Nr. 86. Abonnements- Bedingungen: B Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mit illustrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Zeitungss Preisliste für 1899 unter Er. 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 16. Jahrg. Cononte te Insertions- Gebühr Die beträgt für die fechsgespaltene Kolonelgeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Ternsprecher: Rmt I, Br. 1508. Telegramm Adresse: ..Bocialdemokrat Berlin". pos Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Quiffung. Donnerstag, den 13. April 1899. die liberale Charakterlosigkeit, die sich namentlich im Wahltampf offenbarte, für uns gestimmt haben. in Jm Monat März gingen bei dem Unterzeichneten folgende Parteibeiträge ein: Liegt so in dem scheinbaren Rückgang unserer Stimmen VerAugsburg, U. d. G. U. i. St. 20,-. Berlin, Beiträge der Wahrheit ein Vorwärtsschreiten, so ist die Wahltreise: 2. Kreis 100,-( darunter Freiheit I 10,-, Columbus mehrung der freisinnigen Stimmen um 1216 um. 50,-, Uebersch. d. Kranzspende v. 18. März, Kabelwert a. d. Oberspree gekehrt als Stillstand, wenn nicht gar als Rückschritt 19,45, Strangfpende für die Märzgefallenen, gesammelt v. d. Arbeitern u bezeichnen. Die bürgerlichen Parteien haben der Firma J. C. Pfaff 32,50). 3. Kreis 550,-. 4. Streis unter der Ungunst der Wahl nach den alten Listen ( Often) 1500,-( darunter Kernspize 30,-, Märzkranz Ueberschuß nicht zu leiden. Die Konservativen hatten nicht vergessen, b. b. Arbeitern der Firma Pintsch, Andreasstr. 25,85. 9 Tischler von wie gern in hohen einflußreichen Streisen im Vorjahr Belling u. Hirsch, Gr. Frankfurterstraße, Bierprozente 30,-. Sanges- das Wahlbündnis mit den Freifsinnigen gesehen wurde. Ein erbrüder S.-D. 4,-. Ueberschuß vom Februar- Vergnügen 149. und heblicher Teil hat also auch diesmal- und zwar sofort im ersten 165. Stadtbez. 17,20.) 6. Streis Moabit 450,-( barunter Kranz- Wahlgang Uebersch. v. Borsig, mechanische Wertst. 4,05, auf Liste 3639 1,-). für den Freisinnigen gestimmt. Die Tradition Es ist deshalb schwer 6. Kreis Wedding und Oranienburger Vorstadt 1500,-( darunter bom vorigen Sommer wirkte nach. Holländer, Noste 2,50, afrikanisches Museum, Hoffnung 5,-). festzustellen, in welchem Umfang der Stimmenrückgang der 6. Kreis Schönhauser Vorstadt 800,-,( darunter alter Parteigenoffe bürgerlichen Parteien um 5500 Stimmen sich auf Freisinn Buchholzerstraße 10,-,.. 5,-). 6. Streis Rosenthaler Vorstadt und Konservative verteilt. " " 1 " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Ziemlich unbefangen äußert sich die konservative ,, KreuzBeitung": Hat der freifinnige Kandidat diesmal 1800 Stimmen mehr auf sich vereinigt als im vorigen Jahre, ist die socialdemokratische Stimmenzahl um faft 2000 zurückgegangen, so wird doch auch der illusionsfähigste freisinnige nicht behaupten wollen, daß Herr Kreitling den Ueberschuß an Stimmen Herrn Fischer abgenommen habe; vielmehr sind diesmal die Zentrumswähler, die Nationalliberalen und andere mehr rechts stehende Elemente augenscheinlich gleich im ersten Wahlgange für den freisinnigen Kandidaten eingetreten. Daß die Wahlbeteili gung derjenigen Männer, auf deren Stimmen zu Gunsten des fonservativen Kandidaten gerechnet worden war, eine so überraschend geringe war, ist bedauerlich und tommt einer voII. ständigen Abditation der Berliner Bewegung" gleich.... die Mit einer Anmaßung sondergleichen tritt die freifinnige Presse den Konservativen gegenüber auf. Unifono äußert sie, Fahnenflucht der Konservativen" habe dem' „ Genossen" Fischer zum Siege verholfen. Das sieht ganz so aus, als betrachte der Freifinn die Konservativen als ihre tributpflichtige Hilfstruppe... Dazu find fie doch wohl nicht da, um von dem absterbenden Freisin noch die letzten Blamagen abzuwenden. Es ist mehr als albern, wenn das Berlineri Tageblatt" sich zu Drohungen versteigt und schreibt:„ Auch an denjenigen Stellen, an denen man noch bis heute an der Tradition festhielt, in den Konservativen die festesten Stützen bon Staat, Thron und Gesellschaft zu erblicken, wird man schwerlich unihin können, aus diesem Berhalten( der feigen Fahnenflucht") die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen." Wir glauben diejenigen Konsequenzen, die ausschließlich zu ziehen find, hat man schon gezogen: der Freifinn ist nicht mehr im stande, auf eigenen Füßen zu stehen, sein politischer Einfluß ist also gleich Null. Solche Nullen zu konservieren, wäre eine vergebliche Mühe." und Gesundbrunnen 600,-. Berlin, diverse Beiträge: Fünf Hut- Endlich ist noch als Merkmal dieser Wahl die völlige macher, Königstr. 25, 5,- Arbeiter von E. Levin u. Söhne, Ritter- Vernichtung der einstmals mit so großem Lärm und so einflußstraße, 4,-. Dr. 2. A. 50,-. 2. und. B. 10,-. Von Leder- reicher Unterstügung inscenirten Berliner Bewegung arbeitern durch ihren Vertrauensmann R. 45,84. Cigarrenfabrit festzustellen. War es doch gerade der zweite Wahlkreis, in N. Schulze, Friedrichsfelderstr. 21, 5,- J. S. 50. A. F. 100 dem Stöder hart vor dem Sieg über den Freifinnigen Virchow R. Schulze, Friedrichsfelderstr. 21, 5,-. I. S.-, 50. A.. 100 17,50. Ueberschuß von der Kranzspende, Grünauerstraße 2, durch H. 7. Märzkranz, Berliner Tanzlehrer 7,50. Rote ſtand. Buchbinder, Grünstraße, 5,-. 3. S. 50,-. A. B. 50, Wie spiegelt sich nun diese einfache unaufechtbare WahrArbeiter von Schuster und Bär 14,-. Organisirte Bauarbeiter 25,- heit in der Presse der Besiegten? Allen voran strebt natürlich Quast, Boechstraße 1,- Gutenberg" 100,-. Von den Verbands- wieder die brave liberale Vertretung des befizenden und ach! mitgliedern d. B.schen Buchdruckerei 30,-..-, 50. Gesammelt v. wie gebildeten Bürgertums nach dem Unehrenpreis des Droschkentutschern Halteplaz Stralsunderstraße 4,-. Gäste von höchsten Schwindels. Müller, Weidenweg 1,50. Von Mitgliedern der U.-Dr. 8,15. Von den Mitgl. der Gewerkschaft d. Buchdruder 2c. im Vorwärts" 10,- wir bei einer vermutlich in Bälde sich darbietenden Gelegen Die Bossische Zeitung", deren Naturgeschichte Von Mitgl. d. Verbandes Deutscher Buchdrucker im, Borwärts" 150,-. Bernburg 10,- Barmen, d. 5. Vertr. 200,-. Borne b. Magdeb., heit werden zu schreiben haben, klagt die Konservativen, die bon Barteigenossen durch Kreuzberg 6,-. Bern 50,- Bremen, Helfershelfer der Socialdemokratie", zorniglich an, daß von Parteigenossen 300,-. Buxtehude, von den Alten durch Weber durch ihre Schuld der Wahlkreis an die Socialdemokratie aus- Tageblatt" entnimmt, diese direkte Denunziation der KonDas Citat, das die Kreuz- Zeitung" dem Berliner 5,30. Bamberg, Jädlein Rohrbach 5,-. Cottbus- Spremberg, Wahl- geliefert sei. Die Rechte tönne sich beglückwünschen zu dieser fervativen beim- sagen wir Minister, zeigt, wie sehr treis 100,-. Chriftiania, Vorwärts! 50,-. Dortmund, Bier- u. Politik der Sammlung. Natürlich will sie jetzt nicht um die der Freisinn seine Niederlage verdient hat. Eine noch tiefere Cigarrenprocente v. Personal der Rhein. Westf. Arb.- 3tg." 20,- Stimmen der Reaktion gewinjelt haben; sie nennt das Stufe moralischen Verfalles ist nicht mehr zu betreten Dölau a. Elster, Uebersch. vb. Sp. b. Scharschmidt 2,10. Erfurt, eine alberne Erfindung. Nachdem der Schnorrer die Treppe Wahlfr. Erfurt- Schleusingen- Ziegenrüd 50,- Faltenberg( Obermöglich. Schlesien) 2,- Freiburg i. Schl., von den Parteigenossen d... hinunter geflogen, teift er:" sch verkauf Ihnen nir, Sie sind 20, Frankenhausen a.., d. F. 2. 32,55. Frankenthal, v. Vertr. 25,- mir viel zu schlecht dazu, Sie Subjekt Sie." Indeß es doch auch diesmal von verhältnismäßig wenigen Stimmen Greiz, Wahltr. Reuß ä. 2.50,-. Gera, Wahltr. Reuß j. 2. 50,-. Gießen, das nächste Mal beugt er doch wieder seinen Schnorrerstolz E. R. 10, Groizsch, v. d. Arbeiterschaft durch d. Vertrauensm. 111,20. und klopft demütig an, ob nichts zu handeln sei. Der Stolz Halle a, S., Parteigenossen Halle- Saalfreis 200,-. Hastedt bei nach dem Hinauswurf liegt diesen liberalen Elementen eben Bremen 10,-. Hildesheim, d. Chr. D. 35,-. Hamburg, i. d. Er so tief im Blut wie die Demut, wenn ein Geschäft be pedition des„ Echo" eingegangen 91,60. Hamburg, Cigarrenfabrit vor steht. b. Otto, St. Pauli 20,-. Jena, 3. Weimarscher Wahltr., 1. Quartal 30,- Köln a. Rh., durch den Vertr. Köln- Stadt, 1. Halb- tischen die Stichworte von dem Rückgang der Socialdemokratie, Dann hören wir selbstverständlich von allen liberalen Stamm jahr 1898/99 80,-. Leipzig, 12. und 13. fächsischer Reichstags- ben Wahlkreis 2000,- Lüdenscheid, durch den Vertrauensmann 100,- ben herrlichen Fortschritten des Freisinns, der sich tapfer geLuxemburg, L. 400,-. Ludwigshafen a. Nth., von Parteigenoffen schlagen, und von dem socialdemokratischen Wahlsieg mit Hilfe 50,-. München, Waldläufer 5,-. Mainz, v. Parteigenossen der Konservativen. Der Wohnungswechsel wird entweder gar 100,-. Marten bei Dortmund, d. 5. 4,91. Mannheim, von den nicht erwähnt oder unglaublich, aber Eugen Richter bringt Parteigenoffen 100,-. Neuwied, Liquidation 54,85. Rezichtau, selbst dies Kunststück fertig zur Vergrößerung des- frei Etumm'sche Laufejungen Gasthaus Bayrischer Hof 3,- Ottensen, finnigen Wahlerfolgs verwendet: durch Poulsen 14. Rate 10,- Offenburg i. B., vom alten so schreibt das Blatt Richters, ist die einzige Partei, Die freisinnige Partei, Bohnenburger 26,10. Offenbach- Dieburg. Wahlkreis 400.- Pforz- die an Stimmen gegen 1898 gewonnen hat. heim von Parteigenoffen 20,- Paris, von Parteigenossen 40, Quedlienburg, von den Parteigenossen d. A. Tr. 25,-. Ronsdorf erlangte sie im ersten Wahlgang 16 127 Stimmen, diesmal durch den Vertr. 10,-. Stuttgart, G. 11. 10,-. Stadthagen, von 17 443 Stimmen, also 1316 Stimmen mehr. Dabei muß war auch heute sehr schwach besucht. Die Verlängerung des den Parteigenoffen 20,- Schönebed a. E., v. d. Parteigenossen berücksichtigt werden, daß für diese Wahl noch die alte akademischen Viertels hat also nichts genutzt. Die Gefeße zur 30,- Württemberg 50,-. Wilkau i. S., v. d. Parteigenossen 50,- Wählerliste von 1898 Geltung hatte, und daß Todesfälle und Postreform, die auf der Tagesordnung stehen, sind ihrer Natur Weißenfels, durch St. 50,-. Wintersdorf, amerikanische Auktion bei Verzug aus Berlin schon von vornherein einen Ausfall unter nach von feiner besonderen Anziehungskraft für die Masse der Scheer 1,71. den Wählerkreisen von 1898 herbeiführen mußte. Dieser Abgeordneten und bei Lichte betrachtet, ist es auch gar kein Ausfall ist nicht nur ausgeglichen, sondern es sind gegen Nachteil, vielleicht eher ein Vorteil, wenn zu solchen Gesetzesdamals noch 1816 Stimmen mehr erzielt worden." vorlagen namentlich bei der ersten Lesung im Plenum nur Sachverständige reden, die namentlich in dieser verwickelten und schwierigen Materie sehr dünn gesät sind. Für den Unterstützungsfonds nach Schluß der Löbtauer Sammlung 12 629,32 M. Berlin SW., den 10. April 1899. ein Für den Parteivorstand: A. Gerisch, Kazbachstr. 9. Wahlstimmen. Die Leichenreden, die der socialdemokratische Wahlfieg im zweiten Streife Berlins hervorgerufen hat, fließen reichlich. Sie zeichnen fich weder durch besondere Eigenart noch weniger durch Ehrlichkeit aus, aber es lohnt sich doch, paar Minuten in dem dem bürgerlichen Ramschbazar zu verweilen, der Restbestand wo an zurückgesezten Wahllügen, leicht beschädigten Verdrehungen nnd feinsten, aber bei der Pressung verunglückten Parteitoilettenfeifen ſpottbillig unter dem Kostenpreise ausverkauft wird. Damals Eine Ausnahme in der liberalen Presse bildet die Bolts- Zeitung", die recht aus Herzensgrunde Hurra, wir haben verloren!" auszurufen scheint. Wenn man die Jämmerlichkeit des freisinnigen Wahlschachers bedenkt, so läßt sich diese Stimmung wohl verstehen, die sich in folgenden Sägen ausspricht: Aber gerade diese Jämmerlichkeit sollte uns erinnern, daß abhing, ob wir oder jene den zweiten Wahlkreis im Reichstag vertreten. Wir dürfen über dem Sieg nicht vergessen, daß es gilt, diesen Reichstagsfiiz für immer zu behaupten, so daß mir nicht mehr von dem Zufall einer kleinen Zahlendifferenz abhängen, sondern wissen, daß der Wahlkreis unser ist, unter Ausgestaltung unserer Organisation. Schauen wir eine Weile allen Umständen. Dazu aber bedarf es der unermüdlichen beluftigt dem Possenspiel der Blamierten zu, erfreuen wir uns genießend des Sieges dann aber von neuem: An die Arbeit! An die Arbeit! Politische Neberlicht. Berlin, den 12. April. Der Reichstag Die Debatte wurde von dem Staatssekretär der Reichspost Herrn v. Podbielski eröffnet, der zu seinem Glück nicht bloß den bösen Rheumatismus, sondern auch die noch böseren Schneidigkeits- Allüren los geworden zu sein scheint. Wenigstens für den Augenblick. Es giebt leider tüdische Strantheiten, die wiederkehren. Dem Freifinn bleibt es durch den gestrigen Ausfall der Wahl erspart, für die Stichwahl um die reaktionären Stimmen zu buhlen. Gegen alle reaktionären Vorlagen aber wird der Diesmal verdient Herr v. Podbielsti in jedem Falle Lob. gestern gewählte Abg. Fischer zuverlässig stimmen, so daß sich auch Zunächst führte er für seine Person eine recht glückliche Neuerung der geschlagene Freifinn mit dem Resultat wird abfinden können. Herr ein: in lobenswerter Selbsterkenntnis hatte er begriffen, Kreitling ist, da ihm das erstrebte parlamentarische Doppelmandat nicht daß die freie Rede ein recht gefährliches Instrument ist, mit teil geworden, nunmehr, in der Lage, sein Stadtverordneten- und zu fein Landtagsmandat unbeeinflußt durch die schweren Pflichten dem man bei ungeschickten Gebräuchen sich arg schneiden eines Reichstagsmandats wahrzunehmen." kann, und er hatte deshalb seine Rede hübsch aufgeschrieben " Was den Freifinn anbetrifft, so erinnert auch der Ausfall der oder aufschreiben lassen. Seiner Bitte, fie ablesen zu dürfen, Der Thatbestand selbst ist so klar und unzweideutig, daß geftrigen Wahl wieder daran, daß die freisimmige Boltspartei nicht wurde freudig im allerseitigen Interesse willfahrt. Für die man meinen sollte, teine Kunst der Entstellung ber- im stande ist, auch mur einen einzigen von sämtlichen Zukunft schlagen wir Herrn von Podbielski noch eine Vermöchte ihn zu verdunkeln: Der Wahlsieg der 397 Reichstags- Wahlkreisen aus eigener Kraft zu gewinnen. Die besserung seiner Verbesserung vor, nämlich, daß er die Reden Socialdemokratie, so muß ehrliche Unbefangenheit Gründe dafür haben wir oft genug erörtert. Aber Besserung ist bruden und den Mitgliedern des Reichstages rechtzeitig, zugeben, ist überraschend glänzend. Wir gestehen, vor der Hand nicht zu erwarten. Es wird fortgewurstelt. daß wir dem Ergebnis ziemlich besorgt entgegen gesehen haben. Teicht lesbaren Wahlziffern den Gipfel der Unwahrhaftigkeit, und für den Reichstag ein entschiedener Gewinn wäre. Erreichen die liberalen Blätter in Verrenkungen der so. h. spätestens am Tage vor der Verhandlung, zustellen läßt. Dann braucht er sie nicht abzulesen was für ihn Abgesehen von der allgemeinen Wahlmüdigkeit, die das Zeichen der Nachwahlen zu sein pflegt, war die Wahl nach den alten so freibt das heutige Hauptorgan der Berliner Bewegung" Außerdem muß anerkannt werden, daß Herr von BodListen für uns so ungünstig wie möglich. Der Oftober- eitel Narrenpossen. Man kennt die psychiatrische Erscheinung, bielski in seinen Ausführungen durchaus sachlich war, und mit und April- Umzug lag zwischen den beiden Wahlen, und fidel werden. In dieser Verfassung schöpft die Staatsbürger- Genossen Singer nicht ganz unverdächtig erschienen ist. Das daß Menschen nach schweren Schicksalsschlägen unheilbar einer biedermännischen Harmlosigkeit auftrat, die unferem die Wohnungsverschiebungen waren gerade diesmal außer ordentlich stark. Wir hatten uns auf einen Rückgang von Beitung" folgende Moral aus dem Wahlergebnis ab: 4000-5000 Stimmen gefaßt gemacht, der allein auf das UmzugsEin Gutes aber hat das gestrige Wahlresultat troz allem: Es wird Klarheit schaffen und denen, die noch sehen wollen, die fonto zu sehen war. Wenn wir trotzdem hinter der Haupt- Augen öffnen. Nur der antisemitische Gedante vermag die wahl nur um 1900 Stimmen zurückgeblieben sind, so schreiben nationalgefimte Berliner Wählerschaft zu einigen; nur durch ihn wir dieses überaus günstige Ergebnis in erster Linie der be- wird sie siegen!" geisterten Arbeitswilligkeit" unserer Genossen, sodann den Man darf nicht vergessen: der Abgott der Staatsbürgerin, befeuernden Wirkungen des Zuchthauskurses zu, endlich aber der Dreschgraf Pückler, taudidierte ant Dienstag höchstselbst, principiellen Standpunkt unserer Partei in Bezug auf das auch dem Umstande, daß die wahrhaft Freisinnigen, die und der in ihm vereinigte antisemitische Gedanke verdichtete Verhältnis des postalischen Staats- und Privat betriebs, fümmerlichen Reste bürgerlicher Demokratie, angewidert durch sich in 120 Stimmen. und in Bezug auf die Frage der Entschädigung der Privat" Nähere über die Vorlesung des Herrn Staatssekretärs des Reichspostamts und über die Debatte, welche sich daran knüpfte, findet der Leser in unserem Reichstagsbericht. Für unsere Partei sprach Singer, der nicht bloß den technischen und geschäftlichen Teil der Vorlage, ohne sich in Einzelheiten zu verlieren, aufs gründlichste behandelte, sondern auch den " Deutsches Reich. posten ebenso far wie scharf zum Ausdruck brachte. Unserer Partei ist bekanntlich von deutsch- freifinniger Seite der demagogisch terlogene Vorwurf gemacht worden, wir Die bentschen Friedensturteltauben, Socialdemokraten fümmerten uns nicht um die Taufende von welche die deutsche Regierung nach dem Haag ausfliegen läßt, die Existenzen, die durch das Postmonopol zerstört würden. Wie Herren v. Stengel und Born, entstammen der gleichen Zucht. die meisten uns gemachten Vorwürfe ist dies das Gegen: Delegation feines Gefährten, des Professors Born, ist nicht mehr geHerrn v. Stengel haben wir genügend gewürdigt. Aber auch die teil der Wahrheit und nur auf die Gegner, nicht auf eignet, die Saager Konferenz als Absurdität erscheinen zu laffen. uns zutreffend. Was die Bribat gesellschaften Die demokratische Münchener Freie Presse" widmet dem zweiten angeht, so find das kapitalistische Unternehmungen, folgende Charakteristik: die des Schußes aller kapitalistischen Parteien gewiß sind, und also, wie Singer ausführte, unseres besonderen Schußes gar nicht bedürftig sind. Anders die Angestellten jener Gesellschaften; für sie ist in der Regierungsvorlage höchst mangelhaft gesorgt. Statt einer Entschädigung bietet man ihnen ein Almosen. Die Entschädigung wird ratenweise verzettelt, so daß der Empfänger nichts damit anzufangen vermag. Vor allem aber muß Sorge getragen werden, daß die Leute in der Staatspost untergebracht werden, und zwar unter Anrechnung ihrer Dienstjahre in den Privatgesellschaften. r Auch unsere Fraktion ist für Verweisung der Vorlage an eine Kommission, welche alle einschlägigen Punkte genau prüfen wird. Da die Regierung entgegenkommend zu sein zu scheint, fann erwartet werden, daß die Kommission eine auch für uns annehmbare Arbeit liefert. Morgen Fortsetzung der Debatte. Regis voluntas. Es ist ein erbauliches Schauspiel, zu beobachten, in welcher Weise in den zwischen den Spekulanten entbrannten Kampf um den Berlin- Stettiner Kanal die Person des Kaisers hineingezogen wird, nod quilts Tod Die Korrespondenz, die zuerst die Aeußerung des Kaisers zu Gunsten des Oftfanals der Oeffentlichkeit unterbreitet hat, schreibt neuerdings: Der Bericht des für die Durchführung des Ofttanat- Projekts fämpfenden Direktors Neumann von der Victoria- Speicher-.- G. in der in Oberschöneweide abgehaltenen Bersammlung der OberfpreeInteressenten hat allgemein das größte Aufsehen erregt. Es waren wohl bisher Andeutungen über eine angeblich bereits getroffene Stellungnahme des Kaisers zu Gunsten des Ost- Projekts in die Oeffentlichkeit gebracht worden, aber fle wurden bisher immer als nicht den Thatsachen entsprechend wieder dementiert. Herr Direktor Neumann selbst gab in der Versammlung zu, daß die ersten Nachrichten von dem Eintreten des Kaisers für die Oftlinie durch bie Anhänger dieses Projekts in die Presse lanciert feien, daß sie aber, um Verstimmungen zu vermeiden, abfichtlich I au wiedergegeben seien. Ueber den Verlauf der Audienz selbst berichtete Herr Neumann folgendermaßen: Zugegen waren außer dem früheren Oberpräsidenten Grafen Stolberg- Wernigerode und mir noch Herzog Ernst Günther und die Minister Thielen und v. Hammerstein. Nach einer kurzen Einleitung des Herzogs, in der er sich über die respektswidrige Saltung der Wefttanal- Anhänger beklagte, nahm ich das Wort, um 20 Minuten Yang dem Kaiser Vortrag zu halten und ihm alles zu sagen, was fein landes väterlides era hätte gewinnen fönnen. Insbesondere habe ich auf die Schädigung der Jagdreviere durch den Westkanal hingewiesen und das voltswirtschaftliche Interesse ber Anlage des Ostfanals betont. Nach mir sprachen die Minister Thielen und v. Hammerstein, die beide zwar das volkswirtschaftliche Interesse in gewiffem Sinne zugaben, aber im ganzen sich nicht für die Ostfinie erwärmt zeigten. Besonders hob Minister Thielen hervor, daß die Bewohner des Oberbruchs ganz und gar gegen den Ofttanal wären. Danach sprach der Kaiser und feste in einer über eine Viertelstunde dauernden Rede den zur Audieng befohlenen Herren seinen Standpunkt auseinander". Hierbei soll nach dem Bericht des Direktors Neumann der Monarch, wie bereits berichtet, gesagt haben: " 1 Meine Herren, wenn jemand glaubt, daß ich für die Erbaung der Doppellinie einen Pfennig geben würde, irrt er sich. Den Grunewald und die Jungfernhaide brauche ich für andere Zwecke, da gehört teine Industrie hin. Ich will in meinem Hause fein Projekt für den Westkanal haben. Wenn da im Oderbruch eine Handvoll Lente gegen den Ostkanal ist, das schadet garnichts. Meine Herren, ich muß aber die Stimmen haben für den Oftkanal, ich allein kann die Initiative nicht ergreifen." Gemäß diefen Worten des Landesherrn müsse, so meinte Direktor Neumann, eine träftige Agitation der an dem Zustande kommen des Ostkanals direkt Interessierten zu Gunsten der Linie entfaltet werden. Unter dem Eindruck dieser Worte faßten sodann die versammelten Oberspree Interessenten eine einstimmige Resolution zu Gunsten des Ofttanals." Bemerkenswert ist, daß die verantwortlichen Minister Thielen und Hammerstein Gegner des vom Kaiser begünstigten Ostkanal- Projekts sind. Sie werden also, trotz der erfolgreichen Argumentation des Herrn Neumann, keine Vorlage dem Landtage unterbreiten, die den Anschauungen des recht ungeniert über die verantwortliche Regierung hinweg ratgebenden" Herrn entsprechen dürfte. Prof. Born, dem großen Bublifum wohl in Erinnerung als Bertreter der preußischen Auffaffung in der Lippeschen Frage und bamals von Prof. Mar Seydel arg zerzauft, ist einer der Führer der Konfervativen in Königsberg, inmitten des ostelbischen Junkertums, wo doch sonst manchen nach westdeutschen Bes griffen tonservativen Männern die Lust zur Parteizugehörigkeit vergeht. Als Gelehrter, als Staats- und Völkerrechtslehrer, bertritt er unter anderem die Anschauung, daß völkerrechtliche Verträge nur eine moralliche, feine Rechtswirtung haben und teine völkerrechtliche Rechtsverpflichtung erzeugen, daß der Staat, infolge seiner Souveränität sich durch Vertrag überder größte Teil des Völkerrechts eschränken tönne. Damit ist halb ist, neben einer Reaktion gegen das der ganzen Zeit eigene ungesunde Drängen in höhere Berufsklassen, zur Befriedigung des thatsächlichen Bedürfnisses eine Aenderung in der Mädchenbildung anzustreben a) durch Fortbildung der Töchter der handarbeitenden Klassen zur besseren Vorbereitung auf den häuslichen Beruf, b) durch gewerbliche Mittelschulen für Töchter,' c) durch Ermöglichung einer entsprechenden Vorbildung derjenigen Mädchen, welche sich dem ärztlichen Beruf widmen wollen oder dem höheren Lehrfach. 6. Bei allen Veränderungen ist den Anforderungen der weiblichen Natur Rechnung zu tragen- im Bildungswesen vermöge einer durchgehenden Sonderung aller höheren Lehranstalten, von denen für die männ liche Jugend im Beruf durch möglichste Fernhaltung von dem Parteitreiben des öffentlichen Lebens. 