Nr. 82. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illustrierter Sonntagss Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Bettungss Preisliste für 1899 unter Br. 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 16. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel geile oder beren Raum 40 Pfg., für polttische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Rmt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: " Borialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: C. 19, Beuth- Straße 2. Sonnabend, den 8. April 1899. Expedition: C. 19, Beuth- Straße 3. Wähler im zweiten Wahlkreise! Am nächsten Dienstag findet im zweiten Berliner Reichstags- Wahlkreise eine Nachwahl statt. Sorge jeder Wähler dafür, daß diesmal gleich im ersten Wahlgang der Socialdemokrat Richard Fischer gewählt werde. Hätte Fischer bei der Hauptwahl im vorigen Jahre nur wenige hundert Stimmen mehr erhalten, so wäre er schon im ersten Wahlgange gewählt und eine Stichwahl nicht nötig gewesen. Dieses Biel muß diesmal erreicht werden! Fischer muß im erffen Wahlgang gewählt werden, denn die Socialdemokratie ist im zweiten Berliner Reichstags- Wahlkreise tärker, als die anderen Parteien zusammengenommen. Aber dazu ist nötig, daß kein Mann an der Wahlurne fehlt. Nur dadurch, daß es fäumige Wähler gab, ist der Kreis das vorige Mal verloren gegangen. Die Ehre jedes Socialdemokraten, jedes Arbeiters gebietet es, daß am 11. April Richard Fischer als gewählt aus der Wahlurne hervorgeht. Sorge jeder Genosse dafür, daß kein im zweiten Wahlkreise Wahlberechtigker am 11. April der Urne fernbleibt! Der Socialdemokrat muß siegen! Die Manchestertruppe. theoretische. Bei jeder Lohnbewegung, die das allgemeine Interesse in Kapitalismus noch mehr zu verstärken sucht, der soll nicht Vertreter Anspruch nimmt, stehen die Organe der freisinnigen Vollspartei des deutschen Wolfes werden. So untreu der als freisinnige Boltspartei auf dem Aussterbe- für die Jnteressen des Unternehmertums ein, ihnen ist dann keine Am 11. April haben die Arbeiter des zweiten Berliner Reichsetat stehende Liberalismus seinen früher betonten politischen Grund- Verleumdung und Verdächtigung der Arbeiter zu läppisch, nie- tags- Wahlkreises die Entscheidung in der Hand, ob sie den mit fäßen geworden ist, so beharrlich hängt er an seinen wirtschaftlichen mals erscheint ihnen eine Forderung der Arbeiter berechtigt. fchoflen Mitteln eroberten Streis der socialpolitisch rückständigen freiPrincipien. Die von der wirtschaftlichen Erkenntnis längst über- als anläßlich des letzten Konfettionsarbeiter- Streits sinnigen Volkspartei überlassen wollen oder ob fie ihn im ersten wundene Manchestertheorie hat heute noch ihre Gläubigen, ja ihre das Elend der von raffinierten Schwigmeistern ausgebeuteten Ansturme der Socialdemokratie zurückerobern wollen. fanatischen Anhänger in den Reihen der freisinnigen Volkspartei. Arbeiter und Arbeiterinnen auch der Bourgeoisie enthüllt wurde, als Hie Kreitling! Hie Genosse Fischer! Man thäte aber dem von Eugen Richter geführten Fähnchen der bis in die konservativen Parteien hinein Sympathien für die Mag auch Herr Kreitling persönlich das Beste denken und deutschen Liberalen bitterlich unrecht, wollte man ihnen Mangel an Streifenden erweckt wurden, als ein wirklicher preußischer Minister von wollen, er wird noch viel weniger als die Kauffmann, Harmening, Verständnis der wirtschaftlichen Verhältnisse ansinnen; nein nicht aus der Tribüne des Reichstages herab den Streit für berechtigt erklärte Vollrath und Genossen in der freisinnigen Volkspartei erreichen, er Unwissenheit, sondern als bewußte rüdsichtslose Ber- und die nationalliberale Partei die sofortige Erledigung eines Schutz- wird nie etwas im Jnteresse der Arbeiter fagen oder gar thun dürfen; treter der Unternehmerinteressen halten sie an der gesetzes zu Gunsten dieser so schwer ausgebeuteten Heimarbeiter in der freisinnigen Volkspartei herrscht unumschränkt der strenge für und bom Großkapitalismus ausgebildeten Manchester- forderte, da war die freisinnige Partei und Preffe die einzige, die Hohepriester des unverfälschten Manchestertums. Niemand darf es Lehre krampfhaft feſt. Wo sie den Ausschlag geben sich von den Sympathien für die Konfektionsarbeiter ausschloß. An da wagen, nicht zu parieren! Selbst wenn Herr Kreitling der beste so in den Verwaltungen großer Gemeinden, haben sie fast stets das den Profiten der Herren am Hausvoigteiplage läßt sie eben nicht Kandidat- wäre, darf er die Stimme teines Arbeiters, Gemeininteresse hinter das Interesse großer Unternehmertorporationen rütteln. Die Heiligkeit des Profits nicht antasten feines Befürworters socialpolitischer Forderungen erhalten, denn zurüdtreten lassen; aber auch wo sie wenig Einfluß hatten, wie im zu lassen, das ist die wahre Socialpolitik der er unterwirft sich der Despotie Eugen Richters und da wird Reichstage und in den Landtagen, haben sie jede Aenderung der freisinnigen Voltspartei. Dies sah man auch zur Zeit jeder gute socialpolitische Wille, ja jede selbständige Regung unterwirtschaftlichen Gesetzgebung, die irgendwie nicht dem Borteile des des Berliner Bierboytotts; die letzte Spur von ruhiger Ueber- drückt. Das muß jedermann in der kurzen Spanne Zeit, die bis zur privaten Induſtriebetriebes entsprach, nach Kräften einzuengen gesucht, legung war damals der freisinnigen Presse, vor allem dem Organe Wahl noch bleibt, klar gemacht werden: Jede Stimme für vor allem machen sie gegen jede Ausdehnung des Arbeiterschutzes Eugen Richters abhanden gekommen; in fast teiner Nummer feines Streitling ist ein Votum für das rädständigste Stimmung. Blattes fehlte es an offenen und versteckten Denunziationen gegen Manche stertum! Kein Bäcker- Jnnungsmeister, fein agrarischer Retter des Hand- die Berliner Arbeiterschaft. Hie Kreitling! Hie Richard Fischer! werks" fonnte schroffer über die doch sicherlich ungenügende Am besten läßt sich die Socialpolitik des Freisinns studieren in Herr Kreitling hat sich nicht bewährt, er kann sich auch nicht bewähren Bundesrats- Verordnung zum Schuße der Bäderei- Arbeiter urteilen, den freifinnig verwalteten Gemeinden. Berlin steht trog seiner als Vertreter einer socialpolitisch aufgeklärten Arbeiterschaft; es fehlt wie das Hauptorgan der freisinnigen Volkspartei, die von Eugen reichen Mittel, trotz der Verpflichtungen, die der größten Stadt des ihm, selbst wenn er wollte, was wir nicht glauben, in der freis Richter selbst redigierte Freifinnige Zeitung". Es war ein treffendes Reiches sich von selbst ergeben müßten, weit hinter anderen deutschen sinnigen Vollspartei auch nur die geringste Möglichkeit, sich zu Wort des Genossen Singer und zugleich die denkbar schärfste Kritik Gemeinwesen zurüd. Für die modernen socialpoliti bethätigen. der Arbeiterfeindlichkeit der Freifinnigen Volkspartei, als er fagte: fchen Aufgaben der Gemeinden fehlt der Berliner Richard Fischer hat sich dagegen seit Jahrzehnten als " In socialpolitischer Hinsicht traue ich schließlich dem Bundesrat noch Stadtverwaltung fast jedes Verständnis; wären nicht Social- Verfechter der Interesssen der Arbeiter bewährt, mehr zu, als der freifinnigen Partei." Trägt doch an dem unbe- demokraten in der Berliner Stadtverordneten Berer hat in seiner Stellung als Abgeordneter oft und wirkungsvoll die friedigenden Zustande unserer Arbeiterschutz Gesetzgebung die frei fammlung, so würde der kapitalistische Klingel jebe Rücksicht socialpolitischen Interessen der Arbeiter ver finnige Partei ihr vollgerüttelt Maß von Schuld. Der Name für die ärmeren Boltstlaffen, vor allem für die Arbeiter in den fochten, er war der gefürchtete rititer der focial.. freisinnigen Abgeordneten Gutfleisch er- Wind schlagen. Aber auch so liegt, dank der auf Grund des pluto- politischen Südwärtstonzentrierung der Posadowsky wedt die Erinnerung an die Verschlechterungs- Rom fratischen Wahlsystems gesicherten freisinnigen Mehrheit gar vieles und Genoffen, er hat in energischer und durchschlagender Weise das mission, welche mit einem einer besseren Sache würdigen Eifer im Argen. Die Anregungen, durch Bestimmungen über das Sub- Urteil gesprochen über den Zuchth austurs auf dem Stuttgarter thätig war, um das Arbeiterschutz Gesetz vom Jahre 1891 den missionswesen den elementarsten Anforderungen der Bau- Barteitage. Unternehmern schmackhaft zu machen. arbeiter zu entsprechen, wurden ignoriert. Als die Arbeits- Deshalb kann die Parole im zweiten Berliner Reichstags- WahlUnd auch später hat sich die Haltung der Freifinnigen nicht ge- Iosigteit in Berlin zur schweren Kalamität geworden war, freise nur sein: ändert, sie haben niemals eine socialpolitische Maßregel befürwortet, leugneten die freisinnigen Herren schlankweg dic Existenz jedes NotNichard Fischer muß gewählt werden! fich fast jeder widersetzt, und, selbst wenn alle Barteien bis zur stands. Während andere deutsche Städte von den großen socialen äußersten Rechten etwas für dringend nötig im Interesse der Arbeiter Leistungen französischer, englischer und amerikanischer Städte ganz zu Politische Uebersicht. gehalten haben, wie beim Schuße der Konfettionsarbeiter, da haben schweigen hervorragendes geleistet haben in der Fürsorge für die die sonst so redeluftigen Freisimmigen geschwiegen. Sogar bei den städtischen Arbeiter, in der Organisation städtischer Betriebe und städtischer Berlin, den 7. April. Nationalliberalen kann man noch eher auf Spuren socialpolitischen Arbeitsnachweise, in der Reform des Armenwesens, ist Berlin weit Ein deutscher Friedensgesandter. Verständnisses stoßen, als bei den Anhängern der freisinnigen zurüdgeblieben, weil für die Entschließungen der freisinnigen Die deutsche Regierung hat zum Haager Abrüstungs„ Stadtväter" die Instinkte der kapitalistischen Ausbeutung den Aus- kongreß den Münchener Rechtsprofessor Karl Frhr. v. Stengel Wenn man die freisinnigen Boltsfreunde an ihre socialpolitischen schlag geben. entsandt. Diese Wahl muß auf den garen wie eine Provokation Sünden erinnert, dann berufen sie sich auf ihre Verdienste" unt So ablehnend sich die Freisinnigen gegen jede Forde wirken. Denn Herr v. Stengel gehört zu den neumodischen das Koalitionsrecht. Mit diesen ist es aber wahrlich nicht rung der Berliner Arbeiter gestellt haben, so ent- Blutgelehrten, die in den Mezeleien, die zwischen zwei Menschen weit her, waren doch zu der Zeit, als die Koalitionsfreiheit in Preußen gegentommend zeigten sie sich stets den Wünschen des vorfallen, zwar Ausflüsse viehischer Roheit sehen, sofern sie gewährt wurde, alle Parteien, die Konservativen und die Regierung großen Unternehmertums gegenüber; ihm haben sie aber Zehntausende von Menschen zerstören, eine lobesame mit eingeschlossen, für die Aufhebung der die Koalition der Arbeiter gegen lächerlich Kleine Entschädigungen die Ausbeutung des Aeußerung der Volkskraft bejubeln. Der Freiherr v. Stengel beschränkenden Bestimmungen. Wie wenig glücklich die angeblich frei- städtischen Verkehrswesens, der elektrischen Beleuchtung usw. über- steckt tief in der Weltanschauung des Unteroffiziers und des finnige Leistung aber war, beweist ja schon die Thatsache, daß der lassen. Reserveleutnants, die alle in der Kulturtradition der MenschAuslegungskunst der Gerichte und Polizeibehörden fein Riegel vor- Es giebt taum eine bürgerliche Partei im Deutschen Neich, die heits- Entwicklung Gereiften als die Blüte des Säbelzeitalters geschoben wurde, daß damals nicht eine flare, jede gesuchte Inter- in socialpolitischer Hinsicht sich so rückständig erwiesen, so wenig be- der Schneidigkeit würdigen. pretation ausschließende Tertirung durchgesetzt wurde. Verfolgt man lehrbar gezeigt hat, wie gerade die freisinnige Volkspartei.. Wer Herr v. Stengel hat unlängst in einer Broschüre seine die Haltung der freisinnigen Presse, freisinniger Stadt- und Polizei- für die socialpolitischen Bedürfnisse unserer Zeit kein Verständnis Ansichten über die Friedensfrage in der bekannten zwischen verwaltungen Arbeitseinstellungen gegenüber, so erscheint hat, wem der gute Wille fehlt zu bessern, wer für die Ausbeutung Moltke, Darwin und Hermann dem Cherusker leiernden Weise die Sympathie dieser Partei für die Koalitionsfreiheit als eine rein I der menschlichen Arbeitskraft in alle Ewigkeit ist, wer die Macht des I dargestellt: des Volkspartei. # Nicht die geistigen Errungenschaften entscheiden schließlich über bas Schicksal eines Volkes, sondern das, was es im Kriege zu leisten vermag. Es handelt sich ja im Kriege nicht allein um die physische Kraft, sondern es kommen dabei auch eine Menge von geistigen und ethischen Faktoren in Betracht, die für die Wertschätzung eines Voltes maßgebend find." Der Regierungsschuh der Bauarbeiter. " rungen finden sich nicht bemüßigt, mit Arbeiterinstituten im Berkehr Dafür sind wir auch das Land der Socialreform. Die Nordd. Allg. 8tg." hat den Auftrag erhalten, die zu treten. Reichsregierung in Schuß zu nehmen gegen den Vorwurf, ,, Eine jüdische Reklame". Nach einer Pariser Meldung aus daß sie der Frage des Bauarbeiterschutzes nicht genügende Beachtung schenke. Sie teilt zu dem Zwede ein von Monaco hat der Kaiser Wilhelm dem Fürsten Albert von Monaco Für die physische Kraft, wie für die geistigen und ethischen Herrn v. Posadowsky am 24. Januar im Reichstage er- bei dessen neulichem Besuch in Berlin die Erwiderung dieses Besuchs Faktoren unseres Schlachtendenkers wirft offenbar das Klein- wähntes Rundschreiben desselben vom 30. Juni 1898 an in Aussicht gestellt. Diese Gelegenheit solle dazu benutzt werden, kalibrige förderlich. Das Lazarett ist ihm das Paradies, und die Bundesregierungen auszugsweise mit, das sich mit der ein Tiefseeforschungs- Muſeum feierlichst einzuweihen, welches mit Kaiser Wilhelms Einwilligung dessen Namen tragen soll. Der Besuch die Höhe der Kultur erkennt er an dem Verbrauch von Pulver Frage des Bauarbeiterschutes beschäftigt. sollte ursprünglich im Anschluß an die italienische Reise erfolgen, da und Blei. Seltsam nur, daß man diesen Jdealzustand des Dieses Rundschreiben kann die Thatsache nicht aus der diese jedoch unterbleibt, wäre er angeblich bis zum Herbst vertagt. Massenmordes nicht in Permanenz erklärt. Gewiß, jeden Welt schaffen, daß die Forderungen der Bauarbeiter nach einem Die Staatsbürger- Beitung" bemerkt dazu:„ Wir halten das Patrioten, Germanen und Rechtsfreiherrn muß es tief er- ernsthaften Schuhe vor den Gefahren des Berufs noch so gut wie Ganze für eine echt jüdische Reklame zu Gunsten jenes Raubneſtes, bittern, daß wir nun schon fast 30 Jahre unter den Greueln vollständig unerfüllt sind. Was der Herr Staatssekretär in mit der man fener Hölle des Spiellafters ben Stempel der Hofdes Friedens verderben und verkrüppeln. Der einzig wahrhaft dem Rundschreiben als zum Schuße der Bauarbeiter er forder- fähigkeit aufbrüden möchte. Die Fürstin von Monaco ist ja übrigens nationale Philosoph ist die Hyäne des Schlachtfeldes, die in lich bezeichnet, ist nach den Darlegungen auf dem Bau- eine Jüdin." berpestendem Leichengeruch gewaltig wandelt und die Wunder arbeiterschuß- Kongresse zunächst schon fachlich ungenügend. Eine Beruhigung der Großindustriellen, die den bekannten der göttlichen Weltordnung tiefdringend studiert. Davon abgesehen, wird in den Bundesstaaten, Antrag Seyl befämpft hatten, weil fie meinen, derselbe sei geHerr v. Stengel findet alle Friedensbestrebungen zwecklos, denen die Reichsregierung diese Aufgabe zuweist, auch eignet, den Socialdemokraten Wasser auf die Mühle zu liefern, unterja kindisch, wir citiren nach der„ Poſt"-weil das den Ansprüchen des Rundschreibens noch nicht einmal Genüge nimmt jetzt Herr Hehl selbst in der Wormser Beitung". Der Antrag angestrebte Biel niemals erreicht werden könne. Der Frei- geleistet und deshalb verlangen die Bauarbeiter das Ein- ici ein Fortschritt auf dem Wege focialpolitischer Gesetzgebung und herr v. Stengel wird also vermutlich im Haag angesichts des greifen des Reiches. Schließlich giebt selbst das Rundschreiben stelle einen Schritt der zur Pflege des Friedens zwischen Arbeitgebern Dahin rechnet der Verfasser vor allen kindifchen Friedensmanifestes vor dem versammelten zu, daß die besten Vorschriften nichts nügen, wenn sie nicht und Arbeitnehmern. Europa die Entmündigung seines Urhebers ver- beachtet werden und daß bazu eine wirksame und fach. Dingen, daß die Arbeiter aus der Arbeiterschaft heraus ihre Vertreter wählen. Gegenwärtig kommen langen en in Fällen verständige Kontrolle nötig sei. Deshalb berlangen ja die von Meinungsverschiedenheiten bei den notwendig werdenden Bauarbeiter die Einrichtung einer besonderen Bauinspektion, Berhandlungen als Vertreter der Arbeiterschaft Leute zum Vorschein, während Herr v. Posadowsky die Polizei in Anspruch die mit den Arbeitern der wahren Gesinnung nach nichts zu thun Das Paradies der Arbeitswilligen. nehmen will. haben, vom Gewerbe meistens nichts verstehen und nur darauf In der wissenschaftlichen Beilage der sonst Zum Schluß tommt auch das Rundschreiben auf den Ge- denten, für die Socialdemokratie etwas herauszuschlagen. Stummschem Geiste nicht allzu fern stehenden Münchener danken, daß zur wirksamen Kontrolle auch die Heranziehung Die geplante Organisation dagegen werde den socialdemokratischen Allg. 3tg." erörtert Professor 2. Brentano mit besonderer der Arbeiter selbst nötig ist; aber hier ist gerade die allergitatoren feine Ruheposten gewähren; fie werde sogar den Socialdemokraten sehr unangenehm sein. Die Socialdemokratie Beziehung zu dem geplanten„ Schutz der Arbeits- anfechtbarste Seite des Rundschreibens und die stärkste habe immer ba völlig versagt, wo praktische Fragen zu regeln waren. willigen" die Verhältnisse in der Berliner Konfettions. Differenz zwischen ihm und den berechtigten Forderungen der Uebrigens tritt Herr v. Heyl dann doch selbst dafür ein, daß, sofern industrie. Seine Darlegungen sind eine vernichtende Kritit Arbeiter. Die Nordd. Allg. 3tg." fagt darüber die Arbeiter in der Wahl ihrer Bertreter zu den Gewerbedes neuesten Kurses unserer Socialpolitik. Wir wollen daher den von Brentano mit unmißverständlicher Zuspigung„ Ein klassisches Gebiet der Arbeitswilligen" überschriebenen Artikel aus dem Versteck der wissenschaftlichen Beilage des genannten Blattes herausziehen. Freilich wird man zu diesem Zwede nicht eine gesonderte gerichten dauernd lieber politische Spieleret, anstatt den tüchtigen organisierte, ihre Spige gegen die Unternehmer Lehrende Arbeiter Ernst des Lebens treiben, die auf die Förderung des Friedens und bertretung schaffen können, durch welche die Gegensäge, wie sie des wirtschaftlichen Fortschritte der Arbeiter berechnete Organisation fich in Folge der socialdemokratischen Agitation im Baugewerbe wieder ausgeschaltet wird. Der Antragsteller hofft jedoch, daß der mit besonderer Schärfe herausgebildet haben, zum Schaben der Arbeiter, wenn er sieht, daß er, wenn er statt tüchtiger Vertreter der Sache nur noch gesteigert werden würden. Wohl aber ist die Er Arbeiter Agitatoren wählt, sich nur selbst ins Fleisch schneidet, in wägung angeregt worden, ob nicht bei einzelnen, insbesondere ein anderes Fahrwasser einlenkt. Was Herrn v. Hehl aber besonders größeren Bauten die Unternehmer zu verpflichten wären, ihrer für den Antrag stimmt, ist die Gewißheit, daß es dann mit der bee, ba bas, was an Wünschen und Befetts ber Polizeibehörde einzelne Arbeiter zu bezeichnen, ftillen Wühlerei zu Ende sei, da das, was an Wünschen und Be welche die Aufgabe haben würden, auf die Beachtung der Schutzschwerden bei den Arbeitern vorhanden ist, an das Tageslicht und vorschriften bei den Bauten mitzuachten und, wenn der Bolter offen vor die Unternehmer gebracht werden müsse." oder die sonst den Van leitende Stelle ihren Vorstellungen wegen Die Großindustriellen sind nun also bestens informiert, daß Herr Beachtung solcher Borschriften nicht gerecht wird, bei der Polizeien, was übrigens selbstverständlich und von uns sogleich festbehörde Anzeige zu machen." gestellt wurde, mit seinem Antrag sich nur von dem Gesichtspunite Gestüßt auf die Untersuchungen des Frl. G. Dyhrenfurth über die Lage hausindustrieller Arbeiterinnen in der Berliner Blusen, Unterrod, Schürzen- und Tricotfabrikation schildert Brentano die furchtbar traurige Lage dieser Arbeiterinnen, die sich mit Löhnen von 7 Pf. bis 15 Pf. pro Stunde bei angestrengtester Arbeit begnügen müssen, und die, soweit sie darauf angewiesen sind, vom Ertrage dieser Arbeit nicht nur allein zu leben, sondern oft noch Kinder erhalten sollen, entEine solche Beteiligung der Arbeiter an der Baukontrolle hat leiten laffen, ben Einfluß der Socialdemokratte zu schwächen. weder dem Hunger oder der Schande anheimfallen. Ihre wäre natürlich eine ebenso wertloje Dekoration wie die Die Agitatoren", d. h. die unabhängigen Arbeitervertreter, follen Wohnungen find elende Löcher, in denen sie wie die Heringe famosen Arbeiterausschüsse, die auch hinausfliegen, sobald fie aus den Gewerbegerichten und sonstigen zu gunften der Arbeiter. zusammengepfercht sind; alle Verrichtungen des täglichen Lebens versuchen, die Interessen ihrer Kollegen wenn auch nur in der schaft errichteten törperschaften beseitigt und durch Beute ersetzt sind in dem einzigen Raume vorzunehmen. schüchternsten Weise zur Geltung zu bringen. Es ist demnach werden, die in den Betrieben der betreffenden Unternehmer thätig, von dieſen zwischen Kapital und Arbeit herbeizuder Regierung nicht diejenige Berücksichtigung finden, die ihnen führen, wird ebenso scheitern, wie die Hoffnungen, die man ehemals zukommit. Die Heimarbeiterinnen sind überwiegend verheiratete Frauen durchaus richtig, daß die Forderungen der Bauarbeiter bei jette Frieselt abhängig sind. Das Bestreben, durch solche ProDeutsches Reich. Reich. S im Alter zwischen 25 und 35 Jahren, in dem die Zahl der er Frauen von Männern, die unter periodischer Arbeitslosigkeit Teiden. Dann lebt die ganze Familie von dem färglichen Verdienst der Frau, ja der Mann mit seinen unbeholfenen Fingern wird dann selbst Lehrling in den verschiedenen Künsten, welche die Herstellung der Konfektionsware erheischt. Außer Der Reichstag wird nach dem Ablauf der Osterferien sich vor dem aber zeigt sich der wasserpestartige Charakter der Haus ein noch recht beträchtliches Arbeitspenfum gestellt sehen. Von den industrie, wie immer, so auch hier darin, daß sie, wo sie existiert, gar größeren Entwürfen sind zwar der Juvalidenversicherungs- Entwurf nicht mehr auszurotten ist. Je schlechter die Einnahmen werden, und die Bankvorlage in der ersten Lesung erledigt, haben auch desto weniger Zeit hat man, fich nach einer lohnenderen Be- schon in den Kommissionen teilweise oder ganz die Vorberatung fchäftigung umzusehen; daher es so felten ist, daß jemand, der gefunden, dagegen stehen die ersten Lefungen für so wichtige und einmal im Gewerbe drin ist, demselben wieder entrimmt. Je umfangreiche Entwürfe, wie das Postgesetz, das Fleischschaus niedriger die Lohnfäße finken, desto früher werden die eigenen Gesetz, die Novelle zur Gewerbe Ordnung und den Entwurf Kinder zur Mitarbeit herangezogen. Je nötiger eine Be- über die Benutzung der öffentlichen Wege durch die Telegraphenschränkung des Angebots wäre, desto mehr verwaltung noch aus. Die aus dem Reichs Justizamt stammenden nimmt eg fortwährend zu; denn die weit Entwürfe, wie die Novelle zum Strafgesetzbuch, die die Eidesfrage gehende Arbeitsteilung macht nur eine Lehrzeit von zwei betreffende Novelle zur Civil- und Strafprozeß- Ordnung, der Entwurf bis vier Wochen nötig, die Leichtigkeit in der Beschaffung über die gemeinsamen Rechte der Befizer von Schuldverschreibungen, der Maschine veranlaßt unzählige ehemalige Dienstmädchen, sowie der Hypothekenbant- Gesezentwurf haben alle mir die ersten nach ihrer Heirat als Heimtarbeiterin einen Zuschuß zu den Haus- Lesungen pafftert. Auch auf sie wird der Reichstag im Plenum haltskosten zu verdienen, und dazu kommen noch die Frauen und noch manchen Sitzungstag verwenden müffen, nachdem sie aus Töchter von kleinen Beamten und Bürgern, welche Arbeiten über den Kommissions Beratungen herausgekommen sein werden. nehmen, nur um sich die Möglichkeit gelegentlichen Theaterbefuchs Dazu kommt, daß noch einige Vorlagen dem Reichstage nach den oder anderer Extravergnügen zu verschaffen. Allein es giebt auch Osterferien zugehen werden, so der Nachtragsetat, die Vorlage wegen zahlreiche Mädchen, bei dennen der Lohn, den sie verdienen, nicht der Handelsbeziehungen zu England und die Zuchthausbloß ein Zuschuß ist, sondern die tein anderes ehrbares Ein- Borlage". Weniger wichtige Entwürfe sind in der Aufzählung nicht angeführt. Aber schon aus der Reihe der mitgeteilten Entwürfe geht hervor, daß der Reichstag in den etwa fünf Wochen, die ihm zur Beratung zwischen Ostern und Pfingsten verbleiben, das Pensum taum wird erledigen können. tommen haben. # " an die Arbeiterausschüsse in den Fabritbetrieben inüpfte.Bur Bernstein Debatte äußert sich die Ethische Um. ichau": bon Es ist ein ehrendes Beugnis der Reife, daß sich, im Gegensatz zu vielen anderen Parteien, diese principielle Erörterung inner halb der Arbeiterpartei im vollen Lichte der Oeffentlichkeit vollzieht. Die wohl nicht ausbleibende, schadenfrohe Voraussetzung einer inneren Schwäche würde auf einer bedauerlichen Kurzsichtigkeit der Gegner beruhen. Nur starte, ihres inneren Rechtes sich bewußte Bereini gungen vermögen diesen, in unserem politischen Leben leider noch so ungewohnten Weg zu gehen. In einem Vereine Hunderttausenden und Millionen von Anhängern müffen ja naturgemäß verschiedene Anschauungen, müssen Gegenfäße bestehen, die aber gemeinhin vertuscht werden. Hier steht die überwiegende Mehrheit der Parteiführer unzweifelhaft auf einem dem Bernsteinschen entgegen gesezten Standpunkt, und diese Mehrheit beherrscht sicherlich auch den Parteiverlag. Um so verdienstlicher ist es, daß durch gleichzeitige Veranstaltung einer Voltsausgabe den weitesten Kreifen die Ketzereien" gegen das seitherige Parteidogma nahegebracht werden. Vielen würde dies als ein gefährliches Experiment erscheinen, aber es ist der sicherste Weg zur Wahrheit. Die Gegner haben natürlich die Voraussage, bedauerlicher Kurzfichtigkeit" glänzend bestätigt. " ,, Die Konfektionsindustrie erscheint also als ein wahr Den Enthüllungs- Schenderlein schließt heute der Reichshaft klaffisches Gebiet der Arbeitswilligen. Von allen bote" als Herzbruder an seinen frommen Bufen, obwohl wir ihm Seiten drängen fie sich heran, bereit, Arbeit unter fast geftern verraten haben, daß der Mann wegen Unterschlagungen vier jeder Bedingung zu nehmen. Hier stört keinerlei Kranztragen mit roter Schleife kein grober Unfug. Die Jahre im Gefängnis gefeffen hat. Welch Uebermaß von christlicher Koalition das Recht des einzelnen, die übrigen zu Stodarbeiter Sallenberg und Stahl hatten sich gestern vor Milde für einen reuigen Sünder! Der„ Reichsbote" und die übrigen unterbieten... Unternehmer, die es für nötig halten, dem Schöffengericht wegen groben Unfugs zu verantworten. Gs Blätter, die wohl von den plumpen Verleumdungen Notiz genommen die von ihnen Beschäftigten vor Vergewaltigung durch wurde ihnen zur Laft gelegt, am 2. Januar cr. in der vordersten haben aber nicht von unserer Enthüllung" über die Bersönlichkeit Streifende zu schützen, finden hier nichts zu thun." Reihe des vor einem Leichenzuge gehenden Trauergeleits je einen ihres Gewährsmannes, mögen das Maß ihres Edelmuts voll machen Und die Folgen dieser unbegrenzten und unbehinderten weise getragen zu haben, wodurch bei den Bassanten und Bartei und Breſſe verſchaffen. Für täglich zweimal frische Ent. großen Kranz mit einer großen, blutroten Schleife demonstrativer- und dem Bekehrten eine Bertrauensstellung in der konservatigen Arbeitswilligkeit" find eben jene allerjämmerlichsten Lebens- Anwohnern großes Aufsehen und ausgesprochenes ergernis hüllungen wird er Garantie leisten.berhältnisse, die durch den Streit im Jahre 1896 in der erregt worden sei. Die als Zeugen bernommenen Schußleute Aenderung des Unterstützungswohufiz- Gesetzes beantragt weitesten Oeffentlichkeit bekannt geworden sind. Hat sich doch bekundeten, daß ihnen das Einschreiten in Fällen, wie den vor in einer Eingabe an die beiden Häuser des Landtages der belaunte felbft die Regierung damals veranlaßt gesehen, ihre liegenden, von ihrer vorgefeßten Behörde aufgetragen fei. Auf die Sympathie mit den Streifenden zum Ausdruck zu bringen Frage, ob jemand daran Mergernis genommen habe, vermochten bie Bastor v. Bodelschwingh- Bielefeld, dessen Wohlthätigund nach den folgenden Untersuchungen der Kommission für Beamten nur zu sagen, daß erft, nach dem sie die Angeklagten feitsanstalten" schon häufig einer recht herben Stritit durch die Presse unterzogen wurden. Dem fürsorglichen Gottesmann ist das jezige Arbeiterstatistik hat sie sich ja sogar jetzt dazu aufgerafft, in aufgefordert hatten, sich in dem Gefolge zu verteilen, und die An- Gesez zu human.