt hätten. Sieben Wbhransen In Oeuisdiiand. Zürich, 11. August.(Jnprcß): Fortwährend iviederholte Anfragen über die verschiedenen Bezeichnungen, wie Registcrbank, Sperrmark und KonversionS-Kassenmark, die bei einem großen Schweizer Clearinghaus eingelaufen sind, haben zur Feststellung der faktisch vorhandenen Markwährungen geführt. Mit dieser Frage hat sich auch die Schweizer Presse beschäftigt. Es steht fest, daß außer der gewöhnlichen Reichsmark, die eigentlich nur noch eine Binnen- inark ist, da sie nicht ausgeführt werden darf, die KonversionSkassrnmark besteht, deren Kurs nur 50 Prozent deS Nennwertes entspricht. Die Registermark, die durch Einzahlung an Treuhänder »u Gunsten deS„Registiertcn Berechtigten" in Umlauf kommt, wenn eS sich um kurzfristige Bankkredite handelt, die durch Stillhalteabkommen gebunden sind, wird mit 25 Prozent DiSagie verrechnet. Die Noten- und Kreditsperrmark, zwei andere Arten, die bis zu 40 Prozent cnttvcrtet sind, ergeben sich auS Forderungen von Ausländern gegen deutsche Kreditinstitute, und zwar ans Forderungen, die vor dem 16. Juli 1931 entstanden sind. Die Effektenspcrrmark ist eine andere Gattung, die aus Fordernngcn von Ausländern stammt, nach der Veräußerung von Wertpapieren. Schließlich existiert noch die mit 16.5 Prozent entwertete Exportvaluta. .Ein ganzer Wald von Vorschriften sorgt dafür, daß die Abwicklung der Geschäfte mit Deutschland möglichst schwierig wird und daß das etwaige Spielen mit den Kursdifferenzen der verschiedenen Marksorten leicht zu Konflikten mit deutschen Strafgesetzen führen kann. Nazis untereinander. In der reichsdeutsche» Naziprcssc liest man die nachstehende Meldung aus Essen: „Die verstärkte Flugblattvcrbreitung durch kommunistische Parteigänger veranlaßte die SA in der vergangenen Nacht zn vermehrtem P a t ro u i l l e» e i n f a tz. Dabei ist es zu einem tragischen Ungliickssall gekommen. Gegen 3 Uhr morgens stießen in der Dunkelheit zwei SA-Patrouillen aufeinander, hierbei wurde der S A-Anwärter Hcrinsen durch einen L u n g e» s ch u ß getötet, und der Scharführer Bernd durch eine» Knieschuß schwer verletzt. Die moralische Schuld fällt dem roten Banditentum tut La st, das vo» seiner volksver- hetzenden Tätigkeit nicht a b l ä ß t." Eine erschütternde Logik! Die roten Flugblätter sind daran schuld, daß sich die SA-Männer gegenseitig a b f ch l a ch t c n! In Ermangelung eine« Gegners fallen die ans Tollwut dressierten R ö h m- K r i c g e r ede» übereinander her. Ein neues Nazinest in Wien. Wien, 11. August. Bor einigen Tagen hat die staatliche Polizei eine neue nationalsozialistische Nachrichtenzentrale ausgehoben, und zwar im Hause Jtathausgassc 5, wo Nachrichten über innerpolitische Vorgänge gesammelt«nd an Vertrauensleute wcitergcgcben wurden. Im Zu- iammenhange damit wurden fünf Personen verhaftet, darunter der frühere Pressechef des Gaues Wien der nationalsozialistischen Partei Pcsch- linger. nie geistigen Urheber geiaht. Tiroler Polizei straft Nazis. Innsbruck, 11. Augnst. Die Polizei hat den Oberstleutnant d. R. Ferdinand v. L ü tz o w und den Privatbeamte» Eberhard Q u« r S- f e l d zn je sieben Wochen Arrest und zur gemeinsamen Zahlung von 250 Schilling an die Tiroler Heimlvehr Hilfspolizei als Buße verurteilt. Die Verurteilten wurden dafür verantwortlich gemacht, daß unbekannte Täter auf die Felswände der Innsbrucker Berge Hakenkreuze aufzeichnctcn und nachts Hakenkreuze hoch über dem Inntal ausleuchten ließen. Es ist dies die erste Verurteilung unter Hastbarmachung der mutmaßlichen Anstifter ohne Verhaftung und Bcstrasung der wirklichen Täter. Erhöhte Getreideablieferung In der Sowjetunion. Moskau, 11. August.(Daß.) Bekanntlich wurde» im Zusammenhang mit der guten Ernle in den südlichen Gebieten der Sowjetunion die GctrcidcablieferungSquoten der Towjelwirt- schaften deS Sildrayons im Vormonate um 400.000 Tonnen erhöht. Gegcntvärtig haben der Bolkskommissarenrat und das Zentralkomitee der kommunistischen Partei beschlossen, im Zusammenhang mit den günstigen Ernteanssichte» auch in den zentralen und östlichen Gebieten der Sowjetunion den Iahresplan der Getreidcablic- ferung dieser Rayons der Sotvietgütcr an de» Staat um etwa 19 Millionen Pud zu erhöhen. Die Erhöhung der Ablicserungsquoten beirisst hauptsächlich die Sowsetwirtschaftc» des Schwarz« erdcgebietes, des westsibirischcn Urals, der Mittelwolga u. a. m. Transportarbeiterstreik in Sevilla. Der allgemeine Verband der Transportarbeiter i» Sevilla hat beschlossen, aus Solidarität mit den Hafenarbeitern einen 48stündigen Streik durchzuführen. Der Streik hat gestern«in Mitterikacht begonnen. Die Affäre Seletzki. Die Kriegsgerichtsverhandlung über den Bukarester Skoda-Vertreter.— Staatsgewalt und Rüstungskapital. Der Bukarester Repräsentant der Skoda« w c r k c Bruno Seletzki steht seit 4. August d. I. vor dem runiänischcn Kriegsgericht, das infolge deS verhängten A n s n a h m Szu- st a n d e s für derartige Fälle zuständig ist, obwohl diese Zuständigkeit vo» der Verteidigung bestritten wird, unter Hinweis auf die inzwischen erfolgte Aushebung d e S A u s n a h m S z u- st a n d e S. Die Anklage lautet auf„u n b e r e ch- tigte Verwahrung von Dokumente» militärischen Inhaltes" und unstreitig hat die Anklagebebyrde viel Wasser in ihren Wein gegossen. Man las ursprünglich von recht verfänglichen Delikten, von Korruption, vom Verrat militärischer Geheimnisse. Ein G e n e r a l hat im Zuge der Voruntersuchung Selbstmord verübt und es schien, als sollte eine Affäre ganz großen Ausmaßes ausgerollt werden. Uebcrblickt man den Verlauf des bisherigen Verfahrens an Hand der so überaus z u- rückhaltenden Press« st im men(eine unabhängige, rücksichtslos ziigreisende Presse gibt es in dem durch und durch konservativen rumänischen Staat ja nicht), so fällt die sicherlich nicht unbeabsichtigte Unklarheit des Sachverhaltes auf. Man hat bei dem Repräsentanten der größten mitteleuropäischen Waffenindustrie allerlei Dokumente st r e n g vertraulichen militärischen Inhaltes vorgefundcn, die auf normale m Wege kaum in die Hände eines nicht beamteten Privatmannes gelangen konnten. So gerieten di« Hüter der Staatsgewalt, repräsentiert durch die hohen militärischen Kreise, in Kampfstellung gegen ihren sonst treu verbündeten Partner, das R u stungSkapital. zwei nadiie. Die Rüstungsindustrie ist zu einer Weltmacht geworden. Die internationalen Verflechtungen dieses mächtigsten Produktionszweiges der kapitalistischen Welt umspannen die Erde. Das aufsehenerregende Buch Lehman n« R u ß b ü l d t s hat die unsichtbaren Fäden zwischen den einzelnen Zentren dieser Vcrnichtungs- Nlittelindustrie schonungslos bloßgelcgt. S ch n c i- der- Crcuzot und Krupp, Armstrong und Putilow, Skoda und die Turiner Waffenwerke— sic bildeten einstmals eine trefflich organisierte Arbeitsgemeinschaft. Ob sich das inzwischen sehr geändert, mag dahingestellt bleiben. Sicher ist, daß der Angeklagte Seletzki sich darauf veruft, durch ein Memorandum über die Rüstungen der Nachbarstaaten die sofortige Efsektuirrung von Wassenbestellungen für 60 Millionen Kronen durch d«n rumänische« Staat durchgesetzt zu haben. In diese Bestellungen teilten sich die sranzösischcn Schneider- Ereu- zo t- Werke und die Brunner Wasfensabrik. Der Angeklagte beruft sich auf diese verdienstliche Tat als Beweis feiner absolut loyalen und dem rumänischen Staate nützlichen Tätigkeit. Solche Abschlüsse sind natürlich nicht so ohne weiteres zu tätigen. Die Firma Skoda hat nach der Versicherung Scletziis der rumänischen Regierung einen Milliardenkredit— noch dazu ohne Garantien— eingcränmt. Auf vorläufig ungeklärte Weise kamen auch die er- wähnten militärische» Dokumente int Interesse dieser geschäftlichen Transaktion in seinen Besitz. Da- aber nahm nun die Staatsgewalt übel und entschloß sich zu einem scharsen Zugriff. Seletzki blieb ruhig und gefaßt, was die runta» nischcn Blätter mit großem Nachdruck betonen. Er hat offenbar nicht nur ein gutes Gewissen, sondern auch einen trefflichen Rückhalt. Dir offenkundige Nervosität des Gerichtes und des Staatsanwaltes und die außerordentliche Sympathie, die die rumänische Presse für ihn demonstrativ zur Schau trägt, haben sicher ihre guten Gründe. Und