7. Positiv hat die deutsche christliche Frauenwelt weitgehende Vereinigungen anzustreben a) zur Hebung der Geschlechtsgenoffinnen in jedem Stande auf christlicher Grundlage, b) zum Schuß der Schuhbedürftigen, wozu auch das Eindringen der Frau in die Aemter der Armenpflege, des Fabrikinspektorats und dergleichen zu ver langen ist, c) zum Kampf gegen alle Schädigungen des Familienlebens, auch durch Pflanzung eines einfachen und wahrhaft weiblichen Sinnes." Es dürfte ein vergebliches Mühen sein, die Köpfe, die in dieser feinen ungeeigneteren juristischen Beirat geben fann für eine Weise die Frauenfrage traftieren, einzurenfen. Den Leitsäßen des Konferenz, bie bas Völkerrecht mehr entwideln, bindende Rechts- Greifswalder Theologen entsprachen im Geiste auch die Debatten. normen aufstellen Stöder schloß Predigt: Gott verhüte, daß die Frauen und überhaupt der weiteren ng des Rechts über die Sphäre nationaler Souveränität hinaus dienen frage von Kräften bearbeitet und gelöst werde, die nicht glauben an soll, ist ohne weiteres llar." Gott und unseren Heiland. Möchte diese Versammlung ein Gruß Unter diesen Umständen lassen sich die Verhandlungen der sein und ein Ruf an die christlichen Schwestern: ertennet bie Dinge Friedenskonferenz giemlich zuverlässig vorausahnen. Unser Magde- in ihrer großen Bedeutsamkeit für den Haushalt der ganzen Mensch burger Parteiblatt hat sich das Verdienst erworben, die gefantte heit und setzt eure ganze Kraft an die Lösung dieser wichtigen tonfurrenz" aus dem Felbe zu schlagen, indem es bereits jest über Frage geld and ind mento den Hergang der Friedensdiskussion telegraphisch Bericht erstattet. Ein Arzt, Dr. Vogel, verwarf das medizinische Studium Danach hat Prof. v. Stengel bei der Eröffnung des Kongresses der Frauen. Die Folge der Eröffnung dieses Berufes für die folgende waffentlirrende Ansprache gehalten: Frauen würde fein eine große Not des ärztlichen Standes, in erster befrage bon straften bearbeitet und geföft werbe, sie nicht glauben an 119 " Erlauchte, edle und geehrte Herren des In- und Auslandes! Linie in der Stadt. Und doch hängt das Wohl der Nation auch Wir tagen geheim, find also ganz unter uns. Der offenen Aus- von der Güte dieses Standes ab. Wie nun, wenn weibliche Aerzte sprache steht nichts mehr im Wege. Die Anregung des erhabenen nicht fittlich intatt wären? Sittlich nicht intatte weib Baren, Sr. Majestät des Kaisers Nikolaus, hat uns hier zusammen- liche Mergte wären eine größere Gefahr, als geführt. Er hat in seiner unbegrenzten Güte und Nachgiebigkeit fittlich nicht intatte Männer.( Buruf einer weiblichen dem weichlichen Sinne unserer Beit, wie er namentlich von den Stimme: Unerhört!) die Thesen des Socialrevolutionären aller Zonen und den verschwommenen Demo- Die Versammlung genehmigte schließlich kraten der westlichen Unkultur propagiert wird. einmal Konzessionen Referenten und billigte auch die folgenden Säße Stöders: machen und die Idee der Abrüstung der Völker anregen wollen. Das Wort der Schrift: Das Weib schweige in der Gemeinde," Ich betone noch einmal, wir sind unter uns. Wir fühlen versagt der Frau ausschließlich die Verkündigung des Wortes, das uns daher einig in dem unerschütterlichen Bewußtsein, daß öffentliche Gebet und die Austeilung der Sakramente im Gottesjebe brüstung ein 8eichen tindischer Schwäche dienste der Gemeinde. Dagegen fagt es nichts über die Grenzen und jede Agitation für den Frieden eine verderbliche aus, innerhalb deren die Frau sich am öffentlichen Leben beteiligen Dufetei ist. Wir wissen alle, daß die Kriege notwendig find, barf. Die bon der Schrift geforderte Unterordnung des Weibes daß fie einen hohen erzicherischen Wert befizen und eine fultur unter den Mann gilt nur von dem ehelichen Verhältnis, in welchem fördernde Mission ausüben( Beifall auf allen Bolstersesseln; die von dem Mann nach dem Vorbild Chrifti geforderte Liebe nur Graf Murawview blidt verlegen auf seinen Brillantring). bie notwendige Ergänzung dazu bildet. Dagegen ist durch jenes Der Krieg, meine erlauchten, edlen und geehrten Herren, Gebot ber Unterordnung der Wettbewerb des Weibes mit dem ist der Prüfftein für ben politischen, phyfischen und Mann im Ringen nach einem Lebensberuf nach teiner Seite hin geistigen Wert eines Boltes Volkes und eines Staates; darin ausgeschloffen." GOOD find wir, dente ich, einer Meinung.( Braufender Beifall: Daß sich die Frommen überhaupt mit der Frauenfrage befassen, Hochrufe.) Wir können es daher schwer entscheiben, ob es mehr ist ein nicht unwichtiges Symptom der allgemeinen Gährung. Den Wahnwiz oder Verbrechen ist, wenn bei einer solchen Herren droht die Frauenbetvegung über den Kopf zu wachsen. Mit Richtung unserer Köpfe die Socialrevolutionäre und Demokraten, der steigenden Aufklärung der weiblichen Bevölkerung ab entschwindet die Umstürzler und Nihilisten darauf ausgehen, unseren Völkern ihnen ihre sicherste Stundschaft. Darum versuchen sie jetzt, die ringende den waffenfreudigen und friegerischen Sinn zu nehmen. Denken Frauenkraft für ihre Betriebe zu verwerten. Sie machen KonSie an Amerita und Spanien, an Japan und China! Wie herrlich geffionen, um nicht alles zu verlieren. Aber die Dinge find be waren die Tage, an denen Kriegsbotschaften durch die Länder reits zu weit gedichen. Ihr halbes Entgegenkommen wird ihnen eilten! Einig find wir daher in der Gewißheit, daß der erhabene nichts mehr nüßen. Im Gegenteil, indem fie principiell die Berech Bar, Se. Majeftät Kaifer Nikolaus, mit seinen Abriftungsvor tigung der Frauenbewegung augestehen, entgleiten ihnen die Frauen, fchlägen an berartige Konsequenzen zu allerlegt gedacht hat. Das immer mehr. Was sie wünschen, wird den Frommen nicht mehr gebeweisen schon seine ununterbrochenen frischen Rüftungen, die jedes lingen: Die Frauenbewegung ins Bett der firchlichen Orthodoxie abmoderne freie Mannesherz höher schlagen lassen.( Beifalltrampeln zuleiten. und Heilrufe.) " Vom Centrum. Einig sind wir selbstrebend auch in der Erkenntnis, daß es gleichgiltig ist, ob sich in einer Schlacht Tausende für ihr Vater Die Germania" befaßt sich mit der Rede Bebels in Jena land, für ihre Kulturmission opfern, oder ob wir hier im fleinen auf Grund unserer finngetreuen Wiedergabe derselben. Die Be Zirkel den Prüfstein für den physischen, politischen und geistigen merkungen, die das Centrumsblatt dabei über die MeinungsWert unserer Wölfer und Staaten liefern. Ich möchte sogar sagen, Auseinandersetzungen innerhalb der Socialdemokratie macht, geben daß der Kampf folcher Männer, wie sie hier zusammen- uns keinen Anlaß zu einer Erwiderung, denn sie sind nicht besser, gekommen find, Brust gegen Brust, weit verdienstvoller ist; erhält als was die bürgerliche Presse im allgemeinen über diese Dinge, doch in den Massengefechten der Mut des einzelnen, das höchste zurechtstümpert. Aber die Germania" fühlt sich noch besonders Ideal, das uns das scheidende Jahrhundert beschert hat, getroffen durch einige Worte Bebels über das Wesen der Centrums erfahrungsgemäß nicht den erforderlichen Raum für seine Be- partei, und darauf erwidert fie: thätigung.( Lautlose Stille; die Delegierten messen beklommen Bemerkenswert in der ausführlichen Wiedergabe ihre und der Nachbarn Muskelstärke.) Ich schlage daher vor, daß wir drei Ausschüsse bilden: einen für das fleinkalibrige Gewehr, einen zweiten für gezogene Pistolen und einen Säbel. britten für krumme bestimmt, in welcher Kommission ein jeder von der ihm zugewiesenen Waffe Gebrauch zu machen hat. Nun auf zum Kampfe, erlauchte, edle und geehrte Herren, für unseren politischen, physischen, und geistigen Wert! Ich wähle das Kleinkalibrige. Seine Kultur mission hat die höchste Durchschlagstraft ( Allgemeines Das Los Durcheinander, Scharren mit den Fauteuils, wirre Rufe.) der Jenenser Nebe Bebels ist auch das Geständnis, daß die Social demokratie eine einseitige Selassen und Interessenvertretung ist. Freilich hat daran niemand bisher gezweifelt, aber soloffen ist das von socialdemokratischer Seite felten ausgesprochen worden. Wie ist diese einseitige Klassen- und Interessenvertretung seitens ber Socialdemokratie mit dem Verfassungsgrundsake in Ein tlang zu bringen, daß die Abgeordneten die Vertreter des ganzen Woltes sein sollen? Wie können die socialdemokratischen Abgeordneten fortan noch Vertretern anderer Parteien vorhalten, daß dieselben einseitige agrarische oder kapitalistische Interessen verträten? Vom Centrum hat Herr Bebel das allerdings nicht behaupten können, vielmehr zugestehen müssen, daß das Centrum die verschiedensten Bevölkerungsschichten, die es repräsentiert, vertritt. Das ist eine Anerkennung für das Centrum kann, daß Bebel dem Centrum einen Eiertanz" vorwirft. Gewiß, es ist nicht so leicht, bie Interessen aller Bevölkerungsschichten zu bertreten und bei widerstreitenden Interessen einen gerechten Ausgleich zu finden, als nach bem Mufter der Socialdemokratie eine : einseitige Klaffen- und Interessenvertretung zu repräsentieren. Von einem„ Auseinanderfallen" des Centrums tann aber doch wahrhaftig feine Rede sein." Hier bricht leider, so fügt das Blatt hinzu, das Telegramım unseres Haager Special Korrespondenten ab. Wir wären außer stande, über ben Ausgang der Rüstungen auf der Abrüftungskonferenz zu berichten, wenn uns nicht turz vor Schluß der Redaktion bie Berliner oft zu Hilfe tame. Der große Schleifstein bringt indaus feindlichem Munde, die auch dadurch nicht abgeschwächt werden Die Angelegenheit hat deshalb ein erhebliches politisches einem uns telephonisch übersandten Extrablatt folgendes Telegramm Intereffe, weil sie einen intimen Einblid hinter die Souliffen aus dem Gaag vom 20. Mai: unferer Regierung gewährt, weil sie zeigt, wie bei uns bie hat sich auf der Abrüstungskonferenz, wie ich aus absolut zu" Der politische, physische und geistige Wert des deutschen Bolles gefeggebertsche Thätigkeit angeregt wird. Wider den Miquelismus. dried, tieu # 165dberläffiger Quelle erfahre, glänzend be to ahrt. Unser Ver treter, Herr Profeffor Frhr. v. Stengel Wünchen, blieb allein auf der Wahlstatt; alle anderen Delegierten waren Man schreibt uns aus Baden: abgereist, bevor die Waffen unserer Kultur nach der Stengelschen Gegenwärtig spukt wieder südlich des Mains der Geist Ansprache herbeigeschafft werben fonnten. Herr v. Stengel schoß der Reichsverdrossenheit. Was dieser böse Geist schon alles abwechselnd mit Modell 88 und einer gezogenen Reiterpistole; in in seinen Bann genommen, zeigt am besten das Organ der den Zwischenräumen hieb er mit dem krummen Säbel Quarten und tonservativen Partei, welches eine ganz hecerische" Kerzen durch die Luft. Der Ruhm Deutschlands burch zittert die Welt!" Sprache führt. Das hat Herr b. Miquel mit seiner annerie- to hit out anumit renden Eisenbahnpolitit beranlaßt, welche schon im Die Frommen und die Frauen. Dezember 1897 in der II. badischen Kammer zu einer heftigen Die Freie tirchlich soziale Konferens, bie am Abwehr Anlaß bot. Heute verschärft die in der badischen Dienstag in Berlin eröffnet wurde, hat sich diesmal mit der Residenz erscheinende konservative, Badische Landpost" ranenfrage beschäftigt. Prof. v. Nathusius( Greifswald) die antipreußische Stimmung durch einen Artikel, worin legte seinem Referat folgende Leitfäße zu Grunde: es heißt: Wäre Preußen ein Staat mit bollsfreundlicher Tarifpolitit, so würde uns die zunehmende preußische Eisenbahn- Machtfülle teine Beschwerden machen. Aber in Preußen blüt ein rück fichtslofer Fiskalismus; je mehr die preußische Machtsphäre wächst, desto geringer werden die Aussichten für eine volkswirte schaftlich geartete Tarifpolitik und desto mehr ist die Gefahr zu befürchten, daß auch das bißchen Fortschritt bei uns in Baden von der rauhen Hand des allmächtigen Miquel gerknickt wird... Darum: Konsuln, habt Acht!" Und die Konsuln gaben sich bereits das Wort, auf dem parlamentarischen Posten zu sein. Von sämtlichen Fraktionen der Zweiten Kammer unterzeichnet, ist dieser Tage eine Interpellation an die Regierung gerichtet worden und so erschallt der Protest, den bereits der württembergische Ministerpräsident Freiherr v. Mittnacht gegen die preußische Bahnannegionsgelüfte gerichtet hat, auch in Baden. Es ist eine Fronie des Schicksals, wenn heute der Ruf nach einer Allianz der füddeutschen Staaten" zu einem " von Preußen unabhängigen Vorgehen von Herrn b. Mittnacht ausgeht und als Alarmsignal von den Nationalliberalen der badischen Kammer weiter gegeben wird! " Selten soll so offen ausgesprochen worden sein, daß die Socialdemokratie eine einseitige Slaffen und Interessenvertretung" sei. Wir glauben, unser Fremd Bebel felbst wird es ablehnen, die ihm nachgerühmte seltene Cffenheit bewährt zu haben, denn thatsächlich hat unsere Partei sich stets ebenso oder ähnlich wie Bebel ausgesprochen und bei den gegenwärtigen Diskussionen innerhalb unserer Partei ist diese Auffaffung völlig außer Frage. " " Num fegt die Germania" aber bie socialdemokratische Klaffenvertretung auf gleiche Stufe mit einseitig agrarischer oder kapitalisti fcher Interessenvertretung und fährt das schwere Geschlitz des Verfaffungsgrundsages auf, daß die Abgeordneten Vertreter des ganzen Boltes sein sollen. Das Centrum allein erscheint als verfassungs1. Die Frauenfrage von heute hat ihren tiefsten Grund nicht treue Partei, denn es vertrete die verschiedensten Bevölkerungs in vorübergehenden Notständen, sondern in der allgemeinen, schon schichten, also das ganze Bolt. Das fatholische Organ irrt aber bom Naturrecht aufgeworfenen Frage nach der Vernünftigkeit der sehr, wenn es meint, Bebel habe ihm damit eine Anerkennung geschichtlich gewordenen Beschränkungen der Freiheit des Einzelnen. ausgesprochen. Wäre Bebel näher auf den Gegenstand eingegangen, 2. Der Standpunkt ist daher zu nehmen auf der von so würde die Germania" sicherlich wenig Freude an seinen AusGott gefegten Ordnung des Frauenlebens. Die führungen gehabt haben. felbe ist uns durch die heilige Schrift und die weibliche Natur Die agrarische Bewegung ist gewiß eine sehr einseitige Interessent selbst in ihren Grundlinien erkennbar. Ihnen hat sich die sociale bewegung und ihre Vertreter selbst schenen vor der Heuchelei zuriick, Ordnung, soweit das in diesem unvollkommenen Leben überhaupt fich als Vertreter des ganzen Wolte aufzuspielen. Anders das möglich ist, einzufügen. 3. Entsprechend der förperlichen Be- Centrum. Seine Schlangenschlauheit glaubt dieser Heuchelei ge schaffenheit und Aufgabe der Frau, hat sie auch eine geistige von wachsen zu sein. Als wäre das Centrum nicht eine der männlichen verschiedene Anlage. Deren eigentümliche Vorzüge einseitige Interessenvertretung wie nur irgend find allerdings nur bei einer richtigen Schäzung der Seelen- eine andere Partei, nämlich die Vertretung der höchst vermögen überhaupt zu erkennen, und sie würben bei einer materiellen Machtintereffen der fatholischen Seteriset. Ignorierung des Unterschiedes verloren gehen zum Schaden der Und diese Interessenvertretung allein ist ist es, welche der Wenn die Germania" Frau und der menschlichen Gesellschaft. 4. Bei dem vor Centrumspartei Zusammenhalt giebt. Ruhmeslied fingt, bertrete alle fie handenen Ueberschuß der weiblichen Bevölkerung über die männ ihrer Partei das liche machen sich die Umwälzungen im wirtschaftlichen Leben ganz Bevölkerungsschichten, so legt sie damit nur gengnis ab besonders fühlbar auf dem Arbeitsgebiet der Frau, welches für die natürliche Befähigung der Partei, im Mantel der eine zum Teil ganz neue Gestaltung anzunehmen ge- Scheinheiligkeit einherzustolzieren. Niemand famt zweien Herren nötigt ist. Die Frauen ber niederen Stände dienen" fagt die Bibel, aber das fromme Centrum giebt vor, werden mit Arbeit überlastet und bedürfen des Schutzes pielen Herren zu gleicher Stumde dienen zu wollen. der Gesellschaft, die Frauen der höheren Stände bedürfen Centrum ist agrarisch, es fördert aber auch die Industrie; das der Eröffnung neuer Erwerbsgebiete. 5. Des Centrum dient der Entwicklung der modernen Technit, es rettet aber Das auch den Mittelstand; das Centrum läßt den Unternehmer nicht| müssen, daß für die Socialdemokratie in Ostpreußen nur wenig zu andauernden Borladungen und Vorführungen ein Ende machen will. antasten, es ist aber auch arbeiterfreundlich; das Centrum schüßt holen ist." = Am gleichen Tage erschien eine neue Vorladung und als der Binswucher und Dividendenwirtschaft, es übt aber auch Wohlthätig Wahrlich, wir erkennen nun die Bedeutung der Adresse an, und Redacteur dieser nicht Folge leistete, erfolgte abermals die Vorfeit und barmherzige Werke; das Centrum bewilligt Militär- es hat uns in der That Freude bereitet, zu hören, daß es im Reiche führung; im Protokoll wurde auf die obige Aussage Bezug ge borlagen, es predigt aber auch Frieden; das Centrum schützt volts- Klindowströms unabhängige Arbeiter giebt. Es ist für uns ein wohl nommen, dem Redacteur aber dabei in Aussicht gestellt, daß eine feindliche Wahlsysteme, es getert aber auch gegen die Rechts- thuendes Gefühl, zu erleben, daß die Aristokraten Ostelbiens beginnen, neue Vorladung wohl folgen werde, was ge chehen ist. Das wird ungleichheit usw. usw. Das Centrum macht alles, heut dies, so viel Gewicht auf die Stimme des Volkes zu legen. Und da diese unab wieder eine Vorführung zeitigen, die Wiederholung der gleichen Ermorgen das- das Ganze nennt man dann gerechten Ausgleich hängigen Arbeiter- dank der Aufklärung des Herrn von Klindowström flärung zur Folge haben und so fort.- Der Redacteur hat bei der widerstreitenden Jntereffen finden." Das Centrum versöhnt alles,-den sozialdemokratischen Verlockungen widerstehen, so dürfen wir wohl der der Polizei vorgesetzten Behörde Beschwerde geführt. Bis dieſe Agrarier mit Broteffern, Großkapital mit Mittelstand, Unternehmer annehmen, daß die Junker wieder ein wenig Selbstbewußtsein be- erledigt sein wird, dürften die guten Bürger von Münster das mit Arbeitern- spannt Wolf und Lamm in einem Geschirr vor den kommen und statt auf dem bequemen Wege der Beseitigung des erhebende Schauspiel einer Zwangsvorführung vielleicht noch manches Wagen der alleinseligmachenden Kirche. Reichstags- Wahlrechts mit geistigen Mitteln die unabhängigen Ar- Mal erleben. Jede politische Partei betreibt einseitige Interessenvertretung beiter von den Vorzügen der ostelbischen Politik überzeugen. Die Aus München wird einer Klasse. Giebt sie an, alle klassen zu vertreten, wie es 678 Mann bedeuten ja einen hübschen aufmunternden Anfang. Empfindliche Justiz in Dresden. der Liberalismus thut und wie das Centrum ihm nachahmt, so ist uns mitgeteilt, daß jetzt die Märznummer des„ Süddeutschen das eitel Spiegelfechterei. Sobald es zu gefehgeberischen Thaten Ueber die letzte Duell Affatre in Koblenz werden Postillon" auf Antrag des sächsischen Justizministeriums wegen Bes kommt, geht der„ Ausgleich der widerstreitenden Interessen" in die nachträglich Einzelheiten bekannt, die neues Anklage- Material zu dem leidigung des Dresdener Schwurgerichts tonfiscirt worden ist. Duell unfus, liefernt. Der Vater des im Duell gefallenen Die Beleidigung soll in dem Gedicht„ Das Dresdener Zuchtha Brüche. Die Thaten des Centrums dienten nicht dem ganzen Bolt, sondern dem Klerus und dem Kapitalismus; gab es auch den Studenten lövetorn sendet der Köln. 8tg." eine Buschrift, Urteil" enthalten sein und auch der Brief Biedermaiers aus Sachsen arbeitenden Klaffen einmal winzige Brojamen, so nur, um durch den der wir folgendes entnehmen. Am Tage nach dem Streite, soll das Gericht beleidigt haben. Die Beilage ist freigegeben. Schein der Gerechtigkeit die Herrschaft der von ihm vertretenen nachmittags gegen 2 1hr, erhielt mein Sohn die Forderung auf Redacteur und Verleger haben Vorladungen erhalten. Klassen zu mehren. Pistolen, die er annahm, mit der Aufgabe, seine Sekundanten bis Der sächsische Justizminister würde sich im groben Irrtum be Wir haben die Heuchelei, als könnten wir aller Bevölkerungs- 5 Uhr zu den Sekundanten des Leutnants D. zu senden. finden, wenn er glaubte, die Kritik an dem Dresdener Urteil klassen einseitige Interessen vertreten, weit von uns gewiesen. Aber Den Sekundanten meines Sohnes wurde eröffnet, daß sich die Be- durch die öffentliche Meinung Deutschlands könne dadurch milder unsere Klaffenvertretung steht doch nicht auf gleicher Linie mit der leidigung nur durch ein Pistolenbuell bis zur Kampfunfähigt eit erscheinen, daß einige Kritiker des Urteils auf die Anklagebant gebracht jenigen der bürgerlichen Parteien. Denn die Klasse allein, die wir fühnen ließe. Auf ihre Einwendung, daß kein Storps einer werden. vertreten, hat Interessen, die sich mit dem Gemeinwohi Universität über einen dreimaligen Stugelwechsel hinausginge, und Sächsische Nabelstiche. Das Dresdener Hilfskomitee zur deden, während die von den bürgerlichen Parteien vertretenen ste, da mein Sohn Student sei, auch nicht mehr zugestehen könnten, Unterstützung der Opfer des Löbtauer BauarbeiterInteressen gegen das Gemeinwohl verstoßen. wurde ihnen eröffnet, daß das alles nichts nüße, jie müßten die Be- Prozesses und deren Familien hatte sich, wie die Sächs. Die„ Germania" wird freilich diese kleine Lektion nicht an- dingungen des Offizier- Ehrenrates, die auf Kampfunfähigkeit Arbeiter- 8tg." mitteilt, am Dienstagvormittag vor dem Schöffennehmen, denn das hieße das Gewebe von Tartüffereien und Un- lante, annehmen, da sich ohne das die Sache nicht fühnen lasse. Die gericht wegen unbefugten Sammelns zu verantworten. Gegen die wahrhaftigkeiten zerreißen, hinter dem das Centrum sich versteckt. Sekundanten teilten meinem Sohne das mit, und mein in solchen Mitglieder war eine amtsgerichtliche Strafverfügung in der Höhe Sachen ganz unerfahrener Sohn, der noch nicht 21 Jahre alt war, nahm von je 30 Mart ergangen und dagegen war von acht Mitgliedern in dem Glauben, daß er seiner Ehre nicht voll genüge, wenn er Einspruch erhoben. Das Urteil lautete auf Bestätigung der nicht auf diese scharfen Bedingungen eingehe, fie an. Die Sekundanten Strafverfügung von je 30 Mart für jeden Angeklagten. Aus meines Sohnes haben dann zu Protokoll erklärt, daß sie darauf be- der Begründung des Urteile ist besonders hervorzuheben, daß die Ständen, baß dem Unparteiischen nach dem dritten Kugelwechsel das Geldstrafe deshalb nicht als besonders hoch anzusehen sei, weil ja Recht zustehen solle, das Duell zu beenden. eine ganz bedeutende Summe für die Verurteilten zusammengebracht Danach hat also die Angelegenheit dem Offizier Ehren- wurde. rate vorgelegen und dieser soll bekanntlich nach den bestehenden Ferner hat das Dresdener Echöffengericht den Schlosser Liefed Die, Nordd. Allg. 3tg." schreibt heute an erster Stelle: Vorschriften versuchen, womöglich das Duell zu vermeiden. Nach zu 50 M. Geldstrafe verurteilt, weil er auf einem Bau zweimal von Nachdem von der amerikanischen und der englischen Regierung den obigen Mitteilungen gewinnt man nicht den Eindruck, als ob er den Arbeitern untereinander gesammelte Geldbeträge mur ent der deutsche Vorschlag, eine Specialfommission nach Samoa zur Bei sich nach dieser Richtung hin vollauf Mühe gegeben habe. Der gegengenommen und an die Centralstelle übermittelt hatte. legung aller dort schiebenden Differenzen zu entfenden, acceptirt Borsigende des Ehrenrats des 68. Regiments soll selbst als Un- Die Bestrafung von Geldjammlungen bildet eine jener sächsischen worden war, werben jegt, so melben die Berliner Neuesten Nachbarteiischer beim Duell mitgewirkt haben. Justizmethoden, welche gegen alle Staatsbürger, gegen alle Parteien richten", von englischer Seite gegen das bereits im Princip ange- Diefer Unparteiische wurde dann auch, wie der Vater des gelten, welche aber fast ausschließlich nur die Arbeiterpartei treffen. nommene Erfordernis der Einstimmigkeit für die Entscheidungen Erschossenen weiter schreibt, nach dem dritten Gang, von den der Kommission neue Weiterungen erhoben. Wie das Sekundanten seines Sohnes mit Rücksicht darauf, daß dieser einen Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Blatt hört, wird die Ernennung des deutschen Bevollmächtigten Streifschuß an der Wade erhalten hatte, aufgefordert, das Wegen Majestätsbeleidigung ist in Gleiwiß der Bergfür die Kommiffion erft erfolgen, wenn von englischer Duell für beendet zu erklären. Die Offiziere berieten mann August Brzoson unter Ausschluß