„ Nach dem bestehenden Gesetze muß jedem unnüßen dem bereits bekannten Entwurfe zur Abänderung der Gewerbe- geklagten dieser Aufforderung nicht nachgekommen seien, von einigen lingel, der ans le bermut oder Faulheit, Erot Ordnung Vorschläge zum Schuße dieser Arbeiter zu machen. fallen feien. Der Staatsanwalt beantragte gegen jeben der feinem Arbeitgeber ben kontratt bricht und das Seine Leuten ummutige Aeußerungen über das Verhalten der Angeklagten ge- oder Leichtsinn, oder aus Bosheit und Uebelwollen Vorschläge, die allerdings sehr wenig bessern werden, denn Angeklagten eine Geldstrafe von je 9 M. Der Verteidiger Rechtsverthut, in jeder Gemeinde, wo er sich aufhält, Obdach und Unterder Andrang der Arbeitswilligen wird dadurch nicht gehindert anwalt Dr. Heinemann beantragte die Freisprechung und die halt unentgeltlich gewährt werden. Denn das Geses sagt ausdrücklich, und er verschuldet vor allem die scheußlichen Zustände. Auferlegung auch der Kosten der Vertheidigung an die Staatstaffe. Angesichts solcher Zustände wird es jedermann klar, daß Dieser Antrag rechtfertige fich damit, daß, selbst wenn alles, was in daß dies auch in Fällen verschuldeter Arbeitslosigkeit den Arbeitslosen etwas ganz anderes zum Schuße der Arbeiter nothwendig der Anklage gesagt sei, wahr wäre, die Angeklagte demonstriert und zukommt. Das Gesez verlangt nicht die geringste Legitimation. wollten die Gemeinden thun, was das Gefes verlangt, to müßten wäre als wie die Bekämpfung der Koalitionen durch den wirklich die Baffanten daran Anstoß genommen hatten, noch lange kein ollten die Gemeinden thun, was das Gefeß verlangt, so müßten sie für Hunderte von Faulenzern Versorgungsfamosen Schutz der Arbeitswilligen, daß es vielmehr not- grober Unfug vorliege. Dazu gehöre, daß die Demonftration fich unmittel- häuser bauen. Da begehen die Ortsvorsteher lieber jeden Tag wendig wäre, die Koalitionen und die Koalitionsfreiheit mit bar gegen den Bestand der öffentlichen Ordnung richte. Das Reichsgericht, fo und so viel Gefeges übertretungen, indem sie den arbeitswelches dieses Moment längere Zeit unzutreffenderweise nicht ausreichend größeren Garantien zu umgeben. beridsichtigt hat, ftelle fich jezt endlich auch auf diesen Standpunkt. fähigen Arbeitslofen die gesegliche Unterstügung Die Arbeitswilligkeit" unter allen Umständen ist einen längeren juristischen Ausführungen ging der Berteidiger jebes versagen und sie dadurch zu neuen Uebertretungen, nämlich zum Kulturverderbnis, unter der nicht nur die Arbeiter, sondern einzelne Merkmal des groben Unfugs durch und versuchte nach- Bettel swingen, wofür auch die unschuldigsten Bettler dann schließlich die gesamte Gesellschaft leidet. Wenn wir eine zuweisen, daß vorliegend nicht eines davon gegeben sei. Der gefaßt, bestraft, von Gefängnis zu Gefängnis geschleppt Regierung hätten, die nur eine Spur von socialpolitischer vorliegende Fall habe eine prinzipielle Bedeutung weit über den vor und schließlich ins Arbeitshaus gestedt werden." Hier wird also unumwunden zugegeben, daß, was wir immer Einsicht hätte, so würde sie es als ihre vorzüglichste Aufgabe liegenden Fall hinaus. Es handele fich darum, zu verhindern, daß die behauptet haben, der arbeitslose Wanderer zum Betteln ge Auslegung des groben Unfugs- Paragraphen nicht dieselbe Ausdehnung erachten, die für die Erkämpfung eines menschenwürdigen annehme, wie in Sachsen. Der Gerichtshof schloß sich diesen Aus- ungen wird, gezwungen von den Behörden, die ihn hätten Daseins strebenden Organisationen mit allen Mitteln zu führungen an, legte auch die Kosten der Berteidigung unterstützen müssen, gezwungen von derfelben Obrigkeit, die ihn stärken. Statt dessen will sie die arbeitenden Massen einigen der Staatstaffe zur Last. Die Anweisung an die Beamten hauses überliefern. Zur Abhilfe wird empfohlen: 1. Loslösung aller dann der Bein dann ber ein des Gefängnisses und des Arbeits. Großkapitaliſten zur schrankenlosen Herrschaft ausliefern. Lujo tönne als zu Recht beſtehend nicht angesehen werden und sei es arbeitsfähigen Banderarmen von der Unterstützung durch die einBrentano hat an einem Musterbeispiel die verheerenden Wir unter diesen Umständen den Angeklagten nicht zu verargen, wenn zelnen Orts Armenverbände und Uebertragung dieser Pflicht fungen der Arbeitswilligkeit" aufgezeigt. Diese Tugend" fie sich eines juristischen Beistandes bedienten. auf Breitere Schultern( Kreise und Kreisverbände); 2. ftrenge der Einsichtslosigkeit, des Elends und der Verwahrlosung zu Im Punkte socialer Einsicht könnte sich ble deutsche Regie- Forderung einer Arbeitsleistung von allen Unterschützen, heißt die Socialreform überhaupt preisgeben. Freilich rung ein Beispiel an der belgischen nehmen. Das belgische Mini- tigungssuchenden im Anschluß an einen gründlichen unterm heutigen Kurse gelten die in wissenschaftlichen sterium für Industrie und Arbeit hat sich in einem Schreiben an das Arbeitsnachweis; 3. einheitliche Wanderordmung und Legitimations Organen auftauchenden Ansichten nichts: Die Männer der Arbeitersekretariat in München gewandt und um regelmäßige Bu- pflicht für alle mittellofen Wanderarmen des ganzen Königreichs. Praris" von der Rasse Stumms haben ja ein biel reiferes fendung seiner Drucksachen im Austausch gegen die von dem Nach der Vorlage soll die Laft von Staat, Provinz und Kreis au Urteil als„ Stubengelehrte" von der Art Lujo Brentanos, genannten Ministerium herausgegebene Revue du Travail" ge- gleichen Zeilen getragen, der tommunale Arbeitsnachweis fräftiger gehandhabt und der Mißbrauch besser verhütet werden. Auch eine obzwar der ein heftiger Gegner der Socialdemokratie ist. taatliche Organisation des Arbeitsnachweises wird angeregt und eine spätere Regelung von Reichs wegen vorgesehen. " " beten. Deutsche Regierungen haben feine Zeit, wenn sie von Arbeitern geladen werden, an ihren Kongreffen teilzunehmen; deutsche Regie Afrika. " Ueber„ Lentenot" unterhielt sich in diesen Tagen auch die west- Uns fam dabei in den Sinn, daß die Schweiz ja auch seit 84 Jahren auf welche die Regierung feinerlei Einfluß hat. Diefelben find völlig preußische Landwirtschaftstammer. Die Haupthilfe, die Garantie ihrer Neutralität und Unabhängigkeit seitens der französisch und befegen teine einzige Lehrkanzel vlämisch. Selbstso meinte der Referent, werde der Staat gewähren müssen. Das europäischen Staaten genießt und daß sie in ihrer halben Million verständlich kann niemand die Leitungen dieser Hochschulen, da sie verderblichste Gesetz sei das Freizügigkeits- Geseß. Dasselbe müßte dahin Vaterlandsvertheidiger und ihren Kanonen auch die Macht hat, jenes aus privaten Mitteln erhalten werden, zwingen, in ihrer Organi abgeändert werden, daß jungen Leuten bis 18 Jahren das Recht der Recht zu schüßen. Der am 20. November 1815 von den Vertretern fation eine Aenderung vorzunehmen. Anders verhält es sich mit Freizügigkeit genommen wird. Die Personentarife müffen der Mächte in Paris unterzeichnete Beschluß enthält die authentische den staatlichen Instituten. Sowohl die Universität in Lüttich wie für Arbeiter erhöht werden. Daß die Herren Junter Anerkennung der Neutralität und unverleglichkeit der die in Gent find ausschließlich französisch, so daß die 2/2 Millionen Gemütsmenschen sind, zeigt sich auch noch an dem Verlangen, daß Schweiz. Ihre Unabhängigkeit sollte von allen fremden Ein- Wallonen in Belgien in Wirklichkeit vier Hochschulen besigen, die die Strafen möglichst im Winter abgebügt werden. flüffen ferngehalten werden, wie das den wahren Intereffen 3 Millionen Blämen aber keine einzige. Schließlich wurde auch die Verpachtung von Kolonistenber europäischen Bolitit entspreche. stellen an Arbeiter empfohlen. Was solche Versuche, Koloni Die Vertragsmächte erklärten ferner, daß keinerlei ungünstige And Kairo wird über London gemeldet: Die britischen sation durch Arbeiter zu betreiben, zu bedeuten habe, zeigt ein Beispiel, Schlußfolgerung in Bezug auf die Nechte der Schweiz, betreffend das die Königsb. Bolfstribüne" beibringt: Auf der Befihung ihre Neutralität und die Unverleglichkeit ihres Gebietes Truppen müssen aus Omdurman nach alfiyeh zurild, wegen Kaisersdorf hat man 80 Kolonisten auf Waldboden gesetzt, gezogen werden kann und darf aus den Ereigniffen, welche es noth- der ungefunden Verhältnisse des Ortes. Omdurman soll dem Verfall Den müssen sie urbar machen und quälen fich fo etwa fünf bis wendig machten, daß ein Teil der alliierten Truppen durch Schweizer preisgegeben werden. Die egyptischen Truppen sollen den Auftrag fechs Jahre ohne nennenswerten Ertrag. Es liegt dann ganz in gebiet marschierten. Die Paffage, von den Kantonen durch die Ron erhalten, gegen die Anhänger des Khalifen vorzugehen, doch ist es der Gnade des Grundbesizers, den Kolonisten, wenn der Boden ihm vention vom 25. Mai freiwillig gewährt, war das nothwendige Resultat des wahrscheinlich, daß dieselben von englischen Truppen begleitet gut genug dünft, wegzujagen und die Resultate langjähriger Arbeit freimütigen Zutrittes der Schweiz zu den Grundfägen, welche die werden. Die Reise des Sirdars nach Staffala und Suakin wurde unternommen nicht allein zum 8wed einer Inspizierung, sondern für sich einzuftreichen. So läuft der neue Plan auch nur wieder Signatarmächte im Allianzvertrage vom 25. März manifestierten. auf eine rüdsichtslose Ausbeutung der Arbeiter Die in dem Vertrag der Schweiz ausgesprochene schmeichelhafte auch zum Zweck der Durchführung einer fliegenden Landaufnahme hinaus." Anerkennung für den von ihr gestatteten Durchmarsch der alliierten für neue Telegraphen- und Eisenbahnlinien. die isut join Kinderarbeit. Der Kultusminister hat sämtlichen Regierungen Truppen fällt zusammen mit der auf 1798, dem Jahre und Oberpräsidenten einen Erlaß übermittelt, worin auf ein Urteil der schweizerischen Umwälzungen gefolgten Realtion, da Partei- Nachrichten. verwiesen wird, in dem entschieden ist, daß eine Polizeiverordnung waren, manche neue Einrichtungen wieder beseitigten und alte, gnädigen Herren" gegen das Volk wieder frech geworden Milon Dour e Unter den Mauserungs- Propheten ist„ Tante Boß" einer der nach welcher schulpflichtige Kinder in der Zeit von 7 Uhr bem Volle verhaßte und von der Revolution verdrängte In- eifrigsten und sicher auch gläubigsten. Es liegt in der Natur der nachmittags bis 7 1hr vormittags zum Austragen von Backwaren, Witch, Zeitungen oder anderen Gegenständen, zum Kegelauffezenftitutionen wieder herstellten. Aber diese Reaktion oder Restauration Schwäche, daß fie an Wunder glaubt und wirkliche Niederlagen in oder zu sonstigen Verrichtungen in Schankwirtschaften, zum Auf- war doch nicht von langem Bestand und wenige Jahrzehnte später eingebildete Siege verwandelt. fanden die bürgerlichen politischen Flüchtlinge nicht bloß freundliche Die arme Fortschrittspartei lebt, feit sie im Großen Konflikt" warten oder zum Handel mit Blumen oder anderen Gegenständen Aufnahme in der Schweiz, sondern auch ehrenvolle und austömm burch Bismard überwunden ward und vor ihm kapitulieren nicht verwandt werden dürfen, Rechtsgültigkeit hat. Bis zum liche Eristenz als Universitätsprofefforen 2c. Ist heute die Schweiz mußte, Während ihre Scharen Erlaß eines allgemeinen Berbotes hat man sich also nicht auf wieder angesichts der Socialistenausweisungen im Niedergange be- immer mehr zusammenschmelzen, und die der Socialdemokratie aufliche von eingebildeten Siegen. zuschnvingen verniocht.griffen, triumphiert die Reaktion? Man möchte es fast glauben. immerfort wachsen, hat sie die tröstliche Entdeckung gemacht, Eine weitere Verordnung hat der Minister des Innern daß die Socialdemokratie sich spalte", und dieser Entdeckung ist, Herausgegeben; diesmal betrifft sie die Bewahrung mindernach dem Erscheinen der Bernsteinfchen Schrift, die weitere gefolgt, jähriger weiblicher Personen vor unfittlichem daß die Socialdemokratie im Begriff sei, mit Sack und Back in das Lebenswandel. Es heißt darin, daß in vielen Fällen, be- Aus London wird den B. N. N." telegraphiert: Lager der Demokratie überzugehen. Tante Boß", das Urbild des fonders in den Städten, Mädchen schon in einem so jugendlichen " Nach einer Meldung des Reuterschen Specialdienstes" aus Berliner Weißbier- und Fortschrittsphilisters, ist vor Freude ganz Miter der gewerbsmäßigen Unzucht verfallen, daß eine alsbald einPeling hat der Gouverneur von Siautichou Befehl außer sich über diesen Sieg der bürgerlichen Weltanschauung, und fegende geordnete Erziehungsthätigkeit noch bessernd auf sie ein- zur Einäfcherung zweier Dörfer gegeben, die in der Nähe der liest Bebel, der an die Berbürgerlichung der Socialdemokratie nicht wirken und sie zu einemt fittlichen Lebenswandel zurückführen kann. Stelle liegen, wo die deutsche Marine- Patrouille angegriffen Die Vormundschaftsgerichte, deren Sache es ist, in solchen Fällen that worden ist. Diese Maßregel werde als wintürlich und überflüssig glauben will, mit mitleidiger Ueberlegenheit den Text. Anknüpfend an den gestern von uns erwähnten Bericht einer Rede Bebels in fräftig einzuschreiten, bedürfen der Unterstützung der Polizeibehörden. angeschen und von der deutschen Gesandtschaft, die gestern vom Göppingen, meint die„ Boff. 3tg." scharfsinnig, wenn Bernstein, weil er Deshalb weist der Minister die Polizeiverivaltungen an, in allen Fällen, Tjung- li- Damen einen bescheidenen Proteft gegen das beabsichtigte ein halbes Menschenalter in London lebt, die deutschen Verhältnisse nicht in denen Minderjährige der gewerbsmäßigen linzucht verdächtig find Vorgehen des Gouverneurs erhalten habe, schwerlich gebilligt mehr fennen soll, welche Autorität tönnen dann Marg und Engels und eine an die Eltern und Vormünder zu richtende Aufforderung, beanspruchen, die noch viel länger ihrem Vaterlande entfremdet dem unfittlichen Treiben Einhalt zu thun, ohne Erfolg bleibt, dent Wir erwarten, daß die Regierung diese Reuter- Meldung" waren?" Der„ Vossischen Zeitung" haben wir zu antworten: daß Vormundschaftsgericht Anzeige zu machen. Werden Kinder unverzüglich als unrichtig zu bezeichnen in der Lage ist. die Bedeutung von Marg und Engels hauptsächlich auf wissenschaft. unter zwölf Jahren wegen liederlichen Umbertreibens aufgegriffen, Denn unser Zutrauen zu den civilisatorischen Fähigkeiten der lichem Gebiete liegt, und daß Bernstein gewiß der lezte ist, der fich so ist beim Vorliegen einer strafbaren Handlung der Antrag auf deutschen Chinagrößen ist zwar groß, doch nicht so groß, mit beiden auf eine Stufe stellen will. Zwangserziehung zu stellen. Wenn Personen im Alter von 12 bis 18 Jahren der gewerbsmäßigen Unzucht verdächtig sind und ihr um ein solches tartarisches Vorgehen des Gouverneurs von Treiben eine strafbare Handlung darstellen fönnte, so ist stets der Stiautschou für möglich zu halten. Staatsanwaltschaft Anzeige zu machen, um eine Bestrafung oder Ueberweisung zur Zwangserziehung herbeizuführen. Die Vormundschaftsgerichte werden durch den Juſtizminister angewiesen werden, die ihnen von der Polizei oder der wir gestern berichteten, sollen angeblich durch czechische Arbeiter Die Plünderungsscenen in Nachod( Böhmen), von denen Staatsanwaltschaft mitgeteilten Fälle sorgfältig und schleunig zu hervorgerufen worden sein, denen seitens einer gabril die Lohn prüfen. Ergiebt sich dabei die Notwendigkeit, den Eltern das Recht der Erziehung eines im kindlichen Alter befindlichen oder diesem erhöhung verweigert worden sei. Eine andere Lesart jedoch geht Alter nahestehenden Mädchens abzusprechen, so wird es sich für die dahin, daß die Arbeiter einer Fabrik die Arbeit einstellten, weil 6 Gerichte regelmäßig empfehlen, mit der Kommunalverwaltung wegen waren. Im ganzen sind 30 Verhaftungen vorgenommen. Die Nach ihrer Kollegen wegen Teilnahme an den Krawallen verhaftet worden Uebernahme des Mädchens in Waisenpflege in Verbindung zu treten, richten über die Ursachen ber Strawalle find einander widersprechend geeignetenfalls auch deren Vermittelung in Anspruch zu nehmen, um Aufnahme des Mädchens in eine auf privater Wohlthätigkeit beruhende Anstalt zu ermöglichen. Wenn alle Unfittlichkeit, die sociale Not und das Elend durch ministerielle Berordnungen aus der Welt zu schaffen wären, wie Herrlich müßte es dann im Deutschen Reiche aussehen. werden." Deutsches Kulturwerk in China. und unkontrollierbar. Oestreich Ungarn. Frankreich. mit einem " Von der Parteipreffe. Der Volksfreund" in Karlsruhe tann die erfreuliche Mitteilung machen, daß er in den letzten 14 Tagen allein in der Stadt Karlsruhe über 400 Abonnenten gewonnen habe und auch in den Landorten einen erfreulichen Zuwachs zu verzeichnen habe. Todtenlifte der Partei. In Mainz starb der Genosse Jakob Tavernier. Er war ein alter Beteran der Partei, der jahrzehnte lang mit glühender Begeisterung für die Sache der Arbeiter gewirkt und gestrebt hat und der bis zum Tode treu blieb. Ehre seinem Andenken. Polizeiliches, Gerichtliches nsw. Der Druckereibefizer Ludwig in Chemnih hat bekanntlich infolge der Aenderung in den Verhältnissen der dortigen Parteipreffe feinen Austritt aus der Partei erklärt und bies durch eine öffentliche Erklärung begründet, in der er gegen die Partei in Chemnitz heftige Vorwürfe erhebt. In der Boltsstimme" in Chemniz ber Die Enthüllungen über die Revisionsakten werden nicht öffentlichen demgegenüber Breßkommission und Agitationskomitee bloß im Figaro", fortgefeßt, fondern auch der„ Voltaire" bringt von Chemniß eine Erklärung, in der sie die Vorwürfe Ludwigs als Bruchstücke daraus. In seiner letzten Nummer beendigt„ Voltaire" die unberechtigt zurückweisen. Sie verweisen darauf, daß die Partei zu Berginspektion. Zu der gestern auch von uns wiedergegebenen Aussagen Paléologues vor dem Kaſſationshofe. Aus denselben Gunsten Ludwigs auf Forderungen im Werte von 2000 M. Verzicht Nachricht, daß der Handelsminister beabsichtige, in den schlesischen acht hervor, daß das sogenannte Geheimattenstück im geleistet hat, daß man ihm 2500 m. Barentschädigung angeboten hat, Bergwerksbetrieben Arbeiterdelegierte zur Inspektion versuchsweise zusammenhang Borkommnis angelegt wurde, die er aber als„ Trinkgeld" zurückgewiefen hat, daß die Tausende, mit heranzuziehen, schreibt die Schles. 8tg.":" Diese Meldung ist welches in feinem Zusammenhange mit dem Fall Dreyfus steht. von denen Ludwig als Geschent für die Partei spricht, dadurch entsehr wenig glaubhaft. Schon früher, im September v. J., haben wir Jedoch enthalte dieses Attenstück ein Dokument, in welchem der standen sind, daß er, um die Genoffen zur Agitation anzuspornen, darauf hingewiesen, daß die staatlichen Bergwerke in Oberschlesien sich Name Dreyfus vorkommt; dieses Dokument stamme aber aus der sich verpflichtet hatte, per Exemplar jährlich 20 Bf. an die Parteiam allerwenigsten zu Verfuchsobjekten in dieser Beziehung eignen, da Beit nach der Verurteilung, seine Echtheit sei daher zweifelhaft. tasse abzuliefern, daß er furz vor der Reichstagswahl den Drucks in der dortigen Arbeiterschaft brauchbares Material für die Arbeiter- Das Dokument bestehe in einem Brief, welcher von einer aus vertrag per Juni 1898 fündigte und sich mir auf dringende Vordelegierten noch viel weniger vorhanden ist als in anderen Bergwerksländischen Dame, die Spionendienste für Frankreich versieht, an stellungen bereit erklärte, den Beobachter" noch einige Beit" zu In dem Briefe heißt drucken und daß er schließlich, obgleich er nur mit geringen Mitteln bezirken. In Nr. 673 vom 25. September v. J. haben wir eine in einen geheimen Agenten gerichtet sei. demselben Sinne sich aussprechende Zuschrift wiedergegeben, die von es, ein italienischer Major besuche jährlich zivcimal mehrere begonnen, jegt ganz gut fituirt ist. einem mit den oberschlesischen Bergbau- Verhältnissen genau vertrauten französische Säfen, derselbe sei seit einer Reihe von Jahren mit begonnen, jetzt ganz gut fituirt ist. Boltaire" schließt seine Enthüllungen, indem Gewährsmann stammte. Nachher ist überdies auch bekannt geworden, Dreyfus befreundet. Wegen Beleidigung zweier Unternehmer wurde Genosse daß das Oberbergamt Breslau sich von vornherein mit aller Enter auf die Widerfumigkeit dieser Mitteilung hinweist. schiedenheit gegen jeden Versuch, auf den staatlichen Bergwerken in nog et vom 28. Januar und 3. Februar in Grwiderung der Aus strafe verurteilt. Der Figaro" veröffentlicht heute die Aussagen des Generals Swienty, Redacteur des Boltsblattes für Halle", au 50 M. GeldSchlesien Arbeiter zur Berginspektion heranzuziehen, erklärt hat." -Wegen Beleidigung des Bastor Martienffen zu Gischow Für den, der die preußischen Verwaltungsmagimen fennt, flingt die fagen Bertulus. Picquarts und Develles. Roget bemüht Lesart der Schlesischen Zeitung" allerdings glaubhafter, als die fich darzuthun, daß die Zusammenkunft Henrys und Bertulus, bei Parchim wurde der Redacteur der„ Mecklenburger Boltszeitung" wie sie von legterem erzählt worden ist, falsch sei; Henry Genosse Starosion von der Straftammer in Rostoc zu der außererste Nachricht.soll von seiner Zusammenkunft mit Bertulus dem General Gonse ordentlich hohen Strafe von drei Monaten Gefängnis verurteilt. gleich nach seiner Rückkehr erzählt haben, und zwar habe, entgegens- Der Einberufer einer Bauarbeiter.Versammlung in gesezt den Aussagen Bertulus', dieser ihn weinend umarmt mit dem aber im Grunde auf ſeiten des Generalstabs stehe. Stoget greift Randgloffe zurüd: inzufügen, daß er von Picquart und anderen gedrängt werbe, Rayna bei Zeits erhielt die Versammlungsanmeldung mit folgender Bertulus heftig an, dem er schon lange mißtraue; von Esterhazy fagt er, Polizeiliche Genehmigung verweigert, weil ich vermute, daß derselbe sei bezahlt worden, zu lügen. Roget fest fodann den Beweg dadurch die Unzufriedenheit der ländlichen Arbeiter geschürt werden soll. grund des Verrats Dreyfus auseinander, der durch Kahna, den 27. März 1899. ein schlechtes Abgangszeugnis der Striegsschule erbittert gewesen und Der Amtsvorsteher. Schellenberg. dieses als eine ihm in seiner Eigenschaft als Israelit widerfahrene Wir stehen bewundernd vor der Weisheit des Herrn AmtsAfrikabahn auf Reichskoften? Die gestern wiedergegebenen Ungerechtigkeit angefchen habe. Roget bekämpft ferner die Aussagen Meldungen Londoner Blätter fiber ben Stand der Berhandlungen Picquarts, den er Zügen zeiht; er forderte eine Gegenüberſtellung mit Cecil Rhodes sollen nach den Berl. N. N." verfrüht sein. Die mit demselben. Noget fagt weiterhin, die Aussagen des Generals -Beuthen( Oberschlesien), 7. April.( Eig. Ber.) Die hiesige Unterhandlungen feien noch nicht so weit gediehen, daß die Frage Cordier seien voller unrichtigkeiten, ebenso wie diejenigen Develle's Straffammer verhandelte heute nochmals gegen den Kolporteur der Reichsgarantie für das aufzubringende Kapital in über den Nachrichtendienst, den dieser gar nicht kemie. Genossen Johann Dhlong aus Königshütte wegen Verächtlichpositivem oder negativem Sinne entschieden wäre. Ebenso sollen Die Bosi. 8tg." ist in der Lage, die Aeußerungen des General machung von Staatseinrichtungen. Der Angeklagte hatte vor den die Angaben über die deutsch ostafrikanische Centralbahn den That no gets noch dahin zu ergänzen: Roget erklärt einfach Bertulus letzten Reichstagswahlen ein in Berlin verfaßtes und gedrucktes fachen vorauseilen. für einen Lügner und gebraucht gegen ihn genau dieselben Aus- litgblatt verbreitet, in dem das Landgericht Verächtlichmachung Ob verfrüht oder nicht, offenbar ist etwas im Werte. Die bride, die Bertulus als Esterhazys Meinung von Henry angeführt der Zoll- und Steuer- Gefeßgebung, der Gesinde- Ordnung und des Eisenkapitalisten wünschen, riesige Massen Eisenbahnmaterial in die hatte. Roget fagt: Bertulus ist ein Bump bruder, Spieler Reichstages erblickte und den Angeklagten zu 1/2 Jahren Gefängnis afrikanischen Urwälder und Wüsten abzusetzen und der deutsche und Schwelger", er behauptet ferner, Bertulus sei in Thränen verurteilte. Das Reichsgericht hatte dieses Urteil aufgehoben, indem Steuerzahler soll die Zinsen zahlen für Unternehmungen, deren ausgebrochen, habe Henry getüßt und gejammert, fein roter es an demselben überaus scharfe Stritit übte. Das Landgericht Rentabilität so zweifelhaft ist, daß kein Kapitalist daran denkt, Amtstalar sei gefährdet. Weshalb ein Untersuchungsrichter vor Bofen hatte wegen Verbreitung desselben Flugblattes nur auf einen Pfennig dafür aufzuwenden. Und die deutsche Weltmachts- einem vorgeladenen Zeugen, über den er Gewalt, der aber über ihn 100 m. Geldstrafe erkannt. In der heutigen neuen Berhandlung und Abenteurerpolitik ist willig, folche Unternehmungen zu feine hat, in Schluchzen ausbrechen, ihn füssen und ihm allerei vor- wurde Dylong zu neun Monaten Gefängnis verurteilt. fördern.jammern foll, versucht Noget nicht einmal zu erklären. Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozeffe. von der Brieger Straffammer wegen Majestäts- Beleidigung zu Die Arbeiterfrau Johanna Wintler aus Strehlen wurde brei Monaten Gefängnis verurteilt. Die Beleidigung soll in einer Schantwirtschaft begangen woorden sein. Die Angeklagte beteuerte unter Thränen, eine Beleidigung gegen den Kaiser nicht beabsichtigt zu haben. $ Ausland. Die nationalistischen Blätter greifen Bertulus wegen seiner ver vorstehers. shot öffentlichen Aussagen heftig an. Mehrere dieser Blätter bezeichnen III. Kongreß der durch Vertrauensmänner centralisierten " Gewerkschaften Deutschlands. Braunschweig, den 6. April 1899. Der vierte Punkt der Tagesordnung: Arbeitnachweise und Arbeitersekretäre", wurde durch ein Referat des Gen. Reuter Berlin eingeleitet. Redner wendet sich scharf gegen die paritätischen Arbeits-nachweise, wie sie von Dr. Freund- Berlin, dem indessen eine gute Absich nicht abzusprechen set, geplant werden, und spricht sich für von den gewerkschaftlichen Organisationen zu schaffende Arbeitsnachweise aus. Es müssen, trop der gewaltigen Hindernisse, die diesen Arbeitsnachweisen entgegenstehen, die größten Anstrengungen gemacht werden, solche zu errichten, Er schlägt folgende Resolution vor: ihn geradezu als einen Agenten des Dreyfus- Syndikats und drohen Die Neutralität der Schweiz und der Pariser Kongres. mit der Veröffentlichung eines im Justizministerium befindlichen Aus Zürich wird uns geschrieben: Die bis weit in die bürger- Schriftstüdes, welches für Bertulus sehr tompromittierend sein lichen Kreise hinein nachzitternde Erregung und Entrüstung über foll. Die Aurore" berzeichnet unter Vorbehalt ein Gerlicht, die aus allzugroßer Nachgiebigkeit gegenüber dem berlumpten nach welchem General Noget pensionirt worden sei. Der Italien erfolgte Ausweisung der italienischen Sozialisten Grund dieser Maßregelung sei das Verhalten des Generals aus der Schweiz hat die Preffe zu vielseitigen Betrach Noget gelegentlich des Staatsstreichsverfuchs Déroulèdes. tungen veranlaßt. Insbesondere ist dies in den socialdemokratischen Das Journal" will aus unbedingt sicherer Quelle wissen, die von Sundgebungen geschehen. So wird in dem, an dieser Stelle bereits bem Direttor des anthropometrischen Dienstes speciell angestellte erwähnten offenen Briefe der Berner socialdemokratischen Vertreter Schriftprüfung habe ergeben, daß das Bordereau nur Esterhazy zu in den Behörden an den Bundesrat die Frage aufgeworfen: Was gefchrieben werden könne. Die Klage gegen den Figaro" wegen soll das Schweizervolt von seiner Wehrkraft und feiner Wehr feiner Veröffentlichungen wird schon in allernächster Zeit vor dem haftigteit, für deren Hebung man neue und sehr große finans Schwurgericht verhandelt werden.zielle Mittel forbert, für einen Begriff bekommen, wenn der Teifefte Wink einer ausländischen Regierung unfere oberste Bundes behörde zu Maßnahmen veranlaßt, Die Errichtung einer vlämischen Hochschule bezw. die m deren Rechtfertigung fachlich ein Ding der Unmöglichkeit ist? Muß sich da das Schweizer wandlung der Genter Universität in eine solche hat eine Ab volt nicht fagen, daß unter derartigen Berhältnissen die Hebung der ordnung des vlämisch- nationalen Centralvereins in Brüssel vom Wehrkraft eine ganz unnüge Sache sei, wenn wir nicht einmal Minister des Unterrichts gefordert. Der Minister hat die ernſte gegenüber ungebührlichen Bumutungen des Auslandes uns auf Brüfung dieser Forderung zugesagt. Belgien befigt jest zwei ftaat unsere historische Vergangenheit und unsere nationale Ehre zu be- liche Hochschulen, nämlich die Universitäten in Lüttich und in Gent, Die Universitäten in Brüssel und in Löwen find private Hochschulen, finnen wagen? Belgien. " In Erwägung, daß die Arbeitsnachweise der Gewerkschaften an ben notwendigsten Kampfmitteln derselben zu zählen find, sobaß mit Aufgabe derselben auch die Agitation für die Organisation vollständig lahm gelegt würde, beschließt der Kongreß der durch Bertrauensmänner centralisierten Gewerkschaften, in Braunschweig tagend, folgendes: Alle zu uns stehenden Gewerkschaften werden aufgefordert, alle Mittel anzuwenden, überall da, wo irgend eine Möglichkeit borhanden ist, eigene Arbeitsnachweise zu errichten, dieses fofort zu thun und dieselben so auszubauen, daß fie jederzeit in ber I Lage find, über alle den Beruf betreffenden Fragen, als wie branche beschäftigten Delegierten über den Bauarbeiterschutz. für das I. Quartal 1899 ersehen. Die angezeigten Unfälle sind von Arbeitslosigkeit, über Angebot und Nachfrage usw. eine Er fritisiert das Submissions- und Bauschwindlerwesen. Mit dem 1050 im gleichen Zeitraum des Vorjahres auf 1057 gestiegen, wovon Klare, sich auf dem laufenden haltende Uebersicht haben Versuch, eine Aenderung durch Einwirkung auf die gesetzgebenden 76 gegen 53 im Vorjahre entschädigungspflichtig wurden; während zu können. Nur da, wo eine absolute Aussichtslosigkeit, Körperschaften herbeizuführen, können wir uns völlig einverstanden die Zahl der tötlichen Unfälle 13 gegen 7 im Vorjahre beeigene Arbeitsnachweise errichten zu können, vorhanden