es ist wohl nicht allein seine ver» dienstvollc Absicht, die rumänische» Wafsenwerke in Copoka Mica Ugir durch Skoda- Kapital(15 Milliarden) zn einem hochmodernen Riesenbetrieb auszubauen, die Ihm diese Sympathien verschafft hat. pro und kontra. Da8 Zeugenvcrhör lief nicht ohne Zwischenfälle ob. Es traten Zeugen aus, die den Angeklagten in den Himmel erhoben. ES traten andere Zeugen aus, deren Aussagen dem Ankläger viel Freude machten. Stellenweise war die Per- Handlung g e h e i m. Das Gericht dringt auf Aufklärung über verschiedene dunkle P r o Vision Sa»gelegen heilen und eS ist durch- aus glaubhaft, daß verschiedene aktive und au«- rangicrtc Männer des politische» Lebens höchst ungemütliche Stnnden verleben. Es ist auch durchaus glaubhaft, daß die geladenen Zeugen weit nervöser sein sollen, als der Angeklagte, wie ein Bukarester Blatt spöttisch vermerkt. Und eS ist nicht unwahrscheinlich, daß dieser Prozeß noch allerhand kleine und große Nachspiele haben wird. Wie dieser Prozeß enden wird, läßt sich nicht Voraussage» und ist im Grunde auch belanglos. Es ist kein Scnsationsfall, aber immerhin eine Angelegenheit, die dem sehenden Zeitgenossen allerhand zu denken gibt. ZusammcrsDlcl Brünings und Popens? London, 11. August.„Daily Herald" läßt sich von einem Spezialtorrespondentcn berichten, daß der frühere Reichskanzler Brüning vom baldigen Sturz Hitlers überzeugt sei. Interessant an der Meldung ist, daß darin behauptet wird, Papcn sei über Brünings Gedanken und auch über dessen Aktivität vollkommen informiert. Eine Verhaftung Brünings sei nicht vorauszusehen, da dieser von Hindenburg und auch von Popen geschützt' werde. Kommunlstenverhaftungcn In Württemberg. Stuttgart, 11. August. Das Wvlffbüro meldet: Den Versuchen der Kommunisten, ihre illegale Tätigkeit wieder aufzunehmcn, wurde jetzt durch die politische Polizei ei» Ende gesetzt. Ein zugereister Funktionär, der ein umfangreiches Büro eingerichtet hatte, und 40 andere Personen, wurden festgenonimen. Im weiteren Verlauf der Bekämpfung der kommunistischen Agitation wurde die gesamte kommunistische Leitung in Württemberg überrascht und festgc- nommen, als sic in den frühen Morgenstunden in einer Gärtnerei zu einer Beratung zusammen- kommen wollte. Sdiladiiberkht der Hunnen. Hamburg, 11. August.(Wolff.) 400 Polizei- beamte, 500 SS.-Männer, das Fahndungskommando der Staatspolizei und da« Kommando zur besonderen Verwendung nahmen in der vergan- genen Nacht in der Horner Marsch eine Durch- suchuna vor. Es erfolgten 23 Festnahmen von polizeilich gesuchten Personen: Führern des Rot- Frontkämpferbuiwes, der Roten Marine und anderer marxistischer Organisationen Grenzschutz In OstprenOen. '(DG.) Ein Berliner Arbeiter schreibt uns: Kürzlich siedelte ein Freund von mir nach Pommern über, um dort eventuell Arbeit zu finden. Ein von mir kürzlich geschriebener Brief kam zurück mit dem amtlichen Vermerk der Postbehörde, „daß der?ldrcssat zum Grenzschutz nach Ostpreußen eingezogen ist und daher nicht ermittelt iverden kann." Daraus geht hervor, daß in den Ost- provinzcn Deutschlands von den geheimen Be- rirkskommandoS genau wie vor dem Kriege Ein- oerufungen zur Armee erfolgen und daß viele von den„wcggczailbertcn" Arbeitslosen beim Grenzschutz in Ostpreußen Militärdienst tun müssen. Krlcgsflugsaison. Ankauf und Anwendung in Aste«. Die chinesische Regierung hat in USA 36 Curtiß-Einsitzer-Jagdfluareuge bestellt, die den Grundstock einer chinesischen Luftflotte bilden sollen. Der Gcsamtpreis beträgt 200.000 Pfund, die Lieferzeit drei Monate. Die Flugleistung soll mindestens 200 englische Meilen pro Stunde betragen, jede Maschine erhält zwei Maschinengewehre. An der indisch-afghanischen Grenze haben, wie schon gemeldet, englische Armeeflir- ger mehrere Dörfer aufständischer Stämme durch Bombenabwürfe vernichtet. Diese Straferpcdition war vorher angekündigt worden, so daß die Einwohner rechtzeitig flüchten konnten— nicht so wie in China, wo die Japaner in ihrem bekannten Nichtkrieg jetzt wieder Flugbomben in dadichteste Gewühl volkreicher Städte werfen.... Auf eines der englischen Armeeflngzeuge wurden am Khapak-Grcnzpaß drei Schüsse gefeuert, die aber keinen Schaden anrichtcten. Der Flieger antwortete mit Abwurf einer 20-Pfund-Bvmbe. Englandsreundliche Häuptlinge haben vor neuen Aktionen der aufständischen MohmandS l gewarnt. Darauf sind die Truppen an der } Grenze verstärkt worden. Seite 4 Samstag, IS. August 198» Nr. 187 Eine Gasmaske gegen Amtliche Giftgase? ' London, 10. August. Englischen Chemikern sost es noch laugen, streng gcheimgehalteuen Versuchen gelungen sein, ein« Gasmaske herzustellen, die Schutz gegen sämtliche Giftgase ge- währt. Sogar gegen das befürchtete Dsejseraas lSensgaS?) soll die neu« Mask« mindestens«ine Stunde lang ihrem Träger Immunität verleihen, während, wie daS Blatt behauptet, die auf dem Kontinent üblichen Masken dieses Giftgas kcrcits nach etwa fünf Minuten dnrchlassrn. * Bisher gibt es noch keine Gasmaske, die ihren Träger vor sämtliche» Giftgasen schützen mürb«. Vielmehr muh die Mask«, je nach der Art des verwendete» Kampfgases, jedesmal mir einem besonderen Filtereinsatz versehen tvorden. Bei der großen chemischen Verschiedenheit der im Kamps« gebrauchte»» Giftgas« ist dies selbstverständlich, insbesondere, da«ine Kombinqtion der verschiedenen Einsätze di« Atmung bis zur Unmöglichkeit erschweren. würde. Fnmwr wieder dringe»» Nachrichten über di« Erfindung einer„Universal"'Maske in di« Öeffentlichkeit. di« sich da»»» setxsmal als unrichtig erwies«» hab«». Auch di« obige Meldung ist mit der grüßten Vor- sicht auizu nehme». MARX gegen HITLER Unter diesem Titel ist soeben im E. Prager Verlag, Wien- Leipzig, eine Broschüre erschiene»», vor» der es tu» Borwort dcS Berlages mit Recht heißt, daß sie„nicht die alten a»«»getr«tenen Wege geh», sondern nach neuen sucht" und das» sie zu jene»» Erscheinungen gehört, die der Sache der Revolution nützen, weil sie„die Möglichkeit freier Diskussion schafft, das heißt zugleich die Möglichkeit der historischen Aktion, die»»ach Lassalles Worten immer n» i t den» A»»S s p r e ch e»» dessen waS ist begin»»ei» muß". Dir Broschüre zerfällt in ztvei Teile. Ungefähr ein Drittel»»in»»»»t daS Vorwort von Gregor Bien stock, do»»» bekannte»» russischdeutsch«»« Genossen ein, das vieln»ehr rin Manifest dem« eine Vorrede ist. Bienstock sorm»»liert dir Eixistrnzsrage des gegruwärNacn Sozialismus sehr geistvoll u»«d Übera»lS scharf. Ohne Zweifel wird rs viele»« Genossen zu scharf sei»« und manch« sei»,er Behauptungen werden Wider- spr»«ch wecken; aber nicht zuletzt zu diesen» Zwecke werden ja Broschüren geschrieben, Aus den« Widerspruch, ans der Diskussion erst kann die gedankliche Klärung geschehen, nur so könne»» wir von einen» Standort an«, der längst überholt "ist, auf die höher« Plattform aktueller Betrachtung der gegebenen Kampsbedingungrn und zu der Erkenntnis aktueller Kampsanfgaben gelangen. Bienstock setzt stch nicht mit der Taktik, sondern mn der Ideologie des Sozia- l i s n« u s und nicht nur mit der SPD, sondern mit der Denkart der Zweiten Internationale selbst auseinander. Er grenzt sein.' Anschauungen dabei sehr scharf gegen beii Bolschewismus ab, Hat dieser seiner Ansicht nach die Ide» der Revolution kompromittiert, so hat der Refornu'-m»»s den Begriff der Revolution liquidiert. An« dem Bolschewismus entsprang die undemokratische Parteidiktatur, der Reformismus verspielt« seinen Kampf um die Demokratie, deren Wesen er verkannt hatte. Bienstock sehnt den Glauben an di« Automatik der Entwicklung, den vulgärmarxistischen ffata- liemuS, mit Entschiedenheit ab. Aus dem Trüm- »nerftld, da» der liberale Sozialismus in Deutschland hintrrsäßt, will er die lebenskräftigen revolutionären Elemente sammeln. Im zweiten Teil der Schrift, der ruhiger, aber auch trockener als da« leidenschaftliche Borwort ist, sucht B. Arsen zunächst da» wesentlich Reue am FajrismuS festzustellen, der „nicht nur Reaktion" ist. Dave» kommt«r zur Erörterung de« Begriffes des„totalen Staates", der feiner Ansicht»rach den liberalen Rechtsstaat ablösrn wird, ohne daß es von allem Anfang notwendig sei, die neue Form mit dem gleichen Inhalt zu erfüllen. Dor totale Staat kann ebenso