der Deffentlichkeit zu Seite die notwendigen Garantieen gegeben zusammen und beschlossen, daß das Duell weiter au 2 Monaten Gefängnis verurteilt worden. find, um bie Respektierung der deutschen Vertragsrechte in gehen habe. Im fünften Gang wurde dann der Student tötlich Samoa zu sichern. verwundet. Der Frff. 3tg." geht die unglaubliche Meldung zu, daß nicht der beleidigte Leutnant Döring das Duell ausgefochten, sondern der Leutnant Köpte vom Infanterieregiment 68. Döring habe von Klövekorn bei dem Streite in dem Tanzlokale derartige Verlegungen erlitten, daß der Ehrenrat ihn für kampfunfähig erHärte. Köpfe meldete sich freiwillig, er wohnt mit Döring in dem selben Hause. Eine Juterpellation in der Samoa- Frage. Die nationalliberalen Weltpolitiker" Hasse und Lohr haben eine Interpellation im Reichstag betreffs der Vorkommnisse auf Samoa eingebracht. Von Herrn b. Bülow ist die Beantwortung der Interpellation bereits zugesagt. Der Zeitpunkt für die Besprechung der Interpellation ist jedoch noch nicht festgestellt. Auch wir glauben zu wissen, daß die deutsche Regierung im Sinblick auf die hier erwähnten Weiterungen in London um eine bestimmte Erklärung über die Stellung der englischen Regierung zum Samoa- Bertrage gebeten hat. Weiter schreibt das offiziöse Blatt: Die Presse hat sich mit Forderungen beschäftigt, die nach einer Reuter"- Meldung, angeblich der Admiral Kauz vor Samoa au den Kommandanten des deutschen Kreuzers gestellt habe und die der Ehre unserer Flagge zu nahe träten. " Ausland. Wieder ein Attentatsschwindel. Aus Sardinien kommt wieder die Nachricht von der VerHaftung einiger Socialdemokraten, angeblich aus Vorsicht in Anbetracht der Reise des italienischen Königspaares nach jener Der erschossene Student hat seine Duell- Feyerei schiver büßen müssen. Insel. Die socialdemokratische Partei ist zwar in Sardinien ganz wird nun auch der Duellmörder seine That entsprechend zu fühnen bedeutungslos; nichtsdestoweniger aber traf die dortige Polizei die haben? Wie es heißt, ist er bom Dienst enthoben". Und strengsten Maßregeln. So wurden schon gestern drei Verhaftungen was wird aus dem Ehrenrat werden? Bisher sind in solchen vorgenommen, denen man von seiten der Polizei eine gewisse Wir stellen fest, daß über ein derartiges Vorkommnis an den Fällen recht milde Urteile ergangen! Wichtigkeit beilegt. Es wurde nämlich zunächst ein ehemaliger Beamter Der Salzwerke, der 35jährige Nusconi fest maßgebenden Stellen nichts bekannt ist. Wären thatsächlich irgend Rusconi trug Die Folgen der Köllerschen Answeisungspolitik machen genommen. welche Differenzen zwischen den beiden Befehlshabern vorgekommen, sich in Norbichleswig fühlbar. Der Mangel an Landarbeitern," fich, bei einen geladenen Revolver außerdem Briefe focialdemokratischer Genossen, die fo ist unaweifelhaft, daß über dieselben von dem deutschen Stom- o schreibt man aus der Norderharde auf Ifen, hat sich ihn auffordern, gelegentlich des Aufenthalts des italienischen mandanten sofort eine telegraphische Meldung hierher erstattet nie so fühlbar gemacht, wie jest vor dem bevorstehenden Umziehe- Königspaars in Sardinien Kundgebungen zu veranstalten. Durch fein würde. Nach dem„ Hamburgischen Correspondenten" fordert die deutsche tag. Die Löhne find bedeutend gestiegen, sowohl für feste Dienst dieselben Briefe wurde die Polizei auf zwei andere Socialisten aufNach dem Hamburgischen Correspondenten" fordert die deutsche boten wie auch für Tagelöhnerarbeit. Diejenigen Gefindevermieter, mertjam gemacht, die auch sofort verhaftet wurden. Es sind dies Regierung von England und Amerika Genugthuung für die die früher alljährlich Dienstboten aus Jütland holten, haben dies der 27jährige Romolo Garbati, Redacteur des socialdemokratischen von englischen und amerikanischen Beamten und See- Offizieren ver- jetzt infolge der Ausweisungen aufgegeben. Viele müssen sich jest Blattes La Volonta"( Der Wille) und der 37jährige Ernesto übte offenkundige Verlegung des Klaren in der Berliner mit umherziehenden Handwerksburschen behelfen, an Stelle der Buglighedda, ehemaliger Sekretär des Abgeordneten Serra; beide Afte von 1889 festgesezten Vertragsrechtes. Sie werde vor früheren tüchtigen dänischen Arbeitskraft. Daß auch stammen aus sehr angesehenen sardinischen Familien. Die Behörden teinem notwendigen Schritte zurüdjrede ut. Es deutsche Herrschaften unter diesen ungünstigen Verhältnissen leiden, schreiten nummehr zu weiteren Untersuchungen vor: man glaubt aber fei aber zu hoffen, daß es einer diplomatischen Aktion ist selbstredend." gelingen werde, die durch die Schuld der Engländer und Ameri- daruiter zu leiden hätten! Ja, wenn nur die dänischen Herrschaften" im allgemeinen, daß es sich nicht um ein Attentat, sondern um eine faner in Samoa selbst arg verfahrenen Dinge ins rechte Geleise zu Parteifundgebung handelt. bringen. 18 Kommissar für Samoa soll von deutscher Seite der Legationsrath Freiherr Sped v. Steinburg, erster Sekretär bei der deutschen Botschaft in Washington in Aussicht genommen sein. A Wegen Wiederherstellung der Berliner Produktenbörse Oestreich- Ungarn. find, wie. hiesige Blätter zu melden wissen, Vorverhandlungen zwischen der Regierung, den Vertretern der Berliner Getreide und Wien, 12. April. Wie verlautet, stehen weitere politische AufProduktenhändler und den Vertretern der Landwirtschaft gepflogen lösungen deutsch- nationaler Vereine bevor, insbesondere diejenige worden. Diese sind vor einiger Zeit zum Abschluß gelangt. Das des Bundes der Landwirte. gesamte Material ist dem Handelsminister übergeben, von dem aber bisher kein Bescheid erfolgt ist. Zur Vorstufe für die höchsten richterlichen Stellen scheint " " " Inzwischen haben in Apia nene blutige Rämpfe stattgefunden. Frankreich. ilg " Renters Bureau" erhält aus Apia nachstehende Meldung: Noch ein General als Zeuge. Der Figaro" berEine gemischte britisch amerikanische Truppe von 105 Mamm geriet am 1. April in einen von Mataafa Leuten gelegten sich nach und nach das Benthener Landgericht ausbilden öffentlicht in seiner Ausgabe vom Mittwoch die Aussagen des Generals Gonse vont 12. und 13. Dezember 1898 Hinterhalt; sie war gezwungen, sich nach dem Strand zu wollen. Kamm ist der Landgerichts- Direktor Wierzomirsti unter und 21. und 24. Januar 1899. Am 12. Dezember erklärte zurüdzuziehen. Dret Offiziere, nämlich Leutnant Freeman to eigentümlichen Umständen ins Reichsgericht gekommen, so wird Gonse, daß er im September 1894, als er Unterchef des Generalvom britischen Kreuzer Tauranga", welcher die Abteilung der Landgerichtsrat Fipper zum Stammergerichtsrat ernannt.stabes war, vom Oberst Sandherr ein Bordereau erhielt, befehligte, und zwei Amerikaner vom Kriegsschiff Philadelphia" wurden getötet. Ihre Leichen wurden später enthauptet Germantfierung der Polen. Die Posener Straflammer ver- velches in die Hände Henrys gelangt war. Das Borderau war aufgefunden. Bei britische und zwei amerikanische Matrosen urteilte den Redacteur der polnischen Beitung Praca", Chylomer, in Stiden eingeliefert und von Henry mit Hilfe mehrerer Offiziere wurden ebenfalls getötet. Der Hinterhalt befand sich auf wegen angeblicher Aufreizung zu Gewaltthätigkeiten durch eine Ab- wiederhergestellt worden. Man stellte über das Borderau eine lange einer beutfchen Plantage, deren Geschäftsführer bildung mit begleitendem Texte, der zum Kampfe ausziehende und genaue Untersuchung an, die Schriftprüfungen lenkten den Ber dacht auf Dreyfus. Goufe gab dann technische Auseinandersetzungen berhaftet wurde. Derselbe wurde an Bord des englischen polnische Freiheitskämpfer feiert, zu vierhundert Mark Geldstrafe. Kriegsschiffes Tauranga" gebracht und dort in Haft gehalten infolge Auch der Minister des Geistes" beteiligt sich an den Be bezüglich ber im Bordereau erwähnten Stüde, von welchen die der Abgabe eidlicher Erklärungen, daß man gesehen habe, wie er strebungen. Der Oberin der Niederlaffung der Genossenschaft meisten nur durch einen Generalstabs offizier, welcher die näheren Mataafa- Leute zum Rämpfen ermunterte. Die an dem Stampfe ber Mariä Mägde in Kosten( Provinz Bosen) ist nach der Thätigkeiten der einzelnen Bureaus tannte, verraten sein teilnehmenden Mataafa- Beute waren etwa 800 an 8ahl. In einem Köln. Boltsata," ein Schreiben des Landrats zu Kosten zugegangen, tonnten, Gonſe ſtellte besonders fest, daß die Schriftstide früheren Gefechte wurden 27 Mataafa- Krieger getötet, während die worin die Oberin und die Schwestern aufgefordert werden, fich bis über das Geschütz 120 und die hydraulische Bremse mur fonnten. Bezüglich Europäer feine Berlufte erlittent. zum 20. Junid. J. die deutsche Umgangssprache derartig anzu durch Dreyfus weitergegeben sein eignen, daß fie sich ausreichend verständigen können. Der Kultus der Frage über die Borlegung geheimer Schriftminister habe, so heißt es in dem Schreiben des Landrates, die st üde im Striegsgericht von 1894 verweigerte Gonje Niederlassung der Mägde Mariä ausschließlich zum Zwecke der die Aussage. Er erflärte weiter, er habe von dem Geständnisse Strantenpflege unter der Bebingung genehmigt, daß die Schwestern des Dreyfus am Abend nach der Degradation auf indirettem des Deutschen mächtig sein müßten. Das wäre aber nicht in dem Wege gehört. Am folgenden Tage sei Lebrun- Renault: notwendigen Umfang der Fall. Sollten die Schwestern bis zum zum Kriegsminister geführt worden. Lebrun Renault habe seine 20. Juni das Deutsche nicht genügend erlernen, so müßte ihre Rück Erklärungen wiederholt und gleichzeitig einen Brief an den Chef des Generalstabes gerichtet. Gonse schließt seine Aussagen berufung in das Mutterhaus erfolgen. über das Geständnis des Dreyfus mit der Behauptung, daß Dreyfus ein halbes, aus überlegten Auslaffungen und Lügen zufammengesettes Geständnis gemacht habe. Auf eine Frage des Präsidenten erklärt Gonse, über diesen Zwischenfall ein Protokoll nicht aufgenommen zu haben, weil man die Angelegenheit als böllig abgeschlossen betrachtet habe. Picquart habe ihn am 3. Sept. 1896 aufgesucht. Gonse habe ihm vorgeworfen, daß er ihm die Ergebnisse seiner Untersuchung verborgen und beabsichtigt habe, ihn in die sehr ernste Angelegenheit zu verwickeln. Picquart habe Ueber diesen Vorfall, welcher sich an demselben Ort ereignet zu haben scheint, wo im Dezember 1888 der Zusammenstoß zwischen dem Landungstorps der deutschen Kriegsschiffe„ Olga", Adler" und„ Eber" stattfand, liegt ans amtlicher deutscher Quelle folgende aus Apia vom 5. d. M. datierte Nachricht vor: Die Engländer haben das Dorf( Name unleserlich) jeden Tag beschossen. Sowohl Tanus wie Mataafa- Leute plündern fremdes Eigentum. Am 1. April ist eine englisch- amerikanische Landungstruppe von 70 Mann in einen Hinterhalt bei Bailele geraten, wobei drei Offiziere gefallen und zwei Landungsgeschüße genommen sind. Die Kriegsschiffe haben die Beschießung erneuert. Als für die polnischen Bergleute im rheinisch- westfälischen Kohlen gebiete durch Verordnung des Ministers die Kenntnis der deutschen Sprache verlangt wurde, genügte bekanntlich der Widerspruch der Grubenbarone, um das Inkrafttreten der Verordnung hinaus Von den 678 Getreuen von Gerdauen will fich Herr auschieben. In dem legteren Falle handelte es sich um die Gefund b. Klindowström teinen einzigen abhandeln lassen. Wir hatten die heit und das Leben von Arbeitern. heitere Art und Weise geschildert, wie diese Boltskundgebung Redacteurfreuden. Recht niedliche Bustände haben sich in gegen den Umsturz auf amtlichem Wege zu stande gekommen Münster entwickelt. Die dortige Polizeibehörde wünscht nähere fei. Die„ Konservative Korrespondenz vermag nun zwar Angaben über einen Artikel im„ Münsterischen Tageblatt", den man niemals gejagt, daß die von Henry herrührenden Stüde eine unsere Angaben nicht zu widerlegen, fie stellt aber feierlich unter Umständen als auf die Polizei bezüglich auffaffen könnte. Fälschung feien. General Gonse führte weiter aus, daß du Path de Clam fest, daß die Adresse aus eigener Initiative des Herrn Zunächst war der Redacteur gesommen, wie das Blatt mitteilt, so in der Angelegenheit Esterhazys vollständig auf eigene Faust gehandelt Stadie hervorgegangen ist und überhaupt nur in 19 Ort- viel der Polizei mitzuteilen, als bei Wahrung des Redaktions- habe, so daß dessen Behauptung, er habe sich von Gründen höherer Art fchaften ausgelegen hat, da die Absendung nicht verzögert geheimnisses und unter Billigung des Gewährsmannes zur Auf- leiten lassen, durchaus unverständlich sei. Von angeblichen Beziehungen werden sollte und die Karnevalszeit einigermaßen störend in flärung der fraglichen Sache mitgeteilt werden konnte. Da aber Esterhazys zu Sandherr und über eine Verwendung Esterhazys im den Weg trat." ber Gewährsmann, ein Geschäftsreisender aus Münster ,, nicht Spionagedienst habe er niemals etwas gewußt. Auch feien in den Die Karnevalszelt hat doch nur förberlich auf das Unter- in Münster anwesend war, erklärte der Nedacteur bei der Atten des Nachrichtenbureaus teinerlei Angaben oder Verrechnungen nehmen wirken können, bas ohne fie gar nicht begreiflich ist, wie polizeilichen Vernehmung, daß er mit seinen Aussagen bis zur enthalten, welche auf eine derartige Verwendung Esterhazys der folgenden weiteren Bemerfung der Stonfervativen Rückkehr des Gewährsmannes, die nach einigen Tagen in Aussicht fahließen ließen. Korrespondenz" hervorgeht: gestellt war, warten wolle. Der Betreffende dehnte jedoch seine Frau Dreyfus hat, wie„ Journal" meldet, nochmals den AnDem„ Bortvärts" aber ist die Sache unbequem, weil zu den Tour über Erwarten länger aus, und dies gab den Redacteur bei trag gestellt auf Annullierung des Prozesses, da ihr erster Antrag Unterzeichnern zahlreiche unabhängige Arbeiter gehören. einer zweiten Bernehmung als Grund seines vorläufigen Still ohne Antwort geblieben ist. Es wird dem socialdemokratischen Parteiorgan Freude bereiten, schweigens an. Die Polizeibehörde ladet der Redacteur mun Tag England. wenn es erfährt, daß unter der Adresse einer größeren Ortschaft um Tag vor, um ihn zur Aussage zu veranlassen. Zweimal verLondon, 11, April. Der Parlamentsuntersekretär des Aeußern folgender Satz sich befindet:„ Die hiesigen Arbeiter bleiben fännte der Redacteur den Termin und zweimal wurde er Sr. Majestät freu und lassen sich von Socialdemokraten nicht ver- durch einen Polizeisergeanten dem bernehmen Brodrick erklärt auf eine Anfrage im Unterhause, der jüngste Besuch Toden; es haben 12 Besizer unterschrieben und 45 Arbeiter. Es den Kommissar vorgeführt. Bei der ersten Vor- Cecil Rhodes in Berlin und seine Unterhandlungen mit dürfte dem Vorwärts" schwer fallen, die Bedeutung jener Adresse führung gab er au Protokoll:„ Ich weigere mich, der Polizei- der deutschen Regierung seien aus der eigenen Initiative Rhodes nun noch ferner herabzudrücken; er wird sich schon bamit abfinden behörde gegenüber Auskunft zu geben, aus dem Grunde, weil ich den erfolgt. aus Griechenland. Rumänien. Spanien. die Ausgesperrten eine Versammlung ab, die von 1400 Personen| Gedeces Kundschaft setzte sich aus Leuten zusammen, die durch Andere follen ihm von der Frau ConMadrid, 12. April. Der Kriegsminister General Bolabieja besucht war. rätig aus Landeshut kritisierte scharf das Verhalten Zeitungsannoncen Geld suchten und denen er sich selbst als belegte die wichtigen Punkte der Provinzen Valencia und der Fabrikanten, die schuld daran seien, daß so viele arme Menschen Darlehnsgeber anbot. Ratalonien starten Truppenabteilungen und verder bittersten Not preisgegeben werden. Es wurde eine Resolution an- rad zugeführt worden sein, die mit ihm in fortlaufender Verbindung stärkte die Garnischen mehrerer Orte. Der Kreuzer Venadito" genommen, wonach nicht cher die Arbeit aufgenommen werden solle, stand. Die Geldgeschäfte Gedeckes nahmen einen solchen Umfang bis den Arbeitern die Forderungen, die sie auf das brutale Verhalten an, daß er sie nicht allein bewältigen konnte und deshalb antert zur Ueberwachung der Küste bei Los Pasajes. der Unternehmer gestellt haben, bewilligt werden. Die Fabrikanten den Angeklagten Tönniessen als Bureauvorsteher annahm. ließen nun durch Blafate anschlagen, daß, wenn in sämtlichen Fabriken Außerdem war eine Zeit lang eine Buchhalterin als Abschreiberin Athen, 12. April. Das Kabinett hat nunmehr feine Entein Viertel der Weber zur Arbeit zurückkehren, die Kündigung wieder thätig. Der Regel nach verhandelte Tönniessen mit den Darlehns Yaffung gegeben; der König hat beschlossen, Theo totis mit zurüidgezogen würde. Ferner hatte man für den Sonntag in den suchern, da er viel gewandter war als Gebede. Er zog die Erder Bildung eines neuen Kabinetts zu beauftragen. großen Sonnensaal eine sogenannte Arbeitswilligen- Versammlung fundigungen über die Darlehussucher ein, trat auch gelegentlich als einberufen, in welcher namentlich Herr Fabrikbefizer Fleischer heftig Bevollmächtigter Gedeces in Prozessen auf und erhielt für seine Thätig auf die streikenden Arbeiter schimpfte. Auch einige Arbeitswillige feit 5 Broz. des von Gedecke durch seine Geschäfte erzielten ReinDie Balkan Streitigkeiten auf der Friedenskonferenz. nahmen das Wort; man mußte aber die Versammlung schließen, da gewinnes. Die Verhandlungen pflegten sich nach der Prüfung der Bukarest, 11. April. Aus Bulgarien, Serbien und Montenegro diese Reden selbst unter den Arbeitswilligen den lebhaftesten Wider Sicherheit wie folgt abzuspielen: Wenn die Darlehussucher fragten, Das Resultat dieser famosen Versammlung was sie für die Vermittelung schuldig seien, so meinte Gedece: Das werden die verschiedenen nationalistischen Komitees Dent- und Bitt- spruch hervorriefen. daß am Montag noch ein großer Teil müßten sie selbst wissen, fordern könne er nichts; dann boten die Sie waren schriften über die Unterdrückung ihrer Stammesgenossen in Macedonien, war denn auch, Die Fabrikanten waren überrascht. Kunden gewöhnlich eine genügend hohe Summe an. Albanien und Bosnien dem Friedenskongreß übersenden. Auch die der Arbeiter aufhörte. Gedecke nahm dann rumänische Kulturliga" bereitet eine Eingabe über die Unterwas war hier zu thun? Nachgeben wollte man noch nicht und so meist in solcher Verlegenheit, daß sie von vornherein jede noch so die gewährte drückung der Rumänen in Siebenbürgen und fandte man die Meister, Aufseher und Buchhalter in die Wohnungen hohe Provision zu zahlen geneigt waren. mit seinem Geldgeber Rücksprache, und wenn Bessarabien bor. Sicherheit als genügend erschien, so wurde dem Darlehns sucher zugeredet, eine höhere Summe als die geforderte aufFabrikpolizei. Im Anschluß an den im„ Vorwärts" veröffentzunehmen zur Ersparung von Kosten" oder„ weil der Geldmann lichten„ russischen Geheimbericht" und die auf dem Umwege von o niedrige Summen, wie die verlangte, nicht ausleihe". Die GeldLondon in lezter Zeit der deutschen Presse übermittelten Nachrichten jumme, für welche die Darlehnssucher gewöhnlich einen Wechsel mit über eine große sociale Arbeiterbewegung in Rußland dürfte eine furzer Fälligkeitsfrist ausstellen mußten, wurde auf den Tisch gezählt, aus Petersburg hier eingetroffene Mitteilung interessieren, der zuMenschenhandel. 5000 M. an einem„ Geschäft", an der Ueber doch ehe sie in die Tasche des Empfängers wanderte, wurden als folge auf gemeinsame Initiative der Minister des Innern, der Finanz und des Ackerbaues von der Regierung eine besondere gabe von 200 galizischen Arbeitern an einen Agenten in Myslowig, Zinsen"," Provision" u. dgl. sofort Beträge abgezogen, die sich nach Bolizei ins Leben gerufen ist, zweds( politischer) leberwachung hätten zwei galizijche Menschenhändler verdient- 25 M. pro Stopf Ansicht der Anklagebehörde als wucherische Vorteile darstellten. Stahl wenn ihnen nicht von den Leuten selbst mit Gewalt die Bässe erhielt in der Regel die Hälfte bis 2/3 der Abzüge, Tönniessen und Beaufsichtigung von Fabriks, Bergwerks- und Landabgenommen worden wären. Es ist die höchste Zeit, daß die Ne- 5 Broz. des Reingewinnes, Ludwig, der wiederholt Geld für Gededes Geschäfte hergegeben hat, soll gleichfalls in solchen Fällen die Hälfte Die Fabrikpolizei" besteht aus 160 Aemtern, die unter besonderer Berücksichtigung der Industriegebiete gierungen sich etwas um den Menschenhandel kümmern. in das Reich hinaus verteilt werden sollen. Ihr Budget schleierten und wechselmäßigen Wuchers, die ohne besonderes ,, Streifbrecher". Vor dem Schöffengericht in Köln stand am der Provision erhalten haben. Zur Anklage stehen 11 Fälle des verwird eine halbe Million Rubel jährlich betragen; 50 000 m. jährlich Montag ein Stuccateur, weil er einen Berufsgenossen durch das Interesse sind, aber eine so umfangreiche Beweisaufnahme be find allein für Ueberfiedelungszwede beſtimmt, woraus hervorgeht, Wort„ Streifbrecher" beleidigt haben soll. Das konnte durch die Den Vorsiz führt Landgerichts- Direktor daß die Beamten häufig wechseln sollen. Daß dieselben zu den Zeugenvernehmung nicht erwiesen werden. Wohl aber erklärte ein anspruchen, daß für die Verhandlung zwei Sizungstage in Anspruch Unternehmern in ein natürliches Abhängigkeitsverhältnis kommen, Beuge, der Beschuldigte habe in einer Versammlung gesagt: der genommen werden. dafür ist von der arbeiterfreundlichen Regierung ebenfalls gesorgt: andere habe den Streit gebrochen." Der Staatsanwalt beantragte Dr. Felisch, die Anklage vertritt Staatsanwalt elbig. die Besitzer werden nämlich verpflichtet, den Beamten fostenfreie Freisprechung; der Ausdruck, jemand babe den Streik gebrochen", Wohnung, Licht und Heizung zur Verfügung zu stellen. arbeitern. Rußland. Asien. der Ausgesperrten, um diese zum Weiterarbeiten zu bewegen. Am Nachmittag tagte abermals eine Versammlung, die von 1600 Personen besucht war und einstimmig beschloß, nicht eher nach zugeben, bis den Arbeitern volle Genugthnung gewährt sei. Werden die Arbeiter unterstützt, dann muß die Gerechtigkeit über die Willtür fiegen.- Geldiendungen richte man an Richard Müller, Steichenbach i. Schl., Uferstr. 