ist, erklären. trug, davon allein 10 beim Steinkohlen- Bergbau, welcher im gleichen muß danach getrachtet werden, in die schon bestehenden Zimmerer Meyer- Berlin vertritt den Standpunkt, daß jeder Maße auch an den Unfällen überhaupt participiert. Die Klagen der Bergleute in unserer Presse und auch auf dem oder noch einzurichtenden Innungsnachweise usw. einzudringen und Arbeiter selbst für Beseitigung der Mißstände auf den Bauten eindie ganze Kraft anzuwenden, um wenigstens dafür zu sorgen, daß treten müsse, das sei der einzige Weg zu einer Aenderung. am Dienstag geschlossenen Kongreß der Deutschen Berg: und Hüttenbei Streits im Gewerbe der Arbeitsnachweis zu ruhen hat. Dieses Maurer Herforth: Berlin bezweifelt den guten Willen der Bearbeiter über mangelhafte Grubenaufsicht, Verbesserung der Streden ist das vornehmste Recht, welches eine Gewerkschaft zu fordern hörden und herrschenden Klaffen, hier Abhilfe zu schaffen. Es ist und Abbaue halten wir also für voll berechtigt. Es wäre sehr notberpflichtet ist. Ohne dies wird es nicht möglich sein, das Ziel folgende Resolution eingelaufen: wendig, daß einige Grubenbesiger und Berginspektoren solchen Kondes Kampfes, das ist die Besserstellung der Arbeiterklasse, herbei-" Die durch Vertrauensmänner centralisierten Bauarbeiter find gressen beiwohnten, um die Wahrheit zu hören und darnach bessere zuführen." im wesentlichen mit den Beschlüssen des am 19. März d. J. in Vorsichtsmaßregeln zum Schuße der Bergleute zu treffen, statt dessen Zu den Arbeitersekretären stellt der Referent folgende Resolution Berlin stattgefundenen Bauarbeiter- Kongresses einverstanden. verstopfen sie sich die Ohren und sinnen mehr auf Maßregelungen zur Berhandlung: Da aber nach den gemachten Erfahrungen durch Eingaben von der Beschwerdeführer, als auf rationelle Besserung der BerPetitionen und geeigneten Abänderungsvorschlägen seitens der hältnisse. Arbeiter nichts erreicht wurde, versprechen fich dieselben die Durch Die unentgeltliche Krankenpflege, soweit sie die ärztliche führung dieser Beschlüsse nur dann, wenn sich die Bauarbeiter Deutschlands Organisationen schaffen, durch welche sie selbst in Behandlung betrifft, ist in verschiedenen Schweizer städten für Unbemittelte eingeführt, ohne daß sie als Armenunterſtügung be den Stand versezt werden, auf die heute bestehende Gesetzgebung trachtet würde. So in Zürich, Winterthur, Basel 2c. und neueſtens einzuwirken, so, daß dieselbe wirklichen Schutz für Leben und " In Erwägung, daß mit dem Gründen von Arbeiterfekretariaten, wie es in der legten Zeit in verschiedenen Städten Deutschlands geschieht, die wirtschaftlichen Verhältnisse der Arbeiter nicht gebeffert und gefördert werden können, auch die gewerkschaftliche Organisation dadurch nicht gefördert wird, beschließt der dritte in Braunschweig tagende Kongreß der durch Vertrauensmänner centralisierten Gewerkschaften, das Gründen von Arbeitersekretariaten nicht weiter zu befürworten. Jedoch sind die Delegierten der Ansicht, daß es wohl nötig ist, an jedem Orte gewerkschaftliche Kartelle resp. Kommissionen zu bilden, die in unparteiischer Weise die Regelung aller örtlichen Borgänge im gewerkschaftlichen Leben übernehmen, soweit dies von den einzelnen Organisationen nicht selbst besorgt wird". Arndt Berlin wendet sich gegen den Referenten. Der Streit um die paritätischen Arbeitsnachweise sei ein Streit um„ Kaisers Bart", da sie nie in Kraft treten werden. Die Fabrikanten und Innungen werden nie ihre Arbeitsnachweise aufgeben und schon an dieser Thatsache werden die paritätischen Nachweise scheitern. V Tischler Met Berlin, Bäcker klammet Berlin, Zimmerer Fischer Berlin, Wegener Berlin, Möbelpolierer SchulzBerlin, Maurer Wolf- Halle, Thieme Berlin, HoffmannBerlin, Myler Berlin, Gamann- Halle, stellen sich auf den Standpunkt, der Kongreß könne gar keine bestimmte Stellung den Arbeitsnachweisen gegenüber einnehmen. Fischer Berlin erklärt fich auch gegen die Gründung von Arbeitersekretariaten, da durch dieselben die Gewerkschaftsbewegung eher geschädigt, als gefördert werde. Gesundheit der Bauarbeiter gewährleistet. Zu diesem Zweck ver- auch in Neuenburg. In letterer Stadt hat der Stadtrat mit den pflichten sich die Delegierten, überall für die Gründung von Or- Aerzten ein Abkommen getroffen, wonach sie den bedürftigen Kranken ganisationen dieser Form einzutreten und vor allen Dingen dafür unentgeltliche ärztliche Hilfe gewähren bei voller Freiheit der Aerztezu forgen, daß wenigstens die jetzt bestehenden polizeilichen Vorschriften von seiten der Unternehmer eingehalten werden." Diese Resolution wurde einstimmig angenommen. Gramann Halle a. S. empfiehlt noch folgende, gegen die Accordarbeit gerichtete Resolution: " = wahl. Im Jahre 1894 wurde die Initiative der Arbeiter für die Schaffung der unentgeltlichen Krankenpflege durch die eidgenössische Kranken- und Unfallversicherung von allen bürgerlichen Parteien als socialistische Utopie bekämpft und nun wird das Bedürfnis hierfür in immer weiteren Kreisen anerkannt. Gerichts- Beitung. Am Die am 6. April 1899 auf dem Kongreß in Braunschweig bersammelten Bauarbeiter der Vertrauensmänner- Centralisation fordern ihre Berufsgenossen auf, gegen das Accordsystem, wie es noch in manchen Orten vorherrschend ist und zwar 1. des= Ein Rache Akt niedrigster Art wurde dem Handlungsgehilfen halb, weil das Submissionswesen im Baugewerbe hierdurch noch mehr gefördert und die Ausbeutung der Arbeitskräfte Julius& mintowsti zur Laft gelegt, welcher gestern wegen ver durch das Unternehmertum immenser getrieben wird, 2. weil die leumderischer Beleidigung vor dem Schöffengericht stand. Bestrebungen um Durchführung eines für jeden Beruf den örtlichen 14. September v. J. ging bei der politischen Polizei ein Schreiben Verhältnissen entsprechenden Minimallohnes, sowie die Einführung ohne Unterschrift ein, worin angezeigt wurde, daß der Kaufmann Tr. einer bestimmten Normalarbeitszeit dadurch verhindert werden, in der B.. straße wohnhaft, ein leidenschaftlicher Anarchist sei. Der selbe habe seiner Freude über das gelungene Attentat gegen die 3. und weil bei der Accordarbeit die Unfallverhütungs- Vorschriften Kaiserin Elisabeth dadurch Ausdruck gegeben, daß er seinem Commis nicht genügend oder gar nicht eingehalten werden, dahin zu wirken, fünf Mark ausgehändigt habe mit der Weisung, fich einen vergnügten die Accordarbeit überhaupt zu beseitigen." Abend zu machen. Die im geheimen angestellten Ermittelungen ergaben das völlig Haltlose der Anzeige, worauf die Polizei bemüht war, in Verbindung mit dem Verleumdeten den Schreiber der Anzeige ausfindig zu machen. Der Verdacht der Thäterschaft lenkte sich deshalb auf den Angeklagten, weil derselbe kurz zuvor vom Kaufmann Tr. wegen ungenügender Leistungen entlassen worden war und weil nur der Angeklagte wissen konnte, daß Tr. an seinem Geburtstage allerdings seinen beiden jungen Leuten 5 M. gegeben hatte, um sich dafür ein Vergnügen zu bereiten. Der Angeklagte bestritt seine Schuld mit Entschiedenheit. Die Schreibsachverständige, Frau Prof. Dilloo, bes gutachtete, daß der Angeklagte der Schreiber der Anzeige sei. Der Gerichtshof tam auch zu dieser lleberzeugung, da die Handschrift des Angeklagten so besonders tennzeichnende Merkmale aufwies, daß sie selbst einem Laien auffallen mußten. Das vom Staatsanwalt beantragte Straf maß von drei Wochen Gefängnis müsse als viel zu niedrig an gesehen werden, denn die Handlungsweise des Angeklagten verrate eine überaus niedrige Gesinnung. Es sei deshalb auf eine Ge fängnisstrafe von drei Monaten erkannt worden. Die Resolution wurde ebenfalls einstimmig angenommen. DaMaurer Priefer- Braunschweig hält die ganze Debatte über mit ist die Tagesordnung des Kongresses erschöpft. Nach einem diese Frage für überflüssig. Selbst die Nachweise der hiesigen Ge- Schlußwort des Vorsitzenden Kater wurde derfelbe mit einem Hoch werkschaften seien zum größten Teil nur Schein- Arbeitsnachweise. auf die durch Vertrauensmänner centralisierten Gewerkschaften Er verspreche sich auch von dem in Braunschweig geplanten Arbeits- Deutschlands geschlossen. nachweis nicht viel. Reuter Berlin sucht in seinem Schlußwort verschiedene Einwände der übrigen Redner zu widerlegen. Darauf werden die von ihm beantragten Resolutionen angenommen. Ueber den 6. Punkt der Tagesordnung„ Streils, deren Regelung und Unterstützung", referiert Genosse Kater- Berlin. Die Er fahrung des letzten Jahres, speciell die Unterstützung des Braunschweiger Maurerstreits, müsse den Delegierten die Meinung beibringen, daß die Streifunterstützung noch weit mehr zu centralisieren fei, als es bisher der Fall war. Ein von Wegner- Berlin gestellter Antrag, wonach die Bauarbeiter auf den Bauten dafür zu sorgen haben, daß die Fliesenleger sich der Organisation anzuschließen haben, wird nach kurzer Begründung einstimmig angenommen. Gewerkschaftliches. Deutsches Reich. Der Ausstand der Färber in Bremen hat einen für die Arbeiter günſtigen Verlauf genommen. Eine der größten Firmen hat nunmehr die zehnstündige Arbeitszeit bewilligt, während vorher einige Firmen bereits dasselbe Zugeständnis gemacht hatten. In acht Geschäften bestehen noch fleine Differenzen, die hoffentlich bei gelegt werden. Die Organisation der Textilarbeiter hat gute Fortschritte gemacht, sie zählt jetzt an tausend Mitglieder. Die Maurer Braunschweigs befinden sich mit den Arbeitgebern in Differenzen. Es handelt sich um die Erringung des schon Nach kurzer Debatte wird ferner der Antrag der Berliner Zimmerer: im vorigen Jahre geforderten Stundenlohnes von 45 Pf. Zuzug ist " Die Kongresse der durch Vertrauensmänner centralisierten streng fernzuhalten. Gewerkschaften finden in Zukunft nicht mehr alljährlich, sondern Der Schneiderstreik in München ist als beendet zu be nach Bedarf statt", abgelehnt, der zweite Antrag der Zimmerer trachten. Ueber die beiden Firmen Kuagge und Union, die sich auch Berlins: jetzt noch sträubten, den Tarif anzuerkennen, ist die Sperre verhängt Auf dem in Braunschweig stattfindenden Kongreß werden und haben die Ausständigen anderwärts Arbeit erhalten. nur der Vorsitzende und Geschäftsleiter gewählt. Die übrigen Mitglieder der Geschäftskommission werden von den Gewerkschaften desjenigen Ortes gewählt, an welchem die Geschäftskommission ihren Siz hat", angenommen. Darauf wurde folgende für das Verhalten bei Streits maßgebende Resolution von Kater eingebracht: " In Erwägung, daß den einzelnen Orten das Selbstbestimmungsrecht nicht aus den Händen gewunden werden soll, daß aber trotzdem bei ausbrechenden Differenzen refp. Streits genügend Geldmittel zur Berfügung vorhanden sein müssen, beschließt der dritte in Braunschweig tagende Kongreß der durch Vertrauensmänner centralisierten Gewerk schaften Deutschlands: 1. An jedem Orte und in jedem Berufe neben den Organisationen einen Vertrauensmann in öffentlicher Versammlung zu wählen und einen Streit- und Agitationsfonds einzurichten; dasselbe gilt auch für diejenigen Orte, an denen Umstände halber es nicht möglich ist, Organisationen zu schaffen, durch Einsetzung eines Vertrauensmannes die Schaffung der vorbenannten Fonds in die Wege zu leiten. Auch über die Streitfonds- 2c. Beiträge ist genau Buch zu führen und jährlich öffentlich Rechnung abzulegen. 2. Sämtliche Specialberufe wählen sich einen ersten Bertrauensmann als Geschäftsleiter mit den dazu notwendigen Revisoren. Der 1. Bertrauensmann hat für sämtliche Orte seines Berufes ein einheitliches Sammel- Material, sowie die dazu gehörenden Utensilien, als Bücher, Karten usw. anzuschaffen und zu veraus gaben. Die Höhe der Beiträge zum Streitfonds resp. Agitationsfonds bleibt den Orten selbst überlassen. 3. Hat der örtliche Vertrauensmann bei wichtigen Vorkomm nissen im Beruf dem ersten Vertrauensmann sowie der Geschäftstonmission rechtzeitig Bericht sowie Aufschluß zu geben. 4. Verpflichtet sich jeder an die Geschäftskommiſſion angeschlossene Beruf, wenn durch Buschrift derselben oder durch das Organ„ Die Einigkeit" Streifs 2c. 2c. veröffentlicht werden, auf dem schnellsten Wege ihre Mittel zur Unterstügung zur Verfügung au ftellen. Berlin, für den Absaz 2 im Passus 4 zu setzen: " Ausland. Die Schneidergehilfen in Thun( Schweiz) haben durch einen zweitägigen Streit die Einführung eines neuen Lohntarifs nebst Werkstattordnung errungen, desgleichen erzielten die Schneider in Aarau durch Unterhandlungen Lohnerhöhung und Tarif. Die Schmiede- und Wagnergehilfen in Thun( Schweiz) haben durch eine friedlich verlaufene Lohnbewegung die 10%/ 2stündige tägliche Arbeitszeit, Minimallohn von 35 Ets. pro Stunde, Lohnzuschlag von 20 Proz. für Ueberzeitarbeit, völlige Sonntagsruhe, je 14 tägige Lohnzahlung und Kündigung, Abschaffung von Kost und Logis bei den Meistern, Versicherung der Arbeiter gegen Unfall, Freigabe des 1. Mai, Anschlagen der Vereinbarung in den Werkstätten und Anerkennung des Fachvereins seitens der Meister erreicht. Wegen Vergehend gegen das Gesetz über den Gewerbe. betrieb im Umherziehen und gegen Artikel 9 der Novelle zur Gewerbe- Ordnung vom 6. August 1896 war der Bandagift Nehring aus Friedrichshagen angeklagt und in den ersten Instanzen auch verurteilt worden. Ihm wurde vorgeworfen, er habe im Umherziehen Bestellungen auf Waren aufgesucht, ohne im Befige eines Wander gewerbeicheins zu sein. Nehring reiste sehr viel im Lande herum und veröffentlichte dann in den Zeitungen der Gegend, wo er sich gerade befand, Anzeigen des Inhaltes, daß er in diesem oder jenem näher bezeichneten Gasthof oder Hotel abgestiegen sei, um dort Bestellungen auf Bruchbänder entgegenzunehmen. Es tamen denn auch Leute, die sich Maß nehmen ließen und Bruchbänder bestellten. M. fertigte darauf die Bänder in seinem Wohnorte an und sandte sie den Bestellern zu. Schöffengericht und Landgericht erklärten das Geschäftsverfahren des Angeklagten für eine Ausübung des Wandergewerbes, auf seine Revision hob jedoch das Kammers gericht die Vorentscheidungen auf und sprach ihn frei. Der Borderrichter habe, so führte der Präfident aus, den Begriff des N. habe ja gar nicht die Waren Wandergewerbes verkannt. er sei bestellungen bei den Bestellern aufgesucht, denn ja nicht zu ihnen in die Wohnung gegangen. Die Leute seien viel Die Pariser Arbeitsbörse im Jahre 1898. Dem Jahres mehr zu ihm gekommen und hätten ihm ihre Bestellungen gebracht. bericht der beratenden Kommission der Arbeitsbörse an den Pariser Durch die Bestimmungen, die die Führung eines WandergewerbeGemeinderat ist folgendes zu entnehmen: Die Zahl der Geicheines vorschreiben, solle das Publikum lediglich vor einem Ueberwertschaften, die bis zum 31. Oftober 1898 in der Arbeitsbörse laufen durch Reisende usw. geschützt werden. Aufnahme fanden, beträgt 231, um 37 mehr als 1897. Die GesamtVom Zeugentische fort verhaftet wurde gestern die unber zahl der gewerkschaftlichen Versammlungen beziffert sich auf 2525 gegenüber 1803 im Jahre 1897. Außerdem wurden die Ver- ehelichte Arbeiterin Neumann aus Charlottenburg, die gestern vor versammlungsräume 324 mal für Fachunterrichts- surse und der 2. Straftammer am Landgericht II als Zeugin vernommen wurde. Eine Wittwe Auna Körner war wegen Ruppelei angeklagt. Vorträge benutzt. Sie sollte liederlichen Mädchen in ihrer Wohnung gegen Entgelt Unterschlupf geleistet haben. Durch die Beweisaufnahme wurde die Angeflagte auch schwer belastet, die Zeugin Neumann sprang ihr aber bei und beschwor im striften Gegensage zu den übrigen Zeugen, daß bei der Angeklagten niemals ein solcher Verkehr geherrscht habe, wie seitens der Staatsanwaltschaft behauptet werde. In der Verführung einer derartigen, offenbar start beeinflußten Zeugin erblickte der Staatsanwalt wie der Gerichtshof ein erschwerendes Moment, weshalb gegen die Angeklagte auf fechs Monate Gefängnis erkannt wurde, die Zeugin wurde dagegen wegen dringenden Verdachtes des wissentlichen Meineids in Untersuchungshaft genommen. Den Arbeitsnachweis betrieben 117 Gewerkschaften. Das von haben nur 90 über ihre Arbeitsnachweis- Thätigkeit während der ersten neun Monate des Jahres Angaben gemacht. Insgesamt haben diese 90 Gewerkschaften 32 426 Stellen vermittelt, davon 16 144 dauernde und 16 782 zeitweilige. Im Jahre 1897 waren die entsprechenden Zahlen um die Hälfte geringer, 16 741 beziv. 8 202 und 8 539. Die Bibliothek der Arbeitsbörse enthält über 3500 Bände, Starten und Zeichnungen. Vom August 1897 bis 31. Ottober 1898, das heißt im Laufe von 15 Monaten, wurden 8408 Bände im Lesezimmer gelesen und 507 ausgeliehen. Die Benutzung der Bibliotheken erfolgt Hauptsächlich in den Wintermonaten. Am meisten wurden gelesen volkswirtschaftliche und socialwissenschaftliche Werke( 931 Bände). bann Litteratur( 695 Bände), Geschichte und Geographie( 577 Bände), Encyklopädie und Leriken( 298 Bände), Romane( 124 Bände) u. a. m. Muternehmer- Derbände. In der Klage, die Fräulein Ella Golk zur Wiedererlangung des ihr von Grünenthal geschenkten Geldes führt, stand gestern wieder ein Termin an, der abermals mit Bertagung endete. Die Klägerin ist jetzt nach dem Haag gereift. Das Strafverfahren gegen den Berichterstatter Wienecke, der Ella Golz Wertsachen veruntreut haben soll und auch einer Reihe anderer Strafthaten beschuldigt wird, u. a. der Urkundenfälschung, ist bis zur Erhebung der Anklage gediehen. Die Hauptverhandlung ist auf den 15. d. M. vor der 9. Straflammer am Landgericht I angesezt worden. 5. Agitation hat zunächst jeder Beruf in seiner Nachbarschaft selbständig und auf eigene Kosten zu betreiben und werden nur in notwendigen Fällen oder für schwächere Berufe von der Geschäftskommission Referenten resp. Geldmittel gewährt." Nunmehr trat die Mittagspause ein. Nach Wiedereröffnung der Sigung wurden die Wahlen zur Geschäftskommission vollzogen. Der Deutsche Bund der Arbeitgeber für das Baugewerbe Als Vorsitzender wurde Kater- Berlin und als Verleger ThiemeBerlin gewählt. Ein Antrag Kater- Berlin:" Jeder Delegierte hat Veranlassung genommen, in einem an Bau-, Maurer- und hat in furzer Zeit bei der Geschäftskommission anzugeben, wie viel Bimmermeister gerichteten Rundschreiben denselben VerhaltungsGeld am Schluß des 1. Quartals die Organisation und wie viel der maßregeln gegenüber der Streitbewegung von Bauarbeitern an Generalfonds befigt, wird nach kurzer Diskussion angenommen. quempfehlen und ſich ſelbſt bei dieſer Gelegenheit in woh within Tehte Nachrichten und Depeschen. Erinnerung zu bringen. Dringend zur so wird Eine längere Debatte entspann sich sodann über die von Stater ge dem Rundschreiben ausgeführt, wird empfohlen, keine Gefellen Bremen, 7. April.( W. T. B.) Die Rettungsstation Norderney stellte Resolution zum letzten Punkt der Tagesordnung„ Streits". Die Resolution wurde angenommen, nachdem über jeden Baffus oder Arbeiter aus Orten zu beschäftigen, in denen eine Arbeits- telegraphirt: Am 7. April find von der im Niff vor Norderney geeinstellung eingetreten ist. Aber auch das Annoncieren nach Arbeits- strandeten deutschen Kuff Johanne Antine", Kapitän Roggenberg, einzeln abgestimmt war. Ängenommen wurde ein Antrag Fischer- fräften gegen hohen Lohn in den Streiforten ist seitens der Arbeit 4 Personen durch das Rettungsboot„ Fürst Bismard" der Station Brünn, 7. April.( B. H.) Die Spinnfabrik von HimmelAlle Gelder für Streitunterstügung sind an die Geschäfts- geber zu unterlassen, um zu vermeiden, daß die Arbeitseinstellungen auf leitung zu senden; wenn dies nicht möglich ist, die Geschäftsleitung die Nachbarorte der Streitherde übertragen werden. Der Deutsche gerettet worden. leitung zu senden; wenn dies nicht möglich ist, die Geschäftsleitung Arbeitgeberbund für das Baugewerbe" hat unter anderem die Aufaber bestimmt zu benachrichtigen. Der erste Vertrauensmann hat alsdann alljährlich der Geschäftskommission einen Situations- und gabe, Nachrichten über die Arbeiterbewegung einzuziehen, ins- reich u. 8 wider ist total niedergebrannt. Der Schaden Kaffenbericht einzureichen, damit durch dieselben genau festgestellt besondere über drohende oder ausgebrochene Arbeitseinstellungen wird auf 300 000 Gulden geschägt. werden kann, wie viel von sämtlichen lokalorganisierten Gewert im Baugewerbe, um durch übersichtliche Zusammenstellung dieser schaften geleistet wurde. Die Geschäftskommission hat die dazu Nachrichten die Bauarbeitgeber auf dem Laufenden zu erhalten, die Behörden, das bauende Bublikum und die Presse mit wahrheitsnötigen Cirkulare unentgeltlich zu verausgaben." Ein Nachtrag, vom Möbelpolierer Reuter- Berlin gestellt, getreuen Nachrichten über die Lage im Baugewerbe unterrichten zu welcher verlangte, daß eine Gewerkschaft, nicht früher in einen An- fönnen. Um dieser Aufgabe nachkommen zu können, werden die griffsstreit eintreten soll, bevor sie nicht einen Fonds gejammelt Bauarbeitgeber( soweit dieselben organisiert find) ersucht, dem Vorhabe, der hinreiche, die Streikenden während der ersten stande des Bundes bezügliche Nachrichten zukommen zu lassen." zwei Wochen des Streits selbst zu unterſtüßen, wurde abgelehnt. Zu Revisoren wurden hierauf Bäder Kiammet und Möbelpolierer Reuter, beide in Berlin, gewählt. Den Ort des nächsten Peking, 7. April.( B. H.) Li- hung schang lehnte in der Die Grubenaufsicht und der Betrieb wie Abbau der Kongresses soll die Geschäftsleitung bestimmen. Das Protokoll des Kongresses soll zum Selbstkostenpreise an die Gewerkschaften ab- Gruben überhaupt scheint sich in Sachsen nicht zu bessern; legten Audienz bei der Kaiserin jede Uebernahme eines Amtes wegen der seines hohen Alters ab; trotzdem erhält er das Amt eines GroßNachweis bas es läßt sich wenigftens gegeben werden. VII( Sachfen) der Knappschafts- Berufsgenossenschaft fiegelbewahrers. Hierauf referiert Kater unter Anwesenheit von 21 in der Bau- Seftion Hierzu 2 Beilagen.) Verantwortlicher Redacteur: Angust Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Sociales. aus dem Rom, 7. April.( W. T. B.) Der Internationale Breßtongreß beendigte heute Nachmittag feine Arbeiten und beschloß, daß der nächste Kongreß in Paris tagen soll. Petersburg, 7. April.( B. S.) Die Studentenbewegung hat fich wieder verschärft, bisher hat teine einzige Instribierung ftattschulen deshalb fraglich geworden. Die Nowoje Bremja" wurde, gefunden, und ist die beabsichtigte Eröffnung der hiesigen Hochwegen ihrer studentenfeindlichen Haltung von den Studenten, den wissenschaftlichen und litterarischen Vereinen, sowie vielen Privat personen boykottiert. = Jt. 82. 16. I�rpj. 1. AtÜllgt Zur Reichstags Nachwahl im 2, Kreise. Alle diejenigen Wähler, welche infolge der Verschiedenheit ihres Wohnsitzes und ihres Arbeitsortes sowohl an ihrem Wohnort in die Wählerliste eingetragen sind, wie auch an dem Orte, wo sie die Woche über arbeiten sz. B. Arbeiter. Bauhandwerker k., die im Wahlkreise Teltow- Beeskow, Zauch- Belzig, Rieder« Barnim usw. wohnen und in Berlin II arbeiten oder umgekehrt), haben selbst- verständlich dab Recht, bei der Nachwahl am 11. April im S. Berliner NrichStagS- Wahlkreis ihre Stimme ab- zugeben, sofern sie schon bei der letzten Wahl in die Wählerlisten des 2. Kreises eingetragen warew Wir bitten die Genossen, ihre Nebenarbeiter hierauf aufmerksam zu niachen und sie zu veranlassen, am 11. April ihr Wahlrecht auS- zunben. Wir haben den letzten Mann notwendig, damit die freisinnige Spekulation, die socialdemokratische Stimmcnzahl durch die vielfachen Umzüge künstlich herunterzudrücken, vereitelt werde l Wir müssen alles aufbieten, den Freisinn schon in der Hanpttvahl anö dem Felde zu schlagen, denn der Freisinn rechnet darauf, in der Stichwahl abermals die Hilfe der Regierungsorgane und die Stimmen der Konservativen zu erhalten. Wenn er diesmal den Dank auch nicht wie bei der letzten Wahl bar in reaktionären Gegendiensten durch die Wahl der konservativen Kandidaten in Potsdam. Brandenburg, Luckenwalde- Jüterbog usw. abstatten kann, so kann dies ja später in der Form freisinniger Umfalle, Abkommnn- dicrungcn und Schwänzungen geschehen wie beim Socialistcngesctz. Und die Zuchthansvorlage steht drohend vor der Thüre. Und ebenso als warnendes Wahrzeichen die Thatsache, daß Eugen Richter den letzten Umfall des Centrums bei der Militärvorlage offen beschönigte, aus Furcht vor Reu- wählen und zum Dank für die Stichwahl-Hilfe des Centrums! Also, Parteigenossen, agitiert und werbt für vollzähliges Er- scheine» aller Arbeiter an der Wahlurne und deren Stimm- »bgabe siir den focialdemokratischcn Kandidaten Richard Fischer, K r e u z b e r g st r. 25 IV. DaS socialdemokratische Wahlkomitee. »« m Zur Beachtung für die am 11. April zu Koutrollvcrsammlnngeu einberufene« Wähler des 2. Kreises. Diejenigen Wähler, welche am 11. April, dem Tage der Nach- Wahl im 2. Kreise, zu Kontrollversammlungen einberufen sind, verlieren dadurch das Wahlrecht nicht. Sie unterstehen zwar für den ganzen Tag den, Militär-Strafgcsctz, haben sich daher von jeder Agitation und D i e n st l e i st u n g für die Socialdeniokratie fernzuhalten, aber ihr Bürgerrecht als Wähler können sie unbehindert ausüben. Also: Jeder in die Wählerliste eingetragene Reservist und Landwehrmann, ob er am 11. April zur Kontrollversammlung einberufen ist oder nicht. hat daS Wahlrecht und daher, wenn er seine politischen und socialen Interessen enisthaft wahren will, die Pflicht, am 11. April für den socialdemokratische» Kandidaten Richard Fischer, Kreuzbergstraße 25 IV seine Stimme abzugeben! »* • Weitere freisinnige Wahllügcn. Heute und morgen bringen die Freisinnigen abermal« ein Flug- blatt zur Verbreitung, das auf vier Seiten die albernsten und ge- schmacklosesten Vcrlästcrungen der Socialdemokratie kolportiert. Der- selbe Freisinn, der, wo er am Rnder ist, wie in der Berliner Stadt« Verwaltung, nichts weiter kennt als die einseitig sie Begünstigung der großenAktiengesellsckiaften— Pferdebahn-, ElektricitätS- Gesellschaft ,c.