ein proletarisch-soziasistifcher wie ein fasristischer werde»«. Mit sehr scharfe»« Argun«ent»n wendet sich Feien, wie uns scheint zu Rech», gegen die Be houptnug, der faseistische Staat s«i ökonomisch unmöglich. Diese These, den, Fatalismus des liberalen, an den unbedingten Primat der Wirtschaft glaubenden Dulgärmarxjsmns, hat ja Unheil genug angerichtet. Kurz vor der Machte«, grcifultg Hitlers hat man noch„bewiesen", daß sie aus ökonomische»» Gründen unmöglich sei. Indem man sich darauf verließ, verspielte mau den Kampf. Auch heute gibt es viele Sozialisten, dis mit dem wirtschaftlichen Zusammenbruch des Iaseis»nnS rechnen»nd sich von ihn« daS Ende pes Regimes versprechen. Gegen diesen Fatalismus gilt«S mit den schärfsten Waffen a»«Szu- rücken. Daß der ftzaseiSmu» nicht einfach zufain» menbrechrn wird, sondern nirdergrsämpft werden muß, ist Pie Grunderkenntnis für die kommen- den Klasseukämpfe. Des«vetteren wirft Irlen die Schicksalsfrage auf, ob der ff o s c i S m u S. „Epoche oder Episode" sein wird. Beides sei soziologisch unmöglich, eS hänge davon ah, ob «S gelingt, ihm hnrch die Eroberung der Staatsmacht zityorzukommen. Ist er einmal an der Macht, so liegt es an geschichtlichen Zufällen, ob sich eine Gelegenheit findet, ihn so bald wieder zu stürzen. Irlen verficht, nachdein er sich noch mit der Politik als Technik beschäftigt bat, die These„Demokratie nur für Demokraten'." und schließt mit eine»'» Kapitel„Der Kampf u»n die Macht", in dem er sich gege»» de»« liberalen Optimismus wendet und de»« Willen zur Macht als„beit Nerv einer iedc»« politische»« Bewegung" erklärt. Diesen Wille«« zur Macht müsse di, Sozialdemokratie habe«, er allein könne sie r»l einer Polkspartei machen, di« den ffasewmus schlägt, Die Brolchiir« von Bieustock-Irleu ist kein« Agitationsschrift. Sie kau» aber dem sozialistischen Bertranensmann. indem sie ihm den ffastismus von einer neuen Seite zeigt, indem sie ihn mm Denken anregt, ei»« merwolsts Mittel der Selbst, jchutung werden. Wir empseble»« sie nicht als ein« Schrift, die zur Massenverbreitung bestiimut die Masse überzeugen und fortreißsi» könnt«. wohl ab«, al« ei»« Lehrbuch für de»« denken« denSozialisten. * Das schilp ausgestattow Büchlein koste»$ 3.-. lind lqyn durch hi« Zentrakftckle für Has Btldungäwesen, Prag ll-, Nekjtzgnkq he. zogen nxrdeu, die et bei Abnahme von wenigsten- fünf Exemplaren bett Organisattoiien um Ha S.tztz liefert. E. r. Dritte tschechoslowakische Arbeiter-Llhmvlade in Pray. Für das««ächst« Jahr bereitet der lschecho- slotvakische Arbettertnr««vcrband das dritte groß« Turn- und Sportfest unter den« traditionelle»« Namen Arbciterolympiade in Prag vor. Tic Haupttage fallen aus dei» 5. und 6, Juli 1934, der Ingendtag auf den j. Juli und man rechnet damit, daß nur an den Massenübu»»ge»» im ganzen 35.000 Turner, außer den Te>I»»chn»»rn an den verschiedenen Sportveranstaltung-'», austretcn werden, Trotz der herrschenden schwere»» wirt« schriftlichen Verhältnisse wird die« eine Manifestation von riesigem Umfang kein, insbesondere, »venn wir b«denfen, daß sich diesmal besonders zahlreich aste Arheiterturn- und Sportorganisationen in der Tschechoslowakei aktiv beteilig«« werden, Ebenso wird«ine rege Beteiligung des Auslandes erwartet; bis fetzt habe« ihre Test' uahmc Lettland, Jugoslawien»rnd Amerika', wo gerade mit der Organisierung der BeteilisUtng veavnuen wtlrde, zugosagt. Dw Koste»» der Fest- lichkciten werden aus beinahe drei Millionen Kronen veranschlagt, trotzdem sie auf dem staatlichen Stadion stattsinden, da» zu der Olympiade zum größten Test fertig gestellt»perden soll. Die Arbeite» am Hotel vurope. Während sich jetzt schon langsam di« Erregung über die Explosionskatastrophe im Hotel Europc in Brünn gelegt hat, werden die Aufräumungsarbeiten im Gebäude selbst und d»e SichcrungSarbeiteu sortaesctzt, Ungemem erschwert sind di« Arbeiten dadurch, daß das Gebäude 88 Meter hoch ist, so daß all« Arbeite»« vam Grund in hi« Höh« getrieben werden müssen, damit kein« Menschenleben gefährdet werden. Die Polizei hat di« Straßen in der Umgebung des Gebäudes noch immer für di« Durchfahrt schwerer Motorfahrzeuge gesperrt. Die beschädigten Pfeiler des Gebäudes wurden mit fünf Millimeter starken Eisen-Bandagen umgeben. Aw beschwerlichsten war die Avräuinung des Gesimses und des Daches, das in der Höhe von 86 Meter in einer Länge von 8 Meter frei in der Luft hing. Die Arbeiten werde»» unter der Aufsicht von Organen des städtischen Bauq»»»tes durchacführt. Im Interesse her Sicherheit der Bevölkeru»ig werde» die Passanten aufgefurdert, sich nicht allzulang« i»« der nächsten Nähe des Ge- bändee aufzuhalten. 8in Lager brennt au». Pardubitz, ll. August. In der Nacht auf heute brach gegen Mitternacht ü» dem großen Futtermittellager der landwirisckastlichei»'Genossenschaft in Pardubitz ein Brand aus, der das ganz« Gebäude Md viele Waggons Heu, Stroh und Kl«« vernichtete. Die eingelagerteu Vorräte waren zum Teil für militärische Liesrr»»ng.'n be- stimmt. D«r«in,g« hunderttausend Kronen betragende Schaden«st durch Versicherung gedeckt. Es besteht per Verdacht, daß das Feuer gelegt wurde, Aus dem Brandplatze war«»« einige ffeuertvehrrn erschienen, denen es zwar gelang, das Feuer auf se«n«n Herd zu beschränken, doch dauerte der Brand»norgens noch an. Blitz schlägt ins siindetlager. Paris, 11. August. Iw der Ferienkolonie von Gouvist für Mere, wo sich etwa siebenhundert Kinder aus Paris und anderen Teile«« Frankreichs befinde,,, schlug heute»norgens be» einem plötzlich austretende«« Gewitter der Blitz in«ine Gruppe van 150 Kindern, die auf einer Wiese Freiübungen machte»«. Ei»« Knabe und eine Aufsichtspersan wurde»» gelötet. Siebzehn Kinder wurden verletzt. Bor dem Sude der Aratzdurger Streils- Straßburg, 11. August. Tie Straßenbahn- Angestellte»« habe»« heut« beu Dienst wieder aus- genv»u»ue>>. Auch in» Elektrizitätswerk»nird heute gearbeitet. Dagegen streiken die Straßenreiniger und die Attgestestton per städtische», Müll, absnffr. Lindtzrrgtz ist wotzlaul. Kopenhagen, 10. August. DI? Berichte über ei,»en tödlichen Absturz Linhbergbs in Grönland haben hisher kriu« Bestätigung gesunden. In den noch in den Abendstunde» auf dem grönländischen Departeme»" in K!p>N'hag»»»»i»gegangenen Nachrichten»var von einem Unfall« Codes vor Rossi wieder zuhause. Parks, 11. August. Di« französischen Lang- strrckenflicgrr Eodos und Roffi sind mit ihrem Flugzeug gestern nm LV Uh« 80 auf dem Flugplatz Marignanc bei Marseille gelandet. Die Bevölkerung bereitet« ihnen«inen begeisterten Empfang. * Pari-, 11. Ang,»st.(Havas.) Zu dem Eintreffen der französischen Ozeanflieger Eodos und Rossi in Marignanr bei Marseille bemerken die heutigen Blätter, daß ihr Flug von Rayak nach Marseille, trotzdem dieser nach dem AusstellenI eines neuen Langstrcckcn-Wcltrekordes kein« Sen-I heischt, da die Flieger, ohne sich»«ach Rekordslug entsprechend auSzuruhen, in einer Etappe neuer- lich 3000 Kilometer zurücklegten. Nach ihrer Landung i»r Rayak haben die Flieger ihr Be- dauer»« darüber geäußert, daß sie Wege»« Erschöp- suna der Benzinvorrat« von ihrer ursprünglichen Absicht, bis zum Persischen Goll zu fliegen, Abstand»t«hn»cn mutzten. Die beiden Flieger werden wahrscheinlich am SamStaa in Paris eintreffen. Minister für Flugwesen Cot wurde heut« damit betraut, de»» Flieger»« zur Errrichu»»g des Langstrecken- Weltrekords die Glückwünsche der französischen Regierung zu überbringen, sationsleistung darstellt, doch Bcwunderu»»g cr- iHiiiiin,tiiii,,t«it»iii»ii»i»tmiiiwmmiKHuumH»HniHuinniniiuuiuu)nunin)U(uuu,HU,uiiiiiiiuiiuiiuuiiiiuiiiuuiuiiuiiiuiiiiiiiiiuiiiiiHiiiiiiiiiiiHiiiiiiuiuiiiiuuuuiuuuiuiiniiiiiiuuiuiiiiuiiiiiini Tagesnetiiglteilen Lindbcrahs nichts enthalte«. In» Gegenteil tvurde darin gesagt, daß Lindbergh bisher noch nicht tvieder ausgestiegen sei, sondern günstigeres Wetter abzutvarten gedenk«. Parattzphus km Altersheim. Hall« a. d. S., 11. August, In de»»» Allersheim Martinstifi sind insgesamt 88 Personen, Pfleglinge und Schwestern,»«»«ter Erscheinungen des Paratyphns erkrankt. Ein neunzigjähriger Konsistorialrat»st gestorben. Luftmord an einer Kontoristin. Homburg, 10. August. Di« Kriminalpolizei in Harburg-WithemSburg beschäftigt sich