46. sei etwas ganz anderes, als wenn gesagt worden wäre, der betreffende sei ein Streitbrecher. Das Gericht erkannte freisprechend. Die Tischler in Hildesheim haben ihre Kündigung einChinesisches. Der Daily Mail" wird aus Songtong ge- gereicht, da eine gütliche Vereinbarung über die Lohnfrage an dem meldet, daß der englische Militärattaché bei der Gesandt- Widerstand der Meister scheiterte. ichaft in Beting am Sonntag in Macao verhaftet wurde, weil er sich weigerte, beim Vorüberzuge einer Prozession das Haupt zu entblößen. Der englische Konsul erreichte die Freilassung des Attachés.Amerika. Nachklänge zum fpanisch amerikanischen Krieg. Die an Spanien zu leistenden 20 Millionen Dollar sollen durch Wechsel auf New- Yort gezahlt werden. Präsident Mc Kinley erließ eine Kundgebung, in welcher der Wortlaut des spanisch- amerikanischen Friedensvertrages und die Thatsache der erfolgten Auswechselung der Friedensurkunden zur Kenntnis gebracht wird. Partei- Nachrichten. teiligen sollen. In der Waggonfabrik in Weimar sind wegen Nicht- Innehaltung der vereinbarten Accordlöhne Differenzen ausgebrochen. Die Schmiede und Zuschläger haben die Arbeit eingestellt, und dürfte der Ausstand auch noch andere Berufe in Mitleidenschaft ziehen. Die Schreinergehilfen in Schwabach haben den Meistern folgende Forderungen unterbreitet: Abschaffung der Accordarbeit und Einführung eines Stundenlohnes; Lohnerhöhung von 3 Bf. pro Stunde; Minimalbezahlung für einen mittleren Gehilfen 25 Pf. pro Stunde. Ausland. In Karlsbad find im Baugewerbe größere Differenzen aus gebrochen. Die Arbeiter sträuben sich, eine Arbeitsordnung zu unter zeichnen, die ihnen eine Reihe entwürdigender Zumuthungen stellt. Der Zuzug ist fernzuhalten. In dem heute, Donnerstag, vor dem Schwurgericht bes ginnenden Prozeß gegen den Schneider Hugo Guthmann wegen Ermordung der Bertha Singer hat im legten Augenblide neben dem Rechtsanwalt Dr. Schwindt auch noch Justizrat Dr. Sello die Das Interesse des Verteidigung des Angeklagten übernommen. Publikums an den in Aussicht stehenden Verhandlungen ist so groß, daß die Einlaßkarten zum großen Schwurgerichtssaale, ohne welche der Zutritt nicht gestattet ist, schon längst vergriffen sind. In der Sache selbst haben neuerdings noch einige Erhebungen stattgefunden. Striminalinspeltor Braun, der die Ermittelungen geleitet hat, hat dieser Tage an Ort und Stelle festgestellt, ob es möglich ist, daß ein aus dem Zimmer der Ermordeten dringendes grelles hilfegeschrei in einer auf der anderen Seite der Straße liegenden Wohnung ge= hört werden kann. Ein Zeuge will zu einer bestimmten Zeit in der Mordnacht ein solches Geschrei gehört haben. Das Von der Duldsamkeit im chriftlichen Staate. Gemeindevorsteher Schulze Disciplinarverfahren gegen den aus Nahmi wurde gestern vom Oberverwaltungsgericht in nicht öffentlicher Sigung beendet. Schulze hatte im Sommer 1896 an Frau Balm, deren sich viele Berliner Parteigenossen und Genoffinnen erinnern werden, eine Wohnung ber inietet. Das fragliche Haus befand sich außerhalb seines AmtsDer Landrat des Kreises Bauch- Belzig, ein Herr bezirles. Die Leipziger Parteigenossen haben am Dienstagabend die Beschlüsse der letzten sächsischen Landeskonferenz in einer Parteiversammlung besprochen. Wie uns telegraphisch mitgeteilt wird, Die norwegischen Gewerkschaftsvereine haben einen beschloß die Versammlung mit 4/5 Mehrheit, daß die Leipziger Central- Landesverband gefchloffen unter dem Namen v. Stülpnagel, forderte damals den Gemeindevorsteher auf, Barteigenossen sich an den Landtagswahlen nicht be- Landesorganisation der norwegischen Fachvereine". In den Oster- Frau Palm binnen drei Tagen aus der Wohnung zu tagen fand ein zu diesem Zwecke berufener Kongreß in Christiania entfernen. Dies Verlangen wurde damit begründet, daß Frau Nach dem Eintreffen ausführlicherer Berichte über den Verlauf statt, der von 73 Vereinen mit ca. 20 000 Mitgliedern durch 113 Dele- Palm eine socialdemokratische Agitatorin fei. Schulze der Versammlung werden wir hierauf zurückommen. Wir müssen gierte beschickt war. Damit ist der auf dem skandinavischen Kongreß erinnerte sich des biblischen Gebotes in Ebr. 18, 2 und erfüllte das aber schon heut unser lebhaftestes Bedauern darüber aussprechen, in Stocholm 1897 gefaßte Beschluß, in den drei skandinavischen Gebot des Landrats nicht, worauf v. Stülpnagel die Eröffnung des daß die Leipziger Parteigenossenschaft sich durch ihren Beschluß in Ländern Landesorganisationen zu schaffen, durchgeführt. schiverer Weise gegen die elementaren Regeln der Parteijolidarität und damit gegen das Wohl der Partei vergangen hat. Polizeiliches, Gerichtliches usw. " Die Disciplinarverfahrens und die vorläufige Dienstenthebung des Gemeinde- Borstehers verfügte. Das Gericht erster Instanz er tannte demnächst auf Dienstentlassung des Herrn Schulze. Wie wir hören, hat jest das Ober- Berwaltungsgericht diese Ent scheidung bestätigt. dänische wurde im Januar 1898, die schwedische im August 1898 geschaffen und nun ist auch Norwegen gefolgt. Der norwegische Verband hat in den Hauptpunkten den dänischen zum Worbilde genommen. Sociales. % -Aufgelöst wurde seiner Zeit eine Versammlung in Magdeburg, in der Genosse Schmidt über die angekündigte Zuchthausvorlage sprach. In Verfolg dieser Angelegenheit wurde gegen Schmidt ein Verfahren wegen Majestätsbeleidigung eingeleitet. Auf erhobene Das Krankenkassenwesen im Deutschen Reiche. Nach den Beschwerde hat jetzt der Regierungspräsident die Auflösung der Ver- Zusammenstellungen des kaiserlichen statistischen Amtes gab es im fammlung für ungefeßlich erklärt. Es ist demnach zu vermuten, Jahre 1897 im Deutschen Reiche 22 477 Krankenkassen gegen 22 111 daß auch das Verfahren gegen Schmidt eingestellt werden wird. im Jahre 1896. Davon 6974 Betriebskassen, 4548 Ortstassen, - zu drei Monaten Gefängnis wurde Genosse Feld- 1422 eingeschriebene Hilfstassen, 593 Innungsfassen, 261 landesmann in Langenbielau als verantwortlicher Redacteur des Pro- rechtliche Hilfskassen, 92 Bautassen und 8587 Gemeinde Krankenletarier" verurteilt. Er soll einen Fabrikanten dadurch beleidigt versicherungen ohne besondere Kasseneinrichtung. In diesen Kassen waren haben, daß er den in dessen Fabrik gezahlten Wochenlohn mit insgesamt 8337119 Personen versichert gegen 7944820 im Jahre 1896. 5-8 M. angab, während in Wirklichkeit ein Durchschnitts- Wochen- Die größte Mitgliederzahl( absolut und relativ) weisen die Ortskassen John von 8,50-9,50 M. in dieser Fabrit erzielt wird. Werden auf mit 3 850 858 oder durchschnittlich per Kasse 846 Mitgliedern. angesichts der hohen Strafe, die über den frechen Journalisten verhängt wurde, mun die glücklichen Arbeiter dieses Herrn Fabrikanten weit eher als Brasser denn als die geschilderten Hungerleider erscheinen? -Genoffe Feldmann war aus dem Gefängnis, in dem er gegen wärtig schon drei Monate verbüßt, zu der Verhandlung auf einen Tag beurlaubt worden. - Die Tanzerlaubnis für das zur Feier des 1. Mai geplante Tanzkränzchen mit Festrede ist dem Wahlverein in Burgstädt( Sachsen) polizeilich verweigert worden. Die hohe Behörde hat wohl damit der Meinung Ausdruck geben wollen, daß ein Tanzvergnügen teine des Weltfestes der Arbeit würdige Feier ist. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Achtung, Vergolder! Der Unternehmer Bergemann aus Ringstedt fucht jezt persönlich in Berlin eifrig nach Arbeitsiräften. Die Berliner Kollegen werden dringend gewarnt, als Arbeitswillige nach Dänemark zu gehen, ebenso ist der Zuzug nach Braunau in Böhmen und nach Wien streng fernzuhalten. Die Rahmen- Vergolder in Christiania( Norwegen) planen eine Lohnbewegung. Dieselben er suchen namentlich die norddeutschen Kollegen, ihre Solidarität zu bethätigen, da hauptsächlich in Berlin und Hamburg RahmenVergolder nach Christiania unter günstigen Bedingungen gelodt werden, in Wirklichkeit aber sehr schlechte Arbeitsverhältnisse vor finden. Nähere Auskunft erteilt der Verbandsvorsitzende W. Schnorre, Chausseestr. 42. Deutsches Reich. Solche Bethätigung hat uns in der Agitation wesentliche Dienste geleistet und wird uns auch ferner zu statten tommen. Nochmals das ,, famose" Betragen des Prinzen Radziwill. Aus Halle a. S. wird uns vom 11. April berichtet: Wegen Beleidigung der Staatsanwaltschaft wurde in heutiger Strafkammerſigung der Redacteur des" Volksblatts", Genosse wienty zu einer Woche Er hatte am 8. Februar d. J. im lokalen Gefängnis verurteilt. Teil einen Artikel veröffentlicht, in dem er auf das Betragen des Prinzen v. Radziwill und die Verhandlung des Motor wagenführers Groth, der von dem Prinzen in das Gesicht gespudt worden, hingewiesen und kritisiert hatte, daß der Prinz nicht mit angeklagt worden war. Wir haben seiner Beit darüber berichtet, und wollen nur mitteilen, daß damals gesagt wurde, v. Radziwill werde, da er unter dem Militär sei, von dem Militärgericht ab geurteilt werden. Heute stellte sich nun heraus, daß v. Radziwill straffrei ausgegangen ist, weil der bespudte Wagenführer Groth den Strafantrag wegen Beleidigung zurüdgezogen und das Militärgericht nicht als erwiesen angenommen hat, daß seitens des v. Radziwill grober Unfug vorliege. Das Gericht erblickte in dem in Frage kommenden Artikel des Boltsblatts" für den Staatsanwalt den Vorwurf der Parteiligteit. Darauf folgen die eingeschriebenen Hilfskaffen mit 514, die Betriebsfassen mit 309, die Innungskassen mit 246, die landesrechtlichen mit 224, die Bautassen mit 217 und die Gemeinde- Krankenversicherungen mit 159 Mitgliedern im Durchschnitt. Die Gesamteinnahmen betrugen 167 810 060 M. Die Krankheitstoften betrugen insgesamt 120 487 910 M. Das sind auf 1 Mitglied durchschnittlich 14,45 M. Aus der Specialisierung der Krankheitsfälle, Strankheitstage und Krankheitstoften ist besonders erwähnenswert die Thatsache, daß die Bautassen dabei in jeder Hinsicht an der Spizze stehen; sie haben die meisten Erkrankungsfälle( 0,52), die meisten Krankheitstage( 8,44) und die höchsten Krankheitskosten( 20,74 M.) pro Mitglied. Daraus Lehte Nachrichten und Depelthen. ist zwar noch nicht ohne weiteres der Schluß zu ziehen, daß es keinen Wien, 12. April.( B. H.) Offiziös wird die Auflösung gefährlicheren Beruf wie den der Bauarbeiter giebt, denn bei allen übrigen Kaffen ist ift keine Scheidung nach Berufen der deutsch nationalen Vereine mit deren politischen, vorhanden, aber daß diefer Beruf zu den gesundheitsschädlichsten anti- östreichischen, hochverräterischen Umtrieben motiviert. Paris, 12. April.( B. H.) Wie aus bester Quelle versichert mit gehört, dürften die Zahlen doch erweisen. Am günstigsten er scheinen nach der Richtung die Gemeinde- Krankenversicherungen mit wird, hat der Kassationshof beschlossen, alle Geschworenen des 0,25 Erkrankungsfällen und 4,23 Krankheitstagen pro Mitglied. In Dreyfus- Prozesses vorzuladen und zu vernehmen. Weiter heißt es, ihnen sind ohne Zweifel mehr landwirtschaftliche Arbeiter wie in der frühere Präsident der Republik, Kasimir Perier, solle dem General Mercier gegenübergestellt werden. ieder anderen Kaffeneinrichtung vertreten. Ein Frauen- Genesungsheim ist von der Ortsfrankenkasse Dresden im Anschluß an das für Männer schon bestehende Genesungsbeim Alt- Wettinshöhe errichtet worden. Es ist mit 36 Betten ausgestattet und kann bis auf 46 Betten gebracht werden. Die Ausstattung ist nach der in der Sächs. Arbeiterzeitung" gegebenen Schilderung fehr komfortabel und keineswegs mit dem öden Einerlei unjerer öffentlichen Krankenhäuser zu vergleichen. Es wurden gleich 16 Pfleglinge in die Anstalt aufgenommen. Gerichts- Beifung. Paris, 12. April.( B. H.) Wie die Abendblätter melden, hat Kapitän Freystädten den Marineminister um eine Audienz ersucht, in welcher er ihm die Ursache über die Verurteilung Dreyfus mitteilen will. Dreis ( W. T. B.) Seraing( Belgien), 12. April. tausend Grubenar better sind in den Ausstand getreten und verlangen eine 15 prozentige Lohnerhöhung. Man befürchtet, daß der Ausstand sich auf den ganzen Lütticher Grubenbezirk ausdehnen wird. Die Hamburger Schuhmacher find am Montag in den AusLondon, 12. April.( B. H.) Der deutsche Botschafter stand getreten, weil die Forderungen: Minimallohn von 21 M. pro Woche, ein geringer Aufschlag bei den Accordarbeiten, sowie eine Salsabschneider. Ein umfangreicher Wucherprozeß tam gestern Graf gasfeld ist hier eingetroffen, um die Vorstellungen der Werkstattordnung mit geregelter 10 stündiger Arbeitszeit und Beseitigung der Sonntagsarbeit sowie des Logiszwanges beim Arbeitgeber, vor der 1. Strafkammer des Landgerichts I zur Berhandlung. Als laiserlichen Stegierung gegen das Vorgehen der englischen und tigung der Sonntagsarbeit sowie des Logiszwanges beim Arbeitgeber, Ackermann, Bessarabien, 12. April.( W. T. B.) In der hiesigen nicht bewilligt worden sind. Inzwischen hat eine ganze Anzahl Arbeit Angeklagte erschienen: 1. Der Agent Hermann Gede de aus amerikanischen Behörden in Samoa energisch zu betreiben. geber sich veranlaßt gesehen, die Forderungen der Gehilfen zu be- Treptow, 2. der Händler Karl Gottlieb Stahl, 8. der Schreiber willigen; bei diesen ist die Arbeit wieder aufgenommen worden. Die Balthasar Tönniesien, 4. Frau Auguste Albertine Conrad, fistalischen Spiritus rettifitation erfolgte heute eine, waterwurden getödtet, neun verlegt. Angeklagten sind des gewerbs und Streifenden find sämtlich entschlossen, im Stampfe auszuhalten, bis geb. Binder, 5. der Friseur Theodor Ludwig. Die ersten drei scheinlich durch einen Spiritus gefallenen Feuerfunken verursachte, gewohnheitsmäßigen plosion. Sechs Personen Sie Die Gebäude wurden zerstört. ihre bescheidenen Forderungen bewilligt worden sind. Wuchers, die letzten beiden der Beihilfe beschuldigt. Aus Auckland eina San Francisco, 12. April.( W. T. B.) In Kattowih ist auf einem Neubau ein sogenannter werden von den Rechtsanwälten U dermann, Dr. Schwindt, war der Kampf in ter Arbeitererce ß" vorgekommen, an dem sich vier Maurer Bederns, Dr. Flatau und Wronker verteidigt. Der gegangene Nachrichten zufolge Die ameritas 1. April sehr heftig. beteiligten. Da sie einige Baueinrichtungen zertrümmerten und neu Angell. Gebede betreibt seit einigen Jahren hier gewerbsmäßig Nähe von Apia antommende Kollegen vom Arbeitsantritt abrieten, werden sie wahr die Vermittelung von Hypothekendarlehnen, Erbschaftskäufen und die nischen und britischen Matrosen wurden wiederholt von den scheinlich, der in diesen Dingen herrschenden Spruchpraris gemäß, Besorgung fremder Rechtsangelegenheiten. Daneben hat er seit Angreifern, welche sie durch ihre numerische Uebermacht zu be Die Leichen der gefallenen hart bestraft werden. einigen Jahren auch Darlehne, Schuldscheine und Wechsel gegeben. wältigen suchten, zurüdgeschlagen. Da er selbst teine Geldmittel hatte, mußte er fich an Offiziere und Matrojen wurden mit militärischen Ehren in Mulimuu Zur Aussperrung der Weber in Reichenbach in Schlesien. Die Fabrikanten haben jezt eingesehen, daß es ein grober Fehler Geldleute wenden, die das Geld zu den Darlehnsgeschäften bestattet. Vierzig Mataafa- Leute wurden getötet, eine Anzahl der dann den Gewinn mit ihm teilten. Die ſelben verwundet. Die letteren wurden von den Aufständischen mits war, den Arbeitern zu fündigen. Jetzt giebt man sich große Mühe, hergaben und die Arbeiter wieder zum Arbeiten zu bewegen. Am Freitag hielten Angeklagten Stahl und Ludwig sollen solche Geldleute gewesen sein. genommen. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Verantwortlicher Redacteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. 319 asd spout, pupimmbls ( i) an 2 Mr. 86. 16. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 13. April 1899. du indout monis indie stu bin schlag od skeidstand i sad hiipinfte find verboten oder fie find erlaubt. Die teilweise Stonzession links.) Uebrigens spielt diese gauze Frage ir unsere Stellung " Reichstag. tönnte zu den schlimmsten Willtürlichkeiten führen. 1 4 Abg. Singer( Soc.): oded ports di 9d nahme nicht die geringste Rolle. Was den Post- Zeitungstarif anlangt, so hat die Nenordnung für Was den Artikel 3 aufangt, fo schließe ich mich den dazu ge 68. Sizung, Mittwoch, 12. April 1899, 1 hr. den ersten Augenblick ja etwas Bestechendes. Bei näherem Buschen äußerten Bedeuten des Herrn Kollegen Marcour vollständig an. Der d Am Bundesratstisch: v. Bobbielstierfcheint Auf der Tagesordnung steht zunächst die erste Beratung der erscheint indessen das gänzliche Außerachtlassen des Abonnements- Hauptwiderstand aber richtet sich gegen die Beseitigung der Novelle zum Postgesen, durch welche unter anderem die Gewichts: Die Hauptsache für uns aber bleibt die beabsichtigte Ausschließung fehr in der Einschränkung auf den zweimeiligen Umkreis, als viels preises sehr bedenklich. Er müßte jedenfalls mitberücksichtigt werden. Expreßbestellung für Zeitungen. Die Gefahr liegt da nicht so grenze für gewöhnliche Briefe auf 20 Gramm erhöht, das Stadt der Expreßbestellung für Beilungen. Meine Frattion muß auf der mehr in der Bestimmung, daß der Expreßbote nicht mehr als fünf postporto allgemein auf 5 Pf. ermäßigt, dagegen das Postregal auf lusterzung dieser Bestimmung unbedingt bestehen, anderenfalls Kilogramm Beitungen mitnehmen darf. Wenn der Herr die Beförderung gefchloffener Briefe innerhalb der Stadtbezirke gegen wird fie gegen das ganze Gesetz füimmen. In Süddeutschland Staatssekretär fagt, daß diese Bestimmung innerhalb des Entschädigung an die Privat- Postanstalten und ihre Angestellten aus haben soll( Staatsgedehnt werden soll. Weiter enthält die Vorlage den neuen Bost- würden z. B. sonst Frankfurter Zeitungen volle 12 Stunden später geimeiligen Imifreises feine Geltung haben zur Austragung gelangen. Dazu kommt noch, daß Tausende sekretär von Podbielski nicht bejahend) fo, na dann Beitungstarif. #pid stirod Staatssekretär v. Podbielski: dagswahlen spielt die Expreßbestellung von Expreßvoten brotlos gemacht werden würden. Bei den ist aber eine klarere Fassung dieses Baragraphen durch thDer heute zunächst zur Beratung stehende Entwurf bildet eine Rolle. Da muß verhindert werden, daß die Post cine ganz hervorragende aus notwendig. Es liegt eine gewisse Tragikomödie darin, daß die Post Flug- diese Bestimmung ins Gesetz hineingekommen ist aus den Petitionen Greiterung des im borgen the teile bie Bebenken, bir Während dort aber im wesentlichen nur die Erhöhung der Gewichts- blätter, die in lester Stunde in Beitungen erscheinen, einfach bis der bedrohten Privat- Postaustalten. Ich teile die Bedenken, die grenze und Tarifermäßigungen für den Nachbarorts- Briefverkehr vorum Schluß des Wahltages liegen läßt. Ich bitte sämtliche Sollege Marcour gegen den§ 2 geäußert hat. Wir machen von der gesehen war, enthält die neue Vorlage außerdem einen veränderten Parteien des hohen Hauses, uns in der Forderung der Beibehaltung Streichung diefes Artikels unsere Zustimmung zu der Vorlage aba Post- Beitungstarif, Entschädigungen für die Unternehmer und An- der Expreßbestellung zu unterſtügen. Ich bitte Sie, die Vorlage au hängig. Die politische Bedeutung dieses Artikels ist außerordentlich gestellten der bestehenden Privatpoft- Anstalten. Eine Rendering des eine Stommission von 21 Mitgliedern zu verweisen.( Beifall.) groß, und wenn der Herr Staatssekretär auch ausdrücklich erffärt Post- Beitungstarifes hat der Reichstag felbft wiederholtind poleti Staatssekretär v. Podbielski: manual hat, daß er seine Berwaltung nicht als politische betrachtet, so hat o it- Beit verlangt, umſomehr bedauere ich es, daß der nene Entwurf von der Ich will nur zwei Punkte Klarstellen. Zunächst will ich feststellen, Staatssekretär versteht es ja meisterhaft, bei der Begründung solcher er sicherlich dabei nicht an die Socialdemokratie gedacht. Der Herr Presse äußerst heftig angegriffen worden ist. Man hat gemeint, daß beim Artikel 3 keinerlei fistalische Abficht vorliegt. Das könnte Vorlagen außerordentlich harmlos zu sein( Heiterkeit) und mit der mein Vorgänger hätte einen solchen Entwurf nicht gebracht, und durch einen Zusaz eventuell noch näher präcifiert werden. Was dann wiene des Biedermanns zu sprechen. Sat er aber erst einmal stellt es überhaupt so dar, als sei er der verständige Mann, ich die Expreßbestellung anlangt, so betone ich den Grundsatz: Gleiches das Gesetz in der Hand, aber der unsimige( Heiterkeit). Die Bemessung der Gebühren Recht für alle! Wir wollen nicht die kapitalfräftigen Blätter, die sich ausgeschlossen, daß er den Scharfmacher- Inspirationen und Scharffo halten wir es nicht für nach dem Abonnementspreis hat zu einer Ungerechtigkeit gegen die Expreßbestellungen leisten können, bevorzugen. Uebrigens wird macher- Gelüften unterliegt, und wir zweifeln, ob feine harmloſe cinen Teil der Presse, aber auch zur Benachteiligung der Posttasse sich darüber ja noch in der Kommission reden lassen. Ehrlichkeit anhalten wird.( Heiterkeit.) Der Herr Staatssekretär geführt. Als Grundsatz muß bei der Berechnung der Gebühren gelten: jeder zahlt nach den Anforderungen, die er an die Post Abg. v. Waldew und Reihenstein( L): 79 wird von uns nicht stellt. Die Gebühr wird also bemessen unter Berücksichtigung der unser Mißtrauen nicht verübeln. Fragen: wie oft erscheint die Zeitung und wie schwer ist das Blatt? stände zu beseitigen. Wir begrüßen vor allem die Erhöhung des Brief-( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) wir erblicken in der Vorlage das Bestreben, lang anerkannte Mis- das mis bedroht. Erlangen, daß wir das Meſſer ſelber schärfen, Dazu soll eine für alle Blätter gleichmäßige Einschreibegebühr gewichts. Gegen die Beseitigung der Privatposten haben wir nichts einzu die Beförderung von unverschlossenen Briefen, Der Artikel 3 will das Postmonopol eventuell ausdehnen auf freten. Die Presse sucht in ihrer Bekämpfung des Tarifs das wenden. Denn diese seßen sich ja doch nur dort hin, wo es was zu ver- Drucksachen usw. Wir stellen uns grundsätzlich so dazu, daß wir das Bublifum mit Schlagwörtern irre zu führen. Ich möchte da einzelne dienen giebt.( Buruf: Na nee! Heiterkeit.) Dagegen haben wir Sachen verlesen. Da wird die Vorlage bezeichnet als geistige Brunnen gegen die Ausschließung der Expreßboten gleichfalls Bedenken. Diese Regal nur unter der Bedingung erweitern, daß die Reichs- Postverstopfung, Wechselbalg. Die„ Dresbener Nachrichten" fehen in dem wird fich ja auch nicht ausführen lassen. Denn wenn ein Mann währt, wie sie die Privat- Bostanstalten haben. Wir wollen hier nicht waltung wenigstens annähernd diefelbe Preisreduktion ges Tarif eine Schwächung der Konkurrenzfähigkeit des deutschen Volles, mit einem gefchloffenen Packet in der Eisenbahn fährt, so kann währt, wie sie die Privat- Bostanstalten haben. Wir wollen hier nicht die Berliner Morgenzeitung" eine Vertenerung der geistigen Nahrung man doch gar nicht kontrollieren, was drin ist. auf den hundertstel Pfennig genau berechnen; aber wenn wir die ( Heiterkeit.) des Volfs. Die Vereinszeitung der Zeitungsverleger schreibt:" Der Eine Reform des Post- Zeitungstarifs halten wir gleichfalls für not- sie sich nicht von der ersten besten Privatpost- Gesellschaft überflügeln gewaltige Macht der Reichs- Postverwaltung noch steigern, dann darf Entwurf ist die entarteiste Misgeburt, die je erzeugt wurde, ein wendig. Nur glauben wir nicht, daß der in der Vorlage angegebene laffen. Die Reichs- Postverwaltung hat nicht bloß fistalischen Zweden Hohn auf die viel gerühmte deutsche will jagcu Berliner Weg der zwedmäßigste ist. Darüber werden wir in der Kommission Intelligenz, denn am grünen Tisch der Reichshauptstadt ist ja noch sprechen. Eine Folge der Vorlage würde auch sein, daß durch zu dienen: fie soll Verkehr und Kultur fördern.( Sehr richtig! bei das elende Geschöpf zur Welt gebracht worden( heiterkeit) Schmach im Hinblick auf Recht und Gerechtigkeit." Alle Ab- fleineren Provinzblätter eintreten würde, und dadurch würden die wird, gewisse Ermäßigungen in der Beförderung der Drucksachen, eine die Außerachtlaffung des Abonnementspreises eine Verteuerung der Aussicht gestellt, daß, wenn diese Erweiterung des Regals gewährt ... eine den Socialdemokraten.) Bei der Begründung der Vorlage wird in geordneten werden aufgefordert, gegen den Entwurf zu stimmen, fleinen Leute gezwungen sein, zu den hauptstädtischen großen der Warenproben usw. eintreten sollen. Hier müssen wir daran festBamit der feindliche Hujar zum Straucheln gebracht werde( Heiter Beitungen zu greifen, was wir sehr bedauern würden. Im allgemeinen hatten, daß diese Zarifermäßigungen durch das Gefeß selbst Icit.) So was wird in Deutschland gedruckt! Die meisten dieser stehen wir der Vorlage sympathisch gegenüber und hoffen aus der festgelegt werden. Uns ist in diesem Gesetz zu viel von den Era Blätter behaupten, der neuе Tarif begünstige einige Stommissionsberatung etwas Eriprießliches aus ihr hervorgehen zu mächtigungen des Reichskanzlers die Rede. Wir haben nicht das große politische, auch socialdemokratische Zeitungen und schädige sehen.( Bravo! rechts.) fleinere Blätter. In der Kommission werde ich Ihnen das Abg. Singer( Soc.): ad i Maß von Vertrauen zur Regierung, mit dem die Herren von der Rechten so splendide sind. Ich brauche bloß an das Versprechen des gegen nachweisen, daß von 5700 deutschen Zeitungen 1585 durch den Tarif weniger belastet werden, 415 bleiben unDie ganze Vorlage geht von dem Grundsaße aus, den der Herr Reichsfanzlers in Bezug auf die Anfhebung des Verbindungsverändert und 3713 werden mehr belastet. 2231 von diesen werden Staatssekretär des Reichspostamts ja auch heute hier besonders verbotes für politische Vereine zu erinnern, um zu zeigen, wie jedoch um höchstens 40 Pf. pro Jahr, d. h. 10 Pf. für das Quartal hervorgekehrt hat, daß jede Verbilligung in der Postbeförderung berechtigt unser Mißtrauen gegen Regierungsversprechen ist. verteuert. Gegenüber der Behauptung, daß besonders die focial- ciner beſtimmten Stompensation bedürfe, damit ein Ausfall der Ein- Bon entscheidender Bedeutung für uns ist auch die schließliche demokratische Bresse begünstigt werde( Lachen bei den Socialbeno- nahmen vermieden werde. Wir halten dieses Bestreben, sich die Gestaltung des Teils der Vorlage, der die Entschädigungen betrifft. demokratische Bresse begünstigt werde( Lachen bei den Socialdemo- Bes fraten. Abg. Singer: Die Verteidigung ist nicht nötig!), betone geringste Erleichterung bezahlen zu lassen, für durchaus verkehrt. Wir stehen aber offenbar vor einer recht verschiedenartigen Be betones wird eben immer außer Acht gelassen, daß jede Berbilligung eine handlung der beiden Gruppen: der Privatgefellfchaften ich, daß die Preßerzeugnisse aller Parteien gleich Bermehrung des Verkehrs zur Folge hat, die wieder erhöhte Ein- und ihrer Angestellten. behandelt werden. Man hat es so dargestellt, als werde durch den Tarif nahmen bedingt, daß also jede Erleichterung fich felbft bezahlt macht. der Gesellschaften können wir ruhig den bürgerlichen Parteien Die Form für die Entschädigung Tediglich eine Mehreinnahme bezweckt. Gewiß bringt er Mehreinnahmen, Diesen gegenüber steht aber ein Ausfall von rund 5 Millionen infolge Das wird völlig ignoriert, man ist daher bestrebt, jeder Reform eine dieses Hauses überlassen.