—. spielt sich plötzlich wieder� zum Beschützer des Kleinhandwerkers und Kleinhändlers auf, während er der Socialdemokratie nachredet »ihre Führer haben in Schriften, Versammlungen und auf Parteitagen besonders scharf betont, daß ihnen nichts erwünschter sei als die P ro le t ari s i e run g und vollständige Vernichtung der Existenzen im Kleinhandwerk nndKlein betriebe." Man kann die Herren PerlS, Fa Sq uel, Guts mann, H e t m a n n und Stahl, die dieses Flugblatt mit ihren Namen unterzeichneten, doch nicht für so imwisscnd und beschränkt halten, daß sie nicht zu uirterfcheidcn vermögen, wo« die Soeialdcmolratcn als naturuotwendige Konsequenz des vom Frei- sinn vertretenen und gerühmten kapitalistischen Produktionsprozesses darstellen und was sie als ihre Ziele hinstellen. Und deshalb muß diese Flugblatt-Bchaupwng als elender, auf die Unwissenheit der Wähler spekulierender Wahl- fchwissdel zurückgewiesen werden. Freilich, wenn ein Leiter der freisinnigen Wahlbcwegung den Mut hat, offen sich etwa dahin zu erklären, derjenige werde die besten Wahlgcschäfte machen, der den Schwindel am besten verstehe, so kann man solche Taktik am Ende verstehen. Natürlich kehrt auch die alberne Behauptung wieder, daß die Socialdemokraten gegenwärtig gegen alle Gesetze stimmen, welche bestimmt find, die sociale Lage der arbeitenden Klassen zu ver- bessern. Es nimmt sich das besonders nett aus von einer Partei, deren Führer unter dem Beifall feiner Parteigenossen mit wahrer Berscrkerivut gegen die ganze Socialgcsctzgcbung losgeht und dafür den Dank und Bruderkuß der Bismarck, Stvcker, Hammerstein und Stumm zum Lohne erhielt, und der gegen jeden Arbeiterschutz als polizeiliche Einmischung in daS freie Arbeitsverhältnis wütet und in seinem politischen Abc-Buch rundweg die Aufhebung der ganzen Bcr- sichenliigS-Gesetzgebnng fordert, was natürlich dem Geldsackintereffe des Unternehmertums am besten entspräche. Wie nett macht sich demgegenüber die sittliche Entrüstung, mit der die freisinnigen Herren die Verdächtigungen und Ver- d reh ung e n zurückweisen, welche die socialdemokratischen Flug- blätter angeblich über Herrn Kreitling brachten. Solange die Herren nicht wenigstens eine solche Verdächtigung anführen, muß man auch diesen H u m b u g zurückweisen. Und wie kleidet diese sittliche Ent- rüstung gerade jene Herren so schön, die sich nicht schämen, von der Socialdemokratie in ihrem Flugblatt zu behaupten: »daß sie die U n h a I t b a r k e i t und Undurchführbar- keit ihres Programms kennen und den nicht genügend denkenden Genossen und Mitläufern Sand in die Augen streuen". Mit anderen Worten: Die Socialdemokraten seien entweder Betrüger oder Dummköpfe! Hei, wie würden dieselben Herren aufschreien, wenn man ihnen gegenüber eine solch schamlose Sprache führte I Man muß seine eigene politische Ueberzcugung und seine eigene politische Ehre sehr gering einschätzen, wenn man die d«S Ks„Nmiilis" Snliiift| Gegner? nur mit solchen niedrigen Einwänden zu bekämpfen ver- steht. Da muß sich ja schließlich jeder anständige Freisinnige für sein eigenes Wahlkomitce schämen l Selbstverständlich fehlt auch der A r b e i t e r Kreitling nicht, der »lediglich infolge rechtschaffener Arbeit und beharrlichen Fleißes* es zum Rentier gebracht hat. Kern Mensch hat die Rechtschaffenheit dcS Herrn Kreitling bestritten oder auch nur angezweifelt, aber die freisinnige Behauptung darf man doch als Truggebild zurückweisen, als ob jeder Arbeiter, wenn er nur„rechtschaffen* und mit»be- harrlichcm Flciße* arbeitet, es ebenso wie Herr Kreitling zum Rentier bringen könne. Solange die Herren uns nicht an der HöhederArbeitslöhne und der dabei möglichen Er- sparnisse die Möglichkeit dieses Rcuticr-Excinpels nachweisen, werden sie uns schon gestatten, daß wir auch diese Behauptung als inhaltlose Wahlphrase kennzeichnen, an die sie selber nicht glauben können I Wenn zum Schluß dann noch die politischeUnabhängig- keit des Herrn Kreitling hervorgehoben wird gegenüber Fischer, der»ein von der Parteileitung angestellter' und gänzlich von ihr abhängiger Beamter ist*, so kann das nur das Lachen aller hervorrufen, welche die wirkliche Sachlage kennen. Weiß nicht alle Welt, daß Eugen Richter in der freisinnigen Partei jeden niederbüffclt, der anderer Meinung ist als er; oder der eS gar wagte, gegen den Stachel des Parteipapstes zu löckcn! Sind die einen, wie Harmening, nicht hinausgeflogen, und die anderen, >vie Kaufmann, nicht zum Schweigen gebracht worden? Und wie viele Jahre durfte der arme Dr. Max Hirsch seine unschuldige Arbeiter- freundlichkeit nicht offen bekennen, resp. wurde er dafür von der ge- samten freisinnigen Parteileitung gcboykottct I Und Ivar es nicht der Vorsitzende der freisinnigen Parteileitung, der es, ohne dafür auch nur getadelt zu werden, wagen durfte, sogar Herr« Kreitling sund Herrn P e r l s) bloß deshalb, weil sie sich für den rebellischen Potsdamer Thorbezirksverein erklärten,„alS einfache politische Nnll mich innerhalb der freisinnigen Partei" hinzustellen(»Freisinnige Zeitung" Nr. 276 vom 25. November 18S8). Und mußte nicht H e r r Kr e it li n g diese schmähliche Beschimpfung schlveigend ertragen! Angesichts solcher That fachen sollen die Herren PerlS, Hei mann, Stahl o tutti quanti doch weislich stille sein von der»Unabhängigkeit* in der fressinnigen Partei! Ja, wenn Herr Kreitling zu allem arbeiterfeindlichen Treiben und Hetzen und Schimpfen Richters Ja und Amen sagt, dann wohl, sonst aber— »einfache Null'—»hinaus* I Daher werden die Wähler keinen Augenblick im Zweifel sein, daß für politische Unabhängigkeit einzig und allein der socialdeinokratischc Kandidat Garantien bietet und über die frei- sinnigen Flugblatt-Phrasen lachend hinweggehen! ** » Die„Freisinnige Zeitung" erklärt, der»Vorwärts* schütte einen vollständigen Lügcnsack über den Freisinn aus. Der einzige Beweis, den die»Freisimiige Zeitung* für ihre schamlose Be- hauptung anführt, ist nun selbst«ine— freche Lüge. Sie be- hauptet: »Unter anderem wird eS so dargestellt, als ob die Aufhebung der P r i v a t p o st e n in Berlin 2700 Beamten die Uebcrnahme in den ReichSdicnst und die Pensionsberechtigung gewähren werde." Wir fordern die»Freisinnige Zeitung* ans, unsere»Lügen* wörtlich anzuführen und in ihrer Unwahrheit nachzuweisen, sonst bekennt sie sich ehrloser Verleumdungen schuldig. Wir stehen für jedes Wort ein. was wir geschrieben. Wir find bereit, jede Widerlegung der»Freisinnigen Zeitung* getreu abzu» drucke». Aber es widert uu« an. mit euiem Blatt zu polemisieren, das grundsätzlich niemal» die Meinung eineS Gegners unverfälscht wiedergiebt. Auf gleicher Stufe steht die Erwiderung, die Eugen Richter gegen die Auffassung unseres Anfnifs über das Wahlrecht giebt. Sein Citat aus der WahlpnifungSkommission paßt gar nicht ans den von rmS gemeinten Fall; eS ist Richtcrschcs Gmikelspiel. De» Schwankende», die noch immer etivas vom Freisinn halten, empfehlen wir zur Lektüre ein Gedicht, da» kürzlich, wenn wir nicht irren, in der»Wiener Revue* veröffentlicht wurde. Es lautet: Der Sang vom Freisinn. Der neue deutsche Reichstag ist Unlängst znsaiumengctrcten. Auf. Freisinn! Geh' mm an Dein Werk: Die Zeit mit Reden zu töten. An Reden und Programmen wird Dir's sicher nie», als mangeln; Gehört« Ivoiter nichts dazu, Du höbst die Welt aus den Angeln. Du hättest die morsche Fendalität Jir Grund und Boden zerschmettert: Du hättest Kronen plattgedrückt Und hättest Gott entgöttcrt. Du hättest siegend die Welt durchbraust Witt fliegenden Standarten. Was hättest Du nicht geleistet, käm'S Nur an auf Redensarten! In Reden und im»Parteiprogramm* Findet der Freisinn Genüge. Daß seine Reden Thaten sind. DaS ist seine Lebenslüge. DaS Wort. daS ist ihm Speer und Schwert, Ist Kraft, ist Ueberzeugung. Er spricht,»veil er nichts anderes kann, Er spricht ans Beruf und Neigung. Das Parlanicnt ist ihm die Welt, Sein Leben ist die Debatte. Er ist ein pathetischerKomödiant Mit dicken Tricots voll Watte. Ach I Sein heroisches Pathos trägt Einen bürgerlichen Ehlinder. Und sein wattiertes Heldentum Erschreckt bloß kleineKinder. DaS Feuer der Achtundvierziger In hundertfacher Verdünnung; Verdorrte Muskeln; schütteres Haar; Verwaschene Gesinnung. Alt bist Du. lieber Freisinn, alt, Und schäbig von jeder Seite. Kein Herwcgh und kein Freiligrath Riefe Dich heut' noch zum Streite. Hast längst nicht den alten Forschermut, Wie Strauß so analytisch, So umsturzfroh wie Feucrbach, Wie Moleschott so kritisch. Sl»»»lbt«I>, 8. April 18S9. Spürst Du wohl von Jacoby noch Ten Königstrotz, den herben, Kannst streiten D u. wie H e ck e r stritt, Und Robert Blum gleich sterben? Kannst Dn, wie Börne, donnern noch, Zündend, wie Heine, spotten? Bist in des Freisinns Sünde Du Denn ehrlich hartgesotten? O nein, o nein! Du frömmelst ja Und hast den Frack voll Orden. Du bist ein zitt'rig wackelnder Opportunist geworden. O Freisinn, Du vergilbst und welkst, Wirst immer welker und gelber. Den Freisinn glaubt man Dir nicht mehr, Du glaubst ka!lm an Dich selber. Dn fielst als überreife Frucht, Doch fielst Dn weit vom Stamme. Einst m a ch t e st Revolutionen Du, Heut' machst Du nur Programme. » tt• liehet die Neuwahl zum Reichstage sprach Donnerstagabend Genosse Max Schippel in„Kriegers Festsäleu*, Wasserthorstr. 68. In seinem Vortrage gab Schippel ein Bild von den wichtigsten Fragen, die den Reichstag noch in dieser Legislaturperiode beschäftigen iverdcn. Zunächst die Frage der Vermehnmg des Militärs, die ja»och nicht entgiiltig entschieden ist, dann die beständigen Versuche, das allgemeine Wahlrecht abzuschaffen. Die Reden der Herren v. Stumm und Mirbach zeigen ja ganz deutlich. wohin man es bringen möchte, und als entsprechendes Korrelat auf wirtschaftlichem Gebiete der Sturmlauf gegen die Gewerbefrei h eit. Das. was im Vordergründe aller iimerpolitischw Kämpfe steht, ist der unheilvolle Einfluß des A g r a r i e r t n rn s. Der nächste Reichstag hat über die Handelsverträge zu be« stimmen. Die Agrarier»vollen dieselben nicht erneuern, run in dem neuen autonomen Zolltarif vollkommen freie Hand zu haben. Die Agrarier verlangen die Beschränkung der Frei« zügigkeit der jugendlichen Landarbeiter, sie verlangen weiter, daß Misere Militäranshebungen viel stürlcr sein sollten, damit man «inen Teil der Soldaten zu Erntcarbcitcn freigeben könnte.(Hört! hört I) Nun kömite man ja sagen: Gegen alle diese agrarischen Ueber« griffe treten ja auch die F r e i s i n n i gen auf, also köimten wir hier, im zweiten Wahlkreise, ja ebensogut Herrn Kreitling unsere Stimme geben. Das ist unrichtig. Zunächst ist es ein großer Unter- schied, ans welche Weise die Freisinnigen und wir dieselben Fordcnmgen vertreten. So zum Beispiel in der Bekämpfung des Militarismus. Die Freisimiigeu haben schließlich für die Neu- bcwaffiiuiig, für Kanonen gestimmt, die Socialdemokraten aber haben p r i» c i p i e l I alles abgelehnt, dann aber giebt es eine ganze 3!eihe von Fragen, die eben speeifische Arbeiterinteresscu vertrete», und da sehen wir, da st die Fortschrittler Hand in Hand gehen mit den ärgsten Arbeiterfeiude». Die bestcheude, ohne- hin lächerlich geringe Arbeiterversicherung»vollen sie auf- heben, ohne etwas anderes an ihre Stelle zu setzen. In allen Fragen des A r b e i t e r s ch u tz e s bildet der Freisinn einen Hemm-. schuh; es bedeutet daher etwas ganz anderes, einen Fortschrittler zu ivählen. als einen direkten Arbeitervertreter, wie Richard Fischer, der selbst aus Arbcitcrkreiscu hcrvvrgegaiigeii.(Lebhaftes Bravo.) Gerade jetzt bereitet die Reaktion einen Hauptschlag gegen die Arbeiterklasse vor, ich meine die weitcrgehcudcu Pläne gegen das Koalitionsrecht, das wir noch nie vollständig gehabt, und das immer ivieder eingeschränkt worden durch Gewerbe-Ordnung. Strafgesetzbuch und Bereiusgesetzgebnug. und das mau nun mit neuen, mit Zuchthausgejetzen vollständig zerschlagen und vernichten will. Schon in den nächsten Wochen wird die Zuchthaus- Vorlag« zur Beratung kommen, und da ivird es seinen Eindruck nicht verfehlen, wenn am Tage des Zusammentritts des Reichstages hier in Berlin der Ruf erschallt: Der schärsstste Gegner dieses Zlichlhauskiirses ist gewählt worden: Wenn man un» mit Zuchthaus gedroht hat, nun. um so wuchtiger muß unier Protest am Dienstag sein, um so mehr Stimmen müssen Ivir dafür in die Wagschale iverfe» I Sraricr. laug anhaltender Beifall folgte den Ailsführunge» des Referenten. In der darauf folgenden Diskussion trat Apotheker L ö iv enstein für die Wahl Kreitlings ein. Er meinte, die Ausführungen Schippel« töinite nian cbcu,o auf den freisinnigen. wie auf den socialdemokratischen Abgeordneten beziehen(Wider- spruch). Was die Vermehrung des Militärs anlangt, so Hove Schippel selbst sich auf einem Parteitage für dieselbe ausgesprochen. Der Z u k u n f t s st a a t könne die Socialdemokraten nichr mehr von den Froisiniiigen trennen, denn gerade die letzte Zeit Hai mit der Veröffentlichung der B e r n st e i n schen Ideen die ganze Marxsche Theorie über den Haufen geworfen; man kann daher mit besserem Gelvisscn als für einen Socialdemokraten. für einen Frei- sinnigen stimmen. Kreitling ist noch ein viel besserer Arbeiter ge- ivescii. als Richard Fischer(Heiterkeit), er hat 82 Jahre lang praktisch als Monteur gearbeitet.(Große Heiterkeit.) Wenn er es nun dahin gebracht hat, daß er jetzt von»einem erworbenen Lohn als Rentier leben kann, so ist ihm daraus kein Vorwurf zu mache».(Heiterkeit, Zurufe.) Schippel kntgcgnet ihm, daß er noch nie für die heutige Militärwirtschaft eingetreten sei. Aber wir bekämpfe» ja gerade die heutige Gesellschaft und daher auch den Militarismus. Genosse Wilhelm tritt gegen das stehende Heer und für die Miliz ei». Ewald bestreitet, daß irgend jemand durch seiner Hände Arbeit heute reich werden könne.(Sehr richtig!) Kreitling ist wohl auch imr durch die Ausbeutung anderer reich geworden; er beleuchtet sodann die Volksfreundlichteit der Freisinnigen, die in den Stich- wählen immer für Erzreaktionäre eintreten. Richard Fischer widerlegt die Ausführungen Löwensteins im einzelnen; die Freisiimigen sind nur in der Theorie freiheitlich. Ivo sie die Majorität hakten und haben, in Landtagen, Gemeinde- Vertretungen � usw. haben sie stets der Reaktion Vorschub geleistet. Wenn gegen die Zuchthausvorlage kein anderer Widerstand sich erhebt, als der freisinnige, dann ist die Arbeiterklasse verkauft und verraten.(Sehr richtig!) Was die B e r n st e i n schen Ideen anlangt, so hat sich der Stuttgarter Parteitag gegen sie erklärt, aber m, unserer Partei gilt eben freie Meinungsäußerung, ganz anders als bei Herrn Eugen Richter. Redner zerstört sodann, unter Heiterkeit der Versammlung, durch ein Rcchenexempel den schönen Wahn. daß Herr' Kreitling von seinem Erworbenen Rentier geworden sei; übrigens mache ihm niemand einen Vorwurf daraus, daß er Sicnticr sei, nur solle man ihn nicht immer als Arbeiter ausspielen. Frau G u b c l a erinnert an die Haltung der Freisinnigen beim Konfckttonsarbeiterinnen-Streik und wünscht, daß die Franenrechte im allgemeinen mehr gepflegt werden. Der Vorsitzende Ewald ermahnt die Genossen, sich recht fleißig der Wahlarbeit zur Ver« fügung zu stellen, im speciellen auch der am Sonntag stattfindenden Flugblattverteilung. Mit einem dreifachen Hoch auf die Social- demokratie wird kurz vor 12 Uhr die Versammlung geschlossen. Warum muffte die Wahl des Herrn Kreitling kassiert werden? Zu dieser Frage äußerte sich der Reichstags-Abgeordncte O. Antrick am Donnerstag in einer Versammlung des social- bemokratischen Wahlvereins für den II. Wahlfreis etiva folgendermaßen. Er als Mitglied Kommissions- Kommission des ReichsSchneidige Schwindler. flärt worden seien und daß ferner drei Minderjährige, sowie ein trage, ihm Geld darauf zu verschaffen. aber fein en Wechsel nicht verfügen, er dürfe ihn nur für Herrn von Salisch disdavon Kenntnis gehabt zu haben, daß Schachtel fein freies Ver fügungsrecht über das Accept hatte. v. Egloffstein glaubt, Gerade Dietel habe ihm geraten, tags und als Referent der in Sachen der Wahl des Vor der 7. Straffammer des Landgerichts I stand gestern Termin daß Dietel hierin Recht habe. Herrn Kreitling müsse zunächst dem vielfach verbreiteten falschen zur Hauptverhandlung in der mehrfach erwähnten Straffache bei N. anzufragen, ob die Unterschrift auf dem Wechsel echt sei. Als Angeklagte erscheinen: Darauf sei die Antwort erfolgt, daß die Unterschrift zwar echt, aber Glauben entgegentreten, daß die Wahl Kreitlings nur die Folge Schachtel und Genossen an. Er( v. Egloffstein) habe deshalb gröbster Schwindeleien sei. Das sei nicht richtig, denn 1. Der Makler Henry Schachtel, 2. der Stallmeister Herbert feine Valuta darauf gezahlt sei. es sei nicht erwiesen, daß die Wahlleiter bewußten Wahlschwindel Dietel und 3. der Leutnant a. D. Claus Rudolf August Martin den Schachtel in den Dietelschen Stall bestellt, wo sich auch Herr R. getrieben hätten. Allerdings habe er beim gründlichen Studium der Graf von und zu Egloffstein, im Jahre 1871 zu Clarens in einfand. Als Schachtel diesen erblickte, habe er davoneilen wollen, Aften alle Schönheiten freifinniger Wahlmache der Schweiz geboren, seit dem 9. Januar in Untersuchungshaft. sei aber festgehalten worden und habe nun dem R. erklärt, daß R. Er( v. Egloffstein) habe tennen gelernt. Schon als am Stichwahltage verkündet wurde, daß Schachtel wird der wiederholten Untreue und Unterschlagung, teinen Schaden aus dem Accept nähme. Richard Fischer mit 28 547 Stimmen gegen 28 562 Stimmen unter Dietel der Anstiftung und der Beihilfe zum Betruge, v. Egloff demnächst den Wechsel der Mutter des Dietel zum Verwahren geTegen wäre, feien Gerüchte über Unregelmäßigkeiten laut geworden, und st ein des Betruges in zwei Fällen beschuldigt. Es handelt sich um geben; er ist schließlich in den Besitz eines gewissen Weinberg gelangt noch am selben Abend habe man Unregelmäßigkeiten gemeldet, die be- verwidelte Geldgeschäfte, bei denen die Angeklagten in verschiedenen und bei diesem durch einen mit der Ordnung der Verhältnisse des Herrn R. Beauftragten eingelöst worden. stätigt worden seien bei der Verkündung des amtlichen Wahlresultats. Rollen beteiligt sind. Da hätten bereits der Wahlkommissar und seine Beisiger festgestellt, Im Jahre 1898 gebrauchte ein Herr R. Geld und über- Was den zweiten Angeklagten betrifft, so behauptet Schachtel, daß 13 Fischer zugedachte Stimmen zu Unrecht für ungültig er- gab dem Angeklagten Schachtel sein Accept mit dem Auf- daß er dem Grafen ausdrücklich gesagt habe, er dürfe über den Schachtel soll anderer, gleichfalls nicht wahlberechtigter Mann gewählt hätten. solches auch in sichere Aussicht gestellt, ihm aber fein Geld contieren. Angeklagter Egloffstein bestreitet ganz entschieden die Somit wäre eigentlich Fischer gewählt gewesen, verschafft, den Wechsel vielmehr selbst als Aussteller gezeichnet, in Richtigkeit dieser Darstellung. Schachtel habe ihm gesagt, der Wechsel der Wahlkommissar habe aber nicht das Recht gehabt, jene vier blanco girirt und im eigenen Interesse verwertet haben. Schachtel sei ein Provisionswechsel und sollte demjenigen überwiesen werden, Stimmen für ungültig zu erklären. Trotz dieses amtlich festgestellten soll zu dieser Veruntreuung durch Dietel angestiftet worden sein. der den Verkauf des Hauses Fasanenstraße 22 für ihn vermittele. Thatbestandes habe Herr Kreitling die Wahl an Auch im zweiten Falle handelt es sich um einen Wechsel. Der v. E. behauptet ferner, daß Schachtel ihn ermächtigt habe, von dem genommen und das Mandat ausgeübt. Vieles lasse Stammerherr von Salisch hatte im Frühjahr 1898 auf Vorschlag Betrage des Wechsels 3000 M. als Ersatz für den N.schen Wechsel fich dagegen sagen, doch sei das mehr eine Frage des Taktes, des Subdirektors Juhasz das Haus Fasanenstraße 22 getauft. für sich abzuziehen. Bezüglich des dritten Anklagepunktes, des Wagenhandels, vor der Herr Kreitling, dessen besonderer Stolz ja seine demo- Zum 1. Oktober mußte er eine auf diesem Grundstück haftende tratischen Eigenschaften fein sollen, hier gestanden habe. Redner Kautionshypothet nebst Binsen ablösen und gebrauchte hierzu fagte v. Egloffstein, daß es ihm fern gelegen habe, den Zeugen hätte an feiner Stelle das Mandat nicht angenommen. Die 10 000 m. Juhasz verwaltete das Haus und auf sein Anraten Lochstädt zu betrügen. Er habe thatsächlich keine Wagen besessen, Wahlprüfungskommission des Reichstags habe nun, ohne daß sie erst acceptierte von Salisch einen bis auf den Namen des Aus- habe aber von einer Ermächtigung des Dietel Gebrauch gemacht, den Juhasz begeben die diesem gehörigen Wagen Herrn Lochstädt als Unterpfand für die auf das zur Begründung des Wahlprotestes beigebrachte Material stellers böllig ausgestellten Wechsel, eingehen brauchte, amtlich festgestellt, daß 15 Stimmen für sollte. Legterer setzte sich mit dem Angeklagten Schachtel in Hergabe von Geld zu stellen. Das ganze Geschäft sei ein Darlehns R. Fischer unberechtigterweise für ungültig erklärt worden Verbindung, der sich zur Beschaffung des Geldes bereit erklärte. geschäft gewesen, bei welchem Herr Lochstädt als Darlehnsgeber Auch der Anwaren. Auch seien vier Stimmzettel mehr abgegeben worden, Schachtel erhielt den Wechsel, soll dann aber damit ihm eine figurierte, der irgend eine Sicherheit haben wollte. als die Listen erkennen ließen. Solche Bettel würden aber ganz unerlaubte Schiebung gemacht haben, indem er ihn an den geflagte Dietel behauptet, daß die ganze Sache ein Darlehnsgeschäft gewesen sei, wobei allerdings Lochstädt in dem Falle, wenn er es nach alter Braris dem Gewählten abgerechnet. Für R. Fischer Grafen Egloffstein weiter gab. wünschte, die Wagen hätte beanspruchen können. Im übrigen habe hätten demnach 28 562 und für Kreitling nur 28 558 Stimmen geGraf Egloffftein auf Reisen. Herr Lochstädt für das Darlehn von 1400 m. eine Summe von M. zählt werden müssen. Schon wegen dieser Thatsachen sei die Stom Schachtel war nämlich bald nach Empfang des Wechsels zum 2300 m. erhalten, denn der Wechsel von 1400 m. sei eingelöst worden mission mit allen gegen die Stimme des freifinnigen Korreferenten zu dem Entschluß gekommen, die Kaffierung der Wahl zu beantragen. Derby- Rennen nach Hamburg gereist und dort mit v. Egloffstein und 2. habe noch 900 M. Abstand bekommen. Ein oder zwei Tage darauf habe Herr Kreitling sein Amt freiwillig zusammengetroffen. Dieser bat ihn ohne Erfolg um ein Darlehn Nach beendeter Vernehmung der Angeklagten wird festgestellt, von 200 M., dagegen teilte Schachtel dem Grafen mit, er tönne eine daß der als Zeuge vorgeladene Buchhalter Tennhäf nicht auffindbar niedergelegt. Es werde die Frage gestellt werden: Wie sei es möglich, daß offenbar gültige Stimmen für ungültig hübsche Provision verdienen, wenn er das Accept des Herrn war und die gleichfalls als Zeugin geladene Frau Major erklärt wurden? Run, die Wahl vorsteher hätten gegen b. Salisch diskontiere. v. Egloffſtein ging auf dies Anerbieten ein v. Quikow durch Krankheit am Erscheinen verhindert ist. die striktesten Vorschriften der Wahlprüfungs- und erhielt in Berlin das v. Salisch'sche Accept, das er dann in Aus der Beweisaufnahme b Kommission gehandelt, gegen Vorschriften, bie eigenem Nugen verwendet haben soll, als er nach Gastein jeder Wahlvorsteher gedrudt erhalten habe. Die fahren wollte und kein Geld hatte. Nachdem er ver- ist nicht viel Neues mitzuteilen; sie bestätigt im allgemeinen die bei fragliche Druckschrift 286 erläutere den§ 19 des Wahlreglements fchiedene vergebliche Versuche gemacht hatte, den Wechsel zu dis- den einzelnen Anklagepunkten gegebene Darstellung.- Zeuge dahin, daß auch Stimmzettel gültig wären, die einen durchstrichenen fontieren, brachte er ihn in Breslau bei einem Herrn Grotefend unter, Juhasz behauptete u. a., daß er in einem eingeschriebenen Briefe Er reiste mit dem auf den dem Angell. v. Egloffstein mitgeteilt habe, daß Schachtel nicht Namen und darüber oder darunter einen mit Blei oder Tinte ge- wobei ihm Schachtel behilflich war. schriebenen anderen Namen enthielten. Die freifinnigen Herren Wahl- Wechsel erhaltenen Gelde nach Gastein. Grotefend schrieb noch an berechtigt sei, das v. Salisch'sche Accept weiter zu geben und daß v. Egloffstein keine Rechte aus dem Wechsel vorsteher hätten es nicht fertig gebracht, danach zu handeln, demselben Tage an Herr v. Salisch und erhielt von diesem den Besondern hätten derartige Wahlzettel in den verschiedensten scheid, daß er auf den Wechsel teine Baluta erhalten geltend machen dürfe. Schachtel habe ihm mitgetheilt, daß EgloffIn der Erläuterung heiße habe. Grotefend schrieb und telegraphierte an Schachtel, bekam stein den Wechsel besize und ihm diesen aus der Hand gerissen habe. Bezirken für ungültig erklärt. Angeklagter v. Egloffstein bestreitet entschieden, in einem es weiter: Ift aus dem Wahlzettel die Person des aber keine Antwort. Auch Herrn v. Egloffstein machte er Vorwürfe; Gewählten unzweifelhaft zu erkennen, so fommt es nicht darauf dieser hat sich später verpflichtet, den Wechsel bei Grotefend wieder Briefe des Zeugen solche Mittheilung gelesen zu haben; er habe ja an, daß der Zettel außer dem Zunamen noch den Vornamen, den einzulösen und nach Schluß der Voruntersuchung auch Zahlung ge- vielleicht einen Brief von Juhasz bekommen, derselbe müſſe aber Wohnort und den Stand des Gewählten enthalte, insbesondere leistet. b. Egloffſtein bestreitet, gewußt zu haben, daß das einen anderen Inhalt gehabt haben, vielleicht eine Offerte bezüglich genügt bei Stichwahlen der bloße Zuname". Diese b. Salisch'sche Accept lediglich zur Geldbeschaffung aus der Hand ge- eines Haustaufes oder dgl. Zeuge Juhasz bleibt dem gegenüber bündige Auslegung des Gesetzes habe in einzelnen Fällen die Wahl- geben worden sei und Herr v. Salisch keine Baluta darauf erhalten und auf verschiedene Kreuz- und Querfragen des Rechtsanwalt vorsteher nicht davon abgehalten, Stimmzettel für ungültig zu habe. Die Anklagebehörde nimmt auch an, daß der Angell. v. Egloff- Dr. Marcuse mit Entschiedenheit dabei, daß der von ihm abgesandte der Name Richard Fischer stand. stein vielleicht nicht von Anfang an Kenntnis von der Sachlage ge eingeschriebene Brief den erwähnten Hinweis enthalten habe. Natürlich sei erklären, auf welchen nur gewählt habt habe, hält es aber für zweifellos, daß er später erfahren, daß dieser Brief auch bei ihm kopiert worden, er habe sich jedoch beim In zwei Bezirken hätten Soldaten Soldaten in Uniform und im 73. Wahlbezirk sei der Wahlvorsteher aus dem Schachtel widerrechtlich über den Wechsel verfügt habe. Uebrigens Nachsuchen nach der Kopie überzeugt, daß die sämtlichen auf draußen einem Kranken den ist schließlich Herr Juhasz von seinem Auftraggeber für die Folgen die Affaire Schachtel- Egloffftein bezüglichen Wahllokal hinausgegangen, Stimmzettel abzunehmen, obwohl die Wahlprüfungs- Kommission, seines Handelns verantwortlich gemacht worden. Im Frühjahr Papiere auf unerklärliche Weise verschwunden so lange fie bestehe, folche Bettel für ungültig erkläre. Jm 1898 gebrauchte v. Egloffſtein Geld zur Bezahlung von leien.- Rechtsanwalt Marcuse stellt durch Befragen der ,, Ehrenschulden". 2 Beugen v. Salisch und Juhasz fest, daß v. Salisch dem Zeugen 107. Wahlbezirk habe der Vorsteher verlangt, daß der Stimmzettel nur einmal zufammengefaltet werde. Weil er so hineinsehen konnte, Er wandte sich deshalb an Dietel, der ihm schon wiederholt aus Juhasz noch ein zweites Accept über 10000 M. gegeben, aber dafür feien hier allein über 300 Wähler wieder umgekehrt, ohne ihre Verlegenheit geholfen hatte. Dietel, der furz vorher an den Schlächter- ebenfalls kein Geld erhalten habe, sondern in die Notlage ge Stimme abzugeben. Vielfachseien nicht einmal die Wahl- meister Frig Lochstädt einen Wagen verlauft hatte, tam nun auf fummen sei, den Wechsel einzulösen. Beuge Juhasz giebt listen und Protokolle richtig ausgefüllt worden, Bedingung übergeben habe, den vollen baren obwohl die Leute nur nach der ihnen gelieferten folgenden Einfall, um dem v. E. Geld zu besorgen. Er teilte Herrn hierzu die Erläuterung, daß er den Wechsel einem gewissen Kranz Schablone arbeiten brauchten. Der freisinnige Kor- ochstädt mit, daß v. E., der aktiver Offizier sei und nach Münster versetzt worden sei, vier Wagen billig verkaufen wolle. Betrag dafür abzuliefern, Kranz habe jedoch den Wechsel und sei nach Amerita Surchgegangen. referent Schmieder habe deshalb sogar in der Kommission für Wahl Dietel soll sich dann mit Lochstädt zu b. E. begeben und verwertet prüfungen beantragt, den Wahlakt in den Bezirken 46, 55, 71, 77, dieser soll versichert haben, daß er die vier Wagen befize, Die Beugin Frau Dietel, Mutter des Angeklagten 83, 88, 97, 104, 107, 115, 117, 120, 123, 125, 132 und 152 für un- obgleich dies nicht der Fall war. Lochstädt soll sich haben überreden Dietel, befundet: sie habe sich seinerzeit zu dem Zeugen v. Salisch begeben, um zu erfahren, ob das Accept auf gültig zu erklären. Es sei hier fast unmöglich gewesen, festzustellen, laffen, 1400 M. als Anzahlung zu leisten, obgleich er die Wagen bem Wechsel echt sei. Der Wechsel sei ihr von dem Angeklagten ivie viel Stimmen eigentlich bei der Hauptwahl und wie viel bei natürlich nicht sehen konnte; er ließ sich zur Sicherheit dagegen der Stichwahl abgegeben worden seien. In einer ganzen v. E.'s Accept geben, verpflichtete sich, dem Angeklagten Dietel 500 m. b. gloffftein zur Aufbewahrung übergeben worden. Die Zeugin Reihe von Bezirken habe man gar keine Nebenprotokolle Provision zu zahlen, wovon er 130 M. sofort anzahlte. Er hat die behauptet, daß fie in dem mit v. Salisch geführten Gespräch auch geführt. In den Bezirken 71 und 107 fei die Stimmen von ihm gekauften Wagen nie erhalten. Schließlich hat er sich beiläufig bemerkt habe,„ der Wechsel sei wohl ein Provisionswechsel zählung unterlassen worden. Bezeichnend sei, was der freisimmige mit v. E. dahin geeinigt, daß dieser 900 m. zurüdzahlte. Dietel für den Verkauf des sogenannten Künstlerhauses", und sie habe aus Abgeordnete Schmieder zu alledem gesagt habe. Es habe von wurde von Lochstadt auf Rückzahlung der 180 m. verklagt und nebst dem Verhalten des Beugen v. Salisch entnommen, daß er einer sehr wenig gewissenhaften Befolgung der ein v. E., der sich dafür verbürgt hatte, verurteilt. Dietel hat die 180 m. diese Frage bejahen wolle. Auch v. Egloffftein habe den Wechsel für fachsten Formvorschriften gesprochen und weiter geäußert, jedoch erst am 13. Januar d. J. in Verfolg seiner Vernehmung vor einen Provisionswechsel gehalten. Da die Bekundung dieser Beugi daß ihm tros seiner langjährigen Mitgliedschaft in der dem Untersuchungsrichter gezahlt. Egloffftein soll damals schon mehrfach mit ihren Aussagen vor dem Untersuchungsrichter nicht Wahlprüfungs Kommission solche Liederlichkeiten aus 75 000 M. Schulden und eine Jahresrente von 3000 m. gehabt haben. übereinstimmt, wird ihre Aussage protokolliert, um so mehr, als Großstädten doch noch niemals zu Gesicht ge Den Vorsitz im Gerichtshof führt Landgerichts- Direktor Voigt, auch Herr v. Salisch bestreitet, den Wechsel als Provisionswechsel tommen seien. In weltentlegenen Gegenden wäre es vielleicht die Anklage vertritt Staatsanwalt Filbry, die Verteidigung bezeichnet zu haben. Die Aussage der Zeugin stimmte auch mit den erklärlich, aber in Berlin, in der Stadt der In- führen die Rechtsanwälte Dr. Halpert, Dr. Davidsohn, teibiger des letteren, Rechtsanwalt Dr. Halpert, bemängelt telligenz, follte man folche Schweinereien nicht Justizrat Sleinholz und Dr. Hugo Marcuse. erwarten. So der freisinnige Herr. um Stehe nunmehr die Schuld der mit der freisinnigen Volkspartei Die Geldgeschäfte. Ein Pferdehandel. -OVO mit der Behauptungen des Angeklagten Schachtel nicht überein; der Verdeshalb die Glaubwürdigkeit der Frau Dietel und beantragt die Vorladung des Untersuchungsrichters Landgerichtsrats Brandt. Der Verteidiger beantragt außerdem die k Vorführung des Herrn v. Kriegsheim eng liirten Wahlvorsteher fest, so müßten sich die Parteigenossen Bezüglich des ersten Falles giebt Angeklagter Schachtel zu, den dennoch die Frage vorlegen: Sind wir nicht mitschuldig daran, daß Wechsel des N. nicht dazu verwendet zu haben, dem R. Geld zu der Kreis nicht gleich bei der ersten Wahl in unsere Hände fiel? Die verschaffen, sondern ihn an Dietel verwendet habe, von dem der Frage sei leider zu bejahen, denn auch bei der letzten Wahl sei es Wechsel an v. Egloffstein gelangte. Damit hat es folgende Be- aus der Untersuchungshaft. Derselbe solle bekunden: v. Egloffstein vorgekommen, daß Arbeiter ihre Stimmzettel selbst ungültig gewandtnis: Ein Herr v. Linde hatte im April 1898 den Buchhalter sei seitens des Angeklagten Dietel und seiner Mutter in anderen macht haben durch Zeichnungen und überflüssige Aufschriften, fowie Tennhäf, Geschäftsführer in einer Bodega der Friedrichstraße, be- Geldgeschäften start übervorteilt worden, indem er dem Angeklagten Dietel Wechsel zum diskontieren übergab, während Dietel unter dadurch, daß sie ihren Namen und ihre