augenblicklich mit eine»n grauenhaften Lustmord, dein di« zwanzigjährige Luise Drohn« zum Opfer gefalle»« ist, Dor einigen Tage,, wurde>m Stadtteil Wilhelmsburg die Leiche de« jungen Mädchens mit gefesselten Händen ausgesuudrn. Der Toten waren sämtliche Kleider und Wäschestücke von« Körper gerissen und u«n ihren Hals hatte der Täter einen Kleidrrfehen gewunden, Der Täter hott« sich an dem Mädchen vergange»» und sie I» grauenhafter Weis« ermordet. Der Tod ist durch. Erwürgen mit der Hand eingctreien. Der Mörder muß über außerordentliche Körperkraft verfügen, denn bet d«r Obduktion der Leiche zeigte sich, daß sämtliche Organ«, die im Hals liegen, vollkommen zerdrückt waren. Die Anschaffung von Kraftwagen. In der sächsischen Nazipresse befaßt sich ein Artikel der Nachrichtenstelle der Stgaiskanzlei mit der un- Uebsamen Kritik über die Besoldung der Spitzen der Staatsregierung, Bekanntlich haben sich die Nazibonzei« erhöhte Bezüge bewilligt, luas selbst in den eigenen Reihen Mißstunmung hervorrief. Gelungen ist nun di«„Rechtfertigung" für dieses antisoziale Gehaben der Bonzen. Die Nachrichtenstelle schreibt nämlich; Bei den» einfache,« Leben, das diese Spitzen des Maates führen, würde ihnen natürlich auch ei«« geringeres E i n k o n«- »neu als das pargcschricdcnc genüge». Es würden dann aber auch viele karitative und kulturelle Ausgabe«, unerfüllt bleiben, die sie dank ihres Einkommens erfüllen könne,« und jetzt gern erfülle««. Außerdem müssen sie ja einen ganz beträchtliche»« Teil ihres Ein- kommen« de«, Staat als S«e««e r«« wieder zurückgeben, Im übrige» benutzen sie ihre Einkünfte nicht zur Kapttalausspeicherung. sondern fiib reu sie in Miete»« und sonstigen, die Wirtschaft befruchtende«« Ausgaben dieser wieder voll zu. So habe«« z, B.«nehrere durch Anschaffung von Kraftwagen aus privaten Mitteln dein Staate die öffentliche Verpflichtung abgenommcu, für ihre Beförderung auf den gerade jetzt un»«>«»gängtich notwendige»« zahlreiche»« Dienstreifen aus Staatsmitteln zu sorgen. Ei» objektiv denkender Volksgenosse wird nach alledem eine Kritik der Besoldung der führenden Staatsinänner als kleinlich und u»»berechtigt weit von sich weisen. Kein echter Nationalsozialist wird begehren, daß seine Führer ein ihrer Leistung ,«»«d ihrer insbesondere nach außen hin zu zeige»,hei» W ü r d e nicht entsprechendes Einkommen haben sollen." Dies« Begründung dar erhöhte»» Einkommen der Nazibonzen ist wirklich klalsWchakcnkreuz- lerisch. Aus karitativen und knlturelken Gründen, der Leistung und Würde entsprechend, sowie in, staatliche», Interesse ist also das gesteigerte Einkommen der Reichsstqithalter und ihrer Unterläufe! vosl gerechtfertigt. Da darf es keinen kleinen und unberechtigten Reid sieben, Rur gegen die„roten Bonzen", die ein weil geringeres Einlmnnmi batten, tvurde der Reid der Nazi mobilisiert'. Die brau»,en Herrschaften verstehen ihr Geschäft der Bolks- verdumnmng glänzend. Wie lange wird aber der Betrug des Volkes nach möglich sein? Selbstmord in Restomitz. Zu der Meldung über den Selbst»,ord eines tl>,bekannte» in Nestvmltz bet Aussig wird mitaeteilt, daß in dem Nnbekgnstwn der slijährige Arbeiter Friedrich Ätefl. geboren»n Potzü-Maarj»n in Rußland, sestgestell, wurde. Er wohnt» zuletzt in Aussig und»Mk Hern« Ban des Masaryk-Staurverkes in Wannoiu beschäftigt. Er dürfte die Tat in Sin- uesverwlrrung begangen haben, Das Lnstschiff.,«r»f Zeppelin" ist Donnerstag abends in Rio de Janeiro zur Rückfahrt ausgesticgcn. Ein Mörder gefangen. Der Gendarmerie ist »S gelungen, den Mörder des Gastwirtes Nofa- rek au» Provvdow bei Zlin, den Zigeuner Ludwig Daniel, sestzunehmen. Bei der Äer- hastung vorangegangene»» Schießerei»vurde Daniel verletzt. Er ist al» Soldat von seine« Truppe desertiert und wird überdies wegen zahlreicher Diebstähle verfolgt, Da» Gewehr, mit welchem der Gastwirt ermordet tvurde, konnte in» Wald« vergraben aiisgesundon werden. Selbstmord«ine» Emigrant«» in Pari». Der 8üjähriao deutsche Emigrant Walte» Dahl- »nann, der früher Hilssrichter a>„ Berliner Appellationsgerichtshofe war u»»d in, Mai d, I. au» Deutschland flüchten»Nttßte, hat sich am ffensterkrenz sei»,es Pariser Hotelzimmers erhängt,»veil er in Frankreich keine Arbeit finde,, konnte. Dadln,ann war Jude. Fünf Kinder im Strohschober erstickt. In den» Ort« Barrello bei Chioti(Italien'; setzte»» dl« Funken eines Elektromotor»«Ine», Stroh, schober in Brand. Fünf im Strohschober schlafende Schwestern im After von fünf und vierzehn Jahren kamen durch di« Rauchgase ums Lehen, Um z«hn russisch, Weißgardisten. An» Chabarowsk wird gemeldet: Die Untersuchung gegen die zehn russischen Weißgardisten(UchtonM u,«,), di« bewassner auf dk»n mandschurischen Dampfer „Un Ian" aus drin Sowjotgebiete sestgenomu»«»» wurden, steht vor den» Abschluß, Die Untersuchung hat die Zugehörigkeit der Verhafteten zu der Spionageorganisalion i»» Chardin, die gegen die Sowjetunion arbeitete und mit gewissen militärischen Kreisen in der Mandschurei in Zu« sammenyang steht, ergeben. Dir aufgedeckte Organisation entfaltet» seit Oktober 1081 eine leb- hast« Aktivität durch Gründung von Spionage- gruppen und Banditenabjeilungrn in den Grkuz- gebieien der Provinz«»» in» Ferne»» Osten, die htt Ausgabe hatten, einen aktiven bewaffneten Kamps gegen die Sowjet»»»,io»,;n führen. Opfer falle», hier... Zn Beginn de« achten Berhandlungötages int Kölner Görre-hgu-proieß teilte der Vorsitzende n»il, daß der siinszigjahrig« angcklagte Treuhänder Otto Fach i» der vergangene» Nacht Selbsiinord begangen hat, Wie das Woifsbiiro erfährt, hat sich Fach in seiner Zelle erhängt. Brrhastetc Zeitungaherausgeber. Der Herausgeber des Wiener„Abend" und des„Testgraph" Ernst C o l b e r t sowie der Administrator des„Telegraph" Fritz Markus wurde», in Zn- sammenhang mit dem Ausgleichsverfahren der beide», Zeitungsverlage verhaftet. von Sandmassen verschüttet. Freitag nachmittags wurde in der Sandgrube bei Eoban der Beifahrer eine» Lastautos, der Lljährige Brcitenfelder, von Sand,nassen verschüttet. Trotzdem cs gelang, nach kurzer Zeit bei» Kops des Verschütteten sreizulrgen und binnen»»»»er Viertelstunde auszugraben, konnte Breitenselder nur»nehr als Leiche geborgen werden. Vom Rundfunk Empfehlenswertes aus den Programm«»» Houutogi Prag: 6.30 Mocgengnmimjtis, 0.00 y»jtigc Ferien unserer Kinder, 035 L<'tl'schc M'ljik 17.30 Sihallplatten. 10 0!) Deutsche A«»iduug: Blum» Vorschau a»»I da»' MusikprüMuuu der !schechftjlo»pc>ki>'chei, Louder, 1000 Schmuwiel- konzer». 20.85 Draiiipliebt'rftnu^r 21 00 Konzert de» Radioorcheflers Brünn: lö-30 Bauarubkaskopesst. I7.»o Gesang 180g De»I Ische Sendung: Aus Öpcrvttpu und Schlagern.-- Vien: 11.00 Orchester- lonzeri- 1510 Äaimpernwsil. l^.30 Berübune Künstler 20,00«Der ledig« Hys" ,,an Anzengruber. — Fronisurt: 13.30 Stunde de«.lugend Heil«, birg: 19.10- Aus de« Knabe» Wnnderhor» Pre-lou» 20.00 Bläierserenode. Mühlacker» lä.i)O Chyrgesang 20,13 Opereitsukonzert,— Leipzig: 18,8g Grieg. 21,80 Abe,Ganzer,. Kein« Erhöhung per Rundfunkgebühr. Z,» den in d«r Presse qusgetgiichten Meldungen über rin« Erböbustg, der Rn>»df»,nkgebübr teilt das Ministerium für Post- und Telegrt,"bem»'jei» mit, daß di« Pastvmvaltnng nicht dir Absicht Hal, di- Rundfunkgebühr zu erhöhen. fr- 187 Gam-tßß, 12. August 188!) Seite 5 KL Bettler heiraten. Aus Budapest wisd uns geschrieben; In cinfr Ariucuivlviiie de- Vorortes Post ilcuiersicbol würde eine Majsksthochzrij ßcfeiert, Hst stvhs die MMtigstp T?qpppg biestp Art hMeilst MMssdfünfzig Paar-, dja ist dieser pan Lchifsdrüchigeu der Großstadt bewohnten armseligen Barackenkolonje wohnen, bstpestn nut jhr-n jadlr-schen Kjpd-rp— Much?