( Heiterkeit bei den Socialdemo der in der Vorlage enthaltenen Borto- Ermäßigungen. Menge von anderweitigen Bestimmungen anzuhängen, die die ver- fraten.) Ihre Interessen sind in sehr guten Händen. Würde Die Post ist ferner nicht im stande, dem Allgemeininteref zu dienen, meintliche financielle Schädigung wieder wett machen soll. Das der Herr Staatssekretär verständige Berkehrspolitik treiben, wenn ihr gerade an verkehrsreichen Orten beträchtliche Einnahmen Zustandekommen einer notwendigen Reform wird daher durch ein dann würde er die Tarife so ermäßigen, daß die Privatgesellschaften durch die Privatposten entzogen werden, die sich um die ver- folches Verkuppeln mit anderen Dingen sehr erschwert. Das neue gar nicht bestehen könnten; und das Reich hätte nicht nötig, 6 bis 8 tehrsschwachen Orte und die Landbezirke nicht fümmern. Es ist be- Bostgesetz hat eine Reihe von Bestimmungen zu gunsten der Reichs- Millionen Entschädigung an die Privat- Postanstalten zu entrichten. hauptet worden, die Vorlage mache sich das Princip der Agrarier zu eben immer wieder das Moment mit einzustellen, daß durch die Er- geht. Sollte sie das Schichal ihrer Vorgängerin teilen, so möchte ich Boftverwaltung neu eingefügt. Der Herr Staatssekretär vergißt wie die Dinge liegen, ist es sehr zweifelhaft, ob die Vorlage durcheigen, die großen Industrie- Orte auszupumpen im Interesse der Heineren Orte. Ich meine, es fann gar keine bessere Empfehlung den Ausfällen, aber die Wirkung muß doch erst erprobt werden. Tarifermäßigung gegen die Privatgesellschaften vorzugehen. Dann wäre höhung des Verkehrs die Einnahmen wachsen. Er spricht stets von dem Staatssekretär den Rat geben, doch einmal mit dem Mittel der der Vorlage geben, als diese Behauptung. Gerade in dieser aus- Später wird er schon einsehen, daß sein Bessimismus in Bezug auf die ganze Worlage überflüssig. Verluste würde die Reichspoſt nicht tragen, gleichenden Wirkung liegt der große Vorzug der Staatsverwaltung die Einnahmen durchaus nicht berechtigt ist. Und dann: Gegen- denn durch die Erweiterung des Verkehrs würde der Ausfall doppelt im Vergleich zum Privatbetriebe. Sodann werden 43 Millionen deutscher Reichsangehöriger durch die Privat- Postanstalten überhaupt Ausfall überhaupt nicht so sorgfältig zu rechnen. Die Boftverwaltung Socialdemokraten.) Das wäre fluge Postpolitit. Innerlich hat die über der jetzigen financiellen Lage braucht man mit dem und dreifach wieder eingebracht werden.( Sehr richtig! bei den nicht bedient. Wenn gesagt wird, die Post werde durch die hat ja eine stetige Zunahme ihrer Einnahmen und was in diesem Entschädigung der Privatpoſtanſtalten ja gar keine Berechtigung. Wenn gesagt wird, die Post werde durch die Konkurrenz der Privatposten zu Tarifermäßigungen gedrängt, so ist Gtat in dieser Hinsicht gegenüber dem Vorjahre mehr eingestellt ist. Denn den Privatposten muß es ganz gleich fein, ob das Reich gegen gerade das Umgekehrte der Fall. Die Konkurrenz dieser Anstalten hindert die Poft geradezu, diese Reformen vorzunehmen, weil sie ihr genügt schon völlig, um den ganzen eventuellen Ausfall zu decken. Sie konkurriert, oder ob sich neben der Firma Schulze u. Co. noch wesentliche Einnahmen entzieht. Wir handeln also im Interesse der Gegenüber der außerordentlich gefchickten Begründung der Vorlage die Firma Müller u. Co. aufthut.( Schr richtig! bei den SocialAllgemeinheit, wenn wir durch die Vorlage den Betrieb solcher muß man diese Dinge immer wieder auf das richtige Maß zurück- demokraten. Brivat Bostanstalten unter staatliche Konzession stellen. Die Einführen, es muß die Legende zerstört werden, als ob durch die Wenn uns das Schicksal der Privatpostanstalten sehr wenig zu schränkung der Beförderung von Zeitungen durch Expreßboten wird Reformen die Postverwaltung fich irgend ein Opfer auferlege. Serzen geht, so berührt uns der Schutz der Angestellten der ebenfalls zu einer Schädigung weiterer Kreise nicht führen. Die Vostregals. Entsprechend unseren principiellen Grundsägen find Regierungen in dieser Hinsicht haben gar nicht das Recht auf den Der principiell wichtigste Punkt ist die Erweiterung des Privatposten um so lebhafter. Die Vorschläge der verbündeten Bestimmung des§ 1 des alten Reichs- Postgesezes, wonach politische wir nun nicht in der Lage, eine Erweiterung des Bosiregals grund- Namen Entschädigung; was geboten wird, ist eigentlich mir ein Zeitungen innerhalb des zweimeiligen Umfanges ihres Ursprungsfäßlich abzulehnen. Wir müssen aber unsere Zustimmung abhängig Imofen.( Sehr richtig! bei den Socialdem.) Sollen wir uns ortes dem Postzwang nicht unterliegen, bleibt natürlich bestehen. machen von der schließlichen Gestalt des Gesezentwurfs, wie er aus schließlich für die Vorlage entscheiden, dann müssen die Säße für In der Kommission wird sich Gelegenheit zur Aussprache der zweiten Lesung hervorgehen wird. Unsere Ueberzeugung macht die Entschädigung ganz anders ausgestaltet werden. Augenblicklich über die Einzelheiten bieten. Durch die Bestimmung, daß in der Person des Expreßboten kein Wechsel eintreten dürfe, follte vor uns ja nicht nur nicht zu Geguern, sondern zu Anhängern des Staats- haben sie eine verzweifelte Aehnlichkeit mit der Entschädigung von 120M., allem verhindert werden, daß größere Beitungen einen eigenen Kurier monopols, und wenn wir nicht die Beffirchtung haben müßten, daß die den Veteranen im Falle der Eriverbsunfähigkeit gewährt dienst einrichten und so kleinere Zeitungen konturenzunfähig machen politische Gewalt noch viel weiter anszudehnen, und daß dieses Beschaffenheit es nur irgendwie zuläßt, in den Dienst des der heutigen Regierung ein Monopol geben mir das bedeutet, ihre wird. Princip muß sein, daß die Leute, deren körperliche und außerdem die Bedeutung des Postregals dadurch einschränken. Ich tomme nun schließlich auf die Entschädigungsfrage Minderheit auf Stosten des gesamten Boltes wie das z. B. bei für uns, das Heer der Postbeamten um einige Taufend zu ver Monopol gemißbraucht werden würde zu Gunsten einer fleinen Reiches genommen werden. An sich ist es ja nicht sehr verlockend der Inhaber und Angestellten von Privatposten. Ich muß hier vor allem nochmals ausdrüdlich betonen, daß nach der der Verstaatlichung der Reichsbaut der Fall sein würde dann mehren, deren Abhängigkeit sie verhindert, ihre politische und wirthier bor allem nochmals ausdrücklich betonen, daß nach der würden wir gegenüber allen derartigen Verstaatlichungsversuchen die schaftliche Ueberzeugung frei zum Ausdruck zu bringen. Aber auch Ueberzeugung der berbündeten Regierungen den Privatpost Stellung einnehmen, die unsere Grundfäße uns gebieten. Es muß die Privatindustriellen benußen ja ihre ökonomische Uebermacht zur Angestellten ein rechtlicher Anspruc auf Entschädigung nicht zuerkannt werden kann, sondern daß es sich durchaus zugegeben werden, daß wenn man ein Monopol der Reichspost bei Unterdrückung ihrer Arbeiter, und da ist es ziemlich gleichgültig, ob nur um eine Entschädigung aus Billigkeitsrücksichten handelt. Was der Beförderung von Ort zu Ort anerkennt, nicht der geringste Grund die Unterdrückung da oder dort stattfindet. Andererseits ist aber die Entschädigung der Inhaber betrifft, so ist zu beachten, daß es dazu vorliegt, die Erweiterung dieses Monopols auf den Orts- nicht zu verkennen, daß die Stellung der Leute im Reichsdie Entschädigung der Inhaber betrifft, so ist zu beachten, daß es verfehr selbst abzulehnen. Und in der That würde auch, wenn das Postdienste gesicherter ist; fie haben Pensionsberechtigung und fich hier um junge Betriebe handelt- 58 Anstalten bestehen erst Bosimonopol nicht Mißbräuche in sich bergen würde, das Publikum fönnen nicht von einem Tage auf den andern aufs flafter feit 1895. Die Entschädigungen können daher nicht so bemessen Die Entschädigungen können daher nicht so bemessen werden, daß die Inhaber später als Pensionäre von den Zinsen der viel mehr Garantien der Sicherheit in der Beförderung feiner geworfen werden. Und dann können wir ja auch offen fagen: Die selben leben können. Dasselbe gilt für die Angestellten, die fast durch- Briefe usw. haben. Wir werden versuchen, Bestimmungen in das Thatsache, daß wir hier im Reichstage ein wachfames Auge auf die veg mit ganz kurzer Sündigungsfrist engagiert waren. Ueber die Ueber- Gejez hineinzubringen, die jene Gefahren verringern. Behandlung der Beamten haben, giebt uns doch die Sicherheit, daß nahme eines Teils der Angestellten in die Dienste der Reichspost tanu Eine sehr wichtige Frage ist ferner die der Aenderung des wenn es gar zu arg wird, der Reichstag einmal einen Riegel vorich noch keine bindende Erklärung abgeben, wir werden jedoch jedenfalls Post- Beitungstarifs. Das Princip, von dem die Vorlage in schiebt. Den Leuten, die in den Staatsdienst übernommen werden, soviel Bersonal übernehmen als irgend angängig erscheint. Ich diesem Punkte ausgeht, stellt zweifellos eine Verbesserung der gegen muß ihre Dienstzeit ganz oder doch zum großen Teil angerechnet gebe mich der Hoffnung hin, daß es trotz der verschiedenartigen Kategorie von Zeitungen zu gute, die das ohne Zweifel nicht ver- werden. Wenden müssen wir uns namentlich auch gegen den Modus, Der jezige Zeitungstarif fommt einer werden und die Entschädigung im Falle der Nichtverwendung erhöht Wünsche möglich sein wird, eine Einigung über die Vorlage zu erbienen, zielen und damit die Grundlage zu schaffen für eine allmähliche dienen, weil sie das, was man von einer Zeitung mit Fug erwarten die Entschädigung in monatlichen Teilzahlungen den Leuten zukommen Berbilligung des gesamten Tarifivefens.( Bravo) Annoncen spekulieren, beschäftigen jetzt die Poſt am allermeisten und Bei der Ueberfüllung aller Berufe haben die Leute wenig Aussicht, darf, am allerwenigsten erfüllen. Die Blätter, die lediglich auf zu lassen, die nicht bei der Neichspost Verwendung finden. Abg. Dr. Marcour( C.): om bieten ihr die geringste Entschädigung dafür. Das entspricht anderwärts miterzukommen. Bei monatlicher Teilzahlung haben sie Wir halten den Herrn Staatssekretär durchaus nicht für den allerdings feineswegs dem Princip von Leistung und Gegenleistung. die Entschädigung bald aufgezehrt. Wird sie ihnen aber, wie wir unverständigen Mann, wie einzelne Preßorgane ihn genannt haben. Freilich erscheint es zweifelhaft, ob man den Abonnementspreis so verlangen, int ganzen ausgezahlt, dann können sie ein fleines GeBesonders begrüßen wir in der Vorlage die Porto- Ermäßigungen. gänzlich außer acht lassen soll. Es giebt Zeitungen, die mit Rücksicht schäft anfangen und sich eine selbständige Existenz schaffen. die Frage der Ausdehnung des Regals kann man verschieden be- auf ihren Lesertreis gezwungen find, billigere Abonnementspreise Wird die Vorlage so gestaltet, daß unsere Forderungen erfüllt urteilen; je nachdem man fiskalische oder principielle Gesichtspunkte zu machen, ohne irgendwie in Annoncen ein Aequivalent zu haben. werden, jo werden wir die Gefahren, die in der Ausdehnung des anlegt. Wir haben jedenfalls gegen das Verbot der Beförderung Da könnte vielleicht noch irgend ein Ausgleich vorgesehen werden. Poftregals liegen, nicht scheiten und die Vorlage daran nicht scheitern der geschlossenen Briefe durch Privatposten nichts einzuwenden, sowie Eigentümlich hat es mich berührt, daß der Herr Staatssekretär laffen. Wir werden damit wieder einmal beweisen, daß wir„ Reichseine angemessene Entschädigung sichergestellt ist. Das aber geht nicht, fich veranlaßt gesehen hat, sich gegen den Berdacht der Befreunde" find.( Heiterkeit und lebhafter Beifall bei den Socialdaß die Existenz der Privatposten in das Belieben der Reichspost günstigung der focialdemokratischen Presse zu demokraten.) gestellt ist, wie dies durch den Art. 3 beabsichtigt ist"). Entweder verteidigen. Dagegen hat er eine Berteidigung wirklich nicht nötig. ( Seiterkeit.) Die Reden allein, die der Herr Staatssekretär hier in Staatssekretär v. Podbielski: alt *) Art. 3 lautet: Anstalten zur gewerbsmäßigen Einsammlung, dieser Session gehalten, zerstören die leiseste Spur eines solchen Ver- Auf die vom Abg. Singer bemängelte ratenweife Bahlung bin ich Beförderung oder Verteilung von unverfchloffenen Briefen, Karten, dachtes. Uebrigens ist jene Behauptung, daß die socialdemokratische durch die Kommissionsverhandlungen über das Tabaksmonopol geDrucksachen und Warenproben, die mit der Aufschrift bestimmter Presse von dem neuen Tarif erhebliche Vorteile haben würde, auch kommen, lege aber fein großes Gewicht darauf. Die VerkehrsEmpfänger versehen sind, dürfen im Reichspoft- Gebiete nur mit an sich unrichtig. Das bestgehaßte Blatt, der Vorwärts", würde erleichterung wird schließlich eine Verkehrsvermehrung zur Folge Genehmigung des Reichskanzlers, in Bayern und Württemberg nur B. pro Jahr ganze 4 Pfennig profitieren. Sie können davon haben, und die entstehenden Mehreinnahmen können dann für . mit Genehmigung der Landes- Centralbehörde errichtet oder weiter überzeugt fein, daß er diese 4 Pfennige wirklich nicht braucht, allgemeine Ermäßigungen verwendet werden. Das kann aber nur betrieben werden.dialog is disodium exiftieren zu können. tig ( Buruf rechts: Na, na! Lachen schrittweise geschehen.( Beifall.) s wärtigen Verhältnisse dar. " mattgmit aid de Abg. Dr. Haffe( utatl.): wahrt werden müssen. Glücklicheriveise giebt es hier aber ein angefahren. Die Beschleunigung des Baues ist wegen der allzu Wir sind für di: Erweiterung des Postregals unter der Voraus- Radikalmittel, das nicht nur diesen Uebelstand, sondern auch gleich großen Schwierigkeiten erforderlich, mit der der ungemein starke: feßung, daß die Privatposten und ihre Angestellten entschädigt eine ganze Reihe anderer Uebelſtände beseitigt, au denen unsere Frachtverkehr vom und zum Anhalter Güterbahnhof durch die Eden werden. Ich bin derselben Ansicht wie Abg. Singer: daß es im Gemeindeschule franit. Man schaffe 8 stufige Schulsysteme, und 28inkel der Notbrüde zu kämpfen hat. Interesse der Leute liegt, das ganze Geld auf einmal zu bekommen, entlaste durch eine beijere Verteilung des Lehrstoffes denn viele werden Spital zu einem neuen Gewerbe brauchen. Dem die untersten Klassen und beseitige die lleberfüllung. Dann Bellealliancestraße der 20 Jahre alte Hausdiener Hans Hilpert schwer Bei einer mutigen That ist vorgestern nachmittag in der Beitungstarif stehen oir sympathisch gegenüber, wünschen aber, daß wird man bei den Sechsjährigen mit 12 Shmden statt mit 22 pro 110 bei seinen Eltern wohnt und in einer Dampfrösterei der Abonnementspreis mit in Rechnung gezogen, und daß die Be- Woche auskommen, und es dürfte dann kaum noch etwas dem im berunglückt, der in der ist. In der Nähe des Halleschen stellung der Expreßboten für einen Umkreis von 30 Kilometern erlaubt wird. Ich beantrage die Ueberweisung der Vorlage an die Budgetkommission. Abg. Dr. Pachnicke( frs. Vp.) hält eine besondere Kommission für geeigneter. find wir nur teilweise einverstanden. = " " " Von G., der Wege stehen, daß man für sie den Unterricht auch im Sommer nicht Thores scheute das Pferd eines Brecks vor einem Wagen der elekum 7, sondern um 8 oder 9 Uhr beginnen läßt. Es geht nicht an, trischen Straßenbahn und ging duroj. Hilpert ließ seinen Handdiese vom hygienischen wie vom pädagogischen Standpunkte gleich berechtigte Forderung mit den Worten Verweichlichung" und Verwagen stehen und warf sich, unt andere vor Unheil zu bewahren, Mit der Vorlage zärtelung" abthun zu wollen. Kinder, die jeden Morgen mit Gewalt dem Tiere in die Bügel. Leider lam er zu Falle, wurde ein Stüd Der Hauptpunkt, die aus dem Schlaf gerissen werden müssen und damr verschlafen und Weges noch mitgeschleift und blieb dann schwer verlegt auf dem Pflaster liegen. Anscheinend fast leblos wurde er auf die UnfallErdrosselung der Privatposten, ist uns sehr unsynipathisch. übel gelaunt zur Schule kommen, werden dadurch in ihrer station 18 in der Bellealliancestraße gebracht. Hier stellte der Arzt Die Privatposten haben fich geistigen Entwidelung ebenso sehr wie in ihrer mehrere Rippenbrüche, schwere Kopfwunden, Abschürfungen an den den Anforderungen Großstädte angepaßt, und cine solche Anpassungsfähigkeit förperlichen geschädigt. Händen und innere Verlegungen fest und ließ daher den Verbefigt tein Staatsbetrieb. Wir glauben auch nicht recht, daß alle Ermäßigungen, die uns heut in Aussicht gestellt wurden, eingeführt tanmern in folgenden Leitfägen Stellung genommen: Zur Kaffenarztfrage hat der Ausschuß der preußischen Aerzte- unglückten nach der Charitee bringen. Das durchgegangene Pferd war bald angehalten worden, und der Besizer des Fuhrwerks hatte werden. Kommt es aber zur Abschaffung der Privatposten, so ist fammern in folgenden Leitfägen Stellung genommen: eine gleichmäßige Entschädigung der Besizer wie der Angestellten im Interesse der Kaffenmitglieder und der Aerzte. Sie ist zunächst 1. Die freie Aerztewahl bei allen Strankenkassen liegt mit diesem den jungen Mann selbst nach der Unfallstation gebracht. notwendig. Auch gegen den Post Beitungstarif in der bor bei den Ortskrankenkassen und den freien Hilfskaffen einzuführen. Sonntag eine Brieftasche mit ca. 20 000 Mart berloren haben will, vorGegen den Engros- Schlächtermeister Paul G., der am geschlagenen Form sind wir. Man spricht so geringfügig von Annoncenblättern und bon den billigen Lokalanzeigern. 2. Der Begriff Arzt und ärztliche Hilfe ist unzweideutig im Gesetz ist, wie die Allgemeine Fleischer- Zeitung" meldet, wegen Betruges Die Annoncen sind aber das tägliche Brot der Zeitung. festzulegen. Zur ärztlichen Behandlung sind ausschließlich in den von einigen Vichkommissionären, denen er mehr als den ver Ist denn die Billigkeit alt fich ein Fehler? Gerade deutschen Bundesstaaten approbierte Aerzte berechtigt. 3. Die Mindest- lorenen Betrag schuldet, Anzeige erstattet worden. durch ihre Billigkeit dringt die Zeitung, die geistige Nahrung, leistungen der Kasse an die Aerzte sind gesetzlich dahin festzulegen, daß schon einmal affordiert hat, ist zu Montag eine Gläubiger- Versammin die tiefsten Schichten des Volkes. Eine Mitberücksichtigung des die Kaffen die Mindestsäge der ärztlichen Gebühren- lung einberufen worden. Abonnementspreises ist daher durchaus zu empfehlen. Ein Plus ordnungen oder die ortsüblichen Mindestsätze bezahlen. Jedenfalls A18 Mitglied der Diebes- und Hehlerbande Graf und würde die Reichs- Postverwaltung auch bei diesem Tarif noch heraus- dürfen die Stassen nach Erreichung der gefeglichen Refervefonds nicht eher schlagen. Die Auswahl der Woche, in der die Ermittelung des Ge- an die Erhöhung ihrer Leistungen gehen, als sie die Mindestfäge der Genoffen, die seit einigen Jahren hier die Massen- Schuhdiebstähle wichts der Zeitungen vorgenommen werden soll, kann unmöglich der Tare den Aerzten bezahlen. 4. Die Bedingungen, unter denen die verübten, ist neuerdings ein Arbeiter F. in Haft genommen worden. Bost überlassen bleiben. Ein viel einfacherer Weg wäre der, daß man Ausübung tafsenärztlicher Thätigkeit zu erfolgen hat, werden durchs befinden sich nunmehr acht Angehörige der Bande hinter Schloß und Riegel. am Schlusse des Jahres den ganzen Jahrgang, der bei dem Ver- einen schriftlichen Vertrag zwischen Arzt und Kassenvorstand festgesetzt. leger aufgehoben werden müßte, wiegt. Das Schicksal der Vorlage Standesvertretung der Aerzte. 5. Der Einführung von Schieds- im Humboldtha in ist nunmehr endlich begonnen worden. Sie Der Vertrag bedarf der Genehmigung durch eine staatlich anerkannte Mit dem Bau einer öffentlichen Bedürfnisanstalt für Frauen wird abhängig ſein von dem Entgegenkommen der Regierung. gerichten( bestehend zur Hälfte aus bei Krankenkassen beschäftigten erhält ihren Platz im Zuge der Gustav Meyer- Allee. Staatssekretär v. Podbielski erklärt, die Frage des Bestellgeldes werde in der nächsten Session in Angriff genommen werden; in der Expreßfrage sei er zu einem Entgegenkommen bereit. Abg. Graf v. Bernstorff- Lauenburg( Rp.) erklärt sich mit der Vorlage im allgemeinen einverstanden; einzelne Bedenken gegen den Zeitungstarif müssen noch in der Kommission erörtert werden. Er wünscht, daß die Vorlage bald Gesetz werde, da, je mehr die Zeit vorrücke, die Entschädigungsfrage immer schwieriger werde. Die Weiterberatung wird auf Donnerstag 1 Uhr vertagt. Schluß 51/2 Uhr. Es ist nicht ersichtlich, weshalb die freie Arztwahl nur bei OrtsKrankenkassen und Hilfskaffen eingeführt werden soll. Abgesehen davon, daß wir einen gwang bei Regelung der Kaffenarztfrage berwerfen, erscheint das Verlangen, nur einige Kassen unter diesen gefeglichen Zwang zu stellen, höchst einseitig und ungerecht. Aerzten und Vorstandsmitgliedern der Krankenkassen) mit gesetzlichen Be- Ein Fahrstuhlunglück trug sich gestern mittag um 12 Uhr in fugnissen bei Streitigkeiten zwischen Aerzten und Krankenkassen ist im der Lehrterstr. 42 im Keller der Riederlage der Pilsener Genossen Krankenversicherungsgeseze Ausdruck zu geben. 6. Personen, die ein jähr- schafts- Brauerei zu. Der Schlossermeister Wilhelm Klig aus der liches Gesamteinkommen von über 2000 m. haben, dürfen nicht in Lehrterstr. 48a war dort mit der Reparatur eines Rohres beschäftigt. den Krankenkassen versichert sein." Der Ausschuß wir an den durch dessen Plazen der Schacht des Fahrstuhles überschwemint Medizinalminister eine Eingabe richten, er möge auf eine Ab- worden war. Während der Arbeit faufte plötzlich der schwere Fahr änderung des Krankenversicherungs- Gesetzes im Sinne dieser Leitsäge stuhl nieder und tödtete Klir sofort. Um die Leiche des im Wasser hinwirken. des Schachtes liegenden Mannes herauszuholen, alamirte man die Feuerwehr, die unter Leitung des Brandmeisters Bliesener den Körper hinausbeförderte. Klig hinterläßt eine zahlreiche Familie. Arbeiter- Risiko. Ein entsetzliches Unglüd ereignete sich gestern nachmittag gegen 3 Uhr im Maschinenbetriebe der Firma Kiesel u. Ko. Bei den Fabrik- Krantenfassen und Innungstassen sind die Aerzte in der Steinmetzstraße 25. Der 28 jährige Arbeiter Mag Knauer durchaus nicht beffer gestellt als bei den Ortskassen und freien Hilfe- aus der Yorkstraße 61 wurde, als er am Schleifstein den herunters Die amtliche Ermittelung des Ergebnisses der Reichstag 8- faffen. Die Thatsache aber, daß die Herren an den vorwiegend der gefallenen Riemen wieder flott machen wollte, von der Welle erfaßt, wahl im zweiten Berliner Wahlkreise wird Sonn- Gewalt des Unternehmertums unterworfenen Kassen mit mehrfach herumgeschleudert und dann mit sichtbarer Wucht gegen die Mauer geworfen. Man brachte den Verunglückten in entseglich vers. abend, den 15. April, vormittags 10 Uhr, im Saal der Gemeinde- so aus, als ob sie mit der Arbeiterschaft schon anbandeln möchten, an sein Aufkommen ist nicht zu denken. Ihm wurde der Unterarm ihren Forderungen säuberlich vorbeigehen, sieht gerade stümmeltem Zustand nach der Unfallstation in der Wilhelmstraße. schule am Tempelhofer Ufer stattfinden. aber nicht den Mut hätten, es mit dem Unternehmertum zu verderben. Mancher Arbeiter mag fich hier der Hilfe erinnern, die den vollständig abgerissen, auch sind die Schenkel gebrochen und ferner. wurde und an das Sprichwort denken:„ Eine Hand wäscht die von 2½½ Metern unausbleiblich gewesen sein. Aerzten voriges Jahr in Remscheid vom Unternehmertum zu teil dürften innerliche Verlegungen bei dem furchtbaren Fall aus der Höhe andere." Lokales. Unser Wahlfieg hat auch unter den Parteigenossen außerhalb Berlins große Freude hervorgerufen. So erhalten wir aus Leipzig folgendes Telegramm:" Die im Pantheon stattfindende start besuchte Parteiverfammlung sendet den Berlinern zu ihrem Wahlsieg im zweiten Wahlkreis Glückwunsch und Bravo!" Wie start das Interesse der auswärtigen Parteigenossen für den Ausfall der Wahl gewesen ist, kann man daraus entnehmen, daß wir am Dienstagabend auf telegraphische Anfragen 27 mal telegraphisch den Sieg Fischers nach auswärts verkünden mußten. Dabei wollen wir auch nicht unerwähnt lassen, daß wir am Wahlabend 37 m al telephonische Auskunft über das Wahlresultat geben mußten. Zu den angenehmsten Erinnerungen unserer Redaktionsthätigkeit gehören diese 37 Telephongespräche nicht. Ein Greis von 68 Jahren, der Schneidermeister Karl Liebner, In dem Verlangen, nur in Deutschland approbierte Aerzte zur aus Straßburg N.