Adresse neben den Namen auftragt, ihm Geld zu verschaffen. Teilnahme und Kenntnis seiner Mutter diese Wechsel für sich selbst Fischer schrieben. So etwas dürfte nicht mehr vorkommen. diskontiert habe. Graf Egloffstein habe selbst zugegeben, daß er von Diesmal müsse Gesetzeswidrigkeiten bei der Wahlhandlung von vorn Tennhäf brachte ihn mit Schachtel in Verbindung, und dieser Dietel und seiner Mutter um Tausende betrogen worden sei. Der Geherein vorgebeugt werden. Es müsse die Kontrolle verschärft und dafür gesorgt werden, daß jederzeit der Wahlkommissar, Stadtrath Mugdan, verkaufte an v. 2. gegen dessen Accept von 10 500. drei dem richtshof beschließt, dem Antrage stattzugeben, nachdem mitgeteilt worden, fofort über Berstöße benachrichtigt werde könne. Niemand dürfe aus Kapitän zur See a. D. Brezotowicz gehörige Pferde, zwei Füchse und daß das Strafverfahren gegen v. Kriegsheim durch eine Anzeige des dem Wahllokal gewiesen werden, wenn er sich anständig benehme; eine Rappstute, wobei er eine Provision von 200 m. verdiente. Die Angell. v. Egloffstein veranlaßt worden ist. Ein Zeuge bestätigt nach den Erläuterungen der Wahlprüfungs- Kommission selbst der Pferde wurden bei Dietel untergebracht und Tennhäf erhielt zu Gunsten des Herrn v. E., daß Schachtel ihm erzählt habe, nicht, der dem Wahlvorsteher dadurch lästig falle, daß er ihn auf von v. L. Vollmacht, durch Verkauf der Pferde ihm Geld er schulde Herrn v. E. 3000 M., die dieser sich von dem Verstöße gegen das Wahlreglement aufmerksam mache. Redner ver- au berschaffen und ihn in seinen Geschäftsangelegenheiten mit Salisch'schen Wechsel abziehen könne. v. Striegsheim: aus vollständigte noch seine Ratschläge für die Kontrollierung der Wahl Herrn Dietel und Schachtel zu vertreten. Tennhaf und Dietel ver- der Untersuchungshaft vorgeführt, sagt aus: Er habe im September und schloß dann unter lebhaftem Beifall mit einem warmen Appell fauften die beiden Pferde an den Schlächtermeister Lochstädt für vorigen Jahres für den Grafen Egloffstein das Schulden- Arrangement an die Versammelten, die Zeit bis zum Wahltag noch tüchtig auszu- 1150 M., Lochstädt zahlte an Dietel noch eine Provision von 300 M., übernommen. v. Egloffstein fei über seine Schulden nicht orientiert nußen, damit die Socialdemokratie schon bei der Hauptivahl als wovon er an Tennhäf 150 M. weiter gab. Tennhaf gab aber die gewesen, es liefen von ihm Blancowechsel, die in den Händen von 1150 M. gar nicht an v. Linde, behielt vielmehr 50 M. für sich und Dietel waren, es wurden für ihn Juwelen- und Pferdegeschäfte ge= Siegerin aus dem Kampfe hervorgehe. Werner äußerte sich im Sinne des Referenten und ersuchte gab 1100 M. an Schachtel, der ihn um das Geld angegangen hatte. macht, von denen er nach seiner Darstellung nur sehr minimale Bedie Genossen, möglichst noch mehr derjenigen Wähler ausfindig zu Schachtel mußte von den 1100 M. sogleich 100 M. Provision an träge erhalten habe. Bei einigen Juwelengeschäften sei der Graf machen, die im Laufe des Jahres verzogen find. Es nahm dann Dietel abgeben. Tennhäf fürchtete nun aber bald darauf, daß Herr mitbeteiligt gewesen und zwar zusammen mit Dietel, und er( Benge) der Vorsigende des freisinnigen Vereins Franz b. Linde eine Anzeige gegen ihn erstatten würde und Schachtel und habe deshalb gegen beide eine Anzeige erstattet, die, noch Er meinte, Dietel bestürmten nun den Grafen Egloffstein, den Tennhäf schweben. Oft wurden für ihn solche Geschäfte auch ohne seine MitBiegler", Herr Spondgroß, das Wort. herauszureißen". v. Egloffstein ließ sich bewegen, die wirkung gemacht, und er wurde dabei in ganz horrender Weise überer beschmeiße nicht Abwesende mit Dred", und versprach, sich brei Zindejchen Pferde, von denen aber zwei schon an Loch- vorteilt. Als Beispiel erzählt er folgendes Geschäft, welches mit dem energisch seiner und Cache anzunehmen ob festzustellen, wirklich alle Wahlvorsteher freisinnige Leute seien. Auch wärmte er städt verkauft waren, zu laufen und gab dem Dietel für Pferdehändler Joachimsthal gemacht worden sei. Dietel das Märchen von den 720 Schlafburschen wieder auf, die im vorigen Temnhäf zur Aushändigung an v. Linde sein Accept über 8000 m. habe Blanco- Accepte gehabt und diese mit 9000 M. ausgefüllt. Er will Jahre im ersten Wahlkreis gewählt haben sollen, ohne dort zu als Zahlung des Kaufpreises. Dietel erklärte ihm dann, die beiden von Joachimsthal Juwelen gekauft haben, die Juwelen sollen wohnen. Kreitling nannte er einen harmlofen, aber gerechten Füchse feien schon verkauft, und b. E. erhielt nun die Lindesche verpfändet und die Pfandscheine sollen lombardiert worden sein. Mann. Die Genossen Marquard, Ziegler, Hensel, Baste, Baschinski, Rappstute und außerdem das mehrerwähnte N.sche Accept über b. Egloffstein habe aus diesem Geschäft nur 800 m. erhalten. Bölber und Dochow traten ihm energisch entgegen. Dochow 3000 M., welches Schachtel dem Dietel unbefugterweise gegeben hat, Dies Geschäft sei ohne Mitwirkung von Egloffftein ausgeführt stellte den Anstand des Herrn Spondgroß in das rechte Licht, indem weil letzterer nach seiner Behauptung ihm mit der Reitgerte gedroht worden, Beuge hat aber die Ueberzeugung, daß überhaupt das er darauf verwies, daß gerade dieser Herr im vorigen Jahre habe. v. E. hat sein Accept von 8000 M. demnächst nicht eingelöst, ganze Geschäft nur fingiert worden sei. Dietel habe ihm selbst die Erklärung abgegeben habe, im Wahltampf fei alles dagegen ist v. Linde auf Bahlung seines Accepts über 10 500 M. erzählt, daß er bei dem Juwelengeschäft beteiligt gewesen sei, bes erlaubt. Auch habe Spondgroß im vorigen Jahre behauptet, Herr bertlagt worden. Schachtel behauptet, daß bei der ganzen Sach- züglich der Mutter Dietels habe er nur Vermutungen. Jedenfalls Streitling hätte von der Herausgabe des Flugblattes: Wer ist Tage Dietel ein hervorragendes Interesse daran hatte, daß v. Linde habe ihm v. Egloffstein selbst gesagt, daß er von Dietel und dessen Fischer?" gewußt, während Herr Kreitling dem Redner selber ver- von einer Anzeige abgebracht würde. Deshalb habe das Kauf- Mutter um Tausende betrogen worden sei.- Angell. b. E.: fichert habe, es sei nicht der Fall. Nach einem sehr wirkungs- geschäft mit v. E. eingeschoben werden müssen. Dies Geschäft sei aber Er habe früher allerdings den Verdacht gehabt, daß ihn Dietel übervollen Schlußwort des Genoffen& ntrid erfolgte Schluß der Ver- nur zu machen gewesen, wenn die beiden an Lochstädt verkauften Pferde vorteile, er habe sich aber überzeugt, daß ihm Dietel gute wieder zurüdgekauft wurden. Hierzu hatte man aber kein bares Geld, Dienste geleistet habe. Der Beuge v. Kriegsheim Sammlung. und deshalb habe Dietel unter Drohungen mit Gewalt den N.schen wird hierauf wieder abgeführt. Zu dem letzten Anklagepunkt wird Wechsel von ihm verlangt und erhalten. Der Angell, Dietel Schlächtermeister 2 och städt vernommen. Er versichert, daß er ein tritt den Aussagen Schachtels sehr erregt entgegen und bestreitet, ganz ernstliches Wagengeschäft habe abschließen wollen, und bestreitet, " berlust, er daß er solche Geschäfte zu machen pflege, um die Hingabe von Gelb an ,, Die wollen ja die freie Liebe einführen," fagte er Die Tollwut- Schnkstation ist von der 22 Jahre alten Offiziere dadurch zu cachieren. Man habe ihn in dem Glauben belassen, lachend, wie eine Frau dafür sein kann, ist mir untlar; Katharina Daniel aus Reuthenbarbach in Oberbayern aufgesucht daß v. Egloffstein attiver Offizier sei, der demmächst nach Münster die Männer nehmen sich dann doch jeden Tag eine andere und lassen worden. Das Mädchen ist von einem tollen Hunde, der später geversetzt werde. Er habe auch Herrn v. E. einmal direkt gebeten, die Weiber mit den Kindern fizen." Er schloß gewiß von sich tötet wurde, gebissen worden. ihm doch endlich die Wagen zu zeigen, v. E. habe jedoch erklärt, sein auf andere. Die Arbeiterin aber lächelte nur, als wenn fie es Water sei gerade in Berlin und dürfe von dem Geschäfte nichts besser wüßte. Berliner Asyl- Verein für Obdachlose. Jm Monat März Eine stattliche Zuschneiderin, Fräulein Rint, schien nächtigten im Männer- Asyl 20 411 Personen, im Frauen- Asyl 3055 wissen. Justizrat Kleinholz und die die Rechtsanwälte Ella Bertrauen zu fchenken. Wissen Sie," sagte sie einmal, ich Dr. Marcuse und Dr. Davidsohn suchen durch Befragen des habe wenigstens mein Leben genoffen, ich bin mit den feinsten Personen. Arbeitsnachweis wird erbeten für Männer Wiesenstr. 55/59, für Frauen Füfilierstr. 5. Zeugen festzustellen, daß hier durchaus( tein betrügerisches Herren ausgegangen und habe fein gelebt, Wein getrunken Geschäft vorgelegen habe, daß die Wagen thatsächlich vorhanden„ Aber das paßt sich doch nicht", wandte Ella ein, die sehr sittsam Auf dem freigelegten Terrain der Spandauerstraße ist feien und eine Vermögensbeschädigung des Beugen gar nicht vorliege. erzogen war, meine Eltern würden nie erlauben, daß ich mit Herren jest zwischen der Eiergasse und der ehemaligen Nikolai- Stirchgaffe - Die Beweisaufnahme ist hiermit beendet. verkehre". Mein Vater ist Fabritarbeiter und hat eine derbe Faust," mit dem Bau des ersten der drei großen Kaufhäuser begonnen Der Staatsanwalt beantragt gegen den Angell. Schachtel fagte Fräulein Rint lachend, streng ist er auch, und er hat gesagt, worden, die sich in dem zur Verbreiterung gelangenden Teile der 2 Jahre 3 Monate Gefängnis und 3 Jahre Ehr wieder um 12 11hr nach Hause tomme, aber ich überliste N. Israelschen Warenhauses angepaßt. Die Neubauten sollen zum wolle mir die Knochen im Leibe zerschlagen, wenn ich Spandauerstraße erheben werden. Sie werden der Architektur des gegen Dietel 9 Monate Gefängnis und 2 Jahre Ehrverlust, gegen den Grafen von Egloffstein einmal betrunken machen, aber ich bin helle! Ich muze fie alle Unternehmen für die Straßenverbreiterung einen Zuschuß von ihn doch, ebenso wie die Herren! Die wollten mich schon 1. Januar 1900 vollendet sein. Die Stadtgemeinde leistet dem 2 Jahre Gefängnis und 3 Jahre Ehrverlust. Um 9 Uhr verkündete der Vorsigende den Beschluß des Gerichtstüchtig aus, wie sie sonst die Mädchen bethören, und dann ent- 1150 000 m. dahin: Das Urtheil am Freitag, 14. April, mittags 12 Uhr, Breis erleben," flüsterte Elfa entsegt, ich gehe auch nur mit den ging ein sog. fliegender Milchmann" in der Prinzen- Allee von Hang schlüpfe ich! Aber das macht Spaß!"" Ich möchte so etwas um keinen Auch ein Straßennnfall. In den gestrigen Morgenstunden zu verkünden. Die Sigung wird hierauf geschlossen. Eltern aus!"" Auf diese Weise werden Sie als armes Mädchen nie Haus etwas von Ihrem Leben haben!" schloß Fräulein Rink mitleidig zu Haus, um seine Kunden zu bedienen, und neue zu werben. Als lächelnd die Unterredung. Ella näherte sich dem Stadium der er nun aus einem Hauſe trat, sah er an der Ecke der Bellermann35 Mart, da flog" sie hinaus- ein Vorwand ist bald gefunden. Straße zwei Beamte der Sanitätspolizei stehen, die im Begriff waren, die Ware eines anderen Milchhändlers auf ihre Qualität zu prüfen. Auch der Fliegende" war von den Beamten bemerkt worden, und man fürzlich, daß die meisten Berliner Kommunalbehörden seine Milch stammte, zuviel Waffer getrunken hatte! Doch er wußte In einer Versammlung der städtischen Arbeiter behauptete ein. Dem Wermsten schlotterten die Beine, da die Kuh, von der sie luden ihn zu seinem Schrecken durch Winke zum Näherkommen ihren Arbeitern auf eingereichte Petitionen, Eingaben 2c. in der Regel Rat. Schnell lockerte er den Deckel seiner Kanne, lief einige Schritte, grundsäglich teine Antwort zukommen ließen. Die Richtigkeit dieser Behauptung wurde von mehreren kapitaliſtiſchen auf das Straßenpflaster. Zu messen gab es allerdings nichts mehr, Zeitungen Berlins bezweifelt. Daß sie aber durchaus den doch notierten die Beamten sich den Namen des Schlaubergers für Thatsachen entsprechend ist, wird jetzt wieder durch das Verhalten fünftige" Fälle". Kommunales. nehmens richteten H. A. des städtischen Schlacht und im November Aus der Magistrats: Sigung am Freitag. Die Wahlzeit des Direktors der städtischen Anstalt für Epileptische Dr. Hebold läuft demnächst ab. Das Magistrats- Kollegium hat denselben auf fernere 6 Jahre wieder gewählt. Die Frauen- Badeanstalt an der Lessingbrücke, welche gelegentlich eines starken Sturmes im Dezember vorigen Jahres in den Grund geschlagen wurde, soll daselbst nicht wieder hergerichtet, sondern nach der Moabiter Brüde verlegt werden. Das MagistratsKollegium hat beschlossen, bei der Stadtverordneten- Versammlung der Verwaltung zu beantragen, die auf 36 500 hierfür veranschlagten Kosten zu Bichhofes bewiesen. Die Arbeiter dieses städtischen Unter- Infolge der geftrigen Notiz über die Riesesche Angelegen genehmigen. Seit mehreren Jahren schweben bereits Jahren schweben bereits Verhandlungen eine des vergangenen Jahres heit haben sich im Polizeipräsidium eine größere Anzahl über die Feststellung von Fluchtlinien für die Verlängerung der beitsbedingungen an die Verwaltung. Petition um Verbesserung der Lohn- und Ar- Personen eingefunden, welche bei dem flüchtigen Bankier Riese Stralauer Dorfstraße bis zur Spree an der sogenannten Warten feinerlei Bescheid erhielten, fragten sie an, ob man durch Wolffs Telegraphen- Bureau wie folgt abgewimmelt: Es wird Als sie nach längerem Effekten und Geld stehen hatten. Diese Unbequemlichkeit wird nun Stralauer Spize. Die Gemeinde Stralau wünscht eine gradlinige ihre Wünsche zukünftig zu berücksichtigen Durchführung der Straße, während die Stadt Berlin, welcher das Doch auch hierauf ist bisher keine Antwort erfolgt. Herr Stadtrat alle diese Personen eine besondere Anzeige im Polizeipräsidium gedente. darauf aufmerksam gemacht, daß es nicht erwünscht ist, wenn an der Spize belegene Grundstück gehört, eine solche Durchführung übner, den die Arbeiter baten, cine Deputation aus ihren erstatten, sondern nur diejenigen Personen, welche über den Ver vermieden wünscht und eine Gabelung der Straße innerhalb des Reihen empfangen zu wollen, hat den Betenten ebenfalls feinen bleib des Riese genane Angaben machen können, werden gebetent, städtischen Besizes in Antrag gebracht hat. Es hat sich darüber ein Bescheid zukommen lassen. Die städtischen Behörden vergeben sich sich auf Zimmer 197 einzufinden. Wohin sollen sich alle dieſe" be= Verwaltungs- Streitverfahren entsponnen, in welchem jetzt eine Vereinbarung dahin in Vorschlag gebracht ist, gewiß nichts, wenn sie ihren Arbeitern in derartigen Fällen einer gaunerten Personen denn sonst wenden, wenn nicht an die nur nach Norden hin innerhalb des städtischen Grundstücks recht an der Zeit, daß sie Gepflogenheiten aufgeben, die vielleicht die Polizei? Wohin soll es mit dem so wie so unausgesetzt schwindenden daß die Straße Antwort würdigen und mit ihnen verhandeln. Es ist endlich erhabenste Schüßerin des dreimal geheiligten Eigentums, an die winkelig von der Dorfstraßenverlängerung abgezweigt werden, die Schwärmer für den Zuchthauskurs in Entzücken versezen, einer Vertrauen auf den Bestand der heutigen Eigentumsordnung kommen, geradlinige Berlängerung der letzteren aber von Gebäuden frei nach gefitteten Grundsägen geleiteten Gemeindeverwaltung aber wenn schon offiziös erklärt wird, daß der Polizei die Anzeigen der gehalten werden soll. Das Magistratskollegium hat beschlossen, zu übel anstehen. diesem Vorschlage die Zustimmung der Stadtverordneten- Bersamm Bestohlenen nicht erwünscht sind?! lung nachzusuchen. Tokales. Christliches. Zu Ehren des hiesigen Predigers Dr. Georg Wilhelm Schulze, der gestern seinen 70. Geburtstag feierte, will man in christlichen Kreisen eine Stiftung gründen. Es wird berichtet, daß Herr Schulze 1829 in Göttingen geboren ist. Von 1858 bis 1867 war er Missionsprediger im Dienste der Londoner Gesellschaft zur Verbreitung des Christenthums unter den Juden und Prediger an der Christuskirche" in Berlin, welche er durch seine Missionspredigten, besonders in Rußland, begründet hat. 1867-1877 Prediger an der Jesuskapelle, erbaute er 1877 die Jesuskirche" auf seinem Grundstück mit eigenen Mitteln. Ein durchgehender Esel veranlaßte Donnerstag in der Prenz lauerstraße einen großen Menschenauflauf. Vor dem Hause Nr. 56 hatte sich um einen gefallenen Gaul eben die übliche staunende Menge angesammelt, da kam ein Ereignis hinzu, das ob seiner Seltenheit in noch viel höherem Maße die Aufmerksamkeit der großen und der leinen Kinder in Anspruch nahm. Der Handelsmann Bernstein hatte einen Esel gekauft und bis zum Weiterverkauf in seinen Stall machte sich los und„ raste" nun die Prenzlauerstraße hinunter, hinter gebracht. Hier schien es dem Langohr aber nicht zu gefallen. Er ihm her eine von Haus zu Haus stärker werdende Menschenmenge. Als ihm endlich zwei Arbeiter entgegentraten, stellte er sich sp tadellos auf die Hinterbeine, als ob er schon im Cirkus mitgearbeitet hätte und ließ fich willig gefangen nehmen und wieder abführen. Dieser kunstvolle Schluß der Schaustellung fand ungeteilten Beifall und erwedte dem Durchgänger erst recht die Sympathien der Menge, die ihm nun mit lautem Hallo das Geleite gab. mittag der Zimmermann Albert Schiller aus der Münchebergerstr. 22 Arbeiterrifiko. Von zweifacher Gefahr wurde gestern bor heimgesucht. S. arbeitet am Bau des königl. Marstalles; er drehte Eine Flugblattverteilung findet im zweiten Wahlkreise am nächsten Sonntag, früh 7½½ Uhr, statt. Die Genossen und Genoffinnen, die sich im Dienste der Partei hierfür zur Verfügung stellen wollen, find gebeten, sich recht frühzeitig und recht zahlreich an den bekannten Stellen einzustellen. Dann ist die Arbeit rasch und ohne allzugroße Belastung für den Einzelnen geschehen. di Zu erwähnen wäre noch, daß Herr Prediger Schulze zu den Bei der letzten Flugblattverbreitung zur Nachwahl ließ die Hausbesitzervereins- Vorsitzenden gehörte, die sich 1894 an den Unterstützung aus den anderen Wahlkreisen zu wünschen übrig. Um Landtag wendeten, als es galt, das Kahlpfändungsrecht der Socialdemokratie den gebührenden Erfolg zu sichern, ist es er der Hausbesiger zu beseitigen, und die in einem solchen Schritte den er- Ruin des Hausbesitzerstandes erblickten. forderlich, daß sowohl am Sonntag als auch an den folgenden Stahlpfändungsrecht für eine humane, christliche Institution hielt? Ob Herr Schulze das beiden Tagen die Parteigenossen aus Berlin und Umgebung sich zahlreich für die Agitation zur Verfügung zu stellen. Möge jeder, gewerkschaftlicher Seite schreibt man uns: Auf Grund einer EinSonntagsruhe der städtischen Markthallen- Arbeiter. Von dem es Zeit und Umstände irgendwie erlauben, bei den umfangreichen gabe der organisierten städtischen Markthallen- Arbeiter ist fürzlich Agitationsarbeiten, die noch bevorstehen, helfend eingreifen. Nur die Sonntagsruhe dieser Kategorie dahingehend geregelt worden, dann ist uns der Sieg sicher. Alle, die gewillt sind, mitzuhelfen, daß sie jeden dritten Sonntag gänzlich frei haben sollen. Nur in früh, auf einem Gerüste stehend, eine Winde, um einem in die Spree werden ersucht, sich in folgenden Lokalen einzufinden: Schonheim, der XI. Markthalle am Marheinekeplay ist dies Zugeständnis noch gerammten Pfahl eine andere Stellung zu geben. Die Windenkette Gräfeftr. 8; P. Miller, Gräfeſtr. 31; Ewald, Schönleinstr. 6; Linde- nicht gewährt worden. In den interessierten Kreisen nimmt man mann, Morigftr. 9; Bubeil, Lindenstr. 106; Saß, Markgrafenstr. 102; an, daß der Inspektor dieser Halle fich nicht um die von der Direktion Raumann, Blücherstr. 42; Lüdke, Zoffenerstr. 10; Stiging, Belle- erhaltenen Anweisungen fümmert und eigenmächtig handelt. Viel Allianceftr. 74; Wichert, Großbeerenstr. 54; Faller, Pallasstr. 16; etwas näher und sorgt auch hier für eine Sonntagsruhe der Teicht tritt die Leitung der städtischen Markthallen der Angelegenheit Schulz, Prinz Albrechtstr. 3; Werner, Bülowstr. 59. Das Wahlkomitee. Viel Kopfzerbrechen machen sich die Rosenzüchter. Es Zur Neuwahl im zweiten Wahlkreise. Den Parteigenoffen ist nämlich noch nicht gelungen, dem heimtüdischen Krankheitserreger Aus der Jrrenanstalt Herzberge sind zwei von der Polizei und Genossinnen die Mitteilung, daß am Montag, den 10. April, der La France- Rose richtig auf die Spur zu kommen. Während zur Beobachtung eingelieferte Personen namens Baldruſatis und vier Volksversammlungen stattfinden, in der die Reichs- mikroskopische Untersuchungen das Vorhandensein eines Wurzelpilzes Marlow entsprungen. Interessant ist die Art, wie sie die Flucht tags- Abgg. Bebel, Liebknecht, Singer und Stadthagen nicht ergaben und Prof. Dr. Sorauer der Ansicht zuneigt, es handle bewerkstelligten: Man vermutet, daß sie einem Wärter vorgeredet über die gegnerischen Parteien und die Neuwahl im zweiten Reichs- fich nur um eine allgemeine Schwäche- Erscheinung, will der bekannte haben, er möge die Thür zum Treppenhaus aufschließen, da sie dort Roſenzüchter Kinkel- Rosenheim beobachtet haben, daß die vorjährige des zweiten Stockwerkes den Weg in die Freiheit gefunden, obwohl wichtiges zu thun hätten. Von dort haben sie durch das Fenster tags- Wahlkreise sprechen werden. große Sommerhige den Hauptzerstörungsfaktor abgegeben. NeuerSings will man eine ähnliche Strankheitserscheinung auch bei der sie einen Sprung aus 10 Meter Höhe zu ristieren hatten. Maréchal Niel- Rose festgestellt haben. Als fie Die erste Stellung. in Arbeiter. Die Spieleraffäre aus dem Klub der Harmloseu" wird, nach der National- Zeitung", wohl nicht vor dem Spätsommer zur gerichtlichen Verhandlung kommen. Inzwischen hat sich auch ein babei beteiligter Dr. R. als„ abgereist nach Italien" in feinem Bolizeirevier abgemeldet. Es ist ja bekannt, daß sich das Ermittelungsverfahren noch weiter ausgedehnt hat. riß plöglich los, S. wurde von der Kurbel in den Rücken getroffen und stürzte ins Wasser. Die schwere eiserne Winde stürzte nach und verlegte den Unglücklichen im Wasser noch einmal, so daß er nicht dem Wasser. S., welcher erst seit acht Tagen verheiratet ist, wurde zu schwimmen vermochte. Schiffer zogen ihn jedoch rechtzeitig aus nach einem Krankenhause gebracht. 1 Die Jury für die Große Berliner Kunstausstellung tritt am 12. b. Mts., früh 9 Uhr, zum erstenmale zusammen, um sich zunächst zu konstituieren, und beginnt sodann sofort ihre Thätigkeit. Die Zusendungen follen in diesem Jahre ganz enorme sein, so daß die Juroren eine lange und harte Aufgabe haben. In der Abnahme einer Tricottaillen- Fabrit war es, wo die 18jährige Ella zum ersten Male die Funktionen einer zweiten Buch halterin ausübte. Ihr Engagementsvertrag stand in feltsamem Widerspruch zu ihrer Thätigkeit. Sie war als Lehrmädchen engagirt Theater. Jm Schiller Theater erfolgt jetzt die Ausgabe der worden mit einem monatlichen Gehalt von 20 Mart, das sich im Abonnementshefte für das demnächst beginnende IV. Quartal. Die Laufe eines Jahres vierteljährlich um je 5 Mark erhöhen sollte. So näheren Abonnementsbedingungen sind an den Anschlagsäulen ersichtlich. waren ihre halbjährigen Versuche, eine Stellung als Buchhalterin Eine neue Polizei- Verordnung über den Hundefang ist Samlet"," Othello",„ Der Widerspenstigen Zähmung"," Was Ihr wollt", Der Shakespeare- Cyklus wird folgende Werke umfassen:„ Romeo und Julia", zu erringen von sehr bescheidenem Erfolge gekrönt worden. von dem königlichen Polizei- Präsidium erlassen worden und wird 70 Mark Gehalt verlangt hatte, weil sie Biel Lärm um nichts". Heute, Sonnabend nachmittags 3/2 Uhr, findet einfacher und doppelter Buchführung ausgebildet war, bot ihr der am 15. April in Kraft treten. Die neue Verordnung regelt die Be- im Neuen Theater am Schiffbauerdamm die vielbesprochene erste Aufstimmungen bezüglich der zu tragenden Maulkörbe und legt die führung von Kleist's Amphitryon“ von seiten der„ Historisch- Modernen Chef 15 97. und zuletzt 20 W.," benn", jagte er, wenn Sie auch Rechte und Pflichten der Fangbeamten feft. Die Verordnung be: Seiſpiele" statt. Tageskarten werden in sonst üblicher Weise an der Kasse theoretisch ausgebildet find, so fehlt Ihnen doch die praktische Erftimmt u. a., daß mit Steuermarle versehene, maulforblose Hunde, des Neuen Theaters, ausgegeben. fahrung. Sie müssen zunächst lernen." Doch sie lernte nichts, die an der Leine geführt werden, ohne Rücksicht auf die Größe des Der Verein von Freunden der Treptow- Sternwarte" hält am sondern sie führte die Arbeiterbücher und rechnete die Löhne aus, Tieres, nicht gefangen werden dürfen. Solche Tiere, die jedoch Mittwoch, den 12. d. M., abends 7 Uhr, auf der Treptow- Sternwarte welche sehr niedrig waren. Für die einfachen Taillen gab teine Steuermarte tragen, unterliegen unter allen Umständen feinen 17. Beobachtungsabend ab. Herr Prof. Dr. Leman, Mitglied der cs pro Dugend 1 M. und 2 M. gefiel es Ella ganz gut im Geschäft; doch dies änderte sich bald. den gesetzlichen Bestimmungen. Hunde, die sich in Vorgärten kaiserl. physikalisch- technischen Reichsanstalt, wird an diesem Abend einen Der Chef behandelte das Personal schlecht und hatte förmliche respektive in offenen Gängen zwischen Vorgärten befinden, Experimental- Vortrag über:" Stimmgabeln als Zeitmesser" halten. Beidürfen ebenfalls nicht gefangen werden. tritte Erklärungen sind an die Direktion der Treptow- Sternwarte zu richten. Den Fangbeamten Wutanfälle, so daß alle zittern.„ Oben wird wieder eine raus wird zur Pflicht gemacht, bei dem Ergreifen der den polizeilichen Im Apollo Theater ist in diesem Monat mancher Gast aus geschmissen", pflegten die Nachbarinnen im ersten Stod dann zu Vorschriften nicht entsprechenden Tiere möglichst schonend vorzugehen, früherer Zeit wieder eingekehrt. Alte Bekannte find die Herren jagen. Eine Zuschneiderin, mit welcher der Chef in besonders die Hunde entweder mit der Hand oder mit einer lederumflochtenen Bender und Steidl, die in der Burleske„ Ein Abenteuer im Harem" gutem Verhältnis stand sie hatte 60 M. Gehalt wurde auf Drahtſchlinge zu fangen und die Tiere, soweit wie es zu vermeiden dem höheren Blödsinn die Zügel schießen lassen. Das Stüd ist ja gewaltsame Weise hinausbefördert. Solches war übrigens in diesem ist, nicht zu jagen. Mit Maultorb und Marke versehene Hunde, die altbewährt und birgt, wenn es auch nicht gerade inhaltreich genannt Geschäft schon ein paar Mal passirt. Die anderen Zuschneiderinnen verdienten 50, 60 und 40 Mart Gehalt, die Directrice fich in öffentlichen Anlagen frei umhertummeln, dürfen nicht ge- werden kann, doch so manche fomische Situation in sich, daß es auch alle Tische und Bücher legte sich der fangen werden. Dagegen ist der Hundefänger verpflichtet, die Be- heute faum etwas von seiner Wirksamkeit einbüßt. Außer den erfizer solcher Tiere zu ermitteln und zur Anzeige zu bringen. Hunde, wähnten beiden Künstlern helfen die Herren Ried und Kettner, soTricotſtaub, welcher der Lunge schädlich ist. Ein großer Berfonalmangel machte sich fühlbar, so daß Ella oft helfen die Mitgliedern des königlichen Hauſes, ferner den hier verweilenden wie die Damen Milani und Scheherezade den üblichen Erfolg sichern. fühlbar, so daß Ella oft helfen witgliedern von fürstlichen Häusern und Gesandtschaften gehören, Herr Steidl wartet übrigens auch noch apart mit einigen besonders mußte, die gelieferten Taillen zuzuknöpfen. Die Arbeitsunterliegen nicht den Fangbestimmungen.(!) Für Hunde, welche in forschen Repertoirnummern auf. Das artistische Programm ist zeit war von 8-8 Uhr, doch wurde es meist 29 Uhr, außer am Berlin befuchsweise sich aufhalten oder hier durchreifenden Personen mannigfaltig; neben Herrn Jmanns mit dressirten Hunden zeigen Ultime, gerade dann wurde das Personal zeitig, aber ohne Gehalt gehören, treten die Bestimmungen des eigentlichen Wohnortes in die musikalischen Scheerenschleifer Carmannellis ihre komischen Künste, fortgeschickt. Einmal hatte die Directrice um Punkt 8 Uhr das Straft. Die Befiger derartiger Hunde müssen jedoch einen Ausweis und die akrobatischen Leistungen der Brüder Welton, wie die von Einmal hatte die Directrice um Puntt 8 Uhr das Zeichen zum Aufbruch gegeben; die Zuschneiderinnen legten zu bei fich führen, daß sie den ortsüblichen vorgeschriebenen Be- Demando und Anny dürften von Kennern als bedeutend bezeichnet fammen, die Lehrmädchen räumten auf, und alles zog sich an. werden. Dezenz und feinen Geschmack entwickelt die spanische Dann ging einer nach dem andern, die Muthigsten voran, durch ſtimmungen nachgelommen find. Doch hier wurde bedroht sind! Expedition und Comptoir dem Ausgang zu. Wie glücklich sind die Hunde, daß sie von keinem Schießerlaß Tänzerin La Bella; auf sie mag die Behauptung des Dichters zutreffen, daß auch mit den Füßen poetische Meisterwerke hervors ihnen ein donnerndes" halt" geboten. Der Chef wehrte ihnen den Ausgang mit dem Bemerken, daß es noch nicht 8 Uhr sei, Herr Stadtschulrat Profeffor Dr. Bertram begeht am gebracht werden können. daß sie sich auszuziehen und zu warten hätten. Und nächsten Sonntag das 25jährige Jubiläum als Stadtschulrat von fo geschah es. Während der Abwesenheit des Chefs Berlin. Die arbeitende Bevölkerung ist ihm keinen großen Dant unterhielten fich die Zuschneiderinnen halblaut. Die eine schwelgte schuldig. Unter seiner Leitung hat der Ruf des Berliner Volksschulin Erinnerungen, die andere wies einen goldenen Ring vor, den ihr wesens starte Einbuße erlitten. ein Berehrer geschenkt hatte. Der Jude heirathet sie ja doch nicht," Die Allgemeine Berliner Omnibus Gesellschaft teilt mit, pflegten die anderen hinter ihrem Rüden mit einer gewiffen Be- daß auf ihren Linien Potsdamer Brücke- Rosenthaler Thor, Morig friedigung zu sagen. So unliebenswürdig der Chef zum Ber- play Moabit und Alexanderplat- Rigdorf von Sonnabend, den fonal war, so nett war er zu den schlechtbezahlten Arbeiterinnen, 8. April, ab, Fünfpfennig Theilstreden eingeführt werden. Es ist obwohl seine Wige nie fein waren. Einmal erfuhr er, nunmehr auf den sämmtlichen 16 Linien der Gesellschaft der Fünf daß der Mann einer Arbeiterin Socialdemokrat war. pfennig- Tarif eingeführt. 