« Paar hat bereits dx-j bjs vier Kinder— einen bizarren Hochzeisszstg znu, Gros,en Altar, vor hem sie gssichj-itig getraut wurden. Anher d-n Aasten der F-ser, die vom Magistrat und der Kirche getragen wurden, sind alle»L Paare Ntis Hochzeitsgcschenken bedacht svasdest. Die ersten Gratulanten w«en Überall die Kinder de» Neuvermählten. Nard in Wstn, Aus dem Dachboden eines Hgufts iw XXl. Wiener Bezirk wurde Dan, uerstag hie Hausbesorgerin lteupuldine Willen« dorser an einer Traverse hängend apsgrspildop, Der Schädel wsts nU'hrcre Berlchnngeu durch Bcilhieo- gNf, sstgch gfp, Mörder wird gefahndet, Di« Mutter in» Feuer geworfen. In der rumänischen Gemeind« Megresci kant«a zwischen eiycr Fräst namens Pefrilla und ihren Sahnen zu einem Streit. Die Söhne verprügelten hie Mutter unp warfen Ne'dang in» Feuer. Die Frau erlitt w schwer? Brandwunden, daß sie bald dgraur starb. Pie entmenschten Söhn« wurden verhastet. Iudenshmpathi« für Kitter. Der„Expreß", das Organ Stribrnys, dessen leitender Redakteur der Iudenstämmling Dr. Aahanek ist, bringt eine Photographie aus dem Konzentratiouslagcr Oranienburg bei Berlin, auf welchem zu sehen ist, tpie führende sazialdemvrratische Funktionär« vor hrm Lagerkommandanten Habtacht stehen müs- stn. Tas Blatt schreibt dazu, cs sei kein Wunder, wenn Hitler kein- Gegner nicht gerade mit Handschuhen qnsassc, weil di, Sozialdemokratie mit den-Hakenkrenzlern früher ebenso verfahren sei. öS ist unS nicht bekannt, dah es in dem vor. hitlerscheu Deutschland Konzentrationslager gegeben hat, aber das«ne wissen wir, dah Herr Dr, Kahanef in Hitler-Deutschland schon wegen seiner Abstammung nicht Redakteur fein könnte. Einbruch bei Schumy. In die Klagenfurter Billa de» zur Zeit in Wien weisenden Minister- Schumy drangen Mittwoch Einbrecher ein, die den Schreibtisch und alle Schränke sowie hst Kysf, nach Politischen Schriften durchsuchten. Geld und Wertgegenstände liehen die Einbrecher unberührt. StrahlenpUzkrankheit. Ein« schwere Gefahr droht ipl Sammer asten denjenigen, deren Gewohnheit es ist, auf Spaziergängen Gräser durch den Mund zu ziehen oder»streife Getreidekörn«? »U kauen. Genau« Forschungen haben ergeben, daß vop alsem Getreidekörner, aber auch Gräser Keime tragen, di«, ins Plzü ühergehefld, einkrankhafte Veränderung des Zell-ngewcbes erzen, aen und Ursache der stph-ilpgr-st Strahlenpilz, nankhcit werdest MtiUeU, Messt ist sie aber nicht sofort bemerkbar und der operative Eingriff vergeblich. Da sich di« Krankheit strahlensärmig ausbr«it«t, schreitet auch der geringste, hei der Operation übersehene Rest he» gefährlichen krebs- q-tigen Geschwürt unablässig jni Körper fort, ynh nur ein früher Tod stpler großen Schnierzcn bringt Erlösung. Da kann«r s»>uden w«chs«l». Der bekannt« Lchristslellcr Ha ns Heinz Eivers ist in d«u Aufsicht», rat der Berliner Ääschesahrjk A-'G- gewählt worden. HanS-Heinz EiverS hat sich, wie bekannt, gleich zu allem Airfang in die Reihen der RSDAd- gestellt. Durch Kurzschluh getötet. Auf denz Rillergui in Tornow lBrandeuburg) wurden durch«inen Kurzschluß in den fahrbaren Transformator«in SSlährlger Brenmneifter und zwei Arbeiter getötat. Greuelmeldung über Judenliebchen. Die Mannheimer Zeitung„Hakenkreuzbanner" veröfsentlichi u. a. folgend« Notiz:„Warnung den jüdischen Ljebchep!" Entartet« und blutverräterische welb- liche Personen deutschen Blute» gibt es poch immer, di« es picht als Schande empfinden, mit Juden«nd Judensprößlingen öffentlich herumz»ziehe». In einer Zeit, ip der das ganze deutsche Bolt von dem Willen durchdrungen ist, Pa» Erbgut der arischen Russe zu erhalten und zu vermehren, kann nicht nachdrücklich genug darauf hingewiesen iverden, daß es«I» Verbrechen an der Ratio» ist, wenn sich deutsch« Mäd- chc« mit Juden abgeban. Pie Empörung darüber 'st allgemein- Di« Judenliebcheiz mögen dies« Zessei» als bedeutsam«» Vorzeichen hinnehmen und sich beiuußt sein, daß ihr Treibe» nicht»lehr lange hingeuomm«» werden kann. Di« Schallplatte bringt es po« den Wisirtzuqtz, Wie Pi« Blatter melde», hat die Ravag die neu« Kundgebung Dr. Habichts Im Münchener Rundfunk gegen Oesterreich ppp die Regierung Dollfuß aus GtaMMPhvvpsg l«U qusgeuummen,«m st« bei sjnrr neu«» diplomatischen Beschwerde Oesterreichs gss Beweis diene» zu lassen, Weltreise im Kanu. Zwei sstpge Engländer, Kenneth Savgge aus Manchester und sein Freund Edgar hüben„ach a>,sgjehigem Tr,-.in,ng auf tzr» Gewässern der Heimat,«ine auf drei Jahre berechtigt, Weltreise sm Kanu ppm K'tNäl hei Stretford fLankaster) uni» den HgchWfe» der Aitschcm-r und unter den wehntsttig lächelnden Augen ihrer Mutter a,,getreten, Sie lpM'it über Gidrallar-Mittelmecr s»s Schwarz« Mecr, wieder mrück, S»ezka»al. Indisch-? und Stiller Ozean, Panamakanal—Atlantik rudern. Außer V8M Nö- tiasten haben st? k'iN-N Pack Photos van sich selbst mit, fiuzch deren Berkans st, ihre» Geldbedarf zu decken hoffen... Ts- eilMI sMk» im donnerudc» Flugzeug über Ozeane und Kontinente und diese zwes jungen, sicher arbeitslos«» Engländer rudern jm schmasen Kamt los, wie tue»» da« gar nicht« Wär«. Ammarhin, zlvei andere junge Engländer, Man Ailg und Walter Kay hab«» auf d«m Motorrad die Sahara durchquert. Einmal hat sie ei» fürchterlicher Sandsturm fast vernichtet»nd sie den Weg verliere,t lasten. Zum Glück trafen si- anf Araber, die ihnen wei'terhqksen. Die Reist ging von Kapstadt bis an di, Nordküst« Afrikas, im ganzen lli.800 englisch« Meilen. Si« vcr- brauchten 487 Galloiicn Petroleum und 600 Pfund Sterling. Eine Großstadt des Rheinland«». Es ist der 8, Mai jW, Plötzlich erschallt«» Signal« de» Pollzei-Urbtr- sallkommandos. Mehrere PolizeiautoS, vollbesetzt mi? S2.- und SA.-HibfSpollzel, dir mlt Karabinern aus- gerüstet sind, fahr««, al« wenn«» zu«in«r Schlacht ging, i», Eiltempo vorüber. All« Gespräche sind verstumm», all«» schweigt n»d sieht betreten dem Uebersaftwqgep nach. Was mag eß wieder geben? Wohin»zöge» sie wieder fahre»? Werde» sie wieder Arbelteäst«rl«l abjperr««»iw Wohnung für Woh- ming durchsuchen und Verhaftung«», vornehme»?. Eine Razi-Aklian, wie so virlr andere, doch hier beginzu dq» Tragische des Tages. Am Morgin waren die Sekretäre W., K. und S. noch oh»««in« schlinnne Bejürchiilng au» ihrer Wohnpzia weggegangen. Jeder von ihn«» halte in der letzt«» Zeit schon Schwr, re» erduld:»»miss«,», aber si« ertrug«» olle» in d«m Bewußtsein, diese Opser für di« Arbeiterdvvegunz zu bringen. Si« u»ar

., war am 1. Mai mit seiner Familie noch ins Freie gezogen. M>» eines Reib« Gleichgesinnter halten st« sich fern von der Großstadt getroffen. An, Morgen sagt« er noch scherzend zu seiner Frau?„Ra Muster, wa« wird uns der heutige Tag pstAnr bringen?" Drei Kinder nahmen pap ihm Abschied. Er ahnt« nicht, daß cs sein letzter Tag sein sollt«. Etwa zwei Stunden waren sie in ihren Büro», als dl« Nazi-Aktion über sie hereinbrach. Sie wurden verhaftet und sm Auto ivcggeschafst. Jm Polizei- Präsidium, wohin man si« brachte, fand«» lang« Vernehmungen statt. Dan» wurden sie in Eiuzelzelle» abgeführt. Vorher nahm man ihn«» Hosenträger, Diester ufw ab. Still muß?« sich jeder in(ein Schicksal ergeben. Niemand dacht» etwas Schlimme». Sie befanden sich ja in den Händen der Polizei. Was sollte ihnen da passiere»? vielleicht einige Tage Hast, vielleicht auch längere Zeit, wer konnte t» willen, vielleicht ließ man sie noch hept« frei. Sir hofften »np wünscht«» all« das letzt««. Dach der Tag verging Man gab ihnen mittag» da» Gesangenenrsten Sst rührten ,s picht qp, depp ein Würge» faß ihnen ip der pehl«, besonder» dann, wenn st« si»<6« Fra»»nd Kipper dachtest Plötzlich, am Abepb, ti war schon dunkel, si« lagen aus der Pritsch« und konizte» keinen Schlaf finden, sstrrtr der Schlüssel im Schloß. Die Zcll-N wurden ausgefchlostcu. „Machen S,r sich fertig", wurden sie apgejchpauzt. SS.Mäuper sia»den vor ihnen- Sl» kamen nicht»- abuepd dep. Befehl«»ach. Mau schafft« jj« durch schlecht beleuchtet« Korridor«, in denen ihr« Schritt« dpmps wldephalstN^ Auf d»,p Hof standen dre> Auto». Bor jedem hielten sich SA.-Lcule aus.„Esst, steigen", hieß es und sie leisteten Folge. Nachdem Pi« Waai» geschlosien Warr», ging e» in jchnrller Fahrt davon. Tie saßen jwlsch«» SA-, Heulen und konnten sich nicht rühren, Niemand sonn,« von außen etwa* erkennen. Als W-, der lm erste» Wagen saß, di« SA.-Leute srug, wo st» ihn hinbrächten, sagte» sie ihm;„Halt deine Schnauz«, ha» wirst du bald sch«»»." Jetzt Plötzlich dänupirt«s ihm, wa» man mit chn«n vorhat. Er setzt sich zur Wehr. Er will di« Scheiben»juschsag«», nm Hilft zu rusen und vielleicht Rettung heränjuhof«», Ein erbitterter Riugkanrps jetzt ein. Bier SA.