-M., der seit Sonntag bei seinem Schwiegerjohn, Kaffenpragis zuzulaffen, stedt ein gutes Stüd Zunftzopf und Brot- dem Schneidermeister Böning in der Simeonstr. 10, zu Besuch weilte, neid, denn damit wäre den Aerztinnen die Ausübung der Praxis ist seit Montag Nachmittag verschwunden. Er wollte um 514 Uhr in den Krantenkaffen verboten. Gegen eine derartige engherzige den Schuhmachermeister Liebner in der Urbanstr. 7, feinen Bruder, Forderung muß entschieden protestiert werden. Ebenso unbillig besuchen, ist aber bei diesem nicht eingetroffen und auch nicht in die ist das Verlangen, ärztliche Hilfeleistung nach den Heimat zurückgekehrt. Der alte Mann ist zwar vor Jahren in Berlin Das würde gewesen, es fragt sich aber, ob er sich jetzt noch zurecht findet. Wahrs Mindestsäzen der Gebührenordnung zu bezahlen. den Ruin zahlreicher Kaffen bedeuten, denn die Leistungen der Kaffen scheinlich hat er sich verirrt oder ist verunglückt. Die Nachforschungen für Aerztehonorare müßten um das Doppelte und Dreifache erhöht hatten bisher noch keinen Erfolg. werden. Ueber die Begrenzung der Versicherungspflicht wird hoffentlich nicht nur der Interessenstandpunkt der Aerzte entscheiden, sondern auch das Bedürfnis der ber sicherungspflichtigen Arbeiter. Im ganzen zeigen die Leitsäge des Ausschusses der Aerztekammer in Preußen einen vom ist für die untersten lassen eine Härte, unter der die Sonkurrenzneid beherrschten und gegen die Krankenkassen wahrlich Eltern taum weniger als die Kinder zu leiden haben, In den nicht wohlwollenden Standpunkt. Gemeindeschulen müssen selbst die Allertleinsten im Sommer schon um 7 1hr antreten. Das ist entschieden zu Der frühe Beginn des Unterrichts im Sommer Ein junger Mann der Bantfirma, A. Hirte hat vorgestern mittag an der Effekten- Hauptkasse von Robert Warschauer 1. Co. einen Tausendmarkschein verloren. Der Schein dürfte zu Boden gefallen! Vorraum der Kasse aufhielt. Der Finder wird dringend gebeten, und von einem jungen Menschen aufgehoben sein, welcher sich im sich unverzüglich bei der Firma A. Hirte, Boftstraße 27, zu melden, da der Verlierer mit dem Verlust seiner Stellung zu rechnen hat. Aus dem städtischen Krankenhause Moabit. Der jezt erEin mutmaßlicher Mordversuch, der vor sechs Jahren in frith. Die Kinder sollen des Morgens ordentlich gewaschen werden, schienene ärztliche Bericht pro 1897/98 enthält die beachtenswerte Marienwerder am Finowkanal verübt worden ist, giebt der Strafsie sollen sich, wenn möglich, schon allein anziehen, sollen ihre natür Mitteilung, daß dem Krankenhause im Berichtsjahre eine aufbehörde Anlaß zu erneuten Nachforschungen. Ein zu Marienwerder lichen Bedürfnisse verrichten, in Ruhe ihr Frühstück einnehmen und fallend große" 3ahl von Kindern des ersten am 14. Dezember 1880 geborener Arbeiterjohn Gustav Stramm den Weg zur Schule ohne Haft zurücklegen. Alles das erfordert zu- Lebensjahres, namentlich aus der Waisenpflege, wird von seiner Mutter beschuldigt, versucht zu haben, fammen mindestens eine volle Stunde. Dann müssen aber die zugeführt worden ist. Unter diesen in äußerst elendem Sinder, wenn sie um jie 7 1hr schon in der Schule figen Ernährungszustande" eingelieferten Kindern, die zumeist und seine Geschwister zu vergiften. Die Angelegenheit wird nun sollen, spätestens schon um 6uhr aufstehen. Nun werden an Magendarmkatarrh zu Grunde gingen, betrug die Sterb. mehr von Berlin aus verfolgt und der Untersuchungsrichter beim von den Schulhygienitern für 6-7jährige Kinder elf lichkeit rund 78 Prozent. Der Bericht hebt hervor, daß die Landgericht I erläßt jezt hinter dem flüchtig gewordenen Beschuldigten Stunden Schlaf gefordert. Das gilt als das Mindestmaß, Gesamtsterblichkeit der betreffenden Abteilung und auch der Anstalt einen Steckbrief. Der Berfolgte ist jegt 18 Jahre alt und 1,65 Meter unter das nicht hinabgegangen werden darf, wenn nicht die Ent- überhaupt dadurch in merklicher Weise erhöht wurde. Diese Angaben groß, hat eine Mittelgestalt, dunkelblondes Haar, blaugrane Augen, widelung des Kindes beeinträchtigt und seine Widerstandsfähigkeit des Krankenhaus- Berichtes werfen ein recht ungünstiges Licht auf ein längliches, bartloses, blasses Gesicht, eine flache Stirn, faft voll gegen Krankheiten vernichtet werden soll. Danach müßten die sechs- unsere Waisenpflege und lassen die Forderung, das Rost geld für ständige Zähne und ein rundes Kinn und trägt ein dunkelbraunes jährigen Kinder spätestens um sieben Uhr abends ins die in Familienpflege gegebenen Waijentinder bezw. das Pflege- Sadett, eine hellgraue karrierte Hofe, einen dunkelblauen Schlapphut Bett gestedt werden. Leider hat das seine Schwierig- gelb für die der Mutter als Pflegerin belassenen Waisen zu ermit Falte oder eine dunkelgraue Müge und Gummizugstiefel. Vermißt wird seit vierzehn Tagen der 19jährige Tischlergeselle feiten. Der findliche Geist ist in diesem Alter meist schon so rege, höhe it, doppelt berechtigt erscheinen. Der junge Mann daß gesunde Sechsjährige unter normalen Verhältnissen auch im Ein Neugieriger. In der Volks- Zeitung erließ ein Ma- Ernst Wieth of aus der Ritterstraße 102. Ma- arbeitete Winter nur schwer vor 8 Uhr abends einschlafen. Im Sommer, be- schinenfabritant Wegener in Salzwedel vor einigen Tagen folgende arbeitete in der Dresdenerstraße 77. Ain 1. d. M. ging er wie gefouders bei großer Hige, ist das noch weniger zu erreichen, und von Annonce:" Stellmacher auf Maschinenbau. Berheiratete, welche wöhnlich morgens um 7/2 Uhr von Hause weg, um sich auf die Arbeitsstelle zu begeben. Er ist aber hier nicht angekommen und hat auch nichts einem Einschlafen gar um 7 Uhr kann da vollends keine Rede sein. Lebensstellung suchen, wollen sich melden." Daß die Kinder schon so zeitig ins Bett gesteckt und zum Einschlafen Als ein Stellmacher sich darauf unter Darlegung seiner Fähig mehr von sich hören laffen. Die Eltern können sich sein Verschwinden gebracht werden, das ist also selbst da schwer durchführbar, wo teiten schriftlich um die Stelle bewarb, erhielt er ein heftographiertes gar nicht erklären. Die Nachforschungen in allen Strankenhäusern und bei der Krankenkasse, der der junge Mann angehört, sind erfolglos man ihnen besondere Schlafräume zur Verfügung stellen und Formular zugesandt, auf dem in tlaffischem Deutsch folgende Fragen bei der Krankenkasse, der der junge Mann angehört, sind erfolglos fie vor Störungen behüten tann. Es ist geradezu unmöglich in verzeichnet standen: Bezugnehmend Ihrer Anfrage ersuche Sie geblieben. Wiethof ist ziemlich groß, blond und bartlos, hat eine den zahlreichen weniger bemittelten Familien, die auf folgende Fragen zu beantworten: Wo sind Sie geb.? Wann? Narbe unter dem linken Auge und trägt einen dunklen Anzug, einen 1 oder 2 Räume angewiesen sind. In solchen Familien kommt wie groß? Wie schwer? Waren Sie Soldat? Welche schwarzen Ueberzieher mit schwarz- weiß karriertem Futter, einen überdies vielfach nicht nur der Vater, sondern auch die Mutter des Religion? Berheiratet? evt. wie viel Kinder? Wo haben Sie schwarzen weichen Filzhut und schwarze hohe Schnürstiefel. Abends erst um 7 Uhr oder noch später von der Arbeit heim. Dann die legte 2 Jahre gearbeitet, u. von wann bis wann? und auf Ungewißheit herrscht immer noch über den Verbleib des foll zunächst das Abendessen bereitet und eingenommen werden, das waß? Wie viel Vermögen mit dem Ihrer Frau went ver: 24 jährigen Paul Sicfte, der sich am 14. September 1896 auf hier oft die Hauptmahlzeit bildet und das ausgefallene Mittagessen heiratet befizen Sie? Ersuche Sie Arbeitsentlassungen evt. auch dem Bahnhof zu Driesen zu schaffen machte und seitdem verschwunden erfegen muß. Viel vor 9 Uhr fommt da kaum ein Kind ins Bett. Photographie bei zu fügen, welche im nicht convinierenden Fall ist. Siefte ist geistesschwach und der Sprache nicht mächtig. Es ist Von dem sehr berechtigten Wunsch, an heißen Tagen die fühleren umgehend zurücksende. ermittelt worden, daß am genannten Tage der Fleischer Gustav Abende noch mit den Kindern zusammen im Freien zuzubringen, Was die Religion, die Schwere und der Militärstand des Stell- Sehl und der Droschkentutscher Gohlke, die beide aus Driesen sind, muß natürlich vollständig abgesehen werden. Diesen Wunsch machers, sowie das etwa vorhandene Vermögen seiner Frau mit auf dem Bahnhof an Sieffe herantraten und ihn zum Mitfahren müssen fich mit Rüdsicht auf den frühen Beginn des dem Arbeitsverhältnis zu thun hat, wird vielen Leuten und vielleicht einluden. Sieffe benutte, obgleich er nur ein Billet nach Karbe Unterrichts selbst diejenigen Eltern versagen, die nicht gerade sogar Herrn Wegener selber ein Geheimnis sein. hatte, den Zug bis Charlottenburg und fam an der Bahnsteigfind. Für den frühen Beginn des Unterrichts auch in den Von der elektrischen Hochbahn. Der Einspruch der Stadt- kontrolle ungehindert vorbei, indem er sich einem Auswanderertrupp untersten Klaffen sind unseres Wissens bisher hauptsächlich zwei gemeinde Schöneberg gegen die Anlage einer Rampe auf dem anschloß. Mit diesen Leuten erreichte er den Bahnhof Ruhleben. Punkte angeführt worden. Man hat gesagt, es sei beffer, alle Atlassen Nollendorfplaze zweds Niederführung der elektrischen Hochbahn nach der ihn dem Gendarmen Röpte übergab. Sieffe wurde am nächsten Dort fiel der Schwachfimige dem Rangiermeister Karl Held auf, zu derselben Zeit anfangen zu lassen, weil dann die jüngeren dem Entwurfe der Gesellschaft für den Bau von Hoch- und UnterKinder durch die älteren Geschwister mit zur grundbahnen ist jezt vom Provinzialrat endgültig zurückgewiesen Tage nach Spandau gebracht, dort aber in Freiheit gesezt. Sule genommen werden können. Dieser Einwand ist worden. Da dieser die letzte Instanz in der Angelegenheit bildet, bekannte kauften ihm darauf eine Eisenbahnfahrkarte nach Berlin und gaben ihm einen Zettel in die Hand, der die AufSeitdem forderung enthielt, ihn zur Polizei zu führen. wenig ftichhaltig. Da die untersten Klassen bei der jetzt bestehenden so kann demnächst mit dem Bau begonnen werden. Einrichtung früher als die anderen( um 10 bezw. 11 lhr) schließen, Seine jezt in Folgenden Krankenkassen ist die Bescheinigung erteilt worden, fehlt jede Spur von dem jungen Manne. so müssen die Kleinen auf dem Nachhausewege die Be- daß fie, vorbehaltlich der Höhe des Krankengeldes, den Anforderungen Rummelsburg wohnende Mutter ist der Meinung, daß der gleitung der älteren Geschwister ja doch entbehren. des§75 des Kranken- Versicherungsgefeges genügen. Centrale Verschwundene, der körperlich kräftig und als Landarbeiter auch ganz hier aber hätten sie sie cher nötig, da der Wagenverkehr gegen Mittag lebhafter ist als in den Morgenstunden. Wer die Kranken- und Sterbekasse der Kutscher und verwandten Berufs- geschickt ist, in einem entlegenen Dorfe festgehalten wird. Allerdings füngeren Geschwister durch die älteren beschützt zu sehen wünscht, genossen zu Berlin( E. H.), Kranken- und Sterbekasse der Fuhr hätte in diesem Falle doch irgend eine Behörde benachrichtigt sein der sollte eigentlich nicht den Beginn, sondern lieber den Schluß des herren, Kutscher und verwandten Berufsgenossen Eintracht zu müssen. Die Mutter hofft nun, durch eine Veröffentlichung des Falles Berlin( E. H.). Wittenbergsche Handwerker- Krankenkasse( E. H.), näheres über ihren Sohn zu erfahren und bittet Personen, die etwas Unterrichts für alle klassen möglichst auf denselben Zeitpunkt legen. Krantenfasse des ilfsvereins für weibliche Angestellte( E. S.) über ihn wissen, entweder dem nächsten Polizeibureau oder ihr selber Der zweite Einwand ist der, daß ein späterer Beginn auch einen in Berlin, Vereinigte Sterbe- und Krankenkasse zu Französisch Mitteilung zu machen. Sie heißt Frau Auguste Müller und wohnt späteren Schluß bedingt, daß dann aber an heißen Sommertagen u cho 1 3. Buchholz. in Rummelsburg bei Berlin, Kantstraße 2a. Sieffe ist am 20. Juli die Kinder in den legten Stunden schon zu schlaff sind und auch auf dem Nachhausewege unter der Die Fundamentierungsarbeiten an der Möckern: Brücke 1874 geboren und von unterjeszter, fräftiger Statur. Er tann seinen artikulierte Laute aus. Mittagshige zu leiden haben. Bei den total unzulänglichen über den Landwehrkanal werden seit geraumer Zeit Tag und Nacht Vornamen Baul deutlich sprechen, stößt aber im übrigen nur un hygienischen Verhältnissen der Berliner Gemeindeschulen ist dieser gefördert. Ganze Kahnladungen von zerkleinerten Ziegelsteinen Tot aufgefunden wurde heute Vormittag hinter dem Garnisons Einwand allerdings nicht abzuweisen und es trifft auch zu, daß werden mit Cement zu großen Macadamsteinbettungen unter Wasser gerade die jüngsten Kinder am sorgfältigsten vor Erschlaffung besverarbeitet. Die Ziegeln für den massiven Oberbau sind bereits tirchhofe am Tempelhofer Feld ein gut gekleideter, anscheinend den bis in die sinkende Nacht hinein an die Arbeit gefesselt Gerade = Un " befferen Ständen angehöriger Mann, der sich mittels eines mit Kleidungsstücke gefunden, die Fran Behring als Eigentum ihres Vereinsmitglieder mehrere Broschüren auf Kosten es Vereins. Außer Wasser geladenen Terzerols durch einen Schuß in den Wand getötet Mannes rekognoscicrte. Die sofort vorgenommene Durchsuchung des dem Stiftungsfest wurde ein allgemeiner Besuch der Urania" von hatte. In dem Portemonnaie des Selbstmörders befanden sich 75 M., Sees nach der Leiche Behrings, der übrigens in geordneten Ver- dem Verein veranstaltet. Der Vorsitzende verweist sodann darauf, doch waren keinerlei Legitimationspapiere vorhanden, die eine hältnissen lebte, ist bis jetzt erfolglos geblieben. daß eine größere Agitation, besonders unter den 5000 Vorwärts" Recognoscierung der Leiche ermöglichten. Diese wurde nach dem Schauhause gebracht. Das Projekt einer elektrischen Straßenbahnverbindung Abonnenten, die im Osten vorhanden sind, entfaltet werden müsse, um dem Der Spreeweg vom Schloß Bellevue bis zum großen lungen mit der Stadt Potsdam noch schweben, faut, wie der Ge- Kassenbericht, den der Kassierer Frau fe erstattete, war zu entnehmen, zwischen Potsdam und Wannsee, bezüglich dessen die Verhand- Wahlverein noch eine größere Anzahl Mitglieder zuzuführen. Dem Stern wird behufs Ausführung von Kanalisationsarbeiten vom meindevorsteher Obst in der Sigung der Gemeindevertretung von daß die Einnahmen inkl. des alten Bestandes von 270 Dark 13. d. M. ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Neuendorf mitteilte, ernstlich in Angriff genommen werden, sobald Die Ausgaben betrugen insgesamt 2192,43 Mart, so daß im verflossenen Halbjahr insgesamt 2444,65 Mark betrugen. Der Turntag des Arbeiter- Turnerbundes wird Pfingsten in über das Stabel, welches die Allgemeine Elektricitätsgesellschaft zur ein Bestand von 252,22 Mart verbleibt. Dem Wahlverein geNürnberg abgehalten. Auf der Tagesordnung stehen folgende Versorgung von Potsdam und Umgegend mit Licht und Kraft zu hören zur Zeit 1943 Mitglieder an. Die hierauf vorgenommene Gegenstände: 1. Bericht des Bundesvorstandes: a) Verwaltung; legen beabsichtigt, eine Entscheidung getroffen sein wird. Eine b) Stasse; c) Unfallkasse. 2. Arbeiter- Turn- Zeitung: a) Redaktion elektrische Straßenbahnverbindung zwischen Potsdam und Wannsee Neuwahl des Vorstandes ergab folgendes Resultat: Schneider, und Geschäftliches; b) Technischer Teil; c) Verwaltung und Stand unter Berührung von Nowawes, Neuendorf, Neubabelsberg und erster Borsigender; Quinting, zweiter Vorsitzender: Franke. der Zeitung. 3. Statutenänderungen. 4. Agitation und Organis Kohlhasenbrück ist für die beteiligten Ortschaften sicher von hohem erster Kassierer; Enders, zweiter Kassierer; Tempel, erster und fation. 5. Neuwahlen. 6. Etwaige Anträge und Verschiedenes. Intereffe. Die Gemeindevertretung ermächtigte daher den Gemeinde- lösentamp zweiter Schriftführer; Schöpfe, Beifizer; Blume, Groth und Guzy, Revisoren. Mit Caftans Panoptikum ist eine Aenderung vor sich ge- vorsteher, alle geeignet erscheinenden Schritte zur Förderung dieses gangen. In das Handelsregister des Amtsgerichts I Berlin ist Projekts zu thun, welches die Allgemeine Elektricitätsgesellschaft steins Streitschrift. Der Redner erläuterte zunächst die Hierauf hielt Genosse Th. Glo de einen Vortrag über Bern unterm 7. April eingetragen„ Castans Panoptitum, Gesellschaft mit nötigenfalls auf ihre Kosten zur Ausführung zu bringen beabsichtigt. steins Streitschrift. Der Redner erläuterte zunächst die beschränkter Haftung". Gegenstand des Unternehmens ist der Fortgrundlegenden Anschaumgen des Socialismus, wie sie in den Die Prügelegekution im katholischen St. Josephs- Waisen: Schriften von Marg und Engels zusammengefaßt und begründet betrieb des bisher unter der Firma Caftans Panoptikum zu Berlin hause zu Potsdam, die am Donnerstag, den 2. März, vom Bots- sind und wie sie in der Partei, die ihre Agitation und überhaupt betriebenen Etablissements, insbesondere die Ausstellung von lebens- damer Schöffengericht verhandelt worden ist, and worüber wir in ihre ganze Thätigkeit nach diesen Grundsätzen entfaltete, bisher mazgroßen Wachsfiguren und Tableaus und die Veranstaltung, von unserer Nr. 53 ausführlich berichteten, gelangt heute vor demselben gebend waren. Er verwies auf die Entwickelung der Industrie, Schaustellungen in der Art des bisherigen Ausstellungsunternehmens Gericht zur abermaligen gerichtlichen Beleuchtung. Der Amtsanwalt auf die Veränderung der Produktionsform, auf die Ueberfüllung der Caftans Panoptikum zu Berlin sowie die gewerbsmäßige Einrichtung hatte 20 Mart Geldstrafe gegen den Prügelmeister Märkte, den Mangel an genügenden Abjazgebieten und die periodischen und Ausstattung derartiger Unternehmen, sowie ferner der dazu ge- Bastian und 30 Mart gegen die die Züchtigung veranlaßte Krisen, welche die fapitalistische Produktionsweise zur Folge hat, auf hörige Betrieb von Restaurationsgeschäften. Das Stammkapital Schwester starola in Antrag gebracht; der Gerichtshof hielt die Konzentration des Kapitals und beträgt 115 000 M. fund an dem verprügelten Knaben Karl Steiner eine aus- Bourgeoisie erweise sich infolge dieser Entwickelung als überflüssig. der ökonomischen Entwickelung. schließliche Folge der Büchtigung sei. Heute werden sich nun Das Proletariat erfülle seine geschichtliche Mission und ergreife die zwei Merzte über diese Brügelei gutachtlich zu äußern haben Staatsgewalt. Glode erörtert sodann in kritischer Weise die Ausund wird der Gerichtshof sein Urteil fällen über diese verwerfliche lassungen Bernsteins, Erziehungsmethode, die leider allzu häufig und besonders in legter der Wassen und der glaubt, daß die Proletarisierung die Centralisation des Kapitals nicht in Zeit die Gerichte beschäftigen mußte. dem gedachten Maße fortschreitet. Bernstein meint, daß Zu dieser Angelegenheit wird uns geschrieben: die Socialifirung der Gesellschaftsordnung teine ökonomische Notüberaus heftig gezüchtigten Senaben Sarl Steiner zu sehen und begründete, sondern durch das Rechtsbewußtsein, das Streben der Am Sonntag, den 5. März cr., hatten wir Gelegenheit, den so wendigkeit sei, wie sie Marg als Folge der ökonomischen Entividelung zu sprechen. Natürlich war auch unser Verlangen, die Merkmale der Menschen nach gerechteren Zuständen herbeigeführt werden muß. einigen zwanzig hiebe", die jene Schwester Karola vor Die Ueberführung der heutigen Gesellschaft in die socialistische könne Gericht zugestanden hatte, mit eigenen Augen zu sehen( die auf ohne Erschütterungen auf dem Wege der Reformen vor sich gehen. Befehl zuschauenden Waisenhauszöglinge wollen indes 59 Hiebe ge- Dieser Gedankengang Bernsteins werfe unsere Grundanschauungen über zählt haben). Am Sonntag() den 13. November, hatte die den Haufen. Der Gang der ökonomischen Entwickelung spreche für Büchtigung stattgefunden und jetzt, nach sechzehn Wochen, die Lehren Mary', an welche wir mit der ganzen Kraft unserer waren an den Zenden des Knaben die rot und grün- blau ver- Ueberzeugung festzuhalten haben. Nachdem der Redner darauf färbten, etwa Handlangen und zwei Fingerbreiten Male noch äußerst hingewiesen, deutlich sichtbar. Jedenfalls ein augenfälliges Zeichen der nach- schläge nichts Neues bieten und gegen dieselben, z. B. in daß einzelne von Bernstein gemachte Vorhaltigen Wirkung der von christlichen Anstaltsschwestern veranlaßten Bezug auf das Genossenschaftswesen und die Aufgaben Büchtigung. der Gewerkschaften nichts Wesentliches einzuwenden ist und Die Gesellschafter sind der Bildhauer Louis Samals nicht für festgestellt, daß der ärztlicherseits festgestellte Be- des Proletariats infolge und der Betriebe und die Zunahme Castan in Potsdam, der Brauereidirektor Mar Finde in Schöneberg und der Bildhauer Ernst Skarbina in Schöneberg. Der Wert der Caftanschen Einlage ist auf 50 000 m., der Wert der Einlage jedes der beiden anderen Gesellschafter auf 25 000 M. festgesetzt worden. Geschäftsführer sind der Bildhauer Louis Castan und der Bildhauer Ernst Starbina. vor gegen Die Die Humboldt- Akademie veranstaltet in diesem Vierteljahr wiederum einen funstgeschichtlichen Vortragscyklus int Alten Museum. Der Dozent Dr. B. Daun wird in zehn Stunden über deutsche, niederländische und holländische Malerei von den Anfängen bis zum Ende des 17. Jahr: hunderts" sprechen. Die Generalverwaltung der königl. Museen hat für zwei Parallelcyklen die Stunden 4-5 Sonnabends und 3-4 Montags gestattet. Die Vorträge, zu denen Hörerkarten in den Bureaus der Alademie, fowie in der Buchhandlung von Herrn Stopnit in der Dorotheenstraße zu bekommen sind, beginnen am Sonnabend, 15. April, und Montag, 17. April. Theater. Im Schiller: Theater beginnt der Shakespeare Cyklus mit Romeo und Julia" Sonntag, den 16. April, nachmittags 3 Uhr. Die Abonnementspreise für diesen, sechs Vorstellungen umfassenden Cyklus sind ganz gering, so daß es allen Kreisen möglich ist, sich an diesem Cyklus zu beteiligen. Nähere Bedingungen über die Ausgabe usw. sind an den Anschlagfäulen ersichtlich. Die Ausgabe der Abonnements wird Sonnabend gefchloffen. Direktor Paul Hirschberger, der von September d. J. ab das Erbarmungswürdiges menschliches Elend trat bei einem daß der Vorschlag Bernsteins, für sociale Reformen einzutreten, um Thalia Theater übernehmen wird, ist mit der Zusammenstellung Vorgang zu Tage, der sich am Dienstag in Spandau zugetragen die Lage der Arbeiterklasse zu heben, längst von der Partei als feines Personals jest fertig. Herr Hirschberger will die Berliner Gejangs: hat. Die Fabritarbeiterin Mathilde H. in Berlin hatte im vorigen Notwendigkeit anerkannt und fortgesetzt in diesem Sinne ge poffe pflegen. Als Hauptstüße des komischen Elementes eröffnet Emil worden ist, wendet cr sich Thomas die Reihe der männlichen Darsteller; ihm folgen Guido Thielscher Jahre ein Verhältnis mit einem Soldaten des Königin Augusta- wirkt den Vorschlag unb Hans Junkermann. Regiments. Als der Mann im vorigen Herbst vom Militär ent- Bernsteins für ein Zusammengehen, mit dem Liberalismus. Fenerbericht. Dienstagnachmittag hatte die Wehr Louisen or drei Wochen einem Rinde das Leben gab. Die Mutter, selbst Agitation, die Majjen politisch und gewerkschaftlich zu organisieren, Die Wehr Touiten. lassen wurde, kümmerte er sich nicht mehr un feine Geliebte, die Aufgabe der Socialdemokratie muß es sein, durch unablässige straße 40 einen bösen Kellerbrand zu löschen. In einem Lager- frant und schwach, litt die bitterste Not und sah sich außer stande, aufzuklären und zu schulen, aber feineswegs um die geringe Anzahl feller hatte Druckerschwärze Feuer gefangen, das einen erstickenden Qualm entwickelte. Nur unter Benutzung von Rauchschutztüchern und um noch das Kind zu ernähren; da fie Miete schuldig war. so der bürgerlichen Elemente zu buhlen, damit sie mit uns in einigen Fragen Rauchhelmen war es den Sappeuren möglich, zum Brandherde vor- sollte sie auch ihre Schlafstelle räumen. In ihrer Ber zusammengeht. Wir dürfen uns nicht dazu hergeben, mit den bürgerzubringen und die Gefahr zu beseitigen. Vorher war ein Alarm zweiflung kam fie am Dienstag nach Spandau, wo lichen Parteien, die noch dazu in jeder Weise unzuverlässig sind, nach Manteuffelstraße 98 erfolgt, wo Bau- und Brennholz die Eltern ihres chemaligen Liebhabers, Arbeitsleute, in Stompromisse zu schließen, sondern müssen, wie bisher, als die in Flammen stand. Da dem Feuer schnell Einhalt gethan werden leate es auf den Bausflur vor der Thür der Eltern nieder und fügte verharrent. Thatsächlich geht die Proletarisierung der Massen der Wichelsdorferstraße wohnen. Dorthin trug sie das Kind, Partei der Arbeiterklasse auf dem Boden des Klassenkampfes konnte, so ist der verursachte Schaden nicht sehr beträchtlich. ein Schreiben bei, worin sie unter Darlegung ihrer Not flehentlich beständig und verhältnißmäßig schr erheblich vor sich. bat, sich des Kindes ihres Sohnes annehmen zu wollen. Dann Unzufriedenheit mit der heutigen Gesellschaftsordnung ist auch ging sie wieder zum Bahnhof. Das fleine Geschöpf wurde auf dem in den Mittelschichten und im im Steinbürgertum fortwährend Rigdorf. Die Stelle eines zweiten Bürgermeisters von Rigdorf Hausflur sowohl von der Mutter des treulosen Liebhabers als auch im Steigen begriffen und ein ganz anderer Geist wie früher vorhanden. tst öffentlich ausgeschrieben worden. Das Gehalt für den zweiten von anderen Personen bald bemerkt; man ließ es jedoch hilflos Diese Schichten sind vielfach von fortgeschrittenen Elementen durchsetzt. Bürgermeister hat die Stadt mit 7000 m.