100 Mart. T Eine internationale Motorwagen: Ausstellung wird hiet vom 3. bis 28. September im Ererzierhause in der Karlstraße ab gehalten. Unter den Tierbeständen des Berliner Aquariums haben nach den jüngsten Einsendungen namentlich zwei Gruppen eine feltene Volldrei Wochen hier eingetroffene, für das Aquarium völlig neuen Dreizahnständigkeit erreicht. Die eine ist die Abteilung der Krustentiere. Der vor Krabbe aus dem Norden haben sich verschiedene andere Arten zugefellt. So die zur Familie der Spigschnabel- Krabben zählende Bierzahn- Krabbe aus dem Mittelmeer, deren Kopfbrust ant Seitenrand mit vier scharfen, start vortretenden Stacheln besetzt ist und deren Eigentümlichkeiten u. a. barin ( 200300 M Versammlungen. Roggen 50-75 Pf. ein. Hafer und Mais ziemlich behauptet. lichte Rußland, seinen Herrschaftsat. Diese Situation ermög- Er führte aus, der Gegensah, der in die Namen Bebel und Berns Rüböl leidlich erholt. Bei nachlassenden Zufuhren konnten sich die Preise für Lokoware am Spiritusmartt bei einiger Kaufluft behaupten. Angeboten waren 118 000 Liter 70 er Ware, die mit 39,70 M. Käufer fanden. 50er Ware war nicht zugeführt. Termine tonnten sich nicht ganz behaupten und gaben eine Kleinigkeit nach. Mai- Termine notieren 44,90-45 m. suklasto -bestehen, daß fie niedriger organisterte Lebewesen, wie Schwämme, Polypen- 1 Tolonien usw. mit dem spigen Sturmschnabel aufspießen, um sich unter Bernstein, der wisse, daß das komplizierte Wirtschaftsleben fich cht von heute auf morgen umtehren lasse. Heute allerdings würde die folcher Maske zu verbergen. Auch die Gattungen der südlichen Meerfpinnen, Für den ersten Wahlkreis tagte am Donnerstag bei Cohn, Partei, wenn die entscheidende Frage gestellt würde, in der Mehrheit der Rückenfuß- und Bogenkrabben, der Löwenkrebse usw. wurden durch neue Wenthstraße, eine öffentliche Versammlung, in der Reichstagsabg. mit Bebel gehen. Aber die Bernsteinschen Reformgedanken würden Eingänge ergänzt. W. Liebknecht über den Friedenskongreß sprach. Der Vor- nicht verloren sein und in der Partei ihren Weg machen, weil die Martpreise von Berlin. 6. April 1899.( Nach Ermittelungen tragende schilderte zunächst, nachdem er das Friedensmanifest des wirtschaftliche Entwickelung mit den alten Dogmen nicht übereindes Polizeipräsidiums.) Weizen 15,90-14,90 M., Roggen 14,25 bis Baren fritisch beleuchtet hatte, die skandalösen Zustände, unter denen stimme. 13,40 M., Futter- Gerste 13,50-13,00 m.( ermittelt pro Tonne von das Volk in Rußland durch die verlotterte Verwaltung und die Die materialistische Weltanschauung, der Utopismus und die der Centralstelle der preuß. Landwirtschaftskammer- Notierungs- Lotterwirtschaft auf allen Gebieten zu leiden hat, und die eine Hoffnung auf gewaltsamen Umsturz werden sich verflüchtigen. Bleiben stelle und umgerechnet vom Polizeipräsidium für den Doppel- Folge des absolutistischen Systems, das im Baren verkörpert ist, dar- werde eine socialistisch- demokratische Partei, gestützt auf ein starkes centner). Hafer, gute Sorte 15,40-14,90 M., Mittelsorte 14,80 bis ftellen. Rußland hat von jeher, wie dies überhaupt das nackte, Gewerkschafts- und Genossenschaftswesen, vermehrt besonders durch 14,20 m., geringe Sorte 14,10-13,50 M., Richtftroh 0,00-0,00 m., despotische Regiment bedingt, eine Eroberungspolitik befolgt, um das landwirtschaftliche Bevölkerungsteile, für die ein Agrarprogramm Heu 0,00-00,0 M., Erbsen, gelbe zum Kochen 40,00-25,00 m. Volt auf diese Weise zu befriedigen und um es von den ungeheuren geschaffen werden müſſe. Aber diese praktischen Dinge genügen Speisebohnen, weiße, 50,00-25,00 9., Linsen 70,00-30,00 M. Bedrückungen, der Not, dem Elend und der Verworrenheit im Junern nicht, um die mit den traditionellen Dogmen verloren gehende ( Kleinhandelspreiſe); Kartoffeln 6,00-4,00 m.; alles per 100 abzulenken. Nachdem der Neduer darauf hingewiesen hatte, daß, je Schwungkraft und Opferbereitschaft der Partei zu ersetzen. Die Kilogrammi. Rindfleisch von der Steule 1,60-1,20 M., Bauchfleisch weniger ein Wolf civilisiert ist, es desto mehr zum Striege neigt, weil Bartei brauche dann einen neuen Gedankenzusammenhalt, und den 1,20-1,00 M., Schweinefleisch 1,60-1,20 M., Kalbfleisch 1,80 bis es weit weniger als ein fulturelles Bolt zu verlieren hat, werde fie gewinnen, wenn sie national werde. Der nationale 1,00 M., Hammelfleisch 1,60-1,00 M., Butter 2,60-2,00 m.; alles erörterte er die politische Konstellation der verschiedenen Staaten. Gedanke müsse zum einigenden Band werden. Dann würden auch die per 1 Kilogr. Eier 4,00-2,40 m. per 60 Stück. Fische per 1 Kilogr.: Er erinnerte hierbei an das Vorgehen Rußlands in den letzten Jahr- widerstrebenden reaktionären Mächte, die heute behaupten, national Karpfen 2,20-1,20 M., Male 3,00-1,80 m.. Bander 2,60-1,00., zehnten, wie bestrebt war, beständig sein Machtgebiet zu vergrößern, zu sein, überwunden werden. National und social gehörten Hechte 2,20-1,20 M., Barsche 1,60-1,00 M., Schleie 3,50-1,40 W., wozu es, was von den Vertretern der Socialdemokratie zur Zeit vor in Zukunft zusammen. Bleie 1,40-0,80 M., Srebje 60 Stück 12,00-3,00 2. hmm ausgesagt worden ist, ganz wesentlich die bedauerlichen Folgen des Nach Naumann sprach unser Parteigenosse Rechtsanwalt Heine. deutsch Krieges zu fröhnen und es stein ausgeprägt worden sei, sei in der Partei in dem Sinne gar weiß, daß es in der Hauptsache nur die Macht Englands zu fürchten nicht vorhanden. So wie in der Bruſt jedes Menschen, ſo ſei auch hat, und auch nur England hat das Schwindelmanifest der russischen in der Partei Wünschen und nüchternes Denken von jeher verDiplomatie gegolten. England, dessen Weltmachtstellung und wirt- einigt. Bernstein selbst sage es bei jeder Gelegenheit, daß schaftliche Eristenz von der Beherrschung der Meere abhängt, ist er der Partei teine andere als die schon jetzt befolgte gezivungen, uni feine Stellung zu behaupten, der Er- Tattit empfehlen wolle. Selbstverständlich müsse die Theorie fortoberungspolitik des Zarenreiches Einhalt zu gebieten. Bor gebildet werden. Aber deswegen bleibe die Grundlage unserer Einen eigenartigen Kampf führen in jüngster Zeit zahlreiche der Macht Englands, das durch das durch die Bereinigten Staaten, Lattik doch der Margismus. Bebel sagt, die Gegner schreiben uns Hausfrauen, die sich zu einer Art Liga zusammengethan haben, gegen welche durch die jüngsten Vorgänge eine völlige Veränderung der unsere Taktik vor; dasselbe meint auch Bernstein. Bernstein hält, Kaufleute und Händler, die trosz wiederholt ausgesprochenen Wunsches ganzen politischen Situation auf der Weltbühne veranlaßt haben, ebenso wie Bebel und die übrige Partei, am Zukunftsziele feft; er der Käufer ihre Waren entweder im Hintergrunde ihrer Läden oder einen außerordentlich mächtigen Bundesgenossen gewonnen hat, legt nur mehr Wert auf die momentane praktische Arbeit. Bebel als dem hinter wahren Verschanzungen von Konservenbüchsen u. f. w. ab muß Rußland zurückweichen und den Kampf unter diefen Um große Gegensatz zwischen Bernstein wiegen. Die Frauen, denen sich natürlich auch männliche Kunden ständen hinausschieben, was jest in China zu beobachten ist. Redner Repräsentanten der Partei sei ein rein konstruierter. Wenn anschließen, verlangen in gewiß nicht unberechtigter Weise, daß die ichilderte, wie vordem die Ursachen, hierauf in eingehender Weise auch der eine den Zukunftsstaat näher als der andere glaube, eingekauften Gegenstände direkt vor ihren Augen abgewogen werden. die Wirkungen des Friedensmanifestes. Die Friedensbewegung in fo fei die Hauptsache doch die Nebereinstimmung in Bezug Die Ausrede, daß die Waagen nur deswegen nicht frei stehen, um England, die vor dem Strimfrieg sehr start war und auf deren Ein- auf den einzuschlagenden Weg. Die Hoffnung auf eine blutige flug Rußland spekuliert hatte, mußte unter der Wucht der so offen- Straßenrevolution sei heute in der Partei vollständig überwunden. Platz zu sparen, wollen die Kunden nicht gelten lassen. Auch gegen fundigen Thatsachen Fiasto machen. Denn alle Welt ist sich darüber Im wesentlichen arbeite die Partei und die parlamentarische Vers das Mitwiegen allzu dicken Backpapieres in lezter Zeit wird namentlich bei Butter und Fett Bergamentpapier von enormer Dide flar, daß der Erobererstaat Rußland, welcher die hauptsächlichste tretung schon seit zwanzig Jahren nach dem Bernsteinſchen Rezept. angewandet gegen die Kunden vor.ie un ursache ist, daß die Völker in Waffen starren, und dessen Existenz auf Auf die Ratschläge einiger Theoretiker, beiseite zu stehen und die dem beständigen Kriegszustande beruht, gar nicht daran denken kann, Gesellschaft verkommen zu lassen, sei die Partei nie hineingefallen. mobile mingeinen wirklichen Friedenszustand und eine allgemeine Abrüstung Wir find praktische Reformer, aber trotzdem werden wir doch Aus den Nachbarorten. Tyl herbeizuführen. Die Friedenskonferenz, deren Programm ja mir nie eine bloße Reformpartei werden. Mit diesem Worte sind andere noch auf die Feststellung der Friedenspräsenzstärte für die Begriffe verbunden. Was die gewünschte veränderte Stellung zum Wilmersdorf und Halensee. Den Parteigenoffen zur Kenntnis, einzelnen Staaten und auf die Humanisierung des Krieges Nationalen betreffe, so verstehen wir unter„ national" nicht die daß am Sonntagvormittag Flugblätter zur Verteilung gelangen. beschränkt ist", wird nichts weiter als eine widerliche Komödie devote Haltung nach oben, die Bewilligung jeder Militärvorlage und Die Genossen, welche helfen wollen, werden ersucht, sich morgens um fein und keiner der Teilnehmer denkt auch nur ernsthaft an die Begeisterung dafür, daß überall die deutsche Flaggewehe. 8 Uhr im Boltsgarten" einzufinden; die Halenseer Genossen eine Abrüstung. Nachdem der Redner in furzen Zügen das Wenn man unter„ national sein" versteht, daß man die Nation in wollen sich morgens um 8 Uhr, bei Schieffer, Ringbahnstraße Wesen des Militarismus, die hervorragendste Stütze der Herrschenden ihrer Bedeutung erhalten und ihre straft erhöhen will, daß man einfinden. Der Vertrauensmann, sind Klaffen, gebührend gekennzeichnet hatte, weist er im weiteren nach, daß die deutsche Volkswehr gesund und träftig machen will, so seien Steglih- Friedenau. Die Stärke der politischen Organisation alle Friedensbewegungen, and die, welche nicht direkt Schwindel wir so national wie unr irgend wer. Gerade wir halten den am hiesigen Orte entspricht in keiner Weise der Zahl der bei den Manöver find, ergebnislos verlaufen müssen, wenn sie nicht die Namen der deutschen Nation hoch, indem wir mehr wie andere Wahlen für unsere Partei abgegebenen Stimmen. Es ist Pflicht Beseitigung des Kapitalismus und die Abänderung Parteien die Kulturgüter erhalten und eines jeden, der sich zur socialdemokratischen Partei rechnet, daß er der gegenwärtigen Gesellschaftsordnung zunt wed Unser Juternationalismus bestehe darin, daß wir jeder Nation ihr sich dem Arbeiter- Bildungsverein anschließt. Deffent nächste Ber- haben. Die Aufgabe, den Frieder wirklich herzustellen, Recht geben und nicht für die Unterdrückung der Dänen, Polen, die Socialdemokratie erfüllen, und der fammlung findet am Dienstag, abends 81, Uhr, bei Grube, Kaifer- fann Allee, mit einem Vortrag des Genossen Mauzi statt. Gäste sind nächsten Jahre tagende internationale Kongreß der Social- Wir brauchen also nicht erst national zu werden, und national willkommen. demokratie aller Länder, er wird eine wuchtige und wirksame in dem Naumannschen Sinne werden wir überhaupt nicht werden. Friedensdemonstration bilden, nebent welcher die Haager Konferenz Auch in der Stellung zur Monarchie unterscheiden wir uns von Nauin nichts zusammenschrumpft. Der endliche Sieg der Socialdemo- mann. Wir verzichten darauf, daß, wie es die National- Socialen fratie, die Umänderung der kapitalistischen Gesellschaftsordnung in erstreben, sich die Monarchie gnädig den Arbeitern zuwende. Nur eine socialistische, wird nicht nur die Ausbeutung durch den was sich das Volt selbst erfämpft, gehört ihnen sicher. Auch in Zu Kapitalismus und den Klassenkampf, sondern auch den Mili- funft werde die volkstümlichste Barole lauten: Sozialdemo tarismus und mit ihm den Krieg beseitigen und den tratisch!" sid sit disdag Völkerfrieden herbeiführen. Zum Schluß wendet sich Liebknecht gegen das Gefchreibsel der bürgerlichen Presse, die auf Grund der Permischtes. is a bekannten Auslaffungen des Genossen Bernstein, der infolge feines langjährigen Aufenthalts in England mit den Verhältnissen in Deutsch Die Duellprügelei in Koblenz gestattet abermals einen inter land nicht genügend vertraut ist, durchaus eine Spaltung der jocial- effanten Einblick in die Erziehung jener Gesellschaftsschichten, die von demokratischen Bartei konstruieren will. Er weist, indem er die Auffassung den Interessenten der göttlichen Weltordnung immer und immer Bernsteins in Bezug auf die Taktik kritisiert, auf die tollossalen Fortschritte wieder aufdringlich für den sittlichen Anker dieser Ordnung aus hin, die die Socialdemokratie zu verzeichnen hat, und aus denen zur gegeben werden. Der in dem Zweikampf mit Leutnant Genüge erhellt, daß ihr Verhalten ein richtiges war und zu einer Döring durch einen Schuß in den Unterleib schwer verletzte Aenderung ihrer Stellung durchaus teine Veranlassung giebt. Eine stud. phil. Klövekorn ist vorgestern abend gestorben. Ueber die Stampfpartei seien wir nicht, weil das unsere Wahl, sondern weil es Ursache des Zweikampfes erfährt die„ Kölnische Zeitung" folgendes: Notwendigkeit. Der Vorwurf, wir hätten die Gegner zur Reaktion In einem Bergnügungslokal in Güls tangte stud. phil. Kloveforn. ind die einzige Battei, Zeutnant Döring Bong 68. Stegiment, en die stud. phil. Stoveto gereizt, ist durchaus unbegründet. Wir sind die einzige Partei, Leutnant Döring vom 68. Regiment, der die Tänzerin Klövekorns welche die Neaktion ernsthaft bekämpft.- Dem Vortrag, der häufig auch kannte, fagte ihr:„ Mit dem da hätte ich nicht getanzt", was wurde, folgte von der Tänzerin au Klövekorn berichtet wurde. Dieser forderte durch Zustimmungskundgebungen unterbrochen was in aller Ruhe ge Leutnant Döring vor dem Lokal auf stürmischer Beifall. Eine Diskussion wurde nicht beliebt. schehen sein soll ihm eine Erklärung über diese Aeußerung zu geben. Auf wiederholtes Ersuchen habe Döring dann in ver ächtlichen Tone gesagt:„ Was geht es sie an, was ich zu Ihrer Tänzerin sage". Darauf ließ Klövelorn sich hinreißen, Döring eine Ohrfeige zu geben, der alsbald eine zweite folgte. Der 8weilumpf fand gestern früh statt; beint fünften Stugelwechsel erhielt Klövekorn den tödlichen Schuß. In Johannisthal- Niederschöneweide bei Senftleben ist am Montag Versammlung des Arbeiter- Bildungsvereins, Tagesordnung Vorstandswahl. so Für den Ausban der zweiten städtischen Gasauftalt in Charlottenburg hat der Magistrat eine Million Mark bewilligt. Es soll zunächst eine Erweiterung der Krahnanlage und der Bumpanlage, die Errichtung einer Coatsanlage, sowie einer VersuchsGasanstalt erfolgen. Der Charlottenburger Hauspflege- Verein hatte beantragt, die Desinfektion sämtlicher Wäsche in allen Fällen unentgeltlich durch die städtische Anstalt bewirken zu lassen. Der Charlottenburger Magistrat hat dem Antrag zugestimmt, da die Pflegerinnen kaum befähigt sein werden, in allen Fällen zu entscheiden, ob das Vorhandensein ansteckender Reime anzunehmen ist oder nicht. Die Errichtung einer Waffergas- Anlage ist vom Charlotten burger Magistrat grundsätzlich beschlossen worden. Es soll zunächst die Genehmigung durch die Aufsichtsbehörde nachgesucht werden. Bei dieser Genehmigung ist es von Wichtigkeit, festzustellen, welches Maß von Kohlenorydgehalt in dem bereiteten Gas für zulässig er achtet wird, da davon die Anordnung der ganzen Anlage abhängt. Adlershof. In der letzten Sitzung der Gemeindevertretung twurde eine Armenordnung angenommen, sowie eine Kommission zur dauernden Verwaltung des Armenwesens gewählt. In diese dele gierte man aus der Gemeindevertretung die Mitglieder Wadepuhl, Vogel und Bach und aus der Bürgerschaft Rentier Solz, Nentier Broß und Kaufmann J. Kohn. Ferner wurde beschlossen, den Bürgersteig vor dem Gemeinde- Amt pflastern zu laffen, sowie 1397 Mart Steuerreste aus den letzten drei Jahren und 18 m. 40 Pf. Gerichtskosten von Steuer- Einflagungen niederzuschlagen. Es ist ein Gemeindekassen- Bestand von 17 917 m. vorhanden, die Exemplare des Etats sollen zu 50 Bf. verkauft werden. Der Plan, für Schöneberg ein eigenes städtisches Elektricitätswerk zu errichten, ist jest soweit gebiehen, daß schon die nächste Stadtverordneten Versammlung über eine dahingehende Magistratsvorlage zu berathen haben wird. O " im Czechen zu haben sind. Unter Verschiedenes" ersuchte das Lokalfommissions- Mitglied Diefler um genaue Beachtung der Lokalliste, und besonders bei Ausflügen nur solche Lokale zu besuchen, die der Arbeiterschaft zur Verfügung stehen. Von mehreren Rednern wurde auf die bevorstehende Reichstagswahlim 2. Wahlkreise aufmerksam gemacht, zur regen Agitation und zur Beteiligung an den Wahlarbeiten aufgefordert. Eine Rebnerin plädirte sodann in längeren Ausführungen, mit dem Hinsweis auf bie wirtschaftliche Stellung des weiblichen Geschlechts, für den regeren Besuch der Versammlungen seitens der Frauen und für den Anschluß derselben an die eventuelle Berufsorganisation. Nachdem der Vertrauensmann Bohne zum Beitritt in den Wahlverein auf gefordert und Liebknecht noch zur Unterstügung des zweiten Wahlkreises in der kommenden Wahlschlacht gemahnt hatte, ertuigte der Schluß der sehr gut besuchten Versammlung mit einem begeisternden Hoch auf die Socialdemokratie, dem sich ein kräftiges Hoch auf den Genoffen Liebknecht anschloß. 1 erweitern wollen, Daß sich die Duellfanatiker gegenseitig massatrieren, ist uns selbstverständlich von Herzen gleichgiltig. Wenn wir solcher Fälle erwähnen, so geschieht es nur, um die sittliche Verdorbenheit dieser Staatsstüßen zu kennzeichnen. In der Festung Huy( Belgien) erfolgte Freitagvormittag eine Explosion, wobei ein Granitsplitter Patronen und ein Bulverfaß entzündete. Durch die Explosion wurden zwei Personen getötet, vier Soldaten, ein Offizier und ein Adjutant verwundet. Man glaubt, daß die Explosion durch Unvorsichtigkeit verursacht sei. Die benachbarte Straße wurde völlig verwüstet. Die Zahl der Opfer ist elf, davon find zwei todt, zwei hoffnungslos verlegt und sieben schwer verwundet. Außerdem erlitten noch 8 Personen leichtere Ber legungen. Bebel oder Bernstein? So lautete das Thema eines VorDie Absuchung des Wassers der Müggel nach den am trages, den der nationalsociale Pfarrer Naumann am Donnerstag Karfreitag ertrunkenen drei Realschülern ist auch am gestrigen Tage abend in den Andreas Festsälen" hielt. Die Versammlung war erfolglos geblieben, wiewohl bei den Landungsversuchen Grundneze recht gut und zwar in der Mehrzahl von Socialdemokraten besucht. zur Verwendung tamen. Da die Bergungsarbeiten über das ge= Pfarrer Naumann legte dem Bernsteinschen Buche über den Aus New- York wird schon wieder ein Brandunglüd ge famte Rahnsdorfer Gemünde ausgeführt worden sind, ohne daß von Socialismus und seine Voraussetzungen eine hohe Bedeutung bei, meldet. Ein fünfstöckiges Wohngebäude in der 57. Straße ist Freis den Ertrunkenen eine weitere Spur entdeckt wurde, ist nur noch weil Bernstein unmittelbar aus der Schule von Marg und Engels tag früh niedergebrannt. Sieben Personen sind tot, neun Ueber den Brand anzunehmen, daß die Leichen mehr in die Mitte des Gees getrieben hervorgegangen und seit langen Jahren einer der ersten Theoretiker werden vermißt, mehrere sind verlegt. sind. Die unter diesen Umständen zwecklosen Bergungsarbeiten sind der Partei sei. Bernsteins Vorgehen liege in der Richtung des wird weiter bekannt: Das Feuer brach in dem Herzen des Diese alle vornehmsten Viertels nahe bei der fünften Avenue aus, und nunmehr eingestellt worden. früheren Vorgehens von Vollmar, Schippel, Heine 2c. Aus Rigdorf. In der Herzbergstraße wurde die verehelichte wollen einen offenen Stouflift vermeiden und empfehlen, die bisherige zwar in der Wohnung des Präsidenten Andrews', von der DampfAus Rigdorf. In der Herzbergstraße wurde die verehelichte aktif beizubehalten. Aber es handele sich doch um Gedankentropfen, heizungs- Gesellschaft. Die Gattin Andrews', die Schwägerin derselben Anna Firl aus der Schöneweiderstraße, welche mit ihren Kindern die in die Partei hineinbohren und ihre Wirkung nicht verfehlen und vier ihrer Kinder sowie zwei weibliche Dienstboten kamen spazieren ging, von einer Teschingkugel in den Kopf getroffen, werden. Abgesehen von den Theoretikern habe bis jetzt von den in den Flammen, um. Vier weibliche Dienstboten werden vermißt. glücklicherweise aber nur leicht verlegt. Der Schuß ist anscheinend eigentlichen Führern der Partei erst Bebel Stellung zu dem Bern- Ein benachbartes großes Wohnhaus wurde durch die Funken des aus einem Hinterhause der Herzbergstraße abgegeben worden. In dem seit Monaten schwebenden Disciplinarverfahren gegen den ſteinſchen Buche genommen und habe ausgeführt, daß die Hoffnung Feuers ebenfalls in Flammen gesezt und brannte nieder. Pastor Wood hierfelbft finden gegenwärtig täglich im Sigungssaale auf eine Mauferung der Partei eitel sein werde. Diese Hoffnung alle Bewohner des letzteren konnten sich noch rechtzeitig in SicherIm des Rathauses zahlreiche Beugenvernehmungen durch den Ober- halte auch er, der Redner, vorläufig für eitel. Immerhin werde die heit bringen. Sechs Frauen erlitten indessen Verlegungen. einfache, nüchterne Interessenpolitik, die Bernstein empfiehlt, oberen Stiegenhaus des Andrewsschen Hauses wurden inzwischen Konsistorialrat Nize aus Magdeburg statt. Auf den Ausgang des in der socialdemokratischen Partei immer mehr anerkannt werden. vier Leichen aufgefunden, welche man für diejenigen der vermißten Berfahrens ist man auch in unbeteiligten Kreisen sehr gespannt, da wie schnell dies geschehen werde, dies hänge zum großen Teil von Dienstboten hält. Es sind im Andrewsschen Hause somit im ganzen es sich augenscheinlich in der ganzen Affaire um ein arges Intriguen- Bebel ab, da in der Partei persönliche Einflüsse sehr mitspielten. 12 Personen umgekommen. spiel handelt. Bebel stehe nach seiner ganzen Anschauung und seinem Temperament Die Röpenicker Gasanstalt, welche vor 10 Jahren von den dem Bernsteinschen Standpuntt am fernsten, obgleich der Bebelsche Gebr. Budde in Berlin und Charlottenburg errichtet worden ist. Schnellzug wohl schon oft auf den Strang gefahren fei, auf den In deren Vertrag mit der Stadt noch 15 Jahre weiterlief, soll jezt nach der Kluge Weichensteller Auer die Weiche gestellt habe. einem von der Köpenicker Stadtverordneten- Versammlung gestern Bebel verkörpere sich sozusagen der Instinkt der Partei und mit 14 gegen 4 Stimmen gefaßten Beschlusse am 31. Dezember b. J. er habe immer noch das entscheidende Wort gehabt, wo es fich für 1 Million Mark in den Besitz der Stadt übergehen, da diese um die Lebensfragen der Partei gehandelt habe. Bebel und Bern beim Abschluß des Vertrages fich das Recht gefichert hat, nach zehn stein vertreten die beiden Extreme in der Partei. Bebel sei aus jährigem Bestehen der Gasanstalt dieselbe ankaufen zu können. der Handwerkerpraris hervorgegangen und habe sich die unmittel- Swinembe. 754 SSO 3woltig Da Hamburg 749 O bar natürliche Einsicht in die Dinge mit herübergenommen. Da- hamburg Berlin 754 SSO 3Regen Die Sparkasse der Stadt Schöneberg, für welche der Ober- neben sei er von Liebknecht zum Margismus bekehrt worden, und Wiesbaden 7535 präsident die Sagungen bereits genehmigt hat, wird nunmehr am feiner habe dann so viel für diese Weltauschaming gethan, wie Michen 759 SSD 4516.beb. 9 Paris Mittwoch, den 12. d. Mts., eröffnet werden. Bebel. Aber daneben sei er der Mann der Phantasie, der sich in Wien 762 Still woltig glühenden Farben den Zukunftsstaat ausmale und ferner der Wetter Prognose für Sonnabend, den 8. April 1899. Romantiker der Revolution", der gelegentlich durch einen Aufstand Bunächst etwas wärmer, vorwiegend trübe mit Niederschlägen und starken westlichen Winden; nachher aufklärend und kühler. veraltete Einrichtungen über den Haufen zu werfen hoffe. Berliner Wetterbureau. Gegen diese romantische Auffassung der Revolution wende fich i Berantwortlicher Redacteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von May Babing in Berlin. In Weißensee ist am Donnerstagnachmittag 6 Uhr der acht Jahre alte Sohn des Maurers Eling aus der Straßburgerstraße von einem Kohlenwagen überfahren worden. Der verunglüdte Knabe war sofort tot. Witterungsübersicht vom 7. April 1899, morgens 8 Uhr. Stationen stand mm Winds richtung Windstärte Wetter Temp. n. G. 5°. 4° R. Stationen stand mm Barometer Wind richtung Windstärke Wetter Schnee પો 5 Haparanda 747 SH 2 Regen 5 Petersburg 752 SO 3bedeckt 6 Cort 1bebedt 11 Aberdeen 752 MN Swolfig 742 MO 8bebedt 754 23 4hlb.beb. Temp. n. G. 5° G.= 4° R. 23829 Br. 82. 16. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nochmals Bernsteins Streitschrift. Bon R. Kautsky. Sonnabend, 8. April 1899. wertem Grade Kapitalisten sind und vielfach ein und derselbe der Degradation, der Ausbeutung, aber auch die Empörung große Kapitalist bei affent möglichen Gesellschaften als der stets anschwellenden und durch den Mechanismus fleiner Aktionär wiedererscheint." Aber er macht leider des tapitalistischen Produktionsprozesses selbst von dieser Erkenntnis keinen Gebrauch. Denn sie mußte ihm sagen, geschulten, bereinten und organisierten Arbeiter L. Die neueste Lesart der Marrihen Zusammenbaß sein ganzes Aftienargument wertlos ist, weil wir über die lajje"( Stapital, I, 2. Aufl. S. 793). bruchs Theorie. Tendenzen des Aflienbesitzes gar keine Daten haben- mir wenigstens An Bernsteins Antwort auf meine Stritit feiner Streitschrift hat find keine bekannt und Bernstein auch nicht, sonst würde er sie ver mich vor allem ihre Kürze überrascht. Ich werde ihm leider nicht öffentlichen. so furz antworten können, trozdemt eine Antwort auf eine Reihe von Punkten, die ich angegriffen, nicht eingeht. Aber diejenigen, die er erörtert, find gerade die für unsere Agitation wichtigsten. Ich hatte die von Bernstein vorgeführten Einkommensstatistiken für nichtssagend erklärt. Er macht keine Miene, fie weiter zu verteidigen, und doch hatten sie seinen Haupttrumpf gebildet:" Daß die Zahl der Besitzenden zu und nicht abnimmt, ist nicht eine Erfindung bürgerlicher Harmonie- Dekonomen, sondern eine von den Steuerbehörden oft sehr zum Verdruß der Betreffenden ausgetundschaftete Thatsache, an der sich heute gar nicht mehr rütteln läßt" ( S. 178). In seiner Antwort verschwinden diese so unwiderleglichen Thatsachen der Steuerstatistik, die sich zu verheimlichen, größte Thorheit wäre, völlig im Hintergrunde und es bleibt uns mir noch der Hinweis auf einige Indizien die Gewerbeftatistit, die Zunahme Wenn es wirklich die Betriebsstatistit ſein muß", meint er, fo tapitalistischen Geschäfte als der Lohnarbeiter nach. Die Zahl der lezteren stieg in Deutschland von 1882-95 in der Industrie um 89,9, die der ersteren aber um 79,5 Prozent." Daß diese Zahlen nicht von der Industrie, sondern vom Gewerbe gelten, worunter die deutsche Berufsstatistit auch Handel und Ver Heißt eine stetige Zunahme der gahl, der Schulung, der Organisation Wachstum der Reife und Macht oder nicht? Wie kann also Bernstein behaupten, Marg rede in dem vom Wir haben aber gar keinen Grund, anzunehmen, daß beim Zusammenbruch handelnden Kapitel nicht von wachsender Reife und Aktienwesen die decentralisierenden Tendenzen über die centrali Macht, sondern nur von wachsender Entartung und Knechtschaft des sterenden die Oberhand gewinnen. Eichere, sich gut verzinsende Proletariats? Und wie Tann er behaupten, ich gebe nur Allien werden von den großen Kapitalisten mit Beschlag belegt, die meine Lesart, nicht die Marr- Engelssche Theorie? Betont ben Aktienmarkt beherrschen. Für die kleineren Leute bleiben von nicht schon das Kommunistische Manifest die wachsende Reife den höher sich verzinsenden nur die unsicheren Papiere, diese sind und Macht des Proletariats als eine der Vorbedingungen des Zunicht ein Mittel, Befiylose in Besitzende zu verwandeln, sondern um fammenbruchs der kapitalistischen Gesellschaft? " Die Bourgeoisie", sagt es, hat nicht nur die Waffen gegelehrt, die Spargroschen des Kleinbürgertums und der proletarischen Elite in die Taschen der Spekulanten zu loden. schmiedet, die ihr den Tod bringen, sie hat auch die Männer gedie modernen Arbeiter, Erst fürzlich war im„ Vorwärts" ein Artikel zu lesen über einen zeugt, die diese Waffen führen werden „ neuen Beutezug des englischen Kapitals". Eine Attiengesellschaft die Proletarier... Mit der Entwickelung der Induſtrie vermehrt mit 320 000 Antheilen à 20 M.