-Leute, di« i>» Hinteren Teil des Wagens sitzen, schlage» mit Revolver» und Fästst«» zps ihn«in Da« Auto fuhr in flottem Tenrpo weite». K«ln Passant, dem rü begegnet«, sah etwas von dem Kampfe, der sich im Faischmsipz«, f« Griechenland. Die Athener Polizei hät eine Faljchniünzcrwerkstätte entdeckt, in der griechische Buiiktiuteil gedruckt wurden. Pi«' Führer der Band»»vnrden verhaftet, Woran sterben zehn RaziS? Jm„Völkische» Beobachter" sipdct sich in de» Partcimitteilungen „Am schwarze» Brett" die folgende mysteriöse Nachricht:„Achtung, OrlSgruppsnleilerl Rach wi« vor eveigiteil sich unzählige flpfäll« jm Par, leidicnst. Außer zahlreichen Verletztet» wurden allein an» heutigen Tag« der Hilfskaste zehn Todesfälle gemeldet." Wagen abspielte Bald hqjte man ihm das Gesicht zerschlagen. Eß war»in« blutig» Masse. Ei« rissen ihu vom Sitz und warfen ihn gpf den Boden. Mit Füßen twu\ sie aps ihm Hern»?, bjs sein Wider- taird gebrochen war. Schwer stöhnend vor Schmerzen lag er da, Sst hatten jhm pzit d»Nt Absatz die Zähne eingetrele'n. Halb bewußtlos ergab er sich in sein Schicksal. Als si« weil entfernt Von d«r Stadt Halt machten, swß etwa hundert Meter eittsernt der Rhein. Der Mond warf gejp«nslig sein Licht auf di« Welk lep. Di« SA-L«ut« sprang«» schnell an« dem Wagen.„Au»st«ig«n", besaht«« si« thni, doch rr war dazu nicht mehr in der Lag«. Da zerrten sst ihn qn den Füßen heraus. Der Kops schlug schwer auf das Trittbrett«tnd den Boden. So lag er stöhnend da. Inzwischen waren auch di« anderen Wagen ange- langt. ft. und S. hatten stumm in chnen gesessen. Bleich wie der Tod sqhep sie au«. Sie bist«» di« Zähn« zusauunrn. St., der nicht schnell genug aps- stieg, bckain von dem noch rn» Wagen befindlichen SÄ.-Mann esnen Tritt, so daß er pzit dem Kopf auf dem Erdboden aufschlug. Im nächst«» Moment schlug«» si« mit Stöcke» aus jh»«in. An» ganzen Körper zitternd, sah S. diesen Vorgängen j». Er sich jm Tuntel» de» dafiegepden Körper seine« Freundes W. Er sah die Mißhandlung des K. Jetzt wußte auch er, was chm bevorsland und plötzlich schrie er in Tod«sangst:„Hist«! Hilfel" Weiter kam er picht. Da schlug«» si« ihm mit«inen» Stock übec den Mund, so daß«r vor Schpnrz laus aufbrüllte. Dst ganz«» Borderzahn« waren«jngeschlagen. Die SA Banditen ocrsuchl«n de» am Boden siegenden W. anfzurichie». Aber«r konnte nicht mehr stehe». Da»or von SA. besetzt. Jeder, der an der Beerdigung teilnehmen wogst, wurd« vorher unl;?siicht. Seine Frau sag zu Hqusg im Beil pp» wein» bilter- lich. Wr klein war dqS Hzusstip, das dem Sorg« folgt«, frip Kranz mit Wjhmppg dpsfl« niedergelogl wrrdeit. Keine Orgel durst« spielen. Kein« Grabrede lsthep sst lpilst». Dem Sarge solgi« feine alt« Währige Mull°r?lnd dst Fraucn und Kl,wer seiner ermordeten Kameraden. Stumm stand map am Grabe und alle weinten. Da plötzlich sonnst sich f?W akst Wltstr nicht länger fasten und ries im Angesicht de» braune» Skl.-Wache, dj« ap» Grabe ausge- tellt war, um Dcmonstrollonrn zu verhindern, laut, o daß es weithin erschallte:„Mörder!" SakeWche Vandalen ln Südtirol. ES Wirs? sich npck sp nznnchc? qn dic wuchtige Empörung erinnern, mit der Die italieni- chen Fascistcp voriges Jghr gegen die Zerstö« rung der Läwep per ehemalig«» vcnctianischcn Republik jn Trau(Dalmatien) kettens einiger Isillosigwen ppptestienen, Der„Duce" erklärte oqmqiS wörtlich:„Ein Boss, das sich selbst pchs»t, dflrs und spll Ms Geschickte picht Vergessen. Deps- inälcr haben einen ilpvestreitoqr§n yistorisclwn Wert, sic sind ein Dok?>m«nt stsönfchltcker Ge- chichtc«nd müssen, von ihrer ästhetischen Uttd pnststrischen Bedeniung ganz ähg-s-hep, geschützt werden. Auch K u l l u r d o k n m e n t c von Bälkor,z ppd Nationalitäten, die dem h-pfig-tt Politischen tziyst-m rc ind find, haben Anrecht ans Voten P e s p e f s I" Wie ernst«nd konsequent cS Mussolini damit meinte, acht aus folgender Nakhrlmt hervor. Am ö. Juli konnten die ,,erlöst«»" Bozener Bürger bestätigt sehe», daß jenes, was den Löwen vop Trau gegolten hatte, keine Bedeutung wehr Ür dst südiiroler Denkmäler habe?) sollte, In dir vorherigen Pacht hallen„ttphekaimt a«bl?°bcnc Täter"(so heißt cS im Polizeibericht) das lqert' voll« Denkmal, den Br?l>t»zcn des„Käpjgs Lau- rin" in Stück« zerschlag«»! DaS Denkmal stellte eilt« Episode aus«jp«r alle?» sijdliroscr Legende dar, Di« nichts nut den Ereignissen der Internationalen Posstik gemeinsam balle;»nd doch hatte Senator T o l» N»«», ein Fascist per ersten Stunde, Tage zuvor das Denkmal als„ejne ständige Provokation für den jtqst«Ntjch«N Äe i ft(!) per südiiroler Bevölkeinng" bczeichnrl! Der Brunne» deg„Königs Lanrin" ist schop das siebente Depktpal, das, nach bei sog«, nannten Erlösung der Südiiroler vom össtrrei» chischeu Joch, dort vpp dep fascistischcn Vandalen zerstört wird! Könnte Dr. GöbbesS nns vielleicht erklären, ob di»„übercäsarischep" Eigeilschaftep seines BorbjldeS Mussolini in solchen PanvaliS- men bestehen? Wie verhalt es sich pverbappt n?it dep,,nationalen" Gefühlen Dr. Göbbels und HitscrS gegenüber de»? fascistischen Vandalismen im deutschen Südtirol?— Der feierliche Empfang von S80 italienischci, Inngfascistcn durch die RqziS in München, der nach dcpt 5. Juki erfolgte, gibt nns die aepqpestr Antwort. Sie bestätigt noch einmal, daß der„ngtionflst" Charakter der pasionalsozlalistischen Partei genau so ei» Humbpg wie ihr jozialistischer Anstrich ist! Und waß sage» der„Tag" und die„issnmburger Zeitpng" zu den fascistischen Schandtaten gegen ihr« südtirolcr Brüder? Dr. Viktor M p p g i o l i. Wiener löMichlen Rur hie kleinen Geschäfte find ehrlich. Per Wiener Maler Schödl— um di« Jahr- hundcrlwende dort sehr bekannt— aqlt al« Or>» ?ipal. Ein paar feiner-lpsfprüche sind in Wien ast sprichwörtlich geworden. „Wirklich ehrlich sind doch pur dir kleinen Geschäfte! Gestern hab ich plir ein hiss-rs was «ipgekoufi: Tclikaiesseu am Graben, Brot beim Pcier, Zigarren ip der„Spczialitätkii" lauter erstklassige Geschäfte, Wir ich wieder z'hapü bin, merk ich, daß ich Nteincn Regenschirm nimmer hab'! Ich geh also in die Delikatessenhandlung, zum Peter, in hjr Spczialiiälcn 7- keiner hat von>vaS tviffen»volle»! Da i« mir«ing'sastcu, daß ich mir bojpt Grcioler ein Bjer mitgenommen hab'— ganz a kleiner Grrislcr bei mir »ms Eck. Und der hat plir meinen Schirpt glei' !>eben! Ich sags ja— nur bi« kleine» Geschäfte ind ehrlich." ♦ Beerdigung. Kurz nacheinander muß Schödl bei Beerpi, gunacn guter Bekannter teilnehmen und bemerkt rrschüttert zu einem Freunde: „Ich weiß nrt, jetzt sterben in Wiep Leut', hie>vqs früher gar pct g storben sind!" DI« Witwe. Schödl hat ejnep gutep Bekannten, dessep tzrau seit Jährest schwer leidcich ist, Dststr ge- nnde kräftige Man»? stirbt plötzlich am Herz- chlag. Jm Trauerhause erkundigt sich Schödl eise nach der Witwe—„Die würden Auslegungen nicht gewachsen und mußte sn ein vaflatp, rium gebracht werden", wird Ihm bedeutet, Schödl pjckt verständnisvoll mit dem Kops: „Ich hab immer gesagt, Pie Frau ist viel kränk«« ql« der Mann." v Lhaiiffeue«. Die Ehaujs-pr- sind Überall«ip besonderes Kapjtrl. Aber ip Wirst■?- Bor einigen Tagen sich? ich ip Wien zpm Bahnhof. Anaekomniest gqh ich dem Chauffeur eine Zennschissipapot? und sragje? ,,Si» he- sommeu?" Kein« Antwort, Er nahm den Schein und kramt« in seiner Tasche. „Dir bekomm«»?" versuchte ich etz nochmals. Wieder keipe Slntworl. m ,UZMN Si?", versuchte ich rnm dritsksi Male," ich mochte gern wissen, wa» Sie kür die Fahr» bcfammch?"" „Des werdens schon sehe?», wenn i Eahneu rausgib." GGUsse in der Nacht. Belte 8 Samstag, 12. August 1283 Nr. 187 Volkswirtscliaft and Sozialpolitik sein muß. Die große prozentuale Erhöhung der Statistik der von jugendlichen Personen begangenen llebertretungen erweist dir NoNvendigkeit dieser umfassenden Reformen, da z. B. im Jahre 1981 LI Prozent oller abgeurtcilten Uebertrctun- gen von Personen unter 16 Jahren begangen wurden. Die Erfahrung lehrt, daß Personen zwischen 14 und 16 Jahren für eine Charakterbesserung am zugänglichste» sind. Die Statistik konstatiert, daß die Besserungsanstalten eines mäßigen Reginas in diesem Alter 85 bis 90 Prozent Erfolg verzeichnen, während Anstalten mit älteren Zöglingen bloß 65 Prozent Erfolg aufwciscn können. Das Innenministerium richtete an die Stadträte, die lokalen und die Polizei- Behörden ein Zirkular, in dem eS dieses neue Gesetz eingehend erläutert und Regeln für den Umgang mit jugendlichen Delinquenten anfügt, wobei es besonders hervorhebt, daß eS nicht das Ziel der Gerichtshöfe fei, die jugendlichen Delinquenten zu bestrafen, sondern ans vernachlässigten Kindern gute Staatsbürger zu machen. PRAGEB mmft Rückgang des dent'chen Außenhandels um ein Fünftel. BerU«, 11. August.