( einschließlich Wohnungs- liegen, bis die von dem Vorfall benachrichtigte Polizei es an sich Auch die anscheinende Zunahme des kleinen Grundbesizes ist in geld), steigend von 3 zu 3 Jahren um je 400 m. bis 8200 M., fest- nahm. Auf dem Bahnhof wurde auch noch die Mutter des Kindes Wirklichkeit durchaus nicht erheblich und im übrigen sind auch bei der gesetzt. Die ebenfalls ausgeschriebene Stelle eines Stadtrates ist angetroffen und zur Polizeiwache sistirt. Nach Feststellung ihrer ländlichen Bevölkerung unsere Ideen weit verbreitet und unsere Aufmit einem Gehalte von 5800 M. steigend bis 7000 M. dotiert. Personalien wurde sie mit dem Kinde wieder entlassen. Borher gabe wird es und muß es sein, sie mit der Zeit völlig für den Socialis Die Schulden der Stadt Rigdorf beziffern sich jetzt pro Stopf der hatten die Polizeibeamten aber noch eine Geldjammlung unter sich mus zu gewinnen. Sociale Reformen erstreben wir, wie wir es bisher Einwohner auf 135 M. gethan haben, müssen aber nach wie vor eine revolutionäre Partei bleiben, für die Acrmſte veranſtaltet. Gestern( Mittwoch) wurde hier das neue Schulhaus Lessing= Als das Ungeziefer des Deutschen Reiches" beliebte uniere Grandanschauungen beibehalten und dürfen uns in feiner straße 38/39 feierlich eingeweiht. Es ist dies das erste Schul- der Rittmeister v. Oppen, Amtsvorsteher in Adlershof, Weise von dem Boden des Klassenkampfes abbringen lassen. Eine gebäude Nixdorfs, welches mit einer Ba de einrichtung( Brause- in einer Festrede bei der fünfundzwanzigsten Wiederkehr des Sedan Menderung der bisherigen Taktit, die durch unsere grundsäßlichen Motages die Socialdemokratie zu bezeichnen. Aus den Nachbarorten. " 111111 Die Bernſteinſchen Vorwurde, weil die Partei in der Wikleben verkauft. Der den Herren Bringsheim und Sobern- dieje Beschimpfung wurde beim 25 jährigen Amtsjubiläum des errungen hat, kann nicht eintreten, die alte Taftit muß weiter be beim gehörige Park von Wigleben am Lichensee ist für drei Rittmeisters v. Oppen vor dem Amtshause eine rote Fahne folgt werden zum Vorteil der Arbeiterklasse und des gesamten ProleMillionen Mark an die Darmstädter Bank verkauft worden. Man angebracht, die die Widmung trug:" Dem größten Agitator der tariats. Nach dem beifällig aufgenommenen Vortrag wendet sich geht wohl nicht irre in der Annahme, so meint die Tägl. Rund- Socialdemokratie, Hans v. Oppen, das Ungeziefer von Adlershof" Maaß in scharfen Ausführungen gegen die schau", daß die Tage dieser Charlottenburger Idylle" nun gezählt Diese Fahne hat nunmehr der Bofi. Big." zufolge Rittmeisterschläge. Er giebt der Meinung Ausdruck, daß die Broschüre von find. Nückt doch die mächtig aufstrebende Großstadt Charlottenburg. Oppen vor einem Fenster seiner Wohnung fo anbringen lajien, Bernstein nur erscheinen konnte und sogar in der Parteimit ihren nahezu 200 000 Einwohnern dem Sce immer daß sie des Abends bei elektrischer Beleuchtung für die Vorüber Buchhandlung verlegt näher auf den Leib( das neue Amtsgericht ist nur einige 100 Fuß gehenden deutlich sichtbar wird. babon entfernt). Aber ein mühseliges Wert wird es sein, Ein Kohlenbergwerk wird in nächster Zeit in der Nähe von ben Liegensee in den Dienst des modernen Lebens zu stellen. Luckau angelegt werden. Nachdem man bei den schon seit langer Bersumpft und voll Moders, wie er jetzt ist, wird er hartnäckigen Zeit unternommenen Bohrungen nach Kohle auf den Fluren von Widerstand entgegensezen. Vielleicht hängt der Verkauf mit einem Waltersdorf. Goßmar und Niedebed auf Stohlenschichten von 8 bis Blane zusammen, den Herr Ludwig Hercher aus Charlottenburg in 10 Meter Mächtigkeit gestoßen ist, hat die Firma Schwabach u. Sto. einer fleinen Broschüre, betitelt: Die Entwvidlung Groß- Berlins den Ankauf von zunächst 200 Morgen Aderland auf der Goßmarim Westen", soeben besprochen hat. Es handelt sich dabei um eine Riedebecker Feldmark veranlaßt, um das neue Kohlenbergwert, Verbreiterung der Bismarckstraße und deren Berlängerung über welches nur eine halbe Stunde von Luckau entfernt sein wird, in Bedeutungslosigkeit herabgedrückt wurde, ist die Socialdemo Wisleben und die Westender Höhe bis zu der Chaussee, die in grader Gang zu bringen. Linie weiter führt nach den Pichelsbergen an der Havel. Die Westender Höhe samt Wigleben soll dabei zu einem„ WeltausstellungsPlaz" gestaltet werden. Nun, mit einer Berliner Weltausstellung hat es noch gute Wege. Im übrigen aber ist der Plan in mancher Hinsicht recht intereffant.un oligola That einen opportunistischen und cinen radikalen Flügel aufweist. Er erinnerte sodann daran, daß in den 60er Jahren, wo die Klaffengegensätze noch lange nicht so scharf ausgeprägt wie gegenwärtig waren, bereits Lassalle die Arbeiterklasse zum Stampfe gegen die damalige Fortschrittspartei, die im Verhältnis zu dem heutigen Liberalismus weit radifaler und freiheitlicher gesinnt war, aufgefordert hatte und sie von jedem Pakt mit den bürgerlichen Parteien abriet. Während der Liberalismus, infolge seines Berhaltens zu Grunde gegangen ist und zur tratie groß und mächtig geworden, und zwar weil sie auf dem Boden des Klassenkampfes sicht und ihren revolutionären Charakter nicht aufgegeben oder verleugnet hat. Der Redner bezeichnete in seinen weiteren Ausführungen Bernstein als 1,601,20 einen Abtrünnigen, der die Socialdemokratie von ihrer richtigen 1,80 in sich Bahn abbringen will, und wie verschiedene andere 1,60 1, 2,60 2,- cinen Marr oder Engels fühlt und sich berufen glaubt, 2,40 die Socialdemokratie in andere Bahnen zu lenken. Redner 1,- bemängelte das Verhalten des Genossen Heine in der 2,-legten Naumannschen Versammlung. Heine hat nach seiner 1, 120 Meinung eine Verteidigungsrede für Bernstein gehalten. Der Redner fommt zu dem Schluß. daß, nachdem die Broschüre 2,80 1,20 erschienen ist, die Verwirrung unter den Massen nebridizdis2 Marktpreise von Berlin am 11. April 1899 nach Ermittlungen des Igl. Polizeipräsidiums. D.- Ctr. 15,75 14,80| Schweinefleisch 1 kg 14,25 13,50 Kalbfleisch Weizen * Roggen * Futter- Gerste Hafer gut mittel gering Richtstroh Seit +) Erbsen Spcijcbohuen 15,40 14,90 Butter 13,15 12,40 Sammelfleisch siz 14,80 14,20 Eier, 60 Stüd 1 kg 2,20 3, 14,10 13,50 Karpfen 4,- 3,50 Aale 6,70 4,30 Banber- 18298 Hechte 40,25 riche 2 25,-Barsche " " 50, " 70, 30,- Schleie 6, 4, Bleic 1,60 1,20 trebse per Schod 1, 2,60 2, 1,00 0,80 1,40 0,80 erregen kann, mit aller Entschiedenheit und Nachdruck seitens der 12,- 3,- Parteigenofen gegen die Bernsteinschen Vorschläge Stellung ge= nommen werden muß.( Lebhafter Beifall.) Nachdem sich noch ein Redner über die Konsumgenossenschaften geäußert hatte, gelangte ein Antrag des Genossen Adolf Hoffmann zur Annahme, die Diskussion über die Bernsteinſche Streitschrift zu vertagen und aute ind dieses Thema auf die Tagesordnung der nächsten Versammlung 3 jegen, um eine Entscheidung herbeizuführen. Die allmähliche Feftigung der Moorflächen im Grunewald läßt sich gegenwärtig recht deutlich am Grunewald- See erkennen. Die Ostipite des Sees reichte noch anfangs der siebziger Jahre bis an die Chauffce etwa gegenüber dem heutigen Restaurant Hundetehle. Dann bildete sich dort der große Sumpf, der erst Ende der siebziger Jahre soviel Festigkeit an der Oberfläche gewonnen hatte, daß darauf Anpflanzungen gemacht werden konnten. Die vor Linsen zehn Jahren zwischen dem Sumpf und dem See hindurch- Kartoffeln, neue geführte Militärbrüde versant dort wiederholt dem Rindfleisch, Steule 1 kg do. Bauch 1,20 1, Moraft, ebenso wie die zahllosen dort eingelegten Faschinen. Jezt scheinen die angelegten Weidenanpflanzungen einen gewiffen *) Ermittelt pro Tonne von der Centralstelle der Preuß. Landwirt fchaftskammer Notierungsstelle Halt gefchaffen zu haben für die Brücke, denn diese hält sich, wenn und umgerechnet vom Polizeipräsidium für den Doppel- Centner. auch nicht in ganz tadellosen architektonischen Linien, so doch für thren Zwed ausreichend, über Wasser. Auch an der Westspize des Grunewald- Sees hat sich der ehemals sehr nachgiebige Boden bedeutend gefestigt. Ein Teil des ehemals unbetretbaren Sumpfbodens vird schon seit Jahren als Wiese genugt, auch die Niederungen in der Richtung nach dem Niemeister- See sind heute nicht so schlüpfrig, vie vor Jahren. Eine fernere bemerkenswerte Erscheinung bietet ber Teufels- See, dessen Wasserspiegel sich seit einigen Jahren unverkennbar wieder gehoben hat. Da diese Erscheinung zusammenfällt mit der geringern Wafferentnahme aus den in der Nähe des Sees angelegten Tiefbrunnen, so erscheint doch die von den Charlottenburger Wasserwerken früher stets bestrittene Beeinflussung des Sees durch die Tiefbrunnen sehr wahrscheinlich. " +) Kleinhandelspreise. Produktenmarkt am 12. April. Bei beschränkten Umsätzen waren Weizen und Roggen anfangs 0,50, zulegt 1 Wt. billiger als gestern zu habent. Safer lag ziemlich feft, aber ruhig; Rüböl faum verändert. Am Spiritus martt waren gleichfalls Realisierungen vorherrschend. Loco 70er wurde mit 39,10(-0,20) gehandelt. Die Terminpreise gaben 0,30 M. nach. Städtischer Schlachtviehmarkt. Zum Verfauf standen gestern: 446 Rinder, 2355 Rälber, 893 Schafe, 11 404 Schweine. Die Rinder wurden bis auf 10 Stück nicht passende Ware glatt ausverkauft. Der Kälberhandel gestaltete fich ruhig. Ga at Dritte des Schafauftriebs fanden Abjaz. Der Schweinemarlt verlief ruhig und wird ziemlich geräumt. natiadresa alists Versammlungen. Unter Verschiedenes" wurde von Kaiser ein Antrag eingebracht, nach welchem, um dem Wahlverein mehr Mitglieder zuzuführen, eine planmäßige Werkstatt- Agitation entfaltet und dazu Listen bezw. Aufnahmescheine hergestellt werden sollen. Der Antrag wurde dem Vorstande zur weiteren Erwägung überwiesen. Mit großent Jubel wurde von den Versammelten das Wahlresultat im zweiten Streise entgegengenommen. Nachdem noch zur Beteiligung an den Sammlungen für die Krefelder Weber aufgefordert worden war, erfolgte der Schluß der Versammlung. Der Centralverband der Töpfer Deutschlands( Filiale In Friedenau wird seit Montag früh der in der Rheinstraße Berlin) hielt am 28. März bei Buste, Grenadierstr. 33, eine Generalwohnhafte Schlächtermeister Behring, ein noch junger Meister, der Der socialdemokratische Wahlverein für den 4. Berliner versammlung ab. Dieselbe beschäftigte sich mit den Aufgaben des erst vor wenigen Wochen das dortige Geschäft übernommen hatte, Neichstags- Wahlkreis( Often) hielt am Dienstag bei Bräuer, XI. Töpferfongresses in Velten. Nachdem John und Hagen über Rechtbermißt. Behring begab sich, wie die Allgem. Fleischer- Beitung" Gr. Frankfurterstraße, eine sehr start besuchte Generalversammlung schutz und den abgeschlossenen Kompromiß der Filiale Berlin mit meldet, zur angegebenen Beit nach der Fleisch- Engroshalle, wo er ab. Bor Eintritt in die Tagesordnung chrte die Versammlung der Centralverwaltung gesprochen, gelangte der Antrag Kronfelds, daß die bei seinem Lieferanten, Engros- Schlächtermeister Heller, danach bei das Andenken der verstorbenen Mitglieder Bergmann Delegierten dafür einzutreten haben, daß für Berlin der sogen. Kompromis Gebrüder Gause Rechnungen bezahlt hat. Er beabsichtigte von da und Grodendorf in der üblichen Weise. Nach dem statutarisch festgelegt werde, zur Annahme. Außerdem entspann sich aus nach Tegel zu gehen- wo er ein fleines Grundstüd besitzt Geschäftsbericht des Vorfizenden Schneider haben in dem eine lebhafte Debatte über den Central- Arbeitsnachweis, Arbeitslosenum Hypothetenzinsen zu berichtigen, was er aber, wie festgestellt, legten halben Jahre 7 Vorstandsfizungen zur Erledigung der Unterstützung, Presse, über das Verhältnis der Ziegler zu den Töpfern nicht gethan hat. Endlich gestern wurde Frau Behring vom Tegeler Vereinsgeschäfte stattgefunden und wurden Versammlungen mit im Verbande und das Markensystem. Die Anträge Hielschers, beGemeindevorstand benachrichtigt, daß man am Tegeler See Referaten abgehalten. Auch in dieser Geschäftsperiode erhielten die treffend den Central Arbeitsnachiveis und die Restanten, wurden, F gut nächsten versanunlung vertagt. Hagen und David wurden al« Delegierte und Hiclscher als Ersatzmann zum elften Kongreß gewählt. Der Verband aller im Handels- und Transportgcwerbc beschäftigte» Hilfsarbeiter hielt am 10. April eine außerordent- liche Generalversammlung ab. Bor Eintritt in die Tagesordnung gedachte die Versammlung in der üblichen Weise des verstorbenen Mitgliedes O. Seeger und ehrte dessen Andenken durch Erheben von den Plätzen. Alsdann gab Straube als Delegierter des Kongresses, den Bericht. Des näheren geht Redner auf die Verhandlungen der Statuten- beratung, sowie auf die Wahl des Vorstandes zum Zentralverbande ein. Hieran scheiterte die Etnigung. Redner weist sodann auf die Schwierigkeiten hin, die dem Bereine bevorstehen, denn infolge der AnSfiihrungen LegienS kam: auf keinerlei Unterstiitzung von der General- konnnission gerechnet iverde». In der ziemlich heftigen Debatte sprachen verschiedene Redner für und gegen die Centralorganisation. Rein empfahl eine Resolution, die nochmals eine Verständigung einleiten sollte. Demgegenüber stand eine Resolution D opatka, welche besagte, sich nicht dem Centralverbande anzuschließen. Es ivnrde hierauf zur Abstimmung geschritten, und erhielt die Resolution Dopatka 187 Stimmen, und die des Mitgliedes Rein 4S Stimmen. Infolgedessen wurde die Resolution Dopatka für angenommen erklärt. Der Verband bleibt also als Lokalverband weiter bestehen. Vervand deutscher Barbier-, Friseur- und Perrüekeumacher- Gehilsen. Heut« abend WV, Uhr, bei Schiller, Rvseuthalerstr. H7: General- Bersammlung, Gäste willkommen. Vevtttisrhkes« Schneefall. In Leipzig herrscht seit gestern früh starker Schneefall.— Auch aus Erfurt wird dichter Schneefall gemeldet. Vom Schwarz wald werden Schneemassen gemeldet,' wie sie den ganzen Winter nicht zu sehen waren.— Auch in Kiel ist Schneefall eingetreten.— In T r i e n t erfolgte in der Nacht zum Mittwoch ein Wettersturz mit Gewitter und starkem Schneefall. Die Umgebung TrientS bietet heute ein vollständig winterliches Bild dar. SchiffSmitergang. Nach einer Depesche aus Malta berichtete der dort angelaufene englische Dampfer.Kingswell", er sei am 0. d. M. mit dem in Sinn beheimateten griechische» Dampfer „Maria" zusammengestoßen. Die.Maria" sank; von den an Bord neunundvierzig Personen blieb unbeschädigt. wurden nur vier gerettet. befindlichen .KingSwell' Der Ochsenkuccht als Jrrenwärter. In der„Magdeburger Volksstimme" lesen wir: Aus der Laudes-Heil« und Pflege-Anstalt für G e i st e s k r a n k e zu B e r n b u r g liegt ein nnt der Anstalt und einem Angestellten abgeschlossener vertrag vor, dessen§ 1 wie folgt lautet: Der frühere Schweinemeister...... verpflichtet sich hierdurch am 1....... in den Dienst der Landes-Heil- und Pflege-Anstalt für Geisteskranke als O ch s e n k n e ch t und Wärter einzutreten. Der Vertrag enthält auch sonst ganz intereflante Einzelheiten, doch glauben wir, daß§ 1 vollkommen genügt zur Beurteilung der Arbeitscinteiluiig in einer Anstalt für— Geisteskranke.— Heiteres von der sächsische» Landesversammlung. Vors. Kaden:„Diejemgeii. die minderwertig sind, ersuche ich, das Lokal zu verlassen."— Goldstein:„Manchmal weiß eS nur einer imb der hat es manchmal auch»och vergessen."— V i e Iv e g „Wir leben in der Zeit des Augenblicks."— Vors. Kaden:„Die Debatte über die GeneraldiSkussion ist geschlossen."— Lorenz- Planitz:„Die Parteigenossen haben sich erweitert."— Vorsitzender Kaden:„Jeder hat das Wort." � Stolle- Gcsau:„Ich will nicht sagen: die Gründling trägt den Keim des Todesstoßes in sich." Eiu böses Audcnkc» all den Krimkrieg wurde in Scbastopol aufgefunden. Eine alte englische Bombe, welche bei Vaggerarbeiten in der Bucht zu Tage gefördert wurde, explodierte an Bord des Baggerschiffes; ein Mann wurde getötet und mehrere verwundet. Sturm in Süd- England. Wie ans London gemeldet wird, rast seit der Nacht auf Sonntag wieder einer der flirchtborste» Nord- oststiirme über Süd- Eiigland hin, und leider ist der angerichtete Schaden abermals sehr groß. Dcvonshire und Cornivall hatten be- sonders zu leiden und in London sind viele Unfälle zu verzeichnen. An den„zugigen Ecken" der Stadt, bei Charing-Croß-Station und Westmiiister-Abtci wnrdeil mehrere Personen vom Winde zu Boden geworfen und schiver verletzt! viele Passanten erlitten durch fallende Ziegel und stürzende Schornsteine Verwundungen emster Art. Der Kanaldampfer„Tamise" von Diepc nach Newhafcn hatte mit 130 Passagieren an Bord eine böse Ucbersahrt. Das Deck wurde von den darüber brechendei» Wellen reinnefegt»„d als halbes Wrack langte der Dampfer in Rewhafen an. Dort stürzten sich die Wogen mit solcher Kraft an den Strand, daß einige der„Brecher" bis zu den Laternen deS Leuchtturms hinausjagten. Bei Jlftacombe mußte die Mannschaft eines kleinen Schiffes durch den Raketenapparat ge« rettet werden; bei Pcnzmice ist ein unbekaimter Biermaster gesunken und vor Newlhn scheiterten nicht weniger als 13 Fischerboote. Durch de« Anstritt deS Flusses Dellowstone sind in Nord- amerika verheerende Ueberschwemmungen eingetreten; in Montana stehen große Landstriche unter Wasser. Die Eisenbahnen sind überschwemmt: Hunderte von Rindern sind umgekommen und im allgemeinen ist viel Sachschaden angerichtet worden. Zwölf Personen sind in der Hochflut ertrunken und drei werden vermißt. AuS Mrkka werden 26 Pesterkrankungen gemeldet. Briefkasten der Redaktion. Tie lnristtschc Gprechfiimbe wird Dienstags, Donnerstags und Freitags abends von 7>/z biS 8'/, Uhr abgehalten. R. E. I» Danzig besteht kein Parteiblatt. DaS nächste ist die „Valkstril'Cme" in Königs berg, Knochenstratze 32. Dort erfahren Sie ailch vielleicht die Adresse eines Amvolts in Danzig. OOO, Arbeiter- BildungSichule. Schullokal Anneustraße 16 I. Mit dem Unterricht über Erlernung der Buchführimg beschäftigen die Arbeiter: BildungSvercme sich nicht. Karfreitag. Zu allgemein. «ltternngSüberstcht vom 12. April 1809, morgenS 8 Uhr. Slatlonen Swinemde tnilibiirg erlitt Micsbade» Münche» Wien äe lE i| ZK ä 5 « S Z•? 760 WSW 760 SW 762 ,23 766 ZW 757,28 753 23 Ittel B �»1 Wetter a II| Stationen ga «- 3,616.6(6. t svaparanda 763 iqzNO 4 Schnee 4 bedeckt 3 Petersburg 753 SO 2.bcdeckt 1 heiter Z leort 757 ,3«23 3chlb beb. 2'iuoIIig 5 Abcrdeen 754 28 SW Lwollig 6 heiter 2 Paris 750 ig® 28 1 Dunst S'-Jicgeu| 5 Wetter-Prognose für Donnerstag, den 13. April 1800 Etwas wärmer bei mäßigen südwestlichen Winde» und zunehme Bewöllung; nachher Regen. Berliner Wetterbureau. Z' W-tier öS =•-. a -2 4 7 3 2 Ilde» Wa r e q h a We rt h e i nri. Berlin, Leipzigerstr. 132/33. Veraand-Adteilnng Prodea und PreislUt» portofrei. Rosenthalerstr. 27/29, 54/55. Oranienstr. 53/54. erren-Garderobe. JaCkett-ÄnZUg, gemusterter BuokslcinstofF, moderne Farben 22 20 Mk. Jackett-Anzug, einfarbiger Kammgarn, grau und mode 33,- Alk. Sommer-Paletot, mode Diagonalstoff 15,— Mk. Sommer-Paletot, covert ooat, neueste Muster 25-50 Mk. Havelock,&rau nnck grün melierter Lodenstoff 12,50 Mk. JOPPe aus Lodenstofi; grau und braun 3,— Mk. Loden-Joppe, grün meliert, hinten mit Zug 3,— Mk. Beinkleid, mode gestreift 5,50 Mk. Beinkleid, gestreifter Buckskin, neue Master 7,75 Mk. Plqud-Weste, gemustert, in modernen Farben 2,*® Mk. Jackett-Anzug nacb Mass, farbige, moderne Cheviotatoffe AS,— Mk. Rock-Anzug nach Mass, schwarz Kammgarn und Cheviot 52,— Mk. Sommer-Paletot»ach Mass, Covert coat, neueste Farben 89,— Mk. Beinkleid nach Mass, gestreifter Buckskin 13,5® Mk. Radfaiir6r'AnZUg, Sattel-Jopp» und Beinkleid, grün meliert 10,— Mk. Radfalirer-iniug, 1»,»« � Oberhemden mit Leinen-Einsatz 8,25, 4,50 Mk. Oberhemden, farbig mit Manschetten 3>— Mk. Stehkragen, mtderneLSn 30, 45, 55 Manschetten, Leinen 60, 70 p� Schleifen m farbigen Seidenstoffen 45, 70, 90 p� Schleifen, schwarz Bips 45, 75, 90 Pf- RegattCS in farbigen Seidenstoffen 45, 85 Pf-, 1,50 Mk. Selbstbinder m farbigen Seidenstoffen 90 Pf, 1,35 Mk. FllZhUt, weich, schwarz und farbig 2»*®, 8,— Mk. HaarfiiZbUt, weich, schwarz und farbig 4,75, 5,�5 Mk. HaarfllZhUt,»teif> moderne Formen 4,75, 5,75 Mk. CyllnderhUt, moderne Form 7.»ö, 9.75 Ml» Br. 86. 16. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dounerstag, 13. April 1899. Sozialistische Preffe Deutschlands. II. Quartal 1899. Central- Organ. Wöchentlich dreimal erscheinende Blätter. Crefeld Niederrheinische Volfstribüne" Breitestr. 44. Dortmund„ Westfälische Voltstribüne" Lüdenscheid ,; Louisenstr. 7. Gewerkschaftspresse Deutschlands. Dresden Der Bottsfreund" Gerbergaffe 1.99 Vorwärts Berliner Volksblatt, Beuthstr. 2, SW. 19 Effen Der Wedruf" Brüningstr. 8a. Täglich erscheinend. Wissenschaftliche Wochenschrift. Die Neue Zeit." Revue des geistigen und öffentlichen Lebens. Stuttgart, Furthbachstr. 12. Täglich erscheinende Zeitungen. Falkenstein Vogtländische Voltszeitung", Anzeiger für Stadt und Land. II. Quartal 1899. 2000 Dreimal wöchentlich erscheinend. Forst i. 2. Märkische Voltsstimme" Frankfurterstr. 11. Leipzig Correspondent für Deutsclands Buch Gotha Voltsblatt für die Herzogthümer Coburg und bruder und Schriftgießer", Salomonsir. 8. Gotha" Mohrenberg 7. Görlitz Görlizer Boltszeitung" Teichstr. 2. " Greiz Reußische Volts- Zeitung" Untere Silberstr. 1. Salberstadt Salberstädter Arbeiterzeitung" Batenfir. 37. Böchentlich erscheinend. Mönigsberg i. Pr. Volts- Tribüne" Knochenstr. 32 p. Nostock Mecklenburgische Volkszeitung" Hopfenmarkt 19. Altenburger Volkszeitung" Stunstgaffe 12. Solingen Bergische Arbeiterstimme" Raiserstr. 29. Bant Norddeutsches Voltsblatt" Neue Wilhelmshavener- Straßburg i. E. Freie Bresse für Elsaß- Lothringen" Altenburg straße 38. Bielefeld„ Bolkswacht" Schulstr. 20. Bochum Boltsblatt" Johanniterstr. 10. Brandenburg Brandenburger Zeitung, Märkisches Voltsblatt", St. Annenstr. 33. " Schiltigheim, Bischweilerstr. 23. Zwickau i. S.„ Sächsisches Voltsblatt" Richardftr. 15. Wöchentlich zweimal erscheinende Blätter. Braunschweig Braunschweiger Voltsfreund" Kannen- Machen Aachener Voltsblatt" Kurhausstr. 14. gießerftr. 13. " Bremen Bremer Bürger- Zeitung" Hankenstr. 21/22. Bremerhaven„ Norddeutsche Voltsstimmie" Am Markt 6. Breslau„ Boltswacht" Neue Graupenstr. 6. Altenburg Correspondent für die Arbeiter und Ar beiterinnen der Hut und Filzwaren Industrie", Wilhelmstr. 