( nominell) ist gegründet worden, an- sich nicht mir das Proletariat; es wird in größeren Massen zusammen geblich zur Verwertung eines neuen Glühlicht- Patents. Mit einem gedrängt, feine Kraft wächst und es fühlt sich mehr. Schlage werden da vielleicht eine Viertelmillion Proletarier, welche Die Arbeiter beginnen, Koalitionen gegen die Bourgeois zu bilder, diese Aktien erwerben( Kapitalisten kaufen solches geugs nicht) in Das eigentliche Resultat ihrer Kämpfe ist nicht der unmittel Befigende" verwandelt, mit ihren Angehörigen machen sie zu- bare Erfolg, sondern die immer weiter um sich greifende Vereinigung Die Organisation der Proletarier zur Klasse und sammen vielleicht eine Million aus. In diesem Tempo ver- der Arbeiter. nehmen die damit zur politischen Partei, wird jeden Augenblid wieder gesprengt mehrt sich das Proletariat allerdings nicht. Also durch die Konkurrenz unter den Arbeitern selbst. Aber sie ersteht Besizenden rascher zu, als die Proletarier. Aber sollte nicht Bernstein selbst zugeben, daß solche Grün- immer wieder, stärter, fester, mächtiger. Sie erzwingt anderes dungen kein Resultat haben, als das, einige die Anerkennung einzelner Jutereffen der Arbeiter in Gesezes Millionen aus den Taschen vertrauensseliger Besigloser in form, indem sie die Spaltungen der Bourgeoisie unter sich kehr, Tierzucht( nicht landwirtschaftliche) und Gärtnerei rechnet,( der die weiten Laschen einiger wenigen Besitzenden zu konzentrieren? benust, so die Zehnstundenbill in England.... Die Bourgeoisie gleichen Verwechslung machte ich mich einmal, wie ich schon in einer Andererseits bildet das Aktienwesen nur eine besondere Form selbst führt dem Proletariat ihre eigenen Bildungselemente, d. h. Berichtigung bemerkt, ebenfalls schuldig), hat nichts zur Sache und des Kredits, die den großen Kapitalisten die Gelder der kleinen zur Waffen gegen sich selbst zu. Es werden ferner durch den Fortschritt fei nur beiläufig erwähnt. Was aber den Bernsteinschen Zahlen ihre Beweiskraft nimmt, ist eine andere Verwechslung: Die Gewerbestatistik Berfügung stellt und damit ihre ökonomische Macht vermehrt. Erst der Industrie ganze Bestandteile der herrschenden Klasse ins Prolespricht nicht von der Zahl der Lohnarbeiter, sondern von der Zahl der jüngst lafen wir in einer amerikanischen Zeitung, der Nominalwvert tariat hinabgeworfen oder wenigstens in ihren Lebensbedingungen beschäftigten Personen. Diese ist es, die bloß um 39,9 der Certifikate des Standard- Dil- Trusts betrage 97 250 000 Dollars. bedroht. Auch sie führen dem Proletariat eine Menge Bildungszunahm. Zu diesen beschäftigten Personen gehören aber auch die John D. Rockefeller besitzt deren im Werte von 49 000 000. Er hat elemente zu" 2c. also die Mehrheit der Stimmen, und die Aktienform ist ein Mittel, Arbeiter der Alleinbetriebe, die in der Regel gleichzeitig ihre ihm die freie Verfügung über fast das Doppelte seines eigenen EinInhaber find, und die Besizer der kleineren Betriebe, die selbst sayes zu gewähren. Das mag gleichgültig scheinen vom bloßen mitarbeiten. Die Zahl dieser fleinen Besigenden hat ab= Aber das entgenommen, und diese Abnahme ist es, die ich in der Statiſtik ſcheidende sociale Moment ist nicht die Verteilung, sondern die der beschäftigten Personen merkbar macht und bewirkt, daß deren Bahl im ganzen langsamer wächst als die der kapitalistischen Unter- Produktion, und auf diesem Gebiete wird die Macht, damit nehmungen. Das wird deutlich, wenn man die Zunahme der Betriebe aber auch das Einkommen des einen Rockefeller durch die Einund die der beschäftigten Personen in den einzelnen Größenklassen zahlungen seiner Mitaktionäre enorm gesteigert. verfolgt. Im Ergänzungsheft zum ersten der Vierteljahrshefte zur Statistik des Deutschen Reiches, 1898, finden wir auf S. 10 folgende Bus(+) oder Abnahme(-) in Prozenten 1882-95 der Betriebe der Personen 8,7 .8,7 Tabelle: Alleinbetriebe ohne Motoren. Gehilfenbetriebe mit 1 bis 5 Perf.+ 21,4 6 10 +65,1 11 50 +76,9 " " 51 200 +93,0 " " " 201 1000 über 1000 " " + 24,3 +66,6 +81.8 +93,9 +75,8 +110,5 39,9 +75,6 +100,8 Zusammen 4,6 Also bei allen Größenklassen mit Ausnahme der Alleinbetriebe wächst die 8ahl der beschäftigten Personen rascher, als die der Betriebe. Der Schluß, den Bernstein aus der Betriebsstatistik ziehen wollte, wäre damit also mißlungen. Weitere statistische Daten der ökonomischen Entwidelung zum Beweis der Thatsache, die zu leugnen die größte Thorheit, giebt Bernstein aber in seiner Antwort überhaupt nicht. Nun soll die Vermehrung der Börsenblätter aushelfen. Ja, aber die beweist doch nur das, was niemand bestritten, wofür wir eben einen statistischen Beweis gesehen, daß die Zahl der tapitalistischen Unternehmungen wächst, daß der Kapitalismus sich immer weiter ausbreitet, immer weitere Zweige des Erwerbslebens, immer weitere Gebiete der Erde in sein Bereich hineinzieht, daß der Weltmarkt fich rapid entwidelt und daß der einzelne Geschäftsmann immer weniger im stande ist, ihn durch seine eigenen persönlichen Beziehungen zu überschauen, daß nur die Mittel einzelner großer Beitungen im ftande sind, diese Uebersicht zu liefern; endlich beweist diese rasche Vermehrung der Börsenblätter noch die raschen Fortschritte des Aftienwesens, die fortschreitende Zunahme jener fapitalistischen Unternehmungen, die einer gewissen öffentlichen Kontrolle unterliegen und der Oeffentlichkeit bedürfen, jener publicité", die, wie die Banama- Affaire gezeigt, eine so bielgesuchte und teuere Ware geworden ist. Aber die Zahl der Börsenblätter läßt uns absolut im Dunklen über die Zahl der Besitzenden. Jeder, der in Handel und Verkehr thätig ist, muß sie heutzutage lesen, einerlei, ob er Kapitalist oder bloß Angestellter eines Kapitalisten ist. Für eine so offenkundige Thatsache, wie die Zunahme der Befizenden, sollten etwas deutlichere Beweise zu finden sein. Aber haben wir nicht die Aktiengesellschaften? Wie ungenügend bie Gewerbeftatistik gerade da ist," bemerkt Bernstein, wo es fich um die Ermittelung der Befigverteilung handelt, zeigen die Zahlen, die ich über die Verteilung des Attienbefizes in England gab. Wenn der Vermögensbefiz an einem einzigen Trust der englischen Baum wollspinner fich auf 12 000, fage zwölftaufend Personen der an einem andern auf über 5000 Personen verteilt, so verzeichnet die Betriebsstatistik für den ersteren gerade 20, für den letzteren etwa 15 Fabriten". Weit entfernt, die Wirkungen der Konzentration der Kapitalien aufzuheben, ist das Aftienwesen vielmehr das Mittel, fie auf die Spize zu treiben. Die Form der Aktiengesellschaft erst ermöglicht riesige Unternehmungen, denen das Einzelkapital nicht gewachsen ist. Sie ist die Form, in der sich die Monopolisierung einzelner Betriebszweige vollzieht. Ist die Monopolstellung der Trusts, der Eisenbahnen, der großen Banken, deswegen eine geringere, weil sie Attiengesellschaften sind? Und sind sie deshalb weniger die Werkzeuge einzelner Finanzmagnaten welche alle Vorteile dieses Umwandlungsprozesses ufurpieren und monopolisieren"( Mary)? Wir haben keine Statistit der Verteilung des Aftienbefizes, aber alles weist darauf hin, daß im Attienwesen derselbe Prozeß der Accumulation und Centralisation von Kapital vor sich geht, den wir an den kapitalistischen Unternehmungen beobachten tönnen. Was durch das Aftienivesen offenbar vergrößert wird, das ist nicht die Zahl der Besitzenden, sondern die der müßigen Besitzenden. Es enthebt die Kapitalisten von Funktionen, die sie im ökonomischen Getriebe haben und macht sie bereits in der tapitalistischen Gesellschaft überflüssig. Diese Thatsache wird durch das rasche Anwachsen der Zahl der Aktiengesellschaften allerdings drastisch illustrirt. Da haben wir schon im Kommunistischen Manifest die Bedeutung auseinander gesetzt, welche die wachsende Reife und die Macht des Proletariats für den Zusammenbruch der kapitaliſtiſchen Ordnung in sich schließt. Seit der ersten Formulierung der Marr- Engelschen Zusammenbruchs- Theorie ist der Hinweis auf das Wachstum der Reife und Macht des Proletariats ihr wesentlicher Bestandtheil gewesen; ohne diesen ist sie gar nicht zu verstehen, und nun kommt Bernstein und behauptet, das sei bloß meine Lesart! Aber der Satz vom Wachstum der Reife und Macht des Proletariats ist nicht nur ein wesentlicher Bestandteil der Marrschen Zusammenbruchs- Theorie, er ist sogar ihr charakteristischer Bestandteil. Daß die kapitalistische Produktionsweise zu wachsendem Elend, stetigen Rückgang der Kleinbetriebe, zunehmender Ueberproduktion führe, das haben auch andere Socialisten vor Marr und gleichzeitig mit Marg, unabhängig von ihm, erklärt. Was Marg und Engels allein fanden, das waren neben den das Proletariat herabdrückenden die es erhebenden Tendenzen. Gerade das zeichnet sie aus, daß fie nicht bloß, wie andere Socialisten, die wachsende Snechtung des Proletariats sahen, sondern auch seine wachsende Em pörung, nicht bloß die Zunahme seines Elends und seiner Degras dration, sondern auch die Zunahme seiner Schulung und Organisation, seiner Reife und Macht, etwas, was freilich die vulgären Kritiker der sogenannten Verelendungs- Theorie nur zu leicht vergessen, die in der Regel nichts anderes fritisieren, als die vormargiſtiſchen, Verelendungs- Theorien. Aber daß auch Bernstein es bergessen würde, das hätte ich Es scheint ein psychologisches Gesetz zu allerdings nicht erivartet. geben, das allen Marr- Kritikern die gleichen Bahnen vorschreibt, Die stete Zunahme der„ Treuhand"-Gesellschaften, die den woher sie auch kommen mögen. Rapitalisten die Sorge um die Anlage ihrer Vermögen abnehmen", Nachdem Bernstein aus der Marrschen Zusammenbruchs- Theorie auf die sich Bernstein als ein Zeichen der Zunahme der Besigenden ihr charakteristisches Moment als Kautskysche Lesart und Er beruft, beweist ebenfalls nur die Zunahme der Zahl der müssigen weiterung" herausgeworfen, fährt er triumphierend fort: Die Reife, Besigenden, beweist, wie rasch die Kapitalistentlasse für das ötono- die Macht, die Empörung des Proletariats, das sind ethische und mische Getriebe der Gesellschaft überflüssig wird, wie sehr sie immer politische, aber doch nicht ökonomische Fattoren. Wenn aber der mehr zum Parasiten am gesellschaftlichen Körper Heranwächst. Sieg des Socialismus eine immanente ökonomische NotDas ist freilich nicht jene Seite des Attienwesens, die Bernstein wendigkeit sein soll, dann muß er auf den Nachweis von der interessirt. Auf Seite 54 fühlt er sich getrieben, zu betonen, daß unvermeidlichkeit des ökonomischen Zusammennicht alle Aktionäre Nichtsthuer find." Als Aktionäre sind sie es bruchs der bestehenden Gesellschaft begründet sein." allerdings. Diese hier angeführten Thatsachen neben einigen fragwürdigen Einkommensstatistiken sind es, und sie allein, auf die Bernstein seine Behauptung von der Zunahme der Besitzenden ſtützt. Das sind die Thatsachen, die uns zwingen sollen, unser Programm um zuwälzen! Aber nachdem er diesen zwingenden Beweis erbracht, erklärt Bernstein selbst: Richtig ist nur, daß in den vorgeschritteneren Ländern die Zahl der Lohnarbeiter heute schneller wächst, als die der Gesamtbevölkerung. Aber es mir nie eingefallen, das zu bestreiten. Kautsky liest in meine Säge Dinge hinein, die ganz und gar nicht darin stehen." Darüber zu urteilen, was in den Säßen Bernsteins steht, ist allerdings er tompetent, aber wenn ich in seine Säge Dinge hineins gelesen habe, die ganz und gar nicht darin stehen, geschah es nur deswegen, weil diese Säge mir sonst völlig unbegreiflich bleiben. In seiner Schrift behauptet er ausdrüdlich, es sei falsch, an zunehmen, daß die gegenwärtige Entwicklung eine relative oder gar abfolute Verminderung der Zahl der Besitzenden aufweist. Nicht mehr oder minder, sondern schlechtweg mehr, d. h. absolut und relativ wächst die Zahl der Besitzenden"( S. 50). Das faßte ich allerdings auf als die Behauptung, daß die Zahl der Proletarier relativ abnimmt, daß die fortschreitende Proletarisierung der Massen ein Märchen sei. Nun erklärt er, die Besitzenden und die Lohnarbeiter nehmen zu das heißt, beide Schichten wachsen rascher als die Gesamtbevölkerung. Ja, auf Kosten welcher Schicht wachsen fie denn? Wenn meine Ueberzeugung von der Richtigkeit der Marg Engelsschen Zusammenbruchs- Theorie durch etwas bestärkt werden tonite, so geschah es durch die Stritit, die Bernstein an ihr übte. Hier finkt die von Bernstein als marristisch vorgeführte und fritisierte Zusammenbruchs- Theorie noch um einen Grad tiefer: aus der Theorie des gesellschaftlichen Zusammenbruchs wird eine des geschäftlichen Zusammenbruchs. Der Zusammenbruch aus rein ökonomischen Gründen", das ist die allgemeine leite, die mit Ethik allerdings schr wenig zu thun hat. Aber hier handelt sich's um die ökonomische Notwendigkeit eines gesellschaftlichen Zusammenbruchs vom Standpunkt des histos riters und nicht des Kaufmanns. Eine solche Notwendigkeit liegt auch dann vor, wenn die ökonomischen Verhältnisse mit Notwendigkeit politische und ethische Kräfte erzeugen, welche auf den Zusammenbruch des Bestehenden hinwirken. Wozu denn unsere Agitation und Propaganda, unser Streben nach politischer Macht, wenn wir allein von rein ökonomischen Ursachen den Zusammenbruch der kapitalistischen Gesellschaft erwarteten? Es waren nicht die Marristen, sondern ihre Gegner, Anarchisten, die hier eine Intonsequenz zu sehen glaubten, den politischen Kampf verurteilten und die rein ökonomische Unterminierung der fapitalistischen Gesellschaft predigten. Nun wird für Bernstein heute die anarchistische Lesart" die wirklich marzistische. Schweizerischer Arbeitertag. Luzern, 8. April. Diese Thatsachen berzeichnet allerdings Bernstein in seiner Schrift. Aber ihnen gehen folgende Beilen voraus: Leider fehlt es Unter großer Beteiligung von Delegierten aus allen Lagern des durchaus noch an zahlenmäßigen Nachweisen über die thatsächliche bunt zusammengesetzten schweizerischen Arbeiterbundes wurde heute, Verteilung der Stamm, Prioritäts- 2c. Anteile der heute einen so Sezen wir an Stelle des vagen Wortes" Besitzende" das be- vormittags 9 Uhr, im Hotel Union" der schweizerische Arbeitertag gewaltigen Raum einnehmenden Aktiengesellschaften, da in den meisten stimmtere Sapitalisten", dann tönnte man annehmen, was ja auch von dem Centralpräsidenten des schweizerischen Grütlivereins, End, Ländern die Anteile anonym find, also wie anderes Papiergeld ohne in der Regel der Fall, daß Kapitalisten und Proletarier wachsen auf in Luzern mit einer kurzen Ansprache eröffnet und sodann ins Umstände den Inhaber wechseln fönnen, während in England, wo Kosten der Mittelschichten. Aber Bernstein erklärt gerade: Wir Bureau gewählt: End als Präsident, der katholische Professor die auf den Namen eingetragenen Aftien überwiegen und die Listen sehen diese nirgends abnehmen, vielmehr fast überall sich erheblich Dr. Bed Freiburg als erster, Fürholz- Solothurn als zweiter der so festgestellten Aktionäre von jedermann im staatlichen ausdehnen".( S. 65.) Vicepräsident, Adjunkt Marf als deutscher, Adjunkt Sigg- Genf Registrieramt eingesehen werden können, die Aufstellung einer kommen zu Volksschichten rascher zunehmen als die Gesamtbevölkerung. genaueren Statistit der Attienbesitzer eine Riesenaufgabe ist, an die der alle Bollside bem famoſen Bild einer Gesellschaft, in als französischer Sekretär, Adjunkt Reimann- Biel als lleberiezer. Arbeitersetretär Greulich referierte sodann über die fich noch niemand herangewagt hat"( S. 48). Mit Daß damit das Bild der fapitalistischen Entwidelung, wie es Marg Förderung des Gewerkschaftswesens. Man sagt, die anderen Worten, wir haben keine Statistit des Attienbesiges und zeichnete, nicht vereinbar ist, gebe ich gerne zu. Ob es aber gerade Lage der Arbeiter sei eine bessere geworden als sie früher Das mag sein, darüber streiten wir nicht, dein wiffen absolut nicht, wie er sich verteilt! Da wird man es begreif- deswegen nicht der Wirklichkeit entspricht"( S. 47), möchte ich be- war. darauf kommt es auch gar nicht an, wohl aber auf lich finden, wenn man den Zahlen, die Bernstein über zweifeln. Reichtums, mit dem die Fortschritte die Verteilung des Aftienbefizes in England" mitteilt, teine die Vermehrung des Reichtums, übermäßige Beweistraft beimißt. der Arbeiter nicht gleichen Schritt hielten. Unter Benutzung eines reichen amtlichen statistischen Materials zeigte sodann der Referent, Er weist darauf hin, daß die 8Zahl der Aftieninhaber in Eng tand auf weit über eine Million geschätzt wird". Was soll damit Aber, wendet dieser ein, die Zusammenbruchs- Theorie, die ich wie rasch sich die Industrie der Schweiz seit 1882 entwickelte und bewiesen werden? Ist denn jeder, der eine Aftie befigt, ein vertrete, das ist nicht die Mary- Engelssche Theorie, sondern eine diese aus einem Agrarstaat ein Industriestaat wird. Die Gewert Besitzender"? Namentlich in England, wo man für 20 M. schon Stautskysche Lesart und Erweiterung derselben. Intvieweit sie mit schaften sind die erste ernstliche Organisation der Arbeiterklasse. " Aftieninhaber" werden kann! Und wenn die Form der Attie eine dem vom Zuſammenbruch handelnden Kapitel bei Marg zu vereinen Leider ist die Gewerkschaftsbewegung in der Schweiz noch uns Tendenz einführt, die der durch Centralisation der Betriebe herbei ist, wo nicht von wachsender Reife und Macht, sondern von befriedigend, indem höchstens 50 000 Arbeiter organisiert sind, fleinen Dänemark 80 000 Arbeiter bers geführten Centralisation der Vermögen entgegenwirft, so ermöglicht wachsender Entartung und Senechtschaft der Proletarier ge- während in dem kleinen einigt sind. Besser als die schweizerischen Arbeiter sind fie es anderseits wieder, daß der einzelne Kapitalist an viel mehr sprochen wird, kann ich auf sich beruhen lassen" 2c. wie schweizerischen Unternehmer, Bäder, Buchdrucker. Betrieben Anteil haben kann, als es ihm in der Gestalt des Unter- Diesen Satz hat nicht irgend ein Bulgärökonom geschrieben, der die nehmers möglich wäre. Wenn es die Aktienform ermöglicht, daß ein das Kapital" nie in der Hand gehabt, sondern ein Mann, der als Maschinenindustriellen, Textilindustriellen 2c. organisiert, die nahezu Unternehmen im Werte fagen wir von einer Million Mart in den einer der besten und verständnißvollsten Kenner der Margistischen alle der Organisation angehören. Viel nötiger ist aber noch die Besiz von tausend Aktionären gelangt, so erlaubt sie es auch, daß Litteratur gilt. Wie berechtigt der Saß ist, zeige die wörtliche Organisation der Arbeiter. Durch die Unterdrückung der Arbeiter der Befiger einer Million Mart Teilhaber an tausend verschiedenen Wiedergabe der Stelle, auf die sich Bernstein beruft. Sie lautet: wird nicht auch deren Unzufriedenheit unterdrückt, die sich dann oft Unternehmungen wird. Mit der beständig abnehmenden Zahl der Kapitalmagnaten, welche in schlimmster Weise äußert. Der Genfer Bauarbeiterstreit mit seinen Das weiß Bernstein natürlich eben so gut wie ich. Er giebt alle Vorteile dieses Umwandlungsprozesses ufurpieren und monopo- Ausschreitungen wäre bei guter Organisation der Arbeiter unmöglich gu, daß selbstverständlich nicht alle Aktionäre in nennens- lisieren, wächst die Masse des Elends, des Drucks, der Knechtung, gewesen; sie sind die Früchte der Herren, welche die Organisation kommen. Hindern und als Hezer und Wühler lästern.( Beifall.) Die getvert Sierauf referierte Nationalrat Dr. Hofmann übert Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 9. April, vormittags 9 Uhr, fchaftliche Organisation foll eine e centraliſtiſche fein in Berufs- die Arbeitslosen. Berficherung und Arbeits nach im großen beftaal der Berliner Reſſource, Kommandantenir. 57. Berfamm berbänden und einem allgemeinen Bunde. Notwendig find Sefretäre, we is. Er schildert die Ursachen der Arbeitslosigkeit und berbreitet lung. Freireligiöse Borlesung. Um 11 Uhr vormittags ebendafelbft Bortrag ein Generalstab, der sich über alles unterrichtet und die richtige sich über die bisherigen Versuche der Versicherung gegen die Arbeits des Herrn Wilhelm Bölsche über: Monismus und Dualismus. Gäſte willMontag, den 10. April, abends 8 Uhr, Eingang Stallschreiber Tattit zu befolgen vermag. Der schweizerische Gewerkschaftsbund losigkeit. Ebenso verbreitet er sich über die Erfahrungen mit den straße 43: Beschließende Versammlung. Vorstandswahlen. zählte 1887 2000, heute hat er 20 000 Mitglieder. Seine Kämpfe, Arbeitsnachweisen. Deutsche Gesellschaft für ethische Kultur. Heute, abends 81% Uhr, feine Unterstügungen und seine Erfolge tonimen der gesamten Ar In einer einstimmig angenommenen Resolution werden für Biegelstr. 10/11: Sociale Gruppe. Vortrag des Fräulein Goldschmidt über: beiterschaft, auch der nichtorganisierten, zu gute. Die Verbände des Einrichtung der Arbeitslosen- Versicherung folgende Hauptgrundsäge Sociale und ethische Bedeutung der freiwilligen Alters- und InvaliditätsArbeiterbundes müssen den Gewerkschaftsbund finanziell und auch aufgestellt: Versicherung. organisatorisch durch Zuführung ihrer Mitglieder( fatholische Gesellen- a) Die obligatorische Versicherung soll sich auf möglichst gleiche Bildungsverein Mehr Licht". Sonntag, 9. April, abends 7 Uhr, bereine 2c.) unterstützen und fördern. Zu diesem Zwecke soll die oder ähnliche Gefahrentlassen beschränken und mit den Saisonarbeitern im Englischen Garten", Alexanderstraße 27 c: Versammlung. Vortrag des Grundlage des Gewerkschaftsbundes eine neutrale sein, und den Anfang machen. Die Versicherungspflicht ist möglichst genau zu Genoffen Millarg. Nachdem: Geselliges Beifammensein. darum hinaus auch mit der öden Kulturkämpferei aus umschreiben. Eine Obergrenze des Alters ist festzusetzen. Arbeiter Achtung, Sattler! Das Versammlungslokal befindet sich vom 22. April den Gewerkschaften.( Beifall.) Dabei fann jeder Arbeiter feine mit Gebrechen und beschränkter Erwerbsfähigkeit sind nicht ver- ab nicht mehr Alexanderstr. 27 c, fondern im Englischen Hof", Neue religiöse und politische Ueberzeugung bewahren, die er hat. ficherungspflichtig. Rofstr. 3. Wir können, wenn wir arbeiten, bis zum Jahre 1902 einen Getvert- b) Neben den Gemeinde- Versicherungskassen für die am meisten fchaftsbund mit 100 000 Mitgliedern und mehreren Sekretären von Arbeitslosigkeit bedrohten Arbeiterschichten sollen die Berufsfchaffen. Ueberm Rhein wehren sich die Arbeiter mit aller Straft vereine mit Arbeitslosen- Versicherung gefördert werden. gegen eine Buchthausvorlage, fämpfen unter den schwersten Opfern c) Die Beiträge der Gemeinden und Kantone find in ein bes für die Erhaltung ihres Koalitionsrechtes! Und wir haben dasselbe stimmtes Berhältnis zu den Ausgaben der Kasse zu sehen, um sie in voller Freiheit, machen wir deshalb allen Gebrauch davon. Es zur Beschaffung von Arbeitsgelegenheit anzueifern. Auch der Bund gilt, die Lebenslage der schweizerischen Arbeiterklasse zu heben. Mit follte Beiträge leisten. dieser Aufgabe hängt auch das Schicksal des Arbeiterbundes selbst zufammen, denn geschicht in dieser Richtung nichts, was gethan werden soll und kann, so werden gerade die fräftigsten Glieder dem Bunde den Rücken fehren. Greulich schloß unter stürmischem Beifall sein begeisterndes Referat: hic Rhodus, hie salta hier ist die Aufgabe, wir fönnen und müssen sie lösent. Hier wurde mitgeteilt, daß der Arbeitertag von 818 Delegierten besucht ist, welche 184 051 Mitglieder vertreten. e) Nach einer gewissen Karenzzeit wird nur bei unverschuldeter Arbeitslosigkeit Unterstügung ausbezahlt. Die Versicherung ist durch eine planmäßige Arbeitspolitik der Gemeinden und Kantone, wie durch Verbindung der Kassenverwaltung mit gut betriebenen Arbeitsnachweisen zu ergänzen. なら " Briefkasten der Redaktion. Wir bitten, bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Bahn anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll und die letzte Abonnementsquittung beizulegen. Fragen ohne folche werden nicht beantwortet und schriftliche Antwort wird nicht ertheilt. Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und Freitags abends von 7 bis 8½ Uhr abgehalten. G. 97. 70. Im letzten Jahrgang der Neuen Beit" finden Sie einen fehr infiruktiven Artikel über Arbeitslosenunterstügung, ebenso enthält das f) Solchen Versicherten, die längere Zeit der Kasse angehören, Korrespondenzblatt" eine gute Statistit. Kulizinski. Fragen Sie im Arbeits- Nachweis der Metallarbeiter, ohne sie benugt zu haben, sollen die Prämien ermäßigt werden. g) Die Verwaltung der Arbeitslosenversicherung ist weit- Annenstr. 39, nach. Elba. 1. Suchen Sie einen Münzensammler auf. 2. Wenden Sie sich Der Korreferent Profeffor Dr. Bed Freiburg erklärt möglichst den Versicherten selbst zu überlassen; jedenfalls sollen fie an eine größere Buchhandlung. fich im wesentlichen mit den Ausführungen Greulichs einverstanden mitzubestimmen haben bei der Wahl des Verwalters und der An- Grahl. Nein, Sie imponiren mir nicht;„ mich" ist nicht bloß schwächund beleuchtete in einem längeren Citat Brentanos das Wesen und gestellteit. rich, fonderit leider auch unrichtig. Die Aufgaben der Gewerkschaften. Sobam beschäftigte er sich Als Jdeal eines Arbeitsnachweises bezeichnete man einen 3. 5. 8. Münzensammler, wie unter„ Elba". mit dem socialistischen Wesen des Gewerkschafts Bundes, der solchen, dessen Verwaltung unter weitgehender Kontrolle der Helantie 1900. 1. Ja. Der Chefcheidungsflage muß Sühnetermin bei in feinem Statut die Vergesellschaftmg der Produktions- Gewerbe- Inhaber in den Händen der Arbeiter selbst liegt, wobei Ihrem Amtsgericht vorangehen. Nach fruchtlofem Ausfall der Sühne iſt die Klage durch einen Anwalt anzustellen. 2. Nein. 3. Zu diesem Behuse mittel anstrebt; fein Organ, die„ Arbeiterstimme", ist zum Teil anti- Konflikte durch eine aus beiden Teilen gleichmäßig zusammen müßten Sie gegen das Kind flagen. 4. Ja. Schornsteinfeger. Nein. religiös. All bies müßte geändert werden, wenn es möglich gemacht gesezte Kommission erledigt würden. So lange diefes deal nicht. 1. Ja. 2. Wenn zum Beiterverlauf geliefert war, tritt Ber werden soll, zusammen zu marschieren. Die Schreiner 2c. haben zu erreichen ist, mögen öffentliche Bureaus mit paritätisch zufammen fähung in 30 Jahren, sonst in 2 Jahren vom Ablauf des Jahres ein, in P. F. 100. 1. Nein. 2. Nein. ohne Rücksicht auf ihre politische und religiöse lleberzeugung die gesetzten Verwaltungskommissionen, wenn sie das Vertrauen der dem die Forderung entstanden war. gleichen Intereffen, und auf diese kommt es an. Wo die Geivert- Arbeiter und Meister gewinnen, die so nötigen und nüglichen Funt 3. Altersrente wird nach Vollendung des 70. Lebensjahres, Juvalibitätsrente mit Eintritt der Juvalibität( im Sinne des Gesetzes) fällig. schaftsbewegung neutral ist, wie in England, da ist sie am stärksten. tionen erfüllen. J. F. 22. 1. Rein. 2. Ja. 3. Ja. Gustav Th. In Belgien, Deutschland und andern Ländern sind die Arbeiter in A. D. 200. Ja. Leider nein. F. Woldenberg. 1. Da eine eheliche Tochter vorhanden verschiebene gewertschaftliche Bereinigungen zerriffen, welche die Aktion ist: nein. 2. Wenden Sie sich direkt an die Buchhandlung. J. P. Uns ber Arbeiter stören; was aber zusammengehört, soll man 2. Nein. beschadet Ihrer Arbeitsstelle ist Ihnen Unfallrente zu zahlen. nicht trennen. Auch in der Schweiz find neutrale Organisationen bereits, 2. D. 13. Sie müssen sich irren. Lassen Sie sich vom Gerichtsvoll Nach Annahme einer scharfen Protestresolution gegen die Ausweisung der Italiener wurde der Arbeitertag geschlossen. . wie die der Eisenbahner. Er erinnert schließlich an den internationalen Vierte Generalversammlung des Deutschen Metallarbeitersteher Abschrift des fändungsprotokolls geben und sprechen mit dieſem in Arbeiter.( Beifall.) der Regierung, um den Arbeitertag zu begrüßen. Er führte in längerer Verbandes. Halle, den 6. April. Mitgift ausbleibt. mit ihr vereinbart hat. G. Zimmermann. Zu 2: Nein. Zu 3: Ja oder Heinemann. 0 14 der Lederarbeiter Ordnung fört, noch in folcher skleibung mit diecht eine„ dem Publikum obes 10. Generalversammlung des Verbandes der Lederarbeiter Deutschlands. Salberstadt, 6. April. Arbeiterschutz- Kongreß von 1897, to ohne politische und religiöse ber Sprechstunde ver. Ohne einen vollstreckbaren Titel( vielleicht lag ein .. 68. Arrestbefehl vor) fann ein Gerichtsvollzieher nicht pfänden. Rücksichten ernst zufammen gearbeitet wurde und Liebknecht in 1. Ja. 2. Ja. Erst nach 5 Jahren tritt Berjährung eint. Knöpfte. feiner Schlußredbe konftatierte, baß eine Art Gottesfriede über dem Berhält sich die Sache so, wie Sie sie schildern, so haben Sie nicht zu zahlen. Kongreß gewaltet habe; arbeiten wir also auch auf gewerkschaftlichem Gebiete zufammen zur Förderung der gemeinsamen Intereffen der organ fortgefeyt. Redacteur er mi bemerkt, daß man von der Sie schleunigst, daß In der Nachmittagssigung wird die Debatte über das Verbands. Stand auf dem Bestellzettel aber außer jener Gimpelfangnotis eine Bes organ fortgefeßt. Redacteur Scherm bemerkt, daß man von der Stellung auf das Ding, fo find Sie zur Behlung verpflichtet. Schreiben Sie nicht abonnieren wollen und nicht Fürholz Solothurn erklärt sich in längerer Nebe gegen die Herausgabe einer technischen Beilage Abstand nehmen möge, da der abonniert haben. Sammeln brauchen Sie das Stulenpapter nicht. 23 R. Die Selbsthilfe ausüben dürfen Sie nicht. Sie tönnen nur Neutralisierung des Gewerkschaftsbundes, wobei er aber die Unter- Kostenpunkt die gebotenen Vorteile bedeutend überwiegen würde. Gewiß 2000. 