(Wolff.) Im ersten Halbjahr 1933 betrug die Gesamteinfuhr 2087 Millionen Mark, die Gesamtausfuhr 2378 Millionen. Gegenüber dem ersten Halbjahr 1932 hat dir Einfuhr um etwa dreizehn Prozent, die Ausfuhr u in c t tp a zwanzig P r oe n t abgenomme n. Die Handelsbilanz schließt im ersten Halbjahr 1933 mit einem Ausfuhrüberschuß von 291 Millionen Mark gegen 602 Millionen im ersten Halbjahr 1932. Die Verminderung der Aktivität beruht ausschlaggebend auf einem Rückgang deS Ausfuhrüberschusses im Verkehr mit europäischen Ländern. Weitaus am stärksten ist die Abnahme des Exports in die Sowjetunio n. mmmwhmmmvmmmwmwwvm Unentgeltliche Beratung s» ftnnvcn der Arbeitcrfürforge finden jeden SamStag von 5—7 Uhr im Verein veutfche»'Arbeiter, Smeökagaste Rr. 27, statt. Sugendgerichtsbarlelt in England Ein fortschrittliches Gesetz. London, 10. August.(AR.) Am 1. November d. I. tritt daS neue Gesetz in Kraft, durch daS das Gerichtswesen für Kinder und Jugendliche sowie daS ganze Erziehungssystem jugendlicher Deliqucnten neu geregelt werden sollen. Dieses Gesetz wird eine neue Aera in der Lösung dieses verwickelten Problems bedeuten. Das Gesetz steht vier Arten des Einschreitens im Falle eines Verschuldens einer»tindcrjährigen Person vor, und zwar kann 1. daS Kind für eine bestimmte Probezeit unter Aufsicht gestellt werden; 2. kann das Kind einer vom Gerichte für geeignet befundenen Pcrsvn in Obhut übergeben werden; 3. kann angeordnet werden, daß daS Kind in eine vom Ministerium des Innern genrh- migte Spezialschule zur Erziehung und zu Hebungen bestimmter Art gegeben wird; 4. kann das Gericht den Eltern oder Psle. gern dcS Kindes anordnen, dein Gericht gegenüber die schriftliche Verpflichtung zu übernehmen, daß sie die Erziehung des Kindes in Zukunft gehörig überwachen tverden. DaS Jnnenininisterium arbeitet gegenwärtig an dem Entwurf eines besseren Typs der! Besserungsanstalt und an der Ernennung besonders qualifizierter Männer und Frauen zu Richtern für die Gerichte für jugendliche Delinquenten. Durch dieses neue Gesetz wird die Grenze für die Definition eines jugendlichen Delinquenten von 16 aus 17 Jahre erhöht und der Organisation der Gerichte, die in Sachen jugendlicher Delinquenten soweit als möglich der Jurisdiktion der gewöhnlichen Polizeigerichte entzogen werden sollen, besondere Aufmerksamkeit gewidmet. In den Vorschriften für die Richter wird besonderer Nachdruck darauf gelegt. daß der Richter jugendlicher Personen nicht sentimental sein darf und bei seinem Verkehr mit den jugendlichen Delinquenten von väterlichen Gefühlen geleitet Geridtfssaal Piraten der Zeitnot. KautionSfchwindeleien ohne Ende. Prag, 1t. August. Notzeiten sind für gewissenlose Individuen Konjunklurzeicken. ES ist nur die logische Auswirkung einer Gesellschaftsordnung, welche di« schofelsten Raff- und Ranbinstinkte als „schöpferische Initiative" verherrlicht, wenn„schöp. jerische" Schufte die Gelegenheit wahrnehinen und arme, arbeitslose Menschen, die daS Elend der Beschäftigungslosigkeit des klaren Urteils beraubt hat, durch betrügerische Vorspiegelungen um ihre letzten Spargroschen bringen. Di« Zahl der Kautionsschwindler ist heutzutage in solche AiiSnioße gewachsen, daß diese Sozialverbrecher zu einer regelrechten Landplage geworden sind. Den Anbahnungen dieser scheußlichen Raubzüge dient fast ausnahmslos der n le r a t e n- teil der Bürgerpresse, vor allem solcher Blätter, deren Vorderteil von kulturellen und Humanitären Auslassungen gefüllt ist. Es gibt kleine Aasgeier, die sich mit„zwei Kronen für Regte« a u S l a g e n" begnügen, was immerhein kein schlechtes Geschäft ist, da erfahrungsgemäß auf c I n Anserat an die hundert Anfragen mit den vorgeschriebenen zivet Kronen in Marken«in- '.ugehen pflegen. ES gibt aber auch große Der- : r e t e r der„schöpferischen Initiative", die die armen Teufel um ihre letzten Spareinlagen prellen nn>d vor Gericht noch mit dem Gehaben deS unschuldig gekränkten Wohltäters auszutreten wagen. In Kreisen dieser„schöpferischen Unternehmer" ist bcr Trick beliebt, de Kaution als Geschäfts. e i n l a g e zu bestich»«». Tatsächlich gelang es ihnen früher mit diesem Dreh oft, der strafgerichtlichen Verurteilung zu entgehen Heute gehen die Gerichte, unbekümmert nm solche AngenauRvischereien, mit Recht in schärfster Weise vor. Gestern wurde vor dem Strassenal Kaplan ein Konsortium solcher Lumpen zu schweren Strafen verurteilt. Die Hauptschuldtragenden erhielten je zwei Jahre schweren und ver- schärften Kerkers. Heute war ein ähnlicher Fall vor dem Senat Mräzek anhängig. Leider mußte die Sache vertagt werden. Es ist erfreulich, daß die Richter auS eigenem Antrieb der- art'ge Sozialverbrechen mit gebührender Strenge beurteilen. Es wär« aber wünschenswert, wenn im Weg« einer Gesetzes'entsprechend« Mindeststrafen festgesetzt würden, wenn derartige Fälle zur Verhandlung stehen. Außerordentliche Zeiten verlangen gebieterisch anßerokdentliche Maßnahmen. Der Krieg brachte di« Strafbestimmungen über Kriegswucher, die Weltkrise nötigt zu Schutz- maßnahnien ihrer Opfer gegen die ruchlose Ausbeutung durch schuftige Piraten der Zeitnot, rl». rb. Sport* Spiel* KörnerDHege Aus Deutschland erhalten wir die traurige Nachricht, daß am 25. Juli Genosse Paul Stu m p s, der erste Vorsitzende des Deutschen Arbeite r-A thletenbu ndes, gestorben ist. Genosse Stumpf tvar wohl in der letzten Zeit immer kränklich, doch muß auch mit der Möglichkeit gerechnet werden, daß er auf gewaltsame Art ums Leben gekommen ist. Vorrunde um die Bundesmeisterschaft im Fußball. Heute wird in Z u ck m a n I e l bei Teplitz das Vorrundenspiel um die Bundesmeisterschaft im Fußball zwischen K r o ch w i tz, dem Meister deS ö. Kreises, und S ch a tz l o r, Meister des 7. Kreises, ausgetragen. Krochwitz sollte leicht siegen, obzwar Schatzlar eine schnelle und kampssrcudige Elf ist. Handball-Landerspiel Oesterreich gegen Schweiz. Bei prächtigem Wetter und großer Zuschauerzahl fand Mittwoch in Zürich das.Handball-Länderspiel Schweiz gegen Oesterreich statt, daS die Oesterrelcher mit 13:9(9:6) gewannen. Die Schweizer Mannschaft zeigte ein ausnehmend schönes und flottes Spiel, insbesondere seitens der Stünner. Oesterreich vertrat die Mannschaft der arbeitslosen Arbeiterhandballer, die, wie aus dem Ergebnis ersichtlich ist, über ein ganz ausgezeichnetes Können verfügt. Arbeitersport eröffnet ein Gemeindestadion in Frankreich. Anläßlich der Eröffnung des neuen Gemeindestadions in S a l l a u m i n e s(Nordfrank- reich) finden am 14. und 15. August große Turn- und Sportveranstaltungcn statt, die eine großzügige Propaganda für den Arbeitersport sein werden. Der Zusammenschluß d«s Arbeiterhandballverbandes mit den Arbeiterturnern in Oesterreich wird eine neue Klasseneinteilung erforderlich machen. Diese wird auf Gründ der Spielstärke der Mannschaften erfolgen. Im Herbst und im nächsten Jahre wird daher eine QualifikattonsMeisterschaft dnrchgeführt werden. In dieser tverden in der ersten Mänirerklasse di« zwölf Mannschaften der ersten Klass« der Turnerhandballer und di« neun Mannschaften der ersten Klasse des Arbeiterhandballverbandes spielen. Di« beiden ersten Klaffen zu» sammengenomnren, ergeben 2l Mannschaften. Der 22. Teilnehmer an der konimeirden Meisterschaft der ersten Klass« wird in zwei Qrralisilationüz'pielen er« niittelt. Dänische Arbeiter-Tennisspieler sieg«» in Lettland. An dem Tennisturnier in Riga, da» vier Tage dauerte und der erst« groß« Arbeiter-Tennis- Wettkampf in Lettland war, nahmen auch dänische ArbeiiertenniSspieler teil, die sich ihren lettischen Genossen überlegen zeigten. Im MSnnereinjel siegle Petter(D.) mit 4: 6, 6:4, 6: 4 über den lettischen Meister UdriS. Im Fraueneinzel wurde die Meisterin Elsa Robeschnik von der Danin RaSmussen mit 2:6, 3:6 geschlagen. Auch daS Männerdnppel wurde eine Beute des dänischen Paares Serenseu— Petter, die I. Robeschnik—Balodis(Lettland) mit 6:2, 6:4, 6:4 besiegten. Im gemischten Doppel verloren E. und I. Robeschnik gegen Serenstn— Rasmussen mit 6:4, 6:4 und im Frauendoppel gewannen Bideg(Lettland)—Rasmussen(Dänemark) gegen E. Robeschnik—Klupt(Lettland) mit 2:8, 6:2, 6:2. Länderkamps Schweiz—Belgien int Bozen. Für den im Soptenrber d. I. in Bern stattfindenden Wettkampf der Arbeiterboxer hat das belgische Zentralkomitee die Antwerpener Arbeiterboxer mit der Vertretung betraut. Filme Id Praoer UdibplelMnsen bis einschließlich Donnerstag, den 17. August 1933. Adria:„Don Qu ichotte."