2, parterre. Berlin„ Die ameije", Organ des Porzellan arbeiter Verbandes, Charlottenburg, Marchstr. 22 I. = " Bildhauer Zeitung", neanderstr. 3. M 19h " Die Einigkeit", Organ der VertrauensmännerCentralisationen Deutschlands, Reichenbergerstr. 15. Allg. ahr Beitung", Schüßenstr. 58. " Der Gastwirthsgehilfe", Jüdenstr. 36. Der Steinarbeiter", iydorf, Steinmeßftr. 14. Deutsche Berg und Hütten Breslau Die Wahrheit" Neue Graupenstr. 5/6. Delmenhorst Delmenhorster Volksblatt" Stoppelftr. 6. Langenbielau Der Proletarier aus dem Gulengebirge" Bochum " arbeiter 3eitung". Aller 14 Tage erscheinend. Altenburg Einigteit", Publitationsorgan für bie deutschen Müller und Konditoren, Pfeffer und Lebfüchler- Verbände, Mauergasse 4b. Berlin Der Courier", Centralorgan für die Juters essen der im Handels-, Transport und Verkehrsgewerbe beschäftigten Arbeiter Deutschlands, C., Heiliges geiststraße 15, Hof part. „ Die Gewer fichaft", Organ für die Interessen der Arbeiter in Gasanstalten und sonstigen städtischen Betrieben, Berlin 30 W., Gleditschstr. 49. C. Binien handlungsgehilfen Blatt", Straße 25 II. „ Der Handels: Hilfsarbeiter", Organ für alle im Handels- und Transportgewerbe beschäftigten Hilfsarbeiter Deutschlands, C., Kommandanten firaße 25 I. eberarbeiter Beitung", N., Prinzen- Allee 90. Sattler und Tapezirer Zeitung", N., In validenstraße 118. Allg. Steinfeger- Beitung", NW., Waldenferstr. 18. " Solidarität", Organ aller im graphischen Berufe beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen, Chauffees Straße 52. Braunschweig Barbier u. Friseur- Beitung", Rosenhagen 5. Frankfurt a. M.„ Neue Deutsche Dachdeders Beitung", Buchgasse 10." Caffel„ Boltsblatt für Geffen und Walded" Hohenthorstr. 2. Saalfeld Thüringer Boltsfreund"( Thür. Waldpost) Bremen( Deutsche Böttcher- Zeitung", Langeftr. 100 I. Samburg" Deutsche Bäder. Zeitung", Organ bes Chemnik„ Boltsstimme" Untere Georgstr. 1, p. Deffau„ Boltsblatt für Anhalt" Ballenstedterstr. 5. Dortmund Rheinisch- Westfälische Arbeiter- Zeitung" Westenhellweg 120. Dresden Sächsische Arbeiter- Beitung" 8wingerstr. 22. Düsseldorf„ Niederrheinische Bollstribüne" Graf Adolphftraße 43. Elberfeld Barmen Freie Preffe" Kleine Klozbahn 10. Erfurt„ Tribüne" Futterstr. 7 p. Frankfurt a. M. Boltsstimme" Großer Hirschgraben 17. Fürth Fürther Bürger- Beitung" Königstr. 95. Gera„ Reußische Tribüne" Bichochern 54. " Hulle a. S. Boltsblatt für Halle" Geiststr. 21. Hamburg Hamburger Echo" Gr. Theaterstr. 44. Harburg„ Boltsblatt" Großer Schippsee 4 p. Hannover Boltswille" Burgstr. 9. " Hof„ Oberfränkische Volkszeitung" Lorenzstr. 23. Karlsruhe Volksfreund" Werderplatz 31. " Kiel„ Schleswig- Holstein'sche Bolts- Beitung" Bergstr. 11. Köln Rheinische Zeitung" St. Agatha 3. Leipzig Leipziger Volkszeitung" Mittelstr. 6/7. Ludwigshafen Pfälzische Post" Oggersheimerstr. 10. Lübeck Lübecker Volfsbote" Johannisstr. 50. Lüneburg Lüneburger Volksblatt" Altstadt 20. Magdeburg Boltsstimme" Breiteweg 127. Mainz Mainzer Boltszeitung"( Hessische Voltsstimme") Margarethengasse 13. Mannheim Volksstimme" R. 3, 14. München Münchener Post" und„ Augsburger Bolts: zeitung" Senefelderstr. 4 I. Nürnberg Fräntische Tagespost" Weizenstr. 12. Offenbach Offenbacher Abendblatt" Große Marktstr. 25. Saalfeld Saalfelder Boltsblatt" Rosmaringasse 15. Stettin Bolts- Bote" König Albertstr. 15. Stuttgart„ Schwäbische Tagwacht" Furthbachstr. 12. gaffe 3. Rosmaringaffe 15. Burgstädt Der Textilarbeiter", Marienstr. 285. Schuhmacher- Fachblatt", Wohrenberg 7 Hamburg Correspondenzblatt der Generalfom mission der Gewerkschaften Deutschlands", Bollvereins- Niederlage, Wilhelmstr. 8 I. " Thüringer Volksblatt"( Schwarzburger Volksfreund) Gotha Rosmaringasse 15. „ Neustädter Voltsblatt" Nosmaringasse 15. Wöchentlich einmal erscheinende Blätter. Berlin Bant„ Die Nord- Wacht" Neue Wilhelmshavenerstr. 38. Gazeta Robotnicza" Andreasstr. 78a. Braunschweig" Der Landbote" Rannengießerstr. 13. Dresden„ Der arme Teufel" Falkenstr. 10. Gieken Mitteldeutsche Sonntags- Zeitung" Kirchenplag 11. Halberstadt Sonntags- Beitung" Balenstr. 37. " Der Arbeiter"( für Baus und Silssarbeiter) Gilbed, Konventstr. 5. „ Glück auf!"( für& ormer), Hamburg- Eilbeck, Konventstr. 5. " Der Grundstein"( für Maurer), St. Georg, Neue Brennerstr. 19 I. " Holzarbeiter Beitung", Eimsbüttel, Bismard ftraße 10. " Bruder Schmied", Uhlenhorst, Herderstr... 21, Saus 8 II. Köln Rheinische Zeitung"( Wochenausgabe) St. Agathe 3. Fachzeitung für Schneider", Lehmweg 41 II. Monatlich einmal erscheinend. Hanau„ Der Bauernfreund" Philipp Ludwigs- Anlage 9. Wigblätter( Erscheinen aller 14 Tage). München„ Süddeutscher Postillon" Senefelderstr. 4. Stuttgart Der wahre Jacob" Furthbachstr. 12 Illustrierte Unterhaltungsblätter. Berlin Jn freien Stunden" Beuthstr. 2 SW. 19. Gr scheint in Wochenheften. " Vereins- Anzeiger für Maler 2c.", Barubeck, Vogelweide 19. Der 8immerer", Barmbed, feßlerstr. 28 I. 7. Leipzig udbruder 23 a cht, Weittelfir. 7 Leipzig" Der Tabatarbeiter"( für Cigarren arbeiter), Mittelstr. 7. Leipzig- Schfendit Graphische Presse", Schkeudik. Linden Hannover Brauer Zeitung", Burgstr. 9. Löbtau Dresden" Der Fachgenoffe"( für GI as: Porzellan u. Thouwaaren- Arbeiter), Reijemizerstr. 34. Nürnberg Deutsche Metallarbeiter- Beitung", Weizen Straße 12. Offenbach a. M. Die Glafer- 8eitung" Stuttgart Buchbinder- 3ettung", Heufteigstr. 30. " Der Handschuhmacher", Eierstr. 21 II. Würzburg Fränkische Vollstribüne" Stifthaugerpfaffen- Samburg Die Neue Welt" Große Theaterstr. 44. Gr- Berlin scheint wöchentlich einmal. " Bäder- Verbandes, Jdastr. 15/17. „ Der Schiffszimmerer", Eilbed, Konventstr. 5. Gärtner Beitung", Organ für die Interessen der Gärtner und ihrer freien Vereinigungen, Marits firaße 10, S. 1 p. Eilbed, Wandsbeder " Der Kupferschmied", Chauffee 180 II. Der Seemann", St. Pauli, Hafenstr. 116. Hannover„ Der Proletarier"( für abrit 2c. Are beiter und Arbeiterinnen), Leinstr. 31 III. Leipzig Reudnik Beitschrift für Graveure und Biseleure", Stohlgarten 30 I. Georg Wagner. " Correspondenzblatt der Tapezirer", Ges meindestr. 19 I. Pforzheim„ Der Goldarbeiter", St. Georgenstr. 50. Stuttgart Die Gleichheit", Beitschrift für die Inters essen der Arbeiterinnen, Furthbachstr. 12. Monatlich einmal erscheinend. Berlin Der Bäder", Organ für die Interessen der Bäckergesellen Berlins und Umgegend, Klosterstr. 101. " Correspondenz Blatt des Verbandes der im Vergoldergewerbe beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands", Chausseestr. 43, 4 Tr. Der Bureau Angestellte", N., Arfonaplag 3 II. Deutscher Maschinist und Heizer", Organ der Maschinisten und Berufsgenossen Deutschlands, SO., Püdlerstr. 55. Obige Zusammenstellung veröffentlichen wir zu Beginn lieben Quartals. In der Zwischenzeit sich ergebende Abreß mertung mitteilen zu wollen. Der Parteivorstand. Monatlich dreimal erscheinend.ober sonstige Veränderungen bitten wir uns behuss Vor„ Der Töpfer"( Fachblatt für: Töpfer und Berlin, ben 10. April 1899. Ziegler), Rosenthalerstr. 57. Silber Wien überbrachte die Grüße vom östreichischen Bruderbegleitet sein mögen. Siebente ordentliche Generalversammlung des Verbandes verband und wünscht, daß die Verhandlungen vom besten Erfolge. der Bäcker und Berufsgenossen Deutschlands. Sociale Rechtspflege. " Dem Vorstande wurde für seine Thätigkeit einstimmig Decharge erteilt. Friftversäumnis. Der Arbeiter Göbel. der sich bei der Ueber den 3. Punkt der Tagesordnung: Lohnbewegungen und Brauerei und Mälzerei- Berufsgenossenschaft vergeblich um eine Am 10. b. M. begann in München die fiebente Generalversamm Streits im Verbande, referirte Stretschmar Hamburg. Redner Unfallrente bemüht hatte, vertraute die weitere Vertretung feiner fung der Bäder und Berufsgenossen Deutschlands. Vertreten find betonte, daß man sich auch in den früheren Generalversammlungen Sache dem Rechtsanwalt Rintelen in Lippstadt an. Die Prozeßdie Städte Dortmund, Berlin, Dresden, Nürnberg, Altona, Stuttgart, mit Lohnbewegungen und Streits beschäftigte, dies waren jedoch nur vollmacht wurde dann für die Verhandlung vor dem Dortmunder Höchst a. M., Frankfurt a. M., Stettin, Rostock, Lübed, Mannheim, theoretische Erörterungen und Wünsche. Im vorigen Jahre hatte aber Schiedsgericht auf den Rechtsanwalt Schüler in Dortmund durch Karlsruhe, München, Hamburg, Landshut, Offenbach, Mainz, Magde- der Verband selbständige Kämpfe zu bestehen und da habe er die einfaches Hinzufügen seines Namens ausgedehnt. Das Schiedsgericht burg, Chemniz, Würzburg, Leipzig, Wilhelmsburg, Bergedorf, Line- Feuerprobe ablegen können. Es würde überflüssig sein, die Vorzüge wies den Reutenanspruch am 27. Mai 1898 ab und Rechtsanwalt burg, Wandsbeck und Bremen durch 25 Delegierte. beim Hamburger Streit einer Erörterung zu unterziehen, wenn wir Schüler erhielt auf seinen Wunsch am 1. Juni 1898 eine AusDen Vorstands- und Kassenbericht erstattete Allmann- Hamburg: nicht aus den gemachten Fehlern lernen wollten. Gestehen müssen fertigung des Urteils. Gegen legteres wurde aber erst am 21. SepSeit der letzten Generalversammlung sei in der Mitgliederzahl ein wir, daß der Kampf in Hamburg aus eigener Straft nicht gewonnen tember beffelben Jahres, alio fieben Wochen zu spät, der großer Aufschwung zu verzeichnen, auch die Stabilität sei beffer wurde. Durch die Interesselosigkeit der Gehilfen war es möglich, den Nefurs eingelegt. Sowohl Schüler wie Rintelen machten geltend, geworden. Die Gesamteinnahmen der Verbandskasse beliefen sich Meistern zahlreiche Streitbrecher anzuwverben; wenn wir auf die daß eine Fristversäumnis nicht anzunehmen wäre und führten dazu im Jahre 1898 auf 30 266,30 m. gegen 14 555,11 M. im Vorjahre. eigene Kraft angewiesen gewesen wären, hätten wir eine Niederlage aus: Nintelen wäre der eigentliche Bevollmächtigte gewesen, er hätte Erfreulich sei es, daß sich die Mehrzahl der Mitgliedschaften wie die erlitten. Auch in Zukunft müssen die Lohntämpfe sich in denselben deshalb vor allem eine Ausfertigung des Urteils erhalten müssen. Die Hauptkasse recht schnell wieder erholt haben vom Streit in Hamburg Bahnen bewegen wie seither. Es müsse monatelang an dem Ausbau Frist für das Rechtsmittel beginne erst, wenn er eine Ausfertigung Altona, wo manche Mitgliedschaften alle ihre Barmittel zur Unter der Organisation geschaffen werden; wo diese Eicherheit nicht bekomme. Er ersuche um eine solche. Schüler habe dagegen vor ftügung der Streifenden geopfert haben. Das Schmerzenslind in geboten ist, müsse gewarnt werden, in eine Lohnbewegung einzu dem Schiedsgericht mir als Intervertreter fungiert und sei mit Recht der Organisation sei Berlin mit seinen zwei Organisationen; neben treten. Die schärfste und wirksamite Waffe bei unseren Streits sei in dem Glauben gewesen, daß die ihm erteilte Ausfertigung nur der Mitgliedschaft des Verbandes bestehe dort nämlich noch ein der Boykott. Die Zustände im Bädergewerbe sind derart, daß das eine zu seiner persönlichen Information bestimmte Abschrift gewesen Lokal- Fachberein, und nach der legten Generalversammlung find große Bublifum an der Beseitigung der Mißstände in erster Linie sei. Diese Annahme wäre unsomehr berechtigt, als das Schriftstück dort Verhältnisse eingeriffen, wonach an ein geinfames Arbeiten intereffiert ist. Redner verbreitete sich nun ausführlich über die Ge- nicht den Vermert Ausfertigung" und nicht die Namen der Beisiger nicht zu denten war. Es wurde vom Vorstande eine ge- schichte des Hamburger Streifs. Fester Zusammenhalt sei mehr des Echiedsgerichts enthalten habe. Das Reichs Ver meinsame Sigung mit der Vorstandschaft des Lokalvereins ab- denn je notwendig, denn der Hauptvorstand habe aus einer den sicherungsamt verwarf, jedoch den Rekurs als unzulässig, gehalten und eine Besserung der Verhältnisse erzielt. Ob aber verbündeten Regierungen nahestehenden Quelle mit Sicherheit er- weil er verspätet eingegangen fei. Zur Begründig wurde ausge diefes Verhältnis von langer Dauer sein wird, muß abgewartet fahren, daß man sich im Bundesrathe mit der Abficht trage, an führt: Herr Schüler habe eine ordnungsmäßige Ausfertigung Sie zu einer solchen werden. Der Vorstand sei von der letzten Generalversammlung Stelle der täglich zwölfstündigen Magimal des schiedsgerichtlichen Urteils erhalten. beauftragt worden, mit den Konsumvereinen und den Genossen- Arbeitszeit eine wöchentliche 84 st in bige Arbeits zu machen, genüge die Unterschrift des Vorsitzenden und das Siegel fchaftsbädereien in Fühlung zu treten, um einen gewiffen Druck 3eit zu jegen. Man mutet also den Bäckerei Arbeitern zu, des Gerichts. Schüler sei aber auch bevollmächtigt gewesen, die auf jene Bäckermeister ausüben zu können, die ihre Waren an die noch länger zu arbeiten. Es muß abgewartet werden, ob es die Ausführung in Empfang zu nehmen, denn die Vollmacht, gleichKonsumvereine liefern und die betreffenden Kollegen für die Regierungen fertig bringen, den winzigen Arbeiterschuß so zu ver- die ihn neben Rintelen aufführe, lasse ihn als Organisation zu gewinnen. Bei dieser Gelegenheit habe sich schlechtern, daß nichts mehr davon übrig bleibt. Wir müssen darauf berechtigten Bevollmächtigten erscheinen. Da nun nach der Civilerst gezeigt, von welch großer Bedeutung die Konsumvereine für bedacht sein, daß eine Verschlechterung nicht Platz greift; als Antwort| prozeß Ordnung, wenn mehrere Vertreter da feien, die Zustellung die Bäderei- Arbeiter find. Von den etwa 1400 Konjumvereinen hierauf sei es zu empfehlen, bei Lohnbewegungen die zehnstündige nur an einen derselben zulässig sei und volle Rechts. in Deutschland find nämlich über 400 vorhanden, bei denen Brot Arbeitszeit zu verlangen. Dann wollen wir sehen, ob es mit Hilfe wirtung habe, so sei hier entscheidend, daß Schüler nach Bu den Hauptartikel bildet. Bu bedauern sei, daß sich der größte der Arbeiterschaft nicht möglich ist, auch im Bädergewerbe eine ge- ftellung ber Ausfertigung nicht innerhalb vier Wochen den Rekurs Teil nicht veranlaßt gesehen habe, dem Vorstande auch nur zu regelte Arbeitszeit einzuführen. eingelegt habe. antworten. Bon besonderer Wichtigkeit sei auch der Uebertritt Den Ausführungen des Referenten folgte eine lebhafte Debatte. In Lokalorganisation in München zum Centralverbande. Ein von der Mitgliedschaft der Grobbäcker in Hamburg gestellter Auch ein Grund zur Herabsehung der Unfallrente. Früher wollte es gar nicht nicht gelingen, Süddeutschland Antrag, im Falle der Verschlechterung des Magimal- Arbeitstages einer Anilin- Fabrit war der Arbeiter Wilhelm Bohlmann, welcher borzubringen; von dem Augenblick an, wo die Lokalorganisation sich den Generalstreit zu proklamieren, wurde, nachdem mehrere Delegierte eine Maschine zu bedienen hatte, durch eine Explosion des Dampfdem Centralverbande anschloß, war es auch möglich, tüchtige dagegen gesprochen und der Vertreter der Generalkommission, Röste, teffels zu Schaden gekommen. Siedendes Wasser war ihm über den Sträfte heranzubilden, wodurch die Organisation auch in Süddeutsch- fich energisch gegen den Antrag gewandt hatte, zurückgezogen. Kopf und den Oberkörper geflossen und hatte ihm die linke Seite land festen Fuß fassen fonnte. Der Vorstand habe den Verhand- Die Generalversammlung spricht den Hamburger Kollegen für seines Körpers verbrüht. Bei seiner Entlassung aus dem Krankenlungen der Kollegen in Dänemark beigewohnt. Redner rühmt die ihr mannhaftes Eintreten auläßlich der vorjährigen Lohnbewegung hanse war der linke Arm und das linke Bein zur Arbeit nicht mehr Nachdem Bohlmann für die Zeit vom Unfall vorzüglichen Einrichtungen der dortigen Organisation und schildert ihre Anerkennung und der Arbeiterschaft Deutschlands und den tauglich. Entlassung aus dem Krankenhauſe und noch die Beobachtungen, die er auf dem Gebiete des Strantentassenwesens Kollegen Däneniarts für die thatkräftige finanzielle Unterstützung bis einige Beit nach der Entlassung die Rente bezogen hatte, gemacht hat; er habe in den dortigen Krankheitsstatistiken vergeblich ihren Dank aus. nach der Krankheit gesucht, die in Deutschland unter den Kollegen Die Generalversammlung faßte sodann folgende, an den wurde ihm die Rente nach der Entlassung auf 50 Proz. herab einen so breiten Raum einnimmt, nämlich der Syphilis. Als er sich Bundesrat zu richtende Resolution: Die Generalversammlung des gesezt, weil ihn sein früherer Arbeitgeber wieder in Dienst genommen Dasselbe forderte nach dem Grund dieser auffallenden Erscheinung erfundigte, sei ihm Verbandes deutscher Bäcker und verwandter Berufsgenossen spricht hatte. Der Arbeiter rief das Schiedsgericht an. allgemein erwidert worden, daß mit dem Augenblide, wo das Soft- ihr lebhaftes Bedauern aus, daß jest nach nahezu dreijährigem Be- zwei ärztliche Gutachten ein, welche 50 Broz. Rente als angemessene und Logiswesen beim Meister abgeschafft wurde, auch diese Krankheit stehen des Marimalarbeitstags die verbündeten Regierungen planen, Entschädigung für die erlittene Erwerbsunfähigkeit guthießen. Dem verschwunden sei. In seinen weiteren Ausführungen rügt Redner, diese zu einer gesunden socialpolitischen Entwicklung durchaus notwendige gemäß wies das Schiedsgericht den weiteren Anspruch des Klägers daß bei Aufnahme der vorjährigen Statiftit die Fragebogen so mangel Arbeiterschußgefeggebung in einer Art und Weise abzuändern, daß man Das Reichs Versicherungsamt, welches sich weiter haft eingelaufen find. Mit dem Erfolg der Lohnbewegungen der von einem Arbeiterschutz der Bäderei- Arbeiter überhaupt nicht mehr legten Jahre tönne man zufrieden sein. Dem Bericht des Haupt- reden kann und erhebt einmütig gegen eine derartige Verschlechte mit der Sache zu befaffen hatte, hielt den Rekurs des Arbeiters borstandes folgte eine lebhafte Debatte. rung des Gesetzes energisch Proteft. rosin für begründet und erhöhte die Neute voit 50 auf 75 Prozent Die Generalversammlung wolle beschließen, ferner dem Bundes- Allerdings habe der Verlegte wieder Stellung gefunden und somit rath folgende Abänderung des§ 120 e Artitel I Absatz 1 zu unter- einen Teil seiner Erwerbsfähigkeit wieder erlangt. Indessen komme breiten: Die Arbeitsschicht jedes Gehilfen darf innerhalb 24 Stunden das bei der Bemessung der Reute weniget in Betracht, da das ärzt die Dauer von 12 Stunden oder, falls die Arbeit durch eine Pause liche Gutachten eine Verschlimmerung des Törperlichen Zustandes für von mindestens einer Stunde unterbrochen wird, einschließlich dieser möglich halte. Unter diesen Umständen sei die Rente möglichst hoch Bause die Dauer von 13 Stunden nicht überschreiten. Die Gehilfen zu bemeffen. Bu berücksichtigen sei ferner, daß der Kläger ver dürfen zu gelegentlichen Dienstleistungen nur dann herangezogen heiratet und Bater von fünf unversorgten Kindern sei, die im Falle werden, wenn ihre Arbeitsschicht die Dauer von 12 Stunden, ein der Arbeitslosigkeit leicht dem Verderben preisgegeben wären. Der fchließlich der Pause von einer Stunde, 13 Stunden noch nicht er- Berlegte fei überhaupt nur zu leichten Arbeiten zu verwenden, so reicht hat." Idaß die Erhöhung der Rente gerechtfertigt sei. ber 8 weiter Verhandlungstag. Die Generalversammlung beschloß, um eine geordnete Buch führung zu bekommen, diejenigen Mitglieder, welche zwei Monate mit ihren Beiträgen im Rückstande sind, auszuschließen, wenn sie nicht um Stundung nachsuchen. Den Zahlstellen wird empfohlen, dort, wo es die örtlichen Verhältnisse notwendig machen, die Beiträge durch die Kassierer oder von bestellten Bezirkskassierern einheben zu lassen und dem Kassierer dafür eine Entschädigung bis zu 10 pct. aus den Einnahmen zu gewähren. zurüd. Bur Kathreiners Kneipp- Malzkaffee hilto 8.15 with Tombed in late spilio? ist der einzige, der den Namen Malzkaffee verdient, weil er Geschmack und Aroma des Bohnenkaffees besitzt, während andere sogenannte ,, Malzkaffees" in der Regel nichts weiter sind els gebrannte Gerste oder geröstetes Malz. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, ben 13. pril. Opernhaus. Regina, oder: Die Marodeure. Anfang 72 Uhr. Urania Taubenstrasse 48/49. Im Theater: Das Land der Fjorde. Invalidenstr. 57/62: Tägl. Sternwarte. Schauspielhans. Julius Caefar. Tagl. Sternwarte. Anfang 72 Uhr. Deutsches. Hans. Borher: Mutter herz. Anfang 72 Uhr. Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72/73. Gastspiel Emil Thomas. Vorletzte Aufführung! Der Raub der Sabinerinnen. Schwant in 4 Aften von P. u. F. v. Schönthan. Morgen: Diefelbe Borstellung Auf. 7 Uhr. Nachmittags täglich 5-10 Uhr. Sonnabend, den 15. April, 8. 1. Male: Emil amüsiert sich! Schwant in Leffing. Die Lumpen. Anfang 7% Passage- Panopticum. Uhr. Berliner. Der Pfarrer von Kirch felb. Anfang 7½ Uhr. Nefidenz. Der Schlafwagen Ron trolleur. Vorher: Zum Einsiedler. Anfang 7/2 Uhr. Neues. Hofgunst. Anfang 7 Uhr. Westen. Sternsches Conservatorium. 1. dramatischer Abend der Opern schule. Anfang 72 Uhr. Metropol. Leichte Kavallerie. Hierauf: Chand d'habits.( Der Kleiderhändler.) Anf. 72 Uhr. Schiller. Der Mann im Monde. Anfang 8 Uhr. Central. Die Puppe. Anf. 71% Uhr. Thalia. Der Naub der Sabinerinnen. Anfang 7/2 Uhr. Luisen. Nach berühmten Mustern. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Fuhrmann Hentschel. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Martha. Anfang 8 Uhr. Alexanderplak. Die Lebemänner von Berlin oder: Der Klub der Harmlosen. Anfang 8 Uhr. Wiener Volfs Theater. Un schuldig. Ihr Cousin. Anfang 7 Uhr. Oflend. Die Bulgaria. Anf. 8 Uhr. Apollo. Specialitäten-Borstellung. Anfang 7 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Feen Palast. Specialitäten Vorftellung. Geöffnet 9 Uhr früh bis 10 Uhr abends. Das Niesenweib. Die schöne Tätowierte. Von 61% Uhr: Theatre variété. Excelsior, dargestellt bon 500 fünftl. Menschen. Mittwoch, Sonnabend, Sonntag 4 Uhr: Kindervorstellung. Castan's Panopticum. Jtal. Sänger- u. Tänzer- Gesellsch. ,, Santa Lucia". Die berühmten ,, lebenden Bilder". Neu! Dreyfus- Esterhazy. Metropol- Theater. Behrenstr. 55/57. Dir. Rich. Schultz. Mittwoch, den 12. April: Um 1/28 Uhr: Passage Panoptikum. Speciali Leichte Kavallerie. täten- Vorstellung. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Täg lich geöffnet von 10 Uhr vor 16 mittags ab. Eintritt 50 f. Abends 8 Uhr:" Das Land der Fiorde". Operntelephon. Juvalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 1hr: Stern warte. Operette in 2 Aften v. Franz v. Suppé. Um 9 Uhr: Chand d'habits ( Der Kleiderhändler). Pantomime in 3 Bildern von Catulle Mendés. Pierrot: Mr. Séverin. Donnerstag, Freitag, Sonnabend: Dieselbe Vorstellung. Vorbereitung: Schiller Theater die eierne Jungfran. ( Walluer Theater). Donnerstag, abends 8 Uhr: Der Mann im Monde. Poffe mit Gesang in 3 Aufzügen von Eduard Jacobson. Freitag, abends 8 Uhr: Die grosse Glocke. Sonnabend, abends 8 Uhr: Der Mann im Monde. Central- Theater Direktion: José Ferenczy. Die Puppe( La Poupée) Operette in 3 Atten und einem Vorspiel von Orbonneau u. Sturges. Musit von Ed. Audran. Morgen und folgende Tage: Die Puppe( La Poupée). Sonntagnachmittag 3 Uhr, zu halb. Breisen: Gasparone. Operette in 3 Atten von T. Millöder. Montag, 17. April, z. 100. Male: Die Puppe( La Poupée).( Souvenier: Abend.) Oftend- Carl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterstraße 132. 18um 12. Male: odrum Die Bulgaria. Sensationelles Ausstattungsstüd mit Gesang( Wahrheit und Dichtung) in 3 Aften( 10 Bildern) von Hans Buchholz. Mufit von M. Fall. Ge fangsterte von J. Dill. Anfang 8 Uhr: Im Tunnel von 7 Uhr an Frei- Konzert. Jm 4. Bild: Abfahrt der Bulgaria. Hafen von New- Yort mit Freiheitsstatue.( Tag und Nacht- Deforation.) Jm 5. u. 6. Bild: Das 3 Etagen hohe Schiff Bulgaria, Querdurchschnitt, Maschinenraum, Lagerraum, Ober- und Unterdeck. Jm 1. u. 2. Bild: Ankunft und Abfahrt eines großen Luftballons mit 5 Personen. Noch nie dagewesen! Sehenswerth! Morgen und folgende Tage: Die Bulgaria. Sonntagnachmittag: Preziosa. Circus Renz- Riesen- Tunnel. Direktion: J. M. Hütt. Täglich: E Konzert und Specialitäten Vorstellung. Baudeville in 3 Atten von Barney. Alcazar Theater Dresdenerstr.52/ 53.City- Passage. Direktion: Richard Winkler. Täglich mit stürmischem Jubel! Endlich allein! Gesangs- Poffe von Joh. Eißner. Musik von Mar Schmidt. In Scene gefett v. Otto Wendt. 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