1. Das ist nur Mutters Yaffung ber religiöfen Stulturkämpferei in den Gewerkschaften als Die Versammlung beschloß demgemäß. Ein Antrag: Der Redacteur Hagen und dann pfänden laffen Gewijs 2000. 1. Das felbstverständlich hält. Aus den Protokollen verschiebener nationaler des Berbandsorgans wird beauftragt, von Zeit zu Zeit und soweit Grbteil. 2. Sunächst wäre in Ihrem Falle der Vater des Beklagten au und internationaler Gewerkschafts- und Socialisten- kongreffe, sowie möglich, über die Preisbewegungen des Eisenmarktes im Organ schwören berechtigt. Borher kann seine Tochter als Beugin vernommen des internationalen Arbeiterschutz Kongresses weist er nach, zu berichten, wurde angenommen. Der Antrag auf Einsetzung werden. Aber- muß benn wegen Mammon gegen den Bater Ihrer Frau 1. 2. daß sich die Gewerkschaftsbewegung in ben verschiedenen Ländern einer Redaktionskommission wurde abgelehnt. Zum Punkte der Agitation gelagt werden? Ihre Frau bleibt Ihnen doch ein Schay, auch wenn bie E. 2. Ohne nähere Darlegung des Falles immer mehr in focialistischer Richtung entwickele, namentlich auch in und Taktik erklärt Bender Magdeburg, daß man sich weniger mit nicht zu beantworten. England, und fich immer mehr auf den Boden der socialdemokra- dem Unterstüßungswesen und lieber mehr mit der Erringung des acht wer hat geklagt? weshalb? wie ist entschieden? E. 2. M. 10. 1. Ja. tischen Bewegung stelle. Er schloß mit dem Antrage, tündigen Arbeitstages, der doch statutengemäß verlangt wird, be- Pant S. 37. Unerhebliche körperliche Fehler. die Punkte in den Thesen Grenlichs, welche die politische Neutralis fchäftigen möge. Reichel verspricht im Namen des Vorstandes, 2. Nein. 3. Sie können durch Saft zur Eidesleiftung gezwungen werden. Achnee. Durch Leistung eines Offenbarungseides oder durch Besitz des fierung der Gewerkschaften bedeuten, abzulehnen.( Beifall.) alles aufzubieten, um eine Verkürzung der Arbeitszeit für die MetallBodsberger Bürich. Vertreter des Bundeskomitees des arbeiter zu erzielen. Ehrler tritt für die wirksame Berbreitung Armenrechts in einem Prozeß verliert man teineswegs das Wahlrecht. fchweizerischen Gewerkschaftsbundes erklärt, daß religiöse Bethätigung in einer Agitationsbroschüre, in der den Metallarbeitern der Nutzen der Scheinheiliger. 1. Die Kirchensteuer beträgt in Berlin für die Mitglieder den Gewerkschaften schon heute nicht verkommt, wie auch das Bundes Organisation klar gelegt wird, ein. Sämtliche bezüglich der Agitation ber evangelischen Kirchengemeinde 10 Proz. der Staatssteuer, für die bes komitee sogar streitende katholische Arbeiter zur Verteidigung ihres und Tattit gestellten Anträge, wurden darauf dem Vorstand zur katholischen Kirchengemeinde in St. Bonifacius, St. Hedwig, Herz Jefu, Vereinsrechts unterstützte, ohne daß fie noch einen Beitrag an den Berücksichtigung überwiesen. Hierauf erstattet Freythaler namens St. Mathias, St. Sebastian 15, in St. Pius und St. Michael 10 Broz. Gewerkschaftsbund geleistet hätten. Er begrüße es, wenn die katho- der Beschwerdekommission Bericht mit dem Hinweis, daß der Vorstand in Jedoch sind die Mitglieder der katholischen Stirchengemeinden, welche lischen Arbeiter zahlreicher als bisher den Gewerkschaften beitreten dem Steitfall, Ortsverwaltung Frankfurt gegen Dejung torreft und weniger als 27 M. Einkommensteuer bezahlen, von der Kirchensteuer befreit. 2. 9. 3., Rene Schönhauserste. Im Juni v. J. mb wenn die maffenhafte Lieferung von Streitfachlich gehandelt habe. Dejung geht aus dem Streitfall makellos 2. Wie hoch Baafche eingeschäzt ist? Fragen Sie ihn felbft; wir vermögen ihn brechern von den katholischen Gefellenvereinen hervor, was vom Vorsitzenden besonders hervorgehoben wurde. Bum nicht zu schäßen. E. 2. 20. 1. Gültige Tagen für Hebamment giebt es nicht. Die Kapitel Verwaltung werden die vereinsgesetzlichen Bestimmungen unzulässigkeit einer solchen Tare betont mit Recht eine Ministerialverfügung in Deutschland aufhört und wenn fie Streitbrecher berührt, die den Ortsbeamten häufig Schwierigkeiten bereiten. Ehrler vom 11. Oftober 1871. 18 angemeffen werden in allgemeinen für den Bei ausschließen. Die politische Neutralifierung der Gewerkschaften müffe er aber ablehnen, denn dann dürften diese ja nicht einmal befürwortet, den Mitgliedern mit dem Statutenbuch auch die wich stand bei der Entbindung 2-10 W, für jeden ferneren Besuch 1 M. ers mehr für bie Revifion des Fabrikgefeges eintreten. Für partei- tigsten Bestimmungen der socialpolitischen Gesetze zugänglich zu achtet. Die Anzahl der notwendigen Befuche hängt von dem Befinden ber Lattführ. Die politifche 8tvede habe ber Getvertschaftsbund, der bereits eine halbe machen. Ein Antrag: den Statutenbüchern nach Bedarf eine leber Wöchnerin ab. In deren Interesse liegt es, teber häufiger befucht zu Militär Strafprozeßordnung ist noch nicht in Kraft getreten: fie foll sum Million für seine Zwede geleistet habe, noch nie etwas aus fegung derselben in polnischer Sprache für die polnischen Provinzen werben, als am unnützen Ort zu sparen. 2. 2-20 W. beizubeften, wurde angenommen. Ueber mehrere Anträge allgemeiner Oftober 1900 oder Januar 1901 lebensfähig werben.. 100. gegeben. Charlottenstraße. Rein. Lang Zürich erklärt fich für die Grenlichfchen Thefen, der Art wurde bis zum Schluß der Sigung debattiert. Besonders Beleine Narbe und geringe förperliche Fehler. Rable nie alleine. Eine Polizeiverordnung, die dem schwachen Geschlecht Setretar Calonne des Gewerkschaftsbundes dagegen, ebenso merkenswertes bot die weitere Debatte nicht. berbietet, Mannesleidung zu tragen, besteht für Berlin und Umgegend ein weiterer Redner bafür und ein solcher bagegen. Hierauf nahm nicht, wohl auch für keinen anderen Ort des preußischen Gebiets. Sie wäre das Wort der katholische Regierungsrat Walter namens auch ungiftig, ba folche Kleidung weder die öffentliche Ruhe, Sicherheit und einzelnen Mitgliedern desselben bevorstehende Gefahr" erblidt werben tönnte. Dadurch wird aber die Möglichkeit nicht ausgeschloffen, daß der fo viel gefnuffte und gepuffte Paragraphus 360 Nummer 11- genannt grober Unfug- Paragraph im Einzelfall vor das Tribunal gegen Frauen, die die Sosen anhaben, geschleppt wird. Der arme überarbeitete Kerl nimmt an allem ergernis und fann fich sogar auf die Bibel( 6. Woſes, tapitel 23, Vers 5) berufen. Freilich berechtigtes Mergernis follte er nur an Menschen nehmen, benen bas Herz in die Hofen fällt; und dies Naturwunder gefchteht Belaschke. Ju Ihrer leider bei Menschen in und ohne allerlei sefeibung. Sache läßt sich ein weiterer Stat, als ben Ausgang abzuwarten, nicht geben. Schriftliche Antwort zu erteilen, müssen wir ablehnen. 2. 15, S. 809 und andere. Ein Testament muß im Gebiete des preußischen Allgemeinen Landrechts unterschrieben und bei Gericht niebergelegt oder zu Protokoll des Amtsgerichts erklärt sein, um gültig zu sein. Dasselbe gift für ein wechselseitiges Testament. Zengen brauchen zur Anfertigung eines Teftaments nicht zugezogen zu werden. Für ein wechselseitiges Testament ist etwa folgende Form zu empfehlen: Wir( Namen der Gheleute) feßen uns ein ander gegenseitig und unsere Kinder( Namen), sowie diejenigen Kinder, bie Ueberlebende von uns die von aller Aufsicht und Rechnungslegung befreite Verwaltung unseres beiderseitigen Vermögens bis zu seinem Tode behält und berechtigt ist, unter Lebenden über die Substanz zu verfügen. Was nach dem Tode des Lehtlebenden übrig bleibt, teilen bie anderen Erben nach der gesetzlichen Erbfolge. Für den Fall einer Wiederverheiratung des ueberlebenden hat auseinandersetzung nach der geseglichen Erbfolge zu er folgen. Wer von unseren Erben unser Testament anfechten sollte, den ſehen wir auf Pflichtteil." Die Höhe der Roften richtet sich nach der Höhe des Objekts. Diekosten für protofollarische Testamentsaufgaben find doppelt so hoch wie die für die Annahme eines offen oder versiegelt übergebenen Testaments. Durch Benugung obiger Anweisung wird alfo die älfte erfpart. Die Kosten für die Annahme von Testamenten betragen: bet cinem Objekt von 2-300 W.: 2,40., von 300-450: 3, Die Schuhmacher hielten am 8. Ostertage in Cohns Festsälen von 450-650: 3,60, von 650-900: 4,20, von 900-1200: 5-, 1200-1600: eine gut besuchte Bersammlung ab, in der Lantow fiber bas 6,1600-2100: 7, 2100-2700: 82700-3400: 9, 3400-4300: 6700-8200: 13, 8200-10 000: 10,-, 4300-5400: 11,-, 5400-6700: 12, Thema: Das Koalitionsrecht der Arbeiter und die bevorstehenbe 14-10 000-12 000 15,-, 12 000-14 000: 16,- 2. und so steigen bis Erkennt und beschließt der Schweizerische Arbeitertag: Buchthausvorlage im Lichte der Thatsachen, sprach. Eine Dishiffion 30 000 mt. bei je 2000 m. mehr Objekt die stoffen um je 1 M., jo daß also Es ist Pflicht des Schweizerischen Arbeiterbundes, seiner Befchloß sich dem beifällig aufgenommenen Referat nicht an. Sodann bei Objekten von 28-30 000 W. bie Soften 24 Mt. betragen. Es betragen hörden und Organe, sowie feiner Berbände und Vereine, mit allen nahmt die Versammlung die Schlußabrechnungen der Kommissionen der bet Objeften von 30-35 000. bie Soften 26 M., bei Objekten von Beiben Kaffterern wurde 35-40 000 t. 28. Von da ab fteigt es in der Stoftentabelle bel ben Sträften für eine einheitliche und umfassende gewerkschaftliche Schoß- und Fabritarbeiter entgegen. Beiben Staffierern wurde 35-40-000 Organisation der Arbeiter aller Berufe in der Schweiz zu wirken. Decharge erteilt. 8ur Feier des 1. Mat fand folgende Resolution Objetten um je 10 000 W., bei den Kosten un je 2 W., so daß also bei Sobald der Schweizerische Gewerkschaftsbund und seine Berufs- einstimmige Annahme: Die Verfammlung erblidt bie würbigfte Objetten von 90-100 000 D. bte Gebühren 40 W. betragen. Von da ab daß also z. B. die Testamentsannahme bei Werthen von 1990 000 bis berbände und Vereine sich auf parteipolitisch und religiös neutralen Feler des 1. Mai in bent allgemeinen Nuhenlassen ber Arbeit an steigen bie Wertflaffen um le 10 000., bie Gebühren um je 1 M., fo Boden stellen, sollen alle bestehenden wie alle neu zu bildenden diesem Tage. Sie erwartet baber, daß die Kollegen, foweit es ihnen 2 Willionen Weart 230 Wt. fostet. Die Kosten find also wie durchweg in Berufsverbände und Vereine zum Anschluß an den Gewerkschafts- ohne schwere wirthschaftliche Nachteile möglich ist, für volle Arbeits- Gerichtssachen bei niederen Objekten prozentual außerordentlich viel höher Wechselseitige Testamente gelten als zwet ruhe in den Fabriten und Werkstätten eintreten unb burch Teilnahme als bet hohen Werten. bund bewogen tverden. mission zu bestellen zur Unterhandlung mit den Vorständen des Solidarität bekimden." Gewerkschaftsbundes und der anderen Berufsverbände, sowie zur Der Frauen und Mädchen Bildungsverein zu Friedrichs Einleitung einer planmäßigen Propaganda für Bildung neuer Berg hielt am 4. April bet Herrn Heinide, Friedrich Starlstraße, Berufsverbände und Vereine. Diese stommission hat jährlich einen seine Mitgliederversammlung ab, in der Herr O. Gebide einen Bericht zu erstatten, der den Jahresberichten des Arbeiterbundes bei- interessanten mit Beifall aufgenommenen Vortrag über die Bähne zugeben ist. und ihre Krankheiten hielt. und vorzüglicher, start socialistisch angehauchter Rede aus, daß der Staat alle Urfache hat, Vertreter zu entfenden zu einer Zusammen funft, wie die heutige ist. Der Staat und seine Ver treter begrüßen es, wenn sich die Arbeiter zu In der heutigen Sizung wurde die Statutenberatung fortgefegt. cinem Bunde zusammenthun, um an der Heilung von Es handelt sich dabei nur um innere Verbandsangelegenheiten ohne socialen Schäden mitzuarbeiten. Die Organisation der allgemeines Intereffe. Arbeiter ist eine Notwendigkeit, um den Staat in allgemeines Intereffe. feinen Aufgaben zu unterstützen und vorwärts zu treiben. Auf focialem Gebiete hat das Wort:„ Einer für alle und alle für einen" die größte Bedenting.( Beifall.) Sobanu wird Schluß der Debatte beschloffen und nach einem Schlußwort Greulich's seine Thesen nahezu einstimmig angenommen, welche lauten: In Erwägung, Nein. Zum Unterstügungsreglement lagen eine große Zahl von Abänderungsanträgen, meist von untergeordneter Bedeutung, vor. Es wurde beschlossent, weil die Beitragserhöhung abgelehnt worden ist, auch die Reiseunterstützung nicht zu erhöhen. Verheiratete Mit glieder, welche auf die Reife gehen, erhielten bisher eine wöchent fiche Familienunterstützung von 9 M. auf die Dauer von 6 Wochen. Die Bezugsberechtigung wurde in diesem Falle auf 8 Wochen fest gesetzt. Ats Siz des Verbandsvorstandes wurde wieber Berlin, und als Siz des Ausschusses Hamburg bestimmt. In den Vorstand wurden einstimmig wiedergewählt: Beis- uns etwa noch geboren werden, mit der Maßgabe zu Erben ein, daß der wenger als erster und Buffe als zweiter Borsigenber Mit der Vertretung des Werbandes auf der in Wien stattfindenden internationalen Konferenz der Lederarbeiter wurde Beiswenger betraut. baß die Gewerkschaften für die Arbeiter ein unentbehrliches Mittel sind, um für Aufrechterhaltung und Hebung ihrer Lebens haltung und damit für die Grundlage eines menschenwürdigen förperlichen, moralischen und geistigen Daseins einzutreten; daß zur Erfüllung dieser Aufgabe die gewerkschaftliche Organi fation der Arbeiter in der Schweiz noch zu schwach und unentwidelt ist, während die Geschäftsinhaber in vielen 8weigen eine stärkere, in manchen eine fast volltonimene Organisation haben; Nachdem um 8 Uhr abends die Tagesordnung erledigt war, daß dieses Mißverhältnis der Organisation eine Gefahr flir schloß Schmidt Altona die Generalversammlung mit einem Hoch die Arbeiter und das Gemeinwesen bilbet, und daß obligatorische auf das fernere Gedeihen des Leberarbeiter- Verbandes. Berufsgenossenschaften zu Schuß und Sebung der Produktionstraft erst dann möglich sind, wenn ein größerer Teil der Arbeiter burch freiwillige gewerkschaftliche Organisation vorgeschult tft; daß eine einheitliche, gewertschaftliche Organisation ber großen Mehrheit der Arbeiter nur auf dem neutralen Boden der wirtschaft lichen Intereffen der Arbeiterklasse, unter Ausschluß parteipolitischer oder religiöser Stellungnahme erzielt werden kann; Versammlungen. Der Bundesvorstand wird beauftragt, unverzüglich eine Koms an den Massendemonstrationen des Proletariats ihre internationale für die aufbewahrung der Teftamente. Für die Eröffnung und Aus Greulich wurde sodann einstimmig als Arbeiterfekretär wieder gewählt und der Bundesvorstand mit End Luzern als Präfident bestellt und zwar aus 55 Mitgliedern. Berband der Sattler und Tapezierer( Filiale Berlin D. Soms abend, den 8. April, abends 9 Uhr, im Englischen Garten", Alexander Straße 27 o: Mitgliederversammlung. fertigung einer legtwilligen Verfügung wird so viel wie für die Annahme erhoben. Für die Zurüdnahme eines Testaments ift, falls zugleich ein anderes Teftament überreicht wird, nichts, sonst bie Hälfte der oben genannten Gebühren zu zahlen. Der einfachste und billigste weg zur Anfertigung eines Testaments ist demnach nicht ber proto follatische, sondern der: Sie setzen Ihren letzten Willen auf, achten babet barauf, daß jemand zu Erben eingesetzt und kein Pflichtteilserbe übergangen ist. Sodann unterschreiben Sie das Testament und überreichen es offen oder versiegelt, aber persönlich bem Amtsgericht. Machen Sie ein wechselfettiges Testament, so müssen beide Eheleute unterschreiben und zu Gericht gehen. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Medaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Thraker. on Sonnabend, den 8. April. Opernhaus. Regina. Anf. 72 Uhr. Nachmittags 3/2 Uhr: Hänsel und Gretel. Die Puppenfee. Schauspielhans. Das fünfte Rad. Anfang 72 Uhr. Neues tgl. Opern Theater( Kroll). Urania Reichshallen. Taubenstrasse 48/49. ad Im Theater: quilt Das Land der Fjorde. Nachmittags 4 Uhr: Vorstellung zu ermässigten Preisen. Im Hörsaal: Dr. P. Schwahn:„ Der Ocean und seine Erforschung." 30 Invalidenstr. 57/62: Tägl. Sternwarte. Jm weißen Röß'l. Anfang Nachmittags täglich 5-10 Uhr. 72 11hr. Deutsches. Hans. Vorher: Mutter herz. Anfang 72 Uhr. Lessing. Die Zauberin. Anfang 7 Uhr. Berliner. Platz den Frauen! Anfang 72 Uhr. Residenz. Der Schlafwagen- Ston trolleur. Vorher: Zum Einsiedler. Anfang 72 Uhr. Nenes. Hofgunst. Anfang 7½ hr. Westen. Die Erziehung zur Ehe. Vorher: Liebesträume. Anfang 7 Uhr. Metropol. Chand d'habits.( Der Kleiderhändler.) Hierauf: Die fleinen Michus. Anf. 71/2 Uhr. Schiller. Die große Gloce. Anfang 8 Uhr. Central. Die Puppe. Anf. 7½½ Uhr. Thalia. Der Raub der Sabinerinnen. Anfang 72 Uhr. Luifen. Nach berühmten Mustern. Anfang 8 Uhr. Nachmittags 32 Uhr: Die Räuber. Belle Alliance. Onlel Bräfig. An fang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Fra Diabolo. Anfang 8 Uhr. Alleranderplak. Die Lebemänner B Un von Berlin oder: Der Klub der Harmlosen. Anfang 8 Uhr. Wiener Volks Theater. schuldig. Anfang 7 Uhr. Oflend. Die Bulgaria. Anf. 8 Uhr. Apollo. Specialitäten Borstellung. Anfang 72 Uhr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Täg lich geöffnet von 10 Uhr vor: mittags ab. Eintritt 50 f. Passage- Panopticum. Geöffnet 9 Uhr früh bis 10 Uhr abends. Das Niesenweib. Die schöne Tätowierte. Bon 6½ Uhr: Theatre variété. Excelsior, dargestellt bon 500 fünfil. Menschen. Mittwoch, Sonnabend, Sonntag 4 Uhr: Kindervorstellung. Castan's Täglich: Stettiner Sänger Hente Neues Elite Programm. ( Mehfel, Pietro, Britton, Steibt, Krone, Nöhl, Schneider und Schrader.) Britton als Pauken- Schulze der Stolz vom Regiment. Anfang präc. 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 Pf. Numerirter Balkon 75 Pf., BalkonLoge 1 Mk., Orchester- Loge 1,50 Mk. Fremdenloge 2 Mk. Tagesfaffe 11-1. Die Plätze zu den numerierten Sigen sind stets 8 Tage lang vor: her zu haben. Mährs Theater Oranien Straße 21. Täglich: Panopticum. Der Klingeljunge von Bolle. Jtal. Sänger- u. Tänzer- Gesellsch. ..Santa Lucia". Die berühmten ,, lebenden Bilder". Neu! Dreyfus- Esterhazy. Apollo- Theater. Das Abenbs 8 Uhr:„ Das Land be humoristischte Programm Fiorde". Operntelephon. Juvalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Stern warte. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Jeen Palast. Specialitäten Bor flellung Paffage Panoplikum. Speciali B täten- Borstellung. der Saison. Me. et Mr. Blanca- Desroches La Bella Robert Steidl Schiller Theater Henry Bender ( Wallner Theater). Sonnabend, abends 8: Die grosse Glocke. Lustspiel hot in 4 Alt von Ostar Blumenthat. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Hanneles Himmelfahrt. Oterauf: Abu Seid. Sonntag, abends 8 Uhr: Othello, NY THE der Mohr von Venedig. Montag, abends 8 Uhr: Die grosse Glocke. Central Theater Direktion: José Ferenczy. Die Puppe( La Poupée) Operette in 3 aften und einem Vorspiel von Ed. Audran. Morgen und folgende Tage: Die Puppe( La Poupée). Sonntag, nachmittags 3 Uhr, zu halb.Preisen: Die Fledermaus. Operette in 3 Alten von Johann Strauß. Max Seller: Erich als Gast. Oftend Carl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterstraße 132. Movität. 8um 7. Male: Novität. Die Bulgaria. Senfationelles Ausstattungsstüc mit Gefang( Wahrheit und Dichtung) in 3 Aften( 10 Bildern) von Hans Buchholz. Musik von M. Fall. Ge: fangsterte von J. Dill. Anfang 8 Uhr: Borzugsbillets haben Giltigkeit. Jm Tunnel von 7 1hr Frei- Konzert. Jut 4. Bild: Abfahrt der Bulgaria. Deforation: Hafen von New- York mit Ansicht der Freiheitsstatue. Morgen und folgende Tage: Die Bulgaria. Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72/73. Gastspiel Emil Thomas. Der Raub der Sabinerinnen. Schwant in 4 Aften von... v. Schönthan. Emanuel Striefe: Theaterbirektor, Emil Thomas als Waft. Anf. 7 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Metropol- Theater. Behrenstr. 55/57. Dir. Rich. Schultz. 8uut 8. Male: Gaffipiel des Mr. Séverin Chand d'habits ( Der Kleiderhändler). Bantomime in 3 Bildern von Catulle Mendes, Mufit von Jules Bouval. Pierrot: Mr. C. Séverin. Der Abend fängt um 1/8 Uhr mit ber Operette: Die kleinen Michus an. Ada Milani Carmanellis, Prof. Jmanns. Nur noch kurze Zeit: Ein Abenteuer im Harem Burleske von W. Mannstädt. Musik von Paul Lincke. Anfang 7% Uhr. Vorverkauf im Theater und beim Künstlerdank", Unter den Linden 69. Alcazar Theater Dresdenerstr.52/ 53.City- Passage. Direttion: Richard Winkler. Täglich mit stürmischem Jubel! Endlich .91 allein! Gefange- Poffe von Joh. Eißner. Musik von Mar Schmidt. In Scene gefest v. Otto Wendt. Dazu das vorzügliche neue Special- Programm u. a. Mr. James Thomas, Juggler on the wire. Wochentags Entree frei! Sonntags 30 f. Feen- PalastTheater 0 Burgstr. 22. 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April d. J., vorm. 10 Uhr, Annenstr. 16, General- Versammlung der Vertreter der Kaffenmitglieder und Arbeitgeber. Tages Ordnung: 1. Verlesung der Protokolle. 2. Be Rechnungsausschusses und Decharge- Erteilung. 3. Beschlußfaffung Statuts. 4. Verschiedenes. t bes Regnum Bandſchufies into Der Vorstand. 2. Bickels Festsäle, Hafenhaide 52/53. Referent Reichstagswegen Beschränkung der Koalitionsfreiheit über Abänderung bes 2025055 3. Bock- Brauerel, Tempelhofer Berg. Referent Reichstags- und sonstiger Mißstände für Verbandsmitglieder 4. Zühlkes' Salon, Dennewitzstr. 13. Referent Reichstags- und tariftrene Gehilfen gelperrt ist. Abgeordneter August Bebel. Abgeordneter Paul Singer. Tages- Ordnung in allen Versammlungen: 1. Die gegnerischen Parteien und die Reichstags- Wahl im 211/2 Weißenseer Kirchhof in Weißensee statt. 2. Wahlkreise. 2. Diskussion. 166/10 Die Ortsverwaltung. Zentral- Kranken- u. SterbeUm zahlreiches Erscheinen ersucht Das Wahlkomitee. Rixdorf. Kaffe d. deutsch. Wagenbauer. Socialdemokr. Verein„ Vorwärts". Hiermit zur Nachricht, daß unser Mitglied Hermann Schultze am 5. b. m. verstorben ist. 25116 Die Beerdigung findet Sonntag nachmittag 32 Uhr von der Leichen Halle des Danteskirchhofes aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung Berlin II. Socialdemokratischer Wahlverein für Teltow- BeeskowCharlottenburg. Den Mitgliedern hiermit zur Kennt nis, daß uns das Mitglied, der Techniker Arthur Hamburger plötzlich durch den Tod entriffen worden ist. 250/4 Die Beerdigung findet Heute Sonnabendnachmittag 6 Uhr von der Leichenhalle des Neuen Luisen: Kirchhofes am, Fürstenbrunner Weg aus statt. Der Vorstand. Danksagung. Für die vielen Beweise der Teilnahme und für die Kranzspenden d ,, Verbandes deutscher Gastwirts: gehilfen sowie des Klub Schwarze Eule bei der Beerdigung meines Mannes Rud. Ditterich am 5. d. Mts. und für die trostreichen Worte des Genossen Metuer an der Gruft fage ich hiermit meinen innig: ften Dant. 25066 Witwe Pauline Ditterich. Orts- Krankenkasse der Buchbinder und verwandten Gewerbe. Montag, 17. April, abends 8 Uhr, int Feuersteins Salon, Alte Jakobstraße 75: Ordentliche General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Berlesung der Protokolle. 2. Abnahme der Jahresrechnung pro 1898. Wahl 2 Dienstag, den 11. April, abds. 8 Uhr: General- Versammlung im Deutschen Wirtshaus ,, Klemke", Bergstraße Nr. 136/37. Tages Ordnung: 1. Abrechnung des Kassierers. 2. Bericht des Vorstandes und des Bibliothekars. 3. Abrechnung vom Märzvergnügen und der Urania- Borstellung. 4. Statutenberatung. 5. Wahl des gesamten Vorstandes, der Revisoren und des Bibliothekars. 6. Vereinsangelegenheiten und Fragekasten. 232/4 Mitgliedsbuch legitimiert. Bahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Deutsch. Metallarbeiter- Verband ( Verwaltungsstelle Berlin.) Sonntag, den 9. April, vormittags 11½ Uhr, im großen Saale der Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 47/49: Versammlung J. A.: Alb. Massini. Achtung! Pußerträger. Achtung! Montag, den 10. April d. J., abends 8 Uhr, in Wernaus Festfälen, Schwedterstraße 23/24: Oeffentl. Dersammlung der Puherträger Berlins und Umgegend. Tages Ordnung: 1. Die Sebung unserer wirtſchaftlichen Lage und unſere diesjährige 30/6 Lohnfrage. Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht. 2. Dis fussion. 3. Verschiedenes. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, zu erscheinen. Die Lohnfommission. J. A.: W. Noack. Verband der Möbelpolierer. Heute, abends 8 Uhr, bei feller, Koppenstr. 29( großer Saal): General- Versammlung Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes, Raffierers usw. 2. Wahl. 3. Bericht über die Statiſtik ber Stontrollfarten. 4. Sollen die Fragebogen betreffend die Saut Krankheiten usw. ausgegeben werden? 5. Wie stellen sich die Mitglieder zur obligatorischen Einführung der„ Einigkeit"? Referent Kollege Reuter. 6. Verschiedenes. Um 7 Uhr ebendaselbst: Vorstandssitzung. Abrechnung der Billets. Montag, den 10. April, abends 812 Uhr, Brunnenstr. 150: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die Lehrlingsfrage. Referent Kollege Weber. 3. Werkstellenbericht. [ 145/19] 2. Diskussion. Der Vorstand. Den Droschkenkutschern Berlins zur Nachricht, daß wir für 25176 Weißensee einen sämtlicher Arbeiter und Arbeiterinnen der„ Union", Berein der Droschkenkutscher, Elektricitäts- Gesellschaft Martinickenfelde. Tages Ordnung: Die augenblickliche Lage in der Metall- Induftrie und die Lohn- und Arbeitsverhältnisse in der ,, Union", ElektricitätsGesellschaft. Referent Friedrich Schlegel. Kollegen! In Anbetracht der überaus wichtigen Tages- Ordnung ist es Ehrenfache jedes Einzelnen, pünktlich zu erscheinen. 111/11 Die Ortsverwaltung. Verband der Sattler und Tapezierer. ( Filiale Berlin V.) Sonnabend, den 9. April, abends 9 Uhr, im ,, Englischen Garten", Alexanderstraße Nr. 27c: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: behufs Wahrung ihrer Intereffen gegründet haben. Allen den Kollegen, welchen an einer Besserung ihrer Lage gelegen ist und sich obigem Verein an schließen wollen, werden zu der am Montag, den 10. April, abends 81/2 Uhr, bei Toepte( Bur Flora"), Gustav Adolfstr. 142, stattfindenden Versammlung ergebenft eingeladen. J. A.: Der Vorstand. Achtung! Elektrotechnik! Meine Poliklinik für Hals-, Nasens u. Ohrenleiden Alexanderstr. 38ift seit 1. April auch Sonntags ( 11-12 Uhr) geöffnet; wochentäglich wie bisher 121/ 2-2 Uhr. 24915 Dr. Grabower. Allen Freunden u. Bekannten empf. mein Weiss- u. Bairischbier- Lokal. J. Conrad, Marsiliusstr. 8. Vereinsz. m. Piano zu berg.[ 14292* Allerlei Anzeigen. GENERAL Charlottenftr. 93. Fundbureau, Rauchet Yellow- Kid. Halbrenner, Modell 99, allerfeinstes deutsches Fas britat, muß ich spottbillig verkaufen. Garantieſchein noch 10 Monate. Langestraße 34, 1 Tr. lints. 55/6 nachweist. gutgeh., Schankgeschäft th Billard, Klavier, Automat, Uebern. nur 800 M. erfordert. Erfrag. Comptoir Holzmarktstr. 40 pt. 9-7. 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Revidierung des Statuts. 6. Ver schiedenes. 24/1 Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Der Vorstand. Bernh. Jost, Eugen Brückner, Vorsitzender. Schriftführer. Sonntag, den 16. April, vormittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn Nümann, Brunnenstr. 188: Ordentliche General- Versammlung der Orts- Krankenkasse der Stellmacher. Tages- Ordnung: 1. Abrechnung vom Jahre 1898 2. Antrag des Borstandes: a) Auszahlung der Krantenunterstützung vom Tage der Erkrankung an. b) Erhöhung des Sterbegeldes. c) Berlängerung der Zeit der Krantenunterstützung. 3. Ergänzungswahl des Vorstandes. 4. Verschiedene Kaffenangelegenheiten. 25266 Der Vorstand. J. A.: A. Damke, Vorsitzender. Ordentliche General- Versammlung der Orts- Krankenkasse der Hutmacher, Hutfourniturena. Filzwaren Verfertiger zu Berlin Zahlstelle Berlin. Dienstag, den 11. April 1899, abends 82 Uhr: Mitglieder- Versammlung in Feuersteins oberem Saal, Alte Jacobstr. 75. Tagesordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Wolfgang Heine über: Das Todes- Urteils Delegierten. 3. Durchberatung der Geschäftsordnung. 4. Verbands2. Stellungnahme zum Gewerkschaftkongreß und Wahl eines Angelegenheiten und Verschiedenes. Wegen der überaus wichtigen Tagesordnung ersuchen wir alle MitDie Versammlung wird pünktlich eröffnet alieber, bollzählig und pünktlich zu erscheinen. 24/2] Die Ortsverwaltung. Sonnabend, den 15. April, in Kellers Festsälen, Koppenstraße 29: Feier des XII. Stiftungsfestes Vokal- und Instrumental- Konzert Neues Berliner Konzert Orchester, Dirigent: Herr Tietz, unter Mitwirkung des Buchbinder Männer- Chores Dirigent: Herr Bombelke. Festrede, gehalten bom Reichstags: Wilhelm Liebkneeht. Abgeordneten Nach dem Konzert: Großer Ball in beiden Sälen. Jm großen Festsaal: Ballmusik von 2 Orchestern. Kaffeepause findet nicht statt. 28186 Billets für Mitglieder à 30 Bf. und für Gäfte à 50 Pf. inft. Tanz am Sonntag, den 16. April 1899, find heute noch in sämtlichen Zahlstellen, am Dienstag in der Versamm vormittags 10 Uhr, im Restaurant lung sowie bis Sonnabend, den 15. d. Mts., im Bureau, Annenftr. 50, zu des Herrn A. Feind, Weinstr. 11, haben. Am Festabend bleiben sämtliche Zahlstellen geschlossen: wozu die Delegierten hiermit ein: ebenso ist das Bureau nur bis 6 Uhr abends geöffnet. geladen werden. Tagesordnung: a) In getrennter Versammlung: 1. Ersazwahl zweier Vorstands: mitglieder der Arbeitnehmer. b) In gemeinschaftlicher Versammlung: 2. Bericht der Kaffenrevisoren pro 1898 und Antrag auf Erteilung der Decharge des Rendanten und des Borstandes. 3. Verschiedenes. Eintritt ist nur gegen Vorzeigung der Postkarte ge: stattet. Der Vorstand. ( gez.) Karl Kummert, Vorsitzender, Bankow, Kaiser Friedrichstr. 15. 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