— Alsa: „Taifun."— Beränrk:„Das Abenteuer ein«: schönen Fran.'— Fsuix:„Auf der Spur."— Flora:„Verfluchte Menschen."— Hollywood:„Zwei in einem Auto."— Hvözda:„Bringt sie lebend heim."— JuliH:„Was Frauen träunren."— Kinema B.-Th.: Journale, Aktnal Groteske. M3 bis Mil.— Koruna:„Rom-Ezpreß."— Kotva:„Don Quichotte."— Lueerna:„Don Quichotte.' — Metro:„Die Nacht der großen Liebe."— Passage:„Ein Mann mit Herz."— Praha:„Ter Rächer des Texas."— Radio:„Die nackte Frau" — Skaut;„Der.Held von der Festung Darvaz"— Svstozor:„Die Nacht der großen Liebe."— Alma: „Liebesquartett."— Avion:„Das Recht auf Sünde" — Baskal:„Mamba."— Favorit:„Trader Lor n."— Kapitol:„Madame Satan.'— Konvikt: „Die nackt« Frau."— Lido:„Das Fensterchen"— Louvre:„Brennendes Geheimnis."— MaceKa: „Da«' Abenteuer einer schönen Frau."— Roxy: „Brennendes Geheimnis.'--- Baldek:„Das Feirster- chen."— Belvedere:„Barcarola."— Beseda:„Unter falscher Flagge."— Illusion:„Mein Leopold."— Sport:„Paris liebt und jubelt."- U Bes- vodu;„Die Bekehrung de- Ferdyä Pilitora" Vie richtige Brille Optiker Deutsch Prag 11., Prikopy, Palais Koruna. kaufmän- wird ein Bewerbet Druckereileiter gesuGt. Zur selbständigen technischen und nischen Leitung einer Druckerei tüchtiger, mit allen Zweigen de« wohlvertrauter Fachmann gesucht. Offerte unter„Anerkannter Druckereifachmann" an die Verwaltung des Bl. 2088 Der Haupttreffer. Don I. H. Rösler. „Gnädige Frau! Gnädige Frau!" Minna stand in der Türe. „Gnädige Frau— umgotteswillen?— waS soll nun werden?" Frau Grien guckte. „Warum sind Sie denn so aufgeregt, Minna?" Minna schnappte nach Luft. „Ich habe gewonnen," schwenkte sie ihr Los, „heute in der Ziehung. Den Haupttreffer. Fünfzigtausend Mark. Hier steht es. In der Zeitung. Gucken Sie selber. Nummer 471.113. Hier ist mein Los. Ueberzengen Sie sich. Ich muß marsch- marsch in die Küche, sonst kocht mir die Milch über. Nee, nee, was soll nun bloß werden?" Und schon war Minna in der Küche. Griens besahen das Los. Griens besahen di« Liste. GrienS besahen sich gegenseitig. Es stimmte. LoS 471.113 hatte den Haupttreffer gemacht. Fünszigtausend Mark. „Solchem Volke glückt's eben," brummte Grien,„ich spiele nun schon zwanzig Jahr« in der Lotterie und habe noch nichts gewonnen. Und so eine Dorfziege riecht rein und hat schon mein Geld. Denn schließlich ist es doch nämlich mein Geld denn woher hätten die denn daS Geld sür di« Gewinne? AuS meinen Verlusten! Wenn ich nicht verlieren täte, täte Minna nicht gewinnen." „Man sollt««ben überhaupt nicht spielen," warf Fran Grien ein. „DaS gäbS. Wenn Minna nicht gespielt hätte, hätte sie doch auch nicht gewonnen. Wenn ich nicht spielen täte, hätte ich doch überhaupt kerne Chancen. Nur müssen wir uns hier kümmern. Hier können wir vielleicht waS rausholen. Wir sind doch nicht aus Dummsdorf. Rus« mal di« Minna herein." Frau Grien xief die Minna herein. „Hören Sie nial, Minna," begann Grien, „was nlachen Sie beim jetzt mit dem vielen Gelde?" „DaS habe ich mir noch nicht überlegt." „Ueberlegen Sie sich eS nur mol,— das ist doch kein Pappenstiel— denken Sie nur mal darüber nach." Minna dachte nach. Schwer. Endlich meinte sie:„Reisen möchte ich." „DaS ist gar kein schlechter Gedanke. Und waS machen Sic inzwischen mit dem Geld«?" „DaS nehme ich mit." „Damit Sie es unterwegs verlieren?" fragte Grien ernst,„damit es Ihnen gestohlen wiro? Damit Sie einer darum betakelt? Und Sie nach zwei Jahren wieder auf dem Flecke sitzen, wo Sie heute sitzen? Nein, Minna, passen Sie mal aus, hören Sie mir mal gut zu, ich will Ihnen einen Vorschlag machen: ich gebe Ihnen jedes Jahr bare zweitausend Mark, dafür geben Sie mir Ihr Los." Aber Minna war schlau.„So dumm," sagte sie,„zweitausend gegen fünfzigtausend." „Sie scheinen mich nicht verstanden zu haben, Minna. Sie sind heute fünfundzwanzig Jahre alt. Sie sind gesund und kräftig. Sie können leicht fünfundachtzig Jahre alt werden. Da gebe ich Ihnen nun sechzig Jahre lattg zweitausend Mark, daS sind nach Adam Riese hundcrt- zwanzigtauscnd Mark. Minna. Und Sie geben mir nur funfzigtausend." ^Ja, eigentlich—" Minna wurde weich. Minna rechnete und rechnete. „Nee", sagte sie endlich,„das kann ich nicht machen— da setzen der-Herr doch zu— betrügen will ich niemanden— das kann ich nicht machen — warum wollen Sie denn das machen?" „Weil ich eS gut mit Ihnen meine", spielte sich Grien auf den Wohltäter aus,„weil ich nicht will, daß Sie durch gewissenlose Leut« Ihr Geld verlieren. Sie können dann gleich heut« abend veisen— ich zahle Ihnen die zweitausend Mark bar auf den Tisch aus." Minna stand gerührt. „Gleich heute kann ich abreisen? Und daS Geld bar auf den Tisch? Und jedes Jahr soviel? Bis an mein Lebensende? Auch wenn ich hundert Jahre alt werde?" „Auch wenn Sie zweihundert Jahre alt werden, Minna. Sie sehen, ich will nur Ihr Bestes. Ich sehe Ihnen jetzt gleich einen kleinen Vertrag auf. Wolle» Sie?" Minna wollt«. Minna nickte selig. „Wenn der Herr so gut fein wollen." Grien war so gut. Grien schrieb den Vertrag, demzufolge ihm Minna das Gewinnlos zur freien Verwertung überließ und dafür unter Verzicht auf den Betrag eine jährliche Rente von ztveitausend Mark bis an ihr Lebensende erhält. ^Jetzt unterschreiben Sie, Minna." Minna unterschrieb. Grien zählte zweitausend Mark Bargeld auf den Tisch. Minna legte daS LoS auf ven Tisch. Und beide waren glücklich. Minna marschierte loS. Mit ihrem Köfferchen und den zweitausend Mark. „Die hat nichts gemerkt,„griente Grien", die ist dumm. Während ich ihr die niedrigsten Zinsen auSzahlte, die sie anderswo überall höherbekäme, ohne ihr Kapital dabei einzubüßen, verdien« ich an der Schoß glatte sünszigtauseitd Mark." Frau Grien schaute, stolz auf ihre» Mann. „Du verstehst eben etwas vom Geschäft", nickte sie. „Und ob", nickte Grien. Am nächsten Tage ging Grien zum Kollekteur. „Ich möchte mein LoS cinlösen." „Bitte." Der Beamt«»ahm das Los. Besah eS. Guckte mißtrauisch: „Ein Scherz?" „Wieso? WaS heißt das?" „Dieses LoS?" „Ist eS nicht echt?" „Doch?" „Was denn? Tas Los hat doch den Haupttreffer gemacht. Nummer 471113 hat den Haupttreffer gemacht," „Gewiß." „Tas Los trägt diese Nummer." „Gewiß. Aber—" Grien steht ganz bedäppert.„Was ober?" „Aber wir haben jetzt die 164. Ziehung und daS LoS ist aus der 163. Ziehung, wo es nur «ine gewöhnliche Niete war." Grien blieb die Spucke weg. Grien schwim- n>en die Felle.„Ein Irrtum", stotterte er. „Ich glaube kaum", bedauert der Beamte, „der Fall tviederholt sich bei unS fast in jeder Ziehung. Sie haben sich das Los nach der Ziehung gekauft. Da existiert nämlich' eine Frau von ungefähr fünfundzwanzig Jahren, die sich meist als dummes Dlenstmaochen in Familien schleicht uick> jedesmal am Tage der Ziehung ihren .Haupttreffer jemandem verkauft, der schlauer sein will, als sie. Und immer ist es ein längst verfallenes LoS aus einer der früheren Ziehungen." Grien steht blaß und bleich. „Ich werd« diese Person schon erwischen", stößt«r hervor,„ich werde Sie zur Polizei schleifen!" Der Beamte lächelte: „Das werden Sie kaum tun können. Dazu ist die Sache von ihr viel zu fein eingefädelt. Denn schließlich wird Ihr eigenes Berhalten in diesem Fall« kaum so einwanofrei gewesen sein, daß es sich vom moralischen und strafrechtlichen Standpunkt verteidigen laßt. Sie hätten also selbst Folgen zu erwarten und darauf baut diese Frau, die sich absichtlich übervorteilen läßt, um Ihrerseits von jeder Anzeige sicher, um so besser ihren Plan auszuführen." «w eu ftti'unaimorlfnfrantatvt Mr M — LUdelm 9 i«ka«c.— Dera«»»rMchcr 9t0alttut: Dr Sofi gunaHt* U U.~, khugüttytuife U «uglitaa U UC—, M 3MtMU wu*m Imi XÜ4(UM* DU tau KultaiÜMM Drntt-chl-t.— Uuckjtelluu,(0, ItauU'utai«W«M M U«jer»itu, K Httaraarfau,